A bteilung IV D -6815/2006 haf/w ig {T 0/2} U rteil vom 14. A ugust 2007 M itw irkung: R ichter Fulvio H aefeli, G érard Scherrer, R obert G alliker G erichtsschreiber G ert W inter A ._______, geboren _______, M ontenegro, alias A ._______, geboren _______, Serbien, B ._______, geboren _______, M ontenegro, alias B ._______, geboren _______, Serbien, C ._______, geboren _______, M ontenegro, alias C ._______, geboren _______, Serbien, vertreten durch lic. phil. I Annelise G erber, _______, _______, Beschw erdeführerinnen gegen B undesam t für M igration (B FM ), vorm als Bundesam t für Flüchtlinge (BFF), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 4. A ugust 2003 i.S. N ichteintreten auf A sylgesuch und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass die Beschw erdeführerin gem äss eigenen Angaben am 29. M ärz 2003 den H eim at- staat zusam m en m it ihren beiden Kindern verliess und am 3. April 2003 via Albanien und Italien sow ie unter U m gehung der G renzkontrolle in die Schw eiz gelangte, dass sie am gleichen Tag im Em pfangszentrum des BFF in Vallorbe erschien und um Asyl nachsuchte, dass sie anlässlich der Befragung vom 7. April 2003 im Em pfangszentrum sow ie der di- rekten Anhörung vom 10. April 2003 durch das BFF zur Begründung ihres Asylgesuchs im W esentlichen geltend m achte, sie gehöre der Ethnie der R om a an und habe, nach- dem ihr Ehem ann anfangs 1998 gestorben sei, als W itw e im Kosovo ein sehr schw ieri- ges Leben geführt, dass sie nachts ständig gestört w orden sei, w eil die jungen Albaner ständig an ihrer H austüre geklopft hätten, um eingelassen zu w erden, doch habe sie als R om a nicht m it Albanern schlafen w ollen, dass sie desw egen auch bedroht w orden sei, doch habe sie es unterlassen, sich m it ih- rem Problem an die heim atlichen Behörden zu w enden, w eil diese ihr ohnehin nicht ge- holfen hätten, dass ihre Fam ilienangehörigen - die M utter, drei Brüder und zw ei Schw estern - ihr m an- gels eigener M öglichkeiten auch nicht hätten helfen können, dass ihr ein in D eutschland lebender O nkel, der sie im m er w ieder finanziell unterstützt habe, die Ausreise vom 29. M ärz 2003 aus dem H eim atstaat erm öglicht habe, dass sie m it ihren beiden Töchtern nach Albanien gereist sei, um sich von dort aus von Schleppern m it einem Boot nach Italien bringen zu lassen, doch sei sie m it den Kindern noch vor der Küste ins M eer gew orfen w orden, dass sie bei dieser G elegenheit ihre R eisetasche nebst R eisepass verloren habe, dass die Beschw erdeführerin am 3. April 2003 im Em pfangszentrum Vallorbe unter H in- w eis auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) aufgefordert w urde, innert 48 Stunden ihre Identität zu belegen, dass die Fachstelle LIN G U A aufgrund eines Telefongesprächs vom 7. Juli 2003 ein G ut- achten erstellte, w elches zum Schluss kam , in Anbetracht der guten Kenntnisse im lan- deskundlich-kulturellen Bereich einerseits sow ie der Sprechw eise andererseits sei die Beschw erdeführerin eindeutig im Kosovo sozialisiert w orden, dass die Beschw erdeführerin im M ilieu der R om a sozialisiert w orden sei, w as sich aus ihren kulturellen Kenntnissen und aus den Sprechm erkm alen ergebe, dass das Bundesam t m it Verfügung vom 4. August 2003 - eröffnet am 8. August 2003 - in Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf die Asylgesuche nicht eintrat, die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie deren sofortigen Vollzug anordnete und einer allfäl- ligen Beschw erde gegen diese Verfügung die aufschiebende W irkung entzog, dass das Bundesam t zur Begründung des N ichteintretens auf die Asylgesuche im W e- sentlichen festhielt, die Beschw erdeführerin habe innert 48 Stunden nach G esuchsein-3 reichung keine R eise- oder Identitätspapiere abgegeben und keine entschuldbaren G ründe dafür glaubhaft gem acht, dass die Beschw erdeführerin angegeben habe, sie sei m it einem Schiff von Albanien nach Italien gefahren, doch habe m an sie nebst Kindern und R eisetasche ins W asser gew orfen, bei w elcher G elegenheit sie ihre Tasche nebst R eisedokum enten verloren habe, dass indessen nicht einzusehen sei, w eshalb die Beschw erdeführerin auf diese W eise hätte reisen sollen, gab sie doch an, über R eisepässe verfügt zu haben, dass dem entsprechend das Vorbringen, sie sei auf abenteuerliche W eise über die Adria gereist und vor der italienischen Küste m itsam t ihren zw ei Kindern über Bord ins M eer gew orfen w orden, übersteigert dram atisierend erscheine und lediglich dazu diene, das Fehlen der R eisepapiere zu m otivieren, dass sich des W eiteren auch aus ihrem Verhalten auf ihr fehlendes Interesse, den schw eizerischen Behörden ihre Identität zu offenbaren, schliessen lasse, w eshalb keine entschuldbaren G ründe vorlägen, w elche es der Beschw erdeführerin verunm öglichten, rechtsgenügliche Identitätspapiere einzureichen, dass die Vorbringen der Beschw erdeführerin auch keine H inw eise auf Verfolgung enthielten, w elche sich nicht als offensichtlich haltlos erw iesen, dass nicht anzunehm en sei, die Beschw erdeführerin sei in den letzten fünf Jahren in der geltend gem achten W eise belästigt w orden, dies um so m ehr, als Albaner und Angehöri- ge der R om a den Kontakt nach M öglichkeit m eiden w ürden, dass beispielsw eise nicht geglaubt w erden könne, die Beschw erdeführerin habe trotz des traditionell starken Fam ilienzusam m enhalts und des Ehrgefühls der R om a nicht auf die H ilfe ihrer restlichen Fam ilie zählen können, dass sie sich als W itw e zudem in keiner Situation der Ehrlosigkeit befinde, dass die Beschw erdeführerin sich nie an die Behörden im Kosovo gew andt habe (KFO R / U N M IK), deren Schutz reell sei und bei Bedarf w eit gehe (Personen-, O bjektschutz), w eshalb sich der Schluss aufdränge, sie sei nicht in der geltend gem achten W eise M assnahm en seitens D rittpersonen ausgesetzt gew esen, dass die Vorbringen der Beschw erdeführerin insgesam t einen übersteigert negativen Eindruck hinterliessen, der sich w eder m it ihren persönlichen Verhältnissen noch m it der Situation im Kosovo und auch nicht m it der Präsenz internationaler Sicherheitskräfte vor O rt und deren Einsatz zu G unsten des Schutzes der Zivilbevölkerung vereinbaren lie- sse, w eshalb ihre Vorbringen als offensichtlich unglaubhaft zu w erten seien, dass die Beschw erdeführerin m it Eingabe vom 8. Septem ber 2003 (D atum der Telefax- Ü berm ittlung, Poststem pel vom 10. Septem ber 2003) bei der Schw eizerischen Asylre- kurskom m ission (AR K) eine Beschw erde einreichen und die Aufhebung der angefochte- nen Verfügung und Eintreten auf das Asylgesuch beantragen liess, ausserdem sei der Beschw erdeführerin und ihren Kindern Asyl in der Schw eiz zu gew ähren, eventualiter sei die U nzulässigkeit oder U nzum utbarkeit des Vollzugs der W egw eisung festzustellen und die vorläufige Aufnahm e der Beschw erdeführerin und ihrer Kinder in der Schw eiz anzuordnen, ferner sei die aufschiebende W irkung der Beschw erde w iederherzustellen, dass sie schliesslich in verfahrensrechtlicher H insicht um G ew ährung der unentgeltli-4 chen R echtspflege ersuchen liess, dass der Instruktionsrichter der AR K m it Zw ischenverfügung vom 16. Septem ber 2003 das G esuch um W iederherstellung der aufschiebenden W irkung guthiess und der Be- schw erdeführerin m itteilte, sie könne den Ausgang des Verfahrens in der Schw eiz ab- w arten, dass er gleichzeitig auch das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Ver- w altungsverfahren [Vw VG SR 172.021]) guthiess, dass die Beschw erdeführerin m it Eingabe vom 3. Juli 2007 m itteilen liess, ihre bisheri- gen Angaben zu ihrer H erkunft entsprächen nicht der W ahrheit, zum al sie M ontenegri- nerin aus _______ sei und nicht aus dem Kosovo (_______) stam m e, dass sie dort ihren Ehem ann geheiratet und ihm zw ei Töchter geboren habe, dass die Eheleute ungefähr im April 1995 nach _______ (Kosovo) um gezogen seien, doch sei es nach w enigen Jahren zu grossen Schw ierigkeiten unter den Eheleuten gekom m en, in deren Folge der Ehem ann die Beschw erdeführerin und ihre beiden Kinder verlassen habe, dass