Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 10. Juni 2020 (810 19 286) ____________________________________________________________________ Raumplanung, Bauwesen Rechtsverweigerung betreffend Erlass von Quartierplan Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Nikla us Ruckstuhl, Markus Clausen, Hans Furer, Claude Jeanneret , Gerichtsschreiberin Elena Diolaiutti Beteiligte A._____ et al. , Beschwerdeführer alle vertreten durch Dr. Benedikt A. Suter, Advokat gegen Regierungsrat des Kantons Basel -Landschaft , 4410 Liestal, Beschwerdegegner Stadt Laufen , Vorstadtplatz 2, Postfach, 4242 Laufen, Beschwerde- gegnerin, vertreten durch Olivier Huber, Advokat Betreff Rechtsverweigerungsbeschwerde betreffend Quart ierplan "Dürrenbo- den" (RRB Nr. 1359 vom 15. Oktober 2019) A. Das Gebiet Dürrenboden in Laufen umfasst die Parzell en Nr. 465, 466, 467, 473, 474, 475, 476, 489, 495, 510, 860, 1106, 1107, 1140, 203 1, 2718, Grundbuch (GB) Laufen. Mit Be- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht schluss vom 12. April 2005 genehmigte der Regierungsrat d es Kantons Basel-Landschaft (Re- gierungsrat) das Zonenreglement und den zugehörigen Zo nenplan der Einwohnergemeinde Laufen. Diese sehen für das Gebiet Dürrenboden, wel ches ca. 4.4 ha gross ist, die Nutzungs- zone W2a mit Quartierplanpflicht vor. Seitens des Kantons soll die Einzonung des Gebiets Dür- renboden nur unter Anordnung einer Quartierplanpflicht bewilligt worden sein. Der Stadtrat Lau- fen (Stadtrat) leitete ein Baulandumlegungsverfahren für das Gebiet Dürrenboden nach § 58 des Raumplanungs- und Baugesetzes (RBG) vom 8. Januar 1998 ein und erklärte dieses mit Datum vom 18. Juni 2007 gestützt auf § 59 Abs. 4 RBG a ls beschlossen. Der Regierungsrat genehmigte seinerseits mit Beschluss Nr. 0982 vom 26. Juni 2007 die entsprechende Bauland- umlegung. Mit Verfügung Nr. 137 vom 11. Juli 2007 nah m die Volkswirtschafts- und Sanitätsdi- rektion (heute: Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektio n) des Kantons Basel-Landschaft den Beschluss zur Durchführung der Baulandumlegung Dürrenbo den nach dem öffentlich- rechtlichen Verfahren zur Kenntnis und erteilte in der Verfügung Anweisungen an den Stadtrat, an die Vollzugskommission Baulandumlegung Dürrenboden (nachfolgend Vollzugskommission) und an die Bezirksschreiberei Laufen. B. Nach Einholung diverser Offerten und der nachfolge nden Auftragserteilung an eine der Offerentinnen wurden in der Folge die Rahmenbedingu ngen betreffend die Überbauung Dür- renboden erarbeitet. An der Grundeigentümerversammlun g vom 6. November 2008 stellte die Vollzugskommission unter Anwesenheit einer Vertretung der Stadt Laufen das Quartierplanver- fahren den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer n vor. Mit förmlicher Verabschiedung durch den Stadtrat Laufen am 1. Dezember 2008 wurden die erarbeiteten Rahmenbedingungen als verbindliche Vorgabe zur Planung der Überbauung fe stgelegt. In enger Zusammenarbeit zwischen den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern , vertreten durch die Vollzugs- kommission, und der Stadt Laufen schritt das Quartierplan verfahren in den folgenden Jahren voran. Am 6. Januar 2014 beschloss der Stadtrat die Quar tierplanplanung Dürrenboden im ver- einfachten Verfahren nach § 42 RBG und unterbreitete diese dem Regierungsrat zur Genehmi- gung. C. Mit Entscheid vom 25. Oktober 2016 verweigerte der R egierungsrat nach einer Vorprü- fung und diversen Treffen zwischen Vertretern des Kanton s, der Stadt Laufen und der Voll- zugskommission dem Quartierplan Dürrenboden die Genehmi gung (Regierungsratsbeschluss [RRB] Nr. 1501 vom 25. Oktober 2016), da der Quartie rplan die Voraussetzungen für eine Ver- abschiedung im vereinfachten Verfahren sowie die in Art . 18 des am 12. April 2005 genehmig- ten Zonenreglements (ZR) der Einwohnergemeinde Lauf en aufgestellten Kriterien nicht erfülle. Gemäss regierungsrätlichem Beschluss bedurfte der Quartierp lan auch in materiell-rechtlicher Hinsicht einer Überarbeitung um (bei erneuter Vorlage ) genehmigt werden zu können (vgl. Ziff. 1.2 des RRB Nr. 1501 vom 25. Oktober 2016). Ge mäss Planungsbericht zum Quartierplan Dürrenboden (Stand: 12. Dezember 2014, S. 23) waren für das Gebiet eine Gebäudeanzahl von ca. 65 Wohnungen für ca. 150 bis 200 Personen vorge sehen. Unter Leitung und auf Rech- nung der Stadt Laufen wurde in der Folge bei der B. ____ AG eine externe Planung in Auftrag gegeben. In ihrer Auftragsanalyse vom 1. Mai 2017 beur teilte die Auftragnehmerin unter ande- rem die bisherige Planung und skizzierte einen Lösungsvorsc hlag für das weitere Vorgehen. Die Vollzugskommission war mit den vorgeschlagenen Zuständ igkeiten und Kostentragungs- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht pflichten jedoch nicht einverstanden. In den darauffolg enden Besprechungen zwischen der Stadt Laufen und der Vollzugskommission konnte keine diesbezügliche Einigung erzielt werden. D. Mit Schreiben vom 2. Dezember 2017 forderte die Vo llzugskommission die Stadt Lau- fen auf, die Quartierplanung Dürrenboden auf eigene Kosten zur Genehmigungsreife zu brin- gen. Mit Schreiben vom 19. Dezember 2017 wies die Stadt Laufen dieses Ansinnen zurück. E. Am 7. Mai 2018 erhoben 35 Grundeigentümerinnen u nd Grundeigentümer, alle vertre- ten durch Dr. Benedikt Suter, Advokat, Rechtsverweigerun gsbeschwerde beim Regierungsrat betreffend Quartierplanung Dürrenboden gegen die St adt Laufen. Die beschwerdeführenden Grundeigentümer beantragten die Feststellung, dass sich die Stadt Laufen in unzulässiger Wei- se weigere, den Erlass des Quartierplans auf eigene Ko sten vorzunehmen und der Einwohner- gemeindeversammlung zur Genehmigung zu unterbreiten (Z iff. 1). Des Weiteren sei die Stadt Laufen unter Androhung der Ersatzvornahme durch den K anton Basel-Landschaft zu verpflich- ten, das Quartierplanverfahren Dürrenboden innerhalb von 18 Monaten ab Rechtskraft des Ent- scheids im regierungsrätlichen Beschwerdeverfahren im ord entlichen Verfahren durchzuführen und der Einwohnergemeindeversammlung zur Genehmigung zu unterbreiten. Sie machten im Wesentlichen geltend, die Stadt Laufen treffe im Ber eich der Quartierplanung eine Planungs- sowie eine Kostentragungspflicht, welche sie durch ihr Verhalten in rechtswidriger Weise verlet- ze. Demzufolge habe sie eine Rechtsverweigerung bzw. -verzögerung begangen. F. Der Regierungsrat wies die Beschwerde mit Beschluss Nr. 1359 am 15. Oktober 2019 vollumfänglich ab. Er begründete seinen Entscheid im We sentlichen damit, dass ein Quartier- planverfahren einer kooperativen Planung zwischen dem Gemeinwesen und der Grundeigen- tümerschaft und der Mitwirkung der Grundeigentümerscha ft bedürfe. Spätestens seit der im April 2017 vorgestellten Analyse der bisherigen Quart ierplanung und dem Vorschlag bezüglich Planungskostenverteilung der B.____ AG sei zwischen den Pa rteien ein Konsens nicht mehr möglich. Die Quartierplanung stehe seither still. Ohn e die aktive Mitwirkung der Grundeigentü- merschaft an der Quartierplanung verfehle dieses Planu ngsverfahren jedoch seinen Zweck. Entsprechend sei die Beschwerdegegnerin auch nicht verp flichtet, die Quartierplanung weiter- zuführen. Die Stadt Laufen habe die ihr aufgrund der Planungspflicht obliegenden Aufgaben erfüllt. Des Weiteren stelle § 45 Abs. 2 RBG eine rechtsgenügliche Grundlage für die Kostenbe- teiligung der Grundeigentümerschaft an einem Quartier planverfahren dar. Auch liege kein Verstoss gegen das Rechtsgleichheitsgebot vor, wenn im Qua rtierplanverfahren anders als im Rahmennutzungsplanverfahren eine Überwälzung der Kost en auf die Grundeigentümerschaft stattfinde. G. Mit Eingabe vom 28. Oktober 2019 erhoben die 35 E igentümer, welche bereits beim Regierungsrat Beschwerde erhoben hatten, gegen den RR B beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde und beantragten die vollum- fängliche Aufhebung des Entscheids des Regierungsrats Nr. 1359 vom 15. Oktober 2019 (Ziff. 1). Des Weiteren beantragten sie, es sei die St adt Laufen unter Androhung der Ersatzvor- nahme durch den Kanton Basel-Landschaft zu verpflichten , innerhalb von 18 Monaten ab Rechtskraft des Entscheids im vorliegenden Beschwerdeverfah ren das Quartierplanverfahren Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht betreffend das Gebiet Dürrenboden (1) durchzuführen, (2) unabhängig von der Frage der end- gültigen Kostentragung zu bevorschussen und (3) den Qu artierplan der Einwohnergemeinde- versammlung zur Genehmigung zu unterbreiten. Unter Kost en- und Entschädigungsfolgen (zu- züglich Mehrwertsteuer), einschliesslich der ordentlichen und ausserordentlichen Kosten des Verfahrens vor Regierungsrat zulasten der Stadt Laufe n. In der innert erstreckter Frist einge- reichten Beschwerdebegründung vom 30. Dezember 2019 er klärten die Beschwerdeführer, mit der Beschwerde an das Kantonsgericht das im vorinstanzl ichen Verfahren gestellte Begehren insofern einzuschränken, als dass sie nicht mehr das Recht sbegehren stellen würden, die Be- schwerdegegnerin sei zu verpflichten, das Quartierplanverfahren betreffend das Gebiet Dürren- boden auf eigene Kosten durchzuführen, sondern dass die B eschwerdegegnerin das besagte Quartierplanungsverfahren unabhängig von der Frage der endgültigen Kostentragung jedenfalls zu bevorschussen habe. In der Beschwerde stellten sich die Beschwerdeführer zusammenfas- send auf den Standpunkt, dass der Beschwerdegegnerin ge mäss Art. 2 des Bundesgesetzes über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG) vom 22. Juni 1979 und § 5 i.V.m. § 18 RBG eine Planungspflicht obliege. Diese erstrecke sich i n Gebieten, für welche eine Quartier- planpflicht nach § 25 Abs. 1 RBG beschlossen worden sei, auch auf die Quartierplanung, weil in diesen Zonen nur aufgrund eines rechtskräftigen, parzelle nscharfen Quartierplans gebaut wer- den dürfe. Der Beschwerdegegnerin obliege die Verfahr enshoheit, weil es sich beim Quartier- plan um einen allgemein verbindlichen, hoheitlichen Rechtsakt handle, der in einem formalisier- ten Verfahren erlassen werde. Die Verfahrenshoheit u mfasse die Pflicht, das Verfahren einzu- leiten, zu bevorschussen, durchzuführen und den Quartier plan vor der Gemeindeversammlung und bis zur Genehmigung zu vertreten. Die Weigerung d er Beschwerdegegnerin, das Quartier- planverfahren durchzuführen, stelle eine Rechtsverzöger ung und -verweigerung dar. Der un- substantiierte und unbelegte Vorwurf der Vorinstanz, di e Beschwerdeführer hätten ihre Mitwir- kungspflicht verletzt, basiere auf einer offensichtlich f alschen, geradezu willkürlichen Feststel- lung des Sachverhalts, sei (auch sachlogisch) unzutreffend und vermenge in unzulässiger Wei- se die Planungspflicht des Gemeinwesens mit den Folgen einer allfälligen Verletzung der Mit- wirkungsobliegenheit der Grundeigentümer. In ihrer jeweiligen Vernehmlassung vom 4. März 2020 b eantragten die Stadt Laufen, nachfol- gend vertreten durch Oliver Huber, Advokat, und der Reg ierungsrat, vertreten durch die Rechtsabteilung der Bau- und Umweltschutzdirektion, die kostenfällige Abweisung der Be- schwerde. Die Beschwerdegegner vertraten die Ansicht, die Änderung des Rechtsbegehrens der Beschwerdeführer sei unzulässig. H. Mit präsidialer Verfügung vom 14. April 2020 wurde der Fall der Kammer zur Beurtei- lung im Rahmen einer Urteilsberatung überwiesen. Es wurde von Beweisabnahmen abgesehen und die Beweisanträge der Beschwerdeführer wurden abgewiesen. Mit unaufgeforderter Eingabe vom 27. April 2020 replizierten die Beschwerdeführer. Innert Frist reichten der Regierungsrat und die Stadt Laufen mit jeweiliger Eingabe vom 15. Mai 2020 ihre Duplik ein. Sie hielten vollumfänglich an ihren bereits gestellten Rechtsbegehren fest. Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess- ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügu ngen und Entscheide des Regie- rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim K antonsgericht zulässig. Da weder ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialge setzlicher Ausschlusstatbestand vorliegt, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur B eurteilung der vorliegenden Angelegen- heit gegeben. Die Beschwerdeführer sind als Eigentümer der sich im betroffenen Gebiet Dür- renboden befindenden Grundstücke und als Adressaten des angefochtenen Entscheids von demselben berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse a n dessen Aufhebung. Auch die weiteren formellen Voraussetzungen sind erfüllt, so dass auf die Beschwerde einzutreten ist. 2.1. Zu prüfen ist jedoch, ob auf alle Anträge der B eschwerdeführer eingetreten werden kann. 2.2. Gemäss § 6 Abs. 1 VPO können die Parteien die Ant räge, die sie im vorinstanzlichen Verfahren zur Sache gestellt haben, zwar einschränken, n icht aber ausdehnen oder inhaltlich verändern. Dadurch soll verhindert werden, dass im verw altungsgerichtlichen Verfahren der Streitgegenstand gemäss vorinstanzlichem Verfahren erweit ert wird (R ENÉ RHINOW /HEINRICH KOLLER /C HRISTINA KISS /D ANIELA THURNHERR /D ENISE BRÜHL -MOSER , Öffentliches Prozessrecht, 3. Auflage, Basel 2014, Rz 1611). 2.3.1. Die Beschwerdeführer beantragten vor Regierung srat, dass die Beschwerdegegnerin zu verpflichten sei, das Quartierplanverfahren betreffend das Gebiet Dürrenboden innerhalb von 18 Monaten ab Rechtskraft des Entscheids durchzuführen un d der Einwohnergemeindever- sammlung zur Genehmigung zu unterbreiten. Vor Kantonsg ericht beantragen die Beschwerde- führer, es sei die Stadt Laufen zu verpflichten, inner halb von 18 Monaten ab Rechtskraft des Entscheids das Quartierplanverfahren betreffend das Ge biet Dürrenboden durchzuführen, un- abhängig von der Frage der endgültigen Kostentragung zu bevorschussen und den Quartier- plan der Einwohnergemeindeversammlung zur Genehmigun g zu unterbreiten. In der Be- schwerdebegründung vom 30. Dezember 2019 erklären die B eschwerdeführer sinngemäss, sie hätten ihr Begehren vor Kantonsgericht konkretisierend eingeschränkt. 2.3.2. Die Beschwerdegegner sehen im vor Kantonsgerich t gestellten Rechtsbegehren eine unzulässige Ausdehnung und Änderung und nicht ledigli ch eine Einschränkung des vor dem Regierungsrat gestellten Rechtsbegehrens. Der Regierun gsrat begründet dies damit, dass die Frage einer allfälligen Bevorschussungspflicht der Plan ungskosten im erstinstanzlichen Verfah- ren nicht Prozessthema gewesen sei und entsprechend im re gierungsrätlichen Beschluss nicht behandelt worden sei. Strittig sei - neben der Frage der Planungspflicht - stets und ausschliess- lich, wer vollständig und definitiv die Kosten zu überne hmen habe. Durch die Zulassung der "Konkretisierung" seien zusätzliche Ausführungen zu eine r allfälligen Bevorschussungspflicht erforderlich. Eine "Konkretisierung" würde in keiner Weise zu einer Vereinfachung des Prozess- themas beitragen und wäre auch aus prozessökonomischen Überlegungen nicht sinnvoll. Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2.4. Vor Regierungsrat hätten die Beschwerdeführer mit ihren Anträgen nur obsiegen kön- nen, wenn der Regierungsrat zum Schluss gekommen wäre, dass die Beschwerdegegnerin sowohl zur Planung als auch zur Kostentragung verpflichtet gewesen wäre. Wäre der Regie- rungsrat zum Schluss gekommen, dass die Stadt Laufen zwar eine Planungs-, aber keine Kos- tentragungspflicht gehabt hätte, so hätte der Regieru ngsrat den Antrag der Beschwerdeführer abweisen müssen. Das Kantonsgericht würde die Beschwerde abweisen, wenn es zum Schluss käme, die Beschwerdegegnerin treffe keine Quartierpla nungspflicht. Die Beschwerde wäre gut- zuheissen, wenn die Beschwerdegegnerin zur Erstellung des Quartierplans und Kostentragung verpflichtet wäre. Sollte das Kantonsgericht zum Schluss kommen, dass die Beschwerdegegne- rin eine Planungs-, aber keine Kostentragungspflicht hätte, so müsste die Beschwerde dennoch gutgeheissen werden, sofern das Kantonsgericht überdies die Meinung vertreten würde, dass die Beschwerdegegnerin trotz der fehlenden Planungspf licht zur Bevorschussung zu verpflich- ten wäre. Damit kann vorerst festgehalten werden, dass da s vor Kantonsgericht gestellte Rechtsbegehren eine Erweiterung des vor dem Regierung srat gestellten Begehrens bedeuten würde, wenn die Beschwerdegegnerin die Pflicht haben sollte, ein Quartierplanverfahren durch- zuführen (inklusive Erarbeitung des Quartierplans und d er Quartierplanvorschriften), jedoch nicht auch die Pflicht, die entsprechenden Kosten zu tr agen, aber dennoch die Kosten zu be- vorschussen hätte. Theoretisch wäre diese Konstellation de nkbar. Aufgrund des Grundsatzes, dass jeder die im Zusammenhang mit seinen Planungsobli genheiten stehenden Kosten zu tra- gen hat, und eine Bevorschussungspflicht im Falle einer fehlenden Planungspflicht wohl kaum bejaht werden könnte, bleibt diese Konstellation prakt isch so unwahrscheinlich, dass zwar im Wortlaut des Rechtsbegehrens eine Erweiterung bzw. Verä nderung des Rechtsbegehrens im Vergleich zum Rechtsbegehren vor dem Regierungsrat erb lickt werden könnte, de facto aber die durch die "Präzisierung" einhergehende mögliche Veränderung bzw. Erweiterung so theore- tisch bleibt, dass darin im Ergebnis keine Verletzung de s § 6 Abs. 1 VPO erblickt werden kann. Damit ist auch auf das zweite Rechtsbegehren einzutreten. 3. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können g emäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Festste llung des Sachverhalts gerügt wer- den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kanto nsgericht – abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 li t. c VPO e contrario). 4.1. Vorliegend ist vorerst strittig, ob die Stadt Lau fen zur Erarbeitung des Quartierplans inklusive Quartierplanvorschriften verpflichtet ist. Unbe stritten ist, dass die Stadt Laufen ver- pflichtet ist, die Aufgaben wie die Planauflage, die Beschlussfassung durch den Stadtrat, die Behandlung der Einsprachen etc. in die Wege zu leiten bzw. zu erfüllen. 4.2. Der Zonenplan der Stadt Laufen sieht seit 2005 für das Gebiet Dürrenboden die Nut- zungszone W2a mit Quartierplanpflicht vor. Ein rechtskräf tiger Quartierplan liegt bis jetzt nicht vor. Die Beschwerdeführer stellen sich auf den Standpunkt, dass dieser durch die Beschwerde- gegnerin zu erstellen sei. Die Beschwerdegegnerin und der Regierungsrat vertreten die Auffas- sung, dass die Pflicht zur Erarbeitung des Quartierplans bei den Grundeigentümern liege. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.3.1. Bund, Kantone und Gemeinden erarbeiten die f ür ihre raumwirksamen Aufgaben nöti- gen Planungen und stimmen sie aufeinander ab (Art. 2 Abs. 1 RPG). Pläne nach dem RPG sind Richtplan, Nutzungsplan mit Einschluss der Baubewilligun g, Konzept und Sachplan. Richtplan, Nutzungsplan und Baubewilligung bilden die planungsre chtliche Entscheidfolge. Diese Instru- mente fallen in die Zuständigkeit der Kantone. Die N utzungsplanung, gewöhnlich Obliegenheit der Gemeinden, bestimmt die zulässige Nutzung des Boden s (PIERRE TSCHANNEN , in: Aemise- gger et al. [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Richt- und S achplanung, Interessenabwägung, 2019, Rz 31 und 37 zu Art. 2 RPG). Die idealiter dre i Etappen der planungsrechtlichen Ent- scheidfolge (Richtplan, Nutzungsplan und Baubewilligung ) müssen je nachdem durch weitere Schritte ergänzt oder ausdifferenziert werden. Dies gil t namentlich auf der Stufe der Nutzungs- planung (TSCHANNEN , in: Aemisegger et al. [Hrsg.], a.a.O., Rz 31 und 37 zu Art. 2 RPG). In Leh- re und Rechtsprechung werden zwei Arten von Nutzungsplän en unterschieden, nämlich die Rahmennutzungspläne und die Sondernutzungspläne (P ETER HÄNNI , Planungs-, Bau- und be- sonderes Umweltschutzrecht, 6. Aufl., Bern 2016, S. 14 6; E LOI JEANNERAT /P IERRE MOOR , in: Aemisegger et al. [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Nutzungsp lanung, 2016, Rz 9 zu Art. 14 RPG). Sondernutzungspläne können sich im Einzelfall wei taus aufwendiger gestalten als die Festlegung eines Nutzungsplans. Funktional indessen er scheinen sie als Mittel der Nutzungs- planung. In dieser Beiordnung dürfte der Grund dafür liegen, dass die Sondernutzungspläne üblicherweise nicht als eigenständige Stufen der planun gsrechtlichen Entscheidfolge angespro- chen werden (TSCHANNEN , in: Aemisegger et al. [Hrsg.], a.a.O., Rz 39 zu Art. 2 RPB). 4.3.2. Gemäss Art. 14 RPG ordnen Nutzungspläne die zu lässige Nutzung des Bodens (Abs. 1). Sie unterscheiden vorab Bau-, Landwirtschafts- u nd Schutzzonen (Abs. 2). Vor dem Hintergrund, dass Nutzungspläne flächendeckend sind, bezieht sich Art. 14 Abs. 1 RPG in ers- ter Linie auf die Rahmennutzungspläne. Diese meist kom munalen Pläne umfassen grundsätz- lich das ganze Gemeindegebiet (vgl. § 18 Abs. 1 RBG). Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die vom Plan erfassten Grundstücke einzelnen Nutzungszonen zuzuw eisen, in der Regel einer der drei in Art. 14 Abs. 2 RPG genannten Zonen, d.h. Bau-, Landwirtschafts- und Schutzzonen oder einer Zone nach Art. 18 RPG. Nach Art. 18 Abs. 1 RPG kann das kantonale Recht weitere Nut- zungszonen vorsehen. Der Nutzungsplan kann nach Art. 18 A bs. 2 RPG auch Vorschriften ent- halten über Gebiete, deren Nutzung noch nicht bestimmt ist oder in denen eine bestimmte Nut- zung erst später zugelassen wird. Art. 14 Abs. 1 RPG erfü llt damit gewisse minimale Anforde- rungen, schliesst es jedoch nicht aus, gewisse Aspekte der Überbauung in einem anderen Plan als dem Rahmennutzungsplan zu regeln. Solche Pläne, die allgemein als Sondernutzungspläne bezeichnet werden und auf Teilgebiete beschränkt sind, werden in den kantonalen Gesetzen sehr unterschiedlich bezeichnet und ausgestaltet. So kenn t man die Begriffe Quartierplan, Ge- staltungsplan, Baulinienplan, Erschliessungsplan usw. (JEANNERAT /M OOR , in: Aemisegger et al. [Hrsg.], a.a.O., Rz 27 f. zu Art. 14 RPG). Im Rahmen von Art. 18 Abs. 1 RPB sieht das kantona- le Recht in § 20 Abs. 1 lit. g RBG als Art der Bauzone Zonen mit Quartierplanpflicht vor. Der Quartierplan besteht aus einem Plan oder mehreren P länen, dem Reglement sowie einem Be- gleitbericht, in dem die Ziele, die Schritte zur Real isierung und die Folgekosten aufgezeigt wer- den (§ 39 RBG). Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.4.1. Der Sondernutzungsplan erfüllt zahlreiche Funkt ionen. Einzelne Arten von Sondernut- zungsplänen übernehmen dabei gleich mehrere Funktionen gleichzeitig: Der Sondernutzungs- plan wird normalerweise für die Realisierung eines bes onderen Vorhabens eingesetzt; unter Umständen besteht gar eine Sondernutzungsplanpflicht. S ondernutzungspläne, wie sie in den kantonalen Gesetzgebungen ausgestaltet sind, erlauben eine Vervollständigung und Präzisie- rung der raumplanerischen Grundordnung (Rahmennutzungspläne). Zum Teil sind sie mit Landumlegungen verbunden. Die Überbauung gewisser Gebiete wird in der Grundordnung häu- fig vom vorgängigen Erlass eines solchen Planes abhängi g gemacht (Zonen mit Planungs- pflicht) und es gilt ein provisorisches Bauverbot, bis der entsprechende Plan vorliegt (JEANNERAT /M OOR , in: Aemisegger et al. [Hrsg.], a.a.O., Rz 28 f. zu Art. 14 RPG). So hält denn auch § 25 Abs. 1 RBG fest, dass Zonen mit Quartierplan pflicht Gebiete umfassen, in denen nur aufgrund eines Quartierplans gebaut werden darf. 4.4.2. Die Sondernutzungspläne gewinnen für die Über bauung grösserer Areale oder die Realisierung komplexer Einzelvorhaben stark an Bedeutung. Nicht alles lässt sich aber mit die- sen Planungsinstrumenten regeln; so beispielsweise die A rt und Weise der Zusammenarbeit zwischen dem Gemeinwesen und den Planbetroffenen im Vorfeld der Planung (Zuständigkeiten und Ansprechpartner, zeitlicher Rahmen, Aufteilung von Planungskosten etc.). Diese Elemente sind in der Praxis häufig Gegenstand von verwaltungsrecht lichen Verträgen, die zwischen der Gemeinde und Privaten (z.B. Grundeigentümern und Inve storen) und als Grundlage für Son- dernutzungspläne abgeschlossen werden. Es sind Vereinbar ungen gegenseitiger Leistungen denkbar, die sich im Rahmen kooperativer Planungsprozesse ergeben und für die es oft an unmittelbaren gesetzlichen Grundlagen zur Durchsetzung feh lt. Unter kooperativer Planung versteht man im Grundsatz Planungsverfahren, die auf eine gemeinsame Problemlösung zwi- schen Staat und Privaten abzielen. Das heisst jedoch nicht , dass der daraus resultierende Plan ein "kooperativer" oder gar ein privater wäre. Der N utzungsplan selbst kann nicht Vertragsge- genstand sein (H EINZ AEMISEGGER /S AMUEL KISSLING , in: Aemisegger et al. [Hrsg.], Praxiskom- mentar RPG: Nutzungsplanung, 2016, Vorbemerkungen zur Nutzungsplanung / III. Kooperative Planung, Rz 55 ff.). 