<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00402</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107062&amp;W10_KEY=13013573&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00402</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 06.02.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung und Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nachbarlegitimation (Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG) Rechtsgrundlagen und Praxis zur Nachbarlegitimation im Allgemeinen; Substanziierung der Legitimation (E. 1). Die räumliche Nähe zum Bauprojekt ist gegeben (E. 2b). Hingegen ist nicht dargetan, inwieweit die Beschwerdeführerin in qualifizierten eigenen Interessen berührt ist, soweit es um Abschlusstore unter einer Überdachung, die Erweiterung von Büros und die Errichtung sanitarischer Anlagen auf dem Nachbargrundstück geht (E. 2c). Keine legitimationsbegründende Nachteile ergeben sich auch - unabhängig vom Ausmass - aus der Storenanlage, da diese in jedem Fall keine oder zumindest keine ernsthafte Beeinträchtigung der Aussicht bewirkt (E. 2d). Die Vorinstanz hat die Legitimation zu Recht verneint. Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHBARLEGITIMATION">NACHBARLEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHBARREKURS">NACHBARREKURS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 338a Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">Art. 24 RPG</span><br/><span class="gerade">§ 21 lit. a VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die C AG fÃ¼hrt in X auf dem an den ZÃ¼richsee angrenzen­den GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 01, das sogenanntes Konzessionsland bildet und sich gemÃ¤ss kommunaler Bau- und Zonenordnung in der Zone WG 3 (Empfindlichkeitsstufe III) befindet, einen Reparatur- und Servicebetrieb fÃ¼r Motorboote. Zu dieser Anlage gehÃ¶rt ein 1997 rechtskrÃ¤ftig be­willigter Steg, der mit einem ca. 7 m hohen SÃ¤ulendrehkran zum Ein- und Aus­wassern der Boote be­stÃ¼ckt ist. Eine 1998 ebenfalls bewilligte KranÃ¼berdachung konnte nicht realisiert werden; den dagegen unter anderem vom Ehemann der heutigen Beschwer­de­fÃ¼hrerin A er­hobenen Rekurs hiess der Regierungsrat am 15. September 1999 in dieser Hinsicht gut (RRB 1690/1999).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 22. Juni 2000 stellte die C AG ein weiteres Baugesuch, welches die Erstellung von Stoffstoren beim Kran, die Errichtung sanitÃ¤rer Anlagen im Erdgeschoss des GebÃ¤udes Vers.Nr. 02 sowie die Erweiterung von BÃ¼rorÃ¤umlichkeiten im ersten Obergeschoss umfass­te. Mit den geplanten Stoffstoren soll den Betriebsmitarbeitern ermÃ¶g­licht werden, geschÃ¼tzt vor WitterungseinflÃ¼ssen an den im Wasser liegenden Booten Wartungs- und Reini­gungsarbeiten vorzunehmen. Die beiden Storen sollen je an zwei vertikal an der Quaimau­er und dem Steg montierten TrÃ¤gern festgemacht werden; im ausgefah­renen Zustand sollen sie bei einer LÃ¤nge von je 8 m und einer Breite von je 3,5 m eine FlÃ¤che von ca. 56 m2 umfassen und mit einer maximalen HÃ¶he von 2,2 m schrÃ¤g abfallend Ã¼ber dem See schweben. Die Baudirektion erteilte hierfÃ¼r am 18. Au­gust 2000 die erforderliche Ausnahme­bewilligung nach Art. 24 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG) und am 22. August 2000 die konzessionsrechtliche Bewilligung. Die Baukommission X erteilte am 2. Oktober 2000 die baurechtliche Be­­willigung fÃ¼r die projektierten Ãnderungen sowie fÃ¼r zwei bestehende Abschlusstore, deren nachtrÃ¤gliche Bewilligung im Rekursentscheid des Re­gierungsrats vom 15. September 1999 vorbehalten worden war.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Rekurs vom 9. November 2000 beantragten F (EigentÃ¼merin des benachbar­ten GrundstÃ¼cks Kat.Nr. 03), A (Mieterin einer Wohnung im auf der genannten Parzelle ste­henden Mehrfamilienhaus K-strasse) sowie G (EigentÃ¼mer des angrenzenden GrundstÃ¼cks Kat.Nr. 04) die Aufhebung der erteilten Bewilligungen. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 5. De­zember 2000 trat die Baurekurskommissi­on II auf das Rechtsmittel mangels ZustÃ¤ndig­keit nicht ein und Ã¼berwies es dem Regierungsrat. F und G zogen den Rekurs, soweit er in ihrem Namen erhoben worden war, am 15. Juli 2002 zurÃ¼ck. Die Rekursabteilung des Re­gie­rungs­rats fÃ¼hr­te am 19. Juli 2002 zur Frage der Rekurslegitimation von A einen Augen­schein auf den GrundstÃ¼cken Kat. Nrn. 01 und 03 durch. Zu den dabei erstellten Unter­lagen (Protokoll und Fotodokumentation) nahmen die C AG am 31. Juli 2002, die Baukom­mission X am 9. August 2002 und A am 16. August 2002 Stellung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Regierungsrat beschloss am 23. Oktober 2002, auf den Rekurs, soweit er nicht durch RÃ¼ckzug erledigt sei, nicht einzutreten (Disp. Ziff. I). Die Rekurskosten, worunter eine StaatsgebÃ¼hr von Fr. 3'000.-, auferlegte er zu zwei Dritteln der Rekurrentin A und zu je einem Sechstel den beiden anderen Rekurrierenden (Disp. Ziff. II). Die Re­kurrentin A verpflichtete er zur Zahlung einer ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'200.- an die private Rekursgegnerin, die beiden anderen Rekurrierenden zur Zahlung einer ParteientschÃ¤digung von je Fr. 300.- (Disp. Ziff. III).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 28. November 2002 beantragte A dem Ver­wal­tungs­ge­richt, den Beschluss des Regierungsrats aufzuheben und die Sache an diesen zur materiellen Behandlung des Rekurses zurÃ¼ckzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfol­gen zulasten der privaten Beschwerdegegnerin.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Staatskanzlei beantragte am 12. Dezember 2002 unter Verzicht auf weitere Aus­fÃ¼hrungen Abweisung der Beschwerde. Die C AG beantragte am 14. Januar 2003, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. Die Baukommission X ersuchte am 22. Januar 2003 um Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤­digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Nach § 338a Abs. 1 Satz 1 des Planungs‑ und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) ist zur Beschwerde berechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an ihrer Aufhebung oder Ãnderung hat. Aufgrund dieser mit § 21 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) Ã¼ber­einstimmenden Vorschrift wird bei der Beschwerde von Nachbarn gegen ein Bau­­vorhaben in Konkretisierung der allgemeinen Legitimationsvoraussetzungen eine hinreichend enge nachbarliche Raumbe­ziehung und ein BerÃ¼hrtsein in qualifizierten eigenen Interes­sen verlangt (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kom­mentar zum Verwaltungs­­­­rechtspflegege­setz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 21 N. 34 ff.; Walter Hal­ler/Peter Karlen, Rechtsschutz im Raumplanungs- und Baurecht, ZÃ¼­rich 1998, N. 984 ff.; RB 1995 Nr. 9 E. 2). Nachbarn aus der nÃ¤heren Umgebung einer geplanten Baute oder An­lage, die eine direkte Sicht auf diese hÃ¤tten, werden in der Praxis unmittelbar gestÃ¼tzt auf diese Be­ziehung zu RÃ¼gen betreffend die Einordnung des Projekts (§ 238 Abs. 1 PBG) zu­ge­lassen (vgl. Christian MÃ¤­der, Die Anfechtung baurechtlicher Entscheide durch Nachbarn unter besonderer BerÃ¼ck­sichtigung der neueren Rechtsprechung des ZÃ¼rcher Verwaltungsgerichts, PBG aktuell 1997/3, S. 5 ff., 13).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dass die Rechtsmittelinstanz die Legitimation als Prozessvoraussetzung von Amts wegen zu prÃ¼fen hat, entbindet den Rekurrenten nicht davon, seine Rekursberechtigung zu substanziieren. Dabei gelten differenzierte Regeln. Die nahe rÃ¤umliche Beziehung muss nicht besonders dargetan werden, wenn sie sich aus den Akten ergibt. Beruft sich der Rekur­­rent auf Bestimmungen, welche als nachbarschÃ¼tzend gelten, muss das schutzwÃ¼rdige Interesse (BerÃ¼hrtsein in qualifizierten eigenen Interessen) in der Regel nicht mehr besonders dargetan werden, sofern es sich bereits aus der nahen rÃ¤umlichen Beziehung und den vorgebrachten RÃ¼gen ergibt. Es muss jedoch ersichtlich sein, inwiefern die allfÃ¤llige Baube­­willigung die konkreten eigenen Interessen des betreffenden Nachbarn beeintrÃ¤chtigt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 41). Die Darlegung des Sachverhalts, der die Legitimation als Prozessvoraussetzung begrÃ¼nden soll, muss bereits vor der ersten Rechtsmittelinstanz erfolgen; in einem oberen Rechtsmittelverfahren kann dies nicht nachgeholt werden (RB 1986 Nr. 10). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wer aufgrund seiner Betroffenheit zur Beschwerde legitimiert ist, kann alle Rechts­mÃ¤ngel des angefochtenen Entscheids beanstanden; die als verletzt bezeichneten Normen brau­chen mit dem tatsÃ¤chlichen oder rechtlichen Interesse, das den Beschwerde­fÃ¼hrenden die Legitimation verschafft, nicht Ã¼bereinzustimmen. Das Rechtsschutzinteresse reicht aller­dings nur so weit, als den Betreffenden im Fall des Obsiegens ein Vorteil entsteht (vgl. zum Ganzen Alfred KÃ¶lz/Isabelle HÃ¤ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspfle­ge des Bundes, 2. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 538; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 21 ff.). Fragen der Gestaltung im Sinn von § 238 Abs. 1 PBG dÃ¼rfen die Nachbarn rÃ¼­gen, soweit eine ungenÃ¼gende Einordnung zu einem Verzicht auf das Projekt oder jedenfalls zu einer vÃ¶lligen Ãberarbeitung desselben fÃ¼hren kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) In der Rekursschrift wurde zur Legitimation der heutigen BeschwerdefÃ¼hrerin vorgebracht, als Mieterin einer Wohnung im GebÃ¤ude K-strasse auf dem benachbarten GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 03 sei sie mehr als irgendein Dritter in schÃ¼tzenswerten eigenen Inte­res­sen betroffen, "indem das gestaltungsmÃ¤ssig unbefriedigende und mit mehr Arbeitsaktivi­tÃ¤ten zu vermehrten Immissionen fÃ¼hrende Bauvorhaben die Aussicht auf die gegenÃ¼ber­liegende Seeseite und in die Berge aufhebe". In materieller Hinsicht wurde gerÃ¼gt, die vorgesehen Storenanlage zur Ãberdachung des Krans sei fÃ¼r den Reparatur- und Wartungs­be­trieb nicht erforderlich und damit nicht standortgebunden im Sinn von Art. 24 Abs. 1 lit. a des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG; bzw. Art. 24 lit. a RPG in der Fas­sung vom 20. MÃ¤rz 1998). 1997 sei einzig der Drehkran als standortgebunden bewilligt worden; die projektierte Storenanlage zu dessen Ãberdachung kÃ¶nne daher auch nicht als zu­­lÃ¤ssige Erweiterung einer vorbestehenden zonenwidrigen Anlage ausserhalb der Bauzonen im Sinn von Art. 24 Abs. 2 RPG (bzw. Art. 24c Abs. 2 in der Fassung vom 20. MÃ¤rz 1998) gewÃ¼rdigt werden. Sodann stÃ¼nden der Storenanlage Ã¼berwiegend Ã¶ffentliche Inte­res­sen des Seeuferschutzes entgegen, weshalb sie nach Art. 24 Abs. 2 lit. b RPG (bzw. Art. 24 lit. b in der Fassung vom 20. MÃ¤rz 1998) nicht bewilligungsfÃ¤hig seien. Angesichts der bereits ohne das streitige Projekt gegebenen massiven Ãbernutzung des Areals hÃ¤tte auch die Bewilligung fÃ¼r die zwei bereits erstellten Abschlusstore unter der Ãberdachung zwischen den WerkstattgebÃ¤uden Vers.Nrn. 02 und 05 sowie fÃ¼r die BÃ¼rorÃ¤ume und sanitarischen Anlagen im WerkstattgebÃ¤ude Vers.Nr. 02 nicht erteilt werden dÃ¼rfen; insbesondere sei die Bewilligungserteilung nicht mit § 357 Abs. 1 PBG vereinbar.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Aufgrund der Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse ist die fÃ¼r die Rekurslegitimation erforderliche enge rÃ¤umliche Beziehung zwischen dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 01 der privaten Beschwer­­­degegnerin und der Wohnung der BeschwerdefÃ¼hrerin auf dem angrenzenden Grund­­­stÃ¼ck Kat.Nr. 03 zu bejahen. Davon ist offenbar auch der Regierungsrat im Rekurs­ent­scheid ausgegangen. NÃ¤her zu prÃ¼fen ist, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin in qualifizierten ei­genen Interessen betroffen sei und insofern ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an der Aufhebung der erteilten Bewilligung habe. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Inwiefern ihr aus der Erweiterung der BÃ¼rorÃ¤umlichkeiten und der Errichtung sani­­tarischer Anlagen im WerkstattgebÃ¤ude Vers.Nr. 02 sowie aus der nachtrÃ¤glichen Bewilligung fÃ¼r die zwei bereits erstellten Abschlusstore unter der Ãberdachung zwischen den Werk­stattgebÃ¤uden Vers.Nrn. 02 und 05 ein Nachteil erwachsen soll, hat die BeschwerdefÃ¼h­rerin in der Rekursschrift nicht dargetan. Von ihrer Wohnung aus sind die bereits erstell­­ten Abschlusstore sowie die projektieren Ãnderungen im WerkstattgebÃ¤ude Vers.Nr. 02 nicht sichtbar. Dass aus diesen Vorkehren im Zusammenhang mit dem Betrieb der privaten Beschwerdegegnerin stÃ¤rkere Immissionen resultieren wÃ¼rden, welche in der Wohnung der BeschwerdefÃ¼hrerin wahrnehmbar wÃ¤ren, ist nicht ersichtlich; jedenfalls hat die Beschwerde­fÃ¼hrerin solche Mehrimmissionen in keiner Weise dargelegt. Allein mit dem Hinweis, dass durch diese Vorkehren wie auch durch die projektierten Storen die Nutzung des bereits "Ã¼bernutzten" BaugrundstÃ¼cks nochmals intensiviert werde, ist nicht dargetan, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin in qualifizierten eigenen Interessen berÃ¼hrt wird; die behauptete Nut­zungssteigerung mÃ¼sste sich fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin in konkreten Nachteilen, wie etwa zusÃ¤tzlichen Immissionen, Ã¤ussern. Solche konkreten Nachteile legt sie, abgesehen vom anlÃ¤sslich des Augenscheins erfolgten Hinweis darauf, dass die projek­tierte Storenan­lage Reparaturen an Booten im Freien auch bei Regen ermÃ¶glicht, nicht dar. Der (erst damals und daher wohl verspÃ¤tet) geltend gemachte Umstand kann jedoch nicht als ins Ge­wicht fallender Nachteil gewÃ¼rdigt werden, zumal davon auszugehen ist, dass dadurch andere stÃ¶rende Manipulationen, namentlich das Auswassern von Booten mittels des Krans, verringert werden; jedenfalls ist nicht dargetan, dass mit der MÃ¶glichkeit, Wartungsarbeiten auch bei Regenwetter auszufÃ¼hren, die Zahl mÃ¶glicherweise stÃ¶render Verrichtungen zunimmt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) NÃ¤her zu prÃ¼fen ist einzig, ob die projektierte zweiteiligen Storenanlage, dessen Ge­samtflÃ¤che im ausgefahren Zustand 56 m2 (je 28 m2) umfassen und eine maximale HÃ¶he von 2,2 m ab SeeoberflÃ¤che erreichen wird, der BeschwerdefÃ¼hrerin legitimationsbegrÃ¼n­­­dende Nachteile in visueller Hinsicht, im Sinn einer BeeintrÃ¤chtigung der Sicht bzw. des Erscheinungsbilds, bringe. Zur KlÃ¤rung des in dieser Hinsicht massgebenden Sachverhalts nahm die Rekursinstanz am 19. Juli 2002 einen Augenschein auf den streitbetroffenen GrundstÃ¼cken, insbesondere mit Wahrnehmungen von der Wohnung der BeschwerdefÃ¼hrerin im zweiten Obergeschosses des Hauses K-strasse aus (ursprÃ¼nglich handelte es sich of­fen­­bar um zwei Mietobjekte). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach den dort getroffenen Feststellungen wird die Sicht von der Wohnung der BeschwerdefÃ¼hrerin auf das Werk­areal der privaten Beschwerdegegnerin durch das WerkgebÃ¤ude Vers.Nr. 05 (mit steilem Sat­teldach) und das GebÃ¤ude Vers.Nr. 06 auf Kat.Nr. 04 stark begrenzt (vgl. Fotos Nr. 5-14). Von der Wohnung der BeschwerdefÃ¼hrerin wird trotz der relativ kurzen Distanz von 50 m lediglich ein Ausschnitt des nordwestlichen, 28 m2 umfassenden Teils der zweitei­ligen Storenanlage sichtbar sein (vgl. Foto Nr. 8), dies nament­lich vom sÃ¼dÃ¶stlichen Fens­ter sowie vom sÃ¼dÃ¶stlichen und vom nordÃ¶stlichen Balkon (alle drei an der seeseitigen Fassade) aus; der bestehende Kranturm und der sÃ¼dwestliche Teil der geplanten Storenanlage werden durch das Dach der Motorenwerkstatt gÃ¤nzlich ver­deckt. Da ist vor allem darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren, dass sich der Kranturm nur wenige Meter vom WerkgebÃ¤ude entfernt befindet (vgl. Fotos Nrn. 19-22 und 26). Die Sicht in nÃ¶rdliche und Ã¶stliche Richtung auf die unmittelbar gegenÃ¼berliegende Seeseite sowie auch in sÃ¼dÃ¶stliche Richtung auf den weiteren Horizont wird durch die geplante Storenanlage Ã¼ber­haupt nicht beeintrÃ¤chtigt (vgl. Fotos Nr. 3 und 4). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Umstritten ist allerdings das genaue Ausmass jener TeilflÃ¤che des nordwestlichen Storenteils, welche mutmasslich sichtbar sein wird. WÃ¤hrend es sich nach der Beurteilung der Rekursinstanz und der Beschwerdegegnerschaft um einige wenige Quadratmeter handeln soll, trifft dies nach EinschÃ¤tzung der BeschwerdefÃ¼hrerin auf rund die halbe FlÃ¤che des nordwestlichen Storenteils zu (Protokoll S. 4). Selbst wenn deren EinschÃ¤tzung richtig wÃ¤re, was aufgrund der vorliegenden PlÃ¤ne und Fotos wenig wahrscheinlich ist, kann hieraus nicht auf einen Nachteil geschlossen werden, welcher ihr die Rekurslegitimation verschaffen wÃ¼rde. Wie der Regierungsrat zu Recht erwogen hat, fÃ¼gt sich die Stoffstore in das Bild der im Wasser verankerten und mit Planen bedeckten Boote ein und tritt insofern nicht stÃ¶rend in Erscheinung. Diese Beurteilung Ã¼berzeugt, selbst wenn mit der Beschwerde­fÃ¼hrerin von einer etwas grÃ¶sseren sichtbaren StoffflÃ¤che als nach der Tatsachenfeststel­lung des Regierungsrats ausgegangen wird. Es kann zudem angenommen werden, dass die projektierte Store ohnehin nicht dauernd im ausgefahren Zustand benutzt werden wird. So­dann kann mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass die Storenanlage die Sicht aus der Wohnung der BeschwerdefÃ¼hrerin in die nÃ¤here Umgebung (bestehendes Werkareal, Seeufer) ernsthaft beeintrÃ¤chtigt oder in die Ferne (ZÃ¼richsee und Horizont) Ã¼berhaupt tangiert. Unter den dargelegten UmstÃ¤nden erweist sich schliesslich auch die von der Beschwer­­defÃ¼hrerin sinngemÃ¤ss geÃ¤usserte BefÃ¼rchtung, die Storenanlage sei fÃ¼r sie als VerlÃ¤ngerung der bereits baurechtswidrigen GebÃ¤udelÃ¤nge wahrnehmbar, als unbegrÃ¼ndet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> Der Vorwurf, die Beurteilung der Vorinstanz beruhe auf aktenwidrigen Feststellun­gen, trifft nicht zu; namentlich hat der Regierungsrat nicht festgestellt, die BetriebsgebÃ¤ude der privaten Beschwerdegegnerin seien von der Wohnung der BeschwerdefÃ¼hrerin aus nicht einsehbar. FÃ¼r die Beurteilung entscheidend ist jedoch die aufgrund der Akten zutreffende Feststellung der Vorinstanz, dass die Sicht auf das Betriebsareal und namentlich auf den Standort des Krans stark beeintrÃ¤chtigt werde. Unbehelflich ist sodann auch der Vorwurf an die Rekursinstanz, bei der Beurteilung der Rekurslegitimation die materiellen RÃ¼gen (betreffend die Verletzung verschiedener baurechtlicher Bestimmungen) nicht berÃ¼cksichtigt zu haben. Damit verkennt die BeschwerdefÃ¼hrerin, dass diese RÃ¼gen fÃ¼r die Beurteilung der Legitimation nur insoweit relevant sind, als sich aus ihnen auf konkrete Nachteile des Bauvorhabens fÃ¼r sie schliessen lÃ¤sst, was wie ausgefÃ¼hrt nicht zutrifft.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>