B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-3109/2011 U r t e i l v o m 2 0 . S e p t e m b e r 2 0 1 2 Besetzung Richter André Moser (Vorsitz), Richter Christoph Bandli, Richterin Marianne Ryter, Gerichtsschreiber Toni Steinmann. Parteien Sicherheitsfonds BVG, c/o ATAG Wirtschaftsorganisationen AG, Eigerplatz 2, 3007 Bern, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Fritz Rothenbühler, Jungfraustrasse 1, 3000 Bern 6, Beschwerdeführer, gegen Eidgenössisches Finanzdepartement EFD, Generalsekretariat Rechtsdienst, Bundesgasse 3, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Staatshaftung. A-3109/2011 Seite 2 Sachverhalt: A. Die Vera- und Pevos -Sammelstiftungen wurden im Jahr 1984 mit dem Ziel der versicherungsmässigen Vorsorge für Arbeitnehmer von Unte r- nehmungen des Handels, der Industrie und des Gewerbes in der ganzen Schweiz bei Alter und Invalidität bzw. bei Tod für deren Hinterbliebene er- richtet. Nachdem sie anfangs 1996 eine massive Überschuldung aufwi e- sen, stellte das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) als zuständi- ge Aufsichtsbehörde am 16. Januar 1996 die Aufhebung der beiden Sammelstiftungen wegen Unerreichbarkeit ihres Zweckes fest und ordne- te ihre Streichung aus dem Register für die berufliche Vorsorge an. Gleichzeitig wurden die Stiftungen in Liqui dation versetzt. In der Folge stellte der Sicherheitsfonds BVG gesetzliche Vorsorgeleistungen von Fr. 62'500'00.-- für die Destinatäre der Vera-Sammelstiftung in Liquidation und Fr. 10'100'000.-- für diejenigen der Pevos-Sammelstiftung in Liquida- tion sicher. B. Am 20. April 2000 gelangte der Sicherheitsfonds BVG mit zwei Schaden- ersatzbegehren an das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) und beantragte, die Schweizerische Eidgenossenschaft sei unter Vorbehalt der Nachklage für weitere noch zu erbringende Insolvenzleistungen zu verpflichten, ihr die Beträge von Fr. 62'500'00.-- und Fr. 10'100'000.--, zu- züglich Zins zu 5% auf verschiedenen Teilbeträgen ab verschiedenen Fäl- ligkeiten, zu bezahlen. Daneben stellte er verschiedene prozessuale An- träge, wie die ei nstweilige Sistierung des Verfahrens. Der Sicherheits- fonds BVG begründete die Forderungen mit den von ihm infolge Za h- lungsunfähigkeit der Sammelstiftungen sicherge stellten Leistungen, für die ihm gegenüber Personen, die für die Zahlungsunfähigkeit einer Vo r- sorgeeinrichtung ein Verschulden treffe, ein gesetzliches Rückgriffsrecht zustehe. Dieses werde wegen Verletzung von Aufsichtspflichten durch das BSV gegenüber der Schweizerischen Eidgenossenschaft geltend gemacht. C. Mit Schreiben vom 10. Mai 2000 teilte d as EFD de m Sicherheitsfonds BVG mit, dass sich sein Schadenersatzbegehren zwar formell auf das Bundesgesetz über die Verantwortlichkeit des Bundes sowie seiner B e- hördemitglieder und Beamten (Ve rantwortlichkeitsgesetz, VG, SR 170.32), materiell aber auf Art. 56a des Bundesgesetzes vom 25. Juni A-3109/2011 Seite 3 1982 über die berufliche Alters -, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG, SR 831.40) stütze. Bei einem Tatbestand, der unter die Haftpflicht- bestimmungen anderer Erlasse falle, richte sich die Haftung des Bundes nach jenen besonderen Bestimmungen (Art. 3 Abs. 2 VG). Da es sich bei Art. 56a BVG um eine solche Spezialnorm handle, sei die Anwendbarkeit von Art. 3 Abs. 1 VG ausgeschlossen und es könne auch nicht das Ve r- fahren nach Art. 10 und 20 VG zum Zuge kommen. Vielm ehr sei nach dem in Art. 73 Abs. 1 BVG explizit vorgesehenen Verfahren vorzugehen. D. Am 25. Juli 2000 erhob der Sicherheitsfonds BVG beim Verwaltungsg e- richt des Kantons Bern zwei Klagen, mit welchen er von der Schweizeri- schen Eidgenossenschaft die Beträge v on Fr. 62'500'00.-- und Fr. 10'100'000.--, zuzüglich Zins, forderte. Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern trat auf die beiden Klagen mit Urteilen vom 8. Juli 2002 nicht ein. Zur Begründung erwog es im Wesen t- lichen, dass sich gemäss Rechtsprechung die Ha ftung der kantonalen Aufsichtsbehörden nach dem kantonalen Staatshaftungsrecht richte und demnach, wenn – wie vorliegend – die Aufsicht durch eine Bundesbehör- de wahrgenommen werde, das Verantwortlichkeitsgesetz anwendbar sei. Die Zuständigkeit der Gerichte nach Art. 73 BVG stehe nur zur Verf ü- gung, wenn sich der Regressanspruch nach Art. 56a BVG gegen die nach Art. 52 BVG verantwortlichen Organe richte. E. Mit Schreiben vom 9. August 2002 ersuchte der Sicherheitsfonds BVG das EFD um Bestätigung, dass dieses sich für die Beurteilung der Sch a- denersatzbegehren vom 20. April 2000 als zuständig erkläre. Beim Vo r- liegen einer solchen Bestätigung könne allenfalls auf den Weiterzug der Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern verzichtet werden. F. Am 12. August 20 02 teilte das EFD de m Sicherheitsfonds BVG u.a. mit, es habe die Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern zusa m- men mit dem BSV analysiert und könne sich im Ergebnis der Auffassung des Gerichts anschliessen. Aufgrund der neuen Ausgangslage sei es d a- zu bereit, die ursprünglichen Begehren vom 20. April 2000 als Eingaben nach Art. 20 Abs. 2 VG zu betrachten und im Verfahren nach Art. 10 Abs. 1 VG an die Hand zu nehmen. Das EFD gab dem Sicherheitsfonds A-3109/2011 Seite 4 BVG die Möglichkeit, sich zu den prozessualen Anträgen vom 20. April 2000 zu äussern. G. Mit Schreiben vom 2. September 2002 erklärte der Sicherheitsfonds BVG gegenüber dem EFD , dass er gestützt auf dessen Ausführungen vom 12. August 2002 die Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern nicht anfechten werde. Zudem bestätigte er die prozessualen Anträge vom 20. April 2000 und ersuchte um Erlass einer entsprechenden Verf ü- gung. H. Mit Zwischenverfügung vom 27. September 2002 sistierte das EFD die Verfahren betreffend die Schadenersatzbegehren vom 20. April 2000 und wies das Gesuch des Sicherheitsfonds BVG um Akteneinsicht beim BSV ab. I. Auf ein entsprechendes Begehren des Sicherheitsfonds BVG vom 2. N o- vember 2009 hob das EFD mit Zwischenverfügung vom 2. Dezember 2009 die Sistierung der Verfahr en auf. Zudem wies