A bteilung IV D -5870/2007 scd/w ea {T 0/2} U rte il v o m 1 1 . S e p te m b e r 2 0 0 7 R ichter D aniel Schm id (Vorsitz), R ichter Vito Valenti, R ichter R obert G alliker, G erichtsschreiber Alfred W eber. A ._______, geboren (...), N igeria vertreten durch H err D avid Ventura, Beratungsstelle für Asylsuchende, der R egion Basel, (Adresse), Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. N ichteintreten auf Asylgesuch und W egw eisung; Verfügung des BFM vom 28. August 2007 / N (...). B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandD -5870/2007 D as B undesverw altungsgericht stellt fest und erw ägt: dass der Beschw erdeführer eigenen Angaben zufolge den H eim atstaat am 10. Juni 2007 verliess und am 2. Juli 2007 in der Schw eiz um Asyl ersuchte, dass der Beschw erdeführer am 9. Juli 2007 im Em pfangs- und Verfah- renszentrum Vallorbe unter anderem sum m arisch zu den G esuchs- gründen angehört w urde, dass w egen Zw eifeln an dem vom Beschw erdeführer angegebenen Al- ter gleichentags noch eine kurze, ergänzende Befragung durchgeführt w urde, dass in der Folge eine Knochenaltersanalyse vorgenom m en w urde und dem Beschw erdeführer das entsprechende Ergebnis (20. Juli 2007) in der N achbefragung vom 9. August 2007 m itgeteilt w urde, dass das BFM den Beschw erdeführer am 23. August 2007 im R ahm en von A rt. 29 Abs. 4 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) direkt zu den Asylgründen anhörte, dass der Beschw erdeführer im W esentlichen ausführte, sein Vater sei seit 2002 M itglied der B._______ gew esen und habe deswegen Problem e m it den Behörden gehabt, dass er (der Beschw erdeführer) im Auftrag des Vaters über Botschaf- ten dieser O rganisation inform iert habe, dass er im August 2005 M itglied dieser Bew egung gew orden sei und die Polizei ihm in der Folge gedroht habe, ihn desw egen und w egen der Aktivitäten des Vaters zu töten, dass er im Juni 2006 von der Polizei angeschossen w orden sei, dass er anlässlich der G ouverneursw ahlen vom 14. April 2007 zusam - m en m it anderen Personen im Auftrag seines Vaters im H eim atdorf W ahlurnen transportiert habe, dass sie von den nigerianischen Sicherheitsleuten verfolgt w orden sei- en und sein Vater auf der Flucht erschossen w orden sei, S eite 2D -5870/2007 dass er nach H ause geflohen sei und seine M utter darüber inform iert habe, dass die Sicherheitsleute zu H ause erschienen seien und auch seine M utter erschossen hätten, dass das Elternhaus angezündet w orden und ihm die Flucht durchs Fenster gelungen sei, dass er sich daraufhin bis zur Ausreise bei einem Freund versteckt habe, da er überall gesucht w orden sei, dass das BFM m it Verfügung vom 28. August 2007 - eröffnet am glei- chen Tag - in Anw endung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf dieses Asylgesuch nicht eintrat und die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie den Vollzug anordnete, dass es zur Begründung im W esentlichen anführte, die behauptete M inderjährigkeit des Beschw erdeführers sei aufgrund seiner w i- dersprüchlichen und unsubstanzierten Angaben anlässlich der diver- sen Befragungen als unglaubhaft zu taxieren, w eshalb für das w eitere Verfahren davon auszugehen sei, der Beschw erdeführer sei bereits beim Einreichen des Asylgesuches volljährig gew esen, dass die vorliegend vom BFM angew andte Praxis - bei analoger Sach- lage - durch das G rundsatzurteil der Schw eizerische Asylrekurskom - m ission (AR K) vom 29. O ktober 2004 ausdrücklich bestätigt w orden sei, dass aufgrund der unsubstanzierten, nicht nachvollziehbaren w ider- sprüchlichen und daher unglaubhaften Angaben (zur angeblichen M in- derjährigkeit, zum Fehlen von R eisepapieren beziehungsweise zu de- ren nachträglicher Beschaffung, zur H erkunft der M itgliedskarte der B._______ und zum "The Biafra N ational Anthem " Ausw eis respektive zu zw ei w eiteren D okum enten, zum R eisew eg) keine entschuldbaren G ründe für das N ichteinreichen von R eise- oder Identitätspapieren vorliegen w ürden, dass der Beschw erdeführer die Flüchtlingseigenschaft gem äss A rt. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W egw eisungsvollzugshindernis- ses aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien, S eite 3D -5870/2007 dass der Vollzug der W egw eisung zulässig, zum utbar und m öglich sei, dass der Beschw erdeführer m it Eingabe vom 4. Septem ber 2007 ge- gen diesen Entscheid beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde er- heben und unter Kosten- und Entschädigungsfolge die Aufhebung der angefochtenen Verfügung beantragen liess, dass die Vorinstanz anzuw eisen sei, auf das Asylgesuch des Be- schw erdeführers einzutreten, seine Flüchtlingseigenschaft zu prüfen und eine neue Verfügung zu erlassen, dass im Sinne einer vorsorglichen M assnahm e die Vollzugsbehörden anzuw eisen seien, die Kontaktaufnahm e m it dem H eim at- oder H er- kunftsstaat des Beschw erdeführers sow ie jede W eitergabe von D aten an denselben bis zum Endentscheid über diese Beschw erde zu unter- lassen, dass vor einer allfälligen Ablehnung dieser Beschw erde die Vorinstanz anzuw eisen sei, eine bereits erfolgte D atenw eitergabe an den H eim at- staat des Beschw erdeführers offen zu legen und diesem dazu das rechtliche G ehör im H inblick auf subjektive N achfluchtgründe zu ge- w ähren, dass dem Beschw erdeführer die unentgeltliche R echtspflege im Sinne von A rt. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) zu gew ähren und ins- besondere von der Erhebung eines Kostenvorschusses abzusehen sei, dass die vorinstanzlichen Akten am 6. Septem ber 2007 beim Bundes- verw altungsgericht eintrafen (A rt. 109 Abs. 2 AsylG ), dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden ge- gen Verfügungen (A rt. 5 Vw VG ) des BFM entscheidet (A rt. 105 AsylG i.V.m . A rt. 31 - 34 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; A rt. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.119]), dass die vorliegend zu beurteilende Beschw erde sich gegen eine Ver- fügung richtet, laut deren D ispositiv das BFM auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetreten ist (Ziffer 1 des Verfügungsdispo- sitivs), S eite 4D -5870/2007 dass bei Beschw erden gegen N ichteintretensentscheide, m it denen es das BFM der Form nach ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründet- heit hin zu überprüfen (A rt. 32-35 AsylG ), die Beurteilungskom petenz der Beschw erdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass dem entsprechend im Fall der Begründetheit des R echtsm ittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuw eisen ist (vgl. Entschei- dungen und M itteilungen der AR K [EM AR K] 2004 N r. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen N ichtein- tretenstatbestand von A rt. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG , auf w el- chen sich die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass das BFM im R ahm en einer sum m arischen Prüfung das offenkundige N ichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von A rt. 3 AsylG und das offenkundige Fehlen von W eg- w eisungsvollzugshindernissen zu beurteilen hat (vgl. A rt. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG ), w eshalb insow eit bei dagegen erhobenen Be- schw erden auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgenstand bildet (vgl. BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 2.1), dass in der Frage der W egw eisung und deren Vollzugs die Beurtei- lungszuständigkeit des Bundesverw altungsgerichts nicht beschränkt ist, w eil das BFM sich diesbezüglich gem äss A rt. 44 AsylG in Verbin- dung m it A rt. 14a des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Auf- enthalt und N iederlassung der Ausländer (AN AG , SR 142.20) auch m ateriell zur Sache zu äussern hatte, dass der Beschw erdeführer am Verfahren vor dem BFM teilgenom m en hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Ände- rung hat und daher zur Einreichung der Beschw erde legitim iert ist (A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 48 Abs. 1 Vw VG ), dass auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzu- treten ist (A rt. 108a AsylG sow ie A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 52 Vw VG ), dass m it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des S eite 5D -5870/2007 rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (A rt. 106 Abs. 1 AsylG ), dass die vorliegende Beschw erde - w ie sich aus den nachstehenden Erw ägungen ergibt - offensichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeent- scheid lediglich sum m arisch zu begründen ist (A rt. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ; vereinfachtes Verfahren), dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten w ird, w enn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des G esuchs R eise- oder Identitätspapiere abgeben (A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG ), dass diese Bestim m ung jedoch keine Anw endung findet, w enn Asylsu- chende glaubhaft m achen können, sie seien dazu aus entschuldbaren G ründen nicht in der Lage (A rt. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG ), oder w enn auf G rund der Anhörung sow ie gestützt auf A rt. 3 und 7 AsylG die Flücht- lingseigenschaft festgestellt w ird (A rt. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG ) oder w enn sich auf G rund der Anhörung die N otw endigkeit zusätzlicher Ab- klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W eg- w eisungsvollzugshindernisses ergibt (A rt. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG ), dass vorliegend die N ichtabgabe von R eise- oder Identitätspapieren im Sinne von A rt. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches sachverhaltsm ässig klar erstellt ist, dass sich sodann im Fall des Beschw erdeführers die Aktenlage nicht zuletzt nach der D irektanhörung vom 23. August 2007 derm assen klar präsentierte, dass unter Verzicht auf zusätzliche tatbeständliche oder rechtliche Abklärungen im R ahm en einer bloss sum m arischen Prüfung der eindeutige Schluss gezogen w erden konnte, der Beschw erdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht, und ebenso of- fensichtlich stünden einem Vollzug seiner W egw eisung keine H inder- nisse entgegen (A rt. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG ), dass diesbezüglich zur Verm eidung von W iederholungen sum m arisch auf die zutreffenden und unter Angabe der jew eiligen Fundstellen in den Protokollen gem achten Erw ägungen in der angefochtenen Verfü- gung zu verw eisen ist, S eite 6D -5870/2007 dass der Beschw erdeführer der vorinstanzlichen Argum entation nichts Stichhaltiges entgegen zu setzen hat, dass er sich m it den ihm in der angefochtenen Verfügung vom BFM vorgew orfenen U nglaubhaftigkeitselem enten überhaupt nicht ausein- andersetzt, dass er einerseits lediglich die Anw endung des neuen A rt. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG als völkerrechtsw idrig erachtet und anderer- seits eine unrichtige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts darin erblickt, w eil die direkte Bundesanhörung auf Englisch und nicht in seiner M uttersprache durchgeführt w orden sei, dass er in diesem Zusam m enhang unter anderem ausführt, seine Eng- lischkenntnisse seien zu rudim entär, um kom plexe Situationen w ie die seiner Flucht und seines R eisew eges eingehend darzulegen, und Ver- ständigungsproblem e anlässlich der direkten Anhörung sow ohl vom D olm etscher bem erkt als auch von der anw esenden H ilfsw erkvertre- tung angem erkt w orden seien, dass hinsichtlich der behaupteten völkerrechtsw idrigen Anw endung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG ohne zusätzliche Erörte- rungen auf die R echtsprechung zu verw eisen ist (BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 6.1 und 6.2), dass die R üge der unrichtigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts aufgrund der Einvernahm e des Beschw erdeführers in englischer Sprache sodann fehl geht beziehungsw eise nicht gehört w erden kann, dass der Beschw erdeführer bei säm tlichen Anhörungen (9. und 11. Juli sow ie 9. und 23. August 2007) in Englisch befragt w orden ist, dass er die Verständigung m it dem D olm etscher bei der Erstbefragung als sehr gut bezeichnete und anlässlich der direkten Bundesanhörung in diesem Zusam m enhang zu Protokoll gab, den D olm etscher gut und ohne Problem e zu verstehen, dass auf dem Personalienblatt unter der R ubrik "Langue m aternelle" Englisch angeführt und ferner das Kästchen "R em pli par le requérant" angekreuzt w urde, S eite 7D -5870/2007 dass die gegenteilige Behauptung in der Beschw erde som it der G rund- lage entbehrt nicht zuletzt auch hinsichtlich der Ausführungen, w onach der Beschw erdeführer w eder lesen noch schreiben könne, w ill dieser doch gem äss eigenen Aussagen w ährend sechs Jahren die Schule be- sucht haben und in seinem H eim atland die englische Sprache zudem als Am tssprache gilt, dass - m angels entsprechender Anhaltspunkte - eine D urchsicht des ausführlichen Protokolls der direkten Bundesanhörung w eiter den Schluss zulässt, dass der Beschw erdeführer in der Lage gew esen ist, nicht nur der Befragung ohne nennensw erte Schw ierigkeiten zu folgen, sondern auch insbesondere seine Bew eggründe für das Verlassen des H eim atlandes zu schildern, w as in der relativ um fangreichen freien Be- richtserzählung in diesem Zusam m enhang zum Ausdruck kom m t, dass auch die Bem erkung des D olm etschers, w onach der Beschw er- deführer ein extrem es "Broken English" spreche, nicht zum Ergebnis führt, die Verständigung zw ischen D olm etscher und Beschw erdeführer hätte auf unüberbrückbaren H indernissen beruht, dass letztlich näm lich festzustellen ist, dass der Beschw erdeführer die R ichtigkeit beziehungsw eise die R ichtigkeit und Vollständigkeit (N ach- befragung, direkte Bundesanhörung) säm tlicher in englischer Sprache gehaltenen Protokolle nach deren R ückübersetzung ohne Einw ände oder Anm erkungen unterschriftlich bestätigte und sich som it bei sei- nen Aussagen behaften zu lassen hat, dass aufgrund der Aktenlage, insbesondere nach der Anhörung vom 23. August 2007, das N ichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft einer- seits und - w ie sich auch noch aus den nachfolgenden Erw ägungen zum Vollzug der W egw eisung ergibt - das Fehlen von W egw eisungs- vollzugshindernissen andererseits gleicherm assen offensichtlich w a- ren, dass keine Anhaltspunkte für die Annahm e zu erkennen sind, das BFM habe, um zu seiner so lautenden Erkenntnis zu gelangen, eine m ehr als bloss sum m arische m aterielle Prüfung vornehm en oder zu- sätzliche sachliche oder rechtliche Abklärungen treffen m üssen (vgl. hierzu BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 5.6.6), dass das BFM dem nach zu R echt gestützt auf A rt. 32 Abs. 2 Bst. a i.V.m . A rt. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers S eite 8D -5870/2007 nicht eingetreten ist und auf die übrigen Vorbringen in der R echtsm it- teleingabe bei dieser Sachlage nicht eingegangen zu w erden braucht dass gem äss A rt. 44 Abs. 1 AsylG die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W eg- w eisung aus der Schw eiz zur Folge hat, vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbew illigung erteilt hat (A rt. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]) und sich der Be- schw erdeführer auch nicht auf einen dahingehenden Anspruch berufen kann (vgl. EM AR K 2001 N r. 21), w eshalb die verfügte W eg- w eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht, dass zu prüfen bleibt, ob es G ründe gibt, die dem Vollzug der W egw ei- sung entgegenstehen, da im Fall eines unzulässigen, unzum utbaren oder unm öglichen Vollzugs das Anw esenheitsverhältnis nach den Be- stim m ungen des AN AG über die vorläufige Aufnahm e zu regeln ist (A rt. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung des Beschw erdeführers ins H eim at- land unter Berücksichtigung der völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schw eiz (A rt. 3 der Konvention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten [Europäische M enschen- rechtskonvention, EM R K, SR 0.101], A rt. 33 Abs. 1 des Abkom m ens vom 28. Juli 1951 über die R echtsstellung der Flüchtlinge [Flüchtlings- konvention, FK, SR 0.142.30]) und der Bestim m ungen von A rt. 5 Abs. 1 AsylG sow ie A rt. 25 Abs. 2 und 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) zulässig ist, da offensichtlich keine M enschenrechtsverletzungen dro- hen und ebenso offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft nicht besteht, dass sich alleine aus der allgem einen M enschenrechtssituation in N i- geria kein reales R isiko von Folter oder unm enschlicher oder erniedri- gender Strafe oder Behandlung herleiten lässt, dass in den Akten auch keine Anhaltspunkte dafür bestehen, der Be- schw erdeführer w ürde im Falle einer R ückführung als Folge der in N i- geria herrschenden allgem einen Sicherheitslage einer konkreten G e- fährdung ausgesetzt, dass in den Akten ebenso w enig darauf hindeutet, der Beschw erdefüh- rer geriete im Falle der R ückkehr in die H eim at aus individuellen G rün- S eite 9D -5870/2007 den w irtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher N atur in eine exis- tenzbedrohende Situation, dass er keine gesundheitlichen Problem e geltend m acht und gem äss eigenen Angaben auf eine sechsjährige Schulbildung vertrauen darf, w eshalb davon auszugehen ist, er bringe die Voraussetzungen m it, um in seiner H eim at w ieder Fuss zu fassen und aus eigenen Kräften ein Auskom m en zu finden, dass vor diesem H intergrund der Vollzug der W egw eisung des Be- schw erdeführers nicht als unzum utbar im Sinne von A rt. 14a Abs. 4 AN AG zu bezeichnen ist, dass der Vollzug der W egw eisung des Beschw erdeführers nach N ige- ria auch m öglich ist, da keine praktischen H indernisse erkennbar sind, die einer R ückkehr entgegenstehen könnten, dass som it die Voraussetzungen für die vorläufige Aufnahm e des Be- schw erdeführers in der Schw eiz nicht erfüllt sind und der vom BFM verfügte Vollzug der W egw eisung zu bestätigen ist, dass Personendaten von Asylsuchenden, anerkannten Flüchtlingen und Schutzbedürftigen dem H eim at- oder H erkunftsstaat nicht bekannt gegeben w erden, w enn dadurch die betroffene Person oder ihre Ange- hörigen gefährdet w ürden; über ein Asylgesuch dürfen keine Angaben gem acht w erden (A rt. 97 Abs. 1 AsylG ), dass jedoch die für die O rganisation der Ausreise zuständige Behörde zw ecks Beschaffung der für den Vollzug der W egw eisungsverfügung notw endigen R eisepapiere m it dem H eim at- oder H erkunftsstaat Kon- takt aufnehm en kann, w enn in erster Instanz das Vorliegen der Flücht- lingseigenschaft verneint w urde (A rt. 97 Abs. 2 AsylG ), dass gem äss A rt. 4 Abs. 1 der Verordnung vom 11. August 1999 über den Vollzug der W eg- und Ausw eisung von ausländischen Personen (VVW A, SR 142.281) das Vorliegen der Flüchtlingseigenschaft als ver- neint gilt, w enn das Asylgesuch abgelehnt oder ein N ichteintretensent- scheid verfügt w urde, dass die Kontaktaufnahm e m it den H eim at- oder H erkunftsstaat zw ecks Beschaffung der für den Vollzug der W egw eisungsverfügung notw endigen R eisepapieren nach A rt. 97 Abs. 2 AsylG in der Botschaft S eite 10D -5870/2007 zur Änderung des Asylgesetzes zur Änderungen des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung sow ie zur Änderung des Bundesge- setzes über die Alters- und H interlassenenversicherung vom 4. Sep- tem ber 2002 vorgesehen w ar, w enn ein erstinstanzlicher N ichteinte- tensentscheid vorliegt (vgl. BBl 2002 6899 f.), w ährend dem im Falle eines ablehnenden erstinstanzlichen Asylentscheides m it den Behör- den des H eim at- oder H erkunftsstaates in der R egel erst Kontakt auf- genom m en w erden durfte, w enn ein vollziehbarer W egw eisungsent- scheid vorliegt, dass diese differenzierende R egelung in den Beratungen in den Eidge- nössischen R äten zu G unsten der geltenden Fassung von A rt. 97 Abs. 2 AsylG aufgegeben w urde (vgl. AB N 2004 612 ff.), w oraus geschlos- sen w erden m uss, dass der G