Abteilung III C-886/2008/ {T 0/2} U r t e i l v o m 4 . M ä r z 2 0 1 0 Richter Beat Weber (Vorsitz), Richter Alberto Meuli, Richter Francesco Parrino, Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger. A._______, Z._______ (Kroatien), vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simo Filipovic, Y._______ (Kroatien), Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, X._______, Vorinstanz. Invalidenrente; Verfügung der IVSTA vom 23. Januar 2008. B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandC-886/2008 Sachverhalt: A. A._______, geboren am (...) 1951, kroatischer Staatsangehöriger (nachfolgend: Versicherter oder Beschwerdeführer), wohnt in Kroatien. Er arbeitete zwischen 1977 und 1996 in der Schweiz, zuletzt als Zimmermann, und leistete Beiträge an die obligatorische Alters-, Hin- terlassenen- und Invalidenversicherung. Er arbeitete auch als Ange- stellter der Wasserwerke und in Österreich als Metzger. Ab April 1997 war er in Kroatien als Zimmermann und Maurer tätig (act. IV/7, 8, 65). Wegen Herz problemen gab er am 2. Mai 2002 seine Arbeitstätigkeit auf. Seit dem 9. Januar 2006 bezieht er eine kroatische Invalidentei- lrente (Anmeldung in Kroatien am 17. Novem ber 2003, rückwirkende Zusprechung der Rente per 11. Mai 2004, act. IV/25 und Beschwer- deakte 13). B. B.a Am 7. November 2006 meldete er sich via den kroatischen Ver- sicherungsträger bei der IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (nachfolgend: Vorinstanz) für eine Schweizer Invalidenrente an (Ein- gang bei der IVSTA: 28. November 2006, act. IV/3). B.b Die IVSTA holte die Akten ein und liess die zahlreich eingereich- ten ärztlichen Unterlagen von ihrem ärztlichen Dienst beurteilen. Aus dessen Stellungnahme vom 28. Oktober 2007 ergibt sich, dass der Versicherte ab dem 2. Mai 2002 zwar nicht mehr auf Baustellen schwere Arbeiten wie Dachdecker oder Zimmermann ausüben könne, ihm aber alle weiteren, leichten und mittelschweren Tätigkeiten in Voll- zeit zumutbar seien (act. IV/66). Der Erwerbsvergleich vom 13. Novem - ber 2007 ergab einen IV-Grad von 31.32% (act. IV/68). Mit Vorbescheid vom 19. November 2007 teilte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer mit, aus den Akten ergebe sich weder eine bleiben- de Erwerbsunfähigkeit noch eine ausreichende durchschnittliche Ar- beitsunfähigkeit während eines Jahres, auch wenn die letzte gewinn- bringende Tätigkeit aufgrund des Gesundheitszustandes nicht mehr zumutbar sei. Es liege somit keine Invalidität vor, die einen Rentenan- spruch zu begründen vermöge. Deshalb müsse das Leistungsbegeh- ren abgewiesen werden (act. IV/69). Seite 2C-886/2008 B.c Der Beschwerdeführer erhob am 5. Januar 2008 (Eingang bei der Zentralen Ausgleichsstelle ZAS: 18. Januar 2008, bei der IVSTA: 23. Januar 2008) Widerspruch und beantragte die Anerkennung einer Invalidenrente. Er bezog sich einerseits auf den zugesprochenen kroa- tischen Rentenbescheid vom 8. Dezember 2006 sowie einen neuen Arztbericht vom 19. Dezem ber 2007 (Beschwerdeakte 1.1), wonach er zu 70 – 80% erwerbsunfähig/invalid sei (act. IV/70). B.d Mit Verfügung vom 23. Januar 2008 wies die Vorinstanz das Lei- stungsbegehren – ohne auf die Einwände des Versicherten einzuge- hen – ab (act. IV/71). C. C.a Der Beschwerdeführer – vertreten durch Rechtsanwalt Simo Filipovic – reichte gegen diesen Entscheid am 8. Februar 2008 (Post- aufgabe) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein und bean- tragte die Aufhebung der Verfügung und die Zusprache einer Invaliden- rente. Er rügte, die Vorinstanz habe den Sachverhalt ungenügend fest- gestellt und demnach seinen Gesundheitszustand fehlerhaft beurteilt. Gemäss fachärztlicher Feststellung vom 19. Dezem ber 2007 bestehe eine gesundheitliche Beeinträchtigung von 70 – 80% und damit eine Verschlechterung seines Gesundheitszustands. Er sei daher nicht in der Lage, seinen bisherigen Beruf auszuüben. Da er ständig in ärztli- cher Behandlung sei und Medikamente einnehmen müsse, sei ihm auch die Ausübung einer leichteren Tätigkeit, wie in der Verfügung ausgeführt werde, nicht möglich, es sei denn, es würde ihm eine ent- sprechende Arbeit angeboten. Er bot im Übrigen an, für eine genauere gesundheitliche Abklärung in die Schweiz zu kommen. C.b Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 