<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird ersucht, in einem Bericht aufzuzeigen, wie eine Einheitskrankenkasse für das ganze Land für den Bereich der Grundversicherung eingeführt werden könnte.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass zurzeit keine Notwendigkeit besteht, einen Bericht im Sinne des Postulates zu erarbeiten. In der Antwort auf die Frage Schmid Odilo (98.5128) hat der Bundesrat am 28. September 1998 seine Haltung dargelegt. Ihr zugrunde liegt vor allem die Tatsache, dass die Tradition der Gegenseitigkeit in unserem Land fest verankert und die Verbundenheit der Versicherten mit ihrer Kasse immer noch sehr gross ist. Ferner wird die soziale Krankenversicherung von den "kleinen Kassen", wie etwa den regionalen Kassen, in den meisten Fällen sehr zweckmässig durchgeführt.</p><p>Die föderalistische Struktur unseres Gesundheitswesens spiegelt sich auch in der Organisation der Krankenversicherung wieder. Tatsächlich bestehen sehr wichtige Beziehungen zwischen den Krankenkassen bzw. ihren Kantonalverbänden und den Leistungserbringern. Geregelt wird diese Zusammenarbeit überwiegend auf kantonaler Ebene. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass mit dem heutigen System, dem die Krankenversicherer als KVG-Durchführungsorgane in einem gesunden Wettbewerb unterliegen, der Anreiz für jeden einzelnen Versicherer, die eigenen Kosten so tief als möglich zu halten, gegeben ist. Dass dies der richtige Weg ist, zeigt die Verlangsamung der Prämienerhöhung für 1999. Bezüglich der Verwaltungskosten der Krankenkassen ist für den Bundesrat von Bedeutung, dass diese im Durchschnitt (1998: 7,21 Prozent) deutlich unter jenen der Privatversicherer liegen. Eine bedeutsame Senkung dieser Kosten ist kaum möglich. Im weiteren wird mit dem geltenden Risikoausgleich die Gesamtheit der alters- und geschlechtsbedingten Kostenunterschiede ausgeglichen. Nicht ausgeglichen wird bekanntlich der nicht alters- oder geschlechtsbedingte überdurchschnittlich gute oder schlechte Gesundheitszustand der Versicherten. Gestützt auf die Ergebnisse der laufenden Analyse über die Wirkung des Risikoausgleiches ist der Bundesrat bereit, weitere Massnahmen zur Verstärkung der Solidarität zwischen Gesunden und Kranken zu prüfen. Er hat indes in seiner Botschaft vom 21. September 1998 zur Teilrevision des KVG (98.058) keine Anträge im Sinne des Postulates gestellt.</p>  Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.