<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.00731</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Ersatzrichterin Lienhard<br/>Gerichtsschreiberin Schucan</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 6. Juni 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Procap Schweiz</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Advokatin Karin Wüthrich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1980, war zuletzt vom 6. Dezember 2012 bis am 25. Januar 2015 bei der Y.___ AG, temporär als Hilfs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bodenleger tätig (vgl. Urk. 7/6 Ziff. 5.4, Urk. 7/18)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Unter Hinweis auf eine Depression meldete sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Versicherte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">am 19. August 2015 bei der Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/6 Ziff. 6.2). Die Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab, zog Akten des Krankentaggeldversicherers bei (Urk. 7/14, Urk. 7/42) und verneinte nach durchgeführtem Vorbescheidver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren (Urk. 7/30; Urk. 7/34) mit Verfügung vom 23. Mai 2016 einen An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruch auf Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 7/37 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherte erhob am 23. Juni 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegen die Verfügung vom 23. Mai 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben, und es sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zustellen, dass er Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Weiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 29. August 2016 (Urk. 6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) die Abweisung der Beschwerde. Am 27. September 2016 (Urk. 11) reichte der Beschwerdeführer weitere medizinische Berichte (Urk. 12/1-2) ein.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Gerichtsverfügung vom 25. Oktober 2016 wurde antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 2) die unentgeltliche Prozessführung bewilligt und dem Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer die Beschwerdeantwort und der Beschwerdegegnerin die Eingaben des Beschwerdeführers zugestellt (Urk. 13). Am 2. November 2016 (Urk. 15) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reichte der Beschwerdeführer zwei ärztliche Zeugnisse (Urk. 16/1-2) ein, welche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Beschwerdegegnerin am 14. November 2016 zur Kenntnisnahme zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gestellt wurden (Urk. 17). Drei medizinische Berichte neueren Datums </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 19/1-3) wurden sodann mit Eingabe des Beschwerdeführers vom 24. Ma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">i 2017 eingereicht (Urk. 18).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p><br/></p><p><span>Das Gericht</span><span> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliess</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in Verbin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s Leiden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Krankheitswert besteht, welche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E. 4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung (Urk. 2) damit, dass kein medizinischer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt beschrieben worden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, welcher in der Art und Schwere die Voraussetzungen g</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">emäss Art. 8 ATSG erfülle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Es führten vor </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">allem psychosoziale Faktoren zur Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, welche von der Invalidenversicherung nicht zu berücksichtigen seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1). Es sei kein Gesundheitsschaden ausgewiesen, welcher voraussichtlich bleibend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> oder über längere Zeit andauern w</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rde. Es bestehe da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> kein Anspruch auf Leistu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ngen der Invalidenversicherung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(S. 2).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Aufgrund der beschriebenen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">funde sei die im Bericht der Klinik Z.___ vom 3. März 2016 diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tizierte schwere depressive Episode nicht nachvollziehbar. Zudem sei a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. Juni 2016 im Gutachten des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Kranken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherers</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> lediglich noch eine leichtgradige depres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ive Episode diagnostiziert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> worden. Es fehle somit ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tig an der vorausgesetzten Schwere (Urk. 6 S. 1 f.)