<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2005.00042</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205432&amp;W10_KEY=13013563&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2005.00042</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 26.10.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 26.05.2006 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Grundstückgewinnsteuer</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Gesetzliches Pfandrecht Der Pflichtige hat das Grundstück im Rahmen einer betreibungsamtlichen Steigerung erworben. Zu den Masseverbindlichkeiten im Sinn von Art. 262 Abs. 1 SchKG gehören insbesondere auch die Grundstückgewinnsteuern, welche als Verwertungskosten vom Bruttoerlös abzuziehen sind, bevor der Nettoerlös an die Gläubiger verteilt wird. Die Steigerungsbedingungen enthielten vorliegend jedoch den klaren Hinweis, dass die Grundstückgewinnsteuer nicht als Masseschuld berücksichtigt werde, sowie die Aufforderung an die Ersteigerer, im eigenen Interesse die Höhe der mutmasslichen Steuer abklären zu lassen. Indem der Pflichtige die Anfechtung dieser klar bundesrechtswidrigen Bedingungen unterlassen hat und das Grundstück trotzdem erworben hat, trifft ihn nun über das gesetzliche Grundpfand die Haftung für die Grundstückgewinnsteuer. Die Pfandhaft erstreckt sich allerdings nur auf die veranlagte Steuer und erfasst weder Betreibungskosten noch Verzugszinsen. Teilweise Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGRÃNDUNG">BEGRÃNDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETREIBUNG">BETREIBUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESETZLICHES PFANDRECHT">GESETZLICHES PFANDRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRUNDPFANDRECHT">GRUNDPFANDRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: GrundstÃ¼ckgewinn- und HandÃ¤nderungssteuern ST: GRUNDSTÃCKGEWINNSTEUER">GRUNDSTÃCKGEWINNSTEUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MASSESCHULD">MASSESCHULD</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PFANDHAFT">PFANDHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PFANDRECHT">PFANDRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMISSBRAUCH">RECHTSMISSBRAUCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEIGERUNGSBEDINGUNGEN">STEIGERUNGSBEDINGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEIGERUNGSKAUF">STEIGERUNGSKAUF</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSTEIGERUNG">VERSTEIGERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTEILUNGSPLAN">VERTEILUNGSPLAN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERZUGSZINS">VERZUGSZINS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWANGSVERSTEIGERUNG">ZWANGSVERSTEIGERUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A erwarb am 21. Juni 2000 von C anlÃ¤sslich einer betreibungsamtlichen Steigerung das GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 01 in X zum Preis von Fr. 810'000.-. Nachdem die in Rechtskraft erwachsene GrundstÃ¼ckgewinnsteuer im Betrag von Fr. 43'700.- zuzÃ¼glich Fr. 90.- Zins trotz Mahnung vom pflichtigen VerÃ¤usserer auch auf dem Weg der Betreibung nicht hatte bezogen werden kÃ¶nnen, machte die Kommission fÃ¼r Grund­steuern der Gemeinde X am 30. Juni 2003 gegenÃ¼ber A das gesetzliche Pfandrecht fÃ¼r eine GrundstÃ¼ckgewinnsteuerforderung von Fr. 43'790.- nebst Zins zu 2% auf Fr. 43'700.- seit 11. Dezember 2000 geltend. Auf Einsprache von A bestÃ¤tigte die Kommission fÃ¼r Grundsteuern der Gemeinde X am 5. November 2003 den Pfandrechtsentscheid.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die hierauf von A angerufene Steuerrekurskommission des Kantons ZÃ¼rich hob den Pfandrechtsentscheid wegen Befangenheit eines Mitglieds der Kommission fÃ¼r Grundsteuern der Gemeinde X am 11. MÃ¤rz 2004 auf und wies das Verfahren zum Neuentscheid an die Kommission zurÃ¼ck. Diese bestÃ¤tigte am 9. August 2004 â nun in anderer Besetzung â erneut den Pfandrechtsentscheid. Die von A hernach wiederum angerufene Steuerrekurskommission wies dessen Rechtsmittel am 21. April 2005 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Am 25. Mai 2005 liess A Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben mit dem sinngemÃ¤ssen Antrag, die angefochtene PfandrechtsverfÃ¼gung sei aufzuheben und das zustÃ¤ndige Grundbuchamt sei zur LÃ¶schung des gesetzlichen Pfandrechts anzuweisen. Ausserdem verlangte er eine ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Sachverhalt2">Die Grundsteuerkommission der Gemeinde X schloss auf Abweisung der Beschwerde, wÃ¤hrend die Vorinstanz auf Vernehmlassung verzichtete.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 213 in Verbindung mit § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden (RB 1999 Nr. 147).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2">In formeller Hinsicht rÃ¼gt der BeschwerdefÃ¼hrer, die Vorinstanz habe sich mit der Frage des Rechtsmissbrauchs Ã¼berhaupt nicht auseinandergesetzt und daher letztlich seinen Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r im Sinn von Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) verletzt.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die BegrÃ¼ndung eines Rekursentscheids muss nur die wesentlichen tatsÃ¤chlichen und rechtlichen EntscheidgrÃ¼nde enthalten (RB 1981 Nr. 82). Nicht notwendig ist, dass die BegrÃ¼ndung eine Auseinandersetzung mit allen ParteierÃ¶rterungen enthÃ¤lt; es genÃ¼gt, wenn sich aus den ErwÃ¤gungen die Unerheblichkeit oder Unrichtigkeit des Vorbringens mittelbar ergibt (RB 1968 Nr. 24). In einer ungenÃ¼genden BegrÃ¼ndung eines Entscheids liegt eine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs nach Art. 29 Abs. 2 BV.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Es trifft zu, dass die Steuerrekurskommission sich mit den Vorbringen des BeschwerdefÃ¼hrers betreffend Rechtsmissbrauch nur am Rand auseinandergesetzt hat. Immerhin ist der vorinstanzlichen BegrÃ¼ndung jedoch zu entnehmen, dass die umstrittenen Steigerungsbedingungen des Gemeindeammann- und Betreibungsamts von X vom 21. Juni 2000 wohl als bundesrechtswidrig, aber nicht als nichtig zu qualifizieren seien und gestÃ¼tzt hierauf die Verteilung des ErlÃ¶ses an die GrundpfandglÃ¤ubigerin ohne BerÃ¼cksichtigung der Grundsteuern als "rechtmÃ¤ssig" zu wÃ¼rdigen sei. In der Folge verwirft die Vorinstanz die Rechtsposition des BeschwerdefÃ¼hrers und schÃ¼tzt das Vorgehen der Beschwerdegegnerin. Mindestens indirekt wird damit der Rechtsmissbrauchsvorwurf auch gegenÃ¼ber der Gemeinde X verworfen, weswegen der Anspruch des BeschwerdefÃ¼hrers auf rechtliches GehÃ¶r nicht verletzt ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">FÃ¼r Grundsteuern steht den Gemeinden an den bezÃ¼glichen GrundstÃ¼cken laut § 208 StG ein gesetzliches Pfandrecht zu. Dieses entsteht gemÃ¤ss §§ 195 f. in Verbindung mit § 194 lit. e des EinfÃ¼hrungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch vom 2. April 1911/ 8. Juli 1951 (EG ZGB) ohne Eintragung im Grundbuch zugleich mit der Entstehung der Steuerforderung, das heisst mit der grundsteuerrechtlich massgebenden HandÃ¤nderung.</p> <p class="Erwgung2">Das gesetzliche Grundpfandrecht untersteht den Regeln der AkzessorietÃ¤t, das heisst es folgt in Bestand und Umfang der Grundsteuerschuld: Geht diese unter (etwa durch Bezahlung oder VerjÃ¤hrung), so erlischt auch das Grundsteuerpfandrecht; wird die Steuerschuld nach Eintragung des Grundpfandrechts auch nur teilweise beglichen, so vermindert sich die Pfandhaft entsprechend. Das Grundpfandrecht stellt ein reines Wert- und Verwertungsrecht dar, das nur ausgeÃ¼bt werden kann, wenn und soweit der Schuldner die sichergestellte Forderung bei FÃ¤lligkeit nicht erfÃ¼llt (VGr, 28. August 1996, SR.96.00027, E. 3).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Im Pfandrechtsverfahren hat weder der PfandeigentÃ¼mer die Unrichtigkeit noch die SteuerbehÃ¶rde die Richtigkeit der Steuerforderung nachzuweisen. Vielmehr ist es Sache der Rekursinstanz, die SteuereinschÃ¤tzung im Pfandrechtsverfahren von Amtes wegen daraufhin zu Ã¼berprÃ¼fen, ob sie den Einwendungen des PfandeigentÃ¼mers im Nachhinein standhalte. Das Pfandrechtsverfahren soll dabei im Interesse der Verfahrenswirtschaftlichkeit nicht die Gestalt eines zweiten EinschÃ¤tzungsverfahrens annehmen. Die RechtsmittelbehÃ¶rde muss im Pfandrechtsverfahren vom Ergebnis des EinschÃ¤tzungsverfahrens bzw. vom Ausgang allfÃ¤lliger nachfolgender Rechtsmittelverfahren ausgehen. Der PfandeigentÃ¼mer seinerseits muss zwar wie erwÃ¤hnt nicht den schlÃ¼ssigen Nachweis des Nichtbestehens oder der Unrichtigkeit der Steuerforderung leisten, doch bleibt es ihm Ã¼berlassen, Bestand und Umfang derselben wenigstens mit substanziierten GegengrÃ¼nden zu erschÃ¼ttern, so zum Beispiel mittels der Einreden der Tilgung, des Erlasses oder der VerjÃ¤hrung (RB 1994 Nr. 59 mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Das Bundesgericht hat in PrÃ¤zisierung seiner frÃ¼heren Rechtsprechung in zwei Entscheiden (BGE 122 III 246 E. 5a und BGE 120 III 153 E. 2b) festgestellt, dass zu den Masseverbindlichkeiten im Sinn von Art. 262 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 11. April 1889 Ã¼ber Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG) ausser den eigentlichen Konkurskosten auch die Ã¶ffentlichrechtlichen Schulden gehÃ¶ren, die erst nach der KonkurserÃ¶ffnung entstanden sind, wie insbesondere die GrundstÃ¼ckgewinnsteuern. Diese stellen demnach Kosten der Verwertung im Sinn von Art. 262 Abs. 2 SchKG dar. Als Verwertungskosten sind die GrundstÃ¼ckgewinnsteuern vom BruttoerlÃ¶s abzuziehen und zu bezahlen, bevor der NettoerlÃ¶s an die GlÃ¤ubiger verteilt wird. </p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer hat unter Berufung auf diese bundesgerichtliche Rechtsprechung vor Verwaltungsgericht erneut den Standpunkt vertreten, die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer gehÃ¶re zu den Masseverbindlichkeiten und bestehe nicht zu seinen Lasten als Steuerschuld. Hingegen macht er weder geltend, dass die Steuerforderung erlassen noch dass sie getilgt sei. Ebenso wenig hat er im verwaltungsgerichtlichen Verfahren Einwendungen gegen die Steuerforderung an sich, mithin gegen die Veranlagung des GrundstÃ¼ckgewinns oder die Berechnung der Steuer, erhoben. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Damit richten sich die vorgebrachten RÃ¼gen grundsÃ¤tzlich gegen Handlungen, die das Betreibungsamt im Rahmen der Erstellung der Steigerungsbedingungen vorgenommen hat. Die Steigerungsbedingungen des Betreibungsamts X enthalten indessen â wie dies bereits die Vorinstanzen festgestellt haben â sowohl einen klaren Hinweis auf das gesetzliche Pfandrecht fÃ¼r die GrundstÃ¼ckgewinnsteuern als auch die Aufforderung an die Ersteigerer, im eigenen Interesse die HÃ¶he der mutmasslichen GrundstÃ¼ckgewinnsteuer abklÃ¤ren zu lassen. Dem Steigerungsprotokoll ist sodann zu entnehmen, dass diese Bedingungen rechtskrÃ¤ftig geworden sind, was der BeschwerdefÃ¼hrer auch nicht bestreiten lÃ¤sst. AnlÃ¤sslich der Versteigerung selbst sind diese Steigerungsbedingungen nochmals dem BeschwerdefÃ¼hrer wie den Ã¼brigen Teilnehmern der Versteigerung vorgetragen worden, was der BeschwerdefÃ¼hrer mit seiner Unterschrift unter das Steigerungsprotokoll mitbestÃ¤tigt hat. Damit musste er sich bei der Ãbernahme der fraglichen Liegenschaft Ã¼ber das mit der gesetzlichen Pfandhaft verbundene Risiko und den entsprechenden AbklÃ¤rungsbedarf im Klaren sein. Es hÃ¤tte ihm freigestanden, im Vorfeld der Versteigerung die Steigerungsbedingungen mit Beschwerde nach Art. 17 SchKG bei der hierfÃ¼r zustÃ¤ndigen AufsichtsbehÃ¶rde anzufechten und so die bundesrechtskonforme Qualifikation der GrundstÃ¼ckgewinnsteuern als Masseschuld durchzusetzen. Dies hat er unterlassen und trotzdem an der Versteigerung teilgenommen. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Es trifft zu, dass ein eigentlicher Verteilungsplan bzw. eine Verteilungsliste nach Art. 146 SchKG seitens des Betreibungsamts nur dann erstellt wird, wenn nicht sÃ¤mtliche GlÃ¤ubiger befriedigt werden kÃ¶nnen (vgl. Art. 146 Abs. 1 SchKG). Vorliegend musste daher das Betreibungsamt X tatsÃ¤chlich keine Verteilungsliste erstellen, was seitens des BeschwerdefÃ¼hrers zu Recht angefÃ¼hrt wird. Die Verletzung einer gesetzlichen Vorschrift rÃ¼gt er in diesem Zusammenhang jedoch nicht. Indessen ist der in der Folge von ihm gezogene Schluss unzutreffend, wonach er deswegen keine "betreibungsrechtliche AnfechtungsmÃ¶glichkeit" gegen die rechtswidrige Amtshandlung des Betreibungsamts gehabt habe, weil keine Verteilungsliste habe erstellt werden mÃ¼ssen. Dem BeschwerdefÃ¼hrer ist in der vorliegenden Konstellation vorzuhalten, dass er die Steigerungsbedingungen nicht hÃ¤tte in Rechtskraft erwachsen lassen dÃ¼rfen. Aus diesen Bedingungen ging in aller Deutlichkeit hervor, dass die streitige GrundstÃ¼ckgewinnsteuer nicht als Masseschuld berÃ¼cksichtigt werde. Indem der BeschwerdefÃ¼hrer die Anfechtung dieser Bedingungen unterlassen hat und trotzdem und in Kenntnis der klar bundesrechtswidrigen Steigerungsbedingungen das GrundstÃ¼ck erworben hat, trifft ihn nun Ã¼ber das gesetzliche Grundpfand die Haftung fÃ¼r die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer. Im Kern verlangt er vor Verwaltungsgericht nichts weniger, als dass die Steigerungsbedingungen gemÃ¤ss der heutigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung korrigiert und die streitige GrundstÃ¼ckgewinnsteuer der Konkursmasse als Teil der Konkurskosten belastet werde. Wie die Steuerrekurskommission zutreffend festgestellt hat, ist im vorliegenden Verfahren, das der BeschwerdefÃ¼hrer gegen die Grundsteuerkommission bzw. die Gemeinde X fÃ¼hrt, die Anfechtung eines rechtskrÃ¤ftigen Verteilungsplans nicht mehr mÃ¶glich (vgl. VGr, 18. September 1997, SR.96.00074), ebenso wenig wie die Anfechtung von Steigerungsbedingungen an sich. Diese erweisen sich im Licht der Bundesgerichtspraxis wohl als bundesrechtswidrig, nicht aber als nichtig, und sind somit uneingeschrÃ¤nkt gÃ¼ltig. Mit Bezug auf die streitige GrundstÃ¼ckgewinnsteuer bleibt es daher im Ergebnis bei der Schuldpflicht von C und der Pfandhaft des vom BeschwerdefÃ¼hrer erworbenen GrundstÃ¼cks.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Ebenso wenig kann das Verhalten der Gemeinde X als rechtsmissbrÃ¤uchlich gewertet werden. Wohl befand sich der VersteigerungserlÃ¶s beim Betreibungsamt und ebenso trifft es zu, dass dieses den VersteigerungserlÃ¶s der GrundpfandglÃ¤ubigerin aushÃ¤ndigte, ohne die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer der Gemeinde X zuzufÃ¼hren. Indessen war das Betreibungsamt X zu diesem Vorgehen verpflichtet, weil es sich seinerseits an die rechtskrÃ¤ftig gewordenen Steigerungsbedingungen zu halten hatte. Es hÃ¤tte nicht von sich aus, nach durchgefÃ¼hrter Versteigerung und rechtskrÃ¤ftigem Zuschlag des Objekts an den BeschwerdefÃ¼hrer, einen Teil des ErlÃ¶ses im Widerspruch zu den Steigerungsbedingungen fÃ¼r die Deckung von Grundsteuern verwenden dÃ¼rfen. Damit hÃ¤tte das Betreibungsamt X die Interessen der GrundpfandglÃ¤ubigerin, welche an der Versteigerung teilgenommen und ihrerseits ein Angebot gemacht hat, verletzt. Hinzu kommt, dass die Gemeinde X, welcher der Rechtsmissbrauch ja nachzuweisen wÃ¤re, nicht die betreibungsrechtliche Aufsicht Ã¼ber "ihr" Betreibungsamt ausÃ¼ben kann und darf. Das Verhalten des Betreibungsamts im Rahmen der Abwicklung von SchKG-GeschÃ¤ften kann und darf ihr daher auch nicht zugerechnet werden. Damit entfÃ¤llt der Vorwurf des rechtsmissbrÃ¤uchlichen Verhaltens der Beschwerdegegnerin.</p> <p class="Erwgung2">Im Hauptpunkt ist die vorliegende Beschwerde daher abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2">Der angefochtene Pfandrechtsentscheid vom 30. Juni 2003 bezieht entsprechend einer frÃ¼heren Praxis nicht nur die Steuerschuld, sondern auch die darauf entfallenden Verzugszinsen in die Pfandhaft ein. Das Verwaltungsgericht hat jedoch in einem Entscheid vom 6. Mai 1997 (SR.96.00085) erkannt, dass sich das kraft § 157 des alten Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 bestehende gesetzliche Pfandrecht am verÃ¤usserten GrundstÃ¼ck auf die veranlagte Steuer beschrÃ¤nkt. Es sind keine GrÃ¼nde ersichtlich, an dieser Rechtsprechung unter dem Steuergesetz vom 8. Juni 1997 nicht festzuhalten, da der Gesetzgeber die betreffende gesetzliche Bestimmung unverÃ¤ndert in das neue Gesetz Ã¼bernommen hat. Demzufolge erstreckt sich die Pfandhaft gemÃ¤ss § 208 StG we­der auf die Kosten von Betreibungen oder Eintragungen im Grundbuch noch auf die Verzugszinsen. Entsprechend ist die vorliegende Beschwerde insofern teilweise gutzuheissen, als der Umfang des gesetzlichen Pfandrechts um die Verzugszinsen zu reduzieren ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2">Bei diesem Ausgang des Verfahrens rechtfertigt es sich, die Kosten trotz des geringfÃ¼gigen Obsiegens im Zusammenhang mit den Verzugszinsen dem ansonsten unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer vollstÃ¤ndig aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 und § 213 Satz 2 StG) und steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit § 152, § 153 Abs. 4 und § 213 Satz 2 StG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Umfang des gesetzlichen Pfandrechts zulasten des in X gelegenen GrundstÃ¼cks Kat.Nr. 01 aus der HandÃ¤nderung vom 21. Juni 2000 wird auf die Steuerforderung von Fr. 43'700.- festgesetzt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Rekurskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>