A. Verwaltungsentscheide 1467 29 Umwelt, Stand: 21. August 2008). Die Häufigkeit der Geruchsklagen, die Beobachtungen des Amts für Umwelt sowie die wei te Ausdehnung des lästigen Geruchs lassen die Schlussfolgerung zu , dass die bestehende Geruchsbelastung als übermässig zu quali fizieren ist. Verschiedene Personen beklagen aufgrund der Geruchs emissionen zudem psychische oder physische Belastungen, womit deren Ge - sundheit unmittelbar betroffen ist. Damit liegt ein wichtiger Grund vor, welcher höher als die entgegenstehenden (wirtschaft lichen) Interes - sen der Gesuchstellerin zu gewichten ist und daher den Entzug der aufschiebenden Wirkung des Rekurses rechtfertigt. 4. In Anbetracht dieser Umstände sieht sich das Depart ement Bau und Umwelt nicht veranlasst, bezüglich aufschiebend e Wirkung des Rekurses vom Entscheid der Vorinstanz abzuweichen. Dem Gesuch zur Erteilung der aufschiebenden Wirkung des Rekurs es kann des - halb nicht entsprochen werden. Dieser Entscheid ist endgültig (Art. 36 Abs. 2 VRPG). Da der angefochtene Entscheid vom 11. Juli 2008 mangels aufschiebender Wirkung des Rekurses sofort nach Erhalt vollstreckbar geworden ist, besteht für das Departement Bau und Umwelt im Weiteren kein Grund, einen neuen Termin f ür die Erfüllung der verfügten Auflagen anzusetzen. Für den Vollzug des Entscheides ist das Amt für Umwelt zuständig. Die Kosten dieses Zwischen - entscheids bleiben bei der Hauptsache. Zwischenentscheid des Departements Bau und Umwelt, 28.08.2008 1467 Luftreinhaltung. Revision der Luftreinhalteverordnung: Das Prinzip des Vertrauensschutzes steht einer Änderung des gel tenden Rechts grundsätzlich nicht entgegen. Aus den Erwägungen: 4. a) Restholz von Baustellen durfte bis Ende August 2007 in Holzfeuerungen ab 40 kW Leistung verbrannt werden. Gemäss Ziff. 31 Abs. 2 lit. a von Anhang 5 der auf den 1. September 2007 geänderten Luftreinhalteverordnung (LRV; SR 814.318.142.1; AS 2007 3875) gilt Restholz von Baustellen jedoch nich t mehr als Holz - 29A. Verwaltungsentscheide 1467 30 brennstoff. Als Holzbrennstoffe gelten naturbelasse nes stückiges Holz, naturbelassenes nichtstückiges Holz und Resth olz aus der holzverarbeitenden Industrie und dem holzverarbeite nden Gewerbe, soweit das Holz nicht druckimprägniert ist und kein e Beschichtungen aus halogenorganischen Verbindungen enthält (Anhang 5 Ziff. 31 Abs. 1 lit. a–c LRV). Altholz gilt nicht als Holzbrennstoff (Anha ng 5 Ziff. 31 Abs. 2 LRV). Restholz von Baustellen wird wegen seiner s ehr hohen Schadstoffbelastung neu wie Altholz klassiert . Daher darf es nicht mehr in einer Restholzfeuerung, sondern nur n och in speziellen Altholzfeuerungen verbrannt werden. b) In der betreffenden Holzfeuerung wurde bis heute ha upt- sächlich Restholz von Baustellen als Brennstoff gen utzt. Die Re - kurrentin bringt vor, dass sie die Holzfeuerung gen au zu diesem Zweck erstellt hätte. Das Verbrennen von Restholz v on Baustellen ist aufgrund der geänderten Bestimmungen in der LRV sei t dem 1. Sep - tember 2007 verboten. Restholz von Baustellen enthä lt am meisten Schadstoffe, beispielsweise Blei und Zink. Die Holz feuerung kann jedoch auch mit naturbelassenem Waldholz betrieben werden. So könnte sichergestellt werden, dass keine zusätzlich en Schadstoffe, wie beispielsweise Schwermetalle, Chlor oder Dioxin e emittiert wer - den, was bei der Nutzung von Restholz von Baustelle n nicht gewährleistet werden kann. Zudem kann die Umstellun g auf LRV - konformen Brennstoff innert kurzer Zeit vorgenommen werden, weshalb eine längere Übergangsfrist nicht gerechtfe rtigt ist. Daher erweist sich eine Verlängerung der Nutzung von Rest holz von Baustellen bis Ende Mai 2010 als angemessen. 5. Die Rekurrentin macht geltend, dass ihr gestützt au f den Vertrauensgrundsatz, welcher gebiete, dass dem Vert rauenden aus seinen in guten Treuen vorgenommenen Dispositionen kein Nachteil erwachsen soll, eine Ausnahmebewilligung zur Nutzun g der Anlage im bisherigen Rahmen bis und mit 2018 zu gewähren s ei. Der Vertrauensgrundsatz besagt, dass die Privaten A nspruch darauf haben, in ihrem berechtigten Vertrauen in be hördliche Zusicherungen oder in anderes, bestimmte Erwartunge n begrün - dendes Verhalten der Behörden geschützt zu werden ( Häfelin/ Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. A., Zürich/St.Ga l- len 2006, N 627). Rechtssetzungsakte stellen in der Regel keine Vertrauensgrundlage dar. Das Prinzip des Vertrauens schutzes steht einer Änderung des geltenden Rechts grundsätzlich n icht entgegen. 30A. Verwaltungsentscheide 1468 31 Private können nicht ohne weiteres darauf vertrauen , dass ein geltendes Gesetz nie geändert wird, sondern sie müs sen mit dessen Revision rechnen. Nur wenn die Privaten durch eine unvorhersehbare Rechtsänderung in schwerwiegender Weise in ihren ge stützt auf die bisherige gesetzliche Regelung getätigten Dispositi onen getroffen werden und keine Möglichkeit der Anpassung an die n eue Rechtslage haben, kann das Prinzip des Vertrauensschutzes ange rufen werden. Dann ergibt sich u. U. ein Anspruch auf eine angeme ssene Über - gangsregelung (Häfelin/Müller/Uhlmann , a.a.O., N 641 f.). Im vorliegenden Fall konnte die Rekurrentin daher n icht davon ausgehen, dass die Bestimmungen der LRV nie abgeänd ert werden, sondern sie musste mit einer Revision der geltenden Bestimmungen rechnen, zumal die Feinstaubproblematik seit Jahren sehr aktuell ist. Zudem ist die Rekurrentin durch ihre gestützt auf d ie bisherige Regelung getätigte Disposition von Fr. 80'000. -- nicht in schwerwie - gender Weise von der unvorhersehbaren Rechtsänderun g getroffen, da in der Holzfeuerung nicht nur Restholz von Baust ellen, sondern auch anderes Holz, beispielsweise naturbelassenes W aldholz oder Restholz aus der Holzverarbeitung als Brennstoff ge nutzt werden kann. Daher erweist sich die Verlängerung der Nutzu ng von Restholz von Baustellen bis Ende Mai 2010 als angemessen. Ei ne andere Übergangsregelung, etwa eine Ausnahmebewilligung zu r Nutzung der Anlage im bisherigen Rahmen bis und mit 2018 kann a ufgrund der zwingenden gesetzlichen Vorschriften nicht gewährt werden. Departement Bau und U mwelt, 08.09.2008 1468 Strassenwesen. Einsprachelegitimation gegen eine Verkehrsbe - schränkung: Ein schutzwürdiges Anfechtungsinteresse ist zu bejahen, wenn ein Verkehrsteilnehmer die mit einer Beschränk ung belegte Strasse mehr oder weniger regelmässig benu tzt. a) Die Einsprachelegitimation richtet sich nach den al lgemeinen Regeln der Beschwerdeberechtigung. Danach ist zur E insprache be - fugt, wer ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhe bung oder Änderung der angefochtenen Verfügung hat (vgl. Art. 32 VRPG). 31