<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird eingeladen, sich dafür einzusetzen, dass ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt mindestens ein TGV-Zugspaar Zürich-Paris über Basel (statt über Bern) nach Paris geführt wird.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Ab 29. November 1999 verbinden neu zwei direkte TGV-Züge Zürich mit Paris. Die beiden Zugspaare verkehren über Bern und Neuenburg, wobei je Richtung ein Zug zusätzlich in Aarau und Olten hält.</p><p>Die Halteorte der Züge sind darauf ausgerichtet, die Bedürfnisse des Marktes bestmöglich abzudecken. Dabei ist insbesondere zu berücksichtigen, dass im touristischen Fernverkehr das Umsteigen besonders negativ bewertet wird, während eine etwas längere Reisezeit vergleichsweise weniger ins Gewicht fällt.</p><p>Die aktuelle Konkurrenzsituation zum Luftverkehr auf der Strecke Zürich-Paris lässt sich auch mit einer etwas kürzeren Bahnreisezeit via Basel kaum wahrnehmbar verändern.</p><p>Die Führung eines TGV-Zugspaares Zürich-Paris über Basel wurde durch die SBB und die SNCF untersucht. Beide Bahnen sind zum Schluss gekommen, dass sie gegenwärtig nicht realisierbar ist, und zwar sowohl aus kommerziellen als auch aus betrieblichen Gründen.</p><p>Nach Auffassung des Bundesrates erfüllen die SBB im vorliegenden Fall die Bestimmungen von Artikel 3 sowie Artikel 7 Absatz 3 der Leistungsvereinbarung mit der Eidgenossenschaft für die Jahre 1999-2002, wonach sie ihre Leistungen im Personenverkehr auf die Marktbedürfnisse auszurichten sowie ihre Marktstellung zu stärken haben. Angesichts der Finanzlage des Bundes kommt eine Bestellung und Abgeltung zusätzlicher, nicht kostendeckender Verkehrsleistungen via Basel durch die Eidgenossenschaft nicht in Frage.</p><p>Längerfristig bringt die in Frankreich geplante Neubaustrecke TGV Est (Paris bis in den Raum Metz/Nancy) eine Verkürzung der Fahrzeiten zwischen der Schweiz und Paris. Gemäss SBB sollen voraussichtlich ab etwa 2005/06 drei Zugspaare zwischen Zürich und Paris mit einer Reisezeit von noch rund 4 Stunden 30 Minuten verkehren. Diese Verbindung ist auch Gegenstand der am 5. November 1999 unterzeichneten bilateralen Vereinbarung mit Frankreich zur Anbindung der Schweiz ans französische Hochleistungsbahnnetz.</p>  Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.