A bteilung III C -3596/2007 {T 0/2} U rte il v o m 1 8 . S e p te m b e r 2 0 0 7 R ichter Andreas Trom m er (Vorsitz), R ichter Bernard Vaudan, R ichterin Elena Avenati-C arpani, G erichtsschreiber Julius Longauer. A ._______, vertreten durch R echtsanw alt Fredy Fässler, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Ausdehnung der kantonalen W egw eisung. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandC -3596/2007 D as B undesverw altungsgericht stellt fest und erw ägt: dass die Beschw erdeführerin (geb. 1957), eine serbische Staatsange- hörige aus dem Kosovo, im Jahr 1990 zusam m en m it ihren fünf Kin- dern in die Schw eiz gelangte, w o ihr Ehem ann m it einer Aufenthaltsbe- w illigung lebte, dass der Ehem ann der Beschw erdeführerin im Jahr 1993 w egen D ro- genhandels zu einer 4½ -jährigen Zuchthausstrafe verurteilt und nach der Entlassung aus dem Strafvollzug am 28. Juni 1998 aus der Schw eiz ausgew iesen w urde, dass die Ehe der Beschw erdeführerin im Jahr 1997 geschieden w urde, dass es das Ausländeram t des Kantons Thurgau am 19. Januar 2005 ablehnte, die Aufenthaltsbew illigungen der Beschw erdeführerin und und ihres jüngsten Sohnes B._______ (geb. 17. M ärz 1989) zu ver- längern, dass die M assnahm e m it dem Verhalten der Beschw erdeführerin (fort- gesetzte und erhebliche Fürsorgeabhängigkeit) und ihres Sohnes (fortgesetzte und erhebliche D elinquenz) begründet w urde, an dem sich trotz diverser Verw arnungen nichts geändert habe, dass der dagegen beim D epartem ent für Justiz und Sicherheit erhobe- ne R ekurs ebenso erfolglos blieb (Entscheid vom 27. O ktober 2005) w ie die anschliessende Verw altungsgerichtsbeschw erde an das kanto- nale Verw altungsgericht und das Bundesgericht (U rteile vom 14. Juni 2006 und 10. Januar 2007), dass die Vorinstanz m it Verfügung vom 30. April 2007 die vom Kanton gegen die Beschw erdeführerin und ihren Sohn ausgesprochene W eg- w eisung auf das ganze G ebiet der Schw eiz und das Fürstentum Liech- tenstein ausdehnte, dass die Beschw erdeführerin gegen die vorgenannte Verfügung am 25. M ai 2007 beim Bundesverw altungsgericht rekurrierte, dass die Vorinstanz m it Vernehm lassung vom 12. Juli 2007 die Abw ei- sung der Beschw erde beantragte, S eite 2C -3596/2007 dass auf den w eiteren Akteninhalt, sow eit rechtserheblich, in den Er- w ägungen eingegangen w ird, dass Verfügungen des BFM betr. Ausdehnung einer kantonalen W eg- w eisung m it Beschw erde beim Bundesverw altungsgericht angefochten w erden können (A rt. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]), dass sich das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren richtet (Vw VG , SR 172.021), sow eit das Verw altungsgerichtsgesetz vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) nichts anderes bestim m t (A rt. 37 VG G ), dass die Beschw erdeführerin als m aterielle Verfügungsadressatin legi- tim iert und auf ihre frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten ist (A rt. 20 Abs. 1 AN AG , A rt. 48 ff. Vw VG ), dass die kantonale Behörde ihren negativen Bew illigungsentscheid m it einer W egw eisung aus dem Kanton verbindet (A rt. 12 Abs. 3 AN AG ), dass das BFM diese W egw eisung in der R egel auf das ganze G ebiet der Schw eiz ausdehnt (A rt. 12 Abs. 3 AN AG , A rt. 17 Abs. 2 der Vollzie- hungsverordnung vom 1. M ärz 1949 zum Bundesgesetz über Aufent- halt und N iederlassung der Ausländer [AN AV, SR 142.201]), dass von der R egelfolge der Ausdehnung nur abzuw eichen ist, w enn dem Betroffenen aus besonderen G ründen G elegenheit gegeben w er- den soll, sich vom Inland aus um eine Bew illigung in einem D rittkanton zu bem ühen (A rt. 17 Abs. 2 AN AV), dass dieses Vorgehen das Einverständnis des D rittkantons m it dem Aufenthalt des Ausländers w ährend eines hängigen Bew illigungsver- fahrens voraussetzt (vgl. U rteil des Bundesverw altungsgerichts C - 604/2006 vom 15. August 2007 E. 2.4), dass die Beschw erdeführerin, die ihre Aufenthaltsbew illigung im Kan- ton Thurgau verlor, geltend m acht, sie habe am 21. M ai 2007 einen (21 Jahre jüngeren) Schw eizer Bürger geheiratet und im Kanton Zürich um E rteilung einer Aufenthaltsbew illigung ersucht, S eite 3C -3596/2007 dass die Beschw erdeführerin es jedoch unterlässt, eine Erlaubnis des Kantons Zürich beizubringen, den Ausgang des offenbar im m er noch hängigen Bew illigungsverfahrens im Kanton abzuw arten, obw ohl sie m it Instruktionsverfügung vom 1. Juni 2007 auf die entsprechende Vor- aussetzung ausdrücklich aufm erksam gem acht w urde, dass som it im vorliegenden Fall kein Anlass besteht, von der R egelfol- ge der Ausdehnung der kantonalen W egw eisung abzuw eichen, sie m it- hin zu bestätigen ist, dass unabhängig von der Bestätigung der Ausdehnungsverfügung zu prüfen bleibt, ob H inderungsgründe für den Vollzug der W egw eisung bestehen (A rt. 14a Abs. 2 bis 4 AN AG ) und deshalb gestützt auf A rt. 14a Abs. 1 AN AG die vorläufige Aufnahm e zu verfügen ist, dass das Verhältnis der Beschw erdeführerin zu ihrem Ehem ann grundsätzlich unter den Schutz des A rt. 8 der Konvention vom 4. N o- vem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten (EM R K, SR 0.101) fällt, der den Anspruch auf ein von staatlichen Ein- griffen ungestörtes Fam ilienleben statuiert, dass das schw eizerische Ausländerrecht jedoch der entsprechenden G arantie durch die Erteilung einer ordentlichen frem denpolizeilichen Aufenthaltsbew illigung im entsprechenden Verfahren R echnung trägt (N IC O LA S W ISA R D , Les renvois et leur exécution en droit des étrangers et en droit d'asile, Basel / Frankfurt a.M . 1997, S. 430 f.), dass die Ehe der Beschw erdeführerin m it einem Schw eizer Bürger deshalb kein Vollzugshindernis im Sinne von A rt. 14a AN AG darstellt, dass andere Vollzugshindernisse gem äss A rt. 14a AN AG w eder gel- tend gem acht w erden noch erkennbar sind, eine vorläufige Aufnahm e der Beschw erdeführerin deshalb ausgeschlossen ist, dass sich die angefochtene Verfügung som it als rechtm ässig erw eist (A rt. 49 Vw VG ) und die Beschw erde unter Kostenfolge zu Lasten der Beschw erdeführerin (A rt. 63 Abs. 1 Vw VG ) abzuw eisen ist, dass die Kosten des Verfahrens auf Fr. 700.-- festzusetzen sind (A rt. 1, A rt. 2 und A rt. 3 Bst. b des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [SR 173.320.2]), S eite 4C -3596/2007 dass dieses U rteil endgültig ist (A rt. 83 Bst. c Ziff. 4 des Bundesge- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005, SR 173.110). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 700.-- w erden der Beschw erdeführerin auferlegt. Sie w erden m it dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 700.- verrechnet. 3. D ieses U rteil geht an: - die Beschw erdeführerin - die Vorinstanz D er vorsitzender R ichter: D er G erichtsschreiber: Andreas Trom m er Julius Longauer Versand: S eite 5