<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2006.00021</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206250&amp;W10_KEY=13013560&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2006.00021</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 08.11.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Lohndiskriminierung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Keine lohn- und beförderungsmässige Diskriminierung Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts; Streitwert (E. 1). Die Beschwerdeführerin erhebt ein Leistungsbegehren. Ein vom Leistungsbegehren unabhängiges Feststellungsinteresse wird nicht dargetan; auf das blosse Feststellungsbegehren ist entsprechend nicht einzutreten. Hingegen wäre im Rahmen des Leistungsbegehrens vorfrageweise zu prüfen, ob eine lohnmässige Diskriminierung der Beschwerdeführerin vorliegt (E. 2). In individuellen Diskriminierungssituationen müssen Personen zum Vergleich beigezogen werden, die eine gleiche oder sehr ähnliche Funktion ausüben. Alsdann ist zu prüfen, ob diese zusätzliche oder andere Aufgaben wahrnehmen (E. 3). In der Einstufung der Beschwerdeführerin in die Funktionsklasse liegt noch keine Diskriminierung vor, da diese Einstufung sich lohnmässig nicht auswirkt (E. 4.1). Bei ungleichen Besoldungen, die nicht geschlechtsspezifisch diskriminierend sind, verschafft lediglich das allgemeine Rechtsgleichheitsgebot von Art. 8 Abs. 1 BV einen Anspruch auf Beseitigung der Ungleichheit und kann bloss indirekt zur Folge haben, dass der öffentliche Arbeitgeber einem Betroffenen zur Beseitigung einer Rechtsungleichheit höhere Leistungen ausrichten muss (E. 4.3). Die Beschwerdeführerin kann keine lohn- und beförderungsmässige Diskriminierung gegenüber der männlichen Vergleichsperson dartun (E. 5). Abweisung soweit Eintreten.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DISKRIMINIERUNG">DISKRIMINIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FESTSTELLUNGSINTERESSE">FESTSTELLUNGSINTERESSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHLECHTSDISKRIMINIERUNG">GESCHLECHTSDISKRIMINIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLEICHSTELLUNGSGESETZ">GLEICHSTELLUNGSGESETZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES">INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEISTUNGSBEGEHREN">LEISTUNGSBEGEHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNDISKRIMINIERUNG">LOHNDISKRIMINIERUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 8 Abs. 1 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 Abs. 1 GlG</span><br/><span class="gerade">Art. 3 Abs. 2 GlG</span><br/><span class="ungerade">Art. 5 Abs. 1 lit. c GlG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A, geboren 1962, arbeitet seit dem 1. Januar 1997 beim Amt M der Stadt ZÃ¼rich. ZunÃ¤chst im Rahmen eines Programms des Arbeitsamtes der Stadt ZÃ¼rich im Einsatz, wurde sie per 1. Juli 1997 als Telefonistin und Sachbearbeiterin angestellt. Mit VerfÃ¼gung vom 10. Juni 2002 wurde sie im Rahmen der stÃ¤dtischen Besoldungsrevision auf 1. Juli 2002 in die Funktionskette 602 (Auskunftsdienst), Funktionsstufe 5 unter Anrechnung einer nutzbaren Erfahrung von sieben Jahren und Beibehaltung des bisherigen Monatslohns von Fr. 4'750.30 eingestuft. Eine von ihr beantragte ÃberprÃ¼fung durch die departementale Ãberleitungsfachperson ergab keine Anzeichen fÃ¼r eine willkÃ¼rliche oder falsche Einstufung. Vielmehr wurde der Entscheid der Dienstabteilung vom 10. Juni 2002 bestÃ¤tigt. Die gewÃ¼nschte Einreihung in die Funktionskette 606/Sachbe­arbeitung (Erledigung von Korrespondenz, Wahrnehmung organisatorischer Aufgaben) wurde mangels ErfÃ¼llung der Voraussetzungen abgelehnt. A erhob dagegen kein Rechtsmittel. Seit April 2004 verdient sie monatlich Fr. 4'922.60. </p> <p class="Sachverhalt2">Am 1. Juni 2003 begehrte A vorerst mÃ¼ndlich mehr Lohn. Am 14. Januar 2004 soll sie mit ihrem Rechtsbeistand beim Amt M erschienen sein und eine LohnerhÃ¶hung von mindestens Fr. 700.- pro Monat verlangt haben. Mit Schreiben vom 13. September 2004 wandte sie sich Ã¼ber ihren Vertreter an das Amt M und beanstandete, dass sie seit 1997 diskriminiert und wegen der Einstufung in die Funktionsklasse 602 (statt 605 oder 606) schlechter gestellt werde. Mit VerfÃ¼gung vom 27. Oktober 2004 erkannte das Amt M weder Anhaltspunkte fÃ¼r eine Lohndiskriminierung noch sah es Anlass fÃ¼r eine hÃ¶here Einstufung. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>In der Folge wandte sich A am 29. November 2004 an die Schlichtungsstelle im Sinne von Art. 11 des Gleichstellungsgesetzes vom 24. MÃ¤rz 1995 (GlG; dazu § 2 ff. des EinfÃ¼hrungsgesetzes zum Gleichstellungsgesetz vom 29. Oktober 2001) und stellte die folgenden AntrÃ¤ge:</p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. Es sei festzustellen, dass die KlÃ¤gerin Opfer einer geschlechtsspezifischen Diskriminierung hinsichtlich EntlÃ¶hnung und BefÃ¶rderung sei.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der KlÃ¤gerin die Differenz zwischen dem tatsÃ¤chlich ausbezahlten Lohn und dem ihr geschuldeten Lohn zuzÃ¼glich Zins von 5 % seit der Diskriminierung zu bezahlen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 3. Die Beklagte sei anzuweisen, die KlÃ¤gerin in die Funktionskette 606 und in die Funktionsstufe 6, einzureihen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 4. Unter EntschÃ¤digungsfolgen."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2">Ebenfalls am 29. November 2004 erhob sie beim Stadtrat von ZÃ¼rich Einsprache, die bis zur DurchfÃ¼hrung des Schlichtungsverfahrens sistiert werden sollte und worin sie die folgenden AntrÃ¤ge stellte: </p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. Die FeststellungsverfÃ¼gung vom 27. Oktober 2004 sei aufzuheben.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 2. Es sei festzustellen, dass die Rekurrentin Opfer einer geschlechtsspezifischen Diskriminierung hinsichtlich EntlÃ¶hnung und BefÃ¶rderung sei.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 3. Eventuell sei eine Untersuchung eines externen Experten anzuordnen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 4. Subeventuell sei die Rekursgegnerin zu verpflichten, der Rekurrentin die Differenz zwischen dem tatsÃ¤chlich ausbezahlten Lohn und dem ihr geschuldeten Lohn zuzÃ¼glich Zins von 5 % seit der Diskriminierung zu bezahlen."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2">Die Schlichtungsstelle schlug nach ausfÃ¼hrlicher Darlegung der Parteistandpunkte, AnhÃ¶rung der Parteien sowie WÃ¼rdigung der Sach- und Rechtslage vor, A rÃ¼ckwirkend auf 1. Januar 2004 in die Funktionskette 606 (Sachbearbeitung), Funktionsstufe 5, nutzbare Erfahrung 9 Jahre, Lage in Lohnband 100,23 % einzustufen, was entgegen den Angaben der Schlichtungsstelle nach Ã¼bereinstimmender Ansicht der Parteien zu einer LohnerhÃ¶hung von monatlich Fr. 180.60 gefÃ¼hrt hÃ¤tte. Innert angesetzter Frist widerrief A eine entsprechende Vereinbarung, zur Hauptsache mit der BegrÃ¼ndung, dass es fÃ¼r sie unbillig wÃ¤re, die externen Aufwendungen â die Anwaltskosten â selber bezahlen zu mÃ¼ssen, die sich zwischen Fr. 5'000.- und Fr. 11'000.- bewegten. Der Stadtrat von ZÃ¼rich fÃ¼hrte in der Folge sein Verfahren weiter und wies die Einsprache mit Beschluss vom 5. Oktober 2005 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Dagegen liess A am 18. November 2005 Rekurs beim Bezirksrat ZÃ¼rich erheben und die folgenden AntrÃ¤ge stellen: </p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. Der Beschluss des Rekursgegners vom 5.10.2005 sei aufzuheben</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 2. Es sei eine Arbeitsplatzbewertung durchzufÃ¼hren</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 3. Es sei festzustellen, dass die Rekurrentin Opfer einer geschlechtsspezifischen Diskriminierung hinsichtlich EntlÃ¶hnung und BefÃ¶rderung sei (Geschlechtsdiskriminierung und Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes gemÃ¤ss GlG)</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 4. Der Rekurrentin sei die Differenz zwischen dem tatsÃ¤chlich ausbezahlten Lohn und dem ihr geschuldeten Lohn, zuzÃ¼glich Zins von 5%, seit der Diskriminierung zu bezahlen</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 5. (GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege)</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 6. Unter EntschÃ¤digungsfolgen"</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2">Mit Beschluss vom 11. Mai 2006 wies der Bezirksrat ZÃ¼rich den Rekurs vollumfÃ¤nglich ab, bewilligte A allerdings die unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung. Kosten wurden keine erhoben und eine ParteientschÃ¤digung nicht zugesprochen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Dagegen liess A am 15. Juni 2006 Beschwerde am Verwaltungsgericht erheben und die folgenden AntrÃ¤ge stellen:</p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. Es sei festzustellen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin Opfer einer geschlechtsspezifischen Diskriminierung hinsichtlich EntlÃ¶hnung und BefÃ¶rderung sei (Geschlechtsdiskriminierung und Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes gem. GlG).</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verurteilen, der BeschwerdefÃ¼hrerin nach Beseitigung der Diskriminierung die Differenz zwischen dem tatsÃ¤chlich ausbezahlten Lohn und dem ihr geschuldeten Lohn, zukÃ¼nftig und rÃ¼ckwirkend seit wann rechtens nebst Zins zu 5% zu bezahlen, einschliesslich Nachzahlung der entsprechenden PensionskassenbeitrÃ¤ge.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 3. Eventualiter sei eine Arbeitsplatzbewertung durchzufÃ¼hren.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 4. (GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege)</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 5. Unter Kosten- EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2">Der Bezirksrat ZÃ¼rich verzichtete am 22./26. Juni 2006 auf Vernehmlassung. Der Stadtrat von ZÃ¼rich erstattete am 30. August 2006 eine Beschwerdeantwort und verlangte, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten; eventualiter sei diese abzuweisen. </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die Beschwerde richtet sich gegen einen Entscheid des Bezirksrats ZÃ¼rich Ã¼ber eine personalrechtliche Anordnung gemÃ¤ss § 74 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG). Ungeachtet § 74 Abs. 2 VRG, welcher die Beschwerde unter anderen bei Rekursen gegen Einreihung und BefÃ¶rderung in Besoldungsklassen und Stufen ausschliesst, unterliegen Einreihungs- und BefÃ¶rderungsstreitigkeiten der verwaltungsgerichtlichen ÃberprÃ¼fung jedenfalls dann, wenn die beschwerdefÃ¼hrende Partei eine Verletzung des geschlechtsspezifischen Anspruchs auf gleichwertigen Lohn fÃ¼r gleichwertige Arbeit nach Art. 3 Abs. 1 und 2 GlG geltend macht (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 74 N. 12). Insofern erweist sich das Verwaltungsgericht vorliegend als zustÃ¤ndig. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die Ausschlussbestimmung von § 74 Abs. 2 VRG kann im Ãbrigen dann nicht zur Anwendung gelangen, wenn sich ein Anspruch auf eine gerichtliche Beurteilung aus Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) ergibt. Nach der neueren Praxis des EuropÃ¤ischen Gerichtshofs fÃ¼r Menschenrechte und des Bundesgerichts, der sich das Verwaltungsgericht angeschlossen hat, stellen VermÃ¶gensansprÃ¼che aus dem Ã¶ffentlich-rechtlichen DienstverhÃ¤ltnis grundsÃ¤tzlich zivilrechtliche Streitigkeiten im Sinn von Art. 6 Abs. 1 EMRK dar. Besoldungsstreitigkeiten sind hiervon nur ausgenommen, wenn die betreffenden Angestellten des Gemeinwesens allgemeine Staatsinteressen zu wahren haben und an der AusÃ¼bung der Ã¶ffentlichen Gewalt teilhaben (VGr, 20. No­vember 2002, PB.2002.00027, E. 2b, www.vgrzh.ch, mit weiteren Hinweisen). Dies trifft namentlich auf die AngehÃ¶rigen von Armee und Polizei zu sowie auf Verwaltungsangestellte, soweit sie Rechtsvorschriften vorbereiten oder ihre Anwendung Ã¼berwachen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin als Mitarbeitende im administrativen Bereich des Amtes M, die nicht selbstÃ¤ndig die Anwendung von Rechtsvorschriften Ã¼berwacht, fÃ¤llt nicht darunter (vgl. EGMR, 8. Dezember 1999, Pellegrin, 28541/95, § 66 in Verbindung mit §§ 37-41, Rec. 1999-VIII, hudoc.echr.coe.int; Jens Meyer-Ladewig, Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, Handkommentar, Baden-Baden 2003, Art. 6 Rn. 10 ff.). Sofern die BeschwerdefÃ¼hrerin gestÃ¼tzt auf die Bestimmung von Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) eine nicht geschlechtsspezifisch bedingte Lohndiskriminierung geltend machen wollte, wÃ¤re auch hierfÃ¼r das Verwaltungsgericht zustÃ¤ndig.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Wie aus dem Sachverhalt hervorgeht, Ã¤nderte die BeschwerdefÃ¼hrerin ihre AntrÃ¤ge in jedem Verfahrensschritt wieder ab. Die Vorinstanz sprach davon, die Rekursschrift sei widersprÃ¼chlich abgefasst. Aus den AntrÃ¤gen geht jedenfalls nicht hervor, welche lohnmÃ¤ssige Einstufung die BeschwerdefÃ¼hrerin als nicht diskriminierend erachtet. In der BeschwerdebegrÃ¼ndung â aus den AntrÃ¤gen nicht ersichtlich â verlangt sie nunmehr die Einreihung in die Funktionsklasse 606/Sachbearbeitung, Funktionsstufe 6. Das erscheint insofern widersprÃ¼chlich, als der Vorschlag der Schlichtungsstelle die Einstufung in Funktionskette 606 â was lohnmÃ¤ssig ohne Einfluss ist (hinten 4.1) â und Funktionsstufe 5 vorsah, was hauptsÃ¤chlich daran scheiterte, dass die Beschwerdegegnerin nicht auch noch die Anwaltskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼bernahm (vorn I.B). Im Rekursverfahren fÃ¼hrte sie zudem aus, dass angesichts ihrer Aufgaben "prozentual betrachtet" die Einstufung in Funktionskette 606, Funktionsstufe 5 als "nahe liegend und gerecht erscheine". Es ist daher nicht mÃ¶glich, der vorliegenden Streitigkeit einen konkreten Streitwert beizumessen, umso weniger, als die BeschwerdefÃ¼hrerin im Beschwerdeverfahren zur Hauptsache eine nicht nÃ¤her erlÃ¤uterte Differenz zum heutigen Lohn zur Nachzahlung fordert. Angesichts des unbestimmten Streitwerts ist die Kammer zum Entscheid berufen. </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2">Die Beschwerdegegnerin verlangt, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten, weil aus den BeschwerdeantrÃ¤gen nicht hervorgehe, welchen Lohn die BeschwerdefÃ¼hrerin eigentlich fordere. Zudem stelle sie ein Feststellungsbegehren. Die MÃ¶glichkeit, ein Gestaltungsurteil zu verlangen, schliesse jedoch einen Feststellungsentscheid aus. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach Art. 5 Abs. 1 lit. c GlG kann, wer von einer Diskriminierung im Sinne der Art. 3 und 4 GlG betroffen ist, dem Gericht oder der VerwaltungsbehÃ¶rde beantragen, eine Diskriminierung festzustellen, wenn diese sich weiterhin stÃ¶rend auswirkt. Allerdings muss dazu ein Feststellungsinteresse nachgewiesen werden und wird vorausgesetzt, dass die Diskriminierung sich weiterhin stÃ¶rend auswirkt, aber aus irgendwelchen GrÃ¼nden nicht gemÃ¤ss Art. 5 Abs. 1 lit. b GlG beseitigt werden kann (Margrith Bigler-Eggenberger, in: Margrith Bigler-Eggenberger/Claudia Kaufmann [Hrsg.], Kommentar zum Gleichstellungsgesetz, Basel/Frankfurt a.M. 1997, Art. 5 Rz. 18). </p> <p class="Erwgung2">Dem Begehren um eine FeststellungsverfÃ¼gung ist zu entsprechen, wenn der Gesuchsteller ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an der Feststellung nachweist. Allgemein genÃ¼gen tatsÃ¤chliche, wirtschaftliche oder ideelle Interessen. Daneben gelten spezifische Kriterien fÃ¼r die SchutzwÃ¼rdigkeit des Feststellungsinteresses: Ãber den Bestand, Nichtbestand und Umfang Ã¶ffentlichrechtlicher Rechte und Pflichten muss Unklarheit bestehen. Das Feststellungsinteresse muss in dem Sinne aktuell sein, dass der Gesuchsteller bei Verweigerung Gefahr laufen wÃ¼rde, Massnahmen zu treffen oder zu unterlassen mit der Folge, dass ihm daraus Nachteile erwachsen kÃ¶nnten. Gegenstand der FeststellungsverfÃ¼gung muss ein konkretes RechtsverhÃ¤ltnis sein. Ein Feststellungsanspruch besteht aber regelmÃ¤ssig dann nicht, wenn Ã¼ber die blosse Feststellung hinaus eine vollstreckbare Leistung verlangt werden kann. In diesem Sinn ist der Feststellungsanspruch subsidiÃ¤r (BGE 118 II 254 = Pra 82/1993 Nr. 110, E. 1c; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 60-62). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Wie aus den AntrÃ¤gen der BeschwerdefÃ¼hrerin hervorgeht, verlangt sie im Beschwerdeverfahren zur Hauptsache die Feststellung einer geschlechtsspezifischen Diskriminierung hinsichtlich EntlÃ¶hnung und BefÃ¶rderung und leitet daraus einen Anspruch auf Nachzahlung der Differenz zwischen dem tatsÃ¤chlich ausbezahlten und dem ihr geschuldeten <br/> â nicht nÃ¤her bezifferten â Lohn einschliesslich der PensionskassenbeitrÃ¤ge ab. Die BeschwerdefÃ¼hrerin erhebt damit klar ein Leistungsbegehren. Daran Ã¤ndert sich nichts dadurch, dass sie eventualiter die DurchfÃ¼hrung einer Arbeitsplatzbewertung verlangt. EventualantrÃ¤ge sind erst nach der Beurteilung der HauptantrÃ¤ge zu prÃ¼fen; die Bezeichnung von Haupt- und Eventualantrag bestimmt die Reihenfolge der PrÃ¼fung durch die Rechtsmittelinstanz (Attilio Gadola, Das verwaltungsinterne Beschwerdeverfahren, ZÃ¼rich 1991, S. 273). Ferner wird ein Eventualantrag in der Regel nur dann zu prÃ¼fen sein, wenn dem Hauptantrag oder den HauptantrÃ¤gen nicht gefolgt werden kann. Der Eventualantrag dient vorliegend dazu, die Frage einer geschlechtsspezifischen lohnmÃ¤ssigen Diskriminierung zu klÃ¤ren. Am Charakter des Leistungsbegehrens Ã¤ndert sich dadurch nichts. Ein vom Leistungsbegehren unabhÃ¤ngiges Feststellungsinteresse wird nicht dargetan; auf das blosse Feststellungsbegehren ist entsprechend nicht einzutreten. Hingegen wÃ¤re im Rahmen des Leistungsbegehrens vorfrageweise zu prÃ¼fen, ob eine lohnmÃ¤ssige Diskriminierung der BeschwerdefÃ¼hrerin vorliegt. Die Frage, ob auf das Leistungsbegehren einzutreten ist, kann offen gelassen werden, da es ohnehin abzuweisen ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">In individuellen Diskriminierungssituationen mÃ¼ssen Personen zum Vergleich beigezogen werden, die eine gleiche oder sehr Ã¤hnliche Funktion ausÃ¼ben, beispielsweise Kollegen, welche dieselbe Arbeit verrichten. Alsdann ist zu prÃ¼fen, ob diese zusÃ¤tzliche oder andere Aufgaben wahrnehmen. Die Diskriminierung ist allerdings nicht bereits glaubhaft gemacht, wenn eine Frau weniger verdient oder sonstwie schlechter gestellt ist als ein Mann, sondern nur, wenn sie unter gleichen oder Ã¤hnlichen UmstÃ¤nden schlechter gestellt erscheint als dieser (BGr, 6. September 2006, 2A.127/2006, E. 2.1, www.bger.ch; HansjÃ¶rg Seiler, Gleicher Lohn fÃ¼r gleichwertige Arbeit, ZBl 104/2003, S. 113 ff., 126). Statistisch belegte Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern (dazu Margrith Bigler-Eggen­berger: Art. 4 Abs. 2/8 Abs. 3 BV â eine Erfolgsgeschichte?, ZBl 106/2005, S. 57 ff., Ziff. 3.2.2, 5.2) kÃ¶nnen ein Indiz fÃ¼r Lohndiskriminierungen bilden, doch mÃ¼ssen die unterschiedlich entlÃ¶hnten TÃ¤tigkeiten gleichwertig sein. Bei der Frage nach der Gleichwertigkeit handelt es sich nicht schon um die Frage nach RechtfertigungsgrÃ¼nden, sondern um die Frage, ob Ã¼berhaupt eine Tatbestandsvoraussetzung fÃ¼r das Lohngleichheitsgebot erfÃ¼llt ist bzw. ob eine â allenfalls zu rechtfertigende â Ungleichbehandlung vorliegt (BGE 124 II 409 E. 9a).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Vorauszuschicken ist, dass in der Einstufung der BeschwerdefÃ¼hrerin in Funktionsklasse 602 noch keine Diskriminierung liegt, da diese Einstufung sich lohnmÃ¤ssig nicht auswirkt. Massgebend dafÃ¼r ist vielmehr die Funktions<i>stufe</i> (vgl. Art. 51 Abs. 1 und 53 des [StadtzÃ¼rcher] Personalrechts vom 28. November 2001 [PR]; Art. 56 der AusfÃ¼hrungsbestimmungen zur Verordnung Ã¼ber das ArbeitsverhÃ¤ltnis des stÃ¤dtischen Personals vom 27. MÃ¤rz 2002 [AB PR] sowie Anhang A AB PR). Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin in der Einstufung in die Funktionsklasse 602 eine "offensichtlich mangelnde WertschÃ¤tzung" erkennt, dies allerdings wieder damit relativiert, dass sich die Einreihung in die Funktionsklasse 602 "rein hypothetisch betrachtet" diskriminierend auswirke, ist damit eine lohnmÃ¤ssige, geschlechtsspezifische Diskriminierung nicht dargetan. Die Beschwerdegegnerin hat sodann ihre Bereitschaft bekundet, die gewÃ¼nschte Umteilung in Funktionsklasse 606 vorzunehmen, nachdem sich im Laufe der Zeit die Art der von der BeschwerdefÃ¼hrerin vorzunehmenden Arbeiten tatsÃ¤chlich gewandelt hat. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Unbestrittenermassen ist der Mitarbeiter S die vorliegend massgebende Vergleichsperson fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin, da dessen TÃ¤tigkeit zu etwa 70-75 % der ihrigen entspricht. Nachdem die BeschwerdefÃ¼hrerin die Stelle von S als Vergleichsperson anerkannt hat, kann sie sich nicht darauf berufen, dass es einer Expertise bedÃ¼rfe, um zu sagen, ob diese Stellen miteinander verglichen werden kÃ¶nnten (BGE 130 III 145 = Pra 2004 Nr. 132, E. 3.1.2).</p> <p class="Erwgung2">Die Aufgaben von S umfassen zu 90 % die ErÃ¶ffnung der elektronisch angelieferten GeschÃ¤fte mit ÃberprÃ¼fung der Daten, zu 5 % die ErÃ¶ffnung von GeschÃ¤ften in Papierform, zu 4 % die AbklÃ¤rungen von Differenzen bei den Personalien mittels telefonischer und elektronischer AbklÃ¤rungen sowie diverse kleinere BÃ¼roarbeiten. S gebietet Ã¼ber keine direkt untergebene Stellen oder unterstellte Mitarbeitende. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat zur Hauptaufgabe (70 %) das ErÃ¶ffnen von in Papierform angelieferten GeschÃ¤ften, ebenfalls verbunden mit der ÃberprÃ¼fung von Personalien und allenfalls notwendigen AbklÃ¤rungen in diesem Zusammenhang. Ausserdem bedient sie zu 20 % den Schalter. Zu 10 % bedient sie das Telefon und hilft bei Problemen mit der Telefonanlage. Auch sie gebietet nicht Ã¼ber untergebene Stellen oder Mitarbeitende. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Soweit sich die BeschwerdefÃ¼hrerin auf "die weibliche Vergleichsperson" V beruft, kann dies naturgemÃ¤ss nicht zur Glaubhaftmachung einer geschlechtsspezifischen Lohndiskriminierung geschehen, sondern nur im Rahmen der Verletzung des Lohngleichheitsgebotes nach Art. 8 BV erfolgen. Der Grundsatz der Rechtsgleichheit nach Art. 8 Abs. 1 BV ist verletzt, wenn im Ã¶ffentlichen DienstverhÃ¤ltnis gleichwertige Arbeit ungleich entlÃ¶hnt wird. Bei ungleichen Besoldungen, die <i>nicht geschlechtsspezifisch</i> diskriminierend sind, verschafft lediglich das allgemeine Rechtsgleichheitsgebot von Art. 8 Abs. 1 BV einen Anspruch auf Beseitigung der Ungleichheit und kann bloss indirekt zur Folge haben, dass der Ã¶ffentliche Arbeitgeber einem Betroffenen zur Beseitigung einer Rechtsungleichheit hÃ¶here Leistungen ausrichten muss. Denn aus dem allgemeinen Rechtsgleichheitsgebot ergibt sich kein direkter bundesrechtlicher Anspruch auf rÃ¼ckwirkende Ausrichtung einer rechtsgleichen Besoldung, wie dies fÃ¼r den Bereich der Lohngleichheitsgarantie fÃ¼r Mann und Frau der Fall ist. Von Verfassung wegen kann lediglich verlangt werden, dass der rechtsungleiche Zustand auf geeignete Weise und in angemessener Frist behoben wird. Es darf dazu auf jenen Zeitpunkt abgestellt werden, in dem der oder die Betroffene ein Begehren nach Behebung eines rechtsungleichen Zustandes gestellt hat (BGE 131 I 105 E. 3.6 und 7; BGr, 12. April 2006, 2P.287/2005, E. 2.3, www.bger.ch). </p> <p class="Erwgung2">Das wÃ¤re vorliegend der 13. September 2004, als die BeschwerdefÃ¼hrerin mehr Lohn unter Hinweis auf die ihrer Ansicht nach seit 1997 bestehende diskriminierende Einstufung verlangte (vorn I.A). Antrag 2 im Beschwerdeverfahren lÃ¤sst indessen einen konkreten Termin gerade offen und scheint im Ãbrigen von einem direkt vollstreckbaren Anspruch auf rÃ¼ckwirkende Lohnnachzahlung auszugehen, was gegen einen Anspruch aus Art. 8 Abs. 1 BV spricht. Ausserdem fÃ¼hren V und die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼berwiegend nicht gleichwertige Arbeiten aus, was berÃ¼cksichtigt werden darf. V erÃ¶ffnet und bearbeitet die eingehenden GeschÃ¤fte (60 %), erteilt Auskunft am Schalter und am Telefon (10 %), erledigt den Posteingang (20 %) und hilft bei der Bearbeitung von SpezialfÃ¤llen (10 %). Es liegt aber auf der Hand, dass die <i>Bearbeitung</i> von eingehenden GeschÃ¤ften und SpezialfÃ¤llen Ã¼ber das blosse ErÃ¶ffnen von in Papierform angelieferten GeschÃ¤ften hinausgeht. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin hierzu ausfÃ¼hrt, V bearbeite gar keine SpezialfÃ¤lle, ist dies weder belegt noch sonstwie dargetan. V ist daher als Vergleichsperson ungeeignet, weshalb dahin gestellt bleiben kann, ob sie als angeblich ehemalige Geliebte ihres Vorgesetzten eine Vorzugsbehandlung geniesst. Ein auf Art. 8 Abs. 1 BV gestÃ¼tzter Anspruch lÃ¤sst sich mit ihr jedenfalls nicht begrÃ¼nden. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2">Demzufolge bleibt zu prÃ¼fen, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin eine lohn- und befÃ¶rderungsmÃ¤ssige Diskriminierung gegenÃ¼ber der mÃ¤nnlichen Vergleichsperson S dartun kann. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin erachtet sich als Opfer einer geschlechtsdiskriminierenden EntlÃ¶hnung und BefÃ¶rderung. Indessen lÃ¤sst sie offen, inwieweit der Mitarbeiter S ihr gegenÃ¼ber bei BefÃ¶rderungen bevorzugt worden sein soll. Dass er in eine andere Funktionsklasse (606 statt 602) eingestuft ist, kann nicht als BefÃ¶rderung angesehen werden, da die Funktionsklasse wie erwÃ¤hnt nicht lohnrelevant ist. Auch der Umstand, dass die Funktionsklasse 602 lediglich die Funktionsstufen 3-6, die Funktionsklasse 606 hingegen die Funktionsstufen 5-8 umfasst (Anhang B AB PR), ist nicht geeignet, hinsichtlich irgendwelcher BefÃ¶rderungen eine geschlechtsspezifische Diskriminierung gegenÃ¼ber der Vergleichsperson S darzutun. FÃ¼r die lohnmÃ¤ssige Einstufung ist die konkrete Funktionsstufe massgebend. Eine Ãnderung der Funktionsstufe und damit der LohnhÃ¶he erfolgt jedoch nicht etwa im Sinne eines regelmÃ¤ssigen (Funktions-)Stufenaufstiegs, sondern setzt auch innerhalb derselben Funktionsklasse die Ãbernahme zusÃ¤tzlicher und/oder neuer Funktionen voraus (Anhang B AB PR). </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Bleibt zu prÃ¼fen, ob lohnmÃ¤ssig eine geschlechtsspezifische Diskriminierung dargetan wurde. Die BeschwerdefÃ¼hrerin lÃ¤sst dazu ausfÃ¼hren, sie erledige komplexere Aufgaben als die Vergleichsperson S. WÃ¤hrend sich S dem ErÃ¶ffnen von GeschÃ¤ften ungestÃ¶rt widmen kÃ¶nne, sei sie wegen des Schalterdienstes gezwungen, stÃ¤ndige Unterbrechungen in Kauf zu nehmen, um Kunden am Schalter zu bedienen, was eine hohe Sozialkompetenz und Stressresistenz erfordere. Dies stelle eine hÃ¶herwertige Arbeit als das ErÃ¶ffnen von GeschÃ¤ften dar. Dem werde die geringe Lohndifferenz gegenÃ¼ber S von Fr. 212.- pro Jahr nicht gerecht, zumal die BeschwerdefÃ¼hrerin einen grÃ¶sseren Einsatz leiste. Zudem ergebe sich bei der Lage im Lohnband von 96,71 % ein sachlich nicht erklÃ¤rbarer und bis anhin nicht erklÃ¤rter Unterschied zur mÃ¤nnlichen Vergleichsperson S (Stellung im Lohnband 100,23 %). Auch die angerechnete Anzahl Jahre an nutzbarer Erfahrung sei diskriminierend. Die Beschwerdegegnerin bestreitet diese Angaben und verweist in der Beschwerdeantwort darauf, dass die â an sich vorgesehene Leistungskomponente des Lohnsystems â zur Zeit noch gar nicht wirksam sei. Dieser Umstand stelle keine Diskriminierung dar, weil er sÃ¤mtliche Angestellten unabhÃ¤ngig von ihrem Geschlecht betreffe.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.1 </b>Zu Recht hÃ¤lt die Beschwerdegegnerin fest, dass die beiden Nebenaufgaben der BeschwerdefÃ¼hrerin insgesamt keine hÃ¶heren Anforderungen als die Hauptaufgabe von S stellten. Die SchaltertÃ¤tigkeit umfasst lediglich 20 % der TÃ¤tigkeiten der BeschwerdefÃ¼hrerin, und die Schalterzeiten sind von 08.00 bis 16.00 Uhr begrenzt, weshalb nicht davon auszugehen ist, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin wegen des Schalterdienstes pausenlos in ihrer sonstigen Arbeit unterbrochen wird. Zwar erfordert die SchaltertÃ¤tigkeit in gewissem Umfang hÃ¶here Sozialkompetenz, derweil fÃ¼r die GeschÃ¤ftserÃ¶ffnung eher fachliche/intel­lektuelle FÃ¤higkeiten gefragt sind. Indessen werden nicht sÃ¤mtliche Personen, die am Schalter zu bedienen sind, schwierig sein. Ein erheblicher Teil der Schalterarbeit wird daher keine das Ã¼bliche Mass an Sozialkompetenz Ã¼berschreitende FÃ¤higkeiten erfordern.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.2 </b>Auch der Telefondienst, welcher lediglich 10 % der TÃ¤tigkeiten der BeschwerdefÃ¼hrerin beschlÃ¤gt, ist von den Anforderungen her zu relativieren. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht dazu geltend, sie bediene das Telefon, das Web Tel und biete Support bei Problemen mit der Telefonanlage. Zudem sei sie Telefonorganisatorin. DemgegenÃ¼ber hÃ¤lt die Beschwerdegegnerin fest, die Aufgaben als Telefonsupporterin seien von den Anforderungen her mit der Hauptaufgabe vergleichbar. Dem Entscheid des Stadtrates vom 5. Oktober 2005 ist zu entnehmen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin Meldungen Ã¼ber TelefonstÃ¶rungen entgegenzunehmen und an die Anbieter weiterzuleiten, die verschiedenen Telefonverzeich­nisse nachzufÃ¼hren und neuen Mitarbeitenden die Telefonbedienung zu erklÃ¤ren habe. Es liegt auf der Hand, dass die Anforderungen fÃ¼r den Telefondienst jene an die HaupttÃ¤tigkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin und damit auch der mÃ¤nnlichen Vergleichsperson nicht Ã¼bersteigen. Die TÃ¤tigkeit der Vergleichsperson S ist somit zumindest gleichwertig derjenigen der BeschwerdefÃ¼hrerin.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>5.3.1 </b>Dennoch ist die BeschwerdefÃ¼hrerin der Meinung, sie sei gegenÃ¼ber der Vergleichsperson S trotz ihres hÃ¶heren Verdienstes diskriminiert, namentlich unter Hinweis auf ihre tiefere Lage im Lohnband. Die Vorinstanz begrÃ¼ndete indes ausfÃ¼hrlich und zutreffend, weshalb die BeschwerdefÃ¼hrerin aus der Einstufung im Lohnband keine Lohndiskriminierung ableiten kÃ¶nne; darauf ist vorab zu verweisen (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG; dazu auch Art. 187 Abs. 2 und 3 AB PR). </p> <p class="Erwgung2">Neu macht die BeschwerdefÃ¼hrerin allerdings geltend, sie sei bereits vor dem Inkrafttreten der stÃ¤dtischen Besoldungsrevision lohnmÃ¤ssig diskriminiert worden. Eine frankenmÃ¤ssige ÃberfÃ¼hrung aus einer diskriminierenden altrechtlichen Einreihung in eine diskriminierungsfreie neurechtliche wÃ¼rde die Diskriminierung weiter fÃ¼hren, insofern sie den diskriminierenden altrechtlichen Lohn als Ausgangspunkt und begrenzenden Faktor fÃ¼r die Neueinstufung heranzieht (BGE 131 II 393 E. 8 S. 412 mit Hinweisen). </p> <p class="Erwgung2">Wohl war der Lohn der BeschwerdefÃ¼hrerin "frankenmÃ¤ssig", also ohne Ãnderung, ins neue Besoldungssystem der Stadt ZÃ¼rich Ã¼berfÃ¼hrt worden; zu diesem Zweck erfolgte die Platzierung im Lohnband auf 96,71 %. Es bestehen indessen keine Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass der Lohn der BeschwerdefÃ¼hrerin jemals diskriminierend gewesen wÃ¤re. Im Vergleich zu S ist die BeschwerdefÃ¼hrerin zwar schon fÃ¼nf Jahre lÃ¤nger beim Amt M angestellt. Das Gleichstellungsgesetz vermittelt der BeschwerdefÃ¼hrerin indes keinen Anspruch, aufgrund ihrer lÃ¤ngeren Anstellungszeit trotz Gleichwertigkeit der beiden TÃ¤tigkeiten massgeblich besser entlÃ¶hnt zu werden. Im Ãbrigen verfÃ¼gt die Vergleichsperson S Ã¼ber eine um 14 Jahre hÃ¶here Lebenserfahrung als die BeschwerdefÃ¼hrerin.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.3.2 </b> Schliesslich folgt auch aus dem Umstand, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin vorab aus sprachlichen â und damit von der Einarbeitungszeit unabhÃ¤ngigen â GrÃ¼nden nicht in der Lage gewesen sei, VerfÃ¼gungen selbstÃ¤ndig auszufertigen, keine lohnmÃ¤ssige Diskriminierung gegenÃ¼ber einer mÃ¤nnlichen Vergleichsperson. Denn der BeschwerdefÃ¼hrerin wurde die gewÃ¼nschte Aufgabe offensichtlich aus sachlichen GrÃ¼nden nicht Ã¼bertragen, woraus nicht auf ein diskriminierendes Vorgehen geschlossen werden kann (BGE 125 III 368 E. 5).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b> Vor diesem Hintergrund erweist sich die EntlÃ¶hnung der BeschwerdefÃ¼hrerin als nicht diskriminierend. Es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern der beantragte Beizug von SachverstÃ¤ndigen oder die Befragung von Auskunftspersonen zu einem anderen Ergebnis fÃ¼hren kÃ¶nnten. Somit kann von beweismÃ¤ssigen Weiterungen abgesehen werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2">Demnach ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. </p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>Die Kosten des Verfahrens, das sich Ã¼berwiegend auf das Gleichstellungsgesetz abstÃ¼tzt, sind auf die Gerichtskasse zu nehmen (Art. 13 Abs. 5 GlG). Insofern erweist sich das Begehren um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege als gegenstandslos. Eine EntschÃ¤digung ist der BeschwerdefÃ¼hrerin bei diesem Ausgang nicht zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 32).</p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin verlangt allerdings die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes. DafÃ¼r wird nicht nur vorausgesetzt, dass eine Partei nicht in der Lage ist, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren (§ 16 Abs. 2 VRG). Kumulativ erforderlich ist, dass der ansprechenden Partei die nÃ¶tigen Mittel fehlen und ihr Begehren nicht als aussichtslos erscheint (§ 16 Abs. 1 VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 39). Das vorliegende Beschwerdeverfahren erweist sich als von Anfang an aussichtslos. Die Frage der Mittellosigkeit braucht demnach nicht mehr geprÃ¼ft zu werden. Das Gesuch ist abzuweisen. </p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Einzug2"><span>1. Das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Das Gesuch um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes wird abgewiesen; <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung anâ¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>