<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>KK.2016.00030</span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Ersatzrichterin Romero-Käser<br/>Gerichtsschreiberin Tiefenbacher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 19. Juni 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Kläger</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Corinne Schoch</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Advokaturbüro Kernstrasse</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Kernstrasse 8/10, Postfach 9814, 8036 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beklagte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Fürsprecher René W. Schleifer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Anwaltsbüro</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Lettenmattstrasse 12, 8903 Birmensdorf ZH</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1961, war seit April 1992 als Mitarbeiter im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aussendienst bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">angestellt (Urk. 2/2/2-2a). Im Rahmen einer kollek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiven Krankentaggeldversicherung war er bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> versichert (Urk. 2/10/1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 15. März 2012 wurde der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine seit dem 9. März 2012 bestehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e Erwerbsunfähigkeit des Versicherten gemeldet. Die Y.___ richtete Taggeld</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leistungen aus, die sie gestützt auf das von ihr eingeholte bidisziplinäre Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten von Prof. Dr. med. Z.___, Facharzt für Neurologie, Dr. med. A.___, Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie, und Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, (nachfolgend: B.___/Z.___), vom 8. Juni 2012 (Urk. 2/10/M8-9) per 25. Mai 2012 ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellte (Urk. 2/10/K13, Urk. 2/10/3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 6. Oktober (Poststempel vom 12. November) 2013 erhob der Versicherte Klage gegen die Y.___ mit dem Antrag, diese sei zu verpflichten, ihm Taggelder in der Höhe von Fr. 135'704.40 zuzüglich Verzugszins von 5 % seit Fälligkeit zu bezahlen (Urk. 2/1). Mit der Klage reichte er das von ihm in Auftrag gegebene psychiatrische Gutachten von Dr. med. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und med. pract. D.___, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Assistenzärztin, (nachfolgend: </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">), vom 7. Dezember</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2012 (Urk. 2/2/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8a) ein. Das hiesige Gericht wies die Klage mit Entscheid vom 28. September 2015 ab (Urk. 2/28).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Bundesgericht hob den kantonalen Entscheid mit Urteil vom 24. Mai 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">016 auf, soweit er den Rentenanspruch betraf, und wies die Sache zur Ergänzung des Sachverhalts und zu neuer Entscheidung an das hiesige Gericht zurück (Urk. 1 Dispositiv-Ziff. 1 S. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das hiesige Gericht holte in der Folge ein Gutachten ein, das von Dr. med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, am 23. Febru</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2017 erstattet wurde (Urk. 8). Die Parteien nahmen hierzu am 17. März 2017 (Urk. 12) respektive 27. März 2017 (Urk. 13) Stellung. Die Stel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmen wurden den Parteien am 29. März 2017 gegenseitig zur Kennt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nis gebracht (Urk. 15).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 8 des Zivilgesetzbuches (ZGB) hat, wo es das Gesetz nicht anders </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bestimmt, derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">we</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen, der aus ihr Rechte ableitet. Demgemäss hat die Partei, die einen Anspruc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">h geltend macht, die rechtsbegründenden Tatsachen zu beweisen, während die Beweislast für die rechtsaufhebenden beziehungswiese rechtsvernichtenden oder rechtshindernden Tatsachen bei der Partei liegt, die den Untergang des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruchs behauptet oder dessen Entstehung oder Durchsetzbarkeit bestrei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung müssen im Privatversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">recht die anspruchsbegründenden Tatsachen lediglich mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erwiesen sein (BGE 130 III 321 E. 3.1 und 3.5). Das gilt auch für den Beweis von anspruchshindernden Tatsachen (Praxis 80/1991, Nr. 230, S. 946 f. E. 3b [Urteil des Bundesgerichts vom 22. November 1990]).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wie alle Beweismittel unterliegen auch Gutachten der freien richterlichen Beweiswürdigung. Kriterien der Beweiswürdigung bilden die Vollständigkeit, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Nachvollziehbarkeit und die Schlüssigkeit des Gutachtens. Das Gericht ha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t zu prüfen, ob das Gutachten alle Fragen beantwortet, sich auf den zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tref</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fenden Sachverhalt stützt und den Befund ausreichend begründet. In Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fragen weicht der Richter jedoch nur aus triftigen Gründen von einer gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Expertise ab. Die Beweiswürdigung und die Beantwortung der sich stellenden Rechtsfragen ist Aufgabe des Richters. Dieser hat zu prüfen, ob sich aufgrund der übrigen Beweismittel und der Vorbringen der Parteien ernsthafte Einwände gegen die Schlüssigkeit der gutachterlichen Darlegung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en aufdrängen. Erscheint ihm die Schlüssigkeit eines Gutachtens in wesent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Punkten zweifelhaft, hat er nötigenfalls ergänzende Beweise zur Klä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung dieser Zweifel zu erheben. Das Abstellen auf eine nicht schlüssige Exper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserheb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ungen kann gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9 BV) ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stossen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(BGE 133 II 384 E. 4.2.3 mit Hinweisen; Urteile des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts 5A_12</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">/2009 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">März</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2009 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und 4A_327/2009 vom 13. Okto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2009 E. 2.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Privatgutachten gelten als Bestandteil der Parteivorbringen (BGE 132 III 83 E. 3.4 S. 87 f.; vgl. auch BGE 127 I 73 E. 3f/bb S. 82 f.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, BGE 141 III 433</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Laut Art. B2.1 Abs. 2 der Allgemeinen Bedingungen (AGB) der Beklagten, Ausgabe 2007 (Urk. 2/10/2), liegt eine vorübergehende Erwerbsunfähigkeit vor, wenn die versicherte Person infolge einer Krankheit mindestens zu 25 % ausserstande ist, ihre berufliche Tätigkeit im versicherten Betrieb auszuüben. Ein Taggeld wird bezahlt während der im Vertrag aufgeführten Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dauer, längstens jedoch bis zum erreichen des AHV-Pensionsalters (Art. C1.1 Abs. 1 AGB). Das Taggeld wird für jeden Tag einer ärztlich festgestellten, vorübergehenden Erwerbsunfähigkeit gemäss Art. B2.1 gewährt und bemisst sich nach dem Grad der Erwerbsunfähigkeit (Art. C1.1 Abs. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Bundesgericht erwog im Urteil vom 24. Mai 2016 (Urk. 1), das hiesige Gericht habe verkannt, dass ein Privatgutachten nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung kein Beweismittel i.S.v. Art. 168 Abs. 1 ZPO darstelle. Werde eine Tatsachenbehauptung einer Partei von der Gegenpartei substanziiert bestritten, so vermöchten Parteigutachten als reine Parteibehauptungen diese allein nicht zu beweisen. Als Parteibehauptungen vermögen sie allenfalls zusammen mit - durch Beweismittel nachgewiesenen - Indizien den Beweis zu erbringen. Würden sie aber nicht durch Indizien gestützt, so dürften sie als bestrittene Behauptungen nicht als erwiesen erachtet werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das hiesige Gericht habe diese Grundsätze verkannt, indem sie die beiden Privatgutachten B.___/Z.___ und D.___/C.___ wie Beweismittel gewürdigt und schliesslich gestützt auf das Privatgutachten B.___/Z.___ zum Schluss gekommen sei, die Beklagte habe (sogar) den Beweis des Gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teils erbracht, wonach der Kläger ab dem 24. Mai 2012 voll arbeitsfähig gewesen sei. Wohl habe es sich neben dem Privatgutachten B.___/Z.___ auch auf die Indizien der Ferienreisen, der sportlichen Aktivität des Klägers und auf die fehlende Verschreibung von Psychopharmaka gestützt. Es habe indessen offengelassen, ob diese Reisen - wie vom Kläger geltend gemacht - auf ärztlichen Rat hin durchgeführt worden seien. Gemäss seinen Fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellungen hätten med. pract. D.___ und Dr. C.___ auch in Bezug auf die sportliche Aktivität auf deren therapeutische Wirkung hingewiesen. Auf die Abgabe von Psychopharmaka sei nach Angaben des Klägers wegen seines Magengeschwürs verzichtet worden. Dass der Kläger an einem schweren Magengeschwür gelitten habe, lasse sich auch den Feststellungen des hiesigen Gerichts entnehmen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die drei genannten unbestrittenen Tatsachen (Reisen nach Spanien, sport</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Aktivität, keine Psychopharmaka) seien vor diesem Hintergrund offen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichtlich ungenügend, um als alleinige Indizien zusammen mit den Parteibe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hauptungen (Privatgutachten B.___/Z.___) den Beweis des Gegenteils zu erbringen, wonach der Kläger ab dem 24. Mai 2012 voll arbeitsfähig gewesen sei. Das hiesige Gericht hätte bei dieser ungenügenden Beweislage und ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichts der substanziierten Behauptungen (namentlich Privatgutachten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___) und Bestreitungen (Privatgutachten B.___/Z.___) nicht auf die Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">holung eines gerichtlichen Gutachtens verzichten dürfen (E. 2.5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Kläger stellte sich nach Eingang des Gerichtsgutachtens auf den Stand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt (Urk. 13), Dr. E.___ gehe von der Annahme aus, der Kläger habe die Arbeitstätigkeit ab April 2013 bei der F.___ zu 100 % aufgenommen und sei zu jenem Zeitpunkt wieder 100 % arbeitsfähig gewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen. Sie empfehle deshalb, von Dezember 2012 bis Ende März 2013 von einer kontinuierlichen Zunahme der Arbeitsfähigkeit bis 100 % auszugehen, wobei sie aber darauf hinweise, dass eine Beurteilung betreffend diese Zeitperiode im Rückblick schwierig sei. Demgegenüber lägen ärztliche Atteste des behan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delnden Psychiaters für diese Zeitperiode bei den Akten, die belegten, dass sich die eingeschränkte Gesundheit des Klägers bis Ende März 2013 nur sehr langsam verbessert habe. Noch im Januar 2013 sei er gemäss seiner Erinne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung nicht arbeitsfähig gewesen. Im Weiteren entspreche die Annahme der Gutachterin, er sei seit April 2013 zu 100 % arbeitsfähig gewesen, nicht den bei den Akten liegenden Eingaben und Belegen. Ziehe man die Umsatzzahlen von vergleichbaren Versicherungsaussendienstmitarbeitern hinzu, sei festzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellen, dass diese in kürzerer Zeit ein massgeblich höheres Einkommen hätten generieren können als er. Es sei vor diesem Hintergrund von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit bis Ende November 2012 und ab Dezember 2012 bis Ende März 2013 von einer kontinuierlichen Zunahme der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit bis auf 80 % auszugehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In ihrer Stellungnahme hielt die Beklagte fest (Urk. 12), Dr. E.