<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat soll sich dafür einsetzen, dass so rasch wie möglich Programme zur Grundausbildung und zur Weiterbildung im Bereich der Wärme- und Stromproduktion durch Solarenergie zur Verfügung gestellt werden, damit der steigende Bedarf an qualifiziertem Personal in diesem Bereich gedeckt werden kann. Das Aus- und Weiterbildungsangebot muss den Entwicklungen dieser nachhaltigen Technologien in der Schweiz folgen können. Der Bundesrat soll ausserdem die Wirksamkeit dieser Bildungsoffensive untermauern, indem er die diesbezüglichen Tätigkeiten der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) verstärkt und den Kontakt zwischen den auf diesem Gebiet Forschenden und den einschlägigen Unternehmen fördert.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Mit der steigenden Nachfrage nach Wärme- und Stromerzeugung auf der Basis von erneuerbaren Energien hat sich der Mangel an qualifizierten Fachleuten insbesondere im Installationsgewerbe verschärft. Der Bundesrat hat bereits bei der Beantwortung der Interpellation 08.3536 für eine erhöhte Koordination und einen Ausbau des Angebots in diesem Bereich plädiert und deshalb das BFE in seinen Aktionsplänen mit der Vorbereitung einer entsprechenden "Bildungsoffensive" beauftragt.</p><p>Mit dem Programm energiewissen.ch hat das Bundesamt für Energie inzwischen die prioritären Handlungsfelder und Massnahmen für die Jahre 2009 bis 2012 definiert. Dabei konzentriert sich die Rolle des Bundes auf die Bündelung der Kräfte der energierelevanten Weiterbildung im Rahmen des Programms Energie Schweiz. Schwerpunkt bildet die Unterstützung von Bildungsinstitutionen und Verbänden beim Auf- und Ausbau neuer Schulungsangebote und Lehrmittel.</p><p>Im Rahmen des Budgets 2009 hat das Parlament einer Erhöhung der Mittel von bisher 1,0 auf 2,0 Millionen Franken pro Jahr zugestimmt.</p><p>Die Abklärungen mit der Branche zeigen, dass viele der rund 3000 Installationsbetriebe in den kommenden Jahren vor einer Neuausrichtung ihrer Dienstleistungsangebote stehen. Öl- und Gaskessel sowie Elektroheizungen werden im Rahmen von jährlich rund 30 000 Sanierungen vermehrt durch Wärmepumpen, solare Wassererwärmungssysteme, Fotovoltaikanlagen oder Holzheizungen ersetzt, was zusätzliches Fachwissen im Bereich der erneuerbaren Energien voraussetzt. Zentrale Voraussetzung für eine fachgerechte Installation bildet jedoch nach wie vor eine Grundausbildung als Haustechnikinstallateur oder -planer. Diese Installationsbetriebe und Planungsbüros stellen in ihrer Gesamtheit die wichtigsten Multiplikatoren für die Marktdurchdringung von neuen Energietechniken dar.</p><p>Sowohl Branchenverbände wie auch der Bund erachten deshalb den Ausbau gezielter Weiterbildungskurse als wirkungsvollste Massnahme. Das BFE hat in diesem Bereich verschiedene neue Projekte lanciert. Zusammen mit Swissolar sowie den Verbänden suissetec und VSEI wurden beispielsweise für den Solarbereich bereits folgende Angebote aufgebaut:</p><p>- Aufbaukurs zum Solarprofi "Solarenergie - Solarwärme" für Installateure, Dauer 2 Tage</p><p>- VSEI: Fotovoltaikkurse für Elektroinstallateure, Dauer 1 Tag</p><p>- Zertifikatslehrgang Solarenergie von Swissolar für Installateure und Planer von Solaranlagen, Dauer 4 Tage</p><p>Nach der noch laufenden Pilotphase werden die Kurse ab Herbst 2009 gesamtschweizerisch angeboten. Neue Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung werden dabei laufend integriert.</p><p>Im Rahmen der Lehrgänge "Master of Advanced Studies (MAS) Energie und Nachhaltigkeit am Bau" bzw. "MAS Energie et développement durable dans l'environnement bâti" bieten zudem die Fachhochschulen in Muttenz und Burgdorf sowie Genf und Manno seit 2008 spezifische Weiterbildungsmodule zum Thema Solarenergie an. Zielgruppen sind Architekten und Haustechnikplaner.</p><p>Durch die Einflussnahme bei der Lehrplangestaltung und die Bereitstellung von entsprechenden Unterlagen wird zudem sichergestellt, dass bereits in der Grundausbildung die angehenden Berufsleute das nötige Rüstzeug im Bereich erneuerbare Energien, aber auch in Energieeffizienz erhalten. Um ein breites Publikum zu erreichen, ist dies der erfolgversprechendere Weg als eine neue Grundausbildung, welche sich lediglich auf die solare Wärme und die Fotovoltaik beschränkt. Zudem haben neue Berufe nur dann Erfolg, wenn ein Branchenverband als Partner des BBT für die Ausbildung und die Rekrutierung junger Berufsleute verantwortlich zeichnet. Eine solche Rolle können nur die massgebenden Installationsverbände wie Suissetec für die Haustechnik, Polybau für Gebäudehüllen und der VSEI für Elektroinstallationen wahrnehmen. Diese Verbände passen die Bildungspläne laufend an und werden bei der Integration von energierelevanten Themen in den beruflichen Unterricht durch das BFE unterstützt.</p><p>Auf der Ebene der höheren Fachprüfung sind Suissetec und Polybau übereingekommen, gemeinsam eine eidgenössische Berufsprüfung "Energieberater Bau" zu lancieren. Erste Abschlüsse sind auf 2010 geplant.</p><p>In Bezug auf die Forderung der Verstärkung der Aktivitäten der Förderagentur für Innovation KTI im Bereich der Solarenergie weisen wir darauf hin, dass die Förderung auf der "bottom-up"-Initiative von Unternehmen und Hochschulpartnern basiert. In den letzten 10 Jahren hat die Förderagentur für Innovation KTI in der Grössenordnung von 13,5 Millionen Franken Bundesmittel für innovative Projekte in der Solartechnik und der Fotovoltaik investiert und damit zum aktuellen Stand der Technik massgebend beigetragen. Insbesondere ist auch zu vermerken, dass das F&amp;E-Konsortium Brenet (www.brenet.ch) konkrete Projekte in einer Arbeitsgruppe zusammen mit der Industrie zur Nutzung der Solarenergie in Gebäuden bearbeitet und dabei von der KTI unterstützt wird. Diese Ausführungen zeigen, dass das Anliegen der Motion weitgehend erfüllt ist. Der Bundesrat beantragt daher, den Vorstoss abzulehnen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.