<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00542</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204910&amp;W10_KEY=4467139&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00542</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.03.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 15.07.2005 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Rechtsanspruch auf Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen für im Rahmen der "humanitären Aktion 2000" vorläufig aufgenommene Asylsuchende, deren Asylgesuche rechtskräftig abgewiesen wurden?<br/>Art. 13 lit. f der Begrenzungsverordnung (BVO) vermittelt keinen Rechtsanspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Zur Prüfung, ob die Voraussetzungen einer Härtefallbewilligung nach Art. 13 lit. f BVO vorliegen, ist das Verwaltungsgericht daher nicht zuständig. Ebenso wenig lässt sich aus dem Willkürverbot (Art. 9 BV) oder aus dem Rechtsgleichheitsgebot (Art. 8 BV) ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung ableiten (E. 1+2).<br/>Auf die Achtung des Familienlebens kann sich grundsätzlich nur berufen, wer über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht in der Schweiz verfügt (E. 3.1).<br/>Vom Erfordernis einer überdurchschnittlichen, besonderen Integration, wonach gegebenenfalls aus dem Recht auf Achtung des Privatlebens ein solches auf Anwesenheit abgeleitet werden kann, kann nur in spezifischen Ausnahmefällen abgesehen werden (E. 3.2).<br/>Nichteintreten</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANSPRUCH">ANSPRUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Garantien der EMRK ST: ART. 8 EMRK">ART. 8 EMRK</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFENTHALTSANSPRUCH">AUFENTHALTSANSPRUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIENLEBEN">FAMILIENLEBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HÃRTEFALL">HÃRTEFALL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HÃRTEFALLBEWILLIGUNG">HÃRTEFALLBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATLEBEN">PRIVATLEBEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSGLEICHHEIT">RECHTSGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WILLKÃRVERBOT">WILLKÃRVERBOT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 13 lit. lit. f BeamtenV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2005 Nr. 28 S. 92</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><span>A, geboren 1963, seine Ehefrau B, geboren 1963, sowie deren gemeinsame Tochter H, geboren 1989, alle StaatsangehÃ¶rige von Serbien und Montenegro, ersuchten 1990 in der Schweiz um Asyl. Das Bundesamt fÃ¼r FlÃ¼chtlinge (BFF) lehnte die Asylgesuche mit VerfÃ¼gung vom 10. Oktober 1991 ab und ordnete die Wegweisung an. Die Schweizerische Asylrekurskommission wies am 20. Mai 1994 eine dagegen erhobene Beschwerde ab. Der Vollzug der Wegweisung war indessen wÃ¤hrend Jahren nicht mÃ¶glich. Mit VerfÃ¼gung des BFF vom 30. Juni 1999 wurde die Familie gestÃ¼tzt auf einen Bundesratsbeschluss vom 7. April 1999 kollektiv vorlÃ¤ufig aufgenommen. Am 11. August 1999 hob der Bundesrat die kollektive vorlÃ¤ufige Aufnahme auf, und hierauf setzte das BFF der Familie erneut Frist zum Verlassen der Schweiz. Mit VerfÃ¼gung des BFF vom 17. April 2000 wurde die Familie im Rahmen der "humanitÃ¤ren Aktion 2000" vorlÃ¤ufig aufgenommen.</span></p> <p class="Urteilstext">B gebar seit ihrer Einreise in die Schweiz die Kinder C (geb. 1991), D (geb. 1994), E (geb. 2000) und F (geb. 2002).</p> <p class="Urteilstext"><span>Die Eheleute A und B und ihre Kinder ersuchten am 15. September 2003 um Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen. Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit des Kantons ZÃ¼rich wies das Gesuch mit VerfÃ¼gung vom 13. Oktober 2003 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss vom 10. November 2004 hob der Regierungsrat auf Rekurs hin diese VerfÃ¼gung, soweit er darauf eintrat, teilweise auf und sicherte H unter Vorbehalt der Zustimmung des Bundes die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zu. Im Ãbrigen wies er das Rechtsmittel ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen liessen A, B, C, D, E und F am 13. Dezember 2003 (recte: 2004) Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben und beantragen, es sei der Beschluss des Regierungsrates, soweit ihre Gesuche abgewiesen worden seien, aufzuheben und die Sache zur materiellen Behandlung zurÃ¼ckzuweisen; eventualiter sei im Rahmen einer materiellen Behandlung der Beschwerde der Regierungsrat anzuweisen, dem Bundesamt fÃ¼r Zuwanderung, Integration und Auswanderung (seit 1. Januar 2005 Bundesamt fÃ¼r Migration) die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung unter Ausnahme der HÃ¶chstzahlen gestÃ¼tzt auf Art. 13 lit. f der Verordnung vom 6. Oktober 1986 Ã¼ber die Begrenzung der Zahl der AuslÃ¤nder (BVO) zu beantragen; und es sei ihnen die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und VerbeistÃ¤ndung fÃ¼r dieses Verfahren zu bewilligen â alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</p> <p class="Urteilstext">Die Staatskanzlei beantragte namens des Regierungsrats, auf die Beschwerde nicht einzutreten; die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit verzichtete stillschweigend darauf, die Beschwerde zu beantworten. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist auf dem Gebiet der Fremdenpoli­zei nur zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht (§ 43 Abs. 1 lit. h und Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Das ist der Fall bei Entscheiden betreffend Aufenthalts- und Niederlassungsbe­wil­li­gungen, auf deren Erteilung auslÃ¤ndische Personen einen bundes- oder vÃ¶lkerrecht­lichen Anspruch haben (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflege­gesetzes vom 16. De­zem­ber 1943).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Keinen Rechtsanspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz vermittelt Art. 13 lit. f BVO (vgl. BGE 119 Ib 91 E. 1d, 122 II 186 E. 1a; VGr, 7. Juli 2004, VB.2004.00157, E. 1.3 mit weiteren Hinweisen, www.vgrzh.ch). Die Beurteilung, ob im Falle der BeschwerdefÃ¼hrenden schwerwiegende persÃ¶nliche HÃ¤rtefÃ¤lle im Sinne von Art. 13 lit. f BVO vorliegen, steht im pflichtgemÃ¤ssen Ermessen der fremdenpolizeilichen BehÃ¶rden (Art. 4 des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder). Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht, und somit auch die Beschwerde an das Verwaltungsgericht (zuvor 1), ist somit aufgrund des Fehlens eines Rechtsanspruchs ausgeschlossen (vgl. BGE 122 II 186 E. 1e). Das gilt auch dann, wenn die FremdenpolizeibehÃ¶rden im Rahmen des Bewilligungsentscheids die Voraussetzungen eines HÃ¤rtefalles gemÃ¤ss der Begrenzungsverordnung prÃ¼fen; so bewirkt die allfÃ¤llige Anerkennung eines HÃ¤rtefalles einzig, dass der AuslÃ¤nder von den HÃ¶chstzahlen der Begrenzungsverordnung ausgenommen ist, nicht aber dass er einen Anspruch auf die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung erhielte (BGr, 22. November 2004, 2A.667/2004, E. 2, und 8. Januar 2003, 2A.2/2003, E. 2, je unter www.bger.ch).</p> <p class="Urteilstext">Dem Verwaltungsgericht ist es nach dem Gesagten verwehrt, auf die Beschwerde einzutreten, soweit die BeschwerdefÃ¼hrenden das Vorliegen der Voraussetzungen einer HÃ¤rtefallbewilligung nach Art. 13 lit. f BVO geltend machen. Daran vermag auch die Berufung auf das WillkÃ¼rverbot gemÃ¤ss Art. 9 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) nichts zu Ã¤ndern, da sich daraus kein Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ableiten lÃ¤sst. Ebenso wenig vermag das allgemeine Rechtsgleichheitsgebot nach Art. 8 Abs. 1 BV einen Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung zu begrÃ¼nden (BGE 128 II 145 E. 3.5, 126 II 377 E. 4).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann ein Anspruch auf Anwesenheit gegebenenfalls aus dem Schutz der Achtung des Privat- und Familienlebens gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) bzw. Art. 13 Abs. 1 BV abgeleitet werden. Ob ein solcher Anspruch grundsÃ¤tzlich besteht, ist unter der Eintretensfrage zu prÃ¼fen. Erst wenn dies zu bejahen ist, muss die weitere Frage, ob sich dieser Anspruch im zu beurteilenden Fall auch durchzusetzen vermag, unter materiellrechtlichen Gesichtspunkten beantwortet werden (BGE 122 II 289 E. 1d).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Auf Art. 8 EMRK im Zusammenhang mit der Achtung des Familienlebens kann sich grundsÃ¤tzlich nur berufen, wer Ã¼ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht in der Schweiz verfÃ¼gt. Nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung des Bundesgerichts setzt die Annahme eines gefestigten Anwesenheitsrechts wenigstens einen festen Rechtsanspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung voraus (BGE 130 II 281 E. 3.1, 126 II 377 E. 2b/aa, 125 II 633 E. 2e, 122 II 1 E. 1e â je mit Hinweisen; ferner VGr, 3. November 2004, VB.2004.00360, E. 2, www.vgrzh.ch). Zur BegrÃ¼ndung eines Anspruchs genÃ¼gt es somit nicht, dass das Familienleben berÃ¼hrt ist: Wer selber keinen Anspruch auf lÃ¤ngere Anwesenheit in der Schweiz hat, vermag einen solchen daher auch nicht einem Dritten zu verschaffen, selbst wenn eine gelebte Beziehung zur Diskussion steht. </p> <p class="Erwgung2">H, die Tochter bzw. Schwester der BeschwerdefÃ¼hrenden, verfÃ¼gt indessen lediglich Ã¼ber eine in Aussicht gestellte (befristete) Aufenthaltsbewilligung, auf deren Erteilung bzw. VerlÃ¤ngerung kein Rechtsanspruch besteht.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Aus dem Recht auf Achtung des Privatlebens geradezu ein solches auf Anwesenheit abzuleiten, kommt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur dann in Betracht, wenn besonders intensive private Beziehungen in Frage stehen, was nur ganz ausnahmsweise zutreffe (BGE 120 Ib 16 E. 3b). Auch bei sehr langen Aufenthalten in der Schweiz hat die Praxis bisher die BegrÃ¼ndung eines Bewilligungsanspruchs verneint, falls keine das Ã¼bliche Mass Ã¼bersteigenden privaten Beziehungen vorlÃ¤gen (BGE 126 II 377 E. 2c/aa, mit Hinweis auf einen unverÃ¶ffentlichten Entscheid vom 3. November 1994 [16 Jahre]; BGr, 29. Januar 2002, 2A.471/2001, E. 2b [15 Jahre], sowie 4. Dezember 2002, 2A.578/2002, E. 2.2 [13 Jahre], beides unter www.bger.ch; VGr, 23. Januar 2002, VB.2001.00318, E. 5b, www.vgrzh.ch [19 Jahre, wobei der BeschwerdefÃ¼hrer kaum Ã¼ber soziale Beziehungen verfÃ¼gte]; RB 2002 Nr. 30 E. 2b Abs. 2 [10 bzw. 15 Jahre]; vgl. auch BGr, 20. Januar 2004, 2A.27/2004, E. 2.2.2, www.bger.ch; Minh Nguyen, Droit public des Ã©trangers, Bern 2003, S. 293; kritisch zur hoch angesetzten Anwesenheitsdauer etwa Marc Spescha, Handbuch zum AuslÃ¤nderrecht, Bern etc. 1999, S. 197; Peter Uebersax in: Peter Uebersax et al. [Hrsg.], AuslÃ¤nderrecht, Basel etc. 2002, Rz. 5.159).</p> <p class="Urteilstext">In BGE 130 II 281 bestÃ¤tigte und prÃ¤zisierte das Bundesgericht seine Auffassung: Die Rechtsprechung, wonach sich ein Anwesenheitsrecht aus dem Schutz des Privatlebens ergeben kÃ¶nne, wenn besonders intensive, Ã¼ber eine normale Integration hinausgehende private Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur bzw. entsprechende vertiefte soziale Beziehungen zum ausserfamiliÃ¤ren bzw. ausserhÃ¤uslichen Bereich vorlÃ¤gen, sei in erster Linie zu FÃ¤llen entwickelt worden, in denen bei der InteressenabwÃ¤gung die familiÃ¤ren Beziehungen zum Ehegatten oder zu Kindern keine eigenstÃ¤ndige Rolle (mehr) gespielt hÃ¤tten, da die ganze Familie gehalten gewesen sei, die Schweiz zu verlassen, oder allein noch gestÃ¼tzt auf das Privatleben die Erneuerung einer Bewilligung zur Diskussion gestanden habe. Differenziert zu behandeln seien indessen Situationen, in denen von einem kombinierten Schutzbereich von Privat- und Familienleben auszugehen sei (a.a.O., E. 3.2.1 f.). </p> <p class="Urteilstext">Vorliegend lassen sich besonders intensive, Ã¼ber eine normale Integration