A bteilung II B -2170/2006 {T 0/2} U rteil vom 28. M ärz 2007 M itw irkung: R ichterin M aria Am gw erd (vorsitzende R ichterin), R ichter Bernard M aitre (Abteilungspräsident), R ichterin Vera M arantelli; G erichtsschreiberin Barbara Aebi W ._______, Beschw erdeführerin gegen B undesam t für B erufsbildung und Technologie (B B T), Effingerstrasse 27, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend A nerkennung eines D iplom s. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. W ._______, schw eizerische Staatsangehörige, stellte am 20. D ezem ber 2004 (recte: 2005) beim Bundesam t für Berufsbildung und Technologie (Bundesam t) das G esuch, ihr M eistertitel im Augenoptikerhandw erk (aus- gestellt am 1. D ezem ber 2005 von der H andw erkskam m er Kassel) sei als gleichw ertig m it dem eidgenössischen D iplom als Augenoptikerin anzuer- kennen. D en G esuchsbeilagen ist zu entnehm en, dass W ._______ am In- stitut für Berufsbildung (IfB) in Karlsruhe, einer staatlich anerkannten pri- vaten Fachschule für Augenoptik und O ptom etrie, von O ktober 2004 bis O ktober 2005 den Vollzeitlehrgang absolviert und am 1. D ezem ber 2005 die M eisterprüfung im Augenoptikerhandw erk erfolgreich bestanden hatte. M it Verfügung vom 27. Februar 2006 entschied das Bundesam t, die M eisterprüfung w erde der H öheren Fachprüfung gleichgestellt unter der Bedingung, dass W ._______ als Ausgleichsm assnahm e entw eder a. eine Eignungsprüfung in den Fächern Pathologie sow ie Allgem eine O ptik & Instrum ente ablege oder b. einen einjährigen Anpassungslehrgang in der Schw eiz unter der Anleitung eines diplom ierten Augenoptikers absolviere und die Fächer Pathologie sow ie Allgem eine O ptik & Instrum ente an der H öheren Fachschule für Augenoptik in O lten besuche. Zur Begründung hielt das Bundesam t fest, die Schw eiz habe m it dem Freizügigkeitsabkom m en das System der Europäischen U nion (EU ) zur gegenseitigen Anerkennung von D iplom en in ihren M itgliedstaaten angenom m en, und w ende zur Beurteilung der G leichw ertigkeit bei reglem entierten Berufen die europäischen R ichtlinien an. D iese R ichtlinien sähen vor, dass der Aufnahm estaat einem EU /EFTA-Bürger den Zugang zu seinem Arbeitsm arkt nicht verw eigern könne, w enn der G esuchsteller in seinem H eim atland für die Ausübung seines Berufes qualifiziert sei. Bestünden indessen U nterschiede bezüglich der D auer und dem Inhalt der Ausbildung, könne der Aufnahm estaat vom G esuchsteller Ausgleichsm assnahm en verlangen. D ie Tätigkeit als Augenoptiker sei in der Schw eiz reglem entiert. D ie Ausbildung zur Vorbereitung auf die H öhere Fachprüfung (H FP) zum diplom ierten Augenoptiker daure zw ei Jahre. In den w ichtigsten Fächern Augenoptik (Pathologie, Anatom ie, Physiologie, Pharm akologie), O ptik und Kontaktlinsenanpassung verm ittle die Schule in O lten über 1500 Lektionen. G esam thaft um fasse der Lehrplan der Schule 2750 Lektionen. Bei der H FP m it den Fallfächern Pathologie, R efraktionsbestim m ung, Kontaktlinsen und Allgem eine O ptik dienten optom etrische/physikalische G rundlagen als Q ualifikationsbasis. H ingegen liege in den handw erklichen M eisterprüfungen in D eutschland das Schw ergew icht bei der M eisterprüfungsarbeit und der Arbeitsprobe, die auch Teile der R efraktion und Kontaktlinsen-Abgabe beinhalte. D as im R ahm en der H FP geprüfte Fallfach Pathologie w erde bei der M eisterprüfung nur als Teilbereich im Fach Augenoptik geprüft. Im Vergleich zu den schw eizerischen Fallfächern Kontaktlinsen und 3 R efraktionsbestim m ung fehlten in D eutschland w ichtige Teilbereiche w ie die äussere und innere Inspektion des Auges, die ihrerseits fundierte Kenntnisse in Pathologie voraussetzten. D ie Pathologie und die Inspektion des Auges erlangten in der Schw eiz vor allem vor dem H intergrund der kantonalen Berufsausübungsvorschriften elem entare Bedeutung, sei doch der diplom ierte Augenoptiker verpflichtet, bei Erkennen oder Verdacht einen Kunden dem Facharzt zuzuw eisen. D as Fallfach Allgem eine O ptik & Instrum ente w erde in D eutschland nur sehr rudim entär geprüft. D as schw eizerische R eglem ent betrachte dieses Fach als unabdingbares G rundlagenfach zum Verständnis der Berufsausübung und zur Lehrlingsinstruktion. Aus diesen G ründen sei die H öhere Fachprüfung in der Schw eiz und die M eisterprüfung in D eutschland inhaltlich nicht vergleichbar und som it nicht gleichw ertig. B. G egen diese Verfügung erhob W ._______ (Beschw erdeführerin) am 29. M ärz 2006 Beschw erde bei der R ekurskom m ission EVD . Sie beantragt sinngem äss, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben und es sei ihr M eistertitel im Augenoptikerhandw erk anzuerkennen, eventualiter sei ihr Ersatz für den erlittenen finanziellen Schaden zu entrichten. Zur Begründung führt sie aus, bevor sie ihre W eiterbildung zur Augenoptikerm eisterin in D eutschland begonnen habe, habe sie sich im O ktober 2003 beim Bundesam t telefonisch darüber inform iert, ob der ausländische Ausw eis m it dem schw eizerischen D iplom des Augenoptikers gleichw ertig sei. D as Bundesam t habe dies zugesichert. D arauf hin habe sie sich für den Vollzeitlehrgang (O ktober 2004 bis O ktober 2005) am IfB angem eldet. Sie hätte die Ausbildung nicht absolviert, w enn sie geahnt hätte, dass ihrem M eistertitel die Anerkennung versagt w ürde. D afür fehle ihr Zeit und G eld. N ach dem G rundsatz von Treu und G lauben habe sie sich auf die m ündliche Auskunft des Bundesam tes verlassen dürfen. W enn das Bundesam t keine m ündlichen Auskünfte hätte erteilen w ollen, so hätte es sie auf den schriftlichen W eg verw eisen m üssen. D er G eschäftsführer des Schw eizer O ptikverbandes (SO V), H err J._______, habe ihr auf Anfrage hin im Jahr 2004 ebenfalls m itgeteilt, dass die deutsche Ausbildung in gängiger Praxis der schw eizerischen Ausbildung gleichgestellt w erde und sich erst m it der Einführung der Fachhochschule für Augenoptiker im Jahre 2007 etw as ändern w erde. Sie dürfe davon ausgehen, dass das Bundesam t und der SO V in engem Kontakt zueinander stünden und der SO V über D iplom anerkennungen und allfällige Praxisänderungen des Bundesam tes inform iert sei. Es sei stossend, dass eine Ausbildung, w elche bisher anerkannt w ar, ohne Ü bergangsfrist nicht m ehr anerkannt w erde. D ies obw ohl die Beschw erdeführerin vorgängig alle zum utbaren Abklärungen vorgenom m en habe. Falls ihre Beschw erde abgew iesen und ihr M eistertitel nicht m it dem eidgenössischen D iplom gleichgestellt w erden sollte, w äre ihr durch die Auskunft des Bundesam tes erheblicher finanzieller Schaden entstanden, w eshalb sie Anspruch auf Schadenersatz hätte.4 C . M it Vernehm lassung vom 13. Juni 2006 beantragt das Bundesam t die Abw eisung der Beschw erde. Es hält fest, am 1. D ezem ber 1937 hätten die R egierungen der Schw eiz und D eutschland ein Abkom m en zur G leichstellung deutscher und schw eizerischer handw erklicher Prüfungen unterzeichnet. W ahrscheinlich sei dieses Abkom m en von den deutschen und Schw eizer Behörden gelegentlich angew andt w orden. Es sei jedoch w eder ratifiziert noch in der system atischen Sam m lung des Bundesrechts publiziert und daher in keiner W eise rechtskräftig. M it dem Inkrafttreten des Freizügigkeitsabkom m ens (FZA) am 1. Juni 2002 habe sich die Anerkennung ausländischer D iplom e in der Schw eiz grundlegend verändert. D ie U m setzung der bilateralen Abkom m en habe eine gew isse Zeit gedauert. Bei der Anerkennung von Ausbildungen deutscher O ptiker w ürden die Schw eizer Behörden nun Anhang III des Freizügigkeitsabkom m ens anw enden. Aufgrund der w ortgetreuen Auslegung des Abkom m ens von 1937 seien Ausbildungen anerkannt w orden, die nicht den Anforderungen der Schw eizer Ausbildungen entsprächen. D ies w iderspreche ganz offensichtlich den in Anhang III FZA aufgenom m enen R ichtlinien. D as Bundesam t sei für die Anerkennung von Ausbildungen zuständig; die Bew illigung zur Ausübung des Berufs hingegen falle in den Zuständigkeitsbereich der Kantone. D ies führe dazu, dass die Bedingungen zur Berufsausübung in den verschiedenen Kantonen variieren könnten. Eine Verw altungspraxis stelle keine rechtliche R egelung dar und Privatpersonen könnten keine R echte daraus ableiten. D er R echtsgleichheitsgrundsatz könne nicht zur Folge haben, dass die Verw altung im m er an ihrer Praxis festhalten m üsse. D ies gelte vor allem dann, w enn eine Änderung der Praxis w ie im vorliegenden Fall auf eine G esetzesänderung zurückzuführen sei. Eine Praxisänderung m üsse sofort für alle Fälle gelten und nur vorgängig angekündigt w erden, w enn sie die R echte der Bürgerinnen und Bürger auf unw iderrufliche W eise beeinträchtige. D as sei hier nicht der Fall, da ein D iplom nach einer nicht einm al einen halben Tag dauernden Prüfung anerkannt w erden könne. G em äss den europäischen R ichtlinien zur Anerkennung von D iplom en seien die w ichtigsten Kriterien für die Prüfung eines Anerkennungsgesuchs D auer und Inhalt der Ausbildungen. D er Entscheid des Bundesam tes, der auf einem Vergleich der Ausbildungen beruhe, entspreche som it dem in den europäischen R ichtlinien vorgesehenen System . In der Schw eiz w erde ein G rossteil der Berufsausbildungen in Form von Prüfungen m it fakultativer Ausbildung durchgeführt. D ie erlangten Titel (Fachausw eise und D iplom e) erm öglichten den Zugang zu Berufen m it grosser Verantw ortung und hohem W issenstand. Trotzdem w ürden diese (schw eizerischen) Fachausw eise und D iplom e in der EU nicht anerkannt, w eil ihre Inhaber sich nicht auf eine Ausbildungsdauer im Sinne der R ichtlinien berufen könnten. In Anbetracht dessen sei die Schw eiz nicht bereit, über die Anforderungen der europäischen R ichtlinien hinauszugehen. Eine Person ohne Berufserfahrung, deren 5 Ausbildungsdauer deutlich kürzer sei als die im Aufnahm estaat vorgeschriebene D auer, erhalte keine Anerkennung und habe keinen Anspruch auf Ausgleichsm assnahm en. Im vorliegenden Fall sei die Ausbildungsdauer nicht das m assgebliche Kriterium , sondern es gehe hauptsächlich um den U nterrichtsinhalt. D a die europäischen R ichtlinien aber auf den Kriterien Ausbildungsdauer und -inhalt aufbauten, m üsse m an sich auf einen Ausbildungsw eg beziehen, um die Ausbildung der Beschw erdeführerin m it derjenigen in der Schw eiz zu vergleichen. D ie Ausbildung an der Schule in O lten erlaube einen gültigen Vergleich, w eil sie den Erw erb der durch die Prüfungsordnung der höheren Fachprüfung vom 12. Juni 1991 geforderten Kenntnisse erm ögliche. D ie Ausbildung der Beschw erdeführerin sei vom Schw eizer O ptikverband geprüft w orden. Aus diesem G utachten gehe hervor, dass die beiden Fächer, für w elche Ausgleichsm assnahm en gefordert w ürden, in D eutschland zu oberflächlich behandelt w ürden. Entgegen dem Standpunkt der Beschw erdeführerin sei es nicht m öglich, sich bei einer so unterschiedlichen Ausbildungsdauer den gleichen Stoff anzueignen. Im R ahm en dieser beiden Fächer w ürden Inhalte verm ittelt, die zur Berufsausübung unerlässlich seien. Eine zuw andernde Person könne nach Belieben eine Eignungsprüfung oder ein Anpassungspraktikum absolvieren. D as Bundesam t habe darauf verzichtet, im Fach R echtskunde Ausgleichsm assnahm en zu fordern, denn es gehe davon aus, dass es sich dabei nicht um Kenntnisse handle, die für die Berufsausbildung unerlässlich seien. D . M it Verfügung vom 22. Juni 2006 teilte die R ekurskom m ission EVD der Beschw erdeführerin m it, sie habe das R echt auf eine öffentliche Verhandlung. D ie Beschw erdeführerin verzichtete stillschw eigend auf die D urchführung einer Verhandlung. Am 31. August 2006 äusserte sich das Bundesam t zur Bew ertung des Lehrgangs und reichte unter anderem W eisungen betreffend die D urchführung der Eignungsprüfung ein. Am 7. Septem ber 2006 gab die R ekurskom m ission EVD der Beschw erdeführerin G elegenheit, sich zu diesen und w eiteren Eingaben des Bundesam tes zu äussern. D ie Beschw erdeführerin liess sich dazu nicht vernehm en. Am 7. Septem ber 2006 reichte die Beschw erdeführerin eine Stellungnahm e sow ie Kopien eines Briefw echsels zw ischen ihr und dem Bundesam t betreffend die Anrechnung eines früheren Praktikum s am Anpassungslehrgang ein. E. Im N ovem ber 2006 teilte die R ekurskom m ission EVD den Parteien m it, dass die R ekurskom m ission EVD am 31. D ezem ber 2006 durch das Bundesverw altungsgericht ersetzt w erde, w elches seine Tätigkeit am 6 1. Januar 2007 in Bern aufnehm e und die Beurteilung der bisher bei der R ekurskom m ission EVD hängigen R echtsm ittel übernehm e. In der Folge überw ies die R ekurskom m ission EVD die Akten auf den 1. Januar 2007 an das neu geschaffene Bundesverw altungsgericht. D ieses übernahm das Verfahren m it Verfügung vom 18. Januar 2007. Auf die vorstehend genannten und w eiteren Vorbringen w ird, sow eit sie rechtserheblich sind, in den Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. O b die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind und ob auf eine Beschw erde einzutreten ist, prüft das Bundesverw altungsgericht von Am tes w egen und m it freier Kognition (vgl. BG E 130 II 65 E. 1; FR ITZ G YG I, Bundesverw al- tungsrechtspflege, Bern 1983, S. 73 f.). D er Entscheid des Bundesam tes vom 27. Februar 2006 stellt eine Verfü- gung im Sinne des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren dar (Vw VG , SR 172.021; Art. 5 Abs. 1 Bst. c). D iese Verfügung w ar bisher bei der R ekurskom m ission EVD angefochten, w el- che vor dem Inkrafttreten des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) am 1. Januar 2007 (vgl. AS 2006 1069) zur Beurteilung der Streitsache sachlich und funktionell zuständig w ar (vgl. Art. 61 Abs. 1 Bst. c Ziff. 1 BBG œ [zitiert in E. 2], AS 2003 4557; aufgeho- ben gem äss Anhang Ziff. 35 zum VG G , AS 2006 2248). D as Bundesverw altungsgericht, w elches gem äss Art. 31 VG G als Be- schw erdeinstanz Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 Vw VG be- urteilt, ist nach Art. 53 Abs. 2 VG G (i.V.m . Art. 33 Bst. d VG G ) für die Be- handlung der vorliegenden Streitsache zuständig, zum al keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G greift. Sow eit vorliegend das Abkom m en über die Personenfreizügigkeit (zit. in E. 3) zur Anw endung gelangt, hat dieses keine Änderungen auf die hier dar- gestellte (innerstaatliche) O rdnung des R echtsschutzes zur Folge (vgl. STEPH AN BR EITEN M O SER /M IC H AEL ISLER , D er R echtsschutz im Personenfreizügig- keitsabkom m en zw ischen der Schw eiz und der EG sow ie den EU -M itglied- staaten, Aktuelle juristische Praxis [AJP] 2002 S. 1003 ff., insbes. S. 1018). D ie Beschw erdeführerin hat am Verfahren vor dem Bundesam t teilgenom - m en und ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt. Sie hat zudem ein als schutzw ürdig anzuerkennendes Interesse an deren Aufhe- bung oder Änderung, w eshalb sie zur Beschw erdeführung legitim iert ist (Art. 48 Abs. 1 Vw VG ). D ie Eingabefrist sow ie die Anforderungen an Form und Inhalt der Beschw erdeschrift sind gew ahrt (Art. 50 und 52 Abs. 1 Vw VG ), der Kostenvorschuss w urde fristgem äss bezahlt (Art. 63 Abs. 4 Vw VG ) und die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 44 ff. Vw VG ).7 Auf die Beschw erde ist daher einzutreten. 