A bteilung III C -718/2006 {T 0/2} U rteil vom 20. M ärz 2007 M itw irkung: R ichter Trom m er (Vorsitz); R ichter Vaudan und Vuille; G erichtsschreiber G rim m . A._______ Beschw erdeführer, vertreten durch B._______, seinerseits vertreten durch R echtsanw alt lic. iur. Alban Brodbeck, Postgasse 42, Postfach, 8750 G larus, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verw eigerung der Einreisebew illigung B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Am 26. Januar 2006 ersuchte A._______ (nachfolgend Beschw erdeführer) beim Schw eizerischen G eneralkonsulat in Santo D om ingo um ein Visum für einen einm onatigen Besuchsaufenthalt bei seiner Schw ester und deren Ehem ann B._______ im Kanton G larus. D ie Auslandsvertretung verw eigerte das beantragte Visum vorerst form los und überw ies das G esuch anschliessend der Vorinstanz zur Prüfung und zum Entscheid. N ach ergänzenden Abklärungen bei der kantonalen M igrationsbehörde er- m ächtigte das BFM das G eneralkonsulat in Santo D om ingo am 27. Febru- ar 2006, das gew ünschte Einreisevisum auszustellen. B. N achdem die Auslandvertretung am 20. M ärz 2006 per E-M ail auf U nregel- m ässigkeiten anlässlich der persönlichen Vorsprache des Beschw erdefüh- rers beim G eneralkonsulat hingew iesen hatte, w iderrief die Vorinstanz m it Verfügung vom 21. M ärz 2006 die am 27. Februar 2006 erteilte Erm ächti- gung zur Erteilung eines Visum s und w ies das Einreisegesuch vom 26. Ja- nuar 2006 ab. Zur Begründung w urde ausgeführt, die schw eizerischen Be- hörden hätten sich zu vergew issern, dass ausländische Staatsangehörige nach Ablauf ihres Aufenthalts hierzulande w ieder ausreisten. W ie die Er- fahrung zeige, w ürden Touristen- oder Besuchervisa im m er w ieder von Personen dazu m issbraucht, sich dauerhaft in der Schw eiz niederzulas- sen. D er Beschw erdeführer habe anlässlich seiner Vorsprache vom 17. M ärz 2006 bei der Schw eizervertretung ein für drei M onate gültiges Flugticket vorgelegt, obschon er lediglich einen einm onatigen Besuchsauf- enthalt beantragt habe und ihm die Einreise auch bloss für diese D auer bew illigt w orden sei. Zudem habe er sich dahingehend geäussert, seine Schw ester w ürde bereits eine Frau für ihn suchen, dam it er diese heiraten und in der Schw eiz bleiben könne. D em nach seien die Voraussetzungen für die Visum serteilung nicht m ehr gegeben. C . M it Beschw erde vom 18. April 2006 an das Eidgenössische Justiz- und Po- lizeidepartem ent (EJPD ) beantragt der Beschw erdeführer die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die Erteilung eines Besuchervisum s für einen M onat. Im W esentlichen lässt er hierzu vorbringen, die Feststel- lung, w onach seine anstandslose und fristgerechte W iederausreise nicht gesichert sei, erw eise sich als unzutreffend. Er garantiere vielm ehr, das Land nach einem M onat w ieder zu verlassen und sei bereit, diese G arantie auch noch unterschriftlich zu bestätigen. Er habe w irklich nicht vor, seinen Besuchsaufenthalt zu m issbrauchen. D ie persönliche Anhörung beim G e- neralkonsulat habe m öglicherw eise zu M issverständnissen geführt. Er be- streite, dort je ausgesagt zu haben, seine Schw ester sei daran, für ihn in der Schw eiz eine heiratsw illige Frau zu organisieren. D . In ihrer Vernehm lassung vom 22. M ai 2006 spricht sich die Vorinstanz für die Abw eisung der Beschw erde aus, w obei sie ergänzend auf die w irt- schaftliche und soziokulturelle Lage im H erkunftsland, aber auch auf die persönlichen Verhältnisse des Beschw erdeführers verw eist. E. M it R eplik vom 21. Juni 2006 hält der Beschw erdeführer vollum fänglich an 3 seiner Beschw erde fest und betont, nicht nur er sondern auch die G astge- ber w ürden die rechtzeitige W iederausreise aus der Schw eiz unterschrift- lich garantieren. Auf schlechte Erfahrungen dürfte nicht abgestellt w erden, sondern jeder Fall sei einzeln zu beurteilen. Sollte er die Behörden enttäu- schen, so stünden der Schw eiz im Ü brigen ausreichende Zw angsm ass- nahm en offen, um ihn ausser Landes zu bringen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. Verfügungen des BFM betr. Verw eigerung der Einreise unterliegen der Be- schw erde an das Bundesverw altungsgericht (Art. 20 Abs. 1 des Bundesge- setzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Auslän- der [AN AG , SR 142.20] i.V.m . Art. 31 ff. des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]). Zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Verw altungsgerichtsgesetzes bereits beim EJPD hängige R echtsm it- telverfahren w erden vom Bundesverw altungsgericht übernom m en. D ie Be- urteilung erfolgt nach neuem Verfahrensrecht (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). D as U rteil ist endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [SR 173.110]). G em äss Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem - ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sow eit das Verw altungsgerichtsgesetz nichts anderes bestim m t. 2. D er Beschw erdeführer ist als Verfügungsbetroffener legitim iert. Auf die frist- und form gerechte Beschw erde ist daher einzutreten (Art. 48 ff. Vw VG ). 3. Ausländer/-innen sind zur Anw esenheit in der Schw eiz berechtigt, w enn sie eine Aufenthalts- oder N iederlassungsbew illigung besitzen oder w enn sie keiner solchen bedürfen (vgl. Art. 1a AN AG ). D ie Behörde entscheidet, im R ahm en der gesetzlichen Vorschriften und der Verträge m it dem Aus- land, nach freiem Erm essen über die Bew illigung von Aufenthalt oder N ie- derlassung (Art. 4 AN AG ). D aher räum t das schw eizerische R echt w eder einen Anspruch auf Einreise noch auf Erteilung eines Visum s ein (vgl. PETER U EBE R SAX , Einreise und Anw esenheit, in: Peter U ebersax/Peter M ünch/Thom as G eiser/M artin Arnold (H rsg.), Ausländerrecht, Auslände- rinnen und Ausländer im öffentlichen R echt, Privatrecht, Steuerrecht und Sozialrecht der Schw eiz, Basel/G enf/M ünchen 2002, S. 143). D em behörd- lichen Erm essen steht som it im Falle der Erteilung einer Einreisebew illi- gung ein w eiterer Spielraum offen als beispielsw eise bei der Verlängerung einer allm ählich den Vertrauensschutz verfestigende Anw esenheitserlaub- nis. D ies gilt auch für die Beurteilung von Einreiseersuchen zur Anw esen- heit von bis zu drei M onaten, die bew illigungsfrei, m itunter aber visum s- pflichtig sind (vgl. Art. 2 Abs. 1 AN AG i.V.m . den nachstehenden Bestim - m ungen). 4. Ausländerinnen und Ausländer benötigen zur Einreise in die Schw eiz grundsätzlich ein Visum (vgl. Art. 1 sow ie Art. 3 der Verordnung vom 4 14. Januar 1998 über Einreise und Anm eldung von Ausländerinnen und Ausländer [VEA, SR 142.211]). D as Visum w ird verw eigert, w enn die Aus- länderin oder der Ausländer die Einreisevoraussetzungen nach Art. 1 VEA nicht erfüllt (vgl. Art. 14 Abs. 1 VEA). So m üssen Personen, die in die Schw eiz reisen m öchten, unter anderem G ew ähr bieten, dass sie fristge- recht w ieder ausreisen w erden (Art. 1 Abs. 2 Bst. c. VEA). D azu lassen sich jedoch, da ein künftiges Verhalten zu beurteilen ist, in der R egel keine gesicherten Feststellungen, sondern lediglich Voraussagen m achen. D abei sind säm tliche U m stände des konkreten Einzelfalles zu w ürdigen. 5. D as BFM hat das Schw eizerische G eneralkonsulat in Santo D om ingo am 27. Februar 2006 erm ächtigt, dem Beschw erdeführer ein Visum für einen einm onatigen Besuchsaufenthalt in der Schw eiz auszustellen. W ie aus dem Sachverhalt hervorgeht, w urde diese Erm ächtigung jedoch m it Verfü- gung vom 21. M ärz 2006 w iderrufen (vgl. Ziff. 1 des angefochtenen Ent- scheids). D ie Verw altungsbehörden können Verfügungen unter be- stim m ten Voraussetzungen ändern. O b es sich bei der Erm ächtigung zur Visum serteilung vom 27. Februar 2006 um eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Vw VG handelt, sei dahingestellt, können doch die Voraussetzungen des W iderrufs in einem Erlass ausdrücklich geregelt w erden (zum G anzen vgl. ALFR ED KÖ LZ / ISAB ELLE H ÄN ER , Verw altungsverfahren und Verw altungs- rechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, R z. 422 f.). D ies ist in Art. 15 und Art. 27 VEA geschehen. D er Begriff des W iderrufs w ird in diesem Zusam m enhang zw ar nicht verw endet, eine Aufhebung eines Visum s stellt aber faktisch nichts anderes als einen W iderruf einer früheren Visum sertei- lung dar. D a es den erw ähnten Bestim m ungen zufolge zulässig ist, ein be- reits ausgestelltes Visum form los aufzuheben, gilt dies erst recht für die Erm ächtigung zur Visum serteilung. D em zufolge bleibt vorliegend prim är zu prüfen, ob die Einreisevoraussetzungen nach Art. 1 VEA zum Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung erfüllt w aren. 6. D er Beschw erdeführer kann sich auf keine Ausnahm eregelung berufen und unterliegt aufgrund seiner N ationalität den Visum sbestim m ungen (vgl. Art. 1 bis 5 VEA). 6.1 N ach m ehr als zehn Jahren starken W achstum s befand sich die D om inika- nische R epublik seit Anfang 2003 in einer w irtschaftlich schw ierigen Situa- tion. Zur W irtschaftskrise hat unter anderem die Insolvenz einer der grössten G eschäftsbanken beigetragen, deren Verbindlichkeiten von der dom inikanischen Zentralbank übernom m en w urden. D ie W irtschaftsdaten w iesen für das Jahr 2003 eine Verdoppelung der Staatsverschuldung auf etw a 56% des Bruttoinlandproduktes aus und die Inflationsrate betrug al- lein in diesem Jahr 42,7% . D ie W irtschaftskrise hat vor allem auch die Be- völkerung em pfindlich getroffen. In diesem Zeitraum stieg der Anteil der unter der Arm utsgrenze lebenden dom inikanischen Bevölkerung um etw a 582'000 auf 5,71 M io (bei einer G esam tbevölkerung von 8,75 M io). D er ge- setzliche M indestlohn pro M onat betrug Ende 2003 zw ischen 73 U SD (klei- ne U nternehm en) und 119 U SD (grosse U nternehm en) und ist dam it im Vergleich zu den Vorjahren deutlich zurückgegangen. D ie Arbeitslosen- quote ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und betrug im Jah-5 re 2004 18,4% (Q uelle: http://w w w .ausw aertiges-am t.de, Stand M ärz 2006). M it der Konsolidierungspolitik des neuen Präsidenten Leonel Fernández und der Zusam m enarbeit m it dem Internationalen W ährungs- fonds (IW F) konnte die dom inikanische W irtschaft w ieder auf W achstum s- kurs gebracht w erden (Steigerung der Einnahm en aus dem Tourism us, Er- höhung der D irektinvestitionen, Steigerung der W ährungsreserven). Ferner konnte (durch stützende Interventionen der dom inikanischen Zentralbank auf den W echselkurs) die Inflation w irksam bekäm pft w erden und som it das Vertrauen der internationalen M ärkte w ieder hergestellt w erden (der IW F hat für 2006 ein W irtschaftsw achstum von 5,5% und eine Inflationsra- te von 5 bis 7% prognostiziert). Andererseits hat sich dieser m akroökono- m ische Erfolg nur in geringem M asse auf das Leben der M ehrheit der Be- völkerung ausgew irkt. D er Anteil der unter der Arm utsgrenze lebenden do- m inikanischen Bevölkerung stagnierte in den letzten Jahren. Zudem be- trägt die Arbeitslosenquote – auch w enn eine leichte Erholung auf dem Ar- beitsm arkt festzustellen ist – im m er noch etw a 18% (Q uelle: Bundesagen- tur für Aussenw irtschaft in Köln [http://w w w .bfai.de, Stand Septem ber 2006]). Vor allem in der jüngeren Bevölkerung ist aufgrund der nach w ie vor un- günstigen Lebensverhältnisse ein starker M igrationsdruck festzustellen. D abei gilt auch die Schw eiz als Zielland vieler Ausw anderer im erw erbsfä- higen Alter, w elche sich hier unter besseren Lebensbedingungen eine neue Existenz aufbauen m öchten. D iese Tendenz zur Ausw anderung w ird erfahrungsgem äss dort noch begünstigt, w o bereits ein soziales Bezie- hungsnetz im Ausland (Verw andte oder Freunde) besteht. 6.2 Bei der R isikoanalyse sind aber nicht nur solch allgem eine U m stände und Erfahrungen, sondern auch, w ie unter Ziffer 4 ausgeführt, säm tliche G e- sichtspunkte des konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen. O bliegt einem G esuchsteller oder einer G esuchstellerin im H eim atstaat beispielsw eise eine besondere berufliche, gesellschaftliche oder fam iliäre Verantw ortung, kann dieser U m stand durchaus die Prognose für eine anstandslose W ie- derausreise begünstigen. Andererseits m uss bei G esuchstellern, die in der H eim at keine der erw ähnten Verpflichtungen haben, die sie von einer m ög- lichen Em igration abhalten könnten, aufgrund entsprechender Erfahrungen das R isiko eines frem denpolizeilich nicht vorschriftsgem ässen Verhaltens (nach bew illigter Einreise zu einem Besuchsaufenthalt) hoch eingeschätzt w erden. 7. 7.1 Beim Beschw erdeführer handelt es sich um einen bald 29-jährigen, ledi- gen M ann. Besondere fam iliäre oder gesellschaftliche Verpflichtungen sind keine ersichtlich. Zudem ist seine Schw ester (die G attin des G astgebers) und dam it eine nahe Bezugsperson definitiv in die Schw eiz übersiedelt. Solchen U m ständen gilt es bei der Beurteilung des vorliegenden Einreise- gesuches R echnung zu tragen. D aran verm ag die nicht restlos geklärte be- rufliche Situation des Beschw erdeführers nichts zu ändern. Er gibt auf dem Einreisegesuch zw ar an, Angestellter einer M öbelfabrik zu sein. D ie dies- bezügliche Arbeitsbescheinigung des U nternehm ens w ertete die Aus-6 landvertretung allerdings als zw eifelhaft. Auf der sich in den G esuchsun- terlagen befindlichen Kopie der Identitätskarte 2006 ("C edula de Identidad y electoral") ist (unter der R ubrik Beruf) Student ("Estudiante") eingetra- gen. D ass der Beschw erdeführer durch seine Tätigkeiten ein w irtschaft- liches Fortkom m en erzielt, erscheint von daher fraglich. Vor dem darge- legten H intergrund kann jedenfalls vorderhand nicht davon ausgegangen w erden, der Beschw erdeführer befinde sich beruflich bzw . w irtschaftlich in derart gefestigten Verhältnissen, dass besondere G ew ähr für die an- standslose W iederausreise nach einem Besuchsaufenthalt besteht. 7.2 D a der Beschw erdeführer auf dem Einreisegesuch vom 26. Januar 2006 angegeben hatte, lediglich für einen M onat zu Besuchszw ecken in die Schw eiz reisen zu w ollen, hat das BFM die Erm ächtigung zur Visum sertei- lung am 27. Februar 2006 trotz Bedenken seitens der Schw eizervertretung vorerst erteilt. D ie Befürchtungen der nicht gesicherten W iederausreise ha- ben sich erst danach konkretisiert. So hat der Beschw erdeführer anlässlich einer persönlichen Vorsprache beim G eneralkonsulat in Santo D om ingo am 17. M ärz 2006 unbestrittenerm assen ein Flugticket m it einer G ültig- keitsdauer von drei M onaten präsentiert. Bei dieser G elegenheit soll er er- klärt haben, seine Schw ester sei bereits daran, für ihn zw ecks späterer H eirat eine Frau zu suchen. D er Beschw erdeführer bestreitet zw ar im N achhinein, sich in dieser W eise geäussert zu haben bzw . er führt das G anze auf M issverständnisse zurück. Aufgrund der gesam ten U m stände (die fragliche Inform ation w urde um gehend an das BFM w eitergeleitet und später nochm als bekräftigt) besteht aber kein Anlass, die D arstellung der Schw eizervertretung ihrem Sinn und G rundgehalt nach in Frage zu stellen. D ies um so w eniger, als der Beschw erdeführer m it keinem W ort darlegt, w ie es zu diesen angeblich m issverstandenen Äusserungen gekom m en sein soll. Kom m t hinzu, dass w eitere Indizien darauf hindeuten, der Be- schw erdeführer habe dam als einen längerfristigeren Aufenthalt geplant. D azu zählt nebst dem erw ähnten Flugticket insbesondere der U m stand, dass die G astgeber ihn offenkundig für drei M onate erw arteten (vgl. die vom G astgeberehepaar unterzeichnete Bestätigung vom 20. D ezem ber 2005). Schliesslich gilt zu bedenken, dass sich der Beschw erdeführer in einem Alter befindet, in dem der W unsch nach einem Lebenspartner und nach Fam iliengründung sehr aktuell sein kann. Angesichts dieser Sachla- ge sind die Zw eifel der Vorinstanz an einer fristgerechten R ückkehr be- rechtigt. 8. Schliesslich w ird hervorgehoben, der G astgeber und seine Ehefrau w ürden dafür sorgen respektive garantieren, dass der Beschw erdeführer rechtzei- tig in die D om inikanische R epublik zurückkehre. Auch w enn das G astge- berehepaar die fristgerechte R ückkehr zusichert, so geben solche Erklä- rungen angesichts der persönlichen Situation des Beschw erdeführers kei- ne hinreichende G ew ähr dafür, der Betroffene w erde die Schw eiz nach Ab- lauf der Visum sdauer tatsächlich w ieder verlassen. D ie Integrität bzw . G laubw ürdigkeit der G astgeber w ird in keiner Art und W eise in Zw eifel ge- zogen. D a die Verpflichtung hinsichtlich der W iederausreise eines auslän- dischen G astes rechtlich nicht durchsetzbar ist (vgl. dazu Entscheid des 7 EJPD vom 27. Juli 1992, publiziert in: Verw altungspraxis der Bun- desbehörden [VPB] 57.24), m üssen aber vor allem die Verhältnisse des Beschw erdeführers ausreichende G ew ähr für die fristgerechte und anstandslose W iederausreise bieten. W eitergehende Sicherheiten als die von den G astgebern bereits geleisteten können von ihnen som it nicht verlangt w erden. D er W unsch der betroffenen Fam ilienm itglieder, sich w ieder zu sehen, ist zw ar verständlich. D ie in der Schw eiz ansässige Schw ester und ihr Ehem ann haben jedoch die M öglichkeit, ihren Bruder bzw . Schw ager in dessen H eim at zu besuchen. Aus den Akten ergeben sich keine H inw eise, w onach ihnen in Zukunft R eisen in die D om inikanische R epublik verw ehrt sein sollten. D ie Visum sverw eigerung erscheint unter diesem G esichtspunkt daher auch nicht als unverhältnism ässig. 9. Zusam m enfassend ergibt sich, dass die Einreisevoraussetzungen zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung nicht erfüllt w aren (Art. 1 i.V.m . Art. 14 VEA). Aus diesen G ründen ist nicht zu beanstanden, dass die Vor- instanz das öffentliche Interesse sow ie die Beachtung der geltenden Be- stim m ungen entsprechend gew ichtete, die Erm ächtigung zur Visum sertei- lung vom 27. Februar 2006 w iderrief und dem G esuchsteller die Einreise verw eigerte. D ie angefochtene Verfügung verletzt daher Bundesrecht nicht. D er rechtserhebliche Sachverhalt w urde richtig und vollständig fest- gestellt und die Vorinstanz hat das ihr zustehende Erm essen pflichtge- m äss ausgeübt (vgl. Art. 49 Vw VG ). D ie Beschw erde ist abzuw eisen und die Kosten sind dem Beschw erdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 1 bis 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE], SR 173.320.2). (D ispositiv Seite 8)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten im Betrag von Fr. 700.-- w erden dem Beschw erde- führer auferlegt. Sie sind durch den am 26. April 2006 in gleicher H öhe ge- leisteten Kostenvorschuss gedeckt. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (eingeschrieben) - der Vorinstanz (eingeschrieben; Akten R ef-N r. 2 212 821 retour) - der Frem denpolizei des Kantons G larus (m it den Akten) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: A. Trom m er D . G rim m Versand am :