<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2002 124 S.502</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2002</span> <span class="title">Schätzungskommission nach Baugesetz</span> <span class="page_no">502</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> [...]<br/> <br/> <span class="ft1"><b>124</b></span> <span class="ft1"><b>Beitragsplan nach §§ 34/35 BauG: Zeitpunkt der Auflage.</b></span><br/> <span class="ft2">-</span> <span class="ft1"><b>Eine Gemeinde ist nicht gänzlich frei, wann sie den Beitragsplan öf-</b></span><br/> <span class="ft1"><b>fentlich auflegt (Erw. 4.1.2.).</b></span><br/> <span class="ft2">-</span> <span class="ft1"><b>Ein Beitragsplan muss vor Baubeginn des zugehörigen Projekts auf-</b></span><br/> <span class="ft1"><b>gelegt werden (Erw. 4.2.1. ff.).</b></span><br/> <span class="ft2">-</span> <span class="ft1"><b>Ein Beitragsplan kann frühestens zusammen mit dem zugehörigen</b></span><br/> <span class="ft1"><b>Projekt aufgelegt werden (Erw. 4.3.1. ff.)</b></span><br/> <br/> <span class="ft3">Aus einem Entscheid der Schätzungskommission nach Baugesetz vom</span><br/> <span class="ft3">28. Mai 2002 in Sachen S. gegen Einwohnergemeinde L.</span><br/> <br/> <span class="ft4"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft5">4.1.2. Wie erwähnt sind die Gemeinden für die Finanzierung zur</span><br/> <span class="ft5">Beitragserhebung verpflichtet. Die genaue Regelung erfolgt in einem</span><br/> <span class="ft5">Beitragsplan (§ 35 Abs. 1 BauG). Das Gesetz enthält zum Verfahren</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2002</span> <span class="title">Erschliessungsabgaben</span> <span class="page_no">503</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">nur sehr knappe Vorgaben. Mit Recht weist der Vertreter der</span><br/> <span class="ft5">Gemeinde L. denn auch darauf hin (....), dass die Regelungskom-</span><br/> <span class="ft5">petenz in diesem Bereich im Wesentlichen bei den Gemeinden liegt</span><br/> <span class="ft5">(vgl. § 34 Abs. 3 BauG). Namentlich legt das Gesetz in keiner Weise</span><br/> <span class="ft5">fest, wann ein Beitragsplan aufzulegen ist. Dieser Zeitpunkt kann</span><br/> <span class="ft5">indessen nicht völlig frei sein, weil der Plan in einem sachlogischen</span><br/> <span class="ft5">Zusammenhang zu den weiteren für die Realisierung einer Erschlies-</span><br/> <span class="ft5">sung notwendigen, im Gesetz geregelten Verfahren (Erschliessungs-</span><br/> <span class="ft5">plan, Bauprojekt, Landerwerb) steht. Nach der Legalkonzeption</span><br/> <span class="ft5">kommt der Beitragsplan in dieser Reihe an letzter Stelle. Wenn mit</span><br/> <span class="ft5">dem Erschliessungsplan Linienführung und Breite einer künftigen</span><br/> <span class="ft5">Strasse feststehen (§ 17 BauG), ist die Detailausführung in einem</span><br/> <span class="ft5">Bauprojekt zu bestimmen (§ 95 BauG). Dann ist, soweit notwendig,</span><br/> <span class="ft5">der Landerwerb durchzuführen (vgl. § 152 BauG). Erst damit liegen</span><br/> <span class="ft5">alle Elemente für die Verteilung in einem Beitragsplan vor. Auf die-</span><br/> <span class="ft5">ser Basis wird nun zu prüfen sein, ob und gegebenenfalls welche</span><br/> <span class="ft5">zeitlichen Grenzen einer Gemeinde bei der Auflage eines Beitrags-</span><br/> <span class="ft5">plans gesetzt sind.</span><br/> <span class="ft5">4.2.1. Der hintere Rand des Zeitfensters, innerhalb welchem die</span><br/> <span class="ft5">Gemeinde den Beitragsplan auflegen muss, lässt sich relativ einfach</span><br/> <span class="ft5">bestimmen. Bei Bauprojekten, die von der Gemeinde gebaut werden,</span><br/> <span class="ft5">hat diese vor Baubeginn den Beitragsplan aufzulegen. Nach dem</span><br/> <span class="ft5">Baubeginn ist ein solcher nicht mehr möglich (vgl. Erich Zimmerlin,</span><br/> <span class="ft5">Baugesetz des Kantons Aargau, Kommentar, 2. Auflage, Aarau 1985,</span><br/> <span class="ft5">N 1 zu § 32 des Baugesetzes des Kantons Aargau vom 2. Februar</span><br/> <span class="ft5">1971 [aBauG]). Dieser Zeitpunkt war in § 32 Abs. 1 aBauG</span><br/> <span class="ft5">ausdrücklich vorgesehen. Der heutige § 35 Abs. 1 BauG enthält</span><br/> <span class="ft5">keine solche explizite Regelung mehr. Doch war es nicht Absicht des</span><br/> <span class="ft5">Gesetzgebers, diesbezüglich eine Änderung vorzunehmen. Die Bot-</span><br/> <span class="ft5">schaft des Regierungsrates an den Grossen Rat betreffend § 35 Abs.</span><br/> <span class="ft5">1 BauG hält denn auch fest: "Dass dem Beitragsplan ein Kostenvor-</span><br/> <span class="ft5">anschlag zugrunde liegen und die Auflage vor Baubeginn stattfinden</span><br/> <span class="ft5">muss, ergibt sich aus der Sache selbst; ein Hinweis im Gesetz erüb-</span><br/> <span class="ft5">rigt sich" (vgl. Botschaft des Regierungsrates des Kantons Aargau</span><br/> <span class="ft5">zum neuen Baugesetz an den Grossen Rat vom 16. Dezember 1998,</span><br/> <span class="ft5">Nr. 98.005747). Dem widerspricht auch die Beschwerdegegnerin</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2002</span> <span class="title">Schätzungskommission nach Baugesetz</span> <span class="page_no">504</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">nicht. Es kann daher darauf verzichtet werden, zusätzlich die sachli-</span><br/> <span class="ft5">chen Gründe dieser Begrenzung zu beleuchten.</span><br/> <span class="ft5">4.2.2. Es versteht sich von selbst, dass Bauprojekt und Lander-</span><br/> <span class="ft5">werb ebenfalls vor Baubeginn abgeschlossen sein müssen. Dies er-</span><br/> <span class="ft5">gibt sich zum einen aus dem Legalitätsprinzip, da Bauen ohne Be-</span><br/> <span class="ft5">willigung resp. rechtskräftiges Projekt unzulässig ist. Zum anderen</span><br/> <span class="ft5">muss der Landerwerb abgeschlossen sein, da sich ein Eigentümer</span><br/> <span class="ft5">sonst auf die entsprechenden Abwehrrechte (Eigentumsfreiheitsklage</span><br/> <span class="ft5">[Art. 641 Abs. 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches {ZGB;SR</span><br/> <span class="ft5">210} vom 10. Dezember 1907] sowie Besitzesschutzklagen [Art. 926</span><br/> <span class="ft5">ff. ZGB]) berufen könnte.</span><br/> <span class="ft5">4.2.3. Damit ist trotz des Fehlens einer ausdrücklichen Geset-</span><br/> <span class="ft5">zesvorschrift eine hintere, für eine abgabenerhebungswillige Ge-</span><br/> <span class="ft5">meinde verbindliche Zeitgrenze der Auflage eines Beitragsplanes</span><br/> <span class="ft5">definiert. Es bleibt zu untersuchen, ob es auch eine vordere Grenze</span><br/> <span class="ft5">gibt.</span><br/> <span class="ft5">4.3.1. In einem Beitragplan werden die Kosten einer Erschlies-</span><br/> <span class="ft5">sungsanlage auf die profitierenden Anstösser verteilt (§ 35 Abs. 1</span><br/> <span class="ft5">BauG). Da es sich um eine prospektive - d.h. vorgängige (vgl. Erw.</span><br/> <span class="ft5">4.2.1.) - Verteilung handelt, können nur die Kosten gemäss Kosten-</span><br/> <span class="ft5">voranschlag verteilt werden. Das Vorhandensein eines solchen wird</span><br/> <span class="ft5">auch von der Beschwerdegegnerin als Auflagevoraussetzung aner-</span><br/> <span class="ft5">kannt (...).</span><br/> <span class="ft5">Der Beitragsplan ist systemimmanent mit der Ungewissheit der</span><br/> <span class="ft5">späteren Entwicklung und von Abweichungen bei den effektiven</span><br/> <span class="ft5">Baukosten belastet. Dies kann allenfalls zu einer Zweitauflage des</span><br/> <span class="ft5">Beitragsplanes führen (vgl. § 32 Abs. 3 aBauG sowie § 13 des Mus-</span><br/> <span class="ft5">terreglements des Baudepartements zur Finanzierung von Erschlies-</span><br/> <span class="ft5">sungsanlagen vom Oktober 1999). Daraus darf aber nicht abgeleitet</span><br/> <span class="ft5">werden, dass einem Beitragsplan bzw. den daran Beteiligten beliebig</span><br/> <span class="ft5">weitere Unsicherheiten zuzumuten wären. Letztlich geht es bei die-</span><br/> <span class="ft5">sem Verfahren doch darum, vollstreckbare Erschliessungsabgaben</span><br/> <span class="ft5">festzusetzen, und nicht um die Festlegung bloss theoretischer Grös-</span><br/> <span class="ft5">sen, deren praktische Umsetzung offen bleibt.</span><br/> <span class="ft5">4.3.2. Der Vollständigkeit halber sei schon an dieser Stelle aus-</span><br/> <span class="ft5">geführt, dass eine noch frühere (d.h. vor Vorliegen eines auflagerei-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2002</span> <span class="title">Erschliessungsabgaben</span> <span class="page_no">505</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">fen Projekts [inkl. Kostenvoranschlag]) Auflage von vornherein als</span><br/> <span class="ft5">injustiziabel zu bezeichnen wäre. Die kantonalen Rechtsmittelinstan-</span><br/> <span class="ft5">zen sind weder von ihrer Funktion her - Garanten des individuellen</span><br/> <span class="ft5">Rechtsschutzes und der Rechtssicherheit der beitragspflichtigen An-</span><br/> <span class="ft5">stösser - noch von ihrer Konzeption her als Erfüllungsgehilfen einer</span><br/> <span class="ft5">kommunalen Planübung geeignet (zur Funktion der Verwaltungsge-</span><br/> <span class="ft5">richtsbarkeit vgl. auch Ulrich Häfelin/Georg Müller, Grundriss des</span><br/> <span class="ft5">allgemeinen Verwaltungsrechts, 2. Auflage, Zürich 1993, N 1440 ff.</span><br/> <span class="ft5">sowie Gustav Buser, Geschichte und Reform der Verwaltungsrechts-</span><br/> <span class="ft5">pflege, in: Aargauische Rechtspflege im Gang der Zeit, Festschrift</span><br/> <span class="ft5">des aargauischen Juristenvereins, Aarau 1969, S. 12 f.).</span><br/> <span class="ft5">Dementsprechend wäre einer Gemeinde in einem solchen Fall</span><br/> <span class="ft5">ohne weiteres die Verfahrenslegitimation (vgl. § 38 VRPG) abzu-</span><br/> <span class="ft5">sprechen, da es ihr an einem aktuellen, schutzwürdigen Interesse</span><br/> <span class="ft5">fehlen würde.</span><br/> <span class="ft5">4.3.3. Zusammenfassend ist festzustellen, dass für die Auflage</span><br/> <span class="ft5">eines Beitragplanes das Vorhandensein eines auflagereifen Projektes</span><br/> <span class="ft5">(inkl. Kostenvoranschlag) sachlich (Erw. 4.3.1.) und strukturell (Erw.</span><br/> <span class="ft5">4.3.2.) unabdingbare Voraussetzung sein muss. Alle früheren Stadien</span><br/> <span class="ft5">in der Planungsphase des Bauprojekts sind zum vornherein nicht als</span><br/> <span class="ft5">Grundlage eines Beitragplanes geeignet. Dies wird auch vom Ver-</span><br/> <span class="ft5">treter der Gemeinde L. nicht bestritten (...).</span><br/> <span class="ft5">4.4.1. Aber auch ein auflagereifes Projekt kann, solange es noch</span><br/> <span class="ft5">nicht aufgelegt worden ist, von der Gemeinde beliebig abgeändert</span><br/> <span class="ft5">werden, auch wenn dies unter ökonomischen Gesichtspunkten sicher</span><br/> <span class="ft5">nicht erstrebenswert ist. Erst die Auflage bindet die Gemeinde selbst</span><br/> <span class="ft5">ein Stück weit. Ab diesem Zeitpunkt liegt es nicht mehr alleine bei</span><br/> <span class="ft5">ihr, was mit dem Projekt weiter geschieht. Die Gemeinde ist zwar</span><br/> <span class="ft5">auch bei einem rechtskräftigen Bauprojekt nicht verpflichtet, dieses</span><br/> <span class="ft5">auszuführen bzw. kann das Projekt in einem neuen Verfahren durch</span><br/> <span class="ft5">ein anderes ersetzen (vgl. Aargauische Gerichts- und Verwaltungs-</span><br/> <span class="ft5">entscheide [AGVE] 1989, S. 276 f.). Von der Praxis wurde es bisher</span><br/> <span class="ft5">aber immer für zulässig erachtet, das sog. kombinierte Verfahren,</span><br/> <span class="ft5">also die gemeinsame, parallele Auflage von Projekt, Beitragsplan</span><br/> <span class="ft5">und - gegebenenfalls - Landerwerb, anzuwenden (im Vergleich dazu</span><br/> <span class="ft5">das Legalkonzept in Erw. 4.1.2.). Insofern geht die Rechtsschrift der</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2002</span> <span class="title">Schätzungskommission nach Baugesetz</span> <span class="page_no">506</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">Gemeinde L. vom 2. Mai 2002 an der Sache vorbei, wenn darin wie-</span><br/> <span class="ft5">derholt gefordert wird, es dürfe nicht ein rechtskräftiges Projekt zur</span><br/> <span class="ft5">Auflagevoraussetzung für den zugehörigen Beitragsplan gemacht</span><br/> <span class="ft5">werden. Davon ist hier nicht die Rede; solches wurde in der Praxis,</span><br/> <span class="ft5">wie eben erwähnt, auch nie verlangt.