Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 5. Juni 2014 (725 14 19 / 133) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Leistungseinstellung, da aktuell bestehende Beschwerden nicht mehr unfallbedingt, sondern ausschliesslich krankhafter Natur sind / Ablehnung des Gesuchs um Bewilli- gung der unentgeltlichen Verbeiständung wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Yves Thommen, Gerichtsschreiber Markus Schäfer Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Denis G. Giovannelli, Rechtsanwalt und Notar, Baarerstrasse 34, Postfach, 6300 Zug gegen SUVA , Rechtsabteilung , Postfach 4358 , 6002 Luzern , Beschwerd e- gegnerin Betreff Leistungen A. Der 1957 geborene A.____ war als Gipser bei der B.____ AG angestellt und durch die Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversich erungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 14. November 2012 liess A.____ der SUVA durch seine Arbeitgeberin einen Unfall mel den. Laut deren Schilderung in der “Scha- denmeldung UVG“ vom genannten Tag sei der Versicher te am 12. November 2012 auf einer Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Baustelle „ausgerutscht und beim Versuch, sich zu halten, r ückwärts gegen das Gerüst gestos- sen.“ Anlässlich der ärztlichen Erstbehandlung vom 13. Nove mber 2012 diagnostizierte Dr. med. C.____ Kontusionen in den Bereichen der Halswirbelsäule, des rechten Knies und des rechten Ellbogens (vgl. das “Certificat médical LAA“ des g enannten Arztes vom 3. Dezember 2012). Nachdem die SUVA dem Versicherten die gesetzliche n Leistungen (Heilkosten, Taggel- der) für die Folgen dieses Unfalls erbracht hatte, schlo ss sie mit Verfügung vom 13. Juni 2013 den Fall per 14. Juli 2013 ab und stellte die Versiche rungsleistungen auf diesen Zeitpunkt ein. Zur Begründung verwies sie im Wesentlichen auf die Beu rteilung ihres ärztlichen Dienstes, wo- nach die aktuell bestehenden Beschwerden nicht mehr unf allbedingt, sondern ausschliesslich krankhafter Natur seien. Daran hielt die SUVA auf Einsp rache des Versicherten hin mit Ein- spracheentscheid vom 29. November 2013 fest. B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertr eten durch Rechtsanwalt Denis G. Giovannelli, am 20. Januar 2014 Beschwerde beim Kan tonsgericht, Abteilung Sozialversi- cherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei der angefochtene Einspracheent- scheid der SUVA aufzuheben und es sei diese zu verpflichten, die gesetzlichen Versicherungs- leistungen in Form von Taggeldern ab dem 14. Juli 201 3 zu erbringen. Eventualiter sei die An- gelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen mit der Ma ssgabe, gestützt auf eine Oberexper- tise neu zu verfügen. Schliesslich sei ihm für das vorlieg ende Beschwerdeverfahren die unent- geltliche Rechtspflege mit unentgeltlicher Rechtsverbei ständung durch seinen Rechtsvertreter zu gewähren; alles unter o/e-Kostenfolge. C. In ihrer Vernehmlassung vom 7. März 2014 beantragte die SUVA die Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes üb er den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, desse n Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetze s über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent- scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen V ersicherungsgericht Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Ver sicherungsgericht desjenigen Kan- tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Besch werdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Be- findet sich dieser im Ausland, so ist das Versicherungsgerich t desjenigen Kantons zuständig, in welchem sich ihr letzter schweizerischer Wohnsitz befand oder in welchem ihr letzter schweize- rischer Arbeitgeber Wohnsitz hat. Vorliegend hat der Beschwerdeführer Wohnsitz in Frankreich. Der Sitz seines (letzten) schweizerischen Arbeitgebers befi ndet sich jedoch in D.____, sodass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Land schaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Ver waltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Ve rsicherungsgericht als einzige gerichtli- che Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentsche ide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Beha ndlung der vorliegenden Beschwer- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht de zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde des Versicher- ten vom 20. Januar 2014 ist demnach einzutreten. 2.1 Der Beschwerdeführer beanstandet vorab, die SUVA habe im angefochtenen Ein- spracheentscheid vom 29. November 2013 ihre Begründungsp flicht - als Teilaspekt des rechtli- chen Gehörs - in unheilbarer Weise verletzt. So sei die Beschwerdegegnerin „in keinster Weise“ auf die Ausführungen in der Einsprache eingegangen und sie habe sich überhaupt nicht mit den Berichten der behandelnden Ärzte auseinandergesetzt. B ei diesem Einwand des Beschwerde- führers handelt es sich um eine Rüge formeller Natur. Sollte sich diese als zutreffend erweisen, kann dies zur Aufhebung des angefochtenen Entscheides füh ren, ohne dass die Angelegenheit materiell beurteilt würde. Der betreffende Einwand ist darum vorab zu prüfen (vgl. Urteil W. des Bundesgerichts vom 3. Juni 2009, 8C_951/2008, E. 3). 2.2.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 haben die Parteien Anspruch au f rechtliches Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift (BGE 132 V 370 E. 3.1 mit zahlreichen Hinw eisen). Als persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht verlangt das rechtliche Gehör, dass die Behörde die Vorbringen des vom Ent- scheid Betroffenen auch tatsächlich hört, ernsthaft prüft und in ihrer Entscheidfindung ange- messen berücksichtigt (BGE 136 I 188 E. 2.2.1 mit Hinweis). 2.2.2 In Konkretisierung dieses verfassungsrechtlichen Ge hörsanspruchs statuiert Art. 52 Abs. 2 ATSG die Pflicht der Versicherungsträger, ihre Einspracheentscheide zu begründen. Zur Frage, welche Begründungsdichte der Entscheid aufweise n muss, äussert sich die genannte Bestimmung nicht. Diesbezüglich ist auf die bundesgerichtl iche Rechtsprechung zu verweisen, wonach die Begründung so abgefasst sein muss, dass der Be troffene den Entscheid gegebe- nenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur möglich, wenn sowohl der Betroffene wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können. Zu diesem Zweck müssen wenigstens kurz die Überlegungen ge nannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entsc heid stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen B ehauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentli- chen Gesichtspunkte beschränken (BGE 124 V 181 E. 1 mit Hinweisen; vgl. auch 136 I 188 E. 2.2.1). 2.3 Im angefochtenen Einspracheentscheid bringt die SU VA klar zum Ausdruck, dass ihres Erachtens im Zeitpunkt der strittigen Leistungseinstellu ng beim Versicherten keine Unfallfolgen mehr vorgelegen haben, die mit dem erforderlichen Bew eisgrad der überwiegenden Wahr- scheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 12. November 2012 zurückgeführt werden können. Die SUVA nennt sodann auch die wesentlichen Grundlagen, auf die sich diese Einschätzung stützt. So verweist sie explizit auf die Beurteilungen zwe ier mit dem Fall befasster Kreisätzte sowie auf medizinische Erfahrungstatsachen, die im Zusamme nhang mit der Beurteilung der Unfallkausalität von Diskushernien bzw. von Prellungen der Wirbelsäule zu beachten sind. Dem Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht Einwand des Beschwerdeführers, wonach die SUVA im angef ochtenen Entscheid ihre Begrün- dungspflicht verletzt habe, kann deshalb nicht beigepfli chtet werden. Ob der Argumentation der SUVA und den daraus gezogenen Schlüssen auch inhaltlich beigepflichtet werden kann, ist eine andere Frage, auf die im Rahmen der nachfolgend en materiellen Beurteilung der Be- schwerde einzugehen sein wird. 3. Materiell strittig und im Folgenden zu prüfen ist, ob der Versicherte über den 14. Juli 2013 hinaus Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung hat. 3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer i n der obligatorischen Unfallversiche- rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl- len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewäh ren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand- lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles v oll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld . Dieses beträgt bei voller Arbeitsun- fähigkeit 80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei t eilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es ent- sprechend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entste ht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit de r Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähig- keit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod de r versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Inva lidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid ist. Der Rente nanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Be sserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und a llfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem R entenbeginn fallen die Heilbe- handlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung d er körperlichen, geistigen oder psychi- schen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Ans pruch auf eine angemessene Integri- tätsentschädigung. Diese wird mit der Invalidenrente f estgesetzt oder, falls kein Rentenan- spruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 3.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt voraus , dass zwischen dem versicher- ten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit , Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integri- tätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteh t (BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursa- chen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind al le Umstände, ohne deren Vor- handensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetr eten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht wer den kann. Entsprechend dieser Umschrei- bung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenh angs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesund heitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingung en die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetrete ne gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen eine m schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusamme nhang besteht, ist eine Tatfrage, wo- rüber die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht - im Rah- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht men der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu b efinden hat. Die blosse Möglichkeit ei- nes Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leist ungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 3.3 Um die Leistungspflicht des Unfallversicherers bejahe n zu können, muss zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden nicht nu r ein natürlicher, sondern auch ein adä- quater Kausalzusammenhang bestehen. Nach der Rechtspr echung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geei gnet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis) . Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftu ngsbegrenzung zu (BGE 125 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzu- sammenhanges zwischen dem versicherten Ereignis und der eing etretenen gesundheitlichen Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechts erhebliche Kausalzusammenhang be- steht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Ge- richt zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b). Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenha ng ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürli- chen Kausalität deckt (BGE 134 V 111 f. E. 2.1, 127 V 103 E. 5b/bb). 3.4 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderli chen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des U nfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des fortbestehenden Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfa llfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszusta nd erreicht ist, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustande s auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bede utung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachge wiesen sein. Da es sich um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Bewei slast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicher- ten Person, sondern beim Unfallversicherer. Dieser muss j edoch nicht den Beweis für unfall- fremde Ursachen erbringen. Welche Ursachen ein nach w ie vor geklagtes Leiden hat, ist uner- heblich. Entscheidend ist allein, ob die unfallbedingt en Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefall en sind. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen , dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder dass die versicherte Person nun bei v oller Gesundheit sei (Sozialversiche- rungsrecht - Rechtsprechung [SVR] 2008 UV Nr. 11 S. 35 E. 3.3 mit Hinweisen). Beizufügen ist, Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht dass die Beweislastregel, wonach der Unfallversicherer u nd nicht der Versicherte die Beweis- last für das Dahinfallen der natürlichen Unfallkausalitä t trägt, erst Platz greift, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatze s und der Beweiswürdigung ei- nen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die überwie gende Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 4. Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte - wie der Be urteilung des Gesundheitszu- standes und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person oder der Feststellung natürlicher Kau- salzusammenhänge im Bereich der Medizin - ist die rechtsa nwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medi- zinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsp rozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und p flichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismi ttel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspru chs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe an zugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsich tlich des Beweiswertes eines Arztbe- richtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streit igen Belange umfassend ist, auf allsei- tigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwe rden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Dar legung der medizinischen Zusammen- hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situati on einleuchtet und ob die Schlussfolge- rungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 5.1 Laut den Angaben des erstbehandelnden Arztes Dr. C.____ im “Certificat médical LAA“ vom 3. Dezember 2012 zog sich der Versicherte beim Unfal lereignis vom 12. November 2012 Kontusionen in den Bereichen der Halswirbelsäule, des r echten Knies und des rechten Ellbo- gens zu. Nachdem die Beschwerden im Bereich des Nackens ni cht besserten, veranlasste Dr. C.____ weitere spezialärztliche Abklärungen der HWS des Versicherten. So diagnostizierte der Rheumatologe Dr. med. E.____ gestützt auf eine el ektromyographische Abklärung vom 22. Januar 2013 eine chronische Radikulopathie C8-Th1 r echts, mässig verstärkte Beschwer- den C7 sowie eine subakute Radikulopathie C5 rechts bei vorbestehenden diskreten chroni- schen Beschwerden. Gleichzeitig hielt Dr. E.____ in se inem Bericht fest, dass der Versicherte bereits im September 2008 operiert worden sei wegen e iner cervicalen Discushernie C5/C6 mit Spondylodese und Implantation eines Cages bei bekannte r Radikulopathie C7/C8 seit 2007. Eine am 30. Januar 2013 erfolgte MRI-Abklärung der HW S des Versicherten ergab sodann ge- mäss Bericht des Dr. med. F.____ vom 31. Januar 2013 ei ne Discarthrose mit moderater Protrusion auf Höhe C3/C4 bis C7/Th1sowie eine degenerative Foraminaleinengung C3/C4 und C4/C5 beidseits. In der Folge nahm Dr. med. G.____ zw eimal Beurteilungen der ihm unterbrei- teten MRI-Befunde vor. In einem Bericht vom 3. April 2 013 hielt er fest, aufgrund der MRI- Befunde sei nicht ausgeschlossen, dass es wegen des Traumas vom November 2012 zu einer Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Schmerzexazerbation im Sinne einer Dekompensation der Foraminaleinengung habe kommen können. Mit Schreiben vom 15. Mai 2013 führte er sodann aus, die bildgebende MRI-Diagnostik dokumentiere eine entzündliche Discarthrose auf Höhe C 6/C7, allerdings ohne Nachweis einer Diskushernie. 5.2 Am 11. Juni 2013 führte der Kreisarzt Dr. med. H. ____, Chirurgie FMH, auf Vorlage der Akten hin aus, dass der Unfall vom 12. November 2011 z u keinen zusätzlichen strukturellen, bildgebend nachweisbaren Läsionen an der Wirbelsäule ge führt habe. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit würden heute Unfallfolgen im Beschwe rdebild des Versicherten keine Rolle mehr spielen. Es lägen degenerative Veränderungen vor. Diese Einschätzung bestätigte Dr. H.____ sodann in einer weiteren, nunmehr gemeins am mit dem Kreisarzt Dr. med. I.___, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegung sapparates FMH, verfassten Beur- teilung vom 8. Juli 2013. Darin wiesen die beiden Fachä rzte darauf hin, dass der Versicherte seit annähernd sechs Jahren an HWS-Beschwerden infolge erheblicher degenerativer Verände- rungen leide. Im Jahr 2008 sei der Versicherte deswegen auch zu Lasten der Krankenkasse operativ behandelt worden (Spondylodese mit Implantat ion eines Cages auf dem Niveau C5/C6). Das Unfallereignis vom 12. November 2011 habe nicht zu zusätzlichen, strukturell ob- jektivierbaren unfallbedingten Veränderungen im Berei ch der HWS geführt. Somit könne auch davon ausgegangen werden, dass mehr als sechs Monate nach dem Ereignis der Unfall im aktuellen Beschwerdebild des Versicherten keine Rolle meh r spiele, der Status quo sine sei erreicht. Das heutige Beschwerdebild widerspiegle den schicksalshaften Verlauf der schon längst bekannten degenerativen Veränderungen der HWS. 5.3 Die SUVA stützte sich bei der Beurteilung des medizin ischen Sachverhaltes vollumfäng- lich auf die kreisärztliche Einschätzung des Dr. H.____ vom 11. Juni 2013 sowie auf die ge- meinsame verfasste Beurteilung der beiden Kreisärzte Dres . H.____ und I.____ vom 8. Juli 2013. Sie ging demzufolge davon aus, dass beim Versichert en im Zeitpunkt der Leistungsein- stellung (14. Juli 2013) keine Unfallfolgen mehr vorg elegen hätten, die mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf da s Unfallereignis vom 11. November 2012 zurückgeführt werden könnten. Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu bean- standen. Die von der SUVA übernommenen Ergebnisse, zu denen die beiden Kreisärzte ge- langt sind, beruhen auf einem sorgfältigen Studium de r vorhandenen medizinischen Akten. Die beiden Berichte erweisen sich sowohl in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge als auch bezüglich der daraus gezogenen Schlussfolgerungen als überzeugend, weshalb vollum- fänglich darauf abgestellt werden kann. Zudem verweist d ie SUVA in ihrer Vernehmlassung vom 7. März 2014 zu Recht auf die unfallmedizinische Erfahrungstatsache, wonach die zeitliche Dauer, während welcher eine vorbestehende Wirbelsäule nerkrankung durch einen Unfall - bei Fehlen unfallbedingter Wirbelkörperfrakturen oder struktureller Läsionen an der Wirbelsäule - im Sinne einer vorübergehenden Verschlimmerung beeinflusst wird, sechs bis neun Monate, längstens jedoch ein Jahr beträgt (Urteil S. des Bundes gerichts vom 19. November 2010, 8C_726/2010, E. 3.4 mit zahlreichen Hinweisen). Berücksi chtigt man vorliegend, dass das Un- fallereignis am 12. November 2012 erfolgte, so lässt sich die per 14. Juli 2013 und somit nach einer Leistungsdauer von acht Monaten angeordnete Leist ungseinstellung auch im Lichte die- ser unfallmedizinischen Erfahrungstatsache nicht beanstanden. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.4 Was der Beschwerdeführer vorbringt, ist nicht geeign et, die vorinstanzliche Beurteilung des massgebenden medizinischen Sachverhaltes in Frage zu st ellen. Der Versicherte beruft sich in seiner Beschwerde im Wesentlichen auf einen Berich t des Dr. med. J.____, Radiologie FMH, vom 20. August 2013. Dieser hatte im Auftrag des Versicherten ein aktuelles MRI der HWS (vom 14. August 2013) sowie eine Beurteilung der i hm unterbreiteten Voraufnahmen, die am 30. Januar 2013, also zweieinhalb Monate nach dem Unfall, bzw. am 16. März 2011 und somit rund 20 Monate vor dem Unfall erstellt worden waren, vorgenommen. Nach A uffassung des Beschwerdeführers würden das „zahlreiche Bildmaterial “ und die Ausführungen des Dr. J.____ zeigen, „dass ohne das Unfallereignis sicher ke ine derartige Verschlimmerung der HWS eingetreten wäre und diese folglich unfallkausal“ sei. Dieser Betrachtungsweise kann je- doch nicht beigepflichtet werden. Dr. J.____ hält al s Ergebnis aus dem Vergleich des aktuellen MRI vom 14. August 2013 mit demjenigen, welches am 16. März 2011 - und somit vor dem Un- fallereignis - erstellt worden ist, nämlich lediglich fe st, dass sich als einziger Unterschied zwi- schen den beiden Untersuchungen eine diskrete Diskusprotrusion HWK 3/4 mediolateral rechts erkennen lasse. Dass Dr. J.____ diesen Befund als überwieg end wahrscheinlich unfallkausal qualifizieren würde, lässt sich dem Bericht jedoch - entg egen der Darstellung des Beschwerde- führers - in keiner Weise entnehmen. Vielmehr dürfte es sich bei diesem zusätzlichen Befund um eine weitere degenerative Veränderung der krankheitshalber bereits erheblich beeinträchtig- ten HWS handeln. Soweit sich der Beschwerdeführer schlie sslich auf zur Stützung seines Standpunktes auf das “Certificat médical“ des Dr. G.____ vom 23. Juli 2013 beruft, kann er vor- liegend ebenfalls nichts zu seinen Gunsten ableiten. De r genannte Arzt hält darin zwar fest, dass der Versicherte vor dem Unfall über keine HWS-Beschwerden geklagt habe, und er vertritt die Auffassung, dass diese Beschwerden direkte Folgen des am 12. November 2012 erlittenen Sturzes seien und sehr gut mit einer Verstauchung der HW S im Niveau C6/C7 erklärt werden könnten. Wie die SUVA hierzu in ihrer Vernehmlassung v om 7. März 2014 zutreffend einwen- det, blendet Dr. G.____ in dieser Einschätzung aber di e vorstehend (vgl. E. 5.3 hiervor) wieder- gegebene unfallmedizinische Erfahrungstatsache zur zeitli chen Dauer, während welcher eine vorbestehende Wirbelsäulenerkrankung durch einen Unfal l - bei Fehlen unfallbedingter Wirbel- körperfrakturen oder struktureller Läsionen an der Wirb elsäule - im Sinne einer vorübergehen- den Verschlimmerung beeinflusst wird, gänzlich aus. Zudem läuft - und auch darin ist der SUVA beizupflichten - die Kausalitätsbeurteilung des Dr. G._ ___ weitgehend auf die Schlussfolgerung hinaus, dass eine gesundheitliche Schädigung durch den Un fall verursacht gilt, weil sie sich nach dem Unfallereignis manifestiert hat. Die betreffende Argumentation beruht im Ergebnis auf der Beweisformel "post hoc, ergo propter hoc", nach de ren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung bereits deshalb als durch den Unfall verursach t gilt, weil sie nach diesem aufgetre- ten ist (BGE 119 V 341 f. E. 2b/bb). Eine solche Bewe iswürdigung erweist sich im unfallversi- cherungsrechtlichen Bereich aber als unzureichend (vgl. Urteil N. des EVG vom 29. November 2006, U 207/06, E. 2.3). 6. Zusammenfassend ist somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen für den Versicherten per 14. Juli 2013 einge stellt hat. Die gegen den betreffenden Einspracheentscheid vom 29. November 2013 erhobene Beschwe rde erweist sich als unbe- gründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 7.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Par- teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorlie gende Verfahren keine Kosten zu er- heben. 7.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla- gen. 7.3 Zu prüfen bleibt der Antrag des Beschwerdeführers, wonach ihm die unentgeltliche Ver- beiständung mit seinem Rechtsvertreter zu bewilligen sei. 7.3.1 Jede Person, die nicht über die erforderlichen Mi ttel verfügt, hat Anspruch auf unentgelt- liche Rechtspflege, wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussicht slos erscheint; soweit es zur Wah- rung ihrer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Ansp ruch auf unentgeltlichen Rechtsbei- stand (Art. 29 Abs. 3 BV). Die unentgeltliche Rechtspf lege bezweckt, auch der bedürftigen Par- tei den Zugang zum Gericht und die Wahrung ihrer Parteirechte zu ermöglichen. Sie soll sicher- stellen, dass jedermann unabhängig von seinen finanzielle n Verhältnissen nicht aussichtslose Streitsachen zur gerichtlichen Entscheidung bringen und sich überdies im Prozess, sofern es sachlich geboten ist, durch einen Anwalt vertreten lassen ka nn (BGE 135 I 2 E. 7.1). Für das sozialversicherungsrechtliche Beschwerdeverfahren findet der Anspruch auf unentgeltlichen Rechtsbeistand in Art. 61 lit. f ATSG seine gesetzliche Grundlage (Urteil C. des Bundesgerichts vom 14. Februar 2014, 8C_857/2013, E. 3.1). Laut die ser Bestimmung muss das Recht, sich vor dem kantonalen Versicherungsgericht verbeiständen zu l assen, gewährleistet sein. Wo die Verhältnisse es rechtfertigen, wird der Beschwerde füh renden Person ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt. 7.3.2 Art. 61 lit. f ATSG umschreibt die Voraussetzunge n der unentgeltlichen Verbeiständung im kantonalen Beschwerdeverfahren somit dahingehend, dass die Verhältnisse dies “rechtferti- gen“ müssen. Dies ist nach der bundesgerichtlichen Rech tsprechung der Fall, wenn der Pro- zess nicht aussichtslos erscheint, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbeiständung not- wendig oder doch geboten ist (BGE 125 V 202 E. 4a, 37 2 E. 5b, je mit Hinweisen; Urteil U. des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute : Bundesgericht, sozialrechtli- che Abteilungen] vom 7. Juli 2003, U 356/02, E. 3.1; vgl. auch UELI KIESER , ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 61 Rz. 104). 7.3.3 Als aussichtslos sind nach der bundesgerichtlichen Recht sprechung Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden kön nen. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlust gefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei vernünftig er Überlegung zu einem Prozess ent- schliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, w eil er sie nichts kostet (BGE 129 I 135 E. 2.3.1, 128 I 235 E. 2.5.3). Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 7.3.4 Hauptstreitpunkt des vorliegenden Verfahrens hat die Frage gebildet, ob die beim Ver- sicherten im Zeitpunkt der strittigen Leistungseinstellun g vorhandenen Beschwerden mit über- wiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 1 2. November 2012 zurückgeführt werden können. Während die SUVA dies verneint hat, hat der Beschwerdeführer die Unfallkau- salität als gegeben erachtet. Dabei hat er sich zur Begr ündung seines Standpunktes im We- sentlichen auf den von ihm eingeholten Bericht des Dr. J.____ vom 20. August 2013 berufen. Wie oben aufgezeigt (vgl. E. 5.4 hiervor), geht dieser aber gar nicht auf die Kausalitätsproble- matik ein; dem Bericht lässt sich deshalb in keiner Weise entnehmen, dass Dr. J.____ einzelne - oder sämtliche - der von ihm im August 2013 gestützt auf ein aktuelles MRI erhobenen Befun- de als überwiegend wahrscheinlich unfallkausal qualifizi ert hat. Trotzdem hat sich der Versi- cherte in der Folge unter ausdrücklicher Berufung auf d iesen Bericht zur Beschwerdeführung entschlossen. Unter diesen Umständen haben seine Gewinnaussichten aber kaum als ernsthaft bezeichnet werden können; es verhält sich vielmehr so, dass d iese im Zeitpunkt der Beschwer- deerhebung als beträchtlich geringer als die Verlustge fahren einzuschätzen gewesen sind. Im Lichte der vorstehenden Ausführungen muss seine Beschwer de vom 20. Januar 2014 deshalb als aussichtslos qualifiziert werden, was wiederum zur Folg e hat, dass das Gesuch des Be- schwerdeführers um Bewilligung der unentgeltlichen Verb eiständung mit seinem Rechtsvertre- ter abgewiesen werden muss. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 4. Das Gesuch des Beschwerdeführers um Bewilligung der unentgeltli- chen Verbeiständung mit Rechtsanwalt Denis G. Giovanelli als Rechtsvertreter wird abgewiesen. http://www.bl.ch/kantonsgericht