<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2008.00494</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=209829&amp;W10_KEY=4467122&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2008.00494</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 08.07.2010</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nutzungsplanung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Revision der Bau- und Zonenordnung der Stadt Kloten / Fluglärm. <br/>[Im Oktober 2007 revidierte das Klotener Parlament die städtische Bau- und Zonenordnung - unter anderem mit dem Ziel, eine Vergrösserung des Wohnraums zu ermöglichen. Auf Rekurs hin hob die Baurekurskommission 36 Zonenplanänderungen, die fluglärmbelastete Gebiete betrafen, auf und wies die Sache zur weiteren Abklärung an die Stadt Kloten zurück. Zwei Grundstückeigentümer, der Flughafen Zürich sowie die Stadt Kloten gelangten daraufhin mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Der Flughafen Zürich erhob ferner auch Beschwerde gegen die teilweise Genehmigung der Bau- und Zonenordnung durch den Regierungsrat.]<br/>Nutzungsplanerische Grundsätze in fluglärmbelasteten Gebieten (vgl. Art. 22 und 24 USG). Aufzonungen in lärmbelasteten Gebieten, die keine realistischen Bauchancen eröffnen, widersprechen den Grundsätzen und Zielen des Raumplanungsgesetzes (E. 7.4.2). Während bei anderen Lärmarten Bewilligungen aufgrund von Lärmminderungsmassnahmen in Frage kommen, ist dies im Zusammenhang mit Fluglärm nur beschränkt möglich; solche Massnahmen sind rechtlich ohnehin nicht von Bedeutung, weil die relevanten Fluglärmwerte gemäss Art. 38 Abs. 2 LSV durch Berechnung und nicht durch Messung zu ermitteln sind (E. 7.4.3). Für die Nutzungsplanung der Stadt Kloten massgebend sind die Belastungswerte gemäss dem 2005 genehmigten vorläufigen Betriebsreglement des Flughafens Zürich (E. 7.2). <br/>Im vorliegenden Fall hat die Baurekurskommission zu Recht bemängelt, dass die bestehenden Erschliessungsverhältnisse nicht genügend abgeklärt worden sind. Demnach ist nicht zu beanstanden, dass die Baurekurskommission Zonenplanänderungen aufhob, soweit Aufzonungen in Gebieten mit Überschreitungen der Planungswerte vorgesehen waren (E. 7.4.4). Als rechtmässig erweisen sich somit auch die diesbezüglichen Nichtgenehmigungen durch den Regierungsrat (E. 11). In Gebieten hingegen, wo der Fluglärm unterhalb der Planungswerte liegt, stehtAufzonungen nichts entgegen; solche sind insbesondere auch vereinbar mit den Vorgaben des Zürcher Fluglärmindexes (ZFI) und der EU-Richtlinie 2002/30/EG (E. 8). Das vom Klotener Parlament genehmigte Parkplatzreglement erweist sich als rechtskonform, soweit es ein fakultatives Fahrtenmodell vorsieht und festhält, dass für Neubauten und Umnutzungen auf dem Flughafenareal die im Zentrumsgebiet gültigen Faktoren zur Berechnung des Parkplatzbedarfs wegleitend seien (E. 9). Der Regierungsrat hat einzelne Bestimmungen der Bauordnung, die eine Erhöhung der Ausnützung für Wohnnutzung in Gebieten mit Überschreitungen der Immissionsgrenzwerte ermöglicht hätten, zu Recht nicht genehmigt. Nicht gefolgt werden kann dem Regierungsrat hingegen, soweit er Vorschriften über die zulässige Geschosszahl oder Gebäudehöhe sowie weitere Bestimmungen, die keine Erhöhung der Wohnnutzung in lärmbelasteten Gebieten ermöglichen, nicht genehmigte (E. 12). Dass der Regierungsrat die Stadt Kloten einlud, unerschlossene Bauzonen für lärmempfindliche Nutzungen einer weniger lärmempfindlichen Nutzungsart zuzuführen, ist nicht zu beanstanden (E. 13). Die vom Klotener Parlament festgesetzte Bestimmung über die Dachgestaltung in Kernzonen wurde vom Regierungsrat zu Unrecht nicht genehmigt, denn die Neuregelung trägt dem Ortsbildschutz der betreffenden Gebiete genügend Rechnung (E. 14). Die Beschwerde zweier Grundstückeigentümer ist im Ergebnis gutzuheissen, die betreffende Zonenplanänderung ohnehin - aufgrund der Überschreitung der relevanten Lärmbelastungswerte - aufgehoben werden muss (E. 16). Fazit: Gutheissung, soweit die Dachgestaltungsbestimmung nicht genehmigt worden war und soweit Änderungen korrigiert worden waren, die keine Erhöhung der Wohnraumausnützung in Gebieten mit Überschreitungen der Planungs- bzw. Immissionsgrenzwerte bewirken (E. 17-19). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFZONUNG">AUFZONUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSNÃTZUNG">AUSNÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAU- UND ZONENORDNUNG">BAU- UND ZONENORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERECHNUNG">BERECHNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DACHGESTALTUNG">DACHGESTALTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNG">ERSCHLIESSUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FLUGLÃRM">FLUGLÃRM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRENZABSTAND">GRENZABSTAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: IMMISSIONSGRENZWERT">IMMISSIONSGRENZWERT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRMBELASTUNG">LÃRMBELASTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRMSCHUTZ">LÃRMSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NUTZUNGSPLANUNG">NUTZUNGSPLANUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ORTSBILDSCHUTZ">ORTSBILDSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARKPLATZBEDARF">PARKPLATZBEDARF</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLANUNGSWERT">PLANUNGSWERT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: RAHMENNUTZUNGSPLÃNE">RAHMENNUTZUNGSPLÃNE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RICHTLINIE 2002/30/EG">RICHTLINIE 2002/30/EG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWEISUNG">RÃCKWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SISTIERUNG">SISTIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMZONUNG">UMZONUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHNNUTZUNG">WOHNNUTZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZONENPLAN">ZONENPLAN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZÃRCHER FLUGLÃRMINDEX (ZFI)">ZÃRCHER FLUGLÃRMINDEX (ZFI)</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 3 FlughafenG</span><br/><span class="ungerade">§ 37 Abs. IV LFG</span><br/><span class="gerade">Art. 29 LSV</span><br/><span class="ungerade">Art. 30 LSV</span><br/><span class="gerade">Art. 31 LSV</span><br/><span class="ungerade">Art. 38 Abs. II LSV</span><br/><span class="gerade">Art. 41 Abs. III LSV</span><br/><span class="ungerade">Art. 42 Abs. I LSV</span><br/><span class="gerade">§ 35 OV BRK</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 RPG</span><br/><span class="gerade">Art. 11 Abs. III USG</span><br/><span class="ungerade">Art. 22 Abs. II USG</span><br/><span class="gerade">Art. 24 Abs. I USG</span><br/><span class="ungerade">Art. 24 Abs. II USG</span><br/><span class="gerade">Art. 65 USG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=11675" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2008.00494<br/> VB.2008.00601<br/> VB.2008.00604<br/> VB.2010.00100</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Entscheid</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 3. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">8. Juli 2010</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Rudolf Bodmer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Bea Rot­ach Tomschin, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>GerichtssekretÃ¤r Kaspar PlÃ¼ss. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoHeader"><span>I. VB.2008.00494 </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1.<b> </b>A<a id="Anonym_Ruolo_BESF_1_1_4">,</a> <br/> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.<b> </b><a id="Anonym_Ruolo_BESF_2_2_10">B,</a> <br/> </span></p> <p class="MsoBodyText"><a id="Anonym_TITEL_3_14">beide vertreten durch </a>RA C<a id="Anonym_Ruolo_VRTR_1_3_16">,</a> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText"><a id="Anonym_Ruolo_BESG_1_4_22">Stadt Kloten,</a> vert<a id="Anonym_TITEL_6_30">reten durch </a>RA D<a id="Anonym_Ruolo_VRTR_3_6_32">,</a> <a id="BT_Z_PLZ_N"></a></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoHeader"><span>II. VB.2008.00601/604</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="Anonym_Ruolo_BESF_1_1_2"><span>1. Flughafen ZÃ¼rich AG,</span></a><span> vertreten durch RA F<a id="Anonym_Ruolo_VRTR_1_2_8">,</a> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. Stadt Kloten, dieser vertreten durch RA D,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerinnen, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="Anonym_Ruolo_BESG_1_3_14"><span>1. Stadt Kloten,</span></a><span> vertreten durch RA D<a id="Anonym_Ruolo_VRTR_3_5_24">,</a> </span></p> <p class="MsoBodyText"> </p> <p class="MsoNormal"><span>2. Flughafen ZÃ¼rich AG, vertreten durch RA F, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerinnen, </span></b></p> <p class="MsoHeader"><span>III. VB.2010.00100</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText">Stadt Kloten, vertreten durch RA D<a id="Anonym_Ruolo_VRTR_2_3_12">,</a></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin, </span></b></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="Anonym_Ruolo_BESG_1_4_18"><span>Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich,</span></a><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="Zwischentitel"><a id="RU_AUTOTEXT_DRITT_N"> </a></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="Zwischentitel">und</p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1.<b> </b>A<a id="Anonym_Ruolo_MITB_1_5_23">,</a> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.<b> </b><a id="Anonym_Ruolo_MITB_2_6_29">B,</a></span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText">beide vertreten <a id="Anonym_TITEL_7_33">durch </a>RA C<a id="Anonym_Ruolo_VRTR_3_7_35">,</a></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>3.<b> </b><a id="Anonym_Ruolo_MITB_3_8_41">Flughafen ZÃ¼rich AG,</a> vertreten durch RA F<a id="Anonym_Ruolo_VRTR_4_9_47">,</a></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Mitbeteiligte,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Nutzungsplanung,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 2. Oktober 2007 revidierte der Gemeinderat Kloten (Parlament) die Bau- und Zonen­ordnung und setzte dabei ein Parkplatzreglement fest. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Gegen diesen Beschluss erhoben A und B Rekurs bei der Baurekurskommission IV des Kantons ZÃ¼rich. Sie beantragten, Art. 18 der Bauordnung (BauO) sei insoweit aufzuheben, als darin fÃ¼r die viergeschossige Zentrumszone ein Grundgrenzabstand von 5 m, ein MehrlÃ¤ngenzuschlag um 1/4 ab dem 2. Obergeschoss und ein maximaler Grenzabstand von 12,5 m festgesetzt worden sei; eventuell seien die GrenzabstÃ¤nde gegenÃ¼ber den typischen Kernzonenbauten speziell zu normieren.</p> <p class="Urteilstext">Nach DurchfÃ¼hrung des Vernehmlassungsverfahrens wies die Baurekurskommission das Rechtsmittel am 4. September 2008 ab. Die Verfahrenskosten wurden den beiden Rekurrierenden je zur HÃ¤lfte solidarisch auferlegt. Eine UmtriebsentschÃ¤digung wurde nicht zugesprochen (BRKE 0121/2008).</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Gegen den Festsetzungsbeschluss wandte sich auch die Flughafen ZÃ¼rich AG. Sie verlangte die Aufhebung verschiedener â nÃ¤her bezeichneter â ZonenplanÃ¤nderungen im Gebiet mit Ãberschreitungen der Planungswerte, evtl. nur der Immissionsgrenzwerte. Weiter beantragte sie, das Flughafenareal vom Anwendungsbereich des Parkplatzreglements (PR) auszunehmen, dies unter Ãnderung bzw. Aufhebung der Art. 2 und 10 Abs. 2 PR samt Anpassung des Plans der Parkplatzbedarfsgebiete; eventuell sollte lediglich Art. 10 Abs. 2 PR in â nÃ¤her differenzierter Weise â abgeÃ¤ndert und das Fahrtenmodell im Flughafenareal durch ErgÃ¤nzen von Art. 12 bis 15 PR ausgeschlossen werden.</p> <p class="Urteilstext">Die Baurekurskommission IV hiess diesen Rekurs mit Entscheid vom 13. November 2008 teilweise gut. Sie hob demgemÃ¤ss die festgesetzten Ãnderungen Nrn. 2 bis 8, 12 bis 15, 18, 20, 22, 23, 25, 28, 29, 31 bis 38, 40, 41, 43, 45, 51, 52, 54, 55, 59 und 66 auf und wies sie zur ergÃ¤nzenden Bearbeitung im Sinn der ErwÃ¤gungen und zu allfÃ¤lligen Neufestsetzungen an die Vorinstanz zurÃ¼ck. Die Verfahrenskosten, bestehend aus einer SpruchgebÃ¼hr von Fr. 8'000.- und weiteren Fr. 860.-, auferlegte sie den beiden Rekursparteien je zur HÃ¤lfte; UmtriebsentschÃ¤digungen sprach sie keine zu (BRKE 0170/2008).</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Der Regierungsrat genehmigte die Revision der Bau- und Zonenordnung mit Beschluss vom 27. Januar 2010 nur teilweise (Disp.-Ziff. I). Nicht genehmigt wurden in Disp.-Ziff. II die ZonenplanÃ¤nderungen Nrn. 7, 8, 12 und 51 (Wohnnutzungsaufzonungen in Gebieten mit Ãberschreitung der Immissionsgrenzwerte fÃ¼r FluglÃ¤rm) sowie die Ãnderungen der Bauordnung in den Art. 17 Abs. 4, Art. 18 (Bonusregelung), Art. 19 Abs. 5, Art. 40, 41, 43, 59, 64 und 13 (Dachgestaltung in der Kernzone). Die Stadt Kloten wurde eingeladen, unerschlossene Bauzonen fÃ¼r lÃ¤rmempfindliche Nutzungen im Sinn von Art. 24 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 Ã¼ber den Umweltschutz (SR.814.01; USG) einer weniger lÃ¤rmempfindlichen Nutzungsart zuzufÃ¼hren (Disp.-Ziff. III).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Gegen den Rekursentscheid vom 4. September 2008 erhoben A und B (im Folgenden: BeschwerdefÃ¼hrer I.1 und I.2) am 8. Oktober 2008 Beschwerde an das Verwaltungsgericht mit dem Antrag, die Bestimmungen Ã¼ber den Grenzabstand zu den bestehenden Kernzonenbauten und den MehrlÃ¤ngenzuschlag in der Zentrumszone Z4 seien im Sinn der im Rekursverfahren beantragten Ãnderungen festzulegen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Stadt Kloten (VB.2008.00494). In prozessualer Hinsicht verlangten sie die Sistierung des Verfahrens, bis das Rechtsmittelverfahren Ã¼ber den privaten Gestaltungsplan HÃ¶ch Huus/Gerbegasse vom 8. April 2008 entweder durch einen rechtkrÃ¤ftigen Entscheid der Baurekurskommission abgeschlossen oder gegen jenen Rekursentscheid ebenfalls eine Beschwerde beim Verwaltungsgericht eingereicht worden sei.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Gegen den Rekursentscheid vom 13. November 2008 erhoben sowohl die Flughafen ZÃ¼rich AG (im Folgenden: BeschwerdefÃ¼hrerin II.1) am 12. Dezember 2008 als auch die Stadt Kloten (im Folgenden: BeschwerdefÃ¼hrerin II.2) am 16. Dezember 2008 Beschwerde, Letztere unter nachtrÃ¤glicher Genehmigung durch den Gemeinderat Kloten am 3. Februar 2009. </p> <p class="Urteilstext">Die Flughafen ZÃ¼rich AG beantragte, der Rekursentscheid sei insoweit aufzuheben, als er den Rekurs nur teilweise im Sinn der ErwÃ¤gungen gutgeheissen habe. BezÃ¼glich der aufgehobenen Ãnderungen der revidierten Bau- und Zonenordnung sei der Entscheid insofern aufzuheben, als er die Richtlinie 2002/30/EG vom 26. MÃ¤rz 2002 Ã¼ber Regeln und Verfahren fÃ¼r lÃ¤rmbedingte BetriebsbeschrÃ¤nkungen auf FlughÃ¤fen der Gemeinschaft sowie den ZÃ¼rcher FluglÃ¤rm-Index als zur Beurteilung der Recht- und ZweckmÃ¤ssigkeit der Revision der Bau- und Zonenordnung nicht massgebend qualifiziere. BezÃ¼glich des Parkplatzreglements erneuerte die Flughafen ZÃ¼rich AG ihren im Rekursverfahren gestellten Hauptantrag betreffend Nichtanwendbarkeit des PR auf das Flughafenareal und Art. 10 Abs. 2 PR. Zu den Nebenfolgen beantragte sie eine Kosten- und EntschÃ¤digungsregelung zulasten der Stadt Kloten. In prozessualer Hinsicht stellte die Flughafen ZÃ¼rich AG den Antrag, das Verfahren sei zu sistieren, bis eine der Parteien die Wiederaufnahme verlange (VB.2008.00601). </p> <p class="Urteilstext">Die Stadt Kloten beantragte im Hauptstandpunkt die Aufhebung des Rekursentscheids, soweit der Rekurs gutgeheissen worden war, und die BestÃ¤tigung der angefochtenen Bau- und Zonenordnung. Eventualiter verlangte sie die Aufhebung des Rekursentscheids nur, soweit er mehr als die ZonenplanÃ¤nderungen Nrn. 5, 6 und 45 aufgehoben habe, und die BestÃ¤tigung des gemeinderÃ¤tlichen Beschlusses mit Bezug auf alle Ã¼brigen Ãnderungen. Im Kostenpunkt beantragte die Stadt Kloten die Reduktion der SpruchgebÃ¼hr auf Fr. 4'500.- und deren Auferlegung zulasten der Flughafen ZÃ¼rich AG; weiter sei der Stadt Kloten fÃ¼r das Rekursverfahren eine angemessene EntschÃ¤digung zu bezahlen; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Flughafen ZÃ¼rich AG (VB.2008.00604).</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Am 1. MÃ¤rz 2010 erhob die Stadt Kloten (BeschwerdefÃ¼hrerin III bzw. II.2) Beschwerde gegen den Genehmigungsbeschluss des Regierungsrats vom 27. Januar 2010 und beantragte dessen Aufhebung, soweit die Genehmigung verweigert worden war (VB.2010.00100). Die Beschwerdeerhebung wurde nachtrÃ¤glich am 9. MÃ¤rz 2010 durch den Stadtrat Kloten und am 6. April 2010 durch den Gemeinderat Kloten genehmigt.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Nach Eingang der Beschwerde VB.2008.00494 hatte der AbteilungsprÃ¤sident die Baudirektion am 17. Oktober 2008 eingeladen, den Genehmigungsentscheid zu treffen bzw. einzuholen. Da damals jedoch noch das Rekursverfahren der Flughafen ZÃ¼rich AG vor der Baurekurskommission hÃ¤ngig war und sich das Rekursergebnis auf dieses Beschwerdeverfahren auswirken konnte, wurde eine Verfahrenssistierung in Aussicht gestellt. Nachdem jenes Rekursverfahren am 13. November 2008 erledigt und der Rekursentscheid von beiden Seiten angefochten worden war, erneuerte der AbteilungsprÃ¤sident nach Vereinigung dieser beiden Beschwerden die an die Baudirektion ergangene Einladung betreffend Genehmigung am 8. Januar 2009. </p> <p class="Urteilstext">Nach Eingang der gegen den Genehmigungsbeschluss des Regierungsrats gerichteten Beschwerde der Stadt Kloten vereinigte der AbteilungsprÃ¤sident am 5. MÃ¤rz 2010 alle vier Beschwerden und setzte der Flughafen ZÃ¼rich AG eine Frist, um dem Verwaltungsgericht mitzuteilen, ob sie an ihrem Antrag auf Verfahrenssistierung festhalte. Da die Flughafen ZÃ¼rich AG an diesem Antrag gemÃ¤ss Schreiben vom 16. MÃ¤rz 2010 nicht mehr festhielt, wurden die Vernehmlassungen zum Regierungsratsbeschluss eingeholt.</p> <p class="Urteilstext">Die Stadt Kloten beantwortete die gegnerischen Beschwerden am 16. April 2010 und beantragte, sie seien abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kÃ¶nne, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten von A und B sowie der Flughafen ZÃ¼rich AG. </p> <p class="Urteilstext">Die Baurekurskommission IV beantragte am 21. April 2010 ohne weitere Bemerkungen die Abweisung der Beschwerden. </p> <p class="Urteilstext">Die Flughafen ZÃ¼rich AG Ã¤usserte sich am 20. April 2010 zu den Beschwerden der Stadt Kloten. Sie beantragte, diese seien â soweit darauf Ã¼berhaupt eingetreten werden kÃ¶nne â abzuweisen, soweit es um die Anfechtung von Bestimmungen gehe, die innerhalb des Bereichs mit Ãberschreitung des Immissionsgrenzwerts eine ErhÃ¶hung der AusnÃ¼tzung fÃ¼r Wohnnutzung ermÃ¶gliche. Soweit rein nutzungsplanerisch motivierte Nichtgenehmigungen ohne Bezug zum LÃ¤rmschutzrecht angefochten worden seien (z.B. Art. 13 BauO betreffend Dachgestaltung Kernzone), verzichtete die Flughafen ZÃ¼rich AG auf einen Antrag; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Stadt Kloten. </p> <p class="Urteilstext">A und B verzichteten am 22. April 2010 auf eine Beantwortung der Beschwerde der Stadt Kloten gegen den Nichtgenehmigungsentscheid des Regierungsrats.</p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r den Regierungsrat Ã¤usserte sich das Amt fÃ¼r Raumordnung und Vermessung am 23. April 2010 mit dem Antrag, die Beschwerde der Stadt Kloten gegen den Nichtgenehmigungsentscheid sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kÃ¶nne. </p> <p class="Urteilstext">A und B replizierten am 3. Mai 2010 auf die Beschwerdeantwort der Stadt Kloten vom 16. April 2010 und hielten dabei an ihren AntrÃ¤gen und Vorbringen, wie sie bereits im Rekursverfahren erhoben worden waren, fest.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/22. MÃ¤rz 2010 (VRG) und § 329 Abs. 4 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) zur Behandlung der vorliegenden, einen kommunalen Nutzungsplan bzw. dessen Nichtgenehmigung betreffenden Beschwerden zustÃ¤ndig. </p> <p class="Urteilstext">Soweit sich bei der Behandlung der einzelnen Beschwerden weitere Fragen des Eintretens stellen, sind diese im betreffenden Zusammenhang zu behandeln.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Als erste Rechtsmittelinstanz Ã¼berprÃ¼fen die Baurekurskommissionen kommuna­le NutzungsplÃ¤ne grundsÃ¤tzlich mit voller Kognition nicht nur auf ihre RechtmÃ¤ssigkeit, sondern auch auf ihre Angemessenheit hin (§ 20 Abs. 1 lit. a und c VRG). Auch die GenehmigungsbehÃ¶rde hat die NutzungsplÃ¤ne der Gemeinden auf RechtmÃ¤ssigkeit, ZweckmÃ¤ssigkeit und Angemessenheit hin zu prÃ¼fen (§ 5 Abs. 1 PBG). </p> <p class="Erwgung2">Soweit den Gemeinden bei der Festsetzung der Bau- und Zonenordnung allerdings Planungsautonomie zu­steht, insbesondere wenn es fÃ¼r die Beurteilung auf die Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse ankommt, haben sich die RekursbehÃ¶rden und die Genehmigungsinstanz bei der Ermessenskontrolle ZurÃ¼ckhaltung aufzuerlegen. Sie dÃ¼rfen dann korrigierend eingreifen, wenn sich die kommunale LÃ¶sung aufgrund Ã¼berkommunaler Interessen als unzweckmÃ¤ssig erweist oder den wegleitenden Zielen und GrundsÃ¤tzen der Raumplanung widerspricht. Im Ãbrigen heben sie im Rahmen der Ermessenskontrolle die kommunale Planfestsetzung nur dann auf, wenn deren UnzweckmÃ¤ssigkeit oder die Unangemessenheit offensichtlich ist (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 20 N. 20; Walter Haller/Peter Karlen, Rechtsschutz im Raumplanungs- und Baurecht, ZÃ¼rich 1998, Rz. 1073).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Bei der ÃberprÃ¼fung von Rekursentscheiden Ã¼ber kommunale Nutzungsplanungen ist das Verwaltungsgericht gemÃ¤ss § 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 VRG auf die Rechtskontrolle einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼berschreitung oder Ermessensunterschreitung beschrÃ¤nkt. Ist eine kommunale Planfestsetzung durch die Rekursinstanz aufgehoben worden, so hat das Verwaltungsgericht im Rahmen der ihm zustehenden Rechtskontrolle jedoch auch zu prÃ¼fen, ob die Baurekurskommission in rechtsverletzender Weise die kommunale Planungsautonomie missachtet habe. Hat die Baurekurskommission im Rekursverfahren einen kommunalen Nutzungsplan hingegen bestÃ¤tigt, so prÃ¼ft das Verwaltungsgericht im Beschwerdeverfahren im Wesentlichen nur, ob der Plan der Ã¼bergeordneten Planung und Gesetzgebung entspricht bzw. ob die Gemeinde ihr planerisches Ermessen missbraucht oder Ã¼berschritten hat.</p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht muss allerdings gestÃ¼tzt auf § 50 Abs. 2 VRG und Art. 33 Abs. 2 und 3 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 Ã¼ber die Raumplanung (RPG) unter UmstÃ¤nden auch eine ErmessensÃ¼ber­prÃ¼fung vornehmen, wenn nÃ¤mlich anders die volle ÃberprÃ¼fung der NutzungsplÃ¤ne durch wenigstens eine BeschwerdebehÃ¶rde nicht gewÃ¤hrleistet wÃ¤re (vgl. RB 1994 Nr. 17 = BEZ 1994 Nr. 22). Dies ist regelmÃ¤ssig dann der Fall, wenn eine nicht angefochtene Planung nicht genehmigt wird und demnach eine erstmalige ÃberprÃ¼fung des Nutzungsplans erst im Rahmen der Beschwerde gegen die Nichtgenehmigung erfolgt. Soweit das Verwaltungsgericht das Ermessen zu Ã¼berprÃ¼fen hat, muss es sich allerdings in gleicher Weise wie die Genehmigungsinstanz eine gewisse ZurÃ¼ckhaltung auferlegen. </p> <p class="Urteilstext"><b>VB.2008.00604 und VB.2008.00601 â Beschwerden der Stadt Kloten und<i> </i>des Flughafens gegen den Entscheid der Baurekurskommission vom 13. November 2008</b></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b>Vorab ist zu prÃ¼fen, ob es sich beim angefochtenen Rekursentscheid vom 13. November 2008 um ein zulÃ¤ssiges Anfechtungsobjekt handle und ob die BeschwerdefÃ¼hrerinnen II.1 und II.2 zur Beschwerdeerhebung berechtigt sind. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.1 </b>Nach § 41 Abs. 3 in Verbindung mit § 19a VRG kann das Verwaltungsgericht angerufen werden, wenn ein das Verfahren abschliessender Rekursentscheid angefochten ist. Die Anfechtbarkeit von Teil-, Vor- und Zwischenentscheiden dagegen richtet sich laut § 19a Abs. 2 VRG sinngemÃ¤ss nach den Art. 91â93 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG). Nach Art. 91 lit. a BGG kann ein Entscheid als Teilentscheid angefochten werden, wenn er nur einen Teil der gestellten Begehren behandelt und diese Begehren unabhÃ¤ngig von den anderen beurteilt werden kÃ¶nnen. Nach Art. 93 Abs. 1 BGG sind Zwischenentscheide mit Ausnahme solcher Ã¼ber die ZustÃ¤ndigkeit und Ã¼ber Ausstandsbegehren nur dann weiterziehbar, wenn sie fÃ¼r den Betroffenen einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kÃ¶nnen (lit. a) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeifÃ¼hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten fÃ¼r ein weitlÃ¤ufiges Beweisverfahren ersparen wÃ¼rde (lit. b).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.2 </b>Die Baurekurskommission IV hat den Rekurs der BeschwerdefÃ¼hrerin II.1 im Sinn der ErwÃ¤gungen teilweise gutgeheissen, verschiedene Ãnderungen, welche eine dichtere Wohnnutzung ermÃ¶glichten, aufgehoben und zur ergÃ¤nzenden Bearbeitung im Sinn der ErwÃ¤gungen und allfÃ¤lligen Neufestsetzung an die Vorinstanz zurÃ¼ckgewiesen. Nach Auffassung der Baurekurskommission sollen die vorgenommenen Aufzonungen zwar nicht gegen Art. 24 Abs. 1 USG verstossen und damit von vornherein unzulÃ¤ssig sein, jedoch mÃ¼sse zuerst abgeklÃ¤rt werden, ob und in welchem Mass die zulÃ¤ssigen LÃ¤rmbelastungswerte in den Bauzonen Ã¼berschritten seien und ob bzw. welche geeigneten Verbesserungsmassnahmen mÃ¶glich seien. Dabei sei nicht relevant, ob die Nutzungsverdichtung zu einer ErhÃ¶hung der Anzahl der vom FluglÃ¤rm stark gestÃ¶rten Personen (AsgP) fÃ¼hre. Insoweit kÃ¶nne offenbleiben, ob die Revision im Widerspruch zur ergÃ¤nzten Vorschrift von § 3 des Gesetzes Ã¼ber den Flughafen ZÃ¼rich vom 12. Juli 1999/26. MÃ¤rz 2007 (FlughafenG) stehe und den ZÃ¼rcher FluglÃ¤rm-Index (ZFI) negativ beeinflusse. Ebenfalls nicht massgebend sei, ob die Richtlinie 2002/30/EG des EuropÃ¤ischen Parlaments und des Rates vom 26. MÃ¤rz 2002 Ã¼ber Regeln und Verfahren fÃ¼r lÃ¤rmbedingte BetriebsbeschrÃ¤nkungen auf FlughÃ¤fen der Gemeinschaft eingehalten sei. </p> <p class="Urteilstext">Soweit sich die BeschwerdefÃ¼hrerin II.1 mit ihrem Rechtsmittel auch gegen das Parkplatzreglement wandte, wurde ihr Rekurs abgewiesen.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.3 </b>Der von den BeschwerdefÃ¼hrenden II.1 und II.2 angefochtene Rekursentscheid stellt mit Bezug auf die Rekursabweisung einen Teilentscheid dar, mit dem Ã¼ber eines von mehreren voneinander unabhÃ¤ngigen Rechtsbegehren â hier betreffend das Parkplatzreglement â abschliessend befunden wurde. Dieser Teil des Entscheids bildet gemÃ¤ss Art. 91 lit. a BGG ohne Weiteres ein taugliches Anfechtungsobjekt.</p> <p class="Urteilstext">Soweit die Baurekurskommission eine RÃ¼ckweisung vornahm, traf sie hingegen teilweise einen Vorentscheid â dies hinsichtlich ihrer zum Entscheid erhobenen Feststellungen betreffend Art. 24 Abs. 1 USG sowie zur Massgeblichkeit des ZFI und der Richtlinie 2002/30/EG â und teilweise einen Zwischenentscheid. Auch diesbezÃ¼glich sind die Anfechtungsvoraussetzungen, hier gemÃ¤ss Art. 93 BGG, gegeben. Bei Gutheissung der Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 kÃ¶nnte sofort ein Endentscheid herbeigefÃ¼hrt und das Verfahren somit erheblich verkÃ¼rzt werden. Aber auch wenn die Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 abgewiesen und diejenige der BeschwerdefÃ¼hrerin II.1 betreffend Massgeblichkeit der Richtlinie 2002/30/EG und ZÃ¼rcher FluglÃ¤rm-Index gutgeheissen wÃ¼rde, ergÃ¤ben sich verfahrensÃ¶konomische Vorteile, insbesondere wenn diese beiden Rechtsquellen bereits die offensichtliche UnzweckmÃ¤ssigkeit der vorgenommenen ZonenplanÃ¤nderung belegen wÃ¼rden und Weiterungen daher unterbleiben kÃ¶nnten. Es rechtfertigt sich daher, den RÃ¼ckweisungsentscheid insgesamt als zulÃ¤ssiges Anfechtungsobjekt einer Beschwerde zu anerkennen. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin II.1 befÃ¼rchtet, dass die angefochtenen Aufzonungen fÃ¼r Wohnnutzung zu weiteren BetriebseinschrÃ¤nkungen des Flughafens fÃ¼hrten und das Parkplatzreglement sie bei der Erstellung neuer Parkplatzanlagen fÃ¼r den Flughafen behindere. Als EigentÃ¼merin und Betreiberin des Flughafens ist sie daher durch die angefochtenen Teile der BZO sowie den ihren Rekurs teilweise abweisenden Rekursentscheid berÃ¼hrt und hat ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Ãnderung oder Aufhebung (vgl. § 49 in Verbindung mit § 21 Abs. 1 VRG). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>Die Beschwerdeberechtigung der BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 ergibt sich aus der ihr vom kantonalen Recht zugestandenen Planungsautonomie im Bereich der Bau- und Zonenordnung und ihrem Interesse an einer Nutzungsplanung, welche die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Gemeinde sicherstellt und fÃ¶rdert. Zur Wahrung dieser von ihr vertretenen schutzwÃ¼rdigen Interessen ist sie gemÃ¤ss § 49 in Verbindung mit § 21 Abs. 2 lit. b VRG legitimiert.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Auf die Beschwerden gegen den Rekursentscheid vom 13. November 2008 kann daher vollumfÃ¤nglich eingetreten werden. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach Auffassung der Baurekurskommission versÃ¤umte die PlanungsbehÃ¶rde ausser fÃ¼r den oberen Teil der Zentrumszone zwischen Dorfstrasse und Altbach die vor der BZO-Revision gebotene gebietsweise detaillierte WÃ¼rdigung der LÃ¤rmbelastung. Sie wies daher das Planungsverfahren zur ergÃ¤nzenden Bearbeitung im Sinn der ErwÃ¤gungen zurÃ¼ck. Die BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 beanstandet, dass die Baurekurskommission ihr keine Gelegenheit gegeben habe, ergÃ¤nzende Entscheidunterlagen nachzureichen, und die angefochtenen ZonenplanÃ¤nderungen ohne Vorwarnung aufgehoben habe. Sie sieht darin eine Verletzung der Untersuchungspflicht und des rechtlichen GehÃ¶rs.</p> <p class="Urteilstext">Der Einwand erfolgt zu Unrecht. Die RekursbehÃ¶rde hat zwar aufgrund der Untersuchungsmaxime von Amtes wegen zu prÃ¼fen, ob die VerwaltungsbehÃ¶rde ihrer Untersuchungspflicht nachgekommen ist. Jedoch bedeutet dies nicht, dass sie die erforderlichen ergÃ¤nzenden Sachverhaltsermittlungen selber vornehmen muss (<span>KÃ¶lz</span><span>/Bosshart/RÃ¶hl, </span>§ 20 N. 11). Es ist daher nicht Aufgabe der Baurekurskommission, die unerlÃ¤sslichen AbklÃ¤rungen, welche Grundlage des Parlamentsentscheids Ã¼ber den Zonenplan hÃ¤tten bilden mÃ¼ssen, im Rekursverfahren nachzuholen. Zwar ist es nicht ausgeschlossen, dass im Anfechtungsverfahren auch nachtrÃ¤glich erfolgte AbklÃ¤rungen aus prozessÃ¶konomischen Ãberlegungen berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nnen. Solche AbklÃ¤rungen vorzunehmen lag aber an der BeschwerdefÃ¼hrerin II.2, die durchaus wusste, welch gewichtige Rolle der FluglÃ¤rm fÃ¼r ihre Zonenplanrevision spielte. Eine GehÃ¶rsverweigerung liegt daher ebenfalls nicht vor. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Stadtgebiet der BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 ist generell mit FluglÃ¤rm belastet. Im Streit liegen insgesamt 36 Umzonungen von Wohn- oder Mischzonen, die mit einer ErhÃ¶hung der AusnÃ¼tzung verbunden sind. Die neuen Zonen sind teilweise der Empfindlichkeitsstufe II und teilweise der Empfindlichkeitsstufe III zugeordnet. Aus dieser Einstufung ergeben sich fÃ¼r den Bau lÃ¤rmempfindlicher GebÃ¤ude bzw. RÃ¤ume die je nach LÃ¤rmart unterschiedlichen Belastungsgrenzwerte, an deren Ãberschreitung das Umweltschutzgesetz und die LÃ¤rmschutzverordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV) unterschiedliche Rechtsfolgen knÃ¼pfen. FÃ¼r den LÃ¤rm ziviler FlugplÃ¤tze gelten in der Empfindlichkeitsstufe II und III die folgenden Planungs- und Immissionsgrenzwerte (Anhang 5 zur LSV, Ziff. 221 und 222): </p> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoDocumentMap"> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>Tageszeit / <br/> Belastungsgrenzwert</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>06â22 h</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>22â23 h</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>23â24 h<br/> 05-06 h</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>Planungswert ES II</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Immissionsgrenzwert ES II</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Planungswert ES III</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Immissionsgrenzwert ES III</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>57 dB(A)</span></p> <p class="Urteilstext"><span>60 dB(A)</span></p> <p class="Urteilstext"><span>60 dB(A)</span></p> <p class="Urteilstext"><span>65 dB(A)</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>50 dB(A)</span></p> <p class="Urteilstext"><span>55 dB(A)</span></p> <p class="Urteilstext"><span>50 dB(A)</span></p> <p class="Urteilstext"><span>55 dB(A)</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>47 dB(A)</span></p> <p class="Urteilstext"><span>50 dB(A)</span></p> <p class="Urteilstext"><span>50 dB(A)</span></p> <p class="Urteilstext"><span>55 dB(A)</span></p> </td> </tr> </table> <p class="Urteilstext">Bei RÃ¤umen in Betrieben, die in Gebieten der ES I, II oder III liegen, gelten um 5 dB(A) hÃ¶here Planungs- und Immissionsgrenzwerte (Art. 42 Abs. 1 LSV). FÃ¼r Gebiete und GebÃ¤ude, in denen sich Personen in der Regel nur am Tag oder in der Nacht aufhalten, gelten fÃ¼r die Nacht bzw. den Tag keine Belastungsgrenzwerte (Art. 41 Abs. 3 LSV). </p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2">Neue Bauzonen fÃ¼r Wohn- oder andere GebÃ¤ude, die dem lÃ¤ngeren Aufenthalt von Personen dienen, dÃ¼rfen nur in Gebieten vorgesehen werden, in denen die LÃ¤rmimmissionen die Planungswerte nicht Ã¼berschreiten oder in denen diese Werte durch planerische, gestalterische oder bauliche Massnahmen eingehalten werden kÃ¶nnen. Die Umzonung von Bauzonen gilt nicht als Ausscheidung neuer Bauzonen (Art. 24 Abs. 1 USG; vgl. Art. 29 LSV). </p> <p class="Urteilstext">Noch im Rekursverfahren hatte die BeschwerdefÃ¼hrerin II.1 geltend gemacht, die Aufzonungen fÃ¼r Wohnnutzungen wÃ¼rden auf vertikale Einzonungen hinauslaufen und seien daher gemÃ¤ss Art. 24 Abs. 1 USG in den Gebieten mit Ãberschreitung der Planungswerte unzulÃ¤ssig. DemgegenÃ¼ber qualifizierte die Baurekurskommission alle strittigen Ãnderungen als Umzonungen, welche gemÃ¤ss Art. 24 Abs. 1 USG ausdrÃ¼cklich nicht als Neueinzonung gÃ¤lten. Diese im Wesentlichen zutreffende Beurteilung wird von der BeschwerdefÃ¼hrerin II.1 im Beschwerdeverfahren zu Recht nicht mehr infrage gestellt.</p> <p class="Urteilstext">Allerdings ist hier auf den Spezialfall der Ãnderung Nr. 45 hinzuweisen. Hier wurde die bestehende Zone WG2a, wo nicht nur die Planungswerte, sondern auch die Immissionsgrenzwerte Ã¼berschritten sind, zulasten der bisherigen kommunalen Freihaltezone vergrÃ¶ssert (vgl. act. 5/7). Es bleibt vorerst festzustellen, dass diese Ãnderung Nr. 45 eine â wenn auch flÃ¤chenmÃ¤ssig geringfÃ¼gige und nur dem Baubestand folgende â Bauzonenerweiterung im Sinn von Art. 24 Abs. 1 USG darstellt. </p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>In einer bestehenden lÃ¤rmbelasteten Bauzone hÃ¤ngen die baulichen MÃ¶glichkeiten davon ab, ob das Gebiet bereits erschlossen ist oder nicht. Wo eine ausreichende Erschliessung fehlt, dÃ¼rfen zusÃ¤tzliche Erschliessungsanlagen gemÃ¤ss Art. 24 Abs. 2 USG in Verbindung mit Art. 30 LSV nur erstellt werden, sofern die Planungswerte eingehalten sind oder durch eine Ãnderung der Nutzungsart bzw. durch planerische, gestalterische oder bauliche Massnahmen eingehalten werden kÃ¶nnen. Die VollzugsbehÃ¶rde kann fÃ¼r kleine Teile von Bauzonen Ausnahmen gestatten. Auf erschlossenen FlÃ¤chen hingegen dÃ¼rfen GebÃ¤ude mit lÃ¤rmempfindlichen RÃ¤umen bewilligt werden, wenn die LÃ¤rmbelastung dieser RÃ¤ume die Immissionsgrenzwerte nicht Ã¼bersteigt oder wenn es gelingt, die Belastung mit geeigneten Massnahmen (Anordnung der RÃ¤ume auf der dem LÃ¤rm abgewandten Seite des GebÃ¤udes bzw. bauliche oder gestalterische Massnahmen) bis auf die Immissionsgrenzwerte zu senken (Art. 22 Abs. 1 und 2 USG, Art. 31 Abs. 1 LSV). Lassen sich die Immissionsgrenzwerte durch Massnahmen der genannten Art nicht einhalten, wird eine Baubewilligung nur erteilt, wenn an der Errichtung des GebÃ¤udes ein Ã¼berwiegendes Interesse besteht und die kantonale BehÃ¶rde der Ausnahme zustimmt (Art. 31 Abs. 2 LSV).</p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>Das Ausmass der tatsÃ¤chlichen LÃ¤rmbelastung wird beim FluglÃ¤rm grundsÃ¤tzlich durch Berechnungen ermittelt (Art. 38 Abs. 2 LSV). Bei GebÃ¤uden werden die LÃ¤rmimmissionen in der Mitte der offenen Fenster der lÃ¤rmempfindlichen RÃ¤ume ermittelt; FluglÃ¤rmimmissionen kÃ¶nnen auch in der NÃ¤he der GebÃ¤ude ermittelt werden (Art. 39 Abs. 1 LSV). Im vorliegenden Fall ergeben sich die massgebenden FluglÃ¤rmbelastungen allein aus dem vom Bundesamt fÃ¼r Zivilluftfahrt (BAZL) am 29. MÃ¤rz 2005 genehmigten vorlÃ¤ufigen Betriebsreglement (vBR 2005; vgl. BGr, 13. November 2006, 1A.34/2006, E. 3 und 4, www.bger.ch). </p> <p class="Erwgung2"><b>7.3 </b>Die LÃ¤rmbelastung der von den strittigen ZonenplanÃ¤nderungen betroffenen Gebiete wurde im Planungsbericht vom 3. Juli 2007 und im Rekursverfahren nur rudimentÃ¤r und bezogen auf das vBR 2005 und die tatsÃ¤chlichen Belastungen im Jahr 2000 sichtbar gemacht (act. 22/11.7 S. 13 und 22/11.3b). Im Beschwerdeverfahren reichte die BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 vier PlÃ¤ne vom 15. Dezember 2008 ein, wo die PlanÃ¤nderungen nunmehr allein bezogen auf die Belastungen aus dem vBR 2005 und mittels genauer LÃ¤rmkurven inkl. der jeweiligen Belastungsgrenzwerte in den Zonen der ES II und III wÃ¤hrend des Tages und wÃ¤hrend der ersten Nachtstunde abgebildet werden (act. 12/5.3 bis 5.6). Mit diesen PlÃ¤nen bringt die BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 zwar teilweise neue Tatsachen vor, was im Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht als zweite gerichtliche Instanz grundsÃ¤tzlich unzulÃ¤ssig ist. Indessen wurde diese Substanziierung durch den Rekursentscheid selber veranlasst, welcher der BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 eine mangelnde gebietsweise WÃ¼rdigung der LÃ¤rmbelastung vorwarf. Die neuen Vorbringen kÃ¶nnen daher berÃ¼cksichtigt werden (vgl. § 52 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Urteilstext">Aus den vier Plandarstellungen ergibt sich, dass die Ã¼berwiegende Anzahl der von den umstrittenen ZonenplanÃ¤nderungen betroffenen Gebiete eine Tagesbelastung Ã¼ber den massgebenden Planungswerten fÃ¼r Wohnnutzung aufweisen. Jedoch werden fast Ã¼berall die tagsÃ¼ber massgebenden Immissionsgrenzwerte fÃ¼r Wohnnutzung eingehalten, nur die Gebiete Nrn. 13, 23 und (minim) 34 lappen teilweise in den Ã¼ber dem jeweiligen Immissionsgrenzwert liegenden LÃ¤rmbereich. In der ersten Nachtstunde werden in der Mehrheit der Gebiete die Planungswerte fÃ¼r Wohnnutzung der ES II und III nicht eingehalten. DarÃ¼ber hinaus kÃ¶nnen in 9 dieser Gebiete oder Teilgebiete auch die Immissionsgrenzwerte fÃ¼r Wohnnutzung nicht eingehalten werden (Nrn. 5 bis 8, 12, 14, 45, 51 und 52). Keine IGW-Ãberschreitungen liegen jedoch entgegen der von der BeschwerdefÃ¼hrerin II.1 im Rekursverfahren vertretenen Auffassung in den Gebieten Nrn. 28 und 29 vor. In den genannten Gebieten mit IGW-Ãberschreitungen werden die Planungswerte fÃ¼r Wohnnutzung in der ersten Nachtstunde teilweise auch um mehr als 5 dB(A) Ã¼berschritten, sodass sie selbst durch eine rein betriebliche Nutzung nicht Ã¼berwunden werden kÃ¶nnten (vgl. Art. 42 Abs. 1 LSV). Eine Ã¼ber 5 dB(A) liegende Ãberschreitung der Immissionsgrenzwerte fÃ¼r Wohnnutzung ergibt sich in der ersten Nachtstunde zumindest teilweise fÃ¼r die von den ZonenplanÃ¤nderungen Nrn. 5 bis 8 und 45 betroffenen Gebiete. </p> <p class="Erwgung2"><b>7.4 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>7.4.1 </b>Die Baurekurskommission erwog im Wesentlichen, eine Umzonung sei nur dann sinnvoll, wenn sie auch realistisch bzw. durchsetzbar sei. Ob diese Voraussetzung erfÃ¼llt sei, mÃ¼sse bereits zum Zeitpunkt der Umzonung geprÃ¼ft werden, da die neue Zone sonst fÃ¼r die vorgesehene Nutzung nicht geeignet sei. Die PlanungsbehÃ¶rde habe keine detaillierte WÃ¼rdigung der LÃ¤rmbelastung vorgenommen und auch nicht detailliert untersucht, ob realistische lÃ¤rmschutzrechtliche Massnahmen im Sinn von Art. 24 Abs. 2 USG und 29 LSV mÃ¶glich seien. Damit habe die PlanungsbehÃ¶rde gegen die in Art. 3 RPG festgesetzten primÃ¤ren GrundsÃ¤tze der Raumplanung verstossen, wonach Siedlungen nach den BedÃ¼rfnissen der BevÃ¶lkerung zu gestalten, zu begrenzen und Wohngebiete vor schÃ¤dlichen oder lÃ¤stigen Einwirkungen mÃ¶glichst zu verschonen seien. </p> <p class="Erwgung3"><b>7.4.2 </b>Die Baurekurskommission geht grundsÃ¤tzlich zu Recht davon aus, dass eine Aufzonung im lÃ¤rmbelasteten Gebiet, welche keine realistischen Bauchancen erÃ¶ffnet, den GrundsÃ¤tzen und Zielen des Raumplanungsgesetzes widerspricht. Das scheint auch die BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 zu anerkennen. Sie bringt jedoch vor, die mit den strittigen Aufzonungen geschaffenen zusÃ¤tzlichen AusnÃ¼tzungsmÃ¶glichkeiten wÃ¼rden gar nicht fÃ¼r Wohnnutzung zur VerfÃ¼gung stehen, da der Wohnanteil mit den Art. 17 Abs. 4 und 19 Abs. 5 BauO auf das Mass der in Kraft stehenden BZO 1995 limitiert worden sei. Die fÃ¼r betriebliche RÃ¤ume massgebenden hÃ¶heren Immissionsgrenzwerte kÃ¶nnten Ã¼berall eingehalten werden. </p> <p class="Urteilstext">Dieser Einwand Ã¼berzeugt nicht. Vorab begrenzt die BauO die Wohnanteile nur bei den strittigen Ãnderungen Nrn. 5 bis 7, 51 und 52; der Immissionsgrenzwert wird aber auch bei den Ãnderungen Nrn. 8, 12, 13, 14, 23, 34 und 45 ganz oder stellenweise Ã¼berschritten. Sodann schliessen auch die maximalen Wohnanteile von 75 % und 80 % keineswegs aus, dass die MehrausnÃ¼tzung nicht fÃ¼r Wohnungen beansprucht werden kÃ¶nnte. So wurde etwa mit der Ãnderung Nr. 51 die AusnÃ¼tzung von 50 % auf 90 % erhÃ¶ht, der maximale Wohnanteil in der massgebenden WG4-Zone gemÃ¤ss Art. 19 Abs. 5 BauO jedoch nur auf 80 % beschrÃ¤nkt, sodass selbst auf heute voll ausgenÃ¼tzten GrundstÃ¼cken mit reiner Wohnnutzung ein zusÃ¤tzliches AusnÃ¼tzungspotenzial von 22 % (80 % von 90 % abzÃ¼glich 50 %) fÃ¼r weitere Wohnnutzung entstÃ¼nde. Selbst wo die Aufzonung nur eine MehrausnÃ¼tzung von 10 % oder 20 % zulÃ¤sst (Ãnderungen Nrn. 6 und 52), kann die Wohnanteillimite bei Abbruch einer Altliegenschaft bei bisheriger Unternutzung oder Ã¼berwiegend betrieblicher Nutzung der GrundstÃ¼cke nicht verhindern, dass die MehrausnÃ¼tzung mit Wohnungsbau konsumiert wÃ¼rde. </p> <p class="Urteilstext">Die neue BZO erÃ¶ffnet daher grundsÃ¤tzlich mit all ihren Aufzonungen von Wohn- und Mischzonen auch die MÃ¶glichkeit neuer Wohnnutzungen. Aus diesem Grund sticht auch das Argument der BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 nicht, wonach die Immissionsgrenzwerte der ersten Nachtstunde gemÃ¤ss Art. 41 Abs. 3 LSV nicht eingehalten werden mÃ¼ssten, da die RÃ¤ume fÃ¼r Gewerbe und Dienstleistungen regelmÃ¤ssig nur tagsÃ¼ber benutzt wÃ¼rden.</p> <p class="Erwgung3"><b>7.4.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 macht weiter geltend, auch bei Ãberschreiten der Immissionsgrenzwerte kÃ¶nne ein Wohnungsneubau bewilligt werden. Bei tief fliegenden Flugzeugen gebe es ausser in der geraden VerlÃ¤ngerung der Pistenachse eine dem LÃ¤rm abgewandte GebÃ¤udeseite, auf die sich die lÃ¤rmempfindlichen RÃ¤ume orientieren kÃ¶nnten. Die relevante LÃ¤rmeinwirkung werde in diesen FÃ¤llen nicht auf dem Dach, sondern in der Mitte des offenen Fensters gemessen, denn die FluglÃ¤rmermittlung in der NÃ¤he des GebÃ¤udes gemÃ¤ss Art. 39 Abs. 2 Satz 2 LSV sei nicht zwingend. Dieses Argument hatte sie bereits im Rekursverfahren vorgebracht und mit einer theoretischen AbschÃ¤tzung der LÃ¤rmdifferenz bezogen auf drei Haustypen nÃ¶rdlich und sÃ¼dlich der Anflugschneise untermauert (act. 22/23.2). </p> <p class="Urteilstext">Es trifft zu, dass es bei einer relativ bodennahen LÃ¤rmquelle zu messbaren Pegeldifferenzen auf der einen und der anderen Seite eines GebÃ¤udes kommen kann. Dies mag bezogen auf einen einzelnen Moment durchaus auch bei flach eintreffendem FluglÃ¤rm der Fall sein. Die theoretische LÃ¤rmabschÃ¤tzung der BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 weist denn auch bezogen auf die drei Haustypen Differenzen zwischen rund 3 und 11 dB(A) auf. Ob allerdings derartige Differenzen im Einzelfall bestehen, hÃ¤ngt nicht nur von der Stellung und Form des zur Bewilligung stehenden Neubaus ab, sondern vor allem auch vom Bestehen von Reflexions- und AbschirmungsflÃ¤chen in der Umgebung. Da sich diese ohne Zutun des Bauherrn verÃ¤ndern kÃ¶nnen, ist es problematisch, derartige an einer konkreten Stelle messbaren Pegelunterschiede als entscheidendes Kriterium in einem Baubewilligungsverfahren zu berÃ¼cksichtigen. Das Verwaltungsgericht erachtet generell die MÃ¶glichkeit, lÃ¤rmempfindliche RÃ¤ume auch von flach eintreffendem FluglÃ¤rm abzuschirmen, als gering, weil keine punktfÃ¶rmige LÃ¤rmquelle vorliegt, sondern der LÃ¤rm sich entlang der jeweiligen Flugbahn entwickelt (vgl. VGr, 17. Juni 2009, VB.2008.00053, E. 5.4.2, www.vgrzh.ch). Wie es sich damit verhÃ¤lt, muss indessen nicht nÃ¤her geprÃ¼ft werden, denn die BerÃ¼cksichtigung konkreter baulicher VerhÃ¤ltnisse widerspricht ganz grundsÃ¤tzlich der in Art. 38 Abs. 2 LSV vorgeschriebenen Methode, den FluglÃ¤rm durch Berechnungen und nicht durch Messungen zu ermitteln. MÃ¼ssten diese Berechnungen jede bauliche Reflexions- und AbschirmungsflÃ¤che berÃ¼cksichtigen, was ohnehin nicht praktikabel wÃ¤re, so ergÃ¤ben sich keine gleichfÃ¶rmigen und fÃ¼r eine gewisse Dauer verlÃ¤sslichen LÃ¤rmkurven mehr. Die aus dem vBR berechneten Belastungskurven sind daher unabhÃ¤ngig von den konkreten baulichen VerhÃ¤ltnissen massgebend (vgl. BGE 126 II 522, 591 f. E. 48a). </p> <p class="Urteilstext">Auch die kontrollierte LÃ¼ftung, wie sie etwa in Art. 64 unter dem Titel Sonderbauvorschriften vorgesehen ist, kann nicht als generell zulÃ¤ssige Schallschutzmassnahme im Sinn von Art. 22 Abs. 2 USG anerkannt werden, da die FluglÃ¤rmbelastung entweder im Freien oder am offenen Fenster zu ermitteln ist (Art. 39 Abs. 1 LSV). Zwar kommen im Wohnungsbau zunehmend LÃ¶sungen mit kÃ¼nstlicher BelÃ¼ftung zum Einsatz, jedoch kÃ¶nnen solche LÃ¶sungen auch im Einzelfall wohl keine Ausnahme von Art. 22 USG begrÃ¼nden (vgl. Robert Wolf in: Kommentar USG, ZÃ¼rich 2000, N. 38 ff. zu Art. 22). Eine Aufzonung fÃ¼r Wohnnutzung, welche sich allein gestÃ¼tzt auf eine AusnahmebewilligungsmÃ¶glichkeit im Einzelfall realisieren lÃ¤sst, ist in raumplanerischer Hinsicht ohnehin nicht zweckmÃ¤ssig. </p> <p class="Erwgung3"><b>7.4.4 </b>Die von der Baurekurskommission angesprochenen Massnahmen im Sinn von Art. 24 Abs. 2 USG beschlagen bestehende, aber noch nicht erschlossene Bauzonen. Als nicht erschlossen gilt ein Gebiet nach Lehre und Rechtsprechung dann, wenn im Gebietszusammenhang wesentliche Elemente der Grob- oder Feinerschliessung ergÃ¤nzt werden mÃ¼ssen (vgl. Robert Wolf, a.a.O., N. 34 zu Art. 24 mit Hinweisen). </p> <p class="Urteilstext">Ob die 36 von den strittigen ZonenplanÃ¤nderungen betroffenen Gebiete vollstÃ¤ndig erschlossen sind, lÃ¤sst sich den Akten nicht entnehmen. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Gebiete im Zonenplan als Ã¼berbaut dargestellt (Ausnahmen Nrn. 18, 28 und 43), und sie liegen alle ausserhalb der per Ende 2007 ausgewiesenen nicht erschlossenen Bauzonen (act. 19.1). Eine Ã¼ber diese Erhebung hinausgehende WÃ¼rdigung der bestehenden ErschliessungsverhÃ¤ltnisse, insbesondere auch bezogen auf die teilweise massiv erhÃ¶hten AusnÃ¼tzungsziffern in den Gebieten mit Ãberschreitung der Planungswerte, wurde bisher nicht vorgenommen. Mit der BZO-Revision soll die Stadt ihre BauzonenkapazitÃ¤t immerhin von 23'500 auf 29'800 Einwohner und damit um rund 27 % erhÃ¶hen (vgl. act. 22/11.7 S. 59), dies zusammen mit einer nicht nÃ¤her quantifizierten VergrÃ¶sserung der BetriebsflÃ¤chen. Ob diese neuen Potenziale ganz ohne ErgÃ¤nzung der bisherigen Erschliessungsanlagen realisiert werden kÃ¶nnen, erscheint fraglich. Um zu beurteilen, ob sich die neu geschaffenen AusnÃ¼tzungsmÃ¶glichkeiten mit Blick auf Art. 24 Abs. 2 USG tatsÃ¤chlich realisieren lassen, erweisen sich daher weitere AbklÃ¤rungen als unumgÃ¤nglich. </p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext">In den Gebieten der ZonenplanÃ¤nderungen Nrn. 32, 33, 35 und 38 werden sowohl am Tag als auch in der ersten Nachtstunde die Planungswerte eingehalten. Es fragt sich daher, ob auch diese ZonenplanÃ¤nderungen wegen unvollstÃ¤ndiger lÃ¤rmrechtlicher PrÃ¼fung aufgehoben werden durften bzw. welche Bedeutung dem ZÃ¼rcher FluglÃ¤rmindex (ZFI) und der EG-Richtlinie 2002/30, welche beide gemÃ¤ss dem Rekursentscheid nicht relevant sein sollen, bei der PrÃ¼fung der ZweckmÃ¤ssigkeit zukommt.</p> <p class="Erwgung2"><b>8.1 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>8.1.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin II.1 ist der Auffassung, die Gemeinden dÃ¼rften bei der Revision ihrer BZO keine neuen planerischen Festlegungen treffen, welche den Zielen und Vorgaben des ZFI widersprÃ¤chen.</p> <p class="Erwgung2">Der ZFI wurde als Gegenvorschlag des Regierungsrats zur Volksinitiative âFÃ¼r eine realistische Flughafenpolitikâ am 26. MÃ¤rz 2007 als Abs. 3 bis 6 in den § 3 des Gesetzes Ã¼ber den Flughafen ZÃ¼rich vom 12. Juli 1999 (FlughafenG) eingefÃ¼hrt. Nach dem neuen Abs. 4 legt der Regierungsrat einen Richtwert zur Begrenzung der Anzahl der vom FluglÃ¤rm stark gestÃ¶rten Personen (AsgP) fest, welcher sich an den Flugbewegungen des Jahres 2000 orientiert. Nach Abs. 5 wirken die BehÃ¶rden des Kantons ZÃ¼rich darauf hin, dass der Richtwert nicht Ã¼berschritten wird. Sie ergreifen rechtzeitig die in ihrer Kompetenz stehenden Massnahmen und nehmen Einfluss auf die Flughafenbetreiberin und auf den Bund. Nach Abs. 6 Ã¼berwacht der Regierungsrat die VerÃ¤nderung der Anzahl der vom FluglÃ¤rm stark gestÃ¶rten Personen in Abstimmung mit den VollzugsbehÃ¶rden des Bundes. Er erstattet dem Kantonsrat jÃ¤hrlich Bericht Ã¼ber diese Entwicklung, deren Ursachen sowie Ã¼ber die allenfalls eingeleiteten Massnahmen.</p> <p class="Urteilstext">Mit dem ZFI ist ein Indikator zur Beurteilung der LÃ¤rmsituation geschaffen worden, welcher das LÃ¤rmschutzrecht des Bundes nicht konkurrenzieren, sondern ergÃ¤nzen soll. Dabei wird das Erhebungsgebiet nicht durch die Belastungsgrenzwerte der LSV, sondern durch sogenannte Abbruchkriterien definiert, welche bei einer Tagesbelastung von 47 dB(A) und einer Nachtbelastung von 37 dB(A) und damit unterhalb der Planungswerte liegen. Der Richtwert der AsgP wurde vom Regierungsrat auf 47'000 Personen festgelegt (vgl. Der ZÃ¼rcher FluglÃ¤rm-Index [ZFI] in den Jahren 2005/2006 im Vergleich, act. 22/18.2 S. 7, 10 f.). Er ist im Jahr 2008 mit einer AsgP von 49'035 Personen erstmals seit EinfÃ¼hrung des ZFI Ã¼berschritten worden. Einer unter mehreren wesentlichen Einflussfaktoren fÃ¼r diese Ãberschreitung bildet die BevÃ¶lkerungsentwicklung, auf welche rund 40 % der zwischen 2007 und 2008 festgestellten Zunahme zurÃ¼ckzufÃ¼hren sind. GemÃ¤ss einer Trendprognose des statistischen Amtes des Kantons ZÃ¼rich soll das kÃ¼nftige BevÃ¶lkerungswachstum allein den ZFI weiter deutlich ansteigen lassen (ZFI-Bericht 2008, auszugsweise in act. 18.2, vollstÃ¤ndig unter www.vd.zh.ch/internet/vd/de/Themen/Flughafen/ZFI.html, S. 14 und S. 20 f.). </p> <p class="Urteilstext">Nach den Vorstellungen des Gesetzgebers sollte der ZFI insbesondere mit dem bundesrechtlich geregelten Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL) und dem kantonalen Richtplan abgestimmt werden. Im Ã¶ffentlichen Interesse sei mit neuem Wohnungsbau von den Pistenachsen abzurÃ¼cken; kÃ¼nftiger Wohnungsbau solle in erster Linie ausserhalb der Abgrenzungslinie, das heisst ausserhalb der Gebiete mit bestehenden oder mÃ¶glichen Ãberschreitungen der Immissionsgrenzwerte der ES II erfolgen (vgl. Antrag des Regierungsrats vom 21. Dezember 2005, Amtsblatt Kanton ZÃ¼rich 2006, S. 36). Dementsprechend sieht auch das jÃ¼ngste Massnahmenkonzept des Regierungsrats keine Massnahmen zur Verringerung der Siedlungsentwicklung ausserhalb der LSV-relevanten LÃ¤rmbelastung vor. Innerhalb der Abgrenzungslinien jedoch sollen immerhin mit der Nutzungsplanung unter anderem die Verschiebung, Um- oder Abzonung von WohnbaukapazitÃ¤ten geprÃ¼ft werden (ZFI-Bericht 2008, S. 27 f.). </p> <p class="Erwgung3"><b>8.1.2 </b>Aus der bereits erfolgten und weiter zu befÃ¼rchtenden Ãberschreitung des Richtwerts der AsgP lassen sich keine Handlungsanweisungen an die Gemeinden fÃ¼r die Nutzungsplanung ausserhalb der LSV-relevanten Belastungsgebiete ableiten. Der ZFI vermag insbesondere keine neuen LÃ¤rmbegrenzungslinien zu setzen, da diesbezÃ¼glich eine abschliessende Bundeskompetenz besteht (vgl. Art. 65 USG). Die gegenÃ¼ber den LSV-Grenzwerten herabgesetzten Abbruchkriterien sind demnach als blosse Abgrenzungen des Beobachtungsperimeters zu verstehen. </p> <p class="Erwgung3"><b>8.1.3 </b>Fraglich bleibt indessen, ob der ZFI innerhalb der LSV-relevanten Belastungsgebiete, deren Aufzonung nicht bereits wegen WidersprÃ¼chen zum USG unzweckmÃ¤ssig ist, im Rahmen der ZweckmÃ¤ssigkeitsÃ¼berlegungen beachtlich ist. Dies betrifft nach den vorstehenden ErwÃ¤gungen (E. 5 bis 7) die Gebiete mit Belastungen Ã¼ber den Planungswerten, aber unter den Immissionsgrenzwerten, sofern diese Gebiete Ã¼berhaupt vollstÃ¤ndig erschlossen sein sollten. </p> <p class="Erwgung2">Bei der Beantwortung dieser Frage ist zu beachten, dass sich die Richt- und Nutzungsplanungen der Gemeinden an den Zielen des RPG und des PBG zu orientieren haben. Dabei sind die teilweise divergierenden Zielsetzungen â hier zwischen LÃ¤rmschutz und Siedlungskonzentration â gegeneinander abzuwÃ¤gen. Der ZFI dagegen ist ein einseitig dem Interesse an der FluglÃ¤rmbekÃ¤mpfung dienendes Beobachtungsinstrument. Er lÃ¤sst darÃ¼ber hinaus selber offen, mit welchen konkreten Massnahmen einer Ãberschreitung des Richtwerts zu begegnen ist. </p> <p class="Erwgung2">Die notwendige InteressenabwÃ¤gung zwischen LÃ¤rmschutz und Siedlungskonzentration wurde im fraglichen Gebiet tatsÃ¤chlich auch bereits vorgenommen, dies vorab im Rahmen des kantonalen Gesamtplans vom 2. April 2001, der gerade im Bereich des Flughafens ausdrÃ¼cklich ein Zentrumsgebiet von kantonaler Bedeutung ausgeschieden hat. Damit soll die EntwicklungsfÃ¤higkeit und internationale KonkurrenzfÃ¤higkeit des Grossraums ZÃ¼rich signalisiert, insgesamt gefÃ¶rdert sowie langfristig sichergestellt werden, ohne dass diese Zielsetzung auf Kosten der offenen Landschaft und Umwelt verfolgt werden mÃ¼sste. In den Zentrumsgebieten sollen unter anderem dichte Siedlungsteile mit hoher SiedlungsqualitÃ¤t erhalten bleiben bzw. neu geschaffen werden; in der Regel sind Mischnutzungen anzustreben, insbesondere soll auch Wohnraum erhalten bzw. neu geschaffen werden (Richtplantext Ziff. 2.3.1). Diese Festlegung beschlÃ¤gt zwar nur einen Teil der hier interessierenden ZonenplanÃ¤nderungen; sie wurde auch durch den regionalen Richtplan Glatttal im fraglichen Bereich nicht ausgeweitet. Jedoch muss es der BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 im Rahmen ihrer Planungsautonomie unbenommen bleiben, ihrerseits eine InteressenabwÃ¤gung zwischen den beiden Zielsetzungen vorzunehmen. </p> <p class="Erwgung2">Demnach bietet der ZFI keine eigenstÃ¤ndige, von RPG und USG abgekoppelte Grundlage zur Steuerung der Siedlungsentwicklung. Die Baurekurskommission ging daher zu Recht von der fehlenden Relevanz des ZFI bzw. der AsgP aus.</p> <p class="Erwgung2"><b>8.2 </b>Die Richtlinie 2002/30/EG vom 26. MÃ¤rz 2002 Ã¼ber Regeln und Verfahren fÃ¼r lÃ¤rmbedingte BetriebsbeschrÃ¤nkungen auf FlughÃ¤fen der Gemeinschaft gilt gemÃ¤ss Art. 1 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 32 des sektoriellen Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft Ã¼ber den Luftverkehr (LVA, SR 0.748.127.192.68) seit dem 1. Juni 2004 auch fÃ¼r die Schweiz (AS 2004, 2899). Sie bezweckt unter anderem die Festlegung von Vorschriften, um eine kohÃ¤rente EinfÃ¼hrung von BetriebsbeschrÃ¤nkungen auf FlughÃ¤fen zu erleichtern und damit die Zahl der von den nachteiligen Auswirkungen des FluglÃ¤rms betroffenen Menschen zu begrenzen oder zu reduzieren (Art. 1 lit. a). Sie verlangt von den Mitgliedstaaten in Art. 4 Abs. 1 Satz 1 einen ausgewogenen Ansatz bei der LÃ¶sung von LÃ¤rmproblemen auf FlughÃ¤fen ihres Gebiets. Als ausgewogener Ansatz wird in Art. 2 lit. g der Richtlinie ein Rahmen bezeichnet, innerhalb dessen die Mitgliedstaaten die mÃ¶glichen Massnahmen zur LÃ¶sung des LÃ¤rmproblems auf einem Flughafen auf ihrem Gebiet prÃ¼fen, insbesondere die absehbare Auswirkung einer Reduzierung des FluglÃ¤rms an der Quelle, der FlÃ¤chennutzungsplanung und -verwaltung, der lÃ¤rmmindernden Betriebsverfahren und BetriebsbeschrÃ¤nkungen. </p> <p class="Urteilstext">Aus diesen Vorgaben lÃ¤sst sich fÃ¼r das vorliegende Verfahren ebenfalls nichts ableiten. Ob aufgrund dieser Richtlinie BetriebsbeschrÃ¤nkungen erst angeordnet werden dÃ¼rfen, wenn weniger weit gehende Massnahmen wie Verzicht auf Aufzonungen nicht zum Ziel fÃ¼hren wÃ¼rden, wie dies die BeschwerdefÃ¼hrerin II.1 vertritt, ist fraglich, kann aber offenbleiben. Vorliegend sind jedenfalls nicht BetriebsbeschrÃ¤nkungen, sondern FlÃ¤chennutzungsplanungen zu Ã¼berprÃ¼fen. Solche haben sich nach den Vorgaben des RPG und des PBG zu richten, welche mit Art. 3 Abs. 3 lit. b RPG und § 18 lit. e PBG Siedlungs- und Wohngebiete vor schÃ¤dlichen oder lÃ¤stigen Umwelteinwirkungen schÃ¼tzen. Der konkrete Umgang mit der FluglÃ¤rmproblematik und deren LÃ¶sung, wie sie die Richtlinie 2002/30/EG zum Ziel hat, wird in der Schweiz durch das USG, die LSV sowie das Bundesgesetz vom 21. Dezember 1948 Ã¼ber die Luftfahrt (SR.748.0, LFG) samt den dazugehÃ¶rigen Verordnungen geregelt. Mit den in diesen Erlassen vorgesehenen Instrumenten soll verhindert werden, dass FlughÃ¤fen mit Ã¼bermÃ¤ssig schÃ¤dlichem oder lÃ¤stigem FluglÃ¤rm auf ihre Umwelt einwirken. Aufgrund dieser Rechtslage war die Bundesverwaltung noch vor Inkrafttreten des LVA bereits am 30. April 2002 davon ausgegangen, dass der in der Richtlinie 2002/30/EG verlangte ausgewogene Ansatz in der Schweiz bereits umgesetzt ist und keiner weiteren ÃberfÃ¼hrung ins nationale Recht mehr bedarf (www.uvek.admin.ch/­index.html?­lang=de; vgl. zum Ganzen auch Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 10. Dezember 2009 zum Flughafenbetriebsreglement, A-1936/2006, E. 28.2 und 28.3, www.bundesverwaltungsgericht.ch). </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin II.1 legt nicht dar, dass die im Schweizerischen Recht bereits bestehenden Instrumente und Verfahren keinen ausgewogenen Ansatz im Sinn der Richtlinie 2002/30/EG darstellen wÃ¼rden. Es kann daher offenbleiben, ob sich die Richtlinie 2002/30/EG von der Sache her Ã¼berhaupt dafÃ¼r eignet, eine unmittelbare Wirkung zwischen der Schweiz und der BeschwerdefÃ¼hrerin II.1 zu entfalten und sich diese demnach direkt darauf berufen kann. </p> <p class="Erwgung2"><b>8.3 </b>Es gibt daher keinen Grund, die ZonenplanÃ¤nderungen Nrn. 32, 33, 35 und 38, welche Gebiete ohne LSV-relevante LÃ¤rmbelastungen betreffen, aufzuheben. </p> <p class="Erwgung1"><b>9. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>9.1 </b>Das vom Gemeinderat festgesetzte Parkplatzreglement (PR) beansprucht GÃ¼ltigkeit fÃ¼r das ganze Gemeindegebiet. Sind fÃ¼r einzelne Gebiete Sonderbestimmungen erlassen worden, so gilt es als ergÃ¤nzendes Recht (Art. 2 PR). In Art. 9 PR wird der Normbedarf an AutoabstellplÃ¤tzen je nach den verschiedenen Nutzungsarten definiert. Ausgehend von diesem Normbedarf wird der minimal und maximal massgebliche Bedarf an AbstellplÃ¤tzen fÃ¼r die drei planlich festgelegten Gebiete I bis III mit je nach Erschliessungsgrad abgestuften Faktoren berechnet (Art. 10 PR). Im Zentrumsgebiet I, das als durch den Ã¶ffentlichen Verkehr mit der GÃ¼teklasse A bis C erschlossen und sehr stark luftbelastet definiert wird, gilt minimal 0,2 und maximal 0,6 des Normbedarfs bei BeschÃ¤ftigten- und KundenparkplÃ¤tzen sowie minimal 0,5 und maximal 1,2 des Normbedarfs bei Bewohner- und wohnungszugehÃ¶rigen BesucherparkplÃ¤tzen. GemÃ¤ss Art. 10 Abs. 2 PR sind fÃ¼r Neubauten und Umnutzungen auf dem Flughafenareal die im Zentrumsgebiet gÃ¼ltigen Faktoren zur Berechnung des massgeblichen Bedarfs wegleitend. In den Art. 12 bis 15 PR wird sodann ein Fahrtenmodell umschrieben, durch dessen Anwendung von der nutzungsabhÃ¤ngigen Bewirtschaftung der ParkplÃ¤tze abgewichen werden kann.</p> <p class="Erwgung2"><b>9.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin II.1 verlangte im Rekursverfahren, das Flughafenareal sei vom Anwendungsbereich des Reglements auszunehmen, Art. 10 Abs. 2 PR sei aufzuheben und der Plan der Parkplatzbedarfsgebiete sei an die Unanwendbarkeit des Reglements auf dem Flughafenareal anzupassen. </p> <p class="Urteilstext">Die Baurekurskommission lehnte das Begehren ab. Sie erwog, der Erlass des PR stÃ¼tze sich auf Art. 11 Abs. 3 USG und § 242 PBG und stelle eine weitere Massnahme zur Emissionsbegrenzung dar, die der Kanton ZÃ¼rich den Gemeinden im ergÃ¤nzenden Massnahmenplan vom 30. April 2002 ausdrÃ¼cklich empfehle. Derartige Erlasse mÃ¼ssten wegen der Notwendigkeit eines raumplanerischen und verkehrstechnischen Gesamtkonzepts das gesamte Gemeindegebiet erfassen. Nach Art. 37 Abs. 4 LFG seien zwar fÃ¼r den Bau und Betrieb des Flugplatzes keine kantonalen Bewilligungen und PlÃ¤ne erforderlich, jedoch sei das kantonale Recht zu berÃ¼cksichtigen, soweit es den Bau und Betrieb des Flugplatzes nicht unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig einschrÃ¤nke. Dies sei hier nicht der Fall, da Art. 2 PR nur als ergÃ¤nzendes Recht gelte und nach Art. 10 Abs. 2 PR nur als wegleitend zu verstehen sei. Zudem wÃ¼rden weder die Konzessionen noch der Massnahmenplan des Kantons konkrete Bestimmungen zur Begrenzung der Anzahl AbstellplÃ¤tze aufstellen. Auch der vom Flughafenbetreiber auflageweise einzuhaltende Modalsplit von hÃ¶chstens 58 % an motorisiertem Individualverkehr stehe dem Reglement nicht entgegen. Da dieses auf den Ã¶rtlichen Gegebenheiten und dem FassungsvermÃ¶gen der bestehenden Verkehrsanlagen basiere, kÃ¶nne es zweckmÃ¤ssigerweise herangezogen werden, um das Ziel des Modalsplits zu erreichen. Im Weiteren kÃ¶nne damit die zulÃ¤ssige Abstellplatzzahl bei Neubauten und Anlagen auf dem Flughafenareal errechnet werden, die dem bundesrechtlichen Plangenehmigungsverfahren nicht unterstehen wÃ¼rden und demzufolge nach der kommunalen und kantonalen Gesetzgebung zu bewilligen seien.</p> <p class="Erwgung2"><b>9.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin II.1 bringt im Beschwerdeverfahren nichts vor, was diese zutreffenden ErwÃ¤gungen der Baurekurskommission infrage stellen kÃ¶nnte. Sie vermag insbesondere nicht darzutun, dass der von ihr in der bundesrechtlichen Rahmen- und der Baukonzession verlangte Modalsplit von maximal 58 % an motorisiertem Individualverkehr weiteren lufthygienischen Massnahmen des Kantons oder der Gemeinde in Sachen ParkplÃ¤tze entgegenstÃ¼nde. Der pauschale Vorwurf einer Ãberinstrumentierung oder Ãberreglementierung allein genÃ¼gt hierzu nicht. Es ist auch nicht nachvollziehbar, inwieweit eine maximale BeschrÃ¤nkung der ParkplÃ¤tze Ã¼berhaupt in einen Widerspruch zum Modalsplit, welcher den motorisierten Individualverkehr nur nach oben begrenzt, treten kÃ¶nnte. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin II.1 gegen die PraktikabilitÃ¤t des in den Art. 12 ff. PR vorgesehenen Fahrtenmodells argumentiert, sind ihre Vorbringen sodann schon deshalb unbehelflich, weil dieses gemÃ¤ss Art. 12 PR ohnehin nur fakultativ zur Anwendung gelangt. </p> <p class="Erwgung2">Schliesslich ist auch nicht ersichtlich, dass die in Art. 10 Abs. 1 und 2 PR vorgesehene BeschrÃ¤nkung der BeschÃ¤ftigten- und KundenparkplÃ¤tze auf 0,6 des Normbedarfs die BeschwerdefÃ¼hrerin II.1 daran hindert, ihre ParkplatzbedÃ¼rfnisse angemessen zu decken, und demnach den Flughafenbetrieb unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig einschrÃ¤nken wÃ¼rde. Dies gilt umso mehr, als diese Bestimmung nur im Sinn einer Wegleitung und ergÃ¤nzend zu den Sonderbestimmungen anzuwenden ist (Art. 2 und 10 Abs. 2 PR). Es bleibt der BeschwerdefÃ¼hrerin II.1 im Ãbrigen unbenommen, in einem konkreten Bewilligungsverfahren fÃ¼r die Nichtanwendung des Reglements wegen unverhÃ¤ltnismÃ¤ssiger EinschrÃ¤nkung im Sinn von Art. 37 Abs. 4 LFG zu plÃ¤dieren.</p> <p class="Erwgung2"><b>9.4 </b>Auf eine Erneuerung der noch im Rekursverfahren erhobenen EventualantrÃ¤ge auf eine differenzierte Zuteilung des Flughafenareals gemÃ¤ss Art. 10 Abs. 2 PR und Nichtanwendbarkeit der Art. 12 bis 15 PR auf das Flughafenareal verzichtete die BeschwerdefÃ¼hrerin II.1 im Beschwerdeverfahren. Es erÃ¼brigt sich daher, den Rekursentscheid in dieser Hinsicht zu Ã¼berprÃ¼fen. </p> <p class="Erwgung1"><b>10. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 wendet sich schliesslich auch gegen die HÃ¶he der von der Baurekurskommission ausgefÃ¤llten SpruchgebÃ¼hr. Das den Parteien zuerst zugestellte Exemplar des Entscheids vom 13. November 2008 enthielt die ErwÃ¤gung, wonach die SpruchgebÃ¼hr auf Fr. 4'500.- festzusetzen sei, auferlegte aber in Disp.-Ziff. II eine solche von Fr. 8â000.-. Mit Schreiben vom 18. November 2008 entschuldigte sich die Baurekurskommission fÃ¼r dieses Versehen und berichtigte die fragliche ErwÃ¤gung (act. 22/29).</p> <p class="Urteilstext">Bei der GebÃ¼hrenfestsetzung verfÃ¼gen die BehÃ¶rden Ã¼ber einen weiten Ermessensspielraum (<span>KÃ¶lz</span><span>/Bosshart/RÃ¶hl, </span>§ 13 N. 8 und N. 37). Die im angefochtenen Entscheid festgelegte SpruchgebÃ¼hr von Fr. 8'000.- betrÃ¤gt zwei Drittel des der Vorinstanz nach § 35 Abs. 1 der Verordnung Ã¼ber die Organisation und den GeschÃ¤ftsgang der Baurekurskommissionen vom 20. Juli 1977 (OV BRK) zukommenden Spielraums bis Fr. 12'000.-. Auch wenn der Rekursentscheid ohne DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins und ohne eine eigene gebietsweise WÃ¼rdigung der LÃ¤rmbelastung in den von den strittigen Ãnderungen betroffenen Gebieten auskam, so dÃ¼rfte der Bearbeitungsaufwand dennoch betrÃ¤chtlich gewesen sein. In Anbetracht der erheblichen raumplanerischen Bedeutung und damit der Tragweite des Entscheids, welche gemÃ¤ss § 35 Abs. 1 OV BRK ebenfalls ein Bemessungskriterium fÃ¼r die SpruchgebÃ¼hr darstellt, erscheint die ausgefÃ¤llte GebÃ¼hr jedenfalls nicht als rechtsverletzend.</p> <p class="Urteilstext"><b>VB.2010.00100 â Beschwerde der Stadt Kloten gegen den Entscheid des Regierungsrats vom 27. Januar 2010</b></p> <p class="Erwgung1"><b>11. </b> </p> <p class="Urteilstext">Soweit der Regierungsrat mit seinem Entscheid vom 27. Januar 2010 die bereits von der Baurekurskommission zu Recht aufgehobenen ZonenplanÃ¤nderungen Nrn. 7, 8, 12 und 51 nicht genehmigte, ist die dagegen gerichtete Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 aus den in den vorstehenden ErwÃ¤gungen (E. 5 bis 8) genannten GrÃ¼nden ebenfalls abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>12. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Regierungsrat nahm in Disp.-Ziff. II seines Entscheids zusÃ¤tzlich verschiedene Bestimmungen der BauO mit einem Bezug zum LÃ¤rmschutzrecht von der Genehmigung aus. Er begrÃ¼ndete dies im Wesentlichen damit, alle Bestimmungen, die innerhalb des Bereichs mit Ãberschreitung der FluglÃ¤rmbelastungsgrenzwerte eine ErhÃ¶hung der AusnÃ¼tzung fÃ¼r Wohnnutzung ermÃ¶glichen wÃ¼rden, widersprÃ¤chen den PlanungsgrundsÃ¤tzen des RPG und des PBG, wÃ¼rden die Zahl der vom FluglÃ¤rm betroffenen Personen erhÃ¶hen und seien unzweckmÃ¤ssig.</p> <p class="Erwgung2"><b>12.1 </b>GemÃ¤ss der Einleitung von Disp.-Ziff. II erfolgte die Nichtgenehmigung im Sinn der ErwÃ¤gungen lit. B, soweit sie Gebiete mit Ãberschreitung der Immissionsgrenzwerte in Bezug auf den FluglÃ¤rm betrÃ¤fen, in denen die AusnÃ¼tzung fÃ¼r Wohnen erhÃ¶ht werde. Die BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 erachtet es vorab als unklar, ob der Regierungsrat mit dieser Formulierung lediglich einen BegrÃ¼ndungshinweis gegeben oder aber die nicht genehmigten BZO-Teile eingeschrÃ¤nkt habe. Die Baudirektion selber erachtet die Formulierung als klar, ohne allerdings zu sagen, in welchem Sinn. </p> <p class="Erwgung2">Wie sich aus den folgenden ErwÃ¤gungen ergibt, macht es kaum Sinn, die Bestimmungen der BauO nur bezogen auf die jeweiligen FlÃ¤chen mit Ãberschreitung der Immissionsgrenzwerte nicht gelten, im Ãbrigen aber unangetastet zu lassen. Es widersprÃ¤che dem Gebot nach hinreichender Bestimmtheit einer die zulÃ¤ssige Ãberbauung in einer bestimmten Zone regelnden Bauordnungsbestimmung, wenn deren Anwendung zusÃ¤tzlich davon abhinge, ob ein bestimmtes GrundstÃ¼ck in einem Bereich mit einer unter dem Immissionsgrenzwert liegenden FluglÃ¤rmbelastung liege, was nur anhand nicht ohne Weiteres zugÃ¤nglicher FluglÃ¤rmbelastungsplÃ¤ne eruiert werden kÃ¶nnte. Es ist in erster Linie Aufgabe der BeschwerdefÃ¼hrerin II.2, den gegebenen FluglÃ¤rmbelastungskurven mittels geschickter Zonenabgrenzungen Rechnung zu tragen und jegliche Art von Aufzonungen fÃ¼r Wohnnutzungen in Gebieten mit Ãberschreitung der Immissionsgrenzwerte zu vermeiden. </p> <p class="Erwgung2"><b>12.2 </b>Nach <b>Art. 17 Abs. 4 BauO</b> soll in den im Zonenplan bezeichneten Teilen der Zentrumszone Z4 der Wohnanteil auf 75 % beschrÃ¤nkt werden. Diese Bestimmung findet im Zonenplan ausschliesslich bei der Ãnderung Nr. 7 ihren Niederschlag. Da diese Ãnderung von der Baurekurskommission zu Recht aufgehoben worden ist, besteht kein Anlass, die Bestimmung unabhÃ¤ngig von der ZonenplanÃ¤nderung in Kraft treten zu lassen. Die Nichtgenehmigung erfolgte daher ebenfalls zu Recht.</p> <p class="Erwgung2"><b>12.3 </b>GemÃ¤ss Art. 2.2.2 der alten BauO galt in der Z4 eine AusnÃ¼tzungsziffer von 110 %, wobei ein Arealbonus von 1/10 gewÃ¤hrt wurde. Mit <b>Art. 18 BauO</b> soll in der Zone Z4 weiterhin eine AusnÃ¼tzungsziffer von 1.1 gelten, jedoch wurde neu auch ein AusnÃ¼tzungsbonus von 10 % fÃ¼r Gross- und betagtengerechte Wohnungen eingefÃ¼hrt und derjenige fÃ¼r ArealÃ¼berbauungen auf 20 % erhÃ¶ht. </p> <p class="Urteilstext">Die bisherige Zentrumszone Z4 wurde mit den ZonenplanÃ¤nderungen Nrn. 7 und 14 in Richtung Norden und Osten erweitert. Da diese beiden Ãnderungen von der Baurekurskommission zu Recht aufgehoben worden sind, ist vorliegend lediglich zu prÃ¼fen, ob der Bestimmung auch mit Bezug auf die ursprÃ¼ngliche Z4 zu Recht die Genehmigung versagt wurde. Da das ursprÃ¼ngliche Gebiet der Z4 zumindest teilweise sowohl tagsÃ¼ber als auch in der ersten Nachtstunde mit FluglÃ¤rm Ã¼ber dem Immissionsgrenzwert belastet wird, erweist sich die Nichtgenehmigung grundsÃ¤tzlich als recht- und zweckmÃ¤ssig. </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 schlug allerdings bereits im Genehmigungsverfahren vor, Art. 18 BauO (sowie die ebenfalls nicht genehmigten Art. 40 und 43 BauO) kÃ¶nnten mit einer Fussnote ergÃ¤nzt werden, wonach der Bonus fÃ¼r spezielle Wohnformen und fÃ¼r ArealÃ¼berbauungen bei Ãberschreiten des Immissionsgrenzwerts nicht kumuliert oder aber je nur zur HÃ¤lfte in Anspruch genommen werden dÃ¼rften. Ein solches Vorgehen lehnte der Regierungsrat explizit ab, da es ihm nicht zustehe, kommunale Regelungen mit eigenen Bestimmungen zu ergÃ¤nzen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 bringt dagegen im Beschwerdeverfahren vor, es entspreche durchaus der Praxis des Regierungsrats, die GÃ¼ltigkeit von BZO-Bestimmungen bei ihrer Genehmigung auf bestimmte FÃ¤lle oder Gebiete zu beschrÃ¤nken. Bei Art. 3.5.1 der alten BauO betreffend die ZulÃ¤ssigkeit von Aussenantennen etwa habe er den Hinweis âgilt nicht in den Kernzonenâ eingefÃ¼gt. </p> <p class="Urteilstext">Der Einwand ist nicht stichhaltig. Selbst wenn der Regierungsrat in EinzelfÃ¤llen mit einer eingeschrÃ¤nkten Genehmigung solche Fussnoten veranlasst hat, so bestand vorliegend kein Grund fÃ¼r eine derartige Teilgenehmigung. Wie die BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 mit ihrem Vorschlag selber aufzeigt, gÃ¤be es verschiedene MÃ¶glichkeiten, den Anwendungsbereich der Bestimmung einzuschrÃ¤nken. Es sind sogar weitere als die beiden vorgeschlagenen denkbar â so etwa Verzicht auf den Bonus fÃ¼r spezielle Wohnformen und Reduktion des Bonus fÃ¼r ArealÃ¼berbauungen auf 10 %. Zudem wÃ¤re auch die BeschrÃ¤nkung âbei Ãberschreitung der Immissionsgrenzwerteâ anders als etwa âin den Kernzonenâ als geografische Eingrenzung zu unbestimmt und damit ungeeignet. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass der Regierungsrat der Bonusregelung von Art. 18 BauO vollstÃ¤ndig und nicht nur teilweise die Genehmigung verweigerte. </p> <p class="Erwgung2"><b>12.4 </b>Die in <b>Art. 19 Abs. 5 BauO</b> enthaltene WohnanteilbeschrÃ¤nkung in bestimmten Teilen der WG3 und WG4 auf 80 % beschlÃ¤gt die strittigen Ãnderungen Nrn. 5, 6, 51 und 52, welche von der Baurekurskommission zu Recht aufgehoben wurden. Die Bestimmung wirkt sich ausserdem aber auch auf die im Rekursverfahren nicht strittige Ãnderung Nr. 53 aus, ein Gebiet, das in der ersten Nachtstunde ebenfalls mit FluglÃ¤rm Ã¼ber dem Immissionsgrenzwert belastet ist. Da jedoch Art. 19 Abs. 5 BauO nur eine WohnanteilbeschrÃ¤nkung beinhaltet und selber keine ErhÃ¶hung der Wohnnutzung ermÃ¶glicht, gibt es keinen Grund fÃ¼r dessen Nichtgenehmigung. </p> <p class="Urteilstext">Zwar lÃ¤sst die Ãberschreitung der Immissionsgrenzwerte im Gebiet der Ãnderung Nr. 53 die Aufzonung von der W3 50 % in die WG3 60 % durchaus ebenfalls als unzweckmÃ¤ssig erscheinen. Da der Regierungsrat diese Ãnderung jedoch genehmigt hat, verbietet sich dem Verwaltungsgericht die ÃberprÃ¼fung dieser Aufzonung (§ 63 Abs. 2 VRG). Jedenfalls wird die LÃ¤rmproblematik in dieser Zone durch das Aufrechterhalten von Art. 19 Abs. 5 BauO eher entschÃ¤rft.</p> <p class="Erwgung2"><b>12.5 </b>Art. 3.1.3 der alten BauO gewÃ¤hrte einen AusnÃ¼tzungsbonus fÃ¼r alle Zonen, in denen ArealÃ¼berbauungen zugelassen waren, von hÃ¶chstens 1/10 der zonengemÃ¤ssen AusnÃ¼tzung. Mit der neuen Bestimmung von <b>Art. 40 BauO</b> soll dieser Bonus nun in den Zonen Z4 und WG4 auf 1/5 erhÃ¶ht werden. </p> <p class="Urteilstext">Diese ErhÃ¶hung wirkt sich auch ausserhalb der strittigen Ãnderungen aus, so in der ursprÃ¼nglich ausgeschiedenen Z4 und nÃ¶rdlich sowie westlich der Ãnderung Nr. 51. Diese Gebiete liegen in Bereichen, wo der Immissionsgrenzwert ebenfalls Ã¼berschritten ist. Die entsprechende Nichtgenehmigung ist daher nicht zu beanstanden. </p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r eine nur teilweise Genehmigung bestand kein Anlass (vgl. E. 12.3 vorstehend).</p> <p class="Erwgung2"><b>12.6 </b>Art. 3.1.4 der alten BauO erlaubte bei ArealÃ¼berbauungen, dass die zulÃ¤ssige GebÃ¤udelÃ¤nge Ã¼berschritten und die zulÃ¤ssige Geschosszahl um hÃ¶chstens ein Vollgeschoss, ausgenommen in der Einfamilienhauszone, erhÃ¶ht werde. Nach <b>Art. 41 BauO</b> darf nunmehr die zulÃ¤ssige Vollgeschosszahl und die GebÃ¤udehÃ¶he unbeschrÃ¤nkt Ã¼berschritten werden. Bei Ãberschreiten der zulÃ¤ssigen GebÃ¤udehÃ¶he ist aber der Grenzabstand um die MehrhÃ¶he zu erhÃ¶hen. Der maximale Grenzabstand gilt dabei nicht. </p> <p class="Urteilstext">Diese Bestimmung betrifft ausschliesslich Geschosszahl und GebÃ¤udehÃ¶he, nicht aber die AusnÃ¼tzung. Es ist daher nicht nachvollziehbar, weshalb ihr die Genehmigung aus LÃ¤rmschutzgrÃ¼nden versagt wurde. Obwohl gemÃ¤ss Art. 38 und 39 BauO ArealÃ¼berbauungen bereits ab einer relativ kleinen ArealflÃ¤che von 2â500 m<sup><span>2</span></sup> gestattet sind, dÃ¼rfte die AusnÃ¼tzbarkeit eines konkreten GrundstÃ¼cks praktisch nie durch Geschosszahl und GebÃ¤udehÃ¶he, sondern allein Ã¼ber die AusnÃ¼tzungsziffer limitiert werden. Auch die MÃ¶glichkeit der AusnÃ¼tzungsÃ¼bertragung, welche die BeschwerdefÃ¼hrerin II.1 zur BegrÃ¼ndung der Nichtgenehmigung ins Feld fÃ¼hrt, ist kein Ã¼berzeugendes Argument. AusnÃ¼tzung kann unabhÃ¤ngig von der Geschosszahl und GebÃ¤udehÃ¶he Ã¼bertragen werden und erÃ¶ffnet MehrausnÃ¼tzungsmÃ¶glichkeiten auch ohne Aufzonung. Die diesbezÃ¼gliche Nichtgenehmigung ist daher aufzuheben.</p> <p class="Erwgung2"><b>12.7 </b><b>Art. 43 BauO</b> gewÃ¤hrt einen AusnÃ¼tzungsbonus von 10 % fÃ¼r spezielle â nÃ¤her umschriebene â Wohnformen. Da sich diese Bestimmung generell in allen dem Wohnen zugÃ¤nglichen Zonen auswirkt und diese teilweise in Bereichen liegen, wo die Immissionsgrenzwerte Ã¼berschritten sind, erfolgte die Nichtgenehmigung in diesem Punkt ebenfalls zu Recht. </p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r eine nur teilweise Genehmigung bestand kein Anlass (vgl. E. 12.3 vorstehend).</p> <p class="Erwgung2"><b>12.8 </b><b>Art. 59 BauO</b> gilt fÃ¼r Flachdachbauten in den Zonen W2, W3, W4, W5, WG2, WG3 und WG4 und ermÃ¶glicht ein zusÃ¤tzliches Vollgeschoss unter Festlegung der einzelnen GebÃ¤udehÃ¶hen (Abs. 1), regelt die Firstrichtung fÃ¼r den Ansatz der Profillinie (Abs. 2) und gewÃ¤hrt AusnÃ¼tzungszuschlÃ¤ge von 1/5 bis 1/2 der GrundausnÃ¼tzung (Abs. 3). </p> <p class="Urteilstext">Abs. 3 dieser Bestimmung gewÃ¤hrt eine AusnÃ¼tzungserhÃ¶hung, welche teilweise auch in Gebieten mit Ãberschreitung der Immissionsgrenzwerte zum Tragen kommt. Sie erweist sich daher als nicht genehmigungsfÃ¤hig. Dabei kommt es entgegen den Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 nicht auf das Motiv der Bestimmung an, ob damit etwa in erster Linie die baurechtlichen Nachteile von Flachdachbauten gegenÃ¼ber GebÃ¤uden mit SchrÃ¤gdÃ¤chern hÃ¤tten kompensiert werden sollen. </p> <p class="Urteilstext">Indessen ist nicht nachvollziehbar, weshalb die Abs. 1 und 2 der Bestimmung, welche ausschliesslich GebÃ¤udehÃ¶he und Profillinie vorgeben, nicht genehmigt worden sind. Insofern ist die Genehmigungsverweigerung aufzuheben. </p> <p class="Erwgung2"><b>12.9 </b><b>Art. 64 BauO</b> bestimmt, dass der maximale Wohnanteil gemÃ¤ss den Art. 17 bis 19 BauO (genauer Art. 17 Abs. 4 und 19 Abs. 5 BauO) Ã¼berschritten werden darf, wenn alle lÃ¤rmempfindlichen RÃ¤ume mit einer KomfortlÃ¼ftung ausgestattet sind und alle Wohnungen Ã¼ber einen geeigneten lÃ¤rmgeschÃ¼tzten Aussenraum verfÃ¼gen. Soweit sich Art. 64 BauO auf Art. 17 Abs. 4 BauO bezieht, fehlt ihm aufgrund der zulÃ¤ssigen Nichtgenehmigung letzterer Bestimmung ein Anwendungsbereich (vgl. E. 12.2 vorstehend). Soweit sie sich auf Art. 19 Abs. 5 BauO bezieht, kann sie infolge Aufhebung der Ãnderungen Nrn. 5, 6, 51 und 52 nur noch im Bereich der nicht strittigen Ãnderung Nr. 53 zur Anwendung gelangen (vgl. E. 12.4 vorstehend). Da diese Ãnderung jedoch ebenfalls nicht genehmigungsfÃ¤hig gewesen wÃ¤re, erscheint es im Ergebnis als zulÃ¤ssig, dass der Regierungsrat auch Art. 64 BauO im ganzen Umfang die Genehmigung versagt hat. </p> <p class="Urteilstext"><span>Zu Art. 65 BauO, welcher die Gestaltung des lÃ¤rmgeschÃ¼tzten Aussenraums betrifft und damit den Bestand von Art. 64 BauO voraussetzt, Ã¤ussert sich der Genehmigungsentscheid nicht. Er dÃ¼rfte zumindest sinngemÃ¤ss als ebenfalls aufgehoben gelten. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>13. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>13.1 </b>In Disp.-Ziff. III lud der Regierungsrat die BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 ein, unerschlossene Bauzonen fÃ¼r lÃ¤rmempfindliche Nutzungen im Sinn von Art. 24 Abs. 2 USG einer weniger lÃ¤rmempfindlichen Nutzungsart zuzufÃ¼hren. </p> <p class="Erwgung2"><b>13.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 bringt dagegen vor, der Anordnung fehle eine BegrÃ¼ndung, sie sei daher wegen GehÃ¶rsverletzung aufzuheben. Der Einwand erfolgt zu Unrecht. Der Regierungsrat hatte hierzu nÃ¤mlich erwogen, die Vorlage und der ErlÃ¤uterungsbericht gÃ¤ben keinen Aufschluss darÃ¼ber, ob die erforderlichen Umzonungen fÃ¼r nicht erschlossene Areale in der Bauzone vorgenommen worden seien. </p> <p class="Erwgung2"><b>13.3 </b>In der Sache macht die BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 geltend, keine der vorbestehenden Bauzonen sei unerschlossen im Sinn von Art. 24 Abs. 2 USG. Ob diese Behauptung zutrifft, lÃ¤sst sich aufgrund der Akten nicht beantworten, denn es fehlen jegliche Untersuchungen zu diesem Thema (vgl. auch vorstehende E. 7.4.4). Dies hat den Regierungsrat gerade zur entsprechenden Aufforderung an die BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 veranlasst, ohne dass er allerdings daraus auch die Konsequenz gezogen hÃ¤tte, allen ZonenplanÃ¤nderungen in Gebieten mit FluglÃ¤rmimmissionen Ã¼ber den Planungswerten die Genehmigung zu verweigern. </p> <p class="Erwgung1"><b>14. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>14.1 </b>Die BZO weist zwei Kernzonen aus, eine in Egetswil und eine im Ortsteil Gerlisberg, welcher als geschÃ¼tztes Ortsbild von regionaler Bedeutung eingestuft ist. Art. 2.1.8 der bisherigen BauO enthielt eine detaillierte Regelung Ã¼ber die Dachgestaltung in der Kernzone, insbesondere betreffend Dachform, Belichtung, Aufbauten, Quergiebel, DachflÃ¤chenfenster, Einordnung, Dacheinschnitte und -vorsprÃ¼nge. Mit <b>Art. 13 BauO </b>soll die Dachgestaltung in der Kernzone neu geregelt werden. Nach Abs. 1 sind HauptgebÃ¤ude nur mit SatteldÃ¤chern zulÃ¤ssig. Nach Abs. 2 sind Dachgeschosse in der Regel giebelseitig zu belichten. FÃ¼r die ausreichende Belichtung von DachrÃ¤umen sind DachflÃ¤chenfenster und Dachaufbauten zulÃ¤ssig, Dachaufbauten allerdings nur im ersten Dachgeschoss. Dacheinschnitte sind nicht gestattet. Es ist besonders auf ruhige und weitgehend geschlossene DachflÃ¤chen zu achten. Sonnenkollektoren sind bei guter Gestaltung zulÃ¤ssig.</p> <p class="Erwgung2"><b>14.2 </b>Der Regierungsrat erachtete diese Bestimmung als zum Schutz des Ortsteils Gerlisberg ungenÃ¼gend. Die Vorschriften seien zu wenig bestimmt. Weder sei die GrÃ¶sse von Dachaufbauten und DachflÃ¤chenfenstern begrenzt noch deren BeschrÃ¤nkung auf das erste Dachgeschoss vorgenommen worden. Die EinschrÃ¤nkung, dass auf eine ruhige und weitgehend geschlossene Dachlandschaft geachtet werden mÃ¼sse, genÃ¼ge nicht.</p> <p class="Erwgung2">Die BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 macht dagegen geltend, Massvorschriften fÃ¼r Dachaufbauten und DachflÃ¤chenfenster seien weder erforderlich noch zweckmÃ¤ssig. Wo die Belichtung der DachrÃ¤ume Ã¼ber die Giebelseite genÃ¼ge, seien Dachaufbauten und DachflÃ¤chenfenster nicht zugelassen. Auch die fÃ¼r die Belichtung notwendigen Dachaufbauten und DachflÃ¤chenfenster seien zu verweigern, wenn die DachflÃ¤che dadurch nicht mehr ruhig und weitgehend geschlossen in Erscheinung trete. Maximalmasse, wie sie der Regierungsrat wÃ¼nsche, lÃ¶sten Begehrlichkeiten aus und wÃ¼rden zu einer Normarchitektur fÃ¼hren. Die Zulassung von DachflÃ¤chenfenstern im 2. Dachgeschoss fÃ¼hre unter UmstÃ¤nden zu einer besseren LÃ¶sung als die Konzentration allfÃ¤lliger DachflÃ¤chenfenster im ersten Dachgeschoss. Ausbau und Nutzung brachliegender Dachgeschosse landwirtschaftlicher Bauten stÃ¼nden im Interesse der Siedlungsentwicklung nach innen. Das generelle Verbot von BelichtungsmÃ¶glichkeiten im zweiten Dachgeschoss kÃ¶nne zu einem Nutzungsverbot dieses Geschosses fÃ¼hren. Der Regierungsrat beanstande zu Recht nicht, dass Sonnenkollektoren auch im Bereich eines zweiten Dachgeschosses in Betracht kÃ¤men. DachflÃ¤chenfenster liessen sich so in KollektorflÃ¤chen integrieren, dass sie kaum unterscheidbar seien. Nach § 7 in Verbindung mit Ziff. 1.4.1.4 Anhang der Bauverfahrensverordnung vom 3. Dezember 1997 (BVV) mÃ¼sse ohnehin jedes Bauvorhaben in Gerlisberg von der Baudirektion darauf geprÃ¼ft werden, ob es genÃ¼gend RÃ¼cksicht auf das Ortsbild nehme. Dadurch sei eine InterventionsmÃ¶glichkeit der kantonalen BehÃ¶rden sichergestellt.</p> <p class="Erwgung2"><b>14.3 </b>Die Kritik der BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 ist Ã¼berzeugend und wird von der Baudirektion in ihrer Beschwerdeantwort mit keinem Wort erwidert. Die neue Bestimmung von Art. 13 BauO erscheint zwar weniger detailliert als die bisherige, sie ist aber nicht in jedem Fall weniger einschrÃ¤nkend. Gerade DachflÃ¤chenfenster und Dachaufbauten dÃ¼rfen neu nur fÃ¼r die ausreichende Belichtung erstellt werden, wÃ¤hrend sie bisher in bestimmter Form bzw. GrÃ¶sse unter Abstimmung von Farbe und Material im ersten Dachgeschoss generell bzw. auf der Hofseite zulÃ¤ssig waren. Auch werden entgegen dem regierungsrÃ¤tlichen Beschluss die Dachaufbauten durchaus nach wie vor auf das erste Dachgeschoss beschrÃ¤nkt. Zusammen mit dem Gebot, besonders auf ruhige und weitgehend geschlossene DachflÃ¤chen zu achten, erscheint es durchaus mÃ¶glich, dem Ortsbild Gerlisberg, das bisher von weitgehend geschlossenen DachflÃ¤chen landwirtschaftlicher GebÃ¤ude geprÃ¤gt ist, Rechnung zu tragen. </p> <p class="Urteilstext">Schliesslich besteht auch mit Blick auf andere Kernzonenordnungen kein Anlass, an der genÃ¼genden Bestimmtheit der Vorschrift zu zweifeln. Die diesbezÃ¼gliche Nichtgenehmigung ist daher aufzuheben.</p> <p class="Erwgung1"><b>VB.2008.00494 â Beschwerde A/B gegen den Entscheid der Baurekurskommission vom 4. September 2008</b></p> <p class="Erwgung1"><b>15. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrer I.1 und I.2 verlangten eine Sistierung des Beschwerdeverfahrens, bis das Rechtsmittel Ã¼ber den privaten Gestaltungsplan HÃ¶ch Huus/Gerbegasse vom 8. April 2008 entweder durch einen rechtskrÃ¤ftigen Entscheid der Baurekurskommission abgeschlossen oder gegen jenen Entscheid ebenfalls eine Beschwerde beim Verwaltungsgericht eingereicht worden sei. </p> <p class="Urteilstext">Die Baurekurskommission hat am 5. MÃ¤rz 2009 einen von den beiden BeschwerdefÃ¼hrenden I erhobenen Rekurs gegen den privaten Gestaltungsplan HÃ¶ch Huus/Gerbegasse abgewiesen. Gegen diesen Rekursentscheid haben die BeschwerdefÃ¼hrenden I am 9. April 2009 Beschwerde erhoben (VB.2009.00191). FÃ¼r eine Sistierung des vorliegenden Beschwerdeverfahrens besteht damit auch nach der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrenden I selber kein Anlass.</p> <p class="Erwgung1"><b>16. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>16.1 </b>Die Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrenden I richtet sich gegen die in Art. 18 BauO fÃ¼r die Zone Z4 vorgesehene Grenzabstandsregelung. Diese sieht einen Grundgrenzabstand von 5 m, einen ab dem 2. Obergeschoss geltenden MehrlÃ¤ngenzuschlag von 1/4 der MehrlÃ¤nge Ã¼ber 16 m und einen maximalen Grenzabstand von 12,5 m vor. Diese Vorschriften wÃ¤ren auf das GrundstÃ¼ck der BeschwerdefÃ¼hrenden I an der Kalchengasse 01 im Rahmen der Umzonung von der Kernzone K2 in die Zentrumszone Z4 anwendbar geworden (ZonenplanÃ¤nderung Nr. 7). Nachdem diese Umzonung jedoch von der Baurekurskommission zu Recht aufgehoben worden ist, fragt es sich, ob damit dem Anliegen der BeschwerdefÃ¼hrenden I bereits entsprochen ist.</p> <p class="Urteilstext">Das GrundstÃ¼ck der BeschwerdefÃ¼hrenden I liegt im Randbereich der ZonenplanÃ¤nderung Nr. 7 und damit im Nachbarbereich der bereits bisher bestehenden Zentrumszone Z4, welche westlich zwischen der Gerbegasse und der Schaffhauserstrasse und nordÃ¶stlich in der Ecke Dorfstrasse/Kirchgasse ausgeschieden war. Hier galt nach Art. 2.2.2 in Verbindung mit Art. 4.1.1 der alten BauO bereits ein Grundabstand von 5 m und ein MehrlÃ¤ngenzuschlag von 1/3 der MehrlÃ¤nge Ã¼ber 12 m, dies bis auf maximal 10 m im 1. Obergeschoss und 12,5 m ab dem 2. Obergeschoss. </p> <p class="Erwgung2"><b>16.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrer I.1 und I.2 legitimierten ihren Rekurs vor der Baurekurskommission ausschliesslich mit BefÃ¼rchtungen, wonach die Zone Z4 auf dem nÃ¶rdlichen NachbargrundstÃ¼ck, welches mit ihrem zusammen umgezont worden war, enorme VerdichtungsmÃ¶glichkeiten erÃ¶ffne, die sich hinsichtlich HÃ¶he und NÃ¤he der BaukÃ¶rper nachteilig auf ihre Liegenschaft auswirken werden. Eine Betroffenheit durch die mit Art. 18 BauO etwas verringerten AbstÃ¤nde in der nahe gelegenen ursprÃ¼nglichen Zone Z4 machten sie jedoch nicht geltend. Unter diesen UmstÃ¤nden ist davon auszugehen, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden I kein Ã¼ber die Aufhebung der ZonenplanÃ¤nderung Nr. 7 hinausgehendes Interesse an der Anfechtung haben. </p> <p class="Erwgung2"><b>16.3 </b>Die Aufhebung der ZonenplanÃ¤nderung Nr. 7 kommt einer teilweisen Gutheissung der Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrenden I betreffend die in diesem Bereich neu geltenden GrenzabstÃ¤nde gleich. Soweit sie mit ihrem Rekursantrag indessen mehr als dies verlangten, hÃ¤tte die Baurekurskommission auf den Rekurs gar nicht eintreten dÃ¼rfen. Soweit sie demnach auch mit ihrem Beschwerdeantrag die GrenzabstÃ¤nde der ursprÃ¼nglich ausgeschiedenen Zone Z4 geÃ¤ndert haben wollen, ist ihre Beschwerde im Ergebnis mangels Legitimation abzuweisen. </p> <p class="Urteilstext"><b>Fazit und Nebenfolgen</b></p> <p class="Erwgung1"><b>17. </b> </p> <p class="Erwgung2">Die Beschwerde VB.2008.00494 ist mit Bezug auf die mit der ZonenplanÃ¤nderung Nr. 7 neu festgelegten GrenzabstÃ¤nde gutzuheissen, im Ãbrigen aber abzuweisen.</p> <p class="Urteilstext">Dem Verfahrensausgang entsprechend wÃ¤ren demnach die Kosten des Rekursverfahrens je hÃ¤lftig auf die BeschwerdefÃ¼hrer I.1/I.2 und die BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 zu verteilen gewesen (§ 13 Abs. 2 VRG). Dies ist mit dem vorliegenden Beschwerdeentscheid zu korrigieren. Bei der ProzessentschÃ¤digung bedarf es hingegen keiner Korrektur, da die Baurekurskommission keine UmtriebsentschÃ¤digungen zugesprochen hat.</p> <p class="Urteilstext">Das Beschwerdeverfahren VB.2008.00494 nimmt von den gesamten Kosten des vereinigten Beschwerdeverfahrens ca. 1/10 in Anspruch. Dieser Kostenanteil ist je hÃ¤lftig auf die Parteien zu verteilen. Mangels Ã¼berwiegenden Obsiegens sind auch hier keine ParteientschÃ¤digungen zuzusprechen.</p> <p class="Erwgung1"><b>18. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde VB.2008.00601 der BeschwerdefÃ¼hrerin II.1 gegen den Baurekurskommissionsentscheid vom 13. November 2008 ist vollumfÃ¤nglich abzuweisen. DemgegenÃ¼ber ist die gegen den gleichen Entscheid gerichtete Beschwerde VB.2008.00604 der BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 mit Bezug auf diejenigen Ãnderungen, welche in unter dem Planungswert belasteten Gebieten liegen, teilweise gutzuheissen. DemgemÃ¤ss sind die Ãnderungen Nrn. 32, 33, 35 und 38 zu bestÃ¤tigen. Soweit die Baurekurskommission die Sache im Ãbrigen an die BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 zurÃ¼ckgewiesen hat, treten die fÃ¼r das weitere Vorgehen massgebenden ErwÃ¤gungen des Verwaltungsgerichts (E. 6 bis 8) an die Stelle derjenigen im Rekursentscheid. </p> <p class="Urteilstext">Die Baurekurskommission hat die Kosten ihres Rekursverfahrens den BeschwerdefÃ¼hrerinnen II.1 und II.2 je zur HÃ¤lfte auferlegt. Bei dieser Kostenauflage kann es trotz der angezeigten BestÃ¤tigung von 4 der angefochtenen 36 ZonenplanÃ¤nderungen bleiben. Auch erscheint es angebracht, keine der beiden Seiten zur Zahlung einer ParteientschÃ¤digung zu verpflichten. </p> <p class="Urteilstext">Die Kosten der beiden den Rekursentscheid vom 13. November 2008 betreffenden Beschwerdeverfahren VB.2008.00601 und VB.2008.00604 machen ca. die HÃ¤lfte der Gesamtkosten aus. Sie sind ebenfalls je zur HÃ¤lfte auf die BeschwerdefÃ¼hrerinnen II.1 und II.2 zu verteilen. ParteientschÃ¤digungen sind bei diesem Verfahrensausgang nicht gerechtfertigt.</p> <p class="Erwgung1"><b>19. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde VB.2010.00100 gegen den Regierungsratsentscheid ist bezÃ¼glich der Nichtgenehmigung von Art. 13, Art. 19 Abs. 5, Art. 41 sowie Art 59 Abs. 1 und 2 BauO (Disp.-Ziff. II) gutzuheissen und im Ãbrigen abzuweisen. Es bleibt der BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 Ã¼berlassen, ob und inwieweit sie die zu Recht nicht genehmigten Bestimmungen Ã¼berarbeiten bzw. ihnen nur dort Geltung verschaffen will, wo keine Konflikte zum LÃ¤rmschutzrecht bestehen.</p> <p class="Urteilstext">Der Regierungsrat hat fÃ¼r seinen Entscheid keine Kosten erhoben.</p> <p class="Urteilstext">Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, auf welches ca. 2/5 der Gesamtkosten fallen, sind zu 3/4 der BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 aufzuerlegen. Diese hat die zu Recht nicht genehmigten Festlegungen zu vertreten. 1/4 des auf diese Beschwerde fallenden Kostenanteils sind jedoch der BeschwerdefÃ¼hrerin II.1 aufzuerlegen, welche als Mitbeteiligte immerhin fÃ¼r die BestÃ¤tigung aller nicht genehmigter Festlegungen â mit Ausnahme von Art. 13 BauO â plÃ¤diert hat. </p> <p class="Erwgung1"><b>20. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die aufgezeigte Erledigung der vier Beschwerden stellt teilweise Endentscheid (VB.20008.00494 und VB.2010.00100) und teilweise Teil- sowie Zwischenentscheid dar (VB.2008.00601 und VB.2008.00604). Die Anfechtbarkeit von Zwischenentscheiden richtet sich nach Art. 91 und 93 BGG.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde VB. 2008.00494 wird mit Bezug auf die infolge der ZonenplanÃ¤nderung Nr. 7 neu geltenden GrenzabstÃ¤nde gutgeheissen, im Ã¼brigen Umfang aber abgewiesen. DemgemÃ¤ss werden der Entscheid der Baurekurskommission IV vom 4. September 2008 und der Beschluss des Gemeinderates Kloten vom 2. Oktober 2007 aufgehoben, soweit dies die ZonenplanÃ¤nderung Nr. 7 betrifft. </span></p> <p class="Einzug2"><span> In AbÃ¤nderung von Disp.-Ziff. 2 des Rekursentscheids werden die Kosten des Rekursverfahrens Ã¼ber Fr. 3â338.- je zu 1/4 den BeschwerdefÃ¼hrern I.1 und I.2, beide solidarisch haftend fÃ¼r die HÃ¤lfte der Kosten, und zur HÃ¤lfte der BeschwerdefÃ¼hrerin II.2 auferlegt. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Beschwerde VB.2008.00601 wird abgewiesen; die Beschwerde VB.2008.00604 wird teilweise gutgeheissen. DemgemÃ¤ss werden in teilweiser Aufhebung des Entscheids der Baurekurskommission IV vom 13. November 2008 die ZonenplanÃ¤nderungen Nrn. 32, 33, 35 und 38 gemÃ¤ss Beschluss des Gemeinderates Kloten vom 2. Oktober 2007 bestÃ¤tigt. Im Ãbrigen wird die Beschwerde VB.2008.00604 abgewiesen und die erfolgte RÃ¼ckweisung im Sinn der ErwÃ¤gungen bestÃ¤tigt. </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Beschwerde VB.2010.00100 wird teilweise gutgeheissen. DemgemÃ¤ss wird Disp.-Ziff. II des Beschlusses des Regierungsrats vom 27. Januar 2010 aufgehoben, soweit darin die Art. 13, Art 19 Abs. 5, Art. 41 sowie Art. 59 Abs. 1 und 2 BauO nicht genehmigt wurden. Im Ã¼brigen Umfang wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 16'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 360.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 16'360.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Die Gerichtskosten werden den Parteien wie folgt auferlegt:</span></p> <p class="Einzug2"><span>·<span> </span></span><span>den BeschwerdefÃ¼hrern I.1 und I.2: je 1/40 solidarisch fÃ¼r 1/20</span></p> <p class="Einzug2"><span>·<span> </span></span><span>der BeschwerdefÃ¼hrerin II.1: 7/20</span></p> <p class="Einzug2"><span>·<span> </span></span><span>der BeschwerdefÃ¼hrerin II.2: 12/20</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Es werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Urteilstext">9. Mitteilung anâ¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>