<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2010.00160</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=209764&amp;W10_KEY=4467122&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2010.00160</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 16.06.2010</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Widerruf der Niederlassungsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Fristerstreckungsgesuch für Kautionsleistung und Aussichtslosigkeit des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege<br/><br/>Ein Fristerstreckungsgesuch hemmt den Ablauf einer behördlichen Frist auch dann, wenn diese bereits zuvor als nicht mehr erstreckbar erklärt wurde und die angeführten Gründe für eine weitere Verlängerung schwer wiegen bzw. ernsthaft in Betracht kommen, sich mithin als nicht trölerisch oder rechtsmissbräuchlich erweisen; ausser im letzteren Fall gilt es bei Gesuchsabweisung eine kurze Nachfrist anzusetzen, um die Vornahme der fristgebundenen Rechtshandlung zu ermöglichen (E. 2.1). Ersucht ein Kautionsbelasteter während laufender Zahlungsfrist um Aufhebung der Vorschusspflicht bzw. unentgeltliche Rechtspflege, muss ihm bei abschlägigem Entscheid darüber grundsätzlich eine kurze Nachfrist zur Sicherheitsleistung gewährt werden; hierauf lässt sich verzichten, wenn das Gesuch rechtsmissbräuchlich erscheint, namentlich weil dessen Aussichtslosigkeit für den Petenten von vornherein ersichtlich war (E. 2.2). Vorliegend wurden keine schwerwiegenden oder ernsthaft in Betracht fallenden Gründe für die Fristerstreckung geltend gemacht. Die bloss behauptete Mittellosigkeit wurde nicht substantiiert, weshalb der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer die Aussichtslosigkeit eines solchen Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege vorab hätte erkennen müssen. Abweisung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege, Nichteintreten<br/></b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSICHTSLOSIGKEIT">AUSSICHTSLOSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KAUTIONSFRIST">KAUTIONSFRIST</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG">NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 5 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=11400" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2010.00160</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschluss</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal">der 4. Kammer</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">16. Juni 2010</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Jso Schumacher<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Lukas Widmer, Verwaltungsrichterin Maja SchÃ¼pbach Schmid, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>GerichtssekretÃ¤rin Alexandra Altherr MÃ¼ller.<span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><a id="Anonym_Ruolo_BESF_1_1_3"><b>A,</b></a><b> <a id="Anonym_NAME_ZUSATZ_1_4"><br/> </a></b>vertreten durch <a id="Anonym_NAME_ZUSATZ_2_11">Rechtsanwalt B</a><a id="Anonym_ORT_2_14">,</a> </p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrer</b>, </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><a id="Anonym_Ruolo_BESG_1_3_16"><b>Sicherheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich,</b></a><b> </b><br/> </p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegnerin</b>, </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung,</b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben:</p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 28. September 2009 widerrief die Sicherheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich die Niederlassungsbewilligung des AuslÃ¤nders A; sie gebot ihm zugleich, sich bis spÃ¤testens Mitte Dezember jenes Jahres aus der Schweiz zu entfernen. Die Anordnung wurde dem Vertreter von A am 29. September 2009 zugestellt.