<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, das Holzenergie-Programm Lothar weiterzuführen und einen entsprechenden Zusatzkredit zu beantragen.</p><p>Darüber hinaus wird er aufgefordert, ein Folgeprojekt auszuarbeiten, welches das Holz als wichtigen einheimischen und nachwachsenden Energieträger auf längere Frist fördert.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Rahmen des Massnahmenpakets zur Bewältigung der Lothar-Waldschäden hat der Bundesrat am 16. Februar 2000 für die energetische Verwertung des Sturmholzes 45 Millionen Franken (via Budget beim Parlament zu beantragen) beschlossen. Mit diesem Entscheid hat er den Rahmen für die Unterstützung festgelegt. </p><p>Die Begründung spricht im Zusammenhang mit den eingereichten Gesuchen, die innerhalb der bundesrätlichen Vorgabe nicht mehr berücksichtigt werden können, von "Ungerechtigkeiten" und leitet daraus die Notwendigkeit zur Aufstockung ab. </p><p>Dieser Argumentation ist entgegenzuhalten, dass jeder Gesuchsteller aufgrund des dem Programm zugrunde liegenden Konzepts ("möglichst viel, möglichst rasch") damit rechnen musste, dass sein Gesuch nicht berücksichtigt werden könnte. Diese Situation ist nun eingetreten, viel rascher als allgemein erwartet. Trotzdem ist sie systemimmanent und unausweichlich. Das gleiche Abgrenzungsproblem hätte sich mutmasslich auch ergeben, wenn das Programm ein oder zwei Jahre länger gelaufen wäre. </p><p>Die Tatsache, dass bis Januar 2001 bereits Gesuche im Umfang von mehr als 45 Millionen Franken eingereicht wurden, zeigt, dass das Ziel einer Stimulation der Nachfrage erreicht werden konnte. Das Programm hat damit seinen Zweck erfüllt, auch wenn sich die kreditmässige Abwicklung noch etwas hinziehen wird. </p><p>Eine Kreditaufstockung ist vor diesem Hintergrund abzulehnen.</p><p>Die Forderung der Motion, über die Lothar-Massnahmen hinaus ein kontinuierliches Holz-Förderungsprogramm auf die Beine zu stellen, ist aufgrund der folgenden Entscheide abzulehnen:</p><p>- Ablehnung der Energievorlagen durch Volk und Stände am 24. September 2000;</p><p>- Ablehnung von Kreditaufstockungen für die Energieförderung in der Budgetdebatte der Wintersession 2000;</p><p>- Festlegung eines finanziellen Rahmens von 55 Millionen Franken pro Jahr für das Aktionsprogramm Energie Schweiz (Bundesratsbeschluss vom 17. Januar 2001), welches die finanzielle Förderung nicht ins Zentrum der schweizerischen Energiepolitik stellt;</p><p>- Ablehnung der Motion Christen, "Förderung von Energie Schweiz. Rahmenkredit" (Bundesratsbeschluss vom 16. März 2001), die eine Aufstockung der Fördermittel im Energiebereich um 400 Millionen Franken forderte.</p><p>Das Lothar-Förderungsprogramm war eine einmalige und begrenzte Aktion, die nicht perpetuiert werden sollte. Die Ziele der bundesrätlichen Energiepolitik sind mit den im Rahmen von Energie Schweiz aufgezeigten Massnahmen (freiwillige Massnahmen, Vorschriften, Anreize) wirkungsvoller zu erreichen.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.