Exposition nationale 2001 2160 N5 décembre 199 6 Bulletin officiel de l’Assemblée fédérale Achte Sitzung – Huitième séance Donnerstag, 5. Dezember 1996 Jeudi 5 décembre 1996 08.00 h Vorsitz – Présidence: Stamm Judith (C, LU)/Leuenberger Ernst (S, SO __________________________________________________________ 96.041 Landesausstellung 2001. Beitrag des Bundes Exposition nationale 2001. Contribution de la Confédération Botschaft und Beschlussentwurf vom 22. Mai 1996 (BBl III 337) Message et projet d’arrêté du 22 mai 1996 (FF III 321) Ergänzungsberichte zur Botschaft vom 6. September und vom 5. November 1996 (wird im BBl veröffentlicht) Rapports complémentaires au message du 6 septembre et du 5 novembre 1996 (sera publié dans la FF) Beschluss des Ständerates vom 24. September 1996 Décision du Conseil des Etats du 24 septembre 1996 Kategorie III, Art. 68 GRN – Catégorie III, art. 68 RCN __________________________________________________________ Antrag der Kommission Eintreten Antrag der grünen Fraktion Rückweisung an den Bundesrat mit dem Auftrag, für neue Köpfe mit neuen Ideen zu sorgen, die endlich ein inhaltliches Konzept zur Landesausstellung 2001 («Expo 2001») vorlegen sollten. Antrag Schlüer Rückweisung an den Bundesrat mit dem Antrag, den durchführenden «Verein Landesausstel- lung» zu verpflichten, innerhalb eines halben Jahres ein Aus- stellungskonzept vorzulegen, das sowohl Inhalt als auch Ge- halt der geplanten Landesausstellung der Öffentlichkeit ge- genüber sichtbar werden lässt. Proposition de la commission Entrer en matière Proposition du groupe écologiste Renvoi au Conseil fédéral avec mandat de présenter le concept du contenu de l’Expo- sition nationale 2001 («Expo 2001») soutenu par de nouvel- les personnalités. Proposition Schlüer Renvoi au Conseil fédéral avec mandat d’exiger dans un délai de six mois, du Comité stratégique, responsable de l’exposition nationale, un con- cept qui présente de manière claire au public, aussi bien le contenu que la forme de l’exposition nationale. Präsidentin: Um die Vielgestaltigkeit unseres Landes zu do- kumentieren, werden wir heute beim Eintreten vier Berichter- statter und Berichterstatterinnen hören. Müller-Hemm i Vreni (S, ZH), Berichterstatterin: Zu Beginn eines neuen Jahrtausends eine Landesausstellung zu pla- nen und zu gestalten ist sicher ein faszinierendes, ein her- ausforderndes Vorhaben. Faszinierend, weil der Schritt über die Jahrtausendschwelle auf einmalige Weise zu Standortbe- stimmung, Reflexion, zu Ausblick und Vision herausfordert. Herausfordernd, weil die beabsichtigte Manifestation der Zu- kunftsgestaltung in einer Zeit der wirtschaftlichen und sozia- len Verunsicherung stattfindet und darum die Frage nach der nationalen Solidarität und Identität von besonderer Brisanz ist. Faszinierend, herausfordernd soll die «Expo 2001» unter dem Motto «Die Zeit oder die Schweiz in Bewegung» sein. Das vom Bundesrat ausgewählte Drei-Seen-Projekt der Kan- tone Bern, Waadt, Neuenburg, Freiburg und Jura sowie der Städte Murten, Biel, Neuenburg und Yverdon will gemäss Botschaft unser Land für die Herausforderungen des neuen Jahrhunderts rüsten sowie den Zusammenhalt und das Zu- sammengehörigkeitsgefühl der multikulturellen, föderalisti- schen Willensnation Schweiz verbessern. Die «Expo 2001» soll bewegen, soll offen und dynamisch konzipiert sein und sich den sozialen, kulturellen, ökonomi- schen, ökologischen, technischen sowie wissenschaftlichen Herausforderungen stellen. Die «Expo 2001» soll ein Ort der freundschaftlichen Begegnung und des interessierten Dia- logs sein, wo gemeinsam die Perspektiven für die Schweiz von morgen entwickelt und diskutiert werden. Der Bundesrat ist von Idee und Machbarkeit der «Expo 2001» überzeugt und beantragt, dass sich der Bund an der Realisierung mit 130 Millionen Franken beteiligt; darin eingeschlossen sind 20 Millionen Franken Defizitgarantie. Eine Schwierigkeit bei der politischen Diskussion des Projek- tes – dies zeigte sich auch in der Kommission – ist, dass die inhaltlichen Leitvorstellungen bis heute noch nicht sehr kon- kret ausgestaltet sind. Die Verantwortlichen machen gegen- über dieser Kritik geltend, dass es gerade das Ziel der «Expo 2001» sei, einen Prozess auszulösen und so mit den ver- schiedenen Zielgruppen, Partnerinnen und Partnern, die Leitideen weiterzuentwickeln und zu vertiefen. Es sei daher falsch, viereinhalb Jahre vor der Ausstellung und bevor die Bundesbeteiligung geklärt sei, ein detailliertes Konzept vor- zulegen. Prozesshafte Beteiligung ist also auch eine Heraus- forderung an die Politik. Der Ständerat hat dem Rechnung getragen und im Bundesbeschluss festgelegt, dass der Bun- desrat jährlich im Rahmen des Geschäftsberichtes über den Stand des Projektes orientiert (Art.2ter). Unsere Kommission unterstützt diesen wie auch die weiteren ständerätlichen Entscheide, auf die in der Detailberatung ein- gegangen werden kann. Wir befassen uns weiter intensiv mit den ökologischen Bedin- gungen und Auswirkungen der Expo. Eine Landesausstel- lung, die mit 6 Millionen Besucherinnen und Besuchern rech- net und dezentral an vier Standorten am Wasser und einem Standort auf dem Wasser stattfindet, stellt diesbezüglich grösste Anforderungen. Mit dem Bundesrat unterstreicht die Kommission deshalb folgende zwei Ziele: 1.Es gilt, vorbildhaft Zeichen für einen sorgsamen Umgang mit Natur und Umwelt zu setzen. Die Umweltverträglichkeit der Ausstellung hat höchste Priorität. 2.Es gilt, die Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung nicht nur ins Konzept der Ausstellung zu integrieren, sondern sie auch zu einem wesentlichen Inhalt zu machen. Wir beantragen konkret, dass die Kreditgewährung von der umweltverträglichen Planung und Durchführung abhängig ist, und verstehen darunter explizit, dass die Durchführung möglichst emissionsfrei, mit erneuerbaren Energien und in- novativen Technologien erfolgt; dass der Anteil des öffentli- chen Verkehrs am Anreiseverkehr möglichst hoch ist; dass der ausstellungsinterne Verkehr den natürlichen Gegeben- heiten angepasst wird; dass die Renaturierung der bean- spruchten und beeinträchtigten Lebensräume sichergestellt ist. Weiter beantragt Ihnen die Kommission, basierend auf den Ausführungen und Absichtserklärungen in Botschaft und Zu- satzberichten, das Prinzip der Nachhaltigkeit als verbindliche Anforderung im Bundesbeschluss zu verankern. Das politische Ja zum Projekt «Expo 2001» bedeutet, sich mit der Drei-Seen-Region auf einen gemeinsamen, kreativen5. Dezember 1996N 2161 Landesausstellung 2001 Amtliches Bulletin der Bundesversammlung und innovativen Prozess einzulassen. Dieser soll in verschie- denster Hinsicht nachhaltige Zeichen setzen. Das Ja erfor- dert jetzt, zu Beginn, sicher etwas Mut und Risikobereit- schaft, zwei Eigenschaften, die Politikerinnen und Politiker eher von anderen zu fordern gewohnt sind. Namens der Kommission beantrage ich Ihnen, sich auf den Prozess «Expo 2001» einzulassen, auf die Vorlage einzutre- ten und sie in der von der Kommission beantragten Form gut- zuheissen. Guisan Yves (R, VD), rapporteur: Le Conseil fédéral, comme nous tous d’ailleurs, a constaté que les relations entre l’indi- vidu et la société se distendaient toujours davantage. Ce manque de cohésion, ajouté aux difficultés économiques que nous vivons, est devenu très préoccupant. Il a donc pensé qu’une exposition nationale permettrait de resserrer ces liens et de faire le point sur les problèmes multiples qui contribuent à cette déstabilisation. Il pensait tout d’abord l’organiser à l’occasion du 700e anniversaire de la Confédération. Cette démarche n’a pas été retenue, à la suite des diverses vota- tions populaires autour du projet de Suisse centrale. Il a sem - blé alors que le tournant du siècle créait une nouvelle et réelle opportunité, d’autant plus que l’éventualité d’une mani- festation à l’occasion du 150e anniversaire de la Confédéra- tion moderne imposait des délais beaucoup trop rapprochés. Un appel aux cantons les invitant à déposer un projet a été lancé par le Conseil fédéral le 13 juin 1994. Le projet des Trois Lacs a finalement été retenu, parce qu’en lui-même déjà, et avant de passer à d’autres réalisations, il synthétise un certain nombre des objectifs souhaités. Il a réuni en effet plusieurs cantons et plusieurs villes au sein d’un espace re- lativement restreint. Cela permet à la fois de maintenir une certaine unité à la manifestation, et de lui donner une conso- nance conforme à la nouvelle politique régionale. Ce projet rassemble, d’autre part, la culture romande et la culture alé- manique au point de rencontre de la frontière des deux lan- gues. Cet aspect multiculturel est essentiel pour rappeler que nous avons voulu vivre ensemble, malgré nos différences. C’est pour cette raison également que la commission a dé- cidé de présenter son rapport dans les quatre langues natio- nales, quitte à abréger quelque peu chacune de nos interven- tions. Enfin, le site est magnifique et se prête mieux que tout autre à une réflexion sur l’homme et l’environnement. Les condi- tions pour créer un mouvement d’enthousiasme novateur sont par conséquent parfaitement présentes et chacune et chacun de nos concitoyennes, concitoyens ou amis de l’étranger, proches ou lointains, seront appelés à y participer activement. La commission a estimé que les renseignements fournis par le message du Conseil fédéral étaient par trop succincts et a demandé toute une série d’informations additionnelles, parti- culièrement en matière d’organisation, de gestion de l’envi- ronnement, des transports et du contenu. Deux rapports complémentaires au message du Conseil fédéral ont été mis à disposition en date du 6 septembre et du 5 novembre der- niers. Ils concrétisent des réponses que nous ont fournies Mme et MM .les conseillers d’Etat Elisabeth Zölch et Francis Matthey, Mme Gabrielle Nanchen et M.Rudolf Burkhalter, délégué aux questions opérationnelles. Ces rapports font partie intégrante de l’arrêté fédéral. Très sommairement, l’organisation structurelle a été affinée et constituée sous forme d’association. Elle se compose d’un Comité stratégique, présidé par M.Matthey, conseiller d’Etat, et comportant 18 membres: un représentant des cinq can- tons et quatre villes concernés, trois représentants des autres cantons, trois délégués de la Confédération, dont seul M .Daniel Margot, conseiller personnel de M.Jean-Pascal Delamuraz, président de la Confédération, y fonctionne jusqu’à présent, et trois personnalités civiles extérieures aux autorités. Le Bureau du Comité stratégique réunit le prési- dent et quatre membres et supervise les activités de la Direc- tion générale opérationnelle composée d’un président et de quatre directeurs professionnels à plein temps, responsables respectivement du secteur artistique, du marketing/ventes, de l’administration et des finances et, enfin, de la technique et logistique. Les statuts de cette association «Expo 2001» viennent d’être avalisés le 29 novembre dernier, l’équipe opérationnelle ainsi que quelques vacances au Comité stratégique restent donc encore à nommer. L’environnement fait l’objet d’une attention toute particulière. Les études d’impact et plans d’affectation font l’objet d’un rapport et d’une procédure de consultation qui sera soumise à chaque canton organisateur ainsi qu’à la Commission de l’environnement, de l’aménagement du territoire et de l’éner- gie. Le système de gestion de l’environnement incorpore la notion de développement durable en ces objectifs. Un écobi- lan sera régulièrement tenu à jour avec une modification des stratégies et la mise en place de nouvelles mesures au gré de l’évolution tout au cours des travaux et de l’exposition elle- même. Les rapports complémentaires qui sont inclus à titre de référence dans l’arrêté fédéral mentionnent explicitement le recours à du matériel réutilisable à titre de principe, et le ré- tablissement complet des sites dans leur état original, une fois l’exposition terminée. Malgré ces garanties déjà très ex- plicites, la commission propose de compléter l’arrêté par un article 2bis qui le confirme encore. L’accent est mis dans toute la mesure possible sur les trans- ports publics. «Rail2000» au pied du Jura sera terminé pour l’ouverture de la manifestation, de même que, probablement, la N 1. Mais il ne sera malheureusement pas possible d’ache- ver la N 5, malgré l’insistance de certains commissaires. On peut se demander parfois si une rigueur administrative diffi- cile à comprendre ne l’emporte pas sur les objections techni- ques et financières du Conseil fédéral. Avec ce dispositif, on devrait pouvoir obtenir une proportion d’environ 60 pour cent de transports par les moyens publics ou collectifs, contre 40 pour cent de déplacements individuels. Le contenu fera l’objet d’une publication prochaine. Il se di- vise entre quatre thèmes principaux: la nature et l’artifice, où le développement durable sera aussi traité; chez moi et dans l’univers; l’instant et l’infini; et pouvoir et liberté, répartis entre les différents Arteplages. L’Helvéthèque en assure la synthèse et le rôle de messager. Ces quatre thèmes sont traités de façon systématique, au gré de dix questions pour penser l’avenir, telles que par exemple l’avenir de la société post-industrielle ou les capacités de no- tre développement économique sur le long terme, pour ne ci- ter que deux d’entre elles. Le crédit de 130 millions de francs, dont 20 millions de francs à titre de garantie de déficit éven- tuel, est subordonné au respect de ces conditions. Permet- tez-moi donc de souhaiter que cette assemblée confère un large appui à ce projet. Cela permettrait déjà d’augurer favo- rablement de son succès. Ratti Remigio (C, TI), relatore: L’«Expo 2001» è e sarà una festa per la Svizzera e per la costruzione del nostro futuro; una festa nella quale la Svizzera italiana, la terza Svizzera, vorrà e dovrà sentirsi pienamente compartecipe, per rifon- dare la Svizzera del XXIsecolo. Interpretando il pensiero del Ticino, che due anni or sono aveva proposto alla Svizzera intera il suo progetto di esposi- zione nazionale denominato «le nuove frontiere», con i suoi tre cantieri, i cantieri della pace, i cantieri del sapere e i can- tieri della vita – abbiamo voluto sentire e trovare nel messag- gio oggi proposto dal comitato strategico di «Expo 2001» e dal Consiglio federale idee e forza creativa sufficienti per far sognare e agire ogni cittadina e cittadino di questo Paese. Una grande occasione di incontro, affinché la Svizzera entri nel primo secolo del terzo millennio con la consapevolezza di chi vuole essere in una costruttiva tensione tra le dinamiche interne e quelle del mondo; una consapevolezza e un dialogo tesi a «guadagnare tempo», a spendere bene quel tempo og- getto di questa «Expo 2001», per la costruzione di un mondo che onori il Creatore. Noi abbiamo fiducia e crediamo che l’anima creativa di «Expo 2001» si manifesterà progressiva- mente in tutta la sua forza e originalità, mettendo nella loro giusta ma relativa dimensione quelle tante, e forse troppe, preoccupazioni legate alla concretizzazione materiale delExposition nationale 2001 2162 N5 décembre 199 6 Bulletin officiel de l’Assemblée fédérale progetto – le finanze, la logistica, l’ambiente – che, con l’intel- ligenza e con la voglia di esemplarità, certamente potranno essere risolte dagli organizzatori stessi. Così vogliamo dapprima brevemente riaffermare quello che l’«Expo 2001» non potrà essere, per avere la certezza di co- struire assieme nella direzione voluta. L’esposizione nazio- nale non potrà essere in nessun caso né un certificato di au- tocompiacimento, né un saggio di autoflagellazione, una le- zione di morale o un’immagine didattica e pedante. Essa non potrà essere neppure la celebrazione egoistica delle nostre diversità, o un discorso autoritario attraverso il quale il potere politico o un’élite intellettuale possano imporre il proprio punto di vista. Pur nella concretezza di una manifestazione che richiederà investimenti e la soddisfazione dei bisogni di pane e di pesci di milioni di partecipi visitatori, l’Expo saprà mettere gli aspetti commerciali al servizio della costruzione di un’immagine viva e concreta di ciò che la Svizzera è, nonché del ruolo che essa intende svolgere nell’Europa e nel mondo. Per questo è importante – e in questo senso i rapporti com - plementari richiesti al Consiglio federale danno assicura- zioni – che l’«Expo 2001» sappia coinvolgere, oltre agli sviz- zeri, anche i vicini di casa e i visitatori stranieri, ai quali of- frire, con le nostre bellezze del paesaggio, l’espressione di un Paese nel cuore del continente, che vuole essere forte e aperto. È naturale, quindi, che «Expo 2001» inviti tutti i resi- denti su suolo svizzero a darsi un’immagine chiara di un proprio progetto per la Svizzera e il mondo di domani, pren- dendo coscienza delle proprie possibilità, dei propri fabbiso- gni fondamentali e delle proprie responsabilità collettive. È bello poter pensare che tutto questo possa avvenire in una festa, una festa che richiede adesione e amore, un tempo di preparazione e tappe di avvicinamento, come dovrebbero es- sere le manifestazioni del 1998 e l’esposizione universale di Hannover nel 2000. Starà alla stessa sensibilità di una Sviz- zera da sempre diversa indicare le vie di una partecipazione attiva e innovativa, superando i travagli e le nebbie di questa fase storica di transizione. La nostra è una Svizzera da rifon- dare, da rigenerare nel pieno rispetto dei suoi sette secoli di storia. Vale la pena, quindi, di vivere e far vivere, con la par- tecipazione di tutti, questa nuova esposizione nazionale. Vi invito quindi a votare il decreto così come è proposto dalla Commissione della scienza, dell’educazione e della cultura. Bezzola Duri (R, GR), relatader: «La Svizra in movimaint» es il motto da l’«Expo 2001». Fingià daspö ons es la Svizra land- ervia da’s müdar. Las lavuors da renovaziun vi da la «Chasa svizra» düraran amo ün pêr ons. Ün’occasiun per preschantar quista «Chasa svizra» reno- vada es sgüra l’exposiziun naziunala dal 2001. L’«Expo 2001» es üna sfida, però surtuot eir üna schanza per as gnir consciaint da las forzas, da las particularitats, da las diversitats e da muossar quai a tuot il muond. Dürant la renovaziun da la «Chasa svizra» esa però da res- guardar la diversità da nos pajais, da nossas linguas e da nossas culturas. Il proget «Exposiziun naziunala 2001» cuostarà raduond una mezza milliarda francs. La Confederaziun as parteciparà cun üna contribuziun da 130 milliuns francs. Inclus es eir üna ga- ranzia da deficit da 20 milliuns francs. Da far quist’investiziun vala la paina be, scha no impustüt ils organisatuors-train a nüz il temp subit, hoz, fingià dürant la planisaziun, preparaziun a la construcziun per render cunt- schainta l’idea a nossa populaziun. Però eir l’effet dal proget a lunga dürada es da grond’importanza. Illa cumischiun s’haja radschunà bler, miss in dumonda quai e tschai e discutà intensivamaing surtuot davart il tema da l’ambiaint e dal trafic. Las soluziuns propuonüdas da la ma- jorità da la cumischiun sun radschunaivlas. Il fat ch’eu poss quà sco quart pledader da la cumischiun dis- cuorrer illa quarta lingua naziunala listess lönch sco’ls ra- preschantants da tschellas linguas naziunalas es per mai e’ls Rumantschs üna grond’onur. Pro la survista dals cuosts per l’«Expo 2001» vezzan Els, cha la pusiziun «cultura e programs d’exposiziun» indicha ün im - port da 50 milliuns francs. Üna part da quel es sgüra destinà per la sparta «4 linguas e culturas» da nos pajais. Natüralmaing vessan no vis jent, e quai am permet eu da manzunar quia in quist’occasiun, scha’l proget «Tessin es seis nouvs cunfins» füss gnü realisà. I s’ha decis otramaing. Hoz sustegn eu cun persvasiun insembel culla cumischiun il concept dals «3 lais». L’«Expo 2001» sto esser üna manifestaziun per l’avegnir ed üna manifestaziun da solidarità. L’uffizi per cultura ha eir in connex cull’exposiziun 2001 fat impissamaints concrets. Avicinar, reflettar, progettar e realisar es il böt per il 2001. Il plan da la legislatura 1995–1999 voul tanter oter rinforzar la coesiun naziunala, üna masüra da grond’importanza nüglia be per no Rumantschs. La durabilità es eir in connex culla cultura e lingua rumantscha da grond’importanza. La masüras tenor plan da legislatura sco per exaimpel: egua- lisar il svilup in differentas regiuns, colliar las regiuns, inter- mediar tanter regiuns e tanter pajais e cità, mantgnair e pro- mouver la diversità culturala, promouver il barat cultural, però eir rinforzar la convivenza da la populaziun svizra ed estra aint il pajais. L’exposiziun 2001 güda a ragiundscher quists böts. L’«Expo 2001» es situada in üna regiun dastrusch als cunfins da nos pajais e spordscha cun quai l’occasiun unica ed ex- cepziunala per exemplifichar e demonstrar quai chi voul dir il vaira spiert da la convivenza. Id es eir ün’occasiun implü per rinforzar la collavuraziun sur cunfin, per as drivir eir invers l’Europa, il muond inter. Che progets concrets sun previs? Id existan progets per rea- lisar il rom da l’«Expo 2001» ün’isla d’inscunter interculturalo chi resta eir davó il 2001 sco simbol e sco suvenir e surtuot sco lö d’incletta vicendaivla e dal scambi tanter las cumü- nanzas da la Svizra, ma eir da l’Euroa. Id es eir previs ün chomp d’actività culturala cul böt da con- centrar e da coordinar las activitats d’inscunter tanter las gruppas da las differentas regiuns linguisticas, e quai avant, dürant e davó il 2001. Grazia a sia diversità culturala po la Svizra – situada aint il center da l’Europa – dar ün exaimpel da toleranza e respet vicendaivel. Avant, dürant e davó il 2001 vaina la pussibiltà da reflettar davart quist inrichimaint in nos pajais. Avant ün on vaina discus intensivamaing sur dal sen e’l scopo, da la revisiun da l’artichel da linguas. L’«Expo 2001» spordscha la pussibiltà da realisar masüras concretas per mantegner las quatter linguas e culturas e da promouver il spiert da cumünanza in nos pajais. Nos pajais as rechatta pel mumaint in üna situaziun psicolo- gicamaing critica. Bleras chosas sun pel mumaint bloccadas. L’«Expo 2001» pudess contribuir bainquant per debloccar quista situaziun Simils «exercizis da detensiun» ans güdan sgüramaing ün pass inavant! Eir in nom dals Rumantschs, però eir in nom da la cumischiun Tils giavüscha dad acconsentir al credit d’impegn da 130 mil- liuns francs e da sbüttar las dumondas da refüsaziun. Präsidentin: Wir werden jetzt die Begründung der beiden Rückweisungsanträge hören; danach werden die Fraktionen Stellung nehmen. In einem zweiten Umgang werde ich alle Minderheits- und Einzelanträge nacheinander begründen lassen und bitte dann die Fraktionen, zu all diesen Anträgen Stellung zu nehmen. Danach wird abgestimmt. Ich hoffe, dass wir so etwas Zeit gewinnen und der Wichtig- keit des Geschäftes dennoch keinen Abbruch tun. Schlüer Ulrich (V, ZH): Ich gestehe zu, die Einleitung dieses Geschäftes ist glänzend erfolgt; die äusserlichen Umstände, die uns zu einem gemeinsamen Fest führen sollten, sind auf eine überzeugende Weise dargestellt worden. Aber es geht auch um Inhalte, wie sie in der Botschaft und in den nachge- lieferten Papieren festgehalten sind. Mein Rückweisungsantrag richtet sich nicht gegen die Lan- desausstellung, schon gar nicht gegen eine Landesausstel- lung, die an der Sprachgrenze organisiert werden soll. Aber die Programme lassen Fragen offen, und ich hoffe, von unse- rem Bundespräsidenten auf diese Fragen Antworten zu be-5. Dezember 1996N 2163 Landesausstellung 2001 Amtliches Bulletin der Bundesversammlung kommen. Ich hoffe, dass diese Antworten so überzeugend ausfallen, dass dieser Rückweisungsantrag anschliessend zurückgezogen werden kann. Wir haben für diese Landesausstellung ein Organigramm be- kommen, und wir haben ein Konzept über die Abfallentsor- gung bekommen, wie diese nach der Landesausstellung vor sich gehen soll. Aber was wir nicht bekommen haben, ist ein Konzept zum Inhalt, zum Gehalt, dieser Ausstellung. Ich meine, bevor wir 130 Millionen Franken bewilligen, dürfen wir verlangen, dass dieses Konzept nachgeliefert wird. Auf Seite 13 der Botschaft lese ich den Satz: «Es spielt eine entscheidende Rolle, dass die ’Expo 2001’ von Beginn weg ein überzeugendes Bild von sich vermittelt.» (Ziff. 2.3.2) Ein guter Vorsatz – aber wie ist er umgesetzt worden? Man spricht von einem Experimentierfeld, das man gestalten wolle. Man spricht davon, man wisse heute noch nicht, was dann im Jahre 2001 in diesem Land aktuell sei. Auf den Inhalt der «Expo 2001» konzentriere man sich erst, wenn man dies wisse. Die Gefahr, dass wir uns hier auf ein kurzatmiges, auf Tages- schlagzeilen ausgerichtetes Fest einlassen, bei dem der äus- serliche, der orientierungslose Aktivismus den Gehalt domi- niert, ist gross. Wir lesen, es gehe darum, Emotionen zu wecken. Da kommt uns in den Sinn: Das haben wir im Zusammenhang mit einer Veranstaltung doch auch schon gelesen, wo es auch darum ging, das Bild der Schweiz darzustellen. Ich habe jene Zei- tung hervorgeholt, wo ich diese Sätze auch schon gelesen habe: die Zeitung, die im Jahre 1992 zur Weltausstellung nach Sevilla eingeladen hat. Dort sprach man von einer Schweiz, die sich «von ihrer spielerischen, von ihrer phanta- stischen, zuweilen skurrilen, ja queren Seite» zeigen solle. Auch damals sollte die Darstellung der Schweiz Emotionen wecken, erinnern wir uns. Und tatsächlich hat sie Emotionen geweckt. Sevilla 1992: Erinnern Sie sich an den Satz von der Schweiz, die nicht existieren soll? Erinnern Sie sich, dass das Tourismusland Schweiz sich vorstellte, indem die Besucher des Restaurants über Speisereste und unabgewaschenes Geschirr zu gehen hatten? Dies hat Emotionen hervorgeru- fen. Im Veranstaltungsland hat diese Darstellung die emotio- nelle Feststellung hervorgerufen, dass da ein Land offenbar völlig die Orientierung dafür verloren hat, wie es sich selbst darstellen soll. Und im eigenen Land hat sie Empörung ge- weckt ob der verunglückten Selbstdarstellung der Schweiz, ob des verunglückten Sammelsuriums von Schlagworten, das uns aufgetischt wurde. Dieses Sammelsurium von Schlagworten lesen wir, zumindest zum Teil, auch wieder in den Vorbereitungspapieren zur «Expo 2001». Das lässt be- fürchten, dass hier ein Happening zielloser Betriebigkeit vor- gesehen ist. Wir lesen vom Ort der Freude, wir lesen von al- len Fragen, die gestellt werden sollen. Wir lesen davon, es gehe um die Darstellung der Zukunft. Welcher Zukunft denn? Es gehe darum, neue Erfahrungen zu sammeln. Welche Er- fahrungen denn? Es gehe darum, offen, dynamisch für Über- raschungen zu sorgen. Wir müssten Ideen diskutieren, ha- ben wir von der Berichterstatterin gehört. Welche Ideen denn? Wir müssten eine prozesshafte Vorbereitung einge- hen. Herr Guisan sagt, wir müssten den Zusammenhalt för- dern. Wie fördern wir denn den Zusammenhalt? Wir kennen doch die zentralen Fragen, die diese Schweiz heute bewegen und die diese Schweiz auch im Jahre 2001 bewegen werden. Es ist die Frage: Will dieses Land, will die- ses Volk neutral bleiben? Es ist die Frage: Wollen wir weiter- hin eine direkte Demokratie in einem föderalistischen Staat aufrechterhalten? Es ist die Hauptfrage: Wollen wir ein Klein- staat bleiben? Wollen wir unabhängig und eigenständig in die Zukunft gehen? Oder sehen wir für uns eine Rolle vor, wo wir im Schlepptau der Grossen auftreten und an den internatio- nalen Konferenzen eher die «Rolle des übereifrigen Echos» für die Standpunkte der Grossen einnehmen? Weshalb, Herr Bundespräsident, werden diese Fragen aus- gespart? Weshalb kommen diese grundlegenden Fragen zur Zukunft der Schweiz in den Vorbereitungspapieren zu dieser Landesausstellung überhaupt nicht vor? Dominiert da etwa die Furcht, die Antworten der breiten Bevölkerung könnten anders ausfallen, als man sie sich im Elfenbeinturm eidge- nössischer Expertenkommissionen zurechtgelegt hat? Das führt mich zur Schlussfrage, Herr Bundespräsident: Glaubt der Bundesrat tatsächlich, man könne die Schweiz, man könne die Schweizer, die Besucher und die Gäste unse- res Landes für ein Ereignis begeistern, das die zentralen, die grundlegenden Fragen unseres Landes in der heutigen Zeit angstvoll ausklammert, dafür aber ein bis in alle Details aus- geklügeltes Abfallentsorgungskonzept in den Mittelpunkt stellt? Ich danke Ihnen, wenn Sie mir diese Fragen beantworten können. Teuscher Franziska (G, BE): Der magische Stern «Expo» ist am Schweizer Himmel erschienen und soll Wunder wirken. Er soll uns Schweizerinnen und Schweizern den Weg ins neue Jahrtausend weisen. Die Verheissungen der Expo sind wundervoll und passen sehr gut in diese märchenhafte Weih- nachtszeit. Denn mit der Expo lösen wir alle Probleme. Wir überwinden die Wirtschaftskrise in der Drei-Seen-Region, wir meistern die Verkehrsprobleme, und wir führen den serbeln- den Tourismus aus der Misere. Andere Regionen der Schweiz könnten darüber fast neidisch werden. Aber Neid ist fehl am Platz, denn mit der Expo finden wir die eidgenössi- sche Zusammengehörigkeit wieder. Der Expo mangelt es nur an einem, nämlich an Inhalt. Das scheint aber die wenigsten zu stören. Sie haben offenbar die Gewissheit, dass der Expo-Stern sie schon richtig weist. Wer in bezug auf diese Verheissungen Zweifel hegt, läuft Gefahr, als Nestbeschmutzerin bezeichnet zu werden. Die Expo-Pro- motoren in Biel waren zerknirscht, als sich im letzten Moment vor der Expo-Abstimmung über den Kredit der Stadt Biel Wi- derstand zu regen begann. Die Expo-Einstimmigkeit war ge- stört. Erfreulicherweise ist die Expo-Einstimmigkeit auch hier im Parlament gestört. Dies zeigen die Rückweisungsanträge und die verschiedenen Anträge zum Geschäft. Die grüne Fraktion ist unter den gegebenen Umständen nicht bereit, auf die Expo-Vorlage einzutreten, und beantragt des- halb Rückweisung der Vorlage. Es ist verantwortungslos, ei- nen Kredit von 130 Millionen Franken für ein Projekt zu spre- chen, über dessen Inhalt wir noch im dunkeln tappen. Dies in einer Zeit zu tun, in der es an allen Ecken und Enden an Geld mangelt, ist doppelt verantwortungslos. Die grüne Fraktion anerkennt, dass in der Expo-Idee auch Chancen liegen. Diese Chancen können nur genutzt werden, wenn neue Expo-Macher und vor allem -Macherinnen der Expo endlich Leben verleihen, denn bisher bestimmten vor allem Männer die Expo-Gremien. Dies allein wäre Grund ge- nug, um den Expo-Kredit zurückzuweisen. In der Botschaft zum Expo-Kredit steht: «Das Jahr 2001 .... kann aber auch als Symbol gelten für die Neuorientierung unseres Landes.» Diese Neuorientierung zu Beginn des neuen Jahrtausends lassen wir Frauen uns sicher nicht von Männern vorschrei- ben. Das neue Jahrtausend darf nicht mit der schweizerischen Expo-Tradition beginnen. Denn alle bisherigen Landesaus- stellungen hatten im Grunde zwei Pole: einerseits die Moder- nität und den technischen Fortschritt der Wirtschaft, anderer- seits ein stark ländlich geprägtes Bild mit Trachten und Senn- hütten. Dieses Selbstbild der Schweiz ist nach dem Debakel der 700-Jahr-Feier endgültig überholt. Der Bundesrat hat aus den eingereichten Projekten das Drei- Seen-Projekt ausgewählt. Anders als z.B. das Projekt aus dem Kanton Genf «Le Cerveau», welches mit dem Thema «Kommunikation» ein zukunftsweisendes Thema aufnahm, glänzte das Drei-Seen-Projekt mit einem inhaltslosen Titel «Die Zeit oder die Schweiz in Bewegung». Es wurde die selt- same Idee geäussert, dass der Inhalt des Projektes erst ent- wickelt werden könne, wenn die Finanzierung der Expo gesi- chert sei. Die inhaltliche Orientierungslosigkeit prägt auch die Rah- menbedingungen, innerhalb deren die Expo organisiert wer- den soll. Der Bundesbeitrag von 130 Millionen Franken ist für eine Grossveranstaltung entweder zuviel oder zuwenig. EsExposition nationale 2001 2164 N5 décembre 199 6 Bulletin officiel de l’Assemblée fédérale ist zuviel Geld, wenn damit letztlich eine Selbstdarstellung der privaten Geldgeber subventioniert wird. Die 130 Millionen Franken des Bundes, die wir heute sprechen sollen, dienen ja in erster Linie dazu, die Infrastruktur der Expo zu finanzie- ren. Die Inhalte der Expo sollen dann durch die privaten Fir- men bestimmt werden. Damit sind eine Konsumveranstal- tung und eine PR-Aktion für die beteiligten Firmen vorpro- grammiert. Wie soll z.B. eine kritische Auseinandersetzung mit der Gentechnologie möglich sein, wenn die Basler Che- mie die entsprechenden Ausstellungsteile bezahlt? 130 Millionen Franken sind andererseits zu wenig Geld, um eine echte Debatte über die Zukunft des Landes zu finanzie- ren. Die Expo wäre im öffentlichen Interesse, wenn sie eine lebendige Auseinandersetzung über die Zukunft des Landes ermöglichen würde. In diesem Fall sollte aber auch die Öf- fentlichkeit den inhaltlichen Teil der Expo mitfinanzieren. Die Expo-Macher rühmen die Nachhaltigkeit und die Umwelt- verträglichkeit ihres Konzeptes. Ich persönlich glaube den Expo-Machern, dass sie um eine ausgewogene Ökobilanz und um ein voll integriertes Umweltmanagement bemüht sind. Dass die gesetzlichen Umweltbestimmungen eingehal- ten werden, scheint mir eine Selbstverständlichkeit. Die Expo-Macher vergessen aber eines: Das Drei-Seen-Konzept ist als solches nicht umweltverträglich. Wenn eine Expo-Be- sucherin, welche die vier Ausstellungsorte innerhalb der Drei-Seen-Region besuchen will, über 100 Kilometer zurück- legen muss, dann ist das niemals umweltverträglich. Das macht nicht nur eine Besucherin, sondern das sollen 10 Millionen Besucherinnen und Besucher machen, damit die Expo nicht zum finanziellen Debakel wird. Damit sind eine enorme Umweltbelastung und eine sinnlose Energiever- schleuderung vorprogrammiert. Die grüne Fraktion ist der Expo gegenüber nicht abgeneigt. Eine Expo könnte Begegnungen zwischen Leuten aus ver- schiedenen Schichten und Sprachregionen ermöglichen. Sie könnte zugleich Unterhaltung und Anregung für Gedanken über die Zukunft sein. Es wäre durchaus spannend, eine Expo zu erleben, in welcher der Begriff Nachhaltigkeit kon- kretisiert würde. Oder wir könnten wirklich einmal der Zeit voraus sein und die erste Expo in Cyberspace konzipieren. Vielleicht wäre eine kybernetische Ausstellung wirklich die einzige, mit der wir uns in der Welt nicht blamieren würden. Mit dem vorgeschlagenen Konzept wird zuerst das Geld ver- langt, um dann später die Inhalte zu bestimmen. Dies wider- spricht jeder gängigen Geldgeberpraxis. Oder haben Sie schon von einer Jungunternehmerin gehört, die von einer Bank einen Kredit bekommen hat, um eine Idee zu verwirkli- chen, die noch gar nicht geboren ist? Die grüne Fraktion ist der Meinung, dass es den bisherigen Expo-Machern an Kreativität mangelt. Deshalb weisen wir die Vorlage zurück mit dem Auftrag, neuen Expo-Macherin- nen Platz zu machen, welche neue, vielleicht auch unkon- ventionelle Inhalte für eine Expo zu Beginn des neuen Jahr- tausends entwickeln. Wir brauchen keinen «Monsieur Expo», wir brauchen eine «Madame Expo»! Um einer wirklich guten Expo zum Durchbruch zu verhelfen, können wir uns auch eine Fristerstreckung vorstellen, denn das Jahr 2001 ist völlig willkürlich gewählt. «Die Zeit oder die Schweiz in Bewegung: gemeinsam kön- nen wir ein grossartiges und einmaliges Werk schaffen. Ha- ben wir den Mut, es anzupacken.» So steht es in der Mach- barkeitsstudie der «Expo 2001». Haben wir als Parlament den Mut, die konzeptlose Expo zurückzuweisen, und haben wir die Zeit, auf ein innovatives Konzept mit aufmüpfigem In- halt zu warten. Im Namen der grünen Fraktion beantrage ich Ihnen die Rück- weisung dieser Vorlage. Moser René (F, AG): Die Fraktion der Freiheits-Partei ist für Eintreten, obschon sie, das muss ich schon sagen, aller- grösste Sympathie für den Rückweisungsantrag Schlüer hat. Aus zeitlichen Gründen verzichten wir aber darauf. Unsere Fraktion lehnt aber gleichzeitig alle neuen Anträge aus dem Rat zu diesem Geschäft ab. Eigentlich sollte in der Planungsphase einer Landesausstellung Freude herrschen; das Gegenteil ist der Fall. Der Ärger wird tagtäglich grösser. Jene Linken, die jetzt unter dem Titel «Umwelt» alles kritisie- ren, haben offensichtlich keine Ahnung, wie sich das auf die Motivation der Planer auswirkt. Wenn ich die Diskussion in der WBK analysiere, stelle ich fest, dass wir in der Schweiz, in diesem Saal, wahrscheinlich nie mehr eine Landesausstellung besprechen müssen; das ist gestorben. Und das haben wir einer Minderheit in diesem Land zu verdanken, nämlich den Umweltaktivisten. Sie leiten nicht nur Einspracheverfahren auf verschiedensten Ebenen ein, nein, jetzt fordern sie noch in erpresserischer Art und Weise, dass die Veranstalter 1 Prozent sämtlicher Einnah- men für ihre Zwecke abgeben sollen. Das heisst dann, dass 1,3 Millionen Franken von den Bundesgeldern und weitere 3,8 Millionen Franken aus dem Gesamtbudget der Einnah- men abgezwackt werden. Das sind dann total 5,1 Millionen Franken. Das ist ja schon der Gipfel aller Dinge, die hier pas- sieren! (Unruhe) «Unruhe im Saal», das ist gut so. Es ist in der Tat so, dass wir hier von «Ökomelkern» reden können. Sie kümmern sich überhaupt nicht um die Realität, um das, was man für eine Ausstellung, die nur für eine kurze Dauer bestehen soll, als machbar erachten kann. Es sollen Konzepte vorgelegt werden – so haben Sie gelesen –, die eine Energiebilanz von Null zu erreichen hätten. Damit kä- men wir dem Perpetuum mobile etwas näher. Vergessen Sie nicht: Für alle Projekte müssen ja Umweltver- träglichkeitsprüfungen (UVP) erstellt werden. A propos UVP- Büros: Was für Leute sitzen denn dort? Schauen Sie einmal, wer das ist: Es sind genau die gleichen Leute, die hier in Sa- chen Umwelt immer wieder das grosse Sagen haben. Wie zufällig ist es so, dass die Umweltaktivisten auch diese Büros kontrollieren. Eine Minderheit verlangt, dass das Verkehrskonzept im Ver- hältnis 75 zu 25 zugunsten des Kollektivverkehrs ausfallen soll. Ich bin schon gespannt – die Begründung muss ja noch vorgetragen werden –, wie das in der Praxis umgesetzt wer- den soll. Die Organisatoren der Expo haben sich wirklich etwas vorge- nommen. Sie haben in Anlehnung an die ISO-Norm 14 001 ein Umweltmanagement auf ihre Fahne geschrieben. Die meisten hier wissen gar nicht, was das ist. Ich sage Ihnen aber eines, ich kenne diese Materie. Diese Bedingungen sind strenger als alles, was je gesetzlich festgeschrieben wurde. Wer das bestreitet, der soll sich erkundigen. Das heisst, dass die Organisatoren über die gesetzlichen Pflichten hinausge- hen. Das ist wirklich ein sehr grosses Entgegenkommen ge- genüber sämtlichen Umweltaktivisten. An die Adresse der Grünen: Ja, Sie geht es besonders an, Sie mit Ihrer grossen Erfahrung! Wir – das sage ich beson- ders Ihnen von der grünen Seite – möchten eine Landesaus- stellung, welche unserer gesellschaftlichen, unserer techno- logischen und wirtschaftlichen Entwicklung Rechnung trägt und nicht immer Ihren Einzelinteressen entgegenkommt. Wir wollen weder einen Jahrmarkt – den sollen allenfalls Schau- steller organisieren – noch eine Ökomesse. Diese kann eine Umweltorganisation machen, wenn sie will, aber bitte: Be- zahlen Sie das dann auch selbst! Zu den einzelnen Anträgen werden wir uns später äussern. Scherrer Jürg (F, BE): Ich bitte vor allem die Sprecherin der Opposition, der grünen Fraktion, zur Kenntnis zu nehmen, dass das Bieler Stimmvolk am letzten Wochenende einem Expo-Kredit von 8 Millionen Franken zugestimmt hat. Das war Volkes Stimme, und wir hier in diesem Saal sind beauf- tragt, auf Volkes Stimme zu hören. Ich will jetzt nichts mehr von Rückweisungsanträgen hören oder davon, dass angeb- lich Geld falsch ausgegeben wird. Wir könnten sonst auch über andere Budgetposten im Bundeshaushalt – ich denke z.B. an den öffentlichen Verkehr – reden. Die «Expo 2001» ist für die Region der drei Seen und für den Jura von fundamentaler Wichtigkeit. Unsere Region setzt vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht grosse Hoffnungen auf die Landesausstellung. Nehmen Sie zur Kenntnis, dass wir in Biel beinahe acht Prozent Arbeitslose haben! Nehmen Sie zur Kenntnis, dass unsere Region wirtschaftlich seit langem5. Dezember 1996N 2165 Landesausstellung 2001 Amtliches Bulletin der Bundesversammlung im Abseits steht und von Mutter Helvetia nicht besonders pri- vilegiert behandelt wird! Wir erwarten etwas, und wir sind si- cher, dass die Landesausstellung für unsere Region nicht nur während der sechs Monate ihrer Dauer, sondern weit dar- über hinaus wirtschaftliche Impulse bringen und somit nach- haltig sein wird. Das ist das, was die Freiheits-Partei unter Nachhaltigkeit versteht: Arbeitsplätze für alle, damit auch die sozialen und umweltpolitischen Anforderungen, die ja von links-grüner Seite immer so gross herausgestrichen werden, auch nur teilweise befriedigt werden können. Dazu brauchen wir aber die nötigen Infrastrukturen, Herr Bundespräsident. Ich habe am letzten Montag, in der Frage- stunde, mit Genugtuung zur Kenntnis genommen, dass die N 5 zwischen Biel und Solothurn dannzumal fertiggestellt sein wird. Ich hoffe aber, dass auch Teile der Umfahrung Biel, die wir unbedingt brauchen, um die Besucherströme leiten zu können, fertiggestellt sein werden. Die links-grünen Forderungen nach einer Aufteilung des Pri- vatverkehrs und der Massentransportmittel im Verhältnis von 25 zu 75 Prozent sind völlig daneben; sie sind überhaupt nicht realisierbar. Auch alle anderen vorliegenden Forderun- gen nach einer sogenannt ökologisch-nachhaltigen «Expo 2001» sind rundweg abzulehnen. In den letzten Jahren ist in diesem Land durch diese überris- senen fundamental-ökologischen Forderungen genug Scha- den angerichtet worden. Es reicht jetzt! Wir, die Region der drei Seen, sind nicht bereit, unter dem Deckmantel des soge- nannten Umweltschutzes Verzögerungen hinzunehmen und weiter zuzuwarten, bis wir von einer wirtschaftlichen Besser- stellung profitieren können. In den letzten zehn Jahren sind durch ökologisch-fundamen- talistische Forderungen Gesetze und Verordnungen ge- schaffen worden, die den Mittelstand in diesem Land ver- drängen. Der Mittelstand kann kaum mehr atmen. Wir pöna- lisieren das kleine und mittlere Gewerbe, die tragende Säule unserer Volkswirtschaft. Die «Expo 2001» soll ja angeblich den Zusammenhalt der Schweiz fördern, aber wenn die Poli- tik in diesem Land mit der Demontage der Schweiz weiter- fährt, dann wird es im Jahre 2001 bald nichts mehr geben, wofür es sich zu feiern lohnt. Wir haben jetzt noch genau fünf Jahre Zeit, um uns zu besinnen, in welcher Richtung es mit der Politik in diesem Land weitergehen soll. Wir haben genau fünf Jahre Zeit, die Schweiz auf einen Weg zurückzuführen, der dem Zusammenhalt und – das sage ich deutlich – dem Nationalstolz unseres Volkes Rechnung trägt, damit die «Expo 2001» nicht zu einer Show alternativer Kulturschaffen- der verkommt, sondern zu einem Fest, zu einer Leistungs- schau des Schweizervolkes und zu einem Ausblick auf die Zukunft unseres Landes wird. Persönlich habe ich die allergrösste Sympathie – Kollege Moser hat es bereits ausgedrückt – für die Argumentation von Herrn Schlüer. Ich kann jedes Wort, das er gesagt hat, unterschreiben. Herr Schlüer, nehmen Sie es mir nicht übel, dass ich dem Rat trotzdem beantrage, Ihren Rückweisungs- antrag abzulehnen, aber wir können einfach keine Verzöge- rung mehr akzeptieren. Ich lege Wert darauf, dass Ihre Worte nicht nur im Protokoll Niederschlag finden, sondern auch von den Expo-Machern gebührend berücksichtigt werden. Webe r Agnes (S, AG): Die Vorlage «Expo 2001» hat in der SP-Fraktion keine grossen Wellen geworfen. Wir sind und bleiben vorläufig skeptisch. Wir wollen aber auch nicht ein- fach dagegen sein, denn kulturelle Ereignisse, die einen Bei- trag zur gesellschaftlichen Innovation leisten, wollen wir nicht verhindern. Die Zustimmung vieler in meiner Fraktion ist aber vom Resultat der heutigen Verhandlungen abhängig. Folgende Schwerpunkte sind uns wichtig: Die «Expo 2001» muss professionell, unternehmerisch, kulturell spannend und innovativ geplant und gesteuert werden. Inhaltlich sollen in einer Standortbestimmung, und zwar im aktiven Diskurs mit der Bevölkerung, Antworten auf die folgenden Fragen ge- sucht werden: Wo stehen wir? Welches sind unsere Stärken und welches unsere Schwächen? Wo liegen unsere Pro- bleme? Was möchten wir wie verändern, was wollen wir und was nicht, was ist uns wichtig? Welche Rolle spielen wir im Herzen Europas und auf der Welt? Zentrales Thema und zu- kunftsweisende Idee ist eine nachhaltige und zukunftsfähige Schweiz in wirtschaftlichem, sozialem und kulturellem Sinn. Was hinterlassen wir kommenden Generationen? Wovon sollen sie leben? Wie sollen sie auf dem Planeten Erde über- leben? Wie sieht unsere Zukunft aus? Diese Nachhaltigkeit ist nicht nur Thema, sondern auch gelebtes Prinzip der Aus- stellung. Mit innovativer Gestaltung, die wichtige Impulse für Wirt- schaft und Gesellschaft gibt, wird der Weg in ein neues Jahr- tausend gewiesen. Die «Expo 2001» ist mit erneuerbaren Energien und beispielhaften, innovativen Technologien mög- lichst immissionsfrei durchzuführen, ansonsten lohnt sich der Aufwand nicht, denn die emissionsärmste Expo ist noch im - mer keine Expo. Es ist uns wichtig, dass die betroffene Be- völkerung und ihre Sorgen ernsthaft und exemplarisch in die Vorbereitung einbezogen werden. Die einzigartige und wert- volle Landschaft am Südufer des Neuenburgersees, die «Grande Cariçaie», mit ihrer Vielfalt an Flora und Fauna, mit ihren Vogelschutzgebieten von internationaler Bedeutung darf auf keinen Fall beeinträchtigt werden. Frauen und deren Sichtweise und Erfahrungen sollten mass- geblich auf jeder Planungsstufe einbezogen werden. Dass die Machbarkeitsstudie sprachlich nicht einmal geschlechts- neutral formuliert werden konnte, ist leider kein gutes Zei- chen. Eine Kernfrage der Expo ist die Art und Weise des Ge- brauchs der Umwelt und die Lösung der Mobilitätsbedürf- nisse. Wir begrüssen die versprochenen Anstrengungen, mit der Umwelt schonend umzugehen. Wir erwarten darüber hin- aus eine möglichst CO 2-freie Expo, indem klar auf den öffent- lichen Verkehr gesetzt wird. Deshalb unterstützen wir den Antrag der Minderheit Baumann Stephanie, der einen «Mo- dal split von 75 zu 25 zugunsten des Kollektivverkehrs» vor- sieht. Wenn nun innerhalb und ausserhalb dieses Parlamen- tes, angeblich wegen der Expo, auf schlaumeierische Weise mehr Geld für mehr Strassen verlangt wird, so stimmt dies sehr nachdenklich. Wenn nicht klar auf die Karte öffentlicher Verkehr gesetzt wird, so ist eine solche Expo weder zukunfts- weisend noch umweltverträglich. Wenn Sie die Akzeptanz der Expo im kritischen Teil der Bevölkerung und hier im Par- lament steigern möchten, so setzen Sie hier ein deutliches Zeichen. Berberat Didier (S, NE): Le groupe socialiste a pris connais- sance et a débattu du message concernant l’Exposition na- tionale 2001 ainsi que des deux rapports complémentaires des 6 septembre et 5 novembre qui ont été demandés par les deux Chambres de notre Parlement. On doit bien constater que, dans sa forme actuelle, le projet suscite de notre part quelques interrogations, notamment en matière de contenu et d’environnement. Notre groupe a tou- tefois mesuré l’ampleur du travail déjà effectué par tous ceux qui travaillent dans le cadre de l’Expo. Il est également par- faitement conscient de la difficulté d’une telle entreprise puisqu’il est normal que tout ne soit pas d’ores et déjà défini et ficelé, lorsque l’on sait que nous sommes encore à près de quatre ans et demi de l’ouverture de l’«Expo 2001». En effet, ce processus est évolutif et ne s’achèvera qu’à la veille de son ouverture, faute de quoi nous prendrions le risque d’être en retard d’une Expo en 2001. Même s’il est critique sur certains points, notre groupe sou- tiendra majoritairement ce projet, car il estime qu’il est fonda- mental qu’une telle manifestation puisse se tenir. Une autre partie de celui-ci se déterminera en fonction du sort réservé aux propositions et amendements. A une époque où l’on constate que les liens entre les diffé- rentes parties de notre pays ont tendance à se distendre, il apparaît plus que jamais nécessaire de rapprocher nos qua- tre cultures à travers la réalisation de ce grand projet com - mun. Il importe donc de rassembler les Suisses et la Suisse à travers la réflexion, le débat, la découverte, la fête, le rêve et la cohésion nationale. Il est de première importance que nous puissions donner à notre pays, et à sa jeunesse en par- ticulier, des raisons de croire et d’espérer en l’avenir de laExposition nationale 2001 2166 N5 décembre 199 6 Bulletin officiel de l’Assemblée fédérale Suisse qui n’existe que par une volonté commune, et surtout de vouloir participer à sa construction. L’«Expo 2001» devra donc nous permettre de nous situer et de nous poser notamment les questions suivantes: Où som - mes-nous? Où allons-nous? Quelles sont nos forces et nos faiblesses? Quel rôle voulons-nous voir jouer à la Suisse en Europe et dans le monde? Comment nous situons-nous face à notre environnement et quelle terre laisserons-nous à nos enfants? Qu’en est-il de la cohésion nationale et sociale de ce pays? En ce qui concerne le contenu, les organisateurs nous ont assuré en commission que tous les grands problèmes aux- quels est confronté notre pays seront traités. Un rapport ap- profondissant et concrétisant l’étude de faisabilité sera d’ailleurs prochainement présenté en ce qui concerne le con- tenu et la scénographie. Les expositions nationales précédentes ont toujours été le fait de grandes villes. La particularité de celle-ci est qu’elle ne sera pas située en un seul lieu, mais dans quatre villes moyennes et cinq cantons à cheval sur deux langues, ce qui ne pourra que favoriser l’éclosion d’un esprit de coopération interrégionale. Cela explique peut-être le fait que l’Expo et ses organisateurs suscitent l’agacement chez celles et ceux qui estiment que le salut ne peut venir que des grandes mé- tropoles. Pour que l’Expo réussisse, il est également nécessaire que celle-ci ne soit pas élitaire et qu’elle fasse participer de très larges cercles de notre population. De plus, il nous semble important que l’Expo soit portée par l’ensemble des habi- tants, notamment ceux des régions concernées. A ce sujet, il est bon de rappeler que les parlements communaux et can- tonaux, qui ont déjà été consultés et qui sont, jusqu’à preuve du contraire, l’émanation de la population, ont tous accepté à de très fortes majorités ce projet. Le corps électoral de Bienne, cela a déjà été rappelé, en a fait de même dimanche dernier, avec une proportion d’environ 60 pour cent de oui. Les organisateurs de l’Expo devront donc dès maintenant as- socier tous les milieux, même ceux des opposants à cette manifestation, afin que les préoccupations de ceux-ci soient prises en compte. En ce qui concerne l’organisation, le choix opéré, qui prévoit la distinction entre les domaines stratégique et opérationnel, nous semble judicieux. Ainsi l’Expo pourra, pour sa direction opérationnelle, compter sur une équipe de professionnels compétents en matière de management, de conduite de grands projets, complémentaires et innovateurs, qui devront garantir le strict respect du budget prévu. Nous aurons l’oc- casion, d’ailleurs, de suivre l’évolution de ce dossier, puisque l’arrêté qui nous est soumis prévoit que chaque année, dans le cadre du rapport de gestion, le Conseil fédéral informera les Chambres sur l’avancement du projet. Venons-en maintenant aux problèmes d’environnement qui ont le plus longuement retenu la commission et notre groupe. Sur ce point, «Expo 2001» devra être exemplaire. Il faut rele- ver que les organisateurs se sont fixé des objectifs ambitieux. Des contacts permanents et constructifs entre ces derniers et les organisations de protection de l’environnement ont lieu, et les organisateurs ont pu entrer en matière sur presque toutes les revendications desdites organisations. Il a également été décidé d’optimiser la manifestation, d’un point de vue écolo- gique, par la mise sur pied d’un système de gestion de l’en- vironnement ou charte environnementale, basé sur la norme ISO 14 001, et qui se fonde sur les résultats de l’étude d’im - pact en cours, mais aussi sur les bilans écologiques établis sur une base volontaire. De plus, les plans d’aménagement cantonaux seront édictés et seront soumis, avec l’étude d’impact, à un préexamen de la part des cantons, déjà à la fin de cette année. Après la prise en compte d’éventuelles oppositions, les cantons don- neront leur approbation qui sera d’ailleurs susceptible de re- cours auprès du Tribunal fédéral. Il faut également préciser que les organisations de protection de l’environnement dis- poseront, de par la législation fédérale, d’un droit de consul- tation et d’un droit de recours. Celles-ci sont d’ailleurs déjà associées à toutes les réalisations de l’exposition. Enfin, une instance de contrôle indépendante examinera toutes les dé- cisions de la direction quant à leur compatibilité avec les exi- gences de la protection de l’environnement, et les principes généraux y relatifs. Ces règles étant posées, il appartient maintenant aux organisateurs de jouer le jeu et de considérer que le respect de ces exigences en matière d’environnement n’est pas un handicap, mais représente une chance qu’il faut saisir. Ainsi l’Expo pourrait accélérer la mise au point de cer- taines techniques ou énergies renouvelables prometteuses. En matière de répartition modale du trafic, notre groupe con- sidère que le rapport de 75 pour cent de transports publics pour 25 pour cent de transports privés est un idéal auquel il faut tendre. Il est bien entendu conscient que cet objectif sera très difficile à atteindre, mais il souhaite que les organisateurs mettent tout en oeuvre pour favoriser le plus possible les transports publics, puisque l’Expo devrait être un modèle en matière d’environnement et d’utilisation de véhicules non pol- luants. Il est indéniable qu’un important effort en matière de marketing devra encore être fait pour promouvoir l’utilisation des transports publics. Enfin, si le groupe socialiste est unanime pour affirmer qu’il est indispensable que le principe du développement durable ou de durabilité soit intégré dans «Expo 2001», il diverge sur l’importance à donner à ce concept. Une majorité estime que le développement durable doit être le thème central de l’Expo, alors que d’autres veulent en faire un concept qui doit également guider les organisateurs dans toutes leurs démar- ches et réalisations. Langenberger Christiane (R, VD): Monsieur Schlüer, j’ai la chance d’avoir participé durant deux années aux travaux de l’Expo 64, et comme j’en garde un souvenir fabuleux, je ne suis donc ni tout à fait neutre, ni tout à fait ignare en la ma- tière. Pour moi, il est évident qu’une Expo nationale est un acte de foi susceptible de renforcer notre cohésion, de redon- ner espoir, de faire surgir des talents, de briser la morosité et d’apporter aussi un peu de rêve. Vouloir peindre le diable sur la muraille en évoquant l’Exposition universelle de Séville, ou, dans un autre registre, les fêtes du 700e, c’est partir avec des a priori peu significatifs, même si nous devons en tirer les leçons qui s’imposent. Or est-ce vraiment un luxe de tenter de nous ressaisir, de faire le point, d’être à l’écoute du passé et de notre avenir, alors que notre image à l’étranger est par- fois devenue synonyme d’arrogance et d’égoïsme? Est-ce bien le moment de nous cabrer une nouvelle fois, de trouver mille excuses pour échapper à cette prise de conscience? Sommes-nous véritablement incapables de donner une nou- velle impulsion à ce type de rassemblements qui nous per- mettent de nous ouvrir au monde et à notre jeunesse? J’aimerais évoquer trois points qui focalisent la discussion: l’environnement, le contenu, le financement. Les rapports complémentaires montrent que les organisateurs font vérita- blement oeuvre de pionniers en intégrant un controlling per- manent de la gestion de l’environnement dans la direction du projet et en respectant neuf des dix paradigmes revendiqués par les mouvements écologistes. Si j’appuie ces revendica- tions, en revanche j’aimerais que l’on n’arrive pas à exagérer, parce qu’à force de suivre ce type de revendications, on finira effectivement par en oublier le contenu. Pour ma part, j’inter- prète cette écologie visionnaire comme un appel à consteller l’Expo d’inventions, à l’image de la Serpentine, susceptibles de placer notre pays à la pointe de la technologie environne- mentale et d’en faire un challenge pour la recherche, pour l’économie, et un modèle de vie pour nos jeunes. Les explications fournies par Gabrielle Nanchen sur la con- ception de l’Expo et le travail des scénographes m’ont con- vaincue. Ce n’est encore qu’un récipient certes, mais suffi- samment inspiré pour éviter un patchwork, suffisamment flexible pour permettre l’éclosion d’un laboratoire d’idées, pour inciter à la participation, au dialogue avec la population, notamment avec nos jeunes. Tout est imaginable. Les orga- nisateurs ont encore le temps de rester perméables aux pro- positions de certaines personnalités de notre pays, mais ils auraient tort, il est vrai, de se fermer aux critiques et de s’iso- ler. Au sein de l’association, les représentants de la Confédé-5. Dezember 1996N 2167 Landesausstellung 2001 Amtliches Bulletin der Bundesversammlung ration seront au nombre de trois, dont le délégué du Conseil fédéral et un délégué du Département fédéral des finances. Ces délégués auront la responsabilité de choisir un PDG qui s’entourera de trois à quatre directeurs. Ce n’est pas au Con- seil fédéral à gérer cette Expo et à en porter l’entière respon- sabilité! En revanche, la délégation devra veiller à ce que la future di- rection donne de la consistance à cette Expo et en fasse un événement qui enthousiasme même les esprits les plus criti- ques de cette salle. Le contrôle du Conseil fédéral est égale- ment indispensable afin d’assurer une utilisation judicieuse de notre contribution financière et de donner des impulsions d’économies à un projet qui semble encore très optimiste quant à la participation du monde industriel. En résumé, le groupe radical-démocratique rejette certaines propositions susceptibles d’engendrer un mélange des com - pétences. Il soutient les efforts d’une gestion respectueuse de l’environnement, tout en souhaitant que l’on accélère la construction du réseau de routes d’accès, particulièrement la N 1 et la N 5. Enfin, nous rejetons les propositions individuel- les et reviendrons, si vous le permettez, sur les propositions de minorité. Kofmel Peter (R, SO): Die Befindlichkeit unseres Landes sei schlechter als sein effektiver Zustand; eine tiefe Identitäts- krise kennzeichne unsere Schweiz. Solches und ähnliches kann man zurzeit oft lesen und hören. Höchste Zeit also, mit allen möglichen Mitteln zu versuchen, dies zu ändern. Eine Landesausstellung ist eine derartige Möglichkeit. Packen wir jetzt diese Chance. Herr Schlüer, Frau Langenberger, ich bin hier als Solothurner relativ neutral, ich bin auch neutral vom Alter her; zum Zeitpunkt der letzten Expo hatte ich, glaube ich, gerade die letzten Windeln abgelegt. Der Bundesrat – vergessen wir das nicht – hat aus mehreren Projekten das Drei-Seen-Projekt am Jurasüdfuss ausge- wählt. Eine Gruppe von Persönlichkeiten aus allen Landes- teilen hat eine beeindruckende Machbarkeitsstudie vorgelegt und erste grobe inhaltliche Konzepte erarbeitet. Es sei an die Adresse aller Umweltverbände in diesem Land gesagt: Dabei wurden Umweltaspekte wie noch nie exemplarisch berück- sichtigt. Einige behaupten nun, der Inhalt sei noch unklar. Bei der «Expo 64», Herr Schlüer, hatte man vier Jahre vor Beginn, 1960, als Inhalt genau einen Satz: «Pour la Suisse de demain – croire et créer.» Punkt, Schluss, fertig! Man war nicht weiter. Wir sind heute sehr viel weiter. Andere finden, es müssten noch mehr Umweltschutzmass- nahmen vorgeschrieben werden, wieder andere kritisieren den Aufbau der Projektorganisation. Eine weitere Gruppe verlangt nun noch, dass sich der Bund auch einmische. Die Bewohner am Jurasüdfuss verlangen nach vernünftigen und, Frau Weber, realisierbaren, realistischen Verkehrskonzep- ten. Wieder andere stellen ihre Forderungen offen und höchst unverschämt in der Form von Erpressungen. Aber niemand rühmt jene – ich möchte das hier tun –, die die bis- herige grosse Arbeit geleistet haben. Die gedrückte Stimmung in diesem Land haben wir selbst zu verantworten. Sie ist unter anderem dadurch entstanden, dass wir uns auf das «halbleere» Glas fixieren. Sie entsteht auch, Herr Schlüer, durch das ewige Wiederkäuen einmal gemachter Fehler, z.B. des Fehlers von Sevilla. Die Aussagen in der Machbarkeitsstudie, in der Botschaft vom 22 .Mai 1996 und in den Ergänzungsberichten vom 6.September und vom 5.November 1996 stellen für uns zum jetzigen Zeitpunkt des Projektes das «halbvolle» Glas dar. Es ist einiges getan worden, vieles bleibt zu tun. Packen wir es an wie gestern Abend GC die zweite Halbzeit: offensiv, positiv und mit Vertrauen. Wir von der FDP-Fraktion gehen von folgendem aus: dass der «Verein ’Expo 2001’» die gesamte Verantwortung für Planung, Inhalt, Durchführung und Demontage übernimmt. Eine Vermischung der Kompetenzen, etwa im Sinne des An- trages Suter, lehnen wir ab. Wir gehen auch davon aus, dass das inhaltliche Grobkonzept nun verfeinert und bis zur Ausstellungseröffnung an neue Entwicklungen angepasst wird. Herr Mühlemann wird sich zu dieser Frage noch äussern. Wir gehen auch davon aus, dass das in den genannten Be- richten beschriebene Umweltverständnis umgesetzt wird, weil ja der Inhalt der genannten Berichte nach Artikel 2bis Absatz 2 des Beschlussentwurfes verbindlich ist. Das heisst, dass die Landesausstellung umweltverträglich und nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit geplant und durchgeführt wer- den muss, und zwar ohne dass wir das explizit in den Bun- desbeschluss hineinschreiben. Deshalb sind auch die bereits laufenden ökologischen Erpressungsversuche von Umwelt- organisationen nicht nötig. Diese gehören meines Erachtens schlicht und ergreifend in den Bereich der Miesmacherei. Wir gehen auch davon aus, dass nun eine schlagkräftige operative Direktion mit einem verantwortlichen Kopf an der Spitze eingesetzt wird. Männchen oder Weibchen ist da völlig egal, Kompetenz ist gefragt. Dieser Kopf ist allerdings vom verantwortlichen Strategieausschuss zu bestimmen und nicht vom Bundesrat. Wir gehen auch davon aus, dass der Ausbau der Zufahrten, vor allem aus dem Osten über die A 1 und A 5, mit aller Kraft vorangetrieben wird. In dieser Frage ist der Bund direkt ge- fordert. In diesem Sinne treten wir auf die Vorlage ein und lehnen die Einzelanträge ab. Wir bitten Sie, der heutigen Projektleitung, die bisher sehr gute Arbeit geleistet hat, Kredit für die nächste Phase der Vorbereitungen zu geben. Tun Sie das mit Ihrer Zustimmung zum Beschlussentwurf! Mühlemann Ernst (R, TG): Viele in diesem Lande haben sei- nerzeit das Projekt des Tessiner Architekten Mario Botta be- grüsst, der an den drei Grenzseen eine im Zeichen der Öff- nung der Schweiz nach aussen stehende Landesausstellung realisieren wollte. Ich habe seinerzeit vom Bundesrat ver- langt, auch für dieses Projekt eine Machbarkeitsstudie durch- zuführen. Der Bundesrat hat dies abgelehnt. Ich kann das verstehen und stehe heute hinter dem Drei-Seen-Projekt, al- lerdings nicht ohne Wenn und Aber, wie das viele Redner in diesem Saal auch zum Ausdruck gebracht haben. Wenn wir ein 1,3-Milliarden-Projekt realisieren wollen, brauchen wir eine Idee. Ohne eine geistige Botschaft, ohne eine Vision, werden die Gelder der privaten Organisationen nicht fliessen. Das ist meine grösste Sorge. Ich gebe gerne zu, dass es nicht so einfach ist, eine Idee zu finden, aber wenn Sie sich die oft zitierte Weltausstellung von Sevilla noch einmal in Erinnerung rufen, dann werden Sie feststellen: Dort war eine Vision vorhanden, dort hat man auf der einen Seite des Flusses die technisch orientierte Indu- strie- und Informationsgesellschaft dargestellt und auf der anderen Seite die irrationale Welt der Kultur, die eine ganz andere Ergänzung liefert. Zwischen diesen beiden Welten hat man Brücken gebaut. Das war eine gute, eine zündende Idee. Eine solche fehlt mir bei diesem Drei-Seen-Projekt vor- läufig. Natürlich hat man mir jetzt noch zehn neue Ideen zugespielt, die offenbar bereits wieder in dieser kreativen Laborsituation entstanden sind, wo man vielen zumutet, Ideen zu bringen. Das Programm mit den zehn Ideen ist aber ein «Reader’s Digest»-Programm: Wer vieles bringt, bringt allen etwas. Das genügt nicht! Man muss eine Konzentration der Kräfte an- streben. Natürlich ist es gut, die Idee von Sevilla wieder aufzunehmen. Es ist auch interessant, die komplexe Umwelt, die mit ihrer rasanten Entwicklung uns alle überrascht, darzustellen. Es ist selbstverständlich auch wichtig, vom Umweltschutz als ei- ner zündenden Idee zu sprechen. Es ist auch interessant, darüber zu philosophieren, dass vieles in diesem Lande nur entstehen kann, wenn private und staatliche Organisationen zusammenarbeiten. Auch die Idee von Mario Botta, die Idee der Öffnung, ist darin enthalten. Herr Bundespräsident, Sie müssen sich aber entscheiden. Aus dieser Fülle von Ideen muss eine herausgegriffen wer- den, die dann – vielleicht zusammen mit zwei, drei Neben- ideen – zum Durchbruch kommen muss. Das fehlt mir im Au- genblick ganz eindeutig. Erschwerend kommt hinzu, dass wirExposition nationale 2001 2168 N5 décembre 199 6 Bulletin officiel de l’Assemblée fédérale nicht einfach im Geistigen der Globalisierung steckenbleiben dürfen. Es ist eine Landesausstellung, die auch die Schweiz berühren muss. Das Ganze darf am Schluss nicht einfach in den Händen der Burgunder bleiben, die rund um die drei Seen wohnen. Es müssen auch die Alemannen aus der Nordostschweiz oder die Rätoromanen aus dem Engadin oder die Langobarden aus dem Tessin zum Zuge kommen. Herr Bundespräsident, es darf kein Bild gemalt werden, unter dem steht: «La Suisse orientale, les Grisons et le Tessin n’existent pas!» In diesem Sinne hoffe ich, dass es Ihnen gelingen wird, eine zündende Idee zu finden, die das Nationale mit dem Glo- balen verbindet. Ich zweifle nicht daran, Herr Bundespräsi- dent – Sie sind ja ein geübter Experte in Sachen Landesaus- stellungen –, dass Sie hier selber in diese Ideenkrise eingrei- fen und das Ganze vorwärtsbringen werden. Zwygart Otto (U, BE): Die LdU/EVP-Fraktion ist für Eintreten auf die Vorlage. Wir stimmen der Vorlage im Grundsatz zu und begrüssen gleichzeitig substantielle Änderungen zugun- sten konkreter Verpflichtungen, erstens für klarere Strukturen in der Organisation und zweitens für eine verbesserte Nach- haltigkeit. Eine Landesausstellung entspricht einer Tradition. Zwar scheint es uns nicht ums «Festen» zu sein, aber es ist immer wieder eine Chance für eine zeitgemässe Darstellung und Selbstwahrnehmung. Das ist zu begrüssen, und wir hoffen, dass nach unserem grundsätzlichen Ja nicht später ein scha- ler Nachgeschmack wegen Versäumnissen in der Vorberei- tung zurückbleiben wird. Denn idealistische, vielfältigste Vor- stellungen, vage Ideen und ein ganzer Ideenstrauss sind uns auf Hochglanzpapier vorgelegt worden, ohne konkrete In- halte und ohne Machbarkeitsstudie. Das ist ein Problem. Glücklicherweise hat uns die Realität eingeholt. Aus einem formlosen Wolkengebilde hat sich in der Zwischenzeit ein viel konkreteres Konzept entwickelt. Ein Grossanlass wie die Landesausstellung findet nun einmal auf der Erde statt, zu Land und zu Wasser. Vor allem jedoch sollen ja Menschen bewegt werden, und dazu braucht es wirklich – wie Herr Müh- lemann vorhin gesagt hat – eine Idee und nicht einen Strauss von Ideen. Schon der Ständerat hat dem träumerischen Dunst ein wirklichkeitsnaheres Gepräge gegeben. Neben der anfänglichen Konturlosigkeit in der Führungs- ebene bereitet allgemein Sorge, dass zuwenig auf die Ge- fährdung der Umwelt geachtet wurde. Von den 187 Seiten der Machbarkeitsstudie befassen sich nur 6 Seiten, und dies erst noch vage, mit Fragen der Umwelt und der Energie. Nun hat der Zusatzbericht des Bundesrates vom 6. Septem - ber, zusammen mit dem Ergänzungsbericht vom 5. Novem - ber 1996, dem mehr Substanz verliehen. Aber warum muss- ten der Botschaft, die schon vorlag, zwei Berichte nachge- schoben werden? Es ist schon bedauerlich, wenn ein solch ehrgeiziges Projekt am Anfang mit so wenig Realitätsbezug vorgelegt wird. Der Bundesrat hat Schwächen erkannt und sie in den offensicht- lich notwendigen Zusatzberichten glücklicherweise aufge- deckt, und dies erst noch in bezug auf ein Vorhaben, das in so kurzer Zeit durchgepeitscht wird. Das macht uns schon Sorgen. Wenn in einer so kurzen Zeitspanne Projektierungen und Ausführungen realisiert werden sollen, dann sind Beden- ken anzumelden. In meiner Einfachen Anfrage vom 1.Oktober 1996 (96.1087) – ich danke dem Bundespräsidenten übrigens für seine rasche und substantielle Antwort – habe ich darauf hingewiesen, dass die Bewältigung des Verkehrs die Achillesferse der «Expo 2001» ist und sein wird. In der Antwort hat der Bun- desrat auch festgehalten, dass für die Bewältigung des inter- nen Verkehrs nur Schnellboote in Frage kämen. Aber ob der vorgesehene Katamaran «Iris» das kann, steht leider nach wie vor in den Sternen. Denn der Bundesrat hält in seiner Antwort zur erwähnten Anfrage unter anderem fest: «Die Umweltverträglichkeitsprüfung wird zeigen, unter welchen Auflagen von einem umweltverträglichen Betrieb der ’Iris’ ausgegangen werden kann. Im Rahmen der Erarbeitung des Umweltverträglichkeitsberichtes werden zurzeit die Fragen der Wellenbildung, des Energieverbrauchs, der Luftschad- stoffemissionen und der Lärmentwicklung gründlich unter- sucht.» Hier geht man einfach von der Annahme aus, dass die notwendigen Auflagen nicht zu einschränkend sein wer- den. Es musste in der Zwischenzeit ja notwendigerweise von den Schnellbooten auf Boote mit anderer Geschwindigkeit – z.B. auf dem Zihlkanal – gewechselt werden. Da sind schon gewisse Änderungen eingetreten. Ich frage mich nun – das sage ich zuhanden des Bundesra- tes, aber auch zuhanden der Geschichte –, in welcher Form die erwähnte Umweltverträglichkeitsprüfung vorgelegt wird. Gehe ich wohl richtig in der Annahme, dass es sich nur um ein Grenzwertmodell handelt? Denn Grenzwerte zu Aktivitä- ten, die noch nicht bekannt sind, lassen sich doch gar nicht festlegen. Das könnte bei einer der bekannten Aktivitäten z.B. dazu führen, dass man festhielte, Schnellboote, die nicht mehr als dreissig Zentimeter hohe Wellen verursach- ten, seien umweltverträglich. Was aber, wenn man am Schluss feststellen muss, dass Boote, die solche umweltver- träglichen Wellen verursachen, nicht machbar sind? Es wäre verhängnisvoll zu glauben, dass dann die erwähnten Bedin- gungen zugunsten unwiederbringlicher Werte wie Schilfgür- tel und Uferschutz kurzfristig weggelassen würden. Dass im Expo-Konzept zentrale Fragen betreffend Visionen, Inhalte, Strukturen, Finanzierung, Sicherheit, Umwelt und Verkehr grösstenteils unbeantwortet sind, haben viele er- kannt und gerügt. Man arbeitet daran, dies substantieller zu erfassen. Vor allem gilt es dies im Hinblick auf die Mitfinan- zierung durch die Privatwirtschaft zu tun. Kein Unternehmen kann es sich heute leisten, in ein öffentlich höchst wirksames Projekt zu investieren, das nur im entferntesten die Gefahr ei- nes ökologischen, sozialen oder allenfalls kulturellen Nega- tivimages in sich birgt. Die Besucher, die Investoren, aber auch wir als Geldgeber in Form von Subventionen sollen wis- sen dürfen, dass mit dem Eintritt oder der Unterstützung der Gastgeberregion keine unumkehrbaren Nachteile verbunden sind. Der Werkplatz Schweiz soll auch hier eine Chance erhalten, die Chance zu einem selbstbewussteren Auftreten. Die heu- tige und die zukünftige Lebensqualität soll kein Schlagwort sein, sondern muss ihren Niederschlag auch im vorliegenden Geschäft finden. So gesehen besteht die berechtigte Hoff- nung, dass sich die «Expo 2001» zur Freude aller umsetzen lässt, auch der Organisatoren, welche sich zum Anwalt der Umwelt gemacht haben. Neben den weiter gehenden Anträgen zur Verpflichtung für eine nachhaltige «Expo 2001» unterstützt unsere Fraktion auch den Antrag zu einer effektiveren Geschäftsführung; ich meine den Antrag Suter. Wenn das ehrgeizige Projekt nicht scheitern soll, dann brauchen wir eine effiziente Organisa- tion. Eine «Madame Expo», es könnte auch ein «Monsieur Expo» sein, könnte durchaus zu einer grösseren Identifika- tion bei der Bevölkerung führen. Von einer Volksbewegung sind wir ja noch weit entfernt; da besteht ein grosser Nach- holbedarf. Von unserer Seite her haben wir keine Bedenken, wenn eine bisher noch nicht bekannte Persönlichkeit gesucht wird, welche aber mit Dynamik und Organisationstalent mit- helfen kann, dass die «Expo 2001» kein Rohrkrepierer wird. Die LdU/EVP-Fraktion unterstützt also den Antrag auf Eintre- ten, und sie unterstützt dieses ganze Projekt. Scheurer Rémy (L, NE): En décidant de faire organiser une exposition nationale, le Conseil fédéral a voulu maintenir une tradition plus que centenaire, mais il a surtout voulu trouver une réplique, que nous espérons rassurante, au fait que dans la société occidentale les relations entre l’individu et la so- ciété se distendent. Cette évolution pose des problèmes qui seraient rapidement très graves dans un pays tel que le nô- tre. Le thème central de l’exposition, «Le temps ou la Suisse en mouvement» permet une analyse de ce phénomène, et il est bien choisi pour donner à chacun l’occasion de réfléchir à ce que nous étions, à ce que nous sommes, et à ce que nous devenons ou pourrions devenir. Aussi le groupe libéral ap- porte-t-il son soutien au crédit d’engagement de 130 millions5. Dezember 1996N 2169 Landesausstellung 2001 Amtliches Bulletin der Bundesversammlung de francs pour l’organisation et la réalisation de l’Exposition nationale 2001. S’agissant de l’arrêté sur lequel nous allons nous prononcer, nous rappelons qu’il concerne uniquement la contribution de la Confédération à l’exposition nationale et les conditions mi- ses à l’octroi de cette contribution. Quant au contenu même de l’exposition, il ne saurait en être question ici dans le cadre de cet arrêté. Les conditions sont de deux ordres: d’une part, il faut que l’exposition reçoive le soutien financier qui témoigne d’un vé- ritable intérêt de la part des cantons et des villes directement concernés, ainsi que des autres cantons suisses. Les déci- sions prises jusqu’à dimanche dernier montrent que cet inté- rêt existe, non seulement auprès des autorités élues, mais aussi au sein de la population. L’autre condition concerne le respect de l’environnement. Ce nécessaire respect existe dans l’esprit des organisateurs. Il est exprimé dans le message du Conseil fédéral. Il a été ren- forcé dans son expression par le Conseil des Etats; et la Commission de la science, de l’éducation et de la culture de notre Conseil a demandé un rapport complémentaire en plus de celui déjà demandé par le Conseil des Etats. Ces deux rapports sont cités dans l’article 2bis alinéa 2 et les exigen- ces qu’ils contiennent sont impératives. Considérant ces dispositions, considérant aussi les engage- ments pris par les organisateurs envers les associations de protection de la nature, considérant enfin et surtout les pré- cautions prises de leur propre mouvement en faveur de la protection de la nature par ces mêmes organisateurs, nous exprimons la conviction qu’il serait exagéré, démesuré, d’en demander encore davantage. Les organisateurs se sont engagés à respecter les normes les plus sévères en matière de protection de la nature, celles d’ISO 14 001. Ils ont d’ores et déjà fait exécuter une vingtaine d’études d’impact sur l’environnement, en particulier, Mon- sieur Zwygart, une étude sur l’impact des vagues provo- quées par les navettes, et une autre – écoutez bien, Mesda- mes et Messieurs –, sur le bruit sous-lacustre, autant dire, sur l’effet de la navigation sur l’ouïe des poissons! Aller plus loin conduirait à l’absurde. On ne peut tout de même pas deman- der un sondage d’opinion auprès des silures du lac de Morat! En résumé, notre groupe considère que les conditions po- sées à l’octroi du subside sont en bonne voie de réalisation pour ce qui est des contributions financières, et qu’elles sont loyalement acceptées et remplies par les organisateurs en ce qui concerne la protection de l’environnement. Comme il s’agit d’un crédit d’engagement, notre groupe s’en tient aux deux conditions posées. Il considère qu’il n’est pas de la tâche du Parlement de s’engager dans la discussion sur les modalités de l’organisation de l’exposition, ni sur son con- tenu. Cela relève essentiellement de la responsabilité des or- ganisateurs, voire de la compétence du Conseil fédéral. Nous savons cependant qu’un immense travail de prépara- tion est en cours et qu’un millier de personnes sont déjà, à di- vers titres et à divers degrés, occupées à la réalisation de l’exposition. Nous avons constaté aussi que les organisa- teurs ont réalisé en un temps record une étude de faisabilité qui a reçu l’approbation du Conseil fédéral. Tout cela inspire confiance pour la suite. A l’intention de ceux qui voudraient en savoir, aujourd’hui déjà, beaucoup plus sur le contenu de notre prochaine expo- sition nationale, vous, par exemple, Monsieur Schlüer, nous demandons un minimum de patience. Jusqu’à présent, les organisateurs ont reçu, en tout et pour tout, 8 millions de francs mis à leur disposition par deux grandes banques. Ils ne pourront véritablement agir avec l’ampleur nécessaire à une exposition nationale que lorsqu’ils auront la garantie du subside de la Confédération, c’est-à-dire d’un montant équi- valant à peu près au dixième du budget global, le dixième seulement. Nous comprenons difficilement le souci de M.Schlüer, qui souhaite connaître le contenu et la forme de l’exposition avant de se prononcer sur le crédit qui permettra justement de définir le contenu et la forme, mais nous lui demandons surtout de comprendre que sa demande est prématurée. Aucune des précédentes expositions n’avait défini son con- tenu et sa forme plus de quatre ans avant son ouverture. Si M .Schlüer maintient sa proposition, nous la refuserons. Il y a une autre proposition qui émane du groupe écologiste et qui demande de confier l’exposition à de nouvelles person- nalités, traduction de «neue Köpfe». Nous ressentons cette proposition comme lourde de méchanceté et pleine de venin et comme nous ne sommes ni méchants ni venimeux, nous vous en proposons le rejet. Enfin, je tiens à exprimer ma reconnaissance aux rappor- teurs, particulièrement à vous, chers collègues, Remigio Ratti et Duri Bezzola. Vos propos démontrent que la phase régionale de préparation touche maintenant à sa fin et que la phase véritablement nationale de l’exposition peut commen- cer. Föhn Peter (V, SZ): Namens der SVP-Fraktion beantrage ich, alle Anträge der Mehrheit der WBK zu unterstützen. Bei Artikel 2bis Absatz 2 beantrage ich, den Antrag der Minder- heit Scheurer zu unterstützen. 110 Millionen Franken und zusätzlich 20 Millionen Franken Defizitgarantie, also total 130 Millionen Franken, sind zwar für einen einzigen Anlass, welcher über einen Zeitraum von sechs Monaten in einer bestimmten Region stattfindet, in der heutigen Zeit viel, sehr viel Geld. Wir stehen aber an der Schwelle zum dritten Jahrtausend, und unsere Wirtschafts- lage sieht nicht gerade rosig aus. Verunsicherung macht sich breit, also sind Zukunftsperspektiven gefragt. Gerade des- halb dürfen wir uns nicht verschliessen, uns nicht zurückzie- hen, denn es nützt nichts, zu jammern und die Faust im Sack zu machen. Wir müssen vorwärtsschauen, innovativ sein, Zukunftsvisionen anpeilen, und zwar mit vollem Engage- ment, mit einer positiven Einstellung. Was würde sich da bes- ser eignen als die Landesausstellung «Expo 2001» an der Schwelle zum neuen Jahrtausend? Die SVP-Fraktion will aber keinesfalls, dass die grossen Pro- bleme, welche die Schweizerinnen, die Schweizer und die Schweiz heute in Wirtschaft, Gesellschaft, Umwelt, Wissen- schaft und Technik beschäftigen, an der «Expo 2001» einen zentralen Platz einnehmen, wie dies in der Botschaft auf Seite 10 geschrieben steht. Nein! Statt noch mehr Frust zu verbreiten, soll die «Expo 2001» als Vorzeigebeispiel moti- vierend auf unsere Schweizer Bevölkerung und auf unsere Nachbarn einwirken, so dass noch Jahre und Jahrzehnte da- nach positiv auf diese Landesausstellung – wie auf die «Expo 64» in Lausanne – zurückgeschaut wird und zurück- geschaut werden kann. Die SVP-Fraktion will zudem keine rein intellektuelle oder gar belehrende «Expo 2001». Vielmehr wollen wir – und das Volk verdient dies auch – eine Ausstellung für die Allgemeinheit, von der die Besucher begeistert nach Hause zurückkehren werden. Es muss und darf ein Grossanlass werden, der mit einer festlich-lockeren Atmosphäre eine breite Bevölkerungs- schicht anzieht. Wir stellen uns einzig die Frage: Inwieweit darf und soll der Bund in die Organisation der «Expo 2001» eingreifen? Es wurde uns gegenüber klar beteuert, dass der Verein «Expo 2001» für die Durchführung sowie für die finanziellen Be- lange die volle Verantwortung übernimmt. Das heisst mit an- deren Worten: Dem Bund erwachsen unter keinen Umstän- den eventuelle Mehrkosten. Ich bitte unseren Bundespräsi- denten, zu dieser Angelegenheit im Plenum noch kurz Stel- lung zu nehmen und zu bestätigen, dass vom Bund absolut keine Nachtragskredite gefordert werden können, auch dann nicht, wenn die Beiträge der organisierenden Kantone und Gemeinden sowie die Beiträge der anderen Kantone nicht wie budgetiert eingehen sollten. Grundsätzlich sind wir ein- verstanden, dass dem Verein «Expo 2001» die volle Verant- wortung übertragen wird. Aber in Anbetracht des grosszügi- gen Bundesbeitrages und unserer Verantwortlichkeit in be- zug auf die Bundesgelder ist ein sinnvolles Controlling von seiten der Eidgenossenschaft angebracht, ja gerade ver- pflichtend. Abkommen und Verträge sowie der Budget- und Abrechnungsstand sollten vom Bund periodisch eingesehen werden.Exposition nationale 2001 2170 N5 décembre 199 6 Bulletin officiel de l’Assemblée fédérale Befriedigt hat uns – die WBK wie die SVP-Fraktion – die Zu- sicherung der Organisatoren, dass für die Landesausstellung nichts gekauft, sondern alles gemietet wird. Alle Bauten und Anlagen der Ausstellung werden später, aus Gründen des Umweltschutzes und der Wirtschaftlichkeit, wiederverwen- det. Man spricht in der Machbarkeitsstudie von Vor- statt Wiederverwendung. So ist man einerseits gezwungen, inno- vative und marktorientierte Produkte zu verwenden, anderer- seits sollten an der Expo kaum Abfälle anfallen, die nicht ver- wertbar sind. Somit wird die Wirtschaft stark gefordert sein. Andererseits geht der Verein «Expo 2001» einem grossen Risikofaktor aus dem Wege, und das Budget kann entspre- chend genau erstellt und überprüft werden. Alle von Ihnen, die einmal in einem Organisationskomitee mitgewirkt und ihm vorgestanden haben, waren bestimmt froh, wenn nicht allzu viele Auflagen und Einschränkungen vorgegeben wurden. So kann man eine gute Idee viel wir- kungsvoller umsetzen. Nicht anders verhält es sich mit der Organisation der Landesausstellung. Machen wir dem Verein «Expo 2001» doch nicht zu viele Auflagen, denn das könnte eine gute und sinnvolle Durchführung einer gefälligen Expo gefährden. Deshalb bitte ich Sie im Namen der SVP-Fraktion, auf die Vorlage einzutreten. Lehnen Sie alle einschränkenden Min- derheitsanträge sowie alle diesbezüglichen Einzelanträge ab. Nur so geben wir mit wirtschaftlichem Weitblick einer zu- kunftsweisenden Ausstellung eine optimale Chance. Voraus- setzung dazu ist unter anderem auch, dass die «Expo 2001» nicht zu einer «Öko 2001» umfunktioniert wird. So wollen wir heute dieses Fest, die «Expo 2001», definitiv starten lassen. Simon Jean-Charles (C, VD): Avons-nous vraiment ne se- rait-ce qu’une seule raison, mais suffisante, un seul besoin, mais incontournable, une seule envie, mais irrépressible, d’organiser une exposition nationale en 2001? La coalition contre nature de ceux qui ne veulent jamais plus rien entre- prendre de grand a déjà lourdement répondu non. Le groupe démocrate-chrétien, quant à lui, est absolument persuadé qu’il y faut au contraire répondre par l’affirmative. Oui! Organiser au seuil du troisième millénaire une exposi- tion nationale est fondamental, tout simplement pour prouver au monde, mais surtout pour nous prouver à nous-mêmes, que la Suisse existe bel et bien. C’est une raison qui peut paraître à première vue un peu sim - pliste, mais c’est surtout devenu quasiment un véritable pari. Souvenez-vous, en effet: nous avons piteusement raté la plu- part des rendez-vous du 700e; quand nous nous présentons à l’étranger, c’est pour nous lancer dans de ridicules exerci- ces d’autoflagellation; la globalisation lamine notre cohésion nationale, si bien qu’il n’est bientôt plus un de vos discours, Monsieur le président de la Confédération, dans lequel vous ne soyez obligé de fustiger cette redoutable et irrépressible tendance. C’est donc d’abord parce que nous voulons croire à l’avenir de notre pays que nous soutiendrons fermement l’organisation d’une telle manifestation. Cela dit, ce ferme soutien ne signifie cependant pas que nous soyons déjà parfaitement rassurés par le travail des organi- sateurs, et quelques petites interrogations demeurent encore sans réponse. Pour commencer, il nous semble que l’élaboration d’un tel concept constitue une occasion unique de répondre notam - ment aux deux revendications principales de notre époque. Ce ne sont plus du pain et des jeux, comme au temps des Romains, mais bien plutôt du sens et du travail que réclament aujourd’hui les citoyens. Or, les déclarations de l’équipe des concepteurs sont un peu timides en la matière. En ce qui con- cerne le «sens», ce que l’on nous communique nous paraît encore trop imprégné d’intellectualisme opaque, si vous me pardonnez l’expression. On nous explique bien sûr que le monde change tellement vite que le contenu de l’Expo imagi- nable aujourd’hui aurait tous les risques d’être bientôt parfai- tement obsolète et que c’est la raison pour laquelle on est obligé de rester sur la réserve, sinon dans le vague. Mais cette explication n’est malheureusement pas totalement sa- tisfaisante, car il ne faut pas se leurrer: d’une part, bon nom - bre des questions fondamentales de notre société actuelle seront sans doute encore celles de la société de 2001 parce que non résolues; d’autre part, de toute façon, les organisa- teurs n’ont pas le choix, ils doivent absolument produire du sens, produire du contenu sans crainte du gaspillage, s’ils veulent espérer emporter l’enthousiasme général et surtout s’ils veulent empêcher qu’on finisse faussement par croire que cette soi-disant avarice conceptuelle n’est qu’une simple absence d’idées. Quant au travail, là aussi les organisateurs peuvent bien mieux faire. Mais, nous le savons aussi, contraints par un budget extrêmement serré, les organisateurs doivent trouver des solutions économiques optimales en prévoyant déjà pour «l’après-Expo» la réutilisation de bon nombre d’éléments. Quoi qu’il en soit, il conviendrait d’éviter qu’on commence à murmurer çà et là que seules les grandes multinationales dé- crocheront des contrats intéressants et que les PME du pays peuvent d’ores et déjà se faire une raison. Là aussi, il nous semble urgent de renverser la vapeur, tant il est vrai qu’une exposition nationale doit être faite pour les Suisses, du moins en majorité, mais aussi, dans la mesure du possible, par les Suisses. Et puis, il y a aussi la nomination de ce Monsieur Expo em - blématique, nomination fort souhaitable aux yeux de tous et qui tarde. Et il y a encore le problème des transports qui flotte encore un peu. (A ce propos, on ne peut que s’étonner du manque de détermination pour achever ce fameux tronçon de la N 5 parfaitement vital pour l’Expo.) Et puis il y a encore ces navettes chargées de transporter les visiteurs entre les différentes Arteplages et l’Helvéthèque et dont le faible débit nous inquiète quelque peu en prévision des jours d’affluence. Voilà pour les réticences qui, je le répète, ne remettent pas en cause notre détermination à soutenir le projet. D’autant plus que, nous avons pu nous en rendre compte, les choses avancent. Les organisateurs sont parfaitement conscients de ces problèmes et mettent tout en oeuvre pour y répondre le plus rapidement possible. Nous croyons, comme le Conseil fédéral, qu’ils y parviendront. Mais on ne saurait terminer sans parler de la question qui a fait et qui fera encore couler beaucoup d’encre, la question du respect de l’environnement. Nous sommes convaincus qu’il s’agit là d’un aspect fondamental de la future exposition, dans son contenu comme dans son contenant, et nous som - mes très satisfaits des précautions minutieuses prises par les organisateurs à ce sujet. Cela dit, l’outrecuidance – le mot n’est pas trop fort – de certains qui, n’ayant sans doute pas beaucoup d’idées, se raccrochent à une seule au risque qu’elle ne devienne fixe, nous semble pénible. Alors, nous l’affirmons clairement: oui, le développement durable doit vraisemblablement être un des thèmes principaux de l’«Expo 2001», mais il n’y a aucune raison qu’il en soit le seul. Le problème de la cohésion nationale, des réflexions sur la place du travail dans la société de demain, sur le déve- loppement de nouvelles technologies, sur les conséquences du vieillissement de notre population, pour ne parler que de cela, sont des sujets aussi fondamentaux, et une exposition nationale ne saurait les négliger, voire les reléguer au se- cond plan. Voilà pourquoi le groupe PDC acceptera le message du Con- seil fédéral, repoussera les propositions individuelles et, en majorité, soutiendra la proposition de la minorité Scheurer. Müller-Hemm i Vreni (S, ZH), Berichterstatterin: Das Miss- trauen gegenüber Konzept und inhaltlichen Rahmenbedin- gungen, das Misstrauen gegenüber Personen des strategi- schen Ausschusses, wie es in den Rückweisungsanträgen zum Ausdruck kommt, ist eigentlich ein Misstrauen gegen- über dem Bundesrat. Er hat den grundsätzlichen Auftrag er- teilt, er hat das Konzept aus drei Vorschlägen ausgewählt, er hat die Machbarkeitsstudie gründlich überprüft und mit zu- sätzlichen Auflagen versehen. Er, der Bundesrat, ist aber zum Schluss gekommen: 1.dass eine Landesausstellung, die Wege in die Zukunft auf- zeigen soll, politisch erstrebenswert ist, weil sie unter ande-5. Dezember 1996N 2171 Landesausstellung 2001 Amtliches Bulletin der Bundesversammlung rem oder vor allem der Willensnation Schweiz den Rücken stärken kann; 2.dass das Drei-Seen-Projekt mit seinem prozesshaften bzw. prozessbetonten Charakter die gewünschten kreativen Impulse auslösen kann und so das Netzwerk «Expo 2001» entstehen kann. Das Misstrauen ist aber vielleicht auch ein Misstrauen ge- genüber den geistigen, den kulturellen, den wirtschaftlichen, den sozialen, den ökologischen Kräften in unserem Land – um nur einige zu nennen –, indem ihnen nicht zugetraut wird, dass sie die Bälle, die ihnen nun zugespielt werden sollen, abnehmen und via Projekte zurückspielen können. Herr Schlüer, die Expo soll die Fragen der Innenpolitik, die Rolle des Staates, den nationalen Zusammenhalt und die Solidarität ansprechen. Die Expo soll aber auch die Pro- bleme des Werkplatzes Schweiz in bezug auf den internatio- nalen Handel, die Arbeitslosigkeit, die soziale Sicherheit, Ausbildungs- und Forschungsfragen, Kunst und Kreativität usw. zum Inhalt haben. Auch die Aussenpolitik gehört dazu: Beziehungen zu Europa und zur Welt, der Beitrag der Schweiz zu Sicherheit und Frieden, zur nachhaltigen Ent- wicklung, zur Verteidigung der Menschenrechte. Das sind Fragen, die sich auch im Jahr 2000 und danach stellen wer- den, Inhalte, zu denen wir als Nation Stellung nehmen müs- sen. Diese Inhalte finden sich in der Botschaft. Die «Expo 2001» soll keine Wirtschaftsmesse und kein Jahr- markt sein und soll keine regionale Wirtschaftsförderung auf Kosten anderer Regionen sein. Die «Expo 2001» setzt auf partnerschaftlichen Dialog. Eine Expo, die auf partnerschaft- lichen Dialog, auf den multikulturellen Dialog setzt, die den Anspruch hat, Wege der Zukunftsgestaltung aufzuzeigen und zur Diskussion zu stellen, kann zu Beginn dieses Prozes- ses nicht die pfannenfertige Ausgestaltung anbieten – schon gar nicht in einem Zeitpunkt, in dem der offizielle Startschuss noch nicht gegeben worden ist. Das Ja zum Eintreten auf den Kreditbeschluss kann und soll durchaus ein kritisches Ja sein. Wer Prozesse auslösen will, muss auch ein offenes Ohr für Kritik haben. Dies ist eine Grundvoraussetzung von prozesshaftem Arbeiten. Der Bundesrat und der strategische Ausschuss müssen ein weit offenes Ohr für die Kritik und die Anregungen haben, die heute geäussert worden sind. So ist es unbestritten, dass nach der Zustimmung durch das Parlament die operative Führungscrew raschestmöglich bestimmt werden soll, im Sinne der Konzentration der Kräfte, wie es Herr Mühlemann ausgedrückt hat. Genauso unbestritten ist wahrscheinlich, dass man nicht eine oder mehrere Personen auswählt, bevor die Stellen überhaupt gesichert sind. Die «Expo 2001» ist unbestrittenermassen eine Herausfor- derung für die kreativen, innovativen, wachen Kräfte in unse- rem Land. Sie soll eine Herausforderung sein für alle Frauen und Männer, für alle jungen Frauen und Männer in diesem Land. Die Kommission ist überzeugt, dass die «Expo 2001» politisch in diesem Sinne erstrebenswert ist. Im Namen der Kommission beantrage ich Ihnen noch einmal, heute zu dieser Herausforderung politisch ja zu sagen, auf den Kreditbeschluss einzutreten und beide Rückweisungs- anträge abzulehnen. Guisan Yves (R, VD), rapporteur: Nous nous trouvons dans une situation, je dois bien le dire, un peu paradoxale devant les réserves qui sont faites par nombre des intervenants: on demande en quelque sorte de pouvoir déjà juger des oeufs, alors qu’on a affaire à un élevage de poussins. J’aimerais quand même rappeler que le comité actuel dispose d’un cré- dit de 8 millions de francs, qu’on en est au stade de l’étude de faisabilité et de ses prolongements et qu’aucun mandat formel ne lui a encore été donné. Il est bien compréhensible, dans ces circonstances, que le message qui date du 22 mai 1996 ait nécessité des compléments d’information et des rapports complémentaires, parce que pendant les six mois qui se sont écoulés depuis lors, un certain nombre de travaux ont été poursuivis, et des études approfondies ont permis de donner des précisions supplémentaires. Pour la même raison, il n’était pas possible non plus de dis- poser déjà d’une direction opérationnelle et de savoir qui sera «Monsieur ou Madame ’Expo 2001’». Cette personnalité sera nommée exclusivement en vertu de ses compétences et d’aucun autre critère. Il n’était pas possible non plus, de nou- veau pour les mêmes raisons, de pouvoir déjà disposer main- tenant d’une sélection des entreprises et de savoir quelle est la nature des contrats qui seront fixés avec elles. Tout cela demande une décision en bonne et due forme. Actuellement l’ont déjà prise trois des quatre villes et trois des cinq can- tons. Manquent la ville d’Yverdon, le canton de Berne et le canton du Jura. Une fois ces décisions et la nôtre formali- sées, la direction et les organisateurs pourront aller de l’avant et vous donner des précisions supplémentaires. Le contenu qui a retenu énormément votre attention est quand même beaucoup plus avancé que vous voulez bien le dire. Mme Gabrielle Nanchen a clairement expliqué à la com - mission qu’en fait les quatre Arteplages sont comme les bras de la croix suisse, avec les quatre thèmes que j’ai cités lors de mon introduction, à savoir «la nature et l’artifice», «ailleurs et chez moi», «l’instant et l’infini», «pouvoir et liberté», cha- cun de ces thèmes étant traité dans un Arteplage. Les questions posées par exemple par M.Schlüer trouveront leurs réponses dans «pouvoir et liberté». D’ailleurs, quand il parle de la neutralité et de l’indépendance, la façon dont il pose les questions témoigne déjà des réponses qu’il entend recevoir. Je dirai simplement à ce titre qu’elles seront cir- constanciées, mais que déjà maintenant on peut savoir, en tout cas si on parle d’indépendance, que 80 pour cent de nos importations proviennent de l’Union européenne et 75 pour cent y vont, pour situer le problème. Chacun de ces thèmes – «la nature et l’artifice», etc. – sera traité systématiquement selon dix questions que je vous cite pour que vous voyiez un peu quel est l’état de la réflexion: 1.l’avenir de la société postindustrielle – je l’avais déjà citée auparavant; 2.la difficulté de comprendre notre monde; 3.vivre et travailler dans le futur; 4.les mutations des organisations privées et étatiques; 5.les développements techniques qui marqueront notre vie et notre travail; 6.les forces de la Suisse; 7.le rôle de la Suisse dans l’Europe et dans le monde; 8.les capacités de notre développement économique sur le long terme; 9.la nouvelle société de classes; 10.la Suisse, une seule grande agglomération. Vous voyez donc qu’il y a déjà là une matière absolument considérable, et je ne crois pas que nous sommes exposés à des déceptions. Il a été fait allusion à plusieurs reprises, dans les interven- tions précédentes, à l’énergie. Tout le problème de l’énergie fait partie du management de l’environnement. Un accent particulier sera mis sur l’énergie renouvelable avec l’utilisa- tion d’énergie solaire ou éolienne. Je vois donc là aussi un ef- fort considérable entrepris. Je signalerai simplement aussi au passage que, dans l’étude modale des transports qui a déjà été faite, il s’avère que le trafic pour se rendre à l’exposition consommera une quantité d’énergie très largement supé- rieure à celle de l’exposition elle-même, mais ne dépassera pas celle des loisirs d’un week-end habituel en Suisse. Donc, la tendance vers la répartition 75 pour cent de transports col- lectifs contre 25 pour cent de transports individuels est res- pectée, mais elle est parfaitement irréaliste dans ces propor- tions-là, il faut bien le dire. Il y a toutes sortes de régions pé- riphériques qui ne sont pas atteignables si facilement que cela avec des transports collectifs, et si une famille se rend à l’exposition, il est bien normal qu’elle recoure, dans une large mesure, au transport individuel. Au vu de ces arguments, je pense que les propositions de renvoi qui ont été présentées ne sont décidément pas justi- fiées et je vous prie de les refuser. Delamuraz Jean-Pascal, président de la Confédération: Re- créer un rassemblement populaire, un rassemblement helvé-Exposition nationale 2001 2172 N5 décembre 199 6 Bulletin officiel de l’Assemblée fédérale tique, et un rassemblement des Suisses avec leurs voisins, voilà l’ambition qui justifie une exposition nationale en l’an de grâce 2001. Il s’agit en effet de contribuer à consolider et à rendre plus cohérente l’unité helvétique, tout en respectant et en montrant de manière éloquente la richesse de sa diversité culturelle, dont les quatre langues nationales utilisées par les quatre rapporteurs tout à l’heure sont un exemple particuliè- rement vivant et saisissant. La nécessité de faire le point, aussi, car il se sera écoulé quelque 37 ans entre l’exposition de 1964 et celle-ci, alors que, me direz-vous, tous les moyens de télécommunications ont été profondément changés et qu’Internet vous apporte, dans le calme de votre salon, tous les renseignements dont vous avez besoin pour vivre en société et vous y guider le plus utilement. Eh bien, je ne crois pas! Je crois qu’à ces techniques de télécommunications, en effet révolutionnaires, à la généralisation de la télévision, ne serait-ce que cela, doit se superposer un acte volontaire de chaque individu de vou- loir participer à un rassemblement humain et de connaître, di- rectement et dans le terrain en quelque sorte, ce qu’est son pays, comment il s’y comporte avec ses semblables, quels sont les problèmes, les espoirs de l’avenir. Et cela, les systè- mes de télécommunications les plus performants ne le rem - placeront jamais. Il ne s’agit pas d’organiser une foire ou une kermesse, mais bien ce rassemblement, et j’insiste, ce rassemblement popu- laire où les Suissesses et les Suisses se reconnaissent, et non pas une sorte d’exposition élitiste qui serait présentée, dans sa perception, à un public extrêmement limité de nantis et d’initiés, mais vraiment une exposition dans laquelle, je le répète, tous les Suisses se reconnaissent. Montrer notre capacité de créer, d’innover, de prendre des risques, de se regrouper autour d’un projet, d’apprivoiser les nouvelles technologies et d’organiser la société du XXIe siècle, voilà ce que doit être le message, le contenu et le rayonnement de cette exposition nationale; en même temps, être capables de renforcer notre identité, de la pré- senter au monde extérieur aussi, – l’ensemble de ce projet est extrêmement ambitieux. Je suis heureux que la plupart d’entre vous adhèrent à ce projet extrêmement ambitieux et veulent lui donner suite, quitte à le modifier sur tel ou tel point, adhèrent à la position du Conseil fédéral telle que contenue dans le message. Ce faisant, vous accomplirez un acte de confiance. Je crois que c’est bien là l’essentiel. A propos des innombra- bles questions que l’on se pose, essentiellement sur le con- tenu de l’exposition mais aussi sur sa forme d’organisation, voire sur son financement, – autant de questions que je trai- terai brièvement tout à l’heure –, il y a d’abord, à la base de ce projet d’Exposition nationale 2001, une confiance, une confiance du Gouvernement, du Parlement fédéral, à l’égard des organisateurs de l’exposition. Ces organisateurs sont les représentants de collectivités publiques, cantonales et com - munales, élus démocratiquement, présentant tous les signes de la responsabilité publique. C’est à eux que vous confieriez l’organisation de cette exposition. N’attendez pas, ce serait une erreur considérable de démarche, que ce soit en quel- que sorte l’Etat, la Confédération qui se substitue à ceux qui ont reçu la belle mission d’organiser, avec un minimum de li- berté de pensée et d’expression, cette exposition nationale. Un acte de confiance. Je dis maintenant deux mots de l’organisation de cette vaste manifestation. L’arrêté, tel qu’il est sorti des délibérations du Conseil des Etats, a pu tenir compte des dernières décisions du Comité stratégique de l’exposition en matière d’organisa- tion. Il a permis de clarifier les responsabilités, tout en ren- dant, il faut le dire, plus contraignantes les conditions impo- sées par la Confédération aux organisateurs. Aller plus loin, ce serait outrepasser les compétences fédéra- les, ce serait confondre, précisément, les responsabilités, ce serait donner des signes de méfiance parfaitement découra- geants. Une telle méthode aboutirait aux antipodes de ce que l’on voudrait faire: elle conduirait finalement à déresponsabi- liser ceux qui ont la charge et la mission d’organiser cette ex- position. Le contrôle, nous avons pu le décrire dans notre message. Nous avons également pu, dans les messages complémen- taires, dire comment il serait opéré. Je crois véritablement que ceux qui, dans le débat, se sont posé la question de sa- voir comment le contrôle serait opéré ont pu obtenir une ré- ponse convenable. Un contrôle parlementaire annuel, par le biais du rapport de gestion, vous permettra de suivre les travaux de préparation de l’exposition. La présence de trois représentants au Comité stratégique, y compris le délégué, nous permettra d’avoir le dialogue constant et de contrôler le bon déroulement des tra- vaux. Le contrôle de la régularité dans l’octroi des mandats et, dès 1997, des dépenses de l’association, ajoutera encore un rempart supplémentaire à ce contrôle, cependant que le con- trôle fiduciaire, par un organe de révision indépendant, au double niveau stratégique et opérationnel, devra donner tou- tes garanties quant à l’emploi des millions de la Confédéra- tion, la Délégation des finances elle-même intervenant. Il faut libérer ce montant et le libérer maintenant, car on en a besoin pour continuer les travaux sur une base sûre. On en a besoin pour solliciter les appuis financiers privés, indispen- sables à la réussite de l’exposition. Le Conseil fédéral veillera en tout cas à examiner d’une manière constante la faisabilité et l’opportunité des projets auxquels l’exposition donnera le jour. Je réponds entre autres ici à la préoccupation du rappor- teur de langue française. De surcroît, et c’est le deuxième aspect que je veuille traiter, il a été question, avec insistance, de savoir quelle serait la composante environnementale, la composante écologique, de cette exposition, dans son organisation, mais aussi dans son contenu. Je crois qu’il est parfaitement légitime que, si cet aspect a été effleuré dans le rendez-vous de 1964, compte tenu des conditions dans lesquelles nous vivons aujourd’hui, il est un aspect central d’une exposition natio- nale adaptée à son temps. Sur ce point, je puis donner tant à Mme le rapporteur de lan- gue allemande qu’à Mme Weber Agnes l’assurance que l’ex- position sera réalisée avec aussi peu d’émissions polluantes que possible, au moyen d’énergies renouvelables et de tech- nologies nouvelles. C’est un aspect qui sera rigoureusement contrôlé et exigé. La part des transports publics sera aussi élevée que possible, et les transports prévus pour se dépla- cer à l’intérieur de l’exposition seront adaptés aux conditions naturelles. La «renaturation» et le rétablissement de l’éco- système seront planifiés et c’est en cela qu’il ne faut pas faire de comparaison entre l’épopée de Séville, exposition univer- selle, et l’épopée de l’exposition nationale que nous prépa- rons. Allez voir la désolation qui règne sur les terrains de Sé- ville, et vous aurez l’exemple de ce qu’il ne faut pas faire et de ce qui ne se fera pas dans le projet que nous avons sous les yeux. M .Zwygart s’est particulièrement intéressé au programme et aux nuisances des navettes. Je puis lui dire que la présenta- tion du rapport sur l’impact des navettes sera faite dans quel- ques jours, lors d’une conférence de presse dont je connais déjà les premières conclusions: ces conclusions sont posi- tives. M .Schlüer s’est demandé au début de ce débat pourquoi l’exposition ne répondait pas maintenant et aujourd’hui déjà à un certain nombre de questions du futur, capitales pour no- tre pays: la neutralité, ou d’autres aspects encore. Eh bien, précisément, parce qu’on est au travail du côté de l’exposi- tion nationale! Il n’était pas possible, en 1996, de dire en quelque sorte le contenu fini de ce projet. Cela exigerait une imagination que personne ne doit avoir, car il s’agit précisément maintenant de consacrer les cinq années qui viennent, un peu moins, à la préparation de ces thèmes et à la manière dont ils doivent être présentés. Dix questions ont été posées par les organi- sateurs, qui sont des questions capitales et qui devront être pour eux le fil conducteur de leurs réflexions. La représentation des femmes, Madame Weber Agnes, est dépendante des propositions que les organisations elles-mê- mes feront le plus souvent. On peut ajouter à cela que le Co-5. Dezember 1996N 2173 Landesausstellung 2001 Amtliches Bulletin der Bundesversammlung mité stratégique est composé en majorité de personnes dé- signées par les autorités cantonales et communales qu’elles représentent. C’est aussi pourquoi le comité attend de savoir quels seront les trois représentants des cantons avant de nommer les trois représentants privés, mais l’assurance a été donnée par le président du Comité stratégique que la place des femmes dans l’organisation, dans la responsabilité de cette exposition, serait une place de choix et qu’elles se- raient associées beaucoup plus qu’il n’est coutume dans nos organisations un peu «machistes» dans notre pays. Les «Schwerpunkte» dont a parlé M.Mühlemann, ce dessein des lignes de force est en train de s’accomplir, comme je l’ai dit; pour ce faire, il est bien clair que la manière dont on aura pu capter l’intérêt, l’appui, l’engagement des investisseurs privés et de toute la population sera essentielle. Quand je dis, toute la population, Monsieur Mühlemann, je reviens à cette notion d’une exposition nationale populaire, qui ne doit pas être l’exposition de quelques régions côtières des trois lacs, mais l’exposition de la Suisse, et la composante tessinoise comme la composante orientale de cette exposition nationale seront les mêmes que toutes les autres composantes régio- nales du pays. On ne peut appeler «exposition nationale» qu’une exposition qui répond aux échos et qui s’amarre dans le pays tout entier. Sans cela, ce serait une petite exposition régionale, et nous n’en voulons pas. Ces raisons me conduisent à vous recommander d’entrer en matière, de ne pas appuyer les propositions de renvoi, et à vous dire que, dans l’exigence qu’a eue le Conseil fédéral quant au rapport de faisabilité et quant aux engagements des organisateurs, on est allé extrêmement loin. C’était légitime; jamais un projet d’exposition nationale n’a été soumis à un feu critique si approfondi, si tôt avant l’événement. Je clorai mon exposé en donnant à M.Föhn toutes les garan- ties quant au fait que le budget sera respecté, et la contribu- tion de la Confédération, qui vous est demandée aujourd’hui, doit s’entendre augmentation comprise. Il n’y aura pas d’ajout au budget que nous vous présentons maintenant. Schlüer Ulrich (V, ZH): Es geht nicht darum, die Landesaus- stellung zu verzögern. Ich habe verstanden, dass die gestell- ten Fragen zwar jetzt nicht beantwortet werden, dass sie aber als «Faden» verstanden werden, an dem man sich orientie- ren will. Ich vertraue aber darauf, Herr Guisan, dass man nicht bloss die Tendenz, die man einem Fragesteller nach- sagt, zum Leitfaden nimmt und glaubt, die Frage sei damit schon beantwortet. Die tatsächlich gestellten Fragen müssen Gegenstand dieser Landesausstellung bilden, und zwar im Rahmen einer fairen Auseinandersetzung. Wenn dies ge- währleistet ist, bin ich bereit, meinen Rückweisungsantrag zurückzuziehen. Ich bitte Sie aber, bei Artikel 2bis den Antrag Tschopp zu unterstützen. Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen L’entrée en matière est décidée sans opposition Präsidentin: Herr Schlüer hat seinen Rückweisungsantrag zurückgezogen. Wir haben noch über den Rückweisungsan- trag der grünen Fraktion abzustimmen. Abstimmung – Vote Für den Antrag der grünen Fraktion 18 Stimmen Dagegen 136 Stimmen Bundesbeschluss über einen Beitrag an die Landesausstellung 2001 Arrêté fédéral concernant une contribution à l’exposition nationale 2001 Detailberatung – Examen de détail Titel Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Titre Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Angenommen – Adopté Ingress Antrag der Kommission ....und in die Ergänzungsberichte vom 6.September und 5.November 1996 .... Préambul e Proposition de la commission ....et les rapports complémentaires des 6 septembre et 5 no- vembre 1996 .... Angenommen – Adopté Art. 1 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Angenommen – Adopté Art. 2 Antrag der Kommission Abs. 1, 2 Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Abs. 1bis (neu) Mehrheit Ablehnung des Antrages der Minderheit Minderheit (Ostermann, Baumann Stephanie, Goll, Müller-Hemmi, We- ber Agnes, Widmer) Das zentrale Thema der Ausstellung ist die nachhaltige Ent- wicklung. Antrag Suter Abs. 1 Unter Vorbehalt nachstehender Bedingung obliegen Organi- sation und Durchführung der Landesausstellung 2001 dem Verein «Expo 2001». Die Gewährung des Bundesbeitrages ist an die Bedingung geknüpft, dass der Vorstand des Ver- eins «Expo 2001» die operative Geschäftsführung einer Ge- schäftsleitung unter Vorsitz einer vom Bundesrat gewählten Direktorin oder eines Direktors überträgt. Art. 2 Proposition de la commission Al. 1, 2 Adhérer à la décision du Conseil des Etats Al. 1bis (nouveau) Majorité Rejeter la proposition de la minorité Minorité (Ostermann, Baumann Stephanie, Goll, Müller-Hemmi, We- ber Agnes, Widmer) Le thème central de l’exposition est le développement dura- ble. Proposition Suter Al. 1 Sous réserve de la condition ci-après, l’organisation et la réa- lisation de l’exposition nationale sont confiées à l’association «Expo 2001». L’octroi de la contribution fédérale est subor- donné à la condition suivante: le comité de l’association «Expo 2001» confie la gestion opérationnelle à un directeur nommé par le Conseil fédéral.Exposition nationale 2001 2174 N5 décembre 199 6 Bulletin officiel de l’Assemblée fédérale Art. 2bis Antrag der Kommission Abs. 1 ....Beitrag leisten und dass die «Expo 2001» umweltverträg- lich geplant und durchgeführt wird. Abs. 2 Mehrheit ....und in den Ergänzungsberichten vom 6.September und 5.November 1996 umschriebenen Anforderungen an die Nachhaltigkeit sowie an Umweltschutz .... Minderheit (Scheurer, Bezzola, Föhn, Guisan, Kofmel, Kunz, Moser, Randegger, Simon, Wittenwiler) ....und 5.November 1996 umschriebenen Anforderungen bezüglich Umweltschutz .... Abs. 3 (neu) Mehrheit Ablehnung des Antrages der Minderheit Minderheit (Baumann Stephanie, Haering Binder, Leemann, Müller- Hemmi, Ostermann, Weber Agnes, Widmer) Bei der Entwicklung der Detailkonzepte sind folgende zusätz- liche Randbedingungen einzuhalten: a.Im Verkehrskonzept ist für den Zubringerverkehr ein Mo- dal split von 75 zu 25 zugunsten des Kollektivverkehrs (Bahn, öffentliche und private Busse) vorzusehen. b.Es sind Konzepte für eine möglichst autarke Abfall- und Abwasserentsorgung und für eine Energiebilanz nahe Null zu entwickeln. c.Die Landesausstellung 2001 darf weder direkte noch indi- rekte Schäden hinterlassen. Antrag Bircher Abs. 1 ....Beitrag leisten und dass die «Expo 2001» umweltverträg- lich geplant und durchgeführt wird. Die Wiederverwendung von Anlagen und Einrichtungen an Ort oder durch Demon- tage und Wiederaufbau an einem anderen Standort ist in die Planung und in die Projektabwicklung mit einzubeziehen. Antrag Vollmer Abs. 1bis (neu) Der Verein «Expo 2001» hat überdies mit einem Prozent sei- ner Einnahmen einen zu schaffenden unabhängigen Fonds zugunsten einer nachhaltigen Pflege und des Schutzes des Drei-Seen-Gebietes über die Zeit der «Expo 2001» hinaus zu speisen. Antrag Tschopp Abs. 1bis (neu) Der Bundesrat gibt den in Artikel1 vorgesehenen Kredit frei, sobald er überzeugt ist, dass der Verein «Expo 2001» in der Lage ist, ein tragfähiges und begeisterndes Projekt verwirkli- chen zu können, und über eine tragfähige Organisations- struktur verfügt. Art. 2bis Proposition de la commission Al. 1 ....substantielle, et si l’Exposition nationale 2001 est planifiée et réalisée d’une manière respectueuse de l’environnement. Al. 2 Majorité Les exigences en matière de durabilité, de protection de l’environnement.... dans les rapports complémentaires des 6 septembre et 5 novembre 1996, sont impératives .... Minorité (Scheurer, Bezzola, Föhn, Guisan, Kofmel, Kunz, Moser, Randegger, Simon, Wittenwiler) Les exigences en matière de protection de l’environnement, ....dans les rapports complémentaires des 6 septembre et 5 novembre 1996, sont impératives .... Al. 3 (nouveau) Majorité Rejeter la proposition de la minorité Minorité (Baumann Stephanie, Haering Binder, Leemann, Müller- Hemmi, Ostermann, Weber Agnes, Widmer) Lors du développement des concepts détaillés, les condi- tions supplémentaires suivantes devront être prises en compte: a.en matière de transports, le rapport des répartition des moyens de transports des passagers devra se situer entre 75 et 25, en faveur des transports publics (train, bus publics et privés); b.il convient de développer des concepts mettant en place des mesures rationnelles et peu coûteuses pour l’élimination des déchets et des eaux usées afin que le bilan énergétique soit équilibré; c.l’Exposition nationale 2001 ne devra laisser ni dommages directs, ni dommages indirects. Proposition Bircher Al. 1 ....réalisée d’une manière respectueuse de l’environnement. La réutilisation des installations et infrastructures, sur place ou par démontage et construction sur un autre site, doit être prise en considération dans la planification et le déroulement du projet. Proposition Vollmer Al. 1bis (nouveau) L’association «Expo 2001» doit en plus créer un fonds indé- pendant alimenté par 1 pour cent des recettes de l’exposition nationale, dont le but sera de veiller à la protection et à l’en- tretien de la région des Trois Lacs au-delà de la durée de l’«Expo 2001». Proposition Tschopp Al. 1bis (nouveau) Le Conseil fédéral libère le crédit prévu à l’article 1er lorsqu’il estime que l’association «Expo 2001» est en mesure de réa- liser un projet porteur et mobilisateur et que l’infrastructure managériale est convaincante. Art. 2, 2bis Suter Marc (R, BE): Vorweg: Persönlich und als Bieler bin ich voll für die «Expo 2001», und ich habe mich auch immer für das Drei-Seen-Projekt eingesetzt. Ich möchte allerdings auch im Jahr 2001 stolz auf die Expo sein können. Eigenartig ist nämlich, wie gutgemeinte Kritik von den Expo-Promotoren zur Gegnerschaft umgemünzt wird. Ein derart grosses und vielgestaltiges Vorhaben bedarf der wohlwollenden Kritik und auch der Kritikfähigkeit seitens der Verantwortlichen. Der Bieler Souverän hat mit seiner Zustimmung zum städtischen Expo-Kredit Vertrauen auf Vorschuss erteilt. Ein latentes Un- behagen ist freilich nicht zu übersehen. In der bisherigen Vor- bereitung sind meines Erachtens drei gravierende Fehler auszumachen. Ich hoffe, Herr Bundespräsident, dass Sie aufgrund Ihrer Analyse dieselben Fehler gefunden haben: 1.Die heutige Organisationsstruktur ist untauglich. Der Ver- einsvorstand und sein strategischer Ausschuss müssen zwar als Verbindung zur Trägerschaft bestehenbleiben. Die opera- tive Geschäftsführung allerdings ist dringend einer Ge- schäftsleitung zu übertragen. Die Zeit der Politiker als Expo- Macher ist abgelaufen. Am Beispiel «Expo 2001» ist nun zu zeigen, was New Public Management bedeutet. Die Expo ist ein Unternehmen, das auch wie ein solches geführt werden muss. Da braucht es eine Unternehmerpersönlichkeit an der Spitze, einen Chef oder eine Chefin. 2.Die Wirtschaft ist bisher nicht in die Vorbereitung einbezo- gen worden. Die Wirtschaft links liegenzulassen ist schon fast tollkühn. Die Expo soll ja zu einem grossen Teil von der Wirtschaft finanziert werden. Dieses Manko könnte noch wettgemacht werden, wenn jetzt eine Unternehmerpersön- lichkeit von nationalem Zuschnitt an die Spitze der Expo be-5. Dezember 1996N 2175 Landesausstellung 2001 Amtliches Bulletin der Bundesversammlung rufen würde. Wir haben in der Drei-Seen-Region Persönlich- keiten von diesem Format. Diese Persönlichkeiten müssten das Vertrauen der Wirtschaft bereits geniessen. Es darf nicht sein, dass sie sich dort zuerst noch einführen müssen. Ich bin überzeugt, dass es dem Bundesrat, gerade unserem Bun- despräsidenten, leichterfallen wird, diese Persönlichkeit nicht nur zu finden, sondern sie auch zu gewinnen. Das wird nach den bisherigen Erfahrungen ohnehin nicht leichtfallen. Eine bundesrätliche Wahl wird dieser Person aber auch zu mehr Gewicht und mehr Ansehen verhelfen. Wenn Sie den Zusatzbericht vom 5.November 1996 auf- merksam gelesen habe – daran zweifle ich nicht –, dann ha- ben Sie ganz am Schluss einen erstaunlichen Satz gefun- den: «Nach Ansicht der Organisatoren muss die ’Expo 2001’ in allererster Linie Personen offenbaren und nicht bestäti- gen.» Mit Verlaub: Wir können uns doch bei dieser entschei- denden Wahl der Spitze der Expo-Veranstaltung keine Fahrt ins Blaue, keine Experimente, erlauben! 3.Bisher lag die Kommunikation der «Expo 2001» im argen. Trotz Expertengremien und Planspielen im Sandkasten ist es nicht gelungen, den Gehalt der Expo, ihre Botschaft und ihre konkreten Inhalte, sichtbar werden zu lassen. Ein Chef an der Spitze der Expo muss zugleich Manager und Kommunikator sein. Wie sonst soll das Publikum in der Schweiz und über die Landesgrenzen hinaus für die Expo begeistert werden? Die Expo ist aus finanziellen Gründen auf den Goodwill des Publikums angewiesen, wird doch der Grossteil der Mittel über die Eintritte hereingeholt. In der bisherigen Arbeit ist frei- lich noch sehr wenig zur Erreichung dieses hochgesteckten, aber auch unabdingbaren Zieles geschehen. Hier gilt die- selbe Feststellung: Wir haben in der Drei-Seen-Region gute Kommunikatoren, aber leider sind auch sie bis heute links lie- gengelassen worden. Das sollte sich ändern. Der Bund ist mit 130 Millionen Franken der weitaus grösste Investor. Von daher ist der Bund von vornherein in die Ver- antwortung eingebunden. Aufgrund der gemachten Erfah- rungen ist es klüger, die wegweisende und wichtige Wahl des Chefs oder der Chefin der «Expo 2001» in die Hand des Bun- desrates zu legen. Wenn Sie meinem Antrag zustimmen, Herr Föhn, haben Sie bessere Gewähr, dass wir nicht in drei oder vier Jahren über einen Nachtragskredit beraten müs- sen. Der Stadtpräsident von Biel – ich muss das doch erwähnen – qualifiziert meinen Vorschlag als absurd, und zwar mit der Begründung, der Bund steuere ja nur 10 Prozent der Mittel an die Expo bei. Deshalb soll er offenbar nichts zu sagen ha- ben. Ich muss hier klarstellen: Man kann für oder gegen die- sen Antrag sein, aber absurd ist er nicht. Ohne Bundeskredit gäbe es keine «Expo 2001». Von den investierten Mitteln entfällt ein Grossteil auf den heutigen Kredit. Die anderen neun Zehntel werden weitgehend über die Publikumseintritte und über die – noch nicht zugesagten – Beiträge der Wirt- schaft finanziert. Das gilt es im Auge zu behalten. Wenn Sie die entscheidend wichtige Wahl des «Monsieur Expo» oder der «Madame Expo» in die Hand des Bundesra- tes legen, haben Sie mehr Gewähr, dass die 130 Millionen Franken Steuergelder, die wir für die Expo aufwenden, ziel- gerichtet und effizient eingesetzt werden. Jetzt gilt es, die Weichen richtig zu stellen! Aus diesen Gründen bitte ich Sie, meinen Antrag zu Artikel2 Absatz 1 gutzuheissen. Ostermann Roland (G, VD), porte-parole de la minorité: Tout à l’heure, M.Moser a clamé du haut de cette tribune que si les écologistes souhaitent une exposition qui leur plaise, il n’ont qu’à la payer eux-mêmes. Auriez-vous, Mon- sieur Moser, fait main basse sur la caisse de la Confédéra- tion? Par les temps qui courent, ce serait presque de la phi- lanthropie! Réunis à Rio, les chefs d’Etats et de gouvernements du monde entier se sont mis d’accord sur la manière dont le dé- veloppement de leur pays doit être envisagé pour garantir aux générations futures des chances au moins égales aux nôtres de vivre, de s’épanouir, de profiter au mieux de notre terre. Ils ont défini ce développement comme devant être du- rable, c’est-à-dire propre à satisfaire les besoins des généra- tions actuelles sans mettre en danger la possibilité de satis- faire les besoins propres des générations futures. Cette notion de développement durable n’émane donc pas de marginaux illuminés, de théoriciens de l’utopie, d’écolo- gistes dénigrés comme intégristes. Non, il s’agit d’une vue globale des activités humaines qui a reçu l’aval des grandes organisations économiques et de leurs dirigeants. Les responsables économiques ont compris que le dévelop- pement durable est créateur d’emplois. Le Conseil fédéral aussi: je muscle politiquement mon propos, Monsieur le Pré- sident de la Confédération, en citant votre discours d’hier, pour votre plus grande délectation. Vous prônez «une disci- pline budgétaire rigoureuse, qui renforce l’attrait de la Suisse dans un processus de développement durable, créateur d’emplois ....». Il ne s’agit donc pas de faire passer un mes- sage partisan: le développement durable jouit déjà d’un large consensus. Il s’agit de définir et d’illustrer ses modalités d’ap- plication. Il faut montrer comment la Suisse relève un défi qui touche à tous les aspects de notre vie nationale et de nos re- lations internationales. Le développement durable est la seule voie empruntable pour qui veut bien se soucier d’ave- nir. En proposant que l’exposition nationale soit placée sous le si- gne du développement durable, nous demandons qu’elle serve, comme celles qui l’ont précédées, à éclairer le chemin, à montrer comment la Suisse envisage son propre dévelop- pement dans le respect des règles du jeu définies sur le plan mondial. La notion de développement durable n’apporte pas en elle-même la solution, elle fournit un cadre. Est-ce trop demander aux organisateurs qu’ils adoptent ce cadre? Les critiques que la majorité de la commission a opposées à notre proposition sont de deux ordres: la première est de na- ture idéologique. Il paraît que l’on ne saurait dicter aux orga- nisateurs quoi que ce soit au niveau thématique. C’est