<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00111</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Gerichtsschreiberin Lanzicher</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 9. August 2018</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Departement Soziales der Stadt Winterthur</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Y.___, Soziale Dienste, Sozialversicherungsfachstelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Pionierstrasse 5, 8403 Winterthur</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1971 geborene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ist am 9. Dezember 1998 aus dem Irak in die Schweiz eingereist und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">war </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei verschiedenen Arbeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebern in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Teilpensen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im Gastronomiebereich tätig. Am 28. Januar 2009 meldete er sich unter Hinweis auf eine posttraumatische Belastungsstörung und psychi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Beschwerden bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/15; vgl. auch Urk. 7/22). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rich, IV-Stelle, tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen und liess den Versicherten insbesondere durch Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, psychiatrisch begutachten (Expertise vom 29. Januar 2010, ergänzt am 16. September 2010; Urk. 7/50 und Urk. 7/65). Mit Verfügung vom 17. Februar 2011 (Urk. 7/73) wies sie das Leistungsbegehren wegen mangelnder Erfüllung der versicherungsmässigen Voraussetzungen ab.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vom 1. August 2011 bis 31. Oktober 2015 war der Versicherte als Koch bei der A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> angestellt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl. auch Urk. 7/104/1)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Am 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">November 2015 meldete er sich unter Hinweis auf eine Diskushernie erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 7/84). Die IV-Stelle tätigte wiederum medizinische und erwerbliche Ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klärungen und wies das</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Leistungsbegehren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nach durchgeführtem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorbescheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/115</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 7/119</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) mit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Verfügung vom 15. Dezember 2016 (Urk. 2) ab.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob der Versicherte am 26. Januar 2017 Beschwerde (Urk. 1) und be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">antragte, die Verfügung vom 15. Dezember 2016 sei aufzuheben und es sei ihm eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache zur Vornahme von ergänzenden Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Zudem sei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen. Am 3. März 2017 (Urk. 6) be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">antragte die IV-Stelle die Abweisung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerde. Mit Replik vom 9. März 2017 (Urk. 9) hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest. Mit Eingabe vom 23. März 2017 teilte die Beschwerdegegnerin mit, dass sie auf das Einreichen einer Duplik verzichte (Urk. 11), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 27. März 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 12).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">halten oder verbessern können;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dreiviertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und bei einem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene leistungsabweisende Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung vom 15. Dezember 2016 (Urk. 2) damit, dass dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit zu 55 % zumutbar sei. Bei einem Invaliditätsgrad von 22 % bestehe kein Rentenanspruch.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In ihrer Beschwerdeantwort hielt sie ergänzend fest (Urk. 6), bereits bei der Erst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anmeldung sei entschieden worden, dass dem Beschwerdeführer aufgrund man</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gelnder Erfüllung der versicherungsmässigen Voraussetzungen keine Rente zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehe. Dagegen habe er kein Rechtsmittel erhoben. Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) habe nach Durchsicht der medizinischen Berichte betreffend Eintritt des Gesundheitsschadens ausgeführt, dass die psychischen Störungen überwiegend wahrscheinlich bereits bei Einreise in die Schweiz bestanden hätten. Für die Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">urteilung des Invaliditätsgrades seien deshalb nur die somatischen Beschwerden massgeblich.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1),</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Arbeitsfähigkeitseinschätzung von 55 % beruhe lediglich auf den somatischen Beschwerden. Die psychischen Beschwerden seien gemäss Feststellungsblatt nicht berücksichtigt worden, da sie vor Eintritt in die Schweiz entstanden seien. Dies könne jedoch nicht nachvollzogen werden. Er sei 1996 in die Schweiz eingereist und habe von 1999 bis 2015 mehrere Berufstätigkeiten in einem 50 - 100 %-Pensum ausgeübt. Bis 2013 habe er in einem 100 %-Pensum gearbeitet, woraus zu schliessen sei, dass er bis zu jenem Zeitpunkt durch seine psychischen Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerden nicht derart eingeschränkt gewesen sei, dass ihm eine Arbeitstätigkeit unzumutbar gewesen wäre. Gemäss Gutachten habe die Erkrankung zudem im Zeitpunkt der Migration in die Schweiz begonnen. Ob die Beschwerden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bereits früher im Irak aufgetreten seien, könne nicht gesagt werden, da Echtzeitakten und medizinische Vorberichte fehlen würden. Die ausgewiesenen psychischen Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerden seien bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mitzuberücksichtigen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 3 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In seiner Replik führte er ergänzend aus (Urk. 9), der Gutachter spreche lediglich von einer Möglichkeit, nicht aber von einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit, dass der Erkrankungsbeginn bereits während seines Aufenthalts im Irak gewesen sei. Der Gutachter habe zudem nicht angegeben, betreffend welche der psychi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Erkrankungen von einem Beginn vor Einreise in die Schweiz ausgegangen werden könne (S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. Z.___ stellte in seinem im Rahmen der Erstanmeldung eingeholten Gut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten vom 16. September 2010 (Urk. 7/50/2-15) folgende Diagnosen (S. 10):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">emotional instabile Persönlichkeitsstörung impulsiver Typus</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">posttraumatische Belastungsstörung</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anamnestisch rezidivierende depressive Störung mit zeitweise schweren de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">pressiven Episoden mit psychotischen Symptomen, aktuell weitestgehend re</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mittiert</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Hinweise für regelmässigen Alkoholkonsum</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dazu führte er aus, der Beschwerdeführer sei ein im Irak geborener Kurde. Seine Mutter und weitere über 40 Familienmitglieder seien im Bürgerkrieg getötet wor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den, der Vater sei verschwunden und gelte seither als vermisst. Aufgrund seiner kurdischen Herkunft habe er sich als Kind im Irak verfolgt gefühlt. Während des Krieges mit dem Iran sowie des anschliessenden Golfkrieges habe er viele belas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tende Dinge gesehen und Situationen erlebt, in denen er um sein Leben gefürchtet und Todesangst gehabt habe (S. 4 f.). 1998 sei er in die Schweiz gegangen. Wäh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rend der Zeit im Asylbewerberheim sei er sehr deprimiert gewesen und habe an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gefangen, sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit Zigaretten selbst zu verbrennen und in suizidaler Absicht Tabletten genommen. Er sei anschliessend in der B.___ </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hospitalisiert gewesen und seit dem Austritt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aus der Klinik </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, FMH Psychiatrie und</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Psychotherapie, in ambulanter psychiatrischer Behandlung. Seine Schwierigkeiten hätten immer wieder zu Problemen am Ar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitsplatz geführt. Fast jede Nacht habe er Albträume vom Krieg mit ausgepräg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tem Angsterleben und Einnässen, er träume von Steinigungen und vom Tod (S. 5 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aus gutachterlich psychiatrischer Sicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">könne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zunächst das sowohl seitens der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> als auch des aktuellen ambulanten psychiatrischen Behandlers erfasste Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liegen einer ausgeprägten Persönlichkeitspathologie bestätigt werden. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es sei von einer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> emotiona</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">l</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> instabilen Persönlichkeitsstörung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auszugehen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Die Differential</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">diagnose einer Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung, wie vom ambu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lant behandelnden Psychiater diagnostiziert, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">könne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> grundsätzlich auch erwogen werden. Unter versicherungsmedizinischen Aspekten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">könne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> diese Diskussion in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sofern vernachlässigt werden, als in beiden Fällen von einer ausgeprägten ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">flussnehmenden Persönlichkeits-Pathologie mit Auswirkung auf die Arbeitsfä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit ausgegangen werden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">müsse</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Weiter </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hätten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sich deutliche Symptomschil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derungen und erhebbare objektivierbare Befunde eines posttraumatischen Belas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tungsgeschehens mit wiederkehrenden Bildern und Albträumen vom Krieg und beobachteten Tötungen und in diesem Zusammenhang geschilderter und be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">obachtbarer Angst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> aber auch Erregung und Wut </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gezeigt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Daher </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auch im Rah</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">men der aktuellen Begutachtung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">posttraumatische Belastungsstörung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zu di</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">agnostizieren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Weiter </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">könne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die vorgängig diagnostizierte rezidivierende depres</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sive Störung aufgrund der Aktenlage und durchgeführten Exploration nachvoll</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zogen werden. Aktuell </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stehe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ein depressives Krankheitsgeschehen nicht im Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dergrund, sondern es überwieg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die beschriebene emotionale </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Instabilität, erhöhte Impulsivität und Erregbarkeit, was </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">da</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mit einflussnehmende depressive Teilsymp</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tome nicht ausschliess</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fänden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sich gewisse Hinweise für eine zum Teil un</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zureichende Compliance hinsichtlich der vom ambulanten Behandler verordneten Psychopharma-Medikation mit Antidepressivum und Neuroleptikum. Gleichzei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tig </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">habe der Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> über einen regelmässigen Alkoholkonsum zur Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ruhigung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">berichtet </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">im Sinne einer Selbstmedikation mit klaren Hinweisen für eine Funktionalisierung des Alkohols (S. 10 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der emotionalen Instabilität und gestörten Impulskontrolle mit Hinwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auf eine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> deutliche Störung in der Interaktion mit anderen bei diesbezüglich paranoiden Verarbeitungsmustern und hoher Empfindlichkeit und Kränkbarkeit sowie in diesem Zusammenhang bereits berichteten Gewaltdurchbrüchen am Ar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beitsplatz gegenüber Dritten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erscheine er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nur schwer in einen Team-Prozess in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tegrierbar und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit der im Rahmen der Begutachtung gezeigten Pathologie einem Arbeitsumfeld nur bedingt zumutbar. Für einfache Hilfstätigkeiten, die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zumindest weitgehend alleine und mit Möglichkeit zu Pausen und freier Zeitein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">l</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ung, idealerweise draussen und nicht in geschlossenen Räumen ausüben </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">könne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, erschein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gutachterlich psychiatrisch aktuell eine maximal 50%ige Ar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beitsfähigkeit erreichbar. Maximal zumutbar schein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ein Arbeitspensum von sechs bis sieben Stunden pro Tag mit Möglichkeiten für Pausen und anzuneh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mender reduzierter Leistungsfähigkeit entsprechend einer verwertbaren 50%igen Arbeitsleistung. Denkbar wären Tätigkeiten im Gartenbau, Aufräumarbeiten, Ar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beiten in der Stadtreinigung, aber auch einfach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Holz- oder Lagerarbeiten. Eine Tätigkeit in der Gastronomie im Küchenbereich oder im Service erschein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grund der Stressempfindlichkeit und geringen Belastbarkeit sowie hohen Impul</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sivität </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Beschwerdeführers</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> hingegen weniger geeignet (S. 11 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. C.___ hielt in seinem nach der Neuanmeldung eingeholten Bericht vom 9. Februar 2016 (Urk. 7/94) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit fest (S. 1):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung aus posttrauma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">tischer Belastungsstörung hervorgehend bei früheren rezidivierenden teils schweren depressiven Episoden mit psychotischen Symptomen</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Agoraphobie</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Reisekrankheit</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anhaltende Rückenschmerzen bei Status nach mikrochirurgischer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Sequestrek</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">tomie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> L5/S1 links 2015</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf beginnende Somatisierungsstörung</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dazu führte er aus, der Beschwerdeführer stehe seit dem 24. Januar 2011 in seiner Behandlung, seit dem letzten Bericht im März 2009 (Urk. 7/33) hätten 30 Termine stattgefunden. Seine körperliche Gesundheit sei seither deutlich verändert. Insbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sondere leide er an intermittierenden Rückenschmerzen, welche vor allem durch die Arbeit bedingt Anfang 2015 zugenommen und einen operativen Eingriff er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">forderlich gemacht hätten (S. 2). Bei seiner letzten Tätigkeit habe er dauernd über seinen körperlichen und psychischen Verhältnissen arbeiten müssen. Dies habe immer wieder zu somatischen (Rücken) und psychischen Reaktionen und mangels psychisch stabilem Fundament zu einer Arbeitsunfähigkeit geführt. Grundsätzlich bestehe aus psychiatrischer Sicht - ohne somatische Komponente - eine Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit von 50 - 60 % in einem geeigneten Umfeld und Belastungsniveau. In der angestammten Tätigkeit als Hilfskraft im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gastrobereich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei er zu 100 % ar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitsunfähig (S. 2 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. D.