<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>BV.2016.00107</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna<br/>Sozialversicherungsrichter Vogel<br/>Gerichtsschreiber Brügger</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 23. November 2017</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Kläger</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">BVG-Sammelstiftung Swiss Life</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">c/o Swiss Life AG</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">General-Guisan-Quai 40, Postfach, 8022 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beklagte</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1961, arbeitet </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> dem 1. April 2016 bei der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Switzerland</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) und ist als deren Mitarbeiter bei der BVG-Sammelstiftung Swiss Life vorsorgeversichert (Urk. 6/4). Am 3. Oktober 2016 teilte die Sammelstiftung dem Versicherten mit, er könne per 1. November 2016 maximal den Betrag von Fr. 40‘761.25 aus seinem Altersgut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haben zum Erwerb von selbst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genutztem Wohneigentum beziehen (Urk. 6/5). In der Folge stellte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bei der Sammelstiftung einen Antrag auf Vorbezug eines Teils seines Altersguthabens zum Erwerb eines Fertighauses der Firma </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 2/1-2, Urk. 6/9). Die Sammelstif</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung beantwortete seine Anfrage mit Schreiben vom 21. November 2016 abschlägig, da für ein Wohnmobil, Mobilheim oder Wohnwagen kein Vorbezug aus dem Altersguthaben der beruflichen Vorsorge getätigt werden könne (Urk. 2/3 = Urk. 6/7). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 13. Dezember 2016 erhob </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gegen die Sammelstif</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung Klage mit dem Antrag, es sei diese zu verpflichten, ihm einen Vorbezug in der Höhe von Fr. 40‘000.-- für den Erwerb von Wohneigentum zu gewähren (Urk. 1). Mit Klageantwort vom 9. Januar 2017 ersuchte die Beklagte um Abweisung der Klage (Urk. 5). Der Kläger hielt mit Replik vom 20. Januar 2017 vollumfänglich an seinem Antrag fest (Urk. 10). Die Beklagte verzichtete am 1. Februar 2017 auf Duplik (Urk. 13), was dem Kläger am 6. Februar 2017 mit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geteilt wurde (Urk. 14). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 30c Abs. 1 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">senen- und Invalidenvorsorge (BVG) kann der Versicherte bis drei Jahre vor Entstehung des Anspruchs auf Altersleistungen von seiner Vorsorge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einrichtung einen Betrag für Wohneigentum zum eigenen Bedarf geltend machen. Der Versicherte darf das mit dem Vorbezug erworbene Wohneigentum nur unter gewissen Bedingungen veräussern (Art. 30e Abs. 1 BVG). Die Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">äusserungsbeschränkung ist im Grundbuch anzumerken (Art. 30e Abs. 2 Satz 1 BVG). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Mittel der beruflichen Vorsorge dürfen gemäss Art. 1 Abs. 1 der Verordnung über die Wohneigentumsförderung mit Mitteln der beruflichen Vorsorge (WEFV) für Erwerb und Erstellung von Wohneigentum (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. a), Beteiligungen am Wohneigentum (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. b) und die Rückzahlung von Hypothekardarlehen (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. c) verwendet werden. Gleichzeitig dürfen sie nur für ein Objekt verwendet werden (Art. 1 Abs. 2 WEFV). Zulässige Objekte des Wohneigentums sind die Wohnung und das Einfamilienhaus (Art. 2 Abs. 1 WEFV). Zulässige Formen des Wohnei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gentums sind das Eigentum; das Miteigentum, namentlich Stockwerk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eigentum; das Eigentum der versicherten Person mit ihrem Ehegatten oder mit der einge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragenen Partnerin oder dem eingetragenen Partner zu gesamter Hand und das selbständig und dauernde Baurecht (Art. 2 Abs. 2 WEFV). Zulässige Beteiligun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen sind der Erwerb von Anteilscheinen an einer Wohnbauge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nossenschaft; der Erwerb von Aktien einer Mieter-Aktiengesellschaft und die Gewährung von partiarischen Darlehen an einen gemeinnützigen Wohnbau</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">träger (Art. 3 WEFV). Als Eigenbedarf gilt die Nutzung durch die versicherte Person an ihrem Wohn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sitz oder an ihrem gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 4 Abs. 1 WEFV). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Laut den Mitteilungen des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) über die berufliche Vorsorge Nr. 119 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 757 vom 6. Juli 2010 fallen Wohnmobile, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mobilheime oder Wohnwagen nicht unter die zulässigen Objekte des Wohn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gentums gemäss Art. 2 Abs. 1 WEFV und sind keine Immobilien im Sinne des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB). Art. 655 Abs. 1 ZGB halte fest: «Gegenstand des Grundeigentums sind die Grundstücke.» Nach Abs. 2 des glei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Artikels seien Grundstücke im Sinne des ZGB: 1. die Liegenschaften; 2. die in das Grundbuch aufgenommenen selbständigen und dauernden Rechte; 3. die Bergwerke; 4. die Miteigentumsanteile an Grundstücken. Gemäss Art. 656 Abs. 1 ZGB bedürfe es zum Erwerb des Grundeigentums der Eintragung in das Grundbuch. Es gelte aber der Grundsatz, dass der Vorbezug für den Erwerb, die Erstellung oder die Renovation von Wohneigentum eingesetzt werden könne (vgl. Mitteilungen über die berufliche Vorsorge Nr. 55 S. 2). Da Wohnmobile, Mobilheime oder Wohnwagen keine Grundstücke seien, könnten sie nicht ins Grundbuch eingetragen werden, und die Anmerkung der Veräusserungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkung im Grundbuch sei auch nicht möglich (Art. 30e BVG). Ohne Grund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bucheintrag oder -anmerkung laufe die Vorsorgeeinrichtung indes Gefahr, keine Rückerstattung zu erlangen, wenn die versicherte Person das Wohnmobil, das Mobilheim oder den Wohnwagen wieder verkaufe. Der Vorbezug sei auch aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geschlossen für den Erwerb des Grundstückes, auf dem sich das Wohnmobil, das Mobilheim oder der Wohnwagen befinde. Auch nicht zulässig sei der Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bezug aus der 2. Säule zum Erwerb eines Bootes (oder eines Flugzeugs), da es sich nicht um eine Immobilie handle.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Kläger macht zur Begründung seiner Klage geltend, als Wohnung gelte jeder umschlossene Raum, der zum Wohnen oder Schlafen benutzt werde, gleichgültig, ob er in einem Wohn- oder einem Nichtwohngebäude liege. Damit fielen auch möblierte Zimmer und überwiegend ortsfeste Wohnwagen unter den Wohnungsbegriff. Ein Einfamilienhaus </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei ein Gebäude, das als Wohnhaus für eine Familie diene und eine Wohneinheit enthalte. Ein Mobilheim sei eine transportable Wohneinheit, deren Einrichtung mit einer Wohnung vergleichbar sei. Im Gegensatz zum Wohnwagen habe es keine Strassenzulassung und könne nur per Lastkraftwagen über längere Strecken transportiert werden. Zum Bewe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen auf einem Campingplatz oder einer Wohnwagensiedlung besitze ein Mobil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heim eine einfache Achse ohne Bremse. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mobilhomes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> seien transportable Wohneinheiten ohne Achse. Sie könnten nachträglich noch bewegt werden, was aber je nach Bauart mehr oder weniger aufwändig sei. Fertigbauhäuser könnten weder mit Wohnmobilen noch mit Wohnwagen gleichgesetzt werden. Der Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trag einer Veräusserungsbeschränkung im Grundbuch sei nicht Voraus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzung zur Gewährung eines Vorbezugs. Dies werde bei Wohneigentum im Ausland nicht verlangt, sondern es genüge eine amtliche oder notarielle Beglaubigung für den Umstand, dass die Vorsorgemittel tatsächlich für Wohneigentum ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wendet worden seien. Insgesamt ergebe sich, dass die Gewährung eines Vorbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zugs nicht an einen Grundbucheintrag geknüpft werden könne (Urk. 1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Replicando</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> führte der Kläger aus, er beabsichtige mit dem Vorbezug ein Fertig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haus zu kaufen und dieses auf einem Mobilheim-Park, einem Camping</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">platz oder in einer Ferienhaussiedlung aufzustellen. Dies werde auch sein Wohnsitz sein. Wenn ein Vorbezug für Mobilheime nicht zulässig sei, müsse man zwin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gend wissen, wie ein Mobilheim definiert werde. Es stehe nicht im Gesetz, dass ein Fertighaus auch ein Mobilheim sei (Urk. 10). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beklagte macht dagegen geltend, das BSV habe in seiner Mitteilung Nr. 119 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 757 festgehalten, dass Wohnmobile, Mobilheime und Wohnwagen nicht unter die zulässigen Objekte des Wohneigentums fallen würden, da es sich nicht um Grundstücke im Sinne des ZGB handle. Das Mobilheim könne nicht im Grundbuch aufgenommen werden, da es weder eine Liegenschaft noch ein Mit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eigentumsanteil im Sinne von Art. 655 Abs. 2 ZGB sei. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Aufnahme im Grundbuch sei aber Voraussetzung dafür, dass eine Grundbuchsperre einge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen und der Vorsorgezweck auf die vom Gesetzgeber vorgesehene Weise gesi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chert werden könne. Der Hinweis des Klägers, dass im Ausland die Anmerkung einer Veräusserungsbeschränkung im Grundbuch nicht möglich sei, sei zwar richtig, greife im Falle des Klägers jedoch nicht, da er in der Schweiz Wohnsitz habe und bei ihm somit zwingend eine Veräusserungsbeschränkung im Grund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">buch einzutragen sei. Sodann sei auch im Ausland ein Vorbezug nur für Grund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eigentum zulässig, nicht hingegen für Mobilheime. Dementsprechend könne der vom Kläger beantragte Vorbezug nicht gewährt werden (Urk. 5). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Soweit der Kläger geltend macht, er wolle den Vorbezug für ein Fertighaus täti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen, welches gar nicht unter die Kategorie der Mobilheime falle, ist festzuhal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten, dass es für die Frage, ob es sich um eine mobile Baute handelt, tatsächlich nicht wesentlich ist, ob das Haus an einem anderen Ort vorgefertigt und danach auf einem Grundstück aufgestellt wird oder ob die Fertigung des Hauses erst auf dem Grundstück selbst stattfindet. Entscheidend ist vielmehr, ob die Baute mobil bleibt oder ob sie fest mit dem Grundstück verbunden wird, wobei auch Fertigbauhäuser fest mit dem Boden verbunden werden und vor Ort gefertigte Häuser mobil bleiben können. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 677 Abs. 1 ZGB behalten Hütten, Buden, Baracken und derglei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen, wenn sie ohne Absicht bleibender Verbindung auf fremden Boden aufge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">richtet sind, ihren besonderen Eigentümer (Fahrnisbauten). Ihr Bestand wird nicht in das Grundbuch eingetragen (Art. 677 Abs. 2 ZGB). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bauwerke und andere Vorrichtungen, die auf fremden Boden eingegraben, aufge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mauert oder </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sonstwie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> dauernd auf oder unter der Bodenfläche mit dem Grundstücke verbunden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sind, können einen besonderen Eigentümer haben, wenn ihr Bestand als Dienstbarkeit in das Grundbuch eingetragen ist (Art. 675 Abs. 1 ZGB). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Begründung eines Baurechtes ist nur für Dauerbauten möglich (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 98 II 199 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 3), somit nicht für mobile Bauten. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Selbst wenn der Transport des vom Kläger zum Erwerb vorgesehenen Hauses im Vergleich zu einem Wohnwagen oder Wohnmobil nur unter erschwerten Bedin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gungen möglich ist, so handelt es sich trotzdem um eine Fahrnisbaute im Sinne von Art. 677 ZGB, welche nicht im Grundbuch eingetragen werden kann. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es ist somit übereinstimmend mit den Ausführungen des BSV in den Mitteilun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen Nr. 119 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 757 festzuhalten, dass mobile Bauten bzw. Fahrnis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bauten gemäss Art. 677 ZGB keine Grundstücke im Sinne von Art. 655 Abs. 2 ZGB sind, welche ins Grundbuch eingetragen werden können bzw. werden müssen (Art. 943 Abs. 1 ZGB). Demnach ist die in Art. 30e BVG als Sicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nahme vorgesehene Eintragung einer Veräusserungsbeschränkung im Grund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">buch nicht möglich. Es trifft wohl zu, dass in Bezug auf ein im Ausland gelege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nes Verwendungsobjekt auf weitergehende Sicherungsmittel verzichtet wird und eine versicherte Person mit Wohnsitz im Ausland vor der Auszahlung des Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bezugs lediglich nachzuweisen hat, dass sie die Mittel der beruflichen Vorsorge für ihr Wohneigentum verwendet (Art. 30e Abs. 5 BVG). Diese Ungleichbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">handlung ist nicht sachlich begründet, sondern fusst primär auf Gründen der Praktikabilität (BGE 138 V 495 E. 2.2.4 mit Hinweisen). Der Verzicht auf die Eintragung einer Veräusserungsbeschränkung auf ausländi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schem Wohneigen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tum lässt aber nicht darauf schliessen, dass der Gesetzgeber den Willen gehabt hat, auch für Wohneigentum in der Schweiz auf die Eintragung einer Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">äusserungsbeschränkung zu verzichten und einen Vorbezug für nicht im Grundbuch eingetragene Wohnobjekte zuzulassen. Ebenso wenig bedeutet der Verzicht auf den Eintrag einer Veräusserungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beschränkung für Wohneigentum im Ausland, dass für solches Wohneigentum ein Vorbezug </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">getätigt werden könnte für Wohnungen und Häuser, welche in der Schweiz nicht ins Grundbuch einzutragen wären. Mithin ist ein Vorbezug für nicht ins Grundbuch einzutra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gende Mobilhäuser auch für im Ausland liegende Objekte nicht möglich. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass der Kläger keinen Anspruch auf Gewährung eines Vorbezugs aus Mitteln der beruflichen Vorsorge für die Kos</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten eines Fertigbauhauses der Firma </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> hat, solange es sich dabei um eine mobile, nicht ins Grundbuch eingetragene Fahrnisbaute handelt. Dies führt zur Abweisung der Klage. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da § 33 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) in Verbindung mit Art. 73 Abs. 2 BVG ein in der Regel kostenloses Verfahren garantiert und dem unterliegenden Kläger keine mut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">willige oder leichtsin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nige Prozessführung vorzuwerfen ist (e </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">contrario</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> § 33 Abs. 2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">), sind keine Gerichtskosten zu erheben.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde darf obsiegenden Behörden oder mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">öffentlichrechtlichen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Aufgaben betrauten Organisationen in der Regel keine Parteientschädigung zugesprochen werden. In Anwendung dieser Bestimmung hat das Bundesgericht der Schweizerischen Unfallversicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anstalt (SUVA) und den privaten UVG-Versicherern sowie - von Sonderfällen abgesehen - den Krankenkassen keine Parteientschädigungen zugesprochen, weil sie als Organisationen mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">öffentlichrechtlichen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Aufgaben zu qualifizie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ren sind (BGE 112 V 361 E. 6 mit Hinweisen). Das hat grundsätzlich auch für Trä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gerinnen oder Versicherer der beruflichen Vorsorge gemäss BVG zu gelten (BGE 126 V 143 E. 4a mit Hinweis). Der obsiegenden Beklagten ist daher keine Par</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teientschädigung zu Lasten des Klägers zuzusprechen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Klage</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text5"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Der Beklagten</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird keine Prozessentschädigung zugesprochen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">BVG-Sammelstiftung Swiss Life</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><br/><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstBrügger</p><p></p></div> </div></body></html>