<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2020.00639</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=221003&amp;W10_KEY=13013478&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2020.00639</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 04.02.2021</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Aufenthaltsbewilligung. [Der 1997 geborene Beschwerdeführer, ein Staatsangehöriger der USA, zog im Februar 2016 mit seinen Eltern und seiner jüngeren Schwester in die Schweiz um, wo ihnen eine Aufenthaltsbewilligung erteilt wurde. Der Beschwerdeführer reiste im August 2016 wieder in die USA aus und nahm dort ein vierjähriges Studium auf, wobei er sich während der Semesterferien regelmässig bei seiner Familie in der Schweiz aufhielt. Im März 2020 reiste er wieder in die Schweiz ein.] Bei einem mit einer "Verspätung" von drei Jahren gestellten Verlängerungsgesuch könnte unter den vorliegenden Umständen nicht (mehr) von Fahrlässigkeit ausgegangen werden. Die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers wäre nach Art. 61 Abs. 1 lit. c AIG erloschen (E. 2). Die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers ist ohnedies gestützt auf den absoluten Erlöschensgrund des sechsmonatigen Auslandaufenthalts nach Art. 61 Abs. 2 (Satz 1) AIG erloschen: Der Beschwerdeführer hat seinen Lebensmittelpunkt - trotz seinem Aufenthalt in der Schweiz - nie hierher verlagert. Daher vermochten seine vorübergehenden Besuchsaufenthalte hierzulande nach seiner Wiederausreise in die USA keine Unterbrechung der Sechsmonatsfrist gemäss Art. 61 Abs. 2 Satz 1 AIG zu bewirken. Auch wenn er sich nie ununterbrochen während sechs Monaten im Ausland aufgehalten hat, ist seine Aufenthaltsbewilligung gestützt auf diese Bestimmung erloschen (E. 3). Der Beschwerdeführer hat keinen Anwesenheitsanspruch gestützt auf Art. 8 EMRK (E. 4). Keine rechtsverletzende Ermessensausübung der Vorinstanz (E. 5). Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSBILDUNG">AUSBILDUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLANDAUFENTHALT">AUSLANDAUFENTHALT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERLÃSCHEN DER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">ERLÃSCHEN DER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STUDIUM">STUDIUM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORÃBERGEHENDER AUFENTHALT">VORÃBERGEHENDER AUFENTHALT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 61 Abs. I lit. c AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 61 Abs. II AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 79 Abs. I VZAE</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=50183" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2020.00639</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">4. Februar 2021</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sidentin Tamara NÃ¼ssle<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Marco Donatsch, Verwaltungsrichter Martin Bertschi, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Viviane Eggenberger. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Aufenthaltsbewilligung</span></b><b>,</b></p> <span><br/> </span> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A ist ein 1997 geborener StaatsangehÃ¶riger der USA. Ende des Jahres 2015 reiste sein Vater in die Schweiz ein, am 7. Februar 2016 taten dies auch A sowie dessen Mutter und jÃ¼ngere (2003 geborene) Schwester. Wenige Tage spÃ¤ter wurde A im Rahmen des Familiennachzugs eine bis zum 29. Dezember 2016 gÃ¼ltige Aufenthaltsbewilligung erteilt. Gegen Ende August 2016 kehrte A in die USA zurÃ¼ck, wo er ein Studium in New York aufnahm. </p> <p class="Sachverhalt2">Am 14. MÃ¤rz 2020 reiste A erneut in die Schweiz ein, wo er zwei Tage spÃ¤ter um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seinen Eltern ersuchte.</p> <p class="Sachverhalt2">Mit Schreiben vom 20. MÃ¤rz 2020 teilte ihm das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich mit, er sei zur Ausreise nach Ablauf des bewilligungsfreien Aufenthalts verpflichtet; das eingereichte Gesuch Ã¤ndere hieran nichts. Mit Schreiben vom 22. Mai 2020 ersuchte A um WiedererwÃ¤gung dieses Entscheids und um Erteilung eines prozeduralen Aufenthaltsrechts.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 19. Juni 2020 stellte das Migrationsamt fest, dass die frÃ¼here Aufenthaltsbewilligung von A erloschen sei, und wies sein Gesuch vom 16. MÃ¤rz 2020 um Erteilung einer solchen sowie dasjenige vom 22. Mai 2020 ab und ihn aus der Schweiz weg unter Ansetzung einer Frist zur Ausreise bis zum 31. Juli 2020. Einem Rekurs hiergegen entzog es die aufschiebende Wirkung.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Am 9. Juli 2020 ersuchte A um ein (nationales) Visum fÃ¼r einen langfristigen Aufenthalt unter Angabe von "family reunion" sowie "german classes" als Aufenthaltszweck und am 13. Juli 2020 um eine Einreisebewilligung zu einem Aufenthalt mit dem Zweck "Deutschkurs". </p> <p class="Urteilstext">Das Migrationsamt nahm dies als Gesuch um WiedererwÃ¤gung seiner VerfÃ¼gung vom 19. Juni 2020 entgegen. Mit solcher vom 16. Juli 2020 trat es darauf nicht ein.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">A rekurrierte am 22. Juli 2020 an die Sicherheitsdirektion, welche das Rechtsmittel mit Rekursentscheid vom 14. August 2020 abwies.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A erhob hiergegen am 15. September 2020 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er beantragte sinngemÃ¤ss die Aufhebung des Rekursentscheids und die (Wieder-)Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung sowie in verfahrensrechtlicher Hinsicht Erteilung aufschiebender Wirkung.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 16. September 2020 wurde angeordnet, eine Wegweisungsvollstreckung habe bis auf Weiteres zu unterbleiben. Gleichzeitig wurde dem Migrationsamt und der Sicherheitsdirektion als Beilage im Hinblick auf eine Stellungnahme versehentlich statt der vom BeschwerdefÃ¼hrer eingereichten Beschwerde ein Brief von dessen Mutter zugestellt. Da die Beschwerde sich in der Folge als nicht mehr auffindbar erwies, wurde A aufgefordert, eine identische Kopie der Beschwerde einzureichen, welcher Aufforderung er am 27. Oktober 2020 nachkam. Diese wurde in der Folge mit erneuter Frist zur Stellungnahme dem Migrationsamt und der Sicherheitsdirektion zugestellt.</p> <p class="Urteilstext">Die Sicherheitsdirektion verzichtete am 9. Oktober 2020 ausdrÃ¼cklich auf Vernehmlassung, das Migrationsamt stillschweigend auf Beschwerdeantwort.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r Beschwerden gegen erstinstanzliche Rekursentscheide einer Direktion Ã¼ber Anordnungen des Migrationsamts etwa betreffend das Aufenthaltsrecht nach § 41 in Verbindung mit §§ 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) zustÃ¤ndig.</p> <p class="Urteilstext">Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Dem BeschwerdefÃ¼hrer war </span>am 15. Februar 2016 eine bis zum 29. Dezember 2016 gÃ¼ltige <span>Aufenthaltsbewilligung erteilt worden. </span>Vorliegend ist zunÃ¤chst zu prÃ¼fen, ob der Beschwerdegegner zu Recht das ErlÃ¶schen dieser Bewilligung festgestellt hat (vgl. hierzu auch unten 3).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Aufenthaltsbewilligung ist befristet (Art. 33 Abs. 3 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 [AIG, SR 142.20]) und erlischt mit Ablauf der GÃ¼ltigkeitsdauer (Art. 61 Abs. 1 lit. c AIG). Ein Gesuch um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung muss spÃ¤testens 14 Tage vor Ablauf der GÃ¼ltigkeitsdauer eingereicht werden (Art. 59 Abs. 1 Satz 1 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit [VZAE, SR 142.201]).