<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2014.00496</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=214999&amp;W10_KEY=13013519&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2014.00496</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 04.03.2015</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 26.02.2016 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Widerruf der Niederlassungsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Der Beschwerdeführer ist ein 1955 geborener Angehöriger eines EU-/EFTA-Staats. Seit 1983 lebt er mit seiner Ehefrau und seinen Kindern dauernd in der Schweiz, woraufhin sie die Niederlassungsbewilligung erhielten. Die Ehe wurde inzwischen geschieden.] Der Beschwerdeführer wurde im Mai 2012 bzw. September 2012 zu einer (bedingten) Freiheitsstrafe von 24 Monaten wegen wiederholter schwerer Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz respektive als Zusatzstrafe dazu zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten wegen schwerer Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz verurteilt. Die Einjahresgrenze gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung zu Art. 62 lit. b AuG wurde damit klar überschritten, weshalb der Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 62 Abs. 2 AuG erfüllt ist (E. 3). Prüfung der Verhältnismässigkeit (E. 5). Beim Beschwerdeführer als Angehörigen eines FZA-Staats können Strafurteile für einen Widerruf der Niederlassungsbewilligung herangezogen werden, wenn sie ein persönliches Verhalten erkennen lassen, das eine gegenwärtige Gefährdung der öffentlichen Ordnung begründet, weshalb es wesentlich auf das Rückfallrisiko ankommt (E. 5.2). Der Beschwerdeführer handelte aus rein finanziellen Motiven mit grossen Mengen von Kokain und liess sich auch durch ein laufendes Untersuchungsverfahren nicht von der erneuten Begehung gleicher strafbarer Handlungen abhalten, sodass nach wie vor eine erhebliche Rückfallgefahr besteht (E. 5.3). Die öffentlichen Interessen an seiner Fernhaltung überwiegen daher seine eher geringen privaten Interessen am Verbleib in der Schweiz (E. 5.4 f.). Abweisung UP/URB. Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREIZÃGIGKEITSABKOMMEN (FZA)">FREIZÃGIGKEITSABKOMMEN (FZA)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG">NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKFALLGEFAHR">RÃCKFALLGEFAHR</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 62 lit. b AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 63 Abs. 2 AuG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=25310" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2014.00496</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">4. MÃ¤rz 2015</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Jso Schumacher<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Peter Sprenger, Verwaltungsrichter AndrÃ© Moser, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Viviane Eggenberger. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, <br/> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">A, ein 1955 geborener StaatsangehÃ¶riger Italiens, hielt sich ab 1974 jeweils als Saisonnier in der Schweiz auf und reiste im MÃ¤rz 1983 zum dauernden Verbleib in die Schweiz ein. In der Folge erhielten er und seine Ehegattin sowie die 1982 und 1991 geborenen gemeinsamen Kinder die Niederlassungsbewilligung. Die Ehe wurde 1996 geschieden. </p> <p class="Urteilstext">Wegen wiederholter schwerer Widerhandlungen gegen das BetÃ¤ubungsmittelgesetz vom 3. Oktober 1951 (SR 812.121) wurde A vom Bundesstrafgericht am 2. Mai 2012 mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten, abzÃ¼glich 152 Tagen Untersuchungshaft, bei einer Probezeit von drei Jahren und mit einer Busse von Fr. 1'000.