<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2022.00366</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=222585&amp;W10_KEY=13045547&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2022.00366</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.08.2022</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verlängerung der Kurzaufenthaltsbewilligung zur Stellensuche</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Nichtverlängerung einer Kurzaufenthaltsbewilligung zur Stellensuche] Gestützt auf Art. 21 Abs. 3 Satz 2 AIG können Ausländerinnen und Ausländer mit Schweizer Hochschulabschluss für eine Dauer von sechs Monaten nach dem Abschluss ihrer Aus- oder Weiterbildung in der Schweiz vorläufig zugelassen werden, um eine Erwerbstätigkeit zu finden. Im Rahmen dieser vorläufigen Zulassung erhalten die Ausländerinnen und Ausländer eine Kurzaufenthaltsbewilligung zur Stellensuche. Diese Kurzaufenthaltsbewilligung kann grundsätzlich nicht verlängert werden (E. 2.1 f.). Der heute 35-jährige Beschwerdeführer, Staatsangehöriger der USA, hat auch ein Jahr nach Abschluss seines Studiums keine Stelle gefunden. Der Schluss von Beschwerdegegner und Vorinstanz, die (Kurz-)Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers im Rahmen des pflichtgemässen Ermessens nicht zu verlängern, erweist sich nicht als rechtsverletzend (E. 2.3 f.). Abweisung UP/URB. Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSMARKT">ARBEITSMARKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KURZAUFENTHALTSBEWILLIGUNG">KURZAUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STELLENSUCHE">STELLENSUCHE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 21 Abs. 3 AIG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=58568" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2022.00366</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">25. August 2022</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sidentin Tamara NÃ¼ssle<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Marco Donatsch, Verwaltungsrichter Reto HÃ¤ggi Furrer, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber David Henseler.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend VerlÃ¤ngerung der Kurzaufenthaltsbewilligung zur Stellensuche,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A ist ein 1987 geborener amerikanischer StaatsangehÃ¶riger. Nachdem er sich in den Jahren 2016 und 2017 (auslÃ¤nderrechtlich nicht geregelt) im Schengenraum und dabei auch in der Schweiz aufgehalten hatte, reiste A am 29. Januar 2018 erneut in die Schweiz ein und stellte am 13. Februar 2018 ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zwecks Ausbildung an der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich (UZH). Am 28. April 2018 reiste A wieder aus der Schweiz aus, als ihm das Migrationsamt mitgeteilt hatte, dass er den Entscheid Ã¼ber sein Gesuch im Ausland abwarten mÃ¼sse. Am 17. Mai 2018 stellte A in den USA ein Gesuch um Einreisebewilligung. Das Migrationsamt teilte ihm am 14. Juni 2018 mit, dass es sein Gesuch (und sinngemÃ¤ss auch dasjenige vom 13. Februar 2018) abweise, woraufhin A um WiedererwÃ¤gung bzw. um Erlass einer anfechtbaren VerfÃ¼gung ersuchen liess. Eine solche erging am 2. Oktober 2018. Einen dagegen erhobenen Rekurs hiess die Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 20. September 2019 gut; das Migrationsamt erteilte A daraufhin eine Aufenthaltsbewilligung zum Zweck der Ausbildung, zuletzt mit GÃ¼ltigkeit bis am 31. Juli 2021. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 1. Juli 2021 verlieh die Mathematisch-naturwissenschaftliche FakultÃ¤t der UZH A den Master of Science in Environmental Sciences. Am 30. Juli 2021 ersuchte dieser um VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung; das Migrationsamt erteilte ihm in der Folge eine Kurzaufenthaltsbewilligung zur Stellensuche, gÃ¼ltig bis am 1. Januar 2022. Am 27. Januar 2022 ersuchte A um VerlÃ¤ngerung seiner Kurzaufenthaltsbewilligung zur Stellensuche. Nachdem das Migrationsamt ihm mitgeteilt hatte, dass er weitere Entscheide bezÃ¼glich seines Aufenthalts im Ausland abwarten mÃ¼sse, ersuchte A am 23. Februar 2022 erneut um VerlÃ¤ngerung seiner Bewilligung. Mit VerfÃ¼gung vom 1. MÃ¤rz 2022 wies das Migrationsamt das Gesuch ab und wies A aus der Schweiz weg. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Einen dagegen erhobenen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 10. Mai 2022 ab, soweit er nicht gegenstandslos war (Dispositiv-Ziff. I), setzte A eine neue Frist zum Verlassen der Schweiz an (Dispositiv-Ziff. II), wies sein Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung ab (Dispositiv-Ziff. III), auferlegte ihm die Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 1'305.- (Dispositiv-Ziff. IV) und richtete keine ParteientschÃ¤digung aus (Dispositiv-Ziff. V). </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 16. Juni 2022 beantragte A dem Verwaltungsgericht, unter EntschÃ¤digungsfolge sei der Rekursentscheid aufzuheben und seine Kurzaufenthaltsbewilligung zur Stellensuche zu verlÃ¤ngern; eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an das Migrationsamt zurÃ¼ckzuweisen. In prozessualer Hinsicht beantragte er, es sei ihm zu gestatten, den Entscheid in der Schweiz abzuwarten; ausserdem sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewÃ¤hren. Schliesslich ersuchte er um Akteneinsicht sowie "um Ansetzung einer Nachfrist zur Einreichung einer verbesserten Beschwerdeeingabe". </p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 20. Juni 2022 wies die AbteilungsprÃ¤sidentin das Gesuch um Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung der Beschwerde ab; gleichzeitig ordnete sie an, dass eine Wegweisungsvollstreckung gegenÃ¼ber A bis auf Weiteres zu unterbleiben habe. Am 24. Juni 2022 wurden die Verfahrensakten der Rechtsvertreterin von A zur Einsichtnahme zugestellt. Bereits am 22. Juni 2022 hatte die Sicherheitsdirektion auf Vernehmlassung verzichtet. Das Migrationsamt reichte keine Beschwerdeantwort ein. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r Beschwerden gegen Rekursentscheide der Sicherheitsdirektion Ã¼ber Anordnungen des Migrationsamts betreffend das Aufenthaltsrecht nach §§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>GestÃ¼tzt auf Art. 21 Abs. 3 Satz 2 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG, SR 142.20) kÃ¶nnen AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder mit Schweizer Hochschulabschluss fÃ¼r eine Dauer von sechs Monaten nach dem Abschluss ihrer Aus- oder Weiterbildung in der Schweiz vorlÃ¤ufig zugelassen werden, um eine ErwerbstÃ¤tigkeit zu finden. Im Rahmen dieser vorlÃ¤ufigen Zulassung erhalten die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder eine Kurzaufenthaltsbewilligung zur Stellensuche (vgl. VGr, 4. Februar 2021, VB.2020.00601, E. 2.3.2). </p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer schloss sein Masterstudium an der UZH am 1. Juli 2021 ab, woraufhin der Beschwerdegegner ihm eine entsprechende Bewilligung, befristet bis am 1. Januar 2022, erteilte. Diese Frist ist nunmehr seit Ã¼ber sechs Monaten abgelaufen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Eine Kurzaufenthaltsbewilligung zur Stellensuche kann grundsÃ¤tzlich nicht verlÃ¤ngert werden (BGr, 29. MÃ¤rz 2016, 8C_414/2015, E. 3.2; <span>Weisungen</span><span> und ErlÃ¤uterungen des Staatssekretariats fÃ¼r Migration [SEM] zum AuslÃ¤nderbereich vom Oktober 2013, aktualisiert am 1. Juli 2022, Ziff. 5.1.2 am Ende; vgl. </span>BGr, 20. MÃ¤rz 2017, 2C_285/2017, E. 4.1; Bericht der Staatspolitischen Kommission des Nationalrates vom 5. November 2009 zur parlamentarischen Initiative Neyrinck betreffend erleichterte Zulassung und Integration von AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤ndern mit Schweizer Hochschulabschluss, BBl 2010 427 ff., S. 439). </p> <p class="Erwgung2">Dass der BeschwerdefÃ¼hrer aus einer anderen Bestimmung des VÃ¶lker- oder Landesrechts einen Aufenthaltsanspruch ableiten kann, macht er nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Damit hatten Beschwerdegegner und Vorinstanz im Rahmen ihres pflichtgemÃ¤ss auszuÃ¼benden Ermessens Ã¼ber den weiteren Aufenthalt des BeschwerdefÃ¼hrers zu befinden. <span>Nach Art. 96 Abs. 1 AIG sind dabei die Ã¶ffentlichen Interessen und die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse sowie der Grad der Integration der AuslÃ¤nderin oder des AuslÃ¤nders zu berÃ¼cksichtigen. </span>In solche Ermessensentscheide kann das Verwaltungsgericht nur eingreifen, wenn ein qualifizierter Ermessensfehler vorliegt, der Entscheid sich insbesondere von sachfremden Motiven leiten lÃ¤sst (vgl. Marco Donatsch in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 50 N. 25 ff.).</p> <p class="Erwgung2">Der heute 35-jÃ¤hrige BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤lt sich seit dem 28. Juli 2018 auslÃ¤nderrechtlich geregelt in der Schweiz auf; diese Aufenthaltsdauer ist nicht als lang zu qualifizieren. Mit den USA, wo der BeschwerdefÃ¼hrer bis zu seiner Einreise in die Schweiz gelebt und unter anderem ein Bachelorstudium absolviert hat, ist er demnach weiterhin eng verbunden. In beruflicher Hinsicht gelang es dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht, sich hier zu integrieren. Sprachzertifikate oder Belege zu Sprachkursen liegen nicht bei den Akten. Die soziale Integration des BeschwerdefÃ¼hrers kann dagegen als gelungen bezeichnet werden. Eine RÃ¼ckkehr in seine Heimat ist dem BeschwerdefÃ¼hrer â der jung, gesund und gut ausgebildet ist â vor diesem Hintergrund zumutbar. </p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer hat auch Ã¼ber ein Jahr nach Abschluss seines Studiums in der Schweiz keine Stelle gefunden; er ist â trotz Aufhebung der Pandemiemassnahmen â weiterhin arbeitslos. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist offenbar als Fachkraft auf dem Schweizer Arbeitsmarkt nicht gesucht. Die mehreren offenen Bewerbungen, auf welche der BeschwerdefÃ¼hrer verwies, blieben unbelegt. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Insgesamt erweist sich der Schluss von Beschwerdegegner und Vorinstanz, die (Kurz-)Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers im Rahmen des pflichtgemÃ¤ssen Ermessens nicht zu verlÃ¤ngern, nicht als rechtsverletzend. </p> <p class="Urteilstext">An diesem Ergebnis wÃ¼rde auch eine Befragung des BeschwerdefÃ¼hrers nichts zu Ã¤ndern vermÃ¶gen; ohnehin prÃ¤zisiert er nicht, zu welchen Aspekten des Sachverhalts er befragt werden sollte. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen und ist ihm keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 und § 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ersucht um unentgeltliche Rechtspflege. GemÃ¤ss § 16 Abs. 1 VRG haben Private, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offenkundig aussichtslos erscheinen, auf Ersuchen Anspruch auf unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung. Ein Anspruch auf Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung besteht, wenn sie zusÃ¤tzlich nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren (§ 16 Abs. 2 VRG). Offenkundig aussichtslos sind Begehren, deren Chancen auf Gutheissung um derart viel kleiner als jene auf Abweisung erscheinen, dass sie kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen (Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 16 N. 46). Mittellos ist, wer nicht in der Lage ist, die Gerichtskosten aus seinem Einkommen â nach Abzug der Lebenshaltungskosten â innert angemessener Frist zu bezahlen (PlÃ¼ss, § 16 N. 20).</p> <p class="Erwgung2">Die vorliegende Beschwerde ist nach dem Gesagten als offenkundig aussichtslos zu qualifizieren. Ausserdem hat es der anwaltlich vertretene BeschwerdefÃ¼hrer unterlassen, seine Mittellosigkeit darzutun. Sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist deshalb abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch des BeschwerdefÃ¼hrers geltend gemacht wird, ist die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) zulÃ¤ssig; ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen (Art. 83 lit. c Ziff. 2 und 4 BGG). Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 1'570.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt. </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Sicherheitsdirektion;<br/> c) den Regierungsrat;<br/> d) das SEM.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>