___ stelle allein auf die Angaben des Klägers ab. Objektive Kriterien liessen sich im Gutachten keine finden (Ziff. 1 S. 1). Die Feststellung der Gutachterin, an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lässlich der bidisziplinären Begutachtung habe keine Konsensbesprechung statt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gefunden, sei aus näher dargelegten Gründen falsch (Ziff. 2 S. 1 f.). Dr. E.___ nehme eine rechtliche Würdigung der Parteigutachten vor, was für eine Medizinerin unzulässig sei (Ziff. 3 S. 2). Gemäss der beruflichen Anamnese habe sich das Arbeitsklima nach Ansicht des Klägers bereits ab </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2010 negativ verändert, weshalb entgegen der Annahme der Gutachterin nich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t von einer überraschenden Kündigung ausgegangen werden könne (Ziff. 4 S. 2). Es gehe nicht an, dass Dr. E.___ die Befunderhebung der bidiszipli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren Gutachter kritisiere und nur auf das Gutachten D.___/C.___ abstelle. Selbst Dr. E.___ sei nicht in der Lage gewesen, eine Anamnese zu erfragen, weshalb sie sich auf die von D.___/C.___ erhobene gestützt habe (Ziff. 5 S. 2 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 23. Februar 2017 erstattete Dr. E.___ das vom Gericht in Auftrag gegebene psychiatrische Gutachten (Urk. 8). Sie fasste den versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zinischen Zusammenhang aufgrund der ihr vorliegenden Akten, insbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">son</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dere der medizinischen Berichte der behandelnden Ärzte und der Partei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gutachter sowie der Angaben des Klägers folgendermassen zusammen (S. 22):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Kläger sei im 2012 an einer Magenerkrankung erkrankt, die ab dem 9. März 2012 zur Krankschreibung durch den Hausarzt geführt habe. Am Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tag der Krankschreibung habe er von seinem Vorgesetzten die mündliche Eröffnung erhalten, dass man sich von ihm trennen wolle. Während sich die Magenerkrankung zurückgebildet habe, habe er ab dem 9. März 2012 eine psychische Erkrankung, die in engem inhaltlichen und zeitlichen Zusammen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hang zur Kündigungsandrohung und zur am 16. März 2012 schriftlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erfolg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Kündigung gestanden habe. Am 1. April 2012 hätte er das zwanzig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jährige Dienstjubiläum gefeiert.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es sei dem Kläger gemäss seinen eigenen Angaben in den ersten Wochen nach dem 8. März 2012 psychisch sehr schlecht gegangen. Er habe die Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">welt gar nicht richtig wahrgenommen, sondern habe unter Schock gestanden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und habe nur äusserlich funktioniert. Im Laufe von Wochen, sicher ab Anfang</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> April 2012, habe er eine tiefe Niedergestimmtheit, auch Suizidgendanken und vereinzelt aggressive Gefühle und Gedanken gegenüber seinem Vorgesetzten wahrgenommen. Insgesamt sei er weiter blockiert gewesen und habe es nicht fassen können, dass er nach so vielen Jahren vom Arbeitgeber fallen gelassen worden sei. Tagsüber habe er verbissen Fitness gemacht, um sich zu betäuben. Abends sei er zur Partnerin gegangen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Er sei von seinem Hausarzt zum Psychiater überwiesen worden, welcher eine Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion diagnostiziert und ihn ab dem 16. April 2012 weiter zu 100 % krankgeschrieben habe. Weiter habe er ein „schweres Magengeschwür" erwähnt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf Anraten seines Psychiaters habe der Kläger im Mai 2012 zwei kurze schon früher geplante Reisen nach Spanien unternommen, die dazu geführt hätten, dass er den ersten Termin für die in der Zwischenzeit seitens der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klagten in Auftrag gegebene Begutachtung nicht habe wahrnehmen können. Gestützt auf dieses Gutachten, worin eine leichte depressive Episode diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nostiziert und die medizinische Grundlage für eine Arbeitsunfähigkeit vernei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nt worden seien, habe die Beklagte ihre Leistungen eingestellt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es seien gemäss Aussagen des Klägers trotz psychiatrischer Behandlung Monate</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Stagnation im Befinden gefolgt. Sein Befinden und seine Mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichkeiten der Beschäftigungen im Alltag seien im Vergleich zum April 2012 unverändert gewesen. Im Oktober/anfangs November habe eine vom Kläger in Auftrag gegebene Begutachtung stattgefunden, welche diagnostisch eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom und einer voll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digen Arbeitsunfähigkeit ergeben habe. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Würdigung der Parteigutachten kam Dr. E.___ zum Schluss, dass im Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten B.___/Z.___ die Anamneseerhebung bezüglich Widersprüchen und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Oberflächlichkeit zu beanstanden und die Befunderhebung zu kritisieren seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 15 f.). Die psychiatrisch-diagnostische Beurteilung sei mindestens als frag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich und auf jeden Fall als ungenau einzustufen (S. 16). Die ungenaue Vorgehensweise setze sich bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit fort, indem es erscheine, als hätte sich der Gutachter nicht mit der effektiven Tätigkeit eines Aussendienstmitarbeiters einer Versicherung auseinander</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzt (S. 17). Insgesamt könne auf die psychiatrische Einschätzung im Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten B.___/Z.___ nicht abgestützt werden (S. 17). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gutachten D.___/C.___ sei bezüglich Anamnese und Befunderhebung sorgfältig und umfassend. Inhaltlich seien aufgrund der sorgfältigen gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terlichen Arbeit ein nachvollziehbares differenziertes Bild des Gesundheitszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">standes des Klägers sowie seiner Ressourcen und Schwächen ersichtlich (S. 18). Die Gutachter hätten unter Beizug des „Mini ICF APP" die Funktions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einschränkungen im angestammten Beruf in einem nachvollziehbaren Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sammenhang mit den Krankheitssymptomen der mittelgradigen depressiven Episode mit somatischem Syndrom gestellt (S. 20). Dass die Berufsausübung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im Aussendienst einer Versicherung bei den festgestellten Funktionsein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ssen und den vertraglich festgehaltenen hohen Anforderungen an das Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">treten und das Verhalten nicht möglich gewesen sei, sei nachvollziehbar (S. 21). Gesamthaft sei das Gutachten bezüglich Anamnese, Befundfest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung und Einschätzung der momentanen Arbeitsfähigkeit qualitativ genü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gend, sodass darauf abgestellt werden könne (S. 21).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zur Arbeitsfähigkeit führte Dr. E.___ aus (S. 23 f.), die Abgabe einer rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirkenden Einschätzung sei eine schwierige Aufgabe, wenn zuverlässige Echt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeitdaten rar seien oder gar fehlten. Beim Kläger müsse erwogen werden, dass sich sein psychischer Gesundheitszustand zwischen Mai und Oktober/ November 2012 hätte verschlechtert haben können, so dass er im Zeitpunkt der ersten Begutachtung erst leicht depressiv gewesen, über den Sommer depressiver geworden und im Zeitpunkt der zweiten Begutachtung mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gradig depressiv gewesen sei. Ein derartiger, ungünstiger Krankheitsverlauf sei grundsätzlich denkbar und müsste angenommen werden, wenn das psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trische Teilgutachten vom 8. Juni 2012 aussagekräftig wäre.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nachdem aber das psychiatrische Teilgutachten vom 8. Juni 2012 nicht aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sagekräftig sei (vgl. oben E. 3.2) und zwischenzeitliche verwertbare medizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nische Dokumente seitens des behandelnden Psychiaters die Sachlage nicht erhellten, müsse auf die Angaben des Klägers selber und dasjenige medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zinische Dokument, das dem zu beurteilenden Zeitraum am nächsten liege, abgestützt werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Kläger gebe an, sein psychisches Befinden zwischen April 2012 und Ende November 2012 sei unverändert schlecht gewesen, also gleich schlecht wie im Zeitraum der gutachterlichen Exploration durch D.___/C.___ im Oktober/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">November 2012. Somit habe zwischen dem 24. Mai 2012 bis zum 30. November 2012 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit von 100 % als Aussendienstmitarbeiter einer Versicherungsge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaft vorgelegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Für den Zeitraum ab Anfang Dezember 2012 bis 31. März 2013 stünden, abgesehen von den Arbeitsunfähigkeitsattesten des behandelnden Psychia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ters, keine medizinischen Akten zur Verfügung. Über diesen Zeitraum sei bekannt, dass der Kläger ab Dezember 2012 vermehrt zu Aussenkontakten fähig gewesen sei und auf ein Stellenangebot eines Kollegen habe eintreten können. Im Januar (richtig: März, vgl. Urk. 14/2) 2013 habe er einen Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vertrag für eine 100%ige Tätigkeit als Aussendienstmitarbeiter beginnend ab 1. April 2013 unterzeichnen können und es sei ihm seitens der neuen Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geberin unter Berücksichtigung des Gesundheitszustandes eine Lohngarantie bis Ende 2014 gewährt worden. Der Kläger selber gebe an, sein Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tand habe sich zwischen Dezember 2012 und Ende März 2013 langsam verbessert. Im Zeitpunkt des Stellenantritts am 1. April 2013 habe er sich noch nicht zu 100 % gut gefühlt, dies sei erst ein paar Monate später der Fall gewesen. Damit erscheine es höchst unwahrscheinlich, dass die Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit im Dezember noch bei 100 % gelegen habe. Eine detaillierte zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e Rekonstruktion einzelner Genesungsschritte sei rückblickend unmög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich. Als Annäherung an die Realität sei am ehesten ein linearer degressiver Verlauf der Arbeitsunfähigkeit zwischen Dezember 2012 und Ende März 2013 anzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmen. Die noch geltend gemachte Beeinträchtigung des Befindens nach dem 1. April 2013 könne keiner Arbeitsunfähigkeit mehr zugeordnet werden, nachdem der Kläger 100 % an einer neuen Stelle gearbeitet habe. Die bald darauf beendete psychiatrische Behandlung stütze diese Einschätzung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zum Aktivitätsniveau des Klägers hielt Dr. E.