B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-1114/2014 U r t e i l v o m 2 9 . J u l i 2 0 1 4 Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi, mit Zustimmung von Richter Martin Zoller; Gerichtsschreiber Alfred Weber. Parteien A.______, geboren (…), Irak, vertreten durch lic. iur. Tarig Hassan, LL.M. Advokatur Kanonengasse, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 28. Januar 2014 / N (…). D-1114/2014 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge den Irak am 10. Mai 2013 Richtung Türkei verliess und am 29. Mai 2013 illegal in die Schweiz einreiste, wo er am gleichen Tag um Asyl nachsuchte, dass er nach der Kurzbefragung im Empfangs - und Verfahrenszentrum (EVZ) B.______ vom 5. Juni 2013 für die Dauer des Verfahrens dem Kanton C.______ zugewiesen wurde, dass ein Experte der Fachstelle LINGUA im Auftrag des BFM am 14. Juni 2013 eine Sprach - und Herkunftsanalyse des Beschwerdeführers durc h- führte und das Ergebnis in einem Bericht festhielt, dass der Beschwerdeführer am 19. November 2013 sowie am 2 8. N o- vember 2013 (Fortsetzung) vom BFM zu den Asylgründen angehört wur- de, dass der Beschwerdeführer zur Begründung bei den Befragungen (EVZ/BFM) im Wesentlichen geltend machte, er sei in E., Provinz Erbil, geboren und habe die ersten (Anzahl) Lebensjahre dort verbracht, dass er nach Abschluss der (Anzahl) Grundschulklasse mit seinen Eltern im Jahre (…) nach S., Distrikt /Ort D, Provinz Kirkuk, wo die Familie viel Land besitze, gezogen sei, dass sein Vater im Jahre (…) an (Todesursache) gestorben sei und seine Mutter eine Rente erhalten habe, dass er mit Nachbarn in der Folgezeit während rund (Anzahl) Jahren in D. Melonen verkauft habe, dass sein Vater Mitglied der Kurdischen Demokratischen P artei (KDP) gewesen und ihm deshalb von dieser Organisation im Jahre 2011 eine Stelle bei den Sicherheitsbehörden ("Asaisch") angeboten worden sei, dass er das Angebot am 25. Oktober 2011 angenommen und sich schrift- lich verpflichtet habe, für die Asaisch während sechs Jahren zu arbeiten, dass er ab Ende November 2011 beim Sicherheitshauptquartier in E. während eines Monats eine militärische Grundausbildung erhalten habe, D-1114/2014 Seite 3 dass er in den zwei folgenden Monaten in Z., Provinz Dohuk, zusammen mit 46 weiteren Personen von Amerikanern im Aufspüren von TNT - Bomben mit Hunden ausgebildet worden sei, dass er von dieser Ausbildung erst in Z. erfahren habe, worauf er – wie die anderen Personen – "geschockt und sehr enttäuscht" gewesen sei, was die zukünftige Aufgabe bei der Asaisch anbelangt habe, dass er die Ausbildung nicht habe abbrechen dürfen, ansonsten er b e- straft worden wäre, dass er nach der Ausbildung als Sicherheitsagent seinen Dienst in D. bei der Asaisch versehen habe, wo er mit einem Hund TNT -Bomben habe aufspüren müssen, dass diese Tätigkeit sehr gefährlich gewesen sei und er befürchtet habe, dabei umzukommen, dass sich seine Mutter grosse Sorgen um ihn gemacht habe, dass Leute ihn wegen seiner Arbeit mit Hunden als unrein angesehen und schikaniert hätten, dass er kurz vor der Ausreise seinem Chef seine Kündigungsabsicht kundgetan habe, wobei dieser nicht auf seinen Wunsch eingegangen sei und ihm mit Gefängnis gedroht habe, dass er vor diesem Hintergrund sein Heimatland verlassen habe, dass das BFM im Rahmen der Anhörung zu den Asylgründen dem Be- schwerdeführer das rechtliche Gehör zum Abklärungsergebnis des E x- perten der Fachstelle LINGUA gewährte, wonach der Beschwerdeführer eindeutig in der Region Erbil-Kirkuk und sehr wahrscheinlich in E. und S. sozialisiert worden sei, dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 2 8. Januar 2014 – eröffnet am 3. Februar 2014 – abwies und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Vorbringen des Beschwerdeführers genügten den Anforderungen an die Glaubhaftig- keit gemäss Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR D-1114/2014 Seite 4 142.31) nicht, weshalb die Asylrelevanz seiner Darlegungen nicht geprüft werden müsse, dass hinsichtlich der Begründung im Einzelnen auf die Akten zu verwe i- sen ist, dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, dass unter dem Zumutbarkeitsaspekt des Wegweisungsvollzugs mit Ver- weis auf die Rechtsprechung ausgeführt wurde, dass aufgrund der S i- cherheits- und Menschenrechtslage in den drei von der kurdischen Reg i- onalregierung kontrollierten nordirakischen Provinzen Dohuk, Erbil und Suleimaniya dort keine Situation allgemeiner Gewalt herrsche, dass der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben und jenen auf se i- ner Identitätskarte ursprünglich nicht aus einer dieser Provinzen, sondern aus D., Provinz Kirkuk, stamme, dass aber eine W egweisung des Beschwerdeführers in die Provinz Erbil zumutbar sei (Geburt und Aufenthalt in E. bis (Jahr); Passausstellung in E. im Jahre (…); Sozialisation im Gebiet Erbil -Kirkuk gemäss LINGUA - Gutachten; Kenntnisse zu E. und typische Aussprache des Dorfnamens S. von Kurden aus der Region Erbil; Gesundheit; Alter; Schulbildung; mutmassliche Arbeitserfahrung; familiäres Beziehungsnetz in E.; wei tere Anknüpfungspunkte in E. wie Freunde und Bekannte; Beziehung zur KDP), dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 4. März 2014 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und unter Kosten- und Entschädigungsfolge die Aufhebung der angefochtenen Ver- fügung, die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung von Asyl beantragen liess, dass eventualiter die Unzulässigkeit oder zumindest die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahme an- zuordnen sei, dass dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Verwaltungsver fahrensgesetzes vom 20. Dezem- ber 1968 (VwVG, SR 172.021) zu gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten sei, D-1114/2014 Seite 5 dass ihm in der Person des unterzeichnenden Rechtsvertreters ein u n- entgeltlicher Rechtsbeistand zu stellen sei, dass auf die Begründung der Beschwerde, soweit entscheidwesentlich, in den Erwägungen einzugehen ist, dass mit Zwischenverfügung vom 10. März 2014 die Gesuche um G e- währung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG, um amtliche Verbeiständung im Sinne von Art. 110a Abs. 1 AsylG und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses abgewiesen wurden, dass ein Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600. –, zahlbar bis zum 25. März 2014, erhoben wurde, dass zu Begründung im Wesentlichen ausgeführt wurde, dass – ungeach- tet der im Asylpunkt ausschliesslich auf Unglaubhaftigkeitselementen b a- sierenden vorinstanzlichen Erwägungen in der angefochtenen Verf ü- gung – festzuhalten sei, dass die Vorbringen des Besch werdeführers in diesem Zusammenhang den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht genügen dürften, dass der Beschwerdeführer anlässlich der Anhörung unter anderem au s- geführt habe, aufgrund der Mitgliedschaft seines Vaters bei de r KDP, oh- ne irgendwelche Anforderungen erfüllen zu müssen, eine Stelle bei den Sicherheitsbehörden angeboten bekommen und am 25. Oktober 2011 e i- nen kündbaren Arbeitsvertrag unterzeichnet zu haben, dass er eine militärische Grundausbildung bei den Sicherhei tsbehörden (Asaisch) in E . und Z . von insgesamt drei Monaten (November 2011 – Februar 2012) absolviert und danach bis kurz vor der Ausreise (Mai 2013) Dienst geleistet habe, dass er aufgrund der gefährlichen Tätigkeiten, die er zu verrichten gehabt habe, jedoch die Kündigung des Arbeitsvertrages beabsichtigt habe, was bei seinem Vorgesetzter aber auf Unverständnis und Ablehnung gesto s- sen sei und dieser ihm diesfalls gar mit Haft gedroht habe, dass er sich nicht getraut habe, sich beim nächst höheren Vorges etzten zu beschweren, D-1114/2014 Seite 6 dass aufgrund dieser Vorbringen festzustellen sein dürfte, dass es sich um eine arbeitsrechtliche Streitigkeit handle und der Beschwerdeführer in seinem Heimatland aus keinem der in Art. 3 AsylG abschliessend aufg e- zählten Gründe ernst haften Nachteilen ausgesetzt gewesen sei oder be- gründete Furcht haben m üsse, solchen Nachteilen künftig ausgesetzt zu werden, dass allfällige aus dem vom Beschwerdeführer begangenen Vertrag s- bruch, einer zivilrechtlichen Angelegenheit, resultierende nachteilige Kon- sequenzen von diesem – da keine Verfolgungsmotivation respektive -situation im Sinne von Art. 3 AsylG vorlieg e – in Eigenverantwortlichkeit zu tragen sein dürften, dass weder die allgemeine Lage in den drei von der kurdischen Regional- regierung kontrollierten nordirakischen Provinzen (Erbil, Dohuk, Suleim a- niya) noch in der Person des Beschwerdeführers liegende Gründe gegen einen allfälligen Vollzug der Wegweisung in dessen Heimatland sprechen dürften (vgl. dazu auch BVGE 2008/4 E. 6.6.1 S. 47 f. und BVGE 2008/5 E. 7.5, insbes. E. 7.5.8 S. 65 ff.), dass – nebst den grundsätzlich nicht zu beanstandenden Ausführungen des BFM in der angefochtenen Verfügung zum Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers – der Vollständigkeit halber im Zusammenhang mit dessen Angaben zur Verwandtschaft in E. insbesondere noch auf S. 4 des Protokolls der Anhörung hinzuweisen sein dürfte (A 21 S. 4), dass der Kostenvorschuss am 17. März 2014 geleistet wurde, und erwägt, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei- det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, D-1114/2014 Seite 7 dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG ric h- tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung e ines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nati o- nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass die Vorinstanz die Vorbringen des Beschwerdeführers als den An- forderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht genügend erachtete und auf eine Prüfung der Asylrelevanz seiner Darlegung explizit verzichtete, D-1114/2014 Seite 8 dass die unverändert wiedergegebenen Vorbringen in der Rechtsmitte l- eingabe nicht geeignet sind, eine Änderung der angefochtenen Verfügung herbeizuführen, dass dem Beschwerdeführer bereits mit Zwischenverfügung vom 10. März 2014 dargelegt wurde, weshalb seine Vorbringen in der Be - schwerde – da aussichtslos – keine Änderung in der Frage der Asylg e- währung zu bewirken vermögen, dass eine Änderung der Sachlage hinsichtlich der Begeh ren von damals zwischenzeitlich nicht eingetreten ist, dass, um Wiederholungen zu vermeiden , daher vollumfänglich auf die Ausführungen in der erwähnten Zwischenverfügung verwiesen werden kann, dass in diesem Zusammenhang ergänzend darauf hinzuweisen ist, dass gemäss gesicherten Kenntnissen des Gerichts für die Sicherheitskräfte in der KRG (Kurdish Regional Gove nrment) keine obligatorische Diens t- pflicht besteht (vgl. zum Ganzen Report of Joint Finnish -Swiss Fact - Finding Mission to Amman and the KRG Area, May 10-22, 2011), dass in diesem Bericht unte r anderem am Beispiel der Peshmerga (nat i- onale militärische Streitkräfte) aufgezeigt wird, dass es einer Person fre i- gestellt ist, sich einer Einheit anzuschliessen oder diese Organisation zu verlassen, dass die Zugehörigkeit zu einer Diensteinheit nicht zu letzt aufgrund der Bezahlung populär ist, dass die Desertion von einer Diensteinheit für niederrangig eingestufte Personen heute kein ernsthaftes Problem darstellt, lediglich für höherra n- gig eingestufte Personen dürfte dies allenfalls schwierigere Auswirkungen zeitigen, dass die Dienstleistung heute grundsätzlich als Anstellung zur Erzielung eines Einkommens aufgefasst wird ("just a job"), dass zusammenfassend der Beschwerdeführer somit nicht darzutun ver- mochte, dass er einer Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG ausgesetzt war oder begründete Furcht hat, einer solchen aus gesetzt werden zu können, D-1114/2014 Seite 9 dass die Vorinstanz das Asylgesuch des Beschwerdeführers im Ergebnis zu Recht abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf e in Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 m.w.H.), weshalb die verfügte Wegweisung im Ei n- klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bu n- desamt zu Recht angeordnet wurde, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshinder nissen g e- mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenig s- tens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solc hes Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoule- ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet, D-1114/2014 Seite 10 dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat - oder Herkunftsstaat aufgrund von Situati o- nen wie Krieg, B ürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass – auch unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Situation – weder die allgemeine Lage i n den drei von der kurdischen Regionalregierung kontrollierten nordirakischen Provinzen im Heimatstaat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefäh r- dung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, dass dem aus der Provinz Kirkuk stammenden Beschwerdeführer, wohin ein Vollzug der Wegweisung zum heutigen Zeitpunkt unzumutbar erachtet wird, grundsätzlich eine Wohnsitzalternative in einer der drei von der ku r- dischen Regionalregierung kontrollierten Provinzen des Nordirak (in casu: Erbil) zur Verfügung steht, dass diesbezüglich, zur Vermeidung von Wiederholungen, auf die Zwi- schenverfügung vom 10. März 2014 zu verweisen ist, worin dem B e- schwerdeführer unter Verweis auf die Rechtsprechung sowie die grun d- sätzlich nicht zu beanstandenden vorinstanzlichen Ausführungen in der angefochtenen Verfügung dargelegt wurde, weshalb die Vorbringen in der Beschwerde unter dem wegweisungsrechtlichen Gesichtspunkt – da aus- sichtslos – nicht relevant sind, dass in besagter Zwischenverfügung unter Angabe der entsprechenden Fundstelle im Anhörungsprotokoll des Bundesamtes explizit auf die vo n ihm erwähnte Verwandtschaft in E. hingewiesen wurde, dass in Bezug auf die in der Beschwerde beanstandete Prognose der Vorinstanz im Zusammenhang mit einer allfälligen Wiedereingliederung des Beschwerdeführers in E. zudem festzuhalten ist, dass blosse soziale D-1114/2014 Seite 11 und wirtschaftliche Schwierigkeiten, von denen die ansässige Bevölk e- rung im Allgemeinen betroffen ist, nicht genügen, um eine Gefährdung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG darzustellen (vgl. BVGE 2010/41 E. 8.3.6 S. 591), dass die Vorinstanz in ihrer Verfügung vom 28. Januar 2014 ferner auf die Möglichkeit einer finanziellen Rückkehrhilfe hingewiesen hat, dass sich i n Berücksichtigung sämtlicher für das vorliegende Verfahren relevanter Umstände der Vollzug der Wegweisung als zumutbar erweist, dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den He i- matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der B e- schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513–515), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1–3 des Re glements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und der am 17. März 2014 in gleicher Höhe geleistete Kostenvor- schuss zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden ist. (Dispositiv nächste Seite) D-1114/2014 Seite 12 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Bezah- lung der Verfahrenskosten verwendet. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Thomas Wespi Alfred Weber Versand: