A bteilung III C -2492/2006 {T 0/2} U rteil vom 27. Februar 2007 M itw irkung: Eduard Acherm ann, vorsitzender R ichter, Francesco Parrino, R ichter, Elena Avenati, R ichterin, G eichtsschreiber W ilhelm -U lrich Schodde. Stiftung B ._______, Beschw erdeführerin, gegen B undesam t für Sozialversicherungen B SV, Aufsicht Berufliche Vorsorge, Ef- fingerstrasse 20, 3003 Bern, Vorinstanz, betreffend Förderung der Invalidenhilfe (B eiträge an Institutionen). B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Am 19. M ai 2004 stellte die Stiftung B._______ dem Bundesam t für Sozialversicherung (BSV) das G esuch um einen Einrichtungsbeitrag von Fr. 110'000.- für die Einrichtung von 2 W ohnungen für 8 neue W ohnplätze am Kapellm attw eg 1 in W ohlen. Vom D epartem ent Bildung, Kultur und Sport (BKS) liege eine Bew illigung zur Erw eiterung der bisher 57 W ohnplätze um 5 W ohnplätze auf 62 W ohnplätze vor. Aufgrund der grossen N achfrage sei nun beabsichtigt, an deren Stelle 2 W ohnungen m it insgesam t 8 W ohnplätzen zu m ieten. Am 16. M ärz 2004 w urde zw ischen der Stiftung und dem BSV ein TAEP (Tagesansatz-Entlastungsprogram m ) - Vertrag betreffend die Ausrichtung von Betriebsbeiträgen für die Beitragsjahre 2004, 2005 und 2006 abge- schlossen, der pro anrechenbaren Aufenthaltstag im W ohnheim – unter Vorbehalt der statuierten m axim alen jährlichen Betriebsbeiträge und der statuierten anrechenbaren Ausgabenüberschüsse (Ziff. 5 und 9) - folgende Betriebsbeiträge vorsieht: für das Betriebsjahr 2004 Fr. 92.50, für das Be- triebsjahr 2005 Fr. 93.85 und für das Betriebsjahr 2006 Fr. 95.20. D er m a- xim ale G esam tbeitrag für das Betriebsjahr 2004 w urde auf Fr. 1'598'697.-, der m axim ale G esam tbeitrag für das Betriebsjahr 2005 auf Fr. 1'621'979.- und der m axim ale G esam tbeitrag für das Betriebsjahr 2006 auf Fr. 1'645'261.-festgesetzt. M it N achtrag 1 vom 4.5./25.6.2004 w urden die Be- triebsbeiträge für das Betriebsjahr 2004 auf Fr. 97.69, für das Betriebsjahr 2005 auf Fr. 99.12 und für das Betriebsjahr 2006 auf Fr. 100.55 sow ie die m axim alen G esam tbeiträge für das Betriebsjahr 2004 auf Fr. 1'688'377.-, für das Betriebsjahr 2005 auf Fr. 1'713'004.- und für das Betriebsjahr 2006 auf Fr. 1'737'631.- erhöht. M it einem N achtrag 2 vom 24.3./27.4.2005 w ur- den die Betriebsbeiträge für das Betriebsjahr 2004 auf Fr. 86.64, für das Betriebsjahr 2005 auf Fr. 87.91 und für das Betriebsjahr 2006 auf Fr. 89.17, der m axim ale G esam tbeitrag für das Betriebsjahr 2004 auf Fr. 1'707'577.-, der m axim ale G esam tbeitrag für das Betriebsjahr 2005 auf Fr. 1'732'492.- und der m axim ale G esam tbeitrag für das Betriebsjahr 2006 auf Fr. 1'757'407 festgesetzt. Am 10. M ai 2006 unterbreitete das BSV der Stiftung einen Verfügungsent- w urf zw ecks Erklärung des Einverständnisses oder zur Stellungnahm e. Am 6. Juni 2006 w andte die Stiftung ein, die Ansätze gem äss N achtrag 2 seien zu U nrecht auf das ganze Betriebsjahr 2006 angew andt w orden; die Platzerhöhung sei erst ab 1. August 2006 realisiert w orden, und der N ach- trag 2 sei der Stiftung erst im Jahr 2005 zugestellt w orden. D as Vorgehen des BSV verstosse gegen Treu und G lauben, und betreffend den Ab- schluss des N achtrags 2 sei die Stiftung einem w esentlichen Irrtum unter- legen. D ie Stiftung habe m indestens Anspruch auf einen Beitrag von Fr. 1'707'577.-. B. Am 26. Juli 2006 verfügte das BSV entsprechend dem der Stiftung unter- breiteten Verfügungsentw urf und sprach der Stiftung einen Bundesbeitrag von Fr. 1'636'076.