Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 28. Januar 2016 (725 14 305) ___________________________________________________________________ Unfallversicherung Anspruch des selbständigerwerbenden Beschwerdeführe rs auf Taggeldleistungen und eine Teilrente bejaht. Es ist auf die attestierten Arbeitsunfähigkeiten der behandelnden Ärzte sowie der Gutachter abzustellen. Der IV-Grad ist anhand der Geschäftsabschlüsse mittels Einkommensvergleichs zu ermitteln. Offengel assen, ob die Anordnung der Ob- servation geboten war, da das Bildmaterial unergieb ig ist und die ärztliche Beurteilung des Bildmaterials nicht verwertbar. Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Yves Thommen, Kantons- richterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Christina Mar- kiewicz Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Thomas Christen, Advokat, Haus zum Thurgauerhof, Lindenstrasse 2, Postfach 552, 4410 Liestal gegen Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG , Bunde s- gasse 35, Postfach, 3001 Bern, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwältin Sarah Leutwiler / Rechtsanwalt Peter Haas, Schwa- nengasse 1, 3001 Bern Betreff Leistungen Seite 2 A. A.____, geb. 1960, ist Inhaber und Angestellter de r B.____, welche im Pflanzenhandel tätig ist und jeweils eine Frühlings- und Weihnachtsau sstellung organisiert und durchführt. Am 18. August 2009 stürzte A.____ mit dem Gleitschirm ab. Er erlitt ein Polytrauma mit Rücken-, Oberschenkel-, Steissbein-, Wadenbein- und Schienbeinver letzungen. Die Notfallversorgung und die weiteren Kontrollen erfolgten im C.____. Ge mäss Unfallschein war A.____ vom 18. Au- gust 2009 bis 17. März 2010 100%, vom 18. März 2010 bi s 30. Juni 2010 80% und vom 1. Juli 2010 bis 20. Dezember 2010 40% arbeitsunfähig. Am 21. Dezember 2010 erlitt er einen Rück- fall und war bis zum 19. Januar 2011 erneut 100% arbe itsunfähig, vom 20. Januar 2011 bis 29. März 2011 50% und ab 30. März 2011 30%. Die Schweizeri sche Mobiliar Versicherungsgesell- schaft AG (Mobiliar) anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte zunächst die gesetzlichen Leistungen. In den Monaten März, April und Juni 2010 l iess die Mobiliar A.____ observieren und stellte die Taggeldleistungen gestützt auf den zur Observation ergangenen Bericht von Dr. med. D.____, FMH Rechtsmedizin, vom 16. Juni 2010 rückwirke nd per 11. Juni 2010 ein. Ge- mäss Dr. D.____ habe ab dem 1. Februar 2010 eine Arbe itsfähigkeit von 50% vorgelegen, wel- che sukzessive hätte gesteigert werden können. Mit Verfügung vom 27. Februar 2014 stellte die Mobil iar schliesslich fest, dass A.____ ab 19. Februar 2010 bis zum Rückfall vom 21. Dezember 2010 aufgrund voller Arbeitsfähigkeit keinen Anspruch auf Taggelder habe. Unbestritten sei, dass er i n der Zeit nach dem Rückfall vom 21. Dezember 2010 bis zum 19. Januar 2011 100% arbeitsunfä hig gewesen sei und vom 20. Janu- ar 2011 bis zum 31. März 2011 50%, wofür ihm ein Tagge ldanspruch zustehe. Diesbezüglich seien die in der Zeit vom 19. Februar 2010 bis 11. Jun i 2010 (teilweise) zu Unrecht ausbezahl- ten Taggelder zur Verrechnung zu bringen. Im Detail bedeute dies, dass dem Versicherten vom 19. Februar 2010 bis 17. März 2010 27 Tage à Fr. 131 .50 (100%), vom 18. März 2010 bis 30. April 2010 44 Tage à Fr. 105.20 (80%) und vom 1. Mai 2010 bis 11. Juni 2010 42 Tage à Fr. 105.20 (80%) und somit insgesamt Fr. 12‘597.70 Taggelder zu Unrecht ausbezahlt worden sei- en. Für den Rückfall hätte er Anspruch auf folgende Taggelder gehabt: vom 21. Dezember 2010 bis 18. Januar 2011 29 Tage à Fr. 131.50 (100%), vom 19. Januar 2011 bis 31. März 2011 72 Tage à Fr. 65. 75 (50%) und somit Fr. 8‘547. 50. Diese seien mit den zuviel ausbezahl- ten Leistungen zu verrechnen. Im Ergebnis seien Leistun gen von Fr. 4‘050.20 zurückzuerstat- ten (Fr. 12‘597.70 – Fr. 8‘547.50). Ab dem 1. April 2011 sei keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten gewesen, weshalb de r Fall unter Einstellung der vo- rübergehenden Leistungen abzuschliessen und der Anspruch auf eine IV-Rente und eine Integ- ritätsentschädigung zu prüfen sei. Ein Vergleich von Inval iden- und Valideneinkommen ergebe ein rentenausschliessendes Einkommen, weshalb dem Versicherten keine IV-Rente zustehe. In seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der B.____ bzw. in einer zumutbaren angepassten Ver- weistätigkeit beständen keine relevanten, unfallbedingt en Einschränkungen mehr. Dagegen habe er wegen der bleibenden körperlichen Beeinträch tigungen Anspruch auf eine Integritäts- Seite 3 entschädigung in Höhe von Fr. 47‘250.-- bei einer Int egritätseinbusse von 37.5%. Das zuviel erbrachte Taggeld von Fr. 4‘050.20 sei mit der Integr itätsentschädigung zu verrechnen, womit A.____ der Betrag von Fr. 43‘200.-- auszurichten sei. Die dagegen erhobene Einsprache wurde mit Entscheid vom 2. September 2014 teilweise gut- geheissen, indem Taggeldleistungen für den Zeitraum vom 19. Februar 2010 bis 21. Februar 2010 im Umfang von Fr. 197.25 zugesprochen wurden. E s sei erstellt, dass der Versicherte ab 19. Februar 2010 50% und ab 22. Februar 2010 bis zum Rückfall vom 21. Dezember 2010 100% arbeitsfähig gewesen sei. Die Einsprache sei folg lich im Umfang von Fr. 197.25 für den Zeitraum vom 19. Februar 2010 bis 21. Februar 2010 gutzuheissen (3 Tage à Fr. 131.50, davon 50%). B. Gegen den Einspracheentscheid erhob A.