Übereinkommen vom 30. Oktober 2007 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (Lugano-Übereinkommen, LugÜ) (mit Prot. und Anhängen) <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.275.12"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 30 octobre 2007 concernant la compétence judiciaire, la reconnaissance et l'exécution des décisions en matière civile et commerciale (Convention de Lugano, CL) (avec prot. et annexes)" shortForm="CL"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 30. 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Oktober 2007</p><p>Von der Bundesversammlung genehmigt am 11. Dezember 2009<authorialNote><p> Art. 1 Abs. 1 des BB vom 11. Dez. 2009 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2010/800" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2010</b> 5601</ref>)</p></authorialNote></p><p>Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 20. Oktober 2010</p><p>In Kraft getreten für die Schweiz am 1. Januar 2011</p><p> (Stand am 8. April 2016)</p></preface><preamble><p fedlex:role="heading"><i>Präambel</i></p><p>Die Hohen Vertragsparteien dieses Übereinkommens,</p><p>entschlossen, in ihren Hoheitsgebieten den Rechtsschutz der dort ansässigen Personen zu verstärken,</p><p>in der Erwägung, dass es zu diesem Zweck geboten ist, die internationale Zuständigkeit ihrer Gerichte festzulegen, die Anerkennung von Entscheidungen zu erleichtern und ein beschleunigtes Verfahren einzuführen, um die Vollstreckung von Entscheidungen, öffentlichen Urkunden und gerichtlichen Vergleichen sicherzustellen,</p><p>im Bewusstsein der zwischen ihnen bestehenden Bindungen, die im wirtschaftlichen Bereich durch die Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und bestimmten Mitgliedstaaten der Europäischen Freihandelsassoziation bestätigt worden sind,</p><blockList><listIntroduction eId="listintro">unter Berücksichtigung:</listIntroduction><item eId="bull_u1"><num>– </num><p>des Brüsseler Übereinkommens vom 27. September 1968 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen in der Fassung der infolge der verschiedenen Erweiterungen der Europäischen Union geschlossenen Beitrittsübereinkommen;</p></item><item eId="bull_u2"><num>– </num><p>des Luganer Übereinkommens vom 16. September 1988<authorialNote><p> [<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1991/2436_2436_2436" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1991</b> 2436</ref>]</p></authorialNote> über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen, das die Anwendung der Bestimmungen des Brüsseler Übereinkommens von 1968 auf bestimmte Mitgliedstaaten der Europäischen Freihandelsassoziation erstreckt;</p></item><item eId="bull_u3"><num>– </num><p>der Verordnung (EG) Nr. 44/2001 des Rates vom 22. Dezember 2000 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen;</p></item><item eId="bull_u4"><num>– </num><p>des Abkommens zwischen der Europäischen Gemeinschaft und dem Königreich Dänemark über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen, das am 19. Oktober 2005 in Brüssel unterzeichnet worden ist;</p></item></blockList><p>in der Überzeugung, dass die Ausdehnung der Grundsätze der Verordnung (EG) Nr. 44/2001 auf die Vertragsparteien des vorliegenden Übereinkommens die rechtliche und wirtschaftliche Zusammenarbeit verstärken wird,</p><p>in dem Wunsch, eine möglichst einheitliche Auslegung des Übereinkommens sicherzustellen,</p><p>haben in diesem Sinne beschlossen, dieses Übereinkommen zu schliessen, und</p><p>sind wie folgt übereingekommen:</p></preamble><body><title eId="tit_I"><num>Titel I: </num><heading>Anwendungsbereich</heading><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><paragraph eId="art_1/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen ist in Zivil- und Handelssachen anzuwenden, ohne dass es auf die Art der Gerichtsbarkeit ankommt. Es erfasst insbesondere nicht Steuer- und Zollsachen sowie verwaltungsrechtliche Angelegenheiten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_1/para_2/listintro">Dieses Übereinkommen ist nicht anzuwenden auf:</listIntroduction><item eId="art_1/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>den Personenstand, die Rechts- und Handlungsfähigkeit sowie die gesetzliche Vertretung von natürlichen Personen, die ehelichen Güterstände, das Gebiet des Erbrechts einschliesslich des Testamentsrechts;</p></item><item eId="art_1/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>Konkurse, Vergleiche und ähnliche Verfahren;</p></item><item eId="art_1/para_2/lbl_c"><num>c) </num><p>die soziale Sicherheit;</p></item><item eId="art_1/para_2/lbl_d"><num>d) </num><p>die Schiedsgerichtsbarkeit.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_3"><num>3.</num><content><p>In diesem Übereinkommen bezeichnet der Ausdruck «durch dieses Übereinkommen gebundener Staat» jeden Staat, der Vertragspartei dieses Übereinkommens oder ein Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft ist. Er kann auch die Europäische Gemeinschaft bezeichnen.</p></content></paragraph></article></title><title eId="tit_II"><num>Titel II: </num><heading>Zuständigkeit</heading><section eId="tit_II/sec_1"><num>Abschnitt 1: </num><heading>Allgemeine Vorschriften</heading><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><paragraph eId="art_2/para_1"><num>1.</num><content><p>Vorbehaltlich der Vorschriften dieses Übereinkommens sind Personen, die ihren Wohnsitz im Hoheitsgebiet eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates haben, ohne Rücksicht auf ihre Staatsangehörigkeit vor den Gerichten dieses Staates zu verklagen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_2"><num>2.</num><content><p>Auf Personen, die nicht dem durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat angehören, in dem sie ihren Wohnsitz haben, sind die für Inländer massgebenden Zuständigkeitsvorschriften anzuwenden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><paragraph eId="art_3/para_1"><num>1.</num><content><p>Personen, die ihren Wohnsitz im Hoheitsgebiet eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates haben, können vor den Gerichten eines anderen durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates nur gemäss den Vorschriften der Abschnitte 2–7 dieses Titels verklagt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>2.</num><content><p>Gegen diese Personen können insbesondere nicht die in Anhang I aufgeführten innerstaatlichen Zuständigkeitsvorschriften geltend gemacht werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1.</num><content><p>Hat der Beklagte keinen Wohnsitz im Hoheitsgebiet eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates, so bestimmt sich vorbehaltlich der Artikel 22 und 23 die Zuständigkeit der Gerichte eines jeden durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates nach dessen eigenen Gesetzen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2.</num><content><p>Gegenüber einem Beklagten, der keinen Wohnsitz im Hoheitsgebiet eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates hat, kann sich jede Person, die ihren Wohnsitz im Hoheitsgebiet eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates hat, in diesem Staat auf die dort geltenden Zuständigkeitsvorschriften, insbesondere auf die in Anhang I aufgeführten Vorschriften, wie ein Inländer berufen, ohne dass es auf ihre Staatsangehörigkeit ankommt.</p></content></paragraph></article></section><section eId="tit_II/sec_2"><num>Abschnitt 2: </num><heading>Besondere Zuständigkeiten</heading><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><paragraph eId="art_5/para_u1"><content><blockList><listIntroduction eId="art_5/para_u1/listintro">Eine Person, die ihren Wohnsitz im Hoheitsgebiet eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates hat, kann in einem anderen durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat verklagt werden:</listIntroduction><item eId="art_5/para_u1/lbl_1"><num>1. </num><p>a) </p><p>wenn ein Vertrag oder Ansprüche aus einem Vertrag den Gegenstand des Verfahrens bilden, vor dem Gericht des Ortes, an dem die Verpflichtung erfüllt worden ist oder zu erfüllen wäre,</p></item><item eId="art_5/para_u1/lbl_b"><num>b) </num><blockList><listIntroduction eId="art_5/para_u1/lbl_b/listintro">im Sinne dieser Vorschrift – und sofern nichts anderes vereinbart worden ist – ist der Erfüllungsort der Verpflichtung:</listIntroduction><item eId="art_5/para_u1/lbl_b/bull_u1"><num>– </num><p>für den Verkauf beweglicher Sachen der Ort in einem durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat, an dem sie nach dem Vertrag geliefert worden sind oder hätten geliefert werden müssen</p></item><item eId="art_5/para_u1/lbl_b/bull_u2"><num>– </num><p>für die Erbringung von Dienstleistungen der Ort in einem durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat, an dem sie nach dem Vertrag erbracht worden sind oder hätten erbracht werden müssen</p></item></blockList></item><item eId="art_5/para_u1/lbl_c"><num>c) </num><p>ist Buchstabe b nicht anwendbar, so gilt Buchstabe a;</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_5/para_2/listintro">wenn es sich um eine Unterhaltssache handelt:</listIntroduction><item eId="art_5/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>vor dem Gericht des Ortes, an dem der Unterhaltsberechtigte seinen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, oder </p></item><item eId="art_5/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>im Falle einer Unterhaltssache, über die im Zusammenhang mit einem Verfahren in Bezug auf den Personenstand zu entscheiden ist, vor dem nach seinem Recht für dieses Verfahren zuständigen Gericht, es sei denn, diese Zuständigkeit beruht lediglich auf der Staatsangehörigkeit einer der Parteien, oder</p></item><item eId="art_5/para_2/lbl_c"><num>c) </num><p>im Falle einer Unterhaltssache, über die im Zusammenhang mit einem Verfahren in Bezug auf die elterliche Verantwortung zu entscheiden ist, vor dem nach seinem Recht für dieses Verfahren zuständigen Gericht, es sei denn, diese Zuständigkeit beruht lediglich auf der Staatsangehörigkeit einer der Parteien;</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_3"><num>3.</num><content><p>wenn eine unerlaubte Handlung oder eine Handlung, die einer unerlaubten Handlung gleichgestellt ist, oder wenn Ansprüche aus einer solchen Handlung den Gegenstand des Verfahrens bilden, vor dem Gericht des Ortes, an dem das schädigende Ereignis eingetreten ist oder einzutreten droht;</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_4"><num>4.</num><content><p>wenn es sich um eine Klage auf Schadensersatz oder auf Wiederherstellung des früheren Zustands handelt, die auf eine mit Strafe bedrohte Handlung gestützt wird, vor dem Strafgericht, bei dem die öffentliche Klage erhoben ist, soweit dieses Gericht nach seinem Recht über zivilrechtliche Ansprüche erkennen kann;</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_5"><num>5.</num><content><p>wenn es sich um Streitigkeiten aus dem Betrieb einer Zweigniederlassung, einer Agentur oder einer sonstigen Niederlassung handelt, vor dem Gericht des Ortes, an dem sich diese befindet;</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_6"><num>6.</num><content><p>wenn sie in ihrer Eigenschaft als Begründer, <i>trustee</i> oder Begünstigter eines <i>trust</i> in Anspruch genommen wird, der aufgrund eines Gesetzes oder durch schriftlich vorgenommenes oder schriftlich bestätigtes Rechtsgeschäft errichtet worden ist, vor den Gerichten des durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates, in dessen Hoheitsgebiet der <i>trust</i> seinen Sitz hat;</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_7"><num>7.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_5/para_7/listintro">wenn es sich um eine Streitigkeit wegen der Zahlung von Berge- und Hilfslohn handelt, der für Bergungs- oder Hilfeleistungsarbeiten gefordert wird, die zugunsten einer Ladung oder einer Frachtforderung erbracht worden sind, vor dem Gericht, in dessen Zuständigkeitsbereich diese Ladung oder die entsprechende Frachtforderung:</listIntroduction><item eId="art_5/para_7/lbl_a"><num>a) </num><p>mit Arrest belegt worden ist, um die Zahlung zu gewährleisten, oder</p></item><item eId="art_5/para_7/lbl_b"><num>b) </num><p>mit Arrest hätte belegt werden können, jedoch dafür eine Bürgschaft oder eine andere Sicherheit geleistet worden ist;</p></item></blockList><p>diese Vorschrift ist nur anzuwenden, wenn behauptet wird, dass der Beklagte Rechte an der Ladung oder an der Frachtforderung hat oder zur Zeit der Bergungs- oder Hilfeleistungsarbeiten hatte.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><paragraph eId="art_6/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_6/para/listintro">Eine Person, die ihren Wohnsitz im Hoheitsgebiet eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates hat, kann auch verklagt werden:</listIntroduction><item eId="art_6/para/lbl_1"><num>1. </num><p>wenn mehrere Personen zusammen verklagt werden, vor dem Gericht des Ortes, an dem einer der Beklagten seinen Wohnsitz hat, sofern zwischen den Klagen eine so enge Beziehung gegeben ist, dass eine gemeinsame Verhandlung und Entscheidung geboten erscheint, um zu vermeiden, dass in getrennten Verfahren widersprechende Entscheidungen ergehen könnten; </p></item><item eId="art_6/para/lbl_2"><num>2. </num><p>wenn es sich um eine Klage auf Gewährleistung oder um eine Interventionsklage handelt, vor dem Gericht des Hauptprozesses, es sei denn, dass die Klage nur erhoben worden ist, um diese Person dem für sie zuständigen Gericht zu entziehen;</p></item><item eId="art_6/para/lbl_3"><num>3. </num><p>wenn es sich um eine Widerklage handelt, die auf denselben Vertrag oder Sachverhalt wie die Klage selbst gestützt wird, vor dem Gericht, bei dem die Klage selbst anhängig ist;</p></item><item eId="art_6/para/lbl_4"><num>4. </num><p>wenn ein Vertrag oder Ansprüche aus einem Vertrag den Gegenstand des Verfahrens bilden und die Klage mit einer Klage wegen dinglicher Rechte an unbeweglichen Sachen gegen denselben Beklagten verbunden werden kann, vor dem Gericht des durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates, in dessen Hoheitsgebiet die unbewegliche Sache belegen ist.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><paragraph eId="art_7/para"><content><p>Ist ein Gericht eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates nach diesem Übereinkommen zur Entscheidung in Verfahren wegen einer Haftpflicht aufgrund der Verwendung oder des Betriebs eines Schiffes zuständig, so entscheidet dieses oder ein anderes an seiner Stelle durch das Recht dieses Staates bestimmtes Gericht auch über Klagen auf Beschränkung dieser Haftung.</p></content></paragraph></article></section><section eId="tit_II/sec_3"><num>Abschnitt 3: </num><heading>Zuständigkeit für Versicherungssachen</heading><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><paragraph eId="art_8/para"><content><p>Für Klagen in Versicherungssachen bestimmt sich die Zuständigkeit unbeschadet des Artikels 4 und des Artikels 5 Nummer 5 nach diesem Abschnitt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><paragraph eId="art_9/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_9/para_1/listintro">Ein Versicherer, der seinen Wohnsitz im Hoheitsgebiet eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates hat, kann verklagt werden:</listIntroduction><item eId="art_9/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>vor den Gerichten des Staates, in dem er seinen Wohnsitz hat;</p></item><item eId="art_9/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>in einem anderen durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat bei Klagen des Versicherungsnehmers, des Versicherten oder des Begünstigten vor dem Gericht des Ortes, an dem der Kläger seinen Wohnsitz hat; oder</p></item><item eId="art_9/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>falls es sich um einen Mitversicherer handelt, vor dem Gericht eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates, bei dem der federführende Versicherer verklagt wird.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>2.</num><content><p>Hat der Versicherer im Hoheitsgebiet eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates keinen Wohnsitz, besitzt er aber in einem durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat eine Zweigniederlassung, Agentur oder sonstige Niederlassung, so wird er für Streitigkeiten aus ihrem Betrieb so behandelt, wie wenn er seinen Wohnsitz im Hoheitsgebiet dieses Staates hätte.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><paragraph eId="art_10/para"><content><p>Bei der Haftpflichtversicherung oder bei der Versicherung von unbeweglichen Sachen kann der Versicherer ausserdem vor dem Gericht des Ortes, an dem das schädigende Ereignis eingetreten ist, verklagt werden. Das Gleiche gilt, wenn sowohl bewegliche als auch unbewegliche Sachen in ein und demselben Versicherungsvertrag versichert und von demselben Schadensfall betroffen sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><paragraph eId="art_11/para_1"><num>1.</num><content><p>Bei der Haftpflichtversicherung kann der Versicherer auch vor das Gericht, bei dem die Klage des Geschädigten gegen den Versicherten anhängig ist, geladen werden, sofern dies nach dem Recht des angerufenen Gerichts zulässig ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>2.</num><content><p>Auf eine Klage, die der Geschädigte unmittelbar gegen den Versicherer erhebt, sind die Artikel 8, 9 und 10 anzuwenden, sofern eine solche unmittelbare Klage zulässig ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_3"><num>3.</num><content><p>Sieht das für die unmittelbare Klage massgebliche Recht die Streitverkündung gegen den Versicherungsnehmer oder den Versicherten vor, so ist dasselbe Gericht auch für diese Personen zuständig.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><paragraph eId="art_12/para_1"><num>1.</num><content><p>Vorbehaltlich der Bestimmungen des Artikels 11 Absatz 3 kann der Versicherer nur vor den Gerichten des durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates klagen, in dessen Hoheitsgebiet der Beklagte seinen Wohnsitz hat, ohne Rücksicht darauf, ob dieser Versicherungsnehmer, Versicherter oder Begünstigter ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Vorschriften dieses Abschnitts lassen das Recht unberührt, eine Widerklage vor dem Gericht zu erheben, bei dem die Klage selbst gemäss den Bestimmungen dieses Abschnitts anhängig ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><paragraph eId="art_13/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_13/para/listintro">Von den Vorschriften dieses Abschnitts kann im Wege der Vereinbarung nur abgewichen werden:</listIntroduction><item eId="art_13/para/lbl_1"><num>1. </num><p>wenn die Vereinbarung nach der Entstehung der Streitigkeit getroffen wird;</p></item><item eId="art_13/para/lbl_2"><num>2. </num><p>wenn sie dem Versicherungsnehmer, Versicherten oder Begünstigten die Befugnis einräumt, andere als die in diesem Abschnitt angeführten Gerichte anzurufen;</p></item><item eId="art_13/para/lbl_3"><num>3. </num><p>wenn sie zwischen einem Versicherungsnehmer und einem Versicherer, die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in demselben durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat haben, getroffen ist, um die Zuständigkeit der Gerichte dieses Staates auch für den Fall zu begründen, dass das schädigende Ereignis im Ausland eintritt, es sei denn, dass eine solche Vereinbarung nach dem Recht dieses Staates nicht zulässig ist;</p></item><item eId="art_13/para/lbl_4"><num>4. </num><p>wenn sie von einem Versicherungsnehmer geschlossen ist, der seinen Wohnsitz nicht in einem durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat hat, ausgenommen soweit sie eine Versicherung, zu deren Abschluss eine gesetzliche Verpflichtung besteht, oder die Versicherung von unbeweglichen Sachen in einem durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat betrifft, oder</p></item><item eId="art_13/para/lbl_5"><num>5. </num><p>wenn sie einen Versicherungsvertrag betrifft, soweit dieser eines oder mehrere der in Artikel 14 aufgeführten Risiken deckt.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><paragraph eId="art_14/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_14/para/listintro">Die in Artikel 13 Nummer 5 erwähnten Risiken sind die folgenden:</listIntroduction><item eId="art_14/para/lbl_1"><num>1. </num><blockList><listIntroduction eId="art_14/para/lbl_1/listintro">sämtliche Schäden:</listIntroduction><item eId="art_14/para/lbl_1/lbl_a"><num>a) </num><p>an Seeschiffen, Anlagen vor der Küste und auf hoher See oder Luftfahrzeugen aus Gefahren, die mit ihrer Verwendung zu gewerblichen Zwecken verbunden sind,</p></item><item eId="art_14/para/lbl_1/lbl_b"><num>b) </num><p>an Transportgütern, ausgenommen Reisegepäck der Passagiere, wenn diese Güter ausschliesslich oder zum Teil mit diesen Schiffen oder Luftfahrzeugen befördert werden;</p></item></blockList></item><item eId="art_14/para/lbl_2"><num>2. </num><blockList><listIntroduction eId="art_14/para/lbl_2/listintro">Haftpflicht aller Art, mit Ausnahme der Haftung für Personenschäden an Passagieren oder Schäden an deren Reisegepäck:</listIntroduction><item eId="art_14/para/lbl_2/lbl_a"><num>a) </num><p>aus der Verwendung oder dem Betrieb von Seeschiffen, Anlagen oder Luftfahrzeugen gemäss Nummer 1 Buchstabe a, es sei denn, dass – was die letztgenannten betrifft – nach den Rechtsvorschriften des durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates, in dem das Luftfahrzeug eingetragen ist, Gerichtsstandsvereinbarungen für die Versicherung solcher Risiken untersagt sind,</p></item><item eId="art_14/para/lbl_2/lbl_b"><num>b) </num><p>für Schäden, die durch Transportgüter während einer Beförderung im Sinne von Nummer 1 Buchstabe b verursacht werden;</p></item></blockList></item><item eId="art_14/para/lbl_3"><num>3. </num><p>finanzielle Verluste im Zusammenhang mit der Verwendung oder dem Betrieb von Seeschiffen, Anlagen oder Luftfahrzeugen gemäss Nummer 1 Buchstabe a, insbesondere Fracht- oder Charterverlust;</p></item><item eId="art_14/para/lbl_4"><num>4. </num><p>irgendein zusätzliches Risiko, das mit einem der unter den Nummern 1–3 genannten Risiken in Zusammenhang steht;</p></item><item eId="art_14/para/lbl_5"><num>5. </num><p>unbeschadet der Nummern 1–4 alle Grossrisiken.</p></item></blockList></content></paragraph></article></section><section eId="tit_II/sec_4"><num>Abschnitt 4: </num><heading>Zuständigkeit bei Verbrauchersachen</heading><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><paragraph eId="art_15/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_15/para_1/listintro">Bilden ein Vertrag oder Ansprüche aus einem Vertrag, den eine Person, der Verbraucher, zu einem Zweck geschlossen hat, der nicht der beruflichen oder gewerblichen Tätigkeit dieser Person zugerechnet werden kann, den Gegenstand des Verfahrens, so bestimmt sich die Zuständigkeit unbeschadet des Artikels 4 und des Artikels 5 Nummer 5 nach diesem Abschnitt:</listIntroduction><item eId="art_15/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>wenn es sich um den Kauf beweglicher Sachen auf Teilzahlung handelt;</p></item><item eId="art_15/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>wenn es sich um ein in Raten zurückzuzahlendes Darlehen oder ein anderes Kreditgeschäft handelt, das zur Finanzierung eines Kaufs derartiger Sachen bestimmt ist; oder</p></item><item eId="art_15/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>in allen anderen Fällen, wenn der andere Vertragspartner in dem durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat, in dessen Hoheitsgebiet der Verbraucher seinen Wohnsitz hat, eine berufliche oder gewerbliche Tätigkeit ausübt oder eine solche auf irgendeinem Wege auf diesen Staat oder auf mehrere Staaten, einschliesslich dieses Staates, ausrichtet und der Vertrag in den Bereich dieser Tätigkeit fällt.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_2"><num>2.</num><content><p>Hat der Vertragspartner des Verbrauchers im Hoheitsgebiet eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates keinen Wohnsitz, besitzt er aber in einem durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat eine Zweigniederlassung, Agentur oder sonstige Niederlassung, so wird er für Streitigkeiten aus ihrem Betrieb so behandelt, wie wenn er seinen Wohnsitz im Hoheitsgebiet dieses Staates hätte.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_3"><num>3.</num><content><p>Dieser Abschnitt ist nicht auf Beförderungsverträge mit Ausnahme von Reiseverträgen, die für einen Pauschalpreis kombinierte Beförderungs- und Unterbringungsleistungen vorsehen, anzuwenden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_16"><num><b>Art. 16</b></num><paragraph eId="art_16/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Klage eines Verbrauchers gegen den anderen Vertragspartner kann entweder vor den Gerichten des durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates erhoben werden, in dessen Hoheitsgebiet dieser Vertragspartner seinen Wohnsitz hat, oder vor dem Gericht des Ortes, an dem der Verbraucher seinen Wohnsitz hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Klage des anderen Vertragspartners gegen den Verbraucher kann nur vor den Gerichten des durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates erhoben werden, in dessen Hoheitsgebiet der Verbraucher seinen Wohnsitz hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Vorschriften dieses Artikels lassen das Recht unberührt, eine Widerklage vor dem Gericht zu erheben, bei dem die Klage selbst gemäss den Bestimmungen dieses Abschnitts anhängig ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_17"><num><b>Art. 17</b></num><paragraph eId="art_17/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_17/para/listintro">Von den Vorschriften dieses Abschnitts kann im Wege der Vereinbarung nur abgewichen werden:</listIntroduction><item eId="art_17/para/lbl_1"><num>1. </num><p>wenn die Vereinbarung nach der Entstehung der Streitigkeit getroffen wird;</p></item><item eId="art_17/para/lbl_2"><num>2. </num><p>wenn sie dem Verbraucher die Befugnis einräumt, andere als die in diesem Abschnitt angeführten Gerichte anzurufen; oder</p></item><item eId="art_17/para/lbl_3"><num>3. </num><p>wenn sie zwischen einem Verbraucher und seinem Vertragspartner, die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in demselben durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat haben, getroffen ist und die Zuständigkeit der Gerichte dieses Staates begründet, es sei denn, dass eine solche Vereinbarung nach dem Recht dieses Staates nicht zulässig ist.</p></item></blockList></content></paragraph></article></section><section eId="tit_II/sec_5"><num>Abschnitt 5: </num><heading>Zuständigkeit für individuelle Arbeitsverträge</heading><article eId="art_18"><num><b>Art. 18</b></num><paragraph eId="art_18/para_1"><num>1.</num><content><p>Bilden ein individueller Arbeitsvertrag oder Ansprüche aus einem individuellen Arbeitsvertrag den Gegenstand des Verfahrens, so bestimmt sich die Zuständigkeit unbeschadet des Artikels 4 und des Artikels 5 Nummer 5 nach diesem Abschnitt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_2"><num>2.</num><content><p>Hat der Arbeitgeber, mit dem der Arbeitnehmer einen individuellen Arbeitsvertrag geschlossen hat, im Hoheitsgebiet eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates keinen Wohnsitz, besitzt er aber in einem der durch dieses Übereinkommen gebundenen Staaten eine Zweigniederlassung, Agentur oder sonstige Niederlassung, so wird er für Streitigkeiten aus ihrem Betrieb so behandelt, wie wenn er seinen Wohnsitz im Hoheitsgebiet dieses Staates hätte.</p></content></paragraph></article><article eId="art_19"><num><b>Art. 19</b></num><paragraph eId="art_19/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_19/para/listintro">Ein Arbeitgeber, der seinen Wohnsitz im Hoheitsgebiet eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates hat, kann verklagt werden:</listIntroduction><item eId="art_19/para/lbl_1"><num>1. </num><p>vor den Gerichten des Staates, in dem er seinen Wohnsitz hat;</p></item><item eId="art_19/para/lbl_2"><num>2. </num><p>in einem anderen durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat</p><blockList><item eId="art_19/para/lbl_2/lbl_a"><num>a) </num><p>vor dem Gericht des Ortes, an dem der Arbeitnehmer gewöhnlich seine Arbeit verrichtet oder zuletzt gewöhnlich verrichtet hat, oder</p></item><item eId="art_19/para/lbl_2/lbl_b"><num>b) </num><p>wenn der Arbeitnehmer seine Arbeit gewöhnlich nicht in ein und demselben Staat verrichtet oder verrichtet hat, vor dem Gericht des Ortes, an dem sich die Niederlassung, die den Arbeitnehmer eingestellt hat, befindet bzw. befand.</p></item></blockList></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_20"><num><b>Art. 20</b></num><paragraph eId="art_20/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Klage des Arbeitgebers kann nur vor den Gerichten des durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates erhoben werden, in dessen Hoheitsgebiet der Arbeitnehmer seinen Wohnsitz hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_20/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Vorschriften dieses Abschnitts lassen das Recht unberührt, eine Widerklage vor dem Gericht zu erheben, bei dem die Klage selbst gemäss den Bestimmungen dieses Abschnitts anhängig ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_21"><num><b>Art. 21</b></num><paragraph eId="art_21/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_21/para/listintro">Von den Vorschriften dieses Abschnitts kann im Wege der Vereinbarung nur abgewichen werden:</listIntroduction><item eId="art_21/para/lbl_1"><num>1. </num><p>wenn die Vereinbarung nach der Entstehung der Streitigkeit getroffen wird; oder</p></item><item eId="art_21/para/lbl_2"><num>2. </num><p>wenn sie dem Arbeitnehmer die Befugnis einräumt, andere als die in diesem Abschnitt angeführten Gerichte anzurufen.</p></item></blockList></content></paragraph></article></section><section eId="tit_II/sec_6"><num>Abschnitt 6: </num><heading>Ausschliessliche Zuständigkeiten</heading><article eId="art_22"><num><b>Art. 22</b></num><paragraph eId="art_22/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_22/para/listintro">Ohne Rücksicht auf den Wohnsitz sind ausschliesslich zuständig:</listIntroduction><item eId="art_22/para/lbl_1"><num>1. </num><p>für Klagen, welche dingliche Rechte an unbeweglichen Sachen sowie die Miete oder Pacht von unbeweglichen Sachen zum Gegenstand haben, die Gerichte des durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates, in dem die unbewegliche Sache belegen ist. </p><p>Jedoch sind für Klagen betreffend die Miete oder Pacht unbeweglicher Sachen zum vorübergehenden privaten Gebrauch für höchstens sechs aufeinander folgende Monate auch die Gerichte des durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates zuständig, in dem der Beklagte seinen Wohnsitz hat, sofern es sich bei dem Mieter oder Pächter um eine natürliche Person handelt und der Eigentümer sowie der Mieter oder Pächter ihren Wohnsitz in demselben durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat haben;</p></item><item eId="art_22/para/lbl_2"><num>2. </num><p>für Klagen, welche die Gültigkeit, die Nichtigkeit oder die Auflösung einer Gesellschaft oder juristischen Person oder die Gültigkeit der Beschlüsse ihrer Organe zum Gegenstand haben, die Gerichte des durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates, in dessen Hoheitsgebiet die Gesellschaft oder juristische Person ihren Sitz hat. Bei der Entscheidung darüber, wo der Sitz sich befindet, wendet das Gericht die Vorschriften seines Internationalen Privatrechts an;</p></item><item eId="art_22/para/lbl_3"><num>3. </num><p>für Klagen, welche die Gültigkeit von Eintragungen in öffentliche Register zum Gegenstand haben, die Gerichte des durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates, in dessen Hoheitsgebiet die Register geführt werden;</p></item><item eId="art_22/para/lbl_4"><num>4. </num><p>für Klagen, welche die Eintragung oder die Gültigkeit von Patenten, Marken, Mustern und Modellen sowie ähnlicher Rechte, die einer Hinterlegung oder Registrierung bedürfen, zum Gegenstand haben, unabhängig davon, ob die Frage klageweise oder einredeweise aufgeworfen wird, die Gerichte des durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates, in dessen Hoheitsgebiet die Hinterlegung oder Registrierung beantragt oder vorgenommen worden ist oder aufgrund eines Gemeinschaftsrechtsakts oder eines zwischenstaatlichen Übereinkommens als vorgenommen gilt. </p></item><item eId="art_22/para/bull_u5"><num/><p>Unbeschadet der Zuständigkeit des Europäischen Patentamts nach dem am 5. Oktober 1973<authorialNote><p><sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><span/></sup>  <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2007/849" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.232.142.2</b></ref></p></authorialNote> in München unterzeichneten Übereinkommen über die Erteilung europäischer Patente sind die Gerichte eines jeden durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates ohne Rücksicht auf den Wohnsitz der Parteien für alle Verfahren ausschliesslich zuständig, welche die Erteilung oder die Gültigkeit eines europäischen Patents zum Gegenstand haben, das für diesen Staat erteilt wurde, unabhängig davon, ob die Frage klageweise oder einredeweise aufgeworfen wird;</p></item><item eId="art_22/para/lbl_5"><num>5. </num><p>für Verfahren, welche die Zwangsvollstreckung aus Entscheidungen zum Gegenstand haben, die Gerichte des durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates, in dessen Hoheitsgebiet die Zwangsvollstreckung durchgeführt werden soll oder durchgeführt worden ist.</p></item></blockList></content></paragraph></article></section><section eId="tit_II/sec_7"><num>Abschnitt 7: </num><heading>Vereinbarung über die Zuständigkeit</heading><article eId="art_23"><num><b>Art. 23</b></num><paragraph eId="art_23/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_23/para_1/listintro">Haben die Parteien, von denen mindestens eine ihren Wohnsitz im Hoheitsgebiet eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates hat, vereinbart, dass ein Gericht oder die Gerichte eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates über eine bereits entstandene Rechtsstreitigkeit oder über eine künftige aus einem bestimmten Rechtsverhältnis entspringende Rechtsstreitigkeit entscheiden sollen, so sind dieses Gericht oder die Gerichte dieses Staates zuständig. Dieses Gericht oder die Gerichte dieses Staates sind ausschliesslich zuständig, sofern die Parteien nichts anderes vereinbart haben. Eine solche Gerichtsstandsvereinbarung muss geschlossen werden:</listIntroduction><item eId="art_23/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>schriftlich oder mündlich mit schriftlicher Bestätigung; oder</p></item><item eId="art_23/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>in einer Form, welche den Gepflogenheiten entspricht, die zwischen den Parteien entstanden sind; oder</p></item><item eId="art_23/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>im internationalen Handel in einer Form, die einem Handelsbrauch entspricht, den die Parteien kannten oder kennen mussten und den Parteien von Verträgen dieser Art in dem betreffenden Geschäftszweig allgemein kennen und regelmässig beachten.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_2"><num>2.</num><content><p>Elektronische Übermittlungen, die eine dauerhafte Aufzeichnung der Vereinbarung ermöglichen, sind der Schriftform gleichgestellt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_3"><num>3.</num><content><p>Wenn eine solche Vereinbarung von Parteien geschlossen wurde, die beide ihren Wohnsitz nicht im Hoheitsgebiet eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates haben, so können die Gerichte der anderen durch dieses Übereinkommen gebundenen Staaten nicht entscheiden, es sei denn, das vereinbarte Gericht oder die vereinbarten Gerichte haben sich rechtskräftig für unzuständig erklärt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_4"><num>4.</num><content><p>Ist in schriftlich niedergelegten <i>trust</i>-Bedingungen bestimmt, dass über Klagen gegen einen Begründer, <i>trustee</i> oder Begünstigten eines <i>trust</i> ein Gericht oder die Gerichte eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates entscheiden sollen, so ist dieses Gericht oder sind diese Gerichte ausschliesslich zuständig, wenn es sich um Beziehungen zwischen diesen Personen oder ihre Rechte oder Pflichten im Rahmen des <i>trust</i> handelt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_5"><num>5.</num><content><p>Gerichtsstandsvereinbarungen und entsprechende Bestimmungen in <i>trust</i>-Bedingungen haben keine rechtliche Wirkung, wenn sie den Vorschriften der Artikel 13, 17 und 21 zuwiderlaufen oder wenn die Gerichte, deren Zuständigkeit abbedungen wird, aufgrund des Artikels 22 ausschliesslich zuständig sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_24"><num><b>Art. 24</b></num><paragraph eId="art_24/para"><content><p>Sofern das Gericht eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates nicht bereits nach anderen Vorschriften dieses Übereinkommens zuständig ist, wird es zuständig, wenn sich der Beklagte vor ihm auf das Verfahren einlässt. Dies gilt nicht, wenn der Beklagte sich einlässt, um den Mangel der Zuständigkeit geltend zu machen oder wenn ein anderes Gericht aufgrund des Artikels 22 ausschliesslich zuständig ist.</p></content></paragraph></article></section><section eId="tit_II/sec_8"><num>Abschnitt 8: </num><heading><br/>Prüfung der Zuständigkeit und der Zulässigkeit des Verfahrens</heading><article eId="art_25"><num><b>Art. 25</b></num><paragraph eId="art_25/para"><content><p>Das Gericht eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates hat sich von Amts wegen für unzuständig zu erklären, wenn es wegen einer Streitigkeit angerufen wird, für die das Gericht eines anderen durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates aufgrund des Artikels 22 ausschliesslich zuständig ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_26"><num><b>Art. 26</b></num><paragraph eId="art_26/para_1"><num>1.</num><content><p>Lässt sich der Beklagte, der seinen Wohnsitz im Hoheitsgebiet eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates hat und der vor den Gerichten eines anderen durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates verklagt wird, auf das Verfahren nicht ein, so hat sich das Gericht von Amts wegen für unzuständig zu erklären, wenn seine Zuständigkeit nicht nach diesem Übereinkommen begründet ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_2"><num>2.</num><content><p>Das Gericht hat das Verfahren so lange auszusetzen, bis festgestellt ist, dass es dem Beklagten möglich war, das verfahrenseinleitende Schriftstück oder ein gleichwertiges Schriftstück so rechtzeitig zu empfangen, dass er sich verteidigen konnte oder dass alle hierzu erforderlichen Massnahmen getroffen worden sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_3"><num>3.</num><content><p>An die Stelle von Absatz 2 tritt Artikel 15 des Haager Übereinkommens vom 15. November 1965<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/2809_2809_2809" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.274.131</b></ref></p></authorialNote> über die Zustellung gerichtlicher und aussergerichtlicher Schriftstücke im Ausland in Zivil- oder Handelssachen, wenn das verfahrenseinleitende Schriftstück oder ein gleichwertiges Schriftstück nach dem genannten Übereinkommen zu übermitteln war.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft, die durch die Verordnung (EG) Nr. 1348/2000 des Rates vom 29. Mai 2000 oder durch das am 19. Oktober 2005 in Brüssel unterzeichnete Abkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und dem Königreich Dänemark über die Zustellung gerichtlicher und aussergerichtlicher Schriftstücke in Zivil- oder Handelssachen gebunden sind, wenden in ihrem Verhältnis untereinander Artikel 19 der genannten Verordnung an, wenn das verfahrenseinleitende Schriftstück oder ein gleichwertiges Schriftstück nach dieser Verordnung oder nach dem genannten Abkommen zu übermitteln war.</p></content></paragraph></article></section><section eId="tit_II/sec_9"><num>Abschnitt 9: </num><heading>Rechtshängigkeit und im Zusammenhang stehende Verfahren</heading><article eId="art_27"><num><b>Art. 27</b></num><paragraph eId="art_27/para_1"><num>1.</num><content><p>Werden bei Gerichten verschiedener durch dieses Übereinkommen gebundener Staaten Klagen wegen desselben Anspruchs zwischen denselben Parteien anhängig gemacht, so setzt das später angerufene Gericht das Verfahren von Amts wegen aus, bis die Zuständigkeit des zuerst angerufenen Gerichts feststeht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_27/para_2"><num>2.</num><content><p>Sobald die Zuständigkeit des zuerst angerufenen Gerichts feststeht, erklärt sich das später angerufene Gericht zugunsten dieses Gerichts für unzuständig.</p></content></paragraph></article><article eId="art_28"><num><b>Art. 28</b></num><paragraph eId="art_28/para_1"><num>1.</num><content><p>Sind bei Gerichten verschiedener durch dieses Übereinkommen gebundener Staaten Klagen, die im Zusammenhang stehen, anhängig, so kann jedes später angerufene Gericht das Verfahren aussetzen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_28/para_2"><num>2.</num><content><p>Sind diese Klagen in erster Instanz anhängig, so kann sich jedes später angerufene Gericht auf Antrag einer Partei auch für unzuständig erklären, wenn das zuerst angerufene Gericht für die betreffenden Klagen zuständig ist und die Verbindung der Klagen nach seinem Recht zulässig ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_28/para_3"><num>3.</num><content><p>Klagen stehen im Sinne dieses Artikels im Zusammenhang, wenn zwischen ihnen eine so enge Beziehung gegeben ist, dass eine gemeinsame Verhandlung und Entscheidung geboten erscheint, um zu vermeiden, dass in getrennten Verfahren widersprechende Entscheidungen ergehen könnten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_29"><num><b>Art. 29</b></num><paragraph eId="art_29/para"><content><p>Ist für die Klagen die ausschliessliche Zuständigkeit mehrerer Gerichte gegeben, so hat sich das zuletzt angerufene Gericht zugunsten des zuerst angerufenen Gerichts für unzuständig zu erklären.</p></content></paragraph></article><article eId="art_30"><num><b>Art. 30</b></num><paragraph eId="art_30/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_30/para/listintro">Für die Zwecke dieses Abschnitts gilt ein Gericht als angerufen:</listIntroduction><item eId="art_30/para/lbl_1"><num>1. </num><p>zu dem Zeitpunkt, zu dem das verfahrenseinleitende Schriftstück oder ein gleichwertiges Schriftstück bei Gericht eingereicht worden ist, vorausgesetzt, dass der Kläger es in der Folge nicht versäumt hat, die ihm obliegenden Massnahmen zu treffen, um die Zustellung des Schriftstücks an den Beklagten zu bewirken; oder</p></item><item eId="art_30/para/lbl_2"><num>2. </num><p>falls die Zustellung an den Beklagten vor Einreichung des Schriftstücks bei Gericht zu bewirken ist, zu dem Zeitpunkt, zu dem die für die Zustellung verantwortliche Stelle das Schriftstück erhalten hat, vorausgesetzt, dass der Kläger es in der Folge nicht versäumt hat, die ihm obliegenden Massnahmen zu treffen, um das Schriftstück bei Gericht einzureichen.</p></item></blockList></content></paragraph></article></section><section eId="tit_II/sec_10"><num>Abschnitt 10: </num><heading>Einstweilige Massnahmen einschliesslich solcher, die auf eine Sicherung gerichtet sind</heading><article eId="art_31"><num><b>Art. 31</b></num><paragraph eId="art_31/para"><content><p>Die im Recht eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates vorgesehenen einstweiligen Massnahmen einschliesslich solcher, die auf eine Sicherung gerichtet sind, können bei den Gerichten dieses Staates auch dann beantragt werden, wenn für die Entscheidung in der Hauptsache das Gericht eines anderen durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates aufgrund dieses Übereinkommens zuständig ist.</p></content></paragraph></article></section></title><title eId="tit_III"><num>Titel IIIIII: </num><heading>Anerkennung und Vollstreckung</heading><article eId="art_32"><num><b>Art. 32</b></num><paragraph eId="art_32/para"><content><p>Unter «Entscheidung» im Sinne dieses Übereinkommens ist jede Entscheidung zu verstehen, die von einem Gericht eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates erlassen worden ist, ohne Rücksicht auf ihre Bezeichnung wie Urteil, Beschluss, Zahlungsbefehl oder Vollstreckungsbescheid, einschliesslich des Kostenfestsetzungsbeschlusses eines Gerichtsbediensteten.</p></content></paragraph></article><section eId="tit_III/sec_1"><num>Abschnitt 1: </num><heading>Anerkennung</heading><article eId="art_33"><num><b>Art. 33</b></num><paragraph eId="art_33/para_1"><num>1.</num><content><p>Die in einem durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat ergangenen Entscheidungen werden in den anderen durch dieses Übereinkommen gebundenen Staaten anerkannt, ohne dass es hierfür eines besonderen Verfahrens bedarf.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_33/para_2"><num>2.</num><content><p>Bildet die Frage, ob eine Entscheidung anzuerkennen ist, als solche den Gegenstand eines Streites, so kann jede Partei, welche die Anerkennung geltend macht, in dem Verfahren nach den Abschnitten 2 und 3 dieses Titels die Feststellung beantragen, dass die Entscheidung anzuerkennen ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_33/para_3"><num>3.</num><content><p>Wird die Anerkennung in einem Rechtsstreit vor dem Gericht eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates, dessen Entscheidung von der Anerkennung abhängt, verlangt, so kann dieses Gericht über die Anerkennung entscheiden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_34"><num><b>Art. 34</b></num><paragraph eId="art_34/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_34/para/listintro">Eine Entscheidung wird nicht anerkannt, wenn:</listIntroduction><item eId="art_34/para/lbl_1"><num>1. </num><p>die Anerkennung der öffentlichen Ordnung (<i>ordre public</i>) des Staates, in dem sie geltend gemacht wird, offensichtlich widersprechen würde;</p></item><item eId="art_34/para/lbl_2"><num>2. </num><p>dem Beklagten, der sich auf das Verfahren nicht eingelassen hat, das verfahrenseinleitende Schriftstück oder ein gleichwertiges Schriftstück nicht so rechtzeitig und in einer Weise zugestellt worden ist, dass er sich verteidigen konnte, es sei denn, der Beklagte hat gegen die Entscheidung keinen Rechtsbehelf eingelegt, obwohl er die Möglichkeit dazu hatte;</p></item><item eId="art_34/para/lbl_3"><num>3. </num><p>sie mit einer Entscheidung unvereinbar ist, die zwischen denselben Parteien in dem Staat, in dem die Anerkennung geltend gemacht wird, ergangen ist;</p></item><item eId="art_34/para/lbl_4"><num>4. </num><p>sie mit einer früheren Entscheidung unvereinbar ist, die in einem anderen durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat oder in einem Drittstaat zwischen denselben Parteien in einem Rechtsstreit wegen desselben Anspruchs ergangen ist, sofern die frühere Entscheidung die notwendigen Voraussetzungen für ihre Anerkennung in dem Staat erfüllt, in dem die Anerkennung geltend gemacht wird.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_35"><num><b>Art. 35</b></num><paragraph eId="art_35/para_1"><num>1.</num><content><p>Eine Entscheidung wird ferner nicht anerkannt, wenn die Vorschriften der Abschnitte 3, 4 und 6 des Titels II verletzt worden sind oder wenn ein Fall des Artikels 68 vorliegt. Des Weiteren kann die Anerkennung einer Entscheidung versagt werden, wenn ein Fall des Artikels 64 Absatz 3 oder des Artikels 67 Absatz 4 vorliegt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_35/para_2"><num>2.</num><content><p>Das Gericht oder die sonst befugte Stelle des Staates, in dem die Anerkennung geltend gemacht wird, ist bei der Prüfung, ob eine der in Absatz 1 angeführten Zuständigkeiten gegeben ist, an die tatsächlichen Feststellungen gebunden, aufgrund deren das Gericht des Ursprungsstaats seine Zuständigkeit angenommen hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_35/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Zuständigkeit der Gerichte des Ursprungsstaats darf, unbeschadet der Bestimmungen des Absatzes 1, nicht nachgeprüft werden. Die Vorschriften über die Zuständigkeit gehören nicht zur öffentlichen Ordnung (<i>ordre public</i>) im Sinne des Artikels 34 Nummer 1.</p></content></paragraph></article><article eId="art_36"><num><b>Art. 36</b></num><paragraph eId="art_36/para"><content><p>Die ausländische Entscheidung darf keinesfalls in der Sache selbst nachgeprüft werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_37"><num><b>Art. 37</b></num><paragraph eId="art_37/para_1"><num>1.</num><content><p>Das Gericht eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates, vor dem die Anerkennung einer in einem anderen durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat ergangenen Entscheidung geltend gemacht wird, kann das Verfahren aussetzen, wenn gegen die Entscheidung ein ordentlicher Rechtsbehelf eingelegt worden ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_37/para_2"><num>2.</num><content><p>Das Gericht eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates, vor dem die Anerkennung einer in Irland oder im Vereinigten Königreich ergangenen Entscheidung geltend gemacht wird, kann das Verfahren aussetzen, wenn die Vollstreckung der Entscheidung im Ursprungsstaat wegen der Einlegung eines Rechtsbehelfs einstweilen eingestellt ist.</p></content></paragraph></article></section><section eId="tit_III/sec_2"><num>Abschnitt 2: </num><heading>Vollstreckung</heading><article eId="art_38"><num><b>Art. 38</b></num><paragraph eId="art_38/para_1"><num>1.</num><content><p>Die in einem durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat ergangenen Entscheidungen, die in diesem Staat vollstreckbar sind, werden in einem anderen durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat vollstreckt, wenn sie dort auf Antrag eines Berechtigten für vollstreckbar erklärt worden sind. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_38/para_2"><num>2.</num><content><p>Im Vereinigten Königreich jedoch wird eine derartige Entscheidung in England und Wales, in Schottland oder in Nordirland vollstreckt, wenn sie auf Antrag eines Berechtigten zur Vollstreckung in dem betreffenden Teil des Vereinigten Königreichs registriert worden ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_39"><num><b>Art. 39</b></num><paragraph eId="art_39/para_1"><num>1.</num><content><p>Der Antrag ist an das Gericht oder die sonst befugte Stelle zu richten, die in Anhang II aufgeführt ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_39/para_2"><num>2.</num><content><p>Die örtliche Zuständigkeit wird durch den Wohnsitz des Schuldners oder durch den Ort, an dem die Zwangsvollstreckung durchgeführt werden soll, bestimmt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_40"><num><b>Art. 40</b></num><paragraph eId="art_40/para_1"><num>1.</num><content><p>Für die Stellung des Antrags ist das Recht des Vollstreckungsstaats massgebend.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_40/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Antragsteller hat im Bezirk des angerufenen Gerichts ein Wahldomizil zu begründen. Ist das Wahldomizil im Recht des Vollstreckungsstaats nicht vorgesehen, so hat der Antragsteller einen Zustellungsbevollmächtigten zu benennen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_40/para_3"><num>3.</num><content><p>Dem Antrag sind die in Artikel 53 angeführten Urkunden beizufügen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_41"><num><b>Art. 41</b></num><paragraph eId="art_41/para"><content><p>Sobald die in Artikel 53 vorgesehenen Förmlichkeiten erfüllt sind, wird die Entscheidung unverzüglich für vollstreckbar erklärt, ohne dass eine Prüfung nach den Artikeln 34 und 35 erfolgt. Der Schuldner erhält in diesem Abschnitt des Verfahrens keine Gelegenheit, eine Erklärung abzugeben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_42"><num><b>Art. 42</b></num><paragraph eId="art_42/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Entscheidung über den Antrag auf Vollstreckbarerklärung wird dem Antragsteller unverzüglich in der Form mitgeteilt, die das Recht des Vollstreckungsstaats vorsieht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_42/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Vollstreckbarerklärung und, soweit dies noch nicht geschehen ist, die Entscheidung werden dem Schuldner zugestellt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_43"><num><b>Art. 43</b></num><paragraph eId="art_43/para_1"><num>1.</num><content><p>Gegen die Entscheidung über den Antrag auf Vollstreckbarerklärung kann jede Partei einen Rechtsbehelf einlegen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_43/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Rechtsbehelf wird bei dem in Anhang III aufgeführten Gericht eingelegt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_43/para_3"><num>3.</num><content><p>Über den Rechtsbehelf wird nach den Vorschriften entschieden, die für Verfahren mit beiderseitigem rechtlichen Gehör massgebend sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_43/para_4"><num>4.</num><content><p>Lässt sich der Schuldner auf das Verfahren vor dem mit dem Rechtsbehelf des Antragstellers befassten Gericht nicht ein, so ist Artikel 26 Absätze 2–4 auch dann anzuwenden, wenn der Schuldner seinen Wohnsitz nicht im Hoheitsgebiet eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_43/para_5"><num>5.</num><content><p>Der Rechtsbehelf gegen die Vollstreckbarerklärung ist innerhalb eines Monats nach ihrer Zustellung einzulegen. Hat der Schuldner seinen Wohnsitz im Hoheitsgebiet eines anderen durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates als dem, in dem die Vollstreckbarerklärung ergangen ist, so beträgt die Frist für den Rechtsbehelf zwei Monate und beginnt von dem Tage an zu laufen, an dem die Vollstreckbarerklärung ihm entweder in Person oder in seiner Wohnung zugestellt worden ist. Eine Verlängerung dieser Frist wegen weiter Entfernung ist ausgeschlossen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_44"><num><b>Art. 44</b></num><paragraph eId="art_44/para"><content><p>Gegen die Entscheidung, die über den Rechtsbehelf ergangen ist, kann nur ein Rechtsbehelf nach Anhang IV eingelegt werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_45"><num><b>Art. 45</b></num><paragraph eId="art_45/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vollstreckbarerklärung darf von dem mit einem Rechtsbehelf nach Artikel 43 oder Artikel 44 befassten Gericht nur aus einem der in den Artikeln 34 und 35 aufgeführten Gründe versagt oder aufgehoben werden. Das Gericht erlässt seine Entscheidung unverzüglich.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_45/para_2"><num>2.</num><content><p>Die ausländische Entscheidung darf keinesfalls in der Sache selbst nachgeprüft werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_46"><num><b>Art. 46</b></num><paragraph eId="art_46/para_1"><num>1.</num><content><p>Das nach Artikel 43 oder Artikel 44 mit dem Rechtsbehelf befasste Gericht kann auf Antrag des Schuldners das Verfahren aussetzen, wenn gegen die Entscheidung im Ursprungsstaat ein ordentlicher Rechtsbehelf eingelegt oder die Frist für einen solchen Rechtsbehelf noch nicht verstrichen ist; in letzterem Fall kann das Gericht eine Frist bestimmen, innerhalb deren der Rechtsbehelf einzulegen ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_46/para_2"><num>2.</num><content><p>Ist die Entscheidung in Irland oder im Vereinigten Königreich ergangen, so gilt jeder im Ursprungsstaat statthafte Rechtsbehelf als ordentlicher Rechtsbehelf im Sinne von Absatz 1.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_46/para_3"><num>3.</num><content><p>Das Gericht kann auch die Zwangsvollstreckung von der Leistung einer Sicherheit, die es bestimmt, abhängig machen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_47"><num><b>Art. 47</b></num><paragraph eId="art_47/para_1"><num>1.</num><content><p>Ist eine Entscheidung nach diesem Übereinkommen anzuerkennen, so ist der Antragsteller nicht daran gehindert, einstweilige Massnahmen einschliesslich solcher, die auf eine Sicherung gerichtet sind, nach dem Recht des Vollstreckungsstaats in Anspruch zu nehmen, ohne dass es einer Vollstreckbarerklärung nach Artikel 41 bedarf.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_47/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Vollstreckbarerklärung gibt die Befugnis, Massnahmen, die auf eine Sicherung gerichtet sind, zu veranlassen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_47/para_3"><num>3.</num><content><p>Solange die in Artikel 43 Absatz 5 vorgesehene Frist für den Rechtsbehelf gegen die Vollstreckbarerklärung läuft und solange über den Rechtsbehelf nicht entschieden ist, darf die Zwangsvollstreckung in das Vermögen des Schuldners nicht über Massnahmen zur Sicherung hinausgehen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_48"><num><b>Art. 48</b></num><paragraph eId="art_48/para_1"><num>1.</num><content><p>Ist durch die ausländische Entscheidung über mehrere mit der Klage geltend gemachte Ansprüche erkannt und kann die Vollstreckbarerklärung nicht für alle Ansprüche erteilt werden, so erteilt das Gericht oder die sonst befugte Stelle sie für einen oder mehrere dieser Ansprüche.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_48/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Antragsteller kann beantragen, dass die Vollstreckbarerklärung nur für einen Teil des Gegenstands der Verurteilung erteilt wird.</p></content></paragraph></article><article eId="art_49"><num><b>Art. 49</b></num><paragraph eId="art_49/para"><content><p>Ausländische Entscheidungen, die auf Zahlung eines Zwangsgelds lauten, sind im Vollstreckungsstaat nur vollstreckbar, wenn die Höhe des Zwangsgelds durch die Gerichte des Ursprungsstaats endgültig festgesetzt ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_50"><num><b>Art. 50</b></num><paragraph eId="art_50/para_1"><num>1.</num><content><p>Ist dem Antragsteller im Ursprungsstaat ganz oder teilweise Prozesskostenhilfe oder Kosten- und Gebührenbefreiung gewährt worden, so geniesst er in dem Verfahren nach diesem Abschnitt hinsichtlich der Prozesskostenhilfe oder der Kosten- und Gebührenbefreiung die günstigste Behandlung, die das Recht des Vollstreckungsstaats vorsieht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_50/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Antragsteller, der die Vollstreckung einer Entscheidung einer Verwaltungsbehörde begehrt, die in Dänemark, Island oder Norwegen in Unterhaltssachen ergangen ist, kann im Vollstreckungsstaat Anspruch auf die in Absatz 1 genannten Vorteile erheben, wenn er eine Erklärung des dänischen, isländischen oder norwegischen Justizministeriums darüber vorlegt, dass er die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die vollständige oder teilweise Bewilligung der Prozesskostenhilfe oder für die Kosten- und Gebührenbefreiung erfüllt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_51"><num><b>Art. 51</b></num><paragraph eId="art_51/para"><content><p>Der Partei, die in einem durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat eine in einem anderen durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat ergangene Entscheidung vollstrecken will, darf wegen ihrer Eigenschaft als Ausländer oder wegen Fehlens eines inländischen Wohnsitzes oder Aufenthalts eine Sicherheitsleistung oder Hinterlegung, unter welcher Bezeichnung es auch sei, nicht auferlegt werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_52"><num><b>Art. 52</b></num><paragraph eId="art_52/para"><content><p>Im Vollstreckungsstaat dürfen im Vollstreckbarerklärungsverfahren keine nach dem Streitwert abgestuften Stempelabgaben oder Gebühren erhoben werden.</p></content></paragraph></article></section><section eId="tit_III/sec_3"><num>Abschnitt 3: </num><heading>Gemeinsame Vorschriften</heading><article eId="art_53"><num><b>Art. 53</b></num><paragraph eId="art_53/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Partei, die die Anerkennung einer Entscheidung geltend macht oder eine Vollstreckbarerklärung beantragt, hat eine Ausfertigung der Entscheidung vorzulegen, die die für ihre Beweiskraft erforderlichen Voraussetzungen erfüllt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_53/para_2"><num>2.</num><content><p>Unbeschadet des Artikels 55 hat die Partei, die eine Vollstreckbarerklärung beantragt, ferner die Bescheinigung nach Artikel 54 vorzulegen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_54"><num><b>Art. 54</b></num><paragraph eId="art_54/para"><content><p>Das Gericht oder die sonst befugte Stelle des durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates, in dem die Entscheidung ergangen ist, stellt auf Antrag die Bescheinigung unter Verwendung des Formblatts in Anhang V dieses Übereinkommens aus.</p></content></paragraph></article><article eId="art_55"><num><b>Art. 55</b></num><paragraph eId="art_55/para_1"><num>1.</num><content><p>Wird die Bescheinigung nach Artikel 54 nicht vorgelegt, so kann das Gericht oder die sonst befugte Stelle eine Frist bestimmen, innerhalb deren die Bescheinigung vorzulegen ist, oder sich mit einer gleichwertigen Urkunde begnügen oder von der Vorlage der Bescheinigung befreien, wenn es oder sie eine weitere Klärung nicht für erforderlich hält.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_55/para_2"><num>2.</num><content><p>Auf Verlangen des Gerichts oder der sonst befugten Stelle ist eine Übersetzung der Urkunden vorzulegen. Die Übersetzung ist von einer hierzu in einem der durch dieses Übereinkommen gebundenen Staaten befugten Person zu beglaubigen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_56"><num><b>Art. 56</b></num><paragraph eId="art_56/para"><content><p>Die in Artikel 53 und in Artikel 55 Absatz 2 angeführten Urkunden sowie die Urkunde über die Prozessvollmacht, falls eine solche erteilt wird, bedürfen weder der Legalisation noch einer ähnlichen Förmlichkeit.</p></content></paragraph></article></section></title><title eId="tit_IV"><num>Titel IV: </num><heading>Öffentliche Urkunden und Prozessvergleiche</heading><article eId="art_57"><num><b>Art. 57</b></num><paragraph eId="art_57/para_1"><num>1.</num><content><p>Öffentliche Urkunden, die in einem durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat aufgenommen und vollstreckbar sind, werden in einem anderen durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat auf Antrag in dem Verfahren nach den Artikeln 38 ff. für vollstreckbar erklärt. Die Vollstreckbarerklärung ist von dem mit einem Rechtsbehelf nach Artikel 43 oder Artikel 44 befassten Gericht nur zu versagen oder aufzuheben, wenn die Zwangsvollstreckung aus der Urkunde der öffentlichen Ordnung (<i>ordre public</i>) des Vollstreckungsstaats offensichtlich widersprechen würde.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_57/para_2"><num>2.</num><content><p>Als öffentliche Urkunden im Sinne von Absatz 1 werden auch vor Verwaltungsbehörden geschlossene oder von ihnen beurkundete Unterhaltsvereinbarungen oder ‑verpflichtungen angesehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_57/para_3"><num>3.</num><content><p>Die vorgelegte Urkunde muss die Voraussetzungen für ihre Beweiskraft erfüllen, die in dem Staat, in dem sie aufgenommen wurde, erforderlich sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_57/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Vorschriften des Abschnitts 3 des Titels III sind sinngemäss anzuwenden. Die befugte Stelle des durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates, in dem eine öffentliche Urkunde aufgenommen worden ist, stellt auf Antrag die Bescheinigung unter Verwendung des Formblatts in Anhang VI dieses Übereinkommens aus.</p></content></paragraph></article><article eId="art_58"><num><b>Art. 58</b></num><paragraph eId="art_58/para"><content><p>Vergleiche, die vor einem Gericht im Laufe eines Verfahrens geschlossen und in dem durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat, in dem sie errichtet wurden, vollstreckbar sind, werden in dem Vollstreckungsstaat unter denselben Bedingungen wie öffentliche Urkunden vollstreckt. Das Gericht oder die sonst befugte Stelle des durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates, in dem ein Prozessvergleich geschlossen worden ist, stellt auf Antrag die Bescheinigung unter Verwendung des Formblatts in Anhang V dieses Übereinkommens aus.</p></content></paragraph></article></title><title eId="tit_V"><num>Titel V: </num><heading>Allgemeine Vorschriften</heading><article eId="art_59"><num><b>Art. 59</b></num><paragraph eId="art_59/para_1"><num>1.</num><content><p>Ist zu entscheiden, ob eine Partei im Hoheitsgebiet des durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates, dessen Gerichte angerufen sind, einen Wohnsitz hat, so wendet das Gericht sein Recht an.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_59/para_2"><num>2.</num><content><p>Hat eine Partei keinen Wohnsitz in dem durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat, dessen Gerichte angerufen sind, so wendet das Gericht, wenn es zu entscheiden hat, ob die Partei einen Wohnsitz in einem anderen durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat hat, das Recht dieses Staates an.</p></content></paragraph></article><article eId="art_60"><num><b>Art. 60</b></num><paragraph eId="art_60/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_60/para_1/listintro">Gesellschaften und juristische Personen haben für die Anwendung dieses Übereinkommens ihren Wohnsitz an dem Ort, an dem sich:</listIntroduction><item eId="art_60/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>ihr satzungsmässiger Sitz;</p></item><item eId="art_60/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>ihre Hauptverwaltung; oder</p></item><item eId="art_60/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>ihre Hauptniederlassung </p></item></blockList><p>befindet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_60/para_2"><num>2.</num><content><p>Im Falle des Vereinigten Königreichs und Irlands ist unter dem Ausdruck «satzungsmässiger Sitz» das <i>registered office</i> oder, wenn ein solches nirgendwo besteht, der <i>place of incorporation</i> (Ort der Erlangung der Rechtsfähigkeit) oder, wenn ein solcher nirgendwo besteht, der Ort, nach dessen Recht die <i>formation</i> (Gründung) erfolgt ist, zu verstehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_60/para_3"><num>3.</num><content><p>Um zu bestimmen, ob ein <i>trust</i> seinen Sitz in dem durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat hat, bei dessen Gerichten die Klage anhängig ist, wendet das Gericht sein Internationales Privatrecht an.</p></content></paragraph></article><article eId="art_61"><num><b>Art. 61</b></num><paragraph eId="art_61/para"><content><p>Unbeschadet günstigerer innerstaatlicher Vorschriften können Personen, die ihren Wohnsitz im Hoheitsgebiet eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates haben und die vor den Strafgerichten eines anderen durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates, dessen Staatsangehörigkeit sie nicht besitzen, wegen einer fahrlässig begangenen Straftat verfolgt werden, sich von hierzu befugten Personen vertreten lassen, selbst wenn sie persönlich nicht erscheinen. Das Gericht kann jedoch das persönliche Erscheinen anordnen; wird diese Anordnung nicht befolgt, so braucht die Entscheidung, die über den Anspruch aus einem Rechtsverhältnis des Zivilrechts ergangen ist, ohne dass sich der Angeklagte verteidigen konnte, in den anderen durch dieses Übereinkommen gebundenen Staaten weder anerkannt noch vollstreckt zu werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_62"><num><b>Art. 62</b></num><paragraph eId="art_62/para"><content><p>Im Sinne dieses Übereinkommens umfasst die Bezeichnung «Gericht» jede Behörde, die von einem durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat als für die in den Anwendungsbereich dieses Übereinkommens fallenden Rechtsgebiete zuständig bezeichnet worden ist.</p></content></paragraph></article></title><title eId="tit_VI"><num>Titel VI: </num><heading>Übergangsvorschriften</heading><article eId="art_63"><num><b>Art. 63</b></num><paragraph eId="art_63/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vorschriften dieses Übereinkommens sind nur auf solche Klagen und öffentliche Urkunden anzuwenden, die erhoben oder aufgenommen worden sind, nachdem dieses Übereinkommen im Ursprungsstaat und, sofern die Anerkennung oder Vollstreckung einer Entscheidung oder einer öffentlichen Urkunde geltend gemacht wird, im ersuchten Staat in Kraft getreten ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_63/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_63/para_2/listintro">Ist die Klage im Ursprungsstaat vor dem Inkrafttreten dieses Übereinkommens erhoben worden, so werden nach diesem Zeitpunkt erlassene Entscheidungen nach Massgabe des Titels III anerkannt und zur Vollstreckung zugelassen:</listIntroduction><item eId="art_63/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>wenn die Klage im Ursprungsstaat erhoben wurde, nachdem das Übereinkommen von Lugano vom 16. September 1988 sowohl im Ursprungsstaat als auch in dem ersuchten Staat in Kraft getreten war;</p></item><item eId="art_63/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>in allen anderen Fällen, wenn das Gericht aufgrund von Vorschriften zuständig war, die mit den Zuständigkeitsvorschriften des Titels II oder eines Abkommens übereinstimmen, das im Zeitpunkt der Klageerhebung zwischen dem Ursprungsstaat und dem ersuchten Staat in Kraft war.</p></item></blockList></content></paragraph></article></title><title eId="tit_VII"><num>Titel VII: V<break><orig>I</orig><clone>erhältnis zu der Verordnung (EG) Nr. 44/2001 des Rates und <br/>zu anderen Rechtsinstrumenten</clone></break></num><article eId="art_64"><num><b>Art. 64</b></num><paragraph eId="art_64/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen lässt die Anwendung folgender Rechtsakte durch die Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft unberührt: der Verordnung (EG) Nr. 44/2001 des Rates über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen einschliesslich deren Änderungen, des am 27. September 1968 in Brüssel unterzeichneten Übereinkommens über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen und des am 3. Juni 1971 in Luxemburg unterzeichneten Protokolls über die Auslegung des genannten Übereinkommens durch den Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften in der Fassung der Übereinkommen, mit denen die neuen Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaften jenem Übereinkommen und dessen Protokoll beigetreten sind, sowie des am 19. Oktober 2005 in Brüssel unterzeichneten Abkommens zwischen der Europäischen Gemeinschaft und dem Königreich Dänemark über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_64/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_64/para_2/listintro">Dieses Übereinkommen wird jedoch in jedem Fall angewandt:</listIntroduction><item eId="art_64/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>in Fragen der gerichtlichen Zuständigkeit, wenn der Beklagte seinen Wohnsitz im Hoheitsgebiet eines Staates hat, in dem dieses Übereinkommen, aber keines der in Absatz 1 aufgeführten Rechtsinstrumente gilt, oder wenn die Gerichte eines solchen Staates nach Artikel 22 oder 23 dieses Übereinkommens zuständig sind;</p></item><item eId="art_64/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>bei Rechtshängigkeit oder im Zusammenhang stehenden Verfahren im Sinne der Artikel 27 und 28, wenn Verfahren in einem Staat anhängig gemacht werden, in dem dieses Übereinkommen, aber keines der in Absatz 1 aufgeführten Rechtsinstrumente gilt, und in einem Staat, in dem sowohl dieses Übereinkommen als auch eines der in Absatz 1 aufgeführten Rechtsinstrumente gilt;</p></item><item eId="art_64/para_2/lbl_c"><num>c) </num><p>in Fragen der Anerkennung und Vollstreckung, wenn entweder der Ursprungsstaat oder der ersuchte Staat keines der in Absatz 1 aufgeführten Rechtsinstrumente anwendet.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_64/para_3"><num>3.</num><content><p>Ausser aus den in Titel III vorgesehenen Gründen kann die Anerkennung oder Vollstreckung versagt werden, wenn sich der der Entscheidung zugrunde liegende Zuständigkeitsgrund von demjenigen unterscheidet, der sich aus diesem Übereinkommen ergibt, und wenn die Anerkennung oder Vollstreckung gegen eine Partei geltend gemacht wird, die ihren Wohnsitz in einem Staat hat, in dem dieses Übereinkommen, aber keines der in Absatz 1 aufgeführten Rechtsinstrumente gilt, es sei denn, dass die Entscheidung anderweitig nach dem Recht des ersuchten Staates anerkannt oder vollstreckt werden kann.</p></content></paragraph></article><article eId="art_65"><num><b>Art. 65</b></num><paragraph eId="art_65/para"><content><p>Dieses Übereinkommen ersetzt unbeschadet des Artikels 63 Absatz 2 und der Artikel 66 und 67 im Verhältnis zwischen den durch dieses Übereinkommen gebundenen Staaten die zwischen zwei oder mehr dieser Staaten bestehenden Übereinkünfte, die sich auf dieselben Rechtsgebiete erstrecken wie dieses Übereinkommen. Durch dieses Übereinkommen werden insbesondere die in Anhang VII aufgeführten Übereinkünfte ersetzt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_66"><num><b>A</b><b>rt. 66</b></num><paragraph eId="art_66/para_1"><num>1.</num><content><p>Die in Artikel 65 angeführten Übereinkünfte behalten ihre Wirksamkeit für die Rechtsgebiete, auf die dieses Übereinkommen nicht anzuwenden ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_66/para_2"><num>2.</num><content><p>Sie bleiben auch weiterhin für die Entscheidungen und die öffentlichen Urkunden wirksam, die vor Inkrafttreten dieses Übereinkommens ergangen sind oder aufgenommen worden sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_67"><num><b>Art. 67</b></num><paragraph eId="art_67/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen lässt Übereinkünfte unberührt, denen die Vertragsparteien und/oder die durch dieses Übereinkommen gebundenen Staaten angehören und die für besondere Rechtsgebiete die gerichtliche Zuständigkeit, die Anerkennung oder die Vollstreckung von Entscheidungen regeln. Unbeschadet der Verpflichtungen aus anderen Übereinkünften, denen manche Vertragsparteien angehören, schliesst dieses Übereinkommen nicht aus, dass die Vertragsparteien solche Übereinkünfte schliessen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_67/para_2"><num>2.</num><content><p>Dieses Übereinkommen schliesst nicht aus, dass ein Gericht eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates, der Vertragspartei einer Übereinkunft über ein besonderes Rechtsgebiet ist, seine Zuständigkeit auf eine solche Übereinkunft stützt, und zwar auch dann, wenn der Beklagte seinen Wohnsitz in einem anderen durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat hat, der nicht Vertragspartei der betreffenden Übereinkunft ist. In jedem Fall wendet dieses Gericht Artikel 26 dieses Übereinkommens an.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_67/para_3"><num>3.</num><content><p>Entscheidungen, die in einem durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat von einem Gericht erlassen worden sind, das seine Zuständigkeit auf eine Übereinkunft über ein besonderes Rechtsgebiet gestützt hat, werden in den anderen durch dieses Übereinkommen gebundenen Staaten nach Titel III dieses Übereinkommens anerkannt und vollstreckt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_67/para_4"><num>4.</num><content><p>Neben den in Titel III vorgesehenen Gründen kann die Anerkennung oder Vollstreckung versagt werden, wenn der ersuchte Staat nicht durch die Übereinkunft über ein besonderes Rechtsgebiet gebunden ist und die Person, gegen die die Anerkennung oder Vollstreckung geltend gemacht wird, ihren Wohnsitz in diesem Staat hat oder wenn der ersuchte Staat ein Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft ist und die Übereinkunft von der Europäischen Gemeinschaft geschlossen werden müsste, in einem ihrer Mitgliedstaaten, es sei denn, die Entscheidung kann anderweitig nach dem Recht des ersuchten Staates anerkannt oder vollstreckt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_67/para_5"><num>5.</num><content><p>Sind der Ursprungsstaat und der ersuchte Staat Vertragsparteien einer Übereinkunft über ein besonderes Rechtsgebiet, welche die Voraussetzungen für die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen regelt, so gelten diese Voraussetzungen. In jedem Fall können die Bestimmungen dieses Übereinkommens über das Verfahren zur Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen angewandt werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_68"><num><b>Art. 68</b></num><paragraph eId="art_68/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen lässt Übereinkünfte unberührt, durch die sich die durch dieses Übereinkommen gebundenen Staaten vor Inkrafttreten dieses Übereinkommens verpflichtet haben, Entscheidungen der Gerichte anderer durch dieses Übereinkommen gebundener Staaten gegen Beklagte, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Hoheitsgebiet eines Drittstaats haben, nicht anzuerkennen, wenn die Entscheidungen in den Fällen des Artikels 4 nur auf einen der in Artikel 3 Absatz 2 angeführten Zuständigkeitsgründe gestützt werden könnten. Unbeschadet der Verpflichtungen aus anderen Übereinkünften, denen manche Vertragsparteien angehören, schliesst dieses Übereinkommen nicht aus, dass die Vertragsparteien solche Übereinkünfte treffen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_68/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_68/para_2/listintro">Keine Vertragspartei kann sich jedoch gegenüber einem Drittstaat verpflichten, eine Entscheidung nicht anzuerkennen, die in einem anderen durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat durch ein Gericht gefällt wurde, dessen Zuständigkeit auf das Vorhandensein von Vermögenswerten des Beklagten in diesem Staat oder die Beschlagnahme von dort vorhandenem Vermögen durch den Kläger gegründet ist:</listIntroduction><item eId="art_68/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>wenn die Klage erhoben wird, um Eigentums- oder Inhaberrechte hinsichtlich dieses Vermögens festzustellen oder anzumelden oder um Verfügungsgewalt darüber zu erhalten, oder wenn die Klage sich aus einer anderen Streitsache im Zusammenhang mit diesem Vermögen ergibt; oder</p></item><item eId="art_68/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>wenn das Vermögen die Sicherheit für einen Anspruch darstellt, der Gegenstand des Verfahrens ist.</p></item></blockList></content></paragraph></article></title><title eId="tit_VIII"><num>Titel VIII: </num><heading>Schlussvorschriften</heading><article eId="art_69"><num><b>Art. 69</b></num><paragraph eId="art_69/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen liegt für die Europäische Gemeinschaft, Dänemark und die Staaten, die Mitglieder der Europäischen Freihandelsassoziation sind, zur Unterzeichnung auf.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_69/para_2"><num>2.</num><content><p>Dieses Übereinkommen bedarf der Ratifikation durch die Unterzeichnerstaaten. Die Ratifikationsurkunden werden beim Schweizerischen Bundesrat hinterlegt, der der Verwahrer dieses Übereinkommens ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_69/para_3"><num>3.</num><content><p>Zum Zeitpunkt der Ratifizierung kann jede Vertragspartei Erklärungen gemäss den Artikeln I, II und III des Protokolls 1 abgeben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_69/para_4"><num>4.</num><content><p>Dieses Übereinkommen tritt am ersten Tag des sechsten Monats in Kraft, der auf den Tag folgt, an dem die Europäische Gemeinschaft und ein Mitglied der Europäischen Freihandelsassoziation ihre Ratifikationsurkunden hinterlegt haben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_69/para_5"><num>5.</num><content><p>Für jede andere Vertragspartei tritt dieses Übereinkommen am ersten Tag des dritten Monats in Kraft, der auf die Hinterlegung ihrer Ratifikationsurkunde folgt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_69/para_6"><num>6.</num><content><p>Unbeschadet des Artikels 3 Absatz 3 des Protokolls 2 ersetzt dieses Übereinkommen ab dem Tag seines Inkrafttretens gemäss den Absätzen 4 und 5 das am 16. September 1988 in Lugano geschlossene Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen. Jede Bezugnahme auf das Lugano-Übereinkommen von 1988 in anderen Rechtsinstrumenten gilt als Bezugnahme auf dieses Übereinkommen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_69/para_7"><num>7.</num><content><p>Im Verhältnis zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft und den aussereuropäischen Gebieten im Sinne von Artikel 70 Absatz 1 Buchstabe b ersetzt dieses Übereinkommen ab dem Tag seines Inkrafttretens für diese Gebiete gemäss Artikel 73 Absatz 2 das am 27. September 1968 in Brüssel unterzeichnete Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen und das am 3. Juni 1971 in Luxemburg unterzeichnete Protokoll über die Auslegung des genannten Übereinkommens durch den Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften in der Fassung der Übereinkommen, mit denen die neuen Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaften jenem Übereinkommen und dessen Protokoll beigetreten sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_70"><num><b>Art. 70</b></num><paragraph eId="art_70/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_70/para_1/listintro">Dem Übereinkommen können nach seinem Inkrafttreten beitreten:</listIntroduction><item eId="art_70/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>die Staaten, die nach Auflage dieses Übereinkommens zur Unterzeichnung Mitglieder der Europäischen Freihandelsassoziation werden, unter den Voraussetzungen des Artikels 71;</p></item><item eId="art_70/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>ein Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft im Namen bestimmter aussereuropäischer Gebiete, die Teil seines Hoheitsgebiets sind oder für deren Aussenbeziehungen dieser Mitgliedstaat zuständig ist, unter den Voraussetzungen des Artikels 71;</p></item><item eId="art_70/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>jeder andere Staat unter den Voraussetzungen des Artikels 72.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_70/para_2"><num>2.</num><content><p>Die in Absatz 1 genannten Staaten, die diesem Übereinkommen beitreten wollen, richten ein entsprechendes Ersuchen an den Verwahrer. Dem Beitrittsersuchen und den Angaben nach den Artikeln 71 und 72 ist eine englische und französische Übersetzung beizufügen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_71"><num><b>Art. 71</b></num><paragraph eId="art_71/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_71/para_1/listintro">Jeder in Artikel 70 Absatz 1 Buchstaben a und b genannte Staat, der diesem Übereinkommen beitreten will:</listIntroduction><item eId="art_71/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>teilt die zur Anwendung dieses Übereinkommens erforderlichen Angaben mit;</p></item><item eId="art_71/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>kann Erklärungen nach Massgabe der Artikel I und III des Protokolls 1 abgeben.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_71/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Verwahrer übermittelt den anderen Vertragsparteien vor der Hinterlegung der Beitrittsurkunde des betreffenden Staates die Angaben, die ihm nach Absatz 1 mitgeteilt wurden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_72"><num><b>Art. 72</b></num><paragraph eId="art_72/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_72/para_1/listintro">Jeder in Artikel 70 Absatz 1 Buchstabe c genannte Staat, der diesem Übereinkommen beitreten will:</listIntroduction><item eId="art_72/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>teilt die zur Anwendung dieses Übereinkommens erforderlichen Angaben mit;</p></item><item eId="art_72/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>kann Erklärungen nach Massgabe der Artikel I und III des Protokolls 1 abgeben;</p></item><item eId="art_72/para_1/lbl_c"><num>c) </num><blockList><listIntroduction eId="art_72/para_1/lbl_c/listintro">erteilt dem Verwahrer Auskünfte insbesondere über:</listIntroduction><item eId="art_72/para_1/lbl_c/lbl_1"><num>1) </num><p>sein Justizsystem mit Angaben zur Ernennung der Richter und zu deren Unabhängigkeit,</p></item><item eId="art_72/para_1/lbl_c/lbl_2"><num>2) </num><p>sein innerstaatliches Zivilprozess- und Vollstreckungsrecht,</p></item><item eId="art_72/para_1/lbl_c/lbl_3"><num>3) </num><p>sein Internationales Zivilprozessrecht.</p></item></blockList></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_72/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Verwahrer übermittelt den anderen Vertragsparteien die Angaben, die ihm nach Absatz 1 mitgeteilt worden sind, bevor er den betreffenden Staat gemäss Absatz 3 zum Beitritt einlädt. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_72/para_3"><num>3.</num><content><p>Unbeschadet des Absatzes 4 lädt der Verwahrer den betreffenden Staat nur dann zum Beitritt ein, wenn die Zustimmung aller Vertragsparteien vorliegt. Die Vertragsparteien sind bestrebt, ihre Zustimmung spätestens innerhalb eines Jahres nach der Aufforderung durch den Verwahrer zu erteilen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_72/para_4"><num>4.</num><content><p>Für den beitretenden Staat tritt dieses Übereinkommen nur im Verhältnis zu den Vertragsparteien in Kraft, die vor dem ersten Tag des dritten Monats, der auf die Hinterlegung der Beitrittsurkunde folgt, keine Einwände gegen den Beitritt erhoben haben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_73"><num><b>Art. 73</b></num><paragraph eId="art_73/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Beitrittsurkunden werden beim Verwahrer hinterlegt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_73/para_2"><num>2.</num><content><p>Für einen in Artikel 70 genannten beitretenden Staat tritt dieses Übereinkommen am ersten Tag des dritten Monats, der auf die Hinterlegung seiner Beitrittsurkunde folgt, in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt gilt der beitretende Staat als Vertragspartei dieses Übereinkommens.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_73/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann dem Verwahrer den Wortlaut dieses Übereinkommens in ihrer oder ihren Sprachen übermitteln, der, sofern die Vertragsparteien nach Artikel 4 des Protokolls 2 zugestimmt haben, ebenfalls als verbindlich gilt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_74"><num><b>Art. 74</b></num><paragraph eId="art_74/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen wird auf unbegrenzte Zeit geschlossen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_74/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann dieses Übereinkommen jederzeit durch eine an den Verwahrer gerichtete Notifikation kündigen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_74/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Kündigung wird am Ende des Kalenderjahres wirksam, das auf einen Zeitraum von sechs Monaten folgt, gerechnet vom Eingang ihrer Notifikation beim Verwahrer.</p></content></paragraph></article><article eId="art_75"><num><b>Art. 75</b></num><paragraph eId="art_75/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_75/para/listintro">Diesem Übereinkommen sind beigefügt:</listIntroduction><item eId="art_75/para/bull_u1"><num>– </num><p>ein Protokoll 1 über bestimmte Zuständigkeits-, Verfahrens- und Vollstreckungsfragen;</p></item><item eId="art_75/para/bull_u2"><num>– </num><p>ein Protokoll 2 über die einheitliche Auslegung des Übereinkommens und den Ständigen Ausschuss;</p></item><item eId="art_75/para/bull_u3"><num>– </num><p>ein Protokoll 3 über die Anwendung von Artikel 67;</p></item><item eId="art_75/para/bull_u4"><num>– </num><p>die Anhänge I bis IV und Anhang VII mit Angaben zur Anwendung des Übereinkommens;</p></item><item eId="art_75/para/bull_u5"><num>– </num><p>die Anhänge V und VI mit den Formblättern für die Bescheinigungen im Sinne der Artikel 54, 58 und 57;</p></item><item eId="art_75/para/bull_u6"><num>– </num><p>Anhang VIII mit der Angabe der verbindlichen Sprachfassungen des Übereinkommens gemäss Artikel 79;</p></item><item eId="art_75/para/bull_u7"><num>– </num><p>Anhang IX mit den Angaben gemäss Artikel II des Protokolls 1.</p></item></blockList><p>Die Protokolle und Anhänge sind Bestandteil des Übereinkommens.</p></content></paragraph></article><article eId="art_76"><num><b>Art. 76</b></num><paragraph eId="art_76/para"><content><p>Unbeschadet des Artikels 77 kann jede Vertragspartei eine Revision dieses Übereinkommens beantragen. Zu diesem Zweck beruft der Verwahrer den Ständigen Ausschuss nach Artikel 4 des Protokolls 2 ein.</p></content></paragraph></article><article eId="art_77"><num><b>Art. 77</b></num><paragraph eId="art_77/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vertragsparteien teilen dem Verwahrer den Wortlaut aller Rechtsvorschriften mit, durch den die Listen in den Anhängen I bis IV geändert werden, sowie alle Streichungen oder Zusätze in der Liste des Anhangs VII und den Zeitpunkt ihres Inkrafttretens. Diese Mitteilung erfolgt rechtzeitig vor Inkrafttreten; ihr ist eine englische und französische Übersetzung beizufügen. Der Verwahrer passt die betreffenden Anhänge nach Anhörung des Ständigen Ausschusses gemäss Artikel 4 des Protokolls 2 entsprechend an. Zu diesem Zweck erstellen die Vertragsparteien eine Übersetzung der Anpassungen in ihren Sprachen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_77/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Änderung der Anhänge V und VI sowie VIII und IX wird vom Ständigen Ausschuss gemäss Artikel 4 des Protokolls 2 angenommen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_78"><num><b>Art. 78</b></num><paragraph eId="art_78/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_78/para_1/listintro">Der Verwahrer notifiziert den Vertragsparteien:</listIntroduction><item eId="art_78/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>die Hinterlegung jeder Ratifikations- oder Beitrittsurkunde;</p></item><item eId="art_78/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>den Tag, an dem dieses Übereinkommen für die Vertragsparteien in Kraft tritt;</p></item><item eId="art_78/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>die nach den Artikeln I bis IV des Protokolls 1 eingegangenen Erklärungen;</p></item><item eId="art_78/para_1/lbl_d"><num>d) </num><p>die Mitteilungen nach Artikel 74 Absatz 2, Artikel 77 Absatz 1 sowie Absatz 4 des Protokolls 3.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_78/para_2"><num>2.</num><content><p>Den Notifikationen ist eine englische und französische Übersetzung beizufügen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_79"><num><b>Art. 79</b></num><paragraph eId="art_79/para"><content><p>Dieses Übereinkommen ist in einer Urschrift in den in Anhang VIII aufgeführten Sprachen abgefasst, wobei jeder Wortlaut gleichermassen verbindlich ist; es wird im Schweizerischen Bundesarchiv hinterlegt. Der Schweizerische Bundesrat übermittelt jeder Vertragspartei eine beglaubigte Abschrift.</p></content></paragraph></article></title><signature><p><i>Zu Urkund dessen</i> haben die unterzeichneten Bevollmächtigten dieses Übereinkommen unterzeichnet.</p><p>Geschehen zu Lugano am dreißigsten Oktober zweitausendsieben.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">(Es folgen die Unterschriften)</p></signature></body><components><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.275.12"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 30 octobre 2007 concernant la compétence judiciaire, la reconnaissance et l'exécution des décisions en matière civile et commerciale (Convention de Lugano, CL) (avec prot. et annexes)" shortForm="CL"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 30. Oktober 2007 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (Lugano-Übereinkommen, LugÜ) (mit Prot. und Anhängen)" shortForm="LugÜ"/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 30 ottobre 2007 concernente la competenza giurisdizionale, il riconoscimento e l'esecuzione delle decisioni in materia civile e commerciale (Convenzione di Lugano, CLug) (con prot. e all.)" shortForm="CLug"/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/xml"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Protokoll 1 <br/>über bestimmte Zuständigkeits-, Verfahrens- und <br/>Vollstreckungsfragen</block></container></preface><mainBody><p>Die Hohen Vertragsparteien</p><p>sind wie folgt übereingekommen:</p><article eId="annex_u1/art_I"><num><b>Art. I</b></num><paragraph eId="annex_u1/art_I/para_1"><num>1.</num><content><p>Gerichtliche und aussergerichtliche Schriftstücke, die in einem durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat ausgefertigt worden sind und einer Person zugestellt werden sollen, die sich im Hoheitsgebiet eines anderen durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates befindet, werden nach den zwischen diesen Staaten geltenden Übereinkünften übermittelt.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_I/para_2"><num>2.</num><content><p>Sofern die Vertragspartei, in deren Hoheitsgebiet die Zustellung bewirkt werden soll, nicht durch eine an den Verwahrer gerichtete Erklärung widersprochen hat, können diese Schriftstücke auch von den gerichtlichen Amtspersonen des Staates, in dem sie ausgefertigt worden sind, unmittelbar den gerichtlichen Amtspersonen des Staates übersandt werden, in dessen Hoheitsgebiet sich die Person befindet, für welche das Schriftstück bestimmt ist. In diesem Fall übersendet die gerichtliche Amtsperson des Ursprungsstaats der gerichtlichen Amtsperson des ersuchten Staates, die für die Übermittlung an den Empfänger zuständig ist, eine Abschrift des Schriftstücks. Diese Übermittlung wird in den Formen vorgenommen, die das Recht des ersuchten Staates vorsieht. Sie wird durch eine Bescheinigung festgestellt, die der gerichtlichen Amtsperson des Ursprungsstaats unmittelbar zugesandt wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_I/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft, die durch die Verordnung (EG) Nr. 1348/2000 des Rates vom 29. Mai 2000 oder durch das am 19. Oktober 2005 in Brüssel unterzeichnete Abkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und dem Königreich Dänemark über die Zustellung gerichtlicher und aussergerichtlicher Schriftstücke in Zivil- oder Handelssachen gebunden sind, wenden diese Verordnung und dieses Abkommen in ihrem Verhältnis untereinander an.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/art_II"><num><b>Art. II</b></num><paragraph eId="annex_u1/art_II/para_1"><num>1.</num><content><p>Die in Artikel 6 Nummer 2 und Artikel 11 für eine Gewährleistungs- oder Interventionsklage vorgesehene Zuständigkeit kann in den in Anhang IX genannten Staaten, die durch dieses Übereinkommen gebunden sind, nicht in vollem Umfang geltend gemacht werden. Jede Person, die ihren Wohnsitz in einem anderen durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat hat, kann vor den Gerichten dieser Staaten nach Massgabe der in Anhang IX genannten Vorschriften verklagt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_II/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Europäische Gemeinschaft kann zum Zeitpunkt der Ratifizierung erklären, dass die in Artikel 6 Nummer 2 und Artikel 11 genannten Verfahren in bestimmten anderen Mitgliedstaaten nicht in Anspruch genommen werden können, und Angaben zu den geltenden Vorschriften mitteilen.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_II/para_3"><num>3.</num><content><p>Entscheidungen, die in den anderen durch dieses Übereinkommen gebundenen Staaten aufgrund des Artikels 6 Nummer 2 und des Artikels 11 ergangen sind, werden in den in den Absätzen 1 und 2 genannten Staaten nach Titel III anerkannt und vollstreckt. Die Wirkungen, welche die in diesen Staaten ergangenen Entscheidungen gemäss den Absätzen 1 und 2 gegenüber Dritten haben, werden auch in den anderen durch dieses Übereinkommen gebundenen Staaten anerkannt.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/art_III"><num><b>Art. </b><b>III</b></num><paragraph eId="annex_u1/art_III/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="annex_u1/art_III/para_1/listintro">Die Schweizerische Eidgenossenschaft behält sich das Recht vor, bei der Hinterlegung der Ratifikationsurkunde zu erklären, dass sie den folgenden Teil der Bestimmung in Artikel 34 Absatz 2 nicht anwenden wird:</listIntroduction><item eId="annex_u1/art_III/para_1/bull_u1"><num/><p>«es sei denn, der Beklagte hat gegen die Entscheidung keinen Rechtsbehelf eingelegt, obwohl er die Möglichkeit dazu hatte».</p></item></blockList><p>Falls die Schweizerische Eidgenossenschaft diese Erklärung abgibt, wenden die anderen Vertragsparteien denselben Vorbehalt gegenüber Entscheidungen der schweizerischen Gerichte an.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_III/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="annex_u1/art_III/para_2/listintro">Die Vertragsparteien können sich in Bezug auf Entscheidungen, die in einem beitretenden Staat gemäss Artikel 70 Absatz 1 Buchstabe c ergangen sind, durch Erklärung folgende Rechte vorbehalten:</listIntroduction><item eId="annex_u1/art_III/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>das in Absatz 1 erwähnte Recht; und</p></item><item eId="annex_u1/art_III/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>das Recht einer Behörde im Sinne von Artikel 39, unbeschadet der Vorschriften des Artikels 41 von Amts wegen zu prüfen, ob Gründe für die Versagung der Anerkennung oder Vollstreckung einer Entscheidung vorliegen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_III/para_3"><num>3.</num><content><p>Hat eine Vertragspartei einen solchen Vorbehalt gegenüber einem beitretenden Staat nach Absatz 2 erklärt, kann dieser beitretende Staat sich durch Erklärung dasselbe Recht in Bezug auf Entscheidungen vorbehalten, die von Gerichten dieser Vertragspartei erlassen worden sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_III/para_4"><num>4.</num><content><p>Mit Ausnahme des Vorbehalts gemäss Absatz 1 gelten die Erklärungen für einen Zeitraum von fünf Jahren und können für jeweils weitere fünf Jahre verlängert werden. Die Vertragspartei notifiziert die Verlängerung einer Erklärung gemäss Absatz 2 spätestens sechs Monate vor Ablauf des betreffenden Zeitraums. Ein beitretender Staat kann seine Erklärung gemäss Absatz 3 erst nach Verlängerung der betreffenden Erklärung gemäss Absatz 2 verlängern.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/art_IV"><num><b>Art. IV</b></num><paragraph eId="annex_u1/art_IV/para"><content><p>Die Erklärungen nach diesem Protokoll können jederzeit durch Notifikation an den Verwahrer zurückgenommen werden. Der Notifikation ist eine englische und französische Übersetzung beizufügen. Die Vertragsparteien erstellen eine Übersetzung in ihren Sprachen. Die Rücknahme wird am ersten Tag des dritten Monats nach der Notifikation wirksam.</p></content></paragraph></article><level eId="annex_u1/lvl_u2"><heading>Protokoll 2 <br/>über die einheitliche Auslegung des Übereinkommens <br/>und den Ständigen Ausschuss</heading><level eId="annex_u1/lvl_u2/lvl_u1"><heading><i>Präambel</i></heading><content><p>Die Hohen Vertragsparteien,</p><p>gestützt auf Artikel 75 des Übereinkommens,</p><p>in Anbetracht der sachlichen Verknüpfung zwischen diesem Übereinkommen, dem Lugano-Übereinkommen von 1988 und den in Artikel 64 Absatz 1 dieses Übereinkommens genannten Rechtsinstrumenten,</p><p>in der Erwägung, dass der Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften für Entscheidungen über die Auslegung der in Artikel 64 Absatz 1 dieses Übereinkommens genannten Rechtsinstrumente zuständig ist,</p><p>in der Erwägung, dass dieses Übereinkommen Teil des Gemeinschaftsrechts wird und der Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften deshalb für Entscheidungen über die Auslegung dieses Übereinkommens in Bezug auf dessen Anwendung durch die Gerichte der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft zuständig ist,</p><p>in Kenntnis der bis zur Unterzeichnung dieses Übereinkommens ergangenen Entscheidungen des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften über die Auslegung der in Artikel 64 Absatz 1 dieses Übereinkommens genannten Rechtsinstrumente und der bis zur Unterzeichnung dieses Übereinkommens ergangenen Entscheidungen der Gerichte der Vertragsparteien des Lugano-Übereinkommens von 1988 über die Auslegung des letzteren Übereinkommens,</p><p>in der Erwägung, dass sich die gleichzeitige Revision des Lugano-Übereinkommens von 1988 und des Brüsseler Übereinkommens von 1968, die zum Abschluss eines revidierten Texts dieser Übereinkommen geführt hat, sachlich auf die vorgenannten Entscheidungen zu dem Brüsseler Übereinkommen und dem Lugano-Übereinkommen stützte,</p><p>in der Erwägung, dass der revidierte Text des Brüsseler Übereinkommens nach Inkrafttreten des Vertrags von Amsterdam in die Verordnung (EG) Nr. 44/2001 Eingang gefunden hat,</p><p>in der Erwägung, dass dieser revidierte Text auch die Grundlage für den Text dieses Übereinkommens war,</p><p>in dem Bestreben, bei voller Wahrung der Unabhängigkeit der Gerichte voneinander abweichende Auslegungen zu vermeiden und zu einer möglichst einheitlichen Auslegung der Bestimmungen dieses Übereinkommens und der Bestimmungen der Verordnung (EG) Nr. 44/2001, die in ihrem wesentlichen Gehalt in das vorliegende Übereinkommen übernommen worden sind, sowie der anderen in Artikel 64 Absatz 1 dieses Übereinkommens genannten Rechtsinstrumente zu gelangen,</p><p>sind wie folgt übereingekommen:</p></content></level><article eId="annex_u1/lvl_u2/art_1"><num><b>Art. 1</b></num><paragraph eId="annex_u1/lvl_u2/art_1/para_1"><num>1.</num><content><p>Jedes Gericht, das dieses Übereinkommen anwendet und auslegt, trägt den Grundsätzen gebührend Rechnung, die in massgeblichen Entscheidungen von Gerichten der durch dieses Übereinkommen gebundenen Staaten sowie in Entscheidungen des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften zu den Bestimmungen dieses Übereinkommens oder zu ähnlichen Bestimmungen des Lugano-Übereinkommens von 1988 und der in Artikel 64 Absatz 1 dieses Übereinkommens genannten Rechtsinstrumente entwickelt worden sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/lvl_u2/art_1/para_2"><num>2.</num><content><p>Für die Gerichte der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft gilt die Verpflichtung in Absatz 1 unbeschadet ihrer Verpflichtungen gegenüber dem Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften, wie sie sich aus dem Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft oder aus dem am 19. Oktober 2005 in Brüssel unterzeichneten Abkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und dem Königreich Dänemark über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen ergeben.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/lvl_u2/art_2"><num><b>Art. 2</b></num><paragraph eId="annex_u1/lvl_u2/art_2/para"><content><p>Jeder durch dieses Übereinkommen gebundene Staat, der kein Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft ist, hat das Recht, gemäss Artikel 23 des Protokolls über die Satzung des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften Schriftsätze einzureichen oder schriftliche Erklärungen abzugeben, wenn ein Gericht eines Mitgliedstaats der Europäischen Gemeinschaft dem Gerichtshof eine Frage über die Auslegung dieses Übereinkommens oder der in Artikel 64 Absatz 1 dieses Übereinkommens genannten Rechtsinstrumente zur Vorabentscheidung vorlegt.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/lvl_u2/art_3"><num><b>Art. 3</b></num><paragraph eId="annex_u1/lvl_u2/art_3/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Kommission der Europäischen Gemeinschaften richtet ein System für den Austausch von Informationen über die Entscheidungen ein, die in Anwendung dieses Übereinkommens sowie des Lugano-Übereinkommens von 1988 und der in Artikel 64 Absatz 1 dieses Übereinkommens genannten Rechtsinstrumente ergangen sind. Dieses System ist öffentlich zugänglich und enthält Entscheidungen letztinstanzlicher Gerichte sowie des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften und andere besonders wichtige, rechtskräftig gewordene Entscheidungen, die in Anwendung dieses Übereinkommens, des Lugano-Übereinkommens von 1988 und der in Artikel 64 Absatz 1 dieses Übereinkommens genannten Rechtsinstrumente ergangen sind. Die Entscheidungen werden klassifiziert und mit einer Zusammenfassung versehen.</p><p>Die zuständigen Behörden der durch dieses Übereinkommen gebundenen Staaten übermitteln der Kommission auf der Grundlage dieses Systems die von den Gerichten dieser Staaten erlassenen vorgenannten Entscheidungen.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/lvl_u2/art_3/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Kanzler des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften wählt die für die Anwendung des Übereinkommens besonders interessanten Fälle aus und legt diese gemäss Artikel 5 auf einer Sitzung der Sachverständigen vor.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/lvl_u2/art_3/para_3"><num>3.</num><content><p>Bis die Europäischen Gemeinschaften das System im Sinne von Absatz 1 eingerichtet haben, behält der Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften das System für den Austausch von Informationen über die in Anwendung dieses Übereinkommens sowie des Lugano-Übereinkommens von 1988 ergangenen Entscheidungen bei.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/lvl_u2/art_4"><num><b>Art. 4</b></num><paragraph eId="annex_u1/lvl_u2/art_4/para_1"><num>1.</num><content><p>Es wird ein Ständiger Ausschuss eingesetzt, der aus den Vertretern der Vertragsparteien besteht.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/lvl_u2/art_4/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_u2/art_4/para_2/listintro">Auf Antrag einer Vertragspartei beruft der Verwahrer des Übereinkommens Sitzungen des Ausschusses ein zu:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_u2/art_4/para_2/bull_u1"><num>– </num><p>einer Konsultation über das Verhältnis zwischen diesem Übereinkommen und anderen internationalen Rechtsinstrumenten;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u2/art_4/para_2/bull_u2"><num>– </num><p>einer Konsultation über die Anwendung des Artikels 67 einschliesslich des beabsichtigten Beitritts zu Rechtsinstrumenten über ein besonderes Rechtsgebiet im Sinne von Artikel 67 Absatz 1 und Rechtsetzungsvorschlägen gemäss dem Protokoll 3;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u2/art_4/para_2/bull_u3"><num>– </num><p>der Erwägung des Beitritts neuer Staaten. Der Ausschuss kann an beitretende Staaten im Sinne von Artikel 70 Absatz 1 Buchstabe c insbesondere Fragen über ihr Justizsystem und die Umsetzung dieses Übereinkommens richten. Der Ausschuss kann auch Anpassungen dieses Übereinkommens in Betracht ziehen, die für dessen Anwendung in den beitretenden Staaten notwendig sind;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u2/art_4/para_2/bull_u4"><num>– </num><p>der Aufnahme neuer verbindlicher Sprachfassungen nach Artikel 73 Absatz 3 des Übereinkommens und den notwendigen Änderungen des Anhangs VIII;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u2/art_4/para_2/bull_u5"><num>– </num><p>einer Konsultation über eine Revision des Übereinkommens gemäss Artikel 76;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u2/art_4/para_2/bull_u6"><num>– </num><p>einer Konsultation über Änderungen der Anhänge I bis IV und des Anhangs VII gemäss Artikel 77 Absatz 1;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u2/art_4/para_2/bull_u7"><num>– </num><p>der Annahme von Änderungen der Anhänge V und VI gemäss Artikel 77 Absatz 2;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u2/art_4/para_2/bull_u8"><num>– </num><p>der Rücknahme von Vorbehalten und Erklärungen der Vertragsparteien nach Protokoll 1 und notwendigen Änderungen des Anhangs IX.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/lvl_u2/art_4/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Ausschuss gibt sich eine Geschäftsordnung mit Regeln für seine Arbeitsweise und Beschlussfassung. Darin ist auch die Möglichkeit vorzusehen, dass Konsultation und Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren erfolgen.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/lvl_u2/art_5"><num><b>Art. 5</b></num><paragraph eId="annex_u1/lvl_u2/art_5/para_1"><num>1.</num><content><p>Der Verwahrer kann im Bedarfsfall eine Sitzung der Sachverständigen zu einem Meinungsaustausch über die Wirkungsweise des Übereinkommens einberufen, insbesondere über die Entwicklung der Rechtsprechung und neue Rechtsvorschriften, die die Anwendung des Übereinkommens beeinflussen können.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/lvl_u2/art_5/para_2"><num>2.</num><content><p>An der Sitzung nehmen Sachverständige der Vertragsparteien, der durch dieses Übereinkommen gebundenen Staaten, des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften und der Europäischen Freihandelsassoziation teil. Die Sitzung steht weiteren Sachverständigen offen, deren Anwesenheit zweckdienlich erscheint.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/lvl_u2/art_5/para_3"><num>3.</num><content><p>Probleme, die sich bei der Anwendung des Übereinkommens stellen, können dem Ständigen Ausschuss gemäss Artikel 4 zur weiteren Behandlung vorgelegt werden.</p></content></paragraph></article></level><level eId="annex_u1/lvl_u3"><heading>Protokoll 3 <br/>über die Anwendung von Artikel 67 des Übereinkommens</heading><content><p>Die Hohen Vertragsparteien</p><p>sind wie folgt übereingekommen:</p><p>1.  Für die Zwecke dieses Übereinkommens werden die Bestimmungen, die für besondere Rechtsgebiete die gerichtliche Zuständigkeit, die Anerkennung oder die Vollstreckung von Entscheidungen regeln und in Rechtsakten der Organe der Europäischen Gemeinschaften enthalten sind oder künftig darin enthalten sein werden, ebenso behandelt wie die in Artikel 67 Absatz 1 bezeichneten Übereinkünfte.</p><p>2.  Ist eine Vertragspartei der Auffassung, dass eine Bestimmung eines vorgeschlagenen Rechtsakts der Organe der Europäischen Gemeinschaften mit dem Übereinkommen nicht vereinbar ist, so fassen die Vertragsparteien unbeschadet der Anwendung des in Protokoll 2 vorgesehenen Verfahrens unverzüglich eine Änderung nach Artikel 76 ins Auge.</p><p>3.  Werden einige oder alle Bestimmungen, die in Rechtsakten der Organe der Europäischen Gemeinschaften im Sinne von Absatz 1 enthalten sind, von einer Vertragspartei oder mehreren Vertragsparteien gemeinsam in innerstaatliches Recht umgesetzt, werden diese Bestimmungen des innerstaatlichen Rechts in gleicher Weise behandelt wie die Übereinkünfte im Sinne von Artikel 67 Absatz 1 des Übereinkommens.</p><p>4.  Die Vertragsparteien teilen dem Verwahrer den Wortlaut der in Absatz 3 genannten Bestimmungen mit. Dieser Mitteilung ist eine englische und französische Übersetzung beizufügen.</p></content></level></mainBody></doc></component><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.275.12"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 30 octobre 2007 concernant la compétence judiciaire, la reconnaissance et l'exécution des décisions en matière civile et commerciale (Convention de Lugano, CL) (avec prot. et annexes)" shortForm="CL"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 30. Oktober 2007 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (Lugano-Übereinkommen, LugÜ) (mit Prot. und Anhängen)" shortForm="LugÜ"/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 30 ottobre 2007 concernente la competenza giurisdizionale, il riconoscimento e l'esecuzione delle decisioni in materia civile e commerciale (Convenzione di Lugano, CLug) (con prot. e all.)" shortForm="CLug"/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/xml"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="num">Anhang I<i><authorialNote><p> Bereinigt gemäss Ziff. I der Mitteilungen der EU vom 28. März 2011 und der Schweiz vom 29. April 2011 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2011/830" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2011</b> 6059</ref>), der Mitteilungen der EU vom 7. März 2014  <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2014/792" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2014</b> 4703</ref>) und vom 8. April 2016 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2017/32" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2017</b> 113</ref>).</p></authorialNote></i></block></container></preface><mainBody><blockList><listIntroduction eId="listintro">Die innerstaatlichen Zuständigkeitsvorschriften im Sinne von Artikel 3 Absatz 2 und Artikel 4 Absatz 2 des Übereinkommens sind folgende:</listIntroduction><item eId="bull_u1"><num>– </num><p>in Bulgarien: Artikel 4 Absatz 1 Nummer 2 des Gesetzbuchs über Internationales Privatrecht,</p></item><item eId="bull_u2"><num>– </num><p>in der Tschechischen Republik: Gesetz Nr. 91/2012 über Internationales Privatrecht (<i>Zákon o mezinárodním právu soukromém</i>), insbesondere Artikel 6,</p></item><item eId="bull_u3"><num>– </num><p>in Dänemark: Artikel 246 Absätze 2 und 3 der Prozessordnung (<i>Lov</i><i> om re</i><i>t</i><i>tens pleje</i>),</p></item><item eId="bull_u4"><num>– </num><p>in Deutschland: § 23 der Zivilprozessordnung,</p></item><item eId="bull_u5"><num>– </num><p>in Estland: Artikel 86 (Gerichtliche Zuständigkeit am Ort der Belegenheit des Vermögens) der Zivilprozessordnung (<i>Tsiviilkohtumenetluse seadustik</i>), sofern sich die Klage nicht auf das Vermögen der Person bezieht; Artikel 100 (Klage auf Einstellung der Anwendung von Standardklauseln) der Zivilprozessordnung, soweit die Klage bei dem Gericht eingereicht wird, in dessen örtlichem Zuständigkeitsbereich die Standardklausel angewandt wurde,</p></item><item eId="bull_u6"><num>– </num><p>in Griechenland: Artikel 40 der Zivilprozessordnung (<i>Κώδικας Πολιτικής Δικονομίας</i>),</p></item><item eId="bull_u7"><num>– </num><p>in Frankreich: Artikel 14 und 15 des Zivilgesetzbuches (<i>Code civil</i>),</p></item><item eId="bull_u8"><num>– </num><p>in Island: Artikel 32 Absatz 4 der Zivilprozessordnung (<i>Lög um </i><i>meðferð ein</i><i>kamála</i><i> nr. 91/1991</i>),</p></item><item eId="bull_u9"><num>– </num><p>in Irland: Vorschriften, nach denen die Zuständigkeit durch Zustellung eines verfahrenseinleitenden Schriftstücks an den Beklagten während dessen vorübergehender Anwesenheit in Irland begründet wird,</p></item><item eId="bull_u10"><num>– </num><p>in Italien: Artikel 3 und 4 des Gesetzes Nr. 218 vom 31. Mai 1995,</p></item><item eId="bull_u11"><num>– </num><p>in Zypern: Artikel 21 des Gerichtsgesetzes, Gesetz 14/60,</p></item><item eId="bull_u12"><num>– </num><p>in Lettland: Artikel 27 Absatz 2 und Artikel 28 Absätze 3, 5, 6 und 9 der Zivilprozessordnung (<i>Civilprocesa likums</i>),</p></item><item eId="bull_u13"><num>– </num><p>in Litauen: Artikel 783 Absatz 3, Artikel 787 und Artikel 789 Absatz 3 der Zivilprozessordnung (<i>Civilinio proceso ko</i><i>deksas</i>),</p></item><item eId="bull_u14"><num>– </num><p>in Luxemburg: Artikel 14 und 15 des Zivilgesetzbuches (<i>Code civil</i>),</p></item><item eId="bull_u15"><num>– </num><p>in Ungarn: Artikel 57 der Gesetzesverordnung Nr. 13 von 1979 über Internationales Privatrecht (<i>a nemzetközi magánjogról szóló 1979. évi 13. törv</i><i>é</i><i>nyerejű rendelet</i>),</p></item><item eId="bull_u16"><num>– </num><p>in Malta: Artikel 742, 743 und 744 der Gerichtsverfassungs- und Zivilprozessordnung – Kapitel 12 (<i>Kodiċi ta’ Organizzazzjoni u Proċedura Ċivili – Kap. 12</i>) und Artikel 549 des Handelsgesetzbuches – Kapitel 13 (<i>Kodiċi tal-kummerċ – Kap. 13</i>),</p></item><item eId="bull_u17"><num>– </num><p>in Norwegen: Abschnitt 4–3 Absatz 2 Satz 2 der Prozessordnung (<i>tvistel</i><i>o</i><i>ven</i>),</p></item><item eId="bull_u18"><num>– </num><p>in Österreich: § 99 der Jurisdiktionsnorm,</p></item><item eId="bull_u19"><num>– </num><p>in Kroatien: Artikel 54 des Gesetzes zur Lösung von Gesetzeskollisionen mit den Vorschriften anderer Staaten für bestimmte Verhältnisse;</p></item><item eId="bull_u20"><num>– </num><p>in Polen: Artikel 1103 Nummer 4 und Artikel 1110 der Zivilprozessordnung (<i>Kodeks postępowania cywilnego</i>), insofern als letzterer die Zuständigkeit ausschließlich nach Folgendem begründet: Der Antragsteller besitzt die polnische Staatsangehörigkeit oder hat seinen gewöhnlichen Aufenthalt, Wohnsitz oder Sitz in Polen;</p></item><item eId="bull_u21"><num>– </num><p>in Portugal: Artikel 63 Absatz 1 der Zivilprozessordnung (<i>Código de Processo Civil</i>), insofern als nach diesem Artikel ein exorbitanter Gerichtsstand begründet werden kann – zum Beispiel ist das Gericht des Ortes zuständig, an dem sich die Zweigniederlassung, Agentur oder sonstige Niederlassung befindet (sofern sie sich in Portugal befindet), wenn die (im Ausland befindliche) Hauptverwaltung Zustellungsadressat ist –, und Artikel 10 der Arbeitsprozessordnung (<i>Código de Processo do Trabalho</i>), insofern als nach diesem Artikel ein exorbitanter Gerichtsstand begründet werden kann – zum Beispiel ist in einem Verfahren, das ein Arbeitnehmer in Bezug auf einen individuellen Arbeitsvertrag gegen einen Arbeitgeber angestrengt hat, das Gericht des Ortes zuständig, an dem der Kläger seinen Wohnsitz hat,</p></item><item eId="bull_u22"><num>– </num><p>in Rumänien: Titel I «Internationale Zuständigkeit der rumänischen Gerichte» Artikel 1065 bis 1081 in Buch VII «Internationales Zivilverfahrensrecht» des Gesetzes Nr. 134/2010 über die Zivilprozessordnung.</p></item><item eId="bull_u23"><num>– </num><p>in Slowenien: Artikel 48 Absatz 2 des Gesetzes über Internationales Privat- und Zivilprozessrecht (<i>Zakon o medarodnem zasebnem pravu in postopku</i>) in Bezug auf Artikel 47 Absatz 2 der Zivilprozessordnung (<i>Zakon o prav</i><i>d</i><i>nem postopku</i>) und Artikel 58 des Gesetzes über Internationales Privatrecht und die Prozessordnung (<i>Zakon o medarodnem zasebnem pravu in postopku</i>) in Bezug auf Artikel 59 der Zivilprozessordnung (<i>Zakon o pravdnem postopku</i>),</p></item><item eId="bull_u24"><num>– </num><p>in der Slowakei: die Artikel 37–37<i>e</i> des Gesetzes Nr. 97/1963 über Internationales Privatrecht und die entsprechenden Verfahrensvorschriften,</p></item><item eId="bull_u25"><num>– </num><p>in der Schweiz: Artikel 4 des Bundesgesetzes über das internationale Privatrecht<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1988/1776_1776_1776" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>291</b></ref></p></authorialNote> (Gerichtsstand des Arrestortes/for du lieu du séquestre/foro del luogo del sequestro),</p></item><item eId="bull_u26"><num>– </num><p>in Finnland: Kapitel 10 § 18 Absatz 1 Unterabsätze 1 und 2 der Prozessordnung (<i>oikeudenkäymiskaari/rättegångsbalken</i>),</p></item><item eId="bull_u27"><num>– </num><p>in Schweden: Kapitel 10 § 3 Absatz 1 Satz 1 der Prozessordnung (<i>rätt</i><i>e</i><i>gångs</i><i>balken</i>),</p></item><item eId="bull_u28"><num>– </num><blockList><listIntroduction eId="bull_u28/listintro">im Vereinigten Königreich: Vorschriften, nach denen die Zuständigkeit begründet wird durch:</listIntroduction><item eId="bull_u28/lbl_a"><num>a) </num><p>die Zustellung eines verfahrenseinleitenden Schriftstücks an den Beklagten während dessen vorübergehender Anwesenheit im Vereinigten Königreich,</p></item><item eId="bull_u28/lbl_b"><num>b) </num><p>das Vorhandensein von Vermögenswerten des Beklagten im Vereinigten Königreich oder</p></item><item eId="bull_u28/lbl_c"><num>c) </num><p>die Beschlagnahme von Vermögenswerten im Vereinigten Königreich durch den Kläger.</p></item></blockList></item></blockList></mainBody></doc></component><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.275.12"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 30 octobre 2007 concernant la compétence judiciaire, la reconnaissance et l'exécution des décisions en matière civile et commerciale (Convention de Lugano, CL) (avec prot. et annexes)" shortForm="CL"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 30. Oktober 2007 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (Lugano-Übereinkommen, LugÜ) (mit Prot. und Anhängen)" shortForm="LugÜ"/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 30 ottobre 2007 concernente la competenza giurisdizionale, il riconoscimento e l'esecuzione delle decisioni in materia civile e commerciale (Convenzione di Lugano, CLug) (con prot. e all.)" shortForm="CLug"/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/xml"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="num">Anhang II<i><authorialNote><p> Bereinigt gemäss Ziff. I der Mitteilungen der EU vom 28. März 2011 und der Schweiz vom 29. April 2011 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2011/830" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2011</b> 6059</ref>), der Mitteilungen der EU vom 7. März 2014  <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2014/792" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2014</b> 4703</ref>) und vom 8. April 2016 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2017/32" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2017</b> 113</ref>).</p></authorialNote></i></block></container></preface><mainBody><blockList><listIntroduction eId="listintro">Anträge nach Artikel 39 des Übereinkommens sind bei folgenden Gerichten oder zuständigen Behörden einzureichen:</listIntroduction><item eId="bull_u1"><num>– </num><p>in Belgien beim <i>tribunal de première instance</i> oder bei der <i>rechtbank van eerste aanleg</i> oder beim <i>erstinstanzlichen Gericht</i>,</p></item><item eId="bull_u2"><num>– </num><p>in Bulgarien beim <i>Окръжния съд</i>,</p></item><item eId="bull_u3"><num>– </num><p>in der Tschechischen Republik beim <i>«</i><i>okresní soud</i><i>»</i>,</p></item><item eId="bull_u4"><num>– </num><p>in Dänemark beim <i>Byret</i>,</p></item><item eId="bull_u5"><num>– </num><blockList><listIntroduction eId="bull_u5/listintro">in Deutschland:</listIntroduction><item eId="bull_u5/lbl_a"><num>a) </num><p>beim Vorsitzenden einer Kammer des <i>Landgerichts</i>,</p></item><item eId="bull_u5/lbl_b"><num>b) </num><p>bei einem Notar für die Vollstreckbarerklärung einer öffentlichen Urkunde,</p></item></blockList></item><item eId="bull_u6"><num>– </num><p>in Estland beim <i>Maakohus</i>,</p></item><item eId="bull_u7"><num>– </num><p>in Griechenland beim <i>Μονομελές Πρωτοδικείο,</i></p></item><item eId="bull_u8"><num>– </num><p>in Spanien beim <i>Juzgado de Primera Instancia</i>,</p></item><item eId="bull_u9"><num>– </num><blockList><listIntroduction eId="bull_u9/listintro">in Frankreich:</listIntroduction><item eId="bull_u9/lbl_a"><num>a) </num><p>beim <i>greffier</i><i> en chef du tribunal de gr</i><i>ande instance</i>,</p></item><item eId="bull_u9/lbl_b"><num>b) </num><p>beim <i>président de la chambre départementale des notaires</i> im Falle eines Antrags auf Vollstreckbarerklärung einer notariellen öffentlichen Urkunde,</p></item></blockList></item><item eId="bull_u10"><num>– </num><p>in Irland beim <i>High Court</i>,</p></item><item eId="bull_u11"><num>– </num><p>in Island beim <i>héraðsdómur</i>,</p></item><item eId="bull_u12"><num>– </num><p>in Italien bei der <i>Corte d’app</i><i>ello</i>,</p></item><item eId="bull_u13"><num>– </num><p>in Zypern beim <i>Επαρχιακό Δικαστήριο</i> oder für Entscheidungen in Unterhaltssachen beim <i>Οικογενειακό Δικαστήριο</i>,</p></item><item eId="bull_u14"><num>– </num><p>in Lettland beim <i>Rajona (pilsētas) tiesa</i>,</p></item><item eId="bull_u15"><num>– </num><p>in Litauen beim <i>Lietuvos apeliacinis teismas</i>,</p></item><item eId="bull_u16"><num>– </num><p>in Luxemburg beim Präsidenten des <i>tribunal d’arrondissement</i>,</p></item><item eId="bull_u17"><num>– </num><p>in Ungarn beim <i>«</i><i>törvényszék székhelyén m</i><i>ű</i><i>köd</i><i>ő </i><i>járásbíróság</i><i>»</i> und in Budapest beim <i>«</i><i>Budai Központi Kerületi Bíróság</i><i>»</i>,</p></item><item eId="bull_u18"><num>– </num><p>in Malta beim <i>Prim’ Awla tal-Qorti Ċivili</i> oder <i>Qorti tal-Maġistrati ta’ Għaw</i><i>dex fil-ġurisdizzjoni superjuri tagħha</i>, oder für Entscheidungen in Unterhaltssachen beim <i>Reġistratur tal-Qorti</i> auf Befassung durch den <i>Ministru responsabbli għall-Ġustizzja</i>,</p></item><item eId="bull_u19"><num>– </num><p>in den Niederlanden beim <i>voorzieningenrechter van de rechtbank</i>,</p></item><item eId="bull_u20"><num>– </num><p>in Norwegen beim <i>Tingrett</i>,</p></item><item eId="bull_u21"><num>– </num><p>in Österreich beim <i>Bezirksgericht,</i></p></item><item eId="bull_u22"><num>– </num><p>in Polen beim <i>Sąd Okręgowy,</i></p></item><item eId="bull_u23"><num>– </num><p>in Portugal: bei den <i>«</i><i>instâncias centrais de competência especializada cível, instâncias locais, secção competência genérica» </i>oder <i>«secção cível</i><i>»</i> – sofern es letzteres gibt – der <i>«</i><i>tribunais de comarca</i><i>»</i>. Bei Unterhaltspflichten gegenüber Kindern (unter oder über 18 Jahren) und bei Unterhaltspflichten im Verhältnis der Ehegatten untereinander bei den <i>«</i><i>secções de família e menores das instâncias centrais</i><i>» </i>oder in Ermangelung derselben bei den <i>«</i><i>secções de competência genérica» </i>oder <i>«secção </i><i>cível</i><i>»</i> – sofern es letzteres gibt – der <i>«</i><i>instâncias locais</i><i>»</i>. Für die übrigen Unterhaltspflichten, die auf einem Familien- oder Verwandtschaftsverhältnis oder auf Schwägerschaft beruhen, bei den <i>«</i><i>secções de competência genérica</i><i>»</i> oder den <i>«</i><i>secção cível</i><i>» </i>– sofern es letzteres gibt – der <i>«</i><i>instâncias locais</i><i>»</i>,</p></item><item eId="bull_u24"><num>– </num><p>in Rumänien beim <i>Tribunal</i>,</p></item><item eId="bull_u25"><num>– </num><p>in Slowenien beim <i>Okrožno sodišče</i>,</p></item><item eId="bull_u26"><num>– </num><p>in der Slowakei beim <i>okresný súd</i>,</p></item><item eId="bull_u27"><num>– </num><p>in der Schweiz beim <i>kantonalen Vollstreckungsgericht/tribunal cantonal de l’</i><i>e</i><i>xécution/giudice cantonal</i><i>e dell’esecuzione</i>,</p></item><item eId="bull_u28"><num>– </num><p>in Finnland beim <i>Käräjäoikeus/tingsrätt</i>,</p></item><item eId="bull_u29"><num>– </num><p>in Schweden: <i>«</i><i>tingsrätt</i><i>»</i>,</p></item><item eId="bull_u30"><num>– </num><p>in Kroatien beim <i>općinski sudovi</i> in Zivilsachen, beim <i>Općinski građanski sud u Zagrebu</i> und beim <i>trgovački sudovi</i> in Handelssachen;</p></item><item eId="bull_u31"><num>– </num><blockList><listIntroduction eId="bull_u31/listintro">im Vereinigten Königreich:</listIntroduction><item eId="bull_u31/lbl_a"><num>a) </num><p>in England und Wales beim <i>High Court of Justice</i> oder für Entscheidungen in Unterhaltssachen beim <i>Family Court</i> über den <i>Secretary of State</i>,</p></item><item eId="bull_u31/lbl_b"><num>b) </num><p>in Schottland beim <i>Court of Session</i> oder für Entscheidungen in Unterhaltssachen beim <i>Sheriff Court</i> über die <i>Scottis</i><i>h Ministers</i>,</p></item><item eId="bull_u31/lbl_c"><num>c) </num><p>in Nordirland beim <i>High Court of Justice</i> oder für Entscheidungen in Unterhaltssachen beim <i>Magistrates’ Court</i> über das <i>Department of Ju</i><i>s</i><i>tice</i>,</p></item><item eId="bull_u31/lbl_d"><num>d) </num><p>in Gibraltar beim <i>Supreme Court of Gibraltar</i> oder für Entscheidungen in Unterhaltssachen beim <i>Ma</i><i>gistrates’ Court</i> über den <i>Attorney Gen</i><i>e</i><i>ral of Gibraltar</i>.</p></item></blockList></item></blockList></mainBody></doc></component><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.275.12"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 30 octobre 2007 concernant la compétence judiciaire, la reconnaissance et l'exécution des décisions en matière civile et commerciale (Convention de Lugano, CL) (avec prot. et annexes)" shortForm="CL"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 30. Oktober 2007 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (Lugano-Übereinkommen, LugÜ) (mit Prot. und Anhängen)" shortForm="LugÜ"/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 30 ottobre 2007 concernente la competenza giurisdizionale, il riconoscimento e l'esecuzione delle decisioni in materia civile e commerciale (Convenzione di Lugano, CLug) (con prot. e all.)" shortForm="CLug"/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/xml"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="num">Anhang III<i><authorialNote><p> Bereinigt gemäss Ziff. I der Mitteilungen der EU vom 28. März 2011 und der Schweiz vom 29. April 2011 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2011/830" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2011</b> 6059</ref>), der Mitteilungen der EU vom 7. März 2014  <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2014/792" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2014</b> 4703</ref>) und vom 8. April 2016 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2017/32" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2017</b> 113</ref>).</p></authorialNote></i></block></container></preface><mainBody><blockList><listIntroduction eId="listintro">Die Rechtsbehelfe nach Artikel 43 Absatz 2 des Übereinkommens sind bei folgenden Gerichten einzulegen:</listIntroduction><item eId="bull_u1"><num>– </num><blockList><listIntroduction eId="bull_u1/listintro">in Belgien:</listIntroduction><item eId="bull_u1/lbl_a"><num>a) </num><p>im Falle des Schuldners beim <i>tribunal de première instance</i> oder bei der <i>rechtbank van eerste aanleg</i> oder beim <i>erstinstanzlichen Gericht</i>,</p></item><item eId="bull_u1/lbl_b"><num>b) </num><p>im Falle des Antragstellers bei der <i>cour d’appel</i> oder beim <i>hof van b</i><i>e</i><i>roep</i>,</p></item></blockList></item><item eId="bull_u2"><num>– </num><p>in Bulgarien beim <i>Апелативен съд – София</i>,</p></item><item eId="bull_u3"><num>– </num><p>in der Tschechischen Republik beim <i>«</i><i>okresní soud</i><i>»</i>,</p></item><item eId="bull_u4"><num>– </num><p>in Dänemark beim <i>landsret</i>,</p></item><item eId="bull_u5"><num>– </num><p>in Deutschland beim <i>Oberlandesgericht</i>,</p></item><item eId="bull_u6"><num>– </num><p>in Estland beim <i>Ringkonnakohus</i>,</p></item><item eId="bull_u7"><num>– </num><p>in Griechenland beim Εφετείο,</p></item><item eId="bull_u8"><num>– </num><p>in Spanien bei der <i>Audiencia Provincial </i>über das <i>Juzgado de Primera I</i><i>n</i><i>stancia</i>, das die Entscheidung erlassen hat,</p></item><item eId="bull_u9"><num>– </num><blockList><listIntroduction eId="bull_u9/listintro">in Frankreich:</listIntroduction><item eId="bull_u9/lbl_a"><num>a) </num><p>bei der <i>Cour d’appel</i> in Bezug auf Entscheidungen zur Genehmigung des Antrags,</p></item><item eId="bull_u9/lbl_b"><num>b) </num><p>beim vorsitzenden Richter des <i>Tribunal de grande instance</i> in Bezug auf Entscheidungen zur Ablehnung des Antrags,</p></item></blockList></item><item eId="bull_u10"><num>– </num><p>in Irland beim <i>High Court</i>,</p></item><item eId="bull_u11"><num>– </num><p>in Island beim <i>héraðsdómur</i><i>,</i></p></item><item eId="bull_u12"><num>– </num><p>in Italien bei der <i>Corte d’appello</i>,</p></item><item eId="bull_u13"><num>– </num><p>in Zypern beim <i>Επαρχιακό Δικαστήριο</i> oder für Entscheidungen in Unterhaltssachen beim <i>Οικογενειακό Δικαστήριο</i>,</p></item><item eId="bull_u14"><num>– </num><p>in Lettland beim <i>Apgabaltiesa </i>über das <i>rajona (pilsētas) tiesa</i>,</p></item><item eId="bull_u15"><num>– </num><p>in Litauen beim <i>Lietuvos apeliacinis teismas</i>,</p></item><item eId="bull_u16"><num>– </num><p>in Luxemburg bei der <i>Cour supérieure de Just</i><i>ice</i> als Berufungsinstanz für Zivilsachen,</p></item><item eId="bull_u17"><num>– </num><p>in Ungarn beim <i>«</i><i>törvényszék székhelyén m</i><i>ő</i><i>köd</i><i>ő </i><i>járásbíróság» </i>(in Budapest beim <i>«</i><i>Budai Központi Kerületi Bíróság»</i>); über den Rechtsbehelf entscheidet das <i>«</i><i>törvényszék</i><i>»</i> (in Budapest das <i>«</i><i>F</i><i>ő</i><i>városi Törvényszék</i><i>»</i>),</p></item><item eId="bull_u18"><num>– </num><p>in Malta beim <i>«</i><i>Qorti ta’ l-Appell</i><i>»</i> nach dem in der Zivilprozessordnung <i>«</i><i>Kodi</i><i>ċ</i><i>i ta’ Organizzazzjoni u Pro</i><i>ċ</i><i>edura </i><i>Ċ</i><i>ivili – Kap. 12</i><i>»</i> festgelegten Verfahren oder für Entscheidungen in Unterhaltssachen durch <i>«</i><i>rikors </i><i>ġ</i><i>uramentat</i><i>»</i> vor dem <i>«</i><i>Prim’ Awla tal-Qorti </i><i>Ċ</i><i>i</i><i>vili jew il-Qorti tal-Ma</i><i>ġ</i><i>istrati ta’ G</i><i>ħ</i><i>awdex fil-</i><i>ġ</i><i>urisdizzjoni superjuri tag</i><i>ħ</i><i>ha</i><i>»</i>,</p></item><item eId="bull_u19"><num>– </num><p>in den Niederlanden: die <i>rechtbank,</i></p></item><item eId="bull_u20"><num>– </num><p>in Norwegen beim <i>lagmannsrett,</i></p></item><item eId="bull_u21"><num>– </num><p>in Österreich beim <i>Landesgericht </i>über das <i>Bezirksgericht,</i></p></item><item eId="bull_u22"><num>– </num><p>in Polen beim <i>Sąd Apelacyjny</i> über das <i>Sąd</i><i> Okręgowy,</i></p></item><item eId="bull_u23"><num>– </num><p>in Portugal beim <i>Tribunal da Relação</i> über das Gericht, das die Entscheidung erlassen hat,</p></item><item eId="bull_u24"><num>– </num><p>in Rumänien bei der <i>Curte de Apel</i>,</p></item><item eId="bull_u25"><num>– </num><p>in Slowenien beim <i>okrožno sodišče</i>,</p></item><item eId="bull_u26"><num>– </num><p>in der Slowakei beim Berufungsgericht, über das Bezirksgericht, gegen dessen Entscheidung Berufung eingelegt wird,</p></item><item eId="bull_u27"><num>– </num><p>in der Schweiz beim oberen Gericht des Kantons,</p></item><item eId="bull_u28"><num>– </num><p>in Finnland beim <i>hovioikeus/hovrätt,</i></p></item><item eId="bull_u29"><num>– </num><p>in Schweden: <i>«</i><i>tingsrätt</i><i>»</i>,</p></item><item eId="bull_u30"><num>– </num><p>in Kroatien beim <i>županijski sud</i> über das <i>općinski sud</i> in Zivilsachen und <i>Visoki trgovački sud Rep</i><i>ublike Hrvatske</i> über das <i>trgovački sud</i> in Handelssachen;</p></item><item eId="bull_u31"><num>– </num><blockList><listIntroduction eId="bull_u31/listintro">im Vereinigten Königreich:</listIntroduction><item eId="bull_u31/lbl_a"><num>a) </num><p>in England und Wales beim <i>High Court of Justice</i> oder für Entscheidungen in Unterhaltssachen beim <i>Family Court</i>,</p></item><item eId="bull_u31/lbl_b"><num>b) </num><p>in Schottland beim <i>Court of Session</i> oder für Entscheidungen in Unterhaltssachen beim <i>Sheriff Court</i>,</p></item><item eId="bull_u31/lbl_c"><num>c) </num><p>in Nordirland beim <i>High Court of Justice</i> oder für Entscheidungen in Unterhaltssachen beim <i>Magistrates’ Court</i>,</p></item><item eId="bull_u31/lbl_d"><num>d) </num><p>in Gibraltar beim <i>Supreme Court of Gibraltar</i> oder für Entscheidungen in Unterhaltssachen beim <i>Magistrates’ Court</i>.</p></item></blockList></item></blockList></mainBody></doc></component><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.275.12"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 30 octobre 2007 concernant la compétence judiciaire, la reconnaissance et l'exécution des décisions en matière civile et commerciale (Convention de Lugano, CL) (avec prot. et annexes)" shortForm="CL"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 30. Oktober 2007 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (Lugano-Übereinkommen, LugÜ) (mit Prot. und Anhängen)" shortForm="LugÜ"/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 30 ottobre 2007 concernente la competenza giurisdizionale, il riconoscimento e l'esecuzione delle decisioni in materia civile e commerciale (Convenzione di Lugano, CLug) (con prot. e all.)" shortForm="CLug"/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/xml"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="num">Anhang IV<i><authorialNote><p> Bereinigt gemäss den Mitteilungen der EU vom 7. März 2014 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2014/792" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2014</b> 4703</ref>) und vom 8. April 2016 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2017/32" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2017</b> 113</ref>).</p></authorialNote></i></block></container></preface><mainBody><blockList><listIntroduction eId="listintro">Nach Artikel 44 des Übereinkommens können folgende Rechtsbehelfe eingelegt werden:</listIntroduction><item eId="bull_u1"><num>– </num><p>in Belgien, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden: Kassationsbeschwerde,</p></item><item eId="bull_u2"><num>– </num><p>in Bulgarien: <i>обжалване </i><i>пред Върховния касационен съд</i>,</p></item><item eId="bull_u3"><num>– </num><p>in der Tschechischen Republik: ein <i>«</i><i>dovolání</i><i>»</i>, ein <i>«</i><i>žaloba na obnovu </i><i>ř</i><i>ízení</i><i>»</i> und ein <i>«</i><i>žaloba pro zmate</i><i>č</i><i>nost</i><i>»</i>,</p></item><item eId="bull_u4"><num>– </num><p>in Dänemark: ein Rechtsbehelf beim <i>højesteret</i> nach Genehmigung des<i> Pr</i><i>o</i><i>cesbevillingsnævnet</i>,</p></item><item eId="bull_u5"><num>– </num><p>in Deutschland: Rechtsbeschwerde,</p></item><item eId="bull_u6"><num>– </num><p>in Estland: <i>kassatsioonikaebus</i>,</p></item><item eId="bull_u7"><num>– </num><p>in Irland: ein auf Rechtsfragen beschränkter Rechtsbehelf beim <i>Court of Appeal</i>,</p></item><item eId="bull_u8"><num>– </num><p>in Island: ein Rechtsbehelf beim <i>Hæstiréttur</i>,</p></item><item eId="bull_u9"><num>– </num><p>in Zypern: ein Rechtsbehelf beim obersten Gericht,</p></item><item eId="bull_u10"><num>– </num><p>in Kroatien: ein Rechtsbehelf beim <i>Vrhovni sud Republike Hrvat</i><i>s</i><i>ke</i>,</p></item><item eId="bull_u11"><num>– </num><p>in Lettland: ein Rechtsbehelf beim <i>«</i><i>Augst</i><i>ā</i><i>k</i><i>ā </i><i>tiesa</i><i>»</i> über das <i>«</i><i>Apgabaltiesa</i><i>»</i>,</p></item><item eId="bull_u12"><num>– </num><p>in Litauen: eine Kassationsbeschwerde beim <i>Lietuvos Aukščiausiasis Teismas</i>,</p></item><item eId="bull_u13"><num>– </num><p>in Ungarn: <i>felülvizsgálati kérelem</i>,</p></item><item eId="bull_u14"><num>– </num><p>in Malta: Es können keine weiteren Rechtsbehelfe eingelegt werden; bei Entscheidungen in Unterhaltssachen <i>Qorti ta’ l-Appell</i> nach dem in der Gerichtsverfassungs- und Zivilprozessordnung (kodiċi ta<i>’</i> Organizzazzjoni u Procedura Ċivili – Kap. 12) für Rechtsbehelfe festgelegten Verfahren,</p></item><item eId="bull_u15"><num>– </num><p>in Norwegen: ein Rechtsbehelf beim <i>Høyesteretts Ankeutvalg</i> oder <i>Høyes</i><i>t</i><i>e</i><i>rett</i>,</p></item><item eId="bull_u16"><num>– </num><p>in Österreich: <i>Revisionsrekurs</i>,</p></item><item eId="bull_u17"><num>– </num><p>in Polen: <i>skarga kasacyjna</i>,</p></item><item eId="bull_u18"><num>– </num><p>in Portugal: ein auf Rechtsfragen beschränkter Rechtsbehelf,</p></item><item eId="bull_u19"><num>– </num><p>in Rumänien: ein <i>«</i><i>recursul</i><i>»</i>,</p></item><item eId="bull_u20"><num>– </num><p>in Slowenien: ein Rechtsbehelf beim <i>Vrhovno sodišče Republike Slovenije</i>,</p></item><item eId="bull_u21"><num>– </num><p>in der Slowakei: <i>dovolanie</i>,</p></item><item eId="bull_u22"><num>– </num><p>in der Schweiz: <i>Beschwerde beim Bundesgericht</i>/<i>recours devant le Tribunal fédéral</i>/<i>ricorso davanti al Tribunale federale</i>, </p></item><item eId="bull_u23"><num>– </num><p>in Finnland: ein Rechtsbehelf beim <i>korkein oikeus/högsta domstolen</i>,</p></item><item eId="bull_u24"><num>– </num><p>in Schweden: ein Rechtsbehelf beim <i>«</i><i>hovrätt</i><i>»</i> und <i>«</i><i>Högsta domstolen</i><i>»</i>,</p></item><item eId="bull_u25"><num>– </num><p>im Vereinigten Königreich: ein einziger auf Rechtsfragen beschränkter Rechtsbehelf.</p></item></blockList></mainBody></doc></component><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.275.12"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 30 octobre 2007 concernant la compétence judiciaire, la reconnaissance et l'exécution des décisions en matière civile et commerciale (Convention de Lugano, CL) (avec prot. et annexes)" shortForm="CL"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 30. Oktober 2007 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (Lugano-Übereinkommen, LugÜ) (mit Prot. und Anhängen)" shortForm="LugÜ"/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 30 ottobre 2007 concernente la competenza giurisdizionale, il riconoscimento e l'esecuzione delle decisioni in materia civile e commerciale (Convenzione di Lugano, CLug) (con prot. e all.)" shortForm="CLug"/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/xml"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="num">Anhang V</block></container></preface><mainBody><p>Bescheinigung über Urteile und gerichtliche Vergleiche im Sinne der Artikel 54 und 58 des Übereinkommens über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen</p><p>1.  Ursprungsstaat:  </p><p>2.  Gericht oder sonst befugte Stelle, das/die die vorliegende Bescheinigung ausgestellt hat</p><blockList eId="list_u1"><item eId="list_u1/lbl_2_1"><num>2.1 </num><p>Name:  </p></item><item eId="list_u1/lbl_2_2"><num>2.2 </num><p>Anschrift:  </p></item><item eId="list_u1/lbl_2_3"><num>2.3 </num><p>Tel./Fax/E-Mail:  </p></item></blockList><p>3.  Gericht, das die Entscheidung erlassen hat/vor dem der Prozessvergleich geschlossen wurde*</p><blockList eId="list_u2"><item eId="list_u2/lbl_3_1"><num>3.1 </num><p>Bezeichnung des Gerichts:  </p></item><item eId="list_u2/lbl_3_2"><num>3.2 </num><p>Gerichtsort:  </p></item></blockList><p>4.  Entscheidung/Prozessvergleich*</p><blockList eId="list_u3"><item eId="list_u3/lbl_4_1"><num>4.1 </num><p>Datum:  </p></item><item eId="list_u3/lbl_4_2"><num>4.2 </num><p>Aktenzeichen:  </p></item><item eId="list_u3/lbl_4_3"><num>4.3 </num><p>Die Parteien der Entscheidung/des Prozessvergleichs*</p><blockList><item eId="list_u3/lbl_4_3/lbl_4_3_1Name_n_des_der_Kl_ger_s"><num>4.3.1  Name(n) des (der) Kläger(s):  </num><p/></item><item eId="list_u3/lbl_4_3/lbl_4_3_2Name_n_des_der_Beklagten"><num>4.3.2  Name(n) des (der) Beklagten:  </num><p/></item><item eId="list_u3/lbl_4_3/lbl_4_3_3gegebenenfallsName_n_deranderenPartei_en"><num>4.3.3  gegebenenfalls Name(n) der anderen Partei(en):  </num><p/></item></blockList></item><item eId="list_u3/lbl_4_4"><num>4.4 </num><p>Datum der Zustellung des verfahrenseinleitenden Schriftstücks, wenn die Entscheidung in einem Verfahren ergangen ist, auf das sich der Beklagte nicht eingelassen hat</p></item><item eId="list_u3/lbl_4_5"><num>4.5 </num><p>Wortlaut des Urteilsspruchs/des Prozessvergleichs* in der Anlage zu dieser Bescheinigung</p></item></blockList><p>5.  Namen der Parteien, denen Prozesskostenhilfe gewährt wurde:  </p><p>Die Entscheidung/der Prozessvergleich* ist im Ursprungsstaat vollstreckbar (Art. 38 und 58 des Übereinkommens) gegen:</p><p>Name:  </p><table border="1"><tr><td colspan="2"/><td><p>Geschehen zu …………, am …………</p></td></tr><tr><td colspan="2"/><td/></tr><tr><td colspan="2"/><td><p>Unterschrift und/oder Dienstsiegel</p></td></tr><tr><td colspan="2"/><td/></tr><tr><td colspan="2"/><td/></tr><tr><td><p>*</p></td><td colspan="2"><p>Nichtzutreffendes streichen.</p></td></tr></table></mainBody></doc></component><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.275.12"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 30 octobre 2007 concernant la compétence judiciaire, la reconnaissance et l'exécution des décisions en matière civile et commerciale (Convention de Lugano, CL) (avec prot. et annexes)" shortForm="CL"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 30. Oktober 2007 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (Lugano-Übereinkommen, LugÜ) (mit Prot. und Anhängen)" shortForm="LugÜ"/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 30 ottobre 2007 concernente la competenza giurisdizionale, il riconoscimento e l'esecuzione delle decisioni in materia civile e commerciale (Convenzione di Lugano, CLug) (con prot. e all.)" shortForm="CLug"/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/xml"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="num">Anhang VI</block></container></preface><mainBody><p>Bescheinigung über öffentliche Urkunden im Sinne des Artikels 57 Absatz 4 des Übereinkommens über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen</p><p>1.  Ursprungsstaat:  </p><p>2.  Gericht oder sonst befugte Stelle, das/die die vorliegende Bescheinigung ausgestellt hat</p><blockList eId="list_u1"><item eId="list_u1/lbl_2_1"><num>2.1 </num><p>Name:  </p></item><item eId="list_u1/lbl_2_2"><num>2.2 </num><p>Anschrift:  </p></item><item eId="list_u1/lbl_2_3"><num>2.3 </num><p>Tel./Fax/E-Mail:  </p></item></blockList><p>3.  Befugte Stelle, aufgrund deren Mitwirkung eine öffentliche Urkunde vorliegt</p><blockList eId="list_u2"><item eId="list_u2/lbl_3_1"><num>3.1 </num><p>Stelle, die an der Aufnahme der öffentlichen Urkunde beteiligt war (falls zutreffend)</p><blockList><item eId="list_u2/lbl_3_1/lbl_3_1_1NameundBezeichnungdieserStelle"><num>3.1.1  Name und Bezeichnung dieser Stelle:  </num><p/></item><item eId="list_u2/lbl_3_1/lbl_3_1_2SitzdieserStelle"><num>3.1.2  Sitz dieser Stelle:  </num><p/></item></blockList></item><item eId="list_u2/lbl_3_2"><num>3.2 </num><p>Stelle, die die öffentliche Urkunde registriert hat (falls zutreffend)</p><blockList><item eId="list_u2/lbl_3_2/lbl_3_2_1ArtderStelle"><num>3.2.1  Art der Stelle:  </num><p/></item><item eId="list_u2/lbl_3_2/lbl_3_2_2SitzdieserStelle"><num>3.2.2  Sitz dieser Stelle:  </num><p/></item></blockList></item></blockList><p>4.  Öffentliche Urkunde</p><blockList eId="list_u3"><item eId="list_u3/lbl_4_1"><num>4.1 </num><p>Bezeichnung der Urkunde:  </p></item><item eId="list_u3/lbl_4_2"><num>4.2 </num><p>Datum:  </p><blockList><item eId="list_u3/lbl_4_2/lbl_tab"><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>4.2.1  an dem die Urkunde aufgenommen wurde</p></item><item eId="list_u3/lbl_4_2/lbl_tab"><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>4.2.2  falls abweichend: an dem die Urkunde registriert wurde</p></item></blockList></item><item eId="list_u3/lbl_4_3"><num>4.3 </num><p>Aktenzeichen:  </p></item><item eId="list_u3/lbl_4_4"><num>4.4 </num><p>Die Parteien der Urkunde</p><blockList><item eId="list_u3/lbl_4_4/lbl_4_4_1NamedesGl_ubigers"><num>4.4.1  Name des Gläubigers:  </num><p/></item><item eId="list_u3/lbl_4_4/lbl_4_4_2NamedesSchuldners"><num>4.4.2  Name des Schuldners:  </num><p/></item></blockList></item></blockList><p>5.  Wortlaut der vollstreckbaren Verpflichtung in der Anlage zu dieser Bescheinigung</p><table fedlex:function="layout"><tr><td/><td><p>Die öffentliche Urkunde ist im Ursprungsstaat gegen den Schuldner vollstreckbar (Art. 57 Abs. 1 des Übereinkommens)</p></td></tr></table><table border="1"><tr><td/><td><p>Geschehen zu …………, am …………</p></td></tr><tr><td/><td/></tr><tr><td/><td><p>Unterschrift und/oder Dienstsiegel</p></td></tr></table></mainBody></doc></component><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.275.12"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 30 octobre 2007 concernant la compétence judiciaire, la reconnaissance et l'exécution des décisions en matière civile et commerciale (Convention de Lugano, CL) (avec prot. et annexes)" shortForm="CL"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 30. Oktober 2007 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (Lugano-Übereinkommen, LugÜ) (mit Prot. und Anhängen)" shortForm="LugÜ"/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 30 ottobre 2007 concernente la competenza giurisdizionale, il riconoscimento e l'esecuzione delle decisioni in materia civile e commerciale (Convenzione di Lugano, CLug) (con prot. e all.)" shortForm="CLug"/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/xml"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="num">Anhang VII</block></container></preface><mainBody><blockList><listIntroduction eId="listintro">Die nachstehenden Übereinkünfte werden gemäss Artikel 65 des Übereinkommens durch das Übereinkommen ersetzt:</listIntroduction><item eId="bull_u1"><num>– </num><p>der am 19. November 1896<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/16/780_732_798" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.276.193.321</b></ref></p></authorialNote> in Madrid unterzeichnete spanisch-schweizerische Vertrag über die gegenseitige Vollstreckung gerichtlicher Urteile und Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen,</p></item><item eId="bull_u2"><num>– </num><p>der am 21. Dezember 1926<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/45/24_24_24" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.276.197.411</b></ref></p></authorialNote> in Bern unterzeichnete Vertrag zwischen der Schweiz und der Tschechoslowakischen Republik über die Anerkennung und Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen mit Zusatzprotokoll,</p></item><item eId="bull_u3"><num>– </num><p>das am 2. November 1929<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/46/498_506_510" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.276.191.361</b></ref></p></authorialNote> in Bern unterzeichnete deutsch-schweizerische Abkommen über die gegenseitige Anerkennung und Vollstreckung von gerichtlichen Entscheidungen und Schiedssprüchen,</p></item><item eId="bull_u4"><num>– </num><p>das am 16. März 1932 in Kopenhagen unterzeichnete Übereinkommen zwischen Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden über die Anerkennung und Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen,</p></item><item eId="bull_u5"><num>– </num><p>das am 3. Januar 1933<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/49/800_820_698" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.276.194.541</b></ref></p></authorialNote> in Rom unterzeichnete italienisch-schweizerische Abkommen über die Anerkennung und Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen,</p></item><item eId="bull_u6"><num>– </num><p>das am 15. Januar 1936<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/52/226_226_218" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.276.197.141</b></ref></p></authorialNote> in Stockholm unterzeichnete schwedisch-schweizerische Abkommen über die Anerkennung und Vollstreckung von gerichtlichen Entscheidungen und Schiedssprüchen,</p></item><item eId="bull_u7"><num>– </num><p>das am 29. April 1959<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1962/894_936_937" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.276.191.721</b></ref></p></authorialNote> in Bern unterzeichnete belgisch-schweizerische Abkommen über die Anerkennung und Vollstreckung von gerichtlichen Entscheidungen und Schiedssprüchen,</p></item><item eId="bull_u8"><num>– </num><p>der am 16. Dezember 1960<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1962/265_270_273" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.276.191.632</b></ref></p></authorialNote> in Bern unterzeichnete österreichisch-schweizerische Vertrag über die Anerkennung und Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen,</p></item><item eId="bull_u9"><num>– </num><p>das am 12. Juni 1961 in London unterzeichnete britisch-norwegische Abkommen über die gegenseitige Anerkennung und Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivilsachen,</p></item><item eId="bull_u10"><num>– </num><p>der am 17. Juni 1977 in Oslo unterzeichnete deutsch-norwegische Vertrag über die gegenseitige Anerkennung und Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen und anderer Schuldtitel in Zivil- und Handelssachen,</p></item><item eId="bull_u11"><num>– </num><p>das am 11. Oktober 1977 in Kopenhagen unterzeichnete Übereinkommen zwischen Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden über die Anerkennung und Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivilsachen,</p></item><item eId="bull_u12"><num>– </num><p>das am 21. Mai 1984 in Wien unterzeichnete norwegisch-österreichische Abkommen über die Anerkennung und die Vollstreckung von Entscheidungen in Zivilsachen.</p></item></blockList></mainBody></doc></component><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.275.12"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 30 octobre 2007 concernant la compétence judiciaire, la reconnaissance et l'exécution des décisions en matière civile et commerciale (Convention de Lugano, CL) (avec prot. et annexes)" shortForm="CL"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 30. Oktober 2007 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (Lugano-Übereinkommen, LugÜ) (mit Prot. und Anhängen)" shortForm="LugÜ"/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 30 ottobre 2007 concernente la competenza giurisdizionale, il riconoscimento e l'esecuzione delle decisioni in materia civile e commerciale (Convenzione di Lugano, CLug) (con prot. e all.)" shortForm="CLug"/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/xml"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="num">Anhang VIII</block></container></preface><mainBody><p>Sprachen im Sinne des Artikels 79 des Übereinkommens sind: Bulgarisch, Tschechisch, Dänisch, Niederländisch, Englisch, Estnisch, Finnisch, Französisch, Deutsch, Griechisch, Ungarisch, Isländisch, Irisch, Italienisch, Lettisch, Litauisch, Maltesisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Slowakisch, Slowenisch, Spanisch und Schwedisch.</p></mainBody></doc></component><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.275.12"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 30 octobre 2007 concernant la compétence judiciaire, la reconnaissance et l'exécution des décisions en matière civile et commerciale (Convention de Lugano, CL) (avec prot. et annexes)" shortForm="CL"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 30. Oktober 2007 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (Lugano-Übereinkommen, LugÜ) (mit Prot. und Anhängen)" shortForm="LugÜ"/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 30 ottobre 2007 concernente la competenza giurisdizionale, il riconoscimento e l'esecuzione delle decisioni in materia civile e commerciale (Convenzione di Lugano, CLug) (con prot. e all.)" shortForm="CLug"/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/xml"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="num">Anhang IX<i><authorialNote><p> Fassung gemäss Beschluss des Ständigen Ausschusses am 3. Mai 2011 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2011/830" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2011</b> 6059</ref>). Bereinigt gemäss der Mitteilung der EU vom 8. April 2016 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2017/32" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2017</b> 113</ref>).</p></authorialNote></i></block></container></preface><mainBody><blockList><listIntroduction eId="listintro">Die Staaten und Vorschriften im Sinne des Artikels II des Protokolls 1 sind folgende:</listIntroduction><item eId="bull_u1"><num>– </num><p>Deutschland: §§ 68 und 72–74 der Zivilprozessordnung, die für die Streitverkündung gelten,</p></item><item eId="bull_u2"><num>– </num><p>Estland: Artikel 214 Absätze 3 und 4 und Artikel 216 der Zivilprozessordnung (<i>Tsiviilkohtumenetluse seadustik</i>), die für die Streitverkündung gelten,</p></item><item eId="bull_u3"><num>– </num><p>Kroatien: Artikel 211 der Zivilprozessordnung (<i>Zakon o parni</i><i>č</i><i>nom postupku</i>),</p></item><item eId="bull_u4"><num>– </num><p>Lettland: Artikel 75, 78, 79, 80 und 81 der Zivilprozessordnung (<i>Civilprocesa likums</i>), die für die Streitverkündung gelten,</p></item><item eId="bull_u5"><num>– </num><p>Litauen: Artikel 47 der Zivilprozessordnung (<i>Civilinio proceso kodeksas</i>),</p></item><item eId="bull_u6"><num>– </num><p>Ungarn: Artikel 58–60 der Zivilprozessordnung (<i>Polgári perrendtartás</i>), die für die Streitverkündung gelten,</p></item><item eId="bull_u7"><num>– </num><p>Österreich: § 21 der Zivilprozessordnung, der für die Streitverkündung gilt,</p></item><item eId="bull_u8"><num>– </num><p>Polen: Artikel 84–85 der Zivilprozessordnung (<i>Kodeks postępowani</i><i>a cywi</i><i>l</i><i>nego</i>), die für die Streitverkündung (<i>przypozwanie</i>) gelten,</p></item><item eId="bull_u9"><num>– </num><p>Slowenien: Artikel 204 der Zivilprozessordnung (<i>Zakon o pravdnem posto</i><i>p</i><i>ku</i>), der für die Streitverkündung gilt.</p></item></blockList></mainBody></doc></component><component eId="scope_u1"><doc name="scope"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.275.12"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 30 octobre 2007 concernant la compétence judiciaire, la reconnaissance et l'exécution des décisions en matière civile et commerciale (Convention de Lugano, CL) (avec prot. et annexes)" shortForm="CL"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 30. Oktober 2007 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (Lugano-Übereinkommen, LugÜ) (mit Prot. und Anhängen)" shortForm="LugÜ"/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 30 ottobre 2007 concernente la competenza giurisdizionale, il riconoscimento e l'esecuzione delle decisioni in materia civile e commerciale (Convenzione di Lugano, CLug) (con prot. e all.)" shortForm="CLug"/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/de/xml"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Geltungsbereich am 3. März 2011<b><authorialNote><p> AS <b>2010</b> 5660 und <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2011/179" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2011 </b>1215</ref>. Eine aktualisierte Fassung des Geltungsbereiches findet sich auf der Internetseite des EDA (www.eda.admin.ch/vertraege).</p></authorialNote></b></block></container></preface><mainBody><table border="1"><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><blockList><item><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>Vertragsstaaten</p></item></blockList></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><blockList><item><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>Ratifikation</p></item></blockList></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><blockList><item><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>Inkrafttreten</p></item></blockList></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><td><p>Dänemark<sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>24. September</p></td><td><p>2009</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>2010</p></td></tr><tr><td><p>Europäische Union*</p></td><td><p>18. Mai </p></td><td><p>2009</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>2010</p></td></tr><tr><td><p>Island</p></td><td><p>25. Februar</p></td><td><p>2011</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>2011</p></td></tr><tr><td><p>Norwegen</p></td><td><p>  1. Juli</p></td><td><p>2009</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>2010</p></td></tr><tr><td><p>Schweiz*</p></td><td><p>20. Oktober</p></td><td><p>2010</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>2011</p></td></tr><tr><td colspan="5"/></tr><tr><td colspan="5"><blockList><item><num>*  </num><p>Vorbehalte und Erklärungen.<br/></p><p>Die Vorbehalte und Erklärungen werden in der AS nicht veröffentlicht, mit Ausnahme jener der Schweiz. Die französischen Texte können auf der Internetseite des Depositars: www.eda.admin.ch/ eingesehen oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern bezogen werden.</p></item><item><num><sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a  </sup></num><p>Das Übereinkommen gilt nicht für die Färöer-Inseln und Grönland.</p></item></blockList></td></tr></table></mainBody></doc></component><component eId="decl_u2"><doc name="declaration"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/801/20160408"/><FRBRdate date="2011-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-30" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-04-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.275.12"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 30 octobre 2007 concernant la compétence judiciaire, la reconnaissance et l'exécution des décisions en matière civile et commerciale (Convention de Lugano, CL) (avec prot. et annexes)" shortForm="CL"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 30. 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Dez. 2009 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2010/800" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2010</b> 5601</ref>)</p></authorialNote></p><p>Die Schweizerische Eidgenossenschaft behält sich das in Artikel I Absatz 2 des Protokolls 1 vorgesehene Recht vor, für die Zustellung von Schriftstücken zwischen gerichtlichen Amtspersonen von und nach der Schweiz die Einhaltung abweichender Formen zu verlangen.</p><p>Die Schweizerische Eidgenossenschaft erklärt entsprechend Artikel III Absatz 1 des Protokolls 1, dass sie den folgenden Teilsatz der Bestimmung von Artikel 34 Absatz 2 nicht anwenden wird: «es sei denn, der Beklagte hat gegen die Entscheidung keinen Rechtsbehelf eingelegt, obwohl er die Möglichkeit dazu hatte».</p></mainBody></doc></component></components></act></akomaNtoso>