4.4.3. Grundsätzlich lassen sich grob drei Arten von Sond ernutzungsplänen unterscheiden. Während die klassischen Sondernutzungspläne für grössere Ge biete die Art und Weise des Bauens näher regeln – beispielsweise bei der Umnutzung von Industriebrachen, bei grossflä- chigen verdichteten Geschäfts- und Wohnüberbauungen od er beim heiklen Bauen an Hangla- gen –, werden mit projektbezogenen Sondernutzungsplän en die raumplanerischen Grundlagen für konkrete Einzelvorhaben wie Kiesgruben, Kehrichtdep onien, Sportanlagen oder Einkaufs- zentren festgelegt. Weiter gibt es Sondernutzungspläne , welche der Landsicherung dienen (Baulinienpläne) oder die für die Überbauung notwen dige Erschliessung ermöglichen (Er- schliessungspläne, Strassenpläne usw.). Klassische, gebietsbe zogene Sondernutzungspläne sind darauf angelegt, in Ergänzung und zum Teil auch i n Abweichung von der Regelbauweise eine städtebaulich, architektonisch und wohnhygienisch ei nwandfreie Gesamtüberbauung zu ermöglichen (A EMISEGGER /K ISSLING , in: Aemisegger et al. [Hrsg.], a.a.O., Rz 61 ff. zu Vorbe- merkungen zur Nutzungsplanung / III. Kooperative Planung). Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.4.4. Grundsätzlich ist allen Sondernutzungsplänen geme insam, dass sie eine von der Grundordnung abweichende Art der Bebauung oder Nutzun g für einen spezifischen Perimeter vorsehen. Sondernutzungspläne sorgen somit für eine Umset zung der raumplanerischen Ziele unter Berücksichtigung der besonderen Aspekte der entsprec henden Gebiete. In diesem Sinne besteht am Erlass eines Sondernutzungsplans ein öffentli ches Interesse. Allerdings führen Sondernutzungspläne gegenüber der Rahmennutzungsplanu ng üblicherweise zu einer Ver- grösserung der zulässigen Nutzflächen oder zumindest zu ei ner höherwertigen Nutzung. Damit besteht auch ein hohes privates Interesse der Grundeige ntümer am Erlass eines Sondernut- zungsplans (DAVID DUSSY , in: Alain Griffel et al. [Hrsg.], Fachhandbuch Öffe ntliches Baurecht, Expertenwissen für die Praxis, 2016, Rz 7.86). 4.5.1. § 18 bis § 32 RBG regelt die Rahmennutzungsp lanung, § 33 bis § 36 RBG die Er- schliessungsplanung und § 37 bis § 47 RBG die Sondernutzu ngsplanung (Quartierplanung). Im RBG wird in § 37 der Zweck, in § 38 der Inhalt, in § 39 die Form, in § 40 das Verhältnis zu den Zonenvorschriften und der Erschliessungsplanung, in § 41 und § 42 das ordentliche bzw. ver- einfachte Verfahren, in § 43 die Eigentumsverhältnisse, in § 44 die Übernahme des Grundstü- ckes, in § 45 die Baulandumlegung im Quartierplanverfa hren, in § 46 die Genehmigung und in § 47 die Änderung und Aufhebung des Quartierplans ger egelt. § 37 RBG statuiert, dass Quar- tierpläne eine haushälterische Nutzung sowie eine archi tektonisch und erschliessungsmässig gute, der Umgebung angepasste und auf die Wohnbedürf nisse der Bevölkerung ausgerichtete Überbauung eines zusammenhängenden Teilgebietes der Ba uzonenfläche bezwecken (Abs. 1). Die Erstellung eines Quartierplans kann von den beteiligten Grundeigentümerinnen bzw. Grundeigentümern oder von der Gemeinde veranlasst werden (Abs. 2). § 43 RBG trägt den Titel Eigentumsverhältnisse und regelt in Abs. 1 d ie Quartierpläne innerhalb von Zonen mit Quartierplanpflicht und in Abs. 2 diejenigen ausserha lb von Zonen mit Quartierplanpflicht. Ge- mäss § 43 Abs. 1 RBG regeln die an der Quartierplanung beteiligten Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer die Eigentumsverhältnisse sowie weit ere Rechte und Pflichten im Quar- tierplanvertrag (lit. a). Kommt ein Quartierplanvertr ag nicht zustande, werden die Eigentums- verhältnisse sowie weitere Rechte und Pflichten nach den Bestimmungen über die Durchfüh- rung der Baulandumlegung festgelegt, sofern dem Qua rtierplan eine Mehrheit von Grundeigen- tümerinnen und Grundeigentümern zustimmt, die zusammen über mindestens 2/3 der Quartier- planfläche verfügt (lit. b). § 45 RBG statuiert unter dem Titel "Baulandumlegung im Quartier- planverfahren" dass für die Regelung der Eigentumsverh ältnisse sowie weiterer Rechte und Pflichten und für die Ausscheidung und Abtretung des f ür Verkehrsflächen sowie öffentliche Werke und Anlagen benötigten Landes sinngemäss die Besti mmungen über die Baulandumle- gung gelten (Abs. 1). Die Planungskosten werden, sofern nichts anderes vereinbart wird, nach Abzug allfälliger Beiträge der öffentlichen Hand, au f die beteiligten Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer verteilt. Dabei ist das für Baulanduml egungen geltende Verfahren sinnge- mäss anzuwenden (Abs. 3). § 63 bis § 71 RBG regeln die " Durchführung der Baulandumle- gung". § 71 hat den Titel "Ausgleichszahlungen und Uml egungskosten (Kostenverteiler)". Nach § 71 Abs. 3 RBG tragen die beteiligten Grundeigentüm erinnen und Grundeigentümer die Kos- ten für die Baulandumlegung nach Massgabe der erhalte nen Vorteile. Das Gemeinwesen hat sich darüber hinaus an den Umlegungskosten zu beteiligen , wenn die Umlegung einem über- wiegenden öffentlichen Interesse dient. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.5.2. Art. 18 ZR befasst sich mit dem Quartierplan un d der Quartierplanpflicht. In Art. 18 Abs. 1 ZR wird statuiert, dass vorbehältlich von hier nicht interessierenden Ausnahmen gemäss Art. 18 Abs. 7 ZR in den im Zonenplan bezeichneten Zonen mit Quartierplanpflicht nur aufgrund eines rechtsgültigen Quartierplans gemäss § 41 RBG (or dentliches Verfahren) oder § 42 RBG (vereinfachtes Verfahren) gebaut werden darf. Gemäss A rt. 18 Abs. 6 ZR kann der Gemeinde- rat die Gewährung von Abweichungen für Quartierpläne im ordentlichen und im vereinfachten Verfahren von der Durchführung eines wettbewerbsähnlich en Verfahrens mit mindestens drei unabhängigen Projektverfassern abhängig machen. Die Gemeinde ist am Auswahlverfahren zu beteiligen und kann sich an den Kosten beteiligen. 