<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <a name="idp275152"></a><div class="big bold">Urteilskopf</div> <br/>82 III 16<br/><br/><br/><div class="paraatf">6. Entscheid vom 15. März 1956 i.S. Baur &amp; Co.</div> <div class="paraatf"></div> <a name="idp276368"></a><br/><div id="regeste" lang="de"> <div class="big bold">Regeste</div> <br/><div class="paraatf">Rekurs an das Bundesgericht gemäss <span class="artref">Art. 19 SchKG</span>; Rekursfrist, Antrag, Begründung (<span class="artref">Art. 79 Abs. 1 OG</span>). <div class="paratf">Binnen der Rekursfrist ist eine den Anforderungen des Art. 79 entsprechende Rekursschrift einzureichen; nach Ablauf der Frist eingereichte Ergänzungsschrift kann nicht mehr berücksichtigt werden. </div> </div> </div> <a name="idp281984"></a> <a name="idp287504"></a> <br/><div> <a name="idp295856"></a><span class="big bold" id="sachverhalt">Sachverhalt</span> <span class="small">ab Seite 16</span> </div> <br/><div class="paraatf"> <a name="page16"></a><div class="center pagebreak">BGE 82 III 16 S. 16</div> </div> <div class="paraatf">Gegen den die Lohnpfändung aufhebenden Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde vom 20. Februar 1956, zugestellt am 28. Februar, legte die Gläubigerin am 9. März den vorliegenden Rekurs ein mit dem Antrag auf Gültigerklärung der Lohnpfändung und mit der Bemerkung, der Entscheid verletze <span class="artref">Art. 93 SchKG</span>; eine nähere Begründung werde in den nächsten Tagen folgen. Dies geschah mit Postaufgabe vom 12. März.</div> <br/><div> <a name="idp300256"></a><span class="big bold" id="erwaegungen">Erwägungen</span> </div> <br/><div class="paraatf">Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer zieht in Erwägung:</div> <div class="paraatf">Wenn <span class="artref">Art. 19 SchKG</span> bestimmt, dass der Rekurs an das Bundesgericht binnen 10 Tagen seit Mitteilung des angefochtenen Entscheides bei der Vorinstanz einzureichen sei, so heisst das, dass binnen dieser Frist eine den Anforderungen des <span class="artref">Art. 79 OG</span> entsprechende Rekursschrift bei der Vorinstanz einzureichen ist. Eine nach Ablauf der Rekursfrist emgereichte Ergänzungsschrift kann nicht mehr berücksichtigt werden, selbst wenn sie in der rechtzeitigen Rekurserklärung angekündigt wurde. Im vorliegenden Falle lief die Rekursfrist mit dem 9. März ab.</div> <div class="paraatf"> <a name="page17"></a><div class="center pagebreak">BGE 82 III 16 S. 17</div>Es ist also nur die Rekurserklärung vom 9., nicht aber die Ergänzungseingabe vom 12. März rechtzeitig. Die letztere fällt mithin ausser Betracht. Die erstere Eingabe aber genügt nicht dem Erfordernis nach <span class="artref">Art. 79 Abs. 1 OG</span>, wonach in der Rekursschrift, neben der Antragstellung, "kurz darzulegen ist, welche Bundesrechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind". Möchte allenfalls die Bemerkung, der Entscheid verletze <span class="artref">Art. 93 SchKG</span>, als Nennung des angeblich verletzten Rechtssatzes noch genügen, so ist daraus in keiner Weise zu entnehmen, "inwiefern" jenes der Fall sein soll. Es müsste gesagt sein, welche konkreten Erwägungen der Vorinstanz gegen welche der mehreren in <span class="artref">Art. 93 SchKG</span> enthaltenen Normen verstossen sollen. Die materielle Behandlung des Rekurses würde daher faktisch doch auf eine Berücksichtigung der Nachtragsbegründung hinauslaufen, was infolge ihrer Verspätung eben unzulässig ist (<span class="bgeref_err">BGE 42 III 131</span>E. 1, <span class="bgeref_err">BGE 71 II 34</span>, 35, <span class="bgeref_err">BGE 71 III 10</span>).</div> <br/><div> <a name="idp315600"></a><span class="big bold" id="dispositiv">Dispositiv</span> </div> <br/><div class="paraatf">Demnach erkennt die Schuldbetr.- u. Konkurskammer:</div> <div class="paraatf">Auf den Rekurs wird nicht eingetreten.</div> </div></body></html></html>