<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, darauf hinzuwirken, dass vermehrt thematisch geschlossene Briefmarkenserien geschaffen werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Grundlage der Sondermarkenausgaben bildet die nach wie vor gültige bundesrätliche "Verordnung über die Ausgabe von Sonderpostmarken durch die PTT-Betriebe" (vom 19. Februar 1975, ergänzt 1985). Ungeachtet restriktiver Kriterien schwoll aber die Zahl der Gesuche von Jahr zu Jahr an, nicht zuletzt für Jubiläen aller Art, trotzdem diese auf 50-, 100-, 150-Jahr-Feiern usw. beschränkt worden waren.</p><p>Dies führte je länger, je mehr zu Briefmarken-"Serien" mit Einzelwerten ohne jeglichen inneren Zusammenhang. Die Kritik liess denn auch nicht lange auf sich warten; besonders die Philatelisten empfanden wenig Freude an diesem thematischen Sammelsurium.</p><p>Der Vorsteher des Eidgenössischen Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartements hat in der Folge eine Überprüfung der bisherigen Praxis angeordnet. Durch eine restriktivere Auslegung der Verordnung sind seither - ohne Änderung der Bestimmungen - viele der beanstandeten Sondermarkengesuche abgelehnt worden. Damit liess sich Platz für die anvisierten thematisch geschlossenen Serien schaffen: z. B: 1991 "Brücken", 1992 "Comics" und "Zirkus", 1993 "150 Jahre Schweizer Briefmarken" und "Frauenwerke", 1994 "Buch und Presse"; geplant sind für 1995 zudem weitere Serien: "Bedrohte Tiere" sowie "Cinéma". Andererseits gab es in den letzten Jahren immer wieder gewisse Grossereignisse (auch Jubiläen), welche die Herausgabe von Sonderbriefmarken rechtfertigten.</p><p>Ein gänzlicher Verzicht auf Sondermarkenausgaben ist weder angebracht noch erwünscht. Es wird sich auch in Zukunft nicht immer vermeiden lassen, für sogenannte "Mega-Ereignisse" (Uno-Jubiläum) oder die Allgemeinheit besonders betreffende Anliegen (Stop-Aids-Kampagne) einzelne wenige Sondermarken herauszugeben. Dies dürfte bei den Sammlern im In- und Ausland kaum negative Reaktionen auslösen, sind doch auch sie in bestimmten Grenzen erfahrungsgemäss an einer vielfältigen Thematik interessiert. Wie dargelegt, wird - nicht zuletzt aus Rücksicht auf die Philatelisten - den Zielen des Vorstosses bereits Nachachtung verschafft.</p>