2. N ach Art. 2 des Berufsbildungsgesetzes vom 13. D ezem ber 2002 (BBG , SR 412.10) regelt dieses G esetz säm tliche Berufsbereiche ausserhalb der H ochschulen, so unter anderem die berufliche G rundbildung, einschliess- lich der Berufsm aturität; die höhere Berufsbildung; die berufsorientierte W eiterbildung und die Q ualifikationsverfahren, Ausw eise und Titel (Art. 2 Abs. 1 Bst. a - d BBG ). Art. 68 Abs. 1 BBG überträgt dem Bundesrat die R egelung der Anerken- nung ausländischer D iplom e und Ausw eise der Berufsbildung im G eltungs- bereich des Berufsbildungsgesetzes. M it dem Erlass der Berufsbildungs- verordnung vom 19. N ovem ber 2003 (BBV, SR 412.101) hat der Bundesrat diesen Auftrag erfüllt und in Art. 69 Folgendes bestim m t: 1 D as Bundesam t anerkennt ausländische D iplom e und Ausw eise, w enn diese: a. im H erkunftsland staatlich ausgestellt oder staatlich anerkannt sind; und b. einem schw eizerischen Ausw eis oder Titel gleichw ertig sind. 2 Einem schw eizerischen D iplom oder Ausw eis gleichw ertig ist ein ausländisches D iplom oder ein ausländischer Ausw eis dann, w enn: a. die gleiche Bildungsstufe gegeben ist; b. die Bildungsdauer äquivalent ist; c. die Inhalte vergleichbar sind;und d. der Bildungsgang neben theoretischen auch praktische Q ualifikationen um fasst. 3 Antragsberechtigt ist, w er in der Schw eiz W ohnsitz hat oder als G renzgängerin oder G renzgänger tätig ist. 4 Völkerrechtliche Verträge bleiben vorbehalten. W ird die Ausübung einer Berufstätigkeit durch R echtsvorschriften an den Besitz eines bestim m ten D iplom s oder Ausw eises gebunden und verfügt die G esuchstellerin oder der G esuchsteller über ein ausländisches D iplom oder einen ausländischen Ausw eis, der in der Schw eiz nicht als gleichw er- tig anerkannt ist, so sorgt das Bundesam t in Zusam m enarbeit m it den Kan- tonen oder m it O rganisationen der Arbeitsw elt für Ausgleichsm assnahm en, m it denen die verlangten Q ualifikationen erreicht w erden können (vgl. Art. 70 Abs. 1 und 3 BBV). 3. Am 1. Juni 2002 trat das Abkom m en vom 21. Juni 1999 zw ischen der Schw eizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen G e- m einschaft und ihren M itgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsabkom m en, FZA, SR 0.142.112.681) in Kraft. N ach Art. 1 Bst. a Freizügigkeitsabkom m en hat dieses zum Ziel, den Staatsangehöri- gen der M itgliedstaaten der Europäischen G em einschaft und der Schw eiz ein R echt auf Einreise, Aufenthalt, Zugang zu einer unselbstständigen Er- w erbstätigkeit und N iederlassung als Selbstständiger sow ie das R echt auf Verbleib im H oheitsgebiet der Vertragsparteien einzuräum en. D er G rund-8 satz der N ichtdiskrim inierung (vgl. Art. 2 FZA) gew ährleistet den Staatsan- gehörigen der Schw eiz und der M itgliedstaaten der Europäischen G em ein- schaft das R echt, in der Anw endung des Abkom m ens nicht schlechter ge- stellt zu w erden als die Angehörigen des Staates, der das Abkom m en handhabt (YVO H AN G AR TN E R , D er G rundsatz der N ichtdiskrim inierung w egen der Staatsangehörigkeit im Freizügigkeitsabkom m en der Schw eiz m it der Europäischen G em einschaft, AJP 2003 S. 257 ff, dort S. 260). In diesem Zusam m enhang bestim m t Art. 9 Freizügigkeitsabkom m en, dass die Ver- tragsparteien gem äss Anhang III die erforderlichen M assnahm en treffen, um den Staatsangehörigen der M itgliedstaaten der Europäischen G em ein- schaft und der Schw eiz den Zugang zu unselbstständigen und selbststän- digen Erw erbstätigkeiten und deren Ausübung sow ie die Erbringung von D ienstleistungen zu erleichtern. Anhang III trägt die Bezeichnung "G egenseitige Anerkennung beruflicher Q ualifikationen (D iplom e, Prüfungszeugnisse und sonstiger Befähigungs- nachw eise)". N ach dessen Bestim m ungen w enden die Vertragsparteien im Bereich der gegenseitigen Anerkennung beruflicher Befähigungsnach- w eise untereinander die gem einschaftlichen R echtsakte, auf die Bezug ge- nom m en w ird, in der zum Zeitpunkt der U nterzeichnung des Abkom m ens geltenden Fassung einschliesslich der in Abschnitt A dieses Anhangs ge- nannten Änderungen oder gleichw ertige Vorschriften an (vgl. hierzu und zum G anzen: Botschaft vom 23. Juni 1999 zur G enehm igung der sektoriel- len Abkom m en zw ischen der Schw eiz und der EG , Botschaft, BBl 1999 6128, insbes. S. 6155 und S. 6347 ff.; U rteil des Bundesgerichts 2A.331/2002 vom 24. Januar 2003 E. 6.1 m it H inw eis auf: R U D O LF N ATSC H , G egenseitige Anerkennung beruflicher Q ualifikationen, in: Bilaterale Ver- träge Schw eiz - EG , Zürich 2002, S. 195 ff., insbes. S. 204; M AX W ILD , D ie Anerkennung von D iplom en im R ahm en des Abkom m ens über die Freizü- gigkeit der Personen, in: Bilaterale Abkom m en Schw eiz - EU , Basel etc. 2001, S. 383 ff., insbes. S. 403; Bundesam t für Berufsbildung und Techno- logie, Bericht über die Anerkennung ausländischer D iplom e in der Schw eiz und die Anerkennung schw eizerischer D iplom e im Ausland: R egelungen, bestehende Praktiken und H andlungsbedarf, Bern 2001, S. 4 f.; im Fol- genden: Bericht 2001). H insichtlich der Anerkennung der beruflichen Q ualifikationen erfasst das bilaterale Personenfreizügigkeitsabkom m en nur die im Aufnahm estaat re- glem entierten beruflichen Tätigkeiten. Alle nicht reglem entierten Berufe stehen der freien Ausübung offen. Für sie ist die Anerkennung nach dem Personenfreizügigkeitsabkom m en ohne Bedeutung. Ist ein Beruf im Auf- nahm estaat nicht reglem entiert, bedarf es som it keiner Prüfung der G leich- w ertigkeit des D iplom s und eine Arbeitsbew illigung genügt (vgl. N ATSC H , a.a.O ., S. 205; W ILD , a.a.O ., S. 386 f.; H ILD EG AR D SC H N EID ER , D ie Anerken- nung von D iplom en in der Europäischen G em einschaft, Antw erpen-Apel- doorn 1995, S. 177). Als reglem entierte berufliche Tätigkeit gilt eine berufliche Tätigkeit, bei der die Aufnahm e oder Ausübung oder eine der Arten ihrer Ausübung in einem M itgliedstaat direkt oder indirekt durch R echts- oder Verw altungsvor-9 schriften an den Besitz eines Ausbildungs- oder Befähigungsnachw eises (bzw . D iplom s) gebunden ist. D azu gehört insbesondere die Ausübung ei- ner beruflichen Tätigkeit in Verbindung m it der Führung eines Titels, der nur von Personen geführt w erden darf, die einen Ausbildungs- oder Befä- higungsnachw eis (bzw . ein D iplom ) besitzen, die in einschlägigen R echts- und Verw altungsvorschriften festgelegt sind; sow ie die Ausübung einer be- ruflichen Tätigkeit im G esundheitsw esen, w enn die Vergütung dieser Tä- tigkeit und/oder eine diesbezügliche Erstattung durch das einzelstaatliche System der sozialen Sicherheit an den Besitz eines Ausbildungs- oder Be- fähigungsnachw eises (bzw . D iplom s) gebunden ist (Art. 1 Bst. f der R ichtli- nie 92/51/EW G bzw . Art. 1 Bst. d der R ichtlinie 89/48/EW G , beide zitiert in E. 3.2). Berufsverbände oder -organisationen, die ihren M itgliedstaaten derartige Titel ausstellen und von den Behörden anerkannt w erden, kön- nen sich nicht auf ihre private N atur berufen, um sich der Anw endung der m it dieser R ichtlinie vorgesehenen R egelung zu entziehen (Vorspann der R ichtlinie 89/48/EW G ). D as Bundesam t hat eine Liste der reglem entierten Berufe in der Schw eiz herausgegeben (abrufbar unter w w w .bbt.adm in.ch [Them en/Internationale D iplom anerkennung/EU -D iplom anerkennung/Liste der reglem entierten Be- rufe]). D er Beruf des Augenoptikers ist in dieser Liste erfasst (N . 1.04). So- m it ist das Freizügigkeitsabkom m en auf das G esuchsverfahren der Be- schw erdeführerin grundsätzlich anw endbar. 3.1 D ie Beschw erdeführerin w ohnt im Kanton Zürich. D er Kanton Zürich regelt die Tätigkeit zur selbstständigen Berufsausübung als Augenoptiker in der Verordnung vom 8. Januar 1992 über die Berufe der G esundheitspflege (ZH -Lex 811.31). Zur selbstständigen Berufsausü- bung ist eine Bew illigung der G esundheitsdirektion erforderlich; die un- selbstständige Berufsausübung bedarf keiner Bew illigung (vgl. § 9 i.V.m . § 8 Bst. h und § 35 Abs. 1 der Verordnung). Augenoptiker sind berechtigt, Korrektionsbestim m ungen vorzunehm en und Kontaktlinsen anzupassen und abzugeben (§ 33 der Verordnung). D ie Bew illigung zur selbststän- digen Berufsausübung als Augenoptiker w ird Inhabern eines eidgenös- sischen oder eidgenössisch anerkannten ausländischen D iplom s erteilt (§ 34 der Verordnung). D am it steht fest, dass die selbstständige Ausübung des Augenoptikerbe- rufes im Kanton Zürich im Sinne der R ichtlinie 92/51/EW G reglem entiert ist. 3.2 D as europäische R echt unterscheidet spezielle und allgem eine Anerken- nungsrichtlinien. Erstere beruhen auf dem Prinzip der vorgängigen H arm o- nisierung der Ausbildung, letztere auf dem Prinzip des gegenseitigen Ver- trauens in die Ausbildung der anderen M itgliedstaaten (vgl. Botschaft, a.a.O ., S. 6347 f.). Sieben sektorielle R ichtlinien w urden nach dem System der H arm onisierung gestaltet und erm öglichen dam it sechs m edizinischen und param edizinischen Berufen (Arzt, Zahnarzt, Tierarzt, Apotheker, Pfle-10 gepersonal in allgem einer Pflege, H ebam m e) sow ie Architekten die auto- m atische Anerkennung (vgl. W ILD , a.a.O ., S. 396 f.; SC H N EID ER , a.a.O ., S. 167). D ie allgem eine Anerkennungsregelung, w elche nicht für bestim m te beruf- liche Tätigkeiten gilt, setzt sich aus der R ichtlinie 89/48/EW G des R ates vom 21. D ezem ber 1988 über eine allgem eine R egelung zur Anerkennung der H ochschuldiplom e, die eine m indestens dreijährige Berufausbildung abschliessen (ABl. 1989 L 019 S. 16; im Folgenden: R ichtlinie 89/48/EW G ) sow ie aus der R ichtlinie 92/51/EW G des R ates vom 18. Juni 1992 über eine zw eite allgem eine R egelung zur Anerkennung beruflicher Befähi- gungsnachw eise in Ergänzung zur R ichtlinie 89/48/EW G (ABl. L 209 S. 25; im Folgenden: R ichtlinie 92/51/EW G ) zusam m en. 3.3 D ie beiden allgem einen R ichtlinien 89/48/EW G und 92/51/EW G stützen sich auf die Art. 49, Art. 57 Abs. 1 und Art. 66 des Vertrages zur G ründung der Europäischen W irtschaftsgem einschaft und bezw ecken, dass Angehö- rige der M itgliedstaaten als Selbstständige oder abhängig Beschäftigte ih- ren Beruf auch in einem anderen M itgliedstaat ausüben können als in dem jenigen, in dem sie ihre beruflichen Q ualifikationen erw orben haben (vgl. einleitende Bem erkungen der R ichtlinien 89/48/EW G und 92/51/EW G , 1. Abs.). Von der R ichtlinie 89/48/EW G erfasst w erden Studienabschlüsse nach einem Studium von m indestens drei Jahren (vgl. Art. 1 Bst. a 2. G edan- kenstrich der R ichtlinie 89/48/EW G ; SC H N EID ER , a.a.O ., S. 239; W ILD , a.a.O ., S. 399). D ie R ichtlinie 92/51/EW G bezieht sich auf die Sekundarschulbil- dung sow ie die kurzen postsekundären Studiengänge von m indestens einem Jahr und alle im Anhang C der R ichtlinie aufgeführten Studiengänge (vgl. E. 9 der R ichtlinie 92/51/EW G und Art. 1 der R ichtlinie 92/51/EW G ; SC H N EID ER , a.a.O ., S. 239; Bundesam t für Berufsbildung und Technologie, Bericht 2001, a.a.O ., S. 28 f.). D ie Beschw erdeführerin hat am 31. Juli 1996 in der Schw eiz das Fähig- keitszeugnis als Augenoptikerin erw orben. Sie hat in D eutschland (H er- kunftsstaat) eine Ausbildung zur M eisterin im Augenoptikerhandw erk ab- solviert. Zur M eisterprüfung w ird zugelassen, w er eine G esellenprüfung in dem H andw erk, in dem er die M eisterprüfung ablegen w ill, bestanden hat. D ie Ausbildung zur Augenoptikerin, w elche m it der G esellenprüfung abge- schlossen w ird, dauert drei Jahre (vgl. § 49 des G esetzes der Bundesrepu- blik D eutschland vom 17. Septem ber 1953 zur O rdnung des H andw erks [konsolidierte Fassung; BG BI I 1953, 1411]; im Folgenden: H w O und § 2 der Verordnung der Bundesrepublik D eutschland vom 4. M ärz 1997 über die Berufsausbildung zum Augenoptiker/zur Augenoptikerin; im Folgenden: AugO ptAusbV 1997). D ie Beschw erdeführerin beantragt die Anerkennung der G leichw ertigkeit ihres M eistertitels im Augenoptikerhandw erk m it dem eidgenössischen D i- plom als Augenoptikerin.11 D er Inhaber des eidgenössischen D iplom s ist berechtigt, sich als "diplo- m ierter Augenoptiker" zu bezeichnen und diesen Titel öffentlich zu führen (vgl. Art. 23 Abs. 3 des R eglem ents vom 12. Juni 1991 über die D urchfüh- rung der H öheren Fachprüfung im Augenoptikerberuf [Prüfungsreglem ent]). D as D iplom ist eine U rkunde, w elche bezeugt, dass ihr Inhaber sich an der H öheren Fachprüfung über die zur selbstständigen Ausübung des Augenoptikerberufes notw endigen Fähigkeiten und Kennt- nisse ausgew iesen hat (Art. 23 Abs. 1 des Prüfungsreglem ents). Zur H ö- heren Fachprüfung für Augenoptiker w ird zugelassen, w er über das Fähig- keitszeugnis der Lehrabschlussprüfung als Augenoptiker oder über einen von der Prüfungskom m ission als gleichw ertig bezeichneten Ausw eis ver- fügt, und w er seit dem Abschluss der Lehrzeit w ährend vier Jahren im Be- rufe praktisch tätig w ar. D er Besuch einer höheren Fachschule für Augen- optiker w ird als Praxiszeit angerechnet (Art. 10 des Prüfungsreglem ents). D em zufolge handelt es sich sow ohl bei der M eisterprüfung im Augenopti- kerhandw erk in D eutschland (H erkunftsstaat) w ie auch der H öheren Fach- prüfung für Augenoptiker in der Schw eiz (Aufnahm estaat) um Ausbil- dungen im postsekundären Bereich, w elche w eniger als drei Jahre dauern. D ie berufliche Tätigkeit w ird zudem w eder von einer sektoriellen R ichtlinie noch von einer in Anhang A der R ichtlinie 92/51/EW G aufgeführten R ichtli- nie erfasst (vgl. Art. 2 Abs. 2 der R ichtlinie 92/51/EW G ). D aher ist für den Beruf des Augenoptikers die R ichtlinie 92/51/EW G anw endbar. 3.4 D ie Beschw erdeführerin ist Schw eizer Bürgerin und hat in D eutschland eine postsekundäre Ausbildung absolviert, w elche sie in der Schw eiz aner- kennen lassen w ill. N ach Art. 2 Abs. 1 der R ichtlinie 92/51/EW G erstreckt sich der Anw en- dungsbereich dieser R ichtlinie auf alle Angehörigen eines M itgliedstaates, die als Selbstständige oder abhängig Beschäftigte einen reglem entierten Beruf in einem Aufnahm estaat ausüben w ollen. N ach dem W ortlaut von Art. 2 Abs. 1 ist nicht klar, ob sich die R ichtlinie auch auf Inländer bezieht, w elche eine im Ausland getätigte Ausbildung anerkennen lassen w ollen. Für die Auslegung der Begriffe des G em einschaftsrechts ist die R echtspre- chung des G erichtshofes der Europäischen G em einschaften (EuG H ) bis zum Zeitpunkt vor der U nterzeichnung des Abkom m ens zu berücksichtigen (Art. 16 Abs. 2 FZA "acquis com m unautaire" auf dem Stand vom 21. Juni 1999; BR EITEN M O SER /ISLER , a.a.O ., S. 1011). D er G erichtshof der Eu- ropäischen G em einschaften hat in Vorabentscheidungen erkannt, dass die Freizügigkeit der Arbeitnehm er und das N iederlassungsrecht im System der G em einschaft grundlegende Freiheiten darstellten, "die nicht voll ver- w irklicht w ären, w enn die M itgliedstaaten die Anw endung des G em ein- schaftsrechts denjenigen ihrer Staatsangehörigen versagen dürften, die von den im G em einschaftsrecht vorgesehenen Erleichterungen G ebrauch gem acht und dank dieser Erleichterung berufliche Q ualifikationen in einem anderen M itgliedstaat als dem jenigen erw orben haben, dessen Staatsan- gehörigkeit sie besitzen" (vgl. U rteil vom 31. M ärz 1993 in der R echtssa- che C -19/92, Kraus, Sam m lung der R echtsprechung [Slg.], I-1663, 12 R andnr. 16 und U rteil vom 6. O ktober 1981 in der R echtssache 246/80, Broekm eulen, Slg., 2311, R andnrn. 18 ff.; vgl. SC H N EID ER , a.a.O ., S. 260; JAC Q U E S PER TEK, U ne dynam ique de la reconnaissance des diplôm es à des fins professionelles et à des fins académ iques: réalisations et nouvelles réflexions, in: La reconnaissance des qualifications dans un espace euro- péen des form ations et des professions, Bruxelles 1998, S. 189 f.; e con- trario hat das Bundesgericht festgehalten, dass das Freizügigkeitsabkom - m en Schw eizer Bürgern ohne grenzüberschreitenden Anknüpfungspunkt keine R echte einräum t und deren R echtsstellung sich grundsätzlich nach dem Landesrecht richtet, vgl. BG E 130 I 26 E. 1.2.3 und BG E 129 II 249 E. 4.3 und 5.1.). 3.5 Art. 3 Bst. a der R ichtlinie 92/51/EW G hält folgendes fest: "W ird der Zugang zu einem reglem entierten Beruf oder dessen Ausübung im Auf- nahm estaat von dem Besitz eines D iplom s im Sinne dieser R ichtlinie oder der R ichtlinie 89/48/EW G abhängig gem acht, so kann die zuständige Behörde [...] einem Angehörigen eines M itgliedstaats den Zugang zu diesem Beruf oder dessen Ausübung unter denselben Voraussetzungen w ie bei Inländern nicht w egen m an- gelnder Q ualifikation verw eigern, w enn der Antragsteller das D iplom im Sinne die- ser R ichtlinie oder der R ichtlinie 89/48/EW G besitzt, das in einem anderen M it- gliedstaat erforderlich ist, um Zugang zu diesem Beruf in seinem H oheitsgebiet zu erhalten oder ihn dort auszuüben, und w enn dieses D iplom in einem M itgliedstaat erw orben w urde." M it anderen W orten kann der Aufnahm estaat einem Antragsteller, der im Besitz eines D iplom s im Sinne dieser R ichtlinien ist, grundsätzlich nicht den Zugang oder die Ausübung eines reglem entierten Berufes w egen m angelnder Q ualifikation verw eigern, w enn dieses D iplom Zugangs- oder Ausübungsvoraussetzung für den entsprechenden Beruf im H erkunftsstaat ist. Als D iplom e im Sinne der R ichtlinie 92/51/EW G gelten Ausbildungsnach- w eise, die in einem M itgliedstaat von einer nach dessen R echts- und Ver- w altungsvorschriften bestim m ten zuständigen Stelle ausgestellt w erden, und aus denen hervorgeht, dass der D iplom inhaber erfolgreich einen nicht in Art. 1 Bst. a der R ichtlinie 89/48/EW G genannten postsekundären Aus- bildungsgang von m indestens einem Jahr oder eine Teilzeitausbildung vom entsprechender D auer oder einen der in Anhang C ausgeführten Aus- bildungsgänge absolviert hat (Art. 1 Bst. a 1. G edankenstrich und 2. G e- dankenstrich Ziff. i der R ichtlinie 92/51/EW G ). D ie Schw eizerischen H öheren Fachprüfungen für Augenoptiker fallen unter Anhang C der R ichtlinie 92/51/EW G (vgl. dazu Bundesam t für Berufsbil- dung und Technologie, Bericht 2001, a.a.O ., S. 28 f.). D er M eistertitel der Beschw erdeführerin ist von der H andw erkskam m er Kassel ausgestellt w orden. H ierbei handelt es sich um eine Körperschaft des öffentlichen R echts, w elche zur Vertretung der Interessen des H and- w erks errichtet w orden ist (vgl. § 90 Abs. 1 H w O ). D er M eistertitel der Be- schw erdeführerin ist daher von einer zuständigen Stelle ausgestellt w or- den. D er deutsche Augenoptikerm eister ist in Anhang C N um m er 2 (Bil- dungs- und Ausbildungsgänge zum "M eister" für die nicht unter die R ichtli-13 nien des Anhangs A fallenden handw erklichen Tätigkeiten) der R ichtlinie 92/51/EW G aufgeführt. Beim M eistertitel in D eutschland (H erkunftsstaat) handelt es sich som it ebenfalls um ein D iplom im Sinne der R ichtlinie 92/51/EW G . D as Augenoptikerhandw erk in D eutschland stellt ein zulassungspflichtiges H andw erk dar. D ie Ausbildungsbezeichnung M eister/M eisterin in Verbin- dung m it einem zulassungspflichtigen H andw erk darf nur führen, w er für dieses zulassungspflichtige H andw erk die M eisterprüfung bestanden hat (vgl. § 1 i.V.m . Anlage A N r. 33 H w O sow ie § 51 H w O ). Insofern ist dieser Beruf auch in D eutschland reglem entiert (vgl. auch den Leitfaden für die allgem eine R egelung zur Anerkennung der beruflichen Befähigungsnach- w eise der Europäischen Kom m ission, Anhang 1). D er M eistertitel berech- tigt zur selbstständigen Berufsausübung und zur Lehrlingsausbildung (vgl. § 45 Abs. 2 H w O ). G rundsätzlich kann die Schw eiz daher der Beschw erdeführerin den Zu- gang oder die Ausübung des reglem entierten Berufes nicht w egen m an- gelnder Q ualifikation verw eigern. 3.6 H ingegen hat der Aufnahm estaat das R echt, Ausbildung und Berufserfah- rung m it seinen Anforderungen zu vergleichen und eine Anerkennung der D iplom e als gleichw ertig abzulehnen, w enn die Ausbildung des Antragstel- lers sich in Bezug auf D auer, Inhalt oder die Tätigkeitsbereiche w esentlich unterscheidet. D ie Kom pensation unterschiedlicher Ausbildungsdauer kann durch den N achw eis von Berufserfahrung erbracht w erden (Art. 4 Abs. 1 Bst. a der R ichtlinie 92/51/EW G ). Im Falle von unterschiedlichen Ausbildungsinhalten darf der Aufnahm estaat vom Antragsteller verlangen, dass er einen Anpassungslehrgang absolviert oder eine Eignungsprüfung ablegt (Art. 4 Abs. 1 Bst. b der R ichtlinie 92/51/EW G ; N ATSC H , a.a.O ., S. 206 f., W ILD , a.a.O ., S. 400). M acht der Aufnahm estaat bei unterschied- lichem Ausbildungsinhalt von der M öglichkeit eines Anpassungsinstru- m entes G ebrauch, so m uss er dem Antragsteller die W ahl zw ischen dem Anpassungslehrgang und der Eignungsprüfung lassen (Art. 4 Bst. b U n- terabs. 3 der R ichtlinie 92/51/EW G ; SC H N EID ER , a.a.O ., S. 257; JAC Q U ES PER TEK, L'Europe des diplôm es et des professions, Bruxelles 1994, S. 81). D er Aufnahm estaat darf die Anpassungsinstrum ente des Art. 4 Abs. 1 Bst. a und b nicht kum ulativ anw enden (Art. 4 Abs. 2 der R ichtlinie 92/51/EW G ; SC H N EID ER , a.a.O ., S. 198; PER TEK, L'Europe des diplôm es et des professions, a.a.O ., S. 80). 3.7 D ie Anforderungen an die Ausbildungsdauer w erden von der Beschw erde- führerin, w as auch das Bundesam t nicht bestreitet, erfüllt: D iese beträgt in der Schw eiz m indestens acht Jahre. N ach Art. 10 des Prüfungsreglem ents ist die Zulassung zur H öheren Fachprüfung für Au- genoptiker an die doppelte Voraussetzung geknüpft, dass der Kandidat über das Fähigkeitszeugnis der Lehrabschlussprüfung als Augenoptiker verfügt, und dass er nach Abschluss der Lehrzeit vier Jahre als Augenopti-14 ker tätig w ar. D er Besuch einer höheren Fachschule für Augenoptiker w ird als Praxiszeit angerechnet. D ie Ausbildungsdauer ist in D eutschland dem gegenüber w esentlich kürzer. Zur M eisterprüfung w ird zugelassen, w er eine G esellenprüfung nach drei- jähriger Ausbildung zum Augenoptiker/zur Augenoptikerin bestanden hat (vgl. § 49 H w O sow ie § 2 AugO ptAusbV 1997). D ie Beschw erdeführerin hat die Lehre zur Augenoptikerin in der Schw eiz absolviert und 1996 m it dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis abge- schlossen. Insofern bedarf es entgegen der D arlegung des Bundesam tes im angefochtenen Entscheid keiner G leichw ertigkeitsbescheinigung der M eisterprüfung m it dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis. W ie den Ar- beitszeugnissen entnom m en w erden kann, w ar die Beschw erdeführerin von Januar 1997 bis Juli 1998 bei der "A.________ AG " in X._______, von August 1998 bis Septem ber 2001 bei der "B._______ AG " in X._______ und von O ktober 2001 bis August 2004 bei "C ._______" in X._______ als Augenoptikerin tätig. 3.8 H ingegen entschied das Bundesam t in der angefochtenen Verfügung vom 27. Februar 2006, dass die M eisterprüfung in D eutschland m it der H öheren Fachprüfung inhaltlich nicht vergleichbar und som it nicht gleichw ertig sei. D ie M eisterprüfung, w elche die Beschw erdeführerin absolviert habe, w erde der H öheren Fachprüfung gleichgestellt unter der Bedingung, dass sie als Ausgleichsm assnahm e entw eder a. eine Eignungsprüfung in den Fächern Pathologie sow ie Allgem eine O ptik & Instrum ente ablege oder b. einen einjährigen Anpassungslehrgang in der Schw eiz unter der Anleitung eines diplom ierten Augenoptikers absolviere und die Fächer Pathologie sow ie Allgem eine O ptik & Instrum ente an der H öheren Fachschule für Augenop- tik in O lten besuche. Insofern m acht das Bundesam t in der angefochtenen Verfügung von Art. 4 Abs. 1 Bst. b der R ichtlinie 92/51/EW G G ebrauch, w onach der Aufnahm e- staat im Falle von unterschiedlichem Inhalt der Ausbildung als Kom pensa- tion von der G esuchstellerin einen Anpassungslehrgang oder eine Eig- nungsprüfung verlangen kann. D ie Frage, ob sich die M eisterprüfung im Augenoptikerhandw erk inhaltlich w esentlich vom Schw eizerischen D iplom des Augenoptikers unterscheidet und das Bundesam t in der angefochtenen Verfügung vom 27. Febru- ar 2006 als Voraussetzung