TPF 2008 50 50 des schweizerischen Rechts kann an dieser Stelle grundsätzlich auf die oben stehenden Ausführungen verwiesen werden. Für die Annahme der Hehlerei gemäss Art. 160 StGB oder der Geldwäscherei gemäss Art. 305 bis StGB fehlt es am konkreten Nachweis einer entsprechenden Vortat. Für das Vor- liegen anderer Delikte, aus welchen die fraglichen Fr. 325'000.– herrühren könnten, finden sich in den Verfahrensakten keine überzeugenden Hinwei- se. TPF 2008 50 12. Auszug aus dem Entscheid der I. Beschwerdekammer in Sachen A. gegen Bundesanwaltschaft vom 14. April 2008 (BB.2008.35, BP.2008.21) Verschiebung der Einvernahme. Art. 118 BStP Die zur Anwesenheit berechtigten Personen sind über die Einvernahmetermi- nen rechtzeitig zu benachrichtigen. Sie haben keinen Anspruch auf Verschie- bung des Termins. Dieser Grundsatz lässt indessen dem Untersuchungsrichter die Möglichkeit offen, je nach Begründetheit des Verschiebungsgesuchs einzel- fallgerecht und mit der nötigen Flexibilität zu entscheiden. Die Verteidiger haben bei unlösbaren Terminkollisionen für die Terminwahrung die Pflicht, eine Stellvertretung zu beauftragen. Renvoi de l'audition. Art. 118 PPF Les personnes ayant droit à être présentes doivent être prévenues à temps de la date des auditions. Elles n'ont pas un droit au renvoi de l'audience. En revan- che, ce principe laisse au juge d'instruction la possibilité, selon le bien-fondé de la requête de renvoi, de décider dans chaque cas particulier et avec la flexibilité nécessaire. En présence de collisions d'audiences inévitables, les défenseurs doivent, pour respecter les audiences fixées, assurer leur remplacement. TPF 2008 50 51 Differimento dell’interrogatorio. Art. 118 PP Le persone autorizzate a presenziare all’interrogatorio devono essere informate tempestivamente in merito alla data dell’interrogatorio. Esse non hanno alcun diritto al differimento della data. Questo principio lascia tuttavia al giudice istruttore la possibilità di decidere, a seconda della fondatezza della domanda di differimento, in funzione del singolo caso e con la necessaria flessibilità. In caso di irrisolvibili sovrapposizioni di date, per mantenere la data fissata i difensori hanno l’obbligo di incaricare un supplente. Zusammenfassung des Sachverhalts: Im Rahmen einer Voruntersuchung des Eidgenössischen Untersuchungs- richteramtes gegen A. und weitere Angeschuldigte wegen Verdachts der Beteiligung an bzw. Unterstützung einer kriminellen Organisation (Art. 260ter StGB) sowie allfälliger weiterer Delikte wurde A. vom Untersu- chungsrichteramt mit Schreiben vom 25. März 2008 zu einer Einvernahme auf den 23. April 2008 vorgeladen. Der Vertreter von A. stellte mit Schrei- ben vom 31. März 2008 ein Verschiebungs- und Wiedererwägungsgesuch. Das Untersuchungsrichteramt wies das Verschiebungs- und Wiedererwä- gungsgesuch mit Verfügung vom 2. April 2008 ab. Der Vertreter von A. erhob mit Eingabe vom 8. April 2008 dagegen Beschwerde und beantragte unter anderem, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben. Die I. Beschwerdekammer wies die Beschwerde ab. Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: (…) - die zur Anwesenheit berechtigten Personen von Verhandlungsterminen rechtzeitig zu benachrichtigen sind, jedoch keinen Anspruch auf Ver- schiebung der Tagfahrt haben (vgl. H AUSER/SCHWERI/HARTMANN, Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Aufl., Basel 2005, S. 396 N. 20; TPF BB.2006.122 vom 15. November 2006; TPF BB.2006.43 vom 14. September 2006 E. 5.2; TPF BB.2006.63 vom 20. September 2006 und BK_B 016/04 vom 27. Mai 2004 E. 3.5); TPF 2008 52 52 - dieser Grundsatz indessen dem Untersuchungsrichter die Möglichkeit offen lässt, je nach Begründetheit des Verschiebungsgesuches einzel- fallgerecht und mit der nötigen Flexibilität zu entscheiden; - A. vorliegend vom Untersuchungsrichteramt über die vorgesehene Einvernahme vom 23. April 2008 rund vier Wochen vorher und mithin rechtzeitig in Kenntnis gesetzt wurde; - A. keinen Anspruch auf Verschiebung der Einvernahme vom 23. Ap- ril 2008 hat, zumal eine Einvernahme keiner besonderen Vorbereitung – insbesondere auch nicht des Verteidigers – bedarf; - der Verteidiger nach dem Grundsatz der effektiven bzw. effizienten Verteidigung die Interessen des Angeschuldigten in ausreichender und wirksamer Weise wahrnehmen muss, es ihm daher obliegt, für eine an- gemessene Verteidigung von A. anlässlich der Einvernahme vom 23. April 2008 besorgt zu sein; - der Grundsatz der effizienten Verteidigung die Pflicht des Verteidigers beinhaltet, bei unlösbaren Terminkollisionen für die Terminwahrung eine Stellvertretung zu beauftragen, wozu er vorliegend gemäss des mit dem Beschuldigten abgeschlossenen Auftragsverhältnisses ausdrück- lich ermächtigt ist; (…) TPF 2008 52 13. Extrait de l’arrêt de la Ire Cour des plaintes dans la cause A. contre Ministère public de la Confédération du 14 avril 2008 (BB.2008.7) Qualité pour agir; droit à la consultation du dossier. Art. 116, 214 al. 2 PPF Tant que l’identité du plaignant n’a pas été formellement établie, le droit de porter plainte contre les opérations ou les omissions du procureur général ne peut lui être reconnu (consid. 1.2).