A bteilung V E -4626/2006 gyk/sw n {T 0/2} U rteil vom 30. Juli 2007 M itw irkung: R ichter G ysi, R ichter Zoller, R ichterin Schenker Senn G erichtsschreiber Sw ain X._______, geboren _______, alias Y._______, geboren _______, alias Y._______ geboren _______, alias Z._______, geboren _______, Som alia, w ohnhaft _______ vertreten durch A._______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 30. M ai 2005 i.S. N ichteintreten auf A sylgesuch und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er Beschw erdeführer reiste am 1. oder 2. Februar 2005 illegal in die Schw eiz ein, und w urde am 3. Februar 2005 von der Kantonspolizei in O ._______ w egen illegaler Einreise verhaftet. Am 8. Februar 2005 w urde er dem Em pfangszentrum Kreuzlingen zugeführt, w o er gleichentags unter Angabe der Identität Y._______, geboren _______, Som alia, ein Asylgesuch stellte. B. Anlässlich der Kurzbefragung vom 11. Februar 2005 erklärte der Beschw erdefüh- rer, sein Asylgesuch zurückziehen zu w ollen, w orauf das G esuch m it Verfügung gleichen Tages abgeschrieben w urde. N achdem der Beschw erdeführer m it Einga- be seiner R echtsvertreterin vom 17. Februar 2005 seine R ückzugserklärung zurückzog und um W iederaufnahm e des Asylverfahrens ersuchte, w urde das Asyl- verfahren m it Verfügung des BFM vom 28. Februar 2005 w ieder aufgenom m en. Am 11. und 12. M ai 2005 führte das BFM direkte Anhörungen des Beschw erdefüh- rers gem äss Art. 29 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) durch. C . a) Zur Begründung seines Asylgesuchs brachte der Beschw erdeführer anlässlich der Em pfangsstellenbefragung im W esentlichen vor, er gehöre dem C lan der B._______ an und stam m e aus C ._______. Seit 1992 habe er sich in D ._______ Provinz E._______, aufgehalten. Ende N ovem ber 2004 sei er nach Äthiopien ausgereist und habe sich in der Folge bis Anfang Februar 2005 in F.________ aufgehalten, von w o er m it H ilfe eines Schleppers, w elcher ihm einen falschen Pass beschafft habe, per Flugzeug in die Schw eiz gelangt sei. b) Anlässlich der Befragungen durch das BFM gab der Beschw erdeführer zu Proto- koll, seine Identität laute X._______, geboren _______ und er gehöre dem C lan G ._______ an. Seine w ahre Identität habe er vorerst verschw iegen um zu verbergen, dass er bereits in anderen Ländern um Asyl nachgesucht habe. Sein Vater sei 1990 oder 1991 um gebracht w orden; seine M utter und seine G eschw is- ter w ürden in Äthiopien, den U SA und w eiteren Ländern leben. Im H eim atstaat habe er keine Fam ilienangehörigen m ehr. Er habe Som alia im Januar 1991 verlas- sen und habe dann bis D ezem ber 1995 im Flüchtlingslager H ._______ in Äthiopien gelebt. D anach habe er sich 3 M onate bei Verw andten in D ubai aufge- halten und sei darauf nach einem zw eim onatigen Aufenthalt in C ._______ etw a Anfang Februar 1996 in Frankreich eingereist und habe dort um Asyl nachgesucht. O hne den Entscheid abzuw arten, sei er im Som m er 1996 nach D änem ark gereist und habe dort ebenfalls ein Asylgesuch gestellt, w elches positiv entschieden w or- den sei. Trotzdem sei er im Som m er 1997 nach Schw eden gegangen, w o er sich etw a 5 M onate aufgehalten habe. N ach der W egw eisung durch die schw edischen Behörden Ende 1997 oder Anfang 1998 sei er nach Brüssel w eitergereist und habe dort erneut um Asyl nachgesucht. N ach einem M onat sei er jedoch unterge- taucht und habe etw a sieben oder acht M onate illegal in Belgien gelebt. Im Jahre 1998 sei er nach D änem ark zurückgekehrt, w o ihm aber sein Flüchtlingsstatus 3 aberkannt w orden sei. In der Folge habe er sich dort illegal aufgehalten. Im Jahre 2000 habe er in den N iederlanden ein Asylgesuch gestellt, sei aber nach einem oder zw ei Jahren, nachdem ein erneutes Asylgesuch in Frankreich abgelehnt w or- den sei, nach G rossbritannien gereist und habe dort im Som m er 2001 w iederum ein Asylgesuch gestellt. M itte 2002 sei er von den britischen Behörden nach den N iederlanden ausgeschafft w orden, von w o er nach drei oder vier M onaten erneut nach D änem ark gegangen sei. Ein zw eites dort gestelltes Asylgesuch sei rechts- kräftig abgew iesen w orden. D araufhin sei er Ende D ezem ber 2004 nach D eutsch- land w eitergereist. D ort sei er w egen illegalen Aufenthalts inhaftiert w orden und nach der Freilassung in die Schw eiz eingereist. Ausser gegenüber den französi- schen Behörden habe er stets falsche Angaben zu seiner Identität gem acht. Er sei aus seinem H eim atstaat ausgereist, w eil er seit dem Jahre 1990 obdachlos gew e- sen sei und w egen des Bürgerkrieges sein Leben in G efahr gew esen sei. Im Janu- ar 1991 sei er zusam m en m it seiner Schw ester entführt und erst nach einer Löse- geldzahlung freigelassen w orden. Im Januar oder Februar 1991 sei sein Vater um gebracht w orden, w orauf er m it seiner M utter und seinen G eschw istern zunächst zu einem O nkel in ein anderes Q uartier von C ._______ und darauf nach Äthiopien geflüchtet sei. D . Abklärungen der Schw eizer Asylbehörden ergaben, dass der Beschw erdeführer vor der Einreise in die Schw eiz unter verschiedenen Identitäten in D änem ark, G rossbritannien, den N iederlanden, Belgien und D eutschland in Erscheinung getreten ist. E. M it Schreiben vom 27. M ai 2005 stim m te das deutsche Bundesgrenzschutzam t W eil am R hein einer R ückübernahm e des Beschw erdeführers zu. F. M it - gleichentags eröffneter - Verfügung vom 30. M ai 2005 trat das BFM gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. f AsylG und Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht ein und ordnete dessen W egw eisung aus der Schw eiz an. Auf die detaillierte Begründung w ird - sow eit entscheidw esentlich - in den Erw ägungen eingegangen. G . M it Eingabe seiner R echtsvertreterin vom 6. Juni 2005 erhob der Beschw erdefüh- rer bei der dam als zuständigen Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) Beschw erde gegen die Verfügung der Vorinstanz und beantragte deren Aufhebung sow ie die R ückw eisung an die Vorinstanz zur m ateriellen Prüfung des Asylge- suchs. Eventualiter