<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">6B_870/2010 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 28. Oktober 2010 </div> <div class="para">Strafrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Favre, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber C. Monn. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau, </div> <div class="para">Frey-Herosé-Strasse 12, Wielandhaus, 5001 Aarau, </div> <div class="para">2. A.________, vertreten durch Rechtsanwältin Susanne Schaffner-Hess, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerinnen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Vergewaltigung, Nötigung usw., </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer, vom 19. August 2010. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die gesetzliche Beschwerdefrist kann nicht erstreckt und das entsprechende Gesuch deshalb nicht bewilligt werden (<span class="artref">Art. 47 Abs. 1 BGG</span>), zumal das Vorbringen, Depressionen reduzierten die Effizienz des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 3), nicht näher erläutert und belegt wird. Auf die verspätete Eingabe vom 25. Oktober 2010 ist nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer befasst sich mit dem Sachverhalt. Dessen Feststellung kann vor Bundesgericht mit Erfolg nur angefochten werden, wenn sie offensichtlich unrichtig im Sinne von <span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span> bzw. willkürlich im Sinne von <span class="artref">Art. 9 BV</span> ist. Willkür liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist oder mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=16.10.2010&amp;to_date=04.11.2010&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-I-140%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page140">BGE 134 I 140</a> E. 5.4). Die Rüge der Willkür muss vor Bundesgericht präzise vorgebracht und begründet werden, ansonsten darauf nicht eingetreten werden kann (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die vorliegende Beschwerde genügt den Begründungsanforderungen nicht. Sie beschränkt sich auf die Wiedergabe der Tonaufnahme eines Gesprächs der Beschwerdegegnerin 2 mit dem Beschwerdeführer (Beschwerde S. 5-8). Die Vorinstanz hat sich indessen zum Umstand geäussert, dass die Beschwerdegegnerin 2 trotz der Vergewaltigung durch den Beschwerdeführer mit diesem eine Beziehung einging, und gestützt auf einen Experten festgestellt, das Verhalten der Beschwerdegegnerin 2 sei auf deren Persönlichkeitsstruktur und die neuropsychologische Gesamtproblematik zurückzuführen (Beschwerde S. 24 E. 2.3.2.1.). Dass diese Erwägung willkürlich wäre, kann mit der erwähnten Tonaufnahme von vornherein nicht dargetan werden. Der Beschwerdeführer hätte sich konkret mit der Erwägung der Vorinstanz bzw. der Feststellung des Experten befassen müssen. Dies hat er unterlassen. Auf die Beschwerde ist deshalb im Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Das sinngemässe Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von <span class="artref">Art. 64 BGG</span> abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Die Vorinstanz verweist auf § 61 Abs. 3 der Strafprozessordnung des Kantons Aargau (angefochtener Entscheid S. 37 E. 12.), wonach die Kosten der amtlichen Verteidigung bei einem bedürftigen Beschuldigten nicht zurückgefordert werden. Diesem Umstand ist bei der Bemessung der Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen (<span class="artref">Art. 65 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 28. Oktober 2010 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Favre C. Monn </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>