Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 20. Dezember 2018 (745 18 255 / 348) ____________________________________________________________________ Ergänzungsleistungen Eine Liegenschaft im Ausland wird in der EL nicht nach den Grundsätzen des kantonalen Steuerrechts bewertet; dies bedeutet, dass die Ausgleichskasse den Verkehrswert und den (hypothetischen) marktkonformen Mietzins zu ermitteln und auf der Einnahmenseite zu berücksichtigen hat Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsri chter Jgnaz Jermann, Kan- tonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Barbara Voegtli Parteien A.____ , Beschwerdeführerin , vertreten durch Dr. Roland Müller , Rechtsanwalt, Friedensgasse 2, Postfach 316, 4143 Dornach 1 gegen Ausgleichskasse Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen, Beschwerdegegnerin Betreff Ergänzungsleistungen A. Die 1946 geborene A.____ bezieht seit mehreren J ahren bei der Ausgleichskasse des Kantons Basel-Landschaft (Ausgleichskasse) monatlic he Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (EL). Am 24. Januar 2018 leitete die Ausgleichskas- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht se eine periodische Überprüfung des EL-Anspruchs von A.____ ein. Aufgrund der Angaben der Versicherten im Revisionsformular erhielt die Ausgleichsk asse Kenntnis, dass sie eine Liegen- schaft in I.____ besitzt, welche bis anhin von ihr nicht g emeldet wurde. In der Folge nahm die Ausgleichskasse eine Neuberechnung der EL vor. Mit Verfü gung vom 27. März 2018 hielt sie fest, dass A.____ ab Februar 2013 keinen Anspruch auf E L habe. Zudem forderte sie die ab Februar 2013 zu viel bezahlten Leistungen im Betrag von Fr. 29‘359.-- zurück. Die dagegen von der Versicherten erhobene Einsprache wies die Ausgleichsk asse mit Entscheid vom 19. Juni 2018 ab. B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanw alt Dr. Roland Müller, am 16. Au- gust 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung S ozialversicherungsrecht (Kantonsge- richt), und stellte die folgenden Rechtsbegehren: 1. Es seien der Einspracheentscheid und die angefochte ne Verfügung und die Be- rechnung/Verfügungen für die Jahre 2013-2018 aufzuheben und – der Anteil am Eigenmietwert des Hauses in I.____ a us den Berechnungen zu streichen; – der Wert des Anteils am Haus in I.____ auf maximal Fr. 30‘000.-- zu reduzie- ren. 2. Es seien gestützt auf die veränderten Werte die B erechnungen neu vorzuneh- men und die SVA Basel-Landschaft zu verpflichten, der Beschwerdeführerin wei- terhin ab 2013 Ergänzungsleistungen auszurichten. 3. Es sei in der Berechnung des Anspruchs ab Februar 2018 eine allfällige Rücker- stattungsforderung als Passivum zu berücksichtigen und d amit der Vermögens- verzehr zu streichen. 4. Es sei der Beschwerdeführerin die integrale unent geltliche Rechtspflege für Ge- richts- und Anwaltskosten mit dem Unterzeichnenden als unentgeltlichem Rechts- beistand zu gewähren. 5. Unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgetragen, dass es sich bei der Wohnung in I.____ um eine sehr einfach ausgestattete Ferienwohnung handle, die weder über einen Gasanschluss noch über eine Heizung verfüge. Es bestehe keine Nachfrage nach Mietwohnungen vor Ort. Die Beschwerdeführerin und ihr geschiedener Ehemann würde n seit Jahren versuchen, eine Gara- ge, die zur Wohnung gehöre, zu verkaufen. Die Beschwerd eführerin sei gesundheitlich sehr angeschlagen und verfüge über keinen Führerausweis, was für den Besuch der Wohnung uner- lässlich sei. Sie sei 2014 letztmals in der Wohnung gewesen. In der Berechnung sei ein Liegen- schaftsertrag von mehr als Fr. 5‘000.-- für den Wohnungsanteil angenommen worden, was voll- kommen unrealistisch sei. Dieser „Eigenmietwert“ sei vollst ändig aus der Berechnung zu strei- chen. Die Wohnung befinde sich auch nicht in einer bekann ten Tourismusregion von I.____. Daher sei auch der angerechnete Vermögenswert von ca. F r. 50‘000.-- zu hoch. Der Kataster- wert der Wohnung betrage ca. 50‘000.-- Euro bzw. Fr . 60‘000.--, sodass der Beschwerdeführe- rin die Hälfte mit maximal Fr. 30‘000.-- einzusetzen sei. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht C. Mit Vernehmlassung vom 21. September 2018 beantrag te die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung machte sie ge ltend, dass sie sich für die Berech- nung des Wertes der Liegenschaft in I.____ auf die Ang aben im sogenannten Visura per sog- getto gestützt habe. Aufgrund der dort angegebenen Re ndite habe sie gestützt auf die Kurzmit- teilung Nr. 414 der Steuerverwaltung vom 15. Juni 200 7 den Verkehrswert und den Eigenmiet- wert berechnet. Die leerstehende Liegenschaft werde vo n der Beschwerdeführerin als Ferien- haus genutzt. Als solches könne die Liegenschaft auch vermie tet werden. Der Leerstand sei daher mit einem Einkommensverzicht in der Höhe des bere chneten Eigenmietwerts gleichzu- setzen. D. Mit Verfügung vom 16. Oktober 2018 wurde der Beschw erdeführerin für das vorliegen- de Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Verbeiständung mit Rechtsanwalt Dr. Roland Müller als Rechtsvertreter bewilligt. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeine n Teil des Sozialversiche- rungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Verbindung mi t Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) vom 6. Oktober 2006 sind die Bestimmungen des ATSG auf die Ergänzungsleistungen anwendbar. Art. 56 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 60 Abs. 1 ATSG legen fest, dass gegen Verfügungen und Einspracheentscheide eines Sozialversicherungsträgers beim zuständigen Versicherungsge- richt innerhalb von 30 Tagen Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben werden kann. Zuständig ist gemäss Art. 58 Abs. 1 ATSG das Versicherungsgericht desje nigen Kantons, in dem die ver- sicherte Person zum Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung Wohn sitz hat. Die Beschwerdeführe- rin wohnt im Kanton Basel-Landschaft. Vorliegend ist d ie Zuständigkeit des Kantonsgerichts sowohl örtlich wie gemäss § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes ü ber die Verfassungs- und Verwal- tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 auch sa chlich gegeben. Auf die im Übri- gen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde vom 16. August 2018 ist einzutreten. 2.1 Ausländerinnen und Ausländer mit Wohnsitz und gewöh nlichem Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben nur Anspruch auf EL, wenn si e die Voraussetzungen von Art. 4 und Art. 5 ELG erfüllen. Die 1946 geborene, seit 19 88 in der Schweiz wohnhafte Beschwerde- führerin erfüllt die versicherungsmässigen Voraussetzungen und hat daher bei Vorliegen der weiteren Voraussetzungen Anspruch auf EL, was im vorli egenden Verfahren auch nicht in Fra- ge gestellt wird. 2.2 Gemäss Art. 9 ELG entspricht die jährliche EL dem Be trag, um den die anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen. Als Einnahmen werden unter anderem Einkünfte aus beweglichem und unbeweglichem Vermögen sow ie bei Altersrentnerinnen und -rentnern ein Zehntel des Reinvermögens, soweit es bei alleinstehenden Personen Fr. 37‘500.-- übersteigt, angerechnet (Art. 11 Abs. 1 lit. b und c E LG). In zeitlicher Hinsicht massgebend sind gemäss Art. 9 Abs. 5 lit. d ELG in Verbindung mit Art . 