Abteilung III C-3122/2006/mas {T 0/2} U r t e i l v o m 1 2 . M ä r z 2 0 0 9 Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), Richter Michael Peterli, Richter Johannes Frölicher, Gerichtsschreiberin Susanne Marbet Coullery. X._______, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. David Husmann, Untermüli 6, Postfach 2555, 6302 Zug, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Invalidenversicherung (Revision, Reduktion der Rente), Einspracheentscheid vom 26. Oktober 2006). B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandC-3122/2006 Sachverhalt: A. Der italienische Staatsangehörige X.________ (im Folgenden: Be - schwerdeführer), geboren 1947, erlitt am 2. Juni 1997 einen Arbeitsunfall, worauf ihm von der Schweizerischen Unfallversi- cherungsanstalt (SUVA) mit Verfügung vom 2. Februar 2000 (act. 186) für die verbliebene Beeinträchtigung in seiner Erwerbsfähigkeit infolge des Unfalles eine monatliche Invalidenrente ab dem 1. April 2000 in der Höhe von 80% des versicherten Verdienstes sowie eine Integri- tätsentschädigung zugesprochen wurde (gestützt auf Art. 18 ff. sowie Art. 24 f. des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversi- cherung [UVG, SR 832.20]. Am 20. April 2000 verfügte die IV-Stelle des Kantons Zürich, bei wel- cher sich der Beschwerdeführer zum Leistungsbezug angemeldet hatte, die Ausrichtung einer ganzen ordentlichen Rente der Invaliden- versicherung (IV) sowie einer ordentlichen Zusatzrente an die Ehefrau und ordentlichen Kinderrenten für die beiden Kinder, je mit Wirkung ab dem 1. Juni 1998 (act. 189). Aufgrund dieser Verfügung passte die SUVA ihre Rentenleistungen an und verfügte am 20. April 2000 eine Komplementärrente nach Art. 20 Abs. 2 UVG (act. 209). Da der Versicherte seinen Wohnsitz im April 2001 nach Italien ver- legte, wurden die IV-Akten zuständigkeitshalber an die Schweizerische Invalidenversicherung, IV-Stelle für Versicherte im Ausland (im Folgen- den: IV-Stelle oder Vorinstanz), überwiesen (act. 192). B. Im Jahr 2003 führte die IV-Stelle von Amtes wegen ein Revisionsver- fahren durch und reduzierte die Rente des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 20. September 2005 (act. 284) ab dem 1. November 2005 auf eine Viertelsrente. Einer allfälligen Einsprache gegen diese Verfügung wurde die aufschiebende Wirkung entzogen. Zur Begrün- dung führte die IV-Stelle aus, die Diagnose Arthrose belege keine Verschlechterung des Gesundheitszustands des Versicherten und die weiteren Diagnosen begründeten keine Arbeitsunfähigkeit. Die aus psychiatrischer Sicht behauptete Arbeitsunfähigkeit von 70% sei nicht belegt und werde in anderen Berichten widerlegt. Demzufolge sei der Versicherte wieder in der Lage, eine seinem Gesundheitszustand an- gepasste Tätigkeit auszuüben, welche es ihm ermöglichen würde, Seite 2C-3122/2006 mehr als 50% jenes Erwerbseinkommens zu erzielen, das er ohne den erlittenen Gesundheitsschaden erreichen würde. C. Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 24. Oktober 2005 (Eingabe mit Datum vom 2. August 2005) bei der IV-Stelle Einsprache (act. 285) und beantragte im Wesentlichen, es sei ihm weiterhin eine ganze Rente auszurichten; eventualiter sei eine interdisziplinäre Be- gutachtung in der Schweiz durchzuführen. Zur Begründung führte er aus, es liege weder eine gesundheitliche noch eine erwerbliche Verbesserung seiner Situation vor. Nach wie vor leide er unter einer posttraumatischen Belastungsstörung sowie einer Arthrose, wobei letzterer nur eine Verschlechterung, niemals aber eine Verbesserung beschieden sei. Zudem habe die IV-Stelle den Validen- und den Invalidenlohn nicht korrekt berechnet. Am 12. Januar 2006 reichte der Beschwerdeführer zudem eine ergän- zende Eingabe ein und führte aus, mit Verfügung vom 30. November 2005 sei auch eine Herabsetzung in Bezug auf die Kinderrente erfolgt. Da diese Verfügung akzessorisch zur Hauptverfügung sei, beantragte er, die Kinderrente für Y._______ unverändert auf der ganzen Rente des Hauptanspruchsinhabers zu berechnen, und die beiden Verfahren zu vereinigen. D. In ihrem Einspracheentscheid vom 26. Oktober 2006 hielt die IV-Stelle fest, sämtliche medizinischen Akten sowie die vorgebrachten Ein- wände und Bemerkungen seitens des Beschwerdeführers seien mehr- mals ihrem fachärztlichen Dienst unterbreitet worden. Dieser sei zum Schluss gekommen, dass in somatischer Hinsicht anhand der medizi- nischen Berichte keine pathologischen Anhaltspunkte als Folge des im Jahre 1997 erlittenen Arbeitunfalles belegt seien, und dass hinsichtlich der Arthrose nur eine leicht limitierende Einschränkung der funktionel- len Beweg lichkeit bestehe. Der beurteilende Arzt sei deshalb zum Schluss gelangt, dass eine wesentliche Verbesserung der Arbeitsfä- higkeit im Rahmen von 50% begründet sei. Die dabei vorgeschlagenen Verweisungstätigkeiten stellten lediglich Beispiele von Arbeitsmög lich- keiten dar, die der Beschwerdeführer aufgrund seiner Einschränkung noch wirtschaftlich verwerten könnte. Hinsichtlich der geklagten psy- chischen Beeinträchtigung seien laut psychiatrischem Gutachten keine Seite 3C-3122/2006 neurologischen Störungen vorhanden; Antrieb, Merkfähigkeit und Kon- zentration seien gegeben, eine leicht depressiv orientierte Stimmung sei wohl feststellbar, aber eine manifeste Depression sei nicht vorhan- den. Aus diesen Gründen sei eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in leich- teren, leidensangepassten Verweisungstätigkeiten attestiert worden. Bei der Berechnung des Validenlohnes seien das Ferienentgelt sowie der 13. Monatslohn fälschlicherweise nicht berücksichtigt worden. Wer- de einerseits das diesbezüglich korrigierte und bis ins Jahr 2004 in- dexbereinigte Valideneinkommen und andererseits der statistische Lohn für die vorgeschlagenen Verweisungstätigkeiten (Invalidenein- kom men) herangezogen, so ergebe sich unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 20% eine Erwerbseinbusse von 50%. In teilweiser Gutheissung der Einsprache wurde daher die angefoch- tene Verfügung vom 20. September 2005 aufgehoben und die Viertels- rente samt Zusatzrente mit Wirkung ab dem 1. November 2005 durch eine halbe IV-Rente ersetzt. Bei diesem Verfahrensausgang wurde der Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Ein- sprache abgewiesen. E. Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer am 4. Dezember 2006 bei der Eidgenössischen Rekurskom mission der Alters-, Hinter- lassenen- und Invalidenversicherung für die im Ausland wohnenden Personen (im Folgenden: REKO AHV/IV) Beschwerde und beantragte unter Kosten- und Entschädigungsfolgen die Aufhebung des Einspra- cheentscheides sowie die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente. Eventualiter wurde die Durchführung einer unabhängigen Begutach- tung beantragt. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, bei der Prüfung, ob eine gesundheitliche Besserung eingetreten sei, müsse von der medizinischen Situation am 20. April 2000 ausgegangen werden: Damals seien eine limitierende somatische Problematik am Sterno- Clavikulargelenk und eine Verminderung der Muskulatur bei ausrei- chend kompensiertem Kurzdarm syndrom sowie eine andauernde, the- rapieresistente Persönlichkeitsstörung nach schwerem Unfall mit chro- nischen Schmerzen und Verlust des Arbeitsplatzes diagnostiziert wor- den. Seitens der SUVA sei eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in leichter wechselhaltiger Tätigkeit angenommen worden, während die IV (ohne Seite 4C-3122/2006 Berücksichtigung der psychischen Probleme) davon ausgegangen sei, dass keine Einsetzbarkeit auf dem freien Arbeitsmarkt mehr bestehe. Seit der Rentenzusprache vom 20. April 2000 sei eine Verschlechte- rung des Gesundheitszustandes zu verzeichnen, so in Bezug auf die Probleme des Verdauungstraktes und bei der Beweglichkeit (act. 220). Zu der nach wie vor bestehenden posttraumatischen Belastungsstö- rung seien auch noch Schlafstörungen (act. 221) hinzugekommen. Zudem ergebe sich bei einer Arthrose nie eine Verbesserung, sondern nur eine fortwährende Verschlechterung. Schliesslich werde im Bericht vom 16. Oktober 2003 von Dr. A._______ (act. 217) neu ein chroni- sches Leberleiden attestiert, was ebenfalls auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes hinweise. Die Beurteilung von Dr. B._______ (act. 224), der den Versicherten nie untersucht habe, stehe im Widerspruch zu den Berichten von Dr. A._______ und von Frau Dr. C._______. Die Einschätzung der psychischen Situation durch Dr. D._______, der den Versicherten ebenfalls nie gesehen habe, sei nicht nachvollziehbar. Dass der Beschwerdeführer nach wie vor erheblich beeinträchtigt sei, ergebe sich auch aus weiteren Arztberichten, beispielsweise demjenigen vom 9. Juni 2004 (Beilage 2 zu act. 283), in welchem eine Spondylose und Unkarthrose sowie eine Periarthritis humero scapularis festgestellt werde, oder aus dem Bericht vom 12. Februar 2004, der einen auffälligen Leberbefund erwähne (Beilage 7 zu act. 283). Für den Nachweis einer Verbesserung der gesundheitlichen Situation hätten aktuelle medizinische Abklärungen vorgenommen werden müs- sen – insbesondere eine psychiatrische Begutachtung, aber auch eine gastroenterologische und eine orthopädische Untersuchung. Indem die Vorinstanz in keiner Art und Weise begründe, worin die behauptete Verbesserung des Gesundheitszustandes bestehen soll, verletze sie massiv die Begründungspflicht. F. Am 1. Januar 2007 ging das Beschwerdeverfahren auf das Bundesver- waltungsgericht über. G. Am 18. sowie 30. Januar 2007 hat der Beschwerdeführer unaufge- fordert Beschwerdeergänzungen samt Beilagen eingereicht, die der Vorinstanz zur Kenntnis gebracht wurden. Seite 5C-3122/2006 H. In ihrer Vernehmlassung vom 12. April 2007 beantragte die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des angefochte- nen Einspracheentscheides. Zur Begründung verwies sie im Wesentli- chen auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie die Stellungnahmen ihres ärztlichen Dienstes, wonach der Beschwerde- führer ab dem 12. August 2003 in seiner Tätigkeit als Maurer zu 70%, in leichteren Verweisungstätigkeiten zu 20% arbeitsunfähig sei, so dass ab dem 1. November 2005 noch Anspruch auf eine halbe IV-Ren- te bestehe. Auch die nachgereichten Unterlagen seien dem ärztlichen Dienst un- terbreitet worden. Die beurteilende Ärztin sei zum Schluss gelangt, dass die neuen Unterlagen keine Änderung der bisherigen Einschät- zung der Arbeitsfähigkeit zur Folge hätten. Insofern verbleibe es bei der bisherigen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit sowie dem am 20. Sep tember 2006 durchgeführten, im Einspracheentscheid erläuterten Einkom mens vergleich. I. Am 16. August 2007 reichte der Beschwerdeführer seine Replik ein und machte erneut geltend, die Vorinstanz habe den Beweis dafür zu erbringen, dass eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation eingetreten sei. Falls die entsprechenden medizinischen Berichte aus dem Ausland – wie im vorliegenden Fall – widersprüchlich seien, habe eine interdisziplinäre Begutachtung in der Schweiz zu erfolgen, da die freie Würdigung solch widersprüchlicher Berichte den Anforderungen an das Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht zu genügen vermöchten. Im Weiteren sei durch die zusätzlich diagnosti- zierte Lebererkrankung keine Verbesserung, sondern vielmehr eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten, sowohl in physischer wie in psychischer Hinsicht. J. In ihrem Schreiben vom 20. September 2007 führte die Vorinstanz aus, dass die medizinischen Akten sorgfältig ausgewertet worden seien und das neu aufgetretene Leberleiden mangels eines pathologischen Erscheinungsbildes keine zusätzliche Auswirkung auf die Arbeitsfä- higkeit des Beschwerdeführers habe. Es bestehe auch keine Notwen - digkeit einer zusätzlichen medizinischen Begutachtung. Seite 6C-3122/2006 K. Auf die Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Zu beurteilen ist die Beschwerde vom 4. Dezember 2006, mit welcher der Einspracheentscheid der Vorinstanz vom 26. Oktober 2006 ange- fochten wurde. Gegenstand des Verfahrens ist die Reduktion der ursprünglich ganzen IV-Rente des Beschwerdeführers auf eine halbe IV-Rente, je samt Zusatzrente für dessen Ehefrau. Da weder in der Verfügung vom 20. September 2005 noch im angefochtenen Einspracheentscheid über Kinderrenten befunden worden ist, liegen diese ausserhalb des zu beurteilenden Streitgegenstandes. 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der beim Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (Verwaltungsge- richtsgesetz, VGG, SR 173.32) bei Eidgenössischen Rekurs- oder Schiedskommissionen oder bei Beschwerdediensten der Departemen- te hängigen Rechtsmittel. 1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be- schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem ber 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172. 021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstan- zen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Zu diesen gehört auch die IV-Stelle für Versicherte im Ausland, die mit Verfügungen über Rentengesuche befindet (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesge setzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversiche- rung [IVG, SR 831.20]). 1.3 Nach Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) ist zur Beschwerdeführung vor dem Bundesverwaltungsgericht legiti- Seite 7C-3122/2006 miert, wer durch die angefochtene Verfügung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG). Der Beschwerdeführer, der am vorinstanzlichen Verfahren als Partei teilgenommen hat, ist als Adressat durch den angefochtenen Einspra- cheentscheid berührt und hat an dessen Aufhebung bzw. Änderung ein schutzwürdiges Interesse. Auf die frist- und formgerecht einge- reichte Beschwerde ist daher einzutreten. 2. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im We- sentlichen nach den Vorschriften des VGG, des VwVG (vgl. Art. 37 VGG) so wie des ATSG. Dabei finden nach den allgemeinen intertem- poralrechtlichen Regeln diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2, vgl. auch Art. 53 Abs. 2 VVG). 2.1 Mit der Beschwerde kann gerügt werden, die angefochtene Verfü- gung verletze Bundesrecht (einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs von Ermessen), beruhe auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). 2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be- gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be- schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut- heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be- gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ G YGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212). 2.3 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Ge richt dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind (M AX KUMMER , Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Aufl., Bern 1984, S. 136). 2.3.1Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Be- weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Mög lichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanfor- derungen nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener Seite 8C-3122/2006 Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen Ge- schehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen (BGE 126 V 360 E. 5b, BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen). Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimm- ter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und weitere Beweismassnahmen könnten an diesem feststehenden Ergeb- nis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (antizipierte Beweiswürdigung; U ELI K IESER , Das Verwal- tungsverfahren in der Sozialversicherung, Zürich 1999, S. 212, Rz. 450; ALFRED K ÖLZ /ISABELLE H ÄNER , Verwaltungsverfahren und Verwal- tungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 111 und 320; G YGI, a.a.O., S. 274; vgl. auch BGE 122 II 469 E. 4a, BGE 122 III 223 E. 3c, BGE 120 1b 229 E. 2b, BGE 119 V 344 E. 3c mit Hinweisen). 2.3.2Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrund- satz beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die rich- tige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet zum einen sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Zum anderen um fasst die behördliche und richterliche Abklärungspflicht nicht un- besehen alles, was von einer Partei behauptet oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf den im Rahmen des streitigen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) rechtserheblichen Sachverhalt. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist (G YGI, a.a.O., S. 43 und 273). In diesem Rahmen haben Verwaltungs- behörden und Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhalts- punkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a mit Hin- weis; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] I 520/ 99 vom 20. Juli 2000). 2.3.3Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweis- mittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwer- deverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Be- weise frei, d.h. ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet Seite 9C-3122/2006 dies, dass das Gericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streiti- gen Rechtsanspruchs gestatten. Ein erhöhter Beweiswert kann aller- dings ärztlichen Gutachten zukommen, welche für die streitigen Belan- ge umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten (An- am nese) abgegeben worden und in der Darlegung der Zusammen hän- ge sowie der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtend sind, und in welchen die Schlussfolgerungen der Experten begründet werden (BGE 125 V 352 E. 3a, BGE 122 V 160 E. 1c mit Hinweisen; AHI 2001 S. 113 E. 3a; RKUV 1999 Nr. U 332 S. 193 E. 2a/bb und RKUV 1998 Nr. U 313 S. 475 E. 2a). 3. In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechts- sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen- den Tatbestandes Geltung haben. Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswech sel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata tempo- ris; BGE 130 V 445). 3.1 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger eines Mitgliedstaates der Europäischen Union, so dass vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweize- rischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemein- schaft andererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsabkommen, im Folgenden: FZA, SR 0.142.112.681) anwendbar ist (Art. 80a IVG in der Fassung gemäss Ziff. I 4 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 2001 betreffend die Bestimmungen über die Personenfreizügigkeit im Abkommen zur Änderung des Übereinkommens zur Errichtung der EFTA, in Kraft seit 1. Juni 2002). Das Freizügigkeitsabkommen setzt die verschiedenen bis dahin geltenden bilateralen Abkommen zwi- schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und den einzelnen Mit- gliedstaaten der Europäischen Union insoweit aus, als darin derselbe Sachbereich geregelt wird (Art. 20 FZA). Gemäss Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Sicherheit koordiniert, um insbeson- dere die Gleichbehandlung aller Mitglieder der Vertragsstaaten zu ge- währleisten. Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 (SR 0.831.109.268.1) haben die Personen, die im Gebiet eines Mitgliedstaates wohnen, für die diese Verordnung Seite 10C-3122/2006 gilt, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaates wie die Staatsangehörigen dieses Staates selbst, soweit besondere Bestimmungen dieser Verordnung nichts an- deres vorsehen. Demnach richtet sich der Anspruch des Beschwerde- führers auf Leistungen der Invalidenversicherung nach dem schweize- rischen Recht. 3.2 Im vorliegenden Verfahren finden grundsätzlich jene schweize- rischen Rechtsvorschriften Anwendung, die bei Erlass des Einspra- cheentscheides vom 26. Oktober 2006 in Kraft standen; weiter aber auch solche Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung eines allenfalls früher ent- standenen Rentenanspruchs von Belang sind (für das IVG: ab dem 1. Januar 2003 in der Fassung vom 6. Oktober 2000 [AS 2002 3371 und 3453] und ab dem 1. Januar 2004 in der Fassung vom 21. März 2003 [AS 2003 3837; 4. IV-Revision]). Am 1. Januar 2003 sind das ATSG sowie die entsprechende Verord- nung vom 11. September 2002 (ATSV, SR 830.11) in Kraft getreten, welche für die Beurteilung des vorliegend geltend gemachten Leis- tungsanspruchs anwendbar sind. Bezüglich der auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 IVG zu berücksichtigenden ATSG-Normen zur Arbeitsunfähigkeit (Art. 6), zur Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), zur Invalidität (Art. 8), zur Bestimmung des Invaliditätsgrades (Art. 16) sowie zur Revision der Invalidenrente und anderer Dauerleis- tungen (Art.17) hat das Schweizerische Bundesgericht (vormals Eid- genössisches Versicherungsgericht) erkannt, dass es sich bei den in Art. 3 bis Art. 13 ATSG enthaltenen Legaldefinitionen in aller Regel um eine formellgesetzliche Fassung der höchstrichterlichen Rechtspre- chung zu den entsprechenden Begriffen vor Inkrafttreten des ATSG handelt. Inhaltlich haben sich in dieser Beziehung keine Änderungen ergeben, so dass die zu den erwähnten Begriffen entwickelte Recht- sprechung übernommen und weitergeführt werden kann (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1, 3.2 und 3.3). Die Änderungen des IVG und des ATSG vom 6. Oktober 2006 sowie der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) und der ATSV vom 28. September 2007 (5. IV-Revi- sion, AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155, in Kraft seit 1. Januar 2008) sind im vorliegenden Verfahren nicht anwendbar, da der angefochtene Entscheid vor Inkrafttreten der entsprechenden Bestimmungen ergan- Seite 11C-3122/2006 gen ist (vgl. auch U ELI KIESER , ATSG-Kommentar, Zürich Basel Genf 2003, Art. 82 Rz. 4 [im Folgenden: KIESER , ATSG-Kom men tar]). 3.3 Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist der rechtserheb- liche Sachverhalt im Beschwerdeverfahren vor dem Sozialversiche- rungsgericht nach den tatsächlichen Verhältnissen zur Zeit des Erlas- ses der angefochtenen Verfügung zu beurteilen (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweisen, vgl. auch THO MAS LOCHER , Grundriss des Sozialversiche- rungsrechts, 3. Auflage, Bern 2003, S. 489 Rz 20). Vorliegend sind dem nach die Verhältnisse bis zum 26. Oktober 2006 (Datum des ange- fochtenen Einspracheentscheides) zu berücksichtigen. Allerdings kön- nen Tatsachen, die den Sachverhalt seither verändert haben, unter Umständen Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen). 4. Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und beim Ein- tritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) ge- leistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2007 gültig ge- we senen Fassung). Diese Bedingungen müssen kumulativ gegeben sein; fehlt eine, so entsteht kein Rentenanspruch, selbst wenn die an- dere erfüllt ist. Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen während mehr als ei- nem Jahr Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung geleistet, so dass die Voraussetzung der Min- destbeitragsdauer für den Anspruch auf eine ordentliche Invalidenren- te zweifellos erfüllt ist. 4.1 Mit Verfügung vom 20. April 2000 war dem Beschwerdeführer eine ganze IV-Rente zugesprochen worden. Im Rahmen einer von Amtes wegen durchgeführten Revision wurde sein Gesundheitszustand er- neut geprüft, wobei die Vorinstanz zum Schluss kam, dass sich die Ar- beitsfähigkeit des Beschwerdeführers gebessert hat, und schliesslich mit Einspracheentscheid vom 26. Oktober 2006 die ganze Rente durch eine halbe IV-Rente mit Wirkung ab dem 1. November 2005 ersetzte. Voraussetzung für eine Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG ist eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes oder der erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesund- Seite 12C-3122/2006 heitszustandes, eine andere Art der Bemessung der Invalidität oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs (BGE 130 V 349 f. E. 3.5). Dabei ist der Sachverhalt, wie er sich im Zeitpunkt des letzten eröffneten und rechtskräftigen Entscheides, der auf einer materiellen Prüfung des Ren tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Be- weiswürdigung und Durchführung eines Einkom mens vergleichs (bei An haltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 133 V 108 E. 5.4, mit Hinwei- sen), mit demjenigen zur Zeit des streitigen neuen Entscheides zu ver- gleichen. Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist die anspruchsbeeinflussende Än derung im Falle einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. In derartigen Konstellationen ist Art. 29 Abs. 1 IVG nicht anwendbar (BGE 109 V 125 E. 4a; vgl. auch BGE 133 V 108). Führt die Verbes- serung der Erwerbsfähigkeit zu einer derartigen Verminderung des In- validitätsgrades, dass die Rente herabgesetzt werden muss, so erfolgt die Anpassung der Rente gemäss Art. 88bis Abs. 2 Bst. a IVV frühes- tens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Revisionsverfü- gung folgenden Monats an. Im vorliegenden Verfahren ist demnach zu prüfen, ob sich der gesund- heitliche Zustand des Beschwerdeführers seit der rechtskräftigen Ren- tenverfügung vom 20. April 2000 bis zum Erlass des hier streitigen Einspracheentscheides vom 26. Oktober 2006 insoweit gebessert hat, dass die Reduktion auf eine halbe IV-Rente gerechtfertigt ist (vgl. BGE 117 V 198 E. 3a, BGE 133 V 108 und BGE 130 V 71). 4.2 Nach dem Grundsatz der Einheitlichkeit des Invaliditätsbegriffs soll bei gleichem Gesundheitsschaden die Invaliditätsbemessung in der Invalidenversicherung, der obligatorischen Unfallversicherung und in der Militärversicherung denselben Invaliditätsgrad ergeben. Die daraus abgeleitete Koordination der Invaliditätsbemessung in diesen Sozialversicherungszweigen verfolgt das Ziel, unterschiedliche Fest- legungen des Invaliditätsgrades zu vermeiden und dient somit der Rechtssicherheit, ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts jedoch insofern zu relativieren, als die IV-Stellen und die Unfallver- sicherer die Invaliditätsbemessung in jedem einzelnen Fall selbststän- dig vorzunehmen haben und sich keinesfalls ohne weitere eigene Prü- Seite 13C-3122/2006 fung mit der blossen Übernahme des Invaliditätsgrades des Unfallver- sicherers oder der IV-Stelle begnügen dürfen (vgl. BGE 133 V 549 E. 6.1, BGE 126 V 288 E. 2d). Auch in verfahrensrechtlicher Hinsicht kommt weder der Invalidenversicherung noch der Unfallversicherung Vorrang gegenüber dem anderen Sozialversicherungszweig zu, da es nicht Zweck der mit der Einheitlichkeit des Invaliditätsbegriffs verfolg- ten Koordination sein kann, dass der später verfügende Sozialversi- cherungsträger den Rentenentscheid des andern – Unfallversicherer oder IV-Stelle – anfechten muss, nur um sich diesen nicht allenfalls entgegenhalten lassen zu müssen (vgl. BGE 133 V 549 E. 6.3). Unter diesen Umständen ist grundsätzlich nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz im Rahmen eines von Amtes wegen durchgeführten Revisionsverfahrens einen von der SUVA abweichenden Invaliditäts- grad feststellt. 4.3 G emäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der seit dem 1. Januar 2004 gülti- gen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70%, derjenige auf eine Drei- Viertels-Rente bei einem solchen von mindestens 60%, derjenige auf eine halbe Rente ab einem Grad der Invalidität von 50% und derjenige auf eine Viertelsrente ab einem solchen von 40%. Gemäss Art. 28 Abs. 1ter IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung stellt Art. 28 Abs. 1ter IVG nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, sondern eine be- sondere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c). Eine Ausnahme von diesem Prinzip gilt seit dem 1. Juni 2002 für Schweizer Bürger und Staatsangehörige der Europäischen Gemeinschaft, denen bei einem Invaliditätsgrad ab 40% eine Rente ausgerichtet wird, wenn sie in einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft Wohnsitz haben. 4.4 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau- ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Nach Art. 4 IVG kann die Invalidität Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Abs. 1); sie gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erfor- derliche Art und Schwere erreicht hat (Abs. 2). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesund - Seite 14C-3122/2006 heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der kör- perlichen und geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Un- fähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 4.5 Der Begriff der Invalidität ist demnach nicht nach medizinischen Kriterien definiert, sondern nach der Unfähigkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 110 V 275 E. 4a, BGE 102 V 166) oder sich im bishe- rigen Aufgabenbereich zu betätigen. Dabei sind die Erwerbs- bzw. Ar- beitsmöglichkeiten nicht nur im angestammten Beruf bzw. der bisheri- gen Tätigkeit, sondern – wenn erforderlich – auch in zumutbaren Ver- weisungstätigkeiten zu prüfen. Der Invaliditätsgrad ist also grundsätz- lich nach wirtschaftlichen und nicht nach medizinischen Grundsätzen zu ermitteln. Bei der Bemessung der Invalidität kommt es somit einzig auf die objektiven wirtschaftlichen Folgen einer funktionellen Behinde- rung an, und nicht allein auf den ärztlich festgelegten Grad der funktio- nellen Einschränkung (BGE 110 V 275; ZAK 1985 S. 459). Trotzdem ist die Verwaltung und im Beschwerdefall auch das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung gestellt haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu neh- men, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten der Ver- sicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeits- leistungen dem Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 115 V 134 E. 2, BGE 114 V 314 E. 3c mit Hinweisen; ZAK 1991 S. 319 E. 1c). Die rein wirtschaftlichen und rechtlichen Beurteilungen, insbe- sondere im Zusammenhang mit der Bestimmung der Erwerbsfähigkeit, obliegen dagegen der Verwaltung und im Beschwerdefall dem Gericht. 4.5.1Aufgrund des im gesamten Sozialversicherungsrecht geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ist ein dauernd in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkter Versicherter gehalten, innert nütz- licher Frist Arbeit im angestammten oder einem anderen Berufs- oder Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie noch möglich Seite 15C-3122/2006 und zumutbar erscheint (BGE 113 V 28 E. 4a, BGE 111 V 239 E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt der IV- Stelle, aus medizinischer Sicht zu entscheiden, in welchem Ausmass ein Versicherter seine verbliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit und zumutbarem Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbeits- markt einsetzen kann. Diese Arbeitsmöglichkeit hat sich der Ver- sicherte anrechnen zu lassen (leidensangepasste Verweisungstätig- keit; ZAK 1986 S. 204 f.), wobei es unerheblich ist, ob er seine Rest- arbeitsfähigkeit tatsächlich verwertet oder nicht. 4.5.2Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarkts ist ein theoreti- scher und abstrakter Begriff, welcher dazu dient, den Leistungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversicherung ab- zugrenzen. Der Begriff umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleich- gewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; anderseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offen hält. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten und sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 276 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 E. 3b). Daraus folgt, dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermit- telt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Ar- beitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Ar- beitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 S. 291 E. 3b). Von einer Arbeitsgelegenheit im Sinne von Art. 16 ATSG kann aber dort nicht mehr gesprochen werden, wo die zu- mutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre (SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3c, ZAK 1989 S. 322 E. 4). 4.6 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein- kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus- geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom - men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen Seite 16C-3122/2006 könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkom men, Art. 16 ATSG). 4.6.1Der Einkommensvergleich bei Erwerbstätigen hat in der Regel so zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüberge- stellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi- tätsgrad bestimmen lässt. Soweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Mass gabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen, und es sind die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu verglei- chen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs). Erwerbsunfä- higkeit ist, vereinfacht ausgedrückt, die durch einen Gesundheitsscha- den verursachte Unfähigkeit, durch zumutbare Arbeit Geld zu ver- dienen (ALFRED M AURER , Bundessozialversicherungsrecht, Basel 1993, S. 140). 4.6.2Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifi- sche Methode für Nichterwerbstätige (Art. 27 IVV) ein Betätigungsver- gleich anzustellen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerb- lichen Auswirkungen der verminderten Leistungsfähigkeit in der kon- kreten wirtschaftlichen Situation zu bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1). 4.7 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicher- te Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbs- einkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so sind nach der Rechtsprechung in der Regel die gesamtschweizerischen Tabel- lenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch heraus- gegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) heranzuziehen (vgl. das Urteil des Bundesgerichts U 75/03 vom 12. Oktober 2006), allenfalls die Zahlen der Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP; vgl. BGE 129 V 472 E. 4.2.1, BGE 126 V 75 E. 3.b). 4.8 Der Einkommensvergleich nach Art. 16 ATSG setzt voraus, dass bei der Ermittlung der beiden Vergleichseinkommen gleich vorgegan- gen wird, dass also eine gleichartige Vergleichsbasis vorliegt (Gleich- artigkeit der Vergleichseinkommen, vgl. U ELI K IESER , ATSG, Art. 16 Rz. 7). Seite 17C-3122/2006 In zeitlicher Hinsicht sind die Verhältnisse bei Entstehen des (hypothe- tischen) Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invaliden- einkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Ver- fügungserlass respektive bis zum Einspracheentscheid zu berücksich- tigen sind (BGE 129 V 222 E. 4.1). Die Gleichartigkeit der Vergleicheinkommen setzt aber auch voraus, dass die auf einem vergleichbaren örtlichen Arbeitsmarkt hypothetisch erzielbaren Einkommen verglichen werden. So ist dann, wenn sich das hypothetische Valideneinkommen aufgrund eines tatsächlichen Ein- kommens bestimmt, das der Versicherte vor dem Eintritt der Invalidität über längere Zeit im Ausland erzielt hat, nicht etwa das in der Schweiz erzielbare hypothetische Invalideneinkommen beizuziehen, sondern ein Invalideneinkommen zu ermitteln und dem Valideneinkommen ge- genüber zu stellen, das der Versicherte auf dem örtlichen ausländi- schen Arbeitsmarkt erzielen könnte. Eine Bestimmung des Invaliden- einkommens aufgrund der schweizerischen Tabellenlöhne kommt nur dann in Betracht, wenn auch auf ein Valideneinkommen in der Schweiz abgestellt wird. 5. Im Folgenden ist zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand des Be- schwerdeführers seit dem 20. April 2000 bis zum Erlass des angefoch- tenen Einspracheentscheides vom 26. Oktober 2006 in rentenrelevan- ter Weise verbessert hat. 5.1 Der Beschwerdeführer hatte am 2. Juni 1997 ein stumpfes Abdo- minal- und Thoraxtrauma mit Rippenfrakturen, Mesenterialriss und ei- ner sternoclaviculären Luxationsfraktur links erlitten. Gemäss der ärzt- lichen Abschlussuntersuchung der SUVA vom 15. April 1998 (act. 169) führte die Sternoklavikularluxation zu einer erheblichen Bewegungs- einschränkung im linken Schultergürtelbereich und zu einer verminder- ten Belastbarkeit. Als Konsequenz des Teilverlustes des Dünndarms wurde die Notwendigkeit einer ständigen Kontrolle bezüglich Gallen- steinbildung sowie eine lebenslange Substitution von Vitamin B12 genannt, und aufgrund der vom Versicherten geklagten Kopf- schmerzen eine Symptomausweitung festgestellt, die durch Psycho- therapie nicht zu behandeln sei. Der psychische Zustand des Beschwerdeführers war im umfassenden psychiatrischen Gutachten vom 11. Oktober 1999 (act. 36) von Dr. Seite 18C-3122/2006 E._______, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie, nach dem Un fall beschrieben und eine reaktive depressive Störung als Folge der chronischen, quälenden Schmerzen und des Verlustes der Arbeitsfä- higkeit diagnostiziert worden (andauernde Persönlichkeitsänderung nach psychischer Erkrankung [IDC-10 F62.1] bzw. andere andauernde Persönlichkeitsänderung [bei Schmerzsyndrom; IDC-10 F62.8]). Laut Gutachter bestanden keine Anhaltspunkte dafür, dass es sich um eine psychogene Störung im Sinne einer vorbestehenden Krankheit oder Persönlichkeitsstörung handeln könnte; vielmehr wurde das Be- schwerdebild ganz auf den Unfall zurückgeführt. Der Beschwerdefüh- rer wurde als einfach strukturierte Persönlichkeit beschrieben, der durch den Verlust der Erwerbsfähigkeit stark in seinem Integritätsge- fühl, sowohl körperlich als auch psychisch und sozial getroffen worden sei. Eine krankhafte vorbestehende Persönlichkeitsstruktur konnte jedoch ausgeschlossen werden, auch gab es keine Indikation für eine Behandlung. Nach Ansicht des psychiatrischen Gutachters waren dem Versicherten in Anbetracht des Schweregrades der gesundheitlichen Beeinträchtigung – unter Berücksichtigung der psychischen Beschwer- den – keine Arbeiten zumutbar, und die Aussicht auf eine teilweise oder vollständige Heilung des psychischen Beschwerdebildes wurde vom Verlauf des Schmerzsyndromes abhängig gemacht. Die SUVA ging aufgrund der schweren Unfallverletzungen von einer 100%igen Erwerbsunfähigkeit aus und sprach dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente ab dem 1. April 2000 sowie eine Integritätsent- schädigung zu (act. 186). In der Folge ging auch die IV-Stelle des Kantons Zürich unter Berücksichtigung der gesamten Situation davon aus, dass keine Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf und in allen anderen Erwerbstätigkeiten mehr vorliege. Mit Verfügung vom 20. April 2000 sprach sie dem Beschwerdeführer aufgrund der Unfallfolgen sowie der psychischen Komponenten eine ganze IV-Rente mit Wirkung ab dem 1. Juni 1998 zu (act. 186 und 189). Beide Stellen stützten sich im Wesentlichen auf die ärztliche Abschlussuntersuchung der SUVA vom 15. April 1998, wobei nicht ausgewiesen wurde, in welchem Um- fang die psychisch bedingte Symptomausweitung aus ärztlicher Sicht bei der Beurteilung der Arbeitsunfahigkeit ins Gewicht fiel. 5.2 Die Vorinstanz stützt den angefochtenen Einspracheentscheid im We sentlichen darauf, dass sich der Gesundheitszustand des Be- schwerdeführers in somatischer Hinsicht seit dem Jahre 2000 in ren- tenrelevanter Weise verbessert habe. Seite 19C-3122/2006 5.2.1Im Rahmen des Revisionsverfahrens stellte Dr. B._______, Spezialarzt für Innere Medizin, vom ärztlichen Dienst der IV-Stelle in seiner Stellungnahme vom 21. Dezember 2003 (act. 224) eine Verbes- serung des Gesundheitszustandes und eine entsprechende Reduktion der Arbeitsunfähigkeit auf 50% fest. Dabei stützte er sich auf den Bericht vom 12. August 2003 von Dr. C._______ (Formular E 213, act. 222), in welchem der Allgemeinzustand des Beschwerdeführers als zufriedenstellend beschrieben sowie Haltung, Gang und Bewegungen als regelmässig eingestuft wurden. In Bezug auf den Verdauungs- apparat konnte nichts Krankhaftes festgestellt werden, weder im Bereich der Leber noch im Bereich des Unterbauches. Beim Bewegungsapparat wurde lediglich eine mässige Be we - gungseinschränkung bestätigt und in psychischer Hinsicht eine de- pressive Störung aufgrund der unfallbedingten Verletzungen vermerkt. Insgesamt wurde der Gesundheitszustand als nunmehr stabil bezeich- net und die Arbeitsunfähigkeit sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätig- keit als auch in geeigneten, leidensangepassten Tätigkeiten auf 50% geschätzt. 5.2.2In diversen Stellungnahmen haben Dr. B._______ und Dr. D._______, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom ärztlichen Dienst der IV-Stelle die verschiedenen Berichte aus Italien gewürdigt und in nachvollziehbarer und überzeugender Weise dar- gelegt, inwiefern sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers verbessert hat, so dass heute von einer Arbeitsunfähigkeit von 50% sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als auch in leidensange- passten Tätigkeiten auszugehen ist. So wird etwa im Be richt von Dr. C._______ von einem stabilen Zustand nach dem Abdominal- und Thoraxtrauma sowie dem Mesenterialriss gesprochen, und nur eine leichte Bewegungseinschränkung aufgrund der Arthrose im linken Schultergelenk sowie eine depressive Störung aufgrund des Traumas erwähnt. Die Funktionen des Verdauungsapparates werden von ihr als regulär bezeichnet und eine leicht eingeschränkte Bewe gungsfähigkeit aufgrund der Schultergelenks- und Rückenprobleme festgestellt. Ebenfalls berücksichtigt hat die Ärztin die vom Versicherten beklagten Schlafstörungen. Zu Recht hat die Vorinstanz die Einschätzung von Frau Dr. G._______, welche in ihrem Bericht vom 14. September 2004 eine Arbeitsunfähig- keit von 70% in leidensangepassten Tätigkeiten attestiert hatte, nicht als entscheidend erachtet. Der Bericht erscheint als widersprüchlich Seite 20C-3122/2006 und nicht nachvollziehbar, beschreibt er doch einerseits einen weit- gehend normalen Allgemeinzustand des Beschwerdeführers und er- achtet dessen Arbeitsfähigkeit andererseits als stark beeinträchtigt – ohne auch nur das Ausmass der Bewegungseinschränkungen auf- grund der Schultergelenksprobleme genauer zu umschreiben und zu beziffern und ohne die psychiatrische Symptomatik auch nur anzu- sprechen. Da er zudem weder vollständig ist, noch auf einer umfas- senden Anamnese beruht, noch die vom Beschwerdeführer beklagten Leiden hinreichend berücksichtigt, kommt dem Bericht vom 14. Sep- tember 2004 nur geringer Beweiswert zu. Er ist nicht geeignet, die im Übrigen ausreichende Beurteilung der gesundheitlichen Entwicklung des Beschwerdeführers durch die Ärzte der Vorinstanz in Frage zu stellen. 5.2.3Der Beschwerdeführer macht allerdings geltend, sein Gesund- heitszustand habe sich verschlechtert, seien doch zu den bereits be- kannten somatischen Leiden weitere hinzugekommen. Zu Recht weist die Vorinstanz darauf hin, dass nicht allein aufgrund neuer oder ver- stärkter Leiden auf eine rentenrelevante Verschlechterung der Arbeits- fähigkeit geschlossen werden kann, wie dies der Beschwerdeführer anzunehmen scheint. Entscheidend ist vielmehr, dass die geklagten Leiden aus medizinischer Sicht objektivierbar sind und dazu führen, dass in concreto die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt wird. So ist es durchaus möglich, dass sich eine diagnostizierte Arthrose mit den Jahren verschlimmert, was aber keineswegs bedeutet, dass eine derartige Verschlechterung des Gesundheitszustandes beim Be- schwerdeführer auch tatsächlich eingetreten ist und Einfluss auf des- sen Arbeitsfähigkeit hat. Weder eine Spondylose, noch eine Unk- arthrose oder eine Periarthritis humeroscapularis vermögen per se eine Arbeitsunfähigkeit zu begründen – und haben gerade auch beim Be schwerdeführer lediglich eine leichte Bewegungseinschränkung zur Folge gehabt, die von der Vorinstanz berücksichtigt worden ist. 5.2.4Weiter ist zu betonen, dass ärztliche