<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 7} </div> <div class="para">U 49/98 Hm </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>III. Kammer</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesrichter Lustenberger, Spira und Rüedi; Gerichts- </div> <div class="para">schreiberin Hofer </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Urteil vom 11. Mai 1998 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">K.________ AG, Beschwerdeführerin, vertreten durch Fürspre- </div> <div class="para">cher G.________, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Luzern, Be- </div> <div class="para">schwerdegegnerin, </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Eidgenössische Rekurskommission für die Unfallversicherung, </div> <div class="para">Lausanne </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Mit Verfügung vom 23. August 1996 reihte die Schweize- </div> <div class="para">rische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) die K.________ AG </div> <div class="para">auf den 1. Januar 1997 im Prämientarif neu ein, was eine </div> <div class="para">Erhöhung des Nettoprämiensatzes von 4.31 % auf 4.72 % zur </div> <div class="para">Folge hatte. Daran hielt die SUVA mit Einspracheentscheid </div> <div class="para">vom 12. September 1996 fest. </div> <div class="para"> Die hiegegen erhobene Beschwerde wies die Eidgenös- </div> <div class="para">sische Rekurskommission für die Unfallversicherung mit Ent- </div> <div class="para">scheid vom 31. Dezember 1997 ab. </div> <div class="para"> Mit einer der Post am 19. Februar 1998 übergebenen </div> <div class="para">Verwaltungsgerichtsbeschwerde lässt die K.________ AG bean- </div> <div class="para">tragen, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sei </div> <div class="para">sie in einer tieferen Prämientarifstufe einzureihen. </div> <div class="para">Gleichzeitig ersucht der Rechtsvertreter der K.________ AG </div> <div class="para">um Wiederherstellung der Beschwerdefrist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 1.- a) Gemäss Art. 106 Abs. 1 in Verbindung mit </div> <div class="para"><span class="artref">Art. 132 OG</span> ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde dem Eid- </div> <div class="para">genössischen Versicherungsgericht innert 30 Tagen seit der </div> <div class="para">Eröffnung des vorinstanzlichen Entscheides einzureichen. </div> <div class="para">Diese Frist kann gemäss <span class="artref">Art. 33 Abs. 1 OG</span> (anwendbar nach </div> <div class="para"><span class="artref">Art. 135 OG</span>) nicht erstreckt werden. Nach <span class="artref">Art. 32 Abs. 3 OG</span> </div> <div class="para">ist die 30tägige Frist nur gewahrt, wenn die Verwaltungs- </div> <div class="para">gerichtsbeschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgericht eingegangen oder zu </div> <div class="para">dessen Handen der schweizerischen Post oder einer schweize- </div> <div class="para">rischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung über- </div> <div class="para">geben worden ist. Läuft sie unbenutzt ab, so erwächst der </div> <div class="para">angefochtene Entscheid in Rechtskraft mit der Wirkung, dass </div> <div class="para">das Eidgenössische Versicherungsgericht auf eine verspätet </div> <div class="para">eingereichte Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht eintreten </div> <div class="para">darf. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> b) Der Entscheid der Eidgenössischen Rekurskommission </div> <div class="para">vom 31. Dezember 1997 wurde der K.________ AG gemäss Emp- </div> <div class="para">fangsbestätigung der PTT am 9. Januar 1998 eröffnet. Dies </div> <div class="para">wird seitens der Beschwerdeführerin ausdrücklich bestätigt. </div> <div class="para">Die am 19. Februar 1998 der Post übergebene Verwaltungs- </div> <div class="para">gerichtsbeschwerde ist somit nach Ablauf der 30tägigen </div> <div class="para">Rechtsmittelfrist und daher verspätet eingereicht worden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 2.- a) Die versäumte Frist kann wiederhergestellt wer- </div> <div class="para">den, wenn der Gesuchsteller oder sein Vertreter durch ein </div> <div class="para">unverschuldetes Hindernis abgehalten worden ist, innert der </div> <div class="para">Frist zu handeln, und binnen zehn Tagen nach Wegfall des </div> <div class="para">Hindernisses unter Angabe desselben die Wiederherstellung </div> <div class="para">verlangt und die versäumte Rechtshandlung nachholt (Art. 35 </div> <div class="para">Abs. 1 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 135 OG</span>). Das Gesetz lässt </div> <div class="para">somit die Wiederherstellung nur zu, wenn der Partei (und </div> <div class="para">gegebenenfalls ihrem Vertreter) kein Vorwurf gemacht werden </div> <div class="para">kann (<a class="bgeref_id" href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=01.01.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F112-V-255%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page255">BGE 112 V 255</a> Erw. 2a, 110 Ib 94 Erw. 2, 107 Ia 169 </div> <div class="para">Erw. 2a). Entschuldbare Gründe liegen vor, wenn die säumige </div> <div class="para">Person aus hinreichenden objektiven oder subjektiven Grün- </div> <div class="para">den davon abgehalten worden ist, fristgerecht zu handeln </div> <div class="para">oder eine Vertretung zu bestellen (<a class="bgeref_id" href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=01.01.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-II-86%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page87">BGE 119 II 87</a> Erw. 2, </div> <div class="para">114 II 182 Erw. 2). Es muss sich indessen um Gründe von </div> <div class="para">einigem Gewicht handeln. Arbeitsüberlastung oder Ferien </div> <div class="para">rechtfertigen keine Wiedereinsetzung, wohl aber beispiels- </div> <div class="para">weise Militärdienst, schwere Erkrankung oder Unfall (BGE </div> <div class="para">112 V 255 Erw. 2a, 108 V 110 Erw. 2c). Wiederherstellung </div> <div class="para">kann nur in Fällen klarer Schuldlosigkeit gewährt werden </div> <div class="para">(Pra 1988 Nr. 152 S. 540). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> b) Zur Begründung des Wiederherstellungsgesuches wird </div> <div class="para">vorgebracht, am 9. Februar 1998 habe die Sekretärin die </div> <div class="para">Beschwerdeschrift nach Diktat geschrieben. Um ca. 14.30 Uhr </div> <div class="para">sei das Computer Netzwerk vollständig ausgestiegen, weshalb </div> <div class="para">die Beschwerdeschrift nicht mehr habe ausgedruckt werden </div> <div class="para">können. Aus diesem Grund sei es nicht möglich gewesen, die </div> <div class="para">Verwaltungsgerichtsbeschwerde am 9. Februar 1998 und somit </div> <div class="para">rechtzeitig einzureichen. </div> <div class="para"> Dieses Vorkommnis kann nicht als unverschuldetes Hin- </div> <div class="para">dernis im Sinne von <span class="artref">Art. 35 OG</span> und der dazu ergangenen </div> <div class="para">Rechtsprechung gelten. Denn als unverschuldet kann ein Hin- </div> <div class="para">dernis nur dann betrachtet werden, wenn die Säumnis durch </div> <div class="para">einen Umstand eingetreten ist, der nach den Regeln vernünf- </div> <div class="para">tiger Interessenwahrung auch von einem sorgsamen Geschäfts- </div> <div class="para">mann nicht befürchtet zu werden braucht, oder dessen Abwen- </div> <div class="para">dung übermässige Anforderungen gestellt hätte, was vorlie- </div> <div class="para">gend nicht der Fall ist. Selbst wenn man davon ausgeht, </div> <div class="para">dass mit einem Computerausfall am letzten Tag der Beschwer- </div> <div class="para">defrist nicht gerechnet werden muss, wäre es dem Anwalt </div> <div class="para">oder dessen Sekretärin im konkreten Fall ohne weiteres </div> <div class="para">zumutbar gewesen, den nicht überaus langen, bereits dik- </div> <div class="para">tierten Text noch vor Ablauf der Beschwerdefrist mittels </div> <div class="para">Schreibmaschine oder notfalls handschriftlich zu Papier zu </div> <div class="para">bringen. Da somit ein Wiederherstellungsgrund im Sinne von </div> <div class="para"><span class="artref">Art. 35 Abs. 1 OG</span> nicht vorliegt, ist das Wiederherstel- </div> <div class="para">lungsgesuch abzuweisen und auf die Verwaltungsgerichtsbe- </div> <div class="para">schwerde nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 3.- Als unterliegende Partei hat die Beschwerdeführe- </div> <div class="para">rin die Gerichtskosten zu tragen (<span class="artref">Art. 134 OG</span> e contrario; </div> <div class="para">Art. 156 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 135 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>I. Das Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist</i> </div> <div class="para"> wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>II. Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nicht ein-</i> </div> <div class="para"> getreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>III. Die Gerichtskosten von total Fr. 700.- werden der</i> </div> <div class="para"> Beschwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten </div> <div class="para"> Kostenvorschuss verrechnet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>IV. Dieses Urteil wird den Parteien, der Eidgenössischen</i> </div> <div class="para"> Rekurskommission für die Unfallversicherung und dem </div> <div class="para"> Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 11. Mai 1998 </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der III. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: </div> </div></body></html></html>