<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in der Schweiz eine internationale Ministerkonferenz mit dem Ziel der Erforschung neuer Antibiotika durchzuführen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Antibiotikaresistenzen sind weltweit eine zunehmende Bedrohung für die Gesundheit von Mensch und Tier. Der Bundesrat setzt deshalb im Rahmen seiner gesundheitspolitischen Prioritäten Gesundheit 2020 die nationale Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz (Star) mit dem Ziel um, die Verfügbarkeit wirksamer Antibiotika auch in Zukunft sicherzustellen. Er anerkennt dabei auch die Notwendigkeit der Förderung forschungsfreundlicher Rahmenbedingungen zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen. Wie schon in seiner Stellungnahme zum Postulat Béglé 19.3860 erörtert, unterstützt der Bundesrat international koordinierte Ansätze, um die Gefahren von antimikrobiellen Resistenzen (AMR) möglichst umfassend einzudämmen und finanzielle Anreize für die Forschung zu schaffen.</p><p>Um die Erforschung neuer Antibiotika konkret voranzutreiben, leistet das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Rahmen der Umsetzung von Star finanzielle Unterstützung für die Global Antibiotic Research and Development Partnership (GARDP) mit Sitz in Genf. In diesem Zusammenhang erachtet der Bundesrat insbesondere auch die Rolle der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Global Health Security Agenda (GHSA) und der Tripartite-Allianz (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, FAO, Weltgesundheitsorganisation, WHO, Weltorganisation für Tiergesundheit, OIE) sowie weiterer Partnerorganisationen als zentral. Die Schweiz ist zudem Mitglied des Global Antimicrobial Resistance Research and Development Hub, welcher die internationale Koordination und Zusammenarbeit in der Antibiotikaforschung fördert. Die Resultate dieser Arbeit sollen der evidenzbasierten Entscheidungsfindung dienen und einen möglichst wirkungsvollen Einsatz der Mittel ermöglichen.</p><p>Bereits heute nehmen hochrangige Vertreter der an der Star-Umsetzung involvierten Bundesämter an internationalen Treffen zum Thema teil. Zu nennen wären hier insbesondere verschiedene internationale Ministerkonferenzen zu Antibiotikaresistenzen, wie z. B. im Sommer 2019 im niederländischen Noordwijk, oder das hochrangige Treffen der Vereinten Nationen zu Antibiotikaresistenzen im Jahr 2016. Antimikrobielle Resistenzen werden zudem auch in dem von der Schweiz organisierten Patient Safety Summit Ende Februar 2020 in Montreux thematisiert.</p><p>Der Bundesrat erachtet deshalb die Durchführung einer zusätzlichen internationalen Ministerkonferenz in der Schweiz als nicht notwendig. Die Unterstützung und aktive Beteiligung an bereits geplanten internationalen Veranstaltungen zum Thema AMR werden hingegen weiterverfolgt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.