<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2002.00105</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107232&amp;W10_KEY=13013572&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2002.00105</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.05.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Ergänzende Vermögenssteuer 1993 (2. Rechtsgang)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nutzungsänderung Die Aufgabe des landwirtschaftlichen Betriebs im auf die Einräumung der Baurechtsdienstbarkeit folgenden Jahr bringt zum Ausdruck, dass die steuerauslösende Nutzungsänderung bereits bei Abschluss des Baurechtsvertrags statt gefunden hat und damit der Steueranspruch verwirkt ist.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN">ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAURECHTSVERTRAG">BAURECHTSVERTRAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETRIEBSAUFGABE">BETRIEBSAUFGABE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GÃRTNEREI">GÃRTNEREI</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NUTZUNGSÃNDERUNG">NUTZUNGSÃNDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERJÃHRUNG">VERJÃHRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: VERMÃGENSSTEUER">VERMÃGENSSTEUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWIRKUNG">VERWIRKUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 36 aStG</span><br/><span class="gerade">§ 91bis aStG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. C. trat am 23. August 1988 seinen drei Kindern â A., D. und E. â die Liegenschaft Kat.Nr. 01 mit Wohnhaus, Scheune mit Gewerbe, GewÃ¤chshÃ¤usern und Unterstand in X. zu Gesamteigentum infolge einfacher Gesellschaft ab. Die Abtretung erfolgte im Rahmen einer gemischten Schenkung; als Gegenleistung rÃ¤umten die Erwerber dem Abtreter und dessen Ehefrau ein unentgeltliches lebenslÃ¤ngliches Nutzniessungsrecht an der Liegenschaft ein. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit Ã¶ffentlich beurkundetem Baurechtsvertrag vom 2. November 1989 begrÃ¼ndeten die drei Geschwister an der erwÃ¤hnten Liegenschaft zugunsten von F. ein bis 31. Dezember 2090 befristetes selbstÃ¤ndiges und dauerndes Baurecht. Die Vertragsparteien vereinbarten darin unter anderem, dass der Baurechtszins ab 1. Januar 1993 zu entrichten sei und der Besitzesantritt des Baurechtsberechtigten auf den 1. MÃ¤rz 1992 festgelegt werde. Ferner wurde bestimmt, dass das Baurecht zwischen dem 1. Januar 1991 und dem 28. Februar 1992 im Grundregister einzutragen bzw. als GrundstÃ¼ck aufzunehmen sei. Der verabredete grundbuchliche Vollzug fand indessen nicht statt; vielmehr hoben die Vertragsparteien den Baurechtsvertrag mit Vereinbarung vom 7. Januar 1993 wieder auf, wobei sich der Baurechtsberechtigte zu einer pauschalen Zahlung von Fr. 750'000.- an die GrundeigentÃ¼mer verpflichtete. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die drei Geschwister parzellierten in der Folge die Liegenschaft Kat.Nr. 01; sie verÃ¤usserten am 29. MÃ¤rz und 17. Mai 1993 die neugebildeten Teilparzellen Kat.Nrn. 02 - 03 mit einer GesamtflÃ¤che von 7'570 m<sup>2</sup> an die G. AG, an F. sowie gemeinsam an die G. AG und F. Der Preis belief sich total auf Fr. 5'239'244.- zuzÃ¼glich weiterer Leistungen von Fr. 376'000.- und Fr. 113'244.-. Die Geschwister liessen von den in ihrem Eigentum verbliebenen Teilparzellen Kat.Nrn. 06 (16'577 m<sup>2</sup>), 04 (1'033 m<sup>2</sup>) und 05 (987 m<sup>2</sup>) die Parzelle Kat.Nr. 04 mit einem Doppeleinfamilienhaus Ã¼berbauen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das kantonale Steueramt veranlagte A. mit EinschÃ¤tzungen vom 10. August 2000 und Einspracheentscheid vom 8. MÃ¤rz 2001 mit Bezug auf die GrundstÃ¼cke Kat.Nrn. 02 - 03 mit einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. ... sowie hinsichtlich des GrundstÃ¼cks Kat.Nr. 04 mit einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. 2'506'000.- (entsprechend einem Drittel von Fr. 7'520'000.-), je zum Steuersatz von 1 â°. Es erwog, die bisher wegen landwirtschaftlicher Bewirtschaftung zum Ertragswert bewerteten Teilparzellen der ursprÃ¼nglichen Liegenschaft Kat.Nr. 01, welche verÃ¤ussert (Kat.Nrn. 02 - 03) bzw. infolge Ãberbauung der erwÃ¤hnten Bewirtschaftung zweckentfremdet (Kat.Nr. 04) worden seien, unterlÃ¤gen der ergÃ¤nzenden VermÃ¶gensbesteuerung. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Die Steuerrekurskommission III wies den hiergegen gerichteten Rekurs von A. am 2. Oktober 2001 ab. Sie verwarf insbesondere deren Einwand, der Besteuerungsanspruch sei verjÃ¤hrt. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das von A. angerufene Verwaltungsgericht hiess deren Beschwerde mit Entscheid vom 13. MÃ¤rz 2002 (SB.2001.00071) teilweise gut und wies die Sache zur ergÃ¤nzenden Untersuchung an die Rekurskommission zurÃ¼ck. Es erwog im Wesentlichen, den Akten kÃ¶nne nicht entnommen werden, ob die fragliche Liegenschaft in der Zeit nach der Betriebsaufgabe seitens des Vaters der BeschwerdefÃ¼hrerin weiterhin tatsÃ¤chlich landwirtschaftlich genutzt worden sei oder nicht. Je nachdem sei die Zweckentfremdung erst aufgrund der VerÃ¤usserungen der streitbetroffenen Teilparzellen Kat.Nrn. 02 - 03 bzw. der Ãberbauung von Teilparzelle Kat.Nr. 04 im Jahr 1993 verwirklicht worden oder schon mit Abschluss des Baurechtsvertrags im Jahr 1989.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Steuerrekurskommission III wies den Rekurs nach ergÃ¤nzender Untersuchung im zweiten Rechtsgang am 29. Oktober 2002 erneut ab. Sie gelangte zum Schluss, die ZweckÃ¤nderung sei im Jahr 1993 erfolgt, weshalb es mangels VerjÃ¤hrung zulÃ¤ssig sei, die ergÃ¤nzende VermÃ¶genssteuer zu erheben. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Mit Beschwerde vom 9. Dezember 2002 liess A. dem Verwaltungsgericht beantragen, die ergÃ¤nzende VermÃ¶gensbesteuerung der GrundstÃ¼cke Kat.Nrn. 02 - 03 und 04 sei aufzuheben. Sie berief sich wiederum auf VerjÃ¤hrung des Steueranspruchs. Ausserdem verlangte sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">WÃ¤hrend die Steuerrekurskommission III auf Vernehmlassung verzichtete, schloss das kantonale Steueramt auf Abweisung des Rechtsmittels.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Die VermÃ¶genssteuer wird laut § 33 Abs. 1 des vorliegend kraft § 269 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) anwendbaren Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 (aStG) vom ReinvermÃ¶gen erhoben, das gemÃ¤ss § 34 Abs. 1 aStG zum Verkehrswert zu bewerten ist. FÃ¼r land- oder forstwirtschaftlich genutzte GrundstÃ¼cke wird von dieser Bewertungsregel abgewichen: solche GrundstÃ¼cke werden mit Einschluss der erforderlichen GebÃ¤ude zum Ertragswert bewertet (§ 35 aStG), welcher in der Regel wesentlich unter dem Verkehrswert liegt. Mit dieser besonderen Bewertungsvorschrift soll die Land- und Forstwirtschaft in dem Sinn privilegiert werden, dass die VermÃ¶genssteuer nicht auf dem Verkehrswert geleistet werden muss, der auf die niedrigen aus Land- und Forstwirtschaft erzielbaren ErtrÃ¤ge, aus denen die Steuer bezahlt werden muss, keine RÃ¼cksicht nimmt (vgl. VGr, 19. Juni 1984, StE 1985 B 52.22 Nr. 1 E. 3).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der in den niedrigen land- und forstwirtschaftlichen ErtrÃ¤gen liegende Grund fÃ¼r die Sonderbehandlung entfÃ¤llt, wenn die zum Ertragswert bewertete Liegenschaft verÃ¤ussert oder der bisherigen land- oder forstwirtschaftlichen Nutzung entfremdet wird (vgl. Rainer Zigerlig/Guido Jud in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, Basel und Frankfurt am Main 1997, Art. 14 StHG N. 14). Diesfalls hat die Bewertung fortan zum Verkehrswert zu erfolgen, und es ist kraft § 36 aStG vom EigentÃ¼mer eine ergÃ¤nzende VermÃ¶genssteuer zu erheben. VerÃ¤usserung und NutzungsÃ¤nderung lassen das bis anhin privilegiert besteuerte GrundstÃ¼ck in den Liegenschaftsmarkt eintreten, der wie das Wirtschaftsleben allgemein von der Bewertung zum Verkehrswert beherrscht ist. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das Recht, eine EinschÃ¤tzung vorzunehmen â somit auch eine ergÃ¤nzende VermÃ¶genssteuer festzulegen â, verjÃ¤hrt gemÃ¤ss § 91<sup>bis</sup> Satz 1 aStG zehn Jahre nach Ablauf des (betreffenden) Steuerjahres.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. a) Eine Zweckentfremdung liegt vor, wenn die landwirtschaftliche Nutzung dauernd oder fÃ¼r eine gewisse â nicht bloss geringfÃ¼gige Dauer â gegen Entgelt aufgegeben wird (Hans Ulrich Meuter, Ertragsbewertung und ergÃ¤nzende VermÃ¶genssteuer, ZStP 1995, S. 10 f.; August Reimann/Ferdinand Zuppinger/Erwin SchÃ¤rrer, Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, 3. Band, Bern 1969 § 36 N. 2). Die Aufgabe des Landwirtschaftsbetriebs durch den EigentÃ¼mer stellt fÃ¼r sich genommen keine NutzungsÃ¤nderung dar, wenn die Liegenschaft weiterhin durch einen PÃ¤chter landwirtschaftlich genutzt wird. In der entgeltlichen EinrÃ¤umung eines Baurechts zugunsten eines Dritten ist wie bei der GewÃ¤hrung eines Kiesausbeutungsrechts (RB 1979 Nr. 38) eine befristete NutzungsÃ¤nderung zu erblicken, welche eine ergÃ¤nzende VermÃ¶gensbesteuerung zur Folge hat (Meuter, S. 13). Massgebend fÃ¼r die PrÃ¼fung, ob eine Zweckentfremdung stattgefunden hat, ist der nach aussen in Erscheinung getretene, objektivierte Wille des GrundeigentÃ¼mers (VGr, 19. Juni 1984, StE 1985 B 52.22 Nr. 1 E. 3b). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die BeschwerdefÃ¼hrerin und deren Geschwister haben am 2. November 1989 an der ursprÃ¼nglichen Liegenschaft Kat.Nr. 01 zugunsten eines Dritten ein bis 31. Dezember 2090 befristetes selbstÃ¤ndiges und dauerndes Baurecht begrÃ¼ndet, wobei der grundbuchliche Vollzug auf die Zeit zwischen dem 1. Januar 1991 und dem 28. Februar 1992 und der Besitzesantritt des Baurechtsberechtigten auf den 1. MÃ¤rz 1992 festgelegt wurde. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Nach den unbestrittenen Feststellungen der Rekurskommission im zweiten Rechtsgang wurde der bisher auf dieser Liegenschaft vom Vater der BeschwerdefÃ¼hrerin gefÃ¼hrte GÃ¤rtnereibetrieb, der Anlass fÃ¼r deren Besteuerung zum Ertragswert war, am 31. Dezember 1990 aufgegeben. In der Folge ist die Liegenschaft nicht mehr landwirtschaftlich genutzt worden. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Im Allgemeinen gelangt der nach aussen in Erscheinung tretende objektivierte Wille des GrundeigentÃ¼mers zur definitiven NutzungsÃ¤nderung bei der EinrÃ¤umung einer selbstÃ¤ndigen und dauernden Baurechtsdienstbarkeit zugunsten eines Dritten bereits im Abschluss des Baurechtsvertrags hinreichend zum Ausdruck. Vorausgesetzt ist allerdings, dass dieser Wille auch seinen Niederschlag in den tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnissen findet. Das ist vorliegend der Fall. Der Umstand, dass der Vater der BeschwerdefÃ¼hrerin die auf der Liegenschaft betriebene GÃ¤rtnerei nur noch bis zum Ende des auf die EinrÃ¤umung der Baurechtsdienstbarkeit folgenden Jahres, also bis zum frÃ¼hesten Termin vom 1. Januar 1991 fÃ¼r den grundbuchlichen Vollzug des Baurechts gefÃ¼hrt hat und eine landwirtschaftliche Nutzung der Liegenschaft nicht mehr aufgenommen worden ist, macht deutlich, dass die mit der EinrÃ¤umung des Baurechts bezweckte Ãnderung der Nutzung durch Aufgabe des darauf gefÃ¼hrten Betriebs auch tatsÃ¤chlich vollzogen wurde. Wie sich die planungs- und baurechtlichen VerhÃ¤ltnisse mit Blick auf die geplante Ãberbauung darstellten, ist daher entgegen der vorinstanzlichen Auffassung nicht entscheidwesentlich.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Ist nach dem Gesagten die Zweckentfremdung bereits im Jahr 1989 erfolgt, so muss die ergÃ¤nzende VermÃ¶gensbesteuerung kraft der am 31. Dezember 1999 eingetretenen VerjÃ¤hrung (richtig: Verwirkung) des Steueranspruchs gemÃ¤ss § 91<sup>bis</sup> aStG unterbleiben. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das fÃ¼hrt zur Gutheissung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. ...</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird im Sinn der ErwÃ¤gungen gutgeheissen. Es wird festgestellt, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin keine ergÃ¤nzende VermÃ¶genssteuer schuldet.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. ...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>