<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2022.00552</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223164&amp;W10_KEY=13045529&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2022.00552</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.04.2023</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 07.05.2024 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Widerruf der Niederlassungsbewilligung (Rückstufung)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Rückstufung: Der Beschwerdeführer und seine Familie werden seit fast 20 Jahren von der Sozialhilfe unterstützt. Er macht geltend, eine Rückstufung ergebe wegen der Krankheit, seines fortgeschrittenen Alters und der Überqualifikation keinen Sinn.] Das Migrationsamt hat seine Verfügung dem Beschwerdeführer anstatt seinem Rechtsanwalt eröffnet. Der dadurch begangene Verfahrensfehler kann jedoch geheilt werden (E. 2.2.1). Die Vorinstanz hat das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers nicht verletzt, indem sie ihm keine Fristerstreckung zur Ergänzung seines Rekurses gewährte und mit dem Entscheid zuwartete, bis er ein weiteres Beweismittel zu den Akten gelegt hatte (E. 2.2.2). Der Beschwerdeführer erfüllt mit der Sozialhilfeabhängigkeit einen Widerrufsgrund und es besteht ein ernsthaftes Integrationsdefizit. Die mangelnde wirtschaftliche Integration ist weitgehend selbstverschuldet. Er hat sich nur mangelhaft und nur auf qualifizierte Arbeitsstellen beworben. Die gesundheitlichen Probleme beinträchtigen die Erwerbsfähigkeit nicht nennenswert. Auch im Alter von 59 kann er noch aktiv am Wirtschaftsleben teilnehmen. Es besteht ein überwiegendes öffentliches Interesse an der Rückstufung der Bewilligung des Beschwerdeführers; die Massnahme erweist sich als verhältnismässig (E. 3). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKSTUFUNG">RÃCKSTUFUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFEABHÃNGIGKEIT">SOZIALHILFEABHÃNGIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=61667" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2022.00552</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">12. April 2023</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung (RÃ¼ckstufung),</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Der 1964 geborene A, StaatsangehÃ¶riger von Marokko, reiste im Februar 1991 in die Schweiz ein und ist seit MÃ¤rz 2000 im Besitz einer Niederlassungsbewilligung. Am 20. September 2002 heiratete er in seiner Heimat die Landsfrau C, welche am 29. Juni 2003 im Rahmen der Bestimmungen Ã¼ber den Familiennachzug in die Schweiz einreiste und heute im Besitz einer Aufenthaltsbewilligung ist. Aus der Ehe gingen die Kinder D, geboren 2004, E, geboren 2006, F, geboren 2009, G, geboren 2014, und H, geboren 2017, hervor. Alle fÃ¼nf sind im Besitz einer Niederlassungsbewilligung. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat zudem aus einer frÃ¼heren Beziehung eine 1994 geborene Tochter, die soweit ersichtlich im Kanton X wohnt.</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer und seine Familie mÃ¼ssen seit dem 1. Juni 2003 von der Sozialhilfe unterstÃ¼tzt werden. GemÃ¤ss Mitteilung der Sozialen Dienste vom 27. August 2019 betrugen die bis zu diesem Datum aufgelaufenen UnterstÃ¼tzungsleistungen insgesamt Fr. 847'411.-. Aufgrund des erheblichen und dauerhaften Sozialhilfebezugs des BeschwerdefÃ¼hrers widerrief das Migrationsamt mit VerfÃ¼gung vom 16. September 2019 dessen Niederlassungsbewilligung und ersetzte sie durch eine Aufenthaltsbewilligung. Die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion hiess den dagegen erhobenen Rekurs mit Rekursentscheid vom 6. April 2019 teilweise gut, hob die angefochtenen VerfÃ¼gung auf und verwarnte den BeschwerdefÃ¼hrer gleichzeitig. Der BeschwerdefÃ¼hrer wurde unmissverstÃ¤ndlich darauf hingewiesen, dass auch in Zukunft geprÃ¼ft werde, ob und in welcher HÃ¶he er Sozialhilfe beziehe. Eine weitere Belassung der Niederlassungsbewilligung komme nur infrage, wenn es ihm gelinge, das Niveau des Sozialhilfebezugs in Zukunft soweit als mÃ¶glich zu reduzieren.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>In der Folge dauerte der FÃ¼rsorgebezug des BeschwerdefÃ¼hrers und seiner Familie weiter an. GemÃ¤ss Mitteilung der Sozialen Dienste der Stadt Y vom 4. Mai 2021 beliefen sich die bis zu diesem Datum bezogenen Sozialhilfegelder auf insgesamt Fr. 977'828.-. Aus dem Betreibungsregisterauszug des Betreibungsamts Y vom 14. Juni 2021 geht sodann hervor, dass gegen den BeschwerdefÃ¼hrer neben hÃ¤ngigen Betreibungen 18 nicht getilgte Verlustscheine aus PfÃ¤ndungen in der HÃ¶he von Fr. 39'797.- bestÃ¼nden. Mit VerfÃ¼gung vom 9. MÃ¤rz 2022 widerrief das Migrationsamt die Niederlassungsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers und hielt fest, dass ihm nach Eintritt der Rechtskraft dieser VerfÃ¼gung eine Aufenthaltsbewilligung erteilt werde. Die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung sei an die in Ziffer 5 lit. a genannten Bedingungen geknÃ¼pft; fÃ¼r die VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung sei erforderlich, dass diese Bedingungen eingehalten wÃ¼rden. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Erwgung2">Den hiergegen erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 12. August 2022 ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 14. September 2022 liess der BeschwerdefÃ¼hrer dem Verwaltungsgericht beantragen, es sei der vorinstanzliche Rekursentscheid aufzuheben und die Sache zur weiteren Sachverhaltsfeststellung und neuer Entscheidung unter GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs an das Migrationsamt, subeventualiter an die Vorinstanz, zurÃ¼ckzuweisen. Eventualiter sei das Migrationsamt anzuweisen, ihm die Niederlassungsbewilligung zu belassen. In formeller Hinsicht beantragt er, ihm die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu bewilligen und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten. Weiter sei ihm in der Person von Rechtsanwalt B ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 16. September 2022 wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer unter Hinweis auf seine Mitwirkungspflicht eine Frist gesetzt zur Mitteilung Ã¼ber den aktuellen Verfahrenstand seines IV-Verfahrens und zur Einreichung von hierzu sachdienlichen Dokumenten, ansonsten aufgrund der Akten entschieden werde und eine mangelhafte Mitwirkung zu seinen Ungunsten gewÃ¼rdigt werden kÃ¶nnte.</p> <p class="Urteilstext">Am 4. Januar 2023 reichte der BeschwerdefÃ¼hrer innert erstreckter Frist die Akten der Sozialversicherungsanstalt ein. </p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend sich das Migrationsamt nicht vernehmen liess, verzichtete die Sicherheitsdirektion auf Vernehmlassung.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼berschreitung oder Ermessensunterschreitung und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, n<span>icht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids</span> (§ 20 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt im Hauptpunkt die RÃ¼ckweisung der Sache zur rechtsgenÃ¼glichen SachverhaltsabklÃ¤rung und zum Neuentscheid an das Migrationsamt wegen schwerer </span>Verfahrensfehler und Verletzung seines rechtlichen GehÃ¶rs. Er sei im Verfahren, welches zum Rekursentscheid vom 6. April 2020 gefÃ¼hrt habe, anwaltlich vertreten gewesen. Diese Vollmacht sei nie widerrufen worden. Dennoch habe sich das Migrationsamt fortan direkt an den BeschwerdefÃ¼hrer gewandt und die VerfÃ¼gung vom 9. MÃ¤rz 2022 sei sogar ihm und nicht dem Rechtsvertreter erÃ¶ffnet worden. Der nach wie vor bevollmÃ¤chtigte Rechtsvertreter habe umgehend gerÃ¼gt, dass die VerfÃ¼gung nicht rechtswirksam erÃ¶ffnet worden sei und um neue ErÃ¶ffnung des Entscheids ersucht. Indem das Migrationsamt dem Antrag auf NeuerÃ¶ffnung nicht nachgekommen sei, habe es seinen Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r verletzt. Auch die Vorinstanz habe diesen schweren Verfahrensfehler durch die Missachtung des VertretungsverhÃ¤ltnisses nicht wiedergutgemacht. Mit der Rekursschrift sei beantragt worden, dass dem Rechtsvertreter nach Einsicht in alle Akten, eine Frist zur ErgÃ¤nzung anzusetzen sei. Der Antrag sei von der Vorinstanz nicht beantwortet worden, stattdessen habe sie direkt entschieden. Indem die Vorinstanz ausserdem die beantragte Frist zur ErgÃ¤nzungsmÃ¶glichkeit nicht beantwortet habe, sondern davon ausgegangen sei, dass der "erfahrene Anwalt" von sich aus ErgÃ¤nzungen hÃ¤tte anbringen sollen, habe sie seinen Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r ein weiteres Mal verletzt. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe darauf hingewiesen, dass das Migrationsamt nicht berÃ¼cksichtigt habe, dass er im Zuge der neuerlichen Anfragen in einen psychischen "AbwÃ¤rtsstrudel" geraten sei. Dies habe zu einer Hospitalisation und einer Anmeldung bei der IV gefÃ¼hrt. Der Vorinstanz habe mit der Rekurseingabe eine Arztanfrage vorgelegen. Die Vorinstanz habe die Antwort darauf nicht abgewartet. Der Vorinstanz sei damit bereits bekannt gewesen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer unter schweren psychischen Problemen leide und psychisch erkrankt sei. Das Migrationsamt sei in seinem Entscheid davon ausgegangen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer gesund und zu 100 % erwerbsfÃ¤hig sei. Damit sei das Migrationsamt von einer klar aktenwidrigen Tatsache ausgegangen. Die Vorinstanz habe die AbklÃ¤rungspflicht des Sachverhalts damit schwer verletzt. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.1 </b><span>Das Migrationsamt Ã¼bersah, dass der Rechtsvertreter des BeschwerdefÃ¼hrers diesen gemÃ¤ss seiner Vollmacht bereits seit dem 9. Oktober 2019 in migrationsrechtlichen Angelegenheiten vertritt und die Vollmacht nicht widerrufen wurde. Die VerfÃ¼gung vom 9. MÃ¤rz 2022 hÃ¤tte deshalb dem Rechtsvertreter erÃ¶ffnet werden mÃ¼ssen. Die Zustellung an den BeschwerdefÃ¼hrer statt an den Rechtsvertreter ist zwar mangelhaft, lÃ¤sst die VerfÃ¼gung jedoch nicht nichtig werden. Wenn die vertretene Person davon ausgehen musste, dass nur sie, nicht aber ihre Vertretung bedient worden ist, wÃ¼rde es gegen Treu und Glauben verstossen, wenn sie die ErÃ¶ffnung als rechtsunwirksam betrachten wollte bzw. wenn sie nichts unternÃ¤hme, um zur KlÃ¤rung der Situation beizutragen (Kaspar PlÃ¼ss in: Alain </span>Griffel<span> [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 10 N. 66). Dies ist vorliegend der Fall: Der </span>BeschwerdefÃ¼hrer <span>hat vor ErÃ¶ffnung der VerfÃ¼gung </span>insgesamt vier Eingaben beim Migrationsamt eingereicht, ohne auf das (nach wie vor bestehende) VertretungsverhÃ¤ltnis hinzuweisen. Selbst als ihm das rechtliche GehÃ¶r gewÃ¤hrt wurde und ihm bewusst sein musste, dass er unmittelbar mit der RÃ¼ckstufung der Niederlassungsbewilligung zu rechnen hat, hat er das Migrationsamt nicht Ã¼ber das VertretungsverhÃ¤ltnis informiert. Es ist davon auszugehen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer erst nach ErÃ¶ffnung der VerfÃ¼gung mit dem Rechtsvertreter wieder Kontakt aufgenommen hat, zumal sich dieser erst mit Schreiben vom 7. April 2022 an das Migrationsamt weiterhin und erneut als Vertreter des BeschwerdefÃ¼hrers auswies. <span>Die Zustellung der VerfÃ¼gung an den BeschwerdefÃ¼hrer statt an seinen Rechtsvertreter ist nach dem Gesagten zwar als mangelhaft anzusehen, lÃ¤sst die VerfÃ¼gung jedoch nicht nichtig werden.</span> Aus GrÃ¼nden der VerfahrensÃ¶konomie geht die Praxis von der MÃ¶glichkeit der Heilung von VerfahrensmÃ¤ngeln aus. Dies ist indessen nur mÃ¶glich, wenn der Rechtsmittelinstanz die gleiche volle Kognition wie der Vorinstanz zusteht (vgl. BGE 112 Ib 170 E. 5e). Von einer RÃ¼ckweisung der Sache zur Behebung des Verfahrensmangels ist laut Bundesgericht sodann selbst bei einer schwerwiegenden Verfahrensverletzung abzusehen, wenn und soweit dies zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnÃ¶tigen VerzÃ¶gerungen des Verfahrens fÃ¼hren wÃ¼rde (vgl. BGr, 22. <span>August 2003, 1P.191/2003, E. 2.4.2; BGr, 2. April 2001, I 550/99, E. 1d; VGr, 26. November 2014, VB.2014.00508, E. 2.3). </span>Die Verfahrensverletzung kann entgegen der Meinung des BeschwerdefÃ¼hrers als geheilt gelten, nachdem sich der anwaltlich vertretene BeschwerdefÃ¼hrer im vorinstanzlichen Rekursverfahren ausfÃ¼hrlich zur Sache Ã¤ussern und weitere Beweismittel einreichen konnte und die Kognition der Vorinstanz nicht eingeschrÃ¤nkt war. Er war in der Lage, die RÃ¼ckstufung sachgerecht anzufechten. Der Verfahrensfehler des Migrationsamts kann daher durch das vorinstanzliche Verfahren als geheilt gelten. <span>Es ist deshalb nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz davon abgesehen hat, die Sache zum Neuentscheid an das Migrationsamt zurÃ¼ckzuweisen. </span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.2 </b>Betreffend die geltend gemachte Verletzung des Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶rs des BeschwerdefÃ¼hrers ist Folgendes festzuhalten: Der GehÃ¶rsanspruch umfasst namentlich das Recht der betroffenen Person, sich vor Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu Ã¤ussern sowie das Recht auf Abnahme der angebotenen rechtserheblichen Beweismittel (BGE 127 I 54 E. 2b). Aus dem Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r lÃ¤sst sich indes keine allgemeine Pflicht der BehÃ¶rde zur Abnahme aller angebotenen Beweise und zur WÃ¼rdigung sÃ¤mtlicher Argumente ableiten. So kann ein Beweisantrag abgelehnt werden, wenn die Verwaltungs- oder GerichtsbehÃ¶rde sich ihre Meinung aufgrund zuvor erhobener Beweise bereits bilden konnte und sie ohne WillkÃ¼r in vorweggenommener, antizipierter BeweiswÃ¼rdigung annehmen darf, die gewonnene Ãberzeugung werde durch weitere Beweiserhebungen nicht erschÃ¼ttert (BGE 136 I 229 E. 5.3; 134 I 140 E. 5.3; 131 I 153 E. 3). Soweit der Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r der SachaufklÃ¤rung dient, kÃ¶nnen grundsÃ¤tzlich auch die RÃ¼gen, die den Sachverhalt betreffen, beurteilt werden. Die Beanstandung, der Sachverhalt sei offensichtlich unrichtig festgestellt worden, muss allerdings hinreichend begrÃ¼ndet werden (BGr, 17. Januar 2023, 2C_292/2022, E. 3.3). </p> <p class="Urteilstext">Die Vorinstanz hat das mit dem Rekurs gestellte Gesuch um EinrÃ¤umung einer Frist zur ErgÃ¤nzung der RekursbegrÃ¼ndung mit prozessleitender Anordnung vom 12. April 2022 abgewiesen. Zur BegrÃ¼ndung hielt sie fest, dass fÃ¼r die Erhebung eines Rekurses und dessen BegrÃ¼ndung eine gesetzliche Frist gelte, die nicht erstreckt werden kÃ¶nne, eine spÃ¤tere Eingabe jedoch nicht a priori unberÃ¼cksichtigt bleibe. Entgegen dem Einwand des BeschwerdefÃ¼hrers trifft somit nicht zu, dass die Vorinstanz sein Gesuch um ErgÃ¤nzung des Rekurses unbeantwortet liess. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat zwar in der Folge mit Eingabe vom 25. April 2022 erneut um Gelegenheit zur ErgÃ¤nzung seiner Rekursschrift gebeten, die Vorinstanz war jedoch nicht gehalten, nochmals Ã¼ber den Antrag zu befinden. Wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, ist die Rekursfrist eine gesetzliche Verwirkungsfrist und entfalten nach Fristablauf vorgenommene Prozesshandlungen grundsÃ¤tzlich keine Rechtswirkungen. Dies gilt auch fÃ¼r eine ErgÃ¤nzung der RekursbegrÃ¼ndung. Die Rekursfrist kann nur unter den strengen Voraussetzungen von § 12 Abs. 1 VRG erstreckt werden (Kommentar VRG, §22 N. 13). Dass diese Voraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist weder ersichtlich noch macht der BeschwerdefÃ¼hrer dies geltend. Die Vorinstanz hat den BeschwerdefÃ¼hrer dennoch darauf hingewiesen, dass eine weitere Eingabe nicht a priori unberÃ¼cksichtigt bleiben wÃ¼rde. Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤tte somit bis zum Entscheid der Rekursabteilung vom 12. August 2022 noch Ã¼ber drei Monate Zeit gehabt, weitere Eingaben zu machen. Gleiches gilt bezÃ¼glich der Arztanfrage. Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer geltend macht, er habe nicht damit rechnen mÃ¼ssen, dass die Vorinstanz vor der Antwort des Arztes entscheiden wÃ¼rde, ist ihm entgegenzuhalten, dass er die Arztanfrage datiert vom 7. April 2022 ohne weitere Bemerkungen als Beilage zum Rekurs eingereicht hatte. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat namentlich weder die Einreichung der Antwort auf die Arztanfrage in Aussicht gestellt noch einen Beweisantrag gestellt. Die Vorinstanz ging im angefochtenen Entscheid davon aus, dass die gesundheitlichen Probleme des BeschwerdefÃ¼hrers nicht entscheidrelevant sind, zumal diese erst seit Herbst 2021 bestanden hÃ¤tten und damit die jahrelange SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit nicht zu entschuldigen vermÃ¶chten. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz den Entscheid gefÃ¤llt hat, die Antwort des Arztes abzuwarten. Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt, das Migrationsamt sei in seinem Entscheid aktenwidrig davon ausgegangen, dass er gesund und zu 100 % erwerbsfÃ¤hig sei, ist er darauf hinzuweisen, dass die Vorinstanz festgestellt hat, dass das Migrationsamt damit seinen Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r verletzt hat. Wie sie zutreffend festhielt, kann die Verletzung jedoch als geheilt gelten, nachdem sie Ã¼ber eine volle ÃberprÃ¼fungsbefugnis verfÃ¼gt. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.1 </b>Eine Niederlassungsbewilligung kann widerrufen und durch eine Aufenthaltsbewilligung ersetzt werden, wenn die AuslÃ¤nderin oder der AuslÃ¤nder die Integrationskriterien nach Art. 58a AIG nicht (oder nicht mehr) erfÃ¼llt (Art. 63 Abs. 2 AIG). Die entsprechende Regelung ist mit der Revision des AuG und dessen Umbenennung in AIG neu in das Gesetz aufgenommen worden und steht seit dem 1. Januar 2019 in Kraft (vgl. AS 2017 6521 ff.; 2018 3171; BBl 2013 2397 ff.; 2016 2821 ff.). Als Integrationskriterien gelten die Beachtung der Ã¶ffentlichen Sicherheit und Ordnung (Art. 58a Abs. 1 lit. a), die Respektierung der Werte der Bundesverfassung (Art. 58a Abs. 1 lit. b AIG), die Sprachkompetenz (Art. 58a Abs. 1 lit. c AIG) und die Teilnahme am Wirtschaftsleben oder am Erwerb von Bildung (Art. 58a Abs. 1 lit. d AIG). Die Art. 77a ff. der Verordnung Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit(VZAE). konkretisieren die Integrationskriterien und -vorgaben. Die RÃ¼ckstufung kann gemÃ¤ss Art. 62a VZAE mit einer Integrationsvereinbarung oder mit einer Integrationsempfehlung nach Art. 58b AIG verbunden werden (Abs. 1). Geschieht dies nicht, ist in der RÃ¼ckstufungsverfÃ¼gung festzuhalten, welche Integrationskriterien die betroffene Person nicht erfÃ¼llt, welche GÃ¼ltigkeitsdauer die Aufenthaltsbewilligung hat, an welche Bedingungen der weitere Verbleib in der Schweiz geknÃ¼pft wird und welche Folgen deren Nichtbeachtung nach sich zieht (Abs. 2). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.2 </b>Der RÃ¼ckstufung kommt eine eigenstÃ¤ndige, vom Widerruf der Niederlassungsbewilligung mit Wegweisung unabhÃ¤ngige Bedeutung zu. Sie soll dazu fÃ¼hren, dass die betroffene Person zukÃ¼nftig ihr Verhalten Ã¤ndert und sich besser integriert; es geht jeweils darum, ein ernsthaftes Integrationsdefizit zu beseitigen, wobei den persÃ¶nlichen UmstÃ¤nden Rechnung zu tragen ist (vgl. Art. 58a Abs. 2 AIG; Art. 77f VZAE; vgl. zum Ganzen BGr, 28. April 2022, 2C_592/2020, E. 4.1f.; BGr, 19. Oktober 2021, 2C_96/2021, E. 4.1 f. mit weiteren Hinweisen). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.3 </b>Die RÃ¼ckstufung ist gestÃ¼tzt auf den Wortlaut von Art. 63 Abs. 2 AIG zulÃ¤ssig, wenn ein Integrationsdefizit im Sinn von Art. 58a AIG besteht. Sie muss beim Widerruf einer altrechtlich erteilten Niederlassungsbewilligung im Hinblick auf deren Unbefristetheit und Bedingungsfeindlichkeit (Art. 34 Abs. 1 AIG) sowie wegen des Grundsatzes des Vertrauensschutzes an ein unter dem neuen Recht aktualisiertes, hinreichend gewichtiges Integrationsdefizit anknÃ¼pfen (BGE 148 II 1 E. 5.2 u. 5.3 sowie E. 6.3 und 6.4; BGr, 28. April 2022, 2C_592/2020, E. 4.3); nur dann besteht ein hinreichendes Ã¶ffentliches Interesse an der RÃ¼ckstufung altrechtlich erteilter Niederlassungsbewilligungen unter dem seit dem 1. Januar 2019 gÃ¼ltigen (neuen) Recht. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.4 </b>Die MigrationsbehÃ¶rden haben ihr Ermessen einzelfallbezogen auszuÃ¼ben und auf nach dem 1. Januar 2019 fortdauernde Integrationsdefizite von einer gewissen Relevanz abzustellen; sie haben einem in diesem Sinn gewichteten KontinuitÃ¤tsvertrauen bei ihrer Rechtsanwendung Rechnung zu tragen. Sie dÃ¼rfen dabei vor dem 1. Januar 2019 eingetretene Sachverhaltselemente mitberÃ¼cksichtigen, um die neue Situation im Lichte der bisherigen wÃ¼rdigen und in diesem Sinn die Entstehung und das Fortdauern des Integrationsdefizits umfassend klÃ¤ren zu kÃ¶nnen (BGr, 28. April 2022, 2C_592/2020, E. 4.4). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.5 </b>Die RÃ¼ckstufung muss, wie jedes staatliche Handeln, verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein (Geeignetheit, Erforderlichkeit, Respektierung des Ãbermassverbots [Zumutbarkeit]), was jeweils im Einzelfall zu prÃ¼fen und zu begrÃ¼nden ist. Die RÃ¼ckstufung setzt sich aus einem Widerruf der Niederlassungsbewilligung und der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zusammen; die RÃ¼ckstufung erfolgt jedoch als eine Einheit (uno actu), weshalb im kantonalen Verfahren ihre VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit jeweils als Ganzes zu beurteilen ist. Die RÃ¼ckstufung kann deshalb auch als eigenstÃ¤ndiger Akt mit einer Verwarnung angedroht werden â gegebenenfalls muss sie dies auch in Anwendung des VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzips. Nach der RÃ¼ckstufung ist ein Widerruf oder eine NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung mÃ¶glich, wenn die mit der Bewilligung verbundenen Bedingungen oder eine Integrationsvereinbarung ohne entschuldbaren Grund nicht eingehalten werden (vgl. Art. 62 Abs. 1 lit. d und g AIG). Eine allfÃ¤llige kÃ¼nftige NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung muss dannzumal wiederum als Ganzes verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein und insbesondere dem Ãbermassverbot (VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit im engeren Sinn) genÃ¼gen (BGr, 28. April 2022, 2C_592/2020, E. 4.5). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.6 </b>Beim Widerruf der Niederlassungsbewilligung eines AuslÃ¤nders wegen BedÃ¼rftigkeit geht es in erster Linie darum, eine zusÃ¤tzliche kÃ¼nftige Belastung der Ã¶ffentlichen Wohlfahrt zu vermeiden. Ob dieses Ziel erreicht werden kann, ist kaum je mit Sicherheit zu ermitteln. Es muss daher die wahrscheinliche Entwicklung der finanziellen Situation der auslÃ¤ndischen Person berÃ¼cksichtigt werden. Nach geltender Praxis ist der Widerrufsgrund wegen FÃ¼rsorgeabhÃ¤ngigkeit nach Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG erfÃ¼llt, wenn konkret die Gefahr einer fortgesetzten und erheblichen FÃ¼rsorgeabhÃ¤ngigkeit besteht; blosse finanzielle Bedenken genÃ¼gen nicht (vgl. BGr, 27. September 2019, 2C_458/2019, E. 3.2;). Neben den bisherigen und den aktuellen VerhÃ¤ltnissen ist auch die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung auf lÃ¤ngere Sicht abzuwÃ¤gen. Ein Widerruf fÃ¤llt in Betracht, wenn eine Person hohe finanzielle UnterstÃ¼tzungsleistungen erhalten hat und nicht damit gerechnet werden kann, dass sie in Zukunft selber fÃ¼r ihren Lebensunterhalt wird sorgen kÃ¶nnen (BGE 122 II 1 E. 3c; Urteile 2C_458/2019 vom 27. September 2019 E. 3.2; 2C_98/2018 vom 7. November 2018 E. 4.1; je mit Hinweis). Ob und inwieweit die betroffene Person ein Verschulden an der SozialhilfebedÃ¼rftigkeit trifft, beschlÃ¤gt nicht die Frage des Widerrufsgrundes, sondern die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung (BGr, 16. November 2018, 2C_13/2018, E. 3.2 mit Hinweisen). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.7 </b>Erweist sich der Widerruf der Niederlassungsbewilligung mit Wegweisung als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, ist eine RÃ¼ckstufung zulÃ¤ssig, soweit durch die SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit das Integrationskriterium der "Teilnahme am Wirtschaftsleben" nicht (mehr) gegeben ist. Eine auslÃ¤ndische Person hat diesbezÃ¼glich als integriert zu gelten, wenn sie die Lebenshaltungskosten und Unterhaltsverpflichtungen durch ihr Einkommen oder ihr VermÃ¶gen bzw. Leistungen Dritter deckt, auf die ein Rechtsanspruch besteht (vgl. Art. 77e VZAE). Dabei ist der Situation von Personen angemessen Rechnung zu tragen, welche sich aufgrund einer Behinderung oder Krankheit oder wegen anderer gewichtiger persÃ¶nlicher UmstÃ¤nde nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen wirtschaftlich integrieren kÃ¶nnen (Art. 58a Abs. 2 AIG). Eine Abweichung ist diesbezÃ¼glich mÃ¶glich, wenn die auslÃ¤ndische Person dies â wegen (a) einer kÃ¶rperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung; (b) einer schweren oder lang andauernden Krankheit oder (c) anderer gewichtiger persÃ¶nlicher UmstÃ¤nde, namentlich wegen: (1) einer ausgeprÃ¤gten Lern-, Lese- oder SchreibschwÃ¤che, (2) Erwerbsarmut oder (3) der Wahrnehmung von Betreuungsaufgaben (Art. 77f VZAE) â nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen tun kann. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer und seine Familie mÃ¼ssen seit dem 1. Juni 2003 von der Sozialhilfe unterstÃ¼tzt werden und haben gemÃ¤ss Mitteilung der Sozialen Dienste der Stadt Y 27. August 2019 bis zu diesem Datum UnterstÃ¼tzungsleistungen von insgesamt Fr. 847'411.- bezogen. Aufgrund seines erheblichen und dauerhaften Sozialhilfebezugs widerrief das Migrationsamt mit VerfÃ¼gung vom 16. September 2019 seine Niederlassungsbewilligung und ersetzte sie durch eine Aufenthaltsbewilligung. Die Vorinstanz hiess den dagegen erhobenen Rekurs mit Entscheid vom 6. April 2020 teilweise gut, verwarnte den BeschwerdefÃ¼hrer und wies ihn darauf hin, dass eine weitere Belassung der Niederlassungsbewilligung in Zukunft nur infrage komme, wenn es ihm gelinge, das Niveau des Sozialhilfebezugs so weit wie mÃ¶glich zu reduzieren. Zur Frage des Verschuldens hielt die Vorinstanz im Entscheid vom 6. April 2020 fest, dass keine GrÃ¼nde ersichtlich seien, welche die fehlende wirtschaftliche Integration des BeschwerdefÃ¼hrers als entschuldbar erscheinen liessen. Er sei gut qualifiziert, lege ernsthafte ArbeitssuchbemÃ¼hungen an den Tag und absolviere das Arbeitsintegrationsprogramm zur vollen Zufriedenheit seines Arbeitgebers, was ihm zugute zu halten sei. Es sei vor diesem Hintergrund jedoch nicht nachvollziehbar, weshalb es ihm in den letzten 18 Jahren nicht gelungen sei, sich auf dem ersten Arbeitsmarkt zu behaupten. Er sei zwar seit April 2016 als â¦ mit einem Pensum von 60 % bei der Firma I in Y angestellt, er habe diese Stelle jedoch im Rahmen eines Arbeitsintegrationsprogramms angetreten und erziele nur ein sehr geringes Erwerbseinkommen. Heute sei es aufgrund seiner Alters von 55 Jahren nicht mehr leicht, eine Arbeitsstelle zu finden. Allerdings sei er vor 18 Jahren erst 37 Jahre alt gewesen, weswegen zumindest damals sein Alter noch kein einschrÃ¤nkender Faktor bei der Arbeitssuche gewesen sei. Seine VersÃ¤umnisse lÃ¤gen daher vor allem in der Vergangenheit. Er hÃ¤tte vor rund 15 Jahren alles daransetzen mÃ¼ssen, eine Arbeitsstelle auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden, zumal ihm damals auch seine familiÃ¤re Situation â zu jenem Zeitpunkt hÃ¤tten er und seine Ehefrau erst ein gemeinsames Kind gehabt â bei der Arbeitssuche nicht hinderlich gewesen sein dÃ¼rfte. Ferner lÃ¤gen keine Hinweise dafÃ¼r vor, dass er gesundheitliche Probleme habe bzw. gehabt habe. Weil seine Ehefrau seit ihrer Einreise in die Schweiz Ã¼berhaupt nie erwerbstÃ¤tig gewesen sei, kÃ¶nne er sich zudem nicht darauf berufen, dass er infolge Kinderbetreuung nicht hÃ¤tte arbeiten kÃ¶nnen. Sein Sozialhilfebezug erscheine damit als Ã¼berwiegend selbstverschuldet. </p> <p class="Urteilstext">Im angefochtenen Entscheid hielt die Vorinstanz fest, dass sich die Situation seither nicht gebessert habe. Der BeschwerdefÃ¼hrer sei nach wie vor zu 60 % bei der Firma I tÃ¤tig und seine Familie beziehe unvermindert Sozialhilfe. Es seien keine GrÃ¼nde ersichtlich, welche den Sozialhilfebezug als nicht Ã¼berwiegend selbstverschuldet erscheinen liessen. Auch die geltend gemachten gesundheitlichen Probleme wÃ¼rden keine relevanten GrÃ¼nde darstellen. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe mit Stellungnahme vom 12. November 2021 erstmals angegeben, dass er gesundheitliche Probleme habe. Er habe hierzu ausgefÃ¼hrt, dass er seit September 2021 an einer Depression und Kopfschmerzen leide und sich zurzeit an der psychiatrischen Klinik J in ambulanter psychiatrischer Behandlung befinde. Er habe nach dem Erlass der VerfÃ¼gung des Migrationsamts vom 9. MÃ¤rz 2022 ebenfalls erstmals vorgebracht, dass er seit einem Brand, dessen Opfer er geworden sei, an einer posttraumatischen BelastungsstÃ¶rung leide. GemÃ¤ss dem eingereichten Austrittsbericht der Klinik vom 17. MÃ¤rz 2022 sei er vom 5. Oktober 2021 bis 22. MÃ¤rz 2022 dort in Behandlung gewesen. Der BeschwerdefÃ¼hrer leide zwar nachweislich seit Herbst 2021 unter psychischen Beschwerden und habe sich am 13. April 2022 zum Bezug von IV-Leistungen angemeldet. Damit liesse sich aber der Sozialhilfebezug bis Herbst 2021 nicht erklÃ¤ren. Auch der seitherige FÃ¼rsorgebezug lasse sich nicht einfach mit den psychischen Beschwerden des BeschwerdefÃ¼hrers erklÃ¤ren. Es sei gÃ¤nzlich unklar, ob ihm aufgrund seiner psychischen Probleme dereinst eine IV-Leistung zugesprochen werde. Depressionen und posttraumatische BelastungsstÃ¶rungen seien in der Regel mit einer Kombination aus Psychotherapie und medikamentÃ¶ser Behandlung gut behandelbar. Es bestehe daher die erhÃ¶hte Wahrscheinlichkeit, dass sich der psychische Zustand des BeschwerdefÃ¼hrers bei einer geeigneten Behandlung wieder stabilisiere. Sodann ergebe sich aus den eingereichten Ã¤rztlichen Fachberichten keine dauerhafte oder auch nur lÃ¤ngerfristige EinschrÃ¤nkung der ArbeitsfÃ¤higkeit. Das Migrationsamt habe ihm zu Recht vorgeworfen, dass er sich vor allem auf hochqualifizierte Stellen beworben habe, nicht jedoch auf niedrigqualifizierte Stellen. Es sei davon auszugehen, dass er mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Anstellung z.<span> </span>B. in der Gastronomie oder Reinigungsbranche gefunden hÃ¤tte. Es kÃ¶nne ihm auch kein ernsthafter Wille zur Verringerung der UnterstÃ¼tzung durch die Sozialhilfe attestiert werden, zumal er sich auch mit rund 20 Bewerbungen pro Jahr nicht ausreichend um eine Arbeitsstelle beworben habe. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe damit nicht alles Zumutbare unternommen, um den Sozialhilfebezug vermeiden oder zu verringern. Die RÃ¼ckstufung erweise sich als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt dagegen vor, die Vorinstanz habe den geltend gemachten Sachverhalt und die Beweismittel willkÃ¼rlich gewÃ¼rdigt. Er sei schwer psychisch krank und deshalb nicht dazu in der Lage gewesen, seit dem ersten Rekursentscheid eine Arbeitsstelle zu finden und den Sozialhilfebezug zu vermindern. Insbesondere aber erweise sich die Massnahme der RÃ¼ckstufung als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, weil sie nicht zielfÃ¼hrend sein kÃ¶nne. Er werde nie alleine die Schweiz verlassen mÃ¼ssen. Die Massnahme fÃ¼hre zu nichts anderem ausser einer Verschlechterung der Prognose, die SozialhilfebezÃ¼ge zu senken, weil die Herabstufung und drohende Wegweisung ihn nur belasten wÃ¼rden. Eine RÃ¼ckstufung mache nur dann Sinn, wenn die VerhaltensÃ¤nderung dadurch erreichbar scheine und wenn letztlich im Nichteinhaltungsfalle die NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung und die Wegweisung Ã¼berhaupt realistisch seien. Vorliegend wÃ¼rden die Krankheit und das bereits fortgeschrittene Alter samt Ãberqualifikation dafÃ¼r sprechen, dass eine RÃ¼ckstufung keinen Sinn mache.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Was der BeschwerdefÃ¼hrer dagegen vorbringt, ist nicht geeignet, die vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen in einem anderen Licht erscheinen zu lassen: Der BeschwerdefÃ¼hrer ist seit fast 20 Jahren von der Sozialhilfe abhÃ¤ngig. Angesichts der ungenÃ¼genden Anzahl Bewerbungen sowie dem Umstand, dass er sich trotz andauernder SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit nur auf qualifizierte Arbeitsstelle beworben hat, kann nur darauf geschlossen werden, dass er offensichtlich nicht willens war bzw. ist, einer fÃ¼r die Betreibung seines Lebensunterhalts und desjenigen seiner Familie hinreichenden ErwerbstÃ¤tigkeit nachzugehen. Es ist davon auszugehen, dass er auch kÃ¼nftig mutmasslich dauerhaft auf Sozialhilfeleistungen angewiesen sein wird. Der BeschwerdefÃ¼hrer erfÃ¼llt damit den Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG und hat als wirtschaftlich ungenÃ¼gend integriert zu gelten. Es besteht im Hinblick auf die HÃ¶he der Sozialhilfeleistungen und die spÃ¤rlichen BemÃ¼hungen, um mÃ¶glichst selber fÃ¼r den Lebensunterhalt der Familie aufkommen zu kÃ¶nnen, ein ernsthaftes Integrationsdefizit (vgl. BGr, 19. Oktober 2021, 2C_96/2021; 5.3.2). </p> <p class="Urteilstext">Es bleibt die BegrÃ¼ndetheit und VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der RÃ¼ckstufung zu prÃ¼fen. Es ist mit der Vorinstanz festzustellen, dass die mangelnde wirtschaftliche Integration weitgehend selbstverschuldet bzw. dem BeschwerdefÃ¼hrer vorzuwerfen ist: Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤lt sich seit rund 32 Jahren in der Schweiz auf und es sind keine relevanten GrÃ¼nde ersichtlich, weshalb er keiner ErwerbstÃ¤tigkeit hÃ¤tte nachgehen kÃ¶nnen. Es ist dem BeschwerdefÃ¼hrer vorzuwerfen, dass er nur eine ungenÃ¼gende Anzahl Bewerbungen getÃ¤tigt hat und sich nur auf qualifizierte Arbeitsstellen beworben hat. Er hÃ¤tte genÃ¼gend Zeit gehabt, eine Arbeitsstelle zu finden. Sodann ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass die geltend gemachten gesundheitlichen Probleme die ErwerbsfÃ¤higkeit des BeschwerdefÃ¼hrers nicht nennenswert beeintrÃ¤chtigt haben. Er ist zwar gemÃ¤ss dem Verlaufsbericht der Konsiliarpsychiatrie und Psychosomatik vom 12. September 2022 zu 100 % arbeitsunfÃ¤hig. Es wird ihm jedoch eine gute Prognose gestellt und seine verschlechterte Symptomatik steht aktuell im Zusammenhang mit dem drohenden Verlust der Niederlassungsbewilligung. Dass der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼ber einen lÃ¤ngeren Zeitraum arbeitsunfÃ¤hig war und bleiben wird, lÃ¤sst sich weder aus dem Verlaufsbericht noch den Akten entnehmen. Um Wiederholungen zu vermeiden, kann im Ãbrigen auf das bereits Gesagte sowie die zutreffenden ErwÃ¤gungen im vorinstanzlichen Entscheid verwiesen werden. Der BeschwerdefÃ¼hrer wird zwar dieses Jahr 59 Jahre alt, dennoch erlaubt es die RÃ¼ckstufung, den BeschwerdefÃ¼hrer daran zu erinnern, dass von ihm im Rahmen seiner MÃ¶glichkeiten nach wie vor erwartet wird, dass er sich aktiv am Wirtschaftsleben beteiligt, und sich auch auf weniger qualifizierte Arbeitsstellen bewirbt, damit er zu seinen Lebenshaltungskosten und jenen seiner Familie beitragen kann. Auch wenn die RÃ¼ckstufung der auslÃ¤nderrechtlichen Bewilligung fÃ¼r ihn mit einer empfindlichen Statusverschlechterung einhergeht, ist sein weiterer Aufenthalt in der Schweiz derzeit nicht gefÃ¤hrdet und von seinen zukÃ¼nftigen Anstrengungen bei der Stellensuche abhÃ¤ngig. Dass er sich durch die RÃ¼ckstufung und allenfalls drohende Wegweisung belastet fÃ¼hlt, ist zwar nachvollziehbar, vermag jedoch zu keinem anderen Resultat fÃ¼hren. </p> <p class="Erwgung3">Demnach besteht ein Ã¼berwiegendes Ã¶ffentliches Interesse an der RÃ¼ckstufung der Bewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers, womit sich die Massnahme insgesamt als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erweist.</p> <p class="Urteilstext">Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>GemÃ¤ss § 16 VRG sind Privaten, denen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, auf Ersuchen die Bezahlung von Verfahrenskosten und KostenvorschÃ¼ssen zu erlassen sowie eine unentgeltliche Rechtsvertretung zu bestellen, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren genÃ¼gend zu wahren.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Die Rechtsbegehren des BeschwerdefÃ¼hrers waren nicht offensichtlich aussichtslos. Ebenso ist seine Mittellosigkeit erwiesen, ist er doch sozialhilfeabhÃ¤ngig. Dem BeschwerdefÃ¼hrer ist daher die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu bewilligen. Angesichts der KomplexitÃ¤t gewisser Fragen erscheint auch eine anwaltliche Vertretung als sachlich notwendig, weshalb ihm fÃ¼r das Beschwerdeverfahren in der Person seines Anwalts ein unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Rechtsanwalt B weist in der Kostennote vom 3. Januar 2023 einen angemessenen Aufwand von Fr. 1'891.55 (inklusive Spesen von Fr. 51.30 und die Mehrwertsteuer) aus. Er ist daher mit diesem Betrag aus der Gerichtskasse zu entschÃ¤digen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer wird darauf hingewiesen, dass eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewÃ¤hrt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjÃ¤hrt zehn Jahre nach Verfahrensabschluss (§ 16 Abs. 4 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung1">Der vorliegende Entscheid kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird fÃ¼r das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung gewÃ¤hrt und in der Person von Rechtsanwalt B ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. <span>Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.-; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.-</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.-</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. <span>Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt, jedoch einstweilen zufolge GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung auf die Gerichtskasse genommen. Die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers nach § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>5. <span>Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Rechtsanwalt B wird fÃ¼r das Beschwerdeverfahren mit </span><span>Fr. 1'891.55 <span>(inklusive Auslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschÃ¤digt. Die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers gemÃ¤ss § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde an das Bundesgericht im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion;<br/> c) das Staatssekretariat fÃ¼r Migration (SEM).</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>