<h2>SubmittedText<h2><p>Der aktuelle Bedarf in der Pflege liegt laut Bundesrätin Leuthard bei 6000 Arbeitskräften pro Jahr, davon könne der Arbeitsmarkt Schweiz selber nur 4000 decken. Auch in Branchen der erneuerbaren Energien fehlen bekanntlich Fachkräfte. Gleichzeitig mangelt es im Inland an entsprechenden Ausbildungsplätzen, und die Erwerbslosigkeit in der Schweiz steigt.</p><p>Was sieht der Bundesrat zur Verbesserung dieser Situation vor?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist sich der Probleme des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen sowie bei den erneuerbaren Energien und des damit verbundenen Handlungsbedarfs bewusst. Ziel des Bundes ist es, bis Ende Januar 2010 im Pflege- und Betreuungsbereich der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren und der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren sowie der OdA-Santé konkrete Vorschläge zur Sicherstellung eines bedarfsorientierten Bildungsangebotes zu unterbreiten. Im Zentrum stehen die Bereitstellung einer bedarfsgerechten Zahl an Ausbildungs- und Praktikumsplätzen, die schnelle Einführung der Attestausbildung und Vorkehren für eine Steigerung der Abschlüsse in den Pflegeberufen. Die hohe Nachfrage nach Gesundheitsfachpersonen setzt voraus, dass auch Quereinsteiger und Wiedereinsteigerinnen sowie Erwerbslose für diese Ausbildungen und beruflichen Tätigkeiten gewonnen werden. Mit dem Aufbau von Lehrbetriebsverbünden und dem Einsatz von Lehrstellenförderern soll die Zahl der Ausbildungsplätze erhöht werden. Bereits 2010 startet der Kanton Aargau ein Pilotprojekt zur Einführung der Attestausbildung, ab 2012 wird die Ausbildung schweizweit angeboten. Die Attraktivität der Berufe im Gesundheitswesen hängt jedoch auch von äusseren Rahmenbedingungen wie Löhnen, Arbeitszeiten und Beschäftigungsmodellen ab. In den letzten Jahren sind im Bereich Clean Tech verschiedene neue Bildungsangebote entstanden wie z. B. die Ausbildung zum Energieberater. Zusammen mit den Organisationen der Arbeitswelt und den Kantonen ist der Bund bemüht, das Thema Clean Tech in verschiedenen Bildungsangeboten, z. B. in Bauberufen und Industrie, zu integrieren. Im Rahmen der dritten Stufe der konjunkturellen Stabilisierungsmassnahmen wurde zudem eine Aus- und Weiterbildungsoffensive im Energiebereich beschlossen. Neben Weiterbildungs- und Umschulungsmöglichkeiten sollen über den Weg von verkürzten Lehren zusätzliche Fachkräfte ausgebildet werden. Der Bund hat zudem die Möglichkeit, innovative Projekte wie die Entwicklung neuer Berufe finanziell zu unterstützen.</p>