<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00349</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205862&amp;W10_KEY=4467135&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00349</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.05.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung und UVP-Pflicht</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Umnutzung eines Industrie-/Gewerbegebäudes.<br/><br/>Eine Umweltschutzorganisation ist zur Rüge legitimiert, eine UVP sei zu Unrecht unterlassen worden (Art. 55 USG). Auf den Rekurs wurde zu Recht eingetreten (E. 3).<br/>Das Errichten eines Zauns zwischen zwei Liegenschaften und die Aussage des Parteivertreters anlässlich des Augenscheins, dass der Zaun als Auflage in die Baubewilligung aufgenommen werden könne, enthält das Einverständnis mit den für die rechtliche Sicherung des Fortbestands des Zauns erforderlichen Anordnungen und ist keinesfalls nur eine Vergleichsofferte (E. 4.2).<br/>Die Schwellenwerte für eine UVP werden hier überschritten, wenn Parkplätze und Verkaufsfläche auf dem direkt angrenzenden Grundstück mitberücksichtigt werden. Ohne den Zaun bzw. andere bauliche Vorkehrungen kann mit dem Fahrzeug direkt von der einen zur anderen Liegenschaft gewechselt und das insgesamt vorhandene Parkplatzangebot genutzt werden. Ohne die bauliche Trennung würden die auf den beiden angrenzenden Liegenschaften vorhandenen Parkfelder faktisch eine einheitliche Parkierungsanlage bilden. Ein funktionaler Zusammenhang ist damit hergestellt, ohne dass es dazu eines (weiteren) Zusammenwirkens der Eigentümer bedarf (E. 5.2).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFLAGE">AUFLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUBEWILLIGUNG">BAUBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINKAUFSZENTRUM">EINKAUFSZENTRUM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FUNKTIONALER ZUSAMMENHANG">FUNKTIONALER ZUSAMMENHANG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MÃBELHAUS">MÃBELHAUS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARKPLATZ">PARKPLATZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHWELLENWERT">SCHWELLENWERT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMWELTSCHUTZORGANISATION">UMWELTSCHUTZORGANISATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: UMWELTVERTRÃGLICHKEITSPRÃFUNG (UVP)">UMWELTVERTRÃGLICHKEITSPRÃFUNG (UVP)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKAUFSFLÃCHE">VERKAUFSFLÃCHE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 55 USG</span><br/><span class="gerade">Anhang Ziff. 11.4 UVPV</span><br/><span class="ungerade">Anhang Ziff. 80.5 UVPV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">URP 2006 Nr. 39</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 21. Juli 2004 erteilte die Baukommission Dietikon der A AG die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r Umbau und Umnutzung von bisherigen Ausstellungs- und VerkaufsrÃ¤umen fÃ¼r Maschinen und Werkzeuge auf der Liegenschaft L-Strasse 01, Dietikon, der GrundeigentÃ¼merin B AG in Ausstellungs- und VerkaufsrÃ¤ume fÃ¼r MÃ¶bel. Bereits am 3. Juni 2004 hatte die Baudirektion dem Bauvorhaben in altlasten- und abfallrechtlicher Hinsicht zugestimmt und am 28. Juni 2004 die strassenpolizeiliche Bewilligung erteilt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen die Baubewilligung vom 21. Juli 2004 liess der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) am 27. August 2004 Rekurs an den Regierungsrat erheben mit den HauptantrÃ¤gen, die Baubewilligung sei aufzuheben und die Sache zur DurchfÃ¼hrung einer UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung (UVP) an die BaubehÃ¶rde zurÃ¼ckzuweisen; zudem sei festzustellen, dass in diese UVP auch die mit dem Bauvorhaben funktional zusammenhÃ¤ngenden Anlagen auf den benachbarten GrundstÃ¼cken, insbesondere L-Strasse 02 bis 08, einbezogen werden mÃ¼ssten.</p> <p class="Urteilstext">Der Regierungsrat vereinigte am 22. Juni 2005 dieses Rekursverfahren mit einem weiteren Rekurs des VCS, mit dem dieser sich gegen eine Baubewilligung gewandt hatte, die am 25. Juni 2001 der E AG fÃ¼r Neu-/Umbau sowie Umnutzung der Liegenschaft L-Strasse 02 erteilt worden war, und beantragte hatte, auch hier eine UVP unter Einbezug der Nachbarliegenschaften L-Strasse sowie 04 - 08 durchzufÃ¼hren. Den Rekurs gegen die Baubewilligung vom 21. Juli 2004 (A, L-Strasse 01) wies der Regierungsrat, soweit nicht gegenstandslos geworden, gleichentags im Sinne der ErwÃ¤gungen ab, wÃ¤hrend er denjenigen gegen die Baubewilligung vom 25. Juni 2001 (E AG, L-Strasse 02) unter Aufhebung dieser Bewilligung guthiess und die BaubehÃ¶rde zur DurchfÃ¼hrung einer UVP unter Einbezug der Liegenschaften L-Strasse 04 bis 08 einlud. GemÃ¤ss Dispositiv Ziffer IV des Rekursentscheids wurde zudem die Baubewilligung vom 21. Juli 2004 mit folgender Auflage ergÃ¤nzt:</p> <p class="EinzugZitat"><span> "Die Liegenschaften L-Strasse 01 und 02 sind durch eine bauliche Vorkehrung dauerhaft derart voneinander zu trennen, dass die Kunden der VerkaufsgeschÃ¤fte in der L-Strasse 01 und 02 mit ihren Fahrzeugen von der einen Liegenschaft nicht direkt auf die andere fahren kÃ¶nnen."</span></p> <p class="Urteilstext">Sodann wurde laut Dispositiv Ziffer V folgende Bedingung als Ã¶ffentlichrechtliche EigentumsbeschrÃ¤nkung im Grundbuch angemerkt:</p> <p class="EinzugZitat"> <span>"Die Ladenlokale in der Liegenschaft L-Strasse 01 unterliegen, sofern sie fÃ¼r sich allein gemÃ¤ss Ziffern 11.4 und 80.5 des Anhanges UVPV auch im Falle einer kÃ¼nftigen Erweiterung nicht UVP-pflichtig sind, nur dann nicht der UVP-Pflicht, wenn die AbstellflÃ¤chen auf den beiden Liegenschaften L-Strasse 01 und 02 derart baulich voneinander abgegrenzt bleiben, dass die Kunden mit ihren Fahrzeugen von der einen Liegenschaft nicht direkt auf die andere fahren kÃ¶nnen."</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 7. September 2005 (VB.2005.00349) liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, Dispositiv Ziffern IV und V des Rekursentscheids betreffend die Trennung der GrundstÃ¼cke L-Strasse 01 und 02 aufzuheben, der VCS sei zu ParteientschÃ¤digungen im Rekurs- und im Beschwerdeverfahren zu verpflichten und es seien ihm die Kosten des Beschwerdeverfahrens aufzuerlegen. Zudem wurde beantragt, die aufschiebende Wirkung sei auf die streitigen Fragen (Zaun und UmtriebsentschÃ¤digung) zu beschrÃ¤nken.</p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r den Regierungsrat beantragte am 16. September 2005 die Staatskanzlei Abweisung der Beschwerde; dem Gesuch um BeschrÃ¤nkung der aufschiebenden Wirkung sei nicht stattzugeben.</p> <p class="Urteilstext">Der VCS liess am 14. November 2005 Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen sowie die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins beantragen. Bereits mit Eingabe vom 22. September 2005 hatte er die Vereinigung des vorliegenden Beschwerdeverfahrens VB.2005.00349 mit der Beschwerde VB.2005.00347 der E AG beantragen lassen, welche ebenfalls ans Verwaltungsgericht gelangt war.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 26. September 2005 wurde der Entscheid Ã¼ber die beantragte Verfahrensvereinigung bis zum Abschluss des Schriftenwechsels aufgeschoben und am 6. Oktober 2005 die aufschiebende Wirkung im beantragten Umfang beschrÃ¤nkt.</p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gungen vom 20. Dezember 2005 und 9. Februar 2006 wurde ein zweiter Schriftenwechsel zur Frage durchgefÃ¼hrt, ob die angefochtenen Nebenbestimmungen gemÃ¤ss Dispositiv Ziffern IV und V des Rekursentscheids Ã¼berhaupt noch Gegenstand des Beschwerdeverfahrens bilden kÃ¶nnen.</p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig zur Behandlung der Beschwerde gegen den angefochtenen Entscheid des Regierungsrats.</p> <p class="Urteilstext">Die Vereinigung des vorliegenden Verfahrens mit der Beschwerde VB.2005.00347 rechtfertigt sich nicht, da jenes Verfahren noch nicht spruchreif ist und sich dort teilweise andere Rechtsfragen stellen.</p> <p class="Urteilstext">Der vom Beschwerdegegner beantragte Augenschein ist im vorliegenden Verfahren, im welchem vorwiegend Rechtsfragen zu beantworten sind, nicht erforderlich.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Im Rekursverfahren gegen die Baubewilligung vom 21. Juli 2004 (A) hat der Beschwerdegegner geltend gemacht, das Bauvorhaben mÃ¼sse, soweit es nicht wegen einer 5'000 m<sup>2</sup> Ã¼bersteigenden VerkaufsflÃ¤che schon fÃ¼r sich allein UVP-pflichtig sei, wegen des funktionalen Zusammenhangs mit den benachbarten VerkaufsgeschÃ¤ften, insbesondere auf der Liegenschaft L-Strasse 02, einer UVP unterworfen werden, da insgesamt die Schwellenwerte gemÃ¤ss Ziffer 11.4 (300 ParkplÃ¤tze) und 80.5 (5'000 m<sup>2</sup> VerkaufsflÃ¤che) des Anhangs zur Verordnung vom 19. Oktober 1988 Ã¼ber die UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung (UVPV) Ã¼berschritten wÃ¼rden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Regierungsrat hat in formeller Hinsicht erwogen, bezÃ¼glich der Bewilligung vom 21. Juli 2004 sei der baurechtliche Entscheid ohne weiteres rechtzeitig im Sinn von § 315 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) verlangt worden und der Beschwerdegegner sei als gesamtschweizerische Umweltschutzorganisation gemÃ¤ss Art. 55 des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 (USG) zur RÃ¼ge legitimiert, Ã¼ber das Bauvorhaben sei zu Unrecht keine UVP durchgefÃ¼hrt worden. In der Sache hat die Vorinstanz festgehalten, dass das Vorhaben auf der Liegenschaft L-Strasse 01 fÃ¼r sich allein weder auf Grund der Parkplatzzahl noch der VerkaufsflÃ¤che UVP-pflichtig sei. Die Liegenschaften L-Strasse 01 und 02 seien durch einen Maschendrahtzaum klar voneinander getrennt und auch zwischen den beiden Tiefgaragen bestehe keine Verbindung, so dass Fahrzeuge nur Ã¼ber die Ã¶ffentliche Strasse vom einen zum anderen GrundstÃ¼ck gelangen kÃ¶nnten. Zwar befÃ¤nde sich das projektierte MÃ¶belgeschÃ¤ft in Gehdistanz zum Einkaufszentrum M auf dem NachbargrundstÃ¼ck, sei ein gewisser Synergieeffekt zwischen den in Frage stehenden LÃ¤den nicht auszuschliessen und kÃ¶nnten Automobilisten ohne weiteres auf dem einen GrundstÃ¼ck parkieren und auf dem anderen EinkÃ¤ufe tÃ¤tigen; gleichwohl bestehe kein funktionaler Zusammenhang, der es