<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, bei den Krankenkassenprämien einen Ausgleichsmechanismus vorzuschlagen, mit dem die Kantone mit der ältesten Bevölkerung unterstützt werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><div><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Es besteht der nationale Finanzausgleich (NFA), welcher für ein Gleichgewicht zwischen den Kantonen sorgt. Der NFA besteht aus dem Ressourcen- und dem Lastenausgleich sowie der Interkantonalen Zusammenarbeit (IKZ). Der NFA enthält bereits eine soziodemographische Komponente innerhalb des Lastenausgleichs, der die Kosten aufgrund der Bevölkerungsstruktur, u.a. des Alters, berücksichtigt. Aufgrund seiner Wohnbevölkerung mit – im Vergleich zum Durchschnitt aller Kantone – überdurchschnittlich vielen älteren Bewohnern und Bewohnerinnen erhält der Kanton Tessin bereits Beiträge vom Bund im Rahmen des Lastenausgleichs.</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial; -aw-import:ignore">&#xa0;</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Das System der Prämienfestsetzung erfolgt nach einem anderen Mechanismus. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) genehmigt Prämien für ein bestimmtes Jahr, welche innerhalb dieses Rechnungsjahres kantonal kostendeckend sind. Die Prämien eines Jahres müssen die erwarteten Kosten desselben Jahres pro Kanton decken. Die für das Jahr 2024 genehmigten Prämien decken somit die für das Jahr 2024 erwarteten Kosten (d. h. die erwarteten Kosten für Leistungen, Risikoausgleich und Verwaltungskosten, etc.) pro Versicherer im jeweiligen Kanton. </span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial; -aw-import:ignore">&#xa0;</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Die Höhe der Prämie hängt also von der Höhe der kantonalen Kosten ab. Diese sind wiederum stark vom Versorgungsangebot im Kanton abhängig, welches der Kanton selbst regulieren; der Kanton kann insofern die Kosten selbst beeinflussen. Im Kanton Tessin liegen die durchschnittlichen Gesundheitskosten pro Person deutlich über dem gesamtschweizerischen Durchschnitt, und zwar in allen Altersklassen - nicht nur bei der älteren Bevölkerung. </span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial; -aw-import:ignore">&#xa0;</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Die Einführung eines Ausgleichsmechanismus’ nach Altersstruktur der kantonalen Bevölkerung wäre systemfremd und widerspräche dem Prinzip der kantonalen Kostendeckung bei den Prämien.</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial; -aw-import:ignore">&#xa0;</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Der Bundesrat erachtet es aus diesen Gründen nicht als zielführend, einen neuen Mechanismus, der die Altersstruktur ausgleicht, zu prüfen. </span></p></div><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.