Motion Columberg 1596 N 23 juin 1995 aux actionnaires et payer aux cantons une indemnité propor- tionnelle au nombre d'habitants. Les éventuelles recettes supplémentaires étaient essentiellement affectées à l'aug- mentation, à titre de provisions, des réserves de devises non assorties d'une garantie de change. Telle qu'elle a été décidée en 1992, la cession d'une partie du bénéfice de la BNS à la Confédération et aux cantons ne s'écarte pas du principe selon lequel la BNS doit continuer de former les provisions nécessaires à sa propre exploitation et à l'exécution de sa mission au service de l'économie natio- nale. Selon la réglementation adoptée alors, la BNS doit ali- gner le taux de croissance de ses provisions ou de ses réser- ves non assorties d'une garantie de change sur le taux de croissance nominale du produit national brut. Vu qu'elles améliorent la résistance de la place financière suisse, les ré- serves de devises de la BNS constituent un instrument indis- pensable à la prévention des effets dommageables d'une crise ou d'un conflit armé. Elles permettent en outre de con- trer une éventuelle faiblesse du franc en intervenant sur le marché des devises. Compte tenu des importantes varia- tions annuelles du bénéfice de la BNS, la part de recettes versées à la Confédération et aux cantons a été limitée à 600 millions de francs, tout surplus éventuel devant être af- fecté aux provisions pour compenser une éventuelle baisse du bénéfice ou même un déficit. Le Conseil fédéral estime inopportun de relever dès mainte- nant la limite évoquée ci-dessus. En effet, analyser au préa- lable et sur une longue période les incidences de la régle- mentation actuelle lui paraît nécessaire pour les raisons sui- vantes: - La distribution du bénéfice de la BNS équivaut à une créa- tion de monnaie centrale. Pour prévenir tout risque d'infla- tion, la BNS doit compenser ce surcroît de liquidités en ven- dant des devises ou d'autres actifs. De telles ventes restrei- gnent fortement sa liberté d'action. - L'excédent des recettes de la BNS varie fortement d'une année à l'autre. Il est notamment influencé en permanence par le cours du dollar. Cela s'est clairement vérifié durant l'exercice écoulé, puisque la chute du dollar s'est répercutée négativement sur le bénéfice de la banque. A l'instar des auteurs de la motion, le Conseil fédéral sou- haite un accroissement des recettes de la Confédération et des cantons. Comme il l'a en effet indiqué à maintes repri- ses, un tel accroissement paraît indispensable pour assainir en temps utile le budget fédéral. En revanche, le Conseil fé- déral estime que le moyen proposé n'est pas indiqué dans les circonstances présentes. D'une part, une distribution plus généreuse du bénéfice de la BNS pourrait inciter les pouvoirs publics à relâcher leur effort d'économie. D'autre part, il con- vient de consacrer le temps nécessaire à évaluer l'efficacité de la réglementation actuelle, avant d'envisager une quel- conque modification de la répartition du bénéfice de la BNS. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln. Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral propose de transformer la motion en pos- tulat. Le président: M. Oehler combat cette intervention. La dis- cussion est renvoyée. Verschoben - Renvoyé #ST# 95.3024 Motion Columberg Administrative Entlastung für kleine und mittlere Unternehmungen Petites et moyennes entreprises. Décharge administrative Wortlaut der Motion vom 30. Januar 1995 Der Bundesrat wird aufgefordert, bestehende gesetzliche Bestimmungen und staatliche Vorgaben auf ihre wirtschaftli- che Effizienz zu prüfen. Insbesondere ist darauf zu achten, dass neue staatliche Verordnungen und Regelungen einer ri- gorosen Erfolgskontrolle im Hinblick auf ein günstiges Ko- sten-Nutzen-Verhältnis für kleine und mittlere Unternehmun- gen unterzogen werden. Texte de la motion du 30 janvier 1995 Le Conseil fédéral est chargé de contrôler la rationalité éco- nomique des dispositions légales et des objectifs de l'Etat. Il veillera notamment à ce que les nouvelles ordonnances et réglementations fassent l'objet d'un contrôle des résultats ri- goureux, sous l'angle du rapport coût-utilité pour les petites et moyennes entreprises. Mitunterzeichner - Cosignataires: Baumberger, Bircher Pe- ter, Blatter, Bürgi, Darbellay, David, Engler, Epiney, Fischer- Sursee, Grossenbacher, Hess Peter, Hildbrand, Kühne, Le- pori Bonetti, Leu Josef, Oehler, Raggenbass, Ruckstuhl, Schmidhalter, Schnider, Segmüller, Stamm Judith, Theubet, Wick (24) Schriftliche Begründung - Développement par écrit In der Schweiz haben die geltenden sowie die jährlich neu hinzukommenden staatlichen Regelungen heute ein derarti- ges Ausmass erreicht, dass man ohne Übertreibung von ei- nem eigentlichen Regulierungsdickicht sprechen muss. So ist hierzulande etwa sogar der Handel mit zollfreier Ware mit administrativem Aufwand verbunden. Die zunehmende Re- gulierungsdichte verursacht der Privatwirtschaft jedoch mehr und mehr Informations-, Personal- und kalkulatorische Ko- sten. Empirische Untersuchungen kommen zum Schluss, dass diese Bürokratiekosten unabhängig von der Betriebs- grösse anfallen und somit die kleine und mittlere Unterneh- mungen (KMU) stärker belasten als Grossunternehmen. In der Schweiz sind die gesamten administrativen Kosten je Mitarbeiter bei Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftig- ten rund viermal so hoch wie bei Firmen mit 50 bis 200 Angestellten. Ansatzpunkte zur Reduzierung der admi- nistrativen Belastung für KMU drängen sich in verschieden- sten Bereichen auf. Viele Bestimmungen, die mit administra- tiven Kosten verbunden sind, verfolgen durchaus zweckmäs- sige Ziele. Trotzdem sollte angesichts der überdurchschnitt- lichen Belastungen der KMU vermehrt auf den Grundsatz der Verhältnismässigkeit und die Bedürfnisse der kleineren Be- triebe geachtet werden. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 17. Mai 1995 Rapport écrit du Conseil fédéral du 17 mai 1995 Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass kleine und mittlere Unternehmungen durch administrativen Auf- wand tatsächlich stärker belastet werden als Grossunterneh- men. Dies gilt jedoch keineswegs nur für die Schweiz, son- dern wird auch in ausländischen Studien festgestellt. Gene- rell lässt sich sagen, dass der administrative Aufwand im Verhältnis zum Umsatz eines Unternehmens um so stärker wiegt, je kleiner das Unternehmen ist. Oder anders ausge- drückt: Die Betriebsgrössenvorteile («économies of scale») sind bei den administrativen Kosten deutlich spürbar.23. Juni 1995 1597 Motion Berger Gliedert man die administrativen Arbeiten auf, zeigt sich, dass vor allem die durch die Steuer- und Sozialgesetzge- bung bedingten Tätigkeiten (mit durchschnittlich 90 Prozent des gesamten administrativen Aufwandes) stark ins Gewicht fallen. Der Bundesrat ist bestrebt, die administrativen Arbeiten für die Unternehmen möglichst gering zu halten. Allerdings ha- ben die Bestimmungen, die zu administrativen Belastungen führen, ihre Gründe und können nicht ohne negative Effekte auf andere Ziele einfach abgeschafft werden. Unser Steuer- und Sozialversicherungssystem beruht in starkem Masse auf der aktiven Mitarbeit der Unternehmen. Ohne diese könnte es nicht funktionieren oder nur mit einem entsprechenden Beamtenapparat. Immerhin bestehen verschiedene Ausnahmeregelungen für kleine Unternehmen. So sind bekanntlich bei der Mehrwert- steuer Unternehmen ohne einen bestimmten Mindestumsatz oder Mindeststeuerbetrag von der Abrechnungspflicht aus- genommen. Auch unterliegen neuerdings kleine und mittlere Unternehmungen mit einem geringen Aktienkapital nicht mehr der Emissionsabgabe, was ebenfalls eine administra- tive Erleichterung darstellt. Kleinbetriebe werden auch von statistischen Erhebungen soweit möglich ausgenommen. Es ist dem Bundesrat ein Anliegen, im Zuge der marktwirt- schaftlichen Erneuerung noch vermehrt einfachere Lösun- gen anzustreben und den administrativen Aufwand für die Unternehmen zu reduzieren. Allerdings sind dabei auch die Kantone und Gemeinden angesprochen, beispielsweise im Bereich der Bewilligungen (insbesondere den Baubewilli- gungsverfahren). Dabei sind generell Vereinfachungen und Straffungen ins Auge zu fassen. Spezielle Regelungen für kleine und mittlere Unternehmungen sind in Anbetracht des grossen Gewichts dieser Betriebe - 99 Prozent unserer Un- ternehmen zählen weniger als 100 Beschäftigte - im allge- meinen jedoch nicht angezeigt. Bei neuen staatlichen Be- stimmungen ist der Frage der Verhältnismässigkeit und des Kosten-Nutzen-Verhältnisses ebenfalls besondere Beach- tung zu schenken. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln. Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat #ST# 95.3165 Motion Berger Marktorientierte Landwirtschaft Economie agricole orientée par le marché Wortlaut der Motion vom 23. März 1995 In der eidgenössischen Abstimmung vom 12. März dieses Jahres hat das Volk den Willen bekundet, dass die Landwirt- schaft sich am Markt orientieren und «ökologisch» ausrich- ten soll. Wir respektieren diesen Entscheid. Er enthält jedoch eine ge- wisse Zweideutigkeit, so dass der Inhalt von Artikel 31 b des Landwirtschaftsgesetzes (LwG), der Direktzahlungen für be- sondere ökologische Leistungen vorsieht, geklärt werden muss. In diesem Zusammenhang schlage ich dem Bundesrat die beiden folgenden Präzisierungen vor: 1. Es wird eine einzige und umfassende Grunddefinition für ökologische Leistungen aufgestellt, die zu den Beiträgen nach Artikel 31 b LwG berechtigt (Beispiel: integrierte Pro- duktion). 2. Es wird verbindlich vorgeschrieben, dass die verschiede- nen biologischen Bezeichnungen (Bio, Sano, Natura, usw.) die minimalen Anforderungen von Artikel 31 b LwG erfüllen und dass sich Produktionslenkung und Absatzförderung aus- schliesslich am Markt orientieren. Texte de la motion du 23 mars 1995 II ressort du scrutin du 12 mars dernier une volonté populaire exprimée d'orienter l'économie agricole par le marché et par «l'écologie». Nous respectons cette décision. Cependant l'ambiguïté qu'elle présente nécessite de clarifier l'interprétation et la portée de l'article 31 b de la loi sur l'agriculture (LAgr). Dans cette optique je propose au Conseil fédéral les deux précisions suivantes: 1. de maintenir une seule et unique formulation écologique de base donnant droit aux prestations de l'article 31 b LAgr (exemple la technique intégrée); 2. d'exiger impérativement que les différentes appellations écologiques (bio, sano, natura, etc.) répondent aux exigen- ces minimales de l'article 31 b LAgr et que leur orientation et promotion soient assurées uniquement par le marché. Mitunterzeichner - Cosignataires: Philipona, Rohrbasser, Savary, Schmied Walter (4) Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 31. Mai 1995 Rapport écrit du Conseil fédéral du 31 mai 1995 D'après l'article 31 b alinéa 1er de la loi sur l'agriculture (LAgr), la Confédération encourage des formes de produc- tion particulièrement respectueuses de l'environnement ou de la protection des animaux, telles que la culture biologique, la production intégrée ou l'élevage contrôlé en plein air. Comme la loi contient une énumération, il convient au moins d'encourager ces modes de production. La limitation du sou- tien à un seul programme faciliterait les tâches administrati- ves, mais entraînerait également une perte de différencia- tion. Le Conseil fédéral préfère dès lors offrir plusieurs pro- grammes, tel que le font aussi plusieurs Etats membres de l'UE. Le Conseil fédéral estime que la proposition du motionnaire d'imposer en tant qu'exigences minimales pour les appella- tions écologiques les conditions et charges fixées en vertu de l'article 31 b LAgr est justifiée. Il conviendra de prévoir des exigences appropriées dans les dispositions relatives à la déclaration. Malgré la réserve susmentionnée, le Conseil fédéral est dis- posé à accepter l'intervention sous la forme de postulat et d'examiner les propositions dans le cadre de la deuxième étape de la réforme agricole. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral propose de transformer la motion en pos- tulat. Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulatSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion Columberg Administrative Entlastung für kleine und mittlere Unternehmungen Motion Columberg Petites et moyennes entreprises. Décharge administrative In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1995 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 95.3024 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 23.06.1995 - 08:00 Date Data Seite 1596-1597 Page Pagina Ref. No 20 025 806 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.