A bteilung V E -2654/2007 {T 0/2} U rteil vom 12. Juni 2007 M itw irkung: R ichterinnen Luterbacher und Schenker Senn, R ichter Stöckli, G erichtsschreiber Felder X._______, geboren (...), Serbien, w ohnhaft (...), Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung des B FM vom 14. M ärz 2007 i.S. A syl und W egw eisung / N (...) B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass der Beschw erdeführer, ein R om aus der Vojvodina, eigenen Angaben zufolge sein H eim atland am 24. Januar 2007 verliess und am 26. Januar 2007 in die Schw eiz ein- reiste, w o er gleichentags um Asyl nachsuchte, dass er anlässlich der Kurzbefragung im Transitzentrum Altstätten vom 26. Februar 2007 sow ie der direkten Anhörung vom 6. M ärz 2007 zur Begründung seines Asylge- suchs im W esentlichen geltend m achte, nach seiner D ienstverw eigerung im Jahre 1993 sei er nach D eutschland geflüchtet, w o er sich bis ins Jahre 2004 aufgehalten habe, dass er nach seiner R ückkehr w egen seiner Volkszugehörigkeit zu den R om a Problem e m it den Serben gehabt habe, dass er keine Arbeit habe finden können und daher auf dem M arkt W aren verkauft habe, die ihm m anchm al nicht bezahlt w orden seien, dass m an ihm gedroht habe, ihn zusam m enzuschlagen und aus dem H aus zu vertrei- ben, dass seine Schutzsuche bei der Polizei erfolglos gew esen sei, dass das BFM das Asylgesuch des Beschw erdeführers m it Verfügung vom 14. M ärz 2007 – eröffnet am 15. M ärz 2007 – ablehnte und die W egw eisung aus der Schw eiz so- w ie deren Vollzug anordnete, dass der Beschw erdeführer m it Eingabe vom 13. April 2007 (Poststem pel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde erhoben und beantragt hat, er sei als Flüchtling anzuerkennen, es sei ihm Asyl zu gew ähren, die aufschiebende W ir- kung der Beschw erde sei w ieder herzustellen und es sei ihm die unentgeltliche R echts- pflege zu gew ähren, dass der m it Zw ischenverfügung vom 24. April 2007 verlangte Kostenvorschuss am 8. M ai 2007 fristgerecht geleistet w urde, und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG , SR 142.31] i.V.m . Art. 31 - 34 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]), dass der Beschw erdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt ist, ein schutz- w ürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschw erde legitim iert ist (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 Vw VG ),3 dass som it auf seine frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 50 ff. Vw VG ), dass m it Beschw erde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständi- ge Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG ), dass über offensichtlich unbegründete Beschw erden in einem vereinfachten Verfahren entschieden w ird und die vorliegende Beschw erde, w ie nachfolgend aufgezeigt, offen- sichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ), dass die Schw eiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gew ährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG ), w obei als Flüchtling eine ausländische Person anerkannt w ird, w enn sie in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehö- rigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauun- gen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achtei- len ausgesetzt zu w erden (Art. 3 Abs. 1 AsylG ), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgew iesen oder zum indest glaubhaft gem acht w er- den m uss (Art. 7 AsylG ), dass im vorliegenden Fall die Verfügung des BFM zu bestätigen ist, da sich die Ein- schätzung der Vorinstanz, dass die vom Beschw erdeführer geltend gem achten Benach- teiligungen nicht asylrelevant sind, als zutreffend erw eist, dass die Vorbringen des Beschw erdeführers – er sei als R om beschim pft, beleidigt und bedroht w orden, m an habe ihm vorgehalten, als D ienstverw eigerer nicht für die Sache Serbiens eingestanden zu sein, die allgem eine Situation für R om a in Serbien sei sehr schlecht – keine ausreichende Intensität aufw eisen, um als ernsthafte N achteile oder unerträglicher psychischer D ruck im Sinne von Art. 3 AsylG qualifiziert zu w erden, dass die Aussagen des Beschw erdeführers, alle Serben hassten die R om a und niem and glaube den Zigeunern, zu pauschal und allgem ein ausfallen, um asylrechtliche R elevanz zu entfalten, dass der U m stand, dass der Beschw erdeführer bloss in seinem D orf um Polizeischutz nachgesucht, aber nie seine engere H eim at verlassen hat, um Anzeige zu erstatten, da- rauf hinw eist, dass der Beschw edeführer nicht alles ihm Zum utbare unternom m en hatte, um in seinem H eim atstaat um Schutz zu ersuchen, dass der Beschw erdeführer nach eigenen Angaben seit N ovem ber 2004 unter diesen von ihm geschilderten U m ständen in seinem H eim atdorf in der Vojvodina gelebt hat und dass kein Vorfall ersichtlich ist, der nach über zw ei Jahren unm ittelbar eine Ausreise notw endig erscheinen liess, dass der Beschw erdeführer nach eigenen Angaben von seinen M arktverkäufen gut ge- lebt habe (A6 S. 8), dass er keine anderen Problem e gelten m acht, insbesondere nicht m it den Behörden (A6 S. 7),4 dass die Beschw erdeschrift keine neuen Vorbringen enthält, die zu einer anderen Schlussfolgerung führen, sondern lediglich die Aussagen anlässlich der beiden Anhö- rungen in knapper Form w iederholt, dass sich aus dem H inw eis auf die zur Zeit offene Kosovofrage ebenfalls nichts unm it- telbar zugunsten des Beschw erdeführers – w ohnhaft in der Vojvodina – ableiten lässt, dass praxisgem äss keine G ruppenverfolgung der R om a in Serbien angenom m en w ird, dass nach dem G esagten keine Asylrelevanz der Vorbringen des Beschw erdeführers festzustellen ist, dass es dem Beschw erdeführer som it nicht gelingt, die Flüchtlingseigenschaft nachzu- w eisen oder zum indest glaubhaft zu m achen, w eshalb das Bundesam t sein Asylgesuch zu R echt abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG ), vorlie- gend der Kanton keine Aufenthaltsbew illigung erteilt hat und der Beschw erdeführer zu- dem keinen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat (vgl., w eiterhin zutreffend, Ent- scheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission / EM AR K 2001 N r. 21), w eshalb die verfügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Be- stim m ungen steht und dem nach vom Bundesam t zu R echt angeordnet w urde, dass das Bundesam t, ist der Vollzug nicht zulässig, nicht zum utbar oder nicht m öglich, das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern regelt (Art. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung in Beachtung der m assgeblichen völker- und landes- rechtlichen Bestim m ungen zulässig ist, da die Flüchtlingseigenschaft nicht besteht und keine Anhaltspunkte für eine m enschenrechtsw idrige Behandlung ersichtlich sind, die dem Beschw erdeführer in seinem H eim at- oder H erkunftsstaat droht (Art. 14a Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]), dass sich aus den Akten zudem keine konkreten Anhaltspunkte ergeben, aufgrund derer allenfalls geschlossen w erden könnte, der Beschw erdeführer gerate im Falle der R ück- kehr in seinen H eim atstaat aus individuellen G ründen w irtschaftlicher, sozialer oder ge- sundheitlicher N atur in eine existenzbedrohende Situation, dass der Vollzug der W egw eisung des Beschw erdeführers in seinen H eim atstaat schliesslich m öglich ist, da keine praktischen H indernisse erkennbar sind, die einer R ückkehr entgegenstehen könnten, und er verpflichtet ist, sich bei der heim atlichen Ver- tretung allenfalls benötigte R eisepapiere zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), dass nach dem G esagten som it keine W egw eisungshindernisse vorliegen und der vom Bundesam t verfügte Vollzug der W egw eisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschw erdeführer dem nach nicht gelungen ist darzutun, inw iefern die an- gefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich- tig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (Art. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde abzuw eisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten 5 und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]) dem Beschw erdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ), dass der Beschw erdeführer m it der Vorschussleistung diese Kosten bereits gedeckt hat. (D ispositiv nächste Seite)6 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt und m it dem bereits geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 3. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer, 2 Expl. (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung (in Kopie), m it den Akten (R ef.-N r. N [...]) - (...) des Kantons Y._______ (in Kopie) D ie vorsitzende R ichterin: D er G erichtsschreiber: C hrista Luterbacher Andreas Felder Versand am :