i B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-5494/2010 U r t e i l v o m 2 0 . J u n i 2 0 1 3 Besetzung Richter Daniel Stufetti (Vorsitz), Richter Francesco Parrino, Richter Stefan Mesmer, Gerichtsschreiberin Susanna Gärtner. Parteien X._______, Deutschland, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenrente (Verfügung vom 15. Juni 2010). C-5494/2010 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a Der am (…) 1947 geborene, verheiratete, in seinem Heimatstaat wohnhafte deutsche Staatsangehörige X._______, der in den Jahren 1991 bis 2005 in (…) als Lastwagenchauffeur gearbeitet und obligator i- sche Beiträge an die schweizerische Alters -, Hinterlassenen- und Invali- denversicherung (AHV/IV) entrichtet hatte (vgl. act. 110 IVSTA), meldete sich am 21. Januar 2009 beim deutschen Versicherungsträger zum Be- zug einer schweizerischen Invalidenrente an ( Formular E 204, act. 11 IVSTA); der ausländische Versicherungsträger übermittelte diesen Antrag wenig später an die IV -Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA) in Genf weiter (act. 12 IVSTA). Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang, dass sich der Versicherte be- reits einige Jahre zuvor, nämlich am 3. Januar 2006 bei der IV-Stelle des Kantons B._______ zum Bezug von Leistungen der IV angemeldet hatte, aber diese dem Versicherten mit Schreiben vom 10. Januar 2007 mitg e- teilt hatte, dass in seinem Fall ausschliesslich Unfallfolgen eine Arbeitsun- fähigkeit begründet hätten und sie den Renten -Entscheid der Unfallversi- cherung (SUVA) hätten abwarten wollen. Dazu sei das Einkommen noch Gegenstand eines Rechtsstreites gewesen (act. 13 und 39 der Vorakten der IV-Stelle des Kantons B._______). A.b In der Folge zog die IVSTA verschieden e Unterlagen medizinischen und wirtschaftlichen Inhalts bei, so: - einen am 19. Juni 2009 von der Firma C._______ AG ausgefüllten Fra- gebogen für Arbeitgebende (act. 31 IVSTA); - einen Auszug aus den medizinischen Daten ab Oktober 2007 bis Juni 2009 der ärz tlichen Gemeinschaftspraxis der Dres. D._______ / E._______ / F._______ in (…) DE (act. 54 IVSTA); - Austrittsberichte des Krankenhauses H._______ in (…) DE vom 12. Juli 2006, inklusive Koronarangiographie vom 4. Juli 2006 (act. 38 IVSTA), des Krankenhauses J._______ in (…) DE vom 28. Juli 2006 (act. 39 C-5494/2010 Seite 3 IVSTA), des Krankenhauses L._______ in (…) DE vom 7. Dezember 2006 (act. 41 IVSTA), des Krankenhauses N._______ in (…) DE vom 6. November 2007 (act. 44 IVSTA) und der Klinik P ._______ in (…) DE vom 8. November 2007 (act. 45/46 IVSTA); - Protokolle eines Ruhe-EKG vom 28. April 2009 (act. 52 IVSTA) und von Langzeit-EKGs vom 18. Dezember 2007 und 11. Februar 2008 (act. 48 und 49 IVSTA); - mehrere Arztberichte von Dr. med. R._______, Facharzt für Augenhei l- kunde in (…) DE zwischen Dezember 2007 und April 2009 (act. 47, 51 und 53 IVSTA); - mehrere neurologische Befundberichte von Dr. med. T._______, Fach- arzt für Neurologie und Psychiatrie in (…) DE zwischen Mai 2006 und Mai 2007 (act. 37, 40 und 43 IVSTA); - einen ausführlichen ärztlichen Formularbericht E 213 vom 12. April 2006 der Gemeinschaftspraxis Dr. med. V._______, Facharzt für Orthopädie, und Dr. med. W._______, Facharzt für Orthopädie und Chirurgie, in (…) DE (act. 26 der Vorakten der IV-Stelle des Kantons B._______); - einen Röntgenbericht vom 30. März 2007 (act. 42 IVSTA). A.c Nach Einsicht in die Akten, insbesondere aus den Jahren 2006 und 2007, schloss Dr. med. Z._______ des ärztlichen Dienstes der IVSTA mit Bericht vom 21. Juli 2009, dass der Versicherte an einer posttraumat i- schen Handgelenksarthrose links (ICD -10: M19.1) mit operativer Arthr o- dese, wiederholten supraventri kulären Tachykardien (ICD -10: I 45.6) be i WPW-Syndrom und Zustand nach akzessorischer Leitungsbahn linksposterior am 26.07.2006, Diabetes mellitus Typ II (ICD-10: E11), Adi- positas (ICD -10: E 66) und a rterielle Hypertonie (ICD -10: I 10) leide (act. 56 IVSTA). B. B.a Mit Vorbescheid vom 18. August 2009 (vgl. act. 58 IVSTA) informierte die IVSTA den Versicherten, dass sein Leistungsbegehren der Invalide n-C-5494/2010 Seite 4 versicherung abgewiesen werden müsse, da aus den Akten hervorgehe, dass infolge der Gesundheitsbeeinträchtigung in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Kraf tfahrer eine Arbeitsunfähigkeit von 70% gemäss de n schweizerischen gesetzlichen Vorschriften bestehe. D ie Ausübung einer leichteren, dem Gesundheitszustand besser angepassten gewinnbri n- genden Tätigkei t wie z.B. Hauswart, Baustellen aufseher, Parking - oder Museumswächter, Verkauf auf dem Korrespondenzweg, Billetverkäufer, interne Postverteilung, Rezeptionist, Telefonist, Datenerfassung etc. sei jedoch noch zu 100% zumutbar, dies mit einer Erwerbseinbusse von 21%, was kein Recht auf eine Rente ergebe. B.b Mit Eingabe vom 22. Oktober 2009 übermittelte der Versicherte der IVSTA eine Kopie des Berichts über eine am 12. Oktober 2009 durchg e- führte Kernspintomographie (act. 69 und 70 IVSTA). B.c Mit Eingabe vom 30. Oktober 2009 bestätigte der Rechtsvertreter des Versicherten, dass sein Mandant nicht mit dem Vorbescheid der IVSTA vom 18. August 2009 einverstanden sei . D ies im Wesentlichen mit der Begründung, dass sich dessen gesundheitliche Situation in den letzten Jahren verschlechtert habe, dass die Anordnung ein es polydisziplinären medizinischen Gutachtens (inklusive psychiatrische Abklärung) notwendig sei und dass er von Dr. med. W._______, Facharzt für Orthopädie, Ch i- rurgie und Unfallchirurgie in (…) DE, zu 100% arbeitsunfähig geschrieben worden sei (act. 77 IVSTA). B.d Dr. med. Z._______ des Regionalen Ä rztlichen Dienstes (nachfol- gend RAD) nahm zu den neu eingereichten Unterlagen am 11. November 2009 dahingehend Stellung, dass darin eine Zunahme der degenerativen Veränderungen der lumbalen Wirbelsäule bestätigt werde, womit auch die Rückenbeschwerden durch die funktionellen Einschränkungen auf die Ar- beitsunfähigkeit Einfluss hätten, und zwar mit einer Erhöhung der A r- beitsunfähigkeit im angestammten Beruf von 70% auf 80% und in Ve r- weisungstätigkeiten von 0% auf 20%, beides ab dem 12. Oktober 2009 (Datum der Durchführung einer Kernspintomographie; act. 78 IVSTA). B.e Gestützt auf die erwähnte ärztliche Stellungnahme vom 11. Nove m- ber 