<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die notwendigen Massnahmen zu ergreifen, um die Gender-Ideologie, die bereits den Jüngsten aufgezwungen wird, zu bekämpfen und um in erster Linie - aber nicht nur - Minderjährige vor überstürzten und irreversiblen Operationen zur Geschlechtsumwandlung zu schützen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Wie schon in der Antwort auf die Interpellation 21.4506 Roduit «Exponentieller Anstieg bei der medizinischen Behandlung junger Transmenschen. Wird die Schweiz die umstrittenen Praktiken regulieren?» ausgeführt, hat auch der Bundesrat zur Kenntnis genommen, dass immer mehr Menschen mit Geschlechtsdysphorie eine Behandlung suchen. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass diese Zunahme nicht auf eine «Geschlechterideologie», sondern auf die zunehmende Akzeptanz der Gesellschaft für die Vielfalt der Geschlechtsidentitäten zurückzuführen ist.</p><p>Welche Art von Behandlung angezeigt ist – psychologisch, medikamentös und/oder chirurgisch – ist je nach Patient bzw. Patientin unterschiedlich. Bei der Wahl der passenden Behandlung gilt die Sorgfaltspflicht. Ärztinnen und Ärzte sind verpflichtet, sich an die Regeln der ärztlichen Kunst zu halten, Nutzen und Risiken einer Therapieform sorgfältig gegeneinander abzuwägen, stets im Interesse des Patienten oder der Patientin zu handeln und dessen oder deren Wohl ins Zentrum zu stellen. Bei minderjährigen Personen muss zudem die Urteilsfähigkeit sorgfältig geprüft werden. Die Behandlung erfolgt dabei meist in einem interdisziplinären Team, welches die Situation von Fall zu Fall aus medizinischer, psychologische und medizin-ethischer Sicht beurteilt. Dabei kann auf internationale Richtlinien und Empfehlungen zurückgegriffen werden (z.B. Richtlinien der World Professional Association for Transgender Health WPATH, siehe www.wpath.org, oder die entsprechenden Richtlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften, siehe <a href="http://www.awmf.org"><span style="color:#0000ff;"><u>www.awmf.org</u></span></a>). Diese werden in der Regel gemeinsam von allen mitbetroffenen medizinischen Fachgesellschaften erarbeitet und stützen sich auf die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse ab.</p><p>Es liegt somit nicht in der Verantwortung des Bundes, Therapierichtlinien zur Behandlung von Menschen mit einer Geschlechtsdysphorie zu erarbeiten oder anderweitige Massnahmen zu ergreifen, die auf die medizinische Entscheidfindung Einfluss nehmen.</p><p><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.</p>