für die Anerkennung der G leichw ertigkeit zu R echt eine Ausgleichsm assnahm e verlangt, kann hier offen gelassen w er- den, da die Beschw erde aus nachfolgenden G ründen gutzuheissen ist. 4. D ie Beschw erdeführerin rügt, die H andlungsw eise des Bundesam tes ver- stosse gegen den G rundsatz des H andelns nach Treu und G lauben. Bevor sie im O ktober 2004 ihre W eiterbildung zur Augenoptikerm eisterin in D eutschland begonnen habe, habe sie sich im O ktober 2003 beim Bundes- am t telefonisch darüber inform iert, ob der ausländische Ausw eis m it dem 15 schw eizerischen D iplom des Augenoptikers gleichw ertig sei. D as Bundes- am t habe dies zugesichert. Sie habe sich auf diese m ündliche Auskunft des Bundesam tes verlassen dürfen. Sie hätte die Ausbildung nicht absol- viert, w enn sie geahnt hätte, dass ihrem M eistertitel die Anerkennung ver- sagt w ürde. D ie Beschw erdeführerin beruft sich som it sinngem äss auf den Vertrauensschutz. Zudem hält sie fest, der G eschäftsführer des Schw eizer O ptikverbandes (SO V), H err J._______, habe ihr im Jahr 2004 auf Anfrage hin ebenfalls m itgeteilt, dass die deutsche Ausbildung in gängiger Praxis der schw eize- rischen Ausbildung gleichgestellt w erde und sich erst m it der Einführung der Fachhochschule für Augenoptiker im Jahr 2007 etw as ändern w erde. 4.1 D er in Art. 9 BV (SR 101) verankerte G rundsatz von Treu und G lauben verleiht einer Person Anspruch auf Schutz des berechtigten Vertrauens in behördliche Zusicherungen, Auskünfte, M itteilungen oder Em pfehlungen einer Behörde, die sich im N achhinein als unrichtig erw eisen. Er führt dazu, dass die Behörde unter gew issen, kum ulativ zu erfüllenden Voraus- setzungen an ihre unrichtige Zusicherung, Auskunft usw . gebunden ist; das heisst, sich so verhalten m uss, als ob die Zusicherung, Auskunft usw . richtig gew esen w äre (PIER R E TSC H AN N EN /U LR IC H ZIM M E R LI, Allgem eines Ver- w altungsrecht, Bern 2005, S. 153; U LR IC H H ÄFELIN /G EO R G M Ü LLER /FELIX U H LM AN N , Allgem eines Verw altungsrecht, 5. Aufl., Zürich 2006, R z. 698). G em äss R echtsprechung und D oktrin sind unrichtige Zusicherungen, Aus- künfte, M itteilungen oder Em pfehlungen von Behörden bindend, w enn (a) die Behörde in einer konkreten Situation m it Bezug auf bestim m te Per- sonen gehandelt hat; (b) die Behörde für die Erteilung der Auskunft zu- ständig w ar oder als zuständig betrachtet w erden durfte; (c) der Bürger die U nrichtigkeit der Auskunft nicht ohne w eiteres erkennen konnte; (d) der Bürger im Vertrauen auf die R ichtigkeit der Auskunft D ispositionen getrof- fen hat, die nicht ohne N achteil rückgängig gem acht w erden können und (e) die gesetzliche O rdnung seit der Auskunftserteilung keine Änderung er- fahren hat (BG E 121 V 65 E. 2a, BG E 119 V 302 E. 3a, BG E 118 Ia 245 E. 4b, BG E 118 V 65 E. 7, BG E 117 Ia 285 E. 2b, BG E 117 Ia 412 E. 3b, je m it H inw eisen; U rteil des Bundesgerichts 1A.8/2004 vom 17. D ezem - ber 2004 E. 4.2 m it H inw eisen; H ÄFELIN /M Ü LLE R /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 668 ff.). Selbst w enn die Voraussetzungen für eine verbindliche behördliche Aus- kunft erfüllt sind, scheitert die Berufung auf Treu und G lauben, w enn ihr überw iegende öffentliche Interessen gegenüberstehen (BG E 129 I 161 E. 4.1 m it H inw eisen, BG E 116 Ib 185 E. 3c; H ÄFELIN /M Ü LLE R /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 696 m it H inw eisen; FR ITZ G YG I, Verw altungsrecht, Bern 1986, S. 160; R EN É A. R H IN O W /BEAT KR ÄH EN M AN N , Schw eizerische Verw altungsrecht- sprechung, Ergänzungsband, Basel und Frankfurt am M ain 1990, N r. 75 B IVc, S. 243; BEATR IC E W EBER -D Ü R LER , Vertrauensschutz im öffent- lichen R echt, Basel und Frankfurt am M ain 1983, S. 112). In einem sol- chen Fall besteht aber allenfalls Anspruch auf Schadenersatz 16 (H ÄFELIN /M Ü LLE R /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 696 und R z. 703 m it H inw eisen; W EBE R -D Ü R LER , a.a.O ., S. 129 ff.). 4.2 W as die erste Voraussetzung betrifft, so taugt nicht jede behördliche Aus- kunft als Vertrauensbasis. D ie Auskunft m uss an sich geeignet sein, schutzw ürdiges Vertrauen zu begründen. N otw endig ist eine gew isse in- haltliche Bestim m theit; eine lediglich vage Absichtskundgabe oder ein H in- w eis auf eine bisherige Praxis genügt nicht. Sodann w ird in Lehre und R echtssprechung m ehrheitlich die Auffassung vertreten, nur eine auf einen konkreten, die auskunftserheischende Person direkt betreffenden Sachver- halt bezogene Auskunft könne die Behörden binden, nicht aber eine allge- m eine Auskunft (vgl. BG E 125 I 267 E. 4c, BG E 122 II 113 E. 3b/cc m it H inw eisen; R H IN O W /KR ÄH EN M AN N , a.a.O ., N r. 75 B IIIa, S. 241; anderer M ei- nung: W EBER -D Ü R LER , a.a.O ., S. 84, S. 207; H ÄFELIN /M Ü LLER /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 670.). Zudem begründet eine Auskunft schutzw ürdiges Vertrauen nur, w enn sie vorbehaltlos erteilt w orden ist (vgl. U rteile des Bundesgerichts 2A.454/2002 vom 20. M ärz 2003 E. 2.2 und 2A.251/2000 vom 19. D ezem - ber 2000 E. 2b/cc; H ÄFELIN /M Ü LLE R /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 680; TSC H AN N EN /ZIM M E R LI, a.a.O ., S. 154; W EBE R -D Ü R LER , a.a.O ., S. 205). U nm assgeblich ist die Form der Auskunftserteilung; auch eine m ündliche Auskunft kann verbindlich sein, w enn sie auf G rund der U m stände geeig- net ist, den guten G lauben des Betroffenen zu erw ecken (vgl. H ÄFELIN /M Ü LLER /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 669; R H IN O W /KR ÄH EN M AN N , a.a.O ., N r. 75 B IIIa, S. 241; BG E 106 V 139 E. 4c m it Verw eis auf BG E 91 I 133 E. 4b, BG E 114 Ia 105 E. 2a). 4.2.1 D ie Beschw erdeführerin m acht geltend, bevor sie im O ktober 2004 ihre W eiterbildung zur Augenoptikerm eisterin in D eutschland begonnen habe, habe sie sich im O ktober 2003 beim Bundesam t telefonisch darüber infor- m iert, ob der ausländische Ausw eis m it dem schw eizerischen D iplom des Augenoptikers gleichw ertig sei. D as Bundesam t habe dies zugesichert. Sie habe sich auf die m ündliche Auskunft des Bundesam tes verlassen dürfen. D ie gleiche Zusicherung habe sie auf Anfrage hin von H errn J._______, Schw eizer O ptikverband, im Jahr 2004 erhalten. D ie Beschw erdeführerin kann zw ar nicht belegen, dass das Bundesam t ihr diese Auskunft erteilt hat. Ü ber den Inhalt des Telefonats ist keine G e- sprächsnotiz erstellt w orden. D ie Beschw erdeführerin hat sich den Inhalt des G esprächs auch nicht schriftlich bestätigen lassen. U nbestritten und aktenkundig ist aber, dass das Bundesam t w ährend Jah- ren in ständiger Praxis alle deutschen M eistertitel im Augenoptikerhand- w erk als gleichw ertig m it dem eidgenössischen D iplom als Augenoptiker anerkannt hat. D as Bundesam t stützte diese Anerkennungspraxis auf die Vereinbarung zw ischen der Schw eiz und dem deutschen R eich vom 1. D e- zem ber 1937 über die gegenseitige Anerkennung der Lehrabschluss- und M eisterprüfungen, w elche zw ar nie ratifiziert, aber beiderseits angew endet w urde (vgl. dazu N ATSC H , a.a.O ., S. 217 f. Fusszeile 41; Botschaft, a.a.O ., S. 6350 sow ie Schreiben vom 2. August 1995 der Abteilung Berufsbildung 17 des dam aligen Bundesam tes für Industrie, G ew erbe und Arbeit [BIG A; heute: BBT] an den D eutschen H andw erkskam m ertag, w onach das Bun- desam t die zw ischenstaatliche Vereinbarung von 1937 bis zum Zeitpunkt einer allfälligen neuen R egelung w eiter einhalten w erde ). Am 1. Juni 2002 trat das Freizügigkeitsabkom m en und dam it die in seinem Anhang III aufgeführte R ichtlinie 92/51/EW G in Kraft. In der Folge stützte sich das Bundesam t w ie zuvor auf die G egenrechtsvereinbarung m it D eutschland (vgl. Vereinbarung zw ischen der Schw eiz und dem deutschen R eich vom 1. D ezem ber 1937) und anerkannte w eiterhin autom atisch deutsche M eistertitel im Augenoptikerhandw erk als gleichw ertig m it dem eidgenössischen D iplom des Augenoptikers. D ies w ird vom Bundesam t nicht bestritten (vgl. dazu Beschw erdeverfahren B-2158/2006 [Stellung- nahm e vom 5. Juli 2006] sow ie das nachfolgend zitierte Verhandlungspro- tokoll, S. 7). D er R ekurskom m ission EVD liegen solche G leichw ertigkeits- bestätigungen aus den Jahren 2003 und 2004 vor (vgl. die eingereichten G leichw ertigkeitsbestätigungen in den Beschw erdeverfahren B-2159/2006, B-2160/2006, B-2169/2006; vgl. dazu auch die Beschw erdeverfahren B- 2161/2006, B-2168/2006, B-2195/2006, B-2173/2006). 