<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Zweckmässigkeit eines neuen Massnahmenplans zur Reduzierung der Entstehung und der Ausbreitung von übermässigem Lärm zu prüfen. Diese Massnahmen würden diejenigen ergänzen, die bereits in der Lärmschutz-Verordnung vorgesehen sind.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Umweltschutzrecht sieht eine Sanierungspflicht für lärmerzeugende Anlagen vor. Die Frist für Lärmsanierungen wurde für Nationalstrassen auf 2015 und für Haupt- und übrige Strassen auf 2018 verlängert. Obwohl grosse Anstrengungen zur Lärmreduktion unternommen wurden, können die Sanierungen voraussichtlich nicht in allen Kantonen fristgerecht abgeschlossen werden. Der Bundesrat wird deshalb die Bemühungen im Bereich der Lärmbekämpfung auch nach Ablauf der Sanierungsfristen weiterführen, damit das verfassungsmässige Ziel, die Bevölkerung vor übermässigen Lärmimmissionen zu schützen, erreicht werden kann. Im Fokus stehen dabei Massnahmen direkt bei den Lärmquellen. Der Bundesrat ist bereit, dem Parlament über einen entsprechenden Massnahmenplan Bericht zu erstatten.</p><p>Der beantragte Massnahmenplan kann die im Postulat angesprochene Pflicht zur Entschädigung für lärmbetroffene Grundstücke jedoch nicht ersetzen. Eine solche Entschädigungspflicht kann entstehen, wenn bei öffentlichen Verkehrsinfrastrukturanlagen die Belastungsgrenzwerte mit Lärmbekämpfungsmassnahmen nicht eingehalten werden können. Diese Entschädigungspflicht ergibt sich aus der verfassungsrechtlichen Eigentumsgarantie (Art. 26 Abs. 2 der Bundesverfassung, SR 101).</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.