</p> <p class="Urteilstext">Anders als beim absoluten ErlÃ¶schensgrund nach Art. 61 Abs. 2 AIG (Auslandaufenthalt ohne Abmeldung [hierzu sogleich unten 3]) geht ein allfÃ¤lliger Bewilligungsanspruch nicht definitiv unter, wenn die Bewilligung abgelaufen ist und das VerlÃ¤ngerungsgesuch verspÃ¤tet gestellt wurde. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung und der Lehre ist bei fahrlÃ¤ssig verspÃ¤teter Gesuchseinreichung die Bewilligung â zwecks Vermeidung Ã¼berspitzten Formalismus und zur Wahrung der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit â wiederzuerteilen, wenn der weitere Verbleib auch bei rechtzeitiger Gesuchstellung zu bewilligen gewesen wÃ¤re und keine WiderrufsgrÃ¼nde vorliegen (BGr, 6. Dezember 2013, 2C_1050/2012, E. 2; Marc Spescha, in: derselbe et al., Migrationsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2015, Art. 61 N. 2). Dieser Grundsatz darf allerdings nicht dazu fÃ¼hren, dass die auslÃ¤ndische Person, die einmal Ã¼ber eine Aufenthaltsbewilligung verfÃ¼gt hat, noch unbeschrÃ¤nkte Zeit nach deren Ablauf wieder ein VerlÃ¤ngerungsgesuch stellen kann (BGr, 22. Januar 2016, 2C_906/2015, E. 3.1). Eine feste Grenze, innert welchem Zeitraum ein VerlÃ¤ngerungsgesuch auch noch nach Ablauf der Bewilligung gestellt werden darf, kann dabei freilich nicht gezogen werden (vgl. zum Ganzen VGr, 27. Oktober 2020, VB.2020.00373, E. 2.1 mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer war im Besitz einer bis zum 29. Dezember 2016 gÃ¼ltigen Aufenthaltsbewilligung. Angesichts dessen, dass er erst am 16. MÃ¤rz 2020, mithin mit einer "VerspÃ¤tung" von Ã¼ber drei Jahren, erneut um eine Aufenthaltsbewilligung ersuchte, kÃ¶nnte wohl schon insofern nicht (mehr) von einer fahrlÃ¤ssig verspÃ¤teten Gesuchseinreichung ausgegangen werden: Insbesondere angesichts dessen, dass die Aufenthaltsbewilligungen seiner Eltern und seiner Schwester â bei bzw. "trotz" deren (dauerhaftem) Aufenthalt in der Schweiz â alljÃ¤hrlich zu verlÃ¤ngern waren, erscheint nicht glaubhaft, dass ihnen unbekannt bzw. nicht bewusst gewesen sein sollte, dass die Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers "trotz" (bzw. auch bei) "studiumsbedingtem Auslandaufenthalt" ebenfalls zu verlÃ¤ngern gewesen wÃ¤re. Im Ãbrigen ersuchte der BeschwerdefÃ¼hrer auch am 16. MÃ¤rz 2020 nicht um VerlÃ¤ngerung, sondern um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung; auf seine frÃ¼here Bewilligung nahm er nicht Bezug.</p> <p class="Urteilstext">Demnach wÃ¤re die Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers gemÃ¤ss Art. 61 Abs. 1 lit. c AIG erloschen.</p> <p class="Urteilstext">Vor Verwaltungsgericht machte der BeschwerdefÃ¼hrer geltend, seiner Mutter und ihm sei im Sommer 2016 anlÃ¤sslich von Vorsprachen beim Beschwerdegegner fÃ¤lschlicherweise die Auskunft erteilt worden, seine Aufenthaltsbewilligung kÃ¶nne bei einem Auslandaufenthalt zu Studienzwecken unter keinen UmstÃ¤nden verlÃ¤ngert werden, was sich als falsch erwiesen habe. Damit wird jedenfalls gerade nicht geltend gemacht, ihnen sei zugesichert worden, dass die Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers ohne Weiteres auch bei bzw. trotz seiner bevorstehenden RÃ¼ckkehr in die USA gÃ¼ltig bleiben wÃ¼rde. Wie sogleich zu zeigen sein wird, wÃ¼rde sich im Ãbrigen am Ausgang auch nichts Ã¤ndern, wenn der BeschwerdefÃ¼hrer im Dezember 2016 um VerlÃ¤ngerung seiner Bewilligung ersucht hÃ¤tte. Seine Aufenthaltsbewilligung ist bzw. wÃ¤re nÃ¤mlich (sechs Monate) nach seinem Wegzug aus der Schweiz Ende August 2016 ohnehin von Gesetzes wegen erloschen (vgl. dazu sogleich).