<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2019-06-05-6B_445-2018.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_445/2018</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 5. Juni 2019</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Denys, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Oberholzer, </div> <div class="para">Bundesrichter Rüedi, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Held. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, vertreten durch </div> <div class="para">Rechtsanwalt B.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Thurgau, Zürcherstrasse 323, 8510 Frauenfeld, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Vernachlässigung von Unterhaltspflichten, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 27. Februar 2018 (SW.2018.4). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Mit Urteil vom 13. Dezember 2017 (6B_1181/2016) hob das Bundesgericht einen Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau wegen formeller Mängel von Amtes wegen auf und wies die Sache zur Durchführung eines Beschwerdeverfahrens an die Vorinstanz zurück. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Vorinstanz nahm die von Rechtsanwalt B.________ "im Namen" des Beschwerdeführers erhobene Berufung aus dem Jahr 2016 als Beschwerde entgegen und wies diese am 27. Februar 2018 ab, soweit sie darauf eintrat. Die Verfahrenskosten auferlegte sie dem Beschwerdeführer. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Rechtsanwalt B.________ gelangt mit mehreren, zum Teil nicht unterschriebenen und verspäteten Eingaben im Namen des Beschwerdeführers ans Bundesgericht und verlangt zusammengefasst, der Beschwerdeentscheid vom 27. Februar 2018, dessen "Inhalt vollumfänglich bestritten werde, soweit er den Ausführungen des Beschwerdeführers widerspreche", sei aus Rechtssicherheitsgründen vollumfänglich und ersatzlos aufzuheben. Eine auf Rechtsanwalt B.________ lautende, mit dem Namen des Beschwerdeführers unterschriebene Vollmacht für das bundesgerichtliche Beschwerdeverfahren wurde auf Anforderung nachgereicht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Die Staatsanwaltschaft Frauenfeld verzichtet auf eine Vernehmlassung. Das Obergericht beantragt, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das von Rechtsanwalt B.________ gestellte Gesuch, die Frist zur Stellungnahme zur Vernehmlassung der Vorinstanz zu verlängern, ist abzuweisen. Ausführungen zu allfällig fehlerhaften Prozesshandlungen der fallführenden Staatsanwältin, die sich aus neuen Tatsachen ergeben sollen, bedarf es nicht, da diese nicht Prozessgegenstand und somit im Hinblick auf den Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens unerheblich sind. Inwieweit diesbezügliche weitere Ausführungen den Interessen des Beschwerdeführers dienen könnten, ist nicht ersichtlich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Gemäss <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> ist in der Beschwerdebegründung in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt, wobei für die Anfechtung des Sachverhalts und die Rüge der Verletzung von Grundrechten qualifizierte Begründungsanforderungen gelten (vgl. <span class="artref">Art. 97 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/106/2" type="start"></artref>Art. 106 Abs. 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/97/1" type="end"></artref>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=22.05.2019&amp;to_date=10.06.2019&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-V-234%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page234">BGE 141 V 234</a> E. 1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=22.05.2019&amp;to_date=10.06.2019&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">140 III 115</a> E. 2). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Die von Rechtsanwalt B.________ gemachten Eingaben genügen den gesetzlichen Begründungsanforderungen nicht. Die mehrere Seiten umfassenden "Anträge" stellen überwiegend nicht belegte Tatsachenbehauptungen dar, erweisen sich als unzulässig oder haben keinen für den Verfahrensausgang erheblichen Sachzusammenhang. Rechtsanwalt B.________ nimmt in seinen schwer verständlichen Ausführungen allenfalls oberflächlich auf die vorinstanzlichen Erwägungen Bezug. Er schildert lediglich seine eigene, von den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz abweichende Sicht der Dinge, aus denen er eine Verletzung zahlreicher Gesetzes-, Verfassungs- und Konventionsbestimmungen ableitet. Er zeigt jedoch nicht ansatzweise auf, inwieweit der angefochtene Entscheid offensichtlich unrichtig oder gegen das Recht im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> verstossen soll. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Der Kanton Thurgau trägt im bundesgerichtlichen Verfahren keine Gerichtskosten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 4 BGG</span>). Es rechtfertigt sich vorliegend die Gerichtskosten Rechtsanwalt B.________ aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 3 BGG</span>). Die Eingaben leiden an denselben formellen Mängeln wie in den letzten sechs von ihm als Rechtsvertreter geführten Beschwerdeverfahren vor Bundesgericht und hätten mit einem Minimum an Sorgfaltspflicht vermieden werden können (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=22.05.2019&amp;to_date=10.06.2019&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-IV-206%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page206">BGE 129 IV 206</a> E. 2 S. 207 f.; Urteile 6F_18/2016 vom 12. September 2016 E. 3; 5A_183/2015 vom 29. April 2015 E. 7). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Fristerstreckungsgesuch wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Rechtsanwalt B.________ werden Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 1500.- auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht des Kantons Thurgau und der schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 5. Juni 2019 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Denys </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Held </div> </div></body></html>