A bteilung V E -5413/2006 tem /abm /ruo {T 0/2} U rteil vom 4. Juni 2007 M itw irkung: R ichterin Teuscher, R ichter Lang, Badoud, G erichtsschreiber Abbühl A ________, geboren ________, D em okratische R epublik Kongo, alias B _______, geboren 29. M ai 1988, Angola, vertreten durch Frau Edith Späti, R echtsberatungsstelle für Asylsuchende, Tellstrasse 4, 9001 St. G allen, Beschw erdeführerin gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom ________ i.S. Vollzug der W egw eisung / N ________ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Eigenen Angaben zufolge verliess die Beschw erdeführerin ihren H eim atstaat am 10. August 2004 über den Flughafen von N djili und reiste via Frankreich am 12. August 2004 illegal in die Schw eiz ein, w o sie am 13. August 2004 in der Em pfangsstelle E_______ ein Asylgesuch stellte. Am 25. August 2004 w urde sie im Transitzentrum Altstätten sum m arisch zum R eisew eg und zu den Asylgründen befragt. Am 21. Septem ber 2004 erfolgte die Anhörung durch F_______. Im W esentlichen m achte die Beschw erdeführerin geltend, ihre Eltern stam m ten aus Angola. Sie selbst sei in der D em okratischen R epublik Kongo geboren und aufgew achsen, besitze jedoch w egen ihrer Eltern die angolanische Staatsbürgerschaft. Ihre Eltern seien vor Jahren nach Angola zurückgekehrt und hätten sie und ihre beiden Schw estern, T. und N ., bei ihrer Tante väterlicherseits, N . R ., in der D em okratischen R epublik Kongo zurückgelassen. Sie habe kein gutes Verhältnis zu ihrer Tante gehabt. D iese habe sie geschlagen, ihr das Essen vorenthalten und ihr die H aare abgeschnitten. Am 28. M ai 2004 habe sie das H aus ihrer Tante verlassen und habe danach auf der Strasse gelebt. In der Folge habe sie einen Soldaten G . kennen gelernt und sei m it diesem in ein H otel in der G em einde G om be gezogen. D ort hätten sie gem einsam von M ai 2004 bis Anfang Juni 2004 gelebt. Kam eraden von G . hätten Anfang Juni 2004 angefangen, regelm ässig Kartons m it U tensilien für einen für den 11. Juni 2006 geplanten Putsch gegen Präsident Kabila ins H otel zu bringen. N achdem die Frau eines Kollegen von G . verhaftet und das Kom plott aufgedeckt w orden sei, hätten sie das H otel verlassen und sich bis zu ihrer Ausreise bei einem Kam eraden von G . in N djili versteckt. D ie Frau sei später zum Tode verurteilt w orden. Am 10. August 2004 habe sie schliesslich ihren H eim atstaat zusam m en m it G . und Y. unter Verw endung eines frem den Passes über den Flughafen von N djili verlassen. Sie habe Angst, bei einer R ückkehr verhaftet und zum Tode verurteilt zu w erden. Für die übrigen Aussagen w ird auf die Akten verw iesen. Aufgrund der von der Beschw erdeführerin geltend gem achten M inderjährigkeit ist ihr am 27. August 2004 durch F_______ für die D auer des Asylverfahrens eine Vertrauensperson beigeordnet w orden (Art. 7 AsylV 1). D er vom BFM am 25. August 2004 veranlasste Fingerabdruckvergleich in Frank- reich lieferte keine neuen Erkenntnisse. B. M it Schreiben vom 13. Februar 2006 ersuchte das BFM die Schw eizerische Ver- tretung in Kinshasa um w eitere Abklärungen gem äss Art. 41 Abs. 1 AsylG . Auf den Inhalt des Antw ortschreibens der Schw eizerischen Botschaft in Kinshasa vom 11. M ärz 2006 w ird, sow eit für den Entscheid w esentlich, in den Erw ägungen eingegangen. C . M it Verfügung vom 12. M ai 2006 stellte das BFM fest, die Beschw erdeführerin erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. G leichzeitig ordnete es die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie deren Vollzug an. 3 D . M it Beschw erde vom 20. Juni 2006 liess die Beschw erdeführerin beantragen, die verfügte W egw eisung sei als unzum utbar zu erklären und aufzuheben. Es sei ihr die unentgeltliche R echtspflege zu gew ähren und es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten. In der Beschw erdebeilage w urden Internet- auszüge eines „C ountry Sum m ary“ von H um an R ights W atch vom Januar 2006 be- treffend die D em okratische R epublik Kongo, sow ie eine Fürsorgeabhängigkeitsbe- stätigung eingereicht. Zugleich ersuchte die Beschw erdeführerin um Fristge- w ährung zw ecks Einreichung von Bew eism itteln zur Bestätigung ihrer Aussagen und Identitätsangaben. Auf die Begründung w ird, sow eit für den Entscheid w esent- lich, in den Erw ägungen eingegangen. E. M it Zw ischenverfügung vom 28. Juni 2006 stellte die zuständige Instruktions- richterin der vorm als zuständigen Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) fest, dass die Verfügung des BFM vom 12. M ai 2006, sow eit diese die Frage der Flüchtlingseigenschaft und des Asyls betreffe, m it Ablauf der Beschw erdefrist in R echtskraft erw achsen sei. W eiter w urde festgestellt, dass die R echtsbegehren aufgrund der Beschw erdebegründung als auf den Vollzugspunkt beschränkt zu be- trachten und einzig die Frage der Anordnung einer vorläufigen Aufnahm e zu prüfen sei. G egenstand des vorliegenden Verfahrens w ürde dam it lediglich die Frage bilden, ob die W egw eisung zu vollziehen oder ob anstelle des Vollzugs eine vorläufige Aufnahm e anzuordnen sei. G leichzeitig w urde die Beschw erdeführerin unter Androhung der Säum nisfolgen aufgefordert, die in Aussicht gestellten Be- w eism ittel innert dreissig Tagen ab Erhalt der Verfügung nachzureichen. D ie Beschw erdeführerin liess die Frist unbenutzt verstreichen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G ; SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG ; SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu ge- hören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG ; SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G ; SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 1. Januar 2007 hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist an- w endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ).4 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführerin ist legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 3. W ie bereits in der Zw ischenverfügung vom 28. Juni 2006 festgestellt w urde, bildet einzig die Frage des Vollzugs der W egw eisung G egenstand des vorliegenden Beschw erdeverfahrens. O bschon sich die Beschw erde som it nur gegen den Voll- zug der W egw eisung richtet, bringt die Beschw erdeführerin in ihrer Beschw erde- begründung vor, das BFM habe zu U nrecht auf U nglaubhaftigkeit der Vorbringen geschlossen. O b dies zutrifft ist nachfolgend im R ahm en der Prüfung der Zu- lässigkeit des W egw eisungsvollzugs unter dem Blickw inkel von Art. 3 zu beur- teilen. 4. 4.1 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zulässig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Ausländers in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 Bundesgesetz über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer, [AN AG ; SR 142.20]). 4.2 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). 4.3 G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossen- schaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D e- zem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedri- gende Behandlung oder Strafe (FoK; SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EM R K [der Konvention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N o- vem ber 1950 (EM R K; SR 0.101)] darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 5. D ie Vorinstanz w ies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlings- eigenschaft erfüllen (vgl. M . G attiker, D as Asyl- und W egw eisungs-verfahren, Bern 1999, S. 89). D a rechtskräftig feststeht, dass die Beschw erdeführerin nicht Flücht- ling ist, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen N on- refoulem ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ückkehr der Beschw erdeführerin in ihren H eim atstaat ist dem nach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtm ässig. 5.1 Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen der Beschw erdeführerin noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Ausschaffung in ihren H erkunftsstaat dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w äre. G em äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N - Anti-Folterausschusses m üsste die Beschw erdeführerin eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihr im Fall einer R ück-5 schiebung Folter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. Entschei- dungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2001 N r. 16, S. 122, m .w .H .). D ie Beschw erdeführerin bringt ihrerseits vor, die Vorinstanz habe sich bei der Begründung ihrer fehlenden G laubw ürdigkeit vornehm lich auf die Abklärungen der Schw eizerischen Botschaft in Kinshasa abgestützt, w elche in krassem W iderspruch zu ihren Aussagen stehen w ürden. Es seien im m er w ieder Fälle bekannt gew orden, in denen Schw eizer Vertretungen im Ausland bei ihren N achforschungen nicht sehr sorgfältig gearbeitet hätten und sich ohne W eiteres auf Aussagen irgendw elcher Leute stützten. D iese Praxis erscheine ziem lich fragw ürdig und gefährde auch die Asyl Suchenden. W eiter sei nicht ver- ständlich, dass das Bundesam t von der kongolesischen Staatsangehörigkeit der Beschw erdeführerin ausgehe, obschon die angolanische Identitätskarte der Schw ester zu den Akten gereicht w orden sei. Zum generellen Vorw urf der unsorg- fältigen Arbeitsw eise der Schw eizerischen Vertretungen im Ausland bringt die Beschw erdeführerin jedoch keine konkreten Indizien vor, die auf eine unsorgfältige Vorgehensw eise der Schw eizer Botschaft in Kinshasa im vorliegenden Fall hindeuten und dam it begründete Zw eifel an der Verlässlichkeit ihrer Abklärungen erw ecken w ürden. Bezüglich der von der Beschw erdeführerin behaupteten ango- lanischen Staatsangehörigkeit ist anzum erken, dass sie es trotz m ehrm aliger Aufforderung bis heute unterlassen hat, den schw eizerischen Asylbehörden am tliche Ausw eisdokum ente einzureichen. Auch die in der Beschw erde in Aussicht gestellten Bestätigungen ihrer Aussagen und insbesondere ihrer Identität sind bis dato nicht eingetroffen. Entgegen der Auffassung der Beschw erdeführerin lassen sich sodann gestützt auf die m it Schreiben vom 13. April 2006 eingereichten Kopien einer "C arte C onsulaire" sow ie eines Stim m rechtsausw eises der Schw ester keine R ückschlüsse bezüglich ihrer eigenen Staatsangehörigkeit ziehen, zum al die Schw ester - im G egensatz zur Beschw erdeführerin - m it einem Angolaner verhei- ratet ist und tatsächlich in Angola gelebt hat. G em äss den Abklärungen der Schw eizerischen Vertretung in Kinshasa besitzt der Vater der Beschw erdeführerin die kongolesische Staatsbürgerschaft, w eshalb davon ausgegangen w erden kann, dasselbe gelte auch für die Beschw erdeführerin. N achforschungen am Institut Bakana haben überdies ergeben, dass die Beschw erdeführerin sich dort als kongolesische Staatsangehörige registriert hatte. D ie Eltern der Beschw erde- führerin sollen - entgegen ihren Aussagen - nach w ie vor in Kinshasa w ohnhaft sein. Aufgrund der Tatsache, dass die Beschw erdeführerin in der D em okratischen R epublik Kongo als Tochter eines kongolesischen Staatsangehörigen geboren und aufgew achsen ist, kann som it gefolgert w erden, dass diese dort über ein gefestigtes Aufenthaltsrecht und über entsprechende Identitätspapiere verfügt. Anlässlich der Befragung durch F_______ vom 21. Septem ber 2004 sagte die Beschw erdeführerin aus, sie befürchte im Falle einer R ückkehr in die dem okratische R epublik Kongo verhaftet und zum Tode verurteilt zu w erden (vgl. kant. Prot., S. 14 f.). Zur Begründung brachte sie vor, die Frau N . eines Kam eraden von G . sei verhaftet w orden und habe alle N am en der G ruppe der Putschisten nennen m üssen (vgl. kant. Prot., S. 14). Sie w ar jedoch nicht in der Lage, genaue Angaben zu den U m ständen der Verhaftung von N . oder deren Aussagen zu m achen. Sie konnte denn auch keine konkreten Aussagen dazu m achen, w ie und w o nach ihr gesucht w orden w ar. Schliesslich spricht auch der 6 U m stand, dass die Beschw erdeführerin und ihre Begleiter ohne jegliche Problem e über den gut kontrollierten internationalen Flughafen von N djili ausreisen konnten, gegen die Annahm e einer objektiv begründeten Furcht vor zukünftiger Verfolgung. Zudem m üssen die Angaben der Beschw erdeführerin, sie sei lediglich m it einem frem den Pass ausgereist, als unglaubhaft bezeichnet w erden, zum al für eine Ausreise gem äss gesicherten Kenntnissen des Bundesverw altungsgerichts auch ein Visum benötigt w ird. Insgesam t gelingt es der Beschw erdeführerin dam it nicht, eine objektiv begründete Furcht vor zukünftiger Verfolgung glaubhaft zu m achen, w eshalb vorliegend nicht von einem unerträglichen psychischen D ruck gesprochen w erden kann, der den w eiteren Verbleib im H eim atstaat als objektiv unzum utbar erscheinen liesse. D ie von der Vorinstanz festgestellten U nglaub- haftigkeitsm erkm ale sind nach eingehender Prüfung der Akten vollauf zu bestä- tigen. U m W iederholungen zu verm eiden, kann zur Veranschaulichung der sich aufdrängenden Zw eifel an der G laubhaftigkeit der Vorbringen auf die Erw ägungen in der angefochtenen Verfügung verw iesen w erden. D ie Entgegnungen in der Be- schw erde erw ecken lediglich den Anschein von abstrakten Erklärungsversuchen und verm ögen denn auch die von der Vorinstanz aufgezeigten W idersprüche und U ngereim theiten nicht zu erklären. D ie allgem eine M enschenrechtssituation in ihrem H erkunftsstaat lässt den W eg- w eisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt zudem klarerw eise nicht als unzulässig erscheinen. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig. 5.2 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ück- kehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allgem einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahren- m om ente, w ie beispielsw eise einer notw endigen m edizinischen Behandlung, ange- nom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). 5.3 Aufgrund einer eingehenden Beurteilung der allgem einen Verhältnisse in der D e- m okratischen R epublik Kongo kam die AR K Ende 2004 zum Schluss, dass nicht landesw eit von einer Situation von Bürgerkrieg oder allgem einer G ew alt gespro- chen w erden könne; vielm ehr erachtete die AR K den Vollzug der W egw eisung als grundsätzlich zum utbar, w enn abgew iesene Asylsuchende, die keiner besonders verletzlichen Bevölkerungsgruppe angehörten, ihren letzten W ohnsitz vor der Aus- reise in Kinshasa beziehungsw eise in einer Flughafenstadt im W esten des Landes hatten, oder aber dort zum indest über intakte soziale Beziehungen verfügten (vgl. im Einzelnen EM AR K 2004 N r. 33). D as Bundesverw altungsgericht stellt ebenfalls auf diese Lageanalyse ab, die nach seiner Einschätzung auch für die Zeit nach 2004 im W esentlichen ihre G ültigkeit behält. Inzw ischen w urde, im Früh- jahr 2006, die im D ezem ber 2005 per Volksabstim m ung angenom m ene Ver- fassung in Kraft gesetzt, w elche unter anderem die m ehrm als verschobenen und am 30. Juli 2006 abgehaltenen W ahlen erm öglichte. D ie Präsidentschaftsw ahlen sow ie die W ahl der Legislative verliefen relativ ruhig, doch kam es im Vorfeld zu 7 G ew altexzessen seitens der Sicherheitskräfte gegenüber D em onstranten der politischen O pposition sow ie gegenüber Journalisten und M enschenrechtsakti- visten. Auch kam es nach Verkündung der R esultate der Präsidentschaftsw ahlen in Kinshasa zu blutigen Auseinandersetzung zw ischen der G arde des neu ge- w ählten Präsidenten Kabila und den Sicherheitskräften von Vizepräsident Jean- Pierre Bem ba. Es ist indessen festzuhalten, dass die inneren Auseinander- setzungen im Vorfeld und nach Abschluss der Parlam ents- und Präsidentschafts- w ahlen von Juli beziehungsw eise O ktober 2006 zu keiner grundlegenden Ände- rung der innenpolitischen Situation geführt haben, die ein Abw eichen von der bis- herigen Praxis nach sich ziehen könnte. Kabila w urde am 6. D ezem ber 2006 für eine D auer von fünf Jahren in sein Am t eingesetzt und zusam m en m it Prem ier- m inister G izenga verkündete er am 5. Februar 2007 die neue R egierung. D er allgem eine Fortschritt in der D em okratischen R epublik Kongo w ird jedoch beeinträchtigt durch die anhaltende G ew alt und U nsicherheit im O sten des Lan- des, w o sich die verbleibenden R ebellentruppen und die kongolesische Arm ee schw ere M enschenrechtsverletzung zu Schulden kom m en lassen. Auch die eth- nischen Spannungen haben sich im O sten und N ordosten des Landes verschärft. Insbesondere in den Provinzen N ord und Süd Kivu, in der nördlichen Provinz Katanga sow ie im Ituri D istrict ist die Lage unverändert prekär und die Sicherheit konnte noch nicht w ieder hergestellt w erden. Bew affnete G ruppen haben nach den W ahlen dam it begonnen ihre W affen im Zuge des D em obilisierungs-, Entw affnungs- und R eintegrationsprozesses abzugeben, w ährend G erichte dam it begonnen haben, Fälle von Kriegsverbrechen aufzuarbeiten. In W ürdigung der oben beschriebenen Lageanalyse und in Ü bereinstim m ung m it der Praxis der AR K erachtet das Bundesverw altungsgericht die R ückkehr von Per- sonen aus der D em okratischen R epublik Kongo unter bestim m ten U m ständen als zum utbar, näm lich dann, w enn der letzte W ohnsitz der betroffenen Person die H auptstadt Kinshasa oder eine andere, über einen Flughafen verfügende Stadt im W esten des Landes w ar, oder w enn die Person in einer dieser Städte über ein gefestigtes Beziehungsnetz verfügt. D er W egw eisungsvollzug ist dennoch nicht zum utbar, w enn die zurückzuführende Person (kleine) Kinder in ihrer Begleitung hat, für m ehrere Kinder verantw ortlich ist, sich bereits in einem fortgeschrittenen Alter oder in einem schlechten G esundheitlichen Zustand befindet oder w enn es sich bei ihr um eine alleinstehende, nicht über ein soziales oder fam iliäres N etz verfügende Frau handelt (vgl. EM AR K 2004 N r. 33 E. 8.3. S.237 f.). 5.4 D ie Beschw erdeführerin stam m t eigenen Angaben zufolge aus der H auptstadt Kinshasa, w o sie seit ihrem vierten Lebensjahr bis zu ihrer Ausreise am 10. August 2004 ununterbrochen gelebt und w ähren rund 11 Jahren die Schule besucht hat. Anders als in den vorstehend erw ähnten R egionen im N orden und O sten des Landes ist die Lage in der H auptstadt Kinshasa als w eitgehend sicher zu be- zeichnen. D ie Beschw erdeführerin ist noch jung und, sow eit aus den Akten ersicht- lich, gesund und kann bei ihrer R ückkehr m it der U nterstützung ihrer nach w ie vor im H eim atstaat w ohnhaften Angehörigen rechnen. W eder die herrschende allgem eine politische Lage in der D em okratischen R epublik Kongo, noch eine dort herrschende Situation allgem einer G ew alt oder in der Person der Beschw erde- führerin begründete W egw eisungshindernisse stehen som it einem W egw eisungs- vollzug entgegen.8 N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung som it auch als zum utbar zu bezeichnen. 5.5 Schliesslich obliegt es der Beschw erdeführerin, sich bei der zuständigen Vertre- tung ihres H eim atstaates die für eine R ückkehr notw endigen R eisedokum ente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), w eshalb der Vollzug der W egw eisung auch als m öglich zu bezeichnen ist. 5.6 Insgesam t ist die durch die Vorinstanz verfügte W egw eisung zu bestätigen. D ie Vorinstanz hat deren Vollzug zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich er- achtet. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (Art. 14a Abs. 1 - 4 AN AG ). 6. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G e- sagten abzuw eisen. 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der Beschw erdeführerin auf- zuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ) und auf insgesam t Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE]). (D ispositiv nächste Seite)9 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden der Beschw erdeführerin auferlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichtskasse zu überw eisen. 3. D ieses U rteil geht an: - die R echtsvertreterin der Beschw erdeführerin, 2 Expl. (eingeschrieben; Beilage: Einzahlungsschein) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) - F_______ (Beilage: Studentenausw eis) D ie vorsitzende R ichterin: D er G erichtsschreiber: M arianne Teuscher M arco Abbühl Versand am :