<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00138</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106240&amp;W10_KEY=4467148&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00138</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.08.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Gebühren für den Bezug von Fernwärme</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bewirkt der Entscheid über die Anschlusspflicht eine Beschränkung der Energiebezugsgebühren?<br/><br/>Es liegt eine öffentlich-rechtliche Angelegenheit vor, für die das Verwaltungsgericht zuständig ist (E. 1a).<br/>Nicht einzutreten ist auf den Antrag der Beschwerdegegnerin, ihre Verfügung sei vollumfänglich wiederherzustellen (E. 1b).<br/>Nicht einzutreten ist auch auf die Anträge der Beschwerdeführenden, so weit sie sich auf Gebühren für einen Zeitraum beziehen, über den in der ursprünglichen Verfügung gar nicht entschieden wurde (E. 1c).<br/>Da die Beschwerdeführenden eine Frage von grundsätzlicher Bedeutung aufwerfen, hat die Kammer zu entscheiden (E. 1d).<br/>Die Prüfung der wirtschaftlichen Gleichwertigkeit der bestehenden mit einer Fernwärmeheizung setzt den Vergleich zukünftiger Kosten voraus. Die dafür notwendigen Prognosen sind mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Die Annahmen im Entscheid über die Anschlusspflicht haben deshalb keine grundsätzliche Beschränkung der Gebühren zur Folge. Insbesondere kommt eine Beschränkung nicht in Frage, wenn Mehrkosten auf Entwicklungen zurückzuführen sind, auf welche die Energielieferantin keinen Einfluss hat und die nicht konkret voraussehbar waren (E. 2c).<br/>Auf die Kritik des Entscheids über die Anschlusspflicht ist nicht einzugehen (E. 2d aa).<br/>Es ist unzulässig, nur die laufenden Kosten der beiden Heizungsanlagen zu vergleichen. Zudem müsste ein solcher Vergleich für einen längeren Zeitraum vorgenommen werden (E. 2d bb).<br/>Korrekt ist nur ein Kostenvergleich für den jeweils gleichen Zeitraum (E. 2d cc).<br/>Die Beschwerdegegnerin handelte hoheitlich in Erfüllung einer öffentlichen Aufgabe. Sie ist deshalb den Gemeinwesen gleichzustellen und erhält keine Parteientschädigung (E. 3b).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANSCHLUSSBESCHWERDE">ANSCHLUSSBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANSCHLUSSPFLICHT">ANSCHLUSSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FERNWÃRME">FERNWÃRME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLEICHWERTIGKEIT">GLEICHWERTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENVERGLEICH">KOSTENVERGLEICH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICH-RECHTLICH">ÃFFENTLICH-RECHTLICH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIRTSCHAFTLICH">WIRTSCHAFTLICH</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 295 Abs. II PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 1 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. Der Verwaltungsrat der D AG erliess am 7. September 2000 zwei VerfÃ¼gungen, mit denen sie einerseits A und anderseits B1 und B2 zur Bezahlung von GebÃ¼hren in der HÃ¶he von insgesamt Fr. 6'515.85 bzw. Fr. 7'151.30 verpflichtete.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. A und das Ehepaar B, erhoben dagegen beide am 17. Oktober 2000 in getrennten, aber koordinierten Eingaben Rekurs an den Bezirksrat U, der beide Rechtsmittel am 20. MÃ¤rz 2001 teilweise guthiess. Der Bezirksrat erwog im Wesentlichen, das VerhÃ¤ltnis zwischen der D AG und den Rekurrierenden unterstehe Ã¶ffentlichem Recht, weshalb er zur Beurteilung der Rekurse zustÃ¤ndig sei. Der Gemeinderat V habe am 8. Juli 1997 gestÃ¼tzt auf § 295 Abs. 2 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) die Rekurrierenden zum Anschluss an das FernwÃ¤rmenetz verpflichtet. Diese VerfÃ¼gung sei von der Baurekurskommission II bestÃ¤tigt worden. Die Rekurrierenden verlangten gestÃ¼tzt auf diesen Entscheid zu Unrecht, die Kosten dieses Anschlusses nur bis zur HÃ¶he von 106 % der Kosten der frÃ¼heren privaten Heizzentrale tragen zu mÃ¼ssen. Hingegen sei die Rekursgegnerin nicht befugt, ihre WÃ¤rme­lieferungen wegen NichterfÃ¼llung ihrer Forderungen einzustellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Am 26. April 2001 wandten sich A und das Ehepaar B, mit gemeinsamer Beschwerde an das Verwaltungsgericht und verlangten einerseits, es sei festzustellen, dass sich ihre Anschlusspflicht nur auf den schon vollzogenen effektiven Anschluss an diese Heizanlage beziehe und sie nur zur Tragung von Kosten in der HÃ¶he von 106 % der Kosten der frÃ¼heren, privaten Heizzentrale, d.h. von nur Fr. 1'154.90 pro Heizperiode und Haus, verpflichtet seien. Dementsprechend seien der Rekursentscheid und die VerfÃ¼gung der D AG dahingehend abzuÃ¤ndern, dass fÃ¼r die Heizperiode 1998/99 nur Fr. 1'154.90 minus die Ãlabrechnung von Fr. 121.95, fÃ¼r die Periode 1999/ 2000 Fr. 1'154.90 sowie fÃ¼r die kÃ¼nftigen Perioden 1'154.90 oder die tiefer liegenden effektiven Betriebskosten geschuldet seien.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat U beantragte am 16. Mai 2001 Abweisung der Beschwerde. Die D AG verlangte mit Beschwerdeantwort vom 5. Juli 2001 ebenfalls vollstÃ¤ndige Abweisung sowie die vollumfÃ¤ngliche BestÃ¤tigung der VerfÃ¼gung ihres Verwaltungsrats vom 7. September 2000. Der Gemeinderat V verzichtete auf Stellungnahme.</span></p> <p class="Einzug2"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) GemÃ¤ss § 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) werden Ã¶ffentlich-rechtliche Angelegenheiten von den VerwaltungsbehÃ¶rden und dem Verwaltungsgericht entschieden, privatrechtliche AnsprÃ¼che sind vor den Zivilgerichten geltend zu machen. Die Ã¶ffentlich-rechtliche Natur der von der Beschwerdegegnerin geltend gemachten Forderung ergibt sich insbesondere aus § 295 Abs. 2 PBG in Verbindung mit dem Reglement fÃ¼r die Abgabe von FernwÃ¤rme in der Gemeinde V vom 5. Juli 1999 sowie deren Verordnung Ã¼ber BeitrÃ¤ge und Kosten fÃ¼r die Abgabe von FernwÃ¤rme vom 13. Februar 1998. Insoweit kann auf E. 2 des angefochtenen Entscheids verwiesen werden (§ 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG). Da auch die weiteren Voraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die vorliegende Beschwerde grundsÃ¤tzlich einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nicht einzutreten ist auf den Antrag der Beschwerdegegnerin, die VerfÃ¼gungen ihres Verwaltungsrats vom 7. September 2000 seien vollumfÃ¤nglich (insbesondere auch hinsichtlich der angedrohten Unterbrechung der Energielieferung in Dispositiv-Ziffer 2) zu bestÃ¤tigen. Sie hat innert Frist keine Beschwerde erhoben und sich somit mit dem Entscheid des Bezirksrats U abgefunden. Das Institut der Anschlussbeschwerde ist dem zÃ¼rcherischen Verwaltungsprozessrecht unbekannt, weshalb in der Beschwerdeantwort keine AntrÃ¤ge gestellt werden kÃ¶nnen, die Ã¼ber den durch die Beschwerdeschrift abgesteckten Rahmen hinausgehen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19‑28 N. 62).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die VerfÃ¼gungen der D AG vom 7. September 2000 auferlegten den BeschwerdefÃ¼hrenden einerseits Anteile an den AnschlussgebÃ¼hren sowie an den Kosten der Ãbergabe- und Hausstation und anderseits Anteile an den Energiekosten des Zeitraums zwischen Anfang Januar 1999 (fÃ¼r A) bzw. Anfang November 1998 (fÃ¼r das Ehepaar B) und Ende Februar 2000. Angefochten werden nur die GebÃ¼hren fÃ¼r den Energieverbrauch, nicht jedoch die einmalig angefallenen Kosten. Die BeschwerdefÃ¼hrenden beantragen dies­bezÃ¼glich, dass diese laufenden GebÃ¼hren nicht nur fÃ¼r die Rech­nungsperiode bis Ende Feb­ruar 2000, sondern darÃ¼ber hinaus auf eine unbestimmte Zeit auf den Betrag von Fr. 1'154.90 pro Heizperiode beschrÃ¤nkt werden. Da der Streitgegenstand sich im Lauf des Verfahrens nur einschrÃ¤nken, nicht aber erweitern kann (KÃ¶lz/ Boss­hart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 86 f.), ist im Beschwerdeverfahren nur Ã¼ber die GebÃ¼hren fÃ¼r die WÃ¤rmelieferungen bis Ende Februar 2000 zu befinden. Auf die darÃ¼ber hinaus gehenden AntrÃ¤ge der BeschwerdefÃ¼hrenden kann nicht eingetreten werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) GemÃ¤ss den unmittelbar auf die Energiekosten bezogenen AntrÃ¤gen liegt der Streitwert der vorliegenden Angelegenheit jedenfalls weit unter Fr. 20'000.-. Die beiden Feststellungsbegehren (BeschwerdeantrÃ¤ge 1.1 und 1.2) Ã¤ndern daran nichts, da ihnen keine selbstÃ¤ndige Bedeutung zukommt, sondern sie nur dazu dienen, die von den BeschwerdefÃ¼hrenden verlangte BeschrÃ¤nkung der EnergielieferungsgebÃ¼hren auch fÃ¼r die Zukunft festzuschreiben und abzusichern. Insofern liegen diese AntrÃ¤ge ausserhalb des Streitgegenstands.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden werfen in ihrer Rechtsschrift jedoch die grundsÃ¤tzlich bedeutsame Frage auf, ob und inwieweit aus dem Entscheid der Baurekurskommission betreffend die Anschlusspflicht eine BeschrÃ¤nkung der GebÃ¼hrenhÃ¶he abzuleiten sei. In Anwendung von § 38 Abs. 3 VRG hat somit die Kammer zu entscheiden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Wie auch die BeschwerdefÃ¼hrenden selbst ausfÃ¼hren, hat die Baurekurskommission II mit inzwischen rechtskrÃ¤ftigem Entscheid vom 10. MÃ¤rz 1998 Ã¼ber die Pflicht zum Anschluss an die Ã¶ffentliche FernwÃ¤rmeversorgung entschieden. Von entscheidender Bedeutung war dabei der Vergleich der Kosten der bestehenden Heizung mit den voraussichtlichen Kosten einer Heizung durch FernwÃ¤rme.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrenden wollen â wie bereits vor Bezirksrat â aus dem genannten Entscheid und aus eigenen Kostenberechnungen eine BeschrÃ¤nkung der EnergielieferungsgebÃ¼hren ableiten. Der Bezirksrat hat diese Auffassung abgelehnt. Die Baurekurs­kommission habe einzig Ã¼ber die Frage der Anschlusspflicht entschieden. Die dabei getroffene Feststellung der wirtschaftlichen Gleichwertigkeit der FernwÃ¤rmeheizung bewirke keine Plafonierung der GebÃ¼hren. Eine solche lasse sich weder dem PBG noch dem Energiegesetz entnehmen. Die vorliegend strittigen GebÃ¼hren hielten sich im Rahmen der Verordnung Ã¼ber BeitrÃ¤ge und Kosten fÃ¼r die Abgabe von FernwÃ¤rme sowie des Kostendeckungs- und Ãquivalenzprinzips.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die PrÃ¼fung der wirtschaftlichen Gleichwertigkeit einer Heizung durch FernwÃ¤rme setzt einen Vergleich mit den Kosten der bestehenden Heizung voraus. Da es um Erstellung und Betrieb einer zukÃ¼nftigen Anlage geht, sind dem Vergleich die zukÃ¼nftig anfallenden Kosten zu Grund zu legen. Dies setzt eine AbschÃ¤tzung insbesondere der Entwicklung der Energiekosten voraus. Solche Prognosen sind naturgemÃ¤ss mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Aus diesem Grund geht es nicht an, den dem Entscheid Ã¼ber die Anschlusspflicht zu Grund gelegten Annahmen eine grundsÃ¤tzliche BeschrÃ¤nkung der kÃ¼nftig zulÃ¤ssigen (laufenden) Kosten zu entnehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine Plafonierung im Sinn der BeschwerdefÃ¼hrenden kommt jedenfalls insoweit nicht in Frage, als die Mehrkosten auf UmstÃ¤nde und Entwicklungen (z.B. EnergietrÃ¤gerpreise, Witterungsverlauf, individuelles Verhalten der BezÃ¼ger) zurÃ¼ckzufÃ¼hren sind, auf welche die Energielieferantin selbst keinen Einfluss hat und die im Zeitpunkt des Entscheids Ã¼ber die Anschlusspflicht nicht konkret vorauszusehen waren. Ob aus der Beurteilung der wirtschaftlichen Gleichwertigkeit der Fernheizung im Entscheid Ã¼ber die Anschluss­pflicht aufgrund des Grundsatzes von Treu und Glauben ein Schutz der Anschlies­ser und BezÃ¼ger gegen ungerechtfertigte und willkÃ¼rliche PreiserhÃ¶hungen durch die Lieferantin abzuleiten ist, kann offen bleiben. Die BeschwerdefÃ¼hrenden bringen fÃ¼r ein solches Verhalten der Beschwerdegegnerin keine Anhaltspunkte vor. Auch aus den Akten ergeben sich dafÃ¼r keine Indizien. Ebenso wenig sind andere Rechtsverletzungen ersichtlich, die durch das Verwaltungsgericht von Amtes wegen aufzugreifen wÃ¤ren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Zu den Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrenden sind zusÃ¤tzlich folgende Bemerkungen anzubringen:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Auch wenn von der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrenden auszugehen wÃ¤re, kÃ¶nnte im vorliegenden Verfahren nicht einerseits wegen des Entscheids der Baurekurs­kommission ein Kostendach festgelegt, dieses aber an Hand neu vorgebrachter Zahlen der BeschwerdefÃ¼hrenden berechnet werden. Diese Argumentation leidet an einem unauflÃ¶s-baren inneren Widerspruch. Auf die Kritik am Entscheid der Baurekurskommission ist im Ãbrigen auch deshalb nicht nÃ¤her einzugehen, weil er in Rechtskraft erwachsen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend ausfÃ¼hrt, ist es zum vornherein falsch, nur die laufenden Energiekosten zu vergleichen, wie dies die BeschwerdefÃ¼hrenden offenbar beabsichtigen. Der Begriff der "wirtschaftlich gleichwertigen Bedingungen" setzt den Einbezug aller, namentlich auch der Investitions- und Kapitalkosten voraus, wie dies die Baurekurs­kommission in ihrem Entscheid auch getan hat. Daraus geht hervor, dass bei der Heizung durch FernwÃ¤rme zwar die Betriebskosten deutlich hÃ¶her, die Investitions- und Kapitalkosten dafÃ¼r einiges tiefer liegen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Ãbrigen liegen die sich aus den Angaben der BeschwerdefÃ¼hrenden ergebenden laufenden Kosten der frÃ¼heren Ãlheizung (Ã Ãlmenge von 91'000 l/Jahr * Ã Preis 1982-1998 von Fr. 34.10/100 l = Fr. 31'000.-) nicht wesentlich unter dem Wert von Fr. 32'600.-, den die Baurekurskommission in ihrem Entscheid angenommen hat. Auf welche Weise die Beschwerdegegnerin zur Annahme eines HeizÃ¶lpreises von Fr. 48.-/100 l gelangt, ist nicht erfindlich, jedoch auch nicht erheblich. Ein Vergleich der den BeschwerdefÃ¼hrenden in Rech­nung gestellten mit den in diesem Entscheid angenommenen Energiekosten der Fernheizung ist dagegen mangels Angaben Ã¼ber die tatsÃ¤chlichen laufenden Kosten der gesamten Ãberbauung â auf die sich die Berechnung der Baurekurskommission bezog â nicht mÃ¶glich und erschiene auch aufgrund des kurzen Zeitraums verfrÃ¼ht. Es ist allerdings darauf hinzuweisen, dass die von den BeschwerdefÃ¼hrenden verlangten GebÃ¼hren fÃ¼r die Zeit von November 1998 bis Februar 1999 ungefÃ¤hr 50 % hÃ¶her lagen als diejenigen fÃ¼r dieselbe Periode des nachfolgenden Jahrs. Die RÃ¼ge der BeschwerdefÃ¼hrenden, man wolle ihnen jetzt wesentlich hÃ¶here GebÃ¼hren auferlegen als damals in Aussicht gestellt, kÃ¶nnte sich somit als voreilig erweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Ein falsches Bild vermittelt im Weiteren der Vergleich der laufenden Kosten der frÃ¼heren Ãlheizung mit denjenigen der FernwÃ¤rmeheizung einer sehr kurzen spÃ¤teren Zeitperiode. Auch wenn die Vergleichsperiode einen Zeitraum von ca. 15 Jahren umfasst, ist nur ein Kostenvergleich statthaft, der sich auf die jeweils gleiche Periode bezieht. Sonst kann der Eindruck insbesondere durch die Schwankungen der EnergietrÃ¤gerpreise verfÃ¤lscht werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Beschwerdegegnerin beantragt eine ParteientschÃ¤digung. Zwar ist sie nunmehr in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft im Sinn des Obligationenrechts organisiert. Zu beachten ist jedoch, dass sie vorliegend eine Ã¶ffentliche, ihr durch die Gemeinde zugewiesene Aufgabe wahrnimmt und den BeschwerdefÃ¼hrenden gegenÃ¼ber hoheitlich auftritt. Aus diesem Grund ist sie in ihrer verfahrensrechtlichen Stellung den Gemeinwesen gleichzustellen. Diese haben nur ausnahmsweise Anspruch auf eine ParteientschÃ¤digung, falls sie aufgrund der KomplexitÃ¤t der Angelegenheit einen rechtskundigen Vertreter beiziehen mussten oder die Streitsache in anderer Weise einen ungewÃ¶hnlich grossen Aufwand verursachte (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 19 f.). Diese Voraussetzungen sind vorliegend nicht erfÃ¼llt, weshalb keine EntschÃ¤digung zuzusprechen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">2. ...</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">3. ...</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">5. ...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>