B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-1629/2012 U r t e i l v o m 31 . J u l i 2 0 1 2 Besetzung Richter Marc Steiner (Vorsitz), Richter Bernard Maitre, Richter Claude Morvant, Gerichtsschreiberin Beatrice Grubenmann. Parteien X._______, Beschwerdeführer, gegen Kanton Wallis, Rekurskommission für den Bereich Landwirtschaft und Landumlegungen, Vorinstanz Kanton Wallis, Dienststelle für Landwirtschaft, Amt für Direktzahlungen, Erstinstanz. Gegenstand Urteil der Rekurskommission für den Bereich Landwirtschaft und Landumlegungen des Kantons Wallis vom 27. Februar 2012 (Direktzahlungen 2010). B-1629/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a X._______ bewirtschaftet einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Nutz- tierhaltung in (…). Am 27. September 2010 nahm die zuständige akkredi- tierte Kontrollstelle, die Oberwalliser Landwirtschaftskammer , auf dem Betrieb von X._______ einen Betriebsbesuch vor. Im "Kontrollbericht ÖLN [ökologischer Leistungsnachw eis] Landwirtschaft – Kontrolljahr 2010" vermerkte der Kontrolleur bei Punkt 5 "Düngung", der Wert P 2O5 [Phos- phor] sei überschritten und die Anforderung seien nur teilweise erfüllt. A.b Gestützt auf die von X._______ eingereichte Düngerbilanz stellte die zuständige Kontrollstelle am 11. Dezember 2010 eine Überschreitung der Toleranzgrenze beim Phosphor von 27,6% fest. A.c Mit Verfügung vom 21. Dezember 2010 teilte das Departement für Volkswirtschaft, Energie und Raumentwicklung, Dienststelle für Landwirt- schaft, Amt für Direktzahlungen (nachfolgend: Erstinstanz) X._______ mit, anlässlich der auf seinem Betrieb im letzten Betriebsjahr vorgeno m- menen ÖLN -Kontrolle sei festgestellt worden , dass Abnahmeverträge fehlten sowie, dass in der Düngerbilanz die Toleranzgrenze beim Phos- phor überschritten worden sei . Die Direktzahlungen für das Jahr 2010 würden daher um den Betrag von Fr. 12'356.- gekürzt. A.d Gegen diese Verfügung erhob X._______ am 30. Dezember 2010 Einsprache und rügte eine Verletzung seines rechtlichen Gehörs. Sodann kritisierte er, die Vorwürfe, wonach die Düngerbilanz beim Phosphor überschritten sei und Düngerabnahmeverträge fehlten, seien unbegrün- det. Er beantragte, die Verfügung vom 21. Dezember 2010 sei entspre- chend zu korrigieren. A.e Mit Einspracheentscheid vom 16. Februar 2011 hielt die Erstinstanz an der angefochtenen Verfügung fest. Die von X._______ eingereichten Unterlagen betreffend die Düngermengen w ürden mit den Angaben in dem von ihm am 19. Januar 2010 unterzeichneten Betriebsheft für das Kontrolljahr 2010 resp. ÖLN -Jahr 2009 (1. September 2008 -31. August 2009) nicht übereinstimmen. X._______ habe im Betriebsheft die abg e- gebene Mistmenge mit 7 ,5 m3 angegeben und mit seiner Unterschrift als Betriebsleiter die wahrheitsgetreuen Angaben zuhanden der Kontrollstelle bestätigt. Er habe den Kontrollbericht vom 27. September 2010, mit we l- chem der Kontrolleur beanstandete, dass der Punkt Düngung nur teilwe i-B-1629/2012 Seite 3 se erfüllt sei, unterzeichnet und das Ergebnis der Kontrol le, also auch die beanstandete Düngung, nicht angefochten. Mit Datum vom 11. Dezember 2010 habe die Oberwalliser Landwirtschaftskammer eine Überschreitung der Toleranzgrenze beim Phosphor von 27,6% festgestellt. Damit seien die ÖLN -Anforderungen nicht erfü llt. Die Kürzung der Direktzahlungen 2010 sei daher zu Recht erfolgt. A.f Gegen diesen Entscheid erhob X._______ mit Eingabe vom 7. März 2011 Einsprache (recte: Beschwerde) bei der Kantonalen Rekurskommis- sion für den Bereich Landwirtschaft und Landumlegung ( nachfolgend: Vorinstanz). Er bestritt die von der Erstinstanz genannten Beanstandun- gen und beantragte, die Vor instanz habe ihren Entscheid entsprechend zu korrigieren. A.g Die Vorinstanz wies die Beschwerde mit Urteil vom 27. Februar 2012 ab. Zur Begründung führte sie aus, zwar ergebe sich aus den vo n X._______ eingereichten Verzeichnissen tatsächlich , dass er im ÖLN - Jahr 2009 insgesamt 25,5 m 3 Pferdemist abgegeben habe (vgl. Urteil vom 27. Februar 2012 , S. 3 ). Indes seien die Voraussetzungen einer Wiedererwägung nicht erfüllt. Es sei daher auf die vom Beschwerdeführer im Betriebsheft 2010 gemachten Angaben abzustellen. B. Gegen diesen Beschwerdeentscheid erhob X._______ (nachfolgend: Be- schwerdeführer) am 23. März 201 2 Beschwerde beim B undesverwal- tungsgericht. Er beantragt, das Urteil vom 27. Februar 2012 sei aufzuhe- ben und es sei ihm der in Abzug gebrachte Betrag von Fr. 12'356.- zuzüg- lich Zins von 6,5% auszurichten. Der Beschwerdeführer rügt eine Verlet- zung seines rechtlichen Gehörs und einen Verstoss gegen den Grundsatz des Vertrauensschutzes. Die von der Erstinstanz erwähnten Vorwürfe, wonach er in der Düngerbilanz die Toleranzgrenze beim Phosphor über- schritten habe und Düngerabnahmeverträge fehlten , seien nicht zutre f- fend. Er habe im fraglichen Zeitraum 25,5 m 3 Pferdemist abgegeben. Die von ihm im Betriebsheft irrtümlicherweise zuerst angegebene und in der Nährstoffbilanz berücksichtigte Mistmenge entspreche nicht der tatsächli- chen Menge. Er habe dies dem Kontrolleur anlässlich der Kontrolle vom 27. September 2010 gesagt . Dieser habe ihm zugesichert, dass die A n- gaben von der Behörde noch einverlangt würden . Auch h abe er im Be- triebsheft die zugeführte Menge in Punkt 5 "Zu - und Wegfuhr von Grund- futter" in die falsche Zeile eingetragen. Die von der Erstinstanz vorg e- nommene Kürzung der Direktzahlungen 2010 um Fr. 12'356. - sei daher B-1629/2012 Seite 4 ungerechtfertigt und überdies angesichts der Bagatell fehler unverhältnis- mässig. C. Die Vorinstanz verweist mit Eingabe vom 1. Mai 2012 auf die bisherigen Akten und verzichtet auf eine Stellungnahme. D. Mit Eingabe vom 8. Mai 2012 verzichtet der Beschwerdeführer auf eine Stellungnahme. E. Die Erstinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 14. Juni 2012 die Abweisung der Beschwerde vom 23. März 2012. Bezüger von Direktzah- lungen seien verpflichtet, dem Ausfüllen ihrer Formulare genügend Au f- merksamkeit zu schenken und wahrheitsgetreue und wahre Angaben zu machen. Der Kanton könne a uch dann, wenn der Bewirtschafter fahrlä s- sig falsche Angaben mache, Beiträge kürzen oder verweigern. Weder die Erstinstanz noch die Instruktionsorgane hätten irgendwelche Versprechen abgegeben, die beim Beschwerdeführer eine Erwartung auslösen kon n- ten. Die in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung und Lehre aufgestell- ten Voraussetzungen des Vertrauensschutzes seien nicht erfüllt. Hinsicht- lich des Vorwurfs , es fehlten Hofdünger-Abnahmeverträge, hält die Ers t- instanz fest, mit 25,5 m 3 anfallendem Hofdünger überschreite der B e- schwerdeführer die Mengen , die nicht einem Vertrag unterstellt seien . Hinsichtlich des Vorbringens des Beschwerdeführers, er habe im ÖLN- Jahr 2009 entgegen dem Eintrag im Betriebsheft nicht 9'282 Tonnen Heu, sondern 9'282 Tonnen Ökoheu/Dürrfutter nährstoffarm zugeführt, hält die Erstinstanz fest, dass ein Landwirt diese Unterschiede kennen müsse. F. Der Beschwerdeführer verzichtet stillschweigend auf die ihm vom Instruk- tionsrichter eingeräumte Möglichkeit, sich zur Vernehmlassung der Ers t- instanz zu äussern. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Der angefochtene Beschwerdeentscheid vom 27. Februar 2012 stützt sich auf die Landwirtschaftsgesetzgebung und damit auf öffentliches Recht des Bundes. Er stellt eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 2 des B-1629/2012 Seite 5 Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20 . Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) dar. Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt u.a. Beschwerden gegen Verfügungen letzter kantonaler Instanzen, s o- weit ein Bundesgesetz dies entsprechend vorsieht (vgl. Art. 31 i.V.m. Art. 33 Bst. i des Verwaltungsgerichtsge setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]). Gemäss Art. 166 Abs. 2 des Landwirtschaftsgesetzes vom 29. April 1998 (LwG, SR 910.1) kann gegen Verfügungen letzter kantona- ler Instanzen, die wie im vorliegenden Fall in Anwendung des Landwir t- schaftsgesetzes und seiner Ausführungsbestimmungen ergangen sind, beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben werden. Ausg e- nommen sind einzig kantonale Verfügungen über Strukturverbesseru n- gen, die mit Beiträgen unterstützt werden. Eine derartige Ausnahme liegt nicht vor. Der Beschwerdeführer ist als Adressat des angefochtenen Beschwerd e- entscheids durch diesen berührt und hat daher ein schutzwürdiges Int e- resse an seiner Aufhebung (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Er ist somit zur B e- schwerdeführung legitimiert. Die Eingabefrist sowie die Anforderungen an Form und Inhalt der B e- schwerdeschrift sind gewahrt (Art. 50 und 52 Abs. 1 VwVG), der Koste n- vorschuss wurde fristgemäss bezahlt und die übrigen Sachurteilsvorau s- setzungen liegen vor. Auf die Beschwerde ist demnach einzutreten. 2. Die streitigen Direktzahlungen 2010 betreffen das Kontrolljahr 2010, wel- ches vom 1. September 2009 bis 31. August 2010 dauert. Für das Ko n- trolljahr 2010 ist bezüglich der hier um strittenen vom Beschwerdeführer abgegebenen Menge Pferdemist sowie zugeführten Art von Grundfutter das ÖLN -Jahr 2009 vom 1 . September 200 8 bis zum 31. August 2009 massgeblich (vgl. den angefochtenen Entscheid vom 27. Februar 2012 , S. 3). Der hier zu beurteilende Sachverhalt betraf demnach den Zeitraum vom 1. September 2008 bis 31. August 2009. Es finden grundsätzlich diejenigen Rechtssätze Anwendung, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung hatten (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-2887/2009 vom 5. August 2010 E. 4.4 m it Hinweisen). Der Gesetzg e- ber kann eine davon abweichende Regelung treffen, was er indessen im B-1629/2012 Seite 6 vorliegenden Fall – soweit hier interessierend – nicht getan hat . Die im vorliegenden Fall anzuwendenden Bestimmungen wurden von keinen entscheidrelevanten Rechtsänderungen betroffen. 3. 3.1 Die Bundesverfassung legt fest, dass der Bund das bäuerliche Ei n- kommen durch Direktzahlungen zur Erzielung eines angemessenen En t- gelts für die erbrachten Leistungen ergänzt, unter der Voraussetzung e i- nes ökologischen Leistungsnachweises (Art. 104 Abs. 3 Bst. a der Bu n- desverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]). Gestützt auf diese Delegationsnorm regelt das Landwirtschaftsgesetz die Direktzahlungen. Es sieht vor, dass Bewir t- schaftern von bodenbewirtschaftenden bäuerlichen Betrieben unter der Voraussetzung des ökologischen Leistungsnachweises (ÖLN) allgemeine Direktzahlungen und Ökobeiträge ausgerichtet werden (Art. 2 Abs. 1 Bst. b und Art. 70 Abs. 1 LwG). Die Einhaltung der für di e landwirtschaftliche Produktion massgeblichen Bestimmungen der Gewässerschutz -, der Umweltschutz- und der Tierschutzgesetzgebung ist Voraussetzung und Auflage für die Ausrichtung von Direktzahlungen (vgl. Art. 70 Abs. 4 LwG). Der Bundesrat ist befugt, die erforderlichen Ausführungsbestimmungen zum Landwirtschaftsgesetz zu erlassen, wo dieses die Zuständigkeit nicht anders regelt (Art. 177 Abs. 1 LwG). 3.2 Artikel 6 der Direktzahlungsverordnung vom 7. Dezember 1998 (DZV, SR 910.13) enthält nähere Vorschriften über die ausgeglichene Düngerbi- lanz. Danach sind die Nährstoffkreise möglichst zu schliessen, und die Zahl der Nutztiere ist dem Standort anzupassen (Abs. 1). Anhand einer Nährstoffbilanz ist zu zeigen, dass kein überschüssiger Phosphor und Stickstoff ausgebracht wird (Abs. 2). Die zulässige Phosphor - und Stick- stoffmenge bemisst sich nach dem Pflanzenbedarf und dem betrieblichen Bewirtschaftungspotential (Abs. 3). Für die Bilanzierung des Phosphor - und Stickstoffhaushaltes gilt die Methode "Suisse -Bilanz" d es Bunde s- amts für Landwirtschaft und der AGRIDEA (Schweizerische Vereinigung für die Entwicklung der Landwirtschaft und des ländlichen Raums) oder eine gleichwertige Berechnungsmethode (Ziff. 2.1 Abs. 1 des Anhangs zur D irektzahlungsverordnung). Die Sticks toffbilanz darf gesamtbetrie b- lich einen Fehlerbereich von höchstens +10 Prozent des Bedarfs der Ku l- turen aufweisen (Ziff. 2.1 Abs. 5 des Anhangs zur DZV). B-1629/2012 Seite 7 3.3 Verletzt ein Gesuchsteller oder eine Gesuchstellerin das Landwir t- schaftsgesetz, die Ausführungsbestimmungen oder die gestützt darauf er- lassenen Verfügungen, können die Beiträge gekürzt oder verweigert wer- den. Die Kürzung oder Verweigerung gilt mindestens für die Jahre, in d e- nen der Gesuchsteller oder die Gesuchstellerin die Bestimmungen ve r- letzt hat (Art . 170 Abs. 1 und 2 LwG). Die Kantone kürzen oder verwe i- gern die Beiträge gemäss der Richtlinie der Landwirtschaftsdirektore n- konferenz vom 27. Januar 2005 (Fassung vom 12. September 2008) zur Kürzung der Direktzahlungen [nachfolgend: Direktzahlungs - Kürzungsrichtlinie], wenn der Gesuchsteller oder die Gesuchstellerin die Bedingungen und Auflagen der Direktzahlungsverordnung nicht einhält (vgl. Art. 70 Abs. 1 Bst. d DZV ; vgl. zum Ganzen das Urteil des Bunde s- verwaltungsgerichts B-5283/2010 vom 21. Juni 2011, insb. E. 4.3). 3.4 Die Kantone können Organisationen, die für eine sachgemässe und unabhängige Kontrolle Gewähr bieten, zum Vollzug beiziehen . Die Ka n- tone sind zu diesem Zweck befugt, für die Ausführung der Kontrollen Weisungen zu erlassen (Art. 66 Abs. 1 DZV). Der Kanton oder die Org a- nisation überprüft die vom Bewirtschafter eingereichten Angaben, die Einhaltung der Bedingungen und Auflagen und die Beitragsberechtigung (Art. 66 Abs. 3 DZV). Der Kanton oder die Organisation teilt bei der Ko n- trolle festgestellte Mängel oder falsche Angaben dem Bewirtschafter u n- verzüglich mit. Bestreitet der Bewirtschafter die Ergebnisse der Kontrolle, so kann er innerhalb der drei folgenden Werktage verlangen, dass der Kanton oder die Organisation innerhalb von 48 Stunden eine wei tere Be- triebskontrolle durchführt (Art. 66 Abs. 5 DZV). 4. 4.1 Der Beschwerdeführer rügt , er habe vor Erlass der Verfügung vom 21. Dezember 2011 keine Möglichkeit gehabt, Korrekturen anzubringen oder Einsprache zu erheben. Die Erstinstanz habe in der Direktzahlungs- Abrechnung 2010 vom 13. Dezember 2011 den Betrag von Fr. 12'356.- in Abzug gebracht, ohne ihn vorgängig zu kontaktieren . Der Umstand, dass ihn die Erstinstanz vor Erlass der Verfügung nicht angehört habe, stelle eine Verletzung seines Anspru chs auf rechtliches Gehör dar. Die Vorin- stanz bestreitet dies. 4.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 26 ff. VwVG) gewährleistet allen Personen, die vom Ausgang eines Verfahrens mehr als die Allgemeinheit betroffen werden könnten, das Recht auf Mi t-B-1629/2012 Seite 8 wirkung und Einflussnahme. Dazu gehören eine ganze Reihe von Verfah- rensgarantien, insbesondere das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines solchen Entscheides zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akte n zu nehmen, mit erheblichen Bewei s- anträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äu s- sern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen. Der A n- spruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht somit alle B e- fugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (BGE 135 II 286 E. 5.1, mit weiteren Hinweisen). 4.3 Artikel 30 Abs. 1 VwVG legt fe st, dass die Behörde die Parteien a n- hört, bevor sie verfügt. In Art. 30 Abs. 2 VwVG werden die Ausnahmen von der ansonsten zwingend durchzuführenden vorgängigen Anhörung aufgezählt. Gemäss Bst. b hat keine vorgängige Anhörung zu erfolgen, wenn die Verfügun g durch Einsprache anfechtbar ist ; dies, weil im Falle der Anfechtung durch Einsprache die Verfügung auf Begehren einer Pa r- tei hin von der ursprünglich erlassenden Behö rde umfassend überprüft werden muss (vgl. PATRICK SUTTER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrs g.], VwVG, Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Zürich/St. Gallen 2008, N. 23 zu Art. 30 VwVG). Da vorliegend die Verfü- gung vom 21. Dezember 2010 mit Einsprache bei der Erstinstanz ang e- fochten werden konnte (vgl. Art. 103 des Landwirts chaftsgesetzes des Kantons Wallis vom 8. Februar 2007 [GLER, Nr. 910.1]), durfte die Erstin- stanz ohne Verletzung verfassungsmässiger Vorgaben auf die Anhörung des Beschwerdeführers vor Erlass der Verfügung verzichten. 4.4 Im Weiteren ist festzuhalten, dass der "Kontrollbericht ÖLN Landwirt- schaft – Kontrolljahr 2010" vorsieht, dass im Falle, dass der Beschwerde- führer mit dem Kontrollbericht bzw. d em Ergebnis nicht einverstanden war, er den Kontrollbericht mit schriftlich formulierter Einsprache innerhalb von 3 Arbeitstagen nach der Durchführung der Kontrolle bei der zuständi- gen Kontrollorganisation anfechten konnte. Damit stand dem Beschwe r- deführer somit bereits vor Erlass der Verfügung vom 21. Dezember 2010 eine Einsprachemöglichkeit offen. Auch insoweit kann also von einer Ver- letzung des verfassungsmässigen Anspruchs auf Gelegenheit zur Ste l- lungnahme keine Rede sein. 4.5 Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdeführer seinen Standpunkt betreffend die Erfüllung der Anford erungen an die Düngung B-1629/2012 Seite 9 bei der zuständigen akkreditierten Kontrollstelle vor Erlass der Abrec h- nung 2010 vom 13. Dezember 2010 bzw. der Verfügung über die Direk t- zahlung 2010 vom 21. Dezember 2010 einbringen konnte; demnach be- stand auf eine vorgängige Anhöru ng vor der Erstinstanz kein Anspruch. Die Rüge, der angefochtene Entscheid verletzte das rechtliche Gehör in seiner Ausprägung als Anspruch auf Gelegenheit zur Stellungnahme , er- weist sich als unbegründet. 5. 5.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, in der Düngerbilanz betreffend das ÖLN-Jahr 2009 sei zu Unrecht nicht die Menge von 25,5 m3 abgege- benem Pferdemist berücksichtigt worden. Zwar treffe es zu, dass er im Betriebsheft für das Kontrolljahr 2010 in der Rubrik 6 "Zu - und Wegfuhr von Dünger" nur eine Me nge von 7,5 m 3 Pferdemist eingetragen habe. Dieser Eintrag sei jedoch aufgrund eines Irrtums erfolgt. Die Vorinstanz bestätigt, dass sich aus den vom Beschwerdeführer einge- reichten Verzeichnissen für das ÖLN-Jahr 2009 tatsächlich ergebe, dass er eine Dü ngermenge von insgesamt 25,5 m 3 geliefert habe. Die Vorin- stanz wendet aber ein, es sei noch nichts darüber ausgesagt, ob der B e- schwerdeführer die entsprechende Korrektur erst nachträglich anbringen konnte. Auch sei nicht nachvollziehbar, weshalb der Beschwerd eführer die Mistmenge von 7,5 m 3 trotz Kenntnis der tatsächlichen Mistmenge von 25,5 m 3 und trotz Vorhandensein der entsprechenden Belege nicht korrekt im Betriebsheft eingetragen habe. Als Landwirt sei der Beschwe r- deführer mit den ÖLN -Formularen vertraut und habe mit seiner Unte r- schrift deren Richtigkeit bestätigt. Es verstosse gegen Treu und Glauben, wenn der Beschwerdeführer zuerst wissentlich falsche Angaben mache, deren Richtigkeit bestätige, und später deren Unrichtigkeit moniere. 5.2 Wer Hofdünger abgib t, muss über die Abnehmer, die abgegebene Menge und den Zeitpunkt der Abgabe Buch führen, die Angaben während mindestens drei Jahren aufbewahren und der Behörde auf Verlangen z u- stellen (Art. 27 der Gewässerschutzverordnung vom 28. Oktober 1998 [GSchV, SR 8 14.201]). Im "Verzeichnis über Zu - und Wegfuhr von Dü n- gern", das Bestandteil der ÖLN -Formulare bildet, sind die jeweiligen Zu - und Wegfuhren unter Angabe von Datum, Düngerart, Menge, Name und Unterschrift des Abnehmers zu vermerken, und die aus dem Verzeic hnis resultierende Gesamtmenge an Dünger ist in das Betriebsheft des betre f-B-1629/2012 Seite 10 fenden Kontrolljahrs zu übertragen. Mit seiner Unterschrift bestätigt der Bewirtschafter, die Formulare wahrheitsgetreu ausgefüllt zu haben. 5.3 Im Verwaltungsverfahren des Bundes gilt nach Art. 12 VwVG der U n- tersuchungsgrundsatz, wonach es Sache der Behörde ist, den Sachve r- halt festzustellen und dazu soweit nötig Beweis zu erheben. Die Behörde kann in jedem Verfahrensstadium Vorbringen zum Sachverhalt entgegen- nehmen und berücksichtigen, falls sie diese für rechtserheblich hält (Art. 32 Abs. 2 VwVG). Zur Pflicht, den Sachverhalt zu ermitteln, gehört die Beweisführungslast, d.h. die grundsätzlich der Behörde zufallende Obliegenheit, den erforderlichen Beweis zu führen. Die Parteien unterli e- gen allerdings im erstinstanzlichen Verwaltungs - sowie im Beschwerd e- verfahren einer Mitwirkungspflicht (Art. 13 und 52 Abs. 1 VwVG). Diese kommt für jene Umstände in Frage, die eine Partei besser kennt als die Behörden und welche diese ohne die Mitwirkung der Partei gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnten. Dabei trifft die Behörde eine Aufklärungspflicht, d.h. sie muss die Verfahrensbeteiligten in geei g- neter Weise auf die zu beweisenden Tatsache n hinweisen. Unters u- chungsgrundsatz und Mitwirkungspflicht ändern jedoch nichts an der B e- weislast, wonach grundsätzlich diejenige Partei die Folgen der Beweisl o- sigkeit eines Sachumstands zu tragen hat die daraus Vorteile ableitet. Aus der Beweislastverteilung dürfen keine Mitwirkungspflichten abgeleitet werden, die sich nicht aus dem Gesetz oder allenfalls aus dem Grundsatz von Treu und Glauben ergeben (Urteil des Bundesgerichts 2C_388/2008 vom 16. Dezember 2008 E. 4.1 mit Hinweis auf BGE 132 II 113 E. 3.2, BGE 130 II 465 E. 6.6.1; CHRISTOPH AUER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], a.a.O., N. 5 ff. und 14 ff. zu Art. 12 VwVG, N. 1 ff. und 10 ff. zu Art. 13 VwVG; ISABELLE HÄNER, Die Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts, in: Häner/Waldmann [Hrsg.], Das erstinstanzliche Verwa l- tungsverfahren, Zürich/Basel/Genf 2008, S. 41 und S. 45 ff.; ANDRÉ MO- SER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bu n- desverwaltungsgericht, Basel 2008, Rz. 1.49 ff. und Rz. 3.119 ff.). Die Parteien sind gehalten, s ich an der Feststellung des Sachverhalts zu beteiligen, wenn sie das Verfahren durch eigenes Begehren eingeleitet haben oder darin eigene Rechte geltend machen (Art. 13 Abs. 1 Bst. a VwVG; BGE 128 II 139 E. 2b). Da nach Art. 63 LwG landwirtschaftliche Direktzahlungen nur auf Gesuch hin ausgerichtet werden, hat der B e- schwerdeführer im Sinne von Art. 8 des Schweizerischen Zivilgeset z- buchs vom 10. Dezember 1907 (ZGB, SR 210) darzulegen, dass er die Voraussetzungen für den Erhalt von Direktzahlungen erfüllt. De r G e-B-1629/2012 Seite 11 suchsteller trägt die Beweislast für die rechtsbegründenden Tatsachen, aus denen er seinen Rechtsanspruch ableitet (Urteil des Bundesverwa l- tungsgerichts B-5283/2010 vom 21. Juni 2011 E. 5.1.2, mit weiteren Hi n- weisen). 5.4 Vorliegend reichte der Beschwerde führer mit seiner Einsprache vom 30. Dezember 2010 zwei Verzeichnisse über die Zu - und Wegfuhr von Düngern im ÖLN -Jahr 2009 ein. Die Vorinstanz stellte im angefochtenen Entscheid diesbezüglich fest, aus den vom Beschwerdeführer eingereich- ten Verzeichnissen ergebe sich eine Pferdemistmenge von 25,5 m 3 für das ÖLN-Jahr 2009, welche im Betriebsheft 2010 berücksichtigt werden könne. Dass die im ÖLN-Jahr 2009 vom Beschwerdeführer weggeführte Menge an Pferdemist effektiv 25,5 m3 betrug, ist demnach unbestritten. Strittig ist einzig, ob der Beschwerdeführer die entsprechende Korrektur nachträ g- lich anbringen kann. 5.5 Sowohl das Bundesverwaltungsgericht als auch seine Vorgängero r- ganisation, die Rekurskommission des Eidgenössischen Volkswir t- schaftsdepartements (Rekurs kommission EVD), haben in ständiger Rechtsprechung festgehalten, dass den Bewirtschafter beim Ausfüllen der Erhebungsformulare im Rahmen des Gesuchs um Direktzahlungen eine Sorgfalts- und Wahrheitspflicht treffe. Da er die Verhältnisse auf se i- nem Betrieb am besten kenne und es sich grundsätzlich um ein von ihm eingeleitetes Gesuchsverfahren handle, trage er auch die Verantwortung für die Richtigkeit der selbst gemachten Angaben und müsse die Eintr a- gungen deshalb mit entsprechender Sorgfalt vornehmen. Die Be hörde solle sich grundsätzlich auf die Angaben des Bewirtschafters verlassen können und habe nur einzugreifen, wenn der Verdacht bestehe, Angaben würden nicht zutreffen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-788/2011 vom 28. Dezember 2011 E. 2.7.1; Beschwerdeentscheide der Rekurskommission EVD vom 15. Januar 2004, in: VPB 68.108 E. 6.2.2 f., sowie vom 31. März 1995, in: VPB 60.52 E. 3.3 , mit weiteren Hinweisen). Der Bewirtschafter müsse die Richtigkeit der von ihm selbst eingetrag e- nen Daten sorgfälti g überprüfen. Vor diesem Hintergrund sei der nac h- träglich erhobene Einwand des Bewirtschafters, er habe das Formular fehlerhaft ausgefüllt, nicht zu hören. Wenn der Bewirtschafter mit seiner Unterschrift die Richtigkeit der eingetragenen Daten bestätige, s ei er an diese Angaben gebunden (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-1295/2007 vom 6. September 2007 E. 5.3). B-1629/2012 Seite 12 5.6 In einem neuen Entscheid vertritt das Bundesgericht eine gegenüber der soeben dargestellten Rechtsprechung abweichende Auffassung über die Verteilung der Sorgfaltspflichten und der Verantwortung für die richt i- gen Angaben in Direktzahlungsfällen. Im betreffenden Fall war im vorg e- druckten Gesuchsformular nur ein Teil der vom Bewirtschafter im Vorjahr bezogenen Beitragskategorien bereits ang ekreuzt gewesen, und der B e- wirtschafter hatte es versehentlich unterlassen, auch die übrigen von ihm gewünschten Rubriken anzukreuzen, so dass er in Bezug auf diese Be i- träge formell gar keinen Antrag gestellt hatte. Das Bundesgericht führte aus, der Vordruck stimme offensichtlich nicht mit den Gesuchsformularen der Vorjahre überein, wo – ebenfalls vorgedruckt – auch bei den übrigen Beiträgen ein Kreuz stehe. Als plausible Erklärung für den Verzicht des Bewirtschafters, diese Rubriken selbst anzukreuzen, sei einzig ein Verse- hen denkbar, denn es sei kein Grund ersichtlich, weshalb er freiwillig auf den grössten Teil der ihm bisher zugesprochenen Beiträge hätte verzic h- ten wollen. Obwohl das Formular den ausdrücklichen Vermerk "Bitte alle vorgedruckten Daten überprüfen und wenn nötig korrigieren" enthielt, e r- achtete das Bundesgericht es als überspitzt formalistisch, dass die B e- hörde in der Folge auf das vom Bewirtschafter versehentlich falsch au s- gefüllte Gesuchsformular abgestellt hatte (vgl. Urteil des Bundesger ichts 2C_560/2010 vom 18. Juli 2011 E. 1.3.2; Urteil des Bundesverwaltung s- gerichts B-788/2011 vom 28. Dezember 2011 E. 2.7.3). 5.7 Anders als im Urteil des Bundesgerichts 2C_560/2010 betrifft die vor- liegende Streitigkeit nicht eine bereits vorgedruckte Angabe im Gesuchs- formular, sondern einen Eintrag, für welchen der Beschwerdeführer selbst verantwortlich war. Im Falle eines vom Gesuchsteller eigenhändig vorzu- nehmenden Eintrags sind dem Gesuchsteller nach Auffassung des Bu n- desverwaltungsgerichts grundsätzlich die für das Ausfüllen von Gesuchs- formularen vom Bundesgericht entwickelten strengen Sorgfalts- und Wahrheitspflichten aufzuerlegen. Der Vorinstanz ist ausdrücklich be i- zupflichten, soweit sie im Rahmen des angefochtenen Entscheids fest- hält, dass nur so eine vernünftige Kontrolle sichergestellt werden kann. Denn je mehr Zeit vergeht, umso unrealistischer wird eine korrekte Ko n- trolle gestützt auf die tatsächlichen Gegebenheiten. 5.8 In diesem Zusammenhang ist vorab festzuhalten , dass die Direktzah- lungs-Kürzungsrichtlinie unter bestimmten Voraussetzungen die nach- trägliche Berichtigung der Gesuchsformulare zulässt. Die entsprechende Bestimmung lautet: B-1629/2012 Seite 13 "Der Kanton kann auf die Kürzung ganz oder teilweise verzichten, wenn der Bewirtschafter die Abweichung unaufgeford ert und rechtzeitig meldet oder wenn ein offensichtlicher, unabsichtlicher Erfassungsfehler vorliegt" (vgl. Di- rektzahlungs-Kürzungsrichtlinie, Teil B, Ziff. 1.5) Als sog. Verwaltungsverordnung bildet die von der Landwirtschaftsdirek- torenkonferenz erlassen e Direktzahlungs-Kürzungsrichtlinie eine allge- meine Dienstanweisung generell -abstrakter Natur (vgl. ULRICH HÄFE- LIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl. 2010, Rz. 123 ff.). Die so genannten Verwaltungsverordnungen die- nen der Sch affung einer einheitlichen Verwaltungspraxis und sollen den Beamten die Rechtsanwendung erleichtern. Die rechtsanwendenden Be- hörden haben sich an Verwaltungsverordnungen zu halten, soweit sie den richtig verstandenen Sinn des Gesetzes wiedergeben. Die in Verwal- tungsverordnungen vorgenommene Auslegung des Gesetzes unterliegt der richterlichen Nachprüfung. Der Richter soll Verwaltungsverordnungen bei seiner Entscheidung mitberücksichtigen, sofern sie eine dem Einze l- fall angepasste und gerecht werdende Ausleg ung der anwendbaren g e- setzlichen Bestimmungen zulassen ( BGE 121 II 473 E. 2b , mit weiteren Hinweisen). Wenn der Beschwerdeführer darlegt, er habe die in der Nährstoffbilanz berücksichtigte Mistmenge von 7,5 m3 "irrtümlicherweise" angegeben, be- ruft er sich sinngemäss auf einen derartigen offensichtlichen, unabsichtl i- chen Erfassungsfehler. Inwieweit die Vollzugsbehörden allenfalls nicht nur befugt (vgl. zum diesbezüglichen Ermessensspielraum BGE 137 III 193 E. 3.4), sondern unter bestimmten Umständen ausnahm sweise verpflich- tet sind, die Korrektur von Fehlern zuzulassen, kann im vorliegenden Fall offen bleiben, da die Vorinstanz dem Beschwerdeführer nicht das u r- sprünglich fehlerhafte Ausfüllen des Formulars, sondern die Unterlassung der Korrektur im Rahmen der Erstellung des Kontrollberichts vom 27. September 2010 vorhält ( angefochtener Entscheid der Vorinstanz , S. 4 oben). Dieses Argument setzt aber voraus, dass nicht bereits in B e- zug auf die Stellung des Gesuches ein Ermessensentscheid zu Ungun s- ten des Beschw erdeführers getroffen worden ist, womit den Ausführu n- gen zum Kontrollbericht lediglich die Qualität von obiter dicta zukäme. Dabei ist die Vorinstanz zu behaften. 5.9 Sinngemäss wenden die Erstinstanz und die Vorinstanz in Bezug auf die Belege betreffend die Menge abgeführten Pferdemistes ein, es beste- he kein en Grund, d ie vom Beschwerdeführer verspätet eingereichten Verzeichnisse zu berücksichtigen. Der Beschwerdeführer habe die Bean-B-1629/2012 Seite 14 standungen in Bezug auf die Düngerbilanz am 27. September 2010 aner- kannt, indem er den Kontrollbericht vom 27. September 2010, in welchem der Kontrolleur eine Überschreitung des Phosphorgehalts festgehalten habe, unterschrieben und innert der dreitägigen Einsprachefrist nicht an- gefochten habe. 5.10 Der Beschwerdeführer führt dazu aus, er habe keinen Grund gehabt, den Kontrollbericht vom 27. September 2010 nicht zu unterzeichnen oder diesen anzufechten. Anlässlich der Kontrolle habe er den anwesenden Kontrolleur darauf hingewiesen, dass die von ihm im ÖLN -Jahr 2009 ab- gegebene Menge Pferd emist effektiv 25 ,5 m 3 betrage. Der Kontrolleur habe ihm gesagt, er solle das Protokoll dennoch unterschreiben; sollte etwas nicht in Ordnung sein, würde sich die Amtsstelle melden und die nötigen Unterlagen einfordern. Daraufhin habe der Beschwerdeführer das Protokoll im guten Glauben unterschrieben. Aufgrund dieser behördlichen Zusicherung habe der Beschwerdeführer keinen begründeten Anlass g e- habt, innert der dreitägigen Einsprachefrist den Kontrollbericht zu bea n- standen. Umso mehr sei er überrascht gewes en, als ihm die Direktza h- lungen ohne vorherige Kontaktaufnahme um den Betrag von Fr. 12'356. - gekürzt worden seien. Durch ihr Verhalten habe die Erstinstanz gegen den Grundsatz des Vertrauensschutzes verstossen. 5.11 Der Grundsatz des Vertrauensschutzes leitet sich aus dem Grun d- satz von Treu und Glauben (Art. 9 BV, SR 101) ab und schützt den Bü r- ger in seinem berechtigten Vertrauen auf behördliches Verhalten. Der Vertrauensschutz bedarf einer Vertrauensgrundlage, die bei den betroff e- nen Privaten bestimmte Erwartungen auslöst (vgl. BGE 129 I 161 E. 4). 5.12 In diesem Zusammenhang ist vorab anzumerken, dass d er B e- schwerdeführer in seiner Beschwerde vom 23. März 2012 zwar ausdrück- lich festhält, er habe das Protokoll unterzeichnet (Beschwerdeschrift, S. 3), dass aber auf der sich in den Akten befindlichen Kopie des Ko n- trollberichts vom 27. September 2010 keine Unterschrift des Beschwerde- führers zu erkennen ist. Indes gehen offensichtlich sowohl der Beschwer- deführer als auch die Vorinstanzen übereinstimmend davon aus, dass im Kontrollbericht eine nur teilweise Erfüllung der Anforderungen bezüglich der Düngung festgestellt worden war. Damit kann vorliegend offen gelas- sen werden, ob der Beschwerdeführer den Kontrollbericht am 27. Se p- tember 2010 tatsächlich unterzeichnet hat. B-1629/2012 Seite 15 5.13 Hinsichtlich der gerügten Verletzung des Vertrauensschutzes ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer zwar behauptet, der Kontrolleur habe ihm zugesichert, die Amtsstelle werde allenfalls zusätzliche Unterla- gen einholen, wenn sie nicht ohnehin davon ausgehe, die Verzeichnisse über Zu- und Wegfuhr von Düngern berücksichtigen zu können. Der Be- schwerdeführer erbringt aber k einerlei Beleg für eine derartige mündlich erfolgte Zusicherung. Demnach ist jedenfalls nicht bewiesen , dass der Kontrolleur dem Beschwerdeführer eine entsprechende Zusicherung er- teilt hat, womit beim derzeitigen Stand des Verfahrens nicht leichthin vom Bestehen einer Vertrauensgrundlage ausgegangen werden darf. 6. Die Tatsache, dass nicht berei ts aufgrund der Akten eine Vertrauen s- grundlage angenommen werden kann, hat nicht bereits als solche zur Folge, dass die Vorinstanz die ents prechenden Vorbringen des B e- schwerdeführers ignorieren durfte. Vielmehr ist im Folgenden zu prüfen , ob das Verhalten der Vorinstanz mit Blick auf die Pflicht der Behörde, den Sachverhalt festzustellen (Art. 12 VwVG) sowie das Verbot des überspitz- ten Formalismus korrekt war. 6.1 Mit der Zuweisung der Hauptverantwortung für die Sachverhaltse r- mittlung an die Behörde verankert Art. 12 VwVG die Untersuchungsm a- xime ( vgl. zum Ganzen E. 5.3 hiervor; CHRISTOPH AUER, in: A u- er/Müller/Schindler [Hrsg.], a.a.O., N. 6 zu Art. 12 VwVG). Aus der Pflicht, den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen, folgt, dass di e Behörde jederzeit Vorbringen zum Sachverhalt entgegennehmen und berücksic h- tigen kann, falls sie sie für rechtserheblich hält (Art. 32 Abs. 2 VwVG). Zur Pflicht, den Sachverhalt zu ermitteln, gehört die Beweisführungslast, d.h. die Obliegenheit, den Bewei s zu führen. Die Beweisführungslast fällt d a- her in den vom V erwaltungsverfahrensgesetz b eherrschten Verfahren grundsätzlich der Behörde zu. Allerdings sind die Parteien im Rahmen der Mitwirkungspflichten (Art. 13 VwVG) gehalten, Beweismittel anzubi e- ten. Die Parteien haben allerdings nicht nur Mitwirkungspflichten, sondern auch Mitwirkungsrechte. So vermittelt ihnen der Anspruch auf rechtliches Gehör das Recht, dass ihren Anträgen auf Abnahme von tauglichen und sachdienlichen Beweisen stattgegeben wird (BGE 129 II 497 E. 2.2; AU- ER, a.a.O., N. 14 f. zu Art. 12 VwVG). 6.2 Der Beschwerdeführer brachte den Hinweis auf die angebliche Zus i- cherung des Kontrolleurs erstmals in seiner Beschwerde vom 7. März 2011 vor. Demgegenüber hatte er einspr acheweise mit Eingabe vom 30. B-1629/2012 Seite 16 Dezember 2010 lediglich verlangt, es seien in Bezug auf die Menge Pfe r- demist die notwendigen Korrekturen vorzunehmen. Erst nachdem die Einsprache mit Entscheid vom 16. Februar 2011 unter anderem gestützt auf die Feststellungen gemäss Kontrollbericht vo m 27. September 2010 abgewiesen worden war, sah sich der Beschwerdeführer veranlasst, im Rahmen der Beschwerde dazu Stellung zu nehmen. Er habe den Kontrol- leur darauf hingewiesen, dass er noch eine Liste besitze mit dem Titel "Verzeichnis über Zu - und Wegf uhr von Dünger" "in der Höhe" von 25,5 m3 Pferdemist. Ihm sei gesagt worden, er könne das Protokoll trot z- dem ruhig unterschreiben, denn sollte etwas nicht in Ordnung sein, würde sich die Amtsstelle schon melden und die nötigen Unterlagen einfordern. Zu prüfen ist nach dem Gesagten, ob die Vorinstanz, indem sie die Me n- ge des Pferdemists trotz insoweit unbestrittenem Sachverhalt, wonach 25,5 m 3 abgeführt worden sind, zu Ungunsten des Beschwerdeführers festgesetzt hat, ohne zur strittigen Frage, ob der Kontro lleur dem B e- schwerdeführer anlässlich der Betriebskontrolle vom 27. September 2010 eine Zusicherung bezüglich des Einverlangens der Verzeichnisse über Zu- und Wegfuhr von Düngern erteilt habe, hinreichende Feststellungen zu treffen, den Untersuchungsgrunds atz verletzt hat bzw. in überspitzten Formalismus verfallen ist. 6.3 In der Vernehmlassung vom 14. Juni 2012 hält die Erstinstanz zum Vorbringen des Beschwerdeführers, der Kontrolleur habe ihm anlässlich der Betriebskonstrolle eine Zusicherung erteilt, fest: "Demgegenüber haben das ADZ [die Erstinstanz] u nd die Instruktionsorgane nie irgendwelche Versprechen abgegeben , noch haben sie beim Rekurren- ten eine Erwartung ausgelöst. […] [D]er Beschwerde führer kann den Beweis von Treu und Glauben nicht geltend machen." Noch weiter geht die Vorinstanz, wenn sie dem Beschwerdeführer vo r- wirft, er verstosse seinerseits gegen Treu und Glauben, wenn er wissen t- lich falsche Angaben mache, deren Richtigkeit bestätige und später deren Unrichtigkeit moniere (angefochtener Entscheid, S. 5). Aus den genannten Argumenten der Vorinstanz und der Erstinstanz wird ersichtlich, dass diese dem seitens des Beschwerdeführers behaupteten Verhalten der Kontrollstelle keine Bedeutung beimessen. 6.4 Nach Art. 29 Abs. 1 BV hat jede Person in Verfah ren vor Gerichts - und Verwaltungsinstanzen Anspruch auf gleiche und gerechte Behan d-B-1629/2012 Seite 17 lung sowie auf Beurteilung innert angemessener Frist. Dieses sog. Gebot der Fairness beinhaltet auch das Verbot des überspitzten Formalismus. Überspitzter Formalismus als be sondere Form der Rechtsverweigerung ist gegeben, wenn für ein Verfahren rigorose Formvorschriften aufgestellt werden, ohne dass die Strenge sachlich gerechtfertigt wäre, wenn die Behörde formelle Vorschriften mit übertriebener Schärfe handhabt oder an Rechtsschriften überspannte Anforderungen stellt und damit dem Bü r- ger den Rechtsweg in unzulässiger Weise versperrt (BGE 135 I 6 E. 2.1 mit weiteren Hinweisen; zum Ganzen HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1661 f.). Aus dem Verbot des überspitzten Formalismus (und dem Grundsatz von Treu und Glauben) kann nach der Rechtsprechung eine Pflicht der Behörde abgeleitet werden, die Parteien auf Verfahrensfehler hinzuweisen und ihnen die Möglichkeit zu deren Verbesserung einzurä u- men, bevor eine Rechtsvorkehr, etwa weg en Fristablaufs, verspätet ist und deswegen ein Nichteintretensentscheid erfolgt (BGE 125 I 166 E. 3a; BGE 120 V 413 E. 4 ff.; BVGE 2007/13 E. 3.2; MOSER/BEUSCH/ KNEU- BÜHLER, a.a.O., Rz. 3.116). 6.5 Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer im ÖLN-Jahr 2009 unbestrittenermassen eine Menge von 25,5 m 3 Pferde- mist abgegeben hatte. Er hat ausserdem im vorinstanzlichen Verfahren behauptet, die Tatsache, dass er den Kontrollbericht vom 27. September 2010 nicht beanstandet habe, sei nicht seiner F ahrlässigkeit, sondern dem Verhalten des Kontrolleurs zuzuschreiben, welcher ihm nicht das Er- gebnis der Prüfung, wohl aber die Nachinstruktion in Bezug auf allenfalls notwendige Belege zugesichert habe. Würde dies zutreffen , wäre es nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer den Kontrollbericht vom 27. September 2010 nicht umgehend beanstandet hat . Mit Blick auf die konkreten Umstände d es vorliegenden Falles ist festzuhalten, dass es hier im Unterscheid zum Regelfall, wonach d ie unrichtigen Mengenanga- ben ausschliess lich der Fahrlässigkeit der Gesuchsteller zuzuschreiben sind, mit Blick auf das nach der Darstellung des Beschwerdeführers rel e- vante Verhalten des Kontrolleurs im Widerspruch zum Verbot des übe r- spitzen Formalismus stünde, wenn vorliegend die nachträglich eing e- reichten Verzeichnisse über eine Menge von 25,5 m 3 weggeführten Dün- gers ohne weiteres nicht beachtet würden. Vielmehr wäre die Vorinstanz gehalten gewesen, entweder die Mengenangaben des Beschwerdefü h- rers zugrunde zu legen oder die für die Kontrolle zuständige Person so- wie den Beschwerdeführer über die Umstände des Zustandekommens des Kontrollberichts vom 27. September 2010 zu befragen. Dabei kann B-1629/2012 Seite 18 offen bleiben, ob die Beschwerde an die Vorinstanz so zu verstehe n ist, dass sie einen entsprechenden Beweisantrag enthält. Jedenfalls darf nicht antizipierend davon ausgegangen werden, die Befragung werde o h- nehin zu einem für den Beschwerdeführer ungünstigen Ergebnis führen, womit auf diese verzichtet werden könne. 6.6 Im Ergebnis ist d ie Sache daher in diesem Punkt an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie allenfalls ergänzende Beweise betreffend den Kontrollbericht vom 27. September 2010 abnehme und die Erstinstanz gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers betreffend die Menge abgeführten Pferdemists – unter Vorbehalt eines abweichenden Beweis- ergebnisses betreffend den Kontrollbericht vom 27. September 2010 – anweise, die Düngerbilanz resp. die Direktzahlungen 2010 für den in Fra- ge stehenden Zeitraum neu festzusetzen (vgl. Art. 61 Abs. 1 VwVG). 7. 7.1 Der Beschwerdeführer rügt sodann, es treffe nicht zu, dass mindes- tens ein Düngerabnahmevertrag ausstehend sei. Er habe im ÖLN -Jahr 2009, d.h. im Zeitraum vom 1. September 2008 - 31. August 2009, diver- sen Abnehmern nachweislich insgesamt 25 ,5 m 3 Pferdemist jeweils in Mengen von weniger als 5 m3 pro Abnehmer gemäss folgender Aufste l- lung abgegeben: "4,5 m3 am 15.09.2008 an C._______ 4,5 m3 am 06.10.2008 an M._______ 5 m3 am 09.04.2009 an R._______ 2 m3 am 15.04.2009 an H._______ 4,5 m3 am 15.04.2009 an A._______ 0,5 m3 am 18.04.2009 an diverse Gartenbesitzer 4,5 m3 am 18.05.2009 an E._______" Bei kleinen Mengen Mist sei gemäss den ÖLN -Vorschriften kein Abnah- mevertrag erforderlich. Demnach könnten auch keine Abnahmeverträge fehlen. 7.2 Landwirtschaftliche Betriebe sowie auch Pferdehaltungen, die Ho f- dünger abgeben, müssen aktuelle, von der zuständigen kantonalen B e- hörde genehmigte Verträge vorweisen können. Die Genehmigung wird er- teilt, wenn sichergestellt ist, da ss auf dem Abnahmebetrieb die Vorschrif- ten über die Verwendung von Düngern eingehalten werden (vgl. Art. 26 GSchV). B-1629/2012 Seite 19 Abweichend von der bundesrechtlichen Verordnungsvorschrift, welche grundsätzlich den Abschluss schriftlicher Hofdüngerabnahmeverträge vorschreibt (vgl. Art. 14 Abs. 5 des Gewässerschutzgesetzes vom 24. Ja- nuar 1991 [GSchG, SR 814.20] i.V.m. Art. 26 GSchV) , sieht v orliegend das von der zuständigen Kontrollstelle, der Oberwalliser Landwirtschafts- kammer, publizierte ÖLN-Formular vor, dass der Abschluss von Dünge r- abnahmeverträgen ab einer Menge von 5 m3 Hofdünger erforderlich ist. Als vom Kanton zum Vollzug des Direktzahlungsverfahrens beigezogene Organisation ist die Kontrollstelle befugt, eine derartige Vorschrift zu e r- lassen. 7.3 Den vom Beschwerdeführer eingereichten Verzeichnissen über Zu - und Wegfuhr von Düngern im ÖLN-Jahr 2009 lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer zwischen dem 15. September 2008 und dem 18. Mai 2009 Mengen bis zu 4,5 m3 Pferdemist an unterschiedliche Ab- nehmer und am 9. April 2009 5 m3 Pferdemist an R._______ geliefert hat. Sämtliche Hofdüngerwegfuhren wurden von den Abnehmern unterschrif t- lich bestätigt. Da der Beschwerdeführer an einen seiner Abnehmer – Herrn R._______ – Pferdemist im Umfang von 5 m 3 geliefert hat, wäre er mit Blick auf die massgeblichen Vorschriften in der Gewässerschutzg e- setzgebung sowie im ÖLN -Formular verpflichtet gewesen, mit diesem Abnehmer einen Abnahmevertrag zu schliessen und den Vertrag behörd- lich genehmigen zu lassen. Da unbestrittenermassen kein Abnahmever- trag mit Herrn R ._______ vorliegt, erweist sich d ie diesbezügliche Rüge des Beschwerdeführers offensichtlich als unbegründet. 8. 8.1 Der Beschwerdeführer bringt schliesslich vor, er habe in der Rubrik 5 "Zu- und Wegfuhr von Grundfutter" des Betriebsheftes für das Kontrolljahr 2010 die Menge von 9'282 Tonnen fälschlicherweise in die Zeile "Heu und Emd" statt in die Zeile "Ökoheu/Dürrfutter nährstoffarm" eingetragen. Die in der Nährstoffbila nz berücksichtigte Mistmenge entspreche daher nicht der tatsächlichen Menge. Würde dieser Fehler korrigiert, würde der Phosphorgehalt in der Nährstoffbilanz nochmals merklich verringert. Der Fehler sei entsprechend zu berichtigen. Diesbezüglich hält die Erstinstanz fest, es bestehe eine Differenz bei den Erträgen zwischen herkömmlichem Heu und ökologischem Heu (Art. 72 ff. LwG, Art. 27 ff. DZV, Art. 76 ff. LwG und Art. 40 ff. DZV). Kein seriöser Landwirt könne diese Unterschiede nicht kennen. Die Vorinstanz B-1629/2012 Seite 20 führt ihrerseits aus, selbst wenn es sich bezüglich der angeblich in die falsche Zeile eingetragenen Ökoheumenge um einen Verschrieb handeln sollte, sei es im jetzigen Zeitpunkt nicht mehr zuverlässig belegbar. Die Frage, ob es sich um Heu oder Ökoheu h andle, könne nicht mehr bean t- wortet werden. Es sei daher auf die Angaben des Beschwerdeführers im Gesuch abzustellen und von 9'282 Tonnen Heu auszugehen. 8.2 Gemäss der Wegleitung Suisse -Bilanz (in der Fassung Juni 2008) müssen die Zu- und Wegfuhren von Grundfutter lückenlos über drei Jahre belegt werden können. Die Dokumente müssen Menge und Art des Fu t- ters sowie Name und Adresse des Lieferanten bzw. Abnehmers auswe i- sen (Wegleitung Suisse-Bilanz, Juni 2008, Auflage 1.7, Ziffer 2.6). In den Akten sind keine U nterlagen betreffend die Zu - und Wegfuhr von Grundfutter im Betrieb des Beschwerdeführers betreffend das ÖLN -Jahr 2009 vorhanden. 8.3 Wie dargelegt, trifft den Bewirtschafter eine Sorgfalts- und Wahrheits- pflicht beim Ausfüllen der Direktzahlungs -Gesuchsformulare. Er trägt die Verantwortung für die Richtigkeit der selbst gemachten Angaben und muss daher die Eintragungen mit entsprechender Sorgfalt vornehmen. Vorliegend hatte demnach d er Beschwerdeführer dafür besorgt zu sein, dass die von ihm vorgenommenen Eint räge der Betriebsdaten ins B e- triebsheft den Tatsachen entsprechen. Mit der Aussage, er habe den Ein- trag der Menge des zugeführte Grundfutters fälschlicherweise auf der Zeile "Heu" statt "Ökoheu" vorgenommen, räumt der Beschwerdeführer selbst ein, den Eintrag nicht mit der erforderlichen Sorgfalt vorgenommen zu haben. Im Unterschied zur Angabe der Menge an weggeführtem Pfe r- demist im ÖLN -Jahr 2009 ist die Art an zugeführtem Grundfutter im betreffenden Jahr nicht anhand von Belegen ersichtlich. Der Beschwerde- führer ist daher auf seinem Eintrag im Betriebsheft zu behaften . Im E r- gebnis ist daher nicht zu beanstanden, wenn die Erstinstanz auf die An- gaben des Beschwerdeführers im Gesuch, d.h. von 9'282 Tonnen Heu , abgestellt hat. 9. Zusammenfassend ist somit davon auszugehen, dass die Vorinstanz in Bezug auf die Feststellung der für die Direktzahlungen relevante Menge abgeführten Pferdemists in überspitzten Formalismus verfallen ist . Die Sache ist daher im Sinne von Erwägung 6.6 hiervor an die Vorinstanz zu- rückzuweisen, damit allenfalls ergänzende Beweise abgenommen und B-1629/2012 Seite 21 die Direktzahlungen für das Jahr 2010 gegebenenfalls neu berechne t werden können. In den übrigen Punkten erweist sich die Beschwerde als unbegründet. 10. Bei diesem Verfahrensausgang gilt der Beschwerdeführer als nur teilwe i- se obsiegend, weshalb ihm reduzierte Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Verfahrenskosten sind demnach auf Fr. 400.- festzusetzen und mit dem am 29. März 2012 geleisteten Ko s- tenvorschuss von Fr. 800.- zu verrechnen. Dem Beschwerdeführer sind demnach Fr. 400.- zurückzuerstatten. Vorinstanzen werden auch bei U n- terliegen keine Kosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 11. Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes weg en oder auf Begehren eine Parteientschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 und 2 des Reglements vom 12. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bu n- desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der Beschwerdeführer ist bei diesem Verfahrensausgang als teilweise obsiegende Par tei anzus e- hen. Indes war der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren nicht vertreten, weshalb praxisgemäss davon auszugehen is t, dass ihm keine notwendigen und verhältnismässig hohen Kosten entstanden sind, we l- che Anlass geben könnten, ihm eine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 ff. VGKE). 12. Die Vorinstanz hat über die Kosten- und Entschädigungsfrage für das vo- rinstanzliche Verfahren entsprechend dem Ausgang des vorliegenden Verfahrens neu zu entscheiden. B-1629/2012 Seite 22 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden die angefochtene Ver- fügung vom 21. Dezember 2010 so wie der Entscheid der Vorinstanz vom 27. Februar 2012 aufgehoben und die Vorinstanz wird angewiesen, allen- falls ergänzende Beweise zu erheben und gegebenenfalls die Direktzah- lungen für das Jahr 2010 in Bezug auf die abgeführte Menge Pferdemist im Sinne der Erwägungen neu festsetzen zu lassen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. Im Kostenpunkt geht die Sache zurück an die Vorinstanz zur neuen R e- gelung der Kosten- und Entschädigungsfrage für das vorinstanzliche Ver- fahren. 2. Dem Beschwerdeführer werden reduzierte Verfahrenskosten von Fr. 400.- auferlegt. Die Verfahrenskosten werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 800.- verrechnet und dem Beschwerdeführer werden Fr. 400.- zurückerstattet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Rückerstattunsgformular) – die Vorinstanz (Gerichtsurkunde) – die Erstinstanz (Gerichtsurkunde) – das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement EVD (Gerichtsu r- kunde) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Marc Steiner Beatrice Grubenmann B-1629/2012 Seite 23 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesge- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Be- gründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 13. August 2012