B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-1699/2013 U r t e i l v o m 2 6 . J a n u a r 2 0 1 5 Besetzung Richter David Weiss (Vorsitz), Richter Christoph Rohrer, Richter Vito Valenti, Gerichtsschreiber Lukas Schobinger. Parteien A._______, per Zustelladresse, Beschwerdeführer, gegen Schweizerische Ausgleichskasse SAK, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand AHV, Rentenhöhe, Verfügung vom 25. Februar 2013. C-1699/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Der (…) 1948 geborene, schweizerische Staats angehörige A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) war drei Mal verheiratet und ist seit dem 1. Februar 2012 in Thailand wohnhaft. Er meldete sich am 25. April 2012 (Eingangsdatum bei der Vorinstanz ) zum Bezug einer Altersrente der schweizerischen Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) an (Akten der Vorinstanz [nachfolgend: act.] 1, 2 und 5). B. Mit Verfügung vom 7. Januar 2013 sprach die Schweizerische Ausgleichs- kasse SAK (nachfolgend: Vorinstanz) dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Februar 2013 eine monatliche Altersrente von Fr. 2'078.- zu (act. 13). Die Berechnung erfolgte aufgrund der Rentenskala 44 sowie eines durch- schnittlichen Jahreseinkommens von Fr. 64 '584.- und unter Berücksichti- gung von 8.5 Jahren als Erziehungsgutschriften (act. 13, Seite 3; zur Ren- tenberechnung vgl. auch act. 12). C. Mit Schreiben vom 26. Januar 2013 erhob der Beschwerdeführer Einspra- che bei der Vorinstanz. Er beantragte eine Überprüfung der Rentenberech- nung. Zur Begründung führte er sinngemäss aus, er habe während 45 Jah- ren lückenlos AHV-Beiträge einbezahlt. Daher sei die Rentenskala 44 an- wendbar. Es sei nicht nachvollziehbar, warum er monatlich nur Fr. 2'078.- erhalten solle (act. 15). D. Mit Einspracheentscheid vom 25. Februar 2013 wies die Vorinstanz die Einsprache vollumfänglich ab. Zur Begründung wurde im Wesentli chen ausgeführt, der Beschwerdeführer habe durch seine Beitragszeit zwar die höchstmögliche Rentenskala erreicht. Infolge des Ein kommenssplittings zwischen 1975 bis 2002 liege seine Altersrente jedoch unter dem Maximal- betrag von Fr. 2'340.- (act. 17). E. Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 28. März 2013 (Datum der Über- gabe der schriftlichen Eingabe an die schweizerische Post; vgl. die Sen- dungsverfolgung in BVGer act. 2 ) Beschwerde beim Bundesverwaltungs- gericht. Er machte sinngemäss geltend, er habe vom 1. April 1964 bis zum 31. Januar 2012 immer gearbeitet und sei in dieser Zeit nie arbeitslos ge- wesen. Bei ihm würde daher keine Beitragslücke bestehen. Seine drei Ex-C-1699/2013 Seite 3 Ehefrauen seien ebenfalls erwerbstätig gewesen, sodass deren Einkom- men zu splitten und in seiner Rentenberechnung zu berücksichtigen seien. Aufgrund der Rentenskala 44 stehe ihm eine volle Rente zu (BVGer act. 1). F. Am 3. Mai 2013 erstattete die Vorinstanz ihre Vernehmlassung und bean- tragte unter Beilage der Akten die Abweisung der Beschwerde. Zur Begrün- dung wurde im Wesentlichen vorgetragen, eine über 44 Jahre dauernde Erwerbszeit führe nicht zu einem höheren durchschnittlichen Jahresein- kommen oder einem höheren Rentenbetrag. Die Berechnung der Alters- rente entspreche den gesetzlichen Vorschriften (BVGer act. 3). G. Mit Eingabe vom 10. Juni 2013 (Eingangsdatum) bezeichnete der Be- schwerdeführer eine schweizerische Korrespondenzadresse (BVGer act. 5). H. Mit Verfügung vom 12. Juni 2013 eröffnete das Bundesverwaltungsgericht dem Beschwerdeführer eine Frist, um sich zur Vernehmlassung der Vor - instanz zu äussern und entsprechende Beweismittel einzureichen (BVGer act. 6). Nach unbenutztem Ablauf der Frist wurde der Schriftenwechsel mit Verfügung vom 3. September 2013 abgeschlossen (BVGer act. 7). I. Mit Verfügung vom 3. Juli 2014 wurden