<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00403</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204804&amp;W10_KEY=13013566&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00403</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.02.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Denkmalschutz</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Denkmalschutz: Verzicht auf Unterschutzstellung eines Wohnhauses in Horgen (aus dem 18. Jh. stammendes, stattliches ehemaliges Weinbauernhaus; zwischenzeitlich verschiedene, teilweise umfangreiche bauliche Veränderungen; heute als Personalhaus zu einem Altersheim genutzt) Lage und Umschreibung des Streitobjekts (E. 2.1). Begriff des Schutzobjekts; Kognitionsfragen (E. 3.1). Die Vorinstanz hat den Sachverhalt umfassend abgeklärt. Ein Gutachten oder ein Augenschein sind nicht erforderlich (E. 3.2). Nicht rechtsverletzend ist die vorinstanzliche Würdigung, wonach dem Haus nur ein sehr geringer Eigenwert zukommt, weil nur wenig alte Bausubstanz vorhanden ist (E. 3.3). Ebenfalls nicht rechtsverletzend ist die Beurteilung der Vorinstanz, wonach dem Haus kein hoher Situationswert zuzubilligen ist, weil die Baute keine ausserordentliche Stellung im Ortsbild einnimmt (E. 3.4). Das Haus ist nicht als Schutzobjekt zu qualifizieren (E. 3.5). Abweisung der Beschwerde des Heimatschutzes. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Natur- und Heimatschutz ST: DENKMALPFLEGE">DENKMALPFLEGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DENKMALSCHUTZ">DENKMALSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DENKMALSCHUTZOBJEKT">DENKMALSCHUTZOBJEKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGENWERT">EIGENWERT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTLASSUNG">ENTLASSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HORGEN">HORGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZOBJEKT">SCHUTZOBJEKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SITUATIONSWERT">SITUATIONSWERT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSCHUTZSTELLUNG">UNTERSCHUTZSTELLUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 338a Abs. I PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschluss vom 20. Oktober 2003 verzichtete der Gemeinderat Horgen auf die definitive Unterschutzstellung des Wohnhauses Assek.-Nr. 478 auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 8915 und entliess das GebÃ¤ude aus dem Inventar Ã¼ber die kunst- und kulturhistorischen Schutzobjekte von kommunaler Bedeutung. Gleichzeitig wurde bestimmt, dass der Abbruch des genannten GebÃ¤udes erst dann erfolgen dÃ¼rfe, wenn eine definitive Baubewilligung fÃ¼r einen Ersatzbau vorliege.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Den gegen diesen Beschluss von der ZÃ¼rcherischen Vereinigung fÃ¼r Heimatschutz (ZVH) erhobenen Rekurs wies die Baurekurskommission II nach einem Augenschein am 6. Juli 2004 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen den Rekursentscheid erhob die ZVH am 6. September 2004 Beschwerde an das Verwaltungsgericht mit den HauptantrÃ¤gen, es sei der angefochtene Beschluss der Baurekurskommission II aufzuheben und das Verfahren an die Rekursinstanz zurÃ¼ckzuweisen, soweit das Verwaltungsgericht in der Sache nicht selbst entscheide. Es seien die ursprÃ¼nglichen Teile des streitbetroffenen GebÃ¤udes, insbesondere die strassenseitige Fassade und der GewÃ¶lbekeller, zu erhalten und die giebelseitigen Fassaden entsprechend zu erneuern. In verfahrensmÃ¤ssiger Hinsicht wurden der Beizug eines Gutachtens der kantonalen Natur- und Heimatschutzkommission sowie die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins beantragt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Eingabe vom 22. Oktober 2004 beantragte die Baurekurskommission II die Abweisung der Beschwerde. Auch die private Beschwerdegegnerin und der Gemeinderat Horgen stellten in ihren Vernehmlassungen vom 7. Oktober bzw. 22. November 2004 den Antrag, es sei die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist gemÃ¤ss § 338a Abs. 2 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) unbestrittenermassen zur Beschwerdeerhebung berechtigt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span> Streitobjekt bildet vorliegend das freistehende Wohnhaus Assek.