Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Kammer III III 2021 28 Entscheid vom 18. Juni 2021 Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident lic.iur. Karl Gasser, Richter Monica Huber, Richterin lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch B.________ und C.________, c/o D.________, gegen 1.Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, Postfach 1260, 6431 Schwyz, Vorinstanz, 2.Gemeinderat Arth, Rathausplatz 6, Postfach 263, 6415 Arth, Beigeladener, Gegenstand Planungs- und Baurecht (Schutzwürdigkeit von Gebäuden; Aufnahme ins KSI)2 Sachverhalt: A.A.________ ist Alleineigentümer des in der Landwirtschaftszone der Ge- meinde Arth gelegenen Grundstücks KTN E.________, auf welchem sich an der ________ -strasse ________ u.a. ein Wohnhaus (Gebäude Nr. F.________) mit Trotte (Gebäude Nr. G.________) befindet (vgl. Bf-act. 5). Das Wohnhaus inkl. Trotte ist unter der Nummer H.________ im Bauernhausinventar (BHI) vermerkt. B.Im Rahmen einer Vorabklärung bezüglich des beabsichtigten Umbaus bzw. Ersatzbaus von Wohnhaus und/oder Trotte kam A.________ auf die kantonale Denkmalpflege zu, um die Frage der Schutzwürdigkeit von Wohnhaus und Trotte abzuklären. Diesbezüglich fand am 19. Februar 2020 eine erste Begehung des Hofes mit dem Eigentümer sowie dessen Planer wie auch der kantonalen Denk- malpflege statt. Mit E-Mail vom 10. März 2020 wies die kantonale Denkmalpflege in einer ersten Einschätzung die Objekte aufgrund ihrer Gebäudetypologie als schutzwürdig aus (vgl. Vi1-act. [weitere Verfahrensakten]). In der Folge holte die kantonale Denkmalpflege eine bauhistorische Einschät- zung ein; das erstellte Gutachten vom 9. Juli 2020 würdigte das auf das Baujahr 1790 datierte Wohnhaus und die Trotte an der ________ -strasse ________ als kulturlandschaftsprägendes Bauensemble mit hoher Bedeutung (vgl. Vi1-act. 1). Nach einer weiteren Begehung vor Ort am 24. September 2020 wurde das ent- sprechende Augenscheinprotokoll den Teilnehmenden am 2. Oktober 2020 zur Stellungnahme zugestellt; gleichzeitig wurden dem Eigentümer und der Stand- ortgemeinde Gelegenheit gegeben, sich im Rahmen des Aufnahmeverfahrens zu äussern (vgl. Vi1-act. [weitere Verfahrensakten]). Mit Schreiben vom 23. Oktober 2020 liess der Eigentümer bezüglich des Augen- scheinprotokolls verschiedene Präzisierungen vornehmen; gleichzeitig äusserte er sich zur Unterschutzstellung der Objekte im Wesentlichen dahingehend, dass allfällige Baugesuche nach Art. 24d Abs. 2 RPG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 und 3 RPV bzw. nach Art. 16a Abs. 1 RPG i.V.m. Art. 34 Abs. 3 RPV zu bewilligen seien. Mit Beschluss Nr. 713 vom 9. November 2020 bejahte der Gemeinderat die Schutz- würdigkeit des Wohnhauses ‘________ -strasse ________‘ und stellte dem Amt für Kultur im Sinne der Erwägungen den Antrag, das Wohnhaus ‘________ - strasse ________’ unter Schutz zu stellen (vgl. Disp.-Ziff. 2). Mit E-Mail je vom 23. Dezember 2020 reichten das Amt für Landwirtschaft und das Amt für Rau- mentwicklung eine Stellungnahme ein (vgl. zum Ganzen: Vi1-act. [weitere Ver- fahrensakten]).3 C.Mit Beschluss (RRB) Nr. 57/2021 vom 26. Januar 2021 entschied der Re- gierungsrat wie folgt: 1. Das Bauernhaus ________ -strasse ________ in Arth KTN F/G.________ [recte: KTN E.________, Gebäude Nr. F.________], wird ins KSI unter der Nummer I.________ aufgenommen und als regional eingestuft. Die Trotte [erg.: KTN E.________, Gebäude Nr. G.________] wird ins KSI unter der Nummer J.________ aufgenommen und als lokal eingestuft. Das Bauernhaus geniesst den Schutzumfang nach § 5 Bst. b DSV (Schutzziel II: Pflicht zur Erhaltung des äusseren Erscheinungsbildes, Bewahrung der Raumstrukturen). Die Trotte geniesst den Schutzumfang nach § 5 Bst. c DSV (Schutzziel III: Pflicht zur Erhaltung des Charakters). 2. Im Fall einer Restaurierung von Bauernhaus und/oder Trotte muss die Planung von der kantonalen Denkmalpflege begleitet werden (§ 6 DSG). 3. Die Objekte sind im Grundbuch anzumerken. Die Kosten trägt der Kanton (Amt für Kultur). 4.-6. (Rechtsmittelbelehrung; Zustellung). D.Gegen diesen RRB Nr. 57/2021 vom 26. Januar 2021 (Versand: 2.2.2021) lässt A.________ mit Eingabe vom 19. Februar 2021 (Postaufgabe: 22.2.2021) fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit den folgenden Rechtsbegehren: 1. Der Beschluss Nr. 57/2021 des Regierungsrats des Kantons Schwyz vom 26. Januar 2021 sei gänzlich aufzuheben und die Liegenschaft aus dem Bauernhaus Inventar des Kantons Schwyz zu entlassen. 2. Als Eventualantrag sei der Beschluss Nr. 57/2021 des Regierungsrates des Kantons Schwyz vom 26. Januar 2021 aufzuheben und zur Neubeurteilung und Präzisierung an die Vorinstanz (Regierungsrat) zurück zu senden. 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Staatskasse des Kantons Schwyz oder weiteren Verfahrensbeteiligten. E.Der Gemeinderat Arth stellt am 16. März 2021 folgenden Antrag: Bezugnehmend auf die eingereichte Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 19. Februar 2021 wird seitens der Gemeinde Arth analog den Anträgen des Beschwerdeführers um die Änderung der mit RRB Nr. 57/2021 erfolgten Einstufung des Schutzumfangs des Bauernhauses vom „Schutzziel II“ zum „Schutzziel III“ hinsichtlich den Schutzobjekten „E.________“, ________ -strasse ________ (KTN E.________), Arth, Antrag gestellt. Das Bildungsdepartement beantragt mit Vernehmlassung vom 17. März 2021 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdefüh- rers. Hierzu äussert sich der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 12. April 2021 und beantragt sinngemäss einen Augenschein vor Ort. Mit Stellungnahme vom 29. April 2021 hält das Bildungsdepartement an den mit der Vernehmlassung ge- stellten Anträgen fest. Am 1. Juni 2021 führte das Verwaltungsgericht im Beisein 4 der Parteien den Augenschein durch, anlässlich dessen sich die Parteien zudem zur Eingabe des Bildungsdepartements vom 29. April 2021 äussern konnten. Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.1.1Das seit dem 1. Januar 2020 geltende Gesetz über die Denkmalpflege und Archäologie (Denkmalschutzgesetz, DSG; SRSZ 720.100) vom 6. Februar 2019 sowie die dazugehörige Verordnung über die Denkmalpflege und Archäologie (Denkmalschutzverordnung, DSV; SRSZ 720.110) vom 10. Dezember 2019 be- zweckt unter anderem die Erhaltung, den Schutz und die Pflege der Ortsbilder und Kulturdenkmäler (§ 1 Abs. 1 DSG). Als Schutzobjekte der Denkmalpflege gelten Objekte, denen ein erheblicher kultureller, geschichtlicher, kunsthistori- scher oder städtebaulicher Wert zukommt (§ 3 Abs. 1 DSG). Schutzobjekte kön- nen neben Ortsbilder auch Gebäudegruppen und Einzelbauten unter Einbezug ihrer Ausstattung und der für ihre Wirkung wesentlichen Umgebung sein (§ 3 Abs. 2 lit. a und b DSG). Der Kanton führt ein Inventar der geschützten Bauten und Objekte gemäss § 3 Abs. 2 lit. b DSG (§ 4 Abs. 1 DSG). In dieses Schutzinventar werden besonders schutzwürdige Gebäudegruppen und Einzelbauten aufgenommen, denen im Sinne von § 3 Abs. 1 DSG ein erheblicher Wert zukommt. Nach Aufnahme ins Inventar handelt es sich um Schutzobjekte. Das Schutzziel wird für jedes Schut- zobjekt im Inventar festgehalten (§ 4 Abs. 2 DSG). Der Regierungsrat nimmt gemäss § 5 Abs. 1 DSG Objekte nach Anhörung des Eigentümers und der Standortgemeinde ins Schutzinventar auf, sofern (lit. a) das Objekt besonders schutzwürdig ist sowie einen erheblichen kulturellen, ge- schichtlichen, kunsthistorischen oder städtebaulichen Wert aufweist, und lit. b) der Unterschutzstellung keine überwiegenden öffentlichen oder privaten Interes- sen entgegenstehen. Der Eigentümer erhält im Rahmen der Anhörung Gelegen- heit zur schriftlichen Stellungnahme. Es wird ihm ein begründeter, anfechtbarer Aufnahmeentscheid zugestellt (§ 5 Abs. 2 DSG). Der Regierungsrat beschliesst über die Aufnahme von Objekten ins kantonale Schutzinventar (§ 15 Abs. 1 lit. a DSG). Die kantonale Fachstelle für Denkmalpflege ist zuständig für die Überprü- fung der Schutzwürdigkeit eines Objekts im Einzelfall (§ 3 Abs. 3 lit. f DSV). Be- reits unter dem durch das DSG ersetzten alten Gesetz über den Natur- und Hei- matschutz und die Erhaltung von Altertümern und Kunstdenkmälern (aKNHG; SRSZ 720.110) vom 29. November 1927 entschied der Regierungsrat über die Schutzwürdigkeit eines Objektes (§ 6 aKNHG; vgl. RRB Nr. 708/2017 vom 5 19.9.2017 betr. "Gesetz über die Denkmalpflege und Archäologie [Denkmal- schutzgesetz, DSG], Bericht und Vorlage an den Kantonsrat" [nachstehend: RRB Nr. 708/2017] S. 6). 1.1.2Der zweite Abschnitt der DSV regelt das Kantonale Schutzinventar (KSI). Gemäss § 5 DSV werden die folgenden Schutzziele unterschieden: a) Schutzziel I: Pflicht zur ungeschmälerten Erhaltung der äusseren und inneren Bauteile, Raumstrukturen und festen Ausstattungen; b) Schutzziel II: Pflicht zur Erhaltung des äusseren Erscheinungsbildes, Bewahrung der Raumstrukturen; c) Schutzziel III: Pflicht zur Erhaltung des Charakters. § 6 DSV formuliert die Aufnahmekriterien ins KSI, welche Anwendung auf Ein- zelbauten und Gebäudegruppen gemäss § 3 Abs. 2 lit. b DSG finden (§ 6 Abs. 2 DSV). Ein kulturell, geschichtlich, kunsthistorisch oder städtebaulich erheblicher Wert im Sinne der §§ 3 Abs. 1 und 5 Abs. 1 DSG liegt gemäss § 6 Abs. 1 DSV vor, wenn Objekte namentlich Bedeutung haben als a) wichtige Zeugen der Schwyzer oder Schweizer Geschichte; b) prägende Elemente der traditionellen Siedlungslandschaft oder des baukulturellen Erbes; c) (…); d) mittelalterliche und neuzeitliche Blockbauten mit einem hohen Anteil an originaler Bausubstanz; e) (…). f) Bauten mit hohem Erinnerungs- oder Identifikationswert; g) (…). Die Schutzobjekte werden ihrer Bedeutung entsprechend in die Kategorien "nati- onal", "regional" oder "lokal" eingeteilt (§ 7 DSV). 