<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2004.00092</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204886&amp;W10_KEY=4467139&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2004.00092</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.03.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 2002 (direkte Bundessteuer)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Beschwerdeverfahren - Novenverbot<br/><br/>Aufgrund der Auslegung des in Art. 145 Abs. 2 DBG enthaltenen sinngemässen Verweises auf das erstinstanzliche Beschwerdeverfahren ergibt sich, dass wegen der unterschiedlichen Funktionen von erster und zweiter Beschwerdeinstanz auch im Verfahren der direkten Bundessteuer vor Verwaltungsgericht ein Novenverbot gilt. <br/>Die Einschätzung des Pflichtigen nach pflichtgemässem Ermessen ist zu Recht erfolgt und auch in der Höhe nicht zu beanstanden. Daran änderte auch eine wegen des Novenverbots unzulässige Berücksichtigung der erstmals vor Verwaltungsgericht beigebrachten Unterlagen nichts. Keine Gewährung der UP wegen Aussichtslosigkeit.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN">EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSENSEINSCHÃTZUNG">ERMESSENSEINSCHÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOGNITION">KOGNITION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOVENVERBOT">NOVENVERBOT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 130 Abs. II DBG</span><br/><span class="gerade">Art. 132 Abs. III DBG</span><br/><span class="ungerade">Art. 145 Abs. II DBG</span><br/><span class="gerade">Art. 98a Abs. III OG</span><br/><span class="ungerade">Art. 105 Abs. II OG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 1 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>A reichte trotz Mahnung keine SteuererklÃ¤rung fÃ¼r die Steuerperiode 2002 ein. Er wurde deshalb vom kantonalen Steueramt mit VeranlagungsverfÃ¼gung und Einspracheentscheid vom 24. November 2003/30. Januar 2004 bzw. 29. MÃ¤rz 2004 in Anwendung von Art. 130 Abs. 2 des Bundesgesetzes Ã¼ber die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ veranlagt.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der PrÃ¤sident der Steuerrekurskommission I wies als Einzelrichter die hiergegen gerichtete Beschwerde des Pflichtigen am 16. September 2004 ab. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 20. Oktober 2004 beantragte der Pflichtige, es sei das steuerbare Einkommen fÃ¼r die Steuerperiode 2002 auf Fr. â¦ festzusetzen. Ausserdem ersuchte er um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der PrÃ¤sident der Steuerrekurskommission I und das kantonale Steueramt schlossen auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Einzelrichter Ã¼berwies die Akten der 2. Kammer zur Beurteilung.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>FÃ¼r die Beschwerde an das Verwaltungsgericht als weitere verwaltungsunabhÃ¤ngige kantonale Instanz im Bereich der direkten Bundessteuer gelten laut Art. 145 Abs. 2 DBG die Vorschriften von Art. 140 bis 144 DBG Ã¼ber das Beschwerdeverfahren vor der kantonalen Rekurskommission "sinngemÃ¤ss". </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Der Gesetzeswortlaut schliesst jedenfalls die unbesehene integrale Anwendung aller Regeln Ã¼ber das erstinstanzliche Beschwerdeverfahren aus. Es ist folglich durch Auslegung zu ermitteln, welche Regeln "sinngemÃ¤ss", also dem Gesetzessinn entsprechend, auf das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren Ã¼bertragen werden kÃ¶nnen (vgl. Thomas Meister, Rechtsmittelsystem der Steuerharmonisierung, Bern/Stuttgart/Wien 1995, S. 196). Dabei ist insbesondere den vom Gesetz zugedachten unterschiedlichen Funktionen von erster und zweiter Beschwerdeinstanz