A bteilung I A -1428/2006 {T 0/2} U rteil vom 29. A ugust 2007 M itw irkung: R ichter D aniel R iedo (Vorsitz); R ichterin Salom e Zim m erm ann; R ichter Thom as Stadelm ann (Kam m erpräsident); G erichtsschreiberin Iris W idm er. X._______, Beschw erdeführer, gegen Eidgenössische Steuerverw altung, H auptabteilung M ehrw ertsteuer, Schw arz- torstrasse 50, 3003 Bern, Vorinstanz, betreffend M W ST; B ürogem einschaft (1/1996 - 4/2000). B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. X._______, R echtsanw alt und N otar, ist seit 1. Januar 1995 im R egister für M ehrw ertsteuerpflichtige der Eidgenössischen Steuerverw altung (ESTV) eingetragen. Am 12. April 2001 führte die ESTV beim Steuerpflichtigen eine Kontrolle durch. G estützt auf deren Ergebnis erhob sie für die Perioden 1. Q uartal 1996 bis 4. Q uartal 2000 m it Ergänzungsabrechnung (EA) N r. 114'505 vom 12. April 2001 eine Steuernachforderung im Betrag von Fr. 6'126.-- zuzüglich Verzugszins. D ie N achforderung resultierte u.a. aus “Kosten, die an D ritte in R echnung gestellt w urden“. M it Eingabe vom 8. M ai 2001 bestritt der Steuerpflichtige die N achforderung im U m fang von Fr. 2'071.50 und m achte geltend, die dem Verband schw eizerischer V._______ (Y._______) sow ie der Ausgleichskasse der V._______ (AK) w eiterverrechneten Beträge stellten Auslagenersatz im Sinne von Art. 327a O R dar, denn der Y._______ und die AK seien gleichzeitig seine Arbeitgeber gew esen. Auf Kosten, die auf die Arbeitgeber überw älzt w erden, sei keine M ehrw ertsteuer geschuldet. B. D ie ESTV entschied am 24. Februar 2004, sie habe von X._______ für die Perioden 1. Q uartal 1996 bis 4. Q uartal 2000 zu R echt Fr. 6'126.-- M ehrw ertsteuern zuzüglich Verzugszins nachbelastet. Zur Begründung trug die Verw altung vor, der Steuerpflichtige habe m it dem Y._______ und der AK eine Praxisgem einschaft gebildet. Fakturiere der Steuerpflichtige die allgem einen Kosten der Praxisgem einschaft den anderen M itgliedern im eigenen N am en w eiter, w erde er zum Erbringer der entsprechenden U m sätze. Im G egenzug w erde er zum entsprechenden Vorsteuerabzug berechtigt. U nerheblich sei die Frage, ob er zu den Praxism itgliedern in einem Arbeitsverhältnis stehe oder nicht. C . M it Eingabe vom 23. M ärz 2004 erhob der Steuerpflichtige Einsprache und bestritt die N achbelastung im U m fang von Fr. 2'071.50; die vorsorglich bezahlte Steuer im genannten Betrag sei ihm sam t Zins zurückzuerstatten. Zur Begründung trug er im W esentlichen vor, er sei zum Y._______ und zur AK in einem Arbeitsvertragsverhältnis gestanden. M it seinen aus der freiberuflichen Tätigkeit erzielten Entgelten habe die W eiterbelastung von Kosten an den Y._______ und die AK nicht das G eringste zu tun. D as M anagem ent der Kanzleigem einschaft gehöre nicht zu den von ihm als R echtsanw alt und N otar angebotenen D ienstleistungen, sondern sei dieser vorgelagert. D ie Arbeitgeber dürften deshalb nicht seinen Kunden gleichgesetzt w erden. Bei der Beurteilung der G eldflüsse aus der Kostenum lage m it den Kanzleipartnern Y._______ und AK falle ferner ins G ew icht, dass beide nicht der M ehrw ertsteuerpflicht unterstanden hätten. Schliesslich könne er die nachgeforderte Steuer nachträglich nicht m ehr überw älzen, und w enn doch, entstünde eine D oppelbelastung, da die M ehrw ertsteuer in den aufgeteilten Kosten bereits enthalten sei. Es sei aus diesen G ründen nicht angängig, die R egeln für Kanzleigem einschaften nach Verw altungspraxis unbesehen heranzuziehen. 