<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2020-02-13-1C_83-2020.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1C_83/2020</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 13. Februar 2020</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Chaix, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Kneubühler, </div> <div class="para">Bundesrichterin Jametti, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Pfäffli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Strassenverkehrsamt des Kantons Zug, Hinterbergstrasse 41, 6312 Steinhausen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Führerausweisentzug, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug, Verwaltungsrechtliche Kammer, vom 17. Dezember 2019 (V 2019 84). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Obergericht des Kantons Aargau sprach A.________ mit Urteil 18. Dezember 2018 der groben Verkehrsregelverletzung im Sinne von <span class="artref">Art. 90 Abs. 2 SVG</span> schuldig und bestrafte ihn mit einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je Fr. 250.-- sowie einer Busse von Fr. 1'250.--. Das Obergericht warf ihm vor, am 23. Januar 2017 in Othmarsingen als Lenker eines Personenwagens die zulässige Höchstgeschwindigkeit (innerorts) von 50 km/h um 26 km/h (nach Abzug der Sicherheitsmarge) überschritten zu haben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Strassenverkehrsamt des Kantons Zug entzog A.________ mit Verfügung vom 27. August 2019 den Führerausweis für 12 Monate. Gegen diesen Entscheid erhob A.________ am 26. September 2019 Beschwerde. Mit Urteil vom 17. Dezember 2019 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Zug die Beschwerde ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">A.________ führt mit Eingabe vom 9. Februar 2020 (Postaufgabe 10. Februar 2020) Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug vom 17. Dezember 2019. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid über einen Führerausweisentzug. Dagegen steht die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach <span class="artref">Art. 82 ff. BGG</span> offen; eine Ausnahme nach <span class="artref">Art. 83 BGG</span> liegt nicht vor. Da auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde grundsätzlich einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Nach <span class="artref">Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG</span> wird der Führerausweis nach einer schweren Widerhandlung für mindestens zwölf Monate entzogen, wenn in den vorangegangenen fünf Jahren der Ausweis einmal wegen einer schweren Widerhandlung oder zweimal wegen mittelschweren Widerhandlungen entzogen war. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.1.</b> Das Verwaltungsgericht führte aus, dem Beschwerdeführer sei der Führerausweis für eine am 3. März 2009 begangene schwere Widerhandlung vom 15. Juni 2012 bis zum 14. September 2012 entzogen worden. Mit der Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit vom 23. Januar 2017 habe er innert der Fünfjahresfrist von <span class="artref">Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG</span> erneut eine schwere Widerhandlung begangen. Daran ändere nichts, dass der Führerausweisentzug betreffend den Vorfall vom 3. März 2009 wegen dem Strafverfahren, dem Weiterzug des erstinstanzlichen Urteils durch den Beschwerdeführer und dem vom Beschwerdeführer gewünschten Vollzugsaufschub erst am 14. September 2012 beendet worden sei. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sei die Rückfallsfrist eine Bewährungsfrist, die erst dann zu laufen beginne, wenn die Entzugsdauer abgelaufen sei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.2.</b> Der Beschwerdeführer bestreitet einzig die Berechnung der Rückfallsfrist. Nach dem ersten Vorfall vom 3. März 2009 habe er sich über siebeneinhalb Jahre bewährt, bis es zur Geschwindigkeitsüberschreitung vom 23. Januar 2017 gekommen sei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.3.</b> Wie das Verwaltungsgericht bereits ausgeführt hat, handelt es sich gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei der in <span class="artref">Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG</span> festgelegten Rückfallsfrist um eine Bewährungsfrist, die mit dem Ablauf des massgeblichen Ausweisentzugs zu laufen beginnt (vgl. Urteile 1C_180/2010 vom 22. September 2010 E. 2; 1C_520/2016 vom 16. Februar 2017 E. 3; 1C_446/2018 vom 5. Februar 2019 E. 3.4). Der Beschwerdeführer bringt keine überzeugenden Gründe vor, weshalb von dieser Rechtsprechung abzuweichen wäre. Die Beschwerde ist demnach als offensichtlich unbegründet abzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Strassenverkehrsamt des Kantons Zug und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zug, Verwaltungsrechtliche Kammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 13. Februar 2020 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Chaix </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Pfäffli </div> </div></body></html>