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Hiergegen liess A am 29. Oktober 2009 rekurrieren. Die Staats­kanzlei forderte ihn mit am 23. November 2009 ausgehÃ¤ndigter VerfÃ¼gung auf, die Verfahrenskosten binnen 30 Tagen durch einen Barvorschuss von Fr. 2'000.- sicherzustellen. In der Folge ersuchte er um Kostenfreiheit und unentgeltlichen Rechtsbeistand, leistete aber dennoch fristgerecht die ihm auferlegte Kaution. Der Regierungsrat wies das Rechtsmittel sowie, weil Letzteres aussichtslos sei, das Gesuch um GewÃ¤hrung unentgeltlicher Rechtspflege mit am 10. MÃ¤rz 2010 erÃ¶ffnetem Beschluss vom 3. gleichen Monats ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>A liess beim Verwaltungsgericht am 7. April 2010 Beschwerde fÃ¼hren und beantragen, ihm unter EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten des Regierungsrats, in Aufhebung von dessen Beschluss sowie bei Verzicht auf eine Wegweisung die Niederlassungsbewilligung nicht zu widerrufen, eventualiter eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Eine PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 12. April 2010 â tags darauf allen Beteiligten zugestellt â setzte Fristen an, und zwar einerseits A gestÃ¼tzt auf § 70 in Verbindung mit § 15 Abs. 2 lit. b des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1969 (VRG, LS 175.2) unter Androhen des Nichteintretens eine solche von 20 Tagen zur Bezahlung einer Kaution von Fr. 2'060.-, weil er aus rechtskrÃ¤ftig erledigten Verfahren vor ZÃ¼rcher BehÃ¶rden noch Kosten von nahezu Fr. 44'000.- schuldet, anderseits gegenÃ¼ber Sicherheitsdirektion sowie Regierungsrat eine solche von 30 Tagen zur Beschwerdebeantwortung bzw. -vernehmlassung. WÃ¤hrend sich die Staatskanzlei am 11. Mai 2010 mit dem Schluss auf Abweisung des Rechtsmittels vernehmen liess, verzichtete die Sicherheitsdirektion stillschweigend auf Beschwerdebeantwortung.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Am 3. Mai 2010 hatte A um Erstreckung der Zahlungsfrist bis 17. jenes Monats ersucht, sei er doch "bestrebt, die Rechnung zu begleichen, [â¦] aber [â¦] hat erst gerade ein Restaurant zur Miete Ã¼bernommen [das heisst am 1. Dezember 2009 bzw. anfangs 2010] und ist dabei sich beruflich zu etablieren und seine finanzielle Situation zu regeln" bzw. zu "stabilisieren". Die Erstreckung wurde "letztmals" sogar bis 25. Mai 2010 gewÃ¤hrt. Am 12. Mai 2010 erhob A beim Bundesgericht Beschwerde gegen die PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 12. April 2010. Unter einzigem Hinweis hierauf ersuchte er mit am 25. Mai 2010 (Dienstag nach Pfingsten) beim Verwaltungsgericht eingelangter Eingabe vom (Freitag, dem) 21. gleichen Monats um weitere Fristerstreckung bis 21. Juni 2010. Das lehnte eine vorab noch vor Mittag per Fax und postalisch am Folgetag erÃ¶ffnete PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 25. Mai 2010 als eines zureichenden Grundes entbehrend und mit der ergÃ¤nzenden Bemerkung ab, der bundesgerichtlichen Beschwerde eigne laut Art. 103 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) keine aufschiebende Wirkung.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Mit Urteil vom 15. Mai 2010 â am Letzten gleichen Monats beim Verwaltungsgericht eingetroffen â war das Bundesgericht auf die Beschwerde von A nicht eingetreten, weil dieser sie einzig damit begrÃ¼nde, "dass ihm die nÃ¶tigen finanziellen Mittel zur Bezahlung des Vorschusses fehlten [â¦]. Sein Begehren erweist sich letztlich als Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im kantonalen Beschwerdeverfahren. Ein solches Gesuch [â¦] muss bei der zustÃ¤ndigen kantonalen BehÃ¶rde eingereicht werden [â¦]. Die Beschwerdeschrift [gemÃ¤ss Dispositiv "samt Beilage"] ist ans Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich weiterzuleiten, welches zu prÃ¼fen haben wird, ob die Voraussetzungen erfÃ¼llt sind, um auf ein nach vermutlich unbenÃ¼tztem Ablauf der angesetzten Zahlungsfrist gestelltes Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege noch eintreten zu kÃ¶nnen" (mit der GeschÃ¤ftsbezeichnung 2C_417/2010 zugÃ¤nglich unter www.bger.ch). Am 1./2. Juni 2010 sandte das Bundes­gericht die bei ihm eingereichte Beschwerde einschliesslich Beilagen dem Verwaltungsgericht zu. Bei diesem ist bis heute seitens von A keine Kaution eingegangen.</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Der Regierungsrat hat als Vorinstanz gewirkt. Schon deshalb muss das Rechtsmittel kraft § 38 VRG gerichtsintern in Dreierbesetzung erledigt werden.</p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft gemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 VRG seine ZustÃ¤ndigkeit als solches von Amtes wegen. Kurz gesagt liess es sich zwar auf dem vorliegenden Gebiet der Fremdenpolizei gegen bis Ende 2008 gefÃ¤llte Rekursentscheide nur anrufen, wenn es sich um Anwesenheitsbewilligungen handelte, die bundesrechtlich oder staatsvertraglich unter gewissen Bedingungen beansprucht werden durften; diese EinschrÃ¤nkung gilt indes nicht mehr, sobald ein angefochtener Beschluss wie der gegenwÃ¤rtige nach dem 31. Dezember 2008 ergangen ist (vgl. ausfÃ¼hrlich und mit Verweisen VGr, 12. MÃ¤rz 2009, VB.2009.00067, E. 2.1, www.vgrzh.ch [bestÃ¤tigt durch BGr, 23. September 2009, 2C_241/2009, www.bger.ch]).</p> <p class="Erwgung2">BezÃ¼glich der Ã¼brigen Eintretensbedingungen interessiert nachfolgend bloss, ob sich das verwaltungsgerichtliche Rechtsmittel gestÃ¼tzt auf § 70 in Verbindung mit § 15 Abs. 2 Ingress VRG androhungsgemÃ¤ss nicht an die Hand nehmen lasse, weil der BeschwerdefÃ¼hrer die ihm auferlegte Kaution nicht geleistet hat (vgl. vorn III Abs. 1; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtpflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 15 N. 9 und 18).</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>§ 70 in Verbindung mit § 12 Abs. 1 VRG erlaubt, andere als gesetzliche Fristen auf ein vor deren Ablauf Frist gestelltes Gesuch hin zu erstrecken, sofern ausreichende GrÃ¼nde hierfÃ¼r dargetan und soweit mÃ¶glich belegt sind. Ein solches Gesuch hemmt den Ablauf einer behÃ¶rdlichen Frist sogar dann, wenn diese bereits zuvor als nicht mehr erstreckbar erklÃ¤rt wurde und die angefÃ¼hrten GrÃ¼nde fÃ¼r eine weitere VerlÃ¤ngerung schwer wiegen bzw. ernsthaft in Betracht kommen, sich mithin nicht als trÃ¶lerisch oder rechtsmissbrÃ¤uchlich erweisen; ausser im letzteren Fall gilt es bei Gesuchsabweisung eine kurze Nachfrist anzusetzen, um die Vornahme der fristgebundenen Rechtshandlung zu ermÃ¶glichen (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 12 N. 10; Robert Hauser/Erhard Schweri, Kommentar zum zÃ¼rcherischen Gerichtsverfassungsgesetz, ZÃ¼rich 2002, § 195 N. 27, 32 und 45; VGr, 29. Mai 2008, VB.2008.00165, E. 4 Abs. 3, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2">FÃ¼glich wurde hier das zweite Erstreckungsgesuch nach grosszÃ¼giger letztmaliger FristverlÃ¤ngerung prÃ¤sidialiter abgewiesen (siehe oben III Abs. 2, auch zum Folgenden; KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 12 N. 8 f. und 11 f., § 15 N. 7 f.). Im Sinn des soeben Erwogenen machte es keine schwerwiegenden oder ernsthaft in Betracht fallenden GrÃ¼nde geltend, erschien also trÃ¶lerisch bzw. rechtsmissbrÃ¤uchlich und verhinderte deshalb die SÃ¤umnis nicht; das Ansetzen einer kurzen Nachfrist erÃ¼brigte sich mithin. Ohnehin hÃ¤tte eine solche insofern nichts genÃ¼tzt, als der BeschwerdefÃ¼hrer beim Bundesgericht vorgebracht hatte, er kÃ¶nne die verlangte Kaution Ã¼berhaupt nicht leisten. Sollte es sich aber gegenteilig verhalten haben, wÃ¤re zu sagen, dass ihm das Verwaltungsgericht ja noch vor Fristablauf Kenntnis von der Verweigerung der verlangten weiteren Erstreckung bis 21. Juni 2010 Kenntnis gab und er alsdann bei ihm hÃ¤tte um eine Notfrist einkommen kÃ¶nnen.</p> <p class="Erwgung2">Im Ãbrigen hatte der anwaltlich vertretene BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r sein bundesgerichtliches Rechtsmittel nicht um aufschiebende Wirkung in Anwendung des Art. 103 Abs. 3 BGG ersucht und war darauf schon vor dem zweiten Erstreckungsgesuch an das Verwaltungsgericht nicht eingetreten worden (siehe vorn III Abs. 2 f.).</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Ersucht ein Kautionsbelasteter wÃ¤hrend laufender Zahlungsfrist um Aufhebung der Vorschusspflicht bzw. unentgeltliche Rechtspflege, muss ihm bei abschlÃ¤gigem Entscheid darÃ¼ber grundsÃ¤tzlich eine kurze Nachfrist zur Sicherheitsleistung gewÃ¤hrt werden (Hauser/Schweri, § 195 N. 33 mit Hinweisen); hierauf lÃ¤sst sich freilich verzichten, wenn das Gesuch rechtsmissbrÃ¤uchlich erscheint, namentlich weil dessen Aussichtslosigkeit fÃ¼r den Petenten von vornherein ersichtlich war (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 15 N. 8 mit Zitaten und N. 34).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.1 </b>Das Bundesgericht hat das bei ihm angestrengte Rechtsmittel des BeschwerdefÃ¼hrers als Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege vor Verwaltungsgericht qualifiziert (siehe vorn III Abs. 3). Diese Auffassung bindet die Kammer wohl nicht (dazu VGr, 16. April 2008, VB.2008.00127, E. 2.5.1, www.vgrzh.ch [unbeanstandet durch BGr, 23. Mai 2008, 1C_183/2008, www.bger.ch]). Es erstaunt denn auch, dass der schon bei der Beschwerdegegnerin vom selben Anwalt vertretene BeschwerdefÃ¼hrer im vorinstanzlichen Verfahren nach der KautionsverfÃ¼gung richtig bei der RekursbehÃ¶rde unentgeltliche Rechtspflege anbegehrte und das dann fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Ã¼ber das Bundesgericht zu erreichen versucht haben sollte (vgl. oben I f.; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 15 f. und 22). Trotzdem sei im Folgenden zu Gunsten des BeschwerdefÃ¼hrers hiervon ausgegangen.</p> <p class="Erwgung3">Das Bundesgericht hat nicht wissen kÃ¶nnen, dass bei seiner Anrufung durch den Beschwer­defÃ¼hrer die Kautionsfrist wegen deren Erstreckung noch nicht abgelaufen war (siehe vorn III Abs. 2 f.). Das Armenrechtsgesuch wurde zwar am falschen Ort, gilt jedoch gemÃ¤ss einem allgemeinen Rechtsgrundsatz als noch innerhalb der Frist gestellt (vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. A., ZÃ¼rich etc. 2006, Rz. 195).</p> <p class="Erwgung3">Immerhin liesse sich auch noch spÃ¤ter so lange um unentgeltliche Rechtspflege ersuchen, als das betroffene Verfahren hÃ¤ngig ist; bei einer Ablehnung des Gesuchs allerdings brÃ¤uchte keine Nachfrist zur Kautionsleistung mehr angesetzt zu werden (KÃ¶lz/Bosshart/ RÃ¶hl, § 15 N. 34 und § 16 N. 12, je mit Hinweisen).</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.2 </b>Der anwaltlich vertretene BeschwerdefÃ¼hrer unterlÃ¤sst es wie schon bei der Vorinstanz, seine bloss behauptete Mittellosigkeit, welche Voraussetzung fÃ¼r das GewÃ¤hren unentgeltlicher Rechtspflege einschliesslich der Befreiung von der Kostenvorschussleistungspflicht bilden wÃ¼rde, wie erforderlich zu substanziieren (vgl. § 70 in Verbindung mit § 16 Abs. 1 f. VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 36 und 39; VGr, 20. August 2008, VB.2008.00249, E. 3.4 Abs. 3, und 16. September 2009, PB.2009.00003, E. 8.2 mit Hinweisen, beides unter www.vgrzh.ch). Er belegt nur gerade die Mietkosten von monatlich Fr. 2'500.- fÃ¼r sein spÃ¤testens zu Anfang des laufenden Jahres Ã¼bernommenes Restaurant (siehe vorn III Abs. 2; einschlÃ¤gige UnvollstÃ¤ndigkeit lastete die Kammer schon einmal einer Mandantin des beschwerdefÃ¼hrerischen Vertreters an [VGr, 24. Oktober 2001, VB.2001.00335, E. 3]), schweigt sich indes Ã¼ber die HÃ¶he der "sonstigen fixen monatlichen Kosten" sowie seines Lebensunterhalts und insbesondere gÃ¤nzlich Ã¼ber seine EinkÃ¼nfte aus. Letzteres fÃ¤llt umso mehr auf, als er frÃ¼her "als selbstÃ¤ndig Erwerbender [â¦] stets ein monatliches Einkommen von CHF 5000-6000.- erzielt" haben will.</p> <p class="Erwgung3">Der anwaltlich vertretene BeschwerdefÃ¼hrer musste deshalb die Aussichtslosigkeit eines solchen Gesuchs um unentgeltliche Rechtpflege vorab erkennen; weil es schon mangels genÃ¼gender Substanziierung abzuweisen ist, bedarf es wiederum keiner Nachfristansetzung, um den Barvorschuss zu erbringen (vgl. oben 2.2 Ingress).</p> <p class="Erwgung3">Gleiches folgt daraus, dass die Befreiung von Kosten nicht in Frage kommt, die vor Einreichen des Armenrechtsgesuchs angefallen sind (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 12 mit Hinweis). Solche sind hier insofern erwachsen, als die im Endentscheid zu veranschlagenden Kosten teilweise TÃ¤tigkeiten abgelten, die das Gericht ab Eingang des Rechtsmittels am 8. April 2010 bis zur Anrufung des Bundesgerichts am 12. Mai 2010 entfaltete (siehe vorn III Abs. 1 f.).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Folglich bleibt es bei der SÃ¤umnis des BeschwerdefÃ¼hrers mit seinem Barvorschuss und gilt es auf das verwaltungsgerichtliche Rechtsmittel nicht einzutreten. Ansonsten dÃ¼rfte es â so lÃ¤sst sich anmerken â im Sinn des durch die Beschwerde wohl nicht entkrÃ¤fteten angefochtenen Beschlusses ohnehin abzuweisen sein.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">Ein Gesuch um GewÃ¤hrung unentgeltlicher Rechtspflege ist jedenfalls deshalb abzuweisen, weil der BeschwerdefÃ¼hrer wie gesagt seine behauptete Mittellosigkeit nicht substanziiert hat (oben 2.2 Abs. 1 f.). AusgangsgemÃ¤ss gilt es darum, diesem die Gerichtskosten aufzuerlegen und eine ParteientschÃ¤digung zu versagen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 sowie § 17 Abs. 2 VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 15).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Ein Gesuch um GewÃ¤hrung unentgeltlicher Rechtspflege wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.</p> <p class="Einzug2">3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">4. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">6. Gegen diesen Beschluss kann Beschwerde in Ã¶ffentlichrechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. BGG erhoben werden. Sie ist innert 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14.</p> <p class="Einzug2">7. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>