B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-4637/2013 U r t e i l v o m 9 . J u l i 2 0 1 4 Besetzung Richter Hans Urech (Vorsitz), Richter David Aschmann, Richterin Maria Amgwerd, Gerichtsschreiber Michael Tschudin. Parteien 1. upc cablecom GmbH, Zollstrasse 42, 8005 Zürich, 2. Quickline AG (ehem. Finecom Telecommunications AG), Dr. Schneiderstrasse 16, 2560 Nidau, 3. sasag Kabelkommunikation AG, Mühlenstrasse 21, 8200 Schaffhausen, alle vertreten durch Rechtsanwälte Dr. Jürg Borer und/oder Dr. Samuel Jost, Schellenberg Wittmer AG, Löwenstrasse 19, Postfach 1876, 8021 Zürich 1, Beschwerdeführerinnen, gegen 1. CT Cinetrade AG, Nüschelerstrasse 44, 8001 Zürich, 3. Teleclub AG, Löwenstrasse 11, Postfach, 8021 Zürich, 4. Swisscom (Schweiz) AG, Legal Services & Regulatory Affairs, 3050 Bern, alle vertreten durch Rechtsanwälte Dr. Marcel Meinhardt und/oder Dr. Felix Prümmer, Lenz & Staehelin, Bleicherweg 58, 8027 Zürich, Beschwerdegegnerinnen, Wettbewerbskommission WEKO, Monbijoustrasse 43, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Verfügung vom 8. Juli 2013 in Sachen vorsorgliche Massnahmen in der Untersuchung 32-0243. B-4637/2013 Seite 3 Sachverhalt: A. Am 3. April 2013 eröffnete das Sekretariat der Wettbewerbskommission ("Sekretariat") im Einvernehmen mit der Vorinstanz (handelnd durch ein Mitglied des Präsidiums [Art. 1 Abs. 1 lit. d des Geschäftsreglements der Wettbewerbskommission vom 1. Juli 1996]) e ine Untersuchung gemäss Art. 27 Abs. 1 des Kartellgesetzes vom 6. Oktober 1995 (KG, SR 251) gegen die Beschwerdegegnerinnen. Die Untersuchung soll zeigen, ob der Beschwerdegegnerin 1 alleine oder den Beschwerdegegnerinnen 1 und 4 gemeinsam im Bereich der Ü bertragung von Sportinhalten im Pay -TV ei- ne marktbeherrschende Stellung zukommt und ob sie diese gegebene n- falls missbrauchen, indem sie Geschäftsbeziehungen verweigern, Ha n- delspartner diskriminieren, unangemessene Geschäftsbedingungen e r- zwingen oder Angebo te unzulässigerweise koppeln (SHAB, 16. April 2013, Nr. 72/131; angefochtene Verfügung, Rz. 1). B. Mit Schreiben vom 7. Mai 2013 stellten die Beschwerdeführerinnen ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen gegen die Beschwerd e- gegnerinnen (ohne Beschwerdegegnerin 4) , wobei es um den Zugang zum Live-Sport-Angebot der Beschwerdegegnerin 3 ging, namentlich zu den Kanälen "Teleclub Sport 4 -29". Mit Verfügung vom 8. Juli 2013 wies die Vorinstanz dieses Gesuch mit folgendem Dispositiv ab: "1. Das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von insgesamt 4380 Franken, werden den G e- suchstellerinnen 1 – 3 zu gleichen Teilen, d.h. je 1460 Franken, und unter solidarischer Haftung auferlegt. 3. [Eröffnung] 4. [Zustellung z.K. an Beschwerdegegnerin 4]" Die Vorinstanz begründete die Abweisung im Wesentlichen damit, dass kein nicht wieder gutzumachender Nachteil zu erkennen sei. Die B e- schwerdeführerinnen könnten zwar aufgrund des Fehlens gewisser Pr o- gramminhalten und Bezugs möglichkeiten im Wettbewerb benachteiligt werden und deshalb Kunden verlieren bzw. weniger Kunden gewinnen. Jedoch sei darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerinnen nicht völlig ohne Live-Sport-Angebot auskommen müssten. Zudem würden die vorliegenden Beweismittel keinen möglicherweise existenzbedrohenden B-4637/2013 Seite 4 Kundenverlust belegen (angefochtene Verfügung, Rz. 21). Es erscheine unwahrscheinlich, dass Swisscom TV während des Untersuchungsve r- fahrens alle TV-Plattformen vom Markt verdrängen würde. Demnach dürf- te es den Beschwerdeführerinnen möglich sein, verlorene Kunden nach Abschluss des Hauptverfahrens mit guten Angeboten und guten Diens t- leistungen wieder zurück zu gewinnen (angefochtene Verfügung, Rz. 22). C. Gegen die Verfügung vom 8. Juli 2013 erhoben die B eschwerdeführerin- nen mit Schreiben vom 16. August 2013 Beschwerde beim Bundesve r- waltungsgericht. Sie stellten folgende Rechtsbegehren: "1. Es seien Ziffern 1 und 2 des Dispositivs der angefochtenen Verfügung aufzuheben; 2. es seien CT Cinetrade AG, [Beschwerdegegner 2] und die Tel e- club AG anzuweisen, per sofort die Kanäle "Teleclub Sport 4 -29" so- wie das Angebot "Teleclub Sport Live" der Teleclub AG über das K a- belnetz von upc cablecom GmbH, der Finecom Telecommunications AG und der sasag Kabelkommunikation A G zu kommerziell marktü b- lichen Bedingungen zu verbreiten; 3. es seien die CT Cinetrade AG, [Beschwerdegegner 2] und die Tel e- club AG anzuweisen, der upc cablecom GmbH, der Finecom Telec o- munications AG sowie der sasag Kabelkommunikation AG per sofort im gleichen Umfang wie der Swisscom (Schweiz) AG den diskrimini e- rungsfreien Zugang zum Live -Sport-Angebot der Teleclub AG zu g e- währen, namentlich zu den Kanälen "Teleclub Sport 4 -29", sowie zum Angebot "Teleclub Sport Live". unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegner und der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Ausserdem wurden folgende Verfahrensanträge gestellt: 1. Im Sinne vorsorglicher Massnahmen seien die CT Cinetrade AG, [Be- schwerdegegner 2] und die Teleclub AG zu verpflichten, per s ofort die Kanäle "Teleclub Sport 4 -29" sowie das Angebot "Teleclub Sport L i- ve" der Teleclub AG über das Kabelnetz von upc cablecom GmbH, der Finecom Telecommunications AG und der sasag Kabelkommun i- kation AG zu kommerziell marktüblichen Bedingungen zu verbreiten; 2. Im Sinne vorsorglicher Massnahmen seien die CT Cinetrade AG, [Be- schwerdegegner 2] und die Teleclub AG zu verpflichten, der upc cablecom GmbH, der Finecom Telecommunications AG sowie der sasag Kabelkommunikation AG per sofort im gleichen Umfang wi e der Swisscom (Schweiz) AG den diskriminierungsfreien Zugang zum B-4637/2013 Seite 5 Live-Sport-Angebot der Teleclub AG zu gewähren, namentlich zu den Kanälen "Teleclub Sport 4 -29", sowie zum Angebot "Teleclub Sport Live". unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegner und der Schweizerischen Eidgenossenschaft." Die Beschwerdeführerinnen bringen im Wesentlichen vor, die Vorinstanz habe vorliegend die Eingriffsschwelle hinsichtlich des Nachteils zu hoch angesetzt. Sie hält die Anforderung, wonach ein sch werer Nachteil für den wirksamen Wettbewerb drohe n müsse, als sachgerechter . Würde demgegenüber darauf abgestellt, dass ein Wettbewerber in seiner Exis- tenz bedroht sei, könnte der wirksame Wettbewerb nur noch in extrem s- ten Fällen während der Dauer eines Ve rfahrens behördlich sichergestellt werden (Beschwerde, S. 22 f.). Dies laufe auch dem ergänzenden Indiv i- dualrechtsschutz des KG zuwider (Beschwerde, S. 26). Entgegen der Auffassung der Vorinstanz drohe dem wirksamen Wettb e- werb ein schwerer Nachteil. Dies zeige sich exemplarisch an den Teleclub Teilnehmerzahlen der Beschwerdeführerin 1. Die Mehrheit der Kunden von Pay TV-Angeboten bei der Beschwerdeführerin 1 würde zum Basi s- angebot ("Cinema") zusätzlich ein Sportpaket abonnieren. Nach Ansicht der Beschwerdeführerinnen sei zu befürchten, dass alternative Anbieter ohne gleichwertiges Sportangebot einen Grossteil ihrer Kunden an Swisscom TV verlieren würden. Dies sei auch durch aktuelle Kundenu m- fragen belegt, wonach ein erheblicher Teil der Kunden es für wahrsc hein- lich hält, innerhalb der nächsten zwölf Monaten zu Swisscom TV zu wechseln (Beschwerde, S. 23 ff.). Folglich würde der heute vorhandene geringfügige Restwettbewerb in den Pay TV -Märkten beseitigt, was u n- weigerlich zu einer irreversiblen Veränderung der Marktstrukturen führen würde (Beschwerde, S. 50). In formeller Hinsicht rügen die Beschwerdeführerinnen im Wesentlichen die Verletzung der Untersuchungsmaxime und des Anspruchs auf rechtl i- ches Gehör. Die Vorinstanz habe keine Sachverhaltsermittlungen vorg e- nommen, welche für die summarische Prüfung des Gesuchs auf vorsor g- liche Massnahmen erforderlich gewesen wären (Beschwerde, S. 12 ff.). Ausserdem habe sich die Vorinstanz mit wesentlichen Vorbringen der Be- schwerdeführerinnen nicht auseinander gesetzt und s ei auch ihrer B e- gründungspflicht nicht nachgekommen (Beschwerde, S. 16 ff.). B-4637/2013 Seite 6 D. Die Vorinstanz liess sich mit Schreiben vom 16. September 2013 ve r- nehmen und beantragt: "1. Es sei die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 2. Alles unter Kostenfolgen zu Lasten der Beschwerdeführerinnen." Im Wesentlichen begründet die Vorinstanz ihre Anträge damit, die Nac h- teilsprognose korrekt vorgenommen zu haben. Es sei diesbezüglich in Er- innerung zu rufen, dass das Bundesgericht im Fall "Cablecom/Teleclub" zur Zurückhaltung beim Erlass vorsorglicher Massnahmen aufgefordert habe: Der durch die Endverfügung zu regelnde Zustand solle durch die vorsorgliche Massnahme weder präjudiziert noch verunmöglicht werden. Ausserdem schienen die Beschwerdeführerinnen als Plattformanbieterin- nen durchaus wirtschaftlich erfolgreich zu sein, obschon die im Hauptve r- fahren untersuchten Verhaltensweisen teilweise bereits seit längerer Zeit andauern würden (Vernehmlassung, S. 11 f.). Zum Vorwurf der mangelnden Sachverhaltsermittlu ng bringt die Vori n- stanz vor, eine vollständige Abklärung sei im summarischen Verfahren nicht verlangt. Sie habe sich zudem auf die Erkenntnisse aus der Vora b- klärung und dem Hauptverfahren abstützen können, weshalb nicht davon die Rede sein könne, der Sach verhalt sei überhaupt nicht abgeklärt wo r- den (Vernehmlassung, S. 3 f.). In die Begründung der angefochtenen Ver- fügung sei nur eingeflossen, was relevant für den Entscheid gewesen sei. Weil die Anordnung von vorsorglichen Massnahmen bereits an der Nac h- teilsprognose scheiterte, seien weitere Voraussetzungen nicht zu prüfen gewesen (Vernehmlassung, S. 5 f.). E. Mit Verfügung vom 18. November 2013 stellte die Vorinstanz das Haup t- verfahren in Bezug auf den Beschwerdegegner 2 ein, da dieser als natür- liche Person ni cht als Unternehmen i.S.v. Art. 2 KG qualifiziert werden könne. B-4637/2013 Seite 7 F. Die Beschwerdegegnerinnen 1, 3 und 4 reichten ihre Antwort mit Schrei- ben vom 20. November 2013 ein und stellen folgende Anträge: "1. Auf die Beschwerde sei nicht einzutreten. 2. Eventualiter: Die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen. 3. Subeventualiter: Es seien vorsorgliche Massnahmen nur anzuordnen, nachdem die Beschwerdeführerinnen eine Sicherheit hinterlegt h a- ben. Zur Bezifferung der Höhe der Sicherheit sei den Beschwerd e- gegnerinnen vorab eine angemessene Nachfrist anzusetzen. Alles unter Kosten - und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdefü h- rerinnen." Diese Anträge wurden im Wesentlichen damit begründet, dass den B e- schwerdeführerinnen keine Beschwerdelegitimation zukommen würde und kein Nachteil der Beschwerdeführerinnen ersichtlich sei. Die B e- schwerdeführerinnen würden kein schutzwürdiges Interesse an der Au f- hebung der angefochtenen Verfügung nachweisen. Zudem würden die Beschwerdeanträge nicht im öffentlichen Interesse, sondern ausschliess- lich im privaten Interesse der Beschwerdeführerinnen liegen. Dies gehe bereits aus der Formulierung der Anträge hervor (Beschwerdeantwort, S. 30 ff.). In Bezug auf die befürchtete Abwanderung von Kunden wird ausgeführt, die Kabelplattform habe branchenweit lediglich eine kleine Zahl von Ku n- den verloren. Wohin und warum die Kunden jedoch abgewandert seien, sei nicht aufgezeigt worden. Von den insgesamt 3 Mio. TV-Kunden würde nur ein sehr geringer Anteil die Leistungen von Teleclub abonnieren, wes- halb mit dem Teleclub -Programm nur ein marginales Abwand erungspo- tential gegeben sei. Demgegenüber würden die Beschwerdeführerinnen verschweigen, dass sie selbst ein umfangreiches TV-Angebot bereithalten und neben Teleclub ihren Kunden "Premium Content" bie ten würden. I n- sofern komme eine irreversible Veränderung der Marktstruktur vorliegend nicht in Frage (Beschwerdeantwort, S. 43 ff.). Um die Rechte an den rele- vanten Pay TV -Inhalten würde starker Bieterwettbewerb bestehen. Die Beschwerdeführerinnen, insbesondere die Beschwerdeführerin 1, die mit ihren internationalen Verbindungen über ihre Muttergesellschaft über e r- hebliche Ressourcen verfüge, und der Verband Swisscable, aber vor a l- lem die SRG hätten sich wie die Beschwerdegegnerin 1 um die Übertr a- gungsrechte am Schweizer Fussball und E ishockey beworben. Diese B-4637/2013 Seite 8 Übertragungsrechte würden jeweils für eine beschränkte Periode und ausserdem nur (…) ausgeschrieben. Wichtige Spiele würden von der SRG oder weiteren Stationen gesendet. Die Beschwerdegegnerin 3 über- trage zudem über die auch auf Kabel verfügbaren Sportprogramme Tel e- club Sport 1 bis 3 beispielsweise nahezu alle Fussballspiele der Super League (Beschwerdeantwort, S. 14 ff.). Schliesslich würde der Vorwurf der Beschwerdeführerinnen hinsichtlich mangelnder Sachverhaltsabklärung auf sie selbst zurückfallen, da es i h- nen aufgrund der Mitwirkungspflicht oblegen hätte, der Behörde die no t- wendigen Beweise anzubieten (Beschwerdeantwort, S. 74 f.) Der Beschwerdegegner 2 nahm mit Schreiben vom 29. November 2013 zur Be schwerde und zur Einstellungsv erfügung der Vorinstanz vom 18. November 2013 Stellung, worin die gegenstandslose Abschreibung in Bezug auf den Beschwerdegegner 2 verlangt wurde. G. Mit Verfügung vom 9. Dezember 2013 wurde den Beschwerdeführerinnen die Vernehm lassung und die Beschwerdeantworten zur freigestellten Stellungnahme zugestellt. Ausserdem wurde ihnen die (nunmehr g e- schäftsgeheimnisbereinigte) Einstellungsverfügung vom 18. November 2013 zugestellt, da diese nur den Beschwerdegegnerinnen eröffnet wu r- de. Mit Schreiben vom 27. Januar 2014 reichten die Beschwerdeführerinnen ihre Replik ein und hielten an ihren gestellten Anträgen fest. Die B e- schwerdeführerin 1 verfüge zwar zurzeit mit rund 1.4 Mio. TV Kunden noch über mehr Kunden als die Beschwerdegegnerin 4. Doch gelte es zu beachten, dass die Beschwerdegegnerin 4 im Bereich Fernsehen enorme Zuwachsraten verzeichnen konnte. Demgegenüber sei das Wachstum der Beschwerdeführerin 1 sehr gering ausgefallen. Diese Entwicklung sei nicht zuletzt auf das attraktiver e Teleclub Sportangebot zurück zu führen, wobei auch die Bündelung von Angeboten eine grosse Rolle spiele (Re p- lik, S. 7). Entgegen der Darstellung der Beschwerdegegnerinnen werde auf "Teleclub Sport 1 -3" nicht ein umfassendes Angebot an Liveübertr a- gungen ausgestrahlt, sondern es werde lediglich eine Best -of-Auswahl gezeigt. In diesem Zusammenhang sei zu beachten, dass sich ein Pay-TV Angebot nur vermarkten lasse, wenn es sich ausreichend vom Free-TV Angebot unterscheide (Replik, S. 8 und 24). Für einen er hebli- chen Teil der Kunden sei das Programmangebot an Liveübertragungen im B-4637/2013 Seite 9 Fussball entscheidend für die Attraktivität des Fernsehangebots (Replik, S. 26 f.). Weiter bringen die Beschwerdeführerinnen vor, die Beschwe r- degegnerin 1 sei im Bieterwettbewerb um Sportübertragungsrechte b e- vorzugt worden (Replik, S. 9). H. Am 12. Februar 2014 wurde das Verfahren in Bezug auf den Beschwe r- degegner 2 infolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. Dem B e- schwerdegegner 2 wurde eine Parteientschädigung von Fr. 16'863.80 (inkl. MwSt) zugesprochen und der Vorinstanz auferlegt. Diesbezüglich wurde zunächst festgestellt, dass gegen die Einstellungsverfügung vom 18. November 2013 keine Beschwerde erhoben worden sei und diese somit rechtskräftig geworden sei. Die Einstellungsverfügun g wurde mate- riell als Wiedererwägung der angefochtenen Verfügung mit Bezug auf den Beschwerdegegner 2 angesehen, weshalb diese im Ergebnis die Gegenstandslosigkeit des Beschwerdeverfahrens in Bezug auf den B e- schwerdegegner 2 bewirkte. Der Tei labschreibungsentscheid vom 12. Februar 2014 ist in Rechtskraft erwachsen. Die Beschwerdegegn e- rinnen 1, 3 und 4 werden im Folgenden zusammen als die "Beschwerde- gegnerinnen" bezeichnet. I. Mit Schreiben vom 24. Februar 2014 liess sich die Vorinstanz erneut ve r- nehmen und hi elt an ihren gestellten Anträgen fest. Sie erläuterte insb e- sondere den Unterschied zwischen sichernden und gestaltenden vorsorg- lichen Massnahmen. Am 9. April 2014 reichten die Beschwerdegegnerinnen ihre Duplik ein und hielten ebenfalls an ihren gestellten Anträgen fest. Die Beschwerdeführe- rinnen hätten in ihrer Replik keine wesentliche n, neue n Argumente vor- gebracht. Insbesondere hätten die Beschwerdeführerinnen nicht aufze i- gen können, wie das erweiterte Sportangebot in einem Zusammenhang mit der Kundenentwi cklung stehen würde (Duplik, S. 25). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerinnen fehle es an einem raschen Wa n- del der Marktverhältnisse, zumal die Beschwerdeführerin 1 im Geschäfts- jahr 2013 ihren Gesamtkundenstamm um 3 % auf 2.538 Mio. Kunden e r- höhen konnte und nach wie vor mehr TV -Kunden als Swisscom habe (Duplik, S. 23 f.). B-4637/2013 Seite 10 J. Mit Verfügung vom 11. April 2014 wurde die zweite Vernehmlassung der Vorinstanz vom 24. Februar 2014 und die Duplik der Beschwerdegegn e- rinnen vom 9. April 2014 an die übrigen Verfahrensbeteiligten zur Kennt- nis zugestellt, wobei kein weiterer Schriftenwechsel angeordnet wurde. Die Verfahrensbeteiligten wurde n darauf aufmerksam gemacht, allfällige Bemerkungen bis spätestens zum 12. Mai 2014 einzureichen. Mit Schreiben vom 12. Mai 2014 reichten die Beschwerdeführerinnen Bemerkungen zur Duplik ein, worin sie an ihren bisherigen Anträgen bzw. Begründung festhielt en. Dazu nahmen die Beschwerdegegnerinnen mit Schreiben vom 3. Juni 2014 letztmals Stellung. Mit Schreiben vom 11. Juni 2014 reichten die Beschwerdegegnerinnen eine Kostennote ein, welche mit Verfügung vom 4. Juli 2014 an die übrigen Verfahrensbeteili g- ten zugestellt wurde. Die Beschwerdeführerinnen reichten mit Schreiben vom 8. Juli 2014 ihrerseits eine Kostennote ein. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Das Bundesverwaltungsgericht prüft vom Amtes wegen und mit freier Kognition, ob die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind und ob auf eine Beschwerde einzutreten ist (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-6180/2013 vom 29. April 2014 , E. 1; vgl. auch BVGE 2007/6, E. 1, m.w.H.). 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 des Verwa l- tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwe r- den gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrens gesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Gemeint sind Anordnu n- gen im Einzelfall, d.h. individuelle, an den Einzelnen gerichtete Hoheit s- akte, durch welche ein konkretes verwaltungsrechtliches Rechtsverhältnis rechtsgestaltend oder feststellend in erzwingbarer Weise geregelt wird (BVGE 2011/32, E. 1.1, auch publiziert in RPW 2010/2, S. 242 ff.). Der angefochtene Entscheid vom 8. Juli 2013, welcher das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen abweist, ist eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 lit. c VwVG (Urteil des Bundesverwaltungsgericht B-86/2014 vom 3. Juni 2014, E. 2.2.1 mit Hinweisen). Somit ist das Bundesverwa l- tungsgericht nach Art. 33 lit. f VGG (i.V.m. Art. 47 Abs. 1 lit. b VwVG) für die Behandlung der vorliegenden Streitsache zuständ ig, zumal keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. B-4637/2013 Seite 11 1.2 Der Entscheid über die Anordnung vorsorglicher Massnahmen ist nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine Zwischenverfügung, die – wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil zu bewirken ve r- mag – angefochten werden kann. Unter den gleichen Voraussetzungen können auch Dritte Beschwerde erheben, wenn sie im Rahmen einer U n- tersuchung einen Antrag auf Erlass solcher Massnahmen gestellt haben und die Wettbewerbskommission di esen Antrag abgewiesen hat (BGE 130 II 521, E. 2.1). Die Qualifikation der angefochtenen Zwische n- verfügung als eine selbständig anfechtbar e Zwischenverfügung i.S.v. Art. 46 Abs. 1 lit. a VwVG ist vorliegend unbestritten (Replik, S. 15, Duplik, S. 18). Gegen selbständig eröffnete Zwi schenverfügungen i.S.v. Art. 46 Abs. 1 VwVG ist die Beschwerde zulässig, wenn sie einen nicht wieder gutz u- machenden Nachteil bewirken können oder wenn die Gutheissung der Beschwerde einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bede u- tenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde. Ist die Beschwerde nach diesem Absatz 1 nicht zulässig oder wurde von ihr kein Gebrauch gemacht, so sind die betreffenden Zwi- schenverfügungen durch Beschwerde gegen die Endverfügung anfech t- bar, soweit sie sich auf den Inhalt der Endverfügung auswirken (Art. 46 Abs. 2 VwVG). 1.3 Für die Annahme eines nicht wieder gutzumachenden Nachteils genügt ein tatsächliches, insbesondere wirtschaftliches Interesse (BGE 130 II 149, E. 1.1). Es ist kein recht licher Nachteil erforderlich. Ausserdem wird nicht verlangt, dass ein wirtschaftlicher Nachteil nie wiedergutgemacht werden kann. Vielmehr genügt bereits ein schutzwürdiges Interesse da r- an, eine vorsorgliche Massnahme unverzüglich zu erlassen, ohne auf den Endentscheid warten zu müssen (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-4363/2013 vom 2. September 2013, E.1.4.1.1, auch publiziert in RPW 2013/4, S. 697 ff.; FELIX UHLMANN/SIMONE WÄLLE-BÄR, in: Praxiskommen- tar VwVG, Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Zürich 2009, N 7 zu Art. 46; MARTIN KAYSER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bu n- desgesetz über das Verwaltungsverfahren (VwVG), Zürich 2008, N 10 ff. zu Art. 67). B-4637/2013 Seite 12 1.4 Die Beschwerdeführerinnen bringen vor, sie würden gegenüber den B e- schwerdegegnerinnen in einem Konkurrenzverhältnis stehen. Deren missbräuchliche Geschäftspolitik in Bezug auf das Teleclub Sportpr o- gramm beeinträchtige die Beschwerdeführerinnen in ihrer jeweiligen Wettbewerbsstellung und führe zu Marktanteilsverlusten. Dies würden etwa die Anschlusszahlen von Swisscom, die im letzten Jahr einen Z u- wachs an 200'000 TV Kunden ausweisen könne und im Jahr 2014 über 1 Mio. Kunden verfüge, verdeutlichen (Replik, S. 15). Die Beschwerdegegnerinnen sind dagegen der Auffassung, die B e- schwerdeführerinnen hätten laufend Kundenzuw achs. Ihre Umsätze wü r- den sich hervorragend entwickeln. So habe die Beschwerdeführerin 1 i h- ren Umsatz im Jahr 2013 um CHF 52.2 Mio. bzw. 4.4 % im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Allfällige Marktanteilsverluste, nota bene im Gesamt- fernsehmarkt, würden alleine daraus resultieren, dass das über Jahrzehn- te bestehende Gebietsmonopol der Beschwerdeführerinnen aufgebr o- chen worden sei. Diese Verluste seien somit Zeichen wirksamen Wettbe- werbs (Duplik, S. 18). 1.5 Mit der Vorinstanz i st davon auszugehen, dass die Beschwerdeführeri n- nen durch das Fehle n von gewissen Programminhalten im Wettbewerb benachteiligt sein könnten und Kunden verlieren bzw. weniger Kunden gewinnen könnten (angefochtene Verfügung, Rz. 21). Auch von den B e- schwerdegegnerinnen wird die Existenz bzw. die Gefahr von Markta n- teilsverlusten nicht grundsätzlich bestritten. Irrelevant ist in diesem Z u- sammenhang, wie es um die wirtschaftliche Gesamtsituation der B e- schwerdeführerinnen steht. Ob allfällige Marktanteilsverluste nach A b- schluss des Hauptverfahrens wieder zurückgewonnen werden können, ist für die Eintretensfrage von untergeordnetem Interesse. Vielmehr haben die Beschwerdeführerinnen ein wirtschaftliches Interesse daran, einen einstweiligen Schutz bereits während des Untersuchungsverfahrens zu erstreiten. Dementsprechend ist vorliegend ein schutzwürdiges Interesse zu bejahen. 1.6 Die Beschwerdegegnerinnen bringen weiter vor, bereits die Vorinstanz hätte nicht auf das Gesuch der Beschwerdeführerinnen eintreten dürfen, da kein öffentliches Interesse ersichtlich sei. Es sei nur der Zivilrichter, nicht aber die Vorinstanz für das Begehren um vorsorgliche Massnahmen B-4637/2013 Seite 13 zuständig. Deshalb würden die Beschwerdeführerinnen über keine B e- schwerdelegitimation verfügen (Beschwerdeantwort, S. 30 ff.). Die Anordnung vorsorglicher Massnahmen kann von Amtes wegen oder auf Anstoss von Dritten erfolgen ( STEFAN BILGER, in: Amstutz/Reinert [Hrsg.], BSK KG, Basel 2010, N 100 zu Art. 39; BGE 130 II 521, E. 2.1). Das Einreichen eines Gesuchs begründet für sich alleine noch keine Pa r- teistellung im Hauptverfahren (BGE 139 II 279, E. 2.3). Vorliegend ist je- doch nicht die Parteistellung der Beschwerdeführerinnen im Hauptverfa h- ren zu prüfen, sondern lediglich, ob die Beschwerdelegitimation gegen die angefochtene Zwischenverfügung gegeben ist. Selbst wenn die Vorinstanz für die vorsorgliche Massnahme nicht zustä n- dig gewesen wäre, würde dies dem Eintreten auf die vorliegende B e- schwerde nicht entgegenstehen. Die Frage, ob ein öffentliches und nicht lediglich ein privates Interesse an einer vorsorglichen Massnahme b e- steht, ist in der materiellen Prüfung zu würdigen ( STEFAN BILGER, a.a.O., N 96 zu Art. 39). 1.7 Eingabefrist und -form sind gewahrt (Art. 50 und 52 Abs. 1 VwVG), die Rechtsvertreter haben sich rechtsgenüglich ausgewiesen (Art. 11 VwVG), der Kostenvorschuss wurde fristgemäss bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 46 ff. VwVG). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 2. Vorsorgliche Massnahmen, die vor Anordnung einer Verfügung ergehen, zielen darauf ab, deren Wirksamkeit sicherzustellen. Mit sichernden Vo r- kehren wird gewährleistet, dass der bestehende tatsächliche oder rechtl i- che Zustand einstweilen unverändert erhalten bleibt. Mit gestaltenden Massnahmen wird demgegenüber ein Rechtsverhältnis provisorisch g e- schaffen oder einstweilen neu geregelt. Der Entscheid über die Anor d- nung vorsorglicher Massnahmen setzt Dringlichkeit voraus, d.h. es muss sich als notwendig erweisen, die fraglichen Vorkehren sofort zu treffen. Sodann muss der Verzicht auf Massnahmen für den Betroffenen einen Nachteil bewirken, der nicht leicht wieder gut zu machen ist, wofür ein tatsächliches, insbesondere wirtschaftliches Interesse genügt. Erforde r- lich ist schliesslich , dass die Ab wägung der verschiedenen Interessen den Ausschlag für den einstweiligen Rechtsschutz gibt und dieser ve r-B-4637/2013 Seite 14 hältnismässig erscheint. Der durch die Endverfügung zu regelnde Z u- stand soll weder präjudiziert noch verunmöglicht werden. Vorsorgliche Massnahmen beruhen auf einer bloss summarischen Prüfung der Sach - und Rechtslage. Die Hauptsachenprognose kann dabei berücksichtigt werden, wenn sie eindeutig ist; bei tatsächlichen oder rechtlichen Unkla r- heiten drängt sich hingegen Zurückhaltung auf, weil in diesem Fall die er- forderlichen Entscheidgrundlagen im Hauptverfahren erst noch beschafft werden müssen (BGE 130 II 149, E. 2.2, mit weiteren Hinweisen). 2.1 Diese Regeln gelten grundsätzlich auch im Wettbewerbsrecht. Vorau s- setzung für den Erlass vorsorglicher Massnahmen sind demnach kumula- tiv ein nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil, eine über das allg e- meine Bestreben nach möglichst rascher Umsetzung gesetzlicher Vorg a- ben hinausgehende, besondere Dringlichkeit sowie die Verhältnismässi g- keit der Anordnung. Die ganze oder teilweise Vorwegnahme des mu t- masslichen Resultats des Untersuchungsverfahrens rechtfertigt sich nur, wenn die Entscheidprognose entsprechend eindeutig ausfällt. Je zweife l- hafter der Verfahrensausgang zudem erscheint, desto höhere Anford e- rungen sind a n den für die Verfahrensdauer im öffentlichen Interesse zu beseitigenden Nachteil, die Dringlichkeit und die Verhältnismässigkeit der Anordnung zu stellen. Dabei erfolgt im Verfahren um vorsorgliche Mas s- nahmen nur eine summarische Prüfung ohne eingehende B eweisabnah- me (BGE 130 II 149, E. 2.3 , mit weiteren Hinweisen ; vgl. auch VINCENT MARTENET, in: derselbe/Christian Bovet/Pierre Tercier [Hrsg.], Comme n- taire Romand, Droit de la concurrence, 2. Aufl., Basel 2013, N 105 ff. zu Art. 39; THOMAS MERKLI, ZBl 109/2008, S. 423). 2.2 In der angefochtenen Verfügung wurden nicht sämtliche dargestellte Vor- aussetzungen geprüft. Vielmehr kam die Vorinstanz zu Schluss, es fehle bereits am nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil für den wirks a- men Wettbewerb. Vorliegend ist zu prüfen, ob an den Nachteil nicht übermässige Anford e- rungen gestellt und die entsprechenden Beweise korrekt gewürdigt wu r- den. 3. Die Beschwerdeführerinnen sind der Auffassung, der Erlass vorsorglicher Massnahmen bedinge, dass dem wirksamen Wettbewer b ein schwerer B-4637/2013 Seite 15 Nachteil drohe (Beschwerde, S. 23 und 49). Dies deckt sich im Wesentl i- chen mit den Ausführungen der Vorinstanz in Rz. 18 der angefochtenen Verfügung. Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerinnen setzt die Vorinstanz vorliegend keine höh ere Schwelle für das Erfordernis des Nachteils. Vielmehr erläutert e sie zunächst, dass durch die beantragten Massnahmen die Marktstellung von Teleclub allenfalls gestärkt würde, da anschliessend an die erzwungene Lizensierung "die TV-Plattformanbieter kaum noch Anreize haben, selbst in den Märkten tätig zu sein" (angefoch- tenen Verfügung, Rz. 20). Anschliessend erklärte die Vorinstanz, dass ein existenzbedrohender Kundenverlust nicht belegt sei (angefochtenen Ve r- fügung, Rz. 21). Schliesslich wurde erwogen, d ass die Beschwerdeführe- rinnen unter Umständen bis zum Abschluss des Hauptverfahrens Kunden verlieren könnten. Diese dürften jedoch anschliessend "mit guten Ang e- boten und guten Dienstleistungen wieder zurück zu gewinnen" sein. Eine vollständige Verdrängung anderer TV -Plattformen durch Swisscom TV während des Untersuchungsverfahrens wurde als unwahrscheinlich ei n- geschätzt (angefochtene Verfügung, Rz. 22). Folglich ist unstrittig, dass auf den objektiven Nachteil des wirksamen Wettbewerbs abgestellt werden mus s. Ein allfälliger subjektive r Nachteil der Beschwerdeführerinnen ist für sich alleine nicht entscheidend. Au s- serdem wurde nicht einzig auf die Bedrohung der Existenz der B e- schwerdeführerinnen abgestellt, sondern vor allem mit der Möglichkeit der Rückgewinnung von Kunden argumentiert. Die Vorinstanz hat zu Recht betont, die Anforderungen an gestaltende Massnahmen seien grundsätzlich höher als bei sichernden Massnahmen (vgl. oben E. 2). Zuzustimmen ist der Vorinstanz ausserdem insofern, als sie einen eher ho hen Beweisgrad fordert, "wenn gleich aufgrund des summarischen Charakters kein Vollbeweis zu verlangen ist" (Verneh m- lassung, S. 8 ; vgl. auch PATRICK SCHÄDLER, Vorsorgliche Massnahmen und einstweilige Anordnungen im Kartellverwaltungsverfahren der Schweiz und der Europäischen Gemeinschaft, Basel 2002, S. 107 f. ). Je höher der Eingriff mittels vorsorglicher Massnahme desto höhere Anforde- rungen sind an die Beweise zu stellen (vgl. URS SCHENKER, Die vorsorgli- che Massnahme im Lauterkeits - und Kartellrecht, Züric h 1985, S. 88 ff. ; STEFAN BILGER, a.a.O., N 99 zu Art. 39 ). Diesbezüglich ist darauf hinz u- weisen, dass die Beschwerdeführerinnen eine Mitwirkungspflicht zur E r- stellung des Sachverhalts trifft. B-4637/2013 Seite 16 4. Die Beschwerdeführerinnen machen geltend, die überhöhten Anforderun- gen der Vorinstanz an den nicht leicht wieder gutzumachenden Nachteil würden der Funktion des ergänzenden Individualrechtsschutzes des KG entgegen stehen. Die herrschende Lehre und das Bundesgericht würden dem KG einen ergänzenden Individualschutz attestieren. Dementspr e- chend habe der Staat sicherzustellen, dass die Ausübung der wirtschaftli- chen Tätigkeit durch private Wettbewerbsbeschränkungen nicht übe r- mässig erschwert werde (Beschwerde, S. 26). Die Vorinstanz erklärte diesbezüglich, es sei der zi vilrechtliche Weg zu beschreiten, wenn in er s- ter Linie private Interessen zur Diskussion stünden (Vernehmlassung, S. 12). Zunächst ist festzuhalten, dass der Individualschutz im KG in der Lehre umstritten ist (vgl. Literaturhinweise bei MICHAEL TSCHUDIN, R abatte als Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung gemäss Art. 7 KG, Basel 2011, Rz. 195, Fn 48). Das Bundesgericht berücksichtigt neben dem Schutz des Wettbewerbs als Institution auch den Individualschutz, wobei es dabei keinen Widerspruch zum Begri ff des wirksamen Wettbewerbs sieht (BGE 139 I 72, E. 10.1.2). Insbesondere im Kartellzivilrecht ist der Individualschutz nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts von Be- deutung (vgl. Urteil des Bundesgericht 4A.449/2012 vom 23. Mai 2013). Das Bundesverwaltungsgericht erwog kürzlich, dass Wettbewerb als ein Mittel der Gemeinwohlverwirklichung und nicht als Selbstzweck zu b e- trachten ist (Urteil des Bundesverwal tungsgerichts B -362/2010 vom 3. Dezember 2013, E. 8.3.5.2, mit Hinweisen). Insofern sollen nicht di e Wettbewerber, sondern der Wettbewerb geschützt werden. Ausserdem darf auch mitberücksichtigt werden, dass einem Gesuchste l- ler noch andere, parallele Verfahren zur Wahrung seiner Interessen offen stehen (THOMAS MERKLI, a.a.O., S. 423 mit Hinweis auf BGE 130 II 149, E. 2.4). Demzufolge ist der Vorinstanz kein Vorwurf im Hinblick darauf zu machen, dass sie die Beschwerdeführerinnen darauf hinwies, der zivi l- rechtliche Weg sei für sie offen. Daher können d ie Beschwerdeführerin- nen vorliegend aus dem Argument d es Individualschutzes nichts gegen die angefochtene Verfügung ableiten. 5. Den schweren Nachteil für den Wettbewerb sehen die Beschwerdeführe- rinnen unter folgendem Blickwinkel: (i) Nach Ansicht der Beschwerdefüh- rerinnen sei namentlich das Sportangebot für ei nen Pay TV-Anbieter es-B-4637/2013 Seite 17 sentiell, um am Markt bestehen zu können; (ii) aufgrund der kartel l- rechtswidrigen Geschäftspolitik der Beschwerdegegnerinnen leide die Kundenzufriedenheit der Beschwerdeführerinnen; (iii) falls die Beschwer- deführerinnen nicht ein ähnlich attraktives Angebot wie Swisscom TV a n- bieten könnten, sei zu erwarten, dass sich das Pay TV -Angebot in der Schweiz verteuern und in qualitativer Hinsicht verschlechtern würde (B e- schwerde, S. 23 ff. und 50). 5.1 Die Bedeutung des Sportangebots zeige sich n ach der Auffassung der Beschwerdeführerinnen exemplarisch an den Teleclub Teilnehmerzahlen von den Kunden der Beschwerdeführerin 1. Die Mehrheit der Kunden von Pay TV-Angeboten bei der Beschwerdeführerin 1 würde zum Basisang e- bot ("Cinema") zusätzlich ein S portpaket abonnieren. Nach Ansicht der Beschwerdeführerinnen sei zu befürchten, dass alternative Anbieter ohne gleichwertiges Sportangebot einen Gro ssteil ihrer Kunden an Swis s- com TV verlieren würden. Dies sei auch durch aktuelle Kundenumfragen belegt, wonach ein erheblicher Teil der Kunden es für wahrscheinlich hält, innerhalb der nächsten zwölf Monate zu Swisscom TV zu wechseln (B e- schwerde, S. 23 ff.). 5.2 Die Vorinstanz führt diesbezüglich aus, dass grundsätzlich zwischen der Tätigkeit eines TV -Plattformanbieters und derjenigen eines Program m- veranstalters für Pay -TV zu unterscheiden sei. Die Beschwerdeführeri n- nen seien in erster Linie Plattformanbieterinnen. Ob sie auch als Pr o- grammveranstalterinnen für Pay -TV angesehen werden könnten, hänge nicht zuletzt von der Definition des Begriffs "Pay -TV" ab, welche entspre- chend den bisherigen Ermittlungen des Sekretariats in der Branche sehr unterschiedlich ausfallen würde und worüber somit noch kein abschlie s- sendes Urteil möglich sei. Als Plattformanbieterinnen schienen die B e- schwerdeführerinnen aber durchaus wirtschaftlich erfolgreich zu sein, o b- schon die im Hauptverfahren untersuchten Verhaltensweisen teilweise schon seit längerer Zeit andauern würden (Vernehmlassung, S. 11 f.). 5.3 Die Beschwerdegegnerinnen bestreiten eine Abwanderung von Kunden. Zum einen würden die Beschwerdeführerinnen zusammen mit den übr i- gen Kabelnetzbetreibern rund 2.7 Mio. TV -Kunden in der Schweiz bedi e- nen und seien deshalb sehr erfolgreich. Zum anderen habe Teleclub in B-4637/2013 Seite 18 den letzten Jahren das Sp ortangebot plattformübergreifend kontinuierlich ausgebaut und verbessert (Beschwerdeantwort, S. 43). Ausserdem spiele der Wettbewerb zwischen Swisscom und den Kabe l- netzbetreibern vor allem über Bündelangebote und nicht über das Tel e- club-Angebot. Die Kunden würden TV, Internet und Telefonie zunehmend als kombinierte Dienstleistung beziehen . Sie würden damit nicht nur TV-Kanäle, sondern auch die Bandbreiten der Datenverbindungen, die Dienstleistungen für Telefonie, die Gebühren und viele Zusatz - Dienstleistungen mit einander vergleichen . Bei der Auswahl unter den Plattformen spiel ten somit vielfältige Faktoren eine Rolle (Beschwerd e- antwort, S. 44 f.). Von den insgesamt rund 3 bis 4 Mio. TV -Kunden würden nur (< 150'000) Teleclub abonnieren. Das gesamte Teleclub-Programm stelle deshalb nur ein marginales Abwanderungspotential dar. Es könne völlig ausgeschlo s- sen werden, dass das Sportprogramm alleine für einen spürbaren oder nennenswerten Nachteil verantwortlich wäre. Das zusätzliche Sportang e- bot "Teleclub Sport 4-29" und "Teleclub Sport Live" gebe es bereits seit 2006. Dennoch würde dieses nur für einen kleinen Teil der Neukunden (neben vielen anderen Faktoren) eine Rolle spielen (Beschwerdeantwort, S. 45 f.; Duplik, S. 25 f.). 6. Die Beschwerdeführerinnen untermauern ihre Argumente mit verschiede- nen Beweismittel n, wie etwa Meinungsumfragen. Die Resultate dieser Umfragen lassen jedoch unterschiedliche Schlüsse zu. Zum Beispiel wurden Kunden danach gefragt, welche Kriterien die Entscheidung beein- flusst hätte n, zu Swisscom TV zu wechseln. Zwar wurde n die Anzahl TV-Programme, das Live -Fussball und Live -Eishockey Angebot von e i- nem erheblichem Teil der Kunden als solche Kriterien genannt. Für noch mehr Kunden war j edoch beispielsweise das Kombiangebot Casa Trio entscheidend. Ausserdem zeigt die Umfrage auf, dass es beim Entscheid die TV-Plattform zu wechseln auf viele und unterschiedliche Kriterien a n- kommt, was eher die Argumentation der Beschwerdegegnerinnen stützt (vgl. Beschwerdebeilage 14, S. 23; zum Umsatzansti eg von Swisscom durch Bündelverträge vgl. Beschwerdebeilage 17, S. 2). Weiter ist unklar, welchen Effekt das Zusatzsportangebot von Teleclub auf das Konsumentenverhalten hat. Selbst wenn beispielsweise Live - Fussball für einen erheblichen Teil der TV-Kunden besonders wichtig wä-B-4637/2013 Seite 19 re, ist vorliegend nicht ersichtlich, welche Bedeutung das hier strittige Z u- satz-Sportangebot neben den Kanälen Teleclub Sport 1 -3 hat, die den Beschwerdeführerinnen unbestritten offen stehen. Dementsprechend ist nicht glaubhaft gemach t, dass diese Differenzierung des Angebots einen schweren Nachteil für den Wettbewerb bewirken vermag. Ein schwerer Nachteil ist auch deshalb nicht erkennbar, da die Beschwerdeführerinnen im Moment als relativ erfolgreich erscheinen. Zudem geht auch ein vo n den Beschwerdeführerinnen eingereichtes ökonomisches Gutachten in s- besondere von einem kurzfristigen Schaden für die Beschwerdeführerin 1 aus, wobei die langfristigen Auswirkungen auf den wirksamen Wettb e- werb aufgrund der aktuellen Erkenntnisse schwer abz uschätzen seien (Replikbeilage 11, S. 20 f. und 38). Deshalb ist nicht erstellt, dass die Be- schwerdeführerinnen als starke Wettbewerber durch allfällige Benachte i- ligungen hinsichtlich der zusätzlichen Sport -Kanäle dermassen g e- schwächt würden, dass der wirksame Wettbewerb durch gestaltende vor- sorgliche Massnahmen behördlich geschützt werden müsste. Ferner ist zu berücksichtigen, dass die Beurteilung der Wettbewerbsver- hältnisse im Bereich Pay -TV massgeblich von der Marktabgrenzung a b- hängt. Nach der Vorinstanz ist diese Marktabgrenzung jedoch noch nicht klar und bedarf weitere r Untersuchung. Auch die Beschwerdeführerinnen wollen sich diesbezüglich nicht festlegen und bezeichnen ihren Vorschlag der Marktabgrenzung nachvollziehbarerweise als Arbeitshypothese (B e- schwerde, S. 33). Dementsprechend sind für die Prognose des Nachteils für den wirksamen Wettbewerb Elemente entscheidend, die im Hauptve r- fahren erst noch genauer zu untersuchen sind. Demnach ist die Prognose des Nachteils für den wirksamen Wettbewerb noch zu unklar, um die hohen Anforderungen an eine gestaltende Mass- nahme zu erfüllen. Die Vorinstanz hat deshalb in einem frühen Stadium des Verfahrens und ohne die erforderlichen Grundlagen zu Recht vorsich- tig agiert, indem sie das Gesuch um gestaltende vorsorgliche Massna h- men der Beschwerdeführerinnen abwies. 7. Die Beschwerdeführerinnen machen als formelle Rechtsmängel im We- sentlichen eine Verletzung der Untersuchungsmaxime und des Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend. 7.1 Nach Ansicht der Beschwerdeführerinnen hätte die Vorinstanz den B-4637/2013 Seite 20 rechtserheblichen Sachverhalt vollständig eruieren müssen. Zumindest hätte sie die Beschwerdeführerinnen orientieren müssen, falls der Me i- nung der Vorinstanz nach zusätzliche Informationen oder Beweismittel benötigt gewesen wären. Insbesondere die Verflechtung der Beschwe r- degegnerinnen untereinander hätte abgeklärt werden müssen, da dies ein mitentscheidender Faktor sei, warum eine marktbeherrschende Ste l- lung vorliegt und diese in Form von Diskriminierungen missbraucht wo r- den sei. Ausserdem habe die Vorinstanz keine Abklärungen zum relevan- ten Markt getroffen, was auch eine summarische Prüfung der Sach - und Rechtslage verunmöglicht habe. Schliesslich habe die Vo rinstanz auch keinerlei Ermittlungen zur Frage des nicht leicht wieder gutzumachenden Nachteils angestellt. Insbesondere das Argument, wonach allenfalls verlo- rene Kunden nach Abschluss des Verfahrens wieder zurückgewonnen werden könnten, basiere auf blosse n Mutmassungen (Beschwerde, S. 13 ff.; Replik, S. 17 f.). Diesbezüglich ist zunächst anzumerken, dass die Vorinstanz lediglich das Element des Nachteils für den wirksamen Wettbewerb prüft e (zum Unter- suchungsgrundsatz vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerich ts B-506/2010 vom 19. Dezember 2013, E. 5). Da die Vorinstanz das Vorlie- gen dieses Elements zu Recht verneinte, musste sie sich nicht näher mit anderen Fragen, wie die der Marktbeherrschung, auseinandersetzen. Zu- dem ist der Vorinstanz kein Vorwurf hinsichtlich der Marktabgrenzung zu machen. Wie bereits dargelegt, muss diese Frage während des laufe n- den Untersuchungsverfahrens erst noch ver tieft abgeklärt werden (vgl. E. 6). Mit Blick auf die erforderliche Dringlichkeit einer vorsorglichen Massnahme rechtfert igte es sich vorliegend, aufgrund derjenigen E r- kenntnisse zu entscheiden, die der Vorinstanz zum Zeitpunkt der ang e- fochtenen Verfügung vorlagen. Auch die Würdigung des nicht leicht wi e- der gutzumachenden Nachteils der Vorinstanz erscheint einer summari- schen Prüfung des Gesuchs um vorsorgliche Massnahmen als angemes- sen. Dies gilt auch deshalb, weil vorliegend die angeblich ausserordentl i- che Bedeutung de r zusätzlichen Teleclub -Sportkanäle nicht glaubhaft gemacht werden konnte (vgl. E. 6). Somit ist auch diesbe züglich keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes ersichtlich. 7.2 Weiter bringen die Beschwerdeführerinnen vor, die Vorinstanz habe sich nicht mit dem Zugang bzw. der Beschaffung zu TV-Inhalten auseinander gesetzt. Ausserdem habe sie die Verflechtungen d er Beschwerdegegne- rinnen nicht geprüft. Schliesslich gehe aus der Begründung der angefoch-B-4637/2013 Seite 21 tenen Verfügung nicht klar hervor, welche Marktabgrenzung ihrem En t- scheid zu Grunde gelegen habe. Schliesslich begründe sie nicht, warum aufgrund der Teleclub-Teilnehmerzahlen keinesfalls mit einem Marktau s- tritt der Beschwerdeführerin 1 zu rechnen sei (Beschwerde, S. 18 ff.). Wie betreffend Untersuchungsgrundsatz ausgeführt, sind nicht alle Vo r- bringen der Beschwerdeführerinnen für den abschlägigen Entscheid der Vorinstanz relevant, da bereits der nicht leicht wieder gutzumachende Nachteil verneint wurde. Dementsprechend ist die Vorinstanz auch nicht verpflichtet, solche Argumente in ihrem Entscheid ausführlich zu würdigen (zum rechtlichen Gehör vgl. Urteil des Bundesverw altungsgerichts B-506/2010 vom 19. Dezember 2013, E. 4). Dass sich die Vorinstanz in Bezug auf die Marktabgrenzung noch nicht festlegen will, ist angesichts der laufenden Untersuchung verständlich. So kann sie nicht durch ein Gesuch um vorsorgliche Massnah men zu allenfalls präjudiziellen Erört e- rungen gezwungen werden, die erst im Endentscheid detailliert geprüft werden können. Ferner kann in einem summarischen Verfahren die B e- gründung je nach den Umständen des Einzelfalls kürzer ausfallen als in einem Hauptentscheid. Deshalb vermögen die Vorbringen der Beschwe r- deführerinnen zum rechtlichen Gehör keine formellen Rechtsmängel zu begründen. Auch mit dem Argument, ihr Anspruch auf Gleichbehandlung in der Rechtsanwendung sei aufgrund höherer Anforderungen an den Nachteil verletzt, dringen die Beschwerdeführerinnen nicht durch. Eine Ungleic h- behandlung ist nicht ersichtlich, weil die Vorinstanz nicht einzig auf die Bedrohung der Existenz der Beschwerdeführerinnen abgestellt, sondern vor allem mit der Möglichkeit der Rückgewinnung von Kunden argume n- tierte (vgl. E. 3). 8. Somit dringen die Beschwerdeführerinnen weder mit ihren materiellen noch formellen Rügen gegen die angefochtene Verfügung durch. Die B e- schwerde ist demnach abzuweisen. Mit ihren Verfahrensanträgen verla ngen die Beschwerdeführerinnen im Wesentlichen das Gleiche wie in ihren Beschwerdeanträgen. Vorliegend rechtfertigte es sich nicht während des Beschwerdever fahrens betreffend vorsorglicher Massnahmen, solche Massnahmen bereits gestützt auf Art. 56 VwVG zu treffen. Mit dem vorliegenden Sachentscheid werden die B-4637/2013 Seite 22 Verfahrensanträge gegenstandslos ( THOMAS MERKLI, ZBl 109/2008, S. 422). 9. Die Verfahrenskosten, welche sich aus der Gerichtsgebühr und den Au s- lagen zusammensetzen, werden in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2]) . Die Gerichtsgebühr ist nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache , Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien festzulegen (Art. 63 Abs. 4 bis VwVG, Art. 2 Abs. 1 VGKE). Unter Berücksichtigung aller Umstände werden die Verfahrenskosten auf Fr. 7'500.– festgesetzt (vgl. Verfügung vom 22. August 2013) und den Be- schwerdeführerinnen zu gleichen Teilen auferlegt. Der von ihnen einbe- zahlte Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird zur Bezahlung der Verfa h- renskosten verwendet. 10. Die unterliegenden Beschwerdeführerinnen haben den obsiegenden Be- schwerdegegnerinnen für die aus dem Verfahren erwachsenen, notwe n- digen Kosten eine Parteientschädigung zu erstatten (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 VGKE). Gemäss Art. 10 VGKE wird insbesondere das Anwaltshonorar nach dem notwendigen Zeitaufwand des Vertreters oder der Vertreterin bemessen (Abs. 1). Der Stundenansatz beträgt für Anwälte und Anwältinnen mindes- tens Fr. 200.– und höchstens Fr. 400.–. In diesen Ansätzen ist die Meh r- wertsteuer nicht enthalten (Abs. 2). Bei Streitigkeiten mit Vermögensint e- resse kann das Anwaltshonorar oder die Entschädigung für eine nichta n- waltliche berufsmässige Vertretung angemessen erhöht werden (Abs. 3). Die Beschwerdegegnerinnen haben am 11. Juni 2014 für ihre Rechtsver- tretung eine detailliert begründete Kostennote eingereicht. Ausgehend von rund 183 aufgewendeten Stunden und Stundenansätzen zwischen Fr. 300.–/h und Fr. 40 0.–/h machen sie für das Verfahren vor dem Bu n- desverwaltungsgericht Parteikosten in der Höhe von insgesamt Fr. 66'910.85 (inkl. Auslagen und M wSt.) geltend. Der Aufwand im Zu- sammenhang mit dem Teilabschreibungsentscheid vom 12. Februar 2014 B-4637/2013 Seite 23 und mit dem Untersuchungsverfahren vor der Vorinstanz sei dabei nicht berücksichtigt worden. Bei der Bemessung der Parteientschädigung innerhalb des gesetzlichen Rahmens steht dem Bundes verwaltungsgericht ein gewisses Ermessen zu. Das Honorar berechnet sich mithin einzig nach dem Aufwand und nicht nach dem Streitwert. Eine summenmässig bestimmte feste Obe r- grenze besteht nicht (Urteil des Bundesgerichts 2C_343/2010, 2C_344/2010 vom 11. April 2011 E. 8.3.1 [in BGE 137 II 199 nicht publ i- zierte Erwägung]). Indessen umfasst die Parteientschädigung nur die notwendigen Kosten (Urteil des Bundesgerichts 2C_343/2010, 2C_344/2010 E. 8.3.4, a.a.O.). Der geltend gemachte Aufwand der Beschwerde gegnerinnen von insge- samt Fr. 66'910.85, welcher auch Auslagen und M wSt. beinhaltet, wird nachvollziehbar aufgelistet. Obwohl es sich vorliegend lediglich um eine Beschwerde gegen einen Zwischenentscheid handelt, ist die Streitsache aufgrund von vielfältigen Sach - und Rechtsfragen trotzdem komplex. Ausserdem ist zu berücksichtigen, dass der Aufwand für drei Beschwe r- degegnerinnen zusammen betrieben werden musste. Vor diesem Hinte r- grund lässt sich der geltend gemachte Aufwand nicht beanstanden. D en Beschwerdegegnerinnen ist somit zulasten der Beschwerdeführerinnen eine Par teientschädigung im beantragten Umfang , d.h. insgesamt Fr. 66'910.85 (inkl. M wSt.), zuzusprechen. Diese Parteientschädigung haben die Beschwerde führerinnen den Beschwerdegegnerinnen nach Rechtskraft dieses Urteils zu gleichen Teilen zu entrichten (Art. 64 Abs. 1 und 2 VwVG i.V.m. Art. 14 Abs. 2 VGKE). B-4637/2013 Seite 24 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von insgesamt Fr. 7'500. – werden den Beschwer- deführerinnen zu gleichen Teilen auferlegt; der einbezahlte Kostenvo r- schuss in gleicher Höhe wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten ve r- wendet. 3. Den Beschwerdegegnerinnen werden je zu gleichen Teilen zulasten der Beschwerdeführerinnen eine Parteientsc hädigung von insgesamt Fr. 66'910.85 (inkl. MwSt.) zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerinnen (Rechtsvertreter; Gerichtsurkunde) – die Beschwerdegegnerinnen (Rechtsvertreter; Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. 32-0243; Gerichtsurkunde) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Hans Urech Michael Tschudin B-4637/2013 Seite 25 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in eine r Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren B e- gründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 9. Juli 2014