<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht über alternative Modalitäten für die Vergütung von Hörgeräten vorzulegen, in dem die möglichen Auswirkungen beurteilt und verglichen werden. Dabei sollen die vier Massnahmen geprüft werden, die der Preisüberwacher in seiner Untersuchung vom Januar 2020 empfohlen hat, insbesondere:</p><p>- die zentrale Beschaffung der Hörgeräte durch eine Bundesbehörde direkt bei den Herstellern mittels Ausschreibung;&nbsp;</p><p>- eine strengere Kontrolle der Anwendung der Regeln zur getrennten Abrechnung von Hörgeräten und Dienstleistungen durch die IV-Stellen.</p><p>&nbsp;</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Thema Hörgeräteversorgung wird im Rahmen des Berichts in Erfüllung des Postulates der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit SR (19.4380 «Menschen mit Behinderung. Zugang zu modernen Hilfsmitteln sicherstellen») untersucht.&nbsp;</p><p>In diesem Bericht werden auch die Resultate der von der Motionärin erwähnten Studie «Analyse der Preise und der Qualität in der Hörgeräteversorgung» (2020, abrufbar unter www.bsv.admin.ch &gt; Publikationen &amp; Services &gt; Forschungspublikationen) berücksichtigt. Gemäss der Studie bewerten die Betroffenen die Qualität der Versorgung als sehr gut, ist die Tragerate in der Schweiz sehr hoch, gibt es keinerlei Hinweise auf eine unzureichende Versorgung und bestehen durchaus kostengünstige Angebote auf dem Markt. Die Zufriedenheit der Betroffenen sei bei zuzahlungsfreien Angeboten ausserdem gleich hoch wie bei Angeboten mit den höchsten Zuzahlungen. Die Studie hält jedoch auch fest, dass in einigen Bereichen der Hörgeräteversorgung Handlungsbedarf besteht. Punkte, welche genauer evaluiert werden müssten, sind die geringe Nutzung der zuzahlungsfreien Versorgung sowie die Härtefallversorgung. Bei letzterer werden für dieselben Hörgeräte offenbar höhere Margen verlangt und das Prozedere ist für alle Beteiligten umständlich.&nbsp;</p><p>Auf der Basis des Berichts in Erfüllung des Postulates 19.4380, bei dessen Erstellung unter anderem auch der Preisüberwacher mitgewirkt hat, wird der Bundesrat beschliessen, welche Stossrichtung bei den Hilfsmitteln und somit auch bei den Hörgeräten eingeschlagen werden soll. Der Bundesrat wird den Bericht voraussichtlich Ende 2023 verabschieden.</p>