2009 und auf einen am 9. Dezember 2009 durchgeführten Einkom- mensvergleich (vgl. act. 79 IVS TA) erliess die IVSTA am 14. Dezember C-5494/2010 Seite 5 2009 einen Vorbescheid, der denjenigen vom 18. August 2009 ersetzte und worin sie festhielt, dass beim Versicherten nunmehr seit dem 12. Ok- tober 2009 eine Arbeitsunfähigkeit von 80% in der zuletzt ausgeübten Tä- tigkeit und von 20% in Verweisungstätigkeiten bestehe, was eine E r- werbseinbusse resp. einen Invaliditätsgrad von 43% und einen Anspruch auf eine Viertelsrente ab dem 1. Oktober 2009 ergebe (act. 80 IVSTA). B.f Mit Eingabe vom 16. April 2010 nahm der Versicherte zum Vo rbe- scheid dahingehend Stellung, dass bei ihm eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50% vorliege und bestand auf seine m Antrag um Durchfü h- rung eines polydisziplinären medizinischen Gutachtens zur Abklärung des vielfältigen Beschwerdebildes (act. 94 IVSTA). B.g Die IVSTA teilte dem Rechtsvertreter des Versicherten am 22. April 2010 mit, dass auf das Begehren nach einer medizinis chen Unters u- chung in der Schweiz nicht eingetreten werde, da die Gesundheitsbeei n- trächtigungen genügend dokumentiert seien, und verlangt e gleichzeitig die Zustellung einer von ihm zuvor erwähnten kreisärztlichen Beurteilung vom 10. April 2008, welche aber aus Sicht des wiederum beigezogenen Dr. med. Z._______ keine neuen Erkenntnisse ergab (act. 97 bis 101 IVSTA). C. Mit Verfügung vom 15. Juni 2010 (vgl. act. 105 und 106 IVSTA) sprach die IVSTA dem Versicherten mit Wirkung ab 1. Oktober 2009, ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 43%, eine Viertelsrente von monatlich Fr. 160.- zu, dies unter Berücksichtigung einer a nrechenbaren Beitrags- dauer von 14 Jahren und 5 Monaten und einem massgebenden durc h- schnittlichen Jahreseinkommen von Fr. 42'408. -. Dabei führte sie aus, dass die neuen Unterlagen, die der Versicherte seiner Antwort auf den Vorbescheid beigelegt habe (Bericht des SUVA-Kreisarztes vom 10. April 2008) ihrem ärztlichen Dienst unterbreitet worden sei, der seine vorgä n- gige Stellungnahme bestätigt habe. Der SUVA-Kreisarzt beschreibe zwar eine Zunahme der Beschwerden und die damit verbundenen Einschrä n- kungen der Arbeitsfähigkeit als Chauffeur, aber nicht für angepasste Ve r- weisungstätigkeiten. C-5494/2010 Seite 6 D. Mit Eingabe vom 7. Juli 2010 erhob X._______ (nachfolgend der B e- schwerdeführer) beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die Verfügung der IVSTA vom 15. Juni 2010 und be antragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Dabei machte er dreierlei geltend: erstens sei aus der Verfügung nicht ersichtlich, welche ärztlichen Berichte (ausser demjenigen des SUVA-Kreisarztes) zur Ermittlung des Invaliditätsgrades herangezogen worden seien; zweitens sei der Beginn der Rentenauszah- lung per 1. Oktober 2009 nicht korrekt, denn er habe seinen Rentena n- trag bereits am 30. Dezember 2008 bei der Verbandsgemeinde I._______ gestellt; drittens müsste die anrechenbare Beitragsdauer um 5 Mona te auf 14 Jahre und 10 Monate (statt 5 Monate) angehoben werden (act. 1). E. Mit Vernehmlassung vom 29. Oktober 2010 (vgl. act. 6) beantragte die Vorinstanz die Abweisung der angefochtenen Verfügung. Dabei führte sie im Wesentlichen hinsichtlich des Invaliditätsgrades aus, dass ihr ärztlicher Dienst seine Beurteilung unter Berücksichtigung der umfangreichen m e- dizinischen Unterlagen der behandelnden Ärzte und der SUVA vorg e- nommen habe. Es seien dabei nicht nur die Unfallfolgen, sondern sämtl i- che Leiden einbez ogen worden. In angepassten leichten Verweisungst ä- tigkeiten sei durch zunehmende Rückenbeschwerden eine Arbeitsunf ä- higkeit von 20% festgestellt worden. Gemäss einem durchgeführten Ei n- kommensvergleich sei bei vollschichtiger Ausübung einer leidensang e- passten Tätigkeit eine Erwerbseinbusse von 24% und bei einer 80% -igen Tätigkeit eben eine solche von 43% errechnet worden. Hinsichtlich des Anspruchsbeginns verwies die Vorinstanz auf das schweizerische Recht, wonach während eines Jahres ohne wesentlichen Unterb ruch eine A r- beitsunfähigkeit von durchschnittlich mindestens 40% bestanden haben muss, damit ein Rentenanspruch entstehen kann. Diese Voraussetzu n- gen seien beim Beschwerdeführer erst ab dem 12. Oktober 2009 erfüllt, so dass die Rente ab dem 1. Oktober 2009 zur Ausrichtung gelange. Kei- nen Einfluss habe dabei der Anspruchsbeginn nach dem deutschen Recht. Im Übrigen sei die anrechenbare Beitragsdauer dem individuellen Beitragskonto entnommen worden. Weshalb 5 Monate dazu zu rechnen seien, begründe der Beschwerdeführer nicht. C-5494/2010 Seite 7 F. Der Beschwerdeführer liess sich hierauf nicht mehr vernehmen , obwohl er vom Instruktionsrichter die Gelegenheit dazu erhalten hatte (act. 7). G. Den mit Zwischenverfügung vom 14. Januar 2011 vom Instruktionsrichter einverlangte Kostenvorschu ss in der Höhe von Fr. 400. - hat der B e- schwerdeführer am 1. Februar 2011 entrichtet (act. 9 und 11). H. Nachdem der Schriftenwechsel bereits abgeschlossen war (vgl. act. 12) übermittelte die Vorinstanz dem Gericht am 16. Juni 2011 eine Kopie des von der SUVA eingeholten handchirurgischen Gutachtens vom 10. Mai 2011 (vgl. act. 13 ), worauf der Beschwerdeführer dazu unter Beilegung u.a. einer fachärztlichen Stellungnah me von Dr. med. V._______ vom 17. Juni 2011 Stellung nahm. Zusätzlich legte er das Urteil des Kanton s- gerichts des Kantons B._______ vom 22. Oktober 2010 ins Recht, mit welchem dieses im Rechtsstreite zwischen dem Beschwerdeführer und der SUVA die Sache zur erneuten Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlasse einer neu en Ve rfügung an die SUVA zurückwies (act. 16). Die Vorinstanz liess sich dazu nicht mehr vernehmen, nachdem ihr der Instruktionsrichter die Gelegenheit dazu gegeben hatte (act. 17). I. Mit Schreiben vom 16. April 2013 (act. 28) ersuchte der Instruktionsrichter die SUVA um Zustellung ihrer Akten für den Zeitraum vom 14. September 2007 bis zum 15. Juni 2010. Die am 19. April 2013 beim Bundesverwa l- tungsgericht eingegangene Akten-CD der SUVA wurde der Vorinstanz am 2. Mai 2013 in Kopie zugestellt und ihr G elegenheit gegeben, bis zum 27. Mai 2013 allfällige Ergänzungen zur Vernehmlassung vom 29. Okt o- ber 2010 einzureichen. Innert erstreckter Frist nahm d ie Vorinstanz mit Schreiben vom 4. Juni 2013 (act. 32) dahingehend Stellung, dass sich aus den beigezogenen SUVA -Akten gemäss beiliegendem Bericht ihres ärztlichen Dienstes vom 25. Mai 2013 keine neuen medizinischen Info r- mationen ergäben, welche die bisherige Beurteilung der Restarbeitsf ä- higkeit verändern würden. Es bleibe daher bei den in der Vernehmla s- sung vom 29. Oktober 2010 getroffenen Feststellungen und den darin ge- stellten Anträgen. C-5494/2010 Seite 8 J. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten ist – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nachfolgenden Er- wägungen einzugehen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be - schwerden gegen Verfügungen nach Ar t. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Zu den anfechtbaren Verfügu ngen gehören jene der IV - Stelle für Versicherte im Ausland, die zu den Vorinstanzen des Bunde s- verwaltungsgerichts gehört (Art. 33 lit. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG, SR 831.20]). Eine Ausnahme, was das Sachgebiet angeht, ist in casu nicht gegeben (Art. 32 VGG). 1.2 Das VwVG findet keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist (Art. 3 Bst. dbis VwVG). 1.3 Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Verf ü- gung der IV -Stelle für Versicherte im Ausland vom 15. Juni 2010. Durch die Verfügung ist der Beschwerdeführer besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder Aufhebung (Art. 59 ATSG), womit auf das form- und fristgerecht eingereichte Rechtsmittel einzutreten ist. 2. 2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen C-5494/2010 Seite 9 Sachverhalts und die Unangemessenheit, wenn nicht eine kantonale Be- hörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG). 2.2 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger eines Mitgliedstaates der Europäischen Gemeinschaft (EU), weshalb vorliegend das Abko m- men vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Ei dgenossen- schaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitglie d- staaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681), ins- besondere dessen Anhang II betreffend Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit, anzuwenden ist ( Art. 80a IVG). Anhang II des FZA betreffend die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit wurde per 1. April 2012 geändert (Beschluss Nr. 1/2012 des Gemischten Au s- schusses vom 31. März 2012 zur Ersetzung des Anhangs II dieses A b- kommens über die Koo rdinierung der Systeme der sozialen Sicherheit; AS 2012 2345). Vorliegend ist jedoch auf die bis 31. März 2012 gültig gewesene Fassung (vgl. AS 2002 1527, AS 2006 979 und 995, AS 2006 5851, AS 2009 2411 und 2421) abzustellen, wonach die Vertragsparteien untereinander insbesondere folgende Rechtsakte (oder gleichwertige Vorschriften) anwenden (Art. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Abschnitt A A n- hang II des FZA): die Verordnung (EWG ) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 (SR 0.831.109.268.1) zur Anwendung der Sys teme der so- zialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie deren Famil i- enangehörige, die innerhalb der Gem einschaft zu - und abwandern (AS 2004 121 [vgl. auch AS 2008 4219, AS 2009 4831]; nachfolgend: Verordnung Nr. 1408/71) sowie die Verordnung ( EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 über die Durchführung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 über die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die i n- nerhalb der Gemeinschaft zu - und abwandern (AS 2005 3909 [vgl. auch AS 2009 621, AS 2009 4845] nachfolgend: Verordnung Nr. 574/72). Im Rahmen des FZA ist auch die Schweiz als Mitgliedstaat im Sinne dieser Koordinierungsverordnungen zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 Anhang II des FZA). Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 haben die unter den persönlichen Anwendungsbereich der Verordnung fallenden, in e i- nem Mitgliedstaat wohnenden Personen aufgrund der Rechtsvorschriften C-5494/2010 Seite 10 eines Mitgliedstaats grundsätzlich die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staatsangehörigen dieses Staates. 2.3 Gemäss Art. 40 Abs. 4 der Verordnung Nr. 1408/71 ist die vom Träger eines Mitgliedstaates getroffene Entscheidung über die Invalidität eines Antragstellers für den Träger eines anderen betroffenen Staates nur dann verbindlich, wenn die in den Rechtsvorschriften dieser Staaten fest - gelegten Tatbestandsmerkmale der Invalidität in Anhang V dieser Verord- nung als übereinstimmend anerkannt sind, was für das Verhältnis zw i- schen Deutschland und der Schweiz nicht der Fall ist. Gemäss Art. 40 der Verordnung Nr. 574/72 (SR 831.109.268.11) hat der Träger eines Mi t- gliedstaates aber bei der Bemessung des Invaliditätsgrades die von den Trägern der anderen Staaten erhaltenen ärztlichen Unterlagen und B e- richte sowie Auskün fte der Verwaltung zu berücksichtigen, soweit sie rechtsgenüglich ins Verfahren eingebracht werden (vgl. Art. 32 VwVG). Jeder Träger behält jedoch die Möglichkeit, die antragstellende Person durch einen Arzt oder eine Ärztin seiner Wahl untersuchen zu lass en. Ei- ne Pflicht zur Durchführung einer solchen Untersuchung besteht alle r- dings nicht. 2.4 Soweit das FZA bzw. die auf dieser Grundlage anwendbaren gemein- schaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichenden Bestimmungen vor - sehen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens – unter Vorbehalt der beiden Grundsätze der Gleichwertigkeit sowie der Effektivität – sowie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen einer schweizerischen Invali- denrente grundsätzlich nach der innerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 253 E. 2.4). Entsprechend bestimmt sich vorliegend der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente der Invalidenversicherung au s- schliesslich nach dem innerstaatlichen schweizerischen Recht, insbeso n- dere nach dem IVG sowie der Verordnung vom 17. Januar 1961 übe r die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201), dem ATSG sowie der Veror d- nung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialve r- sicherungsrechts (ATSV, SR 830.11). 3. Zu prüfen ist vorliegend, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine schweizerische Invalidenrente hat. C-5494/2010 Seite 11 3.1 Am 1. Januar 2008 sind im Rahmen der 5. IV -Revision Änderungen des IVG und anderer Erlasse wie des ATSG in Kraft getreten. Weil in zeit- licher Hinsicht – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelu n- gen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 220 E. 3.1.1, 131 V 11 E. 1), ist der Leistungsanspruch für die Zeit bis zum 31. Dezember 2007 aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu pr ü- fen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). 3.2 Die 5. IV -Revision brachte für die Invaliditätsbemessung keine su b- stanziellen Änderungen gegenüber der bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Rechtslage, sodass die zur altrechtlichen Regelung ergang e- ne Rechtsprechung weiterhin massgebend ist (vgl. Urteil des Bundesg e- richts 8C_373/2008 vom 28. August 2008 E. 2.1). Neu normiert wurde dagegen der Zeitpunkt des Rentenbeginns, der – sofern die entspr e- chenden Anspruchsvoraussetzungen geg eben sind – gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (in der Fassung der 5. IV -Revision) frühestens sechs Monate nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG entsteht. Diese Regelung ist jedoch noch nicht anwendb ar, solange die Anmeldung vor Ende Juni 2008 erfolgt (vgl. BGE 138 V 475 E. 3.3 ff.). 3.3 Im vorliegenden Verfahren finden demnach grundsätzlich jene Vo r- schriften Anwendung, die bei Eintritt des Versicherungsfalles, spätestens jedoch bei Erlass der Verfügung vom 15. Juni 2010 in Kraft standen; wei- ter aber auch solche Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung eines allenfalls früher entstandenen Rentenanspruchs von Belang sind (das IVG ab dem 1. J a- nuar 2004 in der Fassung vom 21. März 2003 [AS 2003 3837; 4. IV - Revision] und ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 5129; 5. IV -Revision]; die IVV in den entsprechenden Fassungen der 4. und 5. IV-Revision [AS 2003 3859 und 2007 515 5]). Im Folgenden wird – ohne anderslautende Hinweise – jeweils auf diese Fas- sung Bezug genommen. Noch keine Anwendung findet vorliegend das am 1. Januar 2012 in Kraft getretene erste Massnahmepaket der 6. IV-Revision (IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659]). C-5494/2010 Seite 12 3.4 Nach ständiger Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zei t- punkt des Erlasses der streitigen Verfügung (vorliegend: 15. J uni 2010) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1; BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Sachverhaltsänderungen, die nach dem massgeben - den Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Entscheide eingetreten sind, sind im Beschwerdeverfahren grundsätzlich nicht zu berücksichtigen (BGE 130 V 1 38 E. 2.1, 121 V 362 E. 1b mit Hinweisen). Allerdings kö n- nen Tatsachen, die den Sachverhalt seither verändert haben, unter U m- ständen Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein. 4. 4.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Nach Art. 4 IVG kann die Invalidität Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder U n- fall sein (Abs. 1); sie gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begrü n- dung des Anspruchs a uf die jeweilige Leistung erfor derliche Art und Schwere erreicht hat (Abs. 2). Invalidität ist somit der durch einen G e- sundheitsschaden verursachte und nach zumutbarer Behandlung oder Eingliederung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden aus gegliche- nen Arbeitsmarkt resp. der Möglichkeit, sich im bisherigen Aufgaben - bereich zu betätigen. Der Invaliditätsbegriff enthält damit zwei Elemente: ein medizinisches (Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf di e Ar - beitsfähigkeit) und ein wirtschaftliches im weiteren Sinn (dauerhafte oder länger dauernde Einschränkung der Erwerbsfähigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich; vgl. zum Ganzen UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, Art. 8 Rz. 7). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesun d- heit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen G e- sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Einglied e- rung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmark t (Art. 7 ATSG). C-5494/2010 Seite 13 4.2 4.2.1 Anspruch auf eine ordentliche Rente haben Versicherte, die bei Ein- tritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge geleistet h a- ben (Art. 36 Abs. 1 IVG). Vorliegend hat der Beschwerdeführer die Voraussetzung der Mindestbe i- tragsdauer unbestrittenermassen erfüllt (act. 110 IVSTA). 4.2.2 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente besteht gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente bei einem solchen von mindestens 60%, derje nige auf eine halbe Rente ab einem Grad der Invalidität von 50% und derjen i- ge auf eine Viertelsrent e ab einem solchen von 40%. Ge mäss Abs. 1 ter dieser Norm werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50% entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz ha- ben. Eine Ausnahme von diesem Prinzip gilt ab dem 1. Juni 2002 für Schweizer Bürger und Staatsangehörige der Europäischen Gemei n- schaft, welche Anspruch auf Viertelsrenten haben, wenn sie in einem Mit- gliedstaat der Europäischen Gemeinschaft Wohnsitz haben. Nach der Rechtsprechung des EVG stellt Art. 28 Ab s. 1 ter IVG nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, sondern eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c). Im vorliegenden Fall hat der in Deutschland lebende Versicherte auch die Wohnsitzvoraussetzung erfüllt. 4.3 4.3.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund - heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar -C-5494/2010 Seite 14 beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ä rztlichen Auskünfte eine wichti ge Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistu ngen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). 4.3.2 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un- tersuchungen beruht, die geklagten Besch werden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, i n der Be - urteilung der medizini schen Zusammenhänge und in der B eurteilung der medizinischen Si tuation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeic h- nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be- richt oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a). 