Zeugnisse insofern wenig aussagekräftig sind, als sie lediglich eine Liste von Diagnosen beinhal- ten, sich aber im Übrigen weder zum allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten noch zu den Auswirkungen der einzelnen Diagnosen und zum Ausmass der Arbeitsfähigkeit äussern – und somit den Anfor- derungen an ein ärztliches Gutachten bei Weitem nicht entsprechen (vgl. oben E. 2.3.3). Seite 21C-3122/2006 Dies trifft insbesondere auch auf die im vorinstanzlichen Verfahren bei- gebrachten ärztlichen Zeugnisse vom 16. Oktober 2003 und vom 3. Ok tober 2005 von Dr. A._______ zu, welche lediglich eine Liste mit Diagnosen enthalten, die aber in keiner Weise durch Untersuchungs- ergebnisse belegt oder auch nur begründet werden – und die keine Aussagen zu den allfälligen Auswirkungen der Diagnosen auf die Arbeitsfähigkeit enthalten. Zudem ist zu betonen, dass der Bericht vom 16. Oktober 2003 insoweit dem Untersuchungsbericht (E 213) von Dr. C._______ vom 12. August 2003 widerspricht, als er ein chronisches Leberleiden ("epatopatia cronica", act. 217-2) diagnostiziert, hatte doch Dr. C._______ aufgrund ihrer Untersuchungen den Verdauungsapparat des Beschwerdeführers als normal bezeichnet ("...fegato e milza nei limiti", vgl. act. 222). Diese Berichte waren den Ärzten der Vorinstanz, die ihre Einschätzun- gen in voller Aktenkenntnis abgaben, bekannt und bei der Gesamtbe- urteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers berücksichtigt worden. Sie sind nicht geeignet, eine – auch nur mögliche – rentenre- levante Verschlechterung des Gesundheitszustandes zu belegen, und vermögen die festgestellte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit nicht in Frage zu stellen. 5.2.5Im vorliegenden Beschwerdeverfahren hat der Beschwerdefüh- rer zudem den ärztlichen Bericht vom 18. Dezember 2005 vom Dr. H._______ beigebracht, in welchem aufgrund von klinischen Untersu- chungen die Diagnose einer primären biliären Zirrhose (PBC) gestellt wurde. Dieser Bericht ist im vorliegenden Verfahren zu beachten, be- trifft er doch den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers vor dem Erlass des Einspracheentscheides vom 26. Oktober 2006. Die Vorinstanz hat diesen neuen medizinischen Bericht ihrem ärzt- lichen Dienst zur Beurteilung unterbreitet. In ihrer Stellungnahme vom 13. März 2007 (act. 297) wies Frau Dr. I._______ auf die möglichen Symptome der Krankheit hin, hielt aber fest, dass diese im derzeitigen Stadium keine zusätzliche Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers zur Folge habe. Auch wenn bei einigen Patienten mit PBC sogenannte rheumatische Begleitkrankheiten aufträten und ein Zusam menhang mit den Gelenkschmerzen des Beschwerdeführers grundsätzlich nicht auszuschliessen sei, vertritt sie die Auffassung, dass die bekannten Gelenkbeschwerden (Schulter) bereits seit Jahren bestünden, was in Seite 22C-3122/2006 concreto gegen einen direkten Zusammenhang mit der neuen erkannten Krankheit spreche. Der Auffassung von Dr. I._______ kann gefolgt werden. Es ist nicht zu bezweifeln, dass es sich bei der PBC um eine bisher nicht bekannte Erkrankung des Beschwerdeführers handelt. Diese Erkrankung hat aber bisher nicht zu Beschwerden geführt, die im Rahmen der bisherigen Beurteilungen noch nicht berücksichtigt worden wären und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers beeinträchtigen könnten. Da es sich bei PBC um eine zwar chronische und fortschreitende, jedoch gut behandelbare Leberkrankheit handelt, und da sich der Be- schwerdeführer auch gemäss dem Bericht von Dr. H._______ in einem guten Allgemeinzustand befindet, hat die Vorinstanz diese neu diag- nostizierte Krankheit zu Recht als nicht relevant für die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers eingestuft. 5.2.6Für das Bundesverwaltungsgericht steht aufgrund der vorlie- genden Unterlagen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in somatischer Hinsicht seit dem Entscheid im Jahr 2000 insofern gebessert hat, als in Bezug auf den Verdauungsapparat im Zeitpunkt des Einspracheent- scheides keine relevanten Einschränkungen mehr festzustellen waren, Haltung, Gang und Bewegungen nun als regelmässig eingestuft wer- den konnten, und trotz einer verbleibenden mässigen Einschränkung des Bewegungsapparates und der neu geklagten Leiden der All- gemeinzustand insgesamt zufriedenstellend war. Anders als noch im Jahre 2000 ist der Beschwerdeführer aus rein somatischer Sicht heute in der angestammten Tätigkeit wie auch in leidensangepassten Tätigkeiten zu 50% arbeitsfähig. 5.2.7Die Vorinstanz ging allerdings im angefochtenen Einspracheen- scheid von einer Arbeitsunfähigkeit in leidensangepassten Tätigkeiten von nur 20% aus. Diese Einschätzung geht zurück auf die Beurteilung vom 16. April 2005 durch Dr. D._______ (act. 273), der – nachdem er sich in seinem Bericht vom 27. Januar 2005 (act. 267) noch ausdrücklich der somatischen Beurteilung von Dr. B._______ angeschlossen und generell eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit anerkannt hatte – auf Rückfrage der Vorinstanz ohne weitere Begründung festhielt, aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Beschränkung der Arbeitsfähigkeit, und die verbesserte somatische Situation lasse auf eine Arbeitsunfähigkeit von weniger als 20% in leidensangepassten Seite 23C-3122/2006 Tätigkeiten schliessen. Diese Beurteilung der Folgen der somatischen Leiden auf die Arbeitsfähigkeit durch einen Psychiater ist in keiner Weise nachvollziehbar. Sie stützt sich auf keinerlei fachärztliche Befunde und steht in strengem Gegensatz zur Einschätzung durch Dr. C._______ und Dr. B._______. Die Vorinstanz selbst kam denn auch anlässlich eines gemeinsamen Rapports von juristischen und medizinischen Mitarbeitern (act. 292) am 14. September 2006 zum Schluss, dass in somatischer Hinsicht der Bericht von Dr. B._______ vom 21. Dezember 2003, in psychiatrischer Hinsicht dagegen die Berichte von Dr. D._______ vom 8. August 2004, 27. Januar 2005, 16. April 2005 und 11. August 2005 zu bestätigen seien. Vor diesem Hintergrund ist unerklärlich, weshalb sie sich nicht auf die Ergebnisse von Dr. B._______ stützte und in leidensangepassten Tätigkeiten eine Arbeitsunfähigkeit von 50% annahm. 5.3 Aufgrund eines Hinweises der SUVA, wonach beim Beschwerde- führer die psychische Situation nicht ausser Acht gelassen werden sollte, kam Dr. D._______ vom ärztlichen Dienst der IV-Stelle am 22. Februar 2004 zum Schluss, dass diesbezüglich im Revisionsverfahren noch weitere Unterlagen angefordert werden müssten (act. 229). Aus- drücklich verlangte er einen psychiatrischen Bericht unter Verwendung des Formulars M6. Die Vorinstanz hat denn auch am 4. März 2004 vom Istituto Nazionale della Previdenza Sociale (I.N.P.S.), Potenza, einen (maschinengeschriebenen) psychiatrischen Bericht eingefordert, der auf einer psychiatrischen Untersuchung basieren sowie eine Anam nese enthalten solle und sich zur Entwicklung der Krankheit, zum gegenwärtigen Zustand, zu den Diagnosen, Prognosen, Thera- pien und zu den Auswirkungen auf die Arbeitsunfähigkeit (in Prozen- ten) äussern müsse (act. 233). 