es darauf hin , dass Art. 56a Abs. 1 BVG in der bis 31. Dezember 2004 gültig gewesenen Fassung gemäss BGE 130 V 277 auch die rechtliche Grundlage für die Verantwortlichkeit der nicht unter Art. 52 BVG fallenden Personen bilde. Aufgrund dessen seien die Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juli 2002 im Nachhinein als nicht gesetzeskonform zu quali- fizieren. Es stelle sich somit erneut die Frage der Zuständigkeit des EFD zur Beu rteilung der Schadenersatzbegehren, weshalb es sich aus pr o- zessökonomischen Gründen rechtfertige, die Verfahren vorläufig auf di e- se Frage zu beschränken. J. Mit Eingabe vom 1. April 2010 beantragte der Sicherheitsfonds BVG, die Zuständigkeit des EFD sei zu bestätigen und die Ve rfahren seien weiter- zuführen. Zur Begründung machte er insbesondere geltend, dass das EFD mit dem als Zwischenverfügung zu qualifizierenden Schreiben vom 12. August 2002 seine Zuständigkeit festgestellt habe. Diese Zwische n- verfügung sei mangels Anfechtung in Rechtskraft erwac hsen. Das EFD habe deren Inhalt nachträglich mehrmals ausdrücklich oder konkludent bestätigt, weshalb es zum jetzigen Zeitpunkt kein zweites Mal über seine Zuständigkeit entscheiden dürfe. Selbst wenn jedoch keine Verfügung A-3109/2011 Seite 5 über die Zuständigkeit vorliegen sollte, sei das Vertrauen des Sicherheits- fonds BVG in die vom EFD mehrfach ausdrücklich bestätigte Zuständig- keit zu schützen. K. Mit Verfügung vom 19. April 2011 trat das EFD auf die Schadenersatzb e- gehren des Sicherheitsfonds BVG vom 20. April 2000 nicht ei n. Den E r- wägungen ist im Wesentlichen zu entnehmen, dass die Forderung des Sicherheitsfonds BVG gemäss BGE 130 V 277 im Verfahren nach Art. 56a BVG geltend zu machen sei. Das Verantwortlichkeitsgesetz finde gestützt auf den Vorbehalt von Art. 3 Abs. 2 VG k eine Anwendung, wes- halb auf die Schadenersatzbegehren nicht einzutreten sei. Die Zustä n- digkeit gehöre zu den objektiven Verfahrens - und Prozessvoraussetzun- gen und sei zwingender Natur. Sie könne nicht gestützt auf eine Verei n- barung oder den Vertrauensgrund satz begründet werden. Zudem seien die kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen für eine Berufung auf den Vertrauensgrundsatz auch inhaltlich nicht gegeben. Entgegen der Auffa s- sung des Sicherheitsfonds BVG könne in der Mitteilung vom 12. August 2002, wonach das EFD die Begehren vom 20. April 2000 nach Art. 10 VG an die Hand nehmen werde, keine Bejahung der Zuständigkeit ersehen werden. Selbst wenn diese Erklärung als behördliche Auskunft zu werten wäre, hätte der Sicherheitsfonds BVG deren Unrichtigkeit erk ennen müs- sen. Denn er habe gewusst, dass das nach Art. 73 BVG zuständige G e- richt des Kantons Solothurn in einem gleichen Fall zu einem anderen Schluss als das Verwaltungsgericht des Kantons Bern gekommen sei. Aufgrund dieser widersprüchlichen Entscheide hätte der Sicherheitsfonds BVG bis zu einem entsprechenden höchstrichterlichen Urteil nicht auf die Richtigkeit der Auskunft vertrauen dürfen. L. Am 31. Mai 2011 lässt der Sicherheitsfonds BVG (nachfolgend: B e- schwerdeführer) gegen die Verfügung des EFD (nachfolgend: Vorinstanz) Beschwerde erheben und beantragen, die Vorinstanz sei in Aufhebung der Verfügung vom 19. April 2011 anzuweisen, auf die Schadenersatzbe- gehren einzutreten. Eventualiter sei über die weitere Behandlung der Schadenersatzbegehren ein Meinung saustausch gemäss Art. 8 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsve r- fahren (VwVG, SR 172.021) mit dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern durchzuführen. Gegebenenfalls sei das Verfahren anschliessend gemäss Art. 8 Abs. 1 VwVG an dieses zu überweisen. A-3109/2011 Seite 6 Zur Begründung lässt der Beschwerdeführer insbesondere vorbringen, dass sich aus dem ausdrücklich in Bezug auf eine kantonale Aufsichtsbe- hörde ergangenen BGE 130 V 277 nichts gegen die Zuständigkeit der Vorinstanz ableiten lasse. Vielmehr sei davon auszugehen, dass das Kla- geverfahren nach Art. 73 BVG bezüglich einer Aufsichtsbehörde des Bundes nicht zur Anwendung gelange. Denn andernfalls müsste ein ka n- tonales Gericht über ein Schadenersatzbegehren gegen den Bund en t- scheiden, was dem normalen bundesstaatsrechtlichen Prinzip über die Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen widersprechen würde. Zudem werde sich die Vorinstanz mit der mangelhaften Aufsichtstätigkeit des BSV ohnehin beschäftigen müssen, weil sie für die von den beiden in Liquidation stehenden Sammelstiftungen eingereichten Schadenersat z- begehren gegen den Bund unbestrittenermassen zuständig sei. Eine Trennung der Rechtswege erscheine aus diesem Grund nicht sinnvoll und unter verfahrensökonomischen Aspekten nicht nachvollziehbar. Ferner sei zu beachten, dass die Vorinstanz die Frage der Zuständigkeit in der unangefochten gebliebenen Zwischenverfügung vom 27. Septe m- ber 2002 ausdrücklich aufgenommen, erörtert und mit einer Rechtsmitte l- belehrung eröffnet habe. Ein nachträgliches Abrücken von dieser recht s- kräftigen Verfügung sei vorliegend nicht möglich, weil die Voraussetzu n- gen eines ausnahmsweise zulässigen Widerrufs nicht erfüllt seien. Z u- dem begründe bereits das Schreiben vom 12. August 2002 ein hinre i- chend schüt zenswertes Vertrauen. Darin habe die Vorinstanz bestätigt, dass sie sich nach einer gemeinsamen Analyse mit dem BSV der Auffa s- sung des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern anschliesse und die Schadenersatzbegehren materiell behandeln werde. Mit einer Änder ung der vorinstanzlichen Haltung nach Jahr und Tag sei nicht zu rechnen g e- wesen. Hinsichtlich des Eventualbegehrens lässt der Beschwerdeführer ausfü h- ren, dass vorliegend die Gefahr eines negativen Zuständigkeitskonflikts bestehe und eine Überweisung an die zuständige Behörde stattfinden müsse. Andernfalls würde er um den verfassungsmässig garantierten Rechtsschutz gebracht. M. In ihrer Stellungnahme vom 19. August 2011 beantragt die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde. Die vom Beschwerdeführer geltend g e- machte Forderung stütze sich auf Art. 56a BVG, der als eigenständige Haftungsnorm die Anwendbarkeit des Verantwortlichkeitsgesetzes ve r-A-3109/2011 Seite 7 dränge. Gemäss BGE 130 V 277 seien die Kantone als Träger der B e- rufsvorsorgeaufsicht zu den Personen gemäss Art. 56a Abs. 1 BVG zu zählen, die für den infolge Zahlungsunfähigkeit der Vorsorgeeinrichtung entstandenen Schaden verantwortlich seien und auf die der Beschwerd e- führer Regress nehmen könne. Es sei nicht ersichtlich, weshalb der Bund als Träger der Berufsvorsorgeaufsic ht, anders als ein Kanton, nicht eine Person nach Art. 56a Abs. 1 BVG darstellen solle. Entgegen den Ausfüh- rungen des Beschwerdeführers widerspreche es auch nicht einem bu n- desstaatsrechtlichen Prinzip, wenn ein kantonales Gericht erstinstanzlich über Schad enersatzansprüche gegen den Bund entscheide. Dies en t- spreche vielmehr dem Vorbehalt in Art. 3 Abs. 2 VG und sei nicht unüblich (z.B. bei Haftungsansprüche n gestützt auf Art. 56 und 58 des Obligati o- nenrechts vom 30. März 1911 [OR, SR 220 ]). Gemäss Art. 73 A bs. 1 Bst. d BVG sei das von jedem Kanton bezeichnete Gericht zuständig zur Beurteilung der Verantwortlichkeitsansprüche nach Art. 56a BVG. Diese Zuständigkeitsnorm sei vorliegend anwendbar und schliesse die Anwen- dung des Verantwortlichkeitsgesetzes aus. Weiter führt die Vorinstanz aus, dass sie weder im Schreiben vom 12. August 2002 noch in der Zwischenverfügung vom 27. September 2002 ihre Zuständigkeit bejaht, sondern lediglich die Anhandnahme des Verfahrens bestätigt bzw. dieses sistiert habe. Die Frage eines Widerrufs könne sich deshalb nicht stellen. Dem Beschwerdeführer habe klar sein müssen, dass mit der Anhandnahme des Verfahrens noch nicht die Z u- ständigkeit bejaht werde. N. Der Beschwerdeführer lässt in der Eingabe vom 20. Oktober 2011 an den beschwerdeweise gestellten Recht sbegehren festhalten und ausführen, dass er – wie die Vorinstanz korrekt bemerke – seine Schadenersatzan- sprüche auf Art. 56a BVG stütze. Diese Haftungsgrundlage ändere j e- doch nichts an der Zuständigkeit der Vorinstanz, den n Art. 3 Abs. 2 V G enthalte einen rein materiellrechtlichen Verweis und keine Normierung zur Zuständigkeit. Soweit die Vorinstanz bezüglich der Zuständigkeit kantona- ler Gerichte über Haftungsansprüche gegen den Bund auf Art. 56 und 58 OR verweise, handle es sich dabei um rein zivilrechtliche und nicht – wie vorliegend – um öffentlichrechtliche Ansprüche. Tatsächlich finde sich keine gesetzliche Regelung, die öffentlichrechtliche Ansprüche gegen den Bund einer kantonalen Behörde zur Entscheidung zuweise. Die Recht- mässigkeit hoheitlichen Handelns einer Bundesbehörde sei nicht durch die Kantone zu überprüfen. Nur wenn sich der Bund auf den Boden des A-3109/2011 Seite 8 Privatrechts begebe, könne ein kantonales Gericht darüber entscheiden. Für die Beurteilung der Schadenersatzbegeh ren vom 20. April 2000 sei demnach nicht das nach Art. 73 BVG vorgesehene kantonale Gericht, sondern die Vorinstanz zuständig. O. Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften ist – soweit en t- scheidrelevant – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen ein zuge- hen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Nach Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgese tzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerde n gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Der angefochtene Nichteintretens- entscheid stellt eine solche Verfügung dar und kann als Endentscheid im Sinn von Art. 44 VwVG ohne weitere Voraussetzung angefochten werden (FELIX UHLMANN/SIMONE WÄLLE-BÄR, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], VwVG Praxiskommentar zum Bunde sgesetzt über das Verwa l- tungsverfahren, Zürich/Basel/Genf 2009, Rz. 19 zur Art. 44 und Rz. 15 zu Art. 45). Das EFD gehört zu den Behör den nach Art. 33 Bst. d VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine Ausna h- me, was das Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben (Art. 32 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht ist demnach zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde (vgl. auch Art. 2 Abs. 3 der Verordnung zum Verantwortlichkeitsgesetz vom 30. Dezember 1958 [SR 170.321]). 1.2 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Tei l- nahme erhalten hat, durch den angefochtenen Entscheid besonders b e- rührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat. Der Beschwerdeführer ist als Adressat der Verfügung, mit welcher auf seine Schadenersatzbegehren nicht eingetreten wurde, ohne Weiteres beschwert und damit zur Beschwerde legitimiert. 1.3 Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist demnach einzutreten. A-3109/2011 Seite 9 2. Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf Verletzungen von Bundesrecht – einschliesslich der unrichtigen o der un- vollständigen Feststellung des Sachverhalts und Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG). 3. Streitig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz ihre Zuständigkeit zur Beurtei- lung der vom Beschwerdeführer erhobenen Schadenersatzbegehren vom 20. April 2000 zu Recht verneint hat. 3.1 Gemäss Art. 3 Abs. 1 VG haftet der Bund für den Schaden, den ein Beamter in Ausübung seiner amtlichen Tätigkeit Dritten widerrechtlich zu- fügt, ohne Rücksicht auf das Verschulden des B eamten. Demgegenüber richtet sich die Haftung des Bundes bei Tatbeständen, die unter die Haf t- pflichtbestimmungen anderer Erlasse fallen, gemäss Art. 3 Abs. 2 VG nach jenen besonderen Bestimmungen. Derartige besondere Entschäd i- gungsregelungen sind ausschliesslich und abschliessend. Sie verdrängen in ihrem Anwendungsbereich die betreffende allgemeine Regelung des Verantwortlichkeitsgesetzes. Dieses kommt auch nicht etwa ergänzend zur Anwendung; es steht im Verhältnis zu den besonderen Entschäd i- gungsregelungen auf dem Boden der sogenannten exklusiven Gesetze s- konkurrenz und ist in diesem Sinn subsidiär ( BGE 133 V 14 E. 5, 129 V 394 E. 4, 115 II 237 E. 2a; Urteil des Bundesgerichts 8C_510/2007 vom 3. Oktober 2008 E. 4.1.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesverwaltungsge- richts A-1010/2011 vom 17. Oktober 2011 E. 3.3 und 4.1; TOBIAS JAAG, Staats- und Beamtenhaftung, in: Koller/Müller/Rhinow/Zimmerli [Hrsg.], Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band I, Organisations recht, Teil 3, 2. Auflage, Basel 2006, Rz. 22; NADINE MAYHALL, Aufsicht und Staatshaftung, Zürich/Basel/Genf 2008, S. 218 f.; ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, All gemeines Verwaltungs recht, 6. Auflage, Z ü- rich/St. Gallen 2010, Rz. 2221). Entscheidend für die Anwendung des Ve- rantwortlichkeitsgesetzes ist demzufolge, ob ein Tatbestand vorliegt, der unter eine Haftpflichtbestimmung eines anderen Erlasses fällt. Im vorli e- genden Fall kommt als solcher das BVG in Betracht. 3.2 3.2.1 Nach der bis 31. Dezember 1996 in Kraft gewesenen Fassung von Art. 56 Abs. 1 Bst. b Satz 2 BVG (AS 1983 797 ; aufgehoben per 31. D e- zember 1996 ) regelte der Bundesrat die Voraussetzungen für die Lei s-A-3109/2011 Seite 10 tungen des Sicherheitsfonds und das Rückgriffsrecht auf Organe za h- lungsunfähiger Vorsorgeeinrichtungen. Gestützt darauf hatte der Bundes- rat die Verordnung vom 7. Mai 1986 über die Verwaltung des Sicherheits- fonds BVG ( aSFV 2; AS 1986 867; in Kraft bis 30. Juni 1998) erlassen. Nach deren Art. 11 hat te der Sicherheitsfonds gegenüber den Personen, die für die Zahlungsunfähigkeit der Vorso rgeeinrichtung ein Verschulden traf, ein Rückgriffsrecht im Umfang der sichergestellten Leistung en. Am 1. Januar 1997 trat Art . 56a Abs. 1 BVG ( AS 1996 3067; in der bis 31. Dezember 2004 gültig gewesenen Fassung) in Kraft, wonach der Sicherheitsfonds gegenüber Personen, die für die Zahlungsunfähigkeit der Vorsorgeeinrichtung oder des Versichertenkollektivs ein Verschulden traf, ein Rückgriffsrecht im Umfang der sichergestellten Leistungen hat te. In der seit 1. Januar 2005 geltenden Fassung sieht Art. 5 6a Abs. 1 BVG vor, dass der Sicherheitsfonds gegenüber Personen, die für die Za h- lungsunfähigkeit der Vorsorgeeinrichtung oder des Vorsorgewerks (bzw. des Versichertenkollektivs in der bis 31. Dezember 2011 gültig gewes e- nen Fassung; AS 2004 1677) ein Versch ulden trifft, im Zeitpunkt der S i- cherstellung im Umfang der sichergestellten Leistungen in die Ansprüche der Vorsorgeeinrichtung eintreten kann. 3.2.2 Der Beschwerdeführer leitet die geltend gemachten Ansprüche aus Umständen ab, die sich vor dem 31. Dezemb er 2004 ereignet haben. Daher gelangen grundsätzlich die bis zu diesem Zeitpunkt massgebe n- den Fassungen von Art. 56a Abs. 1 BVG bzw. Art. 11 aSFV 2 zur Anwen- dung ( BGE 135 V 373 E. 2.2 mit Hinweisen). Nach die sen Regelungen subrogiert der Sicherheitsfonds n icht in die Ansprüche der Vorsorgeei n- richtung, sondern hat einen eigenen Anspruch . Dieser richtet sich im Un- terschied zur Haftung nach Art. 52 BVG nicht nur gegen Organe der Sti f- tung, sondern auch gegen andere Personen, die an der Zahlungsunf ä- higkeit der S tiftung ein Verschulden tr ifft (BGE 130 V 277 E. 2.1), und zwar nach Art. 11 aSFV 2 über den Wortlaut des Gesetzes hinaus auch bereits in der ursprünglichen Fassung (BGE 135 V 163 E. 5.2 mit Hinwei- sen). 3.2.3 Gemäss Art. 73 Abs. 1 Satz 1 BVG bezeichnet jeder Kanton ein Ge- richt, das als letzte kantonale Instanz über Streitigkeiten zwischen Vo r- sorgeeinrichtungen, Arbeitgebern und Anspruchsberechtigten entsche i- det. Laut Satz 2 dieser Bestimmung (in der vom 1. Januar 1997 bis 31. Dezember 2004 in Kraft gestande nen Fassung; AS 1996 3067) en t- scheidet es zudem über Verantwortlichkeitsansprüche nach Art. 52 und über den Rückgriff nach Art. 56a Abs. 1 BVG (seit 1. Januar 2005: Art. 73 A-3109/2011 Seite 11 Abs. 1 Bst. c und d BVG). Das Berufsvorsorgegericht ist für die Beurte i- lung von Rüc kforderungsklagen des Sicherheitsfonds zuständig, auch wenn sich der Sachverhalt vor dem 1. Ja nuar 1997 verwirklicht hat (BGE 130 V 297 E. 2.1, 135 V 373 E. 3.1, je mit Hinweisen). 4. 4.1 Zwischen den Verfahrensbeteiligten ist unbestritten, dass die geltend gemachten Schadenersatzansprüche in materieller Hinsicht nach Art. 56a Abs. 1 BVG (in der bis 31. Dezember 2004 gültig gewesenen Fassung) bzw. Art. 11 aSFV 2 (in der bis Ende Dezember 1996 in Kraft gewesenen Fassung) zu beurteilen sind . Der Beschwerdeführer hatte sich bereits in seinen Eingaben vom 20. April 2000 auf Art. 56a Abs. 1 BVG bezogen und am 20. Oktober 2011 im Rahmen des Beschwerdeverfahrens explizit bestätigt, dass er die gelt end gemachten Ansprüche auf diese Haftungs- bestimmung stütze. Die übereinstimmende Auffassung der Parteien b e- züglich der massgebenden gesetzlichen Haftungsgrundlage erscheint insbesondere mit Blick auf BGE 130 V 277 als zutreffend. Das Eidgenö s- sische Versicherungsgericht (nunmehr: Bundesgericht) hatte darin erw o- gen, dass mit Art. 56a Abs. 1 BVG (in der vom 1. Januar 1997 bis 31. Dezember 2004 gültig gewesenen Fassung) die Verantwortlichkeit derjenigen Personen, welche die Zahlungsunfähigkeit der Vorsorgeei n- richtung (mit)verschuldet haben, gesetzlich verankert worden sei. D er Personenkreis, auf welchen der Sicherheitsfonds gemäss der genannten Bestimmung im Umfang der von ihm sichergestellten Leis tungen Rück- griff nehmen kö nne, gehe über die in Art. 52 BVG genannten Personen hinaus und erlaube insbesondere den Einbezug eines Kantons als Träger der Aufsichtsbehörde (BGE 130 V 280 E. 2.1 und 3.3 mit Hinweisen). Das Gleiche gilt auch, wenn intertemporalrechtlich die bis Ende 1996 in Kraft gewesene Fassung von Art. 56 Abs. 1 Bst. b BVG i.V.m. Art. 11 aSFV 2 Anwendung findet (Urteil des Bundesgerichts 9C_92/2007 vom 30. April 2008 E. 1.2 mit Hinweisen). Können somit g estützt auf Art. 56a Abs. 1 BVG bzw. Art. 11 aSFV 2 nicht nur Personen, die mit der Verwaltung, Ge- schäftsführung oder Kontrolle der Vorsorgeeinrichtung betraut waren , ins Recht gefasst werden, ist kein Grund ersichtlich, den Bund als Träger der Aufsichtsbehörde als möglichen Haftpflichtigen auszuschliessen. 4.2 Die Beurteilung der geltend gemachten Schadenersatzansprüche ge- stützt auf Art. 56a Abs. 1 BVG bzw. Art. 11 aSFV 2 als die massgebende – und nach dem Gesagten zu Recht unbestritten gebliebene (vgl. E. 4.1 hiervor) – materiellrechtliche Haftungsgrundlage führt in verfahrensrecht- licher Hinsicht zur sachlichen Zuständigkeit des Berufsvorsorgegerichts A-3109/2011 Seite 12 nach Art. 73 Abs. 1 Satz 1 BVG (in der vom 1. Januar 1997 bis 31. De- zember 2004 in Kraft gestandenen Fassung). Dies gilt – wie bereits e r- wähnt (vgl. E. 3.2.3 hiervor) – selbst dann, wenn sich der Sachverhalt vor dem 1. Januar 1997 verwirklicht hat. Aufgrund der sich aus Art. 3 Abs. 2 VG ergebenden exklusiven Gesetzeskonkurrenz (vgl. dazu E. 3.1 hiervor) ist die Anwendung des Verantwortlichkeitsgesetzes ausgeschlossen. Die- ser Ausschluss bezieht sich entg egen der Auffassung des Beschwerd e- führers nicht nur auf die materiellrechtlichen, sondern auch auf die verfah- rensrechtlichen Regelungen. Entsprechend richtet sich die Zuständigkeit nach den im Spezialgesetz vorgesehenen Bestimmungen ( JAAG, a.a.O., Rz. 34 ). Sie ergibt si ch somit v orliegend nicht aus dem Verantwortlic h- keitsgesetz, sondern aus Art. 73 Abs. 1 BVG, der sich auf sämtliche vom Sicherheitsfonds geltend gemachten Rückgriffsansprüche bezieht ( BEAT CHRISTEN, BVG und FZG, in: Schneider/Geiser/Gächter [Hrsg.], Bern 2010, Rz. 17 zu Art. 56a). Die Vorinstanz wäre demnach zur Beurteilung der vom Beschwerdeführer erhobenen Schadenersatzbegehren grun d- sätzlich nicht zuständig. 4.3 Ob das vom Beschwerdeführer nicht weiter konkretisierte Prinzip der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen an der erwähnten geset z- lichen Zuständigkeitsordnung etwas zu ändern vermag, braucht vorli e- gend nicht abschliessend beurteilt zu werden. Denn die Zuständigkeit der Vorinstanz ist – wie nachfolgend zu zeigen sein wird (vgl. E. 5 hiernach) – ohnehin als gegeben zu erachten . Immerhin bleibt zu den diesbezügl i- chen Vorbringen des Beschwerdeführers zu bemerken, dass – wie die Vorinstanz mit Hinweis auf Art. 56 und 58 OR zutreffend ausführt – eine erstinstanzliche Beurteilung von Sch adenersatzansprüchen gegen den Bund durch ein kantonales Gericht nicht ausgeschlossen ist. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist dabei nicht notwendig, dass sich der Bund hinsichtlich des haftungsrelevanten Tatbestands auf den Boden des Privatrechts begeben hat. Denn Art. 3 Abs. 2 VG will alle Ta t- bestände, die unter die Haftpflichtbestimmungen anderer Erlasse fallen , diesen Gesetzen unterstellen, unabhängig davon, ob die Frage der Ve r- antwortlichkeit sich letztlich aus privatem oder öffentlichem Recht stellt (vgl. BGE 115 II 237 E. 2b mit Hinweis u.a. auf BGE 112 II 230 E. 2b, nach welchem für das Gemeinwesen die Haftung des Werkeigentümers [Art. 58 OR ] auch gelte, wenn Anlagen des Verwaltungsvermögens oder im Gemeingebrauch mit Mängeln behaftet s ind und Dritte deswegen ge- schädigt werden). Ferner ist zu beachten, dass sich die Subsidiaritätsr e- gel von Art. 3 Abs. 2 VG nicht nur auf privatrechtliche Haftungsnormen, sondern auch auf öffentlichrechtliche Haftungsnormen in zahlreichen wei-A-3109/2011 Seite 13 teren Gesetzen bezieht (vgl. dazu die Auflistung von JAAG, a.a.O., Rz. 34). Unter diesen Spezialgesetzen finden sich auch solche, die in Abweichung zur Zuständigkeitsordnung im Verantwortlichkeitsgesetz ein kantonales Gericht zur erstinstanzlichen Beurteilung von Entschädi- gungsansprüchen gegen den Bund bzw. gegen die mit öffentlichrechtl i- chen Aufgaben des Bundes betrauten Organisationen vorsehen (vgl. d a- zu beispielsweise Art. 99 des Bundesgesetzes vom 22. März 1974 über das Verwaltungsstrafrecht [VStrR, SR 313.0 ] i.V.m. Art. 73 ff. und 101 VStrR [Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -1010/2011 vom 17. Oktober 2011 E. 4.1 ] oder Art. 78 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherung s- rechts [ATSG, SR 830.1] i.V.m. Art. 57 und 5 8 ATSG [BGE 136 II 187; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Bern/Basel/Genf 2009, Rz. 7 und 39 ff. zu Art. 78]). 5. 5.1 Abgesehen von der gesetzlichen Zuständigkeitsordnung , die nach dem Gesagten eher für die Zuständigkeit des Berufsvorsorgegerichts spricht, bringt der Beschwerdeführer im Weiteren vor, die Vorinstanz habe die Frage der Zuständigkeit in der unangefochten gebliebenen Zwische n- verfügung vom 27. September 2002 ausdrücklich aufgenommen, erörtert und mit einer Rechtsmittelbelehrung eröffnet. Dabei sei nicht entsche i- dend, dass die Zuständigkeit im Dispositiv nicht ausdrücklich erwähnt worden sei; es genüge, wenn die Vorinstanz eine Prozesshandlung – wie hier eine Sistierung – vorgenommen habe. Ein nachträgliches Abrücken von dieser rechtskräftigen Verfügung sei vorliegend nicht möglich, weil die Voraussetzungen eines ausnahmsweise zulässigen Widerrufs nicht erfüllt seien. Soweit überhaupt eine Fehlerhaftigkeit vorliege, wiege diese leicht; sie s tehe jedenfalls in keinem Verhältnis zum potenziellen Sch a- den, den sichergestellten Millionenbetrag nicht mehr rückfordern zu kön- nen. Zudem sei zu beachten, dass bereits das Schreiben vom 12. August 2002 ein hinreichend schützenswertes Vertrauen begründet habe. Ge- mäss den darin gemachten Angaben hinsichtlich der Zuständigkeit habe sich die Vorinstanz nach einer gemeinsamen Analyse mit dem BSV der Auffassung des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern an geschlossen und bestätigt, die Schadenersatzbegehren materiell zu behandeln. Mit ei- ner Änderung der vorinstanzlichen Haltung nach Jahr und Tag sei nicht zu rechnen gewesen. Die Vorinstanz sei zur Auskunft zuständig gewesen und habe diese – nach Konsultation mit einer anderen Bundesbehörde – auch vorbehaltlos erte ilt. Da im Vertrauen in deren Richtigkeit die Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern nicht angefochten worden A-3109/2011 Seite 14 seien, liege eine unterlassene Disposition vor, die nicht nachgeholt we r- den könne. Schliesslich überwiege das I nteresse an der Behandlung der Schadenersatzbegehren durch die Vorinstanz und damit die Bindung an die Vertrauensgrundlage das entgegenstehende Interesse an der Einhal- tung des (vermeintlich) richtigen Prozessweges, zumal ohnehin zu erwa r- ten sei, dass die Angelegenheit beim Bundesgericht ende. Die Zuständig- keit der Vorinstanz sei deshalb zu bejahen. 5.2 Die erwähnten Vorbringen des Beschwerdeführers, mit welchen er die Zuständigkeit der Vorinstanz begründet, laufen letztlich auf die Frage des Vertrauensschutzes hinaus. Unabhängig davon, ob das – der gesetzl i- chen Zuständigkeitsordnung allenfalls entgegenstehende (vgl. E. 4 hie r- vor) – Schreiben vom 12. August 2002 eine Verfügung darstellt oder die Zuständigkeit Gegenstand der Zwischenverfügung vom 27. September 2002 gebildet hat , kann daraus für sich alleine noch nichts Entscheide n- des abgeleitet werden. Denn auch in diesen Fällen wäre die Tragweite der davon abweichenden – vorliegend angefochtenen – Verfügung vom 19. April 2011 letztlich mit Blick auf das Vertrauensprinzip zu würdigen (PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI/MARKUS MÜLLER, Allgemeines Ver- waltungsrecht, 3. Auflage, Bern 2009, § 22 Rz. 4). 5.3 Der Grundsatz des Vertrauensschutzes als eine Ausprägung des Ge- bots von Treu und Glauben (vgl. Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 der Bundesver- fassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]) bedeutet, dass Private Anspruch darauf haben, in ihrem berech- tigten Vertrauen in behördliche Zusicherungen oder in anderes, bestimm- te Erwartungen begründendes Verhalten der Behörden geschützt zu we r- den (BGE 138 I 49 E. 8.3.1, 131 II 627 E. 6.1; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 626 ff.; TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., § 22 Rz. 3 ). Er gilt nicht nur im Ve rhältnis zwischen Behörden und P rivatpersonen, son- dern auch zwischen zwei Behörden ( HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 622 und 659; Urteil e des Bundesverwaltungsgerichts A-6403/2010 vom 7. April 2011 E. 5.1 und C-1052/2006 vom 13. März 2009 E. 5). Der Vertrauensschutz bedarf zunächst einer Vertrauensgrundlage, worun- ter das Verhalten eines staatlichen Organs zu verstehen ist, das beim be- troffenen Privaten bzw. bei einer anderen Behörde bestimmte Erwartun- gen auslöst. Als Vertrauensgrundlage kommen u.a. Verfügungen, Rech t- setzungsakte, Raumpläne sowie die Verwaltungs- oder Gerichtspraxis in Frage. Ein besonders wichtiger Anwendungsfall des Vertrauensschutzes stellen sodann unrichtige behördliche Auskünfte und Zusicherungen dar. A-3109/2011 Seite 15 Rechtsprechungsgemäss wird dabei vorausgesetzt, dass (a) die Behörde die Auskunft vorbehaltlos in einer konkreten Situation mit Bezug auf b e- stimmte Personen erteilt hat, (b) sie für die Erteilung der betreffenden Auskunft zuständig war oder die rechtsuchende Person di e Behörde aus zureichenden Gründen als zuständig betrachten durfte, (c) die Unrichti g- keit der Auskunft nicht ohne Weiteres zu erkennen war, (d) im Vertrauen auf die Richtigkeit der Auskunft Dispositionen getroffen oder unterlassen wurden, die nicht ohne Na chteil rückgängig gemacht oder nachgeholt werden können, und (e) die relevante Rechts- und Sachlage seit der Aus- kunftserteilung keine Änderung erfahren hat (BGE 131 II 627 E. 6, 129 I 161 E. 4.1, 121 V 65 E. 2b; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 631 ff. und Rz. 668 ff. ; TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., § 22 Rz. 10 ff.; BEATRICE WEBER-DÜRLER, Vertrauensschutz im öffentlichen Recht, Basel 1983, S. 79 ff.). Selbst wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, muss das Interesse am Schutz des Vertrauens in die unrichtige Auskunft das Interesse an der richtigen Rechtsanwendung überwiegen, damit die Beru- fung auf Treu und Glauben durchdringen kann (Urteil des Bundesgerichts 8C_332/2011 vom 11. Oktober 2011 E. 5.2 mit Hinweisen ; Urteil e des Bundesverwaltungsgerichts A-793/2011 vom 20. Februar 2012 E. 4.2 und C-2335/2009 vom 28. März 2011 E. 2.5 , je mit Hinweisen ; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 696). Sind die erwähnten Voraussetzungen erfüllt, wirkt sich der Vertrauens- schutz dahingehend aus, dass der Vertrauende keinen Nachteil erleiden soll, entweder indem die Behörde an die Vertrauensgrundlage gebunden wird oder indem ein Entschädigungsanspruch entsteht ( HÄFELIN/MÜL- LER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 697 ff.; Urteil des Bundesverwalt ungsgerichts A-6403/2010 vom 7. April 2011 E. 5.1). 5.4 Vorliegend ist hinsichtlich der vorausgesetzten Vertrauensgrundlage nicht weiter relevant, ob – wie der Beschwerdeführer vorbringen lässt – die Frage der Zuständigkeit bereits Gegenstand einer Verfügu ng bildete. Denn selbst wenn dem nicht so wäre, könnten die im Schreiben vom 12. August 2002 enthaltenen Informationen eine vertrauensbegründende Grundlage im Sinn einer (unrichtigen) behördlichen Auskunft bzw. Zus i- cherung darstellen. Es besteht somit ein rechtsgenüglicher Anknüpfungs- punkt, weshalb nachfolgend auf die weiteren Voraussetzungen des Ve r- trauensschutzes einzugehen ist. 5.4.1 Die Vorinstanz teilte dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 12. August 2002 insbesondere mit, sie habe die Urteile des Ve rwaltungs-A-3109/2011 Seite 16 gerichts des Kantons Bern, mit welchen dieses seine Zuständigkeit ve r- neint habe und auf die Klagen nicht eingetreten sei, zusammen mit dem BSV analysiert und könne sich im Ergebnis der Auffassung des Gerichts anschliessen. Aufgrund der neuen Ausga ngslage sei sie dazu bereit, die ursprünglichen Begehren vom 20. April 2000 als Eingaben nach Art. 20 Abs. 2 VG zu betrachten und im Verfahren nach Art. 10 Abs. 1 VG an die Hand zu nehmen. Mit dem Beschwerdeführer ist davon auszugehen, dass die Vorinstanz mit den erwähnten Ausführungen ihre Zuständigkeit zur Beurteilung der Schadenersatzbegehren anerkannte. Ihr Einwand, sie habe damit nicht ihre Zuständigkeit, sondern lediglich die Anhandnahme des Verfahrens bestätigt, erscheint konstruiert und unglaubwürdig. Denn mit Blick auf die in dieser Angelegenheit ergangene K orrespondenz und den Hinweis der Vorinstanz, sie könne sich nach erfolgter Analyse des Urteils der Auffa s- sung des Verwaltungsgerichts anschliessen, können die Ausführungen einzig in Bezug auf die von ihr als gegeben erachtete Zuständigkeit ve r- standen werden. Andernfalls wäre nicht nachvollziehbar, wieso die Vori n- stanz nicht umgehend, sondern erst am 19. April 2011 – mithin beinahe 11 Jahre nach Einreichung der Schadenersatzbegehren – einen Nichtein- tretensentscheid erlassen hat. Die von der Vorinstanz am 12. August 2002 vorbehaltlos gemachten Ausführungen hinsichtlich der Zuständigkeit richteten sich an den Beschwerdeführer und standen im Zusammenhang mit den hängigen Verfahren. Sie ergingen somit i n Bezug auf eine ko n- krete Situation und einen bestimmten Adressaten. Dass die Vorinstanz sodann für die Erteilung der Auskunft über ihre eigene Zuständigkeit be- rechtigt war, ist evident und entsprechend auch zu Recht unbestritten. Ferner war die (allfällig e) Unrichtigkeit der Auskunft für den Beschwerd e- führer nicht ohne Weiteres zu erkennen. Nachdem das Verwaltungsg e- richt des Kantons Bern davon ausgegangen ist, dass das Verantwortlich- keitsgesetz für die Zuständigkeit massgebend sei, und die Vorinstanz sich in der Folge dieser Auffassung anschloss, kann nicht ernsthaft in Betracht gezogen werden, der Beschwerdeführer hätte in Abweichung davon die (richtige) Zuständigkeit erkennen müssen. Daran ändert entgegen dem vorinstanzlichen Vorbringen nichts, dass der Beschwerdeführer von e i- nem Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn gewusst h a- ben soll, in welchem dieses bezüglich der Zuständigkeit zu einem ande- ren Schluss als das Verwaltungsgericht des Kantons Bern gekommen sei. Denn das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn (über welches letztinstanzlich in BGE 130 V 277 entschieden wurde) ergingA-3109/2011 Seite 17 – wie der Beschwerdeführer zutreffend erwähn t – in Bezug auf eine Au f- sichtsbehörde des Kantons und nicht des Bundes, weshalb sich daraus nicht ohne Weiteres eine offensichtliche Unrichtigkeit der vorinstanzlichen Auskunft ableiten liess. Vielmehr durfte der Beschwerdeführer auf die von der Vorinstanz am 12. August 2002 gemachten Ausführungen hinsichtlich ihrer Zuständigkeit zur Beurteilung der Schadenersatzbegehren vertra u- en. 5.4.2 Wie dem Schreiben des Beschwerdeführers vom 2. September 2002 zu entnehmen ist, hatte er sich gestützt auf die Ausführun gen der Vorinstanz vom 12. August 2002 dazu entschlossen, die Urteile des Ve r- waltungsgerichts des Kantons Bern nicht anzufechten. Damit hat er im Vertrauen auf die Richtigkeit der vorinstanzlichen Auskunft eine Dispositi- on unterlassen, die aufgrund der inz wischen längst abgelaufenen Rechtsmittelfrist nicht nachgeholt werden k ann. Da es m it Blick auf die ergangene Korrespondenz glaubhaft erscheint, dass der Beschwerdefüh- rer ohne die vorinstanzlichen Ausführungen vom 12. August 2002 die Ur- teile des Verwaltung sgerichts des Kantons Bern angefochten hätte , ist der vorausgesetzte Kausalzusammenhang zwischen der Auskunft und der Unterlassung gegeben. Dies gilt umso mehr als an das Vorliegen e i- nes solchen hypothetischen Kausalzusammenhangs nicht allzu strenge Anforderungen zu stellen sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_784/2008 vom 11. September 2009 E. 5.3; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 687 ff.). Die im Vertrauen auf die Ausführungen der Vorinstanz erfolgte Unterla s- sung würde sich für den Beschwerdeführer insofern nachteilig auswirken, als er bei einer Bestätigung der vorliegend angefochtenen Verfügung die geltend gemachten Rückforderungsansprüche nicht gerichtlich überpr ü- fen lassen könnte. Denn die Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juli 2002 sind – selbst wenn sie fehlerhaft wären – in Rechtskraft erwachsen und stehen einer erneuten Klageerhebung entge- gen. Dies wäre lediglich dann anders, wenn die Urteile als nichtig zu qua- lifizieren wären, was vorl iegend indessen nicht der Fall ist. Nichtigkeit, d.h. absolute Unwirksamkeit eines Entscheids wird nur angenommen, wenn der ihm anhaftende Mangel besonders schwer wiegt, wenn er o f- fensichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist und wenn zudem die Rechtssicherheit durch die Annahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft g e- fährdet wird (BGE 136 II 486 E. 3.1, 132 II 342 E. 2.1, je mit Hinweisen ; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 956 ). Zwar kann ein fehlerhafter Entscheid über die sachliche Zuständigkeit einer Behörde einen Nichti g-A-3109/2011 Seite 18 keitsgrund darstellen; im vorliegenden Fall war die (eventuelle) Fehlerhaf- tigkeit jedoch weder offensichtlich noch leicht erkennbar. Zudem würde es sich auch nicht mit der Rechtssicherheit vertragen, die vor rund 10 Jahren ergangenen U rteile des kantonalen Verwaltungsgerichts von Amtes w e- gen als nichtig zu qualifizieren. 5.4.3 Schliesslich ist seit der Einreichung der Schadenersatzbegehren bzw. der allenfalls unrichtigen Auskunft der Vorinstanz keine relevante Änderung der Rechts- oder Sachlage eingetreten, die das berechtigte Vertrauen des Beschwerdeführers in Frage stellen könnte. 5.5 Nach dem Gesagten sind sämtliche Voraussetzungen für eine Ber u- fung auf den Vertrauensschutz erfüllt. Dem Beschwerdeführer dürfen deshalb keine Nachteile aus seinem berechtigten Vertrauen in das Ve r- halten der Vorinstanz entstehen (vgl. E. 5.3 hiervor). Dies führt vorliegend – nachdem ein Entschädigungsanspruch mangels eines liquiden finanz i- ellen Schadens ausser Betracht fällt – dazu, dass die Vorinstanz an die Vertrauensgrundlage zu binden ist. Überwiegende Gründe des öffentlichen Interesses an der (vermeintlich) richtigen Rechtsanwendung, die dem Interesse am Schutz des Vertra u- ens entgegenstehen könnten, sind nicht auszumachen. Zwar ist die Z u- ständigkeitsordnung des öffentlichen Rechts grundsätzlich zwingender Natur und kann insbesondere nicht durch Einverständnis zwischen B e- hörde und Partei abgeändert werden (vgl. Art. 7 Abs. 2 VwVG; BGE 133 II 181 E. 5.1.3 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgeri chts K 70/06 vom 30. Juli 2007 E. 2.4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-6749/2010 vom 3. Oktober 2011 E. 7.2.4; MICHEL DAUM, in: Auer/Mül- ler/Schindler [Hrsg.], VwVG Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Zürich/St. G allen 2008 Rz. 23 zu Art. 7 ). Die Rechtsprechung hat jedoch in Ausnahmefällen ein Abweichen von der funktionellen (vgl. BGE 130 V 138 E. 2.2, mit Hinweisen; Urteil des Bu n- desgerichts 2C_223/2008 vom 9. Februar 2009 E. 1.2; BVGE 2009/37 E. 1.3.1 ff.; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -5588/2007 vom 10. August 2012 E. 1.1.4), der örtlichen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_891/2010 vom 31. Dezember 2010 E. 2.2 mit Hinweisen ; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts C-2687/2006 vom 27. August 2008 E. 3.2.2 f. und C -2892/2006 vom 29. Mai 2007 E. 1.3.5 mit Hinweisen) sowie der sachlichen Zuständigkeit (vgl. BGE 129 I 249 E. 4.2; Urteile des Bundes- verwaltungsgerichts A -6471/2009 vom 2. März 2010 E. 4.2.3 und A-7510/2006 vom 2. Juli 2007 E. 5 ) zugelassen. Ein sol ches Abweichen A-3109/2011 Seite 19 von der gesetzlichen Zuständigkeitsordnung und mithin eine Relativi e- rung des verfassungsrechtlichen Gesetzmässigkeitsprinzips (Art. 5 Abs. 1 BV) ist im Einzelfall insbesondere dann nicht auszuschliessen, wenn a n- sonsten verfahrensgrundrechtsw idrige Zustände bestünden (vgl. zum Verhältnis des Legalitätsprinzips zu anderen Verfassungswerten: CHRIS- TOPH BÜRKI, Verwaltungsjustizbezogene Legalität und Prozessökonomie, Bern 2011, S. 322 ff. und 345 f.). Vorliegend würde das Festhalten an der (vermeintlich) richtigen Zuständigkeit dazu führen, dass der Anspruch des Beschwerdeführers auf gerichtliche Überprüfung seiner Schadenersat z- begehren durch das vertrauensbegründende Verhalten der Vorinstanz un- terbunden würde (vgl. E. 5.4.2 hiervor). Damit könnte v erschiedenen Ver- fassungsprinzipien – wie dem Grundsatz des Vertrauensschutzes (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV ), der Rechtsweggarantie (Art. 29a BV ) und dem Rechtsverweigerungsverbot (Art. 29 Abs. 1 BV ) – in stossender Weise nicht Genüge getan werden. Um dies zu verhindern, rechtfertigt es sich , die Vorinstanz an die von ihr gesetzte Vertrauensgrundlage zu binden und ihre Zuständigkeit (allenfalls) in Abweichung von der gesetzlichen Ordnung als gegeben zu erachten. Ein solches Vorgehen, das im Übrigen nichts an der letztinstanzlichen Zuständigkeit des Bundesgerichts ändert, erscheint ferner auch aus prozessökonomischen Gründen angezeigt. Denn die Vorinstanz wird sich mit dem vorliegend massgebenden Sac h- verhalt ohnehin beschäftigen müssen, weil sie für die von den beiden in Liquidation stehenden Sammelstiftungen eingereichten Schadenersat z- begehren gegen den Bund (ebenfalls wegen angeblich mangelhafter Au f- sichtstätigkeit des BSV) unbestrittenermassen zuständig ist. Eine Aufspal- tung und damit das Risiko sich widersp rechender Urteile hinsichtlich di e- ser in einem engen Sachz usammenhang stehenden Verfahren kann mit der als gegeben erachteten Zuständigkeit der Vorinstanz zur Beurteilung der Schadenersatzbegehren des Beschwerdeführers vermieden werden. 6. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Zuständigkeit der Vorinstanz zur Beurteilung der vom Beschwerdeführer erhobenen Schadenersatzbege h- ren vom 20. April 2000 als gegeben zu erachten ist. Die Beschwerde e r- weist sich damit als begründet und ist in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 19. April 2011 gutzuheissen. Die Sache wird an die Vo r- instanz zurückgewiesen, damit sie auf die vom Beschwerdeführer eing e- reichten Schadenersatzbegehren eintrete und diese materiell prüfe. 7. Die Kosten des Verfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht werden in A-3109/2011 Seite 20 der Regel der unterliegenden Partei auferlegt, wobei Vorinstanzen keine Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). Bei di e- sem Ausgang des Verfahrens unterliegt die Vorinstanz. Es sind daher keine Verfahrenskosten zu er heben. Der vom Beschwerde führer gele is- tete Kostenvorschuss von Fr. 5'000.-- ist ihm nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückzuerstatten. 8. Der obsiegenden Partei ist von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der obsiegende und anwaltlich vertretene Besc hwerdeführer, der in seinem Vermögensint e- resse handelt, hat Anspruch auf eine Parteientschädigung. Wird keine Kostennote eingereicht, setzt das Gericht die Parteientschädigung auf Grund der Akten fest (Art. 14 Abs. 2 VGKE). Die auf Fr. 7'500.-- (inklusive Auslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzende Parteientschädigung ist der Vorinstanz zur Bezahlung aufzuerlegen (Art. 64 Abs. 2 VwVG). A-3109/2011 Seite 21 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 19. April 2011 aufgehoben. Die Sache wird an die Vorinstanz zurückg e- wiesen, damit sie auf die zwei Schadenersatzbegehren des Beschwerde- führers vom 20. April 2000 eintrete und diese materiell prüfe. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Kostenvorschuss von Fr. 5'000.-- wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. Hierzu hat er dem Bundes - verwaltungsgericht einen Einzahlungsschein zuzustellen oderseine Kon- tonummer anzugeben. 3. Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils eine Parteientschädigung von Fr. 7'500.-- (inklu- sive Auslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. 820.2-5 scd; Gerichtsurkunde) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: André Moser Toni Steinmann A-3109/2011 Seite 22 Rechtsmittelbelehrung: Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebiet der Staat s- haftung können beim Bundesgericht angefochten werden, wenn der Streitwert mindestens Fr. 30'000.-- beträgt oder wenn sich eine Recht s- frage von grundsä tzlicher Bedeutung stellt (Art. 85 Abs. 1 Bst. a und Abs. 2 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Steht die Beschwerde in öffentlichrechtlichen Angelegen- heiten offen, kann sie innert 30 Tagen nach Eröffnung dieses Entscheides beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufa s- sen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit- tel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Hä nden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). Versand: