<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00162</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204437&amp;W10_KEY=13013568&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00162</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 26.08.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Wassergebühren</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Wassergebühren: Massgeblicher Zeitpunkt für die Entstehung der Abwasser- und Wasseranschlussgebührenpflicht bei Neubauten bzw. Um- und Erweiterungsbauten; Verjährung von Gebührenforderungen. Zuständigkeit und Legitimation (E. 1). Anwendbar ist jenes Recht, welches im Zeitpunkt der Verwirklichung des die Gebührenpflicht auslösenden Sachverhaltes in Kraft stand (E. 2.1). Bei Neubauten entsteht die Anschlussgebührenpflicht mit dem "Anschluss" an das betreffende Versorgungsnetz, nicht mit der Schätzung der Liegenschaft durch die Gebäudeversicherungsanstalt (E 2.2). "Anschluss" bestimmt sich nach dem Zeitpunkt der behördlichen Abnahme der Anschlussleitung oder nach der tatsächlichen Benutzungsmöglichkeit (E. 2.2). Bei Um- und Erweiterungsbauten gelten die gleichen Grundsätze (E. 2.3). Pflicht zur Leistung einer Anschlussgebühr trifft grundsätzlich den Grundeigentümer im Zeitpunkt des Anschlusses (E. 3). Verjährung (E. 4). Öffentlichrechtliche Forderungen verjähren auch ohne ausdrückliche gesetzliche Grundlage (E. 4.1). Nach der damals geltenden Praxis des Verwaltungsgerichtes (heute gilt Art. 47 StHG bzw. §§ 130, 161 und 215 StG vgl. dazu VB.2003.00273) verjährt das Recht zur Veranlagung der Gebühr innert 10 Jahren nach Entstehnung der Gebührenforderung, weshalb die Forderung in casu verjährt ist. Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANSCHLUSS">ANSCHLUSS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBÃHRENNACHFORDERUNG">GEBÃHRENNACHFORDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERJÃHRUNG">VERJÃHRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WASSERGEBÃHR">WASSERGEBÃHR</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 130 StG</span><br/><span class="ungerade">§ 161 Abs. I StG</span><br/><span class="gerade">§ 161 Abs. II StG</span><br/><span class="ungerade">§ 215 StG</span><br/><span class="gerade">§ 269 StG</span><br/><span class="ungerade">Art. 47 StHG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2004 Nr. 37 S. 88</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Das GewerbegebÃ¤ude D, in F, wurde aufgrund einer Baubewilligung vom 20. Oktober 1987 im Jahr 1988 erstellt. Im Rahmen einer am 1. Dezember 1987 bewilligten ProjektÃ¤nderung wurde im Jahre 1989 eine Ãberdachung des unterirdischen Garagevorplatzes erstellt. Vom damaligen EigentÃ¼mer A wurden offenbar AnschlussgebÃ¼hren fÃ¼r Wasser und Abwasser erhoben, bei deren Bemessung an den GebÃ¤udeversicherungswert gemÃ¤ss SchÃ¤tzung vom 24. November 1988 angeknÃ¼pft und demnach der Wert der damals noch nicht erstellten Ãberdachung nicht berÃ¼cksichtig wurde. Massgebende Rechtsgrundlagen bildeten damals die Verordnung Ã¼ber die Abwasseranlagen (AVO) und die Verordnung Ã¼ber BeitrÃ¤ge und GebÃ¼hren fÃ¼r Abwasseranlagen (AGebVO) vom 4. Dezember 1979 sowie das Wasserreglement (aWR) samt zugehÃ¶riger GebÃ¼hrenordnung vom 21. Juni 1983. â Im Jahre 1999 wurde an der Liegenschaft Stockwerkeigentum begrÃ¼ndet, deren Anteile in der Folge verkauft wurden. </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Weil der damalige EigentÃ¼mer die 1989 vorgenommene bauliche Ãnderung der GebÃ¤udeversicherungsanstalt nicht gemeldet hatte, nahm Letztere erst am 11. Juni 2003 eine RevisionsschÃ¤tzung vor, mit welcher der bisherige Basiswert von Fr. 400'000.- auf Fr. 479'000.- erhÃ¶ht wurde, was bei einem Teuerungsfaktor von 900 % den Versicherungswert von Fr. 3'600'000 um Fr. 711'000.- auf Fr. 4'311'000.- erhÃ¶hte, wobei die bauliche Wertvermehrung auf Fr. 39'000.- des Basiswertes beziffert wurde. Unter Bezugnahme auf diese RevisionsschÃ¤tzung stellte die Gemeindeverwaltung X der StockwerkeigentÃ¼mergemeinschaft D am 25. Juni 2003 Rechnung fÃ¼r einen Nachbezug der AnschlussgebÃ¼hren Abwasser von Fr. 1'888.40 sowie einen Nachbezug AnschlussgebÃ¼hren Wasser von Fr. 4'313.10.-, was 0,5 % bzw. 1,2 der baulich bedingten ErhÃ¶hung der GebÃ¤udeversicherungssumme von Fr. 351'000.- (Fr. 39'000.- x 900 %) entspricht. Die GebÃ¼hrenerhebung stÃ¼tzte sich auf die Verordnung Ã¼ber die SiedlungsentwÃ¤sserungsanlagen (SEVO) und die zugehÃ¶rige GebÃ¼hrenordnung (SEGebVO) samt Tarif vom 20. November 2001 sowie das Wasserreglement (WR) samt Tarif vom 7. Dezember 1999.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Die dagegen erhobene Einsprache der StockwerkeigentÃ¼mergemeinschaft wies die Werkkommission X am 19. August 2003 ab. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><span>Mit Rekurs vom 19. September 2003 machte die StockwerkeigentÃ¼mergemeinschaft wie schon zuvor geltend, fÃ¼r die an den 1989 geschaffenen baulichen Mehrwert anknÃ¼pfenden GebÃ¼hren mÃ¼sse das damals gÃ¼ltige Recht angewendet werden; Schuldner der GebÃ¼hrenverpflichtung sei zudem der damalige EigentÃ¼mer; schliesslich seien die GebÃ¼hrenforderungen heute verjÃ¤hrt. Der Bezirksrat Z wies den Rekurs am 27. Februar 2004 ab. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Mit Beschwerde vom 1. April 2004 beantragte die StockwerkeigentÃ¼mergemeinschaft erneut Aufhebung der vorinstanzlichen BeschlÃ¼sse und VerfÃ¼gungen. Der Bezirksrat Z sowie die Werkkommission X beantragten Abweisung der Beschwerde. </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Weil der StockwerkeigentÃ¼mergemeinschaft als solcher die Partei- und ProzessfÃ¤higkeit auch mit Bezug auf Ã¶ffentlichrechtliche GebÃ¼hrenforderungen zuzusprechen ist <br/> (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 21 N. 10; Arthur Meier-Hayoz/Heinz Rey, Berner Kommentar, 1988, Art. 712h ZGB N. 60, Art. 712l ZGB N. 79) , kommt ihr auch die Befugnis zur Erhebung von Rekurs und Beschwerde nach § 21 VRG zu. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Weder das alte noch das neue zitierte kommunale Recht enthalten eine ausdrÃ¼ckliche Regelung betreffend ihre Anwendung auf AnschlussgebÃ¼hren fÃ¼r Abwasser und Wasser. Zwar bestimmt Art. 22 SEGebVO, dass alle vor Inkrafttreten dieser GebÃ¼hrenverordnung vorgenommenen AnschlÃ¼sse an SiedlungsentwÃ¤sserungsanlagen, fÃ¼r die keine AnschlussgebÃ¼hr geleistet worden sei, den GrundeigentÃ¼mer nicht von der GebÃ¼hrenpflicht entbinde. Aus dieser Bestimmung kann jedoch fÃ¼r den vorliegenden Fall nichts abgeleitet werden, weil bei mit einer ErhÃ¶hung des GebÃ¤udeversicherungswerts verbundenen Um- und Erweiterungsbauten sowohl nach altem wie nach neuem Recht eine ergÃ¤nzende AbwasseranschlussgebÃ¼hr zu erheben ist (Art. 11 Abs. 2 SEGebVO, Art. 18 Abs. 1 lit. a AGebVO). Das Gleiche gilt im Ãbrigen bezÃ¼glich der Erhebung einer ergÃ¤nzenden WasseranschlussgebÃ¼hr (vgl. Art. 49 Abs. 3 WR, Art. 54 Satz 2 aWR). Nach allgemeinen verwaltungsrechtlichen GrundsÃ¤tzen ist daher jener Erlass anwendbar, der im Zeitpunkt der Verwirklichung des die GebÃ¼hrenpflicht begrÃ¼ndenden Sachverhalts in Kraft stand (BGE 103 Ia 26; RenÃ© Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, 1990 Nr. 15 B II b; vgl. auch VGr, 30. August 1995, VB.1995.00084 E. 2e; 12. Mai 1995, VB.1994.00199 E. 4). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Bei <i>Neubauten</i> entsteht die AnschlussgebÃ¼hrenpflicht nach allgemeinen gebÃ¼hrenrechtlichen GrundsÃ¤tzen mit dem "<i>Anschluss</i>" an das betreffende Versorgungswerk<br/> (Rhinow/KrÃ¤henmann, Nr. 110 B VII; BGE 106 Ia 242). Im vorliegenden Fall enthÃ¤lt sowohl das alte wie auch das neue kommunale Recht bezÃ¼glich der Abwasseranschluss-gebÃ¼hr eine diesem Grundsatz entsprechende Regelung (Art. 14 SEGebVO, Art. 20 <br/> AGebVO). BezÃ¼glich der WasseranschlussgebÃ¼hr fehlt eine ausdrÃ¼ckliche Regelung im kommunalen Recht; entgegen der Auffassung der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin kann aus Art. 57 Abs. 1 WR, wonach die WasseranschlussgebÃ¼hr nach der SchÃ¤tzung der angeschlossenen Liegenschaft durch die GebÃ¤udeversicherung "fÃ¤llig" ist, nicht geschlossen werden, die GebÃ¼hrenforderung entstehe erst in diesem Zeitpunkt. Damit wird lediglich die fÃ¼r den Zeitpunkt der Rechnungstellung massgebende FÃ¤lligkeit bestimmt <br/> (BGE 103 Ia 26; vgl. die analoge Regelung bezÃ¼glich der AbwasseranschlussgebÃ¼hr in Art. 17 Abs. 2 SEGebVO). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Massgebend fÃ¼r die Entstehung der Abwasser- und WasseranschlussgebÃ¼hrenpflicht bei Neubauten ist demnach der Anschluss des GebÃ¤udes an die entsprechenden Versorgungswerke. Der Begriff des Anschlusses ist allerdings auslegungsbedÃ¼rftig. Erfolgt nach dem anwendbaren kommunalen Reglement eine behÃ¶rdliche Abnahme der Anschlussleitung, ist dieser Zeitpunkt, indem ein anstaltsrechtliches VerhÃ¤ltnis begrÃ¼ndet wird, massgebend (RB 1968 Nr. 60 = ZBl 70, 292; RB 1978 Nr. 115 = ZBl 80, 68; vgl. auch BGr, 28. Januar 1976, ZBl 77, 385 ff.). Ist eine derartige Abnahme nicht vor­gesehen, fÃ¤llt fÃ¼r die Entstehung der AnschlussgebÃ¼hrenpflicht vorab der Zeitpunkt der tatsÃ¤chlichen BenutzungsmÃ¶glichkeit in Betracht (RRB Nr. 1957/1981, BEZ 1981 Nr. 40). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Diese GrundsÃ¤tze bilden indessen im vorliegenden Fall keine unmittelbare Entscheidungs­hilfe, weil den die GebÃ¼hrenpflicht begrÃ¼ndenden Sachverhalt nicht die Erstellung des fraglichen GewerbegebÃ¤udes, sondern die nachtrÃ¤glich erstellte Ãberdachung des Garagevorplatzes bildet, welche fÃ¼r sich genommen nicht mit einem (weiteren) Anschluss an die Versorgungswerke verbunden war, jedoch sowohl nach altem wie auch nach neuem kommunalem Recht zur Erhebung einer (an die damit verbundene ErhÃ¶hung des GebÃ¤udeversicherungswerts anknÃ¼pfenden, ergÃ¤nzenden) Abwasser- und WasseranschlussgebÃ¼hr fÃ¼hrt. Es fragt sich, ob aus dieser Sach- und Rechtslage zu schliessen sei, die streitigen GebÃ¼hrennachforderungen seien erst im Zeitpunkt der RevisionsschÃ¤tzung der GebÃ¤udeversicherung am 11. Juni 2003 entstanden, wie dies Vorinstanz und Beschwerdegegner zumindest sinngemÃ¤ss angenommen haben. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Das ist zu verneinen. So wenig bei Neubauten bezÃ¼glich der Entstehung der GebÃ¼hrenforderung der Zeitpunkt der SchÃ¤tzung durch die GebÃ¤udeversicherung massgebend sein kann, so wenig ist dieser Zeitpunkt massgebend bei Um- oder Erweiterungsbauten, die zu einer ErhÃ¶hung des GebÃ¤udeversicherungswertes und dementsprechend zur Erhebung<br/> einer ergÃ¤nzenden AnschlussgebÃ¼hr fÃ¼hren. Ein sachlicher Bezug besteht auch hier vorab zum Bau bzw. Erweiterungsbau, der einen entsprechenden Wert bzw. Mehrwert schafft. Auf den Zeitpunkt, in dem dieser Mehrwert amtlich festgelegt wird, kann es nicht ankommen. Daran vermag der Umstand, dass der Erweiterungsbau nicht mit einem (weiteren) technischen Anschluss verbunden ist, nichts zu Ã¤ndern. Dies rechtfertigt es nicht, fÃ¼r die Entstehung der GebÃ¼hrennachforderung ersatzweise auf den Zeitpunkt der RevisionsschÃ¤tzung abzustellen. Sachgerechter erscheint vielmehr der Zeitpunkt der Bauvollendung; denn dieser steht mit dem auch bei Neubauten massgebende Kriterium bildenden Zeitpunkt der tatsÃ¤chlichen BenutzungsmÃ¶glichkeit des Versorgungswerks in engerem Zusammenhang als mit dem Zeitpunkt der RevisionsschÃ¤tzung. Das zeigt gerade der vorliegende Fall, in welchem die streitbetroffene Ãberdachung im Jahr 1989 erstellt wurde, wÃ¤hrend die RevisionsschÃ¤tzung erst im Jahr 2003 erfolgte. Das dargelegte kommunale Recht der Beschwerdegegnerin enthÃ¤lt keine Bestimmungen, die eine von den vorstehenden ErwÃ¤gungen abweichende Beurteilung nahe legen wÃ¼rden. Vielmehr hÃ¤lt Art. 20 Abs. 1 Satz 2 AGebVO ausdrÃ¼cklich fest, dass fÃ¼r "Nachzahlungen" (im Sinn von Art. 18 Abs. 1 lit. a AGebVO) die Leistungspflicht mit der Vollendung des Um- oder Erweiterungsbaus entsteht und fÃ¼r die Festsetzung der GebÃ¼hr der Zeitpunkt der Entstehung der Leistungspflicht massgeblich ist.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Hat sich nach dem Gesagten der die GebÃ¼hrenpflicht begrÃ¼ndende Sachverhalt 1989 verwirklicht, so ist grundsÃ¤tzlich das damals geltende kommunale Recht anwendbar. Ob dies auch fÃ¼r alle die Bemessung der GebÃ¼hrenforderung massgebenden Bestimmungen (namentlich die Tarife) gelte, braucht hier nicht entschieden zu werden. Denn streitig ist vorab, ob die GebÃ¼hrenforderung heute verjÃ¤hrt sei und ob die BeschwerdefÃ¼hrerin ungeachtet dessen, dass sie 1989 noch nicht EigentÃ¼merin der Liegenschaft war, dafÃ¼r als GebÃ¼hrenschuldnerin betrachtet und belangt werden dÃ¼rfe. Mit Bezug auf diese Fragen ist jedenfalls vom damals geltenden Recht, und soweit dieses keine ausdrÃ¼ckliche Regelung enthÃ¤lt, wiederum von allgemeinen GrundsÃ¤tzen auszugehen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Die Pflicht zur Leistung einer AnschlussgebÃ¼hr trifft grundsÃ¤tzlich den GrundeigentÃ¼mer im Zeitpunkt des Anschlusses; die Belastung des EigentÃ¼mers im Zeitpunkt der Veranlagung und Rechnungstellung bedarf einer klaren gesetzlichen Grundlage (BGE 103 Ia 26). Eine solche Grundlage ist hier bezÃ¼glich der WasseranschlussgebÃ¼hr in Art. 59 aWR gegeben, nicht aber bezÃ¼glich der AbwasseranschlussgebÃ¼hr, bezÃ¼glich welcher Art. 20 Abs. 3 AGebVO im Gegenteil ausdrÃ¼cklich festhÃ¤lt, Schuldner der AnschlussgebÃ¼hr bzw. Nachzahlung bleibe, sofern die Gemeinde nicht ausdrÃ¼cklich einer SchuldÃ¼bernahme zugestimmt habe, der EigentÃ¼mer im Zeitpunkt der Entstehung der Leistungspflicht. (Hingegen wÃ¤re nach dem neuen, hier jedoch nach dem Gesagten nicht massgebenden Recht eine Grundlage fÃ¼r die Belangung des neuen EigentÃ¼mers sowohl hinsichtlich der Wasseranschluss- wie auch bezÃ¼glich der AbwasseranschlussgebÃ¼hr gegeben; vgl. Art. 59 WR und Art. 15 SEGebVO). </span></p> <p class="Erwgung1"><span>BezÃ¼glich der streitbetroffenen AbwasseranschlussgebÃ¼hr fragt sich allerdings, ob beim vorliegenden Sachverhalt von Art. 20 Abs. 3 AGebVO abzuweichen sei, weil sich der die GebÃ¼hrenpflicht begrÃ¼ndende Sachverhalt bereits 1989 ereignete, die GebÃ¼hrenerhebung jedoch erst 2003 erfolgte und die VerzÃ¶gerung offenbar einzig darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist, dass der frÃ¼here EigentÃ¼mer es pflichtwidrig unterliess, nach Vollendung des 1989 erstellten Bauteiles bei der GebÃ¤udeversicherungsanstalt ein SchÃ¤tzungsgesuch einzureichen (vgl. § 23 Abs. 2 des Gesetzes Ã¼ber die GebÃ¤udeversicherung vom 2. MÃ¤rz 1975). Das ist eher zu verneinen, da sich das Gemeinwesen bei der Erhebung von GebÃ¼hren auch unter solchen besonderen UmstÃ¤nden aus PraktikabilitÃ¤tsgrÃ¼nden an den jeweiligen GrundeigentÃ¼mer halten kÃ¶nnen muss und diesem immer noch die MÃ¶glichkeit offen steht, privatrechtlich auf einen RechtsvorgÃ¤nger, welchem die Liegenschaft im Zeitpunkt der Entstehung der GebÃ¼hrenpflicht gehÃ¶rte, RÃ¼ckgriff zu nehmen. Die Frage braucht indessen nicht abschliessend beurteilt zu werden, weil die streitbetroffenen GebÃ¼hrenforderungen, wie nachfolgend darzulegen ist, jedenfalls verjÃ¤hrt sind. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, enthÃ¤lt weder das kommunale noch das kantonale Recht eine ausdrÃ¼ckliche Vorschrift Ã¼ber die VerjÃ¤hrung der umstrittenen GebÃ¼hren. Indessen verjÃ¤hren gemÃ¤ss herrschender Lehre und feststehender Rechtsprechung Ã¶ffentlichrechtliche AnsprÃ¼che im Interesse der Rechtssicherheit auch ohne entsprechende gesetzliche Anordnung durch Zeitablauf (BGE 98 Ib 351 E. 2; 124 I 247 E. 5, je mit Hinweisen). Bei Fehlen einer ausdrÃ¼cklichen gesetzlichen Regelung sind Beginn und Dauer der VerjÃ¤hrungsfrist in Anlehnung an diejenige Ordnung zu bestimmen, die das Ã¶ffentliche Recht fÃ¼r verwandte FÃ¤lle aufgestellt hat. Ist eine solche Ã¶ffentlichrechtliche Ordnung nicht vorhanden, ist die VerjÃ¤hrungsfrist analog zu privatrechtlichen Bestimmungen bzw. nach allgemeinen GrundsÃ¤tzen festzulegen (BGE 112 Ia 260 E. 5 mit Hinweisen; Rhinow/KrÃ¤henmann, Nr. 34 B I und B III; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 790). </span></p> <p class="Erwgung1"><span>In diesem Sinn bestand nach bisheriger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts fÃ¼r GebÃ¼hren und BeitrÃ¤ge der verschiedensten Art die Regel, dass das Recht zur Veranlagung der GebÃ¼hr innert 10 Jahren nach Entstehung der GebÃ¼hrenforderung verwirke (RB 1976 Nr. 109; 1987 Nr. 88 und 1997 Nr. 116 bezÃ¼glich Strassen- und TrottoirbeitrÃ¤ge; RB 1985 Nr. 121, bestÃ¤tigt durch BGE 112 Ia 260, und RB 1997 Nr. 59 bezÃ¼glich Kanalisations- und WasseranschlussgebÃ¼hren; RB 1992 Nr. 88 betreffend StromgebÃ¼hren). Diese Verwirkungsfrist, innert welcher die fraglichen GebÃ¼hren rechtskrÃ¤ftig veranlagt sein mÃ¼ssen, wurde in Analogie zu § 104 des damaligen Steuergesetzes bestimmt, wonach NachsteueransprÃ¼che zehn Jahre nach Ablauf des Steuerjahres verjÃ¤hrten, fÃ¼r das der Steuerpflichtige nicht richtig oder unvollstÃ¤ndig eingeschÃ¤tzt worden war. </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Am 1. Januar 1999 ist das total revidierte ZÃ¼rcher Steuergesetz vom 8. Juni 1997 (StG) in Kraft getreten. Es berÃ¼cksichtigt namentlich die Vorgaben des Bundesge­setzes vom 14. Dezember 1990 Ã¼ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG). Entsprechend Art. 47 StHG normiert das ZÃ¼rcher Steuergesetz eine relative VeranlagungsverjÃ¤hrung von fÃ¼nf und eine absolute VerjÃ¤hrung (Verwirkung) von 15 Jahren (siehe § 130 StG fÃ¼r die periodischen Steuern und § 215 StG fÃ¼r die Grundsteuern). Vorbehalten bleibt die Erhebung von Nachsteuern und Bussen. Das Recht, ein Nachsteuerverfahren einzuleiten, erlischt gemÃ¤ss § 161 Abs. 1 StG zehn Jahre nach Ablauf der Steuerperiode, fÃ¼r die eine EinschÃ¤tzung zu Unrecht unterblieben oder eine rechtskrÃ¤ftige EinschÃ¤tzung unvollstÃ¤ndig ist. GemÃ¤ss § 161 Abs. 2 StG erlischt das Recht, die Nachsteuer festzusetzen, 15 Jahre nach Ablauf der Steuerperiode, auf die sie sich bezieht. Im Hinblick darauf hat das Verwaltungsgericht mit Urteil VB.2003.00273 vom 13. November 2003 (RB 2003 Nr. 38) in Ãnderung der bisherigen Praxis erkannt, dass fÃ¼r Kanalisations- und WasseranschlussgebÃ¼hren sowie vergleichbare Kausalabgaben eine relative VerjÃ¤hrungsfrist von fÃ¼nf Jahren und eine absolute Verwirkungsfrist von 15 Jahren gelte. Im Sinne einer Ãbergangsregelung