esetzgeber die Kontaktaufnahm e m it dem H eim at- oder H erkunftsstaat zw ecks Beschaffung der für den Voll- zug der W egw eisungsverfügung notw endigen R eisepapiere im Sinne einer Ausw eitung nicht nur beim Vorliegen eines erstinstanzlichen N ichteintretensentscheides, sondern auch beim Vorliegen eines ableh- nenden Asylentscheides vorsehen w ollte, dass deshalb aufgrund der in A rt. 97 Abs. 2 AsylG gew ählten Form u- lierung "w enn in erster Instanz das Vorliegen der Flüchtlingseigen- schaft verneint w urde" nicht geschlossen w erden kann, der G esetzge- ber habe die Kontaktaufnahm e m it dem H eim at- oder H erkunftsstaat zw ecks Beschaffung der für den Vollzug der W egw eisungsverfügung notw endigen R eisepapiere ausschliesslich in jenen Fällen vorsehen w ollen, in denen im Asylverfahren die Flüchtlingseigenschaft erstins- tanzlich verneint w urde, dass aufgrund der Entstehungsgeschichte im G egenteil davon auszu- gehen ist, A rt. 97 Abs. 2 AsylG gelange nach dem G rundsatz in m aio- re m inus auch dann zur Anw endung, w enn ein erstinstanzlicher N icht- eintretensentscheid vorliegt, dass som it der D arstellung in der Beschw erde, w onach A rt. 4 Abs. 1 VVW A gesetzesw idrig sei, jedenfalls in Bezug auf A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht gefolgt w erden kann, da im Falle der Anw endung dieser Bestim m ung sehr w ohl (vorfragew eise) zu prüfen ist, ob der G esuch- steller Flüchtling ist (A rt. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG ), dass im Ü brigen - w ie oben dargelegt - nichts auf eine konkrete G e- fährdung des Beschw erdeführers durch eine allfällige Bekanntgabe S eite 11D -5870/2007 der in A rt. 97 Abs. 3 Bstn. a-c AsylG erw ähnten Personendaten gegenüber der zuständigen ausländischen Behörde hindeutet, dass folglich das G esuch, die Vollzugsbehörden seien anzuw eisen, die Kontaktaufnahm e m it ihrem H eim at- oder H erkunftsstaat sow ie jede W eitergabe von D aten an denselben bis zum Endentscheid über die Beschw erde zu unterlassen, abzuw eisen ist, dass das BFM hingegen anzuw eisen ist, dem Beschw erdeführer im R ahm en von A rt. 26 ff. Vw VG eine eventuell bereits erfolgte W eiterga- be von Personendaten im Sinne von A rt. 97 Abs. 3 Bstn. a-c AsylG an die zuständige ausländische Behörde offen zu legen, dass die angefochtene Verfügung w eder Bundesrecht verletzt noch un- angem essen ist und darin der rechtserhebliche Sachverhalt richtig und vollständig festgestellt w urde (vgl. A rt. 106 AsylG ), w eshalb die Be- schw erde abzuw eisen ist, dass m it dem vorliegenden Entscheid das G esuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos gew orden ist, dass aus den dargelegten G ründen den Beschw erdebegehren keine ernsthaften Erfolgsaussichten beschieden w aren, w eshalb das gleich- zeitig eingereichte G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echts- pflege unabhängig von der Frage der prozessualen Bedürftigkeit des Beschw erdeführers abzuw eisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.- (A rt. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . A rt. 1-3 des R eglem ents vom 11. D e- zem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes- verw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]) dem Beschw erdeführer aufzuerlegen sind (A rt. 63 Abs. 1 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite) S eite 12D -5870/2007 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D as G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege w ird ab- gew iesen. 3. D ie Verfahrenskosten von Fr. 600.-- w erden dem Beschw erdeführer auferlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichts- kasse zu überw eisen. 4. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers (eingeschrieben, vorab per Telefax; Beilage: Einzahlungsschein) - die Vorinstanz, Em pfangs- und Verfahrenszentrum Basel (vorab per Telefax) (R ef.-N r. N [...]) - (Kantonale Behörde) (per Telefax) D er vorsitzender R ichter: D er G erichtsschreiber: D aniel Schm id Alfred W eber Versand: S eite 13