Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 19. November 2014 (810 13 318) ___________________________________________________________________ Personalrecht Antrag auf Neubewertung der Funktion Sozialarbeiter AfA Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Beat Walther, Ka ntonsrichter Niklaus Ruckstuhl, Markus Clausen, Christian Haidlauf, Claude Jeanneret , Gerichtsschreiberin Elena Diolaiutti Parteien 1. A.____ , Beschwerdeführer , 2. B.____ , Beschwerdeführerin, 3. C.____ , Beschwerdeführerin, 4. D.____ , Beschwerdeführer, 5. E.____ , Beschwerdeführerin, 6. F.____ , Beschwerdeführer, alle vertreten durch Kathrin Bichsel, Advokatin gegen Psychiatrie Baselland , Beschwerdegegnerin , vertreten durch Simon Rosenthaler, Advokat Betreff Antrag auf Neubewertung der Funktion Sozial arbeit AfA (Verfügung der Psychiatrie Baselland vom 19. September 2013) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. Mit Schreiben vom 18. Juli 2013 beantragten A.____ , B.____, C.____, D.____, E.____ und F.____, alle vertreten durch den Schweizerischen Ve rband des Personals öffentlicher Dienste region basel (vpod) bei der Psychiatrie Basella nd (Psychiatrie), den Erlass einer be- schwerdefähigen Verfügung. In diesem Schreiben wurde au sgeführt, die Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen des Ambulatoriums für Abhängigkeit serkrankungen (AfA) hätten am 14. Oktober 2008 einen Antrag auf Neubewertung ihrer Stelle bzw. auf Einreihung in die Lohn- klasse 14 gestellt. Seither habe es in dieser Angelegenhe it mehrere Briefwechsel gegeben. Die Psychiatrie habe es aber wiederholt abgelehnt, auf eine Neubewertung der Funktion einzutre- ten. Mit dem letzten Brief vom 5. Juni 2012 hätten die Sozialarbeiter eine beschwerdefähige Verfügung verlangt, welche nicht erlassen worden sei. Der Antrag vom 14. Oktober 2008 war unter anderem da mit begründet worden, dass im Rah- men der Umgestaltung der Drogenberatung Baselland ( DBL) zum Psychiatrischen Dienst für Abhängigkeitserkrankungen (PDA; heute AfA) auch Funkti onsbeschreibungen für die Sozialar- beitenden erstellt worden seien. Diese Funktionsbeschreibungen würden die praktisch geleiste- te Arbeit und Verantwortung widerspiegeln und den An forderungen der Modellumschreibung 342.14 entsprechen. B. Mit Verfügung vom 19. September 2013 wies die Psychi atrie den Antrag der Gesuch- steller auf Neubewertung der Funktion Sozialarbeiter A fA ab. Die Psychiatrie führte aus, die Funktionsbeschreibung vom Jahr 2008, auf die sich die Ant ragsteller beziehen würden, sei be- reits Grundlage für das Einreihungsgutachten des kanton alen Personalamtes vom 5. Oktober 2009 gewesen. Dieses Gutachten sei aufgrund des bereits d amals erfolgten Antrages auf Überprüfung und Neubewertung der Funktion von den Kan tonalen Psychiatrischen Diensten (KPD) in Auftrag gegeben worden. Gemäss diesem Gutach ten sei die Lohnklasseneinreihung für Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen (PDA) gestützt auf die Modellumschreibungen 342.14 und 342.16 in die Lohnklasse 15 noch immer sachgerecht. E ine Einreihung in die Modellum- schreibung 342.14 und damit in die Lohnklasse 14 sei ge mäss Gutachten nur für diejenigen Sozialarbeiter (PDA) als gerechtfertigt erachtet worden, welche in erhöhtem Mass selbstständig seien, über die Zusatzausbildung für die Anleitung von Praktikantinnen und Praktikanten verfü- gen und tatsächlich solche anleiten würden. Da sich die Funktion Sozialarbeiter AfA noch im- mer nach der von den Antragstellern genannten Funktions beschreibung aus dem Jahre 2008 richte und gestützt auf diese Funktionsbeschreibung bereits eine Neuüberprüfung im Sinne von § 17 des Dekrets zum Personalgesetz (Personaldekret) vom 8. Ju ni 2000 stattgefunden habe, seien die Einreihungsempfehlungen im Gutachten des Personalamts vom 5. Oktober 2009 noch immer aktuell und es habe sich seit dieser Überprüfung keine Veränderung ergeben. C. Mit Eingabe vom 2. Oktober 2013 erhoben die obgen annten Antragssteller, wiederum vertreten durch den vpod, beim Kantonsgericht, Abteilu ng Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde und beantragten, sie seien rückwirkend ab ihrem Antrag auf Neueinreihung vom 14. Oktober 2008 von der Lohnklasse 15 in die Lohnklasse 14 einzureihen. In ihrer Beschwerdebegründung vom 13. Dezember 2013 stellten A.____ (Beschwerdeführer 1), B.____ (Beschwerdeführerin 2), C.____ (Beschwerdeführerin 3), D.____ (Beschwerdeführer Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4), E.____ (Beschwerdeführerin 5) und F.____ (Beschwer deführer 6), nunmehr vertreten durch Kathrin Bichsel, Advokatin, folgende Rechtsbegehren: “1. Die Verfügung der Psychiatrie Baselland vom 19. September 2013 sei aufzuheben und die Be- schwerdeführerInnen 1, 2, 3, 5 und 6 seien aufgrund der ihnen ab 1. Januar 2008 neu übertragenen Aufgaben als Sozialarbeitende im Psychiatrischen Dienst für Abhängigkeitserkrankungen AfA des Kantons Baselland rückwirkend per 01. Oktober 2008 in L ohnklasse 14 einzureihen resp. die Be- schwerdeführerin 2 rückwirkend ab 01. Februar 2011, wob ei sämtliche Erfahrungsstufen entspre- chend mit zu berücksichtigen sind und die Lohndifferenz zu züglich Zins zu 5 % seit 01. Oktober 2008 nachzuzahlen ist. Eine genaue Bezifferung bleibt ausdrücklich vorbehalte n nach zur Verfügung Stellung sämtlicher für die rückwirkende Lohnberechnung relevanter und erforder licher Unterlagen durch die Beschwerde- beklagte. 2. Der Beschwerdeführer 4 sei rückwirkend per 01. Oktob er 2008 in LK 14 einzureihen und es sei ihm die Lohndifferenz bis zur tatsächlichen erfolgten Einreihung in Lohnklasse 14 unter Berücksichtigung der entsprechenden Erfahrungsstufen nachzuzahlen. Eine genaue Bezifferung bleibt ausdrücklich vorbehalte n nach zur Verfügung Stellung sämtlicher für die rückwirkende Lohnberechnung relevanter und erforder licher Unterlagen durch die Beschwerde- beklagte. 3. Es sei eine Parteiverhandlung durchzuführen. 4. Unter o/e Kostenfolge.“ Im Wesentlichen wurde die Beschwerde damit begründet, dass die Beschwerdeführer aufgrund massgeblicher Änderungen der Stellenanforderungen und -inhalte neu in die Lohnklasse 14 einzureihen seien. Bei der früheren Stelle seien sie b ereits in der Lohnklasse 15 eingereiht ge- wesen, diese Einreihung sei trotz den bei der neuen S telle viel umfangreicheren, vielfältigeren und insbesondere anspruchsvolleren wie auch verantwor tungsvolleren Aufgaben übernommen worden und sie seien weiterhin in der Lohnklasse 15 eing ereiht geblieben. Der Beschwerdefüh- rer 4 sei bereits rückwirkend per 1. Januar 2010 in Lohn klasse 14 überführt worden, aber nicht rückwirkend per 1. Oktober 2008, weshalb er ebenfalls be schwert sei. Im Wesentlichen wurde geltend gemacht, dass die Beschwerdeführer die Voraussetzu ngen der Modellumschreibung 342.14 erfüllen bzw. in gewissen Punkten sogar die Anf orderungen nach dieser Modellum- schreibung übertreffen würden, weshalb die Einstufung i n die Lohnklasse 14 gerechtfertigt sei. Im Übrigen sei das Gutachten mangelhaft, lückenhaft, nicht schlüssig und nicht nachvollziehbar. Es könne nicht auf das Gutachten abgestellt werden. Hinzu komme, dass es sich um ein inter- nes Gutachten handle und einseitig von der Beschwerdeg egnerin in Auftrag gegeben worden sei. Die Beschwerdeführer beantragten deshalb, dass durc h das angerufene Gericht ein unab- hängiges Gutachten eingeholt werde. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht Mit Eingabe vom 15. Januar 2014 beantragte die Psychia trie, vertreten durch Simon Rosen- thaler, Advokat, es sei der Schriftenwechsel zunächst auf die Frage zu beschränken, ob auf die Beschwerde, soweit damit die rückwirkende Einreihung pe r 1. Oktober 2008 und die Nachzah- lung der Lohndifferenz verlangt würden, eingetreten werden könne. Eventualtier sei der Kanton Basel-Landschaft, Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirekti on (VGD), beizuladen; alles unter o/e-Kostenfolge. Die Psychiatrie machte geltend, dass im Zeitpunkt der Einstufung (2008) die fraglichen Arbeitsstellen zu den KPD und damit zur VGD gehört hätten. Seit der Verselbständi- gung der Spitäler und der KPD per 1. Januar 2012 sei die Psychiatrie eine öffentlich-rechtliche Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit. Mit dieser Ausgl iederung der Psychiatrie zur öffent- lich-rechtlichen Anstalt sei fraglich, ob die Beschwerdegegnerin für die rückwirkende Einstufung belangt werden könne. Die Beschwerdeführer hätten mit Schreiben vom 14. Oktober 2008 eine Neueinstufung bei den KPD verlangt. Die Anträge seien damals abgewiesen worden, woraus sich eine res iudicata ergebe. Die heutige Beschwerdeg egnerin sei in das damalige Verfahren nicht involviert gewesen. Nach Auffassung der Beschwerde gegnerin müssten die rückwirken- den Forderungen somit – wenn überhaupt – beim Kanton geltend gemacht werden. Damit kön- ne auf die Beschwerde, soweit damit die Rückwirkung verlangt werde, wegen fehlender Passiv- legitimation bzw. Zuständigkeit nicht eingetreten werd en. Auf jeden Fall behalte sich die Be- schwerdegegnerin vor, auf den Kanton zu regressieren. Am 21. Januar 2014 lud das Gerichtspräsidium in teilwei ser Gutheissung der Verfahrensanträ- ge der Beschwerdegegnerin den Regierungsrat des Kanton s Basel-Landschaft zum Verfahren bei. In der Beschwerdeantwort vom 7. März 2014 beantragte d ie Beschwerdegegnerin die Abwei- sung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne, unter o/e-Kostenfolge. Sie machte unter anderem geltend, dass selbst wenn auf die B eschwerde bezüglich Rückwirkung eingetreten werden könne, gemäss § 18 lit. b Personald ekret eine Rückwirkung einer Neuein- reihung mit Nachzahlung der Lohndifferenz nur dann vor gesehen sei, wenn ein offensichtlicher Fehler festgestellt werde, der vorliegend nicht gege ben sei. Eine Neueinreihung der Beschwer- deführer sei aus formellen und materiellen Gründen au sgeschlossen. Sollte das Gericht wider Erwarten anderer Auffassung sein, käme die Neueinreihu ng frühestens ab dem Antrag vom 18. Juli 2013 in Frage, eventuell ab September 2011. Für die Rückwirkung wäre zudem der beigeladene Kanton zuständig. Der beigeladene Regierungsrat, vertreten durch die VGD, beantragte in seiner Vernehmlassung vom 20. März 2014 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne, unter o/e-Kostenfolge. Er führte aus, es könne auf die Beschwerde, soweit eine rückwirkende Neueinreihung für die Zeit vor der Gesuchstellung vom 1 8. Juni 2013 verlangt werde, nicht ein- getreten werden, da in der genannten Gesuchstellung d er Antrag auf eine rückwirkende Neu- einreihung nicht verlangt worden sei. Eine Anpassung de r Lohnklasseneinreihung erfolge nach § 17 Personaldekret erst, wenn eine lohnklassenrelevante Funktionsänderung festgestellt wer- de. Die Beschwerdeführer hätten nicht substantiiert auf gezeigt, wann sich durch welche Tatsa- che die Funktion der Sozialarbeitenden PDA beziehungswei se ihre konkrete Aufgabe lohnklas- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht senrelevant geändert habe. Des Weiteren beantragte der Regierungsrat, er sei aus der Beila- dung zu entlassen. In ihrer Replik vom 21. Mai 2014 hielten die Beschwer deführer an ihren in der Beschwerde ge- stellten Rechtsbegehren fest und beantragten die Abweisu ng der Rechtsbegehren der Be- schwerdegegnerin und des Beigeladenen, unter o/e-Kosten folge. Die Beschwerdegegnerin sei in die bestehenden Arbeitsverhältnisse eingetreten, dami t habe sie auch sämtliche noch offe- nen Verpflichtungen übernommen, weshalb die Beschwerdeführer ihre Forderungen an die Be- schwerdegegnerin richten könnten. Des Weiteren führten sie aus, dass aus dem Schreiben des vpod vom 18. Juli 2013 klar hervorgehe, dass die Ansicht ve rtreten werde, der Antrag sei noch nicht dergestalt behandelt worden, dass er habe angefoch ten werden können respektive eine Verfügung bereits ergangen sei. In der ablehnenden V erfügung vom 19. September 2013 gehe die Beschwerdegegnerin selber davon aus, dass die Beschwer deführer sich auf den Antrag vom Oktober 2008 beziehen würden. Die Beschwerdegegneri n habe festgehalten, “dass die Funktionsbeschreibung 2008 stattgefunden habe und noch immer sachgerecht sei“ und die Re- sultate der Neuüberprüfung aus dem Jahre 2009 noch im mer Gültigkeit hätten. Es sei darin mit keinem Wort erwähnt worden, dass es sich um eine res iudicata handle und deshalb nicht mehr darauf zurückgekommen werden könne. Aus dem Schreiben lasse sich auch entnehmen, dass die Beschwerdegegnerin der Meinung sei, es sei nun erst mals der Antrag auf Neueinreihung (aus dem Jahre 2008) mittels beschwerdefähiger Verfügung abgelehnt worden. Der Regierungsrat, wiederum vertreten durch die VGD, h ielt in seiner Duplik vom 1. Juli 2014 an den im Rahmen der Vernehmlassung vom 20. März 2014 gestellten Verfahrensanträgen sowie am Antrag, es sei die Beschwerde, soweit darauf e ingetreten könne, unter o/e- Kostenfolge abzuweisen, fest. Die Beschwerdegegnerin wiederholte in ihrer Duplik vom 23. Juli 2014 die in der Beschwerde- antwort vom 7. März 2014 gestellten Rechtsbegehren. D. Mit Präsidialentscheid vom 28. Juli 2014 wurden unt er anderem der Fall der Kammer zur Beurteilung im Rahmen einer Parteiverhandlung üb erwiesen und die Beweisanträge auf Einholung eines Lohneinreihungsgutachtens, Vorladung von Zeugen bzw. Auskunftspersonen sowie amtliche Erkundigungen abgewiesen. E. An der heutigen Parteiverhandlung nehmen unter a nderem die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführer, der Rechtsvertreter der Beschwerdegeg nerin und G.____ als Vertreterin des Regierungsrates teil. Die Parteien halten an ihr en bereits gestellten Rechtsbegehren fest. Auf die Ausführungen der Parteien wird – soweit erf orderlich – in den Urteilserwägungen einge- gangen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g: 1. Gemäss § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess- ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 in Verbindung mit § 25 des Spitalgesetzes (Spitalge- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht setz) vom 17. November 2011 ist zur Beurteilung der vorlie genden Beschwerden das Kantons- gericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), zuständig. 2.1.1. Zu prüfen ist, ob auf das Rechtsbegehren, die Ne ueinreihung habe rückwirkend auf den Zeitpunkt des Antrags vom 14. Oktober 2008 zu erfolgen, eingetreten werden kann. Das erste Gesuch um Neueinreihung datiert vom Oktober 2008. In der Folge wurde ein Gutach- ten vom Kantonalen Personalamt eingeholt. Nach Vorliegen des Gutachtens wurden die beiden Stellenleiter, H.____ und I.____, mit Schreiben vom 29. Dezember 2009 darüber orientiert, dass sie gemäss Einreihungsgutachten in die Lohnklasse 13 ein gereiht würden. Die übrigen Sozial- arbeitenden würden im Rahmen einer Veranstaltung übe r die Ergebnisse des Gutachtens in- formiert. Am 15. März 2010 fand die Orientierung stat t. Den Sozialarbeitenden wurde mitgeteilt, dass sie nicht in die Lohnklasse 14 eingereiht werden könn ten, da nicht in jedem Fall das Krite- rium des Anleitens von Praktikanten erfüllt sei, welches i n der Modellumschreibung 342.14 vo- rausgesetzt werde. Für die Wahrnehmung dieser Aufgabe müsse eine spezielle Ausbildung abgeschlossen werden. Damit wurde den Sozialarbeitende n die Ablehnung ihres Antrages mit- geteilt. Eine anfechtbare Verfügung wurde nicht verlangt. Fraglich ist, ob diese Ablehnung allen Betroffenen mitgeteilt wurde und ob eine rechtsgültige Ablehnungsverfügung vorliegt. 2.1.2. Am 5. Januar 2011 verlangten die Stellenleit er des PDA einen Entscheid betreffend Neueinreihung bis Ende Januar 2011. In diesem Schreibe n wurde Bezug auf das Gesuch aus dem Jahre 2008 genommen und ausgeführt, dass seit August 2010 Praktikumsbegleitungen nach den neuen Vorgaben der Hochschule für Sozialarbeit (HSA) und auch gemäss ihrem Kon- zept angelaufen seien und im August 2010 auch der er ste Antrag auf Lohnanpassung gestellt worden sei und weitere folgen würden. Aus diesem Schrei ben muss geschlossen werden, dass die Ablehnung der Neueinreihung spätestens anfangs 201 0 akzeptiert worden war. Andernfalls würde der Hinweis, dass jetzt nach neuem Konzept Prakt ikumsanleitungen angelaufen seien und deshalb der erste Antrag auf Lohnanpassung im Aug ust 2010 gestellt worden sei, keinen Sinn ergeben. 2.1.3. Mit Schreiben vom 17. August 2011 teilten die S tellenleiter und die Beschwerdeführer der Direktion der KPD mit, nochmals zur Lohneinstufung Stellung nehmen zu wollen. Sie wür- den nun mit dem Konzept für Praktikumsbegleitungen sämtliche Voraussetzungen für die Lohn- klasse 14 gemäss Modellbeschrieb erfüllen und würden um e inen schriftlichen Bescheid bis Ende September 2011 ersuchen. Aus diesem Schreiben geh t hervor, dass der Entscheid vom März 2010 allen Beteiligten in irgendeiner Form mitg eteilt und von ihnen zur Kenntnis genom- men und dass er vor allem akzeptiert worden war. Des Weiteren geht daraus hervor, dass nach März 2010 versucht worden war, die gemäss Gutachten feh lenden Voraussetzungen für eine Einreihung in die Lohnklasse 14 umzusetzen, und die Sozia larbeitenden am 17. August 2011 die Auffassung vertraten, nun die Voraussetzungen für die Lohnklasse 14 zu erfüllen. Daraus muss ein Verzicht auf die Anfechtung der Nichthöhereinstu fung vom März 2010 angenommen werden, womit der damalige Entscheid rechtskräftig wurd e und die jetzt angefochtene Verfü- gung sich nicht mehr rückwirkend auf den Zeitraum bis Okto ber 2008 beziehen kann. Damit ist eine rückwirkende Einstufung per Oktober 2008 heute nicht mehr Streitgegenstand. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2.2.1. Zu prüfen ist, ob allenfalls auf das Begehren e iner rückwirkenden Neueinreihung per August 2011 eingetreten werden kann. 2.2.2. Mit Schreiben vom 29. August 2011 erklärte die Direktion der KPD den Verfassern des Briefes vom 17. August 2011, dass diesen die Entscheidung bereits mitgeteilt worden sei. Da im Schreiben vom 17. August 2011 keine neuen Argumente für eine Lohnerhöhung aufgeführt seien, gebe es derzeit keinen Grund, nochmals auf die En tscheidung, welche mit der Leitung Personaldienst getroffen und mitgeteilt worden sei, zu rückzukommen. Damit brachte die Direk- tion der KPD klar zum Ausdruck, dass kein neuer Entscheid g efällt und somit auch keine Neu- einstufung vorgenommen werde sowie dass die bestehende Ei nstufung richtig sei. Die Be- schwerdeführer hatten in ihrem Schreiben vom 17. Augu st 2011 um einen schriftlichen Ent- scheid gebeten. Diesen haben sie – wenn auch nicht als for melle Verfügung bezeichnet und ohne Rechtsmittelbelehrung – erhalten. Wiederum unte rnahmen die Beschwerdeführer nichts gegen dieses Schreiben. Weder verlangten sie einen besch werdefähigen Entscheid noch erho- ben sie Beschwerde noch reichten sie eine Rechtsverweiger ungsbeschwerde oder eine Auf- sichtsbeschwerde ein. Eine Reaktion erfolgte erst 10 Mona te später mit dem Schreiben vom 5. Juni 2012, mit welchem erstmals der Erlass einer beschw erdefähigen Verfügung verlangt wurde. Im Schreiben vom 5. Juni 2012 an die Psychiatri e baten die Beschwerdeführer, ihnen eine beschwerdefähige Verfügung bezüglich des damalig en Einstufungsentscheids (Verbleib in der Lohnklasse 15) bis Ende Juni 2012 zukommen zu lassen. Nach Rücksprache mit dem vpod sei eine schriftliche Verfügung unabdingbar für die Planung des weiteren Vorgehens. 2.2.3. Aus der Tatsache, dass die Beschwerdeführer 10 Mona te gewartet haben, bevor sie eine beschwerdefähige Verfügung verlangt haben, kann nur geschlossen werden, dass sie den vorangegangenen “Entscheid“ nicht angefochten haben. Au s welchen Gründen der Entscheid nicht angefochten wurde, ist irrelevant. So ist auch uner heblich, ob die Beschwerdeführer mit der Lohneinreihung zu irgendeinem Zeitpunkt einversta nden waren. Damit käme eine rückwir- kende Neueinreihung allenfalls erst per Juni 2012 in Frage. 2.3.1. Im Antwortschreiben vom 29. Juni 2012 erklärte die Psychiatrie, dass die Lohneinstu- fung im 2010 thematisiert worden sei. Die seinerzeitigen Aussagen hätten immer noch ihre Gül- tigkeit. Die Psychiatrie habe sich entschieden, die Einstuf ungen vor der Ausarbeitung eines GAV nicht zu prüfen, da sie voraussichtlich in diesem Zusammenhang neu geregelt werde. 2.3.2. Über ein Jahr später verlangte der vpod mit Sch reiben vom 18. Juli 2013 im Namen der Beschwerdeführer von der Psychiatrie eine beschwerdefähige Verfügung. Die Beschwerde- führer nahmen Bezug auf den Antrag auf Neubewertung ihrer Stelle vom 14. Oktober 2008 und stellten erneut den Antrag auf Neubewertung der Funktion Sozialarbeiter und -arbeiterinnen. 2.3.3. Fraglich ist, ob eine Neueinreihung per Juni 2 012 oder erst per Juli 2013 Gegenstand des kantonsgerichtlichen Verfahrens ist. Aus dem Schreiben der Beschwerdeführer vom 5. Juni 2012 geht hervor, dass sich diese damals vom vpod beraten liessen, da sie festhalten, dass nach Rücksprache mit dem vpod eine schriftliche Verfügun g unabdingbar für die Planung des Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht weiteren Vorgehens sei. Trotz dieser Aufforderung bea ntwortete die Psychiatrie das Anliegen der Beschwerdeführer nur mit einem formlosen Brief. Ta tsache ist jedoch, dass die Beschwer- deführer wiederum über ein Jahr warteten. Daraus kann wiederum nur abgeleitet werden, dass die Beschwerdeführer die Antwort im Schreiben vom 29. Juni 2012 akzeptiert haben. Damit kann sich die Forderung auf Neueinreihung nur auf den Monat beziehen, der auf das letzte Ge- such und somit auf das Gesuch vom 18. Juli 2013 hin fol gt. Demzufolge kann auf die Be- schwerden nur teilweise eingetreten werden, nämlich inso fern, als eine Einreihung in die Lohn- klasse 14 ab dem Monat August 2013 verlangt wird. Die Pr üfung des Einwandes der Be- schwerdegegnerin, dass im Gesuch vom 18. Juli 2013 keine r ückwirkende Neueinreihung ver- langt worden sei, erübrigt sich, da das Kantonsgericht auf die Beschwerden nur insoweit eintritt, als die Neueinreihung ab August 2013 verlangt wird. D emzufolge könnten auch bei Gutheis- sung der Beschwerden Forderungen aufgrund der beantra gten Neueinreihung nur gegenüber den KPD, welche seit dem 1. Januar 2012 eine öffentl ich-rechtliche Anstalt mit Namen “Psychi- atrie Baselland“ sind, geltend gemacht werden (§ 8 Spitalgesetz). 2.4. Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass Streitg egenstand des vorliegenden Verfahrens die Forderung auf Neueinreihung in die Lo hnklasse 14 ab August 2013 bildet. Da D.____ (Beschwerdeführer 4) per 1. Januar 2010 in die Lohnklasse 14 eingereiht wurde, war er in der Zeit ab August 2013 gar nicht mehr beschwert, so dass auf seine Beschwerde nicht ein- getreten werden kann. Da die Beschwerdeführer A.____, B.____, C.____, E.____ und F.____ ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung des angefo chtenen Entscheides haben, sie somit nach § 47 Abs. 1 lit. a VPO zur Beschwerde befu gt sind, und die übrigen formellen Vo- raussetzungen gemäss den §§ 43 ff. VPO erfüllt sind, ist a uf ihre Beschwerden einzutreten, insoweit die Neueinreihung in Lohnklasse 14 ab August 2013 beantragt wird. 2.5. In seiner Vernehmlassung vom 20. März 2014 und anl ässlich der heutigen Verhand- lung beantragt der Regierungsrat, er sei aus der Beiladung zu entlassen. Die Beschwerdeführer haben die Beschwerden nicht gegenüber dem Regierungsra t, sondern nur gegenüber der Be- schwerdegegnerin erhoben. Des Weiteren ist auf die Beschwerden nur insoweit einzutreten, als die Neueinreihung in die Lohnklasse 14 ab August 2013 b eantragt wird. Da die Beschwerde- gegnerin per 1. Januar 2012 das bisherige Personal d er KPD übernommen hat und in die be- stehenden Arbeitsverträge eingetreten ist (§ 26 Abs. 1 und 2 Spitalgesetz) sowie per 1. Januar 2012 die Rechte und Pflichten und die Rechtsverhältni sse der KPD an die Psychiatrie überge- gangen sind (§ 28 Abs. 1 lit. b Spitalgesetz), steht de m Antrag des Beigeladenen nichts entge- gen, womit er aus der Beiladung zu entlassen ist. 3. Bei der Beurteilung der vorliegenden verwaltungsge richtlichen Beschwerden ist die Kognition des Kantonsgerichts gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO darauf beschränkt, den angefochtenen Entscheid hinsichtlich allfälliger Rechtsver letzungen zu überprüfen bzw. zu prü- fen, ob die Beschwerdegegnerin ein allfälliges Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat. Im Wei- teren kann beurteilt werden, ob diese den Sachverhalt unrichtig oder unvollständig festgestellt hat. Die Unangemessenheit eines angefochtenen Entschei ds kann jedoch nur in den vom Ge- setz abschliessend aufgezählten Fällen, die vorliegend ni cht einschlägig sind, sowie gestützt auf spezialgesetzliche Vorschriften überprüft werden (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO). Die Überprüfung Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht somit verwehrt . Geht es um Lohneinreihung und Erfahrungsstufenzuweisung, so auferlegt sich das Kantonsg ericht in Übereinstimmung mit der Praxis des Bundesgerichts bei der Auslegung der massgeblich en unbestimmten Rechtsbegriffe ausserdem Zurückhaltung und belässt der Anstellungsbehörde einen gewissen Beurteilungs- spielraum (Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 16. November 2011 [810 11 128] E. 1.3; KGE VV vom 28. September 2005 [810 04 390] E. 2.c, vom 11. Mai 2005 [810 04 63] E. 8.a; BGE 129 I 161 E. 3.2). Diese herabgesetzte Prü- fungsdichte im Besoldungsrecht ist angezeigt, weil der E inreihungsentscheid Vertrautheit mit den tatsächlichen Verhältnissen und besonderes Fachwissen voraussetzt. Ausserdem ist der grösseren Praxiserfahrung der Anstellungsbehörde Rechnu ng zu tragen. Verfügt eine Behörde über besondere Kenntnisse, so ist ihr bei der Bewertung von ausgesprochenen Fachfragen ein gewisser Beurteilungsspielraum zu belassen, soweit sie die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüft, die erforderlichen Abklärungen so rgfältig und umfassend durchgeführt und ihren Entscheid auf nachvollziehbare Überlegungen und sachliche Gründe gestützt hat (vgl. ULRICH HÄFELIN /G EORG MÜLLER /F ELIX UHLMANN , Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich 2010, Rz. 446c f.; BGE 135 II 384 E. 2.2.2; KGE VV v om 22. Januar 2014 [810 13 264] E. 2; KGE VV vom 17. Oktober 2007, in: BLKGE 2007 Nr. 41 E. 3.3). Die Interventionsmöglichkeiten des Kantonsgerichts sind somit begrenzt und auf die Kontr olle von Rechts- und Sachverhalts- verletzungen beschränkt, wobei die Rechtsanwendung unter Beachtung der gebotenen Zurück- haltung überprüft wird. 4. Gemäss § 8 in Verbindung mit § 11 und 26 Abs. 3 Spi talgesetz richten sich die Anstel- lungsbedingungen inhaltlich nach der basellandschaftlich en Personalgesetzgebung, solange kein Gesamtarbeitsvertrag abgeschlossen ist, jedoch läng stens bis vier Jahre ab Inkrafttreten des Spitalgesetzes. Da bis heute kein GAV abgeschlossen wu rde und vier Jahre ab Inkrafttre- ten noch nicht verstrichen sind, richten sich die Anstellun gsbedingungen der Beschwerdeführer inhaltlich nach der basellandschaftlichen Personalgesetzgebung. 5.1. Die Zuweisung einer Funktion zu einer Lohnklasse b asiert gemäss § 13 Abs. 1 Perso- naldekret auf dem Einreihungsplan, der Modellumschreibung und dem Stelleninhalt (siehe auch § 22 Abs. 2 der Verordnung zum Personalgesetz [Personal verordnung] vom 19. Dezember 2000). Der Einreihungsplan im Anhang I zum Personalde kret sieht insgesamt sieben Funkti- onsbereiche (FB) vor: Administrative Funktionen (FB 1) , Handwerklich-Technische und Haus- wirtschaftliche Funktionen (FB 2), Gesundheit und Sozi ales (FB 3), Bildungswesen (FB 4), Jus- tiz (FB 5), Polizei (FB 6) und Allgemeine Führungsfunk tionen (FB 7). Der Funktionsbereich Ge- sundheit und Soziales wird wiederum in mehrere Funktion sketten unterteilt, wobei für die Funk- tionskette Sozialarbeit (Ziffer 342) die Lohnklassen 16 bis 13 vorgesehen sind. Nach § 28 Personalverordnung überprüft die Anstellungsbehörde die Einreihung für neue Funk- tionen oder Funktionen, die eine massgebliche Veränderung erfahren haben. Sie berichtet dem Personalamt über Änderungen der Lohnklassen (Abs. 1). A uf Antrag der Anstellungsbehörde überprüft das Personalamt die Einreihung einer neuen oder geänderten Funktion und erstellt einen schriftlichen Bericht. Grundlage hierzu sind mind estens der Einreihungsplan, die Model- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht lumschreibungen und der Fragebogen zur Stellenanalyse (Abs. 2). Der Bericht des Personal- amtes hat einen begründeten Einreihungsentscheid zu enthalten (Abs. 3). 5.2. Die Beschwerdeführer sind in der Lohnklasse 15 ein gereiht. Für diese Lohnklasse exis- tiert keine Modellumschreibung. Einigkeit besteht insof ern, als die Beschwerdeführer die in MU 342.16 statuierten Voraussetzungen übertreffen, weshalb sie in der Lohnklasse 15 eingereiht sind. Die Beschwerdeführer vertreten die Ansicht, dass sie alle Voraussetzungen erfüllen, um in die Lohnklasse 14 eingereiht zu werden, die Beschwerdeg egnerin teilt diese Auffassung nicht. Sie macht unter anderem geltend, dass das Kriterium d er Praktikumsanleitung nicht erfüllt wer- de. 5.3. Die Modellumschreibungen 342.14 und 352.16 laut en wie folgt: “Sozialarbeit 342.14 Aufgaben - Selbständigkeit - Verantwortung Abklären und Beurteilen von sozialen Problemstellungen sowie Planen und Durchführen von geeigneten Hilfeleistungen und Massnahmen in der freiwilligen und gesetzlichen Sozialarbeit − Beraten und Betreuen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit komplexen Problemstellun- gen − Vermitteln von materiellen und immateriellen Güte rn − Sanieren von komplexen finanziellen Angelegenheiten − Führen von anspruchsvollen Verhandlungen − Schriftliche Berichterstattung − Erstellen von Gutachten − Planen und Durchführen von Projekten − Interdisziplinäre Zusammenarbeit − Anleiten von Praktikant/innen − Vernetzungsarbeit zwischen den Institutionen … Besondere Anforderungen − Erhebliche Verantwortung und psychische Beanspruchung − Umgang mit bedrohlichen Situationen − Allenfalls Spezialkenntnisse in einem Fachgebiet … Ausbildung - Erfahrung − Bachelor (alt Fachhochschulabschluss) und 3 Jahre Berufserfahrung“ Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht “Sozialarbeit 342.16 Aufgaben - Selbständigkeit - Verantwortung Abklären und Beurteilen von sozialen Problemstellungen sowie Planen und Durchführen von geeigneten Hilfeleistungen und Massnahmen in der freiwilligen und gesetzlichen Sozialarbeit − Beraten und Betreuen von schutz- und hilfesuchenden Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen − Vermitteln von materiellen und immateriellen Güte rn − Sanieren von finanziellen Situationen − Führen von anspruchsvollen Verhandlungen − Schriftliche Berichterstattung und administrative Ar beiten − Mithilfe bei der Planung und Durchführung von Proj ekten − Vernetzungsarbeit zwischen den Institutionen − Interdisziplinäre Zusammenarbeit …. Besondere Anforderungen − Erhebliche Verantwortung − Umgang mit bedrohlichen Situationen − Grosse psychische Beanspruchung … Ausbildung - Erfahrung − Bachelor (alt Fachhochschulabschluss) und 1 Jahr Berufserfahrung“ 5.4. In der vom jeweiligen Beschwerdeführer und der Vo rgesetzten J.____ unterzeichneten Funktionsbeschreibung für die Funktion “Sozialarbeiter PDA“ wird unter dem Titel “Aufgaben- stellung“ auch die Praktikumsanleitung aufgrund spezieller Ausbildung genannt. Im Fragebogen zur Stellenanalyse wird unter Ziffer 1 “Hauptaufgaben /Einsatzgebiet“ die Praktikumsanleitung bei entsprechender spezieller Ausbildung genannt. In der jeweiligen Funktionsbeschreibung wird festgehalten, dass diese am 1. Januar 2008 in Kraft trete. 5.5. Im Einreihungsgutachten vom 5. Oktober 2009 wir d ausgeführt, dass der PDA traditio- nell so strukturiert sei, dass die jeweiligen Sozialarbeitenden für eine bestimmte Region zustän- dig seien. Dies habe den Vorteil, dass eine optimale Ve rnetzung möglich sei, setze jedoch vo- raus, dass die Verantwortung für die durchgehende Fal lführung vollumfänglich bei den jeweili- gen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter liege. Die s sei sicher einer der wichtigsten Unter- schiede zu anderen interdisziplinären und ärztlich geleite ten Fachstellen. Dort würden die Sozi- Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht alarbeitenden einen fachspezifischen Teil übernehmen und seien für die gesamte Fallführung nicht zuständig. Des Weiteren wird der Stelleninhalt i m Gutachten wiedergegeben. Zu den Auf- gaben würden unter anderem die kontinuierliche Fallfü hrung innerhalb der Behandlungskette (Case Management), Durchführung von ambulanten straf- und zivilrechtlichen Massnahmen, das Erstellen von sozialarbeiterischen Gutachten und Bericht en an externe Stellen (z.B. Vor- mundschaftsbehörde, Sozialbehörde) und die Praktikumsan leitung aufgrund spezieller Ausbil- dung gehören. Anschliessend vergleicht der Gutachter di e beiden Modellumschreibungen 342.16 und 342.14 und kommt zum Schluss, dass sich diese z um einen darin unterscheiden würden, dass die Anforderungen an die Komplexität der zu behandelnden Probleme und finan- ziellen Angelegenheiten ansteigen würden, zum anderen werde bei der Modellumschreibung 342.14 zusätzlich das Erstellen von Gutachten, das Planen und Durchführen von Projekten, das Anleiten von Praktikantinnen und Praktikanten sowie ei ne höhere Berufserfahrung und eine höhere Selbstständigkeit verlangt. Vergleiche man die Stellenbeschreibung der Funktion Sozi- alarbeit PDA mit der Modellumschreibung 342.16, so s ei ersichtlich, dass die Anforderungen zweifellos erfüllt seien. Es bleibe zu prüfen, ob auch da s Niveau der Modellumschreibung 342.14 erreicht werde. Gemäss der Funktionsumschreibung kö nnten die erhöhten Anforderun- gen an die Komplexität und das Erstellen von Gutachten als erfüllt erachtet werden. Fraglich sei allerdings, inwiefern die Sozialarbeiter PDA Projekte selber planen und durchführen würden. Gemäss der Funktionsbeschreibung gehöre zu den Aufgaben neben der Mitarbeit auch die Lei- tung von Projekten und Arbeitsgruppen. Gemäss den Anga ben in den Fragebögen zur Stellen- analyse beschränke sich die Tätigkeit der Sozialarbeiter PD A auf die Mitarbeit. Die Leitung der Projekte obliege den Stellenleitungen. Es könne allerd ings angenommen werden, dass die so- wohl in der Funktionsbeschreibung als auch in den Frage bögen angegebene Durchführung von ambulanten straf- und zivilrechtlichen Massnahmen eine der Leitung von Projekten vom An- spruchsniveau her gleichwertige Aufgabe darstelle. Nicht in jedem Fall werde das Kriterium des Anleitens von Praktikantinnen und Praktikanten erfüll t, welches jedoch in der Modellumschrei- bung 342.14 vorausgesetzt werde. Für die Wahrnehmung dieser Aufgabe müsse, wie auch in der Funktionsbeschreibung vorgesehen, eine spezielle Ausb ildung abgeschlossen werden. Der Gutachter kam zum Schluss, dass für diejenigen Sozialarbeite r PDA, welche in erhöhtem Mass selbstständig tätig seien, über die Zusatzausbildung für die Anleitung von Praktikantinnen und Praktikanten verfügen und tatsächlich solche anleiten würden, eine Einreihung in die Modellum- schreibung 352.14 gerechtfertigt sei. Für alle anderen Sozialarbeiter PDA sei eine Einreihung in die Modellumschreibung 342.15 angezeigt. 6.1. Die Beschwerdeführer monieren unter anderem, da ss die Beschwerdegegnerin die spezielle Ausbildung für die Anleitung von Praktikantin nen für die Einstufung in die Lohnklasse 14 verlange, obwohl die Zusatzausbildung in der Modellu mschreibung 342.14 nicht vor- ausgesetzt werde. Sogar in der Funktionsbeschreibung d er Beschwerdeführer werde für die Anleitung von Praktikanten eine spezielle Ausbildung ver langt, obwohl die Beschwerdeführer in der Lohnklasse 15 eingereiht seien. 6.2. Was unter einer Modellumschreibung zu verstehen ist, wird in der Vorlage des Regie- rungsrates an den Landrat vom 4. Januar 2000 betreffend die Revision des Personaldekrets vom 5. Februar 1998 (2000-002; Vorlage Ziffer 5.5) w ie folgt erläutert: "Unter dem Begriff Mo- Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht dellumschreibung ist eine zusammenfassende und abstrahierte Umschreibung von Struktur und Arbeitswert ähnlicher Funktionen zu verstehen. Den Mode llumschreibungen kommt eine wichti- ge Bedeutung zu: Sie bilden – zusammen mit anderen I nstrumenten – Grundlage für die Einrei- hung der Funktionen in die Lohnklassen im Rahmen der Ü berführung und bei der Zuordnung der Tätigkeiten im späteren Vollzug. Die Modellumschrei bungen sind bewusst abstrakt formu- liert. Somit kann eine Vielzahl von Tätigkeiten erfasst werden. Es ist zu beachten, dass je höher der Abstraktionsgrad ist, desto flexibler das System in Bezug auf das Abbilden unterschiedlichs- ter Tätigkeiten bleibt. Hier war die Schwierigkeit, ein Mass zwischen Abstraktion und Konkreti- sierung zu suchen und zu finden." 6.3. Die Modellumschreibung ist eine – aber nicht die e inzige – der Grundlagen für die Ein- reihung. Sie enthält, wie in der Vorlage ausgeführt, abstrahierte Umschreibungen. Sieht die Modellumschreibung als Ausbildung – wie in der Modellum schreibung 342.14 – den Bachelor vor, so wird dadurch nicht ausgeschlossen, dass in der Funktio nsumschreibung weitere Vo- raussetzungen statuiert werden. Die Modellumschreibung si eht das Anleiten von Praktikantin- nen vor. Dem Arbeitgeber muss es frei stehen, für die Au sübung dieser Tätigkeit eine spezielle Ausbildung vorsehen zu dürfen, sofern dies sachgerecht i st. Nach den Ausführungen der Be- schwerdegegnerin umfasst die Praktikumsanleitung mitunte r die Vereinbarung von Lernzielen und Überprüfung des Erreichten, die Erteilung von Fe edback, die Koordination mit der Hoch- schule, das Erstellen eines Qualifikations- bzw. Praktikumsb erichts und die arbeitsrechtliche Weisungsbefugnis. Zudem ist der Anleiter verantwortlich für die Erreichung von Ausbildungszie- len. Für die Erfüllung dieser Aufgaben ist das Erford ernis einer Ausbildung sachgerecht, so dass nicht zu beanstanden ist, dass die Beschwerdegegnerin für die lohnrelevante Anleitung der Praktikanten eine entsprechende Ausbildung verlangt. Diesbezüglich kann überdies auf die von der Beschwerdegegnerin genannte Ziff. 3.f der Richtlinie des Personalamtes zur Einreihung einer Funktion in eine Modellumschreibung (Richtlinie) vom 23. November 2012 verwiesen werden. Darin wird festgehalten, dass die qualifizierte Erfüllung eines Kriteriums in der Regel mit der erforderlichen Ausbildung korrespondiere. Das h eisse, in der Regel erfordere die Erfül- lung anspruchsvoller Kriterien auch eine entsprechend an spruchsvolle Ausbildung. In den Fäl- len, bei denen anspruchsvolle Kriterien ohne entsprechen de Ausbildung erfüllt werden sollen oder bei denen die Erfüllung eines tiefen Anforderun gsniveaus mit einfachen Kriterien eine an- spruchsvolle Ausbildung voraussetze, sei eine sachliche Begründ ung notwendig. Daran kann auch der Einwand der Beschwerdeführer, dass die Berecht igung für die Ausbildung von Prakti- kantinnen von der FHNW auch dann erteilt werde, wenn ein Mitarbeiter fachähnliche Weiterbil- dungen und Erfahrungen vorweisen könne, ohne in Besitz der fachspezifischen Fachausbildung an der FHNW zu sein, nichts ändern. 7.1. Die Beschwerdeführer machen geltend, dass sie Prakt ikanten anleiten. Sie führen aus, es sei branchenüblich, dass ein Praxisausbildner in einem Rhythmus von ca. zwei Jahren eine Praktikantin ausbilde. Sie erklären, dass das Anleiten von Praktikant/innen einen sehr kleinen Anteil der Aufgaben ausmache – dies auch gemessen am Rhyth mus, in welchem die Beglei- tung gemacht werde – und es gerade willkürlich erscheine, diesem im Vergleich zu den ande- ren Tätigkeiten ein so hohes Gewicht beizumessen. So seien im Fragebogen zur Stellenanaly- se, welcher mit der Beschwerde eingereicht worden sei, beim zeitlichen Aufwand unter “mittel- Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht bar klientenbezogene Arbeiten“ diverse Arbeiten aufgef ührt und mit einem Umfang von 20% angegeben, wobei nebst der Praktikumsanleitung noch dr ei andere Tätigkeiten aufgeführt sei- en. Die Beschwerdegegnerin vertritt die Auffassung, dass die Anleitung der Praktikantinnen im Sin- ne einer professionellen (und lohnrelevanten) Erfüllun g der Aufgabe jährlich oder zumindest regelmässig wahrgenommen werden müsse. Ohnehin sei auc h der Zweijahresrhythmus (d.h. eine Anleitung mindestens alle zwei Jahre) bei den Besch werdeführern nicht erreicht. Des Wei- teren bestreitet sie, dass die Praktikumsanleitung zum ber uflichen Alltag der Beschwerdeführer gehöre. Zudem hält sie sowohl in den Rechtsschriften a ls auch anlässlich der heutigen Ver- handlung fest, dass das von den Beschwerdeführern genan nte Ausbildungskonzept für Prakti- kanten und Praktikantinnen von der Beschwerdegegnerin nie beschlossen worden sei. 7.2. Die Fragebogen zur Stellenanalyse von den Stelleni nhabern C.____ (unterzeichnet am 19. Juni 2009), F.____ (ohne Datum), A.____ (unterzei chnet am 18. Juni 2009) und E.____ (ohne Datum) sind vom jeweiligen Stelleninhaber und der Vorgesetzten J.____ unterzeichnet. Diese Fragebogen, welche unter anderem als Grundlage für das Gutachten dienten, beziffern den zeitlichen Anspruch – wie von den Beschwerdeführern ausgeführt – für die Entwicklung von Konzepten im Bereich der Sekundärprävention/Früherfassung und Durchführung von Projekten, Mitarbeit in Projekten und Arbeitsgruppen, Vernetzungsa rbeit zwischen verschiedenen Instituti- onen und Praktikumsanleitung bei entsprechender spezie ller Ausbildung auf gesamthaft 20% der gesamten Arbeitszeit. Demzufolge ist der Anteil, de r auf die Praktikumsanleitung durch die Beschwerdeführer fiel, nicht gross. Dem Argument der Be schwerdeführer, dass die Prakti- kumsanleitung aber nur ein kleiner Teil der Arbeit ausm ache und deshalb nicht eine derart grosse Gewichtung für die Lohneinreihung erfahren dürf e, muss aber entgegengehalten wer- den, dass gemäss der von den Beschwerdeführern eingereicht en Zusammenstellung der ge- leisteten Praktikumsanleitungen AfA ab 2000 bis 2009 niemand der vier genannten Stelleninha- ber eine Praktikumsanleitung geleistet hatte. Demzufol ge kann die Praktikumsanleitung der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Verfassens der Fragebo gen – wie aus der Zusammenstel- lung abgeleitet werden muss – lediglich im Rahmen von Mitbetreuungen von durch D.____, H.____ oder I.____ angeleiteten Praktikanten ausgeführ t worden sein. Demzufolge ist auch nicht erstaunlich und nicht zu beanstanden, dass die Anle itung der Praktikanten in den Frage- bogen zur Stellenanalyse ein geringes zeitliches Gewich t erfuhr. Da B.____ erst seit dem 1. Februar 2011 bei der Beschwerdegegnerin beschäftigt ist, besteht von ihr kein Fragebogen zur Stellenanalyse. Auf die Rüge der Beschwerdeführer der nicht gerechtfertigten Gewichtung der Praktikumsanleitung für die Lohneinreihung wird später eingegangen. 7.3. Gemäss Ziff. 3 lit. b Richtlinie müssen die Kriter ien der Modellumschreibung, insbe- sondere die Kriteriengruppe “Aufgaben – Selbstständig keit – Verantwortung“, durch den ständi- gen Arbeitsauftrag abgedeckt werden. Einmalige oder sporadische Nebenaufgaben seien nicht beachtlich. Die Ansicht der Beschwerdegegnerin, dass spo radische Praktikumsanleitungen das Kriterium Praktikumsanleitung nicht erfüllen, ist auch im Lichte dieser Richtlinie vertretbar und sinnvoll. Welche Häufigkeit bzw. Regelmässigkeit nötig ist , damit das Kriterium “Praktikumsan- leitung“ als lohnrelevant betrachtet werden muss, ist v orliegendenfalls nicht zu prüfen, da die Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht Beschwerdeführer gemäss der von ihnen eingereichten List e über die geleistete Praktikumsan- leitungen AfA in den Jahren 2000 bis zum Frühjahr 201 4 diese Funktion ab dem Jahr 2000 je- weils maximal einmal wahrgenommen haben. Demzufolge kan n keine Rede davon sein, dass diese Aufgabe durch den ständigen Arbeitsauftrag abgedeckt ist. 7.4. Die Beschwerdeführer machen weiter geltend, dass sie regelmässig Mitarbeitende wie auch Assistenzärztinnen einarbeiten würden. Im Jahre 2003 seien dies drei neue Mitarbeitende gewesen (zwei Sozialarbeitende und eine Psychologin) und vier Assistenzärzte, weshalb keine Praktikantinnen hätten angenommen werden können. Die Assistenzärztinnen würden durch- schnittlich alle zwei Jahre wechseln und die Beschwerdefüh rer würden diese auf ihren Arbeits- bereich bezogen einarbeiten. Dies sei ohne weiteres ver gleichbar mit der Anleitung von Prakti- kanten, da die Assistenzzeit auch zur Ausbildung zähle und hier durch die Beschwerdeführer zusätzlich eine Ausbildungsfunktion übernommen werde. Wie in der Erwägung 6.3 bereits ausgeführt, erklärt d ie Beschwerdegegnerin, dass die Prakti- kumsanleitung mitunter die Vereinbarung von Lernzielen und Überprüfung des Erreichten, die Erteilung von Feedback, die Koordination mit der Hochsch ule, das Erstellen eines Qualifikati- ons- bzw. Praktikumsberichts und die arbeitsrechtliche Weis ungsbefugnis umfasse. Die Prakti- kumsanleitung sei wie eine Vorgesetztenfunktion, die für eine Praktikantin in der Regel nur von einer verantwortlichen Person wahrgenommen werden kön ne. Zudem sei der Anleiter verant- wortlich für die Erreichung von Ausbildungszielen und trage die Verantwortung als Vorgesetzter des Praktikanten für das Arbeitsresultat. Die Einführung von Assistenzärzten durch Sozialarbei- tende sei vielmehr als Wissensübertragung, Koordination und gewöhnliche Zusammenarbeit zu werten. Zudem handle der Sozialarbeiter hinsichtlich d er Assistenzärzte nicht wie ein Vorge- setzter und sei auch nicht für deren Arbeitsresultate verantwortlich. Das Kantonsgericht pflichtet dieser Argumentation bei, so dass der Standpunkt der Be schwerdegegnerin, die Einarbeitung der Assistenzärzte könne nicht mit der Praktikumsanleitung gleichgestellt werden, nicht zu be- anstanden ist. 8.1. Wie in der Erwägung 7.1 bereits erwähnt, monier en die Beschwerdeführer, dass dem Kriterium der Praktikumsanleitung ein zu grosses Gewicht beigemessen werde und auch die verlangte hohe Frequenz der zu leistenden Praktikumsanlei tungen nicht gerechtfertigt sei. Es könne nicht richtig sein, dass das eine Kriterium des Anlei tens von Praktikantinnen ausschlag- gebend sein solle, den Beschwerdeführern die Einreihung in die Lohnklasse 14 zu verwehren. 8.2. Vorerst ist festzuhalten, dass weder dem Gutachten noch den Äusserungen der Be- schwerdegegnerin zu entnehmen ist, dass bei den Beschwerdeführern das Kriterium der erhöh- ten Selbstständigkeit als gegeben erachtet wird. Diese Frage wurde und wird offen gelassen. Somit ist auch offen, ob bei den Beschwerdeführern “nu r“ das fehlende Kriterium der Prakti- kumsanleitung für die Nichteinreihung in die Lohnklasse 14 ausschlaggebend ist. 8.3. Ziff. 3.a Richtlinie nennt als allgemeine Einrei hungsregel, dass die Funktion alle Krite- rien der ausgewählten Modellumschreibung fachlich und niveaumässig erfüllen müsse. Wie in der Erwägung 7.1 ausgeführt, erachtet die Beschwerdegegnerin das Kriterium der Anleitung der Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht Praktikanten nur als erfüllt, wenn diese mit einer gewissen Regelmässigkeit ausgeführt wird und die ausführende Person die entsprechende Ausbildung hat . In Anbetracht des Ermessens, wel- che die Anstellungsbehörde bei der Lohneinreihung hat , kann diese Sichtweise nicht bean- standet werden. Ebenso wenig kann gerügt werden, dass d ie Beschwerdegegnerin – wie in der Richtlinie erwähnt – die Erfüllung aller Kriterien d er ausgewählten Modellumschreibung 342.14 verlangt. 9.1. Die Beschwerdeführer monieren, aus dem Gutachten lasse sich eine einlässliche Aus- einandersetzung mit den Angaben in den Fragebögen nicht entnehmen. 9.2. Das Gutachten befasst sich – wie in der Erwägung 5. 5 aufgezeigt – einerseits mit den Differenzen zwischen den Modellumschreibungen 342.16 und 342.14 und andererseits mit den Stellenbeschreibungen der Funktion Sozialarbeit PDA. S o wird bei der Behandlung von einzel- nen Kriterien, wie z.B. die Mitarbeit bei den Projekt en, Durchführung von ambulanten straf- und zivilrechtlichen Massnahmen, ausdrücklich auf die Funktionsbe schreibung und die Fragebogen Bezug genommen. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der Gutachter sich mit den Fragebogen nicht genügend auseinandergesetzt haben soll. 10.1. Die Beschwerdeführer rügen, im Gutachten werde ausgeführt, dass interne Vergleiche erstellt worden seien, allerdings sei aus dem Gutachten nicht ersichtlich, mit welchen anderen Stellen des Kantons verglichen worden sei. Dies wäre ab er unabdingbar gewesen, um die Schlussfolgerungen des Gutachtens würdigen und nachvollziehen zu können. Diesbezüglich sei das Gutachten lückenhaft. Zudem würden die Quervergleic he – soweit den Beschwerdeführern bekannt – innerhalb des Kantons ergeben, dass die Sozial arbeitenden bei der Bewährungshilfe ein sehr vergleichbares Aufgabengebiet bearbeiten würde n wie die Beschwerdeführer, aber in Lohnklasse 14 eingereiht seien. Der Vergleich mit den S ozialarbeitenden der Gemeinde K.____, welche sich ebenfalls auf die Modellumschreibung 342.14 des Kantons beziehe, erge- be, dass diese in Lohnklasse 14 eingereiht seien. Der Aufgabenbereich sei über weite Strecken identisch mit dem der Beschwerdeführer. 10.2. Nach § 13 Abs. 1 Personaldekret basiert die Einrei hung in eine Lohnklasse auf dem Einreihungsplan (Anhang I), der Modellumschreibung und dem Stelleninhalt. Ein Quervergleich ist nicht a priori vorgesehen. So wird in Ziff. 2 lit. e Richtlinie festgehalten, dass zur Prüfung noch Quervergleiche gemacht würden, wenn die in der Modellumschreibung beschriebenen Kriterien die einzureihende Funktion nicht gut abbilden würden. 10.3. Im Gutachten ist – wie die Beschwerdeführer rich tig festhalten – nicht ersichtlich, mit welchen anderen Stellen des Kantons interne Vergleiche erstellt worden sind. Im Gutachten erfolgt eine Auseinandersetzung mit den Modellumschreibungen 342.14 und 342.16, den Funk- tionsbeschreibungen und den Fragebögen zur Stellenan alyse. Der Gutachter kommt aufgrund dieser Auseinandersetzung zum Schluss, dass die Einreihung in die Lohnklasse 14 nur für jene Sozialarbeiter angezeigt ist, welche in erhöhtem Mass sel bständig tätig seien, über die Zusatz- ausbildung für die Anleitung von Praktikanten verfüge n und tatsächlich solche anleiten würden. Daraus kann nur geschlossen werden, dass die Modellumschreibu ngen, die Funktionsbe- Seite 17 http://www.bl.ch/kantonsgericht schreibungen und die Fragebögen für den Gutachter gen ügend aussagekräftig waren, um eine Einreihung vorzunehmen. Dennoch wurde ein interner Ve rgleich gemacht. Dieser gab offen- sichtlich aber keinen Anlass, die aufgrund der Modellumsch reibungen, Funktionsbeschreibun- gen und Fragebögen gezogenen Schlussfolgerungen in Fr age zu stellen. Da der Gutachter die gesetzlich vorgesehenen Unterlagen (Einreihungsplan, M odellumschreibung und Stelleninhalt) für die Vornahme der Einreihung als genügend klar un d aussagekräftig erachtete, ist nicht zu beanstanden, dass der gesetzlich nicht vorgesehene und nur im Falle, dass die in der Model- lumschreibung beschriebenen Kriterien die einzureihende Funktion nicht gut abbilden würden, vorzunehmende Quervergleich im Gutachten nicht weiter erörtert wurde. 11.1. Aus den obigen Ausführungen ergibt sich, dass das Gutachten nachvollziehbar und schlüssig ist, weshalb die Beschwerdegegnerin sich darauf stützen durfte und der Antrag auf Einholung eines Lohneinreihungsgutachtens zu Recht abg elehnt wurde. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass nicht zu beanstanden ist, dass die Beschwerdegegnerin die Praktikumsanlei- tung als solche und eine gewisse Regelmässigkeit der Anl eitung als lohnrelevant erachtet und für die lohnrelevante Anleitung die entsprechende Ausbildung verlangt. 11.2. Wie die in der Erwägung 7.3 ausgeführt, haben gemäss der am 14. Mai 2014 von I.____ unterzeichneten Liste die Beschwerdeführer E.__ __, C.____, F.____ und A.____ in der Zeit von 2000 bis Frühjahr 2014 jeweils eine Praktikumsa nleitung durchgeführt. Damit kann bei Weitem keine genügende Regelmässigkeit bzw. Häufigkeit der Praktikumsanleitung bejaht wer- den. Bei welcher Anzahl bzw. Regelmässigkeit das Kriteriu m der Anleitung als erfüllt zu be- trachten ist, muss hier nicht beurteilt werden. Die Fr age, wer über die von der Beschwerdegeg- nerin verlangte Ausbildung für die Praktikumsanleitung verfügt, kann hier demzufolge auch of- fen gelassen werden. Da keiner der Beschwerdeführer 1, 2 , 3, 5 und 6 die Voraussetzung der regelmässigen Praktikantenanleitung erfüllt, sind ihre Beschwerden abzuweisen. 12.1. Es bleibt noch über die Kosten zu entscheiden. Ge stützt auf § 20 Abs. 1 VPO in Ver- bindung mit § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskoste n in der Höhe von Fr. 1‘800.-- den unterliegenden Beschwerdeführern in solidarischer Verbindung auferlegt. 12.2. Nach § 21 VPO kann der ganz oder teilweise obsiege nden Partei für den Beizug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene Parteientsch ädigung zu Lasten der Gegenpar- tei zugesprochen werden (Abs. 1). Dem Kanton wird keine Parteientschädigung zugesprochen. Gemeinden und andere Träger öffentlicher Aufgaben ha ben Anspruch auf eine Parteientschä- digung, sofern der Beizug eines Anwalts bzw. einer Anwältin gerechtfertigt war (Abs. 2). Nach der Rechtsprechung des ehemaligen Verwaltungsgerichts (heute Kantonsgericht) und des Kantonsgerichts wird den Gemeinden gestützt auf § 21 Ab s. 2 VPO generell nur ein Anspruch auf Parteientschädigung eingeräumt, wenn der Beizug e ines externen Rechtsvertreters im Ein- zelfall auch für Gemeinden mit juristischer Fachkompeten z innerhalb der eigenen Verwaltung gerechtfertigt erscheint (vgl. statt vieler: KGE VV vom 4. Juni 2014 [810 14 27] E. 8.2; vom 23. Januar 2013 [810 11 146] E. XIV.2; vom 17 Novembe r 2010 [810 10 112] E. 14.2.1; vom 10. März 2010 [810 09 268] E. 8.2.2; VGE Nr. 62 vom 2 1. April 1999). Dies trifft vor allem dann Seite 18 http://www.bl.ch/kantonsgericht zu, wenn für eine angemessene Prozessvertretung rechtliche s Spezialwissen gefordert ist, das über die bei der Rechtsanwendungstätigkeit erforderli chen Kenntnisse hinausgeht und über welches gemeindeeigene Rechtsdienste normalerweise nicht verfügen. Die für die Gemeinden geltende Rechtsprechung hat auch für die anderen Tr äger öffentlicher Aufgaben zu gelten. Die Beschwerdegegnerin ist eine öffentlich-rechtliche Anstal t mit eigener Rechtspersönlichkeit und Trägerin öffentlicher Aufgaben. Die Fragestellungen erweisen sich vorliegendenfalls nicht als derart komplex, dass in diesem Sinne juristisches Spezialwisse n erforderlich gewesen wäre. Aus diesem Grund wird der Beschwerdegegnerin keine Parteientschädigung zugesprochen. Die Parteikosten werden somit wettgeschlagen. Seite 19 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Auf die Beschwerde von D.____ wird nicht einge treten. 2. Die Beschwerden der übrigen Beschwerdeführer werd en abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. 3. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft wird vom Rubrum gestrichen. 4. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘800.-- werden den Be- schwerdeführern in solidarischer Verbindung auferlegt un d mit dem ge- leisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1‘800.-- verrechnet. 5. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Vizepräsident Gerichtsschreiberin