gemÃ¤ss Lehre und Rechtsprechung erlaube, die Projektbezogenheit der UVP-Pflicht zu durchbrechen und das projektierte MÃ¶belhaus als Erweiterung der bestehenden Gesamtanlage zu betrachten und mit dieser zusammen einer UVP zu unterwerfen. Dies gelte allerdings nur so lange, als der Maschendrahtzaun zwischen den Liegenschaften bestehen bleibe, wofÃ¼r durch entsprechende Nebenbestimmungen zu sorgen sei. Fehle ein funktionaler Zusammenhang bereits zum NachbargrundstÃ¼ck L-Strasse 02, so gelte dies umso mehr fÃ¼r die weiter entfernten Liegenschaften L-Strasse 04 bis 08.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen machen im Wesentlichen geltend, die Vorinstanz hÃ¤tte, nachdem sie eine UVP-Pflicht verneint habe, auf das Rechtsmittel gar nicht erst eintreten dÃ¼rfen. Sodann hÃ¤tte sie, um die Baubewilligung durch die angefochtenen Nebenbestimmungen ergÃ¤nzen zu kÃ¶nnen, den Rekurs teilweise gutheissen mÃ¼ssen. Diese Nebenbestimmungen seien aber jedenfalls deshalb unzulÃ¤ssig, weil das projektierte MÃ¶belhaus auch dann nicht der UVP-Pflicht unterliege, wenn auf den Zaun verzichtet werde; die Voraussetzungen fÃ¼r eine Gesamtbetrachtung seien nicht erfÃ¼llt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Beschwerdegegner wirft den BeschwerdefÃ¼hrerinnen in erster Linie widersprÃ¼chliches Verhalten vor, indem er geltend macht, sie hÃ¤tten anlÃ¤sslich des Augenscheins vom 18. MÃ¤rz 2005 durch ihren Vertreter erklÃ¤ren lassen, nichts dagegen zu haben, wenn der Zaun als Auflage in die Baubewilligung aufgenommen werde, und sogar die Bereitschaft bekundet, den Zaun nÃ¶tigenfalls "bis ganz nach hinten zu ziehen". Ihre BeschwerdeantrÃ¤ge bezÃ¼glich des Zauns seien deshalb rechtsmissbrÃ¤uchlich und verdienten keinen Rechtsschutz. Im Ãbrigen lÃ¤sst er unter Verweis auf die vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen ausfÃ¼hren, diese seien zutreffenderweise davon ausgegangen, dass ohne den Zaun ein funktionaler Zusammenhang zwischen projektiertem MÃ¶belhaus und angrenzendem Einkaufszentrum bestehen kÃ¶nne.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss Art. 55 Abs. 1 USG kÃ¶nnen die mehr als zehn Jahre bestehenden gesamtschwei­zerischen Umweltschutzorganisationen gegen VerfÃ¼gungen der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden Ã¼ber die Planung, Errichtung oder Ãnderung von ortsfesten, der UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung (UVP) unterliegenden Anlagen Verwaltungsbeschwerde beim Bundesrat oder Verwal­tungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht einreichen. Die Organisationen sind auch befugt bzw. verpflichtet, von den kantonalen Rechtsmitteln Gebrauch zu machen, wobei ihnen das kantonale Recht dieselben Parteirechte zu gewÃ¤hren hat wie das Bundesrecht. Namentlich sind sie gehalten, sich an einem allfÃ¤lligen Einspracheverfahren zu beteiligen, wollen sie ihr Beschwerderecht nicht verwirken (Art. 55 Abs. 3 und 5 USG).</p> <p class="Urteilstext">Der VCS ist eine nach Art. 55 USG beschwerdeberechtigte Umweltschutzorganisation. Das Beschwerderecht im Sinne von Art. 55 USG erstreckt sich nicht nur auf VerfÃ¼gungen, in welchen die UVP-Pflicht bejaht, sondern auch auf solche, in denen diese Pflicht verneint wird. Diesfalls sind die betreffenden Organisationen zur RÃ¼ge legitimiert, eine UVP sei zu Unrecht unterlassen worden (VGr, 10. MÃ¤rz 2004, E. 3, BEZ 2004 Nr. 32; vgl. hinsichtlich der Beschwerdeberechtigung bei Ãnderungen von UVP-pflichtigen Anlagen auch BGE 124 II 460, E. 1). Macht eine Umweltorganisation im Rahmen eines Rechtsmittelverfahrens geltend, es sei zu Unrecht eine UVP unterblieben, so ist auf ihr Rechtsmittel einzutreten. Verneint die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde die UVP-Pflicht, so ist das Rechtsmittel abzuweisen, andernfalls ist es gutzuheissen. Der Einwand der BeschwerdefÃ¼hrerinnen, der Regierungsrat hÃ¤tte nach Verneinung der UVP-Pflicht nicht auf den Rekurs eintreten dÃ¼rfen, erweist sich damit als unbegrÃ¼ndet.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Angefochten im Rekursverfahren vor Regierungsrat war die Baubewilligung der Baukommission vom 21. Juli 2004. Der Rekurrent und heutige Beschwerdegegner beantragte die Aufhebung der Baubewilligung fÃ¼r Umbau/Umnutzung der Liegenschaft L-Strasse 02 und RÃ¼ckweisung an die BaubehÃ¶rde zur DurchfÃ¼hrung einer UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung, in welche auch die mit dem Bauvorhaben funktional zusammenhÃ¤ngenden Anlagen auf den benachbarten Liegenschaften L-Strasse 02 â 08 einzubeziehen seien. Soweit den Baugesuchsunterlagen entnommen werden kann, war im bewilligten Projekt kein Zaun zur angrenzenden Liegenschaft L-Strasse 02 vorgesehen. Die vom Beschwerdegegner als Rekursbeilage eingereichten Aufnahmen vom 8. August 2004 lassen erkennen, dass in jenem Zeitpunkt der Zwischenraum zwischen den beiden GebÃ¤uden durchgehend asphaltiert war und die auf beiden Seite der Grenze verlaufenden Fahrstreifen lediglich durch eine weisse Linie abgetrennt waren. Der heute auf dieser Linie verlaufende Zaun wurde nach Angaben der GrundeigentÃ¼merin im November 2004, das heisst nach Einreichung des Rekurses des VCS, erstellt. AnlÃ¤sslich des Augenscheins durch den Rechtsdienst der Staatskanzlei am 18. MÃ¤rz 2005 wurde im Zusammenhang mit der Frage des funktionalen Zusammenhangs zwischen den Liegenschaften L-Strasse 01 und 02 vom Vertreter des VCS darauf hingewiesen, dass der Zaun nicht rechtlich gesichert sei. In der Folge machte der Vertreter der GrundeigentÃ¼merin geltend, dass Verkehrswege und Parkierungsanlagen der beiden Liegenschaften vollstÃ¤ndig getrennt seien; die EigentÃ¼merin und die Bauherrschaft hÃ¤tten nichts dagegen, wenn der Zaun als Auflage in die Baubewilligung aufgenommen werde. Weiter liessen diese Parteien unter Bezugnahme auf die Aktennotiz Ã¼ber eine Begehung der streitbetroffenen Liegenschaften durch die Sachbearbeiterin des Rechtsdiensts am 12. Februar 2005 ausfÃ¼hren, es treffe zwar zu, dass der Zaun nicht bis ganz zuhinterst gezogen worden sei, eine Durchfahrt sei aber dort nicht mehr mÃ¶glich. NÃ¶tigenfalls werde der Zaun bis ganz zuhinterst gezogen; von dieser letzten LÃ¼cke hÃ¤nge die Entscheidung des Falls nicht ab. Auch hinsichtlich eines Hydranten, der gemÃ¤ss den AusfÃ¼hrungen eines Gemeindevertreters zugÃ¤nglich bleiben mÃ¼sse, kÃ¶nne eine LÃ¶sung gefunden werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Entgegen der Darstellung der BeschwerdefÃ¼hrerinnen kann das Errichten des Zauns zwischen den beiden Liegenschaften, verbunden mit den anlÃ¤sslich des Augenscheins von ihren Vertretern gemachten AusfÃ¼hrungen, nur als Zustimmung zu baulichen Vorkehren verstanden werden, die dauerhaft sicherstellen sollen, dass Kundenfahrzeuge nicht direkt zwischen den Liegenschaften L-Strasse 01 und 02 verkehren kÃ¶nnen. Wer den Zaun erstellt hat, ist unter diesen UmstÃ¤nden nicht von Bedeutung. Die im Protokoll festgehaltene Aussage des Vertreters von EigentÃ¼merin und Bauherrschaft, dass diese nichts dagegen hÃ¤tten, wenn der Zaun als Auflage in die Baubewilligung aufgenommen werde, enthÃ¤lt auch das EinverstÃ¤ndnis mit den fÃ¼r die rechtliche Sicherung des Fortbestands dieses Zaunes (oder gleichwertiger baulicher Vorkehrungen) erforderlichen Anordnungen, wie sie die Vorinstanz im Dispositiv Ziffern IV und V ihres Entscheids festgehalten hat, und ist keinesfalls nur eine Vergleichsofferte. Die Frage, ob zur Unterbrechung des funktionalen Zusammenhangs zwischen den beiden Liegenschaften der bestehende Zaun erforderlich sei und ob (allgemeiner formulierte) Auflagen zur Sicherung des Fortbestands dieser baulichen Vorkehrung erforderlich seien, war deshalb im Rekursverfahren nicht mehr streitig. Dem entspricht es auch, dass die Vorinstanz den Rekurs nicht teilweise gutgeheissen, sondern im Sinne der ErwÃ¤gungen abgewiesen hat.</p> <p class="Urteilstext">War die Frage, ob zur Unterbrechung des funktionalen Zusammenhangs zwischen den betroffenen Liegenschaften ein Zaun (oder eine entsprechende bauliche Vorkehrung) sowie Auflagen zur rechtlichen Sicherung erforderlich seien, bereits im Rekursverfahren nicht mehr streitig, so kann sie im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht nicht mehr neu aufgerollt werden. Der Verwaltungsprozess geht von dem im Gesetz nicht ausdrÃ¼cklich erwÃ¤hnten Grundsatz aus, dass der Streitgegenstand beim Durchlaufen des funktionellen Instanzenzugs gleich bleibt (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 52 N. 3). ProjektÃ¤nderungen oder Auflagen, welche die Bauherrschaft im Lauf des Rekursverfahrens vorgenommen bzw. akzeptiert hat, kann sie deshalb im Beschwerdeverfahren nicht wieder in Frage stellen. Die Beschwerde ist schon aus diesem Grund abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde erweist sich aber auch in der Sache als unbegrÃ¼ndet. GemÃ¤ss Ziffer 11.4 und 80.5 Anhang UVPV unterliegen ParkhÃ¤user und ParkplÃ¤tze fÃ¼r mehr als 300 Motorwagen bzw. Einkaufszentren mit mehr als 5'000 m<sup><span>2</span></sup> VerkaufsflÃ¤che der UVP. Mit den auf dem GrundstÃ¼ck L-Strasse 01 vorhandenen 181 ParkplÃ¤tzen, von denen 60 neu dem MÃ¶belverkaufsgeschÃ¤ft dienen, und der 5'000 m<sup><span>2</span></sup> anerkanntermassen nicht erreichenden VerkaufsflÃ¤che (vgl. E. 7 des Rekursentscheids) werden diese Schwellenwerte nur erreicht, wenn ParkplÃ¤tze und VerkaufsflÃ¤chen auf den benachbarten Liegenschaften, insbesondere auf dem direkt angrenzenden GrundstÃ¼ck L-Strasse 02, mitberÃ¼cksichtigt werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist fÃ¼r die Ermittlung des Schwellenwertes bei ParkplÃ¤tzen eine Gesamtbetrachtung zulÃ¤ssig, wenn die Anlagen nicht nur benachbart, sondern auch funktionell miteinander verbunden sind (BGr, 25. Juni 1997, RDAF 1998 I 98; BGr, 15. April 2004, 1A.133/2003 und 1P.363/2003; Heinz Aemisegger, Die UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung in der Praxis des Bundesgerichts, URP 2004, S. 405). Den Einheitscharakter der Projekte hat das Bundesgericht verneint, wenn die Parkierungsanlagen zwar rÃ¤umlich nahe beieinander lagen, es jedoch an einer Zusammenarbeit zwischen den Bauherrschaften fehlte und diese weder aufeinander abgestimmt handelten noch eine Organisation oder gemeinsame Ziele hatten. Ãber die Frage der Zusammenrechnung von VerkaufsflÃ¤chen hat das Bundesgericht soweit ersichtlich bisher noch nicht entschieden.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Wie sich aufgrund der Akten ergibt, erfolgt die Zufahrt zu den ParkplÃ¤tzen auf den beiden benachbarten Liegenschaften Ã¼ber zwei lÃ¤ngs der GrundstÃ¼cksgrenze parallel verlaufende Fahrstreifen. Ohne den Zaun bzw. andere bauliche Vorkehrungen, wie sie auflageweise verlangt wurden, kann somit, ohne dass das Ã¶ffentliche Strassennetz benÃ¼tzt werden muss, mit dem Fahrzeug direkt von der einen zur anderen Liegenschaft gewechselt und das auf beiden Liegenschaften insgesamt vorhandene Parkplatzangebot genutzt werden; die auf der Grenze angebrachte weisse Linie und Hinweistafeln auf die LadengeschÃ¤fte, denen die jeweiligen ParkplÃ¤tze zugeordnet sind, vermÃ¶gen dies nicht wirksam zu verhindern. Ohne die bereits angebrachte und auflageweise verlangte bauliche Trennung wÃ¼rden die auf den beiden angrenzenden Liegenschaften vorhandenen Parkfelder ungeachtet der abweichenden EigentumsverhÃ¤ltnisse faktisch eine einheitliche Parkierungsanlage bilden. Das zeigt sich nicht zuletzt darin, dass eine Parkplatzbewirtschaftung, wie sie aus GrÃ¼nden der Luftreinhaltung verlangt werden kann, sich ohne bauliche Abtrennung nur fÃ¼r beide Liegenschaften zusammen verwirklichen liesse. Ein funktionaler Zusammenhang ist damit hergestellt, ohne dass es dazu eines (weiteren) Zusammenwirkens der EigentÃ¼mer bedarf, wie dies das Bundesgericht in den erwÃ¤hnten FÃ¤llen verlangt hat. Die angefochtenen Auflagen erweisen sich damit bereits unter dem Gesichtswinkel des Schwellenwerts fÃ¼r Parkierungsanlagen als rechtens. Ob auch bezÃ¼glich der VerkaufsflÃ¤chen eine Gesamtbetrachtung geboten wÃ¤re, braucht deshalb nicht geprÃ¼ft zu werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Erweist sich die Beschwerde in der Sache als unbegrÃ¼ndet, besteht auch kein Anlass, den BeschwerdefÃ¼hrerinnen fÃ¼r das Rekursverfahren eine UmtriebsentschÃ¤digung zuzusprechen. Wenn die Vorinstanz den Rekurs im Sinne der ErwÃ¤gungen abgewiesen hat, so hat sie wie erwÃ¤hnt dem Umstand Rechnung getragen, dass sich die BeschwerdefÃ¼hrerinnen mit den hier angefochtenen Auflagen einverstanden erklÃ¤rt hatten. Es ist nicht rechtsverletzend, wenn die Vorinstanz unter diesen UmstÃ¤nden von einem bloss teilweisen Obsiegen der BeschwerdefÃ¼hrerinnen ausgegangen ist und ihnen deshalb praxisgemÃ¤ss eine UmtriebsentschÃ¤digung versagt hat (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 32).</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten je zur HÃ¤lfte und unter solidarischer Haftung den BeschwerdefÃ¼hrerinnen aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Sie sind Ã¼berdies zu einer UmtriebsentschÃ¤digung an den Beschwerdegegner zu verpflichten (§ 17 Abs. 2 VRG); angemessen ist eine EntschÃ¤digung von insgesamt Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen).</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 350.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'350.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden je zur HÃ¤lfte und unter solidarischer Haftung den BeschwerdefÃ¼hrerinnen auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen werden zu einer UmtriebsentschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) an den Beschwerdegegner verpflichtet, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft des Entscheids. </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>