<h2>SubmittedText<h2><p>Im Vorfeld der Internationalen Konferenz über Bevölkerung und Entwicklung sagte die Schweiz zu, ihre Gelder der Entwicklungszusammenarbeit vermehrt im sozialen Bereich einzusetzen. Zurzeit beträgt der Anteil für Familienplanung jährlich rund 10 Millionen Franken. Der weitaus grösste Teil dieser Gelder geht an multilaterale Institutionen wie den UN-Fonds für Bevölkerungsprobleme (UNFPA), die International Planned Parenthood Federation (IPPF) oder das Human Reproduction Programme der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Nicht mitgerechnet sind allfällige Beiträge an Bevölkerungsprogramme der Weltbank.</p><p>Die bevölkerungspolitischen Aktivitäten dieser multilateralen Institutionen entsprechen nicht immer den schweizerischen Grundsätzen und Richtlinien, da diese Institutionen ökonomische und soziale Anreize in der Familienplanung akzeptieren. Auch die Entwicklung neuer Verhütungsmittel, wie z. B. des "Antischwangerschafts-Impfstoffs", orientiert sich mehr an bevölkerungspolitischen Zielen als an den Bedürfnissen der Frauen und Männer, die sie gebrauchen sollen.</p><p>Ich ersuche deshalb den Bundesrat:</p><p>1. die Verwendung der schweizerischen Beiträge an multilaterale Institutionen (inklusive Weltbank) im Bereich der Bevölkerungs- und Familienpolitik auf die schweizerischen Grundsätze und Richtlinien hin zu überprüfen und die von der Schweiz unterstützten Programme mit Finanzierung offenzulegen;</p><p>2. gegebenenfalls die weitere Unterstützung von Programmen von der Einhaltung der schweizerischen Grundsätze und Richtlinien abhängig zu machen; und</p><p>3. insbesondere im Rahmen seiner Beteiligung am Human Reproduction Programme der WHO darauf hinzuwirken, dass keine schweizerischen Gelder mehr in die Entwicklung von Impfstoffen gegen Schwangerschaft (immunologische Kontrazeptiva) fliessen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2>Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.