<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2022-02-15-2D_6-2022.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2D_6/2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 15. Februar 2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Aubry Girardin, Präsidentin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Hugi Yar. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Sämi Meier, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Migrationsamt des Kantons St. Gallen, Oberer Graben 38, 9001 St. Gallen, </div> <div class="para">Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen, </div> <div class="para">Oberer Graben 32, 9001 St. Gallen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Gesuch um Unterbreitung als schwerwiegender persönlicher Härtefall (<span class="artref">Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG</span>), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen, </div> <div class="para">Abteilung II, vom 4. Januar 2022 (B 2021/191). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> A.________ (geb. 1976) stammt aus dem Kosovo und hielt sich gestützt auf einen Familiennachzug (ab dem 1. Juni 2007 mit einer Niederlassungsbewilligung) im Kanton St. Gallen auf. Am 29. September 2011 wurde die Ehe geschieden. Am 26. April 2017 widerrief das Migrationsamt des Kantons St. Gallen die Niederlassungsbewilligung von A.________ und hielt ihn an, das Land zu verlassen. Der entsprechende Entscheid ist rechtskräftig. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> A.________ ersuchte das Migrationsamt des Kantons St. Gallen am 24. August 2020 darum, von der Wegweisung abzusehen, ihm eine Bewilligung wegen eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalls zu erteilen und dem Staatssekretariat für Migration (SEM) seine vorläufige Aufnahme zu beantragen. Das Migrationsamt des Kantons St. Gallen wies das Gesuch am 9. Oktober 2020 ab; die hiergegen eingereichten kantonalen Rechtsmittel blieben ohne Erfolg. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.</b> A.________ beantragt vor Bundesgericht mit subsidiärer Verfassungsbeschwerde unter anderem, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Januar 2022 aufzuheben, vom Ansetzen einer Ausreisefrist abzusehen, ihn vorläufig aufzunehmen bzw. das Migrationsamt des Kantons St. Gallen anzuhalten, dem SEM seine vorläufige Aufnahme zu beantragen; gegebenenfalls sei die Sache zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen. A.________ ersucht für das bundesgerichtliche Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung sowie aufschiebende Wirkung. Es sind keine Instruktionsmassnahmen erforderlich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer ersucht um die Erteilung einer allgemeinen Härtefallbewilligung im Rahmen von <span class="artref">Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG</span>. Dabei geht es um eine Ermessensbewilligung, auf deren Erteilung kein Anspruch besteht, weshalb die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten - wie gegen Entscheide über die vorläufige Aufnahme (<span class="artref">Art. 83 lit. c Ziff. 3 BGG</span>) - ausgeschlossen ist (<span class="artref">Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG</span>; vgl. die Urteile 2C_34/2022 vom 13. Januar 2022 E. 2.1 und 2C_110/2022 vom 2. Februar 2022 E. 2.2). Ein entsprechender Anspruch ergibt sich weder aus dem vom Beschwerdeführer angerufenen Willkürverbot, noch dem Rechtsgleichheitsgebot oder dem Verhältnismässigkeitsgrundsatz (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=39&amp;from_date=15.02.2022&amp;to_date=06.03.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-II-305%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page305">BGE 137 II 305</a> E. 2<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=39&amp;from_date=15.02.2022&amp;to_date=06.03.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-I-153%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page153">134 I 153</a></span> E. 4<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=39&amp;from_date=15.02.2022&amp;to_date=06.03.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-I-185%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page185">133 I 185</a></span> E. 6.2). Es sind deshalb (im Rahmen der subsidiären Verfassungsbeschwerde) ausschliesslich Rügen bezüglich verfahrensrechtlicher Punkte zulässig, deren Verletzung einer formellen Rechtsverweigerung gleichkommt und die das Gericht von der Bewilligungsfrage getrennt beurteilen kann (sog. "Star"-Praxis; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=39&amp;from_date=15.02.2022&amp;to_date=06.03.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-II-305%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page305">BGE 137 II 305</a> E. 2). Solche bringt der Beschwerdeführer nicht vor; seine Darlegungen erschöpfen sich in Kritik am angefochtenen Entscheid (bspw. Gesundheitszustand, Zumutbarkeit der Ausreise, Pflegeverhältnisse im Kosovo usw.), die nicht von der Beurteilung in der Sache getrennt werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.1.</b> Auf die unzulässige Beschwerde ist durch die Abteilungspräsidentin im Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.2.</b> Der Beschwerdeführer ersucht um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung (<span class="artref">Art. 64 BGG</span>). Da die Eingabe als zum Vornherein aussichtslos zu gelten hatte, ist das Gesuch abzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.3.</b> Der Beschwerdeführer hat somit die Kosten für das bundesgerichtliche Verfahren zu tragen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Bei der Festsetzung von deren Höhe wird berücksichtigt, dass über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung nicht vorweg entschieden wurde, was es dem Beschwerdeführer noch ermöglicht hätte, seine Beschwerde zurückzuziehen. Es sind keine Parteientschädigungen geschuldet (<span class="artref">Art. 68 Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.4.</b> Mit dem vorliegenden Prozessentscheid wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt die Präsidentin:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen, Abteilung II, und dem Staatssekretariat für Migration mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 15. Februar 2022 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: F. Aubry Girardin </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Hugi Yar </div> </div></body></html>