hinausgehende private Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur bzw. entsprechende vertiefte soziale Beziehungen zum ausserfamiliÃ¤ren bzw. ausserhÃ¤uslichen Bereich weder den Akten entnehmen noch machen es die BeschwerdefÃ¼hrenden substantiiert geltend (dazu Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 7 N. 11, § 60 N. 1 ff.). Allein aus dem Umstand, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer 1 und die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 seit 14 Jahren in der Schweiz aufhalten â und auch dies nur trotz abweisendem Asylentscheid â, und mit dem Hinweis, die BeschwerdefÃ¼hrer 3, 4 und 5 seien in der Schweiz eingeschult, lÃ¤sst sich eine das Normale sprengende Integration nicht begrÃ¼nden. Von diesem Erfordernis kann vorliegend aber nicht abgesehen werden, da sich die Situation der Betroffenen in keiner Weise mit dem PrÃ¤zedenzfall in BGE 130 II 281 vergleichen lÃ¤sst. Dort ging es um eine Person, die sich seit Ã¼ber 20 Jahren in der Schweiz aufhielt und um Nachzug des Ehepartners und der zwei gemeinsamen, in der Schweiz geborenen Kinder ersuchte, wobei das Paar bereits seit zwÃ¶lf Jahren verheiratet war und das Familienleben schwergewichtig in der Schweiz gepflegt wurde. In Kenntnis dieser familiÃ¤ren Lage wurde die Aufenthaltsbewilligung der um Familiennachzug ersuchenden Person verlÃ¤ngert, was einem faktischen Dauerstatus entsprach, der im Hinblick auf den Familiennachzug einem gesicherten Anwesenheitsrecht gleichzusetzen war (a.a.O., E. 3.3). Entsprechendes liegt hier â auch mit Blick auf die Tochter H â nicht vor.</p> <p class="Erwgung2">Die BeschwerdefÃ¼hrenden haben somit auch gestÃ¼tzt auf Art. 8 EMRK keinen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung; auf die Beschwerde ist mithin nicht einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Laut § 70 in Verbindung mit § 16 Abs. 1 VRG ist Privaten, denen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, auf entsprechendes Ersuchen hin die Bezahlung von Verfahrenskosten zu erlassen. Unter denselben Voraussetzungen haben sie Ã¼berdies Anspruch auf Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren (§ 16 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Urteilstext">Aufgrund der vorstehenden ErwÃ¤gungen muss die Beschwerde als offensichtlich aussichtslos bezeichnet werden. Das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands ist somit abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Verfahrenskosten den BeschwerdefÃ¼hrenden, unter solidarischer Haftung fÃ¼reinander, je zu 1/6 aufzuerlegen und besteht kein Anspruch auf ParteientschÃ¤digung (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 und § 14 VRG [vgl. dazu Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Mar­tin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 14 N. 3]; § 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Indem die Kammer keinen Anwesenheitsanspruch angenommen hat, hat sie bereits die Frage verneint, ob sich eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erheben lasse. Die Verletzung eines behaupteten Anspruchs mÃ¼sste trotzdem im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde moniert werden (BGE 127 II 161 E. 1b; siehe ferner E. 3b hinsichtlich der RÃ¼ge, der vorangegangene kantonale Sachentscheid habe Verfahrensgarantien missachtet).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Dropdown1"></a></span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und RechtsverbeistÃ¤ndung wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.</p> <p class="Einzug2">3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">4. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zu 1/6 auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼reinander.</p> <p class="Einzug2">5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">6. Im Sinn der ErwÃ¤gungen kann gegen diesen Beschluss innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2">7. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>