<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2015.00199</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=216210&amp;W10_KEY=4467079&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2015.00199</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.04.2016</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Parteientschädigung. Gegenstandslosigkeit.<br/><br/>Bei Gegenstandslosigkeit befindet das Verwaltungsgericht nach Ermessen über die Kosten- und Entschädigungsfolgen der Verfahrensabschreibung (E. 3.1)<br/><br/>Gemäss § 17 Abs. 2 VRG kann die unterliegende bzw. das Verfahren verursachende Partei zu einer angemessenen Entschädigung für die Umtriebe ihres Gegners verpflichtet werden. Ausgangspunkt für die Bemessung der Parteientschädigung sind die Kosten, die der entschädigungsberechtigten Partei durch den Prozess notwendigerweise entstanden sind. Dabei richtet sich die Höhe nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen (E. 4.3). Gemäss der Praxis des Verwaltungsgerichts wird der Begriff der "angemessenen Parteientschädigung" so ausgelegt, dass nur ein Teil des effektiven Aufwands als entschädigungspflichtig angesehen wird (E. 4.4).<br/><br/>Trotz Kritik aus der Lehre ist an der bisherigen Praxis grundsätzlich festzuhalten (E. 4.5). Dass allerdings bisher teilweise Parteientschädigungen in der Höhe von lediglich einem Viertel oder gar einem Fünftel der effektiven Vertretungskosten im Einzelfall an die Grenzen der Verfassungskonformität stossen, ist nicht von der Hand zu weisen. Diesem Umstand ist durch eine angemessene Erhöhung der bisher zugesprochenen Parteientschädigungen im Einzelfall zu begegnen (E. 4.6).<br/><br/></b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEGENSTANDSLOSIGKEIT">GEGENSTANDSLOSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTEN">KOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 29a BV</span><br/><span class="gerade">§ 38 Abs. 1 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 38 Abs. 2 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>1. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=30042" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2015.00199</p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschluss</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal">der 1. Kammer</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">7. April 2016</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Lukas Widmer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Maja SchÃ¼pbach Schmid, Verwaltungsrichterin Sandra Wintsch, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Daniela KÃ¼hne.<span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><a id="RU_AUTOTEXT_DRITT_N">A AG,<b> </b>vertreten durch RA B, </a></p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrerin,</b> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">C AG,<b> </b>vertreten durch D AG,</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoBodyText">vertreten durch RA E, </p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegnerin, </b></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="Zwischentitel">und</p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal">F AG,<b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b>Mitbeteiligte,</b> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Submission,</b></p> <span><br/> </span> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben:</p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die C AG errichtet auf dem Areal der G ein Forschungs- und EntwicklungsgebÃ¤ude. DafÃ¼r schrieb sie am 30. Januar 2015 Schreinerarbeiten im offenen Verfahren aus. Die A AG reichte am 26. Februar 2015 ein entsprechendes Angebot ein.</p> <p class="Urteilstext">Mit Schreiben vom 16. MÃ¤rz 2015 teilte die C AG der A AG mit, dass die Arbeiten einer anderen Anbieterin vergeben worden seien. Mit VerfÃ¼gung vom 20. MÃ¤rz 2015 wurde der A AG sodann die Erteilung des Zuschlags an die F AG erÃ¶ffnet. Nach Eingang der ZuschlagsverfÃ¼gung bei der A AG fand auf der Baustelle ein Debriefing statt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 1. April 2015 beantragte die A AG dem Verwaltungsgericht neben der Erteilung der aufschiebenden Wirkung die Aufhebung der ZuschlagsverfÃ¼gung, den Ausschluss der F AG aus dem Verfahren sowie die Erteilung des Zuschlags.</p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 2. April 2015 setzte das Verwaltungsgericht der C AG und der F AG Frist zur Beantwortung der Beschwerde. Zugleich wurde der C AG einstweilen untersagt, den Vertrag abzuschliessen und andere Vertragsvollzugshandlungen zu treffen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 17. April 2015 teilte die C AG dem Verwaltungsgericht mit, dass sie ihren Zuschlagsentscheid am 13. April 2015 nach einer genaueren juristischen PrÃ¼fung in WiedererwÃ¤gung gezogen und beschlossen habe, den Zuschlag neu an die A AG zu vergeben. Sie beantragte deshalb die Sistierung des Beschwerdeverfahrens bis zur Rechtskraft der erwÃ¤hnten VerfÃ¼gung sowie die anschliessende kostenlose Abschreibung des Verfahrens zufolge Gegenstandslosigkeit. Mit Eingabe vom 21. April 2015 erklÃ¤rte sich die A AG mit der Abschreibung des Verfahrens einverstanden. Gleichzeitig beantragte sie unter Beilage einer Kostennote die EntschÃ¤digung ihrer Parteikosten in der HÃ¶he von Fr. 7'380.- zuzÃ¼glich Mehrwertsteuer.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 6. Mai 2015 sistierte das Verwaltungsgericht das Verfahren einstweilen bis zum 31. Mai 2015 und gab der C AG auf, dem Verwaltungsgericht bis spÃ¤testens zu diesem Zeitpunkt mitzuteilen, ob der neue Vergabeentscheid vom 16. April 2015 in Rechtskraft erwachsen sei. Gleichzeitig wurde der C AG die MÃ¶glichkeit eingerÃ¤umt, sich zur Eingabe der A AG vernehmen zu lassen.</p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 13. Mai 2015 teilte die C AG dem Verwaltungsgericht mit, dass der Vergabeentscheid vom 16. April 2015 in Rechtskraft erwachsen sei. Sie beantragte dem Gericht zudem, die ParteientschÃ¤digung "in einer nach der Praxis des Verwaltungsgerichts Ã¼blichen HÃ¶he" festzusetzen. Die A AG hielt am 1. Juni 2015 an ihrem Antrag auf vollumfÃ¤nglichen Ersatz der Parteikosten fest und beantragte daneben die Kostenauflage gegenÃ¼ber der C AG. Letztere hielt an ihren AntrÃ¤gen mit Eingabe vom 9. Juni 2015 fest. Diese wurde wiederum der A AG zugestellt, die sich daraufhin nicht mehr vernehmen liess.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer </span><span>erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts ergibt sich aus § 41 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) in Verbindung mit § 2 des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentlichen Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>In verfahrensrechtlicher Hinsicht ist vorab die mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 6. Mai 2015 angeordnete einstweilige Verfahrenssistierung aufzuheben.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Im vorliegenden Verfahren geht es um eine formelle Erledigung, die an sich vom Einzelrichter entschieden werden kÃ¶nnte (vgl. § 38b Abs. 1 lit. b VRG). In der Sache ist allerdings die HÃ¶he der ParteientschÃ¤digung streitig. Dabei handelt es sich um eine Rechtsfrage von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung. Der vorliegende Fall wird deshalb in Kammerbesetzung entschieden (§ 38b Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin hat die angefochtene VerfÃ¼gung vom 20. MÃ¤rz 2015 am 13. April 2015 in WiedererwÃ¤gung gezogen, die Vergabe an die Mitbeteiligte widerrufen und den Zuschlag neu an die BeschwerdefÃ¼hrerin vergeben. Wird ein Rechtsmittelverfahren nachtrÃ¤glich â das heisst nach Einreichung der Beschwerde â hinfÃ¤llig, ist das Verfahren als gegenstandslos geworden abzuschreiben (vgl. Marco Donatsch in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 3. A., ZÃ¼rich 2014 [Kommentar VRG], § 63 N. 6).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Bei Gegenstandslosigkeit befindet das Verwaltungsgericht nach Ermessen Ã¼ber die Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen der Verfahrensabschreibung. Das Gericht berÃ¼cksichtigt dabei aufgrund einer summarischen PrÃ¼fung, wer das gegenstandslos gewordene Verfahren verursacht hat oder welche Partei vermutlich obsiegt hÃ¤tte; fÃ¼hren diese Kriterien nicht weiter, ist auf BilligkeitserwÃ¤gungen abzustellen (Donatsch, § 63 N. 7 mit Nachweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin den Zuschlag zunÃ¤chst der Mitbeteiligten erteilt. Am Tag nach dem Eingang der ZuschlagsverfÃ¼gung bei der BeschwerdefÃ¼hrerin fand ein Debriefing statt. Dabei war ein Mitglied der GeschÃ¤ftsleitung der BeschwerdefÃ¼hrerin anwesend, ebenso zwei Vertreter eines Architekturunternehmens sowie ein Vertreter der Vergabestelle. Am Debriefing wurde nach Darstellung der BeschwerdefÃ¼hrerin ausgefÃ¼hrt, dass die Offerte der Mitbeteiligten hinsichtlich der Schrankschliessanlage einen offensichtlichen Fehler enthalten habe (<span>vgl.</span> act. 2 Ziff. 24 ff., auch zum Folgenden). Der Mitbeteiligten sei deshalb Gelegenheit gegeben worden, diesen Fehler zu korrigieren. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hielt dem entgegen, dass ein Nachbessern der Offerte nicht zulÃ¤ssig sei. Nach Darstellung der BeschwerdefÃ¼hrerin erachtete die Beschwerdegegnerin das Vorgehen demgegenÃ¼ber als zulÃ¤ssig (act. 2 Rz. 27). Diese Darstellung wurde von der Beschwerdegegnerin nicht bestritten.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Aufgrund des Ablaufs des Debriefings steht fest, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin keine andere Wahl hatte, als Beschwerde zu erheben. Die Beschwerdegegnerin hat ihren Standpunkt, dass eine nachtrÃ¤gliche Ãnderung des Angebots zulÃ¤ssig sei, erst nach dem Debriefing bzw. der Beschwerdeerhebung geÃ¤ndert. Unter diesen UmstÃ¤nden ist die Beschwerdegegnerin als Verursacherin des vorliegenden Gerichtsverfahrens zu betrachten. Dem­gemÃ¤ss sind ihr die Gerichtskosten aufzuerlegen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Als obsiegende Partei hat die BeschwerdefÃ¼hrerin Anspruch auf eine EntschÃ¤digung fÃ¼r ihren prozessualen Aufwand. Das Verursacherprinzip ist im vorliegenden Fall nicht nur fÃ¼r die Tragung der Gerichtskosten, sondern auch fÃ¼r die Pflicht zur EntschÃ¤digung der Vertretungskosten ausschlaggebend. Der EntschÃ¤digungsanspruch der BeschwerdefÃ¼hrerin richtet sich demzufolge gegen die Beschwerdegegnerin. Die Mitbeteiligte wird bereits damit von vornherein nicht entschÃ¤digungspflichtig. Im Ãbrigen hat sie ihr Angebot bereits vor einiger Zeit zurÃ¼ckgezogen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Die Beschwerdegegnerin bestreitet den Anspruch der BeschwerdefÃ¼hrerin auf Ersatz ihrer Umtriebe nicht im Grundsatz. Unbestritten ist auch, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Verfahren auf anwaltliche Vertretung angewiesen und damit die Tatbestandsvoraussetzung von § 17 Abs. 2 lit. a VRG erfÃ¼llt war. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wendet sich somit nicht gegen das Recht auf Parteikostenersatz als solches, sondern gegen die beantragte <i>HÃ¶he </i>der EntschÃ¤digung. Nach ihrer Auffassung gewÃ¤hrt § 17 Abs. 2 VRG keinen Anspruch auf volle Deckung der Rechtsverfolgungskosten. Eine Auseinandersetzung mit den sich stellenden Sach- und Rechtsfragen auf 25 Seiten war aus ihrer Sicht nicht erforderlich. Aus ihrer Sicht ist bei einem Fall mit nur einem Schriftenwechsel eine EntschÃ¤digung von Fr. 1'000.