<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht zur Förderung der wettbewerbsorientierten Finanzierung der Fachhochschulen (FH) vorzulegen. Der Bericht soll die Entwicklung der unterschiedlichen Finanzierung von kantonalen Universitäten und FH untersuchen, insbesondere den Zugang zu wettbewerbsorientierten Fonds wie dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF), Innosuisse und internationalen Programmen. Weiter soll er unterschiedliche Verteilschlüssel für die direkte und indirekte Finanzierung durch den Bund untersuchen und gegebenenfalls Empfehlungen abgeben, um ein Gleichgewicht zu gewährleisten, den Wettbewerb zwischen den Hochschulen zu fördern und letztlich die Qualität von Forschung und Lehre in der Schweiz zu verbessern.&nbsp;</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Förderung des Wettbewerbs, insbesondere im Forschungsbereich, ist ein explizites Ziel des Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetzes (Art.&nbsp;3 Bst.&nbsp;c HFKG). Gleichzeitig setzt das HFKG das Differenzierungsgebot um, wonach es im Hochschulraum Schweiz unterschiedliche Hochschultypen gibt. Die Profilschärfung zwischen den universitären Hochschulen (UH) und den Fachhochschulen (FH) mit Blick auf deren Komplementarität in Lehre und Forschung ist weiterhin ein erklärtes Ziel von Bund und Kantonen. Die im Unterschied zu den UH ausgeprägte Lehrorientierung der FH, deren Schwerpunkt auf den berufsqualifizierenden und praxisorientierten Ausbildungen mehrheitlich auf Bachelorstufe liegt, spiegelt sich in den Kosten der Hochschulen. Beträgt im 2021 der Anteil Lehre an den Betriebskosten der UH rund 30&nbsp;% und jener der Forschung etwa 59&nbsp;%, so erreichen die entsprechenden Werte an den FH über 64&nbsp;% bzw. rund&nbsp;27&nbsp;%. Entsprechend erhalten die UH vom Bund für ihren Forschungsaufwand über die kompetitive Forschungsförderung deutlich höhere Beiträge als die FH. Im Gegenzug werden bei der Grundfinanzierung nach HFKG für die UH und die FH unterschiedliche Beitragssätze von 20&nbsp;% bzw. 30&nbsp;% angewendet. Dank dieser Differenzierung trägt der Bund über seine Forschungsförderung und Finanzierung nach HFKG, im Sinne der Gleichbehandlung, bei beiden Hochschultypen in den letzten Jahren gesamthaft je rund 28&nbsp;% der Kosten.</p><p>&nbsp;</p><p>Der Bundesrat geht mit dem Postulanten einig, dass die Entwicklung der Finanzierung von UH und FH beobachtet und regelmässig analysiert werden soll, um allfällige Fehlanreize frühzeitig identifizieren zu können. Die BFI-Finanzberichte und das jährliche Reporting bieten eine konsolidierte und vollständige Sicht auf die öffentliche BFI-Finanzierung insgesamt und zeigen auch die Entwicklung der Finanzierung der Hochschulen (www.sbfi.admin.ch &gt; BFI-Politik &gt; BFI-Finanzberichte). Das HFKG sieht zudem eine quadriennale Evaluationspflicht der Wirksamkeit des HFKG vor (Art.&nbsp;69 HFKG). Die erste Evaluation von 2022 (vgl. www.sbfi.admin.ch: Publikationsdatenbank &gt; Berichte zur Evaluation nach Art.&nbsp;69 HFKG) kommt zum Schluss, dass mittel- und längerfristige Auswirkungen des Finanzierungssystems aufgrund des kurzen Betrachtungshorizonts noch nicht abgeschätzt werden können. Das Finanzierungssystem des HFKG sei aber ausgewogen und stabil konzipiert. Die Konsistenz des Finanzierungssystems HFKG mit der Forschungsförderung wurde zudem von den Befragten gut bewertet. Es wurden keine Probleme identifiziert, welche einen raschen Anpassungsbedarf erfordern. Es wurden jedoch Herausforderungen genannt, die Bund und Kantone im Rahmen der Schweizerischen Hochschulkonferenz diskutieren werden mit dem Ziel, sie bei der nächsten Evaluation 2026 vertieft zu prüfen. Dazu gehören auch die Fragen vom Postulanten, insbesondere in Bezug auf die Entwicklung der kompetitiven Forschungsförderung und deren Wirkung auf die Profilschärfung.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Dabei wird auch ersichtlich, inwieweit sich die auch in Abstützung auf die Evaluation des SNF von 2022 ergriffenen Massnahmen auf die Forschungsförderung auswirken. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass ein zusätzlicher Prüfbericht vor der bereits geplanten nächsten Evaluation nach HFKG in drei Jahren nicht zielführend wäre.</p>