<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, sicherzustellen, dass die bestehenden Lehrverhältnisse der Polymechaniker bei der Ruag in Dübendorf weitergeführt werden können und die betroffenen Jugendlichen ihre Ausbildung beenden können. Zudem soll die bestehende Anzahl Lehrstellen beibehalten und der Logistik Basis der Armee (LBA) übertragen werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Ruag Aerospace verfügt derzeit in Dübendorf über zwölf Elektroniker- und acht Polymechanikerlehrverhältnisse. Durch das Zusammenlegen von Geschäftsbereichen im Konzern Ruag per 1. Januar 2005 hat die Ruag Electronics die Lernendenausbildung in Dübendorf übernommen. Ruag Electronics hat in den vergangenen Jahren einen grossen Wandel im technologischen Bereich vollzogen und konzentriert sich künftig auf die Bereiche Elektronik und Informatik. Aus diesem Grund kann die praxisbezogene Ausbildung der Polymechaniker nicht mehr sichergestellt werden, weshalb dieser Bereich geschlossen werden muss. Die zwölf Elektronikerausbildungsstellen bleiben jedoch weiterhin erhalten.</p><p>Die bestehenden Polymechanikerlehrverhältnisse werden bis zum 31. Juli 2006 unverändert aufrechterhalten. Für jene vier Lernenden, die ihre Lehre in den Jahren 2003 und 2004 begonnen haben, ist der Abschluss ihrer Ausbildung sichergestellt. Drei Lernende haben bereits neue Ausbildungsplätze gefunden. Ein Lernender kann, sofern im Raum Zürich kein geeigneter Ausbildungsplatz gefunden werden kann, seine Lehre am LBA-Standort Meiringen abschliessen.</p><p>Eine Übernahme der Polymechanikerlehrverhältnisse im Logistikcenter Hinwil durch die Logistik Basis der Armee (LBA) ist nicht möglich: Einerseits sind die notwendigen technischen Kenntnisse und Kompetenzen entsprechender Berufs- und Praxisausbildner nicht vorhanden und können aufgrund des fehlenden Leistungsauftrages und des laufenden Personalabbaues nicht bereitgestellt werden. Andererseits ist das Logistikcenter Hinwil auf Instandhaltung und nicht auf Fabrikation spezialisiert. Daher fehlen in dieser Verwaltungseinheit die für die Polymechanikerlehrstellen notwendigen Praxisarbeiten sowie die entsprechende sehr aufwendige Infrastruktur.</p><p>Der LBA-Standort Meiringen ist auf sechs Lehrstellen pro Lehrjahr für Polymechaniker ausgerichtet. Das bestehende Arbeitsvolumen erlaubt jedoch keine Erhöhung der Anzahl Lehrstellen, da der praktische Teil der Ausbildung sonst zu kurz käme.</p><p>Die Ruag dazu zu verpflichten, das gesamte Ausbildungsspektrum zu erhalten, käme einer nicht zielführenden und unzweckmässigen Einflussnahme des Bundes in das operative Geschäft der Ruag gleich. Dies erachtet der Bundesrat als wenig sinnvoll.</p><p>Der Bundesrat teilt im Übrigen die Ansicht der Motionärin nicht, dass im Zusammenhang mit der Redimensionierung der LBA und dem Entlastungsprogramm 2004 zuerst in der Berufsbildung gespart werde. Vielmehr ist der Verlust von Ausbildungsplätzen eine logische Folge dieser Umstrukturierungen und der finanziellen Kürzungen. Zudem gehen durch den Abbau an personellen Ressourcen etwa im gleichen Verhältnis auch Kapazitäten von Berufs- und Praxisausbildnern verloren, die für einen qualifizierten Ausbildungsplatz unabdingbar sind. Dennoch ist die LBA bestrebt, den prozentualen Anteil der Lernenden am Gesamtpersonalbestand (aktuell 7 Prozent) zu erhöhen bzw. die Anzahl Lehrstellen in der LBA trotz massivem Personalabbau zu erhalten. Der Bundesrat misst der beruflichen Grundbildung in der Bundesverwaltung auch in Zukunft einen hohen Stellenwert bei.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.