1.2.1Der Bauberater der kantonalen Denkmalpflege nahm mit Stellungnahme per E-Mail vom 10. März 2020 nach der Begehung vom 19. Februar 2020 fol- gende Beurteilung vor (vgl. vorstehend Ingress lit. B Abs. 1): Das gut proportionierte laubenlose Spitzgiebelhaus ist mit seiner Hauptfassade gegen Nordosten orientiert. Der Eingang befindet sich an der Südost-Fassade. An den beiden Giebelfassaden befinden sich bauzeitliche Vordächer, die sich an der südöstlichen Trauffassade fortsetzen. An der rückseitigen Giebelfassade ist der Küchenbereich im ersten Wohngeschoss gemauert. Über einen Laubengang im ersten Wohngeschoss ist das nordwestseitige Ökonomiegebäude (Trotte) erschlossen. Der Sturz des Haupteingangs sowie des daneben liegenden Fensters, ist mit einer kielbogenartigen Fase verziert. Auf der Südwestseite des Hauses befindet sich ein typischer Bauernhausgarten, welcher in der Liste der 6 historischen Gärten und Anlagen der Schweiz (ICOMOS) unter der Nummer K.________ verzeichnet ist. Das Türblatt des Haupteingangs stammt vermutlich aus der Bauzeit. Im Innern findet man weitere kielbogenartige Fasen, im Keller, im 2. Wohngeschoss sowie im Dachgeschoss. Einige Ausstattungselemente (Fussboden und Oberschränkchen mit Kultvitrine zur ehemaligen Gutsche in der Stube) stammen vermutlich ebenfalls aus der Bauzeit. Anhand der Gebäudetypologie, der Verzierungen und der Ausstattungselemente lässt sich das Haus stilistisch auf die 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts datieren. Die Konstruktion ist mehrheitlich mit neuzeitlichem Täfer überdeckt. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass die Bausubstanz in gutem Zustand ist. Zusätzlich zur bauzeitlichen Substanz hat auch das Bauensemble mit der angebauten Trotte und des freistehenden Stalls eine gewisse historische Bedeutung. Ein Umbau des Hauses und/oder eine Erweiterung der Trotte mit Integration der bestehenden Substanz ist denkbar. Eine Aufnahme des Objekts ins kantonale Schutzinventar (KSI) kann sich die kantonale Denkmalpflege durchaus vorstellen. Das Aufnahmegesuch ins KSI müsste gemäss § 5 des Gesetzes über die Denkmalpflege und Archäologie vom 6. Februar 2019 (SRSZ 720.100, DSG) an den Regierungsrat gestellt werden. Die kantonale Denkmalpflege empfiehlt der Bauherrschaft ein Projekt mit Integration der historisch wertvollen Substanz auszuarbeiten. Für eine Beratung und Begleitung der Projektierung stellt sich die kantonale Denkmalpflege gerne zur Verfügung. 1.2.2 Das von der kantonalen Denkmalpflege beim Büro L.________ eingeholte bauhistorische Gutachten vom 9. Juli 2020 (vgl. vorstehend Ingress lit. B Abs. 1; nachstehend: Gutachten) beschreibt nach der Einleitung und Angaben zur Lage des Wohnhauses sowie des Trottgebäudes (S. 8-20, Ziff. 3) baugeschichtliche Beobachtungen (S. 21-24, Ziff. 4) und nimmt zusammenfassend folgenden Aus- blick und Würdigung vor (S. 25, Ziff. 5): Die Liegenschaft ________ -strasse ________ liegt als Hofgruppe ________ der Siedlung Arth SZ in der Landwirtschaftszone und ist umgeben von Wiesland. In der Nachbarschaft finden sich weitere Hofgruppen, welche die typisch voralpine Streusiedlungsweise bilden. Das Wohnhaus wurde 1890, mit grosser Wahrscheinlichkeit zusammen mit dem Trottgebäude, errichtet. Die Untersuchung konzentrierte sich auf das Wohnhaus, insbesondere auf die Frage nach dem Ursprungsbau. Es zeigt sich, dass für die heutige Erscheinungsform und Grundkonstruktion der Kernbau von 1790 prägend und integraler Bestandteil ist. Zudem haben sich Ausstattungselemente, wie bspw. ein barockzeitliches, wandfestes Ruhebett in der Stube, Parkettbodenbeläge, ein blauglasierter Kachelofen, Türen und die innere Treppenanlage aus der Bauzeit erhalten. Einzelne Zimmer weisen sehr gut erhaltene Täferausstattungen auf, die möglicherweise aus einer nachfolgenden Bauphase stammen. Dem Wohnhaus mit Trottgebäude ist als kulturlandschaftsprägendes Bauensemble eine hohe Bedeutung beizumessen. Die Baugruppe bezeugt den typischen 7 voralpinen Streusiedlungscharakter und die funktionale Einheit von bäuerlichem Wohn- und Ökonomiebau. Die Erscheinungsweise des Wohnhauses entspricht mit dem steilgiebeligen Dach, den bereits stark auf eine Mittelachse ausgerichteten Fassadenstrukturen sowie ausladenden Vordächern einem spätbarockzeitlichen Blockbau. Das Wohnhaus besitzt zudem ein grosszügiges Gebäudevolumen, was Raumhöhen und Anzahl Zimmer betrifft. Dies lässt vermuten, dass die ursprüngliche Bauherrschaft nicht mittellos war. Der ursprüngliche und gute Erhaltungszustand sowohl als spätbarockzeitliches, ländliches Wohnhaus als auch als Baugruppe von Wohnhaus mit Trotte machen die Liegenschaft ________ -strasse ________ zu einem wertvollen Zeitzeugen und Referenzbeispiel aus dem Kanton Schwyz. 1.3.1Gestützt auf die Stellungnahme des Bauberaters der kantonalen Denkmal- pflege vom 10. März 2020, das bauhistorische Gutachten des Büro L.________ vom 9. Juli 2020 wie auch die Begehung vor Ort vom 24. September 2020, be- jahte der Gemeinderat Arth (GRB Nr. 713) mit seiner Antragsstellung vom 9. November 2020 eine Unterschutzstellung des Wohnhauses «________ - strasse ________» in Arth, da die erforderlichen gesetzlichen Kriterien erfüllt sei- en. Gleichzeitig wies er darauf hin, die Unterschutzstellung unterstütze er explizit nur unter der Bedingung, dass der Ausbau des angrenzenden Trottgebäudes für eine Wohnnutzung ermöglicht werde oder der Neubau eines zusätzlichen Wohn- hauses auf der Landwirtschaftsparzelle im Bereich des näheren Umfeldes des bestehenden Stallgebäudes erstellt werden könne; um ferner den Bedürfnissen des Eigentümers genügend Rechnung zu tragen, solle das Wohnhaus «________ -strasse ________» dem «Schutzziel III» (Pflicht zur Erhaltung des Charakters) und der Kategorie «lokal» zugeteilt werden (vgl. S. 2f. Erwägungen letzter Abs.). 1.3.2Der Regierungsrat hat im vorliegend angefochtenen Beschluss Nr. 57/2021 vom 26. Januar 2021 erwogen, mit der oben erwähnten Würdigung der kantonalen Fachstelle und dem bauhistorischen Gutachten vom 9. Juli 2020 sei das Erfordernis eines vorgängigen wissenschaftlichen Befundes für eine Un- terschutzstellung erfüllt. Diese beiden Gremien würden in klarer Weise die Schutzwürdigkeit und -fähigkeit des Bauernhauses mitsamt Trotte bestätigen; dem Hofensemble komme eine erhebliche kunsthistorische Bedeutung zu, da es die Bauweise des ausgehenden 18. Jahrhunderts der Region in nahezu origina- ler Substanz liefere; der bauliche Zustand des Gehöfts werde als gut bezeichnet (vgl. Erw. 2.2). Der Regierungsrat wies zudem darauf hin, dass das ARE im Rahmen einer recht- lich nicht bindenden Vorabklärung festgehalten habe, dass bei Unterschutzstel- lung beider Objekte eine vollständige Zweckänderung beider Bauten nach 8 Art. 24d Abs. 2 RPG möglich wäre; mithin seien aus raumplanerischer Sicht vollständige Zweckänderungen auch mit Aufnahme des Wohnhauses und der Trotte ins KSI unter Bedingungen und Auflagen möglich. Indes sei es im vorlie- genden Aufnahmeverfahren nicht möglich, allfällige Baugesuche nach Art. 24d Abs. 2 RPG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 und 3 RPV bis ins Detail zu beurteilen; erst an- hand eines konkreten Vorprojektes könne das hierfür zuständige ARE zu Art und Umfang einer allfälligen Zweckänderung Stellung nehmen (vgl. Erw. 2.4). Des Weiteren weist der Regierungsrat darauf hin, dass aufgrund seiner kunsthis- torischen Bedeutung das Bauernhaus ________ -strasse ________ als von regi- onaler Bedeutung eingestuft werden könne; das gesamte Blockgefüge (Innen- und Aussenwände, Dachkonstruktion, Türgewände, Fensteröffnungen, Böden, Treppe) sei aussen wie innen original erhalten, was selten sei; es seien nur we- nige, geringfügige Änderungen an der Konstruktion seit der Erstellung im 18. Jahrhundert auszumachen; im Innenbereich hätten sich zudem detailreiche und zeittypische Verzierungen an Unterzügen (gefast und zweifach gekehlt) erhalten; auch seien weitere Verzierungen an Türpfosten und Türstürzen mit Kielbögen zu einem grossen Teil sichtbar; nebst dem Detailreichtum des Blockgefüges sei auch partiell eine bauzeitliche Ausstattung vorhanden; aufgrund dieser noch vor- handenen Qualität der inneren Struktur und Ausstattung werde für das Bauern- haus das Schutzziel II (Pflicht zur Erhaltung des äusseren Erscheinungsbildes, Bewahrung der Raumstrukturen) und für die Trotte das Schutzziel III (Pflicht zur Erhaltung des Charakters) festgelegt (vgl. Erw. 2.6). Der Regierungsrat hielt schliesslich mit Blick auf das Schutzzielt II beim Wohn- haus fest, dass auch mit der Bewahrung der Raumstrukturen den Wohnbedürf- nissen der Eigentümerschaft entsprochen werden könne; Voraussetzung hierfür sei ein Restaurierungskonzept, welches in Begleitung mit der kantonalen Denk- malpflege zu erarbeiten sei (vgl. Erw. 2.7). 