A bteilung IV D -2176/2007 {T 0/2} U rteil vom 24. A pril 2007 M itw irkung: R ichter Zoller, R ichterin Teuscher, R ichter Scherrer; G erichtsschreiber W idm er A ._______, geboren (...), Serbien, w ohnhaft (...), Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), vorm als Bundesam t für Flüchtlinge (BFF), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 23. M ai 2006 i. S. A syl und W egw eisung / N (...) B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, I. dass der Beschw erdeführer, ein R om a aus (...), nach drei erfolglos durchlaufenen Asylverfahren in der Schw eiz (Asylgesuche vom 8. D ezem ber 1998, 3. M ai 1999 und 22. O ktober 1999) am 27. O ktober 2003 in der Schw eiz ein viertes M al um Asyl nachsuchte, dass das BFF das letzterw ähnte Asylgesuch m it Verfügung vom 18. D ezem ber 2003 ab- lehnte und die W egw eisung sow ie den Vollzug anordnete, dass die Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) auf eine gegen diesen Entscheid am 21. Januar 2004 eingereichte Beschw erde m it U rteil vom 8. M ärz 2004 nicht eintrat, dass der Aufenthalt des Beschw erdeführers gem äss einer M itteilung der dam als zustän- digen kantonalen Vollzugsbehörde seit dem 16. Juni 2004 unbekannt w ar, II. dass der Beschw erdeführer seinen H eim atstaat am 2. Juli 2005 zusam m en m it seiner Ehefrau und den beiden Kindern auf dem Landw eg in R ichtung U ngarn erneut verliess und von dort über Ö sterreich am 3. Juli 2005 unter U m gehung der G renzkontrolle in die Schw eiz gelangte, w o er gleichentags in Vallorbe erneut um Asyl nachsuchte, dass er am 19. Juli 2005 im Transitzentrum Altstätten zum ersten M al befragt und am 28. Juli 2005 gestützt auf Art. 36 Abs. 1 i. V.m . Art. 29 Abs. 4 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) direkt vom Bundesam t in Anw esenheit eines H ilfsw erks- vertreters angehört w urde, dass er zur Begründung seines Asylgesuchs im W esentlichen ausführte, er und seine Verw andten (Eltern [D -(...)] und G rossm utter [D -(...)]) w ürden im H eim atstaat durch D ritte verfolgt, dass R om a in Serbien generell Problem e hätten, der Beschw erdeführer als Taxifahrer gearbeitet habe und in diesem Zusam m enhang Serben von ihm w iederholt Schutzgelder verlangt hätten, dass er sich, als er nicht m ehr in der Lage gew esen sei, diese G elder zu bezahlen, an die Polizei gew endet und beschw ert habe, diese ihm jedoch nicht geglaubt und ihn als Zigeuner beschim pft habe, dass die Polizei ihm versprochen habe, etw as zu unternehm en, nachdem er dieser ein Schreiben der R om a-G esellschaft übereicht habe, jedoch in der Folge w eder konkrete M assnahm en ergriffen noch dem Beschw erdeführer polizeilicher Schutz gew ährt w orden seien, dass ein Kollege des Beschw erdeführers m it einem M esser verletzt w orden sei, alle R om a in (...) Problem e hätten und dieser dort keine Sicherheit m ehr habe, dass seine Ehefrau zudem nur eine geringe Kinderzulage erhalten habe,3 dass für die w eiteren Aussagen des Beschw erdeführers auf die Protokolle bei den Akten zu verw eisen ist, dass das BFM die Asylgesuche des Beschw erdeführers und dessen Fam ilie m it glei- chentags eröffneter Verfügung vom 23. M ai 2006 ablehnte, den Beschw erdeführer und seine Fam ilie aus der Schw eiz w egw ies und den Vollzug der W egw eisung als zulässig, zum utbar und m öglich erklärte, dass die Vorinstanz zur Begründung ausführte, die Vorbringen des Beschw erdeführers und seiner Fam ilie genügten den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft nicht, dass für den w eiteren Inhalt der vorinstanzlichen Verfügung auf die Akten zu verw eisen ist, dass der Beschw erdeführer diverse kantonale polizeiliche Akten erw irkte, dass der Beschw erdeführer und seine Fam ilie m it Eingabe vom 22. Juni 2006 (Poststem pel) gegen diesen Entscheid bei der AR K Beschw erde erhoben, in w elcher sie die Aufhebung der Verfügung des BFM , die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und die G ew ährung von Asyl beantragten, dass sie gleichzeitig zur Stützung ihrer Vorbringen verschiedene D okum ente (Schreiben des katholischen Pfarram ts B._______, ärztliches Zeugnis von D r. m ed. C ._______, vier Schreiben des Fonds für hum anitäres R echt aus den Jahren 2000 bis 2006 betreffend ethnische M inderheiten in Serbien/Vojvodina) zu den Akten reichten, dass der m it Zw ischenverfügung vom 27. Juni 2006 verlangte Kostenvorschuss am 10. Juli 2006 fristgerecht geleistet w urde, dass der in H aft genom m ene Beschw erdeführer am 19. Januar 2007 - nachdem er zw ei Tage zuvor bereits in G enf unter anderem w egen D iebstahls zu 90 Tagessätzen Busse à Fr. 30.--, bedingt auf 3 Jahre, verurteilt w orden w ar - den W alliser Behörden gegenü- ber erklärte, er sei w egen eines D iebstahls im Kanton Schw yz im Jahr 2005 zu einer zw eiw öchigen, bedingt vollziehbaren G efängnisstrafe und einer Busse von Fr. 970.-- verurteilt w orden, und überdies in den Kantonen G enf, W aadt, Bern (zw eim al), Aarau, Zürich und St. G allen an Kabel-D iebstählen (Kupfer) beteiligt gew esen, dass die Ehefrau und die beiden Kinder des Beschw erdeführers m it Schreiben vom 6. M ärz 2007 gegenüber dem Am t für M igration des Kantons Luzern, w elchem sie zuge- w iesen w orden w aren, den R ückzug der Beschw erde erklärten, dass das Bundesverw altungsgericht m it Verfügung vom 22. M ärz 2007 die Beschw erde in Bezug auf die Ehefrau und die beiden Kinder des Beschw erdeführers als gegen- standslos gew orden abschrieb, und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verw altungsverfahren vom 20. D ezem ber 1968 [Vw VG , SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m . Art. 31 - 34 des Bun- desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht [VG G , SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht 4 [BG G , SR 173.110]), dass das Bundesverw altungsgericht die Beurteilung der am 31. D ezem ber 2006 bei der AR K hängigen R echtsm ittel übernim m t und dabei das neue Verfahrensrecht anw endet (Art. 53 Abs. 2 VG G ), dass der Beschw erdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt ist, ein schutz- w ürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschw erde legitim iert ist (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 Vw VG ), dass som it auf seine frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 50 ff. Vw VG ), dass m it Beschw erde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollstän- dige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG ), dass über offensichtlich unbegründete Beschw erden in einem vereinfachten Verfahren entschieden w ird und die vorliegende Beschw erde, w ie nachfolgend aufgezeigt, offen- sichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ), dass die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl gew ährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG ), w obei als Flüchtling eine ausländische Person anerkannt w ird, w enn sie in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehö- rigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschau- ungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N ach- teilen ausgesetzt zu w erden (Art. 3 Abs. 1 AsylG ), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgew iesen oder zum indest glaubhaft gem acht w er- den m uss (Art. 7 AsylG ), dass in der Beschw erde an den geltend gem achten Verfolgungsvorbringen festgehalten w ird, dass diesbezüglich auf die zutreffenden Erw ägungen der Vorinstanz zu verw eisen ist, w onach es sich bei den geltend gem achten N achstellungen um Verfolgungshandlungen durch D rittpersonen handelt, gew isse Ü bergriffe von Seiten D ritter auf Angehörige der R om a in Serbien zw ar nicht restlos ausgeschlossen w erden können, der Staat allerdings solche Behelligungen in keiner W eise billigt oder unterstützt, und schutzw illig und schutzfähig ist, dass zw ar denkbar ist, dass die Behörden niederer C hargen trotz w iederholten Interve- nierens auf Anzeigen hin nicht unm ittelbar die notw endigen U ntersuchungsm assnahm en einleiten, es dem Beschw erdeführer jedoch unbenom m en ist, sich an eine höhere In- stanz zu w enden, um - nötigenfalls auf dem R echtsw eg - zu seinem R echt zu gelangen, und im Ü brigen am 7. M ärz 2002 das Bundesgesetz zum Schutz und zur Freiheit der na- tionalen M inderheiten in Kraft getreten ist, w elches auch die R om a als solche M inderheit anerkennt, dass die schlechte Arbeitsm arktlage und die geringe finanzielle U nterstützung für die Kinder keine Asylgründe im Sinne von Art. 3 AsylG darstellen, dass die Verfolgungsvorbringen m it zutreffender Begründung als nicht asylrelevant qua-5 lifiziert w urden, dass daran auch die als Bew eism ittel eingereichten vier erw ähnten Schreiben des Fonds für hum anitäres R echt nichts zu ändern verm ögen, zum al diese w eder den Be- schw erdeführer erw ähnen noch dessen individuellen Verfolgungsvorbringen zum G egenstand haben, dass es dem Beschw erdeführer som it nicht gelingt, die Flüchtlingseigenschaft nachzu- w eisen oder zum indest glaubhaft zu m achen, w eshalb das Bundesam t sein Asylgesuch zu R echt abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG ), vorlie- gend der Kanton keine Aufenthaltsbew illigung erteilt hat und der Beschw erdeführer zu- dem keinen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat (vgl. Entscheidungen und M ittei- lungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2001 N r. 21), w eshalb die verfügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und dem - nach vom Bundesam t zu R echt angeordnet w urde, dass das Bundesam t, ist der Vollzug nicht zulässig, nicht zum utbar oder nicht m öglich, das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern regelt (Art. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung in Beachtung der m assgeblichen völker- und landes- rechtlichen Bestim m ungen zulässig ist, da die Flüchtlingseigenschaft nicht besteht und keine Anhaltspunkte für eine m enschenrechtsw idrige Behandlung ersichtlich sind, die dem Beschw erdeführer in seinem H eim at- oder H erkunftsstaat droht (Art. 14a Abs. 3 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer vom 26. M ärz 1931 [AN AG , SR 142.20]), dass sich aus den Akten zudem keine konkreten Anhaltspunkte ergeben, aufgrund derer allenfalls geschlossen w erden könnte, der Beschw erdeführer gerate im Falle der R ück- kehr in seinen H eim atstaat aus individuellen G ründen w irtschaftlicher, sozialer oder ge- sundheitlicher N atur in eine existenzbedrohende Situation, dass sich dem ärztlichen Zeugnis vom 6. Juni 2006 keine H inw eise auf eine behand- lungsbedürftige Beeinträchtigung des G esundheitszustands des Beschw erdeführers ent- nehm en lassen, und sich das Schreiben des katholischen Pfarram ts B._______ in positiver W eise über diesen und seine Fam ilie äussert, dass die engsten Fam ilienangehörigen (Ehefrau, Kinder und Eltern) bereits in ihren H ei- m atstaat zurückgekehrt sind, so dass der Beschw erdeführer dort über ein fam iliäres Be- ziehungsnetz verfügt, dass m it U rteil gleichen D atum s die Beschw erde der G rossm utter (D -[...]) des Beschw erdeführers abgew iesen w ird, dass zw ar nicht ausgeschlossen w erden kann, dass eine R ückkehr des Beschw erdefüh- rers in seinen H eim atstaat m it gew issen Schw ierigkeiten verbunden sein könnte, diese jedoch einen Vollzug der W egw eisung im Sinne von Art. 14a Abs. 4 AN AG nicht als unzum utbar erscheinen lassen, dass der Vollzug der W egw eisung nach Serbien schliesslich auch m öglich im Sinne von Art. 14a Abs. 2 AN AG ist, da keine praktischen H indernisse erkennbar sind, die einer 6 R ückkehr entgegenstehen könnten, und der Beschw erdeführer verpflichtet ist, sich bei der heim atlichen Vertretung allenfalls benötigte R eisepapiere zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), dass nach dem G esagten som it keine W egw eisungshindernisse vorliegen und der vom Bundesam t verfügte Vollzug der W egw eisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschw erdeführer dem nach nicht gelungen ist darzutun, inw iefern die an- gefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich- tig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (Art. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde abzuw eisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]) dem Beschw erdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ), dass sie durch den am 10. Juli 2006 in derselben H öhe geleisteten Kostenvorschuss ge- deckt und m it diesem zu verrechnen sind. (D ispositiv nächste Seite)7 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt. D ie Verfahrenskosten sind durch den in gleicher H öher geleisteten Kosten- vorschuss gedeckt und w erden m it diesem verrechnet. 3. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (eingeschrieben; Beilage: Verfügung des BFM vom 23.5.2006; über eine R ückgabe des bei der Vorinstanz eingereichten D oku- m ents befindet das BFM auf entsprechende Anfrage hin) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den vorin- stanzlichen Akten (R ef.-N r. N [...]) - (...) D er R ichter: D er G erichtsschreiber: M artin Zoller D aniel W idm er Versand am : 8 Eingeschrieben H err A._______