<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2002.00064</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106902&amp;W10_KEY=4467145&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2002.00064</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.10.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 03.12.2002 formell erledigt.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 1996</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Rechtsmittelfrist bei zweimaliger Zustellung eines Entscheids.<br/>Die Sendung (hier: Einspracheentscheid) gilt als am letzten Tag der Abholfrist zugestellt, wenn dem Adressaten schuldhafte Verhinderung der Zustellung nachgewiesen werden kann. Hierzu genügt bei Bestehen eines Prozessrechtsverhältnisses der Beweis, dass die Abholungseinladung in seinen Machtbereich gelangte. Eine zweite Zustellung ist unter Vorbehalt des Vertrauensschutzes nicht von Belang (E.2). Trifft die zweite Zustellung mit vorbehaltloser Rechtsmittelbelehrung nach Ablauf der Rechtsmittelfrist beim Adressaten ein, ist die unzutreffende Rechtsmittelbelehrung mangels Nachteilen auch unter dem Gesichtspunkt des Vertrauensschutzes unbeachtlich. Erhebt der Adressat gestützt darauf ein Rechtsmittel (hier: Rekurs), dürfen ihm allerdings keine Verfahrenskosten auferlegt werden (E.3). Keine Relevanz der Einsprache gegen die Steuerrechnung im konkreten Fall (E.4). Keine Kostenauflage an die Beschwerdeführenden wegen für Laien missverständlicher Begründung des Rekursentscheids (E.5).<br/>Teilweise Gutheissung (im Kostenpunkt).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGRÃNDUNGSPFLICHT">BEGRÃNDUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EHEGATTE">EHEGATTE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ERÃFFNUNG DER VERFÃGUNG">ERÃFFNUNG DER VERFÃGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: FRIST/-EN">FRIST/-EN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENAUFLAGE">KOSTENAUFLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHTEIL">NACHTEIL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMITTELBELEHRUNG">RECHTSMITTELBELEHRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: EinschÃ¤tzungs-,Rekurs- und Beschwerdeverfahren ST: REKURSVERFAHREN">REKURSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Artikel 8, 9, 29 ff BV ST: TREU UND GLAUBEN">TREU UND GLAUBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSSCHUTZ">VERTRAUENSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTELLUNG">ZUSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTELLUNGSNACHWEIS">ZUSTELLUNGSNACHWEIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTELLUNGSVEREITELUNG">ZUSTELLUNGSVEREITELUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 5 lit. III BV</span><br/><span class="ungerade">§ 179 GVG</span><br/><span class="gerade">§ 7 lit. I StG</span><br/><span class="ungerade">§ 123 lit. III StG</span><br/><span class="gerade">§ 9 lit. II VO StG</span><br/><span class="ungerade">§ 12 lit. I VO StG</span><br/><span class="gerade">§ 13 VO StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2002 Nr. 114</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Eheleute A und B wurden am 25. September 2000 fÃ¼r das Steuerjahr 1996 mit einem Reineinkommen von Fr. 161'700.- und einem ReinvermÃ¶­gen von Fr. 0.- eingeschÃ¤tzt. Hiergegen erhoben sie am 20. Oktober 2000 Einsprache an das kantonale Steueramt mit dem Antrag, das Reineinkommen auf Fr. 22'591.- festzusetzen. Das Steueramt wies die Einsprache am 12. November 2001 ab und stellte den Einspra­che­entscheid den mittlerweile getrennt lebenden Ehegatten je eingeschrieben zu. WÃ¤hrend B den Entscheid am 14. November 2001 in Empfang nahm, wurde die an A adressierte Sendung von der Post nach dem Ablauf der Aufbewahrungsfrist als nicht abgeholt retourniert. Am 5. De­zem­ber 2001 erhob A beim Steuer­amt der Gemeinde X Einsprache gegen die auf dem Einspracheentscheid vom 12. No­vember 2001 beruhende Steuerrechnung vom 15. November 2001 fÃ¼r das Jahr 1996, unter anderm weil bei ihm jener Einspracheentscheid nicht eingegangen sei. Mit Datum vom 9. Januar 2002 wurde ihm erneut ein gleich lautender Einsprache­entscheid zugestellt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Am 7. Februar 2002 erhob A Rekurs gegen den Einspracheentscheid vom 9. Ja­nu­ar 2002 mit dem materiellen Antrag, ein Reineinkommen von Fr. 22'591.- statt 161'700.- fest­zusetzen. Die Steuerrekurskommission II trat mit Beschluss vom 5. Juli 2002 auf den Re­kurs nicht ein und auferlegte A die Verfahrens­kos­­ten. Die BegrÃ¼ndung lautete im Wesentlichen, die Rekursfrist habe mit der ordnungsge­mÃ¤ssen Zustellung des Einspracheentscheids vom 12. November 2001 zu laufen begonnen, sodass der Rekurs verspÃ¤tet erhoben worden sei. FristwiederherstellungsgrÃ¼nde lÃ¤gen nicht vor.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen den Beschluss der Steuerrekurskommission erhob A am 8. August 2002 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Er beantragte, den Beschluss aufzuheben und die Steuerrekurskommission anzuweisen, den Rekurs vom 7. Februar 2002 materiell zu behandeln, "unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der unterliegen­den Partei". Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte er im Wesentlichen an, dass mit der Zustellung des Entscheids vom 9. Ja­nuar 2002 die Rechtsmittelfrist wiederhergestellt worden sei. Die Steu­errekurs­kom­mis­sion II teilte am 13./14. August 2002 den Verzicht auf eine Vernehmlassung mit. Das kantonale Steueramt beantragte am 22. August 2002 Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge "zulasten der BeschwerdefÃ¼hrer". Die Gemeinde X verzichtete stillschweigend auf Mitbeantwortung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Auf die vorliegende Streitsache betreffend das Steuerjahr 1996 ist fÃ¼r das Verfahren das Steuergesetz vom 8. Juni 1997 (StG) anwendbar (§ 269 Abs. 3 StG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Beschwerde wurde allein vom pflichtigen Ehemann erhoben. Werden Ehegat­­ten gemeinsam veranlagt, weil sie in rechtlich und tatsÃ¤chlich ungetrennter Ehe leben, steht beiden je einzeln die Rechtsmittelbefugnis zu, wobei die Erhebung eines Rechtsmittels auch gegenÃ¼ber dem nicht handelnden andern Ehegatten wirkt. Massgeblich sind die Ver­hÃ¤ltnisse der in Frage stehenden Steuerperiode (§ 7 Abs. 1 und § 123 Abs. 3 StG; Felix Richner/Wal­ter Frei/Stefan Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, ZÃ¼rich 1999, § 123 N. 3 f., § 140 N. 23, § 147 N. 8). Dass sich die Pflichtigen spÃ¤ter rechtlich und tatsÃ¤chlich getrennt haben, ist demnach nicht erheblich. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen gegeben sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. Die Frage, ob die Vorinstanz zu Recht vom Fehlen einer Prozessvoraussetzung ausgegangen ist, ist im Rah­­men der materiellen PrÃ¼fung zu klÃ¤ren (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, ZÃ¼rich 1999, Vorbem.</span> zu §§ 19-28 N. 98).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die Vorinstanz stÃ¼tzt ihre Ansicht, der Rekurs vom 7. Februar 2002 sei verspÃ¤tet erfolgt, im Wesentlichen darauf, dass der Einspracheentscheid vom 12. November 2001 ord­­nungsgemÃ¤ss zugestellt worden sei und damit den Lauf der Rekursfrist ausgelÃ¶st habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Ob der Rekurs rechtzeitig erhoben wurde, war als Prozessvoraussetzung von Amtes wegen zu prÃ¼fen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 92 f.). Ins Leere stossen deshalb die AusfÃ¼hrungen des Pflichtigen, die Vorinstanz habe seinen formellen Re­kurs­antrag missverstanden, laut dem geprÃ¼ft werden sollte, "ob die Zustellung des Einspracheentscheides konform erfolgt" sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nach § 9 Abs. 2 der Verordnung zum Steuergesetz vom 1. April 1998 (VO StG) gilt eine eingeschriebene Sendung, deren Zustellung vom Adressaten schuldhaft verhindert wurde, als am letzten Tag der von der Post angesetzten Abholfrist zugestellt (vgl. heute Ziff. 2.3.7 lit. b der Allgemeinen GeschÃ¤ftsbedingungen "Postdienstleistungen", Januar 2002, www.post.ch; vgl. auch BGE 127 I 31). Nach der Praxis des Verwaltungsgericht, die mit jener des Obergerichts und insoweit auch mit jener des Bundesgerichts Ã¼bereinstimmt, liegt eine schuldhafte Verhinderung vor, wenn der Adressat die erforderlichen Vorkehren fÃ¼r die Zustellbarkeit von behÃ¶rdlichen Postsendungen unterlÃ¤sst, obwohl er aufgrund des Bestehens eines ProzessrechtsverhÃ¤ltnisses nach Treu und Glauben die Zustellung eines be­­hÃ¶rdlichen Akts im konkreten Einzelfall mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit erwarten muss (RB 1998 Nr. 2 = ZR 98 Nr. 26; Richner/Frei/Kaufmann, § 126 N. 32; vgl. auch </span>BGr, 23. Juli 2002, 1P.209/2002, E. 2.2.1, www.bger.ch; BGE 123 III 492, 119 V 89 E. 4b/aa<span>). Selbst wenn in sinngemÃ¤sser Anwendung von § 179 Abs. 1 des Gerichtsverfassungs­ge­set­zes vom 13. Juni 1976 (GVG) eine zweite Zustellung vorgenommen wird, ergibt sich daraus kein Recht des Adressaten, die geglÃ¼ckte erste Zustellung einer Abholungseinla­dung ig­norieren zu dÃ¼rfen und erst der zweiten Folge geben zu mÃ¼ssen (vgl. OGr, 18. Sep­tember 1998, ZR 98 Nr. 18, E. 3f; vgl. auch Richner/Frei/Kaufmann, § 126 N. 31). Die erste Zustellung gilt deshalb als erfolgt, wenn dem Adressaten ihre schuldhafte Verhinderung nach­gewiesen werden kann. Hierzu genÃ¼gt der Beweis, dass die Abholungseinladung in den Macht­bereich des Adressaten gelangte, etwa indem sie in dessen Brief- oder Postfach gelegt wurde (vgl. RB 1985 Nr. 49; OGr, 18. Septem­ber 1998, ZR 98 Nr. 18, E. 3e; vgl. auch BGE 122 I 139 E. 1). Kann die erste Zustellung nachgewiesen werden, ist entgegen der An­­sicht des Pflichtigen die zweite fÃ¼r den Fristenlauf grundsÃ¤tzlich â unter Vorbehalt einzig des Vertrauensschutzes â nicht mehr von Bedeutung. Bei der Praxis, die er anruft, handelt es sich im Kern um eine Beweiserleichterung zugunsten der BehÃ¶rden fÃ¼r den Fall, dass zwei erfolglose Zustellungsversuche durch eingeschriebene Sendung vorgenom­men wurden: Dann darf gestÃ¼tzt auf die allgemeine Erfahrung vermutet werden, dass zumindest eine Abholungseinladung richtig hinterlegt wurde und daher als zugestellt gelten kann, wo­bei allerdings unter diesen UmstÃ¤nden zugunsten des Adressaten der zweite Zustellungsver­­such als massgebend fÃ¼r den Fristenlauf anzusehen ist (RB 1998 Nr. 2 = ZR 98 Nr. 26; vgl. auch OGr, 1. Juli 1999, ZR 98 Nr.</span> 43; teilweise abweichend Robert Hauser/Er­hart Schweri, Kommentar zum zÃ¼rcherischen Gerichtsverfassungsgesetz, ZÃ¼rich 2002, § 179 N. 1 ff., besonders 13 f.; entgegen der Bemerkung in RB 1998 Nr. 2 = ZR 98 Nr. 26 stÃ¼tzt sich die ZÃ¼rcher Praxis in diesem Punkt nicht auf diejenige des Bundesgerichts).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) aa) Wie die Vorinstanz zutreffend festhÃ¤lt, stand der Pflichtige aufgrund der Ein­sprache vom 20. Oktober 2000 in einem ProzessrechtsverhÃ¤ltnis und hatte</span> â ungeachtet der Prozessdauer von Ã¼ber einem Jahr â mit der Zustellung allfÃ¤lliger prozessleitender VerfÃ¼gun­gen oder eines Entscheids zu rechnen. Demnach war er verpflichtet, deren ordnungsge­mÃ¤sse Zustellung durch geeignete Massnahmen sicherzustellen (vgl. Richner/Frei/Kauf­mann, § 126 N. 32, mit zahlreichen Hinweisen).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Der Einspracheentscheid vom 12. November 2001 wurde dem Pflichtigen einge­schrieben an seine Adresse in X gesandt. Diese Adresse war vom Pflichtigen in der Ein­sprache angegeben und eigens vor dem Versand noch einmal verifiziert worden. Ir­gend­welche besondern Vorkehren, um die ordnungsgemÃ¤sse Postzustellung zu gewÃ¤hrleis­ten (wie etwa die Erteilung eines Nachsendeauftrags, die Bezeichnung eines Zustellungsbe­voll­mÃ¤chtigten oder die Angabe einer AdressÃ¤nderung bzw. einer Zustelladresse), hatte der Pflichtige vorher nicht getroffen; tatsÃ¤chlich hielt er sich zumindest sporadisch in seiner Woh­­nung in X auf.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz hat zur Frage der Zustellung des Einspracheentscheids ein Nachforschungsbegehren bei der Post in Auftrag gegeben, einen Amtsbericht der Poststelle X sowie eine Stellungnahme des Pflichtigen dazu eingeholt und Letzteren persÃ¶nlich be­fragt. Ge­mÃ¤ss dem Amtsbericht wurde dem Pflichtigen eine Abholungseinladung im Brief­kasten deponiert. Laut einer Telefonnotiz des vorinstanzlichen Referenten rÃ¤umte die Leiterin der Poststelle X zwar ein, dass Fehler nie mit letzter Sicherheit ausgeschlos­sen werden kÃ¶nnten. Der BrieftrÃ¤ger, der nach eigener Aussage die Abholungseinladung korrekt deponiert habe, sei aber sehr zuverlÃ¤ssig und sorgfÃ¤ltig. Der Pflichtige relativier­te in der Befragung die Behauptung in seiner Stellungnahme zum Amtsbericht, er sei in der fraglichen Zeit gar nicht in seiner Wohnung in X gewesen. Er fÃ¼hrte aus, er sei in der hier interessierenden Zeit­spanne in medikamentÃ¶ser Behandlung gestanden, habe sich nicht regelmÃ¤ssig in seiner Wohnung in X aufgehalten und den Briefkasten nicht regelmÃ¤ssig geleert. In welchen AbstÃ¤nden er den Briefkasten