<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00169</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105547&amp;W10_KEY=4467150&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00169</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 28.06.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 21.11.2000 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Niederlassungsbewilligung (Familiennachzug)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bf. besitzt durch Heirat zwischenzeitlich eine Niederlassungsbewilligung und will seine Söhne (geb. 1982 und 1987, beide seit Geburt im Kosovo) nachziehen.<br/>Voraussetzungen des Familiennachzugs, Vorrangigkeit, Mitwirkungspflichten etc. (E. 2).<br/>Die Vorrangigkeit bzw. die Änderung des Betreuungsverhältnisses kann nicht als erstellt gelten, auch wenn das Sorgerecht auf den in der Schweiz lebenden Elternteil übertragen wurde, da die Übertragung i.c. insbesondere aus wirtschaftlichen Gründen erfolgte (E. 4).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: FAMILIENNACHZUG">FAMILIENNACHZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITWIRKUNGSPFLICHT">MITWIRKUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG">NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SORGERECHT">SORGERECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHE RECHTSPFLEGE (UP/URB)">UNENTGELTLICHE RECHTSPFLEGE (UP/URB)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORRANGIGKEIT">VORRANGIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIRTSCHAFTLICHE GRÃNDE">WIRTSCHAFTLICHE GRÃNDE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 17 lit. II ANAG</span><br/><span class="gerade">Art. 8 lit. I EMRK</span><br/><span class="ungerade">§ 16 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 43 lit. I h VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>I. <b>A</b>, StaatsangehÃ¶riger der Bundesrepublik Jugoslawien, geboren am 3. November 1945, wurde am 23. Juli 1993 von seiner damaligen Ehefrau, <b>C</b> geschieden (act. --). Obwohl aus der Ehe sechs Kinder hervorgingen, wurden betref­fend das Sorgerecht keine Anordnungen getroffen. Mit Urteil des Gemeindegerichts <b>H</b> vom 1. Juli 1998 wurde das Sorgerecht Ã¼ber die beiden noch minderjÃ¤hrigen Kinder <b>D</b> (geboren 1982) und <b>E</b> (geboren 1987), dem BeschwerdefÃ¼hrer zugesprochen (act. --).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 7. November 1994 heiratete der BeschwerdefÃ¼hrer die Schweizer BÃ¼rgerin <b>F</b>, geboren 1945. Aufgrund der Heirat wurde ihm die Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau erteilt. Seit Februar 1999 wohnt der BeschwerdefÃ¼hrer nicht mehr in ehelicher Gemeinschaft mit seiner Ehefrau und die Ehe wurde mit Urteil des Bezirksgerichtes <b>G</b> vom 16. MÃ¤rz 1999 fÃ¼r die Dauer eines Jahres getrennt. Am 9. November 1999 erhielt der BeschwerdefÃ¼hrer die Niederlassungs­bewilligung im Kanton ZÃ¼rich (act. --).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Gesuch um Einreisebewilligung fÃ¼r seine beiden SÃ¶hne, welches <b>A</b> am 8. Dezember 1998 gestellt hatte, wurde mit VerfÃ¼gung vom 12. MÃ¤rz 1999 durch die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit abgelehnt (act. --).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Bundesamt fÃ¼r AuslÃ¤nderfragen (BFA) stellte den in Folge des Kosovokrieges mit ihrer Mutter ohne Bewilligung eingereisten Kindern, <b>D</b> und <b>E</b>, am 21. Juni 1999 eine Einreisebewilligung aus (act. --). Seit ihrer Einreise am 16. Mai 1999 wohnen sie beim BeschwerdefÃ¼hrer.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Den gegen die VerfÃ¼gung vom 12. MÃ¤rz 1999 gerichteten Rekurs beurteilte der Regierungsrat am 15. MÃ¤rz 2000 abschlÃ¤gig (act. --).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen diesen Beschluss erhob <b>A</b> am 2. Mai 2000 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kt. ZÃ¼rich, dem er sinngemÃ¤ss beantragte, den beiden SÃ¶hnen <b>D</b> und <b>E</b> die Einreise und den Aufenthalt zum Verbleib bei ihrem Vater im Kan­ton ZÃ¼rich zu bewilligen. Am 3. Mai 2000 stellte der Vertreter <b>B</b> von <b>A</b> im Namen seines Mandanten ein begrÃ¼ndetes Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼h­rung und unentgeltliche Rechtsvertretung in seiner Person (act. --).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Staatskanzlei beantragte mit Stellungnahme vom 31. Mai 2000 namens des Re­gierungsrates die Abweisung der Beschwerde (act. --).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist auf dem Gebiet der Fremden­po­lizei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen­steht (§ 43 Abs. 1 lit. h und Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG] in der Fassung vom 8. Juni 1997). Dies ist der Fall bei Entscheiden betreffend Auf­ent­halts‑ und Niederlassungsbewilligungen, auf deren Erteilung der AuslÃ¤nder einen bun­des­rechtlichen Anspruch hat (vgl. Art. 100 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Oktober 1943 [OG]).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nach Art. 17 Abs. 2 des Bundesgesetzes Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder vom 26. MÃ¤rz 1931 (ANAG) haben ledige Kinder unter 18 Jahren grundsÃ¤tzlich Anspruch auf Einbezug in die Niederlassungsbewilligung, sofern sie mit ihren Eltern zu­sammenwohnen. Einen Rechtsanspruch begrÃ¼ndet auch Art. 8 Abs. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. November 1950 (EMRK), wel­che Vorschrift einem ledigen und minderjÃ¤hrigen Kind das Zusammenleben mit seinen in der Schweiz wohnenden Eltern garantiert, sofern diese Ã¼ber ein gefestigtes Aufenthalts­recht in der Schweiz verfÃ¼gen und die familiÃ¤re Beziehung tatsÃ¤chlich gelebt wird und in­takt ist (vgl. BGE 118 Ib 153 E. 1c S. 157; BGE 124 II 361 E. 1b).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der BeschwerdefÃ¼hrer besitzt die Niederlassungsbewilligung und verfÃ¼gt damit Ã¼ber ein gefestigtes Aufenthaltsrecht. Er macht geltend, zwischen ihm und seinen SÃ¶hnen bestehe eine intakte und gelebte familiÃ¤re Beziehung, was grundsÃ¤tzlich dazu fÃ¼hrt, dass das Verwaltungsgericht auf die Beschwerde einzutreten hat. Insbesondere fÃ¼gt er hinzu, dass er Inhaber des Sorgerechts Ã¼ber die Kinder sei. FÃ¼r die PrÃ¼fung des Rechtsan­spruchs gestÃ¼tzt auf Art. 17 Abs. 2 ANAG sind fÃ¼r das Gericht die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤lt­nis­se im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung massgebend. Im Gegensatz dazu ist der Rechts­an­spruch gestÃ¼tzt auf Art. 8 EMRK an der Sachlage im Urteilszeitpunkt zu messen (BGE 120 Ib 257 E. 1f S. 263). Beide SÃ¶hne waren im Zeitpunkt der Gesuchstellung noch min­der­jÃ¤hrig und kÃ¶nnen sich auf den Anspruch aus Art. 17 Abs. 2 ANAG berufen. FÃ¼r den Sohn <b>D</b>, geboren 1982, ist demgegenÃ¼ber ein Rechtsanspruch gestÃ¼tzt auf Art. 8 EMRK nicht mehr gegeben. Auf die Beschwerde ist dennoch ein­zutreten. Ob die Voraussetzun­gen fÃ¼r die Verwirklichung der RechtsansprÃ¼che im konkre­ten Fall gegeben sind, ist Sa­che der materiellen ErwÃ¤gungen (vgl. BGE 122 II 289 E. 1d S. 294). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Zweck des Familiennachzugs ist es, das familiÃ¤re Zusammenleben zu ermÃ¶gli­chen. Der Wortlaut von Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG verdeutlicht, dass das Zusammenle­ben der Gesamtfamilie rechtlich abgesichert werden soll; das Gesetz verlangt ausdrÃ¼cklich, dass die Kinder mit ihren Eltern zusammen wohnen werden. Sind die Eltern jedoch ge­trennt oder geschieden und hÃ¤lt sich der eine Elternteil (an einem Ort) in der Schweiz, der andere aber im Ausland (oder an einem anderen Ort in der Schweiz) auf, kann es gar nicht um die ZusammenfÃ¼hrung der Gesamtfamilie gehen. In solchen Situationen entspricht es dem Gesetzeszweck nicht, einen bedingungslosen Anspruch auf Nachzug der Kinder anzu­nehmen. Ein Nachzugsrecht setzt vielmehr voraus, dass das Kind zum in der Schweiz le­benden, den Nachzug anbegehrenden Elternteil die vorrangige familiÃ¤re Beziehung unter­hÃ¤lt. Neben der BerÃ¼cksichtigung der bisherigen VerhÃ¤ltnisse kÃ¶nnen auch nachtrÃ¤glich ein­getretene oder gar kÃ¼nftige UmstÃ¤nde wesentlich werden. Nicht allein entscheidend kann sein, in welchem Land das Kind seinen bisherigen Lebensmittelpunkt hatte, bliebe doch sonst ein Nachzugsrecht praktisch immer wirkungslos. Zu berÃ¼cksichtigen ist aber, wo und bei wem das Kind bisher gelebt hat. Vorbehalten bleiben FÃ¤lle, in denen klare An­haltspunkte fÃ¼r neue familiÃ¤re AbhÃ¤ngigkeiten ‑ zum Beispiel beim Tod des sorgebe­rech­tigten Elternteils oder bei neu sich abzeichnenden PflegebedÃ¼rfnissen ‑ oder fÃ¼r eine we­sentliche Verlagerung der BeziehungsintensitÃ¤ten bestehen (BGE 125 II 585 E. 2a S. 586 f., mit Hinweisen). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die dargestellte bundesgerichtliche Rechtsprechung macht deutlich, dass fÃ¼r die Fra­ge, zu welchem Elternteil das Kind die vorrangige Beziehung unterhÃ¤lt, die Regelung der elterlichen Gewalt wohl ein Indiz, nicht jedoch das allein massgebende Kriterium bil­det. Denn die ursprÃ¼ngliche Sorgerechtsregelung oder deren spÃ¤tere AbÃ¤nderung mag auf GrÃ¼n­den beruhen, die sich mit den Voraussetzungen des Kindesnachzugs gemÃ¤ss Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG keineswegs zu decken brauchen. Von daher kann die formale rechtli­che Regelung der elterlichen Gewalt jedenfalls dann nicht ausschlaggebend sein, wenn mit ihr nicht zugleich die intensivere Eltern-Kind-Beziehung einhergeht. Insgesamt muss die WÃ¼r­digung der gesamten UmstÃ¤nde zum Schluss fÃ¼hren, dass das nachzuziehende Kind zum hier lebenden Elternteil in engerer Beziehung steht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese Auslegung von Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG steht nicht im Widerspruch zu Art. 8 Abs. 1 EMRK. Auch wenn diese Bestimmung unter anderem die familiÃ¤re Bezie­hung nicht verheirateter oder geschiedener Eltern zu ihren Kindern schÃ¼tzt, rÃ¤umt sie grund­sÃ¤tzlich nicht demjeni­gen Elternteil ein Recht auf Nachzug eines Kindes ein, der freiwillig ins Ausland verreist ist, ein weniger enges VerhÃ¤ltnis zum Kind hat als der an­dere Elternteil oder sonstige Verwandte, die fÃ¼r das Kind sorgen, und seine Bezie­hung zum Kind weiterhin pflegen kann (BGE 124 II 361 E. 3a S. 366 f., mit Hinweisen; vgl. auch Frowein/Peukert, EMRK-Kommentar, 2. A., Kehl/Strassburg/Arlington 1996, Art. 8 Rz. 26).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im Bereich des Familiennachzugs bei nachtrÃ¤glicher Umgestaltung der Betreu­ungs­verhÃ¤ltnisse verfolgt das Bundesgericht grundsÃ¤tzlich eine strenge Praxis. Der in der FamilienzusammenfÃ¼hrung bestehende Zweck des Familiennachzugs wird insbesondere auch dann nicht erreicht, wenn der in der Schweiz sich aufhaltende Aus­lÃ¤n­der jahrelang von seinem Kind getrennt lebt und es erst kurz vor Vollendung des 18. Altersjahrs zu sich holt. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung liegt in solchen FÃ¤llen der Verdacht na­he, dass nicht das fa­mi­liÃ¤re Zusammenleben angestrebt werde, sondern das mÃ¶glichst ein­fache Erlangen ei­ner fremdenpolizeilichen Bewilligung. Das Bundesgericht sieht dar­in einen Rechtsmiss­brauch, anerkennt andererseits aber auch, dass es gute GrÃ¼nde ge­ben kann, die Familiengemeinschaft in der Schweiz erst nach Jahren herzustellen; solche GrÃ¼n­de mÃ¼ssten sich jedoch aus den UmstÃ¤nden des Einzelfalls ergeben (BGE 125 II 585 E. 2a S. 587, mit Hinweisen). Ernsthaft kÃ¶nne sich die Frage des nachtrÃ¤gli­chen Fa­mi­lien­nach­zugs dar­um in der Regel nur bei Kindern stellen, die zwar wÃ¤hrend mehrerer Jah­re im Aus­land von an­de­ren FamilienangehÃ¶rigen (anderer Elternteil, Grossel­tern usw.) be­treut wor­den sei­en, zum Zeitpunkt der Gesuchstellung aber noch lÃ¤ngst nicht 18 Jahre alt sei­en und wenn Ge­wÃ¤hr geboten sei, dass sie sich unter FÃ¼hrung des hier le­benden El­tern­teils in der Schweiz angemessen integrieren kÃ¶nnten. Ebenfalls zu beachten seien schliess­lich die Um­stÃ¤n­de der Gesuchstellung (BGr, 29. Oktober 1998, 2A.92/1998 in Sachen Y.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese Praxis verstÃ¶sst nicht gegen den in Art. 8 Abs. 1 EMRK verbÃ¼rgten Fa­mi­li­en­schutz. Denn diese Grundrechtsnorm vermittelt nicht ein absolutes Recht auf Ein­rei­se und Aufenthaltsbewilligung von Fa­milienmitgliedern, wenn ein AuslÃ¤nder selbst die Ent­schei­dung getroffen hat, von sei­ner Familie getrennt in einem anderen Land zu le­ben. Dies muss erst recht gelten, wenn die Be­teiligten durch ihr Verhalten klar bekundet ha­ben, dass es ihnen in erster Linie gar nicht um ein gemeinsames Familienleben geht, son­dern dass fÃ¼r die angestrebte Anwesenheits­be­willigung andere GrÃ¼nde im Vor­der­grund stehen (zum Gan­zen BGE 119 Ib 81 E. 4a S. 90).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Damit die dargelegten Voraussetzungen des Familiennachzugs im konkreten Fall sachgerecht Ã¼berprÃ¼ft werden kÃ¶nnen, mÃ¼ssen die Gesuchsteller ihren Teil zur Sach­ver­halts­aufklÃ¤rung beitragen. Das Bundesgericht hat hierzu festgestellt, dass die im Ver­wal­tungsverfahren grundsÃ¤tzlich geltende Untersuchungsmaxime durch die Mitwirkungs­pflicht der Parteien relativiert wird, die namentlich insoweit greift, als eine Partei das Ver­fah­ren durch eigenes Begehren eingeleitet hat oder darin eigene Rechte geltend macht. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bezieht sich die Mitwirkungspflicht na­tur­ge­mÃ¤ss gerade auf solche Tatsachen, die eine Partei besser kennt als die BehÃ¶rden und die von der BehÃ¶rde ohne Mitwirkung der gesuchstellenden Person gar nicht oder nicht mit ver­nÃ¼nfti­gem Aufwand erhoben werden kÃ¶nnten. In FÃ¤llen mit auslÃ¤nderrechtlichem Be­zug treffe dies insbesondere auf die von den Gesuchstellern behaupteten persÃ¶nlichen Um­stÃ¤n­de in ihrer Heimat zu; solche Tatsachen liessen sich erfahrungsgemÃ¤ss von den schwei­zerischen BehÃ¶rden, wenn Ã¼berhaupt, so nur mit erschwertem Aufwand abklÃ¤ren (BGE 122 II 385 E. 4. c/cc S. 394; BGE 124 II 361 E. 2b S. 365). An die von der be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den Partei im Rahmen der Mitwirkungspflicht zu erbringenden Nach­weise sind da­bei ho­he Beweisanforderungen zu stellen (BGE 124 II 361 E. 4c S. 371).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Daraus folgt, dass die gesuchstellende Person darzulegen hat, wie oft und in wel­cher Form sie den persÃ¶nlichen Kontakt zum nachzuziehenden Kind pflegt und in welchem Aus­mass sie es wirtschaftlich unterhÃ¤lt. Wird eine Verschiebung der Vorrangigkeit der per­sÃ¶nlichen Beziehung des Kindes geltend gemacht, so muss im einzelnen und soweit mÃ¶g­lich dokumentiert ausgefÃ¼hrt werden, wie sich die VerÃ¤nderung der UmstÃ¤nde auf die Be­treuungsverhÃ¤ltnisse auswirkt. Dazu ist eine Beschreibung unerlÃ¤sslich, wo genau, bei wem und in welchem Beziehungs‑ und schulischen Umfeld das Kind bisher gelebt hat. Ins­be­sondere sind Adressen, Anzahl, Namen und Geburtsdaten der im gleichen Haushalt le­ben­den Personen ebenso zu nennen wie Ort, Dauer und Art des bisherigen Schulbesuches so­wie der gegenwÃ¤rtige Ausbildungsstand des nachzuziehenden Kindes. Es ist sodann auf­zu­zeigen, welche der genannten Elemente von der VerÃ¤nderung im einzelnen betroffen sind und welche Folgen dies fÃ¼r Betreuung und Erziehung des Kindes zeitigt. Wird geltend ge­macht, die bisher betreuende Person sei dazu aus gesundheitlichen GrÃ¼nden nicht mehr in der Lage, so ist der Krankheitsverlauf aufzuzeichnen und sind Ã¤rztliche Zeugnisse bei­zu­bringen, die sich zu den Auswirkungen der GesundheitsstÃ¶rung auf die altersgerechte Be­treuung des Kindes Ã¤ussern oder RÃ¼ckschlÃ¼sse darauf zulassen (vgl. VGr, 21. April 1999, VB.1999.00038 [zur Publikation vorgesehen]). Die Folgen der Beweislosigkeit trÃ¤gt dabei jene Partei, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachumstand Rechte ableitet (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼­rich, 2. A., ZÃ¼­rich 1999, § 7 N. 5).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Die beiden SÃ¶hne des BeschwerdefÃ¼hrers, <b>D</b> und <b>E</b>, sind im ehema­ligen Jugoslawien geboren, aufgewachsen, absolvierten dort die Schulen und verbrachten mindestens einen Teil ihre Jugendzeit im Heimatland. Aufgrund der Angaben auf sÃ¤mtli­chen Dokumenten und auch der eigenen Angaben des BeschwerdefÃ¼hrers ist davon auszu­gehen, dass die Kinder bis zu ihrer Einreise in die Schweiz bei der leiblichen Mutter an der XStrasse in <b>H</b> lebten. Einige der Aussagen zu den VerhÃ¤ltnis­sen der Kinder durch den BeschwerdefÃ¼hrer sind jedoch widersprÃ¼chlich. GemÃ¤ss seinen Angaben anlÃ¤sslich der Befragung durch die Fremdenpolizei wurden die SÃ¶hne von der leiblichen Mutter und der Schwester <b>I</b> des BeschwerdefÃ¼hrers be­treut. In der Befragung durch die Stadtpolizei ZÃ¼rich vom 27. Oktober 1998 gab er zu Protokoll, dass die beiden minderjÃ¤hrigen SÃ¶hne in den letzten beiden Jahren bei seiner Schwester namens <b>J </b>in <b>H</b> gewesen seien. Dieselbe kÃ¶nne jedoch nun aufgrund ihres Alters und ihrer gesundheitlichen Verfassung diese Aufgabe nicht mehr genÃ¼gend wahrnehmen. Die leibliche Mutter der Kinder hingegen gab am 26. November 1998 eine ErklÃ¤rung ab, dass sich die Kinder bis anhin und auch noch zu diesem Zeitpunkt bei ihr befunden haben sollen, sie jedoch aus wirtschaftlichen GrÃ¼nden nun nicht mehr in der Lage sei, fÃ¼r die Kinder zu sorgen. Diese ErklÃ¤rung erfolgte zur ErlÃ¤uterung, weshalb das Sorgerecht dem BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼bertragen worden sei. Die Ãbertragung des Sorge­rechts erfolgte zu einem Zeitpunkt, da der BeschwerdefÃ¼hrer beinahe vier Jahre in der Schweiz weilte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der Beschwerdeschrift wird ausgefÃ¼hrt, dass es nicht lediglich um Ausbildungs- und Erwerbschance gehe, sondern um das Ãberleben sowie um die MÃ¶glichkeit, ein in spÃ¤teren Jahren lebenswertes Leben fÃ¼hren zu kÃ¶nnen. Der BeschwerdefÃ¼hrer lÃ¤sst hierzu einleitend anmerken, dass es im Kosovo keine Schulen gebe, der Ã¤ltere Sohn jedoch gerne eine Weiterbildung in Informatik absolvieren mÃ¶chte und im Kosovo nicht einmal Com­puter vorhanden seien (act. --).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Regierungsrat befand, das Nachzugsbegehren des BeschwerdefÃ¼hrers wider­spreche dem Zweck von Art. 17 Abs. 2 ANAG, da es im vorliegenden Fall nicht, um eine ZusammenfÃ¼hrung der Familie gehe. Der BeschwerdefÃ¼hrer kÃ¶nne keine vorrangige Be­ziehung zu den Kindern darlegen und stelle das Gesuch insbesondere um seinen Kindern die besseren Ausbildungs- und Erwerbschancen zu verschaffen. Der Ã¤ltere Sohn <b>D</b> bedÃ¼rfe aufgrund seiner VolljÃ¤hrigkeit keiner Betreuung mehr, und der jÃ¼ngere Sohn <b>E</b> kÃ¶nne weiterhin durch die Mutter und die Schwester des BeschwerdefÃ¼hrers be­treut werden. Eine ernsthafte Erkrankung der Schwester sei nicht genÃ¼gend dargelegt wor­den und habe keinen Einfluss auf die Entscheidung. Auch sei Tatsache, dass die SÃ¶hne des BeschwerdefÃ¼hrers zusammen mit ihrer Mutter seit dem Mai 1999 bei ihrem Vater wohnen wÃ¼rden, nicht entscheidungsrelevant, da die Mutter Ã¼ber keine fremdenpolizeiliche Bewil­ligung verfÃ¼ge und eine allfÃ¤llige Anordnung einer vorlÃ¤ufigen Aufnahme der Mutter und/oder der Kinder des BeschwerdefÃ¼hrers gemÃ¤ss Art. 14 a Abs. 1 ANAG unabhÃ¤ngig von der Frage des Familiennachzugs nach Art. 17 Abs. 2 ANAG stattfinden wÃ¼rde. Der BeschwerdefÃ¼hrer kÃ¶nne seinen SÃ¶hnen die wirtschaftliche UnterstÃ¼tzung von der Schweiz aus zukommen lassen und die Beziehung zu ihnen wie bis anhin im Rahmen von Besuchs­aufenthalten pflegen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die EinschÃ¤tzung des Regierungsrates ist in keiner Weise zu beanstanden. Es kann deshalb auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen im Beschluss vom 15. MÃ¤rz 2000 verwie­sen werden (§ 70 VRG in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Hervorzuheben ist, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seine Heimat freiwillig verlassen und seine Kinder bei der ge­schiedenen Frau im Kosovo gelassen hat. Seit dem Jahr 1994 ist er mit einer Schweizerin verheiratet. Das Sorgerecht wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer erst mit Urteil vom 10. Juli 1998 ­â nachdem er bereits vier Jahre von seinen Kindern getrennt war â zugesprochen. Eine vorrangige Beziehung des BeschwerdefÃ¼hrers zu seinen SÃ¶hnen kann aus dieser Ãbertra­gung des Sorgerechts nicht hergeleitet werden, da diese aufgrund der Akten und der Aus­sagen der geschiedenen Ehefrau vorwiegend aufgrund ihrer finanziellen Situation und nicht wegen einer VerÃ¤nderung des Beziehungs- oder BetreuungsverhÃ¤ltnisses vorgenommen wurde. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat denn auch nie geltend gemacht, die Mutter sei ihren Pflichten nicht nachgekommen; so bezeichnete er im Gegenteil das VerhÃ¤ltnis seiner ge­schiedenen Frau zu den beiden SÃ¶hnen als gut (act. --). GemÃ¤ss den Aussagen der zwei­ten Ehefrau hat der BeschwerdefÃ¼hrer ihr erst ca. ein Jahr nach der Heirat mitgeteilt, dass aus seiner ersten Ehe mehrere Kinder hervorgegangen seien, was nicht auf eine enge Be­ziehung zu den Kindern schliessen lÃ¤sst. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aus der Tatsache, dass die SÃ¶hne nun seit Juni 1999 beim BeschwerdefÃ¼hrer in der Schweiz weilen, lÃ¤sst sich keine wesentliche Verlagerung der BeziehungsintensitÃ¤t von der Mutter auf den Vater herleiten. Dies insbesondere schon deshalb nicht, da die Mutter der Kinder mit den SÃ¶hnen eingereist ist und somit die direkte Verbindung zu dieser Bezugs­person weiterhin besteht. Es ist durch den BeschwerdefÃ¼hrer lediglich eine weitere Be­zugsperson hinzugekommen. Im vorliegenden Fall ist nicht von einer ZusammenfÃ¼hrung der Familie im Sinne von Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG auszugehen, da die Eltern seit lan­ger Zeit geschieden und der BeschwerdefÃ¼hrer sich 1994 mit einer Schweizerin wieder verheiratet hat. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die notwendige Betreuung des jÃ¼ngeren Sohnes kann einerseits durch den mittler­weile volljÃ¤hrigen Bruder <b>D</b>, welcher selber keiner eingehenden Betreuung mehr be­darf, sowie die Mutter und die Schwester des BeschwerdefÃ¼hrers weiterhin Ã¼bernommen werden. Eine ernsthafte Erkrankung der 60-jÃ¤hrigen Schwester wird nicht geltend gemacht, weshalb ihr Gesundheitszustand keine andere Beurteilung herbeizufÃ¼hren vermag. Im weiteren ist ihre gesundheitliche Verfassung â wie die Vorinstanz richtig ausfÃ¼hrt â nicht rechtsgenÃ¼gend belegt. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die IntegrationsmÃ¶glichkeit insbesondere des Ã¤lteren Sohnes <b>D</b> in der Schweiz ist mit grossen Unsicherheiten belastet. Es ist â wie vom BeschwerdefÃ¼hrer ausgefÃ¼hrt â davon auszugehen, dass <b>D</b> sich innerhalb des vergangenen Jahres einen Teil der Schweizerdeutschen Sprache angeeignet hat, was jedoch fÃ¼r eine Weiterbildung im Bereich der Informatik nur einen geringen Teil der Voraussetzungen ausmacht. Auch die Auf­nahme einer (Ã¼ber blosse HilfstÃ¤tigkeiten hinausgehenden) BerufstÃ¤tigkeit ist bei fehlenden profunden Deutschkenntnissen massiv erschwert. Insbesondere ist es aber auch im Bereich der Informatik schwierig, Lehrstellen zu finden, da diese ohnehin knapp sind und deshalb an zukÃ¼nftige Absolventen hohe Anforderungen gestellt werden. Gerade die eingehenden AusfÃ¼hrungen Ã¼ber die BerufswÃ¼nsche des Ã¤lteren Sohnes durch den Vertreter erhÃ¤rten den Eindruck, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seine SÃ¶hne nicht aufgrund einer bestehenden engen familiÃ¤ren Verbindung in die Schweiz nachziehen mÃ¶chte, sondern um ihre Ausbildungs- und Berufschancen zu erhÃ¶hen. Diese Motivation ist zwar verstÃ¤ndlich, widerspricht je­doch dem durch den Gesetzgeber festgelegten Zweck des Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG sowie der bundesgerichtlichen Praxis und ist daher abzulehnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>ErgÃ¤nzend ist zu bemerken, dass der BeschwerdefÃ¼hrer der ihn treffenden Mitwir­kungspflicht (vgl. BGE 122 II 385 E. 4 c/cc S. 394; BGE 124 II 361 E. 2b S. 365) nur unzureichend nachgekommen ist. So ist bis heute unklar, wieviel Kinder aus der geschie­denen Ehe tatsÃ¤chlich hervorgegangen sind. Der Rechtsvertreter fÃ¼hrte aus, dass zwei der sechs Kinder ausserehelich seien. Die Geburtsdaten der beiden Kinder lassen jedoch einen solchen Schluss nicht ohne weiteres zu, da die Ehe damals schon bestand. Da es jedoch lediglich um die beiden hier erwÃ¤hnten SÃ¶hne geht, kann die Frage offengelassen werden. Im weiteren ist der Gesundheitszustand der teilweise die Kinder betreuenden Schwester des BeschwerdefÃ¼hrers nicht belegt und auch nicht ausgefÃ¼hrt, ob allenfalls weitere Personen, wie beispielsweise die Ã¤lteren Geschwister von <b>D</b> und <b>E</b>, fÃ¼r Betreuung in Frage kÃ¤men. Dadurch hat der BeschwerdefÃ¼hrer die Mitwirkungspflicht verletzt und eine sach­gerechte Beurteilung behindert.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der BeschwerdefÃ¼hrer keine vor­rangige elterliche Beziehung darzutun vermag und die Verweigerung des Nachzugsrechts sich insoweit als rechtens erweist sowie den strengen Anforderungen der bundesgerichtli­chen Rechtsprechung zum Familiennachzug entspricht. Diese Rechtsfolge ist umso mehr vertretbar, als der BeschwerdefÃ¼hrer die Trennung von seinen zwei SÃ¶hnen freiwillig her­beigefÃ¼hrt hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerde ist daher abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. </span>...</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. a) Laut § 16 VRG ist Privaten, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Be­geh­ren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, auf entsprechendes Ersuchen die Bezah­lung von Verfahrenskosten und KostenvorschÃ¼ssen zu erlassen (Abs. 1); unter den gleichen Vor­aussetzungen haben sie Ã¼berdies Anspruch auf die Bestellung eines unentgeltlichen Rechts­beistands, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wah­ren (Abs. 2). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Den Gesuchstellern obliegt der Nachweis ihrer Mittellosigkeit. Ein Rechtsmittel ist dann nicht aussichtslos, wenn die Rechtslage nicht von vornherein klar ist (<span>KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼­rich 1999, </span> § 16 N. 7). Dagegen ist ein Begehren dann als offenbar aussichtslos zu wÃ¼r­digen, wenn zum wiederholten Mal gegen eine gefestigte, klare Rechtsprechung ein Rechts­mittel erhoben wird.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Der BeschwerdefÃ¼hrer hat in Aussicht gestellt, seine Einkommens‑ und VermÃ¶­genslage darzulegen und damit seine Mittellosigkeit rechtsgenÃ¼gend zu substanzieren. Beim Verwaltungsgericht sind bis heute keine solchen Belege eingegangen, obwohl seit der Einreichung der Beschwerde mehr als eineinhalb Monate vergangen sind. Zudem kann der BeschwerdefÃ¼hrer offensichtlich von seinem Einkommen GÃ¤ste ernÃ¤hren. GegenÃ¼ber der geschiedenen Ehefrau besteht hierzu keinerlei rechtliche Verpflichtung. Der Beschwer­defÃ¼hrer hat den Nachweis fÃ¼r seine angebliche Mittellosigkeit nicht erbracht. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>c) Im weiteren erscheint das Begehren des BeschwerdefÃ¼hrers von vornherein als aussichtslos. Auf Grund des Umstandes, dass zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und seinen SÃ¶hnen kein eigentliches AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis besteht, die Beschwerde zur Hauptsache mit den ungÃ¼nstigen wirtschaftlichen und politischen VerhÃ¤ltnissen in der Heimat der Kin­der begrÃ¼ndet wird, und angesichts der hohen Anforderungen, denen nach gefestigter Rechtsprechung ein Aufenthalts­anspruch bei verwandtschaftlichen Beziehungen unter­liegt, erwiesen sich die Erfolgsaussichten des BeschwerdefÃ¼hrers von allem Anfang an als sehr gering. Die Wahrscheinlichkeit des Unterliegens war bei dieser Sachlage erheblich grÃ¶sser als die des Obsiegens. Infolgedessen sind die Voraussetzungen fÃ¼r die GewÃ¤hrung der unentgelt­lichen Rechts­pflege nicht erfÃ¼llt. Die Aussichtslosigkeit des Begehrens steht schliesslich auch der Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands entgegen. Hinzuzu­fÃ¼gen bleibt, dass die Wirkung der unentgeltlichen Rechtspflege ab dem Zeitpunkt der Ge­suchseinreichung gewÃ¤hrt wird (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungs­rechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼­rich 1999, § 16 N. 12). Der Vertreter hat das Gesuch nicht zusammen mit der Beschwerde, sondern am darauffolgenden Tag ge­stellt. Da ein weiterer Aufwand nach Erstellen der Beschwerdeschrift nicht ersichtlich ist, und der Aufwand fÃ¼r die Beschwerdeschrift durch das nachtrÃ¤glich eingereichte Gesuch nicht mehr abgedeckt ist, ist das Begehren um unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung auch unter diesem Gesichtswinkel unbegrÃ¼ndet.</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Aus den genannten GrÃ¼nden ist das Gesuch um <span>unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">Das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um Bewilligung der unentgeltlichen Prozess­fÃ¼h­rung und um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands wird abgewiesen<span>;</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">2.<span> </span>...</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>