Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Geschäfts-Nr.: PE190016-O/U Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter Dr. M. Kriech und Oberrichter lic. iur. A. Huizinga sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. N. Gerber Beschluss vom 24. Juni 2019 in Sachen A.______ AB, Klägerin und Beschwerdeführerin gegen B._____ [Bank], Beklagte und Beschwerdegegnerin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ betreffend Klage auf Aberkennung eines Anspruchs im Lastenverzeichnis (Sistierung, unentgeltliche Rechtspflege) Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Uster vom 6. Mai 2019 (FO170008-I) - 2 - Erwägungen: 1.1. Mit Verfügung vom 6. Mai 2019 nahm das Einzelgericht am Bezirksge- richt Uster (fortan Vorinstanz) der Klägerin und Beschwerdeführerin (fortan Kläge- rin) die ihr mit Verfügung vom 4. März 2019 angesetzte und mit Verfügung vom 1. April 2019 erstreckte Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses im vorinstanz- lichen Verfahren ab und setzte ihr Frist zur Stellungnahme zu ihren finanziellen Verhältnissen im Sinne der Erwägungen an. Ausserdem wies die Vorinstanz den Antrag der Klägerin auf Sistierung des Verfahrens ab (Urk. 4/48 = Urk. 2 S. 4). 1.2. Hiergegen erhob die Klägerin am 14. Mai 2019 Beschwerde mit fo l- genden Anträgen (Urk. 1): " 1. Das Verfahren sei bis zur Erledigung des Prozesses FO170007 C.____ AG und D._____ A.G. gegen die Beschwerdeführerin zu sis- tieren. 2. Im Falle der Abweisung der Sistierung sei für die verlangten G e- richtskosten CHF 20'600.– sinngemäss Art. 164ff OR Lastenver- zeichnis Nr. 11 zu Lasten der grundpfandgesicherten Sc huld 2. Pfandstelle zu belasten." 1.3. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die vorliegen- de Beschwerde sogleich als offensichtlich unzulässig erweist, kann auf weitere Prozesshandlungen verzichtet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 2. Die angefochtene Verfügung wurde der Klägerin am 7. Mai 2019 zuge- stellt (Urk. 4/49). Die Frist zur Einreichung der B eschwerde beträgt 10 Tage (Art. 321 Abs. 2 ZPO), was auch in der Rechtsmittelbelehrung (Urk. 2 Dispositiv Ziffer 5) korrekt angegeben wurde. Die Fris t lief demzufolge am 17. Mai 2019 ab (Art. 142 ZPO). Sie ist eingehalten, wenn Eingaben spätestens am letzten Tag der Frist beim Gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 143 Abs. 1 ZPO). Wird die Eingabe also im Ausland auf- gegeben und die ausländische Post zur Expedition in Anspruch genommen, so ist für die Fristwahrung notwendig, dass entweder die Eingabe vor Fristablauf beim - 3 - Gericht eingeht oder mindestens vor Fristablauf von der Schweizerischen Post zur Weiterleitung in Empfang genommen wird (BSK ZPO - Benn, Art. 143 N 9). Die Postaufgabe der Beschwerde erfolgte am 15. Mai 2019. Die Sendung traf erst am 20. Mai 2019 um 11.35 Uhr an der S chweizerischen G renzstelle ein (vgl. Urk. 1 angeheftete Sendungsverfolgung). Damit ist die Beschwerde verspätet er- hoben worden und es kann auf sie nicht eingetreten werden. 3.1. Die Beschwerde beschlägt einen prozessleitenden Entscheid in einem Klageverfahren auf Aberkennung eines Anspruchs im Lastenverzeichnis . Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von § 9 Abs. 1 in Verbindung mit § 12 der Gerichtsgebührenverordnung auf Fr. 1'000.– festzusetzen. 3.2. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss der Klägerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 3.3. Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuz u- sprechen, der Klägerin zufolge ihres Unterliegens, der Beklagten mangels rel e- vanter Umtriebe (Art. 106 Abs. 1, Art. 95 Abs. 3 ZPO). Es wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.– festgesetzt. 3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden der Klägerin aufer- legt. 4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage des Doppels von Urk. 1, und an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. Die vorinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. - 4 - 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert übersteigt Fr. 30'000.–. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. Zürich, 24. Juni 2019 Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Die Gerichtsschreiberin: lic. iur. N. Gerber versandt am: am