<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.1999.00042</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105293&amp;W10_KEY=13013583&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.1999.00042</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 26.01.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzungen 1994 und 1995</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Aufwandeinschätzung. Novenverbot. Einschätzung nach dem Aufwand iSv § 29 aStG. Novenverbot vor VGr (E. 2). Voraussetzungen der Einschätzung nach dem Aufwand sowie Anforderungen an den vom Pflichtigen zu erbringenden Nachweis (E. 3). Der Pflichtige hat im Rahmen der ihn treffenden Behauptungs- und Substanzierungslast den Nachweis des von ihm behaupteten sparsamen Lebenswandels vor Rk nicht erbracht, und die Rk war mangels substanzierter Eingaben auch nicht gehalten, weitere Nachforschungen zu treffen (E. 4a). Das nunmehr (erst) vor VGr Angebotene ist wegen des Novenverbotes nicht zu hören (E. 4b). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFWANDEINSCHÃTZUNG">AUFWANDEINSCHÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEHAUPTUNGSLAST">BEHAUPTUNGSLAST</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN">EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOVENAUSSCHLUSS">NOVENAUSSCHLUSS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOVENVERBOT">NOVENVERBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBSTANZIIERUNGSLAST">SUBSTANZIIERUNGSLAST</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 29 aStG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A. B. wurde vom SteuerkommissÃ¤r am 3. Dezember 1997 fÃ¼r die Steuerjahre 1994 und 1995 nach dem Lebensaufwand mit einem Reineinkommen von Fr. 112'200.‑ bzw. Fr. 125'600.‑ veranlagt, da er trotz entsprechender Auflage keinen ge­nÃ¼­genden Nach­weis fÃ¼r die anhand der SteuererklÃ¤rungen festgestellte VermÃ¶genszu­nahme erbracht hatte. Diese EinschÃ¤tzungen wurden durch die Steuerkommissionen D. und C. (neuer Wohnort) am 12. November bzw. 2. Dezember 1998 bestÃ¤tigt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Einen hiergegen gerichteten Rekurs wies die Steuerrekurskommission II mit Ent­scheid vom 12. Mai 1999 vollumfÃ¤nglich ab. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen diesen Entscheid wandte sich der Pflichtige am 21. Juni 1999 an das Ver­waltungsgericht, dem er beantragte, er sei gemÃ¤ss seiner Selbstdeklaration unter Be­rÃ¼cksichtigung die von ihm selbst bereits in der Rekursschrift anerkannten Aufrechnungen mit Fr. 92'900.‑ bzw. Fr. 109'200.‑ zu veranlagen. Des Weiteren rÃ¼gte er eine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs sowie weiterer, nicht nÃ¤her bezeichneter VerfahrensgrundsÃ¤tze.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Rekurskommission und der Beschwerdegegner schlossen auf Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die Beschwerde betrifft ein Steuerjahr vor 1999. Aus diesem Grund gelangen gemÃ¤ss § 269 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) in der vorliegenden Streit­sache noch die materiellrechtlichen Bestimmungen des auf 1. Januar 1999 aufgehobenen Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 (aStG) zur Anwendung. Da die Beschwerde am 1. Januar 1999 noch nicht hÃ¤ngig war, richtet sich das Beschwerdeverfahren nach dem neuen Recht (§ 280 Abs. 3 StG e contrario).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 StG alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãber­schreitung oder Missbrauch des Ermes­sens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Fest­stel­lung des rechtserheblichen Sachver­halts geltend gemacht werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Das Steuergesetz enthÃ¤lt ‑ abgesehen von den Vorschriften von § 153 Abs. 1 ‑ 3 StG Ã¼ber die formellen Voraussetzungen der Beschwerde und die ÃberprÃ¼­fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts ‑ keine besondere Regelung des Beschwerde­verfahrens, und auch Art. 50 Abs. 3 des Bundesgesetzes Ã¼ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 (StHG) lÃ¤sst sich dies­be­zÃ¼g­lich nichts entnehmen; darin wird nur die MÃ¶glichkeit erwÃ¤hnt, den Re­kursentscheid an eine weitere ver­waltungsunabhÃ¤ngige kantonale Instanz zu ziehen, wenn das kantonale Recht dies vorsieht. § 153 Abs. 4 StG hÃ¤lt einzig fest, die Be­stim­mungen Ã¼ber das Re­kurs­ver­fah­ren vor der Rekurs­kom­mission gÃ¤lten "sinngemÃ¤ss".</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Gesetzeswortlaut schliesst jedenfalls die unbesehene Anwendung al­ler Regeln Ã¼ber das Rekursverfahren aus. Es ist daher durch Auslegung zu ermitteln, welche Regeln "sinngemÃ¤ss", also dem Gesetzessinn entsprechend, auf das Beschwerdeverfahren Ã¼bertra­gen werden kÃ¶nnen. Dabei ist insbesondere den vom Gesetz zugedachten unterschied­li­chen Funktionen von Rekurs und Beschwerde sowie von Rekurskommission und Verwal­tungs­gericht Rechnung zu tragen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Das AusgefÃ¼hrte gilt insbesondere auch fÃ¼r die im Steuergesetz nicht beantwor­tete Frage, ob und inwieweit im Rekurs‑ und Beschwerdeverfahren neue tatsÃ¤chliche Be­hauptungen und Beweismittel vorgebracht werden kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Weil der Rekurs die erstmalige und umfassende gerichtliche ÃberprÃ¼fung der Ein­schÃ¤tzungen der SteuerverwaltungsbehÃ¶rden ermÃ¶glicht (§§ 147 Abs. 3 und 212 StG) und der Rekursentscheid die angefochtene steuerbehÃ¶rdliche EinschÃ¤tzung ersetzt (Reimann/ Zup­pinger/SchÃ¤r­rer, Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, 3. Band, Bern 1969, § 66 N. 6 sowie § 92 N. 2), ist es geboten, in WeiterfÃ¼hrung der Recht­sprechung zum frÃ¼heren Steu­er­gesetz vom 8. Juli 1951 (aStG), das ebenfalls keine ausdrÃ¼ckliche Regelung des No­ven­rechts enthielt, neue tatsÃ¤chliche Behauptungen und Be­weismittel bis zum Ablauf der Re­kursfrist unbeschrÃ¤nkt zuzulassen (vgl. Richner/Frei/We­ber/BrÃ¼tsch, ZÃ¼rcher Steu­ergesetz, Kurzkommentar, 2. A. ZÃ¼rich 1997, § 92 N. 1). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zwar wÃ¤re es denkbar, neue Tatsachenbehauptungen und Beweismittel auch in der Beschwerde an das Verwaltungsgericht zuzulassen. Eine derartige LÃ¶sung erscheint jedoch auch mit Blick auf Zweck und Funktion des Weiterzugs der Streitsache an ein zweitin­stanz­liches Ge­richt, dessen PrÃ¼fungsbefugnis sich in der Rechtskontrolle erschÃ¶pft, nicht als sinnvoll. Namentlich verminderte sie die Bedeutung der Rekurskommission, weil sie letzten Endes zu einer vom Gesetzgeber of­fenkundig nicht gewollten Verlagerung der ju­stiz­mÃ¤ssigen Sachverhaltser­mittlung und Steu­ereinschÃ¤tzung von der Rekurs­kommis­sion auf das Verwaltungsgericht fÃ¼hren wÃ¼rde. Wie das Verwaltungsgericht in verschiede­nen Entscheiden erkannt hat, rechtfertigt es sich deshalb, fÃ¼r das Beschwerdeverfahren auch unter dem neuen Recht am bisher in § 95 Abs. 4 aStG ausdrÃ¼cklich geregelten No­ven­ver­bot festzuhalten. FÃ¼r das Verwaltungsge­richt ist somit die gleiche Ak­tenlage massgebend wie fÃ¼r die Rekurskommis­sion. Tatsachen oder Beweis­mittel, die nicht (spÃ¤testens) im Re­kurs­verfahren be­haup­tet bzw. vor­ge­legt oder angerufen worden sind, dÃ¼rfen infolgedessen im Beschwerdeverfahren grund­sÃ¤tz­lich nicht nach­ge­bracht wer­den (vgl. VGr, 24. No­vem­ber 1999, SB.1999.00054; Richner/Frei/Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼r­cher Steuer­gesetz, ZÃ¼rich 1999, § 153 N. 43).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Vom No­ven­ver­bot ausgenommen sind dagegen echte Noven, namentlich neue tat­sÃ¤chliche Behauptungen und Beweis­mittel, die auf einem Revisions‑ oder Nachsteu­ergrund (§ 155 bzw. § 160 StG) beruhen oder der StÃ¼tzung von geltend gemachten Rechts­ver­let­zun­gen dienen, die ihrer Na­tur nach neuer tatsÃ¤ch­licher Vorbrin­gen oder Beweis­mittel be­dÃ¼rfen (Rei­mann/Zuppin­ger/SchÃ¤rrer, § 95 N. 29 ff.). Neue, erstmals vor Verwal­tungs­ge­richt gestellte Rechtsbe­geh­ren sind schliesslich allgemein zulÃ¤ssig, sofern sie sich nicht auf Tatsachen und Beweis­mit­tel stÃ¼tzen, welche unter das Novenverbot fallen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Laut § 29 Abs. 1 aStG wird das Reineinkommen mindestens so hoch einge­schÃ¤tzt, dass es dem Aufwand der daraus lebenden Personen entspricht. Dem Steuerpflich­tigen bleibt indessen der Nachweis vorbehalten, dass der Aufwand aus steuerfreien Ein­kÃ¼nf­ten oder aus VermÃ¶gen bestritten wurde (§ 29 Abs. 2 aStG). Die Ermittlung des zur Be­streitung der Lebenskosten sowie zur VermÃ¶gensvermehrung erforderlichen Ge­samt­auf­wands ist einerseits ein Kontrollmittel; sie kann anderseits aber auch Bemessungs­grund­lage sein (RB 1982 Nr. 71, 1984 Nr. 42; Reimann/Zuppinger/SchÃ¤rrer, Kommentar zum ZÃ¼r­cher Steuergesetz, 2. Band, 1963, § 29 N. 4 und 5), namentlich wenn mit hinrei­chen­der Si­cher­heit angenommen werden kann, der Steuerpflichtige habe seinen Auf­wand, das heisst die Summe von Lebenshaltungskosten und VermÃ¶gensvermehrung ver­min­dert um die Ab­zÃ¼­ge gemÃ¤ss §§ 25 und 26 StG, mit dem auf direktem Weg er­rech­ne­ten Ein­kom­men gar nicht bestreiten kÃ¶nnen. Vermag er den Widerspruch zwischen dem de­kla­rier­ten Ein­kom­men und dem Privatverbrauch nicht zu erklÃ¤ren, ist der Steu­er­kommissÃ¤r nicht gehalten, dessen EinkÃ¼nfte oder AbzÃ¼ge zu Ã¼berprÃ¼fen; diesfalls darf er ohne Weite­res das Ein­kom­men nach dem Aufwand schÃ¤tzen (RB ORK 1956 Nr. 46; RB 1978 Nr. 51; VGr, 11. De­zem­ber 1991, SB 91/0037).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Den Nachweis, dass der Aufwand aus steuerfreien Ein­kÃ¼nften oder aus VermÃ¶­gen bestritten wurde, hat der Steu­er­pflichtige von sich aus spÃ¤testens binnen der Rekurs­frist durch eine substanzierte Sachdarstellung und durch Beschaf­fung oder Bezeichnung von Beweismitteln anzutreten (RB 1987 Nr. 35). Substan­ziert ist die Sachdarstellung dann, wenn sie all jene Tatsa­chen enthÃ¤lt, welche erforderlich sind, um die rechtliche Be­urtei­lung der geltend gemachten Finanzie­rung des Aufwands aus VermÃ¶gen bzw. aus steuerfreien Ein­kÃ¼nften vornehmen zu kÃ¶nnen. Nur unter diesen Voraussetzungen ist die Rekurs­kom­mission verpflichtet, die anerbotenen Beweise abzunehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ist die Sachdarstellung oder das Beweismittelangebot un­genÃ¼gend, so hat die Re­kurskommission nicht von Amtes we­gen eine Untersuchung zu fÃ¼hren, um sich die feh­lenden tat­sÃ¤ch­lichen Grundla­gen zu beschaffen. Auch darf sie den Steu­er­pflichtigen nicht zur Beweisleistung zulassen, denn eine un­vollstÃ¤ndige Sachdarstellung kann nicht im Be­weisver­fahren nachgeholt werden (RB 1964 Nr. 68, 1973 Nr. 35, 1976 Nr. 26, 1980 Nr. 69).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Der Pflichtige rÃ¼gt, die EinschÃ¤tzung im Sinn von § 29 aStG fÃ¼hre zu einem fal­schen Ergebnis. Er habe in beiden massgeblichen Bemessungsjahren hart am Aufbau seiner eigenen Firma gearbeitet und darum wenig Gelegenheit zum Geldausgeben gehabt. Dane­ben habe er sparsam gelebt; insbesondere sei seine jeweilige Konkubinatspartnerin fÃ¼r die Lebenshaltungskosten aufgekommen. So habe er seinen Lebensaufwand ohne Weiteres aus dem in den SteuererklÃ¤rungen deklarierten Einkommen decken kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Der Pflichtige hat es trotz entsprechender Auflage durch den SteuerkommissÃ¤r unterlassen, die aus den SteuererklÃ¤rungen 1994 und 1995 ersichtliche VermÃ¶gensvermeh­rung von Fr. 72'100.‑ bzw. Fr. 86'567.‑ zu erklÃ¤ren, weshalb dieser rechtens zu einer Auf­wandeinschÃ¤tzung im Sinn von § 29 Abs. 1 aStG geschritten ist. Im Rekursverfahren hat der Pflichti­ge zwar zahlreiche Unterlagen und Belege eingereicht. Diese enthalten indessen nicht all jene Tatsa­chen, welche erforderlich sind, um die rechtliche Beurtei­lung der gel­tend gemachten Finanzie­rung des Aufwands aus VermÃ¶gen bzw. aus steuerfreien Ein­kÃ¼nf­ten vornehmen zu kÃ¶nnen. Damit mangelt es an der erforderlichen Substanziert­heit, und die Rekurskommission war nicht gehalten, weitere Nachforschungen zu treffen (vgl. E. 3b). In diesem Licht durfte die Rekurskommission auch ohne Weiteres von der Anord­nung eines zweiten Schriftenwechsels absehen (vgl. auch § 148 Abs. 2 StG). Der Pflichtige kann den ihn treffenden Anforderungen nicht dadurch genÃ¼gen, indem er be­hauptet, er hÃ¤t­te einen weit geringeren Lebensaufwand als den vom SteuerkommissÃ¤r an­genommenen und anbietet, sich zur Beantwortung allfÃ¤lliger Fragen zur VerfÃ¼gung zu stellen bzw. per­sÃ¶nlich zu erscheinen. Die Rekurskommission hat durch Auseinanderset­zung mit dem vom Pflichtigen Vorgebrachten diesem das rechtliche GehÃ¶r gewÃ¤hrt und zu Recht erkannt, dass dieser den Nachweis dafÃ¼r, dass der Aufwand aus steuerfreien Ein­kÃ¼nften oder VermÃ¶gen bestritten wurde (§ 29 Abs. 2 aStG), nicht erbracht hat. Was die bereits in der Rekursschrift geltend gemachten Punkte (z.B. hinsichtlich der Berufspau­schale oder der Steuerzah­lun­gen) betrifft, so kann auf die zutreffenden AusfÃ¼hrungen der Rekurskommission verwiesen werden (vgl. Art. 161 des GeschÃ¤ftsverkehrsgesetzes vom 13. Juni 1976). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Erstmals im Beschwerdeverfahren gibt der Pflichtige den Namen seiner damali­gen und seiner derzeitigen Lebenspartnerin bekannt und rÃ¼gt, er sei von den Veranlagungs­behÃ¶rden nie nach deren Namen gefragt worden, obwohl er bereit gewesen wÃ¤re, diese zu nennen. An der Sitzung der Steuerkommission D. sei ihm die Nennung des Namens vom SteuerkommissÃ¤r sogar verwehrt worden. So sei zu Unrecht ein VermÃ¶gensvergleich seiner Lebenspartnerin unterblieben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit diesen Vorbringen wird zum einen das Wesen des vom Pflichtigen gemÃ¤ss § 29 Abs. 2 aStG zu erbringenden Nachweises verkannt. Ist nÃ¤mlich ‑ wie im vorliegenden Fall ‑ zu Recht eine EinschÃ¤tzung nach dem Aufwand gemÃ¤ss § 29 Abs. 1 aStG erfolgt, so ist es nicht Aufgabe der SteuerbehÃ¶rden, den Sachverhalt auszuforschen oder dem Pflichti­gen eine Auswahl geeigneter Beweismittel vorzulegen, sondern liegt es an diesem, im Rah­men der ihn treffenden Behauptungs‑ und Substanzierungslast einen tauglichen Nach­weis zu erbringen. Zum anderen kann das vom Pflichtigen vor Verwaltungsgericht erstmals Vor­gebrachte aufgrund des geltenden Novenverbots (vgl. E. 2) nicht gehÃ¶rt werden, da es sich um keine echten Noven handelt, welche der Pflichtige nicht bereits in einem frÃ¼heren Verfahren hÃ¤tte geltend machen kÃ¶nnen. Daran wÃ¼rde auch nichts Ã¤ndern, wenn der klar als Vertreter der Gegenpartei anwesende SteuerkommissÃ¤r an der Sitzung der Steuerkom­mission D. die Frage nach dem Namen der seinerzeitigen Lebenspartnerin "abge­wiesen" hÃ¤tte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Keinerlei UnregelmÃ¤ssigkeit ist schliesslich darin zu erblicken, dass sich zwei Steu­erkommissionen mit dem Fall des Pflichtigen befasst haben, ist dies doch richtige und al­leinige Folge von dessen Wohnsitzwechsel.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Ist dem Pflichtigen nach dem Erwogenen im Rekursverfahren der Nachweis miss­lun­gen, dass er in den Bemessungsjahren 1993 und 1994 seinen Aufwand nicht aus Ver­mÃ¶­gen oder steuerfreien EinkÃ¼nften bestritten hat, muss es bei den zu Recht in An­wen­dung von § 29 Abs. 1 aStG getroffenen AufwandeinschÃ¤tzungen der Steuerjahre 1994 und 1995 bleiben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>