<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00263</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203919&amp;W10_KEY=4467142&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00263</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 18.12.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 04.03.2004 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Rückerstattung von an eine unmündige Person ausgerichtete Unterstützungsleistungen nach Erbschaft:<br/><br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1). Trotz der am 1. Januar 2003 in Kraft getretenen neuen Fassung bleibt vorliegend das Sozialhilfegesetz in der alten Fassung anwendbar (E. 2). Die Rückerstattung von wirtschaftlicher Hilfe besteht gemäss § 26 SHG und § 27 Abs. 1 aSHG in drei Fällen (E. 3). Wurde die wirtschaftliche Hilfe gestützt auf § 20 SHG ausgerichtet, findet § 27 Abs. 3 aSHG keine Anwendung (E. 4). Die Beschwerdeführerin verfügte während der wirtschaftlichen Unterstützung über einen nicht realisierbaren erheblichen Vermögenswert in Form einer unverteilten Erbschaft (E. 5a). Im vorliegenden Fall war die unmündige Beschwerdeführerin Bezügerin der wirtschaftlichen Hilfe (E. 5b/aa). Es gibt keinen Hinweis darauf, dass die Fürsorgebehörde die wirtschaftliche Hilfe unter Verzicht auf ein Rückforderungsrecht erbracht hat (E. 5b/bb). Zu Recht beanstandet die Beschwerdeführerin, dass die Fürsorgebehörde vor der Rückerstattungsverfügung nicht die Zustimmung der Vormundschaftsbehörde zur Anzehrung des Kindesvermögen eingeholt hat (E. 5b/cc und 5c). Im vorliegenden Fall ist die Beschwerdeführerin mit dem Einwand, sie hätte sich in guten Treuen darauf verlassen dürfen, dass die wirtschaftliche Hilfe Ã fonds perdu bezahlt wurde, zuzulassen (E. 6a). Die Fürsorgebehörde erweckte anfangs tatsächlich den Eindruck, dass sie die wirtschatliche Hilfe Ã fonds perdu leistete (E. 6b). Eine solche Vertrauensgrundlage besteht aber nicht für den gesamten Unterstützungszeitraum (E. 6c und 6d). Eine Rückforderung scheidet ausserdem in dem Umfang aus, in welchem die Eltern zur Finanzierung hätten herangezogen werden können (E. 7). Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und zur ergänzenden Untersuchung und zum Neuentscheid an die Fürsorgebehörde zurückgewiesen (E. 8).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERBSCHAFT">ERBSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KINDESVERMÃGEN">KINDESVERMÃGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKERSTATTUNGSPFLICHT">RÃCKERSTATTUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃBERBRÃCKUNGSHILFE">ÃBERBRÃCKUNGSHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSSCHUTZ">VERTRAUENSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORMUNDSCHAFTSBEHÃRDE">VORMUNDSCHAFTSBEHÃRDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 20 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 26 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 27 Abs. 1 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 27 Abs. 3 SHG</span><br/><span class="ungerade">Art. 320 ZGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2003 Nr. 66 S. 154</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A, geboren im Januar 1989, wurde in der Zeit vom 14. April 2000 bis zum 20. August 2002 durch die Sozialen Dienste der Stadt ZÃ¼rich unterstÃ¼tzt. Bereits im Januar 2000 verstarb D; dieser setzte im Testament vom 19. Februar 1992 A als Alleinerbin ein. Die Einzelfallkommission der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich verpflichtete am 16. Juli 2002 A gestÃ¼tzt auf § 19 f. des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG), den Betrag von Fr. 131'350.70 zurÃ¼ckzuerstatten. Dagegen wurde am 21. August 2002 Einsprache mit dem Antrag erhoben, den Entscheid vom 16. Juli 2002 ersatzlos aufzuheben. Die Einspracheinstanz und GeschÃ¤ftsprÃ¼fungskommission der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich wies die Einsprache mit Entscheid vom 18. </span><span>November 2002 ab. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Dagegen liess A 20. Dezember 2002 Rekurs beim Bezirksrat ZÃ¼rich einreichen. Sie beantragte, den Entscheid vom 18. November 2002 aufzuheben. Zur BegrÃ¼ndung brachte sie im Wesentlichen vor, es fehle an der erforderlichen Bewilligung durch die VormundschaftsbehÃ¶rde, das KindesvermÃ¶gen zu verwenden; im Ãbrigen erweise sich das Vorgehen der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde jedenfalls als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig. ErgÃ¤nzend wurde sodann am 22. Januar 2003 vorgebracht, eine RÃ¼ckforderung sei auch im Hinblick auf § 27 Abs. 3 SHG ausgeschlossen. Der Bezirksrat ZÃ¼rich wies in seinem Beschluss vom 3. Juli 2003 den Rekurs ab. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen diesen Rekursentscheid liess A am 6. August 2003 Beschwerde erheben mit dem Antrag, den angefochtenen Beschluss vom 3. Juli 2003 (sowie den Entscheid vom 18. November 2002) aufzuheben. Der Bezirksrat ZÃ¼rich beantragte am 8. September 2003, die Beschwerde sei abzuweisen. Denselben Antrag stellte die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich in ihrer Eingabe vom 18. September 2003.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde sachlich und funktionell zustÃ¤ndig. Schon aufgrund des den massgebenden Schwellenwert von Fr. 20'000.- Ã¼bersteigenden Streitwerts ist nicht der Einzelrichter, sondern die Kammer zustÃ¤ndig (§ 38 Abs. 2 VRG). Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Auf 1. Januar 2003 wurde § 27 SHG geÃ¤ndert (OS 58, 21 und 25). Weil die hier streitbetroffene RÃ¼ckerstattungsforderung an den im Januar 2000 erfolgten Erbanfall anknÃ¼pft und alle strittigen zurÃ¼ckgeforderten FÃ¼rsorgeleistungen vor dem In-Kraft-Treten der neuen Fassung von § 27 SHG erbracht wurden, bleibt auch im Rechtsmittelverfahren trotz der inzwischen in Kraft getretenen neuen Fassung das alte Recht anwendbar (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 20 N. 51 und § 52 N. 18). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die Pflicht zur RÃ¼ckerstattung wirtschaftlicher Hilfe kann sich nach dem Sozialhilfegesetz in der vorliegend bis zum 31. Dezember 2002 gelten­den Fassung (aSHG) aus drei verschiedenen RechtsgrÃ¼nden ergeben. Nach § 26 SHG ist zur RÃ¼ckerstattung verpflichtet, wer unter unwahren oder unvollstÃ¤ndigen Angaben wirtschaftliche Hilfe erwirkt hat. DemgegenÃ¼ber regelt § 27 aSHG die RÃ¼ckerstattung bei rechtmÃ¤ssigem Bezug, wobei hier zwei FÃ¤lle unterschieden werden. Einerseits ist wirtschaftliche Hilfe nach § 27 Abs. 1 erster Satzteil aSHG infolge einer nachtrÃ¤glichen Verbesserung der finanziellen VerhÃ¤ltnisse zurÃ¼ckzustatten. Andererseits hat die RÃ¼ckerstattung nach § 27 Abs. 1 zweiter Satzteil aSHG unter den Voraussetzungen von § 20 SHG zu erfolgen, wenn die Realisierung von Grundeigentum oder anderen VermÃ¶genswerten in erheblichem Umfang nachtrÃ¤glich mÃ¶glich und zumutbar wird. In diesem Fall weist die wirtschaftliche Hilfe von Anfang an lediglich den Charakter einer Bevorschussung zur ÃberbrÃ¼ckung eines LiquiditÃ¤tseng­passes auf, was in der Regel in der Unterzeichnung einer RÃ¼ckerstattungsverpflichtung durch den HilfeempfÃ¤nger zum Ausdruck kommt. Als nicht realisierbare VermÃ¶genswerte gelten nach der Rechtsprechung etwa unverteilte Erbschaften, Gesellschaftsanteile oder Liegenschaften, Bank- und Postcheckguthaben oder Leistungen der Sozialversicherungen, die kumuliert als Nachzahlungssumme ausgerichtet werden (vgl. RB 1999 Nr. 83; VGr, 19. Juni 2003, VB.2002.00431, E. 1a, www.vgrzh.ch).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Nach § 27 Abs. 3 aSHG ist wirtschaftliche Hilfe, die jemand fÃ¼r sich selbst wÃ¤hrend seiner UnmÃ¼ndigkeit oder bis zum Abschluss einer in dieser Zeit begonnen Ausbildung bezogen hat, nicht zurÃ¼ckzuerstatten. Es stellt sich zunÃ¤chst die Frage, ob gestÃ¼tzt auf diese Bestimmung einer RÃ¼ckforderung von Sozialhilfeleistungen im vorliegenden Fall von vornherein die Grundlage entzogen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Weil im vorliegenden Fall davon auszugehen ist, dass die strittigen Leistungen gestÃ¼tzt auf § 20 SHG gewÃ¤hrt wurden (vgl. dazu nachstehend Ziff. 5), ist zu prÃ¼fen, ob § 27 Abs. 3 aSHG einer RÃ¼ckforderung auch dann entgegensteht, wenn die fragliche Leistung in Anwendung von § 20 SHG erbracht wurde. Auszugehen ist davon, dass § 27 Abs. 3 aSHG verhindern soll, dass UnmÃ¼ndige oder Personen in Ausbildung spÃ¤ter Nachteile erleiden, weil sie in eine fÃ¼r sie unvermeidbare AbhÃ¤ngigkeit geraten waren (vgl. VGr, 23. MÃ¤rz 1999, VB.99.00028, E. 5d). Schon seinem Wortlaut nach kann aus § 27 Abs. 3 aSHG nicht abgeleitet werden, dass jedwelche bezogene wirtschaftliche Hilfe nicht zurÃ¼ckzuerstatten ist. Dies fÃ¤llt zweifellos etwa dann ausser Betracht, wenn es sich um unrechtmÃ¤ssig bezogene Leistungen handelt. Demnach ist der Wortlaut der Bestimmung nicht eindeutig und klar; es ist deshalb aufgrund weiterer Aspekte zu prÃ¼fen, ob eine Berufung auf § 27 Abs. 3 aSHG auch dann ausser Betracht fÃ¤llt, wenn die wirtschaftliche Hilfe nach Massgabe von § 20 SHG gewÃ¤hrt wurde. DiesbezÃ¼glich fÃ¤llt massgebend ins Gewicht, dass Sozialhilfeleistungen im Grundsatz entweder wegen unrechtmÃ¤ssigem Bezug oder wegen spÃ¤terer Entwicklungen zurÃ¼ckzuerstatten sind. Denn der Tatbestand der RÃ¼ckerstattung setzt regelmÃ¤ssig voraus, dass die ursprÃ¼nglich gewÃ¤hrte Leistung entweder anfÃ¤nglich unrichtig war oder durch eine nachfolgende Entwicklung des Sachverhaltes spÃ¤ter zu einer unrichtigen Leistung wurde. DemgegenÃ¼ber beschlÃ¤gt die nach § 20 SHG gewÃ¤hrte Leistung eine dritte Kategorie: Hier wird die Leistung nicht etwa durch eine nachfolgende Entwicklung unrechtmÃ¤ssig (und sie war es auch anfÃ¤nglich nicht); vielmehr wird die nach § 20 SHG erbrachte wirtschaftliche Hilfe mit der begrÃ¼ndeten Erwartung erbracht, dass diese spÃ¤ter wieder zurÃ¼ckbezahlt werden kann. Insoweit haben Leistungen nach § 20 SHG zum Ziel, eine (regelmÃ¤ssig begrenzte) Zeitspanne zu Ã¼berbrÃ¼cken, wobei bereits bei der Ausrichtung der Leistung die zukÃ¼nftige Entwicklung konkret abgesehen werden kann. Dies lÃ¤sst erkennen, dass die gestÃ¼tzt auf § 20 SHG zunÃ¤chst erbrachte und in der Folge zurÃ¼ckzuzahlende Leistung nicht eine Leistung gemÃ¤ss den beiden vorgenannten Grundtypen der wirtschaftlichen Hilfe darstellt. Weil â wie aufgezeigt â § 27 Abs. 3 aSHG den spÃ¤teren Eintritt eines Nachteiles ausschliessen will, zielt diese Bestimmung ihrem Zweck nach nicht auf FÃ¤lle ab, in denen der "Nachteil" schon bei Ausrichtung der wirtschaftlichen Hilfe bestand. So verhÃ¤lt es sich aber bei der Ausrichtung einer auf § 20 SHG gestÃ¼tzten Leistung; denn eine auf dieser Grundlage gewÃ¤hrte Leistung ist von Anfang an mit dem "Nachteil" behaftet, dass sie spÃ¤ter wieder zurÃ¼ckbezahlt werden muss. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> Mithin kann sich die BeschwerdefÃ¼hrerin auf § 27 Abs. 3 aSHG jedenfalls dann nicht berufen, wenn â was im Folgenden zu klÃ¤ren ist â die fragliche Hilfe gestÃ¼tzt auf § 20 SHG gewÃ¤hrt wurde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. § 20 SHG regelt â nach seinem Randtitel â "die BerÃ¼cksichtigung nicht realisierbarer VermÃ¶genswerte". Danach hat eine hilfesuchende Person mit VermÃ¶genswerten in erheblichem Umfange, deren Realisierung ihr zurzeit nicht mÃ¶glich oder nicht zumutbar ist, die zu gewÃ¤hrenden Leistungen ganz oder teilweise zurÃ¼ckerstattet, wenn diese VermÃ¶genswerte realisierbar werden. Die Bestimmung sieht im Weiteren vor, dass von der betreffenden Person "in der Regel" die Unterzeichnung einer RÃ¼ckerstattungsverpflichtung verlangt wird. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Zu prÃ¼fen ist zunÃ¤chst, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin im Zeitraum, in welchem ihr Sozialhilfeleistungen gewÃ¤hrt wurden, Ã¼ber VermÃ¶genswerte in erheblichem Umfange, die freilich nicht realisierbar waren, verfÃ¼gte. DiesbezÃ¼glich fÃ¤llt ins Gewicht, dass der Erbanfall im Januar 2000 erfolgte (Art. 560 des Zivilgesetzbuches [ZGB]). Nach dem Inventar betreffend den Nachlass von D vom 7. April 2000 ergab sich ein NachlassvermÃ¶gen in der HÃ¶he von (geschÃ¤tzt) Fr. 1'113'824.61. Im Erbteilungsvertrag vom 3. Oktober 2002, von dem das Bezirksgericht X am 8. Oktober 2002 Vormerk nahm, wurde festgelegt, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin an der Erbschaft zur HÃ¤lfte berechtigt ist. Damit steht fest, dass der BeschwerdefÃ¼hrerin ein Erbanteil von etwa Fr. 350'000.- bis Fr. 400'000.- zugefallen ist. Zweifellos stellt dies einen VermÃ¶genswert in erheblichem Umfange dar, weshalb die diesbezÃ¼gliche Voraussetzung von § 20 SHG erfÃ¼llt ist. Ebenfalls nicht strittig ist, dass dieser VermÃ¶genswert in der hier massgebenden UnterstÃ¼tzungsperiode noch nicht realisierbar war, da die Erbteilung erst spÃ¤ter erfolgte. Es ist unbestritten, dass im vorliegenden Fall eine entsprechende RÃ¼ckerstattungsverpflichtung nicht unterschrieben wurde. Allein daraus kann aber noch nicht abgeleitet werden, dass § 20 SHG keine Anwendung findet. Denn nach der Rechtsprechung bildet das Unterzeichnen einer RÃ¼ckerstattungsverpflichtung keine formelle Voraussetzung, sondern gehÃ¶rt zu den DurchfÃ¼hrungsmodalitÃ¤ten der RÃ¼ckerstattung; damit sollen in erster Linie die hilfesuchenden Personen auf die SubsidiaritÃ¤t der Sozialhilfeleistungen aufmerksam gemacht werden (RB 1999 Nr. 82).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrerin wendet im Wesentlichen ein, die wirtschaftliche Hilfe sei gar nicht an sie geleistet worden, die Leistung sei definitiv erbracht worden und es fehle die Zustimmung der VormundschaftsbehÃ¶rde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) RÃ¼ckerstattungspflichtig ist generell, wer selbst wirtschaftliche Hilfe bezogen hat. Soweit es sich um Fremdplatzierungskosten handelt, hat die Rechtsprechung offen gelassen, ob solche Kosten bei den Eltern nachtrÃ¤glich zurÃ¼ckgefordert werden kÃ¶nnen (vgl. RB 2002 Nr. 64). § 20 SHG spricht in offener Weise von hilfesuchenden Personen und schliesst mit SelbstverstÃ¤ndlichkeit die MinderjÃ¤hrigen ein; dies kann auch etwa aus § 15 Abs. 3 SHG entnommen werden, in welchem die wirtschaftliche Hilfe, welche Kindern und Jugendlichen selbst zu gewÃ¤hren ist, im Einzelnen umschrieben ist. Insoweit steht zunÃ¤chst ohne weiteres fest, dass eine wirtschaftliche Hilfe auch an MinderjÃ¤hrige selbst gewÃ¤hrt werden kann. Im vorliegenden Fall handelt es sich sodann um eine so erbrachte wirtschaftliche Hilfe. Die UnterstÃ¼tzungsbeitrÃ¤ge, welche erbracht wurden, betreffen ausschliesslich Kosten, welche auf die BeschwerdefÃ¼hrerin selbst zurÃ¼ckgehen. Dem Kontoauszug kann diesbezÃ¼glich im Einzelnen entnommen werden, dass sÃ¤mtliche Zahlungen die Aufenthalte in Z sowie Y bzw. das PÃ¤dagogisch-psychologische Zentrum M betrafen. Insoweit ist davon auszugehen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin als BezÃ¼gerin der infrage stehenden Leistungen zu gelten hat. Ob bei einer entsprechenden Konstellation auch die Eltern ihrerseits als BezÃ¼ger zu betrachten sind, kann im vorliegenden Fall offen bleiben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Was den Einwand betrifft, die fraglichen Leistungen seien definitiv erbracht worden, ist Folgendes zu bedenken: Die Beschwerdegegnerin erhielt am 3. MÃ¤rz 2000 Kenntnis von der fraglichen Erbschaft; damals nÃ¤mlich vermerkte sie Folgendes: "A machte Erbschaft von ihrem GÃ¶tti. Dieser hinterliess ein Haus und eine Ferienwohnung. Gegen das Testament erhob der Vater ihres Paten jedoch Einsprache. Die Regelung dieser Erbschaft Ã¼bergab sie einem Rechtsanwalt. (...). Abwarten der Erbschaft bis allfÃ¤llige Gesuche wegen der Zahnbehandlung geschrieben werden."</span><span>. </span><span>Daraus wird ohne weiteres klar, dass die Beschwerdegegnerin schon unmittelbar nach der Erbschaft Kenntnis davon hatte und ihr zudem bewusst wurde, dass die von ihr zu Ã¼bernehmenden Leistungen als solche im Hinblick auf die Erbschaft zu betrachten sind. Die BeschwerdefÃ¼hrerin bezieht sich bei der BegrÃ¼ndung ihrer entgegenstehenden Auffassung insbesondere auf das Schreiben des Amtes fÃ¼r Jugend- und Sozialhilfe vom 14. Juni 2001; im Schreiben vom 14. Juni 2001 wird freilich nicht ausgefÃ¼hrt, dass die wirtschaftliche Hilfe nicht gestÃ¼tzt auf § 20 SHG erbracht wird; vielmehr wurde im letztgenannten Schreiben ausgefÃ¼hrt, dass â bis die VormundschaftsbehÃ¶rde entschieden habe â die ElternbeitrÃ¤ge zu erbringen seien und die Stadt ZÃ¼rich fÃ¼r die Finanzierung der Heimplatzierung aufzukommen habe. Diese Auskunft war durchaus richtig, da im Zeitpunkt des Schreibens die Erbteilung noch nicht erfolgt war und mithin die Stadt ZÃ¼rich weiterhin fÃ¼r die Finanzierung aufzukommen hatte. Jedenfalls kann diesem Schreiben nicht entnommen werden, dass die Stadt ZÃ¼rich â entgegen der Rechtslage â die fraglichen Leistungen unter Verzicht auf ein RÃ¼ckforderungsrecht erbringt. Die BeschwerdefÃ¼hrerin verkennt im Ãbrigen bei ihrer Argumentation, dass die Beschwerdegegnerin nicht verpflichtet ist, bei jedwelcher Leistungsausrichtung darauf zu verweisen, dass eine RÃ¼ckforderung erfolgen kann; diese Folge ergibt sich vielmehr bereits aus dem Gesetz.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Zu prÃ¼fen bleibt der Einwand, die VormundschaftsbehÃ¶rde habe dem hier infrage stehenden RÃ¼ckgriff auf das KindesvermÃ¶gen nicht zugestimmt: Die â gemÃ¤ss § 17 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) â fÃ¼r die Bemessung wirtschaftlicher Hilfe massgebenden Richtlinien der schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe in der Fassung vom Dezember 2002 (SKOS-Richtlinien) bestimmen, dass das VermÃ¶gen von unmÃ¼ndigen Kindern nur im Rahmen des Kindesrechts angerechnet werden darf. Nach Art. 320 Abs. 2 ZGB darf das KindesvermÃ¶gen â unter Vorbehalt der in Absatz 1 genannten, hier nicht zutreffenden Ausnahmen â nur mit Zustimmung der VormundschaftsbehÃ¶rde angezehrt werden. Bei einer Sozialhilfe beziehenden Familie wird von den Eltern erwartet, dass sie um eine solche Bewilligung ersuchen. Andernfalls kann auch das Sozialhilfeorgan an die VormundschaftsbehÃ¶rde gelangen (SKOS-Richtlinien, Kap. E.2.1). Daraus ergibt sich, dass das KindesvermÃ¶gen auch im Rahmen der Sozialhilfe nur angezehrt werden darf, wenn eine Einwilligung der VormundschaftsbehÃ¶rde vorliegt. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz darf die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde deshalb die RÃ¼ckerstattung aus den Mitteln des KindesvermÃ¶gens erst dann anordnen, wenn sie anstelle der untÃ¤tig gebliebenen Eltern bei der VormundschaftsbehÃ¶rde die notwendige Einwilligung eingeholt hat. Genau betrachtet ist nÃ¤mlich die Einwilligung der VormundschaftsbehÃ¶rde eine Voraussetzung dafÃ¼r, dass der infrage stehende VermÃ¶genswert, nÃ¤mlich das KindesvermÃ¶gen, realisierbar wird. Damit ergibt sich aber auch â entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin â, dass die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde auch zum jetzigen Zeitpunkt, also nach der Heimunterbringung, die Einwilligung der VormundschaftsbehÃ¶rde einholen kann, da ja erst nach der Zustimmung der VormundschaftsbehÃ¶rde das KindesvermÃ¶gen realisierbar und einer RÃ¼ckerstattungsverfÃ¼gung der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde zugÃ¤nglich gemacht wird. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass im vorliegenden Fall von einer nach § 20 SHG ausgerichteten Leistung auszugehen ist. Die BeschwerdefÃ¼hrerin verfÃ¼gt seit dem Erbanfall im Januar 2000 Ã¼ber VermÃ¶genswerte in erheblichem Umfang. Nachdem die Teilung der Erbschaft erfolgt ist, steht der Realisierbarkeit dieser VermÃ¶genswerte nur, aber immerhin noch die Zustimmung der VormundschaftsbehÃ¶rde entgegen. Bevor deshalb die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde die RÃ¼ckerstattung der Sozialhilfeleistungen anordnet, muss sie die Einwilligung der VormundschaftsbehÃ¶rde zur Anzehrung des KindesvermÃ¶gens einholen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Die Beschwerdegegnerin beruft sich schliesslich auf Vertrauensschutz, um geltend zu machen, dass im vorliegenden Fall eine RÃ¼ckforderung nicht zulÃ¤ssig sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Wie schon vorgÃ¤ngig festgehalten, handelt es sich bei der Unterzeichnung einer RÃ¼ckerstattungsverpflichtung nur um eine DurchfÃ¼hrungsmodalitÃ¤t. Eine derartige ErklÃ¤rung entfaltet immerhin insoweit Wirkung, als sie den Einwand des Pflichtigen ausschliesst, er habe mit einer RÃ¼ckerstattung nicht rechnen mÃ¼ssen und sich in gu­ten Treuen darauf verlassen dÃ¼rfen, dass die wirtschaftliche Hilfe Ã fonds perdu bezahlt werde (VGr, 19. Juni 2003, VB.2002.00431 und VGr, 20. September 2000, VB.2000.00267, www.vrgzh.ch). Umgekehrt muss ein RÃ¼ckerstattungspflichtiger, der eine derartige Verpflichtung nicht unterzeichnet hat, mit einem solchen Einwand zugelassen werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im vorliegenden Fall ist zu berÃ¼cksichtigen, dass die RÃ¼ckerstattungspflicht der BeschwerdefÃ¼hrerin erst aufgrund einer Auslegung von § 27 Abs. 3 aSHG zu bejahen ist, welche sich nicht schon aus dem Wortlaut dieser Bestimmung ergibt. Wie die Auslegung von § 27 Abs. 3 aSHG nÃ¤mlich ergeben hat, ist die RÃ¼ckerstattungspflicht zwar ausgeschlossen, wenn der HilfeempfÃ¤nger nachtrÃ¤glich in finanziell gÃ¼nstige VerhÃ¤ltnisse gelangt. Im Gegensatz dazu kann aber auch der unmÃ¼ndige HilfeempfÃ¤nger zur RÃ¼ckerstattung verpflichtet werden, wenn ihm wirtschaftliche Hilfe in Anwendung von § 20 SHG im Sinne einer ÃberbrÃ¼ckungshilfe â solange seine VermÃ¶genswerte nicht realisiert werden konnten â ausgerichtet wurde. Bei dieser rechtlichen und tatsÃ¤chlichen Ausgangslage wÃ¤re die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde nach Treu und Glauben gehalten gewesen, die BeschwerdefÃ¼hrerin bzw. deren Eltern oder Vertreter darauf aufmerksam zu machen, dass es sich bei ihrer UnterstÃ¼tzung nicht um einen Anwendungsfall von § 27 Abs. 1 erster Satzteil aSHG handle, welche Ã fonds perdu geleistet werde, sondern um einen Anwendungsfall von § 27 Abs. 1 zweiter Satzteil aSHG, wonach die UnterstÃ¼tzung nur im Sinne einer ÃberbrÃ¼ckungshilfe geleistet werde, solange bis die der HilfeempfÃ¤ngerin gehÃ¶renden VermÃ¶genswerte realisiert werden kÃ¶nnen. Zwar wusste die BehÃ¶rde seit dem 3. MÃ¤rz 2000 von der Erbschaft; da sie diese jedoch der BeschwerdefÃ¼hrerin gegenÃ¼ber anfÃ¤nglich nie erwÃ¤hnte und sie sich zu keinem Zeitpunkt darum bemÃ¼hte, bei der VormundschaftsbehÃ¶rde die notwendige Einwilligung zur Anzehrung des KindesvermÃ¶gens einzuholen, erweckte sie den Anschein, dass sie die Hilfe Ã fonds perdu zu leisten gedenke. Diesen Eindruck verstÃ¤rke sie noch dadurch, dass sie Ã¼ber die Hilfe und deren Grundlage nie einen fÃ¶rmlichen Entscheid erliess und die BeschwerdefÃ¼hrerin auch nie auf die RÃ¼ckerstattungspflicht hinwies. Somit kann sich die BeschwerdefÃ¼hrerin auf Vertrauensschutz berufen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Eine solche Vertrauensgrundlage kann jedoch nicht fÃ¼r den gesamten Unter­stÃ¼tzungszeitraum angenommen werden. Mit Schreiben vom 27. April 2001 bat der Rechtsvertreter der Mutter der BeschwerdefÃ¼hrerin das Amt fÃ¼r Jugend- und Sozialhilfe um eine subsidiÃ¤re Kostengutsprache fÃ¼r die Heimunterbringung und den Unterhalt der BeschwerdefÃ¼hrerin. Der RÃ¼ckgriff auf das VermÃ¶gen und Einkommen der BeschwerdefÃ¼hrerin solle nach den gesetzlichen Regeln erfolgen, sobald die Erbteilung abgeschlossen sei und der BeschwerdefÃ¼hrerin der ihr zustehende Erbteil zur VerfÃ¼gung stehe. Der Rechtsvertreter des Vaters der BeschwerdefÃ¼hrerin teilte sodann am 8. Mai 2001 mit, dass sich die Elternteile und auch die BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Internat in Y entschieden hÃ¤tten. Ausserdem unterstÃ¼tze er den Antrag, die Kosten fÃ¼r die Heimunterbringung seien einstweilen vom Kanton ZÃ¼rich zu Ã¼bernehmen, unter Vorbehalt des RÃ¼ckgriffs auf das KindesvermÃ¶gen und Einkommen der BeschwerdefÃ¼hrerin. Mit diesen Schreiben unterstellte die BeschwerdefÃ¼hrerin, vertreten durch ihre Eltern und deren Rechtsvertreter, die Kosten ihrer Heimunterbringung in Y selber der RÃ¼ckerstattungspflicht. Daraus ergibt sich, dass fÃ¼r die Heimunterbringung in Y keine Vertrauensgrundlage mehr dafÃ¼r besteht, dass das Amt fÃ¼r Jugend- und Sozialhilfe diese Kosten Ã fonds perdu Ã¼bernommen habe. Daran Ã¤ndert auch das Schreiben des Amtes vom 14. Juni 2001 nichts, in welchem festgehalten wird, dass allenfalls ErtrÃ¤ge aus der Erbschaft zur Finanzierung des Heimaufenthalts herangezogen werden kÃ¶nnen. Damit wird nÃ¤mlich eine konkludente Zustimmung zum Antrag der BeschwerdefÃ¼hrerin, auch auf das KindesvermÃ¶gen zurÃ¼ckzugreifen, nicht ausgeschlossen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Zusammenfassend ergibt sich, dass das Vertrauen in eine vorbehaltslose und nicht rÃ¼ckerstattungspflichtige Ãbernahme der Kosten fÃ¼r das Internat in Z, aber nicht fÃ¼r diejenigen des Internats in Y zu schÃ¼tzen ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. Stichhaltig ist schliesslich auch der Einwand der BeschwerdefÃ¼hrerin, dass die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde im Einzelnen belegen mÃ¼sse, welche Zahlungen sie ausgerichtet habe, und darlegen mÃ¼sse, welche BeitrÃ¤ge sie von den Eltern in Form von ElternbeitrÃ¤gen erhoben habe. Selbst wenn ein Kind vermÃ¶gend ist, entbindet dies die Eltern nicht von ihrer Unterhaltspflicht. Wenn es sich nÃ¤mlich herausstellen sollte, dass die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde nicht wÃ¤hrend der ganzen Zeit ElternbeitrÃ¤ge erhoben hat, so scheidet eine RÃ¼ckforderung gegenÃ¼ber der BeschwerdefÃ¼hrerin in dem Umfang, in welchem die Eltern zur Finanzierung hÃ¤tten herangezogen werden kÃ¶nnen, von vornherein aus. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>8. Aus den vorstehenden ErwÃ¤gungen folgt, dass die Beschwerde teilweise gutzuheissen und die Sache zur ergÃ¤nzenden Untersuchung und zum Neuentscheid an die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich zurÃ¼ckzuweisen ist. Dabei hat die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde folgenden Gesichtspunkten Rechnung zu tragen: ZunÃ¤chst hat sie auszuscheiden, welche BeitrÃ¤ge sie an die Kosten des Internats in Z und welche an diejenigen des Internats in Y geleistet hat, da eine RÃ¼ckerstattung nur fÃ¼r die an das Internat in Y geleisteten BetrÃ¤ge infrage kommt. Sodann hat sie die an das Internat in Y geleisteten BeitrÃ¤ge besser zu substanziieren und daraufhin zu Ã¼berprÃ¼fen, ob die Eltern ihrer Unterhaltspflicht uneingeschrÃ¤nkt nachgekommen sind. Sollte sich herausstellen, dass die Eltern mit einzelnen BeitrÃ¤gen im RÃ¼ckstand wÃ¤ren, wÃ¤ren diese BeitrÃ¤ge von den Kosten in Abzug zu bringen, da es unzulÃ¤ssig wÃ¤re, das KindesvermÃ¶gen in dem Umfang zu belasten, in welchem die Eltern zur Finanzierung hÃ¤tten herangezogen werden mÃ¼ssen. Steht schliesslich der gegenÃ¼ber der BeschwerdefÃ¼hrerin geltend zu machende Saldo fest, ist die Zustimmung der VormundschaftsbehÃ¶rde zur Anzehrung des KindesvermÃ¶gens einzuholen. Erst nach erfolgter Zustimmung liegt ein realisierter VermÃ¶genswert vor, der einer RÃ¼ckerstattungsforderung zugÃ¤nglich wÃ¤re. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>9. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten den Parteien je zur HÃ¤lfte aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Da keine Partei mehrheitlich obsiegt, ist keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Sache wird zur ergÃ¤nzenden Untersuchung und zum Neuentscheid im Sinne der ErwÃ¤gungen an die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den Parteien je zur HÃ¤lfte auferlegt. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>5. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>