<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2003.00010</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203936&amp;W10_KEY=13013569&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2003.00010</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.01.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kündigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Kündigung einer ordentlichen Professorin "im Sinne einer unverschuldeten Entlassung". Gegen die erstinstanzlichen personalrechtlichen Entscheide des Universitätsrats ist - entsprechend dem Wortlaut von § 74 Abs. 1 VRG i.V.m. § 46 UniversitätsG - der Rekurs an den Regierungsrat gegeben. Die direkte Beschwerde an das Verwaltungsgericht ergibt sich weder aus einer Analogie zwischen Universitätsrat und Bildungsrat noch daraus, dass das Universitätsgesetz die entsprechende Zuständigkeit des Universitätsrats als "abschliessend" bezeichnet (E. 1). Keine Kostenauflage wegen der unzutreffenden Rechtsmittelbelehrung durch die Vorinstanz (E. 2). Nichteintreten mangels funktioneller Zuständigkeit und Überweisung an den Regierungsrat. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BILDUNGSRAT">BILDUNGSRAT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FUNKTIONELLE UNZUSTÃNDIGKEIT">FUNKTIONELLE UNZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FUNKTIONELLE ZUSTÃNDIGKEIT">FUNKTIONELLE ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃNDIGUNG">KÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Personalrechtliche Streitigkeiten ST: PERSONALRECHTLICHE BESCHWERDE">PERSONALRECHTLICHE BESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMITTELBELEHRUNG">RECHTSMITTELBELEHRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNIVERSITÃTSRAT">UNIVERSITÃTSRAT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSSCHUTZ">VERTRAUENSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS">ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 26 Abs. I UniversitÃ¤tsG</span><br/><span class="gerade">§ 29 Abs. V Ziff. 9 UniversitÃ¤tsG</span><br/><span class="ungerade">§ 46 UniversitÃ¤tsG</span><br/><span class="gerade">§ 5 Abs. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 5 Abs. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 74 Abs. I VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2004 Nr. 18 S. 70</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch">Mit Beschluss vom 27. Januar 2003 kÃ¼ndigte der UniversitÃ¤tsrat der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich Prof. Dr. A, einer ordentlichen Professorin an der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich, per 29. Februar 2004 "im Sinne einer unverschuldeten Entlassung", setzte eine Abfindung von 12 MonatslÃ¶hnen fest und stellte A ab Ablauf des ihr gewÃ¤hrten Forschungssemesters bis zur Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses frei. Als Rechtsmittel gegen diesen Beschluss wurde die Beschwerde an das Ver­wal­tungs­gericht bezeichnet.</p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch">Am 12. MÃ¤rz 2003 liess A gegen den genannten Beschluss Beschwerde an das Verwaltungs­gericht erheben und beantragen, er sei wegen Nichtigkeit aufzuheben. Eventualiter sei festzustellen, dass ihr ohne sachlich zurei­chenden Grund, miss­brÃ¤uchlich und diskriminierend im Sinn des Gleich­stellungs­gesetzes vom 24. MÃ¤rz 1995 (GlG; SR 151.1) gekÃ¼ndigt worden sei, und ihr hierfÃ¼r eine angemessene EntschÃ¤digung zuzusprechen. Ebenso sei ihr eine angemessene EntschÃ¤digung wegen Ver­wei­gerung des recht­lichen GehÃ¶rs zu gewÃ¤hren. Die Kosten und eine Partei­entschÃ¤digung seien dem Beschwerdegegner (als solcher wurde der Uni­versitÃ¤ts­rat be­zeichnet) aufzuerlegen. In formeller Hinsicht liess A eine mÃ¼nd­liche Verhandlung, jedenfalls aber einen zweiten Schriftenwechsel beantragen.</p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch">Namens der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich beantragte der UniversitÃ¤tsrat in seiner Beschwerdeantwort vom 16. Mai 2003 (die innert erstreckter Frist eingereicht wurde), die Be­schwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin abzuweisen. In der Replik vom 10. September 2003 und der Duplik vom 14./17. November 2003, die ebenfalls innert jeweils erstreckter Frist erstattet wurden, hielten die Parteien an ihren AntrÃ¤gen fest.</p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"> </p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch">Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit von Amts wegen (§ 80c in Verbindung mit §§ 70 und 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG; LS 175.2]). GemÃ¤ss § 38 Abs. 2 und 3 VRG ist das GeschÃ¤ft von der Kammer zu behandeln.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Nach § 46 Abs. 1 des UniversitÃ¤tsgesetzes vom 15. MÃ¤rz 1998 (UniversitÃ¤tsG; LS 415.11) sind Entscheide des UniversitÃ¤tsrats nach Massgabe des Verwaltungsrechts­pflegegesetzes weiterziehbar. GemÃ¤ss § 74 Abs. 1 VRG kÃ¶nnen personalrechtliche An­ordnungen des Regierungsrats, der obersten kantonalen Gerichte, des Bildungsrats, des Kirchenrats, der rÃ¶misch-katholischen Zentralkommission, der Ombudsperson, der Leitung der Finanzkontrolle sowie erstinstanzliche Rekursentscheide Ã¼ber personalrechtliche Anordnungen anderer Organe beim Verwaltungsgericht angefochten werden. Letzteres entspricht den mit der Revision des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 8. Juni 1997 verfolgten Grund­sÃ¤tzen, dass einerseits gegen jede Anordnung der Verwaltung mindestens eine verwaltungsinterne Rekursinstanz angerufen werden kann und dass anderseits innerhalb des Kantons ZÃ¼rich hÃ¶chstens zwei Rechtsmittelinstanzen â einschliesslich des Verwaltungsgerichts â zur VerfÃ¼gung stehen (vgl. auch §§ 19-19c VRG; VGr, 18. Dezember 2003, VB.2003.00265, E. 1.4, www.vgrzh.ch). Beim angefochtenen Beschluss des UniversitÃ¤tsrats handelt es sich um einen erstinstanzlichen Entscheid eines in § 74 Abs. 1 VRG nicht genannten Organs, weshalb nach dem Wortlaut der Be­stimmung die Beschwerde an das Verwaltungsgericht nicht gegeben wÃ¤re. Dies bedeutet, dass zuerst Rekurs zu ergreifen wÃ¤re. Da § 46 Abs. 2 UniversitÃ¤tsG den Rekurs an die Rekurskommission der UniversitÃ¤t gegen Entscheide des UniversitÃ¤tsrats aus­schliesst, wÃ¤re der Regierungsrat â der nach § 26 Abs. 1 UniversitÃ¤tsG die allgemeine Aufsicht Ã¼ber die UniversitÃ¤t wahrnimmt und im Ãbrigen oberste vollziehende VerwaltungsbehÃ¶rde ist â anzurufen. In der Li­tera­tur wird allerdings teilweise angenommen, auch personalrechtliche Anordnungen des Univer­si­tÃ¤tsrats betreffend Rektorat, Prorektorat sowie Professorinnen und Professoren kÃ¶nnten unmittelbar mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht angefochten werden, wobei diese Ansicht nicht begrÃ¼ndet wird (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Boss­hart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 74 N. 14; anders Tobias Jaag, Verwaltungsrecht des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 2990).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Den Materialien lassen sich keine Angaben zur Frage entnehmen, ob die AufzÃ¤hlung in § 74 Abs. 1 VRG abschliessend gemeint ist. Auch die Nennung des heutigen Bil­dungsrats in dieser Bestimmung wird nicht begrÃ¼ndet. Einzig im Protokoll der Kantonsratskommission zur Ãnderung des Verwaltungsrechtspflegegesetzes findet sich eine Ãusserung, die darauf hinzuweisen scheint, dass die AufzÃ¤hlung von der Verwaltung als abschliessend verstanden wurde (Prot. KK, 25. Januar 1996, S. 134 f.; vgl. im Ãbrigen zu § 74 Abs. 1 VRG: Weisung des Regierungsrats vom 3. Mai 1995 zum Verwaltungsrechtspflegegesetz, ABl 1995 II 1520, 1540; Prot. KR 1995-1999, S. 6505; Weisung des Regierungsrats vom 29. MÃ¤rz 2000 zum Finanzkontrollgesetz [vom 30. Oktober 2000; LS 614], ABl 2000 I 411, 428 f.; zu § 46 UniversitÃ¤tsG: Weisung des Regierungsrats vom 8. Januar 1997 zum UniversitÃ¤tsgesetz, ABl 1997 I 149, 181; Prot. KR 1995-1999, S. 9495+9497).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Die Auslegung von § 74 Abs. 1 VRG ergibt keine Hinweise darauf, dass gegen erst­instanzliche Personalentscheide des UniversitÃ¤tsrats entgegen dem Wortlaut der Be­stimmung direkt die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ergriffen werden kÃ¶nnte. Namentlich besteht kein Anlass, den UniversitÃ¤tsrat analog zum Bildungsrat zu behandeln, der in § 74 Abs. 1 VRG als unmittelbare Vorinstanz des Verwaltungsgerichts genannt wird â ungeachtet dessen, dass bei der Schaffung des UniversitÃ¤tsrats dessen Wahl und Zusammensetzung sinngemÃ¤ss weitgehend denjenigen des damaligen Erziehungs- und spÃ¤teren Bildungsrats entsprachen (vgl. § 28 UniversitÃ¤tsG; § 2 des Unterrichtsgesetzes vom 23. Dezember 1859 [UnterrichtsG; LS 410.1], aufgehoben auf den 1. Januar 2004 mit der In­kraftsetzung der §§ 20-22 des Bildungsgesetzes vom 1. Juli 2002 [BildungsG; OS 58, 3+271]). Mittlerweile wurden im Ãbrigen mit dem In-Kraft-Treten von §§ 20-22 BildungsG die Gemeinsamkeiten zwischen UniversitÃ¤tsrat und Bildungsrat in dieser Hinsicht verringert, werden doch die Mitglieder des Bildungsrats â abgesehen vom fÃ¼r das Bildungswesen zustÃ¤ndigen Regierungsratsmitglied, das dem Bildungsrat von Amts wegen angehÃ¶rt â nun vom Kantonsrat gewÃ¤hlt (§ 22 Abs. 1 Ziff. 2 BildungsG).</span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch">Die Kompetenzen der beiden RÃ¤te namentlich in personalrechtlicher Hinsicht stimmten jedenfalls bereits bei der Schaffung des UniversitÃ¤tsrats nicht Ã¼berein (vgl. § 29 UniversitÃ¤tsG; §§ 3-5 UnterrichtsG [ausser Kraft getreten am 1. Januar 2004]). Insbesondere wurden dem UniversitÃ¤tsrat keine personalrechtlichen Befugnisse Ã¼ber­tragen, die vor seiner Schaffung dem damaligen Erziehungsrat (und heutigen Bildungs­rat) zugestanden hÃ¤tten (vgl. § 29 Abs. 5 Ziff. 7-9 UniversitÃ¤tsG; § 131 UnterrichtsG in der Fassung vom 5. April 1981 [GS III, 13], aufgehoben mit der Inkraftsetzung des UniversitÃ¤tsgesetzes am 1. Oktober 1998 [§§ 51 und 53 UniversitÃ¤tsG; OS 54, 672]; §§ 16 Abs. 1, 59 Abs. 1, 60 Abs. 1 und 99 der UniversitÃ¤tsordnung vom 11. MÃ¤rz 1920 [GS III, 343; OS 49, 20+637], auf den 1. Januar 1999 ausser Kraft gesetzt durch § 83 der UniversitÃ¤tsordnung vom 4. Dezember 1998 [LS 415.111]). <span>Es bestand keine Absicht, mit dem UniversitÃ¤tsgesetz die Rechtsmittelordnung von § 74 Abs. 1 VRG im Grundsatz zu Ã¤ndern; wÃ¤ren personalrechtliche Befugnisse vom damaligen Erziehungsrat an den UniversitÃ¤tsrat Ã¼bertragen worden, hÃ¤tte es sich deshalb allenfalls rechtfertigen lassen, gegen die betreffenden BeschlÃ¼sse des UniversitÃ¤tsrats nach wie vor direkt die Beschwerde an das Verwaltungsgericht zuzulassen. In Bezug auf eine personalrechtliche Kompetenz, die vom Regierungsrat an den UniversitÃ¤tsrat Ã¼ber­ging, gilt dies jedoch nicht: Der Einschub einer zusÃ¤tzlichen Rechtsmittel­instanz ist insoweit die logische Folge einer Kompetenz­abtretung an eine hierarchisch untergeordnete BehÃ¶rde und stellt keine grundsÃ¤tzliche Ãnderung der in § 74 Abs. 1 VRG aufgestellten Rechtsmittelordnung dar.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.4 </span></b><span>Das UniversitÃ¤tsgesetz enthÃ¤lt seinerseits keine Anhaltspunkte, dass erstinstanzliche Perso­nalentscheide des UniversitÃ¤tsrats entgegen dem Wortlaut von § 46 Abs. 1 UniversitÃ¤tsG in Verbindung mit § 74 Abs. 1 VRG nicht dem Rekurs an den Regierungsrat unterstehen sollten. Dieser Regelung des Rechtsmittelwegs steht auch § 29 Abs. 5 UniversitÃ¤tsG nicht entgegen, laut dessen Ingress in Verbindung mit Ziff. 9 Ernennung, BefÃ¶rderung und Entlassung der Professorinnen und Professoren in die "abschliessende" ZustÃ¤ndigkeit des UniversitÃ¤tsrats fallen. Damit werden nicht etwa die betreffenden Entscheide des Universi­tÃ¤tsrats â unter Vorbehalt einzig eines von hÃ¶herrangigem Recht vorgesehenen Rechtswegs â fÃ¼r endgÃ¼ltig erklÃ¤rt; vielmehr werden damit die Bereiche, in denen der UniversitÃ¤tsrat entscheidbefugt ist, von jenen abgegrenzt, in denen er nur zur Antragstellung an den Regierungsrat ermÃ¤chtigt ist (vgl. § 29 Abs. 2 UniversitÃ¤tsG). Daran Ã¤ndert auch nichts, dass laut den Materialien die "wesentliche Grundlage fÃ¼r die angestrebte hÃ¶here Autonomie der UniversitÃ¤t" gerade dadurch geschaffen werden sollte, dass die politischen BehÃ¶r­den unter anderem die Kompetenz zur Ernennung und Entlassung von Professorinnen und Professoren dem UniversitÃ¤tsrat abtraten (Weisung zum UniversitÃ¤tsgesetz, ABl 1997 I 173). Die Autonomie der UniversitÃ¤t findet nÃ¤mlich insofern ihre Grenze, als dem Regierungsrat die "allgemeine Aufsicht" Ã¼bertragen wird (unter der "Oberaufsicht" des Kantonsrats und Ã¼ber der "unmittelbaren Aufsicht" des UniversitÃ¤tsrats; § 25 Abs. 1, § 26 Abs. 1 und § 29 Abs. 4 UniversitÃ¤tsG). Der Grundsatz der universitÃ¤ren Autonomie ist also nicht in einem solchen Mass verwirklicht, dass der Rekurs an den Regierungsrat gegen "abschliessende" BeschlÃ¼sse des UniversitÃ¤tsrats als Widerspruch zu ihm erscheinen mÃ¼sste.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.5 </span></b><span>Demnach ist gegen den Beschluss des UniversitÃ¤tsrats der Rekurs an den Regierungsrat zulÃ¤ssig. Auf die Beschwerde ist mangels funktioneller ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts nicht einzutreten, und die Akten sind gestÃ¼tzt auf § 5 Abs. 2 VRG an den Regierungsrat zu Ã¼berweisen, der die Eingabe vom 12. MÃ¤rz 2003 als Rekurs zu behandeln hat.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.6 </span></b><span>Hieraus ist allerdings nicht abzuleiten, dass gegen erstinstanzliche Personalent­scheide von Organen selbstÃ¤ndiger Ã¶ffentlichrechtlicher kantonaler Anstalten, die anstalts­intern nicht angefochten werden kÃ¶nnen, unabhÃ¤ngig von der jeweiligen gesetz­lichen Regelung stets der Rekurs an den Regierungsrat gegeben ist. Zwar hat das Verwaltungsgericht in Anwendung der §§ 19-19c VRG jÃ¼ngst festgehalten, der Regierungsrat kÃ¶nne in seiner Eigenschaft als oberste vollziehende VerwaltungsbehÃ¶rde auch dann als Rechtsmittel­instanz betrachtet werden, wenn er nicht Aufsichtsinstanz gegenÃ¼ber der verfÃ¼genden BehÃ¶rde sei (VGr, 18. Dezember 2003, VB.2003.00265, E. 1.4, www.vgrzh.ch). Dieser Grundsatz entbindet jedoch nicht von der PrÃ¼fung der jeweiligen gesetzlichen Regelung. Diese kÃ¶nnte ei­nerseits die direkte Personalbeschwerde an das Verwaltungsgericht vorsehen. Anderseits kÃ¶nnte das Verwaltungsgericht gegebenenfalls auch direkt angerufen werden, wenn die Auslegung der anwendbaren gesetz­lichen Regelung ergibt, dass ein kanto­na­les anstaltsexternes Rechtsmittel Ã¼berhaupt ausgeschlossen werden sollte; in diesem Fall kann sich die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts und damit die ZulÃ¤ssigkeit einer Beschwerde aus dem hÃ¶herrangigen Recht ergeben (§§ 74, 80c sowie 43 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Der Streitwert liegt hier nicht unter Fr. 20'000.-; so wird fÃ¼r die in den EventualantrÃ¤gen geforderten EntschÃ¤digungen auf Art. 336a des Obligationenrechts und Art. 5 Abs. 2 GlG verwiesen, die je die Zusprechung eines sechs MonatslÃ¶hnen entsprechenden Betrags erlauben. Damit ist das Verfahren nicht kostenfrei (vgl. § 80b VRG und zur Bemessung der GerichtsgebÃ¼hr §§ 3 und 6 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997). Da der BeschwerdefÃ¼hrerin aus der unzutreffenden Rechtsmittelbeleh­rung kein Nachteil entstehen darf, sind die Kosten auf die Gerichtskasse zu nehmen (vgl. RB 2002 Nr. 114 E. 2d mit Hinweisen).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Eine ParteientschÃ¤digung steht der unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrerin von vornherein nicht zu. Aber auch die Beschwerdegegnerin kann keine EntschÃ¤digung beanspru­chen, was sich bereits daraus ergibt, dass das vorliegende Verfahren auf ihre unzutreffende Rechtsmittelbelehrung zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist (vgl. § 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch">Nach Auffassung der Kammer stellt der vorliegende Nichteintretensentscheid weder einen Endentscheid noch einen anfecht­baren Zwi­schen­entscheid dar. Deshalb wird das Rechtsmittel der eidgenÃ¶ssischen Verwaltungs­gerichtsbeschwerde (Art. 97 ff. des Bun­des­rechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 [OG; SR 173.110]) im Dispositiv nicht aufgefÃ¼hrt, obwohl die Beschwerde teilweise mit der Verletzung des Gleich­stel­lungs­gesetzes begrÃ¼ndet wird (vgl. Art. 13 Abs. 1 GlG; BGr, 23. April 2003, 2A.610/2002, E. 1.1, www.bger.ch; BGE 124 II 409 E. 1d/ii). FÃ¼r den Fall, dass eine Par­tei mit der RÃ¼ge, die Anwendung des kantonalen Verfahrensrechts vereitle die Durch­setzung des Bundesrechts, dennoch die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bun­des­gericht ergreifen will, sei ergÃ¤nzend auf Art. 106 Abs. 1 OG hingewiesen. Danach ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde innert 30 Tagen, gegen eine ZwischenverfÃ¼gung in­nert zehn Tagen seit ErÃ¶ffnung der VerfÃ¼gung zu erheben. </p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"> </p> <p class="Einzug2"><span>1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> Das Rechtsmittel wird zur Behandlung als Rekurs an den Regierungsrat weitergeleitet.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 140.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'640.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch">5. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>