- bestraft. Das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich verwarnte A deswegen am 24. Juli 2012. </p> <p class="Urteilstext"><span>Am 11. September 2012 sprach das Bezirksgericht ZÃ¼rich A der schweren Widerhandlung gegen das BetÃ¤ubungsmittelgesetz schuldig und verurteilte ihn als Zusatzstrafe zum Urteil des Bundesstrafgerichts vom 2. Mai 2012 zu 36 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 400 Tage durch Haft erstanden waren.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>A wurde mit VerfÃ¼gung des Amts fÃ¼r Justizvollzug des Kantons ZÃ¼rich vom 31. Juli 2013 die bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug gewÃ¤hrt, sobald er Ã¼ber geregelte WohnverhÃ¤ltnisse verfÃ¼ge. Effektiv wurde er dann am 2. Oktober 2013 mit einer Probezeit von einem Jahr und einer BewÃ¤hrungshilfe bedingt entlassen. </span></p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 12. Februar 2014 widerrief das Migrationsamt die Niederlassungsbewilligung von A und ordnete an, dass er das schweizerische Staatsgebiet bis 31. Mai 2014 zu verlassen habe.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">A liess am 15. MÃ¤rz 2014 an die Sicherheitsdirektion rekurrieren und beantragen, diese VerfÃ¼gung des Migrationsamts aufzuheben, vom Widerruf der Niederlassungsbewilligung abzusehen sowie ihm unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung zu gewÃ¤hren. Die Sicherheitsdirektion wies diesen Rekurs sowie das Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung mit Entscheid vom 11. August 2014 kostenpflichtig ab und setzte A eine neue Ausreisefrist bis 15. November 2014 an. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 5. September 2014 liess A beim Verwaltungsgericht Beschwerde erheben und beantragen, unter EntschÃ¤digungsfolge zulasten des Migrationsamts sei die VerfÃ¼gung vom 11. August 2014 aufzuheben, seine Niederlassungsbewilligung nicht zu widerrufen, eventualiter eine Begutachtung in Bezug auf seine RÃ¼ckfallgefahr anzuordnen, ihm die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu bewilligen, von der Erhebung eines Kostenvorschusses abzusehen und ihm unentgeltlichen Rechtsbeistand zu gewÃ¤hren. </p> <p class="Urteilstext">Die Sicherheitsdirektion verzichtete am 24./25. September 2014 ausdrÃ¼cklich auf Vernehmlassung. Das Migrationsamt verzichtete stillschweigend auf eine Beschwerdeantwort.</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) prÃ¼ft das Verwaltungsgericht seine ZustÃ¤ndigkeit von Amtes wegen. Diese ist unter anderem betreffend erstinstanzliche Rekursentscheide einer Direktion auf dem Gebiet des AuslÃ¤nderrechts gegeben (§§ 41â44 in Verbindung mit §§ 19 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 Satz 1, 19a sowie 19b Abs. 2 lit. b Ziff. 1 VRG).</p> <p class="Urteilstext">Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Erteilung bzw. der Widerruf von Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligungen richtet sich grundsÃ¤tzlich nach dem <span>AuslÃ¤ndergesetz vom 16. Dezember 2005 (AuG, SR 142.20</span>). FÃ¼r StaatsangehÃ¶rige der Mitgliedstaaten der EuropÃ¤ischen Union hat das AuslÃ¤ndergesetz allerdings nur insoweit Geltung, als <span>das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits Ã¼ber die FreizÃ¼gigkeit (FreizÃ¼gig</span>­<span>keitsabkommen, FZA; SR 0.142.112.681)</span><span> </span>keine abweichenden Bestimmungen enthÃ¤lt oder das AuslÃ¤ndergesetz <span>gÃ¼nstigere Bestimmungen vorsieht (Art. 12 FZA in Verbindung mit Art. 2 Abs. 2 AuG; BGE 136 II 177 E. 1.2 </span>mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ist StaatsangehÃ¶riger Italiens und hat daher nach Art. 1 des Niederlassungs- und