<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2001.00040</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106446&amp;W10_KEY=13013576&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2001.00040</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.12.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 1998</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Anschlussbeschwerderecht. Buchführungspflicht. Im Steuer-Beschwerdeverfahren besteht kein Anschlussbeschwerderecht (E. 1). AG haben als Buchführungspflichtige ihre Buchhaltung nicht nach der Ist-, sondern ausschliesslich nach der Soll-Methode zu führen. Eine Mischung beider Methoden zur "Kompensation einer vormaligen Unterbesteuerung" ist unzulässig (E. 4). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN">ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANSCHLUSSBESCHWERDE">ANSCHLUSSBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: EinschÃ¤tzungs-,Rekurs- und Beschwerdeverfahren ST: BESCHWERDEVERFAHREN">BESCHWERDEVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BÃRSENGESCHÃFT">BÃRSENGESCHÃFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BUCHFÃHRUNGSPFLICHTIG">BUCHFÃHRUNGSPFLICHTIG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN">EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KICK BACK">KICK BACK</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PERIODIZITÃTSPRINZIP">PERIODIZITÃTSPRINZIP</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REALISATIONSPRINZIP">REALISATIONSPRINZIP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RETROKOMMISSION">RETROKOMMISSION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RETROZESSION">RETROZESSION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOLL-METHODE">SOLL-METHODE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERMÃGENSVERWALTER">VERMÃGENSVERWALTER</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 45 lit. I aStG</span><br/><span class="ungerade">Art. 52 HRegV</span><br/><span class="gerade">Art. 78 HRegV</span><br/><span class="ungerade">Art. 643 OR</span><br/><span class="gerade">Art. 934 OR</span><br/><span class="ungerade">Art. 957 OR</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die A AG (nachfolgend: die Pflichtige) mit heutigem Sitz in X, welche die VermÃ¶gensverwaltung fÃ¼r institutionelle und private Anleger bezweckt, deklarierte in ihrer SteuererklÃ¤rung fÃ¼r die zÃ¼rcherischen Staats- und Gemeindesteuern 1998 einen steuerbaren Reinertrag von Fr. 428'460.- und ein steuerbares Kapital von Fr. 1'050'346.-. Nach DurchfÃ¼hrung eines Auflageverfahrens traf der SteuerkommissÃ¤r seinen EinschÃ¤tzungsentscheid am 24. November 2000 auf der Grundlage seines bereinigten EinschÃ¤tzungsvorschlags vom 1. November 2000 und setzte er den steuerbaren Reinertrag auf Fr. 1'467'900.- (zum Satz von 12 %) und das steuerbare Kapital auf Fr. 2'089'000.- (zum Satz von 1,5 â°) fest. Dabei rechnete er dem massgebenden Gewinn des GeschÃ¤ftsjahrs 1997 unter anderem nebst den von der pflichtigen Gesellschaft deklarierten, im Jahr 1997 tatsÃ¤chlich vereinnahmten Bankprovisionen des 4. Quartals 1996 von Fr. 375'569.05 auch die erst im GeschÃ¤ftsjahr 1998 kassierten sogenannten Retrozessionen des 4. Quartals 1997 im Gesamtbetrag von Fr. 692'685.- hinzu, mithin insgesamt solche VergÃ¼tungen aus einem Zeitraum von 15 GeschÃ¤ftsmonaten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die von der Pflichtigen hiergegen erhobene Einsprache blieb erfolglos. Das kantonale Steueramt erwog im Einspracheentscheid vom 26. Januar 2001, dass der Rechtsanspruch der Pflichtigen auf Retrozession aufgrund der mit den Banken getroffenen aktenkundigen Abmachungen jeweils bereits mit Abschluss des provisionsbegrÃ¼ndenden RechtsgeschÃ¤fts entstanden sei, und nicht erst im Zeitpunkt der Abrechnung. Die Pflichtige habe keinen durchsetzbaren Rechtsanspruch auf WeiterfÃ¼hrung ihres bisherigen Systems der Verbuchung von Retrozessionen nach der sogenannten Ist-Methode. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die unterlegene Pflichtige gelangte daraufhin am 2. Februar 2001 mit Rekurs an die Steuerrekurskommission I, welcher sie unter Erneuerung des Einspracheantrags beantragte, mit einem die Retrozessionen des 4. Quartals 1997 ausklammernden steuerbaren Rein­gewinn von Fr. 775'200.- und einem steuerbaren Kapital von Fr. 1'397'000.- eingeschÃ¤tzt zu werden. Dabei beharrte die Pflichtige ganz allgemein darauf, dass der Anspruch auf die Retrozession entgegen dem DafÃ¼rhalten des SteuerkommissÃ¤rs nicht schon mit Abschluss des zur VergÃ¼tung fÃ¼hrenden RechtsgeschÃ¤fts, sondern erst kraft Zustimmung des Bankkunden zur Auszahlung der Retrozession an den VermÃ¶gensverwalter entstanden sei. Die Retrozessionen seien daher gemÃ¤ss den GrundsÃ¤tzen der Bilanzvorsicht und -stetigkeit seit GrÃ¼ndung der Gesellschaft im Jahr 1990 erst nach Vorliegen der Bankabrechnung als ErtrÃ¤ge verbucht worden. Diese Verbuchungsmethode sei von der Abteilung fÃ¼r BÃ¼cherrevisionen I des kantonalen Steueramts im Zuge der Untersuchung der GeschÃ¤ftsjahre 1990 bis 1992 fÃ¼r einwandfrei befunden worden und jedenfalls handelsrechtskonform. Nach dem sogenannten Massgeblichkeitsprinzip sei die Verbuchungsart daher auch fÃ¼r die SteuerbehÃ¶rde weiterhin verbindlich. Dass die im "sehr gute[n] BÃ¶rsenklima" des 4. Quartals 1997 begrÃ¼ndeten besonders hohen Retrozessionen erst im Jahr 1998 zur Auszahlung gelangt seien und daher in die beim Systemwechsel von der Vergangenheits- zur Gegenwartsbemessung entstandene BemessungslÃ¼cke fielen, mÃ¼sse vom Fiskus hingenommen werden, weil diese Letztere vom Gesetzgeber gewollt sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Steuerrekurskommission I hiess das Rechtsmittel mit Entscheid vom 30. Mai 2001 teilweise gut und schÃ¤tzte die Pflichtige fÃ¼r das Steuerjahr 1998 mit einem steuerbaren Ertrag von Fr. 1'092'400.- (zum Satz von 12 %) und einem steuerbaren Kapital von Fr. 2'089'000.- (zum Satz von 1,5 â°) ein. Dabei gelangte sie nach Darlegung der recht­lichen Grundlagen der Streiterledigung zum Schluss, die buchfÃ¼hrungspflichtige und daher der Soll-Methode unterliegende Pflichtige habe â nicht auch zuletzt aufgrund der von dieser eingeholten dahinlautenden schriftlichen BestÃ¤tigungen der involvierten Depotbanken â ihre Retrozessionen bereits im Zeitpunkt des Abschlusses eines BÃ¶rsengeschÃ¤fts oder mit der Vermittlung eines Bankkunden verdient. Das kantonale Steueramt habe demnach die RetrozessionsertrÃ¤ge der Pflichtigen aus GeschÃ¤ften, die im 4. Quartal 1997 getÃ¤tigt wor­den, jedoch erst anfangs 1998 abgerechnet worden seien, rechtens dem steuerbaren Ge­winn 1997 hinzugerechnet. Diese Gewinnkorrektur sei im Licht der von der Pflichtigen an­ge­rufenen handelsrechtlichen Prinzipien (Realisations- und Periodi­zitÃ¤tsgrundsatz) nicht un­zulÃ¤ssig, sondern gegenteils geboten gewesen. Eine behÃ¶rdliche Zusicherung hinsichtlich der ZulÃ¤ssigkeit der bisherigen Verbuchungsmethode sei gegenÃ¼ber der Pflichtigen nicht ausgesprochen worden, so dass ihre Berufung auf Treu und Glau­ben fehl gehe. Indessen erheischten die erwÃ¤hnten Grundregeln eine methodisch folgerichtige Abgrenzung der RetrozessionsertrÃ¤ge "innerhalb der zur Bemessungsgrundlage heranzuziehenden Periode des GeschÃ¤ftsjahres 1997 am Anfang und am Ende der Periode. Die gebotene Aufrechnung der (nicht verbuchten) RetrozessionsertrÃ¤ge fÃ¼r das 4. Quar­tal 1997 bei gleichzeitiger Erfas­sung der (verbuchten) RetrozessionsertrÃ¤ge fÃ¼r das 4. Quartal 1996 hÃ¤tte zur Folge, dass die Abgrenzung der Bemessungsgrundlage fÃ¼r die Veranlagung 1998 unter Anwendung der Ist-Methode am Jahresanfang und der Soll-Methode am Jahresende erfolgen wÃ¼rde, was einerseits handelsrechtswidrig und mithin auch steuerrechtlich unzulÃ¤ssig" sei. Die im ausgewiesenen GeschÃ¤ftsgewinn 1997 enthaltenen Retrozessions­ertrÃ¤ge des 4. Quartals 1996 mÃ¼ssten deshalb aus der fÃ¼r das Steuerjahr 1998 massgeblichen Bemessungsgrundlage ausgeschieden werden. Hinsichtlich des steuerbaren Kapitals ergebe sich freilich (aus dargelegtem Grund) keine <span>Ã¤</span>nderung. DemgemÃ¤ss sei die EinschÃ¤tzung wie folgt vorzunehmen:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"Steuerbarer Ertrag gemÃ¤ss EinschÃ¤tzung: 1'467'981.00</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>(inkl. nicht verbuchte Retrozessionen 4. Quartal 1997)</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>./. verbuchte Retrozessionen 4. Quartal 1996 375'569.50</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Steuerbarer Ertrag 1'092'411.50</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Steuerbarer Ertrag (neu, gerundet) 1'092'400.-</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Steuersatz 12 %</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Steuerbares Kapital (unverÃ¤ndert) 2'089'000.-</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Steuersatz 1.5 â°"</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Hiergegen erhob der SteuerkommissÃ¤r namens des Staats ZÃ¼rich am 22. Juni 2001 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte die Wiederherstellung des Einspracheentscheids.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>WÃ¤hrend die Steuerrekurskommission I sich in ihrer Beschwerdeantwort vom 29. Juni 2001 darauf beschrÃ¤nkte, unter Darlegung von GrÃ¼nden die Abweisung des Rechts­mittels zu beantragen, stellte die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 6. Juli 2001 folgende AntrÃ¤ge:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <span><br/> </span> <p class="EinzugZitat"> "<b>Hauptantrag</b></p> <p class="EinzugZitat">Die A AG sei fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern 1998 mit einem steuerbaren Reingewinn von CHF 775'200.-- und einem steuerbaren Kapital von CHF 1'397'000.-- zu veranlagen.</p> <p class="EinzugZitat"><b> </b></p> <p class="EinzugZitat"><b>Eventualantrag</b></p> <p class="EinzugZitat">Die Steuerpflichtige sei fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern 1998 mit einem steuerbaren Ertrag von CHF 1'092'400.-- und einem steuerbaren Kapital von CHF 2'089'000.-- zu veranlagen."</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Gegen den Entscheid der Rekurskommission oder ihres PrÃ¤sidenten kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) der Steuerpflichtige, das kan- tonale Steueramt und die Gemeinde innert 30 Tagen nach Zustellung Beschwerde beim Ver­­­waltungsgericht erheben. Ein Anschlussbeschwerderecht besteht freilich nicht, weshalb auf den Hauptantrag der Beschwerdegegnerin, womit diese ihren Rekursantrag erneuert hat, nicht einzutreten ist. Wollte die Beschwerdegegnerin sich mit dem nur teilweise zu ih­ren Gunsten ausgefallenen rekursinstanzlichen Entscheid nicht abfinden, hÃ¤tte sie dagegen innert der Beschwerdefrist selbstÃ¤ndig Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben mÃ¼ssen. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 StG alle Rechtsverletzungen, einschliesslich <span>Ã¼</span>berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden. Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen im vorliegenden Verfahren auf reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. FÃ¼r die Berechnung des steuerbaren Ertrags juristischer Personen ist nach § 45 Abs. 1 des kraft § 269 Abs. 1 StG insoweit Ã¼bergangsrechtlich weiterhin anwendbaren Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 (aStG) vom Saldo der Gewinn- und Verlust-, Betriebs- oder Verwaltungsrechnung, unter BerÃ¼cksichtigung des Saldovortrags aus dem Vorjahr, auszugehen (lit. a). Diesem Unterschiedsbetrag zuzurechnen sind der Rechnung belastete, geschÃ¤ftsmÃ¤ssig nicht begrÃ¼ndete Aufwendungen, wie namentlich offene und verdeckte Ge­winnausschÃ¼ttungen sowie unbegrÃ¼ndete Abschreibungen (lit. b). Der Steuergesetzgeber knÃ¼pft hier die steuerrechtliche Gewinnermittlung dem Grundsatz nach an die kaufmÃ¤nnische Rechnungslegung an (vgl. VGr, 17.12.1997, in: StE 1998 B 72.11 Nr. 7, auch zum Folgenden). Was Lehre und Rechtsprechung unter dem Begriff des Massgeblichkeitsprinzips im Einzelnen verstehen und welches die Korrektive sind, die sich aufgrund der steuerrechtlichen Gewinnermittlungsvorschriften ergeben, hat die Rekurskommission I ebenso um­­fassend und zutreffend dargelegt wie die Tragweite der buchfÃ¼hrungsrechtlichen PeriodizitÃ¤t der Erfolgsrechnung sowie des aufs engste mit diesem verknÃ¼pften Realisations­prinzips. Dem bleibt nichts hinzuzufÃ¼gen (vgl. § 161 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976). <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die Rekurskommission I ist mit Ã¼berzeugender BegrÃ¼ndung, welcher das Verwaltungsgericht beitritt, zum Schluss gekommen, der Pflichtigen seien die erwÃ¤hnten Re­tro­zessionen (besser: Retrokommissionen, im geschÃ¤ftlichen Sprachgebrauch oft kurz auch als "Retros" oder "Kick-backs" bezeichnet; vgl. hierzu Werner de Capitani, Retrozessionen an externe VermÃ¶gensverwalter, in: Freiheit und Ordnung im Kapitalmarktrecht, Festgabe fÃ¼r Jean-Paul Chapuis, ZÃ¼rich 1998, S. 26 Fn.5) im Sinn eines konsolidierten VermÃ¶gensrechtserwerbs jeweils bereits im Zeitpunkt der Erbringung der eigenen Leistung zugeflossen. Was die Pflichtige hiergegen ins Feld gefÃ¼hrt hat, wÃ¤re hÃ¶chstens im Rahmen einer VerbÃ¶serung des angefochtenen Entscheids zu Lasten des beschwerdefÃ¼hrenden Staats ZÃ¼­rich zu hÃ¶ren, erschÃ¶pft sich jedoch in einer Wiederholung von Argumenten, welche die Re­kurskommission I bereits schlÃ¼ssig verworfen hat. Insbesondere ist dieser insoweit beizu­pflichten, als sie im Hinblick darauf, dass nur ein einziger Kunde nachtrÃ¤glich die Herausgabe der von der Bank bereits bezahlten Retrozession verlangt hat, (sinngemÃ¤ss) festgestellt hat, der Rechtserwerb sei bei dieser Gattung von ErtrÃ¤gen im Zeitpunkt des Anspruchs­­­erwerbs aus Sicht der Pflichtigen nicht besonders unsicher gewesen. Somit ist der Befund der Rekurskommission I, wonach die im 4. Quartal 1997 vertraglich begrÃ¼ndeten Retrozessionen der Pflichtigen Bestandteil des im Steuerjahr 1998 steuerbaren Reingewinns 1997 bildeten, jedenfalls nicht rechtsverletzend.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Gericht ist demnach nur noch zur Entscheidung Ã¼ber die mit der vorliegenden Beschwerde aufgeworfene Streitfrage berufen, ob die Rekurskommission I die der Pflichtigen im GeschÃ¤ftsjahr 1997 zugeflossenen Retrozessionen zu Recht aus der Bemessungsgrundlage ausgeklammert hat mit der BegrÃ¼ndung, diese seien der Pflichtigen bereits im GeschÃ¤ftsjahr 1996 zugeflossen und bildeten darum nicht steuerbaren Gewinn der im Streit liegenden Steuerperiode. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Mit der Beschwerde wird gerÃ¼gt, der Nichteinbezug der Retrozessionen des 4. Quar­tals 1996 in die Gewinnermittlung verstosse gegen die Prinzipien der Besteuerung nach der wirtschaftlichen LeistungsfÃ¤higkeit und der "Steuergerechtigkeit". Die Pflichtige habe "durch die Nichtverbuchung der Guthaben aus Retrozession stille Reserven gebildet, die jetzt â da nicht zulÃ¤ssig â in einem Jahr steuerlich aufgelÃ¶st werden" mÃ¼ssten. Die beschwerdeweise verfochtene Besteuerung auch dieser im Kalender- und Bemessungsjahr 1996 verdienten VergÃ¼tungen sei unausweichliche Konsequenz des "zwingenden Wechsel[s] von der Ist-Methode zur Soll-Methode". Damit werde lediglich eine vormalige Unter­besteuerung ausgeglichen. In gleichem Sinn habe sich das Bundesgericht im PrÃ¤judiz StE 2000 B 23.4 Nr. 3 ausgesprochen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>BuchfÃ¼hrungspflichtig ist, wer sein Unternehmen im Handelsregister einzutragen hat (Art. 957 des Obligationenrechts vom 30. MÃ¤rz 1991 [OR]). Dies ist nach Art. 934 Abs. 1 OR grundsÃ¤tzlich jede natÃ¼rliche oder juristische Person, die ein "nach kaufmÃ¤nnischer Art gefÃ¼hrtes Gewerbe" betreibt (Art. 52-56 der Handelsregisterverordnung vom 7. </span><span>Juni 1937 [HregV]; BGE 93 I 357 f.). </span><span>WÃ¤hrend etwa bei SelbstÃ¤ndigerwerbenden ein Wechsel von der Soll- zur Ist- Methode (oder umgekehrt) dann allenfalls in Frage kommen kann, wenn sie nicht (mehr) von Gesetzes wegen buchfÃ¼hrungspflichtig sind (vgl. etwa RB 1994 Nr. 36; VGr, 5.3.1996, SB.95.00052, in: ZStP 2/1996, Nr. 5, S. 114 ff.), entsteht bei der Aktiengesellschaft und anderen juristischen Personen, deren RechtspersÃ¶nlichkeit durch Handelsregistereintrag erst begrÃ¼ndet wird, die BuchfÃ¼hrungspflicht zugleich mit dem Letzteren (vgl. Markus Neuhaus, in: Kommentar zum Schweizerischen Privatrecht, Obligationenrecht II, Basel und Frankfurt am Main 1994, Art. 957 N. 7; vgl. bezÃ¼glich der Aktiengesellschaft im Besonderen Art. 643 OR und Art. 78 ff. HregV). Das vom Beschwer­defÃ¼hrer zitierte bundesgerichtliche Urteil betraf den Fall eines Rechtsanwalts, dem auf einen bestimmten Zeitpunkt hin der Wechsel von der Ist-Methode zur Soll-Methode zu­gebilligt worden war. Daraus ist deshalb fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer offenkundig nichts abzuleiten. Die Rekurskommission I hat vielmehr im angefochtenen Entscheid entgegen dem DafÃ¼rhalten des BeschwerdefÃ¼hrers zu Recht gar keinen Methodenwechsel vorgenom­men, sondern im Licht der fÃ¼r die Pflichtigen einzig mass­geblichen Soll-Methode erkannt, die Retrozessionen des vierten Quartals 1996 unterlÃ¤gen jedenfalls nicht der Besteuerung im Steuerjahr 1998. Die vom BeschwerdefÃ¼hrer mit dem vorliegenden Rechtsmittel angestrebte "Kompensation einer vormaligen Unterbesteuerung" ist nicht im offenen Steuerjahr 1998 vorzunehmen, sondern â wenn Ã¼berhaupt â im Nachsteuerverfahren betreffend die Steuerperiode 1997. Ob die gesetzlichen Grundlagen fÃ¼r die DurchfÃ¼hrung eines solchen Verfahrens gegeben seien, war im vorinstanzlichen Verfahren nicht zu prÃ¼fen und kann daher auch nicht Gegenstand des Beschwerdeverfahrens sein. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> Diese ErwÃ¤gungen fÃ¼hren zur Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten des vorliegenden Verfahrens dem BeschwerdefÃ¼hrer zu 4/5 und der Beschwerdegegnerin, auf deren Hauptantrag nicht eingetreten werden konnte, zu 1/5 zu Ã¼berbinden (§ 151 Abs. 1 StG in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal">DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug2">1.<span> </span>Die Beschwerde wird abgewiesen. </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2.<span> </span>Auf den Hauptantrag der Beschwerdegegnerin wird nicht eingetreten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <span><br/> </span> <p class="Einzug2">...</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>