<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2015.00504</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=215795&amp;W10_KEY=13013514&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2015.00504</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 02.12.2015</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Stimmrechtsbeschwerde</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Der Beschwerdeführer rekurrierte gegen einen Beschluss der Delegiertenversammlung des Beschwerdegegners, mit welchem diese einen rund ein Jahr zuvor von ihr gefassten Ausgabenbeschluss aufhob, hinsichtlich dessen das Referendum gültig zustande gekommen war. Die Vorinstanz nahm das Rechtsmittel als Stimmrechtsrekurs entgegen und wies es unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers ab.] Eintretensvoraussetzungen (E. 1). Abweisung des Gesuchs um Ansetzung einer Nachfrist zur Beschwerdeergänzung (E. 2). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann ein Beschluss, hinsichtlich dessen das Referendum zustande gekommen war, die Volksabstimmung aber noch nicht stattfand, von der zuständigen Behörde jederzeit wieder zurückgenommen werden, wenn sich erweist, dass es angesichts der veränderten Verhältnisse keinen Sinn mehr hat, ihn dem Volk zur Abstimmung vorzulegen. Vorliegend wurde der Ausgabenbeschluss der Delegiertenversammlung des Beschwerdegegners nach Einreichung des Referendums gegenstandslos. Das damit verfolgte Projekt liess sich nicht mehr in seiner ursprünglichen, sondern nur noch in reduzierter Form verwirklichen. Mit dem angefochtenen Beschluss geht daher kein unzulässiger Eingriff in das Stimm- bzw. Referendumsrecht des Beschwerdeführers einher (E. 3). Der Beschwerdeführer hat zudem kein aktuelles, praktisches Interesse an der Feststellung, dass gegen den ursprünglichen Ausgabenbeschluss gültig das Referendum ergriffen worden sei und die Betriebskommission des Beschwerdegegners mit der eigenmächtigen Umsetzung eines gegenüber diesem reduzierten Projekts ihre Finanzkompetenz überschritten habe (E. 4.1). Die Vorinstanz war in Anbetracht der konkreten Umstände auch nicht gehalten, dem Begehren des Beschwerdeführers, es sei ein Überschreiten der Finanzkompetenz durch die Betriebskommission festzustellen, die Bedeutung eines Leistungsbegehrens zuzumessen (E. 4.2). In Stimmrechtssachen werden nur dann Verfahrenskosten erhoben, wenn das Rechtsmittel offensichtlich aussichtslos ist. Dies trifft auf den Rekurs des Beschwerdeführers nicht zu, weshalb ihm die Vorinstanz zu Unrecht die Kosten des Rekursverfahrens auferlegt hat (E. 5). Teilweise Gutheissung der Beschwerde.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFHEBUNG">AUFHEBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FESTSTELLUNGSINTERESSE">FESTSTELLUNGSINTERESSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FINANZKOMPETENZ">FINANZKOMPETENZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENFREIHEIT">KOSTENFREIHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFERENDUMSRECHT">REFERENDUMSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STIMMRECHTSREKURS">STIMMRECHTSREKURS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 13 Abs. 4 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 19 Abs. 1 lit. c VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=28364" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2015.00504</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">2. Dezember 2015</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Jso Schumacher<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter AndrÃ© Moser, Verwaltungsrichter Marco Donatsch, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Sonja GÃ¼ntert. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Zweckverband Bezirksspital Affoltern, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Stimmrechtsbeschwerde,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Am 30. Januar 2014 genehmigte die Delegiertenversammlung des Zweckverbands Spital Affoltern einen Ausgabenbeschluss der Betriebskommission des Zweckverbands im Zusammenhang mit der Miete von insgesamt 480 m<sup><span>2</span></sup> GewerbeflÃ¤che auf dem ehemaligen OVA-Areal und deren Ausbau zu PraxisrÃ¤umlichkeiten zur Aufnahme eines eigenen Praxisbetriebs in einem Teil der Anlage (130 m<sup><span>2</span></sup>) sowie zur Untervermietung des anderen Teils. Dagegen wurde von A bzw. dem von ihm prÃ¤sidierten Verein B das Referendum ergriffen.