<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert:</p><p>- den Lohngleichheitstest (Logib) innerhalb der Bundesverwaltung regelmässig (mindestens alle vier Jahre) durchzuführen;</p><p>- dabei sind Auswertungen nach Departementen, allenfalls auch nach Abteilungen zu machen;</p><p>- aufgrund der Auswertungen sind Massnahmen für die Realisierung des Grundsatzes "Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit" auszuarbeiten und umzusetzen;</p><p>- die Auswertungen und Massnahmen sind zusammen mit den Sozialpartnerinnen und -partnern zu diskutieren.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Grundsatz "gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit" ist das Fundament der Lohnpolitik des Bundes. Das Lohnsystem der Bundesverwaltung wurde so aufgebaut, dass es grundsätzlich keine Diskriminierung mehr zulässt, und zwar weder eine direkte noch eine indirekte.</p><p>Das Personalinformationssystem BV Plus enthält eine breite Palette von Daten zur Umsetzung der Lohngleichheit in der Bundesverwaltung. Die Benützung des Logib-Tests würde den Verwaltungseinheiten des Bundes jedoch einen zusätzlichen Erfassungsaufwand abverlangen, denn BV Plus weist die Anzahl Ausbildungsjahre des Bundespersonals nicht aus. Diese manuelle Erfassungsarbeit verursacht Zusatzkosten, welche die Verwaltungseinheiten übernehmen müssen.</p><p>Der Bundesrat vertritt in Anwendung seiner Weisungen vom 22. Januar 2003 die Auffassung, dass es in die Zuständigkeit der Departemente und der Geschäftsleitungen der Ämter fällt, ob sie den Logib-Test durchführen wollen oder nicht. Er betont, dass die Durchsetzung der Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern eine der zentralen Aufgaben der Leitungen der Verwaltungseinheiten ist.</p><p>Der Bundesrat lädt die Verwaltungseinheiten ein, den Test aus eigenem Antrieb - im Bedarfsfall mit Unterstützung des Eidgenössischen Personalamtes - durchzuführen. Das Bakom hat diesen Test durchgeführt. Die zahlenmässigen Ergebnisse zeigen, dass beim Bakom keine Lohndiskriminierung im eigentlichen Sinn des Wortes vorkommt.</p><p>Die gemeinsam vom EPA, den Departementen und dem Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Mann und Frau organisierte jährliche Weiterbildungsveranstaltung zur Chancengleichheit wird im Jahre 2007 diesem Thema gewidmet sein.</p><p>Der Bundesrat hat bewiesen, dass er der nichtdiskriminierenden Umsetzung des Lohnsystems in der Bundesverwaltung eine besondere Bedeutung beimisst, indem er die Annahme des Postulates Graf 06.3029 beantragte. Er wird, gestützt auf die Controlling- und Reportingbericht, die er in regelmässigen Abständen vom Eidgenössischen Personalamt erhält, die erforderlichen Massnahmen treffen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.