B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-1057/2012 A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d v o m 2 8 . J u n i 2 0 1 2 Besetzung Einzelrichter David Aschmann, Gerichtsschreiber Beat Lenel. Parteien Lantal Textiles AG, Dorfgasse 5, 4900 Langenthal, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Martin Beyeler, Baur Hürlimann AG, Rechtsanwälte, Postfach 1867, 8021 Zürich, Beschwerdeführerin, gegen Schweizerische Bundesbahnen SBB, Division Personenverkehr, Wylerstrasse 123/125, 3000 Bern 65 SBB, vertreten durch Rechtsanwälte Prof. Dr. Hans Rudolf Trüeb und lic. iur. Julia Bhend, Seefeldstrasse 123, Postfach 1236, 8034 Zürich, Vergabestelle. Gegenstand Öffentliches Beschaffungswesen; Zuschlagsverfügung vom 2. Februar 2012 betreffend Standardstoff nach Brandingvor- schriften SBB; Publikation in SIMAP vom 02.02.2012, Mel- dungsnummer 725131. B-1057/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die Vergabestelle am 10. Mai 2011 auf der Internetplattform Simap die Ausschreibung Nr. 70449 "Standardstoff nach Brandingvorschriften" veröffentlicht hat, um im Hinblick auf die geplante Neuausrüstung ihrer Eisenbahnflotte ihren Bedarf an konfektioniertem und unkonfektioniertem Veloursstoff zu decken, dass die Beschwerdeführerin eine Offerte einreichte, die sie mehrmals, zuletzt am 9. Dezember 2011, verbesserte, dass der Zuschlag a m 2. Februar 2012 mit Zuschlagsverfügung Simap ID-70449 an Holdsworth Fabrics Ltd., The Water Mill, Wheatley Park, WF18 8HE Mirfield, England, ging, wobei d er Zuschlagspreis unter Hi n- weis auf den gesetzlichen Schutz von Fabrikations - und Geschäftsg e- heimnissen nicht genannt wurde, dass die Beschwerdeführerin am 22. Februar 2012 Besc hwerde ans Bundesverwaltungsgericht erhob und unter anderem die Begehren stellte, es sei ihr Akteneinsicht zu gewähren und es sei der Vergabestelle super- provisorisch zu verbieten, den fraglichen Beschaffungsvertrag abz u- schliessen, dass das Bundesverwaltung sgericht der Beschwerde mit Zwischenen t- scheid vom 29. März 2012 keine aufschiebende Wirkung zuerkannte, weil diese nach einer prima facie Beurteilung offensichtlich unbegründet sei, dass die Beschwerdeführerin dem Bundesverwaltungsgericht mit Eingabe vom 27. Juni 2012 mitteilte, sie ziehe ihre Beschwerde vom 22. Februar 2012 zurück, dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren als durch Beschwerderückzug erledigt abzuschreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a des Verwaltungsgeri chtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [ VGG, SR 173.32]), dass auf den Rückzug einer Beschwerde Art. 5 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bu n- desverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) zur Anwendung kommt, wonach die Verfahrenskoste n derjenigen Partei aufzuerlegen sind, we l- che die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat, B-1057/2012 Seite 3 dass mit dem vorliegenden Entscheid auch über die Kosten des Zw i- schenentscheides vom 29. März 2012 zu befinden ist, dass die Verfahrenskosten aufgrund des Beschwerderückzug s angemes- sen herabzusetzen und auf CHF 7'000. festzulegen sind (Art. 6 Bst. a VGKE), wobei dieser Betrag mit dem geleisteten Kostenvorschuss in H ö- he von CHF 11'000. zu verrechnen ist, dass Art. 15 VGKE für die Frage der Parteientschädigung in Fällen von Gegenstandslosigkeit sinngemäss auf die Regelung von Art. 5 VGKE verweist, dass der als unterliegend anzusehenden Beschwerdeführerin keine Pa r- teientschädigung zuzusprechen ist (Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario), dass die Vergabestelle als dem Bundesgesetz üb er das öffentliche B e- schaffungswesen unterstellte Vergabestelle gemäss Art. 7 Abs. 3 VGKE keinen Anspruch auf Parteientschädigung hat (vgl. Verwaltungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 67.6 E. 4c), Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Das Beschwerdeverfahren wird als infolge Rückzugs der Beschwerde e r- ledigt abgeschrieben. 2. Die Verfahrenskosten in Höhe von CHF 7'000. werden der Beschwerde- führerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von CHF 11'000. verrechnet. Der Restbetrag vo n CHF 4'000. wird der B e- schwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft dieser Verfügung zurüc k- erstattet. 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. B-1057/2012 Seite 4 4. Dieser Entscheid geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Rückerstattungs- formular) – die Vergabestelle (Ref-Nr. Projekt-ID 70449; Gerichtsurkunde; Beila- ge: Rückzugserklärung) Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: David Aschmann Beat Lenel Rechtsmittelbelehrung: Gegen diese Verfügung kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bu n- desgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]) , wenn der g e- schätzte Wert des zu vergebenden Auftrags den massgebenden Schwel- lenwert erreicht und sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bede u- tung stellt (Art. 83 Bst. f Ziff. 1 und 2 BGG) . Die Rechtsschrift hat die B e- gehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unte r- schrift zu ent halten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 29. Juni 2012