<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2003.00066</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204114&amp;W10_KEY=13013569&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2003.00066</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.03.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 2001</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Abgrenzung von Aus- und Weiterbildungskosten. Eine Weiterbildung liegt stets vor, wenn das Lernen darauf ausgerichtet ist, das zur Ausübung der betreffenden beruflichen Tätigkeit erforderliche Fachwissen zu aktualisieren, zu vertiefen und zu erweitern (vgl. Art. 30 Abs. 1 lit. a des des eidgenössischen Berufsbildungsgesetzes). Das in Frage stehende berufliche Fachwissen kann dabei durchaus in der Praxis erlernt worden sein. Einer diesbezüglichen eigentlichen Grundausbildung - die es im Übrigen für verschiedene berufliche Tätigkeiten gar nicht gibt - bedarf es nicht (E. 1.1). Ob Weiterbildung vorliegt und ob damit die Kosten eines Nachdiplomstudiums als abzugsfähige Kosten zu würdigen sind, kann aber nicht allgemein gesagt werden, sondern beurteilt sich aufgrund der konkreten Umstände, indem es namentlich auf den im Nachdiplomstudium vermittelten Stoff einerseits und die berufliche Tätigkeit oder die Grundausbildung des Nachdiplomabsolventen anderseits ankommt (E. 1.2). Aufgrund der Tätigkeit der Pflichtigen und des im berufsbegleitenden Nachdiplomstudiengang "Executive MBA in Business Engineering (MBE)" gelehrten Fächerkanons Bejahen des Weiterbilungscharakters im vorliegenden konkreten Einzelfall (E. 1.3). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKTUALISIERUNG">AKTUALISIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANGESTAMMTER BERUF">ANGESTAMMTER BERUF</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSBILDUNGSKOSTEN">AUSBILDUNGSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERUFSKOSTEN">BERUFSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINKOMMENSSTEUER">EINKOMMENSSTEUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERWEITERUNG">ERWEITERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FACHWISSEN">FACHWISSEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEBENSHALTUNGSKOSTEN">LEBENSHALTUNGSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MBA">MBA</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MBE">MBE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTIEFUNG">VERTIEFUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEITERBILDUNGSKOSTEN">WEITERBILDUNGSKOSTEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 30 BBG</span><br/><span class="gerade">§ 26 Abs. I lit. d StG</span><br/><span class="ungerade">§ 33 lit. b StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 1 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>B schloss im Jahr 1994 ihr Studium an der UniversitÃ¤t U in den FÃ¤­chern PÃ¤dago­gik, Deutsche Sprachwissenschaft und Psychopathologie als lic. phil. I ab. Sie war hernach bei den Banken C und D sowie bei der Firma C angestellt, wo sie mit dem Aufbau von Leadership- und Ma­nage­mentkursen bzw. der Entwicklung von Mitarbeiterbeurteilungs­systemen beschÃ¤f­tigt war. Ab 2001 war sie zunÃ¤chst selbstÃ¤ndig erwerbstÃ¤tig; am 26. No­vem­ber 2001 nahm sie eine Stelle bei der Firma F, Abteilung Human Re­sources, als HR (Human Re­sour­ces) Relationship Manager an. Ihre Aufgaben bestanden im Wesentlichen in der Unter­stÃ¼t­zung von Outsourcing- und Integrationsprozessen, Beratung und Unter­stÃ¼t­zung bei Re­or­ganisationsprojekten und Organisationsent­wicklungen sowie in der Funktion eines stra­te­gi­schen Partners fÃ¼r Human Resources Projekte.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ab September 2001 nahm B an einem berufsbegleitenden Nachdi­plom­stu­dium an der Uni­ver­sitÃ¤t St. Gallen teil, das sie mit dem Executive Master of Business En­gi­neering (MBE HSG) abschloss. Das Studium dauerte rund eineinhalb Jahre, aufgeteilt in acht Einheiten, und wurde â mit Ausnahme eines vierwÃ¶chigen Moduls im Gebiet W in den USA â in der Schweiz durchgefÃ¼hrt. Die Kosten fÃ¼r das gesamte Nach­di­plom­studium, die sich auf Fr. 60'000.- zuzÃ¼glich Unterkunfts- und Reisekosten fÃ¼r das Mo­dul in den USA beliefen, waren von B grÃ¶sstenteils selber zu tragen, wobei sich allerdings die Firma F im Jahr 2002 mit einem Betrag von Fr. 10'000.- be­teiligte. Ausserdem stellte ihr diese 10 % der Arbeits­zeit fÃ¼r die Schulung zur Ver­fÃ¼­gung.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Das kantonale Steueramt veranlagte die Eheleute A und B fÃ¼r die Steu­er­periode 2001 mit EinschÃ¤tzungs- und Einspracheentscheid vom 6. Januar 2003 bzw. 17. Juli 2003 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. --.- und einem steuerbaren Ver­mÃ¶gen von Fr. --.-. Unter anderem liess es die als Weiterbildungs­kosten geltend ge­machten Stu­dien­gebÃ¼hren von Fr. 20'000.- fÃ¼r das Nachdiplomstudium an der Uni­ver­si­tÃ¤t St. Gallen nicht zum Abzug zu.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Steuerrekurskommission III hiess den Rekurs der Pflichtigen am 9. Oktober 2003 gut und schÃ¤tzte diese fÃ¼r die Steuerperiode 2001 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. --.- und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. --.- ein. Sie wÃ¼rdigte die Stu­dien­gebÃ¼hren fÃ¼r den Nachdiplomlehrgang als abzugsfÃ¤hige Weiterbildungskosten.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 11. November 2003 beantragte das kantonale Steueramt dem Ver­wal­tungsgericht, es seien die Pflichtigen mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. --.- und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. --.- einzuschÃ¤tzen. Ausserdem ver­langte es eine ParteientschÃ¤digung. Das Steueramt machte geltend, bei den Studien­ge­bÃ¼h­ren handle es sich um Ausbildungskosten, die nicht abzugsfÃ¤hig seien.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>WÃ¤hrend die Steuerrekurskommission III auf Vernehmlassung verzichtete, schlossen die Pflich­tigen sinngemÃ¤ss auf Abweisung der Beschwerde und forderten ihrerseits die Zu­sprechung einer ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Einzelrichter Ã¼berwies die Akten der 2. Kammer zur Entscheidung.</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span> zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei unselbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit werden als Berufskosten laut § 26 Abs. 1 lit. d des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) abgezogen die mit dem Beruf zusammenhÃ¤ngenden Weiterbildungs- und Umschulungskosten. Nicht abzugsfÃ¤hig sind demgegenÃ¼ber gemÃ¤ss § 33 lit. b StG die Ausbildungskosten.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Unter den Ausbildungskosten sind Aufwendungen zu verstehen, welche die AusÃ¼bung eines bestimmten Berufs Ã¼berhaupt ermÃ¶glichen oder hierzu befÃ¤higen. Sie bilden mangels qualifiziert engen wesentlichen Zusammenhangs mit einer vorbeste­henden so genannten angestammten beruflichen TÃ¤tigkeit keine Berufskosten im Sinn des Gesetzes (vgl. RB 1995 Nr. 36, auszugsweise verÃ¶ffentlicht in StE 1995 B 22.3 Nr. 57), sondern nicht ab­zugs­fÃ¤hige private Lebenshaltungskosten (vgl. Philip Funk, Der Begriff der Gewinnungs­kosten nach schweizerischem Einkommens­steuerrecht, GrÃ¼sch 1989, S. 95; August Rei­mann/Ferdinand Zuppinger/Erwin SchÃ¤rrer, Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, 2. Bd., Bern 1963, § 25 N. 18). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>DemgegenÃ¼ber gelten Aufwendungen, mit welchen die Erhaltung und/oder Sicherung der vom Steuerpflichtigen erreichten beruflichen Stellung oder der Aufstieg in eine gehobenere Stellung im angestammten Beruf bezweckt wird, als Weiterbildungskosten und sind damit abzugsfÃ¤hige Berufskosten (VGr, 3. Juni 1996, StE 1997 B 27.6 Nr. 12 E. 1b mit weiteren Hinweisen). Solche Kosten sind also Auslagen, die getÃ¤tigt werden, um im angestammten Be­ruf auf dem Laufenden zu bleiben oder dessen steigenden oder neuen Anforderungen zu genÃ¼gen (Ziff. 3.2 Abs. 1 des Kreisschreibens Nr. 26 der EidgenÃ¶ssischen Steuer­ver­waltung vom 22. September 1995 betreffend Abzug von Berufskosten der unselbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit, ASA 64 [1995/96] S. 692 ff., 693 f.), aber auch solche Aufwendungen, die den Erwerb besonderer Fachkenntnisse mit Blick auf eine Spezialisierung oder den Auf­stieg im angestammten Beruf bezwecken (vgl. Peter Locher, Kommentar zum DBG, Ther­wil/Basel 2001, Art. 26 N. 62 f.). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zielen die Aufwendungen aber auf einen Aufstieg in eine von der bisherigen Berufs­tÃ¤­tig­keit zu unterscheidende hÃ¶here Stellung oder gar in einen anderen Beruf, so sind die be­tref­fenden Aufwendungen als solche fÃ¼r die Ausbildung zu einem neu­en Beruf zu wÃ¼r­digen und demzufolge zu den grundsÃ¤tzlich nicht abzugsfÃ¤higen privaten Lebens­hal­tungs­kosten zu rechnen (BGE 113 Ib 114 E. 3 S. 120 f. = StE 1988 B 27.6 Nr. 5; Locher, Art. 26 N. 64; Markus Reich, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, 2. A. Basel/ Genf/MÃ¼nchen 2002, Art. 9 StHG N. 11 f.).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im 4. Kapitel "Berufsorientierte Weiterbildung" vermittelt die Vorschrift von Art. 30 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes Ã¼ber die Berufsbildung vom </span>13. Dezember 2002 (Berufs­bil­dungsgesetz, BBG) <span>jedenfalls insofern ein taugliches Kriterium fÃ¼r den Weiter­bil­dungs­be­griff von § 26 Abs. 1 lit. d StG, als die </span>berufsorientierte Weiterbildung dazu dient, "durch organisiertes Lernen bestehende berufliche Qualifikationen zu erneuern, zu ver­tie­fen und zu erweitern [â¦]". Die in Art. 30 Abs. 1 lit. a und lit. b BBG erwÃ¤hnten weiteren Zweck­setzungen, "neue berufliche Qualifikationen zu erwerben" bzw. "die berufliche Fle­xi­bilitÃ¤t zu unterstÃ¼tzen", erweisen sich indessen als Elemente der Umschulung oder Aus­bil­dung. <span>Eine Weiterbildung liegt stets vor, wenn das Lernen darauf ausgerichtet ist, das zur AusÃ¼bung der betreffenden beruflichen TÃ¤tigkeit erforderliche Fachwissen zu aktuali­sie­ren, zu vertiefen und zu erweitern. Das in Frage stehende berufliche Fachwissen kann in der Praxis erlernt worden sein. Einer diesbezÃ¼glichen eigentlichen Grundausbildung â die es im Ãbrigen fÃ¼r verschiedene berufliche TÃ¤tigkeiten gar nicht gibt â bedarf es nicht. So­weit die Allgemeinbildung verbessert werden soll, handelt es sich in der Regel steuer­recht­lich um zusÃ¤tzliche Ausbildung. Werden derartige Kenntnisse im Rahmen der beruflichen Weiterbildung vermittelt, so vermÃ¶gen sie der Qualifikation der hierfÃ¼r getÃ¤tigten Aufwen­dung als Weiterbildungskosten nichts zu Ã¤ndern, sofern ihnen nur untergeordneter Charak­ter zukommt. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Ob die Kosten eines Nachdiplomstudiums als abzugsfÃ¤hige Weiterbildungskosten zu wÃ¼r­digen sind, kann nicht allgemein gesagt werden, sondern beurteilt sich aufgrund der kon­kreten UmstÃ¤nde, indem es namentlich auf den im Nachdiplomstudium vermittelten Stoff einerseits und die berufliche TÃ¤tigkeit oder die Grundausbildung des Nach­diplom­ab­sol­venten anderseits ankommt. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>So hat das Verwaltungsgericht in einem Entscheid vom 23. Oktober 2002 (StE 2003 B 22.3 Nr. 74 = RB 2002 Nr. 100, dessen Leitsatz allerdings zu eng formuliert ist) erkannt, dass der von einem Rechtsanwalt an einer amerikanischen UniversitÃ¤t absolvierte General Master of Laws (LL.M.)-Lehrgang fÃ¼r auslÃ¤ndische Juristen und Juristinnen offenkundig kei­ne Vertiefung oder Aktualisierung derjenigen FÃ¤cher bewirkte, die ein in der Schweiz ab­ge­schlossenes Rechtsstudium bietet bzw. die zÃ¼rcherische RechtsanwaltsprÃ¼fung im Sinn einer juristischen Grundausbildung verlangt. Vielmehr bildete das Nachdiplom­stu­di­um eine ErgÃ¤nzung dieser Grundausbildung, indem es zur Hauptsache Kenntnisse in aus­ge­wÃ¤hlten Bereichen des amerikanischen Rechts sowie juris­tischer Methodik, Arbeits­wie­se und Rechtssprache amerikanischer Juristen vermittelte. Ob der Pflichtige dadurch sein Fach­wissen im Rahmen seiner frÃ¼heren TÃ¤tigkeit in einer international ausgerichteten An­waltskanzlei hatte vertiefen kÃ¶nnen, blieb im Dunkeln, da der Pflichtige keine nÃ¤here Dar­stellung seiner anwaltlichen Arbeit gegeben hatte. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Der berufsbegleitende Nachdiplomstudiengang "Executive MBA in Business Engi­nee­ring (MBE)" vermittelt laut der Konzeptdarstellung der UniversitÃ¤t St. Gallen Kenntnisse, die sich auf die "VerÃ¤nderung des Unternehmens in der Transformation von Gesellschaft, Markt und Technologie" beziehen. Er bietet "gezielt die notwendigen Qualifikationen fÃ¼r die aktive Gestaltung der Transformation in das Informations­zeitalter". "Schwerpunkt der Aus­bil­dung ist die ganzheitliche Verbindung von FÃ¼h­rungskompetenzen, Prozess­orien­tie­rung, kulturellen Aspekten und Informationsma­nagement fÃ¼r VerÃ¤nderungsprojekte." In­halt der angebotenen Module sind FÃ¼hrung, Beratung, Psychologie und Kommunikation in Ver­Ã¤nderungsprozessen von Unterneh­men, wie etwa die Module "UnternehmensfÃ¼hrung und Wandel", "Kommunikationsma­nagement und Mediengestaltung", "Psychologie in Ver­Ã¤n­derungs­projek­ten" oder "Innovationsmanagement" erkennen lassen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Diese im Nachdiplomstudiengang vermittelten Kenntnisse waren offenkundig geeignet, das fÃ¼r die Pflichtige zur AusÃ¼bung ihrer beruflichen TÃ¤tigkeit notwendige Fachwissen zu ver­tiefen und auf den neuesten Stand zu bringen, damit sie den komplexen berufli­chen Anforderungen gewachsen blieb. Denn deren BerufstÃ¤tigkeit bestand im Wesentli­chen in der Beratung und UnterstÃ¼tzung der Unternehmenskader bei Um­strukturierungs­prozessen, also bei "VerÃ¤nderung des Unternehmens in der Transformation von Gesell­schaft, Markt und Technologie" â wie Outsourcing- und Integrationsprozessen, Reorga­nisa­tionsprojekten und Organisationsentwicklungen â, sowie in der Implementierung von FÃ¼hrungsinstru­men­ten und der Leitung von Projekten in der Personalarbeit. Dass der Executive MBA in Busi­ness Engineering ein Executive Master of Business Admi­nistration mit Vertiefung Busi­ness Engineering darstellt, Ã¤ndert daran entgegen der Auffassung des beschwer­de­fÃ¼h­ren­den kantonalen Steueramts nichts. Es genÃ¼gt wie erwÃ¤hnt (vgl. vorn E. 1.1), dass das zu ak­tua­lisierende oder zu vertiefende berufliche Fachwissen in der Praxis erlernt worden ist; es muss nicht auf einer spezifischen Grundausbildung beruhen. Soweit das Nach­diplom­stu­di­um auch eine gewisse Erweite­rung des Allgemeinwissens vermittelt hat, erscheint diese offenkundig als untergeordnet und schadet infolgedessen der WÃ¼rdigung der Studienkosten als Weiterbildungskosten im Sinn von § 26 Abs. 1 lit. d StG nicht.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Somit ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG) und steht ihm keine Parteient­schÃ¤­di­gung zu (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbin­dung mit § 152 und § 153 Abs. 4 StG). DemgegenÃ¼ber rechtfertigt es sich, der obsiegenden Beschwerdegegnerschaft eine solche EntschÃ¤digung zuzusprechen. </span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Der BeschwerdefÃ¼hrer wird verpflichtet, der Beschwerdegegnerschaft je eine Partei­ent­schÃ¤digung von Fr. 100.- zu bezahlen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Ver­wal­tungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Urteilstext"><span>6. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>