der Vorinstanz Fragen zur Renten- berechnung gestellt (BVGer act. 8). Die Vorinstanz antwortete mit Eingabe vom 17. Juli 2014 (BVGer act. 9). Mit Verfügung vom 25. Juli 2014 wurde dem Beschwerdeführer Kenntnis von den Erläuterungen der Vor -instanz gegeben und der Schriftenwechsel abgeschlossen (BVGer act. 10). J. Mit Verfügung vom 4. November 2014 wurde die Vorinstanz ersucht, unter Beibringung entsprechender Belege dazulegen, welche Einkommen B._______ während der Dauer der später geschiedenen Ehe mit dem Be- schwerdeführer erzielt hat (BVGer act. 11). Die Vorinstanz antwortete mit Schreiben vom 7. November 2014, dem sie die Berechnungsgrundlage und die Kontoauszüge für B._______ beilegte (BVGer act. 12). K. Auf die weiteren Vorbingen der Parteien und die vorgelegten Beweismittel C-1699/2013 Seite 4 ist – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Das Bundesverwaltungsgericht prüft von Amtes wegen, ob die Prozessvo- raussetzungen erfüllt sind und auf eine Beschwerde einzutreten ist (BVGE 2007/6 E. 1 mit Hinweisen). 1.1 Der angefochtene Einspracheentscheid der Vorinstanz vom 25. Feb- ruar 2013 stellt eine Verfügung nach Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (Verwaltu ngsverfahrens- gesetz, VwVG, SR 172.021) dar. Das Bundesverwaltungsgericht ist zu- ständig für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern kein Ausnahmetatbestand erfüllt ist (Art. 31, 32 des Bundesgesetzes über das Bundesverwalt ungsgericht vom 17. Juni 2005 [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 172.32]). Zulässig sind Beschwer- den gegen die Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG. Die Schweizerische Ausgleichskasse SAK ist eine Vorin stanz im Sinn e von Art. 33 Bst. d VGG (vgl. auch Art. 85bis Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG, SR 831.10]). Eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zur Beurteilung der Beschwerde vom 28. März 2013 (Datum der Übergabe der schriftlichen Eingabe an die schweizerische Post; vgl. die Sendungsverfolgung in BVGer act. 2) zustän- dig. 1.2 Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom- men, ist durch den angefochtenen Einspracheentscheid als Adressat in be- sonderer Weise berührt und hat an dessen Aufhebung oder Änderung ein schutzwürdiges Interesse (Art. 48 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 59 des Bun- desgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozial- versicherungsrechts [ATSG, SR 830.1]). Er ist zur Beschwerde legitimiert. 1.3 Der angefochtene Einspracheentscheid (act. 17) datiert vom 25. Feb- ruar 2013 und wurde dem Beschwerdeführer per Post nach Thailand zu- gestellt. Ein Nachweis zum Zeitpunkt der Zustellung ist nicht aktenkundig. Nach Art. 21 Abs. 1 VwVG müssen schriftliche Eingaben spätestens am letzten Tag der Frist der Behörde eingereicht oder zu deren Handen der C-1699/2013 Seite 5 schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeb en werden. Die Beschwerde eingabe wurde in Thailand am 25. März 2013 aufgegeben und traf am 28. März 2013 bei der schweizerischen Post ein (vgl. die Sendungsverfolgung in BVGer act. 2). B eim Bundesverwaltungsgericht ging sie am 2. April 2013 ein (BVGer act. 1 und 2). Da die Beschwerdefrist jedenfalls nicht vor dem 27. Februar 2013 zu laufen begann, wurde die Beschwerde somit fristge- recht innerhalb von dreissig Tagen seit der Eröffnung des Einspracheent- scheids erhoben (Art. 50 Abs. 1 VwVG und Art. 60 ATSG). 1.4 Die Beschwerdeschrift enthält einen sinngemässen Antrag auf Erhö- hung des Rentenbetrags sowie eine entsprechende Begründung und wurde vom Beschwerdeführer unterzeichnet. Der angefochtene Ein- spracheentscheid wurde ebenso beigelegt wie die vorangegangene Ren- tenverfügung (BVGer act. 1, Beilage). Die Beschwerde erfüllt folglich die Formerfordernisse von Art. 52 Abs. 1 VwVG. Auf die Beschwerde kann da- her eingetreten werden. 2. Zum Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht ist Folgendes voraus- zuschicken: 2.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 Bst. d bis VwVG bleiben in sozialversicherungsrechtlichen Verfahren die besonderen Bestimmungen des ATSG vorbehalten. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Gesetzes auf die bundesge- setzlich geregelten Sozialver sicherungen anwendbar, wenn und so-weit die einzelnen Sozialversicherungsgesetze es vorsehen. Nach Art. 1 Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die im ersten Teil geregelte Alters- und Hinterlassenenversicherung anwendbar, soweit das AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher Hin- sicht mangel s anderslautender Übergangsbestimmungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerde- beurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 2.2 In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechts- vorschriften anwendbar, die bei Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts Geltung haben (BGE 134 V 315 E. 1.2; BGE 130 V 329 E. C-1699/2013 Seite 6 2.3). Die Frage, ob die Vorinstanz die Berechnung der Altersrente des Be- schwerdeführers korrekt durchgeführt hat, beurteilt sich somi t grundsätz- lich nach den bei Eintritt des Versicherungsfalls im Februar 2013 (Art. 21 AHVG) gültigen Bestimmungen des AHVG und der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV, SR 831.101). Da zwischen der Schweiz und Thailand kein Abkommen im Be- reich des Sozialversicherungsrechts besteht und der Beschwerdeführer überdies schweizerischer Staatsangehöriger ist, kommt das schweizeri- sche Recht zur Anwendung. 2.3 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 Vw VG; Kognition, vgl. BENJAMIN SCHINDLER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Zürich 2008, Rz. 1 ff. zu Art. 49). 2.4 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechts- anwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG) . Im Rahmen seiner Kognition (vgl. die Erwägung 2.3 hiervor) kann es die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212; vgl. BGE 128 II 145 E. 1.2.2, BGE 127 II 264 E. 1b). 2.5 Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstel-lung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahr- scheinlichste würdigen (BGE 126 V 353 E. 5b, BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). Der Sozialversicherungsträger als verfüge nde Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewie- sen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind (Urteil des Bundesgerichts [BGer] 8C_494/2013 vom 22. April 2014 E. 5.4.1). C-1699/2013 Seite 7 3. Im Folgenden sind die im vorlieg enden Verfahren anwendbaren Normen und Rechtsgrundsätze zur Prüfung des strittigen Rentenanspruchs darzu- stellen. 3.1 Bei der schweizerischen AHV sind nach Art. 1a Abs. 1 AHVG unter an- derem die natürlichen Personen mit Wohnsitz in der Schweiz (Bst. a) und die natürlichen Personen, die in der Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausü- ben (Bst. b), obligatorisch versichert. Anspruch auf eine Altersrente haben Männer, die das 65. Altersjahr und Frauen, die das 64. Altersjahr vollendet haben (Art. 21 Abs. 1 AHVG). Der Ansp ruch entsteht am ersten Tag des Monats, welcher der Vollendung des gemäss Abs. 1 massgebenden Alters- jahres folgt (Art. 21 Abs. 2 AHVG). Gemäss Art. 40 Abs. 1 AHVG kann eine Altersrente um ein oder zwei Jahre vorbezogen werden, was jedoch eine entsprechende Kürzung der Rente mit sich zieht (vgl. Art. 40 Abs. 2 AHVG). 3.2 Die ordentlichen Renten der AHV werden gemäss Art. 29 bis Abs. 1 AHVG nach Massgabe der Beitragsjahre, Erwerbseinkommen sowie der Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften der rentenberechtigten Person zwischen dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres und dem 31. Dezember vor Eintritt des Versicherungsfalles berechnet. Sie gelangen nach Art. 29 Abs. 2 AHVG in Form von Vollrenten für Versicherte mit voll- ständiger Beitragsdauer oder in Form von Teilrenten für Versicherte mit un- vollständiger Beitragsdauer zur Ausrichtung. Als vollständig gilt die Bei- tragsdauer, wenn die rentenberechtigte Person zwischen dem 1. Januar nach der Vollendung des 20. Altersjahres und dem 31. Dezember vor Ein- tritt des Rentenalters gleich viele Beitragsjahre aufweist wie ihr Jahrgang (Art. 29bis Abs. 1 i.V.m. Art. 29ter Abs. 1 AHVG). Die Teilrente entspricht ei- nem Bruchteil der Vollrente (Art. 38 Abs. 1 AHVG), für dessen Berechnung das Verhältnis zwischen den vollen Beitragsjahren der Versicherten zu denjenigen ihres Jahrgangs sowie die eingetretenen Veränderungen der Beitragsansätze berücksichtigt werden (Art. 38 Abs. 2 AHVG). 3.3 Als Beitragsjahre gelten gemäss Art. 29ter Abs. 2 AHVG Zeiten, in wel- chen eine Person Beiträge geleistet hat (Bst. a), in welchen der Ehegatte gemäss Art. 3 Abs. 3 AHVG mindestens den doppelten Mindestbeitrag ent- richtet hat (Bst. b) oder für die Erziehungs - oder Betreuungsgutschriften angerechnet werden können (Bst. c). Ein volles Beitragsjahr liegt gemäss Art. 50 AHVV vor, wenn eine Person insgesamt länger als elf Monate im Sinn von Art. 1a oder 2 AHVG versichert war und während dieser Zeit den C-1699/2013 Seite 8 Mindestbeitrag bezahlt hat oder Beitragszeiten im Sinn von Art. 29ter Abs. 2 Bst. b und c AHVG aufweist. 3.4 Hinsichtlich der Dauer der Beitragsleistung und der Höhe der Beiträge wird grundsätzlich auf die individuellen Konte n (IK) abgestellt, welche für jeden beitragspflichtigen Versicherten geführt und in welche die entspre- chenden Daten eingetragen werden (vgl. Art. 30ter AHVG; Art. 137 ff. AHVV). Versicherte können die Berichtigung von IK -Eintragungen verlan- gen, bei Eintrit t des Versicherungsfalles allerdings nur, soweit deren Un- richtigkeit offenkundig ist oder dafür der volle Beweis erbracht wird (Art. 141 Abs. 2 und 3 AHVV). Das gilt nicht nur für unrichtige, sondern auch für unvollständige bzw. fehlende Eintragungen im IK (BGE 117 V 261 E. 3a). Der geforderte volle Beweis schliesst den Untersuchungsgrundsatz nicht aus. Der Mitwirkungspflicht des Betroffenen kommt jedoch ein erhöh- tes Gewicht zu. Im Fall der Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Unguns- ten jener Partei aus, die daraus Rechte ableiten will (BGE 117 V 261 E. 3b – d mit Hinweisen; vgl. auch Urteile des Eidgenössischen Versicherungs- gerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bun- desgerichts] H 41/04 vom 19. Oktober 2004 E. 4 sowie H 141/03 vom 8. Oktober 2003 E. 3.1). 3.5 Einkommen, welche die Ehegatten während der Kalenderjahre der ge- meinsamen Ehe erzielt haben, werden geteilt und je zur Hälfte den beiden Ehegatten angerechnet. Die Einkommensteilung wird vorgenommen, wenn beide Ehegatten rentenberechtigt sind, wenn eine verwitwete Person Anspruch auf eine Altersrente hat oder bei Auflösung der Ehe durch Schei- dung (Art. 29quinquies Abs. 3 Bst. a – c AHVG). Der Teilung und gegenseiti- gen Anrechnung unterliegen jedoch nur Einkommen aus der Zeit zwischen dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres und dem 31. Dezem- ber vor Eintritt des Versicherungsfalles beim Ehegatten, welcher zuerst rentenberechtigt wird und aus Zeiten, in denen beide Ehegatten i n der schweizerischen AHV versichert waren (Art. 29quinquies Abs. 4 AHVG). Nach Art. 50b AHVV werden die Einkommen von Ehepaa ren in je dem Jahr, in dem beide Ehegatten in der AHV versichert waren, hälftig geteilt (Abs. 1, erster Satz). Auch wenn die beiden Ehegatten in einem Kalenderjahr nicht während der gleichen Monate versichert waren, wer den die Einkommen während des ganzen Kalenderjahres aufgeteilt. Die Beitragszeiten werden jedoch nicht übertragen (Abs. 2). Die Einkommen im Jahr der Eheschlies- sung und im Jahr der Auflösung der Ehe werden nicht geteilt (Abs. 3). C-1699/2013 Seite 9 3.6 Versicherten wird für die Jahre, in welchen sie die elterliche Gewalt über eines oder mehrere Kinder ausüben, die das 16. Altersjahr noch nicht erreicht haben, eine Erziehungsgutschrift angerechnet, wobei Ehe-paaren nicht zwei Gutschriften kumulativ gewährt werden (Art. 29 sexies Abs. 1 AHVG). Erziehungsgutschriften werden immer für ganze Kalenderjahre an- gerechnet. Während des Jahres, in dem der Anspruch entsteht, werden keine Gutschriften angerechnet. Im Jahr, in dem der Anspruch er -lischt, werden Gutschriften angerechnet. Absatz 5 bleibt vorbehalten (Art. 52 f Abs. 1 AHVV). Ist eine Person nur während einzelner Monate versichert, so werden diese Monate über das Kalenderjahr hinaus zusammengezählt. Für je zwölf Monate wird eine Erziehungsguts chrift angerechnet (Art. 52 f Abs. 5 AHVV). Die Erziehungsgutschrift entspricht dem Betrag der dreifa- chen minimalen jährlichen Altersrente gemäss Art. 34 AHVG im Zeitpunkt der Entstehung des Rentenanspruches (Art. 29sexies Abs. 2 AHVG). Bei ver- heirateten Personen wird die Erziehungsgutschrift während der Kalender- jahre der Ehe hälftig aufgeteilt. Der Teilung unterliegen aber nur die Gut- schriften für die Zeit zwischen dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Al- tersjahres und dem 31. Dezember vor Eintritt des Versicherungsfalles beim Ehegatten, welcher zuerst rentenberechtigt wird (Art. 29sexies Abs. 3 AHVG). 4. Anfechtungsgegenstand und damit Gre nze der Überprüfungsbefugnis im Beschwerdeverfahren werden grundsätzlich durch die Verfügung im Ver- waltungsverfahren bestimmt (BGE 133 II 30; BGE 122 V 36 E. 2a). Vorlie- gend bildet der die Verfügung der Vorinstanz vom 7. Januar 2013 (act. 13) bestätigende Einspracheentscheid vom 25. Februar 2013 (act. 17) das An- fechtungsobjekt. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Be- schwerdeführers gegenüber der AHV. 4.1 Der Beschwerdeführer macht in der Beschwerde sinngemäss geltend, er habe vom 1. April 1964 bis zum 31. Januar 2012 immer gearb eitet und sei in dieser Zeit nie arbeitslos gewesen. Bei ihm würde daher keine Bei- tragslücke bestehen. Seine drei Ex-Ehefrauen seien ebenfalls erwerbstätig gewesen, sodass deren Einkommen zu splitten und in seiner Rentenbe- rechnung zu berücksichtigen seien. Aufgrund der Rentenskala 44 stehe ihm eine volle Rente zu (BVGer act. 1). 4.2 Im vorliegenden Fall wird auch von der Vorinstanz nicht bestritten, dass der Beschwerdeführer ab 1. Februar 2013 Anspruch auf eine Vollrente ge- mäss der Rentenskala 44 hat. Auf die Beitragslücke des Jahres 2012 konnte das sogenannte Jugendjahr 1968 übertragen werden (act. 17). Dies C-1699/2013 Seite 10 wurde von der Vorinstanz in der Stellungnahme vom 17. Juli 2014 bestätigt (BVGer act. 9, wobei fälschlicherweise auf das Beitragsjahr 1982 statt 2012 Bezug genommen wurde, vgl. auch die Markierungen im IK-Auszug). Inso- fern liegt tatsächlich eine lückenlose Beitragsdauer vor. 4.3 Offenbar ist dem Beschwerdeführer nicht bekannt, dass auch eine Voll- rente je nach Massgabe der anrechenbaren Erwerbseinkommen sowie der Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften, die der rentenberechtigten Per- son zustehen, unterschiedlich hoch ausfallen kann. Der Beschwerdeführer ist in diesem Zusammenhang nochmals auf die Rentenskala 44 zu verwei- sen, die ihm die Vorinstanz mit dem Einspracheentscheid zukommen liess (BVGer act. 1, Beilage) . Daraus ist zu ersehen, dass eine volle Beitrags- dauer allein noch nicht zum Bezug einer Altersrente im Maximalbetrag von Fr. 2'340.