B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-3090/2016 U r t e i l v o m 19 . M a i 2 0 1 6 Besetzung Richter Andreas Trommer (Vorsitz), Richter Yannick Antoniazza-Hafner, Richter Blaise Vuille, Gerichtsschreiber Julius Longauer. Parteien A._______, z.Z. im Transit Flughafen, 8058 Zürich, Beschwerdeführer, vertreten durch lic. iur. Sandro Sosio, gegen Staatssekretariat für Migration SEM, Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Einreiseverweigerung und Wegweisung am Flughafen. C-3090/2016 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt: dass der Beschwerdeführer, ein 1971 geborener türkischer Staatsangehö- riger, am 11. Mai 2016 versuchte, über den Flughafen Zürich in die Schweiz einzureisen, dass dem Beschwerdeführer mit Formularverfügung vom 12. Mai 2016 ge- stützt auf Art. 65 AuG die Einreise in die Schweiz verweigert und er aus dem Schengen-Raum weggewiesen wurde, dass die Verfügung betr. Einreiseverweigerung und Wegweisung dem Be- schwerdeführer am Donnerstag, dem 12. Mai 2016, um 12:30 Uhr eröffnet wurde, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 17. Mai 2016 dagegen Be- schwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhebt, dass die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgericht s zur Behandlun g der Beschwerde gegeben ist (Art. 31 VGG), dass die Rechtsmittelfrist für Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 65 Abs. 1 AuG 48 Stunden beträgt (Art. 65 Abs. 2 AuG), dass die letzte Stunde der 48-stündigen Rechtsmittelfrist bei gewöhnlicher Berechnung am Samstag, dem 14. Mai 2016, um 13:00 Uhr ablief, sofern angefangene Stunden nicht berücksichtigt werden, dass zwar Art. 20 Abs. 3 VwVG eine Fristverlängerung auf den nächstfol- genden Werktag vorsieht, wenn der letzte Tag einer Frist auf einen Sams- tag, Sonntag oder gesetzlich anerkannten Feiertag fällt, dass aber Art. 20 Abs. 3 VwVG von seinem Wortlaut her nur Fristen erfasst, die nach Tagen bemessen sind (vgl. etwa PATRICIA EGLI in: Wald- mann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsverfahrens- gesetz, 2. Aufl. 2015, N. 1 zu Art. 20 VwVG), dass einer analogen Anwendung auf die nach Stunden bemessene Frist des Art. 65 Abs. 2 AuG der Normzweck einer möglichst raschen Verfah- renserledigung entgegensteht, wie er in Art. 65 Abs. 2 und 3 AuG selbst oder etwa in Art. 112 Abs. 2 AuG zum Ausdruck kommt (vgl. dazu auch Daniela Tremp in: CARONI/GÄCHTER/THURNHERR [Hrsg.], Stämpflis Hand- kommentar zum AuG, 2010, N. 22 ff. zu Art. 65 AuG), C-3090/2016 Seite 3 dass dem Europäischen Übereinkommen vom 16. Mai 1972 über d ie Be- rechnung der Fristen (SR 0.221.122.3), das sich den nach Tagen, Wochen, Monaten und Jahren bemessenen Fristen widmet, nichts anderes entnom- men werden kann, dass somit die Frist zur Erhebung der Beschwerde am Samstag , dem 14. Mai 2016 spätestens um 13:00 Uhr abgelaufen ist und sich die erst am 17. Mai 2016 eingereichte Beschwerde als verspätet erweist, dass im Übrigen Wiederherstellungsgründe nach Art. 24 VwVG weder gel- tend gemacht werden noch ersichtlich sind und von einer Nichtigkeit der angefochtenen Verfügung, die ohne Rücksicht auf Fristen zu berücksichti- gen wäre, offensichtlich keine Rede sein kann, dass deshalb auf die Beschwerde wegen Verspätung nicht einzutreten ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 400. - dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG und Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun- gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), dass dieses Urteil endgültig ist (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 und 4 BGG). Dispositiv S. 4 C-3090/2016 Seite 4 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 400.- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Versand des vorliegenden Ur- teils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (…) – die Vorinstanz (…) – die Migrationsbehörde des Kantons Zürich (…) – die Kantonspolizei Zürich, Flughafen-Spezialabteilung (…) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Andreas Trommer Julius Longauer Versand: