Freihandelsabkommen vom 17. Dezember 2004 zwischen den EFTA-Staaten und der Tunesischen Republik (mit Prot. und Anhängen) <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2005/737/20050601/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2005/737/20050601"/><FRBRdate date="2005-06-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2004-12-17" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2005-06-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.632.317.581"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord de libre-échange du 17 décembre 2004 entre les Etats de l'AELE et la République Tunisienne (avec prot. et annexes) " shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Freihandelsabkommen vom 17. Dezember 2004 zwischen den EFTA-Staaten und der Republik Tunesien (mit Prot. und Anhängen) " shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo di libero scambio del 17 dicembre 2004 tra gli Stati dell'AELS e la Repubblica Tunisina (con prot. e all.) " shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2005/737/20050601/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2005/737/20050601/de"/><FRBRdate date="2005-06-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2004-12-17" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2005-06-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2005/737/20050601/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2005/737/20050601/de/xml"/><FRBRdate date="2005-06-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2004-12-17" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2005-06-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.6"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.632.317.581 </docNumber></p><p> AS <b>2005</b> 5387; BBl <b>2006</b> 1783</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung<inline name="man-font-style-normal"><authorialNote><p> Der französische Originaltext findet sich unter der gleichen Nummer in der entsprechenden Ausgabe dieser Sammlung.</p></authorialNote></inline></p><p><docTitle>Freihandelsabkommen <br/>zwischen den EFTA-Staaten und der Tunesische Republik</docTitle></p><p>Abgeschlossen in Genf am 17. Dezember 2004 <br/>Schweizerische Erklärung über die provisorische Anwendung hinterlegt am 6. April 2005 <br/>Von der Schweiz provisorisch angewendet ab 1. Juni 2005<authorialNote><p> Der Geltungsbereich für dieses Abk. wird anlässlich seines Inkrafttretens veröffentlicht.</p></authorialNote></p><p> (Stand am 1. Juni 2005)</p></preface><preamble><p>Die Republik Island, das Fürstentum Liechtenstein, das Königreich Norwegen <br/>und die Schweizerische Eidgenossenschaft als Mitglieder der Europäischen <br/>Freihandelsassoziation (im Folgenden die EFTA-Staaten genannt) einerseits,<br/>und <br/>die Tunesische Republik (im Folgenden Tunesien genannt) andererseits,<br/>im Folgenden gemeinsam Parteien genannt:</p><p>in Erwägung der Bedeutung der zwischen den EFTA-Staaten und Tunesien bestehenden Bande, insbesondere der im Dezember 1995 in Zermatt unterzeichneten Zusammenarbeitserklärung, und des gemeinsamen Wunsches, diese Bande zu festigen und enge und dauerhafte Beziehungen herzustellen,</p><p>eingedenk ihrer Absicht, sich am Prozess der wirtschaftlichen Integration innerhalb der Region Europa-Mittelmeer und der Gründung einer erweiterten und harmonischen Freihandelszone zwischen den Staaten Europas und des Mittelmeerraumes aktiv zu beteiligen, und im Bewusstsein der Integrationsziele der Staaten des Maghreb,</p><p>in Anbetracht der Wichtigkeit, die die Parteien den Prinzipien der Charta der Vereinten Nationen<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/160" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.120</b></ref></p></authorialNote> beimessen, insbesondere der Beachtung der Menschenrechte und der politischen und wirtschaftlichen Freiheiten, welche die Grundlagen der Zusammenarbeit zwischen den EFTA-Staaten und Tunesien bilden,</p><p>in der Absicht, günstige Voraussetzungen zur Ausweitung und Diversifizierung des gegenseitigen Handels zu schaffen sowie die handels- und wirtschaftspolitische Zusammenarbeit in Bereichen von gemeinsamem Interesse auf der Grundlage der Gleichberechtigung, des beiderseitigen Nutzens, der Nichtdiskriminierung und des Völkerrechts zu fördern,</p><p>aufbauend auf ihren gegenseitigen Rechten und Pflichten gemäss dem Abkommen von Marrakesch zur Errichtung der Welthandelsorganisation<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b></ref></p></authorialNote> (im Folgenden WTO genannt) sowie anderer multilateraler und bilateraler Instrumente der Zusammenarbeit,</p><p>entschlossen, dieses Abkommen mit dem Ziel zu verwirklichen, die Umwelt zu erhalten und zu schützen und eine optimale Nutzung der natürlichen Ressourcen in Übereinstimmung mit den Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung sicherzustellen,</p><p>in Kenntnis der Absicht der EFTA-Staaten, die Bemühungen zur Liberalisierung der tunesischen Wirtschaft zu unterstützen, um so zur Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen in Tunesien beizutragen,</p><p>ihre Bereitschaft bekundend, die Möglichkeiten zur Entwicklung und Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen zu prüfen, um sie auf Bereiche auszudehnen, die nicht unter dieses Abkommen fallen,</p><p>überzeugt, dass dieses Abkommen Voraussetzungen für die Förderung der gegenseitigen Beziehungen in den Bereichen Wirtschaft, Handel und Investitionen schaffen wird,</p><p>überzeugt, dass dieses Abkommen günstige Voraussetzungen für die Stärkung sowohl bilateraler als auch multilateraler Beziehungen der Parteien in wirtschaftlichen, finanziellen, wissenschaftlichen, technischen, sozialen und kulturellen Bereichen schaffen wird,</p><p>haben zur Erreichung dieser Ziele folgendes Abkommen (im Folgenden «dieses <br/>Abkommen» genannt) abgeschlossen:</p></preamble><body><level eId="lvl_I"><num>I</num><heading>Allgemeine Bestimmungen</heading><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Zielsetzungen</heading><paragraph eId="art_1/para_1"><num>1.</num><content><p>Die EFTA-Staaten und Tunesien errichten eine Freihandelszone im Einklang mit den Bestimmungen dieses Abkommens, um die wirtschaftlichen Tätigkeiten in ihren Hoheitsgebieten zu fördern, dadurch die Lebens- und Beschäftigungsbedingungen zu verbessern und zur wirtschaftlichen Integration Europa-Mittelmeer beizutragen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_1/para_2/listintro">Die Ziele dieses Abkommens, das auf den Handelsbeziehungen zwischen marktwirtschaftlich orientierten Ländern fusst, sind:</listIntroduction><item eId="art_1/para_2/lbl_a"><num>(a) </num><p>den Warenhandel in Übereinstimmung mit Artikel XXIV des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens (im Folgenden «GATT 1994<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20 </b></ref>Anhang 1A.1</p></authorialNote>» genannt) zu liberalisieren;</p></item><item eId="art_1/para_2/lbl_b"><num>(b) </num><p>schrittweise einen für die Zunahme von Investitionen und Handel mit Dienstleistungen förderlichen Rahmen zu schaffen;</p></item><item eId="art_1/para_2/lbl_c"><num>(c) </num><p>für faire Wettbewerbsbedingungen im Handel unter den Parteien dieses Abkommens zu sorgen sowie einen angemessenen und wirksamen Schutz der Rechte an geistigem Eigentum sicherzustellen; und</p></item><item eId="art_1/para_2/lbl_d"><num>(d) </num><p>die harmonische Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den Parteien durch die Ausweitung des Handels, durch die wirtschaftliche Zusammenarbeit und durch technische Unterstützung zu fördern.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Diesem Abkommen unterliegende Handelsbeziehungen</heading><paragraph eId="art_2/para"><content><p>Dieses Abkommen ist auf Handelsbeziehungen zwischen den einzelnen EFTA-Staaten einerseits und Tunesien andererseits anwendbar, nicht jedoch auf die Handelsbeziehungen zwischen einzelnen EFTA-Staaten, sofern in diesem Abkommen nichts anderes vorgesehen ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Räumlicher Anwendungsbereich</heading><paragraph eId="art_3/para"><content><p>Dieses Abkommen findet, unter Vorbehalt von Anhang I, im Hoheitsgebiet der Parteien Anwendung.</p></content></paragraph></article></level><level eId="lvl_II"><num>II</num><heading>Warenverkehr</heading><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Geltungsbereich</heading><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_4/para_1/listintro">Dieses Kapitel gilt für die folgenden Erzeugnisse mit Ursprung in einem EFTA-Staat oder in Tunesien:</listIntroduction><item eId="art_4/para_1/lbl_a"><num>(a) </num><p>für alle Erzeugnisse, die unter die Kapitel 25 bis 97 des Harmonisierten Systems (HS) zur Bezeichnung und Codierung der Waren<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1987/2686_2686_2686" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.11</b></ref></p></authorialNote> fallen, mit Ausnahme der in Anhang II aufgezählten Erzeugnisse;</p></item><item eId="art_4/para_1/lbl_b"><num>(b) </num><p>für im Protokoll A aufgeführte verarbeitete Landwirtschaftsprodukte, unter gebührender Beachtung der in diesem Protokoll enthaltenen Bestimmungen; </p></item><item eId="art_4/para_1/lbl_c"><num>(c) </num><p>für Fische und andere Meeresprodukte, die in Anhang III aufgeführt sind.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2.</num><content><p>Die zwischen Tunesien und jedem einzelnen EFTA-Staat abgeschlossenen bilateralen Vereinbarungen über den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen sind Bestandteil der Instrumente zur Errichtung einer Freihandelszone zwischen den EFTA-Staaten und Tunesien.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Ursprungsregeln und Zusammenarbeit im Bereich <br/>der Zollverwaltung</heading><paragraph eId="art_5/para"><content><p>Protokoll B legt die Ursprungsregeln und die Verfahren für die administrative Zusammenarbeit fest.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Einfuhrzölle und Abgaben gleicher Wirkung</heading><paragraph eId="art_6/para_1"><num>1.</num><content><p>Im Handel zwischen den EFTA-Staaten und Tunesien werden keine neuen Einfuhrzölle oder Abgaben gleicher Wirkung eingeführt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>2.</num><content><p>Mit Inkrafttreten dieses Abkommens beseitigen die EFTA-Staaten alle Einfuhrzölle und Abgaben gleicher Wirkung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_3"><num>3.</num><content><p>Tunesien beseitigt schrittweise seine Einfuhrzölle und Abgaben gleicher Wirkung; Anhang IV bleibt vorbehalten. </p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Ausgangszollsätze</heading><paragraph eId="art_7/para_1"><num>1.</num><content><p>Die zwischen den Parteien anwendbaren Zollsätze entsprechen den WTO-gebundenen Zöllen oder, wenn diese tiefer sind, den seit dem 1. Januar 2004 angewandten Zollsätzen. Wenn bei, vor oder nach dem Inkrafttreten dieses Abkommens eine Zollreduktion <i>erga omnes</i> vorgenommen wird, gilt dieser reduzierte Zollsatz.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Parteien unterrichten sich gegenseitig über die Zollsätze, die am Tage des Inkrafttretens dieses Abkommens zur Anwendung kommen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Fiskalzölle</heading><paragraph eId="art_8/para"><content><p>Artikel 6 gilt auch für Fiskalzölle.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Ausfuhrzölle und mengenmässige Ausfuhrbeschränkungen</heading><paragraph eId="art_9/para"><content><p>Unbeschadet der Bestimmungen des GATT 1994 werden im Handel zwischen den EFTA-Staaten und Tunesien weder Ausfuhrzölle noch Abgaben gleicher Wirkung noch mengenmässige Ausfuhrbeschränkungen und Massnahmen gleicher Wirkung angewandt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><heading>Mengenmässige Einfuhrbeschränkungen und Massnahmen <br/>gleicher Wirkung</heading><paragraph eId="art_10/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_10/para_1/listintro">Unbeschadet der Bestimmungen des GATT 1994 gilt Folgendes:</listIntroduction><item eId="art_10/para_1/lbl_a"><num>(a) </num><p>im Handel zwischen den EFTA-Staaten und Tunesien werden keine neuen mengenmässigen Einfuhrbeschränkungen oder Massnahmen gleicher Wirkung eingeführt; </p></item><item eId="art_10/para_1/lbl_b"><num>(b) </num><p>mit Inkrafttreten dieses Abkommens werden die mengenmässigen Einfuhrbeschränkungen sowie jegliche Massnahmen gleicher Wirkung im Handel zwischen den EFTA-Staaten und Tunesien beseitigt.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_2"><num>2.</num><content><p>Absatz 1 Buchstabe b findet auf die Erzeugnisse der Kategorie D in Anhang IV keine Anwendung. Die auf diese Erzeugnisse anwendbaren Massnahmen sollen vier Jahre nach Inkrafttreten dieses Abkommens vom Gemischten Ausschuss überprüft werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><heading>Interne Steuern und Regelungen</heading><paragraph eId="art_11/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Parteien verpflichten sich, alle internen Steuern und anderen Gebühren und Regelungen in Übereinstimmung mit Artikel III des GATT 1994 sowie anderen massgebenden WTO-Übereinkommen anzuwenden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>2.</num><content><p>Für Erzeugnisse, die ins Hoheitsgebiet einer der Parteien ausgeführt werden, darf keine Erstattung für inländische Abgaben gewährt werden, die höher ist als die auf diesen Erzeugnissen unmittelbar oder mittelbar erhobenen Abgaben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><heading>Technische Vorschriften</heading><paragraph eId="art_12/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Rechte und Pflichten der Parteien in Bezug auf technische Vorschriften, Normen und Konformitätsbewertung werden durch das WTO-Übereinkommen über technische Handelshemmnisse<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b> </ref>Anhang 1A.6</p></authorialNote> geregelt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Parteien verstärken ihre Zusammenarbeit in den Bereichen der technischen Vorschriften, der Normen und der Konformitätsbewertung mit dem Ziel, das gegenseitige Verständnis der jeweiligen Systeme zu vertiefen und den Zugang zu ihren jeweiligen Märkten zu erleichtern und somit eine Grundlage für den Abschluss von Abkommen über die gegenseitige Anerkennung vorzubereiten. Die Parteien konsultieren einander im Gemischten Ausschuss, um diese Ziele umzusetzen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_3"><num>3.</num><content><p>Unbeschadet von Absatz 1 stimmen die Parteien überein, im Rahmen des Gemischten Ausschusses unverzüglich Konsultationen durchzuführen, wenn Tunesien oder eine EFTA-Partei der Meinung sind, eine oder mehrere EFTA-Parteien oder Tunesien hätten Massnahmen ergriffen, die ein Handelshemmnis bilden oder zu bilden drohen, um in Übereinstimmung mit dem WTO-Übereinkommen über technische Handelshemmnisse eine angemessene Lösung zu finden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><heading>Gesundheitspolizeiliche und pflanzenschutzrechtliche Massnahmen</heading><paragraph eId="art_13/para"><content><p>Die Rechte und Pflichten der Parteien in gesundheitspolizeilichen und pflanzenschutzrechtlichen Belangen werden durch das WTO-Übereinkommen über die Anwendung gesundheitspolizeilicher und pflanzenschutzrechtlicher Massnahmen<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b> </ref>Anhang 1A.4</p></authorialNote> geregelt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><heading>Staatsmonopole</heading><paragraph eId="art_14/para_1"><num>1.</num><content><p>Unbeschadet der Rechte und Pflichten gemäss dem GATT 1994 sorgen die EFTA-Staaten und Tunesien für eine Anpassung aller staatlichen Monopole kommerzieller Natur, so dass nach Inkrafttreten dieses Abkommens sichergestellt ist, dass keine Diskriminierungen zwischen Staatsangehörigen der EFTA-Staaten und Tunesiens bestehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_2"><num>2.</num><content><p>Dieser Artikel gilt für jede Institution, durch welche die zuständigen Behörden der Parteien Ein- oder Ausfuhren zwischen den Parteien rechtlich oder tatsächlich, mittelbar oder unmittelbar überwachen, lenken oder wirksam beeinflussen. Er gilt auch für Monopole, die der Staat Dritten überträgt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><heading>Subventionen</heading><paragraph eId="art_15/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Rechte und Pflichten der Parteien bezüglich Subventionen richten sich nach den Artikeln VI und XVI des GATT 1994, nach dem WTO-Übereinkommen über Subventionen und Ausgleichsmassnahmen<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b> </ref>Anhang 1A.13</p></authorialNote> sowie nach dem WTO-Übereinkommen über die Landwirtschaft<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b> </ref>Anhang 1A.3</p></authorialNote>.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_2"><num>2.</num><content><p>Ist eine Partei der Auffassung, dass sich gewährte Subventionen auf den Handel mit einer andern Partei auswirken, so kann die betroffene Partei in Übereinstimmung mit den oben genannten Übereinkommen und mit den relevanten internen Umsetzungsbestimmungen angemessene Massnahmen ergreifen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_3"><num>3.</num><content><p>Bevor ein EFTA-Staat oder Tunesien, je nach Fall, entsprechend Artikel 11 des WTO-Übereinkommens über Subventionen und Ausgleichsmassnahmen eine Untersuchung mit dem Ziel einleitet, das Vorliegen, die Höhe und die Auswirkungen einer angeblichen Subvention in Tunesien oder in einem EFTA-Staat zu ermitteln, muss die Partei, die eine Untersuchung einleiten will, diejenige Partei, deren Waren untersucht werden sollen, schriftlich benachrichtigen und ihr eine Frist von dreissig Tagen gewähren, um eine beiderseits annehmbare Lösung zu finden. Die Konsultationen finden im Rahmen des Gemischten Ausschusses statt, falls eine der Parteien dies innerhalb von zehn Tagen nach Empfang der Notifikation verlangt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_16"><num><b>Art. 16</b></num><heading>Antidumping</heading><paragraph eId="art_16/para_u1"><content><p>1<inline name="man-color-0000FF">.</inline>  Die Rechte und Pflichten der Parteien bezüglich der Anwendung von Antidumpingmassnahmen werden durch Artikel VI des GATT 1994 und durch das Abkommen über die Durchführung von Artikel VI des GATT 1994<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20 </b></ref>Anhang 1A.8</p></authorialNote> geregelt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_2"><num>2.</num><content><p>Nachdem ein EFTA-Staat oder Tunesien, je nach Fall, einen gut dokumentierten Antrag erhalten hat und bevor eine Untersuchung nach dem in Absatz 1 genannten Abkommen eingeleitet wird, unterrichtet die betroffene Partei die andere Partei, deren Güter angeblich gedumpt werden, schriftlich über den Antrag und ermöglicht Konsultationen, um eine beiderseits annehmbare Lösung zu finden. Die Ergebnisse der Konsultationen werden den anderen Parteien bekannt gegeben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_3"><num>3.</num><content><p>Auf Antrag einer Partei überprüfen die Parteien den Inhalt dieses Artikels im Rahmen des Gemischten Ausschuss.</p></content></paragraph></article><article eId="art_17"><num><b>Art. 17</b></num><heading>Wettbewerbsregeln betreffend Unternehmen</heading><paragraph eId="art_17/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_17/para_1/listintro">Soweit sie geeignet sind, den Handel zwischen einem EFTA-Staat und Tunesien zu beeinträchtigen, sind mit dem guten Funktionieren dieses Abkommens unvereinbar:</listIntroduction><item eId="art_17/para_1/lbl_a"><num>(a) </num><p>alle Vereinbarungen zwischen Unternehmen, Beschlüsse von Unternehmensvereinigungen und aufeinander abgestimmte Verhaltensweisen zwischen Unternehmen, die eine Verhinderung, Einschränkung oder Verfälschung des Wettbewerbs bezwecken oder bewirken;</p></item><item eId="art_17/para_1/lbl_b"><num>(b) </num><p>das missbräuchliche Ausnutzen einer beherrschenden Stellung im gesamten Hoheitsgebiet einer Partei oder in einem wesentlichen Teil davon durch ein oder mehrere Unternehmen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_2"><num>2.</num><content><p>Absatz 1 soll auch auf öffentliche Unternehmen und Unternehmen mit besonderen oder exklusiven Rechten Anwendung finden, sofern die Anwendung dieses Absatzes die Erfüllung der öffentlichen Aufgaben, die den Unternehmen zugewiesen wurden, weder <i>de jure</i> noch <i>de facto</i> vereitelt. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Absätze 1 und 2 sind nicht so auszulegen, als entstünden den Unternehmen daraus unmittelbare Verpflichtungen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_4"><num>4.</num><content><p>Ist eine Partei der Auffassung, dass eine Verhaltensweise mit den Absätzen 1 und 2 unvereinbar ist, so unterstützen die betroffenen Parteien den Gemischten Ausschuss mit allen Mitteln, die für die Untersuchung des Falls notwendig sind, und unterbinden gegebenenfalls die beanstandete Verhaltensweise. Hat die betreffende Partei innerhalb des vom Gemischten Ausschuss festgesetzten Zeitraums die beanstandete Verhaltensweise nicht unterbunden oder ist der Gemischte Ausschuss nicht in der Lage, nach Abschluss der Konsultationen oder dreissig Tage, nachdem um diese Konsultationen nachgesucht wurde, zu einer Einigung zu gelangen, so kann die betroffene Partei geeignete Massnahmen treffen, um den sich aus den beanstandeten Verhaltensweisen ergebenden Schwierigkeiten abzuhelfen. Die Anwendung und die Aufhebung solcher Massnahmen richten sich nach Artikel 37.</p></content></paragraph></article><article eId="art_18"><num><b>Art. 18</b></num><heading>Schutzmassnahmen bei der Einfuhr bestimmter Waren</heading><paragraph eId="art_18/para_1"><num>1.</num><content><p>Wird ein Erzeugnis mit Ursprung in einer Partei infolge der Anwendung dieses Abkommens in derart erhöhten Mengen und unter derartigen Bedingungen in das Hoheitsgebiet einer anderen Partei eingeführt, dass den inländischen Erzeugern gleichartiger oder unmittelbar konkurrierender Erzeugnisse im Hoheitsgebiet der einführenden Partei erheblicher Schaden zugefügt wird oder zugefügt zu werden droht oder dass ernste Störungen in einem Wirtschaftzweig oder Schwierigkeiten, die regional zu einer ernsthaften Verschlechterung der Wirtschaftslage führen können, bewirkt werden oder bewirkt zu werden drohen, so kann die einführende Partei Schutzmassnahmen in Übereinstimmung mit Artikel XIX des GATT 1994 und dem WTO-Übereinkommen über Schutzmassnahmen<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b> </ref>Anhang 1A.14</p></authorialNote> treffen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_2"><num>2.</num><content><p>Bevor Schutzmassnahmen nach Artikel XIX des GATT 1994 und dem WTO-Übereinkommen über Schutzmassnahmen angewendet werden, lässt die Partei, die Schutzmassnahmen zu ergreifen beabsichtigt, dem Gemischten Ausschuss alle relevanten Informationen zukommen, die für eine eingehende Prüfung im Hinblick auf eine für die Parteien akzeptable Lösung notwendig sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_3"><num>3.</num><content><p>Um eine Lösung zu finden, halten die Parteien unverzüglich Konsultationen im Gemischten Ausschuss ab. Gelangen die Parteien, als Ergebnis dieser Konsultationen, innerhalb von 30 Tagen nach deren Beginn zu keiner Einigung zur Vermeidung der Anwendung von Schutzmassnahmen, so kann die Partei, die Schutzmassnahmen zu ergreifen beabsichtigt, solche in Übereinstimmung mit Artikel XIX des GATT 1994 und dem WTO-Übereinkommen über Schutzmassnahmen erlassen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_4"><num>4.</num><content><p>Unterwirft ein EFTA-Staat oder Tunesien die Einfuhr von Erzeugnissen, die angeblich zu den in diesem Artikel genannten Schwierigkeiten führen, einem Verwaltungsverfahren, das der raschen Informationsgewinnung bezüglich der Entwicklung der Handelsströme dient, so unterrichtet die betreffende Partei die andere Partei darüber.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_5"><num>5.</num><content><p>Liegen kritische Umstände vor, unter denen ein Aufschub einen schwer wiedergutzumachenden Schaden verursachen würde, so können die in Absatz 1 genannten Massnahmen ohne vorgängige Konsultationen ergriffen werden, sofern solche Konsultationen unmittelbar nach dem Erlass solcher Massnahmen durchgeführt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_6"><num>6.</num><content><p>Bei der Wahl der Schutzmassnahmen nach diesem Artikel ist solchen Massnahmen Vorrang einzuräumen, die das Erreichen der Ziele dieses Abkommens am wenigsten behindern.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_7"><num>7.</num><content><p>Schutzmassnahmen sind unverzüglich dem Gemischten Ausschuss zu notifizieren und sind Gegenstand regelmässiger Konsultationen im Ausschuss, insbesondere im Hinblick auf die Festlegung eines Zeitplans für ihre Aufhebung, sobald es die Umstände zulassen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_19"><num><b>Art. 19</b></num><heading>Strukturelle Anpassungen</heading><paragraph eId="art_19/para_1"><num>1.</num><content><p>Tunesien kann befristete Ausnahmemassnahmen in Form von Zollerhöhungen ergreifen, die von Artikel 6 abweichen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_2"><num>2.</num><content><p>Diese Massnahmen können nur zu Gunsten neu entstehender oder in Restrukturierung begriffener Wirtschaftszweige ergriffen werden oder zu Gunsten von Sektoren, die mit ernsthaften Schwierigkeiten kämpfen, insbesondere wenn diese erhebliche soziale Probleme zur Folge haben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_3"><num>3.</num><content><p>Nach Ergreifung der Ausnahmemassnahmen dürfen die in Tunesien auf aus den EFTA-Staaten eingeführte Ursprungserzeugnisse angewendeten Zollansätze, die durch solche Ausnahmemassnahmen eingeführt werden, 25 % <i>ad valorem</i> nicht übersteigen und müssen eine Präferenzmarge für Ursprungserzeugnisse aus den EFTA-Staaten beinhalten. Der Gesamtwert der eingeführten Erzeugnisse, die diesen Massnahmen unterliegen, darf nicht mehr als 15 % des Gesamtwerts der Industrieerzeugnisse aus den EFTA-Staaten nach Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe a, die innerhalb des letzten Jahres eingeführt wurden und für die statistische Angaben vorliegen, betragen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_4"><num>4.</num><content><p>Tunesien unterrichtet den Gemischten Ausschuss über alle Ausnahmemassnahmen, die es zu ergreifen beabsichtigt, und vor deren Umsetzung sind auf Gesuch der EFTA-Staaten im Gemischten Ausschuss Konsultationen über solche Massnahmen und über die betroffenen Wirtschaftszweige abzuhalten. Bei der Ergreifung solcher Massnahmen unterbreitet Tunesien dem Gemischten Ausschuss einen Zeitplan für die Aufhebung der gestützt auf diesen Artikel erhobenen Zölle. Dieser Zeitplan muss einen schrittweisen Abbau dieser Zölle, der nicht später als zwei Jahre nach der Einführung der Massnahmen beginnt, in gleichen jährlichen Raten vorsehen, ausser der Gemischte Ausschuss legt einen anderen Zeitplan fest.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_5"><num>5.</num><content><p>Die Anwendungsfrist der in diesem Artikel genannten Ausnahmemassnahmen darf den Zeitraum von fünf Jahren nicht überschreiten. Alle Ausnahmemassnahmen, die strukturelle Anpassungen betreffen, müssen drei Jahre nach der in Anhang IV genannten Übergangsfrist aufgehoben werden. Der Gemischte Ausschuss kann Fristen festlegen, die von den in diesem Absatz genannten abweichen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_20"><num><b>Art. 20</b></num><heading>Wiederausfuhr und ernster Versorgungsengpass</heading><paragraph eId="art_20/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_20/para_1/listintro">Wenn auf Grund der Anwendung von Artikel 9:</listIntroduction><item eId="art_20/para_1/lbl_a"><num>(a) </num><p>eine Wiederausfuhr in ein Drittland erfolgt, dem gegenüber die ausführende Partei für das jeweilige Erzeugnis mengenmässige Ausfuhrbeschränkungen, Ausfuhrzölle oder Massnahmen und Abgaben gleicher Wirkung aufrechterhält; oder</p></item><item eId="art_20/para_1/lbl_b"><num>(b) </num><p>im Zusammenhang mit einem für die ausführende Partei wichtigen Erzeugnis ein ernster Versorgungsengpass entsteht oder zu entstehen droht;</p></item></blockList><p>und wenn der ausführenden Partei in den vorgenannten Situationen ernste Schwierigkeiten entstehen oder zu entstehen drohen, kann diese Partei geeignete Massnahmen ergreifen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_20/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Partei, die Massnahmen nach diesem Artikel zu ergreifen beabsichtigt, benachrichtigt unverzüglich die anderen Parteien und den Gemischten Ausschuss hiervon. Der Gemischte Ausschuss prüft die Lage und kann alle zu deren Beendigung notwendigen Entscheidungen treffen. Trifft der Gemischte Ausschuss innerhalb von dreissig Tagen nach der Notifikation keinen Entscheid, so kann die betroffene Partei geeignete Massnahmen ergreifen, um das Problem zu beheben. Der Gemischte Ausschuss ist unverzüglich darüber zu unterrichten. Bei der Wahl der Massnahmen ist denjenigen Vorrang einzuräumen, die das Funktionieren dieses Abkommens am wenigsten beeinträchtigen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_20/para_3"><num>3.</num><content><p>Verunmöglichen aussergewöhnliche und schwerwiegende Umstände, die ein sofortiges Handeln erfordern, je nach Fall eine vorhergehende Unterrichtung oder Prüfung, so kann die betroffene Partei unverzüglich vorläufige Massnahmen ergreifen, die notwendig sind, um der Lage zu begegnen. Sie unterrichtet unverzüglich die anderen Parteien und den Gemischten Ausschuss darüber.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_20/para_4"><num>4.</num><content><p>Die ergriffenen Massnahmen sind Gegenstand regelmässiger Konsultationen im Gemischten Ausschuss im Hinblick auf die Festlegung eines Zeitplans für ihrer Aufhebung, sobald es die Umstände zulassen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_21"><num><b>Art. 21</b></num><heading>Allgemeine Ausnahmen</heading><paragraph eId="art_21/para"><content><p>Dieses Abkommen steht Verboten oder Beschränkungen der Einfuhr, Ausfuhr oder Durchfuhr von Waren nicht entgegen, die aus Gründen der öffentlichen Sittlichkeit, der öffentlichen Ordnung oder Sicherheit, zum Schutz der Gesundheit und des Lebens von Menschen, Tieren oder Pflanzen, zum Schutze des nationalen Kulturguts von künstlerischem, geschichtlichem oder archäologischem Wert, zum Schutz des geistigen Eigentums, der Regelungen betreffend Gold oder Silber oder von Massnahmen zur Bewahrung nicht erneuerbarer natürlicher Ressourcen gerechtfertigt sind. Diese Verbote oder Beschränkungen dürfen jedoch weder ein Mittel zur willkürlichen Diskriminierung noch eine verschleierte Beschränkung des Handels zwischen den Parteien darstellen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_22"><num><b>Art. 22</b></num><heading>Ausnahmen aus Gründen der Sicherheit</heading><paragraph eId="art_22/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_22/para/listintro">Dieses Abkommen hindert eine Partei nicht daran, Massnahmen zu ergreifen, die sie als erforderlich erachtet:</listIntroduction><item eId="art_22/para/lbl_a"><num>(a) </num><p>um Auskünfte zu verweigern, deren Preisgabe ihren wesentlichen Sicherheitsinteressen zuwiderläuft; </p></item><item eId="art_22/para/lbl_b"><num>(b) </num><p>zum Schutz ihrer wesentlichen Sicherheitsinteressen, zur Erfüllung internationaler Verpflichtungen oder zur Befolgung nationaler Politiken </p><blockList><item eId="art_22/para/lbl_b/lbl_i"><num>(i) </num><p>betreffend den Handel mit Waffen, Munition und Kriegsmaterial, sofern derartige Massnahmen die Wettbewerbsbedingungen für nicht für spezifisch militärische Zwecke bestimmte Erzeugnisse nicht verfälschen, sowie mit anderen Waren, Materialien und Dienstleistungen, die unmittelbar oder mittelbar für eine militärische Einrichtung bestimmt sind; oder</p></item><item eId="art_22/para/lbl_b/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>betreffend die Nichtweiterverbreitung von biologischen und chemischen Waffen, Atomwaffen oder anderen Kernsprengstoffen; oder</p></item><item eId="art_22/para/lbl_b/lbl_iii"><num>(iii) </num><p>die in Kriegszeiten oder in Zeiten anderer ernsthafter internationaler Spannungen getroffen werden.</p></item></blockList></item></blockList></content></paragraph></article></level><level eId="lvl_III"><num>III</num><heading>Schutz des geistigen Eigentums</heading><article eId="art_23"><num><b>Art. 23</b></num><heading>Schutz des geistigen Eigentums</heading><paragraph eId="art_23/para_1"><num>1.</num><content><p>In Übereinstimmung mit den diesem Artikel, mit Anhang V dieses Abkommens und mit den darin erwähnten internationalen Abkommen gewähren und gewährleisten die Parteien einen angemessenen, wirksamen und nicht diskriminierenden Schutz der Rechte an geistigem Eigentum, der den Erlass von Massnahmen einschliesst, welche die Beachtung dieser Rechte im Falle von Verletzung, Fälschung und Nachahmung vorsehen. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Parteien gewähren den Staatsangehörigen der anderen Parteien eine Behandlung, die nicht ungünstiger ist als diejenige, die sie ihren eigenen Staatsangehörigen gewähren. Ausnahmen von dieser Verpflichtung müssen in Übereinstimmung stehen mit den materiellen Bestimmungen von Artikel 3 des WTO-Abkommens über handelsbezogene Aspekte der Rechte an geistigem Eigentum<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b> </ref>Anhang 1C</p></authorialNote> (im Folgenden TRIPS-Abkommen genannt).</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Parteien gewähren den Staatsangehörigen der anderen Parteien eine Behandlung, die nicht ungünstiger ist als diejenige, die sie den Angehörigen eines jeden anderen Staates gewähren. Ausnahmen von dieser Verpflichtung müssen in Übereinstimmung mit den materiellen Bestimmungen des TRIPS-Abkommens, insbesondere mit dessen Artikeln 4 und 5, stehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Parteien vereinbaren, auf Antrag einer Partei und in Übereinstimmung mit allen Parteien, die in diesem Artikel und in Anhang V enthaltenen Bestimmungen über den Schutz des geistigen Eigentums mit dem Ziel zu überprüfen, das Schutzniveau zu verbessern und die Entwicklung des Handels zwischen den Parteien zu fördern.</p></content></paragraph></article></level><level eId="lvl_IV"><num>IV</num><heading>Investitionen </heading><article eId="art_24"><num><b>Art. 24</b></num><heading>Voraussetzungen für Investitionen </heading><paragraph eId="art_24/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Parteien schaffen beständige, günstige und transparente Bedingungen für Unternehmen der andern Parteien, die in ihrem Hoheitsgebiet Investitionen vornehmen oder vorzunehmen beabsichtigen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Investitionen von Investoren einer Partei geniessen im Hoheitsgebiet der anderen Parteien umfassenden Schutz und Sicherheit, und in Übereinstimmung mit dem massgeblichen internationalen Recht wird ihnen jederzeit eine gerechte und billige Behandlung gewährt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_25"><num><b>Art. 25</b></num><heading>Förderung der Investitionen </heading><paragraph eId="art_25/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_25/para/listintro">Die Parteien anerkennen die Wichtigkeit der Förderung von gegenseitigen Investitions- und Technologieflüssen für das Wirtschaftswachstum und die Entwicklung. Zu diesem Zweck beinhaltet die Zusammenarbeit Folgendes:</listIntroduction><item eId="art_25/para/lbl_a"><num>(a) </num><p>angemessene Massnahmen für die Identifizierung von Investitionsmöglichkeiten sowie Informationskanäle bezüglich investitionsrelevanter Regelungen;</p></item><item eId="art_25/para/lbl_b"><num>(b) </num><p>die Zurverfügungstellung von Informationen über Massnahmen der Parteien bezüglich Investitionsförderung im Ausland (technische Unterstützung, finanzieller Beistand, Investitionsversicherung usw.);</p></item><item eId="art_25/para/lbl_c"><num>(c) </num><p>die Schaffung eines für Investitionen günstigen rechtlichen Umfelds, einschliesslich des Abschlusses internationaler Abkommen; und</p></item><item eId="art_25/para/lbl_d"><num>(d) </num><p>die Konzipierung und Umsetzung von Entwicklungsprojekten, auch im Hinblick auf die Beteiligung ausländischer Investoren.</p></item></blockList></content></paragraph></article></level><level eId="lvl_V"><num>V</num><heading>Dienstleistungen</heading><article eId="art_26"><num><b>Art. 26</b></num><heading>Dienstleistungshandel</heading><paragraph eId="art_26/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Parteien streben eine schrittweise Liberalisierung und gegenseitige Öffnung ihrer Märkte für den Dienstleistungshandel an, in Übereinstimmung mit dem Allgemeinen Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b> </ref>Anhang 1B</p></authorialNote> (im Folgenden GATS genannt) und unter Berücksichtigung der laufenden Arbeiten im Rahmen der WTO. Zu diesem Zweck überprüfen die Parteien gemeinsam Entwicklungen im Dienstleistungssektor und prüfen die Verwirklichung von Liberalisierungsmassnahmen, unter Berücksichtigung von Artikel V des GATS.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_2"><num>2.</num><content><p>Gewährt eine Partei einer Nicht-Partei nach Inkrafttreten dieses Abkommens zusätzliche Vorteile für den Zugang zu ihren Dienstleistungsmärkten, so erklärt sie sich bereit, im Gemischten Ausschuss Konsultationen aufzunehmen, um die Angelegenheit im Lichte der in Absatz 1 aufgeführten Ziele zu behandeln.</p></content></paragraph></article></level><level eId="lvl_VI"><num>VI</num><heading>Laufende Zahlungen und Kapitalverkehr</heading><article eId="art_27"><num><b>Art. 27</b></num><heading>Zahlungen von laufenden Transaktionen</heading><paragraph eId="art_27/para"><content><p>Vorbehaltlich des Artikels 29 lassen die Parteien jegliche Zahlung für laufende Transaktionen in frei konvertierbarer Währung zu.</p></content></paragraph></article><article eId="art_28"><num><b>Art. 28</b></num><heading>Kapitalverkehr</heading><paragraph eId="art_28/para"><content><p>Was die Transaktionen bezüglich des Kapitalverkehrs in der Zahlungsbilanz anbelangt, so sorgen die EFTA-Staaten und Tunesien ab Inkrafttreten dieses Abkommens dafür, dass sich das Kapital von Direktinvestitionen in Tunesien in Unternehmen, die in Übereinstimmung mit dem massgeblichen Recht gegründet worden sind, frei bewegen kann und dass der erzielte Investitionsertrag und die daraus stammenden Gewinne gewechselt und repatriiert werden können.</p></content></paragraph></article><article eId="art_29"><num><b>Art. 29</b></num><heading>Zahlungsbilanzschwierigkeiten</heading><paragraph eId="art_29/para"><content><p>Bei bereits eingetretenen oder bei unmittelbar drohenden Zahlungsbilanzschwierigkeiten eines EFTA-Staates oder Tunesiens können die EFTA-Staaten oder Tunesien, je nach Fall, in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des GATT 1994 und mit den Artikeln VIII und XIV des Übereinkommens über den Internationalen Währungsfonds<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1992/2571_2571_2571" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.979.1</b></ref></p></authorialNote> Beschränkungen für laufende Zahlungen erlassen, die zeitlich begrenzt sind und das zur Behebung der Zahlungsbilanzschwierigkeiten unbedingt notwendige Mass nicht überschreiten. Die EFTA-Staaten oder Tunesien unterrichten die anderen Parteien unverzüglich hiervon und unterbreiten ihnen so schnell wie möglich einen Zeitplan für die Beseitigung der entsprechenden Massnahmen.</p></content></paragraph></article></level><level eId="lvl_VII"><num>VII</num><heading>Öffentliches Beschaffungswesen</heading><article eId="art_30"><num><b>Art. 30</b></num><heading>Öffentliches Beschaffungswesen</heading><paragraph eId="art_30/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Parteien setzen sich eine gegenseitige und schrittweise Liberalisierung des öffentlichen Beschaffungswesens zum Ziel.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_30/para_2"><num>2.</num><content><p>Gewährt eine Partei einer Nicht-Partei Zugang zu ihren öffentlichen Beschaffungsmärkten, so nimmt sie im Gemischten Ausschuss Konsultationen auf, um die Angelegenheit im Lichte der in Absatz 1 aufgeführten Ziele zu behandeln.</p></content></paragraph></article></level><level eId="lvl_VIII"><num>VIII</num><heading>Wirtschaftliche Zusammenarbeit und technische <br/>Unterstützung</heading><article eId="art_31"><num><b>Art. 31</b></num><heading>Ziele und Anwendungsbereich</heading><paragraph eId="art_31/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_31/para_1/listintro">Die EFTA-Staaten erklären sich bereit, sich für die wirtschaftliche Zusammenarbeit einzusetzen und Tunesien im Einklang mit den Zielen ihrer jeweiligen Politik technische Unterstützung zu gewähren im Hinblick auf:</listIntroduction><item eId="art_31/para_1/lbl_a"><num>(a) </num><p>die Erleichterung der Umsetzung der allgemeinen Ziele dieses Abkommens, insbesondere hinsichtlich der Förderung der Handels- und Investitionsmöglichkeiten, die aus diesem Abkommen erwachsen;</p></item><item eId="art_31/para_1/lbl_b"><num>(b) </num><p>die Unterstützung der Bemühungen Tunesiens, eine nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung zu erreichen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_31/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Zusammenarbeit und die Unterstützung konzentrieren sich auf Sektoren, die unter internen Schwierigkeiten leiden oder die vom Liberalisierungsprozess der tunesischen Wirtschaft betroffen sind sowie auf Sektoren, welche die jeweilige Wirtschaft der EFTA-Staaten und Tunesien näher zusammenführen, insbesondere solche, die Wachstum und Arbeitsplätze schaffen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_32"><num><b>Art. 32</b></num><heading>Methoden und Instrumente</heading><paragraph eId="art_32/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Zusammenarbeit und die Unterstützung werden bilateral, mittels EFTA‑Programmen oder einer Kombination beider ausgeführt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_32/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Parteien arbeiten mit dem Ziel zusammen, die wirksamsten Methoden und Instrumente zur Umsetzung dieses Kapitels zu bestimmen und anzuwenden. Um dies zu erreichen, können sie ihre Anstrengungen mit den zuständigen internationalen Organisationen koordinieren.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_32/para_3"><num>3.</num><content><p>Dem Schutz der Umwelt wird bei der Umsetzung der Unterstützung in den verschiedenen betroffenen Sektoren Rechnung getragen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_32/para_4"><num>4.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_32/para_4/listintro">Die Zusammenarbeit und die Unterstützung können folgende Instrumente umfassen: </listIntroduction><item eId="art_32/para_4/lbl_a"><num>(a) </num><p>Informationsaustausch, Technologietransfer und Ausbildung;</p></item><item eId="art_32/para_4/lbl_b"><num>(b) </num><p>die Durchführung gemeinsamer Tätigkeiten wie Seminare und Workshops;</p></item><item eId="art_32/para_4/lbl_c"><num>(c) </num><p>die technische und administrative Unterstützung;</p></item><item eId="art_32/para_4/lbl_d"><num>(d) </num><p>die finanzielle Zusammenarbeit wie Darlehen zu Vorzugsbedingungen und Entwicklungsfonds.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_33"><num><b>Art. 33</b></num><heading>Bereiche der Zusammenarbeit</heading><paragraph eId="art_33/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_33/para/listintro">Die Zusammenarbeit und Unterstützung kann alle von den Parteien gemeinsam identifizierten Bereiche betreffen, welche die Fähigkeit Tunesiens, aus verstärktem internationalem Handel und Investitionen Nutzen zu ziehen, erhöht, insbesondere:</listIntroduction><item eId="art_33/para/lbl_a"><num>(a) </num><p>die Förderung und Erleichterung des Handels sowie die Entwicklung der Märkte;</p></item><item eId="art_33/para/lbl_b"><num>(b) </num><p>Zoll- und Ursprungsfragen, einschliesslich der beruflichen Weiterbildung im Zollbereich;</p></item><item eId="art_33/para/lbl_c"><num>(c) </num><p>die Modernisierung wirtschaftlicher Sektoren wie Fischfang und Fischzucht, Industrie und Gewerbe, Nahrungsmittelindustrie, Finanzdienstleistungen, Tourismus;</p></item><item eId="art_33/para/lbl_d"><num>(d) </num><p>technische Vorschriften sowie gesundheitspolizeiliche und pflanzenschutzrechtliche Massnahmen, einschliesslich der Standardisierung und Zertifizierung;</p></item><item eId="art_33/para/lbl_e"><num>(e) </num><p>die regulatorische Unterstützung und Unterstützung bei der Umsetzung von Gesetzen in Bereichen wie geistiges Eigentum und öffentliches Beschaffungswesen.</p></item></blockList></content></paragraph></article></level><level eId="lvl_IX"><num>IX</num><heading>Institutionelle und verfahrensrechtliche Bestimmungen</heading><article eId="art_34"><num><b>Art. 34</b></num><heading>Der Gemischte Ausschuss</heading><paragraph eId="art_34/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Durchführung dieses Abkommens obliegt einem Gemischten Ausschuss. Jede Partei ist im Gemischten Ausschuss vertreten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_34/para_2"><num>2.</num><content><p>Zur ordnungsgemässen Durchführung dieses Abkommens tauschen die Parteien Informationen aus und halten auf Antrag einer jeden Partei im Gemischten Ausschuss Konsultationen ab. Der Gemischte Ausschuss prüft laufend die Möglichkeit eines weiteren Abbaus der Handelsschranken zwischen den EFTA-Staaten und Tunesien.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_34/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Gemischte Ausschuss kann in den in diesem Abkommen vorgesehenen Fällen Beschlüsse fassen. In den übrigen Fällen kann er Empfehlungen aussprechen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_35"><num><b>Art. 35</b></num><heading>Verfahren des Gemischten Ausschusses</heading><paragraph eId="art_35/para_1"><num>1.</num><content><p>Zur ordnungsgemässen Durchführung dieses Abkommens tritt der Gemischte Ausschuss auf Antrag einer Partei so oft als erforderlich zusammen, in der Regel aber alle zwei Jahre.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_35/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Gemischte Ausschuss handelt im gegenseitigen Einvernehmen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_35/para_3"><num>3.</num><content><p>Hat ein Vertreter einer Partei im Gemischten Ausschuss einen Beschluss unter Vorbehalt der Erfüllung verfassungsrechtlicher Vorschriften angenommen, so tritt der Beschluss, sofern er keinen späteren Zeitpunkt vorsieht, an dem Tag in Kraft, an dem die Aufhebung des Vorbehaltes notifiziert worden ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_35/para_4"><num>4.</num><content><p>Der Gemischte Ausschuss gibt sich für die Zwecke dieses Abkommens eine Geschäftsordnung, die unter anderem Bestimmungen über die Einberufung von Sitzungen und über die Ernennung und die Amtsdauer der oder des Vorsitzenden enthält.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_35/para_5"><num>5.</num><content><p>Der Gemischte Ausschuss kann bei Bedarf die Einsetzung von Unterausschüssen und Arbeitsgruppen beschliessen, die ihm bei der Erfüllung seiner Aufgaben zur Seite stehen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_36"><num><b>Art. 36</b></num><heading>Erfüllung von Verpflichtungen und Konsultationen</heading><paragraph eId="art_36/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Parteien ergreifen alle erforderlichen Massnahmen, um die Erfüllung ihrer Verpflichtungen aus diesem Abkommen sicherzustellen. In Streitfällen über Auslegung und Anwendung dieses Abkommens tun die Parteien ihr Möglichstes, um durch Zusammenarbeit und Konsultationen zu beiderseits annehmbaren Lösungen zu gelangen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_36/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Partei kann schriftlich Konsultationen mit jeder anderen Partei bezüglich einer bestehenden oder vorgesehenen Massnahme oder jeder anderen Angelegenheit verlangen, die ihrer Einschätzung nach die Durchführung dieses Abkommens beeinträchtigen könnte. Die Partei, welche die Konsultation verlangt, benachrichtigt gleichzeitig schriftlich die anderen Parteien, unter Angabe aller zweckdienlichen Informationen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_36/para_3"><num>3.</num><content><p>Auf Antrag einer Partei innerhalb von 30 Tagen nach dem Eingang der in Absatz 2 erwähnten Notifikation finden die Konsultationen im Rahmen des Gemischten Ausschusses statt, um eine gegenseitig annehmbare Lösung zu finden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_37"><num><b>Art. 37</b></num><heading>Vorläufige Massnahmen</heading><paragraph eId="art_37/para"><content><p>Ist ein EFTA-Staat der Auffassung, dass Tunesien, oder ist Tunesien der Auffassung, dass ein EFTA-Staat seinen Verpflichtungen nach diesem Abkommen nicht nachgekommen ist, und hat der Gemischte Ausschuss innerhalb von drei Monaten keine einvernehmliche Lösung gefunden, so kann die betroffene Partei diejenigen vorläufigen Ausgleichsmassnahmen ergreifen, die zur Wiederherstellung des Gleichgewichts angemessen und unbedingt erforderlich sind. Es ist denjenigen Massnahmen Vorrang zu geben, die das Funktionieren dieses Abkommens am wenigsten beeinträchtigen. Die ergriffenen Massnahmen sind den Parteien und dem Gemischten Ausschuss unverzüglich mitzuteilen. Dieser hält im Hinblick auf deren Aufhebung regelmässige Konsultationen ab. Die Massnahmen sind aufzuheben, sobald die Umstände deren Aufrechterhaltung nicht mehr rechtfertigen oder, falls die Streitigkeit dem Schiedsverfahren zugeleitet worden ist, sobald ein Schiedsgerichtsentscheid vorliegt und diesem nachgekommen wurde.</p></content></paragraph></article><article eId="art_38"><num><b>Art. 38</b></num><heading>Schiedsgerichtsverfahren</heading><paragraph eId="art_38/para_1"><num>1.</num><content><p>In Bezug auf Streitigkeiten zwischen den Parteien über die Auslegung der Rechte und Pflichten der Parteien nach diesem Abkommen, die nicht innerhalb von 90 Tagen nach Eingang des schriftlichen Gesuchs um Konsultationen durch direkte Konsultationen oder im Gemischten Ausschuss gelöst werden konnten, kann durch jede Streitpartei mittels schriftlicher Notifikation an die andere Streitpartei das Schiedsgerichtsverfahren eröffnet werden. Eine Kopie dieser Notifikation ist allen anderen Parteien zuzustellen. Verlangen mehrere Parteien, dass eine Streitsache, die eine und dieselbe Partei und Streitfrage betrifft, einem Schiedsgericht vorgelegt wird, so soll nach Möglichkeit ein einziges Schiedsgericht eingesetzt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_38/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Zusammensetzung und die Arbeitsweise des Schiedsgerichts werden in Anhang VI geregelt. Der Schiedsspruch des Gerichts ist endgültig und für die Streitparteien bindend.</p></content></paragraph></article></level><level eId="lvl_X"><num>X</num><heading>Schlussbestimmungen</heading><article eId="art_39"><num><b>Art. 39</b></num><heading>Evolutivklausel</heading><paragraph eId="art_39/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Parteien überprüfen dieses Abkommen im Lichte der weiteren Entwicklungen der internationalen Wirtschaftsbeziehungen, insbesondere im Rahmen der WTO, und prüfen in diesem Zusammenhang im Lichte aller massgeblichen Faktoren die Möglichkeit, die durch dieses Abkommen errichtete Zusammenarbeit weiter auszubauen, zu vertiefen und sie auf neue, von diesem Abkommen nicht abgedeckte Bereiche auszudehnen. Die Parteien können den Gemischten Ausschuss mit der Prüfung dieser Möglichkeit und, wo angemessen, mit der Ausarbeitung von Empfehlungen beauftragen, insbesondere im Hinblick auf die Aufnahme von Verhandlungen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_39/para_2"><num>2.</num><content><p>Vereinbarungen, die aus dem in Absatz 1 genannten Verfahren hervorgehen, bedürfen der Ratifizierung oder Genehmigung durch die Parteien nach deren eigenen Verfahren. </p></content></paragraph></article><article eId="art_40"><num><b>Art. 40</b></num><heading>Anhänge und Protokolle</heading><paragraph eId="art_40/para"><content><p>Die Anhänge und Protokolle zu diesem Abkommen sind Bestandteile dieses Abkommens. Der Gemischte Ausschuss kann Änderungen der Anhänge und Protokolle beschliessen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_41"><num><b>Art. 41</b></num><heading>Änderungen</heading><paragraph eId="art_41/para_1"><num>1.</num><content><p>Änderungen dieses Abkommens werden, nach Gutheissung durch den Gemischten Ausschuss, den Parteien zur Ratifizierung, Annahme oder Genehmigung unterbreitet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_41/para_2"><num>2.</num><content><p>Sofern die Parteien nichts anderes vereinbaren, treten die Änderungen am ersten Tag des dritten Monats nach Hinterlegung der letzten Ratifikations-, Annahme- oder Genehmigungsurkunde in Kraft.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_41/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Änderungstext sowie die Annahmeurkunden werden beim Depositar hinterlegt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_42"><num><b>Art. 42</b></num><heading>Beziehung zu anderen internationalen Abkommen</heading><paragraph eId="art_42/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Abkommen steht der Beibehaltung oder dem Abschluss von Zollunionen, Freihandelszonen, Grenzverkehrsregelungen und anderen präferenziellen Abkommen nicht entgegen, soweit sie keine negativen Auswirkungen auf das in diesem Abkommen vorgesehene Handelsregime haben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_42/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Parteien bekräftigen die Rechte und Pflichten, die ihnen aus der WTO und anderen in deren Rahmen verhandelter Abkommen, deren Parteien sie sind, sowie aus allen anderen internationalen Abkommen, deren Parteien sie sind, erwachsen. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_42/para_3"><num>3.</num><content><p>Tritt eine Partei einer Zollunion oder einem Freihandelsabkommen mit einer Drittpartei bei, so ist sie auf Anfrage jeder andern Partei zu Konsultationen mit dieser bereit.</p></content></paragraph></article><article eId="art_43"><num><b>Art. 43</b></num><heading>Beitritt</heading><paragraph eId="art_43/para_1"><num>1.</num><content><p>Jeder neue Mitgliedstaat der Europäischen Freihandelsassoziation kann auf Beschluss des Gemischten Ausschusses und zu den in diesem Beschluss festgelegten Bedingungen, die zwischen dem beitretenden Staat und den betroffenen Parteien auszuhandeln sind, diesem Abkommen beitreten. Die Beitrittsurkunde wird beim Depositar hinterlegt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_43/para_2"><num>2.</num><content><p>Für einen beitretenden Staat tritt das Abkommen am ersten Tag des dritten Monats nach der Hinterlegung seiner Beitrittsurkunde oder der Zustimmung der bestehenden Parteien zu den Beitrittsbestimmungen und -bedingungen in Kraft. </p></content></paragraph></article><article eId="art_44"><num><b>Art. 44</b></num><heading>Rücktritt und Beendigung</heading><paragraph eId="art_44/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Partei kann mittels einer schriftlichen Notifikation, die dem Depositar zugestellt wird, von diesem Abkommen zurücktreten. Der Rücktritt wird sechs Monate nach dem Datum, an dem der Depositar die Notifikation erhalten hat, wirksam.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_44/para_2"><num>2.</num><content><p>Jeder EFTA-Staat, der vom Übereinkommen über die Errichtung der Europäischen Freihandelsassoziation zurücktritt, hört am Tag, an dem der Rücktritt Wirkung erlangt<i>, ipso facto</i> auf, Partei dieses Abkommen zu sein.</p></content></paragraph></article><article eId="art_45"><num><b>Art. 45</b></num><heading>Inkrafttreten</heading><paragraph eId="art_45/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Abkommen unterliegt der Ratifizierung, Annahme oder Genehmigung. Die entsprechenden Ratifikations-, Annahme- oder Genehmigungsurkunden werden beim Depositar hinterlegt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_45/para_2"><num>2.</num><content><p>Dieses Abkommen tritt am 1. Juni 2005 für die Unterzeichnerstaaten in Kraft, die bis dahin die Ratifikations- oder Annahmeurkunde beim Depositar hinterlegt haben, vorausgesetzt, Tunesien gehöre zu den Staaten, welche die Ratifikations- oder Annahmeurkunde hinterlegt haben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_45/para_3"><num>3.</num><content><p>Tritt dieses Abkommen nicht am 1. Juni 2005 in Kraft, so tritt es am ersten Tag des zweiten Monats nach der Hinterlegung der Ratifikationsurkunden durch Tunesien und mindestens einen EFTA-Staat in Kraft.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_45/para_4"><num>4.</num><content><p>Für einen EFTA-Staat, der seine Ratifikationsurkunde nach dem Inkrafttreten dieses Abkommens hinterlegt, tritt dieses Abkommen am ersten Tag des zweiten Monats nach der Hinterlegung seiner Ratifikationsurkunde in Kraft.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_45/para_5"><num>5.</num><content><p>Falls seine verfassungsmässigen Bestimmungen dies erlauben, kann jeder EFTA-Staat dieses Abkommen vorläufig anwenden. Die vorläufige Anwendung des Abkommens nach diesem Absatz wird dem Depositar notifiziert.</p></content></paragraph></article><article eId="art_46"><num><b>Art. 46</b></num><heading>Depositar</heading><paragraph eId="art_46/para"><content><p>Die Regierung Norwegens handelt als Depositar.</p></content></paragraph></article></level><signature><p><i>Zu Urkund dessen</i>haben die hierzu gebührend befugten Unterzeichner dieses Abkommen unterschrieben.</p><p>Geschehen zu Genf, am 17. Dezember 2004, in je zwei Urschriften in englischer und in französischer Sprache, wobei jeder Wortlaut gleichermassen verbindlich ist. Im Konfliktfall geht der englische Wortlaut vor. Eine Urschrift in jeder Sprache wird bei der Regierung Norwegens hinterlegt.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">(Es folgen die Unterschriften)</p></signature></body><components><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2005/737/20050601/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2005/737/20050601"/><FRBRdate date="2005-06-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2004-12-17" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2005-06-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.632.317.581"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord de libre-échange du 17 décembre 2004 entre les Etats de l'AELE et la République Tunisienne (avec prot. et annexes) " shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Freihandelsabkommen vom 17. Dezember 2004 zwischen den EFTA-Staaten und der Republik Tunesien (mit Prot. und Anhängen) " shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo di libero scambio del 17 dicembre 2004 tra gli Stati dell'AELS e la Repubblica Tunisina (con prot. e all.) " shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2005/737/20050601/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2005/737/20050601/de"/><FRBRdate date="2005-06-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2004-12-17" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2005-06-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2005/737/20050601/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2005/737/20050601/de/xml"/><FRBRdate date="2005-06-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2004-12-17" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2005-06-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Liste der Anhänge<inline name="man-font-weight-normal"><authorialNote><p>  Diese Dokumente werden weder in der AS noch der SR veröffentlicht. Sie sind nur in englischer und französischer Originalsprache verfügbar und können eingesehen werden auf der Internetseite der EFTA unter folgender Adresse:  http://www.efta.int/free-trade/free-trade-agreements/tunisia/</p></authorialNote></inline></block></container></preface><mainBody><table border="1"><tr><td/><td><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><b>Record of understanding</b></p></td></tr><tr><td/><td/></tr><tr><td><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><b>Annex I</b></p></td><td><p>Referred to in Article 3 – Territorial application</p></td></tr><tr><td><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><b>Annex II</b></p></td><td><p>Referred to in paragraph 1(a) of Article 4 – Products not covered by the Agreement</p></td></tr><tr><td><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><b>Annex III</b></p></td><td><p>Referred to in paragraph 1(c) of Article 4 – Fish and other marine products</p></td></tr><tr><td><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><b>Annex IV</b></p></td><td><p>Referred to in paragraph 3 of Article 6 – Customs duties on imports and charges having equivalent effect</p></td></tr><tr><td><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><b>Annex V</b></p></td><td><p>Referred to in Article 23 – Protection of intellectual property</p></td></tr><tr><td><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><b>Annex VI</b></p></td><td><p>Referred to in Article 38 – Constitution and functioning of the arbitral tribunal</p></td></tr><tr><td/><td><p>Appendix to Annex IV</p></td></tr><tr><td/><td/></tr><tr><td><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><b>Protocol A</b></p></td><td><p>Referred to in paragraph 1(b) of Article 4 – Processed agricultural products</p></td></tr><tr><td/><td><p>Table I to Protocol A</p></td></tr><tr><td/><td><p>Table II to Protocol A – Iceland</p></td></tr><tr><td/><td><p>Table III to Protocol A – Liechtenstein, Switzerland</p></td></tr><tr><td/><td><p>Table IV to Protocol A – Norway</p></td></tr><tr><td/><td><p>Table V to Protocol A – Tunisia</p></td></tr><tr><td/><td/></tr><tr><td><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><b>Protocol B</b></p></td><td><p>Referred to in Article 5 – Concerning the definition of the concept of <br/>«originating products» and methods of administrative co-operation</p></td></tr><tr><td/><td><p>Annex I to Protocol B – Introductory notes to the list in Annex II</p></td></tr><tr><td/><td><p>Annex II to Protocol B – List of working or processing required to be carried out on non-originating materials in order that the product manufactured can obtain originating status</p></td></tr><tr><td/><td><p>Annex III A to Protocol B – Specimens of movement certificate EUR 1 and application for a movement certificate EUR 1</p></td></tr><tr><td/><td><p>Annex III B to Protocol B – Specimens of movement certificate EUR-MED and application for a movement certificate EUR-MED</p></td></tr><tr><td/><td><p>Annex IV A to Protocol B – Text of the invoice declaration</p></td></tr><tr><td/><td><p>Annex IV B to Protocol B – Text of the invoice declaration EUR-MED</p></td></tr><tr><td/><td><p>Annex V to Protocol B – List of countries or territories participating in the Euro-Mediterranean partnership</p></td></tr><tr><td/><td><p>Annex VI to Protocol B – Supplier’s declaration</p></td></tr><tr><td/><td><p>Annex VII to Protocol B – Long-term supplier’s declaration</p></td></tr></table></mainBody></doc></component></components></act></akomaNtoso>