Konsularvertrags vom 22. Juli 1868 zwischen der Schweiz und Italien (SR 0.142.114.541) in Verbindung mit Ziff. 1 Abs. 2 der ErklÃ¤rung vom 5. Mai 1934 Ã¼ber die Anwendung dieses Vertrages (SR 0.142.114.541.3) sowie mit Art. 10 f. des Abkommens vom 10. August 1964 zwischen der Schweiz und Italien Ã¼ber die Auswanderung italienischer ArbeitskrÃ¤fte nach der Schweiz (Italienerabkommen, SR 0.142.114.548) grundsÃ¤tzlich einen Anspruch auf bedingungslose GewÃ¤hrung der Niederlassung (vgl. BGE 101 Ib 225 E. 3a). Dabei richtete sich aber die Regelung des Aufenthalts des BeschwerdefÃ¼hrers nach der schweizerischen AuslÃ¤ndergesetzgebung (vgl. Art. 10 Ziff. 1 Italienerabkommen). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>GemÃ¤ss Art. 4 FZA in Verbindung mit Art. 6 Anhang I FZA hat ein StaatsangehÃ¶riger einer Vertragspartei, der mit einem Arbeitgeber des Aufnahmestaats ein ArbeitsverhÃ¤ltnis eingegangen ist, Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis, die je nach Dauer des ArbeitsverhÃ¤ltnisses unterschiedlich lange gÃ¼ltig ist (BGE 140 II 112 E. 2.2; BGr, 8. Mai 2013, 2C_1155/2012, E. 2.1). Die Anwesenheit des BeschwerdefÃ¼hrers in der Schweiz ist unter anderem mit seiner unselbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit im Inland verbunden, sodass er sich grundsÃ¤tzlich auf das FreizÃ¼gigkeitsabkommen berufen und daraus ein eigenstÃ¤ndiges Anwesenheitsrecht ableiten kann (BGE 130 II 176 E. 2.2). Dieses Anwesenheitsrecht kann unter den Voraussetzungen von Art. 5 Anhang I FZA eingeschrÃ¤nkt werden (BGE 139 II 121 E. 5.3, 136 II 5 E. 4.1 f.). Das interne Recht enthÃ¤lt insoweit keine gÃ¼nstigeren Vorschriften.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Niederlassungsbewilligung wird unbefristet und ohne Bedingungen erteilt (Art. 34 Abs. 1 AuG). Nach Art. 63 Abs. 2 AuG kann einem AuslÃ¤nder, der sich â wie der BeschwerdefÃ¼hrer â wÃ¤hrend mehr als fÃ¼nfzehn Jahren ununterbrochen und ordnungsgemÃ¤ss in der Schweiz aufhÃ¤lt, die Niederlassungsbewilligung nur entzogen werden, wenn er in schwerwiegender Weise gegen die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese bzw. die innere oder Ã¤ussere Sicherheit gefÃ¤hrdet (Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG) oder wenn er zu einer lÃ¤ngerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt oder gegen ihn eine strafrechtliche Massnahme im Sinn von Art. 64 oder 61 des Strafgesetzbuchs (SR 311.0) angeordnet wurde (Art. 62 lit. b AuG). Eine lÃ¤ngerfristige Freiheitsstrafe im Sinn von Art. 62 lit. b AuG ist immer dann gegeben, wenn die auslÃ¤ndische Person zu einer Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr verurteilt wurde (BGE 135 II 377 E. 4.2).</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer wurde zuletzt mit Urteil des <span>Bezirksgerichts ZÃ¼rich vom 11. September 2012 </span>zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten verurteilt. Damit ist die vom Bundesgericht festgelegte Einjahresgrenze klar Ã¼berschritten worden und die Strafe ist als lÃ¤ngerfristig im Sinn von Art. 62 lit. b AuG zu qualifizieren. Entsprechend kann offenbleiben, ob das Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers zugleich als schwerwiegender Verstoss gegen die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinn von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG zu werten ist. Denn dieser Widerrufsgrund gelangt lediglich subsidiÃ¤r zur Anwendung (BGE 135 II 377 E. 4.2).