B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-1106/2011 U r t e i l v o m 5 . S e p t e m b e r 2 0 1 3 Besetzung Richterin Eva Schneeberger (Vorsitz), Richterin Elena Avenati-Carpani, Richter Ronald Flury, Gerichtsschreiberin Andrea Giorgia Röllin. Parteien X._______, vertreten durch Rechtsanwalt Francisco José Vázquez Bürger, Avenida La Habana 9-1°, ES-32003 Ourense, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Abgestufte Invalidenrente; Verfügung der IVSTA vom 11. Januar 2011. B-1106/2011 Seite 2 Sachverhalt: A. X._______, geboren am _______, verheiratet, ist spanischer Staatsa n- gehöriger und lebt in Spanien. Der ungelernte Hilfsarbeiter hat vom Juni 1977 bis Juni 1998 (mit Unterbrüchen) in der Schweiz bei der A._______ AG und der B._______ gearbeitet und dabei Bei träge an die schweizer i- sche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung entrichtet (IV-act. 55). B. Am 14. Februar 2005 meldete der spanische Versicherungsträger X._______ bei der schweizerischen Invalidenver sicherung erstmalig zum Leistungsbezug an (IV-act. 1 i.V.m. IV-act. 2-3 und 5). Mit Verfügung vom 16. September 2005 lehnte die IV -Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA, nachfolgend auch: Vorinstanz) das Leistungsbegehren des Versi- cherten mangels Invalidität ab (IV -act. 46). Die dagegen erho bene Ei n- sprache lehnte die IVSTA mit rechtskräftig geword enem Entscheid vom 30. Oktober 2006 ebenfalls ab (IV-act. 47). C. Der spanische Versicherungsträger meldete X._______ am 28. Mai 2009 erneut bei der schweizerischen Invalidenversicherung zum Leistungsb e- zug an (IV -act. 53, unter Beilage der aus gefüllten Formulare E 204 [A n- trag auf Invaliditätsrente; IV-act. 50], E 205 [Bescheinigung des Versiche- rungsverlaufs in Spanien; IV -act. 51] und E 207 [Angaben über den B e- schäftigungsverlauf; IV-act. 52]). Die IVSTA holte daraufhin einen Auszug aus dem Individuell en Konto (IK -Auszug vom 27. April 2011, IV -act. 55), Angaben des letzten Arbeitgebers in Spanien (Arbeitgeberfragebogen vom 17. August 2009, IV -act. 57) und des Versicherten (Versichertenfr a- gebogen vom 19. August 2009, IV -act. 58) sowie einen ausführliche n ärztlichen Bericht gemäss Formular E 213 (Bericht von C._______ vom 21. Mai 2009, IV -act. 65) ein. Nachdem der medizinische Dienst der IVSTA Stellung genommen hatte (Stellungnahme von Dr. D._______ vom 1. Oktober 2009, IV-act. 67), stellte sie dem Versicherten mit Vorbescheid vom 8. Oktober 2009 die Ablehnung seines Be gehrens um Leistungen der Invalidenversicherung in Aussicht (IV-act. 68). X._______ erhob dagegen mit Schreiben vom 23. Oktober 2009 (IV-act. 69), 10. November 2009 (IV-act. 71) und 11. Januar 2010 (IV-act. 75, un- ter Beilage mehrerer ärztlicher Berichte) Einwand, worauf die IVSTA zwei weitere Stellungnahmen ihres medizinischen Dienstes (Stellungnahme B-1106/2011 Seite 3 von Dr. D._______ vom 5. Februar 2010 [IV -act. 77] und von Dr. E._______ vom 9. März 2010 [IV-act. 79]) sowie einen aktuellen ausfüh r- lichen ärztlichen Bericht E 213 (Bericht von F._______ vom 9. Juni 2010, IV-act. 90) und eine Stellungnahme ihres medizinischen Dienstes hierzu (Stellungnahme von Dr. G._______ vom 7. Juli 2010, IV-act. 93) einholte. Mit neuerlichem Vor bescheid vom 8. September 2010 teilte die IVSTA dem Versicherten die voraussichtliche Zusprache einer ganzen Invaliden- rente rückwirkend vom 21. Oktober 2009 bis am 31. August 2010 und e i- ner Viertelsrente der schweizerischen Invalidenversicherung rückwirkend seit dem 1. September 2010 mit (IV-act. 95). Nachdem X._______ am 3. November 2010 auch hiergegen Einwand e r- hoben hatte (IV -act. 98), holte die IVSTA wiederum eine Stellungnahme ihres medizinischen Dienstes ein (Stellungnahme von Dr. G._______ vom 30. November 2010, IV-act. 100). Daraufhin sprach die IVSTA dem Versi- cherten mit erster Verfü gung vom 11. Januar 2011 rückwirkend vom 1. Oktober 2009 bis am 31. August 2010 eine ganze Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 100 % (IV -act. 102) sowie mit zweiter Verf ü- gung vom 11. Januar 2011 rückwirkend seit dem 1. September 2010 eine Viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von 48 % (IV-act. 103) zu. D. Gegen diese zweite Verfügung hat X._______ (nachfolgend: Beschwer- deführer), vertreten durch Rechtsanwalt Franzisco Jose Vazquez Bürger, am 10. Februar 2011 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einge- reicht. Er beantragt darin eine ganze Invalidenrente ab dem 1. September 2010, wobei insbesondere ergänzende medizinisc he Abklärungen durch die Vorinstanz vorzunehmen seien. E. Mit Zwischenverfügung vom 18. Februar 2011 ist der Beschwerdeführer aufgefordert worden, einen Kostenvorschuss von Fr. 400. – in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten. Dieser Aufforderung ist der Beschwerdeführer nach gekommen, wobei er Fr. 14. – zu viel bezahlt hat. F. In ihrer Vernehmlassung vom 23. Mai 2011 beantragt die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde. B-1106/2011 Seite 4 G. Mit Replik vom 8. Juni 2011 bekräftigt der Beschwerdeführer seine Anträ- ge. H. In der Duplik vom 20. Juni 2011 bestätigt die Vorinstanz ihren Vernehm- lassungsantrag sowie sinngemäss dessen Begründung. Mit prozessleitender Verfügung vom 24. Juni 2011 ist diese Eingabe dem Beschwerdeführer zur Kenntnis gebracht und der Schriftenwechsel g e- schlossen worden. I. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, im Rahmen der nac h- folgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Nach Art. 31 des Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsg e- richt vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invali- denversicherung vom 19. Juni 1959 (IV G, SR 831.20) beurteilt das Bu n- desverwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der IVSTA. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist damit zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 1.2 Gemäss Art. 19 Abs. 3 VGG sind die Richter und Richterinnen des Bundesverwaltungsgerichts zur Aushilfe in anderen Abteilungen verpflich- tet. Die Abteilung II des Bundesverwaltungsgerichts hat das vorliegende Beschwerdeverfahren im Zuge einer Ent lastungsmassnahme der Abte i- lung III übernommen. Die bisherige Verfahrensnummer C -1106/2011 lau- tet deshalb fortan B-1106/2011. 2. Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwa l- tungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über da s Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) , soweit das VGG nichts a n- deres bestimmt. Indes findet das Verwaltungs verfahrensgesetz aufgrund B-1106/2011 Seite 5 von Art. 3 Bst. dbis VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungss a- chen, soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 ü ber den Allgemei- nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Inval i- denversicherung (Art. 1a - 26bis und 28 - 70) anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. 3. Als Adressat der angefochtenen Verfügung ist der Beschwerdeführer b e- sonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder Aufhebung (Art. 59 ATSG). Die dreissigtägige Beschwer defrist (Art. 60 ATSG) ist gewahrt und der eingeforderte Kostenvorschuss wurde rechtzeitig geleistet. Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 4. 4.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerdeve r- fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Mis s- brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder u n- vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie U n- angemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG). 4.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes weg en nicht an die Begründung der B e- gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die B e- schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut - heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer B e- gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. HÄBERLI, in: Waldmann/Weissenberger, Praxiskommentar VwVG, Art. 62 N 40). 4.3 Im vorliegenden Verfahren ist streitig und vom Bundesverwaltungsge- richt zu prüfen, ob die Vorinstanz die vorherige ganze Invalidenrente – die diesbezügliche Verfügung ebenfalls vom 11. Januar 2011 betreffend den Zeitraum 1. Oktober 2009 bis 31. August 2010 ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen – zu Recht per 1. September 2010 auf eine Vie r- telsrente herabgesetzt hat. Strittig und zu prüfen ist folglich ausschliess- lich der Rentenanspruch für die Zeit ab dem 1. September 2010. 5. 5.1 Der Beschwerdeführer besitzt die spanische Staatsbürgerschaft und wohnt in Spanien, womit das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abko m-B-1106/2011 Seite 6 men zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einer seits und der Europäischen Gemeinschaft andererseits über die Freizügigkeit vom 21. Juni 1999 (Frei zügigkeitsabkommen [FZA, SR 0.142.112.681]) a n- wendbar ist (Art. 80a IVG in der Fassung gemäss Ziff. I.4 des Bundesg e- setzes vom 14. D ezember 2001 betreffend die Bestimmungen über die Personenfreizügigkeit im Abkommen zur Änderung des Übereinkommens zur Errichtung der EFTA, in Kraft seit 1. Juni 2002). Der Invaliditätsgrad richtet sich auch nach Inkrafttreten des FZA ausschliesslich n ach schwei- zerischem Recht (BGE 130 V 253 E. 2.4). Noch keine Anwendung finden vorliegend die am 1. April 2012 in Kraft ge- tretenen Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der so- zialen Sicherheit sowie (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koord i- nierung der Systeme der sozialen Sicherheit. 