U rteil vom 31. M ai 2007 {T 0/2} M itw irkung: R ichter M artin Zoller, Vito Valenti, H ans Schürch G erichtsschreiberin Kathrin M angold H orni D -5070/2006 M ._______, geboren_______, unbekannter H erkunft (angeblich Angola), und dessen Ehefrau T._______, geboren_______, Angola, sow ie die gem einsam en Kinder X._______, geboren_______, Angola, Y._______, geboren_______, Angola, und Z._______, geboren_______, Angola, w ohnhaft________, vertreten durch_______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), vorm als Bundesam t für Flüchtlinge (BFF), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 29. A ugust 2006 i.S. A syl und W egw eisung Sachverhalt: B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l A bteilung IV zom /m ak2 A. a) D er Beschw erdeführer verliess Angola gem äss eigenen Angaben am 8. Juli 2002 zusam m en m it den beiden m inderjährigen Kindern seiner Schw ägerin (R ._______, geboren_______, und L._______, geboren_______) und gelangte - nach Zw ischenlandung auf einem ihm nicht nam entlich bekannten Flughafen - auf dem Luftw eg nach Italien. Von dort her seien sie am 12. Juli 2002 in einem Personenw agen unter U m gehung der G renzkontrollen in die Schw eiz eingereist. D er Beschw erdeführer stellte - w ie seine N ichte und sein N effe - noch glei- chentags in der Em pfangsstelle (heute: Em pfangszentrum ) Vallorbe ein Asylge- such. N ach dem Transfer in die Em pfangsstelle C hiasso w urde er dort am 19. Juli 2002 sum m arisch befragt. Für den Aufenthalt w ährend der D auer des Asylverfah- rens w urde er dem Kanton Zürich zugew iesen. D ie zuständige kantonale Behörde hörte ihn am 3. O ktober 2002 eingehend zu seinen Asylgründen an. Anlässlich der Befragungen m achte der Beschw erdeführer im W esentlichen gel- tend, er sei in der angolanischen Exklave C abinda geboren und im Alter von sechs Jahren zu einem O nkel nach Luanda gezogen, w o er w ährend sieben Jahren die Schule besucht habe. Später habe er als H ändler und Verkäufer gearbeitet. Er sei dann einer zur "Frente de Libertação do Enclave de C abinda" (FLEC ) gehörenden M obilisierungstruppe nam ens FM EC beigetreten und habe für diese O rganisation unter anderem Personendaten der in Luanda w ohnhaften M itglieder nach C abinda überm ittelt. Anfangs Juni 2002 habe ein M ann an seiner H austüre vorgesprochen und seiner Frau m itgeteilt, er - der Beschw erdeführer - m üsse auf der Post persön- lich ein Paket abholen. D a ihn ein Freund gew arnt habe, auf der Poststelle w arte die Polizei auf ihn und w olle ihn festnehm en, sei er der Aufforderung nicht nachge- kom m en und habe sich stattdessen zusam m en m it seiner Ehefrau und seinen drei (eigenen) Kindern zu einem O nkel begeben. Vor dessen H aus sei jedoch ein Fahr- zeug der Polizei gestanden, w eshalb der Beschw erdeführer m it seiner Fam ilie um - gehend zu einem Freund dieses O nkels gegangen sei. D ieser M ann habe ihm dann gesagt, sein O nkel sei w egen Verdachts auf M itgliedschaft bei der FLEC festgenom m en w orden, und ihm - dem Beschw erdeführer - die sofortige Ausreise geraten. Für den Betrag von U S$ 4'000.-- habe der Freund seines O nkels ihm R ei- sepapiere beschafft und die R eise nach Europa organisiert. Im M ai 2003 w urden Fingerabdruckvergleiche m it Frankreich und Portugal in Auf- trag gegeben. Es konnte kein vorgängiger Aufenthalt des Beschw erdeführers in diesen beiden Ländern festgestellt w erden. b) D er älteste Sohn des Beschw erdeführers, X._______, reiste gem äss Angaben seines Vaters am 10. N ovem ber 2003 in die Schw eiz ein. X._______ habe bis anhin bei seiner M utter - der Ehefrau des Beschw erdeführers und Be- schw erdeführerin (vgl. nachstehend Bst. e) - im Q uartier R ._______ in Luanda gelebt und sei nun ohne sein W issen von einer unbekannten Person auf unbekanntem W eg in die Schw eiz gebracht w orden.3 c) Am 4. M ärz 2004 suchte eine w eitere m inderjährige N ichte des Beschw erdefüh- rers, E._______, in der Schw eiz um Asyl nach. d) D ie Fachstelle LIN G U A erstellte am 29. April 2004 gestützt auf ein am 27. April 2004 m it dem Beschw erdeführer durchgeführtes