A bteilung II B -2302/2006 {T 1 /2 } U rteil vom 9. Juli 2007 M itw irkung: R ichter H ans-Jacob H eitz (vorsitzender R ichter), R ichter R onald Flury, R ichter Jean-Luc Baechler; G erichtsschreiberin Katharina W alder Salam in D ._______ handelnd durch G ._______ Beschw erdeführer gegen Eidgenössische Spielbankenkom m ission, Eigerplatz 1, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend W iderhandlung gegen das Spielbankengesetz und Entzug des guten R ufs. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Aus dem Kreis der M itarbeiter der C asino B._______ (C asino), w o der Be- schw erdeführer als G eschäftsführer/D irektor angestellt w ar, ging bei der Eidgenössischen Spielbankenkom m ission (Vorinstanz) am 12. August 2003 eine Anzeige w egen angeblich unbefugtem Aufnehm en von G esprä- chen und dgl. ein, w orauf sich bei der Befragung der Anzeige erstattenden Personen herausstellte, dass der Beschw erdeführer angeblich selbst an den G lücksspielautom aten des C asinos gespielt haben soll. H ierauf erliess die Vorinstanz am 20. August 2003 eine superprovisorische Verfügung (N r. 120-03) m it der an das C asino gerichteten W eisung, den Beschw erdeführer unverzüglich in seiner Funktion als G eschäftsführer zu suspendieren. D er Beschw erdeführer w ar im Verteiler nicht verm erkt. B. Einen Tag darauf, d.h. am 21. August 2003, kündigte das C asino den Ar- beitsvertrag m it dem Beschw erdeführer m it sofortiger W irkung aus w ichti- gem G rund, und berief an seine Stelle vorerst einen G eschäftsführer a.i. C . M it D atum vom 27. August 2003 stellte das C asino bei der Vorinstanz den Antrag auf Erlass eines Entscheids über die m it der superprovisorischen Verfügung angeordneten M assnahm en sow ie G ew ährung des rechtlichen G ehörs gegenüber dem Beschw erdeführer. D as C asino beanspruchte da- bei nicht nur für sich ein schutzw ürdiges rechtliches und tatsächliches In- teresse, sondern billigte dasselbe ausdrücklich auch dem Beschw erdefüh- rer zu. D er dam als anw altlich vertretene Beschw erdeführer liess m it Einga- be an die Vorinstanz vom 27. August 2003 bestreiten, spielbankenrechtli- che Vorschriften verletzt zu haben und beantragte, er sei als Partei zuzu- lassen und es sei ihm Akteneinsicht zu gew ähren. Zudem beantragte er, es sei festzustellen, dass er keine spielbankenrechtlichen Vorschriften ver- letzt habe, und es sei die m it superprovisorischer Verfügung vom 20. Au- gust 2003 angeordnete Suspendierung in seiner Funktion als G eschäfts- führer vollum fänglich aufzuheben. D ie Vorinstanz erliess am 12. Septem ber 2003 diesbezüglich eine verfah- rensleitende Verfügung (N r. 129-03), m it w elcher sie gestützt auf Art. 57 des Bundesgesetzes über das Verw altungsverfahren vom 20. Septem ber 1968 (Vw VG , SR 172.021) den Beschw erdeführer als Beigeladenen m it dem Anspruch auf rechtliches G ehör sow ie Akteneinsicht zuliess. In der Folge ergingen im R ahm en des rechtlichen G ehörs diverse Stellung- nahm en des Beschw erdeführers an die Vorinstanz m it entsprechendem Korrespondenzw echsel, w obei der Beschw erdeführer stets beteuerte, nicht selbst gespielt, d.h. nie einen Einsatz getätigt und kein G eld in die Auto- m aten gesteckt oder als Auszahlung in Em pfang genom m en zu haben, sondern lediglich gelegentlich interessierten Spielern auf deren ausdrückli- chen W unsch hin die Starttaste gedrückt zu haben.3 D . Parallel zum Verw altungsverfahren vor der Vorinstanz w urde zufolge Be- gehrens um gerichtliche Beurteilung des Strafentscheids der Vorinstanz vom 25. Februar 2004 w egen angeblicher Verletzung von Art. 56 Abs. 1 Bst. g Spielbankengesetz vom 18. D ezem ber 1998 (SG B, SR 935.52) im W ohnsitzkanton des Beschw erdeführers das von der Vorinstanz initiierte Verw altungsstrafverfahren durchgeführt, w obei der Beschw erdeführer m it U rteil des Kreisgerichts W erdenberg-Sargans (SG ) vom 27. Septem ber 2004 freigesprochen und die von der Vorinstanz dagegen erhobene Beru- fung m it U rteil des Kantonsgerichts St. G allen vom 22. N ovem ber 2005 ab- gew iesen und der Freispruch vollum fänglich bestätigt w urde. D ieses U rteil ist in R echtskraft erw achsen. E. N achdem der Beschw erdeführer nach erfolgtem Freispruch vor erster Strafgerichtsinstanz m it Eingabe vom 22. D ezem ber 2004 gegenüber der Vorinstanz eine Art Zeugnis zu seinem guten R uf einverlangt und die Vor- instanz seine w eiteren Stellungnahm en im Verw altungsverfahren zur Kenntnis genom m en hatte, erliess die Vorinstanz m it Blick auf die von ihr beabsichtigte Abschreibung am Protokoll im R ahm en eines Schriftenw ech- sels am 5. M ai 2006 und am 31. M ai 2006 je eine verfahrensleitende Ver- fügung zw ecks G ew ährung des rechtlichen G ehörs und der Akteneinsicht. D ie Vorinstanz erklärte sich dabei für Schadenersatzbegehren als unzu- ständig und verw eis den Beschw erdeführer auf den W eg des Verantw ort- lichkeitsgesetzes (VG , SR 170.32). D araufhin verlangte der Beschw er- deführer m it Eingabe vom 9. Juni 2006 von der Vorinstanz einen m ateri- ellen Sachentscheid, nachdem er sich bereits am 4. April 2006 danach er- kundigt hatte. F. D ie Vorinstanz schrieb in der Folge m it Verfügung vom 26. Juni 2006 das Verw altungsverfahren m it der Begründung als gegenstandslos ab, das Ar- beitsverhältnis des Beschw erdeführers sei gekündigt w orden und er verfü- ge über kein R echtsschutzinteresse m ehr. M it Eingabe vom 27. Juli 2006 focht der Beschw erdeführer fristgerecht vor der Eidgenössischen R ekurs- kom m ission für Spielbanken (R ekurskom m ission) diese Verfügung an, for- derte Aufhebung der Suspendierung und verlangte Schadenersatz. G . D er Beschw erdeführer beantragt auf Verfügung der R ekurskom m ission vom 17. Septem ber 2006 hin innert ihm dazu eröffneter N achfrist in seiner verbesserten und m assgeblich ergänzten Beschw erdeschrift vom 27. Sep- tem ber 2006, die Verfügungen seien aufzuheben und seine Suspendierung als C asino-D irektor sei zurückzunehm en. W eiter sei er vom Vorw urf der W iderhandlung gegen das Spielbankengesetz freizusprechen und es sei die Vorinstanz anzuw eisen, ihm den aberkannten guten R uf w ieder zu at- testieren, unter Kosten- und W iedergutm achungsfolgen. D er Beschw erdeführer trägt vor, dass U rsprung und dam it auch R echtferti- gung seiner Suspendierung eine Anzeige von Angestellten des Spielcasi- nos gew esen sei, w elche – allerdings ohne dies näher auszuführen – des D iebstahls und anderw eitiger krim ineller Energie, w ie Verstössen gegen das G eldw äschereigesetz und das Spielbankengesetz, verdächtigt gew e- sen seien. Er nim m t zum Sachverhalt, d.h. den ihm gegenüber erhobenen 4 tatbeständlichen Vorw ürfen, Stellung und bestreitet, selbst Spielhandlun- gen durchgeführt zu haben. Zudem rügte er die Art der postalischen Zu- stellung durch die Vorinstanz. D er Beschw erdeführer m acht insbesondere geltend, dass die Voraussetzungen für eine superprovisorische Suspendie- rungsverfügung nicht gegeben gew esen seien und rügt, dass sich die Vor- instanz in W iderspruch zu ihrem eigenen Kreisschreiben vom 31. O ktober 2002 (215-031; B453-0041/ Jua/O tv) m it "W eisungen an die kantonalen und kom m unalen Polizeistellen sow ie an die kantonalen G ew erbepolizei- behörden betreffend Anw endung des Artikels 19 Bundesgesetz vom 22. M ärz 1974 über das Verw altungsstrafrecht (VStrR , SR 313.0) im Zu- sam m enhang m it dem Betrieb illegaler G eldspielautom aten" gestellt habe. Es sei dam als auch keine G efahr im Verzug gew esen. Er bem ängelt insbe- sondere, dass m it seiner unverzüglichen Suspendierung der Ausgang der R echtsverfahren vorw eggenom m en w orden sei, in fahrlässiger W eise sein guter R uf aberkannt und gegen das Verhältnism ässigkeitsprinzip sow ie die U nschuldsverm utung verstossen w orden sei. Auch habe es an der Voraussetzung tatsächlicher M issstände laut Art. 50 SBG gefehlt. W eiter rügt der Beschw erdeführer die lange D auer des Ver- fahrens von über 3 Jahren sow ie den U m stand, dass die Vorinstanz im Verlauf des Verfahrens die juristische Argum entation gew echselt habe. D er Beschw erdeführer setzt sich gem essen an den ihm gegenüber ge- m achten Vorw ürfen detailliert m it den Art. 21, 29 Abs. 1 und 56 SBG aus- einander und stellt den Spielablauf dar, w obei er sich auch auf das Straf- urteil des Kantonsgerichts St. G allen beruft. Er sieht im Verhalten der Vorinstanz einen W iderspruch zum Legalitäts- prinzip. Er bestreitet, m anipuliert und selbst um G eld gespielt zu haben; w eiter stellt er in Abrede, dass Spielsicherheit und Transparenz je gefähr- det gew esen seien. D er Beschw erdeführer m acht schliesslich geltend, dass die Vorinstanz sich von Angestellten des C asinos habe instrum entali- sieren lassen, und rügt, dass er in der Zeitung "Blick" nam entlich des "Spieltatbestandes" beschuldigt w orden sei. Es sei erst auf seinen Antrag hin zur angefochtenen Abschreibungsverfügung vom 26. Juni 2006 gekom - m en, nachdem er zuvor w ährend drei Jahren krim inalisiert w orden sei. D er Beschw erdeführer richtet schliesslich bezüglich Verhalten der Vorinstanz vier Fragen an die Beschw erdeinstanz. Vorerst fragt er sich, ob unge- schriebene aufsichtsrechtliche Leitgedanken oder bedenkliches Verhalten eine superprovisorische Verfügung und den Entzug des guten R ufs recht- fertigen können; w eiter hinterfragt er, ob die Vorinstanz die Verfahrensreg- eln und die Verhältnism ässigkeit eingehalten habe, sow ie schliesslich, ob auch ohne Einsatz von G eld und ohne G ew innaussicht gegen das SBG verstossen w erden könne und ob ein so handelnder C asino-D irektor sein H andeln dem Spielverbot zuzuordnen habe. Er verlangt schliesslich eine inhaltliche Prüfung der von der Vorinstanz erlassenen verw altungsrechtli- chen Entscheidungen.5 H . In seiner R eplik vom 14. D ezem ber 2006 rügt der Beschw erdeführer, dass die Vorinstanz keine rechtliche Begründung vorgetragen habe, w elche sei- ne Suspension als richtig erscheinen lasse, und dass diese unterlassen habe, in einem ordentlichen Verw altungsverfahren zu klären, ob die getrof- fenen Entscheidungen gesetzeskonform w aren. Er sieht im Verhalten der Vorinstanz M achtm issbrauch und verlangt eine aufsichtsrechtliche Prü- fung. Er beurteilt das Verhalten der Vorinstanz als nicht gesetzeskonform . W eiter hinterfragt er die Interpretation des W ortes "Spielverbot" und m acht geltend, dass zw ei Strafgerichtsinstanzen ihn vom Vorw urf der W iderhand- lung gegen das Spielbankengesetz freigesprochen hätten, w as die Vorins- tanz nicht daran hindere, in seinem Verhalten verw altungsrechtliche Ver- stösse zu erblicken, w as allein schon nach der Ü berprüfung durch die R e- kurskom m ission rufe. Schliesslich bem ängelt er, dass die Vorinstanz erst auf m ehrm alige Aufforderung und Androhung von R echtsm itteln hin, die angefochtene Verfügung erlassen habe. D er Beschw erdeführer verlangt dabei nicht die Ü berprüfung, ob die angefochtene Abschreibungsverfügung rechtens w ar, sondern w iederholt eine inhaltliche Ü berprüfung. I. M it Vernehm lassungen vom 24. O ktober 2006 und 19. Februar 2007 bean- tragt die Vorinstanz die Abw eisung der Beschw erde. Sie führt aus, das or- dentliche Adm inistrativverfahren gegen das C asino, in dessen R ahm en der