5.3.1In dem von Prof. F._______ eingereichten neuropsychiatrischen Be richt vom 22. April 2004, der handschriftlich abgefasst und teilweise kaum leserlich war (act. 236), so dass er transkribiert werden musste (act. 241), wird der Beschwerdeführer als ängstliche und besorgte Per- son (infolge des Traumas) beschrieben, die sich sehr krank fühle. Die kognitiven Funktionen werden als adäquat bezeichnet und der Ge- mütszustand als depressiv qualifiziert. Prof. F._______ diagnostizierte beim Beschwerdeführer eine ängstlich-hypochondrische posttrauma ti- sche Störung. Seite 24C-3122/2006 Der Bericht ist – auch in der transkribierten Fassung – für eine Beur- teilung der psychiatrischen Situation und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit völlig ungenügend. Es bleibt offen, aufgrund welcher Untersuchungen und medizinischen Vorakten der Bericht erstellt wur- de; er enthält keine Darstellung der Krankheitsentwicklung, keine Pro- gnose und keine Therapievorschläge. Zudem ist der Bericht in sich nicht schlüssig, indem zum einen bloss von einer ins Depressive ge- richteten Stimmung gesprochen ("Il tono dell'umore è orientato in sen- so depressivo"), zum andern aber die psychiatrische Diagnose einer ängstlich-hypochondrischen posttraumatischen Störung gestellt wird – ohne dies in irgend einer Weise zu begründen. Der Bericht äussert sich überdies nicht dazu, ob und allenfalls in welchem Umfang aus neuro-psychiatrischer Sicht die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdefüh- rers eingeschränkt ist. 5.3.2Zu Recht hat Dr. D._______ in seiner Stellungnahme vom 10. Juni 2004 festgehalten, der Bericht von Prof. F._______ sei unleserlich und inhaltlich völlig ungenügend, weshalb auf einem Bericht im Sinne des Schreibens vom 4. März 2004 bestanden werden müsse (act. 234). Unverständlich ist daher, dass Dr. D._______ in seiner weiteren Stellungnahme vom 8. August 2004 den nun transkribierten Bericht von Prof. F._______ akzeptierte und daraus den Schluss zog, auch dieser spreche für eine Reduktion der Arbeitsunfähigkeit auf 50% in gewissen Verweisungstätigkeiten, liege doch nur eine leichte an- dauernde depressive Verstimmung vor (act. 260). Dieser Schluss ist in keiner Weise nachvollziehbar. Der äusserst man- gelhafte Bericht von Prof. F._______ ist nicht geeignet, die ohne eigene Untersuchungen vorgenommene Einschätzung von Dr. D._______ zu stützen. Angesichts der Ergebnisse des psychiatrischen Gutachtens vom 11. Oktober 1999 (act. 36) von Dr. E._______, der eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert hatte, und dem Fehlen von Verlaufsdaten sowie einer ausreichenden aktuellen medizinischen Abklärung ist ein Vergleich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus psychiatrischer Sicht heute nicht möglich – umso mehr, als aus den Akten nicht ersichtlich ist, in welchem Umfang bei der Zu- sprechung der IV-Rente im Jahre 2000 psychiatrische Leiden be- rücksichtigt worden sind. Es kann ohne weitere psychiatrische Abklä- rungen nicht davon ausgegangen werden, dass sich der psychische Zustand des Beschwerdeführers soweit gebessert hat, dass er heute Seite 25C-3122/2006 für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit neben den somatischen Leiden nicht mehr in Betracht fällt. 5.4 Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass der Beschwerde- führer aus rein somatischer Sicht im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Einspracheentscheids im bisherigen Tätigkeitsgebiet und auch in leichteren, leidensangepassten Verweisungstätigkeiten zwar nur noch zu 50% arbeitsunfähig gewesen ist. Mangels ausrei- chender psychiatrischer Abklärungen im Revisionsverfahren ist aber nicht belegt, ob und allenfalls in welchem Umfang aus psychiatrischen Gründen die Arbeitsunfähigkeit höher liegen könnte. Es fehlt eine aktuelle, die somatischen und psychischen Leiden berücksichtigende medizinische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, so dass der Grad der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht mit der erforderlichen überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht. Der Sachverhalt erweist sich in dieser Hinsicht als unvollständig abgeklärt, so dass die Sache zur Ergänzung der medizinischen Unterlagen an die Vorinstanz zu- rückzuweisen ist (Art. 61 Abs. 1 VwVG). Angesichts des Alters der vorliegenden ärztlichen Gutachten und Berichte zur somatischen Si- tuation und den geltend gemachten neuen Leiden rechtfertigt es sich zudem, den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers auch in die- ser Hinsicht ergänzend abzuklären. 6. Die Beschwerde ist daher in dem Sinne gutzuheissen, dass der ange- fochtene Einspracheentscheid vom 26. Oktober 2006 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, damit diese eine psychiatrische sowie eine ergänzende somatische Untersuchung durch entsprechende Spezialisten anordne und gestützt auf die Ergeb- nisse in der Sache neu verfüge. 7. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten sowie eine allfällige Parteientschädigung. 7.1 Verfahrenskosten sind praxisgemäss nicht zu erheben (Art. 69 Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 85bis Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 20. De- zember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG, SR 831.10]; Bst. c der Schlussbestimmungen zur Änderung des IVG vom 16. Dezember 2005). Seite 26C-3122/2006 7.2 Dem mehrheitlich obsiegenden Beschwerdeführer, der sich an- waltlich vertreten liess, ist für die notwendigen und verhältnismässig hohen Kosten, eine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 VGKE). Mangels Kostennote ist die Entschädigung nach Ermessen, unter Berücksichtigung des gebotenen und aktenkun- digen Anwaltsaufwandes festzusetzen (Art. 65 Abs. 5 VwVG in Verbin- dung mit Art. 14 Abs. 2 VGKE). Das Bundesverwaltungsgericht er- achtet einen Aufwand von etwa 10 Stunden für geboten, der mit einem Stundenansatz von Fr. 230.- zu entschädigen ist. Die Parteientschä- digung inklusive Auslagenersatz ist daher auf Fr. 2'400.- festzusetzen, wobei keine Mehrwertsteuer geschuldet ist (vgl. Art. 5 Bst. b des Bundesgesetzes vom 2. September 1999 über die Mehrwertsteuer [Mehrwertsteuergesetz, MWSTG, SR 641.20] in Verbindung mit Art. 14 Abs. 3 Bst. c MWSTG und Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE). Diese Entschä- digung ist von der Vorinstanz zu leisten (Art. 64 Abs. 2 VwVG). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Ein- spracheentscheid vom 26. Oktober 2006 aufgehoben und die Sache mit der Weisung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, eine psychia- trische sowie eine ergänzende somatische Untersuchung durch ent- sprechende Spezialisten durchführen zu lassen und gestützt auf die Ergebnisse in der Sache neu zu verfügen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die IV-Stelle für Versicherte im Ausland wird verpflichtet, dem Be- schwerdeführer innert 30 Tagen ab Eintritt der Rechtskraft des vor- liegenden Urteils eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'400.- auszurichten. 4. Dieses Urteil geht an: - den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) - die Vorinstanz (Ref-Nr. ________) Seite 27C-3122/2006 - das Bundesamt für Sozialversicherungen - die Pensionskasse des Schweizerischen Baumeisterverbandes, Su- ma trastrasse 15, 8035 Zürich - die SUVA Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Stefan Mesmer Susanne Marbet Coullery Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf- fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Be- weismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). Versand: Seite 28