<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.01375</span></p><p><br/></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Bachofner, Vorsitzender i.V.<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch <br/>Ersatzrichterin Lienhard<br/>Gerichtsschreiberin Keller</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 15. Juni 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Kaspar Gehring</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Anwaltskanzlei Kieser Senn Partner</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">dieser substituiert durch Rechtsanwalt Markus Steudler</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Anwaltskanzlei Kieser Senn Partner</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1971, meldete sich am 20. Dezember 2000 unter Hinweis auf „Depressionen mit starkem Ausmass“ bei der Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/1). Am 13. Mai 2002 zog sie die Anmeldung zurück (Urk. 7/17).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte ist seit 2002 bei der Y.___ als Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kaufs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">koordinatorin angestellt (Urk. 7/27, Urk. 7/52, vgl. auch Urk. 3/4). Am 10. Mai 2013 meldete sie sich unter Hinweis auf eine rezidivierende depressive Störung mit abhängigen und ängstlichen Anteilen erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 7/19). Mit Mitteilung vom 24. Februar 2015 (Urk. 7/49) schloss die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle, den Arbeitsplatzerhalt erfolgreich ab.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/70-78) verneinte die IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle mit Verfügung vom 8. November 2016 (Urk. 7/79 = Urk. 2) einen Rentenanspruch.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte erhob am 9. Dezember 2016 Beschwerde gegen die Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung vom 8. November 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei die IV-Stelle zu verpflichten, ihr die gesetzlichen Leistungen, ins</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">besondere eine Invalidenrente, auszurichten. Eventuell sei die IV-Stelle zu verpflichten, weitere medizinische Abklärungen zu tätigen und gestützt darauf den Invaliditätsgrad zu bestimmen (Urk. 1 S. 2). Die IV-Stelle bean</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragte mit Beschwerdeantwort vom 31. Januar 2017 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 8. Februar 2017 zur Kennt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nis gebracht wurde (Urk. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreivier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s Leiden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Krankheitswert besteht, welche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und 9C_125/2015 vom 18. No</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vember 2015 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E. 4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin führte in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) aus, dass berufliche Eingliederungsmassnahmen mit Job Coaching durchgeführt worden seien. Per 24. Februar 2015 hätten diese Massnahmen abgeschlossen werden können, da die Versicherte ihrer angestammten Tätigkeit als Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kaufskoordinatorin bei der Y.___ wieder zu </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">90</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> % habe nachgehen können. D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> behandelnde Arzt Dr. med. Z.___ könne die Verminde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung der Leistungsfähigkeit nicht medizinisch beurteilen. Die Medikation sei weiterhin gut eingestellt. Die jetzige Arbeitsunfähigkeit werde medizinisch subjektiv attestiert. Rein aus versicherungsmedizinischer Sicht sei sie in einem anderen Umfeld voll arbeitsfähig. Dabei könnte sie ein rentenaus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schliessendes Erwerbseinkommen erzielen (S. 1 unten). Die psychischen Beschwerden seien ganz überwiegend mit psychosozialen Faktoren erklärbar, welche nicht berücksichtigt werden könnten (familiäre Probleme im jugendli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Erwachsenenalter, eheliche Probleme in erster Ehe etc.; S. 2 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin vertrat die Ansicht, aufgrund der vorliegenden spezial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ärztlichen Berichte betrage ihre Leistungsfähigkeit in der ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stammten Tätigkeit nicht mehr als 40 %, was einer Arbeitsunfähigkeit von 60 % entspreche (S. 10 f. Ziff. 20). Was die Beschwerdegegnerin demgegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">über vorbringe, vermöge an dieser Beurteilung nichts zu ändern. Sie stütze sich durchgehend auf Behauptungen, welche sich anhand der Akten klarer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise widerlegen liessen (S. 11 Ziff. 21). Bei der Bemessung des Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grades sei von einer 100 %-Anstellung auszugehen, da sie ihren Arbeitgeber im Jahr 2012 um eine Erhöhung ihres Pensums von 90 % auf 100 % gebeten habe, womit dieser einverstanden gewesen sei. Es dränge sich auf, als Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deneinkommen das Valideneinkommen gekürzt um die tatsächliche Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einbusse (60 %) zu betrachten. Daraus folge selbstredend ein Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ditätsgrad von 60 % (S. 15 Ziff. 26). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. A.___, Fachärztin für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Psychiatrie und Psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">therapie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, attestierte vom 26. Oktober bis 18. November 2012 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 7/18/3-5), vom 19. November bis 2. Dezember 2012 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 7/18/6) und vom 25. Januar bis 14. Februar 2013 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 7/18/7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. B.___, Facharzt für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Psychiatrie und Psychotherapie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, attestierte am 11. April 2013 vom 14. Februar bis 14. April 2013 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 7/18/8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. C.___, Facharzt für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Allgemeine Innere Medizin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, attestierte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vom 22. April bis 21. Mai 2013 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 7/18/9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Med. pract. D.___, Facharzt für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Psychiatrie und Psychotherapie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, führte mit Bericht vom 27. September 2013</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 7/32) aus, die Beschwerdeführerin sei am 30. Juli 2013 in die Klinik eingetreten, und nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1 Ziff. 1.1): </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Zwangsstörung, vorwiegend Zwangsgedanken und Grübelzwang, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ICD-10 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">F42.0, b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">estehend seit zirka Anfang 2013</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zum Zeitpunkt des Diktats hätten sie unter anderem unter einer medika</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mentö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen Behandlung mit Anafranil eine Teilremission der Zwangs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung und eine gute Remission der depressiven Störung gesehen. Lang</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fristig gingen sie von einer günstigen Prognose aus (S. 2 Ziff. 1.4). Seit 30. Juli 2013 und bis auf weiteres bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Verkaufskoordinatorin (S. 2 Ziff. 1.6). Perspektivisch gingen sie davon aus, dass die Beschwerdeführerin nach Re</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mission ihrer depressiven Störung und der Zwangsstörung wieder vollständig arbeitsfähig sein werde (S. 3 Ziff. 1.7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Med. pract. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie praktischer Arzt, und lic. phil. F.___, G.___, führten mit Bericht vom 30. April 2015 (Urk. 7/56) aus, sie behandelten die Beschwerdeführerin seit Mai 2013 (Ziff. 1.2), und nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rt (ICD-10 F33.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">gener</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">alisierte Angststörung (ICD-10 F41.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Zwangsstörung, vorw</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">iegend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Zwangsgedanken (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ICD-10 F42.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Benzodiazepinabhängigkeit (ICD-10 F10.24)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es fände zirka alle drei Wochen eine psychotherapeutische Sitzung à 60 Minu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten statt (Ziff. 1.5). Vom 14. Februar bis 18. April 2013 sei die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin stationär im H.___ behandelt worden (Ziff. 1.2) und vom 30. Juli bis 30. Oktober 2013 stationär in der E.___ (Ziff. 1.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss ihrer aktuellen Beurteilung sowie nach Angaben des Arbeitgebers betrage die Leistungsfähigkeit auch bei einem Pensum von 80 % lediglich zirka 50 %. Aktuell gingen sie davon aus, dass sich die Leistungsfähigkeit nicht mehr steigern liesse. Sie bestätigten eine vorläufige Arbeitsunfähigkeit von 50 % ab dem 1. Mai 2015 (Ziff. 1.4). Auf Wunsch der Versicherten hätten sie verschiedene Medikations-Abbau-Versuche gemacht. Leider seien nach Dosisreduktion erneut starke Angstgefühle und Gedankenkreisen im Sinne der bekannten Zwangsgedanken aufgetreten, so dass sie die Dosis wieder erhöht hätten. Eine Veränderung der Therapie erscheine bis auf wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teres nicht sinnvoll, die Versicherte sei damit einverstanden (Ziff. 1.5). Sie fühle sich schon bei geringem Druck überfordert und sei in ihrer Belastbar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit und Aktivität stark vermindert. Dies wirke sich auf die Genauigkeit ihrer Arbeit aus und die Fehlerquote steige. Zusätzlich aufgrund der Medikation seien Konzentrations- und Merkfähigkeit leichtgradig vermindert bei längerer Tätigkeit, ebenso sei die Auffassungsfähigkeit beim Erlernen von Neuem leichtgradig verlangsamt. Die bisherige Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin eventuell in einem Pensum von 80 %, bei einer Leistungsfähigkeit von 50 %, zumutbar (Ziff. 1.7). Die Versicherte sei hochgradig motiviert und kooperativ. Eine 80%ige Tätigkeit in voller Belastung sei schlichtweg nicht möglich. Es bestehe eine klar eingeschränkte Leistungsfähigkeit und eine deutlich ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">minderte Belastbarkeit. Die optimale Unterstützung der Versicherten durch ihren Arbeitgeber habe zu ihrer Genesung und ihrer heutigen gesundheitli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Verfassung viel beigetragen. Ohne diese Unterstützung erscheine es ihnen fraglich, ob die Versicherte auf dem ersten Arbeitsmarkt überhaupt hätte wieder integriert werden können (Ziff. 1.11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Fachpersonen des G.___ nannten mit Verlaufsbericht vom 29. März 2016 (Urk. 7/65/4-6) dieselben Diagnosen wie mit Bericht vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">0. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (vorstehend E. 3.5) und führten aus, die Befunde seien leicht verschlechtert, aber stabil. Die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherte sei medikamentös gut eingestellt und so psychisch stabil. Bei Versu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen, die Medikation zu reduzieren, würden Ängste und Zwangsgedanken erneut verstärkt auftreten, die Versicherte destabilisieren, sie bei der Alltags</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bewältigung stören und ihre berufliche Leistungsfähigkeit mindern. Mit Medikation sei sie jedoch deutlich sedierter, was sich wahrscheinlich eben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">falls auswirke. Seit 1. April 2015 bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %. Die Versicherte nehme das angepasste Pensum von 80 % wahr, bei einer Leistung von 40 % (Ziff. 1.3). Die Versicherte nehme ihre bisherige Tätigkeit als Sachbearbeiterin bei einer Krankenkasse mit dem üblichen Tagespensum (Arbeitszeit 8.00 bis 17.00 Uhr, inklusive 30 Minuten Mittag und Pausen) an vier Tagen wahr. Sie erbringe gemäss Angaben des Arbeitgebers 40 % der Leistung vor Erkrankung (Ziff. 2.1). Aktuell finde eine Sitzung à 60 Minuten Psychotherapie pro Monat statt (Ziff. 3.1). Sie gingen von einem langfristi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen stationären Befinden der Versicherten aus. Mit einer Verbesserung des Zustandsbildes sei in naher Zukunft nicht zu rechnen (Ziff. 3.3). Aktuell sei unklar, ob der Arbeitgeber die Versicherte weiterhin beschäftigen könne. Sollte sie ihre Anstellung verlieren, werde es schwierig bis unmöglich, auf dem ersten Arbeitsmarkt eine neue Stelle mit auch nur ähnlichen Anforde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen zu finden. Die Versicherte sei aktuell nicht in der Lage, ein Pensum von 50 % mit voller Leistung zu bewältigen (Ziff. 4.4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Med. pract. I.___, Facharzt für Neurologie, Regionaler Ärztlicher Dienst der Beschwerdegegnerin (RAD), führte am 11. Mai 2016 aus, die Arbeitsunfähigkeit sei plausibel. Für eine angepasste Tätigkeit hätten sich keine Abweichungen ergeben. Weitere medizinische Massnahmen seien nicht erforderlich. Eine medizinische Überprüfung werde in 12 Monaten empfohlen (Urk. 6/68/8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Rechtsdienst der Beschwerdegegnerin führte am 23. Juni 2016 aus, unter Berücksichtigung des Arztberichts von med. pract. Z.___ vom 29. März 2016 könne davon ausgegangen werden, dass die Versicherte gut eingestellt sei. Von den Diagnosen her könne gesagt werden, dass die rezidivierende depressive Störung aktuell remittiert sei. Die generalisierte Angststörung und Zwangsstörung seien medikamentös kompensiert. Aus diesem Grund sei es nicht nachvollziehbar, dass eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit in angestammter Tätigkeit attestiert werde. Aus Rechtsanwendersicht sei auch zu sagen, dass psychosoziale Belastungsfaktoren genannt worden seien (Urk. 7/68/9-10). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ein Kundenberater der Beschwerdegegnerin hielt am 12. Juli 2016 fest, dass die Medikation gut eingestellt sei. Es sei lediglich aus subjektiver Sicht eine Arbeitsunfähigkeit attestiert worden. Ihres Erachtens würden psychosoziale Belastungsstörungen (richtig wohl: Belastungsfaktoren) im Vordergrund stehen (Arbeit; Urk. 7/68/10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.10</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Fachpersonen des G.