4.3.3 Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsver- hältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnd e Objektivität und auf Befangen heit schliessen. Gleiches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für d ie Erstellung von Gutachten bei gezogen wird (RKUV 1999 U 332 S. 193 E. 2a bb; SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer U m- stände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung ob- jektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche B e- deutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht z u- kommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b ee; SVR 2003 UV Nr. 15 S. 45 E. 3.2.2, 1999 KV Nr. 22 E. 3b; AHI 2001 S. 115 E. 3b ee). 4.3.4 Auf RAD-Untersuchungsberichte kann nur abgestellt werden, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten genügen (BGE 125 V 351 E. 3a). Sie haben als schlüssig zu erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei zu sein und es dürfen keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die RAD-Ärzte müssen sodann über die im Einzelfall erforderlichen pe r- sönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen (Urteile des Bundesge- richts 9C_736/2009 vom 26. Januar 2009 E. 2.1, I 142/07 vom 20. N o- vember 2007 E. 3.2.3 und I 362/06 vom 10. April 2007 E. 3.2.1). Sofern C-5494/2010 Seite 15 diese Voraussetzungen erfüllt sind, haben sie einen verg leichbaren Be- weiswert wie ein anderes Gutachten (SVR 2009 IV Nr. 53 S. 165 E. 3.3.2 [nicht publizierte Textpassage der E. 3.3.2 des Entscheides BGE 135 V 254]). Die fachliche Qualifikation des Experten spielt für die richterliche Würdigung einer Expertise eine erhebliche Rolle. Bezüglich der medizin i- schen Stichhaltigkeit eines Gutachtens müssen sich Verwaltung und G e- richte auf die Fachkenntnisse des Experten verlassen können. Deshalb ist für die Eignung eines Arztes als Gutachter in einer bestimmten medizi- nischen Disziplin ein entsprechender, dem Nachweis der erforderlichen Fachkenntnisse dienender, spezialärztlicher Titel des berichtenden oder zumindest des den Bericht visierenden Arztes vorausgesetzt (Urteil des Bundesgerichts vom 3. August 2000 [I 178/00] E. 4a). 4.3.5 Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutac h- tens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge A n- forderungen zu stellen. Insbesondere sind die von der ver sicherten Per- son aufgelegten Be richte der behandelnden Ärztin nen und Ärzte mit zu berücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versich e- rungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in Zweifel gezog en, so genügt der pauschale Hi n- weis auf dessen auftragsre chtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entw e- der ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versich e- rungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.4 bis 4.6). 4.4 Hinsichtlich der Entstehung des Anspruchs auf eine Invalidenrente schreibt Art. 28 Abs. 1 IVG vor, dass jene Versicherten Anspruch auf eine Rente haben, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigk eit, sich im Aufga- benbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmas s- nahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbe itsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). C-5494/2010 Seite 16 4.5 Für die Annahme bleibender Invalidität im Sinne von Art. 29 Abs. 1 Bst. a IVG und Art. 29 IVV ist nach ständiger Rechtspre chung des EVG (heute Bundesgericht) die überwiegende Wahrscheinlichkeit erforderlich, dass ein weitgehend stabilisierter, im Wesentlichen irreversibler Gesun d- heitsschaden vorliegt, welcher die Erwerbsfähigkeit der versicherten Pe r- son voraussichtlich dauern d in rentenbegründendem Ausmass beei n- trächtigen wird. Als relativ stabilisiert kann ein ausgesprochen labil gew e- senes Leiden nur dann betrachtet werden, wenn sich sein Charakter deutlich in der Weise geändert hat, dass vorausgesehen werden kann, in absehbarer Zeit werde keine praktisch erhebliche Wandlung mehr erfo l- gen (BGE 119 V 102 E. 4a mit Hinweisen). 4.6 Zu bemerken bleibt, dass aufgrund des im gesamten Sozialversich e- rungsrecht geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ein i n- valider Versicherter gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit im ang e- stammten oder einem anderen Berufs- oder Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie möglich und zumutbar erscheint (BGE 113 V 28 E. 4a, 111 V 239 E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt einer IV -Stelle aus medizinischer Sicht zu bestimmen, in welchem Ausmass ein Versicherter seine verbliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit und zumutbarem Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt einsetzen kann. Diese Arbeitsmöglichkeit hat sich der Versi- cherte anrechnen zu lassen. 5. Der Beschwerdeführer hat nebst seinen Zweifeln zur Berechnung des I n- validitätsgrades und deren Begründung zwei Rügen im Zusammenhang mit der Berechnung des Rentenbeginns und der Rentenhöhe angebracht, die vorab zu prüfen sind. 5.1 Zunächst brachte er vor, dass der Rentenbeginn per 1. Oktober 2009 nicht korrekt sei, da er seinen Antrag schon im Dezember 2008 bei der deutschen Verbandsgemeinde I._______ gestellt habe. 5.1.1 Diesbezüglich gilt es zu beachten, dass das Datum der Einreichung des IV-Leistungsgesuches nicht allein dafür entscheidend ist, ab wann ein Rentenanspruch entstehen kann. Seit der Einführung der 5. IV -Revision ist der Rentenbeginn frühestens sechs Monate n ach Geltendmachung C-5494/2010 Seite 17 des Leistungsanspruchs möglich (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG). Zudem muss während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch eine Arbeitsunf ä- higkeit von durchschnittlich mindestens 40% in der bisherigen Tätigkeit bestanden haben (soweit Eingli ederungsmassnahmen nicht zumutbar sind) und der Versicherte muss nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid im Sinne von Art. 8 ATSG sein (Eintritt Versicherungsfall, vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG, vgl. E. 3.2 und 4.4). 