<h2>SubmittedText<h2><p>Die Armasuisse hat sich für den Kauf von Drohnen des Typs Orbiter 2b der israelischen Firma Aeronautics Defense Systems (ADS) entschieden. Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung der folgenden Fragen:</p><p>1. Welches Ausschreibungsverfahren hat die Armasuisse angewandt?</p><p>2. Weiss die Armasuisse von den Verdächtigungen gegenüber der ADS?</p><p>3. Wie stellt sich die Armasuisse zur Politik ihrer neuen Drohnenlieferantin?</p><p>4. Gibt es in der Schweiz und in Europa andere Lieferantinnen für diese Drohnenkategorie?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Das System Orbiter 2b wird durch das übliche Verfahren bei Rüstungsgütern beschafft. Im Rahmen eines Einladungsverfahrens wurden in einer Longlist sechs Kandidaten ausgewählt und beurteilt. Daraufhin wurde aufgrund der Analyse der eingegangenen Angebote eine Shortlist mit den zwei besten Kandidaten erstellt (WB Electronics mit "Fly Eye" aus Polen und Aeronautics Defense Systems (ADS) mit "Orbiter 2b" aus Israel). Diese Produkte wurden weiter evaluiert, wobei sich die Firma ADS mit ihrem Produkt durchgesetzt hat und den Zuschlag erhielt.</p><p>2. Ja, die Armasuisse wurde durch eine Anfrage der "Schweiz am Wochenende" Anfang Jahr auf die Veränderungen im Gesellschafterkreis der börsenkotierten ADS, auf die laufende Untersuchung aufgrund der möglichen Umgehung von Exportvorschriften sowie auf die angeblichen Geschäftsbeziehungen mit Myanmar aufmerksam gemacht.</p><p>3. Gegen die Firma ADS liegen aktuell keine nachgewiesenen Vergehen vor. Damit besteht aus heutiger Sicht kein Anlass, eine Neubeurteilung des laufenden Geschäfts vorzunehmen.</p><p>4. In Europa gibt es Lieferanten für Systeme dieser Art. Im Rahmen des in der Antwort auf Frage 1 erwähnten Einladungsverfahrens wurden Systeme der Firmen Thales (Frankreich), Airbus (Frankreich) und WB Electronics (Polen) geprüft sowie die Systeme der drei israelischen Anbieter ADS, Elbit Systems und Bluebird.</p>  Antwort des Bundesrates.