B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-3058/2014 U r t e i l v o m 2 1 . A u g u s t 2 0 1 4 Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi, mit Zustimmung von Richterin Emilia Antonioni Luftensteiner; Gerichtsschreiber Alfred Weber. Parteien A._______, geboren (…), unbekannter Staatsangehörigkeit, (…), Beschwerdeführerin, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 5. Mai 2014 / N (…). D-3058/2014 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge ihr Heimatland in Richtung B._______ am 10. Oktober 2012 verliess , sich in B._______ zunächst über ein Jahr (Aufenthaltsumstand) aufhielt, ehe sie am 6. März 2014 mit dem Flugzeug weiterreiste und über ihr unbekannte Länder am 8. März 2014 in einem Personenwagen illegal in die Schweiz gelangte, wo sie gleichentags um Asyl nachsuchte, dass sie im Rahmen der Befragung zur Person (BzP) im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) C._______ vom 19. März 2014 und der Anhö- rung vom 29. April 2014 durch das BFM gemäss Art. 29 Abs. 1 AsylG (SR 142.31) im Wesentlichen ausführte, sie sei ethnische Tibeterin und Staatsangehörige der Volksrepublik China, dass sie aus dem Dorf (…), Gemeinde (…), Bezirk (…), Präfektur (…), Region (…), stamme und von Geburt bis zum 4. Oktober 2012 dort gelebt habe, dass sie ein Jahr zur Schule gegangen sei, ihre Familie nangehörigen Bauern und Nomaden seien und sie ihnen zu Hause geholfen habe, dass sie in der N acht vom 30. September 2012 drei Flugblätter mit Par o- len gegen die Chinesen verfasst und an eine Holzwand der Schule g e- klebt habe, dass sie während des Aufklebens respektive auf dem Nachhauseweg das Gefühl gehabt habe, von einem grossen Mann beobachtet wo rden zu sein, weshalb sie aus Angst sofort nach Hause gegangen sei, dass sie von ihrer Freundin zwei, drei Tage später unterrichtet worden sei, dass die Chinesen die verantwortliche Person für diese Flugblätter s u- chen würden, dass sie ihren Eltern von ihre r Aktivität erzählt habe, worauf diese ihr zur Flucht geraten und Vorbereitungen für ihre Ausreise getroffen hätten, dass sie am 4. Oktober 2012 das Dorf verlassen habe und über (Ort 1) und (Ort 2) nach (Ort 3) gereist sei, von wo aus sie zu Fuss illegal ü ber die Grenze nach B._______ gegangen sei, dass die Beschwerdeführerin keine Ausweispapiere zu den Akten reichte, D-3058/2014 Seite 3 dass am 1. April 2014 eine vom BFM beauftragte Fachperson ein Tele- fongespräch mit der Beschwerdeführerin durchführte mit dem Ziel, ihr All- tagswissen über die geltend gemachte Herkunftsregion zu evaluieren, dass die Fachperson in ihrem Bericht vom gleichen Tag zum Schluss ge- langte, aufgrund des Gesprächs b eziehungsweise der Angaben der B e- schwerdeführerin sei die Wahrscheinlichkeit, dass sie im behaupteten geographischen Raum gelebt haben könnte, klein, dass der Beschwerdeführerin anlässlich der Anhörung vom 29. April 2014 zum "Alltagswissenstest" vom 1. April 2014 das rechtliche Gehör gewährt wurde, wobei ihr vorab das Blatt "Werdegang und Qualifikation der sach- verständigen Person" ausgehändigt und übersetzt wurde, dass die Beschwerdeführerin zu den anschliessenden diversen Vorhalten des BFM (u.a. fehlende Kenntnisse zur Geographie rund um ihr Dorf; wi- dersprüchliche, unkorrekte und unrealist ische Angaben zu ihrer Tätigkeit in der Landwirtschaft und als Hirtin i n Tibet; unpräzise und unvollständige Angaben zu Einkäufen im Dorfladen, zu Produkten und Preisen; unzutref- fende oder falsche Angaben zum Schulsystem sowie Familienbüchlein; unzutreffende und unzureichende Angaben zur Ausreiseroute; s prachli- che Ausdrucksweise in verschiedenen Themenbereichen respektive feh- lende Chinesisch-Kenntnisse) zusammenfassend aus führte, sie sei wirk- lich aus Tibet gekommen und geflohen und wisse nicht, wie sie das be- weisen solle, dass sie keinen Kontakt zur Familie und auch keine Papiere habe, sie aber um Asyl in der Schweiz bitte, dass die Beschwerdeführerin für die Dauer des Verfahrens dem Kanton D._______ zugewiesen wurde, dass das BFM mit Verfügung vom 5. Mai 2 014 – eröffnet gleichentags – feststellte, die Beschwerdeführerin erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und das Asylgesuch ablehnte, dass es g leichzeitig die Weg weisung der Beschwerdeführerin aus der Schweiz verfügte und den Wegweisungsvollzug unter Ausschluss in die Volksrepublik China anordnete, dass zur Begründung im Wesentlichen aus geführt wurde, die Vorbringen der Beschwerdeführerin genügten weder den Anforderungen an die D-3058/2014 Seite 4 Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG noch denjenigen an die Flüchtling s- eigenschaft gemäss Art. 3 AsylG, dass aufgrund der äusserst unsubstanziierten und teilweise offensichtlich tatsachenwidrigen Aussagen der Beschwerdeführerin grosse Zweifel an der angegebenen Herkunft, mithin auch an der Staatsangehörigkeit und der illegalen Ausreise aus diesem Land aufgekommen seien, dass deshalb ein Sprach- und Herkunftstest durch einen externen Exper- ten durchgeführt worden sei, wobei dieser s eine Schlüsse und Feststel- lungen aus den mangelhaften und teils falschen geographischen Kenn t- nissen zum Herkunftsort, aus den unzutreffenden und unzureichende n Angaben zur Ausreiseroute, aus den unpräzisen und unvollständigen An- gaben zu Einkäufen im Dorfladen, zu Produkten und Preisen , aus den unzutreffenden oder falschen Angaben zum Schulsystem sowie Familien- büchlein, aus den widersprüchlichen, unkorrekten und unrealistische n Angaben zu alltäglichen Arbeiten und essentiellen Gegebenheiten sowie den so gut wie fehlenden Chinesisch-Kenntnissen gewonnen habe, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen des ihr ge währten rechtlichen Gehörs – soweit sie überhaupt zu den Vorhalten Stellung genommen h a- be – lediglich das bereits zuvor Erwähnte wiederholt oder Ausflüchte he r- vorgebracht habe, dass d urch die Feststellung, dass die Beschwerdeführerin aller Wahr- scheinlichkeit nach nicht im von ihr behaupteten geographischen Raum gelebt habe, den von ihr geltend gemachten Ausreise - beziehungsweise Asylgründen jegliche Grundlage entzogen sei, dass ferner unter Angabe der entsprechenden Fundstellen in den Prot o- kollen ausgeführt wurde, dass dieser Schluss auch durch unsubstanziier- te, ungenaue und widersprüchliche Aussagen anlässlich der Anhörung bestätigt würden (Angaben im Zusammenhang mit dem geschilderten Vorkommnis [Aufkleben der Flugblätter] i.V.m. mit den Umständen rund um die daraus resultierende Ausreise, Angaben im Zusammenhang mit dem Reiseweg), dass sich d ie geltend gemachten Asyl- beziehungsweise Ausreisegründe damit als unglaubhaft erweisen würden, dass aufgrund ihrer offensichtlichen Unkenntnis der dortigen Gegebenhei- ten davon auszugehen sei, dass sie sich in ihrem Leben nie auf tibet i-D-3058/2014 Seite 5 schem beziehungsweise chinesischem Gebiet aufgehalten habe und sie somit – weder illegal noch legal – auch nicht von dort ausgereist sei und den chinesischen Behörden als Staatsangehörige nicht bekannt sei, dass die Ausführungen in BVGE 2009/29 daher auf den vorliegenden Fall nicht anwendbar seien und somit keine subjektiven Nachfluchtgründe vor- liegen würden, dass b ei fehlenden Identitätspapieren – wie vorliegend – in erster Li nie die Aussagen als Beweismittel zu berücksichtigen seien, indessen d iese nicht geeignet seien, die angegebene Staatsbürgerschaft der Beschwe r- deführerin glaubhaft zu machen, dass d ie Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Wegweisung s- vollzugs zwar grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen sei, diese Unter- suchungspflicht ihre Grenzen jedoch an der Mitwirkungspflicht der B e- schwerdeführerin finde, die auch die Substanziierungslast trage, dass d ie Beschwerdeführerin die Folgen ihrer unglaubhaften Identitä ts- angabe und der Unglaubhaftigkeit ihres Sachverhalts vortrages zu tragen habe, indem vermutungsweise davon auszugehen sei, es stünden einer Wegweisung in ihren tatsächlichen Heimatstaat keine Vollzugshinderni s- se entgegen, dass h insichtlich der Frage nach d er Möglichkeit eines allfälligen We g- weisungsvollzugs bei der Verheimlichung der wahren Identität zum heut i- gen Zeitpunkt nicht gesagt werden könne, dieser sei von vornherein nicht möglich oder technisch nicht durchführbar, dass es der Beschwerdeführerin zuzumuten sei, sich bei der zuständigen Vertretung ihres Heimatlandes die allenfalls benötigten Reisepapiere zu beschaffen, dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 4. Juni 2014 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und unter Kosten- und Entschädigungsfolge die Aufhebung der angefochtenen Ver- fügung, die Anerkennung der Flüchtlingseigensc haft und die Gewährung von Asyl beantragte, dass festzustellen sei, dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig, u n- zumutbar und unmöglich sei , und die vorläufige Aufnahme an zuordnen sei, D-3058/2014 Seite 6 dass die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG zu gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten sei, dass eventualiter die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen sei, dass die zuständige Behörde vorsorglich anzuweisen sei, die Kontakt - aufnahme mit den Behörden des Heimat- oder Herkunftsstaats sowie jeg- liche Weitergabe von Daten an dieselben zu unterlassen, und eventualiter bei bereits erfolgter Datenweitergabe die beschwer deführende Person darüber in einer separaten Verfügung zu informieren sei, dass die Beschwerdeführerin sodann um noch etwas Zeit ersuchte, damit sie mit einem Anwalt Rekurs erheben könne, mithin eine Fristansetzung zur Beschwerdeergänzung im Sinne von Art. 53 VwVG beantragte, dass auf die Begründung der Beschwerde, soweit entscheidwesentlich, in den Erwägungen einzugehen ist, dass mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 18. Ju- ni 2014 auf den Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wi r- kung der Beschwerde nicht eingetreten wurde, dass die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG, um anwaltliche Verbeiständung im Sinne von Art. 110a Abs. 1 AsylG und um Verzicht auf die Erhebung eines Ko s- tenvorschusses abgewiesen wurden und ein Kostenvorschuss in der H ö- he von Fr. 600.–, zahlbar bis zum 3. Juli 2014, erhoben wurde, dass der Antrag, die zuständige Behörde sei anzuweisen, die Kontaktauf- nahme mit den Behörden des Heimatstaats sowie jegliche Datenweite r- gabe an dieselben zu unterlassen, im Sinne der Erwägungen abgewiesen wurde, dass das Gesuch um Beschwerdeergänzung (Art. 53 VwVG) abgewiesen wurde, dass zur Begründung im Wesentlichen ausgeführt wurde, die Erwägun- gen der Vorinstanz zur angegebenen Herkunft und zur illegalen Ausreise der Beschwerdeführerin, welche sich auf die Feststellungen und Schlüsse einer Fachperson, das dazu anlässlich der Bundesanhörung gewährte D-3058/2014 Seite 7 rechtliche Gehör und die übrigen Aussagen bei derselben Anhörung stützten, dürften zu bestätigen sein, dass die Beschwerdeführerin in der Rechtsmitteleingabe den in diesem Zusammenhang vom BFM als äusserst unsubstanziiert und teilweise o f- fensichtlich tatsachenwidrig qualifizierten Aussagen keine stichhaltigen Gründe entgegen zu setzen haben dürfte, dass den zahlreichen, in der angefochtenen Verfügung aufgezeigten U n- glaubhaftigkeitselementen, aufgrund derer die Vorinstanz die von der B e- schwerdeführerin geltend gemachten Ausreise - beziehungsweise Asy l- gründe als jeglicher Grundlage entzogen bezeichnet habe, nur teilweise und rudimentär begegnet werden dürfte, dass sich die diesbezüglich en Ausführungen, wonach sie nach bestem Wissen und Gewissen die Wahrheit über ihre Herkunft und Fluchtg e- schichte gesagt habe, letztlich in unbehelflichen Erklärungsversuchen e r- schöpfen dürften (u.a. zwischen Geburt und Ausreise habe sie das He i- matdorf bloss zweimal verlassen; in dem einen Jahr Schule habe sie kein Chinesisch, sondern bloss "Nummern" gelernt; mit den Eltern habe sie nie chinesisch gesprochen; Landschaft und Arbeit als Landwirtin habe sie so beschrieben, wie sie es kenne und wie sie sich ausd rücken könne; ei- ne Flucht bedeute viel Stress und man denke nur ans Davonkommen, weshalb man sich nicht alle Details merken könne; eine Identitätskarte hätten eher Leute, die ausreisen wollten oder in der Stadt wohnen wü r- den), dass die blosse Nennung der Adresse der Eltern auf Chinesisch ebenfalls kein Beweis für ihren behaupteten Herkunftsort sein oder ihre Aussagen überhaupt in einem anderen Lichte erscheinen lassen dürfte, dass der von der Beschwerdeführerin in der Rechtsmitteleingabe nicht zu Unrecht bestrittene Widerspruch hinsichtlich der Fluchtfahrzeuge ("Klei n- bus" und "Auto/Taxi") als marginal und daher ohne weitere Bedeutung auf das Ergebnis des Urteils zu bezeichnen sein dürfte, dass die Beschwerdeführerin zu den in de r angefochtenen Verfügung in diesem Zusammenhang relativ umfangreich ausgefallenen Erwägungen des BFM aber keine Stellung beziehe, dass sie daher die nachteiligen Konsequenzen ihrer diesbezüglich unte r- bliebenen und allenfalls klärenden Entgegnungen zum von der Vorinstanz D-3058/2014 Seite 8 als teilweise tatsachenwidrig, in wesentlichen Punkten unsubstanziiert sowie ungereimt erachteten Reiseweg in Eigenverantwortung zu tragen haben dürfte, dass auch die Berufung respektive Argumentation der Beschwerdeführ e- rin auf mögliche Missverständnisse mit den Dolmetschern und der Exper- tin nicht verfangen dürfte, habe sie doch die Dolmetscherleistung wieder- holt als gut bezeichnet (BzP) respektive sie verstehe die Dolmetscherin (Bundesanhörung), dass sie die Richtigkeit (BzP) und Vollstän digkeit (Bundesanhörung) der jeweiligen Protokolle unterschriftlich bestätigt habe, wobei sie im Rahmen des rechtlichen Gehörs anlässlich der Bundesanhörung keine Einwände zum Telefoninterview mit der Expertin oder zu deren Person anzumelden gehabt habe, dass sich die Beschwerdeführerin daher bei ihren Aussagen behaften zu lassen haben und daraus nichts zu ihren Gunsten abzuleiten vermögen dürfte, dass nach dem Gesagten die vorinstanzliche Feststellung insgesamt zu bestätigen sein dürfte, wonach die Wahrsc heinlichkeit klein sei, dass die Beschwerdeführerin im behaupteten geographischen Raum in Tibet b e- ziehungsweise der Volksrepublik China gelebt haben könnte, dass ferner in Präzisierung der bis anhin gültigen Praxis (Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2005 Nr. 1 E. 4.3 sowie BVGE 2009/29) das Urteil des Bundesverwa l- tungsgerichts E-2981/2012 vom 20. Mai 2014 E. 5.10 festh alte, dass bei Personen tibetischer Ethnie, die ihre wahre Herkunft verschleiern oder verheimlichen würden, vermutungsweise davon auszugehen sei, es be- stünden keine flüchtlings- oder wegweisungsbeachtlichen Gründe gegen eine Rückkehr an ihren bisherigen Aufenthaltsort, dass der vom BFM vertretene Standpunkt bezüglich des Wegweisung s- vollzugs (die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Staatsang e- hörigkeit sei nicht glaubhaft; diese müsse als unbekannt gelten) als z u- treffend zu bestätigen sein dürfte, dass – obschon Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglichkeit eines We g- weisungsvollzugs von Amtes wegen zu prüfen seien – die Unters u-D-3058/2014 Seite 9 chungspflicht ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der Beschwerdefü h- rerin finde, dass es sodann nicht Sache der Behörden sein könne, bei fehlenden Hinweisen nach etwaigen Wegweisungsvollzugshindernissen in hypoth e- tischen Herkunftsländern zu forschen, dass demnach davon auszugehen sei, einer Wegweisung stünden keine Vollzugshindernisse im gesetzlichen Sinne entgegen, dass der Kostenvorschuss am 26. Juni 2014 geleistet wurde, und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwal tungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei- det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG ric h- tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilg e- nommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Än- derung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver halts gerügt werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG), D-3058/2014 Seite 10 dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und e s sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem He imatstaat oder im Land, in dem s ie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nati o- nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmt en sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in w e- sentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden, dass mit der Vorinstanz festzuhalten ist, dass die Vorbringen de r Be- schwerdeführerin weder den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit g e- mäss Art. 7 AsylG noch denjenigen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG genügen, dass aufgrund der als unbekannt zu gel tenden Staatsangehörigkeit der Beschwerdeführerin ihren Ausführungen hinsichtlich einer asylrelevanten Gefährdungssituation in Bezug auf den behaupteten Herkunftsstaat jegl i- che Grundlage entzogen ist, D-3058/2014 Seite 11 dass zur Vermeidung von Wiederholungen daher auf die zu treffenden Erwägungen des BFM in der angefochtenen Verfügung verwiesen we r- den kann, dass die Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe nicht geeignet sind, eine Änderung der angefochtenen Verfügung herbeizuführen, dass der Beschwerdeführerin bereits mit Zwischenverfügung vom 18. Ju- ni 2014 ausführlich dargelegt wurde, weshalb ihre Vorbringen in der Be - schwerde – da aussichtslos – keine andere Beurteilung in der Frage der Asylgewährung zu bewirken vermöchten, dass die Sachlage hinsichtlich der Begehren von damals zwischenzeitlich unverändert geblieben ist, dass, um Wiederholungen zu vermeiden , daher ebenfalls vollumfänglich auf die Ausführungen in der erwähnten Zwischenverfügung verwiesen werden kann, dass es der Beschwerdeführerin somit nicht gelingt, die Flüchtlingseige n- schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Ni chteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2013/37 E 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, dass das Verfahren gezeigt hat, dass die Staatsangehörigkeit aufgrund zahlreicher Unglaubhaftigkeitselemente in den Aussagen der Beschwer- deführerin als unbekannt zu gelten hat, dass – wie bereits erwähnt – Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglichkeit eines Wegweisungsvollzugs zwar von Amtes wegen zu prüfen sind, dass die Untersuchungspflicht aber ihre Grenzen an der Mitwirkung s- pflicht der Beschwerdeführerin findet, D-3058/2014 Seite 12 dass in Anbetracht dieser Sachlage und zur Vermeidung von Wiederh o- lungen daher auf die in diesem Zusammenhang ergangenen Erwägungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung sowie auf die Ausführu n- gen in der Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 18. Juni 2014 zu verweisen ist, dass sich demnach weitere Erörterungen hierzu erübrigen, dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1–3 VGKE [SR 173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und der am 26. Juni 2014 in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu ve r- wenden ist. (Dispositiv nächste Seite) D-3058/2014 Seite 13 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden der Beschwerdeführerin auf- erlegt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Beza h- lung der Verfahrenskosten verwendet. 3. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das BFM und die kantona- le Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Thomas Wespi Alfred Weber Versand: