<!DOCTYPE html> <html> <head> <meta charset="utf-8"/><meta content="Weblaw AG Bern - https://weblaw.ch " name="publisher"/> <meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="Content-Type"/> <meta content="Die, 01 Okt 2019 10:37:43 CEST" http-equiv="last-modified"> <meta content="Die, 01 Okt 2019 10:37:43 CEST" http-equiv="date"> <meta content="AGVE 2018 - Band 60" name="description"/> <title>AGVE 2018 - Band 60</title> </meta></meta></head> <body> <!-- AGVE_PAGE_NR 1 --> <div class="header"> <span class="year">2018</span> <span class="title">Spezialverwaltungsgericht</span> <span class="page_no">444</span> </div> <div class="page" id="S444"> <span class="text"><b>60 </b> <b>Ursprünglicher Beitragsplan</b></span><br/> <span class="text">Strassen werden üblicherweise für sog. Erschliessungseinheiten, allenfalls</span><br/> <span class="text">in Etappen, ausgebaut. Beitragsrechtlich gilt für alle Grundeigentümer</span><br/> <span class="text">innerhalb der Einheit grundsätzlich der Solidaritätsgedanke. Diese Regel</span><br/> <span class="text">setzt allerdings voraus, dass sich die Gemeinde konsequent danach ver-</span><br/> <span class="text">hält. Arbeitet diese in der Realisierung des Vorhabens dagegen verfah-</span><br/> <span class="text">rensmässig, technisch, planerisch und finanziell in Etappen, dann muss</span><br/> <span class="text">sich auch beitragsrechtlich der Blick auf diese beschränken (Präzisierung</span><br/> <span class="text">der Rechtsprechung). </span><br/> <span class="text">Aus dem Entscheid des Spezialverwaltungsgerichts, Abteilung Kausalabga-</span><br/> <span class="text">ben und Enteignungen, vom 24. Januar 2018 in Sachen A. et altera gegen Ein-</span><br/> <span class="text">wohnergemeinde B. (4-BE.2016.15).</span><br/> <span class="text"><i>Aus den Erwägungen </i></span><br/> <span class="text">5.3.</span><br/> <span class="text">5.3.1.</span><br/> </div> <!-- AGVE_PAGE_NR 2 --> <div class="header"> <span class="year">2018</span> <span class="title">Kausalabgaben und Enteignungen</span> <span class="page_no">445</span> </div> <div class="page" id="S445"> <div role="main"> <span class="text">Üblicherweise wird die Ausbaustrecke durch das Projekt defi-</span><br/> <span class="text">niert. Alle daran Anstossenden werden im Beitragsplan erfasst.</span><br/> <span class="text">Vorliegend ist aber bereits strittig, ob und wie weit die X.-Strasse als</span><br/> <span class="text">Erschliessungseinheit anzusehen ist. Eine Beitragserhebung hängt</span><br/> <span class="text">vorliegend vor allem an der Frage, ob der Einheits- bzw. Solidaritäts-</span><br/> <span class="text">gedanke (vgl. VGE WBE.2007.353 vom 31. März 2008) überwiegt</span><br/> <span class="text">oder ob die Etappierung im Vordergrund steht. Dieser Frage ist im</span><br/> <span class="text">Folgenden nachzugehen.</span><br/> <span class="text">5.3.2.</span><br/> <span class="text">Für die Beurteilung der Frage, ob eine ausreichende Erschlies-</span><br/> <span class="text">sung vorliegt, sind die einzelnen Grundstücke nach der grober-</span><br/> <span class="text">schliessungsmässigen Zugehörigkeit in sogenannte Erschliessungs-</span><br/> <span class="text">einheiten zusammenzufassen. Dabei sind jeweils erschliessungs-</span><br/> <span class="text">mässig zusammengehörende Gebiete auszuscheiden. Die Abgren-</span><br/> <span class="text">zung dieser Räume ergibt sich aus den Zonenvorschriften, den</span><br/> <span class="text">topographischen Gegebenheiten und den Vorgaben übergeordneter</span><br/> <span class="text">Planwerke (SchKE 4-EB.2004.50028 vom 28. März 2006,</span><br/> <span class="text">Erw. 3.1.2, mit Verweis auf AGVE 1990 S. 177). Es gilt, dass, soweit</span><br/> <span class="text">das gesamte in den Beitragsperimeter einbezogene Gebiet als unge-</span><br/> <span class="text">nügend erschlossen bezeichnet werden muss, dies für sämtliche</span><br/> <span class="text">Grundstücke zutrifft (pars pro toto; Solidarität). Auch bereits</span><br/> <span class="text">überbaute Parzellen können nämlich nicht allein deswegen, weil die</span><br/> <span class="text">bestehenden Erschliessungsbauten für ihre bisherigen Bedürfnisse</span><br/> <span class="text">genügten, als ausreichend erschlossen bezeichnet werden</span><br/> <span class="text">(AGVE 2002 S. 497; AGVE 1990 S. 177; AGVE 1982 S. 155).</span><br/> <span class="text">5.4.</span><br/> <span class="text">Die X.-Strasse verläuft parallel zur Y.-Strasse. Sie zweigt im</span><br/> <span class="text">Norden (bei den Grundstücken der Beschwerdeführer) von dieser ab</span><br/> <span class="text">und mündet im Süden wieder in diese. Die X.-Strasse ist gemäss</span><br/> <span class="text">Strassenrichtplan funktionell eine Quartiererschliessungsstrasse. Sie</span><br/> <span class="text">gliedert sich in einen vom vorliegenden Projekt betroffenen ersten</span><br/> <span class="text">Abschnitt mit beidseitiger Bauzone und einen hinteren (245 m), wo</span><br/> <span class="text">sie Baugebietsgrenze bildet. Dort stösst nur noch einseitig eine</span><br/> <span class="text">Bauzone an. An der Augenscheinverhandlung wurden jeweils immer</span><br/> <span class="text">4 Etappen unterschieden, wie sie auch im Gelände wahrzunehmen</span><br/> <span class="text">waren (...): die erste Etappe (72 m, bis Profil 12), die zweite Etappe</span><br/> </div> </div> <!-- AGVE_PAGE_NR 3 --> <div class="header"> <span class="year">2018</span> <span class="title">Spezialverwaltungsgericht</span> <span class="page_no">446</span> </div> <div class="page" id="S446"> <div role="main"> <span class="text">bis zum Projektende (245 m), die gerade dritte Etappe (181 m) und</span><br/> <span class="text">die wieder zur Y.-Strasse hinunter führende vierte Etappe (63 m).</span><br/> <span class="text">Der steile Teil oberhalb der nördlichen Einmündung in die Y.-</span><br/> <span class="text">Strasse weist eine bituminöse Tragschicht auf (1. Etappe). In der</span><br/> <span class="text">2. Etappe bestand der Belag (vor dem mittlerweile erfolgten Ausbau)</span><br/> <span class="text">hauptsächlich aus einer Oberflächenteerung auf einer Mergelplanie.</span><br/> <span class="text">Randabschlüsse und Entwässerung waren weder systematisch noch</span><br/> <span class="text">durchgehend vorhanden, sondern lediglich punktuell.</span><br/> <span class="text">Die 3. Etappe hatte die Qualität eines Feldweges mit einer</span><br/> <span class="text">Oberfläche aus Mergel und wurde inzwischen mit einer Teerung</span><br/> <span class="text">versehen (...). Die 4. Etappe ist vom Ausbaustandard her wieder mit</span><br/> <span class="text">der ersten zu vergleichen.</span><br/> <span class="text">Die vermarkte Strassenbreite beträgt hauptsächlich 4.0 m. Zwi-</span><br/> <span class="text">schen den beiden Liegenschaften bei der Einmündung in die Y.-</span><br/> <span class="text">Strasse sind es nur ca. 3.0 m und im Bereich der Parzellen 867 und</span><br/> <span class="text">868 maximal 5.5 m. Als Fahrbahn können allerdings lediglich ca.</span><br/> <span class="text">3 m genutzt werden. Der Rest besteht aus einer Böschung, welche</span><br/> <span class="text">auf die tieferliegende Stützkonstruktion gezogen ist (...).</span><br/> <span class="text">6.</span><br/> <span class="text">6.1.</span><br/> <span class="text">Die Beschwerdeführer machen geltend, dass es nie eine einheit-</span><br/> <span class="text">liche Bebauung gegeben habe. Die X.-Strasse sei bisher nie als Ein-</span><br/> <span class="text">heit qualifiziert worden (und zwar bis heute explizit nicht: 3. Ab-</span><br/> <span class="text">schnitt separat und neu geteert im Jahr 2016), sondern als Strasse mit</span><br/> <span class="text">verschiedenen Etappen. Der Solidaritätsgedanke spiele hier nicht.</span><br/> <span class="text">(...)</span><br/> <span class="text">6.2.</span><br/> <span class="text">Die Beschwerdegegnerin bringt vor, der Gemeinderat habe sich</span><br/> <span class="text">entschlossen, den beidseitig überbauten Abschnitt der X.-Strasse</span><br/> <span class="text">(Etappen 1 und 2) auszubauen. Die notwendigen Bauarbeiten seien</span><br/> <span class="text">als Erstellung (Neubau) zu qualifizieren (...). Im Unterschied zur</span><br/> <span class="text">Erstauflage übernehme die Gemeinde in der Zweitauflage nicht mehr</span><br/> <span class="text">den gesamten Ausbau der ersten Etappe. Es werde damit der Stand-</span><br/> <span class="text">punkt vertreten, dass die Ausbaustrecke eine Erschliessungseinheit</span><br/> <span class="text">darstelle.</span><br/> <span class="text">7.</span><br/> </div> </div> <!-- AGVE_PAGE_NR 4 --> <div class="header"> <span class="year">2018</span> <span class="title">Kausalabgaben und Enteignungen</span> <span class="page_no">447</span> </div> <div class="page" id="S447"> <div role="main"> <span class="text">7.1.</span><br/> <span class="text">(...)</span><br/> <span class="text">7.2.</span><br/> <span class="text">Es gibt für die X.-Strasse als Ganzes weder ein stringentes Er-</span><br/> <span class="text">schliessungskonzept, welches durchaus auch eine Erschliessungs-</span><br/> <span class="text">etappierung vorsehen könnte, noch eine Gesamtplanung. Insbeson-</span><br/> <span class="text">dere liegt kein Erschliessungsplan vor, welcher die Gemeindeabsich-</span><br/> <span class="text">ten für die Erschliessung dieses Teils des kommunalen Baugebiets</span><br/> <span class="text">integral abbilden würde.</span><br/> <span class="text">7.3.</span><br/> <span class="text">Die Etappen 1 - 4 sind, wie festgestellt, schon vom Bau-</span><br/> <span class="text">standard her auch für Nichtfachleute leicht auseinanderzuhalten. Die</span><br/> <span class="text">Etappen 1 und 4 heben sich von den Etappen 2 und 3 klar ab. Bei der</span><br/> <span class="text">hier im Vordergrund stehenden Etappe 1 sind eine Entwässerung,</span><br/> <span class="text">Randabschlüsse und eine Tragschicht bereits vorhanden. An der Ver-</span><br/> <span class="text">handlung vom 24. Januar 2018 blieb dann trotz Rückfragen offen,</span><br/> <span class="text">was denn baulich genau verändert werden soll (...).</span><br/> <span class="text">Seitens der Beschwerdegegnerin wurde ausgeführt, dass von</span><br/> <span class="text">der Kofferung bis zum Deckbelag alles neu gebaut werden soll, wo-</span><br/> <span class="text">bei die Randabschlüsse, welche noch intakt seien, wieder verwendet</span><br/> <span class="text">werden sollen. Es seien Bohrungen gemacht worden. Aufgrund die-</span><br/> <span class="text">ser Resultate sei klar geworden, dass ein kompletter Ausbau nötig</span><br/> <span class="text">sei. Die Beschwerdeführer führten dagegen an, dass sich beim erst</span><br/> <span class="text">kürzlich vorgenommenen Ersatz von Werkleitungen herausgestellt</span><br/> <span class="text">habe, dass die Kofferung genügend dick und auch in gutem Zustand</span><br/> <span class="text">sei (...).</span><br/> <span class="text">7.4.</span><br/> <span class="text">An dieser Stelle irritiert die E-Mail von Gemeinderat C., vom</span><br/> <span class="text">17. August 2016 (...). Er führt dort aus, dass keine Untersuchungen</span><br/> <span class="text">vorgenommen würden, wenn das SKE die erste Etappe als bereits</span><br/> <span class="text">voll erschlossen erachte, sondern der Belag werde wie gewünscht le-</span><br/> <span class="text">diglich nur erneuert und die Randsteine wo nötig neu gesetzt. Bestä-</span><br/> <span class="text">tige das SKE den Beitragsplan, würden die Arbeiten gemäss dem be-</span><br/> <span class="text">willigten Projekt vorgenommen.</span><br/> <span class="text">Die Beschwerdegegnerin würde sich widersprüchlich verhalten,</span><br/> <span class="text">wenn sie das Mass der vorzunehmenden Bauarbeiten von der</span><br/> </div> </div> <!-- AGVE_PAGE_NR 5 --> <div class="header"> <span class="year">2018</span> <span class="title">Spezialverwaltungsgericht</span> <span class="page_no">448</span> </div> <div class="page" id="S448"> <div role="main"> <span class="text">Finanzierung derselben abhängig machen will. Entweder weist die</span><br/> <span class="text">erste Etappe einen ungenügenden Baustandard aus und muss deswe-</span><br/> <span class="text">gen erstmals normkonform ausgebaut werden, was einen Sondervor-</span><br/> <span class="text">teil auch für die Anstösser an die 1. Etappe rechtfertigen würde, oder</span><br/> <span class="text">die erste Etappe genügt den Erschliessungsanforderungen und die re-</span><br/> <span class="text">duziert vorgesehenen Bauarbeiten wären als eine (nicht beitrags-</span><br/> <span class="text">pflichtige) Erneuerung zu werten.</span><br/> <span class="text">7.5.</span><br/> <span class="text">Zumindest in der Breite verhindert die bestehende Bebauung,</span><br/> <span class="text">namentlich beim Eingang der X.-Strasse, eine Angleichung an die</span><br/> <span class="text">VSS-Normen (...). Neben den dargestellten Zweifeln an der Not-</span><br/> <span class="text">wendigkeit von baulichen Verbesserungen lässt insbesondere dieser</span><br/> <span class="text">Umstand an einem Sondervorteil zweifeln.</span><br/> <span class="text">7.6.</span><br/> <span class="text">Der letztgenannte Aspekt würde weiter verschärft, wenn der in</span><br/> <span class="text">die X.-Strasse einmündende Z.-Weg noch ausgebaut würde. Dieser</span><br/> <span class="text">aktuell noch nicht ausgebaute Flurweg soll mittelfristig (Planungs-</span><br/> <span class="text">horizont von 15 Jahren gemäss Art. 15 Abs. 1 RPG) nach den An-</span><br/> <span class="text">gaben der Beschwerdegegnerin 5 bis 6 neue Bauplätze erschliessen</span><br/> <span class="text">(...). Der Teil der X.-Strasse vom Z.-Weg bis zur Y.-Strasse hätte</span><br/> <span class="text">dann schon fast Sammelstrassencharakter.</span><br/> <span class="text">7.7.</span><br/> <span class="text">Für die 2. Etappe ist unbestritten, dass durch den Ausbau für die</span><br/> <span class="text">Anstösser ein Sondervorteil entstanden ist (...). Die davon betroffe-</span><br/> <span class="text">nen Grundeigentümer haben entsprechend auch alle den auf sie ent-</span><br/> <span class="text">fallenden Beitrag akzeptiert.</span><br/> <span class="text">7.8.</span><br/> <span class="text">Die 3. Etappe wurde 2016 mit einer Oberflächenteerung verse-</span><br/> <span class="text">hen. Der Strassenabschnitt ist damit nicht nach den Massstäben der</span><br/> <span class="text">Baugesetzgebung erschlossen (...). Aufgrund der schlanken Bau-</span><br/> <span class="text">weise der X.-Strasse (...) wäre aber das Erschliessungskonzept auf</span><br/> <span class="text">diese Durchfahrtsoption angewiesen. Wenn diese nicht gewährleistet</span><br/> <span class="text">ist, spricht dies gegen eine Einheitsbetrachtung durch die Gemeinde.</span><br/> <span class="text">Auch wenn die Strasse hier nur einseitig an Baugebiet stösst, ändert</span><br/> <span class="text">dies im Grundsatz nichts an den Anforderungen für die Er-</span><br/> <span class="text">schliessungsfunktion.</span><br/> </div> </div> <!-- AGVE_PAGE_NR 6 --> <div class="header"> <span class="year">2018</span> <span class="title">Kausalabgaben und Enteignungen</span> <span class="page_no">449</span> </div> <div class="page" id="S449"> <div role="main"> <span class="text">Speziell mutet auch an, dass die Teerung der 3. Etappe zu Las-</span><br/> <span class="text">ten der Gemeinde erfolgte. Auch in dieser Hinsicht wurde die</span><br/> <span class="text">3. Etappe also besonders behandelt.</span><br/> <span class="text">7.9.</span><br/> <span class="text">Zusammenfassend gibt es nur zwei Punkte, die zugunsten der</span><br/> <span class="text">kommunalen Einheitsbetrachtung angeführt werden können. Das</span><br/> <span class="text">sind einerseits die Zusammenfassung der 1. und der 2. Etappe in</span><br/> <span class="text">einem Ausbauprojekt und andererseits die kostenmässige Gleichbe-</span><br/> <span class="text">handlung im Rahmen der Zweitauflage. Beides kann nicht allzu stark</span><br/> <span class="text">gewichtet werden. Dem Projekt fehlt die Basis in Form eines Er-</span><br/> <span class="text">schliessungskonzepts bzw. eines Erschliessungsplans. Der Rückzug</span><br/> <span class="text">der finanziellen Sonderbehandlung der 1. Etappe erfolgte erst im</span><br/> <span class="text">Nachhinein und steht in Widerspruch zu den eben dargestellten übri-</span><br/> <span class="text">gen Aspekten. Der Ausbau der X.-Strasse wurde ansonsten von der</span><br/> <span class="text">Gemeinde in jeder Hinsicht - tatsächlich, planerisch, verfahrens-</span><br/> <span class="text">mässig und finanziell - etappiert an die Hand genommen. Unter die-</span><br/> <span class="text">sen Umständen ist im vorliegenden Fall eine Einheitsbetrachtung</span><br/> <span class="text">nicht zu rechtfertigen. Die Sondervorteilsfrage ist etappenweise zu</span><br/> <span class="text">würdigen. Mangels einer grösseren Einheit vermag auch ein etappen-</span><br/> <span class="text">überschreitender Solidaritätsgedanke nicht zu greifen. Insofern ist die</span><br/> <span class="text">bisherige Rechtsprechung zu präzisieren (vgl. Erw. 5.3.1.): Das</span><br/> <span class="text">Vorgehen der Gemeinde, einen Strassenausbau in jeder Hinsicht</span><br/> <span class="text">etappiert vorzunehmen und am Schluss einen Beitragsplan über das</span><br/> <span class="text">Ganze - bzw. über zwei von vier Etappen - zu stülpen, um Einnah-</span><br/> <span class="text">men zu generieren, ist nicht zu schützen.</span><br/> <span class="text"></span><br/> </div> </div> </body> </html>