<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2002.00026</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106723&amp;W10_KEY=13013575&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2002.00026</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.07.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 16.09.2003 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>ausserordentliche Einkünfte (Steuerjahr 1998)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Ausserordentliche Einkünfte, Bemessungslücke Eine erstmals im Lückenjahr an den die Gesellschaft beherrschenden Aktionär ausgeschüttete Dividende ist eine ausserordentliche Einkunft im Sinn von Art. 69 StHG. Die nach dem Wechsel des Bemessungssystems regelmässig ausgeschütteten Dividenden haben auf diese Qualifikation keinen Einfluss.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN">ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSERORDENTLICHE EINKUNFT">AUSSERORDENTLICHE EINKUNFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEMESSUNGSLÃCKE">BEMESSUNGSLÃCKE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEMESSUNGSSYSTEM">BEMESSUNGSSYSTEM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DIVIDENDE">DIVIDENDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN">EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuerrechtliche GrundsÃ¤tze mit Verfassung ST: STEUERHARMONISIERUNG">STEUERHARMONISIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SYSTEMWECHSEL">SYSTEMWECHSEL</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 191 BV</span><br/><span class="gerade">§ 154 lit. I StG</span><br/><span class="ungerade">§ 269 StG</span><br/><span class="gerade">§ 275 StG</span><br/><span class="ungerade">Art. 69 StHG</span><br/><span class="gerade">Art. 72 StHG</span><br/><span class="ungerade">Art. 73 StHG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. M. ist mit 51 % an der im Jahr 1993 gegrÃ¼ndeten N. AG beteiligt. Im September 1998 schÃ¼ttete diese Gesellschaft erstmals Dividenden von gesamthaft Fr. 2'375'000.- aus, welche aus dem Gewinn des abgelaufenen GeschÃ¤ftsjahrs 1997/98 finanziert wurden. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Das kantonale Steueramt wÃ¼rdigte die M. ausgerichtete Dividende von Fr. 1'275'000.- mit EinschÃ¤tzungsentscheid vom 22. September 2000 und Einspracheentscheid vom 14. November 2000 als ausserordentliche Einkunft und veranlagte die Eheleute M. hierfÃ¼r mit einer separaten Jahressteuer.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">II. Die Steuerrekurskommission I schÃ¼tzte den Standpunkt des kantonalen Steueramts mit Entscheid vom 31. Januar 2002. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">III. Mit Beschwerde vom 19. MÃ¤rz 2002 liessen die Pflichtigen dem Verwaltungsgericht sinngemÃ¤ss beantragen, es sei festzustellen, dass sie im Steuerjahr 1998 keine aus­serordentlichen EinkÃ¼nfte erzielt hÃ¤tten. Eventualiter verlangten sie, es sei "der die Ã¼bliche AusschÃ¼ttungsquote Ã¼bersteigende Anteil der Dividende einer Jahressteuer 1998 zu unterwerfen"; subeventualiter sei das Verfahren an die Vorinstanz zur Neubeurteilung zurÃ¼ckzu­weisen. Ausserdem verlangten sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Die Steuerrekurskommission I und das kantonale Steueramt schlossen auf Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">1. a) Ausserordentliche EinkÃ¼nfte, die im Kalenderjahr 1998 oder in einem in diesem abgeschlossenen GeschÃ¤ftsjahr erzielt wurden und nach altem Recht â d.h. unter der Herrschaft des frÃ¼heren, auf 1. Januar 1999 aufgehobenen Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 (aStG) â zusammen mit dem Ã¼brigen Einkommen im Steuerjahr 1999 zu besteuern gewesen wÃ¤ren, unterliegen laut § 275 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) in seiner ursprÃ¼nglichen Fassung in der Steuerperiode 1999 einer separaten Jahressteuer, soweit sie die mit ihrer Erzielung zusammenhÃ¤ngenden oder ausserordentlichen Aufwendungen so­wie die verrechenbaren Verluste Ã¼bersteigen. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Als ausserordentliche EinkÃ¼nfte gelten gemÃ¤ss Abs. 2 dieser Vorschrift Kapitalabfindungen fÃ¼r wiederkehrende Leistungen, aperiodische VermÃ¶gensertrÃ¤ge wie EinkÃ¼nfte aus der VerÃ¤usserung oder RÃ¼ckzahlung von Obligationen mit Ã¼berwiegender Einmalverzinsung und Substanzdividenden, Lotteriegewinne und realisierte stille Reserven wie Kapital- und Aufwertungsgewinne auf geschÃ¤ftlichen VermÃ¶genswerten, die AuflÃ¶sung von RÃ¼ckstellungen und die Unterlassung geschÃ¤ftsmÃ¤ssig begrÃ¼ndeter Abschreibungen und RÃ¼ckstellungen.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">b) Der Bundesgesetzgeber hat â aus Anlass des Ãbergangs vom ursprÃ¼nglich festgelegten Differenzsteuerverfahren zum Jahressteuerverfahren bei dem den Kantonen frei stehenden Wechsel des Systems der zeitlichen Bemessung â mit Novelle vom 9. Oktober 1998, in Kraft seit 1. Januar 1999, Art. 69 des Bundesgesetzes Ã¼ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 (StHG) abgeÃ¤ndert. Er hat neu in Abs. 1 bestimmt, dass die Einkommenssteuer der natÃ¼rlichen Personen fÃ¼r die erste Steuerperiode (n) nach dem Wechsel der zeitlichen Bemessung von der Vergangen­heits- zur Gegenwartsbemessung gemÃ¤ss Art. 16 StHG nach neuem Recht veranlagt wird. Laut Art. 69 Abs. 2 StHG unterliegen ausserordentliche EinkÃ¼nfte, die in der Steuerperiode vor dem Wechsel oder in einem GeschÃ¤ftsjahr erzielt werden, das in dieser Periode abgeschlossen wird, fÃ¼r das Steuerjahr, in dem sie zugeflossen sind, einer vollen Jahressteuer; vorbehalten bleibt Art. 11 Abs. 2 und 3 StHG (Satz 1). Aufwendungen, die mit der Erzielung der ausserordentlichen EinkÃ¼nfte unmittelbar zusammenhÃ¤ngen, kÃ¶nnen abgezogen werden (Satz 2). Nach Art. 69 Abs. 3 StHG gelten als ausserordentliche EinkÃ¼nfte insbesondere Kapitalleistungen, aperiodische VermÃ¶gensertrÃ¤ge, Lotteriegewinne sowie ausser­ordentliche ErtrÃ¤ge aus selbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit. Bei einem Wechsel im Sinn von Art. 16 StHG, d.h. von der Vergangenheits- zur Gegenwartsbemessung mit einjÃ¤hriger Steuerperiode, gelten gemÃ¤ss Art. 69 Abs. 7 StHG die Abs. 1 bis 6 dieser Bestimmung ab 1. Januar 1999 (Satz 1). Vorbehalten bleiben die kantonalen Verfahren zum Wechsel der zeitlichen Bemessung, die von Art. 69 Absatz 1 abweichen und seit 1. Januar 1999 in Kraft stehen (Satz 2).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">c) Aus Art. 69 Abs. 7 StHG ergibt sich, dass die Abs. 1 bis 6 dieser Bestimmung ab 1. Januar 1999 fÃ¼r Kantone â wie den Kanton ZÃ¼rich â gelten, welche die zeitliche Bemessung wechseln und hierfÃ¼r kein vom Jahressteuerverfahren abweichendes Verfahren (z.B. das Differenzsteuerverfahren) vorgesehen haben, das bereits am 1. Januar 1999 in Kraft ist. Der Bundesgesetzgeber hat sich mit dieser â zeitlich spÃ¤teren und daher vorgehenden â Anordnung Ã¼ber die Regelung von Art. 72 Abs. 1 und 2 StHG hinweggesetzt, wonach erst nach Ablauf der achtjÃ¤hrigen Ãbergangsfrist, also ab 1. Januar 2001, das Bundesrecht des StHG direkt Anwendung findet, wenn ihm das kantonale Steuerrecht widerspricht. Wie die durch die Gesetzesnovelle geÃ¤nderten Bestimmungen aufgrund ihres Regelungsgehalts nach Meinung der BeschwerdefÃ¼hrenden erst nach Ablauf der Ãbergangsfrist greifen sollten, vermag das Verwaltungsgericht nicht nachzuvollziehen. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Ob in der fraglichen Novelle auch eine verfassungswidrige RÃ¼ckwirkung des Gesetzes zu erblicken ist, kann dahin gestellt bleiben, weil nach Art. 191 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) Bundesgesetze fÃ¼r das Bundesgericht und die anderen rechtsanwendenden BehÃ¶rden (auch diesfalls) massgebend sind. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">d) Angesichts der zeitlichen Dringlichkeit der Umsetzung in das kantonale Recht kann nicht beanstandet werden, dass der Regierungsrat insoweit gestÃ¼tzt auf Art. 72 Abs. 3 StHG die erforderlichen vorlÃ¤ufigen Vorschriften mit Verordnung des Regierungsrats Ã¼ber den Vollzug von Art. 69 StHG vom 14. Oktober 1998 [OS 54, 718] getroffen hat. Da die Verordnung lediglich das Bundesgesetz vollzieht und sich in dessen Rahmen hÃ¤lt, fÃ¤llt sie ebenfalls unter das Anwendungsgebot von Art. 191 BV. Die diesbezÃ¼gliche VerfassungsrÃ¼ge der BeschwerdefÃ¼hrenden ist daher unbegrÃ¼ndet.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Aufgrund von § 1 der erwÃ¤hnten regierungsrÃ¤tlichen Verordnung unterliegen demnach im Jahr 1998 oder in einem GeschÃ¤ftsjahr, das in diesem Jahr endet, anfallende aus­ser­ordentliche EinkÃ¼nfte, die nach den bemessungsrechtlichen Bestimmungen des alten Steuergesetzes (vom 8. Juli 1951) im Steuerjahr 1999 zu besteuern gewesen wÃ¤ren, in Abweichung von § 275 Abs. 1 StG (siehe vorstehend ErwÃ¤gung 1a), im Steuerjahr 1998 â so­mit nicht in der Steuerperiode 1999 â gesamthaft einer separaten Jahressteuer.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">2. a) Nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts (vgl. RB 1992 Nr. 26 = StE 1994 B 64.1 Nr. 2) ist bei der Auslegung des Begriffs der ausserordentlichen EinkÃ¼nf­te nicht nur auf die drei typischen Beispiele der Kapitalabfindungen, der Liquidations- und der Lotteriegewinne abzustellen. Entscheidend ist vor allem der Zweck, der diesem Be­griff im Rahmen der gesetzlichen Bemessungsordnung der PrÃ¤numerandobesteuerung mit Vergangenheitsbemessung zukommt, welche kraft § 56 ff. des gemÃ¤ss § 268 StG aufgehobenen Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 fÃ¼r die Steuerjahre bis 1998 galt und nach § 49 ff. in Verbindung mit § 269 StG mit dem Wechsel zur Gegenwartsbemessung fÃ¼r die Steuerjahre ab 1999 beendet wird. Das System der PrÃ¤numerandobesteuerung mit Vergangen­heitsbemessung beruht nÃ¤mlich auf der Fiktion, das Einkommen des dem Steuerjahr vorangegangenen Kalenderjahrs sei gleich hoch wie jenes des Steuerjahrs (RB 1986 Nr. 48 mit Hinweisen). </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Zweck der Sonderregelung der ausserordentlichen EinkÃ¼nfte ist es, mit der Steuergerechtigkeit nicht zu vereinbarende erhebliche DisparitÃ¤ten zwischen wirtschaftlicher Leis­tungsfÃ¤higkeit und Steuerbelastung zu beheben. In diesem Licht sind EinkÃ¼nfte dann als ausserordentlich zu wÃ¼rdigen, wenn sie aperiodischer Natur sind, also wirtschaftlich nicht dem entsprechenden Bemessungsjahr zugeordnet werden kÃ¶nnen, ferner wenn sie nicht aus einer Quelle fliessen, aus welcher der Steuerpflichtige normalerweise sein Einkommen schÃ¶pft. Schliesslich kÃ¶nnen auch EinkÃ¼nfte allein aufgrund ihrer ungewÃ¶hnlichen HÃ¶he als ausserordentlich gelten (RB 1994 Nr. 42). Alle EinkÃ¼nfte, deren zweimalige BerÃ¼cksichtigung bei der Steuerbemessung zu Beginn der Steuerpflicht als stossend und un­ver­einbar mit dem LeistungsfÃ¤higkeitsprinzip erscheinen wÃ¼rde, sind nÃ¤mlich ausserordentliche EinkÃ¼nfte im Sinn des Gesetzes und mÃ¼ssen demzufolge nach dem PrÃ¤judiz des Verwaltungsgerichts vom 21. November 2001 (SB.2001.00036, verÃ¶ffentlicht auf http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung) auch bei Beendigung des Bemessungssystems der Sonderregelung von § 275 Abs. 1 und 3 StG bzw. von Art. 69 Abs. 1 StHG bzw. von § 1 der diese Bestimmung vollziehenden regierungsrÃ¤tlichen Verordnung unterworfen werden. Denn es ist kein sachlicher Grund dafÃ¼r erkennbar, weshalb der kantonale Gesetzgeber fÃ¼r den sys­tembedingten Wechsel von der Vergangenheits- zur Gegenwartsbemessung mit der AufzÃ¤hlung in § 275 Abs. 2 StG (in der ursprÃ¼nglichen Fassung) einen anderen Begriff der ausserordentlichen Einkommenselemente gewÃ¤hlt haben sollte als fÃ¼r den auf anderen TatbestÃ¤nden â ZwischeneinschÃ¤tzung (§§ 59 ff. aStG) oder Beendigung der Steuerpflicht (§ 58 aStG) â beruhenden Bemessungswechsel. Die AufzÃ¤hlung einzelner Arten von aus­serordentlichen EinkÃ¼nften in § 275 Abs. 2 StG kann infolgedessen dem Sinn und Zweck dieser Norm nach vernÃ¼nftigerweise nur beispielhaft und nicht als abschliessend verstanden werden. Entgegen dem durch die AufzÃ¤hlung insoweit zu engen Wortlaut sind somit alle Dividenden â nicht nur Substanzdividenden â als ausserordentliche EinkÃ¼nfte zu wÃ¼rdigen, welche die vorstehend umschriebenen, von der Rechtsprechung entwickelten Vo­raus­­setzungen erfÃ¼llen. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">b) Die Frage, ob die streitbetroffene, im Jahr 1998 zugeflossene Dividende von Fr. 1'275'000.- eine ausserordentliche Einkunft darstellt, ist infolgedessen ausschliesslich unter dem Gesichtswinkel des vorliegend noch anwendbaren Bemessungssystems der PrÃ¤numerandobesteuerung mit Vergangenheitsbemessung und im Licht der hierzu soeben (un­ter ErwÃ¤gung a) wiedergegebenen Ãberlegungen der Rechtsprechung zu beantworten. Dabei handelt es sich entgegen der Meinung der BeschwerdefÃ¼hrenden nicht um eine Beweis-, sondern um eine Rechtsfrage. Inwiefern sodann nach deren Ansicht eine "bemessungsrechtliche Betrachtungsweise" nur bei Steuerumgehung angezeigt sei, ist unerfindlich. Denn die gesetzliche Sonderordnung fÃ¼r ausserordentliche EinkÃ¼nfte hat â wie darge­legt wurde â allein bemessungsrechtliche GrÃ¼nde, und zwar solche, die mit dem auf den 1. Ja­nuar 1999 aufgehobenen System der PrÃ¤numerandobesteuerung mit Vergangenheitsbemessung zusammenhÃ¤ngen. Das neue Bemessungssystem â dasjenige der Gegenwartsbemessung â bedarf demgegenÃ¼ber keiner Systemkorrekturen durch eine derartige Sonder­ord­nung.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Aus bemessungsrechtlicher Sicht kommt es zunÃ¤chst entgegen der Auffassung der Be­schwerdefÃ¼hrenden nicht darauf an, aus welchen sachlichen Motiven die AktionÃ¤re entschie­den haben, erstmals im Jahr 1998 eine Dividende auszuschÃ¼tten. Deshalb ist es insbeson­dere unwesentlich, dass in den frÃ¼heren GeschÃ¤ftsjahren trotz erheblicher Gewinne "aus geschÃ¤ftspolitischen â bzw. existenzsichernden, d.h. objektiv gebotenen â GrÃ¼nden", keine Aus­schÃ¼ttungen erfolgten. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Des Weiteren sind bemessungsrechtlich einzig solche Gesichtspunkte massgebend, wel­che die Zeit vor dem Wechsel des Bemessungssystems betreffen, geht es doch einzig um die Frage, ob wirtschaftliche LeistungsfÃ¤higkeit und Steuerbelastung der BeschwerdefÃ¼h­renden in dieser zeitlichen Phase erheblich auseinander fallen. Tatsachen, die sich nach </p> <p class="Einzug1">dem Wechsel des Systems der zeitlichen Beendigung verwirklicht haben, mÃ¼ssen daher aus­ser Betracht bleiben. Die in den Folgejahren von der N. AG ausgeschÃ¼tteten Dividenden sind somit entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrenden nicht in die Beurteilung der be­mes­­sungsrechtlichen WÃ¼rdigung der streitbetroffenen Dividende 1997/98 einzubeziehen. Dem­zufolge erscheinen diese erstmals und â unter dem System der Vergangenheits­be­mes­sung letztmals â im Jahr 1998 ausgerichteten Dividende insofern als einmalig ("singulÃ¤r"), als der Gesetzgeber dieses System auf den 1. Januar 1999 aufgehoben und durch das System der Gegenwartsbemessung ersetzt hat. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Die gesetzliche Fiktion, das Einkommen des dem Steuerjahr vorangegangenen Kalen­derjahrs sei gleich hoch wie jenes des Steuerjahrs, bedingt schliesslich bei grundsÃ¤tzlich pe­­riodisch fliessendem Einkommen die PrÃ¼fung, ob das betreffende Einkommen im Bemes­­sungs- bzw. Steuerjahr im Vergleich mit dem periodischen Fluss der Einkommensquel­le und unter BerÃ¼cksichtigung deren Natur zu einer unhaltbaren Verzerrung von wirtschaft­licher LeistungsfÃ¤higkeit und Steuerbelastung des Steuerpflichtigen fÃ¼hrt. Unter diesem As­pekt ist von Bedeutung, dass die N. AG von ihrer GrÃ¼ndung im Jahr 1993 an bis und mit GeschÃ¤ftsjahr 1996/97 ungeachtet der erwirtschafteten Gewinne keine Dividenden ausgerich­tet hat. Dem steht die fragliche Dividende 1997/98 gegenÃ¼ber, welche mit insgesamt Fr. 2'375'000.- rund das Zweieinhalbfache des Aktienkapitals betrÃ¤gt, was unter dem Gesichtswinkel der PeriodizitÃ¤t mit Bezug auf die in Frage stehende Einkommensquel­le einer nicht haltbaren Verzerrung von wirtschaftlicher LeistungsfÃ¤higkeit und Steuer­belastung gleich­kommt.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">c) Unter WÃ¼rdigung der dargelegten bemessungsrechtlich erheblichen UmstÃ¤nde er­gibt sich, dass die Dividende 1997/98 von Fr. 1'275'000.- im Vergleich zum in den vorange­­gangenen rund fÃ¼nf Jahren, also seit GrÃ¼ndung der Gesellschaft, unterbliebenen Dividen­denfluss als einmalig erscheint. WÃ¤re die Dividende ebenfalls nur ein einziges Mal zu Beginn der Steuerpflicht ausgeschÃ¼ttet worden, so wÃ¤re deren zweimalige BerÃ¼cksichtigung bei der Steuerbemessung stossend und mit dem LeistungsfÃ¤higkeitsprinzip unvereinbar ge­wesen. Sie bildet demzufolge eine ausserordentliche Einkunft im Sinn des Gesetzes, die auch bei Beendigung der Steuerpflicht der entsprechenden Sonderregelung unterworfen wer­den muss. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">FÃ¼r eine Aufteilung des Dividendenbetrags in eine ordentliche und eine ausserordent­liche Komponente, welche die BeschwerdefÃ¼hrenden eventualiter verfechten, besteht kein sachlicher Grund; vielmehr ist von der gegebenen rechtlichen Gestaltung der tatsÃ¤chli­chen VerhÃ¤ltnisse und damit von der beschlossenen Dividende als solcher auszugehen. Des­­halb kann auch der subeventualiter vertretenen RÃ¼ckweisung der Sache an die Vorinstanz nicht gefolgt werden.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">d) Die Berufung der BeschwerdefÃ¼hrenden auf den verfassungsmÃ¤ssigen Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 BV) ist haltlos: Weder vermag das Referat eines hohen Funk­­tio­nÃ¤rs des Steueramts an einem Ã¶ffentlichen Seminar noch die an andere Steuerberater erteilten AuskÃ¼nfte eine hinreichende Vertrauensgrundlage zu begrÃ¼nden. Die behaupte­ten Aussagen und AuskÃ¼nfte, deren Wortlaut nicht bekannt ist, stammen darÃ¼ber hinaus of­fenkundig aus der Zeit vor der Ãnderung von Art. 69 StHG bzw. dem Erlass der regierungs­rÃ¤tlichen Verordnung. NachtrÃ¤gliche RechtsÃ¤nderungen gehen aber grundsÃ¤tzlich dem Vertrauensschutz vor (BGE 117 Ia 285 E. 3). Gleiches gilt im Wesentlichen auch fÃ¼r Pra­xisÃ¤nderungen (BGE 103 Ib 197 E. 4). </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Ferner ist nicht erkennbar, welches die ohne Nachteil nicht wieder rÃ¼ckgÃ¤ngig gemach­­ten Dispositionen der BeschwerdefÃ¼hrenden sind, behaupten sie doch selber nicht, die Ge­winnausschÃ¼ttung der N. AG absichtlich erstmals im LÃ¼ckenjahr 1998 ver­anlasst zu ha­ben, sondern fÃ¼hren sie hierfÃ¼r andere Motive an.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Nach alledem berufen sich die BeschwerdefÃ¼hrenden schliesslich zu Unrecht da­rauf, die Vorinstanzen, insbesondere die Steuerrekurskommissionen, hÃ¤tten widersprÃ¼chliche Entscheide gefÃ¤llt. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Das fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">3. ... </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">4. Der vorliegende Entscheid betrifft einen Sachverhalt, der in die Zeit der in Art. 72 Abs. 1 StHG vorgesehenen achtjÃ¤hrigen, am 31. Dezember 2000 abgelaufenen Frist zur Anpassung der kantonalen Gesetzgebung an das Steuerharmonisierungsgesetz fÃ¤llt. WÃ¤h­rend der Ãbergangsfrist sind die Vorschriften dieses Gesetzes nicht anwendbar, und zwar selbst dann, wenn der Kanton sein Steuerrecht bereits an das Gesetz angepasst hat (BGE 123 II 588 E. 2d S. 587). Die in Art. 73 StHG gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide vorgesehene Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist somit zur ÃberprÃ¼fung der Anwen­dung des kantonalen Steuerrechts selbst dann nicht vor dem 1. Januar 2001 zulÃ¤ssig, wenn das kantonale Recht dem Steuerharmonisierungsgesetz bei dessen Inkrafttreten bereits entspricht oder diesem spÃ¤ter, jedoch vor dem 1. Januar 2001, angepasst wird. WÃ¤hrend der Ãbergangsfrist sind bei der Rechtsanwendung somit einzig die Schranken der verfassungsmÃ¤ssigen Rechte zu beachten, deren Verletzung mit staatsrechtlicher Beschwerde zu rÃ¼gen ist (Art. 84 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes Ã¼ber die Organisation der Bundesrechtspflege vom 16. Dezember 1943).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Die entschiedene Sache liegt jedoch insofern anders, als sich der Gesetzgeber selber Ã¼ber die Anpassungsfrist von Art. 72 Abs. 1 StHG hinweggesetzt hat (siehe vorstehend Er­wÃ¤gung 1c). Unter den gegebenen besonderen UmstÃ¤nden kÃ¶nnte vertreten werden, dass aus­nahmsweise die Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Sinn von Art. 73 StHG bzw. § 154 Abs. 1 StG zulÃ¤ssig wÃ¤re. DarÃ¼ber hat aber das Bundesgericht zu befinden. Das Verwaltungs­gericht begnÃ¼gt sich deshalb mit dem vorliegenden Hinweis an die Parteien und verzichtet auf eine entsprechende Rechtsmittelbelehrung im nachfolgenden Entscheiddispositiv.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">2. <span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>