<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VR.2000.00006</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106111&amp;W10_KEY=13013579&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VR.2000.00006</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.04.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 04.07.2002 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Enteignungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Entschädigungsanspruch aus Enteignung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Erschliessungskosten: Zuständigkeit des VGr im Rekursverfahren nach Abtretungsgesetz und im Klageverfahren nach Verwaltungsrechtspflegegesetz (E. 1a/b). Eine vertragliche Regelung über die Erschliessungskosten war zulässig, und über die Streitigkeit ist grundsätzlich im Klageverfahren zu entscheiden (E. 1b). Auch eine Beurteilung im Rekursverfahren bzw. vorgängig im Schätzungsverfahren unter dem Titel einer Enteigung eines vertraglich begründeten, wohlerworbenen Rechts kommt in Betracht (E. 1c). Vereinigung der beiden Verfahren (E. 1e). Begriff des wohlerworbenen Rechts in Lehre und Rechtsprechung (E. 2b). Aus den - nicht schriftlich fixierten - Abmachungen zwischen der Gemeinde als Grundstückseigentümerin einerseits und der privaten Eigentümerin der betroffenen Grundstücke andererseits lässt sich keine Zusicherung entnehmen, wonach die Grundstücke der Gemeinde einmal überbaut würden. Infolgedessen sind der privaten Grundeigentümerin die von ihr vorgeschossenen Erschliessungskosten n i c h t zurückzuerstatten, nachdem zwischenzeitlich eine Überbauung infolge Zuweisung der Grundstücke zur Freihaltezone unmöglich geworden ist: keine Entschädigungspflicht aus materieller Enteignung, Abweisung des Rekurses (E. 2c). Die Kosten des Schätzungsverfahrens sind vollumfänglich der Gemeinde aufzuerlegen (E. 3). Ersatz der Erschliessungskosten gestützt auf vertragliche Abmachungen? Aus der chronologischen Entwicklung ergibt sich, dass sich die Gemeinde (im Sinn einer aufschiebenden Bedingung) lediglich für den Fall einer tatsächlichen Überbauung verpflichtete, die von der privaten Grundeigentümerin vorgeschossenen Erschliessungskosten selber zu übernehmen (E. 4a/b). Infolge dieser bedingten Verpflichtung stellt sich die Frage nicht, ob diese Verpflichtung im Sinn von Art. 119 OR unmöglich geworden ist und wer gestützt darauf für den Schaden einzustehen hat. Abweisung der Klage (E. 4c). BGE-Nr. 1A.137/2001 BGE-Nr. 1P.527/2001 </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BGE">BGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Enteignung ST: ENTEIGNUNGSVERFAHREN">ENTEIGNUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)">ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNGSKOSTEN">ERSCHLIESSUNGSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNGSVERTRAG">ERSCHLIESSUNGSVERTRAG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTEN">KOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHÃTZUNGSKOMMISSION">SCHÃTZUNGSKOMMISSION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNMÃGLICHKEIT">UNMÃGLICHKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSSCHUTZ">VERTRAUENSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHLERWORBENE RECHTE">WOHLERWORBENE RECHTE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Klageverfahren ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 32 AbtrG</span><br/><span class="ungerade">§ 46 AbtrG</span><br/><span class="gerade">§ 63 AbtrG</span><br/><span class="ungerade">§ 183ter lit. II EG ZGB</span><br/><span class="gerade">Art. 119 OR</span><br/><span class="ungerade">§ 82 lit. k VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Mit Beschluss vom 7. September 1981 beurteilte der Stadtrat X vorentscheids­weise eine Studie von Architekt H betreffend die Erschliessung und Ãberbauung ver­schie­dener GrundstÃ¼cke; er hielt fest, die Arbeiten kÃ¶nnten im Sinn der (die Variante 2 befÃ¼r­wortenden) ErwÃ¤gungen weitergefÃ¼hrt werden; die beiden stÃ¤dtischen GrundstÃ¼cke Kat.Nrn. 01 und 02 seien an ihrem bisherigen Standort zu belassen; deren Ãberbauung sei zur Zeit nicht vor­gesehen. In der Folge Ã¤nderte der Stadtrat seine Meinung hinsichtlich der Ãberbauung der beiden stÃ¤dtischen GrundstÃ¼cke. Mit Beschluss vom 5. April 1982 nahm er deren Ãberbauung in Aussicht. Aufgrund von VorschlÃ¤gen seitens des fÃ¼r die heutige Rekurrentin handelnden Architekten H und der Regionalplanung ZÃ¼rich und Umge­bung (RZU) stimmte er mit BeschlÃ¼ssen vom 26. Juli 1982 der vorgeschlagenen Landum­legung der stÃ¤dtischen GrundstÃ¼cke zu, hob er den Vorentscheid vom 7. September 1981 auf und erklÃ¤rte er fÃ¼r die weitere Bearbeitung eine nÃ¤her bezeichnete Variante fÃ¼r massge­bend.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 13. Oktober 1982 teilte das Bauamt der Stadt X Architekt H mit, die Bausek­tion kÃ¶nne dem Stadtrat vorlÃ¤ufig keinen Antrag auf Erteilung der Baubewilligung stellen, da im Zusammenhang mit der Bauausschreibung eine Unterschriftensammlung laufe, wel­che verlange, dass die GrundstÃ¼cke Kat.Nrn. 01 und 02 der Familiengartenzone D zu­geteilt wÃ¼rden. In der Folge wurde das Projekt derart abgeÃ¤ndert, dass fÃ¼r die sechs Mehrfamilien­hÃ¤user die stÃ¤dtischen GrundstÃ¼cke nicht mehr beansprucht wur­den, aber deren Erschlies­sung immer noch gewÃ¤hrleistet blieb (revidierter Erschlies­sungs-/ Um­ge­bungsplan vom 11. November 1982). Am 21. Februar 1983 erteilte der Stadtrat X dem mit der heutigen Rekurrentin identischen Baukonsor­ti­um Y die baurechtliche Bewilligung zur Erstellung von 6 MehrfamilienhÃ¤usern; gemÃ¤ss den Auflagen unter Ziffer 1 hatte vor Baubeginn die Erschliessung des Bau­gebiets einschliesslich der GrundstÃ¼cke Kat.Nrn. 01 und 02 zu er­folgen. Gleichentags genehmigte der Stadtrat Projekt, Kostenvoranschlag, Kostenverteiler und Kostenverleger betreffend den Ausbau bzw. die Erstellung der erschliessenden Ver­kehrswege; dabei anerkannte die Stadt X als EigentÃ¼merin der GrundstÃ¼cke Kat.Nrn. 01 und 02 das Projekt, den Kos­tenvorschlag, den Kostenverteiler und den Kostenverleger, hielt jedoch fest, die Anteile der Stadt fÃ¼r die GrundstÃ¼cke Kat.Nrn. 01 und 02 seien durch die Ã¼brigen Beitragspflichtigen vorzuschiessen, bis die Stadt X allenfalls diese Grund­stÃ¼cke Ã¼berbaue (Disp. Ziff. 13). Am 5. August 1985 genehmigte der Stadtrat X die Bau­abrechnungen fÃ¼r den Ausbau bzw. die Erstellung der erschliessenden Verkehrswege; gleichzeitig hielt er fest, dass mit der Ueberbauung der Liegenschaften Kat.Nr. 01 und 02 oder Teilen derselben die Stadt dem Betrag von Fr. 156'147.85 (Wert 30. Juni 1985) als Einkauf in die neuen Verkehrswege zu bezahlen habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>AnlÃ¤sslich der vom Gemeinderat X am 16. Dezember 1985 beschlossenen Revision der Nutzungsplanung wurden die GrundstÃ¼cke Kat.Nrn. 01 und 02 der Freihalte­zone zuge­teilt, welche Festlegung infolge von Rekursen jedoch nie in Rechtskraft erwuchs. Mit Be­schluss des Gemeinderats X vom 13. November 1995 wurden die beiden Par­zellen der Er­holungszone FamiliengÃ¤rten zugewiesen, welche Festlegung nach der Ge­nehmigung durch den Regierungsrat am 16. Mai 1997 in Rechtskraft erwuchs.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Bereits mit Schreiben vom 2. Dezember 1988 hatte die heutige Rekurrentin beim Stadtrat X geltend gemacht, die von ihr bevorschussten Erschliessungskosten fÃ¼r die bei­den stÃ¤dtischen GrundstÃ¼cke seien seitens der Stadt auch im Fall einer eventuellen Auszo­nung geschuldet; entgegen dem mit Beschluss vom 5. August 1985 genehmigten de­finiti­ven Kostenverleger entfielen indessen auf diese beiden GrundstÃ¼cke lediglich Kos­ten­an­teile von insgesamt Fr. 109'275.45 (statt Fr. 156'147.85), wofÃ¼r hiermit Rechnung ge­stellt werde. Der Stadtrat X lehnte eine EntschÃ¤digungsleistung mit Schreiben vom 6. MÃ¤rz 1989 ab. Mit Schreiben vom 13. Mai 1998 machte die heutige Rekurrentin ihre â nunmehr als Ent­schÃ¤digungsbegehren wegen materieller Ent­eignung bezeichnete â Forderung erneut geltend. Eine zwischen den Parteien am 18. Sep­tember 1998 durchgefÃ¼hrte Einigungs­ver­handlung blieb erfolglos. Die heutige Rekursgeg­nerin ersuchte hierauf das Statthalteramt am 20. Oktober 1998 um Einleitung des SchÃ¤tzungsverfahrens. Das Statthalteramt Ã¼ber­wies die Akten am 26. Okto­ber 1998 der SchÃ¤tzungskommission I. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Klageschrift vom 3. Dezember 1998 ersuchte die Stadt X die SchÃ¤t­zungskom­mis­sion I um Feststellung, dass die von der Beklagten geltend gemachte Forde­rung von Fr. 109'275.45 zuzÃ¼glich Zins seit 1. Juli 1985 nicht geschuldet sei, wÃ¤hrend die heutige Rekurrentin als Beklagte in der Klageantwort vom 10. Mai 1999 ihr Begehren er­neuerte. In der Replik vom 24. Juni 1999 und der Duplik vom 27. August 1999 hielten die Parteien an ihren Standpunkten fest.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die SchÃ¤tzungskommission I beschloss am 18. April 2000, es werde festgestellt, dass die Zuweisung der GrundstÃ¼cke Kat.Nrn. 01 und 02 zur Freihaltezone keine Enteig­nung wohlerworbener Rechte der Beklagten bewirkt habe (Disp. Ziff. 1). Soweit die Be­klagte ihre Forderung gegenÃ¼ber der KlÃ¤gerin nicht auf die Enteignung wohlerworbener Rechte stÃ¼tze, sondern aus dem mit der KlÃ¤gerin abgeschlossenen verwaltungsrechtlichen Vertrag geltend mache, werde die Streitsache dem Verwaltungsgericht zur Behandlung im gerichtlichen Klageverfahren Ã¼berwiesen (Disp. Ziff. 2). Die Kosten des SchÃ¤tzungsverfah­rens wÃ¼rden zu einem Viertel der KlÃ¤gerin und zu drei Vierteln der Beklagten auferlegt (Disp. Ziff. 3). Eine ParteientschÃ¤digung werde nicht zugesprochen (Disp. Ziff. 4). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit am 20. Dezember 2000 angemeldetem und auf Fristansetzung hin am 29. Ja­nuar 2001 eingereichtem begrÃ¼ndetem Rekurs ersuchte die Firma A das Ver­wal­tungs­gericht, die Stadt X zur Bezahlung von Fr. 109'275.45 "als EntschÃ¤digung fÃ¼r den weggefallenen Anspruch der Rekurrentin auf Einkauf der Rekursgegnerin in die Er­schlie­s­sung ..... fÃ¼r die Liegenschaften Kat.Nr 01 und 02" zuzÃ¼glich Zins ab 1. Juli 1985 zu ver­pflichten; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Rekursgeg­ne­rin (Rekurs­verfahren VR.2000.00006). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Stadt X beantragte dem Gericht am 5. MÃ¤rz 2001 Abweisung des Re­kurses, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Rekurrentin.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im entsprechend Disp. Ziff. 2 des SchÃ¤tzungsentscheids vom 18. April 2000 erÃ¶ff­neten Klageverfahren (VK.2000.00009) wurden keine prozessleitende Massnahmen ge­trof­fen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"> <span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung des vorliegenden Rekurses nach § 46 des Abtretungsgesetzes vom 30. November 1879 in der Fassung vom 8. Juni 1997 (AbtrG) zustÃ¤ndig. Das gilt unabhÃ¤ngig davon, ob die SchÃ¤tzungskommission sich zur Be­handlung der vorliegenden Streitsache zu Recht fÃ¼r (teilweise) zustÃ¤ndig erklÃ¤rt hat. Ob sie ihre eigene ZustÃ¤ndigkeit richtig beurteilt hat oder nicht, berÃ¼hrt die ZustÃ¤ndigkeit des Ver­waltungsgerichts zur Behandlung des Rekurses nicht, sondern ist im Rahmen der materiel­len Beurteilung zu prÃ¼fen, zumal die Rekurrentin geltend macht, die SchÃ¤tzungskommis­sion hÃ¤tte ihre Beurteilung nicht auf die Frage nach dem Vorliegen bzw. der Verletzung eines wohlerworbenen Rechts beschrÃ¤nken dÃ¼rfen. Da auch die Ã¼brigen Sachurteilsvoraus­setzungen erfÃ¼llt sind, ist auf den Rekurs einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung von Streitigkeiten aus verwaltungs­rechtlichen VertrÃ¤gen im Klageverfahren nach § 82 lit. k VRG zustÃ¤ndig. Diese ZustÃ¤ndig­keit ist von jener nach §§ 41 ff. VRG als Beschwerdeinstanz abzugrenzen; die eine schliesst die andere grundsÃ¤tzlich aus (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Ver­waltungsrechtspflegegesetzes des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 32-86 N. 7, Vorbem. zu §§ 41-71 N. 8, Vorbem. zu §§ 81-86 N. 7). Die ZustÃ¤ndigkeit im Klageverfahren nach § 82 lit. k VRG setzt in erster Linie voraus, dass der KlÃ¤ger sein Begehren aus einer (allenfalls nur behaupteten) vertraglichen Vereinbarung mit dem Be­klagten ableitet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Trifft dies wie hier zu, so stellt sich des Weiteren die Frage, ob das streitige Rechts­verhÃ¤ltnis zulÃ¤ssigerweise durch Vertrag geregelt worden ist oder ob es richtigerweise durch VerfÃ¼gung hÃ¤tte geregelt werden mÃ¼ssen. Im vorliegenden Fall gehen die Beteiligten zutreffend davon aus, dass der Einbezug der GrundstÃ¼cke der Rekursgegnerin in das fragli­che Erschliessungsprojekt auf vertraglichen Abmachungen beruht, auch wenn hierÃ¼ber kein formelles und einheitliches Vertragswerk abgeschlossen wurde. Auch Ã¼ber die Verle­gung der Kosten dieser Erschliessung haben sich die beteiligten GrundeigentÃ¼mer, worun­ter die Rekursgegnerin als EigentÃ¼merin der GrundstÃ¼cke Kat.Nrn. 01 und 02, vertraglich geeinigt. Hieran vermag nichts zu Ã¤ndern, dass der Stadtrat X am 21. Februar 1983 den Kostenverleger als Bestandteil des Erschliessungsprojekts sowie am 5. August 1985 die Baukostenabrechnung genehmigte; die in Ziffer 13 des Beschlusses vom 21. Februar 1983 festgehaltene ErklÃ¤rung der Stadt X als EigentÃ¼merin der genannten Grund­stÃ¼cke hat gleichwohl vertraglichen Charakter; Gleiches gilt bezÃ¼glich der ErklÃ¤rung in Disp. Ziffer 2 des Beschlusses vom 5. August 1985. Die Rekursgegnerin ist in dieser Hin­sicht nicht als TrÃ¤gerin hoheitlicher Gewalt, sondern als EigentÃ¼merin der in das Erschlies­sungsprojekt einbezogenen GrundstÃ¼cke aufgetreten. Eine solche vertragliche Regelung war zulÃ¤ssig. Da die Erschliessung von Y nicht im Rahmen eines Quartier­plan­verfahrens projektiert wurde, musste die Kostenverlegung nicht zwingend durch ho­heit­lichen Akt (VerfÃ¼gung oder Plan) festgelegt werden (vgl. RB 1990 Nr. 2 und 23; zur - ho­heitlichen - Kostenver­le­gung im Quartierplan vgl. § 146 und 177 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. Sep­tem­ber 1975, PBG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In Rechtsprechung und Lehre wird teilweise allerdings die Meinung vertreten, eine VerfÃ¼gungsbefugnis des Gemeinwesens kÃ¶nne unter UmstÃ¤nden selbst dort angenommen werden, wo die Beteiligten das streitige RechtsverhÃ¤ltnis zulÃ¤ssigerweise durch Ã¶ffent­lich­rechtlichen Vertrag geregelt haben (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 79 N. 4, Vorbem. zu §§ 81-86 N. 3, § 82 N. 38). Mit Bezug auf personalrechtliche Streitigkeiten hat das Ver­waltungs­gericht diese Auffassung verworfen (VGr, 9. Februar 2000, PK.1999.00006 E. 1a [fÃ¼r Pu­bli­kation im RB 2000 vorgesehen]). Mit Bezug auf finanzielle Forderungen aus Erschlies­sungsvertrÃ¤gen ist eine VerfÃ¼­gungskompe­tenz des Gemeinwesens und damit die MÃ¶glich­keit eines Anfechtungs- an­stelle eines Kla­geverfahrens bis anhin lediglich in FÃ¤llen bejaht worden, in denen eine ent­sprechende Ver­fÃ¼gung des Gemeinwesens noch vor dem Inkraft­treten von § 82 lit. k VRG (am 1. Januar 1998) ergangen war (RB 1990 Nrn. 2 und 23; VGr, 2. MÃ¤rz 2000, ZBl 101/ 2000, S. 596; VGr, 11. Mai 2000, VK.2000.00002/ VB.2000.­­00057). Wie es sich diesbe­zÃ¼glich mit dem VerhÃ¤ltnis zwischen Klage- und An­fechtungsverfahren verhÃ¤lt, braucht auch im vorlie­genden Fall nicht abschliessend beurteilt zu werden; denn hier ist das streit­betroffene Begehren nicht mit VerfÃ¼gung ab­gelehnt wor­den, und eine vertragliche Rege­lung der Kostenverlegung war wie erwÃ¤hnt zulÃ¤ssig.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Hieraus ergibt sich, dass die Auseinandersetzung darÃ¼ber, ob die Rekursgegnerin der Rekurrentin die von Letzterer bevorschussten Kosten der Erschliessung der Grund­stÃ¼cke Kat.Nrn. 41 und 42 zu ersetzen habe, als Streitigkeit aus verwaltungsrechtlichem Vertrag im Sinn von § 82 lit. k VRG betrachtet werden kann, dies jedenfalls insoweit, als die Rekurrentin ihr Begehren nicht mit dem Vorliegen einer materiellen Enteignung be­grÃ¼n­det (dazu nachfolgend E. 1 c). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die ZustÃ¤ndigkeit der SchÃ¤tzungskommission im Verfahren nach §§ 32 ff. AbtrG schliesst zwar nicht den verwaltungsgerichtlichen Rechtsschutz (vgl. § 46 AbtrG), jedoch die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts im Klageverfahren nach § 82 lit. k VRG aus. Es ist daher vorab zu prÃ¼fen, ob die SchÃ¤tzungskommission ihre eigene ZustÃ¤ndigkeit richtig beurteilt habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GemÃ¤ss § 32 AbtrG in Verbindung mit § 183ter Abs. 2 des EinfÃ¼hrungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch vom 2. April 1911 (EG ZGB) beurteilt die SchÃ¤t­zungskommission EntschÃ¤digungsbegehren wegen materieller Enteignung. Gegenstand einer materiellen Enteignung kÃ¶nnen nicht nur dingliche Rechte sein, sondern allenfalls auch obligatorische AnsprÃ¼che aus Vertrag, sofern und soweit solchen vertraglichen An­sprÃ¼chen der Charakter wohlerworbener Rechte zukommt (Enrico Riva, Hauptfragen der materiellen Enteignung, Bern 1990, S. 236 ff. ; RB 1998 Nr. 179). Die Rekurrentin be­grÃ¼n­dete ihre Forderung in der Eingabe vom 13. Mai 1998 an den Stadtrat X sowie her­nach im SchÃ¤tzungsverfahren vorab damit, dass die Mitbeteiligung der Stadt X an der Erschliessung des Gebietes Y vertraglichen Charakter habe, auch wenn formell kein einheitliches Ver­tragswerk abgeschlossen worden sei, und dass ihr An­spruch auf Ersatz der vorgeschosse­nen Erschliessungskosten ein wohlerworbenes Recht darstelle, welches mit der am 16. Mai 1997 in Kraft getretenen Zuweisung der GrundstÃ¼cke zur Freihaltezone materiell enteignet worden sei. Aufgrund dieser Argumentation der Firma A entspricht die von der SchÃ¤t­zungskommission vorgenommene Beurteilung der ZustÃ¤ndigkeit den Kompetenzvorschrif­ten von § 32 AbtrG in Verbindung mit § 183ter Abs. 2 EG ZGB einerseits und § 82 lit. k VRG anderseits. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dies fÃ¼hrt indessen dazu, dass in der gleichen Streitsache sowohl die SchÃ¤tzungs­kommission (als erste Rechtsschutzinstanz) wie auch das Verwaltungsgericht (als einzige Rechtsschutzinstanz) angerufen werden und dass sich das Verwaltungsgericht mit der Sa­che sowohl im Rekurs- wie auch im Klageverfahren befassen muss. Es fragt sich, ob nicht zur Vermeidung einer solchen Aufspaltung einer anderen LÃ¶sung der Vorzug zu geben wÃ¤re. Im Sinn einer Kompetenzattraktion in Betracht zu ziehen sind zwei Alternativen:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei der einen wÃ¤re die SchÃ¤tzungskommission â als erste Instanz, vor dem Ver­wal­tungsgericht â fÃ¼r die ganze Streitsache als zustÃ¤ndig zu betrachten, wie das die Rekur­ren­tin geltend macht. Dagegen spricht, dass die SchÃ¤tzungskommissionen SpezialbehÃ¶rden sind, der Aufgabenbereich auf die Beurteilung von Enteignungsstreitigkeiten â bei formel­len Enteignungen zudem lediglich auf die Festlegung der EntschÃ¤digungen â beschrÃ¤nkt ist. Selbst wenn indessen davon auszugehen wÃ¤re, die SchÃ¤tzungskommission habe rechts­verletzend von einer Kompetenzattraktion abgesehen, wÃ¤re dieser Mangel als dadurch ge­heilt zu betrachten, dass das Verwaltungsgericht die von der Vorinstanz nicht behandelten Aspekte im Klageverfahren beurteilen kann; von einer RÃ¼ckweisung an die Vorinstanz wÃ¤re jedenfalls abzusehen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eher in Betracht fÃ¤llt grundsÃ¤tzlich die andere Alternative, wonach das Verwal­tungs­­gericht die gesamte Streitsache im Klageverfahren beurteilen wÃ¼rde, ohne dass zuvor einzelne Aspekte (Fragen betreffend das Vorliegen bzw. die Verletzung eines wohlerwor­benen Rechts) von der SchÃ¤tzungskommission zu behandeln wÃ¤ren. Im Zeitpunkt der Ein­leitung des SchÃ¤tzungsverfahrens im Oktober 1998 stand die neue Ordnung des Rechts­schutzes â insbesondere § 82 lit. k VRG, welcher neu die verwaltungsgerichtliche ZustÃ¤n­digkeit im Klageverfahren zur Beurteilung von Streitigkeiten aus verwaltungsrechtlichen VertrÃ¤gen â bereits in Kraft. Schon vor EinfÃ¼hrung der Kompetenzbestimmung von § 82 lit. k VRG hat denn auch das Verwaltungsgericht erkannt, fÃ¼r Streitigkeiten aus verwal­tungsrechtlichen VertrÃ¤gen mÃ¼sse trotz fehlender Kompetenznorm ein richterlicher Rechts­schutz geboten werden, wobei solche Streitigkeiten direkt durch das Verwaltungsgericht <br/> â ohne vorgÃ¤ngige Anrufung der SchÃ¤tzungskommission â zu beurteilen seien (RB 1964 Nr. 39 = ZBl 66/1965, S. 120 betreffend Expropriationsvertrag; RB 1980 Nr. 24 betreffend Erschliessungsvertrag; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 82 N. 32). Diese GrÃ¼nde sprechen zwar fÃ¼r eine Kompetenzattraktion beim Verwaltungsgericht, rechtfertigen es aber nicht, im nach­hinein der SchÃ¤tzungskommission die von ihr in Anspruch genommene ZustÃ¤ndigkeit ab­zusprechen: Hat die Rekurrentin ihre Forderung in ihrer Eingabe vom 13. Mai 1998 an den Stadtrat X sowie hernach im SchÃ¤tzungsverfahren vorab damit begrÃ¼ndet, dass ihr An­spruch auf Ersatz der vorgeschossenen Erschliessungskosten ein wohlerworbenes Recht darstelle, welches mit der am 16. Mai 1997 in Kraft getretenen Zuweisung der GrundstÃ¼cke zur Freihaltezone materiell enteignet worden sei, ist es jedenfalls nicht rechtsverletzend, wenn die SchÃ¤tzungskommission die Streitsache insoweit materiell behandelt hat. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Das vorliegende Klageverfahren ist nicht aufgrund einer dem Verwaltungsgericht eingereichten Klageschrift, sondern gestÃ¼tzt auf Disp. Ziff. 2 des SchÃ¤tzungsentscheids er­Ã¶ffnet worden. Da die SchÃ¤tzungskommission jedoch nicht eine bestimmte Eingabe der Re­­kurrentin dem Verwaltungsgericht zur Behandlung als Klage Ã¼berwiesen hat, fragt es sich, ob zurzeit Ã¼berhaupt eine formgÃ¼ltige Klage vorliege. WÃ¤re dies zu verneinen, wÃ¤re das Verfahren als gegenstandslos abzuschreiben (mit der der Rekurrentin verbleibenden MÃ¶glichkeit, von sich aus eine Klage zu erheben) oder der Rekurrentin Frist zur Einrei­chung einer Klageschrift anzusetzen. Beide Massnahmen liefen jedoch auf einen Ã¼ber­spit­z­ten Formalismus hinaus. Zur gesamten Streitsache haben sich die Parteien vor SchÃ¤t­zungs­kommission mit Klageschrift vom 3. Dezember 1998, Klageantwort vom 10. Mai 1999, Re­plik vom 24. Juni 1999 und Duplik vom 27. August 1999 sowie (allerdings in um­ge­kehrter Parteirolle) vor Verwaltungsgericht mit Rekursschrift vom 29. Januar 2001 und Rekursantwort vom 5. MÃ¤rz 2001 geÃ¤ussert. Es kann daher im Interesse der Verfahrens­Ã¶konomie auf die Par­tei­eingaben im SchÃ¤tzungsverfahren zurÃ¼ckgegriffen werden, soweit diese von der SchÃ¤t­zungskommission nicht behandelt worden sind. Dabei ist allerdings zu beachten, dass im SchÃ¤tzungsverfahren dem Gemeinwesen heute noch stets die KlÃ¤gerrolle zukommt (vgl. § 14 der Verordnung Ã¼ber das Verfahren der SchÃ¤tzungskommissionen vom 24. November 1960), wÃ¤hrend nunmehr im verwaltungsgerichtlichen Klageverfahren nach § 82 lit. k VRG die KlÃ¤gerrolle der einen Anspruch erhebenden Partei zufÃ¤llt, also hier der Firma A. Indessen kann hier die der SchÃ¤tzungskommission eingereichte Klageant­wort vom 10. Mai 1999 sinngemÃ¤ss als Klageschrift an das Verwaltungsgericht betrachtet wer­den; die Firma A beantragt denn auch in der Rekursschrift vom 29. Januar 2001, "ihr Rechtsbegeh­ren gemÃ¤ss Klageantwort vom 10. Mai 1999 gutzuheissen". In einem sol­chen Vorgehen liegt keine GehÃ¶rsverweigerung gegenÃ¼ber der Stadt X, ist doch diese unter Ein­be­zug aller nunmehr vorliegenden Rechtsschriften mit der Rekursantwort vom 5. MÃ¤rz 2001 als Letzte zu Wort gekommen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Aus den vorstehenden ErwÃ¤gungen ergibt sich ohne weiteres, dass das Rekurs- und das Klageverfahren zu vereinigen sind. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Wie die SchÃ¤tzungskommission zutreffend erwogen hat, kÃ¶nnen Gegenstand einer materiellen Enteignung nicht nur dingliche, sondern auch obligatorische, insbeson­dere sogenannte wohlerworbene Rechte sein (RB 1998 Nr. 179; Riva, S. 236; vgl. vorn E. 1c). Ausgehend davon hat die Kommission zum vorliegenden Sachverhalt erwogen: Von einem Eingriff in ein wohlerworbenes Recht kÃ¶nnte allenfalls dann gesprochen wer­den, wenn die Stadt X der Firma A bzw. dem Baukonsortium Y als deren RechtsvorgÃ¤nger zugesichert hÃ¤tte, die stÃ¤dtischen GrundstÃ¼cke zu Ã¼ber­bauen. Aus der Vorgeschichte und der Baubewilligung ergebe sich aber, dass keine solche Zusi­cherung abgegeben worden sei. Zwar habe die Stadt X ab April 1982 klarer­wei­se die Ãberbauung ihrer GrundstÃ¼cke beabsichtigt; doch habe gerade die diesbezÃ¼g­liche Bau­ausschreibung zur Opposition gegen das geplante Vorhaben und zur Unterschrif­tensamm­lung fÃ¼r eine Freihaltezone gefÃ¼hrt. SpÃ¤testens mit der entsprechenden Orien­tie­rung des Bauamts an das Baukonsortium Y im Oktober 1982 habe Letz­terem klar sein mÃ¼ssen, dass die ZonenzugehÃ¶rigkeit der Grund­stÃ¼cke Kat.Nrn. 01 und 02 ungewiss und damit deren Ãberbauung zweifelhaft geworden sei. Dieser Ungewissheit sei denn auch folgerichtig in der Baubewilligung vom 21. Februar 1983 bzw. im gleichentags erfolgten Projektgenehmigungsbeschluss zum Ausdruck ge­bracht worden; so werde in Ziff. 13 des Genehmigungsbeschlusses festgehalten, die An­teile der Stadt fÃ¼r die Grund­stÃ¼cke Kat.Nrn. 01 und 02 seien durch die Ã¼brigen Beitrags­pflichtigen vorzuschiessen, bis die Stadt allenfalls diese GrundstÃ¼cke Ã¼berbaue. Unter dem nÃ¤mlichen Vorbehalt habe der Stadtrat am 5. August 1985 die Bauabrechnung genehmigt; auch in jenem Beschluss werde festgehalten, dass die Stadt X die BeitrÃ¤ge erst mit einer allfÃ¤lligen Ãberbauung der betroffenen GrundstÃ¼cke zu bezahlen habe. Aus dem damaligen Verhalten der stÃ¤dtischen BehÃ¶rden kÃ¶nne daher nicht der Schluss gezogen werden, sie habe dem Baukonsortium zu­­gesichert, die stÃ¤dtischen GrundstÃ¼cke zu Ã¼berbauen. Mit ei­ner solchen Zusage hÃ¤tte der Stadtrat denn auch seine Kompetenzen klar Ã¼berschritten. Zudem habe es das Baukonsor­tium nach Bekanntwerden der Opposition offensichtlich vorgezogen, das Projekt abzuÃ¤n­dern und die Ãberbauung ohne Einbezug der stÃ¤dtischen GrundstÃ¼cke zu realisieren, statt den Abschluss der kommunalen Nutzungsplanung abzu­warten und so Gewissheit Ã¼ber das zonenrechtliche Schicksal der stÃ¤dtischen GrundstÃ¼cke zu erlangen. Damit habe die Firma A bzw. ihr RechtsvorgÃ¤nger kein Recht erworben, wel­ches die Stadt zur Ãberbau­ung ihrer GrundstÃ¼cke verpflichten wÃ¼rde. Deren Zuweisung zur Freihaltezone habe daher keine Enteignung eines wohlerworbenen Rechts bewirken kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die heute zunehmend als problematisch eingestufte Rechtsfigur der wohlerwor­benen Rechte ist im BemÃ¼hen, gewissen Rechtspositionen Privater eine beson­dere Rechts­bestÃ¤ndigkeit zu verleihen, entwickelt worden. Solche Rechte stehen unter dem Schutz der Eigen­tumsgarantie; nach neuerer Rechtsprechung werden sie dort, wo weniger die sachen­rechtli­che Fixierung als die vertrauensbildende Beziehung zwischen Staat und BÃ¼rger do­mi­niert, auch durch den Grundsatz von Treu und Glauben bzw. das hieraus abgeleitete Ver­trauens­prinzip geschÃ¼tzt. Sie sind grundsÃ¤tzlich auch durch Gesetz nicht abÃ¤nderbar (vgl. Ulrich HÃ¤fe­lin/Georg ­MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 815; Max Imboden/RenÃ© Rhinow sowie RenÃ© Rhinow/Beat KrÃ¤henman, Schwei­zerische Verwaltungsrechtsprechung, Band I, 6. A., Basel 1986, bzw. ErgÃ¤nzungs­band, Basel 1990, je Nr. 122 B III).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Bundesgericht ordnet RechtsansprÃ¼che Privater aus Ã¶ffentlichrechtlichen Ver­trÃ¤gen den wohlerworbenen Rechten zu. In BGE 103 Ia 31 hatte es die RechtsbestÃ¤ndigkeit eines Ã¶ffentlichrechtlichen Erschliessungsvertrags zu beurteilen, der den GrundeigentÃ¼mer zur Erstellung einer Kanalisationsleitung verpflichtete und ihn anderseits von der Entrich­tung einer KanalisationsanschlussgebÃ¼hr fÃ¼r bestimmte GrundstÃ¼cke befreite, fÃ¼r welche die Gemeinde gestÃ¼tzt auf ein spÃ¤ter erlassenes Kanalisationsreglement gleichwohl An­schlussgebÃ¼hren erheben wollte. Das Bundesgericht erwog, der Vertrag sei mit dem Erlass des Kanalisationsreglementes nicht ungÃ¼ltig geworden; er hÃ¤tte auch nach Inkrafttreten die­­­ses Reglements abgeschlossen werden dÃ¼rfen und kÃ¶nne daher fortbestehen. GÃ¼ltig be­grÃ¼ndete subjektive Ã¶ffentliche oder private Rechte fielen aber selbst dann nicht eo ipso dahin, wenn eine gesetzliche Regelung geschaffen werde, mit der sie sich nicht "vertrÃ¼­gen". Selbst wenn es sich daher bei der fraglichen Vereinbarung um einen (seinerzeit gÃ¼ltig begrÃ¼ndeten) AbgabevergÃ¼nstigungsvertrag handeln wÃ¼rde, genÃ¶sse er den Schutz der wohl­­­erworbenen Rechte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ein Teil der Lehre stimmt dieser Rechtsprechung ausdrÃ¼cklich oder stillschweigend zu (HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 909; Imboden/Rhinow und Rhinow/KrÃ¤henmann, je Nr. 46 B XIII und Nr. 122 B V; RenÃ© Rhinow, Wohlerworbene und vertragliche Rechte im Ã¶ffentlichen Recht, ZBl 80/1979, S. 14 f.). Die QualitÃ¤t wohlerworbener Rechte kommt nach dieser Auf­­­fassung namentlich den â hÃ¤ufig nicht durch VerfÃ¼gung, sondern durch Vertrag verlie­henen â Konzessionen, auch den Sondernutzungskonzessionen zu (HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 1898, 2010; Imboden/Rhinow und Rhinow/KrÃ¤henmann, je Nr. 119 B IV), wobei dies allerdings nicht fÃ¼r alle in einer Konzession verurkundeten Rechte zuzutreffen braucht (Im­boden/Rhinow und Rhinow/KrÃ¤henmann, je Nr. 122 B IV). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ein Teil der Lehre lehnt es ab, vertragliche RechtsansprÃ¼che Privater gegenÃ¼ber Ge­setzesÃ¤nderungen, die mit diesen AnsprÃ¼chen kollidieren, als wohlerworbene Rechte zu qualifizieren und ihnen absolute GesetzesbestÃ¤ndigkeit zuzuerkennen. Nach dieser Auffas­sung schafft zwar der Vertrag bezÃ¼glich solcher AnsprÃ¼che eine wirksame Vertrauens­grund­­­lage und gebietet das aus dem Grundsatz von Treu und Glauben abgeleitete Vertrau­ensprinzip, dieses gewichtige Vertrauensinteresse zu berÃ¼cksichtigen. Indem die vertragli­chen AnsprÃ¼che nicht von vornherein im Sinn von wohlerworbenen Rechten als absolut ge­setzesbestÃ¤ndig erachtet werden, bleibt jedoch Raum fÃ¼r eine InteressenabwÃ¤gung, in welcher dem (bedeutenden) Vertrauensinteresse das Ã¶ffentliche und/oder private Interesse an der sofortigen und uneingeschrÃ¤nkten Durchsetzung des neuen Rechts gegenÃ¼bergestellt wird (Beatrice Weber-DÃ¼rler, Vertrauensschutz im Ã¶ffentlichen Recht, Basel und Frankfurt a.M. 1983, S. 160 f. und 226; im gleichen Sinn Alfred KÃ¶lz, Intertemporales Verwaltungs­recht, ZSR 102/1983 II, S. 181 f.; vgl. auch HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 537 f.). Bei zwischen Ge­meinwesen und Privaten abgeschlossenen Ã¶ffentlichrechtlichen VertrÃ¤gen sind im Rahmen dieser Betrachtungsweise beide Vertragspartner grundsÃ¤tzlich gleichgestellt: Der Vertrag schafft eine Vertrauensgrundlage nicht nur fÃ¼r den Privaten, sondern auch fÃ¼r das Gemein­wesen, welches sich ebenso wie der Private auf das Vertrauensprinzip berufen kann. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dieser Ansatz (der den AnsprÃ¼chen Privater aus Ã¶ffentlichrechtlichen VertrÃ¤gen nicht von vornherein absolute GesetzesbestÃ¤ndigkeit im Sinn wohlerworbener Rechte zu­erkennt) findet sich auch in der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. VGr, 27. Ok­­­tober 2000, VK.2000.00006). Im Urteil VB.1999.00281 vom 2. MÃ¤rz 2000 (ZBl 101/2000, S. 596) hatte das Verwaltungsgericht das Begehren eines pri­vaten Unternehmens um RÃ¼ckerstattung von Erschliessungskosten zu beurteilen, die auf­grund 1972/73 abge­schlossener Ã¶ffentlichrechtlicher VertrÃ¤ge geleistet worden waren und deren RÃ¼ckerstat­tung mit der BegrÃ¼ndung verlangt wurde, das Gemeinwesen komme sei­nen Verpflichtun­gen aus diesen VertrÃ¤gen nicht nach. Zu beurteilen war dabei insbeson­dere die vertragliche Pflicht des Gemeinwesens, Baubewilligungen im fraglichen Gebiet nur unter Auferlegung von EinkaufsbetrÃ¤gen nach quartierplanrechtlichen GrundsÃ¤tzen zu gewÃ¤hren, sowie die Pflicht, dermassen eingenommene EinkaufsbetrÃ¤ge an die private Ver­tragspartnerin abzu­liefern. Ausgehend davon, dass derartige Auflagen in Baubewilli­gungen bzw. entsprechen­de Bauverweigerungen nach neuerem Recht (Planungs- und Bau­gesetz vom 7. September 1975; Bundesgesetz Ã¼ber die Raumplanung vom 22. Juni 1979) widerrechtlich gewesen wÃ¤­ren und daher die vertraglich vereinbarte Leistung der Gemein­de im Sinn von Art. 119 des Obligationenrechts (OR) unmÃ¶glich geworden sei, hat das Gericht geprÃ¼ft, welche Fol­gen sich aus dem UnmÃ¶glichwerden der Leistung ergÃ¤ben. Mit der (analogen) Anwendung von Art. 119 OR ist das Gericht stillschweigend davon ausgegangen, dass der private Ver­tragspartner keinen Anspruch darauf habe, dass das Gemeinwesen seine vertraglich be­grÃ¼n­­­­­deten, jedoch gesetzwidrig gewordenen Leistungspflichten erfÃ¼lle.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Vorliegend geht es um eine Vereinbarung von GrundeigentÃ¼mern betreffend die Erschliessung ihrer GrundstÃ¼cke. Abgesehen davon dass kein schriftliches und einheitli­ches Vertragswerk vorliegt, sondern die diesbezÃ¼glich getroffenen Abmachungen lediglich den genannten BeschlÃ¼ssen des Stadtrats entnommen werden kÃ¶nnen, hat die Rekursgeg­nerin an diesen Abmachungen nicht als TrÃ¤gerin hoheitlicher Gewalt, sondern als Eigen­tÃ¼merin von GrundstÃ¼cken mitgewirkt. Schon das lÃ¤sst es als fraglich erscheinen, ob der von der Rekurrentin geltend gemachte Anspruch auf Ersatz vorgeschossener Erschlie­s­sungs­­­­kosten Ã¼berhaupt als wohlerworbenes Recht gelten kann, das Gegenstand einer mate­riellen Enteignung bilden kÃ¶nnte. Selbst wenn aber davon ausgegangen wÃ¼rde, vermag dies der Rekurrentin nicht zu helfen. Wie die SchÃ¤tzungskommission zutreffend erwogen hat, ergibt sich aus den zwischen den Parteien gefÃ¼hrten Verhandlungen und getroffenen Abmachungen keine Zusicherung der Rekursgegnerin an die Rekurrentin, dass die stÃ¤dti­schen GrundstÃ¼cke jedenfalls Ã¼berbaut wÃ¼rden. Fehlt es an einer solchen Zusicherung, hat die Rekurrentin auch keinen durch die Eigentumsgarantie geschÃ¼tzten Anspruch darauf, dass ihr die vorgeschossenen Erschliessungskosten deswegen ersetzt werden, weil die Ãber­bauung der betreffenden GrundstÃ¼cke infolge ihrer Zuweisung zur Freihaltezone un­mÃ¶glich geworden ist. Demzufolge hat die SchÃ¤tzungskommission eine EntschÃ¤digungs­pflicht aus materieller Enteignung zu Recht verneint. Der dagegen erhobene Rekurs ist abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die SchÃ¤tzungskommission hat die Kosten des SchÃ¤tzungsverfahrens zu einem Viertel der KlÃ¤gerin und zu drei Vierteln der Beklagten auferlegt. Die (vor SchÃ¤tzungs­kom­mission als Beklagte aufgetretene) Rekurrentin beantragt, diese Kosten unabhÃ¤ngig vom Ausgang des Verfahrens in der Sache vollumfÃ¤nglich der Rekursgegnerin (d.h. der vor SchÃ¤tzungskommission als KlÃ¤gerin aufgetretenen Stadt X) aufzuerlegen. Die­ses Be­gehren ist begrÃ¼ndet. GemÃ¤ss § 63 Abs. 1 AbtrG trÃ¤gt die Kosten des SchÃ¤tzungs­verfah­rens in der Regel der Expropriant. Nach der verwaltungsgerichtlichen Rechtspre­chung ist diese Vorschrift bei Verfahren betreffend materielle Enteignungen dahin auszu­legen, dass dem eine Enteignung geltend machenden Ansprecher nur dann Kosten aufzu­erlegen sind, wenn er das Verfahren leichtfertig verursacht hat (RB 1993 Nr. 65; KÃ¶lz/ Boss­­hart/RÃ¶hl, § 13 N. 31). Diese Voraussetzung ist hier nicht erfÃ¼llt. Die Kosten des SchÃ¤tzungsverfahrens sind daher in Aufhebung von Disp. Ziff. 3 des SchÃ¤tzungsentscheids vollumfÃ¤nglich der heutigen Rekursgegnerin aufzuerlegen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Zu prÃ¼fen bleibt im Rahmen des Klageverfahrens, ob die Rekurrentin einen An­spruch auf Ersatz der fÃ¼r die Erschliessung der stÃ¤dtischen GrundstÃ¼cke aufgewendeten Kosten unmittelbar aus den mit der Rekursgegnerin getroffenen vertraglichen Abmachun­gen ableiten kÃ¶nne. Dabei sind wie erwÃ¤hnt neben den AusfÃ¼hrungen in der Rekursschrift auch jene in der vor SchÃ¤tzungskommission eingereichten Klageantwort und Duplik zu be­rÃ¼cksichtigen. Vorweg ist festzuhalten, dass wie erwÃ¤hnt kein schriftliches und einheitli­ches Vertragswerk vorliegt, welches in dieser Hinsicht ausgelegt werden kÃ¶nnte. Gleich­wohl geht es darum, die Abmachungen, wie sie zwischen den Parteien teils stillschweigend getroffen worden, teils in einzelnen Klauseln der genannten BeschlÃ¼sse enthalten sind, nach dem Vertrauensprinzip (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 19; Imboden/Rhinow und Rhinow/­KrÃ¤henmann, je Nr. 20 B V) auszulegen. Dabei ist entsprechend der Lehre (Jost Gross, Schweizerisches Staatshaftungsrecht, Bern 1995, S. 140 f.; Weber-DÃ¼rler, S. 227; offen gelassen in BGE 122 I 328 E. 5d S. 339) davon auszugehen, dass ein Schadenersatz­anspruch gegen das sich vertragswidrig verhaltende Gemeinwesen auch dann mÃ¶glich ist, wenn ein ErfÃ¼llungsanspruch an Ã¼bergeordneten Interessen des Gemeinwesens scheitert (vgl. dazu auch hinten E. 4c).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die Rekurrentin macht in erster Linie geltend, aufgrund der getroffenen Abma­chungen zwischen den Parteien sei bezÃ¼glich der Ãberbauung der stÃ¤dtischen GrundstÃ¼cke nur der Zeitpunkt ungewiss geblieben; es sei damit lediglich ein ungewisser Verfalltag (dies incertus quando) und nicht, wie die Rekursgegnerin meine, eine aufschiebende Be­dingung (dies incertus an) vereinbart worden (Rekursschrift S. 4, Duplik S. 2). â Dieser Auffassung ist nicht beizutreten. Wohl ging der Stadtrat X ursprÃ¼nglich davon aus, dass die GrundstÃ¼cke Kat.Nrn. 01 und 02 "in nÃ¤chster Zeit" nicht Ã¼berbaut, jedoch gleich­wohl in die Erschliessung einbezogen werden sollten (Beschluss vom 7. September 1981). In der Folge Ã¤nderte er jedoch seine Haltung und beschloss, das Land bau­lich zu nutzen, weshalb der Vorentscheid vom 7. September 1981 aufgehoben wurde (Aus­sprache vom 16. Juni 1982; BeschlÃ¼sse vom 26. Juli 1982). Kurze Zeit nach der Ausschreibung des auch die GrundstÃ¼cke Kat.Nrn. 01 und 02 umfassenden Bauprojekts am 31. August 1982 zeichnete sich indessen bereits ab, dass eine Ãberbauung der stÃ¤dtischen GrundstÃ¼cke wegen der ungewissen Entwicklung ihrer zonenrechtlichen Behandlung in Frage gestellt war. Bereits mit Schreiben vom 13. Oktober 1982 teilte das Bauamt X Architekt H mit, im Zusammen­hang mit der Bauaus­schreibung laufe eine Unterschriftensammlung, welche verlange, dass die Grund­stÃ¼cke der Familiengartenzone D zugeteilt wÃ¼rden, weshalb vorlÃ¤ufig kein An­trag auf Er­teilung der Baubewilligung gestellt werde. Im Kontext dieser neuen Ent­wick­lung, die der heutigen Rekurrentin aufgrund des Schreibens vom 13. Oktober 1982 be­wusst sein musste, sind nach Treu und Glauben die spÃ¤teren Ãusserungen der Stadt X, na­ment­lich jene in Ziff. 13 des Beschlusses vom 21. Februar 1983 betreffend Geneh­mi­gung des Projektes und Ziff. 2 des Beschlusses vom 5. August 1985 betreffend die Ge­neh­mi­gung der Bauabrechnung zu verstehen. Wenn darin der Vorbehalt aus­gesprochen wird, die auf die Erschliessung der stÃ¤dtischen GrundstÃ¼cke ent­fallenden Kos­tenanteile seien "durch die Ã¼brigen Beitragspflichtigen vorzu­schies­sen, bis die Stadt X diese Grund­stÃ¼cke allenfalls Ã¼berbaut" (Ziff. 13 des Be­schlusses vom 21. Februar 1983), bzw. zur Kenntnis genommen wird, "dass mit der Ãber­bauung der Liegenschaften Kat.Nr. 01 und 02 oder Teilen derselben die Stadt den Betrag von ... als Einkauf .......zu bezahlen hat" (Ziff. 2 des Beschlusses vom 5. August 1985), so kÃ¶nnen diese Ãusserungen im Licht der sich seit Oktober 1982 abzeichnenden Entwicklung nur dahin ver­standen werden, dass die Ver­pflichtung der Stadt X, die Erschliessungs­kosten in dem sich aus dem Kostenverleger er­gebenden Umfang zu Ã¼bernehmen, unter dem Vorbe­halt einer aufschiebenden Bedingung der Ãberbauung der stÃ¤dtischen GrundstÃ¼cke stand. Ob es sich bei dieser aufschiebenden Bedingung im Sinn von Art. 151 OR um eine potes­tative (in einer Handlung einer Ver­trags­partei bestehende) oder um eine kasuelle Be­din­gung (in Gestalt beliebiger zukÃ¼nftiger Ereignisse und Handlungen Dritter, die dem Willen der Vertragsparteien entzogen sind) handelt (zur Unterscheidung vgl. Theo Guhl/Alfred Koller, Das Schweizerische Obliga­tionen­recht, 9. A., ZÃ¼rich 2000, § 9 Rz. 15 ff.), ist hier nicht entscheidungswesentlich. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Unbehelflich ist der Einwand der Rekurrentin, die Stadt habe den Vertrag nicht im Zeitpunkt vollstÃ¤ndig abgeschlossener Planung durch einseitige Aufnahme einer Bedin­gung zum Nachteil der Rekurrentin bzw. des Baukonsortiums abÃ¤ndern kÃ¶nnen (Rekurs­schrift. S. 3, Klageantwort S. 12 f., Duplik S. 4). Damit verkennt die Rekurrentin wieder­um, dass kein schriftliches und einheitliches Vertragswerk vorliegt, namentlich kein sol­ches, dass im Oktober 1982 bereits abgeschlossen gewesen wÃ¤re. Wie die Rekurrentin sel­ber ein­rÃ¤umt, ist fÃ¼r die Feststellung des Vertragswillens der Parteien "die gesamte Ver­tragsge­schichte" massgeblich; dazu gehÃ¶rt aber die geschilderte Entwicklung vom Septem­ber 1981 zumindest bis zur Realisierung der Erschliessungsanlagen, die in den Jahren 1983 und 1984 erstellt wurden. FÃ¼r die Feststellung des Vertragswillens ist daher auch und vorab die dargelegte Ãusserung der Stadt X in Ziff. 13 des Beschlusses vom 21. Februar 1983 massgebend, wo der Vorbehalt ausgesprochen wurde, die auf die Erschliessung der stÃ¤dti­schen GrundstÃ¼cke entfallenden Kostenanteile seien "durch die Ã¼brigen Beitrags­pflichtigen vorzuschiessen, bis die Stadt X diese Grund­stÃ¼cke allenfalls Ã¼berbaut". Diese ErklÃ¤rung spricht schon ihrem Wortlaut nach dafÃ¼r, dass nicht bloss ein ungewisser Ver­falltag, son­dern eine aufschiebende Bedingung vereinbart wurde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Rekurrentin macht geltend, durch die Auszonung der Parzellen Kat. Nrn. 01 und 02 sei deren Ãberbauung unmÃ¶glich geworden, weshalb eine RealerfÃ¼llung der Ver­einbarung nicht mehr mÃ¶glich sei; da die UnmÃ¶glichkeit der ErfÃ¼llung durch die Rekurs­gegnerin zu vertreten sei, richteten sich die Rechtsfolgen nicht nach Art. 119 OR, sondern werde die Rekursgegnerin schadenersatzpflichtig. - Nach Art. 119 Abs. 1 OR ist die For­derung erloschen, wenn die UmstÃ¤nde, die zur UnmÃ¶glichkeit der Leistung fÃ¼hrten, nicht durch den Schuldner zu verantworten sind. Ist Letzterer fÃ¼r die UnmÃ¶glichkeit verantwort­lich, so bleibt seine Leistungspflicht bestehen, wobei sich die unmÃ¶glich gewor­dene Ver­tragsleistung in eine solche auf Schadenersatz wandelt, demnach das positive Ver­trags­in­te­resse zu erstatten ist. Liegt die UnmÃ¶glichkeit jedoch ausserhalb des Verant­wort­lich­keits­bereichs des Schuldners, so beschrÃ¤nkt sich deren Haftung nach Art. 119 Abs. 2 OR auf die ungerechtfertigte Bereicherung. In Anwendung dieser GrundsÃ¤tze hat das Verwal­tungs­ge­richt im erwÃ¤hnten Urteil VK.1999.00281 vom 2. MÃ¤rz 2000 (ZBl 101/2000, S. 596) erwo­gen, die betroffene Gemeinde habe das UnmÃ¶glichwerden der ErfÃ¼llung der im Erschlies­sungsvertrag eingegangenen Verpflichtungen nicht zu vertreten (E. 4d) und sie habe sich auch nicht ungerechtfertigt bereichert, weshalb eine Haftung nach Art. 119 Abs. 2 OR ent­falle (E. 4e). Der vorliegende Fall unterscheidet sich in dieser Hinsicht grundle­gend von dem dort beurteilten Sachverhalt: Steht die von der Rekursgegnerin eingegan­gene Ver­pflichtung zur nachtrÃ¤glichen Ãbernahme der von der Rekurrentin fÃ¼r die Er­schliessung der stÃ¤dtischen GrundstÃ¼cke aufgewendeten Kosten unter einer aufschiebenden Bedingung im dargelegten Sinn, die bis heute nicht eingetreten ist, so ist es unerheblich, ob die ErfÃ¼l­lung dieser suspensiv bedingten Verpflichtung unmÃ¶glich geworden ist. Selbst wenn man Letzteres wegen der Zuweisung der GrundstÃ¼cke zur Freihaltezone bejahen wÃ¼rde, kann da­her dahin gestellt bleiben, ob die Rekursgegnerin als Schuldnerin das Un­mÃ¶glichwerden der Leistung zu vertreten oder (verneinendenfalls) die gegen sie erhobene Forderung im Sinn von Art. 119 Abs. 1 OR erloschen sei; dementsprechend kann auch die Frage offen bleiben, ob sich die Rekursgegnerin, sofern die Forderung erloschen wÃ¤re, im Sinn von Art. 119 Abs. 2 ungerechtfertigt bereichert hÃ¤tte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Zusammengefasst ergibt sich, dass das sowohl als Rekurs wie auch als Klage zu behandelnde EntschÃ¤digungsbegehren der Rekurrentin/KlÃ¤gerin abzuweisen ist. Aufzuhe­ben ist lediglich Disp. Ziff. 3 des angefochtenen SchÃ¤tzungsentscheids betreffend die Auf­lage der Kosten des SchÃ¤tzungsverfahrens. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">Die Verfahren VR.2000.00006 und VK.2000.00009 werden vereinigt;</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">und entscheidet:</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. Der Rekurs wird in der Hauptsache abgewiesen. Der Entscheid der SchÃ¤tzungskom­mission wird mit Ausnahme von Disp. Ziff. 3 bestÃ¤tigt. Die Kosten des SchÃ¤tzungs­verfahrens werden vollumfÃ¤nglich der Rekursgegnerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">2. Die Klage wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">...</p> <p class="Einzug2"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>