A bteilung IV D -3860/2006 haf/w ig {T 0/2} U rteil vom 18. Juni 2007 M itw irkung: R ichter Fulvio H aefeli, R ichterin Therese Kojic, R ichter G érald Scherrer G erichtsschreiber W inter A ._______, Serbien, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), vorm als Bundesam t für Flüchtlinge (BFF), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 12. Juli 2004 i.S. Vollzug der W egw eisung / N B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschw erdeführer den H eim atstaat am 25. Juni 2004 und gelangte am 28. Juni 2004 unter U m gehung der G renzkontrolle in die Schw eiz, w o er sein Asylgesuch gleichentags in der Em pfangsstelle (heute: Em pfangszentrum ) Basel einreichte. Anlässlich der Befragung vom 1. Juli 2004 in der Em pfangsstelle sow ie der direkten Anhörung vom 8. Juli 2004 durch das BFF m achte der Beschw erdeführer zur Begründung seines Asylgesuchs im W esentli- chen geltend, er sei ethnischer Serbe und habe seit dem Kriegsende (Ende Juni 1999) in X._______ (Kosovo) gelebt. Seine Ausbildung als Volksw irtschafter habe er im Jahre 1999 an der U niversität Y._______ abgeschlossen, doch sei es ihm nicht m öglich gew esen, eine Arbeitsstelle zu finden. D em entsprechend sei er auch nicht in der Lage gew esen, eine eigene Fam ilie zu gründen. D arüber hinaus sei es ethnischen Serben in X._______ nicht m öglich, sich frei zu bew egen. N ach dem Tod seiner M utter im Jahre 2003 sei er auf sich allein gestellt gew esen, zum al er nach der Scheidung seiner Eltern den Kontakt m it seinem Vater verloren habe. N achdem er im Jahre 2003 ein Visum für Portugal habe erhältlich m achen können, sei er nach N orw egen gereist, um dort ein Asylgesuch zu stellen. D och hätten ihn die norw egischen Behörden aufgefordert, nach Portugal zurückzukehren, um dort sein Asylgesuch behandeln zu lassen. D a ihm Portugal als Asylland nicht zugesagt habe, sei er stattdessen im Septem ber 2003 in den H eim atstaat gereist. D iesen habe er am 25. Juni 2004 m it ein paar Kollegen w ieder verlassen, um in die Schw eiz zu reisen. B. M it Verfügung vom 12. Juli 2004 - eröffnet am gleichen Tag - stellte das BFF fest, der Beschw erdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asyl- gesuch ab. G leichzeitig ordnete es die W egw eisung aus der Schw eiz und den Voll- zug an. Zur Begründung führte das BFF im W esentlichen aus, es habe sich zw ar als unm öglich erw iesen, w ährend der M ärzunruhen im Jahre 2004 Ü bergriffe und Vertreibungsaktionen durch die albanische Bevölkerung w irksam zu unterbinden, doch könne m an trotzdem vom Schutzw illen von U N M IK (U nited N ations M ission in Kosovo) und KFO R (Kosovo Force) ausgehen. N am entlich hätten die KFO R - Truppen das M andat erhalten, bei w eiteren Ausschreitungen hart durchzugreifen. D arüber hinaus seien Polizei und KFO R -Patrouillen und C heck-Points w ieder überall aktiviert. D em entsprechend seien die geschilderten N achteile des Be- schw erdeführers nicht asylrelevant. Er habe ausserdem die M öglichkeit, sich in ei- nem andern Landesteil von Serbien und M ontenegro niederzulassen, w o er nicht einer ethnischen M inderheit angehöre. C . M it Beschw erde vom 10. August 2004 beantragte der Beschw erdeführer die Auf- hebung der Ziffern 4 – 6 des D ispositivs der angefochtenen Verfügung. D es W eite- ren sei die U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs festzustellen und die vorläu- fige Aufnahm e des Beschw erdeführers in der Schw eiz anzuordnen. Schliesslich sei von der Erhebung von Verfahrenskosten und eines Kostenvorschusses abzu- sehen. Auf die Begründung sow ie die nachfolgend aufgeführten Bew eism ittel w ird, sow eit für den Entscheid w esentlich, in den Erw ägungen eingegangen.3 Zur U nterm auerung seiner Vorbringen reichte der Beschw erdeführer die nachste- hend aufgeführten D okum ente zu den Akten: einen Bericht vom 9. April 2004 des U N H C R (U nited N ations H igh C om m issioner for R efugees) zur Schutzbedürftigkeit von Personen aus dem Kosovo im Lichte der jüngsten ethnisch m otivierten Ausei- nandersetzungen, ein U pdate vom 24. M ai 2004 der Schw eizerischen Flüchtlings- hilfe (SFH ) zur Situation der ethnischen M inderheiten nach den Ereignissen vom M ärz 2004 im Kosovo, ein U pdate vom 1. M ärz 2004 der SFH zur sozialen und m edizinischen Lage der intern Vertriebenen in Serbien-M ontenegro, einen eng- lischsprachigen Bericht vom 7. April 2004 zu Serbien und M ontenegro sow ie eine Fürsorgeabhängigkeitsbestätigung vom 28. Juli 2004 der C aritas. D . M it Zw ischenverfügung vom 13. August 2004 teilte der dam als zuständige Instruk- tionsrichter der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) dem Beschw erde- führer m it, er könne den Ausgang des Verfahrens in der Schw eiz abw arten, und stellte gleichzeitig fest, der Beschw erdeführer fechte lediglich den angeordneten W egw eisungsvollzug an. D am it seien die Ziffern 1 und 2 des D ispositivs der Verfü- gung vom 12. Juli 2004 des BFF (Verneinung der Flüchtlingseigenschaft, Verw ei- gerung des Asyls) m it Ablauf der Beschw erdefrist in R echtskraft erw achsen. D es W eiteren w erde auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet, und schliesslich w erde über das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echts- pflege zu einem späteren Zeitpunkt befunden. E. In seiner Vernehm lassung vom 5. M ärz 2007 schloss das BFM auf Abw eisung der Beschw erde. Zur Begründung führte das BFM im W esentlichen aus, entgegen den Ausführungen im angefochtenen Entscheid w erde eine W egw eisung von Angehöri- gen der serbischen M inderheit in den Kosovo im heutigen Zeitpunkt als nicht zu- m utbar erachtet. W ie allerdings bereits dem Entscheid vom 12. Juli 2004 zu ent- nehm en sei, w erde - in Ü bereinstim m ung m it der ständigen Praxis der Beschw er- deinstanz - bei ethnischen Serben bei der Erfüllung gew isser Kriterien eine inner- staatliche Aufenthaltsalternative ausserhalb des Kosovo im übrigen Serbien als zu- m utbar erachtet. Auf die Zum utbarkeit einer solchen Aufenthaltsalternative sei be- reits im angefochtenen Entscheid sum m arisch hingew iesen w orden. Im Ü brigen sei der Beschw erdeführer alleinstehend, jung und gesund. Zudem verfüge er über eine vergleichsw eise sehr gute Ausbildung als U niversitätsabgänger, w elche es ihm erm öglichen sollte, sich in Serbien eine neue Existenz aufzubauen. N ötigen- falls könne er nach einer R ückkehr finanziell von in der Schw eiz lebenden Ver- w andten unterstützt w erden. D ie Zum utbarkeit einer innerstaatlichen Aufenthaltsal- ternative sei som it gegeben. In seiner R eplik vom 24. M ärz 2007 gab der Beschw erdeführer seinen Ängsten im Zusam m enhang m it einem allfälligen negativen Entscheid Ausdruck, w obei er für diesen Fall in Aussicht stellte, er w erde sich auf m edienw irksam e Art und W eise das Leben nehm en.4 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehö- ren Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgül- tig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, am 1. Januar 2007 die Beurteilung der bei der ehem aligen AR K hängigen R echtsm ittel und w en- det dabei das neue Verfahrensrecht an (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist le- gitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m it- hin einzutreten. 3. 3.1 D ie vorliegende Beschw erde richtet sich allein gegen den Vollzug der W egw ei- sung. D ie Ziffern 1 (Verneinung der Flüchtlingseigenschaft), 2 (Ablehnung des Asylgesuches) und 3 (Anordnung der W egw eisung) des D ispositivs der angefoch- tenen Verfügung sind dem zufolge m angels Anfechtung in R echtskraft erw achsen. G egenstand des vorliegenden Beschw erdeverfahrens bildet som it lediglich die Frage, ob w egen U nzulässigkeit, U nzum utbarkeit oder U nm öglichkeit des Vollzugs der W egw eisung die vorläufige Aufnahm e anzuordnen ist (vgl. Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m . Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufent- halt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]). 3.2 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zuläs- sig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Aus- länders in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 3.3 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). 3.4 G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossen- schaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D e-5 zem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedri- gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Kon- vention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder ernied- rigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 3.5 D er Beschw erdeführer verfügt w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthaltsbe- w illigung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. D ie W egw eisung w urde dem nach zu R echt angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2001 N r. 21). 3.6 D er Beschw erdeführer m achte auf Beschw erdeebene geltend, die serbische M in- derheit im Kosovo sei gefährdet. Ü berdies liege der H erkunftsort des Beschw erde- führers - X._______ - in der gefährlichsten G egend des Kosovo, und es fehlten die w irtschaftlichen Voraussetzungen für eine R ückkehr. Auch könne er von seinen Verw andten keine U nterstützung erw arten. Ebenso w enig existiere eine innerstaatliche Aufenthaltsalternative, zum al er nicht von einer gesicherten Existenzgrundlage ausgehen könne und ausserhalb des Kosovo über kein soziales Beziehungsnetz verfüge. 3.7 D ie Vorinstanz w ies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingsei- genschaft erfüllen (vgl. M AR IO G ATTIKER , D as Asyl- und W egw eisungsverfahren, Bern 1999, S. 89). D a es dem Beschw erdeführer – w ie rechtskräftig feststeht - nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G efährdung glaubhaft zu m achen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen N on-refoule- m ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ückführung des Beschw erdeführers in seinen H eim atstaat ist dem nach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtm ässig. 3.8 G em äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti-Folterausschusses m üsste der Beschw erdeführer eine konkrete G e- fahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihm im Fall einer R ück- schiebung Folter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. EM AR K 2001 N r. 16 S. 122 m it w eiteren H inw eisen). Es ergeben sich vorliegend w eder aus den Aussagen des Beschw erdeführers noch aus den Akten gew ichtige Anhaltspunkte für die Annahm e, dass ihm für den Fall einer R ückführung nach Serbien m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit eine nach Art. 3 EM R K verbotene Strafe oder Behandlung drohen w ürde, dies um so w eniger, als sich der Beschw erdeführer im R ahm en der N iederlassungsfreiheit ausserhalb des Kosovo in Serbien niederlassen kann, w o er der M ehrheitsethnie angehört. D ie allgem eine M enschenrechtssituation in Serbien jedenfalls lässt den W egw eisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt klarerw eise nicht als unzulässig er- scheinen. W as die Frage nach der allfälligen Suizidalität des Beschw erdeführers betrifft, so kann zunächst auf die diesbezügliche bundesgerichtliche R echtsprechung im Falle einer zw angsw eisen R ückführung verw iesen w erden, w o gleicherm assen die allfäl- lige Verletzung von Art. 3 EM R K geprüft w ird (siehe U rteil des Bundesgerichts vom 29. August 2001 i.S. S.D . und M .D ., 2P.116/2001, Ziff. 4c). D rohen Ausländer für den Fall des Vollzuges des W egw eisungsentscheides m it Suizid, so ist nach dem 6 Europäischen G erichtshof für M enschenrechte der w egw eisende Staat nicht verpflichtet, vom Vollzug der Ausw eisung Abstand zu nehm en; solange er M assnahm en ergreift, um die U m setzung der Suiziddrohung zu verhindern, verm ag die R ückführung nicht gegen Art. 3 EM R K zu verstossen. Im Fall D ragan gegen D eutschland hatte der G erichtshof die Beschw erde einer psychisch kranken Frau zu beurteilen, die von den deutschen Behörden nach R um änien ausgeschafft w erden sollte und ernsthaft gedroht hatte, sie w ürde sich um bringen, w enn sie behördlich gezw ungen w ürde, D eutschland zu verlassen. D er G erichtshof, der davon ausging, dass die Beschw erdeführerin in R um änien keiner hinreichend konkreten G efahr ausgesetzt sein w ürde, dass ihre Krankheit nicht behandelt w erden könnte, kam zum Schluss, dass nach Art. 3 EM R K keine Verpflichtung besteht, von einer zu vollziehenden W eg- oder Ausw eisung Abstand zu nehm en, w enn die betroffene Person m it Suizid droht; die Zulässigkeit des Vollzugs der W eg- oder Ausw eisung setzt dann allerdings voraus, dass der ausschaffende Staat geeignete M assnahm en ergreift, um die U m setzung der Suiziddrohung im Zusam m enhang m it der R ückführung zu verhindern (vgl. den U nzulässigkeitsent- scheid des EG M R vom 7. O ktober 2004 i.S. D ragan und andere gegen D eutsch- land, N r. 33743/03, angeführt in EM AR K 2005 N r. 23 E. 5.1 S. 212). Vor diesem H intergrund ist der Vollzug der W egw eisung des Beschw erdeführers in Beachtung der m assgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestim m ungen als zulässig zu bezeichnen. 3.9 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ück- kehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allge- m einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situati- on allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise einer notw endigen m edizinischen Behandlung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). In der Beschw erdeschrift w ird die Zum utbarkeit des Vollzugs der W egw eisung in den Kosovo bestritten. D iesbezüglich räum te die Vorinstanz in der Vernehm las- sung vom 5. M ärz 2007 ein, entgegen den Ausführungen in der angefochtenen Verfügung w erde eine solche W egw eisung derzeit als nicht zum utbar erachtet. In Anbetracht dieser nach w ie vor aktuellen Praxis erübrigen sich an dieser Stelle w eitere Erw ägungen zu den den Kosovo betreffenden Vorbringen und Bew eism it- teln. H ingegen stellt sich nach w ie vor die Frage, ob dem Beschw erdeführer eine innerstaatliche Aufenthaltsalternative in Serbien (ausserhalb des Kosovo) zur Ver- fügung steht. Sie ist zu bejahen, w eil davon auszugehen ist, der Beschw erdeführer könne sich in Z._______ registrieren lassen, hat er doch bereits eine dort ausge- stellte G eburtsurkunde zu den Akten gereicht. D em entsprechend dürfte die N ieder- lassung des Beschw erdeführers in Serbien jedenfalls nicht m angels eines R egis- tereintrags scheitern. D es W eiteren ergibt sich auch aus dem vom Beschw erdefüh- rer eingereichten U pdate vom 1. M ärz 2004 zur sozialen und m edizinischen Lage der intern Vertriebenen (Serbien-M ontenegro) der Schw eizerischen Flüchtlingshilfe (SFH ), dass er keiner verletzlichen G ruppe angehört, zum al er als studierter Volks- w irtschafter schon aufgrund seiner w eit überdurchschnittlichen beruflichen Q ualifi-7 kation auch über gesteigerte Erw erbschancen verfügt. Im Ü brigen hat er auch in der Schw eiz eine gew isse Flexibilität bei der Jobsuche unter Bew eis gestellt und sich m it Erfolg in der G astronom ie betätigt. Es ist nicht einzusehen, w eshalb ihm der Aufbau einer neuen Existenz - bei entsprechendem Bem ühen - nicht auch in Serbien gelingen sollte. D ie blossen sozialen und w irtschaftlichen Schw ierigkeiten, von w elchen die ansässige Bevölkerung betroffen ist, stellen keine existenzbedro- hende Situation dar, w elche den Vollzug der W egw eisung eines Ausländers in den H eim atstaat als unzum utbar erscheinen liesse (EM AR K 1994 N r. 19 E. 6b S. 149). In diesem Zusam m enhang bem isst sich die - in casu zu bejahende - Zum utbarkeit nach den durchschnittlichen örtlichen Verhältnissen und nicht nach schw eizeri- schen Standards. Zudem hat der Beschw erdeführer auch serbischen M ilitärdienst geleistet, w eshalb der Bezug zu Serbien grundsätzlich gegeben ist, obw ohl er dort - nach eigenen Angaben - über kein fam iliäres Beziehungsnetz verfügt. Indessen stellt das fehlende soziale N etz in Serbien angesichts des Alters von 31 Jahren kein H indernis dar, kann er sich doch ein neues aufbauen. Schliesslich bleibt zu prüfen, ob allfällige gesundheitliche Problem e des Beschw er- deführers ein individuelles Vollzugshindernis bilden könnten. D as Erm essen, w el- ches die "Kann-Bestim m ung" von Art. 14a Abs. 4 AN AG den zuständigen Behör- den einräum t, erfordert in jedem einzelnen Fall, die Situation, w elche sich für die betroffene Person nach Vollzug der W egw eisung im H eim atland ergäbe, und die dam it verbundenen hum anitären Aspekte den öffentlichen Interessen gegenüber- zustellen, w elche für den Vollzug der W egw eisung sprechen (vgl. EM AR K 1994 N r. 18 E. 4d S. 140 f., 2003 N r. 17 E. 6a S. 107). Entsprechen die Behandlungs- m öglichkeiten im H erkunftsland nicht dem m edizinischen Standard in der Schw eiz, m acht dies allein den Vollzug noch nicht unzum utbar, hingegen dann, w enn die ungenügende M öglichkeit der W eiterbehandlung eine drastische und lebensbedro- hende Verschlechterung des G esundheitszustandes nach sich zieht (vgl. EM AR K 2003 N r. 24 E. 5b S. 157 f., EM AR K 2004 N r. 7 E. 5d). Letztere Bedingungen sind für den Beschw erdeführer - auch unter Berücksichtigung der vorgebrachten Suizid- drohung - nicht erfüllt. D en Akten können keine H inw eise auf eine ernsthafte Er- krankung des Beschw erdeführers entnom m en w erden, w eshalb es sich erübrigt, einen Arztbericht einzuholen. Sollte dennoch im Zusam m enhang m it der Suiziddro- hung eine ärztliche Behandlung notw endig w erden, ist dem Beschw erdeführer zu- zum uten, die m edizinische Infrastruktur seines H eim atlandes in Anspruch zu neh- m en. Zudem kann der Beschw erdeführer bei der Vorinstanz unter Vorlage entspre- chender ärztlicher Atteste m edizinische R ückkehrhilfe beantragen (Art. 93 Abs. 1 Bst. c AsylG i.V.m . Art. 75 AsylV 2). Schliesslich kann das BFM dem Beschw erde- führer für die O rganisation seiner R ückkehr eine angem essene Ausreisefrist anset- zen. 3.10 D ie Vorbringen in der Beschw erdeschrift sow ie die eingereichten Bew eism ittel sind insgesam t nicht geeignet, zu einer veränderten Betrachtungsw eise zu führen, w es- halb es sich erübrigt, näher darauf einzugehen. G estützt auf die vorstehenden Ausführungen ist in Berücksichtigung der gesam ten U m stände der Vollzug der W egw eisung des Beschw erdeführers als zum utbar zu erachten. 3.11 Schliesslich obliegt es dem Beschw erdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung seines H eim atstaates die für eine R ückkehr notw endigen R eisedokum ente zu be- schaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), w eshalb der Vollzug der W egw eisung auch als 8 m öglich zu bezeichnen ist. 3.12 Insgesam t ist die durch die Vorinstanz verfügte W egw eisung zu bestätigen. D ie Vorinstanz hat deren Vollzug zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erach- tet. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (Art. 14a Abs. 1 - 4 AN AG ). 4. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esag- ten abzuw eisen. 5. W ie sich aus den Akten ergibt, ist der Beschw erdeführer nicht bedürftig im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG , w eshalb das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege abzuw eisen ist. 6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschw erdeführer auf- zuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ) und auf insgesam t Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Ent- schädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE]). (D ispositiv nächste Seite)9 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D as G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG w ird abgew iesen. 3. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichtskasse zu über- w eisen. 4. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer durch Verm ittlung des Am ts für M igration des Kantons B._______ (Beilage: Einzahlungsschein) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N ) und dem H inw eis auf Bst. E des Sachverhalts und Ziff. 3.8 und 3.9 der Erw ägungen - Am t für M igration des Kantons B._______ m it der Bitte, dem Beschw erdeführer dieses U rteil gegen Em pfangsbestätigung auszuhändigen, sie ihm notfalls zu übersetzen und uns die Em pfangsbestätigung zukom m en zu lassen (R ef-N r. D - 3860/2006; Kopie zu den Akten) D er R ichter: D er G erichtsschreiber: Fulvio H aefeli G ert W inter Versand am :