geleert habe, wisse er nicht mehr. Abholungseinladungen ha­be er zwar regelmÃ¤ssig bei der Post eingelÃ¶st. Einmal sei jedoch eine eingeschriebene Sendung des Bezirksgerichts Y wieder zurÃ¼ckgesandt worden, weil er die Abholfrist nicht eingehalten habe. Seine Post und diejenige seiner Nachbarn seien allerdings bei der Zustellung oft verwechselt worden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>FÃ¼r eine ordnungsgemÃ¤sse Zustellung des Einspracheentscheids vom 12. November 2001 sprechen der Amtsbericht und die ergÃ¤nzenden AusfÃ¼hrungen der Leiterin der Poststel­­le X, ungeachtet dessen, dass der BrieftrÃ¤ger â aus unbekannten GrÃ¼nden â nicht bereit war, vor der Steuerrekurskommission zur Frage der Zustellung bzw. der Hinter­legung der Ab­holungseinladung auszusagen. Die EinwÃ¤nde des Pflichtigen sind dagegen nicht geeignet, vernÃ¼nftige Zweifel an der ordnungsgemÃ¤ssen Zustellung zu wecken. Seine Aussagen in der Stellungnahme zum Amtsbericht, in der Befragung und in der Beschwerde­schrift sind allgemein widersprÃ¼chlich und unklar. In der Befragung sagte er zwar aus, die Post sei hÃ¤ufig falsch zugestellt worden, relativierte diese Aussage aber gleich selber wie­der. Jedenfalls rÃ¤umte er ein, seinen Briefkasten nicht regelmÃ¤ssig geleert und eine eingeschriebene Sen­dung nicht abgeholt zu haben. Seine Meinung, die nicht abgeholte Sendung sei vom Be­zirksgericht Y versandt werden, begrÃ¼ndete er nicht nÃ¤her. Selbst wenn er von Seiten der Post nur ein einziges Mal auf eine nicht abgeholte Einschreibesendung aufmerksam ge­macht wurde, lÃ¤sst sich daraus im Ãbrigen nicht ableiten, dass er die andern Sendungen al­le abgeholt habe. Er war schliesslich nach eigenen Angaben in der frag­lichen Zeit psychisch stark an­geschlagen und stand wegen Depressionen unter dem Ein­fluss von Medikamenten, was ebenfalls dafÃ¼r spricht, dass die Sendung wegen seines nach­lÃ¤ssigen Umgangs mit seiner Post und nicht wegen einer Fehlzustellung nicht abgeholt wurde. Aufgrund des Amtsberichts und der unbestrittenermassen gut Ã¼berschaubaren Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse ist daher der BeweiswÃ¼rdigung der Vorinstanz zuzustimmen, welche die ordnungsgemÃ¤sse Zustellung des Einspracheentscheids vom 12. November 2001 als erwiesen ansah. Der Pflichtige bringt denn auch in der Beschwerdeschrift nicht mehr vor, dieser Entscheid sei ihm nicht zugestellt worden; er beruft sich im Zusammenhang mit dieser Zu­stel­lung nur mehr auf seine schlechte psychische Verfassung und darauf, dass er nicht mit der Zustellung behÃ¶rdlicher Akte habe rechnen mÃ¼ssen, wobei Letzteres nicht zutrifft und auch im Widerspruch zu seinen Aus­sa­gen in der Befragung steht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Mangels gegenteiliger Anhaltspunkte darf davon ausgegangen werden, dass dem Adressaten einer eingeschriebenen Sendung deren fristgerechte Abholung mÃ¶glich ge­wesen wÃ¤re (RB 1992 Nr. 29). Der Pflichtige bestreitet diese MÃ¶glichkeit denn auch gar nicht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Schliesslich stellt die Vorinstanz zu Recht fest, es sei nicht rechtsgÃ¼ltig geltend ge­­macht worden und im Ãbrigen auch materiell nicht einsichtig, weshalb die Krankheit des Pflichtigen im Zeitpunkt der Zustellung (die zu einer ArbeitsunfÃ¤higkeit von 50 % gefÃ¼hrt hatte) einen Grund zur Fristwiederherstellung darstellen sollte. Auf diese zutreffenden ErwÃ¤­­gungen kann verwiesen werden (vgl. § 161 GVG</span>). </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Der Pflichtige beruft sich darauf, dass ihm ein inhaltlich gleich lautender Entscheid vom 9. Januar 2002 mit einer vorbehaltlosen Rechtsmittelbelehrung zugestellt worden sei. Sachlich trifft dies zu. SinngemÃ¤ss beruft er sich damit auf den Vertrauensschutz.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Laut dem Prinzip des Vertrauensschutzes sind Private in ihrem berechtigten Ver­trauen in behÃ¶rdliche Zusicherungen oder in anderes, bestimmte Erwartungen begrÃ¼ndendes Verhalten der BehÃ¶rden zu schÃ¼tzen. Eine unrichtige Rechtsmittelbelehrung kann grund­­sÃ¤tzlich die hierfÃ¼r notwendige Vertrauensgrundlage bilden (vgl. Ulrich HÃ¤felin/Ge­org MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 627, 633 f.; Alfred KÃ¶lz/Isabelle HÃ¤ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 126, 362 ff.). Weiter ist vorauszusetzen, dass gestÃ¼tzt auf eine solche Vertrauensgrundlage eine Disposition getÃ¤tigt wurde, die ohne Nachteil nicht wieder rÃ¼ckgÃ¤ngig gemacht werden kann, und dass das Interesse am Vertrauensschutz die entgegenstehenden Ã¶ffentlichen Interessen Ã¼berwiegt (HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 660 ff.). Liegen ErÃ¶ffnungsmÃ¤ngel vor, zu denen die unzutreffende Rechtsmittelbelehrung zu zÃ¤hlen ist, sind die Betreffenden vor den Nachteilen zu schÃ¼tzen, die ihnen wegen eines dadurch entstande­nen Irrtums erwachsen kÃ¶nnten. GrundsÃ¤tzlich keinen Nachteil erleidet etwa, wer gestÃ¼tzt auf eine fehlerhafte Rechtsmittelbelehrung ein Rechtsmittel ergreift, das gar nicht ge­geben ist (KÃ¶lz/HÃ¤ner, Rz. 364, 367, mit Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Laut der bundesgerichtlichen Praxis liegt eine vertrauensbegrÃ¼ndende Auskunft vor, wenn wÃ¤hrend noch laufender Rechtsmittelfrist der betreffende Entscheid mit einer vor­­behaltlosen Rechtsmittelbelehrung erneut zugestellt wird (BGE 115 Ia 12 E. 4c; vgl. auch Richner/Frei/Kaufmann, § 126 N. 35). Wird ein Entscheid wÃ¤hrend laufender Rechts­mittelfrist erneut mit vorbehaltloser Rechtsmittelbelehrung zugestellt, kann den Betreffenden dadurch ein Nachteil entstehen, dass sie im Vertrauen auf die neue Rechtsmittelbelehrung den Rest der Frist ungenÃ¼tzt verstreichen lassen; hierin ist eine nachteilige Disposition gestÃ¼tzt auf eine Vertrauensgrundlage zu sehen, vor deren Folgen die Betreffenden zu schÃ¼tzen sind. Das Gegenteil gilt, wenn der zweite Versand erst nach Ablauf der Rechtsmittelfrist eintrifft: Rechtsmittellegitimierte, die eine Rechtsmittelfrist gegen einen Entscheid tatenlos haben verstreichen lassen, kÃ¶nnen durch eine spÃ¤tere, nochmalige Zustellung des Entscheids zwar Ã¼ber den Fristenlauf getÃ¤uscht werden, sie erleiden jedoch dadurch grundsÃ¤tzlich keinen Nachteil, weil die UntÃ¤tigkeit wÃ¤hrend noch laufender Frist nicht auf die behÃ¶rdliche Fehlinformation zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist. Eine unrichtige Rechtsmittel­belehrung kann kein Rechtsmittel schaffen, das im betreffenden Fall nicht â bzw. nicht mehr â gegeben ist (Beatrice Weber-DÃ¼rler, Neuere Entwicklung des Vertrauensschutzes, ZBl 103/2002, S. 281 ff., 294; BGE 118 V 190, 117 II 508 E. 2; Steuerrekurskommission II, 26. Juni 1991, StE 1992 B 93.6 Nr. 11, E. 4).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der Einspracheentscheid vom 12. November 2001 gilt als am letzten Tag der Ab­holfrist, somit am 20. November 2001, abgeholt. Wie die Vorinstanz zutreffend ausfÃ¼hrt, be­­gann die Rekursfrist am 21. November 2001 zu laufen und endete â unter BerÃ¼cksichtigung der Gerichtsferien â am Mittwoch, dem 9. Januar 2002 (§§ 12 Abs. 1 und 13 VO StG; vgl. KÃ¶lz/HÃ¤ner, Rz. 341). Die zweite Fassung des Einspracheentscheids, datiert am 9. Ja­nu­ar 2002 und anscheinend am selben Tag versandt, wurde vom Pflichtigen am 10. Januar 2002, somit nach Ablauf der Rechtsmittelfrist, entgegengenommen; sie vermochte deshalb selbst unter dem Gesichtspunkt des Vertrauensschutzes keine neue Frist auszulÃ¶sen. Ebenso wenig kommt eine Wiederherstellung der Frist, wie sie der Pflichtige verlangt, in Frage. Dass es sich bei der ersten um eine fiktive Zustellung handelte, Ã¤ndert hieran nichts. Unbeachtlich ist auch der Einwand des Pflichtigen, dass sich die Rekursantwort vom 5. MÃ¤rz 2002 zur Frage des Fristablaufs nicht Ã¤usserte, sondern sich mit dem materiellen Rekursbe­gehren auseinandersetzte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Wer im Vertrauen auf eine fehlerhafte Rechtsmittelbelehrung ein Rechtsmittel er­­greift, das gar nicht gegeben ist, erlitte dann unzulÃ¤ssigerweise einen Nachteil, wenn ihm Weiterleitungs- oder Verfahrenskosten auferlegt wÃ¼rden (KÃ¶lz/HÃ¤ner, Rz. 367; Weber-DÃ¼r­­ler, S. 293, mit weiteren Hinweisen; Bundesrat, 4. Oktober 1993, VPB 58/1994 Nr. 63, E. 3b). Die vorbehaltlose Rechtsmittelbelehrung im Entscheid vom 9. Januar 2002 hat den Pflichtigen veranlasst, trotz abgelaufener Rechtsmittelfrist Rekurs zu erheben. Die Vorinstanz hat demnach zu Unrecht die Verfahrenskosten dem Pflichtigen auferlegt, und ihr Beschluss ist insoweit aufzuheben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Der Pflichtige hat mit zwei Schreiben, die am 7. Dezember 2001 beim kommuna­len Steueramt eingetroffen sind (und somit noch innerhalb der massgebenden Rekursfrist der Post Ã¼bergeben wurden), Einsprache gegen die Steuerrechnung fÃ¼r 1996 angekÃ¼ndigt bzw. erhoben und dies damit begrÃ¼ndet, die Steuerrechnung sei ungÃ¼ltig, weil ihm der Einspracheentscheid (vom 12. Novem­ber 2001), auf dem sie beruhte, nicht zugestellt worden sei. Zumindest eines dieser Schreiben wurde vom Gemeindesteueramt, nach dessen beigefÃ¼g­ter Notiz und dem bei den Akten befindlichen Umschlag zu schliessen, an das kantonale Steueramt weitergeleitet. Nach der Darstellung der Vorinstanz bildete es den Anlass zur zwei­ten Zustellung des Einspracheentscheids. Zu prÃ¼fen ist, ob dies fÃ¼r das Rekursverfahren relevant ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) GÃ¼ltigkeitsvoraussetzung eines Rechtsmittels ist der schriftlich, vorbehalt- und be­dingungslos erklÃ¤rte Anfechtungswille. LÃ¤sst sich einer Eingabe auch nicht ein Mindestansatz eines Anfechtungswillens entnehmen, liegt keine gÃ¼ltige RechtsmittelerklÃ¤rung vor. In einem solchen Fall kann die Eingabe ohne weiteres durch Nichteintreten erledigt werden. Bestehen Zweifel, so ist durch RÃ¼ckfrage abzuklÃ¤ren, ob der Betreffende Ã¼berhaupt ein Rechtsmittel erheben wollte (zum Ganzen Richner/Frei/Kaufmann, § 140 N. 47; vgl. auch KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 23 N. 5, § 54 N. 2).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die beiden (relativ knappen) Schreiben des Pflichtigen vom 5. </span>Dezember 2001 enthalten unter anderm eine Einsprache im Sinn von § 178 Abs. 1 StG gegen die vom Gemeindesteueramt zugestellte Steuerrechnung. Die BegrÃ¼ndung lautet sinngemÃ¤ss, das Gemeindesteueramt nehme zu Unrecht an, dass die Einsprache vom 20. Oktober 2000 gegen die EinschÃ¤tzungsverfÃ¼gung erledigt worden sei, denn bis anhin sei beim Pflichtigen kein Einspracheentscheid eingegangen. Es fehlt jeder Hinweis, dass auch der Einspracheentscheid nicht anerkannt wÃ¼rde, wenn sich herausstellen sollte, dass die Steuerrechnung mit diesem Ã¼bereinstimme. Aus diesen Schreiben ergibt sich in Bezug auf den Einspracheentscheid allenfalls ein Begehren um ErlÃ¤uterung betreffend dessen Versand, nicht aber ein ErlÃ¤uterungsbegehren in der Sache und schon gar kein Rekurswille. Somit waren die BehÃ¶r­den nicht zu Nachfragen verpflichtet. Aus ihrem Verhalten nach Empfang der Schreiben vom 5. Dezember 2001 kann demnach nichts zu Gunsten des Pflichtigen abgeleitet werden. Insbesondere Ã¤ndert sich an der Tatsache des Fristablaufs dadurch nichts, dass der Pflichtige innerhalb der noch laufenden Rechtsmittelfrist nicht von den BehÃ¶rden angegangen wur­­de und die zweite Zustellung des Einspracheentscheids allenfalls als Antwort auf die Ein­gaben vom 5. Dezem­ber 2001 erfolgte.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Die BeschwerdefÃ¼hrenden unterliegen zwar mit ihrem Antrag. Die Beschwerde stÃ¼tzt sich aber einzig auf den Vertrauensschutz wegen der unzutreffenden Rechtsmittelbe­lehrung, aus welcher den BeschwerdefÃ¼hrenden keine Nachteile erwachsen dÃ¼rfen. Die Vor­­instanz hat die Anwendbarkeit des Vertrauensprinzips zwar abgeklÃ¤rt; auch ist ihre Ansicht zu diesem Punkt zutreffend. Ihre diesbezÃ¼glichen AusfÃ¼hrungen sind jedoch zu knapp: Die Rechtsmittelbelehrung im Einspracheentscheid vom 9. Januar 2002 und ihre all­fÃ¤lligen Rechtsfolgen werden gar nicht explizit erwÃ¤hnt, sondern es wird nur das Ergebnis der Ãberlegungen festgehalten. Ein Laie durfte hieraus den Schluss ziehen, die Vorinstanz habe sich mit der Frage des Vertrauensschutzes nicht oder nicht genÃ¼gend befasst. Un­ter diesen UmstÃ¤nden sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens auch nicht teilweise den BeschwerdefÃ¼hrenden aufzuerlegen; sie sind vielmehr vom Beschwerdegegner zu tragen, der fÃ¼r die unzutreffende, vorbehaltlose Rechtsmittelbelehrung verantwortlich ist (vgl. auch KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 23). Dies gilt ungeachtet dessen, dass der Antrag der nicht anwaltlich vertretenen BeschwerdefÃ¼hrenden in Bezug auf Kos­ten und EntschÃ¤digung lautet, diese seien der "unterliegenden Partei" aufzu­erlegen. Die Voraussetzungen fÃ¼r die Zusprechung einer Partei­entschÃ¤digung sind dagegen nicht erfÃ¼llt (§ 153 Abs. 4 StG in Verbindung mit § 152 StG und § 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Kosten des Rekursverfahrens werden dem Beschwerdegegner auferlegt. Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>