<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, den Grad der Versorgungssicherheit im Elektrizitätsbereich zu definieren.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Vor dem Hintergrund der Ereignisse in Japan hat der Bundesrat am 23. März 2011 das UVEK mit der Erarbeitung neuer Energieszenarien und entsprechender Aktions- und Massnahmenpläne beauftragt. Schwerpunkt der durchzuführenden Arbeiten bildeten drei</p><p>Stromangebotsszenarien: Weiterführung des bisherigen Strommixes mit allfälligem vorzeitigem Ersatz der ältesten drei Kernkraftwerke im Sinne höchstmöglicher Sicherheit (Variante 1); kein Ersatz der bestehenden Kernkraftwerke am Ende ihrer Betriebszeit (Variante 2); vorzeitiger Ausstieg aus der Kernenergie, bestehende Kernkraftwerke werden vor Ende ihrer sicherheitstechnischen Betriebszeit abgestellt (Variante 3).</p><p>Gestützt auf die Ergebnisse dieser Arbeiten hat sich der Bundesrat am 25. Mai 2011 dafür ausgesprochen, die zukünftige Stromversorgung gemäss Variante 2 sicherzustellen. Für die Neuausrichtung der Energiepolitik prüft der Bundesrat bis im Herbst 2011 eine Reihe von Massnahmen, die dazu beitragen, Variante 2 umzusetzen.</p><p>Unter anderem wurden in den bisherigen Arbeiten auch die unterschiedlichen Szenarien im Hinblick auf die Auslandsabhängigkeit von verschiedenen Energieträgern geprüft. Die Versorgungssicherheit der Schweiz in Bezug auf Strom hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Die durchschnittliche Nettobilanz im Winterhalbjahr ist dabei nur ein Teilaspekt. Viel wichtiger ist die Anbindung ans gesamteuropäische Stromnetz, welches eine stabile Stromversorgung insbesondere auch bei Lastspitzen und ungeplanten Kraftwerksausfällen gewährleisten kann. </p><p>Der Bundesrat ist bereit, die Motion mit dem Vorbehalt, dass es sich beim Grad der Versorgungssicherheit um einen Richtwert handelt, anzunehmen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.