Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Geschäfts-Nr.: LE160078- O/U Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter Dr. H.A. Müller und Oberrichterin Dr. D. Scherrer sowie Gerichts- schreiberin lic. iur. R. Blesi Keller Urteil und Beschluss vom 22. Dezember 2017 in Sachen A._____, Gesuchstellerin und Berufungsklägerin vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ gegen B._____, Gesuchsgegner und Berufungsbeklagter betreffend Eheschutz Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Winterthur vom 2. Dezember 2016 (EE150207-K) - 2 - Rechtsbegehren (sinngemäss; Urk. 1): Es seien eheschutzrichterliche Massnahmen anzuordnen. Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Winterthur vom 2. Dezember 2016 (Urk. 66 S. 44 ff.): 1. Es wird festgestellt, dass die Parteien zum Getrenntleben berechtigt sind, und es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien seit dem 11. Feb- ruar 2016 getrennt leben. 2. Der Sohn C._____, geboren am tt.mm.2011, wird unter die alleinige Obhut der Gesuchstellerin gestellt. 3. Der Gesuchsge gner wird für berechtigt erklärt, C._____ an jedem zweiten Samstag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr auf eigene Kosten mit sich auf B e- such zu nehmen. Sobald der Gesuchsgegner in ein kindgerechtes Umfeld umgezogen ist, wird er für berechtigt erklärt, C._____ an jedem zweiten Wochenende von Sams- tag, 10.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen. 4. Für C._____ wird eine Besuchsrechtsbeistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB errichtet. Der Beistandsperson werden die folgenden Aufgaben übertragen: - mit den Parteien umgehend die Besuchsplanung vorzunehmen; - bei Konflikten bezüglich dem Besuchsrecht zwischen den Parteien zu vermitteln; - die Übergabe des Sohns durch Dritte zu gewährleisten (solange das Rayon- und Kontaktverbot zwischen Vater und Mutter gilt); - die Besuche beim Gesuchsgegner zu überwachen; - 3 - - nach einem Wohnortwechsel des Gesuchsgegners die einvernehml i- che Ausdehnung des Besuchsrechts mit den Eltern zu planen respekt i- ve der zuständigen Behörde Antrag auf Erlass einer neuen Besuchsr e- gelung zu unterbreiten; - die Beistandsperson ist ermächtigt, sich über die neue Wohnsituation des Gesuchsgegners einen Eindruck (Augenschein) zu verschaffen, um feststellen zu können, ob diese kindgerecht sei. 5. Die Kindesschutzbehörde wird angewiesen, eine Beistandsperson gemäss Dispositiv Ziff. 4 zu ernennen. Sie wird darauf hingewiesen, dass die Ernen- nung eilt und die Parteien keine Einwendungen gegen die Ernennung einer professionellen Mandatsperson erhoben haben. 6. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin an den Unterhalt und die Erziehung des Sohnes C._____ folgende Unterhaltsbeiträge zu be- zahlen: - Fr. 500.– seit 11. Februar 2016 für die weitere Dauer des Getrenntl e- bens bzw. längstens bis 31. März 2017; - Fr. 700.– ab 1. April 2017 für die weitere Dauer des Getrenntlebens; zuzüglich vertraglicher und/oder gesetzlicher Kinderzulagen, zahlbar monat- lich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats. 7. Es wird festgestellt, dass der Gesuchsgegner der Gesuchstel lerin mangels Leistungsfähigkeit keine persönlichen Unterhaltsbeiträge schuldet. 8. Das Begehren der Gesuchstellerin um Leistung eines Prozesskostenbei- trags durch den Gesuchsgegner wird abgewiesen. 9. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: Fr. 1'500.00 ; die weiteren Auslagen betragen: Fr. 4'800.00 Bericht kjz … Fr. 750.00 Dolmetscherkosten Fr. 7'050.00 Total - 4 - Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 10. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt, jedoch zufolge Ge- währung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Parteien werden auf die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO hingewiesen. 11. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 12. [Mitteilungssatz] 13. [Rechtsmittelbelehrung] Berufungsanträge: der Gesuchstellerin und Berufungsklägerin: in der Berufungsbegründung (Urk. 65 S. 2): "1. In Abänderung von Ziffer 3 des Dispositivs sei der Gesuchsgegner für berechtigt zu erklären, den Sohn C._____ zwei Mal monatlich im Ra h- men begleiteter Besuche zu sehen. 2. In Ergänzung von Ziffer 4 des Dispositivs sei der zu ernennende Bei- stand / die zu ernennende Beiständin mit der zusätzlichen Aufgabe zu betrauen: - Organisation und Festlegung der Modalitäten der begleiteten Bes u- che. - Überwachung der begleiteten Besuche insofern, als er / sie in r e- gelmässigen Abständen die Einhaltung und die Durchführung der Besuche bei den Mitarbeitenden des Besuchstreffs in Erfahrung bringt. 3. Alles unter Kosten - und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 8 % MwSt) zulasten des Gesuchsgegners und Berufungsbeklagten." in der Eingabe vom 19. April 2017 (Urk. 92 S. 1 ff., sinngemäss): Es sei dem Gesuchsgegner kein Besuchsrecht zuzusprechen. - 5 - des Gesuchsgegners und Berufungsbeklagten: in der Berufungsantw ort (Urk. 83 S. 2): "1. Die Berufung sei abzuweisen. 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Ber u- fungsklägerin. 3. [ … ]." Erwägungen: I. 1. Die Parteien haben am 25. Februar 2012 in D._____ (Brasilien) geheira- tet. Sie haben einen gemeinsamen Sohn: C._____, geboren am tt.mm.2011. Mit Eingabe vom 14. Dezember 2015 machte die Gesuchstellerin und Berufungskl ä- gerin (fortan Gesuchstellerin) ein Eheschutzverfahren anhängig (Urk. 1). Betref- fend den Verlauf des erstinstanzlichen Verfahrens kann auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 66 S. 2 ff.). Mit Urteil vom 2. Dezember 2016 erliess die Vorinstanz die eingangs angeführten Eheschutzmassnahmen. Der Ge- suchsgegner und Berufungsbeklagte (fortan Gesuchsgegner) wurde insbesonde- re für berechtigt erklärt, C._____ an jedem zweiten Samstag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr auf eigene Kosten mit sich auf Besuch zu nehmen. Nach dem Umzug in ein "kindgerechtes Umfeld" wurde der Gesuchsgegner für ber echtigt erklärt, C._____ an jedem zweiten Wochenende von Samstag, 10.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen (Urk. 66 S. 44, Dispositi v- ziffer 3). Weiter wurde eine Besuchsrechtsbeistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB errichtet und es wurden die Pflichten des Beistandes geregelt. Die Kindesschutzbehörde wurde angewiesen, eine Beistandsperson zu ernennen (Urk. 66 S. 44 f., Dispositivziffern 4 und 5). Mit Entscheid der Kindes - und Er- wachsenenschutzbehörde der Bezirke Winterthur und Andelfingen (KESB) vom - 6 - 13. Dezember 2016 wurde E._____ vom Kinder- und Jugendhilfezentrum (kjz) … als Beistandsperson für C._____ ernannt (Urk. 63). 2. Die Gesuchstellerin hat gegen das Urteil der Vor instanz fristgerecht Beru- fung erhoben (Urk. 61; Urk. 65). Sie hat die eingangs erwähnten Anträge gestellt. Mit Eingabe vom 5. Januar 2017 ersuchte die Gesuchstellerin darum, es sei das beantragte begleitete Besuchsrecht superprovisorisch anzuordnen und es sei die Beiständin superprovisorisch mit der Organisation und Festlegung der Modalit ä- ten der begleiteten Besuche zu betreuen (Urk. 70 S. 1 f., Anträge 1 bis 3). Even- tualiter sei der Berufung die aufschiebende Wirkung zu erteilen (Antrag 4). Mit Verfügung vom 10. Januar 2017 wurden die Gesuche der Gesuchstellerin um E r- lass von superprovisorischen Massnahmen sowie der Eventualantrag abgewiesen (Urk. 74 S. 8, Dispositivziffern 1 und 3). Mit Beschluss vom 10. Februar 2017 wurde sodann der Antrag um Erlass von vors orglichen Massnahmen im Ber u- fungsverfahren abgewiesen (Urk. 79 S. 3, Dispositivziffer 1). Die Berufungsan t- wort datiert vom 9. März 2017 (Urk. 83). Die weiteren Eingaben der Parteien wu r- den jeweils der Gegenpartei zur Stellung- und/oder Kenntnisnahme zugest ellt (Urk. 87-93; Urk. 98- 99; Urk. 106; Urk. 111; Urk. 118; Urk. 122- 125; Urk. 130; Urk. 133; Urk. 140 ). Bei der Beiständin von C._____ wurden zwei schriftliche Auskünfte im Sinne von Art. 190 ZPO eingeholt (Urk. 101- 104; Urk. 112; Urk. 116). Weiter wurde der psychiatrisch-psychologische Abklärungsbericht von C._____ beim Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) des Kantonsspitals Winterthur beigezogen (Urk. 119-121). 3. Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine unric h- tige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Berufungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat - und Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung. 4. Mit der vorliegenden Berufung nicht angefochten werden die Dispositivzif- fern 1, 2 und 5 bis 8 . Die Rechtskraft d ieser Dispositivziffern ist vorzumerken. Da es sich um Eheschutzmassnahmen handelt, trat die Rechtskraft mit der Eröffnung des vorinstanzlichen Entscheids ein (Urk. 61). - 7 - 5. Die Gesuchstellerin und C._____ leben an der F._____-Strasse … in G._____ (Urk. 104 S. 2). Der Gesuchsgegner hat C._____ an den durchgeführten Besuchstagen teilweise bei der Gesuchstellerin abgeholt (Urk. 122 S. 3). Ein Int e- resse der Gesuchstellerin , welches es rechtfertigen würde, ihre Adresse auch weiterhin vor dem Gesuchsgegner geheim zu halten, ist nicht ersichtlich. Die A d- resse der Gesuchstellerin ist ins Rubrum aufzunehmen. 6. Auf die Ausführungen der Parteien wird nachfolgend nur soweit für die Entscheidfindung notwendig eingegangen. II. 1. Umstritten ist das Besuchsrecht des Gesuchsgegners. Die Vorinstanz hat den Gesuchsgegner für berechtigt erklärt, C._____ an jedem zweiten Samstag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr auf Besuch zu nehmen. Nach dem Umzug des G e- suchsgegners in ein "kindgerechtes Umfeld" hat sie das Besuchsrecht auf jedes zweite Wochenende von Samstag, 10.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, ausgewei- tet (Urk. 66 S. 6 ff. und S. 44, Dispositivziffer 3). Die Gesuchstellerin verlangt e mit der Berufungsbegründung die Zusprechung eines Besuchsrechts im Rahmen von zwei begleiteten Besuchen pro Monat (Urk. 65 S. 2, Antrag 1). Mit Eingabe vom 19. April 2017 machte sie geltend, es sei zu prüfen, ob überhaupt noch Kontakte von C._____ mit dem Gesuchsgegner angeordnet werden könnten (Urk. 92 S. 2 f.). 2. Grundsätzlich haben Eltern und Kind Anspruch auf persönliche, direkte und private Kontakte. Wird das Wohl des Kindes durch den persönlichen Verkehr gefährdet, kann ihnen das Recht auf persönlichen Verkehr v erweigert oder entzo- gen werden (Art. 274 Abs. 2 ZGB). Gefährdet ist das Wohl des Kindes, wenn sei- ne ungestörte körperliche, seelische oder sittliche Entfaltung durch ein auch nur begrenztes Zusammensein mit dem nicht obhutsberechtigten Elternteil bedroht ist. Als wichtige Gründe fallen Vernachlässigung, physische und psychische Misshandlung, insbesondere sexueller Missbrauch des Kindes in Betracht (BGE - 8 - 122 II 404 E. 3.b und c). Auch häusliche Gewalt kann den Entzug oder die Ver- weigerung des Besuchsrechts nach Art. 274 Abs. 2 ZGB rechtfertigen, wenn der daraus resultierenden Kindeswohlgefährdung nicht anders begegnet werden kann. Eine Kindeswohlgefährdung liegt vor, sobald nach den Umständen die ernstliche Gefahr einer Beeinträchtigung des körperlichen, sittl ichen oder geist i- gen Wohls des Kindes vorauszusehen ist. Nicht erforderlich ist, dass diese Mög- lichkeit sich schon verwirklicht hat. Die Beeinträchtigung des Kindeswohls muss allerdings aufgrund von konkreten Vorfällen und Umständen ernstlich zu befürc h- ten sein; die blosse Möglichkeit einer abstrakten Gefährdung zum Beispiel in Form eines schlechten Einflusses auf das Kind reicht nicht aus. Die Ursache der Gefährdung spielt grundsätzlich keine Rolle (Andrea Büchler/Margot Michel in FamPra.ch 2011, Besuchsrecht und häusliche Gewalt, S. 534). Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit wie auch der Sinn und Zweck des per- sönlichen Verkehrs verbieten indes dessen gänzliche Unterbindung, wenn die be- fürchteten nachteiligen Auswirkungen des persönlichen Verkehrs für das Kind durch die Anwesenheit einer Drittperson (sog. begleitetes Besuchsrecht) in Gren- zen gehalten werden können. Das begleitete Besuchsrecht bezweckt, der G e- fährdung des Kindes wirksam zu begegnen, Krisensituationen zu entschärfen und Ängste abzubauen sow ie Hilfestellungen für eine Verbesserung der Beziehungen zum Kind und unter den Eltern zu vermitteln. Grundsätzlich stellt das begleitete Besuchsrecht eine Übergangslösung dar und ist daher nur für eine begrenzte Dauer anzuordnen; es scheidet aber aus, wen n von vornherein klar ist, dass die Besuche nicht innert absehbarer Zeit ohne Begleitung werden ausgeübt werden können (BGer 5A_728/2015 vom 25. August 2016, E. 2.2. m.Hinw.). Es ist nach Rechtsprechung und Lehre zulässig, das Recht auf persönlichen U m- gang aufgrund des ernsthaften Verdachts einer Kindeswohlgefährdung einz u- schränken, bis der Verdacht geklärt ist. Im Ermessen der zuständigen Behörde liegt die Entscheidung, ob der Verdacht sich so weit begründen lässt, dass sich der Eingriff in das Recht auf persönlichen Umgang mit Blick auf das Verhältni s- mässigkeitsprinzip rechtfertigen lässt. Zu berücksichtigen ist dabei, dass das be- gleitete Besuchsrecht die Alternative zum Entzug des Besuchsrechts darstellt und - 9 - nicht etwa die Alternative zu einem unbegleiteten Besuchsrecht. Da es sich um einen starken Eingriff in das Recht auf persönlichen Umgang handelt, sind nach Lehre und Rechtsprechung strenge Anforderungen an Erheblichkeit und Eindeu- tigkeit der Gefährdung zu stellen (vgl. hierzu BGE 119 II 201 E. 3; BGE 122 III 404 E. 3.c; Büchler/Margot, a.a.O., S. 539). 3.1. Die Vor instanz hat beim kjz … einen Abklärungsbericht zur aktuellen Familiensituation sowie zur Regelung und/oder Ausgestaltung des Besuchsrechts für C._____ eingeholt (Urk. 12; Urk. 35). Im Abk lärungsbericht vom 27. September 2016 kamen H._____, Sozialarbeiter FH, und I._____, "Päd. Ps y- chologin, lic.phil.", zum Schluss, dass aufgrund der Beziehungsqualität zwischen Vater und Sohn ein gerichtsübliches Besuchsrecht möglich sei. Obwohl aus den Wohnverhältnissen beim Vater keine direkte Kin dswohlgefährdung für C._____ abgeleitet werden könne, würden die Verhältnisse jedoch Fragen offen lassen. Die Wohnung liege offensichtlich im Milieu an der J._____- Gasse [in Zürich]. Auf- grund der aufgekommenen Zweifel betreffend die Nutzung der Wohnung, der Un- kenntnis über die weiteren Mitbewohnen den und der Vorbehalte der Kindsmutter seien daher Übernachtungen des Kindes beim Vater bis zu dessen Wohnungs- wechsel in ein kindgerechtes Umfeld nicht zu empfehlen. Vielmehr sahen die Ab- klärenden v or diesem Hintergrund vorerst die Einrichtung von tageweisen Be- suchskontakten als angemessen an. Nach einem Umzug des Gesuchsgegners in eine kindgerechte Wohnung sollten die Besuche auf ganze Wochenenden au s- geweitet werden (Urk. 35 S. 6, Empfehlungen). Die Vorinstanz hielt unter Hinweis auf Rechtsprechung und Literatur dafür, dass wenn ein Gutachten eingeholt wer- de, das Gericht in Fachfragen nicht ohne triftige Gründe von diesem abweichen solle. Allfällige Abweichungen habe es zu begründen (Urk. 66 S. 7). Sie stellte bei der Festsetzung des Besuchsrechts mass geblich auf den Abklärungsbericht und die darin enthaltenen Empfehlungen ab (Urk. 66 S. 10 ff.). 3.2.1 Die Gesuchstellerin macht geltend, sie habe im Vorfeld zur Erstell ung des Abklärungsberichts vom 27. September 2016 weder dazu Stellung nehmen können, ob sie mit der Abklärungsstelle einverstanden sei, noch habe sie sich zur Fragestellung äussern oder Ergänzungsfragen stellen können. Der Bericht sei - 10 - ohne genügende rechtl iche Grundlage erstattet worden. Es könne nicht auf ihn abgestellt werden (Urk. 65 S. 3). 3.2.2 Beim Abklärungsbericht handelt es sich nicht um ein Gutachten im Sinne von Art. 183 ff. ZPO, sondern um eine schriftliche Auskunft im Sinne von Art. 190 ZPO ( vgl. Müller, DIKE-Komm-ZPO, Art. 190 N 5). Folglich musste den Parteien weder Gelegenheit dazu gegeben werden, um sich zur Person des Sachverständigen (Art. 183 Abs. 1 ZPO) und zur Fragestellung zu äussern, noch um Änderungs- oder Ergänzungsfragen stellen zu können (Art. 185 Abs. 2 ZPO). Davon abgesehen, gelten hier die Regeln des Freibeweises (Art. 168 Abs. 2 ZPO). Die Vor instanz durfte daher für ihren Entscheid auf den Abklärungsbericht abstellen. Sie hielt in diesem Zusammenhang zutreffend fest, dass, auch wenn der eingeholte Bericht nicht als Gutachten im Sinne der Zivilprozessordnung qu a- lifiziert würde, das kjz … eine anerkannte Fachstelle in Kinderbelangen sei. Die berichterstattenden Fachpersonen seien auf ihre Wahrheitspflicht hingewiesen worden. Es entspreche ständiger Praxis auf solche Berichte abzustellen. Das Ge- richt solle ohne triftigen Grund nicht seine eigene Meinung anstelle derjenigen, die im Bericht geäussert werde, setzen (Urk. 66 S. 7). 3.3. Ein Nichtabstellen auf den Bericht kann ferner nicht daraus hergeleitet werden, dass dem Gesuchsgegner auf Anfrage hin am 18. Oktober 2016 eine Kopie des Abklärungsberichtes zugesandt wurde (Urk. 38; Urk. 39) und das G e- richt in der Folge nicht von sich aus auch der damals noch unvertretenen G e- suchstellerin eine Kopie zukommen liess (Urk. 1 S. 3). Die Gesuchstellerin man- datierte ihre Rechtsvertreterin am 27. Oktober 2016 (Urk. 46). Diese nahm Ei n- sicht in die Akten und damit in den Bericht. Sie nahm mit Eingabe vom 4. Novem- ber 2016 (Urk. 53) und anlässl ich der Verhandlung vom 17. November 2016 ei n- gehend Stellung zum Abklärungsbericht (Prot. Vi S. 17; Urk. 57). Das rechtliche Gehör der Gesuchstellerin wurde gewahrt. Daran ändert die Tatsache nichts, dass die Vorderrichterin aufgrund der zeitlichen Dringli chkeit (Anhebung Ehe- schutzmassnahme am 14. Dezember 2015; der Gesuchsgegner hatte seinen Sohn seit dem 20. August 2016 nicht mehr gesehen) nach Erhalt des Abkl ä- rungsberichts Ende September 2016 (Urk. 35) am 14. Oktober und 27. Oktober - 11 - 2016 (Urk. 39; Urk. 4 4), und damit vor der auf den 17. November 2016 angeset z- ten mündlichen Verhandlung, Kontakt mit der KESB Winterthur betreffend die E r- richtung einer Besuchsrechtsbeistandschaft für C._____ aufnahm. Es ist nicht e r- sichtlich, wieso dieses Vorgehen der Vor instanz dazu führen sollte, dass nicht auf den Abklärungsbericht abzustellen sein soll (Urk. 1 S. 3). Es sind denn auch beide Parteien mit der Errichtung der Beistandschaft einverstanden. Einwände gegen die ernannte Beiständin wurden damals nicht erhoben (vgl. hierzu Prot. Vi S. 35). Dass die Gesuchstellerin heute in Betracht zieht, einen Beistandswechsel für C._____ bei der KESB Winterthur zu beantragen (vgl. Urk. 122 S. 5), ändert da- ran nichts. 4.1. Der Gesuchsteller sah C._____ nach seinem Auszug aus der gemein- samen Wohnung am 18. Februar 2016 vier Mal im Rahmen der Erstellung des Abklärungsberichts; am 20. Mai 2016 sowie am 3. Juni 2016 beim kjz … als be- gleitete Besuchskontakte sowie am 27. Juni 2016 und am 8. August 2016 für zwei externe Besuche mit Übergabe beim kjz … (Urk. 35 S. 4). Hernach sah der Ge- suchsgegner C._____ erst (nach Fällung des erstinstanzlichen Ent scheids) am 5. Februar 2017 wieder. Die zwischenzeitlich ernannte Beist ändin organisierte ei- nen Besuch im begleiteten Besuchstreff … (Urk. 90 S. 2; Urk. 104 S. 2 Ziff. 3.a). Geplant waren zwei weitere begleitete Besuche. Da die Parteien den begleiteten Besuchstreff für den falschen Rahmen hielten, gingen sie - ohne vorangehende Information der Beiständin - umgehend zu unbegleiteten Besuchen über. Umstrit- ten ist, ob in der Folge Besuche an einzelnen Tagen oder Wochenendbesuche mit Übernachtungen stattfanden (Urk. 104 S. 2, Ziffer 3.a ; Urk. 109 S. 3; Urk. 116 S. 2, Ziffer 5; Urk . 122 S. 5). Am 23. März 2017 fand ein Gespräch der Beiständin mit den Parteien statt. Man einigte sich darauf, dass fortan Wochenendbesuche stattfinden würden. Von März bis Mai 2017 besuchte C._____ den Gesuchsgeg- ner von Freitagabend bis Sonntagabend. Die Besuche fanden in der Wohnung der Freundin des Gesuchsgegners in K._____ statt. Da die Gesuchstellerin C._____s Verhalten nach diesen Wochenenden als schwierig erlebte (Einkoten, Schlafstörungen, erhöhte Aggressivität ) und der Gesuchsgegner die Adresse, an welcher er sich während den Wochenenden auf hielt, nicht preisgeben woll te, wurden gemäss den Ausführungen der Beiständin die Kontakte ab Juni 2017 auf - 12 - tageweise Besuche reduziert. Am 2. und 17. Juni 2017 wurde das Besuchsrecht ausgeübt (Urk. 104 S. 2, Ziffer 3.a; Urk. 116 S. 2, Ziffer 5). De n Termin am 1. Juli 2017 hielt die Gesuchstellerin ohne Absprache mit der Beiständin oder dem G e- suchsgegner nicht ein (Urk. 116 S. 2, Ziffer 5 ; Urk. 122 S. 5 ). Im August und Sep- tember 2017 fanden keine Besuche statt (Urk. 116 S. 2 Ziff. 5 ; Urk. 122 S. 4 f.). Das Besuchsrecht konnte nochmals am 21. Oktober 2017 ausgeübt wer den (Urk. 135 S. 1; Urk. 136 S. 3). 4.2. In der Berufungs begründung berief sich die Gesuchstellerin darauf, C._____ freue sich zwar, gelegentlich seinen Vater zu sehen. Es belaste ihn aber, dass der Gesuchsgegner immer von irgendwelchen Bekannten begleitet werde. Entweder seien seine neue Partnerin oder andere Bekannte, auch mit Kindern, dabei. Ein effektives Zusammensein finde nicht statt (Ur k 90 S . 3). Beim Treffen am 29. März 2017 habe C._____ im Kindergarten 20 Minuten auf den Gesuchs- gegner warten müssen, da dieser zu spät gekommen sei. Obwohl C._____ einen erneuten Zoobesuch gewünscht habe, sei der Gesuchsgegner mit ihm ins Kino gegangen. Das Tr effen sei für beide Parteien wohl unerfreulich verlaufen. Der Gesuchsgegner habe einen eingekoteten Sohn zurück gebracht (Urk. 90 S. 4). Mit der Eingabe vom 19. April 2017 machte die Gesuchstellerin geltend, dass C._____ seit diesem Treffen wieder vermehrt vom Vorfall spreche, welcher zur Trennung der Parteien geführt habe [gemeint ist wohl der Vorfall vom 19. März 2016, welcher zu einer Anklage und erstinstanzlichen Verurteilung des Gesuch s- gegners wegen Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 und Abs. 2 lit . a StGB s o- wie Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB führte ; vgl. Urk. 54/4 und nachfolgend II./E. 7.1.]. C._____ kote täglich ein (Urk. 92 S. 2). Er lege wieder ein sehr aufsässiges Verhal ten an den Tag. Er leide erneut an Schlafstörungen. Sie, die Gesuchstellerin, habe sich deshalb an ihren Hausarzt , Dr. med. L._____, und an die Fach stelle M._____ in … gewandt. Da aufgrund des erneuten Einkotens und der Schlafschreckstörungen eine Traumafolgestörung befürchtet werde, sei C._____ ans SPZ des Kant onsspitals Winterthur über wiesen worden (Urk. 92 S. 2). Die physische und psychische Verfassung von C._____ habe sich seit der Wiederaufnahme der in unregelmässigem Rhythmus stattfindenden unbegleiteten Besuche erheblich verschlechtert. Es seien begleitete Kontakte anzuordnen, um - 13 - zu vermeiden, dass C._____ noch weiter traumatisiert werde, falls überhaupt noch Kontakte angeordnet werden könnten (Urk. 92 S. 2 f.). 