<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.01072</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichter Spitz<br/>Ersatzrichter Wilhelm<br/>Gerichtsschreiber Klemmt</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 31. Oktober 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Magdalena Schaer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Kronenplatz 14, Postfach 600, 8953 Dietikon</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die 1960 geborene X.___, verheiratet und Mutter von fünf erwachsenen Kindern (Urk. 6/21/3), verfügt über keine Berufsausbildung (Urk. 6/5/1, Urk. 6/8/5). Ab 1. Mai 1991 arbeitete sie im Vollzeitpensum bei der Y.___ als Reinigerin von Messern am Laufband (Urk. 6/6/2, Urk. 6/22/7-11). Wegen Rückenbeschwerden wurde sie von ihrem Hausarzt vom 24. November 2014 bis 18. Januar 2015 zu 100 % und ab dann zu 50 % krank geschrieben (Urk. 6/8/4, Urk. 6/11). Nach einem Früherfassungsgespräch bei der Sozialversicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (Urk. 6/1-2), meldete sich die Versicherte am 25. Mai 2015 zum Leistungsbezug an (Urk. 6/8). Im Rahmen der Eingliede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsberatung der IV-Stelle konnte in Zusammenarbeit mit der Arbeitgeberin eine Anpassung des Tätigkeitsprofils erreicht werden. Ab 1. September 2015 konnte die Versicherte wieder zu 100 % arbeiten (Urk. 6/21). Am 28. September 2015 teilte ihr die IV-Stelle deshalb mit, sie sei rentenausschliessend eingegliedert (Urk. 6/20).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unter Hinweis darauf, sie sei seit einiger Zeit wieder zu 100 % arbeitsunfähig, meldete sich die Versicherte am 29. September 2016 bei der IV-Stelle zum Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenbezug an (Urk. 6/24). Inzwischen litt sie auch unter wiederkehrenden urti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cariellen und ekzematoiden Hautausschlägen (Urk. 6/33/3-9), und die Y.___ hatte ihr das Arbeitsverhältnis gekündigt, weil sie ihr keinen leidensange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">passten Arbeitsplatz mehr anbieten konnte (Urk. 6/30/8, Urk. 6/30/13, Urk. 6/41/108). In der Folge zog die IV-Stelle die Akten des Unfallversicherers bei, welcher den Anspruch auf Leistungen wegen den Hautausschlägen, welche auf eine Nickelsensibilisierung zurückgeführt werden konnten (Urk. 6/33/3), unter dem Titel einer Berufskrankheit prüfte (Urk. 6/41); hernach traf sie weitere berufliche und medizinische Abklärungen (Urk. 6/48-49) und stellte der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten aufgrund des ermittelten rentenausschliessenden Invaliditätsgrads von 13 % mit Vorbescheid vom 22. März 2017 die Verneinung eines Rentenanspruchs in Aussicht (Urk. 6/50). Nachdem die Versicherte dagegen vorsorglich Einwand erhoben hatte (Urk. 6/51, Urk. 6/56), wartete die IV-Stelle zunächst den Eingang des Gutachtens vom 11. August 2017 von Prof. Dr. med. Z.___, Leitender Arzt der Allergiestation des A.___ (Urk. 6/61), sowie die definitive Einwandbegründung der Versicherten ab (Urk. 6/62). Anschliessend holte sie noch die Stellungnahme von Dr. med. B.___, Facharzt für Chirurgie vom Regi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">onalen Ärztlichen Dienst, vom 12. September 2017 zum ergänzten Dossier ein (Urk. 6/64/2). Mit Verfügung vom 15. September 2017 verneinte die IV-Stelle erneut einen Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente gestützt auf den ermittelten Invaliditätsgrad von 13 % (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch lic. iur. C.___, mit Eingabe vom 4. Oktober 2017 Beschwerde mit dem Antrag, es sei ihr ab dem 17. Juni 2016 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeant</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wort vom 10. November 2017 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (Urk. 5). Am 21. November 2017 teilte Rechtsanwältin Marianne Schaer dem Gericht mit, dass neu sie die Beschwerdeführerin vertrete (Urk. 8-9). Mit Eingabe vom 19. Dezember 2017 liess die Beschwerdeführerin ihr Rechtsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehren insofern ergänzen, als sie neu die Zusprechung einer angemessenen Rente und eventualiter die Rückweisung der Sache zur Vornahme weiterer medizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nischer Abklärungen beantragte (Urk. 12). Die IV-Stelle nahm am 10. Januar 2018 zu den ergänzenden Ausführungen der Beschwerdeführerin Stellung und hielt sinngemäss an ihrem Antrag auf Beschwerdeabweisung fest (Urk. 16). Am 1. Februar 2018 liess die Beschwerdeführerin den mit den ärztlichen Eintragun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen aktualisierten Unfallschein einreichen (Urk. 17-18). Mit Eingabe vom 7. März 2018 liess sie sich zudem zur letzten Stellungnahme der IV-Stelle vernehmen (Urk. 20). Am 14. September 2018 reichte sie erneut den Unfallschein mit den aktuellsten ärztlichen Eintragungen ein (Urk. 23).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG])</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei au</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Invalideneinkommen), in Bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ielen könnte, wenn sie nicht in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eiden hypothetischen Erwerbsein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle hielt in der Begründung ihrer rentenablehnenden Verfügung vom 15. September 2017 fest, die angestammte Tätigkeit bei der Y.___ sei der Beschwerdeführerin wegen ihrer Allergie auf Nickel und Gummichemikalien nicht mehr zumutbar. In einer anderen Hilfsarbeitertätigkeit, welche ihren funk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tionellen Einschränkungen angepasst sei, könne sie ein 100%iges Arbeitspensum versehen. In einer solchen Tätigkeit könnte sie gemäss Erhebung des Bundesamtes für Statistik ein Jahreseinkommen von Fr. 54'332.30 verdienen. Als Validenein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kommen hätte sie im Jahr 2016 gemäss Angaben der Arbeitgeberin ein jährliches Einkommen von Fr. 62'660.-- erzielen können. Da der Einkommensvergleich einen Invaliditätsgrad von 13 % ergebe, bestehe kein Rentenanspruch (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin wendet dagegen ein, die IV-Stelle habe ausser Acht gelassen, dass sie nicht allein unter den vom Unfallversicherer als Berufserkran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung anerkannten Hautveränderungen leide. Laut dem Gutachten von Prof. Dr. Z.___ und den Berichten von Dr. D.___ und Dr. E.___ bestehe auch ein chronisches zervikothorako-spondylogenes Schmerzsyndrom rechtsbetont, welches sich – selbst gemäss Stellungnahme des RAD - ebenfalls auf die Arbeitsfähigkeit auswirke. Der angefochtenen Verfügung könne entnom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men werden, dass die IV-Stelle diese Einschränkungen bei der Invaliditätsbemes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung nicht berücksichtigt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe. Laut dem Unfallschein von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei sie nach wie vor zu 100</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> arbeitsunfähig für sämtliche Tätigkeiten. Sie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe deshalb Anspruch auf eine angemessene Rente. Dabei sei das Valideneinkommen auf Basis ihres AHV-Jahreslohns im Jahr 2014 festzusetzen, welcher gemäss IK-Auszug Fr. 68'252.-- betragen habe. Zudem sei bei der Ermittlung des Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einkommens wegen der Rückenschmerzen und ihrer Berufserkrankung ein leidensbedingter Abzug zu berücksichtigten. Schliesslich sei die Verwertbarkeit der Resterwerbsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt unter Berücksichtigung ihrer Berufsbildung, der sprachlichen Schwierigkeiten und ihres Alters zu prüfen. Eventuell sei die Sache an die IV-Stelle zurückzuweisen mit der Aufforderung, all ihre Beeinträchtigungen interdisziplinär medizinisch abzuklären. Wegen der Urti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">caria und der Rückenprobleme seien auf jeden Fall die Fachrichtungen Rheuma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tologie und Dermatologie in die Abklärungen miteinzubeziehen. Da Dr. D.___ in seinem Bericht vom 25. November 2016 zudem den Verdacht auf eine Soma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tisierungsstörung und eine Erschöpfungsdepression erhoben habe, und Dr. E.___ in seinem Arztbericht vom 29. September 2017 neben depressiven Symptomen und Spannungskopfschmerzen rezidivierende Gastritiden bei Status Helicobacter pylori-Eradikation erwähnt habe, seien auch die sich mit diesen Beschwerden auseinandersetzenden Fachrichtungen beizuziehen (Urk. 1 S. 2 f., Urk. 12 S. 4 ff.). Zu berücksichtigten sei auch, dass ihre Erschöpfung nicht Folge der jahrelangen Doppelbelastung von Familie und Arbeit sein könne, weil ihre jüngste Tochter seit rund 10 Jahren nicht mehr betreuungsbedürftig sei. Zudem sei ihr Ehemann seit längerem Rentner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und entlaste sie im Rahmen seiner Möglichkeiten seit Jah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren in der Haushaltführung. Gemäss Schilderung einer ihrer Töchter sei sie in den letzten Jahren nach der Arbeit mit völlig aufgequollenem Kopf und Körper nach Hause gekommen und teilweise während eines Gesprächs vor Erschöpfung ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fach eingeschlafen. Die chronische Müdigkeit und Kraftlosigkeit werde von Dr. E.___ im Verlaufsbericht vom 2. März 2018 nochmals bestätigt und bedürfe ebenfalls weiterer Abklärung (Urk. 20).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Beschwerdeantwort und Duplik hält die IV-Stelle an ihrem Standpunkt fest und macht zusätzlich geltend, die Rücken- und Schulterschmerzen seien sowohl neurologisch als auch rheumatologisch abgeklärt worden. Gemäss Bericht der Ärzte des A.