Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Geschäfts-Nr.: RU190068-O/U Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende, Oberrichter Dr. M. Kriech und Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos Würgler sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke Beschluss vom 13. Januar 2020 in Sachen A._____, Klägerin und Beschwerdeführerin gegen Stiftung B._____, Beklagte und Beschwerdegegnerin betreffend arbeitsrechtliche Forderung Beschwerde gegen eine Verfügung des Friedensrichteramtes Hinwil vom 21. Oktober 2019 (GV.2019.00040 / SB.2019.00042) - 2 - Erwägungen: 1. a) Am 12. September 2019 reichte die Klägerin beim Friedensric h- teramt Hinwil (Vorinstanz) ein Schlichtungsgesuch für eine arbeitsrechtliche Strei- tigkeit ein und forderte eine (unbezifferte) Entschädigung wegen missbräuchlicher Kündigung (Urk. 2) . Anlässlich der Schlichtungsverhandlung vom 21. Oktober 2019 schlossen die Parteien einen Vergleich (Urk. 8), woraufhin die Vorinstanz mit Verfügung vom 21. Oktober 2019 das Verfahren als durch Vergleich erledigt abschrieb (Urk. 16 = Urk. 19). b) Am 20. November 2019 erhob die Klägerin Beschwerde gegen diesen Entscheid und stellte die Beschwerdeanträge (Urk. 18): "Ich beantrage, dass m ir mein Arbeitgeber den Lohn bis Ende Februar 2020 bezahlt und die Saldoklausel aufgehoben wird, da ich bis Ende November krankgeschrieben bin." c) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die Beschwer- de sogleich als offensichtlich unzulässig erweist, kann auf weitere Prozesshand- lungen verzichtet werden (vgl. Art. 322 Abs. 1 ZPO). 2. Die Beschwerde der Klägerin ist gegen den – auch von ihr unterzeic h- neten – Vergleich vom 21. Oktober 2019 gerichtet, indem die darin enthaltene Saldoklausel aufgehoben werden soll. Die Anfechtung d es Vergleichs kann j e- doch nicht mit Beschwerde erfolgen, sondern einzig mit Revision (welche bei der Vorinstanz einzureichen wäre), wie dies in der vorinstanzlichen Rechtsmittelbe- lehrung korrekt aufgeführt ist (Urk. 19 S. 2 Verfügung Ziffer 4). Auf die Beschwer- de kann daher nicht eingetreten werden. 3. a) Das Beschwerdeverfahren beschlägt eine arbeitsrechtliche Strei- tigkeit mit einem (vorinstanzlichen) Streitwert von weniger als Fr. 30'000. -- (vgl. Urk. 21/6: Monatslohn Fr. 3'123.70 brutto; gefordert waren sechs Monatslöhne, Urk. 7). Es ist daher kostenlos (Art. 114 lit. c ZPO). b) Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuz u- sprechen, der Klägerin zufolge ihres Unterliegens, der Beklagten mangels rel e- vanter Umtriebe (Art. 106 Abs. 1, Art. 95 Abs. 3 ZPO). - 3 - Es wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Das Beschwerdeverfahren ist kostenlos. 3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge- sprochen. 4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage der Doppel von Urk. 18 und 21/1- 9, sowie an die Vorinstanz, je gegen Em p- fangsschein. Die vorinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmi t- telfrist an die Vorinstanz zurück. 5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen B e- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Bes chwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine arbeit s- rechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt mehr als Fr. 15'000.--. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. Zürich, 13. Januar 2020 Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Der Gerichtsschreiber: lic. iur. F. Rieke versandt am: am