Nr. 22 Kantonale direkte Steuern. Art. 81, Art. 160 Abs. 1 StG. Art. 20 Abs. 1, Art. 46 Abs. 1 StHG. Steuerliche Zugehörigkeit. Geltung der Untersuchungsmaxime. Die Beweislast wird regelmässig für steuerbegründende Tatsachen den Steuerbehörden und für steuermindernde Tatsachen den Steuer pflichtigen auferlegt. Die steuerliche Zugehörigkeit einer juristischen Person is t eine steuerbegründende Tatsache und somit von der Steuerbehörde nachzuweisen. Die juristischen Personen sind auf- grund persönlicher Zugehörigkeit und damit grundsätzlich unbeschränkt steuer- pflichtig, wenn sich ihr Sitz oder ihre tatsächliche Verwaltung im Kanton befindet. Massgebend ist gemäss Art. 56 ZGB der Ort, den die Statuten als Sitz bezeichnen. Der Ort der tatsächlichen Verwaltung ents pricht dem Ort der wirklichen Leitung, auch wenn die Geschäftstätigkeit anderswo ausgeübt wird. Sofern die Leitung aus- serhalb des Sitzkantons ausgeübt wird, ko mmt es darauf an, ob sich am Sitz eine für den Gesellschaftsbetrieb wesentliche In frastruktur befindet. Nur wenn sich am Sitz weder Leitung noch Geschäftseinric htungen befinden, diesem somit bloss for- melle Bedeutung zukommt, ist der Ort der wirklichen Leitung massgebend. Die wirt- schaftliche Betrachtungsweise ist also nur bei Steuerumgehungen anzuwenden. Dieser Nachweis ist von der kantonalen Steuerbehörde zu erbringen. In concreto vermag die Vorinstanz eigentliche Beweise dafür, dass sich der Ort der tatsächli- chen Verwaltung der Beschwerdeführerin und somit ihr Steuersitz im Kanton Uri und nicht im Kanton Nidwalden befindet, nicht zu erbringen. Obergericht, 19. Mai 2003, OG V 02 23