<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2016-02-29-2C_106-2016.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> <b>2C_106/2016 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 29. Februar 2016</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Zünd, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichterin Aubry Girardin, </div> <div class="para">Bundesrichter Haag, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Errass. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Guido Hensch, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Migrationsamt des Kantons Zürich, </div> <div class="para">Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Aufenthaltsbewilligung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 1. Abteilung, vom 3. Dezember 2015. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">A.________ (Senegalese) reiste 2001 im Alter von 28 Jahren in die Schweiz ein. Aufgrund der Heirat mit einer Schweizerin erhielt er in der Folge eine Aufenthaltsbewilligung. Am 9. Januar 2009 wurde die Ehe geschieden. Das Migrationsamt des Kantons Zürich verlängerte die Aufenthaltsbewilligung letztmals bis am 22. März 2013. Am 21. August 2013 wurde A.________ zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das BetmG verurteilt. Das Migrationsamt wies das Gesuch um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ab; der Rekurs bei der Sicherheitsdirektion und die Beschwerde beim Verwaltungsgericht waren erfolglos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 3. Dezember 2015 ist offensichtlich unbegründet, weshalb sie im vereinfachten Verfahren unter Verweisung auf den angefochtenen Entscheid nach <span class="artref">Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG</span> abgewiesen wird, soweit mangels rechtsgenüglicher Begründung überhaupt darauf eingetreten werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Nach Auflösung der Ehe besteht der Anspruch des Ehegatten auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 42 AuG unter bestimmten Voraussetzungen weiter (Art. 50 Abs. 1 AuG). Dieser erlöscht indes, wenn Widerrufsgründe nach Art. 62 AuG vorliegen (Art. 51 Abs. 2 lit. b AuG). Nach Art. 62 lit. b AuG kann die zuständige Behörde die Aufenthaltsbewilligung widerrufen, wenn der Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Längerfristig ist eine solche, wenn ihre Dauer ein Jahr überschreitet (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=44&amp;from_date=27.02.2016&amp;to_date=17.03.2016&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F139-I-145%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page145">BGE 139 I 145</a> E. 2.1 S. 147), was im vorliegenden Fall offensichtlich gegeben ist. Inwiefern hier eine Praxisänderung zu erfolgen hätte, führt der Beschwerdeführer nicht aus. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Liegt ein Widerrufsgrund vor, so ist zu prüfen, ob die Nichtverlängerung der Bewilligung auch verhältnismässig ist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=44&amp;from_date=27.02.2016&amp;to_date=17.03.2016&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F139-I-145%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page145">BGE 139 I 145</a> E. 2.2 S. 147), was hier zutrifft: Die Vorinstanz hat sich sehr einlässlich mit der Schwere des Verschuldens gestützt auf das strafrechtliche Urteil (erhebliches migrationsrechtliches Verschulden aufgrund der Dauer der Freiheitsstrafe und des gewinnsüchtigen Verhaltens trotz bestehender fester Arbeit), dem Grad seiner Integration (Sprachen, Arbeit, Unterstützungsleistungen durch den Staat von rund Fr. 5'700.--, ausstehende Gerichtskosten von rund Fr. 15'000.--, Exfrau, zu welcher immer noch eine Beziehung besteht, keine Freunde mehr), der Dauer der bisherigen Anwesenheit (rund 14 Jahre, wovon allerdings vier Jahre ohne gültigen Aufenthaltstitel) bzw. der möglichen Integration in seinem Heimatland Senegal (Geschwister, Mutter, siebenjähriger Sohn, prägende Jahre, Sprache, Ausbildung) auseinandergesetzt, gewichtet und korrekt gegeneinander abgewogen. Diesbezüglich kann auf den vorinstanzlichen Entscheid verwiesen werden (<span class="artref">Art. 109 Abs. 3 BGG</span>). Auch wenn - wie der Beschwerdeführer behauptet - eine über das normale hinausgehende Integration bestünde, vermögen die privaten Interessen angesichts des Gewichts (d.h. der Schwere) des Verschuldens trotzdem das öffentliche Interesse nicht zu überwiegen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Bei diesem Verfahrensausgang ist das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos, und es kann dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde nicht entsprochen werden (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>). Damit hat der Beschwerdeführer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen, und es sind keine Parteientschädigungen geschuldet (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/66/68" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/66/1" type="start"></artref>Art. 66 Abs. 1, 68 BGG</span><artref id="CH/173.110/66/68" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/68" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 1. Abteilung, und dem Staatssekretariat für Migration schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 29. Februar 2016 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Zünd </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Errass </div> </div></body></html>