5.1.2 Der Beschwerdeführer hat bereits am 3. Januar 2006 ein Gesuch zum Bezug von Leistungen der IV bei der IV -Stelle des Kantons B._______ eingereicht (vgl. oben Sachverhalt A.a, act. 13 der Vorakten der IV-Stelle des Kantons B._______ ). Er verlegte in der Folge seinen Wohnsitz na ch Deutschland, weshalb die IV -Stelle am 29. September 2009 die Akten an die Vorinstanz weiterleitete, damit diese das IV - Verfahren weiterführe (act. 47 der Vorakten der IV -Stelle des Kantons B._______). Darauf ist für die Bestimmung des Rentenbeginns abzu stel- len. 5.1.3 Die Vorinstanz erachtete den Beschwerdeführer u.a. gestützt auf die Stellungnahme des RAD vom 11. November 2009 (act. 78 IVSTA) sowie den kreisärztlichen Untersuchungsbericht von Dr. med. G._______ (SUVA-Vertrauensarzt, Facharzt Orthopädie, Sport medizin und Chiroth e- rapie) vom 9. Mai 2006 (SUVA-Akten) ab Mai 2006 als zu 70% arbeitsun- fähig in der angestammten Tätigkeit , womit das Wartejahr bereits am 8. Mai 2007 erfüllt war. 5.1.4 Der Rentenanspruch kann jedoch erst entstehen, wenn eine Inval i- dität von m indestens 40% besteht (vgl. Art. 28 Abs. 1 IVG) , was vorli e- gend – die im Folgenden noch zu prüfende Rechtmässigkeit der Arbeit s- fähigkeitseinschätzung der Vorinstanz vorausgesetzt – per 12. Oktober 2009 der Fall ist. Gemäss der Beurteilung der Vorinstanz ist der Versiche- rungsfall erst in diesem Zeitpunkt eingetreten und es besteht somit für die Zeit davor kein Rentenanspruch. Der von der Vorinstanz bestimmte Re n- tenbeginn per 1. Oktober 2009 ist demzufolge zu bestätigen. Dieser Rentenbeginn wäre im Übrigen auch dann zu bestätigen gewesen, wenn die Anmeldung vom 21. Januar 2009 massgeblich gewesen und neues Recht zur Anwendung gelangt wäre (vgl. E. 3.2 hiervor), nachdem C-5494/2010 Seite 18 die nach neuem Recht geltende sechsmonatige Wartefrist in Hinblick auf den Zeitpunkt des I nvaliditätseintritts per 12. Oktober 2009 erfüllt gewe- sen wäre und keine verspätete Anmeldung vorliegt. 5.2 Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, dass die Rentenhöhe nicht korrekt berechnet worden sei, da die Beitragsdauer von 14 Jahre n und 5 Monaten auf 14 Jahre und 10 Monate hätte angehoben werden mü s- sen. Eine Begründung für die geltend gemachte längere Beitragsdauer lässt sich der Beschwerdeschrift allerdings nicht entnehmen. 5.2.1 Geht man vom Auszug des individuellen Kontos des Beschwerd e- führers aus (vgl. act . 110 IVSTA), ergeben sich daraus zwischen Januar 1991 und Juli 2005 (ohne März und A pril 1991) genau 14 Jahre und 5 Monate. Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was die Richtigkeit des IK -Auszugs in Frage stellen könnte. Daraus ergibt sich, dass die Rentenhöhe korrekt berechnet worden ist (sofern auch die Viertelsrente an sich gerechtfertigt ist). Damit bleibt noch zu prüfen , ob die Zweifel des Beschwerdeführers hinsichtlich des Invaliditätsgrades und der Begrün- dung für dessen Berechnung gerechtfertigt sind. 6. Der Beschwerdeführer rügt insbesondere die unzureichende Begründung für die Berechnung des Invaliditätsgrades von 43% . I m Wesentlichen bringt er vor, es gehe aus der Verfügung nicht hervor, welche medizin i- schen Unterla gen (ausser dem Bericht des SUV A-Arztes) beigezogen worden seien, um den Invaliditätsgrad zu berechnen, zumal noch andere schwerwiegende Gebrechen vorlägen. Damit macht er sinngemäss eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend. Demgegenüber weist die Vorinstanz darauf hin, dass der b eigezogene ärztliche Dienst seine Beurteilung unter Berücksichtigung der ganzen um- fangreichen medizinischen Dokumentation vorgenommen habe und sämtliche bestehenden Leiden des Beschwerdeführers in diese Beurte i- lung einbezogen habe. Der Invaliditätsgrad sei aufgrund eines einschl ä- gigen Einkommensvergleichs berechnet worden. 6.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ergibt sich aus Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April C-5494/2010 Seite 19 1999 (BV, SR 101). Aus dem Grundsatz des rechtlichen Gehörs leitet sich die Pflicht der Behörden ab, alle vorgebrachten rechtserheblichen Antr ä- ge zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 5A.15/2002 vom 27. September 2002 E. 3.2) und ihre Entscheide zu begründen (BGE 123 I 31 E. 2 c; BVGE 2007/21 E. 10.2; vgl. ferner Art. 35 Abs. 1 VwVG). Die Begründung eines Entscheids muss so abgefasst sein, dass die betroffene Person ihn sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur möglich, wenn sowohl sie wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über d ie Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Übe r- legungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sie ihren Entscheid stützt. Sie kann sich dabei auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (Urteil des Bunde s- gerichts 1C_436/2009 vom 3. Februar 2010 E. 3.2; BGE 133 III 439 E. 3.3, 129 I 232 E. 3.2, 126 I 97 E. 2b; vgl. auch LORENZ KNEUBÜHLER, Die Begründungspflicht, Bern 1998, S. 22 ff.). 6.2 Im vorliegenden Fall begründet die Vorinstanz ihre angefochtene Ver- fügung, mit welcher sie dem Beschwerdeführer eine Viertelsrente zug e- sprochen hat, dahingehend, dass die neuen Unterlagen, die dieser ihrem Vorbescheid beigelegt hatte, nämlich der Bericht des Suva -Kreisarztes vom 10. April 2008, an der vorgängigen Stellungnahme des ärztlichen Dienstes der Vorinstanz nichts zu ändern vermögt habe, da der Kreisarzt nicht bestätigt habe, dass die Zunahme der Beschwerden die Arbeitsf ä- higkeit des Beschwerdeführers auch für angepasste Verweisungstätigkei- ten beeinflusst hätte. Mit dieser klaren Bezugnahme auf den bisherigen Verfahrensablauf, in welchem der Beschwerdeführer bereits angehört worden ist, stellt sich die Vorinstanz mit ihrer Verfügung in einer direkten Fortsetzung zu ihrem Vorbescheid (vom 14. Dezember 2009, vgl. act. 80 IVSTA) und zur dama- ligen Stellungnahme ihres ärztl ichen Dienstes vom 11. Nov ember 20 09 (vgl. act. 78 IVSTA). Mit de n entscheidenden, unmissverständlichen Hi n- weisen auf diese Vorakten (die der Beschwerdeführer kennt, da sie sei- nem Vertreter zugestellt worden sind ) und das bisherige Vorbescheid s- verfahren (inklusive Anhörung des Beschwerdeführers) kann von der Be- gründung der Vorinstanz nicht behauptet werden, dass sie derart unzu- reichend wäre, dass dadurch eine Verletzung des rechtlichen Gehörs des Beschwerdeführers erfolgt wäre . Freilich hat sie die Beurteilung ihres C-5494/2010 Seite 20 ärztlichen Dienstes, auf welchen sie sich abstützt und welcher zur u m- fangreichen medizinischen Dokumentation Stellung genommen hat, in der Verfügung nicht ausdrücklich noch mals aufgenommen und daraus nicht mehr zitiert. Dies hat sie indessen zumindest in ihrer Vernehmla s- sung nachgeholt, indem sie auf die dre i Beurteilungen von Dr. med. Z._______ vom 21. Juli 2009 (act. 56 IVST A), vom 11. November 2009 (act. 78 IVSTA) und vom 17. Mai 2010 (act. 101 IVSTA) verwies. Gegen den Vorbescheid hat der Beschwerdeführer via seinen Stellvertreter am 16. April 2010 eingehend Stellung nehmen können (act. 94 IVSTA). 6.3 Insgesamt kann vorliegend nicht behauptet werden, dass das rechtl i- che Gehör des Beschwerdeführers hinsichtlich der Begründung oder an- derweitig verletzt worden wäre. Zumindest wäre eine allfällige Gehörsver- letzung im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht geheilt worden. 7. Die Rüge des Beschwerdeführers (E. 6 hiervor) könnte a ber auch als grundsätzliche Beanstandung der Berechnung des Invaliditätsgrades von 43% aufgefasst werden und nicht nur als eine solche deren Begründung. 7.1 Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer an einer pos t- traumatischen Handgelenksarthrose links (ICD-10: M19.1) mit operativer Arthrodese, wiederholten supraventrikulären Tachykardien (ICD-10: I45.6) bei WPW -Syndrom und Zustand nach akzessorischer Leitungsbahn linksposterior am 26.07.2006, Meralgia paraesthetica (ICD -10: G57.1), Diabetes mellitus Typ II (ICD-10: E11), Adipositas (ICD-10: E66) und arte- rieller Hypertonie (ICD-10: I10) leidet. 7.2 Hinsichtlich der Arbeitsunfähigkeit beruft sich der Beschwerdeführer in seinem Einwand zum Vorbescheid (vgl. act. 94 IVSTA) einzig auf die Be- urteilung von Dr. med. W._______ (deutscher Facharzt für Orthopädie, Chirurgie und Unfallchirurgie) vom 11. Juli 2006 (vgl. act. 74 IVSTA), mit welcher dieser dem Beschwerdeführer eine vollumfängliche Arbeitsunf ä- higkeit attestierte, welche er jedoch auf die bisherige Tätigkeit als Lkw - Fahrer bezog. Diese Beurteilung e rgibt sich auch aus dem 2006 bei der IV-Stelle des Kantons B._______ eingereichten Formular E 213 vom 12. April 2006, Geme inschaftspraxis Dr. med. V._______ und Dr. med. W._______ (vgl. oben Sachverhalt A.b), worin ausdrücklich festgehalten C-5494/2010 Seite 21 wird, dass keinerlei Einsatzfähigkeit als Lkw -Fahrer mehr bestünde, hi n- gegen angepasste Arbeiten verrichtet werden könnte n, die keinen g e- schickten oder kraftvollen Gebrauch der linken Hand erforderlich machen (act. 73 IVSTA). Diese Beurteilung deckt sich im Wesentlichen mit spät e- ren Beurteilungen der schweizerischen Versicherungsärzte, die mit ke i- nem im Rahmen des schweizerischen Verfahrens eingereichten Arztb e- richt aus Deutschland im Widerspruch stehen. 7.2.1 Zur Klärung des weiteren Verlaufs wurden im Beschwerdeverfahren die Suva -Akten für den Zeitraum vom 14. September 2007 bis zum 15. Juni 2010 beigezogen (vgl. oben Sachverhalt I.). Wie der RAD in sei- ner diesbezüglichen Stellungnahme vom 25. Mai 2013 (act. 32) ausführt, lassen sich daraus keine neuen medizinischen Informationen erkennen, welche seine bisherige Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit zu ändern vermögen. Dies wird sodann durch den kreisärztlichen Untersuchungsbe- richt vom 11. Januar 2010 (S. 174 Suva -Akten) bestätigt, wonach die Si- tuation aus medizinischer Sicht bezüglich der Zumutbarkeit am linken Handbereich verglichen mit der kreisärztlichen Untersuchung vom 8. Juni 2007 unverändert sei und dem Versicherten nach wie vor ganztags leic h- te manuelle Arbe iten zumutbar seien. Der Zustand am rechten Obe r- schenkel bezüglich der Meralgiaparaesthetica sei unerheblich und g e- mäss de n neurologischen Bericht en unverändert. Aus den Suva -Akten und der bezeichneten RAD-Stellungnahme ist demzufolge zu schliessen, dass s ich d ie unfallbedingten gesundheitlichen Beschwerden auch im späteren Verlauf bis zum Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Ve r- fügung vom 15. Juni 2010 nicht in massgeblicher Weise auf die Arbeitsfä- higkeit in Verweistätigkeiten auswirkten. 7.3 Erst mit der Kernspintomographie vom 12. Oktober 2009 der Radiolo- gie I._______, welche als Vergleich eine von ihr im März 2006 durchg e- führte Voruntersuchung beizog, ergab sich eine Verschlechterung der A r- beitsunfähigkeit auch in Verweisungstätigkeiten, welche die Vers iche- rungsärzte zum Anlass nahmen, ihre Beurteilung anzupassen, so dass es zur verfügten Rentenzusprache kam. Beim Beschwerdeführer liegt ge- mäss dem radiologischen Bericht vom 12. Oktober 2009 (act. 69 und 70 IVSTA) ein Rückenleiden mit degenerativen Veränderungen der lumbalen Wirbelsäule vor. Es werden ausgeprägte hypertrophe, teilweise aktivierte Spondylarthrosen als Hauptbefund genannt. Der radiologis che Bericht C-5494/2010 Seite 22 wurde durch den RAD gewürdigt, welcher in seiner Stellungnahme vom 11. November 2009 (act. 78 IVSTA) festhielt, dass nun auch die Rücken- beschwerden durch die damit verbundenen funktionellen Einschränku n- gen Einfluss auf die Arbeitsunfähigkeit hätten ; a us seiner Sicht würden sich dadurch neue Arbeitsunfähigkeiten ergeben. Aufgrund der Unters u- chungsergebnisse des radiologischen Berichts gelangte er zum Schluss, dass ab dem 12. Oktober 2009 noch eine Arbeitsfähigkeit von 20% in der angestammten und von 80% in einer adaptierten Tätigkeit besteht. 7.3.1 Es ergeben sich keine Anhaltspunkte, welche d ieser Beurteilung entgegenstehen würden. Sie ist nachvollziehbar, steht mit keinem sich in den Akten befindenden Arztbericht im Widerspruch und es ist entspre- chend nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz beim Erlass der ang e- fochtenen Verfügung auf sie abgestellt hat. Die Verfügung ist demnach in Bezug auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit zu bestätigen. Zu prüfen bleibt nachfolgend, ob sich auch die der Verfügung zugrunde liegende In- validitätsgradberechnung als rechtmässig erweist. 8. Hinsichtlich der Bemessung der Invalidität ergibt sich Folgendes: 8.