</p> <p class="Sachverhalt2">Am 19. August 2014 wurde im amtlichen Publikationsorgan der Gemeinde Affoltern, dem Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern, das Zustandekommen des Referendums sowie die vorlÃ¤ufige Aufhebung des Beschlusses vom 30. Januar 2014 bekannt gegeben. Inzwischen hatte die Betriebskommission des Zweckverbands Spital Affoltern am 10. April 2014 eine reduzierte Vorlage Ã¼ber die Miete von rund 130 m<sup><span>2</span></sup> GewerbeflÃ¤che auf dem ehemaligen OVA-Areal genehmigt und wurde am 29. April 2014 ein entsprechender Mietvertrag abgeschlossen. </p> <p class="Sachverhalt2">Die Delegiertenversammlung des Zweckverbands Spital Affoltern kam am 27. November 2014 â wie im Vorfeld anlÃ¤sslich einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung am 10. Juli 2014 angekÃ¼ndigt â auf ihren Beschluss vom 30. Januar 2014 zurÃ¼ck und schrieb diesen mit der BegrÃ¼ndung ab, die ins Auge gefassten Untermieter seien inzwischen direkt mit dem Vermieter MietverhÃ¤ltnisse eingegangen, sodass das ursprÃ¼nglich genehmigte Projekt hinfÃ¤llig geworden sei.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Hiergegen erhob A am 12. Dezember 2014 in eigenem Namen sowie namens und im Auftrag des Vereins B "Beschwerde" beim Bezirksrat Affoltern und beantragte neben der Feststellung, dass gegen den Beschluss vom 30. Januar 2014 von Ã¼ber 1'000 Stimmberechtigten gÃ¼ltig das Referendum ergriffen worden sei und die Betriebskommission mit Abschluss des Mietvertrags vom 29. April 2014 ihre Finanzkompetenz Ã¼berschritten sowie das Referendum unterlaufen habe, die Aufhebung des Beschlusses vom 27. November 2014 und die unverzÃ¼gliche Abhaltung des Referendums. </p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat nahm das Rechtsmittel als Stimmrechtsrekurs entgegen und trat mit Beschluss vom 18. August 2015 auf den Rekurs des Vereins B nicht ein. Unter demselben Datum wies er den Rekurs von A vollumfÃ¤nglich ab (Dispositiv-Ziff. I), auferlegte ihm die Verfahrenskosten (Dispositiv-Ziff. III) und hielt die Betriebskommission des Zweckverbands Spital Affoltern aufsichtsrechtlich dazu an, ihren Beschluss vom 10. April 2014 und den entsprechend abgeschlossenen Mietvertrag vom 29. April 2014 an der nÃ¤chsten ordentlichen Delegiertenversammlung den Delegierten des Zweckverbands zur Genehmigung vorzulegen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Am 27. August 2015 reichte A Beschwerde beim Verwaltungsgericht ein mit den folgenden AntrÃ¤gen:</p> <p class="Urteilstext">"1. Der Beschluss des Bezirksrates vom 18.8.15 sei vollumfÃ¤nglich aufzuheben.</p> <p class="Urteilstext">2. In Anbetracht der Einigkeit zwischen Rekurrent und Rekursgegnerin punkto Auf­hebung des Beschlusses vom 30.1.14 am 27.11.14 sei festzustellen, dass der Be­zirksrat unnÃ¶tigerweise Zwietracht sÃ¤t und zu Unrecht den Rekurrenten abblitzen lÃ¤sst</p> <p class="Urteilstext">3. Demnach seien die Kosten nicht dem Rekurrenten anzulasten.</p> <p class="Urteilstext">4. Es sei festzustellen, dass das zustande gekommene Referendum widerrechtlich nicht durchgefÃ¼hrt worden ist.</p> <p class="Urteilstext">5. Der Rekurrent wurde dadurch um sein Stimmrecht gebracht. Er und sein Verein ha­ben ein kostenintensives Referendumsverfahren erfolgreich durchgefÃ¼hrt. Demnach sei dem Rekurrenten eine KostenentschÃ¤digung von 20'000 Franken zu Lasten der SpitalbehÃ¶rden zu zuzusprechen.</p> <p class="Urteilstext">6. Es sei festzustellen, dass der Statthalter sein Amt unvollstÃ¤ndig ausgefÃ¼hrt habe (mehrfache Verletzung seiner Kontroll- und Aufsichtspflicht in den verschiedenen Phasen dieses erwÃ¤hnten Vorganges) wodurch eine Konfusion bei den SpitalbehÃ¶rden entstanden ist bzw. diese wurden in ihrem mehrfachen rechtswidrigen Tun be­stÃ¤rkt.</p> <p class="Urteilstext">7. Es wird um eine sachgerechte Nachfrist fÃ¼r den Rekurs gebeten, weil innerhalb 5 Tagen keine umfassende Entgegnung im Rahmen eines Rekurses in diesem Umfang von einem Laien verfasst werden kann.</p> <p class="Urteilstext">8. Ausserdem sei zu klÃ¤ren, ob es sich um eine Stimmrechtsbeschwerde handle.</p> <p class="Urteilstext">9. Es seien die Akten vom Bezirksrat und die Sitzungsprotokolle der BK und der Delegiertenversammlung, diese Angelegenheit betreffend in dieser Periode beizuziehen.</p> <p class="Urteilstext">10. Es seien die in den BegrÃ¼ndungen erwÃ¤hnten Zeugen zu befragen und die erwÃ¤hnten Berichte bzw. Gutachten beizuziehen."