Kantonsgericht Schwyz Beschluss vom 11. Juni 2019 BEK 2018 198 Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsidentin lic. iur. Daniela Pérez-Steiner, Kantonsrichter Clara Betschart und Josef Reichlin, Gerichtsschreiber lic. iur. Mathis Bösch. In Sachen A.________, Privatkläger und Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin B.________, gegen 1. Staatsanwaltschaft Innerschwyz, Postfach 562, 6431 Schwyz, Strafverfolgungsbehörde und Beschwerdegegnerin, vertreten durch Staatsanwältin C.________, 2. D.________, Beschuldigter und Beschwerdegegner, betreffend Einstellung Strafverfahren (einfache Körperverletzung) (Beschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft Innerschwyz vom 27. November 2018, SUI 2018 3939);- hat die Beschwerdekammer,Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben und in Erwägung: 1. Am 27. November 2018 stellte die Staatsanwaltschaft Innerschwyz das Strafverfahren gegen den Beschuldigten wegen einfacher Körperverletzung des Beschwerdeführers durch einen Faustschlag ein, weil gestützt auf die vorliegenden Beweismittel die Tat nicht nachgewiesen werden könne und wei- tere Beweise nicht einbringlich seien. 2. Gegen die Einstellung beschwert sich der Privatkläger rechtzeitig beim Kantonsgericht, weil die Zeugenaussage seines damaligen Begleiters nicht in der angefochtenen Verfügung erwähnt werde. Die Staatsanwaltschaft verweist in ihrer Beschwerdeantwort darauf hin, dass der fragliche Zeuge der Polizei angab, zu den genauen Umständen der Körperverletzung keine Aussagen machen zu können (KG-act. 7 unter Verweis auf U-act. 8.1.01 S. 4). Die in- formelle Befragung des Zeugen durch die Polizei räumte auch der Privatkläger in der Beschwerdeergänzung ein, beantragt indes die förmliche Befragung des Zeugen (KG-act. 5). Der Beschuldigte hat sich nicht vernehmen lassen. 3. Der Beschwerdeführer bestreitet konkret nicht, die Aussage seines da- maligen, als Zeuge offerierten Begleiters, zu den Umständen der Körperver- letzung keine Angaben machen zu können, sei unrichtig. Es ist mithin nicht zu beanstanden, dass die Staatsanwaltschaft dessen Einvernahme zur Wahr- heitsfindung nicht geeignet (Art. 139 Abs. 1 StPO) und eine förmliche Befra- gung als nicht erforderlich erachtete. Der Begleiter ist mithin kein wichtiger Zeuge, welcher hätte in der angefochtenen Verfügung erwähnt werden müs- sen, abgesehen davon, dass dessen Nichterwähnung kein Grund wäre, die Einstellung aufzuheben. Die Beschwerde ist mithin abzuweisen, zumal nicht geltend gemacht wird, aufgrund der vorhandenen Beweise sei der Tatverdacht zu erhärten (Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO).Kantonsgericht Schwyz 3 4. Aufgrund der schlechten finanziellen Verhältnisse sind dem Beschwer- deführer keine Kosten aufzuerlegen. Damit wird das Gesuch um unentgeltli- che Prozessführung gegenstandslos. Zufolge Aussichtslosigkeit der Be- schwerde ist im Übrigen das Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung abzuweisen;-Kantonsgericht Schwyz 4 beschlossen: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Kosten erhoben. 3. Das Gesuch um kostenlose Prozessführung wird abgeschrieben und das Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung abgewiesen. 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsa- chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Be- schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. 5. Zufertigung an die Vertreterin des Beschwerdeführers (2/R), den Be- schuldigten (1/R), die Staatsanwaltschaft Innerschwyz (1/A) und die Oberstaatsanwaltschaft (1/R) sowie nach definitiver Erledigung an die Staatsanwaltschaft Innerschwyz (1/R, mit den Akten). Namens der Beschwerdekammer Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin Der Gerichtsschreiber Versand 13. Juni 2019 kau