die Beschw erdeführerin als alleinstehende R om a zur Zielscheibe dauernder Beläs- tigungen gew orden sei, w eshalb sie sich zu ihrer Fam ilie nach _______ begeben habe, dass sie jedoch w eiterhin Angst vor N achstellungen durch den Ehem ann gehabt habe, w eshalb sie schliesslich im Jahre 2003 aus dem dam aligen Serbien und M ontenegro ge- flohen sei, dass die Beschw erdeführerin zur U nterm auerung ihrer Vorbringen die nachstehend auf- geführten Bew eism ittel zu den Akten reichen liess: je eine Bescheinigung vom 27. Feb- ruar 2007 der G em einde _______ betreffend die m ontenegrinische Staatsangehörigkeit der Beschw erdeführerin und ihrer jüngeren Tochter, je einen G eburtsschein für die Beschw erdeführerin und ihre beiden Töchter, und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 Vw VG ) des Bundesam tes auf dem G ebiet des Asyls entscheidet (Art. 105 Abs. 1 AsylG i.V.m . Art. 31 - 34 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesver- w altungsgericht [Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BG G , SR 173.110]), dass die vorliegend zu beurteilende Beschw erde sich gegen eine Verfügung richtet, laut deren D ispositiv das Bundesam t auf das Asylgesuch der Beschw erdeführerin nicht ein- getreten ist (Ziffer 1 des Verfügungsdispositivs), dass bei Beschw erden gegen N ichteintretensentscheide, m it denen es das BFM der Form nach ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen (Art. 32 - 35 AsylG ), die Beurteilungskom petenz der Beschw erdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asylgesuch nicht ein-5 getreten ist, dass dem entsprechend im Fall der Begründetheit des R echtsm ittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurück- zuw eisen ist (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurs- kom m ission [EM AR K] 2004 N r. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass indessen gem äss Absatz 1 der Ü bergangsbestim m ungen des punktuell auf den 1. Januar 2007 in Kraft gesetzten Bundesgesetzes vom 16. D ezem ber 2005 über die Än- derung des AsylG (Änderung vom 16. D ezem ber 2005, AS 2006 4745; vgl. Ergebnis der Volksabstim m ung und Inkraftsetzung durch den Bundesrat, Abs. 1 Bst. b, AS 2006 4767), für die im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 16. D ezem ber 2005 hängigen Verfahren neues R echt gilt (vgl. Ziff. III der Änderung vom 16. D ezem ber 2005, AS 2006 4762), dass die vorliegend m assgeblichen Bestim m ungen von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG zum N ichteintreten bei fehlenden Papieren unter jene am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen N orm en fallen (vgl. Ergebnis der Volksabstim m ung und Inkraftsetzung durch den Bundesrat, Abs. 1 Bst. a, AS 2006 4767), dass der G esetzgeber m it dem som it neu geltenden N ichteintretenstatbestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG ein Sum m arverfahren geschaffen hat, in w elchem über das Bestehen bzw . N ichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft abschliessend m ate- riell zu entscheiden ist, sow eit dies im R ahm en einer sum m arischen Prüfung m öglich ist (vgl. zur Publikation vorgesehenes U rteil BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 insb. E. 5.6.5), dass dem entsprechend im Beschw erdeverfahren auch die Flüchtlingseigenschaft Pro- zessgegenstand ist (vgl. BVG E a.a.O . E. 2.1), dass die G ew ährung von Asyl nicht G egenstand der vorinstanzlichen Verfügung w ar, w eshalb auf den diesbezüglichen Beschw erdeantrag nicht einzutreten ist, dass in der Frage der W egw eisung und deren Vollzugs die Beurteilungszuständigkeit des Bundesverw altungsgerichts nicht beschränkt ist, w eil das Bundesam t sich diesbe- züglich gem äss Art. 44 AsylG in Verbindung m it Art. 14a des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer (AN AG , SR 142.20) auch m ateriell zur Sache zu äussern hatte, dass die Beschw erdeführerin am Verfahren vor dem BFM teilgenom m en hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschw erde legitim iert ist (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 