Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 25. Juni 2015 (720 15 15 / 156) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Invalidenrente, Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sowie der Einschränkung im Haushalt, Bemessung der Invalidität Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsri chter Jgnaz Jermann, Kan- tonsrichter Markus Mattle, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durc h Dominik Zehntner, Advokat, Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Die 1955 geborene A.____ arbeitet seit dem 5. Se ptember 1996 bei der B.____ als Pflegehelferin. Am 25. September 2011 rutschte A.__ __ aus und stürzte. Dabei zog sie sich eine intraartikuläre, distale Radiusfraktur links mit dorsaler Abkippung zu, welche am 5. Oktober 2011 operativ behandelt wurde. Am 25. Januar 2012 w urde infolge persistiernder Abdomi- nalschmerzen und Verdacht auf eine Ischämie eine weitere Operation durchgeführt. Am 25. Mai 2012 meldete sich A.____ unter Hinweis auf den erwä hnten Unfall beziehungsweise Krankheit Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Lei stungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen, erwerblichen und hauswirtschaftlich en Verhältnisse und Durchführung des Vorbescheidverfahrens sprach die IV-Stelle Basel-La ndschaft (IV-Stelle) A.____ mit Verfü- gung vom 16. Dezember 2014 eine vom 1. November 2012 b is 30. Juni 2013 befristete halbe Rente zu. In Anwendung der gemischten Methode (60 % Erwerb und 40 % Haushalt) resultierte ein IV-Grad von 53 % und ab 15. März 2013 noch ein IV-Grad von 23 %. B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten du rch Advokat Dominik Zehntner, am 13. Januar 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abtei lung Sozialversicherungsrecht (Kan- tonsgericht) und beantragte, die Verfügung der IV-S telle sei dahingehend abzuändern, als die Befristung der zugesprochenen Invalidenrente bis zum 30. Juni 2013 aufgehoben und der Be- schwerdeführerin eine unbefristete Rente zugesprochen werde; unter o/e-Kostenfolge. C. Mit Vernehmlassung vom 5. Februar 2015 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV- Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde der Versicherten vom 13. Januar 2 015 ist demnach einzutreten. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigk eit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in e inem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt i m Wesentlichen mit dem Begriff der Ar- beitsunfähigkeit überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte (vgl. etwa BGE 129 V 53 E. 1.1 in fine mit Hi nweisen). Die bis zum 31. Dezember 2002 ergangene diesbezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Versicherungsge- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht richts (EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abtei lungen) bleibt folglich weitestgehend anwendbar (BGE 130 V 345 E. 3.1.1). 2.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussich tlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie k ann im IV-Bereich Folge von Geburts- gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommende n allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver- stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des V orliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 200 8 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über- windbar ist (Satz 2). 3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Gr ad der Invalidität wie folgt abge- stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). 3.3 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgab enbereich (z.B. Haushalt) tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht z ugemutet werden kann, wird für die Be- messung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG d arauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen ( Betätigungsvergleich; Art. 28a Abs. 2 IVG). 3.4 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird f ür diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbe reich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbs- tätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen un d der Invaliditätsgrad in beiden Berei- chen zu bemessen (gemischte Methode der Invaliditätsbemessung; Art. 28a Abs. 3 IVG). Ist bei Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht diesen Versicherten anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt de r Prüfung des Rentenanspruchs ohne Gesundheitsschaden ganztägig erwerbstätig wären, so ist die Invaliditätsbemessung aus- schliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige zu beme ssen (Art. 27 bis der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961). 4.1 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitw eilig erwerbstätig oder als nichter- werbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträcht igung bestünde. Entscheidend ist so- mit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versiche rten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 507 E. 3.3 mit Hinweisen; Urteil des Bunde sgerichts vom 17. Juli 2012, 9C_335/2012, E. 3.1). Bei im Haushalt tätigen Versich erten im Besonderen sind die persönli- chen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältniss e ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbil- dung sowie die persönlichen Neigungen und Begabunge n zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verfügung (hier: 16. Dezember 2015) entwickelt haben, wobei fü r die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-) Erwerbstätigkeit de r im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 137 V 338 E. 3.2, 125 V 150 E. 2c, je mit Hinweisen). 4.2 Vorliegend hat die IV-Stelle den Invaliditätsgra d der Versicherten nach der gemischten Methode bemessen, was von der Beschwerdeführerin – zu Recht – nicht bestritten wird. Die IV- Stelle hat bei der Festlegung der Anteile der Erwerb stätigkeit und der Haushalttätigkeit auf die im “Fragebogen zur Ermittlung der Erwerbstätigkeit“ w iedergegebenen Angaben der Versicher- ten abgestellt, wonach diese ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen wie bis anhin im Umfang von 60 % eines Vollpensums bei der B.____ erwerbstätig wäre. Gestützt auf diese Aussage der Versicherten hat die IV-Stelle den Anteil der Erwerbst ätigkeit auf 60 % und jenen der Haushalt- tätigkeit entsprechend auf 40 % festgesetzt, was nicht zu beanstanden ist und denn auch von der Beschwerdeführerin nicht in Frage gestellt wird. 5. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrade s im Erwerbsbereich bildet die Fra- ge, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihre r gesundheitlichen Beeinträchti- gungen arbeitsunfähig ist. 5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person i st die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche u nd gegebenenfalls auch andere Fach- leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund- heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 f. E. 4 mit weiteren Hinweisen). Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (v gl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 5.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzu stellen (vgl. die ausführlichen Zusam- menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3 b mit zahlreichen Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gut achten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erö rterung der Befunde zu schlüssigen Er- gebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Bew eiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 6. Vorliegend strittig ist, in welchem Umfang die B eschwerdeführerin ab Mitte März 2013 arbeitsfähig war. Zur Beurteilung des Gesundheitszustan des der Beschwerdeführerin liegen im Wesentlichen folgende ärztlichen Berichte vor: 6.1 Der Arzt des Regionalen ärztlichen Dienstes (RAD), Dr. med. C.____, FMH Allge- meinmedizin, hielt im seinem Bericht vom 4. April 2013 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest: Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht - Status nach intraartikulärer Radiusfraktur links 25.09 .2011 Status nach offener Reposition und Osteosynthese links am 5.10.2011 Osteosynthesematerialentfernung distaler Radius links am 17.01.2013 - Ischämische Colon-Nekrose Status nach subtotaler Kolektomie, Ileo-Rektostomie am 25.01.2012 Ileostomaverschluss am 11.05.2012 - CTS beidseits, links betont Status nach Dekompression N. medianus rechts am 02.01.2 013 - Multiple Sklerose (ED 1985), seit Jahren schubfrei Zur Frage der Arbeitsfähigkeit führte Dr. C.____ unt er anderem aus, die Versicherte sei ab 4. März 2013 in ihrer angestammten Tätigkeit zu 35 % arb eitsunfähig. In einer leidensangepass- ten Tätigkeit Verweistätigkeit mit Arbeiten ohne Notw endigkeit von kraftaufwändigen Verrich- tungen mit den Händen könne ab März 2013 von einer 30% igen Arbeitsunfähigkeit ausgegan- gen werden. 6.2 Der Hausarzt der Beschwerdeführerin, Dr. med. D._ ___, FMH für allg. Medizin, hielt in seinem Schreiben 5. November 2013 unter anderem fest, die Versicherte beklage immer wieder Durchfallepisoden, vor allem am Nachmittag nach dem M ittagessen, teilweise auch unkontrol- lierten Stuhlabgang. Am Vormittag sei die Situation besser, insbesondere darum, weil die Versi- cherte vormittags praktisch nichts esse, nach dem Mittag essen sei die Situation oft prekär. Ein vernünftiger Nachmittagseinsatz bei einem Kunden/einer Kundin sei so verunmöglicht. Eben- falls sei die körperliche Leistungsfähigkeit eingeschrä nkt, übergewichtige Kunden und Kundin- nen könne die Versicherte nicht mehr mit betreuen. Er sei derzeit der Auffassung, die Arbeitsfä- higkeit der Versicherten als Pflegehelferin sei um 50 - 60 % eingeschränkt. Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit sei aufgrund der Beobachtungen in den letzten 18 Monaten kaum realistisch. 6.3 Mit Bericht vom 16. Januar 2014 nahm der RAD-Arzt D r. C.____ nochmals Stellung. In seiner Beurteilung führte Dr. C.____ aus, die Untersuc hung sei im Rahmen einer Einsprache erfolgt, da sich gezeigt habe, dass die Versicherte ihre seit März 2013 aufgenommenes 60%- Pensum nicht mehr habe erbringen können und in der Zwischenzeit aufgrund von unbeherrsch- baren Durchfällen zwei Krankenhausaufenthalte notwend ig geworden seien. Die Angaben der Versicherten, dass Sie aufgrund der Durchfälle und Ersch öpfung nachmittags nicht mehr habe eingesetzt werden können, seien nachvollziehbar. Eine we itere Limitierung resultiere aufgrund einer eingeschränkten Wirbelsäulenbelastbarkeit, die in ihrer Tätigkeit als Pflegehelferin not- wendig sei. Zur Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf hielt Dr. C.____ fest, dass bei der Ver- sicherten ab Juli 2013 für die bisherige Tätigkeit von e iner 60%igen Arbeitsunfähigkeit ausge- gangen werden könne. Inzwischen sei auch eine Vertragsände rung vorgenommen worden. Für angepasste Tätigkeiten, körperlich leichte Arbeiten, mit guter Erreichbarkeit einer Toilette könne ab März 2013 von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.4 Am 3. April 2014 nahm Dr. C.____ zu den in der E insprache vorgebrachten Einwänden der Versicherten Stellung. Dabei führte er aus, es sei richtig, dass die Diarrhoen (im Rahmen der Untersuchung) nicht objektivierbar seien und er sich deswegen auf eine klinische Untersu- chung beschränkt habe. Bei der Beurteilung dieser Pro blematik seien vielmehr anamnestische Angaben von entscheidender Bedeutung und diese seien er fragt, gewürdigt und deren Auswir- kung auf die Arbeitsfähigkeit beurteilt worden. Die strittige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit für behinderungsangepasste Tätigkeiten resultiere aus der Ü berlegung, dass die Versicherte zwei- felsfrei ihre Tätigkeit mit einem zeitlichen Pensum vo n 60 % habe ausüben können und zusätz- lich den Haushalt verrichtet und regelmässig ein Fitnessst udio besucht habe, was mit einer 10%igen Arbeitsfähigkeit bemessen worden sei. Tatsächlich sei es so, dass er für die bisherige Tätigkeit von einer – mit dem Hausarzt Dr. D.____ üb ereinstimmenden – 60%igen Arbeitsunfä- higkeit ausgegangen sei. 6.5 Im Abklärungsbericht Haushalt vom 11. Juni 2013, welcher im Übrigen die Situation sorgfältig und überzeugend darlegt, gelangt die IV-St elle zum Schluss, dass die Beschwerde- führerin bis März 2013 insgesamt zu 58 % im Haushalt ein geschränkt gewesen sei. Des Weite- ren hat die mit der Abklärung beauftragte Person fest gehalten, dass die Beschwerdeführerin ab Mitte März 2013 ihre bisherige Tätigkeit im Umfang von 60 % wieder aufgenommen habe. Die Haushaltsarbeiten könne sie ab diesem Zeitpunkt ebenf alls wieder im früheren Rahmen ausü- ben. 7.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Ver fügung vom 16. Dezember 2014 bei der Beurteilung der aktuellen Arbeitsfähigkeit der V ersicherten vollumfänglich auf die Einschät- zung von Dr. C.____ vom 16. Januar 2014. Sie ging demzufolge davon aus, dass bei der Versi- cherten ab Juli 2013 für die angestammte, langjährig ausgeübte Tätigkeit als Angestellte im Pflegebereich eine Arbeitsunfähigkeit von 60 % bestehe. Für angepasste Tätigkeiten, körperlich leichte Arbeiten, mit guter Erreichbarkeit einer Toil ette könne ab März 2013 von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. Diese vorinstanzli che Beweiswürdigung ist nicht zu be- anstanden. Nach der Rechtsprechung kommt zwar dem Bericht eines versicherungsinternen Arztes nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahr en nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Ger ichtsgutachten. Ein solcher Bericht ist aber, wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.2 hiervor), so weit zu berücksichtigen, als keine – auch nur geringe – Zweifel an der Richtigkeit seiner Schluss folgerungen bestehen (vgl. BGE 135 V 471 E. 4.7). Vorliegend besteht kein Anlass, an der R ichtigkeit der Feststellungen von Dr. C.____ zu zweifeln. Zudem bestätigt Dr. C.____ auch in seinem späteren Bericht vom 3. April 2014 seine Einschätzung vom 16. Januar 2014. Es zeigt sich, dass sich Dr. C.____ hinrei- chend mit den bei den Akten liegenden medizinischen Unt erlagen und mit den anamnestischen Angaben auseinandergesetzt und eine schlüssige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vorgenom- men hat. 7.2 Was die Versicherte in ihrer Beschwerde vorbringt, f ührt zu keiner anderen Beurtei- lung. Die Beschwerdeführerin beruft sich im Wesentlic hen darauf, dass sie in ihrem Alter keine andere Tätigkeit mehr finden werde, weshalb sie ledi glich in ihrer angestammten Tätigkeit in einem 40%-Pensum einsetzbar sei. Der behandelnde Arzt D r. D.____ hielt fest, dass die Be- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht schwerdeführerin in ihrer jetzigen Tätigkeit als Pflegeh elferin zu 50 - 60 % eingeschränkt sei. Zur Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Täti gkeit nimmt Dr. D.____ nicht Stellung. Dr. C.____ vertritt in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit d er Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit die gleiche Auffassung wie Dr. D.____ und g eht ebenfalls von einer Einschränkung von 60 % aus. Dr. C.____ hält aber zusätzlich fest, dass di e Beschwerdeführerin in einer lei- densangepassten Verweistätigkeit zu 70 % (leichte Tätigke it, mit guter Erreichbarkeit einer Toi- lette) arbeitsfähig sei. Diese Beurteilung ist überzeu gend und nachvollziehbar. Die Vorbringen in der Beschwerdeschrift sind nicht geeignet, Zweifel an der Beurteilung von Dr. C.____ hervor- zurufen, weshalb auf die Berichte von Dr. C.____ vom 16. Januar 2014 und vom 3. April 2014 abgestellt werden kann. 8. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.2 hiervor), ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimme n. Dasselbe gilt im Rahmen der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung für die Ermittlung des Invaliditätsgrades im Erwerbsbereich. Das von der IV-Stelle ermittelte Valideneinkommen wurd e von der Beschwerdeführerin zu Recht nicht beanstandet und beträgt somit Fr. 39‘205.--. Für die Berechnung des Invalideneinkommens ist darauf ab zustellen, dass die Beschwerdefüh- rerin gemäss dem vorstehend Gesagten ab März 2013 in ein er Verweistätigkeit zu 70 % ar- beitsfähig ist. 9.1 Es ist zu prüfen, ob die Versicherte ihre Restarbeits fähigkeit von 70 % auf dem ausge- glichenen Arbeitsmarkt wirtschaftlich verwerten kann. Be im ausgeglichenen Arbeitsmarkt han- delt es sich um eine theoretische Grösse, so dass nicht le ichthin angenommen werden kann, die verbliebene Leistungsfähigkeit sei unverwertbar (U rteil des Bundesgerichts vom 8. Januar 2013, 8C_724/2012, E. 4.3). Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes beinhaltet nicht nur ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem Angebot und der Nachfrage nach Stellen, sondern bezeichnet auch einen Arbeitsmarkt, der von seiner Strukt ur her einen Fächer verschiedenarti- ger Stellen offen hält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellek- tuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 276 E. 4 mit Hinweisen). Vorliegend ist davon auszugehen, dass die verbliebene Leistungsfähigkeit (Ar- beitsfähigkeit von 70 % in einer leidensangepassten Ver weistätigkeit) grundsätzlich verwertbar ist. Die Beschwerdeführerin ist nicht derart eingeschränkt, dass auf dem allgemeinen Arbeits- markt keine für die Beschwerdeführerin geeignete Arbeitsstelle existieren würde. Wie sich nach- folgend noch zeigen wird, ist diese Frage für das vorlie gende Verfahren aber nicht entschei- dend (vgl. E. 9.2 unten). Mit der Beschwerdeführerin ist jedoch davon auszugehen, d ass – entgegen der Annahme der Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 16. Dezember 2014 – für die Berechnung des In- valideneinkommens in der LSE-Tabelle auf das Anforderun gsniveau 4 abzustellen ist, da die Beschwerdeführerin seit 1996 – nach Durchführung eine s Kurses – immer als Pflegehelferin gearbeitet hat. Sie verfügt nicht über die erforderl ichen Berufs- und Fachkenntnisse, die es er- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht lauben würden, das Anforderungsniveau 3 für die Berec hnung des Invalideneinkommens her- anzuziehen. Bei der Anwendung des Anforderungsniveau 4 ergibt sich ein Invalideneinkommen von Fr. 32‘030.-- (LSE 2010, Tabelle TA 1, Privater S ektor Total, Anforderungsniveau 4, Spalte Frauen, Fr. 4‘225.-- monatlich, basierend auf 40 Woch enstunden und Anpassung dieses Betra- ges an die Nominallohnentwicklung von 1 % und Umrechnun g auf die betriebsübliche wöchent- liche Arbeitszeit von 41,7 Stunden x 12). Dies führt zu e inem Betrag von Fr. 53‘383.-- für ein Pensum von 100 % und Fr. 32‘030.-- umgerechnet auf ei n im Gesundheitsfall tatsächlich aus- geübten Pensum von 60 %. Die Gegenüberstellung des Val ideneinkommens von Fr. 39‘205.-- und des Invalideneinkommens von Fr. 32‘030.-- ergibt ei ne Erwerbseinbusse von Fr. 7‘175.-- und somit einen IV-Grad von 18,3 %. Unter Berücksichtigun g der Tatsache, dass die Be- schwerdeführerin lediglich zu 60 % einer Erwerbstätigk eit nachzugehen beabsichtigt (vgl. dazu “Fragebogen zur Ermittlung der Erwerbstätigkeit“ vom 2 8.6./11.7.2013), ist dieser Betrag mit 60 % zu gewichten, womit sich für die Erwerbstätigkeit ein IV-Grad von 11 % ergibt. 9.2 Anzufügen bleibt, dass die Berechnung des IV-Grade s im erwerblichen Bereich ge- stützt auf die tatsächlich ausgeübte Tätigkeit als Pflege helferin im Umfang von 40 % – wie dies von der Beschwerdeführerin gefordert wird – zu einem In valideneinkommen von Fr. 26‘137.-- führen würde. Die in Bezug auf das Valideneinkommen e ntstehende Erwerbseinbusse würde damit Fr. 13‘068.-- betragen, womit sich ein IV-Grad im erwerblichen Bereich von 33 % bzw. gewichtet 20 % ergeben würde. 10.1 Zur Ermittlung der Einschränkung im Haushaltsbere ich hat die IV-Stelle eine Haus- haltabklärung in Auftrag gegeben. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung stellt die in Art. 69 Abs. 2 IVV vorgesehene Abklärung an Ort und St elle eine grundsätzlich geeignete und im Regelfall genügende Basis dafür dar, unter Berücksicht igung der konkreten Verhältnisse die Unmöglichkeit der versicherten Person festzustellen, sich i m bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Im Rahmen der Haushaltabklärung werden di e im Haushalt anfallenden Arbeitspro- zesse von einer qualifizierten Abklärungsperson, deren fach liche Kompetenz vorausgesetzt wird (vgl. dazu BGE 128 V 93 f. E. 4 und 130 V 62 f. E. 6.1 und 6.2), an Ort und Stelle einzeln besprochen und allfällige Einschränkungen werden im jeweiligen Bereich festgehalten. Von den Ergebnissen einer solchen Abklärung ist nur ausnahmsweise abzuweichen, handelt es sich doch bei der Einschätzung der Behinderungen im Rahmen eines Betätigungsvergleichs um einen Ermessensentscheid (vgl. BGE 114 V 316, 98 V 131). 10.2 Vorliegend ergab die Haushaltabklärung vor Ort gemäss Bericht vom 11. Juli 2013 eine Einschränkung von 58 %. Im Bericht wird sodann festgehalt en, dass die Versicherte ihr bisheri- ges Pensum von 60 % ab Mitte März 2013 beim gleichen A rbeitgeber wieder aufgenommen habe. Ab diesem Zeitpunkt übe sie die Haushaltsarbeit en wieder im früheren Rahmen aus. Da- raus ergibt sich, dass die Einschränkung im Haushalt bis Mitte März 2013 unbestrittenermassen 58 % betrug, ab diesem Zeitpunkt jedoch 0 %. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass die IV-Stelle in ihrer Verfügung vom 16. Dezember 2014 fälschlicher weise auch nach März 2013 von einer Einschränkung im Haushalt von 58 % bzw. gewichtet von 23 % (58 % x 0,4) ausgegangen ist. Darauf hat die IV-Stelle in ihrer Vernehmlassung vom 5 . Februar 2015 ausdrücklich hingewie- sen. Die Beschwerdeführerin hat diesbezüglich keine Stel lungnahme beim Kantonsgericht ein- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht gereicht. Im Übrigen ist auch aufgrund der gesundheit lichen Situation der Beschwerdeführerin einleuchtend und nachvollziehbar – auch wenn die Erwerb stätigkeit der Beschwerdeführerin in ihrer Tätigkeit als Pflegehelferin in der Zwischenzeit auf 40 % reduziert werden musste –, dass die Beschwerdeführerin ab Mitte März 2013 die Haushalt sarbeiten wieder im früheren Rahmen und somit ohne Einschränkung ausüben kann. Bei einer Einschränkung im Erwerbsbereich von gewichtet 11 % (vgl. E. 8.1 hiervor) und von 0 % im nichterwerblichen Bereich resultiert insgesamt ein IV-Grad von 11 %. Daraus folgt aber, dass bei der Beschwerdeführerin ab März 2013 selbst dann ke in rentenbegründender IV-Grad bestehen würde, wenn zur Berechnung des Invalideneinkomme ns im erwerblichen Bereich nicht von einer Arbeitsfähigkeit von 70 % in einer lei densangepassten Tätigkeit, sondern von einer Arbeitsfähigkeit von 40 % in der bisherigen T ätigkeit als Pflegehelferin ausgegangen wür- de, wie dies von der Beschwerdeführerin geltend gemacht wird (vgl. oben E. 9.2). In diesem Fall würde der IV-Grad insgesamt 20 % ([0,6 x 33 %] + [0,4 x 0 %]) betragen. 11. In Anwendung der gemischten Methode der Invaliditä tsbemessung ergibt sich aus den obigen Erwägungen ab März 2013 ein IV-Grad von 11 % bzw. höchstens 20 %. Die angefoch- tene Verfügung vom 16. Dezember 2014, mit welcher die IV-Stelle die halbe Rente der Versi- cherten ab 1. Juli 2013 aufgehoben hat, ist demnach nich t zu beanstanden. Die dagegen erho- bene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 12. Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von Fr. 200.-- - Fr. 1‘000.-- festgele gt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in de- nen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrens- kosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 600.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschw erdeführerin unterliegende Par- tei, weshalb die Verfahrenskosten ihr aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- zu verrechnen sind. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsp rechend wettzuschlagen (§ 21 Abs. 1 VPO). Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- we rden der Be- schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kos tenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- verrechnet. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. http://www.bl.ch/kantonsgericht