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.1.1 </span></b>VerlÃ¤sst eine aufenthalts- oder niederlassungsberechtigte Person die Schweiz, ohne sich abzumelden, erlischt die Bewilligung nach sechs Monaten (Art. 61 Abs. 2 Satz 1 AIG). Die Niederlassungsbewilligung kann allerdings auf Gesuch hin wÃ¤hrend vier Jahren aufrechterhalten werden ([Art. 61 Abs. 2 Satz 2 AIG;] wobei das Gesuch gemÃ¤ss Art. 79 Abs. 2 VZAE vor Ablauf der Sechsmonatsfrist gemÃ¤ss Art. 61 Abs. 2 Satz 1 AIG eingereicht werden muss). Mit dieser Regelung hat der Gesetzgeber zunÃ¤chst nicht auf den Begriff der Verlegung des Wohnsitzes bzw. des Lebensmittelpunkts abgestellt, sondern aus PraktikabilitÃ¤tsgrÃ¼nden auf zwei formale Kriterien: Abmeldung oder sechsmonatiger Aufenthalt im Ausland (vgl. BGr, 3. April 2012, 2C_609/2012, E. 3.2 [mit Hinweisen], auch zum Folgenden). Dauert der tatsÃ¤chliche Aufenthalt im Ausland lÃ¤nger als sechs Monate, erlischt die Bewilligung praxisgemÃ¤ss unabhÃ¤ngig von den Ursachen, Motiven oder Absichten der betroffenen Person im Zusammenhang mit ihrer Landesabwesenheit (BGr, 7. November 2012, 2C_461/2012, E. 2.4.1 mit Hinweisen); es genÃ¼gt, wenn sich die auslÃ¤ndische Person wÃ¤hrend sechs aufeinanderfolgenden Monaten fortwÃ¤hrend im Ausland aufhÃ¤lt (BGE 120 Ib 369 E. 2c).</p> <p class="Urteilstext">GrundsÃ¤tzlich zieht nur ein ununterbrochener sechsmonatiger Auslandaufenthalt das ErlÃ¶schen der auslÃ¤nderrechtlichen Bewilligung gestÃ¼tzt auf Art. 61 Abs. 2 Satz 1 AIG nach sich. Vorbehalten bleiben jedoch Konstellationen, in welchen die RÃ¼ckkehr in die Schweiz nicht mehr im Sinn des Gesetzgebers erfolgt: Dies ist etwa der Fall, wenn eine auslÃ¤ndische Person ihren Wohnsitz oder ihren Lebensmittelpunkt (also den Schwerpunkt ihrer familiÃ¤ren, sozialen und privaten Beziehungen) ins Ausland verlegt und nur fÃ¼r relativ kurze ZeitrÃ¤ume, etwa zu Besuchs- oder GeschÃ¤ftszwecken, in die Schweiz zurÃ¼ckkehrt, ohne jedoch ununterbrochen sechs Monate im Ausland zu weilen. Diesfalls ist nicht ersichtlich, inwiefern die nach dem Willen des Gesetzgebers fÃ¼r die Aufrechterhaltung erforderliche minimale physische PrÃ¤senz in der Schweiz vorliegen sollte, selbst wenn die auslÃ¤ndische Person in der Schweiz etwa noch Ã¼ber eine Wohnung verfÃ¼gt (vgl. BGE 120 Ib 369 E. 2c). So prÃ¤zisiert auch Art. 79 Abs. 1 VZAE, dass die Sechsmonatsfrist gemÃ¤ss Art. 61 Abs. 2 Satz 1 AIG jedenfalls durch vorÃ¼bergehende Tourismus-, Besuchs- oder GeschÃ¤ftsaufenthalte nicht unterbrochen wird (vgl. BGr, 11. Februar 2020, 2C_220/2019, E. 4.2 mit Hinweisen; BGE 145 II 322 E. 2.3 f.). Kurze, ferienbedingte Aufenthalte in der Schweiz sind nÃ¤mlich praxisgemÃ¤ss unbeachtlich, da sie keine Integration zur Folge haben (vgl. BGr, 6. Dezember 2013, 2C_332/2013, E. 2.2 mit Hinweisen; zum Ganzen auch BGr, 18. Januar 2018, 2C_691/2017, E. 3, und 3. April 2012, 2C_609/2011, E. 3.4).<span> </span></p> <p class="Urteilstext">Eine Ausnahme im Rahmen von Art. 61 Abs. 2 AIG macht das Bundesgericht fÃ¼r aufenthalts- oder niederlassungsberechtigte auslÃ¤ndische Kinder, die in der Heimat eine Ausbildung abschliessen, wenn sie jeweils vor Ablauf der Frist von sechs Monaten in die Schweiz zurÃ¼ckkehren und ihre ganzen Schulferien hier bei den Eltern verbringen. Diesfalls ist davon auszugehen, dass ihre auslÃ¤nderrechtliche Bewilligung fortbesteht, auch wenn sie sich jeweils nur in diesem Rahmen, also periodisch kurz bei den Eltern in der Schweiz aufhalten. Die Ausbildung darf aber nicht unsachgemÃ¤ss lange dauern, andernfalls sich der Lebensmittelpunkt der Kinder in die Heimat verlagert (was etwa bei einem vierjÃ¤hrigen Studium im Ausland einer eingehenden ÃberprÃ¼fung bedurfte [vgl. BGr, 3. April 2012, 2C_609/2011, E. 3.4 mit Hinweisen, auch zum Folgenden]). Eine auslÃ¤nderrechtliche Bewilligung soll der auslÃ¤ndischen Person ermÃ¶glichen, dauerhaft in der Schweiz zu leben und sich in die hiesige Gesellschaft einzugliedern. Mit Blick hierauf rechtfertigt es sich, hinsichtlich der Dauer des Studiums bzw. des Schulbesuchs im Ausland Grenzen zu setzen, wobei die UmstÃ¤nde des Einzelfalls jeweils angemessen zu berÃ¼cksichtigen sind (vgl. BGr, 18. Januar 2018, 2C_691/2017, E. 3.2 â 26. August 2013, 2C_1224/2012, E. 2.1 f., je mit Hinweisen; zum Ganzen auch Silvia Hunziker, in: Martina Caroni/Thomas GÃ¤chter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG], Bern 2010, Art. 61 N. 21 ff.). </p> <p class="Urteilstext">Zweck der Aufenthaltsbewilligung ist es jedenfalls nicht, der betreffenden auslÃ¤ndischen Person gewissermassen "auf Vorrat" ein Aufenthaltsrecht in der Schweiz zu sichern, damit sie sich nÃ¶tigenfalls eines Tages darauf berufen kann (so auch das Bundesgericht, etwa in BGr, 3. April 2012, 2C_609/2011, E. 3.4). Ein Aufenthaltsrecht besteht grundsÃ¤tzlich nur, wenn und solange es durch persÃ¶nliche Anwesenheit ausgeÃ¼bt wird (vgl. Hunziker, Art. 61 N. 26, sowie die Weisungen des Staatssekretariats fÃ¼r Migration [SEM] zum AuslÃ¤nderbereich [Fassung vom 1. November 2019; nachfolgend: SEM-Weisungen], Ziff. 3.5.3.2.3; vgl. zum Ganzen auch SEM-Weisungen Ziff. 3.4.3 und 6.16).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.2 </b>Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist damit bei der Frage, ob ein ErlÃ¶schensgrund nach Art. 61 Abs. 2 Satz 1 AIG vorliegt, grundsÃ¤tzlich auf die erwÃ¤hnten gesetzlich vorgesehenen formalen Kriterien (Abmeldung oder sechsmonatiger Auslandaufenthalt) abzustellen. Bei auslÃ¤ndischen Personen, die hauptsÃ¤chlich im Ausland leben bzw. dort ihren Wohnsitz oder Lebensmittelpunkt haben, ist allerdings â auch wenn die Landesabwesenheiten nie lÃ¤nger als sechs Monate gedauert haben â zu prÃ¼fen, ob die Sechsmonatsfrist von Art. 61 Abs. 2 Satz 1 AIG allenfalls durch die Aufenthalte in der Schweiz <i>nicht</i> unterbrochen wurde, weil diese vorÃ¼bergehender Natur waren (vgl. VGr, 1. Juni 2011, VB.2011.00136, E. 3.3 f.; und das [dieses Urteil bestÃ¤tigende] bereits erwÃ¤hnte Urteil BGr, 3. April 2012, 2C_609/2011, E. 3.3 und 3.6; vgl. auch BGr, 26. August 2013, 2C_1224/2012, E. 2.2, ferner BGr, 11. Februar 2020, 2C_220/2019, E. 4.2 und 6.1 f., und BGE 145 II 322 E. 2.3 und 3.2). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>Vorliegend war der BeschwerdefÃ¼hrer 18 Jahre und (knapp) 2 Monate alt und damit bereits volljÃ¤hrig, als er im Februar 2016 mit seinen Eltern in die Schweiz einreiste und ihm eine Aufenthaltsbewilligung zum Zweck des Familiennachzugs erteilt wurde. Er hielt sich hierauf lediglich fÃ¼r sechs Monate in der Schweiz bzw. bei seinen Eltern auf, bevor er im August 2016 in die USA zurÃ¼ckkehrte, um dort im September ein vierjÃ¤hriges Studium aufzunehmen. WÃ¤hrend der Semesterferien hielt er sich regelmÃ¤ssig bei seinen Eltern bzw. seiner Familie in der Schweiz auf. </p> <p class="Urteilstext">Aufgrund der vorliegenden UmstÃ¤nde ist davon auszugehen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¤hrend seines Aufenthalts in der Schweiz im Jahr 2016 (ungeachtet der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung) seinen Lebensmittelpunkt gar nicht erst hierher verlegt bzw. stets in New York hatte (so wohl auch die Vorinstanz):</p> <p class="Erwgung4"><b>3.2.1.1 </b>Der Lebensmittelpunkt (und der Wohnsitz) der gesamten Familie befand sich in den USA, bevor sie Ende des Jahres 2015 bzw. im Februar 2016 in die Schweiz einreiste. Der BeschwerdefÃ¼hrer seinerseits hatte dort sein gesamtes bisheriges