Abteilung III C-5700/2007 {T 0/2} U r t e i l v o m 1 9 . A u g u s t 2 0 0 9 Richter Marc Steiner (Vorsitz), Richter Stefan Mesmer, Richter Frank Seethaler, Gerichtsschreiber Martin Buchli. A._______, vertreten durch Achammer Mennel Welte Achammer Kaufmann Rechts- anwälte GmbH, Schlossgraben 10, AT-6800 Feldkirch, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. IV, Einspracheentscheid vom 24. Juli 2007. B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandC-5700/2007 Sachverhalt: A. Der 1944 in Deutschland geborene, in Österreich lebende österreichische Staatsangehörige A._______, der in den Jahren 1967 bis 1988 in der Schweiz im Transport- und Gastgewerbe gearbeitet und obligatorische Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) entrichtet hatte, meldete sich am 6. September 2005 bei der Pensionsversicherungsanstalt, Landes- stelle V._______, zum Bezug einer schweizerischen Invalidenrente an. Diese leitete das Gesuch an die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (im Folgenden: Vorinstanz) weiter. B. Mit Verfügung vom 26. April 2006 wies die Vorinstanz das Leistungsbe- gehren vollumfänglich ab. Dabei stützte sie sich auf den "Schlussbe- richt des RAD Rhone (erstmaliges Gesuch IV-Rente)" vom 22. April 2006, der dem Gesuchsteller eine Arbeitsunfähigkeit von 0% in der bisherigen Tätigkeit und eine Arbeitsunfähigkeit von 0% in einer ange- passten Tätigkeit attestiert. C. Gegen die Verfügung vom 26. April 2006 reichte A._______ mit Einga- be vom 29. Mai 2006 bei der Vorinstanz Einsprache ein unter Beilage eines fachärztlichen orthopädischen Gutachtens von Dr. med. S._______, eines urologischen Gutachtens von Prof. Dr. med. T._______, sowie eines Gesamtgutachtens von Dr. med. S._______ . Auf diese Gutachten wird, soweit erheblich, im Rahmen der Begrün- dung eingegangen. Mit Einspracheentscheid vom 24. Juli 2007 hielt die Vorinstanz an ihrer Verfügung vom 26. April 2006 fest und wies die Einsprache ab. Zur Begründung führte die Vorinstanz im Wesentlichen aus, aus den vorgelegten Gutachten gehe hervor, dass dem Einspre- cher leichte Arbeiten ohne Überkopfarbeit vollschichtig zumutbar sei- en. Die in der Einsprache vorgebrachten Einwände seien aus medizini- scher Sicht nicht nachvollziehbar. A._______ könne sowohl in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit im Gastgewerbe als auch als Taxichauf- feur oder Fahrer eines Kleintransporters vollschichtig arbeiten. Seite 2C-5700/2007 D. Mit Eingabe vom 27. August 2007 reichte A._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer) beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde ge- gen den Einspracheentscheid vom 24. Juli 2007 ein mit dem Begeh- ren, ihm sei ab 1. Oktober 2005 eine Invalidenrente im gesetzlichen Ausmass einer ganzen Rente zu gewähren, eventualiter sei die Eidge- nössische Invalidenversicherung zu verpflichten, ab dem 1. Oktober 2005 eine Invalidenrente im gesetzlichen Ausmass einer ganzen Ren- te zu gewähren; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur Begrün- dung bringt der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, die Vorinstanz habe seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, indem ihm die Beurteilung durch den IV-Arzt nicht vorgelegt worden sei. Der Einspra- cheentscheid vom 24. Juli 2007 sei auch mangelhaft begründet, da aus diesem nicht nachvollziehbar sei, weshalb nicht auf die einge- reichten Gutachten abgestellt worden sei. Mit Bezug auf die materiel- len Anspruchsvoraussetzungen für eine Invalidenrente bringt der Be- schwerdeführer vor, seine gesundheitlichen Beschwerden und Beein- trächtigungen seien ausreichend, um die volle Invalidität zuzuerken- nen. E. Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 2. November 2007 die Abweisung der Beschwerde. Sie führt im Wesentlichen aus, sämtli- che Gutachter seien zur übereinstimmenden Beurteilung gelangt, dass der Beschwerdeführer bezüglich leichter Tätigkeiten in wechselnder Körperhaltung noch vollschichtig arbeitsfähig sei. Nach schweizeri- schem Recht bestehe deshalb kein Rentenanspruch, da der Be- schwerdeführer sowohl in seiner letzten Arbeitstätigkeit sowie in einer Verweistätigkeit ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen ge- nerieren könne. F. Mit Replik vom 4. Dezember 2007 beantragt der Beschwerdeführer die Durchführung einer mündlichen und öffentlichen Verhandlung gemäss Art. 6 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Men- schenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101). Im Weiteren hält er an seinen Begehren gemäss Beschwerde vom 27. August 2007 fest. Der Beschwerdeführer geniesse "Berufsschutz" und könne nicht auf ir- gendeine Tätigkeit verwiesen werden. Bei prognostizierten jährlichen Krankenständen von acht bis zehn Wochen sei eine Vermittelbarkeit auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr gegeben. Seite 3C-5700/2007 G. Mit Duplik vom 18. Dezember 2007 hält die Vorinstanz an ihren Anträ- gen und Ausführungen fest. Ergänzend zu ihren bisherigen Ausführun- gen weist sie darauf hin, dass das schweizerische Recht keine Ein- schränkung der Verweisbarkeit im Sinne eines Berufsschutzes kenne. H. Am 20. Februar 2008 reichte der Beschwerdeführer Schlussbe- merkungen ein, mit welchen er auf die im Rahmen der Replik bean- tragte Durchführung einer mündlichen und öffentlichen Verhandlung gemäss Art. 6 EMRK verzichtet. Materiell führt der Beschwerdeführer aus, entgegen der in der Duplik der Vorinstanz vertretenen Auffassung gebe es auch in der schweizerischen Rechtsordnung zumindest einen "relativen Berufsschutz". Im Übrigen hält der Beschwerdeführer an sei- nen Anträgen vom 27. August 2007 fest. Die Vorinstanz hat keine Schlussbemerkungen eingereicht. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be- schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Zu den anfechtbaren Verfügungen gehören jene der IV-Stelle für Versicherte im Ausland, die zu den Vorinstanzen des Bundesver- waltungsgerichts gehört (Art. 33 lit. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG, SR 831.20]). Eine Ausnahme, was das Sachgebiet angeht, ist in casu nicht gegeben (Art. 32 VGG). 1.2 Gemäss Art. 19 Abs. 3 VGG sind die Richter und Richterinnen des Bundesverwaltungsgerichts zur Aushilfe in anderen Abteilungen ver- pflichtet. Nach Art. 11 Abs. 3 Bst. e des Geschäftsreglements für das Bundesverwaltungsgericht vom 17. April 2008 (VGR, SR 173.320.1) ist die Verwaltungskommission des Gerichts (Leitungsorgan) zuständig für die Anordnung der Aushilfe von Richtern und Richterinnen in ande- ren Abteilungen. Die Verwaltungskommission hat an ihrer Sitzung vom 12. Februar 2009 einer Aushilfe der Abteilung III im Bereich der Sozial- versicherung durch die Abteilung II zugestimmt. Aus diesem Grund Seite 4C-5700/2007 ging die Instruktion des vorliegenden Falles Anfang März 2009 auf ei- nen Richter der Abteilung II über. 1.3 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht bestimmt sich nach dem VwVG, soweit das VGG oder das Bundesgesetz vom 6. Ok - tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) nichts anderes bestimmen (Art. 3 Bst. dbis VwVG, Art. 37 VGG), wobei namentlich das ATSG weitreichende Verfahrens- bestimmungen enthält. 1.4 Der Beschwerdeführer ist durch die Verfügung der IV-Stelle für Versicherte im Ausland vom 24. Juli 2007 besonders berührt und er hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder Aufhebung (Art. 59 ATSG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwer- de (Art. 60 ATSG) ist daher einzutreten. 2. Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermes- sens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb- lichen Sachverhalts und die Unangemessenheit, zumal hier offensicht- lich keine kantonale Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG). 3. Zunächst sind die für die Beurteilung der Streitsache wesentlichen (materiellen) Rechtssätze und die von der Rechtsprechung dazu ent- wickelten Grundsätze darzustellen. 3.1 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger eines Mitgliedstaates der Europäischen Union, so dass vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidge- nossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft anderer- seits über die Freizügigkeit vom 21. Juni 1999 (Freizügigkeits- abkommen, im Folgenden: FZA, SR 0.142.112.681) anwendbar ist (Art. 80a IVG in der Fassung gemäss Ziff. I 4 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 2001 betreffend die Bestimmungen über die Personen- freizügigkeit im Abkommen zur Änderung des Übereinkommens zur Errichtung der EFTA, in Kraft seit 1. Juni 2002). Das Freizügigkeits- abkommen setzt die verschiedenen bis dahin geltenden bilateralen Ab- kommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und den einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Union insoweit aus, als Seite 5C-5700/2007 darin derselbe Sachbereich geregelt wird (Art. 20 FZA). Gemäss Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Sicherheit koordiniert, um insbesondere die Gleichbehandlung aller Mitglieder der Vertrags- staaten zu gewährleisten. Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 (SR 0.831.109.268.1), wel- che als Anhang II des FZA auch für die Schweiz Anwendung findet, haben die Personen, die im Gebiet eines Mitgliedstaates wohnen, für die diese Verordnung gilt, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaates wie die Staatsangehöri- gen dieses Staates selbst, soweit besondere Bestimmungen dieser Verordnung nichts anderes vorsehen. Demnach hat der Beschwerdeführer unter den gleichen Voraussetzun- gen ein Anspruch auf eine Invalidenrente wie ein in der Schweiz wohn- hafter Schweizer Bürger. Daraus ergibt sich wiederum, dass sich der Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung nach dem schweizerischen Recht beurteilt. 3.2 Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln sind in verfahrensrechtlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2), unter Vorbehalt spezialgesetzlicher Übergangsbestim- mungen. In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechts- sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen- den Sachverhalts Geltung haben (vgl. BGE 130 V 329 E. 2.3). Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Be- urteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheides (hier: 24. Juli 2007) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (vgl. BGE 121 V 362 E. 1b). Für das vorliegende Verfahren ist deshalb das per 1. Januar 2003 in Kraft getretene ATSG anwendbar. Die darin enthaltenen Formulie- rungen der Arbeitsunfähigkeit, der Erwerbsunfähigkeit, der Invalidität und der Einkommensvergleichsmethode entsprechen ohnehin den bis- herigen, von der Rechtsprechung dazu entwickelten Begriffen in der IV. Demzufolge beanspruchen die diesbezüglich schon herausgebildeten Seite 6C-5700/2007 Grundsätze auch unter der Herrschaft des ATSG weiterhin Geltung (vgl. BGE 130 V 343). Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.201) ist sodann auf die jeweilige Fassung gemäss den am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderungen (4. IV-Revision) ab- zustellen. Nicht zu berücksichtigen sind damit die durch die 5. IV-Revi- sion eingeführten Änderungen, welche am 1. Januar 2008 in Kraft ge- treten sind (AS 2007 5129). Im Folgenden werden deshalb jeweils die ab 1. Januar 2004 bis Ende 2007 gültigen Bestimmungen des IVG und der IVV zitiert (AS 2003 3837). 4. Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und beim Ein- tritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) ge- leistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG). Diese Bedingungen müssen kumulativ gegeben sein. 4.1 Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen während mehr als einem Jahr Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung geleistet, so dass die Voraussetzung der Mindestbeitragsdauer für den Anspruch auf eine ordentliche Invaliden- rente zweifellos erfüllt ist. Zu prüfen bleibt damit, ob und gege- benenfalls in welchem Umfang der Beschwerdeführer invalid im Sinne des Gesetzes ist. 4.2 Der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente besteht nach den für den vorliegenden Fall einschlägigen Rechtsnormen (vgl. E. 3 hiervor) bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70%, derjenige auf eine Dreiviertels-Rente bei einem solchen von mindestens 60%, derjenige auf eine halbe Rente ab einem Grad der Invalidität von 50% und derje- nige auf eine Viertelsrente ab einem solchen von 40%. Ge mäss Art. 28 Abs. 1ter IVG werden Renten, die einem Invaliditäts- grad von weniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausgerich- tet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben. Eine Ausnahme von diesem Prinzip gilt seit dem 1. Juni 2002 für Schweizer Bürger und Staatsangehörige der Europäi- schen Gemeinschaft, denen bereits bei einem Invaliditätsgrad ab 40% eine Rente ausgerichtet wird, wenn sie in einem Mitgliedstaat der Eu- Seite 7C-5700/2007 ropäischen Gemeinschaft Wohnsitz haben (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.3; vgl. dazu auch E. 3.1 hiervor). Der Beschwerdeführer erfüllt als in Ös- terreich wohnhafter österreichischer Staatsbürger fraglos diese Vor- aussetzungen an Wohnsitz und Staatsbürgerschaft. 4.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau- ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Nach Art. 4 IVG kann die Invalidität Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Abs. 1); sie gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erfor- derliche Art und Schwere erreicht hat (Abs. 2). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesund - heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). 4.4 Der Begriff der Invalidität ist demnach nicht nach medizinischen Kriterien definiert, sondern nach der Unfähigkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 110 V 275 E. 4a, BGE 102 V 166). Dabei sind die Er- werbs- bzw. Arbeitsmöglichkeiten nicht nur im angestammten Beruf bzw. der bisherigen Tätigkeit, sondern – wenn erforderlich – auch in zumutbaren Verweisungstätigkeiten zu prüfen (vgl. E. 7.4 hiernach). Der Invaliditätsgrad ist also grundsätzlich nach wirtschaftlichen und nicht nach medizinischen Grundsätzen zu ermitteln. Bei der Bemes- sung der Invalidität kommt es somit einzig auf die objektiven wirt- schaftlichen Folgen einer funktionellen Behinderung an, und nicht al- lein auf den ärztlich festgelegten Grad der funktionellen Einschränkung (BGE 110 V 275; ZAK 1985 S. 459). Trotzdem ist die Verwaltung und im Beschwerdefall auch das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch an- dere Fachleute zur Verfügung gestellt haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu neh- men, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten der Versi- cherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeits- leistungen dem Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 115 V 134 E. 2, BGE 114 V 314 E. 3c mit Hinweisen; ZAK 1991 S. 319 E. 1c). Die rein wirtschaftlichen und rechtlichen Beurteilungen, insbe- Seite 8C-5700/2007 sondere im Zusammenhang mit der Bestimmung der Erwerbsfähigkeit, obliegen dagegen der Verwaltung und im Beschwerdefall dem Gericht. 5. Zunächst ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer aus dem Um- stand, dass ihm in Österreich eine "Invaliditätspension" gerichtlich zu- erkannt wurde, für das vorliegende Verfahren nichts zu seinen Guns- ten ableiten kann, denn nach ständiger Rechtsprechung präjudiziert die Gewährung von Leistungen durch ein ausländisches Versiche- rungsorgan respektive durch ein ausländisches Gericht die invaliden- versicherungsrechtliche Beurteilung nach schweizerischem Recht nicht (BGE 130 V 253 E. 2.4, Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-6130/2007 vom 24. Juni 2008 E. 7). 6. Vorliegend ist strittig und durch das Bundesverwaltungsgericht zu prü- fen, ob dem angefochtenen Entscheid ein medizinisch korrekter Sach- verhalt zugrunde gelegt wurde. 6.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, der Entscheid der Vorinstanz stehe im Widerspruch zu den Erkenntnissen der beigebrachten Gut- achten. Dabei sei dem angefochtenen Einspracheentscheid nicht zu entnehmen, aus welchen Gründen die im Verfahren vor dem Landge- richt V._______ eingeholten Gutachten (fachärztliches orthopädisches Gutachten von Dr. med. S._______ vom 30. März 2006, urologisches Gutachten von Prof. Dr. med. T._______ vom 6. April 2006 sowie Ge- samtgutachten von Dr. med. S._______ vom 14. April 2006) unrichtig sein sollen. Bei den Gutachtern handle es sich um höchstqualifizierte gerichtlich beeidete Sachverständige, die über die notwendige Sach- und Fachkunde verfügten. 6.2 Die Vorinstanz bringt vor, die Gutachter im österreichischen Ver- waltungs- und Klageverfahren und auch das Landgericht V._______ im Urteil vom 3. Juli 2006 seien übereinstimmend zur Beurteilung gelangt, dass der Beschwerdeführer bezüglich leichter Tätigkeiten in wechseln- der Körperhaltung noch vollschichtig arbeitsfähig sei. Dieser Beurtei- lung habe sich der ärztliche Dienst der IV uneingeschränkt ange- schlossen. 6.3 Der Sachverhalt ist in medizinischer Hinsicht durch die Würdigung ärztlicher Gutachten und Stellungnahmen festzustellen (vgl. BGE 122 V 157 E. 1b). Der Beweiswert von ärztlichen Gutachten hängt dabei Seite 9C-5700/2007 davon ab, ob ein Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor- den ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet, und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a). Nicht ausschlaggebend für den Beweiswert ist demgegenüber die (z.B. nationale) Herkunft des Gutachtens (Urteil des Bundesver- waltungsgerichts C-6130/2007 vom 24. Juni 2008 E. 8.1). 6.4 Während die Vorinstanz die Auffassung vertritt, sämtliche Gutach- ten gingen übereinstimmend von einer vollschichtigen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus, bringt dieser vor, die von ihm ins Recht gelegten Gutachten würden seine Arbeitsunfähigkeit belegen. Es ver- hält sich damit nicht so, dass die Vorinstanz die Korrektheit der öster- reichischen Gutachten anzweifelt, wie dies der Beschwerdeführer vor- bringt. Vielmehr stützt sie ihren Entscheid gerade im Wesentlichen auf diese Gutachten. Es sei im Übrigen darauf hingewiesen, dass die Vorinstanz aufgrund der Aktenlage auch keinen Grund hatte, die österreichischen Gutach- ten in Frage zu stellen, handelt es sich dabei doch um vom Landge- richt V._______ eingeholte, unabhängige Gutachten von spezialisier- ten Fachärzten, denen auch im Verfahren vor schweizerischen Behör- den ein hoher Beweiswert zukommt. Wenn die Vorinstanz die medizini- sche Beurteilung durch die österreichischen Gutachter als unzutreffen angesehen hätte, so hätte sie dies jedenfalls eingehend begründen müssen (vgl. BGE 125 V 352 E. 3b/cc). 6.5 Für das Bundesverwaltungsgericht ist damit in Bezug auf den massgeblichen medizinischen Sachverhalt einzig zu prüfen, ob die Vorinstanz tatsächlich, wie von ihr behauptet, ihrem Entscheid das Leistungsprofil zugrunde gelegt hat, das sich aus den österreichischen Gutachten ergibt. Dazu ist es – entgegen der Auffassung und dem Be- weisantrag des Beschwerdeführers – nicht erforderlich, ein medizini- sches Obergutachten einzuholen. Es reicht vielmehr aus, wenn das Gericht das medizinische Leistungsprofil gemäss dem Gesamtgutach- ten vom 14. April 2006 mit dem Leistungsprofil vergleicht, das dem an- gefochtenen Entscheid zugrunde liegt. Seite 10C-5700/2007 6.6 6.6.1Im Gesamtgutachten von Dr. med. S._______ vom 14. April 2006 (act. 20 IVSTA), das sich seinerseits auf die fachärztlichen Gut- achten von Dr. med. S._______ vom 30. März 2006 (act. 18 IVSTA) und Prof. Dr. med. T._______ vom 6. April 2006 (act. 19 IVSTA) stützt, wird das Leistungsprofil des Beschwerdeführers wie folgt festgelegt: Leichte Arbeiten. Arbeiten im Gehen, Stehen oder Sitzen, maximal 30 Minuten am Stück in ei- ner Arbeitshaltung möglich, die neue Arbeitsposition muss mindestens 10 Mi- nuten beibehalten werden können. In geschlossenen Räumen. 8 Stunden täglich ohne längere als die üblichen Unterbrechungen. Das Heben und Tragen von schweren und mittelschweren Lasten muss ver- mieden werden. Häufiges Bücken (mindestens 1 x pro Minute unter Tischkan- tenniveau) muss vermieden werden. Das Anheben von Gegenständen über mittlere Brustkorbhöhe muss vermieden werden. Das Klettern auf Leitern und Gerüsten ist aufgrund der deutlich eingeschränkten Funktionen der oberen Extremitäten zu vermeiden. Arbeiten in unebenem Gelände sind aufgrund der auftretenden Scherkräfte auf die Kniegelenke zu vermeiden, ebenso Arbeiten im Knie oder Hocken. Urologischerseits ist das Heben und Tragen von schwe- ren Lasten, häufiges Bücken, Treppensteigen, also Tätigkeiten, die den Druck auf die Blase erhöhen zu vermeiden. [...] Aus urologischer Sicht keine Krankenstände zu erwarten, aus orthopädischer Sicht aufgrund der Situation (siehe orthopädisches Gutachten) 8 bis 10 Wochen jährlich zu erwarten. 6.6.2Im Entscheid der Vorinstanz vom 24. Juli 2007 wird das Leis- tungsprofil des Beschwerdeführers wie folgt zusammengefasst: "Aus den vorgelegten Gutachten [...] geht hervor, dass leichte Arbeiten ohne Überkopfarbeiten vollschichtig zumutbar seien. [...] Herr A._______ hat eine gutartige Prostatavergrösserung, die absolut irrelevant ist bezüglich Arbeitsfä- higkeit." Der Entscheid enthält keine Ausführungen zu den prognostizierten krankheitsbedingten Arbeitsausfällen des Beschwerdeführers. 6.6.3Die Vorinstanz hat ihrem Entscheid damit ein anderes Leistungs- profil zugrunde gelegt, als es sich aus den österreichischen Gutachten ergibt. Es verhält sich gerade nicht so, dass die urologischen Be- schwerden "absolut irrelvant" für das Leistungsprofil des Beschwerde- führers sind. Auch hat die Vorinstanz die Einschränkungen, die sich aus den orthopädischen Beschwerden ergeben, nur teilweise und die prognostizierten krankheitsbedingten Abwesenheiten im Umfang von jährlich acht bis zehn Wochen überhaupt nicht bei ihrer Entscheid- Seite 11C-5700/2007 findung berücksichtigt. Damit hat die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt in medizinischer Hinsicht unrichtig oder jedenfalls unvoll- ständig festgestellt respektive ihrem Entscheid einen unkorrekten me- dizinischen Sachverhalt zugrunde gelegt. 7. 7.1 Nach dem Gesagten ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer bei Zugrundelegung des korrekten medizinischen Sachverhalts in an- spruchsbegründendem Ausmass erwerbsunfähig ist. 7.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, aufgrund seiner gutachterlich festgestellten Beschwerden gebe es keine berufliche Tätigkeit mehr, die ihm gesundheitlich möglich und rechtlich zumutbar sei. Das medizi- nische Leistungskalkül lasse auch keine tägliche Arbeitszeit von nur einer einzigen Stunde zu, weder beim letzten Arbeitgeber noch bei po- tentiell anderen. Dabei sei auch zu berücksichtigen, dass er aus recht- lichen Gründen nicht auf irgendeine Tätigkeit verwiesen werden könne, zumal er in der Schweiz während vielen Jahren kontinuierlich dieselbe Tätigkeit ausgeübt habe. Er geniesse so genannten "Berufsschutz". Bei prognostizierten jährlichen Krankenständen von acht bis zehn Wo- chen sei eine Vermittelbarkeit am allgemeinen Arbeitsmarkt zudem nicht mehr gegeben. Es bestünden keine Anhaltspunkte, dass die ge- sundheitlichen Beschwerden und Beeinträchtigungen nicht ausrei- chend seien, um ihm eine volle Invalidenrente zuzuerkennen. 7.3 Die Vorinstanz bringt demgegenüber vor, der Beschwerdeführer sei für leichte Arbeiten noch vollschichtig arbeitsfähig. Dem Beschwer- deführer sei vom österreichischen Gericht einzig wegen der ärztlich prognostizierten Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Krankenstän- den im Ausmass von acht bis zehn Wochen jährlich, welche nach ös- terreichischer Gerichtspraxis den Versicherten vom Arbeitsmarkt aus- schliesse, eine Invalidenrente zugesprochen worden. Die Schweiz ken- ne keine entsprechende Rechtsprechung, weshalb die vollschichtige Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers als auf dem für die Beurtei- lung massgeblichen hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt ver- wertbar zu betrachten sei. Schliesslich bringt die Vorinstanz vor, in der Schweiz gebe es keinen "Berufsschutz", wie ihn der Beschwerdeführer geltend mache. 7.4 Fehl geht der Beschwerdeführer zunächst in der Annahme, es sei nur zu prüfen, ob er in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit noch arbeits- Seite 12C-5700/2007 fähig sei. Ein "Berufsschutz", wie ihn der Beschwerdeführer geltend macht, existiert in der schweizerischen Rechtsordnung nicht. Aufgrund des im gesamten Sozialversicherungsrecht geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ist ein dauernd in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkter Versicherter vielmehr nach ständiger bundesgericht- licher Rechtsprechung gehalten, innert nützlicher Frist auch in einem anderen Berufs- oder Erwerbszweig Arbeit zu suchen und anzuneh- men, falls er in der angestammten Tätigkeit arbeitsunfähig ist und die Verweistätigkeit zumutbar erscheint (BGE 113 V 28 E. 4a, BGE 111 V 239 E. 2a; vgl. auch Art. 6 ATSG). Es ist demnach auch zu prüfen, ob der Beschwerdeführer in einer zumutbaren Verweistätigkeit arbeits- fähig ist, soweit sich hinsichtlich der zuletzt ausgeübten Tätigkeit eine rentenbegründende Arbeitsunfähigkeit herausstellen sollte. 7.5 Weiter erweist sich das Vorbringen des Beschwerdeführers, er könne auch nicht eine einzige Stunde täglich arbeiten, als offensicht- lich tatsachenwidrig, wird im – vom Beschwerdeführer ins Verfahren eingebrachten – Gesamtgutachten von Dr. med. S._______ vom 14. April 2006 doch explizit festgehalten, der Beschwerdeführer könne im Rahmen des Restleistungskalküls "8 Stunden täglich ohne längere als die üblichen Unterbrechungen" arbeiten. Der Beschwerdeführer bringt nicht vor, das Gutachten widerspreche der Tatsachenlage. Viel- mehr stützt er seinen geltend gemachten Anspruch auf dieses Gutach- ten. 7.6 Massgebend für die Beurteilung des vorliegenden Falles ist damit, ob und inwiefern es dem Beschwerdeführer zumutbar ist, die in E. 6.6 dargestellte Restarbeitsfähigkeit auf dem ihm nach seinen Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen (BGE 127 V 298 E. 4c in fine, BGE 102 V 165; AHI 2001 S. 228 E. 2b). Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarkts ist dabei ein theoretischer und abstrakter Begriff, welcher dazu dient, den Leistungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. Der Begriff umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; anderseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschie- denartiger Stellen offen hält. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten und sie ein rentenausschlies- Seite 13C-5700/2007 sendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 276 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 E. 3b). Daraus folgt, dass für die Invaliditäts- bemessung nicht darauf abzustellen ist, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, son- dern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirt- schaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem An- gebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 S. 291 E. 3b). Von einer Arbeitsgelegenheit im Sinne von Art. 16 ATSG kann aber dort nicht mehr gesprochen werden, wo die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeits- markt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre (SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3c, ZAK 1989 S. 322 E. 4). 7.7 Entgegen der Auffassung der Vorinstanz ist die prognostizierte krankheitsbedingte Abwesenheit des Beschwerdeführers bei dieser Beurteilung nicht unerheblich. Ob und in welchem Ausmass die (grundsätzlich vollschichtige) Arbeitsfähigkeit bei vorauszusehender acht- bis zehnwöchiger krankheitsbedingter Abwesenheit pro Jahr auf dem Arbeitsmarkt noch verwertbar ist, ist für die zuletzt ausgeübte und mögliche Verweistätigkeiten einzeln zu prüfen. Dabei scheint es dem Gericht zumindest fraglich, ob einem Arbeitgeber im Gastgewerbe, wo der Beschwerdeführer zuletzt arbeitstätig war, krankheitsbedingte Abwesenheiten eines Mitarbeiters im Umfang von 10 Wochen pro Jahr noch zugemutet werden können. Auf der anderen Seite ist es – im Gegensatz zur vom Beschwerdeführer vertretenen Auffassung – jedenfalls nicht prinzipiell ausgeschlossen, dass es Verweistätigkeiten gibt, wo die Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auch unter Berücksichtigung der prognostizierten Krankenstände noch verwertbar ist. Für welche konkreten beruflichen Tätigkeiten und in welchem Umfang die Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers gemäss Leistungs- profil des Gesamtgutachtens von Dr. med. S._______ vom 14. April 2006 auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch verwertbar ist, ist von einer Fachperson der Berufsberatung zu beurteilen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-2687/2006 vom 27. August 2008 E. 6.2). Diese hat dabei insbesondere auch die prognostizierten jährlichen krankheitsbedingten Abwesenheiten im Umfang von acht bis zehn Wochen zu berücksichtigen. Seite 14C-5700/2007 7.8 Das Gericht hat im Sozialversicherungsrecht grundsätzlich die Wahl, ob es solche Abklärungen durch Anordnung eines Gerichts- gutachtens selbst vornehmen will, oder die Sache zur weiteren Abklä- rung an die verfügende Instanz zurückweist (BGE 122 V 157 E. 1d). Vorliegend scheint es angezeigt, die Sache an die Vorinstanz zurück- zuweisen, zumal nicht auszuschliessen ist, dass weitere medizinische Auskünfte betreffend die jeweilige Dauer und Vorhersehbarkeit der Krankenstände einzuholen sind. Zudem sind je nach Ergebnis der Ab- klärungen umfassende Rentenberechnungen durchzuführen. 8. 8.1 Der Beschwerdeführer rügt auch eine Verletzung seines An- spruchs auf rechtliches Gehör, weil er sich zur Stellungnahme des IV- Arztes Dr. med. U._______ vom 22. April 2007 nicht habe äussern können. Die Vorinstanz hat sich weder in ihrer Beschwerdeantwort vom 2. No vember 2007 noch in der Duplik vom 18. Dezember 2007 zum Vorwurf der Gehörsverletzung vernehmen lassen. 8.2 Die Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör führt unge- achtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung, soweit eine Heilung der Gehörsverletzung nicht in Betracht kommt (BGE 115 V 305). Ange- sichts der Rückweisung der Sache an die Vorinstanz kann vorliegend offen bleiben, ob diese den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt hat. 9. 9.1 Da eine Rückweisung in Sozialversicherungsangelegenheiten pra- xisgemäss als Obsiegen der Beschwerde führenden Partei gilt (BGE 132 V 215 E. 6) und der Vorinstanz keine Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 2 VwVG), sind vorliegend keine Verfahrenskosten zu erheben. 9.2 Der obsiegende Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine Partei- entschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Die vom Beschwerdeführer gel- tend gemachte Entschädigung in der Höhe von Fr. 2'000.– wurde zwar nicht entsprechend Art. 14 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal- tungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) spezifiziert, der Betrag scheint aber mit Blick auf die Akten angemessen (Art. 14 Abs. 2 VGKE). Seite 15C-5700/2007 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutge- heissen und die Sache zur weiteren Behandlung im Sinne der Erwä- gungen an die Vorinstanz zurückgewiesen. Soweit weitergehend wird die Beschwerde abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Partei- entschädigung von Fr. 2'000.– (inkl. Auslagen) zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: - den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) - die Vorinstanz - das Bundesamt für Sozialversicherungen Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Marc Steiner Martin Buchli Seite 16C-5700/2007 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). Versand: Seite 17