BRKE I Nr. 0065/2008 vom 4. April 2008 in BEZ 2008 Nr. 30 Strittig war, ob für eine W ohnküche mit eine r Bodenfläche von 16,9 m2 eine Fensterfläche von 1,3 m2 genüge. Mithin stellte sich auch die Frage, ob ein zu di e- ser W ohnung gehörender, hauptsächlich der wohnungsinternen Erschliessung di e- nender Raum mit einer Fläche von 4,4 m2 als Zimmer im Sinne von § 3 6 Abs. 2 BBV I einzustufen sei. Aus den Erwägungen: 6.2.1. Die Bestimmung von § 302 Abs. 2 PBG verlangt, dass W ohn- und Schlaf- räume mit Fenstern zu versehen sind, die über dem Erdreich liegen, ins Freie führen und in ausreichendem Masse geöffnet werden k önnen; die Fensterfläche hat w e- nigstens einen Zehntel der Bodenfläche zu betragen. Nach § 36 Abs. 2 der Beso n- deren Bauverordnung I (BBV I) müssen in W ohnungen mit mindestens drei Zimmern sowie in Einfa milienhäuser die Küchen hinsichtlich Belichtung und Bel üftung den Anforderungen von W ohn- und Schlafräumen entsprechen. Demnach gilt in W oh- nungen mit weniger als drei Zimmern diese Anforderung nicht. 6.2.2. Die geplante W ohnung weist ein Schlaf - und ein W ohnzimmer und damit jedenfalls zwei Zimmer im Sinne von § 36 Abs. 2 BBV I auf. Nicht als Zimmer ist demgegenüber der im Plan eingezeichnete «Vorplatz» ei n- zustufen (wovon auch die Vorinstanz ausgeht). Dieser Raum weist lediglich eine Fläche von 4,4 m2 und kein Fenster auf. Zugleich dient er vor allem der wohnu ngs- internen E rschliessung; von ihm aus sind drei Räume (Küche/Essen, Schlafraum und Bad/W C) unmittelbar zugänglich. Nebenher könnte er höchstens noch für den Einbau einer Garde robe oder eines kleinen W andschrankes genutzt werden. Mithin fehlt es an sämtlic hen Voraussetzung für den Aufenthalt von Personen, womit auch kein Zimmer im Sinne von § 36 Abs. 2 BBV I vorliegt. 6.2.3. Küche und angegliederter Essbereich weisen zusammen eine Fläche von 16,9 m2 auf, ohne dass eine teilweise oder gar durchgehende Auftei lung dieser B e- reiche mittels einer Trennwand geplant wäre. Damit liegt ein einziger Raum vor, wo r- an auch die im Plan eingezeichneten, den Küchenbereich abgrenzenden Küche n- einrichtungen und die im Plan eingeschriebenen Bezeichnungen «Küche» und «E s- sen» samt Flächengaben (8,2 m2 bzw. 8,7 m2) nichts ändern. Besagter Raum soll nun einerseits als Küche und andererseits als Esszimmer genutzt werden. Somit kann dieser Raum nicht einfach als Küche eingestuft werden. Vielmehr bildet dieser Raum deswegen, weil er – nicht anders als ein Esszimmer ohne Küche – (auch) als Esszimmer genutzt wird, einen W ohnraum im Sinne von § 302 Abs. 2 PBG. Daran ändert auch nichts, dass der Essbereich für sich betrachtet die Mindestfläche für Räume von 10 m2 (§ 303 Abs. 1 PBG) nicht einhält; angesichts der massgeblichen gesamten Raumgrösse kann dem Essbereich die das Befenst e-- 2 - rungserfordernis begründende Eignung zum Aufenthalt von Personen nicht abg e- sprochen werden. Im Übrigen ist die genügende Lüftbarkeit auf Grund der im Raum möglichen Kochtätigkeit sogar noch von erhöhter Bedeutung. Somit muss der fragl i- che Raum ein Fenster mit e iner Fensterfläche von mindestens einem Zehntel der Bodenfläche aufweisen.