<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2A.372/2004 /leb </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 30. Juni 2004 </div> <div class="para">II. Öffentlichrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Wurzburger, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Betschart, Müller, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Uebersax. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt </div> <div class="para">Theo Studer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Amt für Bevölkerung und Migration </div> <div class="para">des Kantons Freiburg, route d'Englisberg 9/11, </div> <div class="para">1763 Granges-Paccot, </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Freiburg, </div> <div class="para">I. Verwaltungsgerichtshof, route André-Piller 21, Postfach, 1762 Givisiez. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Aufenthaltsbewilligung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Freiburg, </div> <div class="para">I. Verwaltungsgerichtshof, vom 13. Mai 2004. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">1.1 Am 14. Januar 2004 lehnte das Amt für Bevölkerung und Migration des Kantons Freiburg ein Gesuch der aus Serbien-Montenegro stammenden X.________, geb.1973, um Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung im Wesentlichen mit der Begründung ab, die Gesuchstellerin berufe sich rechtsmissbräuchlich auf ihre faktisch erloschene Ehe mit einem Schweizer. Mit Entscheid vom 13. Mai 2004 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Freiburg, I. Verwaltungsgerichtshof, eine dagegen erhobene Beschwerde von X.________ ab. </div> <div class="para">1.2 Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 25. Juni 2004 an das Bundesgericht beantragt X.________, das Urteil des Verwaltungsgerichts sei aufzuheben und es sei ihr die Aufenthaltsbewilligung zu erteilen; eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an das Verwaltungsgericht zurückzuweisen. Überdies stellt sie den Antrag, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin ist mit einem Schweizer Bürger verheiratet und hat daher gestützt auf <span class="artref">Art. 7 Abs. 1 ANAG</span> einen Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich damit in Anwendung von <span class="artref">Art. 97 ff. OG</span> als zulässig (vgl. insbes. Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG e contrario sowie <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=26&amp;from_date=29.06.2004&amp;to_date=18.07.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F128-II-145%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page145">BGE 128 II 145</a> E. 1.1 S. 148 ff.). </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">3.1 Der Anspruch auf Aufenthaltsbewilligung nach <span class="artref">Art. 7 Abs. 1 ANAG</span> steht unter dem Vorbehalt, dass die Ehe nicht zum Schein als reine Ausländerrechtsehe eingegangen worden ist (vgl. <span class="artref">Art. 7 Abs. 2 ANAG</span>) oder sich die Berufung auf die Ehe nicht sonst wie als rechtsmissbräuchlich erweist (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=26&amp;from_date=29.06.2004&amp;to_date=18.07.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F128-II-145%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page145">BGE 128 II 145</a> E. 2.1 S. 151). Für die Annahme von Rechtsmissbrauch sind klare Hinweise erforderlich, dass die Führung einer Lebensgemeinschaft nicht mehr beabsichtigt und nicht mehr zu erwarten ist, was oft bloss durch Indizien belegt werden kann (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=26&amp;from_date=29.06.2004&amp;to_date=18.07.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F128-II-145%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page145">BGE 128 II 145</a> E. 2.2 und 2.3 S. 151 f.). </div> <div class="para">3.2 Nach den für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der als richterliche Behörde entscheidenden Vorinstanz (vgl. <span class="artref">Art. 105 Abs. 2 OG</span> und <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=26&amp;from_date=29.06.2004&amp;to_date=18.07.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F128-II-145%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page145">BGE 128 II 145</a> E. 1.2.1 S. 150) hat sich die Beschwerdeführerin drei Monate, nachdem sie ihren späteren Ehemann kennen gelernt hatte, am Tag, an dem ihre Aufenthaltsbewilligung ablief, mit diesem verheiratet. Die Ehegatten lebten nie zusammen und unterhielten keine intimen Beziehungen. Die Ehe wurde am 13. November 2003 erstinstanzlich geschieden. Das Urteil ist jedoch wegen einer beim Kantonsgericht des Kantons Freiburg hängigen Beschwerde noch nicht rechtskräftig, wobei sich die Beschwerdeführerin gegen die Scheidung wehrt. Der Ehemann schliesst eine Aufnahme der ehelichen Gemeinschaft kategorisch aus, und die Beschwerdeführerin bemüht sich nicht besonders darum. Selbst wenn für ihre religiösen Vorbehalte ein gewisses Verständnis aufgebracht wird, erscheint die Aufnahme des Ehelebens realistischerweise als ausgeschlossen. Was die Beschwerdeführerin dagegen in ihrer Beschwerdeschrift an das Bundesgericht vorbringt, ist nicht geeignet, die Beurteilung der Vorinstanz, sie halte rechtsmissbräuchlich an ihrer nie gelebten Ehe fest, als bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. Damit kann offen bleiben, ob das Eheleben nicht sogar von Beginn an gar nie bezweckt war, ob mithin eine eigentliche Scheinehe vorliege. </div> <div class="para">3.3 Bei dem dem Bundesgericht von der Beschwerdeführerin eingereichten ärztlichen Zeugnis handelt es sich um ein unzulässiges neues Beweismittel (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=26&amp;from_date=29.06.2004&amp;to_date=18.07.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F128-II-145%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page145">BGE 128 II 145</a> E. 1.2.1 S. 150). Im Übrigen belegt es ohnehin nur gesundheitliche Probleme, die allenfalls auch im Zusammenhang mit der Ehe- bzw. Scheidungssituation stehen; es vermag aber keinen Beweis dafür zu erbringen, dass sich die Beschwerdeführerin ernsthaft und mit der realistischen Aussicht auf eine Aufnahme des Ehelebens auf ihre Ehe beruft. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">4.1 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist ohne Einholung von Akten und Vernehmlassungen im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> abzuweisen. </div> <div class="para">4.2 Bei diesem Verfahrensausgang wird die Beschwerdeführerin kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1, <span class="artref"><artref id="CH/173.110/153" type="start"></artref>Art. 153 und 153a OG</span><artref id="CH/173.110/153^a" type="end"></artref>). </div> <div class="para">4.3 Mit dem Entscheid in der Sache wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, dem Amt für Bevölkerung und Migration und dem Verwaltungsgericht, I. Verwaltungsgerichtshof, des Kantons Freiburg sowie dem Bundesamt für Zuwanderung, Integration und Auswanderung schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 30. Juni 2004 </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>