5.2 In zeitlicher Hinsicht sind sodann grundsätzlich diejenigen Rechtssä t- ze massgebend, welche bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung hatten (BGE 132 V 220 E. 3.1.1 und 131 V 11 E. 1). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die Z eit vor einem Recht s- wechsel aufgrund der bisherigen sowie ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). Das Bun- desverwaltungsgericht stellt dabei auf den Sachverhalt ab, wie er sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses d er streitigen Verfügung (hier: 11. Januar 2011) verwirklicht hat (BGE 131 V 242 E. 1.1 mit Hinweisen). Vorliegend sind die ab 1. Januar 2008 anwendbaren Bestimmungen des ATSG und des IVG (5. IVG -Revision, in Kraft seit 1. Januar 2008, AS 2007 5129) anwendbar. Noch keine Anwendung findet vorliegend das am 1. Januar 2012 in Kraft getretene erste Massnah menpaket der 6. IV -Revision (für das IVG: Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659]). 6. 6.1 Anspruch auf eine ordentliche Rente der schweizerischen Invalide n- versicherung hat, wer invalid im Sinn des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und bei Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG). Diese Bedingungen müssen kumulativ gegeben sein. B-1106/2011 Seite 7 Der Beschwerdeführer hat zweifellos und unbestrittenermassen während mehr als drei Jahren Beiträge an die schweizerische Alters -, Hinterlasse- nen- und Invali denversicherung geleistet, so dass die Mindestbei trags- dauer für den Anspruch auf eine ordentliche Invalidenrente erfüllt ist. 6.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Inval i- dität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der kö r- perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede rung verbleibende ganze oder tei l- weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenb e- reich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 6.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist d er Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Ei n- kommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbsein kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medi zinischer Behandlung und allfällig er Eingliederungsmas s- nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeit s- marktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Be - ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre ( sogenanntes Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst g e- nau ermit telt und einander gegenüber gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgeme i- ne Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 und 128 V 29 E. 1). Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Begin ns des Rentenanspruchs massg e- bend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grund- lage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Ve r- gleichseinkommen bis zum Verfügungserlass respektive bis zum Ei n- spracheentscheid zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4). B-1106/2011 Seite 8 6.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % Anspruch auf eine ganze Rente, bei einem Invalidität s- grad von mindestens 60 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % Anspruch auf eine halbe Rente s o- wie bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente. Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, werden jedoch nur an Versi cherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, was laut bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine besondere Anspruchsvorau s- setzung darstellt (BGE 121 V 264 E. 6c). Eine Ausnahme von diesem Prinzip gilt seit dem 1. Juni 2002 für Schweizer Bürger und Sta atsange- hörige der Europäischen Union (EU), denen bereits ab einem Invaliditäts- grad von 40 % eine Rente ausgerichtet wird, wenn sie in einem Mitglie d- staat der EU Wohnsitz haben (Art. 29 Abs. 4 IVG) – was vorliegend der Fall ist. 6.5 6.5.1 Gemäss Art. 17 ATSG wird ei ne Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft ent sprechend erhöht, herabgesetzt oder au f- gehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbe zügers erheblich verändert hat. Eine Änderung des Invaliditätsgrades wird namentlich durch eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustands impliziert. Dagegen ist die unterschiedliche Beur teilung eines im Wesentlichen u n- verändert gebliebenen Sachverhalts kein Revisionsgrund; unter schied- liche Beurteilungen sind revisionsrechtlich nur dann be achtlich, wenn sie Ausdruck von Änderungen der tatsächlichen Verhältnisse sind (BGE 117 V 199 E. 3b, 112 V 390 E. 1b und 372 E. 2b; ZAK 1987 S. 36 ff.). Ob eine rentenrelevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhaltes im zeitlichen Geltungsbereich der ursprünglichen Rentenverfügung mit demjenigen der streitigen Verfügung (BGE 125 V 369 E. 2; explizit betreffend abgestufte Renten BGE 125 V 418 E. 2d). 6.5.2 Nach Art. 88a Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) ist die anspruchsbeeinflussende Änderung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angeno m- men werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichti gen, nachdem sie ohne wesentlichen U n-B-1106/2011 Seite 9 terbruch drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVV). 6.6 Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren ist vom Untersuchung s- grundsatz beherrscht (Art. 43 ATSG). Danach ha t die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt. Er findet zum einen sein Korrelat in den Mitwi rkungspflichten der Parteien (Art. 28 f. ATSG; BGE 125 V 195 E. 2 und 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Zum anderen um- fasst die behördliche und richterliche Abklärungspflicht nicht unbesehen alles, was von einer Partei behauptet oder erlangt wird. Vielme hr bezieht sie sich nur auf den im Rahmen des streitigen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) rechtserheblichen Sachverhalt. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheide n ist (vgl. PATRICK L. KRAUS- KOPF/KATRIN EMMENEGGER, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxis- kommentar VwVG, Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 12 N 28 ff.). In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden und Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten er- gebender Anhaltspunkte hinreichender A nlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a mit Hinweis; Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, seit 1. Januar 2007: Bundesgericht] I 520/99 vom 20. Juli 2000). 6.7 6.7.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, sind die Entschei d- behörden auf Unterlagen ange wiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arz- tes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und d a- zu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätig- keiten die versicherte Person arbeitsun fähig ist. Des Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Fr a- ge, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (vgl. BGE 125 V 25 E. 4 und 115 V 133 E. 2; Rechtspr e- chung und Verwaltungspraxis in den Bereichen AHV, IV etc., AHI -Praxis 2002, S. 62 E. 4b/cc). 6.7.2 Aufgabe des medizinischen Dienstes ist es, zu Han den der Verwal- tung den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würd i-B-1106/2011 Seite 10 gen. Dazu gehört auch, bei sich widersprechenden medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob a uf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vo r- zunehmen ist. Diesen Berichten kann nicht jegliche Aussen- oder Beweis- wirkung abgesprochen werden. Vielmehr sind sie entscheidrelevante A k- tenstücke (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_341/2007 vom 16. Novem- ber 2007 E. 4.1, mit weiteren Hinweisen, sowie I 143/07 vom 14. Septem- ber 2007 E. 3.3). 6.8 6.8.1 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfah- ren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Vers i- cherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, das heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet für d as Gericht, dass es alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beu r- teilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einand er widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere m e- dizinische These abstellt. Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat v ielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehens abläufen als die wahrscheinlichste wü r- digt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). 6.8.2 Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un- tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei- lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der m e- dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der E x- perten begründet sind. Au sschlaggebend für den Beweiswert ist grun d- sätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels noch die Bezeic h-B-1106/2011 Seite 11 nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be- richt oder als Gutachten (vgl. dazu das Urt eil des Bundesgerichts [BGer] I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2 mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3a). Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswer t zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässi g- keit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstel- lungsverhältnis zum Versicherungsträ ger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vie l- mehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilic h- keit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen). 6.8.3 Bestehen Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärz t- lichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Dabei hat das Gericht grundsätzlich die Wahl, ob es die Sache zur weiteren Beweiserhebung an die verfügende Instanz zurückweisen oder die erfo r- derlichen Instruk tionen insbesondere durch Anordnung eines Gericht s- gutachtens selber vornehmen will (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a, mit Hinwe i- sen; AHI 2001, S. 113 E. 3a; RKUV 1999 Nr. U 332, S. 193 E. 2a/bb und 1998 Nr. U 313, S. 475 E. 2a). 7. 7.1 7.1.1 Im vorliegenden Verfahren ist streitig und vom Bundesverwaltung s- gericht zu prüfen, ob die Vorinstanz die vorherige ganze Invalidenrente zu Recht per 1. September 2010 auf eine Viertelsrente herabgesetzt hat (E. 4.3 hiervor), wobei zu berücksichtigen ist, dass sich die Beschwerde ausschliesslich gegen die Sachverhaltsfeststellung und die vorinstanzl i- che Beweiswürdigung in gesundheitlicher Hinsicht richtet. Zu prüfen ist daher im Folgenden, ob ab 1. Juni 2010 (zur Berücksichtigungsfrist von drei Monaten siehe E. 6.5.2 hiervor) eine entsprechende anspruchs er- hebliche Änderung des Invaliditätsgrades vorliegt , das heisst ob der g e- sundheitliche Zustand des Beschwerdeführers (für Veränderungen and e- rer relevanter Sachverhaltselemente bestehen in casu keine Anhaltspunk- te) im fraglichen Zeitfenster von 1. Juni 2010 bis 11. Januar 2011 (Verfü- gungserlass) wesentlich verbessert war. B-1106/2011 Seite 12 7.1.2 Zur Begründung seiner Beschwerde führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, dass sich der Gesundheitszustand se it dem 1. Ok- tober 2009 nicht verbes sert, sondern sich durchgehend weiter ve r- schlechtert habe. Weder die Vorinstanz noch ihr medizinischer Dienst hät- ten eine direkte Untersuchung vorgenommen oder vor nehmen las sen. Die Untersuchung und Begutachtung sei ausschliesslich in Spanien durch spanische Mediziner er folgt. Aus gesundheitlichen Gründen sei eine z u- künftige Unter suchung in der Schweiz aber nicht mög lich. Die von der Vorinstanz durchgeführten Gutachten bestätigten in ihrer Gesamtheit den extrem schlechten Gesundheitszustand, obwohl dieser tatsächlich noch wesentlich schlechter sei. Die in validisierenden Auswirkungen des schwerwiegenden Krankheitsbilds begründe ten einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Es seien keinerlei Tätigke iten, auch keine Ver - weistätigkeiten, mehr mög lich. Die neutralen medizinischen Gutachten und Atteste bewiesen den schlechten Gesundheits zustand. Die progre s- sive Entwicklung der Gesundheits - und Funktions störungen werde von der Vor instanz ignoriert . Das bisherige Verwaltungsverfahren sei als mangelhaft und ungenügend an die Vorinstanz zurückzuweisen, wobei ihr eine eingehende fachmedizinische Unter suchung und Begutach tung, eventuell in der Schweiz, aufzuerlegen sei mit der Verpflichtung, danach erneut zu ent scheiden. In seiner Replik wies der Beschwerdeführer e r- gänzend darauf hin, dass die Vorinstanz bis dato keine Untersuchung in der Schweiz durch entsprechende Fach ärzte, die mit den schweizer i- schen sozialrechtlichen Rechtsnormen vertraut sei en, veran lasst habe. Nur eine detaillierte fachärztliche Untersuchung, entweder in Spanien oder in der Schweiz, durch einen Kardiologen, einen Internisten und e i- nen Urologen würde alle aktuellen tatsächlichen gesundheitlichen Beein - trächtigungen wiedergeben. 7.1.3 Die Vorinstanz begründete ihren Vernehmlassungsantrag auf B e- schwerdeabweisung im Wesentlichen damit, dass die Entwicklung sowohl bezüglich des Herz - wie auch des Nierenleidens günstig sei und eine leichte Verweisungstätigkeit im Umfang von 70 % wieder zulassen würde. Es bleibe bei der bisherigen Beurteilung des ärztlichen Dienstes. Bei Ausübung einer solchen 70%igen Tätigkeit würde der Beschwerdeführer gemäss Einkommensvergleich eine gesund heitlich bedingte Erwerbsei n- busse von knapp 48 % erleiden. Die ganze Rente sei folglich zu Recht per 1. September 2010 durch eine Viertelsrente ersetzt worden. Ergän- zend führte die Vorinstanz in ihrer Duplik im Wesentlichen aus, ihr ärztl i- cher Dienst habe gestützt auf aktu elle und aussagekräftige Unterlagen spanischer Ärzte zu den Auswirkungen der Leiden auf die Arbeitsfähigkeit B-1106/2011 Seite 13 Stellung nehmen können, weshalb sich eine nochmalige Ergänzung der medizinischen Unterlagen als nicht notwendig erweise. 7.2 Für die Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähi g- keit ab dem 1. Juni 2010 stützte sich die Vorinstanz auf die Stellungnah- me ihres medizinischen Dienstes vom 7. Juli 2010 (Dr. G._______, IV-act. 93), vom 30. November 2010 (Dr. G._______, IV -act. 100) und vom 19. Mai 2011 (Dr. E._______, IV-act. 107) , welche ihrerseits – mangels anderer ärztlicher Berichte betreffend den fraglichen Zeit raum – nur auf den ausführlichen ärztlichen Bericht gemäss Formular E 213 von F._______ vom 9. Juni 2010 (IV-act. 90) abstellten. Die Arbeitsunfähigkeit in schweren körperlichen Tätigkeiten wie der bishe- rigen als Maurer -Hilfsarbeiter beträgt nach diesen ärztlichen Einschät- zungen auch im fraglichen Zeitraum unverändert 100 %, was von den Parteien nicht bestritten wird und nachvollziehbar ist . Im Folgenden ist daher nur zu prüfen, ob die Vorinstanz den vorherigen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente angesichts der vorliegenden medizinischen Ste l- lungnahmen bezüglich der verbleibenden Arbeitsfähigkeit in einer le i- densangepassten Verweisungstätigkeit zu Recht per 1. September 2010 auf einen nunmehrigen Anspruch auf eine Viertelsrente herabgesetzt hat. 7.3 7.3.1 F._______ diagnostizierte am 9. Juni 2010 aktuell eine chronische Niereninsuffizienz Grad 4, eine chronische Anämie, ein ischämisches Herzleiden sowie eine aortische Endokarditis. Auch habe d er Beschwer- deführer eine arterielle Hypertonie sowie Diabetes. Er benötige aktuell keine Blutwäsche. Die Aorta funktioniere aktuell normal. Derzeit sei er kardiologisch stabil, es sei aber nicht ausgeschlossen, dass er eine I m- plantation eines neuen Herzschrittmachers für sein Grundleiden benöt i- gen werde. Die Gesamtheit der Pathologie erzeuge eine wesentliche Ei n- schränkung im Arbeitsbereich. Seit dem 21. Mai 2009 habe sich der Z u- stand verschlechtert. Wegen körpe rlicher Anstrengungen könne er nicht ohne Hilfe einer anderen Person am Ar beitsplatz arbeiten. Er könne a m Wohnort nicht ohne die Hilfe einer anderen Per son arbeiten, da er keine Aktivität ohne Schmerz ausführen könne. Er könne in seiner letzten Stelle als Garten hilfsarbeiter nicht mehr arbeiten , e ine sitzende leidensang e- passte Arbeit aber zu 50 % ausüben. Einer Bildschirmarbeit könne er nachgehen. Gemäss den Gesetzen des Wohnsitzlandes sei in Bezug auf die letzte Stelle vollständige Invalidität gegeben und betrage der Invalidi-B-1106/2011 Seite 14 tätsgrad für irgendeine andere, auf die E ignungen bezogene Arbeitsart 70 %. Aufgrund dieser Gesetze bestehe eine Einschrän kung für jede A r- beitstätigkeit. Eine Verbesserung des aktuellen Gesundheitszustands sei bei Implantation eines Herzschrittmachers möglich. 7.3.2 Dr. G._______ folgerte aus diesem Bericht von F._______, ange- sichts der güns tigen Entwicklung hinsichtlich Herz und Nie re betrage die Arbeitsunfähigkeit in einer Verweisungs tätigkeit 30 % seit dem 12. Mai 2010. An diesem Datum hätten die kardiologischen und nephro logischen Untersuchungen eine Stabilisierung des Gesundheits zustands gezeigt. Die Herzfunktion sei erhalten und eine Aortaklappe funktioniere (mit e i- nem freilich nicht funk tionsgemässen Herzschrittmach er). Und es seien auch die Blutwäschen aufgrund der Verbesserung (aber nicht Normalisie- rung) der Nierenfunktion gestoppt. Der Gesundheitszustand habe sich dato verbessert, es sei aber eine dauerhafte Restbeeinträchtigung der Niere vorhanden (Stellungnahme vom 7. Juli 2010). Diese Einschätzung bestätigte Dr. G._______ in ihrer zweiten Stellungnahme mit folgenden Aussagen: Die Entwicklung der kardialen Beeinträch tigung sei günstig. Der Herzrhythmus sei sinusal und regulär mit einem Schenkelblock rechts, welcher der Ausübung einer angepassten beruflichen Tätigkeit nicht entgegenstehe. Die Entwicklung der Nieren beeinträchtigung sei un- ter Behandlung günstig gewesen, mit einer genügenden Wiedererlangung der Nierenfunktion zur Unterbrechung der vorübergehenden Blutwäsche. In Bezug auf die Niere sei die Entwicklung günstig gewesen. Die Beei n- trächtigung stehe der Ausübung einer angepass ten beruflichen Tätigkeit nicht entgegen. Die anderen Einschränkungen der Gesundhe it, wie Di a- betes Typ II, arterielle Hypertonie, Nikotinabusus, Infektion der Harnwege, Hypercholesterolämie, Status nach peptischer Ulcera und digestiver H ä- morrhagie, begründeten keine Arbeitsunfähigkeit von we sentlicher Dauer und seien nicht invalidisie rend. Die Restbeeinträchtigungen der Gesun d- heit begründeten eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % in einer angepassten Verweisungstätigkeit (Stellungnahme vom 30. November 2010). Dr. E._______ wies ihrerseits bloss darauf hin, dass die Entwicklung s o- wohl auf kardiologischem als auch nephrologischem Gebiet günstig ge - wesen sei und sich die Situation stabilisiert habe (Stellungnahme vom 19. Mai 2011). 7.3.3 Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutac h- tens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge A n- forderungen zu stellen. Dabei kann auf Stellungnahmen de s medizini-B-1106/2011 Seite 15 schen Dienstes der Vorinstanz für den Fall, dass ihnen materiell Gutac h- tensqualität zukommen soll, nur abgestellt werden, wenn sie den allg e- meinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht g e- nügen (vgl. EVG I 694/05 vom 15. Dezember 2006 E. 2). Vorliegend ist die Aussage von Dr. G._______, dass de r Beschwerdeführer seit dem 12. Mai 2010 in einer behinderungsangepassten Tätigkeit nur noch zu 30 % arbeitsunfähig sei, aufgrund der Akten nicht nachvollziehbar. 7.3.3.1 F._______ bescheinigte dem Beschwerdeführer eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit von insgesamt 70 % in einer leidensangepassten T ä- tigkeit, wobei er eine sitzende solche Tätigkeit zu 50 % ausüben könne. Dabei attestierte F._______ dem Beschwerdeführer keine dauerhafte we- sentliche gesundheitliche Verbesserung im Verlauf, insbeson dere keine ab dem 12. Mai 2010. Vielmehr war F._______ der Ansicht, dass seit dem 21. Mai 2009 eine andauernde gesundhei tliche Verschlechterung beste- he. Diese Einschätzung steht jener von Dr. G._______ diametral entge- gen. Wie die Ärztin des medizinisch en Dienstes der Vorinstanz, Dr. G._______, ihrerseits aus dieser Einschätzung von F._______ eine nunmehrige 30%ige Arbeits unfähigkeit seit dem 12. Mai 2010 folgern konnte, ist nicht ersichtlich. Auch auf andere ärztliche Einschätzungen der verbleibenden Arbeitsfähigkeit kann sich Dr. G._______ nicht gestützt haben, da sich solche nicht in den übrigen medizinischen Akten finden. Insbesondere können dem Bericht von Dr. H._______ vom 12. Mai 2010 (IV-act. 89), auf den sich Dr. G._______ bei ihrer eigenen Festlegung des Datums des Eintritts der angenommenen gesundheitlichen Verbesserung offensichtlich bezieht, keine Äusserungen zur Arbeitsfähigkeit entnommen werden. Die Begründung Dr. G._______s ist angesichts dessen nicht schlüssig. Dr. E._______ stützt sich hinwiederum ohne nähere objektive Begründung einfachhin auf die Aussagen Dr. G._______s, so dass auf die Äusserungen von Dr. E._______ ebenfalls nicht abgestellt werden kann. 7.3.3.2 Auf die Aussagen von F._______ ihrerseits kann ebenfalls nicht abgestellt werden, da sie weder näher mit objektiven Befunden begrün- det, wieso sitzende adaptierte Tätigkeiten zu 50 %, leidensangepasste Tätigkeiten insgesamt aber nur zu 30 % zumutbar sein sollen, noch zur Arbeitsunfähigkeit in leidensangepassten Tätigkeiten im Verlauf – insbe- sondere seit dem 1. September 2010 –, zur Dauerhaftigkeit der Arbeit s- unfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit und zur Frage, welche Tätigkeiten insgesamt leidensangepasst wären, Stellung nimmt . Zudem geht die fachärztliche Qualifikation von F._______ aus den vorhandenen B-1106/2011 Seite 16 Akten nicht hervor und bezieht sich ihre Einschätzung auf die gesetzliche Situation in Spanien, welche nicht ohne Weiteres auf die schweizerische Rechtslage übertragen werden kann. 7.3.4 Dass der interne medizinische Dienst der Vorinstanz – sowie in der Folge gestützt auf dessen Stellungnahme die Vorinstanz selber – befand, der Beschwerdeführer sei in leidensangepasster Tätigkeit seit dem 12. Mai 2010 nur noch zu 30 % arbeitsunfähig, überzeugt deshalb nicht. Dementsprechend ist die Arbeits fähigkeit des Beschwerdeführers seit dem 1. Juni 2010 unklar , womit der Rentenanspruch ab 1. September 2010 nicht rechtskonform beurteilt werden kann. 8. 8.1 Zusammenfassend ist festzustellen, dass aufgrund der vorliegenden medizinischen Stellungnahmen eine rechtskonforme Beurteilung des G e- sundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit seit dem 1. Juni 2010 und somit des Rentenanspruchs ab dem 1. September 2010 nicht möglich ist. Daher ist die angefochtene Verfügung, welche auf einer lückenhaften medizinischen Aktenlage beruht, aufzuheben. 8.2 Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung hat das Gericht, das den Sachverhalt als ungenügend abgeklärt erachtet, die Wahl, die Sache zur weiteren Beweiserhebung an die Verwaltung zurückzuweisen oder selber die nötigen Instrukti onen vorzunehmen. Bei festgestellter Abkl ä- rungsbedürftigkeit verletzt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung als solche weder den Untersuchungsgrundsatz noch das Gebot eines einfachen und raschen Verfahrens. Anders verhielte es sich nur dann, wenn die Rückweisung an die Verwaltung einer Verweigerung des g e- richtlichen Rechtsschutzes gleichkäme (beispielsweise dann, wenn auf Grund besonderer Gegebenheiten nur ein Gerichtsgutachten bzw. andere gerichtliche Beweismassnahmen geeignet wären, zur Abklärung de s Sachverhalts beizutragen, vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4), oder wenn die Rückweisung nach den konkreten Umständen als unverhältnismässig be- zeichnet werden müsste (BGE 122 V 163 E. 1d). Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, die der Rückweisung der Sache zu r weiteren Abkl ä- rung an die Vorinstanz entgegenstehen würden. 8.3 Somit ist die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie e r- gänzende, auf einer persönlichen Untersuchung des Beschwerdeführers basierende fachärztliche – vorzugsweise polydisziplinäre gutachterliche –B-1106/2011 Seite 17 Abklärungen vornehme, die sich namentlich zur Arbeitsfähigkeit des B e- schwerdeführers in leidensangepassten Tätigkeiten seit 1. Juni 2010 zu äussern haben, und anschliessend über den Rentenanspruch ab 1. Sep- tember 2010 neu verfüge. Die Vorins tanz wird dabei nach Einholung der entsprechenden Ergänzung der medizinischen Unterlagen den Invalid i- tätsgrad des Beschwerde führers neu zu bestimmen haben. In diesem Sinn ist die Beschwerde gutzuheissen. 9. 9.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Eine Rückweisung gilt praxisgemäss als Obsiegen der beschwerde führenden Partei (BGE 132 V 215 E. 6), so dass dem Beschwerdeführer keine Ve r- fahrenskosten aufzuerlegen sind. Ihm ist daher der geleistete Kostenvo r- schuss in der Höhe von Fr. 414. – nach Eintritt der Rechtskraft des vorlie- genden Entscheids auf ein von ihm bekannt zu gebendes Konto zurüc k- zuerstatten. Da aufgrund von Art. 63 Abs. 2 VwVG auch der unterliege n- den Vorinstanz keine Verfahrenskosten auferlegt werden können, ist vo r- liegend auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten. 9.2 Der obsiegende Beschwerdeführer hat gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Verwaltung. Da keine Kostennote eingereicht wurde, ist die Entschäd i- gung aufgrund der Akten festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 S atz 2 VGKE). Un- ter Berücksichtigung des Verfahrensausgangs, des gebotenen und akten- kundigen Aufwands, der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des vorliegend zu beur teilenden Verfahrens sowie in Anbetracht der in vergleichbaren Fällen gesprochenen Entschädigungen ist eine Parteien t- schädigung von Fr. 1'500.– (inkl. Auslagen, ohne Mehrwertsteuer [vgl. dazu auch Urteil des Bundesverwaltu ngsgerichts C -6173/2009 vom 29. August 2011 mit Hinweis]) gerechtfertigt (Art. 9 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 10 Abs. 2 VGKE). B-1106/2011 Seite 18 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde vom 10. Februar 2011 wird insoweit gutgeheissen, als dass die angefochtene Verfügung vom 11. Januar 2011 betreffend den Rentenanspruch ab 1. September 2010 aufgehoben und die Sache im Sinne der Erwägungen zur weiteren Abklärung des Sachverhalts sowie zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss in der H öhe von Fr. 414. – wird diesem nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils an die von ihm anzug e- bende Zahlungsstelle zurückerstattet. 3. Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteien t- schädigung von Fr. 1'500.– zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein ; Beilage: Rückerstattungsformular), – die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Gerichtsurkunde), – das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV (Gerichtsurkunde). Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Eva Schneeberger Andrea Giorgia Röllin Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom B-1106/2011 Seite 19 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die U n- terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 12. September 2013