<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2021.00137</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=221236&amp;W10_KEY=13013475&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2021.00137</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 28.04.2021</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz. Die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin war in der Lage, die Zustelladresse des Verwaltungsgerichts ohne nennenswerten Aufwand selber herauszufinden und den Entscheid der Haftrichterin fristgerecht anzufechten. Aus der Unvollständigkeit der Rechtsmittelbelehrung der Haftrichterin erwuchs ihr damit kein Nachteil (E. 2.1.1). Der Beschwerdeführerin wäre es zuzumuten gewesen, anlässlich der Anhörung die Vorlage der Aktennotiz der Haftrichterin bzw. Einsicht in dieselbe zu verlangen, was sie jedoch nicht tat. Insofern kann daher nicht von einer Gehörsverletzung gesprochen werden. Die Haftrichterin verletzte aber das Replikrecht der Beschwerdeführerin (E. 2.1.2). Die Vorladung zur Anhörung in der Amtssprache Deutsch ist nicht zu beanstanden (E. 2.1.3). Wenn sich ein Gewaltvorfall nach rechtskräftiger Anordnung und Vollzug von zivilrechtlichen Massnahmen zuträgt, gehen die Gewaltschutzmassnahmen dem Gesetzeszweck entsprechend vor (E. 5.1). Gemäss § 3 Abs. 2 lit. c GSG kann ein Kontaktverbot auf der gefährdeten Person nahestehende Personen ausgedehnt werden, auch wenn diese selbst nicht unmittelbar gefährdet im Sinn von § 2 Abs. 3 GSG sind. Eine solche Ausdehnung ist etwa dann zulässig, wenn dies zum Schutz des gefährdeten Elternteils notwendig ist, weil Hinweise dafür bestehen, dass der Kontakt mit dem Kind zur verbotenen Kontaktaufnahme zur gefährdeten Person missbraucht wird, um diese weiterhin zu bedrohen. Die vorliegende Situation ist damit vergleichbar. Dem Beschwerdegegner ist es zwar aufgrund der richterlichen Anordnungen im Eheschutz- bzw. Scheidungsverfahren â als Ausnahme vom im Übrigen bestehenden Kontaktverbot â erlaubt, an die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit der Ausübung seines Besuchsrechts heranzutreten. Der Beschwerdegegner missbrauchte aber offensichtlich dieses Recht, indem er die Beschwerdeführerin anlässlich solcher Kontaktaufnahmen oder der Kindesübergaben wiederholt beschimpfte und bedrohte. Dies erschiene auch dann nicht gerechtfertigt, wenn sich die Beschwerdeführerin tatsächlich regelmässig nicht an die Anordnungen bzw. Abmachungen im Eheschutz- bzw. Scheidungsverfahren gehalten haben sollte. Vor diesem Hintergrund wäre somit einerseits nicht nur eine vollumfängliche bzw. ausnahmslose Verlängerung der die Beschwerdeführerin betreffenden Schutzmassnahmen, sondern auch eine Verlängerung des Kontaktverbots betreffend den Sohn der Parteien und des Rayonverbots betreffend die KiTa angezeigt gewesen (E. 5.3). Seitens der Haftrichterin bestanden trotz fehlender Vollmacht keine Gründe dafür, an einem Vertretungsverhältnis zwischen der Beschwerdeführerin und ihrer Rechtsanwältin zu zweifeln (E. 6.2.1). Die Haftrichterin hätte bereits aufgrund der Akten auf die Mittellosigkeit der Beschwerdeführerin schliessen und ihre Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsverbeiständung gutheissen müssen (E. 6.2.2). Der von der Vertreterin der Beschwerdeführerin für das Beschwerdeverfahren geltend gemachte Zeitaufwand ist als deutlich zu hoch zu bezeichnen (E. 7.3.3). Gutheissung (Verlängerung der Schutzmassnahmen).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHIMPFUNG">BESCHIMPFUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESUCHSRECHT">BESUCHSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESUCHSREGELUNG">BESUCHSREGELUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DROHUNG">DROHUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EHESCHEIDUNG">EHESCHEIDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EHESCHUTZMASSNAHMEN">EHESCHUTZMASSNAHMEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: E-MAIL">E-MAIL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAIRES VERFAHREN">FAIRES VERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONTAKTVERBOT">KONTAKTVERBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITTELLOSIGKEIT">MITTELLOSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT">POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RAYONVERBOT">RAYONVERBOT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMITTELBELEHRUNG">RECHTSMITTELBELEHRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REPLIKRECHT">REPLIKRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHE PROZESSFÃHRUNG (UP)">UNENTGELTLICHE PROZESSFÃHRUNG (UP)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHE RECHTSPFLEGE (UP/URB)">UNENTGELTLICHE RECHTSPFLEGE (UP/URB)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)">UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRETUNGSVERHÃLTNIS">VERTRETUNGSVERHÃLTNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOLLMACHT">VOLLMACHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORLADUNG">VORLADUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 Abs. I BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/><span class="gerade">Art. 2 Abs. III GSG</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 Abs. II lit. c GSG</span><br/><span class="gerade">Art. 7 Abs. I GSG</span><br/><span class="ungerade">§ 10I VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=52124" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2021.00137</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">28. April 2021</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Einzelrichter AndrÃ© Moser, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Cyrill Bienz.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><a id="RU_AUTOTEXT_DRITT_N">A,<b> </b>vertreten durch RA B,</a></p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrerin, </b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">C,<b> </b>vertreten durch RA D, </p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegner, </b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="Zwischentitel">und</p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Kantonspolizei ZÃ¼rich,</p> <p class="MsoNormal"><b>Mitbeteiligte, </b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz,</b></p> <b><span><br/> </span></b> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A und C sind seit dem 21. Dezember 2016 verheiratet, leben jedoch seit dem 8. Oktober 2018 getrennt. Sie sind die Eltern von E (geb. im Jahr 2017), der bei seiner Mutter in F lebt. C meldete sich Ende Oktober 2018 in das Land G ab und wohnt in H. Er ist jedoch bei einer Firma mit Sitz in I angestellt, weswegen er (auch) aus beruflichen GrÃ¼nden regelmÃ¤ssig die Schweiz aufsucht.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit VerfÃ¼gung und Urteil vom 23. Januar 2019 erkannte das Bezirksgericht J im Eheschutzverfahren von A (dort: Gesuchsgegnerin) und C (dort: Gesuchsteller) neben anderem auf Folgendes:</p> <p class="Urteilstext"><span>"1. Es wird festgehalten, dass die Parteien seit dem 8. Oktober 2018 und weiterhin auf unbestimmte Zeit getrennt leben.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> 2. Der Sohn E, geboren im Jahr 2017, wird unter die Obhut der Gesuchsgegnerin gestellt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> 3. Die Vereinbarung der Parteien vom 23. Januar 2019 wird in Bezug auf die weiteren Kinderbelange genehmigt und im Ãbrigen wird von der Vereinbarung Vormerk genommen. Sie lautet wie folgt:</span></p> <p class="Urteilstext">' 1. Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes</p> <p class="Urteilstext"> Die Parteien stellen fest, seit 8. Oktober 2018 getrennt zu leben, und vereinbaren die FortfÃ¼hrung des Getrenntlebens auf unbestimmte Zeit.</p> <p class="MsoNormal">2. Elterliche Sorge, Obhut und Besuchsrecht</p> <p class="MsoNormal"> a) Elterliche Sorge</p> <p class="MsoNormal">Die Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes Ã¤ndert nichts an der gemeinsamen elterlichen Sorge fÃ¼r den Sohn, E, geboren im Jahr 2017.</p> <p class="MsoNormal">Entsprechend sind die Parteien verpflichtet, sÃ¤mtliche wesentlichen Fragen der Pflege, Erziehung und Ausbildung miteinander abzusprechen. Den Parteien ist bekannt, dass ein Aufenthaltswechsel des Sohnes der Zustimmung beider Eltern bedarf, wenn der neue Aufenthaltsort im Ausland liegt, oder der Wechsel des Aufenthaltsortes erhebliche Auswirkungen auf die AusÃ¼bung der elterlichen Sorge und die persÃ¶nlichen Kontakte zwischen einem Elternteil und dem Kind hat.</p> <p class="MsoNormal">b) Obhut</p> <p class="MsoNormal">Die Parteien beantragen, es sei die Obhut fÃ¼r den Sohn der Gesuchsgegnerin zuzuteilen.</p> <p class="MsoNormal">c) Besuchsrecht</p> <p class="MsoNormal">Der Gesuchsteller ist berechtigt und verpflichtet, die Betreuungsverantwortung fÃ¼r den Sohn, bevor dieser das 3. Lebensjahr zurÃ¼ckgelegt hat auf eigene Kosten wie folgt zu Ã¼bernehmen:</p> <p class="MsoNormal">-<span> </span>Solange er im Land G wohnt: an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden pro Monat am Samstag und Sonntag, jeweils von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr, ohne Ãbernachtung (nach gegenseitiger Absprache mindestens zwei Wochen im Voraus);</p> <p class="MsoNormal">-<span> </span>Sobald er wieder in der Schweiz lebt: jedes Wochenende abwechselnd am Samstag bzw. am Sonntag, jeweils von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr, ohne Ãbernachtung.</p> <p class="MsoNormal">Der Gesuchsteller ist berechtigt und verpflichtet, die Betreuungsverantwortung fÃ¼r den Sohn, nachdem dieser das 3. Lebensjahr zurÃ¼ckgelegt hat, auf eigene Kosten wie folgt zu Ã¼bernehmen:</p> <p class="MsoNormal">- An jedem zweiten Wochenende von Samstag, 10.00 Uhr, bis Sonntag, 17.00 Uhr;</p> <p class="MsoNormal">- In Jahren mit gerader Jahreszahl von Karfreitag, 10.00 Uhr, bis Ostermontag, 17.00 Uhr und in Jahren mit ungerader Jahreszahl an Pfingstsamstag, 10.00 Uhr, bis Pfingstmontag, 17.00 Uhr (das auf diese Feiertagsregelung folgende Wochenende verbringt der Sohn bei der Mutter, womit die abwechselnde Wochenendregelung von neuem beginnt);</p> <p class="MsoNormal">- Jeweils am 26. Dezember und am 2. Januar, jeweils von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr.</p> <p class="MsoNormal">Ausserdem ist der Gesuchsteller berechtigt und verpflichtet, den Sohn ab Erreichung des 3. Lebensjahres fÃ¼r die Dauer von vier Wochen pro Jahr, jedoch nicht mehr als zwei Wochen am StÃ¼ck, auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen.</p> <p class="MsoNormal">Die Parteien sprechen sich Ã¼ber die Aufteilung der Ferien mindestens drei Monate im Voraus ab. KÃ¶nnen sie sich nicht einigen, so kommt dem Vater in Jahren mit gerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezÃ¼glich der Aufteilung der Ferien zu; in Jahren mit ungerader Jahreszahl der Mutter.</p> <p class="MsoNormal">Weitergehende oder abweichende Wochenend-, Feiertags- oder Ferienkontakte nach gegenseitiger Absprache bleiben vorbehalten.</p> <p class="MsoNormal">â¦</p> <p class="MsoNormal"> 8. Kontaktverbot</p> <p class="MsoNormal">Die Parteien vereinbaren ein Kontaktverbot des Gesuchstellers gegenÃ¼ber</p> <p class="MsoNormal">der Gesuchsgegnerin fÃ¼r die Dauer von einem Jahr ab Rechtskraft des Eheschutzurteils. Dementsprechend ist es dem Gesuchsteller untersagt, mit der Gesuchsgegnerin direkt persÃ¶nlich oder indirekt mit Hilfe von Email, Telefon, SMS, WhatsApp, Facebook etc. oder auf jedwede andere Art in Kontakt zu treten. Ebenso wird dem Gesuchsteller verboten, sich der Gesuchsgegnerin auf weniger als 20 Meter anzunÃ¤hern (ausgenommen ist das Aufhalten vor dem Wohnort der Gesuchsgegnerin zwecks KindesÃ¼bernahme).</p> <p class="MsoNormal">Ausgenommen sind notwendige Kontakte im Kontext behÃ¶rdlicher bzw. gerichtlicher Verfahren. ZulÃ¤ssig sind ausserdem Kontakte ausschliesslich per Email betreffend Kinderbelange sowie der Wohnkosten der Gesuchsgegnerin.</p> <p class="MsoNormal">Mit Inkrafttreten dieser Regelung fallen die in diesem Verfahren superprovisorisch angeordneten Massnahmen gemÃ¤ss VerfÃ¼gung vom 4. Dezember 2018 dahin.</p> <p class="MsoNormal">â¦"</p> <p class="Sachverhalt2">Am 9. Oktober 2020 reichte C beim Bezirksgericht J die Scheidungsklage ein. Mit VerfÃ¼gung vom 22. Dezember 2020 gewÃ¤hrte dieses sowohl A als auch C die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung. Sodann wies es das Gesuch von A um Erlass vorsorglicher Massnahmen fÃ¼r die weitere Dauer des Scheidungsverfahrens insofern ab, als sie damit den Erlass eines Kontakt- oder AnnÃ¤herungsverbots von C gegenÃ¼ber E bzw. die Sistierung des Besuchsrechts von C fÃ¼r E beantragt hatte. Das Bezirksgericht erklÃ¤rte C fÃ¼r berechtigt, E von Freitag, 25. Dezember 2020, 17.00 Uhr, bis Sonntag, 27. Dezember 2020, 17.00 Uhr, sowie von Freitag, 1. Januar 2021, 17.00 Uhr, bis Sonntag, 3. Januar 2021, 17.00 Uhr, in der Schweiz zu sich zu Besuch zu nehmen. Die Ãbergaben hÃ¤tten vor dem Coop Supermarkt in F stattzufinden. Im Ãbrigen gelte das Wochenend- bzw. Ferienbesuchsrecht gemÃ¤ss EheschutzverfÃ¼gung vom 23. Januar 2019, wobei die Ãbergaben ebenso vor dem Coop Supermarkt in F stattfinden mÃ¼ssten. Sodann verpflichtete das Bezirksgericht A unter Strafandrohung, C E fÃ¼r die vorstehenden Besuche herauszugeben. Ferner verbot das Bezirksgericht C im Sinn einer einstweiligen (teilweise superprovisorischen) Massnahme mit sofortiger Wirkung, mit A direkt persÃ¶nlich, indirekt mit Hilfe von E-Mail, Telefon, SMS, WhatsApp, Facebook etc., Ã¼ber Drittpersonen oder auf jedwede andere Art in Kontakt zu treten und sich A anzunÃ¤hern. Davon ausgenommen seien notwendige Kontakte im Kontext behÃ¶rdlicher bzw. gerichtlicher Verfahren und der Kontakt ausschliesslich per E-Mail zwischen ihm â C â und A zwecks Organisation der Kontakte zu E und der Kontakt per Telefon zum Zweck des Austauschs Ã¼ber das Befinden von E ausschliesslich in der Zeit, in welcher sich E bei ihm befinde.</p> <p class="Urteilstext">A beantragte beim Obergericht des Kantons ZÃ¼rich mit Eingabe vom 4. Januar 2021 die einstweilige Sistierung des Besuchsrechts von C gemÃ¤ss der VerfÃ¼gung des Bezirksgerichts vom 22. Dezember 2020, wobei der Berufung hinsichtlich ihrer AntrÃ¤ge die aufschiebende Wirkung zu erteilen sei. Mit VerfÃ¼gung vom 7. Januar 2021 trat das Obergericht auf das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung nicht ein.</p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 26. Januar 2021 trat das Bezirksgericht J auf den im Ehescheidungsverfahren gestellten Antrag von C, wonach A unter Strafandrohung zu verpflichten sei, dem Gericht Arztzeugnisse und Testberichte zu ihrer angeblichen Covid-19-Erkrankung vom 25. Dezember 2020 bzw. einer eventuell ebenfalls erfolgten Covid-19-Erkrankung von E einzureichen, nicht ein. Den Antrag von C, wonach festzustellen sei, dass er berechtigt sei, E am Wochenende vom 29. Januar 2021, 17.00 Uhr, bis 31. Januar 2021, 17.00 Uhr, eventualiter vom 5. Februar 2021, 17.00 Uhr, bis 7. Februar 2021, 17.00 Uhr, auf eigene Kosten mit sich oder zu sich zu Besuch zu nehmen, wies das Bezirksgericht ab, soweit es darauf eintrat.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 28. Januar 2021 ordnete die Kantonspolizei ZÃ¼rich in Anwendung des Gewaltschutzgesetzes vom 19. Juni 2006 (GSG) gegenÃ¼ber C fÃ¼r die Dauer von jeweils 14 Tagen Rayonverbote betreffend den Wohnort von A und E und die KiTa von E in F sowie Kontaktverbote zu A und E an.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Mit Eingabe vom 2. Februar 2021 ersuchte C die Haftrichterin am Bezirksgericht J um gerichtliche Beurteilung bzw. Aufhebung des von der Kantonspolizei mit VerfÃ¼gung vom 28. Januar 2021 angeordneten Kontaktverbots betreffend E und des Rayonverbots betreffend die KiTa. Das Rayonverbot betreffend den Wohnort von A und E sei insoweit aufzuheben, als die Liegenschaft an der L-Strasse 01 in F (Coop Supermarkt) und die Zufahrt dazu davon auszunehmen seien. Das Kontakt- und das Rayonverbot seien analog der Regelung im Ehescheidungsverfahren festzulegen, das heisst es sei ihm â C â zu verbieten, mit A direkt persÃ¶nlich, indirekt mithilfe von E-Mail, Telefon, SMS, WhatsApp, Facebook etc., Ã¼ber Drittpersonen oder auf jedwede andere Art in Kontakt zu treten und sich A anzunÃ¤hern. Davon auszunehmen seien notwendige Kontakte im Kontext behÃ¶rdlicher bzw. gerichtlicher Verfahren und der Kontakt ausschliesslich per E-Mail zwischen ihm â C â und A zwecks Organisation der Kontakte zu E und der Kontakt per Telefon zum Zweck des Austauschs Ã¼ber das Befinden von E ausschliesslich in der Zeit, in welcher sich E bei ihm befinde. Daneben ersuchte C um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten von A.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit Eingabe vom 4. Februar 2021 ersuchte A die Haftrichterin am Bezirksgericht J um VerlÃ¤ngerung der von der Kantonspolizei mit VerfÃ¼gung vom 28. Januar 2021 angeordneten Gewaltschutzmassnahmen um drei Monate; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten von C.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Am 5. Februar 2021 hÃ¶rte die Haftrichterin A persÃ¶nlich an; C, der sich im Land G befand, liess sich durch seinen Rechtsanwalt bei der AnhÃ¶rung vertreten. Mit VerfÃ¼gung und Urteil vom 9. Februar 2021 gewÃ¤hrte die Haftrichterin C die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung, wÃ¤hrend sie die nÃ¤mlichen, anlÃ¤sslich der AnhÃ¶rung gestellten Gesuche von A abwies. Sodann hob die Haftrichterin das Kontaktverbot von C zu E mit sofortiger Wirkung auf, ebenso das Rayonverbot betreffend die KiTa. Das Rayonverbot betreffend den Wohnort von A und E sowie das Kontaktverbot zu A verlÃ¤ngerte die Haftrichterin demgegenÃ¼ber bis 9. Mai 2021. Das Rayonverbot betreffend den Wohnort passte sie dabei jedoch insofern an, als die Liegenschaft an der L-Strasse 01 in F (Coop Supermarkt) und die Zufahrt dazu davon ausgenommen seien. Das Kontaktverbot passte die Haftrichterin insofern an, als sie C verbot, mit A direkt persÃ¶nlich, indirekt mit Hilfe von E-Mail, Telefon, SMS, WhatsApp, Facebook etc. Ã¼ber Drittpersonen oder auf jedwede andere Art in Kontakt zu treten und sich ihr anzunÃ¤hern. Davon ausgenommen seien notwendige Kontakte im Kontext behÃ¶rdlicher bzw. gerichtlicher Verfahren. ZulÃ¤ssig seien ausserdem der Kontakt ausschliesslich per E-Mail zwischen C und A zwecks Organisation der Kontakte von E mit C und der Kontakt per Telefon zum Zweck des Austauschs Ã¼ber das Befinden von E ausschliesslich in der Zeit, in welcher sich E bei C befinde. Verfahrenskosten erhob die Haftrichterin keine, ParteientschÃ¤digungen sprach sie nicht zu. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Mit Beschwerde vom 22. Februar 2021 gelangte A daraufhin an das Verwaltungsgericht und beantragte, in Aufhebung des Urteils der Haftrichterin vom 9. Februar 2021 sei das Gesuch von C um Aufhebung bzw. AbÃ¤nderung der mit VerfÃ¼gung der Kantonspolizei vom 28. Januar 2021 angeordneten Gewaltschutzmassnahmen abzuweisen und ihr Gesuch um VerlÃ¤ngerung der Gewaltschutzmassnahmen vom 4. Februar 2021 um drei Monate gutzuheissen. Sodann sei ihr in Aufhebung der VerfÃ¼gung vom 9. Februar 2021 fÃ¼r das Verfahren vor der Haftrichterin die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung zu gewÃ¤hren. Daneben ersuchte A um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten von C. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit Eingabe vom 24. Februar 2021 verzichtete die Kantonspolizei auf die freigestellte Mitbeantwortung der Beschwerde. Die Haftrichterin verzichtete am 25. Februar 2021 auf Vernehmlassung. Innert mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 2. MÃ¤rz 2021 erstreckter Frist beantragte C mit Beschwerdeantwort vom 3. MÃ¤rz 2021 die vollumfÃ¤ngliche Abweisung der Beschwerde und ersuchte seinerseits um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten von A. Innert antragsgemÃ¤ss erstreckter Frist replizierte A mit Eingabe vom 31. MÃ¤rz 2021. C liess sich daraufhin nicht mehr vernehmen. Auf telefonische Aufforderung des Verwaltungsgerichts hin reichten der Vertreter von C und die Vertreterin von A am 15. bzw. 16. April 2021 ihre Honorarnoten ein.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 11a Abs. 1 GSG fÃ¼r die Beurteilung von Beschwerden gegen Entscheide des Haftrichters oder der Haftrichterin in Angelegenheiten des Gewaltschutzgesetzes zustÃ¤ndig. Beschwerden im Bereich dieses Erlasses werden von der Einzelrichterin oder dem Einzelrichter behandelt, sofern sie nicht wegen grundsÃ¤tzlicher Bedeutung der Kammer Ã¼berwiesen werden (§ 38b Abs. 1 lit. d Ziff. 4 und Abs. 2 in Verbindung mit § 43 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Dies ist vorliegend nicht der Fall, sodass der Einzelrichter zum Entscheid berufen ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht verschiedene Verfahrensfehler seitens der Haftrichterin geltend. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.1 </b>ZunÃ¤chst beanstandet sie, die Rechtsmittelbelehrungen der VerfÃ¼gung und des Urteils vom 9. Februar 2021 seien unvollstÃ¤ndig bzw. mangelhaft gewesen, da die Adresse des Verwaltungsgerichts gefehlt habe. Dies trifft zwar zu, gehÃ¶rt doch, obwohl sich dies dem Wortlaut von § 10 Abs. 1 VRG nicht unmittelbar entnehmen lÃ¤sst, neben der Nennung der Rechtsmittelinstanz auch die Angabe der zugehÃ¶rigen Zustelladresse zum notwendigen Inhalt einer Rechtsmittelbelehrung (Daniel Steck/Norbert Brunner<span> in: Karl SpÃ¼hler/Luca Tenchio/Dominik Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. A., Basel 2017 [BSK ZPO], Art. 238 N. 26</span>). Die anwaltlich vertretene BeschwerdefÃ¼hrerin war jedoch augenscheinlich in der Lage, die Zustelladresse des Verwaltungsgerichts ohne nennenswerten Aufwand selber herauszufinden und den Entscheid der Haftrichterin fristgerecht anzufechten. Aus der UnvollstÃ¤ndigkeit der Rechtsmittelbelehrung erwuchs ihr damit kein Nachteil.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.2 </b>Sodann rÃ¼gt die BeschwerdefÃ¼hrerin, die Haftrichterin habe ihre AnsprÃ¼che auf ein faires Verfahren gemÃ¤ss Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) und auf rechtliches GehÃ¶r gemÃ¤ss Art. 29 Abs. 2 BV verletzt, indem sie ihr das E-Mail der Mitbeteiligten vom 3. Februar 2021 und die von ihr erstellte Aktennotiz Ã¼ber die telefonische Auskunft der Mitbeteiligten vom 4. Februar 2021 anlÃ¤sslich der AnhÃ¶rung vom 5. Februar 2021 nicht zur Einsichtnahme vorgelegt habe. Die Haftrichterin habe sie zwar zu den telefonischen AbklÃ¤rungen angehÃ¶rt, aber den Inhalt der EinschÃ¤tzung der Mitbeteiligten vom 4. Februar 2021 unvollstÃ¤ndig wiedergegeben, indem sie unerwÃ¤hnt gelassen habe, dass die Mitbeteiligte eine GefÃ¤hrdung von E nur dann ausgeschlossen habe, wenn die KindesÃ¼bergaben ohne direkten Kontakt zwischen ihr â der BeschwerdefÃ¼hrerin â und dem BeschwerdefÃ¼hrer geregelt werden kÃ¶nnten. Diese RÃ¼ge erweist sich mindestens insofern als begrÃ¼ndet, als den Akten nicht entnommen werden kann, dass die Haftrichterin der BeschwerdefÃ¼hrerin (oder dem BeschwerdefÃ¼hrer) den Erhalt des E-Mails vom 3. Februar 2021 â schriftlich oder anlÃ¤sslich der AnhÃ¶rung â angezeigt hÃ¤tte, womit die Mitbeteiligte entsprechend der VerfÃ¼gung der Haftrichterin vom 3. Februar 2021 zum Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um gerichtliche Beurteilung der Schutzmassnahmen Stellung genommen hatte. Auch im Entscheid vom 9. Februar 2021 wird dieses E-Mail nicht erwÃ¤hnt. Dadurch verletzte die Haftrichterin aber das rechtliche GehÃ¶r der BeschwerdefÃ¼hrerin, beinhaltet dieses doch den Anspruch der Parteien, von eingereichten Stellungnahmen Kenntnis zu erhalten und sich dazu vernehmen lassen zu kÃ¶nnen (sogenanntes Replikrecht; statt vieler VGr, 30. April 2020, VB.2019.00060, E. 3.2, mit Hinweisen). Ebenso trifft es zu, dass die Haftrichterin den Inhalt ihrer Aktennotiz anlÃ¤sslich der AnhÃ¶rung vom 5. Februar 2021 gemÃ¤ss Protokoll unvollstÃ¤ndig bzw. inkorrekt wiedergab. Der anwaltlich vertretenen BeschwerdefÃ¼hrerin wÃ¤re es indes zuzumuten gewesen, in diesem Augenblick, mindestens aber als ihr ermÃ¶glicht wurde, zu den jeweiligen Parteigesuchen Stellung zu nehmen, die Vorlage der Aktennotiz bzw. Einsicht in dieselbe zu verlangen, was sie jedoch nicht tat. In diesem Zusammenhang kann daher nicht von einer GehÃ¶rsverletzung gesprochen werden.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.3 </b>Schliesslich macht die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, sie sei vom Bezirksgericht am 3. Februar 2021 telefonisch Ã¼ber den AnhÃ¶rungstermin vom 5. Februar 2021 informiert worden. Obwohl dem Bezirksgericht bewusst gewesen sei, dass sie einen Dolmetscher benÃ¶tige, sei dieses GesprÃ¤ch auf Deutsch gefÃ¼hrt worden. Sie habe daher nicht verstanden, worum es gehe. Ebenso wenig habe sie die ihr am 4. Februar 2021 zugestellte, auf Deutsch verfasste Vorladung verstanden. Am Nachmittag desselben Tages habe sie sich daraufhin an ihre Rechtsvertreterin gewandt. Das Bezirksgericht habe ihr Recht auf ein faires Verfahren verletzt, zumal ihr Vorgehen zu einer "rechtsungleichen VerkÃ¼rzung" ihrer Vorbereitungszeit gefÃ¼hrt habe. Die RÃ¼ge erweist sich jedoch als unbegrÃ¼ndet. <span>Auch wenn es dem vorladenden Gericht freisteht, die Vorladung in der Muttersprache der empfangenden Person abzufassen, besteht dazu keine Pflicht. Die empfangende Person hat auch keinen Anspruch auf eine Ãbersetzung. Die Vorladung der BeschwerdefÃ¼hrerin in der Amtssprache Deutsch ist daher nicht zu beanstanden (</span>Beat BrÃ¤ndli/Alfred BÃ¼hler, BSK-ZPO, Art. 133 N. 9; Art. 48 der Verfassung des Kantons ZÃ¼rich vom 27. Februar 2005). Angesichts der gesetzlichen Vorgabe, innert fÃ¼nf Tagen Ã¼ber das Gesuch des Beschwerdegegners um gerichtliche Beurteilung der Schutzmassnahmen zu entscheiden (§ 9 Abs. 1 GSG) und der in Gewaltschutzverfahren generell vorherrschenden zeitlichen Dringlichkeit, kann sodann auch nicht davon gesprochen werden, die Vorladungsfrist sei zu kurz bemessen gewesen, zumal das Bezirksgericht den Parteien die anstehende AnhÃ¶rung vorab telefonisch angezeigt hatte. Mindestens gemÃ¤ss der Aktennotiz der Gerichtsschreiberin, soll die BeschwerdefÃ¼hrerin diese Information verstanden haben.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der Anspruch auf GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs ist formeller Natur<a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getMarkupDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=220703&amp;W10_KEY=4658455&amp;nTrefferzeile=3&amp;Template=standard/results/document.fiw#ctx3"></a> und setzt keinen Nachweis eines materiellen Interesses voraus; eine GehÃ¶rsverletzung zieht daher grundsÃ¤tzlich die Aufhebung der angefochtenen Anordnung nach sich, ungeachtet der Erfolgsaussichten des Rechtsmittels in der Sache selbst. GemÃ¤ss der Rechtsprechung kann aber eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die MÃ¶glichkeit erhÃ¤lt, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu Ã¤ussern, die sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei Ã¼berprÃ¼fen kann. Von einer RÃ¼ckweisung ist sodann selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs abzusehen, wenn und soweit die RÃ¼ckweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnÃ¶tigen VerzÃ¶gerungen fÃ¼hren wÃ¼rde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer befÃ¶rderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wÃ¤ren (statt vieler VGr, 2. Dezember 2020, SB.2020.00087, E. 5.1; Alain Griffel in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 8 N. 37 f.). In Anbetracht ihrer BeschwerdeantrÃ¤ge ist der anwaltlich vertretenen BeschwerdefÃ¼hrerin offenbar nicht daran gelegen, die GehÃ¶rsverletzung durch eine RÃ¼ckweisung an die Haftrichterin zu korrigieren. Vielmehr verlangt sie eine materielle Entscheidung der Streitsache durch das Verwaltungsgericht. Eine RÃ¼ckweisung wÃ¼rde denn auch zu einer VerzÃ¶gerung fÃ¼hren, an der die BeschwerdefÃ¼hrerin kein Interesse haben dÃ¼rfte, will sie doch eine raschestmÃ¶gliche VerlÃ¤ngerung bzw. Wiederherstellung der von der Mitbeteiligten angeordneten Schutzmassnahmen erreichen. Im Ãbrigen konnte sich die BeschwerdefÃ¼hrerin nunmehr mit Beschwerde zum E-Mail der Mitbeteiligten vom 3. Februar 2021 Ã¤ussern. <span>Die GehÃ¶rsverletzung ist daher als geheilt zu betrachten. Immerhin wÃ¤re ihr im Rahmen der Nebenfolgenregelung Rechnung zu tragen gewesen, was sich jedoch im vorliegenden Fall erÃ¼brigt, da der BeschwerdefÃ¼hrerin aufgrund der Gutheissung der Beschwerde ohnehin keine Kosten aufzuerlegen sind (unten E. 7.2).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Massnahmen, die sich auf das Gewaltschutzgesetz stÃ¼tzen, werden im Ã¶ffentlichen Interesse zum Schutz gefÃ¤hrdeter Personen und zur Entspannung einer hÃ¤uslichen Gewaltsituation angeordnet (statt vieler VGr, 4. Mai 2020, VB.2020.00214, E. 2.1; BGE 134 I 140 E. 2). HÃ¤usliche Gewalt liegt vor, wenn eine Person in einer bestehenden oder einer aufgelÃ¶sten familiÃ¤ren oder partnerschaftlichen Beziehung in ihrer kÃ¶rperlichen, sexuellen oder psychischen IntegritÃ¤t verletzt oder gefÃ¤hrdet wird. Dies kann durch AusÃ¼bung oder Androhung von Gewalt oder durch mehrmaliges BelÃ¤stigen, Auflauern oder Nachstellen der Fall sein (§ 2 Abs. 1 lit. a und b GSG). Liegt hÃ¤usliche Gewalt vor, stellt die Polizei den Sachverhalt fest und ordnet umgehend die zum Schutz der gefÃ¤hrdeten Personen notwendigen Massnahmen an (§ 3 Abs. 1 GSG). So kann die Polizei die gefÃ¤hrdende Person aus der Wohnung oder dem Haus weisen, ihr untersagen, von der Polizei bezeichnete, eng umgrenzte Gebiete zu betreten, und ihr auch verbieten, mit den gefÃ¤hrdeten und diesen nahestehenden Personen in irgendeiner Form Kontakt aufzunehmen (§ 3 Abs. 2 lit. aâc GSG). Die Schutzmassnahmen gelten wÃ¤hrend 14 Tagen ab Mitteilung an die gefÃ¤hrdende Person (§ 3 Abs. 3 Satz 1 GSG). Die gefÃ¤hrdende Person kann ein Gesuch um gerichtliche Beurteilung stellen (§ 5 Satz 1 GSG). Die gefÃ¤hrdete Person ihrerseits kann beim Gericht um VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen ersuchen (§ 6 Abs. 1 GSG). Dieses entscheidet innert vier Arbeitstagen Ã¼ber solche Gesuche (§ 9 Abs. 1 GSG). Es stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest und fordert unverzÃ¼glich die polizeilichen Akten und, sofern ein Strafverfahren eingeleitet wurde, jene der Strafuntersuchung an. Auf Verlangen des Gerichts nehmen die Polizei und die Staatsanwaltschaft zum Gesuch Stellung (§ 9 Abs. 2 GSG). Das Gericht hÃ¶rt die Gesuchsgegnerin oder den Gesuchsgegner nach MÃ¶glichkeit an. Es kann auch eine AnhÃ¶rung der Gesuchstellerin oder des Gesuchstellers anordnen (§ 9 Abs. 3 SÃ¤tze 1 und 2 GSG). Das Gericht heisst das VerlÃ¤ngerungsgesuch gut, wenn der Fortbestand der GefÃ¤hrdung glaubhaft ist (§ 10 Abs. 1 Satz 1 GSG). Die gerichtlich verfÃ¼gten Schutzmassnahmen dÃ¼rfen insgesamt drei Monate nicht Ã¼bersteigen (§ 6 Abs. 3 GSG).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b><span>Im Zusammenhang mit der VerlÃ¤ngerung bzw. NichtverlÃ¤ngerung von Schutzmassnahmen steht der Haftrichterin ein relativ grosser Beurteilungsspielraum zu. Zum einen kann sie sich im Rahmen der persÃ¶nlic</span>hen AnhÃ¶rung der Parteien einen umfassenden Eindruck von der Situation machen, wÃ¤hrend das Verwaltungsgericht aufgrund der Akten zu entscheiden hat. Zum anderen greift Letzteres nur im Fall von Rechtsverletzungen im Sinn von <span>§ 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. a und lit. b VRG</span> ein, nicht aber bei blosser Unangemessenheit. Ferner genÃ¼gt wie erwÃ¤hnt bereits die Glaubhaftmachung des Fortbestands einer GefÃ¤hrdung. Demnach rechtfertigt sich seitens des Verwaltungsgerichts eine gewisse ZurÃ¼ckhaltung bei der Beurteilung der vorinstanzlichen WÃ¼rdigung (statt vieler VGr, 4. Mai 2020, VB.2020.00214, E. 2.2).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die Mitbeteiligte begrÃ¼ndete die Anordnung der Gewaltschutzmassnahmen damit, dass der Beschwerdegegner der BeschwerdefÃ¼hrerin am 24. Januar 2021, 00.58 Uhr, per E-Mail gedroht habe, dass er ihr gegen den Kopf schlagen werde, wenn er seinen Sohn nicht sehen kÃ¶nne. Dies habe die BeschwerdefÃ¼hrerin in Angst und Schrecken versetzt. Am 14. November 2020 habe der Beschwerdegegner die BeschwerdefÃ¼hrerin auf dem Parkplatz beim Coop Supermarkt in F "drohend gefragt", ob sie wisse, dass in der Schweiz alle zwei Wochen eine Frau von ihrem Ehemann umgebracht werde. Dies habe bei der BeschwerdefÃ¼hrerin Angst ausgelÃ¶st, und sie habe sich dadurch bedroht gefÃ¼hlt. Inzwischen habe die BeschwerdefÃ¼hrerin erneut eine Anzeige eingereicht, bei welcher es ebenfalls um Drohungen seitens des Beschwerdegegners gehe. Der Tatort dieser Drohungen, die mittels Fernmeldeapparat ausgesprochen worden seien, befinde sich mutmasslich im Ausland. Aufgrund der HÃ¤ufigkeit der Drohungen seitens des Beschwerdegegners wie auch der vorausgegangenen, angezeigten Delikte, mÃ¼sse von einer SchutzbedÃ¼rftigkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin ausgegangen werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.1 </b>Die Haftrichterin erwog mit Entscheid vom 9. Februar 2021, die BeschwerdefÃ¼hrerin habe sowohl anlÃ¤sslich der polizeilichen Einvernahme vom 28. Januar 2021 als auch anlÃ¤sslich der AnhÃ¶rung vom 5. Februar 2021 ausgefÃ¼hrt, der Beschwerdegegner habe ihr E-Mails geschickt, in welchen er ihr drohe, sie zu schlagen, wenn sie ihm das Kind nicht gebe. Sodann habe sie ausgefÃ¼hrt, der Beschwerdegegner habe sie bereits am 7. Oktober 2018 einmal geschlagen, woraufhin sie zur Polizei gegangen sei. Sie habe gemÃ¤ss ihren Angaben grosse Angst vor dem Beschwerdegegner, da dieser aggressiv und sein Verhalten unvorhersehbar sei, er ihr immer wieder drohe und sie und den Sohn ausschimpfe. Fraglich erscheine jedoch, so die Haftrichterin weiter, weshalb die BeschwerdefÃ¼hrerin, wenn sie solch grosse Angst vor dem Beschwerdegegner habe, nicht die Polizei kontaktiert, sondern vielmehr die E-Mails an ihre Rechtsvertreterin weitergeleitet habe, zumal sie davon habe ausgehen mÃ¼ssen, dass diese an einem Sonntag nicht arbeite. Der Beschwerdegegner seinerseits habe anlÃ¤sslich der polizeilichen Einvernahme vom 28. Januar 2021 nicht in Abrede gestellt, der BeschwerdefÃ¼hrerin E-Mails geschickt zu haben, jedoch erklÃ¤rt, seine Aussage habe sich darauf bezogen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin ihn falsch angeschuldigt habe. AnlÃ¤sslich der AnhÃ¶rung vom 5. Februar 2021 habe der Beschwerdegegner vorbringen lassen, er habe der BeschwerdefÃ¼hrerin in den E-Mails nicht mit einer TÃ¤tlichkeit gedroht, sondern er habe damit lediglich sagen wollen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin, wenn sie ihm das Kind nicht gebe, auch einmal "eins auf den Grind" bekomme. Im Rahmen der polizeilichen Einvernahme habe der BeschwerdefÃ¼hrer sodann zugegeben, die BeschwerdefÃ¼hrerin am 7. Oktober 2018 geschlagen zu haben, wobei dies das einzige Mal gewesen sei und die Beschwerdegegnerin seit MÃ¤rz 2019 immer wieder Falschaussagen mache. AnlÃ¤sslich der AnhÃ¶rung vom 5. Februar 2021 habe der Dolmetscher fÃ¼r â¦ die streitgegenstÃ¤ndliche E-Mail [vom 24. Januar 2021] an die BeschwerdefÃ¼hrerin Wort fÃ¼r Wort Ã¼bersetzt und dabei klargestellt, dass es sich bei der Aussage "Das nÃ¤chste Mal, wenn du mir das Kind nicht zu sehen gibst, ich werde dich auf den Kopf schlagen" nicht um eine Redewendung handle, sondern dass diese wÃ¶rtlich zu verstehen sei. Die Androhung von SchlÃ¤gen auf den Kopf â so die Haftrichterin weiter â sei ohne Weiteres als GefÃ¤hrdung der BeschwerdefÃ¼hrerin durch den BeschwerdefÃ¼hrer zu werten. Die GefÃ¤hrdung der BeschwerdefÃ¼hrerin erscheine glaubhaft, und der BeschwerdefÃ¼hrer habe sich mit einer VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen gegenÃ¼ber der BeschwerdefÃ¼hrerin einverstanden erklÃ¤rt, weshalb die zu ihren Gunsten erlassenen Schutzmassnahmen â mit gewissen Ausnahmen â um drei Monate zu verlÃ¤ngern seien.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.2 </b>Sodann erwog die Haftrichterin, anlÃ¤sslich der AnhÃ¶rung vom 5. Februar 2021 habe die BeschwerdefÃ¼hrerin ausgefÃ¼hrt, sie habe Angst, den gemeinsamen Sohn dem Beschwerdegegner zu Ã¼bergeben, da dieser unvorhersehbar sei, sie und das Kind immer wieder "zusammenscheisse" und nicht gut auf das Kind aufpasse. Der Beschwerdegegner gebe dem Sohn auch nichts zu essen, und sie habe Angst, dass E bei ihm verhungere. Nachdem ihr seitens des Gerichts ein Chatverlauf zwischen ihr und dem Beschwerdegegner vorgelegt worden sei, habe die BeschwerdefÃ¼hrerin ihre Aussage indes geÃ¤ndert. Weiter habe die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend gemacht, der BeschwerdefÃ¼hrer habe ihr damit gedroht, er werde den Sohn in das Land G mitnehmen und diesen dort umbringen. Auf Nachfrage hin habe sie diese Aussage jedoch korrigiert; der BeschwerdefÃ¼hrer habe gesagt, er werde den Sohn im Land G zusammenschlagen. GemÃ¤ss den Angaben der BeschwerdefÃ¼hrerin sei der Beschwerdegegner nur insofern gewalttÃ¤tig gegenÃ¼ber dem Sohn gewesen, als er erzÃ¤hlt habe, E anlÃ¤sslich eines Besuchs in einer Spielhalle einen Klaps auf den Hintern gegeben zu haben, da er nicht nach Hause habe gehen wollen. In Bezug auf die geltend gemachte GefÃ¤hrdung des Sohnes habe sich die BeschwerdefÃ¼hrerin mehrfach widersprochen, bzw. habe sie an der AnhÃ¶rung vom 5. Februar 2021 ihre Aussagen jeweils korrigiert oder negiert. Damit habe sie aber in keiner Weise TÃ¤tlichkeiten oder physische oder psychische Gewalt durch den BeschwerdefÃ¼hrer gegenÃ¼ber dem Sohn glaubhaft gemacht. Sodann hÃ¤tten AbklÃ¤rungen des Gerichts bei der Fachstelle fÃ¼r Gewaltschutz der Kantonspolizei ZÃ¼rich ergeben, dass aus deren Sicht keine GefÃ¤hrdung von E ersichtlich sei, solange die Ãbergaben des Kindes ohne direkten Kontakt zwischen den Parteien geregelt werden kÃ¶nnten. Im Rahmen des Scheidungsverfahrens seien die Ãbergaben des Sohnes mit VerfÃ¼gung vom 22. Dezember 2020, welche weiterhin GÃ¼ltigkeit habe, geregelt worden. Im Ãbrigen habe auch das Obergericht mit VerfÃ¼gung vom 7. Januar 2021 ausgefÃ¼hrt, eine GefÃ¤hrdung des Kindeswohls sei nicht offensichtlich und von der BeschwerdefÃ¼hrerin auch nicht substanziiert dargelegt worden. Die weiteren von der BeschwerdefÃ¼hrerin ins Feld gefÃ¼hrten Argumente, weshalb sie dem Beschwerdegegnerin den Sohn nicht geben wolle (sie wisse nicht, wo E anlÃ¤sslich der Besuche beim Beschwerdegegner Ã¼bernachte; der Beschwerdegegner habe unzulÃ¤ssigerweise in der KiTa Kontakt mit E; der Besuch von E beim Beschwerdegegner habe nicht gut funktioniert, der Beschwerdegegner sei nicht erziehungsfÃ¤hig), seien nicht im Gewaltschutzverfahren zu beurteilen und im Scheidungsverfahren vorzubringen. Sei jedoch sowohl aus den AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrerin als auch aus den Akten keine GefÃ¤hrdung des Kindes zu erkennen â der Beschwerdegegner habe nicht ansatzweise eine Drohung gegenÃ¼ber E ausgesprochen â, sei das Kontaktverbot des Beschwerdegegners gegenÃ¼ber E aufzuheben. Demzufolge sei auch nicht ersichtlich, weshalb ein Rayonverbot fÃ¼r das Gebiet um die KiTa von E erforderlich sein sollte, zumal das angepasste Kontaktverbot ebenfalls ein AnnÃ¤herungsverbot vorsehe. Das Rayonverbot betreffend die KiTa sei deshalb aufzuheben. Da es dem Beschwerdegegner mangels GefÃ¤hrdung weiterhin mÃ¶glich sein solle, das Besuchsrecht gemÃ¤ss der VerfÃ¼gung vom 22. Dezember 2020 auszuÃ¼ben<img alt=" " height="2" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=52125" width="5"/>, rechtfertige es sich ferner, die Liegenschaft an der L-Strasse 01 in F, sowie die Zufahrt dazu vom Rayonverbot auszunehmen. Um widersprÃ¼chliche Anordnungen zu vermeiden, sei sodann das Kontaktverbot gegenÃ¼ber der BeschwerdefÃ¼hrerin analog der Regelung im Scheidungsverfahren festzulegen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>§ 7 Abs. 1 GSG regelt das zeitliche VerhÃ¤ltnis von Gewaltschutzmassnahmen zu anderen Massnahmen. Nach dieser Bestimmung fallen Gewaltschutzmassnahmen dahin, wenn entsprechende zivilrechtliche Massnahmen rechtskrÃ¤ftig angeordnet und vollzogen sind. Eheschutzrechtliche Anordnungen gehen daher Gewaltschutzmassnahmen vor und kÃ¶nnen im gewaltschutzrechtlichen Verfahren nicht infrage gestellt oder abgeÃ¤ndert werden. Dies gilt allerdings nur dann, wenn die zivilrechtlichen Massnahmen spÃ¤ter als die Gewaltschutzmassnahmen angeordnet werden. Im umgekehrten Fall, wenn sich also ein Gewaltvorfall nach rechtskrÃ¤ftiger Anordnung und Vollzug von zivilrechtlichen Massnahmen zutrÃ¤gt, gehen die Gewaltschutzmassnahmen dem Gesetzeszweck entsprechend vor (VGr, 19. September 2018, VB.2018.00456, E. 2.2; <span>Andreas Conne/Kaspar PlÃ¼ss, Gewaltschutzmassnahmen im Kanton ZÃ¼rich, in: Sicherheit &amp; Recht 3/2011 S. 127 ff., S. 131</span>). Insofern stellen sich vorliegend daher keine Fragen, wurden doch die Gewaltschutzmassnahmen nach denjenigen des Eheschutz- bzw. Scheidungsverfahrens angeordnet (vorn I.B. und I.C.). </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Die Haftrichterin kam zum Schluss, die Schutzmassnahmen zugunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin seien aufgrund der mit E-Mail vom 24. Januar 2021 ausgesprochenen Drohung des Beschwerdegegners zu Recht angeordnet worden; die BeschwerdefÃ¼hrerin sei durch das Verhalten des Beschwerdegegners â unmittelbar â gefÃ¤hrdet. In Bezug auf die Frage des Fortbestands der GefÃ¤hrdung der BeschwerdefÃ¼hrerin fehlt zwar im Entscheid vom 9. Februar 2021 eine nÃ¤here BegrÃ¼ndung, verweist die Haftrichterin hier doch lediglich auf den Umstand, dass sich der Beschwerdegegner mit einer VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen zugunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin einverstanden erklÃ¤rt habe. Mindestens implizit anerkannte die Haftrichterin aber eine weiterbestehende GefÃ¤hrdung, welche die VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen zugunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin â mit gewissen EinschrÃ¤nkungen zur Sicherstellung des Besuchsrechts des Beschwerdegegners â angezeigt erscheinen lasse (vorn E. 4.2.1). Insofern ist der angefochtene Entscheid denn auch nicht zu beanstanden. Aufgrund des E-Mails vom 24. Januar 2021, dessen Inhalt nur als Drohung verstanden werden kann, welche gleichermassen einen Kulminationspunkt der seit lÃ¤ngerer Zeit andauernden Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit dem Besuchsrecht des Beschwerdegegners darstellte und die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht zuletzt vor dem Hintergrund des frÃ¼heren gravierenden gewalttÃ¤tigen Verhaltens des Beschwerdegegners im Herbst 2018 verstÃ¤ndlicherweise Ã¤ngstigte, war eine fortbestehende GefÃ¤hrdung der BeschwerdefÃ¼hrerin seitens des Beschwerdegegners (grundsÃ¤tzlich) zu bejahen und eine VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen zu ihren Gunsten um die Maximaldauer von drei Monaten gerechtfertigt.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Die Haftrichterin sah keine Anzeichen fÃ¼r eine GefÃ¤hrdung des Kindes der Parteien seitens des Beschwerdegegners und hob deshalb die E betreffenden Schutzmassnahmen, darunter auch das die KiTa umfassende Rayonverbot, auf (vorn E. 4.2.2). Die BeschwerdefÃ¼hrerin demgegenÃ¼ber sieht E aufgrund des Verhaltens des Beschwerdegegners (wiederholtes Anschreien, ungenÃ¼gende Betreuung wÃ¤hrend der AusÃ¼bung des Besuchsrechts) sowohl unmittelbar als auch â aufgrund des Miterlebens der seitens des Beschwerdegegners gegenÃ¼ber der BeschwerdefÃ¼hrerin ausgeÃ¼bten hÃ¤uslichen Gewalt (vgl. dazu statt vieler VGr, 13. Mai 2020, VB.2020.00213, E. 5) â als gefÃ¤hrdet im Sinn von § 2 Abs. 1 GSG. Ihrer Ansicht nach seien die Schutzmassnahmen betreffend E zu Recht angeordnet worden und hÃ¤tten sie verlÃ¤ngert werden mÃ¼ssen. Der Beschwerdegegner seinerseits stellt dies in Abrede. </p> <p class="Erwgung2">Unter den vorliegenden UmstÃ¤nden muss die Frage nach der GefÃ¤hrdung von E indes gar nicht nÃ¤her geprÃ¼ft werden. GemÃ¤ss § 3 Abs. 2 lit. c GSG kann ein Kontaktverbot auf der gefÃ¤hrdeten Person nahestehende Personen ausgedehnt werden, auch wenn diese selbst nicht unmittelbar gefÃ¤hrdet im Sinn von § 2 Abs. 3 GSG sind. Eine solche Ausdehnung ist nach der â von der Haftrichterin jedenfalls nicht erwÃ¤hnten â Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts etwa dann zulÃ¤ssig, wenn dies zum Schutz des gefÃ¤hrdeten Elternteils notwendig ist, weil Hinweise dafÃ¼r bestehen, dass der Kontakt mit dem Kind zur verbotenen Kontaktaufnahme zur gefÃ¤hrdeten Person missbraucht wird, um diese weiterhin zu bedrohen (statt vieler VGr, 21. September 2018, VB.2018.00514, E. 5.3; <span>Conne/PlÃ¼ss, S. 137</span>). Die vorliegende Situation ist damit vergleichbar. Dem Beschwerdegegner ist es zwar aufgrund der richterlichen Anordnungen im Eheschutz- bzw. Scheidungsverfahren â als Ausnahme vom im Ãbrigen bestehenden Kontaktverbot â erlaubt, an die BeschwerdefÃ¼hrerin im Zusammenhang mit der AusÃ¼bung seines Besuchsrechts heranzutreten (vorn I.B.). Der Beschwerdegegner missbrauchte aber offensichtlich dieses Recht, indem er die BeschwerdefÃ¼hrerin anlÃ¤sslich solcher Kontaktaufnahmen oder der KindesÃ¼bergaben gemÃ¤ss den insofern durchaus glaubhaften Angaben der BeschwerdefÃ¼hrerin wiederholt beschimpfte und â wie das E-Mail vom 24. Januar 2021 zeigt â auch bedrohte. Dies erschiene auch dann nicht gerechtfertigt, wenn sich die BeschwerdefÃ¼hrerin, wie vom Beschwerdegegner geltend gemacht, tatsÃ¤chlich regelmÃ¤ssig nicht an die Anordnungen bzw. Abmachungen im Eheschutz- bzw. Scheidungsverfahren gehalten und dem Beschwerdegegner auf seine Anfragen nicht geantwortet haben sollte. Im vorliegenden Verfahren sind Fragen nach der Einhaltung und PraktikabilitÃ¤t des Besuchsrechts oder auch der BetreuungsfÃ¤higkeiten ohnehin nicht nÃ¤her zu prÃ¼fen, vielmehr ist solches Gegenstand des Eheschutz- bzw. Scheidungsverfahrens. FÃ¼r die Annahme mindestens eines teilweisen Missbrauchs der dem Beschwerdegegner erlaubten Kontaktaufnahmen zur BeschwerdefÃ¼hrerin spricht sodann die HÃ¤ufigkeit und Frequenz der Anrufe bzw. Anrufversuche im Anschluss an einen seitens der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht beantworteten Anruf sowie im Fall des E-Mails vom 24. Januar 2021 auch der Zeitpunkt der Kontaktaufnahme, was sich ebenso wenig mit dem angeblichen Fehlverhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin rechtfertigen lÃ¤sst. Vor diesem Hintergrund wÃ¤re somit einerseits nicht nur eine vollumfÃ¤ngliche bzw. ausnahmslose VerlÃ¤ngerung der die BeschwerdefÃ¼hrerin betreffenden Schutzmassnahmen, sondern auch eine VerlÃ¤ngerung des Kontaktverbots betreffend E angezeigt gewesen. Konsequenterweise hÃ¤tte sich damit auch eine VerlÃ¤ngerung des Rayonverbots betreffend die KiTa aufgedrÃ¤ngt, bestÃ¼nde doch fÃ¼r den Beschwerdegegner angesichts des Kontaktverbots zu E einerseits gar kein Grund, die KiTa aufzusuchen, und wÃ¼rden damit andererseits unerwÃ¼nschte Aufeinandertreffen des Beschwerdegegners mit der BeschwerdefÃ¼hrerin vermieden, die E jeweils zur KiTa begleitet und von dort auch abholt. Die anderslautenden Anordnungen im Eheschutz- bzw. Scheidungsverfahrens hÃ¤tten der VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen wie erwÃ¤hnt (vorn E. 5.1) von vornherein nicht entgegengestanden.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Im Zusammenhang mit der VerlÃ¤ngerung des Kontaktverbots des Beschwerdegegners zu E zugunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin ist zu beachten, dass ein gÃ¤nzliches Kontaktverbot gegenÃ¼ber dem eigenen Kind einen schweren Eingriff in das verfassungsmÃ¤ssige Recht â der gefÃ¤hrdenden Person wie des Kindes â auf Familienleben darstellt. Die Anordnung eines solchen Verbots kommt deshalb nur infrage, wenn den drohenden Gefahren nicht mittels milderer Massnahmen begegnet werden kann (BGr, 19. Oktober 2007, 1C_219/2007, E. 2.3 ff.; statt vieler VGr, 13. Mai 2020, VB.2020.00213, E. 5). Die Situation zwischen den Parteien ist bereits seit lÃ¤ngerer Zeit angespannt, und es ist nicht davon auszugehen, dass sie sich in absehbarer Zeit beruhigt, zumal sie sich gegenwÃ¤rtig im Scheidungsverfahren gegenÃ¼berstehen. Weitere Konflikte im Zusammenhang mit dem umstrittenen Besuchsrecht erscheinen vorliegend geradezu absehbar. Vor diesem Hintergrund ist eine VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen betreffend E um die Maximaldauer von drei Monaten bzw. bis 9. Mai 2021 angezeigt.<span> Mildere Massnahmen, welche dem Gesetzeszweck von § 1 Abs. 1 GSG bzw. dem Schutz der BeschwerdefÃ¼hrerin gerecht wÃ¼rden, sind nicht ersichtlich.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>In Bezug auf die Gesuche der BeschwerdefÃ¼hrerin um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung erwog die Haftrichterin, RechtsanwÃ¤ltin RA B habe anlÃ¤sslich der AnhÃ¶rung vom 5. Februar 2021 keine von der BeschwerdefÃ¼hrerin zu ihren Gunsten ausgestellte Vollmacht eingereicht und erklÃ¤rt, eine solche nachzureichen, und den Beizug der Scheidungsakten zum Beleg der Mittellosigkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt. Angesichts des Umstands, dass sich die Akten des Scheidungsprozesses aufgrund des von der BeschwerdefÃ¼hrerin anhÃ¤ngig gemachten Berufungsverfahrens am Obergericht befanden, sei jedoch ein Beizug dieser Akten innert der kurzen Frist gemÃ¤ss § 9 Abs. 1 GSG nicht mÃ¶glich gewesen. Das Gericht habe deshalb am Montag, 8. Februar 2021, (vergeblich) versucht, RechtsanwÃ¤ltin B telefonisch zu erreichen, damit sie die erforderlichen Belege sowie die Vollmacht zustelle. AnlÃ¤sslich eines erneuten Anrufs am 9. Februar 2021, 9.04 Uhr, sei dem Gericht von der Assistentin von RechtsanwÃ¤ltin B mitgeteilt worden, diese sei derzeit nicht erreichbar, weshalb gegenÃ¼ber der Assistentin mÃ¼ndlich verfÃ¼gt worden sei, dass RechtsanwÃ¤ltin B dem Gericht bis 9. Februar 2021, 12.00 Uhr, die Belege betreffend das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege sowie die Vollmacht nachzureichen habe, ansonsten dieses Gesuch abgewiesen und RechtsanwÃ¤ltin B nicht als Vertreterin der Beschwerdegegnerin ins Rubrum aufgenommen werde. Innert dieser Frist seien dem Gericht keine Unterlagen und keine Vollmacht eingereicht worden, weshalb das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege androhungsgemÃ¤ss abzuweisen und RechtsanwÃ¤ltin B nicht als deren Vertreterin ins Rubrum aufzunehmen sei.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Diese ErwÃ¤gungen vermÃ¶gen nicht zu Ã¼berzeugen. </p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.1 </b>Richtig ist zwar, dass fÃ¼r die gÃ¼ltige Vertretung einer Person in verwaltungsrechtlichen Verfahren eine Vollmacht erforderlich ist (Martin Bertschi, <span>Kommentar VRG,</span> Vorbemerkungen zu §§ 19â28a N. 52) und der Nachweis, dass ein wirksames VertretungsverhÃ¤ltnis besteht, jener Partei obliegt, die sich darauf beruft (Kaspar PlÃ¼ss, <span>Kommentar VRG,</span> § 10 N. 66). Wenn eine ausreichende Vollmacht nicht vorhanden ist, kann sich das VertretungsverhÃ¤ltnis jedoch auch aus den UmstÃ¤nden ergeben. Erst wenn dies nicht der Fall ist, ist der vertretenden Person eine Nachfrist anzusetzen, damit diese den Mangel beheben kann (VGr, 6. Februar 2020, VB.2019.00300, E. 2.1; Alain Griffel, Kommentar VRG, § 22 N. 8 und § 23 N. 25). Vorliegend bestanden trotz fehlender Vollmacht keine GrÃ¼nde dafÃ¼r, an einem VertretungsverhÃ¤ltnis zu zweifeln, erschien die BeschwerdefÃ¼hrerin doch zusammen mit RechtsanwÃ¤ltin B zur haftrichterlichen AnhÃ¶rung und sagte sie damals aus, sie habe sich nach Erhalt des E-Mails des Beschwerdegegners vom 24. Januar 2021 an RechtsanwÃ¤ltin B gewandt. Ãberdies vertrat bzw. vertritt RechtsanwÃ¤ltin B die BeschwerdefÃ¼hrerin bekanntermassen auch im Eheschutz- und Scheidungsverfahren. Die Haftrichterin hÃ¤tte RechtsanwÃ¤ltin B demzufolge im Rubrum des Entscheids vom 9. Februar 2021 als Vertreterin aufnehmen mÃ¼ssen. Soweit sich die BeschwerdefÃ¼hrerin in diesem Zusammenhang auf Art. 68 Abs. 3 der Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 beruft, ist indes der VollstÃ¤ndigkeit halber darauf hinzuweisen, dass diese Bestimmung vorliegend nicht anwendbar ist (§ 71 VRG e contrario).</p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.2 </b>GemÃ¤ss § 16 Abs. 1 und 2 VRG haben Private, denen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, Anspruch auf die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren. Mittellos im Sinn von § 16 VRG ist, wer die erforderlichen Vertretungskosten lediglich bezahlen kann, wenn er jene Mittel heranzieht, die er fÃ¼r die Deckung des Grundbedarfs fÃ¼r sich und seine Familie benÃ¶tigt (PlÃ¼ss, § 16 N. 18). Als aussichtslos sind Begehren anzusehen, bei denen die Aussichten auf Gutheissung um derart viel kleiner als jene auf Abweisung erscheinen, dass sie deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen (PlÃ¼ss, § 16 N. 46). Eine Rechtsvertretung ist grundsÃ¤tzlich dann notwendig, wenn die Interessen der gesuchstellenden Person in schwerwiegender Weise betroffen sind und das Verfahren in tatsÃ¤chlicher und rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten bietet, die den Beizug eines Rechtsbeistands oder einer RechtsbeistÃ¤ndin erfordern (PlÃ¼ss, § 16 N. 80 f.).</p> <p class="Urteilstext"><span>Zwar ist die gesuchstellende Person in Bezug auf den Nachweis ihrer BedÃ¼rftigkeit mitwirkungspflichtig â es obliegt ihr, sÃ¤mtliche zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung bestehenden finanziellen Verpflichtungen sowie die Einkommens- und VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse umfassend darzustellen und soweit mÃ¶glich zu belegen â und an die Mitwirkungspflicht sind praxisgemÃ¤ss hohe Anforderungen zu stellen. Die Mittellosigkeit der gesuchstellenden Person kann sich aber auch aufgrund der bereits vorhandenen Akten oder UmstÃ¤nde ergeben, ohne dass ein handfester Beleg eingefordert werden muss (PlÃ¼ss, § 16 N. 38 ff.). Vorliegend reichte der Beschwerdegegner zusammen mit seinem Gesuch um gerichtliche Beurteilung die VerfÃ¼gung des Bezirksgerichts </span>vom 22. Dezember 2020 ein, womit dieses im Ehescheidungsverfahren beiden Parteien die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung gewÃ¤hrt hatte. Bereits aufgrund dessen hÃ¤tte die Haftrichterin auf die Mittellosigkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin schliessen dÃ¼rfen bzw. mÃ¼ssen, zumal sie an demselben Bezirksgericht amtet, die Mittelosigkeit nur glaubhaft gemacht zu werden braucht und keine Anzeichen dafÃ¼r bestanden, dass sich die finanziellen VerhÃ¤ltnisse der BeschwerdefÃ¼hrerin in diesem kurzen Zeitraum massgeblich verÃ¤ndert hÃ¤tten. Im Ãbrigen besteht ein gewisser Widerspruch darin, dass die Haftrichterin zwar Zweifel an der Vertretung der BeschwerdefÃ¼hrerin durch RechtsanwÃ¤ltin B hegte, gleichzeitig jedoch RechtsanwÃ¤ltin B â und nicht die BeschwerdefÃ¼hrerin persÃ¶nlich â aufforderte, die Mittellosigkeit nachzuweisen. Nachdem die BeschwerdefÃ¼hrerin im vorinstanzlichen Verfahren vorab Gesuchsgegnerin war und dem Kriterium der fehlenden offensichtlichen Aussichtslosigkeit damit nicht massgeblich Bedeutung zukam (PlÃ¼ss, § 16 N. 44), sich ihr VerlÃ¤ngerungsgesuch gleichzeitig nicht als offensichtlich aussichtslos erwies und schliesslich auch die Notwendigkeit des Beizugs einer Rechtsvertreterin im Hinblick auf die nicht als einfach zu qualifizierenden rechtlichen Fragen und die Bedeutsamkeit der Angelegenheit fÃ¼r die â rechtsunkundige und der deutschen Sprache mindestens nicht vollstÃ¤ndig mÃ¤chtige â BeschwerdefÃ¼hrerin zu bejahen gewesen wÃ¤re, hÃ¤tte die Haftrichterin die Gesuche der BeschwerdefÃ¼hrerin um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung gutheissen mÃ¼ssen.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen. In Aufhebung von Dispositivziffern 1 und 2 des Urteils der Haftrichterin vom 9. Februar 2021 sind die mit VerfÃ¼gung der Mitbeteiligten vom 28. Januar 2021 angeordneten Schutzmassnahmen vollumfÃ¤nglich bis 9. Mai 2021 zu verlÃ¤ngern. Sodann ist der BeschwerdefÃ¼hrerin in Aufhebung von Dispositivziffer 2 der VerfÃ¼gung der Haftrichterin vom 9. Februar 2021 fÃ¼r das Verfahren betreffend gerichtliche Beurteilung und VerlÃ¤ngerung von Schutzmassnahmen die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren und ihr in Person von RechtsanwÃ¤ltin B eine unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin zu bestellen. Die Haftrichterin hat RechtsanwÃ¤ltin B fÃ¼r ihren Aufwand im Verfahren um gerichtliche Beurteilung und VerlÃ¤ngerung von Schutzmassnahmen als unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin zu entschÃ¤digen.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>AusgangsgemÃ¤ss sind die Verfahrenskosten dem Beschwerdegegner aufzuerlegen (§ 12 Abs. 1 GSG). <span>Mangels Obsiegens ist ihm keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§ 12 Abs. 2 GSG). Auch der BeschwerdefÃ¼hrerin ist indes keine solche zuzusprechen. </span>Die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege (dazu sogleich E. 7.3) entbindet die gesuchstellende Person im Unterliegensfall grundsÃ¤tzlich zwar nicht von der Bezahlung einer allfÃ¤lligen ParteientschÃ¤digung an die obsiegende Gegenpartei. Sofern diese jedoch selbst in den Genuss der unentgeltlichen Rechtspflege gekommen ist, hat sie fÃ¼r ihre EntschÃ¤digung keinen Anspruch gegenÃ¼ber der bedÃ¼rftigen Partei (BGr, 19. Juli 2012, 8C_292/2012, E. 6.4; VGr, 5. April 2019, VB.2019.00148, E. 4.3; PlÃ¼ss, § 16 N. 57).</p> <p class="Erwgung2"><b>7.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>7.3.1 </b>Das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren ist mangels Kostenauflage als gegenstandslos geworden abzuschreiben. Dasjenige des BeschwerdefÃ¼hrers ist demgegenÃ¼ber gutzuheissen, ist doch mit der Haftrichterin von seiner Mittellosigkeit auszugehen und <span>das Kriterium der fehlenden offensichtlichen Aussichtslosigkeit</span> angesichts seiner Parteistellung vorliegend nicht massgeblich (PlÃ¼ss, § 16 N. 44).</p> <p class="Erwgung3"><b>7.3.2 </b>Sodann sind den Parteien in Gutheissung ihrer Gesuche um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen RechtsverbeistÃ¤ndung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren ihre jeweiligen Vertreter als unentgeltliche RechtsbeistÃ¤nde zu bestellen. Hinsichtlich der Notwendigkeit der Rechtsvertretung seitens der BeschwerdefÃ¼hrerin kann auf die vorstehenden ErwÃ¤gungen verwiesen werden (E. 6.2.2). Auch fÃ¼r den rechtsunkundigen Beschwerdegegner war das vorliegende Verfahren von betrÃ¤chtlicher Bedeutsamkeit. Ãberdies ist die Notwendigkeit seiner Rechtsvertretung auch aus GrÃ¼nden der Waffengleichheit zu bejahen (PlÃ¼ss, § 16 N. 86).</p> <p class="Erwgung3"><b>7.3.3 </b>GemÃ¤ss § 9 Abs. 1 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 3. Juli 2018 (GebV VGr) erhÃ¤lt die unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin oder der unentgeltliche Rechtsbeistand den notwendigen Zeitaufwand gemÃ¤ss der Verordnung Ã¼ber die AnwaltsgebÃ¼hren vom 8. September 2016 (AnwGebV) entschÃ¤digt. Der notwendige Zeitaufwand bemisst sich nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Falls. Auslagen werden separat vergÃ¼tet. GemÃ¤ss § 3 AnwGebV betrÃ¤gt der Stundenansatz fÃ¼r amtliche Mandate von AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lten in der Regel Fr. 220.-. </p> <p class="Urteilstext">Die Rechtsvertreterin der BeschwerdefÃ¼hrerin weist in ihrer Honorarnote einen Zeitaufwand von insgesamt 33,92 Stunden aus, darunter 120 Minuten fÃ¼r das Studium des Entscheids der Haftrichterin vom 9. Februar 2021, 1'095 Minuten fÃ¼r Aktenstudium und das Verfassen der Beschwerdeschrift, 120 Minuten fÃ¼r das Studium der Beschwerdeantwort, 30 Minuten fÃ¼r das Ausfertigen des Fristerstreckungesuchs und 600 Minuten fÃ¼r die Erstellung der Replik. Abgesehen davon, dass der Aufwand fÃ¼r das Studium des angefochtenen Entscheids nicht im vorliegenden Verfahren zu entschÃ¤digen ist, sondern vielmehr von der Haftrichterin zu entschÃ¤digen sein wird (vorn E. 6.2.2 und E. 7.1; vgl. PlÃ¼ss, § 16 N. 94 f.) ist der geltend gemachte Zeitaufwand als deutlich zu hoch zu bezeichnen. Vor dem Hintergrund, dass EntschÃ¤digungen fÃ¼r unentgeltliche RechtsbeistÃ¤nde und RechtsbeistÃ¤ndinnen in Gewaltschutzangelegenheiten vor Verwaltungsgericht in der Regel zwischen Fr. 1'000.- bis Fr. 3'000.- betragen, das vorliegende Verfahren aber immerhin als eher aufwendig gelten kann, sind der Rechtsvertreterin der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r ihren Zeitaufwand vorliegend pauschal Fr. 3'000.- zu vergÃ¼ten. Die geltend gemachten Barauslagen von total Fr. 214.40 erscheinen zwar ebenfalls eher hoch, jedoch noch als gerechtfertigt. ZuzÃ¼glich 7,7 % Mehrwertsteuer ist RechtsanwÃ¤ltin B folglich mit Fr. 3'461.90 aus der Gerichtskasse zu entschÃ¤digen.</p> <p class="Erwgung3">Der in der Honorarnote des Rechtsvertreters des BeschwerdefÃ¼hrers ausgewiesene Zeitaufwand von 6,15 Stunden ist demgegenÃ¼ber nicht zu beanstanden. Wie bei der BeschwerdefÃ¼hrerin erscheinen die geltend gemachten Barauslagen von total Fr. 235.70 zwar hoch, jedoch noch als gerechtfertigt. ZuzÃ¼glich 7,7 % Mehrwertsteuer ist Rechtsanwalt D deshalb mit Fr. 1'711.- aus der Gerichtskasse zu entschÃ¤digen.</p> <p class="Erwgung3"><b>7.3.4 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin und der Beschwerdegegner werden auf § 16 Abs. 4 VRG hingewiesen, wonach eine Partei, der die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und/oder Rechtsvertretung gewÃ¤hrt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjÃ¤hrt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt der Einzelrichter</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird gutgeheissen.</p> <p class="Einzug2">In Aufhebung von Dispositivziffern 1 und 2 des Urteils der Haftrichterin am Bezirksgericht J vom 9. Februar 2021 werden die mit VerfÃ¼gung der Kantonspolizei ZÃ¼rich vom 28. Januar 2021 angeordneten Schutzmassnahmen vollumfÃ¤nglich bis 9. Mai 2021 verlÃ¤ngert. </p> <p class="Einzug2">In Aufhebung von Dispositivziffer 2 der VerfÃ¼gung der Haftrichterin am Bezirksgericht J vom 9. Februar 2021 wird der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Verfahren betreffend gerichtliche Beurteilung und VerlÃ¤ngerung von Schutzmassnahmen die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung gewÃ¤hrt und ihr in Person von RechtsanwÃ¤ltin B eine unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin bestellt. Die Haftrichterin hat RechtsanwÃ¤ltin B fÃ¼r ihren Aufwand im Verfahren um gerichtliche Beurteilung und VerlÃ¤ngerung von Schutzmassnahmen als unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin zu entschÃ¤digen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'600.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 315.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 1'915.--</u> Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.</p> <p class="Einzug2">4. Dem Beschwerdegegner wird fÃ¼r das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung gewÃ¤hrt.</p> <p class="Einzug2">5. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt, jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Nachzahlungspflicht gemÃ¤ss § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</p> <p class="Einzug2">6. Das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen RechtsverbeistÃ¤ndung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren wird gutgeheissen und ihr in der Person von RechtsanwÃ¤ltin B eine unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin bestellt. RechtsanwÃ¤ltin B wird fÃ¼r ihren Aufwand im Beschwerdeverfahren mit Fr. 3'461.90 (inklusive 7,7 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschÃ¤digt. § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</p> <p class="Einzug2">7. Das Gesuch des Beschwerdegegners um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen RechtsverbeistÃ¤ndung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren wird gutgeheissen und ihm in der Person von Rechtsanwalt D ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt. Rechtsanwalt D wird fÃ¼r seinen Aufwand im Beschwerdeverfahren mit Fr. 1'711.- (inklusive 7,7 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschÃ¤digt. § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</p> <p class="Einzug2">8. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</p> <p class="Einzug2">9. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>