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, führte in seinem Bericht vom 16. März 2016 (Urk. 7/96/1-5) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf (S. 1):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">akutes </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">lumboradikuläres</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Syndrom S1 links, Operation 5. Juni 2015 mit an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schliessendem Rezidiv mit Ausfall/Lähmung M4 und S1 links</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches rezidivierendes </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">lumbovertebrales</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Syndrom</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Depression, reaktiv verschlechtert, DD Anpassungsstörung</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In seiner angestammten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer seit dem 21. April 2015 zu 100 % arbeitsunfähig (S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt Chirurgie, vom RAD hielt in seinen Stellungnahmen vom 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und 3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">0. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">März 2016 (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/109/2 f.) fest,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in seiner bisherigen Tätigkeit als Koch sei der Beschwerdeführer seit dem 21. April 2015 und bis auf weiteres zu 100 % arbeitsunfähig. In einer leichten angepassten Tätigkeit in Wechselbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lastung ohne Heben, Tragen und Transportieren von Lasten über 5 kg sowie ohne Verharren in Zwangshaltungen sei er seit dem 9. Februar 2016 zu durchschnitt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich 45 % arbeitsunfähig, dies einzig aufgrund der somatischen Beschwerden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrer leistungsabweisenden Verfügung vom 15. Dezember 2016 (Urk. 2) auf die Stellungnahme ihres RAD-Arztes Dr. E.___ (E. 3.4 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hievor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die RAD stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Vorausset</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgaben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">reich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG). Nach Art. 49 der Verordnung über die Inva</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lidenversicherung (IVV) beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden ha</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu na</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicht abzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem ex</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den pra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">xisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 134 V 231</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifika</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tionen verfügt (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 137 V 210</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">siche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ren – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverläs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Ok</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 225</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.2; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">135 V 465</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 4.4 und E. 4.7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aus dem Grundsatz der Waffengleichheit folgt das Recht der versicherten Per</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">son, mittels eigener Beweismittel die Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärzt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen in Zweifel zu ziehen. Diese von der versicherten Person eingereichten Beweismittel stammen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">regelmäs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> von behandelnden Ärzten oder von anderen medizini</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Fach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">personen, die in einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherten Person stehen. Aufgrund der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftrags</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, wird im Streitfall eine direkte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Leistungszusprache</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zig gestützt auf die Angaben der behandeln</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den Ärzte jedoch kaum je in Frage kommen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Seit der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rentena</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bweisenden Verfügung vom 17. Februar 2011 (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/73) hat sich der somatische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers verschlechtert, insbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sondere leidet er inzwischen an ausgeprägten Rückenbeschwerden. Gemäss der Stellungnahme von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei er aufgrund der somatischen Beschwerden auch in einer angepassten Tätigkeit lediglich noch zu 55</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> arbeitsfähig (E. 3.4 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hievor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Gestützt auf welche Berichte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu diesem Schluss kommt, ist</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht ersichtlich. Eine Arbeitsunfähigkeit aufgrund der somatischen Beeinträch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigungen wurde einzig vom Hausarzt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> festgehalten, dies jedoch ledig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich in der angestammten Tätigk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eit und in einem Umfang von 100 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">%. Ansonsten hat sich keiner der behandelnden Ärzte zur Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht geäussert. Eine 45%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht wurde zwar vom behandelnden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. C.___ festgehalten (E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hievor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">), doch hatte der RAD-Arzt die psychischen Beschwerden bei seiner Arbeitsfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitseinschätzung ausdrücklich ausgeschlossen (vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/109/3). Die Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit erachtete er zudem ab dem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 2016 als eingeschränkt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Zu diesem Zeitpunkt hatte Dr. C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> seinen Bericht erstellt, was ebenfalls darauf hinweist, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sich bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht fälschlicherweise auf die Angaben des behandelnden Psychiaters stützte. Eine 45%ige Arbeitsunfähigkeit aus somatischer Sicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kann </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">somit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auch mangels Begründung der Beurteilung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht nachvollzogen werden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bestehen - wie hier - auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sigkeit des RAD-Berichtes, kann auf diesen nicht abgestellt werden. Zur Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit aus somatischer Sicht hat sich - wie be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reits erwähnt - keiner der behandelnden Ärzte geäussert.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Damit kann nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit festgelegt werden, in welchem Umfang die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers eingeschränkt ist. Angesichts des Verzichts der Beschwerdegegnerin auf eine externe Begutachtung im Rahmen des Verwaltungsverfahrens rechtfertigt sich eine gerichtliche Begut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achtung nicht. Der angefochtene Entscheid ist deshalb aufzuhe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben und die Sache zur weiteren Abklärung und anschliessendem neuem Entscheid über die Leis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsansprüche des Beschwerdeführers an die Beschwerdegegnerin zurückzuwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin bei der Berech</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nung des Invaliditätsgrades die psychischen Beschwerden des Beschwerdeführers nicht berücksichtigte, da diesbezüglich die versicherungsmässigen Voraussetzun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen nicht erfüllt seien. Zwar wurde rechtskräftig festgehalten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass sich sein psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chischer Gesundheitsschaden zu einem Zeitpunkt in invalidisierendem Masse ausgewirkt hatte, als die versicherungsmässigen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Voraussetzungen (vgl. dazu Urk. 7/73) nicht erfüllt waren. Weiter ist nicht gänzlich auszuschliessen, dass die derzeitige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht durch dieselben Gesundheitsprobleme begründet sind, welche bereits zur ursprüngli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Invalidität geführt hatten. Der Beschwerdeführer war jedoch vom 1. August 2011 bis 3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Oktober 2015 - mithin während </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">über vier Jahren - in einem 100</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-Pensum in seiner angestammten Tätigkeit als Hilfskraft im Gastronomiebereich angestellt (vgl. Urk. 7/91/3 und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/91/13). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Bezug auf die tatsächliche Ar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitsleistung beziehungsweise Arbeitsfähigkeit während dieses Zeitraums kann den Akten zwar nichts Aussagekräftiges entnommen werden. Dennoch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> stellt sich die Frage, ob </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">durch die mehrjährige Arbeitstätigkeit die vorbestehenden erhebli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Einschränkungen unterbrochen wurden und die aktuelle Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht als neuer Versicherungsfall im Sinne von Art. 29</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVV zu qualifizieren ist (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 9C_592/2015 vom 2. Mai 2016 E. 3.2). Auf diesen Umstand wies der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführer im Beschwerdeverfahren bereits hin (Urk. 1 S. 3 f.), ohne dass die Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdegegnerin dazu Stellung genommen hätte. Sie wird diese Frage zu klären und bei Bejahung eines neuen Versicherungsfalles das Vorliegen der versiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsmässigen Voraussetzungen erneut zu prüfen sowie weitere Abklärungen in Bezug auf die psychischen Beschwerden zu treffen haben. Auch dazu ist die Sache an sie zurückzuweisen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57). Die Kosten gemäss Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG sind er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">messensweise auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fr. 600.-- festzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> un</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerle</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung erweist sich damit als gegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">standslos.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 1</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">5. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Dezember 2016 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwä</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">gungen, über den Leistungsanspruch de</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">s</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Beschwerdeführer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">s</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> neu verfüge.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">gestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Departement Soziales der Stadt Winterthur, </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Y.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mit</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><span id="_GoBack"></span>GräubLanzicher</p><p></p></div> </div></body></html>