<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span id="_Hlk140222075"></span><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>IV.2023.00226</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>V. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Philipp<br/>Ersatzrichterin Curiger<br/>Gerichtsschreiberin Sherif</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">2. August 2023</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Anjushka</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> Früh</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">KSPartner</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die 1962 geborene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ist diplomierte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Coiffeuse</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und arbeitete zuletzt als Raumpflegerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">für mehrere Arbeitgeber (vgl. Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/16)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Am 20. Dezember 2021 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte unter Hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weis auf eine Makuladegeneration sowie eine Depression bei der Sozialversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/11). Die IV-Stelle führte mit der Versicherten ein Gespräch (Urk. 7/13)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und tätigte medizinische (Urk. 7/1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-18, 7/21</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-22</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sowie erwerbliche (Urk. 7/20) Abklärungen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Mit Vorbescheid vom 10. November 2022 stellte die IV-Stelle der Versicherten die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 7/25). Am 5. Dezember 2022 liess die Versicherte dagegen Einwand erheben (Urk. 7/26</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">; ergänzende Begründung vom 23. Januar 2023, Urk. 7/31</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 15. März 2023 verfügte die IV-Stelle im angekündigten Sinne und wies das Leistungsbegehren der Versicher</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten ab (Urk. 2 [= Urk. 7/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">34</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">]).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen liess die Versicherte am 28. April 2023 Beschwerde erheben und bean</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihr – allenfalls nach Durchführung weiterer Abklärungen – die gesetzlichen Leistungen zu gewähren, insbesondere Rentenleistungen. In</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prozessualer Hinsicht beantragte die Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Bestellung von Rechtsanwältin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anjushka</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Früh als unentgeltliche Rechtsvertreterin (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 14. Juni 2023 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), worüber die Beschwerdeführerin mit Verfügung vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">15. Juni 2023 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 8). Am 28. Juni 2023 liess sich die Beschwerdeführerin erneut vernehmen (Urk. 9), was der Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 3. Juli 2023 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 10). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung (IVV) in Kraft getreten.</span></p><p><span> </span><span>In zeitlicher Hinsicht sind </span><span> vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege</span><span>lungen </span><span> grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). </span><span>Da der Zeit</span><span>punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1</span><span>bis</span><span> IVG) und jener des Renten</span><span>anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht (</span><span>vgl. </span><span>Rz</span><span>. 1008</span><span> des Kreisschreibens </span><span>des Bundesamtes für Sozialversicherungen zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des line</span><span>aren Rentensystems [</span><span>K</span><span>S ÜB WE IV],</span><span> gültig ab 1. Januar 2022</span><span>).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend ebenfalls frühestens ab diesem Datum in Betracht fällt, sind die ab 1. Januar 2022 gültigen Rechtsvorschriften anwendbar.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ausschliesslich die Folgen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:</span></p><p><span>a.</span><span> </span><span>ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span>gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen </span><span>wieder herstellen</span><span>, erhalten oder verbessern können;</span></p><p><span>b.</span><span> </span><span>während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span>tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p><span>c.</span><span> </span><span>nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.</span></p><p><span> </span><span>Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1</span><span>bis</span><span> und 1</span><span>ter</span><span> nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1</span><span>bis</span><span> IVG). Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenan</span><span>spruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditäts</span><span>grad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten </span><span>speziell abge</span><span>stufte </span><span>prozentuale Anteile (Abs. 4)</span><span>.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4</span><span> </span><span id="VV043"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3b/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ee</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">praxisgemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span id="VV102"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">[</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">]</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p><span> </span><span>Bei ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Beschwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über</span><span>haupt für gutachterlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativ</span><span>expertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref</span><span>fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der – </span><span>anschliessend</span><span> reformatorisch entscheidenden – Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. Eine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen </span><span>möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist. </span><span>Ausserdem</span><span> bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurückzu</span><span>weisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gut</span><span>achterlichen Ausführungen erforderlich ist (B</span><span>GE 139 V 99 E. 1.1, 137 V 210</span><span> E. 4.4.1.4 </span><span>m.w.H</span><span>.; Urteil des Bundesgerichts 9C_354/2020 vom 8. September 2020 E. 2.1)</span><span>.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, die medizini</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Abklärungen hätten ergeben, dass die Beschwerdeführerin in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Reinigungsangestellte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausgehend von einem 100 %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Pensum </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu 50</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> arbeitsfähig sei. In einer angepassten Tätigkeit bestehe eine Restarbeitsfähigkeit von 75 %. Aufgrund der gesundheitlichen Beeinträchtigung könne die Beschwerdeführerin ihre jetzige Tätigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in einem Arbeitspensum von insgesamt 30 % </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">als Reinigungsangestellte weiterhin voll ausüben. Gemäss den Abklärungen bestehe im Haushalt keine relevante Einschränkung. Da der Invali</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ditätsgrad unter 40 % liege, bestehe kein Rentenanspruch (Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">I</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n ihrer Beschwerdeantwort vom 14. Juni 2023 präzisierte die Beschwerdegeg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nerin, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Beschwerdeführerin habe anlässlich des Standortgesprächs ausgeführt, sie arbeite circa 50-60 %. Unter Berücksichtigung der gesamten Umstände wäre sie auch ohne gesundheitliche Beeinträchtigung mit überwiegender Wahrschein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichkeit teilweise erwerbstätig, weshalb an der Qualifikation «50 % Erwerb/ 50 %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Haushalt» festgehalten werde. Für einen leistungsanspruchsbegründenden Inva</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liditätsgrad müsste im Haushalt eine Einschränkung von mindestens 55 % beste</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hen.