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dagegen machte der Beschwerdeführer geltend, e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r sei aufgrund eines depressiven Leidens seit Januar 2015 zu 100</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> arbeitsunfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 1 S. 3 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff. 1). Die Behauptung, es lägen psychosoziale Belastungsfaktoren vor, werde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bestritten und sei nicht begründet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (S. 5 Ziff. 8)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der von der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">degegnerin beigezogenen Ärztin des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">R</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">egionalen Ärztlichen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ienstes (RAD) habe es sich um keine Fachärztin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Psychiatrie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und Psychotherapie gehan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">delt, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auf ihre Einschätzung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">könne nicht abgestellt werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (S. 6 Ziff. 9)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Wiedereingliederungsmassnahmen seien in die Wege zu leiten. Er habe auch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rückenschmerzen; entsprechende Berichte würden nachgereicht (S. 6 Ziff. 10</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Strittig und z</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">u prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auf Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en der Invalidenversicherung. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. A.___, Facharzt für Psychiatrie und für Psychotherapie, nannte in seinem Bericht vom 19. August 2015 (Urk. 7/4/1-2) als Diagnose </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1). Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> führte aus, sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t dem 7. April 2015 bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Ziff. 6). Es habe vom 18. Mai bis 17. Juli 2015 eine teilstationäre Behandlung in der Tages</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">klinik der B.___ stattgefunden (Ziff. 2). Der Beschwerdeführer leide an Erschöpfung, an eingeschränkter Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zentration und an Grübeln. Die Prognose sei gut (Ziff. 3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Fachpersonen der B.___ nannten in ihrem Bericht vom 9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eptember 2015 (Urk. 7/33/14-16) als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diagnose eine leichtgradige depressive Episode</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (ICD-10 F32.0)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer sei vom 18. Mai bis 17. Juli 2015 bei ihnen in Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung gewesen (S. 1). Er sei zum ersten Mal in tagesklinischer Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung gewesen mit einer leicht bis mittelgradig depressiven Episode, einher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehend mit Ein- und Durchschlafstörungen, anhaltender gedrückter Stimm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ung und reduzierten Vitalgefühlen im Zusammenhang mit Existenzängsten und Überlastung durch temporäre Arbeitsverhältnisse. Er sei ein freundlicher, sympathischer, introspektiver, geselliger und gut aussehender Mann. Seine Ressourcen seien Velofahren und Familienausflüge (S. 1). Die Fachpersonen hielten fest, ein zeitnaher Wiedereinstieg in die Arbeit, wenn möglich mit schrittweise steigendem Pensum, sei zu empfehlen (S. 2 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Fachpersonen führten aus, Themen in der Behandlung seien gewesen, eine geeignete Tagesstruktur zu entwickeln und seine Einschlafproblematik sowie seine reduzierten Vitalgefühle und den beeinträchtigten Antrieb zu ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bessern. Seine depressive Symptomatik habe sich im Verlauf der Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung sukzessive stabilisiert und verbessert. Im weiteren Verlauf sei das Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stands</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bild aufgrund verschiedener Belastungsfaktoren (Tod eines Familien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehörigen, gravierender finanzieller Verlust) stagniert (S. 2 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und für Pharmazeutische Medizin, nannte in seinem am 19. September 2015 zu Handen des Krankentaggeldversicherers erstellten psychiatrischen Gutachten (Urk. 7/14/2-5) als Diagnose eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1), die weiterhin floride sei. Hinweise auf eine affektive Erkrankung mit episodenartigem Verlauf einer Depression beziehungsweise einer bipolaren Störung hätten sich in der Vorgeschichte nicht gefunden. Reaktive bezieh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ungsweise äussere Einflüsse, welche die Depression begünstigen könnten, lägen nach seiner Kenntnis ebenfalls nicht vor (S. 3 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. C.___ führte aus, dem Beschwerdeführer, welcher über ein Temporär-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Büro als Hilfsarbeiter im Bereich Unterlagsböden angestellt gewesen sei, werde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> seit Ende Januar beziehungsweise März 2015 eine Arbeitsunfähigkeit attes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tiert. Der Arbeitsdispens sei angesichts einer floriden depressiven Episode aktuell ausgewiesen. Dr. C.___ hielt fest, er könne den Verlauf im jetzigen Zeitpunkt noch nicht skizzieren, so dass er pragmatisch vorschlage, von einer weiteren Arbeitsunfähigkeit des Versicherten für weitere drei Monate, mithin also bis Mitte Dezember 2015 auszugehen. Er empfehle etwa Mitte November einen Verlaufsbericht bei Dr. A.___ einzuholen. Die Prognose bei einer mittelgradigen depressiven Episode sei unter sachgerechter Behandlung als prinzipiell günstig zu bewerten und es sei grundsätzlich davon auszugehen, dass eine solche Erkrankung innerhalb weniger Monate deutlich rückläufig sei (S. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Versicherte habe angegeben, dass sein psychischer Gesundheitszustand seit rund zwei Monaten praktisch unverändert sei. Weiterhin sei der Nacht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlaf unterbrochen und tagsüber sei er müde. Ausserdem beklage er eine Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesslichkeit. Im Zuge seiner Depression habe er nichts Positives mehr gesehen. Inzwischen habe er wieder damit begonnen, mit seiner Familie nach draussen zu gehen und sich mit seinen beiden Söhnen zu beschäftigen. Um sich besser konzentrieren zu können, habe er mit Bücherlektüre begonnen. Er habe sich in der Bibliothek albanische Literatur besorgt und versuche diese zu lesen (S. 2 unten f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. C.___ hielt fest, der psychopathologische Befund sei zum Zeitpunkt der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Evaluation durch eine leichte bis mittelgradige Verschiebung der Stimm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lage zum depressiven Pol gekennzeichnet gewesen. Die affektive Auslenkbar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit sei leicht eingeschränkt gewesen (S. 3 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hausarzt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nannte in seinem Bericht vom 2. Oktober 2015 (Urk. 7/16/1) als Diagnose ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e depressive Störung. Der Patient leide an einer psychischen Erkrankung (de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pressive Störung?) und werde psychotherapeutisch durch Dr. A.___ behandelt. Die Arbeitsfähigkeit werde durch die psychische Erkrankung beeinflusst, und die Beurteilung erfolge durch den behandelnden Psychiater. Dr. D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> führte aus, aus somatischer Sicht ergäben sich keine Einschränkungen der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ärzte der Psychiatrischen Klinik Z.___, Spital E.___ Psychiatrische Dienste, stellten in ihrem Bericht vom 3. März 2016 (Urk. 7/23) folgende Diagnosen (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">sonstige spezifische Persönlichkeitsstörungen (ICD-10 F60.8)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ärzte führten aus, der Beschwerdeführer sei vom 13. Januar bis 4. März 2016 bei ihnen in der Klinik gewesen (S. 1). Er sei aufgrund der depressiven Symptomatik zur stationären Aufnahme gekommen und habe erklärt, an Schlaf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störungen und Angstzuständen zu leiden. In den therapeutischen Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprächen sei der Versuch gescheitert, teilweise ein therapeutisches Verhältnis aufzubauen. Er habe nach der Aufnahme ständig angegeben, dass sich sein psychischer Zustand verschlechtert habe. Aufgrund von Nebenwirkungen (Libidoverlust) sei Cymbalta abgesetzt worden. Es sei eine Venlafaxin-Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellung versucht worden, der Patient habe sich jedoch negativ über die Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahme geäussert und gesagt, dass die Nebenwirkungen weiter präsent seien und er keine Verbesserung verspüre. Um die Schlafqualität zu verbessern sei eine Erhöhung des Trittico versucht worden, doch auch hier habe der Patient angegeben, es helfe nichts.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich der Albträume habe er erklärt, dass diese im Zusammenhang mit der Depression aufgetreten seien. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Obwohl er im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kosovo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> schlechte Zeiten erlebt habe, habe der Patient angegeben, dass er nicht traumatisiert sei und den Krieg quasi nur erlebt habe, weil der Vater und ein Onkel eine Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">li</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente erhalten hätten, da diese im Krieg schwer verletzt worden seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (S. 2 f. unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In den Therapiegruppen habe sich der Patient oftmals nicht beteiligt, sich im Gespräch passiv gegeben und desinteressiert gewirkt. Er habe sich immer wieder in die Rolle eines besonderen Aussenseiters platziert, für den alle üblichen Regeln nicht gälten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Patient habe angegeben, dass er wünsche, dass eine Entscheidung über seine Entlassung getroffen werde. Es sei ihm erklärt worden, dass er diese Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheidung treffen müsse, da sie von seiner Therapiemotivation hinsicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich der narzisstischen Persönlichkeitsstörung abhänge, und er habe sich dann</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> für eine Entlassung am 4. März 2016 entschieden. Die Ärzte führten aus, der Beschwerdeführer sei für die ganze Dauer des Aufenthaltes und bis zum 8. März 2016 arbeitsunfähig (S. 3 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. A.___ nannte in seinem Bericht vom 16. März 2016 (Urk. 7/25)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">als Diagnose eine seit Januar 2015 bestehende m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ittelgradige depressive Episode</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">; ICD-10 F32</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Ziff. 1.2)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wegen der Verschlechterung der Depressivität mit Konzentrationsstörungen, Rückzug und Traurigkeit sei vom 13. Januar bis 4. März 2016 eine stationäre Behandlung in der Psychiatrischen Klinik Z.___ in der Abteilung für transkulturelle Psychotherapie erfolgt. Leider sei keine Besserung der Symptomatik durch die stationäre Behandlung eingetreten (Ziff. 1.3). Der Beschwerdeführer sei seit dem 7. April 2015 bei ihm in Behandlung und die letzte Kontrolle sei am 16. März 2016 erfolgt (Ziff. 3.1). Derzeit bestehe keine Arbeitsfähigkeit (Ziff. 2). Ab Mai 2016 erscheine ein Wiedereingliederungsversuch möglich und sinnvoll, damit der Kontakt zum Arbeitsleben und zu geregelter Tätigkeit nicht verloren gehe (Ziff. 4.2; vgl. auch Urk. 7/27 sowie Urk. 7/33/8-11). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dipl.-Med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">G.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin sowie für Prävention und Gesundheitswesen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">RAD</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führte in ihrer Stellungnahme vom 8. April 2016 (Urk. 7/29/4) aus, aus versicherungsmedizinisch-theore</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scher Sicht könne das Vorliegen einer mittelschweren bis schweren depres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">si</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ven Episode nicht nachvollzogen werden. Die Kriterien für das Vorliegen einer derartigen psychischen Erkrankung seien nicht erfüllt. Der Kunde verfüge über positive Ressourcen, könne sich mit seinen Söhnen beschäftigen und habe begonnen, Bücher zu lesen (Gutachten Dr. C.___ vom 19. Septem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2015). Derartige Aktivitäten seien mit einer (mittelschweren) Depression nicht vereinbar.</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Aufenthalt in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> könne nicht als gelungen bezeichnet werde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n. Hinzuweisen sei auf den Umstand, dass das Medikament Cymbalta wegen Libidoverlust habe abgesetzt werden müssen, was den Rückschluss zulasse, dass eine solche bei Eintritt in die Klinik noch vorhanden gewesen sei. Auch dieser Umstand spreche gegen das Vorliegen einer Depression. Das Verhalten des Kunden während des Klinikaufenthaltes sei gekennzeichnet gewesen durch ablehnendes Verhalten und durch eine Aussenseiterrolle, auch seien </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aggressionen beschrieben worden. Zusammenfassend könne ein Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schaden, welcher sich längerfristig auf die Arbeitsfähigkeit in der ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Tätigkeit auswirke, nicht festgestellt werden. Psychosoziale Fakto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren seien vordergründig.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">H.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Rheumatologie, nannte in seinem Bericht vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juni 2016 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">10/6) als Diagnose ein cervikoradikuläres Reizsyndrom rechts ohne sensomotorisches Defizit bei rechts paramedian bis foraminal reichender Diskushernie und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zurzeit kompensierte depressive Störung (S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 oben). Zur Anamnese führte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. H.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> aus, der Beschwerdeführer leide seit Jahren an rezidivierenden Lumbalgien nach Überlastung als Mitarbeiter einer Unterlagsbodenfirma. Im Jahr 2007 seien erstmals Nacken/Schulterschmerzen mit Ausstr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ahlung in das rechte Handgelenk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> aufgetreten. Der Beschwerdeführer sei ihm vom Hausarzt zugewiesen worden wegen zervikothorakalen Schmerzen und Verdacht auf eine Diskushernie, nachdem Physiotherapie und medikamentöse Unterstütz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ung wenig Erfolg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gezeigt hätten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(S. 1 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. H.___ hielt fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, langfristig dürfte der Patient nur körperlich leichte Arbeiten ausführen, was er jedoch bezweifle und auf seine Depression hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise. Der Patient sei wahrscheinlich noch für zwei bis drei Monate zu 100</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> arbeitsunfähig (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. I.___, Facharzt für Psychiatrie und für Psychotherapie, erstattete am 28. Juni 2016 sein psychiatrisches Gutachten zuhanden des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Krankentaggeldversicherers (Urk. 7/42/4-24). Er konnte nach Begutachtung des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführers am 13. Juni 2016 keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nennen (S. 1 und S. 19 Ziff. 6). Als Diagnose ohne Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fluss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine leichtgradige depressive Episode; ICD-10</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> F32.0 (S. 19 Ziff. 7). </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">I.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> führte aus, als Hilfsarbeiter im Bereich Unterlagsböden bestehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> aus psychiatrischer Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit ab dem Untersuch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ungsdatum vom 13. Juni 2016, welches auch für eine Verweistätigkeit gelte (S. 20 Ziff. 10). Da zum jetzigen Zeitpunkt maximal noch eine leichtgradige </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">depressive Episode zu diagnostizieren sei, sei der Gesundheitszustand als aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">reichend stabil zu bezeichnen. Eine namhafte Besserung des Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">standes sei daher nicht zu erwarten. Es sei jedoch davon auszugehen, dass sich der Zustand der versicherten Person weiterhin stabilisieren werde (S. 20 Ziff. 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Laut Angaben des Beschwerdeführers im Rahmen der Erhebung der Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anamnese/Biographie habe er 1987 für acht Jahre die Grundschule bis 1995 im Kosovo besucht und anschliessend von 1995 bis 1998 das Gymnasium. Er habe jedoch aufgrund des Krieges keinen Abschluss absolvieren können. Von April 1998 bis Juni 1999 habe er Militärdienst geleistet, sei dabei jedoch im eigenen Dorf geblieben </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und nie mit dem Kriegsgeschehen oder mit Toten in Kontakt geraten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Im Jahre 2000 habe er das Gymnasium mit Abschluss Abitur beendet. 2004 sei er in die Schweiz eingereist. Zunächst habe er nicht gearbeitet, im April 2005 dann als Maschinist für Unterlagsböden bis 2008 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und daraufhin als Hilfsbodenleger bis 2011. Wegen Arbeitsmangel habe er im</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> April 2012 die Kündigung erhalten. Seither sei er in temporärer Anstellung gewesen, ihm sei im September oder Oktober 2015 aufgrund von Krankheit gekündigt worden (S. 8 Ziff. 3.4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. I.___ führte aus, der Beschwerdeführer leide seit Anfang Januar 2015 an einer depressiven Episode. Bei der Begutachtung durch Dr. C.___ im September 2015 habe eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) diagnostiziert werden können, bei guter Prognose. Im Widerspruch dazu stehe die Diagnose vom Spital E.___, Psychiatrischer Dienst, nach statio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">närem Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 13. Januar bis 4. März 2016, wo eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome sowie eine sonstige spezifische Persönlichkeitsstörung diagnostiziert worden seien. Auf die Persönlichkeitsstörung sei in dem Verlaufsbericht nicht näher einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gang</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en worden. Während der jetzigen Untersuchung hätten sich keine Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise für eine Persönlichkeitsstörung gezeigt, und die schwere depressive Episode sei überhaupt nicht nachvollziehbar. Auffallend sei auch, dass die anti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">depressive Medikamentation nicht habe optimiert eingesetzt werden können, da der Versicherte immer wieder über unerwünschte Nebenwirkungen und mangelnde Wirkung berichtet habe, was so primär nicht nachvollziehbar sei. Im massiven Widerspruch zu der schweren depressiven Episode stehe, dass es der Beschwerdeführer kurz vor dem stationären Aufenthalt auch noch ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schafft habe, die Eltern im Kosovo zu besuchen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. I.___ hielt fest, während der jetzigen Begutachtung hätten sich keine Hinweise für eine depressive Symptomatik gezeigt, sodass hier maxi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mal noch von einer leichten depressiven Episode ausgegangen werden könne.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Diese Besserung sei auch ohne Medikation eingetreten, sodass eine weitere medikamentöse Therapie eine Stabilisierung erbringen könne, jedoch auch nicht unbedingt notwendig sei (S. 19 f. Ziff. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.10</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erst nach Verfügungserlass vom 23. Mai 2016 (Urk. 2) reichte der Versicherte im Beschwerdeverfahren ärztliche Berichte neueren Datums ein: Dabei gibt der Bericht der B.___ vom 5. September 2016 (Urk. 12/1) Auskunft über das Vorgespräch mit lic. phil J.___, Therapeutische Leiterin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Klinik </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">K.___, vom 2. September 2016 und die gestellten Diagnosen einer mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gradigen bis schweren depressiven Episode und eines Verdachts auf eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Im Austrittsbericht der B.___ vom 10. Mai 2017 (Urk. 19/1) betreffend den stationären Aufenthalt in der Klinik K.___ vom 20. Oktober 2016 bis 19. Januar 2017 nannten lic. phil. J.___ und lic. phil. L.___, Psychologe, die Diagnosen einer posttraumatischen Belastungsstörung und einer mittelgradigen depressiven Episode. Während der gesamten Hospitalisation sei eine 100%ige Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit bis 31. Januar 2017 attestiert worden. In den Berichten des M.___ vom 2. und 22. März 2017 (Urk. 19/2-3) wurde sodann die Diagnose von cervikothorakalen Schmerzen rechtsbetont mit einer im MRI vom 14. Juni 2016 festgestellten grossen paramedianen bis foraminalen Diskushernie C6/7 in der jeweiligen Untersuchung ohne Anhaltspunkte für Radikulopathie sowie ohne Hinweise auf eine manifeste Radikulopathie mittels Elektroneuro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">myo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">graphie (ENMG) vom 8. März 2017 gestellt (vgl. auch die nicht weiter aussagekräftigen ärztlichen Zeugnisse betreffend Arbeitsunfähigkeit vom 12. Oktober und 26. Oktober 2016, Urk. 16/1-2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf die Einschätzung der RAD-Ärztin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dipl.-Med. G.___ vom April 2016 (vgl. vorstehend E. 3.7) davon aus, dass beim Beschwerdeführer kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliege (vgl. vorstehend E. 2.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine psychisch bedingte Invalidität im Sinne des Gesetzes liegt nur dann vor, wenn ein psychisches Leiden mit Krankheitswert fachärztlich ausgewiesen ist und es der betroffenen Person trotz Aufbietung allen guten Willens, die ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, wegen ihrer Beschwerden nicht zuzumuten ist, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, wobei das Mass des Forderbaren weitgehend objektiv bestimmt wird (BGE 130 V 352 f. E. 2.2.1, 131 V 49).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit, als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (vgl. vorstehend E. 1.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Weiter ist zu beachten, dass es gemäss Rechtsprechung in sämtlichen Fällen gesundheitlicher Beeinträchtigungen keineswegs allein Sache der mit dem konkreten Einzelfall gutachtlich befassten Arztpersonen ist, selber abschlies</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">send und für die rechtsanwendende Stelle verbindlich zu entscheiden, ob das medizinisch festgestellte Leiden zu einer andauernden oder vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit in bestimmter Höhe und Ausprägung führt. Vielmehr hat die rechtsanwendende Instanz die ärztliche Stellungnahme zur Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit auf ihre beweisrechtlich erforderliche Schlüssigkeit hin zu überprüfen (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2-3.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auf die Einschätzung der RAD-Ärztin Dipl.-Med. G.___ vom April 2016 kann, obwohl es sich - wie der Beschwerdeführer zutreffend bemängelte -nicht um eine Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie handelt (vgl. vorstehend E. 2.2), in Anbetracht der Aktenlage abgestellt werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">So ist hinsichtlich der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> von den Fachpersonen der B.___ im September 2015 (vgl. vorstehend E. 3.2) nach Behandlung des Beschwerdeführers von Mitte Mai bis Mitte Juli 2015 diagnostizierten leichtgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.0) und der vom behandelnden Psychiater Dr. A.___ (vgl. vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehend E. 3.1 und E. 3.6) durchwegs diagnostizierten mittelgradigen depres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">si</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ven Episode (ICD-10 F32.1), welche auch von Dr. C.___ im September 2015 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. vorstehend E. 3.3) bestätigt wurde, darauf hinzuweisen, dass das Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> festgehalten hat, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">depressive</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Störungen von leicht bis mitte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">l</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dig </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">depressive</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Natur, seien sie im Auftreten rezidivierend oder episo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">disch, einzig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht fallen, wenn sie erwiesenermassen therapieresistent sind (statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nur in einer solchen - seltenen, da nach gesicherter psychiatrischer Erfah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung Depressionen im Allgemeinen therapeutisch gut angehbar sind – gesetz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich verlangten Konstellation ist den normativen Anforderungen des Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (BGE 141 V 281 E. 3.7.1 bis 3.7.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ein solcher Sachverhalt muss überwiegend wahrscheinlich sein. Es kommt dazu, dass die Therapie in dem Sinne konsequent gewesen sein muss, dass die aus fachärztlicher Sicht indizierten zumutbaren (ambulanten und statio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nären) Behandlungsmöglichkeiten in kooperativer Weise optimal und nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tig ausgeschöpft wurden (BGE 140 V 193 E. 3.3; 137 V 64 E. 5.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Von einem kooperativen Verhalten des Beschwerdeführers kann, wie im Bericht der Ärzte der Klinik Z.___ vom März 2016 (vgl. vorstehend E. 3.5) beschrieben wurde, im massgebenden Zeitraum bis zum Erlass der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Verfügung vom 23. Mai 2016 (Urk. 2) nicht gesprochen werden. Dennoch tra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t, wie Dr. I.___ in seinem Gutachten vom Juni 2016 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">welches zwar kurz nach Erlass der Verfügung erstellt wurde, indes aufgrund der zeitlichen Nähe der Begutachtung vom 13. Juni 2016 zum Verfügungserlass vom 23. Mai 2016 durchaus geeignet ist, Auskunft über den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im massgeblichen Zeitraum bis zum Erlass der Verfügung zu geben [BGE 105 V 156 E. 2d; ZAK 1984 S. 349 E. 1b; BGE 99 V 98 E. 4 mit Hinweisen];</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vgl. vorstehend E. 3.9) bestätigte, eine Verbesserung und Stabilisierung des Gesundheitszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">standes ein, welches zwar kurz nach Erlass der Verfügung erstellt wurde, indes aufgrund der zeitlichen Nähe der Begutachtung vom 13. Juni 2016 zum Verfügungserlass vom 23. Mai 2016 durchaus geeignet ist, Auskunft über den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im massgeblichen Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">raum bis zum Erlass der Verfügung zu geben [BGE 105 V 156 E. 2d; ZAK 1984 S. 349 E. 1b; BGE 99 V 98 E. 4 mit Hinweisen]; </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wie Dr. I.___ zutreffend festhielt, kann der Diagnostik </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Ärzte der Klinik </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___ nicht gefolgt werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. So entbehrt der Bericht einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">objektiven Befunderhebung und ohne wesentliche Kenntnis der Vorge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te und allein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aus der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Tatsache</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> heraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Beschwerdeführer bei den Therapien passiv </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und abweisend </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verhielt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> wurde auf eine Persönlichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung und aufgrund seiner Angaben, dass es i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> schlecht gehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auf eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwere </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">depressive Episode </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlossen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im massiven Widerspruch zum Vorliegen einer schweren depressi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ven Erkrankung steht, wie Dr. I.___ ausführte, auch der Umstand, dass es dem Beschwerdeführer kurz vor Klinikeintritt möglich war, seine Eltern im Kosovo zu besuchen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dem Bericht der Ärzte der Klinik Z.___ lässt sich jedoch entnehmen, dass der Beschwerdeführer angegeben hatte, er sei im Krieg nicht trauma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tisiert worden. Gleiches </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bestätigte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auch anlässlich der Begutachtung bei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. I.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> im Ju</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ni 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, als er ausführte, er habe bis Juni 1999 Militär</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dienst geleistet, sei dabei jedoch im eigenen Dorf geblieben und nie mit dem Kriegsgeschehen oder mit Toten in Kontakt geraten.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Widersprüchlich erschei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen daher seine Aussagen im Rahmen des Vorgesprächs am Ambulatorium für Traumafolgestörungen am 2. September 2016 sowie während des statio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nären Aufenthalts vom 20. Oktober 2016 bis 19. Januar 2017 (vgl. Urk. 12/1, Urk. 19/1). Abgesehen davon, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in diesem Verfahren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> lediglich der Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halt bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung v</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">om 23. Mai 2016 beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilt wird (vgl. oben) und die Diagnose PTBS nicht von einem Facharzt gestellt wurde, stellt sich die Frage, ob eine allfällige posttraumatische Belas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung angesichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Praxis des Bundesgerichtes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, wonach die Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nose</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nur gestellt werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> kann</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, wenn die Symptomatik innerhalb von sechs </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Monaten nach einem belastenden Ereignis aufgetreten ist (vgl. Urteile des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 8C_242/2007 vom 20. Februar 2008 E. 2.3.3 sowie I 750/2006</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 22. Au</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gust 2007 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.1)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und die Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 auch auf eine posttraumatische Belastungsstörung anwendbar ist (BGE 142 V 342), invalidenversicherungsrechtlich überhaupt relevant ist. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus den Akten und den eigenen Angaben des Beschwerdeführers </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sind zumindest keine inner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halb eines halben Jahres seit der Einr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eise in die Schweiz im Jahr 2004</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufgetretene Symptome bekannt. Diese Fragen können in vorliegendem Verfahren letztlich offen bleiben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund des Gesagten ist demnach davon auszugehen, dass im massgeb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">li</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Zeitraum bis 23. Mai 2016 in psychischer Hinsicht kein invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">render Gesundheitsschaden vorliegt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In somatischer Hinsicht liess sich der Beschwerdeführer nach ergangener leistungsanspruchsverneinender Verfügung von seinem Hausarzt Dr. D.___ an Dr. H.___ überweisen. Der Bericht von Dr. H.___ vom Juni 2016 (vgl. vorstehend E. 3.8) lässt jedoch auf keine weitergehenden Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers schliessen. So steht die dort wiedergegebene Anamnese im Widerspruch zu den Ausführungen von Dr. D.___ im Oktober 2015, wonach sich aus somatischer Sicht keine Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen der Arbeitsfähigkeit ergäben. Auch im Rahmen der Anmeldung zum Leistungsbezug war nur vor einem depressiven Leiden die Rede (vgl. Urk. 7/6 Ziff. 6.2). Eine allfällige Verschlechterung in somatischer Hinsicht gestützt auf die neu eingereichten Berichte (Urk. 19/2-3) ist im vorliegenden Verfah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren sodann ebenfalls nicht zu prüfen (vgl. BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weis; BGE 105 V 156 E. 2d; ZAK 1984 S. 349 E. 1b; BGE 99 V 98 E. 4 mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen). Angesichts der erwähnten myofaszialen Schmerzen (Urk. 19/2 S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, Urk. 19/3 S. 1) erscheint ein invalidisierender somatischer Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schaden allerdings als fraglich. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund des Gesagten ist der medizinische Sachverhalt als dahingehend erstellt zu erachten, dass zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses weder in somatischer noch in psychischer Hinsicht ein invalidisierender Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schaden ausgewiesen war. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sung der Beschwerde führt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">69 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">800.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterlie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Beschwerdeführer aufzuerlegen, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund eines kanzleitechnischen Versehens </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wurde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Gerichtsverfügung vom 25. Oktober 2016 (Urk. 13) lediglich das Gesuch des Beschwerdeführers vom 23. Juni 2016 um unentgeltliche Prozessführung (Urk. 1 S. 2) bewilligt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraussetzungen für die Bewil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ligung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beiständung notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da der vorliegende Prozess nicht als von vornherein aussichtslos bez</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eichnet werden kann und der Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bedürftig ist (vgl. Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9 und Urk. 10/2),</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und zudem die anwaltliche Verbeiständung notwendig, ist Advo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">katin Karin Wüthrich, Rechtsdienst Procap Schweiz, Olten, als unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers zu bestellen und angesichts der Bedeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung der Streitsache und des Schwierigkeitsgrads des Prozesses mit Fr. 1‘700.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kasse zu entschädigen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer wird auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherungsgericht (GSVGer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) aufmerksam gemacht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht beschliesst:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">I</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">n Bewilligung des Gesuchs vom 23</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Juni 2016 wird dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Advokatin Karin Wüthrich, Rechtsdienst Procap Schweiz, Olten, als unentgeltliche Rechts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">vertreterin für das vorliegende Verfahren bestellt,</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">und erkennt sodann: </span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, zufolge </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kasse genommen. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der Beschwerdeführer wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">unentgeltliche</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Advokatin Karin Wüthri</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">ch, Rechtsdienst </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Procap</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Schweiz, Olten, wird mit Fr. 1‘7</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">00.-- (inkl. Baraus</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">lagen und MWSt) aus de</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">r Gerichtskasse entschädigt. Der Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird auf § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Procap Schweiz, </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Advokatin</span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"> Karin Wüthrich</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage je einer Kopie von Urk. 18 und Urk. 19/1-3</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannSchucan</p><p></p></div> </div></body></html>