<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00302</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204408&amp;W10_KEY=4467140&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00302</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.08.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Tierhaltung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Tierschutz: Tierhalteverbot für Landwirt<br/><br/>Der Beschwerdeführer hat ein schutzwürdiges Interesse an der Überprüfung des Tierhalteverbots und ist somit zur Beschwerdeerhebung legitimiert, auch wenn er den Tierbestand unmittelbar vor Erlass des Verbots verkauft hat (E. 1.1).<br/>Bei einem Anwaltswechsel während des Beschwerdeverfahrens kann der neue Vertreter nach Ablauf der Beschwerdefrist keine Nachfrist zur Beschwerdeergänzung verlangen (E. 1.2).<br/>Rechtsgrundlagen für ein Tierhalteverbot und für die Haltung von Tieren (E. 2.1). Strafrechtliche Beurteilung des Verhaltens des Beschwerdeführers (E. 2.2).<br/>Begriff der "schweren" und der "wiederholten" Zuwiderhandlung gegen Vorschriften der Tierschutzgesetzgebung; Kriterien für deren Beurteilung. Offen gelassen, ob eine schwere Zuwiderhandlung vorliegt; auf jeden Fall ist von einer wiederholten Zuwiderhandlung auszugehen (E. 3.2).<br/>Aufgrund der konkreten Umstände (desolater Zustand von Stall und Tieren) ist das unbefristete Tierhalteverbot (mit der Möglichkeit, frühestens nach 2 Jahren dessen Aufhebung zu verlangen) verhältnismässig (E. 4.3).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANWALTSWECHSEL">ANWALTSWECHSEL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KUH">KUH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSANWALT">RECHTSANWALT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RIND">RIND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZWÃRDIGES INTERESSE">SCHUTZWÃRDIGES INTERESSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TIERHALTUNG">TIERHALTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TIERHALTUNGSVERBOT">TIERHALTUNGSVERBOT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: TIERSCHUTZ">TIERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERBESSERUNG">VERBESSERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 11 KTSchG</span><br/><span class="ungerade">Art. 2 TSchG</span><br/><span class="gerade">Art. 3 TSchG</span><br/><span class="ungerade">Art. 24 TSchG</span><br/><span class="gerade">§ 21 lit. a VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>A hatte 1998 von seinem Vater nach dessen Tod die Haltung von Rindvieh im Weiler L, Gemeinde X, Ã¼bernommen. Nachdem bereits anlÃ¤sslich von frÃ¼heren Kontrollen vom 6. Juli 1990, 12. MÃ¤rz 1992, 29. Juli 1994, 24. Juni 1996 bei seinem Vater MÃ¤ngel in der Tierhaltung auf diesem GehÃ¶ft festgestellt worden waren, erfolgten aufgrund von Kontrollen vom 23. Juni 1998, 30. MÃ¤rz 1999, 12. November 1999 und 28. Februar 2000 weitere Beanstandungen. Die seit 1999 festgestellten MÃ¤ngel fÃ¼hrten aufgrund von Verzeigungen und anschliessenden Tatbestandsaufnahmen der Kantonspolizei ZÃ¼rich vom 23. April 1999 und vom 28. Februar 2000 zu StrafverfÃ¼gungen des Statthalteramts des Bezirks Y vom 21. Juni 1999 und vom 12. MÃ¤rz 2001 wegen Widerhandlungen gegen die Tierschutzgesetzgebung, wobei Bussen von je Fr. 500.- ausgesprochen wurden.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Am 6. MÃ¤rz 2000 kÃ¼ndigte das kantonale VeterinÃ¤ramt A, der bereits einige Tage zuvor sÃ¤mtlich Rindtiere verkauft und von seinem GehÃ¶ft hatte abtransportieren lassen, die AusfÃ¤llung eines Tierhalteverbots sowie die Beschlagnahmung des Rindviehs an, wozu A mit Eingabe vom 18. MÃ¤rz 2000 Stellung nahm. Am 19. Mai 2000 verfÃ¼gte das VeterinÃ¤ramt, A werde das Halten von Tieren der Rinder­gattung mit sofortiger Wirkung auf unbestimmte Zeit untersagt, wobei ein Antrag um Aufhebung dieses Verbots frÃ¼hestens nach Ablauf von zwei Jahren gestellt werden kÃ¶nne (Disp. Ziff. I); das VeterinÃ¤ramt werde allfÃ¤llige sich inskÃ¼nftig auf dem GehÃ¶ft befindende Tiere der Rindergattung sofort beschlagnahmen und schlachten lassen oder zur Weitermast bzw. Weiternutzung verkaufen, wobei der ErlÃ¶s nach Abzug sÃ¤mtlicher Unkosten an A gehe (Disp.-Ziff. II). Einem allfÃ¤lligen Rekurs gegen Disp.-Ziff. I und II wurde die aufschiebende Wirkung entzogen (Disp.-Ziff. V). </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span>Den dagegen von A am 22. Juni 2000 erhobenen Rekurs wies die Gesundheitsdirektion am 9. Juli 2001 ab. Sie berÃ¼cksichtigte dabei auch die nach dem Erlass der angefochtenen VerfÃ¼gung vom 19. Mai 2000 ergangene StrafverfÃ¼gung vom 12. MÃ¤rz 2001. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span>Mit Beschwerde vom 19. September 2001 beantragte A dem Verwaltungsgericht, den Rekursentscheid vom 9. Juli 2001 aufzuheben und von einer Sanktion abzusehen; eventuell sei eine mildere Verwaltungsmassnahme auszusprechen; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Beschwerdegegners. Das VeterinÃ¤ramt und die Gesundheitsdirektion beantragten am 30. Oktober 2001 bzw. 1. November 2001 Abweisung der Beschwerde. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Weil der BeschwerdefÃ¼hrer bezÃ¼glich der StrafverfÃ¼gung vom 12. MÃ¤rz 2001 das Begehren um gerichtliche Beurteilung gestellt hatte, verfÃ¼gte der AbteilungsprÃ¤sident am 16. November 2001, das Beschwerdeverfahren werde sistiert, bis rechtskrÃ¤ftig Ã¼ber diese BussenverfÃ¼gung entschieden sei. Nach Einsicht in die bezÃ¼glich der genannten BussenverfÃ¼gung ergangenen strafrechtlichen VerfÃ¼gungen und Urteile â nÃ¤mlich die StrafverfÃ¼gung des Statthalteramts Y vom 22. Januar 2003, das Urteil des Einzelrichters in Strafsachen des Bezirkes Y vom 13. Juni 2002, das Urteil der III. Strafkammer des Obergerichts vom 6. Februar 2004 sowie das Urteil des Kassationshofes des Bundesgerichts vom 19. Mai 2004 â wurde mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 21. Juni 2004 die Sistierung aufgehoben sowie den Verfahrensbeteiligten Frist angesetzt, um zur Frage Stellung zu nehmen, wie die RechtmÃ¤ssigkeit des angefochtenen Rekursentscheids der Gesundheitsdirektion vom 9. Juli 2001 bzw. der damit bestÃ¤tigten VerfÃ¼gung des VeterinÃ¤ramts ZÃ¼rich vom 19. Mai 2000 im Licht der genannten strafrechtlichen Urteile zu beurteilen sei. Die Gesundheitsdirektion, das VeterinÃ¤ramt sowie der BeschwerdefÃ¼hrer nahmen dazu mit Eingaben vom 8. Juli und 9. Juli 2002 sowie vom 14. Juli 2004 Stellung.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>WÃ¤hrend der Dauer der Verfahrenssistierung Ã¼bernahm Rechtsanwalt B die Vertretung des BeschwerdefÃ¼hrers anstelle von dessen bisherigen Vertreter Rechtsanwalt C. In seiner Eingabe vom 20. November 2001 ersuchte der neue Rechtsvertreter darum, dem BeschwerdefÃ¼hrer "zwecks ErgÃ¤nzung, Verdeutlichung sowie insbesondere auch rechtlicher BegrÃ¼ndung seiner Beschwerde eine einmalige Nachfrist von 10 Tagen zu erÃ¶ffnen". Zur BegrÃ¼ndung brachte er vor, der bisherige Rechtsvertreter habe mit seiner Beschwerde vom 19. September 2001 "die Rechte und Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers â¦ mutmasslich nicht genÃ¼gend wahrgenommen". </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde nach § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) sachlich und funktionell zustÃ¤ndig. Zur Beschwerdeerhebung â wie schon zuvor zur Rekurserhebung â ist der BeschwerdefÃ¼hrer ungeachtet dessen legitimiert, dass er bereits anfangs MÃ¤rz 2000, noch vor AusfÃ¤llen der streitigen Anordnung vom 19. Mai 2000, das bis dahin auf seinem GehÃ¶ft gehaltene Rindvieh verkauft und abtransportieren lassen hatte. FÃ¼r den Fall, dass er die Haltung von Rindvieh wieder aufnehmen will, hat er ein schutzwÃ¼rdiges aktuelles Interesse daran, dass das ausgefÃ¤llte Verbot samt Androhung der Beschlagnahmung aufgehoben wird. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Zur Ansetzung einer Nachfrist zur Einreichung einer verbesserten Beschwerdeschrift (Begehren des neuen Rechtsvertreters vom 20. November 2001) bestand und besteht kein Anlass. Die Beschwerdeschrift des alten Vertreters vom 19. September 2001 genÃ¼gte durchaus den Anforderungen von § 54 VRG. Der neue Rechtsvertreter musste demnach das Verfahren in jenem Stadium antreten, in dem es sich damals befand. Die Ablehnung eines Begehrens ist bisher nicht ausdrÃ¼cklich â in Form einer PrÃ¤sidialverfÃ¼gung â erfolgt, weil das Verfahren damals ohnehin sistiert wurde. Im Ãbrigen hatte der neue Rechtsvertreter insofern Gelegenheit, seinen Standpunkt darzulegen, als er sich aufgrund der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 21. Juni 2004 zur Frage der RechtmÃ¤ssigkeit der vorinstanzlichen Entscheide Ã¤ussern konnte. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>GemÃ¤ss Art. 24 des eidgenÃ¶ssischen Tierschutzgesetzes vom 9. MÃ¤rz 1978 (TSchG, SR 455) kann die BehÃ¶rde ohne RÃ¼cksicht auf die Strafbarkeit des Betroffenen das Halten von Tieren, den Handel oder die berufsmÃ¤ssige BeschÃ¤ftigung mit Tieren auf bestimmte oder unbestimmte Zeit den Personen verbieten, die wegen wiederholter oder schwerer Zuwiderhandlung gegen Vorschriften der Tierschutzgesetzgebung bestraft worden sind (lit. a) oder die wegen Geisteskrankheit, GeistesschwÃ¤che, Trunksucht oder aus anderen GrÃ¼nden unfÃ¤hig sind, ein Tier zu halten (lit. b). Vorschriften Ã¼ber die Haltung und das Behandeln von Tieren finden sich namentlich in Art. 3 und 22 TSchG sowie in Art. 1â7 und Art. 66 der eidgenÃ¶ssischen Tierschutzverordnung vom 27. Mai 1981 (TSchV, SR 455.1), fÃ¼r das Rindvieh im Besonderen sodann in Art. 16â19 TSchV. GemÃ¤ss § 11 des kantonalen Tierschutzgesetzes vom 2. Juni 1991 (KTSchG), welches unter anderem den Vollzug der eidgenÃ¶ssischen Tierschutzgesetzgebung regelt, verfÃ¼gen die Vollzugsorgane die Behebung von MÃ¤ngeln der Tierhaltung (Satz 1). Kann nicht anders Abhilfe geschaffen werden oder rechtfertigt es die Schwere der VerstÃ¶sse gegen die Tierschutzgesetzgebung, wird die Bewilligung entzogen oder ein Tierhalteverbot ausgesprochen (Satz 2). § 11 KTSchG kann nur im Rahmen der bundesrechtlichen Regelung zu einem Tierhalteverbot fÃ¼hren (RB 1999 Nr. 91).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Mit den StrafverfÃ¼gungen des Statthalteramts Y vom 21. Juni 1999 und vom 12. MÃ¤rz 2001 wurde der BeschwerdefÃ¼hrer wegen vorsÃ¤tzlicher Missachtung von Vorschriften Ã¼ber die Tierhaltung je mit einer Busse von Fr. 500.- bestraft. Vorgeworfen wurde ihm eine Verletzung von Art. 2 und 3 TSchG sowie von Art. 1 Abs. 1 und 2, Art. 2 Abs. 1, Art. 17 und Art. 18 TSchV. GemÃ¤ss diesen Bestimmungen sind Tiere so zu behandeln, dass ihren BedÃ¼rfnissen in bestmÃ¶glicher Weise Rechnung getragen wird; wer mit Tieren umgeht, hat, soweit es der Verwendungszweck zulÃ¤sst, fÃ¼r deren Wohlbefinden zu sorgen; niemand darf ungerechtfertigt einem Tier Schmerzen, Leiden oder SchÃ¤den zufÃ¼gen oder es in Angst versetzen (Art. 2 Abs. 1â3 TSchG). Wer ein Tier hÃ¤lt oder betreut, muss es angemessen nÃ¤hren, pflegen und ihm soweit nÃ¶tig Unterkunft gewÃ¤hren; die fÃ¼r ein Tier notwendige Bewegungsfreiheit darf nicht dauernd oder unnÃ¶tig eingeschrÃ¤nkt werden, wenn damit fÃ¼r das Tier Schmerzen, Leiden oder SchÃ¤den verbunden sind (Art. 3 Abs. 1 und 2 TSchG). Tiere sind so zu halten, dass ihre KÃ¶rperfunktionen und ihr Verhalten nicht gestÃ¶rt werden und ihre AnpassungsfÃ¤higkeit nicht Ã¼berfordert wird. FÃ¼tterung, Pflege und Unterkunft sind angemessen, wenn sie nach dem Stand der Erfahrung und den Erkenntnissen der Physiologie, Verhaltenskunde und Hygiene den BedÃ¼rfnissen der Tiere entsprechen (Art. 1 Abs. 1 und 2 TSchV). Tiere sind regelmÃ¤ssig und ausreichend mit geeignetem Futter und, soweit nÃ¶tig, mit Wasser zu versorgen; bei Gruppenhaltung muss der Halter dafÃ¼r sorgen, dass jedes Tier genÃ¼gend Futter und Wasser erhÃ¤lt (Art. 2 Abs. 1 TSchV). Kranke und verletzte Tiere muss der Tierhalter unverzÃ¼glich ihrem Zustand entsprechend unterbringen, pflegen und behandeln oder aber tÃ¶ten (Art. 3 Abs. 3 TSchV). FÃ¼r KÃ¤lber bis vier Monate, fÃ¼r KÃ¼he und hoch trÃ¤chtige Rinder sowie fÃ¼r Zuchtstiere muss der Liegebereich mit ausreichender und geeigneter Einstreue versehen werden (Art. 17 Abs. 1 TSchV). Rindvieh, das angebunden gehalten wird, muss sich regelmÃ¤ssig, mindestens jedoch an 90 Tagen pro Jahr, ausserhalb des Stalles bewegen kÃ¶nnen (Art. 18 TSchV).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>In der StrafverfÃ¼gung vom 21. Juni 1999 wurde die ausgefÃ¤llte Busse damit begrÃ¼ndet, der BeschwerdefÃ¼hrer habe gemÃ¤ss seinen eigenen Angaben den sieben KÃ¼hen und fÃ¼nf Jungtieren seit 14. November 1998 keinen Auslauf und kein freies Bewegen mehr gewÃ¤hrt, obschon neben dem Stall eine grÃ¶ssere Weide vorhanden sei; dies entgegen den zur Konkretisierung von Art. 18 TSchV ergangenen Richtlinien des Bundesamtes fÃ¼r VeterinÃ¤rwesen und des kantonalen VeterinÃ¤ramtes, wonach sich die Tiere auch in den Wintermonaten 30 Tage ausserhalb des Stalles bewegen kÃ¶nnen mÃ¼ssten und keinesfalls lÃ¤nger als fÃ¼nf Wochen ohne Auslauf angebunden gehalten werden dÃ¼rften.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>In der StrafverfÃ¼gung vom 12. MÃ¤rz 2001, die nach AusfÃ¤llen des Tierhalteverbots durch das VeterinÃ¤ramt, jedoch vor Erlass des Rekursentscheids durch die Gesundheitsdirektion erging, wurden dem BeschwerdefÃ¼hrer drei VerstÃ¶sse angelastet: Er habe im Januar 2000 eine kranke Kuh nicht unverzÃ¼glich ihrem Zustand entsprechend behandelt; der zu spÃ¤t herbeigerufene Tierarzt habe nur noch deren sofortige TÃ¶tung veranlassen kÃ¶nnen. Sodann habe er verschiedene Tiere seines 6 MutterkÃ¼he und 4 Rinder umfassenden Bestands unregelmÃ¤ssig bzw. ungenÃ¼gend gefÃ¼ttert, sodass sie in einen "als sehr mager" zu bezeichnenden Zustand geraten seien. Er habe den Liegebereich der KÃ¼he nicht mit ausreichend und geeigneter Einstreue versehen, sodass die Tiere ihr arteigenes Pflegeverhalten nicht hÃ¤tten wahrnehmen kÃ¶nnen; anlÃ¤sslich der Kontrollen seien die Tiere erheblich verschmutzt und sei der Stallboden mit knÃ¶cheltiefem Kot bedeckt gewesen. In der diese BussenverfÃ¼gung ersetzenden VerfÃ¼gung vom 13. Juni 2002, die aufgrund des Begehrens um gerichtliche Beurteilung im Verfahren nach § 343 der Strafprozessordnung vom 4. Mai 1919 (StPO) erging, hielt der Statthalter weit gehend an seiner frÃ¼heren Beurteilung fest; fallengelassen wurde einzig der Vorwurf der unzureichenden Behandlung einer kranken Kuh (Art. 3 Abs. 3 TSchV), was zu einer Reduktion der Busse auf Fr. 330.- fÃ¼hrte. Die verbleibenden VorwÃ¼rfe (ungenÃ¼gende Reinigung des Stalles und ungenÃ¼gende FÃ¼tterung von drei KÃ¼hen; Verletzung von Art. 2 und 3 TSchG sowie Art. 1 Abs. 1 und 2, Art. 2 Abs. 1 und Art. 17 TSchV) hielt in der Folge aufgrund der vorliegenden Zeugenaussagen auch der Einzelrichter in Strafsachen des Bezirkes Y fÃ¼r erwiesen, der in seinem Urteil vom 22. Januar 2003 die vom Statthalter ausgefÃ¤llte Busse von Fr. 330.- bestÃ¤tigte. Die dagegen erhobene Nichtigkeitsbeschwerde wies das Obergericht (III. Strafkammer) am 6. Februar 2004 ab. Desgleichen blieben die vor Bundesgericht erhobenen Rechtmittel der eidgenÃ¶ssischen Nichtigkeitsbeschwerde und der staatsrechtlichen Beschwerde erfolglos (Urteil des Kassationshofes vom 19. Mai 2004). </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Die mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 16. November 2001 angeordnete Sistierung des Beschwerdeverfahrens erfolgte aufgrund einer gleichentags gefÃ¼hrten Vorberatung, worin die Kammer sich insbesondere mit den zwei folgenden Fragen befasste: </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Aufgrund der ErwÃ¤gungen der VerfÃ¼gung vom 19. Mai 2000 ist nicht ganz klar, ob sich das dort ausgesprochene Tierhalteverbot nur auf Art. 24 lit. a TSchG oder auch auf lit. b stÃ¼tzt; die ErwÃ¤gungen kÃ¶nnen dahin verstanden werden, dass auch lit. b herangezogen wurde. Im Rekurs vom 22. Juni 2000 an die Gesundheitsdirektion (S. 5) ging der BeschwerdefÃ¼hrer davon aus, Grundlage des Verbots bilde einzig lit. a; deswegen erhob er mit Blick auf die damals einzig vorliegende StrafverfÃ¼gung vom 21. Juni 1999 den Vorwurf, mangels wiederholter oder schwerer Zuwiderhandlung entbehre das Verbot einer gesetzlichen Grundlage; allerdings schloss er mit der Formulierung, eine Bestrafung im Sinn von lit. a "stehe wohl auch nicht in Aussicht", die BerÃ¼cksichtigung des Ergebnisses des noch hÃ¤ngigen Bussverfahrens nicht aus. Die Gesundheitsdirektion stÃ¼tzte sich in ihrem das Tierhalteverbot bestÃ¤tigenden Rekursentscheid vom 9. Juli 2001 ausschliesslich auf Art. 24 lit. a TSchG, wobei sie die in der Zwischenzeit ergangene BussenverfÃ¼gung vom 12. MÃ¤rz 2001 berÃ¼cksichtigte (vgl. E. 5 und 6 des Rekursentscheids). In der Beschwerdeschrift rÃ¼gt der BeschwerdefÃ¼hrer in erster Linie, der Rekursentscheid stÃ¼tze sich zu Unrecht auf Art. 24 lit. a TSchG; denn einerseits habe die Rekursinstanz zu Unrecht auch die BussenverfÃ¼gung vom 12. MÃ¤rz 2001 berÃ¼cksichtigt, und anderseits handle es sich bei den ihm vom VeterinÃ¤ramt vorgeworfenen VerstÃ¶ssen (die nÃ¤mlichen, die das Statthalteramt in den beiden BussenverfÃ¼gungen zu beurteilen hatte) nicht um schwere Verfehlungen. â In der Vorberatung gelangte die Kammer zum Schluss, die Beschwerde bzw. das damit angefochtene Tierhalteverbot dÃ¼rfe nur auf der Grundlage von Art. 24 lit. a TSchG beurteilt werden. Daran ist festzuhalten. </span></p> <p class="Erwgung2"><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Sodann gelangte die Kammer damals zum Schluss, die Gesundheitsdirektion habe die erst spÃ¤ter ergangene BussenverfÃ¼gung vom 12. MÃ¤rz 2001 beim Entscheid Ã¼ber den Rekurs berÃ¼cksichtigen dÃ¼rfen, weil damit keine VerÃ¤nderung des Streitgegenstandes bewirkt werde (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 20 N. 47 ff., § 52 N. 16). Allerdings setze eine BestÃ¤tigung des Tierhalteverbots im Rechtsmittelverfahren mit der BegrÃ¼ndung, der Tatbestand von Art. 24 lit. a TSchG sei erfÃ¼llt, voraus, dass die zweite BussenverfÃ¼gung rechtskrÃ¤ftig wÃ¤re; denn die mit der frÃ¼heren BussenverfÃ¼gung vom 21. Juni 1999 geahndete Zuwiderhandlung dÃ¼rfte kaum als "schwer" gewÃ¼rdigt werden; anderseits komme gestÃ¼tzt auf die spÃ¤tere BussenverfÃ¼gung vom 12. MÃ¤rz 2001, sofern diese in Rechtskraft erwachse, auch eine BestÃ¤tigung des Tierhalteverbots nach Art. 24 lit. a TSchG gestÃ¼tzt auf die dortige Tatbestandsvariante der Bestrafung wegen wiederholter Zuwiderhandlung in Betracht. â An dieser Beurteilung ist ebenfalls festzuhalten. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass sich auch die spÃ¤tere BussenverfÃ¼gung vom 12. MÃ¤rz 2001 auf GesetzesÃ¼bertretungen stÃ¼tzt, welche sich bereits vor Erlass des Tierhalteverbots vom 19. Mai 2000 ereigneten.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>In seiner Stellungnahme vom 14. Juli 2004 macht der BeschwerdefÃ¼hrer geltend, aus den zur BussenverfÃ¼gung vom 13. Juni 2002 ergangenen strafgerichtlichen Urteilen lasse sich nicht ableiten, er habe sich "schwere" Zuwiderhandlungen gegen die Tierschutzgesetzgebung zuschulden kommen lassen. DemgegenÃ¼ber halten die Gesundheitsdirektion und das VeterinÃ¤ramt in ihren Stellungnahmen daran fest, der BeschwerdefÃ¼hrer habe in schwer wiegender Weise gegen solche Bestimmungen verstossen; zudem stehe nunmehr rechtskrÃ¤ftig fest, dass es sich auch um wiederholte Zuwiderhandlungen gehandelt habe. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Der Begriff der "schweren Zuwiderhandlung" im Sinn von Art. 24 lit. a TSchG ist ein unbestimmter Gesetzesbegriff, welcher der Auslegung zugÃ¤nglich ist, jedoch der VerwaltungsbehÃ¶rde im Einzelfall auch einen Beurteilungs- und Ermessensspielraum einrÃ¤umt; die diesbezÃ¼gliche ErmessensbetÃ¤tigung ist durch das Verwaltungsgericht im Rahmen der Rechtskontrolle nach § 50 VRG nur beschrÃ¤nkt Ã¼berprÃ¼fbar, nÃ¤mlich auf ErmessensÃ¼berschreitung bzw. Ermessensmissbrauch hin oder in ihrem Zusammenhang mit der Auslegung. FÃ¼r die Beurteilung der Schwere ist zunÃ¤chst von Bedeutung, gegen welche Strafbestimmungen des Tierschutzgesetzes verstossen wurde; so kommt etwa den als TierquÃ¤lerei geltenden Handlungen (Art. 27 TSchG) von vornherein der grÃ¶ssere Unrechtsgehalt als den Ã¼brigen Widerhandlungen im Sinn von Art. 29 TSchG zu; auch VerstÃ¶sse gegen die in Art. 29 TSchG aufgefÃ¼hrten Vorschriften kÃ¶nnen jedoch durchaus eine schwere Zuwiderhandlung im Sinn von Art. 24 TSchG darstellen und damit eine Grundlage fÃ¼r ein Tierhalteverbot bilden (Antoine Goetschel, Kommentar zum EidgenÃ¶ssischen Tierschutzgesetz, ZÃ¼rich 1986, Art. 24 N. 7). FÃ¼r die Schwere des Verstosses ist sodann relevant, in welchem Ausmass dadurch das Wohlbefinden der Tiere beeintrÃ¤chtigt worden ist (vgl. Art. 1 und 2 TSchG), ob der TÃ¤ter vorsÃ¤tzlich oder fahrlÃ¤ssig gehandelt hat und wie sein Verschulden zu wÃ¼rdigen ist, wobei bezÃ¼glich aller dieser Komponenten ein in der gleichen Sache ergangenes strafrechtliches Urteil weit gehend massgebend ist (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 1 N. 31); eine zwingende Bindung an das Strafurteil besteht fÃ¼r die VerwaltungsbehÃ¶rden allerdings deswegen nicht, weil es sich beim Begriff der schweren Zuwiderhandlung um einen spezifischen Begriff der verwaltungsrechtlichen Sanktionsregelung (Art. 24 TSchG) handelt. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Auch beim Begriff der "wiederholten" Zuwiderhandlung nach Art. 24 lit. a TSchG handelt es sich um einen unbestimmten Rechtsbegriff im erwÃ¤hnten Sinn. Eine wiederholte Zuwiderhandlung liegt jedenfalls dann vor, wenn der Betroffene mehrmals gegen dieselbe Vorschrift verstossen und dafÃ¼r bestraft worden ist (Goetschel, Art. 24 N. 7). Das trifft im vorliegenden Fall nicht zu. Die Auslegung der Bestimmung muss sich jedoch weder nach ihrem Wortlaut noch nach ihrem Zweck auf diese (an den strafrechtlichen Begriff der Wiederholung anknÃ¼pfende) Bedeutung beschrÃ¤nken. Wiederholte Zuwiderhandlungen im Sinn von Art. 24 lit. a TSchG kÃ¶nnen auch dann vorliegen, wenn der Betroffene, wie hier, wiederholt, jedoch jeweils wegen Verletzung unterschiedlicher Bestimmungen, bestraft worden ist.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Angesichts dieses Auslegungsergebnisses kann offen bleiben, ob die mit der BussenverfÃ¼gung vom 12. MÃ¤rz 2001/13. Juni 2002 geahndeten VerstÃ¶sse schwere Zuwiderhandlungen darstellen. Aufgrund beider Bestrafungen ist hingegen nach dem Gesagten von "wiederholten" Zuwiderhandlungen auszugehen, womit eine hinreichende gesetzliche Grundlage fÃ¼r das streitbetroffene Tierhalteverbot besteht. Zu prÃ¼fen bleibt, ob das Tierhalteverbot als solches sowie dessen zeitliche Ausgestaltung (auf unbestimmte Zeit, mit der MÃ¶glichkeit, frÃ¼hestens nach zwei Jahren einen begrÃ¼ndeten Antrag auf Aufhebung zu stellen) mit dem Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit vereinbar seien. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Die Gesundheitsdirektion hat die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der streitbetroffenen Massnahmen bejaht, im Wesentlichen aus folgenden ErwÃ¤gungen (Rekursentscheid E. 6): Die Massnahme sei angesichts des anlÃ¤sslich der Kontrollen festgestellten Zustandes von Stall und Tieren mit Blick auf die Zielsetzungen der Tierschutzgesetzgebung geeignet und notwendig gewesen. Aufgrund der anlÃ¤sslich der Kontrolle vom 28. Februar 2000 erstellten Fotografien kÃ¶nne davon ausgegangen werden, dass der erforderliche Auslauf zumindest in den vorangehenden Wochen nicht mehr gewÃ¤hrt worden sei. Sodann belegten die Fotos, dass die Tiere erheblich verschmutzt gewesen seien und knÃ¶cheltief im eigenen Kot gestanden hÃ¤tten. Drei der zehn Tiere seien nicht nur aufgrund der Fotos, sondern auch in den Waagscheinen bei der Schlachtung als sehr mager bezeichnet worden, was darauf schliessen lasse, dass zumindest ein Teil des Viehs ungenÃ¼gend oder unregelmÃ¤ssig gefÃ¼ttert worden sei. Die genannten MÃ¤ngel seien auch durch die strafrechtliche Untersuchung erhÃ¤rtet, welche zur am 12. MÃ¤rz 2001 ausgefÃ¤llten Busse von Fr. 500.- gefÃ¼hrt habe. WÃ¤hrend der von ihm geltend gemachten, jedoch unbelegten zweiwÃ¶chigen Abwesenheit wÃ¤re der Rekurrent verpflichtet gewesen, fÃ¼r die Pflege von Stall und Vieh eine zuverlÃ¤ssige und sachkundige Stellvertretung zu organisieren. Die von ihm eingesetzte Aushilfe sei indessen offensichtlich nicht in der Lage gewesen, die ihr Ã¼bertragene Aufgabe "sachgerecht" (tiergerecht) zu erfÃ¼llen. Der Rekurrent habe sich im Ãbrigen geweigert, den Namen seines Stellvertreters bekannt zu geben, wodurch entsprechende Befragungen verunmÃ¶glicht worden seien und Zweifel an der behaupteten Abwesenheit des Rekurrenten verblieben; Zweifel an dieser Sachdarstellung bestÃ¼nden auch deswegen, weil seine Mutter am Morgen des 28. Februars 2000 ausgesagt habe, sie erwarte ihren Sohn, der misten und fÃ¼ttern werde. Die wiederholten, Ã¼ber zwei Jahre durchgefÃ¼hrten Tierschutzkontrollen des VeterinÃ¤ramts sowie die beiden strafrechtlichen Untersuchungen liessen unabhÃ¤ngig voneinander den Schluss zu, dass der Rekurrent nicht in der Lage sei, das Rindvieh nach den Mindestnormen der Tierschutzgesetzgebung zu halten und zu pflegen. Aufgrund dieser Ã¼bereinstimmenden Feststellungen von Fachleuten erscheine das verhÃ¤ngte Tierhalteverbot nicht nur als geeignete und erforderliche, sondern auch als gerechtfertige Massnahme, zumal das auf unbestimmte Zeit ausgesprochene Verbot dadurch relativiert sei, dass der Rekurrent bereits nach zwei Jahren seit Erlass der angefochtenen VerfÃ¼gung wieder Tiere halten dÃ¼rfe, sofern er belegen kÃ¶nne, dass er zu deren tierschutzgerechten Betreuung in der Lage sei.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>In der Beschwerdeschrift vom 19. September 2001 sowie in der Stellungnahme vom 14. Juli 2004 wird nichts vorgebracht, was die Tatsachenfeststellungen der Vorinstanz entkrÃ¤ften wÃ¼rde. Soweit diese Feststellungen jene Sachverhaltselemente betreffen, welche der strafrechtlichen Beurteilung zugrunde gelegt wurden, sind sie zudem durch die Urteile des Einzelrichters, des Obergerichts und des Bundesgerichts bestÃ¤tigt worden. Das gilt fÃ¼r die beiden VorwÃ¼rfe, den Stall zumindest am 27. Februar 2000 nicht genÃ¼gend gereinigt und (wÃ¤hrend lÃ¤ngerer Zeit) drei KÃ¼he nicht genÃ¼gend gefÃ¼ttert zu haben. Dass das Obergericht in diesem Zusammenhang die Beweiskraft der Fotos verneinte, vermag daran nichts zu Ã¤ndern, schÃ¼tzte es doch die BeweiswÃ¼rdigung des Einzelrichters gleichwohl aufgrund der Aussagen des Zeugen D, der die diesbezÃ¼glichen Feststellungen in seiner damaligen Eigenschaft als amtlicher Tierschutzbeauftragter getroffen hatte. Sodann kann offen bleiben, ob die von der Gesundheitsdirektion geÃ¤usserten Zweifel an der Sachdarstellung des BeschwerdefÃ¼hrers betreffend dessen vierzehntÃ¤gige Abwesenheit begrÃ¼ndet sind. Aufgrund der ErwÃ¤gungen des Einzelrichters in Strafsachen ist davon auszugehen, dass die Aussagen der damaligen Hilfskraft E (der im dem Urteil des Einzelrichters vorangehenden, jedoch dem Rekursentscheid der Gesundheitsdirektion nachfolgenden strafrechtlichen Ermittlungsverfahren doch noch einvernommen wurde) diesbezÃ¼glich keinen nÃ¤heren Aufschluss geben. Bei der nachstehenden rechtlichen WÃ¼rdigung wird davon ausgegangen, dass die Sachdarstellung des BeschwerdefÃ¼hrers, wonach er im Februar 2000 wÃ¤hrend vierzehn Tagen abwesend und auf den Einsatz einer Hilfskraft angewiesen gewesen sei (vgl. Ziffer 3.4 der Rekursschrift vom 22. Juni 2000), zutrifft. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>Wenn die Gesundheitsdirektion aufgrund der getroffenen Tatsachenfeststellungen, von denen im vorstehend dargelegten Umfang auszugehen ist, das angefochtene Tierhalteverbot als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig gewÃ¼rdigt hat, so ist dem zuzustimmen. Auch bezÃ¼glich dieser â rechtlichen â WÃ¼rdigung bringt der BeschwerdefÃ¼hrer nichts vor, was eine gegenteilige Beurteilung nahe legen wÃ¼rde. Hinsichtlich der zeitlichen Ausgestaltung (grundsÃ¤tzlich auf unbestimmte Zeit, jedoch mit der MÃ¶glichkeit, frÃ¼hestens zwei Jahre nach Erlass ein Gesuch um Aufhebung des Verbotes zu stellen) gilt dies ebenfalls, jedenfalls dann, wenn davon ausgegangen wird, die festgelegte Sperrfrist beginne nicht erst ab dem heutigen Urteil zu laufen, sondern habe nach Erlass der angefochtenen VerfÃ¼gung vom 19. Mai 2000 zu laufen begonnen. Diese bezÃ¼glich des Fristenlaufs fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer gÃ¼nstige Betrachtungsweise, von der offenbar auch die Gesundheitsdirektion ausgegangen ist, rechtfertigt sich schon deswegen, weil dem Rekurs gegen die VerfÃ¼gung vom 19. Mai 2000 die aufschiebende Wirkung entzogen worden ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Die Gerichtskosten sind dem unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG), dem nach § 17 Abs. 2 VRG von vornherein keine ParteientschÃ¤digung zusteht.</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'100.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Urteilstext"><span>6. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>