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Hinweise dafür, d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ass die Beschwerdeführerin mit überwiegender Wahr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheinlichkeit im rentenrelevanten Umfang </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im Haushalt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eingeschränkt sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">würden nicht vorliegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die RAD-Ärztin habe </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Augenkrankheit der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auch bei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einer angepassten Tätigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">berücksichtigt und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfähigkeit von 25 % </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">attestiert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Betreffend den Einkommensvergleich hielt die Beschwerdegegnerin fest, zur Vornahme eines Abzugs vom Tabellenlohn </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bestehe keine Notwendigkeit (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin brachte demgegenüber vor, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Qualifikation </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gestützt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auf das im Krankheitsfall ausgeübte Erwerbspensum </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vorgenommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> worden. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Gesundheitsfall sei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit auszugehen und sie sei als zu 100 % </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rwerbstätig zu qualifizieren. Sie habe im Standortgespräch vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">28. Dezember 2021 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mitgeteilt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass sie ein 50 %-Pensum ausübe und früher in einem höheren Pensum erwerbstätig gewesen sei. Spätestens mit dem Auszug </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihres</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erwachsenen Sohnes im Jahr 2019 und der dadurch wegfallenden finanzi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ellen Unterstützung durch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diesen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wäre sie zur Bestreitung ihres Lebensunterhaltes auf eine Erwerbstätigkeit in einem Vollzeitpensum angewiesen gewesen. Sie werde </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derzeit vom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Sozialamt finanziell unterstützt, im Gesundheitsfall</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> würde diese</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mittels Auflagen zu einer Erwerbstätigkeit in einem 100 %-Pensum verpflichte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 1 S. 5-7). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sollte sie nicht als vollzeitlich Erwerbstätige qualifi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziert werden, wäre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Beschwerdegegnerin gehalten gewesen,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz eine Haushaltsabklärung vorzunehmen, um ihren Leis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsanspruch umfassend zu prüfen (Urk. 1 S. 8). Des Weiteren sei die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einschät</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der RAD-Ärztin unvollständig, unspezifisch und genüge nicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, um ihren Anspruch beurteilen zu können</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, darauf könne nicht abgestellt werden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 1 S. 10</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">; vgl. auch Urk. 9</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">med</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt Allgemeine Innere Medizin, berichtete am 10. Januar 2022, die Beschwerdeführerin s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ehe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> seit dem Jahr 2008 in seiner haus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ärztlichen Behandlung. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">S</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie sei seit dem 9. Dezember 2020 und bis auf weiteres zu 40 % arbeitsunfähig. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">I</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n den letzten drei Jahren </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei sie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zunehmend in ihrer körperlichen Belastbarkeit betreffend Wirbelsäule, Hände und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Visus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkt. Es </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bestehe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zusätzlich noch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine psychische Problematik. Durch die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Visusstörung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> leide die Beschwerdeführerin nach drei bis vier Stunden an Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen und schneller Ermüdbarkeit. Aufgrund der chronischen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cervicalen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und lumbalen Schmerzen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei die Beschwerdeführerin in ihrer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> körperlichen Belastbarkeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eingeschränkt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, sodass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie ihre Arbeit als Raum</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflegerin nach vier bis fünf Stunden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">niederlegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> müsse. Auch in ihrer Freizeit müsse sie das Laufen, Gehen oder Spazieren nach zwei Stunden sistieren. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Als Diagnosen nannte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine fortgeschrittene juvenile </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Makulopathie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Finger</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">polyarthrosen, ein chronisches </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cervico</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lumbovertebrales</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Schmerzsyndrom, chronische Dornwarzen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fusssohlen beidseits, eine rezidivierende Bursitis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">präpatellaris</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seit der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Kniedistorsion rechts am 24. April 2014 sowie chronisch rezidivierende depressive Episoden. Körperlich mittelschwere belastende Tätig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keiten, vor allem für Rücken, Hände und Knie, seien </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">für die Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ungeeignet. Wünschenswert sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Ausübung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> leichte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> körperliche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Tätig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit mit vornehmend sitzender Position sowie abwechselnd gehend und stehend. In der bisherigen Tätigkeit als Raumpflegerin seien der Beschwerdeführerin maximal vier Stunden pro Tag zumutbar. In einer leidensangepassten Tätigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seien allenfalls fünf Stunden pro Tag möglich. Im Haushalt sei die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin etwa zu 50 % eingeschränkt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Insbesondere die Reinigung der Wohnung sei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beeinträchtigt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und der Einkauf von schweren Sachen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nur mit Hilfe möglich (Urk. 7/7/8). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 11. Juni 2022 hielt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ergänzend fest, gegenüber dem letzten Bericht vom 10. Januar 2022 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seien die Befunde </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unverändert (Urk. 7/21/4 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus dem Bericht vom 18. Januar 2022 von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Fachärztin Ophthalmologie, geht hervor, dass die Beschwerdeführerin seit circa drei bis vier Jahren zur Kontrolle erscheine. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gab an, d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie Frage nach einer attestier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Arbeitsunfähigkeit nicht beantworten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu können</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">da </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">v</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">on ihr bisher keine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">solche bescheinigt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> worden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Bei der Beschwerdeführerin sei es zu einer zunehmenden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">makulären</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Atrophie beidseits gekommen, derzeit sei diese nicht behan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delbar. Es bestehe eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zentrale </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sehstörung, wobei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einzelne Zahlen gut </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erkennen könne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">das zusammenhängende Lesen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei aber </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geschränkt. Es handle sich um eine progrediente Erkrankung mit Bedrohung des zentralen Sehens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, was zu einer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> starke</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beeinträchtigung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> führen könne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 7/18). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In ihrer Stellungnahme vom 6. Juli 2022 hielt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> RAD-Ärztin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Praktische Ärztin, fest, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Beschwerdeführerin leide an einer fortgeschrittenen juvenilen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Makulopathie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (hereditäre </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Drusenmaculopathie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">), einer zunehmenden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Atrophia</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">parafoveal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Fingerpolyarthrosen sowie einem chronischen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cervi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">c</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">o</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lumbovertrebralen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Schmerzsyndrom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die dauerhaft Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hätten. Die chronisch rezidivierenden depressiven Episoden sowie die rezidivierende Bursitis präpatellares rechts hätten keine dauerhafte Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Nach vier Stunden Arbeit sei die Beschwerdeführerin wegen Konzentrationsschwäche und schneller Ermüdbarkeit funktionell eingeschränkt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> körperlich schwere Arbeiten seien nicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mehr </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">möglich. In ihrer bisherigen Tätigkeit als Raumpflegerin sei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Beschwerdeführerin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> seit Juni 2021 zu 50 % arbeitsunfähig. In einer angepassten Tätigkeit sei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sie zu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mindestens 25 % arbeitsunfähig. Dem Belastbarkeitsprofil </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">würden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">körperlich leichte wechselbelastend</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e Tätigkeiten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit sitzendem Anteil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> entsprechen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, ohne Arbeiten mit permanenten Feinarbeiten, die den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Visus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> fordern und vermehrte Pausen aufgrund nachlassender Konzentrationsfähigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">notwen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dig machen würden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/29/4-5). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen der Invalidenversicherung zu Recht verneint hat.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrer Verfügung für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auf die RAD-Stellungnahme von Dr.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 6. Juli 202</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Reine Aktenbeurteilungen sind rechtsprechungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss beweiskräftig, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts (8C_750/2020 vom 23. April 2021 E. 4 mit Hinweisen). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Von einem lückenlosen Befund beziehungsweise einem an sich feststehenden medizinischen Sachverhalt kann mit Blick auf die vom Hausarzt gestellten Diag</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nosen nicht gesprochen werden. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gestützt auf den medizinischen Bericht der Fach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ärztin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ist zwar ausgewiesen, dass die Beschwerdeführerin an einer zunehmenden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">makulären</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Atrophie beidseits leidet</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und damit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> das zentrale Sehen beeinträchtig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t ist. Inwiefern die Beschwerdeführerin durch diese Erkrankung in ihrer funktionellen Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist, geht aus dem Bericht von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jedoch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht hervor. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> führte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">als behandelnder Hausarzt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zwar aus, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer somatischen wie psychischen Beschwerden funktionell eingeschränkt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, eine fachärztlich hergeleitete </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">psychi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">atrische </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diagnose mit erhobenen Befunden ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hingegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht aktenkundig. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Angaben von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ist die Beschwerdeführerin in ambulanter psycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">logischer Behandlung (Urk. 7/17/7), ein Bericht liegt den Akten nicht bei. Mit Blick auf die gegebene Aktenlage bestehen mindestens geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der RAD-Stellungnahme vom 6. Juli 2022, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zumal kein lückenloser Befund vorliegt, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weshalb die Beschwerdeführerin zu Recht vorbrachte, auf diese könne nicht abgestellt werden. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es ist daran zu erinnern, dass die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt soweit zu ermitteln hat, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinrei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chende Klarheit besteht und mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichkeit über den Leistungsanspruch entschieden werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_521/2021 vom 22. März 2022 E. 3.1.2). Die derzeitige Akten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lage lässt dies nicht zu, da nicht rechtsgenüglich feststellbar ist, welche funktio</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nellen Einschränkungen störungsbedingt vorliegen und wie sich diese konkret sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht auf die Erwerbsfähigkeit auswirken. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei Hinweis auf somatische wie auch psychische Beschwerden, die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin haben könnten, sind w</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eitere medizinische Abklärungen in Nachachtung des geltenden Unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">suchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unumgänglich, bevor über den Leis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsanspruch der Beschwerdeführerin entschieden werden kann.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ergänzend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin als zu 50 % im Erwerb und zu 50 % im Haushalt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">qualifiziert hat, obwohl die Beschwerdeführerin angegeben hatte, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derzeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei drei Arbeitgebern insgesamt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">50</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">60 % zu arbeiten, früher </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aber m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ehr gearbeitet</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu haben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 7/13/1). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dabei han</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delt es sich um Angaben betreffend die aktuelle Arbeitstätigkeit nach Eintritt des Gesundheitsschadens. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aktenkundig ist, dass die Beschwerdeführerin in den Jahren 2015 bis 2016 für vier Arbeitgeber tätig war, weshalb das Pensum redu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziert wurde, geht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aus den Unterlagen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht hervor. Des Weiteren wurde lediglich von einer Arbeitgeberin ein Bericht zur Arbeitstätigkeit eingeholt (vgl. Urk. 7/20). Gestützt auf den Auszug aus dem Individuellen Konto (IK-Auszug) kann nicht ermittelt werden, welches Erwerbspensum die Beschwerdeführerin in den letzten Jahren </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und insbesondere vor Eintritt des Gesundheitsschadens </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausgeübt hatte. Insgesamt erscheint die Frage, welchem Erwerbspensum die Beschwerdeführerin im hypothetischen Gesundheitsfall nachgehen würde, vor diesem Hintergrund nicht hinreichend geklärt, weshalb weitere Abklärungen auch diesbezüglich angezeigt sind. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sollte die Qualifikation als Teilerwerbstätige bestätigt werden können, wäre je nach Ergebnis der medizinischen Untersuchung eine Haushaltsabklärung durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuführen und ein Einkommensvergleich vorzunehmen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die medizinische Aktenlage für eine abschliessende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin als unzureichend erweist. Weiterer Abklärungsbedarf besteht in Bezug auf die Statusfrage. Folglich ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 15. März 2023 (Urk. 2) aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese nach ergänzender Abklärung im Sinne der obigen Erwägungen eine neue Beurteilung vornehme und sodann über den Leistungsanspruch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ein weiteres Mal verfüge. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kanto</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG). Im vorliegenden Verfahren sind sie ermessensweise auf Fr. 600.-- anzusetzen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, unabhängig davon, ob sie beantragt oder ob das Begehren im Haupt- oder Eventualantrag gestellt wird</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (BGE </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">141 V 281 E. 11.1, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">137 V 210 E. 7.1, 137 V 57 E. 2.2)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Folglich sind</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die Gerichtskosten der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Als weitere Bemessungskriterien nennen die kantonalen Vorschriften das Mass des Obsiegens, den Zeitaufwand und die Barauslagen (§ 34 GSVGer sowie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GebV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> SVGer).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ausgangsgemäss hat die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Pro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zessentschädigung. Unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses ist diese auf Fr. 1'900.-- festzulegen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist das Gesuch der Beschwerdeführerin vom 28. April 2023 um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Bestel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lung einer unentgeltlichen Rechtsvertreterin als gegenstandslos zu betrachten. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene Verfügung vom 15. März 2023 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgten weiteren Abklärungen über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu verfüge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">600</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text4"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> eine Parteientschä</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">digung von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text3"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1’900</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWST) zu bezahlen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Anjushka</span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"> Früh</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse</span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"> (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">der </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">beschwerdeführenden</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> Partei oder ihrer Rechtsvertretung</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>VogelSherif</p><p><br/></p><p><br/></p><div><p> </p></div><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>