30. Mai 2008 – mit Verweis auf die Stellungnahme ihres ärztlichen Dienstes vom 18. Mai 2008 (act. IV/73) – die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der Verfügung (act. 5). C.c Das Bundesverwaltungsgericht übermittelte dem Beschwerdefüh- rer die Vernehmlassung der Vorinstanz und lud ihn ein, dazu Stellung zu nehmen, ansonsten der Schriftenwechsel als geschlossen betrach- tet werde. Ausserdem forderte es den Beschwerdeführer auf, einen Kostenvorschuss in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten. Seite 3C-886/2008 C.d Mit Eingabe vom 27. Juni 2008 teilte der Beschwerdeführer mit, er halte an der Beschwerde fest, und leistete innert der angesetzten Frist den auferlegten Kostenvorschuss (act. 8, 10, 11). C.e Auf weitere Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird – soweit erforderlich – im Rahmen der nachfolgenden Erwägun- gen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) sowie Art. 5 des Bundesge- setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be- schwerden gegen Verfügungen der IV-Stelle für Versicherte im Aus- land. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 1.2 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilge- nommen; er ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 59 ATSG; vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG). Er ist daher zur Beschwerde legiti- miert. Mit Vollmacht vom 5. Februar 2008 hat er Rechtsanwalt Simo Filipovic mit der Wahrung seiner Interessen beauftragt (act. 1.3). Der die Beschwerde unterzeichnende Simo Filipovic ist somit rechtsgültig bevollmächtigt. 1.3 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht und der auferlegte Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet wurde, ist da- rauf einzutreten (Art. 60 ATSG und 52 VwVG). 2. 2.1 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes- verwaltungsgericht nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVG), soweit das VGG nichts anderes bestimmt. Indes findet das Verwaltungsverfahrensgesetz aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- Seite 4C-886/2008 rechts (ATSG) anwendbar ist. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestim- mungen des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a – 26bis und 28 – 70) anwend bar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abwei- chung vom ATSG vorsieht. 2.2 Der Beschwerdeführer ist kroatischer Staatsangehöriger. Nach Art. 4 des Abkommens vom 9. April 1996 zwischen der Schweizeri- schen Eidgenossenschaft und der Republik Kroatien über Soziale Sicherheit (SR 0.831.109.291.1) stehen die Staatsangehörigen der Vertragsstaaten in ihren Rechten und Pflichten aus den in Art. 2 ge- nannten Rechtsvorschriften, zu welchen die schweizerische Bundes- gesetzgebung über die Invalidenversicherung gehört, einander gleich, soweit nichts anderes bestimmt ist (vgl. Art. 29 Abs. 4 IVG, siehe unten E. 4.3.4). Bestimmungen, die hinsichtlich der Voraussetzungen des An- spruchs auf eine schweizerische Invalidenrente von dem in Art. 4 des Abkommens aufgestellten Grundsatz der Gleichstellung der jeweiligen Staatsangehörigen abweichen, finden sich weder im Abkom men selbst noch in den seither getroffenen schweizerisch-kroatischen Vereinba- rungen. Die Frage, ob und gegebenenfalls ab wann Anspruch auf Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung besteht, bestimmt sich dem nach allein aufgrund der schweizerischen Rechtsvorschriften. Für die Beurteilung eines allfälligen Rentenanspruchs sind daher die Fest- stellungen des ausländischen Versicherungsträgers bezüglich Invali- ditätsgrad und Anspruchsbeginn für die rechtsanwendenden Behörden in der Schweiz nicht verbindlich (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI-Praxis 1996 S. 177 E. 1). 2.3 Weil in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass gebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen- den Tatbestandes Geltung haben, und weil ferner die Gerichte im Be- reich der Sozialversicherung bei der Beurteilung eines Falles grund- sätzlich auf den im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Ver- waltungsaktes, hier der Verfügung vom 23. Januar 2008, eingetretenen Sachverhalt abstellen (BGE 130 V 329, BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hin- weisen), werden im Folgenden die ab 1. Januar 2008 anwendbaren Bestimmungen des ATSG, des IVG (5. IVG-Revision, in Kraft seit 1. Januar 2008, AS 2007 5129) und der IVV zitiert. Ein allfälliger Lei- stungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der Seite 5C-886/2008 bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prü- fen (pro rata temporis; BGE 130 V 445 E. 1). 3. 3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde- verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss- brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unangemes senheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG). 3.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht unbeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen). 3.3 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Be- weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanfor- derungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstel- lung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Ver- waltung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahr- scheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (antizipierte Beweiswürdi- gung; U ELI KIESER , Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, Zürich 1999, S. 212, Rz 450; vgl. auch BGE 122 V 157 E. 1d, 122 II 464 E. 4a, 120 Ib 224 E. 2b). 4. Im vorliegenden Verfahren ist in der Hauptsache streitig und vom Bun- desverwaltungsgericht zu prüfen, ob die IV-Stelle dem Beschwerde- führer zu Recht die Zusprechung einer Invalidenrente verweigert hat. Ausserdem be antragt der Beschwerdeführer sinngemäss die weitere Abklärung der Angelegenheit mittels medizinischer Untersuchung in Seite 6C-886/2008 der Schweiz. Zunächst sind jedoch die zur Beurteilung der Streitsache massgeben- den gesetzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung ent- wickelten Grundsätze darzulegen. 4.1 Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körper- lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu- mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 4.2 Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperli- chen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom- menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Für die Beurteilung des Vor- liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist, vereinfacht ausgedrückt, gesundheitlich bedingte Unfähigkeit, durch zumutbare Arbeit ein Erwerbseinkommen zu verdienen (vgl. ALFRED M AURER /GUSTAVO S CARTAZZINI /MARC H ÜRZELER , Bun dessozialversicherungsrecht, 3. Auflage, Basel 2009, § 6 Rz.16 und § 12 Rz. 16, 18). Gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG liegt zudem eine Erwerbsunfähigkeit nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über- windbar ist. Dabei sind die Erwerbs- bzw. Arbeitsmöglichkeiten nicht nur im angestammten Beruf, sondern – wenn erforderlich – auch in zu- mutbaren Verweisungstätigkeiten zu prüfen. Aufgrund des im gesam - ten Sozialversicherungsrecht geltenden Grundsatzes der Schadenmin- derungspflicht ist ein in seinem bisherigen Beruf dauernd arbeitsunfä- higer Versicherter gehalten, innert nützlicher Frist Arbeit in einem an- deren Berufs- oder Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit dies möglich und zumutbar erscheint (BGE 113 V 22 E. 4a, 111 V 235 E. 2a). Diese Erwerbsmöglichkeit hat sich der Versicherte anrechnen zu lassen. 4.3 Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes ist ein theoreti- scher und abstrakter Begriff, welcher dazu dient, den Leistungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversicherung ab- zugrenzen. Nach der Gerichtspraxis ist für die Annahme eines aus- Seite 7C-886/2008 geglichenen Arbeitsmarktes zu prüfen, ob die verbliebene Arbeitskraft nutzbar wäre, würden die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen (unveröffentlichter Entscheid des Eidge- nössischen Versicherungsgerichts vom 10. Mai 1995, E. 5a). Der aus- geglichene Arbeitsmarkt kennzeichnet sich durch ein Gleichgewicht zwischen Angebot von Stellen und Nachfrage nach solchen; dabei muss zudem ein Fächer verschiedenartiger Stellen vorliegen, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellek- tuellen Fähigkeiten wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (vgl. BGE 110 V 276 E. 