___ fest, dieser habe bekannt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich zwei kurze Flugreisen nach Spanien unternommen. Solche Reisen schlössen das Vorliegen einer mittelgradigen depressiven Episode mit somati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schem Syndrom nicht aus (S. 27).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Von den Reisen nach Spanien sei keine therapeutische Wirkung ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gangen. Die Empfehlung des behandelnden Psychiaters, die Reisen zu unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmen, sei kritisch zu werten. Bei der Behandlung mittelgradig bis schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gradig depressiver Menschen seien Erholungsurlaube gar kontraindiziert, da dadurch eventuell noch vorhandene Strukturen wegfielen und die krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bedingt fehlende oder reduzierte Genussfähigkeit das Krankheitsgefühl noch verstärken könne. Es überrasche wenig, dass der Kläger von den Reisen subjektiv und objektiv nicht profitiert habe (S. 27).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Über den Alltag während der Krankheit habe der Kläger angegeben, dass er täglich Fitness gemacht habe. Die sportliche Aktivität habe ihm etwas an Struktur gegeben und habe ihm geholfen, negative Gefühle weniger zu spüren. Für einen ehemaligen Profisportler sei diese Art der Betätigung in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einem Zustand von psychischer Schwäche keineswegs überraschend: Er greife</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auf ein hinterlegtes Verhaltensmuster zurück, das er internalisiert und wel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ches sich schon früher bewährt habe. Damit stehe die sportliche Aktivität beim Kläger nicht im Widerspruch zur psychiatrischen Diagnose (S. 27).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorab ist darauf hinzuweisen, dass es sich beim Gutachten E.___ um ein Obergutachten handelt, das eingeholt worden ist, weil die Verfasser der beiden Parteigutachten unterschiedliche Schlüsse betreffend Diagnose und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Arbeitsfähigkeit gezogen haben. Die Gerichtsgutachterin wurde damit betraut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, sich über den Gesundheitszustand des Klägers in der Vergangenheit zu äussern, wobei der Kläger im Zeitpunkt der Auftragserteilung durch das Gericht wieder vollzeitlich einer Erwerbstätigkeit in der angestammten Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit nachging. Es ging somit vor allem darum, aufgrund der vorhandenen medizinischen Akten die für die strittige Periode notwendigen Schlüsse zu ziehen. Darauf, dass eine nachträgliche Exploration psychopathologischer Befunde nicht möglich sei, wies Dr. E.___ in ihrem Gutachten ausdrücklich hin (S. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Angesichts der gestellten Aufgabe kam Dr. E.___ nicht darum herum, die ihr gestellten Fragen in Würdigung der vorliegenden medizinischen Akten zu beantworten und die medizinischen Berichte gegeneinander abzuwägen. Dies hat sie getan und ist mit einlässlicher Begründung zum Schluss gekommen, dass das Gutachten B.___/Z.___ nicht und das Gutachten D.___/C.___ überzeuge (vgl. oben E. 3.2). Die Berichte und Atteste des behandelnden Psychiaters bezeichnete Dr. E.___ aus medizinischer Sicht als die Sachlage nicht erhellend (vgl. oben E. 3.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. E.___ stellte fest, dass zwischen dem nicht aussagekräftigen Gutachten B.___/Z.___ vom 8. Juni 2012 und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dem Gutachten D.___/C.___ vom 7. Dezember 2012 keine verwertbaren medizinischen Akten vorlägen, die eine Objektivierung des Zustands des Klägers erlauben würden. Die vom behandelnden Arzt im Bericht vom 5. Juli 2012 erwähnte Zustands</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terung sei nicht substantiiert und seine Replik auf das psychiatrische Teilgutachten sei in hohem Masse unsachlich gehalten und ohne neue medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zinische Aspekte (S. 23). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ob im Zeitpunkt der Begutachtung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">im Mai 2012 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weitere Befunde als</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> erhoben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vorlagen, kann im Nachhinein nicht mehr festge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellt werden. Allerdings zeigten die von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">med. pract. D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> erhobenen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">funde ein halbes Jahr später ein anderes Bild und führten zur Diagnose einer mittelschweren depressiven Episode.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für den Zeitraum zwischen den beiden Gutachten wägte Dr. E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zwischen zwei Möglichkeiten ab, nämlich dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sich der Gesundheitszustand zwischen den beiden Begutachtungen ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tert oder bereits im Zeitpunkt der erstmaligen Begutachtung eine mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwere depressive Episode vorgelegen haben könnte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und kam zum Schluss, dass die letztere aufgrund der nachträglichen Aussagen des Klägers über sein Befinden im fraglichen Zeitpunkt die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">überwiegend wahrscheinliche sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Zeit nach der zweiten Begutachtung stellte Dr. E.___ fest, dass keine medizinischen Akten mehr zur Verfügung stünden, abgesehen von den Arbeitsunfähigkeitsattesten durch den behandelnden Psychiater. Am 1. April 2013 habe der Kläger die Stelle als Aussendienstmitarbeiter zu einem Pensum von 100 % angetreten. Für diesen Zeitraum müsse auf die Angaben des Klägers abgestützt werden sowie auf die gelebte Realität, die sich mit den Angaben des Klägers deckten. Hieraus schloss sie, dass es unwahrscheinlich erscheine, dass der Kläger im Dezember 2012 noch zu 100 % arbeitsunfähig gewesen sei, sondern dass es überwiegend wahrscheinlich sei, dass er ab Dezember 2012 tiefprozentig arbeitsfähig gewesen sei und die Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit schrittweise zugenommen habe bis sie schliesslich per 31. März 2013 bei 100 % gelegen habe. Eine detaillierte zeitliche Rekonstruktion der einzelnen Genesungsschritte erachtete sie rückwirkend als nicht möglich (vgl. E. 3.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit muss insbesondere von der Glaubhaftmachung („la simple vraisemblance"; „la semplice verosi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">glianza") abgegrenzt werden. Denn zum einen umschreibt „Glaubhaft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">machen" oftmals das Beweismass, das im Rahmen von vorläufigen, zumeist mit Beweismittelbeschränkungen getroffenen Entscheiden, namentlich vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sorg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">li</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Massnahmen, gilt. Zum anderen unterscheidet sich der jeweilen geforderte Grad an Wahrscheinlichkeit. Glaubhaft gemacht ist eine Tatsache </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schon dann, wenn für deren Vorhandensein gewisse Elemente sprechen, selbst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit rechnet, dass sie sich nicht ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirklicht haben könnte (vgl. BGE 120 II 393 E. 4c; 104 Ia 408 E. 4; 88 I 11 E. 5a). Demgegenüber sind die Anforderungen beim Beweismass der überwie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">genden Wahrscheinlichkeit höher: Die Möglichkeit, dass es sich auch anders verhalten könnte, schliesst die überwiegende Wahrscheinlichkeit zwar nicht aus, darf aber für die betreffende Tatsache weder eine massgebende Rolle spielen noch vernünftigerweise in Betracht fallen (BGE 130 III 321 E. 3.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Möglichkeit, dass beim Kläger im Zeitpunkt der erstmaligen Begut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung keine die Arbeitsfähigkeit beeinflussende Krankheit vorgelegen und sich der Gesundheitszustand danach bis zur zweiten Begutachtung derart ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlechtert hat, dass eine die Arbeitsfähigkeit vollständig einschränkende </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mittelschwere depressive Episode zu diagnostizieren war, erachtete Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> als durchaus gegeben. Sie machte diese Möglichkeit jedoch abhängig von der Aussagekraft des Gutachtens B.___/Z.___, welche sie ihm indes absprach (Urk. 8 S. 17, S. 24). Mangels fehlender aussagekräftiger medizinischer Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richte im strittigen Zeitraum vom 25. Mai bis 2. Oktober 2012 hielt Dr. E.___ dafür, auf die Angaben des Versicherten abzustellen, wonach sein psychisches Befinden zwischen April und Ende November 2012 unverändert schlecht gewesen sei, womit er mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im genannten Zeitraum zu 100 % arbeitsunfähig gewesen sei (S. 24). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Übereinstimmung mit Dr. E.___ muss nunmehr und im Gegensatz zum Urteil vom 28. September 2015 (Urk. 2/28; KK.2013.00039) davon ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gangen werden, dass auf das Gutachten B.___/Z.___ nicht abgestellt wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den kann, zumal die vom hiesigen Gericht berücksichtigten Indizien „Reisen nach Spanien“, „sportliche Aktivität“ und „keine Psychopharmaka“ die Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzung B.___/Z.___ nicht zu bekräftigen vermögen. So schliessen die Flugreisen im Mai 2012 nach Spanien gemäss überzeugender Einschätzung von Dr. E.___ die Annahme einer mittelgradigen depressiven Episode nicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aus. Die Empfehlung des behandelnden Psychiaters, die Reisen wahrzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">neh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, sei dabei kritisch zu werten, zumal Erholungsurlaube bei der Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung entsprechender depressiver Erkrankungen gar kontraindiziert seien, weshalb auch wenig überrasche, dass der Versicherte davon nicht profitiert habe (Urk. 8 S. 27). Die sportliche Aktivität stehe sodann nicht im Wider</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruch zur psychiatrischen Diagnose einer mittelgradigen depressiven Epi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sode,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> da der Versicherte als ehemaliger Profisportler damit auf ein hinterlegtes Verhaltensmuster zurückgreife (S. 27). Das Nichtverschreiben von Psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pharmaka durch den behandelnden Psychiater aufgrund von Magenprob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">le</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men entbehre schliesslich gemäss der Einschätzung von Dr. E.___ (S. 19) jeglicher sachlicher Grundlage. Indes schlussfolgerte Dr. E.___ daraus nicht, dass die Nichteinnahme von Psychopharmaka auf einen geringen Leidens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">druck des Versicherten und damit auf eine Arbeitsfähigkeit im genannten Zeitraum schliessen liessen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dass im Zeitraum vom 25. Mai bis 2. Oktober 2012 (am 3. Oktober 2012 fand die erste Begutachtung durch D.___/C.___ statt) keine aussagekräftigen, echtzeitlichen medizinischen Unterlagen vorliegen, kann dem Versicherten nicht zur Last gelegt werden, da er weder Einfluss auf die Qualität des Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achtens B.___/Z.___ noch auf die Berichte des behandelnden Psychiaters hatte. Entsprechend war es Dr. E.___ auch nicht möglich, gestützt auf die echtzeitlichen Dokumente eine Einschätzung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit vorzunehmen, weshalb in Übereinstimmung mit Dr. E.___ nunmehr auf die Einschätzung des Versicherten, wonach der Gesundheitszustand im besagten Zeitraum unverändert schlecht gewesen sei, in Verbindung mit dem Gutachten D.___/C.___ abzustellen ist. Es ist daher im Zeitraum vom 25. Mai bis zum 30. November 2012 von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit als Aussendienstmitarbeiter einer Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesellschaft auszugehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anders sieht es für den Zeitraum ab der zweiten Begutachtung aus, obwohl auch dafür keine aussagekräftigen medizinischen Berichte vorliegen. Für diesen Zeitraum kann mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gangen werden, dass eine stetige Besserung des Gesundheitszustands stattge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">funden hat und der Kläger spätestens im Zeitpunkt der Erwerbsaufnahme am 1. April 2013 wieder voll arbeitsfähig war, denn eine andere, auch wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Möglichkeit wird von Dr. E.___ nicht in Betracht gezogen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Insoweit der Kläger geltend machte, seine Genesung habe länger gedauert als von Dr. E.___ angenommen und er sei bei Stellenantritt am 1. April 2013 noch nicht voll leistungsfähig gewesen, kann er dies nicht belegen. Zwar erteilte ihm die neue Arbeitgeberin eine Einkommensgarantie bis 31. Dezem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2015 (vgl. Urk. 2/16/4 = Urk. 14/1). Allerdings lassen die Zugeständnisse der Arbeitgeberin - selbst wenn sie dem Kläger aufgrund seiner subjektiv </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wahrgenommenen Leistungsfähigkeit erteilt worden sein sollten - eine krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitsbedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nicht belegen. Ausserdem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">war es dem Versicherten zumutbar, eine Tätigkeit anzunehmen, welche seinen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> dannzumaligen Bedürfnissen entsprach (Art. B2. 1 Abs. 3 AVB). Soweit der Kläger auf die Arbeitsunfähigkeitsatteste seines behandelnden Psychiaters verweist, sind diese nicht aussagekräftig.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wird somit von einer stetigen Steigerung der Arbeitsfähigkeit von 0 % auf 100 % während vier Monaten (letzte gutachterliche Untersuchung vom 7. November 2012/Arbeitsaufnahme am 1. April 2013) ausgegangen, ergibt dies eine Arbeitsunfähigkeit von 80 % ab Dezember 2012, eine solche von 60 % ab Januar 2013, eine solche von 40 % ab Februar 2013 und eine solche von 20 % ab März 2013.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Taggeld des Klägers beträgt bei einer 100%igen Erwerbsunfähigkeit Fr. 434.95 (vgl. Urk. 2/10/3), bei einer solchen von 80 % somit Fr. 347.95, bei einer solchen von 60 % Fr. 260.95 und bei einer solchen von 40 % Fr. 174.--. Bei einer Erwerbsunfähigkeit unter 25 % besteht kein Anspruch auf Taggelder (vgl. oben E. 1.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit hat der Kläger Anspruch auf 190 Taggelder von 100 % für die Periode vom 25. Mai bis 30. November 2012 im Betrag von 82'640.50, 31 Taggelder von 80 % für Dezember 2012 im Betrag von Fr. 10'786.45, 31 Taggelder von 60 % für Januar 2013 im Betrag von Fr. 8'089.45 und 28 Taggelder von 40 % für Februar 2013 im Betrag von Fr. 4'872.--. Dies ergibt einen Tag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geld</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anspruch von insgesamt Fr. 106'388.40. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Art. 41 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Gesetzes über den Versicherungsvertrag (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">VVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> wird </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Forderung aus dem Versicherungsvertrag mit dem Ablauf von vier Wochen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(sogenannte Deliberationsfrist) von dem Zeitpunkt an gerechnet fällig, in dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Versicherer Angaben erhalten hat, aus denen er sich von der Richtigkeit des Anspruchs überzeugen kann. Auch im Bereich des Versicherungsrechts gerät der Versicherer nach herrschender Lehre erst mit der Mahnung in Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zug (Art. 102 Abs. 1 des Obligationenrechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, OR</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Lehnt der Versicherer jedoch zu Unrecht seine Leistungspflicht definitiv ab, bedarf es keiner Mah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nung. Fälligkeit und Verzug treten dann sofort ein, und die Deliberationsfrist wird überflüssig, wenn sie nicht schon abgelaufen ist (Nef in: Kommentar zum Schweizerischen Privatrecht, Bundesgesetz über den Versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trag [VVG], 2001, Art. 41 Rz 20).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In den AVB der Beklagten wurden keine besonderen Bestimmungen zum Verzug</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">szins</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bezüglich ihrer Leistungen aufgenommen. Es gelten somit die allgemeinen Regeln nach OR und VVG. Der Anspruch auf die Taggelder vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">25. Mai 2012 bis 28. Februar 2013</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> war fortlaufend entstanden. Die Beklagte hat die Zahlung weiterer Taggelder nach dem Vorliegen des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gutachtens B.___/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___ vom 8. Juni 2012 (Urk. 2/10/M9)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Schreiben vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">14. Juni 2012</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> definitiv abgelehnt (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2/10/K13</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Fälligkeit und Verzug traten somit ab dem 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4. Juni 2012</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ein. Der Lauf des Verzugs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zins</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">es von 5 % ist daher ab dem mittleren Verfallstag zwischen dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">25. Mai 2012</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28. Februar 2013</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mithin ab dem 11. Oktober 2012 geschuldet. [Verfallstagberechnung: Mai 7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Tage</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, Juni 30 Tage, Juli/August je 31 Tage, September 30 Tage, Oktober 31 Tage, November 30 Tage, Dezember 31 Tage, Januar 31 Tage, Februar 28 Tage = 280 Tage/2 = 140 Tage.]</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ist die Beklagte in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> teilweiser Gutheissung der Klage zu verpflichten, de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">m Kläger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> den Betrag von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. 106'388.40</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zuzüglich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zins</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> von 5 % ab dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">11. Oktober 2012</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zu den Prozesskosten gehören die Gerichtskosten und die Parteient</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung (Art. 95 Abs. 1 ZPO). Das Verfahren ist kostenlos (Art. 114 lit. e ZPO). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus der Formulierung von Art. 114 ZPO ergibt sich, dass dessen lit. e nur die Gerichtskosten betrifft, nicht aber die Prozessentschädigung an die Gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">partei (Urteil des Bundesgerichtes 4A_194/2010 vom 17. November 2010, E. 2.2.1, nicht publiziert in: BGE 137 III 47). Diese umfasst den Ersatz der notwendigen Auslagen, die Kosten einer berufsmässigen Vertretung sowie in begründeten Fällen eine angemessene Umtriebsentschädigung, wenn eine Partei nicht berufsmässig vertreten ist (Art. 95 Abs. 3 ZPO).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Kantone sind zuständig, die Tarife für die Prozesskosten festzusetzen (Art. 96 ZPO). Das zürcherische Ausführungsgesetz zur ZPO, das Gesetz über </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Gerichts- und Behördenorganisation im Zivil- und Strafprozess (GOG), en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hält keine für das Sozialversicherungsgericht anwendbare Tarifbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stim</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ung (vgl. 7. Titel des GOG). Dasselbe gilt für die Verordnung über die Anwalts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebühren. Diese regelt ausdrücklich nur die Parteientschädigungen vor den Schlichtungsbehörden, den Zivilgerichten und den Strafbehörden. Die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mess</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ung der Parteientschädigung richtet sich somit nach § 34 GSVGer sowie den §§ 1, 5 und 7 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gungen vor dem Sozialversicherungsgericht (GebV SVGer). Gemäss § 34 Abs. 3 GSVGer ist die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert festzusetzen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der vertretene Kläger obsiegt im Umfang von rund vier Fünftel. Bei einem gerichtsüblichen Ansatz von Fr. 220.-- zuzüglich Mehrwertsteuer (MWSt) ist ihm </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">um 1/5 gekürzte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Parteientschädigung von Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3'12</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">0.-- (inkl. Baraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, worin die Aufwendungen im Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren KK.2013.00039 ebenfalls enthalten sind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In teilweiser Gutheissung der Klage wird die Beklagte verpflichtet, dem Kläger Fr. 106'388.90</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> zuzüglich </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zins</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> von 5 % ab dem </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">11. Oktober 2012</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> zu bezahlen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beklagte wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Kläger</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessentschädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">'</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">120</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Corinne Schoch</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Fürsprecher René W. Schleifer</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannTiefenbacher</p></div> </div></body></html>