- angemessen bzw. Ã¼blich, in einem Fall mit zwei oder mehreren Schriftenwechseln eine EntschÃ¤digung von Fr. 2'000.- (act. 14 S. 3). Die BeschwerdefÃ¼hrerin vertritt demgegenÃ¼ber der Ansicht, dass sie Anspruch auf Ersatz <i>sÃ¤mtlicher</i> durch die Rechtsvertretung entstandener Kosten habe.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>GemÃ¤ss § 17 Abs. 2 VRG kann die unterliegende (hier: die verursachende) Partei "zu einer angemessenen EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe ihres Gegners verpflichtet werden". Die Vorschrift beinhaltet entgegen ihrer Kann-Formulierung einen Anspruch auf Parteikostenersatz. Unter den Parteien ist vorliegend umstritten, wie die vom Gesetzgeber verwendete Formulierung der "angemessenen EntschÃ¤digung" auszulegen ist.</p> <p class="Urteilstext">Ausgangspunkt fÃ¼r die Bemessung der ParteientschÃ¤digung sind die Kosten, die der entschÃ¤digungsberechtigten Partei durch den Prozess notwendigerweise entstanden sind. Notwendig sind jene Kosten, die zur sachgerechten und wirksamen Rechtsverfolgung objektiv unerlÃ¤sslich sind (Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 17 N. 63 ff., auch zum Folgenden). Nicht notwendig sind vor- oder ausserprozessuale Kosten, ebenso Kosten fÃ¼r <br/> AusfÃ¼hrungen, die unerheblich sind, weil sie z.<span> </span>B. nicht das Prozessthema oder den Streit­gegenstand betreffen. § 8 Abs. 1 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 23. August 2010 (GebV VGr) legt sodann fest, dass die ParteientschÃ¤digung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand sowie den Barauslagen zu bemessen ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>GemÃ¤ss der Praxis des Verwaltungsgerichts wird der Begriff der "angemessenen ParteientschÃ¤digung" jeweils so ausgelegt, dass nur ein Teil des effektiven Aufwands fÃ¼r die Rechtsvertretung als entschÃ¤digungspflichtig angesehen wird. Einen Anspruch auf vollen Parteikostenersatz hat das Verwaltungsgericht nur in AusnahmefÃ¤llen bejaht, so wenn das Verfahren fÃ¼r den Betroffenen in persÃ¶nlicher oder beruflicher Hinsicht von grosser Bedeutung ist (VGr, 12. Juni 2014, VB.2013.00829, E. 6.3.1 und 6.4) oder wenn sich der Streit um das Honorar des unentgeltlichen Rechtsvertreters dreht (VGr, 21. November 2013, VB.2013.00545, E. 5.3).</p> <p class="Urteilstext">Diese Praxis fÃ¼hrte bisher zu EntschÃ¤digungen in der HÃ¶he eines Drittels der effektiven Vertretungskosten (VGr, 30. Januar 2013, VB.2012.00459, E. 2.3), zuweilen auch lediglich eines Viertels (VGr, 24. Mai 2006, VB.2005.00351, E. 4.4) oder gar eines FÃ¼nftels (VGr, 27. Juni 2012, VB.2012.00001, E. 6.2). Das Bundesgericht beurteilt diese EntschÃ¤digungspraxis im Grundsatz als nicht verfassungswidrig (vgl. BGr, 31. August 2005, 2P.147/2005, E. 2.2). Deckungsgrade von elf oder bloss vier Prozent wurden als nicht willkÃ¼rlich erachtet (vgl. die Hinweise in VGr, 11. Juni 2014, VB.2014.00044, E. 3.1). Die HÃ¶he der ParteientschÃ¤digung wurde vom Bundesgericht bislang nur in EinzelfÃ¤llen als willkÃ¼rlich tief erklÃ¤rt (vgl. BGr, 18. Dezember 2013, 8D_2/2013, E. 4.2).</p> <p class="Erwgung2">Die Lehre Ã¼bt allerdings verschiedentlich Kritik an dieser Praxis. So wird eingewendet, dass sich weder aus dem Wortlaut noch aus den Materialien eine BeschrÃ¤nkung auf einen Teil der effektiven Kosten ergebe (PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 17 N. 83). Auch wird geltend gemacht, dass der Zugang zur Verwaltungsgerichtsbarkeit Ã¼bermÃ¤ssig erschwert werde, wenn die obsiegende Verfahrenspartei bloss einen Teil ihrer Rechtsverfolgungskosten ersetzt erhÃ¤lt (Michael Beusch, Auswirkungen der Rechtsweggarantie von Art. 29a auf den Rechtsschutz im Steuerrecht, ASA 73 S. 709 ff., 734; Martin Bernet, Die ParteientschÃ¤digung in der schweizerischen Verwaltungsrechtspflege, ZÃ¼rich 1986, S. 78 f.).