<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, Artikel 2 des Bundesgesetzes über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB) mit einem Absatz 4, der wie folgt lautet, zu ergänzen:</p><p>"Es gilt jedoch in jedem Fall für kleine Grundstücke (Abs. 3) im Beizugsgebiet einer Landumlegung, bis der neue Zustand ins Grundbuch eingetragen wird."</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die klassische Landumlegung im Sinn einer Neuordnung und Arrondierung der Bewirtschaftungsparzellen (Güterzusammenlegung) ist eine bewährte und nachhaltige Massnahme im Bereich des Meliorationswesens. Mittels der daraus resultierenden effizienteren Bewirtschaftung können die Produktionskosten markant gesenkt und die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaftsbetriebe im Perimeter gestärkt werden. Neben den agrarpolitischen Zielsetzungen werden in einer Landumlegung auch raumplanerische Anforderungen und Massnahmen im Natur- und Landschaftsschutz berücksichtigt und umgesetzt.</p><p>Der vom Motionär geschilderte Sachverhalt, der auch aus Bundessicht bestätigt werden kann, führt dazu, dass in kleinparzellierten Strukturen mit einem hohen Pachtlandanteil die Landwirtschaftsbetriebe einen Verlust der Bewirtschaftungsflächen befürchten und damit nicht bereit sind, zu einer Landumlegung Hand zu bieten. Der Vorschlag des Motionärs, den Geltungsbereich des bäuerlichen Bodenrechts während der Dauer einer Landumlegung auf die Kleinstparzellen auszudehnen, ist zweckmässig und lösungsorientiert.</p><p>Der Bundesrat ist bereit, einen entsprechenden Antrag im Rahmen der laufenden parlamentarischen Beratungen zur Weiterentwicklung der Agrarpolitik (AP 2014-2017) zu unterstützen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.