<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="WordSection1"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top" width="79"> <p class="MsoNormal"><img alt="" height="60" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,7000&amp;Parametername=WEB&amp;Schema=BS_FI_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=73269" width="39"/></p> </td> <td valign="top" width="535"> <p class="MsoNormal"><span>Appellationsgericht</span></p> <div> <p class="MsoNormal"><span>des Kantons Basel-Stadt</span></p> </div> <p class="MsoNormal"><span>Ausschuss</span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span>ZB.2014.44</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>ENTSCHEID</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom 28. April 2015</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span>Mitwirkende</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Dr. Marie-Louise Stamm, Dr. Heiner Wohlfart, Dr. Olivier Steiner</p> <p class="MsoNormal"><a name="TN_AUTOTEXT_GS"></a>und Gerichtsschreiber lic. iur. Johannes Hermann</p> <div> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span>Parteien</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><a name="RU_AUTOTEXT_KL%C3%84GER_X__B"><b>A____ AG</b></a> Berufungsklägerin</p> <p class="MsoNormal">[…] Klägerin</p> <p class="MsoNormal">vertreten durch lic. iur. […], Advokat,</p> <p class="MsoNormal">[…]</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal">gegen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>B____</b> Berufungsbeklagter</p> <p class="MsoNormal">[…] Beklagter</p> <p class="MsoNormal"><a name="RU_AUTOTEXT_BEKLAGTE_X__B">vertreten durch Dr. […], Advokat,</a></p> <p class="MsoNormal">und Dr. […], Advokat,</p> <p class="MsoNormal"><a name="BT_AUTOTEXT_VRTR__B"></a>[…]</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span>Gegenstand</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>Berufung</b> gegen einen Entscheid des Zivilgerichts vom 19. Juni 2014</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">betreffend definitive Bestellung einer Sicherheit (Prosekution)</p> <span><br/> </span> <p class="MsoNormal"><b>Sachverhalt</b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Im Mai 2011 unterzeichneten die A____ AG (Berufungsklägerin, Werkunternehmerin), B____ (Berufungsbeklagter, Werkbesteller) und die C____ AG (Projekt- und Bauleiterin) einen Werkvertrag. Dieser beinhaltet im Wesentlichen den Einbau von Innen- und Wohnungseingangstüren durch die Berufungsklägerin in einem Neubau an der […]strasse 77 in Basel. Die Berufungsklägerin führte die Arbeiten zwischen dem 4. Mai 2011 und dem 9. März 2012 aus. Am 19. März 2012 stellte sie dem Berufungsbeklagten die Schlussrechnung über CHF 35'397.95 zu, in der eine Akontozahlung von CHF 37'037.05 bereits in Abzug gebracht worden war. In der Folge beglich der Berufungsbeklagte diese Rechnung nicht.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Am 25. Juni 2012 ersuchte die Berufungsklägerin das Zivilgericht Basel-Stadt um <span>superprovisorische Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts im Betrag von</span> CHF 20'608.95, zuzüglich 5 % Zins seit dem 1. Mai 2012, auf der Stockwerkeigentumsparzelle Nr. […]-3 bzw. den Miteigentumsparzellen Nr. […]-4-1, […]-4-2, […]-4-7 und […]-4-8 an der […]strasse 77. Das Zivilgericht entsprach dem Gesuch und meldete das Bauhandwerkerpfandrecht am 27. Juni 2012 zur vorläufigen Eintragung beim Grundbuchamt an. Auf Antrag der Berufungsklägerin wurde die vorsorgliche Massnahme am 5. Juli 2012 dahingehend rektifiziert, dass das Bauhandwerkerpfandrecht statt auf den Miteigentumsparzellen Nr. […]-4-7 und […]-4-8 an der […]strasse 77 neu auf der Parzelle Nr. […] an der […]strasse 79 vorläufig einzutragen sei. Das Grundbuchamt wurde davon in Kenntnis gesetzt. An der Bestätigungsverhandlung vor Zivilgericht vom 27. November 2012 vereinbarten die Parteien, das Pfandrecht durch eine Sicherheitsleistung (Solidarbürgschaftsverpflichtung Nr. 402683 der Basellandschaftlichen Kantonalbank) abzulösen. Das Zivilgericht wies das Grundbuchamt mit Entscheid vom gleichen Tag an, das provisorisch eingetragene Pfandrecht zu löschen, und setzte der Berufungsklägerin eine Frist von 30 Tagen zur Einreichung einer Prosekutionsklage. Mit Klage vom 21. Januar 2013 stellte die Berufungsklägerin das Begehren, die beim Zivilgericht zu ihren Gunsten hinterlegte provisorische Sicherheit von CHF 20'609.–, zuzüglich 5 % Zins seit dem 1. Mai 2012, sei für definitiv zu erklären. Mit Klageantwort vom 25. April 2013 beantragte der Berufungsbeklagte das Nichteintreten auf die Klage und eventualiter im Wesentlichen deren Abweisung. Nach einem zweiten Schriftenwechsel fand am 19. Juni 2014 die Hauptverhandlung statt. Das Zivilgericht wies mit schriftlich begründetem Entscheid vom gleichen Tag die Klage ab und die Zivilgerichtskasse an, dem Berufungsbeklagten die von ihm hinterlegte Sicherheit herauszugeben.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Gegen diesen Entscheid hat die Berufungsklägerin am 18. September 2014 Berufung beim Appellationsgericht erhoben. Sie beantragt, der Entscheid sei aufzuheben und die Sicherheit für definitiv zu erklären. Mit Berufungsantwort vom 14. Novem-ber 2014 beantragt der Berufungsbeklagte die Abweisung der Berufung. Die Einzelheiten der Parteistandpunkte ergeben sich, soweit sie für den Entscheid von Bedeutung sind, aus den nachfolgenden Erwägungen.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>Erwägungen</b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>1.</b></p> <p class="MsoNormal"><b>1.1</b> In vermögensrechtlichen Streitigkeiten steht die Berufung gegen erstinstanzliche Entscheide offen, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens CHF 10'000.– beträgt (Art. 308 Abs. 2 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO, SR 272]). Vorliegend beträgt dieser Streitwert CHF 20'609.–, so dass der Entscheid des Zivilgerichtspräsidenten vom 19. Juni 2014 mit Berufung anfechtbar ist. Zu deren Beurteilung ist der Ausschuss des Appellationsgerichts zuständig (§ 10 Abs. 1 und 2 des Gesetzes über die Einführung der Schweizerischen Zivilprozessordnung [EG ZPO, SG 221.100]). Die Berufungsklägerin ist im erstinstanzlichen Verfahren unterlegen und daher zur Berufung legitimiert. Diese ist unter Einhaltung der Anforderungen gemäss Art. 311 ZPO rechtzeitig innert der Frist von 30 Tagen eingereicht worden. Auf das Rechtsmittel ist demzufolge einzutreten.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>1.2</b> Mit der Berufung kann die unrichtige Rechtsanwendung und die unrichtige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden (Art. 310 ZPO). Die Rechtsmittelinstanz kann eine Verhandlung durchführen oder aufgrund der Akten entscheiden (Art. 316 Abs. 1 ZPO; vgl. statt vieler AGE ZB.2011.27 vom 16. April 2012 E. 1.3, mit Hinweisen). Die Fragen, die sich im vorliegenden Fall stellen, sind aus den Akten klar ersichtlich und es sind auch keine Beweise abzunehmen. Deshalb ist der vorliegende Entscheid, wie mit Verfügung vom 18. November 2014 angekündigt, nach Beizug der vorinstanzlichen Akten auf dem Zirkulationsweg ergangen.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>2.</b></p> <p class="MsoNormal"><b>2.1</b> In einem ersten Schritt prüfte das Zivilgericht, ob im Verfahren um definitive Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts bzw. um Definitiverklärung der Sicherstellung lediglich die geltend gemachte Pfandsumme oder auch die zugrunde liegende Werklohnforderung nachzuweisen sei. Das Zivilgericht erwog dazu, dass die Pfandsumme vom Bestand der Werklohnforderung abhänge (sogenannte Akzesso-rietät des Bauhandwerkerpfandrechts). Einwendungen gegen den Bestand der Werk­lohnforderung könnten deshalb bereits im Bauhandwerkerpfandrechtsprozess geltend gemacht werden (angefochtener Entscheid, E. 2).</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Die Berufungsklägerin wendet dagegen ein, dass das Bauhandwerkerpfandrecht gemäss dem gesetzlichen Grundgedanken unmittelbar nach Abschluss des Werkvertrags bis spätestens vier Monate nach Vollendung der Arbeiten im Grundbuch eingetragen werden könne. Die Eintragung sei somit bereits in einem Zeitpunkt zulässig, in dem noch gar keine Leistung erbracht worden sei. Die vom Zivilgericht erwähnte Akzessorietät des Bauhandwerkerpfandrechts sei so zu verstehen, dass dieses nur dann nicht definitiv eingetragen werden dürfe, wenn liquid sei, dass die abzusichernde Werklohnforderung untergegangen sei oder nicht mehr entstehen könne, etwa wenn der Unternehmer sich weigere, seine Leistung zu erbringen (Berufung, Rz. 11.1–11.3). Der Berufungsbeklagte macht dagegen geltend, die Berufungsklägerin verkenne Rechtsprechung und Lehre, wonach eine Sicherstellung nur erfolgen dürfe, sofern und soweit die Forderung Bestand habe. Die ursprüngliche Werklohnsumme sei dafür ein erster Anhaltspunkt, aber kein Beweis (Berufungsantwort, Rz. 15–17).</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>2.2</b> Die Klage auf definitive Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts (bzw. auf Definitiverklärung der Sicherstellung) bezweckt nicht die Bestimmung der Werklohnforderung als solcher, sondern der Pfandsumme, mit anderen Worten des Umfangs der Pfandsicherung. Das Bauhandwerkerpfandrecht hängt jedoch vom Bestand der zu sichernden Werklohnforderung ab (Grundsatz der Akzessorietät): Bestand und Umfang der Werklohnforderung bestimmen die Summe, die durch das Pfand gesichert werden kann. Die Gründe, die zum Erlöschen der zu sichernden Werklohnforderung führen, bewirken deshalb auch den Untergang des Anspruchs auf Eintragung bzw. auf den weiteren Bestand eines Bauhandwerkerpfandrechts (BGE 138 III 132 E. 4.2.2 S. 135 = Pra 2012 Nr. 89; BGer 5A_527/2012 vom 21. Februar 2013 E. 2.2.2). Einwendungen, die Bestand und Umfang der gesicherten Forderung betreffen, sind somit grundsätzlich bereits im Verfahren um definitive Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts zu berücksichtigen. In der Lehre und der Rechtsprechung sind die Auffassungen allerdings geteilt, in welchem Umfang dies erfolgen soll. Während <span>Schumacher</span> sich für eine umfassende Berücksichtigung von Einwendungen ausspricht (vgl. <span>Schumacher</span>, Das Bauhandwerkerpfandrecht, 3. Auflage, Zürich 2008, Rz. 548–551, 583, 1043 f., 1510), sollen nach kantonaler Rechtsprechung Einwendungen nur bei klaren Verhältnissen Berücksichtigung finden (vgl. OGer LU, in: LGVE 2006 I, S. 22, E. 3 S. 23 ff.; HGer ZH, in: ZR 2010, S. 268, E. 3.3 S. 288 f.). Im vorliegenden Prozess kann diese Frage jedoch offengelassen werden. Wie in E. 4 hiernach dargelegt wird, ist das Bestehen einer Werklohnforderung in der Höhe der von der Berufungsklägerin geltend gemachten Pfandsumme von CHF 20'609.– nämlich unabhängig davon zu bejahen, ob die Einwendungen gegen die Werklohnforderung umfassend oder nur eingeschränkt zu prüfen sind.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>3.</b></p> <p class="MsoNormal"><b>3.1 </b>In einem weiteren Schritt prüfte das Zivilgericht, ob die Werklohnforderung fällig sei (angefochtener Entscheid, E. 3). Es erwog, dass die Berufungsklägerin die gehörige Abnahme der Türen und damit die Fälligkeit der Werklohnforderung nicht belegen könne (E. 3.2–3.6). Die Berufungsklägerin wendet dagegen ein, dass es für den Anspruch auf Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts irrelevant sei, ob die Werklohnforderung schon fällig sei oder nicht (Berufung, Rz. 12.1–12.3, 12.5). Der Berufungsbeklagte teilt diese Ansicht, macht aber geltend, dass das Zivilgericht die Fälligkeit der Werklohnforderung nicht zur Anspruchsvoraussetzung gemacht habe (Berufungsantwort, Rz. 19–21).</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>3.2</b> Das Bauhandwerkerpfandrecht stellt eine besondere Sicherungsmassnahme zu Gunsten des üblicherweise vorleistungspflichtigen Bauhandwerkers dar, der durch seine Arbeit einen Mehrwert am bearbeiteten Grundstück schafft und mangels anderweitiger dinglicher Sicherung eine besondere Schutzbedürftigkeit aufweist (vgl. BGE 95 II 87 E. 3 S. 90 = Pra 1969 Nr. 102; <span>Schumacher</span>, a.a.O., Rz. 130, 219). Die Natur der Sicherung äussert sich unter anderem darin, dass ein Bauhandwerker bereits von dem Zeitpunkt an pfandberechtigt ist, in dem er sich zur Arbeitsleistung verpflichtet hat (vgl. Art. 839 Abs. 1 ZGB). Da das Pfandrecht mithin bereits vor der Leistungserbringung eingetragen werden kann, stellt die Fälligkeit der Werklohnforderung keine Voraussetzung für die Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts dar (vgl. <span>Streiff</span>, Das neue Bauhandwerkerpfandrecht, Wetzikon 2011, S. 110 f.; <span>Schu­macher</span>, a.a.O., Rz. 473). Das Zivilgericht lehnte deshalb den Anspruch auf definitive Eintragung des Pfandrechts bzw. auf Definitiverklärung der Sicherstellung zu Unrecht mit der Begründung ab, dass die zugrunde liegende Werklohnforderung nicht fällig sei (vgl. angefochtener Entscheid, E. 6.6).</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>4.</b></p> <p class="MsoNormal">Kommt es auf die Fälligkeit der Werklohnforderung nicht an, stellt sich im vorliegenden Fall die Frage, ob Einwendungen gegen den Bestand und den Umfang der Werk­lohnforderung bestehen, die der definitiven Bestellung der Sicherheit entgegenstehen (so zutreffend die Berufungsantwort, Rz. 16).</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Der Berufungsbeklagte wendet gegen die Werklohnforderung ein, dass die Türen mangelhaft erstellt worden seien (vgl. Berufungsantwort, Rz. 36; Klageantwort, Rz. 21–27). Er stellte sich auf den Standpunkt, dass er die gelieferten Innen- und Wohnungseingangstüren nicht zu akzeptieren habe, und verlangte deshalb eine Ersatzlieferung. Eine Minderung lehnte er ausdrücklich ab (Klageantwort, Rz. 18 mit den entsprechenden Beilagen). Der Berufungsbeklagte hat sich somit im Rahmen der Gewährleistungsrechte für eine Nachbesserung entschieden. Im Gegensatz zur Wandlung oder Minderung stellt die Nachbesserung den Bestand und den Umfang der Werklohnforderung nicht in Frage. Der Werkbesteller ist nach wie vor verpflichtet, den vereinbarten Werklohn im vollen Umfang zu bezahlen. Der Werklohnforderung stehen mithin keine Einwendungen entgegen. Das Zivilgericht hat folglich den Anspruch der Berufungsklägerin auf Definitiverklärung der Sicherstellung zu Unrecht verneint.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>5.</b></p> <p class="MsoNormal">Aus dem Gesagten folgt, dass der angefochtene Entscheid aufzuheben ist. In Gutheissung der Klage vom 21. Januar 2013 ist die beim Zivilgericht Basel-Stadt zu Gunsten der Berufungsklägerin in Form der Solidarbürgschaftsverpflichtung Nr. 402683 der Basellandschaftlichen Kantonalbank hinterlegte provisorische Sicherheit für den Betrag von CHF 20'609.–, zuzüglich Zins zu 5 % seit dem 1. Mai 2012, für definitiv zu erklären. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens werden die Gerichtskosten des vorsorglichen Massnahmeverfahrens, des erstinstanzlichen Verfahrens und des Berufungsverfahrens dem Berufungsbeklagten auferlegt und hat dieser der Berufungsklägerin für diese Verfahren eine Parteientschädigung zu bezahlen.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Die Gerichtskosten des vorsorglichen Massnahmeverfahrens betragen CHF 2'200.– und diejenigen des erstinstanzlichen Verfahrens, einschliesslich der Kosten des Zwischenentscheids vom 23. August 2013, CHF 2'000.– (vgl. angefochtener Entscheid, E. 10.2). Im zweitinstanzlichen Verfahren sind die erstinstanzlichen Gerichtskosten um bis zu 50 % zu erhöhen (§ 11 Abs. 1 Ziff. 1 der Verordnung über die Gerichtsgebühren [GebV, SG 154.810]). Die erstinstanzlichen Gerichtskosten richten sich nach dem Streitwert. Dieser wird durch das Rechtsbegehren bestimmt (Art. 91 Abs. 1 ZPO) und beträgt vorliegend CHF 20'609.–. Bei diesem Streitwert resultiert eine normale Gebühr von CHF 1'500.– bis CHF 3'000.– (§ 2 Abs. 3 GebV). Das Zivilgericht setzte die Gebühr auf CHF 1'600.– fest. Unter Hinzurechnung des Zuschlags für das zweitinstanzliche Verfahren nach § 11 Abs. 1 Ziff. 1 GebV ist für das vorliegende Berufungsverfahren eine Gebühr von CHF 2'000.– angemessen.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Sodann ist die Parteientschädigung an die Berufungsklägerin zu beziffern. Die Parteientschädigung für das vorsorgliche Massnahmeverfahren beträgt CHF 1'400.– (vgl. §§ 4, 10 Abs. 2 der Honorarordnung [HO, SG 291.400]; angefochtener Entscheid, E. 10.3), zuzüglich Auslagen und Mehrwertsteuer. Die Parteientschädigung für das erstinstanzliche Verfahren beträgt CHF 4'200.– (vgl. §§ 4 f. HO; angefochtener Entscheid, E. 10.3), zuzüglich Auslagen und Mehrwertsteuer. Im Rechtsmittelverfahren berechnet sich das Honorar nach den für das erstinstanzliche Verfahren aufgestellten Grundsätzen, wobei der zweitinstanzliche Streitwert massgebend ist (§ 12 HO). Das Grundhonorar beträgt daher CHF 1'900.– (vgl. § 4 Abs. 1 lit. a HO; angefochtener Entscheid, E. 9.3). Der Zuschlag von bis zu 50 % für die Schriftlichkeit des Berufungsverfahrens (vgl. § 4 Abs. 2 HO) und der allgemeine Abzug für das Berufungsverfahren von einem Drittel (§ 12 Abs. 1 HO) heben sich gegenseitig auf, so dass die Parteientschädigung für das Berufungsverfahren auf CHF 1'900.–, einschliesslich Auslagen und zuzüglich Mehrwertsteuer, festgelegt wird.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>Demgemäss erkennt das Appellationsgericht (Ausschuss):</b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">://: In Gutheissung der Berufung wird der Entscheid des Zivilgerichts Basel-Stadt vom 19. Juni 2014 aufgehoben.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Die beim Zivilgericht Basel-Stadt zu Gunsten der A____ AG in Form der Solidarbürgschaftsverpflichtung Nr. 402683 der Basellandschaftlichen Kantonalbank hinterlegte provisorische Sicherheit wird für den Betrag von CHF 20'609.–, zuzüglich Zins zu 5 % seit dem 1. Mai 2012, für definitiv erklärt.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Der Berufungsbeklagte trägt die Gerichtskosten des vorsorglichen Massnahmeverfahrens von CHF 2'200.–, des erstinstanzlichen Verfahrens von CHF 2'000.– und des Berufungsverfahrens von CHF 2'000.–.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Der Berufungsbeklagte hat der Berufungsklägerin eine Parteientschädigung für das vorsorgliche Massnahmeverfahren von CHF 1'400.–, zuzüglich Auslagen von CHF 102.– und 8 % MWST von CHF 120.15, für das erstinstanzliche Verfahren von CHF 4'200.–, zuzüglich Auslagen von CHF 150.– und 8 % MWST von CHF 348.–, und für das Berufungsverfahren von CHF 1'900.–, einschliesslich Auslagen und zuzüglich 8 % MWST von CHF 152.–, zu bezahlen.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">APPELLATIONSGERICHT BASEL-STADT</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Der Gerichtsschreiber</p> <p class="MsoBodyText"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText"><span>lic. iur. Johannes Hermann</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>Rechtsmittelbelehrung</b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) innert 30 Tagen seit schriftlicher Eröffnung <b>Beschwerde in Zivilsachen</b> erhoben werden. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten gilt dies nur dann, wenn der Streitwert die Beschwerdesumme gemäss Art. 74 Abs. 1 lit. a oder b BGG erreicht (CHF 15'000.– bei Streitigkeiten aus Miete oder Arbeitsverhältnis bzw. CHF 30'000.– in allen übrigen Fällen) oder wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Die Beschwerdeschrift ist fristgerecht dem Bundesgericht (1000 Lausanne 14) einzureichen. Für die Anforderungen an deren Inhalt wird auf Art. 42 BGG verwiesen. Über die Zulässigkeit des Rechtsmittels entscheidet das Bundesgericht. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Ob an Stelle der Beschwerde in Zivilsachen ein anderes Rechtsmittel in Frage kommt (z.B. die subsidiäre Verfassungsbeschwerde an das Bundesgericht gemäss Art. 113 BGG), ergibt sich aus den anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen. Wird sowohl Beschwerde in Zivilsachen als auch Verfassungsbeschwerde erhoben, sind beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzureichen.</p> </div></body></html></html>