- berechtigt. Die monatlichen Vollrenten bewegen sich nach der Rentenskala 44 in einer Bandbreite zwischen Fr. 1'170. - und Fr. 2'340.-. Die einzelnen Abstufungen ergeben sich in Abhängigkeit vom massgebli- chen durchschnittlichen Jahreseinkommen. Beträgt dieses wie im vorlie- genden Fall Fr. 64'584.-, beläuft sich die Altersrente auf Fr. 2'078.-. Dabei handelt es sich exakt um jenen Betrag, den die Vorinstanz am 7. Januar 2013 verfügt (act. 13) und mit Einspracheentscheid vom 25. Februar 2013 bestätigt hat (act. 17). Der Maximalbetrag der Vollrente von Fr. 2'340.- wird dagegen erst bei einem massgeblichen durchschnittlichen Jahreseinkom- men von Fr. 84'240. - erreicht. Diesen notwendigen Betrag für eine maxi- male Vollrente verfehlt der Beschwerdeführer klar. Wie die Vorinstanz in der Vernehmlassung zutreffend festgehalten hat, führt eine Erwerbsdauer von mehr als 44 Jahren nicht zu einer Erhöhung des massgeblichen durch- schnittlichen Jahreseinkommens (BVGer act. 9). Für die Rentenberech- nung werden gemäss Art. 29 bis Abs. 1 AHVG nur die Beitragsjahre, Er- werbseinkommen und Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften zwischen dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahrs und dem 31. Dezember vor Eintritt des Versicherungsfalls berücksichtigt (zur Anrechnung von vor dem 20. Altersjahr zurückgelegten Beitragszeiten zwecks Auffüllung späte- rer Beitragslücken vgl. Art. 52 b AHVV). 4.4 Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer diese Zusammenhänge be- reits im angefochtenen Einspracheentscheid offengelegt (act. 17). Auch in der Vernehmlassung wurde von der Vorinstanz ausgeführt, weshalb sich die monatliche Altersrente im vorliegenden Fall auf Fr. 2'078.- und eben nicht auf den Maximalbetrag für eine Vollrente von Fr. 2'340.- beläuft. Der Beschwerdeführer seinerseits hat in seiner Beschwerde nicht konkret dar- gelegt, inwiefern eine fehlerhafte Berechnu ng vorgenommen worden ist . C-1699/2013 Seite 11 Die vom zuständigen Instruktionsrichter mit Verfügung vom 12. Juni 2013 eröffnete Frist für eine Replik auf die Vernehmlassung liess der Beschwer- deführer unbenutzt ablaufen (BVGer act. 6 und 7). Die entsprechenden Ausführungen der Vorinstanz sind mithin unwidersprochen geblieben. In Anbetracht der eindeutigen Rechtslage geht der Beschwerdeführer von un- zutreffenden Annahmen aus, wenn er aus einer lückenlosen Beitragsdauer bereits auf einen Altersrentenanspruch von Fr. 2'340.- schliesst. 4.5 In der Stellungnahme vom 17. Juli 2014 legte die Vorinstanz zum Ein- kommenssplitting nachvollziehbar dar, dass in den betreffenden Jahren im Normalfall jeweils drei Buchungen pro Beitragsjahr im IK-Auszug vorhan- den seien. 1976 stehe beispielsweise unter dem Beitragscode 1 das nor- male Jahreseinkommen von Fr. 33'300.-, unter Code 8 mit Ausbuchungs- code 1 die Übertragung auf das Konto von Ex-Ehegattin Frau B._______ (Fr. 16'650.-, die Hälfte von Fr. 33'300.-) und unter dem zweiten Code 8 die Gutschrift von Frau B._______ an den Beschwerdeführer (Fr. 3'619.-). Seien im gleichen Beitragsjahr mehrere Buchungen vorhanden, so erhöhe sich die Anzahl der Einträge, weil jede Lohnsumme getrennt übertragen werde. Dies sei etwa im Jahr 1988 der Fall (BVGer act. 9). Anhand der IK- Einträge lässt sich somit nachweisen, dass dem Beschwer deführer nicht nur Beiträge weggesplittet , sondern auch welche hinzugesplittet wurden. Im Einzelnen ist Folgendes festzuhalten: 4.5.1 Mit B._______, die (…) 1949 geboren wurde, war der Beschwerde- führer von Mai 1975 bis Mai 1990 verheiratet (act. 12, Seite 1). Anhand der (nicht paginierten) Unterlagen, die die Vorinstanz mit Schreiben vom 7. No- vember 2014 einreichte (BVGer act. 12) , lässt sich feststellen, dass A._______ von 1976 bis 1989 nicht nur eine Hälfte seiner Einkommen weg- gesplittet wurde, sondern ihm nach obigem Muster zugleich eine Hälfte der Einkommen von B._______ hinzugesplittet wurde. Gemäss dem IK-Aus- zug von B._______ und dem IK-Auszug des Beschwerdeführers ergibt sich folgende Aufstellung: Jahr Einkommen von Gutschriften bei B._______ in Fr. A._______ in Fr. 1976 1'372 + 5'866 3'619 1977 4'288 2'144 1978 718 359 1978 6'015 3'008 1979 5'406 + 546 2'976 C-1699/2013 Seite 12 1980 8'159 4'080 1981 3'111 1'556 1981 1'863 932 1982 507 254 1982 7'007 3'504 1983 7'443 3'722 1983 4'107 2'054 1984 4'906 + 5'654 5'280 1984 3'444 1'722 1985 3'369 + 11'655 7'512 1985 3'229 1'615 1986 19'647 9'824 1986 7'474 3'737 1987 18'834 9'417 1987 8'577 4'289 1988 8'903 4'452 1988 12'138 6'069 1989 32'324 16'162 Die Gutschriften im individuellen Konto des Beschwerdeführers entspre- chen einer Hälfte der Einkommen von B._______. Das Splitting ist korrekt und nicht zu beanstanden. 4.5.2 Mit C._______, die (…) 1954 geboren wurde, war der Beschwerde- führer von April 1995 bis September 2003 verheiratet (act. 12, Seite 1). Von 1996 bis 2002 wurde ihm nachprüfbar und gesetzeskonform eine Hälfte der Einkommen von C._______ hinzugesplittet (act. 12, Seite 3 und 8). 4.5.3 Mit D._______ war der Beschwerdeführer von März 1971 bis März 1974 verheiratet (act. 12, Seite 1) . Die Einkommen der Jahre 1972 und 1973 wurden nicht gesplittet (act. 12, Seite 2 und 6). Nach Art. 29quinquies Abs. 4 AHVG unterliegen der Teilung und gegenseitigen Anrechnung nur Einkommen aus der Zeit zwischen dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres und dem 31. Dezember vor Eintritt des Versicherungsfal- les beim Ehegatten, welcher zuerst rentenberechti gt wird und aus Zeiten, in denen beide Ehegatten in der schweizerischen AHV versichert waren. D._______ wurde (…) 1953 geboren und vollendete das 20. Altersjahr so- mit (…) 1973. Die Einkommen der Jahre 1972 und 1973 wurden daher zu Recht nicht geteilt. C-1699/2013 Seite 13 4.5.4 Die aktenkundigen IK-Auszüge in act. 12 und in BVGer act. 10 und 12 sind im Übrigen nicht offenkundig unrichtig. Dass die in den jeweiligen IK-Auszügen eingetragenen Einkommen des Beschwerdeführers und der Ex-Ehefrauen nicht korrekt seien, wird vom Beschwerde führer denn auch weder behauptet noch belegt. Damit sind die eingetragenen Einkommen massgebend. Das Einkommenssplitting wurde von der Vorinstanz korrekt durchgeführt. 5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die Rentenberechnung ins- gesamt schlüssig und nachvollziehbar aus den Akten und den Stellungnah- men der Vorinstanz ergibt. Für eine fehlerhafte Berechnung der Altersrente bestehen aufgrund der vorhandenen Unterlagen keine Hinweise. Aus einer lückenlosen Beitragsdauer resultiert kein maximaler Altersrentenanspruch von Fr. 2'340.-. Zudem wurde das vom Beschwerdeführer gerügte Einkom- menssplitting mit den drei Ex-Ehefrauen korrekt durchgeführt. Die Be- schwerde erweist sich als unbegründet und ist vollumfänglich abzuweisen. Der angefochtene Einspracheentscheid ist zu bestätigen. 6. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par- teientschädigung. 6.1 Gemäss Art. 85bis Abs. 2 AHVG ist das Verfahren für die Parteien kos- tenlos, so dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind. 6.2 Der obs iegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als Bundesbe- hörde hat die Schweizerische Ausgleichskasse SAK jedoch keinen A n- spruch auf eine Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes- verwaltungsgericht [VGKE, SR 173. 320.2]). Auch de r unterliegende Be- schwerdeführer hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. C-1699/2013 Seite 14 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr.______; Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: David Weiss Lukas Schobinger Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An gabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: