<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2013-06-24-1F_19-2013.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1F_19/2013 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil 24. Juni 2013</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Fonjallaz, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Karlen, Eusebio, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Störi. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para"> <i>X.________</i>, </div> <div class="para">Gesuchsteller, vertreten durch Rechtsanwalt Willy Bolliger, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>Strassenverkehrsamt des Kantons Aargau</i>, Postfach, 5001 Aarau, </div> <div class="para"> <i>Departement Volkswirtschaft und Inneres des Kantons Aargau</i>, Frey-Herosé-Strasse 12, 5001 Aarau, </div> <div class="para"> <i>Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 1. Kammer</i>, Obere Vorstadt 40, 5000 Aarau. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 1C_600/2012 vom 16. April 2013. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para">Am 16. April 2013 wies das Bundesgericht mit Urteil 1C_600/2012 die Beschwerde von X.________ gegen das Urteil des Aargauer Verwaltungsgerichts vom 26. September 2012 ab, soweit es darauf eintrat. Er hatte beantragt, das Urteil des Verwaltungsgerichts und das Resultat der dritten praktischen Führerprüfung vom 4. Juli 2011 aufzuheben und ihn ohne weitere Auflagen und Bedingungen zur dritten praktischen Führerprüfung zuzulassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">Mit Revisionsgesuch vom 27. Mai 2013 beantragt X.________, das Urteil des Bundesgerichts 1C_600/2012 sowie das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 26. September 2012 und das Resultat der dritten praktischen Führerprüfung vom 4. Juli 2011 aufzuheben und ihn ohne weiteren Bedingungen und Auflagen zur dritten praktischen Führerprüfung zuzulassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para">Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Revision eines Bundesgerichtsurteils kann u.a. verlangt werden, wenn das Bundesgericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigte (<span class="artref">Art. 121 lit. d BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Der Gesuchsteller hat am 4. Juli 2011 die dritte praktische Führerprüfung nicht bestanden und sich in der Folge gegen das negative Prüfungsergebnis bis vor Bundesgericht zur Wehr gesetzt. Dieses hat im Urteil 1C_600/2012 zunächst den Einwand verworfen, der Experte habe seine verfassungsrechtliche Begründungspflicht verletzt (E. 2). Anschliessend wies es die materiellen Einwände des Gesuchstellers gegen das im Formular "Prüfungsbericht Führerprüfung" vom 4. Juli 2011 und im "Bericht über die nicht bestandene praktische Führerprüfung" vom 7. Juli 2011 festgehaltene Prüfungsergebnis zurück (E. 3). Dabei soll es nach den Vorbringen des Gesuchstellers versehentlich in den Akten liegenden Tatsachen nicht berücksichtigt haben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Der Gesuchsteller macht geltend, ein Versehen des Bundesgerichts nach <span class="artref">Art. 121 lit. d BGG</span> bestehe darin, dass es "den offensichtlich rechtsrelevanten Zusammenhang von zwei Prüfungsdokumenten verkannt" und bei seiner Urteilsfindung den Prüfungsbericht vom 4. Juli 2011, nicht aber den Bericht vom 7. Juli 2011, berücksichtigt habe. </div> <div class="para">Aus E. 2 des Urteils 1C_600/2012 ergibt sich mit aller Deutlichkeit, dass für das Bundesgericht die negative Beurteilung der umstrittenen Führerprüfung aus zwei Teilen besteht, dem Prüfungsbericht vom 4. Juli 2011 und dem Bericht vom 7. Juli 2011. Der Einwand, es habe diesen Umstand übersehen und versehentlich nur den Prüfungsbericht vom 4. Juli 2011 in seine Beurteilung einbezogen, ist unbegründet. Er ist im Übrigen auch nicht nachvollziehbar, weil gerade der vom Gesuchsteller bestrittene Umstand, am 4. Juli 2011 ein Fahrverbot überfahren zu haben, im Bericht vom 7. Juli 2011 aufgeführt ist (E. 2.2). Ob das Bundesgericht diese beiden Dokumente rechtlich zutreffend beurteilte oder deren "rechtsrelevanten Zusammenhang verkannte", sind im Übrigen Rechtsfragen, die nicht Gegenstand eines Revisionsverfahrens sein können. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.</b> Der Gesuchsteller wirft dem Bundesgericht vor, es sei aus Versehen zum aktenwidrigen Schluss gekommen, dass es für seine Behauptung, er habe wohl an der Führerprüfung vom 18. Mai 2011, nicht aber an derjenigen vom 4. Juli 2011, ein Fahrverbot missachtet, nicht den geringsten Hinweis gebe. </div> <div class="para">Das Bundesgericht hat keineswegs verkannt, dass der Gesuchsteller schon im kantonalen Verfahren stets behauptete, er habe an der Prüfung vom 4. Juli 2011 entgegen den Feststellungen des Experten nie ein Fahrverbot überfahren. Es ist zum Schluss gekommen, dass sich diese Behauptung aktenmässig nicht erhärten lässt und dementsprechend das Abstellen auf die gegenteilige Feststellung des Prüfungsexperten ohne weiteres haltbar ist. Von einem Versehen kann auch in diesem Zusammenhang keine Rede sein. Kaum nachvollziehbar ist im Übrigen, dass der Gesuchsteller, der in seiner Beschwerde darauf insistierte, er habe wohl bei der Prüfung vom 18. Mai 2011, nicht aber an derjenigen vom 4. Juli 2011 ein Fahrverbot überfahren, dem Bundesgericht nunmehr vorwirft, es habe das Vorliegen einer Verwechslung geprüft, ohne dass er dazu Anlass geboten hätte. Schlechterdings nicht nachvollziehbar ist, inwiefern ihn das Bundesgericht dadurch als "nicht einwandfreien Menschen" dargestellt haben soll. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Das Revisionsgesuch ist unbegründet und damit abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt der Gesuchsteller die Kosten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller, dem Strassenverkehrsamt des Kantons Aargau, dem Departement Volkswirtschaft und Inneres des Kantons Aargau, dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 1. Kammer, und dem Bundesamt für Strassen Sekretariat Administrativmassnahmen schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 24. Juni 2013 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Fonjallaz </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Störi </div> </div></body></html>