<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2015.01242</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichter Spitz<br/>Ersatzrichter Wilhelm<br/>Gerichtsschreiberin Bonetti</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 23. Februar 2018</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span><span class="Standard StandardFett RubrumFett">, geb. 2006</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gesetzlich vertreten durch die Mutter Y.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">diese vertreten durch Rechtsanwalt Yves </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Blöchlinger</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Fankhauser Rechtsanwälte</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Rennweg 10, 8022 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Mutter des am 10. Mai 2006 geborenen X.___ (Urk. 7/4) meldete ihren Sohn am 30. März 2015 unter Hinweis auf „ADHS“ zum Leistungsbezug bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (nachfolgend: IV-Stelle), an (Urk. 7/3). Diese holte einen Bericht bei der behandelnden Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Dr. med. Z.___, ein (Urk. 7/1). Diesen legte sie dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) zur Stellungnahme vor (Urk. 7/18) und kündigte hierauf mit Vorbescheid vom 11. September 2015 an, einen Leistungsanspruch im Rahmen des Geburts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebrechens Ziffer 404 des Anhangs der Verordnung über Geburtsgebrechen (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GgV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) zu verneinen (Urk. 7/10). Gleichentags leistete sie Kostengutsprache für eine ambulante Ergotherapie nach Art. 12 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; Urk. 7/9). Gegen den Vorbescheid erhob die Mutter des Versicherten Einwand (Urk. 7/14) unter Beilage eines weiteren Berichts der behandelnden Psychiaterin (Urk. 7/15), eines Berichts des schulpsychologischen Dienstes des Bezirks A.___ (Urk. 7/16) sowie eines Abklärungsberichts der Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Dr. med. B.___ Urk. 7/17). Auf Aufforderung der IV-Stelle hin (Urk. 7/22) reichte sie mit Eingabe vom 19. Oktober 2015 (Urk. 7/28) zudem einen Bericht der behandelnden Ergotherapeutin (Urk. 7/24) sowie der behandelnden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Psychomotoriktherapeutin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 7/25-26) ein. Zusätzlich forderte die IV-Stelle die detaillierten Testergebnisse beim schulpsychologischen Dienst des Bezirks A.___ an (Urk. 7/31-32). Die neuen Unterlagen legte die IV-Stelle dem RAD-Arzt Prof. Dr. med. C.___, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, vor. Gestützt auf dessen Stellungnahmen (Urk. 7/33) verneinte sie schliesslich mit Verfügung vom 2. November 2015 einen Anspruch auf medizinische Massnahmen im Rahmen des Geburtsgebrechens nach Ziffer 404 Anhang </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GgV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 7/34 = Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen diesen Entscheid erhob die Mutter des Versicherten am 2. Dezember 2015 Beschwerde mit dem Antrag, es seien ihrem Sohn infolge eines Geburts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebrechens medizinische Massnahmen zu gewähren (Urk. 1; Beilage Urk. 3). Die IV-Stelle schloss in der Beschwerdeantwort vom 20. Januar 2016 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Am 14. August 2017 beauftragte das Sozialversicherungsgericht Dr. Z.___ mit der Wiederholung des verbalen Lern- und Merkfähigkeitstests (VLMT) zur Ergänzung der medizinischen Akten (Urk. 9-11). Die detaillierten Testergebnisse (Urk. 17/1-2) sowie die Inter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pretation derselben durch Dr. Z.___ (Urk. 13) wurden den Parteien mit Verfügung vom 9. Oktober 2017 zur Stellungnahme zugestellt (Urk. 18). Sowohl die Mutter des Versicherten (Urk. 20) als auch die IV-Stelle (Urk. 22) – unter Beilage einer erneuten Beurteilung durch den RAD-Arzt Prof. C.___ (Urk. 23) – hielten dabei an ihren bisherigen Anträgen fest. In der Folge wurde den Parteien mit Verfügung vom 22. November 2017 die Möglichkeit eingeräumt, sich zur Eingabe der jeweiligen Gegenpartei zu äussern (Urk. 24). Während die Mutter des Versicherten am 28. November 2017 erneut Stellung nahm und neu den Eventualantrag stellte, ein Gerichtsgutachten einzuholen (Urk. 26), ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zichtete die IV-Stelle auf weitere Ausführungen (Urk. 27).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach 13 IVG haben Versicherte bis zum vollendeten 20. Altersjahr Anspruch auf die zur Behandlung von Geburtsgebrechen (Art. 3 Abs. 2 des Bundes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) notwendigen medizinischen Massnahmen (Abs. 1). Der Bundesrat bezeichnet die Gebrechen, für welche diese Massnahmen gewährt werden. Er kann die Leistung ausschliessen, wenn das Gebrechen von geringfügiger Bedeutung ist (Abs. 2). Der Bundesrat hat von dieser Kompetenz Gebrauch gemacht und in der Liste im Anhang </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zur einschlägigen Verordnung die in Betracht fallenden Geburts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebrechen aufgeführt (Art. 1 Abs. 2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GgV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">i.V.m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Art. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Als Geburtsgebrechen im Sinne von Art. 13 IVG gelten Gebrechen, die bei vollendeter Geburt bestehen. Die blosse Veranlagung zu einem Leiden gilt nicht als Geburtsgebrechen. Der Zeitpunkt, in dem ein Geburtsgebrechen als solches erkannt wird, ist unerheblich (Art. 1 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GgV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Geburtsgebrechen im Sinne von Ziff. 404 Anhang </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GgV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sind Störungen des Verhaltens bei Kindern mit normaler Intelligenz, im Sinne krankhafter Beeinträchtigung der Affektivität oder Kontaktfähigkeit, bei Störungen des Antriebes, des Erfassens, der perzeptiven Funktionen oder Wahrnehmung, der Konzentrationsfähigkeit sowie der Merkfähigkeit [ADHS; früher "psychoorganisches Syndrom", POS], sofern sie mit bereits gestellter Diagnose als solche vor der Vollendung des 9. Altersjahres auch behandelt worden sind. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Symptome müssen kumulativ nachgewiesen, jedoch nicht unbedingt gleichzeitig vorhanden sein, sondern können unter Umständen sukzessive auftreten. Wenn bis zum 9. Geburtstag nur einzelne der erwähnten Symptome ärztlich festgestellt werden, sind die Voraussetzungen für ein Geburtsgebrechen im Sinne von Ziffer 404 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GgV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht erfüllt. Nach ständiger Rechtsprechung handelt es sich bei der objektiven Bedingung "mit bereits gestellter Diagnose als solche vor der Vollendung des 9. Altersjahres auch behandelt" um zwei kumulativ zu erfüllende Anspruchsvoraussetzungen im Sinne von Abgren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zungskriterien, um zu entscheiden, ob die Störung angeboren oder erworben ist. Das Fehlen von wenigstens einem der beiden Merkmale begründet die unwiderlegbare Rechtsvermutung, es liege kein Geburtsgebrechen im Rechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sinne vor (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_418/2016 vom 4. November 2016 E. 4 mit diversen Hinweisen und 9C_932/2010 vom 11. Januar 2011 E. 2.2 sowie Ziff. 2.1 des Anhangs 7 zum Kreisschreiben des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bundesamtes für Sozial</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungen [BSV] über die medizinischen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung [KSME], in den Fassungen ab 1. März 2012). Es bleibt anzufügen, wurde die Diagnose rechtzeitig gestellt und erfolgte im Hinblick darauf die Behandlung ebenfalls rechtzeitig, so sind die Anspruchsvoraus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzungen nach Ziffer 404 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GgV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Anhang erfüllt, auch wenn die Verwaltung zunächst Zweifel an der Diagnosestellung hegte und deswegen eine ergänzende Abklärung anordnete, die erst nach vollendetem 9. Altersjahr eine Bestätigung der gestellten Diagnose ergibt (BGE 122 V 113 E. 2 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, es seien nicht alle Merkmale für die Anerkennung des Geburtsgebrechens ADHS komplett ausgewiesen. Insbesondere würden sich – vor allem in den Detailbefunden des Schulpsychologischen Dienstes A.___ zu Untersuchungen in mehreren Zeitpunkten, mit verschiedenen testpsychologischen Methoden und unter Berücksichtigung fremdanamnestischer Angaben – keine Hinweise für eine Merkfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitsstörung finden. Auch sei eine Wahrnehmungsstörung nicht mit standardisierten testpsychologischen Methoden nachvollziehbar diagnostiziert worden (Urk. 2). In der Beschwerdeantwort sowie der Eingabe vom 21. November 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf die Stellungnahmen des RAD vom Oktober und November 2015 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 22).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem wurde in der Beschwerdeschrift entgegnet, bereits Dr. B.___ habe eine therapiebedürftige relative </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seriale</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Merkfähigkeitsschwäche festgestellt. Ebenso sei durch die Schulpsychologin D.___ eine Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkung bzw. eine signifikante (relative) Schwäche der sog. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">serialen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Merk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit für auditive und visuelle Informationen konstatiert worden. Schliesslich habe Dr. Z.___ im April 2015 eine ADHS unter anderem mit dem Befund „Gedächtnis- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und Merkfähigkeitsstörung“ diagnostiziert. Die Verweigerung des VLMT sei gerade damit zu begründen, dass dem Versicherten dieser zufolge Konfrontation mit seinen Schwächen zu mühsam gewesen sei. Weiter sei bereits im September 2012 die Rede von vielen Wahrnehmungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">problemen gewesen. Die Ergotherapeutin E.___ habe im Februar 2013 sodann klargestellt, dass die vestibuläre Wahrnehmung gemäss Testergebnis unterhalb der altersmässigen Norm sei und die propriozeptive Wahrnehmung klar im therapiebedürftigen Bereich liege. Ebenso habe Dr. Z.___ im Mai 2015 ausgeführt, dass der Versicherte grosse Schwierigkeiten im Erfassen von sozialen Signalen und Regeln und in der auditiven Wahrnehmung habe. Computer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gestützte Tests seien dabei lediglich ergänzend heranzuziehen und würden allein nicht ausreichen, um eine Diagnose zu stellen oder auszu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schliessen (Urk. 1 Ziff. 15-17).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bezüglich der vom Gericht veranlassten ergänzenden medizinischen Abklärung wurde in der Eingabe vom 30. Oktober 2017 hervorgehoben, dass der Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte gemäss Feststellungen von Dr. Z.___ trotz hoher Motivation nur ein unterdurchschnittliches Ergebnis erzielt habe, was für das Vorliegen einer Störung der Merkfähigkeit spreche (Urk. 20). Darüber hinaus wurde in der Eingabe vom 28. November 2017 mit Blick auf die letzte Stellungnahme des RAD bemängelt, dass dieser im Beschwerdeverfahren nicht mehr als objektiv gelte und im Sinne eines Parteigutachtens nochmals sämtliche Testergebnisse aufgerollt habe, was angesichts der Kosten für ein eigenes Gutachten das Prinzip der Waffengleichheit verletze. Zudem sei es mit Blick auf das KSME unzulässig, für die Störung der Merkfähigkeit zusätzlich eine Beeinträchtigung des Langzeitgedächtnisses vorauszusetzen. Der Test von Dr. Z.___ entspreche den Qualitätsanforderungen der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP). Falls dennoch nicht darauf abgestellt werde, sei ein Gerichtsgutachten zwingend erforderlich (Urk. 26).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist somit, ob beim Versicherten die Voraussetzungen für die Anerkennung eines Geburtsgebrechens im Sinne von Ziff. 404 Anhang </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GgV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erfüllt sind. Diesbezüglich ist vorab festzuhalten, dass Geburtsgebrechen als Krankheiten im Rechtssinne (Art. 3 Abs. 2 ATSG </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">i.V.m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Art. 13 Abs. 1 IVG) grundsätzlich von einem (Fach-)Arzt diagnostiziert werden müssen, um als solche anerkannt zu werden. Dementsprechend hält </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 404.5 KSME fest, dass die im ersten Teilsatz von Ziffer 404 Anhang </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GgV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erwähnten Symptome (Krankheitszeichen) "ärztlich festgestellt" sein müssen, und nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 404.8 KSME sind in Zweifelsfällen die "ärztlichen Feststellungen" aus medizinischer Sicht sorgfältig zu überprüfen und allenfalls durch eine von der IV-Stelle angeordnete spezialärztliche Untersuchung zu ergänzen. "Ärztlich festgestellt" bedeutet auch, dass der Arzt den oder die Versicherte selber untersucht, die klinischen Befunde erhoben und allenfalls fremdanamnestische Auskünfte eingeholt hat. Die persönliche Befassung, der unmittelbare Kontakt mit der versicherten Person ist Wesensmerkmal einer medizinischen Diagnosestellung lege </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">artis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die Mitwirkung Dritter, insbesondere der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beizug</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht medizinischer Hilfspersonen, ist nur in engen Grenzen, die jedenfalls nicht weiter sein können als bei delegierter Psychotherapie (vgl. BGE 114 V 266 E. 2b), zulässig (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_419/2016 vom 2. November 2016 E. 7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte wurde zuerst durch Dr. med. B.___, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, abgeklärt. Diese führte diverse Tests (HAWIVA-III-Intelligenztest, Zürcher </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Neuromotoriktest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> II, Gesellfiguren, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Visu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">motoriktest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Test der visuellen Wahrnehmung nach Liselotte Ruf-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bächtiger</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) durch, untersuchte den Versicherten neurologisch und allgemeininternistisch und liess seine Eltern sowie seine Kindergärtnerin SDQ-Verhaltensfragebögen ausfüllen. Darauf gestützt diagnostizierte sie am 17. September 2012 (1) eine gute kognitive Entwicklung (IQ 109) bei unausgeglichenem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Profil – unter anderem bei einer relativen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">serialen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Merkfähigkeitsschwäche und Hinweisen auf eine auditive Wahrnehmungsschwäche, (2) eine allgemeine motorische </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schicklichkeit und Hinweisen auf Körperwahrnehmungsprobleme sowie (3) Verhaltensauffälligkeiten mit Aufmerksamkeitsschwankungen, vermehrter motorischer Unruhe, Problemen mit Gleichaltrigen, dem Verdacht auf eine soziale Wahrnehmungsschwäche, hoher Emotionalität, vermehrtem Ungehorsam und wenig prosozialem Verhalten (Urk. 7/17/1-2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dazu erläuterte sie, in beiden Testsituationen sei die Aufmerksamkeit sehr schwankend und der Versicherte rasch abgelenkt, vermehrt impulsiv und motorisch eher unruhig gewesen. Er habe gut geführt werden müssen und zu leichtem Ungehorsam tendiert. Im Gegensatz zur hohen Intelligenz seien die Fähigkeiten im Rechnen und in der Merkfähigkeit im unteren Normbereich. Kinder mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">serialer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Merkfähigkeitsschwäche hätten Mühe, sich Dinge zu merken, die in einer Reihe vorgegeben würden (Auge oder Ohr) und keinen logischen Zusammenhang hätten. Diese Kinder wirkten eher unorganisiert und ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesslich, machten vermehrt Flüchtigkeitsfehler und seien langsam. Vor allem aufgrund der Angaben im Kindergarten gebe es Hinweise auf eine auditive Wahrnehmungsschwäche, also die Schwierigkeit, sprachliche oder akustische Reize korrekt aufzunehmen. Dies erkläre, weshalb der Versicherte ungern den Zirkus besuche (nehme Geräusche lauter wahr) und häufig nicht zuzuhören scheine. Die Motorik sei in allen Bereichen unterdurchschnittlich, weshalb von einer allgemeinen Ungeschicklichkeit gesprochen werden könne. Anamnestisch habe man den Verdacht auf Körperwahrnehmungsprobleme, was dazu führen könne, dass der Versicherte Schmerzen anders wahrnehme. Ein grosses Problem sei das Verhalten mit Gleichaltrigen, gegenüber denen er sich häufig unge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schickt benehme. Sie denke, er habe Mühe, soziale Reize korrekt wahrzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmen. Eine Therapie sei indiziert. Es gehe darum, an der Motorik, der Wahr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmung und den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufmerksamkeitsschwankungen zu üben. Der Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte habe verschiedene Probleme, die zu einer ADHS passen, aber auch viele Wahrnehmungsprobleme, die sein Verhalten erklären würden. Es sei durchaus möglich, dass später eine ADHS diagnostiziert werde (Urk. 7/17/2-3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zuerst besuchte der Versicherte eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Psychomotoriktherapie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Frau F.___, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Psychomotoriktherapeutin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> EDK, berichtete am 2. Juli 2013 über Fortschritte der Grob- und Feinmotorik (verbessertes Gleichgewicht, harmonischere Bewegungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">abläufe, richtiges Einsetzen des Tonus, bessere Dosierung der Kraft, gute Stifthaltung). Sodann wies sie mit Bezug auf den sozial-emotionalen Bereich darauf hin, dass es dem Versicherten teilweise noch schwer falle, Fremdaufträge anzunehmen und umzusetzen. Oft versuche er mit Diskussionen abzulenken oder auszuweichen. So versuche er im Rollenspiel immer wieder, die Regie zu übernehmen. Ihm sei es alsdann wichtig gewesen, im Rollenspiel zu erproben und zu erleben, was ein Freund sei, wie man eine Freundschaft aufbaue und aufrechterhalten könne. Anfangs habe er sie lange in der Rolle des Gegners gehalten, den es zu besiegen oder vor dem es sich zu verstecken galt. Nun sei er bereit, sie als Freundin zu erkennen, sich gegenseitig zu unterstützen und zu helfen sowie gemeinsam etwas zu erleben (Urk. 7/25). Der beigelegten Therapie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">abklärung vom 5. September 2012 ist zu entnehmen, es sei auffallend, dass der Versicherte häufig den Clown mime oder aus der Aufgabe etwas anderes mache, wenn diese schwierig sei (Urk. 8/26/2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Dezember 2013 folgte eine ergotherapeutische Abklärung durch G.___, diplomierte Ergotherapeutin FH. Sie wies vorab auf Ausweichstrategien (z.B. sich immer wieder hinlegen) an der Leistungsgrenze hin. Als Instrumente zur Befundaufnahme setzte sie einen M-ABC 2 Test und ein COPM Assessment zur Elternbefragung ein. Bei der visuellen Wahrnehmung/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Visumotorik</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wies sie darauf hin, dass der Versicherte mit dem rechten Auge schaue. Es bleibe abzuklären, ob er auch mit links </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaue. Sodann kontrolliere er seine Hand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lungen visuell. Beim Nachschauen eines sich bewegenden Gegenstandes, erfolge die Überkreuzung der Mittelinie stockend und er verliere den Gegenstand. Beim Nachfahren einer Spur mit dem Stift schaue er sehr nahe, sein Arbeitstempo sei langsam.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ergotherapeutin kam zum Schluss, dass das Gesamtresultat des M-ABC 2 Test mit SW 1 klar im therapiebedürftigen Bereich liege. Der Versicherte weise deutliche Unreifen in den Basissinnessystemen auf. Er habe ein unreifes Körperschema und eine mangelhafte grob- sowie feinmotorische Koordination. Er setze oft nur eine Körperseite ein. Schwierigkeiten zeigten sich insbesondere bei der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Tonusregulation</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in Rumpf und Extremitäten sowie der Druck- und Kraftdosierung. Die Greiffunktionen seien noch unreif. Im Alltag zeigten sich Rückstände auf der Aktivitätsebene wie langsames Anziehen, Hilfsbedarf bei feinen Verschlüssen und beim Binden der Schuhe, Unsicherheit im Strassen-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verkehr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und das Benötigen von Windeln in der Nacht. Differentialdiagnostisch ergebe sich ein Bild der propriozeptiven Diskriminierungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwäche, verbunden mit einer mangelhaften sensorischen Modulation sowohl im taktilen wie im vestibulären Bereich. Insbesondere vernachlässige der Versicherte seine linke Körperseite und sei in Alltagsverrichtungen auffällig langsam bzw. nicht altersentsprechend. Der Alltag sei für ihn wohl anstrengend und verunsichernd (Urk. 7/24).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der schulpsychologischen Beurteilung vom 24. April 2014 führte D.___, Dipl. Psych. FH, aus, die Aufmerksamkeit sei schwankend. Wenn der Versicherte mit für ihn schwierigeren Aufgaben konfrontiert werde, versuche er seine Unsicherheit zu überspielen, in dem er äussere, er finde es „</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bubig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">“. Die Nähe-Distanz-Regulation sei für ihn nicht immer einfach. Oft sei die Neugierde so gross, dass er das Warten nicht aushalte und in den Testunterlagen zu blättern beginne. Er sei auf klare Strukturen, Vorgaben und Akzeptanz ihm gegenüber angewiesen. Kognitiven Aufgaben gegenüber </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeige er sich interes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siert und vermöge die Ausdauer und Kooperation aufrechtzuerhalten, wenn ihm regelmässig Pausen ermöglicht würden. Wenn die Aufmerksamkeitsspanne und Ausdauer nachlasse, werde er motorisch unruhig und versuche auszuweichen (Urk. 7/16/1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sie schlussfolgerte, die Überprüfung der intellektuellen Leistungsfähigkeit ergebe Werte im mittleren bis oberen Durchschnittsbereich (PR 50, HAWIK-IV). Die individuellen Stärken würden im Bereich Sprachverständnis (PR 90; allgemeines Faktenwissen, Wortwissen, Begriffsbildung) und dem logisch-abstrakten Denken (PR 45; logisch-analytische und räumlich-konstruktiv fluide Denkprozesse) liegen. Einschränkungen bzw. signifikante (relative) Schwächen zeigten sich bei der sog. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">serialen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Merkfähigkeit für auditive und visuelle Informationen, beides wichtige Stützfunktionen der Intelligenz. Hier würden die Werte beim Arbeitsgedächtnis (auch konzentrationsabhängig; PR 32) und in der Verarbeitungsgeschwindigkeit (PR 13) im unteren Durchschnitt bzw. im unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">durchschnittlichen Bereich liegen. Da hinsichtlich der kognitiven Fähigkeiten diskrepante Voraussetzungen bestünden, könne zur validen Interpretation der Kognitionen der allgemeine Fähigkeitsindex (GAI) verwendet werden. Dieser finde sich aktuell im oberen Altersdurchschnitt (PR 75). Der kognitive Fertigkeitsindex (CPI), der insbesondere den Arbeitsspeicher und die Verarbei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geschwindigkeit berücksichtige, bewege sich demgegenüber an der unteren Durchschnittsgrenze (PR 18). Ein solch dissoziiertes bzw. uneinheit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liches Entwicklungsprofil mit den erwähnten Teilleistungsschwächen könne häufig zu Verlangsamungen und qualitativen Auffälligkeiten beim Erlernen der schulischen Fertigkeiten führen. Bezüglich sozial-emotionaler Kompetenzen (aus IDS) gelinge dem Versicherten das Erkennen von Emotionen gut und er verstehe soziale Situationen. Die Regulation und das Handeln in sozialen Situationen seien indes reduziert. Noch nutze er die Strategien, mit denen er seine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Emotionen für sich und andere nutzen bzw. voll regulieren könne, zu wenig (Urk. 7/16/1-2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es folgte eine eingehende Abklärung in der Psychiatrisch-Psychothera</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">peutischen Praxisgemeinschaft von Dr. med. Z.___, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie -psychotherapie, und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. phil. H.___, Fachpsychologin für Psychotherapie FPS. Der ausführlichen Anamnese im Bericht vom April 2015 ist zur Situation in der 2. Klasse zu entnehmen, dass der Versicherte durch eine niedrige Konzentrationsspanne, eine motorische Unruhe und das Stören des Unterrichts auffalle. Schwierigkeiten habe er im Lesen und Schreiben, der Verarbeitung und Konzentration. In grossen Gruppen sei sein Verhalten auffälliger als in Kleingruppen. Die Hausaufgabensituation sei für alle Beteiligten anstrengend, da der Versicherte enorm schnell abgelenkt und entmutig sei. Mittlerweile sei eine Hausaufgabenzeit – unabhängig der bearbeiteten Menge – vereinbart worden. Der Versicherte habe einen Freund, auf den er fokussiert sei. Die anderen Kinder würden ihn manchmal ablehnen, weil er häufig versuche, eigene Spielideen durchzusetzen und zu dominieren. Von einigen werde er als grob und laut empfunden (Urk. 7/15/2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bezüglich der telefonisch bei der Schulpsychologin, der Ergotherapeutin und der Lehrperson eingeholten Auskünfte ist anzumerken, dass die Ergotherapeutin mitunter darauf hinwies, der Versicherte verweigere sich, wenn er zu viel mit seinen Schwächen konfrontiert werde. Die Lehrperson gab an, dieser verstehe schulische Inhalte oftmals nicht, was an seinem Selbstwert nage. In der Klasse sei er gut integriert und akzeptiert. Er profitiere sehr gut von der Zusammen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arbeit mit der Heilpädagogin. Eine Lega-Abklärung in der 3. Klasse befürworte sie. Die Konzentrationsleistung sei sehr schwierig. Der Versicherte brauche viel Steuerung von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aussen, sei motorisch unruhig und stehe während des Unterrichts plötzlich auf (Urk. 7/15/2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zum psychopathologischen Befund wurde im Bericht notiert, der Versicherte falle einerseits durch seine ausgeprägte Sprachleistung und andererseits durch eine etwas distanzlose und freche Art auf. Anweisungen nehme er nur teilweise entgegen, bei Unlust verweigere er sich komplett und könne nicht zur Weiterarbeit motiviert werden. Sein grosses Wissen über Natur und Geschichte nutze er in Diskussionen oft als Ausweichstrategie. Im Spiel wolle er das Geschehen dominieren und versuche stets, die Kontrolle zu behalten. Er wünsche sich, in der Schule weniger Aufgaben bearbeiten zu müssen und dafür mehr Zeit zu haben. Ferner wurden die detaillierten testpsychologischen Befunde von Dr. B.___ (HAWIVA-III-Intelligenztest) und der Schulpsychologin (HAWIK-IV-Intelligenztest, IDS) aus den Jahren 2012 und 2014, einschliesslich der von den Eltern und der Lehrperson ausgefüllten Frage</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bögen (DISYPS-II), wiedergegeben. Ergänzt wurden diese durch die Resultate der selbst durchgeführten Tests. Dazu wurde angemerkt, nach einem ersten Durchgang mit durchschnittlichen Leistungen habe der Versicherte eine weitere Mitarbeit beim VLMT verweigert. Beim d2-R (Konzentrationstest) sei er durch die Zeitmessung sehr unter Druck geraten, habe sehr wenige Zeichen bearbeitet (PR = 1), viele Fehler gemacht (PR = 7) und insgesamt eine deutlich unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">durchschnittliche Konzentrationsleistung (PR = 1) gezeigt. Ebenso habe er im TOL (Tower </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">of</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> London) bezüglich der Handlungsplanung und Impulsivität deutlich unterdurchschnittliche Leistungen (SW 60-78) gezeigt. Insbesondere die Regelverletzungen seien für sein Alter auffällig (SW &lt; 60).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schliesslich wurde gestützt auf das m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ultiaxiale</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Klassifikationsschema für psychische Störungen des Kinder- und Jugendalters Folgendes diagnostiziert: Achse I einfache Aktivitäts- und Hyperaktivitätsstörung (ICD-10: F90.0), Achse II Entwicklungsstörung der motorischen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fähigkeiten und Achse III durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schnittliche Intelligenz IQ 85-115 (Ergebnis testpsychologisch ermittelt; Urk. 7/15/2 f.). Dazu wurde erläutert, der Versicherte sei schon früh durch motorische Unruhe, mangelnde Konzentrationsfähigkeit und ungünstige Inter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aktionsstrategien aufgefallen. Diverse Abklärungen hätten durchgängig ein inhomogenes Intelligenzprofil mit Stärken in der Sprache und Schwächen in der Verarbeitungsgeschwindigkeit gezeigt. Psychomotorik und Ergotherapie seien früh installiert worden, wobei sowohl motorische als auch soziale Themen im Mittelpunkt gestanden hätten. Auch für die schwierige Erziehungssituation zu Hause habe sich die Familie professionelle Hilfe geholt und vieles im Alltag umsetzen können. Trotz der eingeleiteten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Massnahmen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> würden sich weiterhin Auffälligkeiten in der Konzentration, der Motorik, der Impulsivität und des Sozialverhaltens zeigen, welche sowohl zu Hause als auch in der Schule und der psychiatrischen Abklärung hätten beobachtet werden können. Deshalb stelle man die Diagnose einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivität-Störung. Die Weiterführung der Ergotherapie sei unbedingt notwendig. Man empfehle zudem eine erneute Einschätzung des schulpsychologischen Dienstes mit Bezug auf die angepassten Lernziele und die weitere Beschulung. Ferner habe man mit den Eltern eine medikamentöse Unterstützung besprochen (Urk. 7/15/3-4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei praktisch identischem Wortlaut nichts Neues ergibt sich aus dem Formular</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bericht vom 27. Mai 2015, den Dr. Z.___ auf spezifische Anfrage der Beschwerdegegnerin verfasste (Urk. 7/1-4). In Beantwortung des von der Beschwerdegegnerin beigelegten spezifischen Fragebogens zum infantilen POS (Urk. 7/6/3 f.) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">äusserte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sich Dr. Z.___ sodann wie folgt zu den konkreten Voraussetzungen eines Geburtsgebrechens im Sinne von Ziffer 404 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GgV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Anhang (Urk. 7/1/5-6):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(1) Ein IQ höher als 70 sei durch die von Dr. B.___ und D.___ durchgeführten Intelligenztests ausgewiesen. (2) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bezüglich der verlangten Beeinträchtigung der Affektivität und Kontaktfähigkeit seien bereits in der Spielgruppe und Kinderkrippe bis dato bestehend durchgängig Auffälligkeiten im Sozialverhalten berichtet worden. Dem Versicherten fehle es an der Kraft- und Lautstärkedosierung im Umgang mit anderen. Er zeige ein dominantes Verhalten und eine negative Kontaktaufnahme durch Auslachen, Provozieren und dergleichen. (3) Mit Blick auf die Voraussetzung der Antriebsstörung wechsle der Versicherte sehr schnell seine Tätigkeiten. Er könne nicht lange still sitzen oder zuhören. Er bewege sich ständig auf dem Stuhl oder suche Gründe um aufzustehen. Teilweise verweigere er Aufgaben vollständig oder lenke durch seine gute Sprachfähigkeit durch Diskussionen ab. Die Leistungen im TOL </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(SW 60-78) seien deutlich unterdurchschnittlich, insbesondere in den Regelver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">letzungen (SW &lt; 60). (4) Was die Störung des Erfassens und Erkennens betreffe, so zeige der Versicherte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grosse</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Schwierigkeiten im Erfassen von sozialen Signalen und Regeln (schätze das Verhalten von Gleichaltrigen immer wieder falsch ein und sei sozial schlecht integriert; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ids</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Emotionsregulation und sozialkompetentes Handeln jeweils WP 6) und in der auditiven Wahrnehmung (VLMT nach erstem Durchgang abgebrochen). Die Ergotherapeutin berichte von Schwierigkeiten in der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Grafo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- und Grobmotorik. (5) Konzentrationsstörungen als weitere Voraussetzung seien durch die Auffälligkeiten im d2-R nachge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiesen, wobei auch die Kindseltern und die Lehrperson mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stanine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 7 und 8 im DISPS II Auffälligkeiten in der Aufmerksamkeit beobachtet hätten. (6) Hinsichtlich der verlangten Gedächtnis- und Merkfähigkeitsstörungen sei das Testverhalten beim VLMT zu beachten. (7) Die Diagnose habe sie im April 2015 selbst gestellt. Das Leiden sei angeboren, es liege keine andere Ursache vor. (8) Eine ärztliche Behandlung und Psychotherapie finde seit November 2014 durch sie, eine Ergotherapie seit Dezember 2013 statt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.6</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.6.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der RAD-Arzt Prof. C.___ stellte am 10. September 2015 gestützt auf den letzten Bericht von Dr. Z.___ fest, dass zu Hause, in der Schule und in der Untersuchungssituation Hinweise für eine motorische Unruhe sowie verminderte Konzentrationsfähigkeit bestünden. Es zeige sich zudem eine Verhaltensauffälligkeit: der Versicherte sei distanzlos, frech sowie grob und laut zu anderen Kindern. Die Verhaltensstörung sei indes nicht mit den üblichen standardisierten testpsychologischen Verfahren untersucht worden. Die Antriebs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung werde testpsychologisch bestätigt. Störungen der Wahr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmung würden im sozialen Bereich/Sozialverhalten bestehen. Testpsycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">logisch sei die Untersuchung der auditiven Wahrnehmung abgebrochen worden, so dass hierzu kein Ergebnis vorliege. Das wahrnehmungsgebundene logische Denken (WLD) liege mit einem IQ von 98 allerdings im Normalbereich. Test</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">psychologisch sei damit keine Störung des Erfassens und Erkennens ausgewiesen worden. Störungen der Merkfähigkeit seien nicht ausgewiesen, da mittels VLMT im ersten Durchgang durchschnittliche Leistungen erfasst worden seien, das Kurzzeitgedächtnis normale Leistungen zeige (Arbeitsgedächtnis </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IQ 93) und keine Hinweise für eine Störung des Langzeitgedächtnisses bestünden (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grosses</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Wissen über Natur und Geschichte). Ferner sei die Diagnosestellung im Alter von 8 Jahren und 11 Monaten erfolgt. Therapeutisch sei die Fortsetzung der Ergotherapie empfohlen und über eine medikamentöse Behandlung gesprochen worden. Eine Psychotherapie sei noch nicht aufgegleist worden, da die fachärztlichen Abklärungen von November 2014 bis April 2015 nicht als Behandlung mit Methoden und Ergebnissen deklariert worden seien. Dr. Z.___ habe sich mit den vorangehenden Untersuchungen auseinan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesetzt und wesentliche Befunde im Detail zitiert. Im Jahr 2012 sei kein ADHS diagnostiziert und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ein Asperger-Syndrom mit standardisierten Verfahren nicht bestätigt worden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der RAD-Arzt schlussfolgerte, aus versicherungsmedizinischer Sicht seien damit die Voraussetzungen für Leistungsansprüche nach Ziffer 404 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GgV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Anhang nicht erfüllt, da die kumulativ geforderten Merkmale nicht komplett ausgewiesen seien. Insbesondere bestünden keine Hinweise für eine Störung der Merkfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit und eine Wahrnehmungsstörung sei nicht mit standardisierten testpsycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">logischen Methoden nachvollziehbar diagnostiziert worden. Die Ergotherapie sei im Dezember 2013 begonnen worden. Diese Leistung könne bei Anmeldung am 1. April 2015 ab April 2014 nach Art. 12 IVG von der Invalidenversicherung übernommen werden. So seien fein- und grobmotorische Störungen angegeben worden, wobei deren Verbesserung als Therapieziel aus versicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">medizinischer Sicht vermutet werden könne (Urk. 7/18/2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.6.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 21. Oktober 2015 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">äusserte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sich derselbe RAD-Arzt dahingehend, dass aus versicherungsmedizinischer Sicht eine Störung der Merkfähigkeit auch nach Sichtung der weiteren Abklärungsberichte bis zum vollendeten 9. Lebensjahr ärztlich, psychologisch oder anderweitig, z.B. via Psychomotorik- und Ergo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">therapie-Abklärung, nicht festgestellt und nicht nachvollziehbar belegt worden sei (Urk. 7/33/3 f.):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Im Bericht vom 17. September 2012 werde darauf hingewiesen, dass Sprachverständnis, Allgemeinwissen und Wortschatz deutlich überdurch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schnittlich seien. Beim sprachlich-logischen Verständnis und dem Allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">meinwissen sei mit einem IQ von 137 sogar der Hochbegabungsbereich erreicht worden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Im Bericht zur psychomotorischen Abklärung vom September 2012 werde ein cleverer Junge mit einem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">grossen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Wissen beschrieben. Ebenso werde im psychomotorischen Zwischenbericht vom Juli 2013 auf das sehr gute Ausdrucksvermögen und den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">grossen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Wortschatz hingewiesen. Das Wissen über Geographie, Geschichte usw. habe die Untersucherin erstaunt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Die Ergotherapeutin habe im Februar 2014 ebenfalls ein gutes Allgemein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">wissen angegeben. Der Junge sei sehr interessiert an Naturthemen. Auf solche könne er sich mit guter Ausdauer einlassen und dabei bleiben.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Bericht des schulpsychologischen Dienstes vom April 2014 sei das hohe Allgemeinwissen eine Stärke. Der Versicherte wisse viel zu erzählen. Seine individuellen Stärken würden im Bereich Sprachverständnis (PR 90) und logisch-abstraktes Denken liegen. Für das Arbeitsgedächtnis, dessen Leistungsfähigkeit als „auch konzentrationsabhängig“ beschrieben werde, liege mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">PR </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">32 im unteren Durchschnitt. Für die Verarbeitungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">geschwindigkeit, nicht aber für das Arbeitsgedächtnis seien Werte im unterdurchschnittlichen Bereich angegeben worden. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Definitionsg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">emäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> würden IQ-Werte von 70-79 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">als unterdurchschnittlich, solche von 80-89 als im unteren Durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schnittsbereich liegend gelten.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Im Untersuchungsbericht Psychologie vom April 2014 [recte: 2015] werde ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">grosses</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Interesse am Weltgeschehen (beispielsweise Satelliten, Geschichte und Geographie) angegeben. Erste Worte seien mit 12 Monaten gesprochen worden. Der Versicherte falle </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Einschätzung der Schulpsychologin durch seinen hervorragenden sprachlichen Ausdruck auf. Auch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Lehrperson kenne er sehr viele Wörter und verstehe viele Sachverhalte (Geographie, Geschichte) schon sehr gut. Ebenso seien in der Untersuchung die ausgeprägte Sprachleistung und ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">grosses</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Wissen über Natur und Geschichte aufgefallen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> HAWIVA-III vom September 2012 seien folgende Befunde zu Leistungen des Lang- bzw. Kurzzeitgedächtnisses angegeben worden: VT 112, AS 118 bzw. VG 9</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">1. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Im Verbalteil (VT) würden Leistungen des Langzeitgedächtnisses über das Allgemeinwissen erfasst. Es handle sich um einen Kernuntertest. Mit dem Erklären von Begriffen würden in diesem Test auch Leistungen des Langzeitgedächtnisses erfasst. Bei der Allgemeinen Sprachskala (AS) sei ein IQ-Wert im oberen Durchschnittsbereich an der Grenze zu überdurchschnittlichen Leistungen (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">≥</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> 120) erreicht worden. Bei der Verarbeitungsgeschwindigkeit (VG) sei mit 91 ein durchschnittlicher Wert erreicht worden. Die Verarbeitungsgeschwindigkeit bilde unter anderem auch Leistungen des Kurzzeitgedächtnisses inklusive des visuellen Kurzzeitgedächtnisses ab. Die fehlenden Befundergebnisse im Arztbericht vom 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">7. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">September 2012 seien damit in diesem Bericht mitgeteilt worden. Mittels HAWIK-IV seien im April 2014 durch den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schulpsychologischen Dienst gleichlautend zu diesen Ergebnissen unter anderem folgendes Leistungen dokumentiert worden: SV (Sprachverständnis) 119 und AGD (Arbeitsgedächtnis) 9</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">3. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Diese Leistungen würden ebenfalls im oberen Durchschnitt bzw. im durchschnittlichen Bereich liegen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Im Bericht und POS-Fragebogen vom Mai/Juni 2015 werde angegeben, dass der Versicherte sehr viele Wörter kenne und ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">grosses</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Wissen über Natur und Geschichte habe. Das Arbeitsgedächtnis werde </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> schulpsycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">logischem Dienst mit einem IQ-Wert von 93 angegeben. Dieser Wert liege </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">definitionsgemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> im durchschnittlichen Bereich von 90-10</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">9. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Im VLMT sei im ersten Durchgang denn auch eine durchschnittliche Leistung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">doku</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mentiert worden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.6.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ferner </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liess</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Prof. C.___ die Testergebnisse des schulpsychologischen Dienstes (Urk. 7/31) anfordern. Zu diesen erläuterte er am 30. Oktober 2015, dass sich in den testpsychologischen Detailbefunden zu mehreren Untersuchungszeitpunkten und mit mehreren standardisierten testpsychologischen Verfahren unter Einbeziehung der Kindeseltern und einer Lehrperson keine Hinweise für eine Merkfähigkeitsstörung finden würden. Im HAWIK-IV sei ein Gesamt-IQ von 100 bei einem IQ von 93 beim Arbeitsgedächtnis und einem IQ von 119 beim Sprachverständnis dokumentiert worden. Dabei seien die üblichen 10 Untertests durchgeführt und insbesondere in den Untertests Wortschatz (Wortwissen, Langzeitgedächtnis), Buchstaben-Zahlen-Folgen (auditives Kurzzeitgedächtnis) und Zahlen nachsprechen (Kurzzeitgedächtnis, Arbeitsgeschwindigkeit) Normal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">befunde dokumentiert worden. Mittels DISYPS-II-Fragebogen hätten die Kindes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eltern und die Lehrperson angegeben, der Versicherte sei ein wenig vergesslich. Eine Schwäche der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">serialen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Merkfähigkeit für auditive und visuelle Informationen können aus diesen Befunden nicht nachvollziehbar abgeleitet werden. Eine weitergehende Abklärung erübrige sich, da es sich um eine „Schwäche“ handle, die nicht als krankhaft einzuschätzen sei.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend hielt er fest, da anamnestisch und testpsychologisch zu mehreren Zeitpunkten, mit unterschiedlichen testpsychologischen Methoden und ausgehend von den Angaben der Eltern, einer Lehrperson und der Untersucher (2 Ärztinnen, zwei Psychologinnen vom schulpsychologischen Dienst und der Praxis von Dr. Z.___ sowie zwei Therapeutinnen für Psycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">motorik bzw. Ergotherapie) keine Hinweise für eine Störung der Merkfähigkeit vorgelegen hätten, seien die kumulativ geforderten Merkmale </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Ziffer 404 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GgV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Anhang nicht ausgewiesen (Urk. 7/33/5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.7</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.7.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Den RAD-Stellungnahmen hielt Dr. Z.___ im Bericht vom 27. November 2015 entgegen, dass der Versicherte sowohl klinisch als auch testpsychologisch unzweifelhaft Symptome einer ADHS zeige, weshalb eine solche Diagnose im April 2015 gestellt worden sei. Insbesondere in der Schule zeigten sich ADHS-typische Symptome wie kurze Aufmerksamkeitsspanne, leichte Ablenkbarkeit, motorische Unruhe und impulsives Verhalten. In der 1:1-Situation sei der Versicherte deutlich besser führbar und weniger schnell abgelenkt. Diesen Umstand gelte es bei der Beurteilung der Testergebnisse zu beachten, da insbesondere das Arbeitsgedächtnis (Konzentration, Merkfähigkeit) häufig in der Untersuchungssituation (keine Ablenkung durch andere Kinder oder </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">äussere</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Faktoren, enge Führung, zeitlich sehr begrenzt) weniger auffällig sei als in einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grossen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gruppe. Den VLMT, der die Merkfähigkeit am besten belegen würde und bei ihr </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">standardmässig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bei der ADHS/POS-Diagnostik eingesetzt werde, habe der Versicherte nach dem ersten Durchgang verweigert. Man könne davon ausgehen, dass er dies getan habe, weil ihm der Test zu mühsam gewesen sei bzw. dieser ihn mit seinen Schwächen konfrontiert habe. Ein entsprechendes Verhalten werde auch in den vorangegangen Abklärungen von der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Psycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">motorik</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">therapeutin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und der Schulpsychologin beschrieben. Man habe eine Wiederholung des Tests angeboten, worauf die Beschwerdegegnerin indes </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht eingegangen sei. Ein gutes Allgemeinwissen und ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grosser</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Wortschatz bzw. ein guter Sprach-IQ im Allgemeinen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schliesse</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine Störung der Merkfähigkeit insbesondere bei Kindern mit einer Aufmerksamkeitsstörung nicht aus. Bei guter Motivationslage seien diese Kinder zu erstaunlichen Leistungen fähig. Die Merkfähigkeitsstörung sei bereits von Dr. B.___ und der Schulpsycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">login festgestellt worden. Bezüglich der Wahrnehmungsstörung sei anzuneh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men, dass die Therapie nach zwei Jahren Erfolg zeitige und die Störung nicht mehr so stark ausgeprägt sei (Urk. 3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.7.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 21. September 2017 wiederholte Dr. Z.___ den VLMT im Auftrag des Gerichts. Zum Ergebnis hielt sie im Bericht vom 25. September 2017 fest, die Gesamtleistung in den Durchgängen 1 bis 5 sei mit PR 5 deutlich unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">durchschnittlich. Der Versicherte sei mit Schwierigkeiten gestartet und habe im ersten Durchgang 4 von 15 Begriffen korrekt (PR 5) erinnert. Danach habe er sich auf max. 9 korrekte Begriffe im Durchgang 5 (PR 5) gesteigert. Bei der Interferenzliste habe er ebenfalls 4 von 15 Begriffen erinnert (PR 10). In den Durchgängen 6 (aus dem Gedächtnis ohne erneutes Vorsagen) und 7 (aus dem Gedächtnis nach einer halben Stunde) habe er je 6 Begriffe korrekt erinnert </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(PR 5). Das Passivwissen (Wiedererkennungsliste) liege mit 10 erinnerten Begriffen im knapp durchschnittlichen Bereich (PR 10). Auffallend seien auch viele Perseverationen (PR &lt; 5). Dr. Z.___ schlussfolgerte, der Versicherte habe trotz sehr hoher Motivation, 1:1-Situation und ohne </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">äussere</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Ablenkung ein unterdurchschnittliches Ergebnis (PR 5) erzielt, was für das Vorliegen einer Störung der Merkfähigkeit spreche. Um die Ergebnisse zu verifizieren, habe sie noch die Untertests „Zahlen nachsprechen“ und „Buchstaben-Zahlen-Folge“ aus dem HAWIK-IV wiederholt. In beiden Tests habe der Versicherte mit 6 WP (Norm 7-13 WP) ebenfalls ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unterdurchschnittliches Testergebnis (Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gedächtnis PR 11,5) erreicht (Urk. 13).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.8</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die neuen Testergebnisse legte die Beschwerdegegnerin wiederum dem RAD-Arzt Prof. C.___ zur Prüfung vor. Dieser stellte am 7. November 2017 vorab fest, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Bericht von Dr. I.___ vom 17. Juli 2016 einen Monat zuvor eine Behandlung mit Ritalin begonnen worden sei, weil sich der Versicherte nur schwer habe konzentrieren können. Aus versicherungsmedizinischer Sicht könne sodann auf die auch in Ziff. 2.1.5 des Anhangs 7 zum KSME abgebildete herrschende Lehrmeinung abgestellt werden, dass die Merkfähigkeit an die Funktionsfähigkeit des Kurzzeit- und Langzeitgedächtnisses des Gehirns gebunden sei. Dabei könne der VLMT nur schwache Zusammenhänge zu den real vorhandenen Gedächtnisleistungen abbilden. Eine diagnostische Verwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung sei deshalb nur möglich bei Konsistenz zu gleichzeitig durchgeführten anderen Tests (und VLMT-Vorbefunden) sowie Ausschluss von Störfaktoren im Hinblick auf ein reproduzierbares Ergebnis. Ebenso werde in den Qualitäts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leitlinien für versicherungspsychiatrische Gutachten der SGPP angeregt, in Bezug auf mögliche Verfälschungen und Verzerrungen bei der Verwendung von psychodiagnostischen Instrumenten ein besonderes Augenmerk auf deren Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sagekraft im versicherungsmedizinischen Kontext zu richten sowie deren Konsistenz im Hinblick auf andere Informationen und Ergebnisse zu prüfen. Gleichlautend werde in Kapitel 5.2 der „S1-AWMF-Leitlinie Auditive </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- und Wahrnehmungsstörungen“ darauf hingewiesen, dass sich die Testergebnisse bei einem Kind mit ADHS im Lauf der Untersuchung verschlechtern würden, wenn die Aufmerksamkeitsspanne zu lange belastet werde. Die Ergebnisse würden daher reliabler und valider, wenn die Unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">suchung in mehreren kürzeren Einheiten stattfinde und nicht in einer langen 1.5- bis 2.5-stündigen Testung (Urk. 23 S. 1 und 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Prof</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> schlussfolgerte, es sei nicht nachvollziehbar, weshalb eine Testdauer von 50 Minuten ohne Kommentar </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Bezug zur aktuellen Umgebungssituation am Untersuchungstag (mögliche Belastung durch Schulunterricht) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">oder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Hinweis auf eine allfällige </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ritalingabe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> am Untersuchungstag praktiziert worden sei, nachdem beim Versicherten mehrfach Konzentrationsprobleme dokumentiert worden seien. Weiter bestünde eine nicht diskutierte Inkonsistenz zum Ergebnis im ers</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Durchgang beim letzten VLMT, die auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Motivations-, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufmerksam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- und/oder Konzentrationsprobleme hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, wobei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> KSME der bessere Wert </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">massgebend</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei. Dasselbe gelte für den im Vergleich zur </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">früheren </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Testung wesentlich tieferen IQ von 77 für das Arbeitsgedächtnis, da ohne zwischenzeitliche hirnorga</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nische Erkrankung keine Abnahme </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anzunehmen sei. Die jenseits des Kindergarten-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorschulalters verschiedentlich dokumentierten Normalbefunde für die Merkfähigkeit würden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ziff. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2 des Anhangs 7 des KSME darauf hinweisen, dass in diesem Bereich keine Störung vorliege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IQ von 70 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entspreche im Übrigen PR 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, so dass PR</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5 noch im unteren Normalbereich liege. Es werde aus versicherungsmedizinischer Sicht nicht in Frage gestellt, dass eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">behandlungsbedürftige</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Symptomatik einer ADHS </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vorliege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Im engeren Sinn genüge diese</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aber nicht den strengeren Kriterien für Leistungsansprüche nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ziff. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">404 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GgV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, da nicht alle kumulativ geforderten Merkmale ausgewiesen seien. Eine Störung der Merkfähigkeit sei bis zum vollendeten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Lebensjahr nicht ausgewiesen gewesen (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">23 S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus den vorstehenden Berichten ergibt sich zunächst, dass Dr. Z.___ im April 2015 eine einfache Aktivitäts- und Hyperaktivitätsstörung im Sinne von ICD-10: F90.0 diagnostizierte. Die Diagnose beruhte auf einer umfassenden Abklärung, die neben der Auswertung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auch eine eigene klinische sowie eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ergänzende testpsychologische Untersuchung und die Einholung fremdanamnestischer Angaben beinhaltete. Es handelte sich daher zweifelsohne nicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bloss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> um eine Verdachtsdiagnose. Dem entsprechenden Bericht ist ferner zu entnehmen, dass der Versicherte ab September 2012 eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Psychomotorik</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">therapie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> beanspruchte, seit Dezember 2013 indes wöchentlich die Ergotherapie besucht, bei der motorische wie auch soziale Themen im Mittelpunkt stehen. Dr. Z.___ erachtete eine solche – wie bereits Dr. B.___ (Urk. 7/17/4) – als indiziert (Urk. 7/15). Ferner gab Dr. Z.___ am 27. Mai 2015 an, dass seit November 2014 eine psychiatrische Behandlung stattfinde (Urk. 7/1/6/8). Diese dauerte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> telefonischer Auskunft im August 2017 weiter an (Urk. 9).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin stellte daher zu Recht nicht in Frage, dass die fachärztliche Diagnosestellung und der Beginn der Therapie mit fachärztlich festgestellter Indikation rechtzeitig vor dem 9. Geburtstag des Versicherten erfolgten (Urk. 2, 6 und 23), selbst wenn der Überlegung des RAD beizupflichten ist, dass in psychiatrischer Hinsicht anfänglich eine Abklärung stattfand, die im Gegensatz zur Ergotherapie nicht als eigentliche Behandlung gilt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der RAD stellte das Vorliegen einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">behandlungsbedürftigen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Symptomatik im Sinne einer ADHS in seiner letzten Stellungnahme denn auch explizit nicht in Abrede. Indes kam er zum Schluss, die Symptomatik vermöge keinen Leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anspruch zu begründen, da eine Störung der Merkfähigkeit bis zum vollendeten 9. Lebensjahr nicht ausgewiesen sei (Urk. 23 S. 3). In der Stellungnahme vom September 2015 hatte er zusätzlich noch den fehlenden Nachweis der Wahr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmungsstörung mit standardisierten testpsychologischen Methoden moniert (Urk. 7/18/2). Nach Sichtung sämtlicher </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> führte er diesen Punkt jedoch bereits in seinen Beurteilungen vom Oktober 2015 nicht mehr auf (Urk. 7/33). Die Beschwerdegegnerin verwies in ihren Rechtsschriften nur auf die Stellung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmen vom Oktober und November 2015 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(vgl. E. 2.1). Im vorliegenden Prozess im Wesentlichen strittig ist demnach nur das Vorliegen einer Merkfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitsstörung.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Übrigen kann aufgrund der nachvollziehbaren Beurteilung von Dr. Z.___ im Frühjahr 2015 (vgl. insbesondere E. 4.5.2), welche durch die beigezogenen Vorberichte gestützt wird (vgl. E. 4.1-4.4), mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass die Intelligenz des Versicherten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">altersgemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> entwickelt und er im Sinne der weiteren in Ziff. 404 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GgV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aufgeführten Merkmale (vgl. im Detail Ziff. 2.1.1-2.1.4 des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anhangs 7 des KSME) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">massgeblich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> beeinträchtigt ist. Dafür sprechen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> den vorstehend zusammengefassten, einhelligen Berichten insbesondere die in den Intelligenz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tests erzielten Resultate und die weiteren testpsychologischen Befunde, der fremdanamnestisch mehrfach bestätigte anhaltend schwierige Kontakt mit Gleichaltrigen, das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> den Beteiligten im Schulunterricht bzw. bei den Haus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufgaben sowie in der Abklärungssituation bzw. gegenüber den Abklärungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">personen gezeigte Verhalten sowie die langjährige psychomotorische und ergotherapeutische Therapie zur Verbesserung der sich im Alltag negativ auswirkenden beeinträchtigten Wahrnehmung des eigenen Körpers sowie von sozialen Signalen, wobei die Therapie erfreulicherweise bereits gewisse Erfolge zeitigte.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3.1</span><span> </span><span id="CURSOR"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Störungen der Merkfähigkeit werden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Ziff. 2.1.5 des Anhangs 7 des KSME meist definiert als eine Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses. Das akustische Kurzzeitgedächtnis könne mit sehr vielen Tests geprüft werden: Zahlen Nachsprechen, Wortreihen, Anweisungen, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mottier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Silben. Die visuelle Merkfähigkeit könne mit dem Wiedererkennen von Gesichtern, visuellen Lerntests (z.B. Rey </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">visual</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">learning</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, DCS) erfasst werden. So würden viele Tests eine Beurteilung des Kurzzeitgedächtnisses erlauben. Auch für die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Lernfähigkeit gebe es Testverfahren (DCS, VLMT). Einige dieser Verfahren (z.B. Figure de Rey oder Wechsler Memory </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Scale</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) würden auch eine Beurteilung des Langzeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gedächtnisses erlauben.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sowohl Dr. B.___ (E. 4.1) als auch die Schulpsychologin D.___ (E. 4.4) stellten in ihren Berichten eine – in Relation zur guten bis hohen Intelligenz gesehene – Schwäche in der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">serialen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Merkfähigkeit fest, die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Angaben von Dr. B.___ nur im unteren Normbereich lag. Die Schulpsychologin wies diesbezüglich auf die beim Arbeitsgedächtnis (auch konzentrationsabhängig; PR 32) und in der Verarbeitungsgeschwindigkeit (PR 13) erzielten Wert im unteren Durchschnitt bzw. im unterdurchschnittlichen Bereich hin und errechnete für die kognitiven Fertigkeiten einen CPI an der unteren Durchschnittsgrenze (PR 18). Hervorzuheben ist deshalb einerseits, dass sämtliche Testergebnisse, welche über die Merkfähigkeit Aufschluss geben können, noch im (allerdings unteren) Normbereich lagen; andererseits, dass beim Versicherten ein ausgesprochen dissoziiertes/uneinheitliches Entwick</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">profil festgestellt wurde, das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> schulpsychologischer Beurteilung häufig zu Verlangsamungen und qualitativen Auffälligkeiten beim Erlernen der schulischen Fertigkeiten führt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. Z.___ wies im Frühjahr 2015 (E. 4.5) erneut auf das durchgängig inhomogene Intelligenzprofil mit Stärken in der Sprache und Schwächen in der Verarbeitungsgeschwindigkeit hin. Zudem wertete sie später (E. 4.7.1) die damalige Verweigerung der Mitarbeit beim VLMT nach dem Durchgang 1 mit durchschnittlicher Leistung, als Zeichen dafür, dass der Test dem Versicherten zu mühsam gewesen sei und ihn mit seinen Schwächen konfrontiert habe. Wie sie zu Recht anmerkte, finden sich auch in älteren Berichten (E. 4.2-4.4) verschiedentlich Hinweise auf entsprechende Ausweichstrategien des Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten bei für ihn </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwierigen Aufgaben. Ferner machte Dr. Z.___ hinsichtlich der Interpretation der Testergebnisse darauf aufmerksam, dass insbesondere das Arbeitsgedächtnis (Konzentration, Merkfähigkeit) in der Unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">suchungssituation (keine Ablenkung durch andere Kinder oder </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">äussere</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Faktoren, enge Führung, zeitlich sehr begrenzt) häufig weniger auffällig sei als in einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grossen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gruppe und die Kinder bei guter Motivationslage zu erstaunlichen Leistungen fähig seien. Dies dürfte allerdings auf eine Mehrzahl der Kinder zutreffen und ein besonders gutes Bild der effektiven Leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit erlauben. Bei der Wiederholung des VLMT im September 2017 </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(E. 4.7.2) stellte Dr. Z.___ alsdann trotz hoher Motivation und ohne </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">äussere</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Ablenkung ein unterdurchschnittliches Ergebnis (PR 5) fest. Ergänzend führte sie erneut die Untertests „Zahlen nachsprechen“ und „Buchstaben-Zahlen-Folge“ aus dem HAWIK IV durch. Das Ergebnis von 6 Wertpunkten beurteilte sie als ebenfalls unterdurchschnittlich (Arbeitsgedächtnis PR 11,5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem hielt der RAD </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sinngemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> entgegen, eine Störung der Merkfähigkeit im versicherungsmedizinischen Sinn sei angesichts des erwiesenen guten Allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wissens, Ausdrucksvermögens und Sprachverständnisses nicht nachvoll</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziehbar. Die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">massgeblichen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Testergebnisse würden denn auch allesamt im Durchschnitts- bzw. Normalbereich liegen, so dass es sich nur um eine Schwäche ohne Krankheitswert handle. So entspreche selbst PR 2 noch einem IQ von 70 (E. 4.6 und 4.8).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der RAD nimmt somit Bezug auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine durch geringe Intelligenz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> verursachte Erwerbsunfähigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in der Regel nur dann als gesundheitlich verursacht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gilt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, wenn die Intelligenz im medizinische Sinne vermindert ist, mithin der IQ weniger als 70 beträgt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_108/2014 vom 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">September 2014 E. 2.2 mit Hinweisen). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Bundesgericht stützt sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hierbei auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">das gebräuchlic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">he Klassifikationssystem ICD-10, welches </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Intelligenzminderungen in leichte (IQ 69 bis 50), mittelgradige (IQ 49 bis 35), schwere (IQ 34 bis 20) und schwerste </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(IQ weniger als 20) Fälle ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teilt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (ICD-10: F70 bis F73), wobei die Mehrzahl der in den oberen Bereichen der leichten Intelligenzminderung Eingestuften noch für eine Arbeit anlernbar ist, die eher praktische als schulische Fähigkeiten, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einschliesslich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ungelernter oder angelernter Handarbeit, verlangt (vgl. Welt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesundheitsorganisation [WHO], </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Internationale</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">illing</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mombour</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/Schmidt [Hrsg.], </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufl. 201</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, S. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">308 ff.; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerichts </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9C_664/2009 vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">November 2009</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E. 3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit dem Normwert-Rechner von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Psychometrica</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (abrufbar unter </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">https://www.psychometrica.de/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">norm</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wertrechner.html</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) lassen sich alsdann Prozentränge in IQ-Werte umrechnen. Wie der RAD zutreffend darlegte, entspricht ein IQ von 70 ungefähr PR 2 und für PR 5 ergibt sich auf der IQ-Skala ein Wert von 75.3, der nach der vorstehenden ICD-10 Klassifizierung noch im Normbereich liegt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Indes gilt es sich zu vergegenwärtigen, dass der Prozentrang PR angibt, welche Rangposition ein Testbearbeiter oder eine Testbearbeiterin in einer Bezugs-Stichprobe einnimmt. PR 50 bedeutet im Allgemeinen (hochgerechnet), sofern die Stichprobe und die Feindifferenzierung der Werte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gross</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> genug sind, dass jemand mit seinem Testwert 49 % der Stichprobe übertrifft und selbst von 50 % übertroffen wird. Als statistischer Durchschnittsbereich zählt man gewöhnlich die mittleren 50 %, also den Bereich 25 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">≤</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> PR </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">≤</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 75 (vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sponsel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, R., Bedeutung, Berechnung, Problemlösungen, Literatur, Links. Überblick Arbeiten zur Definitionslehre, Methodologie, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Meßproblematik</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Statistik und Wissenschafts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">theorie besonders in Psychologie, Psychotherapie und Psychotherapieforschung. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Internet Publikation für Allgemeine und Integrative Psychotherapie IP-GIPT. Erlangen: </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">http://www.sgipt.org/wisms/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mtt/pr.htm</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">; H. Berth/F. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Balck</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Psycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">logische Tests für Mediziner, Berlin/Heidelberg 2003, S. 9).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bezug auf den vom Versicherten konkret erzielten PR 5 im VLMT bedeutet dies, dass nur 4 % seiner Vergleichsgruppe über eine schlechtere Merkfähigkeit verfügen als er. Eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">massgebliche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beeinträchtigung der Merkfähigkeit ist somit nicht von der Hand zu weisen, wobei diese dem Versicherten angesichts seines unausgeglichenen Profils </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> schulpsychologischer Beurteilung besondere Mühe bereiten dürfte. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bezüglich der übrigen Einwände des RAD-Arztes Prof. C.___ bleibt anzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">merken, dass er keine eigene klinische Untersuchung durchführte. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ferner führt er zwar </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in Deutschland </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Titel “Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin”, ist aber im Schweizer Verzeichnis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">“doctorfmh.ch”</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> offizielle</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und voll</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständige</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Verzeichnis der Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, nicht als Facharzt aufgeführt. I</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nsbesondere </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ist er weder in Deutschland noch in der Schweiz als Fachmediziner für Kinder- und Jugendpsychiatrie tätig respektive in der Schweiz anerkannt. Vielmehr ist er </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">laut seiner Website </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Spezialist für pädiatrische </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bronchopulmologie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sowie pädiatrische Echokardiografie und verweist darin auch auf seine umfangreichen Erfahrungen auf dem Gebiet der p</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diatrischen Schlafforschung und Schlafmedizin sowie zu Fragen der Heimbeatmung und der CPAP-Therapie: </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">http://www.gutachten-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.de/</span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gutachter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">; Besuch der Seite: 20.2.2018 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(vgl. dazu betreffend die Diag</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nosestellung bei ADHS das Urteil des Bundesgerichts 9C_419/2016 vom 2. November 2016 E. 6 und 7.1). Die Testung im September 2017 dauerte alsdann nur 50 Minuten, während die von ihm zitierte Leitlinie (abrufbar </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unter h</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ttp://www.awmf.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">org/uploads/tx_szleitlinien/0490</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">12l_S1_A</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">uditive_Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arbeitun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">g</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sstoerungen_Wahrnehmungsstoerungen_AVWS_2016-02.pdf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) einen Zeitraum von 1,5 bis 2,5 Stunden als problematisch einstuft, ohne dass sich darin nähere Angaben zur optimalen oder sinnvollen Dauer einer Unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">suchungseinheit finden würden. Daraus kann also nicht direkt auf eine zu lange Testdauer bei günstiger Führung in der 1:1-Situation geschlossen werden. Was die schlechteren Testergebnisse betrifft, veränderte sich der Rohwert in den Untertests „Zahlen nachsprechen“ und „Buchstaben-Zahlen-Folge“ gegenüber der schulpsychologischen Abklärung im März 2014 um den Wert +/-1. Der RAD erläutert nicht, inwiefern diese minimale Abweichung signifikant bzw. auf eine Inkonsistenz hinweisen und die zweite Testreihe deshalb unbeachtlich sein soll. Im Übrigen ist es nicht einleuchtend, wenn Prof. C.___ aufgrund eines einzelnen Durchgangs des VLMT auf eine grundsätzlich durchschnittliche Merkfähigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schliesst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, wenn davor alle Beteiligten eine Leistung im unteren Normbereich dokumentierten, die danach durch den VLMT im September 2017 nochmals im Sinne einer ergänzenden Abklärung bestätigt wurde. Es bleibt anzufügen, dass es sich beim VLMT um einen vom KSME grundsätzlich anerkannten Test handelt, soweit dieser unter vertretbaren Voraussetzungen durchgeführt wird. Unter Berücksichtigung des Wortlauts von Ziff. 2.1.5 des Anhangs 7 und der offenen Formulierung des Bundesgerichts „Störung </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Merkfähigkeit“ ist zudem darauf zu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schliessen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass eine beeinträchtigte Funktionsfähigkeit des Kurzzeitgedächtnisses ausreicht. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend mag die ausgewiesene Beeinträchtigung in der Merkfähigkeit für sich allein genommen keinen invalidisierenden Gesundheitsschaden darstellen. Indes gilt es zu bedenken, dass auch nicht jedes Geburtsgebrechen später zwingend zu einer Berentung führen muss, besonders wenn die Eingliederung in den Arbeitsprozess mit medizinischen und beruflichen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Massnahmen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> entsprechend unterstützt wird, was der primären Aufgabe der Invalidenversicherung entspricht. Zudem ist bei der vom RAD vergleichsweise herangezogenen Beurteilung der Erwerbsfähigkeit zufolge Intelligenzminderung stets eine Gesamtwürdigung der gesundheitlichen Situation vorzunehmen, weshalb unter Umständen auch ein IQ im unteren Normbereich einen Leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anspruch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mitzubegründen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vermag (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_45/2015 vom 9. April 2015). Demnach muss es für die Begründung eines Leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anspruchs infolge eines Geburtsgebrechens nach Ziff. 404 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GgV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> genügen, wenn – wie beim Versicherten - eine relevante Beeinträchtigung hinsichtlich jedes einzelnen Merkmals gegeben ist und ein umfassender Therapiebedarf besteht. Hinzu kommt beim Versicherten als Besonderheit ein auffallend unaus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geglichenes Profil. Müsste ein Kind indes nicht nur rechtzeitig diagnostiziert und behandelt werden sowie alle geforderten Kriterien im Sinne einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">massgeblichen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beeinträchtigung aufweisen, sondern in Bezug auf jedes einzelne dieser fünf Kriterien für sich genommen als invalid gelten bzw. zu den am schwersten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Betroffenen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2 % der Vergleichsgruppe gehören (IQ 69 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">≤</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> PR 2), würden einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Leistungszusprache</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> letztlich zu hohe Hindernisse entgegenstehen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach dem Gesagten ist das Vorliegen eines Geburtsgebrechens nach Ziff. 404 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GgV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit dem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beweismass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, weshalb die Beschwerde </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gutzuheissen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ist. Die Beschwerdegegnerin ist folglich zu verpflichten, die notwendigen medizinischen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Massnahmen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Art. 13 IVG zur Behandlung desselben für den Versicherten zu erbringen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufwand unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IVG). Sie sind auf Fr. 800.-- festzusetzen und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechend dem Verfahrensausgang der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diese hat ferner die Kosten von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">319.-- (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">14) der ergänzenden Abklärung vom 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">September 2017 zu tragen (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">13 und 17/1-2). Mit BGE 139 V 496 </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. 4.4 hat das Bundesgericht erwogen, dass die Kosten eines Gerichtsgutachtens der Verwaltung aufzuerlegen sind, sofern ein Zusammen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hang zwischen dem Untersuchungsmangel seitens der Verwaltung und der Notwendigkeit, eine Gerichtsexpertise anzuordnen, besteht (vgl. auch BGE 140 V 70 E. 6.1). Vorliegend war die Störung der Merkfähigkeit strittig, für deren Nachweis das KSME den VLMT vorsieht. Dem Versicherten kann </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">so</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dann </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vorgeworfen werden, dass er bei der ersten Durchführung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Mitarbeit verweigerte, da ihm aufgrund seines Alters noch die dazu notwendige Einsichtsfähigkeit fehlt. Bei Zweifeln der Verwaltung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufgrund der durchschnittlichen Leistung in einem einzelnen Durchgang </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">war daher eine Wiederholung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geboten.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">§ </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">34 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 des Gesetzes über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> das Sozialversicherungsgericht (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) besteht zudem Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Unter Berücksichtigung der vorstehenden Grundsätze bei geringem Aktenum</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fang und zwei kurzen Rechtsschriften, des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 220.– und des aktuellen Mehrwertsteuersatzes von 7,7 % ist die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin zu verpflichten, dem anwaltlich vertretenen Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer eine Prozessentschädigung von Fr. 2‘400.-- (inkl. MWST und Baraus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lagen) zu bezahlen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der Sozial</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2. November 2015</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> aufge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">hoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, die notwendigen medizinischen Mass</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">nahmen gemäss Art. 13 IVG (</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Geburtsgebrechen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Ziff. 404 </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">GgV</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">) für den </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">führer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> zu erbringen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Gerichtskasse die Kosten von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. 319.-- für die vom Gericht eingeholte ergänzende Abklärung (VLMT)</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> zu erstatten. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span id="Text4"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. 2‘400</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">MWSt</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">) zu bezahlen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Yves </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Blöchlinger</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">6.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigBonetti</p><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>