</p> <p class="Sachverhalt2"><span>Am 8. September 2015 verzichtete der Bezirksrat Affoltern unter Verweis auf die BegrÃ¼ndung seines </span>Beschlusses vom 18. August 2015 <span>ausdrÃ¼cklich auf Vernehmlassung. Der Zweckverband Spital Affoltern verzichtete stillschweigend auf eine Beschwerdeantwort.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit von Amtes wegen (§ 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG, LS 175.2]). Nach § 41 in Verbindung mit §§ 19 Abs. 1 lit. c und Abs. 3 Satz 1, 19a, 19b Abs. 1 und 2 lit. c sowie §§ 42â44 e contrario VRG und § 151a Abs. 1 <span>des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (GG, LS 131.1)</span> ist es fÃ¼r die Beurteilung von Beschwerden unter anderem gegen erstinstanzliche bezirksrÃ¤tliche Rekursentscheide in Stimmrechtssachen zustÃ¤ndig.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer ist in der (Verbands-)Gemeinde Affoltern am Albis stimmberechtigt und damit ohne zusÃ¤tzliche Voraussetzungen zur Stimmrechtsbeschwerde legitimiert (§ 49 in Verbindung mit § 21a lit. a VRG und Art. 10 der Statuten des Zweckverbands Spital Affoltern vom September 2014 [abrufbar unter www.spitalaffoltern.ch &gt; Ãber uns/Publikationen &gt; TrÃ¤gerschaft]; Martin Bertschi in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 21a N. 4 und insbesondere N. 7). Ob dies auch auf den vom BeschwerdefÃ¼hrer prÃ¤sidierten Verein zutrifft</span> oder<span> die Vorinstanz diesem die Beschwerdelegitimation im Rekursverfahren zu Recht abgesprochen hat (vgl. zur Beschwerdelegitimation politischer </span>Vereinigungen BGE 111 Ia 115 E. 1a; ferner zur Legitimation juristischer Personen ohne politischen Charakter <span>Christoph Hiller, Die Stimmrechtsbeschwerde, ZÃ¼rich 1990, S. 296 ff, insbesondere S. 306 ff.</span><span>), kann an dieser Stelle offengelassen werden, da der BeschwerdefÃ¼hrer anders als noch vor Vorinstanz ausschliesslich in eigenem Namen Beschwerde fÃ¼hrt ("erhebe ich") und dieser entsprechend auch lediglich den ihn betreffenden Entscheid beilegte.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>BezÃ¼glich der AntrÃ¤ge des BeschwerdefÃ¼hrers, es sei festzustellen, dass die Vorinstanz unnÃ¶tigerweise Zwietracht sÃ¤e und ihn zu Unrecht habe "abblitzen" lassen (Antrag 2) sowie dass das zustande gekommene Referendum "widerrechtlich nicht durchgefÃ¼hrt worden" sei (Antrag 4), ist Folgendes festzuhalten: Feststellungsbegehren setzen ein spezifisches schutzwÃ¼rdiges Interesse voraus. Ein solches ist gegeben, wenn der Bestand, Nichtbestand oder Umfang Ã¶ffentlichrechtlicher Rechte und Pflichten unklar ist. Kein schutzwÃ¼rdiges Feststellungsinteresse besteht jedoch, wenn der Gesuchsteller das mit dem Feststellungsbegehren bezweckte Ziel auch mit einem Leistungs- oder Gestaltungsbegehren erreichen kÃ¶nnte; insofern sind Feststellungsbegehren subsidiÃ¤r (vgl. zum Ganzen VGr, 18. Dezember 2013, <span>VB.2013.00731, E. 1.2 mit Hinweisen</span>).</p> <p class="Erwgung2">Der Entscheid Ã¼ber den Antrag, den Beschluss der Vorinstanz vom 18. August 2015 vollumfÃ¤nglich aufzuheben, bedingt bereits die Auseinandersetzung mit der Frage, ob die Vorinstanz den RekursantrÃ¤gen des BeschwerdefÃ¼hrers zu Recht nicht gefolgt ist bzw. sie ihn "zu Unrecht hat abblitzen lassen". Bei einer vollumfÃ¤nglichen Gutheissung der Beschwerde wÃ¤re zudem der Beschluss des Beschwerdegegners vom 27. November 2014 aufzuheben und das gegen den mit diesem Entscheid aufgehobenen Beschluss vom 30. Januar 2014 ergriffene Referendum durchzufÃ¼hren. Der mit der Beschwerdeerhebung verfolgten Absicht des BeschwerdefÃ¼hrers wÃ¤re mithin GenÃ¼ge getan. Auf die Feststellungsbegehren des BeschwerdefÃ¼hrers ist daher mangels schutzwÃ¼rdigen Feststellungsinteresses nicht einzutreten.</p> <p class="Urteilstext">Nicht einzutreten ist auch auf das erstmals im Beschwerdeverfahren gestellte Begehren um Zusprechung einer KostenentschÃ¤digung von Fr. 20'000.- zulasten der SpitalbehÃ¶rden (Antrag 5). Mit diesem Antrag geht nicht nur eine unzulÃ¤ssige Erweiterung des Streitgegenstands einher (vgl. <span>dazu Marco Donatsch, Kommentar VRG, § 52 N. 11 in Verbindung mit § 20a N. 10); die ZustÃ¤ndigkeit fÃ¼r die Beurteilung von SchadenersatzansprÃ¼chen Privater gegen Staat und Gemeinden wie dem vorliegend geltend gemachten lÃ¤ge auch nicht beim Verwaltungsgericht. Sie ist vielmehr unabhÃ¤ngig von der Rechtsnatur der Streitsache den Zivilgerichten zugewiesen (§ 2 Abs. 1 VRG; vgl. dazu Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 2 N. 1 ff.). Insofern bedarf es keiner Weiterleitung nach § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 2 Satz 1 VRG (siehe PlÃ¼ss, § 5 N. 54 ff.).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer allgemeine Kritik an der AmtsfÃ¼hrung des Statthalters sowie der Vorinstanz und der von ihr angeordneten aufsichtsrechtlichen Massnahme anbringt und damit sinngemÃ¤ss eine Aufsichtsbeschwerde (besser: Aufsichtsanzeige) erhebt, ist darauf mangels ZustÃ¤ndigkeit des Gerichts ebenfalls nicht einzutreten. ZustÃ¤ndig fÃ¼r die Behandlung dieses Rechtsbehelfs ist grundsÃ¤tzlich die der Vorinstanz hierarchisch Ã¼bergeordnete BehÃ¶rde (Bertschi, Vorbemerkungen zu §§ 19â28a N. 72 ff.). Von einer Ãberweisung der Eingabe an diese kann indes abgesehen werden, ist die Erhebung einer Aufsichtsbeschwerde doch nicht fristgebunden, weshalb die Pflicht zu deren Weiterleitung nach § 5 Abs. 2 VRG auch insoweit entfÃ¤llt (PlÃ¼ss, § 5 N. 48). Damit erÃ¼brigt sich auch die im Zusammenhang mit der behaupteten hoffnungslosen Ãberforderung des Statthalters und der Vorinstanz bzw. der Verletzung ihrer Aufsichtspflicht beantragte Beweisabnahme.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.4 </b>Da die Ã¼brigen Eintretensvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde mit den genannten EinschrÃ¤nkungen einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>Die Beschwerde muss einen Antrag und dessen BegrÃ¼ndung enthalten (§ 54 Abs. 1 VRG). Nach Ablauf der Beschwerdefrist kÃ¶nnen grundsÃ¤tzlich weder Antrag noch BegrÃ¼ndung erweitert werden (Alain Griffel, Kommentar VRG, § 23 N. 23, auch zum Folgenden). Im Beschwerdeverfahren nach Verwaltungsrechtspflegegesetz besteht insofern auch keine MÃ¶glichkeit, die BegrÃ¼ndung bei </span>aussergewÃ¶hnlichem<span> Umfang oder besonderer Schwierigkeit der Streitsache innert einer angemessenen Nachfrist zu ergÃ¤nzen. Dem Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um Ansetzung einer Nachfrist zur BeschwerdeergÃ¤nzung ist daher nicht stattzugeben (Antrag 7).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Nach § 19 Abs. 1 lit. c VRG kÃ¶nnen Handlungen staatlicher Organe, welche die politische Stimmberechtigung oder Volkswahlen und -abstimmungen betreffen, mit Rekurs angefochten werden (Stimmrechtssachen<span class="SC2652"><span>; vgl. ferner § 151a Abs. 1 GG</span></span>). </p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gte bei der Vorinstanz der Sache nach, durch den Beschluss des Beschwerdegegners vom 27. November 2014 Ã¼ber die RÃ¼cknahme des Entscheids vom 30. Januar 2014 werde die Wirkung des von ihm unterzeichneten und eingereichten Referendums unterlaufen und damit in rechtswidriger Weise in sein Referendumsrecht eingegriffen. Eingriffe in das direktdemokratische Institut des Referendums â wie der vom BeschwerdefÃ¼hrer geltend gemachte â kÃ¶nnen grundsÃ¤tzlich mit einem Rekurs in Stimmrechtssachen im Sinn von § 19 Abs. 1 lit. c VRG gerÃ¼gt werden (vgl. <span>Hiller, </span>S. 115 mit Hinweis auf BGE 98 Ia 290; ferner BGr, 2. Oktober 2013, 1C_577/2013, E. 2.1). Die Vorinstanz hat das Rechtsmittel des BeschwerdefÃ¼hrers daher zu Recht als Stimmrechtsrekurs entgegengenommen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>ZweckverbÃ¤nde wie der Beschwerdegegner sind demokratisch zu organisieren (Art. 93 Abs. 1 der <span>Verfassung des Kantons ZÃ¼rich vom 27. Februar 2005 [KV, LS 101</span>]). Nach Art. 93 Abs. 2 KV gelten die Volksrechte in der Gemeinde sinngemÃ¤ss auch fÃ¼r sie und stehen den Stimmberechtigten im gesamten Verbandsgebiet das Initiativ- und das Referendumsrecht zu.</p> <p class="Erwgung2">GemÃ¤ss Art. 10 der bis 1. Januar 2015 gÃ¼ltigen Statuten des Beschwerdegegners vom September 2009 (Statuten, abrufbar unter www.spitalaffoltern.ch/tl_files/contents/files/ueber %20uns/Behoerden/1.1.11%20Statuten%20Zweckverband%202010.pdf) sind die in kommunalen Angelegenheiten Stimmberechtigten aller Verbandsgemeinden gleichzeitig die Stimmberechtigten des Beschwerdegegners. Ihnen steht unter anderem die MÃ¶glichkeit offen, ein fakultatives Referendum gegen BeschlÃ¼sse der Delegiertenversammlung zu ergreifen (Art. 12 lit. b in Verbindung mit Art. 16 lit. b der Statuten, auch zum Folgenden). So ist an der Urne Ã¼ber VersammlungsbeschlÃ¼sse abzustimmen, wenn binnen 60 Tagen von deren Bekanntmachung an 500 Stimmberechtigte bei der Betriebskommission das schriftliche Begehren um Anordnung einer Urnenabstimmung einreichen und keine der in Art. 17 der Statuten genannten GeschÃ¤fte betroffen sind.</p> <p class="Erwgung2"><span class="Erwgung2Char">Gegen</span><span> den Beschluss des Beschwerdegegners vom 30. Januar 2014 kam vorliegend unstreitig das Referendum zustande. Zu prÃ¼fen bleibt, ob der Beschwerdegegner vor diesem Hintergrund auf seinen Beschluss vom 30. Januar 2014 zurÃ¼ckkommen und ihn vor DurchfÃ¼hrung der Volksabstimmung aufheben durfte oder ob er mit Blick auf die politischen Rechte der Stimmberechtigten der Verbandsgemeinden anzuweisen ist, Ã¼ber den Beschluss eine Urnenabstimmung durchzufÃ¼hren.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Das Bundesgericht entschied bereits im Jahr 1972 in einem Ã¤hnlich gelagerten Fall in Bezug auf einen Beschluss, hinsichtlich dessen das Referendum zustande gekommen war, die Volksabstimmung aber noch nicht stattgefunden hatte, es sei nicht einzusehen, "weshalb ein solcher Beschluss in dieser Phase von der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde nicht jederzeit wieder sollte zurÃ¼ckgenommen werden kÃ¶nnen, wenn sich erweist, dass es angesichts der verÃ¤nderten VerhÃ¤ltnisse keinen Sinn mehr hat, ihn dem Volk zur Abstimmung vorzulegen" (BGE 98 Ia 290 E. 5; vgl. auch <span>Yvo Hangartner/Andreas Kley, Die demokratischen Rechte in Bund und Kantonen der Schweizerischen Eidgenossenschaft, ZÃ¼rich 2000, </span>N. 352 und 1735). Entsprechendes hat auch vorliegend zu gelten, zumal sich weder im kantonalen Recht noch in den Statuten des Beschwerdegegners eine Bestimmung finden lÃ¤sst, welche einem solchen Vorgehen von vornherein entgegenstÃ¼nde. Ein Verbot, auf einen einmal gefassten Entscheid zurÃ¼ckzukommen, liefe denn auch den Interessen sowohl der beschlussfassenden KÃ¶rperschaft als auch der Stimmberechtigten offensichtlich zuwider, wÃ¤re damit doch auch die Korrektur Ã¼bereilter oder unbedachter Fehlentscheide ausgeschlossen. Vor diesem Hintergrund ist es BehÃ¶rden im Kanton ZÃ¼rich nach § 49 <span>GG sogar erlaubt, in der Gemeindeversammlung bzw. der Urnenabstimmung verworfene AntrÃ¤ge einer spÃ¤teren Versammlung respektive spÃ¤teren Urnenabstimmung erneut zu unterbreiten bzw. zu unterstellen (vgl. auch bezÃ¼glich WiedererwÃ¤gungsinitiativen BGE 100 Ia 378 E. 2). Das kann unter UmstÃ¤nden zur </span><span>Folge haben, dass erfolgreiche Initianten oder Initiantinnen bzw. ReferendumsfÃ¼hrer oder ReferendumsfÃ¼hrerinnen gezwungen werden, ihre Anliegen in einem zweiten, unerwÃ¼nschten Abstimmungskampf abermals zu vertreten. </span>Auf den vorliegenden Fall bezogen bedeutet dies, dass der Beschluss des Beschwerdegegners, mit welchem er auf denjenigen vom 30. Januar 2014 zurÃ¼ckkam und ihn aufhob, das Stimmrecht des BeschwerdefÃ¼hrers nicht verletzt, sofern damit insbesondere keine missbrÃ¤uchliche Umgehung der Urnenabstimmung einhergeht.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.4 </span></b>Der Beschwerdegegner begrÃ¼ndet die RÃ¼cknahme des Beschlusses vom 30. Januar 2014 damit, dass das mit diesem Beschluss genehmigte Projekt Ã¼ber die Miete und den Ausbau einer FlÃ¤che von 480 m<sup><span>2</span></sup> auf dem ehemaligen OVA-Areal hinfÃ¤llig geworden sei. Der Eigenbedarf des Spitals betrage lediglich ungefÃ¤hr 130 m<sup><span>2</span></sup>, die restlichen 350 m<sup><span>2</span></sup> seien ursprÃ¼nglich zur Untervermietung vorgesehen gewesen. Nachdem die ins Auge gefassten beiden Untermieter jedoch nach Zustandekommen des Referendums ihre AbsichtserklÃ¤rungen zurÃ¼ckgezogen sowie "aus zeitlichen GrÃ¼nden" direkt mit C als Vermieterin MietverhÃ¤ltnisse eingegangen seien und die Betriebskommission in der Folge "in eigener Regie" beschlossen habe, das ursprÃ¼ngliche Projekt in reduzierter Form umzusetzen, das heisst, lediglich noch die fÃ¼r den eigenen Spitalbetrieb erforderlichen RÃ¤umlichkeiten zu mieten sowie auszubauen, kÃ¶nne der Beschluss vom 30. Januar 2014 selbst bei einer Annahme durch die StimmbevÃ¶lkerung nicht mehr umgesetzt werden. GestÃ¼tzt auf den Beschluss der Betriebskommission des Beschwerdegegners vom 10. April 2014 wurde entsprechend bereits am 29. April 2014 â ohne die Volksabstimmung abzuwarten â ein auf zehn Jahre befristeter Vertrag eingegangen Ã¼ber die Miete von 130 m<sup><span>2 </span></sup>GewerbeflÃ¤che auf dem ehemaligen OVA-Areal statt der ursprÃ¼nglich geplanten 480 m<sup><span>2</span></sup>.</p> <p class="Erwgung2"><span>Mit dem Beschwerdegegner ist vor diesem Hintergrund davon auszugehen, dass es angesichts</span> der verÃ¤nderten VerhÃ¤ltnisse offensichtlich keinen Sinn mehr ergibt, den Beschluss vom 30. Januar 2014 dem Volk zur Abstimmung vorzulegen. Er wurde in dem Zeitpunkt gegenstandslos, als die potenziellen Untermieter auf ihre AbsichtserklÃ¤rungen zurÃ¼ckkamen und HauptmietverhÃ¤ltnisse mit C eingingen. Das Projekt liess sich von da an nicht mehr in seiner ursprÃ¼nglichen Form verwirklichen. Mit Umsetzung des am 10. April 2014 beschlossenen redimensionierten Projekts wird nur noch der vom Beschwerdegegner geltend gemachte Eigenbedarf an PraxisrÃ¤umlichkeiten gedeckt und fallen damit namentlich die mit einem UntermietverhÃ¤ltnis fÃ¼r den Untervermieter regelmÃ¤ssig einhergehenden Risiken (Mietzinsausfall, Abnutzung der untervermieteten Sache etc.) weg. Es handelt sich dabei nicht bloss um eine unwesentliche AbÃ¤nderung des ursprÃ¼nglichen Projekts oder gar dessen (rechtsmissbrÃ¤uchliche) Aufspaltung in zwei Teilprojekte. Mit dem Beschluss vom 27. November 2014 geht daher kein unzulÃ¤ssiger Eingriff in das Stimm- bzw. Referendumsrecht des BeschwerdefÃ¼hrers einher. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegrÃ¼ndet. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragte im Rekursverfahren weiter die Feststellung, dass gegen den Beschluss der Delegiertenversammlung vom 30. Januar 2014 von Ã¼ber 1'000 Stimmberechtigten gÃ¼ltig das Referendum ergriffen worden sei und die Betriebskommission des Beschwerdegegners mit dem Mietvertrag vom 29. April 2014 die Finanzkompetenz Ã¼berschritten habe. </p> <p class="Erwgung2">Weder das Zustandekommen des Referendums noch der Umstand, dass die Betriebskommission vor Abschluss des Mietvertrags eine Kreditbewilligung der Delegiertenversammlung hÃ¤tte einholen mÃ¼ssen, wird seitens des Beschwerdegegners bestritten (siehe Art. 31 der Statuten). Das mit dem Begehren der Feststellung einer Ãberschreitung der Finanzkompetenz durch die Betriebskommission bezweckte Ziel hÃ¤tte der BeschwerdefÃ¼hrer daneben auch mit einem solchen der Aufhebung des Beschlusses vom 10. April 2014 betreffend die Bewilligung zum Abschluss des Mietvertrags vom 29. April 2014 wegen der Verletzung des Grundsatzes der Gewaltenteilung erreichen kÃ¶nnen. Anders als Akte der Betriebskommission unterliegen solche der Delegiertenversammlung prinzipiell dem fakultativen Referendum (Art. 16 der Statuten). Mit Beschlussfassung der Betriebskommission als unzustÃ¤ndiger BehÃ¶rde wurde der Ausgabenbeschluss vom 10. April 2014 der Volksabstimmung entzogen, wogegen sich die gemÃ¤ss Art. 10 der Statuten Stimmberechtigten des Beschwerdegegners mit Stimmrechtsrekurs zur Wehr setzen kÃ¶nnen (vgl. Donatsch, § 20 N. 111; <span>Hans Rudolph Thalmann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 3. A., WÃ¤denswil 2000, § 151 N. 4.2.3.4</span>; vgl. ferner BGr, 17. August 2004, 1P.59/2004, E. 1.1). Ihre Legitimation liesse sich vorliegend auch nicht etwa mit der BegrÃ¼ndung verneinen, dass der mit Beschluss vom 10. April 2014 genehmigte Mietvertrag bereits ohne Vorbehalt der Genehmigung durch die Delegiertenversammlung auf zehn Jahre abgeschlossen wurde und die Stimmberechtigten daher daran, dass der Vertrag der Delegiertenversammlung zur Genehmigung unterbreitet werde, kein aktuelles praktisches Interesse mehr hÃ¤tten. Daran, dass die Ergreifung des Referendums ermÃ¶glicht werde, haben sie als StimmbÃ¼rgerinnen und StimmbÃ¼rger ein Interesse, das unabhÃ¤ngig ist von den zivilrechtlichen Folgen, die eine allfÃ¤llige Verweigerung der Genehmigung durch die Delegiertenversammlung oder, nach Zustandekommen des Referendums, durch die Urnenabstimmung hÃ¤tte (vgl. zum Ganzen BGE 89 I 253 E. 5).</p> <p class="Erwgung2">Mit der Vorinstanz ist daher davon auszugehen, dass es dem BeschwerdefÃ¼hrer im Urteilszeitpunkt bezÃ¼glich der beiden genannten Tatsachen an einem aktuellen Feststellungsinter-esse fehlte; auf die FeststellungsantrÃ¤ge wÃ¤re nicht einzutreten gewesen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Es fragt sich indes, ob der BeschwerdefÃ¼hrer als Laie von der Vorinstanz auf der Formulierung seines Rechtsbegehrens, die Ãberschreitung der Finanzkompetenz durch die Betriebskommission sei festzustellen, behaftet werden durfte oder diesem die Bedeutung eines Leistungsbegehrens im Sinn der vorstehenden ErwÃ¤gungen hÃ¤tte zugemessen werden mÃ¼ssen. Es wÃ¤re Ã¼berspitzt formalistisch, eine Partei auf der unglÃ¼cklichen Formulierung oder beim unbestimmten Wortlaut ihres Rechtsbegehrens zu behaften, wenn sich dessen Sinn unter BerÃ¼cksichtigung der RechtsmittelbegrÃ¼ndung, der UmstÃ¤nde des zu beurteilenden Falls oder der Rechtsnatur des betreffenden Rechtsmittels ohne Weiteres ermitteln liesse (vgl. BGr, 4. Mai 2005, 5P.35/2005, E. 1.1).</p> <p class="Erwgung2">Auch aus der BegrÃ¼ndung des Rekurses des BeschwerdefÃ¼hrers vom 12. Dezember 2014 geht allerdings hervor, dass es darum ging, "durch die Beschwerdeinstanz" feststellen zu lassen, dass die Betriebskommission des Beschwerdegegners Ã¼ber den beanstandeten Mietvertrag das ehemalige OVA-Areal betreffend nicht gÃ¼ltig "alleine" hÃ¤tte beschliessen dÃ¼rfen. Explizit ersucht wird â den RekursantrÃ¤gen folgend â lediglich um Aufhebung des Beschlusses vom 27. November 2014 ("Ist <i>festgestellt</i>, dass die BK gar keine Kompetenz hatte, den Mietvertrag abzuschliessen, so ist gemÃ¤ss Statuten die DV fÃ¼r das GeschÃ¤ft zustÃ¤ndig. Die DV hat nun aber nicht den Vertrag genehmigt, sondern ihren eigenen Beschluss zur Genehmigung dieses Vertrages vom 30.1.2014 aufgehoben â eine wahrhaft skurrile Handlung! [â¦] Der Beschluss ist wegen Verstosses gegen die Zweckverbandsstatuten aufzuheben [â¦]."). Wesentlich ist fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer offensichtlich, dass der Beschluss des Beschwerdegegners vom 30. Januar 2014 der Urnenabstimmung unterbreitet wird, zumal er eigenen Angaben zufolge "ein kostenintensives Referendumsverfahren erfolgreich durchgefÃ¼hrt" hat. In der behaupteten Unterwanderung bzw. Umgehung des auf seine Initiative hin zustande gekommenen Referendums sieht er eine Verletzung seines Stimmrechts, welche er mit Stimmrechtsrekurs zu korrigieren sucht, nicht in der unbestrittenen Verletzung des Grundsatzes der Gewaltenteilung durch die Betriebskommission sowie der damit einhergehenden Vereitelung seines Rechts auf Mitwirkung bei der verbandsinternen Willensbildung. An der Feststellung, dass die Betriebskommission mit dem Mietvertrag vom 29. April 2014 ihre Finanzkompetenz Ã¼berschritten habe, scheint ihm nur insofern gelegen, als er davon ausgeht, dass das "Referendum nicht gegenstandslos werden" kÃ¶nne, wenn der Mietvertrag keine Wirkung entfalte<span>. Er verkennt dabei, dass der Ausgabenbeschluss des Beschwerdegegners vom 30. Januar 2014 bereits mit der Vermietung der ursprÃ¼nglich fÃ¼r die Untervermietung vorgesehenen FlÃ¤che von rund 350 m<sup>2</sup> gegenstandlos wurde, nicht erst mit dem Mietvertrag Ã¼ber die verbleibende FlÃ¤che (oben 3.4). Es ist demzufolge anzunehmen, dass selbst die Entgegennahme des Feststellungsbegehrens als ein solches auf positive Leistung und dessen Gutheissung im Rekursverfahren dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht den erwÃ¼nschten praktischen Nutzen zu verschaffen vermÃ¶chte.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Letztlich kann die Frage, ob die Vorinstanz das besagte Feststellungsbegehren des Beschwerdegegners in ein Leistungsbegehren hÃ¤tte umdeuten mÃ¼ssen, aber offengelassen werden. Aus der Korrektur des Rekursentscheids dahingehend, dass die Vorinstanz den Stimmrechtsrekurs des BeschwerdefÃ¼hrers vom 12.</span> Dezember 2014 <span>auch als einen solchen gegen den Beschluss der Betriebskommission vom 10. April 2014 entgegenzunehmen und â unter Vorbehalt der Rechtzeitigkeit der Rekurserhebung â materiell zu behandeln hÃ¤tte, resultierte nÃ¤mlich ebenfalls kein aktueller praktischer Nutzen fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer (bezÃ¼glich der Kostenfolge siehe unten 5). </span><span>So wies die Vorinstanz die Betriebskommission des Beschwerdegegners mit Beschluss vom 18. August 2015 bereits aufsichtsrechtlich an, "ihren Beschluss vom 10. April 2014 betreffend Projekt PraxisrÃ¤ume OVA-Areal und de[n] entsprechend abgeschlosse[n] Mietvertrag vom 29. April 2014 an der nÃ¤chsten ordentlichen Versammlung den Delegierten des Zweckverbandes Spital Affoltern zur Genehmigung vorzulegen". Die mit der KompetenzÃ¼berschreitung durch die Betriebskommission verbundene Verletzung des Stimmrechts des BeschwerdefÃ¼hrers ist daher auch ohne entsprechende Leistungsklage nachtrÃ¤glich zu korrigieren</span>.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Was wiederum die beantragte Feststellung anbelangt, mit dem Mietvertrag vom 29. April 2014 habe die Betriebskommission das (zustande gekommene) Referendum unterlaufen, ist grundsÃ¤tzlich ein schutzwÃ¼rdiges Feststellungsinteresse des BeschwerdefÃ¼hrers zu bejahen. Nachdem die Urnenabstimmung Ã¼ber den Versammlungsbeschluss vom 30. Januar 2014 aber â wie oben festgestellt (3.4) â schon vor Abschluss dieses Mietvertrags bzw. dem Genehmigungsbeschluss hierzu hinfÃ¤llig wurde und es dem Beschwerdegegner vor diesem Hintergrund offenstand, trotz Zustandekommen des Referendums auf seinen Beschluss zurÃ¼ckzukommen, ist dieses Feststellungsbegehren abzuweisen. Es liegt keine unzulÃ¤ssige Umgehung des Referendumsrechts vor. Es ist dem BeschwerdefÃ¼hrer unbenommen, gegen den nunmehr aufsichtsrechtlich angeordneten nachtrÃ¤glichen Beschluss der Delegiertenversammlung Ã¼ber die Kreditbewilligung erneut das Referendum zu ergreifen. Er ist so gestellt, wie wenn die Delegiertenversammlung des Beschwerdegegners nach Eintritt der UndurchfÃ¼hrbarkeit des ursprÃ¼nglichen Projekts â auf ihren Beschluss vom 30. Januar 2014 zurÃ¼ckkommend â von Anfang an einen den verÃ¤nderten tatsÃ¤chlichen Gegebenheiten angepassten (reduzierten) Ausgabenbeschluss gefasst hÃ¤tte.<span> </span>Allein darin, dass der BeschwerdefÃ¼hrer so unter UmstÃ¤nden gezwungen ist, seine Anliegen in einem zweiten Referendumsverfahren zu vertreten, ist keine Behinderung bzw. unzulÃ¤ssige Umgehung des Referendumsrechts zu sehen. Es handelt sich hierbei vielmehr um eine unvermeidliche Konsequenz der den BehÃ¶rden eingerÃ¤umten MÃ¶glichkeit, bei Vorliegen sachlicher GrÃ¼nde auf einen Beschluss zurÃ¼ckzukommen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b>GemÃ¤ss § 13 Abs. 4 VRG werden in Stimmrechtssachen nur dann Verfahrenskosten erhoben, wenn das Rechtsmittel offensichtlich aussichtslos ist. Als offensichtlich aussichtslos sind Begehren anzusehen, bei denen die Aussichten auf Gutheissung um derart viel kleiner erscheinen als jene auf Abweisung, dass sie kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen (vgl. PlÃ¼ss, § 13 N. 90 in Verbindung mit § 16 N. 46 ff.). <span>Massgebend ist, ob der BeschwerdefÃ¼hrer das grundsÃ¤tzlich kostenlose Verfahren bei vernÃ¼nftiger Ãberlegung und AbwÃ¤gung der Aussichten auch dann eingeleitet hÃ¤tte, wenn dieses kostenpflichtig wÃ¤re (vgl. VGr, 17. Januar 2012, VB.2011.00796, E. 5). Die prinzipielle Kostenlosigkeit rechtfertigt sich damit, dass das allgemeine Interesse an der Verwirklichung des objektiven Rechts im Bereich von Stimmrechtssachen von grosser Bedeutung ist (PlÃ¼ss, § 13 N. 90).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b>Diesen Grundsatz unberÃ¼cksichtigt lassend, auferlegte die Vorinstanz dem nicht anwaltlich vertretenen BeschwerdefÃ¼hrer ohne nÃ¤here BegrÃ¼ndung die <span>Kosten des Rekursverfahrens</span>. Angesichts der Eigenart des Beschlusses des Beschwerdegegners vom 27. November 2014 sowie der durch das Gemeindeamt des Kantons ZÃ¼rich anlÃ¤sslich der aufsichtsrechtlichen ÃberprÃ¼fung des Finanzhaushalts des Beschwerdegegners festgestellten wiederholten Ãberschreitungen der Finanzkompetenzen in Zusammenhang mit Ausgaben- bzw. KreditbeschlÃ¼ssen war der Rekurs des BeschwerdefÃ¼hrers nicht als offensichtlich aussichtslos zu qualifizieren. Die Vorinstanz nahm das Rechtsmittel immerhin zum Anlass, zugunsten der Verwirklichung des objektiven Rechts gegenÃ¼ber dem Beschwerdegegner eine aufsichtsrechtliche Massnahme anzuordnen. <span>Damit hat die Vorinstanz dem BeschwerdefÃ¼hrer zu Unrecht die Kosten fÃ¼r das Rekursverfahren auferlegt. Die Beschwerde ist insoweit gutzuheissen. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde ist nach dem Gesagten teilweise gutzuheissen. In AbÃ¤nderung von Dispositiv-Ziff. III des bezirksrÃ¤tlichen Beschlusses vom 18. August 2015 sind die Rekurskosten in HÃ¶he von Fr. 1'042.- auf die Staatskasse zu nehmen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>In der Sache selber ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>7. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2">GestÃ¼tzt auf § 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 4 VRG sind die Kosten des vor-liegenden Verfahrens auf die Gerichtskasse zu nehmen.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. In AbÃ¤nderung von Dispositiv-Ziff. III Beschlusses des Bezirksrats Affoltern vom 18. August 2015 werden die Kosten des Rekursverfahrens auf die Staatskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. </span><span>Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlichrechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Erwgung2">5. Mitteilung anâ¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>