Rechnung zu tragen. Soll die erstinstanzliche Beschwerde die allseitige, hinsichtlich Rechts- und Ermessenskontrolle unbeschrÃ¤nkte gerichtliche ÃberprÃ¼fung der Einspracheentscheide der VeranlagungsbehÃ¶rde auf alle MÃ¤ngel des Entscheids und des vorangegangenen Verfahrens hin (Art. 140 Abs. 3 DBG) ermÃ¶glichen (vgl. Ulrich Cavelti in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2b, Basel/Genf/MÃ¼nchen 2000, Art. 140 DBG N. 9; Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann, Handkommentar zum DBG, ZÃ¼rich 2003, Art. 140 N. 132 ff.), muss sich die Aufgabe der zweitinstanzlichen Beschwerde, welche die ÃberprÃ¼fung der Entscheidung eines Gerichts und nicht diejenige einer VerwaltungsbehÃ¶rde zum Gegenstand hat, sinnvollerweise auf die Rechtskontrolle beschrÃ¤nken (vgl. auch Meister, S. 197, der die Ansicht vertritt, die PrÃ¼fungszustÃ¤ndigkeit der zweiten Instanz mÃ¼sse "notwendigerweise enger gefasst sein â¦ als diejenige der kantonalen Rekurskommission"). Dadurch wird die Absicht des Gesetzgebers, mit dem zweistufig ausgestalteten Beschwerdeverfahren kÃ¶nne (auch) ein Beitrag an die Entlastung des Bundesgerichts geleistet werden (Botschaft des Bundesrats Ã¼ber die Steuerharmonisierung vom 25. Mai 1983, S. 214), auf sachgerechte Weise umgesetzt und die Vorschrift von Art. 140 Abs. 3 DBG "sinngemÃ¤ss" fÃ¼r die zweitinstanzliche Beschwerde ausgelegt. Die ÃberprÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts als weiterer Beschwerdeinstanz erfÃ¤hrt damit im Einklang mit Art. 98a Abs. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 (OG) keine engere Umschreibung als die Kognition des Bundesgerichts bei der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 104 f. OG.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Demnach kÃ¶nnen mit der (zweitinstanzlichen) Beschwerde an das Verwaltungsgericht alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das <span class="UrteilstextCharChar">Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachverhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Rekurskommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemessenheit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekurskommission zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich</span> somit lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessensÃ¼berschreitung und auf Ermessensmissbrauch (vgl. zum kantonalen Recht: RB 1999 Nr. 147).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.4 </span></b><span>Die vom Gesetzgeber offenkundig gewollte Aufgabenteilung von erster und zweiter Beschwerdeinstanz lÃ¤sst es ebenfalls als sachgerecht erscheinen, neue tatsÃ¤chliche Behauptungen und Beweismittel bei der Anfechtung des gerichtlichen Entscheids der Rekurskommission nur zuzulassen, wenn es sich um echte Noven handelt, namentlich um neue tatsÃ¤chliche Behauptungen und Beweismittel, die auf einem Revisions- oder Nachsteu­ergrund beruhen oder der StÃ¼tzung von geltend gemachten Rechtsverletzungen dienen, die ihrer Natur nach neuer tatsÃ¤chlicher Vorbringen oder Beweismittel bedÃ¼rfen. Neue, erstmals vor Verwaltungsgericht gestellte Rechtsbegehren mÃ¼ssen schliesslich allgemein zulÃ¤ssig sein, sofern sie sich nicht auf Tatsachen und Beweismittel stÃ¼tzen, welche unter das Novenverbot fallen (zum kantonalen Recht: vgl. RB 1999 Nr. 149). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Rechtslage kann mit derjenigen im Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren vor Bundesgericht verglichen werden. GemÃ¤ss Art. 105 Abs. 2 OG bindet nÃ¤mlich die Sachverhaltsfeststellung das Bundesgericht, wenn eine richterliche BehÃ¶rde als Vorinstanz den Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig, unvollstÃ¤ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt hat, woraus sich in solchen FÃ¤llen die UnzulÃ¤ssigkeit neuer Tatsachen und Beweismittel ergibt (BGE 130 II 149 E. 1.2 mit weiteren Hinweisen; BGr, 2. Mai 2000, 2A.499/1999 E. 1b, www.bger.ch; Alfred KÃ¶lz/Isabelle HÃ¤ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. A., ZÃ¼rich 1998, N. 940 ff.). Somit befindet sich das durch Auslegung der Verweisungsvorschrift von Art. 145 Abs. 2 DBG gewonnene Novenverbot im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren auch in Ãbereinstimmung mit Art. 98a Abs. 3 OG und hÃ¤lt im Ãbrigen auch vor den verfassungsrechtlichen Anforderungen der voraussichtlich auf anfangs 2007 in Kraft tretenden Rechtsweggarantie stand (vgl. Art. 103 des Entwurfs zum Bundesgerichtsgesetz vom 28. </span><span>Februar 2001 e contrario; BBl 2001 4507).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Hat der Steuerpflichtige trotz Mahnung seine Verfahrenspflichten nicht erfÃ¼llt oder kÃ¶nnen die Steuerfaktoren mangels zuverlÃ¤ssiger Unterlagen nicht einwandfrei ermittelt werden, so nimmt die VeranlagungsbehÃ¶rde laut Art. 130 Abs. 2 DBG die Veranlagung nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen vor (Satz 1). Sie kann dabei unter anderem den Lebensaufwand des Steuerpflichtigen berÃ¼cksichtigen (Satz 2).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Eine Ermessensveranlagung kann der Steuerpflichtige gemÃ¤ss Art. 132 Abs. 3 DBG nur wegen offensichtlicher Unrichtigkeit anfechten. Wegen des im Beschwerdeverfahren geltenden Novenverbots (vgl. vorn E. 1.4) hat der Steuerpflichtige im Einspracheverfahren, spÃ¤testens aber im erstinstanzlichen Beschwerdeverfahren vor Rekurskommission nachzuweisen, dass die ErmessenseinschÃ¤tzung offensichtlich unrichtig ist. Er hat den Nachweis dadurch zu erbringen, dass er innerhalb der Rechtsmittelfrist die versÃ¤umten Verfahrenspflichten erfÃ¼llt, eine zur Beseitigung der Ungewissheit Ã¼ber die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse erforderliche substanziierte Sachdarstellung gibt und hierfÃ¼r notwendige Beweismittel beibringt oder zumindest anbietet (vgl. BGr 30.10.1987, ASA 58 [1989/90] 670 E. 3c; BGE 123 II 552 E. 4c; Botschaft Steuerharmonisierung, 210; Martin Zweifel, in Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2b, Basel/Genf/MÃ¼nchen 2000, Art. 132 DBG N. 44 ff.; zum kantonalen Recht: vgl. RB 1999 Nr. 150). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Der Pflichtige hat vor Rekurskommission die versÃ¤umte SteuererklÃ¤rung samt Beilagen nachgebracht. Auf diese Weise hat er die versÃ¤umten Verfahrenspflichten, derentwegen er zu Recht nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen eingeschÃ¤tzt wurde, nachgeholt. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Indessen hat der Pflichtige weder im Einsprache- noch im Verfahren vor Rekurskommission dargelegt und nachgewiesen, wie er angesichts des deklarierten Einkommens von Fr. â¦ (bzw. des Ãberschusses von rund Fr. â¦ der Auslagen [AbzÃ¼ge] Ã¼ber die EinkÃ¼nfte) seinen der HÃ¶he nach unbekannten Lebensaufwand im Einzelnen finanziert hat. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die erstmals in der Beschwerde an das Verwaltungsgericht vorgebrachte ErklÃ¤rung, der Pflichtige sei von seiner Mutter unterstÃ¼tzt worden, fÃ¤llt unter das Novenverbot (vgl. vorn E. 1.4) und ist daher nicht zu hÃ¶ren. Desgleichen sind die erstmals in der Beschwerde eingereichten Unterlagen, welche diese Behauptung stÃ¼tzen sollen, neu und nicht zu berÃ¼cksichtigen.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Immerhin ist anzumerken, dass die Vorbringen des Pflichtigen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde insoweit vage und nicht Ã¼berprÃ¼fbar sind, als dieser keinerlei Angaben und Aufstellungen Ã¼ber seinen Lebensaufwand in der Steuerperiode 2002 und Ã¼ber die Finanzierung dieses Aufwands sowie die Deckung des AusgabenÃ¼berschusses von rund Fr. â¦ gemacht und mit Belegen nachgewiesen hat. Daher bleiben seine finanziellen VerhÃ¤ltnisse im Dunkeln, auch wenn davon ausgegangen wÃ¼rde, dass er im Haushalt der Mutter gelebt hat und von ihr (nach den BankauszÃ¼gen) mit mindestens rund Fr. â¦ unterstÃ¼tzt worden ist. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Demzufolge ist dem Pflichtigen im Ergebnis der Nachweis des von ihm verfochtenen steuerbaren Einkommens misslungen, weshalb auf seine Deklaration nicht abgestellt werden </span><span>kann. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Unter diesen UmstÃ¤nden fragt es sich nur noch, ob die SchÃ¤tzung des steuerbaren Einkommens offensichtlich unrichtig ausgefallen ist. Offensichtlich unrichtig ist eine SchÃ¤tzung, die erkennbar auf missbrÃ¤uchlicher BetÃ¤tigung des SchÃ¤tzungsermessens beruht<a id="ERW3"> und </a>insbesondere willkÃ¼rlich ist (vgl. BGE 108 Ib 196 E. 4). WillkÃ¼r liegt vor, wenn die SchÃ¤tzung nach den Akten sachlich nicht begrÃ¼ndbar ist, namentlich weil sie<span> pÃ¶nal oder fiskalisch motiviert ist, sich auf sachwidrige SchÃ¤tzungsgrundlagen, -methoden oder -hilfsmittel stÃ¼tzt oder sonst mit den aktenkundigen VerhÃ¤ltnissen des Einzelfalls aufgrund der Lebenserfahrung vernÃ¼nftigerweise nicht vereinbart werden kann und damit als geradezu unmÃ¶glich erscheint</span> (vgl. Zweifel, Art. 132 N. 52; fÃ¼r das kantonale Recht siehe RB 1983 Nr. 57 E. 3b = ZBl 84 [1983] 547 = ZR 82 [1983] Nr. 123; RB 1963 Nr. 62 = ZBl 65, 384 = ZR 65 Nr. 13).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Da nach dem fÃ¼r das Verwaltungsgericht massgeblichen Aktenstand bei FÃ¤llung des angefochtenen Entscheids der Rekurskommission (vgl. vorn E. 1.4) keine ErklÃ¤rung dafÃ¼r vorliegt, wie hoch die Lebenshaltungskosten des Pflichtigen in der streitbetroffenen Steuerperioden waren und wie diese finanziert worden sind, kann im Licht des von der Vorinstanz herangezogenen betreibungsrechtlichen Existenzbedarfs nicht gesagt werden, dass das geschÃ¤tzte steuerbare Einkommen von Fr. ... sachlich nicht begrÃ¼ndbar oder gar unmÃ¶glich sei. Die SchÃ¤tzung ist daher nicht als offensichtlich unrichtig nachgewiesen worden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Lediglich anzumerken ist, dass sich die SchÃ¤tzung selbst bei BerÃ¼cksichtigung der nicht statthaften Noven angesichts dessen, dass der Lebensaufwand des Pflichtigen unbekannt geblieben und eine besonders sparsame Lebensweise nicht dargetan worden ist, halten liesse.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>AusgangsgemÃ¤ss sind dem BeschwerdefÃ¼hrer die Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 145 Abs. 2 DBG). </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das vom BeschwerdefÃ¼hrer gestellte Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung ist abzuweisen, weil die Beschwerde als offensichtlich aussichtslos erscheint (§ 16 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit Art. 145 Abs. 2 und Art. 144 Abs. 5 DBG; vgl. Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes Ã¼ber das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968).</span></p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</p> <p class="Einzug2"> Das Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung wird abgewiesen;</p> <p class="Einzug2">und entscheidet:</p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. <span>Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf</span></p> <p class="Einzug2"><span> Fr. 250.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 350.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>