23 Abs. 1 der Verordnung über die Er- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht gänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Inval idenversicherung (ELV) vom 15. Januar 1971 in der Regel die während des vorangeg angenen Kalenderjahres erzielten an- rechenbaren Einnahmen sowie das am 1. Januar des Bezugsjahres vorhandene Vermögen. 2.3 Gestützt auf Art. 9 Abs. 5 lit. b ELG hat der Bun desrat in Art. 17 ELV nähere Bestim- mungen zur Vermögensbewertung erlassen. Gemäss Art. 17 Abs. 4 ELV sind Grundstücke, die dem Bezüger bzw. der Bezügerin oder einer Person, di e in die EL-Berechnung miteingeschlos- sen ist, nicht zu eigenen Wohnzwecken dienen, zum Verkehrswert einzusetzen (Urteil des Bun- desgerichts vom 16. Juni 2009, 8C_849/2008, E. 6.3.1; Urteil des EVG vom 20. September 2002, P 23/02, E. 3.2; vgl. E RWIN CARIGIET /U WE KOCH , Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 2. Aufl., Zürich 2009, S. 167 ff.; U RS MÜLLER , Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ELG, 3. Aufl., Zürich 2015, Art. 11 Rz. 359 ff.; R ALPH JÖHL /P ATRICIA URSINGER -EGGER , Ergänzungs- leistungen zur AHV/IV, in: Ulrich Meyer, Schweizerisches Bu ndesverwaltungsrecht [SBVR], Band XIV, Soziale Sicherheit, 3. Auflage, Basel 2016, S. 1851 f., Rz. 170). Der Abweichung vom Grundsatz, dass Vermögen nach den Grundsätzen des kantonalen Steuerrechts zu bewer- ten ist, liegt bei der Bewertung von nicht selbstbew ohnten Liegenschaften die Überlegung zu Grunde, dass der Steuerwert eines Grundstücks in der Rege l nicht dem effektiven Wert ent- spricht, welchen das Grundstück auf dem freien Markt bei ei nem Verkauf erzielen könnte. Durch die Anrechnung des Verkehrswertes soll auf der ande ren Seite aber zugleich auch ver- hindert werden, dass ein fiktives, auf dem Liegenschaftsmar kt kaum realisierbares Vermögen angerechnet wird, was sich mit Sinn und Zweck der gesetzli chen Regelung nicht vereinbaren liesse (Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z ürich vom 19. September 2017, ZL.2015.00115, E. 1.2 mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf ausländische Liegenschaften hielt das Bunde sgericht im Urteil vom 22. November 2007, 8C_187/2007, in Erwägung 6.3.1 fest, dass der gewöhnliche Aufenthalt in der Schweiz nicht unterbrochen wird, wenn sich der Leistungsanspreche r nur kurzfristig (beispielsweise feri- enhalber) in einer eigenen Liegenschaft im Ausland auf hält, und damit nicht von einer selbst bewohnten Liegenschaft gesprochen werden kann, die gemäss Art. 17 Abs. 1 ELV zu bewerten wäre. Damit sind auch Liegenschaften im Ausland zum Verk ehrswert in die EL-Berechnung einzusetzen (Art. 17 Abs. 4 ELV). 2.4 Die Bewertung ausländischer Liegenschaften ist schwi erig. In einem eine Liegenschaft in Tunesien betreffenden Entscheid erkannte das Bundes gericht, der – von der Ausgleichskas- se zu ermittelnde – relevante Verkehrswert der Liegen schaft könne durch Vergleich mit ähnli- chen Objekten hinreichend genau geschätzt werden. Massgeb ende Kriterien seien neben der Grösse des Grundstücks und der Anzahl Zimmer die Lage (ve rkehrsmässige Erschliessung, Distanz zum Meer) und die Wohnqualität (ruhiges oder l ärmiges, vornehmes oder ärmliches Quartier). Von Bedeutung sei auch, ob es ein Objekt fü r Touristen sei oder aber von Einheimi- schen bewohnt werde und einen entsprechend tieferen A usbaustandard aufweise. Als fraglich erachtete das Bundesgericht, ob Verkaufsangebote im In ternet eine zuverlässige Grundlage bildeten. Eine im Ausland erstellte Verkehrswertschätzung, die auf Geheiss eines lokalen Archi- tekten gemacht worden war, erklärte es für den Fall, dass eine andere Schätzung durch die Verwaltung nicht mit vernünftigem Aufwand einholbar s ei, als massgeblich (Urteil des Bundes- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht gerichts vom 17. September 2009, 9C_540/2009, E. 5.3; vgl. auch URS MÜLLER , a.a.O., Art. 11 Rz. 379). 2.5 Neben der Berücksichtigung von nicht selbst bewohnte n Liegenschaften im Ausland zum Verkehrswert im Rahmen des Vermögens auf der Einnahmenseite, werden bei nicht selbst bewohnten Liegenschaften zudem die Mietzinse als Liegenschaftsertrag auf der Einnahmensei- te berücksichtigt (vgl. ERWIN CARIGIET /U WE KOCH , a.a.O., S. 172 sowie Rz. 3433.03 der Weglei- tung des Bundesamtes für Sozialversicherung über die Ergä nzungsleistungen zur AHV und IV, Stand 1. Januar 2018 [WEL]). Wird die Liegenschaft n icht vermietet und steht leer, ist derjenige Liegenschaftsertrag massgeblich, der bei Vermietung de r Liegenschaft tatsächlich erzielt wer- den könnte, also ein (hypothetischer) marktkonformer Miet zins. Im Hinblick auf die Schwierig- keiten, mit welchen EL-Durchführungsstellen bei der Beur teilung ausländischer Wohnungs- marktverhältnisse konfrontiert sind, hat das Bundesgericht zwei Bemessungsmethoden als im Einzelfall geeignet bezeichnet, um einen hinreichende n Erfahrungs- und Annährungswert zu liefern, der dem tatsächlich erzielbaren Marktwert im Ausland nahe kommt (Urteil des EVG vom 8. November 2005, P 33/05, E. 3-4). Nach der einen Me thode ist als fiktiver Mietzins ein durch- schnittlicher Ertrag anzurechnen, welcher während der gan zen Lebensdauer der auf dem Grundstück stehenden Baute einer angemessenen Rendite ent spricht. Als durchschnittlicher Ertrag für die ganze Lebensdauer einer Liegenschaft k ann von einem Mittelwert von 5 % des Verkehrswerts ausgegangen werden. Diesem hypothetischen E rtrag sind eine Pauschale für die Gebäudeunterhaltskosten (gemäss Art. 16 ELV gilt de r für die direkte kantonale Steuer im Wohnsitzkanton anwendbare Pauschalabzug) und der Hypotheka rzins abzuziehen (vgl. auch ERWIN CARIGIET /U WE KOCH , a.a.O., S. 172). Nach der anderen Vorgehensweise sin d dieselben Grundsätze wie im Falle eines Vermögensverzichts anzuwende n und deshalb zur Bestimmung des hypothetischen Liegenschaftsertrages vom durchschnittlichen Zinssatz für Spareinlagen im Vorjahr des Bezugsjahres auszugehen (vgl. auch Rz. 3482.1 0-11 der WEL). Laut Bundesge- richt kann nicht zum Vornherein gesagt werden, welche M ethode jeweils im konkreten Fall zu einem realistischeren Ergebnis führt. Vielmehr hat die EL-Durchführungsstelle und im Streitfall das Sozialversicherungsgericht denjenigen fiktiven Mietzins zu eruieren, welcher am ehesten die relevanten Marktverhältnisse widerspiegelt (Urteil d es EVG vom 8. November 2005, P 33/05, E. 4, vgl. zum Ganzen auch Urteil des Kanton sgerichts vom 3. Mai 2018, 745 17 243 / 112, E. 5). 2.6 Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräf tige Verfügungen zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berich tigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Zudem sind gemäss Art. 25 ATSG u nrechtmässig bezogene Ergän- zungsleistungen zurückzuerstatten (Abs. 1 Satz 1). Der Rück forderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Durchführungsstelle davon Kenntnis erhalten hat, spä- testens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung (Art. 25 Abs. 2 ATSG). 2.7 Schliesslich bleibt in verfahrensrechtlicher Hinsicht d arauf hinzuweisen, dass das sozi- alversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsger ichtsbeschwerdeverfahren vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht ist. Danach haben Versiche rungsträger und Gerichte von Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststel lung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (BGE 133 V 196 E. 1.4 mit Hinweis auf 125 V 193 E. 2 und 122 V 157 E. 1a). Dies bedeutet, dass in Bezug auf den rechtserheblichen Sachv erhalt Abklärungen vorzunehmen sind, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (Urteil des E VG vom 8. März 2001, C 102/00, E. 1b; BGE 117 V 282 E. 4a; AHI-Praxis 1994 S. 212 E. 4a). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozial- versicherungsprozess tragen die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Fal- le der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewie- sen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten will (Ur teil des EVG vom 7. November 2002, C 365/01, E. 4.1; BGE 117 V 261 E. 3b mit Hinweisen) . Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Un tersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermit teln, der zumindest die Wahrschein- lichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BG E 117 V 261 E. 3b mit Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz wird ergänzt durch den Anspruch au f rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidg enossenschaft (BV) vom 18. April 1999 und Art. 42 Satz 1 ATSG. Demgemäss darf im Verwaltungsverfahren bei der Ent- scheidung nicht auf ein Beweismittel abgestellt werden , ohne dem Betroffenen Gelegenheit zu geben, an der Beweisabnahme mitzuwirken oder wenigste ns nachträglich zum Beweisergebnis Stellung zu nehmen (BGE 117 V 282 E. 4c). 3.1 Gemäss den Ausführungen der Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einsprache- entscheid seien die Neuberechnung der EL und die Festlegung einer Rückerstattungsforderung notwendig geworden, weil die Beschwerdeführerin die L iegenschaft in I.____ nicht gemeldet habe. Zwischen den Parteien ist nun umstritten, wie d ie Liegenschaft zu bewerten und der Lie- genschaftsertrag zu bemessen ist. Zudem ist umstritten, ob ein allfälliger Rückforderungsan- spruch als Passivum auf der Ausgabenseite bei der zukünftigen Ermittlung der EL anzurechnen ist. Die übrigen Positionen in der EL-Berechnung sind zu Recht unbestritten geblieben, weshalb von weiteren Ausführungen hierzu abgesehen werden kann. 3.2.1 Dem angefochtenen Einspracheentscheid kann nicht entnommen werden, wie die Be- schwerdegegnerin zum Vermögenswert von Fr. 51‘077.-- bzw. zum Liegenschaftsertrag von Fr. 5‘188.-- für das Jahr 2018 gelangte. In der Vernehmlassung vom 21. September 2018 führte die Beschwerdegegnerin aus, dass sie sich für die Berechnung des Wertes der Liegenschaft an die Angaben der Visura per soggetto vom 16. März 2018 gehalten habe. Die Visura per sogget- to wurde von der Beschwerdeführerin eingereicht. Im We iteren verwies die Beschwerdegegne- rin auf die Beilage 11 der Vernehmlassung. Diesem Aktenstück kann entnommen werden, dass die Beschwerdegegnerin die in der Visura per soggetto festgelegte „Rendita“ von Euro 397.67 mit dem Faktor 100 multiplizierte (= Euro 39‘767.--). Anschliessend multiplizierte sie diesen Wert mit dem Faktor 2 (= Euro 79‘534.--), um zum Verkehrswert zu gelangen. Schliesslich teilte sie den von ihr ermittelten Verkehrswert aufgrund des h älftigen Anteils der Beschwerdeführerin an der Liegenschaft wiederum durch den Faktor 2 (= Euro 39‘767.--). Den Verkehrswert der beiden Garagen ermittelte sie, indem sie die Rendita von Euro 29.70 bzw. Euro 84.44 mit dem Faktor 34 (= Euro 1‘009.80 bzw. 2‘870.96) und dann no ch mit dem Faktor 2 multiplizierte (= Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Euro 2‘019.60 bzw. 5‘741.92). Aufgrund des hälftigen Anteils der Beschwerdeführerin an den beiden Garagen teilte sie diesen Wert wiederum durch den Faktor 2 (= Euro 1‘009.80 bzw. 2‘870.96). In der Folge rechnete sie die genannten Be träge zusammen und ermittelte so den Verkehrswert des Liegenschaftsanteils der Beschwerdeführerin im Betrag von Euro 43‘647.76. 3.2.2 Den Liegenschaftsertrag berechnete die Beschwerde gegnerin, indem sie den von ihr ermittelten Verkehrswert der Liegenschaft (ohne die be iden Garagen) in der Höhe von Euro 79‘534.-- durch den Faktor 2.6 teilte (= Euro 30‘590.--). Diesen Wert dividierte sie anschliessend gemäss den Vorgaben in der Kurzmitteilung Nr. 414 vom 15. Juni 2007 der Steuerverwaltung Basel-Landschaft nochmals durch den Faktor 3.45 (= Euro 8‘866.66). Die Hälfte dieses Wertes rechnete sie dann der Beschwerdeführerin als Liegenschaf tsertrag an (= Euro 4‘433.--). In der Vernehmlassung führte die Beschwerdegegnerin aus, dass d ieser Wert dem Brandlagerwert entspreche und gestützt auf denselben über den Steuerr echner Baselland unter der Kategorie Ausland der Eigenmietwert errechnet werden könne. 3.3 Die Beschwerdeführerin lässt beschwerdeweise geltend machen, dass die Liegen- schaft gar nicht vermietbar sei. Ein Eigenmietwert könne auch deshalb nicht berücksichtigt wer- den, da die Beschwerdeführerin die Liegenschaft in I._ ___ aus gesundheitlichen Gründen gar nicht nutzen könne. Im Weiteren macht sie geltend, das s ihr Liegenschaftsanteil höchstens Fr. 30‘000.-- und nicht ca. Fr. 50‘000.-- Wert sei, wie von der Beschwerdegegnerin festgesetzt. 4.1 Es steht fest, dass die Beschwerdeführerin die Liegen schaft in I.____ selber dann und wann ferienhalber benutzte. Mit Blick auf diesen Umstand ist daher für die weitere Berechnung der EL davon auszugehen, dass es sich nicht um eine selbstb ewohnte Liegenschaft handelt. Dies hat zur Folge, dass die Liegenschaft mit ihrem Verkeh rswert und nicht mit ihrem Eigen- mietwert in die Berechnung der EL einzusetzen ist. A uch der Liegenschaftsertrag ist nicht unter Berücksichtigung des Eigenmietwerts, sondern des marktüblichen Mietzins zu ermitteln. 4.2.1 Weiter ist festzustellen, dass der Verkehrswert der Liegenschaft nicht ohne Weiteres gestützt auf die sich bei den Akten befindende Visura per soggetto vom 16. März 2018 bzw. die dort ausgewiesene „Rendita“ ermittelt werden kann. Un klar ist nämlich, was dieser Wert „Ren- dita“ überhaupt bedeutet und ob die gestützt darauf von der Beschwerdegegnerin angewendete Methode (x 100) einen Wert ergibt, der mit dem Marktw ert der Liegenschaft im relevanten Zeit- raum von 2013 bis 2018 in etwa übereinstimmt. Die Vorg ehensweise der Beschwerdegegnerin, einzig auf die Visura per soggetto abzustellen und oh ne weitere Abklärungen den dort angege- benen Wert „Rendita“ mit dem Faktor 100 zu multiplizie ren, steht zudem nicht in Einklang mit der in Erwägung 2.4 hiervor dargestellten höchstrichte rlichen Rechtsprechung zur Bewertung ausländischer Liegenschaften. Die Vorgehensweise ist zu sche matisch und wird der tatsächli- chen Beschaffenheit der Liegenschaft nicht gerecht. Der massgebliche Verkehrswert kann so nicht ermittelt werden. Abzuklären ist dabei unter Berü cksichtigung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung im Besonderen die genaue Beschaffenheit der Liegenschaft, die namentlich mit Hilfe von Fotografien des Hauses und des Grundstücks, allfälliger Bau- und Grundstückplä- ne, Versicherungs- und Steuerunterlagen, des Kaufvertra gs, Belegen über allfällige Investitio- nen in die Liegenschaft etc. abgeklärt werden kann. We itere Erkundigungen sind sodann dar- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht über einzuholen, in welcher Beziehung die „Rendita“ zu m Verkehrswert steht beziehungsweise wie diese ermittelt wird. Falls dann noch nötig, wird der Verkehrswert vergleichbarer Objekte hinsichtlich der Grundstücksgrösse, Anzahl Zimmer, Lage und Wohnqualität zu eruieren sein, wobei hierfür Informationen über Kaufpreise vergleich barer Liegenschaften bei den lokalen Be- hörden eingeholt werden können. Eine direkte Verkehrsw ertschätzung vor Ort erweist sich al- lerdings erst dann als erforderlich, wenn sich trotz weit eren Abklärungen mittels Vergleich mit ähnlichen Objekten kein hinreichend genauer Wert ermitteln lässt. 4.2.2 Es ist in diesem Punkt darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin die Be- schwerdeführerin sowohl im Einspracheentscheid wie auch i n der Vernehmlassung aufforderte, eine eigene Verkehrswertschätzung einzureichen. Sie sei bereit, bei einer realistischen und nachvollziehbaren Verkehrswertschätzung eine nochmalige P rüfung der Berechnung vorzu- nehmen. Damit anerkennt die Beschwerdegegnerin, dass de r effektive Verkehrswert gestützt auf die tatsächliche Situation massgebend ist. In Nacha chtung des Untersuchungsgrundsatzes ist jedoch nicht nachvollziehbar, weshalb die Beschwerdefü hrerin selbst eine derartige Ver- kehrswertschätzung einzuholen hätte. Entsprechend ist de r Einwand der Beschwerdeführerin nachvollziehbar, wonach ihr die Einholung einer derart igen Verkehrswertschätzung nicht zu- mutbar sei. Hinzu kommt, dass auf eine private Verkehrswer tschätzung rechtsprechungsge- mäss eigentlich nicht abgestellt werden kann (BGE 120 V 185 E. 4d; vgl. auch U RS MÜLLER , a.a.O., Art. 11 Rz. 362). Es ist deshalb die Aufgabe d er Beschwerdegegnerin, wenn notwendig, eine rechtsgenügliche Verkehrswertschätzung einzuholen. 4.2.3 Sollte sich auf diese Weise und unter Mitwirkung der Beschwerdeführerin (Art. 43 Abs. 3 ATSG) der Verkehrswert nicht genügend präzise schätzen lassen, wird die Beschwerdegeg- nerin eine Expertise über den Verkehrswert bei einer sachverständigen Person in Auftrag zu geben haben. Eventuell könnte auch die Schweizer Bot schaft mit einer Verkehrswertschätzung beauftragt werden. 4.3 Ebenfalls kann nicht auf den von der Beschwerdegegn erin ermittelten Liegenschaftser- trag abgestellt werden. Die Beschwerdegegnerin verkennt, dass sie dabei auf Berechnungs- grundlagen abstellte, die von der Steuerverwaltung Basel-Landschaft zur Ermittlung des Ei- genmietwerts von selbst genutztem Wohneigentum im Ausl and angewendet werden, was dem Nutzungszweck der vorliegenden Wohnung allerdings nicht entspricht. Die Beschwerdegegne- rin hat deshalb auch den Liegenschaftsertrag – nämlich den marktkonformen Mietzins für die Jahre 2013 bis 2018 – unter Beachtung der bundesgericht lichen Vorgaben zu den nicht selbst bewohnten Liegenschaften im Ausland neu zu berechnen (sie he Erwägung 2.5 hiervor). Mass- geblich ist derjenige Ertrag, den die Beschwerdegegnerin bei Vermietung der in ihrem Miteigen- tum stehenden Liegenschaft in I.____ tatsächlich erzielen könnte, d.h. ihr Anteil an einem marktkonformen Mietzins. Die Beschwerdegegnerin wird bei der Beschwerdeführerin – erneut unter Hinweis auf ihre Mitwirkungspflichten nach Art. 4 3 Abs. 3 ATSG – Angaben über einen allfälligen, im massgebenden Zeitraum erzielten Mietzi ns beziehungsweise ortsüblichen Miet- zinse und allfällige geleistete Hypothekarzinsen einzuho len haben. Dabei hat sie auch dem Einwand der Beschwerdeführerin nachzugehen, wonach die Wohnung gar nicht vermietet wer- den könne. Allenfalls hilft auch eine Recherche zu ausgeschriebenen, ähnlichen Mietobjekten in Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht der Region weiter. Gestützt auf diese Informationen wird die Beschwerdegegnerin, falls dann noch notwendig, den bei der EL-Berechnung einzusetze nden Liegenschaftsertrag aufgrund der geeignetsten Methode im Sinne der Erwägung 2.5 hiervor zu bestimmen haben. 5. Nach dem Gesagten steht fest, dass der angefochtene E inspracheentscheid vom 19. Juni 2018 auf unzureichenden Abklärungsergebnissen be ruht und deshalb aufzuheben ist. Die Beschwerdegegnerin wird angehalten, die notwendig en Abklärungen im Sinne der Erwä- gungen vorzunehmen. Dabei wird sie den Verkehrswert der Liegenschaft in I.____, den hypo- thetischen Ertrag sowie die Gebäudeunterhaltskosten neu zu ermitteln und die Berechnung des Vermögens und des Liegenschaftsertrags nachvollziehbar d arzulegen haben. Gestützt auf die Ergebnisse der Aktenergänzung wird die Beschwerdegegne rin über den EL-Anspruch der Be- schwerdeführerin und eine allfällige Rückforderung neu zu verfügen haben. Dabei ist eine allfäl- lige Rückerstattungsforderung bei der Berechnung des An spruchs ab Februar 2018 nicht als Passivum zu berücksichtigen. In Anbetracht der klaren Meldep flichtverletzung der Beschwerde- führerin, die es über eine lange Zeitspanne unterliess, die Liegenschaft in I.____ bei der EL anzugeben, kann diesem Rechtsbegehren nicht stattgegeben werden. Würde die Rückforde- rung als Passivum auf der Ausgabenseite berücksichtigt wer den, würde dies zu einer Besser- stellung der Beschwerdeführerin führen, was mit der Meldepflichtverletzung nicht in Einklang zu bringen ist. Die Beschwerde ist in diesem Sinne teilweise gutzuheissen. 6.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par- teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorlie gende Verfahren keine Kosten zu er- heben. 6.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschw erde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin obsieg ende Partei ist, ist ihr eine Partei- entschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprech en. Der Rechtsvertreter der Be- schwerdeführerin hat in seiner Honorarnote vom 13. Nov ember 2018 einen Zeitaufwand von insgesamt 7 Stunden und 40 Minuten à Fr. 200.-- und A uslagen von Fr. 71.-- geltend gemacht, was sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- u nd Rechtsfragen als angemessen erweist. Der Beschwerdeführerin ist deshalb eine Parteie ntschädigung in der Höhe von Fr. 1‘726.45 (7 Stunden und 40 Minuten à Fr. 200.-- und Auslagen von Fr. 71.-- zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 7.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesger icht (BGG) vom 17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angel egenheiten an das Bundesgericht zuläs- sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Sel bständig eröffnete Zwischenent- scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über d ie Zuständigkeit und über Aus- standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen- heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der B eschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück- weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage ( z.B. eine von mehreren materiellrechtli- chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 7.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen- entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo- raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet d as Bundesgericht. Die nachstehen- de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochte- ne Einspracheentscheid vom 19. Juni 2018 aufgehoben wird und die Angelegenheit zur Neuberechnung der Ergänzungsleistungen im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Be- schwerdegegnerin zurückgewiesen wird. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin e ine Parteient- schädigung in der Höhe von Fr. 1‘726.45 (inkl. Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. http://www.bl.ch/kantonsgericht