<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird eingeladen, zusammen mit den Kantonen Zürich und Schaffhausen, den Bahnverwaltungen von SBB AG und DB AG, mit der Cisalpino AG und mit dem Bundesland Baden-Württemberg dahingehend zu verhandeln, dass alle internationalen Züge Zürich-Stuttgart möglichst rasch via Flughafen Zürich-Kloten-Winterthur-Schaffhausen verkehren.</p><p>Die umsteigefreie und direkte internationale Bahnverbindung Stuttgart-Zürich-Mailand soll beibehalten werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Auffassung, dass die internationalen Eisenbahnverbindungen in die benachbarten europäischen Zentren zu verbessern sind und dass der internationale Kurzstreckenverkehr primär auf der Schiene abgewickelt werden sollte. Gute Verbindungen Zürich-Schaffhausen-Stuttgart und eine optimale Anbindung des Flughafens Zürich sind ihm und den Bahnen ein wichtiges Anliegen.</p><p>Mittelfristig dürfte - unter Vorbehalt der laufenden Planungen und der Genehmigung durch die eidgenössischen Räte ("Bahn 2000", zweite Etappe; künftige Leistungsvereinbarungen) - der heutige Kapazitätsengpass Zürich-Winterthur behoben werden können. Ob zu diesem Zeitpunkt eine Führung der Züge via Flughafen-Winterthur zweckmässig sein wird, bleibt mit Blick auf die verlängerte Fahrzeit und Dehnung des Knotens Zürich wegen der erhöhten Zahl Züge, die hintereinander via Flughafen geführt werden müssen, vorläufig offen. Die Frage wird im Rahmen der Erarbeitung der Botschaft über den Anschluss der Ost- und Westschweiz ans europäische Eisenbahn-Hochleistungsnetz geprüft. Die Arbeiten der Kantone und der Bahnen, die bisher im Rahmen von "Bahn 2000", zweite Etappe, geleistet worden sind, werden dabei berücksichtigt.</p><p>Indessen stellen sich dem Wunsch, die Züge Zürich-Schaffhausen-Stuttgart kurzfristig über Winterthur zu führen, bedeutende Kapazitätsprobleme entgegen:</p><p>- Die Kantone Zürich und Schaffhausen wünschen eine Ausweitung des S-Bahn-Angebotes zwischen Winterthur und Schaffhausen (Verlängerung der S16 bis Schaffhausen und Halbstundentakt auf der S33). Sie stehen in entsprechenden Verhandlungen mit den SBB. Wenn diese Angebotsausweitungen verwirklicht werden, ist die einspurige Strecke Winterthur-Schaffhausen gänzlich ausgelastet und vermag keine internationalen Züge mehr aufzunehmen.</p><p>- Der Knoten Winterthur und die Strecke Winterthur-Zürich Flughafen-Zürich sind bereits heute an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angelangt. </p><p>Die Investitionen, die notwendig wären, um die Kapazitätsengpässe kurzfristig so zu beseitigen, dass die fraglichen Strecken auch die Züge Zürich-Schaffhausen aufzunehmen vermöchten, stünden in keinem Verhältnis zu der auf dieser Verbindung festgestellten Nachfrage. Auf die Führung der Züge Zürich-Schaffhausen über Zürich Flughafen-Winterthur muss daher zurzeit verzichtet werden. Es sei aber darauf verwiesen, dass eine gute Anbindung des Flughafens mit dem halbstündlich verkehrenden Bus ab Bülach besteht, morgens und abends zusätzlich als Schnellbus mit bloss 16 Minuten Fahrzeit.</p><p>Ferner wird darauf hingewiesen, dass die deutschen Neigezüge für das italienische Stromsystem nicht tauglich sind, d. h., dass nur die Züge der Cisalpino AG sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz und in Italien verkehren können. Die Weiterführung der mit deutschem Rollmaterial geführten Züge nach Italien ist daher nicht möglich. Gleichzeitig sind nicht genügend Neigezüge der Cisalpino AG vorhanden, um das ganze Neigezugangebot zwischen Zürich und Stuttgart mit diesem Rollmaterial zu führen.</p>  Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.