<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2002.00103</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107258&amp;W10_KEY=13013572&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2002.00103</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.05.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Grundstückgewinnsteuer</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Schätzung der Eigenleistungen nach pflichtgemässem Ermessen / Parteientschädigung Aufwendungen einer vom Pflichtigen beherrschten AG sind Eigenleistungen. Mangels Nachweis durch den Pflichtigen wird die Höhe der - offensichtlich angefallenen - Anlagekosten nach pflichtgemässem Ermessen geschätzt (E. 4). Die niedrig erscheinende Parteientschädigung für das Rekursverfahren muss durch die Rekurskommission begründet oder neu festgesetzt werden (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANLAGEKOSTEN">ANLAGEKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFWENDUNG">AUFWENDUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUKOSTEN">BAUKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEHERRSCHTE AKTIENGESELLSCHAFT">BEHERRSCHTE AKTIENGESELLSCHAFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGENLEISTUNGEN">EIGENLEISTUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSENSEINSCHÃTZUNG">ERMESSENSEINSCHÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBÃUDEERSTELLUNGSKOSTEN">GEBÃUDEERSTELLUNGSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GENERALUNTERNEHMER">GENERALUNTERNEHMER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWÃHNLICHE SCHÃTZUNG">GEWÃHNLICHE SCHÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: GrundstÃ¼ckgewinn- und HandÃ¤nderungssteuern ST: GRUNDSTÃCKGEWINNSTEUER">GRUNDSTÃCKGEWINNSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITWIRKUNGSPFLICHT">MITWIRKUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: EinschÃ¤tzungs-,Rekurs- und Beschwerdeverfahren ST: REKURSVERFAHREN">REKURSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHÃTZUNG">SCHÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERMINDERND">STEUERMINDERND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNGEWISSE STEUERFAKTOREN">UNGEWISSE STEUERFAKTOREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWEITER SCHRIFTENWECHSEL">ZWEITER SCHRIFTENWECHSEL</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 2 lit. I AnwGebV</span><br/><span class="ungerade">§ 139 lit. II StG</span><br/><span class="gerade">§ 148 lit. II StG</span><br/><span class="ungerade">§ 221 lit. Ia StG</span><br/><span class="gerade">§ 17 Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A. realisierte mit der von ihm beherrschten E. AG auf einem von ihm am 6. Februar 1984 gekauften GrundstÃ¼ck (Gemeinde X.) eine Ãberbauung mit vier MehrfamilienhÃ¤usern und zwei EinfamilienhÃ¤usern. Nach BegrÃ¼ndung von Stockwerkeigentum verÃ¤usserte er drei Stockwerkeigentumseinheiten des Mehrfamilienhauses K.-strasse jeweils zu einem Preis von Fr. 470'000.- an F. (am 15. Oktober 1999), an G. (am 23. Februar 2000) und an H. (am 24. MÃ¤rz 2000).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aus Anlass dieser HandÃ¤nderungen auferlegte ihm die Kommission fÃ¼r Grundsteuern der Gemeinde X. am 29. Mai 2001 eine GrundstÃ¼ckgewinnsteuer von insgesamt Fr. 101'307.-. Die hiergegen erhobene Einsprache wies die Kommission am 29. Januar 2002 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die hierauf von A. mit Rekurs angerufene Steuerrekurskommission III wies das Rechtsmittel mit Entscheid vom 14. Oktober 2002 vollumfÃ¤nglich ab, auferlegte ihm die Kosten des Rekursverfahrens und verpflichtete ihn zudem, der vertretenen Rekursgegnerin eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 800.-, einschliesslich Mehrwertsteuer, zu bezahlen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 6. Dezember 2002 liess A. dem Verwaltungsgericht beantragen, "es sei die Angelegenheit zwecks Wahrung des rechtlichen GehÃ¶rs an die Vorinstanz zurÃ¼ck zu weisen", eventualiter sei die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer auf Fr. 0.- festzusetzen. Ausserdem verlangte er die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ebenfalls mit Beschwerde vom 6. Dezember 2002 liess die Gemeinde X. dem Verwaltungsgericht beantragen, "es sei die zugesprochene ParteientschÃ¤digung auf CHF 5'300.- zu erhÃ¶hen." Auch sie verlangte die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>WÃ¤hrend die Steuerrekurskommission III auf Vernehmlassung verzichtete, beantragten die Gemeinde X. und A. die Abweisung der gegnerischen Beschwerde, unter Kos-ten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die Beschwerde des grundstÃ¼ckgewinnsteuerpflichtigen A. (SB.2002.00103) und die Beschwerde der Gemeinde X. (SB.2002.00104) haben denselben Rekursentscheid zum Gegenstand und betreffen beide die EinschÃ¤tzung von A. hinsichtlich der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer aus der VerÃ¤usserung von drei Stockwerkeigentumseinheiten. Es rechtfertigt sich daher, die Verfahren zu vereinigen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht in Grundsteuersachen kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 in Verbindung mit § 213 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gel­tend gemacht werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachverhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Re­kurskommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemessenheit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekursinstanz zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessensÃ¼berschreitung und auf Ermessensmissbrauch.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer wird laut § 216 Abs. 1 StG von den Gewinnen erhoben, die sich bei HandÃ¤nderungen an GrundstÃ¼cken oder Anteilen von solchen ergeben. GrundstÃ¼ckgewinn ist nach § 219 Abs. 1 StG der Betrag, um welchen der ErlÃ¶s die Anlagekosten â Erwerbspreis und Aufwendungen â Ã¼bersteigt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen im Zusammenhang mit der parzellenweisen VerÃ¤usserung eines GrundstÃ¼cks, der BerÃ¼cksichtigung von Verzinsungskosten im Zusammenhang mit dem (unter altem Recht zu berÃ¼cksichtigenden) Gesamtbetriebsver­lust und des Grundsatzes der vergleichbaren VerhÃ¤ltnisse zutreffend dargelegt. Hierauf ist in analoger Anwendung von § 161 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976 zu verweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Licht dieser gesetzlichen Grundlagen ist dem Pflichtigen hinsichtlich der Land­erwerbskosten von der Vorinstanz ausfÃ¼hrlich dargelegt worden, weswegen er aus frÃ¼heren, zwischenzeitlich in Rechtskraft erwachsenen EinschÃ¤tzungsentscheiden nichts herleiten kÃ¶nne, dass die BerÃ¼cksichtigung der Verzinsungskosten aufgrund des heute geltenden Rechts im Zusammenhang mit dem Gesamtbetriebsverlust nicht mÃ¶glich sei und dass zur Herstellung vergleichbarer VerhÃ¤ltnisse der Wert der im ursprÃ¼nglichen Kaufpreis mitenthaltenen, jedoch spÃ¤ter abgebrochenen Scheunen angemessen zu berÃ¼cksichtigen sei. Zu Recht stellt die Beschwerdeantwort fest, dass der Pflichtige sich mit diesen AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz nicht einmal ansatzweise auseinandersetzt, sondern sich darauf beschrÃ¤nkt, die vor Rekurskommission vorgebrachte Darstellung zu wiederholen. Weder den Akten noch der Beschwerdeschrift kann damit entnommen werden, inwieweit die Vorinstanz bei der Festlegung des Landwerts in einer im Beschwerdeverfahren zu korrigierenden Weise rechtsverletzend gehandelt haben soll. Daher ist der von der Rekurskommission zur Anwendung gebrachte Landwert zu bestÃ¤tigen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Die bei der Berechnung der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer anrechenbaren Aufwendungen zÃ¤hlt § 221 Abs. 1 StG abschliessend auf (vgl. RB 1990 Nr. 51; Felix Richner/Wal­ter Frei/Stefan Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, ZÃ¼rich 1999, § 221 N. 3). Es sind dies insbesondere die Aufwendungen fÃ¼r Bauten, Umbauten, Meliorationen und andere dauernde Verbesserungen des GrundstÃ¼cks (lit. a). Wertvermehrende Eigenleistungen sind in gleicher Weise anrechenbar wie Aufwendungen fÃ¼r solche Leistungen Dritter (VGr, 27. August 1997, ZStP 1998, S. 133 = StE 1998 B 44.13.7 Nr. 12). Wenn ein Steuerpflichtiger derartige Arbeiten durch eine von ihm beherrschte Aktiengesellschaft ausfÃ¼hren lÃ¤sst, handelt es sich ebenfalls um Eigenleistungen. Wird â wie vorliegend â deren Anrechnung verlangt, so hat die erforderliche Sachdarstellung auch Ã¼berprÃ¼fbare Angaben zum Marktwert der erbrachten Leistungen im gewÃ¶hnlichen GeschÃ¤ftsverkehr zu enthalten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Bestimmungen Ã¼ber die Staatssteuern, einschliesslich der Verfahrensvorschriften, gelten kraft § 206 StG auch fÃ¼r die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer. Demnach nimmt die kommunale VeranlagungsbehÃ¶rde entsprechend § 139 Abs. 2 StG die EinschÃ¤tzung nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen vor, wenn der Steuerpflichtige trotz Mahnung seine Verfahrenspflichten nicht erfÃ¼llt hat oder der GrundstÃ¼ckgewinn mangels zuverlÃ¤ssiger Unterlagen nicht einwandfrei ermittelt werden kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Das Steuergesetz regelt die Verfahrenspflichten des Steuerpflichtigen in den Be­stimmungen von § 133 bis § 135 StG. GemÃ¤ss § 135 Abs. 1 StG muss dieser "alles tun, um eine vollstÃ¤ndige und richtige EinschÃ¤tzung zu ermÃ¶glichen". </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Gesetz unterscheidet infolgedessen nicht danach, ob die Mitwirkung steuerbegrÃ¼ndende und -mehrende oder aber steueraufhebende und -mindernde Tatsachen betrifft oder wer â der Steuerpflichtige oder die SteuerbehÃ¶rde â die Beweislast fÃ¼r die in Frage stehende beweisbedÃ¼rftige Tatsache trÃ¤gt. Denn Ziel der Sachverhaltsermittlung ist nach dem Grundsatz von § 132 StG stets, die fÃ¼r eine vollstÃ¤ndige und richtige Besteuerung massgebenden tatsÃ¤chlichen und rechtlichen VerhÃ¤ltnisse festzustellen. So gesehen kann es kein Verfahrensrecht des Steuerpflichtigen geben, das in dessen Belieben stellte, an der Feststellung des gesetzmÃ¤ssigen Sachverhalts mitzuwirken oder nicht, auch wenn die Mitwirkung steueraufhebende und -mindernde Tatsachen beschlÃ¤gt, die den Steuerpflichtigen begÃ¼nstigen. Die frÃ¼here gegenteilige Rechtsprechung zum aufgehobenen Steuergesetz vom 8. Juli 1951, welche die Mitwirkung des Steuerpflichtigen als Verfahrenspflicht auf steuerbegrÃ¼ndende und -mehrende Tatsachen beschrÃ¤nkte (vgl. dazu ausfÃ¼hrlich Martin Zweifel, Die Sachverhaltsermittlung im Steuerveranlagungsverfahren, ZÃ¼rich 1989, S. 47 ff.), kann jedenfalls unter dem geltenden Recht nicht lÃ¤nger aufrecht erhalten werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>HinfÃ¤llig geworden ist somit auch die unter dem alten Steuergesetz von der Rechtsprechung getroffene Differenzierung der SchÃ¤tzung bei ungewissen tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnissen in die ErmessenseinschÃ¤tzung und die "gewÃ¶hnliche SchÃ¤tzung", je nachdem, ob die SÃ¤umnis des Steuerpflichtigen in der Mitwirkung steuerbegrÃ¼ndende und -mehrende bzw. steueraufhebende und -mindernde Tatsachen betroffen hatte (vgl. Zweifel, S. 121 f. und S. 144 ff.; ferner Felix Richner/Walter Frei/Barbara Weber/Hans R. BrÃ¼tsch, ZÃ¼rcher Steuergesetz, Kurzkommentar, 2. A., ZÃ¼rich 1997, § 75 N. 69 ff. und § 87 N. 7). Nach § 139 Abs. 2 StG ist eine EinschÃ¤tzung nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen immer dann vorzunehmen, wenn infolge fehlerhafter Mitwirkung des Steuerpflichtigen oder auch aus anderen GrÃ¼nden die Steuerfaktoren mangels zuverlÃ¤ssiger Unterlagen nicht einwandfrei ermittelt werden kÃ¶nnen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Allerdings ist zu beachten, dass die Beweislosigkeit, die sich einstellt, wenn der Steuerpflichtige seine Mitwirkungspflicht hinsichtlich steueraufhebender oder -mindernder Tatsachen â z.B. bei einem von ihm geltend gemachten Abzug â nicht erfÃ¼llt, grundsÃ¤tzlich nicht zu einer Ermessensveranlagung fÃ¼hrt. Vielmehr ist diesfalls aufgrund der allgemeinen Beweislastregel (vgl. BGr, 22. Februar 1993, ASA 62 [1993/94], S. 720 E. 5b; BGE 121 II 257 E. 4c/aa) zu Ungunsten des fÃ¼r derartige Tatsachen beweisbelasteten Steuerpflichtigen anzunehmen, die behaupteten Tatsachen hÃ¤tten sich nicht verwirklicht, und gestÃ¼tzt darauf den in Frage stehenden Abzug nicht zu berÃ¼cksichtigen (vgl. etwa BGE 92 I 398 = ASA 36 [1967/68], S. 192 und BGr, 10. Juli 1977, ASA 46 [1977/78], S. 512). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Unter bestimmten Voraussetzungen ist ausnahmsweise eine SchÃ¤tzung nach pflicht­gemÃ¤ssem Ermessen auch bezÃ¼glich steueraufhebender und -mindernder Tatsachen zu treffen, dann nÃ¤mlich, wenn dem Steuerpflichtigen die gehÃ¶rige Mitwirkung an der Ermittlung dieser Tatsachen aus GrÃ¼nden, die er nicht zu vertreten hat, unmÃ¶glich oder unzumutbar ist (vgl. RB 1975 Nr. 54). Gleich verhÃ¤lt es sich, wenn das Bestehen eines Abzugs erwiesen ist, z.B. feststeht, dass dem Steuerpflichtigen Anlagekosten erwachsen sind, aber deren HÃ¶­he ungewiss ist. In einem solchen Fall wÃ¤re es sachwidrig und damit willkÃ¼rlich, die Aufwendung nicht zu berÃ¼cksichtigen; vielmehr muss deren HÃ¶he nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen geschÃ¤tzt werden (vgl. Martin Zweifel in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, 2. A., Basel/Genf/MÃ¼nchen 2002, Art. 46 StHG N. 30). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Auch im Beschwerdeverfahren ist unbestritten geblieben, dass der Pflichtige die E. AG beherrscht hat. Damit erweist sich der Schluss der Rekurskommission als zutreffend, dass die auf das genannte Unternehmen entfallenden Aufwendungen als wertvermehrende Eigenleistungen des Pflichtigen zu wÃ¼rdigen sind. Die EinschÃ¤tzungsbehÃ¶rde hat daher zu Recht und in Nachachtung der sie treffenden Untersuchungspflicht Ã¼berprÃ¼fbare Angaben betreffend erbrachte Leistungen der E. AG und Unterlagen zum Marktwert derselben verlangt. Vor diesem Hintergrund erweist sich die Auflage zur Einreichung der Bauabrechnung der E. AG durchaus als sinnvoll und vom Untersuchungszweck abgedeckt. Unbestrittenermassen ist diese Auflage nÃ¤mlich geeignet gewesen, die tatsÃ¤chlich erbrachten Eigenleistungen zu Ã¼berprÃ¼fen und allenfalls grundsteuerlich nicht abzugsberechtigte Aufwendungen auszuscheiden. Der Pflichtige ist der Auflage im Wesentlichen unter Hinweis auf die zivilrechtlichen EigentumsverhÃ¤ltnisse an dieser Abrechnung nicht nachgekommen. Weswegen aber dem die E. AG beherrschenden Pflichtigen die Beschaffung dieses Beweismittels geradezu unmÃ¶glich oder unzumutbar gewesen sein soll, hat er weder im Rekurs- noch im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht darlegen kÃ¶nnen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da die Auflage trotz Mahnung unerfÃ¼llt geblieben ist, dem Pflichtigen aber anderer­seits unstreitig Erstellungskosten erwachsen sind, durfte die EinschÃ¤tzungsbehÃ¶rde, deren Untersuchungspflicht wegen der mangelnden Mitwirkung erloschen war, ohne weiteres zu einer SchÃ¤tzung der anrechenbaren Eigenleistungen nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen im Sinn von § 139 Abs. 2 StG schreiten, ohne dass weitere Untersuchungshandlungen, wie et­wa die auch noch vor Vorinstanz beantragte Expertise, erforderlich waren. Damit ist auch die vom Pflichtigen im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht behauptete Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs zu verneinen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Was der Pflichtige letztlich gegen die SchÃ¤tzung an sich vorbringt, lÃ¤sst diese nicht als "offensichtlich unrichtig" erscheinen. Die Vorinstanzen haben sich bei der SchÃ¤tzung der Eigenleistungen am Bauvolumen und den ursprÃ¼nglichen vom Pflichtigen selbst angegebenen Kubikmeterkosten orientiert. Dieses Vorgehen erscheint durchaus als sachgerecht. Weder die behauptete "KomplexitÃ¤t des Bauwerks" noch der blosse Hinweis auf "denkmalschÃ¼tzerische Auflagen" sind geeignet, die angefochtene SchÃ¤tzung als rechtsver­letzend erscheinen zu lassen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mithin ist die Beschwerde des Pflichtigen abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. a) GemÃ¤ss § 153 Abs. 4 in Verbindung mit § 148 Abs. 2 StG kann im Beschwerdeverfahren ausnahmsweise ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet werden. Die Gemein­de X. hat dies in ihrer Beschwerde betreffend ErhÃ¶hung der ParteientschÃ¤digung beantragt, da die Vorinstanz in ihrem Entscheid die von ihr als angemessen erachtete HÃ¶he der EntschÃ¤digung nicht begrÃ¼ndet hatte. Die Gemeinde X. hat mit ihrem Antrag sicherstellen wollen, zu allfÃ¤lligen AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz in deren Vernehmlassung Stellung nehmen zu kÃ¶nnen. Nachdem jedoch die Vorinstanz auf Vernehmlassung verzichtet hat, erÃ¼brigt sich die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) GemÃ¤ss § 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) in Verbindung mit § 152 und 153 Abs. 4 StG kann im Rekursverfahren und vor Verwaltungsgericht die unterliegende Partei oder Amtsstelle zu einer angemessenen EntschÃ¤digung verpflichtet werden, namentlich wenn die rechtsgenÃ¼gende Darlegung komplizierter Sachverhalte und schwieriger Rechtsfragen besonderen Aufwand oder den Beizug eines Rechtsbeistands erforderte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit der Gemeinde X. ist zunÃ¤chst im Grundsatz festzustellen, dass die HÃ¶he der EntschÃ¤digung im angefochtenen Entscheid nicht begrÃ¼ndet ist. Dieses Vorgehen ist in­dessen Ã¼blich und entspricht langjÃ¤hriger Praxis vieler Gerichte â etwa auch des Verwaltungs- oder des Bundesgerichts. Wird die HÃ¶he der zugesprochenen ParteientschÃ¤digung im Rechtsmittelverfahren angefochten und fehlt es â wie vorliegend â an einer einfachen und nachvollziehbaren Verordnung Ã¼ber die HÃ¶he der ParteientschÃ¤digung, so ist es der Rechtsmittelinstanz tatsÃ¤chlich nicht mÃ¶glich, ohne eine wenigstens in der Vernehmlassung von der Vorinstanz abgegebene BegrÃ¼ndung die HÃ¶he der ParteientschÃ¤digung auf Ãbereinstimmung mit der gesetzlichen Grundlage von § 17 Abs. 2 VRG zu Ã¼berprÃ¼fen. Vorliegend ist der Gemeinde X. auch darin zuzustimmen, dass sie sich angesichts der KomplexitÃ¤t des Falls und des Streitwerts rechtlichen Beistand holen durfte. Weiter fÃ¼hrt sie ebenfalls zu Recht an, dass sich die zugesprochene EntschÃ¤digung von Fr. 800.- nur schwer mit dem im vorliegenden Fall angemessenen Aufwand in Ãbereinstimmung brin­gen lÃ¤sst. Um aber weder das rechtliche GehÃ¶r beider Parteien zu verletzen noch deren Anspruch auf den vollstÃ¤ndigen Instanzenzug zu verkÃ¼rzen, ist die Vorinstanz aufzufordern, im zweiten Rechtsgang entweder die zugesprochene ParteientschÃ¤digung von Fr. 800.- hinreichend zu begrÃ¼nden oder diese im Licht der AusfÃ¼hrungen der Gemeinde X. neu festzusetzen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Damit ist die Beschwerde der Gemeinde X. teilweise gutzuheissen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Bei diesem Verfahrensausgang rechtfertigt es sich, die Kosten A. aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 und § 213 StG), unterliegt er doch vollstÃ¤ndig mit seinen AntrÃ¤gen, die Gemeinde X. bezÃ¼glich ihrer Beschwerde nur teilweise. A. hat der Gemeinde X. sodann hinsichtlich seiner Beschwerde eine ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren auszurichten (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit § 152, § 153 Abs. 4 und § 213 StG), hinsichtlich der Beschwerde der Gemeinde X. sind angesichts des unentschiedenen bzw. noch offenen Ausgangs keine EntschÃ¤digungen zuzusprechen. GemÃ¤ss der langjÃ¤hrigen Praxis der 2. Kammer des Verwaltungsgerichts ist bei einer vertretenen Partei die Verordnung des Obergerichts Ã¼ber die AnwaltsgebÃ¼hren vom 10. Juni 1987 heranzuziehen. Die nach dem dort in § 2 Abs. 1 festgelegten Tarif berechnete GrundgebÃ¼hr ist fÃ¼r das Beschwerdeverfahren in der Regel auf einen Drittel herabzusetzen. Dies ergibt beim zu berÃ¼cksichtigenden Streitwert von Fr. 101'307.- eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 3'000.-.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerdeverfahren SB.2002.00103 und SB.2002.00104 werden vereinigt;</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde von A. wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Beschwerde der Gemeinde X. wird teilweise gutgeheissen. Die Sache wird zur Neufestsetzung der ParteientschÃ¤digung im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Steuerrekurskommission III zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Ãber die Rekurskosten hat die Steuerrekurskommission III in ihrem Neuentscheid zu befinden.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf<br/> Fr. 7'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 120.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 7'120.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die Gerichtskosten werden A. auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>6. A. wird verpflichtet, der Gemeinde X. fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 3'000.-- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>7. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>