<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2016-10-17-9C_565-2016.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>9C_565/2016 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 17. Oktober 2016</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. sozialrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Glanzmann, Präsidentin, </div> <div class="para">Bundesrichterin Pfiffner, Bundesrichter Parrino, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber R. Widmer. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Mark A. Glavas, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV-Stelle des Kantons Thurgau, Rechts- und Einsprachedienst, </div> <div class="para">St. Gallerstrasse 11, 8500 Frauenfeld, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Invalidenversicherung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 22. Juni 2016. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 18. Februar 2016 hob die IV-Stelle des Kantons Thurgau die A.________, geboren 1962, gemäss Verfügung vom 24. Juni 2004 seit 1. August 2002 ausgerichtete ganze Invalidenrente gestützt auf ein bidisziplinäres Gutachten vom 17. August 2015 auf den 31. März 2016 auf. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">Die von der Versicherten hiegegen eingereichte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 22. Juni 2016 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para">Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten lässt A.________ beantragen, unter Aufhebung des voristanzlichen Entscheids sei ihr weiterhin eine ganze Invalidenrente zuzusprechen; eventuell sei die Sache zu weiteren Abklärungen und neuer Verfügung an die IV-Stelle zurückzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Mit der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann u.a. die Verletzung von Bundesrecht gerügt werden (<span class="artref">Art. 95 lit. a BGG</span>), die Feststellung des Sachverhalts nur, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von <span class="artref">Art. 95 lit. a BGG</span> beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (<span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span>). Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 beruht (<span class="artref">Art. 105 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Die Vorinstanz hat unter Hinweis auf <span class="artref">Art. 53 Abs. 2 ATSG</span> und die Rechtsprechung zur Bestätigung einer Revisionsverfügung der Verwaltung mit der substituierten Begründung der Wiedererwägung durch das Gericht (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=04.10.2016&amp;to_date=23.10.2016&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-368%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page368">BGE 125 V 368</a> E. 2 S. 369 mit Hinweisen) sowie in Würdigung insbesondere des bidisziplinären Gutachtens der Frau Dr. med. B.________, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation und des Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 15. August 2015 festgestellt, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit nie massgeblich eingeschränkt gewesen sei und spätestens sechs Monate nach der Operation im Januar 2002 wieder eine adaptierte Arbeit hätte aufnehmen können, weshalb die ursprüngliche Rentenzusprechung zweifellos unrichtig gewesen sei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Die Beschwerdeführerin wendet sich zwar gegen diese Betrachtungsweise; indessen vermag sie nicht darzutun, inwiefern das kantonale Gericht den rechtserheblichen medizinischen Sachverhalt offensichtlich unrichtig, d.h. unhaltbar, willkürlich (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=04.10.2016&amp;to_date=23.10.2016&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-264%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page264">BGE 140 III 264</a> E. 2.3 S. 266, 137 III 226 E. 4.2 S. 234), festgestellt haben soll. Die nicht näher begründete, durch nichts belegte Behauptung, die vorinstanzliche Sachverhaltsermittlung sei willkürlich erfolgt, genügt nicht. Soweit sich die Versicherte - im Übrigen in weiten Teilen der Beschwerde - auf eine appellatorische Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung beschränkt, hat das Bundesgericht darauf im Rahmen der ihm gesetzlich eingeräumten Überprüfungsbefugnis (E. 1 hievor) nicht einzugehen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.</b> Ob die Beschwerdeführerin ursprünglich als Produktionsmitarbeiterin, wie geltend gemacht, eine leichte Tätigkeit verrichtet hat, ist sodann nicht entscheidend. Dieser Umstand würde insbesondere nichts daran ändern, dass die Verfügung vom 24. Juni 2004, mit welcher der Versicherten rückwirkend ab 1. August 2002 eine ganze Invalidenrente zugesprochen worden war, zweifellos unrichtig war, hätte die Versicherte doch aus Sicht der Gutachter bereits ein halbes Jahr nach der Operation im Januar 2002 wieder vollumfänglich eine angepasste Erwerbstätigkeit ausüben können. Schliesslich wirft die Versicherte dem kantonalen Gericht vor, es habe den Untersuchungsgrundsatz verletzt, weil es davon abgesehen hat, Abklärungen zur Fabrikationstätigkeit zu treffen, welche die Versicherte seinerzeit ausgeübt hat. Zu beachten gilt es in diesem Zusammenhang, dass sich im Gutachten der Frau Dr. med. B.________ vom 17. August 2015 eine "aktuelle Arbeitsanamnese; letzte Arbeitsstelle inklusive detaillierter Tätigkeitsbeschreibung" findet. Danach hat die Versicherte Parkettriemen (leichte Gewichte) sortieren und auch mittelschwere Holzriemen kontrollieren müssen. Die einzelnen Arbeitsschritte sind alsdann noch näher dargestellt. Je die Hälfte der Zeit sei auf die Arbeit mit den leichten und den mittelschweren Holzriemen entfallen. Insgesamt müsste wohl nicht auf eine leichte, sondern auf eine mittelschwere Arbeit geschlossen werden, wenn dieser Umstand ausschlaggebend und zu beurteilen wäre. Da das Gutachten in der Anamnese die von der Versicherten verrichteten Tätigkeiten genau beschreibt, worauf sich die Beurteilung von Verwaltung und kantonalem Gericht stützen konnte, ist die Rüge der Missachtung des Untersuchungsgrundsatzes (vgl. <span class="artref">Art. 43 ATSG</span>) durch die Vorinstanz unbegründet. Da der rechtserhebliche Sachverhalt vollständig abgeklärt wurde, erübrigen sich zusätzliche Beweismassnahmen, weshalb dem Eventualantrag der Beschwerdeführerin nicht stattzugeben ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Der von der Vorinstanz durchgeführte Einkommensvergleich gemäss <span class="artref">Art. 16 ATSG</span> (anwendbar nach <span class="artref">Art. 28a IVG</span>), hat einen Invaliditätsgrad von unter 10 % ergeben, der keinen Rentenanspruch begründet (<span class="artref">Art. 28 Abs. 2 IVG</span>). Dieses Ergebnis wird in der Beschwerde zu Recht nicht in Zweifel gezogen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Gerichtskosten der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Da die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist, wird sie im Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG</span> erledigt. </div> <div class="para"> Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 800.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 17. Oktober 2016 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Glanzmann </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Widmer </div> </div></body></html>