3 D . M it Einspracheentscheid vom 9. Februar 2005 w ies die ESTV die Einsprache ab, bestätigte die Steuerschuld in H öhe von Fr. 2'071.50 M ehrw ertsteuern zuzüglich Verzugszinsen und stellte fest, der angefochtene Entscheid sei im U m fang von Fr. 3'596.50 in R echtskraft erw achsen. Zur Begründung führte die Verw altung im W esentlichen aus, der Steuerpflichtige sei gegenüber den Leistungserbringern der „Infrastruktur“, w elche für seine selbständige Tätigkeit als Anw alt und N otar erforderlich gew esen sei, im eigenen N am en als Berechtigter und Verpflichteter aufgetreten. D er Y._______ und die AK seien eigene R echtssubjekte, w elche durch den Steuerpflichtigen m it unter seinem N am en bezogener und vorab aus seiner „Kasse“ bezahlter „Infrastruktur“ ausgestattet w orden seien. D ie „W eitergabe der Leistung“ sei gegen Entgelt erfolgt, w eshalb ein steuerbarer U m satz gegeben sei. E. Am 11. M ärz 2005 reicht X._______ gegen diesen Einspracheentscheid bei der Eidgenössischen Steuerrekurskom m ission (SR K) Beschw erde ein und stellt den Antrag, den Teilbetrag von Fr. 2'071.50 zuzüglich Zins w ieder gutzuschreiben. Auf die Eingabe des Beschw erdeführers w ird – sow eit entscheidw esentlich – im R ahm en der nachfolgenden Erw ägungen eingegangen. D ie Vorinstanz verzichtet, sich vernehm en zu lassen. F. Am 24. Januar 2007 teilt das Bundesverw altungsgericht den Ver- fahrensbeteiligten m it, es habe das vorliegende Verfahren zuständigkeits- halber übernom m en. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Bis zum 31. D ezem ber 2006 unterlagen Einspracheentscheide der ESTV der Beschw erde an die SR K. D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die am 1. Januar 2007 bei der SR K hängigen R echtsm ittel. D ie Beurteilung erfolgt nach neuem Verfahrensrecht (Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw al- tungsgericht [Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 173.32]). Sow eit das VG G nichts anderes bestim m t, richtet sich gem äss Art. 37 VG G das Verfahren nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021). D as Bundesverw altungs- gericht ist zur Behandlung der Beschw erde sachlich w ie funktionell zuständig (Art. 31 und 33 Bst. d VG G in Verbindung m it Art. 53 der alten Verordnung vom 22. Juni 1994 über die M ehrw ertsteuer [M W STV von 1994, AS 1994 1464]). D er Beschw erdeführer hat den Einsprache- entscheid vom 9. Februar 2005 frist- und auch form gerecht angefochten (Art. 50 und 52 Vw VG ). Er ist durch diesen beschw ert und zur Anfechtung berechtigt (Art. 48 Vw VG ). 1.2 D er zu beurteilende Sachverhalt verw irklichte sich in den Jahren 1996 bis 2000. D ie Bestim m ungen der alten M ehrw ertsteuerverordnung bleiben im 4 vorliegenden Fall anw endbar (Art. 93 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 2. Septem ber 1999 über die M ehrw ertsteuer [M W STG , SR 641.20]). 2. 2.1 D er M ehrw ertsteuer unterliegen u.a. die im Inland gegen Entgelt erbrachten Lieferungen von G egenständen und D ienstleistungen (Art. 4 Bst. a und b M W STV). Als D ienstleistung gilt jede Leistung, die keine Lieferung eines G egenstandes ist (Art. 6 Abs. 1 M W STV). 2.2 Steuerpflichtig ist, w er eine m it der Erzielung von Einnahm en verbundene gew erbliche oder berufliche Tätigkeit selbständig ausübt, auch w enn die G ew innabsicht fehlt, sofern seine Leistungen im Inland jährlich gesam thaft Fr. 75'000.-- übersteigen (Art. 17 Abs. 1 M W STV). Steuerpflichtig sind insbesondere natürliche Personen, Personengesellschaften, juristische Personen des privaten und öffentlichen R echts, unselbständige öffentliche Anstalten sow ie Personengesam theiten ohne R echtsfähigkeit, die unter gem einsam er Firm a U m sätze tätigen (Art. 17 Abs. 2 M W STV). U nter diesen Voraussetzungen w erden auch einfache G esellschaften subjektiv steuerpflichtig, w enn die G esellschafter unter gem einsam er Firm a gegen aussen auftreten (statt vieler: Entscheid der SR K vom 14. Juli 2005, veröffentlicht in Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 70.6 E. 3b/bb, m it zahlreichen H inw eisen; D IETER M ETZG ER , Kurzkom m entar zum M W STG , Bern 2000, ad Art. 21 R z. 4). W ichtige Kriterien für die erforderliche Selbständigkeit sind beispielsw eise, dass die steuerbare Tätigkeit im eigenen N am en, auf eigenes w irtschaftliches und unternehm erisches R isiko, in betriebsw irtschaftlicher oder arbeitsorganisatorischer U nabhängigkeit von einem Arbeitgeber erbracht w ird (statt vieler: U rteile des Bundesgerichts 2A.47/2006 vom 6. Juli 2006 E. 3, vom 27. O ktober 2000, veröffentlicht in R evue de D roit Adm inistratif et de D roit Fiscal [R D AF] 2001 II 56 und in Archiv für Schw eizerisches Abgaberecht [ASA] 71 S. 653 f.; Entscheide der SR K vom 21. Februar 2000, veröffentlicht in VPB 64.113 E. 3a, vom 23. M ärz 1999, veröffentlicht in VPB 63.91 E. 3b, vom 21. Januar 1997, veröffentlicht in VPB 64.46 E. 2a). O b der Leistungserbringer selbständig im m ehrw ertsteuerlichen Sinn handelt, ist aber aufgrund der G esam theit der w irtschaftlichen Verhältnisse zu beurteilen. Angesichts des W esens der M ehrw ertsteuer als allgem eine Verbrauchsteuer ist der Selbständig- keitsbegriff eher w eit auszulegen (U rteil des Bundesverw altungsgerichts A-1580/2006 vom 16. M ai 2007 E. 2.2; vgl. D AN IEL R IED O , Vom W esen der M ehrw ertsteuer als allgem eine Verbrauchsteuer und von den entsprechen- den W irkungen auf das schw eizerische R echt, Bern 1999, S. 115, 175). 2.3 D ie Frage, ob ein U nternehm er im eigenen N am en auftritt oder nicht, ist aber nicht nur für den Tatbestand der Selbständigkeit m assgeblich, sondern nach konstanter R echtsprechung auch dafür, ob der U nternehm er überhaupt als m ehrw ertsteuerlicher Leistungserbringer oder -em pfänger zu gelten hat. D enn das H andeln w ird grundsätzlich dem jenigen m ehrw ert- steuerlich zugerechnet, der nach aussen, gegenüber D ritten im eigenen N am en auftritt (U rteil des Bundesverw altungsgerichts A-1341/2006 vom 5 7. M ärz 2007 E. 2.3.1; Entscheide der SR K vom 4. D ezem ber 2003, veröffentlicht in VPB 68.71 E. 2b, vom 15. N ovem ber 2002, veröffentlicht in VPB 67.50 E. 2b, vom 21. Januar 1997, veröffentlicht in VPB 64.46 E. 3a und b). Eine Leistung ist im m er der Person zuzurechnen, w elche nach aussen (gegenüber D ritten) so aufgetreten ist, dass sie aus den Leistungsbeziehungen berechtigt und verpflichtet ist. D as Auftreten im frem den N am en und für frem de R echnung schliesst som it die m ehrw ertsteuerliche Selbständigkeit aus. D ies gilt auch dann, w enn diese auf G rund der übrigen Kriterien zu bejahen w äre (Entscheid der SR K vom 24. Septem ber 2003, veröffentlicht in VPB 68.54 E. 2a). 2.4 In w essen N am en aufgetreten w ird, ist ferner von zentraler Bedeutung beim m ehrw ertsteuerlichen Stellvertretungstatbestand von Art. 10 M W STV. D enn als blosser Verm ittler einer Leistung gilt nur, w er diese ausdrücklich im N am en und für R echnung des Vertretenen tätigt (direkte Stellvertretung), so dass das U m satzgeschäft direkt zw ischen dem Vertretenen und dem D ritten zustande kom m t (Abs. 1). H andelt bei einer Leistung der Vertreter zw ar für frem de R echnung, tritt er aber nicht ausdrücklich im N am en des Vertretenen auf (indirekte Stellvertretung), so liegt sow ohl zw ischen dem Vertretenen und dem Vertreter als auch zw ischen dem Vertreter und dem D ritten eine m ehrw ertsteuerliche Leistung vor (Abs. 2). N ach der R echtsprechung ist die Fiktion dieser zw ei U m sätze bei der indirekten Stellvertretung (Leistungserbringer an indirekten Stellvertreter und indirekter Stellvertreter an eigentlichen Leistungsbezüger) sow ohl auf die Lieferung von G egenständen als auch auf D ienstleistungen anw endbar. Im Ergebnis bedeutet dies, dass auch derjenige als Erbringer einer Leistung gilt, der sich darauf beschränkt, den G egenstand oder die D ienstleistung eines D ritten im eigenen N am en w eiter zu fakturieren (Entscheid der SR K vom 24. Septem ber 2003, veröffentlicht in VPB 68.54 E. 2a, m it H inw eisen). 2.5 D er für das W arenum satzsteuerrecht entw ickelte fundam entale G rundsatz der Einheit der U nternehm ung gilt nach konstanter R echtsprechung auch im M ehrw ertsteuerrecht. D anach bezieht sich die Steuerpflicht auf säm tliche U m sätze und Betriebszw eige des U nternehm ens, gleichgültig, ob die Betriebe eigene Firm ennam en tragen, für sich allein Buch führen, einander R echnung stellen etc. (U rteil des Bundesverw altungsgerichts A-1383/2006 vom 19. Juli 2007 E. 2.3 und 3.4.1; Entscheide der SR K vom 5. Septem ber 2005, veröffentlicht in VPB 70.8 E. 2c, vom 31. M ärz 2004, veröffentlicht in VPB 68.126 E. 3c, vom 4. D ezem ber 2003, veröffentlicht in VPB 68.71 E. 2c, vom 23. April 2003, veröffentlicht in VPB 67.123 E. 3b, vom 15. N ovem ber 2002, veröffentlicht in VPB 67.50 E. 2c, vom 21. Februar 2000, veröffentlicht in VPB 64.113 E. 3c; JEAN -M AR C R IVIER /AN N IE R O C H AT PAU C H AR D , La taxe sur la valeur ajoutée, Fribourg 2000, S. 108; für das W arenum satzsteuerrecht vgl. U rteile des Bundesgerichts vom 5. Juni 1992, veröffentlicht in ASA 62 694 E. 3a, vom 29 April 1992, veröffentlicht in ASA 62 700 E. 3b; D IETER M ETZG ER , H andbuch der W arenum satzsteuer, Bern 1983, R z. 162, 213, 714). 6 2.6 D ie Steuer w ird vom Entgelt berechnet. D azu gehört alles, w as der Leistungsem pfänger oder ein D ritter für ihn als G egenleistung für die Leistung aufw endet. D ie G egenleistung um fasst auch den Ersatz aller Kosten, selbst w enn diese gesondert in R echnung gestellt w erden (Art. 26 Abs. 1 und 2 M W STV). 2.7 D ie m ehrw ertsteuerliche Q ualifikation von Vorgängen hat nicht in erster Linie aus einer zivil-, sprich vertragsrechtlichen Sicht, sondern nach w irtschaftlichen, tatsächlichen Kriterien zu erfolgen (U rteil des Bundes- gerichts 2A.304/2003 vom 14. N ovem ber 2003 E. 3.6.1, m it H inw eisen; U rteile des Bundesverw altungsgerichts A-1383/2006 vom 19. Juli 2007 E. 2.5, A-1434/2006 vom 14. M ai 2007 E. 2.3; Entscheide der SR K vom 5. Juli 2005, veröffentlicht in VPB 70.7 E. 2a, vom 18. N ovem ber 2002, veröffentlicht in VPB 67.49 E. 3c/aa; ausführlich: R IED O , a.a.O ., S. 112). 3. 3.1 Im vorliegenden Fall w ar der Beschw erdeführer für die fragliche Zeit nebst seiner Tätigkeit als R echtsanw alt und N otar auch als Verbandssekretär des Y._______ sow ie als Kassaleiter der AK tätig. So bildete er zusam m en m it dem Y._______ und der AK am Sitz seiner Kanzlei eine Bürogem einschaft. D er Beschw erdeführer bezog auch jene Teile der allgem einen Leistungen (Telefon, Post, Bürom aterial etc.) unbestrittenerm assen im eigenen N am en, w elche für den Y._______ oder die AK bestim m t w aren. D ie entsprechenden Kosten, w elche der Beschw erdeführer m it „Infrastrukturaufw and“ bezeichnet, belastete er w iederum im eigenen N am en an den Y._______ und die AK w eiter. 3.2 Indem der Beschw erdeführer die G egenstände und D ienstleistungen betreffend die Infrastruktur im eigenen N am en bezog, trat er zw eifelsfrei als m ehrw ertsteuerlicher Leistungsem pfänger gegenüber den Lieferanten auf (E. 2.3 hievor). Verrechnet er die näm lichen Leistungen w iederum im eigenen N am en an den Y._______ und die AK w eiter, gilt er diesbezüglich aus m ehrw ertsteuerlicher Sicht ebenfalls als Leistungserbringer (E. 2.2 – 2.4 hievor). D am it einem Steuerpflichtigen eine Leistung m ehrw ertsteuerlich zuzurechnen ist, braucht er diese nicht zw ingend auch physisch selbst zu erbringen. Es genügt, dass er sich – w ie in casu der Beschw erdeführer – m it allen Eigenschaften eines Steuerpflichtigen in die U m satzkette einfügt und dabei nicht als blosser Verm ittler (direkter Stellvertreter des Leistungserbringers) auftritt (E. 2.4 hievor; Entscheid der SR K vom 24. Septem ber 2003, veröffentlicht in VPB 68.54 E. 2a, m it H inw eisen). Als blosser Verm ittler kann der Beschw erdeführer unter keinen U m ständen gelten. W eder ist ersichtlich noch verm ag er darzutun, dass er ausdrücklich im N am en und für R echnung der („vertretenen“) Lieferanten auftrat. Vielm ehr ist aus m ehrw ertsteuerlicher Sicht von vornherein ausgeschlossen, dass der Beschw erdeführer als blosser Verm ittler der fraglichen Leistungen gelten kann, w enn er diesbezüglich selbst im eigenen N am en auftrat (E. 2.4 hievor; U rteil des Bundesverw altungsge- richts A-1383/2006 vom 19. Juli 2007 E. 3.4.3). N ur am R ande sei 7 angem erkt, dass das „ausdrückliche Auftreten des Verm ittlers im N am en und für R echnung des Vertretenen“ eine m ateriellrechtliche G ültigkeitsvor- aussetzung für die Annahm e einer m ehrw ertsteuerlichen Verm ittlung bildet. D ie Anw endbarkeit der sogenannten „Pragm atism usbestim m ung“ von Art. 45a der Verordnung vom 29. M ärz 2000 zum Bundesgesetz über die M ehrw ertsteuer (M W STG V, SR 641.201), w elche sich lediglich auf Form m ängel bezieht, steht hier folglich ausser Frage (U rteil des Bundesverw altungsgerichts A-1383/2006 vom 19. Juli 2007 E. 3.4.3). Zusam m enfassend ist festzustellen, dass den Beschw erdeführer für die fraglichen Leistungen, die er an den Y._______ und die AK w eiterverrechnete, die M ehrw ertsteuerpflicht trifft. 