<h2>SubmittedText<h2><p>In einer sechsjährigen Versuchsreihe hat ein Privatmann Reflektoren zur Verbesserung der Sichtbarkeit von Fussgängerstreifen entwickelt. Die EMPA wie auch die ETHZ (Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme IVT) werten die Entwicklung als äusserst positiv. In gleichem Sinne hat sich auch das Astra geäussert.</p><p>Im Verhältnis zur aufwendigen Vollbeleuchtungen von Streifen via Beleuchtungsmasten schneidet das Reflektorensystem auch finanziell besser ab. Damit leistet es einen wesentlichen Beitrag zur Kostenminderung, was bei der gegenwärtigen Finanzknappheit der öffentlichen Hand ebenfalls nicht unbedeutend ist. Das beste System zur Hebung der Verkehrssicherheit nützt indessen nichts, wenn es nicht bekannt gemacht wird und zum Einsatz kommt.</p><p>Ich frage daher den Bundesrat, was er vorzukehren und beizutragen gedenkt, damit das erwähnte System breit zur Anwendung kommt, insbesondere an schlecht gesicherten und bei Nässe oder Dämmerung kaum sichtbaren Übergängen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die stetige Verbesserung der Sicherheit der Fussgänger ist dem Bundesrat ein wichtiges Anliegen. Das zuständige Bundesamt für Strassen (Astra) unterstützt Innovationen, die einen Beitrag dazu leisten können. Es hat die Versuchsreihen mit den angesprochenen Reflektoren mit grosser Aufmerksamkeit mitverfolgt und den Forschungsbericht der ETHZ analysiert. Tatsächlich zeigte sich, dass sich in bestimmten Situationen die Anhaltebereitschaft der Fahrzeugführenden vor Fussgängerstreifen, die mit Reflektoren ausgestattet waren, verbesserte. Indessen genügt es nicht, gefährliche Fussgängerstreifen lediglich mit Reflektoren aufzurüsten. Folglich empfiehlt auch die ETHZ den Einsatz der Reflektoren nur dann als unterstützende Massnahme, wenn die Beurteilung der Notwendigkeit, Lage und Ausrüstung des Fussgängerstreifens den Normen des Schweizerischen Verbandes der Strassen- und Verkehrsfachleute (VSS) entspricht.</p><p>Das Astra bewilligte zwei Versuche, die ebenfalls die Verbesserung der Sichtbarkeit von Fussgängerstreifen bzw. die Erhöhung der Anhaltebereitschaft der Fahrzeugführenden zum Ziel haben. Beim einen wird das Signal "Standort eines Fussgängerstreifens" mit signalgelber Farbe umrandet, beim anderen wird der Fussgängerstreifen mit einer Wartelinie für die Fahrzeugführenden und einem Warteraum für die Fussgänger ergänzt. Letzterer Versuch wird in verschiedenen grossen Städten unter Beteiligung des TCS und der Beratungsstelle für Unfallverhütung durchgeführt.</p><p>Nach Vorliegen der Forschungsberichte dieser Versuche wird das Astra die verschiedenen Massnahmen, die zur Verbesserung der Sichtbarkeit von Fussgängerstreifen beitragen können, miteinander vergleichen und gegebenenfalls einzelne davon unterstützen, indem es die allenfalls erforderlichen Verordnungsrevisionen einleitet (was bei den Reflektoren allerdings nicht erforderlich wäre, da sie bereits nach geltendem Recht zulässig sind), sich für die Anpassung der VSS-Normen einsetzt und die Signalisationsbehörden mittels Rundschreiben orientiert.</p>  Antwort des Bundesrates.