Vw VG ), dass auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde im U m fang des G esagten einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 50 ff. Vw VG ), dass m it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundes- recht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver- halts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG ), dass die vorliegende Beschw erde - w ie sich aus den nachstehenden Erw ägungen er- gibt - offensichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w er- den kann und der Beschw erdeentscheid lediglich sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 6 Abs. 1 und 3 AsylG ; vereinfachtes Verfahren), dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten w ird, w enn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des G esuchs R eise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG ), dass diese Bestim m ung jedoch keine Anw endung findet, w enn Asylsuchende glaubhaft m achen können, sie seien dazu aus entschuldbaren G ründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG ), oder w enn auf G rund der Anhörung sow ie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt w ird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG ) oder w enn sich auf G rund der Anhörung die N otw endigkeit zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W egw eisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG ), dass vorliegend die N ichtabgabe von R eise- oder Identitätspapieren im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 48 Stunden nach Einrei- chung des Asylgesuches sachverhaltsm ässig klar erstellt ist, dass es sich bei den von der Beschw erdeführerin eingereichten Bescheinigungen be- treffend die m ontenegrinische Staatsangehörigkeit w ie auch bei den G eburtsurkunden nicht um "R eise- oder Identitätspapiere" im Sinne der revidierten Bestim m ung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG handelt (vgl. das zur Publikation vorgesehene U rteil BVG E D - 2279/2007 vom 11. Juli 2007 E. 4 - 6), w eil sie keine einw andfreie Feststellung der Iden- tität erlauben, dass es sich durchw egs um D okum ente handelt, die nicht prim är zum Zw ecke des Iden- titätsnachw eises ausgestellt w orden sind, dass die Beschw erdeführerin keine entschuldbaren G ründe (vgl. hierzu zur Publikation vorgesehenes U rteil BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 3.2, EM AR K 1999 N r. 16 E. 5c.aa S. 109 f.) für die N ichtabgabe eines bew eistauglichen Identitätsdokum ents in- nerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des Asylgesuchs nam haft zu m achen verm ag, dass näm lich begründeter Anlass zur Annahm e besteht, die Beschw erdeführerin enthal- te die D okum ente, die ihr das Passieren der G renzkontrollen erm öglicht haben, den schw eizerischen Behörden bew usst vor, dass sie nach eigenen Angaben einen gültigen R eisepass m it sich führte, w eshalb die Behauptung, sie habe die Adria in einem Boot überquert, w idersinnig erscheint, ist doch eine solche R eise teurer und gefährlicher als eine auf dem Landw eg, dass selbst bei N achreichung rechtsgenüglicher Identitätspapiere der vom BFM ange- w endete N ichteintretenstatbestand nach w ie vor als erfüllt zu erachten w äre, da die ge- setzliche Frist zur Einreichung entsprechender Identitätsdokum ente längst verstrichen ist (vgl. zur Publikation vorgesehenes U rteil BVG E D -2279/2007 vom 11. Juli 2007 E. 7.1, EM AR K 1999 N r. 16 E. 5c.aa S. 110), dass die Beschw erdeführerin som it nicht glaubhaft darzulegen verm ag, sie sei durch nicht selbst zu verantw ortende U m stände an der unverzüglichen Einreichung von R eise- oder Identitätspapieren im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert w orden (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG ), dass in casu auch bei einem Verzicht auf zusätzliche tatbeständliche oder rechtliche Ab-7 klärungen im R ahm en einer bloss sum m arischen Prüfung der eindeutige Schluss gezo- gen w erden kann, sie erfülle die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht, und ebenso offensichtlich stünden einem Vollzug ihrer W egw eisung keine H indernisse entgegen (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG ), dass das BFM in der Entscheidbegründung zu R echt ausführt, die Vorbringen der Be- schw erdeführerin seien als offensichtlich unglaubhaft zu w erten, dass diesbezüglich zur Verm eidung von W iederholungen vorab auf die zutreffenden Er- w ägungen in der angefochtenen Verfügung zu verw eisen ist (vgl. Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 109 Abs. 3 BG G ), dass die hiervor erw ähnten Asylgründe selbst für den Fall, sie entsprächen in allen w e- sentlichen Punkten der W ahrheit, offensichtlich nicht geeignet sind, der Beschw erdefüh- rerin zur Flüchtlingseigenschaft zu verhelfen, dass die Beschw erdeführerin indessen in ihrer Eingabe vom 3. Juli 2007 eingesteht, bei den Befragungen nicht die W ahrheit gesagt zu haben, dass die neuen Vorbringen nicht geeignet sind, zu einer veränderten Betrachtungsw eise zu führen, ist doch etw a die Behauptung, sie habe nach der R ückkehr nach _______ Angst vor N achstellungen seitens ihres Ehem annes gehabt, nicht w irklich nachvollzieh- bar, m achte sie doch gleichzeitig geltend, ihr M ann habe sie und die beiden kleinen Kin- der verlassen, dass die Beschw erdeführerin für den Fall befürchteter Ü bergriffe seitens ihres Ehem an- nes die H ilfe der Behörden von _______ hätte in Anspruch nehm en können, um in ihrem H eim atstaat hinreichend geschützt zu sein, dass im Falle der Beschw erdeführerin von der Existenz einer w irksam en Schutzinfra- struktur ausgegangen w erden darf, dass w eder objektive noch subjektive G ründe gegen eine Inanspruchnahm e dieses Schutzes durch die Beschw erdeführerin zu erkennen sind (vgl. EM AR K 2006 N r. 18 E. 10.3.2. S. 203), dass die Beschw erdeführerin nach eigenen Angaben die Behörden niem als um Schutz gegen Ü bergriffe auf ihre Person ersucht hat (vgl. A1/8 S. 5, A7/16 S. 11), w eshalb sie nicht pauschal einw enden kann, der Staat hätte sie nicht vor Ü bergriffen D ritter schüt- zen können und auch nicht schützen w ollen, dass diese undifferenzierte H altung der Beschw erdeführerin nichts daran zu ändern ver- m ag, dass sie in ihrem H eim atstaat offenkundig Schutz vor nichtstaatlicher Verfolgung finden kann, dass im Ü brigen für die Annahm e eines ausreichenden Schutzes im H eim atland nicht eine faktische G arantie des Schutzgew ährers für langfristigen individuellen Schutz des von nichtstaatlicher Verfolgung Bedrohten vorausgesetzt ist (vgl. EM AR K 2006 N r. 18 E. 10.3.2. S. 203), dass die Vorbringen der Beschw erdeführerin som it, w ie das BFM zutreffend festgehal- ten hat, keine H inw eise auf Verfolgung enthielten, w elche sich nicht als offensichtlich haltlos erw iesen, dass keine Anhaltspunkte für die Annahm e zu erkennen sind, das BFM habe, um zu sei-8 ner so lautenden Erkenntnis zu gelangen, eine m ehr als bloss sum m arische Prüfung vornehm en oder zusätzliche sachliche oder rechtliche Abklärungen treffen m üssen (vgl. hierzu zur Publikation vorgesehenes U rteil BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 5.6.6), dass das BFM dem nach zu R echt gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a i.V.m . Art. 32 Abs. 3 AsylG auf die Asylgesuche der Beschw erdeführerin und ihrer Kinder nicht eingetreten ist, dass gem äss Art. 44 Abs. 1 AsylG die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das N ichtein- treten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz zur Folge hat, vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbew illigung erteilt hat (Art. 32 Bst. a der Asylver- ordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]) und sich die Beschw erdefüh- rerin auch nicht auf einen dahingehenden Anspruch berufen kann (vgl. EM AR K 2001 N r. 21), w eshalb die verfügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m un- gen steht, dass zu prüfen bleibt, ob es G ründe gibt, die dem Vollzug der W egw eisung entgegen- stehen, da im Fall eines unzulässigen, unzum utbaren oder unm öglichen Vollzugs das Anw esenheitsverhältnis nach den Bestim m ungen des AN AG über die vorläufige Aufnah- m e zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung der Beschw erdeführerinnen ins H eim atland unter Be- rücksichtigung der völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schw eiz (Art. 3 der Konvention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten [Europäi- sche M enschenrechtskonvention, EM R K, SR 0.101], Art. 33 Abs. 1 des Abkom m ens vom 28. Juli 1951 über die R echtsstellung der Flüchtlinge [Flüchtlingskonvention, FK, SR 0.142.30]) und der Bestim m ungen von Art. 5 Abs. 1 AsylG sow ie Art. 25 Abs. 2 und 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) zulässig ist, da offensichtlich keine M enschenrechtsverletzungen drohen und ebenso offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft nicht besteht, dass in Berücksichtigung der G esuchsbegründung insbesondere das Bestehen einer tat- sächlichen G efahr, auf die Beschw erdeführerin könnte durch Zivilpersonen in Art. 3 EM R K zuw iderlaufender W eise psychischer oder physischer Zw ang ausgeübt w erden, klar zu verneinen ist, dass sich alleine aus der allgem einen M enschenrechtssituation in M ontenegro kein rea- les R isiko von Folter oder unm enschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung herleiten lässt, dass in den Akten auch keine Anhaltspunkte dafür bestehen, die Beschw erdeführerin w ürde im Falle einer R ückführung als Folge der in M ontenegro herrschenden allgem ei- nen Sicherheitslage einer konkreten G efährdung ausgesetzt, dass in den Akten ebenso w enig darauf hindeutet, die Beschw erdeführerin und ihre Kin- der gerieten im Falle der R ückkehr in die H eim at aus individuellen G ründen w irtschaftli- cher, sozialer oder gesundheitlicher N atur in eine existenzbedrohende Situation, zum al sie in _______ auf ihr fam iliäres N etz zurückgreifen kann, dass sie keine gesundheitlichen Problem e geltend m acht und gem äss eigenen Angaben ihren Lebensunterhalt schon in der Vergangenheit als Kleiderhändlerin verdient hat, w eshalb davon auszugehen ist, sie bringe alle Voraussetzungen m it, um in ihrer H eim at 9 m it ihren Kindern w ieder Fuss zu fassen und aus eigenen Kräften ein Auskom m en zu finden, dass vor diesem H intergrund der Vollzug der W egw eisung der Beschw erdeführerinnen nicht als unzum utbar im Sinne von Art. 14a Abs. 4 AN AG zu bezeichnen ist, dass der Vollzug der W egw eisung der Beschw erdeführerinnen nach M ontenegro auch m öglich ist, da keine praktischen H indernisse erkennbar sind, die einer R ückkehr entge- genstehen könnten, dass som it die Voraussetzungen für die vorläufige Aufnahm e der Beschw erdeführerin- nen in der Schw eiz nicht erfüllt sind und der vom BFM verfügte Vollzug der W egw eisung zu bestätigen ist, dass die angefochtene Verfügung w eder Bundesrecht verletzt noch unangem essen ist und darin der rechtserhebliche Sachverhalt richtig und vollständig festgestellt w urde (vgl. Art. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde abzuw eisen ist, sow eit darauf einzutreten ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten den Beschw erdeführerinnen auf- zuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ) und auf Fr. 600.-- festzusetzen w ären (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 1 - 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]), dass indessen der dam als zuständige Instruktionsrichter der AR K m it Zw ischenverfü- gung vom 16. Septem ber 2003 das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echts- pflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG guthiess, w eshalb in casu keine Verfah- renskosten zu sprechen sind. (D ispositiv nächste Seite)10 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit darauf eingetreten w ird. 2. Es w erden keine Kosten gesprochen. 3. D ieses U rteil geht an: - die R echtsvertreterin der Beschw erdeführerinnen, 2 Expl. (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, zu den Akten (R ef.-N r. N _______) - _______ D er R ichter: D er G erichtsschreiber: Fulvio H aefeli G ert W inter Versand am :