<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00599</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205764&amp;W10_KEY=4467136&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00599</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.03.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Bewilligung zur Beschäftigung als Assistenzarzt</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bewilligung zur Beschäftigung eines Assistenz-Zahnarztes<br/><br/>Die angefochtene Bewilligungsverweigerung der Gesundheitsdirektion unterliegt der direkten Beschwerde an das Verwaltungsgericht (E. 1.1). Auf die Beschwerde ist einzutreten, soweit es um die Interessen des praxisberechtigten und Beschwerde führenden Zahnarztes geht, nicht aber soweit es um die Interessen des Zahnarztes geht, um dessen Anstellung als Assistenz-Zahnarzt ersucht wird (E. 1.2). Die Bewilligung der Anstellung von Zahnärzten ohne eidgenössisch anerkanntes Diplom wird zwar vom kantonalen Gesundheitsrecht nicht vorgesehen, doch liegt die Zulassung dieser Zahnärzte in einer unter dem Zahnärztenotstand vor rund 30 Jahren etablierten, inzwischen wieder aufgegebenen Praxis der Gesundheitsdirektion begründet. Es liegt im Ermessen der Gesundheitsdirektion, die erteilten Bewilligungen unter den heutigen Umständen jeweils nur noch bis zum Erreichen des Pensionierungsalters zu verlängern (E. 2.3). Die vom Beschwerdeführer erwähnten Fälle, in denen angeblich eine Beschäftigung eines Assistenz-Zahnarztes über das Pensionierungsalter bewilligt wurde, sind nicht mit der zu beurteilenden Konstellation zu vergleichen (E. 2.4).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ASSISTENZARZT">ASSISTENZARZT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ASSISTENZBEWILLIGUNG">ASSISTENZBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Gesundheit ST: BERUFSAUSÃBUNG">BERUFSAUSÃBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIDGENÃSSISCHES DIPLOM">EIDGENÃSSISCHES DIPLOM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERVERSORGUNG">UNTERVERSORGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZAHNARZT">ZAHNARZT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 18 aGesundheitsG</span><br/><span class="gerade">§ 19a Abs. II Ziff. 2 VRG</span><br/><span class="ungerade">Art./§ 8 ZahnÃ¤rzteV</span><br/><span class="gerade">Art./§ 8 lit. a ZahnÃ¤rzteV</span><br/><span class="ungerade">Art./§ 10 ZahnÃ¤rzteV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><span>Am 2. September 2005, einen Tag nach ErÃ¶ffnung seiner Zahnarztpraxis, stellte A bei der Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich das Gesuch, C, geboren im Februar 1940, ab 1. Oktober 2005 als Assistenzzahnarzt beschÃ¤ftigen zu dÃ¼rfen. Mit Schreiben vom 22. September bzw. 11. Oktober 2005 hielt die Gesundheitsdirektion fest, eine Erneuerung der Bewilligung zur AssistenztÃ¤tigkeit Ã¼ber das Pensionierungsalter hinaus sei vorliegend nicht mÃ¶glich und wies sodann mit VerfÃ¼gung vom 16. November 2005 das Gesuch ab.