B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i ch t T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T ri b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Entscheid bestätigt durch BGer mit Urteil vom 01.02.2019 (2C_100/2019) Abteilung II B-7186/2018 U r t e i l v o m 2 9 . J u l i 2 0 2 1 Besetzung Richter Francesco Brentani (Vorsitz), Richter Ronald Flury, Richter Pietro Angeli-Busi, Gerichtsschreiber Diego Haunreiter. Parteien A._______, vertreten durch Michael Kunz, Fürsprecher LL.M., KUNZ COMPLIANCE, Beschwerdeführer, gegen Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA, Vorinstanz. Gegenstand Berufsverbot. B-7186/2018 Seite 2 SACHVERHALT ...................................................................................................................................................... 4 1. EINTRETEN .......................................................................................................................................................10 2. FESTSTELLUNG DES SACHVERHALTS .................................................................................................................12 2.1 ORGANISATION UND GELDWÄSCHEREIDISPOSITIV DER B._______ (INKLUSIVE DER ROLLE DES BESCHWERDEFÜHRERS) ................ 14 2.2 HINTERGRÜNDE DER GESCHÄFTSBEZIEHUNG DER B._______ MIT DEN SWF/C._______-KUNDEN ........................................ 18 2.2.1 Strukturierte Treuhandlösung ................................................................................................................ 18 2.2.2 Exit-Entscheid ......................................................................................................................................... 19 2.3 DETAILS ZUR GESCHÄFTSBEZIEHUNG DER B._______ MIT DEN EINZELNEN SWF/C._______-KUNDEN INSBESONDERE IM HINBLICK AUF DIE VORGEWORFENE SCHWERE VERLETZUNG DER GELDWÄSCHEREIRECHTLICHEN PFLICHTEN ..................................................... 20 2.3.1 C._______ ............................................................................................ Fehler! Textmarke nicht definiert. 2.3.2 E._______ und F._______ ...................................................................................................................... 21 2.3.3 H._______............................................................................................ Fehler! Textmarke nicht definiert. 2.3.4 G._______ ........................................................................................... Fehler! Textmarke nicht definiert. 2.3.5 I._______ ............................................................................................. Fehler! Textmarke nicht definiert. 2.3.6 J._______ ............................................................................................. Fehler! Textmarke nicht definiert. 2.4 DETAILS ZUR GESCHÄFTSBEZIEHUNG DER B._______ MIT DEN EINZELNEN SWF/C._______-KUNDEN INSBESONDERE IM HINBLICK AUF DIE VORGEWORFENE SCHWERE VERLETZUNG DES ORGANISATIONSERFORDERNISSES ............................................................... 31 2.4.1 Intervention der FINMA und Zusatzprüfung ........................................................................................... 31 2.4.2 Risikoanalyse und -Reporting ................................................................................................................. 33 2.4.3 Neues Geschäft im Umfang von 500 Mio. USD ...................................................................................... 36 2.5 SACHVERHALTLICHE VORBRINGEN DES BESCHWERDEFÜHRERS ............................................................................................ 37 3. ANWENDBARES RECHT UND RÄUMLICHER ANWENDUNGSBEREICH ................................................................53 3.1 ANWENDBARES RECHT ............................................................................................................................................... 53 3.2 RÄUMLICHER ANWENDUNGSBEREICH ............................................................................................................................ 54 4. DAS BERUFSVERBOT GEMÄSS ART. 33 FINMAG ...............................................................................................56 4.1 ANSICHT DER VORINSTANZ IM VORLIEGENDEN FALL .......................................................................................................... 56 4.2 ANSICHT DES BESCHWERDEFÜHRERS IM VORLIEGENDEN FALL ............................................................................................. 57 4.3 RECHTSGRUNDLAGEN ................................................................................................................................................. 58 4.4 KONKRETES PRÜFPROGRAMM ZUR BEURTEILUNG DER RECHTMÄSSIGKEIT DES BERUFSVERBOTS GEMÄSS ART. 33 FINMAG .......... 61 5. VORGEWORFENE VERLETZUNG VON aART. 6 UND 9 GWG ..............................................................................62 5.1 RECHTSGRUNDLAGEN ................................................................................................................................................. 62 5.2 KONKRETES VERHALTEN DER B._______ IM ZUSAMMENHANG MIT DEM VORWURF DER VERLETZUNG VON AART. 6 GWG .......... 67 5.2.1 Erhöhte Risiken der betroffenen Geschäftsbeziehungen und Transaktionen ......................................... 67 5.2.2 Verhalten der B._______ hinsichtlich der strukturierten Treuhandlösung ............................................. 69 5.2.3 Verhalten der B._______ im Zusammenhang mit den einzelnen Geschäftsbeziehungen ...................... 70 5.3 WÜRDIGUNG DES VERHALTENS DER B._______ IM ZUSAMMENHANG MIT DEM VORWURF DER VERLETZUNG VON AART. 6 GWG (ABKLÄRUNGSPFLICHT) ..................................................................................................................................................... 78 B-7186/2018 Seite 3 5.4 KONKRETES VERHALTEN DER B._______ IM ZUSAMMENHANG MIT DEM VORWURF DER VERLETZUNG VON AART. 9 GWG (MELDEPFLICHT) ............................................................................................................................................................. 79 5.5 DIE SCHWERE DER VERLETZUNGEN VON AART. 6 UND 9 GWG ........................................................................................... 82 5.6 DIE ROLLE DES BESCHWERDEFÜHRERS IM ZUSAMMENHANG MIT DER VORGEWORFENEN SCHWEREN VERLETZUNG DER AART. 6 UND 9 GWG DURCH DIE BANK .................................................................................................................................................... 83 5.6.1 Rechtsgrundlagen ................................................................................................................................... 83 5.6.2 Individuelle Zurechenbarkeit der Verletzung der geldwäschereirechtlichen Pflichten durch die Bank .. 85 5.6.3 Zusammenfassende Würdigung der Rolle des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit der Verletzung der geldwäschereirechtlichen Pflichten der Bank ......................................................................... 92 5.7 WEITERE EINWÄNDE DES BESCHWERDEFÜHRERS ............................................................................................................. 93 5.8 FAZIT HINSICHTLICH DER VORGEWORFENEN VERLETZUNGEN VON AART. 6 UND 9 GWG .......................................................... 98 6. VORGEWORFENE VERLETZUNG VON ART. 3 ABS. 2 BST. A SOWIE ART. 3F ABS. 2 BANKG ...............................98 6.1 RECHTSGRUNDLAGEN ................................................................................................................................................. 98 6.2 KONKRETES VERHALTEN DER B._______ IM ZUSAMMENHANG MIT DEM VORWURF DER VERLETZUNG VON ART. 3 ABS. 2 BST. A SOWIE ART. 3F ABS. 2 BANKG ........................................................................................................................................... 99 6.3 DIE ROLLE DES BESCHWERDEFÜHRERS IM ZUSAMMENHANG MIT DER VORGEWORFENEN SCHWEREN VERLETZUNG DES ORGANISATIONSERFORDERNISSES DER BANK ....................................................................................................................... 104 7. VORGEWORFENE VERLETZUNG VON ART. 3 ABS. 2 BST. C SOWIE ART. 3F ABS. 1 BANKG .............................. 107 8. WEITERE RÜGEN DES BESCHWERDEFÜHRERS ................................................................................................ 108 9. VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT DES DREIJÄHRIGEN BERUFSVERBOTS ..................................................................... 109 10. FAZIT ............................................................................................................................................................ 112 11. VERFAHRENSKOSTEN UND PARTEIENTSCHÄDIGUNG ................................................................................... 112 B-7186/2018 Seite 4 SACHVERHALT A. A.a Die Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA (nachfolgend auch: Vorinstanz) eröffnete am 23. Mai 2016 ein Enforcementverfahren gegen A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer). Die Vorinstanz ist nach ei- genen Angaben im Rahmen des Verfahrens gegen die B._______ (nach- folgend: B._______ oder Bank) im Kontext der Fälle K._______ und (…) auf Anhaltspunkte gestossen, wonach der Beschwerdeführer in der Funk- tion als Head of Legal & Compliance / General Counsel der B._______ für die Verletzung von aufsichtsrechtlichen Bestimmungen der Bank verant- wortlich sein könnte. Der relevante Untersuchungszeitraum betrifft schwer- gewichtig die Jahre 2011 bis 2015. Im Rahmen einer Aufarbeitung ab 2015 wurde durch die B._______ eine Kundenliste mit denjenigen Beziehungen erstellt, welche die sog. SWF/C._______-Beziehungen darstellen; die Abkürzung SWF steht für Sovereign Wealth Funds (Staatsfonds) und C._______ steht für (…), einen malaysischen Unternehmer. Gemäss dieser Kundenliste eröffnete die B._______ ab 2010 auf Gruppenebene mindestens 144 Konten für Perso- nen, welche von der Bank selbst nachträglich dem sog. Fallkomplex SWF/C._______ zugeordnet wurden. Die SWF-Kunden waren die nachfol- gend aufgeführten Sitzgesellschaften, allesamt mit Sitz auf den British Vir- gin lslands (BVI), welche mit der B._______ zwischen Ende 2011 und 2015 Kontobeziehungen unterhielten und bei welchen Staatsfonds aus Malaysia und Abu Dhabi als wirtschaftlich Berechtigte (WB) angesehen wu rden (nachfolgend: SWF-Kunden/SWF-Geschäftsbeziehungen): Kontoinhaber Angebliche wirtschaftlich Berechtigte (WB) Gebucht in Eröffnet am E._______ Limited (nachfolgend: E._______) K._______ Lugano 18.11.2011 F._______ Limited (nachfolgend: F._______) L._______ und K._______ Lugano 18.11.2011 G._______ Limited (nachfolgend: G._______) K._______ Singapur 13.09.2012 B-7186/2018 Seite 5 H._______ Limited (nachfolgend: H._______) L._______ Lugano 20.04.2012 I._______ Limited (nachfolgend: I._______) K._______ Lugano 14.03.2013 J._______ Limited (nachfolgend: J._______) K._______ Lugano 18.03.2013 Bei der K._______ (…) handelt es sich um einen malaysischen Staats- fonds, welcher im Jahr 2009 zwecks nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung sowie Förderung von ausländischen Direktinvestitionen vom malaysischen Staat errichtet wurde und dem Finanzministerium gehörte. L._______ ist eine Tochtergesellschaft der M._______, einer staatlichen Investmentge- sellschaft des Emirats Abu Dhabi. Die M._______ stellte im April 2016 öf- fentlich in Abrede, dass H._______ ([…] Inhaberin eines B._______-Kon- tos, siehe die Tabelle oben ) eine mit ihr oder ihrer Tochterge sellschaft L._______ (…) verbundene Gesellschaft sei. Der malaysische Unternehmer C._______ (…) führte die SWF-Kunden bei der B._______ ein. Er selbst eröffnete zusammen mit Familienmitgliedern sowie weiteren Personen, welche ihm von de r Bank später zugeordnet wurden, in den Jahren 2010 bis 2015 bei der B._______ auf Gruppen- ebene rund 140 Konten, und zwar hauptsächlich in Lugano und Singapur, aber auch vereinzelt in Luxemburg und Monaco. C._______ war den ihn betreuenden Kundenberatern bei der B._______-Singapur schon aus de- ren früherer Zeit bei einer anderen singapurischen Bank bekannt. Zu den engsten Mitarbeitern von C._______ gehörte D._______ (…) welcher ebenfalls eigene Konten bei der B._______ in Lugano und in Singapur be- sass. Weitere B._______-Kunden aus dem SWF/ C._______-Umfeld wa- ren u.a. der Stiefsohn des Premierministers von Malaysia, drei Berater des Letzteren sowie mehrere Organe von K._______. Bei der B._______-Sin- gapur wurden die einzeln en SWF/ C._______-Kontobeziehungen bereits anlässlich eines Meetings des dortigen Client Acceptance Commit tee (nachfolgend: CAC) vom 15. November 2012, an welchem der Beschwer- deführer als "eingeladener Gast" anwesend war, konsolidiert erfasst und präsentiert. Unter anderem wurde eine Liste über die " C._______ Relati- onship" präsentiert, eine Übersicht mit 41 Kontobeziehungen von B-7186/2018 Seite 6 C._______, den SWF und weiteren verbundenen Personen (vgl. Vorakten: 3 p. 2204 ff., 2207 ff.). Auch in den Jahren 2013 und 2014 wurd e bei der B._______-Singapur die SWF/ C._______-Kundschaft (ohne Beisein des Beschwerdeführers) konsolidiert präsentiert. Die SWF-Kunden führten zwischen 2011 und 2015 alleine über das Bu- chungszentrum der B._______ in Lugano Transaktionen in der Höhe von 12.6 Mrd. USD und C._______ alleine über die Buchungszentren in Lugano und Luxemburg Transaktionen in der Höhe von 1.755 Mrd. USD durch. Bei der B._______-Singapur, wo C._______ und die mit ihm ver- bundenen Personen (Familie, Geschäftspartner etc.) insgesamt 96 Konten eröffneten, beliefen sich die Transaktionen dieser Personen auf 5.3 Mrd. USD. Gesamthaft betrug das Transaktionsvolumen der SWF/ C._______- Kundschaft bei der B._______-Gruppe in den Jahren 2011 bis 2015 dem- entsprechend rund 20 Mrd. USD. Die B._______ erzielte in den Jahren 2011 bis 2015 mit den SWF/C._______-Beziehungen Einnahmen von rund 140 Mio. USD. Diese Einnahmen machten einen beträchtlichen Teil der gesamthaft auf Gruppenebene erzielten Einnahmen aus Kommissionen und Gebühren aus (in den Jahren 2013 und 2014 rund […] %). Für die B._______-Singapur betrug der Anteil der Einnahmen aus dem SWF -Ge- schäft in den Jahren 2013 und 2014 rund (…) % der Gesamteinnahmen. Bevor die eigentlichen SWF/ C._______-Beziehungen bei der B._______ eröffnet wurden, führte die Bank ab 2007 Konten für die private saudi-ara- bische ÖI-Explorationsgesellschaft O._______ sowie für dere n Exponen- ten. Ein Joint-Venture-Agreement mit K._______ wurde von einer Tochter- gesellschaft von O._______ am 28. September 2009 unterzeichnet, nicht jedoch von K._______ und kam somit nicht zustande. Die B._______ ging in der Folge mit der im Joint-Venture-Agreement genannten Joint-Venture- Gesellschaft keine Geschäft sbeziehung ein. Obschon seitens von O._______ Druck aufgesetzt wurde, verweigerte der Beschwerdeführer die Zustimmung zur Eröffnung dieser Geschäftsbeziehung mit der im Joint - Venture-Agreement genannten Joint-Venture-Gesellschaft, u.a. mit der Be- rufung auf die verdächtige Rolle von C._______ bei der geplanten Trans- aktion. A.b Mit Verfügung vom 9. November 2018 entschied die Vorinstanz in Dis- positiv-Ziff. 1, dem Beschwerdeführer werde die Tätigkeit in leitender Stel- lung bei einem von der FINMA Beaufsichtigten für die Dauer von drei Jah- ren ab Rechtskraft dieser Verfügung verboten. In Dispositiv-Ziff. 2 weist die Vorinstanz den Beschwerdeführer für den Fall der Widerhandlung gegen B-7186/2018 Seite 7 Dispositiv-Ziff. 1 auf Art. 48 des Finanzmarktaufsichtsgesetzes (SR 956.1) und die darin vorgesehene Strafdrohung hin. In Dispositiv -Ziff. 3 werden dem Beschwerdeführer die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 30‘000.– auf- erlegt. Die Vorinstanz beschränkte ihre Darstellungen in der angefochtenen Ver- fügung schwergewichtig auf einen Ausschnitt aus dem SWF/ C._______- Geschäft der B._______ in den Jahren 2011 bis 2015 und belegte den von ihr erstellten Sachverhalt anhand einer Vielzahl von Verweisen auf die ent- sprechenden Akten. Gestützt auf den Sachverhalt in der angefochtenen Verfügung begründete die Vorinstanz das Berufsverbot im Wesentlichen damit, dass der Beschwerdeführer persönlich für diverse Verletzungen von Aufsichtsrecht bzw. für solche Verletzungen durch die B._______ verant- wortlich sei. Dabei handle es sich nach Meinung der V orinstanz nicht um leichte und punktuelle, sondern um schwere Verletzungen von Aufsichts- recht über einen längeren Zeitraum und im Zusammenhang mit erhebli- chen Vermögenswerten von politisch exponierten Personen und Unterneh- men. Konkret warf die Vorinstanz dem Beschwerdeführer vor, für eine schwere Verletzung der geldwäschereirechtlichen Pflichten und für eine schwere Verletzung des Organisations- und Gewährserfordernisses der Bank ver- antwortlich zu sein. B. Mit Beschwerde vom 14. Dezember 2018 wandte sich der Beschwerdefüh- rer an das Bundesverwaltungsgericht. Er stellt die folgenden Anträge: „A. In der Hauptsache Die Verfügung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA vom 9. No- vember 2018 sei vollständig aufzuheben. B. Beweisanträge Der Beschwerdeführer beantragt mit verschiedenen Beweisanträgen die Er- gänzung des rechtserheblichen Sachverhalts durch die Beschwerdeinstanz. Die einzelnen Beweisanträge werden in der Stellungnahme zur Sachverhalts- darstellung der Beschwerdegegnerin gestellt und begründet. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.“ Der Beschwerdeführer rügt, dass die Vorinstanz den Sachverhalt bezüg- lich des Vorliegens einer behaupteten schweren Verletzung von aufsichts-B-7186/2018 Seite 8 rechtlichen Bestimmungen unvollständig und unrichtig erh oben und fest- gestellt hat. Zudem rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung von Art. 6 und 9 des Geldwäschereigesetzes (SR 955.0) sowie Art. 33 des Finanz- marktaufsichtsgesetzes, des Anspruchs auf eine Behandlung nach Treu und Glauben, des Willkürverbots, de s Gleichheitsgebots, des Rechts auf Wirtschaftsfreiheit und des Verhältnismässigkeitsprinzips. Im Rahmen eines Überblicks hält der Beschwerdeführer fest, ein korrekt festgestellter Sachverhalt würde inhaltlich wohl zu über 80% vom Sachver- halt in der angefochtenen Verfügung abweichen. Der amtlich erhobene Sachverhalt müsse in der Beschwerde auf 150 Seiten berichtigt werden, womit die Vorinstanz den Umfang der Beschwerde von 231 Seiten zu ver- antworten habe. Der unvollständige und unrichtige Sachverhalt in der an- gefochtenen Verfügung sei durch eine Serie von schweren Verfahrensver- letzungen durch den Verfahrensführer zustande gekommen. Der Be- schwerdeführer stellt sich zudem auf den Standpunkt, er habe vor der Vor- instanz den Anspruch auf rechtliches Gehör zur Feststellung einer schwe- ren Verletzung von Aufsichtsrecht als Tatbestandsmerkmal und Voraus- setzung für ein Berufsverbot erhoben. Die Vorinstanz habe ihm im proviso- rischen Sachverhalt jedoch nicht dargelegt, wann, wie und weshalb er eine schwere Verletzung von Aufsichtsrecht begangen haben soll. Daneben stellt der Beschwerdeführer in der Beschwerde ans Bundesverwaltungsge- richt verschiedene Beweisanträge, u.a. verlangt er die Edition sämtlicher Gesprächsprotokolle und Telefonnotizen der FINMA-Verantwortlichen und -Mitarbeitenden betreffend die Überwachung der B._______ zum Thema SWF/C._______, die Arbeitspapiere der Prüfgesellschaft zur durchgeführ- ten Sond erprüfung und die entsprechende Korrespondenz mit der Vo- rinstanz sowie die Befragung von Zeugen. C. Gegen den ursprünglich vom Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 20. Dezember 2018 erhobenen Kostenvorschuss von Fr. 40'000.– in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten erhob der Beschwerdefüh- rer am 25. Januar 2019 Beschwerde beim Bundesgericht. Das Bundesge- richt überwies die Beschwerde als Gesuch um Reduktion des Kostenvor- schusses mitsamt den Akten an das Bundesverwaltungsgericht . Daraus wurden zuvor bei der Festlegung der Höhe des Kostenvorschusses nicht berücksichtigte Tatsachen ersichtlich, insbesondere die Pensionierung bzw. das Alter des Beschwerdeführers sowie die geltend gemachten Ne- beneinkünfte. Mit Zwischenverfügung vom 12. Februar 2019 zog das Bun-B-7186/2018 Seite 9 desverwaltungsgericht die Verfügung vom 20. Dezember 2018 in Wieder- erwägung und reduzierte den Kostenvorschuss auf Fr. 25‘000.–, welcher fristgerecht bezahlt worden ist. D. Mit Vernehmlassung vom 9. Mai 2019 beantragt die Vorinstanz die Abwei- sung der Beschwerde unter Kostenfolgen zu Lasten des Beschwerdefüh- rers. Die Vorinstanz erläutert einleitend, dass der Sachverhalt der angefochte- nen Verfügung vom 9. November 2018 auf die wesentlichen Aspekte und die Chronologie der Betreuung der SWF/ C._______-Geschäftsbeziehun- gen bei der B._______ bis zum Exit Anfang 2015 sowie auf die Bewilligung der einzelnen Geschäftsbeziehungen und Risiko -Reportings und -ein- schätzungen fokussiere. Daneben äussert sich die Vorinstanz zu einzelnen in der Beschwerde vom 14. D ezember 2018 enthaltenen Aussagen des Beschwerdeführers. E. Mit Replik vom 26. Juni 2019 nimmt der Beschwerdeführer zur Vernehm- lassung der Vorinstanz Stellung. Ergänzend führt er im Rahmen einer Zusammenfassung aus, er habe die Geschäftsbeziehungen mit E._______ und F._______ nicht bewilligt. Die beiden Geschäftsbeziehungen seien im Zeitpunkt der Eröffnung am 18. November 2011 noch nicht in der höchsten Risikostu fe eingereiht ge- wesen, sondern die Höherstufung von AP2 -Beziehungen auf AP3-Bezie- hungen sei erst auf seinen Antrag hin im Jahr 2012 erfolgt. Seine Zustän- digkeit für Bewilligungen von AP3-Beziehungen sei erst per 31. Dezember 2011 eingeführt worden. Die Ges chäftsbeziehungen mit H._______, I._______ und J._______, die 2012 bzw. 2013 eröffnet worden seien, habe er als AP3 -Beziehungen mitbewilligt. Für die Geschäftsbeziehung mit G._______ in Singapur habe der Beschwerdeführer seiner Ansicht nach keine Verantwortung getragen. Daneben stellt der Beschwerdeführer verschiedene Beweisanträge, u.a. die Edition des Protokolls und der vorbereitenden Unterlagen der Sitzung des Operational Risk and Compliance Committee (ORCC) im Sommer 2012, die Edition sämtlicher Akten bei der Vorinstanz, welche sie von Drit- ten erhalten habe sowie Akteneinsicht in diese Unterlagen, die Edition aller B-7186/2018 Seite 10 internen Unterlagen im Zusammenhang mit der Erstellung der Quarterly Reports und schliesslich verschiedene Zeugenbefragungen. F. Mit Duplik vom 20. August 2019 hält die Vorinstanz an ihren Rechtsbegeh- ren fest und nimmt aufforderungsgemäss zu den in der Replik gestellten Beweisanträgen Stellung. G. Der Schriftenwechsel wurde von Amtes wegen unter Vorbehalt allfälliger Instruktionen und/oder Parteieingaben mit Verfügung vom 21. August 2019 abgeschlossen. H. Im Verfahren gegen die B._______ bestätigte das Bundesverwaltungsge- richt mit Urteil B-3930/2016 vom 25. November 2019 unter anderem, dass die Bank ihre Sorgfaltspflichten bei der Bekämpfung der Geldwäscherei und den Grundsatz eines angemessenen Risikomanagements verletzt hat. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: EINTRETEN 1. 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob die Prozessvoraussetzungen vorliegen und auf eine Be- schwerde einzutreten ist (vgl. BVGE 2007/6 E. 1). 1.2 Der Entscheid der Vorinstanz vom 9. November 2018 stellt eine Verfü- gung im Sinne von Art. 5 VwVG dar. Das Bundesverwaltungsgericht ist ge- mäss Art. 31 VGG Beschwerdeinstanz für Beschwerden gegen Verfügun- gen nach Art. 5 VwVG, die unter anderem von Anstalten und Betrieben des Bundes erlassen werden (Art. 33 Bst. e VGG). Darunter fällt die von der Vorinstanz erlassene Verfügung (Art. 54 Abs. 1 FINMAG). Das Bundesver- waltungsgericht ist damit zur Behandlung der vorliegenden Streitsache zu- ständig. 1.3 Zur Beschwerde ist legitimiert, wer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat, durch die B-7186/2018 Seite 11 angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges In- teresse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 48 Abs. 1 VwVG). 1.4 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom- men und ist als Adressat der angefochtenen Verfügung durch die ihn be- treffenden Feststellungen besonders berührt . Formell ist e r daher offen- sichtlich zur Beschwerde legitimiert. 1.4.1 Es stellt sich hingegen die Frage, ob der Beschwerdeführer an einer Aufhebung oder Änderung der angefochtenen Verfügung zum heutigen Zeitpunkt noch ein aktuelles und praktisches Interesse hat. Der Beschwer- deführer hat in der Beschwerde an das Bundesgericht gegen die Zwischen- verfügung betreffend Kostenvorschuss, welches als Gesuch um Reduktion des Kostenvorschusses an das Bundesverwaltungsgericht überwiesen wurde, festgehalten, dass er seit dem 1. September 2016 pensioniert sei und er nicht an eine neue leitende Stellung im Finanzsektor denke, wes- halb das Beschwerdeverfahren bzw. dessen Ausgang keine Auswirkungen auf seine berufliche Stellung hätten. Der Beschwerde führer scheint aber dennoch davon auszugehen, dass er sowohl bei der Einreichung der Be- schwerde, als auch noch im Zeitpunkt der Urteilsfällung über ein aktuelles und praktisches Interesse an der Überprüfung der von ihm erhobenen Rü- gen und damit über ein schutzwürdiges Interesse verfüge. Der Beschwer- deführer begründet dies damit, dass er angesichts der mit der angefochte- nen Verfügung zusammenhängenden drohenden Nebenfolgen (mögliches Strafverfahren) ein grosses Interesse an der Richtigstellung des rechtser- heblichen Sachverhalts der angefochtenen Verfügung, der bestrittenen schweren Verletzung von Aufsichtsrecht und der bestrittenen strafbaren Handlungen habe. Die Vorinstanz äussert sich nicht zum Erfordernis des aktuellen und praktischen Interesses des Beschwerdeführers. 1.4.2 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts und des Bundesver- waltungsgerichts ist ein Interesse nur dann schutzwürdig, wenn es im Ur- teilszeitpunkt noch aktuell und praktisch ist, weil der mit der angefochtenen Verfügung verbundene strittige Nachteil noch besteht und insofern im Rah- men eines Urteils auch behoben werden könnte (vgl. BGE 141 II 14 E. 4.4 m.w.H.; BVGE 2013/56 E. 1.3.2; MARANTELLI/HUBER, in: Praxiskommentar VwVG, 2. Aufl. 2016, Art. 48 N. 15). Folge mangelnden Rechtsschutzinte- resses ist ein Nichteintretensentscheid, sofern das Interesse schon vor der Einreichung der Beschwerde nicht mehr bestand. Fällt das Rechtsschutz- interesse hingegen nach Einreichung der Beschwerde dahin, ist das Ver-B-7186/2018 Seite 12 fahren beziehungsweise der entsprechende Verfahr ensteil als gegen- standslos zu erklären (vgl. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, Rz. 1145 f.). Das Bundesverwaltungsgericht hielt fest, es sei davon auszugehen, dass eine Person, deren Ruf und Gewähr für eine einwandfreie Geschäftstätigkeit in einer Entscheidung negativ beurteilt wurde, selbst nach Aufgabe der frag- lichen Funktion aufgrund ihres Reputationsschadens ein aktuelles Inte- resse daran hat, gegen die entsprechende Feststellung Beschwerde zu er- heben (vgl. BVGE 2013/56 E. 1.3.2 f.). 1.4.3 Vorliegend stellt das gegen den Beschwerdeführer verhängte drei- jährige Verbot in leitender Stellung bei einem von der FINMA Beaufsichtig- ten tätig zu werden einen derartigen Reputationsschaden dar. Ein Berufs- verbot von drei Jahren ist geeignet, einen Reputationsschaden zu bewir- ken, der sich auch auf nicht von der FINMA beaufsichtige Bereiche auswir- ken könnte (z.B. Verwaltungsratsmandate oder im Rahmen einer Berater- tätigkeit). Der Beschwerdeführer ist demnach durch die angefochtene Ver- fügung nicht nur besonders berührt, sondern er hat ein aktuelles und prak- tisches Interesse an deren Aufhebung oder Änderung. Er ist demnach zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 Bst. a-c VwVG). 1.5 Die Eingabefrist sowie die Anforderungen an Form und Inhalt der Be- schwerdeschrift sind gewahrt (Art. 50 und 52 Abs. 1 VwVG) und auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor. 1.6 Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. FESTSTELLUNG DES SACHVERHALTS 2. Das Bundesverwaltungsgericht stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest (sog. Untersuchungsgrundsatz; Art. 12 VwVG) und prüft grundsätzlich uneingeschränkt, ob die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig ermittelt hat (Art. 49 Bst. b VwVG). Dabei würdigt es die Beweise nach freier Überzeugung (sog. freie Beweiswürdigung; Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 40 BZP [SR 273 ]; vgl. statt vieler : Urteil des BVGer B-3625/2014 vom 6. Oktober 2015 E. 4.3). Frei ist die Beweiswürdigung darin, dass sie nicht an bestimmte, starre Beweisregeln gebunden ist, wel- che der Behörde genau vorschreiben, wie ein gültiger Beweis zustande kommt und welchen Beweiswert die einzelnen Beweismittel im Verhältnis zueinander haben. Der Grundsatz der freien Beweiswürdigung verlangt, B-7186/2018 Seite 13 dass sich die urteilende Instanz sorgfältig, gewissenhaft und unvoreinge- nommen ihre Meinung darüber bildet, ob der zu beweisende Sachumstand als wahr zu gelten hat oder nicht. Der Beweis ist erbracht, wenn der Richter gestützt auf die Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt ist, dass sich der rechtserhebliche Sachumstand entsprechend verwirklicht hat (vgl. BVGE 2008/23 E. 4.1 f. m.H.). Bei der Feststellung des Sachverhalts beschränkt sich das Bundesverwal- tungsgericht auf den Ausschnitt des SWF/ C._______-Geschäfts der B._______, auf welchen die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung das gegenüber dem Beschwerdeführer angeordnete Berufsverbot von drei Jahren gestützt hat . Das Bundesverwaltungsgericht kann aufgrund der Durchsicht der in der angefochtenen Verfügung angegebenen Verweise auf die Akten, den von der Vorinstanz erhobenen Sachverhalt im Wesent- lichen bestätigen. Insoweit steht die angefochtene Verfügung entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht in einem klaren Widerspruch zu den tatsächlichen Gegebenheiten und ist nicht willkürlich. Zum Teil hat das Bun- desverwaltungsgericht die Sachverhaltsfeststellung mit weiteren Hinwei- sen auf die Akten vervollständigt. Konkret stützt das Bundesverwaltungsgericht den Entscheid in Ergänzung zu den Ausführ ungen in E. A -G auf den Sachverhalt, der im Folgenden wiedergegeben wird. Hierbei wird der Sachverhalt zunächst in Bezug auf die Organisation und das Geldwäschereidispositiv der B._______ (inklu- sive der Rolle des Beschwerdeführers) dargestellt (vgl. E. 2.1 ) und an- schliessend werden die relevanten Geschäftsbeziehungen der B._______ mit den SWF/ C._______-Kunden aufgezeigt. Betreffend die SWF/C._______-Geschäftsbeziehungen werden als erstes die Hinter- gründe erläutert, insbesondere wird auf eine sog. strukturierte Treuhandlö- sung Bezug genommen (vgl. E. 2.2). Danach wird der relevante Sachver- halt im für die angefochtene Verfügung relevanten Zeitraum von 2011 bis 2015 sowohl im Hinblick auf die vorgeworfene schwere Verletzung der geldwäschereirechtlichen Pflichten (vgl. E. 2.3) als auch im Hinblick auf die vorgeworfene schwere Verletzung des Organisationserfordernisses darge- stellt (vgl. E. 2.4 ). Zum Schluss werden die sachverhaltlichen Einwände des Beschwerdeführers beurteilt (vgl. E. 2.5). B-7186/2018 Seite 14 Organisation und Geldwäschereidispositiv der B._______ (inklusive der Rolle des Beschwerdeführers) 2.1 Die B._______ hatte mehrere ausländische Tochtergesellschaften, u.a. in Singapur, Luxembourg und Monaco . Diese besassen eigene Compli- ance-Abteilungen, welche hierarchisch der lokalen Geschäftsleitung unter- stellt waren und funktionell an den Global Head of Compliance rapportier- ten, welcher seinerseits dem Beschwerdeführer als Head of Legal & Com- pliance / General Counsel der B._______ unterstand. Eine Ausnahme lag bezüglich der Asieneinheit der B._______ – eine Zweigniederlassung in Hong Kong sowie die Tochtergesellschaft in Singapur ( B._______-Singa- pur) – vor. Im Jahr 2010 stellte die B._______ für Asien einen Head Legal & Compliance ein, welcher funktionell direkt an den Beschwerdeführer rap- portierte, hierarchisch aber dem COO (Chief Operating Officer) von Asien unterstellt war. In den Führungs- und Compliancegremien der asiatischen Tochtergesellschaften hatte der Beschwerdeführer keinen Einsitz. Die se wurden laut der Vorinstanz durch den CEO (Chief Executive Officer) Asien geführt, der zusammen mit weiteren Mitarbeiter im Jahr 2009 von einer anderen Bank zur B._______ gestossen war. Der Beschwer deführer war als Head of Legal & Compliance bei der B._______ u.a. für den Rechtsdienst und die Compliance auf der Gruppen- ebene und auf der Ebene des Einzelinst ituts B._______ für den Rechts- dienst und die Compliance verantwortlich. Laut eigener Aussage bestand seine Verantwortung für die entsprechenden Abteilungen in der hierarchi- schen Führung der Verantwortlichen sowie in der Definition der Ziele und der Überwachung von deren Umsetzung. Der Beschwerdeführer war zu- dem Chairman des ORCC, einem Geschäftsleitu ngsausschuss für Rechts-, Compliance- und operationelle Risiken. Dem Beschwerdeführer war ferner, wie bereits erwähnt, der Global Head of Compliance direkt un- terstellt, welcher u.a. das Compliance Competence Center führte (CCC, vor 2013 KYC Risk, nachfolge nd: KYC Risk/CCC). KYC Risk/CCC war gruppenintern auf Fragen der Geldwäschereibekämpfung spezialisiert und sollte garantieren, dass sämtliche Gruppenmitglieder die Grundregeln der Geldwäschereibekämpfung einhielten. Von 2007 bis 2011 war der Be- schwerdeführer auch Mitglied der Geschäftsleitung der B._______; ab 2012 gehörte er nicht mehr der damals neu organisierten Geschäftsleitung (Group Executive Board, nachfolgend: GEB) an. Nach eigenen Angaben ist der Beschwerdeführer seit 1. September 2016 pensioniert und als un- abhängiger Berater tätig. B-7186/2018 Seite 15 Das Geldwäschereidispositiv der B._______-Gruppe wurde in der Wei- sung "Lotta al riciclaggio di denaro e al finanziamento del terrorismo (Diret- tiva LRD)", erstmals in Kraft gesetzt per 1. Juli 2004 und mehrmals revi- diert, grundlegend geregelt und in einem AML-Compliance Manual konkre- tisiert (nachfolgend: AML-Weisung). Zu erwähnen sind zudem die Weisun- gen betreffend Kontoeröffnungen von juristischen Personen sowie betref- fend die Basisdokumente bei der Eröffnung von Geschäftsbeziehungen mit Private-Banking-Kunden. Bei den vorliegend interessierenden Geschäfts- beziehungen kamen regelmässig auch die Regularien betreffend Cross - Entity-Booking zur Anwendung, welche die Prinzipien und Verantwortlich- keiten in Fällen regelte, in wel chen Kunden der B._______-Gruppe nicht an demjenigen Ort gebucht waren, an welchem sie betreut und beraten wurden. Das am 22. Dezember 2011 erlassene Geldwäscherei-Prinzipien- papier "Combating against Money Laundering and terrorism financing" hielt hinsichtlich des verbotenen Verhaltens für die ganze B._______-Gruppe fest, dass es nicht erlaubt sei, Erträge aus Korruption oder verwandten De- likten zu akzeptieren. Bereits die Vorgängerversion aus dem Jahr 2006 hatte dabei die folgenden drei Schlüsselrisiken identifiziert: 1. Inkorrekte Risikoevaluation einer Geschäftsbeziehung und/oder Transaktion, 2. Un- genügende zusätzliche Abklärungen und/oder Dokumentation, 3. Inadä- quate Genehmigungsstufe bei Hochrisikokunden. Auf der Basis eines dreistufigen Risikoklassifi zierungssystems betreffend die Sorgfaltspflichtsprozesse (Due Diligence bzw. DD) und Genehmi- gungsverfahren (Approval Process bzw. AP) war DD3/AP3 die höchste ge- mäss der AML-Weisung vorgesehene Risikokategorie. Dazu gehörten sämtliche Geschäftsbeziehungen, die mit politisch exponierten Personen (PEP) eingegangen wurden. Als PEP galten nicht nur Inhaber von promi- nenten öffentlichen Funktionen, sondern auch Individuen und Unterneh- men mit engen persönlichen oder geschäftlichen Bindungen zu PEP. C._______ wurde aufgrund seiner Beziehungen zum malaysischen Premi- erminister sowie zu Hoheitsträgern aus dem arabischen Raum als PEP qualifiziert. Als PEP-Beziehung war auch die in Singapur gebuchte SWF - Beziehung mit G._______ klassifiziert. Dagegen galten die in Lugano g e- buchten (aber in Singapur betreuten) SWF -Kunden nicht als PEP, hatten aber dennoch DD3/AP3-Status. Die auf Gruppenebene geltende AML-Weisung der B._______ regelte u.a. das Verhalten sowie die Zuständigkeiten bei Geschäftsbeziehungen und Transaktionen mit erhöhten Risiken. Hinsichtlich der Eröffnung von PEP - oder DD3/AP3 -Beziehungen galt gemäss der AML -Weisung der B-7186/2018 Seite 16 B._______, dass im Rahmen des geldwäschereirechtlichen Sorgfalts- pflichtsprozesses das Know-Your-Customer-Profil um objektive und unab- hängige Inf ormationen zu erweitern und die entsprechende Plausibilität von der in der Schweiz lokalisierten Compliance-Einheit KYC-Risk/CCC zu verifizieren ist. Neben dem Einverständnis von KYC -Risk/CCC sowie von den zuständigen Teamleitern und Managern musste ab dem 30. Dezember 2011 gemäss der AML-Weisung für die Aufnahme einer DD3/AP3 -Ge- schäftsbeziehung in letzter Instanz laut der Vorinstanz die Zustimmung des CEO der betroffenen Region sowie des verantwortlichen Leiters Legal & Compliance vorliegen. In der bis zum 30. Dezember 2011 gültigen Version der AML-Weisung lag die Zuständigkeit zur Eröffnung einer DD3/AP3-Ge- schäftsbeziehung noch beim "Executive Board". In ausländischen Tochter- gesellschaften wie der B._______-Singapur wurde diese Genehmigungs- kompetenz durch das CAC ausgeübt, zu deren Mitgliedern gemäss der Vo- rinstanz neben dem CEO (in Singapur der CEO Asien) auch ein Compli- ance Officer gehörte. Bezüglich der in Lugano gebuchten aber in Singapur betreuten Geschäftsbeziehungen lag die Zuständigkeit für die Bewilligung von Kontoeröffnungen laut Vorinstanz beim CEO Asien und beim Be- schwerdeführer als verantwortlichen Leiter Legal & Compliance. Der Be- schwerdeführer war im Rahmen der diesbezüglichen R egularien sodann auch befugt (je nach Fall zusammen mit anderen Personen), die Zustim- mung zur Eröffnung oder Beibehaltung von Kontobeziehungen bei vorläu- fig unvollständigen Kontounterlagen zu erteilen. Das "Operational Risk and Compliance Committee" (ORCC) nahm ab dem Jahr 2012 gemäss der Weisung zum ORCC via Delegation durch das GEB u.a. Genehmigungskompetenzen sowie Regulierungs - und Umsetzungs- aufgaben bezüglich Rechts -, Compliance - und operationellen Risiken wahr, wobei die Endverantwortung für die delegierten Aufgaben beim GEB verblieb. In der ab dem 1. Januar 201 2 geltenden Weisung zum ORCC wurde explizit erwähnt, dass das ORCC die Genehmigungskompetenz für die Eröffnung von PEP- und Hochrisikokunden mit Status AP3 habe. Dar- aus ergab sich auf den ersten Blick ein Widerspruch zur AML-Weisung, die ab dem 30. Dezembe r 2011, wie bereits erwähnt, festhielt, dass für die Aufnahme einer PEP- bzw. DD3/AP3-Geschäftsbeziehung in letzter In- stanz die Zustimmung unter anderem des verantwortlichen Leiters Legal & Compliance vorliegen müsse und das ORCC nachträglich in Kenntnis z u setzen sei. Aus verschiedenen Dokumenten in den Verfahrensakten ergibt sich, dass die Genehmigungskompetenz für die Aufnahme einer PEP- bzw. DD3/AP3-Geschäftsbeziehung vom ORCC unter anderem an den verant- wortlichen Leiter Legal & Compliance delegiert worden ist (vgl. Vorakten: B-7186/2018 Seite 17 3 p. 070, 106, 142). Daneben war das ORCC für die jährliche Bestätigung von PEP -Beziehungen in Form der Prüfung einer PEP -Liste zuständig ("[...] annually re-approve the PEP"). Bei der SWF/ C._______-Kundschaft der B._______ wurde der geldwä- schereirechtliche Sorgfaltspflichtsprozess in der Regel unabhängig vom Buchungsort jeweils am Betreuungsort in Singapur unter lnvolvierung der zuständigen Kundenberater sowie der lokalen Compliance initiiert und der Entscheid über die Kontoeröffnung im CAC diskutiert. Sodann gab KYC Risk/CCC in Lugano unabhängig vom Buchungsort der zu eröffnenden Be- ziehung eine Empfehlung ab; z.T. in der Form einer Technical Notice. Bei den in Lugano gebuchten SWF/C._______-Kunden der AP3-Stufe wurde zudem die Genehmigung für die Kontoeröffnung unter anderem durch den Beschwerdeführer erteilt. In Lugano gebuchte C._______-Beziehungen sowie Beziehungen weiterer natürlicher Personen, welche als PEP klassi- fiziert waren, wurden auch vom ORCC bestätigt bzw. wiederbestätigt. Da- gegen ist umstritten, ob bzw. wann hinsichtlich der SWF -Kunden (AP3) eine Vorlage an das ORCC bzw. jährliche Bestätigungsentscheide über die Weiterführung notwendig gewesen wären. Der Beschwerdeführer bestätigt hingegen, dass jährliche Wiederbestätigungen betreffend die Geschäfts- beziehungen der höchsten Risikostufe aufgrund von B._______ internen Regeln zumindest ab 2013 notwendig gewesen seien (vgl. Replik, Rz. 204). Die AML-Weisung der B._______ verwies bezüglich Transaktionen mit er- höhten Risiken im Wesentlichen auf die von der B._______ verwendete Überwachungssoftware SIRON AML und deren Anwendung durch die Bank. Diese Software wurde mit Indikatoren für Transaktionen mit erhöhten Risiken gespeist, welche sich an der Verordnung der Eidgenössischen Fi- nanzmarktaufsicht über die Verhinderung von Geldwäscherei und Terroris- musfinanzierung orientierten. Jede Transaktion, welche einen entspre- chenden Indikator aufwies, wurde als Alert gemeldet (nachfolgend: GwG- Alert). Daraufhin hatte der zuständige Kundenberater eine Erklärung zum Hintergrund der angezeigten Transaktion abzugeben. War diese Erklärung plausibel, sollte der GwG-Alert geschlossen, andernfalls weitere Informati- onen oder Dokumente verlangt werden. Für die Überprüfung der Plausibi- lität der vom Kundenberater gelieferten Erklärungen sowie für die Schlies- sung der GwG-Alerts war die Einheit KYC Risk/CCC zuständig. Bei begründetem Verdacht, dass die in eine Geschäftsbeziehung involvier- ten Vermögenswerte mit geldwäschereirechtlich relevanten kriminellen B-7186/2018 Seite 18 Handlungen oder kriminellen oder terroristischen Aktivitäten zusammen- hingen oder der Kontrolle entsprechender Organisationen unterlagen, hat- ten die Mitarbeiter der B._______ in der Schweiz laut AML -Weisung den Fall an die Einheit KYC Risk/CCC zu überweisen, welche die Frage einer allfälligen Meldepflicht dem Head of Legal & Compliance zum Endent- scheid vorlegen musste. Soweit der Beschwerdeführer als Head of Legal & Compliance zum Schluss kam, dass die Voraussetzungen für eine Ver- dachtsmeldung nicht gegeben seien, war diese Entscheidung zu begrün- den und zu dokumentieren. Hintergründe der Geschäftsbeziehung der B._______ mit den SWF/C._______-Kunden 2.2 Strukturierte Treuhandlösung 2.2.1 Im Rahmen einer sog. strukturierten Treuhandlösung ("Fiduciary Fund Structure") zeichneten die SWF-Kunden Anteile eines segregierten Portfolios eines Offshore-Anlagefonds. Identifiziert wurde dieser Offshore- Anlagefonds, ebenso wie der Fonds -Manager, von der BSl. Konkret er- stellte die B._______ eine "shortlist" von Anbietern, woraus der SWF- Kunde den Auswahle ntscheid traf. Der Offshore-Anlagefonds investierte die vom SWF-Kunde erhaltenen Mittel in Schuldverschreibungen ("Promis- sory Notes"). Diese Schuldverschreibungen wurden von Schuldnergesell- schaften ("Borrower Companies") in Offshore-Destinationen emittiert, wel- che vom SWF-Kunden ausgesucht wurden. Die Schuldnergesellschaften sollten schliesslich die so erhaltenen Mittel in verschiedene – wiederum vom SWF-Kunden ausgewählte – Investments anlegen ("Underlying lnvestments"). Gemäss ei ner Präsentation der B._______ vom 5. März 2013 bezweckte diese Struktur eine Trennung von Investor und Asset ("[In- vestor] wishes to disassociate itself from the assets"), da in Zeiten politi- scher Unsicherheit eine Abwertung der Vermögenswerte von Staatsfonds drohen würde ("perceived sovereign risk discount''). Der Beschwerdeführer betont verschiedentlich, dass der Vorschlag für die Strukturierung der Treuhandlösung von P ._______ (einer renommierten Bank) kam. Der malaysische Staatsfonds, so der Beschwerdeführer, habe unter der Führung von P ._______ zwischen 2009 und 2013 drei Anleihen in der Gesamthöhe von 6.5 Mrd. USD auf den internationalen Finanzmärk- ten aufgelegt. B-7186/2018 Seite 19 Exit-Entscheid 2.2.2 Der Verständlichkeit wegen werden die mit dem Exit -Entscheid der B._______ vom 29. Januar 2015 verbundenen Aspekte, die chronologisch am Schluss des Sachverhalts angeführt werden müssten, vorweg darge- stellt. Nachdem diverse Anfragen der B._______ an die SWF-Kundschaft betref- fend den Gegenstand der unterliegenden Anlagen ("Underlying lnvest- ments") fruchtlos geblieben waren, beschloss der Verwaltungsrat der B._______ am 16. Dezember 2014 auf Antrag des GEB, dass die Bezie- hungen zum malaysischen SWF -Kunden zu beenden seien, falls bis am 31. Januar 2015 die Informationen zu den unterliegenden Anlagen nicht erhältlich gemacht würden. Das GEB beschloss anlässlich der aussero rdentlichen Sitzung vom 23./24. Januar 2015, dem Verwaltungsrat eine positive Empfehlung bezüg- lich der Weiterführung der SWF-Beziehungen abzugeben, unter Vorbehalt einer positiven Stellungnahme der Prüfgesellschaft. Das GEB stellte so- dann dem Verwaltungsrat für dessen Sitzung vom 29. Januar 2015 eine Präsentation mit einem Update zur Situation und mit der besagten Emp- fehlung zur Verfügung. Die Präsentation führte aus, dass die B._______ "comprehensive and complete information about the underlying invest- ments for the Malaysian SWFs (Promissory Notes ultimately guaranteed by […]), the rationale beh ind all transactions and its structure" erhalten habe. Entsprechend wurde mit Verweis auf eine erfolgte Überprüfung durch Group Legal & Compliance eine Verbesserung der Reputationsrisi- kosituation konstatiert und die Eintretenswahrscheinlichkeit u.a. der Rechts-, Compliance- und Reputationsrisiken allesamt als tief bewertet. An der Sitzung des Verwaltungsrats der B._______ vom 29. Januar 2015 beantragte das GEB dem Verwaltungsrat letztendlich aber doch "to exit the relation with the Malaysian Sovereign Wealt h Fund". Der Verwaltungsrat der B._______ entschied sich am 29. Januar 2015 sodann auch für den Exit aus den Beziehungen mit dem malaysischen Staatsfonds "as soon as possible and without hesitations". Aus Sicht der Prüfgesellschaft waren nämlich gewisse Elemente hinsichtlich der "Underlying Investments" der SWF-Kunden immer noch unklar geblieben. Die Gesch äftsbeziehung mit H._______, deren Konto als wirtschaftlich Berechtigter L._______ und nicht K._______ angab, war von diesem Entscheid nicht betroffen. Deren B-7186/2018 Seite 20 Exit wurde aber später ebenso wie derjenige aus den Beziehungen mit C._______ im Frühjahr 2015 initiiert. Details zur Geschäftsbeziehung der B._______ mit den einzelnen SWF/C._______-Kunden insbesondere im Hinblick auf die vorgeworfene schwere Verletzung der geldwäschereirechtlichen Pflichten 2.3 C._______ 2.3.1 Im Januar/Februar 2010 eröffnet e C._______s Geschäftspartner D._______ sowohl im eigenen Namen als auch für Gesellschaften, an de- nen er wirtschaftlich berechtigt war, Konten bei der B._______ in Lugano und in Singapur. Das erste Konto für C._______ selbst wurde im Septem- ber 2010 bei der B._______ in Singapur eröffnet. Der Beschwerdeführer erklärte im Enforcementverfahren, dass ein Zusammenhang mit der ur- sprünglich im Jahr 2009 geplanten O._______-Transaktion nicht erkennbar gewesen sei. Bei der Ablehnung der Geschäftsbeziehung im 2009 sei keine der involvierten Personen auf eine interne "schwarze Liste" gesetzt worden. Anfang Februar 2012 wurden die ersten drei Konten von C._______ bei der B._______ in Lugano als PEP-Beziehungen eröffnet und unter ande- rem vom Beschwerdeführer bewilligt. Die Bewilligung erfolgte auf Antrag eines Compliance-Mitarbeiters mit Hinweis auf di e positive Einschätzung von KYC Risk/CCC sowie eine bereits im Jahr 2010 erfolgte Zustimmung vom Beschwerdeführer und einem weiteren Mitglied der Generaldirektion für eine C._______-Beziehung, welche sich dann aber nicht materialisiert hatte. Das CAC hatte der Aufnahme der drei C._______-Konten am 9. Ja- nuar 2012 zugestimmt und das ORCC ratifizierte diese am 12. März 2012. Teil der Kontoeröffnungsunterlagen war ein am 16. November 2010 erstell- ter externer Report über C._______, aus welchem unter anderem hervor- ging, dass C._______ Zugang zum innersten Kreis des malaysischen Pre- mierministers habe, bei der Gründung von K._______ mitbeteiligt gewesen sei und es hartnäckige Gerüchte darüber gebe, dass C._______ den Zu- schlag für ein Entwicklungsprojekt dank einer hohen Erleichterungs -Zah- lung ("facilitation payment'') an die Familie des malaysischen Premiermi- nisters erhalten habe. B-7186/2018 Seite 21 Eines der Anfang Februar 2012 eröffneten Konten von C._______ hatte den Zweck, 4.5 Mio. USD von E._______ zu empfangen, wobei der ent- sprechende Betrag Anfang F ebruar 2012 vom B._______-Konto von E._______ dann auch überwiesen wurde. Zur Begründung wurde ein Ak- tienkaufvertrag zwischen dem SWF-Kunden und der Gesellschaft, deren wirtschaftlich Berechtigter C._______ war, beigebracht. E._______ hatte auf der Basis desselben Vertrages bereits im Dezember 2011 15 Mio. USD auf ein Konto einer anderen Gesellschaft überwiesen. Eine Plausibilisie- rung des Vertrages bzw. der Zahlungen von E._______ oder eine diesbe- zügliche Auseinandersetzung mit deren Verhältnis zu C._______ war nicht dokumentiert. Erst im Mai 2015 fand im Rahmen der Beendigung der SWF/C._______-Beziehungen ein persönliches Gespräch zwischen C._______ und dem Beschwerdeführer statt, anlässlich dessen C._______ um eine Erklärung der Aktiengeschäfte gebeten wurde. Die Er- klärung von C._______ implizierte, dass E._______ ihm einen höheren Ak- tienpreis bezahlt habe als er selber geleistet habe und ihm den Profit von 4.5 Mio. USD auf sein Konto bei der B._______ überwiesen habe. Der GwG-Alert zu den dannzumal mehr al s drei Jahre zurückliegenden Vor- gängen wurde im Nachgang zum besagten Gespräch definitiv geschlos- sen. E._______ und F._______ 2.3.2 Die ersten SWF -Kontobeziehungen bei der B._______ bestanden mit E._______ und F._______, welche am 18. November 2011 je eine Kon- tobeziehung bei der B._______ in Lugano eröffneten. Das CAC in Singapur hatte der Eröffnung der dort als PEP bezeichneten Beziehungen am 16. und am 17. November 2011 unter lnvolvierung der lokalen Compliance – welche dabei auf das Risiko der Betreuung von Staatsfonds aufmerksam machte – zugestimmt. Für die Zustimmung zu den beiden Kontoeröffnun- gen am Buchungsort in Lugano wurde hiernach das Einverständnis des Beschwerdeführers sowie eines Mitglieds der Generaldirektion eingeholt. Hintergrund der Anfrage war, dass die Dokumentation en für die Kunden- beziehungen mit E._______ und F._______ noch nicht komplett waren, die Bank aber angeblich in direkter Konkurrenz mit einer Drittbank hinsichtlich der Akquisition dieser Kunden stand und de shalb eine möglichst rasche Kontoeröffnung als nötig befunden wurde. Aus der Anfrage geht zudem hervor, dass die Kontobeziehungen bereits zwischen dem CEO Asien und dem Beschwerdeführer in Umrissen diskutiert und auf strategischer Ebene vereinbart worden seien. Noch am 17. November 2011 erklärten der Be- schwerdeführer sowie ein Mitglied der Geschäftsleitung auf die Anfrage B-7186/2018 Seite 22 des CEO Asiens hin ihre Zustimmung zu den Kont oeröffnungen ("I agree to the openings"). Der Beschwerdeführer betont, dass er seine erwähnte Zustimmung damals bloss für die Ausnahme infolge unvollständiger Dokumentationen gegeben habe und nicht die Zustimmung zur Eröffnung der Geschäftsbeziehungen als solche. Aus dem Emailverkehr vom 17. November 2011 (vgl. Vorakten: 1 p. 3726 ff.) betreffend die Eröffnung der Geschäftsbeziehungen geht her- vor, dass der Beschwerdeführer um 09:42 Uhr angefragt wurde, die Eröff- nung von zwei Konten zu genehmigen ("As discussed by phone, I kindly ask you to approve the opening of the 2 accounts mentioned below by res- ponding to this email"). Die Anfrage in der Email verwies auf den diesbe- züglich bis dahin geführten Emailverkehr, woraus sich unter anderem ergab, dass hinsichtlich der fraglichen zwei Konten von E._______ und F._______ die Dokumentationen noch unvolls tändig gewesen seien, und keine Auszahlungen erfolgen würden, bis die gesamte Dokumentation komplett sei. Der Beschwerdeführer schrieb um 09:51 Uhr: "I agree to the openings", nachdem um 09:50 Uhr in einer anderen Email angekündigt worden war, dass die Genehmigung des Beschwerdeführers folgen werde. Ein Vorbehalt, dass die Zustimmung lediglich der Ausnahmebewilligung betreffend die nachträgliche Ergänzung der Dokumentation gegolten habe, wird aus dem Emailverkehr entgegen der Darstellung des Beschwerdefüh- rers nicht ersichtlich. Zumindest aus dem aktenkundigen Emailverkehr muss geschlossen werden, dass der Beschwerdeführer die Eröffnung der beiden Geschäftsbeziehungen genehmigt hat. Die Beziehungen zu E._______ sowie zu F._______ wurden auf Interven- tion des Beschwerdeführers nachträglich als AP3 klassifiziert. In der Kon- toeröffnungsdokumentation von E._______ wurde hiernach auf die ergan- genen Level 3 -Zustimmungen, unter anderem des Beschwerdeführers, verwiesen ("D'accordo con A._______, il livello di AP é stato spostato a 3 da 1", vgl. Vorakten: 1 p . 3724 ff.). Begründet wurde die Klassifizierung damit, dass die Staatsfonds "non -tra[n]sparent" seien, was gemäss dem Beschwerdeführer zum Ausdruck bringen sollte, dass diese ihre Anlag e- strategie und/ oder ihre Investitionen nicht offenlegten. Das Konto von F._______ sollte gemäss dem KYC-Gesellschaftsprofil vom 25. Oktober 2011 für Investitionen im Energiesektor verwendet werden. In einem ersten Schritt wurde gemäss Profil erwartet, das s beide beteiligten Regierungen ("governments") von Malaysia und Abu Dhabi je 60 Mio. USD B-7186/2018 Seite 23 auf das Konto einzahlen würden, womit in ein "pre IPO ( initial public of- fering)" investiert würde, wobei die Mittel nach erfolgtem IPO im Mai 2012 wieder auf das Kont o zurückfliessen würden. Im KYC -Gesellschaftsprofil von E._______ vom 15. November 2011 war neben der geplanten Über- weisung von 60 Mio. USD an F._______ auch von 200 Mio. USD die Rede, welche in ein "pre IPO" investiert werden sollten; dazu sollten 100 Mio . USD in kotierte Aktien ("listed equities") angelegt werden. Ein IPO fand nicht statt (vgl. Vorakten: 1 p. 6273: "These shares [Q._______ Limited] were purchased with a view to a future IPO, however, it would appear that tis IPO has not yet been perform[ed]) und auch für die besagte Anlage in kotierte Aktien sind keine Nachweise ersichtlich. Dage- gen arrangierte die B._______ zwischen dem 27. Dezember 2011 und dem 3. April 2014 für E._______ Transaktionen in der Höhe von insgesamt rund 1.065 Mrd. USD im Rahmen der strukturierten Treuhandlösung. H._______ 2.3.3 Am 20. April 2012 bewilligte der Beschwerdeführer laut Vorinstanz zusammen mit dem CEO Asien – auf eine als dringend bezeichnete An- frage einer Compliance-Mitarbeiterin unter Hinweis auf eine bereits erfolgte positive Einschätzung von KYC Risk/CCC hin – die Eröffnung der Konto- beziehung mit H._______ bei der B._______ in Lugano. Das CAC in Sin- gapur hatte der Eröffnung der Beziehung unter lnvolvierung der lokalen Compliance und mit jeweils positiven Einschätzungen von KYC Risk/CCC bereits zuvor zugestimmt. Als Kontozweck gab das Kontoprofil von H._______ Investitionen in Depo- siten und strukturierte Investments an. Im Vorfeld der Kontoeröffnung wurde der Beschwerdeführer darüber informiert, dass die einzubringenden Vermögenswerte aus dem Erlös einer Anleiheemission einer K._______- Tochtergesellschaft im Zusammenhang mit der geplanten Akquisition eines Energieindustrieunternehmens stammen würden. Gemäss einer später eingereichten Zusammenarbeitsvereinbarung vom 21. Mai 2012 zwischen H._______ und der emittierenden K._______-Tochtergesellschaft sollte ei- nerseits eine Call Option für einen 49 % -Anteil an der Investitionsgesell- schaft H._______ dafür entschädigen, dass diese dafür gesorgt habe, dass die M._______ die Anleiheemission im Umfang von 1.75 Mrd. USD garan- tiere ("procuring a guarantee"). Zudem sollte gemäss der Zusammenar- beitsvereinbarung vom 21. Mai 2012 eine Direktzahlung in der Höhe von rund 577 Mio. USD – rund ein Drittel des gesamten Emissionsvolumens – B-7186/2018 Seite 24 H._______ für ihre "credit enhancing and underwriting contribution" ent- schädigen. Am 22. Mai 2012 gingen dann von einem Konto der emittieren- den K._______-Tochtergesellschaft bei einer Drittbank die 577 Mio. USD auf das Konto von H._______ bei der B._______ in Lugano ein. Der Zah- lungseingang löste am 23. Mai 2012 einen GwG-Alert aus, welcher am 25. Mai 2012 mit Verweis auf die Zusammenarbeitsvereinbarung vom 21. Mai 2012 und die Kontoeröffnungsunterlagen geschlossen wurde. Eine Plausi- bilisierung der Zusammenarbeitsvereinbarung (z.B. unter Einbezug der Emissionsunterlagen) war nicht dokumentiert. Das Offering Circular zur Anleiheemission der K._______-Tochtergesellschaft erwähnte weder eine Zahlung von 577 Mio. USD noch die Zusammenarbeitsvereinbarung oder H._______ als Empfängerin einer Zahlung. Der Beschwerdeführer argumentiert, dass die Transaktion von 577 Mio . USD bereits im Zeitpunkt der Kontoeröffnung durch Dokumente belegt war, die im Zeitpunkt der Kontoeröffnung vorhanden waren, konkret aufgrund der folgenden Textpassage: "Transfers from K._______ Energy to (…) were part of agreements made be- tween the parties. CCC Lugano analysed these transfers and reached the con- clusion there were sufficient elements (also through third party inf ormation) to make them plausible." Die Transaktion über 577 Mio. USD fand allerdings im Mai 2012 statt, wo- hingegen das CCC erst im Jahr 2013 so benannt worden ist (vorher KYC Risk). Folglich konnte das CCC im Mai 2012, als die Transaktion durchgeführt wurde, die oben angeführte und sich aus der zitierten Text- passage ergebende Aussage noch nicht getroffen haben. Der Beschwer- deführer bezeichnet in der Beschwerde nicht genau, woher die soeben zi- tierte Aussage entnommen worden ist. Aus den Akten ergibt sich, dass sich die Zitatstelle in einem am 25. November 2015 erstellten Chart (vgl. Vorak- ten: 1 p. 6274) befindet. Dort wird zudem auf ein italienischsprachiges Me- morandum von CCC verwiesen, bei welchem es sich mutmasslich um das Memorandum vom 20. Mai 2015 handelt, das im Rahmen de r Konto- schliessungen seitens KCY Risk/CCC erstellt wurde. Nach dem Gesagten war im Zeitpunkt der Kontoeröffnung, entgegen der Ansicht des Beschwer- deführers, die Transaktion von 577 Mio. USD nicht aufgrund der oben zi- tierten Textpassage durch Dokumente belegt, die bereits im Rahmen der Kontoeröffnung vorhanden waren. B-7186/2018 Seite 25 Der Beschwerdeführer ist zudem der Ansicht, die B._______ sei aufgrund der offenen Formulierung im Offering Circular bezüglich des Verwendungs- zwecks der Vermögenswerte ("für generelle geschäftliche Zwecke") , wel- che aus einer Anleihe und damit aus einer rechtmässigen Quelle stamm- ten, zu keinem Zeitpunkt verpflichtet gewesen, den Zweck der Anleihe zu hinterfragen. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass die Information, die Vermögenswerte für generelle wirtschaftliche Zwecke zu verwenden, die K._______-Tochtergesellschaft als emittierende Gesellschaft betraf. Das Offering Circular hat nicht vorgesehen, dass die emittierende Gesellschaft rund 577 Mio. USD H._______ überweisen würde. Am 14. Juni 2012 überwies H._______ von ihrem Konto bei der B._______ in Lugano rund 133 Mio. USD auf ein Konto der "U._______ Limited' (nach- folgend: U._______) bei der B._______-Sinqapur. Wirtschaftlich Berech- tigter des Kontos war (…). Als Zahlungsgrund wurde ein Darlehensvertrag betreffend eine Filmproduktion zwischen H._______ und U._______ ange- geben. U._______ überwies danach am 20. Juni 2012 von ihrem Konto bei der B._______-Singapur 41 Mio. USD an ein Konto bei einer Drittbank, welches seitens der Bank D._______, dem Mitarbeiter von C._______, zu- gerechnet wurde. Neben der Zahlung an U._______ überwies H._______ am 25. Mai 2012 und am 23. Juli 2012 weitere Mittel in der Höhe von ins- gesamt 428 Mio. USD, die ursprünglich aus der Anleiheemission stamm- ten, auf ein Konto der "R._______ Limited', BVI (nachfolgend: R._______), bei einer Drittbank. Grundlage der Überweisungen waren so g. Mudha- rabah-Verträge zwischen H._______ und R._______. Laut Präambel han- delte es sich um Arrangements nach islamischen Vertragsprinzipien. H._______ verpflichtete sich darin zur Bereitstellung des Investitionskapi- tals, welches von R._______ ohne weitere Spezifizierung investiert werden sollte ("seek out investments globally''). Ein eigentlicher Investitionszweck ist in den Transaktionsüberwachungsunterlagen ebenso wenig dokumen- tiert wie Abklärungen über R._______ oder die wirtschaftlich Berechtigten. Im Rahmen einer weiteren Anleiheemission einer K._______-Tochterge- sellschaft vom Oktober 2012 über wiederum 1.75 Mrd. USD wiederholten sich die wesentlichen Aspekte der Zahlungsvorgänge von Mai, Juni und Juli 2012. Eine Direktentschädigung von rund 790 Mio. USD wurde am 19. Oktober 2012 auf der Basis einer Zusammenarbeitsvereinbarung glei- chen Datums von der K._______-Tochtergesellschaft auf das B._______- Konto von H._______ einbezahlt. Am 23. Oktober 2012 wurden vom B._______-Konto von H._______ 60 Mio. USD auf das Konto von U._______ bei der B._______-Singapur und rund 75 Mio. USD an B-7186/2018 Seite 26 R._______ überwiesen, wobei der B._______ entsprechende Verträge im Zeitpunkt der Transaktionen vorlagen. Danach kamen bis Dezember 2012 weitere 45 Mio. USD an U._______ und weitere rund 134 Mio. USD an R._______ dazu. Die Verträge für diese späteren Überweisungen lagen im Überweisungszeitpunkt nicht in jedem Fall vor und wurden der für die Schliessung der GwG-Alerts zuständigen Person erst nach Durchführung der Überweisungen nachgereicht. Eine Plausibilisierung der beschriebe- nen Transaktionen war nicht dokumentiert. Daneben überwies die B._______ vom Konto von H._______ insgesamt 455 Mio. USD über die strukturierte Treuhandlösung an zwei Anlagefonds, von wo die Gelder wie- derum zu R._______ weitergeleitet wurden. G._______ 2.3.4 Am 13. September 2012 eröffnete die B._______-Singapur ein SWF- Konto für G._______. Die Abteilung KYC Risk/C CC der B._______ in Lugano hatte am 11. September 2012 gestützt auf die von der B._______- Singapur eingereichte Technical Notice eine positive Einschätzung betref- fend die Eröffnung der Beziehung mit G._______ abgegeben, unter Ver- weis auf von der lokalen Compliance/CAC und vom Beschwerdeführer ge- setzte Bedingungen , welche nicht weiter spezifiziert wurden. Der Be- schwerdeführer stellt sich hinsichtlich des soeben erwähnten Verweises auf die von ihm gesetzten Bedingungen auf den Standpunkt, dass diese Bedingungen im Zusammenha ng mit der Aufwertung aller mit dem SWF verbundenen Beziehungen zu AP3 / PEP vom Februar 2012 gestanden hätten und er zur Eröffnung der Geschäftsbeziehung mit G._______ bei der B._______ in Singapur nie Bedingungen gesetzt habe. Aller dings hat der Beschwerdeführer auf Anfrage einer Compliance-Mitarbeiterin zur be- sagten Eröffnung am 11. September 2012 im ersten Satz festgehalten: "I accept the opening of the account". Im Anschluss daran hat der Beschwer- deführer in der gleichen Email auf die Reputationsrisike n von Konten mit Transferzweck (also solchen Konten, bei welchen die Vermögenswerte nicht bei der Bank bleiben, sondern in naher Zukunft transferiert werden) hingewiesen und verlangt, dass das Konto sorgfältig überwacht und die Entwicklungen (auch öffentliche Informationen) dokumentiert würden (vgl. Vorakten: Unterlagen NKF, 2 p. 717 unter A.20: Annex 22a). Auch wenn die Zuständigkeit für die letztinstanzliche Bewilligung der in Singapur gebuch- ten Beziehung gemäss der AML-Weisung beim CAC lag, welches der E r- öffnung am 10./11. September 2012 zustimmte, hat der Beschwerdeführer gemäss dem Verständnis der Abteilung KYC Risk/CCC der B._______ in B-7186/2018 Seite 27 Lugano Bedingungen gesetzt, welche die Eröffnung der Beziehung mit G._______ zumindest mitbetrafen. In der Technical Notice vom 10. September 2012 wurde als Kontoz weck der G._______-Geschäftsbeziehung u.a. angegeben, dass K._______ eine 100%i ge Tochtergesellschaft zu einem Erwerbspreis ("purchase consideration") von rund 2.2 Mrd. USD veräussere ("dispose") und der ent- sprechende Erlös ("the proceeds thereof") in Anlagefonds reinvestiert wer- den solle. Dagegen zeigte eine den Kontoeröffnungsunterlagen von G._______ beigelegte Grafik eine Investitionsstruktur, bei welcher sich die geplante "Investition" von G._______ erst über sechs auf den Cayman lslands domizilierte Sub-Anlagefonds ("segregated portfolio funds") auffä- cherte, um dann in einer 100 %-Beteiligung an einer BVI-Gesellschaft wie- der vereint zu werden. Diese BVI-Gesellschaft sollte wiederum 100 % der Anteile an just derjenigen K._______-Tochtergesellschaft halten, deren Veräusserungserlös gemäss dem angeblichen Kontozweck angelegt wer- den sollte. Die Technical Notice verwies auch auf zwei Zeitungsartikel mit negativen Informationen im Zusammenhang mit G._______. Danach hatte ein "Public Accounts Com mittee" eine Untersuchung betreffend angebliche Unge- reimtheiten im Rahmen der Geschäfte von K._______ mit O._______ ein- geleitet. Gemäss einem weiteren Artikel hatte ein malaysischer Politiker die entsprechenden Geschäfte als mit einem "Ponzi sch eme", einer Art Schneeballsystem, vergleichbar bezeichnet. Die Geschäfte von K._______ mit O._______ bzw. die daraus resultierenden Beteiligungen waren der ei- gentliche Gegenstand der G._______-Strukturierung. In der Kontoeröff- nungsdokumentation wurde dies aber nicht in den Zusammenhang mit den erwähnten Medienberichten gesetzt und entsprechend diskutiert. I._______ 2.3.5 Als sich im März 2013 eine weitere Kontoeröffnung eines SWF bei der B._______ in Lugano anbahnte, wurde sowohl der Verwaltungsrat als auch das GEB am 6. März 2013 durch Mitarbeiter der B._______-Singapur vorinformiert. Dem Verwaltungsrat wurde dabei mitgeteilt, dass die Risiken u.a. durch den B eizug des Beschwerdeführers minimiert würden. In der Gesprächsnotiz wurde explizit festgehalten, dass u.a. der Beschwerdefüh- rer beigezogen werde "to avoid and to manage any possible risk" (vgl. Vorakten: 1 p. 245). In der entsprechenden Präsentation vor dem Verwal- tungsrat vom 6. März 2013 wurde betont, dass eine Arbeitsgruppe von B-7186/2018 Seite 28 Spezialisten, wozu der Beschwerdeführer gemäss der Gesprächsnotiz ge- hörte, folgende Aufgabe hatte: "A dedicated working group of specialist is preparing and coordinating the ex- ecution of this important transaction ensuring the full avoidance of any possible identified risks (operational, legal, regulatory and concentration)" (vgl. Vor- akten: 1 p. 256). Entgegen der im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht geäusser- ten Ansicht des Beschwerdeführers wurde er also nicht nur deswegen bei- gezogen, um das Valutarisiko zu minimieren (ein Valutarisiko entsteht ge- mäss dem Beschwerdeführer dann, wenn die Gelder nicht mit gleicher Va- luta bei Drittbanken platziert werden können, z.B. weil die Gelder zu spät transferiert werden oder an einem Tag bei der Korrespondenzbank eintref- fen, der in der Schweiz ein Feiertag ist), sondern um alle identifizierten Ri- siken zu verhindern. Am 13. März 2013 bewilligte unter anderem der Beschwerdeführer auf- grund eines mit "TOP URGENT" betitelten Email-Aufrufs die Eröffnung der Kontobeziehung mit I._______ bei der B._______ in Lugano. Gleichzeitig wurde die Eröffnung einer Beziehung mit einem Joint -Venture zwischen den Staatsfonds von Abu Dhabi und Malaysia bewilligt, welches sich dann aber nicht manifestierte . Dies obschon das (nicht in die dokumentierten Abklärungen miteinbezogene) Offering Circular der Anleiheemission, die dem erwarteten Geldzufluss auf das Konto von I._______ zugrunde lag, erklärte, dass der Nettoerlös von rund 2.7 Mrd. USD für eben dieses Joint- Venture verwendet werden sollte und dies auch dem Kontoeröffnungs- zweck vom I._______-Konto entsprach ("[F]acilitate the funding into the joint venture – Abu Dhabi Malaysia Investment Company Ltd. and invest- ment into funds, structures etc.). Im Rahmen der Bewilligungsanfrage für die Eröffnungen der Konten von I._______ und des Joint-Venture wurde auf die bereits in der Technical No- tice für G._______ erläuterten Anschuldigungen gegen K._______ verwie- sen. Ein Compliance-Mitarbeiter teilte den beiden für die Bewilligung zu- ständigen Personen aber mit, dass von Seiten KY C Risk im Prinzip keine besonderen Bedenken bestünden, wobei die Bankdokumente noch nicht vorliegen würden. Der Beschwerdeführer wies zu Recht daraufhin, dass er nicht nur die Kon- toeröffnung mit I._______ bewilligt habe, sondern auch – ausnahmsweise –, dass die IBAN-Nummer schon bei Unterzeichnung dem Kunden bekannt B-7186/2018 Seite 29 gegeben werden dürfe und dass die Unterzeichnung nicht in den Räum- lichkeiten der B._______ in Singapur stattzufinden habe. Dem Beschwer- deführer kann hingegen nicht gefolgt werden, wenn er geltend macht, er habe die Ko ntoeröffnung deshalb bewilligt, weil in der entsprechenden Email-Anfrage der Hinweis angebracht gewesen sei, dass die Geschäfts- leitung und der Verwaltungsrat die Transaktion schon vorgängig zur Kennt- nis genommen und akzeptiert hätten. Zum einen findet sich kein solcher Vorbehalt im Rahmen der Bewilligung des Beschwerdeführers. Zur Auf- forderung in der Email-Anfrage, "I kindly ask you your approval to enter into relationships with the new account and to provide the account number / IBAN to the prospect prior the receiving of banks documents", hielt der Beschwerdeführer nur fest: "sono d'accordo". Zum anderen wurde der in der Email -Anfrage angebrachte Hinweis betreffend die Kenntnisnahme und Akzeptanz der Geschäftsbeziehung durch die Geschäftsleitung und den Verwaltungsrat ("I've been informed by David Matter that the above mentioned accounts opening already been approved at the level of B._______ Board of Director and GEB") korrigiert. David Matter, die an- gebliche Quelle der gegenständlichen Aussage, hielt diesbezüglich fest: "Kindly allow me to clarify that not the acceptance passed but the informa- tion about the transaction" (vgl. Vorakten: 1 p. 2543). Am 19. März 2013 wurden in zwei Tranchen insgesamt rund 2.7 Mrd. USD aus dem Erlös einer weiteren Anleiheemission vom gleichen Tag von einer US-amerikanischen Bank auf das Konto von I._______ bei der B._______ überwiesen. Von den rund 2.7 Mrd. USD wurden rund 1.7 Mrd. USD in Anlagevehikel der strukturierten Treuhandlösung investiert. Der Beschwer- deführer hält hinsichtlich seiner Beteiligung fest, dass es um die klare De- finition und Dokumentation der Dienstleistungen gegangen sei, welche die Bank dem SWF angeboten habe. Nach Ansicht des Beschwerdeführers habe seine Involvierung nichts mit Sorgfaltspflichten gemäss dem Geldwä- schereigesetz oder mit Geldwäschereirisiken zu tun. Der Beschwerdefüh- rer war jedoch im Zusammenhang der Investition der Gelder vom K._______-Konto in Anlagevehikel der strukturierten Treuhandlösung in die diesbezüglichen Rechtsrisiko- und Abwicklungsfragen involviert . So ergibt sich aus den Emails vom 7. März, 15. März und 18. März 2013, dass der Beschwerdeführer insb. das Risiko einer Haftung gegenüber dem Kun- den bei Ausfall der Anlagefonds eruiert hat, dass der Beschwerdeführer einen Vorschlag mit Escrow-Konto abgelehnt hat und dass ein Mitarbeiter des Rechtsdiensts den Beschwerdeführer angefragt hat, ob von der Com- pliance-Seite "alles ok mit der Transaktion" sei, er habe nur sehr wenige B-7186/2018 Seite 30 Informationen. Der Beschwerdeführer war darüber hinaus bei der Bereit- stellung der entsprechenden Transaktionsdokumente hinsichtlich des ge- planten Anlagefondsinvestments von I._______ beteiligt. Unter den dem Beschwerdeführer zugestellten Entwürfen befand sich u.a. ein Dokument, in welchem I._______ gegenüber der B._______ ihre Kenntnis darüber be- stätigen sollte, dass der Anlagefonds, in welchen I._______ investierte, den Anlagebetrag unter einem Schuldverschreibungsvertrag ("Promissory Note Agreement") weitergeleitet habe. Daneben überwies I._______ zwischen dem 25. März 2013 und dem 5. Mai 2013 von ihrem B._______-Konto weitere Vermögenswerte in der Höhe von insgesamt rund 205 Mio. USD direkt als Zuwendungen für wohl- tätige Zwecke an wohltätige Organisationen. Dieser Zahlungsgrund war mit dem damals angegebenen Kontozweck, insb. die bereits erwähnte Ver- wendung für ein Joint -Venture zwischen den Staatsfonds von Abu Dhabi und Malaysia, nich t vereinbar, was von Compliance -Mitarbeitern der B._______ später auch bemerkt wurde. Dokumente oder Verträge zur Un- terstützung der Überweisungen wurden nicht beigebracht. Dennoch wur- den die entsprechenden GwG-Alerts geschlossen. Erst am 16. Juli 2015, nachdem Presseberichte nahelegten, dass Gelder aus diesen wohltätigen Organisationen dem malaysischen Premierminister zugekommen und von diesem für eigene Interessen verwendet worden waren, hat die B._______ mit Bezug auf die erwähnten Transaktionen eine Meld ung an die Melde- stelle für Geldwäscherei MROS abgesetzt. J._______ 2.3.6 Am 18. März 2013, d.h. kurz vor dem Eingang der Gelder aus der Anleiheemission über 2.7 Mrd. USD, fragte eine Front-Mitarbeiterin bei der B._______ in Lugano den Beschwerdeführer sowie den CEO Asien betref- fend eine dringende Bewilligung für J._______ an. Gemäss den Ausfüh- rungen in der Anfrage war J._______ ein Anlagefonds, dessen wirtschaft- lich Berechtigte K._______ war, und in welchen 500 Mio. USD bis 1 Mrd. USD zur weiteren Anlage investiert werden sollten, wobei diverse Kontoer- öffnungsdokumente noch fehlen würden. Unter anderem der Beschwerde- führer bewilligte die Eröffnung der Kundenbeziehung zu J._______ noch am Tag der Anfrage . Ein Beschluss des CAC zur Kontoeröffnung von J._______ lag nicht vor. Die formelle positive Einschätzung von KYC / Compliance Lugano zur Kontoeröffnung erging im Mai 2013, zu einem Zeit- punkt, als die Beziehung läng st eröffnet und auch bereits Transaktionen durchgeführt worden waren (siehe sogleich). B-7186/2018 Seite 31 Im KYC -Dossier zu J._______ wurde eine Erläuterung des Str ukturie- rungsschemas abgelegt, wonach die Schuldnergesellschaft (das "target in- vestment holding coy"), welche die von J._______ erhaltenen Mittel in die "Underlying lnvestments" anlegen sollte, D._______ gehöre und von die- sem kontrolliert würde. Das Strukturierungsschema hielt fest, dass die Ver- mögenswerte letztlich "within sectors such as Energy, Hospitality, Real Es- tate und Media" investiert werden sollten. J._______ überwies schliesslich am 21. März 2013 auf der Basis verschiedener vom 20. März 2013 datierter Verträge über "Promissory Notes " insgesamt 640 Mio. USD an zwei Schuldnergesellschaften ("V._______" und "W._______", welche bei der B._______ keine Konten besassen ). Ein Investitionszweck ging aus den Verträgen nicht hervor. Details zur Geschäftsbeziehung der B._______ mit den einzelnen SWF/C._______-Kunden insbesondere im Hinblick auf die vorgeworfene schwere Verletzung des Organisationserfordernisses 2.4 Intervention der FINMA und Zusatzprüfung 2.4.1 Mit Schreiben vom 28. Oktober 2013 und im Rahmen des Assess- ments für das Jahr 2013 warnte die FINMA die B._______ vor den erheb- lichen Risiken – inklusive der Korruptions- und Geldwäschereirisiken – im Zusammenhang mit den SWF-Beziehungen (damals auch "Large Transac- tions" genannt) und ordnete eine Zusatzprüfung durch die ordentliche Prüf- gesellschaft der B._______, die Z._______), an. Die FINMA erklärte dabei auch, dass es aus ihrer Sicht fraglich sei, ob hinsichtlich der besagten Be- ziehungen die Due Diligence und das Risk Assessment der Bank adäquat seien. Die Zusatzprüfung von Z._______ mündete in einen Bericht vom 20. De- zember 2013. Aus den Aussagen im Rahmen der Befragung vom 14. De- zember 2016 ist ersichtlich, dass der Beschwerdeführer vom Z._______- Bericht zur Zusatzprüfun g Kenntnis hatte (vgl. Vorakten: 6 p. 013). Z._______ war der Ansicht, einen umfassenden Bericht erstellt zu haben ("We are of the opinion that this report can be considered as a complete overview of the transactions carried out by the B._______ Group, vgl. Vo- rakten: 1 p. 284). Z._______ bezeichnete im Bericht wesentliche Aspekte des SWF-Geschäfts (Large Transactions) der B._______ als plausibel und adäquat, identifizierte keine Korruptionsrisiken und befand anhand der B-7186/2018 Seite 32 Kontoeröffnungsunterlagen, dass bezüglich der Know-Your-Customer-Re- geln eine adäquate Dokumentierung bestünde. Z._______ hielt u.a. fest, dass aufgrund der erhaltenen Informationen keine Verbindungen zwischen den Konten des Vermittlers C._______ und seiner Tätigkeit als Vermittler der L arge Transactions ersichtlich seien und auch nicht eruiert werden könne, ob die Anlagefonds die von den SWF -Kunden erhaltenen Gelder direkt investiert oder weitere Vehikel benutzt hätten. Auf die Umstände im Zusammenhang mit den Kontoeröffnungen der SWF-Kunden ging der Be- richt von Z._______ nicht ein (vgl. die detaillierte Beschreibung der fragli- chen Transaktionen und die Beschreibung der eröffneten Geschäftsbezie- hungen, Vorakten: 1 p. 284, 286 f.). F._______ sowie J._______ wurden zudem von Z._______ nicht als SWF -Kunden identifiziert und entspre- chend adressiert. Z._______ schlug im Bericht Verbesserungsmassnahmen im Zusammen- hang mit dem Large Transactions-Geschäft der B._______ vor. Unter an- derem wurde empfohlen, dass mit Bezug auf neue Transaktionen eine Ri- sikoeinschätzung unter Einbezug von Informationen über die finalen In- vestments der Ku nden vorzunehmen sei, damit der wirtschaftliche Ge- samtzusammenhang ("retroscena economico nel suo insieme") verstan- den würde (Raccomandazione 2). Z._______ empfahl zudem, dass Trans- aktionen über einer zu definierenden Schwelle vom GEB detailliert zu prü- fen und zu bewilligen seien, wobei sich die Prüfung auf spezifische Risi- koeinschätzungen der Co mpliance- und Risikoabteilungen stützen solle und dazu ein Reporting sowohl zu Händen des Aud it & Risk Committees (regelmässige Updates durch das GEB oder Complianc e/Risk) als auch des Verwaltungsrates (vierteljährliche Risiko-Reports) zu impl ementieren sei (Raccomandazione 5). Der Beschwerdeführer weist auf sein Verständ- nis hin, dass Erneuerungen von existierenden Investitionen nicht als neue Transaktionen zu werte n seien, wohingegen die Vorinstanz betont, dass sie von der B._______ ohnehin im Juli 2014 verlangt habe, dass die Emp- fehlungen von Z._______ auch auf bestehende Transaktionen ausgedehnt würden und zwar so schnell wie möglich und spätestens bei Erneuerungen von Transaktionen (vgl. Vorakten: 1 p. 308, 5036). Gestützt auf die Empfehlungen wurde der Beschwerdeführer vom Verwal- tungsrat der B._______ im Rahmen des für die Large Transactions neu etablierten Risk Assessments als zuständige Person für die Koordination des Informa tionsflusses bezüglich der Repu tationsrisiken, sowie für die Entscheide hinsichtlich der Rechtsrisiken, der Compliancerisiken (zusam- men mit dem CEO Asien) sowie der regulatorischen Risiken bezeichnet B-7186/2018 Seite 33 (vgl. Vorakten: 1 p. 275 f.; 6 p. 30 f.). Die B._______ kommunizierte diese Massnahmen mit Schreiben vom 14. Februar 2014 auch der FINMA, wel- che aufgrund des Z._______-Berichts einen "Action Plan" verlangte. Der Beschwerdeführer behauptet insbesondere hinsichtlich de r Rechts - und Compli ancerisiken seine Zuständigkeit sei eingeschränkt gewesen . Aus den Akten ergibt sich jedoch, dass die Bank die Zuständigkeit des Be- schwerdeführers im Zusammenhang mit den für die Large Transactions neu etablierten Risk Assessments weit gefasst hat. So wurden die Risiko- typen bzw. identifizierten Risiken, für welche der Beschwerdeführer zustän- dig war, allgemein und in fetter Schrift genannt: Regulatory, Legal, Compli- ance und Reputational. Die unter der Risikokategorie "Legal" angeführten Erläuterungen "Client’s Claims on the referral fees received by B._______" stellte eine Definition des Rechtsrisikos dar, die als Einschränkung der Zu- ständigkeit hätte verstanden werden können. Gegen ein solches Verständ- nis sprach jedoch, dass die zu dieser Risikokategorie "Legal" zugehörigen Massnahmen breit gefasst waren. Die Massnahmen hinsichtlich der Risikokategorie "Legal" lauteten nämlich "Correct opening process execu- tion, General condition duly signed, Complete and transparent information to the client guaranteed". Eine Einschränkung der Verantwortung des Be- schwerdeführers hinsichtlich des Rechtsrisikos nur auf die Ansprüche des Mandanten auf die von der B._______ erhaltenen Überweisungsgebühren kann nach dem Gesagten entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers aus den Akten nicht geschlossen werden. Aus der Definition "Non compli- ance with AML and KYC requirements " für die Risikokategorie "Compli- ance" ist von vornherein keine für das vorliegende Verfahren relevante Ein- schränkung der Zuständigkeit des Beschwerdeführers zu erkennen, da die Definition selber bereits die Kernaspekte der Geldwäschereipflichten be- traf. Diese weite Zuständigkeit de s Beschwerdeführers hinsichtlich des Risk Assesments für Rechts- und Compliancerisiken bestätigte sich auch aus dem Quarterly Report (vgl. dazu sogleich) des 2. Quartals 2014, in welchem der Beschwerdeführer als ranghöchste Person der Gruppe ange- führt wurde, welche bezüglich der Funktion "Legal & Compliance" direkt und indirekt in die Betreuung der SWF -Beziehungen involviert sei ("invol- ved directly and indirectly in managing SWF relationships and services", vgl. Vorakten: 1 p. 5023). Risikoanalyse und -Reporting 2.4.2 Nach der Intervention der Vorinstanz implementierte die B._______ ein Risiko-Reporting bezüglich der SWF-Kunden. Ab 2014 bis zum ersten B-7186/2018 Seite 34 Quartal 2015 wurden zu Handen des GEB Quarterly Reports erstellt, wel- che die Aktivitäten der Staatsfonds-Kunden im jeweiligen Zeitraum darstell- ten und über die entsprechenden Risiken informieren sollten, wobei die Ri- siken u.a. in Rechts -, Compliance-, und Reputationsrisiken eingeteilt und bewertet wurden. Am 30. April 2014 wurde der erste Quart erly Report er- stellt. Die Struktur der folgenden Quarterly Reports wurde am 8. Juli 2014 im Rahmen einer Sitzung des GEB festgelegt (vgl. Vorakten: 1 p. 518). Die Quarterly Reports des 1. Quartals der Jahre 2014 und 2015 hatten keine Signaturblöcke. Als Unterzeichner der Quarterly Reports des zweiten bis vierten Quartals 2014 wurde der Beschwerdeführer sowie der Head Group Risk Management und der CEO Asien angeführt. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ergab sich aus den von ihm unterschriebenen Quarterly Reports nicht, dass er nur in der Funktion als vom Verwaltungsrat der B._______ eingesetzter Koordinator für den Informationsfluss unter- zeichnet hat, sondern dass er gleichstehend mit den bereits genannten zwei weiteren Personen unterschrieben hat. Der CEO Asien wurde als Sender der Quarterly Reports an das GEB an- gegeben. Der CEO Asien verfasste ebenfalls zusätzlich zu den Quarterly Reports sog. Monthly Updates, welche dem Beschwerdeführer vor Veröf- fentlichung zur Kenntnis gebracht wurden . Die Quarterly Reports wurden auch dem Audit & Risk Committee des Verwaltungsrates vorgelegt und die B._______ verwendete die darin enthalt enden Risikoeinschätzungen z.T. auch gegenüber der FINMA, wobei auf die Mitarbeit von G roup Legal & Compliance bei deren Entstehung hingewiesen wurde. Aus dem Quarterly Report zum 2. Quartal ging hervor, dass im betreffen- den Zeitraum fast 200 Mio. USD auf das Konto von H._______ zu- und wieder abgeflossen waren. Im Quarterly Report wurden jedoch die folgen- den damit zusammenhängenden Transaktionen nicht erwähnt: Am 29. Mai 2014 überwies eine Tochtergesellschaft von K._______ 175 Mio. USD auf das Konto von H._______ bei der B._______ in Lugano – basierend auf einem "Agreement relating to Option Agreements" vom 28. April 2014. Am Folgetag überwies H._______ von diesem Konto rund 155 Mio. USD und am 16. Juni 2014 rund 19 Mio. USD an "S._______ Limited' (nachfolgend: S._______; eine Schuldnerge sellschaft der strukturier ten Treuhandlö- sung), unter Vorlage von Mudharabah -Verträgen, welche dem malaysi- schen Recht unterstanden. Am 2. Juni 2014 überwies S._______ wiede- rum rund 142 Mio. USD und am 19. Juni 2014 7.5 Mio. USD auf ein Konto (bei der B._______-Lugano), dessen wirtschaftlich Berechtigter C._______ B-7186/2018 Seite 35 war. Als Grund für die Überweisungen von S._______ an die besagte Ge- sellschaft von C._______ wurde ein Aktienverkaufsvertrag angegeben. S._______, welche angeblich als Investitionsgesellschaft für Anlagen der Staatsfonds dienen sollte, gewährte C._______ hiernach auch noch einen "personal loan" über 11 Mio. USD, welcher am 4. September 2014 auf sein Konto bei der B._______ in Lugano überwiesen wurde; die Überweisung wurde in keinem Quarterly Report einer Risikoanalyse unterzogen. Der Be- schwerdeführer sprach mit C._______ am 20. Mai 2015 – d.h. mehr als 8 Monate nach Auszahlung der Summe – über diesen "personal loan". Ge- mäss der Email des Beschwerdeführers vom 21. Mai 2015 habe C._______ dabei erklärt, dass er das (zinsfreie) Darlehen von einem seiner engsten Freunde erhalten habe und dass deshalb keine schriftliche Doku- mentation vorliegen würde. Im Quarterly Report für das 3. Quartal 2014 wurde einem Zeitungsartikel mit der Titelaussage "C._______ controls K._______: they do what he says" eine Entgegnung gegenübergestellt, welche unter anderem festhielt, dass C._______ und K._______ separate Investments tätigten, C._______ K._______ nicht kontrolliere und sämtliche seiner Transaktionen at-arms- lengths erfolgen würden. Hingegen war die gleichzeitige Eröffnung von 18 neuen Konten bei der B._______ in Singapur durch C._______ im Oktober 2014 nicht Gegenstand einer Risikoanalyse im Quarterly Report für das 4. Quartal (vgl. Vorakten: 1 p. 039 f.; 5141 ff.). Sodann wurde im Quarterly Report des 3. Quartals die Eintretenswahrscheinlichkeit der Rechts-, Com- pliance- und regulatorischen Risiken weiterhin als tief angegeben; die Re- putationsrisiken wurden als mittelgross bezeichnet, weil die Anschuldigun- gen in den Medien sich noch nicht zu breitgefächerten Spekulationen über die Investmentaktivitäten und die diesbezüglichen lnvolvierungen der B._______ ausgeweitet hätten. Zwischen November 2013 und Dezember 2014 flossen zudem rund 1.426 Mrd. USD vom G._______-Konto bei der B._______-Singapur auf das B._______-Konto von I._______, wobei keine Verträge zwischen I._______ und G._______ zur Begründung der Überweisungen vorlagen . I._______ wiederum überwies im Oktober/November 2014 rund 1.243 Mrd. USD an ein Konto von (N._______) (wobei aus den Unterlagen nicht her- vorgeht, ob es sich dabei um die H._______ handelte) bei einer Drittbank. Die Transaktionen zw ischen G._______ und I._______ wurden dabei in der Regel am gleichen Ta g wie diejenigen zwischen I._______ und N._______ abgewickelt. Auf diese Transaktionen wurde im Quarterly Re- port für das 4. Quartal nicht verwiesen. Im Monthly Update für den Monat B-7186/2018 Seite 36 Oktober 2014 wurden die Transaktionen zwar erwähnt, jedoch wurde keine Risikoanalyse oder P lausibilisierung dokumentiert, sondern unter dem Punkt "Update on Risk Assessment" nur festgehalten: "For the moment no changes are required and the last Risk Assessment reported in the Q3 Re- port is confirmed" (vgl. Vorakten: 1 p. 5230). Neues Geschäft im Umfang von 500 Mio. USD 2.4.3 Im Juli 2014 stand eine neue Transaktion im Raum. Gemäss dem entsprechenden Transaktionsmemorandum, das unter anderem vom Be- schwerdeführer unterschrieben wurde, sollte I._______ 500 Mio. USD in J._______ investieren. Danach sollte J._______ die so erhaltenen Mittel in die BVI-Gesellschaft "T._______ S.A." zur Anlage in ein Immobilienprojekt in Riad, Saudi-Arabien, einbringen. Der angebliche Anlagezweck, die An- lage in ein Immobilienprojekt in Riad, ging allerdings nicht aus dem Entwurf des "Promissory Note Agreements" zwischen J._______ und "T._______ S.A." hervor, welcher dem Transaktionsmemorandum beilag (vgl. Vorak- ten: 1 p. 4891 ff., 5012 ff.). Der wirtschaftlich Berechtigte der T._______ S.A. war gemäss dem Trans- aktionsmemorandum der CEO von O._______. Dieser war wie O._______ selbst ein Kunde der BSl. O._______ war zudem diejenige Gesellschaft, mit welcher eine Tochtergesellschaft von K._______ ein Joint-Venture ein- gegangen ist, welches die B._______ über G._______ und einen Anlage- fonds auf den Cayman lslands strukturierte. Diesbezüglich wurden im Quarterly Report des 2. Quartals 2014 auch zwei Zeitungsberichte vom Mai 2014 aufgeführt, welche sich kr itisch mit dem O._______-Joint-Ven- ture mit K._______ und der "Myste ry" bezüglich des Fonds -Investments auf den Cayman lslands in der Höhe von 2.3 Mrd. USD auseinandersetz- ten. Bereits im März 2014 war dem Beschwerdeführer zudem vom Head Legal & Compliance der B._______-Singapur ein Schreiben (nachfolgend: "Poison Letter") zur weiteren Bearbeitung zugestellt worden ("to seek your guidance and direction"), in welchem ein offenbar anonymer Verfasser ge- genüber der Revisionsgesellschaft von K._______ geltend machte, dass die angeblichen Anlagefonds-Investitionen von G._______ inexistent oder massiv überbewertet seien und die durch die B._______ mangelhaft über- prüften Portfolio Statements deshalb einen falschen Eindruck erwecken würden, wobei er auch von einem Betrug riesigen Ausmasses spr ach ("fraud on a massive scale"). Das Schreiben ging in Kopie an die Monetary Authority of Singapore MAS . Die B._______-Singapur hatte sich gemäss den Angaben des Beschwerdeführers in der Beschwerde schrift mit der B-7186/2018 Seite 37 MAS anlässlich eines Telefongesprächs geeinigt, dass eine erneute Due - Diligence-Überprüfung der Fondsan bieter und eine formelle Stellung- nahme von K._______ bezüglich der erhobenen Anschuldigungen erste Priorität hätten, sowie dass die MAS sowohl schriftlich als auch anlässlich eines Treffens zu informieren sei. Das GEB wurde über das geplante Tref- fen mit der MAS anlässlich einer Sitzung vom 18. März 2014 informiert (vgl. Vorakten: Reg 3A p. 504). Am 19. März 2014 schickte K._______ ihre Stel- lungnahme der B._______ und wies sämtliche Anschuldigungen zurück. Im Quarterly Report des 2. Quartals 2014, welcher sich mit den erwähnten Zeitungsberichten in Sachen O._______ befasste, fand sich kein Verweis auf die geplante neue Zusammenarbeit mit dem O._______-CEO, dem wirtschaftlich Berechtigten der T._______ S.A. Eine Risikoanalyse zu den Zeitungsberichten kam zum Resultat, dass keine signifikanten Risiken für die B._______ bestünden, da der Name der B._______ nicht erwähnt würde. Die Zeitungsberichte seien politisch motiviert und hätten das Ziel, Misstrauen in die Aktivitäten der Regierung zu erwecken. Ausserdem wurde im Quarterly Report des 2. Quartals erklärt, dass die finalen Detailin- formationen wie der Betrag und die Endversion der "Promissory Note" noch vom Klienten angefordert werde. Im Quarterly Report des 1. und insb. des 2. Quartals erfolgte keine Diskussion des "Poison Letter". Im Hinblick auf die von Z._______ empfohlene Vorlagepflicht neuer SWF- Geschäfte wurde beim GEB im Juli 2014 vorgehend das Einverständnis zu dieser neuen Transaktion im Umfang von 500 Mio. USD ersucht. Die bei- gelegte Präsentation vom 23. Juli 2014 verwies auf die Zustimmung des Beschwerdeführers zur Risikoeinschätzung und zum Transaktionsmemo- randum. Die Präsentation vom 23. Juli 2014 kam zum Schluss, dass keine grösseren Risiken bestünden. Im Protokoll der GEB-Sitzung vom 25. Juli 2014 wurde zudem explizit erwähnt, dass die Risikoeinschätzung der be- sagten Transaktion u.a. mit dem Beschwerdeführer eval uiert worden sei . Das GEB erteilte am 25. Juli 2014 seine Zustimmung zur Transaktion (wel- che letztlich aber nicht zustande kam). Sachverhaltliche Vorbringen des Beschwerdeführers 2.5 2.5.1 Der Untersuchungsgrundsatz in Art. 12 VwVG auferlegt der Behörde, wie bereits erwähnt, die Pflicht, von Amtes wegen den rechtserheblichen Sachverhalt vollständig und richtig zu ermitteln (vgl. BGE 135 II 161 E. 3, B-7186/2018 Seite 38 119 V 347 E. 1; KRAUSKOPF/EMMENEGGER/BABEY, in: Praxiskommentar VwVG, Art. 12 N. 16, 28; AUER/BINDER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren (VwVG), 2. Aufl. 2019, Art. 12 N. 5 ff.). Im Rahmen der Sachverhaltsabklärung nimmt die Behörde gemäss Art. 33 Abs. 1 VwVG die ihr angebotenen Be- weise ab, wenn diese für den Entscheid erheblich und zur Abklärung des Sachverhalts tauglich erscheinen. Die urteilende Behörde kann von einem beantragten Beweismittel allerdings absehen, wenn der Sachverhalt, den eine Partei beweisen will, nicht rechtserheblich ist, wenn bereits Festste- hendes bewiesen werden soll, wenn zum Voraus gewiss ist, dass der an- gebotene Beweis keine wesentlichen Erkenntnisse zu vermitteln vermag, oder wenn die verfügende Behörde den Sachverhalt auf Grund eigener Sachkunde ausreichend würdigen kann (vgl. BGE 131 I 153 E. 3, 122 V 157 E. 1d; WALDMANN/BICKEL, Praxiskommentar VwVG, Art. 33 N. 21 ff.). Der Verzicht auf die Durchführung beantragter Beweisabnahmen ist auch zulässig, wenn die Behörde auf Grund bereits abgenommener Beweise oder gestützt auf die Aktenlage ihre Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür annehmen kann, dass diese Überzeugung durch weitere Beweis- erhebungen nicht mehr geändert würde (sog. antizipierte Beweiswürdi- gung; vgl. BGE 136 II 304 E. 3.3; 134 I 140 E. 5.3, 122 III 219 E. 3c; WALD- MANN/BICKEL, a.a.O., Art. 33 N. 22). Der in Art. 12 VwVG verankerte Untersuchungsgrundsatz wird dadurch ge- mildert und relativiert, dass den Parteien auf Grund von Art. 13 VwVG ge- wisse Mitwirkungspflichten bei der Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts obliegen (vgl. CHRISTOPH AUER, in: Kommentar zum Bundes- gesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], Art. 13 N. 1 ff.). Eine Mit- wirkungspflicht besteht im Verwaltungsrecht allgemein für Tatsachen, die eine Partei, die das Verf ahren durch eigenes Begehren einleitet oder die eigene Rechte geltend macht, besser kennt als die Behörde und die ohne ihre Mitwirkung gar nicht oder nicht ohne vernünftigen Aufwand erhoben werden können (vgl. BGE 128 II 139 E. 2b). Im Beschwerdeverfahren wird der Untersuchungsgrundsatz schliesslich insofern relativiert, als die Par- teien die ihre Rügen stützenden Tatsachen darzulegen und allfällige Be- weismittel einzureichen haben (Art. 52 VwVG). Das Recht der Parteien auf Äusserung und Anhörung vor Erlass einer Ver- fügung ist Kernelement des verfassungsrechtlichen Gehörsanspruchs, da- mit die Betroffenen vor Erlass einer Verfügung ihre Sichtweise in das Ver- fahren einbringen können (vgl. BGE 129 I 232 E. 3.2). B-7186/2018 Seite 39 Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verlangt insbeson- dere, dass die Gerichte die rechtserheblichen Vorbringen der Parteien an- hören und bei der Entscheidfindung be rücksichtigen (vgl. BGE 136 I 184 E. 2.2.1; 134 I 83 E. 4.1). Damit sich die Parteien ein Bild über die Erwä- gungen des Gerich ts machen können, ist sein Entscheid zu begründen. Die Begründung muss kurz die Überlegungen nennen, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt. Nicht erfor- derlich ist hingegen, dass sich der Entscheid mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Es genügt, wenn der Entscheid gegebenenfalls sachgerecht an- gefochten werden kann (BGE 142 III 433 E. 4.3.2; 136 I 184 E. 2.2.1; je mit Hinweisen). Gemäss Art. 32 VwVG würdigt die Behörde, bevor sie verfügt, alle erhebli- chen und rechtzeitigen Vorbringen der Parteien (Abs. 1). Verspätete Par- teivorbringen, die ausschlaggebend erscheinen, kann sie trotz der Ver- spätung berücksichtigen (Abs. 2). Die aus dem Gehörsanspruch fliessende Berücksichtigungspflicht betrifft erhebliche Vorbringen zum Verfahren und zur Sache. Der Begriff "Vorbringen" erfasst entsprechend Sachbehauptun- gen, eingereichte Beweismittel und rechtliche Parteivorbringen wie Rechts- begehren, Einwendunge n und Einreden (vgl. Urteile des BVGer B-635/2016 vom 11. Juni 2018 E. 9 und B -6791/2009 vom 8. November 2010 E. 5.3.1; WALDMANN/BICKEL, a.a.O., Art. 32 N 6). Die Pflicht verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstel- lung Betroffenen auch tatsächlich hört (Konnex zum Äusserungsrecht), sorgfältig und ernsthaft prüft (Konnex zum Amtsgrundsatz) und in die Ent- scheidfindung einfliessen lässt (Konnex zur Begründungspflicht), soweit sie erheblich sind (vgl. BGE 137 II 266 E. 3.2; BVGE 2013/46 E. 6.2.3; Ur- teil des BVGer B -635/2016 vom 11. Juni 2018, E. 9; WALDMANN/BICKEL, a.a.O., Art. 32 N. 18). Nicht unter die Berücksichtigungspflicht nach Art. 32 VwVG fällt die recht- liche Argumentation der Parteien (vgl. Urteil des BVGer A -832/2014 vom 20. August 2014 E. 4.2 m.H.). Stellungnahmen der Parteien dürfen zwar Rechtserörterungen enthalten, die Behörde ist jedoch nicht verpflichte t, sich damit auseinanderzusetz en ( vgl. WALDMANN/BICKEL, a.a.O., Art. 32 N. 6). Die Berücksichtigungspflicht wird aber verletzt, wenn die Vorinstanz die Sachvorbringen des Beschwerdeführers, die für das Verfahren aus- schlaggebend erscheinen, von vornherein nicht hört. B-7186/2018 Seite 40 2.5.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz sei in der angefoch- tenen Verfügung kaum auf seine während des Enforcementverfahrens vor- gebrachten Argumente eingegangen. Er rügt insbesondere, dass die Vor- instanz seine Sachdarstellung nicht in ihre Beurteilung einbezogen habe, und dass seine rechtliche Argume ntation nicht berücksichtigt worden sei. Eine Richtigstellung des Sachverhalts würde gemäss der Ansicht des Be- schwerdeführers, wie bereits erwähnt, dazu führen, dass der korrekt fest- gestellte Sachverhalt zu 80 % vom Sachverhalt in der angefochtenen Ver- fügung abweichen würde. Entsprechend führe dies im Ergebnis zu einer Umkehr der Beweislast. Der Beschwerdeführer rügt namentlich, dass die Vorinstanz das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt habe. Die Vor instanz hätte bereits im provisorischen Sachverhalt darlegen müssen, dass dem Beschwerde- führer eine schwere Aufsichtsrechtsverletzung vorgeworfen werde. Der Be- schwerdeführer habe mehrfach während des Verfahrens die Vor instanz aufgefordert, sich mit dem entsprechenden Sachverhaltselement ausei- nanderzusetzen sowie ihm das rechtliche Gehör zu gewähren. Der Be- schwerdeführer beruft sich bei seiner Rüge namentlich auf BGE 142 II 243, einen Bundesgerichtsentscheid in einem anderen Fall. Aus diesem Bun- desgerichtsentscheid sei zu schliessen, dass ein Vorwurf der schweren Verletzung von Aufsichtsrecht als ein Tatbestandselement von Art. 33 FIN- MAG zu qualifizieren sei und damit Teil des Sachverhalts darstelle (vgl. BGE 142 II 243 E. 2.4). Im vorliegenden Fall habe sich der Beschwerde- führer nie vorgängig zum Tat bestandselement der "schweren Verletzung von Aufsichtsrecht" äussern können. Trotz mehrfacher Aufforderung durch den Beschwerdeführer habe sich die Vorinstanz nicht mit dem spezifischen Aspekt der schweren Verletzung von Aufsichtsrecht als Tatbestandsmerk- mal des Berufsverbots auseinandergesetzt und ihm nie einen entsprechen- den provisorischen Sachverhalt vorgelegt. So habe die Vorinstanz insbe- sondere nicht dargelegt, weshalb eine schwere Verletzung von Aufsichts- recht vorliege und weshalb der Beschwerdeführer wann und wie angeblich das Aufsichtsrecht schwer verletzt habe. Damit habe der Beschwerdefüh- rer während des vorinstanzlichen Verfahrens nie gewusst, ob ihm eine schwere Aufsichtsrechtsverletzung vorgeworfen werde und habe dazu nicht Stellung nehmen können . Er habe somit auch nie zu seiner Entlas- tung Beweisanträge oder Beweismittel nennen können. Mangels Kenntnis dessen habe er sich nie dazu äussern können, welche angeblichen Pflicht- verletzungen, pflichtwidrigen Unterlassungen, welches Verschulden oder welche Sanktion ihm in der verfahrensabschliessenden Verfügung vorge- worfen werden könnten. Der Beschwerdeführer könne stattdessen erst im B-7186/2018 Seite 41 vorliegenden Beschwerdeverfahren gegen eine Sanktionsverfügung zu den relevanten Punkten Stellung nehmen, was im Ergebnis zu einer unzu- lässigen Umkehr der Beweislast führe. Der Beschwerdeführer habe zu kei- nem Zeitpunkt damit rechnen müssen, dass ihm derart schwere Verletzun- gen von Aufsichtsrecht vorgeworfen würden. Die Vorinstanz bringt vor, dass der Beschwerdeführer mehrfach Gelegen- heit gehabt habe, sich zum Sachverhalt zu äussern (vgl. z.B. angefochtene Verfügung, Ziff. 73 und Ziff. 5 ff.). Am 23. August 2016 und am 14. Septem- ber 2016 seien dem Anwalt des Beschwerd eführers die Verfahrensakten zugestellt worden. Am 14. Dezember 2016 sei der Beschwerdeführer durch die Vorinstanz befragt worden. Im Nachgang dazu habe d er Be- schwerdeführer mit Schreiben vom 1. Februar 2017 Erläuterungen zu ein- zelnen an der Befragung vom 14. Dezember 2016 gestellten Fragen über- mittelt. Am 7. April 2017 habe die Vorinstanz dem Beschwerdeführer einen provisorischen Sachverhalt unterbreitet und Gelegenheit zur Stellung- nahme gegeben. Die Vorinstanz argumentiert, dass aus den Eingaben des Beschwerdeführers vom 12. Oktober 2016, vom 1. Februar 2017, vom 12. Mai 2017, vom 18. Oktober 201 7, vom 30. April 2018, vom 8. August 2018 hervorgehe, dass ihm der Gegenstand und Hintergrund des vorlie- genden Verfahrens sowie die in Frage stehenden Sanktionen hinreichend bekannt waren (vgl. angefochtene Verfügung, Rz. 3-10, Rz. 67 ff.). Der Beschwerdeführer habe sich ausführlich zum Sachverhalt, namentlich zu den vorliegend relevanten Fragen der Verantwortlichkeiten und Pflich- ten sowie seinen effektiven Handlungen im Zusammenhang mit seinen Be- willigungen der SWF/ C._______-Beziehungen, der Überwachung der Transaktionen sowie den Risikoeinschätzungen und dem Reporting zu den besagten Beziehungen im Kontext der Regeln zur Geldwäschereibekämp- fung geäussert. Hierfür seien weder eine Unterbreitung der rechtlichen Subsumtion des Sachverhalts zur Stellungnahme an den Beschwerdefüh- rer sowie eine entsprechende Einvernahme desselben notwendig. 2.5.3 Die Vorinstanz hat mehrere provisorische Sachverhalte erstellt, diese dem Beschwerdeführer eröffnet, Akteneinsicht gewährt und ihm mehrere Gelegenheiten zur Stellungnahme gewährt (vgl. z.B. Vorakten: 2 p. 029 ff., 038 ff., 332 ff., 633 ff., 638 ff.; Stellungnahme der Vorinstanz vom 9. Mai 2019, Rz. 6). Ein Vergleich zwischen der letzte n provisorischen Sachver- haltsfassung und der angefochtenen Verfügung zeigt denn auch, dass die Sachverhaltsdarstellung in der angefochtenen Verfügung (28 Seiten Um-B-7186/2018 Seite 42 fang) jener des provisorischen Sachverhalts (29 Seiten Umfang; vgl. Vorak- ten: 2 p. 598 ff.) im Wesentlichen in Sachen Umfang und Inhalt entspricht. Änderungen sind, soweit ersichtlich, v.a. als Reaktion auf die Stellungnah- men des Beschwerdeführers erfolgt (siehe so auch die Vorinstanz in ihrer Stellungnahme vom 9. Mai 2019, Rz. 8). Aus dem provisorischen Sachver- halt vom 23. März 2018 lassen sich die Sachverhaltselemente entnehmen, aus denen sich schliessen lässt, dass die Vorwürfe im Zusammenhang mit der Verletzung von Geldwäschereipflichten stehen. Auch aus dem Proto- koll der Vorinstanz betreffend die Befragung des Beschwerdeführers vom 14. Dezember 2016 lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer zum Geldwäschereibekämpfungsdispositiv und den entsprechenden Ver- antwortlichkeiten befragt wurde, wobei dieses Protokoll 42 Seiten umfasst (vgl. Vorakten: 2 p. 239 ff.). Dieses Protokoll wurde im Nachgang zur Be- fragung noch von der Vorinstanz überarbeitet und dem Beschwerdeführer zur Unterschrift zugestellt (vgl. Vorakten: 2 p. 282 ff.). Aus dem Schreiben des Beschwerdeführers vom 1. Februar 2017 ist zu entnehmen, dass er keine Verletzungen von Aufsichtsrecht erkennen könne und ein mögliches Fehlverhalten abgestritten hat (vgl. Vorakten: 2 p. 325 ff. und insb. 2 p. 329). Der Beschwerdeführer nimmt substantiiert nochmals zu den Fra- gen aus dem Befragungspr otokoll vom 14. Dezember 2016 Stellung und präzisiert seine Ausführungen zum Geldwäschereibekämpfungsdispositiv seines früheren Arbeitgebers. Der Beschwerdeführer streitet seine Verant- wortlichkeit für die Plausibilisierung und Dokumentation von Konten res- pektive der Zahlungen, die über diese Konten abgewickelt wurden, ab. Er versteht die provisorischen Sachverhalte in seinem Schreiben vom 1. Feb- ruar 2017 so, dass die Vorinstanz im Prinzip eine Anklageschrift gegen ihn konstruiere und ihm "tatsachenwidrig sc hwere Verletzung von aufsichts- rechtlichen Bestimmungen andichten und Sanktionen erlassen" wolle (vgl. Vorakten: 2 p. 408). Der Beschwerdeführer hatte darum an gleicher Stelle erwähnt, dass er sich deswegen weitere rechtliche Schritte gegen die Vor- instanz vorbehalte. Anhand der vorinstanzlichen Stellungnahme vom 1. Februar 2017 des Beschwerdeführers ist somit erstellt, dass ihm Vor- würfe betreffend die schwere Verletzung von Aufsichtsrecht bekannt wa- ren. Der Beschwerdeführer hatte aufgrund der schwer en Vorwürfe betref- fend Verletzung von Aufsichtsrecht die Einleitung strafrechtlicher Schritte gegen die Mitarbeiter der Vorinstanz in Aussicht gestellt. Der Beschwerde- führer hatte ausserdem Gelegenheit, seine Ansicht darzulegen, was er auch mehrfach mit vo rinstanzlichen Stellungnahmen getan hat. Es kann somit keine Rede davon sein, dass er sich nicht zu den Vorwürfen habe wehren können. Im Übrigen besteht grundsätzlich keine Pflicht, den Be- schwerdeführer vorgängig zur Rechtsauffassung anzuhören. Die Rügen B-7186/2018 Seite 43 des Beschwerdeführers betreffend einer Verletzung seiner Verfahrens- rechte oder einer überraschenden bzw. unvorhergesehenen Sachverhalts- feststellung erweisen sich als unbegründet. 2.5.4 Der Beschwerdeführer rügt des Weiteren, dass die Vorinstanz seine Beweisanträge im Zusammenhang mit der Edition des – im Übrigen akten- kundigen – Y._______-Reports (sowie Handakten des Verfassers), die Ein- vernahme des Verfassers des Y ._______-Reports und die Edition der auf- sichtsrechtlichen Prüfberichte 2011 bis 2014 (Vorakten: 2 p. 710) unzuläs- sig abgewiesen habe. Des Weiteren habe der Beschwerdeführer die Ein- vernahme von Mitarbeitern der Vorinstanz verlangt. Diese Anträge seien ebenfalls zu Unrecht abgewiesen worden. Die Edition bzw. Einvernahme der entsprechenden Beweismittel und Personen sei erforderlich, da insbe- sondere der zweite provisorische Sachverhalt falsch, unvollständig, irrefüh- rend und manipuliert gewesen sei und Fehler nicht korrigiert worden seien. Zudem habe sich der Verfahrensführer der Vorinstanz beharrlich gewei- gert, selbst offensichtliche Fehler zu korrigieren. Die Einvernahme von Mit- arbeitern der Vorinstanz könne den persönlichen Eindruck korrigieren und sei zum Nachweis geeignet, die fehlende Verletzung von Aufsichtsrecht nachzuweisen. Aus den aufsichtsrechtlichen Prüfungsberichten soll sich ergeben, dass dem Beschwerdeführer keine schwere Verletzung von auf- sichtsrechtsrechtlichen Bestimmungen durch die B._______ oder deren Mitarbeitenden festgestellt worden seien ( vgl. Beschwerdeschrift, Rz. 516 ff.; vgl. Vorakten: 2 p. 713 ff.; Replik, Rz. 176). Wer nun im Nach- hinein komme und Verletzungen feststelle, erliege einem unzulässigen Rückschaufehler. Beim Y._______-Report handelt es sich gemäss der Einschätzung der Vo- rinstanz um eine Interpretation der Vorgänge durch d en Verfasser des Y._______-Berichts. Die Vorinstanz sei jedoch nicht an die Einschätzung des Verfassers des Y._______-Reports gebunden. Der Vorinstanz stehen dieselben Beweismittel zur Verfügung. Die Vorinstanz misst dem Y._______-Report nur einen gewissen Beweiswert zu, erachtet den Bericht aber für die Verfügung nicht als ausschlaggebend, da der Sachverhalt der angefochtenen Verfügung auf der Auswertung der Beweismittel und nicht auf der Interpretation des Sachverhalts durch Y._______ basiere. 2.5.5 Mit Auftrag vom 3. November 2015 zwischen der B._______ und der Y._______ S.A. sollte Letztere die B._______ in Bezug auf die Compliance der Gruppe in Singapur und der Schweiz untersuchen und darüber einen B-7186/2018 Seite 44 Bericht verfassen. Das Ergebnis dieser Untersuchung wird in der ange- fochtenen Verfügung als "Y._______-Report" bezeichnet. Der Y._______- Report wurde von der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers in Auftrag gegeben (Vorakten: 1 p. 6391 und 1 p. 6421). Der Y ._______-Report enthält eine Zusammenstellung der Vorgänge und Mängel in der Geldwäschereiprävention , die der Führungsstruktur, dem Management der Bankengruppe und dem Beschwerdeführer vorgeworfen werden. In diesem Bericht sind die Beweismittel summarisch in einem Be- weismittelverzeichnis aufgeführt. Ein direkter Quellennachweis in Form ei- ner klaren Angabe, woher die entsprechenden Informationen stammen, ist nicht enthalten. Das macht die Verifizierung der Behauptungen im Y._______-Report unverhältnismässig aufwendig. Die Vorgänge im Y._______-Report sind gemäss den Angaben im Report anhand von Be- weismitteln zusammengestellt worden, die in den Akten des vorliegenden Beschwerdeverfahrens enthalten sind. Der Verfasser des Y._______-Re- ports war kein unmittelbarer Zeuge von Vorgängen, die Teil des Sachver- halts sind. Hingegen sind die Beweismittel, die dem Bericht des Y._______- Reports zugrunde liegen, in den Verfahrensakten enthalten, die dem Be- schwerdeführer durch die Vorinstanz zur Verfügung gestellt wurden. Auf ein Aktenstück, in welches die Einsichtnahme im Sinne von Art. 27 VwVG verweigert oder eingeschränkt wurde, darf sodann gemäss Art. 28 VwVG nur abgestellt werden, wenn ihr die Behörde von seinem wesentli- chen Inhalt mündlich oder schriftlich Kenntnis und ihr ausserdem Gelegen- heit gegeben hat, sich zu äussern und Gegenbeweismittel zu bezeichnen. Die Bestimmung schliesst die Berücksichtigung geheimgehaltener Teile von Dokumenten nicht aus, knüpft indessen an die Voraussetzung, dass die Parteien darüber informiert werden, in welchen Punk ten sich der be- treffende Entscheid auf das fragliche Aktenstück stützt (vgl. Urteil des BVGer D-260/2008 vom 17. Februar 2010 E. 5.2.4). Der Y._______-Report wurde in Rz. 65 der angefochtenen Verfügung auf- geführt und von der Vorinstanz gewürdigt . Die Vorinstanz erwähnt dabei, dass der Y ._______-Report "ohne konkrete Nachweise oder Belege" (an- gefochtene Verfügung Rz. 65) schwere Vorwürfe gegen den Beschwerde- führer mache. Weiter ging die angefochtene Verfügung nicht substantii ert auf den Y ._______-Report ein, zitierte aber verschiedentlich als Ergänzung den Y ._______-Report als Quellennachweis. Es ist inkonsequent, dass die Vorinstanz verschiedentlich den Y ._______-Report als Quelle für ihre Sachverhaltsdarstellungen erwähnt, wenn sie in Rz. 65 der angefochtenen B-7186/2018 Seite 45 Verfügung selbst feststellt, dass gewisse Vorwürfe ohne konkrete Nach- weise oder Belege sind, aber dennoch – obschon nur als ergänzende Fussnotennachweise – den Y ._______-Report als Beweismittel zitiert. Da der Y._______-Report die Zusammenstellung der Vorgänge ohne konkrete Quellennachweise (z.B. in Form von Fuss - oder Endnotennachweise) – und nur mit einem summarischen Quellenverzeichnis – zu belegen ver- sucht, kann dem Dokument des Y ._______-Bericht-Verfassers keinen überzeugenden Beweiswert zukommen. Stattdessen ist auf die anderen Beweismittel abzustellen, die die Vorinstanz für die Sachverhaltsfeststel- lung verwendet. Im Übrigen ist der Verfasser des Y ._______-Report kein Zeuge der streit- gegenständlichen Vorgänge. Er kann lediglich seine Einschätzung über die Beweismittel berichten, die ohnehin durch das Bundesverwaltungsgericht zu würdigen sind. Daraus ergibt sich, dass der Y ._______-Report und eine Zeugeneinvernahme des Y._______-Report Verfassers zum Vornherein keinen zusätzlichen Erkenntnisgewinn für das streitgegenständliche Ver- fahren erzeugen können. Auf die Einvernahme von Zeugen zum Y._______-Bericht und die Edition des Y._______-Berichts kann aufgrund der mangelnden Bewei seignung verzichtet werden. Die entsprechenden Beweisanträge sind somit abzuweisen. 2.5.6 Z._______ war mit aufsichtsrechtlichen Prüfungen im Sinne von Art. 24 Abs. 1 lit. a FINMAG betraut. Sie hatte gestützt auf das FINMA - Rundschreiben 2008/41 und das EBK -Rundschreiben 05/1 und 05/2 die aufsichtsrechtlichen Prüfberichte 2011, 2012, 2013 und 2014 im Auftrag der B._______ nach den Vorgaben der FINMA erstellt. Mit der Aufsichts- prüfung werden regelmässig die aufsichtsrechtlichen Grundanforderungen der Bank überprüf t. Zudem können zielgerichtete Zusatzprüfungen und fallbezogene Prüfungen vorgenommen werden (vgl. BLUMER/ZIMMERMANN, in: Sester/Brändli/Bartholet/Schiltknecht [Hrsg.], St. Galler Handbuch zum Schweizer Finanzmarktrecht, Finanzmarktaufsicht und Finanzmarkt infra- strukturen, Zürich/St. Gallen 2018, § 11 N 135 ff, N 139). Im vorliegenden Fall wurden durch die ordentliche Prüfgesellschaft der B._______ auf- sichtsrechtliche Zusatzprüfungen durchgeführt. Diese Zusatzprüfungen wurden aufgrund einer Intervention der Vorinstanz veranlasst, da diese er- hebliche Korruptions - und Geldwäschereirisiken im Zusammenhang mit den SWF-Beziehungen bei der Bankengruppe identifiziert habe. Die SWF- Beziehungen werden in den Prüfungsberichten als "large transactions" be- zeichnet (angefochtene Verfügung, Rz. 49; Vorakten: 2 P. 710 ff.). In die-B-7186/2018 Seite 46 sen Prüfungsberichten sind unter anderem Mängel in Compliance-Prozes- sen aufgeführt, wobei die Vorwürfe, die von der Vorinstanz gegenüber dem Beschwerdeführer erhoben wurden, aber nicht mit spezifischem Tiefgang thematisiert sind (vgl. z.B. Vorakten: 2 p. 710 ff.). Die aufsichtsrechtlichen Prüfberichte 2011 bis 2014 wurden im Verlauf des Enforcementverfahrens dem Beschwerdeführer zur Stellungnahme zugestellt. Er hatte hierzu im vorinstanzlichen Verfahren am 30. August 2018 Stellung genommen (vgl. angefochtene Verfügung, Rz. 11; Stellungnahme der Vorinstanz vom 9. Mai 2019, Rz. 8). Im vorliegenden Fall ist der aufsichtsrechtliche Prüfer zwar nach den aufsichtsrechtlichen Vorgaben des Revisions- und des Fi- nanzmarktrechts von der zu prüfenden Gesellschaft unabhängig (vgl. z.B. Art. 9a des Revisionsaufsicht sgesetzes vom 16. Dezember 2005 [RAG, SR 221.302] i.V.m. Art. 11l der Revisionsaufsichtsverordnung vom 22. Au- gust 2007 [ RAV, 221.302.3]). Die aufsichtsrechtlichen Prüfungsberichte widmen sich aber nicht im Detail den spezifischen in der angefochtenen Verfügung erhobenen Vorwürfen und eine Untersuchung der hier konkret dem Beschwerdeführer vorgehaltenen Sachverhaltselemente wurde von den mit der aufsichtsrechtlichen Prüfung betrauten Personen nicht vertieft untersucht (vgl. z.B. angefochtene Verfügung, Rz. 49 f.). Entsprechend kann weder auf einer Befragung der Verfasser der Prüfungsberichte noch aus den aufsichtsrechtlichen Prüfungsberichten ein Erkenntnisgewinn für das vorliegende Verfahren zugunsten des Beschwerdeführers gezogen bzw. erwartet werden. Im Übrigen konnte die Revisionsstelle nicht mit den gleichen Beweismitteln die umfassende Prüfung durchführen, die aufgrund der in den Verfahrensakten gesammelten Beweismittel möglich ist. Auf- grund der Gefahr eines möglichen Rückschaufehler sieht die Geldwä- schereiprävention nach aArt. 6 GwG i.V.m. aArt. 9 GwG vor, dass im allge- meinen ein Geldwäschereibekämpfungsdispositiv besondere Sorgfalts- pflichten auferlegt und im konkreten Fall zusätzlich besondere Abklärungs- pflichten gegeben sind (aArt. 6 GwG, vgl. E. 5). Im vorliegenden Fall waren jedoch der Arbeitgeberin des Beschwerdeführers Unregelmässigkeiten bei Kundenbeziehungen aufgefallen, weshalb sogar die Vorinstanz interveniert hatte und zusätzliche Prüfungen anordnete (angefochtene Verfügung, Rz. 49 ff.). Dabei wurde auch der Beschwerdeführer über die Entwicklun- gen informiert (siehe z.B. angefochtene Verfügung, Rz. 51). Insofern hatte der Beschwerdeführer Gelegenheit , die aufsichtsrechtlichen Prüfungsbe- richte zur Kenntnis zu nehmen und sich dazu zu äussern. Diesbezüglic h ist sein rechtliches Gehör durch die Vorinstanz nicht verletzt worden. B-7186/2018 Seite 47 2.5.7 Weiter bemängelt der Beschwerdeführer, dass die Vorinstanz nicht sämtliche Transaktionen mit der SWF/ C._______ im Detail in der ange- fochtenen Verfügung dargelegt hat. Entsprechend sei die Anforderung an die Begründungspflicht verletzt. Der Beschwerdeführer sei nicht für die Plausibilisierung und die Durchführung einer Due Diligence der Vorgänge im Jahr 2012 zuständig gewesen. Die Vorinstanz habe die entsprechende Pflicht zur Due Dilige nce gar nicht begründet, weshalb der Beschwerde- führer sich nicht habe sachgerecht gegen die a ngefochtene Verfügung wehren können. 2.5.8 Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer mehrere provisorische Sachverhalte zur Stellungnahme vorgelegt und ihn ausführlich zu den streitgegenständlichen Vorgängen befragt. Die Untersuchungsmethode ist in der angefochtenen Verfügung nachvollziehbar dargelegt. Sie hat insbe- sondere das Geldwäschereibekämpfungsdispositiv im Zusammenhang mit der SWF/ C._______-Kundschaft dargelegt und die damit verbundenen Verantwortlichkeiten aufgeführt. Die Eröffnung der Kundenbeziehungen, Transaktionen mit erhöhten Risiken sowie Meldepflichten wurden ebenfalls dargelegt. Weiter hat die Vorinstanz die Chronologi e der Transaktionen dargestellt, soweit der Beschwerdeführer im erwähnten Zeitraum Kenntnis von Transaktionen und deren Dokumentation gehabt oder deren Unvoll- ständigkeit in Kauf genommen hat. Immerhin habe der Beschwerdeführer 2009, 2011 und 2012 Geschäftsbeziehungen bzw. Transaktionen im Kon- text der K._______ respektive C._______ auch abgelehnt (vgl. angefoch- tene Verfügung, Rz. 69). Bei datenintensiven Fällen stellt dies die verfügende Behörde vor die Schwierigkeit, sinnvoll abzuwägen, wie weit Einzelfälle konkret dargestellt und die Zahlungsst röme oder Kundenbeziehungen ansonsten lediglich abstrakt darlegt. Es genügt für die Begründung, dass in der angefochtenen Verfügung aufgezeigt wird, nach welcher Methode die Vorinstanz die Fak- ten gesammelt und chronologisch die problematischsten Sachverhaltsele- mente dargestellt hat. Anhand der angefochtenen Verfügung und der zur Verfügung gestellten Akten muss der Beschwerdeführer nachvollziehen können, wie die angefochtene Verfügung zustande gekommen und be- gründet ist (siehe zur Methodik bereits das Urteil des BVGer B-4762/2017 vom 27. Februar 2020 E. 5.4; im Ergebnis bestätigt durch Urteil des BGer 2C_318/2020 vom 7. Oktober 2020 E. 7). Die streitgegenständlichen Kontenbeziehungen enthalten umfangreiche und komplex miteinander verbundene Geldströme. Es muss genügen, B-7186/2018 Seite 48 wenn der Beschwerdeführer aufgrund der Akten die Vorwürfe überprüfen kann. Das ist im vorliegenden Fall anhand der Verfügung und der darin genannten Beweismittel möglich. Daraus kann die Vorinstanz anschlies- send die Rechtsfolgen ableiten und insbesondere die Sanktion anordnen. Die Vorinstanz hat sich, wie bereits in E. 2.5.3 erwähnt, mit den Vorbringen des Beschwerdeführers in mehreren provisorischen Sachverhalten ausei- nandergesetzt und ihm diese zur Stellungnahme vorgelegt (vgl. insb. Stel- lungnahme der Vorinstanz vom 9. Mai 2019, Rz. 8). Konkrete methodische Mängel hat der Beschwerdeführer zu keinem Zeitpunkt substantiiert aufge- zeigt und sie sind auch als solche nicht erkennbar. Auch in der angefoch- tenen Verfügung sind sowohl die Methode als auch die konkrete Analyse der Sachverhalte dargelegt und begründet. 2.5.9 Zusammenfassend ist insoweit festzustellen, dass dem Beschwerde- führer die massgeblichen Akten und Beweismittel zur Kenntnis zugestellt wurden. Er wurde zu den massgeblichen Sachverhaltselementen ausführ- lich durch die Vorinstanz befragt. Und wie voranstehend gezeigt wurde, konnte der Beschwerdeführer aus den ihm zur Last gelegten Sachverhalts- elementen den Schluss ziehen, dass ihm eine schwere Verletzung von auf- sichtsrechtlichen Normen vorgeworfen wird. Dieser Schluss lässt sich aus der Tatsache ziehen, dass der Beschwerdeführer z.B. in seiner Stellung- nahme vom 1. Februar 2017 Mitarbeitern der Vorinstanz strafrechtliche Schritte in Aussicht gestellt hatte, da er die Vorwürfe der schweren Verlet- zung des Aufsichtsrechts als tatsachenwidrig verstand. Entsprechend musste es dem Beschwerdeführer klar gewesen sein, welche Vorwürfe im Raum standen. 2.5.10 Der Beschwerdeführer verlangt, dass sämtliche Gesprächsproto- kolle und Telefonnotizen, welche die FINMA -Verantwortlichen und -Mitar- beitenden für die Überwachung der B._______ zum Thema SWF/C._______ im Zeitraum 1. Oktober 2013 bis 30. April 2015 erstellt haben, bei der Vor instanz zu edieren sei. Zugleich seien Mitarbeiter der Vorinstanz zu befragen (Beschwerdeschrift, Rz. 155; Replik, Rz. 157). Des Weiteren seien sämtliche Mitglieder des ORCC der B._______, welche für die Wiederbewilligungen ("Re-Approval", "Review") von AP3-Beziehungen 2012 bis und mit 20 14 zuständig waren, zu befragen (Beschwerdeschrift, Rz. 155). Zudem beantragt der Beschwerdeführer die Arbeitspapiere der Prüfungsgesellschaft zur Sonderprüfung bei der Prüfungsgesellschaft. Weiter beantragt der Beschwerdeführer die Einvernahme von Mitarbeiten- den der Prüfungsgesellschaft, welche an der Überprüfung der Geschäfts- beziehungen und Transaktionen im Rahmen der Sonderprüfung mitgewirkt B-7186/2018 Seite 49 hatten; diese seien zu ihren Arbeiten und deren P rüfungshandlungen als Zeugen zu befragen (Beschwerdeschrift, Rz. 214 und Rz. 391). Der Be- schwerdeführer beantragt die Arbeitspapiere der Prüfgesellschaft und die Zeugeneinvernahme zwecks Überprüfung der Sonderprüfung. Die kon- krete Überprüfung von Geschäftsbeziehungen und Transaktionen habe ge- mäss Prüfbericht ergeben, dass die B._______ per 27. April 2015 die ge- setzlichen Anforderungen erfüllt habe. Zu diesem Zeitpunkt hatte die B._______ bereits den Ausstieg aus den Ges chäftsbeziehungen mit den Staatsfonds beschlossen. Es sei aber nicht näher bekannt, welche Ge- schäftsbeziehungen und Transaktionen von der Prüfgesellschaft überprüft wurden. Entsprechend sei zu überprüfen, welche Geschäftsbeziehungen und Transaktionen die P rüfgesellschaft in welchem Umfang überprüft habe. Darüber hinaus beantragt der Beschwerdeführer die Einvernahme der für die Erstellung der Quarterly Reports zuständigen und verantwortli- chen Personen, inkl. der auftraggebenden Verwaltungsräte, zur Aufgabe und Verantwortung des Beschwerdeführers sowie alle internen Unterlagen von Group Legal & Compliance der B._______ im Zusammenhang mit der Erstellung der Quarterly Reports (inkl. Emails). Im Übrigen treffe es nicht zu, dass der Verwaltungsrat vom Beschwerdef ührer die Berichterstattung über C._______ und die Überprüfung der Geschäftsbeziehungen mit C._______ oder mit ihm verbundenen Personen verlangt habe. Aus diesen Beweismitteln könne rekonstruiert werden, dass die nun rückblickend von der Vorinstanz beanstandeten Aktivitäten von der Vorinstanz im fraglichen Zeitraum bereits vertieft überprüft worden seien. Die Vorinstanz hätte da- mals in den Jahren 2011 bis 2015 bei der B._______ keine Verletzungen von Geldwäschereibestimmungen festgestellt und schon gar kei ne schwere Verletzung. Wenn nun die Vorinstanz auf Beweismittel abstütze, die damals gar nicht bekannt gewesen seien, so bilde dies einen unzuläs- sigen Rückschaufehler. Sinngemäss könne anhand der Beweismittel der Schluss gezogen werden, dass selbst eine Sonderprüfung damals das Er- gebnis zu Tage gefördert habe, dass damals – nach unter den damalig be- kannten Fakten – die Sorgfaltspflichten gemäss der Geldwäschereiregulie- rung als eingehalten beurteilt worden seien (Beschwerdeschrift, Rz. 87 ff.). Entsprechend würden ihn die voranstehend erwähnten Beweismittel von einer Verantwortung befreien. 2.5.11 Das Akteneinsichtsrecht erstreckt sich nicht auf verwaltungsinterne Akten der Vorinstanz, denen für die Behandlung eines Falles kein Beweis- charakter zukommt, welche vielme hr ausschliesslich der Willensbildung dienen und somit für den verwaltungsinternen Eigengebrauch bestimmt sind (vgl. Urteil des BGer 2C_1044/2016 vom 6. August 2018 E. 3.3). Des B-7186/2018 Seite 50 Weiteren umfasst das Akteneinsichtsrecht nur verfahrensbezogene Unter- lagen und Informationsträger, die geeignet sind, die Grundlage eines (spä- teren) Entscheides zu bilden (vgl. Urteil des BVGer B -687/2016 vom 27. Februar 2020 E. 3.2). Der Beschwerdeführer möchte mit seinem Akteneinsichtsgesuch Korres- pondenz zwischen der Prüfungsgesellschaft und der Vorinstanz einsehen. Diese Korrespondenz ist für das Verfahren indes nicht für den Verfahrens- ausgang relevant. Aus dieser Korrespondenz kann kein zusätzlicher Er- kenntnisgewinn entstehen, da sich diese Korrespondenz und Telefon- oder Aktennotizen gemäss den Behauptungen des Beschwerdeführers lediglich darauf bezieht, dass andere Personen damals angeblich keine Verletzung und Sorgfaltspflicht in den ihnen bekannten Sachverhaltselementen er- blickten. Selbst wenn man davon ausgeht, dass dies zutrifft, so hat die Mei- nung dieser Personen keinen Einfluss auf die freie Würdigung der Beweis- mittel durch das Gericht. Im Übrigen ist aus der Beschwerdeschrift zu ent- nehmen (Rz. 214), dass der Beschwerdeführer selbst ausführt, dass unklar sei, welche Geschäftsbeziehungen und Transaktionen die Prüfgesellschaft oder deren Mitarbeiter überprüft hätten. Entsprechend ist nicht ersichtlich, inwiefern er sich auf die Überprüfung der Sachverhalte durch Dritte hätte verlassen oder zu seinem Vorteil ableit en können, wenn er selbst nicht weiss, was der Prüfgegenstand war. Soweit dies ersichtlich ist, hat die Vor- instanz sämtliche Unterlagen und Beweismittel in die Verfahrensakten auf- genommen, die für ihre Beurteilung mithin für den vorliegenden Fall rele- vant sind. Entsprechend hat die Würdigung d er in den Verfahrensakten enthaltenen Beweismittel durch das Gericht zu erfolgen. Auf die Edition von aufsichtsrechtlichen Berichten und die Zeugeneinvernahme der Mitarbei- ter, die diese Berichte erstellt haben, kann a ufgrund der mangelnden Be- weiseignung verzichtet werden. Die entsprechenden Beweisanträge sind somit abzuweisen. Die voranstehenden Beweisanträge sind sodann zum Vornherein untaug- lich für das streitgegenständliche Verfahren, da es im vorliegenden Verfah- ren nicht darum geht, wie andere Personen (namentlich Mitarbeiter der Vorinstanz und der B._______) den streitgegenständlichen Sachverhalt würdigen oder früher unter den ihnen damals bekannten Tatsachen gewür- digt haben. Das Gericht würdigt die Beweismittel fr ei (vgl. Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 40 BZP). Zudem wendet das Gericht das Recht von Amtes we- gen an. Entsprechend ist das Gericht auch nicht an die Rechtsauffassung von Dritten gebunden (vgl. Art. 64 Abs. 2 VwVG). Rückschaufehler können vermieden werden, sofern bei der Auslegung eines Sorgfaltsmassstabs auf B-7186/2018 Seite 51 öffentlich-rechtliche und privatrechtliche Richtlinien als Korrektiv abgestützt wird (vgl. ROBERTO/GRECHENIG, Rückschaufehler [ «Hindsight Bias »] bei Sorgfaltspflichtverletzungen, ZSR 130 [2011] S. 23 ff.). Gesetze und privat- rechtliche Regeln können verwendet werden, um einen unzulässigen Rückschaufehler zu vermeiden. Im Verantwortlichkeitsrecht wird beispiels- weise auf die sogenannten "Business Judgment Rule" zur Vermeidung ei- nes Rückschaufehlers abgestützt. Demnach führt eine nachteilige Ge- schäftsentscheidung nicht zu einer Haftung aus der aktienrechtlichen Ver- antwortlichkeit, sofern bei den Entscheidungsträgern keine Interessenkon- flikte vorliegen, sie in guten Treuen zum Wohle der Aktiengesellschaft han- deln wollen und die Entscheidung in einem angemessenen Verfahren und auf informierter Grundlage getroffen wird (vgl. z.B. BGE 139 III 24 E. 3.2; Urteil des BGer 4A_623/2018 vom 31. Juli 2019 E. 3.1; HANS CASPAR VON DER CRONE, Aktienrecht, 2. Aufl. 2020, N . 1536 ff., N. 1544; VOGT/BÄNZI- GER, Das Bundesgericht anerkennt die Business Judgment Rule als Grundsatz des schweizerischen Aktienrechts, GesKR 2012 S. 607 ff.). In- dessen ist im Falle einer unsorgfältigen Prüfung der Sachverhalte, bei einer ex ante ungenügenden Informationsgrundlage oder ungenügenden Vorbe- reitung keine Zurückhaltung bei der gerichtlichen Überprüfung geboten. Im Falle unvollständiger Unterlagen im Zusammenhang mit der Kontoeröff- nung oder der Pflege der Geschäftsbeziehung kann im Zusammenhang mit dem Vorwurf einer Sorgfaltspflichtverletzung ohnehin nicht der Einwand des Rückschaufehlers erhoben werden (vgl. VON DER CRONE, a.a.O., N. 1546 ff.). Der Beschwerdeführer bringt vor, dass er an Sitzungen des ORCC, an de- nen 10 riskante Klienten genehmi gt worden seien (vgl. Replik, Rz. 29 ff.), gar nicht teilgenommen habe, da er aus gesundheitlichen Gründen krank- geschrieben war. Dies beabsichtigt der Beschwerdeführer anhand eines Arztzeugnisses bezüglich seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung und der damit verbundenen Abwesenheit an den Sitzungen der ORCC sowie anhand zu edierender Sitzungsprotokolle des ORCC im fraglichen Zeit- raum zu belegen. Auf die Edition der Sitzungsprotokolle ist jedoch zu ver- zichten und auch die krankheitsbedingte Abwesenheit des Beschwerdefüh- rers ist nicht ausschlaggebend, da, wie bereits weiter vorne erwähnt ist (vgl. E. 2.1), sich aus verschiedenen Dokumenten in den Verfahrensakten ergibt, dass die Genehmigungskompetenz für die Aufnahme einer PEP - bzw. DD3/AP3-Geschäftsbeziehung vom ORCC unter anderem an den verantwortlichen Leiter Legal & Compliance delegiert worden ist (vgl. Vorakten: 3 p. 070, 106, 142). Demzufolge kann aus dem Arztzeugnis bzw. den beantragten Beweis mitteln kein rechtserheblicher E rkenntnisgewinn B-7186/2018 Seite 52 bezüglich den Verantwortlichkeiten gezogen werden. Im Übrigen ist weiter unten im Detail zu prüfen, ob der Beschwerdeführer gemäss seinen Zu- ständigkeiten als Leiter Legal & Compliance für die Sorgfaltsprüfung der streitgegenständlichen Transaktionen betreffend das SWF -Geschäft ver- antwortlich war (siehe unten E. 5.6 und 6.3 ; vgl. Duplik, S. 2). Entspre- chend sind die diesbezüglichen Beweisanträge betreffend die Quarterly Reporte abzuweisen. 2.5.12 Der Beschwerdeführer verlangt den Beizug sämtlicher U nterlagen, die von der Bundesanwaltschaft im Zusammenhang mit Vorwürfen wegen Geldwäscherei, Korruption etc. gegen die B._______ oder gegen den Be- schwerdeführer gesammelt wurden zu Handen des Gerichts sowie die Ein- sicht in die beigezogenen Akten (vgl. Replik, Rz. 199). Anhand dieser Akten sei zu zeigen, dass der Beschwerdeführer für die Sorgfaltspflichtverletzun- gen mangels organisatorischer Zuständigkeit innerhalb der B._______ nicht verantwortlich gewesen sei (Replik, Rz. 200 ff.). Eine Verwaltungsbehörde ist grundsätzlich an die Sachverhaltsfeststellun- gen, die in einem Strafurteil, das zum fraglichen Vorfall ergangen ist, ge- bunden. Eine Abweichung ist nur zulässig, wenn die Verwaltungsbehörde ihrem Entscheid Tatsachen zugrunde legt, die dem Strafrichter unbekannt waren, wenn sie zusätzliche Beweise erhebt oder wenn der Strafri chter nicht alle mit dem Sachverhalt stellenden Rechtsfragen abgeklärt hat. Die Verwaltungsbehörde hat vor allem dann auf die Tatsachen in einem Straf- urteil abzustellen, wenn dieses im ordentlichen Verfahren durch ein Gericht gefällt wurde (vgl. BGE 124 II 103 E. 1c/aa; Urteil des BGer 1C_135/2008 vom 13. August 2008 E. 2.3.1). Im vorliegenden Fall stehen die Vorausset- zungen für ein verwaltungsrechtliches Berufsverbot zur Debatte (Art. 33 FINMAG). Sachverhaltsfeststellungen, die im Zusammenhang mit einer Anklage wegen Geldwäscherei oder Korruption vorgebracht werden, ins- besondere betreffend des Vorsatzes bezüglich solcher Strafvorwürfe (vgl. DAMIAN K. GRAF, Strafrechtliche Verantwortlichkeit im globalen Bankkon- zern für Geld wäschereistraftaten, GesKR 2020 S. 522), sind im Verwal- tungsverfahren weder entscheiderheblich noch zu prüfen. Die verwaltungs- rechtlichen und strafrechtlichen Tatbestände betreffend die Vorwürfe der Verletzung der Sorgfaltspflicht im Zusammenhang mit der Geldwäscherei- prävention unterscheiden sich voneinander (vgl. DAMIAN K. GRAF, Berufs- verbote im Straf- und Finanzmarktrecht, GesKR 2019 S. 376 ff.). Im Übri- gen zeigt der Beschwerdeführer anhand dieser Beweisa nträge nicht auf, inwiefern dadurch der Sachverhalt korrigiert werden soll. Selbst wenn ein B-7186/2018 Seite 53 Strafverfahren einen Freispruch ergibt, lassen sich dadurch keine Rück- schlüsse auf Verstösse gegen verwaltungsrechtliche Bestimmungen her- leiten. Der Beschwerdeführer muss mit seinem Beweisantrag und der Be- gründung glaubhaft machen, weshalb diese Akten notwendig sind; unsub- stantiierte Vermutungen reichen dafür auch unter Geltung der Untersu- chungsmaxime nicht aus ( Art. 12 VwVG; vgl. MÜLLER/HAAS/STAUBER, FINMA-Enforcementverfahren gegen natürliche Personen, GesKR 2019 S. 397). Der Beschwerdeführer vermag hingegen mit seinen Beweisanträ- gen nicht darzutun oder glaubhaft zu machen, inwiefern sich aus allfälligen Akten bei der Bundesanwaltschaft das Beweisergebnis im Hinblick auf die Verantwortlichkeiten in der Geldwäschereibekämpfung oder damit verbun- dener Sorgfaltspflichten im Hinblick auf das vorliegende Verfahren verän- dern oder von der Vorinstanz fehlerhaft festgestellt worden sein sollen. Im Übrigen sind die organisatori schen Verantwortlichkeiten für die Sorgfalts- prüfungen im Zusammenhang mit den Kundenbeziehungen nicht anhand von Akten einer andere n Behörde zu belegen, sondern mit den entspre- chenden Beweismitteln, die direkt die organisatorischen Verantwortlichkei- ten innerhalb des Unternehmens zuweisen. Diese Unterlagen sind in den vorliegenden Akten enthalten. Entsprechend kann ausgeschlossen wer- den, dass aus den Prozessakten der Bundesanwaltschaft weitere Erkennt- nisse bezüglich der Verantwortlichkeiten gezogen werden kö nnen. Somit sind die Anträge auf Aktenbeizug sowie die damit verbundene Aktenein- sicht abzuweisen. ANWENDBARES RECHT UND RÄUMLICHER ANWENDUNGSBEREICH 3. Anwendbares Recht 3.1 Mit Bezug auf das zeitlich anwendbare Recht ist davon auszugehen, dass grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben (vgl. BGE 132 V 215 E. 3.1.1; Urteil des BVGer B-561/2014 vom 19. September 2017 E. 3.5.1). Im für die Untersuchung schwergewichtig relevanten Zeit- raum (2011 bis 2015) ergaben sich die Pflichten für Banken bei der Be- kämpfung von Geldwäscherei (2. Kapitel des GwG) aus den GwG-Fassun- gen, die im besagten Zeitraum in Kraft und inhaltlich hinsichtlich der rele- vanten Bestimmungen jeweils gleichlautend waren (AS 2009 361 und AS 1998 892) sowie der alten Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarkt- aufsicht über die Verhinderung von Geldwäscherei und Terrorismusfinan- zierung vom 8. Dezember 2010 ( Geldwäschereiverordnung-FINMA, B-7186/2018 Seite 54 aGwV-FINMA; AS 2010 6295), die vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2015 in Kraft war. Ferner sind die Bestimmungen des Bankengesetzes vom 8. November 1934 (BankG, SR 952.0), die alte Verordnung über die Ban- ken und Sparkassen vom 17. Mai 1972 (Bankenverordnung, aBankV, in Kraft bis zum 31. Dezember 2014, AS 1972 821) und die neue Bankenver- ordnung vom 30. April 2014 (BankV, in Kraft seit 1. Januar 2015, AS 2014 1269) anwendbar. Wird nachfolgend nur eine neue Bestimmung zitiert, hat sich ihr Wortlaut gegenüber der früheren Bestimmung nicht verändert. Wird beim Zitieren einer früheren Bestimmung nicht weiter zwischen verschie- denen Fassungen spezifiziert, so hat sich der Wortlaut im relevanten Zeit- raum nicht verändert. Räumlicher Anwendungsbereich 3.2 Das Geldwäschereiges etz äussert sich nicht zu seinem räumlichen Geltungsbereich. Wegen seiner verwaltungsrechtlichen Natur ist jedoch davon auszugehen, dass es dem Territorialitätsprinzip unterliegt. Entschei- dend ist nicht, wo der Finanzintermediär seinen Wohnsitz oder Sitz hat, wo sein Geschäftspartner domiziliert ist oder wo sich die fraglichen Vermö- genswerte befinden, sondern wo der Finanzintermediär die vom Geldwä- schereigesetz erfasste Tätigkeit ausübt. Bei grenzüberschreitenden Fi- nanzdienstleistungen muss dieser Ort im Einzelfall aufgrund der konkreten Umstände bestimmt werden. Dafür ist jeweils mit Blick auf den Gesetzes- zweck (Verhinderung der Umgehung der aufsichtsrechtlichen Kontrolle und Schutz des Finanzplatzes) zu prüfen, ob die ausgeübte Finanzintermedia- tion einen h inreichend engen Bezug zur Schweiz hat, der es rechtfertigt, sie der hiesigen Geldwäschereigesetzgebung zu unterstellen. Dies ist re- gelmässig dann der Fall, wenn sie überwiegend in der Schweiz ausgeübt wird, auch wenn gewisse operationelle oder Backoffice-Aktivitäten im Aus- land erfolgen ( vgl. BGE 130 II 351 E. 5.3.2; Urteil des BGer 2A.91/2005 vom 9. Februar 2006, in: EBK Bulletin 49/2006, S. 62 f.; Urteil des BVGer B-488/2018 vom 17. Januar 2019 E. 3.2 m.H.). Selbst wenn das Geldwäschereigesetz örtlich ni cht direkt anwendbar ist, kann die Zuständigkeit der Vorinstanz aufsichtsrechtlich gestützt auf das Gebot der konsolidierten Überwachung gegeben sein (vgl. Urteil des BGer 2A.91/2005 vom 9. Februar 2006 E. 6.1). Der Finanzintermediär muss da- für sorgen, dass seine Zweigniederlassungen oder im Finanzbereich tätige Gruppengesellschaften im Ausland die grundlegenden Prinzipien befolgen, darunter die besonderen Abklärungspflichten bei besonderen Risiken B-7186/2018 Seite 55 (Art. 5 Abs. 1 Bst. e aGwV-FINMA). Der Finanzintermediär, der Zweignie- derlassungen im Ausland besitzt oder eine Finanzgruppe mit ausländi- schen Gesellschaften leitet, muss seine mit Geldwäscherei und Terroris- musfinanzierung verbundenen Rechts - und Reputationsrisiken global er- fassen, begrenzen und überwachen; er hat für den Zugang zu den hierzu erforderlichen Informationen zu sorgen (Art. 6 Abs. 1 Bst. a aGwV-FINMA). Die Gefahr, durch eine Mitwirkung an ungewöhnlichen Transaktionen auf Wunsch eines Kunden in straf - und haftungsrechtlich relevante Sachver- halte involviert zu werden, bildet ein Rechts - und Reputationsrisiko, wel- ches in diesem Sinn durch geeignete Massnahmen zu erfassen, zu be- grenzen und zu überwachen ist. Die mit Geldwäscherei verbundenen Risi- ken haben über nationale Grenzen hinaus Auswirkung auf alle re chtlich miteinander verbundenen Einheiten, weshalb ihre Überwachung sowohl einzeln wie auf einer gruppenkonsolidierten Basis zu erfolgen hat (vgl. Ur- teil des BGer 2A.91/2005 vom 9. Februar 2006 E. 6.2.3 m.H.). Gemäss dem Bundesgericht ist ohne Weiteres von der räumlichen Anwendbarkeit des GwG auszugehen, wenn die Konten zwar bei der ausländischen Zweigniederlassung der Schweizer Bank gebucht sind, aber von einer Kundenberaterin in der Schweiz betreut werden (vgl. Urteil des BGer 2C_192/2019 vom 11. März 2020 E. 5.2). Soweit der Beschwerdeführer die Ansicht vertritt, dass das GwG auf die bei der B._______-Singapur gebuchten Geschäftsbeziehungen keine Anwen- dung findet, kann ihm nicht gefolgt werden. Hinsichtlich des im vorliegen- den Fall relevanten Kontos von G._______, welches in Singapur gebucht wurde, zeigen die Ausführungen im Sachverhalt, dass ein hinreichend en- ger Bezug zur Schweiz besteht. Dies zeigt sich darin, dass die Abteilung KYC Risk/CCC, welche als gruppeninterne Compliance -Einheit in der Schweiz lokalisiert war, am 11. September 2012 gestützt auf die von der B._______-Singapur eingereichte Technical Notice eine positive Einschät- zung betreffend die Eröffnung der Beziehung mit G._______ abgab. Die AML-Weisung der B._______ hielt zudem explizit fest, dass die in der Schweiz lokalisierte Compliance -Einheit KYC Risk/CCC hinsichtlich PEP oder DD3/AP3-Beziehungen die Plausibilität der notwendigen zusätzlichen Informationen zu verifizieren habe. Auch die Regularien der B._______ be- treffend "Cross Border Business" vom 10. Juni 2011 hielten ausdrücklich fest, dass "Bank’s employees performing/being involved in cross border activities shall be aware and act in compliance with the applicable laws and regulations from all jurisdictions involved" gleich wie auch die Prinzipien betreffend "Cross Entity Booking Relationships" vom 25. September 2012 B-7186/2018 Seite 56 der B._______ festhielten, dass grenzüberschreitende Geschäftsbezie- hungen auch das regulatorische Umfeld der Schweiz betreffen. Damit deu- ten auch die B._______-internen Regeln darauf hin, dass die schweizeri- schen Geldwäschereiregeln befolgt werden mussten. Nach dem Gesagten unterstanden die Vorgänge im Zusammenhang mit der Geschäftsbezie- hung mit G._______ dem schweizerischen GwG. Soweit die in der Schweiz gebuchten Geschäftsbeziehungen betroffen waren, ist unbestritten, dass das GwG räumlich anwendbar ist. DAS BERUFSVERBOT GEMÄSS ART. 33 FINMAG 4. Ansicht der Vorinstanz im vorliegenden Fall 4.1 Die Vorinstanz warf dem Beschwerdeführer in der angefochtenen Ver- fügung vor, er sei persönlich für diverse schwere Verletzungen von Auf- sichtsrecht bzw. für solche Verletzungen durch die B._______ über einen längeren Zeitraum und im Zusammenhang mit erheblichen Vermögens- werten von politisch exponierten Personen und Unternehmen verantwort- lich. Nach der Ansicht der Vorinstanz rechtfertigt dies ein Berufsverbot von 3 Jahren gemäss Art. 33 FINMAG. Hinsichtlich der vorgeworfenen schweren Verletzung der geldwäscherei- rechtlichen Pflichten stellte sich die Vorinstanz in der angefochtenen Ver- fügung erstens auf den Standpunkt, durch die Eröffnungen der Geschäfts- beziehungen mit der SWF/C._______-Kundschaft habe die B._______ ins- besondere die Sorgfaltspflichten gemäss aArt. 6 GwG in schwerer Weise verletzt, weil die notwendigen Abklärungen ungenügend gewesen seien. Die Schwere der Verletzung habe mit jeder nachfolgenden Kontoeröffnung zugenommen, da sich die Verdachtsmomente und Ungereimtheiten stetig kumuliert hätten. Der Beschwerdeführer sei gemäss der AML-Weisung, die das Geldwäschereidispositiv der B._______-Gruppe betroffen habe, für die Zustimmung zur Aufnahme der SWF/ C._______-Geschäftsbeziehungen bei der B._______ in let zter Instanz zuständig gewesen, wobei er sich diese Zuständigkeit mit einer weiteren Person, dem CEO der betroffenen Region, geteilt habe. Die Vorinstanz ist zweitens der Ansicht, dass mit den vorgeworfenen Sorgfaltspflichtsverletzungen nach aArt. 6 GwG bzw. den ungenügenden Abklärungen eine Verletzung der Meldepflicht gemäss aArt. 9 GwG der B._______ einhergegangen sei. Als für den Meldepflichtse nt- scheid zuständige Person sei es die Pflicht des Beschwerdeführers gewe-B-7186/2018 Seite 57 sen, schon beim Eröffnungsentscheid dafür zu sorgen, dass die wesentli- chen Informationen zu Art und Zweck der jeweiligen SWF/C._______-Ge- schäftsbeziehungen nicht nur vorhanden gewesen, sondern auch hinsicht- lich einer möglichen verbrecherischen Herkunft seriös und dokumentiert geprüft worden wären. Mit Blick auf die vorgeworfene schwere Verletzung des Organisations- und Gewährserfordernis stellte sich die Vorinstanz in der angefochtenen Verfü- gung auf den Standpunkt, die B._______ habe über Jahre hinweg und ins- besondere auch nach der Intervention der FINMA Ende 2013 weder infor- mierte Risikoeinschätzungen vorgenommen noch die massgebenden Risi- kofaktoren hinreichend abgeklärt und aufbereitet. In der Folge habe die B._______ die Beziehungen mit der SWF/ C._______-Kundschaft pflicht- widrig und unter Verletzung der geldwäschereirechtlichen Vorschriften wei- tergeführt und damit die Pflicht zur Erfassung, Begrenzung und Überwa- chung der Rechts- und Reputationsrisiken in schwerer Weise verletzt, was mit dem Erfordernis an eine angemessene Verwaltu ngsorganisation und mit dem Gewährserfordernis nicht vereinbar gewesen sei (Art. 3 Abs. 2 Bst. a und c BankG und Art. 3f Abs. 1 und 2 BankG). Zusammengefasst habe der Beschwerdeführer in entscheidendem Masse zu verantworten, dass die erheblichen Rechts -, C ompliance- und Reputationsrisiken der B._______ im Zusammenhang mit der SWF/ C._______-Kundschaft in schwerer Verletzung des Organisations - und Gewährserfordernisses we- der angemessen erfasst noch begrenzt worden seien. Ansicht des Beschwerdeführers im vorliegenden Fall 4.2 Der Beschwerdeführer stellt sich mit Blick auf die vorgeworfene Verlet- zung der geldwäschereirechtlichen Pflichten im Wesentlichen auf den Standpunkt, er sei für die von der Vorinstanz vorgeworfenen Verfehlungen oft nicht zuständig gewesen bzw. habe hierfür keine Verantwortung getra- gen. Er sei ab 2012 nur für die Genehmigungsverfahren (Approval Process bzw. AP) auf Stufe AP3 zuständig gewesen und sei nie für Sorgfaltspflicht- prozesse (Due Diligence bzw. DD) zuständig gewesen, weder bei Auf- nahme der Geschäftsbeziehungen noch bei deren Überwachung oder der Transaktionsüberwachung. Ausserdem habe die Vorinstanz häufig die an- geblichen Verfehlungen aus einer unzulässigen Rückschau heraus beur- teilt. Mehrmals habe es die Vorinstanz unterlassen, die tats ächlich vorge- nommenen und dokumentierten Abklärungen zu erwähnen. Damit ent- binde sich die Vorinstanz davon, darzulegen, weshalb die damals vorlie- genden Informationen und Unterlagen bereits aus damaliger Sicht hätten B-7186/2018 Seite 58 ungenügend sein sollen. Daneben verweist der Beschwerdeführer mehr- mals auf den Prüfbericht der Prüfgesellschaft, worin die Einhaltung der re- levanten Bestimmungen bestätigt worden sei. Der Beschwerdeführer betont sodann, dass die Geldwäschereistrafnorm und das Geldwäschereigesetz seiner Ansicht nach nur die konkrete Geld- wäscherei verbieten würden. Die Abklärungspflichten erschöpften sich deshalb darin, einen konkreten Verdacht auf Geldwäscherei und damit ver- bunden die Voraussetzung für eine Meldepflicht zu klären. Die von der Vor- instanz vorgeworfenen Verfehlungen hätten Vermögenswerte betroffen, die eine rechtmässige Herkunft gehabt hätten, weshalb weder eine ab- strakte noch eine konkrete Geldwäschereigefahr bestanden habe und keine weiteren geldwäschereirechtlichen Abklärungen notwendig gewesen seien. Nach Ansicht des Beschwerdeführers bestünden geldwäscherei- rechtlich weder Sorgfaltspflichten noch Meldepflichten bei abfliessenden Vermögenswerten, solange die Herkunft rechtmässig sei. Die fraglichen Geschäftsbeziehungen seien (zum Teil nachträglich) in die höchste Risiko- stufe (AP3-Beziehung) eingereiht worden, mehr könne nicht einge fordert werden. Mit Blick auf die vorgeworfene schwere Verletzung des Organisations- und Gewährserfordernisses durch die B._______, für welche der Beschwerde- führer verantwortlich sei, ist dieser im Wesentlichen der Ansicht, dass keine über die geldwäschereirechtlichen Sorgfaltspflichten hinausgehende Auf- arbeitung der SWF -Geschäftsbeziehungen und der damit verbundenen Umstände durchzuführen gewesen sei. Eine schwere Verletzung von Auf- sichtsrecht durch Verletzung des Risikomanagements könne nicht, wie dies die Vorinstanz gemacht habe, in einem Satz und einzig mit Verweis auf das Gewährserfordernis begründet werden. Daneben stellt sich der Be- schwerdeführer erneut auf den Stan dpunkt, er sei für die vorgeworfenen Verfehlungen nicht zuständig gewesen bzw. er habe keine Verantwortung dafür getragen. Die Vorinstanz habe die Verfehlungen aus einer unzulässi- gen Rückschau heraus betrachtet und die Prüfgesellschaft habe die Ein- haltung der relevanten Bestimmungen im Prüfbericht bestätigt. Rechtsgrundlagen 4.3 Das FINMAG legt die Organisation und die Aufsichtsinstr umente der FINMA fest (Art. 1 FINMAG). Die FINMA übt die Aufsicht nach den Finanz- marktgesetzen und dem FINMAG aus und ist für deren Vollzug zuständig B-7186/2018 Seite 59 (Art. 6 Abs. 1 i.V.m. Art. 56 FINMAG). Die B._______ unterstand als Bewil- ligungsinhaberin der Aufsicht der FINMA (Art. 3 Bst. a FINMAG i.V.m. Art. 3 Abs. 1 BankG). Gemäss Art. 33 FINMAG kann die FINMA, wenn sie eine schwere Verlet- zung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen feststellt, der verantwortlichen Person die Tätigkeit in leitender Stellung bei einer oder e inem von ihr Be- aufsichtigten untersagen (Abs. 1). Das Berufsverbot kann für eine Dauer von bis zu fünf Jahren ausgesprochen werden (Abs. 2). Das Aufsichtsin- strument des Berufsverbots durchbricht den Grundsatz der Institutsaufsicht (Art. 3 Bst. a FINMAG), ohne den bei der Beaufsichtigten tätigen Personen neue Pflichten zu statuieren. Adressat der im konkreten Fall verletzten auf- sichtsrechtlichen Bestimmung ist die beaufsichtigte Bank (vgl. HSU/BA- HAR/FLÜHMANN, in: Basler Kommentar , Finanzmarktaufsichtgesetz / Fi- nanzmarktinfrastrukturgesetz, 3. Aufl. 201 9, Art. 33 FINMAG N. 12). Die Frage nach der Verantwortlichkeit der natürlichen Person kann also nicht unabhängig von der Pflicht- bzw. Aufsichtsrechtsverletzung der Beaufsich- tigten – vorliegend der B._______ – beurteilt werden. Die Pflicht, deren schwere Verletzung die Auferlegung eines Berufsverbots für eine natürli- che Person rechtfertigt, obliegt der Beaufsichtigten und nicht der natürli- chen Person selbst, weswegen diese Pflichtverletzung auch in einem auf- sichtsrechtlichen Verfahren gegen die Beaufsichtigte selbst beurteilt wird; dieser Umstand, welcher im System der Institutsaufsicht begründet liegt, vermag jedoch nichts daran zu ändern, dass die natürliche, für die Beauf- sichtigte tätige (oder tätig gewesene) Person nicht Partei jenes Verfahrens war und ihr somit der gegen die Beaufsichtigte ergangene Entscheid unter dem Gesichtspunkt der materiellen Rechtskraft wegen fehlender Identität der Parteien nicht entgegengehalten werden kann (vgl. BGE 142 II 243 E. 2.3). Insoweit handelt es sich um eine Vorfrage, die ein präjudizielles Rechtsverhältnis eines Dritten betrifft. Die Vorfragethematik beurteilt sich allerdings nach dem Gegenstand des streitigen Rechtsverhältnisses, das auf eine sachverhaltliche Grundlage gestellt und durch den Tatbestand um- rissen wird. Die Eröffnung des personellen Anwendungsbereichs der Norm von Art. 33 FINMAG setzt nicht voraus, dass die mit einer Sanktion zu be- legende Person in einer bestimmten Beziehung zu einer oder einem Be- aufsichtigten steht, weshalb das finanzmarktrechtliche Beru fsverbot auch nach beendetem Arbeitsverhältnis ausgesprochen werden kann (vgl. BGE 142 II 243 E. 2.2; HSU/ BAHAR/FLÜHMANN, a.a.O., Art. 33 FINMAG N. 13b). Dessen ungeachtet richtet sich die Sanktion ihrer Natur nach nicht an die Allgemeinheit, sondern soll als wirtschaftspolizeiliche Massnahme sicher-B-7186/2018 Seite 60 stellen, dass ein spezifischer Berufsstand in einem besonderen Rechtsver- hältnis – Organpersonen oder Personen in leitender Stellung bei einer oder einem Beaufsichtigten – nur durch Personen besetzt ist, die ihre n Beruf korrekt ausüben (vgl. BGE 142 II 243 E. 3.4). Der aufsichtsrechtliche Tatbestand des Berufsverbots ist erfüllt, wenn eine Person durch ihr individuelles Fehlverhalten kausal und schuldhaft eine schwere Verletzung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen d urch die Beauf- sichtigte bewirkt (vgl. BGE 142 II 243 E. 2.2). Schuldhaft bedeutet in die- sem Zusammenhang, dass dem Betroffenen eine individuelle Verantwort- lichkeit nachgewiesen werden kann; mithin muss das Verhalten ihm per- sönlich zurechenbar sein ( vgl. CHRISTOPH KUHN, Das Berufsverbot nach Art. 33 FINMAG, S. 27; HSU/BAHAR/FLÜHMANN, a.a.O., Art. 33 FINMAG N. 13c). Die schwere Verletzung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen bildet ein Tatbestandsmerkmal (vgl. BGE 142 II 243 E. 2.3). Mit anderen Worten setzt die wirtschaftspolizeilich motivierte Massnahme des Berufsverbots im Sinne von Art. 33 FINMAG (vgl. BGE 142 II 24 3 E. 3.4) einerseits eine schwere Verletzung von aufsichtsrechtlichen Bestimmungen voraus. Die schwere Verletzung des Aufsichtsrechts muss der z u sanktionierenden Person andererseits individuell zurechenbar sein (vgl. Urteile des BGer 2C_192/2019 vom 11. März 2020 E. 3.2; 2C_929/2017 vom 23. April 2018 E. 2.1; 2C_671/2014 vom 18. Dezember 2014 E. 3.3.2; HSU/BAHAR/FLÜH- MANN, a.a.O., Art. 33 FINMAG N. 13d). In Fällen, in welchen gestützt auf eine rückblickende Beurteilung eine die Wirtschaftsfreiheit des Betroffenen wesentlich einschränkende und zumin- dest teilweise repressive Sanktion ausgesprochen wird – was bei der Auf- erlegung eines Berufsverbots nach Art. 33 FINMAG regelmässig der Fall ist –, kommt dem Legalitätsprinzip und dem daraus fliessenden Gebot der Voraussehbarkeit staatlichen Handelns eine zentrale Bedeutung zu (vgl. BGE 142 II 243 E. 3.4 zur Qualifikation des Berufsverbots als admi- nistrative Massn ahme trotz repressiver Elemente; zum Berufsverbot als retrospektive Massnahme vgl. GUILLAUME BRAIDI, L'interdiction d'exercer selon l'art. 33 LFINMA: étendue, délimitations et qualification, SZW 2013 , S. 210). An die Klarheit und Bestimmtheit der im konkreten Fall verletzten Bestimmungen und der sich aus diesen ergebenden Pflichten für die Be- aufsichtigten sind aufgrund des Legalitätsprinzips hohe Anforderungen zu stellen, damit die Massnahme bzw. Sanktion für die potentiell durch ein Berufsverbot betroffenen Personen voraussehbar ist (vgl. Urteil des BVGer B-3625/2014 vom 6. Oktober 2015 E. 6.4 ; HSU/BAHAR/FLÜHMANN, a.a.O., Art. 33 FINMAG N. 14). B-7186/2018 Seite 61 Art. 33 FINMAG ist ein generell-abstrakter Rechtssatz in einem Gesetz im formellen Sinn, der hinreichend bestimmt ist (zu den Anforderungen an die Bestimmtheit vgl. BGE 139 I 280 E. 5.1). Die Bestimmtheit in persönlicher Hinsicht ergibt sich aus der Tätigkeit im Aufsichtsbereich der FINMA (vgl. hierzu GOTTINI/VON DER CRONE, Berufsverbot nach Art. 33 FINMAG, SZW 2016 S. 640 ff., 644). Die Bestimmtheit in sachlicher Hinsicht ergibt sich aus den Finanzmarktgesetzen (vorliegend aArt. 6 und 9 GwG sowie Art. 3 Abs. 2 Bst. a und 3f Abs. 2 BankG, vgl. E. 5.1 und 6.1). Die Bestimmt- heit hinsichtlich der Rechtsfolge des Berufsverbots ergibt sich einerseits aus der organisatorischen Unterstellung bei einem beaufsichtigten Institut (Tätigkeit in leitender Stellung: Gewährsperson und Funktion unterhalb der Gewährsschwelle, wenn die Person "wesentliche Verantwortung" trägt, vgl. HSU/BAHAR/FLÜHMANN, a.a.O., Art. 33 FINMAG N. 20) und andererseits aus dem angegebenen Zeitrahmen (vgl. Urteil des BVGer B-635/2016 vom 11. Juni 2018 E. 3.3). Konkretes Prüfprogramm zur Beurteilung der Rechtmässigkeit des Berufsverbots gemäss Art. 33 FINMAG 4.4 Zusammengefasst ist also zu beurteilen, ob die Vorinstanz der Bank bzw. dem Beschwerdeführer in der angefochtenen Verfügung zu Recht eine schwere Verletzung von aufsichtsrechtlichen Pflichten im Sinne von Art. 33 FINMAG vorgeworfen hat. Dabei ist zu beachten, dass aufsichts- rechtlich nur pflichtwidrig nicht vorgenommene Handlungen für den Erlass eines Berufsverbots relevant sein können. Eine schwere Verletzung einer aufsichtsrechtlichen Pflicht kann demnach durch eine Unterlassung nur be- gründet bzw. bewirkt werden, wenn ein Beaufsichtigter eine Handlung, wel- che durch das Aufsichtsrecht geboten ist, unterlässt. Dabei ist detailliert aufzuzeigen, aus welcher aufsichtsrechtlichen Bestimmung die Pflicht zur Vornahme welcher Handlung fliesst und inwiefern di e Bank bzw. der Be- schwerdeführer diese spezifische Handlung trotz bestehender rechtlicher Handlungspflicht unterlassen hat (vgl. BGE 142 II 243 E. 3.1; Urteil des BVGer B-3092/2016 vom 25. April 2018 E. 3.4). Konkret ist demnach zu beurteilen, ob die Bank bzw. der Beschwerdeführer die Abklärungspflichten gemäss aArt. 6 GwG und die Meldepflicht gemäss aArt. 9 GwG verletzt hat (vgl. E. 5) sowie ob eine Verletzung des Organi- sationserfordernisses gemäss Art. 3 Abs. 2 Bst. a und Art. 3f Abs. 2 BankG vorliegt (vgl. E. 6). Die Beurteilung dieser beiden Themenkreise hängt zum Teil voneinander ab. In E. 7 wird zudem auf den Vorwurf der Verletzung B-7186/2018 Seite 62 des Gewährserfordernisses gemäss Art. 3 Abs. 2 Bst. c und Art. 3f Abs. 1 BankG eingegangen. VORGEWORFENE VERLETZUNG VON aART. 6 UND 9 GWG 5. Zunächst ist also zu prüfen, ob die Bank bzw. der Beschwerdeführer die Abklärungspflichten gemäss aArt. 6 GwG und damit zusammenhängend die Meldepflicht gemäss aArt. 9 GwG verletzt hat, mithin ob die damit mög- licherweise zugehörenden Unterlassungen, wovon die Vorinstanz ausgeht, eine schwere Verletzung von Aufsichtsrecht im Sinne von Art. 33 FINMAG bewirkt haben. Rechtsgrundlagen 5.1 Unter Geldwäscherei wird das Einschleusen von Geldern aus illegalen Tätigkeiten in den legalen Geldkreislauf verstanden. Tatobjekt der Geldwä- scherei nach schweizerischem Konzept sind Vermögenswerte, die aus ei- nem Verbrechen herrühren. Bei der Vortat muss es sich um ein Verbrechen im Sinne von Art. 10 Abs. 2 StGB handeln (vgl. MICHAEL REINLE, Die Mel- depflicht im Geldwäschereigesetz, 2007, Rz. 102 f.). Die Vermögenswerte müssen das Ergebnis des Verbrechens sein. Bei Vermögensdelikten ist diese Voraussetzung eindeutig erfüllt, da es nachgerade Zweck des Delik- tes ist, Vermögenswerte für den Täter zu generieren ( vgl. REINLE, a.a.O., Rz. 111). Hinter einer Geldwäschereihandlung steht demnach in der Regel immer auch eine Vortat, ansonsten es sich gar nicht um Geldw äscherei handeln dürfte ( vgl. DORIS HUTZELER, in: Kommentar Kriminelles Vermö- gen – Kriminelle Organisationen, Bd. II, 2018, Art. 9 GwG, N. 53 m.H.). Das seit 1. April 1998 in Kraft stehende Geldwäschereigesetz dient na- mentlich der Bekämpfung der Geldwäscherei (Art. 305bis StGB) und der Si- cherstellung der Sorgfalt bei Finanzgeschäften (Art. 1 GwG). In Ergänzung zu den strafrechtlichen Bestimmungen soll das Geldwäschereigesetz ver- hindern, dass Gelder verbrecherischen Ursprungs in den ordentlichen Geldkreislauf gelangen. Das Geldwäschereigesetz leistet mit seinen Sorg- falts- und Verhaltenspflichten einen eigenständigen Beitrag zur Bekämp- fung der Geldwäscherei und dient darüber hinaus der Deliktsprävention, der Risikoverminderung für die Finanzintermedi äre und schliesslich der Aufrechterhaltung des Ansehens des Finanzplatzes Schweiz (vgl. Bot- schaft zur Umsetzung der revidierten Empfehlungen der Groupe d'action financière [GAFI] vom 15. Juni 2007, BBl 2007 6269, 6276; RALPH WYSS, B-7186/2018 Seite 63 in: GwG Kommentar, 3. Aufl. 2019 [im Folgenden: GwG Kommentar 2019] Art. 1 N. 2, 5). Die Geldwäschereigesetzgebung zielt insbesondere auch darauf ab, die für die Geldwäscherei verantwortlichen Personen zu ermit- teln und strafrechtlich zu belangen (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz zu r Bekämpfung der Geldwäscherei im Finanzsektor vom 17. Juni 1996 [Geld- wäschereigesetz, GwG], BBl 1996 III 1101, 1116 [nachfolgend: Botschaft GwG]; BGE 134 III 529 E. 4.2). Dem Geldwäschereigesetz liegt somit eine umfassende Zielsetzung zu Grunde, welche üb er den Zweck und das In- strumentarium des Strafgesetzbuches hinausreicht (vgl. Botschaft GwG, BBl 1996 III 1101, 1113). Der Finanzintermediär ist verpflichtet, Art und Zweck der vom Vertrags- partner gewünschten Geschäftsbeziehung zu identifizieren, wobei sich der Umfang der einzuholenden Informationen nach dem Risiko richtet, das der Vertragspartner darstellt (aArt. 6 Abs. 1 GwG). Der Finanzintermediär hat zudem die wirtschaftlichen Hintergründe und den Zweck einer Transaktion oder ei ner Geschäftsbeziehung abzuklären, wenn sie ungewöhnlich er- scheinen und ihre Rechtmässigkeit nicht erkennbar ist (aArt. 6 Abs. 2 Bst. a GwG) oder Anhaltspunkte vorliegen, dass Vermögenswerte aus einem Ver- brechen herrühren ( aArt. 6 Abs. 2 Bst. b GwG). Die B estimmung von aArt. 6 Abs. 2 Bst. b GwG statuiert dabei keinen zusätzlichen Tatbestand, sondern hebt lediglich die Besonderheit ungewöhnlichen Geschäftens im Sinne von aArt. 6 Abs. 2 Bst. a GwG hervor (vgl. WERNER DE CAPITANI, in: Kommentar, Einziehung, Organisiertes Verbrechen, Geldwäscherei, Band II, 2002, Art. 6 N. 5, 144). Als Anhaltspunkte im Sinne von aArt. 6 Abs. 2 Bst. b GwG haben bereits schwache Verdachtsmomente zu gelten (vgl. DE CAPITANI, a.a.O., Art. 6, N. 156 ff.; REINLE, a.a.O., Rz. 422; CHRISTOPH K. GRABER, in: Das neue GwG, 3. Aufl. 2009, Art. 6 N. 7). Die Abklärungspflicht nach aArt. 6 GwG besteht nicht dauernd, sondern muss durch eine Ungewöhnlichkeit (Bst. a) ausgelöst werden. Wird eine Ungewöhnlichkeit nach Bst. a festgestellt, ist in einem zweiten Schritt zu prüfen, ob ihre Rechtmässigkeit erkennbar ist. Der Begriff der Rechtmäs- sigkeit ist so zu verstehen, mithin dann zu bejahen, wenn der Finanzinter- mediär im Rahmen seiner vorhandenen Kenntnisse und ohne Abklärungen für fachkundige Dritte nachvollziehbar zum Schluss kommt, dass trotz der entdeckten Ungewöhnlichkeit kein Handlungsbedarf besteht. Welches Mass an Rechtmässigkeit vorliegen muss, damit sie erkennbar im Sinne von Bst. a wird, lässt sich ebenfalls nur unscharf beantworten. Gefordert ist eine Plausibilitätsprüfung, welche wiederum von einem fachkundigen Drit-B-7186/2018 Seite 64 ten nachvollzogen werden kann. Hierfür muss der Finanzintermediär Be- lege über die getätigten Transaktionen und über die nach diesem Gesetz erforderlichen Abklärungen so erstellen, dass fachkundige Dritte sich ein zuverlässiges Urteil über die Transaktionen und Geschäftsbeziehungen sowie über die Einhaltung der Bestimmungen dieses Gesetzes bilden kön- nen (Art. 7 Abs. 1 GwG). Eine Dokumentationspflicht besteht bei erkenn- barer Rechtsmässigkeit nach dem Wortlaut von Art. 7 GwG nicht. Die Rechtsmässigkeit muss aber so deutlich erkennbar sein, dass im Zeitpunkt der Beurteilung eine zusätzliche Abklärung als offensichtlich sinnlos er- scheinen muss (vgl. WYSS, a.a.O., Art. 6 N. 3 ff. und 29). In engem Zusammenhang mit der Abklärungspflicht nach aArt. 6 Abs. 2 Bst. b GwG steht die Meldepflicht des Finanzintermediärs gemäss aArt. 9 GwG. Der Finanzintermediär muss der MROS (Art. 23 GwG) unverzüglich Meldung erstatten, w enn er weiss oder den begründeten Verdacht hat, dass die in die Geschäftsbeziehung involvierten Vermögenswerte aus ei- nem Verbrechen herrühren (aArt. 9 Abs. 1 Bst. a Ziff. 2 GwG). Vermögens- werte, die aus einem Verbrechen "herrühren" sind insbesondere Vermö- genswerte, die durch ein Verbrechen erlangt wurden (vgl. DE CAPITANI, a.a.O., Art. 6 N. 152). Als Verbrechen gelten gemäss Art. 10 Abs. 2 StGB Taten, die mit Freiheitsstrafe von mehr als drei Jahren bedroht sind (vgl. BGE 126 IV 255 E. 3a). Als begründet ist ein Verdacht anzusehen, wenn er auf einem konkreten Hinweis oder mehreren Anhaltspunkten beruht, die auf eine verbrecherische Herkunft der Vermögenswerte hindeuten (vgl. Botschaft GwG, BBl 1996 III 1101, 1130). Hat der Finanzintermediär konkrete Kenntnisse davon, dass ein Strafverfahren wegen einer schweren Straftat gegen seinen Kunden angehoben wurde und die betroffenen Ver- mögenswerte damit in Zusammenhang stehen könnten, so muss er sich in der Regel für eine Meldung nach aArt. 9 GwG entscheiden (vgl. DAVE ZOLLINGER, in: GwG Kommentar, 2. Aufl. 2009, Art. 305ter StGB N. 26; GRA- BER, a.a.O., Art. 9 N. 11; CARLO LOMBARDINI, Banques et blanchiment d'ar- gent, 2e éd., 2013, Rz. 501 f.). Im Zweifel ist immer eine Meldung zu erstat- ten (vgl. DANIEL THELESKLAF, in: GwG Kommentar 2019, Art. 9 N. 9 f.; DE CAPITANI, a.a.O., Art. 9 N. 43 ff.; THOMAS ZWIEFELSHOFER, Die Sorgfalts- pflichten des liechtensteinischen Geldwäschereirechts verglichen mit den entsprechenden Bestimmungen des schweizerischen Rechts, 2007, S. 446 f.). Die Meldung muss unverzüglich erfolgen. Damit ist der Zeitpunkt gemeint, in dem das Wissen eintritt bzw. der Verdacht sich erhärtet hat, dass Vermögenswerte mit deliktischem Umfeld in die Geschäftsbeziehung involviert sein könnten (vgl. THELESKLAF, a.a.O., Art. 9 N. 17). B-7186/2018 Seite 65 Die aGwV-FINMA präzisiert unter anderem die Verhaltenspflichten bei un- gewöhnlichen Transaktionen und Geschäftsbeziehungen ( aArt. 6 GwG) sowie die Pflichten bei Geldwäschereiverdacht (aArt. 9 GwG). Die aGwV- FINMA verfolgt einen risikoorientierten Ansatz, wie er durch internationale Standards vorgegeben wird (vgl. SCHWOB/COSANDEY, Erläuterungen zu den Massnahmen gegen die Geldwäs cherei [Ausgabe März 2013 ], in: Kommentar zum Bundesgesetz über die Banken und Sparkassen , 2015, Rz. 108 m.w.H.). Die aGwV-FINMA schreibt zusätzliche Abklärungs- und Kontrollpflichten nur bei Geschäftsbeziehungen und Transaktionen vor, welche ein erhöhtes Risiko für die Bank bilden. Damit werden entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers die Sorgfaltspflichten des GwG nicht mit der Verpflichtung zur Einführung eines Risikomanagements verknüpft, sondern es wird lediglich aArt. 6 GwG Rechnung getragen, wonach die Abklärungspflichten für die Finanzintermediäre bei erhöhten Risiken einer Geschäftsbeziehung bzw. einer Transaktion zunehmen. Gemäss der aGwV-FINMA bedürfen Geschäftsbeziehungen mit erhöhten Risiken mindestens der Gen ehmigung der Linienvorgesetzten (Art. 17 aGwV-FINMA), bei politisch exponierten Personen muss das oberste Ge- schäftsführungsorgan oder mindestens eines seiner Mitglieder über die Aufnahme von Geschäftsbeziehungen und alljährlich über deren Weiter- führung entscheiden, wobei Banken mit einem sehr umfangreichen Vermö- gensverwaltungsgeschäft und mehrstufigen hierarchischen Strukturen diese Verantwortung der Leitung einer Unternehmenseinheit übertragen können (Art. 18 Abs. 1 Bst. a und Abs. 2 aGwV-FINMA). Gleichermassen wie für Geschäftsbeziehungen mit erhöhten Risiken haben die Finanzinter- mediäre auch Kriterien zu entwickeln und in internen Weisungen festzuhal- ten, welche auf Transaktionen mit erhöhten Risiken hinweisen (Art. 13 i.V.m. Art. 24 Abs. 2 Bst. b aGwV-FINMA). Die Finanzintermediäre haben für eine wirksame Überwachung der Transaktionen zu sorgen, um sicher- zustellen, dass die erhöhten Risiken ermittelt werden (Art. 19 Abs. 1 aGwV- FINMA). Die aGwV-FINMA enthält einen nicht abschliessenden Katalog von Infor- mationen, welche ein Finanzintermediär je nach den Umständen bei Ge- schäftsbeziehungen mit erhöhten Risiken zusätzlich abzuklären hat, da- runter die Herkunft der eingebrachten Vermögenswerte, den Verwen- dungszweck abgezogener Vermögenswerte und die Hintergründe und die Plausibilität grösserer Zahlungseingänge (Art. 14 Abs. 2 Bst. b bis d aGwV- FINMA). Zentrales Element der zusätzlichen Abklärungen ist die Plausibi-B-7186/2018 Seite 66 lisierung (Art. 15 Abs. 2 aGwV-FINMA). Ein Finanzintermediär darf die ein- geholten Informatione n und Dokumente nicht unbesehen übernehmen, sondern hat diese kritisch auf ihre Aussagekraft und Plausibilität hin zu überprüfen. Insbesondere muss er sich dabei gewissenhaft überlegen, ob er von den erhaltenen Informationen und Erklärungen des Geschäftspart- ners überzeugt ist und hat dabei auch die übrigen vorhandenen Informa- tionen in seine Überlegungen einzubeziehen (vgl. BGE 136 IV 188 E. 6.3.1; Urteil des BGer 2A.91/2005 vom 9. Februar 2006 E. 7.3.1, in: EBK Bulletin 49/2006, S. 73., DE CAPITANI, a.a.O., Art. 6 N. 236 ff.). Die vom Finanzin- termediär anschliessend gestützt auf die getätigten Abklärungen gezoge- nen Schlüsse betreffend Plausibilität und Risikoeinschätzung sind wie die Abklärungen selbst zu dokumentieren, so dass sich fachkundige Dritte ein zuverlässiges Urteil über die Geschäftsbeziehungen bzw. die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen machen können (Art. 7 GwG sowie Art. 15 Abs. 2 und Art. 20 aGwV-FINMA). Bereits die EBK hat sich mit dem Ziel der zusätzlichen Abklärungen ausei- nandergesetzt. Demnach ist das Ziel der zusätzlichen Abklärungen, so viele Informationen wie nötig zu sammeln, um eine tragfähige Grundlage für eine Risikobeurteilung zu schaffen. Das Eingehen von Geschäftsbezie- hungen mit erhöhten Risiken ist nur dann angebracht, wenn der Finanzin- termediär die Risiken kennt und beurteilen kann und dabei zum Schluss kommt, dass die aufgrund der Abklärungen zu erwartenden Risiken verant- wortbar sind (vgl. EBK Bulletin 44/2003, S. 149). Wenn die Bank ein Ge- schäft bzw. die diesem zugr undeliegende Verträge nicht versteht, dann muss sie sich entweder zusätzlich informieren und dokumentieren lassen, oder sie muss auf ihre Beteiligung an der Abwicklung des Geschäftes ver- zichten (vgl. EBK Bulletin 44/2003, S. 149; FRIEDLI/EICHENBERGER, Praxis der Aufsichtskommission zur Sorgfaltspflicht der Banken für die Jahre 2011 bis 2016, SZW 2017 S. 23). Dabei ist immer zu beachten, dass die Banken keine Gelder entgegennehmen dürfen, von denen sie wissen oder anneh- men müssen, dass sie aus Korruption ode r aus dem Missbrauch öffentli- cher Vermögenswerte stammen könnten. Deshalb haben sie mit besonde- rer Aufmerksamkeit zu prüfen, ob sie direkt oder indirekt mit Personen mit bedeutenden öffentlichen Funktionen für einen ausländischen Staat oder mit Personen un d Gesellschaften, welche solchen Funktionsträgern er- kennbar nahestehen, Geschäftsbeziehungen aufnehmen wollen (vgl. EBK- Bulletin 41/2000, S. 21). B-7186/2018 Seite 67 Die aGwV-FINMA enthält, wie bereits erwähnt, auch Bestimmungen zur Meldepflicht gemäss aArt. 9 GwG: Hat ein F inanzintermediär keinen be- gründeten Verdacht auf Geldwäscherei oder Terrorismusfinanzierung, aber Wahrnehmungen gemacht, die darauf schliessen lassen, dass Vermögens- werte aus einem Verbrechen herrühren oder der Terrorismusfinanzierung dienen könnten, so kann er diese gestützt auf das Melderecht von Art. 305ter Abs. 2 des StGB der Meldestelle für Geldwäscherei melden (Art. 29 Abs. 1 aGwV-FINMA). Übt der Finanzintermediär bei zweifelhaften Geschäftsbeziehungen mit bedeutenden Vermögenswerten sein Melde- recht nicht aus, so dokumentiert er die Gründe (Art. 29 Abs. 2 aGwV - FINMA). Führt ein Finanzintermediär eine zweifelhafte Geschäftsbezie- hung weiter, so hat er sie genau zu überwachen und auf Anhaltspunkte für Geldwäscherei zu überprüfen (Art. 29 Abs. 3 aGwV-FINMA). Die Vorinstanz hat sich mit dem Erlass der hier relevanten und soeben er- wähnten Bestimmungen der aGwV-FINMA an die insbesondere durch aArt. 6 und 9 i.V.m. aArt. 17 GwG eingeräumten Befugnisse zur Konkreti- sierung der Abklärungspflichten der Finanzintermediäre gehalten. Mithin lässt sich sagen, dass sich die interessierenden Verordnungsbestimmun- gen an den weit gespannten formellgesetzlichen Rahmen halten und sich als durchaus zweck- und verhältnismässig sowie als im öffentlichen Inte- resse einer wirksamen Bekämpfung der Geldwäscherei liegend erweisen. Konkretes Verhalten der B._______ im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Verletzung von aArt. 6 GwG 5.2 Erhöhte Risiken der betroffenen Geschäftsbeziehungen und Transaktionen 5.2.1 Die Geschäftsbeziehungen der Bank mit den SWF -Kunden und C._______ waren mit erhöhten Risiken verbunden. Dies zeigt sich zum ei- nen in der Risikoeinstufung der Bank selber, welche die betroffenen Ge- schäftsbeziehungen (zumindest nachträglich) als DD3/AP 3-Beziehungen klassifizierte. Zum anderen ergab sich das erhöhte Risiko der Geschäfts- beziehungen auch unabhängig von der Risikoklassifizierung der Bank aus verschiedenen Sachverhaltselementen. So war die Involvierung von poli- tisch exponierten Personen, von Staatsf onds und von Offshore -Gesell-B-7186/2018 Seite 68 schaften bemerkenswert, aber auch die Höhe der geplanten bzw. tatsäch- lich durchgeführten Transaktionen sprach für Geschäftsbeziehungen mit erhöhten Risiken. Geschäftsbeziehungen mit erhöhten Risiken gingen, wie bereits erwähnt, mit zusätzlichen Abklärungspflichten gemäss Art. 14 Abs. 2 aGwV-FINMA einher. Dies betraf beispielsweise den Verwendungszweck abgezogener Vermögenswerte und die Hintergründe sowie die Plausibilität grösserer Zahlungseingänge. Dabei stand die Plausibilisierung gemäss Art. 15 Abs. 2 aGwV-FINMA im Vordergrund. Auch die AML-Weisung der Bank hielt hin- sichtlich der Eröffnung der PEP- und DD3/AP3-Beziehungen fest, dass im Rahmen des geldwäschereirechtlichen Sorgfaltspflichtprozesses das KYC-Profil um objektive und unabhängige Informationen zu erweitern und die entsprechende Plausibilität von der in der Schweiz lokalisierten Com- pliance-Einheit KYC-Risk/CCC zu verifizieren sei. Betreffend die Geschäftsbeziehungen der Bank mit E._______ und F._______ ist auf folgende Besonderheit hinzuweisen. Die Geschäftsbe- ziehungen der Bank mit E._______ und F._______ wurden am 18. Novem- ber 2011 eröffnet, jedoch erst nachträglich im Jahr 2012 in die höchste Ri- sikokategorie mit DD3/AP3-Status hochgestuft. Die Zuständigkeit für die Aufnahme von bis Ende 2011 eröffneten Geschäftsbeziehungen mit DD3/AP3-Status lag gemäss der bis zum 30. Dezember 2011 gültigen Ver- sion der AML-Weisung beim "Executive Board". Die bis zum 30. Dezember 2011 gültige AML -Weisung hielt Folgendes fest (vgl. Vorakten: 3 p. 14 Ziff. 5.5): "Relationships that are assigned to a higher -risk category must be brought into compliance with requirements within 90 days from the date of this change […]". Eine ähnliche Regelung fehlte in der ab dem 30. Dezember 2011 gültigen Version der AML-Weisung. Es ist jedoch naheliegend und nicht zu bean- standen, dass die Vorinstanz auch für die erst nachträglich auf DD3/AP3 hochgestuften Geschäftsbeziehungen mit E._______ und F._______ ab dem Zeitpunkt der Höhers tufung von der Einhaltung der entsprechenden Regeln für Geschäftsbeziehungen mit erhöhten Risiken ausging (vgl. E. 5.6.2.1). B-7186/2018 Seite 69 Verhalten der B._______ hinsichtlich der strukturierten Treuhandlösung 5.2.2 Entgegen der vom Beschwerdeführer geäusserten Ansicht durfte die Bank nicht von der Rechtmässigkeit aller mit der strukturierten Treuhand- lösung zusammenhängenden Vorgängen ausgehen, weil die Strukturie- rung der Treuhandlösung von P ._______ stammte. Für die Vorgänge, an welchen die Bank selber beteiligt war, hatte sie für die Einhaltung der re- gulatorischen Vorgaben zu sorgen. Dies galt u.a., weil die Transaktionen im Zusammenhang mit der strukturieren Treuhandlösung aufgrund der be- trächtlichen Summen ( namentlich mindestens 455 Mio. USD vom Konto von H._______, rund 1.7 Mrd. USD vom Konto von I._______ und rund 1.065 Mrd . USD vom Konto von E._______) und der Involvierung von Schuldnergesellschaften in Offsh ore-Destinationen ungewöhnlich waren und die Rechtmässigkeit schon alleine der Komplexität wegen nich t ohne weiteres zu erkennen war. Insbesondere liess die angeblich bewusste Trennung von Investor und Asset Raum für Unregelmässigkeiten und brachte entgegen dem Beschwerdeführer nicht nur zum Ausdruck , dass die Staatsfonds ihre Anlagestrategie und/oder ihre Investitionen nicht of- fenlegen wollten. Diese bewusst angestrebte Trennung zwischen Investor und Asset betonte nämlich die Undurchsichtigkeit der strukturierten Treu- handlösung, was auch für die Bank selber erkennbar war. Es lagen im Zu- sammenhang mit den Transaktionen in die strukturierte Treuhandlösung zwar verschiedene Vertragsdokumente vor, die Bank durfte jedoch auf- grund der fehlenden Erkennbarkeit der Rechtmässigkeit nicht auf vertiefte Abklärungen verzichten, z.B. hinsichtlich der Frage, ob die Investments in die strukturierte Treuhandlösung tatsächlich existent und werthaltig waren. Die Bank hätte durch vertiefte Abklärungen ausschliessen müssen, dass die Verträge lediglich einen legiti men Anschein vermittelten . A uf diese Weise hätte die Bank das Geschäftsgebaren der SWF -Kunden nachvoll- ziehen können müssen. Mit anderen Worte reichte es nicht aus, dass die Bank die Plausibilisierung der strukturierten Treuhandlösung auf die Invol- vierung v on P ._______ und das Vorliegen von Verträgen reduziert hat , ohne dass weitere Abklärungen dokumentiert vorlagen. Die B._______ setzte sich trotz der hohen Risiken im Zusammenhang mit der strukturierten Treuhandlösung nicht vertieft mit dem Konstrukt ausei- nander, obwohl sie mit der Eröffnung des Kontos von J._______ als Anla- gefonds-Konto tief in die Strukturierung der Treuhandlösung einbezogen wurde. Es fehlte insbesondere ganz generell an einer dokumentierten Aus- einandersetzung über die wirtschaftliche Plausibilität des Konstrukts bzw. B-7186/2018 Seite 70 der Strukturierung. Die Bank ging, wie bereits erwähnt, der Frage nicht nach, ob es wirtschaftlich Sinn machte und plausibel war, dass mit der strukturierten Treuhandlösung eine Trennung von Investor und Asset an- gestrebt wurde und inwieweit damit die blosse Verschleierung staatlichen Vermögens angestrebt werden sollte. Erschwerend kam hinzu, dass die B._______ wusste, dass der Anlagefonds als Durchlaufgefäss fungierte und keine kollektive Kapitalanlage vorlag bzw. nicht ein Portfolio-Manager die Investmententscheide traf, sondern der SWF-Kunde selber die Schuld- nergesellschaften und die "Underlying lnvestments" aussuchte. Die Bank hätte also Erklärungen dokumentieren müssen, weshalb in der strukturier- ten Treuhandlösung die Entscheidungen von der SWF-Kundschaft ausgin- gen und weshalb der betroffene Offshore -Anlagefonds nur als reines Durchlaufgefäss fungierte. Der von der Bank in dieser Hinsicht einzig do- kumentierte Hinweis, dass die Struktur eine Trennung von Investor und As- sest bezwecke, liess in Bezug auf die involvierten T ransaktionen einen Handlungsbedarf und vertiefte Abklärungen nicht als unnötig erscheinen. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers trifft es geldwäschereirecht- lich nicht zu, dass nur Abklärungen hinsichtlich der Frage notwendig sind, ob die Gelder (nicht) aus verbrecherischer Herkunft stammten und es irre- levant sei, wohin sie flössen. Zu einer Gesamtwürdigung einer Geschäfts- beziehung und einer gemäss der aGwV -FINMA im Zentrum stehenden Plausibilisierung gehört auch die Berücksichtigung der Destination abflies- sender Gelder. Dies gilt vorliegend umso mehr, weil Geschäftsbeziehun- gen mit erhöhten Risiken betroffen sind, für die gemäss Art. 14 Abs. 2 Bst. c aGwV-FINMA ohnehin der Verwendungszweck der abgezogenen Vermö- genswerte abzuklären ist (vgl. E. 5.1). Na ch dem Gesagten hat die Bank insgesamt die Plausibilitätsprüfung im Zusammenhang mit den Vorgängen rund um die strukturierte Treuhandlösung ungenügend vorgenommen und damit die Abklärungspflichten gemäss aArt. 6 GwG verletzt. Verhalten der B._______ im Zusammenhang mit den einzelnen Geschäftsbeziehungen 5.2.3 C._______ 5.2.3.1 Ungewöhnlich an der Kontoeröffnung von C._______ war, dass die Kontoeröffnungsunterlagen einen am 16. November 2010 erstellten exter- nen Report über C._______ enthielten, der sich kritisch über C._______ äusserte, der angeblich den Zuschlag für ein Entwicklungsprojekt aufgrund B-7186/2018 Seite 71 einer hohen Erleichterungszahlung erhalten habe. In diesem Zusammen- hang ist auch zu erwähnen, dass die Bank bereits früher eine andere Ge- schäftsbeziehung unter anderem mit der Berufung auf die verdächtige Rolle von C._______ verweigert hatte. Auch wenn C._______ damals nicht auf eine "schwarze Liste" gesetzt worden war, war der Bank bzw. dem Be- schwerdeführer bekannt, dass die Involvierung von C._______ zumindest früher nicht unproblematisch war. Diese zumindest in einem früheren Zeit- punkt nicht unproblematische Rolle von C._______ und der erwähnte ex- terne Report über C._______ sprachen dafür, dass nicht leichthin von der Rechtmässigkeit der Geschäftsbeziehung mit C._______ ausgegangen werden konnte und zukünftige mit ihm verbundene Geschäftsbeziehungen eine vertiefte Abklärung bedurft hätten, insbesondere auch, um hinsichtlich der involvierten Gelder eine mögliche Korruption auszuschliessen (vgl. auch E. 2.1 betreffend das Prinzipienpapier "Combating against Money Laundering and Terrorism Financing" der B._______ vom 22. Dezember 2011). Insgesamt zog die Bank die über C._______ bereits vorhandenen Informationen nicht ausreichend in ihre Abklärungen ein bzw. nahm diese nicht zum Anlass, vertiefte Abklärungen vorzunehmen. Erschwerend kam hinzu, dass eines der von C._______ 2012 in Lugano eröffneten drei Konten gemäss den Eröffnungsunterlagen den Zweck hatte, 4.5 Mio. USD von E._______ zu empfangen. Allerdings war eine sol- che Zahlung nicht mit dem angedachten Verwendungszweck des entspre- chenden Kontos von E._______ in Übereinstimmung zu bringen, das eine solche Zahlung nicht vorsah. Zudem wurde die genannte Zahlung von 4.5 Mio. USD mit einem Aktienkaufvertrag zwischen dem SWF-Kunden und einer Gesellschaft, deren wirtschaftlich Berechtigter C._______ war, be- gründet. Auf Basis desselben Vertrags hatte E._______ allerdings bereits im Dezember 2011 15 Mio. USD auf ein Konto einer anderen Gesellschaft überwiesen. Trotz der Ungewöhnlichkeit und der nicht zu erkennenden Rechtmässigkeit der Transaktion von 4.5 Mio. USD von E._______ an C._______ prüfte die Bank die Überweisung nicht auf ihre Plausibilität. Es waren keine Abklärungen ergangen, welche wirtschaftlichen Hintergründe dazu geführt haben, dass zwei unterschiedliche Zahlungen auf Basis des- selben Vertrags ausgelöst wurden. Die B._______ war in diesem Zusam- menhang der Frage nach dem Verwendungszweck der an C._______ überwiesenen Gelder nicht nachgegangen. Dass die Bank drei Jahre spä- ter C._______ hinsichtlich der an ihn überwiesenen 4.5 Mio. USD um Er- klärungen bat, zeigt ebenfalls, dass die 2012 getätigten Abklärungen der Bank ungenügend waren und die Rechtmässigkeit der Transaktion auch für die Bank selber nicht zu erkennen war. Dies bestätigte sich auch B-7186/2018 Seite 72 dadurch, dass der entsprechende GwG-Alert erst drei Jahre nach den er- wähnten Vorgängen definitiv geschlossen wurde. Zusammenfassend hat die Bank hinsichtlich der genannten Überweisung von 4.5 Mio. USD ihre Abklärungspflichten gemäss aArt. 6 GwG verletzt. E._______ und F._______ 5.2.3.2 Im Rahmen der Geschäftsbeziehungen mit E._______ und F._______ hätte gemäss den beiden KYC-Gesellschaftsprofilen in ein "pre IPO" investiert werden sollen. Betreffend das Konto von F._______ waren Investitionen von insgesamt 120 Mio. USD vorgesehen, wobei die Mittel nach erfolgtem IPO im Mai 2012 wieder auf das Konto von F._______ hät- ten zurückfliessen sollen. Im Rahmen der Geschäftsbeziehung mit E._______ hätten 200 Mio. USD in ein "pre IPO" investiert und zusätzlich 100 Mio. USD in kotierte Aktien angelegt werden sollen. Trotz der gemäss den KYC-Gesellschaftsprofilen zu erwartenden hohen Beträge der vorge- sehenen Transaktionen und der Involvierung von Staatsfonds fand keine vertiefte Prüfung des Kontoeröffnungszwecks statt. Die Abklärungen der wirtschaftlichen Hintergründe beschränkt e sich im Zuge der Kontoeröff- nung vornehmlich auf die Feststellung, dass in Projekte und Unternehmun- gen im Energiesek tor investiert werden sollte. Eine solche Erklärung reichte aber nicht aus, dass die Bank die Geschäftsbeziehung en bzw. die betreffenden Transaktionen vollständig hätte verstehen können und auf- grund einer klar erkennbaren Rechtmässigkeit auf weitere Abklärungen hätte verzichten können. Erschwerend kam hinzu, dass das IPO gleich wie die gemäss den KYC-Gesellschaftsprofilen von E._______ und F._______ zu erwartenden Transaktionen gar nicht stattfanden. Es waren in der Folge trotzdem keine Abklärungen vorhanden, ob und weshalb stattdessen zwi- schen Dezember 2011 und April 2014 für E._______ Transaktionen in Höhe von insgesamt rund 1.065 Mrd. USD im Rahmen der strukturierten Treuhandlösung vorgenommen wurden. Die Bank hätte sich aufgrund der Ungewöhnlichkeit und der fehlenden Erkennbarkeit der Rechtmässigkeit dieser stattdessen durchgeführten Transaktionen mit der Frage auseinan- dersetzen müssen, weshalb die tatsächlich getätigten Transaktionen so- wohl im Zweck als auch in der Höhe derart deutlich von den Erwartungen gemäss dem KYC-Gesellschaftsprofil abwich. Für die Bank war dement- sprechend nicht klar, aufgrund welche r wirtschaftlicher Überlegungen die geplanten Transaktionen nicht stattfanden bzw. ganz andere Transaktio- nen in einem deutlich höheren Volumen durchgeführt wurden. Nach dem Gesagten konnte die Bank die Geschäftsbeziehungen mit E._______ und B-7186/2018 Seite 73 F._______ bzw. deren Transaktionen nicht verstanden haben, womit sie aArt. 6 GwG verletzt hat. H._______ 5.2.3.3 Bevor das Konto von H._______ eröffnet wurde, war der Bank be- kannt, dass die einzubringenden Vermögenswerte aus dem Erlös einer An- leiheemission einer K._______-Tochtergesellschaft im Zusammenhang mit der geplanten Akquisition eines Energieindustrieunternehmens stammen würden. Der Zahlungseingang am 22. Mai 2012 von 577 Mio. USD auf dem Konto von H._______ löste sodann einen GwG-Alert aus. Dieser wurde am 25. Mai 2012 insbesondere mit Verweis auf eine Zusammenarbeitsverein- barung vom 21. Mai 2012 zwischen H._______ und einer K._______-Toch- tergesellschaft, der eine solche Zahlung vorsah, geschlossen. Es handelte sich gemäss der Zusammenarbeitsvereinbarung um rund einen Drittel des Erlöses der Anleiheemission der K._______-Tochtergesellschaft, welcher der H._______ für ihre "credit enhancing and underwriting contribution" ausbezahlt wurde. Die Bank ging nach dem Zahlungseing ang der Frage allerdings nicht nach, inwiefer n die Zahlung der 577 Mio. USD an H._______ hinsichtlich der Grössenordnung plausibel war. Zudem blieb die Herkunft der eingebrachten Vermögenswerte insofern offen, als nicht ab- geklärt wurde, weshalb die entsprechenden Emissionsdokumente der An- leiheemission der K._______-Tochtergesellschaft, insbesondere das Of- fering Circular, weder Hinweise auf die Zusammenar beitsvereinbarung noch eine Zahlung in Höhe von 577 Mio. USD oder die Empfängerin H._______ enthielten. Die Hintergründe, beispielweise auch der Verwen- dungszweck der auf das Konto von H._______ überwiesenen Gelder, wur- den insgesamt nicht hinterfragt, obwohl die Geschäftsbeziehung mit H._______, wie schon erwähnt, mit erhöhten Risiken verbunden war. Die Rechtmässigkeit bedurfte allein schon aufgrund der Höhe des unge- wöhnlichen Zahlungseingangs von 577 Mio. USD auf dem Konto von H._______ einer Plausibilisierung, weil die K._______-Tochtergesellschaft als emittierende Gesellschaft die Gelder der Anleiheemission "für generelle wirtschaftliche Zwecke" verwenden durfte . Insbesondere war diese An- gabe, wonach die K._______-Tochtergesellschaft die Gelder der Anlei- heemission "für generelle wirtschaftliche Zwecke" verwenden durfte, keine Rechtfertigung für die sehr grossvolumige Zahlung an H._______ bzw. plausibilisierte diese in keiner Weise . Unklar blieb ferner die Rolle der M._______, welche gemäss der genannten Zusammenarbeitsvereinba- rung aufgrund der Intervention von H._______ die zu Grunde liegende An- leiheemission garantier te, womit das Kredit -Rating des Garantiegebers , B-7186/2018 Seite 74 was der Beschwerdeführer betont, auf die Emission angewandt werd en konnte. Die Bank blieb mangels Abklärungen jedoch im Dunkeln, welche Rolle der M._______ in Zusammenhang mit der Geschäf tsbeziehung zu H._______ hatte bzw. weshalb sie die Garantie abgab. Nach dem Gesag- ten wurde die Transaktion insgesamt nicht nachvollziehbar plausibilisiert. Am 19. Oktober 2012 erfolgte im Zusammenhang mit einer zweiten Anlei- heemission einer K._______-Tochtergesellschaft auf Basis einer zweiten Zusammenarbeitsvereinbarung vom 19. Oktober 2012 eine zweite gross- volumige Zahlung von 790 Mio. USD auf das Konto von H._______. Be- merkenswert war neben der Höhe des Zahlungseingangs, dass der Bank kaum Zeit blieb, den Zahlungseingang aufgrund der zweiten Zusammen- arbeitsvereinbarung vom 19. Oktober 2012, welche vom gleichen Tag wie die Zahlung selber datierte, vertieft abzuklären. Das Verständnis der Bank für das Geschäftsgebaren des SWF-Kunden konnte demnach bereits auf- grund der zeitlichen Abläufe kaum vollständig sein. Dies bestätigt sich auch dadurch, weil keine weiteren Abklärungen dokumentiert sind, welche auf ein genügendes Verständnis der Bank hindeuteten. In der Folge überwies die Bank vom Konto von H._______ von diesen Geldern, die aus den bei- den Anleiheemissionen über 577 Mio. USD und 790 Mio. USD her stamm- ten, von Juni bis Dezember 2012 insgesamt 238 Mio. USD auf das B._______-Konto von U._______, an welchem der Stiefsohn des malaysi- schen Premierministers wirtschaftlich berechtigt war. Davon wurden am 20. Juni 2012 41 Mio. USD auf das Konto von D._______, einem Mitarbei- ter von C._______, bei einer Drittbank, überwiesen. Der Durchlauf von Gel- dern an D._______, der mit C._______ verbunden war, musste aufgrund der Klassifizierung von C._______ als PEP, der Involvierung von Staats- fonds und der hohen Beträge als Transaktion mit erhöhten Risiken betrach- tet werden. Trotzdem waren keine zusätzlichen Abklärungen der Bank do- kumentiert, welche mögliche damit zusammenhängende Korruptions- und Geldwäschereirisiken ausgeräumt hätten. So wurde beispielsweise die Teilzahlung von 133 Mio. USD an U._______ vom 14. Juni 2012, welche mit einem Darlehensvertrag für eine Filmproduktion begründet wurde, ohne weitere Abklärungen akzeptiert. Es fanden keine weiteren Nachfor- schungen statt bzw. keine weiteren Informationen wurden eingeholt (vgl. Vorakten: 1 p. 3891 f., 4548-1, 6274; 3 p. 1281 ff.). Gerade bei grossvolu- migen Transaktionen und bei Geschäften wie Investitionen in eine Filmpro- duktion, deren Zusammenhang zum Geschäftsgebaren des Kunden nicht eindeutig erkennbar war, hätte die Bank die wirtschaftlichen Hintergründe mit Hilfe zusätzlicher Abklärungen dokumentieren müssen. B-7186/2018 Seite 75 H._______ überwies zudem am 25. Mai 2012 und am 23. Juli 2012 weitere Mittel in der Höhe von 428 Mio. USD auf der Grundlage der bereits erwähn- ten Mudharabah-Verträgen an R._______. Diese Zahlungen erfolgten ohne ersichtlichen Investitionszweck und ohne Abklärungen über R._______ oder die wirtschaftlich Berechtigten. Trotz der hohen Summe und der zweifelhaften Herkunft der involvierten Gelder , wurden von der Bank keine zusätzlichen Abklärungen betreffend den Verwendungszweck getroffen. Danach erfolgten bis Dezember 2012 vom Konto von H._______ weitere Zahlungen im Umfang von rund 209 Mio. USD an R._______, wo- bei teilweise keine Verträge vorlagen und solche erst nachgereicht wurden. In Anbetracht der beträchtlichen Summen hätte die Bank ihre Abklärungen nicht darauf beschränken dürfen, bloss die Verträge entgegenzunehmen, zumal gewisse Vertr äge sogar erst nach Durchführung der Transaktion nachgereicht wurden und der Verwendungszweck unklar blieb. Die Bank hätte die eingereichten Verträge plausibilisieren müssen, indem sie für die erklärungsbedürftigen oder unklaren Elemente (gemäss der Vorinstanz z.B. Sinn und Zweck von Durchlauftransaktionen, Einsatz von Offshore - Gesellschaften und Umgehen von na heliegenden Transaktion) Begrün- dungen eingeholt hätte. Insgesamt hätte die Bank in der Lage sein müssen, die Geschäftsbezie- hung mit H._______ bzw. die Transaktionen zu verstehen, um die geldwä- schereirechtlichen Vorgaben einhalten zu können. Im Zusammenhang mit dem Geschäftsgebaren von H._______ konnte aufgrund der ungenügen- den Abklärungen nicht von einem solchen Verständnis der Bank ausge- gangen werden, weshalb sie die Abklärungspflichten gemäss aArt. 6 GwG verletzt hat. I._______ und J._______ 5.2.3.4 Im Vorfeld einer dritten Anleiheemission nahm die Bank Geschäfts- beziehungen mit I._______ und J._______ auf. Die Rechtmässigkeit der genannten SWF-Konten hätte für die Bank schon deshalb fraglich sein müssen, da sie mit widersprüchlichen Zweckbegründungen eröffnet wur- den. Es bestand ein Widerspruch darin, dass der Eröffnungszweck des Kontos von I._______ eine Zahlung in ein Joint-Venture vorsah und die Bank auch ein Konto für ein solches Joint-Venture eröffnete. Hingegen im- plizierten die Kontoeröffnungsunterlagen von J._______, dass I._______ keine Zahlung in ein Joint-Venture vornehmen würde, sondern direkt Zah- lungen in die strukturierte Treuhandlösung, wozu auch das Konto von J._______ gehörte, tätigen würde. In der Folge kam das besagte Joint- Venture nicht zustande. Trotzdem waren nicht nur keine Abklärungen der B-7186/2018 Seite 76 Bank vorhanden, die sich mit den widersprüchlichen Angaben in den Kon- toeröffnungsunterlagen von I._______ und J._______ befassten, sondern es waren auch keine Dokumente ersichtlich, die sich mit den Auswirkungen der veränderten Ausgangslage aufgrund des Nicht-Zustandekommens des besagten Joint-Ventures auseinandersetzten. Vom Erlös der dritten Anleiheemission flossen sodann vom Konto von I._______ über das Konto von J._______ insgesamt 640 Mio. USD auf der Basis verschiedener Verträge über "Promissory Notes " an "V._______" und " W._______". Auch im Zusammenhang mit diesen Transaktionen klärte die Bank nicht ab, wie der Widerspruch mit dem in den Kontoeröff- nungsunterlagen von I._______ angegebenen Zweck, der Investition in ein Joint-Venture, hätte plausibilisiert werden können. Es blieb unklar, weshalb neue Verträge über "Promissory Notes " betreffend die Zahlungen an " V._______" und " W._______" vorlagen, obwohl kurz zuvor gemäss dem Kontozweck eine Investition in das erwähnte Joint -Venture vorgesehen war. Zudem ging aus den "Promissory Notes " mit " V._______" und " W._______" kein Investitionszweck hervor. Aufgrund der Kontoeröffnungsunterlagen war ferner ersichtlich , dass D._______, der Mitarbeiter von C._______, eine entscheidende Rolle bei den Investments von J._______ zukommen sollte, was die Korruptionsrisi- ken aufgrund der neuerlichen Verflechtung von C._______ mit dem SWF- Geschäft der Bank akzentuierte. Die Bank hat aus dieser Konstellation her- aus trotzdem keinen zusätzlichen Handlungsbedarf abgeleitet und keine weitergehenden Abklärungen eingeleitet. Hinsichtlich der Zahlungseingänge zwischen November 2013 und Dezem- ber 2014 von 1.426 Mrd. USD vom Konto von G._______ auf das Konto von I._______ fehlten Verträge zwischen den genannten Parteien zur Be- gründung der Überweisungen. Eine Plausibilisierung dieser Transaktionen erfolgte trotz des beträchtlichen Volumens von Seiten der Bank nicht, ob- wohl G._______ im Frühling/Sommer 2014 Gegenstand negativer Bericht- erstattung war. Die Zahlung von I._______ an wohltätige Organisationen über insgesamt 205 Mio. USD war ebenfalls ungewöhnlich und die Rechtmässigkeit auch nicht ohne weiteres erkennbar, da sie im Widerspruch zum angegebenen Kontozweck stand und sich wohltätige Spendentätigkeit üblicherweise nicht über den Kapitalmarkt refinanzieren lassen. Trotzdem verzichtete die Bank auf zusätzliche Abklärungen und schloss den entsprechenden GwG-B-7186/2018 Seite 77 Alert. Am 16. Jul i 2015 erstatte te die Bank eine Meldung an die MROS, nachdem negative Presseberichte betreffend die Gelder aus diesen wohl- tätigen Organisationen publiziert worden waren. Auch diese Meldung, wel- che letztendlich am 16. Juli 2015 erfolgte, deutete darauf hin , dass die Bank aufgrund ihrer 2013 vorgenommenen Abklärungen die Rechtmässig- keit der betroffenen Transaktionen von 205 Mio. USD nicht hat plausibili- sieren können. Die Bank hat nach dem Gesagten ihre Abklärungspflichten gemäss aArt. 6 GwG auch im Zusammenhang mit den Geschäftsbeziehungen mit I._______ und J._______ verletzt. G._______ 5.2.3.5 Im Zusammenhang mit der Geschäftsbeziehung mit G._______ ist auf die folgende Ungewöhnlichkeit hinzuweisen: Als Kontozweck wurde in der Technical Notice vom 10. September 2012 angegeben, dass K._______ eine 100%ige Tochtergesellschaft zu einem Preis von rund 2.2 Mrd. USD veräussere und den entsprechenden Erlös in Anlagefonds rein- vestiere. Eine der K ontoeröffnungsunterlagen beigelegte Grafik zeigte je- doch eine Investitionsstruktur mit der Beteiligung von sechs auf den Ca- yman Islands domizilierten Sub-Anlagefonds, um letztendlich in einer BVI- Gesellschaft wieder vereint zu werden, welche 100 % der Anteile an just derjenigen K._______-Tochtergesellschaft halten sollte, deren Veräusse- rungserlös gemäss dem angeblichen Kontozweck angelegt werden sollte. Damit stand die vorgeschlagene Investitionsstruktur zum einen im Wider- spruch zum Kontozweck, was die Bank hätte bemerken und entsprechend plausibilisieren müssen. Ohne vertiefte Abklärungen von Seiten der Bank durfte sie hinsichtlich der vorgeschlagenen Investitionsstruktur zudem nicht von vornherein von einem plausiblen Konstrukt ausgehen, da, wie bereits erwähnt, sechs auf den Cayman Islands domizilierte Sub-Anlagefonds und eine BVI-Gesellschaft beteiligt waren, die 100% der Anteile an derjenigen K._______-Tochtergesellschaft halten sollte, deren Veräusserungserlös reinvestiert werden sollte. Die Bank hätte sich also sowohl über die Her- kunft als auch die Verwendung der Vermögenswerte Rechenschaft geben sollen, zumal in der Technical Notice bereits auf negative Informationen im Zusammenhang mit G._______ verwiesen wurde. Namentlich wurden mögliche Ungereimtheiten im Rahmen der Geschäfte von K._______ mit O._______ bzw. ein "Ponzi scheme" erwähnt, welches der eigentliche Ge- genstand der G._______-Strukturierung war, von der Bank im Rahmen ei- ner Plausibilitätsprüfung aber nicht einer Risikoanalyse unterzogen wurde. Im Gegenteil gab KYC-Risk/CCC eine positive Einschätzung betreffend die B-7186/2018 Seite 78 Eröffnung der Geschäftsbeziehung mit G._______ ab und verwies un ter anderem auf vom Beschwerdeführer gesetzte Bedingungen. Trotz dem fehlenden Verständnis der Geschäftsbeziehung mit G._______ bzw. der damit verbundenen Transaktionen hat die Bank das entspre- chende Konto eröffnet, womit sie die Abklärungspflichten gemäss aArt. 6 GwG verletzt hat. Würdigung des Verhaltens der B._______ im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Verletzung von aArt. 6 GwG (Abklärungspflicht) 5.3 Zusammenfassend waren die SWF/C._______-Geschäftsbeziehun- gen der Bank und die damit zusammenhängenden und geplanten Trans- aktionen mit erhöhten Risiken verbunden. Dies galt unter anderem des- halb, weil es sich um komplizierte, ungewöhnliche und aufgrund der Grös- senordnung wirtschaftlich bedeutsame Geschäfte handelte. Zudem waren beträchtliche öffentliche Vermögenswerte involviert, zum Teil fehlten Kon- toeröffnungsunterlagen oder enthielten widersprüchliche Informationen und die geplanten und durchgeführten Transaktionen waren ungewöhnlich, da sie ausser der im Rahmen der strukturierten Treuhandlösung bewusst angestrebten Trennung zwischen Investor und Asset oft keinen erkennba- ren Zweck hatten. Ferner war auch problematisch, dass trotz der bekann- ten Korruptionsgerüchte innerhalb der B._______ zwischen den SWF-Kun- den und C._______ eine Verbindung bestand und sogar eine Zahlung statt- fand. Über weite Strecken verzichtete die Bank trotzdem auf vertiefte Ab- klärungen und plausibilisierte die SWF/C._______-Geschäftsbeziehungen und die damit zusammenhängenden Transaktionen nicht. Insgesamt hielt die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung also zu Recht fest, dass keine tragfähige Grundlage für die Beurteilung von Art und Zweck der SWF/C._______-Geschäftsbeziehungen bestanden hat und de- ren wirtschaftlichen Hintergrund unklar gewesen ist. Dies gilt insbesondere deshalb, weil jeweils Eingänge von Vermögenswerten in dreistelliger Milli- onenhöhe bzw. in Milliardenhöhe erwartet wurden. I nsbesondere in den Fällen, in welchen eingegangene Gelder in hohen Summen kurz nach dem Eingang weitergeleitet werden sollten, hätte die Bank nachvollziehen kön- nen müssen, weshalb ihre Konten zum Durchlauf von Vermögenswerten verwendet wurden. Die Bank hätte mit vertieften Abklärungen prüfen müs- sen, ob und inwiefern die Durchlauftransaktionen wirtschaftlich plausibel waren. Auch hätte die Bank Anlass gehabt, die Herkunft der eingebrachten Vermögenswerte und den Verwendungszweck der abgezogenen Gelder B-7186/2018 Seite 79 abzuklären, da die SWF -Konten schon alleine aufgrund der hohen Sum- men und der unvollständigen bzw. zum Teil widersprüchlichen Angaben un- gewöhnlich gewesen waren und die Rechtmässigkeit nicht erkennbar war. Insgesamt ist der Vorwurf der Vorinstanz, dass die Bank im Zusammen- hang mit den SWF/ C._______-Geschäftsbeziehungen die Abklärungs- pflichten gemäss aArt. 6 GwG verletzt hat, nicht zu beanstanden. Konkretes Verhalten der B._______ im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Verletzung von aArt. 9 GwG (Meldepflicht) 5.4 Wie bereits erwähnt, steht die Meldepflicht gemäss aArt. 9 GwG in ei- nem engen Zusammenhang mit der Abklärungspflicht gemäss aArt. 6 GwG. Vereinfacht bestand der Zusammenhang im konkreten Fall auf der einen Seite darin, dass die Bank mit der Unterlassung von Abklärungen begründete Verdachtsmomente gemäss aArt. 9 GwG ignorierte . Auf der anderen Seite ging mit den nicht entkräfteten begründeten Verdachtsmo- menten eine mangelnde Abklärung gemäss aArt. 6 GwG einher. Im vorliegenden Fall war gegenständlich, dass verschiedene der zuvor be- schriebenen Sachverhaltselemente objektiv Anhaltspunkte darstellten, die auf eine verbrecherische Herkunft der involvier ten Vermögenswerte hin- deuteten. Verdächtig war insbesondere, dass die Geschäftsbeziehungen und die dazugehörenden Transaktionen nicht den im Rahmen der Konto- eröffnungen angegebenen Zwecken entsprachen und in der Höhe zum Teil völlig unerwartet waren. Diese Diskrepanz liess ohne ausreichende Abklä- rungen Raum dafür, dass die eingebrachten Vermögenswerte, selbst wenn die Abklärungen im Rahmen der jeweiligen Kontoeröffnung ausreichend gewesen wäre n, zumindest im Mehrbetrag aus einer verbrecherischen Quelle hätten stammen können. So fanden beispielsweise die gemäss den KYC-Gesellschaftsprofilen von E._______ und F._______ zu erwartenden Transaktionen im Umfang von 320 Mio. USD in ein "pre IPO" und der Kauf von kotierten Aktien über 100 Mio. USD nicht statt, sondern stattdessen wurden bis April 2014 rund 1.065 Mrd. USD im Rahmen der strukturierten Treuhandlösung investiert. Aufgrund der unterbliebenen Plausibilisierung der Transaktionen im Rahmen der strukturierten Treuhandlösung und we- gen der Abweichung zum KYC -Profil der Kunden, konnte n der Bank die wirtschaftlichen Hintergründe der Transaktionen nicht bekannt sein, insbe- sondere auch, was die markante Abweichung betreffend die Höhe der Transaktionen betraf. B-7186/2018 Seite 80 Auffällig waren die Zahlungseingänge am 22. Mai 2012 und am 19. Okto- ber 2012 von 577 Mio. USD bzw. 790 Mio. USD auf dem Konto von H._______. Vor der Kontoeröffnung des Kontos von H._______ war der Bank zwar bekannt, dass die einzubringenden Vermögenswerte aus dem Erlös einer Anleiheemission einer K._______-Tochtergesellschaft im Zu- sammenhang mit der geplanten Akquisition eines Energieindustrieu nter- nehmens stammen würden. Jedoch blieb offen, wieso die entsprechenden Emissionsdokumente, insbesondere das Offering Circular, keinen Hinweis auf diese Zahlung an H._______ enthielten. Insoweit hätte die Bank von der Möglichkeit ausgehen müssen, dass die Vermögenswerte nicht eine legitime Herkunft haben könnten. Die Bank hätte diesen Verdacht entkräf- ten oder eine Meldung an die MROS erstatten müssen, zumal bereits schwache Verdachtsmomente für eine Meldung an die MROS genügten (vgl. E. 5.1). Eine besondere Aufmerksamkeit von Seiten der Bank hätte die Involvie- rung von C._______ hervorrufen müssen. Zum einen weil bereits einmal aufgrund der Involvierung von C._______ eine Geschäftsbeziehung von der Bank abgelehnt wurde. Zum anderen wäre eine erhöhte Sorgfalt auch deshalb notwendig gewesen, weil ein externer Report in den Kontoeröff- nungsunterlagen festhielt, dass C._______ möglicherweise den Zuschlag für ein Entwicklungsprojekt aufgrund einer hohen Erleichterungs-Zahlung an die Familie des malaysischen Premierministers erhalte habe. Trotzdem unterliess die Bank im Februar 2012 eine Meldung an die MROS, als die Zahlung von E._______ an C._______ über 4.5 Mio. USD erfolgte. Sie ig- norierte damit die vorhandenen Verdachtsmomente, konkret, dass auf der Basis desselben für die Zahlung von 4.5 Mio. USD an C._______ verwen- deten Vertrags bereits im Dezember 2011 15 Mio. USD auf ein Konto einer anderen Ges ellschaft überwiesen worden war. Zur Entkräftung des im Raum stehenden Verdachts der illegalen Herkunft der Mittel hätten weitere Abklärungen oder eine Meldung an die MROS erfolgen müssen. Die von einer Anleiheemission stammenden Gelder auf dem Konto von I._______ waren verdächtig, weil in der Verwendung der Vermögenswerte Unstimmigkeiten auftraten. Gemäss dem Offering Circular der betreffen- den Anleihe hätte der Anleiheerlös von I._______ in ein Joint-Venture in- vestiert werden sollen. Das besagte Joint-Venture kam nicht zustande, ob- wohl die Bank ein entsprechendes Konto bereits eröffnet hatte. Die Bank setzte sich mit den Auswirkungen dieser veränderten Ausgangslage nicht auseinander und traf keine Abklärungen. Die unklare Sachlage in Bezug B-7186/2018 Seite 81 auf die Verwendung der Vermögenswerte führte dazu, dass auch die Plau- sibilität der Zahlungseingänge nicht mehr einwandfrei geklärt war. Diese Zweifel in Bezug auf die Verwendung der Vermögenswerte hätte die Bank dazu veranlassen müssen, im Detail abzuklären, ob die involvierten Ver- mögenswerte nicht eine verbrecherische Herkunft haben könn ten. Ange- sichts der beträchtlichen Summen die betroffen waren, hätte die Bank im Rahmen einer Gesamtbetrachtung die mit dem Konto von I._______ ver- bundenen Vorgänge genauer abklären müssen. Infolge der Unterlassung dieser Abklärungen mussten bei der Bank zumindest Zweifel bestehen, ob die involvierten Vermögenswerte nicht eine verbrecherische Herkunft ha- ben könnten, was für sich alleine bereits eine Meldung an die MROS ge- mäss aArt. 9 GwG hätte auslösen müssen. Die genannten verdachtsbegründenden Vorgänge fanden schwergewich- tig zwischen Februar 2012 und April 2014 statt. Jeder der genannten Vor- gänge begründete für sich genommen bereits eine Meldepflicht gemäss aArt. 9 GwG, welcher die Bank nicht nachkam. Gleichwohl kam erschwe- rend das Gesamtkonstrukt hinsichtlich der SWF-Kunden hinzu, im Rahmen dessen beträchtliche Summen transferiert wurden und zum Teil nur sehr kurz auf den entsprechenden Konten lagen. Im Wissen um die Vorgänge innerhalb des Konstrukts mit den SWF-Kunden hätte die Bank spätestens im April 2014, als E._______ und F._______ über 1 Mrd. USD in die struk- turierte Treuhandlösung investiert hatte n und eine verbrecherische Her- kunft der Vermögenswerte aufgrund der Abweichung zum Kontoeröff- nungszweck nicht mehr ausgeschlossen werden konnte, eine Meldung an die MROS erstatten müssen. Die Verletzung der Meldepflicht gemäss aArt. 9 GwG ist daher spätestens im April 2014 anzunehmen, als die Bank im Rahmen einer Gesamtbetrachtung objektiv von einem begründeten Ver- dacht hätte ausgehen müssen, dass die mit den SWF -Kunden verbunde- nen Vermögenswerte aus einer verbrecherischen Herkunft stammen könn- ten. Mit anderen Worten war spätestens im April 2014 der Verdacht objektiv erhärtet, dass die involvierten Vermögenswerte aus einer verbrecherischen Herkunft stammen könnten. Nach dem Gesagten ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung die Auffassung vertrat, dass die Bank eine Meldung im Sinne von aArt. 9 Abs. 1 Bst. a Ziff. 2 GwG an die MROS hätte veranlassen müssen und die Unterlassung der Meldung eine Verletzung von aArt. 9 GwG darstelle. B-7186/2018 Seite 82 Die Schwere der Verletzungen von aArt. 6 und 9 GwG 5.5 Hinsichtlich der Anforderungen an die Schwere der Verletzung auf- sichtsrechtlicher Bestimmungen ist das Berufsverbot nach Art. 33 FINMAG grundsätzlich mit der Veröffentlichung der aufsichtsrechtlichen Verfügung nach Art. 34 FINMAG vergleichbar (vgl. BVGE 2013/59 E. 9.3.7 m.H.; 2012/10 E. 8.1.2). Zu letzterer hat das Bundesgericht ausgeführt, dass sie im Einzelfall verhältnismässig sein muss und eine Verletzung von einer ge- wissen Schwere voraussetzt, wofür eine einmalige, punktuelle und unter- geordnete Verletzung finanzmarktrechtlicher Pflichten nicht ausreicht (vgl. Urteile des BGer 2C_359/2012 vom 1. November 2012 E. 3.2; 2C_71/2011 vom 26. Januar 2012 E. 5.3.1 und 2C_30/2011 vom 12. Januar 2012 E. 5.2.1). Im Übrigen handelt es sich beim Ausd ruck „schwere Verletzung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen“ in Art. 33 Abs. 1 FINMAG um einen unbestimmten Rechtsbegriff, dessen Auslegung und Anwendung als Rechtsfrage grundsätzlich ohne Beschränkung der richterlichen Kognition zu überprüfen ist. Nach konstanter Praxis und Doktrin ist indes Zurückhal- tung auszuüben und der rechtsanwendenden Behörde ein gewisser Beur- teilungsspielraum zuzugestehen, wenn diese den örtlichen, technischen oder persönlichen Verhältnissen nähersteht oder über spezifische Fach- kenntnisse verfügt. Das Gericht hat nicht einzugreifen, solange die Ausle- gung der Verwaltungsbehörde als vertretbar erscheint. Die festgestellten Verletzungen der geldwäschereirechtlichen Bestimmun- gen durch die Bank betreffen mehrere Geschäftsbeziehungen und Trans- aktionen von erheblichem Umfang, weshalb nicht von einer einmaligen, punktuellen und untergeordneten Verletzung finanzmarktrechtlicher Pflich- ten auszugehen ist. Die Schwere der Verletzung nahm mit jeder nachfol- genden Kontoeröffnung zu, weil sich die Verdachtsmomente und die Ver- letzungen der Abklärungspflichten stetig kumulierten. Die Abklärungspflich- ten gemäss aArt. 6 GwG und die Meldepflicht nach aArt. 9 GwG sind für die mit dem GwG verfolgten öffentlichen Interessen zentral (vgl. E. 5.1). Die Meldepflicht nach aArt. 9 GwG stellt die Schnittstelle zwischen den Sorgfaltspflichten, wozu die Abklärungspflichten gehören, der Finanzinter- mediäre und den Massnahmen der Strafverf olgungsbehörde dar (vgl. REINLE, a.a.O., Rz. 238) und steht in einem engen Zusammenhang mit aArt. 6 GwG. Bei der Frage, ob die Verletzung aufsichtsrechtlicher Bestim- mungen schwer ist, ist der FINMA ein gewisser fachtechnischer Beurtei- lungsspielraum einzuräumen (vgl. statt vieler BVGE 2013/59 E. 9.3.6). B-7186/2018 Seite 83 Demgemäss ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz aus dem in der angefochtenen Verfügung dargestellten Ausschnitt aus dem SWF/C._______-Geschäft der B._______ im Rahmen ihres Beurteilungs- spielraums die wiederholten Verletzungen der vorgenannten aufsichts- rechtlichen Pflicht durch die Bank als schwer eingestuft hat. Die Rolle des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit der vorgeworfenen schweren Verletzung der aArt. 6 und 9 GwG durch die Bank 5.6 Es bleibt zu prüfen, ob der Beschwerdeführer durch sein individuelles Fehlverhalten kausal und schuldhaft die schwere Verletzung der geldwä- schereirechtlichen Pflichten der Bank mitbewirkt hat. Mit anderen Worten ist zu beurteilen, ob die schwere Verletzung von aArt. 6 und 9 GwG durch die Bank dem Beschwerdeführer individuell zurechenbar ist. Rechtsgrundlagen 5.6.1 Die schwere Verletzung des Aufsichtsrechts muss der zu sanktionie- renden Person, wie bereits erwähnt, individuell zurechenbar sein (vgl. Ur- teile des BGer 2C_929/2017 vom 23. April 2018 E. 2.1; 2C_671/2014 vom 18. Dezember 2014 E. 3.3.3; HSU/BAHAR/FLÜHMANN, a.a.O., Art. 33 FIN- MAG N. 13c). In einer arbeitsteiligen Organisation bedeutet individuelle Zu- rechenbarkeit, dass sich die schwere Verletzung von aufsichtsrechtlichen Bestimmungen im Verantwortungsbereich einer bestimmten Person oder in ihrer Verantwortung stehenden Mitarbeiter ereign et haben muss ( vgl. ZUFFEREY/CONTRATTO, The Swiss Financial Market Supervisory Authority, 2009, S. 141), wobei für eine aufsichtsrechtliche Massnahme kumulativ oder alternativ drei Vorwürfe rechtsgenügend zutreffen müssen: (1) eine aktive Aufsichtsrechtsverletzung, (2) eine Kenntnis der Aufsichtsverletzung und pflichtwidriges Nichteinschreiten dagegen oder (3) eine pflichtwidrige Unkenntnis der Aufsichtsrechtsverletzung (vgl. URS ZULAUF et. al., Finanz- marktenforcement, 2. Aufl. 2014, S. 266). Die Sanktion des Berufsverbots, die natürliche Personen an einer (weiteren oder künftigen) Ausübung einer leitenden Funktion oder einer Organfunktion bei einer juristischen Person, welcher die Einhaltung des Aufsichtsrechts obliegt, hindern soll, soll nicht mit dem Hinweis auf die interne Aufgabenteilung ausgehebelt werden kön- nen (vgl. Urteil des BGer 2C_192/2019 vom 11. März 2020 E. 3.2; WYSS, a.a.O., Art. 8 N. 4; R OBERT ROTH, Une responsabilité sans culpabilité? L'entreprise, la "faute d'organisation" et le droit pénal, S J 2003 I/II S. 200 ff.). Art. 33 FINMAG soll nicht nur den im Einzelfall Ausführenden erfassen, B-7186/2018 Seite 84 sondern gegebenenfalls auch die für dessen Handeln in vorgesetzter oder überwachender Funktion Verantwortlichen (vgl. HSU/BAHAR/FLÜHMANN, a.a.O., Art. 33 N. 13c). Die schwere Verletzung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen muss zudem schuldhaft bewirkt worden sein ( Art. 33 FINMAG; vlg. BGE 142 II 243 E. 2.2). An die subjektive Vorwerfbarkeit des Verhaltens sind, in Überein- stimmung mit der wirtschaftspolizeilichen Natur des Berufsverbots im Sinne von Art. 33 FINMAG, keine hohen Anforderungen zu stellen. Na- mentlich hat ein Compliance-Officer sich stets pflichtgemäss zu verhalten, die nach den Umständen gebotene und zumutbare Sorgfalt zu beachten und folglich für jede Pflichtverletzung einzustehen. Fahrlässigkeit ist aus- reichend (vgl. Urteil des BGer 2C_192/2019 vom 11. März 2020 E. 3.3). Zwecks Prävention von Organisationsversagen müssen die Zuständigkeit für die aus geldwäschereirechtlicher Sicht wesentlichen Entscheidungen geregelt sein. So bedarf die Aufnahme von Geschäftsbeziehungen mit er- höhten Risiken (Art. 12 ff. aGwV-FINMA) der Zustimmung einer vorgesetz- ten Person oder Stelle oder der Geschäftsleitung ( Art. 17 aGwV-FINMA). Der Finanzintermediär hat des Weiteren eine oder mehrere qualifizierte Personen als Geldwäschereifachstelle zu bezeichnen, welche die Linien- verantwortlichen und die Geschäfts leitung bei der Umsetzung der a GwV- FINMA unterstützt, ohne ihnen die Verantwortung dafür abzunehmen (Art. 22 aGwV-FINMA; vgl. dazu die Ausführungen im Erläuterungsbericht der FINMA vom 8. Juni 2010 zur aGwV-FINMA, S. 30 f.). Der Verwaltungs- rat oder das oberste Geschäftsführungsorgan verabschiedet auch die in- ternen Weisungen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terroris- musfinanzierung, welche ein Finanzintermediär zu erla ssen hat ( Art. 24 Abs. 1 aGwV-FINMA). Zu regeln ist in den internen Weisungen insbeson- dere, wer intern für die Meldung an die Meldestelle für Geldwäscherei zu- ständig ist ( Art. 24 Abs. 2 lit. g aGwV -FINMA; zu Art. 25 aGwV- FINMA siehe OTHMAR STRASSER, Die Verantwortlichkeit in Banken für Mel- dungen bei Geldwäschereiverdacht, Expert Focus 8/19 S. 608 ff.; Urteil des Bundesgerichts 2C_192/2019 vom 11. März 2020 E. 4.4). B-7186/2018 Seite 85 Individuelle Zurechenbarkeit der Verletzung der geldwäscherei- rechtlichen Pflichten durch die Bank 5.6.2 Direkte Verantwortlichkeit des Beschwerdeführers 5.6.2.1 Gemäss der ab dem 30. Dezember 2011 gültigen AML-Weisung lag die Zuständigkeit für die Aufnahme neuer DD3/AP3 -Geschäftsbeziehun- gen unter anderem beim Beschwerdeführer als verantwortlichen Leiter Le- gal & Compliance. Die Zuständigkeit für die Aufnahme der in den Jahren 2012 und 2013 eröffneten DD3/AP3 -Geschäftsbeziehungen mit H._______, I._______ und J._______ lag also unter anderem beim Be- schwerdeführer. Die 2011 eröffneten Geschäftsbeziehungen mit E._______ und F._______ wurden 2012 in die höchste Risikokategorie hochgestuft. Es handelte sich aufgrund der Hochstufung hierbei zwar nicht um eigentliche Aufnahme n neuer Geschäftsbeziehungen, doch mussten die für die höchste Risikokategorie verantwortlichen Personen im Bilde dar- über sein, welche Geschäftsbeziehungen in dieser Kategorie eingeteilt wa- ren. Dies traf im vorliegenden Fall umso mehr zu, als der Beschwerdefüh- rer selber die Höherstufung veranlasst und auch genehmigt hat. Die geld- wäschereirechtlichen Regeln durften nicht damit umgangen werden, dass eine nachträgliche formelle Einteilung einer Geschäftsbeziehung in die höchste Risikokategorie anders beurteilt wurde, als wenn die Geschäfts- beziehung bei der Eröffnung bereits in höchste Risikostufe eingeteilt wor- den wäre. D ie materiellen Abklärungen mussten in beiden Fällen mit der gleichen Sorgfalt und Tiefe vorgenommen werden. Mit anderen Worten musste eine Höherstufung gleichbehandelt werden wie die neue Aufnahme einer Geschäftsbeziehung direkt in der höchsten Risikokategorie, da die erforderliche Risikobeurteilung ansonsten mit einer vorläufigen Einteilung in eine tiefere Risikokategorie und einer späteren Höherstufung hätte um- gangen werden können. Unter anderem der Beschwerdeführer hatte des- halb spätestens ab der Höherstufung der Geschäftsbeziehungen mit E._______ und F._______ dafür zu sorgen, dass die vertieften Abklärun- gen, die im Rahmen der Eröffnung einer Geschäftsbeziehung der höchsten Risikokategorie notwendig waren, bei der Bank (nachträglich) durchgeführt wurden. Im Februar 2012 wurden in Lugano zudem drei Konten von C._______ er- öffnet, die als PEP -Beziehung ebenfalls in die höchste gemäss der AML- Weisung vorgesehene Risikokategorie DD3/AP3 gehörten und betreffend B-7186/2018 Seite 86 die Eröffnung der Kundenbeziehung damit in die Zuständigkeit unter ande- rem des Beschwerdeführers als verantwortlichen Leiter Legal & Compli- ance nach sich zog. Aufgrund von B._______ internen Regeln war es zumindest ab 2013 not- wendig, die Geschäftsbeziehungen der höchsten Risikostufe im ORCC wieder zu bestätigen. Im Rahmen dieses bankinternen Prozesses hatte sich der Beschwerdeführer als Chairman des ORCC damit sowohl mit den SWF-Kunden also auch mit C._______ als PEP zu beschäftigen und auf- grund seiner Funktion als Head of Legal & Compliance auch mit der Frage auseinanderzusetzen, ob die geldwäschereirechtlichen Vorgaben einge- halten wurden. Der Beschwerdeführer konnte sich seiner Verantwortung für die Einhaltung der geldwäschereirechtlichen Vorgaben also nicht ent- ziehen, wenn er geltend macht, andere Personen innerhalb der Bank seien für die Vorlage von Geschäftsbeziehungen der höchsten Risikostufe zur Wiederbestätigung an das ORCC zuständig gewesen. Selbst wenn andere Personen für die Vorlage an das ORCC zuständig gewesen wären, müsste sich der Beschwerdeführer eine solche Nichtvorlage der entsprechenden SWF/C._______-Geschäfte zurechnen lassen, da sie sich in seinem Ver- antwortungsbereich ereignet hat und seine Verantwortung unabhängig von der Involvierung anderer Personen bzw. einer Geldwäschereifachstelle be- stehen blieb. Die Verantwortung des Beschwerdeführers hinsichtlich der Genehmigung der Eröffnung der soeben erwähnten SWF/C._______-Geschäftsbezie- hungen wurde nicht dadurch gemildert, weil die Endverantwortung für die delegierten Aufgaben beim GEB verblieb. Das Bundesgericht hielt im Urteil 2C_192/2019 vom 11. März 2020 in einem ähnlichen Fall fest, dass Orga- nisationsmängel die individuelle Zurechenbarkeit einer Aufsichtsrechtsver- letzung nicht zu beseitigen vermögen, selbst wenn ein General Counsel von seinen Vorgesetzten unter Druck gesetzt und vom Verwaltungsratsprä- sidenten getäuscht worden sei und die Geschäftsleitung über die möglich- erweise geldwäschereirechtlich heiklen Punkte jederzeit im Bilde gewesen sei. Im vorliegenden Verfahren kommt hinzu, dass die Bank nicht nur eine Meldung gemäss aArt. 9 GwG unterlassen, sondern auch die Abklärungs- pflichten gemäss aArt. 6 GwG verletzt hat. Der Beschwerdeführer hatte faktisch eine grosse Möglichkeit, auf die notwendigen Abklärungen ge- mäss aArt. 6 GwG zu drängen, was auch sein Entscheid betreffend eine Meldung an die MROS gemäss aArt. 9 GwG beeinflusst hätte, für wel- chen er gemäss den bankinternen Richtlinien in letzter Instanz ebenfalls zuständig war. B-7186/2018 Seite 87 Es trifft zwar zu, dass vorwiegend KYC Risk/CCC, einzelne Compliance - Mitarbeiter und das CAC unter Involvierung der lokalen Compliance betref- fend die Geschäftsbeziehungen mit den SWF-Kunden und C._______ sich nicht gegen deren Eröffnung gewehrt haben bzw. das ORCC gewisse Ge- schäftsbeziehungen, vorweg mit C._______, ratifiziert hat. KYC Risk/CCC hat beispielsweise eine positive Einschätzung bezüglich der Geschäftsbe- ziehungen mit C._______, H._______, G._______, I._______ und J._______ abgegeben, einzelne Compliance -Mitarbeiter haben zum Bei- spiel die Bewilligungen mit C._______, H._______ und J._______ bean- tragt und das CAC (unter Involvierung der lokalen Compliance ) hat den Kontoeröffnungen von E._______, F._______, H._______ und G._______ zugestimmt. Der Beschwerdeführer kann sich jedoch mit dem Hinweis auf die positiven Einschätzungen dieser ihm vorgelagerten Instanzen nicht sei- ner Verantwortung entziehen. Er hatte mit Blick auf die Rechts- und Com- pliance-Fragen nicht nur eine herausragende Stellung innerhalb der Bank inne, sondern der Beschwerdeführer hatte gemäss dem in der AML -Wei- sung der Bank und der aGwV-FINMA enthaltenen abgestuften Zustim- mungsprozess einen eigenständigen Bewilligungsentscheid betreffend die Aufnahme neuer Geschäftsbeziehungen auf der höchsten Risikostufe zu treffen. Konkret diskutierte und genehmigte der Beschwerdeführer im November 2011, also noch bevor er aufgrund der bankinternen Richtlinien formell da- für zuständig gewesen wäre, beispielsweise die Eröffnung der Geschäfts- beziehungen mit E._______ und F._______, obwohl er wusste, dass die Dokumentationen für diese Kundenbeziehungen noch nicht komplett wa- ren. Dass der Beschwerdeführer bereits früh um die erhöhten Risiken ge- wusst hat, die mit den genannten Geschäftsbeziehungen mit E._______ und F._______ verbunden waren, zeigte unter anderem die 2012 aufgrund seiner Intervention erfolgte nachträgliche Höherstufung der Geschäftsbe- ziehungen mit E._______ und F._______ in die höchste Risikokategorie. Es liess sich aber nicht erkennen, dass mit der formellen Höherstufung die materiellen Anforderungen für Gesc häftsbeziehungen mit erhöhten Risi- ken, namentlich die vertieften Abklärungspflichten, durch den Beschwerde- führer nachdrücklich verfolgt worden wären. Unter anderem stimmte der Beschwerdeführer auch der Aufnahme von Geschäftsbeziehungen mit J._______ zu, obwohl die Kontoeröffnungsun- terlagen unvollständig waren und kein Beschluss des CAC zur Kontoeröff- nung vorlag und die positive Einschätzung von KYC erst im Mai 2013 erging. Ferner war C._______ im Rahmen der Geschäftsbeziehung der B-7186/2018 Seite 88 B._______ mit J._______ involviert, gleich wie C._______ auch ein Konto mit dem Zweck eröffnete, 4.5 Mio. USD von E._______ zu empfangen. Der Beschwerdeführer vertrat gemäss seinen Aussagen im Enforcementver- fahren vor der Vorinstanz zwar die Ansicht, dass er eine klare Trennung zwischen den Aktivitäten von C._______ sowie den SWF verlangt habe . Trotzdem drängte der Beschwerdeführer hinsichtlich der Involvierung von C._______ nicht auf weitere Abklärungen bzw. er ignorierte die damit zu- sammenhängenden Verdachtsmomente und unterliess eine Meldung an die MROS. Im Vorfeld der Kontoeröffnung mit I._______ wurde dem Verwaltungsrat der Bank mitgeteilt, dass der Beschwerdeführer beigezogen werde, um "to avoid and to manage any possible risk", wobei als Risiken insbesondere "operational, legal, regulatory and concentration risks" identifiziert wurden. In der Folge erteilte der Beschwerdeführer die Bewilligung zur Aufnahme von Geschäftsbeziehung mit I._______. Als sich das Joint-Venture zweier Staatsfonds nicht manifestierte, verzichtete er jedoch darauf, auf weitere Abklärungen zu pochen oder gar eine Meldung an die MROS zu erstatten, obwohl dieses Joint -Venture gemäss dem Kontoeröffnungszweck des I._______-Kontos den zu erwartenden Geldzufluss von rund 2.7 Mrd. USD erklärte. Hinsichtlich der strukturierten Treuhandlösung war der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit den Transaktionen vom Konto von I._______ von rund 1.7 Mrd. USD in die strukturierte Treuhandlösung in Rechtsrisiko- und Abwicklungsfragen involviert. Zudem wurde dem Beschwerdeführer auch ein Entwurf eines Dokuments zugestellt, in welchem I._______ gegenüber der B._______ die Kenntnis darüber bestätigen sollte, dass d er Anlage- fonds den Anlagebetrag unter einem Schuldverschreibungsvertrag weiter- geleitet habe. Der Beschwerdeführer unterliess aber trotz dieser direkten Involvierung die notwendigen Abklärungen bzw. veranlasste nicht, dass die Rechtmässigkeit bzw. Plausibilität der strukturierten Treuhandlösung über- prüft wurde. Indirekte Verantwortlichkeit des Beschwerdeführers 5.6.2.2 Der Beschwerdeführer stand dem Rechtsdienst und der Compli- ance-Abteilung der B._______ vor und war gemäss den eigenen Aussagen für die hierarchische Führung sowie für die Definition der Ziele und der Überwachung von deren Umsetzung verantwortlich. Diese Rolle des Be- schwerdeführers bestätigt sich aufgrund der Darstellung in der angefoch-B-7186/2018 Seite 89 tenen Verfügung und den dort erwähnten Verweisen auf die entsprechen- den Unterlagen. Der Beschwerdeführer kann entgegen seiner Ansicht da- her nichts zu seinen Gunsten daraus ableiten, weil die Vorinstanz darüber hinaus gehend nicht den Arbeitsvertrag des Beschwerdeführers oder einen eigentlichen Funktionsbeschrieb erläutert hat. Dies gilt auch deshalb, weil der Beschwerdeführer vor dem Bundesverwaltungsgericht selber nicht konkret geltend macht, inwiefern seine (indirekte) Verantwortlichkeit auf- grund des Arbeitsvertrags und des Funktionsbeschriebs eingeschränkt sein könnte. Mit anderen Worten ist das Abstellen der Vorinstanz auf die Anstellung des Beschwerdeführers als Vorsteher d es Rechtsdiensts und der Compliance-Abteilung der Bank bzw. General Counsel nicht zu bean- standen. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers wird seine Rolle im Zusammenhang mit den SWF/C._______-Geschäftsbeziehungen nicht auf eine klare Definition und Dok umentation der Dienstleistungen begrenzt, welche die Bank angeboten habe. Ein solches Rollenverständnis wider- spräche der Funktion, welcher der Beschwerdefüh rer innerhalb der Bank unbestrittenermassen besass, namentlich, wie bereits erwähnt, als Head of Legal & Compliance sowie General Counsel. Die Verantwortung des Be- schwerdeführers hinsichtlich des SWF/ C._______-Geschäfts ergab sich also nicht nur aufgrund spezifischer Verpflichtung bzw. Verantwortlichkei- ten, sondern auch aufgrund seiner Rolle innerhalb der Bank (vgl. Urteil des BGer 2C_192/2019 vom 11. März 2020, E. 3.1). Unter anderem war dem Beschwerdeführer aufgrund seiner Rolle inner- halb der Bank der Leiter des KYC Risk/CCC unterstellt. Der Beschwerde- führer konnte sich somit nicht auf den Standpunkt stellen, er habe nicht gewusst, was KYC Risk/CCC mit Blick auf die einzelnen Geschäftsbezie- hungen der SWF-Kunden abgeklärt bzw. nicht abgeklärt habe. Als Head of Legal & Compliance der Bank hätte er sich zwingend darüber in Kenntnis setzen lassen müssen bzw. auf den Erhalt der relevanten Informationen hinarbeiten, da die Geldwäschereibekämpfung, auf die KYC Risk/CCC spezialisiert war, in seinen Verantwortungsbereich fiel. Dies galt umso mehr, als der Beschwerdeführer nicht geltend macht und es aus den Akten auch nicht ersichtlich ist, dass gewisse Personen der Abteilung KYC Risk/CCC bzw. der B._______ den Beschwerdeführer bewusst hätten täu- schen wollen oder ihm absichtlich Informationen vorenthalten hätten. Die mit den SW F-Kunden zusammenhängenden Vorgänge bzw. das Ge- schäftsgebaren der SWF-Kunden spielte sich demnach innerhalb der nor- malen Abläufe der Bank ab, für welche der Beschwerdeführer als Head of Legal & Compliance die Verantwortung zu tragen hatte. B-7186/2018 Seite 90 Selbst wenn der Beschwerdeführer, wie er selber geltend macht, aufgrund der formellen bankinternen Aufgabenteilung für die Genehmigung einzel- ner Transaktionen keine Kompetenz bzw. Verantwortung besessen hätte, hätte er aufgrund seiner Rolle innerhalb der Bank für die der Bank vorge- worfenen schweren Verletzungen von aufsichtsrechtlichen Bestimmungen im Zusammenhang mit den einzelnen Transaktionen einzustehen. Ebenso hätte er auch die Verantwortung dafür, dass die Bank bis April 2014 betref- fend der unter E. 5.4 genannten Vorgänge keine Meldung an die MROS erstattet habe. So hat das Bundesgericht im bereits erwähnten vergleich- baren Fall nicht nur festgehalten, dass einem General Counsel einer Bank eine Garantenstellung im Hinblick auf die Einhaltung von aArt. 6 und 9 GwG zukomme, sondern auch, dass ein Compliance-Officer sich stets pflichtgemäss zu verhalten und die nach den Umständen gebotene und zumutbare Sorgfalt zu beachten habe (vgl. Urteil des BGer 2C_192/2019 vom 11. März 2020 E. 5.4.2). Darüber hinaus kam dem Beschwerdeführer gemäss der internen Weisung explizit die Pflicht zu, bei Verdacht eine Mel- dung an die MROS zu erstatten. Damit hat der Beschwerdeführer sowohl die ungenügenden Abklärungen seitens der Bank als auch die Unterlas- sung einer Meldung an die MROS zu verantworten, selbst wenn ihm "bloss" eine pflichtwidrige Unkenntnis der Aufsichtsrechtsverletzung der Bank vorzuwerfen wäre. Mit anderen Worten war der Beschwerdeführer als Head of Legal & Com- pliance bei einer Kontoeröffnung durch einen ausländischen Staatsfonds zur Durchführung von intransparenten und grossvolumigen Transaktionen über Offshore-Gesellschaften für die Einhaltung der damit verbundenen geldwäschereirechtlichen Pflichten der Bank verantwortlich. Er kann sich seiner Verantwortung nicht damit entziehen, er habe für gewisse Vorgänge innerhalb der Bank keine Verantwortung getragen bzw. er sei dafür nicht zuständig gewesen. Aufgrund seiner Position als Head of Legal & Compli- ance / General Counsel muss die individuelle Zurechenbarkeit der Verlet- zungen der Bank bejaht werden, selbst wenn auch ihm untergeordnete Mit- arbeiter Fehler begangen hätten und ihm übergeordnete Funktionen, ins- besondere das GEB bzw. der CEO und der Verwaltungsrat der Bank, über alle relevanten Vorgänge informiert gewesen wären. Als Vorgesetzter der involvierten Compliance-Mitarbeiter wäre es beispielsweise am Beschwer- deführer gelegen, seinen Mitarbeitern vorzugeben, mit welchem Mass an Kohärenz und Sorgfalt die Geschäftsbeziehungen zu plausibilisieren wa- ren, bevor sie ihm zu r Bewilligung vorgelegt wurden. Auch für fehlende Kontoeröffnungsunterlagen oder widersprüchliche Angaben hatte der Be-B-7186/2018 Seite 91 schwerdeführer einzustehen, zumal der Beschwerdeführer um die erhöh- ten Risiken der betroffenen Geschäftsbeziehungen wusste. Er hätte nicht nur formell ( beispielsweise durch eine nachträgliche Höherstufung in die höchste Risikokategorie) für vertiefte Abklärungen sorgen müssen, son- dern auch materiell (beispielsweise, dass die Dokumentationen vollständig waren und dass Widersprüche ausgeräumt bzw. plausibilisiert wurden). Auch reicht es gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht aus, dass ein General Counsel einer Bank den Verwaltungsrat zutreffend über mögliche Gefahren informiert hat, um sich seiner Verantwortung zu entzie- hen. Es wäre demnach die Aufgabe des Beschwerdeführers als Head of Legal & Compliance / General Counsel gewesen, die Annahme und Wei- terleitung von Geldern zu untersagen, bei denen ein begründeter Verdacht auf verbrecherische Herkunft vorhanden war, insbesondere bei den be- troffenen Geschäftsbeziehungen, welche mit erhöhten Risiken verbunden waren. Der Beschwerdeführer hätte die hierfür notwendigen Abklärungen veranlassen oder eine Meldung an die MROS erstatten müssen. Im Übrigen war der Beschwerdeführer auch für die Eröffnung der Ge- schäftsbeziehung mit G._______ indirekt, mithin zumindest mitverantwort- lich. Die Zuständigkeit zur Eröffnung der im Jahr 2012 in Singapur gebuch- ten PEP-Geschäftsbeziehung mit G._______ lag zwar grundsätzlich beim CAC. Ausserdem war der Beschwerdeführer hinsichtlich des Asien -Ge- schäfts nicht in den Führungs - und Compliance-Gremien der Bank. Aller- dings rapportierte der von ihm 2010 für Asien eingeste llte Head Legal & Compliance an den Beschwerdeführer, womit er sich auch in Bezug auf Compliance-Fragen der Asien-Einheit und damit auch im Zusammenhang mit G._______ nicht aus der Verantwortung ziehen konnte. Ohnehin war der Beschwerdeführer auch auf Grup penebene Compliance-Verantwortli- cher, womit die SWF-Geschäfte in Asien auch aus diesem Grund in einem von ihm zu verantwortenden Gesamtüberblick einzufliessen hatten. Zudem involvierte sich der Beschwerdeführer in seiner Rolle als Head of Legal & Compliance hinsichtlich der Aufnahme von Geschäftsbeziehungen mit G._______. Namentlich erteilte er seine Genehmigung zur Eröffnung der Geschäftsbeziehung und setzte im Rahmen seiner Genehmigung Bedin- gungen, welche die Eröffnung der Beziehung mit G._______ betrafen. Er verlangte aufgrund von Reputationsrisiken, die allgemein bei Konten mit Transferzwecken bestehen würden, dass die Geschäftsbezi ehung mit G._______ sorgfältig überwacht werde und die Entwicklungen (auch öf- fentliche Informationen) dokumentiert würden. Jedoch verlangte der Be- schwerdeführer im Zusammenhang mit der Eröffnung der Geschäftsbezie- hung oder im Zuge konkreter Transaktionen keine vertieften Abklärungen, B-7186/2018 Seite 92 was aufgrund seiner Position innerhalb der Bank notwendig gewesen wäre. Zusammenfassende Würdigung der Rolle des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit der Verletzung der geldwäschereirechtlichen Pflichten der Bank 5.6.3 Zusammenfassend ist die Ansicht der Vorinstanz nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer seine Zustimmung zur Eröffnung von Ge- schäftsbeziehungen der B._______ mit SWF/ C._______-Kunden erteilt habe, ohne dass nachvollziehbare und plausible Erklärungen zu Art, Zweck und Hintergrund der Geschäftsbeziehungen vorgelegen seien oder die von Anfang an bestehenden und stetig zunehmenden Risikofaktoren und Ver- dachtsmomente aufgearbeitet worden wären. Indem der Beschwerdefüh- rer die ungewöhnlichen und stark risikobehafteten SWF -Geschäftsbezie- hungen in Unkenntnis der wirtschaftlichen Hintergründe bewilligt habe, habe er ein Signal an die ihm i ndirekt unterstellten ausgesendet, wonach ein plausibilisiertes Verständnis des Geschäftsgebarens dieser Kundschaft nicht notwendig sei. Der Beschwerdeführer sei Head of Legal & Compli- ance der B._______ und habe als eine der beiden für die Bewilligung der entsprechenden Beziehungen zuständigen Personen für die Zustimmung zur Eröffnung von Geschäftsbeziehungen mit der SWF/ C._______-Kund- schaft erteilt, weshalb er für diese schweren Aufsichtsrechtsverletzunge n der B._______, konkret die über Jahre andauernden Verletzungen der Ab- klärungspflichten gemäss aArt. 6 GwG im Zusammenhang mit dem Ge- schäftsgebaren der SWF/C._______-Kundschaft verantwortlich sei. Nach dem bisher Gesagten beurteilte die Vorinstanz die Situation korrekt, wes- halb ihrer Ansicht gefolgt werden kann. Als für den Meldepflichtsentscheid zuständige Person wäre es gemäss der richtigen Ansicht der Vorinstanz zudem die Pflicht des Beschwerdeführers gewesen, schon beim Eröffnungsentscheid dafür zu sorgen, dass die we- sentlichen Informationen zu Art und Zweck der jeweiligen SWF/C._______- Geschäftsbeziehungen nicht nur vorhanden sind, sondern auch hinsicht- lich einer möglichen verbrecherischen Herkunft seriös und do kumentiert geprüft werden, um einer Verletzung der Meldepflicht gemäss aArt. 9 GwG zuvorzukommen oder eine Meldung an die MROS zu erstatten. Nach dem Gesagten konnte sich der Beschwerdeführer bei den SWF/C._______-Geschäftsbeziehungen nicht seiner Verantwortung entle- digen, da er in seiner Funktion zum einen für das geldwäschereirechtliche B-7186/2018 Seite 93 Verhalten der Bank einzustehen hatte und zum anderen weil er bei der Aufnahme der betroffenen Geschäftsbeziehungen teilweise direkt invol- viert gewesen war. Im Ergebnis ist der Vorwurf der Vorinstanz nicht zu be- anstanden, dass der Beschwerdeführer kausal und schuldhaft die schwere Verletzung von aArt. 6 und 9 GwG durch die B._______ mitbewirkt hat. Weitere Einwände des Beschwerdeführers 5.7 Der Beschwerdeführer wendet ferner ein, die Prüfgesellschaft habe die Einhaltung der relevanten Bestimmungen in ihren Berichten bestätigt und die Vorinstanz habe die angeblichen Verfehlungen der Bank bzw. des Be- schwerdeführers aus einer unzulässigen Rü ckschau heraus beurteilt. Zu- dem macht der Beschwerdeführer eine Verletzung des Legalitätsprinzips und des Grundsatzes von Treu und Glauben sowie einen Sachverhaltsirr- tum geltend. Die Vorinstanz ist im Wesentlichen der Ansicht, dass es trotz der Prüfbe- richte, die keine Aufsichtsrechtsverletzungen der Bank festgestellt hätten, in der Verantwortung der Bank und ihrer Organe lag, Aufsichtsrecht einzu- halten. Die Schweizerische Bankenaufsicht ist dualistisch ausgestaltet (vgl. Art. 18 Abs. 1 BankG ). Banken werden durch die bankengesetzliche Prüfgesell- schaften überwacht, die im Auftrag (privatrechtlich) und auf Kosten der be- aufsichtigten Institute tätig sind (Art. 24 Abs. 1 Bst. a und Abs. 5 FINMAG) und gleichzeitig als "verlängerter Arm" der FINMA walten (vgl. Bericht des Bundesrates zur Weiterentwicklung der Aufsichtsinstrumente un d der Or- ganisation der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA vom 23. Mai 2012, BBl 2012 5785, 5800). Die Prüfgesellschaft steht aber auch in einem verwaltungsrechtlichen Verhältnis zur FINMA (vgl. RETO ARPAGAUS, in: Kommentar zum Bundesgesetz über die Banken und Sparkassen, 2015, Ausgabe Juli 2015, Art. 18 N. 15), erstattet dieser Bericht über ihre Prüfun- gen (Art. 27 Abs. 1 FINMAG) und ist meldepflichtig (Art. 27 Abs. 2 und 3 FINMAG). Zusatzprüfungen können gestützt auf Art. 4 FINMA -PV ange- ordnet werden. Die Tatsache, dass die Prüfgesellschaft der Bank nie eine schwere Verlet- zung von aufsichtsrechtlichen Bestimmungen oder schwere Missstände feststellte, schliesst Verfehlungen der Bank bzw. ein dem Beschwerdefüh- rer persönlich vorwerfbares Verschulden nicht aus. Es liegt im Konzept der B-7186/2018 Seite 94 dualistischen Aufsicht begründet, dass die Aufsichtsbehörde die Verletzun- gen von Aufsichtsrecht teilweise erst im Nachhinein feststellt und gewisse Verhaltensweisen des Beaufsichtigten bereits über eine läng ere Zeit- spanne bestanden haben. Ein Prüfbericht einer Prüfgesellschaft kann zu- dem auch selber Anlass für Vorabklärungen der FINMA geben und in die- sem Sinne als Schnittstelle zwischen der laufenden Aufsichtstätigkeit und der Verfahrensführung der FINMA fungieren (vgl. ZULAUF et al ., a.a.O., S. 66) bzw. als Informationsquelle dienen (vgl. ARPAGAUS, a.a.O., Art. 18 N. 7). Folglich kann die Bank bzw. der Beschwerdeführer daraus, dass die FINMA nach der Vorlage des Prüfberichts zur Zusatzprüfung vom 20. De- zember 2013 nicht unmittelbar ein Enforcementverfahren eingeleitet hat, nichts zur ihren Gunsten ableiten (vgl. BGE 136 II 304 E. 6.3; CAROLE CLAUDIA BECK, Enforcementverfahren der FINMA und Dissonanz zum nemo tenetur-Grundsatz, Rz. 61). Insbesondere durfte die Bank damals aufgrund der unmittelbaren Nicht-Intervention der FINMA nicht den Schluss ziehen, dass für noch nicht beansta ndete Verhaltensweisen der betreffenden Zeitperiode eine "Entlastung" erteilt worden sei. Die später erfolgte Beanstandung gewisser Vorgänge, die Gegenstand des vorliegen- den Verfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht sind, stellt somit, ent- gegen der Ansicht des Beschwerdeführers, nicht eine unzulässige Rück- schau dar, sondern ist der notwendigen Informationsbeschaffung im Rah- men der Vorabklärungen geschuldet. Mit anderen Worten hatte die Bank die regulatorischen Vorgaben jederzeit einzuhalten. Falls die Bank ein Kundengeschäft nicht verstand, hatte sie selbständig die hierfür notwendigen Abklärungen gemäss aArt. 6 GwG vo- ranzutreiben oder bei begründetem Verdacht gemäss aArt. 9 GwG, dass die involvierten Vermögenswerte aus ei nem Verbrechen stammen könn- ten, eine Meldung an die MROS zu erstatten. Dass die Bank selber die Verantwortung für die Einhaltung der regulatorischen Vorgaben zu tragen hat, zeigt sich auch darin, dass Prüfberichte beispielsweise unvollständig sein können, so wie vorliegend der von Z._______ erstellte Prüfbericht der Zusatzprüfung vom 20. Dezember 2013, der sich zwar positiv geäussert hat, allerdings nicht vollständig war und beispielsweise F._______ und J._______ nicht als SWF -Kunden identifiziert und die I nvolvierung von C._______ nicht berücksichtigt hat. Die Bank bzw. der Beschwerdeführer konnte das Unterlassen der Abklärungen gemäss aArt. 6 GwG bzw. der Meldung an die MROS gemäss aArt. 9 GwG nicht damit begründen, dass die Aufsichtsbehörde und die Prüfgesellschaft mit Blick auf die betroffenen Geschäftsbeziehungen zuvor keine Verletzung von aArt. 6 und 9 GwG be-B-7186/2018 Seite 95 scheinigt haben. Dieser Umstand deutet entgegen der Ansicht des Be- schwerdeführers nicht darauf hin, dass heute eine Aufsichtsrechtverlet- zung durch die Bank nur mit einer unzulässigen Rückschau heraus begrün- det werden kann. Im Übrigen waren bereits relativ früh Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass die Vorinstanz das Geschäftsgebaren der B._______ kritisch betrachtete. Exemplarisch ist der von der Vorinstanz erteilte Auftrag an die Prüfgesell- schaft vom 29. November 2013 zu nennen, in welchem die Vorinstanz deutlich die Auffassung vertrat, dass das SWF -Geschäft der Bank unter anderem hinsichtlich der Geldwäschereirisiken Fragen aufwerfe. Es heisst wörtlich: "These types of transactions carr y a high degree of operational, prudential, financial, legal, money-laundering, compliance, market manipulation, corrup- tion and concentration ri sks. Such transactions fall completely outside the Bank's core business, may generate high expectations by clients regar ding factors that are extremely unpredictable, and have an "out of the market's prof- itability" compared with other similar transactions. At present FINMA cannot be certain that adequate due diligence procedures and an adequate risk as- sessment have effectively been carried out, or that the organisational structure for this activity is appropriate." Gestützt auf den Prüfbericht hat die Vorinstanz sodann mit Schreiben vom 17. Januar 2014 einen Aktionsplan verlangt, um im Prüfbericht festgestellte Mängel zu beheben (vgl. Vorakten: 1 p. 279 ff.). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers geht mit der nicht unmittel- baren Eröffnung eines Enforcementverfahrens nach dem Vorliegen des Prüfberichts vom 20. Dezember 2013 nicht eine Verletzung des Legalitäts- prinzips (Art. 5 Abs. 1 BV) und des Grundsatzes von Treu und Glauben (Art. 9 BV) einher. Der Prüfbericht vom 20. Dezember 2013 war, wie bereits erwähnt, nicht vollständig und hatte folgende Zielsetzung: "The purpose of this report is to cl early describe, based on the information made available for the audit, the nature of the transactions, the degree of risk, the place of these a ctivities in the Bank's main activities, the internal control system and the organisational structure created to manage these transac- tions." Vor dem Hintergrund dieser Zielsetzung des Prüfberichts, die relativ breit gefasst war, kann der Beschwerdeführer a us dem Nicht-Erkennen einer schweren Aufsichtsrechtsverletzung nichts zu seinen Gunsten oder zu B-7186/2018 Seite 96 Gunsten der Bank ableiten. Daran ändert auch die Pflicht der Prüfgesell- schaft gemäss Art. 27 Abs. 2 FINMAG nichts, wonach die FINMA bei schweren Verletzungen aufsichtsrechtlicher Bestimmungen und schweren Missständen zu benachrichtigen sei. Diese gesetzliche Pflicht der Prüfge- sellschaft führt nicht dazu, dass die Prüfgesellschaft die schweren Verlet- zungen aufsichtsrechtlicher Bestimmungen und die schweren Missstände in jedem Fall zu erkennen hat, sondern nur – aber immerhin – dass die FINMA durch die Prüfgesellschaft bei Kenntnis solcher Verfehlungen zu informieren sei. Es ist nicht zu beanstanden, dass sich die Vorinstanz nach der Vorlage des Berichts der Prüfgesellschaft weiter mit den damals mit Large Transactions bezeichnete n Geschäftsbeziehungen der B._______ befasste und nicht sofort ein Enforcementverfahren eingeleitet hat. Der Be- schwerdeführer kann also auch nichts zu seinen Gunsten aus dem U m- stand ableiten, wonach die Vorinstanz der Bank bzw. dem Beschwerdefüh- rer nicht unmittelbar nach Durchsicht des Zusatzberichts mitgeteilt hat, dass sie die Einschätzung im Prüfbericht nicht teile und auf deren Einschät- zung nicht vertraut werden dürfe. Hier liegt der Unterschied zum vom Beschwerdeführer herangezogenen Fall des Bundesver waltungsgerichts B-3092/2016, in welchem das US - Kundengeschäft einer Bank betroffen war. Die unklare Rechtslage in der damals relevanten Zeitspanne hatte sich gemäss dem Urteil des Bundes- verwaltungsgerichts darin gezeigt, dass weder die Prüfgesellschaft der Bank noch die Vorinstanz selbst im US-Kundengeschäft der Bank damals ein aufsichtsrechtlich unzulässiges Risiko erkannt hätten. Das Bundesver- waltungsgericht hielt fest, mit Blick sowohl auf das Legalitätsprinzip (Art. 5 Abs. 1 BV) als letztlich auch den Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 BV) sei durchaus relevant, dass die Vorinstanz (formell) erst bei Erlass der Verfügung gegenüber der dort betroffenen Bank und dem dort betroffenen Beschwerdeführer abschliessend und verbindlich eine aufsichtsrechtliche Beurteilung vorgenommen habe und nicht bereits zuvor Tätig geworden sei. Im Vergleich zu jenem Fall ist vorliegend aber nicht die Aufsichtspraxis und das Verhalten der Vorinstanz in einem Bereich betroffen, wo konkrete aufsichtsrechtliche Handlungspflichten sich nicht aus dem positiven Recht an sich, sondern hauptsächlich aus der zeitgemäss-teleologischen Ausle- gung unbestimmter Rechtsbegriffe durch die Vorinstanz ergeben. Im hier zu beurteilenden Fall ergibt sich die Rechtslage aus dem damals geltenden positiven Recht und die Bank wusste um ihre aufsichtsrechtlichen Pflich- ten, die sie einzuhalten hatte (namentlich aArt. 6 und 9 GwG). B-7186/2018 Seite 97 Soweit der Beschwerdeführer unter Verweis auf die Einschätzung der Prüf- gesellschaft mit seiner Rüge, er habe sich in einem unvermeidbaren Sach- verhaltsirrtum befunden, geltend macht, er habe in einer irrigen Vorstellung über den Sachverhalt gehandelt, kann ihm nicht gefolgt werden. Es lag nämlich in der Verantwortung der Bank und ihrer Organe, Aufsichtsrecht einzuhalten. Die Tatsache, dass d ie Prüfgesellschaft bei der Bank keine schwere Verletzung von aufsichtsrechtlichen Bestimmungen oder schwere Missstände feststellte, vermag daher nicht einen "unvermeidbaren Sach- verhaltsirrtum" zu begründen. Dies galt umso mehr, als die individuelle Zu- rechenbarkeit in einer arbeitsteiligen Organisation nur voraussetzt, dass sich die schwere Verletzung von aufsichtsrechtlichen Bestimmungen im Verantwortungsbereich einer bestimmten Person ereignet haben muss te, wobei für eine aufsichtsrechtliche Massnahme eine pflichtwidrige Unkennt- nis der Aufsichtsrechtsverletzung genügt (vgl. im Detail E. 5.5.1). Der Be- schwerdeführer war in seiner Funktion als Head of Legal & Compliance und General Counsel für die erwähnten Verletzungen der Bank zumindest mitverantwortlich und er kann sich nicht dadurch entlasten, dass die Prüf- gesellschaft die schweren Aufsichtsrechtsverletzungen nicht erkannt hat. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers sind die oben dargestellten Verletzungen der geldwäschereirechtlichen Pflichten hinsichtlich des Ver- haltens der B._______ im Zusammenhang mit den einzelnen Geschäfts- beziehungen, wie bereits angedeutet, nicht aus einer unzulässigen Rück- schau heraus begründet. Die von der Vorinstanz festgestellten und vom Bundesverwaltungsgericht bestätigten Verfehlungen sind aufgrund der im jeweiligen Zeitpunkt vorhandenen Informationen und Dokumente beurteilt worden. Die Vorinstanz verwies in der angefochtenen Verfügung mehrmals darauf, dass die Bank selber im Zusammenhang mi t der Bereinigung/Ab- klärungen im Jahr 2015 weitergehende Abklärungen hinsichtlich der SWF/C._______-Geschäfte durchgeführt habe. Damit war aber nicht eine unzulässige Rückschau verbunden, sondern es wurde dargelegt, dass die Bank selber die im relevanten Zeitpunkt vorhandenen Informationen später durch weitere Abklärungen ergänzen musste. Es wurde damit bestätigt, dass die Abklärungen der Bank im früheren Zeitpunkt ungenügend gewe- sen waren bzw. dass verdachtsbegründende Aspekte bestanden hatten, die auf eine mögliche verbrecherische Herkunft der eingebrachten Vermö- genswerte hätten schliessen lassen müssen. B-7186/2018 Seite 98 Fazit hinsichtlich der vorgeworfenen Verletzungen von aArt. 6 und 9 GwG 5.8 Zusammenfassend bleibt es dabei, dass die Abklärungen der Bank ge- mäss aArt. 6 GwG im Zusammenhang mit den SWF/ C._______-Ge- schäftsbeziehungen ungenügend waren und dass sie spätestens im April 2014 zu einer Meldung an die MROS verpflichtet gewesen wäre. Der Be- schwerdeführer hätte aufgrund seiner Position als Head of Legal & Com- pliance / General Counsel und seiner zumindest teilweisen direkten Invol- vierung in die SWF/C._______-Geschäftsbeziehungen und der Transakti- onen der SWF/C._______-Kunden der B._______ auf vertiefte Abklärun- gen bestehen und unmissverständlich auf eine Meldung an die MROS hin- arbeiten müssen. In diesen Unterlassungen des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz, wie bereits erwähnt, zu Recht ein individuelles Fehlverhal- ten gesehen, das kausal und schuldhaft die schwere Verletzung von aArt. 6 und 9 GwG durch die B._______ mitbewirkt hat. Insofern ist der Beschwer- deführer mitverantwortlich an der schweren Verletzung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen durch die B._______. Damit ist in Bezug auf den Beschwer- deführer der von Art. 33 FINMAG vorausgesetzte Tatbestand erfüllt. VORGEWORFENE VERLETZUNG VON ART. 3 ABS. 2 BST. A SOWIE ART. 3f ABS. 2 BANKG 6. Als nächstes ist die zweite Begründungslinie der Vorinstanz zu beurteilen, nämlich ob die Bank bzw. der Beschwerdeführer das Organisationserfor- dernis gemäss Art. 3 Abs. 2 Bst. a sowie Art. 3f Abs. 2 BankG verletzt hat, mithin ob die damit möglicherweise zugehörenden Unterlassungen, wovon die Vorinstanz ausgeht, ebenfalls eine schwere Verletzung von Aufsichts- recht im Sinne von Art. 33 FINMAG bewirkt haben. Rechtsgrundlagen 6.1 Eine Bank untersteht, wie bereits erwähnt, als Bewilligungsinhaberin der Aufsicht der FINMA (Art. 3 Bst. a FINMAG i.V.m. Art. 3 Abs. 1 BankG). Die Bewilligungsvoraussetzu ngen, u.a. das Organisationserfordernis (Art. 3 Abs. 2 Bst. a sowie Art. 3f Abs. 2 BankG), sind dauernd einzuhalten. Mit Blick auf das Organisationserfordernis müssen Banken und Finanz- gruppen über eine ihrer Geschäftstätigkeit entsprechende Verwaltungsor- ganisation verfügen (Art. 3 Abs. 2 Bst. a Bank und Art. 3f Abs. 2 BankG). B-7186/2018 Seite 99 Dazu gehört die Regelung der Grundzüge des Risikomanagements sowie der Zuständigkeit und des Verfahrens für die Bewilligung risikobehafteter Geschäfte in einem Reglement oder internen Richtlinien. Die Bank und die Finanzgruppen müssen dabei jederzeit im Stande sein, ihre Risiken zu er- fassen, zu begrenzen und zu überwachen ( Art. 12 Abs. 2 sowie Ar t. 24 Abs. 1 Bst. c BankV; vor dem 1. Januar 2015 galten die analogen Bestim- mungen von Art. 9 Abs. 2 bzw. Art. 14a Abs. 1 Bst. c aBankV). Zu diesen Risiken zählen insbesondere die von der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung hervorgehobenen Rechts- und Reputationsrisiken (bzw. Image- risiken). Finanzgruppen sind sodann verpflichtet, gruppenweit auch bei grenzüberschreitenden Geschäften ein adäquates Risikomanagement zu betreiben und müssen als Finanzintermediäre u.a. ihre Rechts- und Repu- tationsrisiken im Bereich der Geldwäschereibekämpfung global erfassen, begrenzen und ü berwachen (Art. 6 aGwV-FINMA). Gemäss der Recht- sprechung des Bundesgerichts und des Bundesverwaltungsgerichts muss die Vorinstanz im Zusammenhang mit Art. 9 Abs. 2 aBankV respektive Art. 12 Abs. 2 BankV (Risikomanagement) für jedes Risiko gesondert dar- legen, inwiefern die Verfahrenspart ei dieses erkennen, erfassen und be- grenzen muss (vgl. BGE 142 II 243 E. 3.1; BVGE 2018 IV/4 E. 3.4). Konkretes Verhalten der B._______ im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Verletzung von Art. 3 Abs. 2 Bst. a sowie Art. 3f Abs. 2 BankG 6.2 Die Gefahr, dass die Bank durch eine Mitwirkung an geldwäscherei- rechtlich möglicherweise verbotenen Vorgänge in straf- und haftungsrecht- lich relevante Sachverhalte involviert wird, bildet ein Rechts- und Reputa- tionsrisiko, welches im Rahmen des Risikomanagements der Bank durch geeignete Massnahmen zu erfassen, zu begrenzen und zu überwachen ist. Die damit zusammenhängenden Vorwürfe der Vorinstanz sind vorlie- gend eng mit den durch die Bank eingegangen en Geldwäschereirisiken hinsichtlich der SWF/C._______-Geschäfte verbunden. Das Ausblenden der Gel dwäschereirisiken führte gemäss Ansicht der Vorinstanz nämlich dazu, dass die Bank bzw. der Beschwerdeführer die Rechts- und Reputa- tionsrisiken unzureichend erfasst, begrenzt und überwacht hat, womit der Bank nicht nur eine geldwäschereirechtliche Aufsichtsrechtsverletzung vor- zuwerfen sei, sondern auch die Verletzung des Organisationserfordernis- ses gemäss Art. 3 Abs. 2 Bst. a sowie Art. 3f Abs. 2 BankG . Aus den ge- nannten Bestimmungen ergibt sich im Übrigen i. V. m. Art. 12 Abs. 2 und Art. 24 Abs. 1 Bst. c BankV (bzw. Art. 9 Abs. 2 und Art. 14a Abs. 1 Bst. c B-7186/2018 Seite 100 aBankV) sowie Art. 6 aGwV-FINMA die notwendige Bestimmtheit der auf- sichtsrechtlichen Handlungspflicht, konkret die Erfordernisse bezüglich Er- fassung, Begrenzung und Überwachung von Rechts- und Reputationsrisi- ken, die für ein Berufsverbot gemäss Art. 33 FINMAG notwendig ist (vgl. E. 4.3). Die Stossrichtung bzw. die Erwartungshaltung der Vorinstanz, dass die Bank ihr Risikomanagement im Zusamm enhang mit den SWF -Beziehun- gen zu verbessern hat, musste der Bank spätestens ab Ende 2013 klar gewesen sein. Mit der Intervention vom 28. Oktober 2013 machte die Vor- instanz die Bank nämlich auf die Risiken im SWF -Geschäft aufmerksam. Zudem wurde im Rahmen des Assessments für das Jahr 2013 die B._______ vor den erheblichen Risiken im Zusammenhang mit den SWF- Beziehungen gewarnt und die Frage aufgeworfen, ob hinsichtlich der be- sagten Beziehungen die Due Diligence und das Risk -Assessment der Bank adäquat seien. Damit wusste die Bank spätestens Ende 2013, dass die Vorinstanz hinsichtlich der Einhaltung des Organisationserfordernisses, wozu unter anderem das Risikomanagement gehört, ein Tätigwerden der Bank verlangte. Soweit der Beschwerdefü hrer aus der Zusatzprüfung durch Z._______ bzw. aus dem entsprechenden Bericht vom 20. Dezember 2013 ableiten will, dass die Bank die Organisationserfordernisse nicht verletzt habe, kann ihm nicht gefolgt werden. Es trifft zwar zu, dass der Bericht gemäss Ansicht von Z._______, wie bereits erwähnt, als umfassend bezeichnet worden ist, und im Bericht wesentliche Aspekte des SWF -Geschäfts aus geldwä- schereirechtlicher Perspektive als plausibel und adäquat bezeichnet wur- den. Allerdings wurden im Bericht explizit Verbesserungsmassnahmen im Zusammenhang mit dem SWF-Geschäft vorgeschlagen, die in Bezug auf die Einhaltung des Organisationserfordernisses der Bank deshalb von be- sonderem Interesse waren, weil damit Schwächen hinsichtlich des Risiko- managements der Bank aufgezeigt wurden, welche die Vorinstanz auch bereits im Rahmen ihrer Intervention vom 28. Oktober 2013 angesprochen hatte. Zudem trifft auch die Ansicht der Vorinstanz zu, dass der Bericht von Z._______ vom 20. Dezember 2013, ebenfalls wie bereits erwähnt, für die Bank zum Teil zwar ein positives Zeugnis ablegte, aber gewisse Aspekte, wie die Umstände im Zusammenhang mit den Kontoeröffnungen der SWF- Kunden und die Beziehungen der Bank zu F._______ und J._______ so- wie die Involvierung von C._______ nicht adressierte. B-7186/2018 Seite 101 Insbesondere anhand von zwei aufgrund der Zusatzprüfung von Z._______ im Bericht vom 20. Dezember 2013 vorgeschlagenen Mass- nahmen, die, wie sogleich gezeigt wird, von der Bank ungenügend umge- setzt wurden, wird ersichtlich, dass die Bank auch nach 2013 das Organi- sationserfordernis verletzt hat. Namentlich sind die beiden folgenden von Z._______ vorgeschlagenen Massnahmen angesprochen: (1) In Bezug auf neue Transaktionen sollte eine Risikoeinschätzung unter Einbezug von Informationen über die finalen Investments der Kunden stattfinden, um die wirtschaftlichen Gesamtzusammenhänge zu verstehen und (2) Transakti- onen über einer gewissen Schwelle sollten vom GEB auf der Grundlage einer spezifischen Risikoeinschätzung der Compliance - und Rechtsabtei- lung geprüft und bewilligt werden. Konkret hat die Bank nach der Intervention der FINMA Ende 2013 zwar sog. Quarterly Reports eingeführt. Allerdings waren die se Quarterly Re- ports hinsichtlich der SWF-Kunden unzureichend, da gewisse risikobehaf- tete Transaktionen in den betreffenden Zeiträumen nicht thematisiert wur- den. Aus dem Report zum 2. Quartal 2014 vom 31. Juli 2014 ging beispiels- weise hervor, dass fast 200 Mio. USD auf das Konto von H._______ zu- und wieder abgeflossen waren. Dass es sich hierbei aber im Umfang von rund 174 Mio. USD um eine Überweisung vom Konto von H._______ an S._______ auf der Grundlage von Mudharabah -Verträgen gehandelt hat, die einen GwG-Alert auslösten, wurde nicht erwähnt. Ebenfalls waren trotz des grossen Volumens keine Hinweise im Quarterly Report enthalten, wie die besagten Transaktionen ohne Angaben eines Investitionszwecks und als Durchlauftransaktionen aus einer Risikoperspektive heraus zu beurtei- len waren. Es durfte aus der Risikosicht der Bank heraus nicht sein, dass der Ein - und Ausgang eines dreistelligen Millionenbetrags bei einem Staatsfondskunden erwähnt wurde, aber unter dem Thema Rechts- und Reputationsrisiken nichts dazu ausgeführt wurde . Zudem wurde im Quarterly Report nicht thematisiert, da ss C._______ wirtschaftlicher Be- rechtigter eines Kontos war, auf das die ursprünglich vom Konto von H._______ stammenden Gelder von S._______ im Umfang von knapp 150 Mio. USD weiter überwiesen wurden und S._______ anschliessend C._______ auch noch ein zinsfreies Darlehen von 11 Mio. USD gewährte, für welches es keine schriftliche Dokumentation gab. Diese Involvierung von C._______ als PEP hätte aus Risikosicht im Quarterly Report erwähnt werden müssen, zumal insbesondere das zinsfreie Darlehen ohne ersicht- lichen Grund gewährt wurde. Entgegen der Darstellung des Beschwerde- führers durfte die Bank auf die Risikoanalyse betreffend die Konten von C._______ nicht deshalb verzichten, weil die Quarterly Reports die SWF B-7186/2018 Seite 102 zum Gegenstand hatten. C._______ stand mit den SWF-Geschäften in Zu- sammenhang, weshalb eine Risikoanalyse der C._______-Konten unter dem Titel SWF notwendig gewesen wäre und die damit verbundenen Rechts- und Reputationsrisiken hätten adressiert werden müssen. Im Quarterly Report für das 3. Quartal wurde einem Zeitungsartikel mit der Titelaussage "C._______ controls K._______: they do what he says" eine Entgegnung gegenübergestellt, wonach C._______ und K._______ sepa- rate Investments tätigen würden. Jedoch erwähnte der Quarterly Report für das 4. Quartal nicht, dass C._______ im Oktober 2014 18 neue Konten bei der B._______ eröffnet hatte. Somit war im Quarterly Report für das 4 . Quartal trotz der vorhergehenden Befassung mit dem erwähnten Zeitungs- bericht eine Risikoanalyse bezüglich de r Involvierung von C._______ im Umfeld der SWF -Kundschaft bzw. betreffend die Neueröffnung von 18 Konten nicht möglich. Zudem enthielt der Quarterly Report für das 4. Quar- tal für die im Oktober/November 2014 getätigten Überweisungen vom Konto von I._______ in der Höhe von rund 1.243 Mrd. USD auf ein Konto von N._______ bei einer Drittbank (wobei, wie bereits erwähnt, aus den Unterlagen nicht hervorgeht, ob es sich dabei um die H._______ handelte) keine Risikoanalyse, obwohl die überwiesenen Gelder nur kurz auf dem Konto von I._______ lagen und als eigentliche Durchlauftransaktionen zu betrachten waren. Die Bank verzichtete im betreffenden Quarterly Report trotzdem auf eine Risikoanalyse hinsichtlich der Rechts- und Reputations- risiken und bewertete insbesondere den Durchlaufcharakter der Transakti- onen nicht, sondern hielt nur fest, dass in Be zug auf die Risikoeinschät- zung keine Veränderungen notwendig seien. Im sog. Monthly update, wel- ches dem Beschwerdeführer zur Kenntnis gebracht wurde, waren die ge- nannten Transaktionen zwar erwähnt, jedoch wurde auch in jenem Rah- men keine Risikoanalyse durchgeführt. Der Einwand des Beschwerdefüh- rers, dass im Rahmen der Zahlung der 1.243 Mrd. USD die der G._______ zugrundliegende Investition in zwei Schiffe (Öl -Bohr-Plattformen) zurück- bezahlt worden sei, ist ebenfalls nicht stichhaltig. Eine solche Rückzahlung würde nahelegen, dass diese beiden Schiffe direkt oder indirekt verkauft wurden. Diese Transaktionen über 1.243 Mrd. USD wurden jedoch durch- geführt, ohne dass ein solcher Kaufvertrag oder ein anderer Vertrag der B._______ vorgelegen und dem Monthly update beigelegt worden wäre. Entsprechend der Empfehlung von Z._______ gab das GEB am 25. Juli 2014 seine Zustimmung zu einer Transaktion (die schlussendlich nicht durchgeführt wurde), wonach I._______ 500 Mio. USD in J._______ inves- tieren und J._______ die so erhaltenen Mittel in die BVI -Gesellschaft B-7186/2018 Seite 103 "T._______ S.A." zur Anlage in ein Immobilienprojekt in Riad einbringen sollte. Dem entsprechenden Protokoll der GEB -Sitzung, in welchem die Zustimmung zum oben genannten Geschäft gegeben wurde, lag u.a. ein Transaktionsmemorandum bei. Dem Transaktionsmemorandum lag wie- derum ein Entwurf des "Promissory Note Agreements" zwischen J._______ und "T._______ S.A." bei, wobei die finale Version noch nach- gereicht werden sollte. Aus diesem Entwurf des "Promissory Note Agree- ments" ging nicht hervor, dass in ein Immobilienprojekt in Riad investiert werden sollte. Die Unterlagen, aufgrund derer das GEB seine Zustimmung zum genannten neuen Geschäft über 500 Mio. USD gab, waren damit un- vollständig und widersprüchlich, was aus Risikosicht zumindest eine Ana- lyse der Bank im Hinblick auf die Rechts- und Reputationsrisiken erfordert hätte. Im Quarterly Report für das 3. Quartal fehlten zudem Angaben darüber, dass die erwähnte Transaktion über 500 Mio. USD an "T._______ S.A." die Involvierung des O._______-CEO nach sich zog, der wirtschaftlich Berech- tigter der "T._______ S.A." war. Aus Risikosicht hätte dieser Umstand zu- mindest analysiert werden müssen, weil bereits im Quarterly Report für das 2. Quartal zwei Zeitungsberichte erwähnt wurden, die sich kritisch mit dem O._______-Joint-Venture von K._______ auseinandergesetzt haben, bei welchem die B._______ bereits involviert war. Ausserdem war der Bank ein Poison Letter zugegangen, in welcher ein anonymer Verfasser gegen- über der Revisionsgesellschaft von K._______ geltend machte, dass die angeblichen Anlagefonds-Investitionen von G._______, die zur Strukturie- rung des besagen O._______-Joint-Venture gehörte, inexistent oder mas- siv überbewertet seien; der Verfasser des "Poison Letter" sprach von ei- nem Betrug riesigen Ausmasses. Der "Poison Letter" wurde in den Quarterly Reports keiner Risikoanalyse unterzogen. Dass die MAS in Sin- gapur über den Poison Letter informiert wurde bzw. dass Massnahmen mit der MAS vereinbart wurden, entlastete die Bank entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht davon, in ihrem eigenen Quarterly Report die Vor- gänge im Zusammenhang mit dem neuen Geschäft über 500 M io. USD aus Risikosicht beurteilen zu müssen. Zusammenfassend zeigt der Vergleich zwischen den im Rahmen der Quarterly Reports gemachten Angaben sowie den Kundenaktivitäten bzw. den tatsächlich stattgefundenen Transaktionen, dass wesentliche Vor- gänge, die mit Blick auf die Rechts- und Reputationsrisiken relevant gewe- sen wären, im Zusammenhang mit dem SWF/ C._______-Geschäft der B._______ nicht adäquat erwähnt wurden . Aus Risikosicht hätten die B-7186/2018 Seite 104 grossvolumigen Zahlungen an Offshore -Gesellschaften, teilweise ohne Kenntnis des wirtschaftlichen Empfängers und des Investitionszwecks , eine Risikoanalyse nach sich ziehen müssen. Dies galt umso mehr, weil auch C._______ Zahlungen erhielt. Die B._______ hätte eine sorgfältige Aufarbeitung der durchgeführten Transaktionen bzw. der zukünftigen Transaktionen der SWF -Kundschaft im Rahmen der Quarterly Reports durchführen müssen. Im Ergebnis war das Verhalten der Bank mit dem Erfordernis an eine ange messene Verwaltungsorganisation, konkret der Erfassung, Begrenzung und Überwachung der Rechts- und Reputationsri- siken gemäss Art. 3 Abs. 2 Bst. a sowie Art. 3f Abs. 2 BankG i. V. m. Art. 12 Abs. 2 und Art. 24 Abs. 1 Bst. c BankV (bzw. Art. 9 Abs. 2 und Art. 14a Abs. 1 Bst. c aBankV) sowie Art. 6 aGwV-FINMA nicht vereinbar. Nach dem Gesagten ist der Vorwurf der Vorinstanz nicht zu beanstanden, dass die Bank angesichts der finanziellen Bedeutung und des Risikopoten- tials der SWF -Kunden und aufgrund der Vorgaben in Art. 3 Abs. 2 Bst. a sowie Art. 3f Abs. 2 BankG i.V.m. Art. 12 Abs. 2 sowie Art. 24 Abs. 1 Bst. c BankV (bzw. Art. 9 Abs. 2 und Art. 14a Abs. 1 Bst. c aBankV) und Art. 6 aGwV-FINMA die mit den SWF -Geschäftsbeziehungen verbundenen Rechts- und Reputationsrisiken ungenügend erfasst, begrenzt und über- wacht habe. Angesichts der Vielzahl von Transaktionen und des beträcht- lichen Volumens des SWF-Geschäfts ist ebenfalls nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Verletzung des Organisationserfordernisses durch die B._______ als schwer eingestuft hat (vgl. E. 5.5). Die Rolle des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit der vorge- worfenen schweren Verletzung des Organisationserfordernisses der Bank 6.3 Es bleibt zu prüfen, ob der Beschwerdeführer durch sein individuelles Fehlverhalten kausal und schuldhaft die schwere Verletzung des Organi- sationserfordernisses der Bank gemäss Art. 3 A bs. 2 Bst. a und Art. 3f Abs. 2 BankG i.V.m. Art. 12 Abs. 2 und Art. 24 Abs. 1 Bst. c BankV (bzw. Art. 9 Abs. 2 und Art. 14a Abs. 1 Bst. c aBankV) sowie Art. 6 aGwV-FINMA mitbewirkt hat. Soweit die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung festhielt, der Be- schwerdeführer habe neben den Rechts - und Reputationsrisiken auch Compliancerisiken nicht erfasst, begrenzt und überwacht , kann ihr nicht gefolgt werden. Sie hat näm lich nicht konkret aufgezeigt, dass der Bank B-7186/2018 Seite 105 selber hinsichtlich der Compliancerisiken eine schwere Aufsichtsrechtsver- letzung vorzuwerfen wäre. Ebenfalls kann der Vorinstanz nicht gefolgt wer- den, soweit sie sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt stellte, der Beschwerdeführer habe im Zusammenhang mit dem Exit -Ent- scheid der Bank eine schwere Aufsichtsverletzung bewirkt. Es traf zwar zu, dass der Beschwerdeführer im Januar 2015 im Zusammenhang mit dem Entscheid der Bank über die Weiterführung der Geschäftsbeziehungen mit der SWF-Kundschaft keine negative Risikoeinschätzung abgab. Allerdings fehlte es in dieser Hinsicht an einem vorwerfbaren Verhalten der Bank sel- ber, die am 29. Januar 2015 trotzdem den Ausstieg aus den Geschäftsbe- ziehungen beschloss; die Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung die Vorgänge im Zusammenhang mit dem Exit -Entscheid sodann auch nicht als Verletzung des Organisationserfordernisses der Bank themati- siert, sondern lediglich in Bezug auf den Beschwerdeführer selbst. Hingegen treffen die Ausführungen der Vorinstanz zu, dass der Beschwer- deführer im Rahmen des sog. "Action Plans", u.a. auch gegenüber der FINMA, im Nachgang zu den Z._______-Empfehlungen u.a. für die Rechts- und Reputationsrisiken im SWF-Geschäft als koordinationszustän- dig bezeichnet wurde. Der Beschwerdeführer unterzeichnete zudem ins- besondere die zuvor erwähnten Quarterly Reports für das 2. , 3., und 4 . Quartal 2014 . Hierbei ist zu bemerken, dass der Beschwerdeführer m it Blick auf die SWF -Geschäftsbeziehungen explizit für "Regulatory, Legal, Compliance und Reputational Risks" der Bank verantwortlich war und er die Quarterly Reports gleichberechtigt mit zwei weiteren Personen, dem Head Group Risk Management und dem CEO Asien, der die Quarterly Re- ports versandte, unterzeichnete. Konkret waren dem Beschwerdeführer aufgrund seiner Funktion und der Verantwortung hinsichtlich der Quarterly Reports für das 2., 3. und 4. Quar- tal 2014 die mangelnde Risikoeinschätzung betreffend die zuvor darge- stellten Transaktionen zuzurechnen. Insbesondere unterschrieb der Be- schwerdeführer die Quarterly Reports samt den darin enthaltenen positi- ven Risikoeinschätzungen, ohne die Lücken und Mängel in der Erfassung und Rapportierung der Rechts- und Reputationsrisiken zu beheben oder auch nur darauf hinzuweisen. Dies galt insbesondere auch deshalb, weil er als Koordinator des Informationsflusses betreffend das SWF -Geschäft zumindest hätte veranlassen müssen, dass sämtliche Angaben betreffend Betrag, Gegenpartei und Zweck erfasst wurden, damit die verantwortlichen Personen, wozu auch der Beschwerdeführer selbst gehört e, eine Risi- koeinschätzung hätten vornehmen können. So fehlten Analysen der bereits B-7186/2018 Seite 106 erwähnten Medienber ichte über das O._______-Joint-Venture von K._______ und hinsichtlich des erwähnten Poison Letters, die aus Risiko- sicht ungenügend adressiert wurden. Exemplarisch zeigte sich das Fehl- verhalten des Beschwerdeführers auch im Quarterly Report des 4. Quar- tals, in welchem der Beschwerdeführer nicht auf die Risikoanalyse der Durchlauftransaktionen von Oktober/November 2014 im Umfang von 1.243 Mrd. USD vom I._______-Konto auf das Konto von N._______ bestand. Der Beschwerdeführer wusste darüber Bescheid, dass es sich um gross- volumige Geschäfte handelte und dass neben den Staatsfonds auch C._______ beteiligt war, aufgrund dessen Beteiligung der Beschwerdefüh- rer schon zuvor ein Geschäft verweigert hatte. Der Beschwerdeführer hätte sich über die Details dieser auch für die Bank wichtigen Transaktionen ins Bild setzen (lassen) müssen, beispielsweise auf welcher Grundlage die Transaktionen durchzuführen waren und auch festhalten müssen, dass es sich zum Teil um reine Durchlauftransaktionen handelte. Als mögliche Mas- snahmen, wie der Beschwerdeführer für eine adäquate Risikoeinschä t- zung hätte sorgen können, nennt die angefochtene Verfügung überzeu- gende Beispiele. So hätte ein blosser Abgleich der Transaktionen der SWF-Kunden mit denjenigen von C._______ oder eine kritische Durchsicht und Darstellung d er Compliance - und Kontoeröffnun gsunterlagen der SWF-Kunden zu einem wesentlich realistischeren Bild über die vorhande- nen Risiken geführt. Dazu hätte ein Plausibilitätscheck über sämtliche Be- ziehungen (oder zumindest über diejenigen mit hohem Transaktionsvolu- men) durchgeführt werden müssen. Insgesamt war der Beschwerdeführer mitverantwortlich dafür, dass die Bank auch nach der Intervention der FINMA und trotz entsprechender Empfehlungen der Prüfgesellschaft weiterhin die mit der SWF-Kundschaft verbundenen Rechts- und Reputationsrisiken nicht erfasste, begrenzte und überwachte. Er hat die mit den SWF -Geschäften verbundenen und stetig wachsenden Risikofaktoren und auch die in Bezug auf die Verletzung von Geldwäschereivorschriften bestehenden Verdachtsmomente nicht zu Pro- tokoll gegeben, obwohl er von den relevanten Umständen Kenntnis hatte oder bei korrekter Erfüllung seiner Aufgaben hätte haben müssen. Nach der zutreffenden Ansicht der Vorinstanz wäre eine informierte und doku- mentierte Erfassung der mit den SWF -Geschäftsbeziehungen verbunde- nen Risiken in seinen Aufgabenbereich gefallen. Die Vorinstanz hat ihre Ansicht zu Recht damit begründet, dass der Beschwerdeführer Head of Legal & Compliance auf Gruppen- und Einzelinstitutsebene und Chairman des ORCC gewesen sei, sowie damit, dass der Bes chwerdeführer eine B-7186/2018 Seite 107 fallspezifische Verantwortung für die Informationsbeschaffung bzw. die Entscheide und Einschätzungen bezüglich der Rechts- und Reputationsri- siken gehabt habe. Die Vorinstanz hat auch zutreffend darauf hingewiesen, dass das vom Beschwerdeführer zu koordinierende Reporting über die Ri- siken im SWF-Geschäft lückenhaft gewesen sei und er massgebliche Risi- kofaktoren und Verdachtsmomente ausgeblendet habe, welche ihm entwe- der bekannt gewesen seien oder hätten bekannt sein müssen. Dass die Vorinstanz die individuelle Zurechenbarkeit zum Beschwerdefüh- rer hinsichtlich der Verletzung des Organisationserfordernisses der Bank, konkret der ungenügenden Erfassung, Begrenzung und Überwachung der Rechts- und Reputationsrisiken gemäss Art. 3 Abs. 2 Bst. a und Art. 3f Abs. 2 BankG i.V.m. Art. 12 Abs. 2 und Art. 24 Abs. 1 Bst. c BankV (bzw. Art. 9 Abs. 2 und Art. 14a Abs. 1 Bst. c aBankV) sowie Art. 6 aGwV-FINMA bejaht hat, ist nach dem Gesagten nicht zu beanstanden. VORGEWORFENE VERLETZUNG VON ART. 3 ABS. 2 BST. C SOWIE ART. 3f ABS. 1 BANKG 7. Die dritte Begründungslinie der Vorinstanz für eine schwere Verletzung von Aufsichtsrecht im Sinne von Art. 33 FINMAG ist im Vorwurf zu sehen, dass die Bank bzw. der Beschwerdeführer die aufsichtsrechtlichen Anforderun- gen an die Gewähr für eine einwandfreie Geschäftstätigkeit verletzt habe. Die Gewährsverletzung hat die Vorinstanz mit der Verletzung von auf- sichtsrechtlichen Bestimmungen bei der Bekämpfung der Geldwäscherei und der Verletzung des Organisationserfordernisses begründet. Andere Verletzungen von aufsichts rechtlichen Pflichten, die eine Gewährsverlet- zung nach sich ziehen könnten, hat die Vorinstanz nicht geltend gemacht. Die schwere Verletzung von aufsichtsrechtlichen Bestimmungen bei der Bekämpfung der Geldwäscherei und die schwere Verletzung des Organi- sationserfordernisses wurden bejaht. In Bezug auf den von Art. 33 FINMAG vorausgesetzten Tatbestand spielt es daher keine entscheidende Rolle mehr, ob mit der Verletzung von auf- sichtsrechtlichen Bestimmungen bei der B ekämpfung der Geldwäscherei und der Verletzung des Organisationserfordernisses gleichzeitig eine Ge- währsverletzung verbunden war bzw. ob der Beschwerdeführer überhaupt eine Gewährsstellung hatte. Ebenso ist nicht entscheidend , ob das Ge- währserfordernis angesichts der hohen Anforderungen an das Legalitäts- prinzip und an die Bestimmtheit der aufsichtsrechtlichen Handlungspflicht B-7186/2018 Seite 108 (vgl. E. 4.3 f.) überhaupt eine hinreichende Grundlage für eine schwere Verletzung bilden könnte, das ein Berufsverbot rechtfertigt e (vgl. PHILIPP HABERBECK, Stellt das Gewährserfordernis gemäss Art. 3 Abs. 2 lit. c BankG eine aufsichtsrechtliche Bestimmung im Sinne von Art. 33 FINMAG [Berufsverbot] dar?, Jusletter vom 8. Februar 2016; HSU/BAHAR/FLÜH- MANN, a.a.O., Art. 33 N. 11). Nach dem Gesagten müssen die entsprechen- den Fragen vorliegend nicht beantwortet werden und können offen bleiben. WEITERE RÜGEN DES BESCHWERDEFÜHRERS 8. Der Beschwerdeführer rügt pauschal die Verletzung des Gleichheitsge- bots, weil die Vorinstanz die für die behaupt eten Verletzungen von Sorg- faltspflichten haupt - und mitverantwortlichen Personen der B._______ nicht sanktioniert habe, sowie die Verletzung des Rechts auf Wirtschafts- freiheit i.S.v. Art. 27 und Art. 94 Abs. 1 BV, weil das ohne Vorliegen einer schweren Verletzung von aufsichtsrechtlichen Bestimmungen auferlegte Berufsverbot ihn in seiner wirtschaftlichen Tätigkeit im Finanzsektor ein- schränke. Gemäss Art. 27 Abs. 1 BV ist die Wirtschaftsfreiheit gewährleistet. Sie be- inhaltet namentlich die freie Wahl des Berufes sowie den freien Zugang zu einer privatwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit und deren freie Ausübung . Schwerwiegende Einschränkungen müssen im Gesetz selbst vorgesehen sein (vgl. BGE 142 I 162 E. 3.2.1; 141 V 557 E. 7.1 m.w.H.; GIOVANNI BIAG- GINI, Orell Füssli Kommentar BV, 2. Aufl. 2017, Art. 94 N. 1; RHINOW RENÉ et al., Öffentliches Wirtschaftsrecht, 2. Aufl. 2011, S. 69). Die wirtschaftlichen Tätigkeiten des Beschwerdeführers wird mit einem so- wohl zeitlich wie auch sachlich (auf die leitende Stellung bei einem von der FINMA Beaufsichtigten) begrenzten Berufsverbot nicht über Gebühr bean- sprucht, zumal die schwere Verletzung von aufsichtsrechtlichen Bestim- mungen – entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers – bestätigt worden ist (vgl. E. 5.5 und 6.2) und das Berufsverbot gesetzlich in Art. 33 FINAMG vorgesehen ist . Der Beschwerdeführer macht darüber hinaus nicht konkret geltend, inwiefern das Recht auf Wirtschaftsfreiheit i.S.v. Art. 27 und Art. 94 Abs. 1 BV verletzt sein könnte. Das in Art. 8 BV verankerte Gleichbehandlungsgebot verlangt, dass Glei- ches nach Massgabe seiner Gleichheit gleich (Gleichheitsgebot) und Un-B-7186/2018 Seite 109 gleiches nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich (Differenzierungs- gebot) zu behandeln ist (vgl. MÜLLER/SCHEFER, Grundrechte in de r Schweiz, 4. Aufl. 2008, S. 658). Der Anspruch auf rechtsgleiche Behand- lung wird insbesondere dann verletzt, wenn hinsichtlich einer entscheidwe- sentlichen Tatsache rechtliche Unterscheidungen getroffen werden, für die ein vernünftiger Grund in den zu rege lnden Verhältnissen nicht ersichtlich ist, oder wenn Unterscheidungen unterlassen werden, die aufgrund der Verhältnisse hätten getroffen werden müssen (vgl. BGE 135 V 361 E. 5.4). Ein Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht besteht indes nicht ( vgl. BGE 132 II 485 E. 8.6; 122 II 446 E. 4; Urteile des BVGer C-235/2009 vom 13. Mai 2011 E. 6.2; C-4740/2009 E. 6.1.2). Hinsichtlich der geltend gemachten Verletzung des Gleichheitsgebots ist auf das bereits erwähnte Urteil des BGer 2C_192/2019 vom 11. März 2020 hinzuweisen. Demnach ist die individuelle Zurechnung unter den dort ge- nannten Voraussetzungen zu bejahen (vgl. E. 5.6.1) , unabhängig davon, ob andere Stellen innerhalb der Bank, wie beispielsweise im vorliegenden Fall dem Beschwerdeführer unter- oder übergeordnete Instanzen, eine Mit- bzw. Oberverantwortung trugen. Der vorliegende Entscheid hat die Auffas- sung der Vorinstanz bestätigt, dass dem Beschwerdeführer innerhalb der Bank aufgrund seiner Funktion als Head of Legal & Compliance und Ge- neral Counsel hinsichtlich der der Bank vorgeworfenen Aufsichtsrechtsver- letzungen eine herausragende Stellung zukam und dass er eine solche mitbewirkte. Demnach ist die Auferlegung des Berufsverbots gegenüber dem Beschwerdeführer, nicht aber gegenüber anderen B._______-Ange- stellten, durch die Vorinstanz nicht ohne Grund erfolgt, sondern wird seiner Rolle innerhalb der B._______ gerecht. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass zumindest gegenüber einem weiteren Angestellten der B._______ ein Berufsverbotsverfahren hängig ist. Über das Gesagte hinausgehend bringt der Beschwerdeführer nichts Konkretes vor, inwiefern das Gleichheitsge- bot im vorliegenden Fall von der FINMA verletzt sein könnte. Die pauschalen Rügen des Beschwerdeführers, namentlich die Verletzung des Gleichheitsgebots gemäss Art. 8 BV und die Verletzung des Rechts auf Wirtschaftsfreiheit i.S.v. Art. 27 und Art. 94 Abs. 1 BV vermögen das von der Vorinstanz ausgesproc hene Berufsverbot nach dem Gesagten nicht in Zweifel zu ziehen. VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT DES DREIJÄHRIGEN BERUFSVERBOTS 9. B-7186/2018 Seite 110 Es bleibt zu beurteilen, ob das dem Beschwerdeführer auferlegte dreijäh- rige Berufsverbot vor dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit standhält. 9.1 In Durchbrechung des Grundsatzes der I nstitutsaufsicht kann die FINMA, wie bereits erwähnt, Personen, die durch ihr individuelles Fehlver- halten kausal und schuldhaft eine schwere Verletzung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen bewirkt haben, für eine D auer von bis zu fünf Jahren die Tätigkeit in leitender Stellung bei einer oder einem Beaufsichtigten unter- sagen (Art. 33 FINMAG; vgl. BGE 142 II 243 E. 2.2). Ein Berufsverbot im Sinn von Art. 33 FINMAG stellt eine erhebliche Be- schränkung der Wirtschaftsfreiheit des Betroffenen dar. Entsprechend hat die Vorinstanz bei der Bemessung der Dauer den Grundsatz der Verhält- nismässigkeit zu beachten (vgl. Urteil des BGer 2C_929/2017 vom 23. April 2018 E. 3). Der Gesetzgeber verankerte den Grundsatz der Verhältnismäs- sigkeit und das Opportunitätsprinzip mit der Voraussetzung der schweren Verletzung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen. Verletzungen aufsichts- rechtlicher Bestimmungen marginaler Bedeutung sollten nicht mit spezifi- schen aufsichtsrechtlichen Massnahmen sanktioniert werden können. Die Umstände des Einzelfalles wie bloss untergeordnete Implikation oder be- sondere Umstände, die darauf hinweisen, dass es künftig zu keiner weite- ren Verletzung finanzmarktrechtlicher Pflichten kommen wird ("tätige Reue", fehlende Wiederholungsgefahr), sind in Anwendung des Opportu- nitätsprinzips und der Verhältnismässigkeit bei der Beurteilung, ob die Ver- letzung des Aufsichtsrechts schwer wiegt, zu berücksichtigen ( vgl. Urteile des BGer 2C_192/2019 vom 11. März 2020 E. 4.5; 2C_571/2018 vom 30. April 2019 E. 5.3.2; 2C_30/2011 vom 12. Januar 2012 E. 5.2.2). Ob ein Berufsverbot erforderlich und verhältnismässig ist, ist eine Frage, in Bezug auf deren Beantwortung der Vorinstanz technisches Ermessen zukommt, weshalb die Rechtsmittelinstanz sich bei der Beurteilung eine gewisse Zu- rückhaltung auferlegt (vgl. Urteil des BVGer B-4827/2017 vom 24. Februar 2020 E. 5.2). 9.2 Wie dargelegt, ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz zum Schluss gekommen ist, dass der Beschwerdeführer im Rahmen des in der angefochtenen Verfügung zu Grunde gelegten Ausschnitts des SWF/C._______-Geschäfts der B._______ persönlich für schwere Verlet- zungen der Geldwäschereivorschriften sowie für schwere Verletzungen des Organisationserfordernisses der Bank und damit kausal und schuld- haft für eine schwere Verletzung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen durch die Bank verantwortlich sei. B-7186/2018 Seite 111 Angesichts der wiederholten Pflichtverletzungen und deren Schwere , die sich aus dem in der angefochtenen Verfügung betrachteten Ausschnitts des SWF/C._______-Geschäfts der Bank ergab, ist das ausgesprochene Berufsverbot nicht zu beanstanden. Die Dauer des Berufsverbotes erweist sich im Ergebnis als ebenfalls verhältnismässig. Der im Vergleich zur an- gefochtenen Verfügung weggefallene Vorwurf gegenüber dem Beschwer- deführer im Zusammenhang mit der Exit -Entscheidung aus dem SWF/C._______-Geschäft ist nur untergeordneter Natur und rechtfertig t keine Anpassung der Dauer des Berufsverbots. Auch die im vorliegenden Verfahren offen gelassene Frage der Gewährsverletzung durch den Be- schwerdeführer (vgl. E. 7) führt nicht zu einer Verkürzung der Dauer des Berufsverbots, weil die Vorinstanz der behaupteten Gewährsverletzung oh- nehin ein schon berücksichtigter Sachverhalt zu Grunde legte. Damit würde auch die bundesverwaltungsgerichtliche Bestätigung der vo- rinstanzlich behaupteten Gewährsverletzung, die ausschliesslich auf den bereits berücksichtigten Verletzungen der Geldwäschereivorschriften und des Organisationserfordernisses beruht, die Schwere der Verletzung nicht wesentlich zu Ungunsten des Beschwerdeführers beeinflussen. Ebenso ist im Vergleich zur angefochtenen Verfügung zwar die vorgeworfene Verlet- zung der Erfassung, Begrenzung und Überwachung der Compliancerisiken weggefallen. Es handelt sich hierbei aber lediglich um ein Element der be- stätigten schweren Verletzung von Art. 3 Abs. 2 Bst. a und Art. 3f Abs. 2 BankG i.V.m. Art. 12 Abs. 2 und Art. 24 Abs. 1 Bst. c BankV (bzw. Art. 9 Abs. 2 und Art. 14a Abs. 1 Bst. c aBankV) sowie Art. 6 aGwV-FINMA durch die Bank bzw. den Beschwerdeführer. Eine Bestätigung der ungenügenden Erfassung, Begrenzung und Überwachung der Compliancerisiken durch den Beschwerdeführer hätte daher keinen wesentlichen Einfluss auf den Unrechtsgehalt der vorgeworfenen Unterlassungen. Die Vorinstanz hat die Dauer des Berufsverbots in der oberen Hälfte der gesetzlich vorgesehenen Dauer angesetzt. Die beträchtlichen Vermögens- werte, die involviert waren, hätten auch eine längere Dauer des Berufsver- bots nicht ausgeschlossen. In der Interessenabwägung zwischen dem Re- gelungszweck des FINMAG und den Nachteilen im wirtschaftlichen Fort- kommen des Betroffenen hat sie die persönliche und berufliche Situation des Beschwerdeführers berücksichtigt. Dass die Vorinstanz hierbei we- sentliche Punkte nicht oder nicht genügend berücksichtigt habe, bringt der Beschwerdeführer nicht vor. Was die faktische Vorwirkung des Berufsver- botes betrifft, ist der Beschwerdeführer der Ansicht, dass die Dauer des Enforcementverfahrens von 30 Monaten unverhältnismässig gewesen sei. Auch wenn die Dauer des Enforcementverfahrens auf den ersten Blick B-7186/2018 Seite 112 lange erscheint, muss im vorliegenden Fall insbesondere der Umfang und die Komplexität des Falls in sachverhaltlicher Hinsicht berücksichtigt wer- den, der in einem engen Kontext mit K._______ steht und – wie auch die umfangreichen Eingaben des Beschwerdeführers, sowohl vor der Vo- rinstanz als auch vor dem Bunde sverwaltungsgericht, zeigen – viele be- hauptete offene Fragen bestanden haben. Die Dauer des Enforcementver- fahrens rechtfertigt jedenfalls nicht in die Dauer des Berufsverbots einzu- greifen, zumal die Vorinstanz im Wissen um die Dauer des Enforcement- verfahrens den Beginn des dreijährigen Berufsverbots bewusst ab Rechts- kraft der Verfügung angeordnet hat. Schliesslich hält die Dauer des Berufs- verbots auch unter Berücksichtigung des beruflichen W erdeganges, der Funktion und der Tätigkeit des Beschwerdeführers bei der Bank vor Bun- desrecht stand. FAZIT 10. Im Ergebnis erweist sich die Beschwerde daher als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. VERFAHRENSKOSTEN UND PARTEIENTSCHÄDIGUNG 11. Entsprechend dem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer die Ver- fahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1 ff. des Regle- ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Spruchge- bühr richtet sich nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien (Art. 63 Abs. 4bis VwVG und Art. 2 Abs. 1 VGKE) und ist abhängig davon, ob es sich um eine Strei- tigkeit mit oder ohne Vermögensinteresse handelt (Art. 3 und 4 VGKE). Ein Vermögensinteresse besteht bereits dann, wenn der Entscheid unmit- telbar finanzielle Auswirkungen zeitigt oder mittelbar ein Streitwert konkret beziffert werden kann, weil in diesen Fällen von den Betroffenen letztlich wirtschaftliche Zwecke verfolgt werden (vgl. BGE 139 II 404 E. 12.1; 135 II 172 E. 3.1; BVGE 2010/14 E. 8.1.2). Für die Qualifikation als vermögens- rechtliche Streitigkeit ist somit massgeblich, ob der Rechtsgrund des strei- tigen Anspruchs letzten Endes im Ve rmögensrecht ruht bzw. ob mit den Begehren letztlich und überwiegend ein wirtschaftlicher Zweck verfolgt wird B-7186/2018 Seite 113 (vgl. BVGE 2010/14 E. 8.1.2); d.h. es genügt, wenn der Betroffene eine Massnahme verlangt, deren Finalität in der Verteidigung seiner Vermö- gensrechte besteht (vgl. BGE 139 II 404 E. 12.1). Das Vermögensinteresse besteht vorliegend darin, dass der Beschwerdeführer durch das Berufsver- bot in der angefochtenen Verfügung während drei Jahren keine Tätigkeit in seinem angestammten Beruf in einer leitenden Stellung mehr ausüben kann. Der Einwand des Beschwerdeführers, infolge Pensionierung bzw. seines Alters nicht mehr im beaufsichtigten Bereich tätig zu werden, stellt zum einen eine blosse Behauptung dar und zum anderen vermag der Ein- wand die grundsätzliche Einschränkung einer möglichen beruflichen Tätig- keit infolge Berufsverbot nicht stichhaltig in Frage zu stellen. Das Gericht kann das Vermögensinteresse schätzen, wenn es sich, wie vorliegend, nicht klar beziffern lässt (Art. 51 Abs. 2 BGG in analoger An- wendung, vgl. hierzu BVGE 2010/14 E. 8.1.2). Im vorliegenden Verfahren erweist sich eine Schätzung , auch aufgrund der geltend gemachten Ne- beneinkünften, als schwierig. Angesichts der Dauer des Berufsverbots von drei Jahren und der vom Beschwerde führer mutmasslich erzielten jährli- chen Verdienste könnte maximal die Streitwert -Kategorie gemäss Art. 4 VGKE von Fr. 1'000'000.– bis Fr. 5'000'000.– betroffen sein, womit grund- sätzlich eine Gebühr von Fr. 7'000.– bis Fr. 40'000.– zu erheben wäre, während in Streitigkeiten ohne Vermögensinteressen eine solche von Fr. 200.– bis Fr. 5'000.– zu erheben wäre (Art. 3 VGKE) . Bei der Festle- gung der Gerichtsgebühr kann über die Höchstbeträge nach den Art. 3 und 4 VGKE, mithin also auch in nicht vermögensrechtlichen Streitigkeiten, hin- ausgegangen werden, wenn besondere Gründe, namentlich ausseror- dentlicher Aufwand, es rechtfertigen (Art. 2 Abs. 2 VGKE). Die Beschwerde und die Replik des Beschwerdeführers an das Bundesverwaltungsgericht umfassen insgesamt über 300 Seiten und die Vorakten füllen mehrere Zü- gelschachteln. Die vorliegende Beschwerde führte im Vergleich zu ähnlich gelagerten (Berufsverbots-) Fällen zu einem ausserordentlich hohen Auf- wand. Die Verfahrenskosten sind auf Fr. 25'000.– festzusetzen. Dem un- terliegenden Beschwerdeführer ist keine Parteientschädigung zuzuspre- chen (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 VGKE). B-7186/2018 Seite 114 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 25'000.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde); – die Vorinstanz (Ref-Nr. G01098064; Gerichtsurkunde). Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Francesco Brentani Diego Haunreiter B-7186/2018 Seite 115 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange- legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver- tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange- fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde- führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 16. August 2021