<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00422</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206348&amp;W10_KEY=4467134&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00422</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.12.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 14.08.2007 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verkehrsanordnung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Aufhebung von vier Parkplätzen in der Zürcher Innenstadt<br/><br/>Überblick über die Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts zur Rechtsmittellegitimation bei Verkehrsanordnungen (E. 2.2.). Ähnlich wie beim Erfordernis der Wahrnehmbarkeit von zusätzlichen Verkehrsimmissionen könnte man bezüglich der Rechtsmittellegitimation bei Aufhebung von Parkplätzen verlangen, dass in einem gewissen Umkreis ein bestimmter Mindestanteil aufgehoben werden muss. Frage der Legitimation hier nicht abschliessend beurteilt (E. 2.3).<br/>Die Aufhebung von Parkplätzen ist eine funktionelle Verkehrsanordnung im Sinne von Art. 3 Abs. 4 SVG. Die Anordnung kann sich demnach auf eine genügende gesetzliche Grundlage stützen (E. 5.1). Die Aufhebung der streitbetroffenen Parkplätze verfolgt in Art. 3 Abs. 4 SVG genannte öffentliche Interessen (E. 5.2). Sie erweist sich auch als verhältnismässig (E. 5.3).<br/>Abweisung der Beschwerde (E. 7).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHWERDELEGITIMATION">BESCHWERDELEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETROFFENHEIT">BETROFFENHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARKPLATZ">PARKPLATZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: STRASSENVERKEHRSRECHT">STRASSENVERKEHRSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSANORDNUNG">VERKEHRSANORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSPLAN">VERKEHRSPLAN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 21 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 21 lit. a VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><span>Die Vorsteherin des Polizeidepartements liess im Rahmen der Realisierung des Parkhauses C die vier ParkplÃ¤tze am nordwestlichen Fahrbahnrand entlang der Liegenschaft L-Strasse aufheben. Am 17. Mai 2005 verfÃ¼gte sie nachtrÃ¤glich die Aufhebung formell und entzog allfÃ¤lligen Einsprachen dagegen die aufschiebende Wirkung, was am 24. Mai 2005 im StÃ¤dtischen Amtsblatt publiziert wurde. Dagegen erhob die A AG Einsprache beim Stadtrat von ZÃ¼rich, welcher diese am 24. August 2005 abwies. Einem allfÃ¤lligen Rekurs gegen den Einspracheentscheid wurde die aufschiebende Wirkung entzogen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die A AG wandte sich gegen den Einspracheentscheid des Stadtrates am 3. Oktober 2005 mit Rekurs an das Statthalteramt des Bezirkes ZÃ¼rich, welches diesen am 16. August 2006 abwies.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Dagegen erhob die A AG am 26. September 2006 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie beantragt Folgendes: Es sei der Rekursentscheid des Statthalteramtes aufzuheben (Antrag 1); der Stadtrat sei zu verpflichten, den Wortlaut des vom Gemeinderat im Verkehrsplan beschlossenen Historischen Kompromisses vom 28. Februar 1990 mit allen seither vorgenommenen Ãnderungen bekannt zu geben (Antrag 2), eine fÃ¼r den Perimeter "City" transparente und stÃ¼ckgenaue Parkplatzbilanz gemÃ¤ss den Vorgaben des Historischen Kompromisses vorzulegen (Antrag 3) sowie die bereits aufgehobenen ParkplÃ¤tze 30 Tage nach Eintritt der Rechtskraft wieder herzustellen (Antrag 4); die Vernehmlassung(en) des Beschwerdegegners oder anderer Beteiligten seien der BeschwerdefÃ¼hrerin zur Kenntnisnahme zuzustellen (Antrag 5), alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten des Beschwerdegegners (AntrÃ¤ge 6 und 7). Das Statthalteramt verzichtete am 11. Oktober 2006 auf Vernehmlassung, wÃ¤hrend der Beschwerdegegner am 2. November 2006 unter ergÃ¤nzenden Angaben Abweisung der Beschwerde beantragte. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde nach § 41 in Verbindung mit § 19c Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2">Zu Rekurs und Beschwerde gegen Verkehrsanordnungen ist gemÃ¤ss § 21 lit. a VRG legitimiert, wer durch diese berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Ãnderung oder Aufhebung hat. Damit gewÃ¤hrt das kantonale Recht die Legitimation in gleichem Masse wie das Bundesrecht gemÃ¤ss Art. 103 lit. a des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1943 Ã¼ber die Organisation der Bundesrechtspflege (Bundesrechtspflegegesetz, OG), womit auch der nach Art. 98a Abs. 3 OG minimal zu gewÃ¤hrleistenden Verfahrensstandard erfÃ¼llt wird.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die beiden Vorinstanzen bejahten die Rechtsmittellegitimation der BeschwerdefÃ¼hrerin. Der Stadtrat fÃ¼hrte aus, dass die Rechtsmittellegitimation von StrassenbenÃ¼tzerinnen und -benÃ¼tzern gegen VerkehrsbeschrÃ¤nkungen im weiten Umfang zugelassen werde. So seien sÃ¤mtliche Anrainer einer Strasse wie etwa die EigentÃ¼mer, Mieter und GeschÃ¤ftsinhaber legitimiert, wobei Letztere auch, wenn sich die Verkehrsmassnahme nur auf ihre Kunden oder Lieferanten auswirke. Die Anrainer benachbarter Strassen seien legitimiert, falls sich die Verkehrsanordnung auf die benachbarten StrassenzÃ¼ge auswirke. Da die strittigen vier ParkplÃ¤tze in Gehdistanz vom VerkaufsgeschÃ¤ft der BeschwerdefÃ¼hrerin lÃ¤gen, sei sie legitimiert, ein Rechtsmittel zu ergreifen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Diese Auffassung stÃ¼tzt sich auf die Praxis des Bundesrats, welcher als bis Ende 2002 zustÃ¤ndige Beschwerdeinstanz fÃ¼r Verkehrsanordnungen im Sinne von Art. 3 Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 19. Dezember 1958 Ã¼ber den Strassenverkehr (Strassenverkehrsgesetz, SVG) den Kreis der beschwerdeberechtigten Privaten relativ weit fasste. Das seit 2003 anstelle des Bundesrats als Beschwerdeinstanz zustÃ¤ndige Verwaltungsgericht hat indessen hÃ¶here Anforderungen an die Rekursberechtigung von Anwohnern oder StrassenbenÃ¼tzern zur Anfechtung von Verkehrsanordnungen gestellt. So hat es entschieden, dass eine Strassensperrung, welche zusÃ¤tzliche Verkehrsimmissionen auf einer Umgehungsstrecke befÃ¼rchten lÃ¤sst, nur dann angefochten werden kann, wenn der Mehrverkehr beim eigenen GrundstÃ¼ck ein deutlich wahrnehmbares Mass erreicht (RB 2003 Nr. 13). Ebenso wenig vermÃ¶gen geringfÃ¼gige Nachteile bezÃ¼glich der Erschliessung der eigenen Liegenschaft die Rekurslegitimation zur Anfechtung einer Strassenaufhebung zu begrÃ¼nden (RB 2004 Nr. 3 = BEZ 2004 Nr. 29). Sodann hat das Verwaltungsgericht erkannt, dass die EinfÃ¼hrung einer Tempo-30-Zone fÃ¼r die motorisierten Verkehrsteilnehmer einen derart geringfÃ¼gigen Nachteil bewirke, dass die Anfechtungsbefugnis selbst bei regelmÃ¤ssiger Benutzung der betroffenen Strasse zu verneinen sei (RB 2005 Nr. 9 = ZBl 2005 S. 597 = BEZ 2005 Nr. 38). Das steht im Einklang mit der Rechtsprechung des Bundesgerichts, welches die Beschwerdebefugnis zur Anfechtung von Strassenkorrektionsmassnahmen nur einrÃ¤umt, wenn eine deutlich wahrnehmbare BeeintrÃ¤chtigung in speziellen, klar fassbaren Interessen gegeben war. Eine blosse Erschwerung der Befahrung des Strassennetzes, wie sie jeder StrassenbenÃ¼tzer im Rahmen des Gemeingebrauchs in Kauf nehmen mÃ¼sse, genÃ¼ge nicht (BGE 113 Ia 426 E. 3). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Das VerkaufsgeschÃ¤ft der BeschwerdefÃ¼hrerin an der M-Strasse liegt in einiger Fusswegdistanz von den vier aufgehobenen ParkplÃ¤tzen an der L-Strasse entfernt. Der Weg zwischen dem VerkaufsgeschÃ¤ft und den ParkplÃ¤tzen wird zudem durch eine stark befahrene Kreuzung, welche durch Lichtsignale geregelt wird, erschwert. Es ist demnach zweifelhaft, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin durch die getroffene Aufhebung der ParkplÃ¤tze einen Nachteil erleidet, den sie in besonderer Weise trifft, zumal sich in der unmittelbaren NÃ¤he des VerkaufsgeschÃ¤ftes eine bedeutend grÃ¶ssere Anzahl an ParkplÃ¤tzen befindet. </p> <p class="Urteilstext">Eine Parkplatzaufhebung unterscheidet sich hinsichtlich der nachbarlichen Betroffenheit, die sie auslÃ¶st, erheblich von Verkehrsanordnungen, die durch Mehrverkehr (Umleitung) oder Kolonnenbildung (Rotlicht und Stoppsignal) die Betroffenheit des Nachbarn infolge zusÃ¤tzlicher Immissionen begrÃ¼nden. Sie ist vergleichbar mit Verkehrsbehinderungen, welche die ZugÃ¤nglichkeit wegen erschwertem ManÃ¶vrieren (bauliche Verkehrshindernisse) oder zusÃ¤tzlicher Fahrzeit (Geschwindigkeitsbegrenzungen) oder lÃ¤ngerer An- bzw. Wegfahrt (Einbahn, Strassenaufhebung) erschweren. Im erwÃ¤hnten Fall betreffend die Aufhebung eines Weges (RB 2004 Nr. 3 = BEZ 2004 Nr. 29) lag die rekurrentische Liegenschaft direkt am aufzuhebenden Weg, die Tiefgarage war aber von der anderen Seite zugÃ¤nglich; dabei ergab sich immerhin in einer Richtung ein notwendiger Fahrumweg von wenigen hundert Metern, was indessen als nicht massgebender Nachteil gewÃ¼rdigt wurde. Im erwÃ¤hnten Fall betreffend die EinfÃ¼hrung einer Tempo-30-Zone (RB 2005 Nr. 9) betrug die maximal zusÃ¤tzliche Fahrzeit Ã¼ber die direkte Zufahrtsstrasse zum Rekurrenten infolge der Geschwindigkeits­beschrÃ¤nkung 19 Sekunden, was ebenfalls nicht genÃ¼gte. Ausschlaggebend war in allen FÃ¤llen, dass ein Nachteil allein noch nicht genÃ¼gte, sondern dass dieser auch eine gewisse IntensitÃ¤t erreichen musste.</p> <p class="Urteilstext">Die Aufhebung von KurzzeitparkplÃ¤tzen â auch in unmittelbarer NÃ¤he â fÃ¼hrt grundsÃ¤tzlich noch nicht zu einer BeschrÃ¤nkung der ZugÃ¤nglichkeit fÃ¼r den Ladeninhaber und seine Angestellten und Lieferanten, kann aber wohl eine Erschwerung fÃ¼r die mit dem PW anreisenden Kunden darstellen, so wenn diese entweder deutlich lÃ¤nger nach ParkmÃ¶glichkeiten suchen mÃ¼ssen oder aber ParkplÃ¤tze erst erheblich weiter weg vom GeschÃ¤ft finden. Diese Verschlechterung in der Kundenerreichbarkeit eines bestimmten GeschÃ¤ftes muss allerdings auch wahrnehmbar sein, und zwar nicht nur fÃ¼r die Kunden selber (die nach der dargelegten Praxis kaum legitimiert sein dÃ¼rften), sondern auch fÃ¼r das betroffene GeschÃ¤ft. Es muss daher verlangt werden, dass erstens ein erheblicher Anteil der Kunden eines GeschÃ¤fts tatsÃ¤chlich mit dem Auto kommt und dass zweitens die Parkplatzsuche der Kunden markant erschwert ist. FÃ¼r Ersteres muss wohl auf die Behauptungen eines Ladenbesitzers abgestellt werden. Letzteres aber dÃ¼rfte angesichts der Schwierigkeiten, in der ZÃ¼rcher City Ã¼berhaupt einen oberirdischen Parkplatz zu finden, ziemlich schwer glaubhaft zu machen sein. Ãhnlich wie beim Erfordernis der Wahrnehmbarkeit von zusÃ¤tzlichen Verkehrsimmissionen (vgl. RB 1985 Nr. 9 = BEZ 1985 Nr. 47) kÃ¶nnte man hier daher fÃ¼r die Bejahung der Rekurslegitimation verlangen, dass â gemessen an der Gesamtzahl an ParkplÃ¤tzen in einem gewissen Umkreis (entsprechend dem bisherigen Verkehr bei den Verkehrsimmissionen) â ein bestimmter Mindestanteil aufgehoben werden muss (entsprechend dem Mehrverkehr bei Verkehrsimmissionen). Es fragt sich, wie der massgebende Umkreis und der massgebende Anteil zu bestimmen sind. Im Interesse einer mÃ¶glichst praktikablen Regelung bzw. Praxis rechtfertigt es sich, den massgebenden Umkreis nach der Luftdistanz â etwa 100 m oder 150 m â zu definieren. Liegen die Gegenstand der angefochtenen VerfÃ¼gung bildenden (aufgehobenen) ParkplÃ¤tze ausserhalb dieses Kreises, so wÃ¤re ein Ladeninhaber von vornherein nicht legitimiert. BezÃ¼glich der Anzahl der angefochtenen ParkplÃ¤tze fiele als massgebender Mindestanteil eine Quote von etwa 10 % in Betracht. Sachgerecht wÃ¤re eine solche Praxis indessen wohl nur dann, wenn neben den durch die strittige VerfÃ¼gung aufgehobenen ParkplÃ¤tzen auch allfÃ¤llige weitere zur Aufhebung vorgesehene ParkplÃ¤tze berÃ¼cksichtigt werden.</p> <p class="Erwgung2">Die Frage, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin nach den dargelegten oder allfÃ¤lligen zusÃ¤tzlichen Kriterien zur Erhebung der Einsprache und des Rekurses legitimiert war, braucht jedoch nicht abschliessend beurteilt zu werden, weil die Beschwerde, wie nachfolgend dargelegt wird, auch bei einer materiellen Beurteilung erfolglos bleibt.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Das Statthalteramt fÃ¼hrt aus, dass es sich bei der Aufhebung der vier ParkplÃ¤tze um eine funktionelle Verkehrsanordnung im Sinne von Art. 3 Abs. 4 SVG handle. Sie stÃ¼tze sich auf durch Art. 3 Abs. 4 SVG gedeckte Zielsetzungen, da sie darauf hinziele, Mehrverkehr im Citybereich zu verhindern und den bestehenden Verkehr besser zu kanalisieren. Durch die Aufhebung der ParkplÃ¤tze werde auch die Regelung des Verkehrs mit dem Parkleitsystem erleichtert und die Sicherheit der Radfahrenden verbessert, indem anstelle der vier ParkplÃ¤tze am nordwestlichen Fahrbahnrand der L-Strasse, welche an dieser Stelle zu einer lÃ¤ngeren nach rechts gebogenen Kurve ansetze, ein Fahrradstreifen habe markiert werden kÃ¶nnen. Im Rahmen der gebotenen InteressenabwÃ¤gung sei der BeschwerdefÃ¼hrerin zwar beizupflichten, dass fÃ¼r sie die ParkplÃ¤tze eine wesentliche Bedeutung hÃ¤tten; jedoch Ã¼berwiege das Ã¶ffentliche Interesse an der Aufhebung der ParkplÃ¤tze, weshalb sich diese als rechtmÃ¤ssig erweise. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin bezweifle, dass die vier ParkplÃ¤tze kompensiert worden seien, wie es der Historische Kompromiss verlange, sei sie darauf hinzuweisen, dass deren Verschiebung in das Parkhaus C aktenkundig sei. Da der Verkehrsplan nur behÃ¶rdenverbindlich sei, stehe der BeschwerdefÃ¼hrerin auch kein durchsetzbarer Anspruch zu, dass die BehÃ¶rde Ã¼ber jeden abgebauten Parkplatz in der Innenstand Rechenschaft ablegen mÃ¼sse. Angesichts dessen, dass der Wortlaut des Historischen Kompromisses sowohl in der Abstimmungsvorlage vom 8. Februar 2004 als auch in der vom Regierungsrat genehmigten Fassung verbindlich festgehalten werde, sei nicht ersichtlich, weshalb der Stadtrat zu verpflichten wÃ¤re, den Wortlaut des Kompromisses nochmals bekannt zu geben bzw. mittels Beschlussprotokollen zu belegen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin wendet im Wesentlichen ein, dass fÃ¼r die EinschrÃ¤nkung des bisherigen Parkraums in der Innenstadt der Historische Kompromiss als Teil des Verkehrsplans gelte, auf welchen sich ja auch der Stadtrat bei dessen Einspracheentscheid berufe. Der Verkehrsplan sei jedoch als Richtplan lediglich behÃ¶rdenverbindlich, insofern fehle es an einer genÃ¼genden gesetzlichen Grundlage fÃ¼r die Aufhebung der ParkplÃ¤tze. Der Historische Kompromiss sehe zudem vor, dass mit der Aufhebung von ParkplÃ¤tzen die gleichzeitige Umwandlung der gewonnen VerkehrsflÃ¤chen in FussgÃ¤nger-, Fahrrad oder GrÃ¼nbereiche vorzunehmen sei. Dies bedinge jedoch bauliche Massnahmen, weshalb es sich bei der Aufhebung der ParkplÃ¤tze nicht um eine funktionelle Verkehrsanordnung handle und demnach Art. 3 Abs. 4 SVG als gesetzliche Grundlage nicht tauge. Dadurch, dass der Gemeinderat die Parkierungsproblematik in den Verkehrsplan aufgenommen habe, sei eine Gabelung der ZustÃ¤ndigkeiten erfolgt. Die in Art. 3 SVG enthaltenen Kompetenzen seien aufgeteilt worden. FÃ¼r die Aufhebung von ParkplÃ¤tzen in der Innenstadt mÃ¼sste nun das planungsrechtliche Verfahren durchlaufen werden, womit der Richtplan in einen Nutzungsplan zu Ã¼berfÃ¼hren wÃ¤re. Dazu sei jedoch nach § 88 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) in Verbindung mit Art. 41 lit. k der Gemeindeordnung der Stadt ZÃ¼rich vom 26. April 1970 (GO) der Gemeinderat zustÃ¤ndig. Insofern habe der Beschwerdegegner nicht die Kompetenz dazu gehabt, die vier ParkplÃ¤tze aufzuheben. Schliesslich fehle es fÃ¼r die Aufhebung der ParkplÃ¤tze an einem genÃ¼genden Ã¶ffentlichen Interesse. Es habe sich gezeigt, dass durch die Aufhebung der ParkplÃ¤tze und der Markierung des Fahrradstreifens die Sicherheit fÃ¼r die Verkehrsteilnehmer nicht verbessert worden sei. Das einzige Motiv fÃ¼r die Aufhebung der ParkplÃ¤tze bestehe deshalb in der Anwendung des Historischen Verkehrskompromisses. Dieser werde jedoch nicht korrekt angewendet, fehle es doch an der Kompensation der vier ParkplÃ¤tze und sei der Fahrradstreifen erst nach mehr als einem Jahr nach der Aufhebung der ParkplÃ¤tze angebracht worden. Das private Interesse der BeschwerdefÃ¼hrerin an der Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung der ParkplÃ¤tze sei jedoch erheblich. Sie sei auf die ParkplÃ¤tze angewiesen, denn sie betreibe an der M-Strasse ein GeschÃ¤ft. Ihre Kundschaft verlasse das GeschÃ¤ft zum Teil mit schweren Schachteln und <a id="Journal"></a>mÃ¼sse deshalb einen Parkplatz in der NÃ¤he zur VerfÃ¼gung haben; zudem seien auch die Vertreter und die Mitarbeiter auf ParkmÃ¶glichkeiten in der NÃ¤he des GeschÃ¤fts angewiesen. Zusammenfassend ergebe sich, dass sich die Aufhebung der ParkplÃ¤tze nicht auf eine genÃ¼gende gesetzliche Grundlage stÃ¼tzen kÃ¶nne, dass sie nicht durch die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde verfÃ¼gt worden sei sowie nicht in einem genÃ¼genden Ã¶ffentlichen Interesse liege und somit von vornherein nicht verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sei. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2">GemÃ¤ss Art. 3 Abs. 2 SVG sind die Kantone berechtigt, lokale Verkehrsanordnungen (nach Art. 3 Abs. 3 und Abs. 4 SVG) zu treffen. Diese Befugnis kÃ¶nnen die Kantone delegieren, was der Kanton ZÃ¼rich gemacht hat. GemÃ¤ss § 4 Abs. 2 der kantonalen Signalisationsverordnung vom 21. November 2001 (SignV) verfÃ¼gt die Sicherheitsdirektion auf Antrag der Gemeinden Ã¼ber dauernde Verkehrsanordnungen. Als Ausnahme gelten die StÃ¤dte ZÃ¼rich und Winterthur, in welchen die stÃ¤dtischen BehÃ¶rden dafÃ¼r zustÃ¤ndig sind (§ 27 in Verbindung mit § 4 Abs. 2 SignV). Die Stadt ZÃ¼rich hat in Art. 3 lit. a der Vorschriften Ã¼ber den Vollzug der Strassensignalisationsvorschriften des Bundes vom 5. Juni 1981 (stÃ¤dtische Signalisationsvorschriften) die Kompetenz an das Polizeidepartement delegiert. </p> <p class="Erwgung2">Das Strassenverkehrsgesetz unterscheidet zwei Arten von lokalen VerkehrsbeschrÃ¤nkungen, einerseits die unbeschrÃ¤nkten und zeitlich beschrÃ¤nkten Fahrverbote (Art. 3 Abs. 3 SVG), andererseits die funktionellen VerkehrsbeschrÃ¤nkungen (Art. 3 Abs. 4 SVG). Funktionelle VerkehrsbeschrÃ¤nkungen dÃ¼rfen nur angeordnet werden, soweit der Schutz der Bewohner oder gleichermassen Betroffener vor LÃ¤rm und Luftverschmutzung, die Sicherheit, die Erleichterung oder die Regelung des Verkehrs, der Schutz der Strasse oder andere in den Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnissen liegende GrÃ¼nde dies erfordern. </p> <p class="Urteilstext">Als "Historischer Kompromiss" wird die vom Gemeinderat am 28. Februar 1990 beschlossene ErgÃ¤nzung des kommunalen Verkehrsplanes bezeichnet, mit welcher ein Parkplatzkonzept fÃ¼r die Innenstadt festgelegt wurde. Danach kÃ¶nnen auf stÃ¤dtebaulich empfindlichen PlÃ¤tzen und Strassen die bestehenden oberirdischen allgemein zugÃ¤nglichen ParkplÃ¤tze aufgehoben und durch unterirdische Parkierungsanlagen ersetzt werden, wobei in der City die Anzahl der besucher- und kundenorientierten ParkplÃ¤tze auf dem Stand von 1990 bleiben soll. Die frei gestellten VerkehrsflÃ¤chen sind in FussgÃ¤nger-, Fahrrad- und GrÃ¼nbereiche umzugestalten. In der Volksabstimmung Ã¼ber die Neufestsetzung des kommunalen Verkehrsplans vom 8. Februar 2004 wurde der Historische Kompromiss mit einem leicht verÃ¤nderten Wortlaut bestÃ¤tigt, unter anderem kÃ¶nnen die ParkplÃ¤tze nach dieser Version durch <i>ParkhÃ¤user</i> oder unterirdische Parkierungsanlagen ersetzt werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Zu den in Art. 3 Abs. 4 SVG angesprochenen "anderen BeschrÃ¤nkungen oder Anordnungen" gehÃ¶ren auch Anordnungen fÃ¼r den ruhenden Verkehr, das heisst ParkbeschrÃ¤nkungen (Hans Giger, Kommentar SVG, 6. A., ZÃ¼rich 2002, S. 36). Insofern findet die strittige Aufhebung der vier ParkplÃ¤tze an der L-Strasse eine Grundlage im Strassenverkehrsgesetz. Der Historische Kompromiss spielt hingegen vorliegend nicht eine derart grosse Rolle, wie sie die BeschwerdefÃ¼hrerin ihm zuschreibt. Als Teil des Verkehrsplans ist dessen Verbindlichkeit von beschrÃ¤nkter Tragweite. Er wirkt allein im Rahmen des geltenden Rechts, ohne dieses zu Ã¤ndern oder neue Entscheidungsbefugnisse zu begrÃ¼nden (Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, 3. A., ZÃ¼rich 1999, N. 223); zudem ist er nur fÃ¼r die BehÃ¶rden verbindlich (§ 19 Abs. 1 PBG). Er vermag zwar allenfalls das Ã¶ffentliche Interesse im Bereich der ParkplÃ¤tze zu konkretisieren, stellt aber nicht eine gesetzliche Grundlage fÃ¼r deren Aufhebung dar. Es kann demnach nicht der Argumentation der BeschwerdefÃ¼hrerin beigetreten werden, dass durch den Historischen Kompromiss eine Gabelung der ZustÃ¤ndigkeiten erfolgt sei, indem fÃ¼r die Aufhebung der ParkplÃ¤tze zunÃ¤chst der Verkehrsplan in einen Nutzungsplan Ã¼berfÃ¼hrt werden mÃ¼sse, wofÃ¼r der Gemeinderat zustÃ¤ndig sei; denn der historische Verkehrskompromiss vermag nicht, Art. 3 Abs. 4 SVG und die darauf gestÃ¼tzten kantonalen und kommunalen ZustÃ¤ndigkeitsbestimmungen zu derogieren. Demzufolge kann sich die strittige Aufhebung der ParkplÃ¤tze auf eine genÃ¼gende gesetzliche Grundlage stÃ¼tzen, wobei sich das Polizeidepartement der Stadt ZÃ¼rich zu Recht als zustÃ¤ndig erachtete (Art. 3 Abs. 4 SVG in Verbindung mit § 27 und § 4 Abs. 2 SignV in Verbindung mit Art. 3 lit. a der stÃ¤dtischen Signalisationsvorschriften). </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>GemÃ¤ss Art. 3 Abs. 4 SVG mÃ¼ssen funktionelle Verkehrsanordnungen in einem der dort aufgezÃ¤hlten Ã¶ffentlichen Interesse liegen. Das Statthalteramt macht in erster Linie geltend, dass die Aufhebung der ParkplÃ¤tze dem Verkehrsfluss, insbesondere der Verhinderung von Mehrverkehr in der City, einer Kanalisierung und einer besseren Lenkung des Verkehrs durch das Parkleitsystem sowie der Sicherheit der Radfahrenden diene. Der Beschwerdegegner stÃ¼tzt sich zudem auf den Historischen Kompromiss. Dass die Aufhebung der ParkplÃ¤tze dem Verkehrsfluss dienen, wird von der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht bestritten. Soweit diese bezweifelt, dass das Anbringen eines Fahrradstreifens die Sicherheit der Radfahrenden verbessert, was sie durch den Verweis auf die Anzahl UnfÃ¤lle vor und nach dem Anbringen des Fahrradstreifens zu belegen versucht, ist sie darauf hinzuweisen, dass das Ã¶ffentliche Interesse zum Zeitpunkt der VerfÃ¼gung der umstrittenen Massnahmen beurteilt werden muss. Das Polizeidepartement durfte dabei mit guten GrÃ¼nden davon ausgehen, dass diese der Sicherheit dienen wÃ¼rden. Der Historische Kompromiss vermag das Ã¶ffentliche Interesse in dem Sinne zu konkretisieren, dass Art. 3 Abs. 4 SVG funktionelle Verkehrsanordnungen unter anderem zulÃ¤sst, sofern andere in den Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnissen liegende GrÃ¼nde dies erfordern. Er bezweckt in der Innenstadt von ZÃ¼rich die Verlagerung von oberirdischen ParkplÃ¤tzen in unterirdische Parkierungsanlagen und allenfalls in ParkhÃ¤user, wobei die Gesamtzahl der ParkplÃ¤tze gleich bleiben und die gewonnene VerkehrsflÃ¤che in FussgÃ¤nger-, Fahrrad- oder GrÃ¼nbereiche umgestaltet werden soll. Der Beschwerdegegner weist nach, dass die vier aufgehobenen ParkplÃ¤tze im Parkhaus C kompensiert wurden; die gewonnene VerkehrsflÃ¤che wurde durch einen Fahrradstreifen in einen Fahrradbereich umgestaltet. Demnach liegt die Aufhebung der ParkplÃ¤tze auch im durch den Historischen Verkehrskompromiss konkretisierten Ã¶ffentlichen Interesse. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend macht, dass beurteilt werden mÃ¼sse, ob die Gesamtzahl der ParkplÃ¤tze kompensiert worden sei, kann ihr nicht gefolgt werden. Die Frage, ob die Stadt ZÃ¼rich im Rahmen des Historischen Kompromisses allenfalls zu viele ParkplÃ¤tze abgebaut hat, ist Gegenstand einer beim Statthalteramt hÃ¤ngigen Aufsichtsbeschwerde. Im vorliegenden Rechtsmittelverfahren ist jedoch einzig die Aufhebung der vier ParkplÃ¤tze an der L-Strasse strittig. Diese wurden offensichtlich in das Parkhaus C umgelagert, weshalb nicht gegen den Historischen Verkehrskompromiss verstossen wurde. Zusammenfassend zeigt sich, dass die Aufhebung der ParkplÃ¤tze in einem Ã¶ffentlichen Interesse liegt.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Schliesslich mÃ¼ssen funktionelle Verkehrsanordnungen verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein (Roger M. Meier, Verkehrsberuhigungsmassnahmen nach dem Recht des Bundes und des Kantons ZÃ¼rich, ZÃ¼rich 1989, S. 198 f.). Das trifft hier zu: Die strittige Massnahme ist zur Verwirklichung der erwÃ¤hnten Ã¶ffentlichen Interessen geeignet und dazu auch erforderlich. Das Ã¶ffentliche Interesse ist gewichtig, dient doch die Aufhebung der ParkplÃ¤tze unter anderem der Verhinderung von Mehrverkehr und der Verkehrssicherheit. Das Interesse der BeschwerdefÃ¼hrerin muss hingegen als eher gering beurteilt werden. Sie vermag nicht darzutun, inwiefern sie gerade auf die vier aufgehobenen ParkplÃ¤tze angewiesen ist. Vielmehr scheint es, dass sie sich in genereller Weise gegen die Aufhebung von ParkplÃ¤tzen in der ZÃ¼rcher Innenstadt wehren mÃ¶chte. Im vorliegend strittigen Fall der vier ParkplÃ¤tze an der L-Strasse Ã¼berwiegt das Ã¶ffentliche Interesse an deren Aufhebung das private Interesse an deren Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung demnach in erheblichem Masse.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Unter diesen UmstÃ¤nden erweist sich die Aufhebung der vier ParkplÃ¤tze an der L-Strasse als zulÃ¤ssig im Sinne von Art. 3 Abs. 4 SVG.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin kennt offensichtlich sowohl den originalen Wortlaut des Historischen Kompromisses vom 28. Februar 1990 als auch den Wortlaut, wie er am 8. Februar 2004 zur Abstimmung gelangt ist. Vorliegend dient der Historische Kompromiss einzig der Konkretisierung des Ã¶ffentlichen Interesses. Es ist auch nicht von Bedeutung, ob die aufgehobenen ParkplÃ¤tze nur durch unterirdische Parkierungsanlagen (Wortlaut von 1990) oder zusÃ¤tzlich durch oberirdische ParkhÃ¤user (Wortlaut von 2004) kompensiert werden kÃ¶nnen. Die vier strittigen ParkplÃ¤tze wurden in der unterirdischen Parkierungsanlage C kompensiert. Folglich gibt es keine hinreichenden GrÃ¼nde dafÃ¼r, dass der Stadtrat verpflichtet werden soll, den Wortlaut des Historischen Kompromisses der BeschwerdefÃ¼hrerin bekannt zu geben (vgl. Antrag 2). </p> <p class="Urteilstext">Ebenso wenig ist der Stadtrat zu verpflichten, eine transparente und stÃ¼ckgenaue Parkplatzbilanz gemÃ¤ss den Vorgaben des Historischen Kompromisses vorzulegen (vgl. Antrag 3). Im diesem Verfahren geht es einzig um die Aufhebung der vier ParkplÃ¤tze an der L-Strasse, nicht jedoch um die Beurteilung sÃ¤mtlicher Parkplatzaufhebungen in der Innenstadt. Der Beschwerdegegner hat nachgewiesen, dass die strittigen ParkplÃ¤tze im Parkhaus C kompensiert wurden. Ein Anspruch der BeschwerdefÃ¼hrerin auf Zustellung weiterer Unterlagen besteht nicht.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">DemgemÃ¤ss ist die Beschwerde abzuweisen. AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Es kann ihr von vornherein keine ProzessentschÃ¤digung zugesprochen werden (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>