B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-6025/2011 U r t e i l v o m 1 9 . N o v e m b e r 2 0 1 2 Besetzung Richter Michael Peterli (Vorsitz), Richter Francesco Parrino, Richter Vito Valenti, Gerichtsschreiberin Susanne Fankhauser. Parteien S._______, ohne Zustellungsdomizil in der Schweiz, Beschwerdeführer, gegen Schweizerische Ausgleichskasse SAK, Avenue Edmond- Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Rückvergütung Beiträge (Einspracheentscheid vom 20.9.2011). C-6025/2011 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass der in seiner Heimat Kosovo wohnende S._______, geboren 1967, mit Datum vom 12. Juni 2010 einen Antrag auf Rückvergütung von AHV - Beiträgen gestellt hat, dass die Schweizerische Ausgleichskasse (SAK) mit Verfügung vom 22. Dezember 2010 (bestätigt mit Einspracheentscheid vom 20. Septem- ber 2011) den Antrag gutgeh eissen und den Rückvergütungsbe trag auf Fr. 22'163.50 festgesetzt hat, dass S._______ den Einspracheentscheid vom 20. September 2011 beim Bundesverwaltungsgericht angefochten und sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und Zusprechung eines höheren Betr a- ges beantragt hat, dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 18. Mai 2012 die A b- weisung der Beschwerde beantragt und ihre Berechnung eingehend e r- läutert hat, dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 ff. des Verwaltungs- gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 85bis Abs. 1 des Bundesgesetzes vo m 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) zur Beurte i- lung der vorliegenden Beschwerde zuständig ist, dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist, dass die Beschwerde im Übrigen frist - und formgerecht (Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Ve r- waltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) eingereicht wurde, weshalb dar- auf einzutreten ist, dass die Parteien der Beschwerdeinstanz ihren Wohnsitz oder Sitz a n- zugeben und, wenn sie im Ausland wohnen, in der Schweiz ein Zustel- lungsdomizil zu bezeichnen haben, es sei denn, das Völkerrecht gestatte der Besch werdeinstanz, Mitteilungen im betreffenden Staat durch die Post zuzustellen (Art. 11b VwVG), dass für Kosovo keine solche völkerrechtliche Vereinbarung besteht, weshalb der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 9. Januar 2012 aufge-C-6025/2011 Seite 3 fordert wurde, innert 30 Tagen ein Zustellungsdomizil in der Schweiz a n- zugeben, ansonsten ihm künftige Anordnungen und Entscheide im vorlie- genden Verfahren durch Publikation im Bundesblatt eröffnet würden (vgl. Art. 36 Bst. b VwVG), dass diese Verfügung über die Schweizerische Botsch aft in der Republik Kosovo am 30. Januar 2012 zugestellt wurde, dass der Beschwerdeführer bis zum heutigen Datum kein Zustellungs- domizil verzeigt hat, weshalb ihm das vorliegende Urteil mittels Publikati- on des Dispositivs zu eröffnen ist, dass gemäss schwe izerischem Recht (nur) Ausländern, die ihren Woh n- sitz im Ausland haben und mit deren Heimatstaat keine zwischenstaatl i- che Vereinbarung besteht sowie ihren Hinterlassenen die gemäss den Ar- tikeln 5, 6, 8, 10 oder 13 AHVG bezahlten Beiträge rückvergütet werde n können, wobei der Bundesrat die Einzelheiten, insbesondere das Au s- mass der Rückvergütung regelt (Art. 18 Abs. 3 AHVG), dass nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts das A b- kommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der F ö- derativen Volksrepublik Jugoslawien über Sozialversicherung vom 8. Juni 1962 (SR 0.831.109.818.1; im Folgenden: Abkommen) auf Bürger von Kosovo auch nach dem 1. April 2010 anwendbar ist (in Rechtskraft e r- wachsenes Grundsatzurteil C-4828/2010 vom 7. März 2011), dass eine Rückvergütung der Beiträge daher ausgeschlossen ist ( vgl. auch Urteile BVGer C-501/2011 vom 13. Februar 2012 und C-4457/2011 vom 4. Juli 2012), dass dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 23. August 2012 in Aus- sicht gestellt wurde, dass das Bunde sverwaltungsgericht den angefoch- tenen Einspracheentscheid aufheben und – ungeachtet der gerügten u n- berücksichtigten Beitragsmonate – jeden Anspruch des Beschwerdefü h- rers auf eine Beitragsrückerstattung verneinen werde, dass ihm gleichzeitig – unter Hinweis auf Art. 62 Abs. 3 VwVG – die Mög- lichkeit eingeräumt wurde, innert 30 Tagen eine Stellungnahme einzure i- chen und allenfalls seine Beschwerde zurückzuziehen, dass diese Verfügung am 4. September 2012 im Bundesblatt publiziert wurde, C-6025/2011 Seite 4 dass sich der Beschwerdeführer dazu nicht hat vernehmen lassen, dass die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen ist, dass der angefoch- tene Einspracheentscheid aufzuheben und festzustellen ist, dass kein Anspruch auf Rückvergütung der AHV-Beiträge besteht, dass der Beschwerdeführer darauf hinzuweisen ist, dass er bei Erreichen des Rentenalters bei der Vorinstanz die Ausrichtung einer Rente bzw. ei- ner Abfindung (vgl. Art. 7 Bst. a des Abkommens) beantragen kann, dass das Verfahren für die Parteien kostenlos ist (Art. 85bis Abs. 2 AHVG), dass dem teilweise obsiegenden, nicht anwaltlich vertretenen Beschwe r- deführer keine verhältnismässig hohen Kosten entstanden sind, weshalb ihm keine Parteientschädigung zuzusprechen ist ( vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 und 4 de s Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bu n- desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene Einspracheentscheid aufgehoben und festgestellt wird, dass kein A n- spruch auf Rückvergütung der AHV-Beiträge besteht. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Eröffnung durch Publikation des Dispositivs im Bundesblatt) – die Vorinstanz (Ref-Nr. ________) – das Bundesamt für Sozialversicherungen C-6025/2011 Seite 5 Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Michael Peterli Susanne Fankhauser Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der B e- weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: