<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>ZL.2015.00037</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichter Spitz<br/>Ersatzrichter Wilhelm<br/>Gerichtsschreiberin Gasser Küffer</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 29. September 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">1.</span><span> </span><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">2.</span><span> </span><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführende</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">beide vertreten durch Rechtsanwältin Gabriela Gwerder</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Advokaturbüro</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Langstrasse 4, 8004 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Stadt Dietikon</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Durchführungsstelle für Zusatzleistungen zur AHV/IV</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Bremgartnerstrasse 22, 8953 Dietikon</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">X.___, Bezügerin einer Invalidenrente, erhält seit 1. Januar 2011 Zusatz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leistungen in der Stadt Dietikon. Am 28. August 2013 reiste ihr Ehemann Y.___ in die Schweiz ein. Von September 2013 bis März 2014 wurde ein hypothetisches Erwerbseinkommen des Ehemannes von Fr. 30‘000.-- in der Berechnung der Zusatzleistungen berücksichtigt, ab April 2014 ein solches von Fr. 15‘000.--. Am 11. Februar 2015 (Urk. 8/89) erliess die Stadt Dietikon eine Herabsetzungsverfügung, dass dem Ehegatten ab 1. September 2015 ein hypo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">thetisches Erwerbseinkommen von Fr. 55‘200.-- angerechnet werde. Hieran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 7. April 2015 fest (Urk. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 8. Mai 2015 liessen die Ehegatten dagegen Beschwerde erheben und beantra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, es sei unter Aufhebung des angefochtenen Entscheides per 1. September 2015 kein hypothetisches Erwerbseinkommen anzurechnen und die monatlichen Zusatzleistungen zur AHV/IV seien entsprechend nicht herab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zusetzen (Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin schloss in der Vernehmlassung vom 28. Mai 2015 auf Abweisung der Beschwerde; eventualiter sei von einer teil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen gesundheitlichen Beeinträchtigung des Ehemannes auszugehen und das bei der Berechnung zu berücksichtigende hypothetische Erwerbseinkommen um ein Drittel auf Fr. 36‘800.-- zu kürzen (Urk. 7 S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Verfügungen vom 7. April 2015 hatte die Stadt Dietikon zudem die Zusatz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leistungen für die Zeit vom 1. Januar 2014 bis Ende April 2015 neu berechnet und eine Rückerstattung von Fr. 9‘444.-- für zu viel ausgerichtete Zusatzleis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungen infolge Anrechnung eines nicht gemeldeten Erwerbseinkommens in diesem Zeitraum gefordert (Urk. 8/86-87). Aufgrund des sodann eingereichten Lohnausweises für das Jahr 2014 passte sie diese Berechnung mit Verfügung vom 16. April 2015 neuerlich an und senkte das angerechnete Erwerbseinkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men des Ehegatten für diesen Zeitraum auf Fr. 15‘000.--, was zu einer Nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zahlung von Fr. 15'348.-- führte (Urk. 8/91). Mit Einspracheentscheid vom 28. Mai 2015 hielt sie auch hieran fest (Urk. 8/93 = Urk. 9/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gegen diesen Entscheid liessen die Ehegatten am 26. Juni 2015 im Verfahren ZL.2015.00060 Beschwerde erheben und die Aufhebung des Entscheides sowie die Rückweisung der Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz beantragen. Verfahrensrechtlich liessen sie um Vereinigung des Verfahrens ZL.2015.00060 mit dem vorliegenden Verfahren ersuchen (Urk. 1 S. 2 im Verfahren ZL.2015.00060 = Urk. 9/1), wofür sich die Beschwerdegegnerin bereits im angefochtenen Entscheid ausgesprochen hatte (Urk. 2 im Verfahren ZL.2015.00060). Mit Verfügung vom 1. Juli 2015 wurden die beiden Verfahren vereinigt und der Prozess unter der Nr. ZL.2015.00037 weitergeführt. Der Pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zess ZL.2015.00060 wurde als dadurch erledigt abgeschrieben (Urk. 10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Eingabe vom 11. September 2015 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine weitere Stellungnahme (Urk. 15). Nachdem die Beschwerdeführenden mit Eingaben vom 9. Oktober 2015 und 17. März 2016 diverse ärztliche Berichte zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers 2 hatten einreichen lassen (Urk. 18, 19/1-4, 22, 23/0-4), und die Beschwerdegegnerin auf Stellungnahmen dazu verzichtet hatte, wurden mit Verfügung vom 2. Dezember 2016 die Akten der Eidgenössischen Invalidenversicherung betreffend den Beschwerdeführer 2 beigezogen (Urk. 26). Die Stellungnahme der Beschwerdeführenden dazu datiert vom 23. Januar 2017 (Urk. 30). Die Beschwerdegegnerin teilte in ihrer Stellung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme vom 21. Februar 2017 mit, dass sie die IV-Stelle, welche einen Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anspruch des Beschwerdeführers 2 aus formellen Gründen verneint hatte (vgl. Verfügung vom 12. Januar 2017, Beilage zu Urk. 42/1), mit Schreiben vom 21. Februar 2017 gebeten habe, den Invaliditätsgrad abzuklären (Urk. 32). Mit Verfügung vom 14. Juli 2017 wurde der Prozess bis zum Abschluss der Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen der IV-Stelle betreffend Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers 2 sistiert (Urk. 39). Mit Schreiben vom 17. August 2017 teilte daraufhin die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin unter Beilage einer Mitteilung der IV-Stelle vom 27. Juli 2017 (Urk. 42/1) mit, dass letztere einen Invaliditätsgrad von 100 % bestätigt habe und bereits die Revision der Zusatzleistungen eingeleitet worden sei, damit diese per 1. April 2014 angepasst und per 1. September 2015 reaktiviert werden kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen (Urk. 41). Mit Eingabe vom 18. August 2017 ersuchte die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführenden um Gutheissung der Beschwerden und reichte die Kostennote ein (Urk. 43, 45).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, nachfolgend eingegangen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nachdem die Abklärungen der IV-Stelle betreffend Invaliditätsgrad des Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführers 2 abgeschlossen sind (vgl. Urk. 44), ist die am 14. Juli 2017 verfügte Sistierung dieses Verfahrens aufzuheben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bundesgesetz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">es</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> entspricht die jährliche Ergän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zungsleistung dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die anrechenba</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren Einnahmen übersteigen. Gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 ELG werden die anerkannten Ausgaben sowie die anrechenbaren Einnahmen von Ehegatte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n zusammenge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechnet. Die Beschwerdegegnerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hat die massgebenden gesetzlichen Bestim</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mungen und die von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze über die Anrechnung eines hypothetischen Erwerbseinkommens, auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">welches der EL-Bezüger und sein Ehegatte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> verzichtet haben (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">11 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 lit. a und g ELG; vg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">l. BGE 121 V 204 E. 4a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, 117 V 287 E. 3c</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtig wiedergegeben. Darauf wird verwiesen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ebenfalls richtig wiedergegeben hat die Beschwerdegegnerin in den angefochte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Einspracheentscheiden vom 7. April 2015 und 28. Mai 2015 die höchst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richterliche Rechtsprechung zur Bindung der Durchführungsstellen der Ergän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zungsleistungen an die Feststellungen der Invalidenversicherung bei der Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ditätsbemessung Teilinvalider (BGE 117 V 202). Auch darauf wird verwiesen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig zwischen den Parteien war sowohl betreffend den Einspracheentscheid vom 7. April 2015 (Urk. 2) als auch in Bezug auf den Einspracheentscheid vom 28. Mai 2015 (Urk. 9/2) die Frage, ob respektive in welcher Höhe bei der Berechnung des Ergänzungsleistungsanspruchs der Beschwerdeführerin 1 ein freiwilliger Einkommensverzicht in Form eines hypothetisches Erwerbseinkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mens ihres Ehegatten, des Beschwerdeführers 2, mitzuberücksichtigen ist. Dabei liessen die Beschwerdeführenden geltend machen, der Beschwerdeführer 2 sei infolge seiner Epilepsie und der seit April 2014 gehäuft aufgetretenen Anfälle seit diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Lage, einer Erwerbstätigkeit nachzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehen (Urk. 1 S. 4, 9/1 S. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin schloss sich, nachdem die IV-Stelle mit Schreiben vom 27. Juli 2017 mitgeteilt hatte, dass der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers 2 aus medizinischer Sicht seit 6. April 2014 100 % betrage (Urk. 42/1), mit Schreiben vom 17. August 2017 dem Antrag der Beschwerdeführenden an und sprach sich für die rückwirkende Anpassung der Zusatzleistungen per 1. April 2014 und die Reaktivierung derselben per 1. September 2015 aus (Urk. 41).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Damit liegen gleichlautende Parteianträge vor. Diese stimmen sowohl mit der Sach- als auch mit der Rechtslage überein. Die IV-Stelle schloss gemäss Akten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lage gestützt auf aktuelle medizinische Berichte und eine Beurteilung des Regi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">onalen Ärztlichen Dienstes (vgl. Urk. 38 S. 3; Feststellungsblatt für den Beschluss vom 11. November 2016) auf das Vorliegen einer gänzlichen Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfähigkeit seit 6. April 2014 und entsprechend auf eine 100%ige Invalidität des Beschwerdeführers 2. Für ein Abweichen hiervon bietet die Aktenlage kei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Anlass, zumal sich nicht nur die EL-Organe, sondern auch das Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsgericht mit Bezug auf die invaliditätsbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit grundsätzlich an die Invaliditätsbemessung durch die Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denversicherung zu halten haben (BGE 117 V 102 E. 2b mit Hinweis auf ZAK 1983 S. 459). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ab April 2014 rechtfertigt sich daher der Einbezug eines hypothetischen Einkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mens des invaliden Beschwerdeführers 2 bei der Berechnung der Ergän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zungsleistungen der Beschwerdeführerin 1 nicht mehr.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Damit sind die Beschwerden vom 8. Mai 2015 und 26. Juni 2015 gutzuheissen und die Sache ist zur Neuberechnung des monatlichen Ergänzungsleistungsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruchs der Beschwerdeführerin 1 ab 1. April 2014 an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, wobei im Rahmen der Neuberechnung ab April 2014 kein hypothetisches Einkommen des Beschwerdeführers 2 aufgrund eines Einkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mensverzichts zu berücksichtigen ist. Der Einspracheentscheid vom 7. April 2015 ist folglich gänzlich und derjenige vom 28. Mai 2015 insoweit aufzuhe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben, als bei der Berechnung der Nachzahlung und der Berechnung des laufen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den monatlichen Anspruchs ab Januar 2015 ein hypothetisches Einkommen des Beschwerdeführers 2 ab April 2014 mitberücksichtigt wurde. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">§ 7 Abs. 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen vor dem Sozialversicherungsgericht (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GebV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">SVGer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> kann eine Entschädigung verweigert werden, wenn die obsiegende Partei den Prozess schuldhaft selber veranlasst hat. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin stellte sich auf den Standpunkt, die Beschwerdeführen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den hätten den Prozess unnötigerweise provoziert, sei doch unter Ziffer 19 des angefochtenen Einspracheentscheids vom 7. April 2015 (Urk. 2 S. 3) wie auch unter Ziffer 10.13 des Einspracheentscheids vom 28. Mai 2015 (Urk. 9/2 S. 6) festgehalten worden, dass die Verfügungen über die Zusatzleistungen nach Vorlage der IV-Verfügung im Sinne von Art. 53 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) in Wiedererwägung gezogen würden und das hypothetische Erwerbseinkommen rückwirkend ausser Rechnung genommen würde, sobald von der IV-Stelle ein positiver Entscheid vorliege (Urk. 41).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Für eine Verweigerung der Prozessentschädigung wegen schuldhafter Veranlas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung des Prozesses nach Massgabe von § 7 Abs. 2 GebV SVGer besteht kein Anlass. Abgesehen davon, dass sich unter Ziffer 10.13 des Einspracheentschei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des vom 28. Mai 2015 (Urk. 9/2 S. 6) kein konkreter Hinweis auf die in Aussicht gestellte Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG für den Fall eines positiven Entscheids der Invalidenversicherung findet, fällt ins Gewicht, dass der Entscheid über die Vornahme einer Wiedererwägung in das Ermessen des Versicherungsträgers gestellt ist, die versicherte Person hat mithin keine recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Möglichkeiten, den Versicherungsträger zur Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG anzuhalten (BGE 106 V 79; SVR 2004 ALV Nr. 1). Entsprechend muss ihr der gerichtliche Beschwerdeweg einschränkungsfrei offen stehen, auch wenn die Beschwerdegegnerin aufgrund von Art. 25 Abs. 1 lit. c und Abs. 2 lit. b ELV gehalten ist, eine Erhöhung des Ausgabenüber</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schusses infolge einer dauernden Verminderung der anrechenbaren Einnahmen rückwirkend zu berücksichtigen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführenden weist in der mit Schreiben vom 18. August 2017 (Urk. 43) einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">reich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Kostennote (Urk. 45) für das vorlie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gende Verfah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren einen Zeitaufwand von 16 Stunden 45 Minuten und Barausla</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen von Fr. 152.-- aus. Diese Aufwendungen erscheinen als gerechtfertigt. Beim gerichtsüblichen Stun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ansatz von Fr. 220.-- resultiert daraus eine Entschädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung von Fr. 4‘143.95 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht beschliesst:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">Die am </span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">14. Juli 2017</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug"> angeordnete Sistierung</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug"> des Verfahrens wird aufgehoben,</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">und erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerden vom 8. Mai 2015 und 26. Juni 2015 werden der Ein</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">spracheentscheid vom 7. April 2015 vollumfänglich und der Einspracheentscheid vom 28. Mai 2015 insoweit aufgehoben, als bei der Berechnung der Nachzahlung ab 1. Januar 2014 und der Berechnung des laufenden monatlichen Anspruchs der Beschwerdeführerin 1 ab Januar 2015 ein hypothetisches Einkommen des Beschwer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">deführers 2 ab April 2014 mitberücksichtigt wurde. </span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Sache wird mit der Feststellung, dass bei der Berechnung des Ergänzungs</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">leistungs</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">anspruchs der Beschwerdeführerin 1 ab April 2014 kein hypothe</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">tisches Ein</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kommen des Beschwerdeführers 2 aufgrund eines Einkommensverzichts zu berück</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">sichtigen ist, zur Neuberechnung der Ergänzungsleistungen des laufenden monat</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">lichen Anspruchs ab 1. Januar 2015 und der Nachzahlung ab Januar 2014 an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. </span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">den Beschwerdeführenden</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozess</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">ent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 4‘143.95 </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">(inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Gabriela Gwerder</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Stadt Dietikon</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sicherheitsdirektion Kanton Zürich</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigGasser Küffer</p></div> </div></body></html>