<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Abschlüsse der höheren Berufsbildung gemäss den Artikeln 26 bis 29 BBG aufzuwerten, indem jene Titelbezeichnungen gesetzlich verankert werden, welche die Titel- und Niveauäquivalenz mit anderen Titelbezeichnungen im In- und Ausland herstellen ("Professional Bachelor", "Professional Master").</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Wie der Bundesrat bereits in seinen Antworten auf die Motionen WBK-N 18.3392, Fetz 18.3240 und Aebischer 20.3050 festhielt, ist er bereit, das System der höheren Fachschulen sowie der Bildungsgänge und Abschlüsse in der höheren Berufsbildung insgesamt hinsichtlich ihrer nationalen und internationalen Positionierung zu überprüfen und entsprechende Anpassungen vorzunehmen. Basierend auf einer 2020 erfolgten ersten Auslegeordnung hat das WBF 2021 ein breit abgestütztes Projekt lanciert.</p><p>Ausgehend von den Projektarbeiten und den Diskussionen in der Verbundpartnerschaft haben Bund, Kantone und Sozialpartner anlässlich des nationalen Spitzentreffens der Berufsbildung im November 2022 ein Massnahmenpaket zur Stärkung der Höheren Fachschulen und der höheren Berufsbildung gutgeheissen. Dieses enthält unter anderem die Prüfung von ergänzenden neuen Titeln für die Abschlüsse der höheren Berufsbildung (HBB), namentlich des Titels "Professional Bachelor" bzw. "Professional Master". Unmittelbar im Nachgang zum Spitzentreffen hat das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) mit der Umsetzung des Prüfauftrags begonnen. Dies erfolgt in enger Abstimmung mit der Tripartiten Berufsbildungskonferenz.</p><p>Auf Grundlage dieser Überprüfung hat das SBFI einen konkreten Umsetzungsvorschlag für die Einführung von geschützten Titelzusätzen erarbeitet. Dieser sieht vor, dass die Umsetzung der Titelzusätze, wie alle beschlossenen Massnahmen, im Rahmen der bestehenden Bildungsangebote der höheren Berufsbildung erfolgt, ohne systemische Veränderungen des Profils der Abschlüsse. Die Verbundpartner bekräftigten zudem, dass eine Lösung zu finden sei, die alle Abschlüsse der höheren Berufsbildung stärke. Mit den Titelzusätzen soll die Bekanntheit und das Ansehen aller Abschlüsse der höheren Berufsbildung im In- und Ausland erhöht und die Tertiarität der Abschlüsse besser signalisiert werden. Eine Vermischung mit Hochschulabschlüssen soll hierbei vermieden werden.</p><p>In einem nächsten Schritt erfolgt bis Ende Mai 2023 eine Konsultation des Umsetzungsvorschlags bei den Akteuren. Der Bund entscheidet und informiert im zweiten Halbjahr 2023 über das weitere Vorgehen. Dies erfolgt unter Berücksichtigung der gesetzlichen Zuständigkeiten und entlang der politischen Entscheidungsprozesse.</p><p>Der Bundesrat ist nach wie vor der Ansicht, dass die Resultate dieser Arbeiten abzuwarten sind. Er hält deshalb an seiner bisherigen Position fest. Im Falle einer Annahme im Erstrat behält er sich vor, im Zweitrat die Abänderung der Motion in einen Prüfauftrag zu beantragen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.