telefonisches Interview ein H er- kunftsgutachten. e) D ie Beschw erdeführerin reiste gem äss ihren Angaben am 12. Januar 2005 in Begleitung ihrer beiden anderen Kinder, den Zw illingen Y._______ und Z._______, von Italien her unter U m gehung der G renzkontrolle in die Schw eiz ein und suchte gleichentags im Em pfangszentrum Vallorbe um Asyl nach. N ach D urchführung einer ersten Befragung am 17. Januar 2005 im Em pfangszentrum Vallorbe w urde die Beschw erdeführerin zusam m en m it ihren beiden jüngeren Kindern dem Aufenthaltskanton ihres Ehem annes und des Sohnes X._______, _______ zugew iesen. Am 18. Februar 2005 w urde die Beschw erdeführerin von einer M itarbeiterin des M igrationsam tes des Kantons Zürich eingehend angehört. Anlässlich der Anhörungen brachte sie im W esentlichen vor, sie stam m e aus Luanda, w o sie w ährend sechs Jahren die Schule besucht und bis zum Jahre 2002 als Fischverkäuferin gearbeitet habe. N achdem ihr Ehem ann das Land verlassen habe, habe sich die Polizei regelm ässig bei ihr nach dessen Aufenthaltsort erkun- digt. Sie habe desw egen m ehrere M ale den W ohnort innerhalb von Luanda w ech- seln m üssen. Als die Problem e m it der Polizei begonnen hätten, habe die Fam ilie ihres Ehem annes ihr den Sohn X._______ w eggenom m en. Sie habe befürchtet, dass m an ihr auch die beiden anderen Kinder w egnehm en w ürde. Zudem habe die Freundin, bei der sie eine W eile im Q uartier C ._______ in Luanda gelebt habe, Angst davor gehabt, ebenfalls durch die Polizei behelligt zu w erden, w eshalb sie - die Beschw erdeführerin - sich entschlossen habe, ihrem Ehem ann nach Europa zu folgen. Sie habe Luanda am 10. Januar 2005 auf dem Luftw eg verlassen und sei auf ihr unbekanntem W eg nach Italien gereist. f) D ie von den Beschw erdeführern eingereichten Identitätsdokum ente w urden am 5. Juli 2006 einer BFM -internen Analyse unterzogen. g) Am 25. Juli 2006 w urden die Beschw erdeführer durch einen M itarbeiter des BFM in Bern-W abern ergänzend angehört. D abei w urde den Beschw erdeführern auch das rechtliche G ehör zu den Ergebnissen der D okum entenanalyse bezie- hungsw eise - sow eit den Beschw erdeführer betreffend - zum R esultat der LIN - G U A-Expertise vom 29. April 2004 sow ie zum U m stand, dass in ihren eigenen Aussagen zahlreiche U ngereim theiten aufgetreten seien und die drei verw andten Kinder R ._______, L._______ und E._______ abw eichende Angaben zu den Fam ilienverhältnissen und zur H erkunft der Beschw erdeführer gem acht hätten, gew ährt. 4 h) Auf entsprechende Anfrage des BFM vom 6. Juli 2006 hin verneinte die zustän- dige Behörde des Kantons Zürich vom 3. August 2006 das Vorliegen der Voraus- setzungen für eine vorläufige Aufnahm e aufgrund einer schw erw iegenden persön- lichen N otlage im Sinne von aArt. 44 Abs. 3-5 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) und beantragte m it Schreiben vom 3. August 2006 den Vollzug der W egw eisung der Beschw erdeführer. B. a) M it Verfügung vom 29. August 2006 - eröffnet am 30. August 2006 - lehnte das BFM die Asylgesuche der Beschw erdeführer m it der Begründung ab, die Vorbrin- gen der Beschw erdeführer hielten den Anforderungen an die G laubhaftigkeit nicht stand. Insbesondere habe der Beschw erdeführer nicht w ie angegeben den gröss- ten Teil seines Lebens in Angola verbracht. Zudem hätten sich die beiden Identi- tätskarten der Beschw erdeführer als Totalfälschungen herausgestellt und auch die Identitätsausw eise der Kinder w iesen deutliche Fälschungsm erkm ale auf; die frag- lichen D okum ente w ürden daher gestützt auf Art. 10 Abs. 4 AsylG eingezogen. G leichzeitig ordnete das BFM die W egw eisung der Beschw erdeführer aus der Schw eiz an und stellte - unter gleichzeitiger G utheissung des entsprechenden An- trages der kantonalen Behörde - fest, der Vollzug der W egw eisung sei zulässig, zum utbar und m öglich. b) M it Verfügung vom gleichen Tag w urden auch die Asylgesuche der drei ver- w andten Kinder R ._______, L._______ und E._______ abgew iesen. D er Vollzug der W egw eisung w urde hingegen als nicht zum utbar erachtet und die drei - nicht m ehr m it den Beschw erdeführern im selben H aushalt lebenden - Kinder in der Folge vorläufig aufgenom m en. C . a) D ie Beschw erdeführer beantragten durch ihren R echtsvertreter bei der dam als zuständigen Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) für sich und ihre drei Kinder m it Eingabe vom 29. Septem ber 2006 die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die G ew ährung des Asyls. Eventuell sei festzustellen, dass sie nicht in ihr H eim atland zurückkehren könnten und ihnen in der Folge die vorläufige Aufnahm e in der Schw eiz zu gew ähren. G egebenenfalls sei zur Vervollständigung des Sachverhaltes ein psychiatrisches G utachten einzuholen. Zur Stützung dieser Anträge - auf deren Begründung, sow eit für den Entscheid w e- sentlich, in den nachfolgenden Erw ägungen eingegangen w ird - w urde ein dem In- ternet entnom m ener Artikel über Angola zu den Akten gegeben. b) D ie die m it den Beschw erdeführern angeblich verw andten Kinder R ._______, L._______ und E._______ betreffende BFM -Verfügung vom 29. August 2006 trat dem gegenüber unangefochten in R echtskraft. 5 D . M it Zw ischenverfügung vom 12. O ktober 2006 forderte die AR K die Beschw erde- führer beziehungsw eise deren R echtsvertreter - unter Androhung des N ichteintre- tens im U nterlassungsfall - zur Bezahlung eines Kostenvorschusses in der H öhe von Fr. 600.-- bis zum 27. O ktober 2006 auf. D er verlangte Kostenvorschuss w urde am 25. O ktober 2006 einbezahlt. E. D ie Vorinstanz schloss m it Vernehm lassung vom 17. N ovem ber 2006 auf Abw ei- sung der Beschw erde, da diese keine neuen erheblichen Tatsachen oder Bew eis- m ittel enthalte, w elche eine Änderung ihres Standpunktes rechtfertigen könnten. D ie Vernehm lassung w urde den Beschw erdeführern beziehungsw eise deren R echtsvertreter am 21. N ovem ber 2006 zur Kenntnis gebracht. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verw altungsverfahren vom 20. D ezem - ber 1968 (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehö- ren Verfügungen des BFM gestützt auf das AsylG ; das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, am 1. Januar 2007 die Beurteilung der bei der vorm aligen AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführer sind legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist 6 m ithin einzutreten. 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim at- staat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politi- schen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gel- ten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum in- dest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vor- handensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeb- lich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D ie Vorinstanz befand in ihrer angefochtenen Verfügung vorab zu R echt, die Vor- bringen der Beschw erdeführer seien in w esentlichen Punkten zu w enig konkret, detailliert und differenziert ausgefallen. So w ar der Beschw erdeführer, w elcher gel- tend gem acht hatte, in Luanda der FLEC beziehungsw eise deren "M obilisierungs- truppe FM EC " beigetreten zu sein und sich um die M itgliederregistrierung und die Ü berm ittlung von D aten nach C abinda geküm m ert zu haben, in der Tat nicht in der Lage, genauere Angaben zu dieser O rganisation, zu deren Zielen oder zu seinem persönlichen Engagem ent zu m achen. D es W eiteren gab der Beschw erdeführer auf ihm anlässlich der Befragungen ge- stellte konkrete Fragen - etw a zur R eiseroute von Angola in die Schw eiz oder zu dem von seiner N ichte R ._______ geltend gem achten vorgängigen vierm onatigen Aufenthalt bei "Tante M ._______" in Portugal - nur ausw eichende beziehungsw eise nicht der Frage entsprechende Antw orten oder erklärte, sich nicht erinnern zu können. Anlässlich der ergänzenden Bundesanhörung darauf hingew iesen, m achte der Beschw erdeführer w iederum nur ausw eichende und unsubstanziierte Angaben zu seiner R eise in die Schw eiz und erklärte auf die Frage nach einem allfälligen vorgängigen Aufenthalt in Portugal, m an m eine oft, in Portugal statt in Angola zu sein, da Angola eine ehem alige Kolonie Portugals sei, überdies sei den Kindern - w elche im Ü brigen in der ersten Anhörung Angst gehabt hätten - w ährend des dreitägigen Aufenthalts in Italien aufgefallen, dass 7 die italienische und die portugiesische Sprache ähnlich seien (vgl. Protokoll ergänzende Bundesanhörung, S. 5 f.). Sodann befand das BFM ebenfalls zu R echt, auch die Aussagen der Beschw erde- führerin seien als unsubstanziiert zu qualifizieren. Abgesehen davon, dass die Be- schw erdeführerin keinerlei Kenntnisse über die U rsache der Problem e ihres Ehe- m annes beziehungsw eise über dessen politisches Engagem ent haben w ill, m achte sie - auch auf entsprechende N achfrage hin - keine genauen beziehungsw eise kei- ne der R ealität entsprechenden Angaben über ihre R eise von Angola in die Schw eiz (vgl. Protokoll kantonale Anhörung, S. 7 f.). Beide Beschw erdeführer verstrickten sich schliesslich in W idersprüche bezüglich ihrer Verw andten, insbesondere bezüglich der N am en und des G eschlechts ihrer G eschw ister (vgl. Protokoll ergänzende Bundesanhörung Ehem ann, S. 9 f., und Protokoll ergänzende Bundesanhörung Ehefrau S. 2 f.). 4.2 In der R echtsm itteleingabe w ird nun geltend gem acht, der Beschw erdeführer w ei- se einen "äusserst tiefen Intelligenzgrad" auf, w elcher - insbesondere in Kom bina- tion m it psychischer Traum atisierung - eine andere Einschätzung der G laubhaftig- keit verlange beziehungsw eise "eine G rosszahl so genannter U nglaubw ürdigkeits- m erkm ale problem los" erklären könne (vgl. Beschw erde, S. 4 ff.). Bezüglich der Ehefrau w ird sodann behauptet, deren D efizite könnten "auf den Konsum örtlich verbreiteter D rogen hinw eisen", "w elche im Ü berm ass zu einer m assiven Ein- schränkung der D enkfähigkeit führen" könnten (vgl. Beschw erde, S. 12). D iese auf Beschw erdeebene vorgebrachten "Erklärungsversuche" stellen indessen haltlose U nterstellungen dar und verm ögen die festgestellten Zw eifel an der G laubhaftigkeit der Vorbringen nicht zu beseitigen. Beide Ehegatten verfügen über eine - w enn auch, w ie in Angola üblich, nur rudim entäre - Schulbildung und w aren gem äss ihren Angaben in ihrer H eim at als H ändler erw erbstätig. Auch aus den an- lässlich der Befragungen erstellten Protokollen ergeben sich keinerlei H inw eise auf eine verm inderte Intelligenz der Beschw erdeführer. Ihre allgem einen, nicht den R eisew eg und die Asylgründe betreffenden Angaben (etw a zu ihrer Person oder zu ihrem Lebenslauf) sind präzis und ohne gew ichtige W idersprüche und U nge- reim heiten ausgefallen. D er Vergleich m it einem "geistig behinderten Kind" (vgl. Beschw erde, S. 5 f.) und die Bem erkung, "Zeitgenossen m it einem IQ von 70" könnten oft durch andere C haraktereigenschaften von ihren D efiziten ablenken (vgl. Beschw erde, S. 12), erscheinen daher ebenso verfehlt w ie der der Beschw er- deführerin unterstellte D rogenkonsum . Schliesslich bestehen auch keinerlei An- haltspunkte für das Vorliegen einer Traum atisierung, w eshalb die Vorinstanz zu R echt auf die Einholung eines psychiatrischen G utachtens (vgl. R üge auf S. 5 der R echtsm itteleingabe) verzichtet hat. Vielm ehr ist darauf hinzuw eisen, dass es - m angels entsprechender Anhaltspunkte - nicht die Aufgabe der Behörden, sondern der Beschw erdeführer w äre, m ittels ärztlicher Zeugnisse eine Traum atisierung nachzuw eisen. D er in der Beschw erdeschrift gestellte Eventualantrag auf Einho- lung eines psychiatrischen G utachtens zur Vervollständigung des Sachverhaltes (vgl. Beschw erde, S.15) ist daher abzuw eisen.8 4.3 D ie Zw eifel an der G laubhaftigkeit der Vorbringen der Beschw erdeführer w erden durch die Einreichung gefälschter Identitätskarten (ein "Bilhete de Identitate" und vier "C édulas pessoais") erhärtet. D ie von der Vorinstanz durchgeführte D okum en- tenanalyse ergab, dass es sich bei den Ausw eisen der beiden Ehegatten um Total- fälschungen handelt und auch die drei "C édulas" der Kinder deutliche Fälschungs- m erkm ale aufw eisen. D ieser Feststellung kann zugestim m t w erden. So stellen die fünf Identitätskarten