<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2014-04-29-4A_107-2014.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4A_107/2014 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 29. April 2014</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Klett, Präsidentin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Huguenin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Bleuer, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>Kantonsgericht St. Gallen, III. Zivilkammer</i>, </div> <div class="para">Beschwerdegegner, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Remo Maurer. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Unentgeltliche Rechtspflege, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Entscheide des Kantonsgerichts St. Gallen, III. Zivilkammer, vom 3. und 6. Februar 2014. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>In Erwägung,</b> </div> <div class="para">dass das Kreisgericht Rheintal die Klage der Beschwerdeführerin mit Urteil vom 11. Dezember 2012 abwies; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin dieses Urteil mit Berufung beim Kantonsgericht St. Gallen anfocht und um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ersuchte, nachdem sie zur Zahlung eines Kostenvorschusses von Fr. 10'000.-- aufgefordert worden war; </div> <div class="para">dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege vom Kantonsgericht mit Entscheid vom 22. Mai 2013 abgewiesen wurde; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin diesen Entscheid beim Bundesgericht anfocht, das ihre Beschwerde mit Urteil vom 31. Juli 2013 abwies; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 28. August 2013 beim Kantonsgericht ein zweites Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Berufungsverfahren stellte; </div> <div class="para">dass das Kantonsgericht mit Entscheid vom 31. Oktober 2013 auf das Gesuch nicht eintrat; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin diesen Entscheid beim Bundesgericht anfocht, das auf ihre Beschwerde mit Urteil vom 27. Januar 2014 nicht eintrat; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 4. Februar 2014 beim Kantonsgericht ein drittes Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Berufungsverfahren stellte; </div> <div class="para">dass das Kantonsgericht das Gesuch mit Entscheid vom 6. Februar 2014 abwies; </div> <div class="para">dass der verfahrensleitende Richter des Kantonsgerichts der Beschwerdeführerin vorher mit Schreiben vom 3. Februar 2014 eine Nachfrist zur Zahlung des Kostenvorschusses bis 17. Februar 2014 angesetzt hatte; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin dem Bundesgericht eine vom 16. Februar 2014 datierte und am folgenden Tag der Post übergebene Eingabe einreichte, in der sie erklärte, gegen die Entscheide des Kantonsgerichts vom 3. und 6. Februar 2014 Beschwerde zu erheben; </div> <div class="para">dass der Beschwerdeführerin mit Präsidialbrief vom 20. Februar 2014 empfohlen wurde, für das bundesgerichtliche Verfahren einen Rechtsanwalt beizuziehen; </div> <div class="para">dass Rechtsanwalt Daniel Bleuer mit Rechtsschrift vom 5. März 2014 im Namen der Beschwerdeführerin eine "Ergänzung der Beschwerde vom 16. Februar 2014" einreichte; </div> <div class="para">dass in dieser Rechtsschrift darauf hingewiesen wurde, dass die Beschwerdeführerin den von ihr verlangten Kostenvorschuss innerhalb der bis 17. Februar 2014 angesetzten Nachfrist bezahlt habe; </div> <div class="para">dass sich aus den beigezogenen Akten des Kantonsgerichts ergibt, dass der Kostenvorschuss von Fr. 10'000.-- am 17. Februar 2014 auf dem Konto des Kantonsgerichts einging; </div> <div class="para">dass nach <span class="artref">Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG</span> nur zur Beschwerde in Zivilsachen berechtigt ist, wer ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheides hat; </div> <div class="para">dass die Beschwerdebefugnis deshalb nach ständiger Praxis ein aktuelles und praktisches Interesse an der Gutheissung der Beschwerde voraussetzt, das auch im Zeitpunkt des bundesgerichtlichen Urteils noch vorhanden sein muss (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=21&amp;from_date=18.04.2014&amp;to_date=07.05.2014&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-I-23%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page23">BGE 137 I 23</a> E. 1.3.1 S. 24; Urteil 5A_815/2013 vom 9. Januar 2014 E. 1.1); </div> <div class="para">dass das Bundesgericht ausnahmsweise auf das Erfordernis des aktuellen praktischen Interesses verzichtet, wenn sich die aufgeworfenen Fragen unter gleichen oder ähnlichen Umständen jederzeit wieder stellen können, eine rechtzeitige Überprüfung im Einzelfall kaum je möglich wäre und die Beantwortung wegen deren grundsätzlicher Bedeutung im öffentlichen Interesse liegt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=21&amp;from_date=18.04.2014&amp;to_date=07.05.2014&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-I-23%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page23">BGE 137 I 23</a> E. 1.3.1 S. 25 mit Hinweisen); </div> <div class="para">dass seit der Zahlung des Kostenvorschusses ein aktuelles und praktisches Interesse der Beschwerdeführerin an der Aufhebung der beiden angefochtenen Entscheiden fehlt, mit denen die Fortführung des Berufungsverfahrens von der Zahlung dieses Vorschusses abhängig gemacht worden war; </div> <div class="para">dass kein Ausnahmefall im Sinne der zitierten Praxis gegeben ist, weil die Voraussetzungen fehlen, dass die rechtzeitige Überprüfung durch das Bundesgericht im Einzelfall kaum je möglich ist und sich Fragen von grundsätzlicher Bedeutung stellen; </div> <div class="para">dass aus diesen Gründen auf die Beschwerde im Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG</span> nicht einzutreten ist; </div> <div class="para">dass unter den gegebenen Umständen auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG), womit das Gesuch um Befreiung von diesen Kosten gegenstandslos wird; </div> <div class="para">dass für die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des Verfassens der Rechtsschrift vom 16. Februar 2014 voraussehbar war, dass der Kostenvorschuss fristgemäss beim Kantonsgericht eingehen und damit kein aktuelles und praktisches Interesse an der Gutheissung der Beschwerde bestehen würde; </div> <div class="para">dass sodann die Beschwerdeergänzung vom 5. März 2014 erfolgte, als für die Beschwerdeführerin und ihren Rechtsbeistand feststand, dass der Kostenvorschuss fristgemäss geleistet worden war; </div> <div class="para">dass die Beschwerde unter diesen Umständen als im Sinne von <span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span> aussichtslos zu betrachten und deshalb das Gesuch um Beiordnung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes abzuweisen ist; </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>erkennt die Präsidentin:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um Beiordnung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, dem Kantonsgericht St. Gallen, III. Zivilkammer, und B.________ schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 29. April 2014 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Klett </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Huguenin </div> </div></body></html>