<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, Verhandlungsgespräche mit dem Regierungschef von Eritrea, mit Isayas Afewerki, aufzunehmen mit dem Ziel einer verfolgungsfreien Rückkehr von Eritreern, die in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt haben.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Einschätzung der Motionärin betreffend die aktuelle Lage in Eritrea nicht. Der Bundesrat hat sich zur Lage in Eritrea sowie zu der daraus folgenden Asylpraxis der Schweiz bereits mehrfach ausführlich geäussert (siehe beispielsweise Interpellation Vitali 15.3904, "Sind alle Eritreer an Leib und Leben verfolgt?", Motion Fehr Hans 15.3566, "Kein Asyl für Migranten aus Eritrea"). Der Bundesrat hält diese Einschätzung unter Berücksichtigung aller verfügbaren Informationen weiterhin für gültig. Die Asylpraxis der Schweiz ist mit derjenigen der anderen europäischen Staaten vergleichbar.</p><p>Um den Dialog mit Eritrea zu intensivieren, hat der Bundesrat am 18. September 2015 das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten und das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) beauftragt, mit anderen betroffenen europäischen Staaten zusammenzuarbeiten. Der Bundesrat wird einen Bericht über Eritrea verfassen, der politische Ansätze enthält, wie durch Dialog und international koordinierte Massnahmen die Lage in Eritrea möglicherweise verbessert werden kann. Unabhängig von diesem Bericht überprüft das EJPD laufend die Grundlagen der Asylpraxis (siehe Postulat Pfister Gerhard 15.3954, "Endlich klare Informationen zu Eritrea").</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.