</span><br/> <span class="ft5">Immerhin ist die kombinierte Auflage mit einem nicht zu unter-</span><br/> <span class="ft5">schätzenden Risiko behaftet, da der Beitragsplan sachlich eben von</span><br/> <span class="ft5">Bauprojekt und Landerwerb abhängt (Erw. 4.1.2.). Wenn beispiels-</span><br/> <span class="ft5">weise das Projekt im Rahmen eines Rechtsmittelverfahrens erheblich</span><br/> <span class="ft5">verändert wird und deswegen nochmals aufgelegt werden muss, wird</span><br/> <span class="ft5">in der Folge regelmässig auch der Beitragsplan zu überarbeiten und</span><br/> <span class="ft5">neu aufzulegen sein. Solche Auflagenwiederholungen verursachen</span><br/> <span class="ft5">neben dem zusätzlichen administrativen Aufwand auch erhebliche</span><br/> <span class="ft5">Mehrkosten für alle Beteiligten. Es ist daher auch üblich, Rechts-</span><br/> <span class="ft5">mittel gegen einen Beitragsplan zu sistieren, wenn das zugehörige</span><br/> <span class="ft5">Projekt noch umstritten ist. Der Gemeinde entsteht daraus mindes-</span><br/> <span class="ft5">tens dann kein Nachteil, wenn die Zinsfrage kommunal geregelt ist</span><br/> <span class="ft5">(vgl. § 6 des Musterreglements). Dieser verfahrensökonomische</span><br/> <span class="ft5">Aspekt wird auch von der Gemeinde L. anerkannt (....).</span><br/> <span class="ft5">4.4.2. Mit dem dargelegten kombinierten Verfahren scheint der</span><br/> <span class="ft5">Schätzungskommission die äusserste Grenze abgesteckt zu sein, in</span><br/> <span class="ft5">welcher dem Gericht solche "provisorische" Beitragspläne unter-</span><br/> <span class="ft5">breitet werden können. Es kann jedenfalls nicht die sachlogische</span><br/> <span class="ft5">(Erw. 4.1.2.) Verfahrensabfolge umgekehrt werden, d.h. zuerst der</span><br/> <span class="ft5">Beitragplan und erst später das eigentlich zugrundeliegende Baupro-</span><br/> <span class="ft5">jekt aufgelegt werden. Wie bereits ausgeführt (Erw. 4.3.2.), kann es</span><br/> <span class="ft5">schon für die Beitragsfrage alleine gesehen nicht Aufgabe der Schät-</span><br/> <span class="ft5">zungskommission sein, einen "provisorischen" Beitragsplan, ohne</span><br/> <span class="ft5">ein zugrundeliegendes Bauprojekt, zu behandeln. Es geht nicht an,</span><br/> <span class="ft5">dem Beitragsplan die Kosten eines anderen als des zur Ausführung</span><br/> <span class="ft5">gelangenden Projekts zugrundezulegen und zu argumentieren, bei</span><br/> <span class="ft5">der (fiktiven) Ausführung dieses Projekts hätten die Grundeigentü-</span><br/> <span class="ft5">mer die verlangten Beiträge entrichten müssen; diese seien auch</span><br/> <span class="ft5">geschuldet, wenn die Erschliessung auf andere Art erfolge (vgl.</span><br/> <span class="ft5">AGVE 1998, S. 199).</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2002</span> <span class="title">Erschliessungsabgaben</span> <span class="page_no">507</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">Bedenkt man zusätzlich, dass Bauprojekte von anderen Instan-</span><br/> <span class="ft5">zen zu beurteilen sind (vgl. § 95 Abs. 4 BauG), liegt auf der Hand,</span><br/> <span class="ft5">dass die Schätzungskommission mit der vorfrageweisen Beurteilung</span><br/> <span class="ft5">von gegen das Projekt gerichteten Begehren bei Gelegenheit der</span><br/> <span class="ft5">Behandlung der Beitragsbeschwerden die gesetzliche Zuständig-</span><br/> <span class="ft5">keitsordnung gefährden würde.</span><br/> <br/></div> </div> </body> </html>