Beschw erdeführer als dam aliger D irektor suspendiert w orden w ar, sei hin- fällig gew orden, nachdem die Spielbank (vorliegend die C asino B._______) das Arbeitsverhältnis m it dem Beschw erdeführer aufgelöst habe. Sie habe nach Abschluss des gegen den Beschw erdeführer ange- strengten Strafverfahrens das Verw altungsverfahren abgeschrieben. Streitgegenstand sei also die Abschreibung infolge G egenstandslosigkeit des Verfahrens. D ie Vorinstanz führt w eiter aus, dass sie die superproviso- rische Verfügung erlassen habe, da in den H andlungen des Beschw erde- führers aus aufsichtsrechtlicher Sicht Verstösse gegen Art. 21 Abs. 1 Bst. d und Bst. f sow ie Abs. 2 Bst. a SBG zu erblicken gew esen seien. Aus diesen G ründen seien die m ateriellen Voraussetzungen für die Suspendie- rung zum Zeitpunkt des Erlasses der superprovisorischen Verfügung erfüllt gew esen. Aufgrund der Auflösung des Arbeitsverhältnisses zw ischen der Spielbank und dem Beschw erdeführer sei die diesbezügliche Anordnung jedoch gegenstandslos gew orden. Im Ü brigen hält die Vorinstanz fest, dass der Beschw erdeführer w eder in seiner Beschw erde noch in seiner "präzisierten Stellungnahm e" erläutert habe, w ieso das Verfahren auf Suspendierung nicht hätte eingestellt w er- den sollen. Zudem habe er m aterielle Begehren vorgebracht, ohne sich zu der in D iskussion stehenden Frage der Abschreibung zu äussern, w as nicht ausreiche, um die Pflicht zur Fortsetzung des ordentlichen Verfah- rens zu begründen. Sie habe beabsichtigt, im R ahm en eines ordentlichen Verfahrens zu prü- fen, ob die definitive Anordnung der Suspendierung des Beschw erdefüh- rers gerechtfertigt gew esen sei. Bereits am Tag nach Erlass des Superpro- visorium s habe die Spielbank den Beschw erdeführer entlassen, w om it eine 6 definitive Beurteilung hinfällig gew orden sei. W ohl deshalb sei – w as aus heutiger Sicht als unzw eckm ässig erscheine – darauf verzichtet w orden, die Abschreibung des Verfahrens unm ittelbar vorzunehm en. D iese sei erst m it der angefochtenen Verfügung erfolgt, nachdem das Strafverfahren rechtskräftig erledigt gew esen sei. D ennoch sei die entsprechende Anord- nung gerechtfertigt gew esen, w eshalb die gegen die angefochtene Verfü- gung gerichtete Beschw erde abzuw eisen sei. D er Freispruch bzw . der U m - stand, dass der Beschw erdeführer nicht gegen die Strafnorm von Art. 56 Abs. 4 Bst. g SBG verstossen habe, sei im aufsichtsrechtlichen Bereich ir- relevant. D ie Vorinstanz habe – nachdem die strafrechtlichen R echtsfolgen rechtsverbindlich geklärt w aren und auch feststand, dass das Interesse daran, das ordentliche Verfahren betreffend Suspendierung fortzuführen, entfallen sei – aus G ründen der Prozessökonom ie darauf verzichtet, ein Feststellungsverfahren durchzuführen, w eshalb in der Sache keine form el- le Verfügung ergangen sei. D em Einw and des Beschw erdeführers, w onach er keine spielbankenrecht- lichen Vorschriften verletzt habe, und ihm von der Vorinstanz zudem der gute R uf aberkannt w orden sei, entgegnet die Vorinstanz, dass sie in ihren Erw ägungen ausführlich dargelegt habe, w eshalb der Beschw erdeführer in verw altungsrechtlich relevanter W eise gegen Vorschriften der Spielban- kengesetzgebung verstossen habe. D er gute R uf sei ihm nur abgespro- chen w orden, da dieser für alle an einer Spielbank oder der Leitung betei- ligten Personen eine w ichtige Konzessionsvoraussetzung darstelle, also ein M issverständnis vorliege, w obei die Spielbankenkom m ission nach den ergangenen Strafurteilen die Beurteilung des guten R ufs bew usst offen ge- lassen habe, w as denn auch erkläre, dass sie trotz Bitte des Beschw erde- führers kein Zeugnis über den guten R uf habe ausstellen können. Auch könnten angebliche Verfahrensfehler im Strafverfahren kein w eiterführen- des Verw altungsverfahren begründen. Schliesslich stellt die Vorinstanz das an die Beschw erdeinstanz gerichtete Eventualbegehren, es sei förm lich durch Feststellungsentscheid festzustel- len, dass der Beschw erdeführer gegen Bestim m ungen des Spielbankenge- setzes verstossen habe. Eine R ückw eisung hätte keinen Sinn, da dies dem Beschw erdeführer keine Vorteile, sondern lediglich zeitliche Verzöge- rungen bringen w ürde. Am 5. Februar 2007 zeigte das Bundesverw altungsgericht den Parteien an, dass die eidgenössische R ekurskom m ission für Spielbanken durch dasselbe ersetzt w orden w ar, w elches seine Tätigkeit am 1. Januar 2007 in Bern aufgenom m en hatte. J. Am 23. Februar 2007 w urde m it Zustellung der D uplik der Vorinstanz an den Beschw erdeführer der Schriftenw echsel abgeschlossen. Eine Par- teiverhandlung w urde nicht durchgeführt (Art. 40 Verw altungsgerichtsge- setz VG G / SR 173.32).7 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D er Abschreibungsbeschluss w urde bei der R ekurskom m ission für Spiel- banken angefochten, w elche vor dem Inkrafttreten des Verw altungsge- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) am 1. Januar 2007 zur Beurteilung der Streitsache sachlich und funktionell zuständig w ar (vgl. Art. 54 Spielbankengesetz vom 18. D ezem ber 1998 [SBG , SR 935.52]; Art. 124 Abs. 1 Spielbankenverordnung vom 24. Septem ber 2004 [VSBG , SR 935.521]). D as Bundesverw altungsgericht hat am 1. Januar 2007 seine Tätigkeit auf- genom m en und übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der beim Inkrafttreten dieses G esetzes bei Eidgenössischen R ekurskom m is- sionen hängigen R echtsm ittel. D ie Beurteilung erfolgt nach neuem Verfah- rensrecht (Art. 53 Abs. 2 VG G ). D as Bundesverw altungsgericht ist nach Art. 31 und Art. 33 Bst. d VG G für die Behandlung der vorliegenden Streit- sache zuständig, zum al keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G greift. 1.2 O b die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind und auf eine Beschw erde ein- zutreten ist, prüft das Bundesverw altungsgericht von Am tes w egen und m it freier Kognition (vgl. BG E 130 II 65 E. 1; dazu auch: ALFR E D KÖ LZ/ ISABELLE H ÄN E R , Verw altungsverfahren und Verw altungsrechtspflege des Bundes, Zürich 1998, R z. 410). 1.3 D ie Vorinstanz liess den Beschw erdeführer m it ihrer Verfügung vom 12. Septem ber 2003 als Beigeladenen zu und gew ährte ihm w iederholt Akten- einsicht und das rechtliche G ehör. D am it billigte sie dem Beschw erdefüh- rer als Beteiligtem die ordentlichen Parteirechte gem äss Art. 57 Vw VG i.V.m . Art. 6 und Art. 13 Abs. 1 Vw VG zu, w obei die Vorinstanz sich selbst ausdrücklich auf Art. 57 Vw VG berief. D er Beschw erdeführer nahm seine Parteirechte denn auch regelm ässig w ahr und verlangte schliesslich von der Vorinstanz eine Verfügung in der Sache, w elches R echt ihm gestützt auf Art. 25 Abs. 2 Vw VG jedenfalls zustand. D er Beschw erdeführer w ar vor der Vorinstanz faktisch und rechtlich Partei; er hat am Verfahren teilge- nom m en. O ffenkundig ist, dass der Beschw erdeführer durch die gegen das C asino erlassene superprovisorische Verfügung m it der Auflage, den Be- schw erdeführer als D irektor zu suspendieren, in seinen rechtlichen und tat- sächlichen Interessen direkt berührt w ar. Selbst w enn aus Sicht der Vorinstanz das ordentliche Adm inistrativverfah- ren gegen das C asino zufolge Auflösung des Arbeitsvertrags hinfällig ge- w orden w ar, w urde dasselbe dadurch nicht autom atisch auch für den Be- schw erdeführer hinfällig, nachdem die Vorinstanz ihm Parteistellung zuge- billigt hatte. D er Bescherdeführer ist durch die angefochtene Verfügung, bei w elcher die Vorinstanz bezüglich Verstoss gegen das Spielverbot auf eine Feststel- lungsverfügung verzichtet und sich in der Begründung ihrer Abschrei- bungsverfügung nur eventualiter dazu vernehm en lässt, besonders stark betroffen, indem er durch die zufolge superprovisorischen Verfügung er-8 folgte fristlose Entlassung als D irektor einen Schaden erlitt. Sein guter R uf blieb und ist w eiterhin beschädigt, w as ihm die Suche nach einer neuen Stellen erschw ert und eine Anstellung als C asino-D irektor gar verunm ögli- chen dürfte. Sein Interesse an der Ü berprüfung der Frage, ob die Vorin- stanz das Verfahren zu R echt abgeschrieben habe, ist als schutzw ürdig anzuerkennen, da er auch im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung über ein aktuelles R echtsschutzinteresse verfügt, denn durch die von der Vorin- stanz zu verantw ortende unangem essene lange D auer des Verw altungs- verfahrens w urde dasselbe nicht hinfällig, w om it das Verfahren m it Bezug auf den Beschw erdeführer nicht gegenstandslos gew orden ist. D er Einw and der Vorinstanz, w onach der Beschw erdeführer versäum t habe, sich zur Verfahrensfrage der Abschreibung zu äussern, und w om it eine Pflicht zur Fortsetzung des ordentlichen Verfahrens nicht m ehr gege- ben gew esen sei, ist nicht zu hören, hatte doch der Beschw erdeführer w ie- derholt ausdrücklich eine inhaltliche Ü berprüfung sow ie eine Feststellungs- verfügung verlangt, w as w iederum gleichbedeutend ist, dass er m it einer Verfahrensabschreibung nicht einverstanden w ar. D am it ist er zur Beschw erdeführung legitim iert (Art. 48 Abs. 1 Vw VG ). D ie Eingabefrist sow ie die Anforderungen an Form und Inhalt der Beschw erde- schrift sind gew ahrt (Art. 50 und 52 Abs. 1 Vw VG ), der Kostenvorschuss w urde fristgem äss bezahlt (Art. 63 Abs. 4 Vw VG ) und die übrigen Sachur- teilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 44 und 47 Vw VG ). Auf die Beschw erde ist daher einzutreten. 1.4 D as C asino, ehem alige Arbeitgeberin des Beschw erdeführers, w ar Adressat der von der Vorinstanz erlassenen, eingangs erw ähnten super- provisorischen Verfügung vom 20. August 2003. D as C asino w ar durch das von der Vorinstanz dam it eröffnete Adm inistrativverfahren direkt be- troffen, hatte ein aktuelles R echtsschutzinteresse und w ar nach Beiladung des Beschw erdeführers auch im fortgesetzten Verfahren w eiterhin betrof- fen, w as allein schon die laut D ispositiv Ziff. 2 der angefochtenen Verfü- gung dem C asino auferlegten Kosten erhellen. D ennoch verzichtete die R ekurskom m ission für Spielbanken das C asino als Verfahrensbeteiligte zu begrüssen, w as im W iderspruch zu Art. 6 Vw VG steht. G em essen am Aus- gang dieses Verfahrens aber kann auf den nachträglichen Einbezug des C asinos verzichtet w erden, da dadurch dessen R echtsschutzinteresse endgültig nicht länger aktuell ist. 2. 2.1 D ie Vorinstanz schrieb das Verfahren m it Abschreibungsbeschluss vom 26. Juni 2006 als gegenstandslos ab. Sie hielt fest, dass das ordentliche adm inistrative Verfahren gegen das C asino, in dessen R ahm en der Be- schw erdeführer als dam aliger D irektor suspendiert w erden sollte, hinfällig gew orden sei, w obei sie rückblickend den durch das gleichzeitig angeho- bene Strafverfahren bedingten Verzicht auf Abschreibung unm ittelbar nach der Arbeitsvertragskündigung als unzw eckm ässig beurteilt. D ie Vorinstanz hält dam it sinngem äss fest, dass das aktuelle, praktische Interesse des 9 Beschw erdeführers an der Behandlung der Beschw erde w eggefallen sei. Allerdings regt sie m it Eventualbegehren an, die Beschw erdeinstanz solle einen Feststellungsentscheid treffen, denn eine R ückw eisung an sie sei w enig sinnvoll, da sie den Abschreibungsbeschluss