<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00543</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205114&amp;W10_KEY=4467138&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00543</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 01.06.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Gestaltung eines Mehrfamilienhaus-Neubaus in einer Kernzone.<br/><br/>Prozessuale Anträge: Augenschein (1.1) und zweiter Schriftenwechsel (1.2).<br/>Die Rügen betreffend ungenügende bzw. unrichtige Feststellung des Sachverhalts (E. 2.1) und ungenügende Begründung des Entscheids (E. 2.2) durch die Vorinstanz sind unbegründet.<br/>Streitgegenstand, diesbezügliche vorinstanzliche Ausführungen (E. 3.1) und Vorbringen der Parteien (E. 3.2 und 3.3).<br/>Anwendbare Rechtsgrundlage (4.1), Beurteilungskriterien (4.2) und erstinstanzliche Ermessensausübung (E. 4.3).<br/><br/>Die Vorinstanz ist aufgrund der unbefriedigenden Gliederung des Gebäudekörpers (E. 5.2) sowie weiterer Mängel (E. 5.3) zu Recht zum Ergebnis gelangt, dass das Bauprojekt den Anforderungen an die Gestaltung gemäss § 238 Abs. 2 PBG nicht genügt und für sich mangelhaft ist. Überdies lässt sich die Baubewilligung mit dem in § 50 Abs. 1 PBG vorgezeichneten Zweck der Kernzonen nicht mehr vereinbaren (E. 5.4).<br/><br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUVOLUMEN">BAUVOLUMEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DACHGESTALTUNG">DACHGESTALTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FASSADENGESTALTUNG">FASSADENGESTALTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: GESTALTUNG UND EINORDNUNG">GESTALTUNG UND EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLIEDERUNG">GLIEDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KERNZONE">KERNZONE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KERNZONENVORSCHRIFTEN">KERNZONENVORSCHRIFTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MEHRFAMILIENHAUS">MEHRFAMILIENHAUS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 50 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 238 Abs. II PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss vom 14. April 2004 erteilte der Gemeinderat Hinwil A die Bewilligung fÃ¼r den Abbruch des GebÃ¤udes Vers.-Nr. 01 und den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Unterniveaugarage auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 02 an der L-Strasse im Weiler M.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Diese Baubewilligung fochten C und D als EigentÃ¼mer der benachbarten Parzellen Kat.-Nrn. 03 und 04 mit gemeinsamer Rekurseingabe vom 17. Mai 2004 bei der Baurekurskommission III an und beantragten zur Hauptsache die Aufhebung der Bewilligung unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Bauherrn.</p> <p class="Urteilstext">Die Baurekurskommission III fÃ¼hrte am 3. September 2004 einen Augenschein durch. Darauf hiess sie den Rekurs mit Entscheid vom 10. November 2004 gut und hob die Bewilligung des Gemeinderats Hinwil auf.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen liess A am 14. Dezember 2004 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben und beantragen, der Entscheid der Baurekurskommission sei aufzuheben und die Baubewilligung sei zu bestÃ¤tigen, eventuell sei die Sache an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegner. In prozessualer Hinsicht liess er die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins beantragen.</p> <p class="Urteilstext">Die Baurekurskommission schloss am 4. Januar 2005 ohne weitere Bemerkungen auf Abweisung der Beschwerde. Der Gemeinderat Hinwil verzichtete am 17. Januar 2005 auf eine Vernehmlassung. C und D liessen am 25. Februar 2005 die Abweisung der Beschwerde, eventuell die RÃ¼ckweisung an die Vorinstanz unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers beantragen.</p> <p class="Urteilstext">Die Parteivorbringen und die ErwÃ¤gungen des angefochtenen Entscheids werden, soweit erforderlich, nachfolgend wiedergegeben.</p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>In prozessualer Hinsicht beantragt der BeschwerdefÃ¼hrer die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins. â Wird ein Augenschein beantragt, so steht der Entscheid, ob ein solcher angeordnet werden soll, im pflichtgemÃ¤ssen Ermessen der mit der Sache befassten BehÃ¶rde. Eine dahingehende Pflicht besteht nur, wenn die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse auf andere Weise nicht ermittelt werden kÃ¶nnen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 7 N. 42).</p> <p class="Urteilstext">Im vorliegenden Fall hat bereits die Baurekurskommission einen Augenschein durchgefÃ¼hrt. Auf die bei dieser Gelegenheit gewonnenen Erkenntnisse, die im Protokoll des Rekursverfahrens festgehalten sind, darf auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren abgestellt werden (RB 1981 Nr. 2). Da sich der massgebliche Sachverhalt aufgrund dieses Augenscheins sowie der bei den Akten liegenden Fotografien und PlÃ¤ne mit hinreichender Deutlichkeit ergibt, kann auf die DurchfÃ¼hrung eines verwaltungsgerichtlichen Augenscheins verzichtet werden (RB 1995 Nr. 12 = BEZ 1995 Nr. 32, mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer verlangt sodann die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels. â GemÃ¤ss § 58 Satz 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) ist die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels fakultativ. Aufgrund des GehÃ¶rsanspruchs in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV) muss ein zweiter Schriftenwechsel dagegen dann durchgefÃ¼hrt werden, wenn das Gericht auf neue tatsÃ¤chliche Behauptungen und rechtliche Vorbringen abstellen will, die erst in der Beschwerdeantwort vorgebracht wurden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 58 N. 10). Auch aus Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention ergibt sich ein Anspruch, sich zu den Eingaben einer Gegenpartei zu Ã¤ussern, nur dann, wenn eine Eingabe nach pflichtgemÃ¤sser Beurteilung der verfahrensleitenden Instanz neue und mÃ¶glicherweise umstrittene rechtserhebliche Vorbringen enthÃ¤lt (vgl. BGr, 19. August 2004, 1A.43/2004, E. 2.4, www.bger.ch). Vorliegend sind die Voraussetzungen fÃ¼r die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels nicht gegeben.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Im Weitern rÃ¼gt der BeschwerdefÃ¼hrer eine ungenÃ¼gende bzw. unrichtige Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz. Er bringt vor, die Baurekurskommission habe in ihrem Entscheid auf die ungÃ¼nstige Fernwirkung des zu beurteilenden Bauvorhabens abgestellt, obwohl sie sich anlÃ¤sslich des Augenscheins nur auf eine Besichtigung des geplanten Standorts und der direkt angrenzenden GebÃ¤ude entlang der L-Strasse beschrÃ¤nkt habe. Deshalb sei unergrÃ¼ndlich, worauf die vorinstanzliche Beurteilung der Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse beruhe; der Entscheid sei insoweit willkÃ¼rlich.