- zu, so dass der Stiftung abzüglich der bereits gelei-3 steten Vorschüsse noch ein Betrag von Fr. 100'076.- auszuzahlen w ar. C . Am 22. August 2006 erhob die Stiftung gegen die Verfügung des BSV vom 26. Juli 2006 Beschw erde bei der Eidgenössischen R ekurskom m ission für kollektive Leistungen der Alters- und Invalidenversicherung (im Folgenden R ekurskom m ission) und erneuerte die bereits am 6. Juni 2006 erhobenen Einw ände. D er am 24. M ärz 2005 datierte und am 27. April 2006 unter- zeichnete N achtrag 2 dürfe keine Ausw irkungen auf die Subventionen für das Jahr 2004 zeitigen. D . M it Vernehm lassung vom 22. Septem ber 2006 erläuterte das BSV vorerst die vom Bundesrat am 29. Januar 2003 beschlossenen und per 1. August 2003 in Kraft getretenen M assnahm en zur Entlastung des Bundeshaus- halts, w elche auch die kollektiven Leistungen der Invalidenversicherung tangierten. Als Folge der beschlossenen Auflagen habe das BSV ein Tage- sansatz-Entlastungsprogram m entw ickelt, w elches m it den so genannten TAE-Verträgen (TAEV) um gesetzt w erde. Früher vorgenom m ene D ifferen- zierungen seien nach diesem System nicht m ehr m öglich. D as neue Bei- tragsverfahren sei in dem ab 1. Januar 2004 geltenden Kreisschreiben über die G ew ährung von Betriebsbeiträgen an W ohnheim e, kollektive W ohnform en und Tagesstätten für Behinderte (im Folgenden W ohnheim - Kreisschreiben) geregelt. Basis der Verträge bilde das so genannte R efe- renzjahr, in der R egel der für das Jahr 2000 verfügte Beitrag. D azu käm en eine pauschale jährliche Teuerung, allfällige, von den Institutionen zu be- antragende Betreuungszuschläge sow ie Platzzuschläge für Platzerw eite- rungen beziehungsw eise Abzüge w egen Platzreduktionen. Platzzuschläge w ürden von den Kantonen gem eldet und vom BSV in der R egel unverän- dert übernom m en. D as BSV ging dann einlässlich auf die Sachverhaltsdar- stellung der Stiftung ein, auf w elche in den rechtlichen Erw ägungen näher eingegangen w ird. E. M it R eplik vom 27. O ktober 2006 hielt die Stiftung an ihrer Auffassung fest, dass der von ihr unterzeichnete N achtrag 2 keine Ausw irkungen auf den Bundesbeitrag für das Jahr 2004 haben dürfe. Zahlen betreffend frühere Jahre hätten bloss Vergleichszw ecken gedient. D ie vom BSV dargelegte Praxis der Berechnung von Zuschlägen, w elche zu einer gew ichteten R e- duktion der Tagessätze führten, erscheine der Stiftung fragw ürdig. Von in- stitutsspezifischen M ischrechnungen innerhalb eines Betriebsjahres sei seitens des BSV nie die R ede gew esen. F. In seiner D uplik vom 1. D ezem ber 2006 hielt das BSV am angefochtenen Entscheid und an seiner Stellungnahm e vom 22. Septem ber 2006 fest. Es führte ergänzend an, dass der hier vorliegende Spezialfall einer erst im Laufe des Jahres w irksam en Platzerhöhung nicht ausführlich geregelt sei. 4 D er U m rechnungsm echanism us w erde im Begleitschreiben zum N achtrag 2 dargelegt. D as Problem liege nicht in einem zu tiefen Tagessatz, son- dern in einer zu geringen Auslastung. D a N achtrag 2 ausdrücklich den N achtrag 1 ersetze, liege keine unzulässige R ückw irkung vor. G . Am 7. D ezem ber 2006 überm ittelte die R ekurskom m ission der Beschw er- deführerin die D uplik des BSV zur Prüfung und ersuchte um M itteilung, ob die Beschw erde aufrecht erhalten oder zurückgezogen w erde. O hne Antw ort w erde davon ausgegangen, dass am R echtsm ittel festgehalten w erde. D ie Beschw erdeführerin liess sich nicht vernehm en. H . Am 20. Februar 2007 leistete die Beschw erdeführerin den von ihr m it Ver- fügung vom 19. Januar 2007 geforderten Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören die Verfügungen des Bundesam tes für Sozialversicherung betreffend Beiträge an Institutionen zur Förderung der Invalidenhilfe nach Artikel 73 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG , SR 831.20). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Be- urteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei den Beschw erdediensten der D eparte- m ente hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 D ie Beschw erdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom m en (Art. 48 Abs. 1 Bst. a Vw VG ), sie ist durch die angefochtene Verfügung be- sonders berührt, und sie hat ein schutzw ürdiges Interesse an deren An- fechtung (Art. 48 Abs. 1 Bst. b und c Vw VG ). Sie ist daher zur Beschw erde legitim iert. 1.4 D a die Beschw erde im Ü brigen form - und fristgerecht eingereicht und der verlangte Kostenvorschuss rechtzeitig einbezahlt w urde, ist auf die Be- schw erde einzutreten. 1.5 Am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz über den Allgem einen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. O ktober 2000 (ATSG , SR 830.1) in Kraft getreten. Auf die Förderung der Invalidenhilfe ist das ATSG indes grund-5 sätzlich nicht anw endbar (Art. 1 IVG ). Anw endbar sind nur die Art. 32 (Am ts- und Verw altungshilfe) und 33 ATSG (Schw eigepflicht), die vorlie- gend aber ohne Belang sind. 2. N ach Art. 73 Abs. 2 lit. c IVG kann die Versicherung an die Errichtung, den Ausbau und die Erneuerung von W ohnheim en zur dauernden oder vo- rübergehenden U nterbringung von Invaliden und an die dadurch entste- henden zusätzlichen Betriebskosten Beiträge gew ähren; andere kollektive W ohnform en, w elche durch solche W ohnheim e geführt w erden, sind die- sen gleichgestellt. 3. Vorliegend ist unstrittig, dass die Beschw erdeführerin Anspruch auf Bun- desbeiträge nach Art. 73 Abs. 2 lit. c IVG hat. Strittig ist die H öhe des Bundesbeitrags, der aufgrund der zusätzlich bew il- ligten W ohnplätze auszurichten ist. 4. W ie vom BSV in seiner Beschw erdeantw ort vom 22. Septem ber 2006 aus- geführt w urde und auch einer Inform ation der Bundesversam m lung zu ent- nehm en ist (http://w w w .parlam ent.ch/do-entlastungsprogram m -2003-in-ku - erze ; zuletzt besucht am 26. Februar 2007), hat der Bundesrat an einer Klausur vom 29. Januar 2003 von einer drastischen Verschlechterung der H aushaltsperspektiven Kenntnis genom m en, eine dreistufige Sanierungs- strategie beschlossen sow ie die Eckw erte und die Zeitplanung für ein Ent- lastungsprogram m von 2 M illiarden festgelegt. Basis bildet ein Entla- stungsprogram m (m it einem klaren Schw ergew icht auf der Ausgabenseite) im U m fange von 2 M illiarden (bezogen auf 2006). D ie zw eite Stufe bildet der zeitliche Aufschub des Steuerpaketes (Teil Fam ilienbesteuerung) bis zum Vorliegen eines schuldenbrem sekonform en Voranschlages. Für den restlichen Sanierungsbedarf hat der Bundesrat in einer dritten Stufe eine Steuererhöhung in Aussicht gestellt. In seiner Vernehm lassung vom 22. Septem ber 2006 hat das Bundesam t für Sozialversicherung die vom Bun- desrat am 29. Januar 2003 beschlossenen und per 1. August 2003 in Kraft getretenen M assnahm en zur Entlastung des Bundeshaushalts dargelegt. D iese M assnahm en betreffen auch die kollektiven Leistungen der Invali- denversicherung. Zur U m setzung der beschlossenen Entlastungsm assnahm en hat das Bun- desam t für Sozialversicherung ein Tagesansatz-Entlastungsprogram m (TAEP) entw ickelt, w elches m it den so genannten TAE-Verträgen um ge- setzt w ird. Folge dieses neuen System s ist der W egfall früherer D ifferenzierungen, w as aus den vorgelegten Verträgen ersichtlich ist. Es w ird klar daraufhin- gew iesen, dass dam it frühere Beitragsberechnungen hinfällig sind. D as neue Beitragsverfahren w urde in einem ab 1. Januar 2004 geltenden Kreisschreiben über die G ew ährung von Betriebsbeiträgen an W ohnheim e, 6 kollektive W ohnform en und Tagesstätten für Behinderte (im Folgenden W ohnheim -Kreisschreiben) geregelt. Basis der neuen Verträge bildet das so genannte R eferenzjahr, in der R egel der für das Jahr 2000 verfügte Bei- trag (vgl. Art. 106bis IVV). D azu kom m en eine pauschale jährliche Teue- rung, allfällige, von den Institutionen zu beantragende Betreuungszuschlä- ge sow ie Platzzuschläge für Platzerw eiterungen beziehungsw eise Abzüge w egen Platzreduktionen. Platzzuschläge sind von den Kantonen zu m el- den und w erden vom BSV in der R egel unverändert übernom m en. D ie Anw endbarkeit des Entlastungsprogram m s und des Kreissschreibens des BSV w ird von der Beschw erdeführerin nicht in Frage gestellt. Ihre R ügen betreffen die konkrete U m setzung deer genannten R echts- grundlagen. H insichtlich der Jahre 2005 und 2006 sieht im Ü brigen das Bundesgesetz vom 19. D ezem ber 2003 über das Entlastungsprogram m 2003 für die kollektiven Leistungen in der Invalidenversicherung 41 bzw . 81 M io. Franken vor (Art. 4a des Bundesgesetzes vom 4. O ktober 1974 über M assnahm en zur Verbesserung des Bundeshaushaltes, SR 611.010; m it dem Bundesgesetz vom 17. Juni 2005 über das Entlastungsprogram m 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2006, AS 2005 5427 5431, BBl 2005 759, er- folgten im Bereich der kollektiven Leistungen keine Änderungen). 5. W ie aus der D arstellung des Sachverhalts ersichtlich, w urde am 16. M ärz 2004 zw ischen der Stiftung B._______ und dem BSV ein TAEP (Tagesansatz-Entlastungsprogram m ) - Vertrag betreffend die Ausrichtung von Betriebsbeiträgen für die Beitragsjahre 2004, 2005 und 2006 abgeschlossen, der pro anrechenbaren Aufenthaltstag im W ohnheim pro Arbeitsstunde – unter Vorbehalt der statuierten m axim alen jährlichen Be- triebsbeiträge und der statuierten anrechenbaren Ausgabenüberschüsse (Ziff. 5 und 9) folgende Betriebsbeiträge vorsieht: für das Betriebsjahr 2004 Fr. 92.50, für das Betriebsjahr 2005 Fr. 93.85 und für das Betriebsjahr 2006 Fr. 95.20. D er m axim ale G esam tbeitrag für das Betriebsjahr 2004 w urde auf Fr. 1'598'697.-, der m axim ale G esam tbeitrag für das Betriebs- jahr 2005 auf Fr. 1'621'979.- und der m axim ale G esam tbeitrag für das Be- triebsjahr 2006 auf Fr. 1'645'261.- festgesetzt. D er in der Folge abgeschlossene N achtrag 1 vom 4.5./25.6.2004 erhöhte die Betriebsbeiträge für das Betriebsjahr 2004 auf Fr. 97.69, für das Be- triebsjahr 2005 auf Fr. 99.12 und für das Betriebsjahr 2006 auf Fr. 100.55 sow ie die m axim alen G esam tbeiträge für das Betriebsjahr 2004 auf Fr. 1'688'377.-, für das Betriebsjahr 2005 auf Fr. 1'713'004.- und für das Be- triebsjahr 2006 auf Fr. 1'737'631.-. Im N achtrag 2 vom 24.3./27.4.2005 w urden die Betriebsbeiträge dagegen für das Betriebsjahr 2004 auf Fr. 86.64, für das Betriebsjahr 2005 auf Fr. 87.91 und für das Betriebsjahr 2006 auf Fr. 89.17 herabgesetzt, die m axi- m alen G esam tbeiträge dagegen w eiter erhöht, näm lich für das Betriebs- jahr 2004 auf Fr. 1'707'577.-, für das Betriebsjahr 2005 auf Fr. 1'732'492.- und für das Betriebsjahr 2006 auf Fr. 1'757'407.7 D ie Beschw erdeführerin hat diesen N achtrag 2, m it w elchem gem äss aus- drücklicher R egelung alle früheren Vereinbarungen hinfällig w urden, unter- zeichnet und m uss ihn gegen sich gelten lassen. 6. 6.1 Vorliegend braucht nicht näher auf die Berechnung des vom BSV ver- fügten Bundesbeitrags eingegangen w erden, da die Beschw erdeführerin die Berechnung des Bundesbeitrags und dam it auch dessen H öhe nicht substanziiert in Frage stellt. D as Bundesverw altungsgericht verw eist daher insow eit auf die Berechnungen, w elche das BSV in seiner Beschw erdeant- w ort vom 22. Septem ber 2006 und in der D uplik vom 1. D ezem ber 2006 vorgelegt hat. 6.2 Im W esentlichen m acht die Beschw erdeführerin dagegen einen G rundla- genirrtum geltend, w elche den Vertragsschluss für sie unverbindlich m a- che. N ach Art. 24 Abs. 1 Ziff. 4 des O bligationenrechts vom 30. M ärz 1911 (O R , SR 220) liegt ein G rundlagenirrtum vor, w enn der Irrtum einen bestim m ten Sachverhalt betraf, der vom Irrenden nach Treu und G lauben im G eschäftsverkehr als eine notw endige G rundlage des Vertrages be- trachtet w urde. O b und w iew eit ein G rundlagenirrtum auch der falschen Vorstellung über einen künftigen Sachverhalt entspringen kann, ist um stritten (vgl. BG E 118 II 297, 300, m it H inw eis auf eine Ü bersicht über die hauptsächlichsten Lehrm einungen in G AU C H /SC H LU EP, Allgem einer Teil des schw eizerischen O bligationenrechts, Band I, 5. Auflage, R z. 799 f. und bei KLAU S BER G ER , D ie W illensm ängel im schw eizerischen Vertragsrecht, D iss. Zürich 989, S. 59 Fn. 282-284). N ach dieser R echtsprechung w ar ein Irrtum über einen künftigen Sachverhalt vorerst dann nicht ausgeschlossen, w enn beide Vertragsparteien die Verw irklichung als sicher angesehen haben, er w ar aber ausgeschlossen bei blossen H offnungen, übertriebenen Erw artungen und Spekulationen. Aufgrund verschiedener Kritiken in der R echtsprechung w urde präzisiert, dass ein G rundlagenirrtum auch dann vorliegen kann, w enn zw ar nur die sich auf den Irrtum berufende Partei fälschlicherw eise annahm , ein zukünftiges Ereignis sei sicher, aber auch die G egenpartei nach Treu und G lauben im G eschäftsverkehr hätte erkennen m üssen, dass die Sicherheit für die andere Partei Vertragsvoraussetzung w ar (BG E 117 II 224; BU C H ER , a.a.O ., S. 204 Fn. 40). U nerlässliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Berufung auf einen G rundlagenirrtum blieb indes, dass es sich dabei um einen Irrtum über eine objektiv w esentliche Vertragsgrundlage und nicht bloss um eine auf H offnung gründende spekulative Erw artung gehandelt BG E 118 II 297 S. 301 hat. D er Irrende m uss sich m . a. W . über einen bestim m ten Sachverhalt geirrt haben, den er nach Treu und G lauben im G eschäftsverkehr als notw endige Vertragsgrundlage betrachten durfte (BG E 113 II 27). aa).8 Ein solcher Irrtum , der den Vertragsschluss hinfällig w erden liesse, liegt hier nicht vor. Führt ein Vertragsschluss – w ie hier aufgrund eines Entlastungsprogram m s - zu einem für eine Vertragspartei ungünstigerem Ergebnis als eine früherer Vertrag, so beruht dieser Vertragsschluss bloss deshalb noch nicht auf einem G rundlagenirrtum . 7. D ie TAEP-Verträge basieren w ie dargelegt auf den im Jahr 2000 ausge- richteten Bundesbeiträgen (R eferenzjahr) H inzugerechnet w erden eine pauschale jährliche Teuerung sow ie allfällige Betreuungszuschläge, w el- che von den Institutionen zu beantragen sind. Platzerw eiterungen oder Platzreduktionen führen zu Zuschlägen oder R eduktionen pro Platz und Jahr. D ie Platzerw eiterungen oder Platzreduktionen w erden dem BSV je- w eils von den Kantonen gem eldet, w obei das BSV, w elches für die G eneh- m igung der kantonalen Bedarfsplanungen zuständig ist,-geprüft w erden, insbesondere auch dahingehend, ob die R ahm en der Bedarfsplanung den Kantonen zugeteilten Kontingente eingehalten w erden. D as BSV hat in seiner Vernehm lassung zutreffend darauf hingew iesen, dass die Betriebsbeiträge ab 2004 angesichts der Vorgaben der darge- legten Entlastungsprogram m e nicht m it jenen per 2003 verglichen w erden dürfen. Es handelt sich um neue Berechnungsgrundlagen. D er Platzzuschlag für die 8 neuen W ohnplätze w urde von der Beschw er- deführerin m it dem Kanton ausgehandelt und durfte vom BSV ohne w ei- teres übernom m en w erden. Aufgrund des erw ähnten Kreisschreibens w ur- den die Platzzuschläge von insgesam t Fr. 19'200.-dem bisherigen G e- sam tbetrag hinzugerechnet und dieser Betrag dann durch die neue G e- sam tplatzzahl (64 Plätze) in einen neuen Tagesansatz um gerechnet, w as zu einer gew ichteten R eduktion des Tagesansatzes führt, w enn eine Platzerw eiterung m it einem kostengünstigeren Angebot realisiert w ird. Ist das neue Angebot kostenintensiver, so führt dies zu einem höheren Tage- sansatz. D er tiefere Beitrag pro 2004 beruht daher auf sachlichen und nachvollzieh- baren Kriterien, w elche für die Beschw erdeführerin erkennbar sein m uss- ten. D ie Beschw erdeinstanz braucht vorliegend auch nicht näher auf diese Kriterien einzugehen, da diesbezüglich keine substanziierten R ügen vorge- bracht w erden. Von einer Verletzung von Treu und G lauben seitens des BSV kann keine R ede sein. D ie entsprechende R üge ist im Ü brigen auch nicht substanzi- iert. D ass die im Kreisschreiben vorgegebene Berechnung die M öglichkeit bietet, dass neue W ohnplätze vom Kanton gestaffelt gem eldet w erden, das heisst auf zw ei oder m ehr Jahre verteilt w erden, und so höhere Beitrags- sätze anw endbar gew esen w ären, stellt die geltende R egelung nicht grundsätzlich in Frage. 8. D ie Beschw erde w ird daher abgew iesen.9 Als unterliegende Partei hat die Beschw erdeführerin die aus einer Spruch- gebühr und den Schreibgebühren zusam m engesetzten Verfahrenskosten von Fr. 3'000.- zu bezahlen, w elche m it dem von ihr geleisteten Kostenvor- schuss in gleicher H öhe verrechnet w erden. Als unterlegener Partei kann der Beschw erdeführerin keine Parteientschä- digung zugesprochen w erden. D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Beschw erdeführerin hat die Verfahrenskosten von Fr. 3'000.- zu be- zahlen, w elche m it dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss in gleicher H öhe verrechnet w erden. 3. D er Beschw erdeführerin w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. G egen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Eröffnung gem äss nach- stehender R echtsm ittelbelehrung nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsge- setzes vom 17. Juni 2005 (BG G , SR 173.110) beim Bundesgericht, Schw eizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschw erde erhoben w erden. 5. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin - der Vorinstanz (R ef-N r. 33014/3) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Acherm ann E. Schodde W . U . R echtsm ittelbelehrung D ieses U rteil kann innert dreissig Tagen seit Eröffnung (Zustellung der U rteilsbegrün- dung) beim Bundesgericht, Schw eizerhofquai 6, 6004 Luzern, angefochten w erden (vgl. Art. 39 ff des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BG G ; SR 173.110). Versand am :