____, vertrete n durch Dr. Thomas Christen, Advokat, mit Eingabe vom 2. Oktober 2014 Beschwerde an s Kantonsgericht, Abteilung Sozial- versicherungsrecht. Im Wesentlichen beantragte er die Au fhebung der angefochtenen Verfü- gung sowohl in Bezug auf die Taggelder als auch in Bez ug auf die IV-Rente. Für den Zeitraum vom 12. Juni 2010 bis zum 2. Oktober 2014 seien ihm auss tehende Taggelder in Höhe von mindestens Fr. 69‘800.20 auszubezahlen, nebst Zins zu 5% seit dem 7. August 2012 (mittlerer Verfall). Zudem seien ihm weiterhin ab 3. Oktober 20 14 Taggelder in Höhe von täglich mindes- tens Fr. 39.45 zu entrichten, gestützt auf seine Arbeit sunfähigkeit in Höhe von 30%. Eventuali- ter sei ihm für den Zeitraum vom 12. Juni 2010 bis zum 1 8. März 2012 ein Taggeld in der Höhe von mindestens Fr. 33‘190.60 zu bezahlen, nebst Zins zu 5 % seit dem 30. April 2011 (mittlerer Verfall), und es sei ihm rückwirkend ab dem 19. März 2012 und für die Zukunft eine IV-Rente von monatlich mindestens Fr. 1‘480.-- aufgrund eines IV -Grades von 37% auszurichten, nebst Zins zu 5% seit dem 26. Juni 2013 (mittlerer Verfall). Eventualiter sei die Sache mit verbindli- chen Weisungen an die Vorinstanz zur Neubeurteilung zurü ckzuweisen. Die Ausführungen von Dr. D.____ zur Arbeitsunfähigkeit des Versicherten wider sprächen klar den attestierten und im Unfallschein eingetragenen Arbeitsunfähigkeiten der den Beschwerdeführer behandelnden Ärz- te. Dr. D.____ habe den Versicherten nie untersucht, w eshalb seine Aussagen von Vornherein weniger zu gewichten seien als diejenigen der behandeln den Ärzte. Ausserdem seien die Ob- servationsunterlagen nicht verwertbar. Als Überwachungsgr und sei auf dem Ermittlungsbericht angegeben, dass der Versicherte seit längerer Zeit ar beitsunfähig sei und es aufgrund „ver- schiedener Indizien“ angezeigt erscheine, zu überprüfen, ob er wirklich wie angegeben arbeits- unfähig sei. Dies genüge nicht, um einen Anfangsverda cht zu begründen und eine Observation anzuordnen. Überdies sei das Bildmaterial unergiebig, da keine Widersprüche zwischen den ausgewiesenen Arbeitsunfähigkeiten und den erfolgte n Beobachtungen beständen. Die Rück- forderung bzw. die Kürzung des Taggeldanspruches sei deshalb nicht gerechtfertigt. Unrichtig sei auch die Feststellung der Mobiliar, dass de r Beschwerdeführer lediglich als Ge- schäftsführer der B.____ tätig sei. Die B.____ sei ein Kleinbetrieb. Wie dies für einen Ge- schäftsinhaber eines Kleinbetriebes normal sei, sei er fü r alle anfallenden Arbeiten verantwort- Seite 4 lich, von den einfachsten Reinigungsarbeiten bis hin z ur Abwicklung der Buchhaltung. Die schweren Tätigkeiten könne er heute gesundheitsbedingt nicht mehr ausführen. Der Abklä- rungsbericht der E.____ zeige auf, welche Tätigkeiten der Versicherte im Schnitt vor dem Unfall durchgeführt habe und welche er heute noch erledigen könne. Darauf sei abzustellen. Der Ver- sicherte sei nicht in der Lage, ein rentenausschliessendes Invalideneinkommen von Fr. 73‘921.60 zu erzielen. Entsprechend dem Vorgehen der IV-Stelle sei auf das tatsächlich erzielte Invalideneinkommen abzustellen und nicht wie die Beschw erdegegnerin auf die Tabellenlöhne der LSE 2010. Im Ergebnis sei von einem IV-Grad in Höhe von 37% auszugehen. C. Die Mobiliar, vertreten durch Advokat Peter Haas u nd Advokatin Sarah Leutwiler, bean- tragte mit Vernehmlassung vom 18. Dezember 2014 die Abweisung der Beschwerde. Aufgrund der Ergebnisse aus der Observation und dem gestützt darau f ergangenen Gutachten von Dr. D.____ vom 16. Juni 2010 sei davon auszugehen, dass ab de m 1. Februar 2010 eine Arbeits- fähigkeit von 50% bestanden habe, welche in der Folge su kzessive hätte gesteigert werden können. Ab dem 22. Februar 2010 sei der Beschwerdeführ er bis zum Rückfall vom 21. Dezem- ber 2010 voll arbeitsfähig gewesen. Die Observation sei nicht nur objektiv geboten gewesen, sondern stelle auch ein geeignetes und verhältnismässige s Mittel dar, um die Arbeitsfähigkeit zu überprüfen. In Bezug auf die Frage der Arbeitsfähi gkeit ab Februar 2010 habe die Mobiliar deshalb zu Recht auf die Observationsergebnisse und den Bericht von Dr. D.____ abstellen dürfen. Weiter sei davon auszugehen, dass der Versicherte vor seinem Unfall am 18. August 2009 weder als Gärtner noch als Gartenbauer tätig gew esen sei, sondern als Geschäftsführer der B.____ gearbeitet und dabei in erster Linie Ausste llungen organisiert sowie Handel mit Pflanzen aller Art betrieben habe. Daraus folge, dass er vor dem Unfall keine körperlich an- strengende berufliche Tätigkeit ausgeübt habe. Sofern e ine Arbeitsunfähigkeit von 30% noch vorliege, so sei diese attestiert worden in der Annahm e, dass der Versicherte als Gartenbauer und Gärtner schwere körperliche Tätigkeiten ausführe u nd diese nicht mehr leisten könne. In seiner angestammten Tätigkeit als Geschäftsführer sei er jedoch nicht eingeschränkt. Im Übri- gen sei darauf hinzuweisen, dass die IV-Stelle bzw. der r egionale ärztliche Dienst (RAD) fest- gehalten habe, dass der Versicherte in einer sehr leich ten bis gelegentlich leichten Verweistä- tigkeit ab März 2011 zu 100% arbeitsfähig sei. Somit bestehe kein Anspruch auf eine Rente. D. Mit Eingaben vom 22. Januar 2015 und 25. Februar 2015 hielten die Parteien an ihren Anträgen und Standpunkten fest. E. Am 26. Juni 2015 fand die Urteilsberatung statt. Das Gericht kam zum Schluss, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gest ützt auf die vorhandene medizinische Aktenlage nicht möglich sei und stellte den Fall mit Be schluss vom 26. Juni 2015 aus, um bei den Gutachtern der F.____ eine ergänzende Stellungn ahme zur Frage der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer leichten Verweistätigkeit einzuholen. Seite 5 F. Mit Antwort vom 16. Juli 2015 bestätigten die Gutac hter der F.____, dass sowohl für leichte bis mittelschwere als auch für nur leichte Tätigkeiten eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 70% bestehe. Diese könne ganztägig mit vermehrten Pausen umgesetzt werden. G. Mit Stellungnahme vom 15. September 2015 führte der Rechtsvertreter des Beschwer- deführers an, dass die F.____ nochmals ganz klar festhalte, dass auch für eine leichte Tätigkeit eine maximale Arbeitsfähigkeit von 70% bestehe. Damit sei auch die Auffassung der RAD- Ärztin widerlegt, dass in einer optimal angepassten Arb eit eine sehr leichte bis gelegentlich leichte Tätigkeit zu 100% zumutbar sei. H. Die Vertreter der Mobiliar stellten sich mit Einga be vom 25. September 2015 auf den Standpunkt, dass die F.____ sich sowohl im Gutachten vom 16 . November 2011 als auch in ihrer Antwort vom 16. Juli 2015 nur ungenügend zur Fra ge einer leichten, leidensangepassten Verweistätigkeit geäussert habe, weshalb auf ihre Ein schätzung nicht abgestellt werden könne. Auch hätten sich die Gutachter nicht zu den Ergebnissen der Observation geäussert. Es sei deshalb der Beurteilung der RAD-Ärztin vom 12. Januar 2015 zu folgen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversi cherung (UVG) vom 20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligatorischen U nfallversicherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Be rufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. 1.2 Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist d ie versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Tag- geld. Der Anspruch entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wieder- erlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versi- cherten Person (Art. 16 Abs. 2 UVG). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindes- tens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erlei- det sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schä digung der körperlichen oder geistigen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruc h auf eine angemessene Integritätsent- schädigung. Diese wird mit der Invalidenrente festgesetz t oder, falls kein Rentenanspruch be- steht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 2.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und den Gesundheitsbeeinträchtigungen ein natürlicher und ein adä- quater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der einge- tretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Seite 6 Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ein adäquater K ausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ist na ch der Rechtsprechung dann zu bejahen, wenn das Ereignis nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Le- benserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von de r Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis all gemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). Der Voraussetzung des ad äquaten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (B GE 125 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlich en Kausalzusammenhangs zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesun dheitlichen Schädigung auch der erfor- derliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammen hang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Gericht zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b). 3.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte - wie der B eurteilung des Gesundheitszu- standes und der Arbeitsfähigkeit sowie der Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin - ist die rechtsanwendende Behörd e regelmässig auf Unterlagen angewie- sen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügun g zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grund satz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm- liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu w ürdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbare n Unterlagen eine zuverlässige Beur- teilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widerspre- chenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismate- rial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es a uf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes e ines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange u mfassend ist, auf allseitigen Untersuchun- gen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt , in Kenntnis der Vorakten (Anam- nese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der med izinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160). 3.2 Im vorliegenden Fall sind der medizinische Sachverhal t und die Unfallkausalität unbe- stritten. Streitig ist dagegen die Arbeitsfähigkeit de s Beschwerdeführers in der Zeit vom 22. Februar 2010 bis zum Rückfall am 21. Dezember 2010 sowi e ab April 2011. Die Beschwerde- gegnerin geht davon aus, dass eine volle Arbeitsfähigk eit des Beschwerdeführers aufgrund der Observationsergebnisse sowie des Berichtes des Vertrauens arztes Dr. D.____ vom 16. Juni 2014 während der Zeit vom 22. Februar 2010 bis zum 21 . Dezember 2014 nachgewiesen sei. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit ab April 2011 sei von einer angestammten leichten Tätigkeit Seite 7 auszugehen, welche er nach wie vor zu 100% ausüben könn e, allenfalls müsste er seinen Be- trieb etwas umstellen. Ansonsten sei ihm auch eine 100%i ge leichte Verweistätigkeit zumutbar. Der Beschwerdeführer ist dagegen der Auffassung, dass di e Observation widerrechtlich erfolgt und das Bildmaterial nicht ergiebig sei, weshalb in der Zeit vom 22. Februar 2010 bis zum Rückfall am 21. Dezember 2010 von den attestierten Arb eitsunfähigkeiten auszugehen sei. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit ab April 2011 sei gemä ss Gutachtern der F.____ eine Restar- beitsfähigkeit in einer leichten bzw. einer leichten b is mittelschweren Tätigkeit von 70% anzu- nehmen. 4. Mit Gutachten vom 16. November 2011 diagnostizierten die Gutachter der F.____ mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumb ogluteales Schmerzsyndrom mit residuel- lem Cauda equina- und sensomotorischem Ausfallsyndrom L5 rechts, einen Status nach insta- biler, dislozierter LWK5-Berstungstrümmerfraktur am 18. August 2009, einen Status nach La- minektomie LWK5/SWK1, Bergung von Hinterkantenfragme nten, Verschluss der Duraverlet- zung LWK5, dorsaler Aufrichtung und Fixateur interne LWK4-SWK1 am 19. August 2009, einen Status nach anterolateraler linksretroperitonealer Dekom pression, Korporektomie und biseg- mentaler Rekonstruktion LWK5 mit Synex-Distraktor am 24. August 2009 und einen Status nach partiellem Kollaps des Cages im Dezember 2010. Ohn e Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit sei ein Status nach Schraubenosteosynthese Malleolus medialis, eine Marknagelosteosynthese Tibia und Plattenosteosynthese Fibula rechts am 24. Aug ust 2009 bei mehrfragmentarer Unter- schenkel-Torsionsfraktur sowie ein Status nach Marknagelosteo synthese Femur rechts am 18. August 2009 bei proximaler Femurschafttorsionsfraktur. Aus polydisziplinärer Sicht bestehe aufgrund der Wirbelsäulenverletzung und des Kollaps des Cages für die derzeit ausgeübte Tä- tigkeit als selbständiger Unternehmer mit eigenem Gärtn ergeschäft sowie auch für jede andere körperlich leichte bis selten mittelschwer belastende Täti gkeit eine Arbeits- und Leistungsfähig- keit von 70%. Die Arbeit könne in einem ganztägigen Pensum mit vermehrten Pausen verrichtet werden. Körperlich schwere und andauernd mittelschwere Tätigkeiten seien nicht mehr zumut- bar. Aufgrund der anamnestischen Angaben, der Untersu chungsbefunde, der vorliegenden Do- kumente sowie der früher attestierten Arbeitsunfähigkei ten sei davon auszugehen, dass die Arbeitsunfähigkeit für körperlich schwere und mittelschwere Tätigkeiten seit dem Unfall vom 18. August 2009 bestehe. Die medizinischen Einschätzungen der vorangehenden behandelnden Ärzte und die attestierten Arbeitsfähigkeiten seien nachvollziehbar und nicht zu beanstanden. 5. In Bezug auf das Gutachten ist festzuhalten, dass es di e Beweisanforderungen an ein Gutachten ohne weiteres erfüllt, weshalb darauf abgest ellt werden kann. Da die Gutachter die attestierten Arbeitsunfähigkeiten der behandelnden Ärzte des C.____ sowie des Hausarztes Dr. med. G.____, FMH Allgemeinmedizin, bestätigen, gibt e s auch diesbezüglich prinzipiell nichts auszusetzen, weshalb grundsätzlich auch darauf abzustellen ist. 6.1 Die Vorinstanz macht nun geltend, dass der Beschwerd eführer ab 22. Februar 2010 bis zum Rückfall am 21. Dezember 2010 vollständig arbeit sfähig gewesen sei. Sie ist demnach Seite 8 der Auffassung, dass die attestierten Arbeitsunfähigkeit en der behandelnden Ärzte von 100% bis zum 17. März 2010, von 80% vom 18. März 2010 bis 30. Juni 2010 sowie von 40% vom 1. Juli 2010 bis 20. Dezember 2010 unrichtig seien. Sie stützt diese Behauptung auf die Ergebnis- se der Observation (an mehreren Tagen zwischen dem 3. M ärz 2010 und dem 22. April 2010 sowie am 17. und 18. Juni 2010), des Berichts von Dr. D. ____ sowie auf zwei Telefonnotizen vom 27. November 2009 und 19. Februar 2010. 6.2.1 Als Erstes stellt sich die Frage, ob die Observation als objektiv geboten gelten kann. Die objektive Gebotenheit der Observation als wichtiges E lement der Interessenabwägung im privatrechtlichen und verfassungsmässigen Persönlichkeitsschutz setzt das Bestehen konkreter Anhaltspunkte voraus, die Zweifel an den geäusserten ge sundheitlichen Beschwerden und an der behaupteten Arbeitsunfähigkeit aufkommen lassen. Da zu gehören etwa widersprüchliches Verhalten, Inkonsistenzen anlässlich der medizinischen Untersuchung, Aggravation, Simulation, Selbstschädigung oder Zweifel an der Redlichkeit der ve rsicherten Person (vgl. Urteil des Bun- desgerichts vom 25. September 2012, 9C_492/2012, E. 4. 1; BGE 137 I 327). Solche Anhalts- punkte waren im Zeitpunkt der Beauftragung der Observ ation – entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin - nicht vorhanden. So steht im Obser vationsbericht als Überwachungs- grund lediglich, dass der Beschwerdeführer seit längerer Zeit arbeitsunfähig sei. Aufgrund ver- schiedener Indizien erscheine es als angezeigt zu überprüfen , ob er wirklich wie angegeben arbeitsunfähig sei. Die Beschwerdegegnerin führt diesb ezüglich ergänzend aus, dass aufgrund der Angaben im Unfallschein von Dr. G.____ sowie den Angaben des Beschwerdeführers an- lässlich der Telefongespräche vom 27. November 2009 und vom 19. Februar 2010 konkrete Anhaltspunkte vorgelegen hätten, die Zweifel an den g eäusserten gesundheitlichen Beschwer- den und der geltend gemachten Arbeitsunfähigkeiten a ufkommen liessen, weshalb objektive Anhaltspunkte bestanden hätten, die eine Observation re chtfertigten. Im Unfallschein wird be- stätigt, dass der Versicherte zu 100% arbeitsunfähig ist. Aus der Aktennotiz vom 27. November 2009 wird unter anderem ersichtlich, dass sich die Beschw erdegegnerin erkundigte, ob Büroar- beiten getätigt werden könnten. Der Beschwerdeführer erklärte, dass die Hauptarbeit aktuell darin bestehe, Palmen einzupacken. Bürotätigkeiten erl edige er wie früher nach Feierabend. In der Aktennotiz vom 19. Februar 2010 wird festgehalten, dass der Versicherte maximal einen halben Tag pro Monat Administratives erledige. Er sei a ls Gärtner tätig und in dieser Tätigkeit sei er noch 100% arbeitsunfähig. Zudem informierte de r Beschwerdeführer, dass er für einen Sprachaufenthalt drei Wochen nach Spanien reisen wer de. Diese Informationen liefern keine konkreten Anhaltspunkte, die auf einen Missbrauch des Besch werdeführers in Bezug auf die Taggeldleistungen hinweisen würden. Insbesondere sprechen sowohl die medizinischen Unter- lagen als auch das konsistente Verhalten des Beschwerdeführ ers gegen eine Hintergehungs- absicht. So bestätigten auch die Gutachter der F.____ , dass die Einschätzung des Beschwer- deführers bezüglich seiner Leistungsfähigkeit mit ihren o bjektiven medizinischen Befunden kor- reliere (vgl. Ziff. 6.4 des Gutachtens). Des Weiteren i st zu berücksichtigen, dass ein Observati- onsbericht für sich allein keine sichere Basis für die Sac hverhaltsfeststellungen betreffend den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Versicherten bildet (BGE 137 I 327, E. 7.1). Er Seite 9 kann diesbezüglich höchstens Anhaltspunkte liefern oder A nlass zu Vermutungen geben. Si- chere Kenntnis des Sachverhaltes kann in dieser Hinsicht erst die ärztliche Beurteilung des Ob- servationsmaterials liefern (Urteil des Bundesgerichts vom 16. August 2013, 8C_192/2013, E. 3.1). 6.2.2 Im Ergebnis kann offen gelassen werden, ob die O bservation zurecht angeordnet wur- de oder nicht. Denn selbst wenn dem so wäre, erweist sich das Bildmaterial der Observation als unergiebig. Die gefilmten Handlungen des Versicherten widersprechen den medizinischen Er- kenntnissen in Bezug auf sein Leistungsvermögen und somit den attestierten Arbeitsunfähigkei- ten nicht. Im Gegenteil wird ersichtlich, dass der Beschw erdeführer auch schwere Tätigkeiten ausführen müsste, diese aber unterlässt und nur leichte, seinen Beschwerden angepasste Ar- beiten selbst übernimmt. Auch fehlt dem Aktenbericht vo n Dr. D.____ vom 16. Juni 2010 die Überzeugungs- und somit Beweiskraft. Zum einen fehlt es D r. D.____ als Rechtsmediziner an orthopädischer Fachkompetenz zur Beurteilung der konkret en Einschränkungen des Versicher- ten. Insbesondere liegt keine fundierte Auseinanderset zung mit den medizinischen Diagnosen und Befunden der behandelnden Ärzte vor. Zum anderen erfolgte die Beurteilung der Arbeitsfä- higkeit ohne Kenntnis der genauen Aufgaben des Versicher ten. Selbst die RAD-Ärztin der IV- Stelle erachtete den Bericht von Dr. D.____ als ungenüg end, indem sie am 5. Mai 2011 aus- führte, dass auf das Aktengutachten von Dr. D.____ vom 1 6. Juni 2010 nicht abgestellt werden könne. Dass es beim Polytrauma zu einer irreversiblen Schädigung der Nervenwurzel L5 rechts gekommen und die Muskelatrophie letztlich dadurch bedin gt sei, sei von ihm unberücksichtigt geblieben. Insbesondere lasse sich die Atrophie nicht du rch einfaches Training zurückbilden. Ebensowenig seien die Folgen der verminderten Belastb arkeit und die erhöhte Ermüdbarkeit der LWS und das Cauda equina-Syndrom diskutiert worde n. Die von Dr. D.____ attestierte 100%ige Arbeitsfähigkeit mit 100%iger Leistungsfähigkeit auch für eine körperlich leichte Tätig- keit sei deshalb fragwürdig. Die IV-Stelle beauftragt e daraufhin die F.____ mit einer Begutach- tung des Versicherten. Im Ergebnis sprechen somit mehrere Gründe gegen die Beweistauglich- keit des Aktenberichts von Dr. D.____, weshalb darauf nicht abgestellt werden kann. Folglich ist in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten auf die echtzeitlichen medizinischen Beurtei- lungen und die attestierten Arbeitsunfähigkeiten der behandelnden Ärzte des C.____ und des Hausarztes Dr. G.____ gemäss Unfallschein (vgl. Beschwerdebeilage 3) abzustellen. 6.3 Als Zwischenergebnis ist damit festzuhalten, dass der Beschwerdeführer vom 18. Au- gust 2009 bis 17. März 2010 Anspruch auf 209 Taggelder à Fr. 131.50 bei einer Arbeitsunfähig- keit von 100%, vom 18. März 2010 bis 30. Juni 2010 Anspru ch auf 105 Taggelder à Fr. 105.20 bei einer Arbeitsunfähigkeit von 80%, vom 1. Juli 2010 bis 20. Dezember 2010 Anspruch auf 173 Taggelder à Fr. 52.60 bei einer Arbeitsunfähigkei t von 40%, vom 21. Dezember 2010 bis 18. Januar 2011 Anspruch auf 29 Taggelder à Fr. 131 .50 bei einer Arbeitsunfähigkeit von 100%, vom 19. Januar 2011 bis 29. März 2011 Anspruch auf 70 Taggelder à Fr. 65.75 bei einer Arbeitsunfähigkeit von 50% und vom 30. März 2011 bis 3 1. März 2011 Anspruch auf 2 Taggel- der à Fr. 39.45 bei einer Arbeitsunfähigkeit von 30% hat. Seite 10 7.1 Gemäss dem Gutachten vom 16. November 2011 kann de r Gesundheitszustand des Versicherten seit Ende März 2011 als stabil bezeichnet und von der Fortsetzung ärztlicher Be- handlungen keine namhafte Besserung erwartet werden, weshalb ab diesem Zeitpunkt der Endzustand anzunehmen ist. Dies bedeutet, dass der Fall unter Einstellung der vorübergehen- den Leistungen abgeschlossen und der Anspruch auf eine IV-Rente geprüft werden darf (Art. 19 Abs. 1 UVG). Die Gutachter attestierten eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für schwere und dauernd mittelschwere Tätigkeiten. Für leichte bis selte n mittelschwere Tätigkeiten liege die Arbeitsfähigkeit bei 70% (vgl. auch Berichte des C.____ vom 2. Februar 2011, 5. April 2011 und 16. Mai 2013). 