A bteilung III C -2740/2006 {T 0/2} U rteil vom 23. A pril 2007 M itw irkung: M ichael Peterli, vorsitzender R ichter, Eduard Acherm ann, R ichter, Johannes Frölicher, R ichter, W ilhelm -U lrich Schodde, G erichtsschreiber K._______, Beschw erdeführer, gegen Eidgenössische Invalidenversicherung (IV) IV-Stelle für Versicherte im A usland, Postfach 3100, 1211 G enf 2, Vorinstanz, betreffend Invalidenrente B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er am 19. M ärz 1947 geborene, seit 1992 geschiedene Schw eizer Bürger K._______, der w ährend Jahren die obligatorischen Beiträge an die schw eizerische Alters-, H interlassenen- und Invalidenversicherung entrich- tet hatte und seit 1993 in Frankreich lebt, hatte am 26. April 1991 ein G e- such um Bezug von Leistungen aus der schw eizerischen Invalidenversi- cherung gestellt (act. 1-42). G em äss eigenen Angaben ist der Versicherte seit 1978 bis Januar 1991 als G astw irt und Koch ohne Einschränkungen tätig gew esen und hat seit August 1993 einen G asthof in der Provence/Frankreich renoviert und als Pension um gebaut; er gab an, ca 3 bis 4 Stunden täglich (80-90 Stunden pro M onat) gearbeitet zu haben, denn seine gesundheitlichen Problem e (G elenkschm erzen) hätten ihm kei- ne längeren Arbeitszeiten erlaubt (act. 56, 58). D ie D res. m ed. A und K hatten nach einer U ntersuchung bei der M ED AS in Luzern am 21. D ezem - ber 1992 als D iagnosen m it Einschränkung der zum utbaren Arbeitsfähig- keit eine neurotische Entw icklung m it vorw iegend narzisstischem G epräge bei ausgeprägter Aggressionsstauung sow ie M ehlekzem der H ände und eine anam nestische M ehlstaub-R hinitis angegeben und ihn als zu 50% ar- beitsunfähig in seiner bisherigen Tätigkeit sow ie in säm tlichen vergleich- baren Tätigkeiten eingestuft (act. 78). D ie Schw eizerische Ausgleichskas- se (SAK) sprach ihm m it Verfügungen vom 28. O ktober 1993 auf der G rundlage einer Invalidität von 100% in der Zeit vom 1. Januar 1992 bis zum 28. Februar 1993 eine ganze Invalidenrente sow ie eine Zusatzrente für seine Ex-Ehefrau und eine Kinderrente zu. Ab dem 1. M ärz 1993 w urde ihm auf der G rundlage einer Invalidität von 50% eine halbe Invalidenrente zugesprochen (act. 45-50). N ach entsprechenden R evisionen (zuletzt im Juni 2001) w urde die halbe Invalidenrente in der Folge w eitergew ährt. M it Schreiben vom 4. O ktober 2004 stellte der Versicherte erneut ein R evi- sionsgesuch bei der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IV-Stelle) und gab an, dass sich seine G elenkproblem e m assiv verschlechtert hätten, und er schon bei den kleinsten täglichen Tätigkeiten Problem e habe. W eiter gab er sinngem äss an, dass auch seine D epressionsschübe zugenom m en hätten (act. 100). In der Folge nahm die Fachärztin für Psychiatrie, Frau D r. m ed. H , am 19. M ai 2005 Stellung und gab an, dass der Versicherte hauptsächlich eine ängstlich-depressive Sym ptom atik m it daraus resultierender vollständiger Arbeitsunfähigkeit aufw eise (act. 126). D ie IV- Stellen-Ärztin, Frau D r. m ed. G , kam am 3. Juni 2005 nach Einsicht in die U nterlagen zum Schluss, dass der Versicherte an Polyarthralgien, som atoform er Schm erzstörung, D epression und Pollyallergie, insbesondere M ehlstaub, leide, und dass die Epicondylitis und die restlichen G elenkbeschw erden seit 1995 bestünden, es aber keine schw eren, degenerativen Veränderungen gebe, so dass dem Versicherten aus rheum atologischer Sicht im m er noch leichte bis m ittelschw ere, w echselbelastende Arbeiten zu 100% zugem utet w erden könnten; ausge- schlossen seien jedoch dauernde Arbeiten m it den Arm en in oder über der H orizontalen und Arbeiten m it Zw angshaltung der H alsw irbelsäule. D ie 3 frühere Arbeit im G astgew erbe könne ihm nicht m ehr zugem utet w erden, doch seine derzeitige Tätigkeit als Zim m erverm ieter sei voll zum utbar, so dass aus rheum atologischer Sicht keine Veränderung bestehe und er w eiterhin zu 50% arbeitsunfähig sei (act. 127). D er IV-Stellen-Arzt D r. m ed. A, Facharzt für Psychiatrie, kam am 30. Juni 2005 zum Ergebnis, dass der Versicherte an vielfältigen, m ehr som atisch begründeten Schm erzen, vor allem som atoform er Schm erzstörung sow ie D epressionen leide und die depressive Verstim m ung als reaktiv gew ertet w erden könne, diese aber nicht dergestalt sei, dass er nicht m it genügendem W illen zu 50% arbeitsfähig w äre (act. 132). M it Verfügung vom 4. August 2005 hat die IV-Stelle den Anspruch auf eine halbe Invalidenrente bestätigt (act. 135). K._______ erhob dagegen im R ahm en einer persönlichen Vorsprache am 31. August 2005 (act. 136) so- w ie in drei nachfolgenden Schreiben (act. 138, 139, 144) Einsprache und gab an, dass er w egen der Verschlim m erung seines körperlichen und psy- chischen G esundheitszustandes nicht m ehr erw erbsfähig sei. N eben be- reits aktenkundigen m edizinischen U nterlagen legte er neu drei Befunde über eine Lithotritie vom April 2005, psychiatrische M edikam entenver- schreibungen vom 8. Juli und 10. O ktober 2005 sow ie ein psychiatrisches Attest vom 24. Januar 2006 ins R echt. W eiter w urden G utachten von zw ei Fachärztinnen für R heum atologie, D res. m ed. F und S vom 29. Septem ber 2004 und 7. Januar 2005 eingereicht, w onach der Versicherte über Schm erzen in der rechten Schulter und im Bereich der rechten H and und des rechten Ellbogens klage, jedoch w eder im Labor, noch radiologisch ein H inw eis für eine entzündlich-rheum atische Erkrankung bestehe (act. 107- 117). D er IV-Stellen-Arzt D r. m ed. M kam nach Einsicht in die U nterlagen am 2. M ärz 2006 zum Schluss, dass die Verschlechterung auf psychiatrischem G ebiet geltend gem acht w erde und der Psychiater erneut Stellung zu nehm en habe (act. 147). D r. m ed. A hielt am 23. M ärz 2006 fest, dass die psychischen Problem e eindeutig reaktiver N atur seien und m it gutem W illen zu überw inden seien (act. 149). M it Einspracheentscheid vom 3. April 2006 w ies die IV-Stelle das R evisi- onsgesuch ab und bestätigte ihre Verfügung vom 4. August 2005 m it der Begründung, dass w eder in rheum atologischer noch in psychiatrischer Sicht eine w esentliche Veränderung des G esundheitszustandes festge- stellt w erden könne (act. 150). B. M it Eingabe vom 27. April 2006 erhob K._______ (im Folgenden: der Beschw erdeführer) Beschw erde bei der Eidgenössischen AH V/IV-R ekurs- kom m ission für die im Ausland w ohnenden Personen. D er Beschw erdefüh- rer beantragte sinngem äss die Aufhebung des Einspracheentscheides und die Zusprechung einer höheren R entenleistung. Zur Begründung führte er im W esentlichen aus, dass sich sein körperlicher und psychischer G esund- heitszustand verschlechtert habe. Als Bew eise für sein Vorbringen legte er neben einer M edikam entenverschreibung vom 10. April 2006 die bereits aktenkundigen U nterlagen ins R echt. Eventualiter beantragte er eine 4 um fassende psychiatrische N euuntersuchung. C . In der Vernehm lassung vom 29. M ai 2006 beantragte die IV-Stelle die Ab- w eisung der Beschw erde m it der Begründung, dass sich der G esundheits- zustand nicht verändert habe, und dass ihr ärztlicher D ienst zusätzliche Abklärungen nicht als notw endig erachte; beschw erdew eise sei auch nichts N eues vorgebracht w orden, w as insow eit Anlass zu einer geän- derten Beurteilung geben m üsste. D . D er Beschw erdeführer hielt in seiner R eplik am ergriffenen R echtsm ittel vollum fänglich fest und beantragte eine ganze Invalidenrente rückw irkend ab dem 19. M ai 2004. Er führte sinngem äss aus, dass sein G esundheits- zustand um fassend zu untersuchen sei, w obei die untersuchenden Ärzte ihn persönlich sehen m üssten. Als Bew eise für seine Vorbringen legte er w iederum aktenkundige U ntersuchungsberichte ins R echt und neu auch das Attest der Fachärztin für Psychiatrie, Frau H , vom 18. Juli 2006, w onach der Beschw erdeführer aufgrund seiner psychischen Leiden arbeitsunfähig sei. E. R eplikando hielt die Vorinstanz am 31. O ktober 2006 an ihrem Abw ei- sungsantrag fest, nachdem sie das neue psychiatrische G utachten ihrem m edizinischen D ienst zur Stellungnahm e unterbreitet hatte. D er IV-Stellen- Arzt D r. m ed. A hielt in seinem Bericht vom 19. O ktober 2006 fest, dass sich aus dem Attest vom 18. Juli 2006 (act. 152) keine neuen m edizinischen Erkenntnisse ergeben, da dieses w eitgehend nur den Inhalt früherer Atteste w iederhole. In der Folge hielt der Beschw erdeführer m it Schreiben vom 27. Januar 2007 seinen Antrag aufrecht. M it Schreiben vom 22. M ärz 2007 reichte er einen Bericht der Fachärztin für Psychiatrie, Frau H vom 14. Februar 2007 ein, w orin diese bestätigte, dass der Beschw erdeführer von Februar 2005 bis O ktober 2006 von ihr behandelt w orden sei, dass die bei ihm diagnostizierten psychischen Leiden sich nicht w esentlich gebessert hätten, und ihm jegliche berufliche Tätigkeiten nicht m ehr zugem utet w erden könnten. F. Per 1. Januar 2007 ist das Beschw erdeverfahren vom Bundesverw altungs- gericht übernom m en w orden. D ieses hat dem Beschw erdeführer am 7. M ärz 2007 die Zusam m ensetzung des Spruchkörpers bekannt gegeben und ihm G elegenheit zur G eltendm achung von Ausstandsgründen gebo- ten. D as Schreiben konnte dem Beschw erdeführer nicht zugestellt w erden und ist von der französischen Post m it dem Verm erk "non réclam é" an das Bundesverw altungsgericht retourniert w orden. 5 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Be- urteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei den Beschw erdediensten der D eparte- m ente hängigen R echtsm ittel. D ie Beurteilung erfolgt gem äss Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw al- tungsgericht (VG G , SR 173.32) nach neuem Verfahrensrecht. 1.2 G em äss Art. 31 VG G in Verbindung m it Art. 33 Bst. d VG G und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG , SR 831.20) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der schw eize- rischen IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahm e im Sinne von Art. 32 IVG liegt nicht vor. 1.3 D er Beschw erdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom m en; er ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzw ürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 48 Abs. 1 des Bun- desgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , SR 172.021]). Er ist daher zur Beschw erde legitim iert. 1.4 D a die Beschw erde im Ü brigen frist- und form gerecht eingereicht w urde, ist auf die Beschw erde einzutreten. 2. 2.1 Im vorliegenden Verfahren ist streitig (vgl. BG E 125 V 414 Erw . 1b) und vom Bundesverw altungsgericht zu prüfen, ob die IV-Stelle das R evisions- gesuch zu R echt abgew iesen und einen Anspruch auf eine ganze Invali- denrente verneint hat. 2.2 In zeitlicher H insicht sind grundsätzlich diejenigen R echtssätze m assge- bend, die bei der Erfüllung des zu R echtsfolgen führenden Tatbestandes G eltung haben (BG E 129 V 356 E. 1). Betreffend den Anspruch auf eine Invalidenrente ist festzuhalten, dass am 1. Januar 2003 das Bundesgesetz über den Allgem einen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. O ktober 2000 (ATSG , SR 830.1) sow ie die entsprechende Verordnung vom 11. Septem ber 2002 (ATSV, SR 830.11) in Kraft getreten sind. D as Inkraft- treten der 4. R evision des IVG erfolgte am 1. Januar 2004. D ie Prüfung des m ateriellen R entenanspruchs richtet sich deshalb für die Zeit bis zum 31. D ezem ber 2002 respektive bis zum 31. D ezem ber 2003 nach den je- w eiligen alten und ab diesen Stichtagen nach den jew eiligen neuen N or- m en (BG E 130 V 329, 130 V 445). 2.3 Bezüglich der vorliegend auf G rund von Art. 2 ATSG in Verbindung m it Art. 1 Abs. 1 IVG zu berücksichtigenden ATSG -N orm en zur Arbeitsunfähigkeit (Art. 6), Erw erbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur Bestim m ung 6 des Invaliditätsgrades (Art. 16) sow ie zur R evision der Invalidenrente und anderer D auerleistungen (Art. 17 ATSG ) hat das Eidgenössische Versiche- rungsgericht (EVG ) erkannt (BG E 130 V 343), dass es sich bei den in Art. 3-13 ATSG enthaltenen Legaldefinitionen in aller R egel um eine form ellge- setzliche Fassung der höchstrichterlichen R echtsprechung zu den entspre- chenden Begriffen vor In-Kraft-Treten des ATSG handelt und sich inhaltlich dam it keine Änderung ergibt, w eshalb die hiezu entw ickelte R echtspre- chung übernom m en und w eitergeführt w erden kann (vgl. BG E 130 V 343, Erw . 3.1, 3.2 und 3.3). Auch die N orm ierung des Art. 16 ATSG führt nicht zu einer M odifizierung der bisherigen Judikatur zur Invaliditätsbem essung bei erw erbstätigen Versicherten, w elche w eiterhin nach der allgem einen M ethode des Einkom m ensvergleichs vorzunehm en ist (zu Art. 28 Abs. 2 IVG [in der bis 31. D ezem ber 2002 in Kraft gestandenen Fassung]: BG E 128 V 30 Erw . 1, 104 V 136 f. Erw . 2a und b). In Erw . 3.5 w urde ferner festgestellt, dass der G esetzgeber das Institut der R evision von Invaliden- renten gem äss Art. 41 IVG (in der bis 31. D ezem ber 2002 in Kraft gestan- denen Fassung) m it Art. 17 Abs. 1 ATSG ebenfalls in Fortführung der ent- sprechenden bisherigen G erichtspraxis (BG E 125 V 369 Erw . 2, 117 V 198 Erw . 3a, je m it H inw eisen; AH I 2000 S. 309 Erw . 1b m it H inw eisen) beibe- halten hat (vgl. zur Frage des Ü bergangsrechts in Bezug auf Verzugszin- sen: BG E 130 V 329). 2.4 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer R entenbezügerin oder eines R enten- bezügers erheblich, so w ird die R ente gem äss Art. 17 Abs. 1 ATSG (frü- her: Art. 41 IVG ) von Am tes w egen oder auf G esuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben. N ach der R echtspre- chung des EVG ist die Invalidenrente nicht nur bei einer w esentlichen Ver- änderung des G esundheitszustands, sondern auch dann revidierbar, w enn sich die erw erblichen Ausw irkungen des an sich gleich gebliebenen G e- sundheitszustands erheblich verändert haben. D agegen ist die unter- schiedliche Beurteilung eines im W esentlichen unverändert gebliebenen Sachverhalts kein R evisionsgrund; unterschiedliche Beurteilungen sind re- visionsrechtlich nur dann beachtlich, w enn sie Ausdruck von Änderungen der tatsächlichen Verhältnisse sind (BG E 117 V 199 Erw . 3b, 112 V 390 Erw . 1b, 372 Erw . 2b; ZAK 1987 S. 36 ff.). 2.5 Zeitlicher R eferenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Ände- rung bildet gem äss der neuesten höchstrichterlichen R echtsprechung die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, w elche auf einer m ateriellen Prüfung des R entenanspruchs m it rechtskonform er Sachverhaltsabklärung, Bew eisw ürdigung und D urchführung eines Ein- kom m ensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erw erb- lichen Ausw irkungen des G esundheitszustandes) beruht (U rteil des EVG vom 6. N ovem ber 2006, I 465/05, E. 5.4, m it H inw eisen). 2.6 Vorliegend hat das Bundesverw altungsgericht som it zu prüfen, ob und ge- gebenenfalls ab w ann sich der gesundheitliche Zustand des Beschw erde- führers bzw . dessen Ausw irkungen auf seine Leistungsfähigkeit seit der letzten R evision vom 1. Juni 2001 (act. 96; Bestätigung der Zusprechung der halben IV-R ente) und bis zum Erlass des hier streitigen 7 Einspracheentscheides vom 3. April 2006 insow eit verändert hat, um eine Erhöhung des Invaliditätsgrades zu bejahen. U nerheblich ist nach Auffassung des Bundesverw altungsgerichts der U m - stand, dass dieser R evisionsentscheid nicht in Form einer Verfügung eröff- net w orden ist, sondern bloss schriftlich m itgeteilt w urde. Es anders zu hal- ten, hiesse - m it Blick auf die Tatsache, dass säm tliche Beschlüsse der IV- Stelle, die früher zugesprochene Invaliditätsrenten w eitergew ähren lassen, praxisgem äss nur auf W unsch des Beschw erdeführers in Form einer Ver- fügung eröffnet w erden - dem Beschw erdeführer die Entscheidungsgew alt darüber zu übertragen, ob eine m aterielle Prüfung des R entenanpruchs als R eferenzpunkt für die künftige Prüfung einer anspruchserheblichen Ände- rung zu qualifizieren ist oder nicht, indem er je nachdem auf eine förm liche Eröffnung des R evisionsentscheids besteht beziehungsw eise darauf ver- zichtet. D ass dies im Ergebnis stossend w äre, m uss nicht w eiter erläutert w erden. 2.7 N ach Art. 88a Abs. 1 IVV ist die anspruchsbeeinflussende Änderung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenom m en w erden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern w ird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne w esentlichen U nterbruch drei M onate gedauert hat und voraussichtlich w eiterhin andauern w ird (Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVV). G em äss Art. 88bis Abs. 1 IVV erfolgt die Erhöhung der R ente, so- fern die versicherte Person die R evision verlangt, frühestens von dem M o- nat an, in dem sie das R evisionsbegehren gestellt hat (Bst. a), und bei ei- ner R evision von Am tes w egen frühestens von dem für diese vorgesehenen M onat an (Bst. b). D ie H erabsetzung oder die Aufhebung der R enten erfolgt nach Abs. 2 lit. a dieser Bestim m ung in jedem Fall frühestens vom ersten Tag des zw eiten M onats an, w elcher der Zustellung der H erabsetzungs- beziehungsw eise der Aufhebungsverfügung folgt. In diesem Zusam m en- hang ist darauf hinzuw eisen, dass nach der R echtsprechung des EVG in R evisionsfällen, in denen im Beschw erdeverfahren der R ichter eine Verfü- gung der IV-Stelle aufgehoben und die Sache zu w eiteren Abklärungen an die verfügende Behörde zurückgew iesen hat, diese eine Invalidenrente auf den Zeitpunkt hin abändern oder aufheben kann, den sie in der aufgeho- benen Verfügung vorgesehen hat, w enn die w eiteren Abklärungen diese aufgehobene Verfügung inhaltlich bestätigen und diese sonst an keinen M ängeln leidet, insbesondere nicht nur deshalb ergangen ist, um den Zeit- punkt der Abänderung oder Aufhebung einer R ente vorzuverschieben, ob- schon die Aktenlage zum Erlass einer R evisionsverfügung ungenügend w ar (BG E 106 V 19 ff. Erw . 3). 2.8 Ein Anspruch auf eine ganze R ente besteht gem äss Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis zum 31. D ezem ber 2003 gültig gew esenen Fassung, w enn die ver- sicherte Person m indestens zu zw ei D ritteln, derjenige auf eine halbe R en- te, w enn sie m indestens zur H älfte und derjenige auf eine Viertelsrente, w enn sie m indestens zu 40% invalid ist. N ach dem seit 1. Januar 2004 in Kraft stehenden Art. 28 Abs. 1 IVG hat ein Versicherter bei einem G rad der 8 Invalidität von 70% Anspruch auf eine ganze R ente, bei einem G rad der Invalidität von 60% auf eine D reiviertelsrente, auf eine halbe R ente bei einem solchen von 50% und auf eine Viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von 40% . 2.9 Für die Bestim m ung des Invaliditätsgrades w ird das Erw erbseinkom m en, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach D urchfüh- rung der m edizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsm ass- nahm en durch eine ihr zum utbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits- m arktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom m en), in Beziehung ge- setzt zum Erw erbseinkom m en, das sie erzielen könnte, w enn sie nicht in- valid gew orden w äre (sog. Valideneinkom m en; Art. 16 ATSG ). D er Ein- kom m ensvergleich hat in der R egel in der W eise zu erfolgen, dass die bei- den hypothetischen Erw erbseinkom m en ziffernm ässig m öglichst genau er- m ittelt und einander gegenübergestellt w erden, w orauf sich aus der Ein- kom m ensdifferenz der Invaliditätsgrad bestim m en lässt. Insow eit die frag- lichen Erw erbseinkom m en ziffernm ässig nicht genau erm ittelt w erden kön- nen, sind sie nach M assgabe der im Einzelfall bekannten U m stände zu schätzen und die so gew onnenen Annäherungsw erte m iteinander zu ver- gleichen (allgem eine M ethode des Einkom m ensvergleichs; BG E 128 V 30 Erw . 1, 104 V 136 Erw . 2a und b; ZAK 1990 S. 518 Erw . 2). Erw erbsunfä- higkeit ist, vereinfacht ausgedrückt, die durch einen G esundheitsschaden verursachte U nfähigkeit, durch zum utbare Arbeit G eld zu verdienen (Alfred M aurer, Bundessozialversicherungsrecht, Basel 1993, S. 140). 2.10 U m den Invaliditätsgrad bem essen zu können, ist die Verw altung (und im Beschw erdeverfahren das G ericht) auf U nterlagen angew iesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den G esundheitsschaden zu beurteilen und dazu Stellung zu nehm en, in w elchem U m fang und bezüglich w elcher Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im W eiteren sind die ärzt- lichen Auskünfte eine w ichtige G rundlage für die Beurteilung der Frage, w elche Arbeitsleistungen dem Versicherten noch zugem utet w erden kön- nen. Es sind dem nach nicht nur die Erw erbsm öglichkeiten im ange- stam m ten Beruf, sondern auch in zum utbaren Verw eisungstätigkeiten zu prüfen. Bei der Bem essung der Invalidität ist auf die objektiven w irtschaft- lichen Folgen der funktionellen Behinderung abzustellen, w elche nicht zw ingend m it dem vom Arzt festgelegten G rad der funktionellen Einschrän- kung übereinstim m en m üssen (BG E 110 V 275 Erw . 4a [= ZAK 1985 S. 462 Erw . 4a]). Im Streitfall entscheidet der R ichter (BG E 114 V 314 f. Erw . 3c, 115 V 133 f. Erw . 2 m it H inw eisen). 2.11 Zu bem erken bleibt, dass aufgrund des im gesam ten Sozialversicherungs- recht geltenden G rundsatzes der Schadenm inderungspflicht ein in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsunfähiger Versicherter gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit in einem anderen Berufs- oder Erw erbszw eig zu suchen und anzunehm en, sow eit sie m öglich und zum ut- bar erscheint (BG E 113 V 28 Erw . 4a, 111 V 239 Erw . 2a). D eshalb ist es am behandelnden Arzt bzw . am Vertrauensarzt einer IV-Stelle zu entschei- den, in w elchem Ausm ass ein Versicherter seine verbliebene Arbeitsfähig-9 keit bei zum utbarer Tätigkeit und zum utbarem Einsatz auf dem ausgegli- chenen Arbeitsm arkt verw erten kann. D iese so genannte Verw eisungstä- tigkeit hat sich der Versicherte anrechnen zu lassen (leidensangepasste Verw eisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.). 2.12 D er Begriff des ausgeglichenen Arbeitsm arkts ist ein theoretischer und ab- strakter Begriff, w elcher dazu dient, den Leistungsbereich der Invaliden- versicherung von jenem der Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. D er Begriff um schliesst einerseits ein bestim m tes G leichgew icht zw ischen dem Angebot von und der N achfrage nach Stellen; anderseits bezeichnet er ei- nen Arbeitsm arkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenar- tiger Stellen offen hält. N ach diesen G esichtspunkten bestim m t sich im Einzelfall, ob die invalide Person die M öglichkeit hat, ihre restliche Er- w erbsfähigkeit zu verw erten und sie ein rentenausschliessendes Einkom - m en zu erzielen verm ag oder nicht (BG E 110 V 276 Erw . 4b; ZAK 1991 S. 320 Erw . 3b). D araus folgt, dass für die Invaliditätsbem essung nicht darauf abzustellen ist, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsm arkt- verhältnissen verm ittelt w erden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch w irtschaftlich nutzen könnte, w enn die ver- fügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen w ür- den (AH I 1998 S. 291 Erw . 3b). Von einer Arbeitsgelegenheit im Sinne von Art. 16 ATSG kann aber dort nicht m ehr gesprochen w erden, w o die zum utbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form m öglich ist, dass sie der allgem eine Arbeitsm arkt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem Entgegenkom m en eines durchschnittlichen Arbeitge- bers m öglich w äre (SVR 1996 IV N r. 70 S. 204 Erw . 3c, ZAK 1989 S. 322 Erw . 4). 2.13 D ie Verw altung als verfügende Instanz und - im Beschw erdefall - das G e- richt dürfen eine Tatsache nur dann als bew iesen annehm en, w enn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind (Kum m er, G rundriss des Zivilprozess- rechts, 4. Aufl., Bern 1984, S. 136). Im Sozialversicherungsrecht hat das G ericht seinen Entscheid, sofern das G esetz nicht etw as Abw eichendes vorsieht, nach dem Bew eisgrad der überw iegenden W ahrscheinlichkeit zu fällen. D ie blosse M öglichkeit eines bestim m ten Sachverhalts genügt den Bew eisanforderungen nicht. D er R ichter und die R ichterin haben vielm ehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen m öglichen G e- schehensabläufen als die w ahrscheinlichste w ürdigen (BG E 126 V 360 Erw . 5b, 125 V 195 Erw . 2, je m it H inw eisen). Führen die von Am tes w e- gen vorzunehm enden Abklärungen die Verw altung oder das G ericht bei pflichtgem ässer Bew eisw ürdigung zur Ü berzeugung, ein bestim m ter Sach- verhalt sei als überw iegend w ahrscheinlich zu betrachten und es könnten w eitere Bew eism assnahm en an diesem feststehenden Ergebnis nichts m ehr ändern, so ist auf die Abnahm e w eiterer Bew eise zu verzichten (anti- zipierte Bew eisw ürdigung; Kieser, D as Verw altungsverfahren in der Sozial- versicherung, S. 212, R z 450; Kölz/H äner, Verw altungsverfahren und Ver- w altungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., S. 39, R z 111 und S. 117, R z 320; G ygi, Bundesverw altungsrechtspflege, 2. Aufl., S. 274; vgl. auch BG E 122 II 469 Erw . 4a, 122 III 223 Erw . 3c, 120 Ib 229 Erw . 2b, 119 V 344 10 Erw . 3c m it H inw eis). In einem solchen Vorgehen liegt kein Verstoss ge- gen das rechtliche G ehör gem äss Art. 29 Abs. 2 BV (SVR 2001 IV N r. 10 S. 28 Erw . 4b; zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene, w eiterhin geltende R echt- sprechung: BG E 124 V 94 Erw . 4b, 122 V 162 Erw . 1d m it H inw eis). 2.14 D er Sozialversicherungsprozess ist vom U ntersuchungsgrundsatz be- herrscht. D anach hat das G ericht von Am tes w egen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. D ieser G rundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet zum einen sein Korrelat in den M itw irkungspflichten der Parteien (BG E 125 V 195 Erw . 2, 122 V 158 Erw . 1a, je m it H inw eisen). Zum andern um fasst die be- hördliche und richterliche Abklärungspflicht nicht unbesehen alles, w as von einer Partei behauptet oder verlangt w ird. Vielm ehr bezieht sie sich nur auf den im R ahm en des streitigen R echtsverhältnisses (Streitgegenstand) rechtserheblichen Sachverhalt. R echtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder an- ders zu entscheiden ist (G ygi, Bundesverw altungsrechtspflege, 2. Aufl., S. 43 und 273). In diesem R ahm en haben Verw altungsbehörden und Sozial- versicherungsgericht zusätzliche Abklärungen stets vorzunehm en oder zu veranlassen, w enn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BG E 117 V 282 Erw . 4a m it H inw eis; U rteil W . vom 20. Juli 2000, I 520/99). 2.15 D as Bundesrecht schreibt nicht vor, w ie die einzelnen Bew eism ittel zu w ür- digen sind. Für das gesam te Verw altungs- und Verw altungsgerichtsbe- schw erdeverfahren gilt der G rundsatz der freien Bew eisw ürdigung. D a- nach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Be- w eise frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Bew eisregeln, sow ie um fassend und pflichtgem äss zu w ürdigen. Für das Beschw erdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Bew eism ittel, unabhängig davon, von w em sie stam m en, objektiv zu prüfen, und danach zu entschei- den hat, ob die verfügbaren U nterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen R echtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander w idersprechenden m edizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesam te Bew eism aterial zu w ürdigen und die G ründe anzuge- ben, w arum es auf die eine und nicht auf die andere m edizinische These abstellt. H insichtlich des Bew eisw ertes eines Arztberichtes ist entschei- dend, ob der Bericht für die streitigen Belange um fassend ist, auf allsei- tigen U ntersuchungen beruht, auch die geklagten Beschw erden berück- sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anam nese) abgegeben w orden ist, in der D arlegung der Zusam m enhänge und in der Beurteilung der m edizi- nischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Exper- tinnen und Experten begründet sind. Bestehen Zw eifel an der Zuverlässig- keit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Ab- klärungen vorzunehm en. D abei hat das Sozialversicherungsgericht grund- sätzlich die W ahl, ob es die Sache zur w eiteren Bew eiserhebung an die verfügende Instanz zurückw eisen oder die erforderlichen Instruktionen ins- besondere durch Anordnung eines G erichtsgutachtens selber vornehm en 11 w ill (BG E 125 V 352 Erw . 3a m it H inw eisen; AH I 2001 S. 113 Erw . 3a; R KU V 1999 N r. U 332 S. 193 Erw . 2a/bb und 1998 N r. U 313 S. 475 Erw . 2a). 3. 3.1 D er w eiterhin eine halbe Invalidenrente gew ährende R evisionsentscheid vom Juni 2001 stützte sich im W esentlichen auf die von der Vorinstanz in Auftrag gegebenen G utachten, w onach der Beschw erdeführer im W esent- lichen an neurotischer Entw icklung m it vorw iegend narzisstischem G eprä- ge bei ausgeprägter Aggressionsstauung sow ie M ehlekzem der H ände und einer anam nestischen M ehlstaub-R hinitis leidet (vgl. act. 45-50, 78). Im R ahm en des vorliegenden R evisionsverfahrens bestätigte die IV-Stel- len-Ärztin, Frau D r. m ed. G , am 3. Juni 2005, dass der Beschw erdeführer an Polyarthralgien, som atoform er Schm erzstörung, D epression und Pollyallergie, insbesondere M ehlstaub, leidet, und dass die Epicondylitis und die restlichen G elenkbeschw erden seit 1995 bestünden. Sie vertritt aber die Ansicht, dass es keine schw eren, degenerativen Veränderungen gebe, so dass dem Beschw erdeführer aus rheum atologischer Sicht im m er noch leichte bis m ittelschw ere, w echselbelastende Arbeiten zu 100% zugem utet w erden könnten; ausgeschlossen seien jedoch dauernde Arbei- ten m it den Arm en in oder über der H orizontalen, Arbeiten m it Zw angshal- tung der H alsw irbelsäule. D ie frühere Arbeit im G astgew erbe könne ihm nicht m ehr zugem utet w erden, doch seine derzeitige Tätigkeit als Zim m er- verm ieter sei voll zum utbar, so dass aus rheum atologischer Sicht keine Veränderung bestehe und er w eiterhin zu 50% arbeitsunfähig sei (vgl. act. 127). D er IV-Stellen-Arzt D r. m ed. A, Facharzt für Psychiatrie, kam am 30. Juni 2005 in seinem Bericht von 6 Zeilen zum Ergebnis, dass der Beschw erdeführer an vielfältigen, m ehr som atisch begründeten Schm erzen, vor allem som atoform er Schm erzstörung sow ie D epressionen leide und die depressive Verstim m ung als reaktiv gew ertet w erden könne, diese aber nicht dergestalt sei, dass er nicht m it genügendem W illen zu 50% arbeitsfähig w äre (vgl. act. 132). 3.2 Allein aufgrund des G utachtens der Fachärztin für Psychiatrie, Frau D r. m ed. H vom 19. M ai 2005, w onach der Beschw erdeführer hauptsächlich eine ängstlich-depressive Sym ptom atik m it daraus resultierender vollständiger Arbeitsunfähigkeit aufw eise, kann nicht als schlüssig festgestellt betrachtet w erden, der G esundheitszustand habe sich erheblich verschlechtert. D afür ist das G utachten zu w enig um fassend. So lässt sich gestützt auf das genannte G utachten beispielsw eise nicht sagen, ob sich das psychische Leiden des Beschw erdeführers zu einer andauernden (schw eren) D epression entw ickelt hat. D as Bundesver- w altungsgericht kann allerdings die Schlussfolgerung der IV-Stelle, es sei keine Veränderung des G esundheitszustandes seit der R entenrevision vom Juni 2001 eingetreten, ebenso w enig nachvollziehen. W ie sich aus dem N achfolgenden ergibt, erscheint es hier ohne ergänzende Abklä- rungen nicht m öglich, m it dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Be-12 w eisgrad der überw iegenden W ahrscheinlichkeit (BG E 119 V 338 Erw . 1) festzustellen, ob tatsächlich von keiner w esentlichen Veränderung des G e- sundheitszustandes ausgegangen w erden kann oder etw a eine zusätzliche Einschränkung der Leistungsfähigkeit vorliegt und diese sich anspruchsre- levant auf die Erw erbsfähigkeit ausw irkt bzw . ob dam it eine erhebliche Än- derung des Invaliditätsgrades im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG verbun- den ist. Insbesondere die Beurteilung des IV-Stellen-Facharztes für Psy- chiatrie, der in sum m arischer W eise zu den Berichten der französischen Fachärztin für Psychiatrie, Frau D r. m ed. H Stellung nahm , das geltend gem achte psychische Leiden als reaktive depressive Verstim m ung w ertete, w elche "nicht dergestalt sei, dass der Versicherte nicht m it genügend gutem W illen zu 50% arbeitsfähig w äre", erscheint ungenügend für eine abschliessende Beurteilung der Entw icklung der bereits seit Anbeginn der R entengew ährung seit Januar 1992 diagnostizierten psychischen Leiden des Beschw erdeführers. Bei der Beurteilung psy- chischer Krankheiten gilt es zunächst zu bedenken, dass sich die Frage der zum utbaren W illensanstrengung zur Ü berw indung psychischer Pro- blem e regelm ässig nicht vom m edizinischen Leiden selber trennen lässt und daher sorgfältiger Prüfung bedarf. Ferner w eist die Vorinstanz m it der Aussage, der Beschw erdeführer sei zu 50% arbeitsfähig, sofern dieser w il- lens sei, die psychischen Problem e zu überw inden, indirekt auf die ihrer M einung nach vorhandene Behandelbarkeit des Leidens hin. G em äss BG E 127 V 298 ff. sagt jedoch die Behandelbarkeit einer psychischen Störung, für sich allein betrachtet, nichts über deren invalidisierenden C harakter aus. Auch bei einer noch behandel- oder therapierbaren gesundheitlichen Beeinträchtigung kann eine Invalidität vorliegen. D er Versicherte hat zw ar von sich aus das ihm Zum utbare zur Verbesserung der Erw erbsfähigkeit beizutragen, in erster Linie durch Ausschöpfung säm tlicher m edizinischer Behandlungs- und w eiterer therapeutischer M öglichkeiten. Kom m t er die- ser Schadenm inderungspflicht nicht in genügender W eise nach, kann dies im R ahm en von Art. 31 Abs. 1 IVG zur ganzen oder teilw eisen, vorüberge- henden oder dauernden Ablehnung der R ente führen. N im m t anderseits der Versicherte diese Pflicht im R ahm en des ihm objektiv und subjektiv Zu- m utbaren w ahr, indem er beispielsw eise vom verfügbaren psychothera- peutischen Angebot G ebrauch m acht, und w ird dadurch eine voraussicht- lich dauernde Verbesserung des G esundheitszustandes und dam it der Ar- beits- und Erw erbsfähigkeit erreicht, stellt dies gegebenenfalls einen R evi- sionsgrund im Sinne von Art. 17 ATSG dar. Im vorliegenden Fall gilt es als ausgew iesen, dass sich der Beschw erdeführer von Februar 2005 bis m in- destens zum angefochtenen Entscheid einer psychiatrischen Behandlung unterzogen hat, und dass ihn die von ihm beauftragte Fächärztin für Psy- chiatrie aufgrund der andauernden psychischen Leiden, als arbeitsunfähig für alle Tätigkeiten betrachtet. D ie Beschw erdegegnerin kann ohne w eitere m edizinische Abklärungen som it nicht davon ausgehen, dass der Be- schw erdeführer allein "m it gutem W illen" seine psychischen Leiden be- käm pfen könne. D er rechtserhebliche Sachverhalt ist dem nach nicht genü- gend festgestellt w orden, w eshalb der Beschw erdegrund nach Art. 49 lit. b Vw VG gegeben ist, w as zur Aufhebung des angefochtenen Einspra-13 cheentscheides führt. 3.3 N ach Art. 61 Abs. 1 Vw VG kann die Beschw erdeinstanz die zu beurtei- lende Sache, statt selbst zu entscheiden, m it verbindlichen W eisungen an die Vorinstanz zurückw eisen. Ein solcher Ausnahm efall ist hier w egen der in entscheidenden Punkten unvollständigen bzw . w idersprüchlichen Akten gegeben, w eshalb die Sache an die IV-Stelle für Versicherte im Ausland zurückgew iesen w ird, dam it sie den psychiatrischenden rechtserheblichen Sachverhalt vollständig abkläre. Sie w ird angew iesen, den Beschw erde- führer zu einer entsprechenden Begutachtung in der Schw eiz aufzubieten (z.B. bei einer M ED AS). D ie begutachtenden Ärzte haben sich klar dazu zu äussern, an w elchen invaliditätsbegründenden Beschw erden und G ebre- chen der Beschw erdeführer leidet (D iagnose unterteilt nach H aupt- und N ebendiagnose) und ob w eitere spezielle Abklärungen zu tätigen sind, bzw . w ie sich der G rad der Arbeitsunfähigkeit und der G rad der Tauglich- keit in den in Frage kom m enden, leichten Verw eisungstätigkeiten, w elche genau zu um schreiben sind, seit der zuletzt erfolgten G ew ährung der halb- en R ente bis zum 3. April 2006 (D atum des angefochtenen Einspracheent- scheides; act. 150) sow ie danach entw ickelt haben. Anschliessend hat die Verw altung zu prüfen, ob ein R evisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG vorliegt und gegebenenfalls den Invaliditätsgrad anhand eines nach den von der R echtsprechung festgelegten Kriterien durchgeführten Ein- kom m ensvergleichs zu bestim m en. In jedem Fall hat die Verw altung hierauf eine neue anfechtbare Verfügung zu erlassen (Art. 52 ATSG ). 3.4 D a es im vorliegenden Verfahren um die Verw eigerung zusätzlich bean- tragter Versicherungsleistungen geht, w erden gem äss den bis zum 30. Juni 2006 geltenden Bestim m ungen keine Verfahrenskosten erhoben (Art. 69 IVG in Verbindung m it Art. 85bis Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Alters- und H interlassenenversicherung vom 20. D ezem ber 1946 [AH VG , SR 831.10] sow ie in Verbindung m it den Schlussbestim m ungen zur Änderung des IVG vom 16. D ezem ber 2005 [AS 2006 2003]). Es w ird keine Parteientschädigung zugesprochen (Art. 64 Vw VG ). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird im Sinne der Erw ägungen teilw eise gutgeheissen und der Einspracheentscheid der IV-Stelle für Versicherte im Ausland vom 3. April 2006 aufgehoben. 2. D ie Sache geht an die IV-Stelle für Versicherte im Ausland zurück, dam it diese im Sinne der Erw ägungen verfahre und eine neue anfechtbare Ver- fügung erlasse. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben und keine Parteientschädi- gungen zugesprochen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (Einschreiben, m it R ückschein)14 - der Vorinstanz (Einschreiben, m it R ückschein) - dem Bundesam t für Sozialversicherungen (Einschreiben) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: M ichael Peterli W ilhelm -U lrich Schodde R echtsm ittelbelehrung D ieses U rteil kann innerhalb von 30 Tagen ab Zustellung beim Bundesgericht, Schw eizerhofquai 6, 6004 Luzern, angefochten w erden (vgl. Art. 42, 48, 100 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [BG G , SR 173.110]). Versand am :