une réserve, à notre sens, exorbitante. Les organisateurs imagi- nent-ils, comme Rabelais, de créer une abbaye de Thélème au fronton de laquelle se lisait ce précepte: «Fay ce que voul- dras»? Cherchent-ils à s’identifier à Wagner, qui se fait offrir un théâtre pour créer ses oeuvres? Imaginons, un instant, comment serait reçu un créateur en puissance qui viendrait au service culturel de l’une de nos villes quémander un crédit pour équiper un lieu où il pourrait créer une oeuvre dont le thème et la substance lui seraient à lui-même encore incon- nus. Pour 130 millions de francs, n’est-on pas en droit de fixer au moins le cadre? La seconde objection que l’on fait au choix du développe- ment durable comme thème central provient d’une mécon- naissance volontaire et obstinée, donc obtuse, de ce qu’est la notion de «développement durable». Ce n’est pas une idée réductrice. Ce n’est pas un thème à traiter parmi d’autres. Ce n’est pas un thème qui en exclut d’autres, surtout pas ceux qu’a cru bon de citer tout à l’heure un orateur mal inspiré, et malentendant en ce moment. La position des organisateurs et du Conseil fédéral est étrange. D’une part, ils prétendent vouloir éviter une exposi- tion patchwork aux thèmes disparates, mais, d’autre part, ils refusent d’envisager le développement durable comme thème unificateur sous prétexte qu’alors tel ou tel thème ou sujet ne trouverait pas place dans l’exposition. Pourtant, le développement durable ne prescrit pas le contenu, mais fixe seulement le cadre et définit l’esprit. En choisissant comme emblème ce développement durable, l’exposition ferait aussi taire les craintes que fait naître son organisation dans un site sensible. Ces craintes sont alimentées par le mode des transports internes et par le nombre de déplacements qu’im - pose l’éclatement géographique de l’exposition. J’avais, au début, suggéré une autre formulation pour la pro- position de minorité. J’y ai renoncé, car elle était trop litté- raire, mais elle explique mieux l’esprit de cette exigence. L’exposition devrait être une défense et une illustration du développement durable: défense parce qu’une exposition montre un chemin à suivre; illustration pour que, en elle- même, elle réalise les objectifs de ce développement.Exposition nationale 2001 2176 N5 décembre 199 6 Bulletin officiel de l’Assemblée fédérale Cela ne devrait en rien gêner les organisateurs qui multiplient les promesses à ce sujet. Une fois posée cette exigence du développement durable comme thème central, unificateur et visionnaire, alors con- fiance pourrait être faite aux organisateurs, liberté de con- ception leur être accordée, et avec elle le pactole de 130 millions de francs. Décriée pour une partie de son passé, la Suisse devrait mon- trer quel regard elle porte sur l’avenir. Elle pourrait alors servir d’exemple, de phare même pour le plus grand bienfait de ses habitants, de sa culture, de sa nature et de ses entreprises. Scheurer Rémy (L, NE), porte-parole de la minorité: En pro- posant le ralliement à la version du Conseil des Etats, je ne prends aucune position relativement au développement du- rable. Je n’entre dans aucune controverse sur la définition ou la portée de cette notion. Ma préoccupation est uniquement celle d’un membre d’un pouvoir législatif qui cherche à formu- ler correctement un texte. Si nous avions affaire à un préambule, nous pourrions parler d’un développement durable, puisque le propre des préam - bules est d’exprimer des idées générales. Mais nous ne som - mes pas dans un préambule, nous sommes dans un alinéa qui fixe des exigences légales à l’octroi d’un subside par rap- port à des notions qui ont toutes leur support et leur définition dans des lois. Il existe des lois sur la protection de l’environ- nement, sur l’aménagement du territoire, sur les transports, sur l’énergie, mais il n’y a pas de loi sur le développement du- rable. On pourrait sanctionner – puisque c’est une des condi- tions que le respect de ces lois – une entorse à une loi. Mais comment sanctionner une entorse à ce qui n’est pas contenu dans une loi? Le texte que nous avons sous les yeux corres- pond à une énumération de lois. Or, le développement dura- ble n’a pas sa place dans une énumération de lois, sinon comme corps étranger. C’est pour cela, et pour cela seulement, que je vous de- mande de vous rallier à la version du Conseil des Etats. Les évidences, Madame la Présidente, ne demandent pas de dé- monstration, c’est pourquoi j’en ai déjà terminé. Baumann Stephanie (S, BE), Sprecherin der Minderheit: Ich habe in den vergangenen Diskussionen zwei Hauptargu- mente für diese Expo ausmachen können, zwei Ziele: Das erste Argument lautet kurz zusammengefasst, wir könn- ten mit einer Ausstellung einen Aufbruch inszenieren und aus der Depression herausfinden. Natürlich haben die Befürwor- terinnen und Befürworter aus der Region auch die Hoffnung, dass dadurch ein regionales Wirtschaftsförderungspro- gramm entstehen könnte. Die übrige Schweiz ist ganz ein- fach eher desinteressiert, will sich aber sicher auch nicht ge- gen diese Aufbruchstimmung stellen. Mir geht es auch so. Auch ich würde es der krisengeplagten Region, in welcher die Expo stattfinden wird, gönnen, wenn sie wieder einmal ei- nen Silberstreifen am Horizont entdecken könnte. Aber ich bin auch entschieden der Meinung, dass eine nachhaltige Entwicklung für diese Region nicht mit einem gigantischen Einmalereignis erreicht wird. Das zweite Argument lautet: Es soll eine Begegnung zwi- schen den vier Sprachen und Kulturen stattfinden – die Expo sozusagen als Brücke zwischen den Sprachregionen. Des- halb werden alle, die von dieser Expo-Idee nicht dermassen begeistert sind, verdächtigt, dass sie wieder einmal am «Rö- stigraben» graben. Die Frage ist wohl kaum mehr erlaubt, ob sich tatsächlich Menschen aus verschiedenen Sprach- und Kulturregionen treffen und begegnen, wenn sie an dieselbe Ausstellung pilgern. Meine Haltung ist folgende: Ich bin von der Idee eines Gros- sanlasses nicht begeistert. Ich will aber auch nicht Spielver- derberin sein. Etwas will ich ganz entschieden nicht, nämlich: dass für eine «Seifenblase» ein halbes Jahr lang eine Region überschwemmt wird; und ich will auch nicht bleibende Schä- den an der Landschaft riskieren. Ich verstehe auch nicht, dass für einen Anlass, der sich als Zukunftsprojekt verkaufen will, Strassenbauten forciert werden müssen. Für mich ist das ein Widerspruch in sich. Der Minderheitsantrag nimmt deshalb die Anliegen und die Befürchtungen vieler Bewohnerinnen und Bewohner der Re- gion auf. Es sind darin die Bedingungen enthalten, welche die schweizerischen Umweltorganisationen formuliert haben; es sind die Forderungen, welche die «Promesse», das ist die Koordinationskonferenz der Umweltorganisationen der Re- gion Biel-Seeland, auch aufgenommen hat. Es liegt eine Pe- tition vor – Sie haben den entsprechenden Brief erhalten –, welche dieselben Forderungen enthält. Es sind dies Unter- schriften von Bürgerinnen und Bürgern, welche befürchten, dass nicht wiedergutzumachende Eingriffe in Natur- und Siedlungsraum erfolgen könnten, und darum hoffen, dass wir jetzt hier entsprechende Leitplanken setzen. Im übrigen hat das Abstimmungsresultat von Biel über den Beitrag an die Expo gezeigt, dass tatsächlich Bedenken vorhanden sind. Wenn wir nicht riskieren wollen, dass der Nachhaltigkeitsge- danke mit zunehmender Konkretisierung des Projektes im - mer mehr dem Machbarkeitsgedanken weichen muss, müs- sen wir heute, bei der Gewährung des Bundesbeitrages, un- sere Bedingungen formulieren. Das ist unsere einzige Ein- flussmöglichkeit. Im Minderheitsantrag sind einige Bedingungen formuliert, welche nach meiner Meinung heute für solche Grossanlässe zwingend zu gelten haben. Bisher wollten die Organisatoren den Modal split von 75 zu 25 zugunsten des öffentlichen Ver- kehrs nicht als Ziel akzeptieren (Art. 2bis Abs.3 Bst.a). Ich frage Sie: Können Sie sich vorstellen, was es für die Anwoh- nerinnen und Anwohner der Zufahrtsstrassen bedeutet, wenn die Hälfte der Ausstellungsbesucherinnen und Ausstel- lungsbesucher im eigenen Auto anreisen sollte und was die- ses Verkehrsaufkommen für den Energieverbrauch und da- mit auch für die Luftbelastung bedeuten würde? Der Zubrin- gerverkehr ist ja bei weitem der grösste Energiekonsument bei diesem Anlass; etwa 80 Prozent des Energieverbrauchs werden auf den An- und Abreiseverkehr entfallen. Die Orga- nisatoren müssen deshalb zwingend jede denkbare Mass- nahme ergreifen, damit mehr als die Hälfte, nämlich drei Vier- tel der Besucherinnen und Besucher, mit kollektiven Ver- kehrsmitteln anreisen. Dazu gehört nicht nur die Bahn; auch öffentliche und private Busse können mitgerechnet werden. Wenn das Verhältnis 3 zu 1 beim Zubringerverkehr den Or- ganisatoren nicht erfüllbar erscheint, müssen sie ihr Projekt zwingend überdenken. Die übrigen Forderungen des Minderheitsantrages (Art. 2bis Abs.3 Bst.b, c) haben die Organisatoren als erfüllbar be- zeichnet; es spricht also nichts dagegen, dass sie hier fest- geschrieben werden. Um das Verfahren abzukürzen, kann ich, nachdem mich ei- nige bereits gefragt haben, gleich noch mitteilen, dass ich in- tegral an meinem Antrag festhalten werde. Ich werde diese Anliegen und Forderungen, so, wie ich sie aufgeschrieben habe, nicht irgendwelchen vagen Versprechungen opfern. Für mich hängt auch meine Zustimmung zum Kredit von der Annahme dieses Minderheitsantrages ab. Bircher Peter (C, AG): Ich möchte ein eher bescheidenes Anliegen als Antrag einbringen: die Wiederverwendung von Anlagen und Einrichtungen (Art. 2bis Abs.1). Es ist gerade vorher von Bundespräsident Delamuraz erwähnt worden, welche «Wüsten» nach der Weltausstellung in Spanien zum Teil zurückgeblieben sind. Die vorgeschlagenen Formulierungen in den Anträgen zei- gen die Stossrichtung nicht konkret auf. Die Wörter «Nach- haltigkeit», «ISO-Norm» oder «Umweltschutz» haben wir mehrmals gehört. All diese Wörter werden verwendet, aber sie sind doch sehr global und wenig konkret. Bisherige Erfahrungen zeigen leider immer wieder, dass nach einer Ausstellung sehr viel Material vernichtet wird oder nicht mit vernünftigem Aufwand zerlegbar und wiederverwendbar ist. Nach der «Grün 80» in Basel – ein gutes Beispiel – blieb der Erholungspark mit einer Vielfalt von Anlagen erfreulicher- weise erhalten. Er dient noch heute als Naherholungsraum. Bei der «Expo 2001» ergibt sich aber insofern eine besondere Situation, als ein grosser Teil der Ausstellung auf mobilen Plattformen stattfindet; sie spielt sich bekanntlich am und zum5. Dezember 1996N 2177 Landesausstellung 2001 Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Teil auf dem Wasser ab. Die Demontage von verschiedenen Anlageteilen ist zum Teil zwingend. Der Bundesrat erwähnt in seiner Botschaft zu Recht, es seien insbesondere auch Vor- kehren für die Zeit nach der Expo zu treffen. Sie hätten einen hohen Stellenwert. Im Ergänzungsbericht vom 6.September 1996 wird auch auf das eigentliche Umweltmanagement hin- gewiesen – Umweltcontrolling usw. – und unter anderem fest- gehalten, dass demontierbare Anlagen verwendet werden sollen, welche später andernorts wieder aufgebaut werden können und für die nach 2001 ein Abnehmer vorhanden ist. Und im letzten Bulletin ist erfreulicherweise festgehalten: «Ein Anliegen der ’Expo 2001’ ist der Grundsatz der gesicherten Wiederverwendung aller Bauten.» Ich möchte Sie bitten, meinen bescheidenen Antrag anzu- nehmen. Ich persönlich heisse das Projekt gut. Es sind viele Ideen vorhanden, die sich zum Teil allerdings «noch in die Quere» kommen. Aber wir sollten auch konkret etwas tun, ob nun die Begriffe «Nachhaltigkeit» und «Umweltschutz» hier Mehrheiten finden oder nicht. Ich bin dafür. Aber wir sollten auch konkret etwas gegen die Verschleiss- und Wegwerf- mentalität tun und klar festhalten, wie mein Antrag ergänzend formuliert: «Die Wiederverwendung von Anlagen und Ein- richtungen an Ort oder durch Demontage und Wiederaufbau an einem anderen Standort ist in die Planung und in die Pro- jektabwicklung mit einzubeziehen.» Vollmer Peter (S, BE): Die Berichterstatter haben heute mor- gen gesagt, dieses Expo-Projekt habe in verschiedener Hin- sicht nachhaltige Wirkungen. Sie mussten es zwar offenlas- sen, worin diese nachhaltigen Wirkungen bestehen, ob sie sich nur in mehr Strassen oder in einer Entwicklung der Re- gion niederschlagen werden. Es wurde heute bereits viel über die peinliche Leere bezüglich der Inhalte debattiert, die man auch nicht mit Marketing und Werbesprüchen übertün- chen kann. Ich möchte mit meinem Antrag (Art. 2bis Abs. 1bis) nicht in diesen Wunden stochern. Vielleicht kommt im Laufe der Jahre, bis die Expo ihre Tore öffnet, tatsächlich noch etwas inhaltlich Positives dazu. Hoffen wir es; denn die Expo – wir wissen es – wird so oder so kommen, ob wir Inhalte haben, ob wir wissen, welche Nachhaltigkeit dann allenfalls zu regi- strieren ist, oder nicht. Ich wünsche mir deshalb tatsächlich, dass hier noch ein Prozess in Gang kommt. Ich weiss, dass die Region – das ist auch legitim – diese Expo als Chance versteht, um in ihrer Entwicklung einen Schub zu erhalten. Verschiedene Anträge, die wir jetzt noch behandeln werden, zielen darauf ab, Leitplanken zu setzen, Leitplanken bezüg- lich der möglichen Schäden, die eine solch gigantische Aus- stellung nach sich ziehen wird. Ich bin auch der Auffassung, dass es diese Leitplanken braucht. Sie sind, wenigstens zum Teil, gutgemeint, denn – diesbezüglich kann man sich keine Illusionen machen – eine derartige Ausstellung, eine derar- tige Konzentration, eine kurzfristige «Entwicklungsspritze», wie sie mit der Ausstellung in dieser Region gemacht werden soll, wird zwangsläufig auch irreversible Schäden nach sich ziehen. Mein Antrag zielt aber noch in eine andere Richtung: Ich meine, es sei richtig, dieser Region, der Natur nicht nur etwas zu nehmen, sondern ihr auch etwas zu geben. Die Land- schaft, in der das Spektakel Expo stattfinden wird, ist sehr sensibel. Diese Landschaft ist noch nicht von Promotionsma- nagern plattgewalzt. Gerade deshalb ist sie vielleicht auch wirtschaftlich ein bisschen am Rande dessen, was wir heute als wirtschaftliche Entwicklung definieren. Man erhofft sich ja gerade deshalb von dieser Expo einen entsprechenden Im - puls. Mein Antrag verlangt jetzt, dass wir ein Prozent der Mittel, die für diese Expo aufgewendet werden, also ein Prozent des Budgets der Expo-Organisatoren, in einen Fonds legen, um damit mitzuhelfen, die grossartige Landschaft über die Expo hinaus zu pflegen. Diese Landschaft ist auch ohne Expo schon unter Druck. Diese einmalige Landschaft, wie sie heute im Drei-Seen-Gebiet besteht, gilt es ebenso zu schüt- zen wie andere schützenswerte Landschaften in unserem Lande. Wenn wir sie schon für die Expo benützen und «neh- men», weil wir mit dieser Landschaft auch das Symbol der schweizerischen Einigkeit über die Sprachgrenzen hinweg verwenden wollen, dann meine ich, sollten wir dieser Land- schaft mit diesem Fonds, mit diesem Prozent, auch etwas über die Expo hinaus zurückgeben. Mit nur einem Prozent haben wir die Chance, eine nachhaltige Entwicklung in bezug auf die Landschaft zu sichern, damit wir später einmal sagen können, wir hätten eine Expo organisiert, wir hätten die Schä- den zu minimieren versucht, darüber hinaus aber für dieses Gebiet auch etwas bereitgestellt, das weit über die Expo hin- aus noch Wirkung haben wird. In diesem Sinne bitte ich Sie: Nehmen wir nicht nur diese Landschaft für die Expo, geben wir dieser Landschaft für die Expo und darüber hinaus auch etwas. Stimmen Sie dem An- trag auf Schaffung dieses Fonds zu, den wir mit einem Pro- zent speisen wollen. Wir machen damit mehr, als nur Schä- den zu minimieren; wir setzen damit ein Zeichen, dass uns diese Landschaft noch wichtiger ist als das Ereignis der Expo, das diese Landschaft einmal ganz beträchtlich «brau- chen» wird. Tschopp Peter (R, GE): Je viens défendre ici une proposition dont la teneur est la suivante: Artikel 2bis Absatz 1bis: «Der Bundesrat gibt den in Artikel1 vorgesehenen Kredit frei, sobald er überzeugt ist, dass der Verein ’Expo 2001’ in der Lage ist, ein tragfähiges und begei- sterndes Projekt verwirklichen zu können, und über eine trag- fähige Organisationsstruktur verfügt.» Je peux vous dire quels sont mes intérêts personnels. En 1964, j’ai passé des journées mémorables à l’Expo et j’aime- rais en faire de même en 2001 dans la région des Trois Lacs. Ce que mon texte implique, c’est que le Conseil fédéral ait une espèce de haute surveillance et libère les fonds lorsque les doutes qui nous habitent tous auront été dissipés. J’ai lu hier, avec l’attention qui convient, l’article de M.Daniel Mar- got dans la «Nouvelle Gazette de Zurich» («NZZ») – la «Nou- velle Pravda» de Zurich –, et j’ai quand même eu un peu l’im - pression qu’il s’agissait, Monsieur le Président de la Confé- dération, d’un article de commande. L’esprit gauchiste que mes collègues de parti me reconnaissent de temps en temps m’a incité à penser que «vielleicht will sich der Bundesrat ein wenig aus der Verantwortung stehlen», et ça me chagrine. Ça me chagrine, car j’ai l’impression qu’une exposition natio- nale, par opposition à une «Grün 80» ou à une autre mani- festation régionale, a besoin d’un chaperon. Et nous avons la chance avec M.le président de la Confédération d’avoir un chaperon qui sait en plus de quoi il parle en matière d’expo- sition nationale. Ensuite, nous sommes tous programmés de la même façon. On a quand même un peu tous besoin d’avoir quelqu’un qui compte les sous avant de nous les donner pour stimuler notre perfectionnisme. J’ai aussi en souvenir l’expérience de l’exposition nationale avortée en Suisse centrale. J’avais eu l’honneur d’y travailler passablement pour le pavillon de l’économie à Zoug. Je re- grette toujours qu’on ait pris la «Nullvariante» pour finir et qu’on ait essayé de faire un show au profil incertain qui n’a pas laissé énormément de traces puisque cette affaire utopi- que de 1991 est restée dans le domaine de l’utopie. Voici le dernier argument que j’aimerais vous livrer: j’ai été très attentif au coup de semonce de nos collègues de l’Union démocratique du centre. Rappelez-vous, M.Föhn nous a dit: «Ne venez surtout pas avec des crédits supplémentaires!» J’ajoute à cela qu’on n’est pas ici dans le cas de figure de l’Union suisse du commerce de fromage: il faudra donc se contenter de l’argent public confédéral que l’on a. Et nous avons besoin du Conseil fédéral, car c’est la seule caution qui nous permettra probablement de trouver sur le marché privé les fonds correspondant aux montants budgétés. Um das zusammenzufassen: Ich bitte Sie, diesem Antrag zu- zustimmen. Er ist eine Art Versicherung, dass der Bundesrat seine Schirmherrschaft bis ins Jahr 2001 ausüben wird und dass wir unser Geld, das Geld unserer Steuerzahler, nur aus- geben vom Zeitpunkt an, wo wir alle davon überzeugt sind – vertreten durch den Bundesrat –, dass die Ausgabe vertret- bar ist.Exposition nationale 2001 2178 N5 décembre 199 6 Bulletin officiel de l’Assemblée fédérale Langenberger Christiane (R, VD): Je m’exprime sur la pro- position de minorité Ostermann et les propositions Suter et Tschopp, puisqu’elles se ressemblent. En ce qui concerne la proposition de minorité Ostermann, no- tre groupe soutient tout ce qui a été présenté et qui est con- tenu dans l’arrêté ainsi que dans l’article 2bis concernant la protection de l’environnement, en nous basant quand même sur le rapport complémentaire du 6 septembre 1996, page 9, qui nous propose un système de gestion de l’environnement qui stipule que «les activités qui se dérouleront dans le cadre de l’«Expo 2001» ne recevront le label de l’exposition natio- nale que si elles sont subordonnées au système de gestion de l’environnement», c’est-à-dire à ISO 14 001, avec des propositions touchant le respect de l’environnement dans l’application, dans l’organisation structurelle, dans la commu- nication, dans le contrôle. Ceci est pour nous un gage suffi- sant afin que l’on respecte ce que nous estimons être indis- pensable, mais ce n’est qu’un sujet parmi d’autres que doit aborder l’«Expo 2001», car les problèmes de l’Europe, de la jeunesse, de l’économie, de la formation, les problèmes so- ciaux, sont des problèmes qui nous tiennent tout autant à coeur. Concernant les propositions Suter et Tschopp, je crois que nous ne voulons tout simplement pas mélanger les compé- tences. Le Conseil fédéral dispose de trois délégués qui, dans un premier temps, vont choisir le PDG, et qui auront les compétences d’agir sur le choix et le contrôle de la gestion fi- nancière, écologique, du management. Pour nous, cela suf- fit. Nous voulons aussi laisser la responsabilité à la future équipe et ne pas montrer une certaine méfiance d’entrée de jeu. Pour ceux qui ont participé aux séances de la Commission de la science, de l’éducation et de la culture, nous avons en- tendu M.Francis Matthey. Je crois qu’il faut aussi passer outre certaines critiques et écouter ce qu’il nous a dit, tout le travail qui a été accompli, tout ce qu’il a fait en matière admi- nistrative, d’aménagement du territoire, de règlement des questions écologiques afin d’aplanir le terrain, de manière à ce que, aujourd’hui, la nouvelle équipe puisse bénéficier d’un terrain préparé et pouvoir pleinement s’occuper tant du con- tenu que du management de cette exposition. Je crois qu’il faut laisser sa chance à cette nouvelle équipe et je n’ai pas l’impression, Monsieur Tschopp, que ce soit au Conseil fédéral de gérer cette exposition, ni d’ailleurs de re- fuser une certaine responsabilité. Les deux sont jouables. Aujourd’hui nous démarrons, et si nous n’octroyons pas ce montant de 130 millions de francs, cette exposition ne pourra tout simplement pas passer à la deuxième phase. Randegge r Johannes (R, BS): Ich spreche zu Artikel 2bis Absatz 3. Dies ist der «Verunsicherungsabsatz» oder der Ab- satz, der einen nicht erfüllbaren Auftrag beschreibt. Ich be- gründe Ihnen warum. Zunächst zum Verkehrskonzept in Litera a: Hier wird ein Mo- dal split von 75 zu 25 zugunsten von Bahn und öffentlichem Verkehr – öffentlichen und privaten Bussen – gefordert. In der Kommission wurde vom Koordinator, Herrn Burkhalter, ganz klar festgestellt, dass das mit dem heutigen Verkehrs- system und mit den geplanten Ausbauten der Bahnhöfe nicht möglich ist. Wenn man das erreichen will, heisst das, dass zusätzlich Tunnels ausgebaut werden müssen, damit dop- pelstöckige Wagen durchfahren können. Das soll dann auf dem Buckel der «Expo 2001» passieren. Ich meine, wir sollten hier zur Vernunft kommen und die Ziel- setzung der Organisatoren – 60 Prozent Bahn, 40 Prozent Privatverkehr – akzeptieren. Ich glaube, das hat auch Herr Berberat gemeint, als er gesagt hat, er wolle auf diese 75-zu- 25-Teilung hin tendieren. Das wäre die vernünftige Lösung. Der zweite Teil des Minderheitsantrages unter Litera b sieht möglichst autarke Abfall- und Abwasserentsorgungsanlagen vor, die eine Energiebilanz von möglichst «nahe Null» haben. Das ist das Perpetuum mobile. Stellen Sie sich eine Abfall- entsorgungsanlage vor, die Abwärme produziert: Wo soll sie mit der Wärme hin? Das ist ökologischer Unsinn, wenn sie diese Wärme nicht abgeben darf, wenn sie autark einge- schlossen werden muss. Oder eine Abwasserkläranlage be- nötigt Elektrizität für das Umrühren in den biologischen Klär- becken; diese dürfte dann dort nicht angeliefert werden. Wenn Sie diese Bestimmung aufnähmen, würde das dann bedeuten, dass bestehende Anlagen – es gibt in den Keh- richtverbrennungsanlagen landesweit Überkapazitäten – für die Abfälle der Landesausstellung nicht benutzt werden dürf- ten. Ich möchte Sie einfach auf diese Probleme aufmerksam ma- chen und Ihnen im Namen der FDP-Fraktion beantragen, diesen Minderheitsantrag abzulehnen. Webe r Agnes (S, AG): Für uns ist zentrales Thema und zu- kunftsweisende Idee der «Expo 2001» eben eine nachhaltige und zukunftsfähige Schweiz im wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Sinne. So wurde der Begriff der Nachhaltigkeit am Umweltgipfel von Rio auch definiert. Mit den Umweltverbänden möchten wir, dass die «Expo 2001» ein wahrhaftiges Laboratorium für Innovationen im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung wird. Die Thematik der nachhaltigen Entwicklung muss demzufolge das struktu- rierende, integrierende und sogar globale Prinzip der schwei- zerischen Landesausstellung von 2001 sein und als Grund- lage für ihren Inhalt im Drei-Seen-Gebiet gelten. Die meisten der hier und heute genannten Themen können unter dem zentralen Thema der Nachhaltigkeit subsumiert werden. Deshalb stimmen wir dem Antrag der Minderheit Ostermann zu. Der Antrag Vollmer ist nützlich, weil hier im Sinne der Nachhaltigkeit über die Zeit der Expo hinaus gedacht wird. Persönlich kann ich auch dem Antrag Bircher zustimmen, ob- wohl er eigentlich offene Türen einrennt. Den Minderheitsantrag Scheurer lehnen wir ab. Die Anträge Suter und Tschopp empfehle ich, als Ausdruck eines unnöti- gen Misstrauens gegenüber dem Bundesrat, ebenfalls zur Ablehnung. Berberat Didier (S, NE): Le groupe socialiste s’opposera à la proposition de la minorité Scheurer, qui veut supprimer le concept de durabilité ou de développement durable à l’article 2bis alinéa 2. A notre sens, la notion de développement du- rable doit figurer à cet alinéa, à côté des exigences en ma- tière d’environnement, d’aménagement du territoire, de transport ou d’énergie. La proposition de la majorité de la commission diffère de la proposition de la minorité Ostermann, à l’article 2 alinéa 1bis (nouveau), qui veut faire du développement durable le thème central de l’Expo, alors que, selon la majorité, ce concept doit guider les organisateurs, à l’instar d’un fil rouge, et doit être respecté dans tous les domaines et réalisations de l’Expo. Il ne s’agit d’ailleurs pas de quelque chose de nouveau, puis- que tant dans le message que dans les rapports complémen- taires, ce concept est cité comme devant faire partie inté- grante de l’Expo, opinion qui est d’ailleurs partagée par les organisateurs, dans l’étude de faisabilité et dans les propos qu’ils ont tenus devant la commission. La proposition de la majorité ne demande pas formellement de faire du développement durable un thème de l’Expo, même s’il est évident que, de toute manière, le thème de la durabilité est incontournable. Ainsi, on peut dire qu’il est faux d’affirmer que l’on veut privilégier ce thème par rapport aux autres. Certains pensent également qu’il est inopportun de soutenir la proposition de la majorité, à l’article 2bis alinéa 2, parce que le développement durable, à l’inverse de la protec- tion de l’environnement, de l’aménagement du territoire ou de l’énergie, n’est pas réglé par une loi, ce qui est d’ailleurs parfaitement exact. Cependant, on doit dire que ce concept n’est pas aussi vague que ce que l’on prétend. En effet, il est défini et développé dans de nombreuses publications suisses et étrangères, la plus importante pour notre pays étant celle du Comité inter- départemental de Rio, qui groupe dix-sept offices fédéraux provenant de six départements, et qui est intitulée «Le déve- loppement durable en Suisse». A ce propos, on peut signaler que, l’an prochain, ce comité concrétisera encore ce concept en présentant un plan d’action pour la Suisse.5. Dezember 1996N 2179 Landesausstellung 2001 Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Au vu de ce qui précède, je vous demande, au nom du groupe socialiste, de rejeter la proposition de la minorité Scheurer. Widmer Hans (S, LU): Ich spreche zum Antrag der Minder- heit Baumann Stephanie. Dieser Antrag ist aus dem Anlie- gen heraus entstanden, dass wir uns überprüfbar für die Nachhaltigkeit einsetzen wollen. Wir wollen keine «Expo- Katze» im Sack kaufen, Herr Bundespräsident. Wenn wir schon das grosse Geld bezahlen – und wir tun das, denn wir bezahlen 130 Millionen Franken, und die Städte und die Kantone lediglich 62,6 Millionen Franken –, dann haben wir den Grossteil der Verantwortung auch in bezug auf die Rah- menbedingungen. Denken Sie daran, dass der Zubringer- verkehr bei weitem am meisten Energie benötigt. Das Ver- hältnis zwischen dem Zug und dem Auto ist in bezug auf den Energieverbrauch 1 zu 10, meine Herren aus der Freiheits- Partei, in bezug auf die Luftverschmutzung 1 zu 19 und in bezug auf den Lärm 1 zu 6. Weil das so ist und weil sechs Millionen Besucherinnen und Besucher erwartet werden, wollen wir diese Rahmenbedingungen, wie sie im Antrag ge- fordert werden. Ich bitte Sie, den Antrag der Minderheit Baumann Stephanie zu unterstützen. Moser René (F, AG): Zuerst eine Vorbemerkung an die Adresse der Presse: Heute stand zu lesen, dass ich – bzw. die Fraktion – der Freiheits-Partei zu diesem Geschäft einen Nichteintretensantrag gestellt habe. Das stimmt so nicht, wir haben das Gegenteil getan. Eine zweite Vorbemerkung: Frau Müller-Hemmi, die hier die Kommission vertreten sollte, hat anstelle dessen, was in der Kommission bestimmt wurde, eigene Ansichten vertreten. Sie hat auch selber definiert, was der Inhalt dieser Messe sein soll, von der Ökologie bis zum Multikulturellen. Wenn wir so weitermachen, werden wir uns die Sache tatsächlich über- legen müssen – falls das alles realisiert würde. Zu den einzelnen Anträgen der WBK: Wir sagen nein zum Minderheitsantrag Ostermann; wir wollen keine Ökomesse. Wir stimmen dem Antrag der Kommissionsmehrheit bezüg- lich Artikel 2bis zu, und wir sagen ja – logischerweise, ich bin Mitunterzeichner – zum Minderheitsantrag Scheurer. Die Fassung über die verschiedenen Umweltanliegen ist bereits mit der Formulierung der Mehrheit festgeschrieben. Wie Kol- lege Scheurer ausgeführt hat, ist es nicht möglich, die Nach- haltigkeit festzuschreiben. Es gibt hier keinen Rechtsbegriff neu einzuführen, also auch nicht die Nachhaltigkeit, wie das von der linken Seite gefordert wird. Wir schliessen uns dem Beschluss des Ständerates an. Wir sagen auch nein zum Minderheitsantrag Baumann Ste- phanie. Die Begründung, die wir heute gehört haben, ist völ- lig irreal und zum Teil unzumutbar. Herr Widmer, Sie sind zwar menschlich ein lieber Kerl, aber politisch eine Katastro- phe. (Teilweise Heiterkeit) Der Antrag Suter ist nicht notwendig. Wir müssen doch nicht politisch entscheiden, wer hier das Direktorium führt. Ob eine Direktorin oder ein Direktor, es muss ein Profi sein. Das ist al- les, was gewünscht wird. Alles andere ist nicht notwendig. Wir lehnen den Antrag ab. Zum Antrag Bircher: Herr Bircher hat diese Vorlage nicht stu- diert, er hat sie nicht gelesen, auch wenn er jetzt den Kopf schüttelt. Er versteht das alles nicht, der Antrag ist völlig überflüssig. Das Anliegen, das er vorgebracht hat, ist ganz klar in diesem Beschlussentwurf geregelt. Zum Antrag Vollmer: Das ist der Gipfel! Ich habe es heute morgen schon einmal gesagt: Es ist eine Frechheit! Zuerst machen Sie Auflagen bis zum Gehtnichtmehr. Wir kommen ihnen noch zum Teil nach, aber dann will eine bestimmte Gruppe von diesem Fonds noch abzocken. Eine Zumutung! Zum Antrag Tschopp: Herr Tschopp meint das ehrlich, davon bin ich überzeugt. Das ist eine qualitative Frage. Aber glau- ben Sie, der Bundesrat könne hier qualitativ eine bessere Lö- sung bringen? Das glaube ich nicht, das ist allenfalls eine subjektive Beurteilung. Aber damit ändert sich nichts, und das lehnen wir auch ab. Damit habe ich jetzt wirklich dem nachgelebt, was die Präsi- dentin gefordert hat: Einige beherrschen das natürlich auch nicht, sie haben immer nur ihr Manuskript heruntergelesen. Ich habe es «freihändig» gemacht; aber ich bin mit meinen Ausführungen jetzt wenigstens in vier Minuten fertig gewor- den. Föhn Peter (V, SZ): Vorerst möchte ich Herrn Bundespräsi- dent Delamuraz für die klare Antwort betreffend die Finanzen herzlich danken. Ich gehe nun im Namen der SVP-Fraktion einen Antrag nach dem anderen durch: Zum Antrag Suter: Ich bitte Sie, diesen Antrag betreffend die Unternehmerpersönlichkeit abzulehnen. Ich nehme an, dass es ohnehin schwierig ist, die geeignete Person zu suchen und zu finden, ob das nun der Bundesrat oder der Verein «Expo 2001» tun muss. Ich bin überzeugt, dass bei Bedarf – ohne dass man das im Bundesbeschluss «festnagelt» – zwi- schen dem Verein und dem Bundesrat zusammengearbeitet wird und werden muss. Wichtig ist, dass der Verein der Drei- Seen-Region nicht regionale Aspekte in den Vordergrund stellt, sondern überregional denkt, auch wenn es um den Chef geht. Hier stellt sich einzig die Frage: Wer trägt letztend- lich die Verantwortung? Überlassen wir die Verantwortung dem Verein «Expo 2001» und vertrauen wir ihm, sonst könnte der Verein die Verantwortung bei eventuellen Schwie- rigkeiten allenfalls abschieben. Das wollen wir nicht. Deshalb lehnen wir den Antrag Suter ab. Der Antrag der Minderheit Ostermann und der Antrag der Minderheit Scheurer gehen in die gleiche Richtung, aber je von einer anderen Seite. Herr Scheurer hat gefragt, was Nachhaltigkeit heisse. Die vorgegebenen gesetzlichen Grundlagen sind genügend geregelt. Es genügt, ohne dass wir da noch weiter gehen. Ich bitte Sie, den Antrag der Min- derheit Ostermann abzulehnen. Demzufolge unterstütze ich den Antrag der Minderheit Scheurer. Frau Baumann Stephanie, Sie haben das Wort «depressiv» erwähnt. Ich weiss wirklich nicht, wer depressiv ist oder de- pressiv sein muss. Ich sage noch einmal: Die Leitplanken sind im Gesetz verankert. Es wäre jammerschade, wenn eine Landesausstellung, eine Expo, infolge von allzu grossen Auf- lagen – hier sind die Auflagen gross, auch wegen unserer ge- liebten Natur – kaum oder nicht mehr durchführbar wäre. Sie haben gesagt, dass man die Organisatoren zwingen müsse. Herr Widmer hat nachgedoppelt, dass wir keine Expo «im Sack kaufen» möchten. Nein! Wir müssen den Organisato- ren Vertrauen schenken. Das ist unsere Ansicht. Ich bitte Sie deshalb, den Antrag der Minderheit Baumann Stephanie ab- zulehnen. Zum Antrag Bircher: Dieser Antrag ist wahrscheinlich auf- grund früherer Negativbeispiele zustande gekommen. Ich denke an die «CH 91». Es wurde uns in der WBK aber klar versprochen, dass alles – wie ich schon gesagt habe – nur gemietet und damit der Wiederverwendung von Anlagen und Einrichtungen nachgelebt würde. Ich bitte Herrn Bundesprä- sident Delamuraz, uns das noch einmal zu bestätigen und dazu Stellung zu nehmen. Auch dieser Antrag ist abzuleh- nen. Zum Antrag Vollmer: Ich bin überzeugt, dass die Region ge- nügend profitieren kann. Auch andere Regionen – z.B. das Muotathal – haben Projekte, für welche sie gerne einen Zu- stupf hätten. Nicht nur die Region soll Chancen erhalten, Herr Vollmer. Die «Expo 2001» muss eine Chance für die ganze Schweiz sein. Die Landschaft respektive die Region wird zu- rückgelassen, wie man sie vorgefunden hat. Ich bin über- zeugt, dass die Region letztendlich noch lange von der Lan- desausstellung profitieren kann. Ich bitte Sie deshalb, den Antrag Vollmer abzulehnen. Der Antrag Tschopp ist sicher gut gemeint. Sie haben doch schon gehört, dass unser Herr Bundespräsident voll über- zeugt ist. Dieser Antrag bezweckt nichts anders, als die Ver- antwortung abzuschieben. Deshalb bitte ich Sie, den Antrag Tschopp ebenfalls abzulehnen. Wie schon in meinem Eintretensvotum betont, bitte ich Sie, alle Anträge abzulehnen, die darauf abzielen, den Expo-Ver-Exposition nationale 2001 2180 N5 décembre 199 6 Bulletin officiel de l’Assemblée fédérale ein einzuschränken. Geben wir dem «Verein ’Expo 2001’» die volle Verantwortung und auch das volle Vertrauen! Ostermann Roland (G, VD): Le groupe écologiste appuie évidemment l’idée que le thème central de l’exposition doit être le développement durable. Il appuiera les précisions de- mandées par la proposition de la minorité Baumann Stepha- nie, à l’article 2bis alinéa 3, pour les raisons suivantes: Les organisations écologistes font leur travail lorsqu’elles se livrent à l’examen critique de l’esquisse d’exposition qui nous est proposée. Elles ont élaboré un catalogue de revendica- tions. Les organisateurs ont affirmé pouvoir quasiment les satisfaire toutes. Ces organisations écologistes ne revendiquent pas la possi- bilité de contrôler chaque fait et geste des organisateurs. Cette tâche dépasserait leur envie et leurs possibilités. Elles demandent la mise en place d’un cadre institutionnel de con- trôle offrant des garanties d’objectivité. La majorité de la com - mission n’a pas voulu reprendre ces exigences dans l’arrêté fédéral. La proposition de la minorité Baumann Stephanie place des jalons et précise des exigences générales. Elle doit donc être appuyée. Evacuer l’une après l’autre les exigences écologiques va finir par créer un malaise parmi ceux-là mêmes qui, comme moi, sont favorables à l’idée d’une exposition. Que dire alors des autres? Refuser ces exigences serait en tout cas décourager bien des bonnes volontés et donner, pour rien, par une obs- tination un peu butée, un bien mauvais départ à cette expo- sition, à laquelle les associations écologistes me paraissent prêtes à collaborer. Mieux vaut un départ dans l’harmonie qu’une marche chaotique ou funèbre. Quant aux autres propositions faites, vous permettrez que je ne m’exprime pas ici à leur propos. Je n’ai pas besoin de ve- nir à la tribune pour suggérer à mon groupe la manière de vo- ter ces propositions. Scheurer Rémy (L, NE): La proposition de la minorité Oster- mann, à l’article 2 alinéa 1bis (nouveau), introduirait, dans l’arrêté fédéral, une dimension politique nouvelle. Elle serait une intervention politique dans le contenu même de l’exposi- tion et une intervention qui exclurait des thèmes majeurs pour l’avenir du pays. Nous n’avons pas à démobiliser les responsables de l’expo- sition en nous substituant à eux. Ces responsables doivent jouir d’une pleine liberté. Nous trouvons juste que le Parle- ment mette des conditions de respect de l’environnement au déroulement de l’exposition nationale, mais il serait faux de fixer des exigences d’ordre politique sur leur contenu, quelles que soient par ailleurs ces exigences. Quant à la proposition de la minorité Baumann Stephanie à l’article 2bis alinéa 3 tendant à l’insertion de considérations particulières, nous vous demandons de la rejeter, car les con- ditions générales de protection de l’environnement posées dans l’arrêté sont rigoureuses et, à nos yeux, tout à fait suffi- santes. L’exigence, par exemple, de répartir les transports à raison de 75 pour cent en faveur des transports publics est ir- réaliste. Inscrire cette clause dans les conditions d’octroi du subside reviendrait, soit à se moquer de nos propres textes en faisant d’un arrêté l’expression d’un simple voeu, soit à mettre les organisateurs devant une mission impossible. L’irréalisme est cependant le moindre défaut de cette propo- sition, qui révèle un esprit de contrainte et d’atteinte aux liber- tés individuelles. Les citoyennes et les citoyens de ce pays ont le droit absolu de choisir individuellement et librement leur mode de transport. Que les organisateurs de l’exposition fassent un effort considérable pour rendre les transports pu- blics attractifs, soit, qu’ils découragent le transport par voiture privée, passe encore – quoique! –, mais que l’on en vienne à dicter aux visiteurs la manière par laquelle ils devront se ren- dre à l’exposition ou comment ils devront se rendre d’un site à l’autre est inadmissible! En dernière analyse, on voit que la proposition de la minorité Baumann Stéphanie est frappée de démesure. Plus encore, elle est révélatrice des contraintes que prétend inspirer un esprit qu’on devrait presque qualifier de «dictature verte», car il y a toujours un danger de dictature à vouloir le bien des autres malgré eux. Nous avons montré, dans les conditions posées aux organi- sateurs, le souci du Parlement de faire respecter l’environne- ment. Ne devenons pas excessifs, ne tombons pas dans la démesure, et, en refusant la proposition de la minorité Bau- mann Stéphanie, inscrivons, même si c’est en filigrane, la li- berté individuelle parmi les valeurs en péril qui méritent pro- tection! Je ne prendrai pas la parole sur les propositions individuelles. Le groupe libéral les repoussera toutes afin d’arriver au texte le plus proche possible de celui déjà voté par le Conseil des Etats. Die Beratung dieses Geschäftes wird unterbrochen Le débat sur cet objet est interrompu Präsidentin: Wir sind mit unserem Sessionsprogramm im Rückstand. Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass wir des- halb an unserer Sitzung vom Montag das angekündigte Open end in Anspruch nehmen müssen; wir werden voraus- sichtlich bis nach 22 Uhr tagen. Bonny Jean-Pierre (R, BE): Ich möchte jetzt schon ankündi- gen, dass es nicht in Frage kommt, dass die Diskussion über den PUK-Bericht, die sehr ausgedehnt sein wird, irgendwann in der Nacht vom Montag, zwischen 21 Uhr, 22 Uhr und Mit- ternacht, stattfindet. Ich bitte also die Parlamentsdienste, die Organisation so zu gestalten, dass die Debatte zu einer der Tragweite des Geschäftes würdigen Zeit stattfindet. Ich be- halte mir vor, einen entsprechenden Ordnungsantrag zu stel- len. Schluss der Sitzung um 11.40 Uhr La séance est levée à 11 h 40Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Landesausstellung 2001. Beitrag des Bundes Exposition nationale 2001. Contribution de la Confédération In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1996 Année Anno Band IV Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 08 Séance Seduta Geschäftsnummer 96.041 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 05.12.1996 - 08:00 Date Data Seite 2160-2180 Page Pagina Ref. No 20 041 229 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.