Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Kammer II II 2021 39 Entscheid vom 26. April 2022 Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident Dr.oec. Andreas Risi, Richter lic.iur. Karl Gasser, Richter Dr.iur. Thomas Twerenbold, Gerichtsschreiber Parteien A.________ Holding AG, Beschwerdeführerin, vertreten durch …, gegen Kantonale Steuerkommission/Kantonale Verwaltung für die direkte Bundessteuer, Bahnhofstrasse 15, Postfach 1232, 6431 Schwyz, Vorinstanz, Gegenstand Gewinn- und Kapitalsteuer (Veranlagung 2017; Aufrechnung Wert- berichtigungen) 2 Sachverhalt: A.a.Die A.________ Holding AG mit Sitz in U.________/SZ bezweckt den Er- werb, das Halten und Verwalten sowie die Veräusserung von Beteiligungen an in- und ausländischen Unternehmen aller Art, und kann für die kantonalen Steu- ern in den hier interessierenden Steuerjahren noch das Holdingprivileg gemäss Steuerrecht des Kantons Schwyz beanspruchen (d.h. gemäss dem am 22.5.2019 aufgehobenen § 75 des Steuergesetzes des Kantons Schwyz [StG; SRSZ 172.200] vom 9.2.2000). Sie hält (u.a.) hundertprozentige Beteiligungen an der B.________ GmbH und der C.________ GmbH, beide Gesellschaften mit Sitz in V.________, Deutschland (DE). A.b.Die B.________ GmbH hält ihrerseits im Anlagevermögen als hauptsächli- ches Aktivum seit dem Jahr 2011 eine Beteiligung an der D.________ AG mit Sitz in V.________, Deutschland (DE). Die D.________ AG ist ein Transport- und Logistikunternehmen, wird seit 2015 an der Börse notiert und gilt als die grösste deutsche Containerschiffsreederei. In den Geschäftsjahren 2011 bis 2015 wurde auf Stufe der A.________ Holding AG in mehreren Schritten eine Wertkorrektur des Buchwertes der Beteiligung an der B.________ GmbH vorgenommen. Die betragsmässig grösste Wertkorrektur erfolgte in der Steuerperiode 2015 im Umfang von Fr. 377'657'000.--, was ent- sprechend durch die Steuerverwaltung akzeptiert wurde. Im Rahmen des Veranlagungsverfahrens für die Steuerperiode 2017 prüfte die Veranlagungsabteilung den in den vorangegangenen Steuerperioden korrigierten Buchwert der Beteiligung auf eine allfällige Werterholung. A.c.Die C.________ GmbH dient der A.________ Holding AG als Objektgesell- schaft für den Bau und den Betrieb des Hotels "E.________" in V.________, Deutschland (DE). Nachdem die nach etlichen Verzögerungen ursprünglich auf den Herbst 2017 geplante Eröffnung aufgrund eines im Sommer 2017 eingetre- tenen Wasserschadens auf den März 2018 verschoben werden musste, nahm die A.________ Holding AG aufgrund eines mittels DCF-Methode durchgeführten Werthaltigkeitstests ("Impairment") in ihrer Jahresrechnung 2017 ebenfalls eine Wertkorrektur auf der Beteiligung an der C.________ GmbH in der Höhe von Fr. 50'000'000.-- vor. Im Rahmen des Veranlagungsverfahrens für die Steuerperiode 2017 prüfte die Veranlagungsabteilung auch die geschäftsmässige Begründetheit der im Steuer- verfahren von der A.________ Holding AG geltend gemachten Wertkorrektur auf der Beteiligung an der C.________ GmbH.3 A.d.Am 17. September 2019 unterbreitete die Veranlagungsabteilung der A.________ Holding AG einen Einschätzungsvorschlag zur Veranlagung für die Steuerperiode 2017 (vgl. Bf-act. 4). Darin wurden in Abweichung von der Steu- ererklärung der A.________ Holding AG für die Steuerperiode 2017 folgende Korrekturen vorgenommen: Bezüglich der Beteiligung an der B.________ GmbH war die Veranlagungsabtei- lung der Auffassung, dass sich der Wert der Beteiligung nachhaltig erholt habe und dass die Wertberichtigungen zumindest bis zur Höhe des Eigenkapitals der B.________ GmbH nicht mehr begründet seien, weshalb der Betrag von Fr. 352'043'000.-- als versteuerte stille Reserve aufgerechnet werde. EUR CHF Gestehungskosten A._______ Holding AG 1'293'349’000 Buchwert A.________ Holding AG 697'674’000 Eigenkapital B.________ GmbH 915'584’364 1'049'717’473 Wiedereingebrachte Wertberichtigungen 352'043’473 Bezüglich der geltend gemachten Wertberichtigung von Fr. 50'000'000.-- auf der Beteiligung an der C.________ GmbH vertrat die Veranlagungsabteilung die Auf- fassung, dass der Wert der Beteiligung dem Substanzwert der C.________ GmbH per 31. Dezember 2017 von Fr. 161'768'666.-- entspreche. Die maximal zulässige Wertberichtigung betrage demzufolge Fr. 14'068'334.-- und die Diffe- renz von Fr. 35'931'666.-- werde als versteuerte stille Reserve aufgerechnet. EUR CHF Gestehungskosten A._______ Holding AG 175'837’000 Buchwert A.________ Holding AG 125'837’000 Eigenkapital C.________ GmbH 141'097’834 161'768’666 Zulässige Wertberichtigung 14'068’334 Gebuchte Wertberichtigung 50'000’000 Differenz 35'931’666 B.Mit Veranlagung für die Steuerperiode 2017 vom 16. März 2020 veranlagte die Kantonale Steuerverwaltung bzw. Kantonale Verwaltung für die direkte Bun- dessteuer des Kantons Schwyz die A.________ Holding AG bei den Kantons- und Gemeindesteuern mit einem steuerbaren Reingewinn von Fr. 0.-- (Freistel- lung aufgrund des Holdingprivilegs gemäss Steuerrecht des Kantons Schwyz) und einem steuerbaren Eigenkapital von Fr. 2'741'569'000.-- sowie bei den direk- ten Bundessteuern mit einem steuerbaren Reingewinn von Fr. 786'765’000.-- (unter Berücksichtigung eines Beteiligungsabzugs von 45.724%). Dabei wurden 4 (entsprechend dem von der Veranlagungsabteilung unterbreiteten Einschät- zungsvorschlag) abweichend zur Selbstdeklaration geschäftlich nicht bzw. nicht mehr begründete Wertberichtigungen auf der Beteiligung an der C.________ GmbH in Höhe von Fr. 35'931'000.-- sowie auf der Beteiligung an der B.________ GmbH in Höhe von Fr. 352'043'000.-- dem steuerbaren Gewinn (di- rekte Bundessteuer) bzw. Kapital (Kantons- und Gemeindesteuern) zugerechnet (vgl. Bf-act. 3). C.Die von der A.________ Holding AG gegen die Veranlagung für die Steu- erperiode 2017 vom 16. März 2020 erhobene Einsprache vom 9. April 2020 (vgl. Bf-act. 8) wies die Kantonale Steuerkommission bzw. Kantonale Verwaltung für die direkte Bundessteuer des Kantons Schwyz mit Einspracheentscheid vom 2. März 2021 ab (vgl. Bf-act. 2). D.Mit Eingabe vom 12. April 2021 erhebt die A.________ Holding AG fristge- recht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit den folgen- den Anträgen: 1. Der Einspracheentscheid Nr. 34/2020 der Kantonalen Steuerkommission bzw. der Kantonalen Verwaltung für die direkte Bundessteuer vom 2. März 2021 betreffend die Veranlagungsverfügung für die Kantonalen Steuern 2017 und die direkte Bundessteuer 2017 sei aufzuheben. 2. Die Veranlagungen für die Kantonalen Steuern 2017 und die direkte Bundessteuer 2017 seien gemäss der eingereichten Steuererklärung 2017 der Gesellschaft vorzunehmen; d.h. der steuerbare Gewinn für die direkte Bundessteuer sei auf CHF 398‘791‘000 und das steuerbare Kapital für die Kantonale Minimalsteuer (Kapitalsteuer) sei auf CHF 2‘353‘595‘000 festzusetzen; 3. Eventualiter sei der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit den streitbetroffenen Aufrechnungen eine zusätzliche Steuerrückstellung zu gewähren, bemessen je nach Verfahrensausgang wie folgt: 3.a. Bei Genehmigung der Beschwerde bezüglich der Aufwertung der Beteiligung an der B.________ GmbH aber Ablehnung der Beschwerde bezüglich der teilweisen Aufrechnung der Wertberichtigung an der C.________ GmbH sei für Zwecke der direkten Bundessteuer ein steuerbarer Gewinn von CHF 431‘905‘000 zu berücksichtigen und für die Zwecke der kantonalen Kapitalsteuer sei ein steuerbares Kapital von CHF 2‘386‘709‘000 zugrunde zu legen. 3.b. Bei Genehmigung der Beschwerde bezüglich der teilweisen Aufrechnung der Wertberichtigung an der C.________ GmbH aber Ablehnung der Beschwerde bezüglich der Aufwertung der Beteiligung an der B.________ GmbH sei für Zwecke der direkten Bundessteuer ein steuerbarer Gewinn von CHF 723‘235‘000 zu berücksichtigen und für die Zwecke der kantonalen Kapitalsteuer sei ein steuerbares Kapital von CHF 2‘678‘039‘000 zugrunde zu legen.5 3.c. Bei Ablehnung der Beschwerde insgesamt sei für Zwecke der direkten Bundessteuer ein steuerbarer Gewinn von CHF 756‘349‘000 zu berücksichtigen und für die Zwecke der kantonalen Kapitalsteuer sei ein steuerbares Kapital von CHF 2‘711‘153‘000 zugrunde zu legen. 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Kantons Schwyz. E.Die Kantonale Steuerkommission bzw. Kantonale Verwaltung für die direk- te Bundessteuer des Kantons Schwyz erstattet ihre Vernehmlassung vom 4. Mai 2021 mit den folgenden Anträgen: 1. Bezüglich Hauptbegehren (Ziff. 1 und 2 Rechtsbegehren) sei die Beschwerde abzuweisen. 2. Bezüglich Eventualbegehren (Ziff. 3 Rechtsbegehren) sei die Beschwerde je nach Verfahrensausgang gutzuheissen. 3. Unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin. F.Mit Vernehmlassung vom 26. Mai 2021 beantragt die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV), die Beschwerde sei in den Hauptbegehren (Ziff. 1 und Ziff. 2) unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin abzuweisen. Betref- fend die zu gewährende zusätzliche Steuerrückstellung sei in der Veranlagung für die Steuerperiode 2017 für die Zwecke der direkten Bundessteuer (unter Berücksichtigung der auf dem Gewinn anfallenden Steuern gemäss Eventualbe- gehren der Beschwerdeführerin) ein steuerbarer Gewinn von Fr. 756'349'000.-- zu berücksichtigen. Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.1Nach der Bestimmung von Art. 57 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG; SR 641.11) vom 14.12.1990 ist Gegenstand der Gewinn- steuer der Reingewinn der juristischen Person. Gemäss Art. 58 Abs. 1 DBG setzt sich der steuerbare Reingewinn einer juristi- schen Person u.a. zusammen aus dem Saldo der Erfolgsrechnung unter Berück- sichtigung des Saldovortrages des Vorjahres (Bst. a) und allen vor Berechnung des Saldos der Erfolgsrechnung ausgeschiedenen Teilen des Geschäftsergeb- nisses, die nicht zur Deckung von geschäftsmässig begründetem Aufwand ver- wendet werden, wie insbesondere geschäftsmässig nicht begründete Abschrei- bungen und Rückstellungen (Bst. b). Es gilt somit das Prinzip der Massgeblichkeit der nach den Regeln des Handelsrechts aufgestellten Handelsbilanz auch für die Steuerbilanz unter Vorbehalt der steuerrechtlichen Korrekturvorschriften sowie der zwingenden handelsrechtlichen Vorschriften (BGE 141 II 83 Erw. 3.1 S. 85 mit Hinweisen; vgl. 6 auch Urteil BGer 2C_536/2020 vom 27.11.2020 Erw. 2.1 und Urteil BGer 2C_886/2020 vom 23.11.2020 Erw. 3.2.2). Art. 58 Abs. 1 Bst. b DBG gehört zu den steuerrechtlichen Korrekturvorschriften (vgl. Urteil BGer 2C_132/2020 vom 26.11.2020 Erw. 7.2; vgl. auch Urteil BGer 2C_520/2015, 2C_521/2015 vom 28.12.2015 Erw. 3.1). 1.2Während das Handelsrecht für die Aktiven Höchstwerte festlegt und die Be- triebswirtschaftslehre nach den "richtigen" Werten sucht, zielt das Gewinnsteuer- recht auf die Erfassung des tatsächlich erzielten Periodengewinns; zu diesem Zweck setzt es Mindestwerte (Bewertungsuntergrenzen) fest (vgl. Urteil BGer 2C_426/2019 vom 12.7.2019 Erw. 2.2.1.). Leitlinie der Gewinnbesteuerung bildet gemäss Art. 127 Abs. 2 BV der Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Ausdruck der wirt- schaftlichen Leistungsfähigkeit eines Unternehmens ist der tatsächlich erzielte Periodengewinn (vgl. Urteil BGer 2C_1168/2013, 1169/2013 vom 30.6.2014 Erw. 3.1; Urteil BGer 2C_371/2013, 2C_372/2013 vom 18.7.2014 Erw. 2.2.2; Ur- teil BGer 2C_309/2013, 2C_310/2013 vom 18.9.2013 Erw. 2.4.2). Ob die Voraussetzungen einer Abschreibung, vorübergehenden Wertberichti- gung oder Rückstellung erfüllt sind, beurteilt sich grundsätzlich nach den Ver- hältnissen am Bilanzstichtag (vgl. Urteil BGer 2C_710/2017 vom 29.10.2018 Erw. 6.2; vgl. allgemein zum Stichtagsprinzip etwa Urteil BGer 2C_102/2018 vom 15.11.2018 Erw. 5.1 mit Hinweisen). Das Periodizitätsprinzip verbietet eine Schmälerung der steuerbaren Gewinne mittels ausserordentlicher Abschreibungen oder Rückstellungen für künftige Ereignisse (vgl. Urteil BGer 2C_1101/2014 vom 23.11.2015 Erw. 3; Urteil BGer 2C_797/2018 vom 28.3.2019 Erw. 4.2.). 1.3In Konkretisierung des allgemeinen Grundsatzes von Art. 8 ZGB, der auch im öffentlichen Recht gilt, herrscht im Steuerrecht die sog. Normentheorie. Da- nach trägt die Steuerbehörde die Beweislast für die steuerbegründenden und - erhö-henden Tatsachen, wogegen die steuerpflichtige Person für die steuerauf- hebenden und –mindernden Tatsachen beweisbelastet ist (vgl. u.a. BGE 143 II 661 Erw. 7.2. S. 672 mit weiteren Hinweisen; vgl. auch Urteil BGer 2C_132/2020 vom 26.11.2020 Erw. 8.2.3). Die Aufrechnung von Rückstellungen, wozu steuerlich auch die Wertberichtigun- gen gehören, wirkt sich steuerbegründend aus, weshalb die tatsächlichen Voraussetzungen von der Behörde zu beweisen sind (vgl. Urteil BGer 2C_1082/2014 vom 29.9.2016 Erw. 4.1.1; vgl. auch Urteil BGer 2C_132/2020 7 vom 26.11.2020 Erw. 10.2 betreffend Wertberichtigungen und Abschreibungen auf den Gestehungskosten von Beteiligungen gemäss Art. 62 Abs. 4 DBG). Macht die steuerpflichtige Person dagegen im Steuerverfahren geltend, eine Ab- schreibung oder Wertberichtigung sei sachlich geboten, ist sie für die tatsächli- chen Grundlagen beweispflichtig (vgl. Urteil BGer 2C_309/2013, 2C_310/2013 vom 18.9.2013 Erw. 2.4.3.). 