<h2>SubmittedText<h2><p>Das Exekutivkomitee der Gemeindepräsidenten der Tre Valli kam am 24. November 1994 in Biasca zusammen, um die vordringlichsten konjunkturellen und wirtschaftlichen Probleme der oberen Tessiner Täler zu erörtern. Ein Vertreter des Bundesrates, der Direktor des Biga, Jean-Luc Nordmann, nahm zu diesen Problemen schriftlich Stellung. Auf diese Stellungnahme beziehe ich mich und frage die zuständigen Bundesbehörden folgendes:</p><p>1. Wie sieht die Zukunft des Militärflugplatzes Lodrino wirklich aus?</p><p>2. Was wird in Zukunft aus der derzeit ausgezeichneten Ausbildungsmöglichkeit, die der Militärflugplatz Lodrino Mechanikerlehrlingen bietet?</p><p>Ich finde, dass in Anbetracht der schwierigen wirtschaftlichen und konjunkturellen Lage der Region der Tre Valli die zuständige politische Behörde des Bundes klare Antworten geben muss, damit die lokalen und regionalen Behörden ihre politischen und wirtschaftlichen Tätigkeiten zum Wohle ihrer Gemeinden danach ausrichten können.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Sorge des Interpellanten um die Erhaltung einer gesunden Konjunktur und Wirtschaftslage im Tessin. Er ist sich bewusst, dass sich das Projekt EMD 95 auf viele Teile unseres Landes auswirken wird. Der derzeitige Stand des Projektes lässt allerdings noch keine endgültigen Schlüsse auf die konkreten Auswirkungen auf eine einzelne Region zu.</p><p>Die Fragen der Interpellation beantwortet der Bundesrat wie folgt:</p><p>1. Der Flugplatz Lodrino wird vorläufig weiterhin militärisch genutzt, und zwar für die Ausbildung von Piloten für Schulflugzeuge PC7 und Helikopter Alouette. In Lodrino werden zudem Transporthelikopter SuperPuma für den Einsatz auf der Alpensüdseite stationiert, und der Flugplatz bleibt Standort einer Lufttransportabteilung, die jährlich ihren zweiwöchigen Wiederholungskurs in Lodrino absolviert.</p><p>2. Das Teilprojekt "Industriepotential" des Gesamtprojektes EMD 95 ist noch nicht so weit gediehen, dass heute schon verbindliche Aussagen über die Zukunft der Werkstätten und der Lehrstellen auf dem Flugplatz Lodrino gemacht werden können.</p>  Antwort des Bundesrates.