<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00275</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203991&amp;W10_KEY=13013569&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00275</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.02.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Einordnung von Plakatwerbestellen in anspruchsvoll gestaltetem Strassenraum. Ermessenskontrolle durch die BRK. Ermessensspielraum der kommunalen Baubehörde bei der Anwendung von § 238 PBG. Die Rekursinstanz darf nicht ihr Ermessen an die Stelle desjenigen der kommunalen Baubehörde setzen, wenn der Einordnungsentscheid auf einer vertretbaren Würdigung der massgeblichen tatsächlichen Situation beruht (E. 3). Der Überprüfung der Plakatwerbestellen bezüglich ihrer Einordnung im Sinne von § 238 Abs. 1 PBG ist eine objektive Betrachtungsweise zugrunde zu legen (E. 4). Die Würdigung der streitigen Plakatwerbestellen durch die Bewilligungsbehörde erweist sich als nachvollziehbar und vertretbar. Da die Vorinstanz zu Unrecht in den Ermessenspielraum der kommunalen Bewilligungsbehörde eingegeriffen hat, erweist sich ihr Entscheid, die Bauverweigerung für 7 Plakatwerbestellen aufzuheben, als rechtswidrig. Gutheissung (E. 6).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUMALLEE">BAUMALLEE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSENSSPIELRAUM">ERMESSENSSPIELRAUM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLAKATWERBESTELLE">PLAKATWERBESTELLE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSVERLETZUNG">RECHTSVERLETZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORGARTEN">VORGARTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHNZONE">WOHNZONE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 238 Abs. I PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 25. Juli 2002 verweigerte das Amt fÃ¼r StÃ¤dtebau der Stadt ZÃ¼rich der A AG die baurechtliche Bewilligung von vier Plakatstellen im Format von 170 cm x 130 cm x 8 cm (einseitig, unbeleuchtet und jeweils in Zweiergruppen aufgestellt) auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. WD4742 an der Albisriederstrasse 108 in ZÃ¼rich. Hiergegen erhob die A AG am 28. August 2002 Rekurs.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 21. August 2002 verweigerte das Amt fÃ¼r StÃ¤dtebau der A AG die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r die Errichtung von insgesamt neun Plakatstellen im Format von 170 cm x 130 cm x 8 cm (einseitig, unbeleuchtet) auf den GrundstÃ¼cken Kat.-Nrn. WD6592, WD6590, WD6588, WD6586 an der Albisriederstrasse 110 bis 156 in ZÃ¼rich 3. Diesen Entscheid focht die A AG am 23. September 2002 an. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Entscheid vom 6. Juni 2003, in welchem die beiden Verfahren vereinigt wurden, hiess die Baurekurskommission I nach DurchfÃ¼hrung eines Kommissionsaugenscheins den Rekurs betreffend die Plakatstellen auf Kat.-Nr. WD4742 an der Albisriederstrasse 108 ganz und denjenigen betreffend die Plakatstellen auf den GrundstÃ¼cken Albisriederstrasse 110 bis 156 teilweise gut; eine befriedigende Einordnung sei hier ohne weiteres gegeben. Demnach wurde das Amt fÃ¼r StÃ¤dtebau eingeladen, die nachgesuchten Baubewilligungen fÃ¼r die Plakatwerbestellen auf Kat.-Nr. 4742 an der Albisriederstrasse 108 (zwei Zweiergruppen) sowie fÃ¼r diejenigen auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 6592 an der Albisriederstrasse 156 (eine Dreiergruppe) zu erteilen. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 20. August 2003 beantragte die Stadt ZÃ¼rich, vertreten durch das Amt fÃ¼r StÃ¤dtebau, den angefochtenen Entscheid der Baurekurskommission I vom 6. Juni 2003 insoweit aufzuheben, als sie damit eingeladen wurde, die umstrittenen Reklameanlagen zu bewilligen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Baurekurskommission I beantragte am 28. August 2003 Abweisung der Beschwerde. Mit Beschwerdeantwort vom 24. September 2003 liess die A AG beantragen, die Beschwerde abzuweisen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Albisriederstrasse weist im Bereich zwischen Aemtlerstrasse und Gutstrasse eine rund 11 m breite Fahrbahn auf, in deren Mitte zwei Tramspuren verlaufen. Die beidseitigen Trottoirs von je rund 3 m Breite sind in regelmÃ¤ssigen AbstÃ¤nden mit hohen BÃ¤umen bestÃ¼ckt. So ist das Strassenbild auf einer LÃ¤nge von Ã¼ber 500 m durch eine Allee geprÃ¤gt. Auf der SÃ¼dseite verlÃ¤uft die Mauer des kunst- und kulturhistorisch wertvollen Friedhofs Sihlfeld. Die HÃ¤userzeile auf der Nordseite besteht aus sechs rechtwinklig zur Strasse orientierten WohnhÃ¤userreihen. Es handelt sich um einheitlich gestaltete und sehr gut erhaltene WohnhÃ¤user aus den Jahren 1935 bis 1946. Die im Vorgartenbereich der GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. WD6586 bis WD6592 befindlichen GrÃ¼nstreifen von ca. 3.5 m sind durch eine ca. 30 cm hohe StÃ¼tzmauer vom Trottoir getrennt. Eine dahinter verlaufende Hecke verstÃ¤rkt die optische Trennung des Wohnbereichs von der Strasse. Die aus der Flucht vortretenden Stirnfassaden der HÃ¤user Nr. 156 bis 132 (Kat.-Nrn. WD6588 bis WD6592), verbunden mit den begrÃ¼nten Eingangsbereichen und nach hinten verlaufenden GÃ¤rten, unterstreichen den Wohncharakter der Ãberbauung. Einzig der auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. WD4742 befindliche Hausteil Albisriederstrasse 108 weist auf seiner Ostseite einen Anbau auf, in der sich ein KleingewerbegeschÃ¤ft befindet. Der Vorgartenbereich besteht aus einer Rabatte. Alle GebÃ¤ude auf diesen in der Wohnzone W4 gelegenen BaugrundstÃ¼cken dienen ausschliesslich Wohnzwecken, mit Ausnahme des genannten Anbaus mit dem KleingewerbegeschÃ¤ft.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>AnlÃ¤sslich des Augenscheins hat die Vorinstanz festgestellt, dass es sich wegen der Baumallee und der stark begrÃ¼nten VorgÃ¤rten um einen anspruchsvoll gestalteten Strassenzug handelt, woran das hohe Verkehrsaufkommen zum vornherein nichts zu Ã¤ndern vermÃ¶ge. Diese WÃ¼rdigung wird auch durch die bei den Akten liegenden Fotografien bestÃ¤tigt und mit Recht von keiner Seite in Frage gestellt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die im vorliegenden Verfahren noch umstrittenen Plakatwerbestellen befinden sich auf den GrundstÃ¼cken Kat.-Nr. WD4742 an der Albisriederstrasse 108 (vier Plakatwerbestellen) und Kat.-Nr. WD6592 an der Albisriederstrasse 156 (eine Dreiergruppe). Mit der Bauverweigerung fÃ¼r die dazwischen projektierten sechs Plakatwerbestellen, die auch von der Vorinstanz mangels befriedigender Einordnung fÃ¼r nicht bewilligungsfÃ¤hig gehalten werden, hat sich die Beschwerdegegnerin abgefunden.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der kommunalen BaubehÃ¶rde steht bei der Anwendung der Ãsthetik-Vorschrift von § 238 PBG ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Trotz grundsÃ¤tzlich umfassender Kognition (§ 20 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]) hat sich die Baurekurskommission bei der ÃberprÃ¼fung solcher Ermessensentscheide ZurÃ¼ckhaltung aufzuerlegen. Ist der Einordnungsentscheid einer kommunalen BaubehÃ¶rde nachvollziehbar, d.h. auf einer vertretbaren WÃ¼rdigung der massgebenden SachumstÃ¤nde beruhend, so hat sie diesen zu respektieren und darf nicht ihr eigenes Ermessen an die Stelle der kommunalen BehÃ¶rde setzen. Die Rekursinstanz darf erst dann eingreifen, wenn sich die vorinstanzliche ErmessensausÃ¼bung als offensichtlich unvertretbar erweist (RB 1981 Nr. 20; KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 20 N.19).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Es geht also um die Frage, ob die Baurekurskommission die von der BeschwerdefÃ¼hrerin vorgenommene Ã¤sthetische WÃ¼rdigung der zwei noch streitigen Plakatgruppen in ihrem baulichen Umfeld, die zur Verweigerung der Bewilligung fÃ¼hrte, fÃ¼r offensichtlich nicht mehr vertretbar halten und damit ohne Rechtsverletzung in den Ermessensspielraum der kommunalen BehÃ¶rde eingreifen durfte.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nach § 238 Abs. 1 PBG sind Bauten, Anlagen und Umschwung fÃ¼r sich und in ihrem Zusammenhang mit der baulichen und landschaftlichen Umgebung im Ganzen und in ihren einzelnen Teilen so zu gestalten, dass eine befriedigende Gesamtwirkung erreicht wird; diese Anforderung gilt auch fÃ¼r Materialien und Farben.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der AbwÃ¤gung, ob eine geplante Reklameanlage im Sinn von § 238 PBG so gestaltet ist, dass eine befriedigende Gesamtwirkung erreicht wird, ist eine objektive Betrachtungsweise zugrunde zu legen (VGr, 18. Juni 1997, BEZ 1997 Nr. 23 E. 4b/aa). Auch wenn den kommunalen BehÃ¶rden bei der Anwendung von § 238 PBG ein besonderer Ermessensspielraum zusteht, hat der Ermessensentscheid nicht nach subjektivem Empfinden, sondern nach objektivierbaren MassstÃ¤ben und mit nachvollziehbarer BegrÃ¼ndung zu erfolgen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die in zwei Zweiergruppen projektierten vier Plakatwerbestellen vor dem Haus Albisriederstrasse 108 wurden vom Amt fÃ¼r StÃ¤dtebau verweigert, weil sie die vorherrschende Ordnung der Strassenflucht mit klarer und einfacher Gliederung der Stirnfassaden der Wohnbauten und der beidseitigen alleeartigen Baumreihen nicht respektierten. In Missachtung insbesondere auch der Dimensionen der FensterÃ¶ffnungen der GebÃ¤ude ignorierten sie die das Quartier prÃ¤gende MassstÃ¤blichkeit. Die bepflanzten ZwischenrÃ¤ume, die Einblick in die HÃ¤userzeilen gewÃ¤hrleisten, wÃ¼rden verstellt, wodurch der Rhythmus der HÃ¤userreihen verloren gehe. Dadurch werde die stÃ¤dtebauliche Gesamtheit der Wohnsiedlung massiv beeintrÃ¤chtigt. Die neun Plakatwerbestellen in Zweier- und Dreiergruppen, gruppenweise freistehend auf dem Trottoirrand zwischen Albisriederstrasse 110 und 156, wurden verweigert, weil sie in baurechtlicher Hinsicht als nutzungsfremde Elemente mehrheitlich keinen klaren Bezug zur Strasse hÃ¤tten und auf den starken Rhythmus der stÃ¤dtebaulichen Figur der HÃ¤userreihe entlang der Allee keinerlei RÃ¼cksicht nÃ¤hmen. Zudem wÃ¼rden sie den verkehrs- und sicherheitspolizeilichen Anforderungen nicht genÃ¼gen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Vorinstanz ist dieser WÃ¼rdigung grÃ¶sstenteils gefolgt. WÃ¤hrend sie die vorgesehene hohe Anzahl von 13 Plakatstandorten auf einer vergleichsweise kurzen Distanz von 200 m als fÃ¼r diesen Strassenzug Ã¤usserst stÃ¶rend beurteilt, hÃ¤lt sie jedoch dafÃ¼r, dass die zwei Zweiergruppen von PlakattrÃ¤gern vor dem Haus Albisriederstrasse 108 (Kat.-Nr. WD4742) sowie die vor dem Wohnhaus Albisriederstrasse 156 (Kat.-Nr. WD6592) vorgesehene Dreiergruppe zugelassen werden mÃ¼ssen. Diese Standorte befÃ¤nden sich je am Anfang und Ende der Ãberbauung. Dass diese sich in einer gestalterischen Ãbergangszone befÃ¤nden, zeige sich daran, dass das sich vor den GebÃ¤uden Albisriederstrasse 144 bis 110 hinziehende MÃ¤uerchen auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. WD4742 nicht weitergefÃ¼hrt werde. Auf diesem GrundstÃ¼ck weise der Vorgarten vielmehr lediglich eine kaum erkennbare tiefe Hecke und mehrere etwa 3 m hohe BÃ¤ume auf. Die Ã¶stlich des Wohnhauses Albisriederstrasse 108 befindlichen GebÃ¤ude wiesen einen nur sehr spÃ¤rlichen oder gar keinen Vorgarten auf, und das Wohnhaus Nr. 108 vollziehe diesen Ãbergang mit einem ein KleingewerbegeschÃ¤ft beherbergenden Anbau. Die sich westlich des BaugrundstÃ¼cks Kat.-Nr. WD6592 befindlichen GrundstÃ¼cke wiesen sodann befestigte VorplÃ¤tze auf, und das zunÃ¤chst anschliessende GrundstÃ¼ck sei mit einem mehrgeschossigen BÃ¼rogebÃ¤ude Ã¼berstellt. Es sei daher nicht nachvollziehbar, wenn den Plakattafeln auf den am westlichen und Ã¶stlichen Ende der Ãberbauung befindlichen GrundstÃ¼cken Kat.-Nr. 6592 und Kat.-Nr. 4742 eine befriedigende Gesamtwirkung abgesprochen werde.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Auffassung der Vorinstanz, dass das als Ã¤usserst stÃ¶rend qualifizierte gesamte Bauvorhaben mit 13 Plakatwerbestellen durch Weglassen der mittleren sechs Plakatwerbestellen zu einem noch befriedenden Erscheinungsbild fÃ¼hren kÃ¶nne, kann kaum gefolgt werden. Auch mit je drei bzw. vier Plakatwerbestellen am westlichen und Ã¶stlichen Rand der Ãberbauung bleibt die BeeintrÃ¤chtigung der baulichen Umgebung mit Bezug auf die WohnhÃ¤user und das Strassenbild erheblich.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ein Grund, der bezÃ¼glich der GrundstÃ¼cke Kat.-Nr. WD4742 und Kat.-Nr. 6592 im Hinblick auf die Einordnung eine Bewilligung geradezu aufdrÃ¤ngen wÃ¼rde, lÃ¤sst sich nicht ausmachen. Der mit AlleebÃ¤umen anspruchsvoll gestaltete Strassenraum in dem den Friedhof Sihlfeld begleitenden TeilstÃ¼ck erfÃ¤hrt bei den HÃ¤usern Albisriederstrasse 108 und 156 keinen derartigen gestalterischen Einbruch, dass sich hier die Plakatwerbestellen nicht mehr stÃ¶rend auswirken wÃ¼rden. Auch der Vorgartenbereich auf Kat.-Nr. WD4742 beim Haus Nr. 108 ist noch begrÃ¼nt, wenn auch nicht im gleichen Stil und weniger gepflegt als bei der HÃ¤userzeile 110 bis 156. Dass der Anbau des Hauses Nr. 108 ein KleingewerbegeschÃ¤ft beherbergt, mindert den Wohncharakter der Ãberbauung nicht. Hinzu kommt, dass dieses Haus bereits das zweite Haus der einheitlichen GesamtÃ¼berbauung ist.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Was die Situation am westlichen Rand der Ãberbauung betrifft, so weisen die an das BaugrundstÃ¼ck Kat.-Nr. WD6592 anschliessenden GrundstÃ¼cke befestigte VorplÃ¤tze auf und grenzt ein mehrgeschossiges GeschÃ¤ftshaus an. Die streitige Plakatwerbestelle steht jedoch rÃ¤umlich und optisch nicht in Bezug zu diesem anschliessenden GeschÃ¤ftshaus, sondern zur Ãberbauung Albisriederstrasse 156 bis 108. Die projektierte Dreiergruppe von PlakatstÃ¤ndern steht im Vorgarten des Hauses vor dem Hintergrund des privaten Aussensitzplatzes der Parterrewohnung. Dass damit das nÃ¤here bauliche Umfeld der gut gestalteten Ãberbauung und deren Wohncharakter empfindlich gestÃ¶rt wird, ist augenfÃ¤llig.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Aber auch unter dem Aspekt der Gesamtwirkung dieses von AlleebÃ¤umen, der Friedhofmauer und der gut gestalteten WohnÃ¼berbauung geprÃ¤gten Strassenzugs, der mit Ausnahme einer auf dem Trottoir zwischen den BÃ¤umen stehenden dreieckigen Reklameanlage fÃ¼r kulturelle Plakate frei von Plakatwerbestellen ist, lÃ¤sst sich die WÃ¼rdigung der BeschwerdefÃ¼hrerin, dass sich auch die drei bzw. vier Plakatwerbestellen am westlichen und Ã¶stlichen Rand der Ãberbauung nicht befriedigend einordnen, vertreten. Die Bauverweigerung lag im Rahmen ihres Ermessens. Deren Aufhebung durch die Rekursinstanz ist daher rechtsverletzend. Die Beschwerde ist gutzuheissen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>7. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Eine ParteientschÃ¤digung steht ihr von vornherein nicht zu. </span></p> <p class="Zwischentitel"><a id="Text12"></a><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Entscheid der Baurekurskommission I vom 6. Juni 2003 wird insoweit aufgehoben, als damit die BeschwerdefÃ¼hrerin unter Kostenfolgen eingeladen wurde, die Bewilligungen fÃ¼r die verweigerten Plakatwerbestellen auf den GrundstÃ¼cken Kat.-Nr. WD4742 und Kat.-Nr. WD6592 zu erteilen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> DemgemÃ¤ss werden die VerfÃ¼gungen des Amts fÃ¼r StÃ¤dtebau vom 25. Juli 2002 und vom 21. August 2002 vollumfÃ¤nglich wieder hergestellt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Kosten des Rekurs- und des Beschwerdeverfahrens werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>5. â¦</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>