Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 7. Februar 2017 (750 16 320) ____________________________________________________________________ Erwerbsersatzversicherung Gutheissung der Beschwerde. Der Beschwerdeführer ha t glaubhaft gemacht, dass er eine Arbeitsstelle von längerer Dauer als Fachmann Betreuung aufgenommen hätte, wenn er nicht hätte einrücken müssen. Die Beschwerd egegnerin hat demnach zu Un- recht auf das vordienstliche Lehrlingseinkommen abg estellt und den Mindestansatz von Fr. 62.-- pro Diensttag angewendet. Grundlage für d ie Berechnung der Erwerbsersatz- Entschädigung ist der Lohn, der dem Versicherten en tgangen ist bzw. den er verdient hätte. Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Gerichtsschreiberi n Olivia Reber Parteien A.____, Beschwerdeführer gegen Ausgleichskasse Arbeitgeber Basel , Viaduktstrasse 42, Postfach , 4002 Basel, Beschwerdegegnerin Betreff Leistungen A. Der 1993 geborene A.____ schloss per Ende Juni b zw. Juli 2015 seine Lehre als „Fachmann Betreuung Kinderbetreuung“ ab. Am 26. Okt ober 2015 rückte er in die Rekruten- schule ein und leistete Militärdienst (inkl. Durchd ienerdienst). Die Ausgleichskasse Arbeitgeber Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Basel (Ausgleichskasse) berechnete in ihrer Verfügung vom 8. Juli 2016 A.____s Erwerbser- satz-Entschädigung für die Dienstperiode ab 12. März 2016 gestützt auf dessen vordienstliches Lehrlingseinkommen. Dies führte im Ergebnis zu einer E ntschädigung in der Höhe von Fr. 62.-- pro Tag. Zur Begründung wurde ausgeführt, dass gemäss R z. 5065 der Wegleitung des Bun- desamtes für Sozialversicherungen zur Erwerbsersatzordnun g für Dienstleistende und Mutter- schaft ([WEO], gültig ab 1. Juli 2005, Stand am 1. Janu ar 2016) nachgewiesen werden müsse, dass eine Tätigkeit aufgenommen worden wäre. Dies sei m it dem Aufzählen von (eventuell ge- führten) Telefonaten nicht erfüllt. Eine hiergegen e rhobene Einsprache des Versicherten wurde mit Einspracheentscheid vom 2. September 2016 abgewiesen. B. Gegen den Einspracheentscheid vom 2. September 2016 erhob A.____ am 19. September 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht Base l-Landschaft, Abteilung Sozialver- sicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er sin ngemäss, es sei der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und ihm eine Entschädigun g in der Höhe von 80% seines zukünftigen Gehalts als Fachmann Betreuung zuzusprechen. Z ur Begründung führte er im We- sentlichen aus, dass er aufgrund des Militärdienstaufgebotes, welches ihn als Schweizer Bürger verpflichtet habe, per 26. Oktober 2015 die Rekrutenschu le und den anschliessenden Durch- dienerdienst anzutreten, natürlich nur für den Zeitrau m nach der Lehre vom 1. August 2015 bis zum Militärdienstbeginn per 26. Oktober 2015 eine Stelle habe suchen können. Nach Abschluss des Militärdienstes per 20. August 2016 habe er sich ern eut um eine Anstellung als Fachmann Betreuung bei diversen Kitas beworben. Innerhalb von vi er Wochen habe er die Zusage einer Kita für eine unbefristete Stelle erhalten. Dies bew eise, dass er ohne den Marschbefehl zur Rekrutenschule direkt eine unbefristete Anstellung gesucht und gefunden hätte. C. In ihrer Vernehmlassung vom 19. Oktober 2016 schloss d ie Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde. Die Präsidentin zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, desse n Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 des Bundesgesetzes über den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft (Erwerbsersatzgesetz; EOG) vom 25. Se ptember 1952 auf die Erwerbser- satzordnung anwendbar sind, kann gegen Einspracheentscheide der Ausgleichskassen beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde erho ben werden. Soweit sich die Beschwerde – wie im vorliegenden Fall – nicht gegen e inen Einspracheentscheid einer kanto- nalen Ausgleichskasse richtet, ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan- tons zuständig, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantons- gerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs . 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas- sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons- gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge- gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Ar t. 56 ATSG. Es ist somit auch Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustän dig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde des Versicherten v om 19. September 2016 ist dem- nach einzutreten. 1.2 Nach § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozialversi- cherungsrecht des Kantonsgerichts über Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 10'000.--. Vorliegend strittig ist die Bemessung der Erwerbsersatz-Entschädigung für die Dienstperiode ab dem 12. März 2016 (bis 20. Mai 2016). Der Streitwert liegt unter Fr. 10‘000.--, weshalb die An- gelegenheit präsidial zu entscheiden ist. 2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist die Höhe der Erwerbsersatz-Entschädigung für den Militärdiensteinsatz des Versicherten. Insbesondere ist die Frage zu klären, ob für die Be- messung der Entschädigung auf das vordienstliche oder auf das zukünftige Einkommen des Beschwerdeführers abgestellt werden muss. 3.1 Nach Art. 1a Abs. 1 EOG haben Personen, die in d er schweizerischen Armee Dienst leisten, für jeden besoldeten Diensttag Anspruch auf eine Entschädigung. Art. 4 EOG normiert den Grundsatz, dass alle Dienstleistenden Anspruch auf die Grundentschädigung haben. Be- züglich der Bemessung dieser Entschädigung unterscheidet der Gesetzgeber zwisch en der "Grundentschädigung während der Rekrutenschule und glei chgestellten Dienstzeiten" (so die Überschrift des Art. 9 EOG) und der "Grundentschädigung während der anderen Dienste" (so die Überschrift des Art. 10 EOG). Als Dienstzeit, die d er Rekrutenschule gleichgestellt ist, wird in Art. 9 Abs. 1 EOG ausdrücklich die Grundausbildung d er Durchdiener genannt. Aufgrund dieser klaren gesetzlichen Bestimmung sind die Durchdiener somit während der Dauer ihrer Grundausbildung entschädigungsmässig den Rekruten gleichgestellt (so explizit auch: Rz. 4009 WEO). 3.2 Gemäss der genannten Bestimmung von Art. 9 Abs. 1 E OG beträgt die tägliche Grun- dentschädigung während der Rekrutierung, der Rekrutensch ule und der Grundausbildung von Personen, die ihre Dienstpflicht ohne Unterbruch erfü llen (Durchdiener), 25% des Höchstbetra- ges der Gesamtentschädigung. Gemäss Art. 16a Abs. 1 EOG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 der Verordnung 15 über Anpassungen an die Lohn- und Preisentwicklung bei der AHV/IV/EO vom 15. Oktober 2014 beläuft sich der Höchstbetrag der G esamtentschädigung im hier mass- gebenden Jahr 2016 auf Fr. 245.-- pro Tag. Daraus fol gt, dass die Grundentschädigung von Art. 9 Abs. 1 EOG Fr. 62.-- pro Tag beträgt (25% von Fr. 245.--, aufgerundet auf den nächsten runden Frankenbetrag). Nach dem klaren Willen des Geset zgebers erhalten somit sämtliche Rekruten und sämtliche Durchdiener während der Dauer ihrer Grundausbildung die gleich hohe (pauschale) EO-Entschädigung von – zur Zeit – Fr. 62.-- im Tag, und zwar unabhängig davon, ob sie vor dem Einrücken bereits voll erwerbstätig gewesen sind, ob sie – wie der Beschwerde- führer – unmittelbar davor eine Berufslehre abgeschlosse n haben oder ob sie – beispielsweise wegen des Besuchs einer (weiterführenden) Schule – nicht erwerbstätig gewesen sind. Des- gleichen wirkt sich auch die Höhe eines allfälligen vor d em Einrücken erzielten Erwerbsein- kommens nicht auf die Höhe der dem Rekruten oder dem Du rchdiener während der Dauer der Grundausbildung zustehenden Entschädigung aus. Ebenso wen ig ändert ein allfälliges Weiter- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht bestehen des Arbeitsverhältnisses während der Dienstleistu ng etwas an der Höhe der EO- Entschädigung. 3.3 Nach Abschluss der Grundausbildung wird die Entschädig ung für Durchdiener nicht mehr gestützt auf Art. 9 Abs. 1 EOG berechnet, sondern gestützt auf Art. 10 EOG. Gemäss der genannten Bestimmung von Art. 10 Abs. 1 EOG beträgt di e tägliche Grundentschädigung wäh- rend Diensten, die nicht unter Art. 9 EOG fallen, 80% des durchschnittlichen vordienstlichen Erwerbseinkommens. Vorbehalten bleibt Art. 16 Abs. 1-3 EOG. War die dienstleistende Person vor Beginn des Dienstes nicht erwerbstätig, so entspricht d ie tägliche Grundentschädigung den Mindestbeträgen gemäss Art. 16 Abs. 1-3 EOG (Art. 10 A bs. 2 EOG). Gemäss Art. 16 Abs. 3 lit. a EOG darf die tägliche Gesamtentschädigung für Dienstleistende ohne Kinder während der anderen Dienste 25% des Höchstbetrages gemäss Art. 16a EOG nicht unterschreiten (Fr. 62.-- pro Tag; vgl. E. 3.2 hiervor). 4.1 Gemäss Art. 1 Abs. 1 der Verordnung zum Erwerbsersat zgesetz (EOV) vom 24. November 2004 gelten als Erwerbstätige Personen, d ie in den letzten zwölf Monaten vor dem Einrücken während mindestens vier Wochen erwerbstätig waren. 4.2 Gemäss Art. 11 Abs. 2 EOG kann der Bundesrat für Di enstleistende, die nur vorüber- gehend nicht erwerbstätig waren oder die wegen des Die nstes keine Erwerbstätigkeit aufneh- men konnten, besondere Vorschriften über die Bemessung ihrer Entschädigung erlassen. 4.3 Den Erwerbstätigen gleichgestellt sind unter andere m Personen, die glaubhaft ma- chen, dass sie eine Erwerbstätigkeit von längerer Dauer aufgenommen hätten, wenn sie nicht eingerückt wären (Art. 1 Abs. 2 lit. b EOV). Dieses Erfordernis gilt als erfüllt, wenn eine unbefris- tete Erwerbstätigkeit aufgenommen worden wäre oder diese mindestens ein Jahr gedauert hät- te (Rz. 5004 WEO; BGE 136 V 231). Für Personen, die g laubhaft machen, dass sie während des Dienstes eine unselbstständige Erwerbstätigkeit von l ängerer Dauer aufgenommen hätten oder der Verdienst mindestens um 25% gestiegen wäre, wird die Entschädigung auf Grund des Lohns berechnet, der ihnen entgangen ist bzw. den sie verdient hätten (Art. 4 Abs. 2 EOV; Rz. 5041 und 5065 WEO). 4.4 Den Erwerbstätigen gleichgestellt sind auch Persone n, die unmittelbar vor dem Einrü- cken ihre Ausbildung abgeschlossen haben oder diese währen d des Dienstes beendet hätten (Art. 1 Abs. 2 lit. c EOV). Die Entschädigung wird dann auf Grund des ortsüblichen Anfangs- lohns im betreffenden Beruf berechnet (Art. 4 Abs. 2 EOV; Rz. 5042 WEO). Es wird vermutet, dass sie eine Erwerbstätigkeit aufgenommen hätten. Als u nmittelbar gilt dabei eine Zeitspanne von maximal drei Wochen (Urteil des Bundesgerichts vom 1 2. August 2013 9C_57/2013 E. 2.1.1). Diese Vermutung kann hingegen durch den Beweis des Gegenteils umgestossen werden. Das ist der Fall, wenn die Ausgleichskasse davon überzeugt ist, die Dienst leistende Person hätte ohne Dienstleistung keine Erwerbstätigkeit aufgenommen (BGE 137 V 410; Rz. 5006 WEO). Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.1 Zur Beurteilung der strittigen Frage stehen im W esentlichen folgende Unterlagen zur Verfügung: 5.2 Das Fähigkeitszeugnis des Versicherten datiert vom 2. Juli 2015 und enthält insbeson- dere den Notenausweis sowie den Vermerk, dass die Lehrabschlussprüfung bestanden sei. 5.3 In den Akten liegt weiter das Lehrabschlusszeugnis d es Versicherten vom 31. Juli 2015. Daraus wird ersichtlich, dass der Beschwerdeführer vom 1. August 2011 bis 31. Juli 2012 als Praktikant und vom 1. August 2012 bis 31. Juli 2015 als Lernender Fachmann Betreuung in der Kita B.____ in Y.____ tätig war. 5.4 In einer E-Mail vom 14. Juni 2016 hielt der Beschw erdeführer fest, dass er den schnellstmöglichen Termin nach der Lehre für den Militä rdienst wahrgenommen habe. Nach zweieinhalbwöchigen Ferien habe er keine Anstellung für diese kurze Zeit mehr gefunden. Dies sei im Bereich Fachmann Betreuung Kinder auch äusserst sc hwierig. Des Weiteren führte der Versicherte aus, dass er ohne das Militär Vollzeit gearbe itet hätte. Er reichte sodann ein Schreiben der Kita B.____ vom 14. Juni 2016 ein, ind em bestätigt wird, dass der Versicherte nach Erhalt des Fachausweises einen Folgelohn von Fr. 4‘192.-- verdient hätte. 5.5 Am 2. August 2016 bestätigte die Krippe C.____ in Y.____, dass der Versicherte sie im Sommer 2015 zwecks einer Stelle von Ende Juli bis Mitte O ktober 2015 angefragt habe. In je- nem Zeitraum sei leider keine Stelle frei gewesen. In der E-Mail vom 4. August 2016 bestätigte die Kita D.____, dass sich der Beschwerdeführer im Somme r 2015 telefonisch erkundigt habe, ob es möglich wäre, im Zeitraum vom August 2015 bis Mi tte Oktober 2015 bei ihnen zu arbei- ten. Leider sei dies nicht möglich gewesen, da bei ihnen in der Kita eine Arbeitsdauer von min- destens sechs Monaten vorausgesetzt werde und dies beim Ve rsicherten nicht der Fall gewe- sen sei. Mit Schreiben vom 4. August 2016 bestätigte die Stiftung E.____, dass sich der Be- schwerdeführer im Juli 2015 um eine Stelle als Fachmann Betreuung für einen Zeitraum von August bis Oktober 2015 beworben habe. Weil die Personalplanung zu jenem Zeitpunkt für das neue Schuljahr schon abgeschlossen gewesen sei, sei es nich t möglich gewesen, dem Versi- cherten eine positive Nachricht zu unterbreiten. Mit E-Ma il vom 5. August 2016 bestätigte die Kita F.____, dass sich der Versicherte Mitte Juli 2015 für eine Stelle als „Fabe-Kinder“ bewor- ben habe. Leider hätten sie zu jenem Zeitpunkt keine f reie Stelle gehabt und ihm eine Absage erteilen müssen. Am 6. August 2016 bestätigte die Kita G.____ per E-Mail, dass sie leider für den Zeitraum von August bis Mitte Oktober 2015 keine Ste lle als Fachmann Betreuung hätten anbieten können. 6.1 In seiner Einsprache machte der Beschwerdeführer gelt end, dass ihm ein höheres EO- Taggeld als die für die Dienstperiode ab dem 12. Mär z 2016 festgesetzten Fr. 62.-- zustünde, weil er ohne die Militärdienstleistung nach dem Abschluss seiner Lehre eine Arbeitsstelle ange- treten hätte. Im Rahmen der Einsprache reichte der Versicherte eine Aufstellung von telefonisch angefragten potentiellen Arbeitgebern sowie fünf Bewerbungsbestätigungen von verschiedenen Kitas ein. Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.2 Im Einspracheentscheid führte die Beschwerdegegner in aus, dass der Versicherte En- de Juni 2015 seine Lehre abgeschlossen habe. Am 26. Okt ober 2010 (recte: 2015) sei er in die Rekrutenschule eingerückt. In der Zwischenzeit sei er keine r Erwerbstätigkeit nachgegangen. Er habe sich unaufgefordert bei verschiedenen Kinderbetreuungsstätten nach einer freien Stelle erkundigt, ohne dass eine solche ausgeschrieben gewesen wär e. Teils habe er explizit für eine Anstellung von August bis Mitte Oktober 2015 angefragt. Einen Nachweis über eine konkrete, mögliche unbefristete bzw. mindestens ein Jahr dauernde Anstellung würde er nicht erbringen. Unter diesen Umständen ergebe sich, dass der Versicherte nicht unmittelbar nach Abschluss seiner Ausbildung eine unbefristete bzw. mindestens ein Jahr dauernde Anstellung angetreten hätte, weshalb seine EO-Entschädigung nicht nach den B estimmungen gemäss Art. 11 Abs. 2 EOG berechnet werden könne. 6.3 In seiner Beschwerde brachte der Versicherte vor, das s er die Aufzählung der Arbeit- geberadressen, welche er kontaktiert habe, aufgrund sei ner vorhergehenden Anfrage bei der Beschwerdegegnerin erstellt habe, nachdem die zuständige Sachbearbeiterin dies von ihm ver- langt habe. Mit Begleitbrief zu dieser Aufzählung habe er darauf hingewiesen, dass alle von ihm genannten Arbeitgeberadressen telefonisch überprüft we rden könnten. Dies habe die Be- schwerdegegnerin jedoch mit der Begründung abgewiesen, dass es nicht ihre Aufgabe sei, sei- ne Bewerbungen zu überprüfen. Anlässlich seiner telefo nischen Nachfrage am 2. August 2016, habe ihm die Leiterin der Ausgleichskasse mitgeteilt, d ass sie zwei bis drei schriftliche Bestäti- gungen von angefragten Kitas benötigen würden, welche bestätigten, dass er im besagten Zeit- raum effektiv auf Stellensuche gewesen sei. Im Rahmen des Einspracheverfahrens habe er den Beweis sogar mittels fünf Bewerbungsbestätigungen von angefragten Kitas erbracht, dass er tatsächlich auf Stellensuche gewesen sei. Aufgrund des Mi litärdienstaufgebotes, welches ihn als Schweizer Bürger verpflichtet habe, per 26. Oktober 2 015 die Rekrutenschule und den an- schliessenden Durchdienerdienst anzutreten, habe er natü rlich nur für den Zeitraum nach der Lehre vom 1. August 2015 bis zum Militärdienstbeginn per 26. Oktober 2015 eine Stelle suchen können. Die Argumentation der Beschwerdegegnerin, dass e r „einen konkreten Nachweis er- bringen müsse, dass er nach seinem Lehrabschluss per 31. Jul i 2015 eine unbefristete bzw. mindestens ein Jahr dauernde Anstellung gesucht haben müsste“, entbehre somit jeder erdenk- lichen Logik, da er sonst den Militärdienst hätte verwei gern müssen. Des Weiteren führte der Versicherte in seiner Beschwerde aus, dass im Ablehnungsent scheid schwerwiegende Argu- mentationsfehler gemacht worden seien. Zum einen sei das Ende seiner Lehre mit „Ende Juni 2015“ angegeben worden. Tatsächlich sei dies aber der 31. Juli 2015, also einen Monat später gewesen. Der Beschwerdeführer verwies diesbezüglich auf se in beigelegtes Lehrabschluss- zeugnis. Zum anderen sei in der Begründung angegeben w orden, dass die Rekrutenschule am 26. Oktober 2010 begonnen habe. Tatsächlich sei der Be ginn jedoch am 26. Oktober 2015 ge- wesen. Schliesslich brachte der Versicherte vor, nach Absch luss des Militärdienstes per 20. August 2016 habe er sich erneut um eine Anstellung als Fachmann Betreuung bei diversen Kitas beworben. Innerhalb von vier Wochen habe er die Zusage einer Kita für eine unbefristete Stelle erhalten. Auch dies beweise, dass er ohne den Ma rschbefehl zur Rekrutenschule direkt eine unbefristete Anstellung gesucht und gefunden hätte. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.4 Die Beschwerdegegnerin hielt in ihrer Vernehmlassu ng am Abweisungsantrag fest und verwies auf verschiedene Beilagen (Fähigkeitsausweis, EO-A nmeldung, diverse Mails, Verfü- gung, Einsprache sowie Einspracheentscheid). Zur Begründung führte die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen aus, der Fähigkeitsausweis des Versicherten sei am 2. Juli 2015 ausgestellt worden, weshalb – entgegen den Ausführungen des Beschw erdeführers und der Bestätigung des Lehrbetriebs – davon auszugehen sei, dass er seine Ausbil dung faktisch Ende Juni 2015 abgeschlossen habe. Der Militärdienst habe am 26. Okto ber 2015 begonnen. Die von ihm gel- tend gemachten Stellenbewerbungen seien teils erfolg t, ohne dass eine Stelle ausgeschrieben gewesen sei, und teils ausdrücklich für eine beschränkte Dauer, das heisse bis zum Anfang der Rekrutenschule. Der Versicherte vermöge nicht nachzuwei sen, dass er unmittelbar nach Been- digung der Lehre (das heisse nach drei Wochen) eine Stelle angetreten oder dies gewollt hätte. Offensichtlich habe er sich vielmehr dafür entschieden, zwi schen Lehrabschluss und Militär- dienst keiner Erwerbstätigkeit nachzugehen und den Dienst als Durchdiener zu absolvieren, um dann erst danach eine Anstellung anzutreten. Damit h abe der Beschwerdeführer keinen An- spruch darauf, dass seine EO-Taggelder nach Art. 11 Abs. 2 EOG berechnet würden. 7.1 Fest steht, dass der Beschwerdeführer am 26. Oktober 2015 als sog. Durchdiener, d.h. als Angehöriger der Armee, welcher seine Ausbildungs dienstpflicht freiwillig ohne Unterbre- chung erfüllt (vgl. Art. 54a des Bundesgesetzes über di e Armee und die Militärverwaltung [Mili- tärgesetz; MG] vom 3. Februar 1995), in die Rekrutenschule eingerückt ist. Während der ersten Phase nach dem Einrücken absolvieren Rekruten und Durchdi ener die Allgemeine Grundaus- bildung (AGA), in welcher das militärische Grundhandwe rk erlernt wird. Für die Zeit der Grund- ausbildung wird die Entschädigung gestützt auf Art. 9 Abs. 1 EOG berechnet (vgl. E. 3.2 hier- vor). 7.2 Vorliegend strittig ist jedoch nicht die EO-Entschäd igung ab dem 26. Oktober 2015, sondern diejenige ab dem 12. März 2016. Ab jenem Zeit punkt befand sich der Versicherte nicht mehr in der Grundausbildung, welche in der Regel entw eder 18 oder 21 Wochen dauert ( http://www.vtg.admin.ch/de/mein-militaerdienst/rekruten.html , besucht am 30. Januar 2017). Die Dienstleistung als Durchdiener nach der Grundausbi ldung wird gestützt auf Art. 10 Abs. 1 EOG berechnet (vgl. E. 3.3 hiervor). Auch die Bemessung sregeln des Art. 11 Abs. 2 EOG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 2 EOV, welche sich mit der E O-Bemessung in Sonderfällen befas- sen, finden ab jenem Zeitpunkt Anwendung (vgl. E. 4.2, 4.3 und 4.4 hiervor). Zu prüfen ist dem- nach, ob der Versicherte unter eine der beiden Sonderbestimmungen fällt oder nicht. 7.3 Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe seine A usbildung als Fachmann Betreuung Ende Juli 2015 abgeschlossen und stützt sich dabei auf sei n Lehrabschlusszeugnis (vgl. E. 5.3 hiervor). Die Beschwerdegegnerin hingegen stellt sich au f den Standpunkt, dass der Lehrab- schluss faktisch bereits Ende Juni 2015 gewesen sei und ver weist unter anderem auf das Fä- higkeitszeugnis, welches bereits am 2. Juli 2015 erstellt w urde (vgl. E. 5.2 hiervor). In den EO- Anmeldungen hat der Versicherte als Datum des Ausbildun gsabschlusses jeweils den 31. Juli 2015 angegeben. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht Im vorliegenden Fall spielt es keine Rolle, ob der Ver sicherte seine Lehre Ende Juni oder Ende Juli 2015 abgeschlossen hat. Dies kann daher offen bleibe n. Denn gemäss Art. 1 Abs. 2 lit. c EOV sind Personen, die unmittelbar vor dem Einrücken ihre Ausbildung abgeschlossen haben oder diese während des Dienstes beendet hätten den Erw erbstätigen gleichgestellt. Als unmit- telbar gilt dabei eine Zeitspanne von maximal drei Wochen . Die Entschädigung wird dann auf Grund des ortsüblichen Anfangslohns im betreffenden Be ruf berechnet. Es wird vermutet, dass sie eine Erwerbstätigkeit aufgenommen hätten. Diese Ve rmutung kann hingegen durch den Beweis des Gegenteils umgestossen werden. Das ist der Fall, wenn die Ausgleichskasse davon überzeugt ist, die Dienst leistende Person hätte ohne D ienstleistung keine Erwerbstätigkeit auf- genommen (vgl. E. 4.4 hiervor). Der Versicherte hat seine Lehre Ende Juni bzw. alternativ Ende Juli 2015 abgeschlossen und ist am 26. Oktober 2015 in den Militärdienst eingerückt. Da zwi- schen dem Ende der Ausbildung und dem Einrücken drei bzw . vier Monate liegen, ist die Vo- raussetzung der Unmittelbarkeit ohnehin nicht erfüllt. Eine Sonderbemessung gestützt auf Art. 1 Abs. 2 lit. c EOV fällt damit ausser Betracht. 7.4 Der Beschwerdeführer könnte jedoch glaubhaft machen , dass er eine unselbständige Erwerbstätigkeit von längerer Dauer aufgenommen hätt e, wenn er nicht hätte einrücken müs- sen (vgl. E. 4.3 hiervor). Zu prüfen ist deshalb, ob di e Bestimmung des Art. 1 Abs. 2 lit. b EOV beim Versicherten zur Anwendung gelangt. Aus den vorliegenden Unterlagen wird ersichtlich, dass si ch der Beschwerdeführer um eine Anstellung als Fachmann Betreuung in der Zeit zwischen A usbildungsabschluss und Militär- dienstbeginn bemüht hat. Der Beschwerdeführer argume ntiert, dass es im Bereich der Kinder- betreuung besonders schwierig sei, eine derart kurze Anste llung zu erhalten, da die emotionale Bindung zu den Kindern eine der grundlegenden Vorauss etzungen für die Betreuung sei und deswegen im Regelfall eine „Konstante“ gesucht werde. Dies erscheint durchaus nachvollzieh- bar und wird auch durch die E-Mail der Kita D.____ be stätigt, wonach eine Mindestanstellungs- dauer von sechs Monaten vorausgesetzt werde (vgl. E. 5.5 h iervor). Vor diesem Hintergrund kann dem Versicherten die Tatsache, dass er für diesen ku rzen Zeitraum keine Anstellung be- kommen hat, nicht zur Last gelegt werden. Ausserdem geht es bei der zu prüfenden Bestim- mung nicht darum, ob der Versicherte in der Zeit zwischen Lehrabschluss und Dienstbeginn eine Anstellung aufgenommen hat, sondern darum, ob d ieser glaubhaft machen kann, dass er während des Dienstes eine unselbstständige Erwerbstätig keit von längerer Dauer aufgenom- men hätte oder der Verdienst mindestens um 25% gestie gen wäre (vgl. E. 4.3 hiervor). Dem- nach stellt sich die Frage, ob der Beschwerdeführer glau bhaft machen kann, dass er eine un- selbständige Erwerbstätigkeit von längerer Dauer aufgenommen hätte, wenn er am 26. Oktober 2015 nicht hätte einrücken müssen. Die Beschwerdegegnerin bringt vor, dass der Versicherte ke inen Nachweis über eine konkrete, mögliche unbefristete bzw. mindestens ein Jahr dauernde A nstellung erbringen würde (vgl. E. 6.2 hiervor). Dem ist zwar im Grundsatz beizupflichten, doch der Beschwerdeführer bringt zu Recht vor, dass es keinen Sinn ergibt, eine langfristige Anstellung mit Beginn kurz vor oder während der Dienstzeit anzustreben, da der Versicherte eine solche Anstellung schlicht nicht hätte annehmen können. Ansonsten hätte er seinen Mili tärdienst verschieben müssen. Ausser- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht dem ist anzumerken, dass es sich bei der unbefristeten bzw. mindestens ein Jahr dauernden Stelle um eine hypothetische Arbeitsstelle und eben ger ade nicht um eine konkrete Stelle han- delt. Was das Glaubhaftmachen eines hypothetischen Stellenantr itts oder eines wesentlich höheren Lohnes während des Dienstes anbelangt, kann auch das nach dienstliche Verhalten des Versi- cherten berücksichtigt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 29. November 2016 9C_693/2016 E. 2). Zu Gunsten des Beschwerdeführers ist diesbezüglich festzuhalten, dass er nach Beendigung des Militärdienstes innerhalb von vier Wochen eine Festanstellung erhalten hat (vgl. E. 6.3 hiervor). Den Akten kann zudem entnom men werden, dass der Versicherte ein sehr gutes Lehrabschlusszeugnis von seinem Lehrbetrieb erhalten hat. Er hat auch seine Lehr- abschlussprüfung mit einer sehr guten Gesamtnote abgele gt. Es ist daher davon auszugehen, dass er innert kurzer Zeit eine Anstellung erhalten hät te, wenn er sich für einen längeren Zeit- raum hätte bewerben können. Dies bestätigt auch sein n achdienstliches Verhalten. Dass er in der Zeit zwischen dem Lehrabschluss und dem Militärdienst einsatz keine Anstellung gefunden hat, ist ihm hingegen nicht vorzuwerfen. Dies lag nicht daran, dass er sich nicht aktiv um eine Stelle bemüht hätte, sondern daran, dass die für ihn mögliche Arbeitsdauer schlicht zu kurz war. Unter diesen Umständen hat der Beschwerdeführer glaubh aft gemacht, dass er eine unselb- ständige Erwerbstätigkeit von längerer Dauer aufgenomm en hätte, wenn er nicht hätte einrü- cken müssen. Daraus folgt, dass seine Entschädigung für di e strittige Dienstperiode auf Grund des Lohns zu berechnen ist, der ihm entgangen ist bzw. de n er verdient hätte (vgl. E. 4.3 und 5.4 hiervor). 8.1 Aus den obigen Erwägungen folgt, dass auf den vorl iegenden Fall die Bestimmung des Art. 1 Abs. 2 lit. b EOV (vgl. E. 4.3 hiervor) Anwendu ng findet. Diejenige in Art. 1 Abs. 2 lit. c EOV (vgl. E. 4.4 hiervor) hingegen ist nicht anwendbar . Als Grundlage für die Berechnung der Erwerbsersatz-Entschädigung hat daher der Lohn, der de m Versicherten entgangen ist bzw. den er verdient hätte, zu dienen. Der Beschwerdeführ er hat glaubhaft gemacht, dass er eine Arbeitsstelle von längerer Dauer als Fachmann Betreuun g aufgenommen hätte, wenn er nicht hätte einrücken müssen. Die Beschwerdegegnerin hat demnach zu Unrecht auf das vordienstli- che Lehrlingseinkommen abgestellt und den Mindestansatz von Fr. 62.-- pro Diensttag (vgl. E. 3.2 und 3.3 hiervor) angewendet. 8.2 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass der angefochtene Einspracheentscheid der Aus- gleichskasse vom 2. September 2016 aufzuheben und die dagegen erhobene Beschwerde gut- zuheissen ist. Die Angelegenheit ist an die Beschwerdegeg nerin zurückzuweisen, damit diese die Erwerbsersatz-Entschädigung neu gestützt auf Art. 11 Abs. 2 EOG i. V. m. Art. 1 Abs. 2 lit. b sowie Art. 4 Abs. 2 EOV berechnet und eine neue Verfügung erlässt. 9.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vo r dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vo rliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 9.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschw erde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Darunter sind die Kosten zu versteh en, die einer Beschwerde führen- den versicherten Person im gerichtlichen Verfahren für d en Beizug einer Rechtsanwältin bzw. eines Rechtsanwaltes entstanden sind. Vorliegend hat der Beschwerdeführer zwar obsiegt, da er sich jedoch nicht anwaltlich hat vertreten lassen, en tfällt ein Anspruch auf Ersatz der Partei- kosten im Sinne der genannten Bestimmung. Die ausserorde ntlichen Kosten des Verfahrens können demnach wettgeschlagen werden. 10.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesge richt (BGG) vom 17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angel egenheiten an das Bundesgericht zuläs- sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Sel bständig eröffnete Zwischenent- scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über d ie Zuständigkeit und über Aus- standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde i n öffentlich-rechtlichen Angelegen- heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzum achenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent- scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläu- figes Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück- weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage ( z.B. eine von mehreren materiellrechtli- chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 10.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es si ch somit um einen Zwischen- entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den i n Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo- raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet d as Bundesgericht. Die nachstehen- de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen , als der angefochtene Einspracheentscheid vom 2. September 2016 aufgehoben und die Ange- legenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägun gen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Ausgleichskasse Arbe itgeber Basel zurückgewiesen wird. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. http://www.bl.ch/kantonsgericht