4b; ZAK 1991 321 E. 3b; vgl. U ELI KIESER , ATSG-Kom mentar, 2. Auflage, Zürich 2009, Rz 26 zu Art. 7 und THOMAS LOCHER , Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Auflage, Bern 2003, S. 124, je mit weiteren Hinweisen). Mass gebend ist, inwiefern sich das dem Versicherten verbliebene Leistungsvermögen auf dem für ihn in Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt wirtschaft- lich verwerten lässt (BGE 110 V 276 E. 4b, ZAK 1991 S. 321 E. 3b). Da raus folgt, dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustel- len ist, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktver- hältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 S. 291 E. 3b). 4.4 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau- ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 4.4.1Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren te, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliede- rungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kön- nen; während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durch- schnittlich mindestens zu 40% arbeitsunfähig gewesen sind; und nach Ab lauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid sind. Der Ren- tenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs (Art. 29 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 29 Abs. 1 ATSG). Meldet sich ein Versicherter mehr als zwölf Monate nach Entstehen des Anspruchs an, so werden die Leistungen in Abweichung von Arti- kel 24 Abs. 1 ATSG lediglich für die zwölf der Anmeldung vorangehen- den Monate ausgerichtet. Weitergehende Nachzahlungen werden er- bracht, wenn der Versicherte den anspruchsbegründenden Sachver- Seite 8C-886/2008 halt nicht kennen konnte und die Anmeldung innert zwölf Monaten nach Kenntnisnahme vornimmt (vgl. Art. 48 Abs. 1 und 2 IVG in der bis Ende 2007 geltenden Fassung, welche hier auf Grund der vor dem 1. Januar 2008 erfolgten Anmeldung massgebend ist; vgl. Urteil des Bun desverwaltungsgerichts vom 16. Dezember 2009 C-7531/2008 E. 6.3) 4.4.2Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% Anspruch auf eine ganze Rente, bei einem Invali- ditätsgrad von mindestens 60% Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% Anspruch auf eine hal- be Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% An- spruch auf eine Viertelsrente. 4.4.3Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein- kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus- geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). 4.4.4Beträgt der Invaliditätsgrad weniger als 50%, so werden die ent- sprechenden Renten nur an Versicherte ausbezahlt, die ihren Wohn- sitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz haben (Art. 29 Abs. 4 IVG; altrechtlich: Art. 28 Abs. 1ter IVG). Nach der bundesge- richtlichen Rechtsprechung stellt der bisherige Art. 28 Abs. 1ter IVG nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, sondern eine besondere An- spruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 264 E. 6c). 4.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeits- leistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen). Die – arbeitsmedizinische – Aufgabe der Ärz- te und Ärztinnen besteht darin, sich dazu zu äussern, inwiefern die Seite 9C-886/2008 versicherte Person in ihren körperlichen oder geistigen Funktionen lei- densbedingt eingeschränkt ist. Die Frage, welche konkreten beruflichen Tätigkeiten auf Grund der me dizinischen Angaben und unter Berücksichtigung der übrigen Fä- higkeiten der versicherten Person in Frage kommen, ist demgegenüber nicht von der Ärztin oder dem Arzt, sondern von der Verwaltung bzw. von der Berufsberatung zu beantworten (vgl. Urteil des Eidgenössi- schen Versicherungsgerichts I 457/04 vom 26. Oktober 2004, in: SVR 2006 IV Nr. 10, E. 4.1 mit Verweis auf BGE 107 V 17 E. 2b). 4.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entschei- dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf all- seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be- rücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertinnen und Experten begründet sind. In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rech- nung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftrags- rechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen. Was Parteigutachten anbelangt, rechtfertigt der Um stand allein, dass eine ärztliche Stellungnahme von einer Partei eingeholt und in das Verfahren eingebracht wird, nicht Zweifel an ihrem Beweiswert (ZAK 1986 S. 189 Erw. 2a in fine). Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt schliesslich Beweiswert zu, sofern sie schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine konkreten Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a und 3b, 122 V 160 E. 1c, 123 V 178 E. 3.4 sowie U ELI KIESER , ATSG-Kommentar, 2. Auf- lage, Zürich 2009, Art. 43 Rz. 35). 5. Der Beschwerdeführer verlangt die Ausrichtung einer Invalidenrente. Er stützt sich hauptsächlich auf den neuen arbeitsmedizinischen Be- richt vom 19. Dezember 2007, wonach eine Gesundheitsbeeinträch- tigung von 70 – 80% festgestellt worden sei. Im Folgenden ist demnach abzuklären, ob der Beschwerdeführer auf- grund seines Gesundheitszustandes in rentenrelevanter Weise er- Seite 10C-886/2008 werbsunfähig ist, und darauf einzugehen, ob sein Rentengesuch ge- nügend abgeklärt wurde. 5.1 5.1.1Gemäss dem Bericht der kroatischen Invalidenversicherung vom 26. Juni 2006 begannen beim Beschwerdeführer ab Mai 2000 Herz- probleme mit Druckschmerzen im Brustbereich, Schwitzen, Schwarz- werden vor den Augen, Herzrasen und Bluthochdruck. Bei erheblicher körperlicher Anstrengung, insbesondere im Sommer, würden die Prob- leme verstärkt. Bezüglich der Herzkreislaufproblematik werden folgende Diagnosen gestellt: - Cardiomyopathia chr. cong. subtherapiam - Fibrillatio atriorum com tachyarithmya ventricularis chr. - Hypertonia art. Bei zusätzlich festgestellter Adipositas und Hyperlipidämie werden vom kroatischen Versicherungsarzt Dr. B._______, Spezialarzt für Chi- rurgie, orthopädischerseits weiter eine rechtslaterale Periarthritis humeroscapularis (PHS; degenerative Prozesse am Schultergelenk) und eine contractura part. omeris lat. dextra diagnostiziert. Ausserdem gibt der Versicherungsarzt in letzter Zeit markant verstärkte Depres- sionssymptome an. Gemäss dieser Gesamtbeurteilung sei die Arbeits- fähigkeit zu mehr als 50% herabgesetzt (act. IV/48 – 50). 5.1.2Aus dem Ergometrie-Bericht vom 8. Juli 2003 des Spitals W._______, von Dr. C._______, Internist, ergibt sich ein Vorhofflim- mern und eine Hypertrophie des linken Ventrikels [Herzkammer]. Der behandelnde Arzt stellte fest, dass die funktionelle Kapazität stark reduziert sei (act. IV/40, 41 = 19). Anlässlich der kardiologischen Untersuchung vom 15. Mai 2006 (act. IV/54 = 33) wurde der linke Ventrikel von der Grösse her als an der Grenze beurteilt, bei einem stark erweiterten linken Atrium [Vorhof] bei intakten Septen [Trennwände] mit mittelschwerer bis schwerer Herzklappeninsuffizienz. Die Ergometrie ergab bei der Diagnose „Cardiomyo pathie dilatative“ unter Belastung eine starke Ermüdung und eine stark reduzierte funktionelle Kapazität (act. IV/55, 56 = 32). Seite 11C-886/2008 5.1.3Gemäss den neueren medizinischen Akten von Mitte 2007 ergeben sich im Röntgenbild ein erhöhter kardiovaskulärer Schatten in myopathischer Form mit Zeichen von kardiologischer Subdekom pen- sation (act. IV/57, 58). Der behandelnde Internist weist in seinem Un - tersuchungsbericht auf eine funktionell stark reduzierte (Leistungs-) Kapazität hin (act. IV/59, 60). Gemäss Echokardiographie hält der Arzt mäs sige Herzklappeninsuffizienzen sowie eine konzentrierte linksvent- rikuläre Hypertrophie mit Erweiterung des linken Ventrikels (act. IV/62) fest. In der Zusam men fassung vom 27. Juli 2007 kommt er zum Schluss, der Patient sei für jegliche körperliche Tätigkeit arbeitsun- fähig (act. IV/64). 5.1.4Dem Befund über die Erwerbsfähigkeit vom 19. Dezember 2007 durch Dr. D._______, Fachärztin für Arbeitsmedizin (act. IV/1.1), ist neben der Feststellung der bekannten Diagnosen ebenfalls zu entneh- men, dass der Beschwerdeführer gemäss Ergome trie eine ausgespro- chen verminderte Herzkapazität habe und sein Gesundheitszustand sich seit der letzten Beurteilung der Erwerbsfähigkeit verschlechtert habe (Arbeitsunfähigkeit von 70% – 80%). 5.2 5.2.1Dr. E._______ vom ärztlichen Dienst stellte am 28. Oktober 2007 zu Handen der IVSTA fest, der Beschwerdeführer habe im Mai 2002 einen Kollaps erlitten und sei einige Tage hospitalisiert gewesen. Es sei eine Rhythmusstörung (sogenanntes Vorhofflimmern) diagnostiziert worden, bei erhaltener Herzleistung. Regelmässige kardiologische Verlaufskontrollen würden die Rhythmusstörung bestätigen. Weiter werde über eine diskrete Einschränkung der Leistungsfähigkeit des linken Ventrikels [Herzkammer] bei einer EF [Ejektionsfraktion] von 60%, leicht sinkend auf 45%, berichtet. Klinisch werde der Versicherte anlässlich der kardiologischen Kontrolle als kardiologisch kompensiert beschrieben. Erwähnt würden [gemäss dem ärztlichen Gutachten des kroatischen Rentenversicherers zu Handen der Schweiz vom 3. Mai/ 26. Juni 2006; act. IV/48 – 50] weiter leichte degenerative Veränderun- gen im Bereich der Schulter und ein etwas neurotischer Patient. Dr. E._______ kam zum Schluss, der Versicherte sei zwar für Schwerstarbeiten auf der Baustelle seit dem 2. Mai 2002 nicht mehr einsetzbar (Arbeitsunfähigkeit: 70%), aber Tätigkeiten in der Werkstatt und viele weitere Verweistätigkeiten mittelschwerer oder leichter Natur in wechselnder Haltung seien immer noch vollschichtig zumutbar. Als Seite 12C-886/2008 Hauptdiagnosen führte er auf: Kardiomyopathie, Vorhofflimmern, kar- dial kompensiert, Periarthropatie (der Schulter; act. IV/66). 5.2.2In seiner zweiten Stellungnahme vom 18. Mai 2008 gab Dr. E._______ an, es könne aufgrund der neuen Akten nicht von einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit Mai 2007 aus- gegangen werden, bei einer noch vorhandenen EF von 45% seien die vorgeschlagenen Verweistätigkeiten vollschichtig zumutbar. Im Übrigen gebe es keine Anhaltspunkte für relevante zusätzliche Erkrankungen, die sich auf die Arbeitsfähigkeit in diesen leichten Verweistätigkeiten auswirken würden (act. IV/73). 5.3 Übereinstimmend diagnostizieren die kroatischen Ärzte und der ärztliche Dienst der Vorinstanz ein Vorhofflimmern des Herzens, das der ärztliche Dienst der Vorinstanz jedoch als nicht invalidisierend be- züglich mittelschwerer und leichter Arbeit betrachtet. Darüber hinaus sind in den kroatischen Akten (durch die Herzerkrankung bedingte) weitergehende körperliche Einschränkungen beschrieben, so eine di- latative, chronisch subdekom pensierte Kardiomyo pathie (act. IV/63, 64) und Herzklappeninsuffizienzen. 5.3.1Die Berichte der kroatischen Ärzte deuten auf das Vorliegen einer chronischen Herzerkrankung hin, wobei sich die beurteilenden Ärzte in der Schwere der Erkrankung uneinig sind. Der behandelnde Internist geht von einer stark eingeschränkten Arbeitsfähigkeit und zuletzt von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit aufgrund der dilata- tiven Kardiomyopathie aus (act. IV/64), während der kroatische Ver- sicherungsarzt (Facharzt für Chirurgie) eine chronische Kardiomyo- pathie in kompensierter Phase unter Therapie beschreibt (act. IV/48 – 50). Anzeichen für eine Ischämie bestehen jedoch keine. Weiter geht aus den Akten hervor, dass die Herzerkrankung ausschliesslich medi- kamentös behandelt wird (zuletzt zusätzlich mit einem Blutzuckersen- ker, wobei die Diagnose Diabetes nicht gestellt wird; act. IV/47, 64). Die Akten enthalten darüber hinaus keine Hinweise auf weitergehende Therapien oder gar eine chirurgische Intervention. Es ist daher von einer stabilen Situation auszugehen. Die Spezialberichte betreffend Herzleiden stammen zudem vom be - handelnden Arzt des Beschwerdeführers, weshalb für deren Beur- teilung zu beachten ist, dass behandelnde Ärzte aufgrund ihres Ver- trauensverhältnisses eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (oben E. 4.4). Schliesslich geht aus dem kurz gefassten Bericht der Arbeits- Seite 13C-886/2008 medizinerin Dr. D._______ nicht hervor, ob die Beurteilung im Auftrag der kroatischen Rentenversicherung im Rahmen eines kroatischen Revisionsverfahrens (vgl. act. IV/25, 70) oder zu Handen der IVSTA er- stellt wurde, oder ob die Arbeitsmedizinerin den Befund im Auftrag des Be schwerdeführers erstellte. Dem Bericht ist auch nicht zu entneh- men, auf welche Grundlagen sich die Ärztin stützt und ob sie den Be- schwerdeführer selber untersucht hat, weshalb diesem Bericht nur beschränkter Beweiswert zukommt. 