3.3 Es bleibt auf die Argum ente des Beschw erdeführers einzugehen, sow eit sie durch die voranstehenden Erw ägungen nicht bereits ausdrücklich oder im plizite w iderlegt sind. 3.3.1 D er Beschw erdeführer trägt vor, er habe als Anw alt und N otar zusam m en m it dem Y._______ und der AK eine einfache G esellschaft gebildet. D iese G esellschaft – und nicht er selbst – habe, vertreten durch ihn als geschäftsführenden Partner, die Kostenanteile dem Y._______ und der AK in R echnung gestellt. D ie einfache G esellschaft sei nicht subjektiv steuerpflichtig gew esen. Im Ü brigen bildeten die Leistungen im R ahm en der Kostenum lage Auslagenersatz nach Art. 537 Abs. 1 des O bligationenrechts vom 30. M ärz 1911 (O R , SR 220). Es könne unter diesen G egebenheiten nicht angehen, dass die fraglichen Leistungen ihm selbst zugerechnet w erden. Selbst w enn m it dem Beschw erdeführer davon auszugehen w äre, die Bürogem einschaft, bestehend aus ihm selbst in der Funktion als Anw alt und N otar sow ie dem Y._______ und der AK, habe zivilrechtlich eine einfache G esellschaft gebildet, könnte er nichts zu seinem Vorteil ableiten. Erforderlich w äre näm lich, dass auch die einfache G esellschaft als solche im eigenen N am en die Leistungen der Lieferanten entgegengenom m en hätte, genauso w ie sie diese im eigenen N am en (der einfachen G esellschaft) an den Y._______ und die AK hätte w eiterfakturieren m üssen. W eder ist ein solches Auftreten im eigenen N am en einer allfälligen einfachen G esellschaft aus den Akten ersichtlich noch verm ag es der Beschw erdeführer zu belegen. Für das M ehrw ertsteuerrecht gilt, dass eine einfache G esellschaft, w elche nicht nach aussen auftritt (stille G esellschaft, reine Innengesellschaft), nicht m ehrw ertsteuerliche Leistungserbringerin w erden kann (statt vieler: Entscheid der SR K vom 24. Septem ber 2003, veröffentlicht in VPB 68.54 E. 2b, m it H inw eisen; vgl. auch E. 3d, w o eben gerade anders als in casu die Bürogem einschaft von Anw älten als einfache G esellschaft die Vorleistungen im eigenen N am en bezog und diese ebenso im eigenen N am en an die einzelnen Anw älte w eiterreichte). 3.4 D er Beschw erdeführer hält ferner dafür, er sei zum Y._______ und zur AK in einem Arbeitsverhältnis gestanden. Insofern seien die m it diesem Arbeitsvertrag zusam m enhängenden Infrastrukturkosten 8 m ehrw ertsteuerlich nicht von Bedeutung. Ü berdies habe die Aufteilung der gem einschaftlichen Kosten m it seiner freiberuflichen Tätigkeit als R echtsanw alt und N otar überhaupt nichts zu tun. Eine Aufrechnung sei aus diesen G ründen unzulässig. D er Beschw erdeführer verstrickt sich in W idersprüche, w enn er einerseits vorträgt, die Leistungen im R ahm en der Kostenum lage in der einfachen G esellschaft bildeten Auslagenersatz nach Art. 537 Abs. 1 O R (E. 3.3.1 hievor), und dem gegenüber nun geltend m acht, die Kostenum lage beträfe das Arbeitsverhältnis zw ischen ihm und dem Y._______ bzw . der AK und sie stelle Auslagenersatz dar, diesm al gem äss Art. 327a Abs. 1 O R (Schreiben an die ESTV vom 8. M ai 2001; vgl. auch Beschw erdeschrift S. 5 Ziff. 7). Abgesehen davon ist die Frage, ob es sich bei den an den Y._______ und die AK verrechneten Kosten um Ansprüche im Sinne von Art. 537 Abs. 1 O R handelt, in casu bereits deshalb irrelevant, w eil eine allfällige einfache G esellschaft nicht im eigenen N am en aufgetreten ist (E. 3.3.1 hievor). Ebenso kann dahingestellt bleiben, ob die fraglichen Kosten in zivilrechtli- cher H insicht Auslagenersatz gem äss Art. 327a O R im Arbeitsverhältnis darstellen. M ehrw ertsteuerlich ist einzig m assgebend, dass sich der Beschw erdeführer für die Leistungen betreffend Infrastruktur als m it allen Eigenschaften eines Steuerpflichtigen in die U m satzkette zw ischen die Lieferanten einerseits und den Y._______ bzw . die AK andererseits einfügte (E. 3.2 hievor). D ass er daneben in einem Arbeitsverhältnis zum Y._______ sow ie der AK stand und dafür Lohn bezog und allenfalls gar allfällige Auslagen ersetzt erhielt, ist unter diesen U m ständen im Steuer- justizverfahren irrelevant. W enn der Beschw erdeführer schliesslich behauptet, die Aufteilung der Kosten habe m it seiner Tätigkeit als R echtsanw alt und N otar überhaupt nichts zu tun, ist ihm der G rundsatz der Einheit der U nternehm ung entgegenzuhalten. D anach bezieht sich die Steuerpflicht auf säm tliche U m sätze und Betriebszw eige des U nternehm ens (E. 2.5 hievor). Einer der Betriebszw eige des Beschw erdeführers in seiner Tätigkeit als Anw alt und N otar besteht in den in R ede stehen „Infrastrukturleistungen“, die er im eigenen N am en erbringt, w enngleich in untergeordnetem M asse. 3.5 D er Beschw erdeführer m acht schliesslich geltend, es falle ins G ew icht, dass er m it dem Saldosteuersatz abrechnete und deshalb die Vorsteuer auf den w eitergereichten Leistungen nicht habe abziehen dürfen. D a er überdies die nachgeforderte Steuer nicht m ehr überw älzen könne, erleide er einen Verlust. H ätte er aber die Steuer überw älzt, w äre der Y._______ und die AK doppelt belastet gew esen, einm al durch jene Steuer, die in den Kosten enthalten gew esen sei, und einm al durch die überw älzte Steuer. D iese Argum entationsw eise geht in m ehrfacher H insicht fehl. Sow ohl die Abrechnungsart (Saldosteuersatz) als auch die Form der G eschäftsbezie- hungen innerhalb der Bürogem einschaft bzw . m it dem Y._______ und der AK hat der Beschw erdeführer selber gew ählt. N ach ständiger Praxis hat 9 sich der Steuerpflichtige auf die von ihm vorgenom m ene form elle G estaltung seiner R echtsbeziehungen behaften zu lassen. Es kann som it keine R olle spielen, ob er eine steuerlich günstigere G estaltung hätte w ählen können (U rteil des Bundesverw altungsgerichts A-1689/2006 vom 13. August 2007 2007 E. 2.4, m it zahlreichen H inw eisen, A-1439/2006 vom 18. Juni 2007 E. 2.5). Ü berdies kann sich im Steuerjustizverfahren der Steuerpflichtige nach konstanter R echtsprechung nicht m it Erfolg gegen eine Steuernachforderung w ehren m it dem Einw and, er könne die nacherhobene Steuer nicht m ehr auf den Leistungsbezüger überw älzen, auch w enn die M ehrw ertsteuersystem atik auf die Ü berw älzbarkeit der Steuer ausgerichtet ist (U rteil des Bundesverw altungsgerichts A-1437/2006 vom 11. Juni 2007 E. 4.4.4). D ie Ü berw älzung ist aus- drücklich der Privatautonom ie übertragen und som it dem hoheitlichen, staatlichen H andeln entzogen (U rteil des Bundesgerichts vom 2. Juni 2003, veröffentlicht in ASA 74 680). D er Beschw erdeführer ist auf den Zivilrechtsw eg zu verw eisen (Art. 28 Abs. 6 M W STV). M it der Behauptung, der Y._______ und die AK w ürden zw eifach m it M ehrw ertsteuer belastet, geht der Beschw erdeführer von der hypothetischen Annahm e aus, er habe die nachgeforderte Steuer überw älzt. D a das Bundesverw altungsgericht nur den vorliegenden Sachverhalt zu beurteilen hat, kann letztlich dahingestellt bleiben, w ie es sich m it diesem Vorbringen verhält. Angem erkt sei an dieser Stelle einzig, dass der Endverbraucher im Ergebnis im m er dann eine höhere Steuer trägt, als es der anw endbare Steuersatz auf der Endstufe eigentlich verlangen w ürde, w enn dem Steuerpflichtigen – aus w elchen G ründen auch im m er – der Vorsteuerabzug teilw eise oder ganz verw ehrt ist (vgl. beispielsw eise Art. 13 M W STV) und er die anfallende Vorsteuer dennoch (verdeckt) überw älzt. Tritt dieses Phänom en ein, kann der Steuerpflichtige gegenüber dem Fiskus keine Vorteile ableiten m it der R üge, der Endverbraucher w erde m it einer zu hohen Steuer belastet. Im Ü brigen verkennt der Beschw erdeführer, dass die Saldosteuer-satzm ethode die Vorsteuer anteilsm ässig berücksichtigt (vgl. ALO IS C AM EN ZIN D /N IKLAU S H O N AU E R /KLAU S A. VALLEN D E R , H andbuch zum M ehrw ertsteuergesetz [M W STG ], Bern 2003, S. 518) und deshalb die behauptete höhere Steuerbelastung seiner Leistungsem pfänger ohnehin in Zw eifel zu ziehen w äre. 4. N ach dem G esagten ist die Beschw erde abzuw eisen. D ie Verfahrenskosten in H öhe von Fr. 500.-- sind dem Beschw erdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). Eine Parteientschädigung an den Beschw erdeführer ist nicht zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 Vw VG a contrario).10 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten im Betrage von Fr. 500.-- w erden dem Beschw erde- führer auferlegt und m it dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher H öhe verrechnet. 3. D em Beschw erdeführer w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (R ef-N r. _______) (m it G erichtsurkunde) D er Kam m erpräsident: D ie G erichtsschreiberin: Thom as Stadelm ann Iris W idm er R echtsm ittelbelehrung U rteile des Bundesverw altungsgerichts können innert 30 Tagen seit der Eröffnung m it einer Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Schw eizerischen Bundesgericht in Lausanne angefochten w erden. D ie Beschw erde ist unzulässig gegen Entscheide über die Stundung oder den Erlass von Abgaben. D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. Sie m uss spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen H anden der Schw eizerischen Post oder einer schw eizerischen diplom atischen oder konsularischen Vertretung übergeben w erden (vgl. Art. 42, 48, 54, 83 Bst. m und 100 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [BG G ]; SR 173.110). Versand am :