</p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss § 51 VRG kann mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht jede fÃ¼r den Entscheid erhebliche unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts angefochten werden. â In ihren <i>allgemeinen</i> AusfÃ¼hrungen zur Gestaltung von Bauten hat die Vorinstanz erwogen (vgl. Rekursentscheid, E. 6a), dass die fÃ¼r die Beurteilung nach Massgabe von § 238 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) rechtlich relevante Umgebung je nach Art des Projekts eine unterschiedliche Ausdehnung habe. Je ausgeprÃ¤gter die optischen Auswirkungen von Bauten und Anlagen oder Teilen davon sei, desto mehr mÃ¼sse das Bauvorhaben auch unter dem Aspekt der Fernwirkung geprÃ¼ft werden. <i>Konkret</i> (vgl. Rekursentscheid, E. 6b) hat die Baurekurskommission aufgrund der zahlreichen, in den Akten dokumentierten kommunalen Heimatschutzobjekte in der Kernzone M die erhÃ¶hten Gestaltungsanforderungen von § 238 Abs. 2 PBG als massgeblich betrachtet. Hierauf hat sie die Gestaltung des Bauvorhabens <i>fÃ¼r sich allein</i> â wohl gestÃ¼tzt auf die PlÃ¤ne â geprÃ¼ft und fÃ¼r ungenÃ¼gend befunden. Der Fernwirkung der geplanten Baute kam bei der BegrÃ¼ndung keine entscheidende Bedeutung mehr zu. Der BeschwerdefÃ¼hrer seinerseits hat anlÃ¤sslich des Augenscheins der Vorinstanz keine Besichtigung des BaugrundstÃ¼cks von entfernteren Standorten aus beantragt. Die Fotografien vom Augenschein decken zudem einen weiteren Radius ab, als ihn der BeschwerdefÃ¼hrer beschreibt. Eine ungenÃ¼gende Sachverhaltsermittlung kann der Vorinstanz darum nicht vorgeworfen werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt sodann vor, ein bloss auf die Ã¤sthetische Generalklausel von § 238 PBG gestÃ¼tzter Bauabschlag erfordere als Eingriff in die Eigentumsgarantie eine hÃ¶here BegrÃ¼ndungsdichte als diejenige des angefochtenen Entscheids. â Nach Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers hat die Baurekurskommission ihren Entscheid also unzureichend begrÃ¼ndet.</p> <p class="Urteilstext">Die BegrÃ¼ndung einer VerfÃ¼gung bzw. eines Entscheids genÃ¼gt den Anforderungen von Art. 29 Abs. 2 BV bzw. § 10 Abs. 2 VRG, wenn der Betroffene dadurch in die Lage versetzt wird, deren bzw. dessen Tragweite zu beurteilen. Damit kann er entscheiden, ob er die VerfÃ¼gung oder den Entscheid anfechten will; macht er von dieser MÃ¶glichkeit Gebrauch, weiss die Rechtsmittelinstanz wiederum, von welchen rechtlichen ErwÃ¤gungen sich die Vorinstanz leiten liess (BGE 126 I 97 E. 2b; dazu und zum Folgenden VGr, Einzelrichter, 5. September 2003, VB.2003.00014, E. 2a, www.vgrzh.ch). Der Umfang der BegrÃ¼ndungspflicht hÃ¤ngt von der KomplexitÃ¤t des Falls, dem Entscheidungsspielraum der BehÃ¶rde und der StÃ¤rke des Eingriffs in individuelle Rechte ab (BGE 112 Ia 107, 110 E. 2b). Die Anforderung an die BegrÃ¼ndungsdichte hÃ¤ngt zudem von der mit der Sache befassten Instanz ab. Die Baurekurskommission hat als Rechtsmittelinstanzen ihren Entscheid einlÃ¤sslich zu begrÃ¼nden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 41 und 43).</p> <p class="Urteilstext">Der angefochtene Entscheid lÃ¤sst den BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼ber die EntscheidgrÃ¼nde der Vorinstanz nicht im Unklaren. In ErwÃ¤gung 6b hat die Baurekurskommission mit hinreichender Deutlichkeit ausgefÃ¼hrt, weshalb sie das Bauprojekt nach Massgabe von § 238 Abs. 2 PBG angesichts der gestalterischen MÃ¤ngel fÃ¼r unzureichend hÃ¤lt. Wie die Beschwerdeschrift selbst zeigt, bot der Entscheid zahlreiche Anhaltspunkte, mit denen sich der BeschwerdefÃ¼hrer auseinander zu setzen hatte. Der Vorwurf ungenÃ¼gender BegrÃ¼ndung ist deswegen unberechtigt.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Materieller Streitgegenstand ist die Gestaltung und Einordnung des Bauprojekts. Dieses liegt gemÃ¤ss Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Hinwil vom 29. Juni 1993 (BZO) in der Kernzone (K2) des Weilers M. Es sieht einen 27,35 m langen und 11,9 m breiten und Ã¼ber 11 m hohen BaukÃ¶rper mit zwei Vollgeschossen, die insgesamt vier Wohnungen umfassen, und einem Dachgeschoss mit einer Wohnung vor. Das Satteldach weist im sÃ¼dlichen Teil Ã¼ber eine FirstlÃ¤nge von 17,3 m einen Kniestock von 51 cm auf; der nÃ¶rdliche, 11 m lange Teil des Dachs liegt unter Weglassung des Kniestocks entsprechend tiefer. Dieser Verzicht beruht auf einer Empfehlung der kommunalen Natur- und Heimatschutzkommission. Die sÃ¼dliche HÃ¤lfte des Untergeschosses, in welcher sich die Unterniveaugarage befindet, ist sÃ¼dwestseitig Ã¼ber eine LÃ¤nge von 15 m praktisch vollstÃ¤ndig freigelegt. Der SÃ¼dwest-Fassade sind zwei bis ins Dachgeschoss reichende, Ã¼berdachte BalkontÃ¼rme vorgelagert. Strassenseitig springt in der Mitte der Nordost-Fassade ein Teil des knapp 5 m breiten Treppenhauses als Vorbau um 1,2 m vor. Dessen Ãberdachung weist einen quer stehenden First auf.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Vorinstanz ist diesbezÃ¼glich zum Ergebnis gelangt, dass sich die geplante Wohnbaute in ihrer Funktion erschÃ¶pfe und sich stilistisch nicht weiter auszeichne, sondern vielmehr gestalterische MÃ¤ngel aufweise, welche sie auf eine ungenÃ¼gende Umsetzung des Dachversatzes zurÃ¼ckfÃ¼hrte. Den Versatz betrachtete sie grundsÃ¤tzlich als taugliche Massnahme zur Angleichung an die eher kleinmassstÃ¤bliche Umgebung. Der blosse Verzicht auf den Kniestock in einem Teil des Dachs fÃ¼hre zu Spannungen im Bereich des Treppenhauses an der Nordost-Fassade, da die Ã¼brige Gestaltung des GebÃ¤udes nicht angepasst werde. Zudem rage im Bereich der abgesenkten DachflÃ¤chen die Dachuntersicht weit in den FensterflÃ¤chen des ersten Obergeschosses hinein.</p> <p class="Urteilstext">Sodann bemÃ¤ngelte die Vorinstanz die Anordnung der Fenster an der Nordost- sowie der Nordwest-Fassade und die keilartige Wirkung des Treppenhauses, welche durch den Dachversatz verstÃ¤rkt werde. Die Dachgestaltung wurde hinsichtlich der Dachaufbauten und der DachflÃ¤chenfenster kritisiert. Angesichts der Lage des GebÃ¤udes in der NÃ¤he des Zentrums der Kernzone wÃ¼rden die MÃ¤ngel des Vorhabens umso schwerer wiegen. Es wirke dominant und gehe auf seine bauliche Umgebung nicht ein.</p> <p class="Urteilstext">Insgesamt handle es sich um ein Bauvorhaben von durchschnittlicher Architektur, das Ã¼berdies gestalterische MÃ¤ngel aufweise und deshalb den erhÃ¶hten Anforderungen gemÃ¤ss § 238 Abs. 2 PBG nicht gerecht werde. Mit der Erteilung der Baubewilligung habe die kommunale BaubehÃ¶rde das ihr in Einordnungsfragen zustehende Ermessen nicht richtig gehandhabt.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer wendet dagegen hauptsÃ¤chlich ein, die Vorinstanz verkenne die QualitÃ¤t des Bauvorhabens in Bezug auf die bestehende Bausubstanz und habe pauschal sowie tatsachenwidrig eine ungÃ¼nstige Fernwirkung festgestellt. § 238 PBG verlange jedoch eine Ã¤sthetische WÃ¼rdigung des Bauvorhabens im Zusammenhang mit seiner Umgebung und der Landschaft. Von einer Ã¼berdurchschnittlichen QualitÃ¤t der bestehenden Bauten und einer landschaftlichen Empfindlichkeit kÃ¶nne nicht die Rede sein; ein Bauabschlag lasse sich damit unter Ã¤sthetischen Gesichtspunkten nicht rechtfertigen.</p> <p class="Urteilstext">Die von der Baurekurskommission angebrachte, nicht wertungsfreie Architekturkritik Ã¼berzeuge nicht. Die erhÃ¶hten Anforderungen nach § 238 Abs. 2 PBG hÃ¤tten sich an den bestehenden Schutzobjekten zu orientieren. Die Vorinstanz gehe mit ihren Anforderungen jedoch weit darÃ¼ber hinaus. Die beim Bauvorhaben kritisierten architektonischen MÃ¤ngel wÃ¼rden sich auch bei anderen Bauten in M finden. Die Vorinstanz habe, entgegen den eigenen AusfÃ¼hrungen, ihr Ermessen an die Stelle desjenigen der BewilligungsbehÃ¶rde gesetzt. Sogar die kommunale Natur- und Heimatschutzkommission habe nach den gestalterischen Anpassungen dem Vorhaben zugestimmt.</p> <p class="Urteilstext">Das Bauprojekt weise eine unspektakulÃ¤re Lage auf und wirke sich auf die Umgebung nicht negativ aus. Es liege zwischen den beiden ursprÃ¼nglichen Ortsteilen an der N-Strasse und an der L-Strasse, in welchen sich die meisten Schutzobjekte konzentrierten. An das BaugrundstÃ¼ck grenze kein einziges Schutzobjekt und es bestehe lediglich zum geschÃ¼tzten Schulhaus ein schwacher optischer Bezug. Das geplante Objekt werde aus keiner Richtung besonders auffallen und passe sich gut in das Gesamtbild ein.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die Beschwerdegegner weisen insbesondere darauf hin, dass es der Baurekurskommission nicht verwehrt sei, das Bauvorhaben bei einem Entscheid Ã¼ber die genÃ¼gende Einordnung einer architektonischen Wertung zu unterziehen. Die kommunale Natur- und Heimatschutzkommission, die lediglich Empfehlungen abgeben kÃ¶nne, habe dem Vorhaben keine gute Einordnung attestiert. Die Bewilligung sei vom Gemeinderat erteilt worden. Die Kommission habe den geplanten Neubau in seiner Wirkung auf das Ortsbild als sehr dominant bezeichnet und selbst nach der Ãberarbeitung des Projekts nur eine Verbesserung zugestanden; von "gut" sei nicht die Rede. Massgeblich sei das Gesamtbild der baulichen und landschaftlichen Umgebung, was gerade in M von Bedeutung sei, da der Weiler aufgrund seiner gekrÃ¼mmten Hanglage immer wieder als Ganzes wahrgenommen werde. Aus dem Umstand, dass sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Bauparzelle keine Schutzobjekte befÃ¤nden, kÃ¶nne der BeschwerdefÃ¼hrer nichts zu seinen Gunsten ableiten.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die Kernzonenvorschriften der Bau- und Zonenordnung enthalten keine allgemeine Gestaltungsnorm, sondern lediglich besondere Vorschriften zur Dach-, Fassaden und Umgebungsgestaltung (Ziff. 3.4â3.6 BZO). Da das Bauvorhaben jedoch in einer Kernzone zu stehen kommt, welche Ã¼berdies zahlreiche inventarisierte Schutzobjekte aufweist, die den Weiler prÃ¤gen, ist die Frage der Gestaltung und Einordnung des geplanten Mehrfamilienhauses nach § 238 Abs. 2 PBG zu beurteilen, der eine besondere RÃ¼cksichtnahme auf Schutzobjekte und damit eine <i>gute</i> Gestaltung und Einordnung verlangt.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Die Baurekurskommission hat mit zutreffenden AusfÃ¼hrungen (Rekursentscheid, E. 6a), auf die verwiesen werden kann (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG), die Kriterien dargelegt, nach denen die Gestaltung des Bauvorhabens fÃ¼r sich und dessen Einordnung in die bauliche und landschaftliche Umgebung im Licht von § 238 Abs. 1 und 2 PBG zu beurteilen ist. Der ErwÃ¤gung, dass der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde in Einordnungsfragen eine von den Rechtsmittelinstanzen zu beachtende besondere Entscheidungs- und Ermessensfreiheit zusteht, ist anzufÃ¼gen, dass die ÃberprÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts nach § 50 VRG regelmÃ¤ssig auf blosse Rechtskontrolle beschrÃ¤nkt ist, weshalb es lediglich rechtsverletzende Ermessensfehler korrigieren kann (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 70 und 78 ff.).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Der Gemeinderat Hinwil hat in seinem Beschluss vom 14. April 2004 nicht klar dargelegt, in welches bauliche Umfeld das Vorhaben zu stehen kommt und unter welchen gestalterischen Aspekten es deshalb zu prÃ¼fen war. Unter der Ãberschrift "Planaustausch" hielt er nur fest, dass das Projekt nach Vorgaben der Natur- und Heimatschutzkommission Ã¼berarbeitet worden sei. In gestalterischer Hinsicht wurden zudem in den Dispositivziffern 9.1 und 9.2 Auflagen bezÃ¼glich FensterlÃ¤den und Fassadengestaltung gemacht. In seiner Rekursvernehmlassung fÃ¼hrte der Gemeinderat dann aus, dass das Neubauprojekt der kommunalen Natur- und Heimatschutzkommission zur Beurteilung unterbreitet und daraufhin revidiert worden sei. In der Folge habe die Natur- und Heimatschutzkommission dem Vorhaben zugestimmt. Das Bauprojekt sowie die vorgesehene Umgebungsgestaltung erfÃ¼lle gesamthaft die Anforderungen gemÃ¤ss § 238 PBG.</p> <p class="Urteilstext">Unter BerÃ¼cksichtigung der nachgereichten BegrÃ¼ndung mit Hinweis auf die Beurteilung durch die Natur- und Heimatschutzkommission hat die kommunale BaubehÃ¶rde ihre durch das kantonale Recht eingerÃ¤umte Entscheidungsfreiheit beansprucht und muss sich deshalb einen Eingriff durch die RechtsmittelbehÃ¶rden nur gefallen lassen, soweit ihre WÃ¼rdigung als nicht mehr vertretbar erscheint (vgl. VGr, 19. April 2002, BEZ 2002 Nr. 18 E. 5a). Es geht also vorliegend einzig um die Frage, ob die Baurekurskommission die erstinstanzliche Ã¤sthetische WÃ¼rdigung des streitigen Bauprojekts fÃ¼r sich allein sowie unter BerÃ¼cksichtigung des baulichen Umfelds zu Recht fÃ¼r nicht mehr <a id="juris1">vertretbar</a> hielt und damit ohne Rechtsverletzung in den Ermessensspielraum der kommunalen BaubehÃ¶rde eingreifen durfte.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Aus der von der Vorinstanz festgestellten KleinmassstÃ¤blichkeit, die im Weiler vorherrsche, sowie der als Ã¼berladen beurteilten Wirkung schliesst der BeschwerdefÃ¼hrer auf eine Verpflichtung zur Redimensionierung seines Projekts und wendet sich dagegen. â Hierin geht er fehl. Von einer Volumenreduktion ist im angefochtenen Entscheid nicht die Rede. Die gerÃ¼gten Ã¤sthetischen MÃ¤ngel liegen nicht allein und ausschliesslich in einem zu grossen Bauvolumen begrÃ¼ndet, die â beim Vorliegen besonderer Voraussetzungen â nur durch eine Redimensionierung behoben werden kÃ¶nnten (vgl. dazu VGr, 19. April 2002, BEZ 2002 Nr. 18; RB 1990 Nr. 78). FÃ¼r eine genÃ¼gende Gestaltung nach § 238 PBG kann es jedoch auf Grund der Lage des Bauvorhabens notwendig sein, das zulÃ¤ssige Bauvolumen und damit den GebÃ¤udekÃ¶rper kubisch und architektonisch so zu gliedern, dass einerseits fÃ¼r die Baute selbst und anderseits zusammen mit der baulichen und landschaftlichen Umgebung eine gute Gesamtwirkung erreicht wird (VGr, 18. August 2004, VB.2003.00404, E. 3.3, www.vgrzh.ch). Dies kann unter UmstÃ¤nden auch zu einem AusnÃ¼tzungsverlust fÃ¼hren, der hinzunehmen ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Die Natur- und Heimatschutzkommission Hinwil hat als Charakteristikum der grÃ¶sseren Wohnbauten in M herausgestrichen, dass diese aus aufgereihten Flarzbauten bestÃ¼nden, die sich durch eine "VariabilitÃ¤t der zusammengesetzten Volumina" auszeichnen wÃ¼rden. Der beim streitbetroffenen Bauvorhaben Ã¼ber knapp die HÃ¤lfte der DachlÃ¤nge vorgesehene Versatz des Firsts fÃ¼hrt allein noch nicht zu einer AnnÃ¤herung an die vorhandenen Flarzbauten, da der darunter liegende, grossvolumige GebÃ¤udekÃ¶rper in seiner GleichfÃ¶rmigkeit nicht gebrochen und in Teilvolumen aufgeteilt wird. Die zur Landschaft gewandte SÃ¼dwest-Fassade des Wohnhauses wÃ¤re mit einer LÃ¤nge von 27,35 m die lÃ¤ngste ungegliederte Fassade innerhalb der Kernzone M. Durch die relativ starken Abgrabungen fÃ¼r die Garageneinfahrt in der sÃ¼dlichen HÃ¤lfte des Untergeschosses, die auch mit Blick auf Ziff. 3.6.2 BZO problematisch sind, erscheint sie einerseits noch wuchtiger, anderseits wirkt dadurch die nÃ¶rdliche FassadenhÃ¤lfte mit dem tiefer gelegten, in den Bereich der Fenster ragenden Dach noch gedrungener. Dies ergibt insgesamt ein hÃ¶chst unausgewogenes Bild, das mit der IrregularitÃ¤t historischer gewachsener GebÃ¤ude nicht zu vergleichen ist. Die von der BewilligungsbehÃ¶rde geforderten FensterlÃ¤nden an den Fenstern der Wohn- und Schlafzimmer (Dispositivziffer 9.1 der Baubewilligung) vermÃ¶gen am unbefriedigenden Erscheinungsbild der SÃ¼dwest-Fassade nichts zu Ã¤ndern, da diese lediglich die Feinstruktur der Fassade verbessern, ohne jedoch den Gesamteindruck dieser Ansicht entscheidend zu verÃ¤ndern. Der Befund der Vorinstanz, das mit dem Versatz des Firsts verfolgte Anliegen â nÃ¤mlich eine Angleichung an die kernzonentypische KleinmassstÃ¤blichkeit zu schaffen â werde unbefriedigend umgesetzt, da in der Ã¼brigen Gestaltung des GebÃ¤udes nicht auf die VerÃ¤nderung reagiert werde, ist aus diesen GrÃ¼nden zu bestÃ¤tigen.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Die von der Baurekurskommission im Weitern angefÃ¼hrten MÃ¤ngel betreffen sodann die Dachgestaltung, das vorspringende Treppenhaus sowie die Anordnung der Fenster sowohl an den Fassaden wie auch im Dachbereich. â Das Dach mit seinen zahlreichen Aufbauten wurde von der Vorinstanz zu Recht als Ã¼berladen und unruhig beurteilt. Insbesondere vermÃ¶gen die weit ausragenden Ãberdachungen der zum Dachgeschoss gehÃ¶renden Balkone nicht zu Ã¼berzeugen. Die zur VergrÃ¶sserung der BalkonflÃ¤che nach innen versetzte Aussenwand fÃ¼hrt dazu, dass die Ãberdachung Ã¼ber eine LÃ¤nge von mehr als 4 m baldachinartig frei zu schweben scheint. Soweit die Vorinstanz hingegen dem Treppenhaus eine keilartige Wirkung zuschreibt, ist ihre Kritik mÃ¶glicherweise Folge der zeichnerischen Darstellung im Plan, da sich dort der vorstehende GebÃ¤udeteil durch den gezeichneten Schattenwurf verstÃ¤rkt von der Hauptfassade abhebt. Das lediglich 1,2 m vorspringende Treppenhaus kÃ¶nnte auch als taugliches architektonisches Element angesehen werden, mit welchem die Ã¼beraus lange Nordost-Fassade im Sinn der KleinmassstÃ¤blichkeit unterteilt werden kann. Es fragt sich auch, ob die Beanstandung der Fensterplatzierung angesichts der UnregelmÃ¤ssigkeit historisch entwickelter Befensterungen in der Kernzone nicht zu weit geht. Dessen ungeachtet ist die Vorinstanz insgesamt mit nachvollziehbarer BegrÃ¼ndung zum Ergebnis gelangt, dass die Gestaltung des Bauprojekts fÃ¼r sich offensichtlich mangelhaft ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Ãber die Detailkritik hinaus ist zu beachten, dass die Kernzonen nach § 50 Abs. 1 PBG schutzwÃ¼rdige Ortsbilder umfasst, die in ihrer Eigenart erhalten oder erweitert werden sollen. Auch wenn die hier zu beachtenden Kernzonenvorschriften keine allgemeine Gestaltungsvorschrift enthalten, die den Bauherrn eines Neubaus gemÃ¤ss Ziff. 3.1.2 BZO auf eine ortsbildgerechte Gestaltung verpflichten, sondern lediglich Detailvorschriften zur Dach-, Fassaden- und Umgebungsgestaltung auffÃ¼hren, hat sich ein Neubau in der Kernzone in gestalterischer Hinsicht am Zweck der Kernzone, wie er durch § 50 Abs. 1 PBG vorgezeichnet wird, zu orientieren (VGr, 26. September 2001, VB.2001.00192, E. 2d, www.vgrzh.ch). Das Bauprojekt des BeschwerdefÃ¼hrers ist jedoch von einer architektonischen Beliebigkeit â wie sie wahrscheinlich in jeder Wohnzone W2 zu bewilligen wÃ¤re â und wird damit den besonderen Gestaltungsanforderungen einer Kernzone nicht gerecht. Mit der Bewilligung des vorliegenden Projekts hat die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde die Kernzonenvorschriften in einer Weise angewandt, die durch den von § 50 Abs. 1 PBG vorgezeichneten Zweck der Kernzone, nÃ¤mlich die Erhaltung und Entwicklung eines schutzwÃ¼rdigen Ortsbilds, nicht mehr gedeckt wird.</p> <p class="Urteilstext">Wie die Baurekurskommission richtig ausfÃ¼hrt, wÃ¼rden die dargelegten MÃ¤ngel in einer durchschnittlichen Wohnzone wohl noch keinen Anlass zum Einschreiten ergeben, weil sie in Anwendung des weniger strengen Massstabs von § 238 Abs. 1 PBG hingenommen werden kÃ¶nnten. In der Kernzone M hingegen liegen die VerhÃ¤ltnisse auf Grund der erhÃ¶hten Anforderungen von § 238 Abs. 2 PBG anders. Auch wenn, wie der BeschwerdefÃ¼hrer geltend macht, keines der Schutzobjekte in M direkt an das BaugrundstÃ¼ck angrenzt und sich aus der NÃ¤he des streitbetroffenen GrundstÃ¼cks keine oder kaum direkte Sichtverbindungen von diesen zum neuen Mehrfamilienhaus ergeben, verleihen sie der baulichen Umgebung eine besondere QualitÃ¤t, welche die Forderungen nach einer sorgfÃ¤ltigen Gestaltung des Neubaus begrÃ¼ndet. GenÃ¼gt das Projekt bereits fÃ¼r sich allein diesen Anforderungen nicht, durfte daher die vorinstanzliche WÃ¼rdigung unter Bezugnahme auf die weitere bauliche Umgebung summarisch erfolgen.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.5 </b>Der von der Baurekurskommission zur Hauptsache festgestellte Mangel des Bauprojekts lÃ¤sst eine Behebung mittels Nebenbestimmungen im Sinn von § 321 PBG entgegen der Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers gerade nicht zu, sondern die erforderliche Verbesserung bedingt eine tief greifende Ãberarbeitung des Projekts. Der Bauabschlag erweist sich deshalb nicht als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.6 </b>Mit der Erteilung der Bewilligung fÃ¼r dieses Bauvorhaben, das die durch die Lage in der Kernzone begrÃ¼ndeten, erhÃ¶hten gestalterischen AnsprÃ¼che klar nicht zu erfÃ¼llen vermag, hat die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde das ihr im Rahmen von § 238 PBG zustehende Ermessen Ã¼berschritten. Jedenfalls kann der Baurekurskommission kein Eingriff in den Ermessensspielraum der Gemeinde vorgeworfen werden, wenn sie dafÃ¼r gesorgt hat, dass die Gestaltungsvorschrift von § 238 Abs. 2 PBG so angewendet wird, dass sie mit dem durch § 50 Abs. 1 PBG umschriebenen Zonenzweck vereinbar bleibt. Sie hat die Baubewilligung vom 14. April 2004 deshalb zu Recht aufgehoben. DemgemÃ¤ss ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Zudem hat er die Beschwerdegegner fÃ¼r deren Umtriebe im Beschwerdeverfahren angemessen zu entschÃ¤digen (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG; § 12 GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997, LS 175.252). Als angemessen erweisen sich im vorliegenden Fall ParteientschÃ¤digungen von je Fr. 750.- (insgesamt Fr. 1'500.-; Mehrwertsteuer inbegriffen).</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 5'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 5'590.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Der BeschwerdefÃ¼hrer wird zu ParteientschÃ¤digungen von je Fr. 750.- (insgesamt Fr. 1'500.-; Mehrwertsteuer inbegriffen) an die privaten Beschwerdegegner verpflichtet, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft des Entscheids.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>