sei die Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihm Asyl zu gew ähren, subeventualiter die U nzulässigkeit und U nzum utbarkeit des W egw ei- sungsvollzugs festzustellen und ihm die vorläufige Aufnahm e zu gew ähren. In for- m eller H insicht beantragte er die O ffenlegung des Briefverkehrs m it dem deut- schen Bundesgrenzschutz, der Akten des Asylverfahrens in D änem ark sow ie des Lingua-G utachtens, die Einholung eines psychologischen bzw . psychiatrischen G utachtens von Am tes w egen, sow ie die U nterbringung im Kanton Thurgau. Schliesslich ersuchte er um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege und den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Auf die Begründung w ird - sow eit entscheidw esentlich - in den Erw ägungen eingegangen. Zur Stützung sei- ner Vorbringen reichte der Beschw erdeführer ein Schreiben der Flüchtlingskoordi- natorin D .G . von Am nesty International vom 6. Juni 2005 sow ie einen Ausschnitt aus einem Them enpapier der Schw eizerischen Flüchtlingshilfe (SFH ): "Identitäts-4 dokum ente in ausgew ählten afrikanischen Flüchtlings-H erkunftsländern“ vom 3. M ärz 2005, ein. H . M it Telefax vom 9. Juni 2005 ersuchte die AR K das Ausländeram t des Kantons Thurgau, einstw eilen von Vollzugsm assnahm en abzusehen. I. M it Zw ischenverfügung vom 13. Juni 2005 stellte die dam als zuständige Instrukti- onsrichterin fest, dass der Beschw erdeführer den Ausgang des Beschw erdever- fahrens in der Schw eiz abw arten könne, hiess das G esuch um unentgeltliche R echtspflege gem äss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) gut und verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Ferner w urde dem Beschw erdeführer Ein- sicht in die Aktenstücke A38/1, A43/3, A50/3, A67/1 und A71/1 gew ährt. Er w urde zudem aufgefordert, innert 30 Tagen die in Aussicht gestellten Bew eism ittel aus Äthiopien und vom U N H C R einzureichen, darüber zu orientieren, ob er seinen Strafantrag vom 17. Februar 2005 aufrecht erhalte und über den Stand dieses Ver- fahrens zu berichten, sow ie zu erklären, ob er eine ärztliche oder psychologische Behandlung in Anspruch nehm e und gegebenenfalls die behandelnden Fachperso- nen von ihrer Schw eigepflicht zu entbinden. Auf das G esuch um U nterbringung im Kanton Thurgau w urde m angels sachlicher Zuständigkeit nicht eingetreten. J. M it Eingabe vom 18. Juli 2005 nahm der Beschw erdeführer durch seine R echts- vertreterin Stellung zu den offen gelegten Akten, dem von ihm angehobenen Asyl- verfahren in D änem ark, dem von ihm eingereichten Strafantrag gegen zw ei Securi- tas-Angestellte sow ie zu der von ihm in Anspruch genom m enen ärztlichen Behandlung und reichte ein Schreiben des U N H C R Verbindungsbüros in G enf vom 18. Juli 2005 sow ie diverse Akten bezüglich seiner zw angsw eisen psychiatrischen Behandlung in D änem ark zu den Akten. K. M it Eingabe vom 19. Juli 2005 - vorab per Telefax - reichte der Beschw erdeführer eine Stellungnahm e von R echtsanw alt M .B., w elcher den Beschw erdeführer im Strafverfahren vertritt, vom 18. Juli 2005 sow ie ein Schreiben seines R echtsvertre- ters in D änem ark vom 15. Juli 2005 ein. L. M it Zw ischenverfügung vom 25. Juli 2005 forderte die dam als zuständige Instrukti- onsrichterin den Beschw erdeführer auf, innert Frist zu erklären, w ie er in den Besitz der D okum ente aus D änem ark gelangt sei und w ieso die m eisten davon nicht unterzeichnet seien. Ferner w urde er ersucht, innert derselben Frist das Schreiben des dänischen Anw alts im O riginal nachzureichen, den ihn behandeln- den Arzt von der Schw eigepflicht zu entbinden und einen ärztlichen Bericht einzu- reichen. M . M it Eingabe vom 9. August 2005 nahm der Beschw erdeführer Stellung zu den U m ständen der Beschaffung der D okum ente von D änem ark, und reichte einen Auszug aus einem Protokoll des Stadtgerichts Kopenhagen vom 8. Juli 2005, ein Schreiben des Staatsanw alts für Kopenhagen I._______ vom 1. Juni 2005 sow ie eine Eingabe des R echtsanw alts des Beschw erdeführers H .M . vom 15. Juli 2005 ein. Ferner gab er eine Erklärung der Entbindung der behandelnden Ärzte von der Schw eigepflicht sow ie ein ärztliches Zeugnis des Kantonsspitals J._______ vom 23. Juni 2005 zu den Akten und stellte ein w eiteres Arztzeugnis in Aussicht. N . In ihrer Vernehm lassung vom 14. Septem ber 2005 hielt die Vorinstanz an der 5 angefochtenen Verfügung fest und beantragte die Abw eisung der Beschw erde. O . M it Zw ischenverfügung vom 25. O ktober 2005 w urde dem Beschw erdeführer G ele- genheit zur Stellungnahm e zur vorinstanzlichen Vernehm lassung gegeben. Ferner w urden ihm die Aktenstücke A 44/1, A 59/2 (recte: 57/2), A 88/2, A 89/2 und A92/1 sow ie die Lingua-Analyse vom 6. Juni 2005 offengelegt. P. M it Eingabe vom 15. N ovem ber 2005 m achte der Beschw erdeführer von dem ihm eingeräum ten R echt zur Stellungnahm e G ebrauch und reichte diverse Berichte der SFH zur hum anitären Lage in Som alia und in Som aliland zu den Akten. Q . M it Schreiben vom 3. Januar 2006 teilte die R echtsvertreterin des Beschw erdefüh- rers m it, dass sich dessen psychischer G esundheitszustand erheblich verschlech- tert habe, w eshalb er in stationärer psychiatrischer Behandlung sei, und stellte einen entsprechenden ärztlichen Bericht in Aussicht. R . Am 25. Juli 2006, 11. D ezem ber 2006, 27. D ezem ber 2006 und 8. Januar 2007 erkundigte sich der Beschw erdeführer telefonisch und persönlich nach dem Ver- fahrensstand und ersuchte um beschleunigte Behandlung seiner Beschw erde. S. M it schriftlicher Erklärung vom 5. Januar 2007 entband der Beschw erdeführer das Bundesverw altungsgericht von der Schw eigepflicht gegenüber der Klinik K._______. T. M it Eingabe vom 16. Januar 2007 ersuchte die R echtsvertreterin des Beschw erde- führers w egen dessen schlechten G esundheitszustandes um Verfahrensbeschleu- nigung und reichte einen ärztlichen Bericht der psychiatrischen Klinik K._______ vom 8. Januar 2007 ein. U . Am 17. Januar 2007 ging beim neu zuständigen Bundesverw altungsgericht ein Bericht des D urchgangsheim s für Asylsuchende L._______ vom 8. Januar 2007 zu, w onach gegen den Beschw erdeführer Strafanzeige w egen Sachbeschädigung erstattet w orden sei, ihm kein Taschengeld m ehr ausgezahlt w erde und von der Klinik K._______ zugesichert w orden sei, dass ihm bis auf W eiteres kein U rlaub m ehr gew ährt w erde. V. Am 7. Juni 2007 erkundigte sich die R echtsvertreterin des Beschw erdeführers erneut nach dem Verfahrensstand. D abei erklärte sie, dieser sei in der Zw ischen- zeit aus der Klinik K._______ entlassen w orden, w eil er aufgrund seiner W eigerung, M edikam ente einzunehm en, als nicht therapierbar gelte. W . Auf telefonische Aufforderung hin reichte die R echtsvertreterin des G esuchstellers m it Telefax vom 31. Juli 2007 eine Kostennote ein. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , 6 SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfü- gungen nach Art. 5 Vw VG , sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehö- ren Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz; das Bundesverw altungs- gericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei der AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrens- recht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 3. D ie Beurteilung von Beschw erden gegen N ichteintretensentscheide ist praxisge- m äss auf die Ü berprüfung der Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist. D ie Beurteilungskom petenz der Beschw erde- instanz ist som it darauf lim itiert, im Fall der Begründetheit des R echtsm ittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuw eisen (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizeri- schen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2004 N r. 34 E. 2.1. S. 240 f., 1996 N r. 5 S. 39, 1995 N r. 14 S. 127 f., m it w eiteren H inw eisen). N ur betreffend die verfügte W egw eisung und deren Vollzugs hat das Bundesverw altungsgericht volle Kogniti- on, w eil diese Punkte vom Bundesam t bereits m ateriell geprüft w urden. M ithin ist auf den Antrag in der Beschw erde vom 9. April 2005 auf G ew ährung des Asyls und Feststellung der Flüchtlingseigenschaft nicht einzutreten. 4. G em äss Art. 32 Abs. 2 lit. b AsylG w ird auf Asylgesuche nicht eingetreten, w enn Asylsuchende die Behörden über ihre Identität täuschen und diese Täuschung auf- grund der Ergebnisse der erkennungsdienstlichen Behandlung oder anderer Bew eism ittel feststeht. G em äss Art. 32 Abs. 2 lit. f AsylG w ird auf ein Asylgesuch nicht eingetreten, w enn der betroffene Asylsuchende in einem Staat der Europäi- schen U nion (EU ) oder des Europäischen W irtschaftsraum s (EW R ) einen ableh- nenden Asylentscheid erhalten hat, ausser die Anhörung ergebe H inw eise darauf, dass in der Zw ischenzeit Ereignisse eingetreten sind, die geeignet sind, die Flücht- lingseigenschaft zu begründen, oder die für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes relevant sind. 5. 5.1 Zur Begründung ihrer Verfügung führte die Vorinstanz aus, es stehe fest, dass der Beschw erdeführer in verschiedenen europäischen Staaten um Asyl nachgesucht 7 und in D änem ark am 25. M ärz 2003 einen ablehnenden rechtskräftigen Asylent- scheid erhalten habe. Aus den Ausführungen des Beschw erdeführers anlässlich der Anhörungen hätten sich zudem keine H inw eise auf in der Zw ischenzeit einge- tretene Ereignisse ergeben, w elche geeignet w ären, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes relevant seien. Im W eiteren habe der Beschw erdeführer sow ohl gegenüber der Kantonspolizei als auch bei der Einreichung des Asylgesuchs in Kreuzlingen und anlässlich der Em pfangsstellenbefragung seine Identität als Y._______, geboren _______, angegeben. In der direkten Bundesanhörung vom 11./12. M ai 2005 habe er jedoch zu Protokoll gegeben, diese Angaben seien falsch und seine korrekte Identität laute X._______, geboren _______. D am it stehe fest, dass der Beschw erdeführer die Schw eizer Behörden über seine Identität getäuscht habe. Zudem habe er bei seinen Asylgesuchen in anderen europäischen Ländern zahlreiche, von den Angaben gegenüber den Schw eizer Behörden abw eichende Identitätsangaben gem acht und er habe bisher keine Identitätsdokum ente zum Beleg seiner angeblich w ahren Identität eingereicht. D ass er in Frankreich ein Asylgesuch unter Angabe derselben Identität w ie in der Schw eiz gestellt habe, könne nicht geglaubt w erden, da er nach Angabe der französischen Behörden dort daktyloskopisch nicht registriert sei. Im Ü brigen w ürden sich aus den Akten keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass ihm im H erkunftsstaat eine gem äss Art. 3 EM R K verbotene Behandlung oder Strafe drohe, und er habe keine G ründe angegeben, w elche gegen eine R ückkehr in jene europäischen Staaten, in w elchen er sich vor der Einreise in die Schw eiz aufgehalten habe, nam entlich nach D eutschland, sprechen w ürden. Aufgrund der Zusicherung der deutschen Behörden erfolge die W egw eisung nach D eutschland. D a dieser Staat seinen Verpflichtungen aus der Flüchtlingskonvention und der EM R K nachkom m e, m üsse der Beschw erdeführer nicht befürchten, in einen allfälligen Verfolgerstaat zurückgeschickt zu w erden. 5.2 D er Beschw erdeführer führte zur Begründung seiner Beschw erde zunächst aus, er habe die Schw eizer Behörden bei der Einreichung seines Asylgesuchs tatsächlich über seine Identität täuschen w ollen, aus Angst davor, erneut abgeschoben zu w erden. D ies sei aufgrund seiner Fluchtgeschichte - er habe eine w ahre O dyssee durch Europa hinter sich - aber nachvollziehbar und entschuldbar. Aus dem U m stand, dass nach Angaben der französischen Behörden seine Fingerabdrücke dort nicht gespeichert seien, könne nicht ohne w eiteres geschlossen w erden, dass er dort nicht um Asyl ersucht habe. W ie von Am nesty International bestätigt w erde, seien Fälle bekannt, in denen trotz belegter Asylgesuchstellung in Frankreich das Vorliegen von Fingerabdrücken von den entsprechenden Behörden verneint w or- den sei. Anlässlich der Anhörungen durch das BFM vom 11./12. M ai 2005 habe die Täuschungsabsicht aber nicht m ehr bestanden. D a m ehrere seiner Fam ilienan- gehörigen in den Jahren 1991 bis 1995 in einem Flüchtlingslager in Äthiopien registriert gew esen seien, habe er beim U N H C R in G enf entsprechende N achfor- schungen veranlasst. Es sei ihm nicht m öglich, echte Identitätsdokum ente beizu- bringen, w eil er in seinem H eim atland keine Fam ilienangehörigen m ehr habe und dort keine funktionierenden Behörden existieren w ürden. Er versuche jedoch, m it seiner M utter, w elche illegal in Äthiopien lebe, und Bekannten in M ogadischu Kon- takt aufzunehm en um seine alten Identitätspapiere zu beschaffen. Im m erhin ver- m öge das von der Vorinstanz in Auftrag gegebene Lingua-G utachten seine H er-8 kunft zu belegen. Betreffend den N ichteintretenstatbestand von Art. 32 Abs. 2 lit. f AsylG sei zunächst festzustellen, dass aus den vorliegenden Akten der dänischen Behörden nicht schlüssig hervorgehe, aus w elchen G ründen auf sein zw eites dort gestelltes Asylgesuch im Jahre 2002 nicht eingetreten w orden sei. Es stelle sich die Frage, ob aufgrund seiner nunm ehr w ahren Angaben zu seiner C lan-Zuge- hörigkeit neue m assgebliche Ereignisse vorliegen w ürden, w elche ein Eintreten auf das Asylgesuch und einen neuen Entscheid rechtfertigen w ürden. Er gehöre näm lich einem M inderheiten-C lan an, w elcher in Som alia D iskrim inierungen und gezielten Ü bergriffen ausgesetzt sei. Zufolge der Einschätzung der dänischen Behörden, dass er psychisch krank sei und unter W ahnvorstellungen leide, dürfe ihm sein Verhalten nicht zum Vorw urf gem acht w erden. D iese U m stände verm öch- ten vielleicht auch sein U m herziehen von einem europäischen Staat in den ande- ren sow ie das verm eintliche Verw ischen von Spuren zu erklären. M öglicherw eise sei dies aber auch ein Indiz für die im H eim atstaat erlittene Traum atisierung. Im Ü brigen sei bei der Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bst. f AsylG von einem tiefen Bew eism assstab und einem w eiten Verfolgungsbegriff auszugehen. Ferner w äre er entgegen der Einschätzung der Vorinstanz in Som alia aufgrund der Bürger- kriegssituation und seiner Zugehörigkeit zum G ._______-C lan einer G efährdung im Sinne von Art. 3 EM R K ausgesetzt. Betreffend die W egw eisung nach D eutsch- land habe die Vorinstanz eine unzulässige Verm ischung von R echtsinstituten vorgenom m en. Eine vorsorgliche W egw eisung im Sinne von Art. 42 AsylG sei nur dann zum utbar, w enn der übernehm ende Staat staatsvertraglich zuständig sei. D eutschland sei vorliegend jedoch nicht zuständig, sondern gem äss dem D ubliner Abkom m en D änem ark. D a som it die deutschen Behörden kein Asylverfahren durchführen könnten, drohe ihm eine Kettenabschiebung, w elche Art. 3 EM R K verletzen w ürde. Schliesslich sei das von ihm gegen zw ei Securitas-Angestellte in die W ege geleitete Strafverfahren noch nicht abgeschlossen; eine W egw eisung w ürde seine R echte im Strafprozess einschränken. Zudem sei er w egen der erlittenen Verletzungen in m edizinischer Behandlung, deren Abbruch ihm nicht zum utbar sei. 5.3 In seiner Vernehm lassung vom 14. Septem ber 2005 führte das BFM aus, der Beschw erdeführer habe anlässlich der Asylverfahren in verschiedenen Ländern die jew eiligen Behörden vorsätzlich über seine Identität getäuscht, um Vorteile im Asylverfahren zu erlangen und Abklärungen über seine H erkunft zu behindern. D as Schreiben von Am nesty International bezüglich der Praxis der französischen Behörden sei nicht geeignet, das Ergebnis der daktyloskopischen Abklärung um zustossen. D a der Beschw erdeführer seinen Aufenthalt in D änem ark vorerst verschw iegen und erst auf Vorhalt hin zugegeben habe, sei eine Täuschungsab- sicht offensichtlich gegeben. D er Aufenthalt des Beschw erdeführers in einem Flüchtlingslager in Äthiopien habe durch das U N H C R nicht bestätigt w erden kön- nen. Es bestünden aber verschiedene Anhaltspunkte für eine Beziehung des Beschw erdeführers zu N ordsom alia. So stam m e eine frühere Lebenspartnerin aus D jibouti und seine M utter lebe in Äthiopien. Zudem habe eine am 7. M ärz 2005 durchgeführte Lingua-Expertise ergeben, dass der Beschw erdeführer einen som a- lischen D ialekt spreche, w elcher im N orden Som alias und U m gebung verbreitet sei. D ies stehe im W iderspruch zu den Angaben des Beschw erdeführers, er habe nur von 1986 bis 1988 in Som aliland gelebt; vielm ehr m üsse davon ausgegangen 9 w erden, dass er im N orden oder N ordw esten Som alias oder angrenzenden Län- dern sozialisiert w orden sei. Ferner habe er auffallend unsubstanziierte und unge- naue Angaben zu seinem C lan und seiner Sippe gem acht. Seine Erklärung dafür, w eshalb er bei der Erstbefragung diesbezüglich falsche Angaben gem acht habe, sei nicht nachvollziehbar. Trotz angeblich regelm ässigem Kontakt m it Fam ilienan- gehörigen in verschiedenen Ländern habe er seine angebliche Identität bisher auch nicht ansatzw eise belegen können. Aufgrund der falschen Angaben des Beschw erdeführers zu Identität, R eisew eg und Aufenthalten in D rittstaaten hätten die Eckdaten seines Aufenthalts in D eutschland erst durch m ehrere Abklärungen festgestellt w erden können. D aher hätten die deutschen Behörden der R ücküber- nahm e erst nach anfänglicher Ablehnung zugestim m t. Entgegen seiner R üge habe der Beschw erdeführer in alle D okum ente betreffend die R ückübernahm eersuchen und die Antw orten der deutschen Behörden vollständig Einsicht erhalten. D er W egw eisungsvollzug nach D eutschland sei zulässig, zum utbar und m öglich. Insbe- sondere kom m e D eutschland seinen völkerrechtlichen Verpflichtungen nach, w es- halb der Beschw erdeführer nicht eine R ückschaffung in einen m öglichen Verfolger- staat befürchten m üsse. D ie Ausführungen des Beschw erdeführers zu der tätli- chen Auseinandersetzung m it zw ei Securitas-Angestellten am 11. Februar 2005 sow ie die Aussage, dass sein anfänglicher R ückzug des Asylgesuchs w ährend der Befragung im Em pfangszentrum durch schikanöse Bem erkungen von Securitas- Angestellten provoziert w orden sei, w erde zurückgew iesen. Vielm ehr liege der Schluss nahe, dass er erkannt habe, nicht in der Lage zu sein, eine glaubw ürdige G eschichte vorzutragen. Bereits in D änem ark sei der Beschw erdeführer w iederholt durch aggressives und gew alttätiges Verhalten gegenüber Am tspersonen aufgefal- len. Aus einem vom ihm eingereichten Schreiben seines dänischen Verteidigers vom 15. Juli 2005 sow ie einem Schreiben der britischen Behörden vom 27. Juli 2005 ergebe sich, dass er psychisch nicht krank sei, sondern davon auszugehen sei, er habe sich nur krank gestellt. Es sei davon auszugehen, dass er Aggression gezielt einsetze. N am entlich habe er einen Zeugen seiner tätlichen Auseinander- setzung m it den Securitas-Beam ten durch Androhung von G ew alt zum R ückzug seiner Zeugenaussage zu bew egen versucht. W eder das noch laufende Strafver- fahren noch allfällig benötigte therapeutische Behandlung w ürde der W egw eisung in einen anderen europäischen Staat entgegenstehen. 5.4 In seiner R eplikeingabe vom 15. N ovem ber 2005 w ies der Beschw erdeführer zunächst darauf hin, dass gem äss den Ausführungen in der Zw ischenverfügung der AR K zum Lingua-G utachten das von ihm gesprochene Standard-Som alisch auch in den zentralen Landesteilen gebräuchlich sei. Er habe zutreffende Angaben zu G ebräuchen und G eographie sow ohl des N ordens Som alias als auch C _______s gem acht. D iese U m stände seien durchaus vereinbar m it seinen Angaben, er habe zuerst in M ogadischu, dann von 1986 bis 1988 in M ._______, Som aliland und anschliessend bis 1991 w ieder in C ._______ gelebt. D a er m it seiner Fam ilie von 1991 bis 1995 in einem Flüchtlingslager in Äthiopien gelebt habe, sei durchaus nachvollziehbar, dass er gew isse typische Ausdrücke von Som aliern aus dem N orden übernom m en habe. Zudem hätten gem äss Angaben des U N H C R nicht alle Flüchtlinge in diesem Lager aus Som aliland gestam m t. Es w erde daran festgehalten, dass die Beschaffung von echten som alischen Identitätspapieren derzeit unm öglich sei. D er Vorw urf der Täuschungsabsicht 10 w erde zurückgew iesen. Angesichts der uneinheitlichen Praxis der jew eiligen Behörden zu Som alia seien gar keine Vorteile durch Falschangaben zu erlangen gew esen. Zudem scheine seine C lanzugehörigkeit im Verfahren in D änem ark keine R olle gespielt zu haben. Seine Angaben zum C lan der G ._______ und dessen Verhältnis zu anderen C lans seien durchaus detailreich und zutreffend. Es sei zu beachten, dass er auch in der Schw eiz durch andere Som alier geächtet w orden sei. D ie Angaben im Schreiben von Am nesty International zum Verhalten der französischen Behörden w ürden auch daktyloskopische Vergleiche betreffen. Seine Aussagen zum Vorfall m it den Securitas-Angestellten seien keinesw egs irreführend. D ie diesbezüglichen Aussagen der Befragerin, w elche nicht Zeugin des Vorfalls gew esen sei, hätten keine Legitim ation. 6. 6.1 D ie Anw endung der Bestim m ung von Art. 32 Abs. 2 Bst. f AsylG setzt eine sum - m arische m aterielle Prüfung der G laubhaftigkeit der Vorbringen der G esuch stel- lenden Person voraus, aus der sich das offensichtliche Fehlen von H inw eisen auf die Erfüllung der Flüchtlingseigenschaft beziehungsw eise auf die Voraussetzungen für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes ergibt. Es gelten dam it dieselben herabgesetzten Bew eism assanforderungen, w elchen nach der Praxis der AR K nicht offensichtlich haltlose H inw eise auf Verfolgung im Sinne von Art. 34 Abs. 2 AsylG genügen m üssen (vgl. EM AR K 2006 N r. 33 E. 6.1. S. 368 f., 2004 N r. 35 E. 4.3. S. 247 f.). H ingegen kom m t entgegen der Ansicht des Beschw erdeführers ein enger Verfolgungsbegriff zur Anw endung. G em äss R echtsprechung ist ein N ichteintretensentscheid gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. f AsylG dann gerechtfer- tigt, w enn in einem form ell rechtskräftigen Entscheid der Behörden eines Staates der EU oder des EW R festgestellt oder im plizite davon ausgegangen w urde, dass die betroffene Person die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt (EM AR K 2006 N r. 33 E. 5.2. und E. 5.4. S. 367 f.). Ein ausnahm sw eises Eintreten auf ein Asylgesuch trotz rechtskräftigem Asylentscheid in diesem Sinne ist dann m öglich, w enn die betroffene Person die darauf beruhende Verm utung, dass sie die Flüchtlingseigen- schaft nach Art. 3 AsylG nicht erfüllt, um stossen kann oder w enn sich aus der Anhörung H inw eise ergeben, dass in der Zw ischenzeit Ereignisse eingetreten sind, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder für die G ew äh- rung vorübergehenden Schutzes im Sinne von Art. 66 ff. AsylG relevant sind (EM AR K 2006 N r. 33). 6.2 Eigenen Aussagen zufolge hat der Beschw erdeführer in Frankreich, Belgien, den N iederlanden und G rossbritannien Asylgesuche eingereicht, über w elche jedoch nicht m ateriell befunden w urde. D em Bericht der dänischen Asylbehörden vom 4. M ai 2005 (Aktenstück A 57/2) lässt sich entnehm en, dass der Beschw erdeführer in D änem ark am 21. M ai 1996 ein erstes M al um Asyl nachsuchte und ihm am 25. Februar 1997 eine vorläufige Aufenthaltsbew illigung erteilt w urde. N achdem er am 5. August 1998 zu einer G efängnisstrafe verurteilt w orden w ar, w urde m it U rteil der Beschw erdeinstanz vom 21. Januar 1999 eine Landesverw eisung gegen ihn ausgesprochen. D iese w urde zw ar auf Beschw erde hin m it U rteil vom 15. Septem - ber 1999 w ieder aufgehoben. Trotzdem hat der Beschw erdeführer D änem ark am 1. N ovem ber 2000 verlassen. Am 18. Septem ber 2002 hat der Beschw erdeführer 11 erneut in D änem ark ein Asylgesuch gestellt, w elches am 25. M ärz 2003 rechtskräf- tig abgew iesen w urde. Aus dem U m stand, dass dem Beschw erdeführer m it Ent- scheid vom 25. Februar 1997 nur eine vorübergehende Aufenthaltsbew illigung zugesprochen w urde, kann im plizite geschlossen w erden, dass bereits anlässlich des ersten Asylverfahrens in D änem ark die Flüchtlingseigenschaft verneint w urde. Jedenfalls kann aber davon ausgegangen w erden, dass im zw eiten Asylverfahren m it der rechtskräftigen Abw eisung des Asylgesuchs am 25. M ärz 2003 auch die Flüchtlingseigenschaft verneint w urde. Som it liegt ein rechtskräftiger Entscheid eines EU -Staates im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. f AsylG vor. Zudem ergeben sich aus den Akten keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschw erdeführer die Ein- schätzung der dänischen Behörden um zustossen verm öchte, oder dass in der Zw i- schenzeit Ereignisse eingetreten w ären, die für die Flüchtlingseigenschaft relevant sein könnten. U nter diesen U m ständen erübrigt sich die Beschaffung w eiterer Akten zu den Asylverfahren des Beschw erdeführers in D änem ark, w eshalb der entsprechende Verfahrensantrag abgew iesen w ird. D ie Vorbringen des Beschw erdeführers zur Begründung seines Asylgesuchs in der Schw eiz beziehen sich ausschliesslich auf die Zeit vor dem Asylverfahren in D äne- m ark und hätten bereits dam als vorgebracht w erden können. Seinen Aussagen ist zu entnehm en, dass er nach Abschluss des Verfahrens in D änem ark nicht in sei- nen H eim atstaat zurückgekehrt ist und keinen Kontakt zu den heim atlichen Behör- den hatte. U nbeachtlich ist, dass der Beschw erdeführer nach eigenen Aussagen anlässlich der Asylgesuche in D änem ark - im G egensatz zum vorliegenden Ver- fahren - falsche Angaben gem acht habe (vgl. A62/ S. 13 und 15) und insbesonde- re seine Zugehörigkeit zum C lan der G ._______ verschw iegen habe. D enn er kann aus der Verletzung seiner M itw irkungspflicht gegenüber den dänischen Asylbehör- den im schw eizerischen Asylverfahren keine Vorteile ableiten. Aus den Akten ergeben sich ausserdem keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschw erdeführer entgegen der Einschätzung der dänischen Behörden tatsächlich eine flüchtlings- rechtlich relevante Verfolgung in seinem H eim atstaat zu befürchten hätte. Erhebli- che Zw eifel an der angeblichen Zugehörigkeit des Beschw erdeführers zum C lan der G ._______ sind gerechtfertigt, nachdem er diesem U m stand nach eigenen Angaben anlässlich der Asylgesuche in diversen europäischen Ländern verschw ieg und auch bei der Em pfangsstellenbefragung vom 11. Februar 2005 andere Angaben zu seiner C lanzugehörigkeit m achte. Jedoch selbst w enn dieses Vorbringen als glaubhaft erachtet w ürde, kann daraus nicht auf eine begründete Furcht vor Verfolgung in Sinne von Art. 3 AsylG geschlossen w erden, da nach Erkenntnissen der Schw eizerischen Asylbehörden die R epressalien gegenüber den Angehörigen des M inderheitenclans der G ._______ nicht das Ausm ass einer Kollektivverfolgung im Sinne der R echtsprechung erreichen (vgl. EM AR K 2006 N r. 1 E. 4.3. S. 3 f.). 6.3 Zusam m enfassend gelangt das G ericht zum Schluss, dass das BFM zu R echt gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. f AsylG auf das Asylgesuch des Beschw erdefüh- rers nicht eingetreten ist. Bei diesem Ergebnis kann offengelassen w erden, ob auch die Voraussetzungen für einen N ichteintretensentscheid gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG gegeben w ären. 12 7. 7.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; dabei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zum utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetz- lichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]). 7.2 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zuläs- sig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Aus- länders in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 7.3 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). 7.4 G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossen- schaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D ezem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm ensch- licher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 8. 8.1 D er Beschw erdeführer verfügt w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthaltsbe- w illigung noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. D ie W egw eisung w urde dem nach zu R echt angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; EM AR K 2001 N r. 21). 8.2 D as BFM hat in der angefochtenen Verfügung gestützt auf die R ückübernahm ezu- sicherung des Bundesgrenzschutzam ts W eil am R hein vom 27. M ai 2005 (Akten- stück A71/1) die W egw eisung des Beschw erdeführers nach D eutschland angeord- net. G em äss Art. 5 Abs. 2 des Abkom m ens zw ischen dem Schw eizerischen Bun- desrat und der R egierung der Bundesrepublik D eutschland über die R ückübernah- m e von Personen m it unbefugtem Aufenthalt vom 20. D ezem ber 1993 (SR 0.142.111.368) übernim m t die ersuchte Vertragspartei Personen, deren R ück- übernahm e zugestim m t w urde, innerhalb eines M onats. D iese Frist kann auf Antrag der ersuchenden Vertragspartei verlängert w erden. N achdem vorliegend jedoch bereits zw ei Jahre vergangen sind, seit die Zusicherung der deutschen Behörden gegeben w urde, m uss davon ausgegangen w erden, dass dieselbe keine G ültigkeit m ehr besitzt. D em zufolge ist die W egw eisung des Beschw erdeführers nach D eutschland nicht (m ehr) m öglich.13 8.3 Angesichts dieses Zw ischenergebnisses ist im Folgenden die Zulässigkeit, Zum ut- barkeit und M öglichkeit des W egw eisungsvollzugs nach Som alia zu prüfen. 8.4 D ie Prüfung des Vollzugs der W egw eisung durch R ückschaffung unter dem Aspekt von Art. 5 Abs. 1 AsylG und Art. 33 FK entfällt, w eil die Vorbringen des Beschw er- deführers m angels Eintretens - nachdem keine H inw eise auf für die Flüchtlingsei- genschaft relevante Ereignisse vorliegen - nicht unter dem Blickw inkel von Art. 3 AsylG oder Art. 1 A Ziff. 2 FK zu w ürdigen sind. Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen des Beschw erdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung nach Som alia dort m it beachtlicher W ahr- scheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w äre. G em äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti-Folterausschusses m üsste der Be- schw erdeführer eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihm im Fall einer R ückschiebung Folter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. EM AR K 2001 N r. 16 S. 122, m it w eiteren H inw ei- sen). D ie allgem eine M enschenrechtssituation in Som alia lässt den W egw eisungs- vollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. N ach dem G esag- ten ist der Vollzug der W egw eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völker- rechtlichen Bestim m ungen zulässig. 8.5 8.5.1 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ück- kehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allge- m einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situati- on allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise einer notw endigen m edizinischen Behandlung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). 8.5.2 D ie AR K hat in ihrem Entscheid EM AR K 2006 N r. 2 festgehalten, dass sich auf- grund der chaotischen Lage und der andauernden G ew altsituation in Zentral- und Süd-Som alia ein W egw eisungsvollzug in diese G ebiete w eiterhin als generell unzum utbar erw eise. D em gegenüber könne - unter gew issen Bedingungen - ein Vollzug der W egw eisung nach Som aliland und Puntland erfolgen. D azu ist jedoch erforderlich, dass die betroffene Person enge Verbindungen zur R egion hat, sich dort eine Existenzgrundlage aufbauen kann oder m it w irkungsvoller U nterstützung eines Fam ilienclans rechnen darf. Allein die Zugehörigkeit zu einem in der R egion ansässigen H auptclan lässt den W egw eisungsvollzug jedoch nicht als zum utbar erscheinen. D ie G laubhaftigkeit der Vorbringen des Beschw erdeführers ist ange- sichts seiner m assiv divergierenden Angaben anlässlich der Befragungen im erst- instanzlichen Verfahren und seines Eingeständnisses, bei den Asylgesuchen in anderen europäischen Ländern jew eils falsche Angaben gem acht zu haben, grundsätzlich in Zw eifel zu ziehen. Zudem liegen gew isse Anhaltspunkte dafür vor, dass der Beschw erdeführer m öglicherw eise im N orden Som alias sozialisiert w ur- de. N am entlich hat eine von der Vorinstanz in Auftrag gegebene Lingua-Analyse ergeben, dass er einen vor allem im N orden Som alias verbreiteten D ialekt spricht. 14 Zum al der Beschw erdeführer nach eigenen Angaben in seiner Kindheit zw ei Jahre in Som aliland und von 1991 bis 1996 in einem Flüchtlingslager in Äthiopien lebte, w o er m it Landsleuten aus dem N orden Som alias in Kontakt gekom m en sein dürf- te, kann aus diesen Indizien nicht ohne w eiteres darauf geschlossen w erden, dass er entgegen seinen Angaben aus Som aliland oder Puntland stam m t. Jedenfalls besteht aber angesichts der Aktenlage keine hinreichende G ew ähr dafür, dass der Beschw erdeführer einem in diesen G ebieten sesshaften C lan angehört oder dort über ein Beziehungsnetz verfügt, auf dessen U nterstützung er zählen könnte. Zudem hat er keine besonderen Q ualifikationen, w elche es ihm erm öglichen w ür- den, auch ohne fam iliäre U nterstützung seine Existenz zu sichern. Angesichts dieser U m stände m uss der Vollzug der W egw eisung des Beschw erde- führers nach Som alia praxisgem äss als unzum utbar erachtet w erden. 8.6 Zu prüfen ist unter diesen U m ständen w eiter, ob dem Beschw erdeführer die vor- läufige Aufnahm e gestützt auf Art. 14a Abs. 6 AN AG w egen schw erw iegender G efährdung oder Verletzung der öffentlichen Sicherheit und O rdnung zu verw ei- gern ist. 8.6.1 N ach der Praxis der AR K ist die Ausschlussklausel von Art. 14a Abs. 6 AN AG m it Zurückhaltung und insbesondere unter Beachtung des Verhältnism ässigkeitsprin- zips anzuw enden. Es genügt nicht, w enn die krim inellen H andlungen der betreffen- den Person den Schluss zulassen, dass diese nicht gew illt oder nicht fähig ist, sich an die elem entaren gesellschaftlichen R egeln des Zusam m enlebens zu halten. Vielm ehr m üssen diese H andlungen eine schw erw iegende G efährdung oder Ver- letzung der öffentlichen Sicherheit und O rdnung darstellen. D ie Verurteilung zu einer bedingten Freiheitsstrafe lässt beispielsw eise in der R egel nicht auf eine sol- che schliessen, jedoch kann deren Strafm ass oder der U m stand, dass durch das begangene D elikt besonders w ertvolle R echtsgüter betroffen sind, zum gegenteili- gen Schluss führen. Bei der Interessenabw ägung ist der angedrohte Strafrahm en in Bezug zur verhängten Strafe zu setzen. Auch die w iederholte D eliktsbegehung kann trotz bedingt ausgesprochener Freiheitsstrafe Anhaltspunkte für eine G efähr- dung der öffentlichen Sicherheit und O rdnung geben, stellt eine solche doch die verm utete günstige Prognose erheblich in Frage. D es W eiteren kann auch das Vorleben des Beschw erdeführers bei der Interessenabw ägung m it berücksichtigt w erden. G efährdet die betreffende Person die öffentliche Sicherheit und O rdnung in schw erw iegender W eise, kann Art. 14a Abs. 6 AN AG auch dann angew endet w erden, w enn ein entsprechendes Strafverfahren noch nicht abgeschlossen ist (vgl. zum G anzen EM AR K 2003 N r. 3 m it w eiteren H inw eisen). 8.6.2 Im Februar 2005 führte die Staatsanw altschaft O ._______ gegen den Beschw er- deführer ein Verfahren w egen AN AG -W iderhandlungen, eventuell Fälschung beziehungsw eise M issbrauchs eines Ausw eispapiers. Am 11. Februar 2005 reichte er w egen einer Auseinandersetzung im Em pfangszentrum Kreuzlingen Strafanzei- ge gegen zw ei Securitas-Angestellte w egen Körperverletzung ein. Im G egenzug w urde von denselben Personen gegen ihn ebenfalls Strafantrag w egen Tätlichkeit und Körperverletzung gestellt. Am 11. N ovem ber 2005 w urde ein w eiterer Strafan- trag w egen D rohung gegen den Beschw erdeführer gestellt. Ausserdem unterzeich- nete eine Landsfrau gleichentags eine Erklärung, gegen den Beschw erdeführer binnen drei M onaten Strafantrag w egen sexueller Belästigung und D rohung stellen 15 zu können. M it Bussenverfügung der Staatsanw altschaft des Kantons P._______ vom 6. N ovem ber 2006 w urde der Beschw erdeführer w egen W iderhandlung gegen das Transportgesetz zu einer Busse von Fr. 60.