<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>IV.2023.00367</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>II. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Gerichtsschreiberin Kübler-Zillig</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">27. März 2024</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sac</span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span><span class="Standard StandardEinzug">hen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1984, absolvierte an der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ein Studium als Maschineningenieur (Urk. 5/1 Ziff. 5.3) und war seit September 2014 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> AG angestellt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, als er sich am 22. November 2022 unter Hinweis auf ein Burnout bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug anmeldete (Urk. 5/1 Ziff. 5.4 und 6.1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte in der Folge </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erwerbliche Abklärungen (Urk. 5/7-9) und zog die Akten des zuständigen Krankentaggeldversicherers bei (Urk. 5/4, Urk. 5/13). Nach einem Standortgespräch am 28. Dezember 2022 (Urk. 5/6)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sowie durchgeführtem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bescheidverfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 5/16, Urk. 5/17, Urk. 5/19) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 12. Juni 2023 einen Leistungsanspruch des Versicherten (Urk. 5/22 = Urk. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte erhob am 4. Juli 2023 Beschwerde gegen die Verfügung vom 12. Juni 2023 (Urk. 2) und beantragte sinngemäss die Zusprache einer befristeten Invalidenrente (Urk. 1,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 5/19). Mit Beschwerdeantwort vom 23. August 2023 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, was dem Beschwerdeführer am 28. August 2023 mitgeteilt wurde (Urk. 6).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung (IVV) in Kraft getreten. Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Renten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anspruch entstanden ist. Steht ein erst nach dem 1. Januar 2022 entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende Recht Anwendung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_452/2023 vom 24. Januar 2024 E. 3.2.1 mit Hinweisen).</span></p><p><span> </span><span>Auf Grund der im</span><span> November 2022</span><span> anhängig gemachten IV-Anmeldung könnten allfällige Leistungen frühestens ab</span><span> Mai 2023</span><span> ausgerichtet werden (vgl. Art. 29 </span><span>Abs. 1 IVG). In dieser übergangsrechtlichen Konstellation ist die seit 1. Januar 2022 geltende Rechtslage massgebend, die im Folgenden </span><span> soweit nichts anderes vermerkt ist </span><span> jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet wird.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ausschliesslich die Folgen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:</span></p><p><span>a.</span><span> </span><span>ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span>gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen </span><span>wieder herstellen</span><span>, erhalten oder verbessern können;</span></p><p><span>b.</span><span> </span><span>während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span>tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p><span>c.</span><span> </span><span>nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.</span></p><p><span> </span><span>Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1</span><span>bis</span><span> und 1</span><span>ter</span><span> nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1</span><span>bis</span><span> IVG). Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenan</span><span>spruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditäts</span><span>grad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die folgenden prozentualen Anteile (Abs. 4):</span></p><p><span>Invaliditätsgrad</span><span>prozentualer Anteil</span></p><p><span>49 Prozent</span><span>47.5</span><span>Prozent</span></p><p><span>48 Prozent</span><span>45</span><span>Prozent</span></p><p><span>47 Prozent</span><span>42.5</span><span>Prozent</span></p><p><span>46 Prozent</span><span>40</span><span>Prozent</span></p><p><span>45 Prozent</span><span>37.5</span><span>Prozent</span></p><p><span>44 Prozent</span><span>35</span><span>Prozent</span></p><p><span>43 Prozent</span><span>32.5</span><span>Prozent</span></p><p><span>42 Prozent</span><span>30</span><span>Prozent</span></p><p><span>41 Prozent</span><span>27.5</span><span>Prozent</span></p><p><span>40 Prozent</span><span>25</span><span>Prozent</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="XX075"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 140 V 193 E. 3.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span id="VV037"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heisst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pflichtgemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a).</span></p><p><span> </span><span>Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der </span><span>Vorakten</span><span> (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen ver</span><span>fügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1</span><span>0. </span><span>Juni 2021 E. 3.2, je </span><span>m.w.H</span><span>.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).</span></p><p><span> </span><span>Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es </span><span>–</span><span> unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer</span><span>seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits </span><span>–</span><span> erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15.</span><span> </span><span>Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva</span><span>liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi</span><span>nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie</span><span>gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).</span></p><p><span> </span><span>Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):</span></p><p><span>- </span><span>Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)</span></p><p><span>- </span><span>Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)</span></p><p><span>- </span><span>Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)</span></p><p><span>- </span><span>Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)</span></p><p><span>- </span><span>Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)</span></p><p><span>- </span><span>Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res</span><span>sourcen, E. 4.3.2)</span></p><p><span>- </span><span>Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)</span></p><p><span>- </span><span>Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)</span></p><p><span>- </span><span>gleichmässige Einschränkung des </span><span>Aktivitätenniveaus</span><span> in allen vergleich</span><span>baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)</span></p><p><span>- </span><span>behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens</span><span>druck (E. 4.4.2)</span></p><p><span> </span><span>Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span id="VV102"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p><span> </span><span>Bei ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Beschwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über</span><span>haupt für gutachterlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativ</span><span>expertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref</span><span>fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der – </span><span>anschliessend</span><span> reformatorisch entscheidenden – Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. Eine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen mög</span><span>lich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig unge</span><span>klärten Frage begründet ist. </span><span>Ausserdem</span><span> bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurückzuweisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachterli</span><span>chen Ausführungen erforderlich ist (B</span><span>GE 139 V 99 E. 1.1, 137 V 210</span><span> E. 4.4.1.4 </span><span>m.w.H</span><span>.; Urteil des Bundesgerichts 9C_354/2020 vom 8. September 2020 E. 2.1)</span><span>.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hielt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in der angefochtenen Verfügung vom 12. Juni 2023 (Urk. 2) gestützt auf die vorliegenden medizinischen Akten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> fest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, es würden insbesondere persönliche Sorgen im Zusammenhang mit dem letzten Arbeitsplatz genannt. Die bisherige Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer weiterhin zu 100 % zumutbar (S. 1). Die gesundheitlichen Beschwerden würden mit dem Positions</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wechsel zum Supply Chain Manager zusammenhängen. Der Beschwerdeführer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mache geltend, er </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei in der neuen Führungsposition nicht unterstützt worden, worauf Angstzustände und Panikattacken zugenommen hätten. Aus diesem Grund habe er das Arbeitspensum auf 60 % reduziert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Persönliche Sorgen im Zusammenhang mit dem Arbeitsplatz seien in der Invalidenversicherung jedoch nicht versichert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen der Beschwerdeantwort </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom 23.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> August 2023 (Urk. 4) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führte die Beschwerdegegnerin ergänzend aus, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">für die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beurteilung einer Erwerbsunfähigkeit seien </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausschliesslich die Folgen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einer gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Demgemäss sei für die Frage, ob es dem Beschwerdeführer zuzumuten sei, eine Arbeitsleistung zu erbringen, insofern eine objektivierte Betrachtungsweise massgeblich, als es nicht auf sein subjektives Empfinden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ankomme. Medizinisch-psychiatrisch nicht begründbare Selbsteinschätzungen und -limitierungen seien nicht als invalidisierende Gesundheitsbeeinträchtigun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen anzuerkennen. Die Angaben des Beschwerdeführers im Bericht von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 2023 seien lediglich subjektiver Natur und nicht durch eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert objektiviert festgehalten (S. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Ziff. 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Es seien keine verselbständigten psychi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Störungen ersichtlich, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vielmehr hätten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die arbeitsplatzbedingten, psycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sozialen Umstände (Mobbing, Burnout) zur Arbeitsunfähigkeit geführt. Der Beschwerdeführer habe selber anlässlich des Standortgespräches </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">angegeben, er wünsche keine Unterstützung, da sich seine allgemeine Situation seit Beendigung des Arbeitsverhältnisses verbessere. Vom behandelnden Arzt seien im Wesentli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen nur Befunde erhoben worden, welche in den psychosozialen Umständen ihre hinreichende Erklärung fänden, gleichsam in ihnen aufgehen würden. Ein inva</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lidisierender psychischer Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit sei daher nicht gegeben (S. 2 Ziff. 3). Auffallend sei sodann, dass derzeit nur alle drei bis vier Wochen ein Behandlungstermin stattfinde, entsprechend sei ein bedeutendes therapeutisches Potential mit Auswirkung auf die Dauerhaf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigkeit des Gesundheitsschadens vorhanden. Bei einer derart eingeschränkten Wahrnehmung von Therapiesitzungen sei der Leidensdruck behandlungs- und eingliederungsanamnestisch nicht ausgewiesen und es sei davon auszugehen, dass die geltend gemachte Einschränkung anders zu begründen sei als durch eine versicherte Gesundheitsbeeinträchtigung (S. 2 Ziff. 4). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber machte der Beschwerdeführer geltend, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von Oktober 2014 bis November 2022 habe er für dieselbe Firma gearbeitet und dabei verschiedene Positionen innegehabt. Von Dezember 2019 bis Anfang Mai 2022 sei er Produk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tionsleiter sowie Mitglied der Geschäftsleitung gewesen. Ungefähr im Sommer 2020 hätten sich erste psychische Probleme entwickelt, welche mit der Zeit stärker geworden seien und gegen Ende des Jahres 2021 die Arbeit zusehends erschwert hätten. Er habe daher per April 2022 sein Pensum auf 60 % reduziert in der Hoff</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nung, dass dies zur Genesung führen würde. Dies sei jedoch nicht der Fall gewe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen, weshalb ihn sein damaliger Arzt krankgeschrieben habe. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Se</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">i</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n aktuell behan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delnder Arzt sei von der Beschwerdegegnerin nicht um einen Bericht gebeten worden und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Sachverhalt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">werde </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht korrekt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> dargestellt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die gesundheitlichen Beschwerden würden nicht mit dem Positionswechsel zusammenhängen, viel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mehr sei er ungefragt in diese Position versetzt worden, nachdem er sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">krank gemeldet</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe. Die mangelnde Unterstützung seitens der Vorgesetzten habe meh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rere Jahre angedauert, nicht nur Wochen (Urk. 1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist der Leistungsanspruch des Beschwerdeführers und dabei insbesondere die Frage, ob ein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliegt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der früher behandelnde Psychiater </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Psychiat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rie und Psychotherapie, diagnostizierte in seinem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Arztzeugnis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 25. Juli 2022 (Urk. 5/4/3) zu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Handen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> des Taggeldversicherers eine Erschöpfungsdepression (ICD-10 F32.9) sowie eine Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01) und attestierte eine vollständige Arbeitsunfähigkeit seit dem 5. Mai 2022 (Ziff. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Der Beschwerdeführer arbeite seit zirka acht Jahren als diplomierter Maschineningenieur und habe im Jahre 2019 neben Geschäftsleitung und Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kauf auch Verantwortung in der Produktionsleitung übernommen. Die Firma habe im Jahre 2020 ein Wachstum von 40 % und im Jahre 2021 ein solches von 60 % erzielt. Er habe sich überfordert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gefühlt, es sei zu Lust- und Interesselosig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit mit Angst gekommen. Trotz der Abgabe der Leitungsposition im April 2022 sei es zu keiner Verbesserung gekommen (Ziff. 3). Bereits vor 18 oder 19 Jahren habe er unter Panikattacken gelitten (Ziff. 4). Der Beschwerdeführer nehme regelmässig an Terminen teil und versuche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die in der Therapie erworbenen Copingstrategien im Alltag umzusetzen (Ziff. 11). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">med. univ. (A) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führte in seinem Bericht vom 23. Februar 2023 (Urk. 5/13</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/1-5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) aus, er behandle den Beschwerdeführer seit dem 19. Dezember 2022 (Ziff. 1). Dieser habe im Jahre 2019 eine Führungsposition übernommen. Die Vorgesetzten hätten ihn in dieser Rolle jedoch nicht unterstützt, sondern mit widersprüchlichen Anweisungen kon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">frontiert. Entsprechend seinem Pflichtbewusstsein habe er versucht, die Anwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sungen zu erfüllen, was aufgrund der Widersprüchlichkeit jedoch nicht gegangen sei. In der Folge sei er immer ängstlicher und gereizter geworden, seine Ängste hätten so stark zugenommen, dass er bei Meetings nicht mehr habe teilnehmen können. Als letzten Ausweg habe er sein Arbeitspensum aus gesundheitlichen Gründen auf 60 % reduziert. Aufgrund von Ängsten habe er die öffentlichen Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kehrsmittel nicht mehr benutzen können</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und es sei eine Schwindelsymptomatik aufgetreten, w</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">enn er zu viel gearbeitet habe. Im September 2022 habe er per Ende November 2022 gekündigt (Ziff. 2). Aktuell bestünden diffuse und konkrete Ängste, die Symptome entsprächen einer Panikstörung, Agoraphobie sowie einer sozialen Phobie. Es bestehe die Tendenz zu einer leichten Besserung (Ziff. 3). Gemäss einer psychometrischen Testung mittels Beck Depressions-Inventar sei eine leichte depressive Episode zu diagnostizieren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer sei nicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">traurig, er sehe mutloser in die Zukunft als sonst. Er sehe eine Menge Fehlschläge und könne die Dinge nicht mehr so geniessen wie früher. Er leide unter Schuld</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gefühlen wegen Dingen, die er getan habe oder hätte tun sollen, und habe das Gefühl, vielleicht bestraft zu werden. Er kritisiere sich für all seine Mängel und sei von sich enttäuscht. Er weine nicht öfter als früher, sei aber unruhiger als sonst. Er habe weniger Interesse an anderen Menschen oder Dingen und es falle ihm schwerer, Entscheidungen zu treffen. Verglichen mit anderen Menschen fühle er sich viel weniger wert. Die Energie sei vermindert, die Schlafgewohnhei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten, der Appetit und sein Interesse an Sexualität hätten sich aber nicht verändert. Es falle ihm schwer, sich längere Zeit auf irgendetwas zu konzentrieren, er fühle sich aber nicht müder oder erschöpfter als sonst. G</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">emäss dem Beck Angst-Inven</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tar liege sodann eine klinisch relevante Angst vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die Flexibilität und Umstel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lungsfähigkeit, die Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit, die Durchhaltefähigkeit sowie die Spontanaktivitäten seien leicht beeinträchtigt. Eine mittelgradige Beeinträchtigung bestehe bezüglich der Selbstbehauptungs-, der Kontakt- und Gruppenfähigkeit sowie der familiären beziehungsweise intimen Beziehungen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie Verkehrsfähigkeit sei schwer beeinträchtigt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Ziff. 5). Seit Behandlungsbeginn bestehe sowohl in der bisherigen als auch in einer angepassten Tätigkeit eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 6). Eine Restitutio ad integrum sei möglich und werde angestrebt (Ziff. 7). Der Beschwerdeführer verlasse seine Wohnung wieder </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und erweitere zunehmend den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bewegungsradius (Ziff. 11). Ab April sei eine Behandlungsfrequenz von einmal alle zwei Wochen vorgesehen. Er habe dem Beschwerdeführer zudem eine psychiatrische Spitex empfohlen, um den Bewegungsradius zu erweitern (Ziff. 12).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bera</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tende</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Arzt der Krankentaggeldversicherung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, hielt in seinem Bericht vom 3. März 2023 die attestierte Arbeitsunfähigkeit für grundsätzlich nachvollziehbar (Urk. 5/13/6 Ziff. 1). Die aktuelle Behandlung sei fachgerecht (Ziff. 2). Seit Mai 2022 sei der Beschwerdeführer vollständig arbeitsunfähig, wobei unklar sei, wel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che Tätigkeiten noch zumutbar seien und in welchem Ausmass (Ziff. 3). Die angestammte Tätigkeit könne wohl nicht mehr aufgenommen werden, es seien Wiedereingliederungs- oder Umschulungsmassnahmen notwendig (Ziff. 4). Es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer für weitere zwei Monate vollstän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dig arbeitsunfähig sein werde (Ziff. 6).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Beurteilung der vorliegend strittigen Fragen stützte sich die Beschwerdegeg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nerin ausschliesslich auf medizinische Akten, welche zuhanden der Kranktag</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geldversicherung erstellt worden waren, und verzichtete auf das Einholen weite</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rer Berichte. Damit liegen lediglich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ein Arztzeugnis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des früheren </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Psychiaters, ein Bericht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des aktuell behandelnden Psychiaters sowie eine Aktenbeurteilung durch den beratenden Arzt des Krankentaggeldversicherers vor. Die von den Ärzten gestellten Diagnosen (Erschöpfungsdepression, Agoraphobie mit Panikstörung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, leichte depressive Episode, klinisch relevante Angst; E. 3.1-2) stammen aus dem Bereich der depressiven Erkrankungen sowie der Angsterkrankungen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und wurden vom beratenden Arzt des zuständigen Taggeldversicherers als nachvollziehbar beurteilt (E. 3.3). G</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">emäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ist damit wie für alle psychischen Erkrankungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ein strukturiertes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, ergebnisoffenes Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weisver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fahren </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anhand von Standardindikatoren </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">durchzuführen (vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vorstehend </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E. 1.5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ie beiden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bei den Akten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liegenden Berichte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sind insgesamt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wenig aussagekräf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, insbesondere enthalten sie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zu wenig aussagekräftige Angaben, um die erfor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derliche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Indikatorenprüfung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> durchzuführen. Unklar bleiben </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unter anderem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die Bereiche der Persönlichkeit, der vorhandenen Ressourcen, des sozialen Kontexts sowie des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Damit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">las</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sen sich den vorhandenen Akten für die notwendige </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Indikatorenprüfung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zu wenig konkrete Informationen entnehmen und beweisrechtlich entscheidende Aspekte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">können nicht geprüft werden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zu beachten ist weiter, dass in keinem der vorliegenden Berichte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine angepasste Tätigkeit näher umschrieben wird,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 100 % angesichts der genannten Diagnosen und der eher knappen Herleitung insgesamt wenig nachvollziehbar erscheint.</span></p><p><span> </span><span>Zudem</span><span> ist </span><span>in Bezug auf Berichte von behandelnden Arztpersonen </span><span>grundsätzlich </span><span>auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass </span><span id="VV044"></span><span>diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Soweit die Beschwerdegegnerin geltend macht, die gesundheitlichen Beeinträch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tigungen seien auf den beruflichen Positionswechsel zurückzuführen, wobei per</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sönliche Sorgen im Zusammenhang mit dem Arbeitsplatz invalidenversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungsrechtlich nicht relevant seien (E. 2.1), ist</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> festzuhalten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, dass </span><span id="XX021"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Annahme einer Invalidität stets ein medizinisches Substrat voraussetzt, das (fach-) ärztli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherseits schlüssig festgestellt wird und die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gewiesenermassen wesentlich beeinträchtigt (Urteile des Bundesgerichts </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8C_43/2023 vom 29. November 2023 E. 5.1 und 8C_544/2022 vom 3. März 2023 E. 2.4). Der im Hinblick auf Rentenleistungen der Invalidenversicherung geltende enge (bio-psychische) Krankheitsbegriff klammert soziale Faktoren so weit aus, als es darum geht, die für die Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit kausalen ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicherten Faktoren zu umschreiben. Die funktionellen Folgen von Gesundheits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schädigungen werden hingegen auch mit Blick auf psychosoziale und soziokul</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">turelle Belastungsfaktoren abgeschätzt, welche den Wirkungsgrad der Folgen einer Gesundheitsschädigung beeinflussen (BGE 141 V 281 E. 3.4.2.1 mit Hinwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sen). Soweit soziale Belastungen direkt negative funktionelle Folgen zeitigen, bleiben sie ausgeklammert, gilt es doch sicherzustellen, dass gesundheitlich bedingte Erwerbsunfähigkeit zum einen (Art. 4 Abs. 1 IVG) und nicht versicherte Erwerbslosigkeit oder andere belastende Lebenslagen zum andern nicht ineinan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der aufgehen (BGE 141 V 281 E. 4.3.3 mit Hinweis auf BGE 127 V 294 E. 5a; vgl. auch BGE 143 V 409 E. 4.5.2). Psychosoziale Belastungsfaktoren können jedoch mittelbar zur Invalidität beitragen, wenn und soweit sie zu einer ausgewiesenen Beeinträchtigung der psychischen Integrität als solcher führen, welche ihrerseits eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bewirkt, wenn sie einen verselbständig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad seiner Folgen verschlimmern (Urteile des Bundesgerichts 8C_213/2022 vom 4. August 2022 und 9C_311/2021 vom 23. September 2021 E. 4.2, je mit Hinweisen). Praxisge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mäss spielt es keine Rolle, dass psychosoziale oder soziokulturelle Umstände bei der Entstehung einer Gesundheitsschädigung einen wichtigen Einfluss gehabt hatten, sofern sich inzwischen ein eigenständiger invalidisierender Gesundheits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schaden entwickelt hat (BGE 141 V 281 E. 3.4.2.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_105/2023 vom 10. Juli 2023 E. 5.1 mit Hinweisen). Eine krankheitswertige Störung muss umso ausgeprägter vorhanden sein, je stärker psychosoziale und soziokulturelle Faktoren das Beschwerdebild mitprägen (Urteil des Bundesgerichts 8C_43/2023 vom 29. November 2023 E. 5.2 mit Hinweisen).</span></p><p><span> </span><span>In einer versicherungsmedizinischen Begutachtung, welche sich nach den nor</span><span>mativen Vorgaben der Rechtsprechung orientiert, ist es daher nicht nur zulässig, sondern sogar geboten, solche invalidenversicherungsrechtlich nicht relevanten Umstände aufzuzeigen und gegebenenfalls bei der Einschätzung der Arbeitsfä</span><span>higkeit auszuklammern (Urteil des Bundesgerichts 9C_740/2018 vom 7. Mai 2019 E. 5.2.1). Soziale Belastungen sind aber nicht vorab und losgelöst von der </span><span>Indi</span><span>katorenprüfung</span><span>, sondern in deren Rahmen im Gesamtkontext zu würdigen (Urteil des Bundesgerichts 8C_105/2023 vom 10. Juli 2023 E. 5.1). Mithin sind die betreffenden Umstände und ihre Entwicklung als Ressourcen oder Belastungsfak</span><span>toren in den Komplexen «Persönlichkeit» und «sozialer Kontext» (BGE 141 V 281 </span><span>E. 4.3.2 f.) zu bewerten (Urteil des Bundesgerichts 8C_43/2023 vom 29. November 2023 E. 5.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die bislang vorhandene medizinische Aktenlage erlaubt keine Beurteilung der Frage, ob es sich um einen verselbständigten invalidisierenden Gesundheitsscha</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den handelt oder ob psychosoziale Faktoren im Vordergrund stehen. Gestützt auf die vorhandenen Berichte kann nicht ohne nähere Prüfung auf das Fehlen eines invalidisierenden Gesundheitsschadens geschlossen werden. Insbesondere fehlt es an einer schlüssigen fachärztlichen Beurteilung, die darüber Auskunft gibt, wie es sich im Gesamtkontext mit den sozialen Belastungen verhält und wie sich diese auf den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers auswirken.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Trotz dieser Unklarheiten verzichtete die Beschwerdegegnerin auf das Einholen weiterer Berichte oder die Veranlassung einer psychiatrischen Begutachtung und stützte sich lediglich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auf die Beurteilung durch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den zuständigen Kundenberater (vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Stellungnahme vom 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">April 2023 im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Feststellungsblatt vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">20</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. April 2023, Urk. 5/15 S. 2)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Ein Beweisverfahren ist jedoch erforderlich und ein Abwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen davon nicht angezeigt: Es verhält sich vorliegend nicht so, dass genügend beweiswertige fachärztliche Berichte (vgl. BGE 125 V 351) eine Arbeitsunfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit in nachvollziehbar begründeter Weise verneinen; im Gegenteil liegt keine genügende fachärztliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vor (BGE 143 V 409 E. 4.5.3; BGE 143 V 418 E. 7.1). Der medizinische Sachverhalt erweist sich ins</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gesamt als ungenügend abgeklärt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Sache ist daher an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese eine psychiatrische Begutachtung veranlasse, gestützt auf welche die Auswirkungen der festgestellten Beeinträchtigungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und der psychosozialen Faktoren </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unter Berücksichtigung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung anhand der verschie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">denen Standardindikatoren einzelfallgerecht und ergebnisoffen beurteilt werden können. Nach Vorliegen der notwendigen Angaben wird über den Leistungsan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spruch des Beschwerdeführers neu zu befinden sein.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung einer Sache an die Verwal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten entsprechend dem Ausgang des Verfahrens </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aufzuerlegen sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 12. Juni 2023 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">600</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">der </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">beschwerdeführenden</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> Partei oder ihrer Rechtsvertretung</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkun</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">den sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>Grieder-MartensKübler-Zillig</p><div><p> </p></div><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>