5.1. Die Beschwerdeführer rügen, dass die Kostenüberwä lzung auf die Grundeigentümer entgegen der Auffassung des Regierungsrates nicht gestüt zt auf § 45 Abs. 3 RBG i.V.m. 71 Abs. 3 RBG vorgenommen werden könne, da es sich vorlieg end nicht um eine Baulandumle- gung im Quartierplanverfahren nach § 45 RBG handle, sondern um eine Baulandumlegung in einem Gebiet, für welches bereits lange zuvor mit der Nutzungszone W2a die Quartierplan- pflicht beschlossen worden sei. Des Weiteren stelle die Ve rlegung der Planungskosten im Quartierplanverfahren eine Ungleichbehandlung gegenüb er der Kostentragungspflicht der Ge- meinde bei der Erarbeitung eines Nutzungsplanes dar. D ie Kostentragungspflicht des Gemein- wesens gelte auch mangels anderweitiger gesetzlicher Grundlage. Ohne gesetzliche Grundlage sei keine Auferlegung der Kostenpflicht möglich. Die Be schwerdeführer verweisen überdies auf den Entscheid des Enteignungsgerichts des Kantons Basel-Lan dschaft Nr. 650 08 142 vom 22. März 2010 (E. 2.4.1), in welchem das Enteignungsg ericht ausgeführt habe, das Gemeinwe- sen habe die Kosten der Erstellung kommunaler Nutzungsp lanung zu tragen. Dies gelte nach Meinung der Beschwerdeführer unabhängig davon, ob es sich um Zonenvorschriften für das ganze Gemeindegebiet, Teilzonen- oder Quartierpläne h andle; der Quartierplan sei eine Unter- form des Zonenplans bzw. Teilzonenplans. Des Weiteren se i die Beschwerdegegnerin ihrer Planungspflicht nicht nachgekommen, da die Zonenplanung für die betroffenen Grundstücke noch nicht parzellenscharf abgeschlossen sei, weil diese ge mäss § 25 Abs. 1 RBG ohne Quar- tierplan nicht überbaubar seien. 5.2. Die Beschwerdegegner erblicken in § 45 Abs. 3 RBG (i.V.m. § 71 Abs. 3 RBG,) ge- mäss welchem die Planungskosten, sofern nichts anderes vere inbart werde, nach Abzug allfäl- liger Beiträge der öffentlichen Hand, auf die beteiligten Grundeigentümerinnen und Grundeigen- tümer verteilt würden und dabei das für Baulandumleg ungen geltende Verfahren sinngemäss anzuwenden sei, die Verpflichtung der beteiligten G rundeigentümer zur Bezahlung der Pla- nungskosten und damit auch zur Erstellung des Quartierpl ans. Der Regierungsrat verweist da- bei auf die ausführliche Erwägung 6.5 in seinem RRB, in welcher unter anderem die Entste- hungsgeschichte von § 45 RBG aufgezeigt und auf die Leh re verwiesen wird (vgl. E. 6.5 f. in angefochtenem RRB u.a. mit Verweis auf D USSY , in: Griffel et al. [Hrsg.], a.a.O., Rz 7.86, Fn 219). Die Beschwerdegegnerin verweist zudem in ihrer Vernehmlassung ausdrücklich auf die im Kanton Basel-Landschaft langjährige, bewährte und bis dato unangefochtene Praxis, gemäss welcher die Grundeigentümer die Planungskosten f ür die Erarbeitung des Quartier- plans (Kosten für Planungsinhalt zu Lasten Grundeigentümer, Kosten für Planungsverfahren zu Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Lasten der Gemeinde bzw. des Kantons) zu tragen hätten. Zudem verweist die Beschwerde- gegnerin auf Seite 16 der "Plaungshilfe Quartierplan ung" des Kanton Basel-Landschaft, Bau- und Umweltschutzdirektion, Amt für Raumplanung, Ortspl anung, vom Februar 2016, auf wel- cher das Ablaufschema "Quartierplanung" mit den jeweiligen Aufgaben der Gemeinde, des Pla- nungsbüros und des Kantons abgebildet sei. Die Beschwe rdegegnerin leitet aus Art. 18 Abs. 5 und 6 ZR ab, dass sie nur dann eine gesetzliche Grundlage habe, sich allenfalls an den Pla- nungskosten eines Überbauungsprojektes zu beteiligen, w enn sie ein wettbewerbsähnliches Verfahren mit mindestens 3 Projektverfassern verlange, was hier nicht der Fall gewesen sei. Im Übrigen sei den Beschwerdeführern von Anfang an klar g ewesen, dass sie die Planungskosten für die Erarbeitung des Quartierplans zu tragen hätte n. So habe bis zur regierungsrätlichen Nichtgenehmigung des Quartierplans im vereinfachten Ve rfahren vom 25. Oktober 2016 die Zusammenarbeit zwischen den Parteien (Vollzugskommission ein erseits, Beschwerdegegnerin andererseits) funktioniert. Überdies sei der Auftrag f ür die Planungsarbeiten für den Quartier- plan ausschliesslich von den Beschwerdeführern erteilt worden. Des Weiteren sei das Urteil des Enteignungsgerichts Nr. 650 08 142 vom 2. März 2010 vorl iegend nicht relevant, da sich das Enteignungsgericht dort zur Kostentragung für die Era rbeitung der Teilzonenplanung als Rah- mennutzungsplanung geäussert habe. Quartierpläne würde n als Sondernutzungsplanung nicht darunter fallen. Die Beschwerdegegnerin hält in ihre r Vernehmlassung auch ausdrücklich fest, dass die Einzonung des Gebiets Dürrenboden seitens des Ka ntons nur unter Anordnung einer Quartierplanpflicht bewilligt worden sei. Ohne Quar tierplanung wäre das Gebiet Dürrenboden somit nicht eingezont worden. Dank dieser Einzonung seie n die Grundeigentümer über Nacht zu Millionären geworden. 6. Vorweg kann festgehalten werden, dass vorliegend kei n Quartierplanvertrag erstellt wurde und auch im Quartierplanbericht zum Quartierpla n Dürrenboden keine Regelungen zur Kostenverteilung bezüglich Planungskosten vorliegen (vgl. Ziff. 7 des Schreibens der Stadt an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführer vom 19. Dezember 2017 und S. 21 f. des Planungs- berichts zum Quartierplan Dürrenboden vom 12. Dezember 2 014). Wie die obigen Ausführun- gen zu den gesetzlichen Bestimmungen zeigen, findet sich i n diesen keine explizite, klare ge- setzliche Regelung, wer zur Ausarbeitung des Quartierpl ans und zur Tragung der entsprechen- den Kosten verpflichtet ist. Tatsache ist, dass es der la ngjährigen Praxis des Kantons Basel- Landschaft entspricht, dass für die Ausarbeitung der Quartierpläne die betroffenen Grundeigen- tümer zuständig und für die damit im Zusammenhang en tstehenden Ausarbeitungskosten zah- lungspflichtig sind. Die Auslegung der Vorinstanz des § 4 5 Abs. 3 RBG i.V.m. § 71 RBG ist un- ter Beachtung der Entstehungsgeschichte der Bestimmungen bzw. der diesbezüglichen Verän- derungen im Rahmen der Revision des bis Ende 1998 gelte nden Baugesetzes des Kanton Ba- sel-Landschaft nachvollziehbar, ebenso der von der Beschw erdegegnerin gezogene Umkehr- schluss aus Art. 18 Abs. 6 ZR, wonach sich die Gemeinde nu r an den Kosten beteiligen kann, wenn der Gemeinderat die Gewährung von Abweichungen von Quartierpläne von der Durchfüh- rung eines wettbewerbsähnlichen Verfahrens mit mindeste ns drei Projektverfassern abhängig macht. Auch kann eine unterschiedliche Behandlung der Tr agung der Kosten für Quartierpläne einerseits und Teilzonenpläne andererseits grundsätzlich begründet werden, da die Quartier- pläne Sondernutzungspläne sind, die den betroffenen G rundeigentümern in der Regel eine in- tensivere Nutzung ihres Grundstückes ermöglichen, was zu einem finanziellen Mehrwert führt, Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht und zum Teil in ihrem Detaillierungsgrad einer Baubew illigung ähnlich sein können. Damit ist auch die unterschiedliche Kostentragungspflicht grundsä tzlich vertretbar. Aus diesem Grund kann aus dem von den Beschwerdeführern angerufenen Ent scheid des Enteignungsgerichts nicht der Schluss gezogen werden, die Ausarbeitungs- bzw . Kostentragungspflicht des Ge- meinwesens für Teilzonenpläne gelte auch automatisch fü r Quartierpläne. Dennoch stellt sich die Frage, ob alle Quartierpläne in Bezug auf die Zu ständigkeit der Ausarbeitung und Kosten- pflicht gleich zu behandeln sind, unabhängig von den j eweiligen öffentlichen und privaten Inte- ressen und unabhängig davon, ob der Wunsch nach einer Z one mit Quartierplanpflicht von der Gemeinde oder von den Privaten stammt. So wäre es denkb ar, die Pflicht oder das Ausmass der Kostentragung davon abhängig zu machen, ob das ge wünschte Projekt a priori einer Quar- tierplanungspflicht bedarf, wie z.B. Einkaufszentren und Deponien (JEANNERAT /MOOR , in: Aemi- segger et al. [Hrsg.], a.a.O., Rz 12 und Rz 28 f. zu Art . 14 RPG), oder ob in der Rahmennut- zungsplanung bereits eine Grundnutzung vorgesehen ist, de ren Realisierung grundsätzlich auch ohne Quartierplanung möglich wäre. So ist im erst en Fall ohne Sondernutzungsplanung ein Einkaufszentrum gar nicht realisierbar, hingegen ist im zweiten Fall, in welchem wie vorlie- gend eine Grundnutzung W2a vorgesehen ist, eine Nutzung theoretisch auch ohne Sondernut- zungsplanung möglich. Dabei kann sich in Fällen wie dem vorliegenden und letztgenannten die Frage stellen, ob aufgrund der konkreten z.B. topografi schen Situation (vgl. vor allem S. 11 f. der Analyse der Quartierplanung Dürrenboden der B.___ _ AG, Stand 19. April 2017) eine Son- dernutzungsplan angezeigt ist und damit auch wesentlich im Interesse der Grundeigentümer steht. Wie zu zeigen sein wird, können diese Fragen und damit die Frage, wer grundsätzlich zur Ausarbeitung eines Quartierplanes und zur Kostentragu ng verpflichtet ist, offengelassen wer- den. 7.1. Das Gebiet Dürrenboden ist seit 2005 (Genehmigung sbeschluss des Regierungsrats vom 12. April 2005) in einer Zone W2a mit Quartierpl anpflicht. Mit Entscheid vom 25. Oktober 2016 verweigerte der Regierungsrat dem Quartierplan Dürrenboden die Genehmigung. Mit Schreiben vom 2. Dezember 2017 forderte die Vollzugskom mission die Stadt Laufen auf, die Quartierplanung Dürrenboden auf eigene Kosten zur Genehmigungsreife zu bringen, was diese ablehnte. 7.2. Im Jahr 2005 wurde das Gebiet in eine Wohnbauzone eingezont. Gemäss Art. 15 RPG sind die Bauzonen so festzulegen, dass sie dem voraussichtli chen Bedarf für 15 Jahre entspre- chen (Abs. 1). Tatsache ist, dass die betroffene Zone na ch unterdessen 15 Jahren immer noch nicht bebaut werden kann und damit nicht baureif ist, da ein rechtskräftiger Quartierplan fehlt. Nach Art. 21 RPG sind Nutzungspläne zu überprüfen und nötigenfalls anzupassen, wenn sich die Verhältnisse erheblich geändert haben. Die Erhebl ichkeit der geänderten Verhältnisse als Voraussetzung für eine mögliche Plananpassung ist nicht als fixer, ein für alle Mal festgelegter und unbefristet geltender Begriff zu verstehen. Im Ge genteil, die Anforderungen an die Erheb- lichkeit ändern sich nach Massgabe der jeweiligen Verhältnisse. Gemäss Lehre und Rechtspre- chung ist umso mehr mit der Beständigkeit eines Planes zu rechnen, je neuer er ist. Dies be- deutet, dass die Gründe für die Planänderung in einem solchen Fall umso gewichtiger sein müssen, je einschneidender sich die beabsichtigte Änderun g auswirkt. Umgekehrt ist es umso einfacher, Überprüfungsgründe zu bejahen, je näher ein Nutzungsplan dem Planungshorizont Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht von 15 Jahren nach Art. 15 RPG kommt (T HIERRY TANQUEREL , in: Aemisegger et al. [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Nutzungsplanung, 2016, Rz 38 f. zu Art. 21 RPG). Die Verweigerung der Genehmigung des Quartierplans durch den Regierung srat elfeinhalb Jahre nach Erlass der Zone W2a mit Quartierplanpflicht im Gebiet Dürrenbod en und vor allem der Umstand, dass da- raufhin klar wurde, dass innert nützlicher Frist kein Quartierplan entstehen würde, stellen erheb- liche Veränderungen der Verhältnisse dar. Denn es stand fest, dass eine Überbauung im Sinne der Nutzungsplanung der Beschwerdegegnerin nicht zustande kommen würde. Im Zeitpunkt als die Beschwerdegegnerin das Begehren der Beschwerdeführe r, die Quartierplanung Dürrenbo- den auf eigene Kosten zur Genehmigungsreife zu bringen (das heisst am 19. Dezember 2017), zurückwies, war das Gebiet Dürrenboden bereits seit über zwölfeinhalb Jahren in einer Zone mit Quartierplanpflicht und damit schon in der Nähe d es Planungshorizonts von 15 Jahren. Da- mit wäre die Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt der Einr eichung des Begehrens der Beschwer- deführer unabhängig von der Frage, ob sie sich zur Erarbeitung und Finanzierung des Quartier- planes zuständig gesehen hat, verpflichtet gewesen, ihr e Nutzungsplanung bezüglich des Ge- biets Dürrenboden zu überprüfen und nötigenfalls anzupassen. 7.3. Die Gemeinden haben bei der Nutzungsplanung ein e weitreichende Autonomie und grosses Ermessen. Aufgrund dieser Autonomie steht es de r Beschwerdegegnerin frei, mit wel- cher raumplanerischen Massnahme sie gedenkt, das vorliegend e Problem, dass die fragliche Bauzone nach unterdessen über 15 Jahren nicht bebaut werden kann, zu lösen. Die Beschwer- degegnerin wird damit verpflichtet, ihre Nutzungspl anung zu überprüfen und darüber zu befin- den, ob sie einen Quartierplan für das fragliche Gebie t auszuarbeiten oder das Gebiet Dürren- boden z.B. in eine Nutzungszone ohne Quartierplanpfli cht umzuzonen oder sogar auszuzonen gedenkt. Eine Auszonung erscheint nicht ausgeschlossen, wurd e doch gemäss Vernehmlas- sung der Beschwerdegegnerin vom 4. März 2020 die Einzon ung des Gebiets Dürrenboden sei- tens des Kantons nur unter der Anordnung einer Quarti erplanpflicht bewilligt. Sollte die Be- schwerdegegnerin in Betracht ziehen, das Gebiet in der Zone mit Quartierplanpflicht zu belas- sen, so wäre sie im vorliegenden Fall, in welchem nach Ablauf des massgeblichen Zeithorizonts kein bewilligungsfähiger Quartierplan von Seiten der Eigentümerschaft zu Stande gekommen ist, was als erhebliche Veränderung der Verhältnisse gewe rtet werden muss, verpflichtet, den Quartierplan auf eigene Kosten zu erstellen. Dabei müssten die Beschwerdeführer wohl in Kauf nehmen, dass ihre Gestaltungsrechte eingeschränkter wäre n, als wenn sie den Quartierplan selber erarbeiten würden. 7.4. Da die Beschwerdegegnerin nicht – wie in den Rech tsbegehren verlangt – angewiesen wird, einen Quartierplan auszuarbeiten, sondern ledig lich angewiesen wird, insofern aktiv zu werden, als sie die Nutzungsplanung bezüglich Gebiet Dür renboden zu überprüfen und den Beschwerdeführern mitzuteilen hat, wie sie in Bezug auf das Gebiet verfahren will, wird die Rechtsverweigerungsbeschwerde teilweise gutgeheissen und der Regierungsratsbeschluss Nr. 2019-1359 aufgehoben. Des Weiteren wird der Sta dtrat Laufen angewiesen, innert sechs Monaten seit Rechtskraft dieses Entscheides den Beschwerdeführern eine Verfügung zuzustel- len, in welcher er festhält, wie er in Bezug auf das G ebiet Dürrenboden und somit in Sachen Quartierplan Dürrenboden weiter vorzugehen gedenkt. S ollte die Beschwerdegegnerin zum Schluss kommen, dass sie das Gebiet Dürrenboden in der Zo ne W2a mit Quartierplanpflicht zu Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht belassen gedenke, wird sie den Quartierplan auf eigene Kosten zu erarbeiten haben. Im Übri- gen wird die Beschwerde abgewiesen. 8.1. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahr ens zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO umfas- sen die Verfahrenskosten die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten. Sie werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass aufer legt. Da die Beschwerdeführer teil- weise obsiegen, werden die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'800.-- je zur Hälfte den Beschwerdeführern und den Beschwerdegegnern auferlegt. Der somit auf die Beschwerdefüh- rer anfallende Verfahrenskostenanteil in der Höhe von Fr. 1'400.-- wird mit dem bereits von ihnen geleisteten Kostenvorschuss in der gleichen Höhe verrechnet. Der Regierungsrat und die Stadt Laufen haben den restlichen Verfahrenskostenantei l in der Höhe von Fr. 1'400.-- je zur Hälfte und damit je Fr. 700.-- zu bezahlen. 8.2.1. Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann für den Beizug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung z u Lasten der Gegenpartei zugespro- chen werden (§ 21 Abs. 1 VPO). Der Rechtsvertreter der teilweise obsiegenden Stadt Laufen macht in seiner Honorarnote vom 15. Mai 2020 einen St undenaufwand von 25 Stunden à Fr. 230.-- und Auslagen von Fr. 18.90 (jeweils exkl. MW ST) und somit von gesamthaft Fr. 6'213.10 geltend. Gemäss § 21 Abs. 2 VPO wird dem Kanton keine Parteientschädigung zugesprochen. Gemeinden und andere Träger öffentlicher Aufgaben haben Anspruch auf eine Parteientschädigung, sofern der Beizug eines Anwalts bzw . einer Anwältin gerechtfertigt war (Abs. 2). Nach der Rechtsprechung des Kantonsgerichts wird den Gemeinden gestützt auf § 21 Abs. 2 VPO generell nur ein Anspruch auf Parteientschä digung eingeräumt, wenn der Beizug eines externen Rechtsvertreters im Einzelfall auch für Gemeinden mit juristischer Fachkompe- tenz innerhalb der eigenen Verwaltung gerechtfertig t erscheint (vgl. statt vieler: KGE VV vom 6. Januar 2016 [810 15 117] E. 7; vom 4. Juni 2014 [8 10 14 27] E. 8.2; vom 23. Januar 2013 [810 11 146] E. XIV.2). Dies trifft vor allem dann zu, wenn für eine angemessene Prozessvertre- tung rechtliches Spezialwissen gefordert ist, das über di e bei der Rechtsanwendungstätigkeit erforderlichen Kenntnisse hinausgeht und über welches gemeindeeigene Rechtsdienste norma- lerweise nicht verfügen. Die Fragestellungen erweisen si ch vorliegendenfalls nicht als derart komplex, dass in diesem Sinne juristisches Spezialwissen erf orderlich gewesen wäre. Aus die- sem Grund wird der Beschwerdegegnerin keine Parteientschädigung zugesprochen. 8.2.2. Der Rechtsvertreter der teilweise obsiegenden B eschwerdeführer macht in seiner Ho- norarnote vom 15. Mai 2020 für seine Bemühungen vom 1 7. Oktober 2019 bis 27. April 2020 einen Aufwand von 56 Stunden à Fr. 350.-- und Auslag en von Fr. 329.-- (exkl. MWST) und so- mit gesamthaft von Fr. 21'463.55 (inkl. MWST) geltend. Gemäss § 3 Abs. 1 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte (Tarifordnung) vom 17. November 2003 beträgt das Honorar Fr. 200.-- bis Fr. 350.-- pro Stunde, je nach Schwieri gkeit und Bedeutung der Sache, der damit verbundenen Verantwortung und der persönlichen und fin anziellen Verhältnisse der zahlungs- pflichtigen oder der auftraggebenden Person. Das Kantonsgericht erachtet im vorliegenden Fall für den Rechtsvertreter der Beschwerdeführer ein Stun denhonorar von Fr. 250.-- und nicht von Fr. 350.-- als angemessen. Da die Beschwerdeführer nur teilweise obsiegen und aufgrund die- Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht ses Urteils mit ihrem Hauptanliegen, die Beschwerdegegn erin sei zu verpflichten, einen Quar- tierplan zu erarbeiten, nicht durchdringen, erscheint e ine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'000.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Auslagen) als an gemessen. Demzufolge haben die Stadt Laufen und der Regierungsrat den Beschwerdeführern je zur Hälfte eine Parteientschädigung in der Höhe von gesamthaft Fr. 3'000.-- (inkl. Auslagen u nd 7.7 % Mehrwertsteuer) und somit je Fr. 1'500.-- auszurichten. Im Übrigen werden die Parteikosten wettgeschlagen. Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird d er Regierungsratsbe- schluss Nr. 2019-1359 aufgehoben und die Angelegenheit zur Behand- lung im Sinne der Erwägungen an die Stadt Laufen zurückgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'800.-- werden je zur Hälfte den Beschwerdeführern und den Beschwerdegegnern auferlegt. Der somit auf die Beschwerdeführer anfallende Verfahre nskostenanteil in der Höhe von Fr. 1'400.-- wird mit dem bereits ge leisteten Kosten- vorschuss in der gleichen Höhe verrechnet. Der Regierungsrat und die Stadt Laufen haben den res tlichen Verfah- renskostenanteil in der Höhe von Fr. 1'400.-- je zur H älfte und damit je Fr. 700.-- zu bezahlen. 3. Der Regierungsrat und die Stadt Laufen haben den Beschwerdeführern je zur Hälfte eine Parteientschädigung in der Höhe von gesamthaft Fr. 3'000.-- (inkl. Auslagen und 7.7 % Mehrwertsteuer) und somit je Fr. 1'500.-- auszurichten. Im Übrigen werden die Part eikosten wettge- schlagen. Vizepräsident Gerichtsschreiberin