7.2 Die Ärztin des RAD ist gestützt auf die Zumutbarke itsbeurteilung der Gutachter davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer für sehr leichte bis gelegentlich leichte Verweistätig- keiten zu 100% arbeitsfähig sei, sofern die Tätigkeit rückenschonend (ohne Zwangshaltungen und ohne repetitives Heben und Tragen von Lasten über 10 kg körpernah und 5 kg körperfern) und wechselbelastend sei. Zudem dürfe der Beschwerdef ührer keine Arbeiten auf Leitern oder Gerüsten verrichten und keine Tätigkeiten ausführen, die repetitives Treppensteigen oder Ge- hen auf unebenem Gelände erforderten. Weiter sei ei ne Exposition gegenüber externen äusse- ren Einflüssen wie Kälte und Feuchtigkeit zu vermeide n (vgl. Bericht vom 12. Januar 2012). Da unklar war, ob die durch die RAD-Ärztin vorgenommene I nterpretation des Gutachtens zutref- fend sei, holte das Gericht bei den Gutachtern der F.____ eine ergänzende Erläuterung ein (vgl. Beschluss vom 26. Juni 2015). 7.3 In ihrer Stellungnahme vom 16. Juli 2015 führten die Gutachter der F.____ aus, dass sie keine Unterscheidung zwischen einer 70%igen Arbeitsfähig keit in leichten bis selten mittel- schweren Tätigkeiten und nur leichten Tätigkeiten vorg enommen hätten, weil diese vom Zu- mutbarkeitsprofil her identisch seien. Zusammenfassend wu rde bestätigt, dass für leichte bis selten mittelschwere Tätigkeiten wie auch für andere le ichte Tätigkeiten eine Arbeits- und Leis- tungsfähigkeit von 70% vorliege, welche ganztägig mit vermehrten Pausen umsetzbar sei. So- mit steht fest, dass der Beschwerdeführer auch in nur lei chten Verweistätigkeiten zu 70% ar- beitsfähig ist und dass die 30%ige Arbeitsunfähigkeit a uch damit begründet wird, dass der Be- schwerdeführer Pausen einlegen muss. Die Einwendungen der Beschwerdegegnerin ändern an diesem Ergebnis nichts. Einerseits ist eine weitere Abstuf ung einer Verweistätigkeit in sehr leichte bis leichte Tätigkeiten gemäss den Gutachtern ni cht gerechtfertigt. Ausserdem ist der Unterschied einer leichten Tätigkeit und einer leicht en bis selten mittelschweren Tätigkeit klein. Offensichtlich sollte mit dieser Ausführung einzig festge halten werden, dass dem Beschwerde- führer auch zumutbar ist, ab und zu einen mittelschweren Arbeitsvorgang durchzuführen, wobei daraus keine Regelmässigkeit entstehen darf. Dass die Guta chter ihre Stellungnahme in Un- kenntnis der Observationsergebnisse abgaben, schadet nich t, wurde doch festgestellt, dass diese für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht m assgebend sind. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin haben sich die Gutachter in ge nügender Weise zur Arbeitsfähigkeit Seite 11 des Versicherten in seiner angestammten Tätigkeit wie au ch in einer Verweistätigkeit ausge- sprochen. Folglich ist von einer Restarbeitsfähigkeit ab 1. April 2011 von 70% auszugehen. 8.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10% invalid, so hat sie nach Art. 19 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine Invalidenren te. Für die Bestimmung des Invalidi- tätsgrades bei Erwerbstätigen wird das Erwerbseinkommen , das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der med izinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla- ge erzielen könnte (Invalideneinkommen) in Beziehung ge setzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wäre sie nicht invalid geworden (V alideneinkommen; Art. 16 ATSG). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu er folgen, dass die beiden hypotheti- schen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermitte lt und einander gegenüberge- stellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad ermitteln lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1, 104 V 135). Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annähe- rungswerte sind miteinander zu vergleichen. 8.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist ent scheidend, was die versicherte Per- son im massgebenden Zeitpunkt aufgrund ihrer berufliche n Fähigkeiten und persönlichen Um- stände nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein lichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkre t wie möglich zu erfolgen. Da nach empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tät igkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung de s Valideneinkommens grundsätzlich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielt e, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (BGE 134 V 322 E. 4.2, 129 V 222 E. 4.3.1). 8.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nac h der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – beson- ders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzune hmen ist, dass sie die ihr verbleiben- de Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziall ohn, gilt grundsätzlich der tatsäch- lich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkom- men gegeben, weil die versicherte Person nach Eintritt d es Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstäti gkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die DAP-Zahlen herangezo- gen werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Seite 12 8.2.3 Namentlich bei Selbständigerwerbenden kann sich ei ne zuverlässige Ermittlung der beiden hypothetischen Vergleichseinkommen als schwierig o der unmöglich erweisen. Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuve rlässig ermitteln oder schätzen, so ist ausnahmsweise in Anlehnung an Art. 27 der Verordn ung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 ein Betätigungsvergleich dur chzuführen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminder ten Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen (sog. ausser ordentliches Bemessungsverfah- ren; BGE 104 V 136 E. 2c, SVR 2010 IV Nr. 11 S. 35, 9C_236/2009 E. 3 und 4). Zunächst ist anhand des Betätigungsvergleichs die leidensbedingte Be hinderung festzustellen; sodann ist diese im Hinblick auf ihre erwerbliche Auswirkung besonde rs zu gewichten. Eine bestimmte Einschränkung im funktionellen Leistungsvermögen eines Er werbstätigen kann zwar, braucht aber nicht notwendigerweise eine Erwerbseinbusse gleic hen Umfangs zur Folge zu haben. Welche Methode Anwendung findet, hängt in erster Lin ie davon ab, ob sich die hypothetischen Erwerbseinkommen zuverlässig schätzen lassen (allgemeine Meth ode) oder nicht (ausseror- dentliche Methode). 9.1 Zur Beurteilung der Einkommenssituation des selbstän digerwerbenden Beschwerde- führers beauftragte die IV-Stelle im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren die E.____. Mit Bericht vom 28. März 2011 kam sie zum Schluss, dass sich die Vergleichseinkommen anhand der Geschäftsabschlüsse zuverlässig ermitteln liessen, womit e in Einkommensvergleich nach der allgemeinen Methode durchgeführt werden könne. Da s durchschnittliche Valideneinkom- men der Jahre 2007 und 2008 betrage Fr. 57‘922.-- un d das durchschnittliche Invalidenein- kommen für 2011 Fr. 37‘910.--. Es resultiere eine Erwe rbseinbusse von Fr. 20‘012.--, was ei- nem IV-Grad von 34.6% entspreche (vgl. dazu die detaillierte Aufstellung und die Erläuterungen auf S. 6, 7, 8 und 10). Zusätzlich führte die E.____ einen Betätigungsvergleich durch und ge- wichtete die erwerblichen Auswirkungen der einzelnen Au fgaben. Dabei resultierte ein Validen- einkommen von Fr. 64‘933.20 und ein Invalideneinkommen von Fr. 42‘194.88 und schliesslich ein IV-Grad von 35% (ausserordentliche Methode; vgl. dazu S. 4, 5 und 9). 9.2 Die Beschwerdegegnerin ging dagegen von einem Val ideneinkommen in der Höhe von Fr. 60‘000.-- aus. Sie stützte sich dabei auf den Bericht der H.____ vom 1. Juli 2013. Daraus wird ersichtlich, dass es sich beim Betrag von Fr. 60‘000.-- um den Lohn handelt, welcher der Beschwerdeführer im Jahr 2011 erwirtschaftete (vgl. IK-A uszug). Das Invalideneinkommen von Fr. 37‘910.-- erachtete die Beschwerdegegnerin als nic ht massgebend, da die IV-Stelle von einer Tätigkeit des Versicherten als selbständiger Gartenb auer ausgegangen sei. Als Ge- schäftsführer sei es dem Beschwerdeführer zumutbar, sein en Betrieb so zu organisieren, dass er keine schweren Arbeiten verrichten müsse und sich im We sentlichen auf Verweistätigkeiten beschränken könne. Gemäss dem Bericht der H.____ habe die B.____ im Zeitraum von 2008 bis 2011 Verluste erwirtschaftet. Das erzielte Einkommen kö nne somit nicht als Invalidenein- kommen herangezogen werden. Deshalb und aufgrund des Alters des Versicherten sei ihm angesichts seiner Schadenminderungspflicht die Ausübung einer anderen Erwerbstätigkeit zu- Seite 13 mutbar. Zur Festlegung des Invalideneinkommens stellte si e folglich auf die Tabellenlöhne der LSE 2010 ab und ermittelte einen Jahreslohn von Fr. 7 3‘921.60 (Tabelle TA1, Anforderungsni- veau 3, 41,7 Wochenstunden). Da das Invalideneinkommen das Valideneinkommen übersteige, resultiere kein IV-Grad, womit kein Anspruch auf eine IV-Rente bestehe. 10.1 Dem Vorgehen der Vorinstanz in Bezug auf den Ei nkommensvergleich kann aus ver- schiedenen Gründen nicht gefolgt werden. In Bezug auf das Valideneinkommen ging die Vo- rinstanz von der der Ausgleichskasse im Jahr 2011 gemeldeten Lohnsumme in Höhe von Fr. 60‘000.-- (vgl. IK-Auszug) aus und nicht vom letzten vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielten Verdienst. Demgegenüber ermittelte die E.__ __ den Validenlohn detailliert aufgrund der Geschäftsabschlüsse 2007 und 2008 und passte diesen der Teuerung an. Es resultierte ein konkret ermitteltes Jahreseinkommen in der Höhe von Fr. 57‘922.--. Dieses Einkommen spie- gelt die Verdienstsituation vor dem Unfall im Jahr 2009 am besten wieder, weshalb als Validen- einkommen die Summe von Fr. 57‘922.-- einzusetzen ist. In Bezug auf das Invalideneinkom- men ist auf das tatsächlich erzielte Einkommen abzustellen , wenn besonders stabile Arbeits- verhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass die ve rsicherte Person die ihr verbleiben- de Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft , und das Einkommen aus der Arbeits- leistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint. Der Beschwerdeführer arbeitet schon mehrere Jahre als Inhaber und Geschäftsführer der B.____. Die Arbeitsverhältnisse kön- nen als stabil bezeichnet werden. Er verdient mit seiner Tätigkeit nicht übermässig und hat auch Verluste erwirtschaftet, trotzdem gelingt es ihm, sein G eschäft am Laufen zu halten. Zudem schöpft er entgegen der Auffassung der Vorinstanz seine verbleibende Arbeitsfähigkeit voll aus. Wie die Gutachter der F.____ bestätigten, ist der Be schwerdeführer selbst in leichten Tätigkei- ten zu 30% eingeschränkt. Deshalb ist es unerheblich, ob der Versicherte als Unternehmer Gar- tenbauer- und Geschäftsführertätigkeiten ausführt ode r nur als Geschäftsführer arbeitet. Denn selbst als Geschäftsführer wäre er zu 30% in der Arbeit eingeschränkt. Dennoch ergibt sich aus dem Betätigungsvergleich der E.____, dass die Aufgaben i m Kleinbetrieb vielfältig sind (Bedie- nen/Beraten, Kassieren, Ware einladen, Auslieferungen, Pflanzen/Töpfe umstellen, technische Installationen, Gartenarbeiten/Pflanzenarbeit vor Ort , Umtopfen, Giessen, Büroarbeiten) und der Beschwerdeführer aufgrund der Grösse des Betriebs be i allen anfallenden Arbeiten mit an- packen muss bzw. müsste, was nicht ungewöhnlich ist. Da die Auflistung der Tätigkeiten und die Aufteilung dieser in Prozenten schlüssig und nachvo llziehbar sind, gibt es keinen Grund, von den glaubwürdigen Angaben abzuweichen. Somit ist im vorliegenden Fall der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalideneinkommen zu übernehmen . Die E.____ ermittelte anhand des Lohnbezugs des Versicherten und des Betriebsergebnisses 20 11 ein Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 37‘910.--. Da die Vergleichseinkommen gestützt auf die Geschäftsabschlüsse ermittelt werden können, bleibt kein Raum für die Anwendung der Tabellenlöhne der LSE. 10.2 Setzt man das Valideneinkommen in der Höhe von F r. 57‘922.-- dem Invalidenein- kommen von Fr. 37‘910.-- gegenüber resultiert eine Er werbseinbusse von Fr. 20‘012.--, was einen IV-Grad von 34,6% bzw. gerundet 35% ergibt. So mit hat der Beschwerdeführer ab April Seite 14 2011 Anspruch auf eine entsprechende IV-Rente. Obwoh l hier die allgemeine Bemessungsme- thode zur Anwendung gelangt, bleibt doch zu bemerken, dass die ausserordentliche Bemes- sungsmethode in Bezug auf die Höhe des IV-Grades zum selben Ergebnis führt. 11. Gemäss Art. 26 Abs. 2 ATSG werden die Sozialversiche rungen, sofern die versicherte Person ihrer Mittwirkungspflicht vollumfänglich nachgeko mmen ist, für ihre Leistungen nach Ablauf von 24 Monaten nach der Entstehung des Anspruc hs, frühestens aber 12 Monate nach dessen Geltendmachung verzugszinspflichtig. Laut Art. 7 A bs. 1 der Verordnung über den All- gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV) vom 11. S eptember 2002 beträgt der Satz für den Verzugszins fünf Prozent im Jahr. Der Verzug szins wird monatlich auf dem bis Ende des Vormonats aufgelaufenen Leistungsanspruch berechnet (Art. 7 Abs. 2 Satz 1 ATSV). Da der Beschwerdeführer vorliegend seiner Mitwirkungs pflicht vollumfänglich nachgekommen ist, sind die Voraussetzungen für eine Verzugszinspflicht der Beschwerdegegnerin gegeben. Diese ist deshalb zu verpflichten, die rückwirkend nachzuzah lenden Leistungen nach Ablauf von 24 Monaten nach der jeweiligen Entstehung des Ansp ruchs, d.h. demnach beginnend mit Wirkung ab 12. Juni 2012 zu 5% pro Jahr zu verzinsen. 12.1 Nach Art. 61 lit. a ATSG ist der Prozess vor dem kan tonalen Gericht für die Parteien kostenlos. Es sind deshalb für den vorliegenden Prozess keine Verfahrenskosten zu erheben. 12.2 Gemäss dem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwer deführer Anspruch auf eine Parteientschädigung. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers wies in seinen Honorarnoten vom 10. Februar 2015 und 2. November 2015 einen zeitli chen Aufwand von 26,25 Stunden für den Zeitraum vom 4. September 2014 bis 9. Februar 20 15 sowie 11. Februar 2015 bis 2. No- vember 2015 und Auslagen in der Höhe von Fr. 292.90 au s. Den beigelegten Deservitenkarten des Rechtsvertreters ist zu entnehmen, dass sich darunter d iverse kleinere Bemühungen im Umfang von einer 1 Stunde sowie Auslagen in der Höhe von Fr. 34.20 befinden, welche auf seinen Kontakt mit der Rechtsschutzversicherung des Beschwerdeführers zurückzuführen sind. Diese Bemühungen würden im Fall einer nicht Rechtsschutz versicherten Person nicht anfallen. Für diese Bemühungen und Auslagen hat deshalb nicht d ie unterliegende Beschwerdegegnerin - im Rahmen der von ihr zu leistenden Parteientschädigun g - aufzukommen. Die im Zusam- menhang mit der Rechtsschutzversicherung aufgeführten Bem ühungen samt Auslagen sind deshalb in Abzug zu bringen. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer folglich eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 7‘096.90 (inkl. Auslagen und 8% Mehrwertsteuer) zu zahlen. Seite 15 Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochte- ne Einspracheentscheid der Schweizerischen Mobiliar Versich erungs- gesellschaft AG vom 2. September 2014 aufgehoben und festgestellt wird, dass der Beschwerdeführer vom 18. August 2009 bis 17. März 2010 Anspruch auf 209 Taggelder à Fr. 131.50 bei eine r Arbeitsunfä- higkeit von 100%, vom 18. März 2010 bis 30. Juni 2010 A nspruch auf 105 Taggelder à Fr. 105.20 bei einer Arbeitsunfähigke it von 80%, vom 1. Juli 2010 bis 20. Dezember 2010 Anspruch auf 173 T aggelder à Fr. 52.60 bei einer Arbeitsunfähigkeit von 40%, vom 21. Dezember 2010 bis 18. Januar 2011 Anspruch auf 29 Taggelder à Fr. 131 .50 bei einer Arbeitsunfähigkeit von 100%, vom 19. Januar 2011 bis 29 . März 2011 Anspruch auf 70 Taggelder à Fr. 65.75 bei einer Arbeitsunfähigkeit von 50% und vom 30. März 2011 bis 31. März 2011 Anspruch auf 2 Tag- gelder à Fr. 39.45 bei einer Arbeitsunfähigkeit von 30% hat. 2. Mit Wirkung ab 1. April 2011 hat der Beschwerdefüh rer Anspruch auf eine Invalidenrente in Höhe von 35%. 3. Die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG hat die rückwirkend nachzuzahlenden Leistungen mit Wirkung ab 12. Juni 2012 zu 5% pro Jahr zu verzinsen. 4. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 5. Die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG hat dem Beschwerdeführer ein Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 7‘096.90 (inkl. Auslagen und 8% Mehrwertsteuer) zu zahlen. Gegen diesen Entscheid wurde von der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG am 26. Mai 2016 Beschwerde beim Bundesgericht ( 8C_382/2016 ) erhoben. http://www.bl.ch/kantonsgericht