<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00377</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106498&amp;W10_KEY=13013576&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00377</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.01.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Tierhaltung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Tierärztliche Beurteilung eines Rottweiler-Rüden; Wahl des Gutachters Auf die Beschwerde ist einzutreten (E. 1). Zu prüfen ist, ob der Bezirksrat zu Recht auf den Rekurs eingetreten ist. Ist dies zu verneinen, so ist die Beschwerde abzuweisen (E. 2). Die angefochtene Anordnung stellt eine Zwischenverfügung dar, die nur anfechtbar ist, falls sie einen nicht wieder gut zu machenden Nachteil bewirkt. Die Begutachtung eines Hundes bewirkt keinen solchen (E. 2a, b). Daran ändert die Kostenauflage nichts (E. 2c). Dasselbe gilt für die Sanktionsandrohungen (E. 2d). Die Bezeichnung des Gutachters wäre ebenfalls nicht anfechtbar gewesen (E. 2e). Nicht mehr zu prüfen ist der Vorwurf der Verletzung des rechtlichen Gehörs (E. 2f).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANDROHUNG">ANDROHUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEZIRKSTIERARZT">BEZIRKSTIERARZT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINTRETEN">EINTRETEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GUTACHTEN">GUTACHTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HUND">HUND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHTEIL">NACHTEIL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT">POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REKURS">REKURS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: SACHVERHALTSFESTSTELLUNG">SACHVERHALTSFESTSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SANKTION/-EN">SANKTION/-EN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TIERARZT">TIERARZT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWISCHENENTSCHEID">ZWISCHENENTSCHEID</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 6 HundeG</span><br/><span class="gerade">§ 10 lit. II HundeG</span><br/><span class="ungerade">Art. 292 StGB</span><br/><span class="gerade">§ 7 lit. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 19 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Eheleute A 1 und A 2 sind Halter eines Rottweilerhundes und EigentÃ¼mer einer Wohnung an der M-strasse in X, welche sie als Wo­chenaufenthalter benÃ¼tzen. Am 30. April 2001 ersuchte ein Bewohner derselben Liegenschaft den Gemeinderat um Anord­nung von Massnahmen betreffend den genannten Hund, weil er sich durch dessen Verhalten bedroht fÃ¼hlte. Mit VerfÃ¼gung vom 23. Mai 2001 beauftragte der kommunale Polizeivorstand gestÃ¼tzt auf § 6 des Gesetzes Ã¼ber das Halten von Hunden vom 14. MÃ¤rz 1971 (HundeG) den stellvertretenden Bezirkstierarzt mit einer tierÃ¤rztlichen Beurteilung des Hun­­des und der Erstattung eines entsprechenden Berichts, der mÃ¶gliche Massnahmen aufzu­zeigen habe (Disp. Ziff. 1); die Kosten der tierÃ¤rztlichen Beurteilung seien durch die Hun­­­dehalter zu begleichen (Disp. Ziff. 2); als zulÃ¤ssiges Rechtsmittel wurde die Beschwer­de an den Gemeinderat bezeichnet und einer allfÃ¤lligen Be­schwerde die aufschiebende Wir­kung entzogen (Disp. Ziff. 3 und 4). Unter Hinweis darauf, dass die betroffenen Hunde­halter einem Aufgebot des stellvertretenden Bezirkstierarztes keine Folge geleistet hÃ¤tten, erneuerte der Polizeivorstand am 12. Juni die Anordnung vom 23. Mai 2001 einschliess­lich Kostenauflage (Disp. Ziff. 1 und 2), diesmal unter Androhung einer zwangsweisen Durchsetzung (Disp. Ziff. 3) sowie einer Bestrafung nach Art. 292 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB) wegen Ungehorsams im SÃ¤umnisfall (Disp. Ziff. 4), erneut unter Entzug der aufschiebenden Wirkung einer allfÃ¤lligen Beschwerde (Disp. Ziff. 5).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine am 26. Juni 2001 erhobene Einsprache der Eheleute A gegen Disp. Ziff. 1 der VerfÃ¼gung vom 23. Mai bzw. vom 12. Juni 2001 wies der Gemeinderat X am 9. Juli 2001 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Hiergegen erhoben die Eheleute A am 19. Juli 2001 Rekurs an das Statthal­teramt Y mit dem Antrag, von einer tierÃ¤rztlichen Untersuchung des Hundes ab­zusehen; eventuell sei eine WesensprÃ¼fung des Hundes durch einen SachverstÃ¤ndigen vornehmen zu lassen, wobei die Rekurrierenden vorgÃ¤ngig zur Person des Gutachters und zur Fragestellung anzuhÃ¶ren seien; sodann sei dem Rekurs die aufschiebende Wirkung wieder zu erteilen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Dem Verfahrensantrag um Wiedererteilung der aufschiebenden Wirkung entsprach der Bezirksrat mit Beschluss vom 27. Juli 2001. Sodann wies er mit Beschluss vom 22. Ok­­tober 2001 den Rekurs ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 26. November 2001 beantragten die Eheleute A dem Ver­waltungsgericht, von der angeordneten tierÃ¤rztlichen Untersuchung durch den stell­ver­tre­ten­den Bezirkstierarzt abzusehen oder eventuell ein Gutachten eines SachverstÃ¤ndigen einzuholen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat Y beantragte am 4. Dezember 2001 Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrenden. Der Gemeinderat X beantragte am 17. Dezember 2001 ebenfalls Abweisung der Beschwerde; ferner ersuchte er darum, im Sinn einer vorsorglichen Massnahme bis zum Abschluss des Beschwer­deverfahrens einen Maulkorbzwang fÃ¼r den genannten Hund anzuordnen. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 21. Dezember 2001 wurde das Begehren um Anordnung einer vorsorglichen Massnahme abgelehnt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Das Gericht wendet das Recht von Amtes wegen an, weshalb es auch prÃ¼fen kann, ob der Bezirksrat zu Recht auf den Rekurs eingetreten sei. Ist Letzteres zu verneinen, so ist die gegen den materiellen Rekursentscheid erhobene Beschwerde schon aus diesem Grund abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Mit Disp. Ziff. 1 der VerfÃ¼gung vom 23. Mai bzw. vom 12. Juni 2001 hat der kom­munale Polizeivorstand gestÃ¼tzt auf § 6 HundeG den stellvertretenden Bezirkstierarzt mit einer tierÃ¤rztlichen Beurteilung des Hundes und der Erstattung eines entsprechenden Be­richts, der mÃ¶gliche Massnahmen aufzuzeigen habe, beauftragt. In diesem Verfahren, das auf Gesuch eines sich durch den Hund bedroht fÃ¼hlenden Nachbarn eingeleitet worden ist, soll abgeklÃ¤rt werden, ob der streitbetroffene Hund "gefÃ¤hrlich" im Sinn von § 6 HundeG sei. Falls sich die GefÃ¤hrlichkeit des Hundes erweisen wÃ¼rde, wÃ¤re das Verfahren nicht mit dieser blossen Feststellung abzuschliessen, sondern mit der VerhÃ¤ngung einer Mass­nahme, mit der dieser GefÃ¤hrdung begegnet wÃ¼rde. Deswegen wurde der stellvertretende Bezirks­tierarzt auch beauftragt, gegebenenfalls allfÃ¤llige Massnahmen vorzuschlagen; als solche kommen namentlich die Anordnung eines stÃ¤ndigen Leinen- und/oder Maul­korbzwangs (vgl. § 10 Abs. 2 HundeG; dazu VGr, 12. November 1998, VB 1998.00259) oder das Ab- tun des Hundes in Betracht (vgl. auch die vom kantonalen VeterinÃ¤ramt im Dezember 2000 erlassene Wegleitung fÃ¼r die Gemeinden zum Vollzug des Hundegesetzes). Dem an­ge­for­der­ten Bericht kommt die Bedeutung eines Amtsberichts im Sinn von § 7 Abs. 1 VRG zu (zum formellen Unterschied zwischen Amtsbericht und Gutachten vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 7 N. 30).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Mit diesem Inhalt kennzeichnet sich die streitbetroffene Anordnung als Zwischen­verfÃ¼gung zur KlÃ¤rung des Sachverhalts. Derartige ZwischenverfÃ¼gungen sind nach § 19 Abs. 2 VRG nur mit Rekurs weiterziehbar, wenn sie einen Nachteil zur Folge haben, der sich spÃ¤ter voraussichtlich nicht mehr beheben lÃ¤sst. Abs. 2 ist als Ausnahme vom Grundsatz (Abs. 1) zu verstehen, dass verfahrensleitende Anordnungen erst mit dem End­entscheid anfechtbar sind. Nach der Praxis setzt die Anfechtung eines Zwischenentscheids keinen rechtlichen Nachteil voraus; es genÃ¼gt ein erheblicher tatsÃ¤chlicher Nachteil, etwa die VerzÃ¶gerung von Bauarbeiten (RB 1986 Nr. 19) oder finanzielle Einbussen von erheblichem Gewicht (RB 1998 Nr. 33). Es genÃ¼gt jedoch nicht jeder beliebige Nachteil, der mit der verfahrensleitenden Anordnung verbunden ist. Auflagen betreffend die Mitwirkung eines Verfahrensbeteiligten an der KlÃ¤rung des Sachverhalts sind in der Regel nicht selbstÃ¤ndig mit Rekurs weiterziehbar (vgl. RB 1998 Nr. 35; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 51). Die damit verbundenen Umtriebe lassen sich zwar nicht mehr rÃ¼ckgÃ¤ngig machen; es fehlt ihnen aber in der Regel das nÃ¶tige Gewicht, das fÃ¼r einen selbstÃ¤ndigen Weiterzug erforder­lich wÃ¤re. Die Abwicklung von Verfahren ist stets mit gewissen Umtrieben fÃ¼r die Betroffenen verbunden. Mit Bezug auf die hier streitige Anordnung einer bezirkstierÃ¤rztlichen Untersuchung des Hundes ist jedenfalls ein qualifizierter Nachteil im Sinn von § 19 Abs. 2 VRG als einer Voraussetzung fÃ¼r die selbstÃ¤ndige Anfechtung zu verneinen. Anders verhÃ¤lt es sich etwa bei der Einholung eines Gutachtens Ã¼ber den Gesundheitszustand eines Arztes im Rahmen eines Verfahrens betreffend den Entzug der Praxisbewilligung (vgl. RB 2000 Nr. 76); in diesem Fall wurde die selbstÃ¤ndige Anfechtbarkeit damit begrÃ¼ndet, dass die umstrittene psychiatrische Begutachtung einen schweren Eingriff in die PersÃ¶nlichkeits­rechte der BeschwerdefÃ¼hrerin beinhalte, welcher sich auch mit einem spÃ¤teren allfÃ¤lligen Belassen der Praxisbewilligung nicht mehr beheben lasse (unverÃ¶ffentlichte ErwÃ¤gung 1 des zitierten Urteils VB.2000.00074).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) An dieser Beurteilung vermag auch der Umstand nichts zu Ã¤ndern, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden gemÃ¤ss Disp. Ziff. 2 der VerfÃ¼gung vom 23. Mai 2001 bzw. vom 12. Juni 2001 die Kosten fÃ¼r die angeordnete tierÃ¤rztliche Untersuchung zu tragen haben. Abgesehen davon, dass sich ihr Rechtsmittel nicht unmittelbar gegen diese Kostenauflage richtet, erwÃ¤chst ihnen daraus kein nicht wiedergutzumachender Nachteil, sofern sichergestellt wird, dass sie sich auch noch nach Erledigung des Verfahrens gegen die Kostenauflage in Ziffer 2 der streitbetroffenen VerfÃ¼gung wehren kÃ¶nnen. FÃ¼r den Fall, dass aufgrund des einzuholenden bezirkstierÃ¤rztlichen Berichts eine Massnahme verhÃ¤ngt wÃ¼rde, kÃ¶nnen sich die BeschwerdefÃ¼hrenden dannzumal ohnehin noch gegen die Auflage der Untersuchungskosten wehren. FÃ¼r den Fall, dass die angeordnete Untersuchung die UngefÃ¤hrlichkeit des Hundes erweisen und gestÃ¼tzt hierauf von der Anordnung einer Massnahme im Sinn von § 6 oder § 10 Abs. 2 HundeG abgesehen wÃ¼rde, bleibt ihnen die MÃ¶glichkeit zur Anfechtung der Kostenauflage ebenfalls gewahrt; dazu kÃ¶nnten sie den Erlass einer das ganze Verfahren abschliessenden VerfÃ¼gung verlangen oder jedenfalls den Erlass einer definitiven VerfÃ¼gung betreffend die Auflage der Untersuchungskosten, in welcher Letztere ohnehin noch betragsmÃ¤ssig festzulegen wÃ¤ren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) In der VerfÃ¼gung vom 12. Juni 2001 wird zusÃ¤tzlich festgehalten, dass bei Nicht­befolgen der Vorladung des stellvertretenden Bezirkstierarztes "die nÃ¶tigen Massnahmen fÃ¼r die Durchsetzung dieser VerfÃ¼gung" veranlasst wÃ¼rden (Disp. Ziff. 3) und eine Bestrafung wegen Ungehorsams gegen amtliche VerfÃ¼gungen nach Art. 292 StGB erfolgen kÃ¶nne (Disp. Ziff. 4). Mit Disp. Ziff. 3 ist offenkundig ein unmittelbarer Verwaltungszwang (vgl. § 30 Abs. 1 lit. b VRG; im vorliegenden Fall im Sinn einer polizeilichen Hilfe bei der VorfÃ¼hrung des Hundes) gemeint. Dazu ist vorab festzuhalten, dass die rechtskundig vertre­tenen BeschwerdefÃ¼hrenden in der Einsprache vom 26. Juni 2001 ausdrÃ¼cklich sowie im Rekurs vom 19. Juli 2001 sinngemÃ¤ss lediglich Disp. Ziff. 1 der VerfÃ¼gungen des Polizeivorstandes vom 23. Mai und vom 12. Juni 2001 angefochten haben. Die Frage der RechtmÃ¤ssigkeit und VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit dieser beiden Sanktionsandrohungen ist aus diesem Grund nicht zu Ã¼berprÃ¼fen. Ferner ist anzumerken, dass Verwarnungen und Androhungen im Zusammenhang mit Auflagen oder Weisungen in der Regel nicht selbstÃ¤ndig mit Rekurs anfechtbar sind (vgl. bezÃ¼glich des Sozialhilferechts RB 1998 Nr. 34; vgl. ferner § 31 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es fragt sich einzig, ob die beiden Sanktionsandrohungen die selbstÃ¤ndige Anfechtung der primÃ¤r streitbetroffenen ZwischenverfÃ¼gung (Anordnung einer bezirkstierÃ¤rztlichen Untersuchung gemÃ¤ss Disp. Ziff. 1) zu rechtfertigen vermÃ¶gen. Das ist zu verneinen. Der damit fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrenden verbundene Eingriff resultiert nicht unmittelbar aus der primÃ¤r streitbetroffenen ZwischenverfÃ¼gung (Anordnung einer bezirkstierÃ¤rztlichen Untersuchung), sondern wÃ¤re die Sanktion bei Nichtbefolgung dieser Anordnung. Die Sank­­tionsandrohungen bilden daher keinen Grund, die streitbetroffene Anordnung als selbstÃ¤ndig anfechtbare ZwischenverfÃ¼gung im Sinn von § 19 Abs. 2 VRG zu wÃ¼rdigen. Zu keinem anderen Ergebnis gelangt man, wenn die Sanktionsandrohungen bei der PrÃ¼fung der Frage, ob die Anordnung der tierÃ¤rztlichen Untersuchung einen qualifizierten Nachteil im Sinn von § 19 Abs. 2 VRG bewirke, mitberÃ¼cksichtigt werden. Mit Bezug auf Disp. Ziff. 3 der VerfÃ¼gung vom 12. Juni 2001 ist festzuhalten, dass die Anwendung von unmittelbaren Zwang gegenÃ¼ber Tieren, wie sie die polizeiliche VorfÃ¼hrung des Hundes darstellt, bezÃ¼glich Schwere des Eingriffs nicht vergleichbar ist mit der Anwendung von unmittelbarem Zwang gegenÃ¼ber Personen (vgl. in diesem Zusammenhang § 271 Abs. 1 Ziff. 4 in Verbindung mit § 199 Abs. 1 der Zivilprozessordnung vom 13. Juni 1976 [ZPO]). Mit Bezug auf Disp. Ziff. 4 der VerfÃ¼gung vom 12. Juni 2001 ist festzuhalten, dass Ã¼ber die angedrohte Sanktion nicht die VerwaltungsbehÃ¶rde, sondern der Strafrichter zu ent­scheiden hÃ¤tte; dieser kÃ¶nnte die Androhung der bezirkstierÃ¤rztlichen Untersuchung vor­frageweise Ã¼berprÃ¼fen; dabei stÃ¼nde ihm sogar, weil diese Anordnung nicht selbstÃ¤ndig beim Verwaltungsgericht anfechtbar ist, volle Kognition zu (Max Imboden/RenÃ© Rhinow, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Band I, Basel 1976, Nr. 51 B II a; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 61).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Zu prÃ¼fen bleibt, ob die Ablehnung des erstmals in der Einsprache vom 26. Juni 2001 gestellten und in der Rekursschrift vom 19. Juli 2001 wiederholten Eventualbegehrens, mit der Untersuchung des Hundes einen SachverstÃ¤ndigen zu betrauen und den Einsprechenden hinsichtlich der Person des Gutachters und der Formulierung der Fragestellung vorgÃ¤ngig Gelegenheit zur Stellungnahme einzurÃ¤umen, als selbstÃ¤ndig anfechtbarer Zwischenentscheid zu wÃ¼rdigen sei. Das ist zu verneinen. Wenn schon die Anordnung einer Untersuchung nicht selbstÃ¤ndig anfechtbar ist (vgl. vorstehend ErwÃ¤gungen 2 a-d), muss dies auch und um so mehr fÃ¼r die ModalitÃ¤ten dieser Untersuchung gelten (vgl. RB 2000 Nr. 133). Nicht anders wÃ¼rde es sich im Ãbrigen nach der ZPO verhalten, auf deren §§ 172 Abs. 2 und 175 Abs. 2 sich die BeschwerdefÃ¼hrenden in diesem Zusammenhang berufen (vgl. § 271 Abs. 1 Ziff. 4 ZPO).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Vor Bezirksrat rÃ¼gten die BeschwerdefÃ¼hrenden unter anderem auch, der mit dem Amtsbericht beauftragte stellvertretende Bezirkstierarzt habe sich ihnen gegenÃ¼ber in telefonischen GesprÃ¤chen so benommen, dass er als befangen gelten mÃ¼sse (Rekursschrift S. 7). Auf diese RÃ¼ge, die im ganzen Verfahrensablauf weder verfrÃ¼ht noch verspÃ¤tet erhoben worden ist (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 5a N. 5), ist der Bezirksrat zu Recht eingetreten (RB 1996 Nr. 18). Vor Verwaltungsgericht haben die BeschwerdefÃ¼hrenden diese RÃ¼ge nicht mehr erneuert und demnach den Rekursentscheid in dieser Hinsicht nicht angefochten; die pauschale Verweisung in der Beschwerdeschrift auf die Vorbringen in der Rekursschrift (Ziff. 17 S. 13) genÃ¼gt jedenfalls in dieser Hinsicht nicht. Die Ablehnung der Befangenheits­rÃ¼ge durch den Bezirksrat (Rekursentscheid E. 6 S. 5) ist daher hier nicht nÃ¤her zu Ã¼berprÃ¼fen. Es kann angemerkt werden, dass die diesbezÃ¼gliche Beurteilung des Bezirksrats Ã¼berzeugt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>g) Es ergibt sich demnach, dass der Bezirksrat â mit Ausnahme der nicht mehr weiter zu prÃ¼fenden RÃ¼ge der Befangenheit (E. 2f) â zu Unrecht auf den Rekurs eingetreten ist. Die gegen seinen Entscheid erhobene Beschwerde ist daher abzuweisen, womit es beim Einspracheentscheid des Gemeinderats vom 9. Juli 2001 bleibt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird im Sinn der ErwÃ¤gungen abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>