<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">9C_570/2009 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 19. August 2009 </div> <div class="para">II. sozialrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Borella, präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Bundesrichter Kernen, Bundesrichterin Pfiffner Rauber, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Dormann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">W.________, vertreten durch </div> <div class="para">Rechtsanwalt Dr. Hanspeter Strickler, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV-Stelle des Kantons Thurgau, St. Gallerstrasse 13, 8500 Frauenfeld, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Invalidenversicherung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 20. Mai 2009. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Erwägung, </div> <div class="para">dass die IV-Stelle des Kantons Thurgau mit Verfügung vom 13. Januar 2009 W.________ (geboren 1948) ab 1. Juni 2005 bei einem Invaliditätsgrad von 45 % eine Viertelsrente der Invalidenversicherung zusprach, </div> <div class="para">dass W.________ dagegen Beschwerde erheben liess, welche das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 20. Mai 2009 abwies, </div> <div class="para">dass W.________ Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen und beantragen lässt, die Angelegenheit sei zur Vornahme der notwendigen Abklärungen und zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen; eventuell sei ihm eine Dreiviertelsrente, subeventuell eine halbe Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen, </div> <div class="para">dass die Vorinstanz gestützt auf die medizinischen Unterlagen und nicht offensichtlich unrichtig festgestellt hat, die Einschränkung des Beschwerdeführers in einer manuell stark belastenden Tätigkeit betrage 50 %, während ihm eine nur leicht belastende Arbeit zu 100 % zumutbar sei, </div> <div class="para">dass diese Feststellung u.a. auf der bundesrechtskonformen (vgl. <span class="artref">Art. 61 lit. c ATSG</span>) vorinstanzlichen Würdigung der Bestätigung des Dr. med. R.________ vom 13. Februar 2009 gründet, wonach dieser nicht die im Verfügungszeitpunkt bestehende Arbeitsunfähigkeit von 50 % beanstandet, sondern lediglich seine Befürchtung, diese Einschätzung lasse sich auf längere Sicht nicht halten, geäussert habe, </div> <div class="para">dass in der genannten Bestätigung die zwei Handoperationen vom 30. Oktober 2006 (rechts) und 15. Dezember 2008 (links) berücksichtigt und Einschränkungen nur hinsichtlich der angestammten Tätigkeit erwähnt wurden, weshalb das kantonale Gericht in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit in zulässiger antizipierender Beweiswürdigung auf weitere Abklärungen verzichtet hat (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=02.08.2009&amp;to_date=21.08.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-V-157%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page157">BGE 122 V 157</a> E. 1d S. 162; Urteil 9C_694/2007 vom 10. Dezember 2007 E. 3.1 mit Hinweisen) und die entsprechenden Feststellungen für das Bundesgericht verbindlich sind (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/105/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/105/1" type="start"></artref>Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/105/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=02.08.2009&amp;to_date=21.08.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F132-V-393%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page393">BGE 132 V 393</a> E. 3.2 S. 397 ff.), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass der Bericht vom 1. Juli 2007 über die Abklärung vor Ort von der Vorinstanz als ausführlich und begründet erachtet wurde (vgl. <span class="artref">Art. 61 lit. c ATSG</span>) und einen Betätigungsvergleich mit erwerblicher Gewichtung enthält - in welchem auch die Differenz zwischen der effektiven und der medizinisch-theoretischen Leistungsfähigkeit nachvollziehbar erklärt wird -, weshalb er grundsätzlich eine genügende Grundlage für die von der Verwaltung vorgenommene Invaliditätsbemessung nach der ausserordentlichen Methode darstellt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=02.08.2009&amp;to_date=21.08.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F128-V-29%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page29">BGE 128 V 29</a> S. 30 E. 1; Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 262/94 vom 3. Mai 1995 E. 2f, mit Hinweisen), </div> <div class="para">dass offen bleiben kann, ob die Vorinstanz zu Recht teilweise von diesem Bericht abgewichen ist, indem sie die darin ausgewiesene effektive Leistungsfähigkeit auf 50 % reduziert und dies mit der Nichtberücksichtigung eines für grobmotorische Tätigkeiten vorgesehenen Hilfsarbeiters kompensiert hat, </div> <div class="para">dass das Bundesgericht weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erwägungen der Vorinstanz gebunden ist (Urteil 9C_294/2007 vom 10. Oktober 2007 E. 2 mit Hinweis; vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=02.08.2009&amp;to_date=21.08.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F132-II-257%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page257">BGE 132 II 257</a> E. 2.5 S. 262;<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=02.08.2009&amp;to_date=21.08.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-III-136%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page136">130 III 136</a> E. 1.4 S. 140) und die Wahl der Invaliditätsbemessungsmethode eine von Amtes wegen zu berücksichtigende Rechtsfrage darstellt (<span class="artref">Art. 106 Abs. 1 BGG</span>; Urteil I 625/06 vom 11. Februar 2008 E. 5.1), </div> <div class="para">dass nicht ersichtlich ist, weshalb dem Versicherten aufgrund seiner Schadenminderungspflicht (vgl. Urteil 9C_832/2007 vom 8. September 2008 E. 4.3.2, mit Hinweisen) die Aufgabe der Selbständigkeit nicht zumutbar sein soll, zumal er keine Mitarbeiter beschäftigt und den Betrieb aufgrund seines Alters mittelfristig ohnehin nicht mehr in der bisherigen Form wird weiterführen können, </div> <div class="para">dass somit anstelle der ausserordentlichen vielmehr die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=02.08.2009&amp;to_date=21.08.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F128-V-29%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page29">BGE 128 V 29</a> S. 30 E. 1; Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 262/94 vom 3. Mai 1995 E. 2f, mit Hinweisen) anzuwenden gewesen wäre, mit der Folge, dass bei einem Invalideneinkommen von mindestens Fr. 43'330.- (Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik 2004 TA1, Total Männer, Anforderungsniveau 4, unter Berücksichtigung der betriebsüblichen Wochenarbeitszeit, der Nominallohnentwicklung bis 2005 sowie eines maximal zulässigen - hier nicht angezeigten - Abzuges von 25 %) und einem nach wie vor unbestritten gebliebenem Valideneinkommen von Fr. 71'280.- der Invaliditätsgrad höchstens 39 % betragen hätte, was eine Rente ausschliesst (<span class="artref">Art. 28 IVG</span>), </div> <div class="para">dass im Übrigen der Hinweis der Vorinstanz auf eine in absehbarer Zeit allenfalls notwendige Revision der Rente weder widersprüchlich noch willkürlich ist, sondern auf der Beachtung des massgeblichen Prüfungszeitraums (B 131 V 407 E. 2.1.2.1 S. 412; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=02.08.2009&amp;to_date=21.08.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F116-V-246%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page246">116 V 246</a> E. 1a S. 248; Urteil I 58/02 vom 13. November 2002 E. 2.1) sowie auf der gesetzlichen Regelung (<span class="artref">Art. 17 Abs. 1 ATSG</span>) für die Anpassung der Rente an veränderte Verhältnisse beruht, </div> <div class="para">dass nach dem Gesagten weder den beantragten Beweisweiterungen stattzugeben ist, noch eine zu niedrige Rente zugesprochen wurde (vgl. <span class="artref">Art. 107 Abs. 1 BGG</span>), die Beschwerde im Gegenteil offensichtlich unbegründet ist und daher im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG</span> erledigt wird, </div> <div class="para">dass der Beschwerdeführer als unterliegende Partei die Gerichtskosten zu tragen hat (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 19. August 2009 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Borella Dormann </div> </div></body></html>