<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2024-11-06-4F_26-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4F_26/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 6. November 2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Jametti, Präsidentin, </div> <div class="para">Bundesrichterinnen Hohl, Kiss, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Dürst. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Gesuchsteller, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Florian Stebler, </div> <div class="para">Gesuchsgegner, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kantonsgericht Schwyz, Beschwerdekammer, Kollegiumstrasse 28, 6430 Schwyz. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Revision, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 8. Dezember 2023 (5D_149/2023 [Beschluss BEK 2022 173]). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Bezirksgericht March erteilte mit Verfügung vom 12. Dezember 2022 dem Gesuchsgegner in der Betreibung Nr. xxx des Betreibungsamtes X.________ gegen den Gesuchsteller für einen Betrag von Fr. 4'591.-- provisorische Rechtsöffnung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Beschluss vom 23. Juni 2023 wies das Kantonsgericht Schwyz eine vom Gesuchsteller gegen die provisorische Rechtsöffnung geführte Beschwerde in der Sache ab. </div> <div class="para">Mit Urteil 5D_149/2023 vom 8. Dezember 2023 wies das Bundesgericht die vom Gesuchsteller gegen den Beschluss des Kantonsgerichts Schwyz vom 23. Juni 2023 erhobene subsidiäre Verfassungsbeschwerde ab, soweit es darauf eintrat. </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 23. September 2024 beantragt der Gesuchsteller dem Bundesgericht die Revision des Urteils 5D_149/2023 vom 8. Dezember 2023. </div> <div class="para">Mit Schreiben vom 1. November 2024 (Postaufgabe 4. November 2024) reichte der Gesuchsteller eine Stellungnahme zur Zahlung des Kostenvorschusses ein. </div> <div class="para">Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Urteile des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft (<span class="artref">Art. 61 BGG</span>). Sie können mit keinem ordentlichen Rechtsmittel angefochten werden und eine nochmalige Überprüfung der einem Urteil des Bundesgerichts zu Grunde liegenden Streitsache ist grundsätzlich ausgeschlossen. Das Bundesgericht kann aber auf sein Urteil zurückkommen, wenn einer der in den <span class="artref"><artref id="CH/173.110/121" type="start"></artref>Art. 121 - 123 BGG</span><artref id="CH/173.110/123" type="end"></artref> abschliessend aufgeführten Revisionsgründe vorliegt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=8&amp;from_date=22.10.2024&amp;to_date=10.11.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F149-III-93%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page93">BGE 149 III 93</a> E. 1.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=8&amp;from_date=22.10.2024&amp;to_date=10.11.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-III-238%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page238">147 III 238</a> E. 1.1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Der Gesuchsteller beruft sich auf den Revisionsgrund gemäss <span class="artref">Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG</span>. Er macht geltend, seine Unterschrift auf der "Debt Note", die als provisorischer Rechtsöffnungstitel im Recht liegt, sei gefälscht worden. Er legt dem Gesuch als Beweismittel einen " Bericht Handschriften-Untersuchung betreffend Echtheitsprüfung einer Unterschrift " bei, in welchem ein Sachverständiger zum Schluss kommt, die Unterschrift auf der "Debt Note" stamme " mit Wahrscheinlichkeit " nicht aus der Hand des Gesuchstellers. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.</b> <span class="artref">Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG</span> sieht explizit einen Ausschluss von Tatsachen und Beweismitteln vor, die erst nach dem Entscheid entstanden sind. Beweismittel, die erst nach Ausfällung des zu revidierenden Urteils entstanden sind, stellen selbst dann unzulässige echte Noven dar, wenn sie sich auf bereits vorbestehende Tatsachen beziehen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=8&amp;from_date=22.10.2024&amp;to_date=10.11.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-III-238%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page238">BGE 147 III 238</a> E. 4.2 Ziff. 3; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=8&amp;from_date=22.10.2024&amp;to_date=10.11.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-III-272%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page272">143 III 272</a> E. 2.2). Dies ist vorliegend der Fall: Das zu revidierende Urteil des Bundesgerichts wurde am 8. Dezember 2023 gefällt. Das als neues Beweismittel eingereichte Privatgutachten zur Unterschrift bezieht sich zwar auf eine behauptete Fälschung der "Debt Note", die vom 12. November 2020 datiert. Das Gutachten als Beweismittel datiert indes vom 28. Juni 2024. Es bestand somit im Zeitpunkt, in dem es im Hauptverfahren prozessual zulässigerweise noch hätte eingebracht werden können, noch nicht. Der Gesuchsteller stützt sich zur Begründung seines Gesuchs damit ausschliesslich auf ein von Gesetzes wegen von der Revision ausgeschlossenes neues Beweismittel. </div> <div class="para">Auf das Revisionsgesuch kann nicht eingetreten werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind dem Verfahrensausgang entsprechend dem Gesuchsteller aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Dem Gesuchsgegner ist keine Parteientschädigung zuzusprechen, da ihm im Zusammenhang mit dem bundesgerichtlichen Revisionsverfahren kein entschädigungspflichtiger Aufwand entstanden ist (<span class="artref">Art. 68 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Schwyz, Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt, dem Gesuchsgegner sowie dem Kantongsgericht Schwyz unter Beilage der Eingabe des Beschwerdeführers vom 1. November 2024 (act. 9 + 10). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 6. November 2024 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Jametti </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Dürst </div> </div></body></html>