<h2>SubmittedText<h2><p>Am Montag, den 4. September, hat es beim schnellen Brüter in Creys-Malville erneut eine Panne gegeben. Eine elektronische Karte brannte ab und eine Schnellabschaltung des Reaktors musste eingeleitet werden. Während dieses Vorgangs öffnete sich ein Ventil in einem Dampferzeuger, was zur Erzeugung eines starken weissen Dampfstrahls und zu Explosionslärm führte. Die Probleme wurden, trotz Zeugenaussagen aus der Nachbarschaft, zunächst geleugnet. Endlich, am 7. September, hat die Direktion der Zentrale den Störfall zugegeben. Diese Panne machte erneut die Abschaltung von Superphènix notwendig. Der Brüter funktionierte "ausnahmsweise" seit 13 Tagen, was einen Rekord darstellt, wenn man bedenkt, dass er beim letzten Mal nur drei Tage in Betrieb war. Seit seiner Inbetriebnahme im Jahre 1986 ist er bisher 190 Tage in Betrieb gewesen, also insgesamt sechs Monate im Zeitraum von neun Jahren. </p><p>Diese Tatsachen stellen, seit der letzten Antwort von Bundesrat Ogi, zweifelsohne neue Elemente der Beurteilung dar. </p><p>Will der Bundesrat weiterhin darauf verzichten, bei der französischen Regierung zu intervenieren, obwohl er dazu mehrfach aufgefordert wurde?</p><p>Uebrigens hat der Grosse Rat des Kantons Genf in seiner Sitzung vom 15. September 1995 einer Resolution zugestimmt, in welcher der Bundesrat ersucht wird, " bei den betroffenen Behörden (der chinesischen und der französischen Regierung) mit aller Entschiedenheit gegen die Wiederinbetriebnahme von Superphènix, die französischen Atomversuche im Pazifik sowie die chinesischen Atomversuche Protest einzulegen".</p><p>Wie stellt sich der Bundesrat zu dieser Resolution und was beabsichtigt er insbesondere im Hinblick auf Superphènix zu unternehmen?</p>