4.2.2 D er U m stand, dass das Bundesam t nach eigenen Angaben (vgl. Verhand- lungsprotokoll der öffentlichen Verhandlung, w elche in gleichgelagerten Beschw erdeverfahren am 28. August 2006 vor der R ekurskom m ission EVD durchgeführt w urde [Beschw erdeverfahren B-2158/2006, B- 2159/2006, B-2160/2006; B-2168/2006, B-2190/2006, B-2164/2006, B- 2167/2006, B-2171/2006, B-2172/2006, B-2173/2006, B-2174/2006, B- 2176/2006], S. 7) in einer langjährigen, konstanten Praxis bis Ende 2004/anfangs 2005 alle deutschen M eistertitel im Augenoptikerhandw erk dem eidgenössischen D iplom gleichw ertig anerkannte, kann als gew ich- tiges Indiz für das Vorliegen einer entsprechenden Zusicherung im O kto- ber des Jahres 2003 gew ertet w erden, stand diese doch vollkom m en im Einklang m it der dam aligen Anerkennungspraxis. Zudem ist auf G rund der Ausführungen des Bundesam tes in der Vernehm lassung, w onach die U m - setzung des Freizügigkeitsabkom m ens eine gew isse Zeit gedauert habe, und auf G rund der Aussagen des Vertreters des Bundesam tes an der öf- fentlichen Verhandlung (vgl. Verhandlungsprotokoll S. 7) zu schliessen, dass sich eine Änderung der Anerkennungspraxis erst im Verlaufe des Jahres 2005 abzeichnete. D afür spricht auch der U m stand, dass die Aus- kunft des Schw eizer O ptikverbandes im Jahr 2004, w onach sich an der Anerkennungspraxis erst im Jahr 2007 m it der Einführung der Fachhoch- schule für Augenoptiker etw as ändern w erde, inhaltlich den Auskünften entspricht, w elche das Bundesam t in den Beschw erdeverfahren B- 2158/2006, B-2159/2006 erteilt hat. Andernfalls hätte der Schw eizer O ptik- verband - w ie auch die Beschw erdeführerin verm utet - über die Praxisän- derung inform iert sein m üssen, arbeiten doch das Bundesam t und der Schw eizer O ptikverband im Bereich der Berufsbildung zusam m en (vgl. Art. 1 BBG und Art. 1 BBV). Kom m t hinzu, dass sich die Aussagen der Beschw erdeführerin über die Auskunft des Bundesam tes m it den Aussagen anderer betroffener Per-18 sonen, w elche in D eutschland ebenfalls die M eisterprüfung abgelegt und sich beim Bundesam t vorgängig über die G leichstellung dieser Prüfung in- form iert haben, inhaltlich decken (vgl. dazu die Beschw erdeverfahren B- 2158/2006, B-2159/2006, B-2168/2006, B-2166/2006, B-2167/2006, B- 2174/2006). Im W eiteren ist aktenkundig, dass das Bundesam t im Jahr 2002 w eiteren Betroffenen die G leichstellung des deutschen M eistertitels m it dem schw eizerischen D iplom unter Verw eis auf Art. 1 der Vereinbarung zw i- schen D eutschland und der Schw eiz vom 1. D ezem ber 1937 schriftlich be- stätigt hat (vgl. B-2162/2006; B-2179/2006). Zudem bestreitet das Bundesam t nicht, dass es dam als auf telefonische Anfrage hin solche Zusicherungen abgegeben hat (vgl. Verhandlungspro- tokoll S. 8). Auf die Aussage eines Beschw erdeführers anlässlich der öf- fentlichen Verhandlung hin, w onach das Bundesam t nun anscheinend kei- ne Auskünfte m ehr über die (künftige) Anerkennung von D iplom en erteile (vgl. Verhandlungsprotokoll, S. 4), erklärte der Vertreter des Bundesam tes, es sei richtig, dass das Bundesam t früher solche Auskünfte erteilt habe (vgl. Verhandlungsprotokoll, S. 5). H inzu kom m t auch, dass der Vertreter des Bundesam tes anlässlich der öffentlichen Verhandlung ausgeführt hat, dass deutsche M eistertitel im Augenoptikerhandw erk bis anfangs 2005 als gleichw ertig m it dem eidgenössischen D iplom des Augenoptikers aner- kannt w orden seien. D as Bundesam t habe seine Praxis im Jahre 2005 überprüft und dann geändert, da es festgestellt habe, dass die bisherige Praxis nicht m ehr rechtskonform w ar (vgl. Verhandlungsprotokoll S. 6 und 7 sow ie G utachten des Schw eizer O ptikverbandes vom 1. N ovem ber 2005). Angesichts der gesam ten U m stände ist davon auszugehen, dass der Be- schw erdeführerin eine solche konkrete, sie direkt betreffende Auskunft vor- behaltlos erteilt w orden ist. 4.3 D ie Beschw erdeführerin beruft sich auf die Auskunft des Bundesam tes. Ausser Frage steht, dass diese von der zuständigen Behörde erteilt w or- den ist (vgl. Art. 68 Abs. 1 BBG und Art. 69 BBV, zitiert in E. 2; vgl. auch Art. 71 BBV), w eshalb die zw eite Voraussetzung ohne W eiteres als gege- ben erachtet w erden kann. W as die Auskunft des Schw eizer O ptikverbandes betrifft, so w ar der Be- schw erdeführerin - w ie aus ihren R ügen hervor geht - klar, dass D iplom a- nerkennungen nicht in seiner Entscheidkom petenz liegen und dieser nur die Inform ationen, über w elche er verfügte, w eitergab. 4.4 W as die Auskunft bezüglich der im Zeitpunkt der Anfrage geltenden Aner- kennungspraxis des Bundesam tes betrifft, so w ar diese richtig. D ie Aus- kunft, w onach deutsche M eistertitel vom Bundesam t w eiterhin anerkannt w ürden (w eshalb der am 1. D ezem ber 2005 von der Beschw erdeführerin erlangte M eistertitel m it dem eidgenössischen D iplom gleichgestellt w erde) erw eist sich im N achhinein als falsch. Es ist offensichtlich, dass die Be-19 schw erdeführerin die U nrichtigkeit der Auskunft nicht ohne W eiteres erken- nen konnte, stand diese doch im Einklang m it der dam aligen Anerken- nungspraxis und verfügte auch der Schw eizer O ptikverband über keine an- deren Inform ationen. D as Freizügigkeitsabkom m en (in Kraft seit 1. Juni 2002) w ar im Zeitpunkt der Auskunftserteilung (im O ktober 2003) schon seit m ehr als einem Jahr in Kraft, w eshalb die Beschw erdeführerin w eder ahnen konnte noch dam it rechnen m usste, dass das Abkom m en drei Jahre später eine Praxisänderung bew irken w ürde. 4.5 Bei der Prüfung des Kriterium s, ob D ispositionen getroffen w urden, die nicht ohne N achteil rückgängig gem acht w erden können, ist zu berücksich- tigen, dass die Auskunft für das Verhalten des Betroffenen ursächlich sein m uss (vgl. U rteil des Versicherungsgerichts C .344/2000 vom 6. Septem ber 2001 E. 3c/bb). Ein solcher Kausalzusam m enhang ist gegeben, w enn an- genom m en w erden kann, der Betroffene hätte sich ohne die fehlerhafte Auskunft anders verhalten. An den Bew eis des Kausalzusam m enhangs zw ischen Auskunft und D isposition w erden nicht allzu strenge Anforde- rungen gestellt. D enn bereits aus dem U m stand, dass ein Betroffener Er- kundigungen einholt, erw ächst eine natürliche Verm utung dafür, dass er im Falle eines negativen Entscheides ein anderes Vorgehen gew ählt hätte. D er erforderliche Kausalitätsbew eis darf deshalb schon als geleistet gel- ten, w enn es aufgrund der allgem einen Lebenserfahrung als glaubhaft er- scheint, dass sich der Betroffene ohne die fragliche Auskunft anders ver- halten hätte (vgl. H ÄFELIN /M Ü LLER /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 687 m it Verw eis auf BG E 121 V 65 E. 2b). D ie Beschw erdeführerin hat von O ktober 2004 bis O ktober 2005 den Voll- zeitlehrgang am Institut für Berufsbildung (IfB) in Karlsruhe absolviert und im Anschluss daran die M eisterprüfung vor der H andw erkskam m er Kassel abgelegt. Ausser Frage steht, dass der Besuch der Schule in D eutschland und die Ablegung der M eisterprüfung m it erheblichem finanziellem und zeitlichem Aufw and verbunden w aren und sich die Beschw erdeführerin ohne die Zusicherung des Bundesam tes nicht für die Ausbildung in D eutschland entschieden hätte. 4.6 Eine Auskunft ist nur in Bezug auf den Sachverhalt, w ie er der Behörde zur Kenntnis gebracht w ird, verbindlich. Ändert sich die tatsächliche Situation, so hat die Behörde den neuen Sachverhalt zu beurteilen und ist an ihre früheren Aussagen nicht m ehr gebunden. Behördliche Auskünfte stehen sodann im m er unter dem Vorbehalt einer allfälligen späteren R echtsände- rung. Eine vertrauensschutzbegründende Auskunft kann deshalb nur vor- liegen, w enn die R echtslage zur Zeit der Verw irklichung des Tatbestandes die gleiche ist w ie im Zeitpunkt der Auskunfterteilung, es sei denn die aus- kunfterteilende Behörde sei für die R echtsänderung selbst zuständig und die Auskunft sei im H inblick darauf erteilt w orden (BG E 117 Ia 285 E. 2b m it H inw eisen; H ÄFELIN /M Ü LLER /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 692; BEATR IC E W EBE R - D Ü R LER , N euere Entw icklung des Vertrauensschutzes, Schw eizerisches Zentralblatt für Staats-und Verw altungsrecht [ZBl] 103/2002, S. 289 ff.; 20 R H IN O W /KR ÄH EN M AN N , a.a.O ., N r. 75 B IVb, S. 242; G YG I, Verw altungsrecht, a.a.O ., S. 160; TSC H AN N EN /ZIM M ER LI, a.a.O ., S. 154). D as Bundesam t m acht nicht geltend und aus den Akten ist auch nicht er- sichtlich, dass sich der Stoffplan des Vorbereitungslehrganges "Augenopti- kerm eister" des Ifb (Institut für Berufsbildung) und die Anforderungen an die M eisterprüfung (vgl. die Verordnung vom 9. August 1976 über das Be- rufsbild und über die Prüfungsanforderungen im praktischen Teil und im fachtheoretischen Teil der M eisterprüfung für das Augenoptiker-H andw erk und Verordnung vom 18. Juli 2000 über gem einsam e Anforderungen in der M eisterprüfung im H andw erk) zw ischenzeitlich geändert haben. Es steht auch fest, dass die Anforderungen an die H öhere Fachprüfung im Augen- optikerberuf in der Schw eiz ebenfalls unverändert geblieben sind (vgl. Prü- fungsreglem ent, insbes. Art. 15 [Prüfungsfächer] und Art. 16 [Prüfungs- stoff]). Insofern w ar die tatsächliche Situation im Zeitpunkt der Auskunfts- erteilung dieselbe w ie im Zeitpunkt des Entscheides. D as Freizügigkeitsabkom m en trat am 1. Juni 2002 in Kraft (vgl. E. 3). D ie Beschw erdeführerin hat sich beim Bundesam t indessen erst im O ktober des Jahres 2003 über die G leichstellung ihrer deutschen Ausbildung in der Schw eiz erkundigt; zum Zeitpunkt der Auskunftserteilung w ar das Freizü- gigkeitsabkom m en dem zufolge schon seit m ehr als einem Jahr in Kraft. D as Inkrafttreten des Freizügigkeitsabkom m ens lässt sich daher im kon- kreten Fall einer Berufung auf den Vertrauensschutz nicht entgegen hal- ten. Ebenfalls steht unbestritten fest, dass seit der Auskunftserteilung im O kto- ber 2003 und dem Zeitpunkt der Einreichung des G esuches um Anerken- nung der G leichw ertigkeit beziehungsw eise dem angefochtenen Entscheid im Februar 2006 die R echtslage keine Änderungen erfahren hat. H ätte sich eine Änderung der Anerkennungspraxis auf G rund des Freizü- gigkeitsabkom m ens dam als bereits abgezeichnet, so w äre das Bundesam t verpflichtet gew esen, die Beschw erdeführerin darüber zu inform ieren (vgl. auch M AX IM B O D EN /R EN É A. R H IN O W , Schw eizerische Verw altungsrechtspre- chung, Band I, N r. 75 B IVb, S. 471). 4.7 D er Bürger kann aus dem Vertrauensschutz dann keinen Anspruch auf Bindung an die Vertrauensgrundlage ableiten, w enn dieser R echtsfolge überw iegende öffentliche Interessen entgegenstehen (vgl. W EBE R -D Ü R LER , Vertrauensschutz, a.a.O ., S. 134; R H IN O W /KR ÄH EN M AN N , a.a.O ., N r. 75 B IVc, S. 243). So besteht ein erhebliches öffentliches Interesse daran, dass in den Beru- fen des G esundheitsw esens nur fähige Leute tätig sind, handelt es sich doch gerade bei der G esundheit um ein R echtsgut, das des gew erbepoli- zeilichen Schutzes in hohem M asse bedarf (vgl. BG E 125 I 322 E. 3d, BG E 125 I 335 E. 3b, BG E 112 IA 322 E. 4c m it H inw eisen). Vom Bundesam t w ird indessen nicht geltend gem acht, dass die deutschen M eister im Augenoptikerhandw erk nicht befähigt w ären und deren Tätigkeit 21 G efahren für das Publikum m it sich bringe. Vielm ehr erklärte der Vertreter des Bundesam tes an der Verhandlung, dass es bisher keine Problem e m it deutschen Augenoptikerm eistern gegeben habe (vgl. S. 9 des Verhand- lungsprotokolls), und dass der einjährige Anpassungslehrgang auch unter der Anleitung eines im Ausland ausgebildeten Berufsangehörigen, dessen Ausw eis vom Bundesam t m it dem eidgenössischen D iplom des Augenopti- kers gleichgestellt w orden w ar, absolviert w erden könnte (vgl. S. 9 des Verhandlungsprotokolls). Ü berw iegende öffentliche Interessen, w elche der Berufung auf Treu und G lauben gegenüberstehen, sind im vorliegenden Fall daher nicht ersicht- lich. D ie Voraussetzungen für eine Berufung auf Treu und G lauben sind dam it erfüllt und die Beschw erdeführerin ist in ihrem Vertrauen auf die Auskunft des Bundesam tes, w onach der M eistertitel als m it dem eidgenössischen D iplom des Augenoptikers gleichw ertig anerkannt w erde, zu schützen. Aufgrund der G utheissung des H auptantrages erübrigt es sich, auf den Eventualantrag der Beschw erdeführerin, w onach ihr Schadenersatz zu entrichten sei, einzugehen. 5. D ie Beschw erde ist daher gutzuheissen und die Verfügung des Bundes- am tes vom 27. Februar 2006 aufzuheben. Es w ird festgestellt, dass das am 1. D ezem ber 2005 in D eutschland verliehene M eisterprüfungszeugnis im Augenoptikerhandw erk m it der H öheren Fachprüfung zum diplom ierten Augenoptiker gleichw ertig ist. D as Bundesam t w ird angew iesen, der Be- schw erdeführerin eine G leichw ertigkeitsbestätigung auszustellen. 6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist die Beschw erdeführerin obsie- gende Partei. D ie Verfahrenskosten sind in der R egel von der unterlie- genden Partei zu tragen (vgl. Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). Keine Verfahrensko- sten w erden Vorinstanzen auferlegt (vgl. Art. 63 Abs. 2 Vw VG ). D er von der Beschw erdeführerin am 15. April 2006 geleistete Kostenvorschuss von Fr. 900.- ist ihr zurückzuerstatten. 7. D ie Beschw erdeinstanz kann der ganz oder teilw eise obsiegenden Partei von Am tes w egen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erw ach- sene notw endige und verhältnism ässig hohe Kosten zusprechen (Art. 64 Abs. 1 Vw VG ) D ie Beschw erdeführerin w ar im vorliegenden Verfahren nicht vertreten, und auch sonst sind ihr keine anrechenbaren Kosten in diesem Sinn entstanden. D aher ist keine Parteientschädigung zuzuspre- chen. 8. G egen diesen Beschw erdeentscheid kann innert 30 Tagen beim Eidgenös- sischen Bundesgericht Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-22 heiten eingereicht w erden (Art. 82 Bst. a und Art. 86 Abs. 1 Bst. a i.V.m . Art. 100 Abs. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.11, in Kraft seit 1. Januar 2007, AS 2006 1205]). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen und die Verfügung des Bundesam tes für Berufsbildung und Technologie vom 27. Februar 2006 aufgehoben. Es w ird festgestellt, dass das am 1. D ezem ber 2005 in D eutschland verliehene M eisterprüfungszeugnis im Augenoptikerhandw erk m it der H öheren Fachprüfung zum diplom ierten Augenoptiker gleichw ertig ist. D as Bundesam t w ird angew iesen, der Beschw erdeführerin eine G leichw ertigkeitsbestätigung auszustellen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. D er Kostenvorschuss von Fr. 900.- w ird der Beschw erdeführerin aus der G erichtskasse zurückerstattet. 3. Es w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (m it G erichtsurkunde) D er Abteilungspräsident: D ie G erichtsschreiberin: Bernard M aitre Barbara Aebi R echtsm ittelbelehrung D ieses U rteil kann innert dreissig Tagen seit Eröffnung beim Schw eizerischen Bundesgericht in Lausanne angefochten w erden. Versand am : 2. April 2007