<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen zu treffen, um die Erwerbsausfallentschädigung von Zivildienstleistenden zu reduzieren. Damit sollen die vergleichsweise schwierigeren Aufgaben von Militär- und Schutzdienstleistenden anerkannt werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Unabhängig von der Art der Dienstleistung erhalten erwerbstätige Dienstleistende von der Erwerbsersatzordnung eine Grundentschädigung von 80 Prozent des durchschnittlichen vordienstlichen Erwerbseinkommens, wobei ein Höchstbetrag von 196 Franken pro Tag festgesetzt ist. Damit wird der dienstleistenden Person ein angemessener Lohnersatz garantiert. Richtet der Arbeitgeber während der Dienstleistung weiterhin Lohn aus, wird die Entschädigung im Umfang der Lohnzahlungen an ihn ausgerichtet, um Überentschädigungen zu vermeiden.</p><p>Die Anwendung unterschiedlicher Ersatzquoten bei der Bemessung der Erwerbsausfallentschädigung von Militär- und Schutzdienstleistenden gegenüber den Zivildienstleistenden ist nicht gerechtfertigt (vgl. Stellungnahme des Bundesrates zur Motion Golay 17.4279). Der finanzielle Ausgleich des Erwerbsausfalls hat ausschliesslich das Ziel, den Schaden abzudecken, welcher durch die Verhinderung an einer Arbeitsleistung entsteht. Auch das Arbeitsvertragsrecht sieht bei der Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers keine unterschiedliche Behandlung je nach Art der Verhinderung an der Arbeitsleistung vor (Art. 324b OR, SR 220).</p><p>Falls eine unterschiedliche Behandlung in Form einer Erhöhung der EO-Entschädigung für Militär- und Schutzdienstleistende vorgenommen würde (wie in der Motion Golay 17.4279 vorgeschlagen) oder, wie in der vorliegenden Motion beantragt, über eine Senkung der Entschädigungsansätze für Zivildienstleistende, würde dies zu einer Ungleichbehandlung gegenüber anderen Versicherten führen. Eine Senkung der Entschädigung bei Zivildienstleistenden würde auch die Arbeitgeber benachteiligen, welche Lohnfortzahlungen leisten müssen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.