<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2018-08-08-1C_126-2018.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1C_126/2018</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 8. August 2018</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Merkli, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Dold. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">Einwohnergemeinde Lengnau, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para">vertreten durch Fürsprecher Andreas Hubacher, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. A.________, </div> <div class="para">2. B.________, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerinnen, </div> <div class="para">beide vertreten durch </div> <div class="para">Rechtsanwalt Christian Zuberbühler, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesamt für Energie, 3003 Bern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Plangenehmigung (Transformatorenstation Schulhaus und 16 KV-Kabel, Gemeinde Lengnau), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung I, </div> <div class="para">vom 1. Februar 2018 (A-6753/2016). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Mit Plangenehmigungsentscheid vom 29. September 2016 hiess das Bundesamt für Energie (BFE) das Plangenehmigungsgesuch der Einwohnergemeinde Lengnau für den Neubau der Transformatorenstation "Schulhaus" und die damit zusammenhängende Verlegung von vier 16 kV-Kabeln unter Auflagen gut. </div> <div class="para">Gegen diese Verfügung erhoben A.________ und B.________ Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Dieses hiess die Beschwerde mit Urteil vom 1. Februar 2018 gut, hob die angefochtene Verfügung auf und wies die Sache im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurück. Zur Begründung führte es aus, die Evaluation der Alternativstandorte basiere auf dem Projekt einer Sporthalle, die gleicherorts geplant sei. Weil das ursprüngliche Projekt für diese Sporthalle aufgegeben worden sei und das aktuelle Projekt davon erheblich abweiche, erweise sich die nicht an die Veränderung angepasste Evaluation der Alternativstandorte für die Transformatorenstation als obsolet bzw. teilweise überholt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht vom 9. März 2018 beantragt die Einwohnergemeinde Lengnau, das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts sei aufzuheben und die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. </div> <div class="para">Das Bundesverwaltungsgericht verweist in seiner Vernehmlassung auf das angefochtene Urteil. Das BFE beantragt, auf die Beschwerde einzutreten und sie gutzuheissen. A.________ und B.________ beantragen, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.1.</b> Gemäss Art. 83 lit. w BGG ist die Beschwerde unzulässig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Elektrizitätsrechts betreffend die Plangenehmigung von Starkstromanlagen und Schwachstromanlagen, wenn sich keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Gemäss der Rechtsprechung muss es sich um eine Rechtsfrage handeln, deren Entscheid für die Praxis wegleitend sein kann und von ihrem Gewicht her nach einer höchstrichterlichen Klärung ruft (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=26.07.2018&amp;to_date=14.08.2018&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F138-I-143%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page143">BGE 138 I 143</a> E. 1.1.2 S. 147). </div> <div class="para">Ist eine Beschwerde nur unter der Voraussetzung zulässig, dass sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt, muss der Beschwerdeführer nach <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> ausführen, warum diese Voraussetzung erfüllt ist. </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, weshalb sich hier eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellen soll. Das ist auch nicht ohne Weiteres ersichtlich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.2.</b> Hinzu kommt, dass es sich beim angefochtenen Entscheid um einen Zwischenentscheid gemäss <span class="artref">Art. 93 BGG</span> handelt und nach dieser Bestimmung die Beschwerde nur zulässig ist, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (Abs. 1 lit. a) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Abs. 1 lit. b). </div> <div class="para">Sofern sich nicht ohne Weiteres aus den Akten ergibt, dass die Sachurteilsvoraussetzungen von <span class="artref">Art. 93 BGG</span> erfüllt sind, obliegt es dem Beschwerdeführer, dies darzutun (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=26.07.2018&amp;to_date=14.08.2018&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-III-324%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page324">BGE 137 III 324</a> E. 1.1 S. 328 f.; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=26.07.2018&amp;to_date=14.08.2018&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-III-629%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page629">133 III 629</a> E. 2.3.1 und 2.4.2 S. 632 f.; je mit Hinweisen). </div> <div class="para">Vorliegend ergibt sich nicht ohne Weiteres aus den Akten, dass durch die Gutheissung der Beschwerde ein bedeutender Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren erspart würde. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, weshalb eine an das neue Sporthallenprojekt angepasste Standortevaluation mit einem solchen Aufwand verbunden wäre. Ein nicht wieder gutzumachender Nachteil ist ebenfalls weder ersichtlich noch dargetan. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.3.</b> Die Beschwerde genügt daher den Begründungsanforderungen von <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> nicht, weshalb darauf nicht eingetreten werden kann. Da dies offensichtlich ist, ist der Präsident der Abteilung als Einzelrichter zum Entscheid befugt und beschränkt sich dessen Begründung auf eine kurze Angabe des Unzulässigkeitsgrundes (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b und Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde ist demnach nicht einzutreten. </div> <div class="para">Es sind keine Gerichtskosten zu erheben (<span class="artref">Art. 66 Abs. 4 BGG</span>). Die Beschwerdeführerin hat jedoch den Beschwerdegegnerinnen eine angemessene Parteientschädigung auszurichten (<span class="artref">Art. 68 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegnerinnen mit Fr. 2'000.-- zu entschädigen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesamt für Energie, dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I, und dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, Generalsekretariat, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 8. August 2018 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Merkli </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Dold </div> </div></body></html>