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>C hatte sein zahnÃ¤rztliches Studium 1966 an der UniversitÃ¤t Belgrad abgeschlossen und war seit Ende der 70-er Jahre im Kanton ZÃ¼rich als Assistenzzahnarzt tÃ¤tig. Ab 1. Februar 1994 war er bei seiner Tochter Dr. med. dent. D mit einem BeschÃ¤ftigungsgrad von 40 % angestellt. Dieses ArbeitsverhÃ¤ltnis wurde per Ende Januar 2006 aufgelÃ¶st. Nach Angaben der Gesundheitsdirektion hatte D eine Bewilligung zur BeschÃ¤ftigung ihres Vaters bis im Februar 2005, dem Datum des Erreichens seines ordentlichen Pensionierungsalters, erhalten. Im Mai 2005 sei ihm seitens der BehÃ¶rde versehentlich mÃ¼ndlich zugesichert worden, diese Bewilligung gelte bis Ende Januar 2006 (das heisse insgesamt fÃ¼r drei Jahre).</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>A erhob am 19. Dezember 2005 Beschwerde an das Verwaltungsgericht mit den AntrÃ¤gen, es sei die VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion vom 16. November 2005 aufzuheben und ihm fÃ¼r die einstweilige Dauer von drei Jahren zu erlauben, C als Assistenzzahnarzt zu beschÃ¤ftigen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten der Gesundheitsdirektion. Gleichzeitig verwies er auf die vom Rechtsvertreter von C verfasste BegrÃ¼ndung vom 19. Dezember 2005. Dieser stellte dieselben AntrÃ¤ge, wobei die zu erteilende Bewilligung jeweils auch jÃ¤hrlich vorgenommen werden kÃ¶nne. Allenfalls wÃ¤re auch eine Bewilligung in analoger Anwendung von § 13a Abs. 1 des </span><span>Gesetzes Ã¼ber das Gesundheitswesen vom 4. November 1962 (GesundheitsG, LS 810.1) </span><span>fÃ¼r 90 Arbeitstage pro Kalenderjahr gemÃ¤ss dem Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits Ã¼ber die FreizÃ¼gigkeit vom 21. Juni 1999 (FreizÃ¼gigkeitsabkommen, SR.0.142.112.681) mÃ¶glich. Die Gesundheitsdirektion beantragte mit Beschwerdeantwort vom 7. Februar 2006 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><b><span>1.1 </span></b><span>Streitgegenstand bildet vorliegend die Bewilligung zur AusÃ¼bung eines Berufs der Gesundheitspflege. DiesbezÃ¼gliche erstinstanzliche Anordnungen der Direktionen und Ãmter kÃ¶nnen gemÃ¤ss § 19a Abs. 2 Ziff. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) direkt mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht angefochten werden. Die sachliche und funktionelle ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts ist damit grundsÃ¤tzlich gegeben. Der angefochtene Entscheid unterliegt im Verfahren der Direktbeschwerde nicht nur der Rechts-, sondern auch der Ermessenskontrolle (§ 50 Abs. 1 und 3 VRG).</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>1.2 </span></b><span>Der Klarheit halber sei angefÃ¼gt, dass der praxisberechtigte BeschwerdefÃ¼hrer, A, den Antrag auf Anstellung von C gestellt hat. Die Beschwerdelegitimation des Ersteren ergibt sich aus § 10 Abs. 3 der ZahnÃ¤rzteverordnung vom 10. Juni 1998 (ZahnÃ¤rzteV, LS 811.21), wonach die Assistenzbewilligung in jedem Einzelfall von der praxisberechtigten Person zu beantragen ist. Die Eingabe von C bezweckt lediglich die UnterstÃ¼tzung bzw. BegrÃ¼ndung der Beschwerde von A, stellt aber keine eigenstÃ¤ndige Beschwerde von C dar, was denn auch aus dessen Eingabe klar hervorgeht (âDer unterzeichnende Anwalt wurde vom Beteiligten und betroffenen Assistenz-Zahnarzt beauftragt, das Gesuch des Praxisinhabers Dr. A zu unterstÃ¼tzen und zu begrÃ¼nden.â). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Verwaltungsprozess ist die Legitimation eine rein prozessuale Frage und entspricht insofern allein der zivilprozessualen Rechtsmittellegitimation. Sie zÃ¤hlt zu den Prozessvoraussetzungen; fehlt sie, wird das Verfahren durch Nichteintreten erledigt (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 21 N. 7). Voraussetzung der Legitimation ist unter anderem, dass der BeschwerdefÃ¼hrer <i>einen eigenen, praktischen Nutzen<b> </b></i>an der Rechtsmittelerhebung dartun kann. Die Wahrnehmung der Interessen Dritter genÃ¼gt nicht (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 22). Somit sind im Rahmen des vorliegenden Verfahrens die Interessen des den Antrag stellenden Praxisinhabers relevant, was sich schon aus § 10 Abs. 3 ZahnÃ¤rzteV ergibt, nicht aber die spezifischen Interessen des Assistenzzahnarztes. Darunter fÃ¤llt beispielsweise die Argumentation, dieser sei aus finanziellen GrÃ¼nden auf eine WeiterbeschÃ¤ftigung im reduzierten Umfang angewiesen oder aber, es kÃ¶nne ihm nicht zugemutet werden, in seinem 66. Altersjahr noch einen schweizerischen Ausbildungsabschluss als Zahnarzt zu erwerben. Auf die Beschwerde ist daher nicht einzutreten, soweit es um die alleinigen Interessen von C geht.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.1 </span></b><span>Die Gesundheitsdirektion hielt fest, als eidgenÃ¶ssisch anerkannte Diplome wÃ¼rden insbesondere die in einem der bisherigen EU- oder EFTA-Staaten ausgestellten Diplome gelten. Inhaber eines gleichwertigen so genannten Drittstaatendiploms wÃ¼rden unter den Voraussetzungen der Notstandsbestimmung gemÃ¤ss § 8 Abs. 2 GesundheitsG zugelassen, das heisse, sofern in einer Berufsart, fÃ¼r deren AusÃ¼bung das Gesetz ein eidgenÃ¶ssisches oder eidgenÃ¶ssisch anerkanntes auslÃ¤ndisches Diplom verlange, nicht genÃ¼gend BerufsangehÃ¶rige vorhanden seien, um die Betreuung der BevÃ¶lkerung sicherzustellen. Bis in die frÃ¼hen 80-er Jahre habe im Kanton ZÃ¼rich zumindest gebietsweise ein Behandlungsnotstand bestanden, weshalb gestÃ¼tzt auf die Notstandsbestimmung Bewilligungen jeweils befristet auf drei Jahre erteilt worden seien. Seit Jahreswechsel 1982/83 gelte der Notstand generell als behoben und es seien gestÃ¼tzt auf die Ausnahme von Art. 8 Abs. 2 GesundheitsG keine neuen Bewilligungen mehr erteilt worden. Aus BilligkeitsgrÃ¼nden seien jedoch frÃ¼her erteilte Bewilligungen weiterhin um jeweils drei Jahre bis zum Erreichen des ordentlichen Pensionierungsalters verlÃ¤ngert worden, vorausgesetzt die BerufsausÃ¼bung sei im Kanton ZÃ¼rich ohne Unterbruch fortgesetzt worden. Erneuerungsgesuche, die in den letzten drei Jahren vor Erreichen des ordentlichen Pensionierungsalters gestellt wÃ¼rden, wÃ¼rden allerdings konsequent nur noch bis zum Datum, an dem das 65. Altersjahr erreicht werde, verlÃ¤ngert. Dem Gesuch sei daher nicht stattzugeben.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.2 </span></b><span>Seitens des BeschwerdefÃ¼hrers wird geltend gemacht, die Bewilligung gemÃ¤ss § 8 Abs. 2 GesundheitsG sei auf unbestimmte Zeit vorgesehen gewesen, was auch aus dem Umstand hervorgehe, dass den BewilligungstrÃ¤gern Bedingungen Ã¼ber Art und Ort der TÃ¤tigkeit auferlegt werden konnten, wobei diese aber hÃ¶chstens auf acht Jahre zu befristen waren. Folgerichtig mÃ¼sse der Entzug der Bewilligung, sofern dieser gegen Willen der betroffenen Person erfolge, verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein. Vorliegend sei die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit nicht gegeben, weshalb die gesetzeswidrige Massnahme aufzuheben sei. Zudem liege eine Verletzung der Rechtsgleichheit vor, seien ihm doch zahlreiche auslÃ¤ndische AssistenzzahnÃ¤rzte bekannt, welche weit Ã¼ber das 65. Altersjahr hinaus als Praxisangestellte tÃ¤tig gewesen seien. </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.3 </span></b><span>§ 8 Abs. 2 GesundheitsG bezieht sich nur auf die <i>im Gesetz selber </i>als bewilligungspflichtig erklÃ¤rten BerufstÃ¤tigkeiten. Bei der Ã¤rztlichen bzw. zahnÃ¤rztlichen TÃ¤tigkeit ist dies ausschliesslich die selbststÃ¤ndige, nicht aber die unselbststÃ¤ndige BerufsausÃ¼bung (§§ 16 und 18 GesundheitsG). Somit verleiht § 8 Abs. 2 GesundheitsG dem BeschwerdefÃ¼hrer auch keinen eigenstÃ¤ndigen Anspruch zur Anstellung des Assistenzzahnarztes (vgl. VGr, 5. Oktober 2000, VB.2000.00270, E. 4d, www.vgrzh.ch). Wenn die Gesundheitsdirektion diese Bestimmung im Rahmen ihrer Befugnis zur Erteilung der Bewilligung zur unselbststÃ¤ndigen zahnÃ¤rztlichen TÃ¤tigkeit als Assistenzzahnarzt in zahnÃ¤rztlichen Privatpraxen gleichwohl nennt, so nur, um in Analogie dazu ihre Praxis zu begrÃ¼nden, warum der Betreffende im Sinn einer Ausnahmebewilligung trotz Fehlens eines eidgenÃ¶ssischen oder eidgenÃ¶ssisch anerkannten Zahnarztdiploms bisher als Assistenzzahnarzt in Privatpraxen tÃ¤tig sein durfte.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>§ 8 Abs. 3 GesundheitsG Ã¼berlÃ¤sst die Regelung der Zulassung von Assistenten und Vertretern dem Regierungsrat auf dem Verordnungsweg. GemÃ¤ss § 10 Abs. 1 ZahnÃ¤rzteV erteilt wie erwÃ¤hnt die Gesundheitsdirektion Bewilligungen zur unselbststÃ¤ndigen zahnÃ¤rztlichen TÃ¤tigkeit als AssistenzzahnÃ¤rztin oder Assistenzzahnarzt in zahnÃ¤rztlichen Privatpraxen, wobei gemÃ¤ss § 8 lit. a ZahnÃ¤rzteV zur unselbststÃ¤ndigen klinischen TÃ¤tigkeit Personen mit eidgenÃ¶ssischem oder eidgenÃ¶ssisch anerkanntem auslÃ¤ndischen Diplom zugelassen werden bzw. beschÃ¤ftigt werden dÃ¼rfen. Der Wortlaut der Verordnung sieht keine Ausnahmen fÃ¼r die Zulassung von Inhabern anderer, nicht eidgenÃ¶ssisch anerkannter Diplome vor, und auch Ã¼bergeordnetes Recht verleiht keine weiter gehenden AnsprÃ¼che. Wenn die Gesundheitsdirektion trotzdem die Anstellungen von C jeweils befristet auf drei Jahre und letztmals bis zum Erreichen des ordentlichen Pensionierungsalters bewilligt hat, so handelt es sich hierbei um eine extensive Auslegung. Denkbar wÃ¤re grundsÃ¤tzlich auch eine enge Auslegung gewesen. So hat das Verwaltungsgericht das Erfordernis eines eidgenÃ¶ssisch bzw. eidgenÃ¶ssisch anerkannten Arztdiploms fÃ¼r die BeschÃ¤ftigung einer AssistenzÃ¤rztin in einer Arztpraxis geschÃ¼tzt, da das Erfordernis eines solchen Diploms auch fÃ¼r die unselbststÃ¤ndige Ã¤rztliche TÃ¤tigkeit grundsÃ¤tzlich im Ã¶ffentlichen Interesse der Patientensicherheit liege und sich als adÃ¤quates Mittel zur Durchsetzung eines gewissen QualitÃ¤tsstandards Ã¤rztlicher Leistung prÃ¤sentiere (VGr, VB.2000.00270, E. 4b). Es ergibt sich somit, dass sich aus den anwendbaren rechtlichen Bestimmungen kein Ã¼ber die von der Gesundheitsdirektion gehandhabte Praxis hinausgehender Anspruch auf BeschÃ¤ftigung von C ableiten lÃ¤sst. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Bewilligung zur BeschÃ¤ftigung von C als Assistenzzahnarzt grÃ¼ndete ursprÃ¼nglich auf einer schon lange und erst recht seit Aufhebung des InlÃ¤ndervorrangs per 1. Juni 2004 zufolge Umsetzung des FreizÃ¼gigkeitsabkommens nicht mehr bestehenden Ausnahmesituation (Behandlungsnotstand). Die Regelung dieses Ausnahmefalles (Mass der Abweichung, Inhalt der Bewilligung) war dem pflichtgemÃ¤ssen Ermessen der VerwaltungsbehÃ¶rde bzw. der Gesundheitsdirektion anheim gestellt (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 2546). Wenn die Gesundheitsdirektion eine Ã¼ber das ordentliche Pensionierungsalter hinausgehende Anstellung des nicht Ã¼ber ein eidgenÃ¶ssisch anerkannten Diploms verfÃ¼genden Zahnarztes als Assistenzzahnarzt nicht mehr bewilligt hat, so lag dies grundsÃ¤tzlich in ihrem pflichtgemÃ¤ssen Ermessen und ist nicht weiter zu beanstanden. Der BeschwerdefÃ¼hrer, das heisst der Praxisinhaber, macht denn auch nicht geltend, inwieweit spezielle UmstÃ¤nde vorliegen, wonach er konkret auf die Neuanstellung von C angewiesen sein sollte. Demnach kann auch nicht von einer fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer relevanten Ausnahmesituation ausgegangen werden. Wie bereits dargelegt, begrÃ¼ndet die Wahrung der Interessen Dritter noch keine Beschwerdelegitimation, aus welchem Grund auch nicht weiter darauf eingegangen werden kann, inwieweit die Nichterteilung der Bewilligung fÃ¼r C persÃ¶nlich unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig ist.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.4.1 </span></b><span>Zu prÃ¼fen bleibt, ob der ablehnende Entscheid der Gesundheitsdirektion die Rechtsgleichheit verletzt, wird doch geltend gemacht, zahlreiche auslÃ¤ndische AssistenzzahnÃ¤rzte seien weit Ã¼ber das 65. Altersjahr hinaus als Praxisangestellte tÃ¤tig gewesen. Namentlich erwÃ¤hnt werden E,. F, G und H. Die Gesundheitsdirektion hÃ¤lt fest, E sei letztmals bis zum 31. Mai 2003 als Assistenzzahnarzt bewilligt worden und F habe seine TÃ¤tigkeit bereits am 31. Mai 1999 beendet. Beide FÃ¤lle lÃ¤gen zeitlich somit klar vor der Aufhebung des InlÃ¤ndervorranges und der daraufhin erfolgten PraxisÃ¤nderung der Gesundheitsdirektion, nÃ¤mlich davon Abstand zu nehmen, in einzelnen FÃ¤llen Inhaberinnen und Inhabern von in Drittstaaten ausgestellten Diplomen die Bewilligung Ã¼ber das Pensionierungsalter hinaus jeweils befristet auf ein Jahr zu erneuern. Die Anstellung von G sei bloss noch fÃ¼r kurze Zeit bewilligt worden, um einen geordneten Abschluss des ArbeitsverhÃ¤ltnisses und eine Ãbergabe der bisher durch den Assistenzzahnarzt behandelten Patientinnen und Patienten auf den langjÃ¤hrigen Arbeitgeber bzw. einen allfÃ¤lligen neuen Assistenzzahnarzt zu ermÃ¶glichen. H sei KinderzahnÃ¤rztin und im Bereich der Kinder- und Schulzahnmedizin sei die Rekrutierung geeigneter ZahnÃ¤rztinnen und ZahnÃ¤rzte im Vergleich zur Erwachsenenzahnmedizin lange Zeit deutlich schwieriger gewesen. Am 31. August 2005 habe H ihre TÃ¤tigkeit beendet. Da C die TÃ¤tigkeit bei seiner langjÃ¤hrigen Arbeitgeberin (seine Tochter) beendet habe und er auch kein erfahrener Kinderzahnarzt sei, liege bezÃ¼glich seiner Person auch kein mit den FÃ¤llen G oder H vergleichbarer Sachverhalt vor. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Gesundheitsdirektion hat gegenÃ¼ber C ihre gÃ¤ngige grundsÃ¤tzliche Praxis, nÃ¤mlich die Bewilligung jeweils um drei weitere Jahre bis zum Erreichen des ordentlichen Pensionierungsalters zu verlÃ¤ngern, eingehalten. Aufgrund einer falschen Auskunft seitens der Gesundheitsdirektion war C bei seiner Tochter sogar Ã¼ber das 65. Altersjahr hinaus tÃ¤tig, nÃ¤mlich bis Ende Januar 2006, was vorliegend aber nicht Gegenstand des Verfahrens bildet. Somit kann gestÃ¼tzt auf die grundsÃ¤tzlich geÃ¼bte Praxis kein Anspruch auf Neueinstellung des 1940 geborenen C hergeleitet werden.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.4.2 </span></b><span>In einigen FÃ¤llen erneuerte die Gesundheitsdirektion in Abweichung ihrer grundsÃ¤tzlichen Praxis die Bewilligung zur BeschÃ¤ftigung eines Assistenzzahnarztes bzw. einer AssistenzzahnÃ¤rztin Ã¼ber das 65. Altersjahr hinaus mit der BegrÃ¼ndung, gewisse praxisberechtigte Personen hÃ¤tten Probleme mit der Wiederbesetzung frei werdender Assistenzstellen gehabt. Dazu gehÃ¶ren offensichtlich die FÃ¤lle E und F. Seit Aufhebung des InlÃ¤ndervorranges per 1. Juni 2004 ist davon aber Abstand genommen worden. Die Gesundheitsdirektion hat somit die Voraussetzungen fÃ¼r eine Ausnahmeregelung weiter verschÃ¤rft.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Aufhebung des InlÃ¤ndervorranges zufolge Umsetzung des FreizÃ¼gigkeitsabkommens stellt einen ernsthaften und sachlichen Grund fÃ¼r die EinfÃ¼hrung einer solchen restriktiveren Handhabung dar (HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 511 ff.). Weitere diesbezÃ¼gliche AusfÃ¼hrungen erÃ¼brigen sich an dieser Stelle jedoch, wird doch seitens des die Beschwerde fÃ¼hrenden Praxisinhabers mit keinem Wort geltend gemacht, er habe Schwierigkeiten, die fragliche Assistentenstelle zu besetzen und er sei deswegen auf die Anstellung von C angewiesen. Unter diesen UmstÃ¤nden wÃ¤re selbst unter der frÃ¼heren, weniger strengen Praxis keine Bewilligung erteilt worden.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.4.3 </span></b><span>Die BeschÃ¤ftigung von H als Assistentin Ã¼ber das ordentliche Pensionierungsalter hinaus wurde mit der BegrÃ¼ndung bewilligt, es habe damals ein Mangel an KinderzahnÃ¤rzten bestanden. Vorliegend wird jedoch nicht geltend gemacht, C verfÃ¼ge Ã¼ber solche Spezialkenntnisse bzw. die zu besetzende Assistentenstelle erfordere konkrete Fachkenntnisse, welche nur C erfÃ¼llen kÃ¶nne. Die Gesundheitsdirektion verweist im Gegenteil darauf, die fachlichen Qualifikationen des Letzteren wÃ¼rden gegen die Erteilung einer Assistenzbewilligung sprechen. Darauf braucht indessen nicht weiter eingegangen zu werden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>G wurde die BeschÃ¤ftigung Ã¼ber das 65. Altersjahr hinaus fÃ¼r kurze Zeit bewilligt, um einen ordentlichen Abschluss des ArbeitsverhÃ¤ltnisses bzw. eine Ãbergabe der Patienten und Patientinnen zu gewÃ¤hrleisten. Hier geht es aber um eine Neuanstellung, weshalb schon deswegen kein vergleichbarer Sachverhalt vorliegt. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Praxis der Gesundheitsdirektion gesetzeskonform ist und vorliegend keine GrÃ¼nde gegeben sind, welche fÃ¼r ein Abweichen bzw. die Erteilung einer (allenfalls modifizierten) Bewilligung sprechen kÃ¶nnten. Somit ist die Beschwerde vollumfÃ¤nglich abzuweisen.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>3.</span></b></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Verfahrensausgang wird der BeschwerdefÃ¼hrer kostenpflichtig (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht damit von vornherein weder ihm noch C zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>