1.4Streitig und zu prüfen ist im vorliegenden Fall einerseits eine steuerrechtli- che Auflösung einer Wertberichtigung auf der Beteiligung an der B.________ GmbH gemäss Art. 62 Abs. 4 DBG (d.h. Wiedererhöhung des Buchwertes zufol- ge Wertaufholung bzw. "Reversal" einer Wertberichtigung), andererseits eine steuerrechtliche Nichtanerkennung einer im Steuerverfahren geltend gemachten Wertberichtigung auf der Beteiligung an der C.________ GmbH gemäss Art. 58 Abs. 1 Bst. b DGB (d.h. Aufrechnung als geschäftsmässig nicht begründeter Aufwand). Dabei geht es jeweils auch um die Frage, ob es sachgerecht ist (vgl. dazu ent- sprechend Rz. 7 und Rz. 12 der Weisung der Steuerverwaltung des Kantons Schwyz betreffend Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rückstellungen und Rücklagen [WAWR; Schwyzer Steuerbuch 70.21] vom 24.10.2006), dass Ab- schreibungen und Wertberichtigungen auf den Gestehungskosten von Beteili- gungen nur bis zum anteiligen buchmässigen Eigenkapital der Tochtergesell- schaft zulässig sind. 2.1Die im Zuge der Unternehmenssteuerreform I per 1. Januar 1999 in Kraft getretene Bestimmung von Art. 62 Abs. 4 DBG sieht vor, dass Wertberichtigun- gen und Abschreibungen auf den Gestehungskosten von Beteiligungen, die für den Beteiligungsabzug qualifizieren (Art. 70 Abs. 4 Bst. b DBG), dem steuerba- ren Gewinn zugerechnet werden, soweit sie nicht mehr begründet sind. Insoweit wird das Prinzip der Massgeblichkeit der Handelsbilanz durchbrochen und herrscht ein steuerrechtlicher "Aufwertungszwang" (vgl. Urteil BGer 2C_309/2013, 2C_310/2013 vom 18.9.2013 Erw. 2.4.1. mit Hinweisen). Es handelt sich um eine Gegenmassnahme dazu, dass Wertberichtigungen und Abschreibungen auf Beteiligungen trotz des Beteiligungsabzugs bei Kapitalgewinnen auf massgeblichen Beteiligungen steuerwirksam vorgenommen werden können (vgl. Stephan Kuhn / Sarah Dubach, in: Zweifel/ Beusch [Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, 3. Aufl. 2017, N 24 zu Art. 62 DBG).8 2.2.1Nach der von der Beschwerdeführerin vertretenen Rechtsauffassung soll Art. 62 Abs. 4 DBG nicht anwendbar sein, da im vorliegenden Fall kein im steuer- rechtlichen Sinne zu korrigierender Missbrauch vorliege. Begründet wird dies im Wesentlichen damit, dass es sich bei der (bisherigen) steuerrechtlichen Subsum- tion von Wertberichtigungen auf Anlagevermögen unter die Bestimmung von Art. 63 Abs. 2 DBG (bzw. entsprechend auch Art. 29 Abs. 2 DBG) um eine unzuläs- sige Ausdehnung des Rückstellungsbegriffs handle (Beschwerde, Ziff. 2.2.2. Rz. 21 ff.) und die Anwendung von Art. 62 Abs. 4 DBG bei Auflösung einer Wertbe- richtigung auf einer Beteiligung den Nachweis eines Rechtsmissbrauchs bedinge (Beschwerde, Ziff. 2.2.3. Rz. 37 ff.). 2.2.2Damit wird allerdings ausser Acht gelassen, dass der Rückstellungsbegriff von Art. 63 Abs. 2 DBG nach bisheriger Praxis auch (vorübergehende bzw. voraussichtlich nicht definitive) Wertberichtigungen auf Anlagevermögen erfasste (vgl. Urteil BGer 2C_392/2009 vom 23.8.2010 Erw. 2.1; ebenfalls Urteil BGer 2C_426/2019 vom 12.7.2019 Erw. 2.3.1.; vgl. dazu etwa auch Peter Agner / Beat Jung / Gotthard Steinmann, Kommentar zum Gesetz über die direkte Bundes- steuer, Zürich 1995, N 1 zu Art. 63 DBG). Ebenfalls hielt das Bundesgericht bereits im Zusammenhang mit der Bestimmung von Art. 63 Abs. 2 DBG unmissverständlich fest, dass diese Norm kein zusätzli- ches Erfordernis enthält, wonach nur missbräuchlich gebildete Wertkorrekturen bei einer Werterholung wieder dem Gewinn hinzugerechnet werden dürfen (vgl. dazu insbesondere Urteil BGer 2C_1082/2014 vom 29.9.2016 Erw. 4.3.2). Unbegründet ist auch der Hinweis der Beschwerdeführerin (Beschwerde, Ziff. 2.2.2.4. Rz. 35 S. 11), dass die bundesgerichtliche Rechtsprechung vorab in Fällen entwickelt worden sei, wo sich schlussendlich bereits die ursprüngliche Wertkorrektur als nicht geschäftsmässig begründet erwiesen habe. 2.2.3Das Bundesgericht entschied mit dem Leitentscheid Urteil 2C_132/2020 vom 26. November 2020 (= BGE 147 II 155), dass der Bestimmung von Art. 62 Abs. 4 DBG lediglich insofern eine eigenständige Bedeutung zukommt, als damit Abschreibungen auf den Beteiligungen den Wertberichtigungen gleichgestellt werden und ersteren damit ihr endgültiger Charakter genommen wird (zum grundsätzlich endgültigen Charakter der Abschreibungen: vgl. Urteil BGer 2C_1082/2014 vom 29.9.2016 Erw. 2.1; vgl. zum Ganzen: Urteil BGer 2C_132/2020 vom 26.11.2020 Erw. 10.1 = BGE 147 II 155 Erw. 10.1 S. 157 f.). Im Weiteren hob das Bundesgericht in seinem Leitentscheid Urteil 2C_132/2020 vom 26. November 2020 (= BGE 147 II 155) ebenso hervor, dass auch wenn im Gesetzgebungsverfahren darauf hingewiesen worden sei, dass die Hinzufügung 9 von Art. 62 Abs. 4 DBG als notwendig erachtet wurde, um Verhaltensweisen zu vermeiden, die einer Steuerumgehung nahekommen, weder der Tatbestand der Steuerumgehung noch die Voraussetzung des Rechtsmissbrauchs im Zusammenhang mit der Wertberichtigung der Beteiligung aus dem Wortlaut der Bestimmung hervorgingen, welcher seit dem Inkrafttreten nicht in Frage gestellt worden sei (vgl. BGE 147 II 155 Erw. 10.4.4. S. 161). 2.2.4Diesen Erwägungen des Bundesgerichts hat das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz nichts beizufügen. Das deckt sich denn auch mit seiner eigenen Rechtsprechung (vgl. dazu insbesondere VGE II 2013 91 vom 23.10.2013 Erw. 3.3 und auch VGE II 2015 82 vom 19.10.2016 Erw. 3.4). Entgegen der Mei- nung der Beschwerdeführerin (Beschwerde, Ziff. 2.2.3.1. Rz. 45 f.) lässt sich diesbezüglich auch nichts anderes aus dem Bericht und der Vorlage des Regie- rungsrates des Kantons Schwyz RRB Nr. 1083/1999 vom 29. Juni 1999 für den Kantonsrat zur Totalrevision des Steuergesetzes zur entsprechenden kantonalen Parallelbestimmung des § 64 Abs. 1 Bst. e des Steuergesetzes des Kantons Schwyz entnehmen. Aus dem Bericht (Seite 57 f.) geht ebenfalls unmissver- ständlich hervor, dass es sich bei der steuerrechtlichen Rückgängigmachung von nicht mehr begründeten Abschreibungen auf Beteiligungen um eine Kompro- misslösung aus der Unternehmenssteuerreform handelt. 2.2.5Die Beschwerdeführerin vermag deshalb mit ihrer rechtlichen Argumentati- on nicht durchzudringen, dass zusätzlich zum Nachweis, dass die Wertkorrektur nicht mehr begründet ist, die Anwendung von Art. 62 Abs. 4 DBG das Vorliegen eines der Steuerumgehung nahekommenden Sachverhalts erfordere. Die Be- stimmung enthält kein entsprechendes zusätzliches Erfordernis. Es spielt inso- fern auch keine Rolle, dass die Wertberichtigungen auf der Beteiligung an der B.________ GmbH in den vorangegangenen Jahren praktisch ausschliesslich steuerbefreite Dividendenerträge neutralisierten und zu keiner effektiven Steuer- ersparnis führten (Beschwerde, Ziff. 2.2.5. Rz. 72 ff.). Daraus folgt nicht, dass kein Raum für die Anwendung von Art. 62 Abs. 4 DBG (entsprechend wie bisher Art. 63 Abs. 2 DBG) bestehen würde. 2.3.1Im vorliegenden Fall ist von daher zur Hauptsache zu prüfen, ob es als er- wiesen angesehen werden durfte, dass per 31. Dezember 2017 eine nachhaltige Werterholung der Beteiligung an der B.________ GmbH (bzw. deren Beteiligung an der D.________ AG) eingetreten und gegebenenfalls eine steuerrechtliche Zwangsaufwertung zufolge Wertaufholung bis zum Eigenkapital der B.________ GmbH gerechtfertigt ist. 10 2.3.2Die Vorinstanz verweist zunächst darauf, dass praxisgemäss eine nach- haltige Werterholung anhand der im Kreisschreiben Nr. 27 vom 17. Dezember 2009 der Eidgenössischen Steuerverwaltung aufgeführten Indizien geprüft wer- de. Dabei wird die bisherige Praxis zur Überprüfung von Rückstellungen analog angewendet. Zur Überprüfung, ob eine nachhaltige Werterholung der Beteiligung eingetreten ist, können beispielsweise folgende Indizien herangezogen werden (vgl. KS ESTV Nr. 27 Ziff. 2.5.2.): •Der Börsenkurs der Beteiligungsrechte; •die bei Zukäufen oder Verkäufen der Beteiligungsrechte bezahlten Preise; •das ausgewiesene, anteilige Eigenkapital der Gesellschaft oder Genossenschaft, deren Beteiligungsrechte Gegenstand der Wertberichtigung sind; •die kapitalisierten, regelmässig fliessenden Ausschüttungen. Der Kapitalisierungszinssatz richtet sich nach der Wegleitung zur Bewertung von Wertpapieren ohne Kurswert für die Vermögenssteuer; •die Bewertung der Beteiligung aufgrund der Praktikermethode (arith. Mittel aus Ertrags- und Substanzwert). Im vorliegenden Fall ging die Vorinstanz davon aus, dass sich die ursprüngliche Bildung der Wertberichtigungen einerseits am Netto-Substanzwert der B.________ GmbH und andererseits indirekt an dem Aktienkurs der D.________ AG orientiert habe (Einspracheentscheid, Erw. 2.3). Ausgehend von den nach dem Börsengang der D.________ AG in den Ge- schäftsberichten 2015 bis 2017 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 ausgewie- senen Kennzahlen und der Entwicklung des Aktienkurses der D.________ AG stellte die Vorinstanz fest, dass sich seit dem Börsengang vom 6. November 2015 auch der Aktienkurs per 31. Dezember 2017 allmählich dem Netto- Buchwert je Aktie angenähert habe (Einspracheentscheid, Erw. 2.5.1). Im Vergleich zum Ausgabepreis im Rahmen des Börsenganges vom 6. Novem- ber 2015 und dem Bezugspreis im September 2017 im Rahmen der Kapitaler- höhung könne vorliegend von einer Werterholung ausgegangen werden und hät- ten sich zum Zeitpunkt des Bilanzstichtages per 31. Dezember 2017 auch die Aussichten für eine nachhaltige Werterholung als gegeben gezeigt. Im Gegen- satz zum Zeitpunkt der Bildung der Wertberichtigung habe sich das operative Er- gebnis der D.________ AG stabilisiert und es könne zu diesem Zeitpunkt nicht mehr von anhaltenden Verlusten gesprochen werden (Einspracheentscheid, Erw. 2.5.2). 11 Die Vorinstanz hebt in ihrer Vernehmlassung insbesondere hervor, dass die Wertberichtigung in der Steuerperiode 2015 bereits am 11. Dezember 2015 an- gekündigt worden sei und mit den erlittenen Verlusten der D.________ AG in den Jahren 2011 bis 2014 sowie dem Börsenkurs der D.________ AG per 31. De- zember 2015 gerechtfertigt worden sei. Entsprechend könne vorliegend bei der Beurteilung der Werterholung der D.________ AG nicht auf einen Vergleich der Fundamentaldaten zwischen den Jahren 2015 bis 2017 gestützt werden, son- dern seien insbesondere die andauernden Verluste in den Jahren 2011 bis 2014 den Verhältnissen im Jahre 2017 gegenüber zu stellen sowie der Börsenkurs per 31. Dezember 2017 zu berücksichtigen (Vernehmlassung der Vorin-stanz, Zu Ziff. B/2.2.6 ff.). Zudem beruft sich die Vorinstanz darauf, dass eine teilweise Aufrechnung der in den vorangegangenen Jahren getätigten Wertberichtigungen bis zur Höhe des Eigenkapitals der B.________ GmbH gerechtfertigt sei, da auch auf Stufe der B.________ GmbH die Gründe für die handelsrechtlichen ausserplanmässigen Abschreibungen auf der Beteiligung an der D.________ AG weggefallen seien und die Zuschreibung auf der Beteiligung an der D.________ AG aufgrund des handelsrechtlichen Wertaufholungsgebotes gemäss § 253 Abs. 5 Satz 1 i.V.m. Abs. 3 Satz 5 des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) vorgenommen wor- den sei (Einspracheentscheid, Erw. 2.6). Gemäss Weisung der Steuerverwaltung des Kantons Schwyz betreffend Ab- schreibungen, Wertberichtigungen, Rückstellungen und Rücklagen vom 24. Ok- tober 2006 (WAWR, Schwyzer Steuerbuch 70.21) würden Wertberichtigungen auf Gestehungskosten von Beteiligungen höchstens bis zum anteiligen buch- mässigen Eigenkapital der Tochtergesellschaft als zulässig erachtet (WAWR Rz. 12), und abgesehen von Wechselkursdifferenzen sei nicht ersichtlich, weshalb die Beschwerdeführerin zu einer im Vergleich zur B.________ GmbH abwei- chenden Beurteilung der Werthaltigkeit bezüglich der Beteiligung an der D.________ AG gelangen sollte, weshalb eine teilweise Aufrechnung bis zur Höhe des Eigenkapitals der B.________ GmbH gerechtfertigt sei (Einspra- cheentscheid, Erw. 2.7). 2.3.3Die Beschwerdeführerin ist der Auffassung, dass die Beteiligung der B.________ GmbH an der börsenkotierten D.________ AG zum Zeitpunkt des Bilanzstichtags per 31. Dezember 2017 keine nachhaltige Wertaufholung gezeigt habe, die auf Stufe der Beschwerdeführerin eine steuerrechtliche Zwangsaufwer- tung der Beteiligung an der B.________ GmbH rechtfertigen würde.12 Es wird argumentiert, die von der Vorinstanz gemachten Angaben erwiesen sich als unvollständig und selektiv im Hinblick auf eine umfassende und sachgerechte Darstellung der wirtschaftlichen Lage von der D.________ AG. Dass zum Zeit- punkt des Bilanzstichtages per 31. Dezember 2017 Aussichten für eine nachhal- tige Werterholung gegeben gewesen seien, könne aus rechtlicher Sicht nicht ausreichen, um eine Besteuerung fiktiven Zwangsaufwertungsgewinnes zu errei- chen (Beschwerde, Ziff. 2.2.6. Rz. 75 ff.). Die D.________ AG habe im Jahr 2017 erst begonnen sich gegenüber dem Tief- punkt in den Jahren 2015/2016 operativ zu erholen. Ihr selbständiges Fortbeste- hen in der Konsolidierungswelle der globalen Containerschifffahrt sei durch die Übernahme der Geschäftsaktivitäten der Containerlinienreederei F.________ in den Bereich des Möglichen gerückt, doch habe sie sich wegen der hohen Ver- schuldung finanziell restrukturieren müssen und sei weit weg von einer operati- ven Stabilität gewesen. Die Gesellschaft habe sich zudem in einem nach wie vor sehr schwierigen Umfeld für die Containerschifffahrt bewegt, gezeichnet von Überkapazitäten, tiefen Frachtraten und unbekannten Auswirkungen von neuen Umweltvorschriften (Beschwerde, Ziff. 2.2.6.2. Rz. 77 ff.). Zudem könne der Börsenkurs zum Zeitpunkt des Bilanzstichtags per 31. Dezem- ber 2017 nicht als verlässliche Grösse herangezogen werden, da der rein rech- nerische Marktwert der Beteiligung unter keinen Umständen realisierbar gewe- sen wäre (Beschwerde, Ziff. 2.2.6.3. Rz. 82 ff.) und der Nutzwert der Beteiligung zu Fortführungswerten, d.h. der innere Wert (bzw. anteilige Unternehmenswert) aufgrund der finanziellen Sanierungslage auch nicht, wie dies von der Vorinstanz gemacht worden sei, auf Basis des Netto-Buchwertes pro Aktie bestimmt werden könne (Beschwerde, Ziff. 2.2.6.4. Rz. 86 ff.). Die Hinweise der Vorinstanz auf die Aufwertung in der deutschen handelsrechtli- chen Bilanz der B.________ GmbH seien nicht zu berücksichtigen, da die B.________ GmbH mit dem Börsengang auf eine "Mark-to-Market"-Bewertung umgestellt habe, ausländisches Handelsrecht auch nicht über Schweizer Han- delsrecht gestellt werden dürfe, und es handelsrechtlich unverantwortlich gewe- sen wäre, auf Stufe der Beschwerdeführerin eine Aufwertung der Beteiligung an der B.________ GmbH vorzunehmen (Beschwerde, Ziff. 2.2.7. Rz. 89 ff.). Die meisten Kennzahlen 2017 der D.________ AG seien gegenüber dem Jahr 2015 schlechter gewesen, d.h. die Gründe für die Wertkorrektur im Jahr 2015 könnten entgegen der Vorinstanz nicht als nachhaltig weggefallen betrachtet werden (Beschwerde, Ziff. 2.2.8. Rz. 96 f.). 13 Abschliessend sei zu erwähnen, dass die geltend gemachte zeitliche Abfolge zwischen nachhaltiger Wertminderung im Jahr 2015 und der angeblichen nach- haltigen Werterholung im Jahr 2017 den üblichen Erwartungen an solche Vor- gänge diametral widerspreche (Beschwerde, Ziff. 2.2.8. Rz. 98). 2.4.1Wie in Erwägung 2.2.5 dargelegt, handelt es sich bei Art. 62 Abs. 4 DBG nicht um eine klassische Missbrauchsnorm. Aber auch wenn der Gesetzesartikel nicht als Umgehungsnorm formuliert wurde, ist sowohl vor dem Hintergrund der Entstehungsgeschichte (vgl. Vernehmlassung der Eidgenössischen Steuerver- waltung, Ziff. 3.4.) wie auch des verfassungsmässigen Grundsatzes der Besteue- rung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (Art. 127 Abs. 2 BV) eine zurückhaltende Anwendung von Art. 62 Abs. 4 DBG angezeigt. Insbesondere in Fällen wie vorliegend bei der Beschwerdeführerin, bei welcher die Wertberichtigungen praktisch ausschliesslich steuerbefreite Dividendenerträ- ge neutralisierten (Beschwerde, Ziff. 2.2.5. Rz. 72 ff.) und die Wiederaufwertung eine volle Besteuerung der Wertaufholung zur Folge hätte, würden Abschreibun- gen von Beteiligungen und die zeitnahe Wiederaufwertung zu einer systemati- schen Überbesteuerung im Zeitablauf führen. Es darf also nicht leichthin ein An- wendungsfall von Art. 62 Abs. 4 DBG angenommen werden, insbesondere wenn daraus eine substanzielle Überbesteuerung resultieren würde. Die Gesetzesan- wendung sollte daher im Einklang mit dem verfassungsrechtlichen Gebot der Be- steuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erfolgen. Ein Anwendungsfall einer (zwangsweisen) Wiederaufwertung gemäss Art. 62 Abs. 4 DBG liegt jedenfalls nur dann vor, wenn die Werterholung der Beteiligung nachhaltig und offensichtlich ist. Zur Beurteilung der Nachhaltigkeit der Werterho- lung einer Beteiligung bedarf es deshalb regelmässig einer gewissen Beobach- tungszeit und nicht bloss ein zufälliges Abstellen auf einen einzelnen bestimmten Zeitpunkt. Das bedeutet auch, dass sich die betriebswirtschaftlichen Grundlagen gegenüber der Zeitperiode der Abschreibung nachhaltig verbessert haben müs- sen (Vergleich der Fundamentaldaten). Damit Art. 62 Abs. 4 DBG mit den gege- benenfalls erforderlichen komplexen Bewertungsgrundlagen in der Praxis rechts- gleich und vorhersehbar angewendet werden kann, muss die nachhaltige Wer- terholung deshalb offensichtlich, das heisst ohne Weiteres nachvollziehbar, sein. 2.4.2Nach dem handelsrechtlichen Stichtagsprinzip sind für Ansatz und Bewer- tung in der Bilanz grundsätzlich die Verhältnisse am Bilanzstichtag massgebend und nach dem Bilanzstichtag sind nur noch wertaufhellende Tatsachen zu berücksichtigen (vgl. Urteil BGer 2C_102/2018 vom 15.11.2018 Erw. 5.1 u. 5.3). Es ist nicht (mehr) strittig, dass der Nachweis der Nachhaltigkeit der Werterho-14 lung der massgeblichen Beteiligung nicht mit Verweis auf die spätere Entwick- lung des Börsenkurses der D.________ AG erbracht werden kann (Einspra- cheentscheid, Erw. 2.4.2; Beschwerde, Ziff. 2.2.6.1. Rz. 76). Alsdann ist der Beschwerdeführerin beizupflichten, dass es aufgrund der zeitli- chen Abfolge als verfrüht erscheinen musste, dass zum massgebenden Zeit- punkt des Bilanzstichtags per 31. Dezember 2017 bereits von einer nachhaltigen Werterholung der Beteiligung gesprochen werden konnte, auch wenn gegebe- nenfalls "Anzeichen" für einen möglichen Umschwung (insbesondere in retro- spektiver Würdigung des Sachverhalts) vorhanden waren (wie z.B. ein vorüber- gehender Anstieg des Börsenkurses der D.________ AG). Es genügte deshalb nicht festzustellen, dass die genannten Gründe, die seiner- zeit zu der Wertkorrektur geführt hatten (in den Jahren 2011 bis 2014 erlittene Verluste der D.________ AG sowie Börsenkurs der Aktie der D.________ AG per 31.12.2015), weggefallen seien. Eine Wertaufholung liegt nur dann vor und ist nur insoweit zu erfassen, als der Wegfall der Gründe tatsächlich zu einer Er- holung des massgeblichen Wertes geführt hat. Ein vorübergehender Anstieg des Börsenkurses der D.________ AG ist kein hin- reichender Beleg für eine Erholung des massgeblichen Wertes. Der Wert, auf den gegebenenfalls die Beteiligung abzuschreiben oder der Wert zu berichtigten ist, wird grundsätzlich auch nicht durch den (Netto-) Marktwert, sondern durch den Nutzwert der Beteiligung bestimmt. Es ist nicht zu verkennen, dass die D.________ AG mit der aktiven Beteiligung an der fortlaufenden Marktkonsolidierung in der Containerschifffahrt erhebliche Risiken aus einer substanziell höheren Verschuldung und aus einer grösseren Flotte mit der Gefahr von Überkapazitäten eingegangen war (Beschwerde, Ziff. 2.2.6.2. Rz. 77 ff.). Dementsprechend durfte bei der Beurteilung einer allfälli- gen Werterholung ein Vergleich der Fundamentaldaten zwischen den Jahren 2015 und 2017 nicht ausser Acht gelassen werden (wie z.B. Nettoverschuldung, ROIC, Containerkapazitäten, EBITDA pro Container). Diesbezüglich ist unbestrit- ten nachgewiesen, dass die meisten Kennzahlen 2017 der D.________ AG ge- genüber dem Jahr 2015 schlechter waren (Beschwerde, Ziff. 2.2.6.2. Rz. 77 ff.). Von einer Stabilisierung der Ergebnisse und nachhaltigen Werterholung konnte unter den gegebenen Umständen nicht gesprochen werden. Vor diesem Hintergrund erscheint auch auf Stufe der Beschwerdeführerin eine Zuschreibung bzw. Wertaufholung der Beteiligung an der B.________ GmbH auf das buchmässige Eigenkapital der B.________ GmbH nicht sachgerecht (Ein- spracheentscheid, Erw. 2.7). 15 Es ist zwar nicht ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin dadurch faktisch ge- zwungen würde, für steuerliche Zwecke eine Bewertung der D.________ AG auf Basis des am Bilanzstichtag feststellbaren Kurswertes zu akzeptieren (Be- schwerde, Ziff. 2.2.7. Rz. 95): Dem (provisorischen) Jahresabschluss bzw. An- hang der B.________ GmbH für das Geschäftsjahr 2017 lässt sich jedenfalls nicht entnehmen, dass die B.________ GmbH angeblich mit dem Börsengang der D.________ AG auf eine "Mark-to-Market"-Bewertung ihrer Beteiligung an der D.________ AG umgestellt hat (Beschwerde, Ziff. 2.2.7. Rz. 90); vielmehr wird das Finanzanlagevermögen grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung eines gegebenenfalls niedrigeren beizulegenden Werts bewer- tet. Eine Wertaufholung nach Deutschem Handelsrecht ist erforderlich, wenn aus- serplanmässige Abschreibungen aus früheren Perioden korrigiert werden müs- sen, weil die Gründe für diese erhöhten Abschreibungen nicht mehr gegeben sind. Bei Wegfall der Gründe für die Wertberichtigung ist eine Wertaufholung nach Deutschem Handelsrecht zwingend geboten. Dem steht allerdings das Bewertungsermessen der Beschwerdeführerin im Rahmen des ihr einzuräumenden Beurteilungsspielraums gegenüber, dass es aufgrund der finanziellen Sanierungssituation der D.________ AG und des nach wie vor sehr schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes für die Containerschifffahrts- branche handelsrechtlich unverantwortlich gewesen wäre, auf Stufe der Be- schwerdeführerin eine entsprechende Aufwertung der Beteiligung an der B.________ GmbH vorzunehmen (Beschwerde, Ziff. 2.2.4.1. Rz. 63 und Ziff. 2.2.7. Rz. 91 f.). Die Höhe des Eigenkapitals der B.________ GmbH kann wohl als Indiz zur Überprüfung herangezogen werden, entbindet die Steuerverwaltung jedoch nicht vom Nachweis dafür, dass per 31. Dezember 2017 tatsächlich eine nachhaltige Werterholung der Beteiligung an der B.________ GmbH (bzw. deren Beteiligung an der D.________ AG) eingetreten ist. Dieser Nachweis ist von der Steuerver- waltung nicht erbracht worden. 3.1Unter Art. 58 Abs. 1 Bst b DBG werden geschäftsmässig nicht begründete Abschreibungen und Rückstellungen zum steuerbaren Reingewinn hinzugerech- net. Abschreibungen und Wertberichtigungen müssen nach allgemein anerkannten kaufmännischen Grundsätzen (Art. 959 aOR) "notwendig" sein (vgl. Art. 665 und 669 Abs. 1 aOR für das Aktienrecht; Urteil BGer 2C_142/2012 vom 12.12.2013 Erw. 2.2.). Der nutzungs- und altersbedingte Wertverlust muss durch Abschrei-16 bungen, anderweitige Wertverluste müssen durch Wertberichtigungen berück- sichtigt werden (Art. 960a Abs. 3 Satz 1 revOR; Fassung in Kraft seit 1.1.2013). Den Abschreibungen und Wertberichtigungen ist auch steuerlich Rechnung zu tragen, indem die Abschreibung oder Wertberichtigung auf dem Aktivum im Um- fang des Wertverlustes anerkannt wird. Das Steuerrecht spricht nicht von "not- wendigen", sondern von den "geschäftsmässig begründeten" Abschreibungen. Das bedeutet, dass nur insoweit, als ein Aktivum eine Entwertung erfahren hat, darauf abgeschrieben werden kann. Bei nicht abnutzbaren Gegenständen muss eine Wertbeeinträchtigung tatsächlich eingetreten sein, damit abgeschrieben werden kann, auch wenn sich handelsrechtlich u.U. erweiterte Abschreibungs- möglichkeiten ergeben können (vgl. Urteil BGer 2C_142/2012 vom 12.12.2013 Erw. 2.3.; Urteil BGer 2C_371/2013, 2C_372/2013 vom 18.7.2014 Erw. 2.1.2.). 3.2Die von der Beschwerdeführerin im Steuerverfahren geltend gemachte Wertberichtigung auf der Beteiligung an der C.________ GmbH wurde von der Steuerverwaltung nur bis zum buchmässigen Eigenkapital bzw. Substanzwert der C.________ GmbH per 31. Dezember 2017 als zulässig erachtet. Nach Ansicht der Vorinstanz erweist es sich als richtig, dass die Steuerverwal- tung den von der Beschwerdeführerin mittels DCF-Methode durchgeführten "Im- pairment"-Test im Ergebnis als ungeeignet erachtete und für die Wertberichti- gung aufgrund allfälliger Werteinbusse auf die Substanzwertmethode bzw. das ausgewiesene Eigenkapital der C.________ GmbH abstellte (Einspracheent- scheid, Erw. 3.2 u. Erw. 3.5.2; Vernehmlassung der Vorinstanz, Zu Ziff. B/3. ff.). Die Vorinstanz stellt dabei nicht in Abrede, dass es sich bei der von der Be- schwerdeführerin angewandten DCF-Methode grundsätzlich um eine handels- rechtskonforme Methode zur Unternehmensbewertung handle. Eine Abweichung von der Handelsbilanz könne deshalb vorliegend nur aufgrund steuerrechtlicher Korrekturvorschriften vollzogen werden (Einspracheentscheid, Erw. 3.4.1. u. Erw. 3.5.1.). Die Vorinstanz verneint, dass eine Wertberichtigung bereits im Jahr 2017 han- delsrechtlich zwingend geboten und entsprechend steuerlich zu akzeptieren ge- wesen sei, und begründete dies im Wesentlichen damit, dass das Deutsche Handelsrecht bei dauernder Wertminderung eine Abwertungspflicht mittels "aus- serplanmässiger Abschreibung" vorsehe, eine solche jedoch nachweislich von der C.________ GmbH im Jahr 2017 nicht ausgewiesen worden sei, und sich zwischen der Vornahme einer Wertberichtigung nach Schweizer Handelsrecht und einer ausserplanmässigen Abschreibung nach Deutschem Handelsrecht grundsätzlich keine offensichtlichen Unterschiede in der Bewertung von Bauten 17 ergeben würden (Einspracheentscheid, Erw. 3.4.2; Vernehmlassung der Vorin- stanz, Zu Ziff. B/3. ff.). Gemäss Vorinstanz erscheint es denn auch sachgerecht, wenn sich in erster Li- nie die Gesellschaft, welche die Aktiven unmittelbar aktiviert habe, auf eine Wertminderung zu berufen habe, und sich die Muttergesellschaft (Beschwerde- führerin) grundsätzlich an dieser ausgewiesenen Substanz orientiere, sofern sie keine Gründe geltend machen könne, die sich unmittelbar nur auf ihrer Stufe auswirkten (Einspracheentscheid, Erw. 3.5.2). Entsprechend werde an der Auf- fassung festgehalten, dass es sich nicht als sachgerecht erweise, dass die Mut- tergesellschaft (Beschwerdeführerin) die Wertkorrektur zeitlich vor der Tochter- gesellschaft (C.________ GmbH) vollziehe, zumal die Gesellschaft, welche den Betrieb des Hotels "E.________" zum Gegenstand habe, noch keine repräsenta- tiven Geschäftsergebnisse vorliegen haben konnte (Vernehmlassung der Vorin- stanz, Zu Ziff. B/3. ff.). Die Sachlage sei insofern mit jener im Urteil BGer 2C_309/2013, 2C_310/2013 vom 18. September 2013 vergleichbar, indem es vorliegend zum Zeitpunkt des Bilanzstichtages per 31. Dezember 2017 ebenfalls an in der Vergangenheit ge- sammelten Erfahrungswerten fehlte. Dem auf reinen Plandaten basierenden "Im- pairment"-Test ("dynamische" Komponente i.S.v. zukünftigen Entwicklungen) sei deshalb gegenüber einer "statischen" Methode untergeordnetes Gewicht beizu- messen (Einspracheentscheid, Erw. 3.5.2; Vernehmlassung der Vorinstanz, Zu Ziff. B/3. ff.). 3.3Die Beschwerdeführerin macht geltend, der Steuerverwaltung stehe es aufgrund der steuerrechtlichen Korrekturnorm nicht frei, die steuerlich zulässige Wertuntergrenze unabhängig von einem handelsrechtskonform ermittelten Ver- kehrswert zu ermitteln (Beschwerde, Ziff. 3.2. Rz. 112). Im vorliegenden Fall habe die Vorinstanz konzediert, dass die DCF-Methode ge- eignet gewesen sei, eine bewertungsmässige Überprüfung der Beteiligung an der C.________ GmbH vorzunehmen. Sei eine Methode geeignet und sachge- recht, den Wert einer Beteiligung zu überprüfen, erscheine es als logisch, dass ein demgemäss festgestellter Wertberichtigungsbedarf als handelsrechtlich zwingend und steuerlich geschäftsmässig begründet anzusehen sei (Beschwer- de, Ziff. 3.2 1. Rz. 120). Gegen die Berücksichtigung des buchmässig ausgewiesenen Eigenkapitals der C.________ GmbH wird von der Beschwerdeführerin eingewendet, dass damit unrechtmässig ausländisches Handelsrecht über schweizerisches Handelsrecht gestellt werde, weil das Schweizerische Handelsrecht bezüglich Bilanzierung an-18 gefangener Bauten eine "gewichtige Differenz" gegenüber dem Deutschen Han- delsrecht aufweise, das Abschreibungen erst nach Fertigstellung der Baute er- laube (Beschwerde, Ziff. 3.2.2. Rz. 131 f.). Das Abstellen auf die deutsche Handelsbilanz führe zu einer fehlerhaften Peri- odenabgrenzung des steuerbaren Gewinns (Beschwerde, Ziff. 3.2.2. Rz. 134 ff.). Bestand und Umfang des Wertberichtigungsbedarfs seien handelsrechtskonform nachgewiesen und beruhten auf Tatsachen, die sich vor dem Bilanzstichtag per 31. Dezember 2017 erfüllt hätten (Beschwerde, Ziff. 3.2.2. Rz. 138 f.). Einem Unternehmen sei im Rahmen der periodengerechten Zuordnung von un- sicheren Positionen ein weiter Ermessens- bzw. Beurteilungsspielraum ein- zuräumen (Beschwerde, Ziff. 3.2.2. Rz. 140 f.). 3.4Die Vorinstanz bestreitet nicht, dass es sich bei der DCF-Methode grundsätzlich um eine handelsrechtskonforme Methode zur Unternehmensbe- wertung handelt. Es wurde zudem auch festgestellt, dass die getroffenen An- nahmen (zur Bestimmung des Nutzwertes der Beteiligung) sich zumindest als nachvollziehbar erwiesen und im Ergebnis kein offensichtlicher Verstoss gegen zwingendes Handelsrecht erkennbar sei (Einspracheentscheid, Erw. 3.4.1). Der Einwand der Beschwerdeführerin, dass das Abstellen auf die deutsche Han- delsbilanz zu einer fehlerhaften Periodenabgrenzung des steuerbaren Gewinns führt, erweist sich als begründet. Durch die geltend gemachte Wertberichtigung auf der Beteiligung an der C.________ GmbH wird berücksichtigt, dass die Ursa- che für die Wertminderung im Entstehungsjahr 2017 liegt. Daran ändert nichts, dass von der C.________ GmbH im Geschäftsjahr 2017 keine "ausserplanmäs- sige Abschreibung" eines Gebäudes ausgewiesen wurde, bzw. erst im Ge- schäftsjahr 2018 eine entsprechende ausserplanmässige Abschreibung eines Gebäudes auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert in der Höhe von EUR 50.000.000,00 erfolgte (vgl. Jahresabschluss und Anhang der C.________ GmbH für das Geschäftsjahr 2018). Eine Beschränkung der geschäftsmässigen Begründetheit der im Steuerverfah- ren geltend gemachten Wertberichtigung auf das anteilige buchmässige Eigen- kapital der Kühne Immobilie GmbH per 31. Dezember 2017 ist deshalb im Er- gebnis nicht sachgerecht. Die Vorinstanz hat sich auch zu Unrecht auf den anders gelagerten Fall im Urteil BGer 2C_309/2013, 2C_310/2013 vom 18. September 2013 gestützt (siehe auch Entscheid der kantonalen Steuerkommission bzw. Verwaltung für die direkte Bundessteuer vom 21.9.2015 [StKE 99/2014] i.S. J. AG publiziert in Steuerpraxis des Kantons Schwyz [StPS] 2015 S. 41 ff. Erw. 3 S. 48 ff.). Der Grund für die 19 Wertminderung ist unstreitig. In einem solchen Fall muss eine Bewertungsme- thode, welche auch die künftige Ertragslage angemessen berücksichtigt, möglich sein. Die Anwendung der DCF-Methode für Zwecke des "Impairment"-Tests erweist sich deshalb auch im Ergebnis als sachgerecht. Demzufolge sollte die von der Beschwerdeführerin im Steuerverfahren geltend gemachte Wertberichtigung auf der Beteiligung an der C.________ GmbH auch als geschäftsmässig begründet anerkannt werden können. Das entspricht auch einer mit dem Grundsatz der Be- steuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit übereinstimmenden Er- fassung des massgeblichen Periodengewinns. 4.Die Bestimmungen des kantonalen Steuergesetzes (vgl. insb. § 64 StG be- züglich der Berechnung des Reingewinns) entsprechen im hier interessierenden Bereich dem Recht der direkten Bundessteuer. Dementsprechend entfällt für die Kantonalen Steuern auch die Anpassung des steuerbaren Eigenkapitals (vgl. §§ 78 ff. StG) im Umfang der allfälligen aus ver- steuertem Gewinn gebildeten stillen Reserven (unter Berücksichtigung der gege- benenfalls auf dem Gewinn anfallenden Steuern). 5.1Insgesamt führt dies zur Gutheissung der vorliegenden Beschwerde gegen den Einspracheentscheid Nr. 34/2020 der Kantonalen Steuerkommission bzw. der Kantonalen Verwaltung für die direkte Bundessteuer vom 2. März 2021 be- treffend die Veranlagungsverfügung für die Kantonalen Steuern 2017 und die di- rekte Bundessteuer 2017. Die Veranlagungen für die Kantonalen Steuern 2017 und die direkte Bundes- steuer 2017 sind gemäss der eingereichten Steuererklärung 2017 vorzunehmen; d.h. der steuerbare Reingewinn für die direkte Bundessteuer ist auf Fr. 398'791'000.-- (unter Berücksichtigung des Beteiligungsabzugs) und das steuerbare Eigenkapital für die Kantonale Minimalsteuer (Kapitalsteuer) ist auf Fr. 2'353'595'000.-- festzusetzen. Der angefochtene Entscheid ist dazu aufzuheben und die Sache zwecks Neu- veranlagung im Sinne der Erwägungen an die Steuerverwaltung des Kantons Schwyz zurückzuweisen. 5.2Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Kosten für das verwal- tungsgerichtliche Verfahren (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) der Vorinstanz bzw. dem Kanton Schwyz auferlegt (vgl. § 128 StG in Verb. mit § 72 Abs. 2 Satz 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRP; SRSZ 234.110] vom 6.6.1974; Art. 144 Abs. 1 DBG).20 Zudem hat die Vorinstanz bzw. der Kanton Schwyz der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung auszurichten (vgl. § 128 StG in Verb. mit § 74 Abs. 1 VRP; Art. 144 Abs. 4 DBG in Verb. mit Art. 64 Abs. 1-3 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren [Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021] vom 20.12.1968). Die Höhe der Parteientschädigung wird in Beachtung des kantonalen Gebühren- tarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, der or- dentlicherweise für das Honorar in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 GebTRA einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht sowie in § 2 Geb- TRA die Bemessungskriterien erwähnt, auf Fr. 5'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festgesetzt. 5.3Die Kosten des kantonalen Einspracheverfahrens (Spruchgebühr inkl. Kanzleikosten) in der Höhe von Fr. 2'950.-- (vgl. Disp.-Ziff. 2 des Einsprache- entscheids Nr. 34/2020 vom 2.3.2021) sind ebenfalls dem Verfahrensausgang entsprechend neu zu verlegen und gehen vollumfänglich zu Lasten der Vorin- stanz bzw. des Kantons Schwyz. Für das Einspracheverfahren betreffend die Kantonalen Steuern ist der Beschwerdeführerin ebenfalls eine Parteientschädigung (inkl. Barauslagen und MwSt) zuzusprechen (vgl. § 154 Abs. 1 StG bzw. § 55 der Vollzugsverordnung zum Steuergesetz [VVStG; SRSZ 172.211] vom 22.5.2001 und § 74 Abs. 1 VRP), welche in Beachtung der erwähnten Bemessungsgrundlagen und des Honorarrahmens von Fr. 200.-- bis Fr. 4'800.-- für die Vertretung in Rechtsmittelverfahren vor Verwaltungsbehörden (§ 15 GebTRA) auf Fr. 3'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festgesetzt wird.21 Demnach erkennt das Verwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid Nr. 34/2020 der Kantona- len Steuerkommission bzw. der Kantonalen Verwaltung für die direkte Bun- dessteuer vom 2. März 2021 betreffend die Veranlagungsverfügung für die Kantonalen Steuern 2017 und die direkte Bundessteuer 2017 wird gutge- heissen, der angefochtene Entscheid wird aufgehoben und die Sache zwecks Neuveranlagung im Sinne der Erwägungen an die Steuerverwal- tung des Kantons Schwyz zurückgewiesen. 2.1 Die Kosten des Verfahrens vor der Vorinstanz (Spruchgebühr inkl. Kanzlei- kosten) in der Höhe von Fr. 2'950.-- (vgl. Disp.-Ziff. 2 des Einspracheent- scheids Nr. 34/2020 vom 2.3.2021) werden neu verlegt und gehen vollum- fänglich zu Lasten der Vorinstanz bzw. des Kantons Schwyz. 2.2 Der Beschwerdeführerin wird für das Einspracheverfahren zu Lasten der Vorinstanz bzw. des Kantons Schwyz eine Parteientschädigung von Fr. 3’000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zugesprochen. 3. Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens von insgesamt Fr. 5'000.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) werden der Vorinstanz bzw. dem Kanton Schwyz auferlegt. Auf die kantonsinterne Ver- rechnung wird verzichtet. Die Beschwerdeführerin hat am 21. April 2021 einen Kostenvorschuss von Fr. 5'000.-- bezahlt, so dass ein Rückerstattungsanspruch in gleicher Höhe besteht. 4. Der Beschwerdeführerin wird für das verwaltungsgerichtliche Beschwerde- verfahren zu Lasten der Vorinstanz bzw. des Kantons Schwyz eine Partei- entschädigung von Fr. 5'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zugespro- chen. 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau- sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005). Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe- schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 22 6. Zustellung an: - den Vertreter der Beschwerdeführerin (2/R) - die Vorinstanzen (2/EB) - den Gemeinderat U.________ (A; im Dispositiv) - und die Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung direkte Bun- dessteuer, 3003 Bern (A). Schwyz, 26. April 2022 Im Namen des Verwaltungsgerichts Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: *Anforderungen an die Beschwerdeschrift Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru- mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen. Versand: 11. Mai 2022