A bteilung IV D -4296/2006 {T 0/2} U rteil vom 4. Septem ber 2007 M itw irkung: R ichter Fulvio H aefeli, R ichter H ans Schürch, R ichter G érald Bovier G erichtsschreiberin U lrike R aem y A ._______, alias B ._______, geboren _______, Irak, vertreten durch H errn H ansjörg Trüb, _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), vorm als Bundesam t für Flüchtlinge (BFF), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 18. A pril 2005 i.S. A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Eigenen Angaben zufolge gelangte der Beschw erdeführer am 22. Juli 2003 in die Schw eiz, w o er am 23. Juli 2003 ein Asylgesuch stellte. Am 25. Juli 2003 fand in der Em pfangsstelle _______ (seit 1. Januar 2005: Em pfangs- und Verfahrenszentrum [EVZ] _______) die sum m arische Befragung des Beschw erdeführers zu seinen Asylgründen statt. Am 2. Septem ber 2003 erfolgte die Anhörung zu den Asylgründen durch die zuständige kantonale Behörde. B. D er Beschw erdeführer reichte am 9. Januar 2004, am 18. N ovem ber 2004 sow ie am 14. D ezem ber 2004 folgende Bew eism ittel ins R echt: ein Schreiben der KD P (Kurdistan D em ocratic Party) und ein Schreiben, in w elchem er auf die schw ierige Lage seiner im Iran verbliebenen Ehefrau und der drei Kinder sow ie auf die Problem e seines Bruders im Irak durch seine Verfolger. C . D as Bundesam t hörte den Beschw erdeführer am 22. M ärz 2005 ergänzend zu seinen Asylgründen an. D . Im W esentlichen m achte der Beschw erdeführer zur Begründung seines Asylgesuches geltend, er habe im Jahre 1999 die Tochter eines Im am s geheiratet. D a er die islam ischen Pflichten w ie Beten, Fasten und kein Alkohol trinken nicht einhalte, habe deren Fam ilie die Einw illigung zur H eirat nur w iderw illig gegeben. N ach der Eheschliessung hätten vier M änner, die der islam ischen O rganisation "Kom alai Islam i" angehört hätten, den Beschw erdeführer im m er w ieder zu H ause aufgesucht, ihn bedroht und zur R ückkehr zum Islam aufgefordert. Er aber sei standhaft geblieben. Als er die KD P (Kurdistan D em ocratic Party) um H ilfe ersucht habe, sei er abgew iesen w orden. Infolgedessen habe er sich am 9. oder 11. Februar 2003 m it H ilfe eines N achbarn nach C ._______ zum Leiter des Sicherheitsdienstes, D ._______, begeben. Im Anschluss daran seien zw ei der M änner, die ihn im m er w ieder bedroht hätten, verhaftet w orden. D en beiden anderen sei die Flucht gelungen. Am 18. und 21. Februar 2003 hätten Angehörige der verhafteten M änner den Beschw erdeführer zu H ause bedroht. Am 25. Februar 2003 sei auf sein H aus ein Anschlag m it einer H andgranate verübt w orden. Im Anschluss daran habe zw ar die Polizei Verw andte der vier W idersacher festgenom m en, diese aber drei Tage später m angels Bew eisen w ieder freigelassen. D araufhin habe sich der Beschw erdeführer zusam m en m it seiner Ehefrau und den drei Kindern zu seinem Bruder nach E._______ begeben. Am 2. M ärz 2003 sei auch auf dessen W ohnhaus ein Anschlag m it einer H andgranate verübt w orden, w eshalb der Beschw erdeführer aus Angst nach F._______ zu seinem O nkel gezogen sei, w ährendem seine Ehefrau und die Kinder zu einem O nkel des Beschw erdeführers nach E.______ geflüchtet seien. Am 15. M ärz 2003 sei der Beschw erdeführer in den Iran ausgereist, um sich von da aus nach England zu begeben. M it dem Ausbruch des Irakkrieges seien jedoch seine diesbezüglichen Pläne gescheitert und er sei am 5. April 2003 in den Irak nach G ._______ zurückgekehrt, w o er jedoch auch bedroht w orden sei. Am 21. April 2001 habe er sich erneut in den Iran begeben, von w o aus er nach einem einw öchigen Aufenthalt nach Aserbeidschan ausgereist und w eiter über ihm 3 unbekannte Länder in die Schw eiz gelangt sei. D ie Ehefrau des Beschw erdeführers sei nach dessen Ausreise an ihrem Aufenthaltsort in E._______ von ihrem Vater bedroht w orden. D eshalb habe der Beschw erdeführer dafür gesorgt, dass sie am 9. Juni 2003 in den Iran zu seinem O nkel habe ausreisen können. M ittlerw eile befinde sich seine Fam ilie im Iran in einer schw ierigen Lage. E. M it Eingabe vom 17. N ovem ber 2004 reichte der Beschw erdeführer beim BFM ein handschriftliches frem dsprachiges D okum ent ein. M it Schreiben des BFM vom 3. D ezem ber 2004 w urde er unter H inw eis auf die Säum nisfolge aufgefordert, bis am 13. D ezem ber 2004 den Brief in eine der drei Am tssprachen zu übersetzen oder übersetzen zu lassen. M it Eingabe vom 13. D ezem ber 2004 (Poststem pel) kam der Beschw erdeführer dieser Aufforderung fristgerecht nach. F. M it Verfügung vom 18. April 2005 – eröffnet am 19. April 2005 – lehnte das Bundesam t das Asylgesuch ab. G leichzeitig ordnete es die W egw eisung des Beschw erdeführers aus der Schw eiz und den Vollzug an. Zur Begründung w urde ausgeführt, die Vorbringen des Beschw erdeführers verm öchten den Anforderungen an die G laubhaftigkeit gem äss Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) nicht zu genügen. G . M it Beschw erde an die ehem alige Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) vom 14. M ai 2005 liess der Beschw erdeführer die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung, die G ew ährung von Asyl sow ie andernfalls die G ew ährung der vorläufigen Aufnahm e beantragen. Es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten und der Beschw erdeführer sei von der Bezahlung von Verfahrenskosten zu befreien. H . M it Zw ischenverfügung der AR K vom 26. M ai 2005 verzichtete die zuständige Instruktionsrichterin antragsgem äss auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Ü ber das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege w erde im Endentscheid befunden. I. M it Verfügung vom 31. O ktober 2005 hob das Bundesam t in teilw eiser W iedererw ägung die Ziffern 4 und 5 seiner Verfügung vom 18. April 2005 auf und nahm den Beschw erdeführer w egen U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs vorläufig in der Schw eiz auf. J. Am 1. N ovem ber 2005 setzte die AR K dem Beschw erdeführer Frist zur Stellungnahm e, ob er die Beschw erde zurückziehen w olle, andernfalls davon ausgegangen w erde, dass er vollum fänglich an seinen R echtsbegehren festhalte. M it Eingabe vom 4. N ovem ber 2005 liess der Beschw erdeführer m itteilen, dass er an der Beschw erde festhalte. K. M it Eingabe vom 28. N ovem ber 2005 legte der Beschw erdeführer den M itschnitt einer Fernsehsendung zur U nterm auerung seiner Aussagen ins R echt. L. M it Zw ischenverfügung des Bundesverw altungsgerichts vom 3. M ai 2007 w urde der R echtsvertreter des Beschw erdeführers unter H inw eis auf die Säum nisfolge aufgefordert, bis am 18. M ai 2007 eine detaillierte Kostennote zu den Akten zu 4 reichen. D ieser Aufforderung kam der R echtsvertreter m it Eingabe vom 14. M ai 2007 fristgerecht nach. M . D er Beschw erdeführer stellte im Verlauf seines Asylverfahrens m ehrere Anträge, um Abgabe eines R eisepapiers bzw . um die Ausstellung eines R ückreisevisum s, w eil er seinen kranken Sohn im Iran besuchen w ollte. D ie nahezu identischen G esuche vom 27. M ärz 2006, vom 9. M ai 2006 sow ie vom 14. Februar 2007 w urden m it den jew eiligen Verfügung des BFM vom 10. April 2006, vom 9. Juni 2006 sow ie vom 30. April 2007 abgew iesen. D ie letzte vorinstanzliche Verfügung focht der Beschw erdeführer m it Beschw erde vom 28. M ai 2007 beim Bundesverw altungsgericht an. D ie Beschw erde w urde jedoch m it U rteil vom 23. Juli 2007 im einzelrichterlichen Verfahren als durch R ückzug gegenstandslos gew orden abgeschrieben (vgl. C -3715/2007). D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz; das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G ; SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, am 1. Januar 2007 die Beurteilung der bei der ehem aligen AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 1.4 Ü ber offensichtlich unbegründete Beschw erden w ird in einem vereinfachten Verfahren entschieden. W ie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten.5 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gelten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum indest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vorhandensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeblich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D as Bundesam t lehnte das Asylgesuch des Beschw erdeführers ab, da dessen Vorbringen den Anforderungen an die G laubhaftigkeit gem äss Art. 7 AsylG nicht standhielten. D er Beschw erdeführer habe nicht nur w idersprüchliche, sondern auch der Logik des H andelns sow ie der allgem einen Erfahrung w idersprechende Aussagen zu Protokoll gegeben. So habe der Beschw erdeführer als Ausgangslage für seine erlittene Verfolgungssituation geltend gem acht, dass die Fam ilie seiner Ehefrau nur w iderw illig in deren H eirat m it dem Beschw erdeführer eingew illigt habe, w eil er die islam ischen Pflichten nicht eingehalten und w ie ein U ngläubiger gelebt habe. Sein Schw iegervater und ein Schw ager hätten der islam istischen "Kom alai Islam i" angehört. Sein Schw iegervater habe darüber hinaus das Am t eines Im am s innegehabt. Vor diesem H intergrund könne jedoch ausgeschlossen w erden, dass der Schw iegervater die Einw illigung zur H eirat seiner Tochter m it einem von ihm als U ngläubigen erachteten M ann gegeben hätte. Auch schlage der diesbezüglich Erklärungsversuch ins Leere, w onach die Fam ilie seiner Ehefrau befürchtet habe, er w erde deren Tochter nach einer dreijährigen Beziehung entführen. Vielm ehr sei davon auszugehen, dass eine derart islam istische Fam ilie einer vorehelichen Beziehung ihrer Tochter zu einem noch dazu ungläubigen M ann nicht tatenlos zugeschaut hätte. Bezüglich des am 9. Januar 2004 als Bew eism ittel eingereichten Schreibens des Leiters der Spezialeinheit in C ._______, hielt das Bundesam t fest, dass es sich dabei offensichtlich um ein G efälligkeitsschreiben handle. D as Schreiben richte sich direkt an die Schw eizerischen Asylbehörden und beginne m it der Einleitung, das G esuch des Beschw erdeführers w erde unterstützt. D ieser habe am 11. Februar 2003 um H ilfe gegen die vier Islam isten gebeten, und aufgrund dessen Betreiben seien H ._______. und I._______. verhaftet w orden. G em äss den gesicherten 6 Erkenntnissen des Bundesam tes seien derartige Schreiben aufgrund der im N ordirak verbreiteten Korruption leicht erhältlich, ohne dass der darin attestierte Inhalt den Tatsachen zu entsprechen brauche. D as eingereichte Bew eism ittel sei deshalb nicht tauglich, den geltend gem achten Sachverhalt zu belegen. 4.2 W as die angeblich fluchtauslösenden Ereignisse vor der Ausreise aus dem Irak betrifft, so lässt es der Beschw erdeführer in seinen Beschw erdeeingaben im W esentlichen bei einer W iederholung der im erstinstanzlichen Verfahren geltend gem achten Vorbringen bew enden. D er R echtsm itteleingabe sind keine stichhaltigen Entgegnungen zu entnehm en, w elche die diesbezügliche Argum entation der Vorinstanz in Zw eifel zu ziehen verm öchten. Auch nach Ansicht des Bundesverw altungsgerichts erw eisen sich die Aussagen des Beschw erdeführers zu den Ausreisegründen in w esentlichen Punkten als ungereim t und deshalb unglaubhaft. 4.3 An dieser Einschätzung verm ag auch der m it Eingabe vom 28. N ovem ber 2005 ins R echt gelegte M itschnitt einer Fernsehsendung nichts zu ändern. G em äss den Aussagen des Beschw erdeführers handelt es sich bei dem im Film gezeigten Akteur um den von ihm erw ähnten Asad M ir. D er Film verm ag die festgestellten U ngereim theiten jedoch nicht auszuräum en. 4.4 G em äss den protokollierten Aussagen des Beschw erdeführers w ill er zuerst alle seine G eschw ister m it nach F._______ genom m en haben. Seine Ehefrau habe er anfangs aus Platzm angel nicht m itgenom m en (vgl. u.a. A20/S. 16). M ittlerw eile lebe seine Ehefrau m it den gem einsam en Kindern im Iran. Auf die entsprechende N achfrage, w arum er seine Fam ilie im Stich bzw . einem ungew issen Schicksal im Iran überlassen habe, erklärte er lapidar, er habe keine andere W ahl gehabt (vgl. A9/S. 7). D er Beschw erdeführer erklärte des w eiteren, er w isse nicht, w o seine Ehefrau im Iran lebe. Sie stünden nur deshalb m iteinander im Kontakt, w eil er sich in der Schw eiz ein M obiltelefon gekauft habe, und ein Freund die N um m er seines M obiltelefons seiner Ehefrau gegeben habe, und diese ihn daraufhin angerufen habe (vgl. A9/S. 6 und 7). D iese konstruiert w irkende Aussage steht denn auch im W iderspruch zu seinen w iederholten und aktenkundigen Bem ühungen, in den Besitz von R eisepapieren zu gelangen, um seinen kranken Sohn im Iran besuchen zu können. 4.5 Som it ist zusam m enfassend festzustellen, dass der Beschw erdeführer keine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft m achen und nicht als Flüchtling anerkannt w erden kann. M angels erfüllter Flüchtlingseigenschaft ist ihm zu R echt das nachgesuchte Asyl nicht gew ährt w orden. 5. 5.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; dabei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zum utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und 7 N iederlassung der Ausländer [AN AG ; SR 142.20]). 5.2 Zu prüfen bleibt in der R egel, ob es G ründe gibt, die dem Vollzug der W egw eisung entgegenstehen (vgl. Art. 44 AsylG und Art. 14a Abs. 1 – 4bis AN AG ). Vorliegend hat jedoch das Bundesam t im R ahm en des Vernehm lassungsverfahrens in teilw eiser W iedererw ägung seiner angefochtenen Verfügung die vorläufige Aufnahm e des Beschw erdeführers in der Schw eiz angeordnet, w odurch die Prüfung allfälliger W egw eisungshindernisse entfällt. 6. G em äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG befreit die Beschw erdeinstanz, ihr Vorsitzender oder der Instruktionsrichter nach Einreichung der Beschw erde eine Partei, die nicht über die erforderlichen M ittel verfügt, auf Antrag von der Bezahlung der Verfah- renskosten, sofern ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint. Zur G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege sind die Prozessaussichten im M om ent der G esuchs- einreichung m assgebend, selbst w enn erst in einem späteren Zeitpunkt darüber befunden w ird (EM AR K 2000 N r. 6 E. 9 S. 51 f.). Im vorliegenden Fall erübrigt sich jedoch eine solche Einschätzung der Erfolgsaussichten der Beschw erdebegehren, w eil es am zusätzlichen Erfordernis der prozessualen Bedürftigkeit fehlt. D er Beschw erdeführer ist gem äss Aktenlage seit dem 24. M ärz 2004 erw erbstätig. D am it kann festgehalten w erden, dass seitens des Beschw erdeführers eine prozessuale Bedürftigkeit nicht hinreichend ausgew iesen ist. U nter diesen U m ständen ist das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG abzuw eisen. 7. N ach dem G esagten ist die Beschw erde abzuw eisen, sow eit sie nicht durch die vorinstanzliche w iedererw ägungsw eise G ew ährung der vorläufigen Aufnahm e als gegenstandslos gew orden abzuschreiben ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschw erdeführer praxisgem äss die um die H älfte reduzierten Verfahrenskosten im Betrag von insgesam t Fr. 300.-- zu tragen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VW G ). 8. Bei dieser Sachlage ist der Beschw erdeführer m it seinen R echtsbegehren teilw eise durchgedrungen, und das Bundesverw altungsgericht geht in diesem Fall praxisgem äss von einem hälftigen O bsiegen aus. M it der eingereichten Kostennote vom 20. M ai 2005 m achte der R echtsvertreter des Beschw erdeführers eine Tarifpauschale von Fr. 200.-- geltend. Som it stehen dem Beschw erdeführer für das Entgelt der Bem ühungen seines Vertreters Fr. 100.-- als Parteientschädigung zu (vgl. Art. 64 Abs. 2 Vw VG ). D en Betrag von Fr. 100.-- hat das Bundesam t dem Beschw erdeführer auszurichten. (D ispositiv nächste Seite)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D as G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege w ird abgew iesen. 3. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 300.--, w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichtskasse zu über- w eisen. 4. D as Bundesam t w ird angew iesen dem Beschw erdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 100.-- auszurichten 5. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers, (eingeschrieben; Beilage: Einzahlungsschein) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______), - (zuständige kantonale Behörde) (Beilagen: _______) D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: Fulvio H aefeli U lrike R aem y Versand am :