___, Klinik für Rheumatologie, vom 13. Oktober 2015 habe eine radikuläre Ursache der Beschwerden ausgeschlossen werden kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen. Laut Beurteilung der Rheumatologen hätten die repetitiven, monotonen Bewegungen beim Schärfen und Putzen der Messer zu rezidivierenden Blockie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen im Bereich der Hals- und Brustwirbelsäule geführt, weshalb die ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stammte Tätigkeit nur noch zu 80 % zumutbar gewesen sei. Demgegenüber habe die Beschwerdeführerin abseits der Arbeit keine Beschwerden gehabt, und es fehl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Anhaltspunkte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in den Akten, dass sich diese Situation seither verändert habe. Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im dermatologischen Gutachten vom 11. August 2017 berücksichtige lediglich die dermatologischen Befunde, nicht jedoch die Rücken- und Schulterschmerzen. Der Hausarzt Dr. D.___ habe in sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nem Bericht vom 25. November 2016 den Verdacht geäussert, dass sich vor allem nach der Kündigung des Arbeitsverhältnisses eine Somatisierungsstörung und eine psychosomatische Überlagerung entwickelt hätten, und habe die Behandlung durch einen Psychiater empfohlen. Gestützt darauf könne aber nicht auf ein invalidisierendes psychisches Leiden geschlossen werden. Zum einen habe Dr. D.___ lediglich psychiatrische Verdachtsdiagnosen gestellt, wobei er selbst kein Psychiater sei; zum anderen sei offensichtlich, dass die jahrelange familiäre und berufliche Überlastung zu einer Erschöpfung geführt habe. Gleichzeitig sei nicht erkennbar, dass sich die Beschwerdeführerin entsprechend der ärztlichen Empfehlung in psychiatrische Therapie begeben habe, was ihren Leidensdruck als gering erscheinen lasse. Aus diesen Gründen könne nicht auf ein invalidisieren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des psychisches Leiden geschlossen werden. Eine den körperlichen Leiden ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">passte Tätigkeit ohne monotone Bewegungen und in Wechselbelastung sei der Beschwerdeführerin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit weiterhin vollum</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fänglich zumutbar. Weitere medizinische Abklärungen seien nicht nötig (Urk. 5, Urk. 15).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin wurde vom 27. Februar bis 26. August 2015 von den Ärzten des A.___, Klinik für Rheumatologie, wegen Schmer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zen zwischen den Schulterblättern mit Ausstrahlung in den rechten Arm behan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delt. In ihrem Bericht vom 13. Oktober 2015 diagnostizierten sie mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein ab etwa Januar 2014 bestehendes chronisches zervi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kothorako-spondylogenes Schmerzsyndrom rechtsbetont mit einer rechtskonka</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ven Skoliose der Brustwirbelsäule, einem rechtsthorakalen Buckel, segmentalen Dysfunktionen der Brustwirbelsäule, einem muskulären Hartspann rechts para</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vertebral, einer Kopfprotraktion mit Haltungsinsuffizienz der Brustwirbelsäule, einer axialen Hyperlaxizität und einer Blockade des linken Iliosakralgelenkes. Die von den Ärzten erstellten Röntgenbilder ergaben keinen Nachweis für patholo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gische ossäre Veränderungen in der Brust- und Lendenwirbelsäule, und im Rah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men der neurologischen Abklärung mit MRI-Bildern und einer Elektroneuromy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ographie (ENMG) wurden keine Anhaltspunkte für eine radikuläre Problematik gefunden. Die Rheumatologen hielten fest, die von ihnen veranlassten therapeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tischen Massnahmen seien erfreulich verlaufen, so dass im Zeitpunkt ihrer letzten Verlaufskontrolle vom 26. August 2015 keine Haltungsinsuffizienz und Myoge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">losen mehr bestanden hätten und die Hals- und Brustwirbelsäule in allen Ebenen besser und schmerzfrei beweglich gewesen seien. Die repetitiven, monotonen Bewegungen bei der Arbeit in der Messerfabrik hätten wegen der Haltungsin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">suffizienz mit schwach ausgeprägter Rückenmuskulatur und axialer Hyperlaxizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tät zu rezidivierenden Blockierungen im Bereich der Hals- und Brustwirbelsäule geführt. Deshalb sei die angestammte Tätigkeit vermutlich nur noch während vier Stunden pro Tag mit einer Leistung von 80 % möglich. Aktuell </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arbeite die Beschwerdeführerin zwar wieder zu 100</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, bei Zunahme der Beschwerden sollte aber eine entsprechende Reduktion angestrebt werden (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6/23/5-8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Allgemeinmediziner Dr. D.___, welcher die Beschwerdeführerin seit 25 Jah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren hausärztlich betreute, diagnostizierte in seinem Bericht vom 25. November 2016 den Verdacht auf eine Somatisierungsstörung und Erschöpfungsdepression sowie eine chronisch rezidivierende Urticaria (Nesselfieber) und atopische Dia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">these mit Sensibilisierung unter anderem auf Nickel. In anamnestischer Hinsicht erwähnte er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine Tendenz der Beschwerdeführerin zu depressiven Verstimmun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen, Somatisierung und Infektanfälligkeit bei beruflicher und familiärer Überfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derung, welche gebessert habe, seit die Kinder erwachsen seien. Der Ehemann sei schon früh durch die Invalidenversicherung berentet worden und sicher keine Stütze gewesen; die Beschwerdeführerin habe sich um alles in der Familie küm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mern müssen. Von März 2014 bis Juni 2015 hätten zervikale und lumbale Rückenschmerzen ganz im Vordergrund gestanden. Die Behandlung habe wenig Erfolg gezeitigt. Er habe die attestierte Arbeitsfähigkeit nach und nach gesteigert; nach den Sommerferien 2015 habe die Beschwerdeführerin die Arbeit dann wieder voll aufgenommen. Ein Jahr später hätten Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit wieder zu bröckeln begonnen. Die Beschwerdeführerin habe über Ausschläge und Atemnot berichtet. Die dermatologischen Abklärungen hätten eine diskrete Urticaria, unter anderem auf Nickel, ergeben. Die Problematik sei dem Unfallversicherer gemeldet worden, welcher einen Anspruch auf Leistungen prüfe. Seine Hoffnung, dass die Beschwerdeführerin nach den Sommerferien 2015 ihre Arbeit wiederum aufnehme, habe sich nicht erfüllt; der Arbeitgeber habe ihr zwischenzeitlich gekündigt und sie dadurch natürlich nicht zum Durchhalten motiviert. Seit dem 16. August 2016 sei sie zu 100 % krankgeschrieben. Sie fühle sich absolut nicht in der Lage, zu arbeiten und sei der vollen Überzeugung, die Arbeit der vergangenen 25 Jahre habe ihre Gesundheit vollkommen ruiniert. Dem sei natürlich nicht so. Er denke, dass die Doppelbelastung mit Familie und voll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schichtige Arbeit während den vergangenen 25 Jahren ihre Reserven aufgebracht habe. Somit bestehe seiner Meinung nach eine Somatisierungsstörung und eine Erschöpfungsdepression (Urk. 6/33/7-9; vgl. auch Urk. 6/38/2-10). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, welcher die Beschwerdeführerin nach ihrem Umzug ab November 2016 hausärztlich betreute, attestierte der Beschwerdeführerin in seinem Verlaufsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richt vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dezember 2016 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten. Laut seinem Bericht wirkten sich die Diagnosen der rezidivierenden Urticaria, eines Kontaktekzems</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Sensibilisierung auf Nickel, des chronischen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zervikothorako-spondylogenen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schmerzsyndroms bei rechtskonkaver Skoliose der Brustwirbelsäule mit segmentaler </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dysfunktion sowie einer mittelschweren depressiven Episode auf die Arbeitsfähigkeit aus (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6/33/1-6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">; vgl. auch Urk. 6/46</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 20. Januar 2017 stellte der Unfallversicherer fest, dass die Beschwerdeführerin rückwirkend ab dem 1. Dezember 2016 für die Tätigkeit am angestammten Arbeitsplatz bei der Y.___ nicht mehr geeignet sei (Urk. 6/39). Grund dafür waren die medizinischen Abklärungen, welche das Bestehen einer allergischen Kontaktdermatitis mit Sensibilisierung auf Nickel und Gummichemikalien ergaben. Diese wurde vom Unfallversicherer als Berufskrank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heit anerkannt (Urk. 6/41/13-33, Urk. 6/41/36).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 21. Februar 2017 würdigte Dr. med. B.___, Facharzt für Chirurgie vom Regionalen Ärztlichen Dienst, die bei den Akten liegenden medizinischen Berichte. Er hielt in seiner Stellungnahme fest, die chronisch rezidivierende Urti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">caria und atopische Diathese mit Sensibilisierung auf Nickel und das chronische rezidivierende zervikothorako-spondylogene Schmerzsyndrom wirkten sich auf die Arbeitsfähigkeit aus, der ebenfalls erhobene Verdacht auf eine Somatisie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsstörung und Erschöpfungsdepression hingegen nicht. In der bisherigen Tätigkeit als Messerschleiferin sei aufgrund der vom Unfallversicherer als Berufs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">krankheit anerkannten allergischen Kontaktdermatitis von einer 100%igen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Arbeitsunfähigkeit ab dem 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">August 2016 auszugehen. Dagegen sei der Beschwerdeführerin jegliche berufliche Tätigkeit unter Berücksichtigung ihrer funktionellen Einschränkungen ab dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dezember 2016 zu 100</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zumutbar (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6/49/4-5, vgl. auch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6/64/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 2017 berichtete Prof. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Allergiestation der derma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tologischen Klinik des A.___ über die Behandlung der Beschwerdeführerin vom 4. April bis 21. Juni 2017. Er diagnostizierte zunächst ein chronisches Ekzem. Die Epikutantestung habe eine Typ IV Sensibilisierung auf Nickel, Thiuram Mix und Tetramethylthiurammonosulfid ergeben. Mit diesen Materialien sei die Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer Arbeit beim Schleifen von Messern und dem Verpacken in eine Schutzhülle in Kontakt gekommen. Des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halb sei davon auszugehen, dass die Ekzeme durch den Beruf bedingt seien. Mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich sei eine atopische Mitursache der Hautveränderungen, wobei der extern positive Befund in der Hauttestung im A.___ nicht mehr habe reproduziert werden können. Die Tests hätten sodann keine Hinweise auf eine Asthmaerkrankung ergeben. Weiter bestehe eine Urticaria, welche als chronisch spontan einzustufen sei und keinen Zusammenhang mit den Ekzemen habe. Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund der unspezifischen Begleitsymptome wie Leistungsminderung, Rücken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schmerzen und gastrointestinale Beschwerden, welche auf eine Symstemerkran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung hinweisen könnten, seien verschiedene Tests durchgeführt worden, welche aber unauffällige Befunde ergeben hätten. Jedoch hätten Hinweise für das Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liegen einer Autoimmunthyreoiditis (Morbus Hashimoto), bei momentan euthy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reoter (eine normale Schilddrüsenfunktion aufweisender) Stoffwechsellage, erho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben werden können. Es werde empfohlen, von Zeit zu Zeit die Schilddrüsenwerte zu kontrollieren. Mangels Nachweis einer Systemerkrankung sei von einer idio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pathischen Urticaria auszugehen (Urk. 6/61/3-5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Auftrag des Unfallversicherers erstellte Prof. Dr. Z.___ das allergologische Gutachten vom 11. August 2017. Darin hielt er fest, dass es sich bei den Haut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">veränderungen um eine allergische Kontaktdermatitis mit Sensibilisierung auf Nickel, Thiuram Mix und Tetramethylthiurammonosulfid handle. Diese mit über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiegender Wahrscheinlichkeit als Berufskrankheit einzustufende Problematik sollte bei Vermeidung der Kontaktallergene eigentlich nicht zu einer Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führen, sobald die aktuellen ekzematösen Veränderungen gut abgeheilt seien, was mittelfristig zu erwarten sei. Zu ergänzen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei, dass die Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rerin auch an einer chronisch spontanen Urticaria leide sowie an einem rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">betonten chronischen zervikothorako-spondylogenen Schmerzsyndrom, welches die Arbeitsfähigkeit natürlich anderweitig beeinflussen könne (Urk. 6/61/1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Chirurg Dr. B.___ vom RAD gelangte in einer weiteren Stellungnahme vom 12. September 2017 zur Beurteilung, es lägen keine neuen medizinischen Tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sachen vor. Insbesondere sei das chronische zervikothorako-spondylogene Schmerzsyndrom ausreichend abgeklärt worden und nie die Hauptursache für die Arbeitsunfähigkeit gewesen. Er halte deshalb an seiner Beurteilung vom 21. Feb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ruar 2017 fest, dass eine vollständige Arbeitsfähigkeit in leidensangepassten Tätigkeiten bestehe (Urk. 6/64/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. E.___ bescheinigte der Beschwerdeführerin auf dem Unfallschein in der Folge weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 13/1, Urk. 23). Gemäss seinem Verlaufsbericht vom 29. September 2017 bestanden das Ekzem und die Urticaria, welche Juckreiz verursachten, fort, und die Beschwerdeführerin war nach wie vor der Überzeugung, dass ihre Gesundheit dadurch massiv geschädigt sei und sie deshalb nicht mehr beruflich tätig sein könne (Urk. 13/2, vgl. auch Urk. 21/1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hinsichtlich der Rückenbeschwerden fällt zunächst auf, dass die Rheumatologen des A.___ in ihrem Bericht an die IV-Stelle vom 13. Oktober 2015 festhielten, ihrer Ansicht nach sei die Beschwerdeführerin in der ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stammten Tätigkeit in der Messerfabrik mit monotonen Bewegungen vermutlich nur noch während vier Stunden pro Tag mit einer Leistung von 80 % arbeitsfähig. Eine eindeutige Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit in leidensangepassten Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weisungstätigkeiten ist ihrem Bericht nicht zu entnehmen; das von ihnen ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">füllte Formular mit den funktionellen Einschränkungen kann aber so verstanden werden, dass die Beschwerdeführerin auch in einer leidensangepassten wechsel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">belastenden Tätigkeit nur während vier Stunden pro Tag arbeiten kann (Urk. 6/23/5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus allergologischer Sicht ist dem Gutachten von Prof. Dr. Z.___ zu entnehmen, dass das unfallversicherungsrechtlich als Berufskrankheit anzuerkennende kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">taktallergische Ekzem die Arbeitsfähigkeit in Tätigkeiten ohne Kontakt mit den Allergenen, insbesondere Nickel, nicht tangiert. Einschränkend wies der Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter aber darauf hin, diese Einschätzung gelte nach Abheilung der aktuellen ekze</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">matösen Veränderungen, welche sich im Zeitpunkt der Begutachtung, am 11. August 2017, noch nicht vollständig zurückgebildet hätten. Bei der Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung der Arbeitsfähigkeit verwies er ergänzend darauf, dass die chronisch spon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tane Urticaria nicht unfallbedingt sei. Zu einer daraus allenfalls resultierenden zusätzlichen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nahm er im Gutachten, wie auch in seinem früheren Bericht vom 21. Juni 2017, aber nicht Stellung (Urk. 6/61/1, Urk. 6/61/3, Urk. 6/61/5). Zum einen ist das Gutachten vom 11. August 2017 also so zu verstehen, dass wegen der Berufskrankheit im Begutachtungszeitpunkt nach Ansicht von Prof. Dr. Z.___ noch eine nicht näher quantifizierte Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit bestand; zum anderen bestehen aufgrund dieses Gutachtens Anhalts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkte, dass sich die unfallversicherungsrechtlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht, invalidenversicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechtlich aber sehr wohl zu berücksichtigende chronische spontane Urticaria ebenfalls auf die zumutbare Arbeitsfähigkeit auswirken könnte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nebst diesen Beurteilungen der behandelnden Spezialärzte liegen noch Stellung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmen der beiden Hausärzte Dr. D.___ und Dr. E.___ zur zumutbaren Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit vor. Die Allgemeinmediziner attestierten der Beschwerdeführerin unter anderem aufgrund der Rückenbeschwerden und der dermatologisch-allergologi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Problematik im hier interessierenden Zeitraum durchgehend eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Zudem wiesen beide Ärzte auf psychische Auffälligkeiten bei der Beschwerdeführerin hin: Während der langjährige Hausarzt Dr. D.___ in seinem Bericht vom 25. November 2016 angesichts der jahrelangen familiär-beruflichen Doppelbelastung auch die Verdachtsdiagnose einer Somatisierungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung und Erschöpfungsdepression stellte (Urk. 6/33/7-9), bescheinigte der nachbehandelnde Arzt Dr. E.___ der Beschwerdeführerin am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dezember 2016 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unter anderem auch wegen einer mittelgradigen depressiven Episode eine voll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 6/33/3-6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Arbeitslosenversicherung beziehungsweise das zuständige regionale Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vermittlungszentrum gelangte offenbar Anfang 2017 ebenfalls zur Schlussfolge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung, dass die Beschwerdeführerin wegen ihres insgesamt schlechten Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitszustandes nicht arbeitsfähig sei (Urk. 6/61/4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wenn der Chirurg Dr. B.___ vom RAD nun gestützt auf diese Aktenlage - ohne vorherige Rückfrage bei den behandelnden Spezialärzten zu der in ihren Berich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten punktuell noch nicht oder ungenügend geklärten zumutbaren Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit und ohne eigene Untersuchung der Beschwerdeführerin – auf eine 100%ige Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ab dem 1. Dezember 2016 schliesst, und zwar ohne Präzisierung der beim Belastbarkeitsprofil zu berücksichtigenden funktionellen Einschränkungen, bestehen Zweifel an der Schlüssigkeit und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zuverlässigkeit seiner Beurteilung. Nach geltender Rechtsprechung kann deshalb nicht darauf abgestellt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 225</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">135 V 465</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 4.4 und E. 4.7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die zumutbare Arbeitsfähigkeit kann auch nicht allein gestützt auf die Berichte und Atteste der Hausärzte Dr. D.___ und Dr. E.___ mit dem notwendigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit bestimmt werden. Zunächst wird die von ihnen bescheinigte durchgehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit von den Berichten der behandelnden Spezialärzte nur teilweise gestützt. Sodann ergibt sich aus ihren Berichten, dass sie für die Festsetzung der Arbeitsfähigkeit hauptsächlich auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin abstellten; in ihren abschliessenden Beurteilungen bezogen sie sich nämlich wiederholt auf die Auffassung der Beschwerdeführerin, gesundheitlich massiv geschädigt und des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halb nicht mehr arbeitsfähig zu sein (Urk. 6/33/7-9, Urk. 13/2). Nicht zuletzt ist bei der Würdigung ihrer Berichte auch der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc), Rechnung zu tragen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Angesichts der lückenhaften und widersprüchlichen Aktenlage besteht weiterer Abklärungsbedarf. Aufgrund der bestehenden Hinweise, dass die Psyche der Beschwerdeführerin ebenfalls einen Einfluss auf den Gesundheitszustand bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hungsweise den Umgang mit den körperlichen Beschwerden haben könnte, drängt sich auch eine psychiatrische Abklärung auf. Die Sache ist an die IV-Stelle zur polydisziplinären allergologisch-/dermatologischen, rheumatologischen und psychiatrischen Begutachtung der Beschwerdeführerin zurückzuweisen. In die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ausgangsgemäss gehen die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- zulasten der unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liegenden IV-Stelle (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb dievertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach § 34 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. 3 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Gesetzes über das Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherungsgericht (GSVGer) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wird der Anspruch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ersatz der Parteikosten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Schwierigkeit des Prozesses </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unter Berücksichtigung dieser Grundsätze</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist die Prozessentschädigung der Beschwerdeführerin ermessensweise auf Fr. 2'100.-- festzusetzen (inklusive Bar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auslagen und Mehrwertsteuer). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">die</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> angefochtene </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Verfügung</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> vom </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">15. September 2017 aufgeho</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">ben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abkläru</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">ng im Sinne der Erwägun</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">gen, neu </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">ver</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">füge.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 2'100</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Magdalena Schaer</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigKlemmt</p><p></p></div> </div></body></html>