B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-1120/2014 U r t e i l v o m 11 . J u n i 2 0 1 4 Besetzung Einzelrichter Daniel Stufetti, Gerichtsschreiberin Susanna Gärtner. Parteien X._______, Kosovo, vertreten durch Y._______, Beschwerdeführer, gegen Schweizerische Ausgleichskasse SAK, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Rückerstattung der Beiträge, Einspracheentscheid SAK vom 29. Januar 2014. C-1120/2014 Seite 2 Sachverhalt: A. Der am (…) 1948 geborene, in seinem Heimatstaat lebende, kosovari- sche Staatsangehörige X._______ (nachfolgend Versicherter) war von Mai 1973 bis Juli 1980 in der Schwei z arbeitstätig und leistete in diesem Zeitraum während insgesamt 61 Monaten Sozialversicherungsbeiträge (SAK-act. 4). Am 26. März 2013 stellte er zuhanden der Schweizerischen Ausgleichskasse SAK einen Antrag auf Ausrichtung einer Altersrente (SAK-act. 5). B. Die SAK lehnte den Rentenantrag des Ve rsicherten mit Verfügung vom 2. Juli 2013 (SAK -act. 15) ab und führte zur Begründung aus, nachdem die Anwendung des mit dem früheren Jugoslawien abgeschlossenen A b- kommens über Sozialversicherung von 1962 im Verhältnis zu Kosovo am 31. März 2010 geendet habe, gelte der Versicherte als Nichtvertragsau s- länder; aus diesem Grund bestehe keine Rentenberechtigung im Sinne von Art. 18 Abs. 2 AHVG. Wäre jedoch ein AHV -Rentenanspruch gege- ben gewesen, hätte dieser monatlich Fr. 164.- zuzüglich einer Kinderrente von monatlich Fr. 66. - betragen, welche in Form einer einmaligen Abfi n- dung einem Betrag von Fr. 42'843.- entsprochen hätten. B.a Gegen die Abweisungsverfügung vom 2. Juli 2013 erhob der Vers i- cherte am 25. Juli 2013 Einsprache (SAK-act. 17) und beantragte die e r- neute Prüfung seines Rentenanspruchs. Er machte im Wesentlichen ge l- tend, das Sozialversicherungsabkommen sei noch gültig gewesen, als er die Schweiz verlassen habe. Zudem finde das bisherige Sozialversich e- rungsabkommen fü r die Gebiete Serbien, Bosnien, Kosovo und Mont e- negro bis zum Abschluss eines neuen Abkommens zwischen der Schweiz und der Republik Kosovo weiterhin Anwendung. Bezüglich der Wahl zw i- schen dem Bezug einer monatlichen Rente und einer einmaligen Abfi n- dung entscheide er sich für die Auszahlung einer Abfindung. C. Mit Datum vom 12. August 2013 beantragte der Versicherte die Rückve r- gütung der von ihm geleisteten AHV -Beiträge (SAK -act. 19), woraufhin ihm die SAK mit Schreiben vom 23. August 2013 (SAK -act. 22) darlegte, dass eine Rückvergütung der AHV-Beiträge nicht mit einer einmaligen Ab- findung der ordentlichen Altersrente gleichzusetzen sei. Weiter ersuchte ihn die SAK um eine Mitteilung mittels Antworttalon, ob er eine Einspr a- cheverfügung bezüglich seines Anspruc hs auf eine einmalige Abfindung C-1120/2014 Seite 3 wünsche oder unter Rückzug der Einsprache vom 25. Juli 2013 an sei- nem Antrag auf Rückvergütung der AHV -Beiträge festhalte. Ohne seinen Gegenbericht innert 30 Tagen betrachte sie die Einsprache vom 25. Juli 2013 als zurückgezogen. Der Versicherte unterzeichnete in der Folge den Antworttalon und retournierte ihn der SAK, wobei er zwar k eine der g e- nannten Varianten ankreuzte, jedoch mit Begleitschreiben vom 6. Se p- tember 2013 mitteilte, er wünsche eine Rückvergütung der AHV-Beiträge gemäss seinem Antrag vom 12. August 2013 (SAK-act. 23). D. Mit Datum vom 24. Oktober 2013 erliess die SAK eine Verfügung über die Rückvergütung von Beiträgen in der Höhe von insgesamt Fr. 9'085.90, welche sie dem Versicherten im darauffolgenden Monat üb erweisen liess (SAK-act. 32 und 33). D.a Hiergegen erhob der Versicherte am 18. November 2013 Einsprache (SAK-act. 34) und machte sinngemäss geltend, die angefochtene Verf ü- gung stelle eine Schlechterstellung gegenüber der ersten Verfügung vom 2. Juli 2013 dar. Die SAK könne die be reits getätigte Zahlung von Fr. 9'085.90 zurückverlangen oder er sende den Betrag an sie zurück und warte das Zustandekommen eines neuen Sozialversicherungsabkom- mens zwischen der Schweiz und der Republik Kosovo ab. D.b In der Folge wi es die SAK die Einsprache des Versicherten mit Ein- spracheentscheid vom 29. Januar 2014 (SAK -act. 36) ab. Zur Begrün- dung zeigte sie auf, wie die Rückvergütungssumme berechnet wurde und legte dar, es handle sich dabei um das Total der vom Versicherten bezahl- ten AHV-Beiträge. Demgegenüber entspreche die in der Verfügung vom 2. Juli 2013 erw ähnte einmalige Abfindung von Fr. 35'981. - der kapitali- sierten Altersrente, auf welche er einen Anspruch gehabt hätte, wenn das Sozialversicherungsabkommen zwischen der Schweiz und der Sozialist i- schen Föderativen Republik Jugoslawien vom 8. Juni 1962 weiterhin auf kosovarische Staatsbürger anwendbar wäre, was jedoch seit dem 1. April 2010 nicht mehr der Fall sei. Als kosovarischer Staatsbürger mit Wohnsitz im Ausland stehe ih m demnach anstelle der Altersrente in Form einer einmaligen Abfindung lediglich die Rückvergütung der AHV-Beiträge zu. E. Gegen den Einspracheentscheid vom 29. Januar 2014 erhob der Vers i- cherte (nachfolgend Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 24. Februar 2014 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht (act. 1). Nebst den be-C-1120/2014 Seite 4 reits im Einspracheverfahren vorgebrachten Argumente n machte er gel- tend, es sei mittels Staatsvertrag zwischen der Schweiz und der Republik Kosovo vereinbart worden, dass die bilateralen Vertr äge, welche zwi- schen der Schweiz und der Republik Serbien in Kraft gestanden hätten, im Verhältnis zwischen der Schweiz und d er Republik Kosovo bindend und von den jeweils zuständigen Behörden anzuwenden seien. E.a Mit Vernehmlassung vom 17. März 2014 (act. 3 ) beantragte die SAK (nachfolgend Vorinstanz) die Abweisung der Beschwerde , soweit darauf eingetreten werden könne. Sie führte dazu im Wesentlichen aus, dass auf die Beschwerde nicht eingetreten werden könne, soweit sie nicht das Ge- such um Rückvergütung von AHV -Beiträgen, sondern einen im B e- schwerdeverfahren gestellten Rentenantrag betreffe, denn es könne nur Verfahrensgegenstand sein, was durch den Anfechtungsgegenstand g e- deckt sei. Im Übrigen seien d ie vom Beschwerdeführer geleisteten AHV - Beiträge mit angefochtenem Einspracheentscheid korrekt festgesetzt worden. F. Der Beschwerdeführer liess sich innert der mit Zwischenverfügung vom 27. März 2014 gewährten Frist nicht mehr vernehmen (act. 4). G. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichte n Akten ist – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nachfolgenden Er- wägungen einzugehen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Das Bundesverwaltungsgericht prüft seine Zuständigkeit und die Sachu r- teilsvoraussetzungen von Amtes wegen. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 lit. d VGG und Art. 85 bis Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) be urteilt das Bunde s- verwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verf ü- gungen der Schweizerischen Ausgleichskasse. Es liegt keine Ausnahme C-1120/2014 Seite 5 im Sinne von Art. 32 VGG vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zur Beurteilung der Beschwerde zuständig. 1.2 Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Einspracheverf ü- gung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung, so dass er im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist. 1.3 Da die Beschwerde im Übrigen frist - und formgerecht (Art. 60 Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021] ) eingereicht wurde, ergibt sich, dass sämtliche Prozessvoraussetzungen erfüllt sind. Es ist demnach auf die Beschwerde einzutreten. 2. 2.1 Streitgegenstand in der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege ist das Rechtsverhältnis, das Gegenstand der angefochtenen Verfü gung bil- det, soweit es im Streit liegt ( ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, Basel 2013, Rz. 2.8). Beschwerdebegehren, die neue, in der angefochtenen Verfügung nicht geregelte Fragen aufwerfen, sind u nzulässig und dürfen von der zweiten Instanz nicht beurteilt werden, ansonsten in die funkti o- nelle Zuständigkeit der ersten Instanz eingegriffen würde (vgl. BGE 131 II 203 E. 3.2). 2.2 Vorliegend ist zu unterscheiden zwischen den zwei Einspracheverfah- ren, welche mit den Einsprachen vom 25. Juli 2013 und vom 18. Novem- ber 2013 eingeleitet wurden. Während mit der ersten angefochtenen Ver- fügung vom 2. Juli 2013 das Gesuch des Beschwerdeführers um Ausrich- tung einer Altersrente abgewiesen wurde, hatte die zweite angefochtene Verfügung vom 24. Oktober 2013 die Gutheissung des Antrags auf Be i- tragsrückvergütung und Festsetzung der selben auf Fr. 9'085.90 zum G e- genstand (vgl. vorne Sachverhalt B. und D.). 2.3 Die vom Beschwerdeführer beim Bundesverwaltungsgericht erhobene Beschwerde richtet sich ausschliesslich gegen den Einspracheentscheid der Vorinstanz vom 29. Januar 2014, mit welchem sie die Verfügung vom 24. Oktober 2013 über die Rückvergütung von Beiträgen in der Höhe von insgesamt Fr. 9'085.90 bestätigt hat. Der vom Beschwerdeführer geltend gemachte Rentenanspruch (bzw. an dessen Stelle eine einmalige Abfi n-C-1120/2014 Seite 6 dung) war nicht Gegenstand der angefochtenen Einspracheverfügung und bildet dementsprechend auch nicht Teil des Streitgegens tands im vorliegenden Beschwerdeverfahren, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit sie sich auf einen AHV-Rentenanspruch und die Verfügung der Vorinstanz vom 2. Juli 2013 bezieht. 3. Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren dem Grundsatz nach anwendbaren Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen. 3.1 Mit der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann gerügt werden, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht (einschlies s- lich Überschreiten oder Missbrauch des Ermessens), beru he auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). 3.2 Der Beschwerdeführer ist kosovarischer Staatsangehöriger und lebt im Kosovo (vgl. vorne Sachverhalt A.). Gemäss bundesgerich tlicher Rechtsprechung ist das Sozialversicherungsabkommen mit Jugoslawien seit dem 1. April 2010 auf kosovarische Staatsangehörige nicht mehr a n- wendbar (BGE 139 V 263 E. 3 bis 8), weshalb der Beschwerdeführer als Angehöriger eines Nichtvertragsstaates zu gelten hat und sich der A n- spruch auf Rückvergütung von AHV -Beiträgen allein nach schweizer i- schem Recht beurteilt. 3.3 Aufgrund von Art. 3 lit. d bis VwVG findet das VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungsrechtssachen, soweit das ATSG anwendbar ist. Gemäss Art. 1 Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die im ersten Teil geregelte Alters- und Hinterlassenenversicherung anwendbar, soweit das AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vo r- sieht. Dabei finden nach den allgemeinen intertemporal -rechtlichen R e- geln in formellrechtlicher Hinsicht mangels anderslautender Übergang s- bestimmungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilun g Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). In materiellrechtlicher Hinsicht sin d grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen fü h- renden Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). Für die Be- urteilung eines Gesuchs auf Rückvergütung von Beiträgen sind die im Zeitpunkt des Gesuchs ma ssgebenden gesetzlichen Bestimmungen a n- wendbar (vgl. BGE 136 V 24 E. 4.4). C-1120/2014 Seite 7 Somit kommen vorliegend die im August 2013 gültigen Bestimmungen zur Anwendung, insbesondere diejenigen des AHVG und der Verordnung über die Rückvergütung der von Ausländern an die Alters - und Hinterlas- senenversicherung bezahlten Beiträge vom 29. November 1995 (RV - AHV, SR 831.131.12). 4. Anfechtungsobjekt der Beschwerde bildet der Einspracheentscheid vom 29. Januar 2014, mit welchem die Vorinstanz ihre Verfügung vom 24. Ok- tober 2013 über die Rückvergütung vo n Beiträgen in der Höhe von Fr. 9'085.90 bestätigt hat. Der Beschwerdeführer beanstandet die Höhe der Rückvergütung und macht geltend, sie stelle eine Schlechterstellung gegenüber der einmaligen Abfindung von Fr. 42'843. -, welche ihm mit Verfügung vom 2. Juli 2013 zugesprochen worden sei, dar. Er beabsichti- ge deshalb, den Betrag von Fr. 9'085.90 an die Vorinstanz zurückzub e- zahlen und das Zustandekommen eines neuen Sozialver sicherungsab- kommens zwischen der Schweiz und der Republik Kosovo abzuwarten. 4.1 Vorliegend wäre daher an sich strittig und vom Bundesverwaltungsge- richt zu prüfen , ob der Einspracheentscheid vom 29. Januar 2014 eine Benachteiligung gegenüber der Verfügung vom 2. Juli 2013 zur Folge hat. Nachdem jedoch mit Verfügung vom 2. Juli 2013 gar keine Leistungen zugesprochen wurden, insbesondere es sich um eine Abweisungsverf ü- gung handelt, erübrigt sich die Prüfung einer Benachteiligung aufgrund des angefochtenen Einspr acheentscheids. Die in der ersten Verfügung vom 2. Juli 2013 bezifferte einmalige Abfindung von Fr. 42'843. - ent- spricht ferner nicht den einbezahlten Beiträgen, sondern dem Barwert der Altersrente, weshalb darauf nur Anspruch bestehen kann, wenn dies in einem bestehenden Sozialversicherungsabkommen vorgesehen ist. Wie die Vorinstanz bereits zu Recht darauf hingewiesen hat, ist die Rückve r- gütung von Beiträgen nicht mit der Auszahlung der Altersrente in Form einer einmaligen Abfindung gleichzusetzen (vgl. SAK -act. 22 und 36). Nebst der Frage, ob der Beschwerdeführer die rückvergüteten Beiträge zurückbezahlen kann, bleibt daher zu prüfen, ob die Vorinstanz den Rückvergütungsbetrag des Beschwerdeführers korrekt berechnet und ihm zu Recht eine Rückvergütung der a n die AHV geleisteten Beiträge in der Höhe von Fr. 9'085.90 zugesprochen hat. 4.2 4.2.1 Der Anspruch auf eine Altersrente ist bei Ausländern nur solange gegeben, als sie ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 C-1120/2014 Seite 8 ATSG) in der Schweiz haben, wobei die beson deren bundesrechtlichen Vorschriften über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Staatenlosen sowie abweichende zwischenstaatliche Vereinbarungen, insbesondere mit Staaten, deren Gesetzgebung den Schweizer Bürgern und ihren Hi n- terlassenen Vorteile bietet, die denjenigen des AHVG ungefähr gleichwer- tig sind, vorbehalten bleiben (Art. 18 Abs. 1 AHVG). 4.2.2 Nach Art. 18 Abs. 3 AHVG und Art. 1 Abs. 1 RV -AHV können Aus- ländern, die ihren Wohnsitz im Ausland haben und mit deren Heimatstaat keine zwischenstaatliche Vereinbarung besteht, die bezahlten AHV - Beiträge rückvergütet werden, sofern diese gesamthaft während minde s- tens eines vollen Jahres geleistet worden sind und keinen Rentena n- spruch begründen. Gemäss Art. 2 Abs. 1 RV -AHV können die Beiträge zurückgefordert werden, sobald die Person aller Voraussicht nach en d- gültig aus der Versicherung ausgeschieden ist und sowohl sie selber als auch die Ehefrau oder der Ehemann und ihre noch nicht 25 -jährigen Kin- der nicht mehr in der Schweiz wohnen. 4.2.3 Ein Rückvergütungsanspruch setzt zunächst voraus, dass zwischen der Schweiz und dem Heimatstaat des Versicherten kein zwischenstaatl i- ches Abkommen im Sinne von Art. 18 Abs. 3 AHVG und Art. 1 Abs. 1 RV- AHV besteht. Wie bereits erwähnt ist das Sozialversicherungsabkommen mit Jugoslawien seit dem 1. April 2010 auf kosovarische Staatsangehör i- ge nicht mehr anwendbar (BGE 139 V 263 E. 3 bis 8 ; E. 3.2 hiervon ), weshalb diese Voraussetzung für eine Beitragsrückvergütung erfüllt ist. 4.2.4 Ein volles Beitragsjahr liegt gemäss Art. 50 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung vom 31. Oktober 1947 ( AHVV, SR 831.101) vor, wenn eine Person insgesamt länger als elf Monate im Sinne von Art. 1 a oder 2 AHVG versichert war und während dieser Zeit den Mindestbeitrag bezahlt hat oder Beitragszeiten im Sinne von Art. 29ter Abs. 2 Bst. b und c AHVG aufweist. Hinsichtlich der Dauer der Beitrag s- leistung und der Höhe der Beiträge wird grundsätzlich auf die individue l- len Konten (IK) abgestellt, welche für jeden beitragspflichtigen Versi cher- ten geführt werden und in welche die entsprechenden Daten eingetragen werden (vgl. Art. 30ter AHVG; Art. 137 ff. AHVV). Gemäss dem IK-Auszug des Beschwerdeführers leistete er während insgesamt 61 Monaten Bei- träge, womit auch die Voraussetzung des volle n Beitragsjahres vorli e- gend klar erfüllt ist (SAK-act. 8). C-1120/2014 Seite 9 4.2.5 Der Beschwerdeführer hat der Vorinstanz mit Schreiben vom 6. September 2013 mitgeteilt, er halte an seinem Antrag der Beitrag s- rückvergütung fest (vgl. vorne Sachverhalt C.). In der Folge unterzeichne- te er eine Erklärung, wonach er einen Antrag auf Rückvergütung der AHV-Beiträge gestellt habe, keine Kinder unter 25 Jahren mit Wohnsitz in der Schweiz habe und davon Kenntnis nehme, dass nach einer Rückve r- gütung der AHV-Beiträge kein Anspruch mehr best eht auf eine Leistung der AHV und der IV sowie dass eine Wiedereinzahlung der rückvergüt e- ten Beiträge ausgeschlossen ist (SAK-act. 29). Nach Unterzeichnung die- ser Erklärung, welche ihm im Übrigen auch auf Albanisch zugestellt wu r- de, kann vorausgesetzt werden, dass sich der Beschwerdeführer bewusst war, dass aus den rückvergüteten Beiträgen gegenüber der AHV und der IV keine Rechte mehr abgeleitet werden können und die Wiedereinza h- lung ausgeschlossen ist (vgl. Art. 6 RV-AHV). 4.2.6 Da sämtliche Voraussetzungen ge mäss Art. 18 Abs. 3 AHVG und Art. 1 Abs. 1 RV-AHV erfüllt waren, nahm die Vorinstanz in der Folge die Rückvergütung der Beiträge vor. Nachdem ihm die se mit Valuta-Datum vom 12. November 2013 ausbezahlt wurden (SAK -act. 33), besteht für den Beschwerdeführer keine Möglichkeit mehr, die Beiträge wieder ei n- zubezahlen und abzuwarten, bis zwischen der Schweiz und der Republik Kosovo ein Sozialversicherungsabkommen zustande kommt. Es bleibt demnach einzig zu prüfen , ob die rückvergüteten Beiträge korrekt b e- rechnet wurden. 4.3 4.3.1 Für jeden beitragspflichtigen Versicherten werden individuelle Ko n- ten geführt, in welche die für die Berechnung der ordentlichen Renten e r- forderlichen Angaben eingetragen werden (Art. 30 ter Abs. 1 AHVG). Die von einem Arbeitnehmer erzielten Erwerbseinkommen, von welchen der Arbeitgeber die gesetzlichen Beiträge abgezogen hat, werden in das ind i- viduelle Konto eingetragen, selbst wenn der Arbeitgeber die entsprechen- den Beiträge der Ausgleichs kasse nicht entrichtet hat (Art. 30 ter Abs. 2 AHVG). 4.3.2 Die Ermittlung der geleisteten AHV -Beiträge durch die Vorinstanz stützt sich auf die Angaben des beitragspflichtigen Einkommens im indivi- duellen Konto des Beschwerdeführers (vgl. SAK-act. 8). Gestützt auf die eingetragenen Einkommen sind die darau f entrichteten AHV -Beiträge mit einem Prozentsatz von 7,8 (1973 bis Juni 1975) bzw. von 8,4 (ab Juli 1975) zu berechnen. Der Rückvergütung unterliegen ausschliesslich C-1120/2014 Seite 10 die Beiträge, welche an die AHV geleistet wur den (vgl. Art. 1 Abs. 1 RV - AHV). 4.3.3 Für die Jahre 1973 bis 1974 sind im IK des Beschwerdeführers Ein- kommen von Fr. 26'193.- eingetragen. Im Jahr 1975 beträgt das eingetra- gene Einkommen Fr. 16'563. - für die Monate April bis November, womit für die Monate April bis Juni ein a nteilmässiges Einkommen von Fr. 6'211.- (Fr. 16'563.- : 8 Monate x 3 Monate) und für die Monate Juli bis November von Fr. 10'352. - (Fr. 16'563.- - Fr. 6'211.-) resultiert. Für die Jahre 1976 bis 1980 beträgt das eingetragene Einkommen Fr. 67'724.-. In Anwendung des massgeblichen Prozentsatzes von 7,8 betragen die AHV- Beiträge somit für den Zeitraum von Mai 1973 bis Juni 1975 total Fr. 2'527.50 ([Fr. 26'193. - + Fr. 6'211.-] x 7,8 %). Für den Zeitraum von Juli 1975 bis Juli 1980 betragen d ie AHV-Beiträge beim anzuwenden- den Prozentsatz von 8,4 total Fr. 6'558.38 ([Fr. 10'352.- + Fr. 67'724.-] x 8,4 %). Die der Rückvergütung unterliegen den Beiträge entsprechen demzufolge einem Gesamtbetrag von Fr. 9'085.90.-, womit sich die Berechnung der Vorinstanz als korrekt erweist (SAK-act. 31). 4.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass sich d er angefochtene Einspr a- cheentscheid vom 29. Januar 2014 gestützt auf die obigen Erwägungen als rechtens erweist, weshalb die Beschwerde offensichtlich unbegründet und im einzelrichterlichen Verfahren gemäss Art. 23 Abs. 2 VGG in Ve r- bindung mit Art. 85 bis Abs. 3 AHVG vollumfänglich abzuweisen und die angefochtene Einspracheverfügung zu bestätigen ist. 5. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par- teientschädigung. 5.1 Das Beschwerdeverfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85 bis Abs. 2 AHVG), so dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind. 5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] e contrario). C-1120/2014 Seite 11 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen , soweit darauf eingetreten werden kann, und der ange fochtene Einspracheentscheid vom 29. Januar 2014 wird bestätigt. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und es wird keine Parteien t- schädigung zugesprochen. 3. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. ______) – das Bundesamt für Sozialversicherungen Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Stufetti Susanna Gärtner Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und h at die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: