Abkommen vom 20. April 1972 zwischen der Schweiz und Italien über den Schutz der schweizerisch-italienischen Gewässer gegen Verunreinigung <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1973/1401_1400_1400/19730807/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1973/1401_1400_1400/19730807"/><FRBRdate date="1973-08-07" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1972-04-20" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1973-08-07" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.814.285"/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 20. April 1972 zwischen der Schweiz und Italien über den Schutz der schweizerisch-italienischen Gewässer gegen Verunreinigung" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 20 avril 1972 entre la Suisse et l'Italie concernant la protection des eaux italo-suisses contre la pollution" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 20 aprile 1972 tra la Svizzera e l'Italia concernente la protezione delle acque italo-svizzere dall'inquinamento" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1973/1401_1400_1400/19730807/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1973/1401_1400_1400/19730807/de"/><FRBRdate date="1973-08-07" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1972-04-20" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1973-08-07" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1973/1401_1400_1400/19730807/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1973/1401_1400_1400/19730807/de/xml"/><FRBRdate date="1973-08-07" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1972-04-20" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1973-08-07" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.814.285</docNumber></p><p><sup> </sup>AS <b>1973</b> 1401; BBl <b>1972</b> II 1197</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung<i><authorialNote><p> Der Originaltext findet sich unter der gleichen Nummer in der italienischen Ausgabe dieser Sammlung.</p></authorialNote></i></p><p><docTitle>Abkommen<br/>zwischen der Schweiz und Italien über den Schutz<br/>der schweizerisch‑italienischen Gewässer gegen Verunreinigung</docTitle></p><p>Abgeschlossen am 20. April 1972</p><p>Von der Bundesversammlung genehmigt am 26. Juni 1973<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1973/1399_1399_1399" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1973</b> 1399</ref></p></authorialNote></p><p>In Kraft getreten durch Notenaustausch am 7. August 1973</p></preface><preamble><p>Der Schweizerische Bundesrat<br/>und<br/>die Italienische Regierung,</p><p>vom Wunsche geleitet, die Bemühungen zum Schutze der schweizerisch-italienischen Gewässer gegen Verunreinigung aufeinander abzustimmen, sind wie folgt übereingekommen:</p></preamble><body><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><paragraph eId="art_1/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_1/para/listintro">Die vertragschliessenden Regierungen kommen überein, eng zusammenzuarbeiten, um die nachfolgend angegebenen oberirdischen und unterirdischen schweizerisch‑ italienischen Gewässer mit Einschluss ihrer Zuflüsse, soweit diese zur Verunreinigung der genannten gemeinsamen Gewässer beitragen, gegen Verunreinigung zu schützen:</listIntroduction><item eId="art_1/para/lbl_1"><num>1. </num><p>Langensee (Verbano)</p></item><item eId="art_1/para/lbl_2"><num>2. </num><p>Luganer See (Ceresio)</p></item><item eId="art_1/para/lbl_3"><num>3. </num><p>Wasserläufe längs der Grenze oder diese überquerend, wie namentlich: Doveria, Melezza, Giona, Tresa, Breggia, Maira (Mera), Poschiavino und Spöl.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><paragraph eId="art_2/para"><content><p>Die vertragschliessenden Regierungen bilden eine Gemischte Kommission zum Schutze der schweizerisch‑italienischen Gewässer gegen Verunreinigung, nachstehend «Kommission» genannt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><paragraph eId="art_3/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_3/para/listintro">Die Kommission hat die folgenden Aufgaben:</listIntroduction><item eId="art_3/para/lbl_a"><num>a) </num><p>Sie untersucht alle Fragen, die mit der Verunreinigung oder jeder anderen Veränderung der schweizerisch‑italienischen Gewässer zusammenhängen.</p></item><item eId="art_3/para/lbl_b"><num>b) </num><p>Sie organisiert und lässt die zur Bestimmung des Ursprungs, der Art und der Bedeutung der Verunreinigungen nötigen Untersuchungen vornehmen und wertet die Ergebnisse dieser Untersuchungen aus.</p></item><item eId="art_3/para/lbl_c"><num>c) </num><p>Sie erstellt jedes Jahr einen den beiden Regierungen zur Genehmigung vorzulegenden Finanzplan für die unter Buchstabe b) genannten Untersuchungsarbeiten.</p></item><item eId="art_3/para/lbl_d"><num>d) </num><p>Sie schlägt den vertragschliessenden Regierungen die Massnahmen vor, die zu treffen sind, um die bestehende Verunreinigung zu beheben und jede künftige Verunreinigung zu verhindern.</p></item><item eId="art_3/para/lbl_e"><num>e) </num><p>Sie unterbreitet den vertragschliessenden Regierungen den Entwurf zu einer Ordnung, die geeignet ist, die Sauberkeit der schweizerisch‑italienischen Gewässer zu sichern.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Kommission setzt sich aus zwei Delegationen zusammen, die je von ihrer Regierung ernannt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Delegation umfasst eine gleiche Anzahl von höchstens sechs Mitgliedern, von denen eines Vorsitzender der Delegation ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Kommission wird zur Prüfung der wissenschaftlichen und technischen Fragen von einer Unterkommission unterstützt, deren Mitglieder von ihr ernannt und von den beiden Delegationen bezeichnet werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><paragraph eId="art_5/para"><content><p>Die Kommission wird wenigstens einmal im Jahr von ihrem Vorsitzenden zu einer Sitzung einberufen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><paragraph eId="art_6/para"><content><p>Der Vorsitz der Kommission wird abwechslungsweise zwei Jahre lang vom Vorsitzenden einer der Delegationen geführt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><paragraph eId="art_7/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Beschlüsse der Kommission werden im gemeinsamen Einvernehmen der beiden Delegationen gefasst.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Kommission gibt sich eine Geschäftsordnung. </p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><paragraph eId="art_8/para"><content><p>Die vertragschliessenden Regierungen prüfen die Vorschläge der Kommission und beschliessen, auf welche Weise die nötigen Ausführungsmassnahmen getroffen werden können.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><paragraph eId="art_9/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede der vertragschliessenden Regierungen trägt die Kosten ihrer Delegation in der Kommission und ihrer für die Unterkommission bezeichneten Experten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Kosten für die in Artikel 3 Buchstabe b) vorgesehenen Untersuchungsarbeiten werden nach Kriterien aufgeteilt, die übereinstimmend von den beiden Regierungen auf Vorschlag der Kommission aufgestellt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede allfällige weitere Ausgabe, die nicht entsprechend dem vorstehenden Absatz aufgeteilt werden kann, wird auf eine Weise aufgeteilt, die von Fall zu Fall von der Kommission festgelegt wird.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><paragraph eId="art_10/para"><content><p>Die Kommission kann zu ihrer besseren wissenschaftlichen und technischen Unterrichtung, wenn sie es für nötig hält, mit den internationalen Stellen, die Gewässerschutzfragen behandeln, ebenso wie mit den italienisch-schweizerischen Kommissionen und Stellen, die sich mit der Schiffahrt, der Fischerei, der Gewässerregulierung oder der Wasserwirtschaft im allgemeinen befassen, Fühlung aufnehmen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><paragraph eId="art_11/para"><content><p>Dieses Abkommen tritt in Kraft, sobald jede der vertragschliessenden Regierungen der anderen die Erfüllung des dazu in ihrer Rechtsordnung vorgesehenen Verfahrens mitgeteilt hat. Nach Ablauf von drei Jahren seit dem Inkrafttreten kann das Abkommen jederzeit von jeder der vertragschliessenden Regierungen unter Einhaltung einer Frist von sechs Monaten gekündigt werden.</p><p>Geschehen in Rom, am 20. April 1972, in zwei Originalausfertigungen in italienischer Sprache.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Für den Schweizerischen Bundesrat:</p></td><td><p>Für die Italienische Regierung:</p></td></tr><tr><td><p>De Rham</p></td><td><p>Salizzoni</p></td></tr></table></content></paragraph></article></body></act></akomaNtoso>