<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00063</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105423&amp;W10_KEY=4467151&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00063</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 26.04.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Straf- und Massnahmenvollzug</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Massnahmenvollzug</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Einstellung der stationären Massnahme bei einem Rauschgiftsüchtigen; unentgeltlicher Rechtsbeistand:<br/><br/>Die Einstellung durch die Vollzugsbehörde erweist sich als nicht rechtsverletzend, wenn der Beschwerdeführer dreimal innert kurzer Frist eine Therapie abgebrochen und damit die ihn treffenden Mitwirkungspflichten bei der Durchführung der Massnahme nicht beachtet hat (E. 2).<br/>Die Festsetzung der Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters im Rekursverfahren gilt als Akt der Justizverwaltung, gegen welchen der ordentliche Rechtsweg nicht offen steht (E. 3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG">ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINSTELLUNG">EINSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MASSNAHMEFÃHIGKEIT">MASSNAHMEFÃHIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MASSNAHMENVOLLZUG">MASSNAHMENVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Ãbrige Rechtsgebiete UR: Straf- und Strafprozessrecht ST: STRAFRECHT, ALLGEMEINER TEIL">STRAFRECHT, ALLGEMEINER TEIL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFVOLLZUG">STRAFVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)">UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 43 lit. III StGB</span><br/><span class="gerade">Art. 44 lit. III StGB</span><br/><span class="ungerade">§ 16 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A. B., geboren 1970, erwirkte seit 1990 mehrere Bestra­fungen wegen Widerhand­lungen gegen das BetÃ¤ubungsmittelgesetz und anderer Delikte. Mit Urteil des Obergerichts des Kantons Schaffhausen vom 27. September 1996 wurde an­stelle der ausgesprochenen 18-monatigen Freiheitsstrafe eine stationÃ¤re Massnahme an­ge­ordnet. Parallel zur laufenden Massnahme im Kanton Schaffhausen bewilligte die Be­zirks­anwaltschaft Winterthur A. B. in einem neuen Strafverfahren am 14. April 1999 den vorzeitigen Massnahmeantritt. Mit Urteil vom 16. Juni 1999 bestrafte das Be­zirks­gericht Winterthur A. B. wegen Widerhand­lung gegen das BetÃ¤ubungs­mittelgesetz und VermÃ¶gensdelikten mit 18 Monaten GefÃ¤ng­nis, ordnete aber stattdessen erneut eine stationÃ¤re Massnahme an. Das Amt fÃ¼r Straf‑ und Massnahmenvollzug des Kan­tons ZÃ¼rich verfÃ¼gte am 12. Juli 1999 mit Wirkung ab 8. Juli 1999 die Einweisung von A. B. in die Drogenentzugsstation der Kantonalen Psychiatri­schen Klinik Rheinau. Nach dem Konsum von Alkohol verliess A. B. die Klinik am 20. Ju­li 1999, worauf er am 20. August 1999 im Kanton Schaffhausen wegen Verdachts auf Dro­gen­handel inhaftiert wurde. Mit VerfÃ¼gung vom 26. August 1999 stellte das Amt fÃ¼r Straf‑ und Massnahmenvollzug den Vollzug der am 16. Juni 1999 angeordneten stationÃ¤ren Mass­nahme ein. Gleichzeitig wurde das Bezirksgericht Winterthur ersucht, bezÃ¼glich der 18-monatigen Freiheitsstrafe Ã¼ber die nachtrÃ¤gliche Vollstreckung oder die Anordnung einer anderen sichernden Massnahme zu entscheiden. Dieses Verfahren ist sistiert.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Den gegen die Einstellung der Massnahme erhobenen Re­kurs wies die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons ZÃ¼rich mit VerfÃ¼gung vom 11. Januar 2000 ab. Dem Gesuch um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters wurde dagegen stattgegeben und dem Vertreter fÃ¼r das Rekursverfahren eine EntschÃ¤digung von Fr. 500.‑ zugespro­chen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 16. Februar 2000 liess A. B. dem Ver­wal­tungsgericht be­antragen, die VerfÃ¼gung vom 11. Januar 2000 vollumfÃ¤nglich aufzuheben und das Amt fÃ¼r Justizvollzug anzuweisen, die stationÃ¤re Massnahme fortzufÃ¼hren. Ferner beantragte er, ihm die unentgeltliche Rechtsvertretung fÃ¼r das vorliegende Verfahren zu ge­wÃ¤hren, und ersuchte schliesslich sinngemÃ¤ss, die EntschÃ¤digung fÃ¼r den Rechtsvertreter im Rekurs­ver­fahren zu erhÃ¶hen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zur BegrÃ¼ndung verweist der BeschwerdefÃ¼hrer auf die im Strafverfahren einge­hol­ten Gutachten; daraus ergebe sich seine MassnahmebedÃ¼rftigkeit und ‑fÃ¤higkeit. Entge­gen der gutachterlichen Empfehlung habe ihn das Amt fÃ¼r Straf‑ und Massnahmenvollzug je­doch nicht in eine geeignete Klinik eingewiesen und Vollzugshandlungen unterlassen. Der Massnahmevollzug kÃ¶nne somit nicht als definitiv gescheitert betrachtet werden. Mit per­sÃ¶nlicher Eingabe vom 21. Februar 2000 ersuchte der BeschwerdefÃ¼hrer, ihm eine letzt­ma­lige Chance fÃ¼r eine stationÃ¤re Therapie zu gewÃ¤hren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Direktion der Justiz und des Inneren verzichtete mit Schrei­ben vom 25. Februar 2000 auf eine Vernehmlassung. Das Amt fÃ¼r Justizvollzug beantragte mit hierorts am 17. MÃ¤rz 2000 eingegangener Eingabe die Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Nach § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) prÃ¼ft das Verwaltungsgericht seine ZustÃ¤ndigkeit von Amtes wegen. § 43 Abs. 1 lit. g VRG schliesst die Beschwerde gegen Anordnungen betreffend den Vollzug von Strafen und Massnahmen zwar grundsÃ¤tzlich aus; Abs. 2 der Bestimmung lÃ¤sst sie jedoch unter anderem dann zu, wenn die Verwaltungsgerichtsbe­schwer­de an das Bundesgericht offen steht. Dies trifft zu fÃ¼r Entscheide Ã¼ber die Frage, ob und wann eine Behandlung nach Art. 43 oder 44 des Schweizerischen Strafgesetzbuchs vom 21. Dezember 1937 (StGB) als erfolglos anzusehen ist (119 IV 190, 121 IV 303 E. 3, 122 IV 8 E. 1). Auf die Beschwerde ist somit im Hauptpunkt einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) FÃ¼r die Behandlung ist gerichtsintern der Einzelrichter zustÃ¤ndig. Es geht hier im Sinn von § 38 Abs. 2 lit. b VRG grundsÃ¤tzlich um eine Voll­zugsanordnung aufgrund der §§ 16 ff. des Gesetzes Ã¼ber das kantonale Strafrecht und den Vollzug von Strafen und Mass­nahmen vom 30. Juni 1974 in Verbindung mit §§ 1‑3 und 10 der Strafvollzugsver­ordnung vom 12. Januar 1994 (vgl. ZR 98/1999 Nr. 19 E. 1b).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Obwohl vom Gesetzgeber in Art. 44 Ziff. 3 StGB nicht ausdrÃ¼cklich gesagt, ist die Behandlung von Trunk‑ und RauschgiftsÃ¼chtigen analog zu Art. 43 Ziff. 3 StGB bei Erfolglosigkeit der Massnahme einzustellen (vgl. BGE 119 IV 190; JÃ¶rg Rehberg, Straf­recht II, 6. A., ZÃ¼rich 1994, S. 169). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Den fÃ¼r den Massnahmenvollzug zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden kommt bei der Beurteilung dieser Frage Ermessen zu (vgl. ZR 98/1999 Nr. 19 E. 2). Dessen fehlerhafte AusÃ¼bung kann im verwal­tungs­gerichtlichen Beschwerdeverfahren nur in FÃ¤llen des Ermessens­miss­brauchs und der ErmessensÃ¼berschreitung als Rechtsverletzung geltend gemacht wer­den (§ 50 Abs. 1 und 2 lit. c VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Zur MassnahmefÃ¤higkeit des BeschwerdefÃ¼hrers hat sich letztmals am 1. Juni 1999 Dr.med. E. geÃ¤ussert. GemÃ¤ss der Beurteilung hat der BeschwerdefÃ¼hrer im gut struk­turierten Rahmen der Entzugsstation Rheinau gut funktioniert. Aus einem Urlaub sei er jedoch nicht mehr zurÃ¼ckgekehrt. Dies zeige deutlich, dass er unter gut strukturierten Be­dingungen fÃ¤hig sei, gewisse Anpassungsleistungen zu erbringen, wÃ¤hrend das Funktio­nieren im ambulanten Rahmen ohne Drogenkonsum nicht mÃ¶glich sei. Es sei klar, dass bei Urlauben in unstrukturierter Umgebung ein RÃ¼ckfall in altes Suchtverhaltensmuster zwin­gende Folge sei. Die MassnahmefÃ¤higkeit sei in Frage gestellt, wenn es in der Schweiz kei­ne Einrichtungen gebe, die fÃ¤hig seien, klare Strukturen anzubieten, und bereit seien, die­sen klar strukturierten Rahmen durchzufÃ¼hren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach der Bewilligung des vorzeitigen Strafantritts durch die Bezirksanwaltschaft Winterthur vom 14. April 1999 brach der BeschwerdefÃ¼hrer die Aufenthalte in der Klinik Rheinau und BurghÃ¶lzli dreimal ab. ZunÃ¤chst verliess er die Klinik Rheinau nach einem mehrwÃ¶chigen Aufenthalt am 1. Mai 1999, indem er aus dem Urlaub nicht zurÃ¼ckkehrte. Am 16. Juni 1999, dem Tag der Verhandlung vor Bezirksgericht Win­terthur, trat er in die Klinik BurghÃ¶lzli ein, verliess sie jedoch bereits am 19. Juni 1999 wieder. Am 8. Juli 1999 trat er in die Entzugsstation der Klinik Rheinau ein. GemÃ¤ss Bericht der Klinik vom 21. Ju­li 1999 ist er am 20. Juli 1999 nach dem Konsum von Alkohol wieder ausgetreten; dies ob­schon auf eine sofortige disziplinarische Entlassung verzichtet worden wÃ¤re.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) ZunÃ¤chst ist festzuhalten, dass vorliegend lediglich darÃ¼ber zu befinden ist, ob die VollzugsbehÃ¶rde die Behandlung im Sinn von Art. 44 Ziff. 3 Abs. 1 StGB (bzw. in analoger Anwendung von Art. 43 Ziff. 3 Abs. 1 StGB) hat einstellen dÃ¼rfen oder nicht. Hin­gegen wird damit noch nicht Ã¼ber den allfÃ¤lligen Vollzug der aufgeschobenen Strafen befunden: Hat die VollzugsbehÃ¶rde die Behandlung eingestellt, so muss vielmehr der Straf­richter entscheiden, ob an Stelle der erfolglosen Massnahme entweder eine gleichar­tige oder eine andere Massnahme oder allenfalls keine neue Massnahme anzuordnen ist (Art. 43 Ziff. 3 Abs. 1 und 3 StGB, Art. 44 Ziff. 3 StGB; BGE 125 IV 225 E. 2b; BGE 123 IV 100 E. 3b mit weiteren Hinweisen; GÃ¼nter Straten­werth, Schweizeri­sches Strafrecht, Allgemeiner Teil II: Strafen und Massnahmen, Bern 1989, § 11 N. 51). Die Erfolglosigkeit einer Behandlung kann sich insbesondere daraus ergeben, dass der Betroffene der Therapie fernbleibt oder erneut Straftaten begeht (Rehberg, S. 159). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Wenn zwar in der Beschwerde die GrÃ¼nde fÃ¼r die jeweiligen TherapieabbrÃ¼che des BeschwerdefÃ¼hrers leicht abweichend von den vorinstanzlichen Feststellungen bzw. der Aktenlage geschildert werden, so bleibt es bei folgendem relevantem Geschehen: Der BeschwerdefÃ¼hrer hat zwischen Mai und Juli 1999 drei Klinikaufenthalte beendet - entwe­der aus freien StÃ¼cken oder weil er den geltenden Regeln zuwidergehandelt hat. Bei drei TherapieabbrÃ¼chen in dieser Zeitspanne liegt die Annahme einer erfolglosen Behandlung auf der Hand. Dies umso mehr, als der BeschwerdefÃ¼hrer im August 1999 wegen Verdachts auf erneute Drogendelinquenz inhaftiert werden musste und ihn Ã¼berdies die Bezirksan­walt­schaft PfÃ¤ffikon/ZH am 8. September 1999 wegen BetÃ¤ubungsmitteldelikten, began­gen im Juni 1999, mit einer zweimonatigen GefÃ¤ngnisstrafe belegte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt denn auch die Erfolglosigkeit der bisherigen Behand­lung nicht eigentlich in Abrede. Er stellt sich indes auf den Standpunkt, die (von ihm an­ge­tretenen) Therapien seien nicht geeignet gewesen. Die VollzugsbehÃ¶rden hÃ¤tten ihn viel­mehr in eine geeignete Klinik einweisen mÃ¼ssen, zum Beispiel ins Aebi-Haus, welches vom Gutachter empfohlen worden sei. Mit diesen AusfÃ¼hrungen Ã¼bergeht der Beschwerde­fÃ¼hrer die ihn treffenden Mitwirkungspflichten. Die erfolgreiche Therapierung von Dro­gen­sÃ¼chtigen setzt bekanntermassen auch deren Bereitschaft voraus, sich der Therapie tat­sÃ¤chlich zu unterziehen. Die mit dem Vollzug der Massnahme im FrÃ¼hjahr 1999 befasste BehÃ¶rde des Kantons Schaffhausen nannte dem BeschwerdefÃ¼hrer am 3. Mai 1999 das LÃ¤r­chenheim in Lutzenberg als Vollzugsanstalt. Wie sich aus den unwi­dersprochenen AusfÃ¼hrungen des BewÃ¤hrungsdienstes Winterthur im Rekursverfahren er­gibt, handelt es sich hierbei um eine gleichermassen gut strukturierte Institution wie beim Aebi-Haus; auch diese Institution wisse im Sinn der gutachterlichen Empfehlung mit "Ã¤lte­ren abgebrÃ¼hten SÃ¼chtigen" umzugehen. TatsÃ¤chlich war in der Folge sogar ein Vorstellungstermin im LÃ¤rchenheim anberaumt worden; jedoch nahm der Beschwerde­fÃ¼hrer den Termin nicht wahr (vgl. Bericht der Psychiatrischen Klinik Rheinau vom 19. </span><span>Mai 1999). </span><span>Schliesslich erfolgte die Einweisung in die Klinik Rheinau, wobei es erneut darum gegangen wÃ¤re, einen geeigneten Therapieplatz fÃ¼r die Langzeitre­habilitation zu finden. Dennoch hat es der BeschwerdefÃ¼hrer wiederum ver­sÃ¤umt, sich bis zu seinem Wiederaustritt aus der Klinik am 20. Juli 1999 im von ihm ge­wÃ¼nschten Aebi-Haus vorzustellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wenn auch die Zeitspanne zwischen dem Beginn des vorzeitigen Massnahmevoll­zugs am 14. April 1999 und der EinstellungsverfÃ¼gung vom 26. August 1999 als eher kurz erscheint, so steht aufgrund der Akten doch fest, dass der BeschwerdefÃ¼hrer selbst in dieser Zeitspanne mehrere Chancen zur therapeutischen BekÃ¤mpfung seiner Drogensucht hatte und insbesondere aus der Klinik Rheinau wiederholt ein Langzeitprogramm hÃ¤tte antreten kÃ¶nnen. Diese MÃ¶glichkeiten hat er jedoch allesamt nicht genutzt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) In Anbetracht sÃ¤mtlicher UmstÃ¤nde konnten die Vorinstanzen die Behandlung ohne Missachtung ihres Ermessensspielraums als erfolglos einstellen. Die Beschwerde ist im Hauptpunkt abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Dem BeschwerdefÃ¼hrer ist fÃ¼r das Rekursverfahren Rechtsanwalt C. D. als un­ent­geltlicher Vertreter bestellt worden. Diesem wurde eine PauschalentschÃ¤­digung von Fr. 500.