4.3. Der Gesuchsgegner verliess am 11. Februar 2016 die gemeinsame Wohnung der Parteien (Prot. Vi S. 5). Gemäss Anklageschrift kam es am 19. März 2016 in der Wohnung der Gesuchstellerin zwischen den Parteien zu e i- ner rund halbstündigen Auseinandersetzung, in deren Verlauf der Gesuchsgegner andeutete, mit einer Gabel Stichbewegungen gegen die Gesuch stellerin zu m a- chen. Er habe gesagt, dass sie noch sehen werde, was passiere, dass sie bereu- en würde, ihn verlassen zu haben, und dass er sie "fertigmachen" wer de. Weiter habe der Gesuchsgegner die Gesuchstellerin im Rah men d er Auseinanderset- zung in der Küche gegen den Kochherd gestossen (Urk. 54/4). Gemäss der Aus- sage der Gesuchstellerin hat C._____ den verbalen Streit zwischen den Parteien mitbekommen, nicht jedoch die Drohung mit der Gabel (Urk. 14, Einvernahme der Gesuchstellerin S. 3). Di e Gesuchstellerin macht geltend, C._____ habe nach dem Vorfall schüchterner reagiert und sich teilweise abweisend gegenüber Frem- den verhalten. Es sei mehrfach vorgekommen, dass er im Hort oder im Kindergar- ten eingekotet habe (Urk. 65 S. 6). Die Verhaltensw eisen wurden von H._____ und I._____ vom Hort bestätigt. So trat in den Monaten "Februar/März" 2016 bei vermehrt regressivem Verhalten zusätzlich eine "sekundäre Enkopresis" (Eink o- ten, nachdem das Kind während längerer Zeit auf die Toilette ging) auf. Die Enkopresis bildete sich jedoch wenig später wi eder zurück (Urk. 35 S. 4). Die Ge- suchstellerin wandte sich dazumal an die Fachstelle M._____. Gemäss den Au s- führungen der Gesuchstellerin in der Berufungsbegründung gelang es C._____ durch die Hilfe von N._____ das Geschehene zu verarbeiten. Er kotete nicht mehr ein (Urk. 65 S. 6; so auc h im Abklärungsbericht vgl. Urk. 35 S. 5). Die Gesuchstel- lerin behauptet nunmehr, mit der Wiederaufnahme der unbegleiteten Besuche beim Gesuchsgegner im Februar/März 2017 sei das Einkoten wieder aufgetreten. Die Beiständin E._____ bestätigt in ihrem Bericht vom 22. Juni 2017, dass das Einkoten von der Gesuchstellerin beschr ieben werde. Hingegen wurden im Hort für die nunmehr geltend gemachte Zeit periode keine entsprechenden Beobach- tungen gemacht (Urk. 104 S. 1, Ziffer 1.a). Über die Ursache des Einkotens kon n- te die Beiständin ke ine Angaben machen (Urk. 104 S. 1, Ziffer 1.b). Gemäss dem - 14 - psychiatrisch-psychologischen Abklärungsbericht vom 16. August 2017 des SPZ des Kan tonsspitals Winterthur gab die Gesuchstellerin gegenüber Dr. med. O._____ an, dass ein Einkoten immer dann vor komme, wenn C._____ den WC- Gang hinauszögere. Dies mache er vermutlich darum , weil er sich den Po nicht putzen möchte. Zuhause ko te er nic ht ein (Urk. 12 1 S. 3). Zuvor hatte sie ange- führt, C._____ sei sehr unselbständig und kleinkindlich. So benötige er beispiels- weise Hilfe beim Kleider ausziehen und beim Putzen des Pos auf dem WC. Dies führe dazu, dass er beispielsweise im Kindergarten den Stuhlgang unter drücke, bis er zuhause sei. So sei es auch schon zu Einkoten gekommen. C._____ habe eigentlich gelernt, den Po zu putzen. E r mache es jedoch nicht (Urk. 121 S. 2). Von einem täglichen Einkoten zuhause, kann somit nicht ausgegangen werden. Verbleibt der Vorfall, in welchem C._____ beim Gesuchsgegner eingekotet haben soll (Urk. 92 S. 2), welcher vom Gesuchsgegner jedoch bestritten wird (U rk. 98 S. 2). Damit ist ein häufiges bzw. tägliches Einkoten von C._____ nicht glaubhaft. Die Ursache für das Einkoten sieht die Gesuchstellerin darin, dass C._____ aus- wärts den Gang auf d ie Toilette hinauszögert, weil er sich den Po nicht putzen will. Dr. O._____ führt in seinem Bericht an, C._____ sei ein aufgestellter, anfangs leicht scheuer, dann jedoch sehr offener un d zugewandter Knabe. Er weise sehr gute kognitive Fähigkeiten auf, während er emotional noch eher zurück sei und egozentrisch-kleinkindliche Verhaltensweisen aufweise (Urk. 104 S. 3, Beurtei- lung). Das Verhalten von C._____ ist somit auf seine mangelhafte E ntwicklung sowie seine egozentrisch-kleinkindlichen Verhaltensweisen zurückzuführen (vgl. hierzu Urk. 136 S. 2). Zwischen den Parteien bestehen seit Jahren grosse Span- nung (vgl. beispielsweise Urk. 8/2, Rayon- und Kontaktverbot vom 19. November 2013). Sind Eltern nicht fähig, ihr Kind aus dem partnerschaftlichen Konflikt he r- auszuhalten, führt dies häufig zu Entwicklungsstörungen und schulischen Pro b- lemen. Die Kinder befinden sich in einem Loyalitätskonflikt, welcher sich auf ihre Entwicklung im privaten wie sozialen Bereich (z.B. Schule) auswirken kann. H._____ und I._____ haben denn in ihrem Bericht festgehalten, dass sie in den Gesprächen mit C._____ festgestellt haben, dass er seinen Vater vermisst und "sich wohl auch akut mit der elterlichen Trennung beschäftig[t]" (Urk. 35 S. 4) . Sie haben erkannt, dass sich C._____ in einem Loyalitätskonflikt befindet. Aufgrund - 15 - ihrer damaligen Erkenntnisse gingen sie davon aus, dass C._____ über genü- gend Ressourcen ver füge, mit der Trennung seiner Eltern und den erschwerten Besuchsbedingungen fertig zu werden (Urk. 35 S. 5 f.). Aus dem Bericht des SZP des Kantonsspital Winterthur ergibt sich kein anderes Bild (vgl. Urk. 121) . C._____ befindet sich wohl in einem Loyalitätskonflikt. Er leidet unter der Tren- nung und den Spannungen der Parteien. Dies führt dazu, dass er teilweise in ein kleinkindliches Verhalten zurückfä llt. Anhaltspunkte dafür, dass die mangelhafte emotionale Entwicklung von C._____ sowie sein Verhalten überwiegend auf die unbegleiteten Besuche beim G esuchsgegner zurückzuführen wären, sind jedoch nicht ersichtlich. Dr. O._____ hält denn auch explizit fest, dass C._____ derzeit Stabilität, Sicherheit und klare Strukturen brauche. Dies betreffe einerseits die Besuchsrechtsregelung zum Kindsvater, "welche sich gemäss Km derzeit gut ei n- gependelt habe" , andererseits die Erzieh ung (Urk. 121 S. 3). Gemäss Dr. O._____ ist somit ein regelmässiger Kontakt zum Vater wichtig, weil es C._____ Struktur und Sicherheit vermittelt. Zur von der Gesuchstellerin weiter gel- tend gemachten erhöhten Aggressivität führt Dr. O._____ an, C._____ zeige ein "oppositionell-aggressives Verhalten ". Er interpretiert dieses Verhalten " im Z u- sammenspiel seines Temperamentes, der miterlebten belastenden innerfamili ä- ren Konflikte sowie ungenügender Struktur- und Grenzsetzungserfahrung". Diffe- rentialdiagnostisch sei an ein ADHS [Aufmerksamkeitsdefizit- /Hyperaktivitätsstörung] zu denken (Urk. 104 S. 3, Beurteilung). Dr. O._____ er- wähnt somit als Mitursache für das aggressive Verhalten von C._____ die inner- familiären Konflikte. D iese Konflikte können jedoch nicht allein dem Gesuchsgeg- ner zugeschrieben werden und sind für sich allein nicht ursächlich für die aufg e- tretenen Aggressionen. Die von der Gesuchstellerin zudem erwähnten Schlafstö- rungen ("Nachtschrecken"), welche "ab und zu vorkämen", letztmals nach einem Besuch beim Gesuchsgegner (Urk. 121 S. 1), sieht Dr. O._____ eher im Rahmen von Albträumen denn als "Pavor nocturnus" (sog. Nachtschreck, eine Form der Schlafstörung, Urk. 121 S. 3, B eurteilung). Dr. O._____ geht somit nicht von einer Schlafschreckstörung aus. 4.4. Zusammenfassend kann nicht davon ausgegangen werden, dass nach der Wiederaufnahme der unbegleiteten Besuche bei C._____ derart schwere Stö-- 16 - rungen auftraten, welche es recht fertigen würden, dem Gesuchsgegner ein B e- suchsrecht zu verweigern oder sein Recht auf begleitete Besuche zu beschrä n- ken. Gestützt auf die vorangehenden Ausführungen kann sodann im Rahmen des Eheschutzverfahrens von der Einholung von Berichten bei der Fachstelle M._____ (Urk. 65 S. 6 ; Urk. 92 S. 2 ), beim Hort, beim Kindergarten (Urk. 90 S. 3; Urk. 109 S. 2) sowie bei Dr. L._____ (Urk. 109 S.2) abgesehen werden. Auf eine Befragung der Gesuchstellerin ist zu verzichten (Urk. 109 S. 2). 5.1. Mit Schreiben vom 7. November 2017 teilte die Beiständin von C._____ mit, dass die Gesuchstellerin sie gleichentags per Telefon darüber informiert h a- be, dass C._____ nach dem Besuchskontakt mit seinem Vater am 21. Oktober 2017 mit einer Verletzung am Penis nach H ause gekommen sei und dass nun ärztliche Abklärungen beim Kinderarzt Dr. L._____ vorgenommen würden. Die Gesuchstellerin habe den Verdacht auf sexuellen Missbrauch geäussert (Urk. 129). Den Parteien wurde mit Verfügung vom 9. November 2017 Frist ange- setzt, um zum Schreiben der Beiständin Stellung zu nehmen (Urk. 130 S. 2 f.; Dispositivziffer 2 und 4). Der Gesuchstellerin wurde zudem Frist angesetzt, um einen Bericht von Dr. L._____ beizubringen (Urk. 130 S. 2, Dispositivziffer 3). 5.2. Gemäss Gesuchstellerin holte der Gesuchsgegner C._____ am 21. Ok- tober 2017 vereinbarungsgemäss ab. Er sei mit ihm aber nicht - wie vereinbart - ans Geburtstagsfest von C._____s Freund gegangen, sondern habe C._____ an die J._____-Gasse … in Zürich mitgenommen. Als C._____ am Abend nach Hau- se zurückgekehrt sei, habe er über Schmerzen beim Wasserlassen geklagt. Ein Besuch beim Kinderarzt resp. dessen Stellvertreterin habe ergeben, dass C._____ verletzt sei. Was genau zur Verletzung geführt habe und wie schwer die- se sei, könne ohne genauere Abklärungen nicht beurteilt werden (Urk. 136 S. 3). 5.3. Die Gesuchstellerin erwähnt eine Verletzung von C._____ am Penis . Hingegen ergibt sich aus ihren Behauptungen nicht , welcher Art die Verletzung sein soll . Den geforderten Arztberich t hat die Gesuch stellerin nicht eingereicht. Sie stellt somit weder konkrete Behauptungen dazu auf, wann sie (welche) Stel l- vertreterin von Dr. L._____ aufgesucht hat, noch welchen konkreten Befund diese machte bzw. welcher Art die Verletzung sein könnte. Die Gesuchstellerin legt - 17 - nicht dar, wann und wo sie sich die aus ihrer Sicht notwendige Hilfe geholt hat (vgl. Urk. 129). Die aufgestellten Behauptungen sind derart vage und wurden trotz gerichtlicher Aufforderung (vgl. Urk. 130 S. 2, Dispositivziffer 3) durch nichts be- legt, dass den Vorwürfen auch unter dem Aspekt der Untersuchungsmaxime nicht weiter nachzugehen ist. Es ist denn - soweit bekannt - weder von der Stellvertre- terin von Dr. L._____ noch von diesem selbst eine Meldung betreffend einen al l- fälligen Verdacht auf einen Missbrauch von C._____ beim Gericht oder der Bei- ständin eingegangen. Eine Anzeige bei den zuständigen Strafverfolgungsbehör- den erfolgte - soweit bekannt - bis anhin nicht. Die Tatsache allein, dass der G e- suchsgegner am 21. Oktober 2017 mit C._____ nicht zum Geburtstagsfest von dessen Freund gegangen ist (vgl. Urk. 135 S. 1; Urk. 136 S. 3), lässt nicht glau b- haft erscheinen, dass der Gesuchsgegner - entgegen seinen Ausfüh rungen (Urk. 135 S. 1) - den 21. Oktober 2017 mit C._____ an der J._____-Gasse … in Zürich verbracht hat und ihm da "die Verlet zung" zugefügt wurde (Urk. 136 S. 3). So war es die Gesuchstellerin, die - ohne vorherige Absprache (vgl. Urk. 122 S. 3) - am Besuchstag des Gesuchsgegner s C._____ für das Geburtstagsfest anmel- dete. 6.1. Die Gesuchstellerin ber uft sich weiter darauf, der aufenthaltsrechtliche Status des Gesuchsgegners sei nach wie vor ungewiss. Der Status sei von B e- deutung, weil der Gesuchsgegner anlässlich der Verhandlung vom 17. November 2016 erklärt habe, C._____ mit nach Brasilen mitnehmen zu wollen; dies auch gegen ihren Willen. Er habe seine Aussage dann zwar auf Nachfrage des G e- richts hin relativiert. Die erste Aussage so auszulegen, dass der Gesuchsgegner damit habe erklären wollen, wie wichtig ihm C._____ sei, mute aber zynisch an (m.Hinw. auf Urk. 66 S. 22). Mangels genügender Abklärungen durch das Gericht müsse von einer konkreten Entführungsgefahr ausgegangen werden , welcher damit zu begegnen sei, dass zumindest für so lange ein begleitetes Besuchsrec ht anzuordnen sei, als der aufenthaltsrechtliche Status des Gesuchsgegners nicht geklärt sei (Urk. 65 S. 8). 6.2. Das Migrationsamt hat den Gesuchsgegner betreffend am 14. Dezem- ber 2016 eine Verfügung "Aufenthaltsbewilligung Verlängerung" erlassen. Gegen - 18 - diese Verfügung hat der Gesuchsgegner am 16. Januar 2017 Rekurs erhoben (Urk. 85/3). Der Gesuchsgegner führt in seiner Berufungsantwort aus, dass sein aufenthaltsrechtlicher Status keinen Einfluss auf die Frage habe, ob das Besuchs- recht begleitet angeordn et werden müsse oder nicht. Wenn rechtskräftig festst e- he, dass er die Schweiz verlassen müsse, "was nicht der Fall sei" (m.Hinw. auf die Verfügung der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion, Urk. 85/3), habe dies Einfluss auf die Ausgestaltung des Besuch srechts ("grosse Distanz"; Urk. 83 S. 5). Gestützt auf die vorgenannten Urkunden und Tatsachen erscheint somit glaubhaft, dass mit der Verfügung vom 14. Dezember 2016 die Wegweisung des Gesuchsgegners aus der Schweiz verfügt wurde. Die Verfügung ist hingegen noch nicht rechtskräftig. Gemäss Schreiben der Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich vom 26. Oktober 2017 ist das Rekursverfahr en noch immer hängig (Urk. 132). Zwar trifft es zu, dass die erste Antwort des Gesuchsgegners anläs s- lich seiner Befragung vor Vorinstanz dahin ging, dass er s einen Sohn nach Brasi- lien mitnehme, wenn er die Schweiz verlassen müsste (Prot. V i S. 21). Die nac h- folgenden Ausführungen des Gesuchsgegers vermögen diese erste und spon- tanste Aussage nur ungenügend zu relativieren (Prot. Vi S. 21 f.). Für den G e- suchsgegner hat jedoch erste Priorität, in der Schweiz zu verbleiben (Prot. Vi S. 22). Damit ist aktuell nicht von einer konkreten Entführungsgefahr, welche die Anordnung von begleiteten Besuchen rechtfertigen würde, auszugehen. Entgegen den Vermutungen der Gesuchstellerin in ihrer Eingabe vom 17. Oktober 2017 ist denn auch der Gesuchsgegner nach wie vor an der J._____-Gasse … in Zürich gemeldet (Urk. 122 S. 2; Urk. 132). Es ist nicht glaubhaft, dass er sich derzeit ill e- gal in der Schweiz aufhält (Urk. 122 S. 2) , was die Gesuchsgegnerin ausdrücklich anerkennt (Urk. 136 S. 1). Auf die Einforderung der Rekursakten beim Gesuch s- gegner kann aufgrund der vorangehenden Ausführungen verzichtet werden (vgl. Urk. 122 S. 1, Antrag 2). 7.1. Der Gesuchsgegner wurde am 19. März 2016 von der Fachstelle häu s- liche Gewalt der Stadtpolizei Winterthur aus der Wohnung der Gesuchstellerin ausgewiesen. Es wurde ein Rayon - und Kontaktverbot für 14 Tage verhängt (Urk. 14). Mit Verfügung vom 21. März 2016 ordnete der zuständige Staatsanwalt als Ersatzmassnahme für die Untersuchungshaft ein Rayon - und Kontaktverbot - 19 - an, welches mit Verfügung vom 22. März 2016 durch das Zwangsmassnahmege- richt Zürich bestätigt wurde (Urk. 69/2 = Urk. 54/1; Urk. 69/3 = Urk. 54/2). Eine weitere Bestätigung des Rayon - und Kontaktverbots erfolgte am 20. Mai 2016 durch das Zwangsmassnahmegericht Winterthur (Urk. 54/3 = Urk. 69/4). Mit Urteil vom 21. Juli 2016 wurde der Gesuchs gegner erstinstanzlich der Drohung im Si n- ne von Art. 1 80 Abs. 1 und 2 StGB und der Tätlich keit im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB schuldig gesprochen. Gleichzeitig wurde ein Rayon - und Kontaktver- bot gemäss Art. 67b StGB für die Dauer von zwei Jahren verhängt (Urk. 54/4 S. 4, Dispositivziffer 1, 3 und 4 = Urk. 69/5). Mit Eingabe vom 26. Juli 2016 erhob der Gesuchsgegner Berufung gegen das Urteil (Urk. 54/5 = Urk. 69/7). Bereits mit Verfügung vom 21. Juli 2016 war die Verlängerung der Ersatzmassnahmen (R a- yon- und Kontaktverbot) bis zu einem anderslautenden Entsch eid der höheren I n- stanz verfügt worden (Urk. 69/6). 7.2. Die Gesuchstellerin beantragte in der Berufungsbegründung ein beglei- tetes Besuchsrecht mit der Begründung, es bestehe eine akute Gefahr dafür, dass der Gesuchsgegner ihr gegenüber Gewalt ausüben werde. Es sei offenbar bereits an der Strafverhandlung davon ausgegangen worden, dass der Gesuch s- gegener sie mit Wegfallen des Kontakt - und Rayonverbots wieder aufsuchen könnte. Ihre anhaltende akute Gefährdung im Falle eines Zusammentreffens mit dem Gesuchs gegner sei offensichtlich. Ebenso sei offensichtlich, dass auch C._____ dadurch gefährdet werde. Diese Tatsachen seien von H._____ und I._____ konsequent ignoriert worden (Urk. 65 S. 5 f.). 7.3. Die Vor instanz pflichtete der Kritik der Gesuchstellerin i nsoweit bei, als die Stelle des Abklärungsberichts des kjz …, welche die Beziehung der Eltern nach der Trennung beschreibe (Urk. 35 S. 4), keinen Bezug auf das verfügte Kon- takt- und Rayonverbot nehme, dies aber der Vollständigkeit halber wünschen s- wert gewesen wäre (Urk. 66 S. 18). Sie erwog in der Folge jedoch überzeugend, dass nicht zu übersehen sei, dass sich diese Massnahmen auf das Verhältnis der Gesuchstellerin zu C._____ und das Verhältnis des Gesuchsgegners zu C._____ je einzeln betrachtet n icht auswirkten. Vielmehr beschlügen die Wirkungen des Rayon- und Kontaktverbots im vorliegenden Kontext der Festlegung des B e-- 20 - suchsrechts einzig die Kommunikation der Eltern zwecks Koordination der Bes u- che sowie die Durchführung der Besuche, namentlich bez üglich der Übergabe von C._____ an den Gesuchsgegner und die Rückgabe von C._____ an die G e- suchstellerin. Durch die Errichtung einer Besuchsrechtsbeistandschaft werde nun aber genau diejenige neutrale Ansprechperson geschaffen, welche angesichts des Rayon - und Kontaktverbots notwendig sei, um die Kommunikation und die Koordination der Besuche sicherzustellen. Die Vor instanz hielt in Gutheissung der Kritik der Gesuchstellerin dafür, dass der Abklärungsbericht angesichts des R a- yon- und Kontaktverbots keine zufriedenstellende Lösung bezüglich der Durchfüh- rung der Besuche, insbesondere bezüglich der Übergabe von C._____ an den Gesuchsgegner bzw. die Rückgabe von C._____ an die Gesuchstellerin, liefere. Sie kam jedoch zum zutreffenden Schluss, dass dem mit einer Ergänzung der Aufträge der errichteten Besuchsrechtsbeistandschaft einfach Abhilfe geschaffen werden könne und beauftragte den eingesetzten bzw. einzusetz enden Beistand zusätzlich zu den Empfehlungen im Abklärungsbericht (vgl. Urk. 36 S. 6) damit, die Übergabe von C._____ durch Dritte zu gewährleisten, solange das Kontak t- verbot zwischen Vater und Mutter gelte (Urk. 66 S. 18 f. und S. 44 f., Dispositivzi f- fer 4 ). Zwischenzeitlich wurde der Gesuchsgegner durch das Obergericht des Kantons Zürich freigesprochen (vgl. Urk. 114; Urk. 122 S. 2 f.). Entspre chend ist auch ein allenfalls noch bestehendes Rayon - und Kontaktverbot dahingefallen. Die Gesuchstellerin behauptet nicht, dass es nach dem 19. März 2016 zu Gewalt- tätigkeiten vom Gesuchsgegner ihr gegenüber gekom men wäre. Eine akute G e- fahr von Übergriffen durch den Gesuchsgegner ist nicht ersichtlich. Die abstrakt bestehende Gefahr einer Gewaltausübung kann ein begleitetes Besuchsrecht nicht mindern. Die Anordnung wäre daher weder geeignet noch verhältnismässig. Anzupassen sind hingegen die Pflichten des Besuchsrechtsbeistandes, da eine Übergabe durch Dritte nicht mehr gewährleistet sein muss. Diese Pflicht wird er- satzlos zu streichen sein (vgl. nachfolgend II./E. 10.2.). 8.1. Der Gesuchsteller hat C._____ - wie bereits erwähnt - im Rahmen der Erstellung des Abklärungsberichts des kjz … vier Mal gesehen (vgl. vorne II./E. 4.1.; Urk. 35 S. 4). Die Kontakte seien zufriedenstellend verlaufen (Urk. 35 S. 5). Der Bericht hält weiter fest, dass C._____ zu Beginn der familienspezifischen Ab-- 21 - klärung unmissverständlich zum Ausdruck gebracht habe, dass er sich Kontakt zu seinem Vater wünsche. Die danach wieder eingerichteten Vater -Kind-Treffen hät- ten bestätigt, dass zwischen Vater und Sohn eine gute Bindung bestanden und der Junge seien Vater vermisst habe. Aufgrund der Beobachtungen könne davon ausgegangen werden, dass C._____ seinen Vater liebe. Der Vater habe sich C._____ spontan und kindgerecht widmen können. Die Beobachtungen des ver- trauten Umgangs des Kindes mit seinem Vater hätten annehmen lassen, dass der Vater über längere Zeit mit seinem Sohn auch im Alltag zusammen gelebt habe und an dessen Betreuung beteiligt gewesen sei. So habe auch die Kindergärtn e- rin davon gesprochen, dass der Vater C._____ häufig zum Kindergarten begleitet habe. Er habe dabei einen ruhigen und liebevollen Umgang mit C._____ gepflegt. Der Kinderarzt habe erwähnt, den Vater bei einer Konsultation des Kindes kennen gelernt zu haben (Urk. 35 S. 5). 8.2. Die Gesuchstellerin beruft sich darauf, die Abklärer würden von einer vertrauensvollen Beziehung zwischen C._____ und dem Gesuchsgegner ausge- hen. Dem Bericht sei jedoch nicht zu entnehmen, dass der Gesuchsgegner bei den zwei unbeaufsichtigten Besuchen die Hilfe einer Bekannten in A nspruch ge- nommen habe, um C._____ zu betreuen. Sodann habe er versucht, ihre neue Ad- resse zu erfahren. Unbemerkt sei auch geblieben, dass der Gesuchsgegner C._____ das Foto ihres neuen Partners auf seinem Handy gezeigt und gefragt habe, wer dies sei. Der B ericht sei ungenügend, da die verbale Interaktion zw i- schen dem Gesuchs gegner und C._____ mangels Portugiesischkenntnissen der Abklärer nicht verstanden worden sei. Es sei verfehlt, nur aufgrund der Körper- sprache darauf schliessen zu wollen, dass es C._____ bei den Besuchen sehr gut gegangen sei (Urk. 65 S. 7). Durch das unkontrollierte Ausfragen werde C._____ stark gefährdet. Er werde dadurch in einen Loyalitätskonflikt gezogen. Er wolle seinem Vater gefällig sein, gleichzeitig aber sie, die Gesuchstellerin , vor dessen Übergriffen schützen. Dies sei eine zu grosse Belastung für einen noch nicht ei n- mal sechsjährigen Jungen (Urk. 65 S. 9). 8.3. Entgegen der Kritik der Gesuchstellerin haben die Abklärer, da sie der portugiesischen Sprache in der Tat nicht mäc htig waren, nicht nur aufgrund der - 22 - Körpersprache zwischen C._____ und dem Gesuchsgegner auf ein vertrauen s- volles Miteinander abgestellt, sondern auch gestützt auf die mit C._____ geführ- ten Gespräche und die Konsultation en der Kindergärtnerin sowie des Kindera rz- tes (wie von der Vor instanz korrekt festgehalten; vgl. Urk. 66 S. 16 f.). Wenn nun die Gesuchstellerin allgemein davon spricht, dass die Beziehung zwischen dem gewaltausübenden Elternteil und dem Kinde von Ambivalenz geprägt sei , so sehr Kinder Ä ngste verspüren könnten, so sehr würden sie ihre Eltern trotzdem lieben (vgl. Urk. 65 S. 7), genügt dies nicht, um das Besuchsrecht des Gesuchsgegners einzuschränken. Hat der Gesuchsgegner im Frühjahr 2016 die begleiteten und unbegleiteten Besuche in der Tat dazu benutzt, um C._____ über die Adresse der Gesuchstellerin und ihren neuen Partner auszufragen, so ist dieses Vorgehen nicht korrekt. Daraus eine anhaltende Instrumentalisierung von C._____ ableiten zu wollen, welche ihn in einen derartigen Loyalitätskon flikt stürzen würde, dass nur noch begleitete Besuche in Frage kämen, geht hingegen nicht an. Weitere derartige Vorfälle wurden weder behauptet noch sind sie ersichtlich. Die Abklärer haben denn entgegen der Ansicht der Gesuchstellerin auch nicht bloss auf grund der Körpersprache darauf geschlossen, dass es C._____ bei den Besuchen gut ergangen ist (Urk. 65 S. 7). Vielmehr machten sie die eigene Beobachtung, dass C._____ von den beiden unbegleiteten Besuchstreffen "in guter Verfassung sowie positiv gestimmt" zurück kam (Urk. 35 S. 5). Ein unbegleitetes Besuchsrecht kann dem Gesuchsgegner auch nicht darum verweigert werden, weil er für die Au s- übung der Besuche die Hilfe seiner Freundin in Anspruch nimmt . Im Gegenteil spricht dies dafür, dass er seine Schwächen kennt und die benötigte Hilfe in A n- spruch nimmt. Solange durch den Beizug der Hilfsperson keine konkrete Gefäh r- dung von C._____ in seiner seelischen, körperlichen oder sittlichen Entwicklung zu erkennen ist, kann dies nicht zu einer Beschränkung des Besuc hsrechts füh- ren. Will das Kind heute den Gesuchsgegner nicht mehr sehen, weil es einen Hund besitzt (vgl. Urk. 116 S. 2 Ziff. 5; Urk. 122 S. 4 f.), so ist es gerade die Au f- gabe der Gesuchstellerin ihren Sohn darin zu unterstützen, dass er den Kontakt zu seinem Vater pflegt. Sie hat auch in diesem Punkt für stabile, sichere und klare Strukturen zu sorgen (vgl. Urk. 122 S. 3). Dies wir d nicht dadurch erreicht, dass die Gesuchstellerin die Entscheidung, ob C._____ mit dem Gesuchsgegner mi t-- 23 - gehen will oder lieber mit seinem Hund spielt (vgl. Urk. 121 S. 3), dem Jungen überlässt. Die Gesuchstellerin hat darauf hinzuarbeiten, dass C._____ eine ver- trauensvolle Beziehung zum Vater aufbauen kann und darf. Anhaltspunkte dafür, dass der Gesuchsgegner bei den derzeit s tattfindenden Tagesbesuchen mit der Betreuung von C._____ überfordert sein sollte, liegen nicht vor. Allein gestützt auf die bestrittene Tatsache, dass der Gesuchsgegner, als C._____ bei ihm eingeko- tet habe, anstatt die Kleider zu waschen, die mitgebrachte Unterwäsche wegge- worfen und C._____ in Kleider gesteckt habe, welche den am Besuchswochen- ende herrschenden Wetterverhältnissen nicht angepasst gewesen seien (Urk. 92 S. 2), kann nicht auf eine mangelnde Erziehungsfähigkeit geschlossen werden. 9.1. Weite r beruft sich die Gesuchstellerin darauf, es bestehe die Gefahr, dass C._____ ins Milieu verbracht werden könnte. Es sei bezeichnend, dass der Abklärer zwar dem Gericht telefonisch mitgeteilt gehabt habe, dass die Verm u- tung nahe liege, dass der Vermieter des Gesuchsgegners für das Wohnen sex u- elle Leistungen erhalte (Urk. 33), dies aber im Abklärungsbericht des kjz … nicht erwähnt werde (Urk. 65 S. 9). 9.2. Der Gesuchsgegner arbeitete als Escort in der Schwulenszene. Anläs s- lich seiner Befragung vom 18. Februar 2016 gab er an, die Tätigkeit im August 2015 aufgegeben zu haben (Prot. Vi S. 9). H._____ äusserte sich in einem Tele- fongespräch am 4. Juli 2016 gegenüber der Vorderrichterin dahingehend, dass die Vermutung naheliege, dass der Vermieter vom Gesuchsgegner, dafür, dass dieser bei ihm wohnen dürfe, sexuelle Leistungen erhalte (Urk. 33). Im Abkl ä- rungsbericht wurde festgehalten, der Gesuchsgegner wohne seit der Trennung als Untermieter bei P._____ an der J._____-Gasse … in Zürich. Im Parterre der Liegenschaft befinde sich das Q._____, eine Kontaktbar der Zürcher "Gayszene". Der Gesuchsgegner wohne mit P._____ und einer weiteren Person in einer 5- Zimmer-Maisonette-Wohnung im obersten Stock. Aufgrund der Dekoration, Ei n- richtung und Lage der Wohnung habe sich für die Abklärer die Frage gestellt, ob die Wohnung nicht allenfalls zusätzlich als Etablissement für Prostitution genutzt werde (Urk. 35 S. 3 Ziff. 2.2 "Aktuelle Situation des Vaters"). Im Rahmen der Empfehlungen wurde im A bklärungsbericht sodann angeführt, obwohl au s den - 24 - Wohnverhältnissen beim Vater keine direkte Kindeswohlgefährdung für C._____ abgeleitet werden könne, würden diese Fragen offen lassen. Die Wohnung sei o f- fensichtlich im Milieu an der J._____-Gasse. Aufgrund der aufgekommenen Zwei- fel an der Nutzung der Wohnung, der Unkenntnis über die weiteren Mitbewoh- nenden und aufgrund der Vorbehalte der Kindsmutter seien Übernachtungen des Kindes beim Vater vorläufig nicht zu empfehlen, bis der Gesuchsgegner einen Wohnungswechsel in ein kindsgerechtes Umfeld vollzogen habe (Urk. 35 S. 6). 9.3. Die Tatsache allein, dass der Gesuchsgegner allenfalls wiederum als Escort arbeitet bzw. seinen Mietzins durch sexuelle Handlungen abgilt, führt nicht zu einer Kindeswohlgefährdung. So war denn der Gesuchsgegner auch als Escort tätig, als er noch mit der Gesuchstellerin und C._____ zusammenlebte. Die Ge- suchstellerin wusste hiervon (vg. Prot. Vi S. 8). Die Ausübung der Tätigkeit allein gefährdet C._____ nicht. Glaubhafte Anzeichen dafür, dass C._____ mit dem M i- lieu des Gesuchstellers in Kontakt gerät, liegen nicht vor (vgl. hierzu auch vorne II./E. 5.). 10.1. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz auf den Abklä- rungsbericht des kjz … abstellen durfte. Es kann auf die zutreffenden Ausführun- gen der Vorinstanz zur Ausgestaltung des Besuc hsrechts verwiesen werden (Urk. 66 S. 15 ff.). Eine akute Entführungsgefahr kann nicht bejaht werden. C._____ befindet sich wohl in einem Loyalitätskonflikt, doch ist nicht glaubhaft, dass unbegleitete Besuche beim Gesuchsgegner bei C._____ psychische oder physische Reakt ionen auslösen, welche das Kindswohl beeinträchtigen. Seine seelische und körperliche Entwicklung erscheint durch unbegleitete Besuche beim Gesuchsgegner nicht gefährdet. Das von der Vorinstanz zugesprochene B e- suchsrecht erscheint daher nach wie vor als angemessen. Aus den bei der Bei- ständin E._____ eingeholten Berichten ergibt sich kein anderes Bild (Urk. 104; Urk. 116 ). Die Berufung ist insoweit abzuweisen. 10.2. Zwischen der Beiständin E._____ und der Gesuchstellerin besteht kein Vertrauensverhältnis mehr (Urk. 122 S. 4; Urk. 129). Dieses Zerwürfnis führt - entgegen der Annahme der Beiständin (vgl. Urk. 129) - aber nicht dazu, dass die - 25 - Besuchsrechtsbeistandschaft, wie sie angeordnet wurde, nicht weiter geführt werden könnte. Es ist nicht ersichtlich, wieso die Umsetzung einer Begleitung und Beratung der Eltern im vorliegenden Fall per se nicht möglich sein soll te. Vielmehr wird sich das kjz … zu überlegen haben, ob aufgrund der verhärteten Situation zwischen der Kindsmutter und der Beiständin nicht ein Wechsel der Beiständin angezeigt wäre. Die Einsetzung einer neuen Beiständin (oder Beistandes) ist hi n- gegen nicht Aufgabe des Gerichts. Wie ber eits ausgeführt, ist jedoch die Pflicht des Beistandes, dass er die Übergabe des Sohns durch Dritte zu gewährleisten habe, ersatzlos zu streichen (vgl. vorne II./E. 7.3.). 10.3. Zu prüfen ist, ob n icht zusätzlich eine Erziehungsbeistandschaft anzu- ordnen i st. Erfordern es die Verhältnisse, so ernennt die Kindesschutzbehörde dem Kind einen Beistand, der die Eltern in ihrer Sorge um das Kind mit Rat und Tat unterstützt (Art. 308 Abs. 1 ZGB). H._____ und I._____ hielten fest, die G e- suchstellerin sei betreffend das Besuchsrecht des Gesuchsgegner s ambivalent eingestellt. Sie habe grosse Vorbehalte wegen der aktuellen Wohnsituation des Gesuchsgegners an der J._____- Gasse in Zürich geäussert (Urk. 35 S. 4) . D ie Beiständin E._____ schildert das ambivalente Verhalten der Gesuchstellerin (vgl. Urk. 116 S. 3) und folgert daraus, dass es der Gesuchstellerin in erster Linie da- rum gehe, den Gesuchsgegner aus dem Leben von C._____ und damit auch aus ihrem Leben auszuschliessen (Urk. 116 S. 3). Letzteres wird dadurch untermau- ert, dass die Gesuchstellerin nichts unternimmt, um C._____ darin zu stärken bzw. zu unterstützen, den Vater zu sehen, sondern es vielmehr dem Kinde über- lässt, ob es zum Vater w ill oder nicht (vgl. vorne II./ E. 8.3.). Aus den Akten ergibt sich sodann, dass die Gesuchstellerin mit der aktuellen Situation zumindest sehr gefordert ist. So empfi ehlt der Bericht des SPZ des K antonsspitals Winterthur nicht nur die Stärkung der erzieherischen Kompetenzen der Kindsmutter durch eine Erziehungsberatung oder eine sozialpädagogische Familienbegleitung, son- dern auch eine psychotherapeutische Unterstütz ung der Gesuchstellerin (Urk. 121 S. 4), welche "aufgrund der familiären Ereignisse sehr belastet" sei (Urk. 121 S. 3). Anzeichen dafür, d ass die Erziehun gsfähigkeiten des Gesuchs- gegners nicht gegeben wäre, bestehen bis dato nicht (vgl. vorne II./ E. 8.3.). Doch darf nicht verkannt werden, dass der Gesuchsgegner C._____ in letzter Zeit nur - 26 - sehr sporadisch gesehen hat. Im August/September 2017 hat er ihn gar nicht ge- sehen, hernach - soweit bekannt - nur noch einmal am 21. Oktober 2017. Au s dem Bericht des SPZ des Kantonsspital Winterthur ergibt sich, dass die Erzi e- hung von C._____ klare Strukturen und eine konsequente " Grenzenziehung" e r- fordert (vgl. Urk. 121 S. 3). Solches muss zwischen den Parteien abgesprochen werden, auch wenn C._____ den Gesuchsgegner nur alle zwei Wochen besucht. Es erscheint daher angemessen, den Beistand zusätzlich damit zu betrauen, den Parteien bei der Erziehung von C._____ mit Rat und Tat beiseite zu stehen. Es ist eine Erziehungsbeistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 ZGB zu errichten. Auf die Einrichtung einer Familienbegleitung kann unter diesen Umständen ver- zichtet werden (Urk. 116 S. 3 f.; Urk. 121 S. 3 f.). 11.1. Die Gesuchstellerin st ellte mit Eingabe vom 30. November 2017 den Antrag, es sei C._____ für die weitere Dauer des Verfahrens ein Kindsvertreter im Sinne von Art. 299 ZPO zu bestellen (Urk. 136 S. 1 und 3 f.). Der Gesuchsgegner hat sich zum Antrag innert Frist nicht geäussert (Urk. 140). 11.2. Wenn nötig, ordnet das Gericht die Vertretung des Kindes an und be- zeichnet eine Beiständin (Art. 299 Abs. 1 ZPO). Da das Verfahren nunmehr abge- schlossen wird, ist die Bestellung eines Kindsvertreters für C._____ im Eh e- schutzverfahren nicht mehr angezeigt. Der Antrag ist abzuweisen. III. 1.1. Die Gerichtskosten für den erstinstanzlichen Entscheid wurden auf Fr. 1'500.– zuzüglich Fr. 4'800.– für den "Bericht kjz …" und Fr. 750. – Dolmet- scherkosten, damit total Fr. 7'050. –, festgesetzt (Urk. 66 S. 46, Dispositivziffer 9). Diese Regelung blieb unangefochten und ist zu bestätigen. 1.2. Auferlegt wurden die Kosten für das erstinstanzliche Verfahren den Par- teien je zur Hälfte ( Urk. 66 S. 46, Dispositivziffer 10). Entsprechend wurden keine Parteientschädigungen zugesprochen (Urk. 66 S. 46, Dispositivziffer 11). Es kann - 27 - diesbezüglich auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 66 S. 43). Die Regelungen sind ebenfalls zu bestätigen. 2. Die Gericht sgebühr für das Berufungsverfahren ist gestützt auf § 6 Abs. 1 i.V.m. § 5 Abs. 1 und § 6 Abs. 2 lit. b sowie § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG auf Fr. 3'000.– festzusetzen. Die Kosten sind praxisgemäss den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 3.1. Die Gesuchstellerin beantragt, es sei der Gesuchsgegner zur Zahlung eines angemessenen Prozesskostenbeitrags zu verpflichten (Urk. 65 S. 2, A n- trag 1), eventualiter sei ihr für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Proz ess- führung zu gewähren und es sei ihr eine unentgeltliche Rechtsvertreterin zu b e- stellen (Urk. 65 S. 2, Antrag 2). Der Gesuchsgegner beantragt für den Fall, dass die Kosten nicht der Gesuchstellerin auferlegt würden und ihm keine Parteien t- schädigung zugesprochen werde, die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessfü h- rung und die Bestellung von Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ als unentgeltlichen Rechtsbeistand (Urk. 83 S. 2, Antrag 3, und S. 3). 3.2. Aus dem angefochtenen Entscheid ergibt sich, dass beide Par teien mit- tellos im Sinne von Art. 117 lit. a ZPO sind (vgl. Urk. 66 S. 26 ff.). Die B erufungs- anträge der Gesuchstellerin ersch ienen nicht von v orneherein als aussichtslos (vgl. Art. 117 lit. b ZPO). Entsprechend ist der Antrag der Gesuchstellerin auf Z u- sprechung eines Prozesskostenbeitrages abzuweisen. Es ist beiden Parteien die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. Der Gesuchstellerin wird in der Person von lic. iur. X._____ eine unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt. Dem Gesuchs- gegner wird für di e Zeitspanne vom 16. Dezember 2016 (Eingang der Berufung, Urk. 65) bis und mit dem 27. November 2017 (Entzug des Mandates, Urk. 137 und Urk. 138) Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ als unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt. - 28 - Es wird beschlossen: 1. Es wird vorgemerkt, dass die Di spositivziffern 1, 2 und 5 bis 8 des Urteils des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Winterthur vom 2. Dezember 2016 in Rechtskraft erwachsen sind. 2. Der Gesuchstellerin wird für das Berufungsverfahren die un entgeltliche Rechtspflege gewährt und in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. X._____ eine unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt. 3. Dem Gesuchgegner wird für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege gewährt und für die Zeitspanne vom 16. Dezember 2016 bis und mit 27. November 2017 in der Person von Rechtsanw alt lic. iur. Y._____ ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt. 4. Schriftliche Mitteilung mit dem nachfolgenden Erkenntnis. und sodann erkannt: 1. Der Gesuchsgegner wird für berechtigt erklärt, C._____ an jedem zweiten Samstag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr auf eigene Kosten mit sich auf B e- such zu nehmen. Sobald der Gesuchsgegner in ein kindgerechtes Umfeld umgezogen ist, wird er für berechtigt erklärt, C._____ an jedem zweiten Wochenende von Sams- tag, 10.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen. 2. Für C._____ werden eine Erziehungs- und eine Besuchsrechtsbeistan d- schaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB errichtet. Der Beistandsper- son werden die folgenden Aufgaben übertragen: - den Parteien bei der Erziehung von C._____ mit Rat und Tat zur Seite zu stehen; - mit den Parteien umgehend die Besuchsplanung vorzunehmen; - 29 - - bei Konflikten bezüglich dem Besuchsrecht zwischen den Parteien zu vermitteln; - die Besuche beim Gesuchsgegner zu überwachen; - nach einem Wohnortwechsel des Gesuchsgegners die einvernehmli- che Ausdehnung des Besuchsrechts mit den Eltern zu planen respekti- ve der zuständigen Behörde Antrag auf Erlass einer neuen Besuch sre- gelung zu unterbreiten; - die Beistandsperson ist ermächtigt, sich über die neue Wohnsituation des Gesuchsgegners einen Eindruck (Augenschein) zu verschaffen, um feststellen zu können, ob diese kindgerecht ist. 3. Das Begehren der Gesuchstellerin auf Bestellung eines Kindsvertreters wird abgewiesen. 4. Die erstinstanzliche Kosten - und Entschädigungsregelung (Dispositivziffern 9 bis 11) wird bestätigt. 5. Das Begehren der Gesuchstellerin auf Zusprechung eines Prozesskosten- beitrages für das zweitinstanzliche Verfahren wird abgewiesen. 6. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'000.– festgesetzt. 7. Die Kosten des zweitinstanzlichen Verfahrens werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt, jedoch zufolge der Bewil ligung der unentgeltlichen Rechts- pflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Eine Nachforderung im Sinne von Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten. 8. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 9. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die KESB der Bezirke Winterthur und Andelfingen, an Rechtsanwalt lic. iur. Y._____, … [Adresse] (im Auszug von III./E. 3.1.f. sowie Dispositivziffer 3 des vorangehenden Beschlusses), an das Migrationsamt des Kantons Z ürich und an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. - 30 - Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen Akten an die Vorinstanz zurück. 10. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen B e- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 90 und 98 BGG. Es handelt s ich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. Die B e- schwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. Zürich, 22. Dezember 2017 Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Die Gerichtsschreiberin: lic. iur. R. Blesi Keller versandt am: mc