-Nr. 478 auf dem ursprÃ¼nglich der Wohnzone W 2.7 und zwischenzeitlich der Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten zugewiesenen GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 8915 in Horgen. Es handelt sich um ein dreigeschossiges GebÃ¤ude unter steilem Satteldach mit sÃ¼dÃ¶stlicher Abwalmung. Unbestritten ist, dass das Wohnhaus zur BlÃ¼tezeit des Weinbaus in der Bautradition der ZÃ¼richseehÃ¤user des 18. Jahrhunderts erstellt wurde und es sich daher wahrscheinlich um ein ursprÃ¼ngliches Weinbauernhaus handelt, wobei das verputztes Riegelwerk aufweisende GebÃ¤ude atypischerweise traufstÃ¤ndig zum See steht. Ebenfalls nicht strittig ist, dass das vermutlich aus dem Jahre 1722 stammende GebÃ¤ude im Laufe der Zeit verschiedene bauliche VerÃ¤nderungen erfahren hat. So wurde der ursprÃ¼ngliche Grundriss durch verschiedene Anbauten erweitert. Ebenfalls geÃ¤ndert hat die Dachform des Wohnhauses, welches gegen Ende des 19. Jahrhunderts offenbar Ã¼ber ein Zinnendach verfÃ¼gt hat. Die letzte umfassende Renovation erfuhr das GebÃ¤ude in den Jahren 1979/1980. Seither dient es als Personalhaus des Altersheims.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span> Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht im Wesentlichen geltend, die Baurekurskommission II habe verkannt, dass der IdentitÃ¤tscharakter sehr vieler historischer HÃ¤user eben gerade im âWachstumâ nach ZeitbedÃ¼rfnissen begrÃ¼ndet sei. Wesentlich sei, dass der Ursprungswert der dem Strassenraum zugewandten markanten Fassade deutlich ablesbar sei. Ebenfalls Ã¼bersehen habe die Rekursinstanz die Selbstbindung der privaten Beschwerdegegnerin, welche Ã¶ffentliche Aufgaben erfÃ¼lle und deshalb gesetzlich verpflichtet sei, mit gutem Beispiel voranzugehen. Der Selbstbindung unterliege auch der Gemeinderat Horgen, da das streitbetroffene GrundstÃ¼ck seit Juni 2004 der Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten zugewiesen sei. Der Gemeinderat habe die wichtige Stellung des streitbetroffenen GebÃ¤udes zwar erkannt, indem er einen Abbruch erst zulassen wolle, wenn ein Neubauprojekt bewilligt sei. Ein Neubau kÃ¶nne jedoch mit historischen Fassaden nie konkurrenzieren. Historische Fassaden mÃ¼ssten stets dann erhalten bleiben, wenn der Situationswert erkannt sei und das GebÃ¤ude erneuert werden kÃ¶nne.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span> Strittig ist â wie bereits im vorangegangenen Rekursverfahren â die Qualifikation des GebÃ¤udes als wichtiger Zeuge im Sinne von § 203 Abs. 1 lit. c PBG.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>GemÃ¤ss § 203 Abs. 1 lit. c PBG sind Schutzobjekte unter anderem Ortskerne, GebÃ¤udegruppen, GebÃ¤ude und Teile sowie ZugehÃ¶r von solchen, die als wichtige Zeugen einer politischen, wirtschaftlichen, sozialen oder baukÃ¼nstlerischen Epoche erhaltenswÃ¼rdig sind oder die Landschaften und Siedlungen wesentlich mitprÃ¤gen, samt der fÃ¼r ihre Wirkung wesentlichen Umgebung. Bei der Anwendung dieser Bestimmung hat die verfÃ¼gende BehÃ¶rde zunÃ¤chst die darin enthaltenen unbestimmten Rechtsbegriffe auszulegen und obliegt ihr als Teil der Sachverhaltsermittlung die KlÃ¤rung der denkmalpflegerischen Bedeutung des in Frage stehenden Objekts. Insofern kann und soll sie nÃ¶tigenfalls die Expertisen oder Stellungnahmen von Fachgremien einholen, wie dies hier die erstinstanzlich verfÃ¼gende BehÃ¶rde getan hat. Anschliessend hat die BehÃ¶rde zu prÃ¼fen, ob die denkmalpflegerische Bedeutung das Objekt zum âwichtigen Zeugenâ oder zu einem wesentlich prÃ¤genden Teil einer Siedlung oder Landschaft im Sinne von § 203 Abs. 1 lit. c PBG macht; das Ergebnis der Sachverhaltsfeststellung â und mithin auch die Stellungnahmen von Fachleuten und <br/> -gremien â wÃ¼rdigen die rechtsanwendenden BehÃ¶rden frei (§ 7 Abs. 4 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959; VRG).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Eine Unterschutzstellung setzt voraus, dass die rechtsanwendende BehÃ¶rde aufgrund der denkmalpflegerischen Bedeutung des betreffenden Objekts zur Ãberzeugung gelangt, bei diesem handle es sich um einen âwichtigen Zeugenâ. Dazu bedarf es der Auslegung dieses unbestimmten Rechtsbegriffs. Dabei geht es zwar um die Beurteilung einer Rechtsfrage (vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich/Basel/ Genf 2002, Rz. 448), die gemÃ¤ss § 50 Abs. 1 VRG der ÃberprÃ¼fung durch das Verwaltungsgericht zugÃ¤nglich ist. Jedoch ist zu beachten, dass der fÃ¼r die Unterschutzstellung zustÃ¤ndigen VerwaltungsbehÃ¶rde bei der Beurteilung der Frage, ob die wichtige Zeugeneigenschaft im Sinne von § 203 Abs. 1 lit. c PBG gegeben sei, eine besondere Entscheidungsfreiheit im Grenzbereich zwischen Rechtsanwendung und ErmessensbetÃ¤tigung zukommt (vgl. BGE 115 Ib 131 E. 3), deren Handhabung die Rechtsmittelinstanzen nicht frei Ã¼berprÃ¼fen kÃ¶nnen (RB 1982 Nr. 37). Das Verwaltungsgericht mit seiner gemÃ¤ss § 50 VRG von vornherein eingeschrÃ¤nkten ÃberprÃ¼fungsbefugnis hat deshalb namentlich zu prÃ¼fen, ob die fÃ¼r die Unterschutzstellung zustÃ¤ndige VerwaltungsbehÃ¶rde alle wesentlichen Gesichtspunkte vollstÃ¤ndig und gewissenhaft untersucht und gewÃ¼rdigt hat (vgl. BGE 115 Ib 131 E. 3).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span> Vorab ist darauf hinzuweisen, dass der Rekursentscheid entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin auf einer umfassenden AbklÃ¤rung des massgeblichen Sachverhalts durch die Vorinstanzen beruht. Der denkmalpflegerische Wert des betroffenen GebÃ¤udes ist durch die fachkundige Baurekurskommission sorgfÃ¤ltig abgeklÃ¤rt und mit zahlreichen Fotos im Protokoll dokumentiert worden. Der Beizug eines Gutachtens der kantonalen Natur- und Heimatschutzkommission oder ein weiterer Augenschein des Gerichts vor Ort sind daher nicht erforderlich.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span> Wie die Baurekurskommission Ã¼berzeugend darlegt, kann dem streitbetroffenen Wohnhaus nur noch ein <i>sehr geringer Eigenwert</i> attestiert werden. Die anlÃ¤sslich des durch die Rekursinstanz durchgefÃ¼hrten Augenscheins aufgenommenen Fotos belegen, dass heute nur noch sehr wenig alte Bausubstanz vorhanden ist. Die von der Baurekurskommission hinsichtlich des GebÃ¤udeinnern getroffenen Feststellungen werden von der BeschwerdefÃ¼hrerin denn auch nicht in Frage gestellt: Das Hausinnere ist offensichtlich durch die letzte tiefgreifende Renovation im Jahre 1979/1980 geprÃ¤gt, anlÃ¤sslich welcher die historischen Bauelemente weitgehend entfernt und durch neuzeitliche Materialien ersetzt worden sind. An die Stelle der ursprÃ¼nglich hausinternen Erschliessung ist eine Betontreppe getreten; auch der heutige Dachstuhl ist neueren Datums.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zutreffend sind die AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrerin insofern, als die barocke Grundstruktur des GebÃ¤udes an den Fassaden noch teilweise ablesbar ist. Dies anerkennt auch die Vorinstanz, wenn sie ausfÃ¼hrt, dass das Ãussere des Hauses von barocken ZÃ¼gen geprÃ¤gt ist. Wie die Baurekurskommission darlegt und im Ãbrigen von der BeschwerdefÃ¼hrerin auch nicht bestritten wird, befindet sich unter dem neuzeitlichen Verputz der Fassaden jedoch nur noch teilweise die originale Fachwerkkonstruktion. Auch Fenster und FenstergewÃ¤nde sind nicht mehr im Original vorhanden, sondern wurden anlÃ¤sslich der jÃ¼ngsten Renovation ersetzt. Lediglich deren Ã¤ussere Erscheinung zeugt noch vom ursprÃ¼nglichen baulichen Charakter. Auch das Ãussere des streitbetroffenen GebÃ¤udes ist daher nicht mehr im Originalzustand erhalten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Erkenntnis der Baurekurskommission, dass das Wohnhaus nur noch einen tiefen Grad an AuthentizitÃ¤t aufweist, erweist sich daher als zutreffend und wird eigentlich auch von der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht in Frage gestellt. Dass die Vorinstanzen dem GebÃ¤ude aus diesem Grunde nur noch einen sehr geringen Eigenwert attestieren, ist nachvollziehbar. Es mag zwar zutreffen, dass der Charakter eines alten Bauwerks gerade in den nach den BedÃ¼rfnissen der jeweiligen Zeitepoche vorgenommenen baulichen VerÃ¤nderungen bestehen kann. Ob einem solchen GebÃ¤ude noch die Eigenschaft eines wichtigen Zeugen einer oder mehrerer politischer, wirtschaftlicher, sozialer oder baukÃ¼nstlerischer Epochen zugebilligt werden kann, hÃ¤ngt von der Art und Weise der vorgenommenen baulichen Ãnderungen ab. Wie bereits ausgefÃ¼hrt wurde, beurteilen die rechtsanwendenden BehÃ¶rden diese Frage mit einer besonderen Entscheidungsfreiheit im Grenzbereich zwischen Rechtsanwendung und ErmessensbetÃ¤tigung. Inwiefern die im vorliegenden Fall vorgenommenen baulichen VerÃ¤nderungen des streitbetroffenen GebÃ¤udes in qualitativer Hinsicht charakteristisch sein sollten, ist nicht ersichtlich und wird auch von der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht dargelegt. Dass die Vorinstanzen dem GebÃ¤ude angesichts des Umstandes, dass kaum mehr originale Bausubstanz vorhanden ist, einen geringen Eigenwert attestieren, erweist sich auf jeden Fall nicht als rechtsverletzend.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.4 </span></b><span> Ebenfalls nicht rechtsverletzend ist die WÃ¼rdigung der Vorinstanzen hinsichtlich des <i>Situationswertes </i>des streitbetroffenen Wohnhauses. Zwar tritt das GebÃ¤ude stattlich in Erscheinung, weshalb ihm ein gewisser Situationswert zuzugestehen ist. Wie die Fotodokumentation der Vorinstanz deutlich macht, kann jedoch von einer ausserordentlichen Stellung im Ortsbild von Horgen nicht die Rede sein. Der Situationswert ist auf jeden Fall nicht derart hoch, dass er fÃ¼r sich allein oder in Verbindung mit dem sehr geringen Eigenwert des Objekts den Zeugencharakter zu begrÃ¼nden vermÃ¶chte.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.5 </span></b><span> Damit erweist sich die WÃ¼rdigung der Vorinstanzen, das streitbetroffene Wohnhaus sei nicht als Schutzobjekt im Sinne von § 203 Abs. 1 lit. c PBG zu qualifizieren, nicht als rechtsverletzend. Zum vornherein offen bleiben kann daher die Frage, ob die private Beschwerdegegnerin der Selbstbindung im Sinne von § 204 PBG unterliege oder nicht. Denn nur wenn feststeht, dass ein Schutzobjekt im Sinne von § 203 Abs. 1 lit. c PBG vorliegt, ist in einem zweiten Schritt zu prÃ¼fen, ob sich der Abbruch des betreffenden Objektes mit der sich aus § 204 PBG ergebenden Verpflichtung der Ã¶ffentlichen Hand zur Schonung und ungeschmÃ¤lerten Erhaltung von Schutzobjekten vereinbaren liesse. Es erÃ¼brigt sich daher im vorliegenden Fall eine InteressensabwÃ¤gung im Sinne von § 204 Abs. 1 PBG.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde daher als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen. Die Kosten des Verfahrens sind ausgangsgemÃ¤ss der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'090.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Urteilstext"><span>4. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>