B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-2677/2014 U r t e i l v o m 2 7 . N o v e m b e r 2 0 1 4 Besetzung Richter Frank Seethaler (Vorsitz), Richterin Maria Amgwerd, Richter Ronald Flury; Gerichtsschreiberin Karin Behnke. Parteien B._______, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Lichtensteiger, Beschwerdeführer, gegen Departement für Inneres und Volkswirtschaft des Kantons Thurgau, Verwaltungsgebäude, Promenadenstrasse 8, 8510 Frauenfeld, Vorinstanz, Landwirtschaftsamt des Kantons Thurgau, Verwaltungsgebäude, Promenadenstrasse 8, 8510 Frauenfeld, Erstinstanz. Gegenstand Direktzahlungen 2013. B-2677/2014 Seite 2 Sachverhalt: A. Mit Entscheid vom 25. November 2013 beschied die Erstinstanz dem B e- schwerdeführer einen Direktzahlungsanspruch von 16'845.60. - für das Jahr 2013. Bei den Direktzahlungen 2013 im Bereich ökologischer Lei s- tungsnachweis ergaben die festgestellten Mängel folgende Kürzungen: Aufzeichnungen: Fehlende Hofdünger-Verträge 20 Pkte. Fr. 14'332.60 /Abzug 10 Pkte. X 2 (Wiederholung) Fruchtfolge 4 Pkte. Fr. 2'866.55 Düngung: Überschreitung Phosphor-Bilanz 25 Pkte. Fr. 17'915.75 Abzüglich Toleranz -10 Pkte. Fr. 7'166.30 Total Kürzung netto 39 Pkte. Fr. 27'948.60 B. Hiergegen erhob der Beschwerdeführer am 19. Dezember 2013 B e- schwerde bei der Vorinstanz. Er beantragte, die Kürzungen seien erneut zu prüfen und entsprechend "dem Resultat" nachträglich auszuzahlen. C. Mit Entscheid vom 27. Februar 2014 zog die Erstinstanz ihre Verfügung vom 25. November 2013 in Wiede rerwägung, wobei sie davon ausging, dass es sich beim fehlenden Hofdüngerabgabe -Vertrag insofern nicht um eine Wiederholung handelte, als bezüglich der Hofdüngerverträge eine Systemumstellung stattgefunden habe, so dass die Kürzung um 10 Punk- te bzw. Fr. 7'166.30 auf 29 Pu nkte bzw. 20'782.30 zu reduzieren sei. Der Betrag von Fr. 7'166.30 werde auf das Konto des Beschwerdeführers überwiesen (Ziff. 5 des Dispositivs). Im Übrigen hielt sie an ihrer Verf ü- gung vom 25. November 2013 vollumfänglich fest. D. Mit Schreiben vom 6. Mär z 2014 orientierte die Vorinstanz den B e- schwerdeführer darüber, dass die Erstinstanz die angefochtene Verf ü- gung vom 25. November 2013 mit Verfügung vom 27. Februar 2014 in Wiedererwägung gezogen und eine reduzierte Kürzung vorgenommen habe. Der Wiedererwäg ungsentscheid sei am 27. Februar 2014 an ihn versandt worden. Gegen diesen Wiedererwägungsentscheid könne er B-2677/2014 Seite 3 wiederum innert 20 Tagen ab Zustellung bei ihr, der Vorinstanz, Rekurs erheben. Wenn dieser Entscheid nicht angefochten werde, gehe man d a- von aus, dass er mit der Neubeurteilung der Kü rzung einverstanden sei und der vorliegende Rekurs würde infolge Wiedererwägung als gegen - standslos geworden abgeschrieben. Am 25. März 2014 beantwortete der Beschwerdeführer den Brief vom 6. März 2014 der Vorinstanz dahinge- hend, dass er den Wiedererwägungsentscheid der Erstinstanz nicht e r- halten habe und ersuchte um dessen Zustellung . Mit Schreiben vom 26. März 2014 bestätigte die Vorinstanz den Erhalt des Briefes des B e- schwerdeführers vom 25. März 2014 und stellte ihm wunschgemäss eine Kopie des Wiedererwägungsentscheids der Erstinstanz vom 27. Februar 2014 zu und wies ausdrücklich darauf hin , dass diese Zustellung grun d- sätzlich keine neue Rekursfrist auslöse; die Rekursfrist sei mit der (er s- ten, ordentlichen ) Zustellun g des Wiedererwägungsentscheids vom 27. Februar 2014 ausgelöst worden. Mit Entscheid vom 7. April 2014 schrieb die Vorinstanz das Verfahren als gegenstandslos geworden von der Kontrolle ab. E. Am 30. April 2014 wandte sich der inzwischen anwaltlich vertrete ne Be- schwerdeführer an die Erstinstanz und ersuchte um Zustellung des Z u- stellnachweises oder um ordentliche Eröffnung des Wiedererwägung s- entscheides an den Unterzeichnenden, worauf die Erstinstanz am 5. Mai 2014 mitteilte, sie habe ihren Wiedererwägungsentscheid vom 27. Febru- ar 2014 dem Beschwerdeführer wie üblich eröffnet ; gegen diesen En t- scheid hätte innert angesetzter Frist bei der Vorinstanz Rekurs eing e- reicht werden können. Die Vorin stanz habe schliesslich mit Entscheid vom 7. April 2014 den Rekurs in Sachen Direktzahlungen 2013 als g e- genstandslos abgeschrieben, wogegen der Beschwerdeführer beim Bu n- desverwaltungsgericht Beschwerde einreichen könne. F. F.a Mit Eingabe vom 16. Mai 2014 erhebt der anwaltlich vertretene B e- schwerdeführer Beschwerde ge gen den Entscheid der Vorinstanz vom 7. April 2014 und stellt folgende Rechtsbegehren: Der Entscheid der Vo r- instanz vom 7. April 2014 sei aufzuheben und die Vorinstanz sei anz u- weisen, das Rekursverfahren durchzuführen. Eventualiter sei die Kürzung gemäss Wiedererwägungentscheid in der Höhe von Fr. 20'782.30 aufz u- heben. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Auf die Begründung dieser Anträge, wird soweit nötig, in den Erwägungen eingegangen. B-2677/2014 Seite 4 F.b Mit Verfügung vom 24. Juni 2014 beschränkte der Instruktionsrichter das Verfahren vorerst auf die Frage der Rechtsverweigerung. F.c Mit Vernehmlassung vom 7. Juli 2014 stellt die Erstinstanz folgende Anträge: Auf den Rekurs vom 16. Mai 2014 sei nicht einzutreten bzw. die Anträge seien vollumfänglich abzuweisen und der Entscheid der Vori n- stanz vom 7. April 2014 sei zu schützen. Auf die Begründung der Anträge wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. F.d Mit Vernehmlassung 11. Juli 2014 beantragt die Vorinstanz die Ab- weisung der Beschwerde. Auf die Begründung ihres Antrages wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Der Abschreibungsentscheid der Vorinstanz vom 7. April 2014 ist ei - ne Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Bst. c des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das Bundesverwaltungsgericht, welches gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) als Beschwerdeinstanz Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, ist nach Art. 33 Bst. d VGG in Verbindung mit Art. 166 Abs. 2 des Landwirtschaftsgesetzes vom 29. April 1998 (LwG, SR 910.1) für die Behandlung der vorliegenden Streitsache zuständig. 1.2 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom - men und ist als Verfügungsadressat durch die angefochtene Verfügung besonders berührt. Er hat zudem ein als schutzwürdig anzuerkennendes Interesse an deren Aufhebung oder Änderung, weshalb er zur Besc hwer- de gegen den Abschreibung sentscheid grundsätzlich legi timiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Eingabefrist und -form sind gewahrt (Art. 50 und Art. 52 Abs. 1 VwVG), der Vertreter hat sich rechtsgenüglich ausgewiesen (Art. 11 VwVG), der Kostenvorschuss wurde fristgemäss bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG), und die übrige n Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (vgl. Art. 44 ff. VwVG). 1.3 Im angefochtenen Entscheid lehnte es die Vorinstanz ab, die Rekur s- begehren des Beschwerdeführers materiell zu prüfen, da dieser nicht i n- nert der gesetzten Frist erklärt hatte, ob er nach einem teilweisen Entge-B-2677/2014 Seite 5 genkommen der Erstinstanz an seinem Rekurs festhalte. Der Sache nach stellt der angefochtene Entscheid einen Nichteintretensentscheid dar. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist derjeni ge, auf des sen Begehren bzw. Rechtsmitte l nicht eingetreten worden ist, befugt, durch die ordentliche Beschwerdeinstanz überprüfen zu lassen, ob dieser Nichteintretensentscheid zu Recht ergangen ist (BGE 132 V 74 E. 1. 1, 124 II 499 E. 1, 118 Ib 381 E. 2b/bb, je mit weiteren Hinweisen). Aller - dings kann in einer Beschwerde gegen einen Nichteintretensentscheid nur geltend gemacht werden, die Vorinstanz habe zu Unrecht das Beste - hen der Eintretensvoraussetzungen verneint. Damit wird das Anfech - tungsobjekt auf die Eintretensfrage beschränkt, deren Ve rneinung als Verletzung von Bundesrecht mit Beschwerde gerügt werden kann (BGE 135 II 38 E. 1.2; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -1305/2012 vom 10. Oktober 2012 E. 1.2.1; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltu ngsgericht, 2. Aufl . 2013, Rz. 2.8 sowie Rz. 2.164). Somit hat das Bundesverwaltungsgericht bezüglich des angefochtenen Entscheids nur zu prüfen, ob die Vorinstanz auf die Rekursbegehren des Beschwerdeführers zu Recht nicht eingetreten ist bzw. diese nicht b e- handelt hat. Ergibt die Beurteilung der Beschwerde , dass der vorinstan z- liche Nichteintretensentscheid rechtmässig ist, so ist die dagegen erh o- bene Beschwerde als unbegründet abzuweisen, andernfalls ist sie gutz u- heissen, der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Angel egenheit zur Wei terführung des Verfah rens an die Vorinstanz zurückzuweisen (BGE 132 V 74 E. 1.1). 1.4 Soweit der Beschwerde führer eventualiter beantragt, die Kürzung gemäss Wiedererwägungsentschei d in der Höhe von Fr. 20'782.30 sei aufzuheben, ist auf seine Beschwerde daher nicht einzutreten. Einzutreten ist hingegen auf sein Begehren, die Verfügung der Vorinstanz vom 7. April 2014 sei aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 2. 2.1 Nach dem Wortlaut von Art. 58 Abs. 1 VwVG kann die Vorinstanz bis zur Vernehmlassung eine neue Verfügung erlassen. Die Praxis lässt es allerdings auch nach Abgabe der Vernehmlassung noch zu, dass neue B-2677/2014 Seite 6 Verfügungen erlassen werden. Entspricht die Vorinstanz (bzw. in concreto die Erstinstanz) in der neuen Verfügung vollumfänglich den in der B e- schwerde bzw. Rekurs gestellten Begehren, wird die Beschwerde g e- genstandslos. Das Verfahren kann abgeschrieben werden. Darauf darf al- lerdings nur geschlossen werden, wenn die neu e Verfügung die ang e- fochtene inhaltlich umfassend ersetzt. Entspricht die Vorinstanz bzw. vo r- liegend die Erstinstanz den Begehren in der Beschwerde bzw. vorliegend im Rekurs nur teilweise, so ist das Beschwerdeverfahren fortzusetzen. Die strittig geblieben en Teile sind von der Vorinstanz zu beurteilen. Der Erlass der neuen Verfügung führt somit nicht von sich aus zur Gegen - standslosigkeit des Beschwerdeverfahrens, ansonsten Art. 58 Abs. 3 VwVG überflüssig wäre. Damit Gegenstandslosigkeit angenommen we r- den k ann, muss mit der neu erlassenen Verfügung ein Rechtszustand geschaffen werden, bei welchem ein fortbestehendes Rechtsschutzint e- resse an einem Beschwerdeentscheid verneint werden muss. Der neue, lite pendente erlassene positive oder abweisende Sachentschei d gilt deshalb durch die bereits erhobene Beschwerde gegen die ursprüngliche Verfügung stets als mit angefochten. Wird den Anträgen des Beschwe r- deführers nicht oder nur teilweise entsprochen, kann die ursprüngliche Verfügung nur insoweit als gegenstandslos abgeschrieben werden, als den Anträgen des Beschwerdeführers entsprochen wird (teilweise G e- genstandslosigkeit). Über die nicht erfüllten Rechtsbegehren bleibt der Rechtsstreit aufrechterhalten, sodass die Beschwerdeinstanz über die noch streitigen Punkte materiell entscheiden muss (ANDREA PFLEIDERER, in: Praxiskommentar VwVG, 2009, Art. 58 N. 45, 46 und 52). Das Beschwerdeverfahren ist auch dann fortzusetzen, wenn die lite pen- dente erlassene Verfügung, welche die ursprüngliche Verfügung teilweise aufhebt, nicht mehr gesondert angefochten wird. Soweit die Vorinstanz die Begehren des Beschwerdeführers anerkannt hat, kann die Beschwer- de als gegenstandslos abgeschrieben werden. Dem Beschwerdeführer ist allerdings Gelegenheit zu geben, sich über die Fortsetzung des B e- schwerdeverfahrens auszusprechen. Ihm ist auch das Recht einzurä u- men, sich zu m Inhalt der neuen Verfügung zu äussern ( AUGUST MÄCHLER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesg e- setz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2008, Art. 58 N . 12, 16 und 18). Zieht die beschwerdeführende Partei ihr Rechtsmittel vollumfänglich zurück (Abstand), so wird der Rechtsstreit damit gegenstandslos. Wie sich aus dem Grundsatz der Schriftlichkeit ergibt, hat der Rückzug eines Rechtsmittels schriftlich oder anlässlich einer Parteiverhandlung mündlich zu Protokoll zu erfolgen. Der Beschwerderückzug muss klar, ausdrücklich B-2677/2014 Seite 7 und bedingungslos erfolgen. Insbesondere kann ein Rechtsmittel nicht stillschweigend zurückgezogen werden (BGE 119 V 36 E. 1b, 111 V 156 E. 3b; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.212). 2.2 Wie hiervor erwähnt, ist d as Beschwerdeverfahren auch dann fortz u- setzen, wenn die lite pe ndente erlassene Verfügung, welche die ang e- fochtene Verfügung teilweise aufhebt, nicht mehr gesondert angefochten wird, da der neue, während des hängigen Verfahrens erlassene Wieder- erwägungsentscheid durch den bereits erhobenen Rekurs gegen die u r- sprüngliche Verfügung als mit angefochten gilt . Der Beschwerdeführer musste daher vorliegend den Wiedererwägungsentscheid – entgegen der Ansicht der Vorinstanzen – nicht erneut anfechten. Ferner hat er mit sei- nem Rekurs vom 19 . Dezember 2013 unmissverständlich Beschwerde gegen den Entscheid über die Direktzahlungen für das Jahr 2013 erh o- ben mit dem Antrag, dass alle Kürzungen zu überprüfen sind, nicht nur diejenigen den Hofdünger -Abgabe-Vertrag betreffend. Indem der B e- schwerdeführer mit Schreiben vom 25. März 2014 als Reaktion auf das Schreiben der Vorinstanz vom 6. März 2014 die Vorinstanz um Zustellung des Wiedererwägungsentscheids vom 27. Februar 2014 ersuchte, hat er den Rekurs nicht zurückgezogen. Nachdem ein stillschweigender Rüc k- zug ausgeschlossen ist, schadet es dem Beschwerdeführer auch nicht, dass er auf den Brief der Vorinstanz vo m 6. März 2014 nicht bzw. laut Vorinstanz zu spät reagiert hat. Der Beschwerdeführer hat seinen Rekurs zweifelsohne auf rechterhalten. Die Vorinstanz hat demnach bereits aus diesem Grund das Beschwerdeverfahren fortzusetzen und die strittig g e- bliebenen Teile zu beurteilen. 2.3 Weiteres kommt hinzu. Die Vorinstanz ging im angefochtenen Ent- scheid davon aus, der Beschwerdeführer habe den Wiedererwägung s- entscheid vom 27. Februar 2014 der Erstinstanz ordnungsgemäss erha l- ten und teilte ihm mit Schreiben vom 26. März 2014 mit, die 20 -tägige Rekursfrist werde mit dem besagten Schreiben nicht neu ausgelöst. D a- bei übersieht die Vorinstanz, dass die erfolgreiche Zustellung von der z u- stellenden Behörde zu beweisen ist (vgl. Urteil des Bundesverwaltung s- gerichts B-5877/2011 E. 1.3 vom 16. Februar 2012), was bei einer Zustel- lung mit B-Post nicht möglich ist. Die Annahme, wonach die fragliche Z u- stellung ordnungsgemäss erfolgt sei, lässt sich daher auf Grund der A k- ten nicht halten. Träfe sie zu , hätte die 20 -tägige Frist vom Beschwerd e- führer nach Erhalt dieses Schreibens offensichtlich nicht mehr eingeha l- ten werden können, womit anzunehmen ist, dass der Vorinstanz auch in dieser Hinsicht ein Irrtum unterlaufen ist. Wie es sich damit letztlich ve r-B-2677/2014 Seite 8 hält, braucht auf Grund der vorstehenden Erwägungen n icht abschlie s- send geklärt zu werden. 2.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerde – soweit darauf eingetreten wird – gutzuheissen und die Sache zur materiellen Prüfung der umstritten gebliebenen Kürzungen an die Vorinstanz zurück- zuweisen ist. 3. Demnach obsiegt der Beschwerdeführer bezüglich seines Rückwe i- sungsantrags, während auf sein reformatorisches Begehren nicht eing e- treten werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind ihm die Verfahrenskosten zu einem Viertel aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Gerichtsgebühr bemisst sich nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parte i- en (vgl. Art. 2 Abs. 1 Satz 1 des Reglements über die Kosten und En t- schädigungen vor dem Bundesverwaltun gsgericht vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2]). Das Bundesverwaltungsgericht erachtet eine Ge- richtsgebühr in der Höhe von Fr. 1'000.– als angemessen, wovon dem Beschwerdeführer ein Viertel, d.h. Fr. 250 .– aufzuerlegen ist. Der dem Beschwerdeführer au ferlegte Anteil ist mit dem geleisteten Kostenvo r- schuss von Fr. 1'000.– zu verrechnen. Unterliegenden Vorinstanzen werden keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Dem Beschwerdeführer ist für die ihm erwachsenen notwendigen und verhältnismässig hohen Kosten eine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 VGKE). Die Entschädigung ist au f- grund der Akten und nach freiem gerichtlichen Ermessen zu bestimmen, da der Beschwerdeführer für seine anwaltliche Vertretung keine Kosten- note eingereicht hat (Art. 14 Abs. 2 VGKE). Soweit eine Parteientschäd i- gung nicht einer unterliegenden Gegenpartei auferlegt werden kann, wird sie der Körperschaft oder autonomen Anstalt auferlegt, in deren Namen die Vorinstanz verfügt hat (Art. 64 Abs. 2 VwVG). Unter Berücksichtigung der Komplexität des Falles und des Umfangs der Akten erachtet das Bundesverwaltungsgericht eine Parteientschädigung von Fr. 1'200.– (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu Lasten der Vori n- stanz als angemessen, wovon dem B eschwerdeführer ¾ zu erstatten sind. B-2677/2014 Seite 9 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf eingetreten werden kann, und die Verfügung de s Departements für Inneres und Volkswir t- schaft vom 7 . April 2014 wird aufgehoben. Die Sache wird im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen, damit diese das Rekurs- verfahren des Beschwerde führers vom 19. Dezember 2013 im Umfang der noch strittigen Punkte fortsetzt. 2. Dem Beschwerdeführer werden Verfahrenskosten von Fr. 250.– auferlegt. Dieser Betrag wird dem von ihm gelei steten Kostenvorschuss von Fr. 1'000.– entnommen. Der Restbetrag von Fr. 750.– wird dem B e- schwerdeführer nach Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstat- tet. 3. Dem Beschwerdeführer wird nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegen- den Urteils eine Parteientschädigung von Fr. 900.– (inkl. MWST) zu La s- ten der Vorinstanz zugesprochen. B-2677/2014 Seite 10 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Rück- erstattungsformular) – die Vorinstanz (Ref-Nr.______; Gerichtsurkunde) – die Erstinstanz (Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Landwirtschaft BLW (Gerichtsurkunde) – das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF (Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Frank Seethaler Karin Behnke Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 1. Dezember 2014