Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 21. März 2019 (720 18 332 / 71) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Rückweisung an die IV-Stelle: In somatischer Hinsic ht kann auf die Ausführungen des RAD abgestellt werden. Hingegen sind in psychiatris cher Hinsicht weitere Abklärungen erforderlich. Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsri chter Daniel Noll, Kantons- richter Christof Enderle, Gerichtsschreiberin Olivia Reber Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch B.____ gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Der 1959 geborene A.____ war zuletzt vom 1. Deze mber 2009 bis 31. Dezember 2016 bei der C.____ AG als Mitarbeiter in der Patentabte ilung angestellt. Auf den 1. Januar 2017 wurde der Versicherte durch die Arbeitgeberin aus w irtschaftlichen Gründen vorzeitig pensio- niert. Am 4. Juli 2017 (Eingang) meldete sich A.___ _ unter Hinweis auf eine schwere Adiposi- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht tas, eine Schlafapnoe, eine Lungenbeeinträchtigung (C OPD), Herzprobleme (Vorhofflimmern und Herzklappenfehler), eine Psoriasis, Depressionen, eine Nierenzyste und Bluthochdruck bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsb ezug an. Nach durchgeführten Abklärungen sowie nach durchgeführtem Vorbescheidverfahre n lehnte die IV-Stelle des Kan- tons Basel-Landschaft (IV-Stelle) mit Verfügung vom 13. September 2018 einen Rentenan- spruch von A.____ ab. Zur Begründung machte sie gelte nd, dass keine Diagnosen mit Auswir- kung auf die Arbeitsfähigkeit hätten festgestellt werden können. B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch B.____, S ozialberater der C.____ AG, am 8. Oktober 2018 Beschwerde am Kantonsgericht Basel-Land schaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, es seien i hm die gesetzlichen Leistungen auszu- richten, namentlich eine Rente der IV; unter Kosten- u nd Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung brachte er im Wese ntlichen vor, dass die Beschwerde- gegnerin den Untersuchungsgrundsatz verletzt habe. Es sei keine umfassende administrative Erstbegutachtung durchgeführt worden, insbesondere auc h keine polydisziplinären Abklärun- gen, obwohl sich diese aufgrund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen geradezu auf- drängen würden. C. In ihrer Vernehmlassung vom 23. November 2018 schlo ss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel- Landschaft, so dass die örtliche Zustän- digkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Geset- zes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung ( VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kan- tons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-S telle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Im Üb rigen ist auf die frist- und formge- recht erhobene Beschwerde des Versicherten vom 8. Oktober 2018 einzutreten. 2.1 Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführ er Anspruch auf eine IV-Rente hat. Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätig en, nicht durch zumutbare Eingliede- rungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbesser n können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähig keit die durch eine Beeinträchtigung Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in ei nem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunf ähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geist igen oder psychischen Gesundheit verur- sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederun g verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti- ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 2.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Gr ad der Invalidität wie folgt abge- stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 3. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Inval iditätsgrad aufgrund eines Einkommens- vergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen , das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der med izinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla- ge erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden w äre (Valideneinkommen). Der Einkom- mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol gen, dass die beiden hypothetischen Er- werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt un d einander gegenübergestellt wer- den. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditä tsgrad bestimmen (allgemeine Me- thode des Einkommensvergleichs; bereits für den Zeitraum vor 1. Januar 2003: BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b). 4. Ausgangspunkt der Ermittlung des IV-Grades bildet d ie Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig ist. 4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä- higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und i m Beschwerdefall das Gericht) auf Un- terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls a uch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur- teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind di e ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbe itsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vg l. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 4.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Gr undsatz der freien Beweis- würdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Forme n medizinischer Berichte und Gutach- ten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen ( vgl. die ausführlichen Zusammenstellun- gen dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingehol ten Gutachten externer Spezialärz- tinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei de r Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sp rechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Diese im Bereich der Unfal lversicherung entwickelten Grundsätze fin- den für das IV-Verwaltungsverfahren sinngemäss Anwendung (Urteil des Eidgenössischen Ver- sicherungsgerichts [EVG] vom 9. August 2000, I 437/99 und I 575/99, E. 4b/bb). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsa- che Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauens- stellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Pat ientinnen und Patienten aussagen. Bei der Abschätzung des Beweiswerts im Rahmen einer freien und u mfassenden Beweiswürdigung dürfen allerdings auch die potentiellen Stärken der Be richte behandelnder Ärzte nicht verges- sen werden. Der Umstand allein, dass eine Einschätzung vom behandelnden Mediziner stammt, darf nicht dazu führen, sie als von vornherein un beachtlich einzustufen; die einen län- geren Zeitraum abdeckende und umfassende Betreuung dur ch behandelnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor. Auf der anderen Seite l ässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Ar ztes einerseits und Begutachtungsauf- trag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten a nderseits (BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des EVG I 506/00 vom 13. Juni 2001, E. 2b) nicht zu, e in Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärung en zu nehmen, wenn die behan- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht delnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelange n (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). V orbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein sub- jektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspe kte benennen, die im Rahmen der Begut- achtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Ur teil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). Berichten und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen kommt nicht derselbe Beweis- wert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eing eholten Gutachten externer Fachper- sonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An die Bew eiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall oh ne Einholung eines externen Gutach- tens entschieden werden soll. Bestehen auch nur gering e Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellu ngen, so sind ergänzende Abklä- rungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 am Ende, mi t Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 5. Für die Beurteilung des Gesundheitszustandes des Versi cherten liegen zahlreiche me- dizinische Unterlagen vor, welche allesamt vom Gericht gew ürdigt wurden. Im Folgenden wer- den lediglich die entscheidwesentlichen Unterlagen aufgeführt: 5.1 Am 24. August 2016 berichtete Dr. med. D.____, F MH Kardiologie und Allgemeine Innere Medizin, dass beim Patienten nach den Ferien in X.____ und sechs Stunden Autofahrt abends ein 30 Minuten dauernder Thoraxschmerz ohne Begl eitsymptome wie Atemnot oder Schwitzen/Nausea aufgetreten sei, begleitet von Flatte rn im Herz. Letzteres habe bis nach der Konsultation angehalten. Weder AP (steht wohl für Ang ina pectoris, auch „Brustenge“ genannt) noch Schwindel oder vermehrte Dyspnoe würden angegebe n, vor einigen Tagen habe sich der Rhythmus wieder normalisiert. Eine auslösende Ursache des V orhofflimmerns könne nicht do- kumentiert werden, aber es seien natürlich diverse entsp rechende Risikofaktoren vorhanden (HAT mit HHK, Adipositas, OSAS, C2), sodass er eine Dauerantikoagulation empfehlen müsse. Beim Thoraxdruck vermute der Versicherte selbst einen Zus ammenhang mit der psychischen Belastung. Zum einen habe er in den Ferien das Sertr alin weggelassen, zum anderen habe er erfahren müssen, dass er Ende Jahr frühpensioniert werde; dies sei mit erheblichen finanziellen Einbussen verbunden. Zudem bestehe ein chronisches Problem mit der anorektischen Tochter, welche weniger als 30kg wiege. Dr. D.____ könne diese I nterpretation durchaus teilen. Der Pa- tient werde wieder Kontakt mit seinem Psychiater aufneh men. Er empfehle, die Therapie inklu- sive Xarelto so weiter zu führen. Eine Kontrolle sei in einem Jahr wieder vorgesehen. 5.2 Am 30. Mai 2017 hielt Dr. med. E.____, Pneumolo gie und Allgemeine Innere Medizin, die folgenden Diagnosen fest: Ein obstruktives Schlafapno e-Syndrom (OSAS), eine arterielle Hypertonie, eine Adipositas bei einem BMI von 41 kg/m 2, ein Vorhofflimmern sowie eine Pso- riasis mit Arthritis. Erfreulicherweise profitiere der V ersicherte von der nächtlichen Über- drucktherapie mit dem kleinen intelligenten Auto-PAP-G erät sehr gut. Das Schnarchgeräusch und die Müdigkeit seien nicht mehr aufgetreten. Mit dem Therapieeffekt sei er zufrieden. Bei Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht unverändertem Wohlbefinden bezüglich OSAS respektive nächtlicher Überdrucktherapie sei die nächste Kontrolle in einem Jahr vorgesehen. 5.3 Am 13. Juli 2017 diagnostizierte Dr. med. F.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, eine Depression, ein metabolisches Syndrom mit arterie ller Hypertonie, Hypercholesterinämie und Diabetes Mellitus, eine hypertrophe Kardiomyopathi e mit chronischem Vorhofflimmern, ein obstruktives Schlafapnoesyndrom, eine Adipositas sowie eine Borreliose. Der Versicherte sei in seiner Firma ab dem 1. April 2016 freigestellt worden . Daraufhin sei er in einen depressiven Zustand geraten und der behandelnde Psychiater habe ei ne Arbeitsunfähigkeit von 100% fest- gelegt. Wegen diverser körperlicher Beschwerden sei der Pa tient seiner Meinung nach zusätz- lich seit dem 1. Oktober 2016 zu 50% arbeitsunfähig. Fü r eine Auskunft bezüglich einer weite- ren psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit solle die IV-S telle beim behandelnden Psychiater nachfragen. Eine Besserung des Zustandes sei bei dem polymorbiden Patienten nicht zu erwar- ten. 5.4 Am 17. August 2017 berichtete Dr. med. G.____, FM H Psychiatrie und Psychothera- pie, von einer rezidivierenden depressiven Störung (F.33 ) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig- keit. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig keit stellte er eine Adipositas per mag- na fest. 2005 sei der Patient durch seine Hausärztin wege n Depressionen überwiesen worden. Unter Zoloft 100mg sei es zu einer Verbesserung gekomme n. Er habe über Stress am Arbeits- platz und mit der neuen Ehefrau geklagt. Auch habe e r Geldsorgen und sei sowieso immer ängstlich. Er habe 2003 wieder geheiratet. Von Beruf sei er ursprünglich Maler, habe aber in der Produktion gearbeitet. Er habe keine Hobbys, mache n ebenbei die Hauswartung, sitze meist vor dem TV. Im 2008 sei er erneut in Behandlung gewesen, nachdem er die Kündigung erhalten hatte. Damals sei eine Anpassungsstörung, eine Angst und Depression gemischt vor- gelegen. Er sei wiederum mit Sertralin behandelt wor den. Als er doch wieder eine Anstellung bei der C.____ AG in der Patentabteilung erhalten h atte, sei alles wieder in Ordnung gewesen. Im 2013 habe sich der Beschwerdeführer erneut vorgestellt , damals wegen diverser Ängste. Neu habe er an Psoriasis gelitten und einen Herpes Zost er gehabt. Ausserdem sei die Mutter an Krebs erkrankt und seine Ehe in einer Krise gewese n. Durch die Unsicherheit habe er 10kg verloren. Fraglich sei damals gewesen, ob eine chronische Pankreatitis bei Aethylabusus vor- gelegen habe. Die Ängste hätten sich wiederum durch S ertralin gebessert. Im weiteren Verlauf habe der Versicherte einen einmaligen Termin am 2. F ebruar 2016 gehabt, da er per Ende 2016 gekündigt worden sei. Er sei aber zuversichtlich g eblieben, da er eine gute Pension hätte, zum RAV gehen könne und seinen Hauswartjob habe. Dr. G .____ hielt fest, dass er die Prog- nose als gut einschätzen würde. Ausserdem hielt er fest, dass sich die rezidivierenden Depres- sionen in der Vergangenheit unter Sertralin 100mg recht zuverlässig gebessert hätten. Sertralin nehme der Beschwerdeführer seit Jahren, eine zusätzliche T herapie sei nie erfolgt resp. not- wendig gewesen. Für den Fragebogen habe er den Versic herten kontaktiert. Offensichtlich hät- ten die körperlichen Beschwerden in den letzten Jahren deutlich zugenommen. 5.5 Aufgrund des Einwandes des Versicherten nahm Dr. med . H.____, FMH Orthopädi- sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Regionaler ärztlicher Dienst bei- der Basel (RAD), am 26. März 2018 Stellung zu dessen Vo rbringen. Vom Beschrieb her sei der Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Versicherte offensichtlich ein ängstlicher Grundtypus, weshal b eine erste psychiatrische Be- handlung im Jahr 2005, bereits damals rein psychosozial g etriggert (Partner, Stress am Ar- beitsplatz), erforderlich gewesen sei. Die Probleme hä tten sich jedoch als unmittelbar behan- delbar erwiesen. Eine weitere psychiatrische Behandlung sei dann erst wieder im Jahr 2008 notwendig gewesen, wobei erneut mehrere psychosoziale B elastungsfaktoren genannt worden seien. Es sei eine Kündigung erfolgt, weshalb man letzt lich eine Anpassungsstörung formuliert habe, die sich aber unter Sertralin und bei Wiederein stellung gebessert habe. Auch die erneute psychiatrische Vorstellung im Jahr 2013 sei vom Beschrieb he r primär psychosozial ausgelöst worden, nämlich bedingt durch die Ehekrise und eine Kre bserkrankung der Mutter. Daneben hätten Ängste wegen einer Psoriasis Erkrankung bestand en. Die psychischen Probleme seien anscheinend durch ein Suchtgeschehen, nämlich durch Al koholmissbrauch, verstärkt worden. Insgesamt seien rein psychosoziale Belastungsfaktoren ausgewie sen. Eine eigenständige psy- chiatrische Erkrankung liesse sich dem Dossier nicht entnehmen . In diesem Sinne enthalte auch der Psychostatus keinerlei entsprechende Funktionse inschränkungen, die über den 17. August 2017 hinaus eine massgebliche Limitierung der Arbeitsfähigkeit begründen könnten. Therapeutisch sei die Prognose zu jenem Zeitpunkt pass end dazu auch eindeutig als „gut“ be- zeichnet worden. Die kardiologische Abklärung der Thoraxschm erzen hätte keine kardialen, sondern eher psychische Auslöser der Beschwerden ergeben. D ie Arbeitsfähigkeit werde nicht tangiert, zumal auch die Kündigung des Arbeitsplatzes nicht aus gesundheitlichen, sondern aus rein betrieblichen Gründen erfolgt sei. Vergleichba r könne dies auch für die übrigen internisti- schen Beschwerdebilder (OSAS, Psoriasis, Borreliose) gelten. Schliesslich hielt Dr. H.____ fest, dass kein versicherungsmedizinisch bzw. IV-relevanter Gesundh eitsschaden naheliegend oder gar ausgewiesen sei. 5.6 Am 7. Juli 2018 berichtete Dr. med. I.____, FMH P sychiatrie und Psychotherapie, dass der Versicherte seit März 2018 bei ihm ein- bis zweimal monatlich in Behandlung sei. Dr. I.____ diagnostizierte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung (F.33.1) seit circa 2010. Ausserdem leide der Versicherte an somatischen Störungen. Der Be- schwerdeführer habe Ängste und sei in Bezug auf die Zu kunft bei geringem Einkommen verun- sichert. Er werde aktuell mit Sertralin medikamentös be handelt. Eine leidensangepasste Tätig- keit sei dem Beschwerdeführer circa vier Stunden pro Tag zumutbar. 6.1 Die IV-Stelle stützte sich in ihrer Verfügung vom 13 . September 2018 bei der Beurtei- lung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit de s Versicherten insbesondere auf die Stellungnahme von Dr. H.____, RAD, vom 26. März 2018. Sie ging demzufolge davon aus, dass keine Diagnose vorliege, welche eine versicherungsme dizinisch relevante Arbeitsunfähig- keit begründe. Somit sei das Wartejahr nicht erfüllt worden. Der Beschwerdeführer wirft der IV-Stelle vor, dass sie i hren Untersuchungsgrundsatz verletzt habe. Es sei keine umfassende administrative Erstbegutach tung durchgeführt worden, insbe- sondere auch keine polydisziplinären Abklärungen, obwohl sich diese aufgrund seiner gesund- heitlichen Beeinträchtigungen geradezu aufdrängen würd en. Die Adipositas und weitere Er- krankungen seien unbeachtet geblieben. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.2 Nach dem oben Gesagten (vgl. E. 4.3 hiervor) kommt Berichten und Gutachten versi- cherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersone n oder gar wie einem Gerichtsgut- achten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Ver- sicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und S chlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen v orzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts v om 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). Vorliegend sind – zumindest betreffend die psychiatrische Einschätzung – Gründe er- sichtlich, die Anlass geben, die Ergebnisse in der RAD Ste llungnahme von Dr. H.____ in Frage zu stellen oder gar davon abzuweichen. 6.3 In somatischer Hinsicht kann auf die Stellungnahme vo n Dr. H.____ abgestellt werden. Die Beurteilung des RAD-Arztes ist überzeugend und schlüssi g. Es ist zwar unbestritten, dass der Versicherte an zahlreichen körperlichen Beschwerden l eidet. Dr. H.____ begründet aber nachvollziehbar, weshalb die somatischen Beschwerden keine Auswirkungen auf die Arbeitsfä- higkeit haben. Mit der Beschwerdegegnerin ist festzuhalte n, dass die diversen somatischen Beschwerden mit Medikamenten (vgl. den Medikamentenplan in der E-Mail vom 17. August 2017) und Hilfsmitteln (insbesondere das Auto-PAP-Gerät ) allesamt gut kontrolliert sind. Auch die behandelnden Spezialärzte, insbesondere der Kardiol oge und der Pneumologe, attestierten dem Beschwerdeführer keine Arbeitsunfähigkeit. Der Besch werdeführer selber sowie auch der Kardiologe Dr. D.____ sind der Ansicht, dass der Thorax druck keinen kardiologischen, sondern einen psychischen Hintergrund habe. Der Pneumologe Dr. E.____ spricht von einem zufrieden- stellenden Therapieeffekt mit dem Auto-PAP Gerät. Mit der Beschwerdegegnerin ist ausserdem festzustellen, dass der Versicherte sowohl beim Kardiologen als auch beim Pneumologen ledig- lich einmal im Jahr einen Kontrolltermin wahrnimmt. D es Weiteren ist der Beschwerdegegnerin zuzustimmen, wenn sie vorbringt, dass eine Adipositas al s solche nicht invalidisierend sei (vgl. das Urteil des Bundesgerichts vom 5. Juni 2007, I 757/06, E. 5.1). Einzig der Hausarzt des Ver- sicherten, Dr. F.____, hielt fest, dass aus somatischer Sicht eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit vorliege. Er begründet seine Arbeitsunfähigkeitsbeurte ilung jedoch nicht, weshalb sie keine Zweifel an den Feststellungen von Dr. H.____ zu wecken ve rmag. Auf die Beurteilung des so- matischen Gesundheitszustands durch Dr. H.____ kann abgestellt werden. 6.4 In Bezug auf die psychische Gesundheit des Versicherten kann aus nachfolgenden Gründen nicht auf die Ausführungen von Dr. H.____ abg estellt werden. Die beiden behandeln- den Psychiater, Dres. G.____ (ehemalig) und I.____ (akt uell), diagnostizierten beim Versicher- ten eine rezidivierende depressive Störung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Im neusten Bericht von Dr. I.____ hielt dieser fest, dass dem Beschwe rdeführer eine leidensangepasste Tätigkeit im Umfang von etwa vier Stunden pro Tag zumu tbar sei (vgl. E. 5.6 hiervor). Diese Beurteilung schliesst er allerdings selber mit einem F ragezeichen ab. Dr. H.____ hingegen ist der Auffassung, dass die psychischen Beschwerden des Versicher ten keinerlei Auswirkungen auf dessen Arbeitsfähigkeit hätten. Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Zum einen ist Dr. H.____ kein Facharzt für Psychiatrie, sondern für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates. Zum ander en hat er den Versicherten nicht per- sönlich untersucht. Unter diesen Umständen bestehen an s einer den behandelnden Psychia- tern widersprechenden Ansicht immerhin geringe Zweifel . Bei versicherungsinternen ärztlichen Berichten reichen auch nur geringe Zweifel aus, um erg änzende Abklärungen notwendig zu machen. In psychiatrischer Hinsicht sind die von der Beschwerd egegnerin durchgeführten Ab- klärungen unvollständig. Die IV-Stelle ist dem Untersuch ungsgrundsatz nicht in genügendem Ausmass nachgekommen, zumal auch die Berichte von den b ehandelnden Psychiatern äus- serst knapp ausgefallen sind. Die Tatsache, dass der Ver sicherte seit 2005 immer wieder in psychiatrischer Behandlung war und auch aktuell wieder ist , macht deutlich, dass es einer fun- dierten Abklärung seiner psychischen Gesundheit bedarf. Die IV-Stelle führte in ihrer Vernehm- lassung unter anderem aus, dass Dr. I.____ dem Versicherten zwar eine rezidivierende depres- sive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, aber trotzdem keine Arbeitsunfähigkeit attes- tiere. Dazu ist festzuhalten, dass dies womöglich damit zusammenhängt, dass der Beschwerde- führer seit 1. Januar 2017 frühpensioniert ist und somi t in keinem Arbeitsverhältnis steht. In Be- zug auf eine leidensangepasste Tätigkeit hat Dr. I.___ _ jedenfalls ausgeführt, dass eine solche dem Versicherten nur im Umfang von vier Stunden pro Tag zumutbar sei. Auch die von der Be- schwerdegegnerin vorgebrachte geringe Therapiedichte kan n allein nicht darüber entscheiden, ob die psychischen Probleme des Versicherten Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben. 6.5 Aus dem oben Gesagten folgt zusammenfassend, dass in somatischer Hinsicht auf die Ausführungen von Dr. H.____ des RAD abgestellt werden kann. Hingegen sind in psychiatri- scher Hinsicht weitere Abklärungen erforderlich. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheis- sen. 7.1 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversicherungsgerichte nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsache zur neuen Begutachtung an die Verwaltung zurückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelf all selbst ein Gerichtsgutachten einzuholen, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren ande rweitig erhobenen Sachverhalt über- haupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder w enn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Eine Rü ckweisung an die IV-Stelle bleibt hinge- gen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erheb ung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist oder wenn lediglich eine Klarstell ung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 E. 4.4.1 ff.). 7.2 Wie vorstehend ausgeführt, hat die Beschwerdegegne rin nicht alle notwendigen Abklä- rungen zur Beurteilung des Leistungsanspruchs des Besch werdeführers vorgenommen. Aus diesem Grund ist es nicht die Aufgabe des kantonalen Geri chts, im Verwaltungsverfahren ver- säumte medizinische Abklärungen nachzuholen. Einer Rückwei sung an die Vorinstanz steht daher nichts entgegen. Die IV-Stelle hat den psychischen Gesundheitszustand und die Arbeits- fähigkeit des Versicherten umfassend gutachterlich abklären zu lassen. Gestützt auf die Ergeb- nisse dieser Aktenergänzung wird die IV-Stelle anschlie ssend über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu zu befinden haben. Die vorliegend e Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 8.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwer- deverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung od er die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Na ch § 20 Abs. 3 VPO werden die Ver- fahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hat deshalb die IV- Stelle als unterliegende Partei die Verfahrenskosten zu tragen. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- sind der IV-Stelle aufzuerlegen. Der Beschwerdeführer erhält seinen bereits geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 8.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschw erde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Der Versicherte ist zwar obsiegend e Partei, er wurde aber im vorlie- genden Verfahren nicht von einem Anwalt, sondern vom Sozialberater der C.____ AG vertre- ten. Unter diesen Umständen ist dem Beschwerdeführer kein e Parteientschädigung zuzuspre- chen (vgl. § 21 Abs. 1 VPO). 9.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesger icht (BGG) vom 17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angel egenheiten an das Bundesgericht zuläs- sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Sel bständig eröffnete Zwischenent- scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über d ie Zuständigkeit und über Aus- standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde i n öffentlich-rechtlichen Angelegen- heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzum achenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent- scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläu- figes Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück- weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage ( z.B. eine von mehreren materiellrechtli- chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 9.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen- entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den i n Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo- raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet d as Bundesgericht. Die nachstehen- de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 9.3 Zu ergänzen bleibt, dass nach bundesgerichtlicher P raxis die in einem Rückweisungs- entscheid getroffene (Kosten- und) Entschädigungsregelun g – wie die Rückweisung im Haupt- punkt selbst – einen Zwischenentscheid (Art. 93 Abs. 1 BG G) darstellt, der in der Regel keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirkt und damit nicht selbstständig beim Bundesgericht angefochten werden kann. Ihre Anfechtung ist erst mit Beschwerde gegen den Endentscheid möglich. Entscheidet d ie Instanz, an welche die Sache zurückgewiesen wurde, in der Hauptsache voll zu Gunsten d er Beschwerde führenden Person, so kann die Kosten- oder Entschädigungsregelung im Rückwei sungsentscheid direkt innerhalb Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht der Frist des Art. 100 BGG ab Rechtskraft des Endentsche ids mit ordentlicher Beschwerde beim Bundesgericht angefochten werden (BGE 133 V 648 E. 2.2, bestätigt im Urteil des Bun- desgerichts vom 30. Oktober 2008, 9C_567/2008, E. 2-4; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 19. Februar 2008, 9C_748/2007). Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefoc htene Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 13. September 2018 au fgehoben und die Angelegenheit im Sinne der Erwägungen und zum Er lass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurückgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- we rden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. Vermerk eines allfälligen Weiterzugs http://www.bl.ch/kantonsgericht