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Aus dem Recht auf Achtung des Familienlebens gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 der Euro­pÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK, SR 0.101) bzw. Art. 13 Abs. 1 der Bundes­verfassung vom 18. April 1999 (SR 101) steht einer Person ein Aufenthaltsrecht in der Schweiz zu, wenn sie eine tatsÃ¤chlich gelebte und intakte Beziehung zu nahen Verwandten in der Schweiz unterhÃ¤lt, die ihrerseits Ã¼ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfÃ¼gen (BGE 130 II 281 E. 3.1, 127 II 60 E. 1d/aa). In den Anwendungsbereich von Art. 8 Abs. 1 EMRK fÃ¤llt in erster Linie die Kernfamilie, das heisst die Gemeinschaft der Ehegatten mit ihren gemeinsamen minderjÃ¤hrigen Kindern (BGE 127 II 60 E. 1d/aa). Auf solche Beziehungen kann sich der BeschwerdefÃ¼hrer nach der erfolgten Scheidung und dem Eintritt der VolljÃ¤hrigkeit der Kinder nicht berufen. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Weiter kann sich nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung aus dem Recht auf Achtung des Privatlebens nach Art. 8 Abs. 1 EMRK unter besonderen UmstÃ¤nden ein Anspruch auf Aufenthalt ergeben. Eine lange Anwesenheit und die damit verbundene normale Integration genÃ¼gen jedoch noch nicht; erforderlich sind besonders intensive Beziehun-<br/> gen privater oder beruflicher Natur (BGE 130 II 281 E. 3.2.1; BGr, 23. Juli 2012, 2C_1026/2011, E. 4.3).</p> <p class="Urteilstext">Angesichts seiner sehr langen Anwesenheit in der Schweiz und seiner beruflichen und familiÃ¤ren Beziehungen kann sich der BeschwerdefÃ¼hrer wohl auf den Schutz des Privatlebens berufen. Allerdings ist eine verhÃ¤ltnismÃ¤ssige EinschrÃ¤nkung dieser AnsprÃ¼che nach Art. 8 Abs. 2 EMRK ebenfalls zulÃ¤ssig. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Auch wenn WiderrufsgrÃ¼nde im Sinn von Art. 62 AuG gegeben sind, fÃ¼hrt dies nicht automatisch zum Verlust der Bewilligung (Marc Spescha in: derselbe et al., Migrations­recht, 3. A., ZÃ¼rich 2012, Art. 62 AuG N. 2). Zu prÃ¼fen ist vielmehr, ob der <a id="juris10">Widerruf </a>oder die NichtgewÃ¤hrung einer Bewilligung verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheint. Dabei sind das Ã¶ffentliche Interesse an der Fernhaltung der auslÃ¤ndischen Person und deren Interesse sowie das ihrer Familie am Verbleib in der Schweiz gegeneinander abzuwÃ¤gen (BGE 135 II 377 E. 4.3 ff.; Silvia Hunziker in: Martina Caroni/Thomas GÃ¤chter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG], Bern 2010, Art. 63 N. 10).</p> <p class="Urteilstext">Die zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden haben alle UmstÃ¤nde des Einzelfalls zu berÃ¼cksichtigen. Unter Einbezug der Ã¶ffentlichen Interessen, der persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse sowie des Grads der Integration des AuslÃ¤nders ist eine sorgfÃ¤ltige InteressenabwÃ¤gung vorzunehmen. Dabei gilt es namentlich der Schwere des Verschuldens, der Dauer der Anwesenheit sowie der dem Betroffenen und seiner Familie drohenden Nachteile Rechnung zu tragen (vgl. Art. 96 Abs. 1 AuG; BGr, 23. Juli 2012, 2C_1026/2011, E. 3; Hunziker, Art. 62 N. 8). Je lÃ¤nger ein AuslÃ¤nder in der Schweiz anwesend war, desto strengere Anforderungen sind an einen Widerruf zu stellen. Unter anderem bei RÃ¼ckfall bzw. wiederholter Delinquenz besteht regelmÃ¤ssig ein wesentliches Ã¶ffentliches Interesse daran, die Anwesenheit einer auslÃ¤ndischen Person zu beenden, die die Sicherheit und Ordnung trotz straf- und auslÃ¤nderrecht­licher Konsequenzen in dieser Art beeintrÃ¤chtigt (vgl. BGr, 27. November 2013, 2C_224/2013, E. 2.2 mit zahlreichen Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Im Rahmen des FreizÃ¼gigkeitsabkommens ist zu berÃ¼cksichtigen, dass Art. 5 Anhang I FZA aufenthaltsbeendenden Massnahmen entgegensteht, die (allein) aus generalprÃ¤ventiven GrÃ¼nden verfÃ¼gt werden. <span>Strafurteile kÃ¶nnen fÃ¼r einen Widerruf der Niederlassungsbewilligung herangezogen werden, soweit die UmstÃ¤nde ein persÃ¶nliches Verhalten erkennen lassen, das eine gegenwÃ¤rtige GefÃ¤hrdung der Ã¶ffentlichen Ordnung begrÃ¼ndet. </span>Damit kommt es wesentlich auf das RÃ¼ckfallrisiko an. Verlangt wird eine nach Art und Ausmass der mÃ¶glichen RechtsgÃ¼terverletzung zu differenzierende, hinreichende Wahrscheinlichkeit, dass der AuslÃ¤nder auch kÃ¼nftig die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung stÃ¶ren wird (Art. 5 Abs. 2 Anhang I FZA in Verbindung mit Art. 3 der Richtlinie 64/221/EWG [ABl. Nr. 56 S. 850]; BGE 139 II 121 E. 5.3 mit Hinweisen; EuGH, 27. Oktober 1977, Rs. C-30/77, Bouchereau, Slg. 1977 S. 1999, Randnrn. 27 ff.). <span>Je schwerer die mÃ¶glichen RechtsgÃ¼terverletzungen, umso niedriger sind die Anforderungen, die an die RÃ¼ckfallgefahr zu stellen sind (BGr, 28. Februar 2012, 2C_839/2011, E. 2.2</span>; BGE 136 II 5<span> E. 4.2). Hinzu kommt, dass fÃ¼r Legalprognosen in fremdenpolizeilicher Hinsicht mit Blick auf das Interesse der Ã¶ffentlichen Ordnung und Sicherheit ein strengerer Beurteilungsmassstab herrscht als im Strafrecht, von welchem sich der BeschwerdefÃ¼hrer hauptsÃ¤chlich leiten lÃ¤sst (BGr, 25. MÃ¤rz 2013, 2C_11/2013, E. 2.3; </span>BGE 130 II 176<span> E. 4.3.3 S. 188, </span>120 Ib 129<span> E. 5b).</span> Auch im Rahmen von Art. 5 Anhang I FZA sind bei Massnahmen aus GrÃ¼nden der Ã¶ffentlichen Ordnung die Vorgaben von Art. 8 EMRK sowie der Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit zu wahren (BGE 131 II 352 E. 3, 130 II 176 E. 3.4.2).</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Ausgangspunkt fÃ¼r die migrationsrechtliche InteressenabwÃ¤gung ist das Verschulden des AuslÃ¤nders, das im Strafmass seinen Ausdruck findet (Hunziker, Art. 63 N. 11 mit zahlreichen Nachweisen). Es gilt dabei nach Art und Ausmass der mÃ¶glichen RechtsgÃ¼terverletzung zu differenzieren: Je schwerer die mÃ¶glichen RechtsgÃ¼terverletzungen sind, desto weniger kÃ¶nnen RÃ¼ckfÃ¤lle in Kauf genommen werden (BGE 136 II 5 E. 4.2)<b>.</b></p> <p class="Urteilstext">Die diesbezÃ¼glichen AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz erweisen sich als umfassend und zutreffend. Der BeschwerdefÃ¼hrer handelte im Zeitraum von August 2003 bis zu seiner Verhaftung am 19. Juli 2004 an verschiedenen Orten in der Schweiz mit insgesamt 1'500 bis 1'600 Gramm Kokaingemisch, wovon ein Kilogramm einen Reinheitsgehalt von 62,3 % Prozent aufwies. Das Bundesstrafgericht qualifizierte diese Taten am 2. Mai 2012 aufgrund der umgesetzten Drogenmenge und der bandenmÃ¤ssigen Begehung als wiederholte schwere Widerhandlungen gegen das BetÃ¤ubungsmittelgesetz und sprach eine bedingte Freiheitsstrafe von 24 Monaten, unter Anrechnung der erstandenen 152 Tage <span>Untersuchungshaft, u</span>nd eine Busse von Fr. 1'000.- aus. </p> <p class="Urteilstext">Noch wÃ¤hrend des laufenden Untersuchungsverfahrens der Bundesanwaltschaft betÃ¤tigte er sich im Juli und August 2011 zweimal als Drogenkurier und brachte insgesamt rund 3,2 Kilogramm Kokaingemisch aus den Niederlanden in die Schweiz ein, wovon 1'033 Gramm einen Reinheitsgehalt von 75 % aufwiesen. Weiter lagerte er im Juni 2011 rund drei Kilogramm Heroingemisch an seinem Wohnort, wobei er allerdings davon ausgegangen war, es handle sich nicht um Heroin, sondern um Kokain. Weiter bewahrte er in seiner Wohnung im August 2011 noch sechseinhalb Kokainfingerlinge und drei Kokainmusterproben auf, welche zusammen 19,63 Gramm reines Kokain-Hydrochlorid ergaben. Wegen dieser gravierenden Drogendelikte bestrafte ihn das <span>Bezirksgericht ZÃ¼rich </span>am 11. September 2012 mit einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten als Zusatzstrafe zum Urteil des Bundesstrafgerichts vom 2. Mai 2012. Das <span>Bezirksgericht stufte die Rolle des BeschwerdefÃ¼hrers als eher untergeordnet ein, wies aber darauf hin, dass er diese riskante TÃ¤tigkeit mehrfach und wÃ¤hrend Wochen begangen habe, was auf eine recht intensive Beteiligung am Drogenhandel hinweise, und bewertete das Tatverschulden als "schon recht schwer". </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zusammenfassend ergibt sich, dass der BeschwerdefÃ¼hrer vorerst Ã¼ber einen Zeitraum von fast einem Jahr mit einer grossen Menge Kokain gehandelt hatte und sich trotz fÃ¼nf Monaten in Untersuchungshaft und immer noch laufender Strafuntersuchung rund sieben Jahre spÃ¤ter erneut und in noch grÃ¶sserem Ausmass an GeschÃ¤ften mit grossen Mengen Kokain beteiligte. Dies tat er aus rein finanziellen GrÃ¼nden. </span>Zwar beging er keine Gewalt- und Sexualdelikte, doch liegt auch im Handel mit grossen Mengen von Kokain eine erhebliche Gefahr fÃ¼r die Gesundheit. Die Delikte sind deswegen als schwer einzustufen und es besteht ein sehr grosses Ã¶ffentliches Interesse, solche kÃ¼nftig zu vermeiden. <span>Die erneute KriminalitÃ¤t fÃ¼hrte er auf damalige gesundheitliche und finanzielle Probleme zurÃ¼ck. Da sich solche Probleme immer wieder ergeben kÃ¶nnen und nichts dafÃ¼r spricht, dass sich seine finanzielle Situation seither nachhaltig verbessert hat, muss davon ausgegangen werden, dass sich solche deliktsfÃ¶rdernden UmstÃ¤nde immer wieder ergeben kÃ¶nnen. Zwar ist es dem BeschwerdefÃ¼hrer gelungen, nach seiner Entlassung aus dem Strafvollzug wieder eine Arbeitsstelle zu finden. Allerdings hatte ihn auch dies in der Vergangenheit nicht davon abgehalten, sich wieder am Drogenhandel zu beteiligen. Gleiches gilt fÃ¼r die im ersten Strafverfahren verbÃ¼sste Untersuchungshaft von 152 Tagen. Auch wenn sich der BeschwerdefÃ¼hrer seit der bedingten Entlassung wohlverhalten hat, ist nach wie vor von einer erheblichen RÃ¼ckfallgefahr auszugehen. </span>Es besteht somit ein grosses Ã¶ffentliches Interesse an der Fernhaltung des BeschwerdefÃ¼hrers. </p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt, zur RÃ¼ckfallgefahr ein Gutachten einzuholen. Aufgrund der soeben dargelegten UmstÃ¤nde ist es dem Gericht ohne Weiteres mÃ¶glich, die RÃ¼ckfallgefahr zuverlÃ¤ssig einzuschÃ¤tzen. Der BeschwerdefÃ¼hrer weist keine psychischen oder sonstigen AuffÃ¤lligkeiten auf, die den Beizug einer psychiatrischen oder psychologischen Expertise erforderte. Ein Gutachten ist daher nicht einzuholen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer lebt seit nunmehr 32 Jahren dauernd in der Schweiz. Zuvor hat er sich schon als Saisonnier wÃ¤hrend neun Jahren regelmÃ¤ssig hier aufgehalten. Soweit ersichtlich, ist er hier beruflich und persÃ¶nlich gut verankert. Sein Vater lebt in Italien, ebenso alle seine acht Geschwister und die weiteren Verwandten. Er telefoniert jeden Tag mit einzelnen BrÃ¼dern oder Schwestern und hat viel Kontakt mit ihnen. Seine zwei SÃ¶hne leben in der Schweiz; er sieht sie wÃ¶chentlich und verbringt mit ihnen auch Ferien in Italien. </p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer mÃ¶chte noch bis zu seiner Pensionierung in der Schweiz bleiben, da er in Italien keine Arbeit finde. Das private Interesse des BeschwerdefÃ¼hrers, in der Schweiz bleiben zu kÃ¶nnen, besteht im Wesentlichen darin, nÃ¤her bei seinen zwei hier <br/> lebenden erwachsenen SÃ¶hnen zu sein und hier bessere VerdienstmÃ¶glichkeiten vorzufinden. Ansonsten sind seine privaten Interessen am Verbleib eher gering. Auch wenn gewisse wirtschaftliche Probleme zu erwarten sind, ist ihm die RÃ¼ckkehr nach Italien auch aufgrund seines engen familiÃ¤ren Netzes ohne Weiteres zumutbar. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.5 </b>Angesichts des nach wie vor bestehenden erheblichen RÃ¼ckfallrisikos bezÃ¼glich gravierender Straftaten Ã¼berwiegen die Ã¶ffentlichen Interessen an einer Wegweisung des BeschwerdefÃ¼hrers seine privaten Interessen am weiteren Verbleib in der Schweiz. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung erweist sich demnach als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig und die Beschwerde ist diesbezÃ¼glich abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2">Da auch die von der Vorinstanz fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer festgelegte Frist zum Verlassen der Schweiz bereits abgelaufen ist, gilt es, hierfÃ¼r eine neue angemessene Frist zu setzen, und zwar bis 31. Mai 2015 (vgl. VGr, 13. Juli 2011, VB.2011.00271, E. 2.4 Abs. 2; Art. 64d Abs. 1 AuG). Sollte ein Weiterzug dieses Urteils an das Bundesgericht erfolgen und Letzteres dem Rechtsmittel aufschiebende Wirkung verleihen, hat sich der BeschwerdefÃ¼hrer binnen zweier Monate ab dem Datum eines den Wegweisungspunkt nicht Ã¤ndernden bundesgerichtlichen Endentscheids aus dem Land zu entfernen.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen und steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 und § 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>GemÃ¤ss § 16 Abs. 1 VRG haben Private, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offenkundig aussichtslos erscheinen, auf Ersuchen Anspruch auf unent­geltliche ProzessfÃ¼hrung. Ein Anspruch auf Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung besteht, wenn sie zusÃ¤tzlich nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren (§ 16 Abs. 2 VRG). Offenkundig aussichtslos sind Begehren, deren Chancen auf Gutheissung um derart viel kleiner als jene auf Abweisung erscheinen, dass sie kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen (Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 16 N. 46). Mittellos ist, wer nicht in der Lage ist, die Gerichtskosten aus seinem Einkommen â nach Abzug der Lebenshaltungskosten â innert angemessener Frist zu bezahlen (PlÃ¼ss, § 16 N. 20).</p> <p class="Urteilstext">Insbesondere angesichts der wiederholten massiven und einschlÃ¤gigen StraffÃ¤lligkeit und der aktuellen erheblichen RÃ¼ckfallgefahr erweist sich die Beschwerde als offensichtlich aussichtslos und das Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung ist abzuweisen. Gleiches gilt fÃ¼r das Rekursverfahren, weshalb sich der vorinstanzliche Entscheid auch in diesem Punkt als rechtmÃ¤ssig erweist. </p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zur Rechtsmittelbelehrung des nachfolgenden Urteildispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern:</p> <p class="Urteilstext">Gegen Entscheide Ã¼ber den Widerruf einer Niederlassungsbewilligung ist die Beschwerde in Ã¶ffentlichrechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) zulÃ¤ssig, weil grundsÃ¤tzlich ein Anspruch auf das Fortbestehen dieser Bewilligung gegeben ist (BGE 135 II 1 E. 1.2.1; BGr, 27. Januar 2010, 2C_515/2009, E. 1.1).</p> <p class="Urteilstext">Richtet sich die Beschwerde gegen die Wegweisung, steht nur die subsidiÃ¤re Verfassungs­beschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen (Art. 113 in Verbindung mit Art. 83 lit. c Ziff. 4 BGG). Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Urteilstext"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und Rechtsver­beistÃ¤ndung wird abgewiesen;</span></p> <p class="Einzug1"><span>und erkennt:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird eine Frist bis 31. Mai 2015 bzw. im Sinn der ErwÃ¤gung 6 angesetzt, um die Schweiz zu verlassen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gung 8 erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>