w eitgehend in der Sa- che begründet habe. Zudem w ürde die R ückw eisung dem Beschw erde- führer keine Vorteile, sondern lediglich zeitliche Verzögerungen bringen. N achdem das adm inistrative Verfahren vor der Vorinstanz seit der super- provisorischen Verfügung vom 20. August 2003 bis zum Abschreibungsbe- schluss vom 26. Juni 2006 w ährend zw eier Jahre und rund 10 M onate in der Schw ebe blieb, verlangte der Beschw erdeführer m it D uplikeingabe vom 9. Juni 2006 von der Vorinstanz ausdrücklich einen Sachentscheid, zudem dies das C asino unter ausdrücklichem H inw eis auf sein sow ie des Beschw erdeführers schutzw ürdiges tatsächliches und rechtliches Interesse schon m it Eingabe vom 27. August 2003 verlangt hatte. D iesen Begehren gab die Vorinstanz nicht statt, sondern sie schrieb das Verfahren w egen G egenstandslosigkeit vom Protokoll ab. D ie Vorinstanz begründet den Schw ebezustand des adm inistrativen Ver- fahrens m it dem von ihr gleichzeitig angehobenen Strafverfahren, w elches m it dem rechtskräftigen U rteil des Kantonsgerichts St. G allen vom 22. N o- vem ber 2005, das den Freispruch der Erstinstanz vollum fänglich bestätig- te, seinen Abschluss fand. Spätestens dam it w äre die Voraussetzung ge- schaffen gew esen, dass die Vorinstanz in der Sache hätte entscheiden können. Stattdessen aber gew ährte sie m it zw ei w eiteren Verfahrensverfü- gungen vom 5. und 31. M ai 2006 dem Beschw erdeführer das rechtliche G ehör, lud ihn erneut zu Stellungnahm en ein, w obei die Abschreibung zu- folge G egenstandslosigkeit in Aussicht gestellt w urde. D er Beschw erde- führer als von der Vorinstanz m it Verfügung vom 12. Septem ber 2003 zu- gelassene Verfahrenspartei (Beigeladener) verlangte in der Folge erneut ausdrücklich einen Sachentscheid, w eil er m it der von der Vorinstanz in Aussicht gestellten Abschreibung nicht einverstanden w ar. 2.2 Im vorliegenden Verfahren ist som it von Am tes w egen darüber zu befin- den, - w ie dies sinngem äss auch vom Beschw erdeführer verlangt w urde, - ob die Vorinstanz durch die Abschreibung des Verfahrens Bundesrecht verletzt und ob – w ie von der Vorinstanz angeregt – das Bundesverw al- tungsgericht einen Feststellungsentscheid zu fällen habe. Ist Bundesrecht verletzt, so ist die Beschw erde gutzuheissen. Laut Art. 61 Vw VG entschei- det die Beschw erdeinstanz in der Sache selbst oder w eist diese aus- nahm sw eise m it verbindlichen W eisungen an die Vorinstanz zurück. 3. Zw ar ist die Frage, ob und inw iew eit ein Abschreibungsbeschluss – vom Entscheid im Kostenpunkt einm al abgesehen – als (negative) Verfügung im Sinne von Art. 5 Vw VG zu gelten hat, nicht völlig geklärt (KÖ LZ/H ÄN ER , a. a. O ., R z. 484, m it H inw eisen). Jedenfalls ist der Abschreibungsbeschluss m it dem R echtsm ittel anfechtbar, das gegen die entscheidm ässige Erledi- gung in der Sache gegeben w äre (vgl. FR ITZ G YG I, Bundesverw altungs- rechtspflege, Bern 1983, S. 327). Anfechtbar ist die Verw eigerung einer Verfügung (Art. 5 Abs. 1 Bst. c Vw VG ), w as hier zufolge Verw eigerung des 10 vom Beschw erdeführer verlangten Sachentscheids bzw . Feststellungsver- fügung erstellt ist (vgl. H ÄFELIN /M Ü LLER /U H LM A N N , Allgem eines Verw al- tungsrecht, Zürich/ St. G allen 2006, S. 377 N . 1756). N ach Art. 48 Abs. 1 Vw VG ist zur Beschw erde berechtigt, w er vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenom m en hat oder keine M öglichkeit zur Teilnahm e hatte, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzw ürdiges In- teresse an deren Aufhebung oder Änderung hat. N ach der R echtsprechung des Bundesgerichts ist ein solches Interesse nur dann schutzw ürdig, w enn der Beschw erdeführer nicht nur bei Einrei- chung der Beschw erde, sondern auch noch im Zeitpunkt der U rteilsfällung über ein aktuelles praktisches Interesse an der Ü berprüfung der von ihm erhobenen R ügen verfügt (BG E 123 II 285 E. 4). D ieses Erfordernis soll si- cherstellen, dass die zuständige Behörde oder das G ericht über konkrete und nicht bloss über theoretische Fragen entscheidet (BG E 111 Ib 56 E. 2a). Fällt das aktuelle R echtsschutzinteresse oder der Streitgegenstand im Ver- laufe des Verfahrens dahin, so w ird das Verfahren infolge G egenstandslo- sigkeit abgeschrieben (Art. 4 Vw VG i. V. m . Art. 72 des Bundesgesetzes über den Bundeszivilprozess [BZP; SR 273]; vgl. KÖ LZ/H ÄN ER , a. a. O ., R z. 413); fehlte das aktuelle R echtsschutzinteresse schon bei Beschw erdeein- reichung, ist aus diesem G rund auf die Eingabe nicht einzutreten. 4. 4.1 D ie angefochtene Verfügung vom 26. Juni 2006 äussert sich w ohl teilw ei- se zu den vom Beschw erdeführer vorgetragenen Einw änden und bringt vor, w eshalb das den Beschw erdeführer freisprechende Strafurteil nicht al- lein m assgebend sein könne für die Beurteilung des adm inistrativen Ver- fahrens. D iesbezüglich ist das verw altungsstrafrechtliche U ntersuchungs- ergebnis, w onach der Beschw erdeführer nicht selbst gespielt hatte (vgl. U rteil Kantonsgericht St. G allen vom 22. N ovem ber 2005 Erw . II, Ziff. 4 Bst. b), für die Vorinstanz verbindlich. Jedoch ging sie beim Erlass der su- perprovisorischen Verfügung noch vom Verdacht aus, dass der Beschw er- deführer selbst gespielt und dam it gegen das Spielverbot verstossen habe. D ieser Verdacht w ar w esentliche U rsache für die superprovisorische Ver- fügung vom 20. August 2003 (Erw . Ziff. 1 , 2, 3 und 8). D ie vom Beschw erdeführer w iederholt angesprochene, für ihn entschei- dende R echtsfrage des guten R ufs (Art. 5 VSBG i.V.m . Art. 12 Abs. 1 SBG ), w elche in direktem Zusam m enhang m it seiner Suspendierung und m it der daraufhin erfolgten fristlosen Kündigung seines Arbeitsvertrags steht, liess die Vorinstanz ausdrücklich offen (Erw . Ziff. 7, 2. Absatz der angefochtenen Verfügung). 4.2 D er Beschw erdeführer m achte stets geltend, dass für ihn als Spielbanken- direktor die Klärung dieser in direktem Zusam m enhang m it seiner Suspen- dierung und daraufhin erfolgten Kündigung stehenden Frage von entschei- dender, existentieller Bedeutung sei.11 D ie Problem atik des guten R ufs w urde von der Vorinstanz in ihrer super- provisorischen Verfügung vom 20. August 2003 (Erw . Ziff. 7) ausdrücklich angesprochen: "... und verfügt auch nicht m ehr über einen guten R uf (Art. 12 Abs. 1 Bst. a SBG i.V.m . Art. 4 VSBG )", denn sie sprach dem Be- scherdeführer explizit den guten R uf ab. Es ist daher nicht verständlich, w eshalb die Vorinstanz diesbezüglich später von einem M issverständnis reden kann (Stellungnahm e Vorinstanz vom 24. O ktober 2006 Begründung Art. 4). D abei handelt es sich nicht etw a um ein N ebenargum ent, sondern vielm ehr um ein Kernargum ent für die von der Vorinstanz verfügte Suspen- dierung des Beschw erdeführers. So spricht denn auch das Kantonsgericht St. G allen (U rteil vom 22. N ovem ber 2005, Erw . II/ Ziff. 3 Bst. g) ausdrück- lich von "Aberkennung des guten R ufs" m it der Bem erkung, dass dies den Beschw erdeführer bedeutend härter treffe als eine Busse. 4.3 N achdem das Argum ent des guten R ufs vom Beschw erdeführer im Ver- fahren vor Vorinstanz als Kernargum ent für seine Suspendierung und der darauffolgenden fristlosen Entlassung als Spielbankdirektor beurteilt w or- den ist, und der gute R uf gem äss Spielbankengesetz (Art. 12 Abs. 1 Bst. a SBG ) eine w ichtige Konzessionsbedingung darstellt und tatsächlich auch Kernargum ent für die Suspendierung des Beschw erdeführers bis hin zur fristlosen Kündigung seines Arbeitsvertrags durch das C asino w ar, hat der Beschw erdeführer Anspruch auf eine Begründung, w elche die Vorinstanz laut Verfügung vom 26. Juni 2006 (Erw . 7) ausdrücklich nicht erbracht hat. D a die Vorinstanz die Suspendierung des Beschw erdeführers m it dem W egfall des guten R ufs begründet hatte, ist es nicht angängig, im R ahm en des angefochtenen Abschreibungsbeschlusses einerseits eine m ateriellen Beurteilung in der Sache zu beanspruchen, um sich dann zu einem für die Suspendierung und Kündigung m assgeblichen Kernargum ent überhaupt nicht zu äussern. Es liegt also an der Vorinstanz darzulegen, w eshalb und w egen w elcher m öglicher negativer Folgen für das C asino, dem Beschw er- deführer der gute R uf abgesprochen und er suspendiert w urde. D ies ist um so bedeutender als der Beschw erdeführer im von der Vorinstanz veran- lassten Verw altungsstrafverfahren durch zw ei Strafgerichtsinstanzen von Schuld und Strafe vollum fänglich frei gesprochen w urde. In diesem Zu- sam m enhang ist denn auch festzustellen, dass die Vorinstanz gem äss ih- ren eigenen Ausführungen beabsichtigte, vor einem allfälligen Sachent- scheid den Ausgang des Strafprozesses abzuw arten. 4.4 W ohl der Abschluss, nicht aber der Ausgang des Strafprozesses ist Anlass für den angefochtenen Abschreibungsbeschluss, denn es ist eine offene Frage, ob die Vorinstanz im Fall einer strafrechtlichen Verurteilung des Be- schw erdeführers anders entscheiden hätte. D ies ist für die Beurteilung die- ser Beschw erde indes nicht von Belang. D ie Sachverhaltsfeststellungen und das Ergebnis des Bew eisverfahrens im Verw altungsstrafverfahren näm lich sind für das Verw altungsverfahren ver- bindlich (vgl. TH O M A S M ER KLI/AR TH U R AESC H LIM AN N /R U TH H ER ZO G , Kom m entar zum G esetz über die Verw altungsrechtspflege im Kanton Bern, Bern 1997, R z. 6 zu Art. 5, R z. 2 f. zu Art. 38 sow ie BG E 119 Ib 158, E. 2 f.), die Schlussfolgerungen des Verw altungsverfahrens aber m üssen sich nicht 12 zw ingend m it jenen des Verw altungsstrafverfahrens decken, denn es be- steht unbesehen des Strafurteils freie verw altungsrechtliche Kognitionsbe- fugnis. W ohl ist laut U rteil im Verw altungsstrafverfahren der Vorw urf, angeblich selbst gespielt zu haben, entkräftet und es liegt auf den ersten Blick kein entsprechender Verstoss gegen das Spielbankengesetz vor. Allerdings ist aus verw altungsrechtlicher Sicht zu prüfen, ob die vom Beschw erdeführer w enn auch angeblich auf Aufforderung hin erfolgten indes von ihm selbst eingestandenen M anipulationen an G lücksspielgeräten nicht ein Verstoss gegen das Spielverbot laut Art. 21 SBG und dam it verbunden gegen die Konzessionsbestim m ungen laut Art. 12 SBG darstellen. Im Verw altungs- strafverfahren galt es lediglich zu prüfen, ob sich der Beschw erdeführer vor dem H intergrund des in Art. 21 SBG definierten Spielverbots der Ü ber- tretung laut Art. 56 Bst. g SBG schuldig gem acht habe und zu bestrafen sei, w as der Strafrichter m it der Begründung verneinte, dass Art. 56 Bst. g SBG nicht auf den Spieler d.h. hier den Beschw erdeführer selber, sondern nur auf D ritte anzuw enden sei. D ies ändert nichts am U m stand, dass der Beschw erdeführer als C asino-D irektor dem Spielverbot laut Art. 21 Abs. 1 Bst. d bzw . Bst. f. unterstand. D as Spielverbot laut Art. 21 SBG dient nicht dem Selbstschutz der Spieler, sondern der Sicherung eines geordneten und korrekten Spielbetriebs, w elcher Pflicht der Beschw erdeführer in sei- ner Eigenschaft als C asino-D irektor in erhöhtem M asse unterstand. D er Freispruch im Verw altungsstrafverfahren ändert nichts an dieser vom Ver- w altungsrecht geprägten Pflicht. D er Beschw erdeführer schuf durch sein aktenkundiges und von ihm selbst eingestandenes Verhalten den dringen- den Verdacht, gegen das Spielverbot verstossen zu haben, w om it von ihm verschuldet ein geordneter und gesicherter Spielbetrieb in Frage gestellt w ar. D ies verursachte er unbesehen von G eldeinsatz und allfälliger G e- w innaussicht. Er verstiess dadurch gegen das verw altungsrechtliche Spiel- verbot laut Art. 21 SBG . D er Verstoss gegen das Spielverbot ruft zw ingend nach verw altungsrechtlichen M assnahm en, w ie Art. 50 SBG diese vor- sieht, w ovon die Vorinstanz im R ahm en ihrer Kom petenzen m it ihrer su- perprovisorischen Verfügung G ebrauch m achte. D ie dam it verfügte Sus- pendierung als C asino-D irektor drängte sich gem essen an Art. 50 SBG als konkrete M assnahm e auf, w elche M assnahm e dam it als verhältnism ässig zu gelten hat. D ie vom C asino daraufhin veranlasste fristlose Entlassung ist hier nicht zu w ürdigen, da diese nicht von der Vorinstanz, sondern vom dazu als Arbeitgeberin des Beschw erdeführers legitim ierten C asino ausge- sprochen w urde. Zudem w ar dies nicht eine verw altungsrechtliche, son- dern zivilrechtliche M assnahm e. D ie Vorinstanz hat den gesetzlichen Auftrag der Beaufsichtigung der Spiel- banken (Art. 48 Abs. 1 SBG ), von "ungeschriebenen aufsichtsrechtlichen Leitgedanken" - w ie sich der Beschw erdeführer ausdrückt - kann also nicht die R ede sein. D ie Vorinstanz verhielt sich gesetzeskonform ; die R üge des Beschw erdeführers, w onach gegen das Legalitätsprinzip verstossen w or- den sei, ist dam it hinfällig. Es ist entgegen der Auffassung des Beschw er- deführers auch kein Verstoss gegen das Verhältnism ässigkeitsgebot er-13 stellt. Sein Einw and w egen angeblichem Verstoss gegen die U nschulds- verm utung ist in diesem Verfahren nicht zu hören, da dies zu beurteilen in der Kom petenz des Strafrichters lag. D er Strafrichter folgerte denn auch m it Blick auf das Adm inistrativverfahren schlüssig (vgl. U rteil Kantonsge- richt St. G allen vom 22. N ovem ber 2005 Erw . 3 Bst. g), dass der Verstoss gegen das Spielverbot den Verlust der Arbeitsstelle sow ie die Aberken- nung des guten R ufs zur Folge hatte, w as den Beschw erdeführer bedeu- tend härter treffe, als eine Busse. Folgerichtig nim m t die Vorinstanz in ihrer Beschw erdestellungnahm e vom 24. O ktober 2006 (Erw . zu Art. 4) denn auch ausdrücklich keine Stellung zur Frage des guten R ufs, denn die Schädigung des guten R ufs ist direkte Folge der gerechtfertigter W eise er- folgten Suspendierung, w elche der Beschw erdeführer verursachte. D ie Vorinstanz erklärt vielm ehr, dass die Frage des guten R ufs erst zu beurtei- len w äre, w enn der Beschw erdeführer sich erneut in einer Spielbank betä- tigen w olle, w as vor dem H intergrund der Konzessionsvoraussetzungen laut Art. 12 Abs. 1 Bst. a i.V.m . Art. 19 SBG und Art. 20 Verordnung über G lücksspiele und Spielbanken [VSBG ; SR 935.521] einleuchtet. 4.5 D er Beschw erdeführer verlangte gegenüber der Vorinstanz w iederholt ei- nen Sachentscheid. Schon sein nach dem ersten Freispruch ergangenes G esuch um Ausfertigung einer schriftlichen Auskunft zum guten R uf (vgl. Eingabe des Beschw erdeführers an die Vorinstanz vom 22. D ezem ber 2004) ist als Feststellungsbegehren entgegenzunehm en. Abgesehen da- von liess der Beschw erdeführer durch seinen dam aligen Anw alt bereits m it Eingabe vom 27. August 2003 im R ahm en des dort form ulierten H auptan- trags ausdrücklich das Begehren um Feststellung stellen, dass er keine spielbankenrechtlichen Vorschriften verletzt habe. Laut Art. 25 Vw VG ist dem Begehren um eine Feststellungsverfügung zu entsprechen, w enn der G esuchsteller ein schutzw ürdiges Interesse nachw eist, w elches w ie vorne erw ogen erstellt ist. Im Ü brigen blieben die U m stände, w ie es zur Anzeige kam , sow ie die Vor- behalte des Beschw erdeführers gegenüber den Anzeige erstattenden Per- sonen gem äss aktueller Aktenlage ungeklärt. D iese U m stände standen je- doch in direktem Zusam m enhang m it seiner Suspendierung und der Aber- kennung des guten R ufs. D ie Vorinstanz bestätigt in ihrer Stellungnahm e vom 24. O ktober 2006 (vgl. Begründung Art. 3 Abs. 4), dass sie beabsich- tigt hätte, im R ahm en eines ordentlichen Verfahrens zu prüfen, ob die defi- nitive Suspendierung des D irektors (i.c. des Beschw erdeführers) gerecht- fertigt sei. D ies unterliess sie in der Folge w egen der fristlosen Entlassung des Beschw erdeführers durch das C asino. D ie fristlose Entlassung w ar dem nach offenkundig eine direkte Folge der verlangten Suspendierung, w om it ein direkter ursächlicher Zusam m enhang ersichtlich ist. O hne Suspendierung w äre es jedenfalls im dam aligen Zeit- punkt nicht zur fristlosen Entlassung gekom m en. D am it hat der Beschw er- deführer unbesehen vom dam als superprovisorischen C harakter der Verfü- gung einen Anspruch auf Prüfung, ob die Suspendierung tatsächlich ge- rechtfertigt w ar.14 5. Eine ungerechtfertigte Suspendierung in Verbindung m it der Aberkennung des guten R ufs kann eine schw ere Persönlichkeitsverletzung im Sinn von Art. 28 ZG B ff. bedeuten, dies um so m ehr als laut Vorinstanz (Schreiben Vorinstanz an M eyer & W ipf R echtsanw älte, Zürich vom 17. N ovem ber 2003) in der Zeitung "Blick" öffentlich und zudem nam entlich über die Sus- pendierung des Beschw erdeführers berichtet w orden zu sein scheint. Läge tatsächlich eine Persönlichkeitsverletzung vor, könnte der Beschw erdefüh- rer Beseitigung derselben verlangen und zudem Schadenersatz einfor- dern. D er Beschw erdeführer hat auch unter diesem G esichtspunkt ein schutzw ürdiges Interesse an einer schlüssigen Begründung zum Vorw urf, gegen das Spielverbot verstossen zu haben, w elcher Vorw urf seine Sus- pendierung und die faktische Aberkennung seines guten R ufs bew irkte. 6. Es ist aktenkundig (M ailschreiben C asino an Spielbankenkom m ision vom 21. August 2003), dass die fristlose Entlassung m it dem Vorw urf des Ver- stosses gegen das Spielverbot sow ie der dadurch bedingten Suspendie- rung begründet w urde. D er Beschw erdeführer könnte im Fall ungerechtfer- tigter Suspendierung seine im bisherigen Verw altungsverfahren w iederholt ausdrücklich geltend gem achten finanziellen Interessen, w elche er in den R echtsbegehren seiner Beschw erdeschriften vom 27. Juli 2006 m it "den entstandenen Schaden zu ersetzen" bzw . vom 27. Septem ber 2006 m it den Begriffen "Folgekosten" und "W iedergutm achung" erneut sinngem äss form ulierte, einzufordern versuchen. 7. D as von der Vorinstanz zw ecks Begründung des Verzichts auf ein Fest- stellungsverfahren m it Sachentscheid vorgetragene Argum ent der Pro- zessökonom ie kann diese aktuellen praktischen Interessen w eder aufw ie- gen noch in Frage stellen. D er U m stand, dass die Vorinstanz die Frage ei- nes Sachentscheids bzw . die Abschreibung zufolge G egenstandslosigkeit am Protokoll w ährend fast drei Jahren in der Schw ebe liess, steht dieser Betrachtungsw eise nicht im W eg; die Vorinstanz gesteht selbst ein, dass dies als unzw eckm ässig erscheine. D ie Vorinstanz hat dem nach zu U n- recht das Vorliegen eines aktuellen praktischen Interesses verneint und dam it das Verfahren zu U nrecht als gegenstandslos abgeschrieben. D ie Vorinstanz w äre aufgrund der vorhandenen Akten näm lich ohne W eiteres in der Lage gew esen, einen um fassenden Sachentscheid zu erlassen. D ie Abschreibung w ar der falsche W eg, die Sache zu erledigen. D er Be- schw erdeführer hat sow ohl ein praktisches Interesse als auch einen prakti- schen N utzen an einer Feststellungsverfügung. Seinem Begehren um eine Feststellungsverfügung ist also zu entsprechen ( Art. 25 Abs. 2 Vw VG ). 8. Aufgrund dieser Tatsachen und aus verfahrensökonom ischen G ründen rechtfertigt sich die reform atorische Erledigung der Sache durch das Bun- desverw altungsgericht. D am it kann die Frage offen gelassen w erden, ob sich das Erfordernis des aktuellen R echtsschutzinteresses überhaupt ver- einbaren lässt m it dem R echt auf eine w irksam e Beschw erde im Sinne der Konvention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten (EM R K, SR 0.101; Art. 13 in Verbindung m it einem ande- ren in der Konvention oder den Zusatzprotokollen geschützten G rundrecht; hier Art. 6 EM R K, w enn es sich um eine Streitigkeit in Bezug auf einen zi-15 vilrechtlichen Anspruch, ein "civil right" – w elcher Anspruch w egen Kündi- gung eines Arbeitsvertrags hier jedenfalls ausgew iesen w äre – handelt). 9. Auf das W iedergutm achungsbegehren des Beschw erdeführers ist nicht einzutreten, da das Bundesverw altungsgericht für Schadenersatzbegehren nicht zuständig ist. 10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist der Beschw erdeführer unterliegen- de Partei. D ie Verfahrenskosten sind in der R egel von der unterliegenden Partei zu tragen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). Keine Verfahrenskosten w erden Vorinstanzen auferlegt (Art. 63 Abs. 2 Vw VG ). Bei der Bem essung der G e- bühr ist dem U m stand R echnung zu tragen, dass der Beschw erdeführer unbesehen von der Abw eisung der Beschw erde m it seinem Begehren um Feststellungsverfügung G ehör fand. Es ist ihm daher eine reduzierte G e- bühr aufzuerlegen. D ie G ebühr w ird auf Fr. 2'000.- festgesetzt, w elche m it dem vom Beschw erdeführer gestützt auf die Verfügung der R ekurskom - m ission vom 17. Septem ber 2006 geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 3000.- zu verrechnen und ihm der verbleibende Saldo von Fr. 1'000.- zurückzuvergüten ist. 11. D a der Beschw erdeführer in diesem Verfahren nicht anw altlich vertreten w ar und die Beschw erde, sow eit auf diese überhaupt einzutreten ist, nur in einer Verfahrensfrage teilw eise gutzuheissen, in der Sache indes abzuw ei- sen ist, ist keine Parteientschädigung auszusprechen (Art. 64 Abs. 1 Vw VG ). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird, sow eit auf diese eingetreten w ird, insofern gutge- heissen als Ziff. 1 des D ispositivs des Abschreibungsbeschlusses der Eid- genössischen Spielbankenkom m ission vom 26. Juni 2006 aufgehoben w ird; sow eit w eitergehend w ird die Beschw erde abgew iesen. 2. Es w ird festgestellt, dass D ._______ gegen das Spielverbot laut Art. 21 SBG verstossen und dam it spielbankenrechtliche Vorschriften verletzt hat. 3. D ie Verfahrenskosten w erden dem Beschw erdeführer auferlegt, w obei ihm eine reduzierte G ebühr von Fr. 2'000.- auferlegt w ird, w elche nach R echts- kraft dieses U rteils m it dem Kostenvorschuss von Fr. 3'000.- zu verrech- nen und ihm von der G erichtskasse der verbleibende Saldo von Fr. 1'000.- auszuzahlen ist. 4. Es w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 5. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (R ef-N r. 542-010) (m it G erichtsurkunde) - C asino B._______ (zur Kenntnis)16 D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: H ans-Jacob H eitz Katharina W alder Salam in R echtsm ittelbelehrung G egen diesen Entscheid kann binnen 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt w er- den (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. D er angefochtene Entscheid und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der Beschw erdeführer in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am : 13. Juli 2007