‑ zugesprochen. Nach Meinung des BeschwerdefÃ¼hrers ist dieses Vor­gehen un­zu­lÃ¤ssig; es stehe dem Vertreter entsprechend dem tatsÃ¤chlichen Aufwand eine weit hÃ¶here EntschÃ¤digung zu. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Festsetzung der EntschÃ¤digung des unentgeltlichen Rechtsvertreters gilt als Akt der Justizverwaltung, gegen welchen der ordentliche Rechtsweg, der in der Hauptsache zu beschreiten ist, nicht offen steht (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 16 Rz. 51). Insoweit kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Der BeschwerdefÃ¼hrer lÃ¤sst beantragen, ihm auch fÃ¼r das Beschwerdeverfahren Rechtsanwalt C. D. als unentgeltlichen Rechtsvertreter beizugeben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Privaten kann gestÃ¼tzt auf § 16 Abs. 1 VRG die Bezahlung von Verfahrenskosten er­las­sen werden, wenn ihnen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und ihr Begehren nicht offensicht­lich aus­sichts­los erscheint. Als aussichtslos sind Begehren anzusehen, bei denen die Aus­sich­ten auf Gutheissung um derart viel kleiner als jene auf Abweisung erscheinen, dass sie kaum als ernst­haft bezeichnet werden kÃ¶nnen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 32). DarÃ¼ber hinaus hat die Partei unter den gleichen Voraussetzungen Anspruch auf die Bestellung ei­nes unentgeltlichen Pro­zess­ver­tre­ters, sofern sie nicht in der Lage ist, ihre Rechte im Ver­fahren selbst zu wahren (§ 16 Abs. 2 VRG; RB 1994 Nr. 4; BGE 119 Ia 264 E. 3b; RenÃ© Rhinow/Heinrich Kol­ler/Chri­sti­na Kiss, Ãffentliches Pro­zessrecht und Justizver­fas­sungs­recht des Bundes, Basel und Frankfurt a.M. 1996, Rz. 1181; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 39).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der BeschwerdefÃ¼hrer ist offenkundig mittellos und nicht rechtskundig. Zudem wirft die Streitsache nicht bloss einfache Fragen auf. Nachdem fÃ¼r den vorliegenden Fall wenig gerichtliche PrÃ¤judizien hinsichtlich der Rechtslage bestehen, kann die Beschwerde schliesslich nicht von vornherein als offensichtlich aussichtslos bezeichnet werden. Das Gesuch ist daher zu bewilligen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Dem unentgeltlichen Rechtsbeistand wird der notwendi­ge Zeitaufwand nach den AnsÃ¤tzen des Obergerichts entschÃ¤digt. Reicht der Vertreter keine Zusammenstellung ein, so wird die EntschÃ¤digung von Amts wegen und nach Ermessen festgesetzt (vgl. § 13 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Bezug auf das Beschwerdeverfahren liegt keine Zusammenstellung vor. Die am 22. Februar 2000 nachgereichte Honorarrechnung bezieht sich, wie auch in der Be­schwer­de ausgefÃ¼hrt, auf das Rekursverfahren. Die EntschÃ¤digung fÃ¼r das Beschwerdever­fahren ist somit nach Ermessen auf Fr. 1'200.‑ (Mehrwertsteuer inbegriffen) festzusetzen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss verfÃ¼gt der Einzelrichter:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird Rechtsanwalt C. D. als unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Rechtsanwalt C. D. wird fÃ¼r seine BemÃ¼hungen und Barauslagen als un­entgeltlicher Rechtsvertreter im Beschwerdeverfahren mit Fr. 1'200.‑ (Mehrwertsteuer inbegriffen) entschÃ¤digt;</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>