1.4Der Beschwerdeführer verlangt die Entlassung aus dem Bauernhausinven- tar bzw. die Aufhebung der Unterschutzstellung der beiden Gebäude. Er begrün- det dies damit, es sei zu vermeiden, dass das Wohnhaus und die Trotte mit fal- schen Schutzzielen ins KSI aufgenommen werden. Er selber vermöchte in den beiden Gebäuden keine historischen, geschichtlichen sowie kulturellen Werte von enormer Bedeutung zu erkennen. Mit der Aufhebung der Schutzüberlage- rung würde zudem die Möglichkeit geschaffen, Ersatzbauten nach Art. 24c RPG i.V.m. Art. 41 RPV Abs. 1 und Art. 42 Abs. 1 RPV und Abs. 3 lit. a und b RPV zu erstellen, womit für den beschwerdeführerischen Betrieb eine Planungssicherheit mit einem Kostendach geschaffen werden könnte und damit die Finanzierung der 9 Ersatzbauten plan- und tragbar wäre (vgl. Beschwerde vom 19.2.2021 S. 3 Ziff. 1 und S. 4 Ziff. IV Abs. 1). Sollte das Verwaltungsgericht dennoch von der Schutzbedürftigkeit des Wohn- hauses und der Trotte ausgehen, so sollen beide mit denselben und nicht unter- schiedlichen Schutzzielen überlagert werden. Anlässlich der Besichtigung der Gebäude hätten die Anwesenden erkannt, dass die Bausubstanz im Sockelge- schoss des Wohnhauses in einem schlechten Zustand sei. Dabei sei darauf hin- gewiesen worden, dass neben Grund- auch Oberflächenwasser in den Keller eindringe; damit jedoch künftig das Eindringen von Wasser verhindert werden könne, sei das Ersetzen der Sockelmauern durch eine Betonwand und das Ein- bringen eines geschlossenen Bodens aus wasserdichtem Beton zwingend erfor- derlich; unter der Voraussetzung, dass für das Wohnhaus das «Schutzziel II» festgesetzt werde, wäre das Ersetzen der Sockelmauern durch Beton jedoch nicht möglich. Damit verlange der Beschwerdeführer, dass bei beiden Gebäuden der Schutzumfang auf das Schutzziel III beschränkt werde; denn damit würde dem Beschwerdeführer die Möglichkeit geboten, frei zu entscheiden, wie die An- ordnung der Räume innerhalb der Gebäudehülle erfolgen soll, um ein zeit- gemässes Wohnen zu ermöglichen (vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. 2 und S. 4 Ziff. IV Abs. 2). Sollte das Verwaltungsgericht schliesslich gleichwohl zur Einschätzung gelan- gen, dass die beiden Gebäude mit den vorinstanzlich beschlossenen Schutzzie- len in das KSI aufzunehmen seien, so verlangt der Beschwerdeführer die Sistie- rung des Verfahrens, damit ein Bauprojekt ausgearbeitet und bei der Baubewilli- gungsbehörde als Anfrage zur Beurteilung eingereicht werden könne. Der Be- schwerdeführer begründet dies dahingehend, dass aus dem angefochtenen Be- schluss nicht ersichtlich sei, ob und in welchem Umfang die beiden Gebäude aus- und umgebaut werden könnten. Die damit in Zusammenhang stehenden vorinstanzlichen Ausführungen, es sei eine Erweiterung der Wohnnutzfläche um maximal 60% bei unter Schutz gestellten Objekten möglich, würden sich dabei als falsch erweisen. Infolge dieser nicht korrekten und irrführenden Erwägungen sei eine Sistierung denn auch angezeigt. Die Verfahrenssistierung sei erst nach Vorliegen einer rechtskräftigen Baubewilligung für den Aus- und Umbau der bei- den Gebäude aufzuheben (vgl. Beschwerde S. 3f. Ziff. 3 und S. 4 Ziff. IV Abs. 3). 2.1Zunächst gilt es klarzustellen, dass Streitgegenstand im Rechtsmittelver- fahren nur sein kann, was bereits Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens war oder allenfalls hätte sein sollen und was gemäss der Dispositionsmaxime zwischen den Parteien noch strittig ist, was sich wiederum aus den Parteibegeh- ren, insbesondere den Beschwerdeanträgen, ergibt (vgl. BGE 136 II 457 Erw. 4.2 10 m.H.). Gegenstände, über welche die Vorinstanz jedoch zu Recht nicht entschie- den hat, fallen denn auch nicht in den Kompetenzbereich der Beschwerdebehör- de (vgl. statt Vieler VGE III 2019 110 vom 29.8.2019 Erw. 2; VGE 370/93 vom 29.4.1994 Erw. 2d, je mit Hinweisen; Herzog, Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, 2. Auflage, Bern 2020, Rz.12 f. zu Art. 72). 2.2Gegenstand des vorangegangenen Verfahrens war einzig und allein die Aufnahme des Wohnhauses und der Trotte ins KSI. Die Entlassung der beiden Gebäude aus dem Bauernhausinventar stand hingegen nicht zur Diskussion und war daher auch nicht zu beurteilen. Auf den Antrag, es sei die Liegenschaft aus dem Bauernhausinventar (BHI) des Kantons Schwyz zu entlassen, kann mithin nicht eingetreten werden. Was zudem die beschwerdeführerischen Vorbringen anbelangt, aus dem ange- fochtenen Beschluss sei nicht ersichtlich, ob und in welchem Umfang die beiden Gebäude aus- und umgebaut werden können, so kann darauf ebenfalls nicht eingetreten werden. Wie der Regierungsrat diesbezüglich im angefochtenen Ent- scheid zutreffend ausführte, kann dies erst in einem anschliessenden Baubewilli- gungsverfahren anhand eines konkreten Projektes durch die zuständige Baube- willigungsbehörde beurteilt werden. Ob die beiden Gebäude vollständig zurück- gebaut und durch Neubauten ersetzt werden können oder nicht, war und ist ebenfalls nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Daran vermögen auch die vorinstanzlichen Ausführungen bezüglich der Möglichkeit der Umnutzung der Trotte zu Wohnzwecken bzw. eines allfällig beabsichtigten Um- oder Ersatzbaus von Wohnhaus und/oder Trotte nichts zu ändern (vgl. angefochtenen Entscheid S. 3 Ziff. 1.8 m.H. auf Stellungnahme des ARE vom 23.12.2020). 2.3Strittig und zu beurteilen gilt es mithin einzig und allein, ob das Wohnhaus und die Trotte ins KSI aufzunehmen sind. Dabei gilt es zunächst deren Schutz- würdigkeit und alsdann erst deren Schutzumfang (Schutzzielkategorie) zu prüfen. 3.1.1Die Unterschutzstellung eines privaten Gebäudes stellt einen Eingriff in die Eigentumsgarantie als verfassungsmässiges Grundrecht (vgl. Art. 26 Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101] vom 18. April 1999) dar. Einschränkungen von Grundrechten müssen durch ein öf- fentliches Interesse gerechtfertigt und verhältnismässig sein (Art. 36 Abs. 2 und 3 BV). Eigentumsbeschränkungen zum Schutz von Baudenkmälern liegen nach der Rechtsprechung allgemein im öffentlichen Interesse. Wie gewichtig dieses In- teresse ist und in welchem Ausmass es einen denkmalpflegerischen Schutz ei- nes Objekts verlangt, ist bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit im engeren 11 Sinne im Einzelfall zu prüfen (vgl. Urteil BGer 1C_499/2019 vom 7.7.2020 Erw. 3.3). Der Denkmalschutz erstreckt sich heute nicht nur auf Altertümer und Bauten von überragender Schönheit, kunsthistorischem Wert und geschichtlicher Bedeutung, sondern auch auf Objekte aus neuerer Zeit und auf Gebäude, welche für ihre Entstehungszeit charakteristisch sind (vgl. Urteil BGer 1C_55/2011 vom 1.4.2011 Erw. 6.1 m.H. u.a. auf BGE 121 II 8 Erw. 3b, Urteil BGer 1P.67/1986 vom 2.7.1986, in: ZBl 88/1987 S. 538; W. Engeler, Das Baudenkmal im schweizeri- schen Recht, 2008, S. 183 ff.). Bei der Prüfung der Frage, ob ein Objekt Schutz verdient, hat eine sachliche, auf wissenschaftliche Kriterien abgestützte Gesamtbeurteilung Platz zu greifen, welche den kulturellen, geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Zusammenhang eines Bauwerks mitberücksichtigt. Eine Baute soll als Zeuge und Ausdruck einer historischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technischen Situation erhalten bleiben. Da Denkmalschutzmassnahmen oftmals mit schwerwiegenden Eigentumseingriffen verbunden sind, dürfen sie nicht lediglich im Interesse eines begrenzten Kreises von Fachleuten erlassen werden. Sie müssen breiter abgestützt sein und von einem grösseren Teil der Bevölkerung befürwortet werden, um Anspruch auf eine gewisse Allgemeingültigkeit erheben zu können (vgl. Urteil BGer 1C_55/2011 vom 1.4.2011 Erw. 6.1; BGE 135 I 176 Erw. 6.2). Die Frage, ob die Schutzwürdigkeit der betroffenen Gebäude oder Anlagen für einen "Allgemeinbetrachter" oder "Durchschnittsbürger" ohne weiteres erkennbar ist, ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung indessen kein entscheidendes Kriterium für die Bejahung des öffentlichen Interesses an der Unterschutzstellung (vgl. Urteil BGer 1C_55/2011 vom 1.4.2011 Erw. 6.3.2). Wo es um die Frage geht, in welchem Umfang ein Objekt geschützt werden soll, ist zu beachten, dass ein Bauwerk nach den praktizierten Grundsätzen der Denkmalpflege grundsätzlich als Ganzes betrachtet wird, zu dem auch weniger bedeutungsvolle Räume gehören können. Der Schutz einzelner Bauteile ohne Rücksicht auf das Zusammenwirken von Innerem und Äusserem entspricht nicht mehr den heutigen Auffassungen über den Denkmalschutz (vgl. BGE 120 Ia 270 Erw. 4.b; BGE 118 Ia 384 Erw. 5.3; Urteile BGer 1C_300/2011 vom 3.2.2012 Erw. 5.1.2 und 1P.79/2005 vom 13.9.2005 Erw. 4.3). 3.1.2Denkmalschutzmassnahmen müssen nach dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit für das Erreichen des im öffentlichen Interesse liegenden Ziels geeignet, erforderlich und dem Betroffenen zumutbar sein. Ein durch Schutzmassnahmen verursachter Grundrechtseingriff ist namentlich dann 12 unverhältnismässig, wenn eine ebenso geeignete mildere Anordnung für den angestrebten Erfolg ausreicht. Ob eine aus Gründen des Denkmalschutzes erfolgende Nutzungsbeschränkung das dem Eigentümer zumutbare Mass überschreitet, ist einzelfallweise aufgrund der gesamten Umstände zu beurteilen. Dabei sind Rentabilitätsüberlegungen umso geringer zu gewichten, je schutzwürdiger eine Baute ist (vgl. BGE 126 I 219 Erw. 2c). Zudem können rein finanzielle Interessen bei ausgewiesener Schutzwürdigkeit für sich genommen nicht ausschlaggebend sein (vgl. Urteile BGer 1C_55/2011 vom 1.4.2011 Erw. 7.1 m.H.; 1C_285/2017 vom 27.10.2017 Erw. 3.3; 1C_128/2019 + 1C_134/2019 vom 25.8.2020 [zur Publikation vorgesehen] Erw. 10.4). 3.1.3Einem Entscheid zur Schutzwürdigkeit eines Objekts hat - wie bereits ausgeführt (vgl. vorstehend Erw. 3.1.1) - ein wissenschaftlicher Befund voranzugehen. In diesem Zusammenhang gilt es darauf hinzuweisen, dass die Kantone gestützt auf Art. 25 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) vom 1. Juli 1966 verpflichtet sind, Fachstellen für den Naturschutz, den Heimatschutz und die Denkmalpflege zu bezeichnen. Gemäss Art. 26 Abs. 1 der Verordnung über den Natur- und Heimatschutz (NHV; SR 451.1) vom 16. Januar 1991 sorgen die Kantone für einen sachgerechten und wirksamen Vollzug von Verfassungs- und Gesetzesauftrag und sie haben dazu Amtsstellen als Fachstellen für Naturschutz, Heimatschutz und Denkmal- pflege zu bezeichnen. Diese Aufgabe erfüllt im Kanton Schwyz in Bezug auf die Denkmalpflege die kantonale Denkmalpflege. Diesen Fachstellen kommt beim Vollzug des Heimatschutzes eine zentrale Bedeutung zu (vgl. VGE III 2014 116 vom 25.11.2014 Erw. 7.1). Inhaltlich stellt ein Amtsbericht i.S.v. § 24 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (SRSZ 234.110; VRP) vom 6. Juni 1974 einer Behörde, welche aufgrund ihrer Tätigkeit besondere Sachkenntnisse be- sitzt, ein Gutachten dar (vgl. Plüss in: Kommentar VRG, 3. Auflage, Zürich 2014, § 7 Rz. 60, 149). Kommt den Feststellungen der fachkundigen Behörde zu den Qualitäten eines Schutzobjektes somit grosses Gewicht zu, dürfen sich die rechtsanwendenden Behörden nicht ohne triftige Gründe darüber hinwegsetzen und müssen sie Abweichungen begründen (vgl. Urteile des BGer 1C_179/2015 vom 11.5.2016 Erw. 5.2 m.H.a. BGE 140 II 264 Erw. 2.3; BGE 137 III 226 Erw. 4; 1C_595/2013 vom 21.2.2014 Erw. 4.1.2; 1C_626/2017 und 1C_628/2027 vom 16.8.2018 Erw. 5.4). Solche triftigen Gründe liegen etwa vor, wenn ein Gutachten Irrtümer, Lücken oder Widersprüche enthält (vgl. Urteil des BGer 1C_595/2013 vom 21.2.2014 Erw. 4.1.1; Saputelli, Umfassende Interessenabwägung beim Denkmalschutz, PBG 3/2016 S. 33 [II.A.]). Gelangt die rechtsanwendende Behörde jedoch zur Auffassung, dass ein Gutachten nicht schlüssig ist, sind nöti- genfalls ergänzende Beweise zur Klärung dieser Zweifel zu erheben (vgl. Urteil 13 BGer 1C_17/2010 vom 8.9.2010 Erw. 3.2 m.H.). Das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Bewei- serhebungen kann gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung verstossen (vgl. Urteil BGer 1C_288/2012 vom 24.6.2013 Erw. 2.4.3). Das Gleiche gilt auch, wenn ein Gericht oder eine Behörde auf der Grundlage der festgestellten Tatsa- chen unhaltbare Schlussfolgerungen zieht. 3.2Unter anderem unter Bezugnahme auf die dargelegte Rechtsprechung wird im RRB Nr. 708/2017 (Ziff. 6.2) erläutert, dass ein geschütztes Gebäude grundsätzlich als ein Ganzes zu betrachten sei, einschliesslich der Innenräume und auch der historischen Ausstattung. Die Schutzwürdigkeit eines Baus könne durch seine architektonische Besonderheit, sein Alter oder seinen kunsthistori- schen Wert begründet sein. Neben Sakralbauten, Herren-, Bürger- und Bauern- häusern sowie Burganlagen könnten auch landwirtschaftliche Ökonomiebauten, Kunstbauten, Gewerbe- und Industriebauten als schutzwürdig identifiziert wer- den. Auch die Umgebung könne für die Wirkung von Schutzobjekten einen gros- sen Einfluss haben. Unter schutzwürdigen Gebäudegruppen verstehe man En- sembles, deren Bedeutung nicht nur im Einzelbau, sondern in deren Existenz als Gruppe begründet ist. Gleiches gelte für die schützenswerten Ortsbilder (vgl. RRB Nr. 708/2017, S. 8, Ziff. 6.2. zu § 3 [Schutzobjekte]). Mit Inkrafttreten des DSG würden die KIGBO (kantonales Inventar geschützter Bauten und Objekte) - Objekte direkt ins KSI überführt. Zudem soll in einem weiteren Schritt geprüft werden, welche Objekte neu ins KSI aufzunehmen und welche allenfalls zu ent- lassen seien. Neu aufzunehmende Gebäude müssten einen "erheblichen", das bedeute einen sehr hohen kulturellen, geschichtlichen, kunsthistorischen oder städtebaulichen Wert aufweisen, damit sie Eingang ins Schutzinventar fänden (vgl. RRB Nr. 708/2017, S. 8 f. zu § 4). 4.1Zunächst gilt es festzuhalten, dass die fachlichen Qualifikationen der vor- liegend involvierten kantonalen Denkmalpfleger M.________ (lic. phil./dipl. Arch. HTL) und N.________ (MSc Arch ETH; Dr. phil.) sowie des Vorstehers des Am- tes für Kultur lic.phil. O.________ (lic.phil. mit Nachdiplomstudium als Kulturma- nager; zuvor bereits Staatsarchivar sowie Leiter der Abteilung Bundesbriefmuse- um und Kulturgüterschutz mit diversen Aufgaben im Bericht Denkmalpflege, Kunst- und Staatsaltertümersammlung) wie auch der für das bauhistorische Gut- achten verantwortlich zeichnenden P.________ (lic.phil.; Archäologin; Studium der Klassischen Archäologie, Mittelalterarchäologie und Alten Geschichte an der Universität Zürich; Berufserfahrung als Ausgräberin/Zeichnerin und Archäologin auf verschiedenen Grabungen und Bauuntersuchungen sowie im Bereich der denkmalpflegerischen Häuserinventarisation und bauhistorischen Gutachten; 14 Projektleitungsassistentin bei der Archäologie der Stadt Zürich; Projektleiterin im Bereich Mittelalterarchäologie im Kanton Schaffhausen mit Schwerpunkt Stadtar- chäologie [https://pro-spect.ch/team/P.________/; eingesehen am 13.4.2021]) und der für das dendrochronologische Gutachten verantwortlich zeichnenden Q.________ und R.________ vom S.________ auf deren Beurteilungen der vor- liegend angefochtene Beschluss im Wesentlichen abstellt, nicht bestritten wer- den bzw. vorliegend keinerlei Anlass zu Diskussionen geben. 4.2.1Der Bauberater der Denkmalpflege hat das im BHI (Nr. H.________) einge- tragene Wohnhaus bzw. das Bauensemble mit der angebauten Trotte stilistisch auf die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts (Bauzeit) datiert (vgl. Vi1-act. E-Mail vom 10.3.2020 [weitere Verfahrensakten]). Das bauhistorische Gutachten vom 9. Juli 2020 nimmt - gestützt auf die Begehung vom 26./27. Mai 2020 vor Ort - eine Datierung auf die zweite Hälfte bzw. gegen Ende des 18. Jahrhunderts vor (vgl. Bauhistorisches Gutachten vom 9.7.2020 S. 24 Ziff. 4.2). Damit stimmen die bei- den Datierungen in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts überein. Die dendro- chronologische Abklärung vom 27. Mai 2020 ergab damit übereinstimmend, dass das Bauholz des Wohnhauses im Winterhalbjahr 1788/89 und 1789/90 gefällt wurde (vgl. Dendrochronologisches Gutachten vom 17.6.2020). Die dendrochro- nologische Datierung bestätigt bzw. präzisiert damit denn auch die Datierungen der kantonalen Denkmalpflege und der Gutachterin auf Ende des 18. Jahrhun- derts. 4.2.2Der Baubeschrieb des inneren wie auch des äusseren Erscheinungsbildes des Wohnhauses mit Trotte als Bauensembles (Lage; Konstruktionsmerkmale; Fassaden; Raumgefüge; Ausstattung; Dachkonstruktion) durch die kantonale Denkmalpflege wie auch die Gutachterin stimmen überein. Das Verwaltungsge- richt konnte sich denn auch anlässlich des Augenscheins vom 1. Juni 2021 hier- von ein eigenes Bild machen. Es seien lediglich geringfügige Änderungen an der Konstruktion seit der Erstellung im 18. Jahrhundert auszumachen, wobei es sich bei der Trotte um einen mit einfachen Brettern verschalten Gerüstbau handle. Ebenso gingen die kantonale Denkmalpflege wie auch die Gutachterin überein- stimmend von einem ursprünglichen und guten Erhaltungszustand des Bauen- sembles aus, was überaus selten anzutreffen sei. Die in diesem Zusammenhang eingebrachten Einwände des Beschwerdeführers, die Bausubstanz im Sockelge- schoss des Wohnhauses sei in einem schlechten Zustand bzw. es dringe Grund- und Oberflächenwasser in den Keller ein, vermögen nichts daran zu ändern, dass die Bausubstanz des Bauensembles innen wie aussen bei einer Gesamtbe- trachtung als qualitativ gut und die Blockkonstruktion nahezu ungeschmälert als intakt zu betrachten ist. Anlässlich des Augenscheins konnte denn auch bestätigt 15 werden, dass der bauliche Zustand des Bauensembels gemessen am Alter noch - jedenfalls einigermassen - gut erhalten ist. Dabei ist mit der kantonalen Denk- malpflege zu entgegnen, dass die auftretende Feuchtigkeit im Sockelgeschoss wie auch der seitens Beschwerdeführer vorgebrachte Wurmbefall sich mit geeig- neten Massnahmen bzw. Sanierungen beheben lassen; die bestehenden Bruch- steinmauern können allenfalls unterfangen und der Boden über dem Erdreich mit einem wasserdichten Bodenbelag neu abgedichtet werden und befallene Holz- elemente können nach Auskunft des Denkmalspflegers - soweit erforderlich - er- setzt werden (vgl. Vernehmlassung der Vi1 vom 17.3.2021 S. 3 ad III Ziff. 2; Au- genschein vom 1.6.2021). Soweit der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit einem allfällig erforderlichen Renovationsbedarf den Einwand des Kosten- Nutzen-Verhältnisses vorbringt, so hat dieser finanzielle Aspekt erst im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung Beachtung zu finden. 4.2.3Die kantonale Denkmalpflege begründet die Schutzwürdigkeit des Weiteren damit, dass das Bauensemble zusätzlich zur bauzeitlichen Substanz auch eine historische Bedeutung habe, wobei das Wohnhaus kunsthistorisch gesehen wichtiger sei als die Trotte (vgl. Stellungnahme vom 10.3.2020; Protokoll vom 2.10.2020 zur Besichtigung vom 24.9.2020). Das bauhistorische Gutachten nennt das Wohnhaus mit Trottgebäude als kulturlandschaftsprägendes Bauen- semble mit hoher Bedeutung; diese Baugruppe bezeuge den typischen voralpi- nen Streusiedlungscharakter und die funktionale Einheit von bäuerlichem Wohn- und Ökonomiebau. Ferner würden das steilgiebelige Dach, die stark auf eine Mit- telachse ausgerichteten Fassadenstrukturen sowie die ausladenden Vordächer einem spätbarockzeitlichen Blockbau entsprechen. Das Gutachten äussert sich zudem dahingehend, dass der ursprüngliche und gute Erhaltungszustand des Hofensembles sowohl als spätbarockzeitliches, ländliches Wohnhaus als auch als Baugruppe von Wohnhaus mit Trotte, dies zu einem wertvollen Zeitzeugen und Referenzbeispiel aus dem Kanton Schwyz machen würden (vgl. S. 25, Ziff. 5). Hervorgehoben werden schliesslich die verschiedenen Ausstattungselemente aus der Bauzeit, namentlich ein barockzeitliches Ruhebett (Gutsche), Parkettbo- denbeläge, ein blauglasierter Kachelofen, Türen und die innere Treppenanlage. Anlässlich des Augenscheins vom 1. Juni 2021 konnte sich das Gericht denn auch von der Richtigkeit der Beschreibung der äusseren Erscheinung wie auch der Innenausstattung des Wohnhauses inkl. Trotte überzeugen. 4.2.4Damit zeigt sich, dass die fachlichen Beurteilungen der kantonalen Denk- malpflege wie auch der Gutachterin übereinstimmend die Schutzwürdigkeit des Bauensembles als Ganzes bejaht haben. Entscheidend hierfür ist die nicht, je- denfalls nicht substantiiert, bestrittene Tatsache, dass das Wohnhaus inkl. Trotte 16 die Bauweise Ende des 18. Jahrhunderts in relativ originaler und guter Substanz überliefert und als für die Region typische Einzelsiedlung repräsentativ sowie als prägendes Element charakteristisch ist. Weder die Stellungnahme der kantona- len Denkmalpflege vom 10. März 2020 noch das bauhistorische Gutachten vom 9. Juli 2020 weisen diesbezüglich Mängel auf, welche ihren Beweiswert hinsicht- lich der oberwähnten Beurteilung der kunsthistorischen Bedeutung bzw. der Schutzwürdigkeit des Bauernhauses inkl. Trotte im Grundsatz beeinträchtigen könnten. 4.3Der Regierungsrat hat schliesslich im angefochtenen Beschluss (Erw. 1.9) im Wesentlichen die - gestützt auf die oberwähnten fachlichen Ausführungen - zusammenfassende Beurteilung des Bildungsdepartements übernommen (zu ei- nem sehr grossen Teil erhaltene bauzeitliche Substanz; guter baulicher Zustand und damit Schutzfähigkeit des Gebäudes; bis anhin bewohntes und auch weiter- hin zu Wohnzwecken nutzbares Haus; Überlieferung der regionaltypischen Bau- weise eines Bauernhauses des 19. Jh. in nahezu originaler Substanz; Umnut- zungsmöglichkeit der bestehenden Trotte zu Wohnzwecken) und in diesen Ele- menten die besondere Schutzwürdigkeit des Bauensembles erkannt. Der Regie- rungsrat weist darauf hin, dass das gesamte Blockgefüge aussen wie innen im Original erhalten sei, was sich als sehr selten erweise; es seien denn auch nur wenige und zwar geringfügige Änderungen an der Konstruktion seit der Erstel- lung im 18. Jahrhundert auszumachen, wobei im Innern sich zudem detailreiche und zeittypische Verzierungen an Unterzügen erhalten hätten; auch seien weite- re Verzierungen an Türpfosten und Türstürzen mit Kielbögen zu einem grossen Teil sichtbar. Nebst diesem Detailreichtum des Blockgefüges sei auch partiell ei- ne bauzeitliche Ausstattung vorhanden. Während der Regierungsrat die kunsthis- torische Bedeutung der Trotte nicht näher ausführte, hat er entsprechend seiner Zuständigkeit das Wohnhaus an der ________ -strasse ________ aufgrund des- sen kunsthistorischer Bedeutung als von regionaler Bedeutung eingestuft. Diese Beurteilung ist in Anbetracht der vorliegenden, oberwähnten Fachberichte nicht zu beanstanden. Die lediglich pauschal eingebrachte Rüge, der Beschwerdefüh- rer vermöge keine historischen, geschichtlichen und kulturellen Werte von enor- mer Bedeutung zu erkennen, erweist sich dagegen als unbehelflich. Nicht ver- fangen vermag zudem das Argument, die beiden Gebäude seien für den Land- wirtschaftsbetrieb als finanzielle Belastung zu bezeichnen (vgl. Beschwerde vom 19.2.2021 Lit. III. Ziff. 1). Denn auf den Beweiswert der in diesem Zusammen- hang relevanten Gutachten bzw. Abklärungen der Fachstellen hat dies keinerlei Einfluss.17 4.4.1Das öffentliche Interesse an einer Unterschutzstellung, wie es sich in den in § 6 Abs. 1 DSV genannten Kriterien artikuliert (vgl. vorstehend Erw. 1.1.2), ist vorliegend somit gestützt auf die beiden Fachberichte und im Sinne des ange- fochtenen Beschlusses im Grundsatz zu bejahen, was sich am verwaltungsge- richtlichen Augenschein denn auch bestätigt hat. Dem Wohnhaus inkl. Trotte kann mit den Fachberichten die Qualität eines prägenden Elementes der traditio- nellen Siedlungslandschaft nicht gänzlich abgesprochen bzw. deren Unter- schutzstellung verneint werden, auch wenn es in der näheren und weiteren Um- gebung noch weitere, erhaltenswerte vergleichbare Gebäude gibt (vgl. BGE 118 Ia 384 Erw. 5.2; vgl. hierzu BHI). In der Nachbarschaft befinden sich weitere Hof- gruppen, welche diese typisch voralpine Streusiedlungsweise aufweisen (vgl. bauhistorisches Gutachten vom 9.7.2020 S. 25 Ziff. 5 und S. 24 Ziff. 4.3 [letzter Abs.]; Augenschein vom 1.6.2021). Anzumerken bleibt, dass der - im Wesentli- chen unbestritten gebliebene - Anteil an originaler bzw. historischer Bausubstanz der Blockbaute als Ausdruck einer hochwertigen Zimmermannskunst aus dem 18. Jahrhundert gegeben ist. Für das öffentliche Interesse wird hingegen entge- gen der vom Beschwerdeführer offensichtlich vertretenen Auffassung nicht ver- langt, dass ein Gebäude für jedermann und/oder von überall her einsehbar ist und/oder für die Allgemeinheit zugänglich ist. 4.4.2Einer Unterschutzstellung entgegenstehende öffentliche Interessen, die zudem überwiegen müssten, sind nicht auszumachen. Dies gilt auch für die im RRB Nr. 708/2017 (S. 9 zu § 5) genannten öffentlichen Interessen wie die Anlie- gen des energieeffizienten Bauens und der Nutzung erneuerbarer Energien, wie der Beschwerdeführer anlässlich des Augenscheins vom 1. Juni 2021 anmerken liess. Beiden vermag die heutige Technologie und Technik auch im Rahmen des Erhalts/Restaurierung/Umbaus schützenswerter Gebäude Rechnung zu tragen. Ersichtliche entgegenstehende private Interessen macht der Beschwerdeführer in erster Linie denn auch ausschliesslich in finanzieller Hinsicht geltend (vgl. Be- schwerde vom 19.2.2021 Lit. III Ziff. 1 Abs. 2). Dieses private Interesse kann in- des bei allen Unterschutzstellungen angeführt werden, was ihm seine Durch- schlagskraft im Grundsatz nimmt. Der Beschwerdeführer hat zudem bezüglich eines allfälligen Umbaus des Bauensembles keine konkreten Angaben zu den entsprechenden Kosten gemacht. Diesbezüglich gilt es mit dem Regierungsrat einzuwenden, dass im Falle einer Gebäudesanierung finanzielle Mittel aus dem Lotteriefonds an die substanzerhaltenden Massnahmen entrichtet werden kön- nen, wobei die Beitragssätze derzeit 21% für regional und 18% für lokal einge- stufte Objekte betragen (vgl. angefochtenen Beschluss Erw. 2.5); insofern wer- den allfällige von der Bauherrschaft zu verkraftende Aufwendungen für sub-18 stanzerhaltende Massnahmen immerhin um rund einen Fünftel reduziert. Andere private Interessen als finanzielle Interessen sind nicht erkennbar. Soweit der Be- schwerdeführer anlässlich des Augenscheins auf mögliche privatrechtliche Grenzstreitigkeiten im Rahmen eines allfälligen Baubewilligungsverfahrens hin- weist, so haben auch diese im vorliegenden Verfahren unbeachtlich zu bleiben. 4.5Damit erweist sich das öffentliche Interesse an der Unterschutzstellung des beschwerdeführerischen Wohnhauses inkl. Trotte insgesamt als gewichtiger bzw. als gerechtfertigt; die Interessenabwägung der Vorinstanz ist im Ergebnis nicht zu beanstanden und ist auch nicht in Verletzung des rechtlichen Gehörs der Be- schwerdeführerinnen (noch der Gemeinde Arth) ergangen. Die Beschwerde er- weist sich insoweit als unbegründet. Zu prüfen bleibt nachfolgend nurmehr die Verhältnismässigkeit der Unterschutzstellung. 5.1Das Gebot der Verhältnismässigkeit (vgl. vorstehend Erw. 3.1.2) verlangt, dass eine behördliche Massnahme für das Erreichen des im öffentlichen oder privaten Interesse liegenden Zieles geeignet und erforderlich ist und sich für die Betroffenen in Anbetracht der Schwere der Grundrechtseinschränkung zumutbar und verhältnismässig erweist. Erforderlich ist eine vernünftige Zweck-Mittel- Relation. Eine Massnahme ist unverhältnismässig, wenn das Ziel mit einem we- niger schweren Grundrechtseingriff erreicht werden kann (vgl. BGE 136 I 87 Erw. 3.2). 5.2Zu bejahen ist vorliegend im Grundsatz auch die Verhältnismässigkeit der Unterschutzstellung des Wohnhauses inkl. Trotte. Eine solche ist erforderlich und geeignet, um die Erhaltung und den Schutz des Bauensembles zu gewährleisten. Ebenso wird die Verhältnismässigkeit im engeren Sinne, d.h. die Zweck-Mittel- Relation, und die Zumutbarkeit gewahrt und zwar unter Berücksichtigung allfälli- ger (vorerwähnter) privater Interessen des Beschwerdeführers. Verhältnismässig und somit gerechtfertigt erweist sich auch die Qualifikation als regional (Wohn- haus) bzw. als lokal (Trotte) schutzwürdig, wobei der Beschwerdeführer dagegen denn auch nichts Konkretes vorzubringen vermag (vgl. vorstehend Erw. 4.3). 5.3.1Die Voraussetzungen für den mit einer Unterschutzstellung verbundenen Eingriff in die Eigentumsfreiheit des Beschwerdeführers sind somit gegeben (vgl. vorstehend Erw. 3.1.2). Anzufügen bleibt, dass nach ständiger Rechtsprechung selbst massive Nutzungsbeschränkungen regelmässig nicht als besonders schwerer (und daher entschädigungspflichtiger) Eingriff gelten, falls auf den frag- lichen Liegenschaften noch eine wirtschaftlich sinnvolle und gute Nutzung mög- lich bleibt. Die Eigentumsgarantie als Wertgarantie gewährleistet ohnehin nicht, 19 dass eine Baulandparzelle dauernd bestmöglich ausgenutzt werden kann (vgl. BGE 123 II 481 Erw. 6d m.H.). 5.3.2Inwiefern eine wirtschaftlich sinnvolle Weiternutzung des Wohnhauses trotz Unterschutzstellung vorliegend nicht mehr möglich sein sollte, ist nicht ersichtlich, noch bringt der Beschwerdeführer entsprechendes vor. Dass bzw. inwiefern der Beschwerdeführer in seiner Wirtschaftsfreiheit tangiert sein könnte, ist ebenfalls nicht ersichtlich. Die Nutzung seines Wohnhauses sowie einer allfälligen Umnut- zung der Trotte bleibt im Rahmen der Unterschutzstellung nach wie vor offen. Ebenso bleibt der landwirtschaftliche Betrieb von der Unterschutzstellung des Wohnhauses unbetroffen. Ohnehin handelt es sich hierbei um einen Landwirt- schaftsbetrieb mit einer Betriebsgrösse von lediglich 0.699 SAK, welche deutlich unter der Gewerbegrösse im Talgebiet von 1.0 SAK liegt. Auch in dieser Hinsicht wird der Beschwerdeführer in seiner Wirtschaftsfreiheit nicht beschnitten. An- haltspunkte für Willkür der Vorinstanzen oder ein Handeln wider Treu und Glau- ben sind nicht ersichtlich bzw. werden vom Beschwerdeführer denn auch nicht genügend substantiiert vorgebracht. 5.3.3Schliesslich gilt es darauf hinzuweisen, dass erst mit der Unterschutzstel- lung eine zu Gunsten des Beschwerdeführers mögliche Umnutzung ermöglicht werden kann. Der Regierungsrat wies in diesem Zusammenhang - wenn auch unverbindlich - darauf hin, dass bei Unterschutzstellung beider Objekte (Wohn- haus inkl. Trotte) eine vollständige Zweckänderung beider Bauten nach Art. 24d Abs. 2 RPG möglich wäre; mithin seien aus raumplanerischer Sicht vollständige Zweckänderungen auch mit Aufnahme des Wohnhauses und der Trotte ins KSI unter Bedingungen und Auflagen möglich (vgl. vorstehend Erw. 1.3.2). Allerdings lässt sich aus Art. 24d Abs. 2 RPG - worauf vorliegend jedoch nicht näher einzu- gehen ist - kein Anspruch ableiten, das ganze Volumen der geschützten Baute einer intensive(re)n Nutzung (z.B. als Wohnfläche) zuzuführen (vgl. Muggli, in: Praxiskommentar RPG: Bauen ausserhalb der Bauzone, Zürich 2017, Art. 24d Rz. 25). 5.4Im Sinne des Eventualantrages des Beschwerdeführers gilt es schliesslich zu prüfen, wie es sich mit der Verhältnismässigkeit hinsichtlich der vom Regie- rungsrat festgelegten Schutzziele im Besonderen verhält. 6.1.1Der Regierungsrat hat im angefochtenen Beschluss erwogen, dass auf- grund der vorhandenen Qualität der inneren Struktur und Ausstattung für das Wohnhaus das Schutzziel II und für die Trotte das Schutzziel III festgelegt werde. Dabei erachtete er bezüglich des Schutzziels II beim Wohnhaus, dass auch mit der Bewahrung der Raumstrukturen den Wohnbedürfnissen der Eigentümer-20 schaft entsprochen werden könne. Während das Schutzziel II die "Pflicht zur Er- haltung des äusseren Erscheinungsbildes" sowie zur "Bewahrung der Raum- strukturen" festlegt, beinhaltet das Schutzziel III einzig die "Pflicht zur Erhaltung des Charakters". Dabei gilt es mit dem Regierungsrat darauf hinzuweisen, dass bei einem Bauensemble nicht alle Gebäudeteile das gleiche Schutzziel aufwei- sen müssen. 6.1.2Der Gemeinderat hat mit Beschluss Nr. 713 vom 9. November 2020 die Unterschutzstellung des Wohnhauses an der ________ -strasse ________ bean- tragt und zwar unter der Bedingung, dass der Ausbau des angrenzenden Trott- gebäudes für eine Wohnnutzung ermöglicht oder der Neubau eines zusätzlichen Wohnhauses auf der Landwirtschaftsparzelle im Bereich des näheren Umfeldes des bestehenden Stallgebäudes erstellt werden könne. Um den Bedürfnissen des Eigentümers weit möglichst gerecht zu werden, soll das Wohnhaus dem «Schutzziel III» und der Kategorie «lokal» zugeteilt werden. Dementsprechend verlangt der Gemeinderat, dass eine Änderung der Einstufung des Schutzum- fangs des Wohnhauses vom Schutzziel II zum Schutzziel III - analog des Schutzumfangs der Trotte mit Schutzziel III - erfolge. Insoweit hat der Gemeinde- rat die Empfehlung der fachkundigen Gutachterin bezüglich der Innen- bzw. Raumausstattungen des Wohnhauses nicht übernommen. Bezüglich der Trotte geht er einig mit der Gutachterin. 6.1.3Zwar äussert sich weder die kantonale Denkmalpflege mit Stellungnahme vom 10. März 2020 noch die Fachperson in ihrem bauhistorischen Gutachten vom 9. Juli 2020 konkret zum Schutzumfang des Bauensembles. Indes weist die kantonale Dankmalpflege bezüglich des Wohnhauses explizit darauf hin, dass einige Ausstattungselemente auch aus der Bauzeit stammen. Die Gutachterin äussert sich dabei dahingehend, dass die ursprüngliche Ausstattung des Wohn- hauses - namentlich ein Ruhebett, Parkettbodenbeläge, blauglasierter Kachel- ofen, Türen und die innere Treppenanlage - teils erhalten sei (S. 25). Zudem weist sie darauf hin, dass die Türen in den Dachkammern mit einem geschnitzten Kielbogen auf dem Türsturz und gefasten Türpfosten mit zweiseitig gekehlten Ausläufen mit zusätzlich blattförmigen Kerben verziert seien und diese blockbau- zeitlichen Türpfosten, soweit erkennbar, den seitlichen Kamm, der sich in die Nut der Blockwandbalken schiebe, tragen würden (vgl. S. 17). Weiter zeigt sie auf, dass der gesamte Innenausbau - abgesehen von den Brandmauern - aus Block- wänden besteht (S. 21). Auch hält die Gutachterin fest, dass die Decken der Kel- lerräume im Bereich des darüber liegenden Mittelganges fünf quer liegende Bal- ken besitzen; diese seien zwischen die Deckenbalken seitlich eingezapft und würden zusammen eine Art Balkenrost mit einem Wechsel für den Treppenauf-21 gang in den darüber liegenden Mittelgang bilden (vgl. S. 12). Schliesslich weist sie darauf hin, dass der ursprüngliche und gute Erhaltungszustand das Wohn- haus wie auch die Trotte zu einem wertvollen Zeitzeugen und einem Referenz- beispiel aus dem Kanton Schwyz machen würden. Diese Ausführungen können nur so verstanden werden, dass die Gutachterin nebst den äusseren, auch die inneren Bauteile und mithin das Wohnhaus inkl. Trotte als Ganzes als schutz- würdig erachtet. 6.2.1 Aufgrund der vorliegenden Fachberichte sowie der anlässlich der Bege- hung vom 24. September 2020 erstellten, umfassenden Fotodokumentation ist somit erstellt, dass der Wert des Wohnhauses inkl. Trotte insbesondere in sei- nem äusseren Erscheinungsbild (Blockbauweise) als typische voralpine, barock- zeitliche Streusiedlungsweise begründet liegt. Dessen Blockbaukonstruktion bil- det denn auch, wie die Fachstellen zu Recht darauf hinweisen, ein eigenes stati- sches System; die innere Struktur ist eng mit der äusseren Struktur verzahnt und bildet ein in sich homogenes Grundsystem. Das Bildungsdepartement hält dabei fest, dass es nicht alleine darum geht, eine Kulisse zu konservieren, sondern auch die hochwertige Zimmermannskunst der Blockbaute. Aufgrund der anläss- lich des Augenscheines gewonnenen Erkenntnisse im Verbund mit den Fachbe- richten und den aktenkundigen Parteiäusserungen kommt das Verwaltungsge- richt ebenfalls zur Auffassung, dass der Wert des Wohnhauses und der Trotte insbesondere in ihrem gesamtheitlichen, äusseren Erscheinungsbild und deren Grundkonstruktion begründet liegt. 6.2.2Dabei gilt es zudem zu beachten, dass die Denkmalpflege grundsätzlich auf den Schutz von Bauwerken als Ganzes abzielt. Dieser Grundsatz hat auch Eingang in § 3 Abs. 2 lit. b DSG ("unter Einbezug ihrer Ausstattung") genommen. Der integrale Schutzumfang ist insofern grundsätzlich richtig, als es nicht darum gehen kann, gewissermassen denn auch nur eine Kulisse zu konservieren. Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass das als regional schutzwürdig eingestufte private Wohnhaus, dessen innere Struktur und Ausstattung der Öffentlichkeit entzogen bleiben, nicht tel quel mit der Öffentlichkeit zugänglichen Gebäuden von regionaler oder gar nationaler Schutzwürdigkeit (wie z.B. das Rathaus Schwyz, das Café Odeon [BGE 109 Ia 257], das Theater Küchlin in Basel [BGE 118 Ia 384]; vgl. Protokoll S. 15 und S. 20) verglichen werden kann. Es kann vom vorliegenden Wohnhaus auch kaum gesagt werden, "die Durchformung von Aus- sen- und Innengestaltung sei ein besonderes Anliegen der Architekten" gewesen (vgl. BGE 120 I 270 Erw. 4.b betreffend Badischer Bahnhof in Basel; unter Be- zugnahme auf das Café Odeon sowie A. Knoepfli, das "Unbehagen über denk- malpflegerische Fassadenmaskeraden vor ausgehöhlten Bauten", Schweizeri-22 sche Denkmalpflege, Zürich 1972, S. 161). Der Fokus des öffentlichen Interesses ist vorliegend, wie dargelegt, zur Hauptsache auf die Qualität des Gebäudes als Element einer Siedlungs- und Kulturlandschaft gerichtet. Daneben ist das öffent- liche Interesse an einer Bewahrung der Innenausstattung vorliegend als ge- ring(er) zu veranschlagen, was es auch bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit der Schutzintensität (Schutzziel) mitzuberücksichtigen gilt. Dabei versteht es sich von selbst, dass beim Wohnhaus inkl. Trotte - im Unterschied zu grossdimensio- nierten Bauten und Anlagen wie dem erwähnten Badischen Bahnhof, wo ver- schiedene Räume/Säle von einer Unterschutzstellung ausgenommen wurden - keine differenzierte Unterschutzstellung greifen kann. Den als Grundsatz formulierten Schutz von Bauwerken als Ganzes vorbehaltlos, konsequent und uneingeschränkt anzuwenden, ist überdies mit der Verhältnis- mässigkeit nicht zu vereinbaren und würde eine Prüfung derselben obsolet ma- chen; dies wiederum stünde im Gegensatz zu den verfassungsmässigen Vorga- ben und zum den Behörden bei der Unterschutzstellung zustehenden Ermes- sensspielraum. Im Weiteren bedürfte es keiner Differenzierung von Schutzzielen, wenn der integrale Schutz gewissermassen zum Axiom erhoben würde. Es lässt sich dem DSG und der DSV auch nichts entnehmen, was auf eine selektive An- wendung der einzelnen Schutzziele nur auf bestimmte Kategorien von Gebäuden schliessen liesse. 6.2.3Anhand der den Akten beiliegenden, umfassenden Fotodokumentation so- wie des Augenscheins vom 1. Juni 2021 lässt sich sowohl die Beschreibung als auch die Qualität der Ausstattung sowie des Erhaltungszustandes des Innern des Wohnhauses gemäss den Fachberichten grundsätzlich verifizieren. Zwar wurden die zahlreichen - und mithin entgegen der vorinstanzlichen Annahme der gering- fügigen (vgl. vorstehend Erw. 4.2.2) - baulichen Veränderungen und Ausbesse- rungsmassnahmen im Innern berücksichtigt (u.a. sekundär eingebrachte Fenster im Kellergeschoss und im zweiten Vollgeschoss; Ofenkunst [um die Mitte des 19. Jh.] im ersten Vollgeschoss; Kachelofenersatz aus dem Jahr 2007; Erneuerung, Anhebung und Stabilisierung mit Eisenträgern als Unterzug der Stubendecke in der 2. Hälfte des 20. Jh.; Umplatzierung des Kamins im zweiten Vollgeschoss; Abtrennung des Schlafraums 204 vom Mittelgang gegen Ende des 19. /1. Hälfte des 20. Jh.; nachträgliche Vergrösserung des Kamins zu einer Rauchkammer; nachträgliches Einstellen der inneren Binnenmauern; Türen und Fenster zum Teil versetzt; Täferausstattung möglicherweise aus nachfolgenden Bauphasen; vgl. hierzu bauhistorisches Gutachten vom 9.7.2020 S. 11, 12, 13, 16, 18, 21, 25). Hingegen wurde dem nicht geringfügigen Ausmass dieser baulichen Verände- rungen und Ausbesserungsmassnahmen im Innern des Wohnhauses bei der 23 Beurteilung der Unterschutzstellung nur ungenügend Rechnung getragen, zumal sich die fachlichen Beurteilungen insbesondere bei der Innenausstattung des Wohnhauses denn auch wie folgt von zahlreichen Mutmassungen haben leiten lassen (vgl. hierzu u.a. vorstehend Erw. 1.2.1f.): Im bauhistorischen Gutachten wurde darauf hingewiesen, dass es sich bei einem Fenster im Kellergeschoss möglicherweise aufgrund des singulären Gewandes um ein sekundär eingebrachtes Fenster handelt. Zudem stünden womöglich in Verbindung mit einer blockbauzeitlichen, aktuell jedoch zugesetzten, Türöffnung ein ca. 50 cm über die Fassadenflucht auskragender Balken mit profiliertem Ab- schluss (vgl. S. 11 Ziff. 3.1.2 [Traufseite]). Ferner datiere die Ofenkunst des Wohnhauses möglicherweise um die Mitte des 19. Jahrhundert, wobei der Ka- chelofen in der Nordwestecke des Raumes von 2007 und einen älteren, ur- sprünglich am selben Platz stehenden, jedoch grösseren Ofen ersetze; auch sei die Decke der Stube in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts erneuert und leicht an- gehoben und mit einem Eisenträger als Unterzug stabilisiert worden (vgl. S. 12f. Ziff. 3.1.3 [erstes Vollgeschoss]). Ferner sei die vierfeldrig, gestemmte Rahmen- tür mit Schnippenbändern in der Schlafkammer 205 im zweiten Vollgeschoss wohl täferzeitlich und lasse eine Datierung in die 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts vermuten. Zudem stamme der Bohlenboden der Hinterhauskammer möglicher- weise aus der Bauzeit des Wohnhauses (vgl. S. 16f. Ziff. 3.1.3 [zweites Vollge- schoss]). Bezüglich des Sparrendachs der Trotte wird darauf hingewiesen, dass sich diese scheinbar ab der Mitte des 18. Jahrhunderts in der Region verbreitet haben (vgl. S. 20 Ziff. 3.2 [Trottgebäude]). Im Rahmen der baugeschichtlichen Beobachtungen wird des Weiteren festgehalten, dass das Raumgefüge sowie die zimmermannstechnische Holzbearbeitung vom Sockel- bis ins zweite Dachge- schoss einheitlich erschienen. Auch sei der gemauerte Sockel scheinbar in ei- nem Guss als Mauerkranz errichtet worden (vgl. S. 20 Ziff.4.1). An der nördlichen Traufseite lasse ein aus der Fassadenflucht vorspringender Blockwandbalken ei- ne kleine, vorkragende Plattform vermuten, wobei es sich dabei um einen Abor- terker oder eine Laube mit Abort gehandelt haben könnte (vgl. S. 22 Ziff. 4.1). Bezüglich der Ausstattung hält das bauhistorische Gutachten zudem fest (vgl. S. 23 Ziff. 4.1 [vgl. ferner S. 25 Ziff. 5]): Von der ursprünglichen Ausstattung hat sich möglicherweise die Eingangstür und im Stubenraum 106 ein Teil eines eingebauten Ruhebetts sowie das Felderparkett erhalten. Ein Teil des Wandtäfers des Stubenraumes sowie der Nebenstube 105 könnte ebenfalls dem Ursprungsbau zugerechnet werden oder aber etwas jünger sein. Die rautenförmige Felderdecke des Nebenraumes 103 zur Küche sowie der Felderboden des darüberliegenden Täferzimmers 205 stammen möglicherweise ebenfalls aus der Bauzeit des Wohnhauses. Die Täferausstattung samt Tür des Zimmers 205 ist womöglich erst später eingebracht worden.24 Im ersten Dachgeschoss haben sich von der ursprünglichen Ausstattung vermutlich die Brettertüren zu den Dachkammern erhalten. Die einläufigen Wangentreppen im Kellergeschoss sowie im zweiten Voll- und ersten Dachgeschoss stammen mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls aus der Bauzeit des Hauses. Bezüglich des Bauensembles weist das Gutachten schliesslich darauf hin, dass einerseits die zwei bauzeitlichen Türöffnungen im ersten und zweiten Vollge- schoss auf einen ursprünglichen Verbindungsgang und/oder Aborterker bzw. -laube zwischen Wohnhaus und Trott schliessen lassen und andererseits mit grosser Wahrscheinlichkeit davon auszugehen sei, dass das Wohnhaus und die Trotte gegen Ende des 18. Jahrhunderts zusammen errichtet worden seien (vgl. S. 24 Ziff. 4.3). In diesem Sinne äusserte sich denn auch der kantonale Denkmalpfleger anläss- lich des Augenscheins vom 1. Juni 2021 dahingehend, dass man zur Trotte hin feststellen könne, dass die Konsolen fehlten; dabei sei es fraglich, ob der unters- te, herausstehende Balken, welcher anders ausgebildet sei als die Konsolen, als Andeutung einer Laube zu verstehen sei; es sei gleichwohl davon auszugehen, dass die Trotte von Beginn weg mit eingeplant gewesen sei. Die Trotte könne sowohl aus dem Ende des 18. Jahrhunderts als auch aus Anfang des 19. Jahr- hunderts stammen. Des Weiteren gehe er davon aus, dass es sich beim herauf- gezogenen Sockel um einen Originalbau handle; um dies jedoch zu beweisen, müsste man die genauen Holzverbindungen betrachten. Typologisch sei zudem davon auszugehen, dass die Küche bereits am bestehenden Ort vorhanden ge- wesen sei, allerdings in einem anderen Zustand. Ob die hintere, gemauerte Wand des Küchenraums zur Hinterstube hin bauzeitlich entstanden sei, sei un- gewiss; rein typologisch sei dies möglich und könnte denn auch überprüft wer- den. Sollte indes festgestellt werden, dass diese nicht bauzeitlich wäre, käme auch eine Anpassung ins Schutzziel II in Frage. Allgemein erkenne man am Haus diverse neuere Oberflächen, neuere Türen und nicht bauzeitliche Änderun- gen. Bezüglich des Kellerabgangs wies der kantonale Denkmalpfleger darauf hin, dass unklar sei, ob dieser denn auch bauzeitlich sei, da dieser typologisch nicht passe. Bezüglich der Treppe vom ersten Vollgeschoss ins zweite Vollgeschoss sei ebenfalls ungewiss, ob es sich um die Originaltreppe handle; klar sei hinge- gen, dass die Treppe am nämlichen Ort erstellt wurde. Mithin zeigt sich, dass die fachlichen Beurteilungen insbesondere bei der Innen- ausstattung des Wohnhauses sowie zur Entstehungsgeschichte der Trotte ver- schiedentlich auf Mutmassungen zurückgreifen müssen, was anlässlich des Au- genscheins vom 1. Juni 2021 denn auch bestätigt wurde und was bei denkmal- pflegerischen Abklärungen mehr oder weniger weit zurückliegender Sachverhalte 25 allerdings wohl auch sachimmanent sein dürfte. Namentlich konnte festgestellt werden, dass gewisse Holzböden des Wohnhauses nicht mehr im Original vor- handen sind, bei der Gutsche (Ruhebett) der Unterbau fehlt, die Decke in der Stube und in der Nebenstube im ersten Vollgeschoss angehoben wurde und die Türe und Einfassung der Nebenstube im ersten Vollgeschoss neueren Datums sind. Der Denkmalpfleger bestätigte schliesslich anlässlich des gerichtlichen Au- genscheins, dass die Küche früher in einem anderen Zustand war, die Kammer an der Sichtfassade des zweiten Vollgeschossen nachträglich eingebaut wurde, alle Kammern des zweiten Vollgeschosses mit einer neuen Oberfläche belegt und die obere Wand heraufgesetzt wurde bzw. insofern denn auch keine Bau- substanz mehr vorliege und die Dachkonstruktion infolge Regeneinfalls teilweise ersetzt werden musste. Er wies darauf hin, dass man am Haus diverse neuere Oberflächen, neuere Türen und nicht bauzeitliche Änderungen habe feststellen können. Aufgrund des anlässlich des Augenscheins festgestellten nicht unerheb- lichen Ausmasses der baulichen Veränderungen im Innern des Wohnhauses so- wie infolge der gutachterlichen Mutmassungen erachtet das Verwaltungsgericht - entgegen der vorinstanzlichen Auffassung - denn auch nicht alle Bauteile im In- nenraum des Wohnhauses als schutzwürdig. 6.2.4Kommt hinzu, dass es nach Ansicht des Verwaltungsgerichts aufgrund des Augenscheines insbesondere auch äusserst fraglich ist, ob ein zeitgemässes Wohnen auch im bestehenden Wohnhaus bzw. unter Beibehaltung der beste- henden Raumstrukturen, insbesondere auch in Berücksichtigung der Raum- höhen, möglich und zumutbar ist. Denn es zeigt sich gestützt auf das bauhistori- sche Gutachten, dass es sich beim Wohnhaus um ein fünfgeschossiges Gebäu- de mit einem rechteckigen Grundriss bei einer Breite von 8.68 m bzw. 8.87 m und Länge von 10.9 m handelt, wobei der gesamte Gebäudegrundriss unterkel- lert ist. Zwar wird denn auch festgehalten, dass das Wohnhaus über ein gross- zügiges Gebäudevolumen verfügt, was Raumhöhen (zwischen 1.84 m und 2.02 m) und Zimmeranzahl betreffe (vgl. S. 25 i.V.m. S. 11 und Beilagen). Indes er- weist sich eine Raumhöhe von zwischen 1.84 m und 2.02 m (bei Querbalken noch niedriger) geringer als in der heutigen Zeit üblich. Für ein zeitgemässes Wohnen müsste daher erneut eine Veränderung der Raumhöhe ins Auge gefasst werden (vgl. bauhistorisches Gutachten vom 9.7.2020 S. 13). Obschon die Räu- me in ihrer Gesamtheit im Sinne des bauhistorischen Gutachtens als grosszügig dimensioniert betrachtet werden können, könnte die erforderliche Isolation im Gebäudeinnern eine zusätzliche, nicht unerhebliche Verkleinerung des Raumvo- lumens zur Folge haben, wenn die Raumstrukturen beibehalten werden müssten. Dies könnte zur geringen Raumhöhe (bis max. 2.02 m) den Eindruck der Enge noch zusätzlich verstärken. Kommt hinzu, dass eine Veränderung der Raumhöhe 26 (Absenken/Erhöhung der Böden bzw. Decken) technisch zwar möglich, indes auch mit entsprechenden zusätzlichen Kostenfolgen verbunden wäre. Fraglich ist dabei, ob solche Aufwendungen noch unter die beitragsberechtigten Erhal- tungsmassnahmen fielen, wobei auch bei Bejahung dieser Frage der Grossteil vom Eigentümer zu tragen wäre. Hierbei darf seitens des privaten Interesses des Beschwerdeführers auch in die Waagschale geworfen werden, dass er das Wohnhaus mit seiner Familie bewohnt und das Wohnhaus infolge der oberwähn- ten partiellen Sanierungen auch aktuell noch in gutem Zustand ist. Anderseits liegt es auf der Hand, dass der Beschwerdeführer aus dem Landwirtschaftsbe- trieb unbestrittenermassen kein Vermögen anhäufen konnte (vgl. vorstehend Erw. 5.3.2), welches eine kostspielige integrale Restaurierung ohne weiteres er- lauben würde. Soweit das Baudepartement bzw. die kantonale Denkmalpflege darauf hinweisen, dass kein konkretes Restaurierungsprojekt vorliegt, welches die Ansprüche und Möglichkeiten der Denkmalpflege umfasse, so zeigt sich, dass trotz vergleichbaren unter Schutz gestellten Objekten (Steinen/Sattel), eine nicht unerhebliche Ungewissheit der finanziellen Folgen bestehen bleibt, wie dies auch der anwesende Gemeinderat anlässlich des gerichtlichen Augenscheins zum Ausdruck brachte. Dieser erachtet denn auch eine Beschränkung auf das Schutzziel III als erforderlich, um dem Beschwerdeführer und seiner Familie im Wohnhaus ein zeitgenössisches Leben zu ermöglichen. 6.2.5Die Verpflichtung des Beschwerdeführers zur Bewahrung der Raumstruktu- ren bzw. die Anordnung des Schutzzieles II erweist sich mithin als der inneren Struktur und Qualität der Ausstattung des Wohnhauses bei einer Gesamtwürdi- gung des Innenausbaus als nicht adäquat und daher als unverhältnismässig. Entsprechend dem Eventualantrag des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde vom 19.2.2021 S. 4 [IV. Fazit Abs. 2]) und dem seitens der Gemeinde von An- fang an vertretenen Standpunkt ist neu auch für das Wohnhaus - analog zur Trot- te - das Schutzziel III festzusetzen. Das Wohnhaus inkl. Trotte ist jedenfalls in seinem äusseren Erscheinungsbild zu erhalten. 6.3Zu ergänzen bleibt Folgendes: der vorliegende Sachverhalt zeigt, dass es fraglich sein kann, dass bzw. inwieweit man mit den drei von der DSV vorgege- benen Schutzzielen dem Einzelfall gerecht werden kann. Als erhaltenswert im Rahmen eines umfassenden (Innen-)Um-/Ausbau scheinen dem Verwaltungsge- richt vorliegend - zwar aus seiner subjektiven Optik, aber in Kenntnis der Fachbe- richte und gestützt auf den Augenschein - insbesondere die geschnitzten Kielbo- gen, der blauglasierte Kachelofen im ersten Vollgeschoss, die Gutsche mit Tä- ferrückwand und Hängeschrank sowie Täferausstattungen. Eine Unterstellung unter das Schutzziel II lässt sich allein damit jedoch, wie bereits ausgeführt, nicht 27 rechtfertigen. Eine Auseinandersetzung mit dem vom Beschwerdeführer anläss- lich des Augenscheins vorgebrachten Bundesgerichtsentscheid den Kanton Aar- gau betreffend, wonach mindestens 2/3 der Kernsubstanz erhalten bleiben müss- ten, erübrigt sich demnach. Letztlich wäre es wünschenswert, wenn der Be- schwerdeführer, der bereits einen Architekten beigezogen hat, die das bestehen- de Gebäude auszeichnenden Merkmale in einen Neubau integrieren wür- de/könnte, sofern dies mit einem vertretbaren (Mehr-) Aufwand realisierbar ist. Auch der Beschwerdeführer dürfte bzw. müsste ein Interesse an der - wenigs- tens partiellen - Bewahrung seines eigenen und seiner Vorfahren Hauses nicht nur im äusseren Erscheinungsbild, sondern auch in einzelnen traditionellen Ele- menten des Innenausbaus haben. 7.1Der Beschwerdeführer verlangt eine Sistierung des Verfahrens, um ein Bauprojekt als (weiteres) Kriterium für die Beurteilung der Unterschutzstellung bzw. der Schutzzielkategorie ausarbeiten zu können. Die Verwaltungsgerichtspraxis erachtet die in der VRP nicht ausdrücklich vorge- sehene Sistierung in der Praxis namentlich dann als gerechtfertigt, wenn ein verwaltungsgerichtlicher Entscheid von einem anderen Entscheid massgeblich abhängt oder wenn die Parteien ernsthafte Verständigungsbemühungen aufge- nommen haben, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit erwarten lassen, dass sich das Verfahren ganz oder teilweise erledigen oder mindestens massgeblich vereinfachen lässt. Das Gericht darf bei seinem Entscheid über die Verfahrens- sistierung auch die Prozessaussichten in anderen Verfahren abschätzen und miteinbeziehen, deren Ausgang für das Verfahren allenfalls bedeutsam ist (vgl. statt Vieler VGE III 2021 58 vom 7.4.2021 Erw. 2.1; VGE I 2007 3 vom 11.4.2007 Erw. 1.2 je mit Hinweisen). 7.2Es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass einlässliche Abklärungen be- treffend baulichen Restaurierungsmöglichkeiten oder sogar ein konkretes Re- staurierungsprojekt für die Beurteilung der Unterschutzstellung namentlich mit Blick auf den zu erwartenden finanziellen Aufwand hilfreich sein könnten. Indes stellt eine solche Abklärung weder eine (gesetzliche) Voraussetzung für die Un- terschutzstellung bzw. die diesbezügliche Beurteilung dar noch besteht eine ge- genseitige Abhängigkeit von Bauprojekt und Unterschutzstellung noch kann eine Unterschutzstellung grundsätzlich das Resultat einer Verständigung zwischen Grundeigentümer und Behörde (Denkmalpflege) sein. Die Zuständigkeiten sind im Gesetz klar geregelt (vgl. vorstehend Erw. 1.1.1 f.); ein Verständigungsverfah- ren ist nicht vorgesehen. Die Unterschutzstellung hat vielmehr vor baulichen Massnahmen zu erfolgen; allfällige bauliche Massnahmen haben sich danach am Grad der Unterschutzstellung (Schutzzielkategorie) auszurichten. Streitrelevant 28 ist vorliegend denn richtigerweise einzig und allein die Frage der Schutzwürdig- keit des Wohnhauses inkl. Trotte des Beschwerdeführers. Im Übrigen besteht vorliegend auch keine Koordinationspflicht im Sinn von Art. 25a RPG, woraus sich eine Parallelität zwischen Bau(bewilligungs)verfahren und Unterschutzstel- lungsverfahren ableiten liesse. Der Sistierungsantrag ist daher abzuweisen. 8.Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde somit insofern als begrün- det, als dass neu sowohl für das Wohnhaus als auch für die Trotte des Be- schwerdeführers an der ________ -strasse ________ in Arth das Schutzziel III festgelegt wird. Ansonsten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzu- treten ist. 9.1 Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten für das verwaltungs- gerichtliche Verfahren (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen sowie Augenschein) von insgesamt Fr. 3'000.-- zu zwei Dritteln (Fr. 2'000.--) dem Be- schwerdeführer und zu einem Drittel dem Kanton Schwyz (Fr. 1'000.--) aufzuer- legen (§ 72 Abs. 2 VRP). Da der Gemeinderat mit seinem Antrag (vgl. Stellung- nahme vom 16.3.2021 S. 1 [I. Antrag]), es sei das Wohnhaus dem Schutzziel III zuzuweisen (vgl. vorstehend Ingress lit. E), obsiegt, sind ihm denn auch keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. 9.2Der Beschwerdeführer wird durch D.________ bzw. zwei Mitarbeiter des D.________ vertreten. Hierbei handelt es sich nicht um Anwälte. Unbeanwalteten Parteien ist praxisgemäss keine Parteientschädigung zuzusprechen (statt vieler: VGE III 2019 33 vom 25.9.2019 Erw. 8.3). Ebenso ist der obsiegende Gemeinde- rat nicht beanwaltet, womit auch er keinen Anspruch auf eine Parteientschädi- gung hat. 29 Demnach erkennt das Verwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als Dispositiv-Ziffer 1 Satz 3 des angefochtenen RRB Nr. 57/2021 vom 26. Januar 2021 aufgehoben und für das Bauernhaus an der ________ -strasse ________ in Arth (KTN E.________ Gebäude Nr. F.________) im Sinne der Erwägungen neu das Schutzziel III gemäss § 5 lit. c DSV ("Pflicht zur Erhaltung des Charakters") festgelegt wird. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 2. Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten, Barauslagen sowie Augenschein) von insgesamt Fr. 3'000.-- werden zu zwei Drittel (Fr. 2'000.--) dem Beschwerdeführer und zu einem Drittel (Fr. 1'000.--) dem Staat auferlegt. Der Beschwerdeführer hat am 2. Mai 2021 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'500.-- geleistet, womit ihm Fr. 500.-- aus der Gerichtskasse zurückzuerstatten sind. Auf die kantonsinterne Verrechnung wird verzichtet. 3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau- sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005). Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe- schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 5. Zustellung an - den Vertreter des Beschwerdeführers (2/R) - den Gemeinderat Arth (R) - den Regierungsrat - das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB) - das Bildungsdepartement (EB) - das Amt für Kultur (EB) - und das Bundesamt für Kultur, 3003 Bern (A). Schwyz, 18. Juni 2021 Im Namen des Verwaltungsgerichts Der Präsident:30 Die Gerichtsschreiberin: *Anforderungen an die Beschwerdeschrift Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru- mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen. Versand: 24. Juni 202131