<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2021-12-16-6B_1422-2021.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_1422/2021, 6B_1423/2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 16. Dezember 2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari, Präsidentin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Lustenberger. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Solothurn, Franziskanerhof, Barfüssergasse 28, Postfach 157, 4502 Solothurn, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">6B_1422/2021 </div> <div class="para">Amtliche Verteidigung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">6B_1423/2021 </div> <div class="para">Einsprache gegen Strafbefehl, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerden gegen die Beschlüsse des Obergerichts des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, vom 26. Oktober 2021 (BKBES.2021.156 und BKBES.2021.157) </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Die Präsidentin zieht in Erwägung:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn erliess am 23. Juni 2020 gegen A.________ (Beschwerdeführer) einen Strafbefehl, gegen den dieser Einsprache erhob. Nach Erhebung weiterer Beweise überwies die Staatsanwaltschaft den Strafbefehl dem Amtsgerichtspräsidenten von Thal-Gäu. Zur von diesem angesetzten Hauptverhandlung vom 13. September 2021 erschien der Beschwerdeführer nicht. In der Folge schrieb der Amtsgerichtspräsident das Verfahren infolge Rückzugs der Einsprache als erledigt ab und hielt fest, dass der Strafbefehl vom 23. Juni 2020 in Rechtskraft erwachsen sei. Ein im Vorfeld der Verhandlung gestellter Antrag um Gewährung der amtlichen Verteidigung hatte der Amtsgerichtspräsident am 3. September 2021 abgewiesen. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer wandte sich an das Obergericht des Kantons Solothurn. Dieses trat mit Beschlüssen vom 26. Oktober 2021 auf die Beschwerde betreffend die Abschreibung des Einspracheverfahrens nicht ein und wies die Beschwerde betreffend Verweigerung einer amtlichen Verteidigung ab. </div> <div class="para">Gegen die beiden Beschlüsse erhebt der Beschwerdeführer Beschwerde beim Bundesgericht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde richtet sich gegen zwei verschiedene Anfechtungsobjekte, die jedoch denselben Lebenssachverhalt, die gleichen Parteien und letztlich konnexe Rechtsfragen betreffen. Die beiden Verfahren sind daher gestützt auf <span class="artref">Art. 71 BGG</span> i.V.m. <span class="artref">Art. 24 Abs. 2 lit. b BZP</span> (SR 273) zu vereinigen und gemeinsam zu beurteilen (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=5&amp;from_date=27.11.2021&amp;to_date=16.12.2021&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-IV-215%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page215">BGE 133 IV 215</a> E. 1; Urteile 6B_1056/2020 und 6B_1057/2020 vom 25. August 2021 E. 1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde gegen einen Entscheid ist innert 30 Tagen nach Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht einzureichen (<span class="artref">Art. 100 Abs. 1 BGG</span>). Gemäss <span class="artref">Art. 44 Abs. 1 BGG</span> beginnen Fristen, die durch eine Mitteilung oder den Eintritt eines Ereignisses ausgelöst werden, am folgenden Tag zu laufen. (Schriftliche) Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden (<span class="artref">Art. 48 Abs. 1 BGG</span>). Gesetzlich bestimmte Fristen können nicht erstreckt werden (<span class="artref">Art. 47 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Die beiden angefochtenen Beschlüsse wurden dem Beschwerdeführer laut Sendungsverfolgung der Post am 2. November 2021 zugestellt. Die Sendungen wurden von der Ehefrau des Beschwerdeführers und damit von einer berechtigten Person im Sinne von <span class="artref">Art. 44 Abs. 2 BGG</span> entgegengenommen, womit die Zustellung rechtsgültig erfolgt ist. Folglich begann die Beschwerdefrist am 3. November 2021 zu laufen und lief am 2. Dezember 2021 ab. Die Beschwerde des Beschwerdeführers wurde jedoch erst am 3. Dezember 2021 bei der Post aufgegeben und erfolgte somit verspätet. Ein Fristwiederherstellungsgrund ist weder dargetan noch ersichtlich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird im Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht eingetreten. Auf die Erhebung von Gerichtskosten wird ausnahmsweise verzichtet (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Damit wird das Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt die Präsidentin:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 16. Dezember 2021 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Jacquemoud-Rossari </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Lustenberger </div> </div></body></html>