<h2>InitialSituation<h2><p>Der Bundesrat schlug in seiner Botschaft zur 10. AHV-Revision vor, den Grenzbetrag, ab dem für Selbständigerwerbende und Arbeitnehmer ohne beitragspflichtigen Arbeitgeber die sinkende Beitragsskala zur Anwendung gelangt, auf 43'200 Franken des Einkommens festzulegen. Dieser neue Betrag hätte zusammen mit der Erhöhung des Beitragssatzes von 7,8 auf 8,4 Prozent in Kraft treten sollen. Da die Bundesversammlung dieser Satzerhöhung nicht zugestimmt hatte, hätte die obere Grenze der sinkenden Beitragsskala korrigiert werden müssen, was aber nicht geschah. Um bei der AHV/IV/EO einen Beitragsausfall von jährlich 25 Millionen Franken zu vermeiden, beantragte der Bundesrat, die Änderungen von Artikel 6 Absatz 1 und Artikel 8 Absatz 1 des AHVG aufzuheben. </p><h2>Proceedings<h2><p>Der <b>Nationalrat</b> und der <b>Ständerat</b> nahmen diesen Bundesbeschluss ohne grosse Diskussion an. Der Nationalrat verwarf mit 84 zu 43 Stimmen den von Paul Rechsteiner (S, SG) vertretenen Minderheitsantrag, den Beitragssatz auf 8,4 Prozent zu erhöhen.</p>