5.3.2Dr. E._______ vom ärztlichen Dienst stellt vorliegend einen sich verschlechternden echographischen Parameter der Herzleistung von 60% auf 45% – bzw. in seinem zweiten Bericht vom 18. Mai 2008 von 45% – fest, kommt aber zum Schluss, dies sei nicht als leistungsein- schränkend für vollschichtige mittlere und leichtere Verweistätigkeiten zu bewerten (act. IV/66). Berichten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern sie schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet und in sich wider- spruchsfrei sind und keine konkreten Indizien gegen ihre Zuverläs- sigkeit bestehen (siehe oben E. 4.6). Die Beurteilungen des ärztlichen Dienstes sind – wie auch die Be- urteilungen des kroatischen Versicherungsträgers – knapp ausgefallen. Sie berücksichtigen indes die im Vordergrund stehende Leistungsein- schränkung infolge Herzkrankheit und nehmen eine gestützt auf die erhobenen Befunde objektivierte Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vor. So fehlen Hinweise dafür, dass sich die Herzleistung bis zum ent- scheidrelevanten Zeitpunkt derart verschlechtert hat, als dass sie den Beschwerdeführer in der Ausübung einer leichten bis mittleren Ver- weistätigkeit massiv behindern würde. Wie weiter oben bereits auf- geführt wurde, fehlen Hinweise auf eine Ischämie, die Erkrankung wird rein medikamentös behandelt und sind keine weiteren Therapien oder Eingriffe geplant. Dass der Beschwerdeführer ausser der unbestritten vorhandenen Herzrhythmus störung (Vorhofflimmern) und einer diskre- ten Einschränkung der Leistungsfähigkeit des linken Ventrikels (kardio- logisch kompensiert) weiter in einem Mass erkrankt sein soll, wie er behauptet, und deshalb gar nicht mehr oder nur noch in ganz be- schränktem Mass belastungsfähig sein soll, kann daher nicht ge- schlossen werden. Seite 14C-886/2008 5.3.3Bei dieser Sachlage kann die vom Internisten festgestellte voll- ständige Arbeitsunfähigkeit nicht bestätigt werden und ist auf die zu- treffende Beurteilung durch den ärztlichen Dienst abzustellen, wonach der Beschwerdeführer aus kardiologischer Sicht einer Verweistätigkeit vollschichtig und unter Beachtung der aufgeführten Wechselpositionen nachgehen kann. 5.4 5.4.1In orthopädischer Hinsicht finden sich ausser den Diagnosen rechtslaterale Periarthropathie humeroscapularis (PHS) mit Schwierig- keiten, den Arm in die Horizontale zu heben und mit Kribbeln der Gliedmassen, sowie Verspannung der rechten Schulter (contractura part. omeris lat. dex.) in den Akten keine Angaben zu invalidisierenden Auswirkungen in einer der angegebenen Verweistätigkeiten (act. IV/14 – 16, 48, 49 S. 6 und 7). 5.4.2Auch zu den psychischen Auswirkungen der Herzerkrankung, die in den kroatischen Akten erwähnt werden, fehlen jegliche be- gründete Ausführungen, die auf eine invaliditätsrelevante Gesundheits- einschränkung aus psychischer Hinsicht hindeuten würden. So be- schrieb Prof. F._______, Psychiater im Spital von W._______, den Beschwerdeführer in seinem Bericht vom 12. Mai 2006 als psychisch normal, jedoch mit der Tendenz zu neurotischen Zügen, was die Sorge um die somatische Erkrankung betrifft (vgl. act. IV/38, 39, 48, 49). 5.4.3Somit sind auch aus orthopädischer und psychiatrischer Sicht keine Gründe dafür ersichtlich, weshalb dem Beschwerdeführer eine Verweistätigkeit im oben ausgeführten Umfang nicht möglich sein sollte. 5.5 Der Beschwerdeführer gibt an, er könne seinen bisherigen Beruf nicht mehr ausüben, und weil er ständig in ärztlicher Behandlung sei und Medikamente einnehmen müsse, sei auch die Ausübung einer leichteren Tätigkeit nicht möglich. Die Tatsache allein, dass ein Versicherter auf Medikamente angewie- sen und in ärztlicher Behandlung ist, stellt für sich gesehen keinen In- validitätsgrund dar, und es ist dem Beschwerdeführer in Beachtung seiner Mitwirkungspflicht (siehe oben E. 3.2) zumutbar, trotz Behand- lung einer seiner Krankheit angepassten Tätigkeit nachzugehen. Der Beschwerdeführer gibt im Übrigen selber an, er sei bereit zu arbeiten, wenn ihm eine entsprechende Arbeit verschafft werde. Ein Spektrum Seite 15C-886/2008 solcher für den Beschwerdeführer zumutbarer Stellen (Tätigkeiten in einer Werkstatt und Verweistätigkeiten leichter bis mittelschwerer Natur, sitzend und gelegentlich stehend, mit Belastung bis maximal 15 kg, in Vollzeit, act. IV/66) ist ohne Zweifel auch in Kroatien vorhan- den, weshalb das Risiko des Beschwerdeführers, in concreto keine Stelle zu finden, nicht durch die Invalidenversicherung zu decken ist (vgl. E. 4.3). Zusammenfassend ist somit festzustellen, dass dem Be- schwerdeführer eine leichte bis mittlere angepasste Verweistätigkeit im Umfang von 100% zumutbar ist. 5.6 Abschliessend ist noch der von der Vorinstanz errechnete Er- werbsvergleich (act. IV/68) zu überprüfen. Der Beschwerdeführer arbeitete zuletzt als Zimmermann/Maurer bis am 1. Mai 2002 in Kroatien (act. IV/7, 8). Da die Vorinstanz für die Be- stimmung des Validenlohnes nicht auf Statistiken über den Arbeits- markt in Kroatien verfügte, wurde der Erwerbsvergleich aufgrund Schweizer Daten durchgeführt. Ohne Gesundheitsschaden hätte der Beschwerdeführer gemäss Listenlöhnen des Bundesamtes für Statistik (BfS, Lohnstrukturerhebung 2004, Tabelle TA 1, Privater Sektor, An- forderungsniveau des Arbeitsplatzes 3, Spalte Männer) in der Schweiz im Baugewerbe ein monatliches Valideneinkommen von Fr. 5'585.72 (41.6 Std. pro Woche) verdienen können. Weiter berechnete die Vor- instanz in Berücksichtigung einer ganztägigen Verweistätigkeit mit zumutbarem Belastungsprofil (Anforderungsniveau 4, Männer, leich- tere bis mittelschwere Verweistätigkeiten in Vollzeit, siehe oben E. 5.5) ein zumutbares durchschnittliches monatliches Einkommen von Fr. 4'513.43 (41.6 Std. pro Woche, in der Schweiz). Die Vorinstanz hat weiter in Berücksichtigung des Alters des Beschwerdeführers und der Tatsache, dass dieser nur noch leichte, angepasste Tätigkeiten aus- üben kann, zusätzlich einen Leidensabzug von 15% vorgenommen, was ein Invalideneinkommen von Fr. 3'836.42 ergibt. Die Berechnung ist entsprechend der bundesgerichtlichen Praxis zum Erwerbsvergleich (BGE 124 V 321 E. 3b) nachvollziehbar, beruht auf der richtigen Berechnungstabelle und ist auch bezüglich der Höhe des vorgenommenen Leidensabzugs von 15% (vgl. BGE 126 V 75 E. 5b) nicht zu beanstanden, da der Beschwerdeführer in den noch ver- bleibenden Verweistätigkeiten unbestritten beeinträchtigt ist. Es ergibt sich somit vorliegend ein Invaliditätsgrad von gerundet 31% ([{5'585.72 Seite 16C-886/2008 – 3'836.42} x 100 / 5'585.72] = 31.32%), der keinen Anspruch auf eine Rente ergibt. 5.7 Wie aufgezeigt wurde, konnte der Sachverhalt aufgrund der vor- liegenden Akten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit festgestellt werden, wurden doch alle wesentlichen Elemente zur Beurteilung der medizinischen Situation berücksichtigt. Deshalb ist in antizipierter Be- weiswürdigung (siehe oben E. 3.3) der Eventualantrag des Beschwer- deführers auf weitere Abklärung seines Gesundheitszustandes in der Schweiz abzuweisen. 5.8 Soweit der Beschwerdeführer im Übrigen einen Antrag auf Einglie- derungsmassnahmen (Arbeitsvermittlung) gemäss Art. 18 Abs. 1 IVG stellt, ist – da der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz in Kroatien und nicht in der Schweiz hat – eine Gewährung derartiger Massnahmen aufgrund Art. 14 Abs. 1 und 2 des Staatsvertrages zwischen der Schweiz und Kroatien ausgeschlossen (e contrario). 6. Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Partei- entschädigung. 6.1 Die Verfahrenskosten werden unter Berücksichtigung des Umfan- ges und der Schwierigkeit der Streitsache im vorliegenden Verfahren auf Fr. 300.-- festgesetzt (Art. 63 Abs. 4bis VwVG sowie Art. 1, 2 und 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschä- digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Sie sind von der unterliegenden Partei zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und mit dem am 21. Juli 2008 geleisteten Kostenvorschuss zu ver- rechnen. 6.2 Weder der unterliegende Beschwerdeführer noch die obsiegende Vorinstanz haben Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 3 VGKE). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird vollumfänglich abgewiesen. Seite 17C-886/2008 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 300.-- verrechnet. 3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: - den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) - die Vorinstanz (Ref-Nr. [...]) - das Bundesamt für Sozialversicherungen Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Beat Weber Susanne Flückiger Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). Versand: Seite 18