<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00409</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203945&amp;W10_KEY=4467142&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00409</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.01.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Anspruch auf Aufenthaltsbewilligung wegen gefestigter gleichgeschlechtlicher Beziehung.<br/>Die seit fast vier Jahren bestehende, enge und vertraglich abgesicherte Partnerschaft der Beschwerdeführer fällt unter den Schutz des Privatlebens (E. 1). Die privaten Interessen am Zusammenleben in der Schweiz überwiegen das öffentliche Interesse an der Beschränkung der Einwanderung (E. 2). Anspruch auf eine angemessene Parteientschädigung (E. 3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFENTHALTSANSPRUCH">AUFENTHALTSANSPRUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEZIEHUNGSDAUER">BEZIEHUNGSDAUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEZIEHUNGSINTENSITÃT">BEZIEHUNGSINTENSITÃT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DISKRIMINIERUNGSVERBOT">DISKRIMINIERUNGSVERBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINTRETENSANSPRUCH">EINTRETENSANSPRUCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLEICHGESCHLECHTLICHKEIT">GLEICHGESCHLECHTLICHKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HOMOSEXUELL">HOMOSEXUELL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTEGRATIONSCHANCEN">INTEGRATIONSCHANCEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTNERSCHAFTSVERTRAG">PARTNERSCHAFTSVERTRAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATLEBEN">PRIVATLEBEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 4 ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 Abs. 2 BV</span><br/><span class="gerade">Art. 13 Abs. 1 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 36 BV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 Abs. 1 EMRK</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 Abs. 2 EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt1"><span>A, geboren 1970, Schweizer BÃ¼rger, und B, geboren 1974, auslÃ¤ndischer StaatsangehÃ¶riger, stellten beim Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich am 8. April 2003 ein Gesuch um Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r B zum Verbleib beim schweizerischen Lebenspartner. Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit verneinte einen Rechtsanspruch auf die Bewilligung und wies das Begehren in einem gestÃ¼tzt auf Art. 4 des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder (ANAG) nach freiem Ermessen getroffenen Entscheid vom 18. Juli 2003 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Gegen diese VerfÃ¼gung rekurrierten A und B an den Regierungsrat, welcher den Rekurs am 17. September 2003 abwies, soweit er nicht gegenstandslos war.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht vom 28./29. Oktober 2003 verlangten A (als BeschwerdefÃ¼hrer 1) und B (als BeschwerdefÃ¼hrer 2) die Aufhebung der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung sowie des Rekursentscheids und beantrag­ten den Regierungsrat einzuladen, dem BeschwerdefÃ¼hrer 2 eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. BezÃ¼glich der Nebenfol­gen stellten sie das Begehren, ihnen fÃ¼r die Rechtsmittel­ver­fahren eine angemessene EntschÃ¤digung zu bezahlen. Ihren weiter gestellten Antrag, dem BeschwerdefÃ¼hrer 2 den Aufenthalt in der Schweiz wÃ¤hrend des Verfahrens vor­sorg­lich zu bewilligen, wies der AbteilungsprÃ¤sident mit VerfÃ¼gung vom 3. November 2003 ab. Im Auftrag des Regie­rungsrats ersuchte die Staatskanzlei, auf die Beschwerde nicht einzutreten. Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit hat sich nicht vernehmen lassen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <span><br/> </span> <p class="MsoNormal"><span>Die 4. Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist auf dem Gebiet der Fremdenpo­­lizei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht (§ 43 Abs. 1 lit. h und Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Dies ist der Fall bei Entscheiden betreffend Aufenthalts- und Niederlassungs­bewilligungen, auf deren Erteilung die auslÃ¤ndische Person einen bundes- oder vÃ¶lker­rechtlichen Anspruch hat (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. De­zem­ber 1943).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Einen bundes- oder vÃ¶lkerrechtlichen Anspruch auf Erteilung einer fremdenpolizei­lichen Bewilligung hat eine Person mit auslÃ¤ndischer StaatsangehÃ¶rigkeit dann, wenn ihr ein solcher gestÃ¼tzt auf eine Sondernorm des Landes- oder Staatsvertragsrechts eingerÃ¤umt wird (BGE 128 II 145 E. 1.1.1 mit Hinweisen). In allen anderen FÃ¤llen entscheiden die zu­stÃ¤ndigen BehÃ¶rden Ã¼ber die Bewilligung des Aufenthalts im Rahmen der gesetzlichen Vor­schriften und der VertrÃ¤ge mit dem Ausland nach freiem Ermessen (Art. 4 ANAG). </p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrer berufen sich auf die Garantie des Privatlebens gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) bzw. Art. 13 Abs. 1 der Bun­desverfassung vom 18. April 1999 (BV) in Verbindung mit dem Diskrimi­nierungs­ver­bot von Art. 8 Abs. 2 BV und leiten daraus einen Anspruch des BeschwerdefÃ¼hrers 2 auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seinem Lebenspartner, dem BeschwerdefÃ¼hrer 1, ab.</p> <p class="Erwgung2">Die beiden Vorinstanzen werteten das VerhÃ¤ltnis der BeschwerdefÃ¼hrer als zu wenig gefestigt, um daraus einen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer 2 gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV ableiten zu kÃ¶nnen.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.4 </b>Wegen der UnmÃ¶glichkeit, durch Heirat einen Anspruch nach Art. 7 Abs. 1 oder Art. 17 Abs. 2 ANAG zu begrÃ¼nden, kann sich die um eine Bewilligung ersuchende auslÃ¤n­­dische Person, welche eine gefestigte gleichgeschlechtliche Beziehung zu einer in der Schweiz lebenden Person mit einem gefestigten Anwesenheitsrecht unterhÃ¤lt, auf den Schutz des Privatlebens berufen (BGE 126 II 425 E. 4c). Bei der Verweigerung einer erstmaligen Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ist von einem Eingriff in das Privat­leben jedoch nur dann auszugehen, wenn sie eine BeeintrÃ¤chtigung von einer gewissen Schwere bedeutet, was eine qualifizierte Partnerschaft voraussetzt. Wie hinsichtlich des Familienlebens im Sinn von Art. 8 Abs. 1 EMRK (BGE 122 II 1 E. 1e, 109 Ib 183 E. 2a+b) muss eine nahe, echte und tatsÃ¤chlich gelebte Beziehung bestehen. Um eine ge­festigte Beziehung annehmen zu kÃ¶nnen, die unter den Schutz des Pri­vatlebens gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV fÃ¤llt, spielt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Dauer der Beziehung bzw. des gemeinsamen Haushalts eine aus­schlaggebende Rolle. Daneben ist die In­tensitÃ¤t der Partnerschaft aufgrund zusÃ¤tzlicher Faktoren â wie etwa der Art und des Umfangs einer vertraglichen Ãbernahme gegen­seitiger FÃ¼rsorgepflichten, des Integrationswillens und der IntegrationsfÃ¤higkeit bzw. der Akzeptanz in den jeweiligen Familien und im Bekannten- bzw. Freundeskreis der Betrof­fenen â zu belegen (BGE 126 II 425 E. 4c/bb; einschrÃ¤nkend Martin Bertschi/Thomas GÃ¤chter, Der Anwesenheitsanspruch aufgrund der Garantie des Privat- und Familien­lebens, in ZBl 104/2003, S. 225 ff., S. 261). Bei der Frage der Beziehungsdauer und auch der Dauer einer gemeinsamen HaushaltfÃ¼hrung ist nicht auf einen bestimmten Mindest­zeitrahmen abzustellen. Entsprechend ist in der neuen Fassung der Wei­sung des Bun­des­amts fÃ¼r AuslÃ¤nderfragen (heute: Bundesamt fÃ¼r Zuwanderung, Integration und Auswan­derung [IMES]) betreffend die Aufenthaltsbewilligung gleich­geschlechtlicher Partnerinnen und Partner (BFA, Weisungen und ErlÃ¤uterungen Ã¼ber Einreise, Aufenthalt und Arbeits­markt, 2. A., Bern, Januar 2004, Nr. 557, www.aus­laen­der.ch) auf die Festlegung einer Mindestdauer fÃ¼r die Beziehung verzichtet worden (gemÃ¤ss einer frÃ¼heren Fassung wurde fÃ¼r die Annahme eines gefestigten VerhÃ¤ltnisses unter anderem eine Beziehungsdauer von in der Regel mindestens vier Jahren vorausgesetzt). In einem Entscheid Ã¼ber die Ausnahme von den HÃ¶chstzahlen stellte das EidgenÃ¶ssische Jus­tiz- und Polizeidepartement zudem klar, dass an die Dauer des Zusammenlebens keine unre­alistischen Anforderungen gestellt werden dÃ¼rften, wenn die MÃ¶glichkeiten des Zusammen­lebens durch die geografische Distanz von vornherein beschrÃ¤nkt seien. Weiter dÃ¼r­fe fÃ¼r die Annahme einer gefes­tigten Paarbeziehung nicht auch auf die Akzeptanz im Familien- und Freundeskreis abgestellt werden, da vielerorts auch heute noch Vorbehalte gegen ho­mosexuelle Verbindungen bestÃ¼nden. Letztlich sei nicht allein entscheidend, ob das Ã¤us­sere Erscheinungsbild auf eine gefestigte Partnerschaft hinweise. Von Bedeutung sei ebenso die unmissverstÃ¤ndliche WillensÃ¤usserung der Partner und das erkennbare BemÃ¼hen, eine Paarbeziehung jetzt und kÃ¼nftig zu leben. Unsicherheiten, mit welchen derartige AbsichtserklÃ¤rungen behaftet seien, kÃ¶nnten allenfalls zu einem spÃ¤teren Zeitpunkt, wenn die VerlÃ¤ngerung der Bewilli­gung zu beurteilen sei, berÃ¼cksichtigt werden (EidgenÃ¶ssisches Justiz- und Polizei­depar­tement, 30. August 2001, A3-0120115, auszugsweise wiedergegeben in ZBl 104/2003, S. 274 ff.; zum Ganzen VGr, 30. Juli 2003, VB.2003, 00117, E. 1c+4b, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung3"><b>1.4.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrer haben sich laut eigenen Angaben im Januar 2000 in einer Diskothek in ZÃ¼rich kennen gelernt. GemÃ¤ss den bei den Akten liegenden Passkopien verliess der BeschwerdefÃ¼hrer 2 die Schweiz am 24. Januar 2000, kehrte jedoch am 4. Mai 2000 fÃ¼r knapp drei Monate hierher zurÃ¼ck. Weitere hiesige Aufenthalte weist sein Pass fÃ¼r die ZeitrÃ¤ume vom 20. Dezember 2000 bis 15. MÃ¤rz 2001 sowie vom 3. Juli bis 29. September 2001 aus. Im selben Jahr weilte er unter falschem Namen ein weiteres Mal in der Schweiz, wobei er am 20. Dezember 2001 im ZÃ¼rcher Kino R verhaftet und fÃ¼nf Tage darauf ins Land V ausgeschafft wurde. Unter seinem richtigen Namen kam der Be­schwerdefÃ¼hrer 2 am 8. Februar 2002 erneut hierher, laut Angaben seiner Rechtsvertreterin wiederum fÃ¼r drei Monate. Am 6. Ok­tober 2002 reiste er ein weiteres Mal in die Schweiz, wo er Ã¼ber die GÃ¼ltigkeitsdauer des Visums hinaus bis zur neuerlichen Festnahme am 13. MÃ¤rz 2003 offenbar beim BeschwerdefÃ¼hrer 1 wohnte. Am 16. MÃ¤rz 2003 erfolgte seine RÃ¼ckschaffung in die Heimat. Wegen seiner wiederholten illegalen Aufenthalte in der Schweiz und der Verwendung eines gefÃ¤lschten Passes im Jahr 2001 bestraften ihn die Bezirksanwalt­schaft W am 13. MÃ¤rz 2003 mit 35 Tagen GefÃ¤ngnis und die Bezirksan­walt­schaft X am 27. Juni 2003 mit 90 Tagen GefÃ¤ngnis und einer Busse von Fr. 500.-; in bei­den FÃ¤llen gewÃ¤hrten die BehÃ¶rden den bedingten Strafvollzug. Am 14. MÃ¤rz 2003 verfÃ¼g­te das Bundesamt fÃ¼r AuslÃ¤nderfragen gegen den BeschwerdefÃ¼hrer 2 eine dreijÃ¤hrige Ein­reisesperre. Schliesslich weilte der BeschwerdefÃ¼hrer 2 wÃ¤hrend der behÃ¶rdlich verfÃ¼gten Suspension der Einreisesperre im Juni 2003 nochmals in der Schweiz; entsprechend dem Aufenthaltszweck schloss er am 16. Juni 2003 mit dem BeschwerdefÃ¼hrer 1 im Sinn von § 2 Abs. 1 lit. d des kantonalen Gesetzes Ã¼ber die Regi­strierung gleichgeschlechtlicher Paare vom 21. Januar 2002 eine Partnerschafts­verein­barung im Notariat Y ab. Der in Z wohnhafte Beschwer­defÃ¼hrer 1 weilte gemÃ¤ss den Unterlagen im Herbst 2001, 2002 und 2003 jeweils fÃ¼r knapp drei Wochen Ferien im Land V. </p> <p class="Erwgung3"><b>1.4.2 </b>Wie sich aus diesen AusfÃ¼hrungen, den schriftlichen Aussagen von Verwandten und Bekannten sowie verschiedenen Fotos schliessen lÃ¤sst, fÃ¼hren die BeschwerdefÃ¼hrer trotz der rÃ¤umlichen Trennung eine enge Beziehung. Der BeschwerdefÃ¼hrer 2 ist im Familien- und Bekanntenkreis des BeschwerdefÃ¼hrers 1 eingefÃ¼hrt und ist als dessen Partner be­kannt. Insbesondere haben ihn Mutter und Grossmutter des BeschwerdefÃ¼hrers 1 offen­sichtlich akzeptiert und â wie sie ausfÃ¼hren â ins Herz geschlossen. Wie gesehen hat sich der BeschwerdefÃ¼hrer 2 in den vergangenen Jahren sehr oft beim BeschwerdefÃ¼hrer 1 in der Schweiz aufgehalten und letzterer hat zudem seine Ferien seit 2001 in der Heimat des Be­schwerdefÃ¼hrers 2 verbracht; er hat dort auch dessen Familie kennen gelernt. Im abge­schlossenen Partnerschaftsvertrag haben sie gegenseitige FÃ¼rsorgepflichten Ã¼bernommen. Zudem sind seit 11. April 2003 Zahlungen des BeschwerdefÃ¼hrers 1 auf das Konto des Be­schwerdefÃ¼hrers<span> </span>2 im Umfang von rund Fr. 5'000.- aktenkundig. Vor diesem Hintergrund ist heute trotz der rÃ¤umlichen Trennung von einer engen und intensi­ven Partnerschaft auszugehen.</p> <p class="Erwgung3"><b>1.4.3 </b>Die Beziehung dauert laut Angaben der BeschwerdefÃ¼hrer seit anfangs des Jahres 2000. Es bestehen zwar Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass die Partnerschaft nicht schon seit dem ersten Kontakt andauert. Insbesondere ist in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer 2 Ende 2001 aus wirtschaftlichen GrÃ¼nden sexuelle Kontakte zu anderen Personen eingegangen war. Die Verwandten des BeschwerdefÃ¼hrers 1 fÃ¼hren jedoch aus, dieser sei seit anfangs des Jahres 2000 mit dem BeschwerdefÃ¼hrer 2 zusammen beziehungsweise in diesen verliebt. Auch wenn die Beziehung in den ersten beiden Jahren offenbar mehr lockerer Art war, besteht kein Anlass, an der Darstel­lung von Mutter, Gross­mutter und Schwester, dergemÃ¤ss die Beziehung inzwischen seit rund vier Jahren andauert, ernsthaft zu zweifeln. </p> <p class="Erwgung3">Die Vorinstanz erwÃ¤hnt in diesem Zusammenhang, dass die Beziehung jedenfalls bis Ende 2001 zu wenig gefestigt gewesen sei, um daraus einen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung abzuleiten. Zweifellos ist es richtig, dass die Beziehung seinerzeit nicht genÃ¼gend intensiv war, um eine gefestigte Partnerschaft anzunehmen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass der Zeitraum der mehr losen Freundschaft heute ausser Acht zu lassen wÃ¤re. Bei der Beurteilung der Frage, ob heute eine gefestigte Beziehung vorliegt, spielt es durchaus eine Rolle, dass die BeschwerdefÃ¼hrer bereits seit anfangs des Jahres 2000 befreundet sind. </p> <p class="Urteilstext"><span>Weiter ist zu beachten, dass eine auslÃ¤ndische Person, die sich unter Missachtung fremdenpolizeilicher Vorschriften in der Schweiz aufhÃ¤lt, nicht besser gestellt werden darf als eine sich korrekt verhaltende Person. Auf der anderen Seite darf sie bei der Beurteilung der BeziehungsintensitÃ¤t aber auch nicht schlechter gestellt werden. Selbst wenn die illegalen hiesigen Aufenthalte des BeschwerdefÃ¼hrers 2 unberÃ¼cksichtigt bleiben, liegt dennoch eine langjÃ¤hrige Beziehung vor.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>1.4.4 </b>Schliesslich stellt die Vorinstanz die IntegrationsfÃ¤higkeit bzw. den Integra­tions­willen des BeschwerdefÃ¼hrers 2 in Frage. Die beiden strafrechtlichen Verurteilungen des BeschwerdefÃ¼hrers 2 sprechen wohl gegen eine problemlose Eingliederung. Indessen kann nicht ausser Acht gelassen werden, dass er die deutsche Sprache erlernt und somit einen wichtigen Grundstein fÃ¼r die Integration in die hiesigen VerhÃ¤ltnisse gesetzt hat. Wird ausserdem die Zuneigung, welche die Familie des BeschwerdefÃ¼hrers 1 dessen Freund entgegenbringt, in Betracht gezogen, so ist von durchaus intakten Integrationsaussichten zu sprechen.</p> <p class="Erwgung3"><b>1.4.5 </b>Insgesamt ist das Vorliegen einer gefestigten Beziehung, die unter den Schutz des Pri­vatlebens gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV fÃ¤llt, zu bejahen. Mithin besteht fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer 2 ein grundsÃ¤tzlicher Anwesenheitsanspruch, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach Art. 8 Abs. 2 EMRK ist ein Eingriff in das nach Absatz 1 geschÃ¼tzte Rechtsgut statthaft, soweit er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft fÃ¼r die nationale Sicherheit, die Ã¶ffentliche Ruhe und Ord­nung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung und zur Verhin­derung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig erscheint. Nichts anderes ergibt sich aus Art. 36 BV, wonach jede BeschrÃ¤nkung eines verfassungsmÃ¤ssigen Rechts grundsÃ¤tzlich einer gesetzlichen Grundlage bedarf (Abs. 1), im Ã¶ffentlichen Interesse liegen muss (Abs. 2) und mit Bezug auf das erstrebte Ziel nicht unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein darf (Abs. 3); der Kernbereich des Rechts ist auf jeden Fall zu wahren (Abs. 4). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Art. 4 ANAG, der die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung in das Ermessen der FremdenpolizeibehÃ¶rden stellt, ist unter Beachtung der gesamten Ordnung des AuslÃ¤nder­rechts zu verstehen. Verweigerungen von Aufenthaltsbewilligungen kÃ¶nnen etwa den im schweizerischen AuslÃ¤nderrecht anerkannten Zielen des Schutzes des Landes vor Ãber­fremdung, der Erhaltung des Gleichgewichts auf dem inlÃ¤ndischen Arbeitsmarkt, der Aufrecht­erhaltung eines ausgewogenen VerhÃ¤ltnisses zwischen dem Bestand der schweize­ri­schen und der auslÃ¤ndischen WohnbevÃ¶lkerung, der Schaffung gÃ¼nstiger Rahmenbe­dingun­gen fÃ¼r die Eingliederung der hier wohnenden und arbeitenden AuslÃ¤nder sowie der Ver­besserung der Arbeitsmarktstruktur und einer mÃ¶glichst ausgeglichenen BeschÃ¤ftigung dienen. Diese Interessen sind auch unter dem Gesichtswinkel von Art. 8 Abs. 2 EMRK legitim (vgl. BGE 126 II 425 E. 5b/bb, mit zahlreichen Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Alle diese genannten wirtschaftlichen Interessen kÃ¶nnen grundsÃ¤tzlich gegen den Aufenthalt des BeschwerdefÃ¼hrers 2 vorgebracht werden. Hinzu kommt, dass er in der Schweiz straffÃ¤llig und zu insgesamt rund vier Monaten GefÃ¤ngnis verurteilt wurde. Des­halb besteht auch ein Ã¶ffentliches Sicherheitsinteresse an der Fernhaltung des Beschwerde­fÃ¼hrers 2. Dazu ist allerdings festzuhalten, dass die Gefahr fÃ¼r die Wiederholung einschlÃ¤­giger Straftaten im Fall der GewÃ¤hrung des Aufenthaltsrechts weitgehend entfallen dÃ¼rfte. Dies um so mehr, als der BeschwerdefÃ¼hrer 2 im Verwandten- und Freundeskreis des BeschwerdefÃ¼hrers 1 integriert ist. Wenn auch das Ã¶ffentliche Interesse an der Fernhaltung des BeschwerdefÃ¼hrers 2 aus wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Sicht insgesamt nicht unerheblich ist, so Ã¼berwiegen doch die privaten Interessen der beiden Beschwerde­fÃ¼hrer an der Erteilung der Aufenthaltsbewilligung. Angesichts der grossen rÃ¤umlichen Distanz zwischen der Schweiz und dem Land V erscheint es als schwerer Eingriff in das Privatleben, wenn die Beziehung im Wesentlichen auf Ferienbesuche reduziert wird. Da der BeschwerdefÃ¼hrer 1 in der Schweiz verwurzelt ist, kann es ihm sodann nicht zugemutet werden, die Beziehung zum BeschwerdefÃ¼hrer 2 im Land V zu leben. Anders als in BGE 126 II 425 geht es vorliegend nicht darum, dass ein gesuchstellendes Paar aus dem Ausland, wo es bisher zusammen gewohnt hat, in die Schweiz Ã¼bersiedeln will. Die Inte­ressenabwÃ¤gung muss somit zur GewÃ¤hrung der Aufenthaltsbewilligung an den BeschwerdefÃ¼hrer 2 und zur Gutheissung der Beschwerde fÃ¼hren.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von Rekurs- und Beschwerde­verfahren der Beschwerdegeg­nerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechts­pflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 13 N. 28).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Da die Streitsache verhÃ¤ltnismÃ¤ssig schwierige Rechts- und Tatfragen aufgeworfen hat, rechtfertigt sich auch die Ausrichtung einer ParteientschÃ¤digung an die obsiegenden BeschwerdefÃ¼hrer (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). Mit einer solchen sind aber hÃ¶chstens die not­wen­­digen Rechtsverfolgungskosten zu vergÃ¼ten. Weiter sieht das Gesetz lediglich eine an­gemessene EntschÃ¤digung der Umtriebe vor. GrundsÃ¤tzlich ist es deshalb der obsiegenden Partei zuzumuten, einen Teil der Aufwendungen selbst zu tragen; ein Anspruch auf kostendeckende EntschÃ¤digung besteht nicht (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 36). GemÃ¤ss § 12 Abs. 1 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997 wird die ParteientschÃ¤digung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen bemessen.</p> <p class="Erwgung2">Die BeschwerdefÃ¼hrer beziffern ihren EntschÃ¤digungsanspruch mit Fr. 3'385.10 fÃ¼r das Rekurs- und Fr. 5'056.10 fÃ¼r das Beschwerdeverfahren. Unter BerÃ¼cksichtigung sÃ¤mt­licher UmstÃ¤nde erscheint eine EntschÃ¤digung von Fr. 1'000.- fÃ¼r das Rekurs- und Fr. 2'500.- fÃ¼r das Beschwerdeverfahren, jeweils inklusive Mehrwertsteuer, als angemessen.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die 4. Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In Gutheissung der Beschwerde werden die VerfÃ¼gung der Beschwerdegegnerin vom 18. Juli 2003 und der Beschluss des Regierungsrats vom 17. September 2003 aufgehoben. Die Beschwerdegegnerin wird eingeladen, dem BeschwerdefÃ¼hrer 2 im Sinn der ErwÃ¤gungen eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens von Fr. 1'630.- werden der Beschwerde­gegnerin auferlegt. Diese wird verpflichtet, den BeschwerdefÃ¼hrern fÃ¼r das Rekurs­verfahren eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbe­griffen) zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, den BeschwerdefÃ¼hrern fÃ¼r das Verfahren vor Verwaltungsgericht eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 2'500.- (Mehr­wert­steuer inbe­griffen) zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen </span><span><a id="Dropdown3"></a></span><span> </span><span><a id="Dropdown2"></a></span><span> kann innert </span><span><a id="Dropdown4"></a></span><span> Tagen, von </span><span><a id="Dropdown1"></a></span><span> Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>7. â¦</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>