___ führten mit Bericht vom 5. Dezember 2016 (Urk. 3/5) aus, die Arbeitsfähigkeit der Versicherten lasse sich trotz medikamentöser Kompen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sierung nicht steigern. Die Versicherte arbeite langsamer, schon unter leich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tem Druck fehlerhaft und sei in der Auffassung eingeschränkt. Diese Leistungsminderungen seien einerseits darauf zurückzuführen, dass sie sich trotz Medikation regelmässig in Gedanken verliere und sich auf die in der Psychotherapie erlernten Techniken konzentrieren müsse, die negativen Gedankenschlaufen wieder zu verlassen. Andererseits trage auch gerade die Medikation mit Sicherheit das ihre zur Verlangsamung, der raschen Ermüd</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">barkeit, Vergesslichkeit und den Konzentrationsstörungen bei (S. 1 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Weder die Angststörung noch die Depression hätten behandelt werden können, sondern sie seien lediglich unter der gegebenen Medikation für die Versicherte nicht mehr andauernd manifest und emotional weniger stark belastend. Es sei verschiedentlich versucht worden, die Medikation abzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bauen, und jedes Mal sei eine erneute Zunahme der Symptome festgestellt worden (S. 1 unten). Sie könnten nicht verstehen, wie die Beschwerdegegne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rin behaupten könne, die aktuellen psychischen Beschwerden seien ganz überwiegend mit psychosozialen Faktoren erklärbar, und erst noch gestützt auf ihren Bericht vom 30. Mai 2015 (S. 2 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Den vorliegenden Arztberichten ist in diagnostischer Hinsicht zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin unter einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig remittiert, einer generalisierten Angststörung, einer Zwangs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung mit vorwiegend Zwangsgedanken und einem Status nach Benzo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">diazepin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">abhängigkeit leidet (vorstehend E. 3.4 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Frage der Arbeitsfähigkeit liegen lediglich Berichte von behandelnden Fachpersonen vor. So ging med. pract. D.___ im Jahr 2013 von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin in ihrer bisherigen Tätigkeit und einer guten Prognose aus (vorstehend E. 3.4). Med. pract. Z.___ und lic. phil. F.___ attestierten im Jahr 2015 ab 1. Mai 2015 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bei einem Pensum von 80 % in der bisherigen Tätigkeit (vorstehend E. 3.5). Im Jahr 2016 gingen sie weiterhin davon aus, dass die Beschwerdeführerin bei einem Pensum von 80 % nur eine Leistung von 40 % erbringe, mithin eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit in ihrer bisherigen Tätigkeit bestehe (vorstehend E. 3.6). Der RAD erachtete die Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit durch med. pract. Z.___ und lic. phil. F.___ als plausi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bel (vorstehend E. 3.7). Erst der Rechtsdienst und dann auch ein Kundenbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rater</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Beschwerdegegnerin verneinte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gestützt auf die Diagnose</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">angebliche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorliegen von psychosozialen Faktoren eine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n relevanten Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitsschaden (vorstehend E. 3.8 f.). In der Folge wies die Beschwerdegegnerin das Leistungsgesuch ab. Sie ging davon aus, dass die Beschwerdeführerin in einem anderen Umfeld voll arbeitsfähig sei und die psychischen Beschwerden ganz überwiegend mit psychosozialen Faktoren erklärbar seien, welche nicht berücksichtigt werden könnten (vorstehend E. 2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Obwohl die Beurteilung, ob ein invalidisierender Gesundheitsschaden vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liegt, eine Rechtsfrage ist und damit nicht den Ärztinnen und Ärzten, son</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dern den rechtsanwendenden Behörden obliegt (BGE 140 V 193 E. 3.1 f., Urteil des Bundesgerichts 9C_636/2007 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juli 2008 E. 3.3.1), kann der Argumentation der Beschwerdegegnerin nicht ohne weiteres gefolgt werden. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ansicht, dass die psychischen Beschwerden ganz überwiegend mit psychosozialen Faktoren erklärbar seien, überzeugt nicht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Annahme der Invalidität nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkrankungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin erwähnte als psychosozialen Faktor zunächst die Arbeit (vgl. vorstehend E. 3.9). Im Vorbescheidverfahren führte sie am 24. Oktober 2016 aus, die Eltern seien selbständige Gastronomen gewesen und hätten kaum Zeit für ihre Kinder gehabt. Der Vater sei Alkoholiker und gewalttätig gegenüber ihrem Bruder und der Mutter gewesen. Die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin habe als Kind in ständiger Angst gelebt. Sie habe den Kindergar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten und die Primarschule besucht, danach eine KV-Lehre absolviert. Der Bruder habe Drogen konsumiert. Die Aufmerksamkeit der ganzen Familie habe dem Bruder gegolten. Daraufhin habe sie sich in eine Ehe geflüchtet. Ihr Ehemann sei gewalttätig gewesen. Seit 2001 lebe sie mit ihrem neuen Partner zusammen. Sie habe sich stabilisieren können. Der Sohn lebe in der gemein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">samen Wohnung des Paares und sei auf Stellensuche (Urk. 7/78/3). In der Verfügung vom 8. November 2016 führte die Beschwerdegegnerin als psychosoziale Faktoren schliesslich familiäre Probleme im jugendlichen Erwachsenenalter und eheliche Probleme in erster Ehe auf (vorstehend E. 2.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wie erwähnt, kommen als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">psychosoziale und soziokulturelle Faktoren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in Betracht.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine sol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che psychosoziale Belastungssituation kann jedoch hier gestützt auf die vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">handenen Akten nicht angenommen werden, liegen die erwähnten Umstände doch allesamt sehr lange zurück. So trennte sich die Beschwerdeführerin bereits im Jahr 2000 von ihrem Ehemann (Urk. 7/7/3). Die Scheidung erfolgte 2001 (Urk. 7/6). Seither lebt sie in einer langjährigen Partnerschaft (Urk. 7/39/5). Weiter geht aus den Akten hervor, dass der Sohn (Jahrgang 1996) wohl im Jahr 2013 das zehnte Schuljahr abgebrochen hat (Urk. 7/39/5), indes aber in der Folge eine Lehrstelle als Logistiker für das Jahr 2014 erhalten hat (Urk. 7/48/7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Was die diagnostizierten psychischen Störungen betrifft, ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auf die Rechtspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung des Bundesgerichts hinzuweisen, wonach stets eine objektive Betrachtung des Forderbaren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vorzunehmen ist (vorstehend E. 1.1, E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3), leichte bis höchstens mittelschwere psychische Störungen aus dem depressi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ven Formenkreis als therapeutisch angehbar gelten und die Annahme einer ausnahmsweisen invalidisierenden Wirkung einer mittelschweren depressiven Störung bedingt, dass es sich nicht bloss um eine Begleiterscheinung einer Schmerzkrankheit, sondern um ein selbständiges, vom psychogenen Schmerzsyndrom losgelöstes depressives Leiden handelt und im Weiteren, dass eine konsequente Depressionstherapie befolgt wird, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweist (Urteil des Bundesgerichts 8C_774/2013 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2014 E. 4.2 und 8C_759/2013 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">März 2014 E. 3.6.1). Bei einer rezidivierenden depressiven Störung ist im Gegensatz zu einer depressiven Episode allerdings eher von einer ungünstigen Prognose in Bezug auf die Beurteilung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit auszugehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_484/2012 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2013 E. 4.3.2.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die behandelnden Fachpersonen führten zwar aus, dass w</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eder die Angststö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung noch die Depression</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> hätte behandelt werden können und sich die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin trotz medikamentöser Kompen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sierung nicht steigern liesse (vorstehend E. 3.10), was für einen invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sierenden Gesundheitsschaden spricht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dennoch kann vorliegend nicht einzig gestützt auf ihre Angaben eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit angenommen werden. Es gilt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> darauf hinzuweisen, dass die behandelnden Ärztinnen und Ärzte in einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur versicherten Person stehen und sich in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren haben. Ihre Berichte verfolgen daher nicht den Zweck einer den abschliessenden Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des Gesundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum je die materiellen Anforderungen an ein Gutachten gemäss BGE 125 V 351 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3a. Aus diesen Gründen und aufgrund der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte – bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hungsweise regelmässig behandelnde Spezialärzte (vgl. Urteil des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts I 551/06 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2007 E. 4.2) – mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, kommt im Streitfall ein direktes Abstellen einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte nur selten in Frage (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_1055/2010 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2011 E. 4.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinzu kommt, dass keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit in einer behinderungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">angepassten Tätigkeit vorliegen, mithin unklar ist, ob es sich bei der derzeit von der Beschwerdeführerin ausgeübten Tätigkeit als Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kaufskoordinatorin um eine optimal angepasste Tätigkeit handelt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">instanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss stän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisung – da diese das Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheide zu treffen sind, oder wenn der ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheidrelevante Sachverhalt unge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. Sep</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tember 2003 E. 5.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Einzig gestützt auf die Berichte der behandelnden Fachpersonen kann vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liegend eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">voraussichtlich bleibende oder längere Zeit andauernde Erwerbsunfähigkeit (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) nicht bejaht werden. Allerdings kann ein invalidisierender Gesundheitsschaden ohne weitere Abklärungen auch nicht ausgeschlossen werden, weshalb sich eine Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zur ergänzenden medizinischen Abklärung als notwen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dig erweist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend erweist sich die vorliegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de Aktenlage für eine abschlies</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sende Beurteilung des Leistungsanspruchs in Bezug auf den Gesundheitszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">st</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">and und die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> als unvollständig, weshalb die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">psychiatrischer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Begutachtung über den Leistungsanspruch de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> neu ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">füge. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzule</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">69 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Prozessentschädigung ist gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">61 lit. g ATSG in Verbindung mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">34 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> – ohne Rücksicht auf den Streitwert – nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens zu bemessen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unter Berücksichtigung der vorgenannten Bemessungskriterien und beim ab </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2015 für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juristen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">praxisgemässen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Stundenansatz von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. 185</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">- (zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">züglich MWSt) ist die Prozessentschädigung vorliegend auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. 2‘000</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.-- (inkl.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Barauslagen und MWSt) festzusetzen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">8. November 2016</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> aufgehoben und die Sache an die Sozialversich</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">erungsan</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird, damit diese, nach erfolg</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">ter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge. </span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozess</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">ent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2'000</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Markus Steudler</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">richt Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der Vorsitzende i.V.Die Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>BachofnerKeller</p></div> </div></body></html>