Leben verbracht und sÃ¤mtliche Schulen absolviert. Der Mittelpunkt seiner Lebensbeziehungen befand sich bis zum Umzug der Familie in die Schweiz unstreitig dort. Hieran hat sich auch in der Folge â trotz seinem kurzzeitigen Umzug in die Schweiz â nichts geÃ¤ndert:</p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss einer E-Mail des Vaters des BeschwerdefÃ¼hrers vom 19. Mai 2020 an den zunÃ¤chst mandatierten Rechtsvertreter hatte der BeschwerdefÃ¼hrer vor seiner Einreise in die Schweiz im Februar 2016 gerade die High School in den USA abgeschlossen und wartete auf eine Antwort mehrerer US-amerikanischer UniversitÃ¤ten, bei denen er sich um einen Studienplatz beworben hatte. Wenige Wochen nach dem Umzug nach ZÃ¼rich habe der BeschwerdefÃ¼hrer dann von der UniversitÃ¤t D eine Zusage erhalten. Daraufhin kehrte er im August 2016 in die USA zurÃ¼ck und nahm dort im September ein vierjÃ¤hriges Studium auf. Dass er die entsprechende Ausbildung nur in den USA hÃ¤tte absolvieren kÃ¶nnen, bringt der BeschwerdefÃ¼hrer dabei nicht vor; vielmehr ging es ihm, wie auch seine Mutter ausfÃ¼hrte, darum, "seinen Traum vom Studium an der UniversitÃ¤t D" zu verwirklichen. Ebenso wenig ging es somit um die FortfÃ¼hrung einer noch vor Bewilligung des Familiennachzugs im Herkunftsland begonnenen Ausbildung und den Abschluss eines insoweit laufenden Ausbildungsabschnitts am gleichen Ort (vgl. BGr, 3. April 2012, 2C_609/2011, E. 3.5 sowie E 3.6 Abs. 4).</p> <p class="Urteilstext">Der Umzug in die Schweiz im Februar 2016 erfolgte seitens des BeschwerdefÃ¼hrers wohl vornehmlich aus praktischen Ãberlegungen und affektiven GrÃ¼nden bzw. aus Verbundenheit mit seiner Familie, offensichtlich jedoch nicht im Hinblick auf einen dauerhaften Aufenthalt in der Schweiz bzw. eine Integration hierzulande, sondern stets unter dem Vorbehalt einer umgehenden RÃ¼ckkehr in die USA, sollte er, wie erhofft und wie es in der Folge auch eintrat, die Gelegenheit dazu erhalten. Und er kehrte sodann aufgrund eines nur wenige Wochen nach der Einreise und dem Erhalt der Aufenthaltsbewilligung vom â bereits volljÃ¤hrigen â BeschwerdefÃ¼hrer selbst gefÃ¤llten Entscheids im August jenes Jahres wieder in die USA zurÃ¼ck, um dort ein vierjÃ¤hriges Studium an seiner WunschuniversitÃ¤t aufzunehmen. Dabei entschloss er sich zur RÃ¼ckkehr in die USA, obwohl er â gemÃ¤ss seinen AusfÃ¼hrungen im vorliegenden Verfahren â damals davon ausgegangen war bzw. sein musste, dass er seine Aufenthaltsbewilligung hierzulande diesfalls nicht wÃ¼rde aufrechterhalten kÃ¶nnen (vgl. oben 2.2 Abs. 3). Das ErlÃ¶schen der Aufenthaltsbewilligung nahm er offenkundig in Kauf.</p> <p class="Erwgung4"><b>3.2.1.2 </b>In dieses Bild passt auch, dass die Einreise des BeschwerdefÃ¼hrers in die Schweiz im MÃ¤rz 2020 wiederum lediglich aus praktischen GrÃ¼nden erfolgte, auch wenn es â wie der BeschwerdefÃ¼hrer nun behauptet â "unabhÃ¤ngig von der Pandemie [...] sein Ziel" gewesen sei, wieder in die Schweiz zurÃ¼ckzukehren: Er reiste am 14. MÃ¤rz 2020 â und damit unmittelbar vor dem Lockdown â in die Schweiz ein, weil seine UniversitÃ¤t am 9. MÃ¤rz 2020 wegen der COVID-19-Pandemie beschlossen hatte, Veranstaltungen mit persÃ¶nlicher Anwesenheit der Studierenden auszusetzen und die Studierendenheime â in einem solchen wohnte auch der BeschwerdefÃ¼hrer â zu schliessen, worauf er und seine Eltern beschlossen hatten, "to get him out of the city", "in a rush because of the virus".</p> <p class="Urteilstext">Im Mai 2020 schloss er offenbar sein Studium an der UniversitÃ¤t D â deren Veranstaltungen online weitergefÃ¼hrt worden waren â ab. Hierauf erhielt er gemÃ¤ss der erwÃ¤hnten E-Mail des Vaters ein Stellenangebot von B in New York, bei welchem Unternehmen er kurz zuvor ein Volontariat beendet hatte. Auch gemÃ¤ss den Angaben des BeschwerdefÃ¼hrers im Visumsantrag vom 9. Juli 2020 war er zu jenem Zeitpunkt bei B angestellt. GemÃ¤ss einer von ihm eingereichten ArbeitsbestÃ¤tigung vom 13. Oktober 2020 ist er bei C (einem Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in Texas) angestellt und in diesem Rahmen fÃ¼r B tÃ¤tig (welches Kunde des besagten Unternehmens ist). Laut dieser BestÃ¤tigung arbeitet der BeschwerdefÃ¼hrer derzeit und bis auf Weiteres im Homeoffice; "a set date for return to the office in New York has not yet been established". Demnach ist vorgesehen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer wieder nach New York zurÃ¼ckkehrt bzw. nach dem "Ende" der Pandemie seine Arbeit wieder dort verrichtet.</p> <p class="Urteilstext"><span>Dass der BeschwerdefÃ¼hrer seinen Lebensmittelpunkt nicht hierher verlegt hat, zeigt sich auch an seinem VerhÃ¤ltnis zum Spracherwerb: Die deutsche Sprache spricht er nicht. WÃ¤hrend seines Aufenthalts hierzulande im Jahr 2016, nÃ¤mlich von MÃ¤rz bis Juni 2016, besuchte er (erstmals) einen Deutschkurs, einen Intensivkurs des Niveaus A1 Ã 20 Wochenstunden. Seine sÃ¤mtlichen Gesuche und Eingaben im vorliegenden Verfahren verfasste er (ursprÃ¼nglich) in englischer Sprache. </span></p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>Nach dem Dargelegten hat der BeschwerdefÃ¼hrer im Jahr 2016 im Rahmen seines kurzzeitigen (und nach seiner Vorstellung offenkundig von Anfang an so angelegten) Aufenthalts in der Schweiz seinen Lebensmittelpunkt nicht hierher verlegt, auch wenn seine Eltern und Schwester dies ihrerseits getan bzw. hierzulande Wohnsitz begrÃ¼ndet haben. Allein die (gute und enge) Beziehung zu seinen Familienmitgliedern sowie das Schliessen einzelner Bekanntschaften in der Schweiz vermochten keine Verlegung des Lebensmittelpunkts des BeschwerdefÃ¼hrers in die Schweiz zu bewirken. Der Schwerpunkt seiner Lebensbeziehungen befand sich damals (bzw. stets) unverÃ¤ndert in den USA. Seine regelmÃ¤ssigen Aufenthalte wÃ¤hrend der Semesterferien bei seiner Familie in der Schweiz stellen vorÃ¼bergehende Besuchsaufenthalte dar und vermochten entsprechend keine Unterbrechung der Sechsmonatsfrist nach Art. 61 Abs. 2 Satz 1 AIG zu bewirken (vgl. ebenso BGr, 3. April 2012, 2C_609/2011, E. 3.6 [insbesondere Abs. 2], sowie 26. August 2013, 2C_1224/2012, E. 2.2 [mit Hinweisen]; demgegenÃ¼ber betreffen BGE 145 II 322 E. 3.2 sowie BGr, 11. Februar 2020, 2C_220/2019, E. 4.2 Abs. 2 und E. 6, Konstellationen, in welchen Aufenthalte in der Schweiz trotz Verlegung des Wohnsitzes ins Ausland [gegebenenfalls] als mehr denn vorÃ¼bergehende zu betrachten waren).</p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist damit irrelevant, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer nie wÃ¤hrend sechs Monaten ununterbrochen im Ausland aufgehalten hat. Seine Aufenthaltsbewilligung ist auch so nach Art. 61 Abs. 2 Satz 1 AIG nach seiner RÃ¼ckkehr in die USA erloschen. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Wie Beschwerdegegner und Vorinstanz zu Recht erwÃ¤gen, hat der BeschwerdefÃ¼hrer keinen Anwesenheitsanspruch gestÃ¼tzt auf die EuropÃ¤ische Menschenrechtskonvention (EMRK, SR 0.101).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Aus dem Recht auf Achtung des Familienlebens gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 EMRK (bzw. dem inhaltlich gleichwertigen Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [SR 101]) steht einer Person ein Aufenthaltsrecht in der Schweiz zu, wenn sie eine tatsÃ¤chlich gelebte und intakte Beziehung zu nahen Verwandten unterhÃ¤lt, die ihrerseits Ã¼ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfÃ¼gen (BGE 144 II 1 E. 6 mit Hinweisen). In den Anwendungsbereich von Art. 8 Abs. 1 EMRK fÃ¤llt dabei in erster Linie die Kernfamilie, das heisst die Gemeinschaft der Ehegatten mit ihren gemeinsamen minderjÃ¤hrigen Kindern (<span>BGE 135 I 143</span> E. 1.3.2 mit Hinweisen). Andere familiÃ¤re Beziehungen, namentlich diejenige zwischen Eltern und erwachsenen Kindern, stehen nur ausnahmsweise unter dem Schutz von Art. 8 EMRK, nÃ¤mlich dann, wenn zwischen ihnen ein besonderes AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis besteht (BGr, 30. MÃ¤rz 2017, 2C_867/2016, E. 2.1 mit weiteren Hinweisen). Ein solches kann sich aus Betreuungs- oder PflegebedÃ¼rfnissen bei kÃ¶rperlichen oder geistigen Behinderungen und schwerwiegenden Krankheiten ergeben (BGr, 23. Juni 2017, 2C_5/2017, E. 2 mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ist volljÃ¤hrig (was im Ãbrigen auch einer Anrufung von Art. 44 AIG entgegensteht). Dass ein AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis im dargelegten Sinn bestehen wÃ¼rde, wird weder geltend gemacht noch ergeben sich aus den Akten entsprechende Hinweise. Die enge Beziehung zu seiner in der Schweiz lebenden Familie (Eltern und jÃ¼ngere Schwester) sowie eine (derzeit noch) bestehende finanzielle AbhÃ¤ngigkeit von seinen Eltern vermÃ¶gen kein solches zu begrÃ¼nden. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Ausserhalb des Anspruchsbereichs entscheiden die kantonalen MigrationsbehÃ¶rden nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen Ã¼ber die Erteilung bzw. VerlÃ¤ngerung einer Aufenthaltsbewilligung (vgl. Peter Bolzli, in: Spescha et al., Art. 33 AuG N. 7). Nach Art. 96 Abs. 1 AIG sind dabei die Ã¶ffentlichen Interessen und die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse sowie der Grad der Integration der auslÃ¤ndischen Person zu berÃ¼cksichtigen. In solche Ermessensentscheide kann das Verwaltungsgericht nur eingreifen, wenn ein qualifizierter Ermessensfehler vorliegt, insbesondere wenn der Entscheid sich von sachfremden Motiven leiten lÃ¤sst (vgl. <span>Donatsch, </span>§ 50 N. 25 ff.). </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Es bestehen keine Anhaltspunkte fÃ¼r eine rechtsverletzende ErmessensausÃ¼bung seitens der Vorinstanz. Der 1997 in den USA geborene BeschwerdefÃ¼hrer verbrachte sein gesamtes Leben dort und weilte als bereits VolljÃ¤hriger wÃ¤hrend weniger Monate â von Februar bis August 2016 â in der Schweiz. Die darauffolgenden beinahe vier Jahre verbrachte er abgesehen von den Semesterferien in den USA. Dass er im MÃ¤rz 2020 wieder in die Schweiz einreiste, ist sodann auf die COVID-19-Pandemie zurÃ¼ckzufÃ¼hren. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist jung, gesund und gut ausgebildet und verfÃ¼gt Ã¼ber eine Arbeitsstelle in New York.</p> <p class="Urteilstext">Der Schluss von Beschwerdegegner und Vorinstanz, dem BeschwerdefÃ¼hrer <span>im Rahmen des pflichtgemÃ¤ssen Ermessens </span>keine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, ist daher nicht rechtsverletzend. Dasselbe gilt fÃ¼r die Verneinung eines schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefalls im Sinn des Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG (vgl. Art. 31 Abs. 1 VZAE) und die Verweigerung einer Wiederzulassung nach Art. 30 Abs. 1 lit. k AIG (vgl. die Voraussetzungen in Art. 49 Abs. 1 lit. a und b VZAE) durch die Vorinstanzen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). </p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: So­weit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht wird, ist die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) zulÃ¤ssig. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Gegen dieses Urteil kann im Sinn von ErwÃ¤gung 8 Beschwerde erhoben werden. Sie ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>