<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00198</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204409&amp;W10_KEY=4467140&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00198</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.08.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Festsetzung Strassenprojekt</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Strassenprojekt: Kostenverteilung zwischen Kanton und Gemeinde<br/><br/>Rechtsgrundlagen nach Strassengesetz (E. 2.1).<br/>Das Strassenprojekt sieht als Ersatz für eine Lichtsignalanlage einen Kreisel vor, wovon drei Kreiseläste Staatsstrassen und ein Ast eine Gemeindestrasse betreffen. Die vom Regierungsrat vorgenommene Kostenverlegung zwischen Kanton und Gemeinde nach Anzahl der Kreiseläste (3 : 1) anstatt nach Verkehrsaufkommen (Antrag der Gemeinde; E. 3.1) ist nicht zu beanstanden. Das Gesetz sieht keine Regelung für die vorliegende Konstellation vor, und die vom Regierungsrat gewählte Kostenverlegung erweist sich unter der dem Verwaltungsgericht zustehenden Rechtskontrolle als sachgerecht (E. 3.2+3).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDESTRASSE">GEMEINDESTRASSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENVERLEGUNG">KOSTENVERLEGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENVERTEILUNG">KOSTENVERTEILUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KREISEL">KREISEL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STAATSSTRASSE">STAATSSTRASSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRASSE">STRASSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRASSENPROJEKT">STRASSENPROJEKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ÃBRIGES PLANUNGS- UND BAURECHT">ÃBRIGES PLANUNGS- UND BAURECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSKREISEL">VERKEHRSKREISEL</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 5 StrassG</span><br/><span class="ungerade">§ 6 StrassG</span><br/><span class="gerade">§ 11 StrassG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Mit Beschluss Nr. 429 vom 24. MÃ¤rz 2004 setzte der Regierungsrat das Projekt fÃ¼r die Erstellung eines Verkehrskreisels an der Wehntaler-/Schwenkelbergstrasse S-1/4, Kreuzung SÃ¼dstrasse, in Dielsdorf fest (Disp.-Ziff. I). FÃ¼r die BauausfÃ¼hrung bewilligte er einen Objekt­kredit von Fr. 1'455'000.- (Disp.-Ziff. III). Der Kostenanteil der Gemeinde Dielsdorf wurde auf Fr. 290'000.- festgelegt (Disp.-Ziff. V). Mit diesem Projekt soll die Lichtsignalanlage am Knoten Schwenkelbergstrasse/Wehntalerstrasse/SÃ¼dstrasse durch einen Verkehrs­kreisel ersetzt werden. Beim sÃ¼dlichen Ast der Wehntalerstrasse muss aus LeistungsgrÃ¼nden fÃ¼r Rechtsabbieger in die Schwenkelbergstrasse ein separater Fahrstreifen als Bypass erstellt werden. Wegen des schlechten Zustandes der Wehntalerstrasse muss gleichzeitig deren Belag â zulasten des Strassenunterhalts â in Stand gesetzt werden. Zwei der vier Ãste des Knotens werden durch die im kantonalen Richtplan enthaltene Wehntalerstrasse S-1 gebildet (wovon der nÃ¶rdliche durch das Zentrum von Dielsdorf fÃ¼hrt). Die beim Knoten beginnende, ebenfalls im kantonalen Richtplan festgesetzte Schwenkelbergstrasse S-4 ist Teil der Ortsverbindung zwischen Dielsdorf und BÃ¼lach; sie dient zudem als sÃ¼dÃ¶stliche Umfahrung der Ortschaft Dielsdorf. Den vierten Ast bildet die kommunale SÃ¼dstrasse. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Gegen Disp.-Ziff. V des Beschlusses vom 24. MÃ¤rz 2004 erhob die Gemeinde Dielsdorf am 15. April 2004 Beschwerde, sinngemÃ¤ss mit dem Antrag, den Kostenanteil fÃ¼r die Gemeinde auf einen tieferen Betrag als Fr. 290'000.- anzusetzen. Auf PrÃ¤sidialverfÃ¼gung hin reichte sie am 4. Mai 2004 eine verbesserte Beschwerdeschrift ein, mit dem Antrag, den Kostenverteiler so zu Ã¤ndern, dass er dem effektiven Verkehrsaufkommen auf der Gemeindestrasse gerecht werde. Zu diesem Zweck seien allenfalls VerkehrszÃ¤hlungen vornehmen zu lassen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>FÃ¼r den Regierungsrat beantragte die Baudirektion am 10. Juni 2004 Abweisung der Beschwerde. </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Die verbesserte Beschwerdeschrift enthÃ¤lt einen Antrag sowie eine BegrÃ¼ndung; sie genÃ¼gt damit den formellen Erfordernissen von § 54 VRG. Zwar muss in finanziellen Streitsachen der Antrag in der Regel ziffernmÃ¤ssig bestimmt oder zumindest bestimmbar sein (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 54 N. 3), was hier auch aufgrund der zweiten Beschwerdeschrift nicht zutrifft. Doch kann von diesem Erfordernis unter besonderen UmstÃ¤nden abgewichen werden. Solche liegen hier vor, indem die BeschwerdefÃ¼hrerin eine Kostenbelastung entsprechend dem Anteil der kommunalen SÃ¼dstrasse am gesamten Verkehrsaufkommen beim projektierten Kreisel verficht. Es war der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht zumutbar, binnen der dreissigtÃ¤gigen Beschwerdefrist eigene Erhebungen Ã¼ber dieses Verkehrsaufkommen (bzw. jenes an der heute bestehenden Lichtsignalanlage) anzustellen, nur um ihren Beschwerdeantrag beziffern zu kÃ¶nnen. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Das Strassengesetz vom 27. September 1981 (StrassG) regelt in §§ 6 und 7 die Pflicht zum Bau von Verkehrsanlagen. GemÃ¤ss § 6 Abs. 1 StrassG sind die Staatsstrassen vom Staat und die Gemeindestrassen von den politischen Gemeinden zu erstellen und auszubauen. Vorbehalten bleiben nach § 6 Abs. 2 StrassG die Baupflichten gemÃ¤ss Planungs- und Baugesetz vom 7. September 1975 (PBG), welcher Vorbehalt hier nicht eingreift, weil es nicht um die Abgrenzung der Baupflicht bzw. die Verlegung entsprechender Kosten zwischen Ã¶ffentlichen PlanungstrÃ¤gern und privaten GrundeigentÃ¼mern geht. TrÃ¤ger von Ã¶ffentlichen Strassen sind demnach der Staat und die Gemeinden, wobei diese Unterscheidung unmittelbar an jene zwischen Staats- und Gemeindestrassen anknÃ¼pft, wie sie in § 5 StrassG getroffen wird. Danach gelten als Staatsstrassen die gemÃ¤ss Planungs- und Baugesetz in den kantonalen und regionalen Verkehrs(richt-)plÃ¤nen festgelegten Strassen (Abs. 1), wÃ¤hrend alle Ã¼brigen Strassen Gemeindestrassen sind (Abs. 2). Aus §§ 28 ff. StrassG ergibt sich sodann, dass grundsÃ¤tzlich mit der jeweiligen TrÃ¤gerschaft nicht nur die Baupflicht, sondern auch die entsprechende Kostenpflicht verbunden ist, wobei den Gemeinden allerdings nach ihrer finanziellen LeistungsfÃ¤higkeit staatliche Kostenanteile an die Baukosten von Gemeindestrassen ausgerichtet werden (vgl. zum Ganzen Richard A. Koch, Das Strassenrecht des Kantons ZÃ¼rich, ZÃ¼rich 1997, S. 10 f.; Tobias Jaag, Verwaltungsrecht des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999 Rz. 2428 ff.; vgl. demgegenÃ¼ber die Sonderregelung bezÃ¼glich Strassen mit Ã¼berkommunaler Bedeutung auf dem Gebiete der StÃ¤dte ZÃ¼rich und Winterthur gemÃ¤ss § 43 ff. StrassG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin stellt nicht in Frage, dass am streitbetroffenen Knoten die bestehende Lichtsignalanlage durch einen Verkehrskreisel mit Erneuerung der Fahrbahn ersetzt werden soll. Bereits in der dem angefochtenen Beschluss vorangegangenen Korrespondenz mit der Baudirektion hatte sie sich ausschliesslich gegen eine Kostenbeteiligung gewehrt. In der Beschwerde widersetzt sie sich nunmehr auch einer Kostenbeteiligung nicht mehr, verficht jedoch eine andere Kostenverlegung als gemÃ¤ss angefochtenem Beschluss. Sie anerkennt damit, dass bezÃ¼glich dieses Kreisels, der die bestehende Lichtsignalanlage ersetzen soll, eine Baupflicht nicht nur den Staat sondern auch sie als Gemeinde trifft. Mit Bezug auf einen Verkehrskreisel, der sowohl Staats- wie auch Gemeindestrassen mitein­ander verknÃ¼pft, lÃ¤sst sich denn auch nach zutreffender Auffassung des Beschwerdegegners gestÃ¼tzt auf § 6 StrassG annehmen, dass die Baupflicht nicht nur den Staat, sondern ergÃ¤nzend auch die beteiligte Gemeinde trifft.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Der streitbetroffene Kostenanteil von Fr. 290'000.- entspricht einem Viertel des Zwischentotals von Fr. 1'160'000.-, das sich aus den Gesamtkosten von Fr. 1'455'000.-, reduziert um die Kosten der Instandsetzung der Fahrbahn der Wehntalerstrasse von Fr. 295'000.- ergibt. Davon entfallen Fr. 260'000.- (bzw. Fr. 65'000.- fÃ¼r die Gemeinde) auf die Erneuerung der Fahrbahn sowie Fr. 900'000.- (bzw. Fr. 225'000.-) auf den Neubau des Verkehrskreisels (vgl. angefochtenen Beschluss, S. 3).</span></p> <p class="Erwgung1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, die Belastung mit einem Viertel der Kosten beruhe offenbar darauf, dass der zu sanierende Knoten aus vier VerkehrsÃ¤sten bestehe. Darin liege jedoch kein sachgerechtes Kriterium fÃ¼r die Kostenverlegung. Zu berÃ¼cksichtigen sei der Nutzen der neuen Verkehrsanlage fÃ¼r die beteiligte Gemeinde, wie dies § 11 Abs. 2 StrassG bezÃ¼glich der Baupflicht von Nachbargemeinden vorsehe. Konkret sei daher auf das Verkehrsaufkommen abzustellen, das im vorliegenden Fall â bezÃ¼glich der kommunalen SÃ¼dstrasse â bei weitem nicht einem Viertel des gesamten Verkehrskaufkommens bei diesem Knoten betrage. Neben diesen verkehrsmÃ¤ssigen Aspekten sehe sich die Gemeinde auch aus finanzpolitischen GrÃ¼nden zur Beschwerde veranlasst; aufgrund der angespannten Finanzlage wehre sich der Gemeinderat mit allen Regeln der Kunst gegen den erneut drohenden Finanzausgleich; unvorhergesehene und in keiner Finanzplanung erfasste Ausgaben in dieser GrÃ¶ssenordnung brÃ¤chten die Gemeinde in grosse Schwierigkeiten. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Der Beschwerdegegner wendet ein, bei der streitbetroffenen Kostenverlegung gehe es nicht um einen Anwendungsfall von § 11 Abs. 2 StrassG, sondern um einen vorbestehenden Strassenknoten mit vier Ãsten, wovon drei Ãste aus Staatsstrassen bestÃ¼nden. FÃ¼r den Bau des Kreisels habe man sich in Anwendung von § 14 StrassG wegen des schlechten Zustands der FahrbahnbelÃ¤ge im Bereich des Knotens und wegen der Notwendigkeit, die Ã¼beralterte Lichtsignalanlage zu ersetzen, entschieden; mit dem neuen Kreisel kÃ¶nne zudem erfahrungsgemÃ¤ss der Knotenverkehr verflÃ¼ssigt werden, was insbesondere auch im Interesse des Ã¶ffentlichen Busverkehrs liege. Es gehe damit nicht um eine blosse Anpassung im Sinn von § 7 Abs. 2 lit. a StrassG, sondern um eine grundsÃ¤tzlich neue StrassenverknÃ¼pfung mit einem anderen Verkehrskonzept bzw. -instrument. Dabei erscheine eine Kostenaufteilung nach Eigentumsanteilen bzw. Anzahl Ãsten die sinnvollste und gerech­teste LÃ¶sung. Sie entspreche denn auch einer langjÃ¤hrigen Praxis der Baudirektion bzw. des Regierungsrats. Die von der BeschwerdefÃ¼hrerin vorgeschlagene Kostenverteilung nach Verkehrsaufkommen finde weder eine gesetzliche Grundlage im Strassengesetz noch sei sie von der Sache her gerechtfertigt. Die Anzahl der Verkehrsteilnehmer wirke sich nicht auf die Baukosten aus. Die IntensitÃ¤t der Strassennutzung beeinflusse hingegen die HÃ¶he der Unterhaltskosten, die bei stÃ¤rker frequentierten Strassenabschnitten hÃ¶her aus­fielen. Allerdings spiele das Verkehrsaufkommen auch beim Unterhalt keine Rolle, da nach bisheriger Praxis der Unterhalt derartiger Kreiselanlagen vollumfÃ¤nglich vom Kanton Ã¼bernommen werde.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Den Bestimmungen der kantonalen Strassengesetzgebung ist keine Regel zu entnehmen, wie bei einer Verkehrsanlage, deren Bau- und Finanzierungspflicht wie hier sowohl den Staat wie auch die Gemeinde trifft, die Kosten zu verlegen sind. Nach zutreffender Auffassung des Beschwerdegegners und entgegen jener der BeschwerdefÃ¼hrerin liegt hier kein Anwendungsfall von § 11 StrassG vor. GemÃ¤ss dieser Bestimmung kann die Bau­direktion auf Begehren einer Gemeinde eine andere Gemeinde zum Bau einer Strasse verpflichten, wenn dies fÃ¼r die ansprechende Gemeinde unerlÃ¤sslich und fÃ¼r die angesprochene Gemeinde zumutbar ist (Abs. 1). Mit dem Entscheid Ã¼ber eine solche Baupflicht ist die Kostenaufteilung fÃ¼r die Gemeinden festzulegen; dabei ist insbesondere zu berÃ¼cksichtigen, ob und inwieweit fÃ¼r die angesprochene Gemeinde hinsichtlich der allgemeinen VerkehrsverhÃ¤ltnisse oder der Groberschliessung von Baugebieten ein Nutzen erwÃ¤chst (Abs. 2). Mit der Anrufung dieser Bestimmung will die BeschwerdefÃ¼hrerin die in Abs. 2 genannten Kriterien fÃ¼r die Kostenaufteilung offenbar in analoger Weise auf den vorliegenden Sachverhalt, bei dem es um eine gemeinsame Bau- und Kostenpflicht von Staat und Gemeinde geht, angewendet haben; als "ansprechendes Gemeinwesen" erschiene hier der Staat, der sich fÃ¼r den Ersatz der Lichtsignalanlage durch einen Kreisel entschieden hat, wÃ¤hrend die BeschwerdefÃ¼hrerin als "angesprochene Gemeinde" im Sinn von Abs. 2 zu gelten hÃ¤tte. Eine derartige Analogie drÃ¤ngt sich jedoch nicht auf, weil § 11 StrassG auf AnwendungsfÃ¤lle ausgerichtet ist, die sich vom vorliegenden Sachverhalt offenkundig unterscheiden. Es lÃ¤sst sich auch nicht zugunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin annehmen, § 11 Abs. 2 StrassG bringe mit dem dort als Kriterium der Kostenaufteilung genannten "Nutzen" eine allgemeine Regel zum Ausdruck, wie die Kosten eines in die gemeinsame TrÃ¤gerschaft von Staat und Gemeinde fallenden Strassenprojekts aufzuteilen seien. Im vorliegenden Fall will zudem die BeschwerdefÃ¼hrerin ihren eigenen Nutzen aufgrund des Verkehrsaufkommens auf der vom Projekt erfassten SÃ¼dstrasse quantifiziert haben; der Beschwerdegegner wendet zu Recht ein, dass das Verkehrsaufkommen die HÃ¶he der Bau­kosten â anders als den Umfang der Unterhaltskosten â nicht beeinflusst.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Als Zwischenergebnis ergibt sich, dass die von der BeschwerdefÃ¼hrerin verfochtene Kostenverlegung nach dem Verkehrsaufkommen sich nicht aus dem Gesetz ergibt, dass Letzteres fÃ¼r einen Fall der vorliegenden Art auch sonst keine bestimmte Methode fÃ¼r die Kostenaufteilung vorgibt und dass sich die von der BeschwerdefÃ¼hrerin vorgeschlagene Methode auch von der Sache her nicht aufdrÃ¤ngt. Bei dieser Sach- und Rechtslage kÃ¶nnte das Verwaltungsgericht die angefochtene Kostenverlegung nur aufheben, wenn dafÃ¼r Ã¼berhaupt keine sachlichen GrÃ¼nde bestÃ¼nden oder gegenlÃ¤ufige Interessen der Gemeinde krass missachtet wÃ¼rden. Denn dem Regierungsrat steht beim Entscheid Ã¼ber diese Kostenverlegung ein weiter Ermessensspielraum zu, den das gemÃ¤ss § 50 VRG auf die Rechtskontrolle beschrÃ¤nkte Verwaltungsgericht zu respektieren hat. Die Kostenaufteilung nach Anzahl der KreiselÃ¤ste stellt ein sachgemÃ¤sses Kriterium dar. Es ist durchaus denkbar, dass sich eine andere Methode finden liesse, welche die Interessen der beteiligten BautrÃ¤ger noch angemessener berÃ¼cksichtigen wÃ¼rde, etwa unter MitberÃ¼cksichtigung der richtplanerischen Bedeutung der betroffenen Strassen. Dies ist indessen weder Aufgabe des Verwaltungsgerichts noch ein Grund, die Sache an den Regierungsrat zurÃ¼ckzuweisen, um eine solche andere Methode festzulegen, die im Interesse der PraktikabilitÃ¤t auch fÃ¼r andere, vergleichbare FÃ¤lle tauglich sein mÃ¼sste. Die angefochtene Kostenbelastung mit einem Viertel der Gesamtkosten ist nach dem Gesagten jedenfalls nicht rechtsverletzend. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.4 </span></b><span>Eine Rechtsverletzung vermÃ¶gen auch die von der BeschwerdefÃ¼hrerin im Weiteren angefÃ¼hrten finanzpolitischen GrÃ¼nde nicht darzutun. Gleiches gilt fÃ¼r die von ihr vor Erlass des angefochtenen Beschlusses gegenÃ¼ber der Baudirektion geÃ¤usserte Kritik an der ganzen Projektvorlage, welche ihrer Meinung nach zu einer weiteren VerzÃ¶gerung der geplanten Ortsumfahrung und zu einer zusÃ¤tzlichen Verkehrsbelastung auf der das Ortszentrum durchquerenden Wehntalerstrasse fÃ¼hre (vgl. bezÃ¼glich der geplanten Umfahrung den kantonalen Verkehrsrichtplan vom 31. Januar 1995 und den regionalen Verkehrsrichtplan Unterland von 1997). Diese verkehrsplanerischen Einwendungen wÃ¤ren allenfalls dann zu berÃ¼cksichtigen, wenn sich die Beschwerde gegen das Projekt als solches (Disp.-Ziff. I des Regierungsratsbeschlusses vom 24. MÃ¤rz 2004) richten wÃ¼rden. Sie lassen aber die allein angefochtene Kostenverlegung im Rahmen der dem Verwaltungsgericht einzig zustehenden Rechtskontrolle nicht als gesetzwidrig erscheinen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Demnach ist Disp.-Ziff. V des vorinstanzlichen Beschlusses in Abweisung der Beschwerde zu bestÃ¤tigen. Die Gerichtskosten sind der unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihr nach § 17 Abs. 2 VRG von vorneherein nicht zu. </span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 5'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 5'100.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Urteilstext"><span>5. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>