<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">«AZA 0» </div> <div class="para">U 433/99 Gb </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV. Kammer </div> <div class="para">Bundesrichter Borella, Rüedi und Bundesrichterin Leuzinger; Gerichtsschreiber Arnold </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 27. September 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para">D.________, Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Luzern, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para">Versicherungsgericht des Kantons Aargau, Aarau </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.- Der 1959 geborene D.________ war seit 1. August 1988 als Lagerist bei der Firma K.________ AG tätig und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Betriebsunfällen versichert. Am 7. Juni 1993 zog er sich bei einem Sturz von einem Hubstapler eine Femurtrümmerfraktur links zu. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Mit Verfügung vom 5. Januar 1995 stellte sie die Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen ein. An der Leistungsablehnung hielt sie auf Einsprache und auf das Begehren um Ausrichtung einer Invalidenrente hin nach ergänzenden medizinischen und beruflichen Abklärungen fest (Einspracheentscheid vom 12. Februar 1997). Mit Verfügung vom 24. Februar 1997 sprach die SUVA eine Integritätsentschädigung von Fr. 4860.-, entsprechend einer Integritätseinbusse von 5 %, zu. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.- D.________ liess am 12. Mai 1997 beim Versicherungsgericht des Kantons Aargau Beschwerde einreichen und beantragen, die eingestellten Versicherungsleistungen seien im gesetzlichen Rahmen zu erbringen, die Rentenfrage sei zu prüfen und eventuell "eine neutrale Meinung von Amtswegen einzuholen". Das Versicherungsgericht wies die Beschwerde ab (Entscheid vom 27. Oktober 1999) ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde stellt D.________ das Rechtsbegehren, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides sei die SUVA zu verpflichten, "die eingestellten Leistungen zu erbringen" und "eine ganze IV-Rente zu erteilen". </div> <div class="para">Die SUVA schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt für Sozialversicherung lässt sich nicht vernehmen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Das kantonale Gericht ist in einlässlicher und sorgfältiger Würdigung der umfangreichen medizinischen Unterlagen zum Schluss gelangt, in körperlicher Hinsicht lägen keine Beeinträchtigungen vor und die geklagten Schmerzen ständen im Zusammenhang mit einer psychischen Fehlentwicklung. Ob es sich bei dieser Gesundheitsstörung, wie vorinstanzlich erwogen, um eine natürliche Folge des Unfalles vom 7. Juni 1993 handelt, wofür erforderlich und hinreichend ist, dass der Unfall zumindest eine Teilursache darstellt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=18.09.2000&amp;to_date=07.10.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-335%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page338">BGE 119 V 338</a> Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen), braucht nicht abschliessend geprüft zu werden. Es mangelt, wie die kantonalen Richter sowie bereits die SUVA in ihrem Einspracheentscheid zutreffend ausgeführt haben, jedenfalls an der Adäquanz des Kausalzusammenhangs, die sich nach Massgabe der in <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=18.09.2000&amp;to_date=07.10.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-V-133%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page133">BGE 115 V 133</a> umschriebenen Kriterien beurteilt. Sowohl bezüglich der Zuordnung des Unfalls zum mittleren Bereich im Grenzbereich zu den leichten Unfällen wie auch der Würdigung der in solchen Fällen in die Beurteilung einzubeziehenden objektiven Einzelkriterien kann auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Gerichtsentscheid verwiesen werden (<span class="artref">Art. 36a Abs. 3 OG</span>). Sämtliche Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vermögen an diesem Ergebnis nichts zu ändern. Insbesondere ist keines der massgebenden Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt, noch liegen mehrere Kriterien in gehäufter und auffallender Weise vor, zumal die vom Beschwerdeführer behauptete besondere Eindrücklichkeit des Unfalles in den Akten keine Stütze findet. Soweit die Eidgenössische Invalidenversicherung, wie vom Beschwerdeführer letztinstanzlich erstmals und ohne nähere Angaben dargetan, zwischenzeitlich eine ganze Invalidenrente zugesprochen hat, vermag dies wegen der im Vergleich zur Unfallversicherung unterschiedlichen Konzeption der Invalidenversicherung als finale Versicherung (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=18.09.2000&amp;to_date=07.10.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-V-174%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page178">BGE 124 V 178</a> Erw. 3b) zu keinem anderen Ergebnis zu führen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Mangels adäquatem Kausalzusammenhang zwischen den psychischen Beschwerden und dem Unfallereignis vom 7. Juni 1993 ist es nicht zu beanstanden, wenn die SUVA mit Verfügung vom 5. Januar 1995 den Fall insoweit abschloss, als sie die Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen ausdrücklich einstellte, daran mit Einspracheentscheid vom 12. Februar 1997 festhielt und darin auch den Anspruch auf eine Invalidenrente verneinte. Mit Blick auf den im kantonalen Verfahren einzig massgeblichen Anfechtungsgegenstand - den Einspracheentscheid vom 12. Februar 1997 - fehlte es vorinstanzlich an einer Sachurteilsvoraussetzung soweit der Anspruch auf Integritätsentschädigung beurteilt wurde. Dies ist von Amtes wegen zu berücksichtigen, führt insoweit zur Aufhebung des kantonalen Entscheides (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=18.09.2000&amp;to_date=07.10.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-V-324%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page327">BGE 123 V 327</a> Erw. 1 mit Hinweisen; RKUV 1991 Nr. U 120 S. 94), bietet darüber hinaus aber keinen Grund zu Weiterungen, da nach den Akten davon auszugehen ist, dass gegen die Verfügung der SUVA vom 24. Februar 1997, mit welcher eine Integritätsentschädigung auf Grund einer Integritätseinbusse von 5 % zugesprochen wurde, jedenfalls nicht innert 30 Tagen Einsprache erhoben worden ist und die Verfügung deshalb in Rechtskraft erwuchs. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Da die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offensichtlich unbegründet ist, wird sie im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> erledigt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons </div> <div class="para">Aargau vom 27. Oktober 1999 wird insoweit aufgehoben, </div> <div class="para">als er den Anspruch auf Integritätsentschädigung zum </div> <div class="para">Gegenstand hat. </div> <div class="para">III. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsge- </div> <div class="para">richt des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Sozial- </div> <div class="para">versicherung zugestellt. </div> <div class="para">Luzern, 27. September 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der IV. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>