<h2>SubmittedText<h2><p>Ist der Bundesrat bereit, im Rahmen der Weisungs-, Genehmigungs- und Richtlinienkompetenzen, die ihm gemäss Artikel 6 Absatz 3 und Artikel 7 Absatz 2 des Landwirtschaftsgesetzes namentlich im Bereich der Ausbildungs- und Prüfungsreglemente zukommen, darauf hinzuwirken, das Fach "Gesundheitslehre" im Rahmen der landwirtschaftlichen Berufsbildung stärker zu verankern?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die "Gesundheitslehre" bildet - zusammen mit "der Anatomie und der Physiologie der landwirtschaftlichen Nutztiere" - ein Fach, das während der landwirtschaftlichen Grundausbildung mindestens 70 Unterrichtslektionen umfasst ("Lehrplan für die Ausbildung des Landwirts", Ausgabe 1995, mitherausgegeben vom Bundesamt für Landwirtschaft). Dem Stoffwechsel der Nutztiere sowie dem Vorbeugen und Heilen von Krankheiten wird dabei besonderes Gewicht beigemessen. Ebenso kommen unter dem Richtziel Hygiene/Haltung die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes zur Sprache.</p><p>Darüber hinaus werden Aspekte der Gesundheitslehre im Fach "Fütterung" behandelt (mindestens 65 Lektionen). Namentlich müssen der "Einfluss der verschiedenen Nährstoffe auf die Leistungen und die Qualität der tierischen Produkte" und die "Problematik der nutritiven und der therapeutischen Anwendung von antimikrobiellen Stoffen und Futterzusätzen" als Lernziele behandelt werden (Lehrplan, S. 167).</p><p>Der Unterricht im Fach "Gesundheitslehre", dem unbestrittenermassen grosse Bedeutung zukommt, ist während der Grundausbildung in Berufs- und Landwirtschaftsschule bereits gut dotiert.</p><p>Nicht alle Pflicht- und Wahlfächer, die während der Grundausbildung unterrichtet werden, werden an der Lehrabschlussprüfung geprüft. Das Reglement des Schweizerischen Landwirtschaftlichen Vereins über die Berufslehre und die Lehrabschlussprüfung für Landwirte/Landwirtinnen vom 1. August 1995 (vom Bundesamt für Landwirtschaft genehmigt am 2. Februar 1995) hält nur fest, wie viele Fächer zu prüfen sind. Hingegen schreibt das Reglement nicht vor, um welche Fächer es sich dabei handelt. Diese Kompetenz liegt bei den Kantonen, die verbindlich festlegen können, welche Fächer anlässlich der Lehrabschlussprüfung geprüft werden (Art. 7a des Landwirtschaftsgesetzes vom 3. Oktober 1951, Änderung vom 18. Dezember 1992).</p><p>Die Fächer "Gesundheitslehre" und "Fütterung" gehören zu den Pflichtfächern. Sie werden also von allen Schülerinnen und Schülern besucht. Wie in den übrigen Fächern wird der Unterrichtsstoff auch in diesen während der Ausbildung laufend geprüft und benotet. Von einer Abwertung des Faches "Gesundheitslehre" kann nicht gesprochen werden.</p><p>Der Bundesrat ist der Meinung, das Fach "Gesundheitslehre" sei bereits genügend in der Ausbildung verankert.</p>  Antwort des Bundesrates.