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist d er Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 IVG aufgrund eines Ei n- kommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass - nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeit s- marktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Bezie- hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Valideneinkommen). Der Ei n- kommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffer nmässig möglichst g e- nau ermittelt und einander gegenüber gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgeme i- ne Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). Für den Einkommensv ergleich sind die Verhältnisse im Zei t- punkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichsei n-C-5494/2010 Seite 23 kommen bis zum Verfügungserlass respektive bis zum Einspracheen t- scheid zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4). 8.1.1 Vorliegend gilt als Beginn des Rentenanspruchs der 12. Oktober 2009 (vgl. E. 5.1.4). Dementsprechend hätte die Vorinstanz den Einko m- mensvergleich im Jahr 2009 und nicht im Jahr 2008 vornehmen sollen. Da in dieser Zeit sowohl bezüglich des Validen - als auch des Invalide n- einkommens einzig die Lohnentwicklung zu berücksichtigen ist, ändert sich an der Bestimmung des Invaliditätsgrades indessen nichts. 8.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesu n- de tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ang e- passten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt wo r- den wäre. Ausnahmen müssen mit überwi egender Wahrscheinlichkeit er- stellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen). 8.2.1 Die Vorinstanz hat in ihrem Einkommensvergleich vom 9. Dezember 2009 (act. 79 IVSTA) zur Ermittlung des Valideneinkommens korrekter- weise als Grundlage die Angaben des letzten Ar beitsgebers in der Schweiz (Fragebogen für Arbeitgebende vom 19. Juni 2009, act. 31 IVSTA), wonach der Beschwerdeführer im Jahr 2008 als Lkw -Fahrer ein Einkommen von jährlich Fr. 58'500. - (inklusive 13. Monatslohn) bzw. m o- natlich Fr. 4'875.- erzielt hätte, herangezogen. 8.3 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der b e- ruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbsei n- kommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumut - bare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so sind nach der Rech t- sprechung Tabellenlöhne heranzuzie hen (vgl. das Urteil des BGer U 75/03 vom 12. Oktober 2006) oder allenfalls die Zahlen der Dokume n- tation über Arbeitsplätze (DAP; vgl. BGE 129 V 472 E. 4.2.1, BGE 126 V 75 E. 3.b). Von dem mittels Tabellen ermittelten Invalideneinkommen C-5494/2010 Seite 24 kann sodann ein Abzug von maximal 25% vorgenommen werden, wenn der Versi cherte voraussichtlich infolge seiner leidensbedingten Ei n- schränkung, seines Alters, seiner Herkunft, der geleisteten Dienstjahre, des Beschäftigungsgrades und dem Umstand, dass er eine gänzlich neue Arbeit antreten muss, nicht das Lohnniveau einer gesunde n Person am gleichen Arbeitsplatz erreichen dürfte (so g. leidensbedingter Abzug; BGE 126 V 75 E. 5a). Zu berücksichtigen ist dabei, dass sich die für die Invaliditätsbemessung massgebenden Vergleichseinkommen eines im Ausland wohnenden Versicherten auf den gleichen Arbeitsmarkt beziehen müssen, weil es die Unterschiede in den Lohnniveaus und den Lebens - haltungskosten zwischen den Ländern nicht gestatten, einen objektiven Vergleich der in Frage stehenden Einkommen vorzunehmen (vgl. BGE 110 V 277 E. 4b; Urtei le des BGer I 817/05 vom 5. Februar 2007 E. 8.1 sowie U 262/02 vom 8. April 2003 E. 4.4). 8.3.1 Der Beschwerdeführer hat nach Eintritt der Invalidität keine zumu t- bare Verweisungstätigkeit aufgenommen. Aus diesem Grund ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz für die Ermittlung des Invalidenei n- kommens auf die schweizerische Lohnstrukturerhebung vom Bundesamt für Statistik abgestellt (LSE Tabelle 2008) und den Durchschnittswert b e- rechnet hat für einfache und repetitive Arbeiten in den Bereichen öffentli- che und persönliche Dienstleistungen (Fr. 4'291. -), Detailhandel und R e- paratur (Fr. 4'436. -) sowie Dienstleistungen für Un ternehmungen (Fr. 4'591.-), welcher einem Betrag von Fr. 4'439.33 entspricht. Aufg e- rechnet auf die im 3. Sektor übliche durchschnitt liche Arbeitszeit von 41.7 Stunden ergibt sich ein Einkommen von monatlich Fr. 4'628. - (Fr. 4'439.33 : 40 x 41.7) . Im Weiteren ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz einen Leidensabzug von 25% gewährt hat, wodurch ein Ei n- kommen von Fr. 3'471. - resultierte (Fr. 4'628. - - Fr. 1'157.-). Unter B e- rücksichtigung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 80% ermittelte sie korrekterweise ein monatliches Invalideneinkommen von Fr. 2'776.80 (Fr. 3'471.- - Fr. 694.20). 8.4 Aus der Gegenüberstellung eines hypothetischen Valideneinkommens von Fr. 4'875.- pro Monat und eines hypothetischen Invalideneinkommens von monatlich Fr. 2'776.80. - resultiert bei einer Erwerbseinbusse von Fr. 2'098.20 ein Invaliditätsgrad von 43.04% ([{Fr. 4'875.- - Fr. 2'776.80} x 100] : Fr. 4'875.-). C-5494/2010 Seite 25 8.5 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen erweist sich die angefocht e- ne Verfügung der Vorinstanz vom 15. Juni 2010 im Ergebnis als rechtens, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde vom 7. Juli 2010 als unb e- gründet abzuweisen ist. 9. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par- teientschädigung. 9.1 Die Verfahrenskosten sind dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und mit dem geleisteten Kostenvo r- schuss von Fr. 400.- zu verrechnen (vgl. act. 9 und 11). 9.2 Dem Beschwerdeführer ist bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] e con trario). Die IVSTA hat keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE). Für das Urteilsdispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen. C-5494/2010 Seite 26 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 400.- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) – die Vorinstanz (Ref-Nr. ______) – das Bundesamt für Sozialversicherungen Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Stufetti Susanna Gärtner Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. C-5494/2010 Seite 27 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Ange legenheiten geführt werden . Die Rechtsschrift hat d ie Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die U n- terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: