<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2006.00001</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205808&amp;W10_KEY=4467136&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2006.00001</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.04.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Lohneinstufung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die Beschwerdeführerin absolvierte die Ausbildung zur Primar- und Reallehrerin für den Kanton Aargau. Von einer Zürcher Schulgemeinde wurde sie auf Beginn des Schuljahres 2004 als Oberstufenlehrperson angestellt. Da ihre Ausbildung lediglich als Primarlehrerpatent anerkannt wurde, erfolgte die Anstellung als stufenfremde Lehrperson. Sie beantragt, als Reallehrerin (Oberstufenlehrperson) eingestuft und entsprechend besoldet zu werden.<br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1.1, 1.2). Streitwert (E. 1.3). Lehrkräfte mit ausserkantonalen Diplomen werden nach Massgabe der Interkantonalen Vereinbarung über die Anerkennung von Ausbildungsabschlüssen zum Schuldienst zugelassen (E. 2.1). Unterschiede zwischen dem aargauischen und dem zürcherischen Schulsystem (E. 2.3). Für die Anerkennung des Aargauer Reallehrerdiploms im Kanton Zürich sind zusätzliche Voraussetzungen zu erfüllen (E. 3.1). Die Vereinbarungskantone gewähren den Inhabern eines anerkannten ausserkantonalen Ausbildungsabschlusses den gleichen Zugang zu kantonal reglementierten Berufen wie den entsprechend diplomierten Angehörigen des eigenen Kantons, wenn der ausserkantonale Ausbildungsabschluss dem kantonalen für den vorgesehenen Einsatz gleichwertig ist. Daran fehlt es vorliegend. Rechtliche Grundlagen für einen stufenfremden Einsatz (E. 3.2). Die mit dem Kategorienwechsel verbundene Einordnung in Lohnstufe 8 statt 10 liegt in einer der stufenfremden Tätigkeit nicht entsprechenden Ausbildung der Beschwerdeführerin begründet (E. 3.3).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSERKANTONALES LEHRDIPLOM">AUSSERKANTONALES LEHRDIPLOM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNEINSTUFUNG">LOHNEINSTUFUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIMARLEHRERDIPLOM">PRIMARLEHRERDIPLOM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REALLEHRERDIPLOM">REALLEHRERDIPLOM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SEKUNDARSCHULE">SEKUNDARSCHULE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STUFENFREMDER EINSATZ">STUFENFREMDER EINSATZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: ÃBRIGES ÃFFENTLICHES DIENSTRECHT">ÃBRIGES ÃFFENTLICHES DIENSTRECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 6 Abs. I EMRK</span><br/><span class="ungerade">§ 7 LPG</span><br/><span class="gerade">§ 8 LPG</span><br/><span class="ungerade">§ 14 LPV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A absolvierte die Ausbildung zur Primar- und Reallehrerin fÃ¼r den Kanton Aargau an der HÃ¶heren PÃ¤dagogischen Lehranstalt in Zofingen. Das am 4. Juli 1996 erworbene Diplom berechtigte sie, als Lehrerin der Primar-, Real- und Sekundarstufe des Kantons Aargau alle FÃ¤cher mit Ausnahme von FranzÃ¶sisch zu unterrichten. </p> <p class="Sachverhalt2">Mit VerfÃ¼gung vom 25. Mai 2004 stellte die Schulgemeinde X A auf Beginn des Schuljahres 2004 unbefristet als Oberstufenlehrperson fÃ¼r ein Pensum von 100 % (28 Wochenlektionen) an. Das Volksschulamt des Kantons ZÃ¼rich anerkannte As Ausbildung lediglich als Primarlehrerpatent und teilte ihr mit, dass sie ausnahmsweise als stufenfremde Lehrperson fÃ¼r die Oberstufe angestellt werde. Sollte sie mehr als drei Jahre an der Oberstufe unterrichten, ginge das Volksschulamt davon aus, dass sie die Qualifikation als Oberstufenlehrperson fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich an der PÃ¤dagogischen Hochschule ZÃ¼rich nachholen wÃ¼rde. Unter diesen Voraussetzungen bewilligte das Volksschulamt am 5. Juli 2004 die Zulassung As als Primarlehrerin mit stufenfremder TÃ¤tigkeit und verfÃ¼gte deren Einstufung in Lohnstufe III/08, entsprechend einem Jahreslohn von brutto Fr. 101'200.- (13. Monatslohn inbegriffen). Auf Einsprache As hin bestÃ¤tigte das Volksschulamt mit VerfÃ¼gung vom 5. August 2004 deren Einstufung.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen erhob A am 18. August 2004 Rekurs bei der Bildungsdirektion und verlangte, sie sei aufgrund ihrer Ausbildung als Primar- und Reallehrerin einzustufen. Das Volksschulamt hielt an seinem Standpunkt fest. Nach DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels wies die Bildungsdirektion den Rekurs mit Entscheid vom 17. November 2005 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen liess A am 12. Januar 2006 Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben und beantragen, die VerfÃ¼gung vom 17. November 2005 aufzuheben, sie als Reallehrerin (Oberstufenlehrperson) einzustufen und entsprechend zu besolden. Ausserdem sei ihr eine angemessene ProzessentschÃ¤digung auszurichten. Die Bildungsdirektion nahm einlÃ¤sslich zur Beschwerde Stellung und beantragte deren Abweisung. Das Volksschulamt verzichtete auf Beschwerdeantwort.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die Beschwerde richtet sich gegen einen Rekursentscheid der Bildungsdirektion Ã¼ber eine personalrechtliche Anordnung gemÃ¤ss § 74 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG). Nach § 74 Abs. 2 VRG ist das Verwaltungsgericht unter anderem nicht zustÃ¤ndig zur Behandlung von Beschwerden gegen Anordnungen und Rekursentscheide Ã¼ber die Einreihung und BefÃ¶rderung in Besoldungsklassen und -stufen. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die Anwendung von § 74 Abs. 2 VRG kann allerdings durch hÃ¶herrangiges Recht ausgeschlossen werden. Dies ist der Fall, wenn ein Anspruch auf eine gerichtliche Beurteilung aufgrund von Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) besteht (vgl. auch § 80c in Verbindung mit § 43 Abs. 2 VRG). Nach der neueren Praxis des EuropÃ¤ischen Gerichtshofs fÃ¼r Menschenrechte und des Bundesgerichts, der sich das Verwaltungsgericht angeschlossen hat, stellen VermÃ¶gensansprÃ¼che aus dem Ã¶ffentlichrechtlichen DienstverhÃ¤ltnis grundsÃ¤tzlich zivilrechtliche Streitigkeiten im Sinn von Art. 6 Abs. 1 EMRK dar. Besoldungsstreitigkeiten sind hiervon nur ausgenommen, wenn die betreffenden Angestellten des Gemeinwesens allgemeine Staatsinteressen zu wahren haben und an der AusÃ¼bung der Ã¶ffentlichen Gewalt teilhaben. Dies trifft namentlich auf die AngehÃ¶rigen von Armee und Polizei zu (vgl. EGMR, 8. Dezember 1999, Pellegrin, 28541/95, § 66 in Verbindung mit §§ 37-41, Rec. 1999-VIII, hudoc.echr.coe.int; VGr, 11. Juni 2003, PB.2003.00009, E. 1c, www.vgrzh.ch; RB 2004 Nr. 20; RB 2002 Nr. 24 mit weitern Hinweisen). Wie das Bundesgericht entschieden hat, gilt dies hingegen nicht fÃ¼r LehrkrÃ¤fte an den Ã¶ffentlichen Schulen (BGE 129 I 207 E. 4.5). § 74 Abs. 2 VRG steht deshalb der ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts zur Anhandnahme der vorliegenden Beschwerde nicht entgegen (vgl. dazu VGr, 12. November 2004, VB.2004.00014, E. 1.2.1; anders noch Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 74 N. 13). </p> <p class="Erwgung3">Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Beschwerden mit einem Streitwert bis Fr. 20'000.- behandelt in der Regel der Einzelrichter (vgl. § 38 VRG).</p> <p class="Erwgung3"><b>1.3.1 </b>Bei Leistungsklagen aus noch andauernden DienstverhÃ¤ltnissen ergibt sich der Streitwert aus den streitigen BruttobesoldungsansprÃ¼chen bis zum Zeitpunkt der HÃ¤ngigkeit beim Verwaltungsgericht zuzÃ¼glich der AnsprÃ¼che bis zur nÃ¤chstmÃ¶glichen AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 80b N. 3). </p> <p class="Erwgung3"><b>1.3.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat ihre neue Funktion an der Oberstufe in X auf den 16. August 2004, also auf Beginn des Schuljahres 2004/2005, Ã¼bernommen. Ihr gegen den Rekursentscheid erhobenes Rechtsmittel datiert vom 12. Januar 2006 und ist beim Verwaltungsgericht am 13. Januar 2006 eingegangen. GemÃ¤ss § 8 des Lehrerpersonalgesetzes vom 10. Mai 1999 (LPG) war das DienstverhÃ¤ltnis damals frÃ¼hestens auf Ende des Schuljahres 2005/2006 kÃ¼ndbar. Massgeblich fÃ¼r die Streitwertberechnung ist somit die Lohndifferenz fÃ¼r zwei Jahre.</p> <p class="Erwgung3"><b>1.3.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin wurde besoldungsmÃ¤ssig in Lohnklasse 10, Kategorie II (Lehrpersonen an der Primarschule) eingestuft, aufgrund des Kategorienwechsels von der Primar- in die Oberstufe jedoch der Kategorie III (Lehrpersonen an der Oberstufe), Lohnklasse 08 zugeteilt. Dies entspricht einem Bruttolohn von Fr. 101'200.- (Anhang zur Lehrerpersonalverordnung vom 19. Juli 2000 [LPV], Ziff. A Lohnskalen Kategorie III). Die BeschwerdefÃ¼hrerin unterlÃ¤sst es jedoch, einen Antrag auf eine konkrete Lohneinstufung zu stellen. Geht man davon aus, dass sie sich gegen den Kategorienwechsel wehrt und als Oberstufenlehrkraft eingestuft sein will, wÃ¤re demnach von Lohnklasse III/10 auszugehen, was einem Jahreslohn von brutto Fr. 107'243.- entspricht. Im in Frage stehenden Zeitraum von zwei Jahren ergÃ¤be sich daraus eine Differenz von Fr. 12'086.-.</p> <p class="Urteilstext">Dies fÃ¼hrt zur einzelrichterlichen ZustÃ¤ndigkeit.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach § 7 Abs. 1 und 2 LPG stellt die Gemeindeschulpflege die Lehrpersonen an. Die Anstellung setzt insbesondere die Zulassung zum Schuldienst gemÃ¤ss den gesetzlichen Bestimmungen Ã¼ber die Lehrerbildung voraus. LehrkrÃ¤fte mit ausserkantonalem Lehrdiplom werden nach Massgabe der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber die Anerkennung von AusbildungsabschlÃ¼ssen zum Schuldienst zugelassen (§ 12 Abs. 1 des Gesetzes Ã¼ber die PÃ¤dagogische Hochschule vom 25. Oktober 1999). Die Anerkennung weist aus, dass der Ausbildungsabschluss den in dieser Vereinbarung und im betreffenden Anerkennungsreglement festgelegten Voraussetzungen entspricht. Die Vereinbarungskantone gewÃ¤hren den Inhabern und Inhaberinnen eines anerkannten Ausbildungsabschlusses den gleichen Zugang zu kantonal reglementierten Berufen wie den entsprechend diplomierten AngehÃ¶rigen des eigenen Kantons (§ 8 Abs. 1 und 2 des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber die Anerkennung von AusbildungsabschlÃ¼ssen vom 22. September 1996). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Lehrpersonen werden auf Grund ihrer Anstellung in die Lohnkategorien IâIV eingeteilt. Kategorie III entspricht dabei der Einstufung von Lehrpersonen an Regelklassen der Oberstufe (§ 14 Abs. 1 LPV). Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass Lehrpersonen Anspruch auf Lohn in einer hÃ¶heren Kategorie haben, als ihrer Einstufung entspricht (vgl. § 15 LPV); die Zulassung zum Schuldienst fÃ¼r eine bestimmte Abteilung der Volksschule ist insofern nicht zwingend an die entsprechende Lohneinstufung gebunden. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Das aargauische Schulsystem unterscheidet sich in wesentlichen Punkten vom zÃ¼rcherischen. Zwar dauert die Schulpflicht hier wie dort neun Jahre, sie ist indessen anders unterteilt. Im Kanton Aargau gliedert sich die Volksschule in die Primarschule von fÃ¼nf Jahren und in die Oberstufe von vier Jahren (§ 11 des Schulgesetzes des Kantons Aargau vom 17. MÃ¤rz 1981, fortan SchulG). Innerhalb der Oberstufe ist die Realschule die unterste Stufe und vermittelt eine breite Grundausbildung. Die Sekundarschule vermittelt eine erweiterte Grundausbildung, wÃ¤hrend die Bezirksschule durch umfassende Grundausbildung die Voraussetzungen fÃ¼r den Eintritt in die Mittelschulen und fÃ¼r die berufliche Ausbildung schafft (§ 23, 25, 26 und 27 je Abs. 1 SchulG). Die Volksschulstufe im Kanton ZÃ¼rich besteht dagegen aus einer Primarstufe mit sechs Klassen und der nur drei Jahre dauernden Sekundarstufe I (§ 8 Abs. 2 des Bildungsgesetzes vom 1. Juli 2002 [BildungsG] in Verbindung mit § 11 Abs. 1, § 18 und § 54 Abs. 1 des Volksschulgesetzes vom 11. Juni 1899 [Volks­schulG]; § 1 Abs. 1, § 9 und 9a, je Abs. 1 der Volksschulverordnung vom 31. MÃ¤rz 1900 [VolksschulV]). Die Dreiteilung der Oberstufe im Kanton Aargau entspricht etwa der im Kanton ZÃ¼rich (und in X) bestehenden dreiteiligen Sekundarschule mit den Abteilungen A (frÃ¼her Sekundarschule, entsprechend der Bezirksschule im Kanton Aargau), B (frÃ¼her Realschule, entsprechend der Sekundarschule im Kanton Aargau), und C (frÃ¼her Oberschule, entsprechend der Realschule im Kanton Aargau; § 61 VolksschulG, § 11 Abs. 2â4 VolksschulV). Mit dem Begriff "Realschule" meinen die Schulgesetze des Kantons Aargau und des Kantons ZÃ¼rich daher offensichtlich nicht dasselbe. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Im Rekurs vom 18. August 2004 machte die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, sie sei als Primar- und Reallehrerin ausgebildet und habe die letzten acht Jahre im Kanton Aargau in der Oberstufe unterrichtet, weshalb sie dieselbe Einstufung im Kanton ZÃ¼rich verlange. Bereits in der Stellungnahme vom 3. September 2004 wies das Volksschulamt darauf hin, dass die Anerkennung des Primar- oder Reallehrerdiploms des Kantons Aargau 1996 vertieft erÃ¶rtert worden sei. FÃ¼r die Anerkennung des Reallehrerdiploms im Kanton ZÃ¼rich sind demnach zusÃ¤tzliche Voraussetzungen zu erfÃ¼llen. So muss die Lehrperson entweder im Besitz des Sekundarlehrerpatents des Kantons Aargau sein oder den "Studienausweis fÃ¼r FranzÃ¶sisch" beibringen sowie die BestÃ¤tigung, dass sie den Stufenschwerpunkt wÃ¤hrend des 2. Ausbildungsjahres an der Oberstufe absolviert hat. Die BeschwerdefÃ¼hrerin erfÃ¼llt diese Bedingungen nicht; insbesondere verfÃ¼gt sie nicht Ã¼ber die Lehrberechtigung in FranzÃ¶sisch. Ihre Ausbildung wurde vom Volksschulamt entsprechend als Primarlehrerausbildung anerkannt; in ihrer TÃ¤tigkeit an der Oberstufe liegt ein sogenannt "stufenfremder" Einsatz. Diese UmstÃ¤nde werden in der Beschwerde nicht bestritten.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht hingegen geltend, vorerst sei zu prÃ¼fen, ob die BefÃ¤higung fÃ¼r die entsprechende Funktion vorliege, wobei sich die erwÃ¤hnte Funktion nach der AnstellungsverfÃ¼gung richte. Diese Frage sei im Rahmen von § 7 LPG zu beantworten. Dabei seien entweder die Voraussetzungen Ã¼ber die Zulassung zum Schuldienst erfÃ¼llt oder nicht. Es gebe daher keinen stufenfremden Einsatz. Die BeschwerdefÃ¼hrerin sei von der Gemeindeschulpflege X und dem Volksschulamt als fÃ¼r den Einsatz als Oberstufenlehrperson qualifiziert erachtet worden.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>Wie bereits ausgefÃ¼hrt, gewÃ¤hren die Vereinbarungskantone den Inhabern und Inhaberinnen eines anerkannten ausserkantonalen Ausbildungsabschlusses den gleichen Zugang zu kantonal reglementierten Berufen wie den entsprechend diplomierten AngehÃ¶rigen des eigenen Kantons (vorn 2.1). Dies ist aber nur dann der Fall, wenn der ausserkantonale Ausbildungsabschluss dem kantonalen fÃ¼r den vorgesehenen Einsatz <i>gleichwertig</i> ist, woran es vorliegend gerade fehlt (vorn 3.1). Dies bedeutet indessen nicht zwangslÃ¤ufig, dass eine ausserkantonal ausgebildete Lehrperson deswegen gar nicht zum Schuldienst zugelassen wÃ¼rde, wie die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend macht. Hingegen muss sie sich gefallen lassen, dass ihre ausserkantonale Ausbildung dem kantonalen Ãquivalent zugeordnet wird, so wie sie vorliegend als Primarlehrerin anerkannt wurde.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>Dabei trifft nicht zu, dass es fÃ¼r einen stufenfremden Einsatz an rechtlichen Grundlagen fehlt. So enthÃ¤lt § 15 Abs. 1 LPV gerade eine Regelung Ã¼ber AnsprÃ¼che von Lehrpersonen auf Lohn in einer hÃ¶heren Kategorie, falls sie mehrheitlich auf einer hÃ¶heren Schulstufe unterrichten oder die Mehrheit der SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼ler der hÃ¶heren Schulstufe zugehÃ¶rt (vorn 2.2). Ferner regelte der Regierungsrat mit Beschluss vom 4. Dezember 1996 (RRB 3415/1996) unter anderem die Einstufung beim Kategorienwechsel, worauf bereits im angefochtenen Entscheid hingewiesen wurde: Wechselt eine Primarlehrperson in die Oberstufe, fÃ¼hrt dies bei Einstufung in Besoldungsstufe 10 zum Verlust von zwei Stufen (in Besoldungsstufe 8). Dasselbe legte der Regierungsrat im Beschluss vom 18. August 1999 fest (RRB 1547/1999): FÃ¼r die ab 16. August 1999 neu eintretenden Lehrpersonen resultierte beim Wechsel aus Kategorie II in Kategorie III wiederum ein Verlust von zwei Besoldungsstufen.</p> <p class="Urteilstext">Diese BeschlÃ¼sse des Regierungsrats sind mit Bezug auf die Kategorienwechsel generell-abstrakter Natur. Der Regierungsrat ging in seinem Beschluss vom 4. Dezember 1996 offenbar davon aus, damit Richtlinien zu erlassen. Im Beschluss vom 18. August 1999 ist dagegen von einer ErmÃ¤chtigung durch den Kantonsrat die Rede, wonach der Regierungsrat die Einzelheiten zu regeln habe. Ob es sich bei den BeschlÃ¼ssen des Regierungsrates um verwaltungsinterne Richtlinien oder um an die Allgemeinheit gerichtete Rechtsverordnungen handelt, bleibt fÃ¼r das Verfahren vor Verwaltungsgericht ohne Relevanz. Denn gerÃ¼gt wird nicht etwa, dass die konkrete Einreihung der BeschwerdefÃ¼hrerin die Regelung gemÃ¤ss den beiden BeschlÃ¼ssen verletzen wÃ¼rde, was bei der Annahme von Verwaltungsverordnungen vor dem Verwaltungsgericht ohnehin nicht oder nur eingeschrÃ¤nkt geltend gemacht werden kÃ¶nnte (dazu KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 63 ff.). Anderseits kann nicht vom gÃ¤nzlichen Fehlen einer rechtlichen Grundlage ausgegangen werden: Vielmehr greifen die erwÃ¤hnten RegierungsratsbeschlÃ¼sse gerade dort ein, wo es an einer gesetzlichen Regelung fehlt, womit ihnen zweifellos eine gewisse rechtliche Bedeutung zukommt (dazu Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Auflage, ZÃ¼rich etc. 2002, Rz. 134). Das Verwaltungsgericht stellte hierzu fest, dass ein Widerspruch zwischen den erwÃ¤hnten RegierungsratsbeschlÃ¼ssen zum Kategorienwechsel und dem geltenden Lehrerpersonalgesetz nicht ersichtlich sei, denn weder Lehrerpersonalgesetz noch -verordnung Ã¤usserten sich zum Kategorienwechsel (VGr, 12. November 2004, PB.2004.00014, E. 3.4). Ein solcher ist daher als zulÃ¤ssig zu erachten.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin wurde fÃ¼r den Einsatz in der Oberstufe eingestellt. Sie macht dazu geltend, wenn die BefÃ¤higung fÃ¼r den Einsatz als Oberstufenlehrperson vorliege, sei sie entsprechend zu entlÃ¶hnen. Sie sei als Lehrperson fÃ¼r die Oberstufe und zum entsprechenden Schuldienst zugelassen worden, weshalb sie nicht aufgrund eines Kategorienwechsels entlÃ¶hnt werden dÃ¼rfe. Die Vorinstanz verweist in ihrer Stellungnahme darauf, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin in Kategorie III (Oberstufe) eingereiht sei. Der tatsÃ¤chlich bestehenden ungleichen Ausbildung von LehrkrÃ¤ften an derselben Schulstufe habe der Regierungsrat mit dem Kategorienwechsel Rechnung getragen. Danach habe eine Lehrperson, die ohne stufenspezifische Ausbildung dennoch gemÃ¤ss der Lohnkategorie entlÃ¶hnt werde, in der sie unterrichte, einen Abzug in den Erfahrungsstufen zu gewÃ¤rtigen. Damit werde nicht nur verhindert, dass Lehrpersonen mit ungleicher Ausbildung, die auf derselben Stufe unterrichteten, denselben Lohn erhielten, sondern es werde auch ein Anreiz dafÃ¼r gesetzt, dass die stufenfremd unterrichtende Lehrperson ihre stufenspezifische Ausbildung noch nachhole.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.1 </b>Hintergrund des Kategorienwechsels war der grosse Lehrermangel an den Sekundarklassen B und C. Ab Schuljahr 2004/2005 zeichnete sich eine Beruhigung der Situation ab, weshalb neue stufenfremde Lehrpersonen nur noch eingesetzt werden durften, wenn nachweislich keine geeigneten Bewerberinnen und Bewerber der entsprechenden Stufe vorhanden waren. Diese Situation lag der Bewerbung der BeschwerdefÃ¼hrerin zugrunde. Beim Einsatz stufenfremder Lehrpersonen handelt es sich demnach mittlerweile um eine Ausnahmeregelung, was der BeschwerdefÃ¼hrerin kommuniziert wurde.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.2 </b>Wie dargelegt, besteht eine rechtliche Grundlage fÃ¼r den Kategorienwechsel. Sofern die BeschwerdefÃ¼hrerin die mit dem Kategorienwechsel verbundene Reduktion von Lohnstufe 10 in Lohnstufe 8 beanstandet, liegt diese in ihrer der stufenfremden TÃ¤tigkeit nicht entsprechenden Ausbildung begrÃ¼ndet. Dies befindet sich in Einklang mit der regierungsrÃ¤tlichen Regelung (vorn 3.2). Im Ãbrigen ging das Volksschulamt im Schreiben vom 14. Juni 2004 an die BeschwerdefÃ¼hrerin gerade davon aus, dass sie bei lÃ¤ngerfristiger TÃ¤tigkeit an der Oberstufe die noch fehlenden Ausbildungsschritte an der PÃ¤dagogischen Hochschule nachholen wÃ¼rde. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat es demnach in der Hand, durch Nachholen der fÃ¼r die aktuelle TÃ¤tigkeit noch fehlenden Ausbildungsschritte die Nachteile des Kategorienwechsels zu beheben.</p> <p class="Erwgung3">Die Beschwerde ist somit abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang ist die BeschwerdefÃ¼hrerin als unterliegende Partei zu betrachten, weshalb ihr keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen ist (§ 17 Abs. 2 VRG). Die Kosten des Verfahrens sind hingegen auf die Gerichtskasse zu nehmen (§ 80b VRG). </p> <p class="Erwgung3">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet <span>der Einzelrichter</span>:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen. </span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>