<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00129</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107313&amp;W10_KEY=4467144&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00129</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.06.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 17.02.2004 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nachträgliche Baubewilligung: Zaun in Landwirtschaftszone gemäss BZO und in Landschaftsschutzzone gemäss Greifensee-Schutzverordnung<br/><br/>Ein Augenschein ist nicht durchzuführen, weil es für die Beurteilung des Rechtsstreits nicht auf ästhetische Fragen ankommt (E. 2).<br/>Baubewilligungspflicht nach eidgenössischem und kantonalem Recht (E. 3a). Die Bewilligungspflicht für den ausserhalb der Bauzone erstellten Drahtgeflechtzaun mit eine Höhe von 80 cm ergibt sich namentlich aus den Bestimmungen der hier anwendbaren Greifensee-Schutzverordnung (E. 3b/c). Die von der Schutzverordnung aufgestellten Kriterien sind nicht erfüllt: Der Zaun ist weder für die Landwirtschaft noch für den Unterhalt des Schutzgebiets notwendig (E. 4).<br/>Die Vorschrift über den Wiederaufbau einer bestehenden zonenwidrigen Baute ausserhalb der Bauzone (Art. 24c RPG) kommt nicht zur Anwendung (E. 5).<br/>Der Beseitigungsbefehl ist nicht unverhältnismässig (E. 6).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUGENSCHEIN">AUGENSCHEIN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUBEWILLIGUNG">BAUBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUBEWILLIGUNGSPFLICHT">BAUBEWILLIGUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESEITIGUNGSBEFEHL">BESEITIGUNGSBEFEHL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GREIFENSEE">GREIFENSEE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LANDSCHAFTSSCHUTZZONE">LANDSCHAFTSSCHUTZZONE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LANDWIRTSCHAFTSZONE">LANDWIRTSCHAFTSZONE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZVERORDNUNG">SCHUTZVERORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERHERSTELLUNG">WIEDERHERSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZAUN">ZAUN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 1 lit. e BauVV</span><br/><span class="gerade">§ 309 Abs. I lit. h PBG</span><br/><span class="ungerade">Art. 24c RPG</span><br/><span class="gerade">§ 4 SchutzV Greifensee</span><br/><span class="ungerade">§ 7 lit. I VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A ist EigentÃ¼mer des an die K-strasse in X an­stos­­senden GrundstÃ¼cks Kat.Nr. 01. Dieses liegt gemÃ¤ss kommunaler Bau- und Zonen­ord­­nung (BZO) teilweise in der Wohnzone W1L und teilweise in der Landwirtschaftszone. Zudem wird es von der Verordnung zum Schutz des Greifensees (Natur- und Landschaftsschutzgebiet mit Ã¼berkommunaler Be­deutung; SchutzV), welche von der Baudirektion am 3. MÃ¤rz 1994 erlassen worden ist, er­fasst; der in der Wohnzone liegende GrundstÃ¼ckteil be­findet sich in der Siedlungsrandzone VII, der in der Landwirtschaftszone liegende Teil in der Landschaftsschutzzone IIIA.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>A erstellte als Ersatz fÃ¼r einen angeblich bereits vor dreissig Jahren errich­teten 1,2 m hohen Zaun rund um das GrundstÃ¼ck einen 1,5 m hohen, verzinkten und an fest einbe­tonier­ten Pfosten befestigten Drahtgeflechtzaun. Er ersuchte nachtrÃ¤glich am 17. MÃ¤rz 2002 um eine baurechtliche Bewilligung. Mit VerfÃ¼gung vom 6. Juni 2002 verwei­gerte die Baudirektion gestÃ¼tzt auf die Schutzverordnung die Bewilligung hinsichtlich des in der Land­wirt­schafts­­zone bzw. Landschaftsschutzzone IIIA liegenden Teils. Der Gemeinderat X verweiger­te am 24. Juni 2002 fÃ¼r den nÃ¤mlichen Zaunteil die bau­rechtliche Bewilligung. Er ordnete an, dass der Zaun binnen 60 Tagen ab Rechtskraft dieses Beschlusses im Bereich der Landschaftsschutzzone IIIA zu entfernen bzw. auf die dortige Zonengrenze zurÃ¼ckzuversetzen sei. FÃ¼r den SÃ¤umnisfall wurde Ersatzvornahme durch die Gemeinde auf Kosten des Gesuch­stellers angedroht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Den dagegen erhobenen Rekurs wies der Regierungsrat am 26. Februar 2003 ab; die Rekurskosten auferlegte er dem Rekurrenten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 7. April 2002 beantragte A dem Verwaltungsge­richt, in Auf­hebung des Beschlusses des Gemeinderats X und der Baudirek­tion diese beiden Instanzen einzuladen, die Bewilligung fÃ¼r den verweigerten Zaun unter den Ã¼blichen Auflagen und Bedingungen zu erteilen; auf die Beseitigung des Zaunes sei allenfalls aus GrÃ¼nden der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit zu verzichten. In prozessualer Hinsicht wurde um DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins und Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung ersucht. Der Regierungsrat und die Baudirektion beantragten Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde nach § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde ein­zutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt in erster Linie, dass die Vorinstanz ihm das rechtliche GehÃ¶r verweigert habe, indem sie seinem Antrag auf DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins nicht entsprochen habe. Augenscheine sind ein Beweismittel, das der KlÃ¤rung des rechtserheblichen Sachverhalts dient. Verhielte es sich im vorliegenden Fall so, dass sich die streit­be­­troffene Bewilligungsverweigerung samt dem damit verbundenen Beseitigungs­befehle nur dann rechtfertigen liesse, wenn der fragliche Zaun das Landschaftsbild im Sinn von Ziff. 4.3 SchutzV beeintrÃ¤chtigt, wÃ¤re ein Augenschein jedenfalls zweckmÃ¤ssig und mÃ¼sste nÃ¤her geprÃ¼ft werden, ob der Regierungsrat gleichwohl auf einen Augenschein habe verzich­­ten dÃ¼rfen, weil der rechtserhebliche Sachverhalt auf andere Weise â hinreichend â ge­klÃ¤rt worden sei. Der BeschwerdefÃ¼hrer bestreitet nÃ¤mlich Letzteres mit dem Hinweis da­rauf, dass die bei den Akten liegenden Fotografien keine hinreichende Beurteilungsgrundlage bildeten. Wie sich aus den nachfolgenden ErwÃ¤gungen (E. 3 ff.) ergibt, lÃ¤sst sich jedoch die streitbetroffene Bewilligungsverweigerung samt dem damit verbundenen Beseitigungsbefehl unabhÃ¤ngig davon halten, ob der Zaun das Landschaftsbild beeintrÃ¤ch­tige.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Der BeschwerdefÃ¼hrer erneuert seinen Vorwurf, wonach die Vorinstanzen zu Unrecht von einer Bewilligungspflicht ausgegangen seien. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) GemÃ¤ss Art. 22 Abs. 1 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG) dÃ¼r­­fen Bauten und Anlagen nur mit behÃ¶rdlicher Bewilligung errichtet werden, wobei Abs. 2 die bundesrechtlichen Voraussetzungen fÃ¼r eine Bewilligungserteilung (ZonenkonformitÃ¤t und Erschliessung) festhÃ¤lt und Abs. 3 die Ã¼brigen Voraussetzungen des Bundesrechts und des kantonalen Rechts vorbehÃ¤lt. Das Raumplanungsgesetz Ã¼berlÃ¤sst die Regelung von Ausnahmen innerhalb der Bauzonen dem kantonalen Recht (Art. 23), wÃ¤hrend es hinsichtlich Ausnahmen ausserhalb der Bauzonen in Art. 24â24d RPG abschliessend eine bundesrechtliche Regelung aufstellt. Unter "Ausnahmen" sind in diesem Zusammenhang nicht Ausnahmen von der Bewilligungspflicht, sondern solche von den bundesrechtlichen Bewilligungsvoraussetzungen nach Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG zu verstehen (Alexander Ruch in: Kommentar RPG, Art. 23 N. 21). Die bewilligungspflichtigen TÃ¤tigkeiten und Ob­­jekte werden auf kantonaler Ebene in § 309 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) nÃ¤her umschrieben; dazu gehÃ¶ren auch Mauern und Einfriedungen (lit. h). Sodann wird der auch vom PBG verwendete Begriff der Bauten und Anlagen in § 1 der Allgemeinen Bauverordnung vom 22. Juni 1977 (ABV; LS 700.2) definiert. Anderseits nimmt § 1 der Bauverfahrensverordnung vom 3. Dezember 1997 (BauVV; LS 700.6) verschiedene TatbestÃ¤nde von der Bewilligungspflicht aus, so namentlich in lit. e Mauern und geschlossene Einfriedungen bis zu einer HÃ¶he von 0,8 m sowie offene Ein­­friedungen. Beim streitbetroffenen Zaun handelt es sich nach Ã¼bereinstimmender Beur­tei­lung aller Beteiligten um eine offene Einfriedung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Beim Begriff "Bauten und Anlagen" im Sinn von Art. 22 RPG handelt es sich um einen Begriff des Bundesrechts, weshalb dessen Minimalanforderungen unmittelbar anwend­­bar sind. Unter den bundesrechtlichen Begriff fallen alle jene kÃ¼nstlich geschaffenen und auf die Dauer angelegten Einrichtungen, die in fester Verbindung zum Erdboden stehen und geeignet sind, die Vorstellung Ã¼ber die Nutzungsordnung zu beeinflussen, sei es dass sie den Raum Ã¤usserlich verÃ¤ndern, die Erschliessung belasten oder die Umwelt beein­trÃ¤chtigen (BGE 123 II 256 E. 3). Die erwÃ¤hnten kantonalen Bestimmungen verdeutlichen und ergÃ¤nzen die eidgenÃ¶ssische Rahmenordnung. Sie sind jedenfalls derart auszulegen und anzuwenden, dass kein Widerspruch zum Bundesrecht entsteht; das kantonale Recht darf den Umfang der nach Bundesrecht bewilligungspflichtigen Bauten nicht unterschreiten (Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 2. A., ZÃ¼rich 2000, S. 448 Ziff. 20.4.1.1; Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, Band I, 3. A., ZÃ¼rich 1999, N. 512; Christian MÃ¤der, Das Baubewilligungsverfahren, ZÃ¼rich 1990, Rz. 65). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Regierungsrat bejahte die Bewilligungspflicht im vorliegenden Fall in erster Linie mit der BegrÃ¼ndung, das Bundesgericht habe schon wiederholt UmzÃ¤unungen â auch offene â als bewilligungspflichtige Anlagen nach Art. 22 Abs. 1 RPG gewÃ¼rdigt (E. 6c mit Hinweis auf BGE 118 Ib 49). Dem ist beizupflichten. Der Hinweis des BeschwerdefÃ¼hrers darauf, dass sein Zaunteil (mit einer LÃ¤nge von 69 m in der Landschaftsschutzzone und ei­ner HÃ¶he von 1,5 m) mit den vom Bundesgericht beurteilten ZÃ¤unen (mit einer LÃ¤nge von ca. 200 bzw. mehreren hundert Metern und einer HÃ¶he von je 2 m) nicht vergleichbar sei, Ã¼berzeugt nicht. Wie angemerkt werden kann, folgt hieraus nicht, dass fÃ¼r § 1 lit. e BauVV Ã¼berhaupt kein Anwendungsbereich mehr verbliebe, der sich im bundesrechtlich zulÃ¤ssigen Rahmen hÃ¤lt. Nach dem Gesagten bestimmt sich der bundesrechtliche Begriff der Bauten und Anlagen nach einer wirkungsbezogenen Betrachtungsweise, die unter anderem darauf abstellt, ob die Umwelt beeintrÃ¤chtigt wird. Von daher gesehen lÃ¤sst sich durchaus die Auf­­fassung vertreten, dass offene Einfriedungen lediglich dann unter den bundesrechtlichen Begriff der Anlage und damit unter die Bewilligungspflicht nach Art. 22 Abs. 1 RPG fallen, wenn sie ausserhalb der Bauzone errichtet werden sollen bzw. worden sind (in diesem Sinn wohl auch Fritzsche/BÃ¶sch, S. 451 Ziff. 20.4.3.1).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Im Ãbrigen steht § 1 lit. e BauVV der Bejahung einer Bewilligungspflicht fÃ¼r den streitbetroffenen Zaun ohnehin nicht entgegen, sofern sich die Bewilligungspflicht aus Ziff. 4.3 SchutzV ergibt, weil die Bestimmung diesfalls jener von § 1 lit. e BauVV vorgeht. Es trifft zu, dass Ziff. 4.3 SchutzV nicht ausdrÃ¼cklich eine Bewilligungspflicht fÃ¼r offene Ein­­friedungen vorsieht. Als Vorhaben, die sowohl in der (hier anwendbaren) Zone III A wie auch in der (ein milderes Regime beinhaltenden) Zone III B bewilligungspflichtig sind, werden hier einzig Intensivobstanlagen ausdrÃ¼cklich genannt. Hieraus kann der Beschwerde­­fÃ¼hrer jedoch nichts zu seinen Gunsten ableiten. Wie der Regierungsrat zutreffend erwogen hat (Rekursentscheid E. 7b), ergibt sich die Bewilligungspflicht fÃ¼r das streitbetroffene Vorhaben aus einer teleologischen und systematischen Auslegung von Ziff. 4.3 SchutzV: Ziff. 4.3 Abs. 3 verbietet in der Zone III A "das Errichten von oberirdischen Bauten und Anlagen aller Art", wÃ¤hrend Ziff. 4.3 Abs. 5 in der Zone III B unter anderem "das Errichten und VerÃ¤ndern von Bauten und Anlagen aller Art, einschliesslich Mauern und Einfriedungen, Reklamevorrichtungen, Antennen, Freileitungen und dergleichen" fÃ¼r bewilligungs­­pflichtig erklÃ¤rt. Hieraus folgt, dass (offene und geschlossene) Einfriedungen in der Zone III A, wenn und soweit sie nicht unter das Errichtungsverbot gemÃ¤ss Ziff. 4.3 Abs. 3 fallen, nur aufgrund einer Bewilligung (wie sie auch in der weniger strengen Zone III B er­forderlich wÃ¤re) errichtet werden dÃ¼rfen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Selbst wenn eine Bewilligungspflicht zu verneinen wÃ¤re, ergÃ¤be sich hieraus nicht ohne weiteres, dass der bereits errichtete Zaun stehen bleiben darf. GemÃ¤ss § 2 Abs. 2 BauVV entbindet die Befreiung von der Bewilligungspflicht nicht davon, die Vorschriften des materiellen Rechts einzuhalten. Es geht daher im vorliegenden Fall in materieller Hinsicht um die RechtmÃ¤ssigkeit des fraglichen Zauns, welche Frage sich mit jener nach der Be­willigungsfÃ¤higkeit deckt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie bezÃ¼glich der Bewilligungspflicht (vgl. E. 3c) ist auch hinsichtlich der Bewilli­gungsfÃ¤higkeit bzw. der RechtmÃ¤ssigkeit des Zauns davon auszugehen, dass die Anforderun­gen in Ziff. 4.3 Abs. 4 nicht nur fÃ¼r Vorhaben in der Zone III B, sondern auch fÃ¼r solche in der Zone III A massgebend sind. Danach darf eine Bewilligung nur erteilt werden, wenn die vorgesehenen Massnahmen fÃ¼r die AusÃ¼bung der Land- und Forstwirtschaft oder den Unterhalt von FlÃ¤chen im Schutzgebiet notwendig sind, sich gut in das Orts- und Land­­schaftsbild einfÃ¼gen und den Wert des Schutzgebiets nicht vermindern. Diese Voraussetzungen sind kumulativ zu verstehen. Der streitbetroffene Zaun ist weder fÃ¼r die AusÃ¼bung der Land- und Forstwirtschaft noch fÃ¼r den Unterhalt von FlÃ¤chen des Schutzgebiets erforderlich. Er ist daher nicht bewilligungsfÃ¤hig bzw. â sofern er nicht bewilligungspflich­tig wÃ¤re â jedenfalls nicht rechtmÃ¤ssig. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Daran vermÃ¶gen auch die vom BeschwerdefÃ¼hrer geltend gemachten GrÃ¼nde dafÃ¼r, weshalb er auf den Zaun angewiesen sei, nichts zu Ã¤ndern. Er macht wie schon vor Re­gie­rungsrat geltend, auf dem NachbargrundstÃ¼ck Kat.Nr. 02 befinde sich ein Weiher, der fÃ¼r spielende Kinder, namentlich fÃ¼r seine fÃ¼nfjÃ¤hrige Tochter, eine grosse Gefahr darstelle. Fer­ner schÃ¼tze der Zaun vor frei laufenden Hunden sowie vor Rehen, die im Garten SchÃ¤­den anrichten kÃ¶nnten. Wie der Regierungsrat zutreffend erwogen hat, kann der Garten bzw. der in der Landwirtschafts- und der Schutzzone liegende Teil durch andere, landschafts­vertrÃ¤gliche Massnahmen, etwa durch eine Hecke, vor Rehen und frei laufenden Hun­den geschÃ¼tzt werden. Der Hinweis auf die GefÃ¤hrdung der Kinder ist zwar ein ernst zu nehmendes Argument. Mit der nach der angefochtenen Anordnung mÃ¶glich bleibenden RÃ¼ckversetzung des Zauns auf die Zonengrenze in der Mitte des GrundstÃ¼cks kann jedoch auch dieser Gefahr begegnet werden; sollten dabei die NutzungsmÃ¶g­lichkeiten des Gartens fÃ¼r Kinder eingeschrÃ¤nkt werden, liegt darin kein Umstand, der die Zulassung des Zauns im Bereich der Landschaftsschutzzone III A entgegen der Regelung von Ziff. 4.3 SchutzV rechtfertigen wÃ¼rde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Der BeschwerdefÃ¼hrer beruft sich erneut auf die erweiterte Besitzstandsgarantie gemÃ¤ss § 24c RPG in der am 1. September 2000 in Kraft getretenen Fassung vom 20. MÃ¤rz 1998. GemÃ¤ss dieser Bestimmung kÃ¶nnen bestehende zonenwidrige Bauten und Anlagen aus­­serhalb der Bauzone erneuert, teilweise geÃ¤ndert, massvoll erweitert oder wiederaufgebaut werden, sofern sie rechtmÃ¤ssig erstellt worden sind; in jedem Fall bleibt die Vereinbar­­keit mit wichtigen Anliegen der Raumplanung vorbehalten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach Darstellung des BeschwerdefÃ¼hrers, von der auch die Vorinstanzen ausgingen, war das GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 01 schon vor der Errichtung des heutigen Zauns mehr als 30 Jahre eingezÃ¤unt. An der sÃ¼dlichen Grenze, entlang des Flurwegs Kat.Nr. 03 stand ein 1,2 m hoher Maschendrahtzaun, an der westlichen und an der Ã¶stlichen GrundstÃ¼ckgren­ze ein Zaun mit horizontalen DrÃ¤hten. DemgegenÃ¼ber besteht der neue Zaun durchwegs aus fest einbetonierten Pfosten mit einem Drahtgeflecht und weist eine HÃ¶he von 1,5 m auf. Nach Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers ist der Ersatz des Zauns unter diesen UmstÃ¤nden entgegen der Auffassung der Vorinstanzen als Wiederaufbau, verbunden mit einer teilweisen Ãnderung bzw. einer massvollen Erweiterung, zu qualifizieren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bereits die bisherige bundesgerichtliche Praxis zum Begriff der teilweisen Ãnderung gemÃ¤ss Art. 24 Abs. 2 RPG (welche Bestimmung durch die Gesetzesrevision vom 20. MÃ¤rz 1998 aufgehoben worden und an deren Stelle Art. 24c Abs. 2 RPG getreten ist) liess gewisse Erweiterungen bestehender Bauten und Anlagen zu. Was unter "massvoller Er­weiterung" (welchen Begriff Art. 24c Abs. 2 RPG nunmehr ausdrÃ¼cklich verwendet) zu verstehen ist, muss daher in Anlehnung an die bisherige bundesgerichtliche Praxis zum Be­griff der teilweisen Ãnderung bestimmt werden (Peter HÃ¤nni, Planungs-, Bau- und besonde­res Umweltschutzrecht, 4. A., Bern 2002, S. 197 ff.; Peter Karlen, Die Ausnahmebewilli­gung nach Art. 24-24d RPG, ZBl 102/2001, S. 291 ff., 298 f.; Haller/Karlen, N. 738). Auf diese bundesgerichtliche Praxis ist auch Art. 42 Abs. 1 der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (RPV) abgestimmt, wonach Ãnderungen an Bauten und Anlagen, auf die Art. 24c RPG anwendbar ist, zulÃ¤ssig sind, wenn die IdentitÃ¤t der Baute oder Anlage einschliesslich ihrer Umgebung in den wesentlichen ZÃ¼gen gewahrt bleibt. Gemessen an der bestehenden Baute (bzw. im Fall des Wiederaufbaus an der frÃ¼heren) darf es sich nur um eine Ãnderung von untergeordneter Bedeutung handeln, welche die IdentitÃ¤t der Baute in den wesentlichen ZÃ¼gen wahrt (BGE 112 Ib 94 E. 3). Angesichts der beschriebenen Beschaf­fenheit des alten und des neuen Zauns hÃ¤lt sich die damit verbundene bauliche Ãnderung nicht mehr im Rahmen einer die bisherige IdentitÃ¤t wahrenden Ãnderung von unterge­ordneter Bedeutung. Die diesbezÃ¼g­liche Beurteilung durch den Regierungsrat (E. 8) Ã¼ber­zeugt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Der BeschwerdefÃ¼hrer macht erneut geltend, auf die Beseitigung des Zauns sei selbst dann zu verzichten, wenn Letzterer nicht bewilligungsfÃ¤hig wÃ¤re; denn der Beseitigungsbefehl sei jedenfalls unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Er habe vor Errichtung des Zauns vom Haus­­eigentÃ¼merverband sowie vom Zaunhersteller die Auskunft erhalten, die Anlage sei nicht bewilligungspflichtig. Der von ihm gutglÃ¤ubig errichtete Zaun habe Fr. 18'770.- gekostet; rund drei Viertel dieser Investition gehe mit dem Abbruch des in der Landschaftsschutzzone liegenden Zaunteils verloren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aus den angeblichen AuskÃ¼nften des HauseigentÃ¼merverbands und des Zaunherstel­lers kann der BeschwerdefÃ¼hrer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Er behauptet nicht und es ist denn auch nicht anzunehmen, dass sich diese AuskÃ¼nfte spezifisch auf Einfriedungen in einer Landschaftsschutzzone der hier in Frage stehenden Art bezogen. Anderseits hÃ¤tte vom BeschwerdefÃ¼hrer als langjÃ¤hrigem Bewohner der Parzelle Kat.Nr. 01, die zum Teil in der Landschaftsschutzzone liegt, erwartet werden kÃ¶nnen, dass er sich eingehen­der um die Frage der Bewilligungspflicht â etwa durch eine entsprechende Anfrage bei der kommunalen BaubehÃ¶rde oder der kantonalen Baudirektion â gekÃ¼mmert hÃ¤tte. Der streit­betroffene Zaunteil ist nach dem Gesagten nicht mit Ziff. 4.3 SchutzV vereinbar. Der Einhaltung dieser Vorschrift kommt ein hoher Stellenwert zu. Wie die Baudirektion glaubhaft bereits in ihrer Rekursantwort an den Regierungsrat angefÃ¼hrt hat, kÃ¤me die Bewilligung eines derartigen Zauns einem negativen PrÃ¤judiz gleich, indem sie die bisher erfolgreichen BemÃ¼hungen, die fraglichen Landschaftsabschnitte um den Greifensee von stÃ¶renden Anlagen freizuhalten, in Frage stellen wÃ¼rde. Weicht eine eigenmÃ¤chtig erstellte Baute oder Anlage erheblich von den materiellen Vorschriften ab, so kann in der Regel, von welcher hier abzuweichen kein Anlass besteht, auf die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zu­­stands nicht aus GrÃ¼nden der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit verzichtet werden (vgl. RB 2000 Nr. 106 = BEZ 2000 Nr. 23; Haller/Karlen, Rz. 874; Magdalena Ruoss Fierz, Massnahmen ge­gen illegales Bauen, ZÃ¼rich 1999, S. 154 Anm. 88 mit Beispielen aus der bundesgerichtlichen Rechtsprechung). Selbst wenn von einem nicht besonders gewichtigen Normverstoss auszugehen wÃ¤re, erweist sich der Beseitigungsbefehl nicht als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, da der geltend gemachte Investitionsverlust sich in einem Rahmen hÃ¤lt, der einen Verzicht auf die Beseitigung nicht rechtfertigt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Die Gerichtskosten sind dem Beschwer­­defÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine ParteientschÃ¤­digung steht ihm nach § 17 Abs. 2 VRG nicht zu.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"></a><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'090.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>