verm utlich m ittels Scanner erstellte Kopien m it nachträglich handschriftlich erfolgten Einträgen dar. Ü berdies enthalten die beiden Identitäts- karten des Beschw erdeführers und des Sohnes X._______ orthographische Feh- ler, und bei allen fünf Ausw eisen entsprechen w eder die N asstem pel noch die U n- terschriften der sonst üblichen Form . Bereits anlässlich der ergänzenden Bundesanhörungen auf diese U nstim m igkeiten hingew iesen, zeigten sich die Beschw erdeführer überrascht und beteuerten, die Ausw eise ordnungsgem äss beantragt und erhalten zu haben. Auf Beschw erdeebe- ne w ird nun beanstandet, die D okum entenanalyse sei den Betroffenen nie zugäng- lich gem acht w orden; doch selbst w enn die Identitätspapiere gefälscht sein sollten, "so w ären diese doch inhaltlich völlig korrekt, da sie den richtigen Inhalt" w iedergä- ben. Im Ü brigen w erde in Afrika - auch "in Ländern ohne Jahrzehnte dauernden Bürgerkrieg" - auf Am tsstellen regelm ässig im provisiert (vgl. Beschw erde, S. 14). D iese D arlegungen verm ögen nicht zu überzeugen. Insbesondere ist festzuhalten, dass den Beschw erdeführern anlässlich der ergänzenden Bundesanhörungen die Ergebnisse der D okum entenanalyse m ündlich eröffnet und ihnen die M öglichkeit zur Stellungnahm e gegeben w urde, w om it dem Anspruch auf G ew ährung des rechtlichen G ehörs G enüge getan w urde. D ie besagten fünf Identitätsdokum ente w urden dem nach von der Vorinstanz zu R echt in Anw endung von Art. 10 Abs. 4 AsylG eingezogen. 4.4 Sodann äusserte die Vorinstanz auch berechtigte Zw eifel an der vom Beschw erde- führer geltend gem achten H erkunft. G em äss dem am 29. April 2004 erstellten H er- kunftsgutachten stam m t der Beschw erdeführer zw eifellos nicht aus Angola, son- dern aus einem anderen, frankophonen Land. Tatsächlich hat er - obw ohl er an- geblich bis zur 7. Klasse in Luanda die Schule besucht hat - keinerlei Kenntnisse über das angolanische Schulsystem . Auch kennt er viele im angolanischen Alltag gebräuchliche N am en w ie diejenigen der R adio- und Fernsehstationen oder der Ei- senbahngesellschaften nicht. Auffällig ist auch, dass er zahlreiche französische W örter oder auch die französische Satzstellung in die portugiesische Sprache überträgt. Bereits in der kantonalen Anhörung dam it konfrontiert, dass sein Portu- giesisch, insbesondere auch dessen Aussprache m it dem Französischen ver- m ischt sei (vgl. Protokoll, S. 19), erklärte er, in seiner U nterkunft w ürden viele Leu- te Französisch sprechen und er habe kaum noch G elegenheit, Portugiesisch zu reden; im Ü brigen gebe es in Angola viele Leute, die nicht gut Portugiesisch, son- dern Kikongo oder Lingala sprechen w ürden. Auch anlässlich der ergänzenden Bundesanhörung (vgl. S. 7) verm ochte der Beschw erdeführer keine Argum ente ge- gen die Zw eifel an der von ihm geltend gem achten angolanischen H erkunft vorzu- bringen. In der R echtsm itteleingabe w ird dem Beschw erdeführer auch diesbezüglich unter-9 stellt, es handle sich bei ihm um einen "geistig m inderbem ittelten Zeitgenossen", w elcher einerseits w ohl gar nicht realisiert habe, w ie stark seine Sprache vom Französischen beeinflusst sei und andererseits auch nicht in der Lage w äre, die Französischlastigkeit seines Portugiesisch zu erklären (vgl. Beschw erde, S. 13 f.). D es W eiteren w ird gerügt, der LIN G U A-Sprachexperte stam m e "gem äss curricu- lum vitae lediglich aus dem südlichen Afrika" und nicht notw endigerw eise aus C a- binda, w o - w ie der beigelegte Internetauszug zeige - offenbar auch Französisch gesprochen w erde; das erstellte G utachten sei daher unbrauchbar (vgl. Beschw er- de, S. 13 oben). Zw ar trifft es zu, dass in gew issen G ebieten Angolas, insbesondere in C abinda und im G renzgebiet zu Kongo (Kinshasa) unter der Bevölkerung - m eist als Zw eit- sprache - auch Französisch gesprochen w ird. D er Beschw erdeführer gab indessen an, im Alter von nur sechs Jahren nach Luanda gekom m en zu sein und dort die Schule besucht zu haben. In Luanda w ird hingegen Portugiesisch - w elche Spra- che er auch stets als seine einzige M uttersprache bezeichnete (vgl. Protokoll Em p- fangsstelle, S. 2) - gesprochen und an den Schulen unterrichtet. D er Einw and, in C abinda w erde auch Französisch gesprochen, erscheint daher ebenso unbehel- flich w ie die unsubstanziierten R ügen am beigezogenen LIN G U A-Experten. D as BFM gelangte daher berechtigterw eise zum Schluss, dass der Beschw erde- führer höchstens w enige Jahre und keinesfalls von seinem 6. Lebensjahr an bis zu seiner Ausreise im Alter von 37 Jahren in Luanda gelebt habe, dass m ithin der von ihm angegebene Lebenslauf nicht glaubhaft sei. 4.5 Zusam m enfassend ergibt sich, dass - w ie in der vorinstanzlichen Verfügung zutref- fend festgestellt w urde - aufgrund der unsubstanziierten und w idersprüchlichen Vorbringen, sow ie angesichts der Ergebnisse der H erkunftsanalyse und der Analy- se der Identitätsdokum ente nicht geglaubt w erden kann, dass der Beschw erdefüh- rer den grössten Teil seines Lebens in Luanda verbrachte und w egen seiner Akti- vitäten für die FLEC beziehungsw eise die FM EC Problem e hatte. Ebenso können die - von der Verfolgungsgeschichte des Ehem annes abgeleiteten - Vorbringen der Beschw erdeführerin nicht geglaubt w erden. D as Bundesam t hat daher zu R echt davon abgesehen, die Asylrelevanz des geschilderten Sachverhaltes zu prüfen. Es kann darauf verzichtet w erden, auf w eitere - nach Ansicht des Bundesverw altungs- gerichts ebenfalls zutreffende - Erw ägungen der Vorinstanz und auf die w eiteren Ausführungen in der Beschw erdeschrift (im W esentlichen allgem eine D arlegungen zum Begriff der G laubhaftm achung sow ie H inw eise auf den von den Beschw erde- führern anlässlich der Befragungen geschilderten Sachverhalt) näher einzugehen. D ie Asylgesuche w urden vom Bundesam t zu R echt abgew iesen. 5. 5.1 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zuläs-10 sig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Aus- länders in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142-20]). N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossen- schaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D e- zem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedri- gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Kon- vention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder ernied- rigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 5.2 D ie Beschw erdeführer verfügen w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthalts- bew illigung noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. D ie W egw eisung w urde dem nach zu R echt angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; vgl. Entscheide und M itteilungen der AR K / EM AR K 2001 N r. 21). 5.3 D ie angolanische H erkunft beziehungsw eise Staatsangehörigkeit der Beschw erde- führerin und der drei Kinder ist nicht bestritten. Es ist daher davon auszugehen, dass der Beschw erdeführer trotz nicht fest stehender H erkunft in Angola, der H ei- m at seiner Ehefrau und seiner Kinder, ein Aufenthaltsrecht besitzt, w eshalb im Fol- genden nur die Prüfung von allfälligen W egw eisungshindernissen in Bezug auf An- gola vorzunehm en ist. U ngeachtet dessen ist festzuhalten, dass die behördliche U ntersuchungspflicht, w elche insbesondere auch die Zulässigkeit, Zum utbarkeit und M öglichkeit des W egw eisungsvollzugs um fasst, ihre vernünftigen G renzen hat (F. G ygi, Bundesverw altungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 210), zum al dem Beschw erdeführer die M itw irkungspflicht sow ie die Substanziierungslast zu- kom m t und es nicht Sache der Beschw erdeinstanz sein kann, bei fehlenden H in- w eisen seitens des Beschw erdeführers nach allfälligen W egw eisungshindernissen in hypothetischen afrikanischen H erkunftsländern zu forschen. 5.4 D as Bundesam t w ies in seiner angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung gem äss Art. 5 Abs. 1 AsylG nur Per- sonen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. D a es den Beschw erdefüh- rern - w ie oben unter Ziff. 4 der Erw ägungen dargelegt - nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G efährdung nachzuw eisen oder glaubhaft zu m achen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechlichen N on-refoule- m ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ückkehr der Be- schw erdeführer in ihre (angebliche) H eim at Angola w äre dem nach unter dem As-11 pekt von Art. 5 AsylG rechtm ässig. Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen der Beschw erdeführer noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Ausschaffung nach An- gola dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w ären. G em äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti-Folter- ausschusses m üssten die Beschw erdeführer eine konkrete G efahr nachw eisen oder zum indest glaubhaft m achen, dass ihnen im Fall einer R ückschiebung Folter oder unm enschliche Behandlung drohten (vgl. dazu EM AR K 2001 N r. 16 S. 122 m .w .H .; N r. 17 S. 130 f.). D as ist jedoch vorliegend nicht der Fall, zum al - w ie oben unter Ziff. 4 der Erw ägungen ausgeführt w urde - die geltend gem achte Verfol- gungssituation nicht geglaubt w erden kann. Sow eit in der R echtsm itteleingabe (vgl. S. 16) - sinngem äss unter H inw eis auf den U m stand, dass die drei Kinder R ._______, L._______ und E._______ von der Vorinstanz m it Verfügung vom 29. August 2006 vorläufig aufgenom m en w urden - gerügt w ird, "die Problem atik der Einheit der Fam ilie" sei "vom BFM nicht richtig gew ürdigt" w orden, so ist festzuhalten, dass im vorliegenden Fall klarerw eise w eder Art. 44 Abs. 1 AsylG noch Art. 8 EM R K zur Anw endung gelangen können. W ie sich näm lich aus den besagten Akten ergibt, w urden die (angeblichen) N ichten und der (angebliche) N effe der Beschw erdeführerin seitens des Beschw erdeführers ständig bedroht und auch m isshandelt, w eshalb diese drei Kinder anfangs 2004 im Interesse des Kindesw ohls frem d platziert w erden m ussten. In der Folge w urde eine Vertretungsbeistandschaft errichtet und gegen- über dem Beschw erdeführer ein Besuchsverbot ausgesprochen. Angesichts dieser U m stände, und insbesondere angesichts der Tatsache, dass R ._______, L._______ und E._______ w eiterhin vor ihrem "O nkel", dem Beschw erdeführer, geschützt w erden m üssen (zum al sich der psychische Zustand der drei Kinder seit der Trennung von ihrem "O nkel" offenbar m assiv verbessert hat), erscheint die in der Beschw erdeschrift erfolgte Anrufung des Anspruchs auf "Einheit der Fam ilie" völlig abw egig. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig. 5.5 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ück- kehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allge- m einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situati- on allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise einer notw endigen m edizinischen Behandlung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 12 1990, BBl 1990 II 668). Eine solche Situation, w elche die Beschw erdeführer als G ew alt- oder de-facto- Flüchtlinge qualifizieren w ürde, lässt sich zw ar aufgrund der heutigen, sich nach dem Tod von Jonas Savim bi im Februar 2002 und dem im M ärz/April 2002 einge- leiteten Friedensprozess zunehm end beruhigten und entspannten Situation in An- gola nicht bejahen. Indessen w ird gem äss der in EM AR K 2004 N r. 32 festgehalte- nen Praxis der AR K, w elche aufgrund der Tatsache, dass seit Ergehen des er- w ähnten U rteils keine Verbesserung der Lage in Angola eingetreten ist (Ausbruch einer C holeraepidem ie Ende 2005; Ü berschw em m ungen im Januar 2007, von w el- chen 12 der 18 Provinzen des Landes betroffen w aren; w iederholte blutige Ausein- andersetzungen im Zusam m enhang m it der G ew innung von D iam anten und ande- ren Bodenschätzen in verschiedenen R egionen Angolas), der W egw eisungsvoll- zug von Personen aus Angola, die einer "R isikogruppe" ("groupe vulnérable") an- gehören, grundsätzlich als unzum utbar erachtet. Als einer "R isikogruppe" zugehö- rig erachtet w erden insbesondere Personen m it schw er w iegenden gesundheitli- chen Problem en, unbegleitete M inderjährige, Personen m it Kindern unter sechs Jahren, alleinstehende Frauen und betagte Personen. Zusätzlich dazu gilt der W egw eisungsvollzug von Personen, die ihren letzten W ohnsitz nicht in Luanda oder einer leicht zugänglichen Stadt der Provinzen C unene, H uila, N am ibe, Benguela, H uam bo, C uanza Sul, C uanza N orte, Bengo und Zaire hatten oder dort über ein festes Beziehungsnetz verfügen, als nicht zum utbar. D ie Beschw erdeführer stam m en gem äss eigenen Angaben aus Luanda bezie- hungsw eise haben die letzten Jahre vor ihrer Ausreise dort gew ohnt und verfügen dort über ausgedehnte fam iliäre Beziehungsnetze (vgl. Protokoll kantonale Anhö- rung Beschw erdeführer, S. 4 f., und Protokoll kantonale Anhörung Beschw erdefüh- rerin, S. 4 f.). Sodann haben die drei Kinder der Beschw erdeführer m ittlerw eile alle ihren sechsten G eburtstag hinter sich und sind - w ie ihre Eltern - sow eit aktenkun- dig gesund. D es W eiteren verfügen die Beschw erdeführer über eine gew isse Schulbildung sow ie über Berufserfahrung als H ändler und Verkäufer. U nter diesen U m ständen bestehen keine H inw eise, dass sie bei ihrer R ückkehr nach Angola in eine konkrete, ihre Existenz bedrohende Situation geraten könnten. Bei dieser Sachlage kann der Vollzug der W egw eisung - entgegen der in R echts- m itteleingabe vertretenen Auffassung - auch als zum utbar bezeichnet w erden. 5.6 D ie bisherigen Bestim m ungen betreffend vorläufige Aufnahm e infolge einer schw erw iegenden persönlichen N otlage (Art. 14a Abs. 4bis AN AG i.V.m . Art. 44 Abs. 3-5 AsylG ) w urden m it der Änderung des Asylgesetzes vom 16. D ezem ber 2005 aufgehoben. G leichzeitig m it der Aufhebung der Bestim m ungen über die vor- läufige Aufnahm e im Falle einer schw erw iegenden persönlichen N otlage trat auf den 1. Januar 2007 eine neue H ärtefallregelung in Kraft. G em äss Art. 14 Abs. 2 AsylG haben neu die Kantone die M öglichkeit, bei "Vorliegen eines schw erw eigen- den persönlichen H ärtefalles" unter bestim m ten w eiteren Voraussetzungen eine Aufenthaltsbew illigung zu erteilen. U ngeachtet dessen, dass sich der Kanton Zürich m it Schreiben vom 3. August 2006 gegen eine vorläufige Aufnahm e im Sinne von Art. aArt. 44 Abs. 3-5 AsylG 13 ausgesprochen hatte - und dies angesichts der aktuellen Sachlage w ohl noch heu- te tun w ürde - , w ären vorliegend bereits die zeitlichen Anforderungen für die An- w endung von Art. 14 Abs. 2 AsylG nicht gegeben, halten sich die Beschw erdefüh- rer doch seit w eniger als den nunm ehr erforderlichen fünf Jahren in der Schw eiz auf. 5.7 Schliesslich ist der Vollzug der W egw eisung der Beschw erdeführer auch als m ög- lich im Sinne von Art. 14a Abs. 2 AN AG zu bezeichnen, da keine praktischen H in- dernisse erkennbar sind, die einer R ückkehr nach Angola entgegenstehen könn- ten, und sie verpflichtet sind, sich bei der zuständigen Vertretung ihres H eim atlan- des um die Ausstellung gültiger R eisepapiere zu bem ühen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ). 5.8 Insgesam t ist die durch die Vorinstanz verfügte W egw eisung zu bestätigen. D as Bundesam t hat den Vollzug der W egw eisung zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erachtet. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Auf- nahm e ausser Betracht (vgl. Art. 14a Abs. 1-4 AN AG ) 6. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist daher abzuw eisen. 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten in der H öhe von Fr. 600.-- (vgl. Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 20. April 2006 [VG KE]) den Beschw erdeführern aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ) und m it dem am 25. O ktober 2006 in gleicher H öhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrech- nen. (D ispositiv nächste Seite)14 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden den Beschw erdeführern auferlegt und m it dem in gleicher H öhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem R echtsvertreter der Beschw erdeführer, 2 Expl. (eingeschrieben) - der Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) - _______ D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: M artin Zoller Kathrin M angold H orni Versand am :