hat das Gericht jedoch in Anlehnung an § 269 StG festgehalten, dass die Frage nach der massgeblichen VerjÃ¤hrungsfrist bei GebÃ¼hren auslÃ¶senden Sachverhalten, die sich vor dem 1. Januar 1999 vollendet haben, nach der bisherigen Praxis zu entscheiden sei, wÃ¤hrend auf jÃ¼ngere Sachverhalte grundsÃ¤tzlich die neue Praxis anzuwenden sei. Um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass die hiermit beschlossene PraxisÃ¤nderung den Gemeinden eine angemessene Reaktionszeit belassen mÃ¼sse, sei fÃ¼r die relative VerjÃ¤hrung ein zusÃ¤tzliches Jahr vorzusehen, was konkret bedeute, dass die relative VerjÃ¤hrung fÃ¼r die im Jahre 1999 verwirklichten gebÃ¼hrenpflichtigen Sachverhalte erst am 1. Januar 2000 zu laufen beginne und erst am 31. Dezember 2004 ablaufe.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Nach den vorstehenden ErwÃ¤gungen hat sich im vorliegenden Fall der die GebÃ¼hrenpflicht begrÃ¼ndende Sachverhalt im Jahr 1989 ereignet. Demnach gilt noch die alte Praxis mit einer absoluten VerjÃ¤hrungs- bzw. Verwirkungsfrist von zehn Jahren. Diese Frist ist im Jahre 1999 abgelaufen. Die im Jahre 2003 erhobenen GebÃ¼hrenforderungen waren daher bereits im Zeitpunkt der Veranlagung und Rechnungsstellung verwirkt. Daran vermag nach dem Gesagten der Umstand nichts zu Ã¤ndern, dass die VerzÃ¶gerung der Veranlagung darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist, dass die Grundlage der GebÃ¼hrenbemessung bildende RevisionsschÃ¤tzung wegen der vom frÃ¼heren GrundeigentÃ¼mer unterlassenen Meldung erst am 11. Juni 2003 erfolgte.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Demnach ist die Beschwerde gutzuheissen. Der Beschluss des Bezirksrats Z vom 27. Februar 2004 sowie die VerfÃ¼gung der Werkkommission X vom 19. August 2003 sind aufzuheben. Die Rekurskosten des Bezirksrats Z von Fr. 1'010.- sowie die Gerichtskosten sind der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Dem Begehren der BeschwerdefÃ¼hrerin um Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung ist nicht zu entsprechen. Eine nicht durch einen Rechtsbeistand vertretenen Partei hat nach der Praxis zu § 17 Abs. 2 VRG nur dann Anspruch auf eine solche EntschÃ¤digung, wenn der fÃ¼r sie erforderliche Rechtsverfolgungsaufwand das Ã¼bliche Mass erheblich Ã¼bersteigt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 17). Diese Voraussetzung ist hier nicht erfÃ¼llt.</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>der Einzelrichter</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Beschwerde wird gutgeheissen. Der Beschluss des Bezirksrats Z vom 27. Februar 2004 sowie die VerfÃ¼gung der Werkkommission X vom 19. August 2003 werden aufgehoben. </p> <p class="Einzug2">2. Die Rekurskosten des Bezirksrats Z von Fr. 1'010.- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 900.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 960.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">4. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">6. Mitteilung â¦ <br/> <br/> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>