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>An der bisherigen Praxis ist grundsÃ¤tzlich festzuhalten. Insbesondere ist eine Gleichsetzung der "angemessenen EntschÃ¤digung" mit den effektiv angefallenen Rechtsverfolgungskosten abzulehnen.</p> <p class="Erwgung2">Die von der Lehre geÃ¼bte Kritik nimmt die Rechtsweggarantie in Art. 29a der Bundesverfassung (BV) bzw. Art. 6 Ziff. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention als Ausgangspunkt. Nach diesen Bestimmungen hat jede Person bei Streitigkeiten Ã¼ber bÃ¼rgerliche Rechte und Pflichten ("civil rights and obligations") sowie bei strafrechtlichen bzw. strafrechtsÃ¤hnlichen TatbestÃ¤nden Anspruch auf Beurteilung durch eine richterliche BehÃ¶rde. Der Anspruch zielt auf einen effektiven Rechtsschutz. Es genÃ¼gt mithin nicht, dass der Betroffene bloss eine rein theoretische MÃ¶glichkeit hat, ein Gericht anzurufen. Vielmehr muss ein gerichtliche Kontrolle in sachverhaltsmÃ¤ssiger und rechtlicher Hinsicht auch tatsÃ¤chlich mÃ¶glich sein (Andreas Kley, St. Galler Kommentar zur Schweizerischen Bundesverfassung, 2008, Art. 29a N. 8). Auch wenn der Anspruch auf gerichtliche Beurteilung stets nur im Rahmen der jeweils geltenden Prozessordnung besteht (BGr, 1C_663/2012 vom 9. Oktober 2013, E. 6.2), muss er wirksam bzw. effektiv sein (EGMR, Ashingdane gegen das Vereinigte KÃ¶nigreich, 29. Mai 1985, Serie A 93, § 57). So dÃ¼rfen z.<span> </span>B. die Gerichtskosten nicht derart hoch angesetzt werden, dass sie Rechtssuchende vom Gang an die Gerichte geradezu abschrecken (EGMR, Kreuz gegen Polen, 19. Juni 2001, Reports 2001-VI, §§ 54, 61 ff., 85 ff.; Mehmet und Suna Yigit gegen die TÃ¼rkei, 17. Juli 2007, Nr. 52658/99, § 38).</p> <p class="Erwgung2">Diese Rechtsprechung zur HÃ¶he der Gerichtskosten ist nicht zwangslÃ¤ufig auf die Festsetzung der HÃ¶he der ParteientschÃ¤digungen zu Ã¼bertragen. Die VerfassungsmÃ¤ssigkeit der bisherigen Praxis ist in der Rechtsprechung grundsÃ¤tzlich unbestritten und wurde vom Bundesgericht bestÃ¤tigt.</p> <p class="Erwgung2">Einer einzelfallgerechten Festsetzung der HÃ¶he der PateientschÃ¤digung durch das Gericht unter BerÃ¼cksichtigung der verschiedenen Parameter (Streitwert bzw. des objektives Streitinteresse, Dauer des Verfahrens, Zahl, Umfang sowie Inhalt der erforderlichen Rechtsschriften, Barauslagen) ist der Vorzug zu geben: Die gesetzliche Regelung stellt sicher, dass die obsiegenden Parteien in im Lichte der obengenannten BemessungsgrundsÃ¤tze vergleichbaren FÃ¤llen auch ParteientschÃ¤digungen in vergleichbarer HÃ¶he zugesprochen werden. Andernfalls wÃ¤re die HÃ¶he der ParteientschÃ¤digung direkt abhÃ¤ngig von der HÃ¶he der Honorarrechnung des Rechtsvertreters und kÃ¶nnte auch in vergleichbaren FÃ¤llen stark divergieren, was dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderlÃ¤uft. Dem kÃ¶nnte durch eine ÃberprÃ¼fung anwaltlicher Honorarnoten durch das Gericht nur unzureichend begegnet werden, da eine ÃberprÃ¼fung nur mit grosser ZurÃ¼ckhaltung erfolgen und sich auf die Vertretbarkeit des in Rechnung gestellten Aufwands beschrÃ¤nken wÃ¼rde.</p> <p class="Erwgung2">Im Weiteren kann durch eine einzelfallgerechte Festsetzung der HÃ¶he der ParteientschÃ¤digung auch Verfahren Rechnung getragen werden, in welchen sich private Verfahrensparteien mit sich widerstreitenden Begehren gegenÃ¼berstehen und die EntschÃ¤digung in der Regel der Verliererin auferlegt wird. MÃ¼sste ein potenziell Rechtssuchender damit rechnen, im Fall des Unterliegens nicht nur die Kosten seines eigenen Rechtsvertreters, sondern zusÃ¤tzlich auch noch die vollen Kosten der anwaltlichen Vertretung der obsiegenden Gegenpartei tragen zu mÃ¼ssen, wÃ¼rde er den Gang ans Verwaltungsgericht wohl in manchen FÃ¤llen scheuen. Damit wÃ¼rde gerade der Ersatz der vollen Parteikosten den verfassungsrechtlich garantierten Zugang zum Gericht erschweren. Ebensolches kÃ¶nnte fÃ¼r Verfahren gelten, in welchen der Private gegen ein anwaltlich vertretenes Gemeinwesen unterliegt.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.6 </b>Damit Ã¼berwiegen grundsÃ¤tzlich die GrÃ¼nde, die fÃ¼r eine VerfassungskonformitÃ¤t des oftmals bloss teilweisen Kostenersatzes sprechen. Dass allerdings ParteientschÃ¤digungen in der HÃ¶he von lediglich einem Viertel oder gar einem FÃ¼nftel der effektiven Vertretungskosten im Einzelfall an die Grenzen der VerfassungskonformitÃ¤t stossen, ist nicht von der Hand zu weisen. Diesem Umstand ist durch eine angemessene ErhÃ¶hung der bisher zugesprochenen ParteientschÃ¤digungen im Einzelfall zu begegnen. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.7 </b>Vorliegend ist bei einem Auftragswert von mehr als Fr. 400'000.- von einem nicht unbedeutenden Streitinteresse auszugehen. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin ist von einem durchschnittlichen Aufwand der BeschwerdefÃ¼hrerin auszugehen. Deren Rechtsvertreter musste bereits im Rahmen der anwaltlichen Sorgfaltspflicht auch fÃ¼r den Fall argumentieren, in welchem ein Ausschluss der Mitbeteiligten abgelehnt worden wÃ¤re. ZusÃ¤tzlich musste mit der Beschwerde die Notwendigkeit der aufschiebenden Wirkung begrÃ¼ndet werden. FÃ¼r das Verfassen der Beschwerde war schliesslich die RÃ¼cksprache mit der Klientin notwendig, ebenso das Studium der Akten sowie der einschlÃ¤gigen Entscheide. Im Licht der sich stellenden tatsÃ¤chlichen und rechtlichen Fragen erscheint eine EntschÃ¤digung von Fr. 3'500.- als angemessen. Eine Mehrwertsteuer ist im vorliegenden Fall nicht zuzusprechen, da davon auszugehen ist, dass die entschÃ¤digungsberechtigte Partei vorsteuerabzugsberechtigt ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Auftragswert betrÃ¤gt mehr als Fr. 400'000.- und Ã¼berschreitet damit den im Staatsvertragsbereich massgeblichen Schwellenwert fÃ¼r Lieferungen (Art. 1 lit. a der Verordnung des WBF vom 23. November 2015 Ã¼ber die Anpassung der Schwellenwerte im Ã¶ffentlichen Beschaffungswesen fÃ¼r die Jahre 2016 und 2017 [SR 172.056.12]). Entsprechend ist gegen dieses Urteil die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) zulÃ¤ssig, sofern sich eine Rechtsfrage von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellt (Art. 83 lit. f BGG). Andernfalls steht gegen diese VerfÃ¼gung nur die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen.</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 6. Mai 2015 angeordnete einstweilige Verfahrens­sistierung wird aufgehoben.</p> <p class="Einzug2">2. Das Verfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.</p> <p class="Einzug2">3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 170.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 1'670.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">4. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">5. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 3â500.- zu bezahlen.</p> <p class="Einzug2">6. Gegen dieses Urteil kann, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellt, Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. BGG erhoben werden. Sofern diese nicht zulÃ¤ssig ist, kann subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG erhoben werden. Die Beschwerden sind innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</p> <p class="Einzug2">7. Mitteilung an â¦</p> <p class="Sachverhalt1"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>