- verurteilt. Schliesslich ist den Akten zu entnehm en, dass der Beschw erdeführer w iederholt D rohungen gegen D ritte ausgesprochen hat. Am 21. N ovem ber 2006 w urde er w egen selbst- und frem dgefährdenden Verhaltens m ittels fürsorgerischem Freiheitsentzug in die Kli- nik K._______ eingeliefert. Am 7. Januar 2007 hat er anlässlich einer gew ährten Absenz von der Klinik im D urchgangsheim L._______ erhebliche Sachbeschädi- gungen angerichtet. Aufgrund dieses Vorfalls w urde die Einreichung einer Strafan- zeige in Aussicht gestellt (vgl. Bericht des D urchgangsheim s L._______ vom 8. Januar 2007), aber gem äss m ündlicher Aussage der R echtsvertreterin des Beschw erdeführers bis heute nicht erhoben (vgl. Telefonnotiz vom 2. Juli 2007). 8.6.3 Abgesehen von der Bussenverfügung der Staatsanw altschaft P._______ hat bisher keine der erw ähnten Strafanzeigen gegen den Beschw erdeführer zu einer strafrechtlichen Verurteilung geführt. D essen ungeachtet besteht vorliegend eine hinreichende G rundlage, um das Verhalten des Beschw erdeführers im Lichte von Art. 14a Abs. 6 AN AG zu w ürdigen. G egen den Beschw erdeführer spricht nach dem G esagten, dass er m ehrm als straffällig gew orden ist und w iederholt aggressives Verhalten gegenüber anderen Personen gezeigt hat. Andererseits ist zu beachten, dass es bezüglich der ihm vorgew orfenen sexuellen Belästigung bisher offenbar nicht zu einer Anzeige gekom m en ist. D em R apport betreffend den Vorfall im Em pfangszentrum vom 11. Februar 2005 ist zu entnehm en, dass es sich bei der dem Beschw erdeführer zur Last gelegten Körperverletzung um keine schw erw iegende handelt. Bei den Verstössen des Beschw erdeführers gegen frem denpolizeiliche Vorschriften und das Transportgesetz sow ie bei den aktenkundigen Sachbeschädigungen handelt es sich schliesslich nicht um Verletzungen besonders w ertvoller R echtsgüter. O hne zu verkennen, dass die vom Beschw erdeführer w iederholt gegenüber D ritten ausgesprochenen D rohungen eine nicht leicht zu nehm ende Verletzung der Inte- grität der Betroffenen darstellen und als ein nicht tolerierbares Verhalten bezeich- net w erden m üssen, gelangt das G ericht in Abw ägung aller U m stände zum Schluss, dass die Vergehen des Beschw erdeführers bei objektiver Betrachtung insgesam t nicht von derart erheblicher Schw ere sind, dass sie auf eine dem Beschw erdeführer inhärente beachtliche krim inelle Energie schliessen liessen. Ferner ist zu berücksichtigen, dass sein aggressives Verhalten m it seiner unsiche- ren Aufenthaltssituation in den verschiedenen europäischen Ländern, w o er sich aufgehalten hat, und der fehlenden Perspektive zusam m enhängen dürfte, w eshalb begründeter Anlass zur Annahm e besteht, dass im Falle der G ew ährung eines Aufenthaltsrechts sich sein soziales Verhalten bessern w ird. 8.6.4 Insbesam t besteht nach Ansicht des G erichts unter Berücksichtigung des Verhält- nism ässigkeitsprinzips kein hinreichender G rund von einer schw erw iegenden G efährdung der öffentlichen Sicherheit und O rdnung im Sinne von Art. 14a Abs. 6 AN AG auszugehen. Es ist jedoch darauf hinzuw eisen, dass eine Ü berprüfung dieser Einschätzung in 16 Betracht gezogen w erden m üsste, falls der Beschw erdeführer w eiterhin deliktisch in Erscheinung treten sollte und sich nicht um ein den gesellschaftlichen N orm en entsprechendes Verhalten bem ühen w ürde, nam entlich durch die Inanspruchnah- m e m edizinischer Behandlung für seine psychischen Problem e. D ies könnte w ie- dererw ägungsw eise zu einer Aufhebung der vorläufigen Aufnahm e aus hum anitä- ren G ründen und zum Vollzug der W egw eisung führen. 9. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die Beschw erde hinsichtlich der Frage des N ichteintretens auf die Asylgesuche und der W egw eisung abzuw eisen ist, sow eit darauf einzutreten ist. H ingegen w ird die Beschw erde sow eit den Vollzug der W egw eisung betreffend gutgeheissen. D ie Ziffern 3 und 4 der Verfügung vom 30. M ai 2005 w erden aufgehoben und das Bundesam t für M igration w ird angew ie- sen, den Beschw erdeführer vorläufig aufzunehm en. 10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens w äre dem Beschw erdeführer aufgrund seines bloss teilw eisen O bsiegens ein reduzierter Anteil der Verfahrenskosten aufzuerle- gen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D a indessen m it Zw ischenverfügung vom 13. Juni 2005 das G esuch des Beschw erdeführers um unentgeltliche R echtspflege gem äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG gutgeheissen w urde und keine Anhaltspunkte dafür beste- hen, dass sich seine finanzielle Lage seither m assgeblich verändert hat, w ird auf die Auferlegung von Verfahrenskosten verzichtet. 11. D em teilw eise obsiegenden und vertretenen Beschw erdeführer ist sodann in Anw endung von Art. 64 Vw VG und Art. 7 Abs. 1 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 (VG KE, SR 173.320.2) eine praxisgem äss um die H älfte reduzierte Entschädigung für die ihm notw endigerw eise erw achsenen Parteikosten zuzusprechen. D iese w ird unter Berücksichtigung der als angem essen zu erachtenden Kostennote seiner R echtsvertreterin vom 31. Juli 2007 auf Fr. 2794.- (inklusive Auslagen und M ehrw ertsteueranteil) festgesetzt. (D ispositiv nächste Seite)17 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird - sow eit den Vollzug der W egw eisung betreffend - gutgehei- ssen. D ie Ziffern 3 und 4 der Verfügung vom 30. M ai 2005 w erden aufgehoben und das BFM w ird angew iesen, den Beschw erdeführer vorläufig aufzunehm en. Im Ü brigen w ird die Beschw erde - sow eit darauf eingetreten w ird - abgew iesen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3. D as BFM hat dem Beschw erdeführer für das Verfahren vor dem Bundesverw al- tungsgericht eine Parteientschädigung von Fr. 2794.- (inkl. M W St) zu entrichten 4. D ieses U rteil geht an: - die R echtsvertreterin des Beschw erdeführers, 2 Expl. (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) - Q ._______ des Kantons R ._______ D er Instruktionsrichter: D er G erichtsschreiber: Kurt G ysi N icholas Sw ain Versand am :