<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00480</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204131&amp;W10_KEY=4467141&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00480</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 08.04.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Strassenaufhebung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Strassenaufhebung: Aufhebung (Entwidmung) des Sportwegs in Zürich-Aussersihl im Hinblick auf die Realisierung des neuen Fussballstadions; Anfechtung durch Wohngenossenschaft<br/><br/>Begriff der Entwidmung; Instanzenzug (E. 2.1).<br/><br/>Die Legitimation von Strassenanstössern ist zu bejahen, wenn die mutmasslichen Auswirkungen deutlich wahrnehmbar (d.h. Zunahme um 1 dB[A], entsprechend ca. 25 % Verkehrszunahme) sind und diese ohne aufwändige Abklärungen festgestellt sowie von den allgemeinen Strassenimmissionen unterschieden werden können (E. 2.3). Es ist nachvollziehbar darzulegen, dass befürchtete zukünftige Beeinträchtigungen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreten werden (E. 2.4).<br/><br/>Die häufige Benutzung einer Strasse schafft für sich allein keine legitimationsbegründende Beziehungsnähe (Präzisierung der Rechtsprechung); der behauptete Nachteil durch eine Verkehrsbeschränkung muss den Rechtsmittelkläger in besonderer Weise treffen (E. 2.5).<br/><br/>Aufgrund der konkreten Situation führt allein die Aufhebung der Sportwegs zu keinen Mehrimmissionen im Bereich der Grundstücke der Beschwerdeführerin (E. 3.1), und sie beeinträchtigt die Erschliessungsverhältnisse nur unwesentlich (E. 3.2).<br/><br/>Die Legitimationsvoraussetzungen sind nicht erfüllt; die Vorinstanz hätte auf den Rekurs nicht eintreten dürfen (E. 4.1). Abweisung der Beschwerde der Wohngenossenschaft. Kosten- und Entschädigungsfolgen (E. 4.3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTWIDMUNG">ENTWIDMUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FUSSBALLSTADION">FUSSBALLSTADION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: LÃRMSCHUTZ">LÃRMSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRASSENANLIEGER/-ANSTÃSSER">STRASSENANLIEGER/-ANSTÃSSER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRASSENANLIEGER/-ANSTÃSSER">STRASSENANLIEGER/-ANSTÃSSER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRASSENAUFHEBUNG">STRASSENAUFHEBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRASSENBENUTZUNG">STRASSENBENUTZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ÃBRIGES PLANUNGS- UND BAURECHT">ÃBRIGES PLANUNGS- UND BAURECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 9 lit. b LSV</span><br/><span class="ungerade">§ 38 StrassG</span><br/><span class="gerade">§ 21 lit. a VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2004 Nr. 29 S. 21</span><br/><span class="gerade">RB 2004 Nr. 3 S. 48</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Mit Beschluss vom 16. April 2003 hob der Stadtrat von ZÃ¼rich in Anwendung von § 38 des kantonalen Strassengesetzes vom 27. September 1981 den Sportweg in ZÃ¼rich 5 (Grund­buchkreis ZÃ¼rich-Aussersihl) auf. Der im kantonalen und kommunalen Richtplan nicht verzeichnete Sportweg verbindet Ã¶stlich des Fussballstadions Hardturm die FÃ¶rrlibuckstrasse mit der Pfingstweidstrasse. Die Aufhebung erfolgte, um das StrassengrundstÃ¼ck der TrÃ¤gergesellschaft des neu zu bauenden Fussballstadions verkaufen zu kÃ¶nnen; vorbehalten wurde die Genehmigung des entsprechenden Kaufvertrags durch die Gemeinde. Ausserdem behielt die AufhebungsverfÃ¼gung die Realisierung einer Ersatzerschliessung vor. Als Ersatzerschliessung ist vorgesehen, die weiter Ã¶stlich (stadteinwÃ¤rts) liegende Duttweilerstrasse zwischen Pfingstweidstrasse ("Toni-Knoten") und FÃ¶rrlibuckstrasse so auszubauen, dass sie in beiden Richtungen (statt wie heute nur im Einbahnverkehr) befahren werden kann. Der Entwidmungsbeschluss wurde am 20. Juni 2003 im Tagblatt der Stadt ZÃ¼rich und im kantonalen Amtsblatt verÃ¶ffentlicht.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Hiergegen erhoben die Wohngenossenschaft X (BeschwerdefÃ¼hrer 2), die Kirchgemeinde Y (BeschwerdefÃ¼hrer 1) sowie eine weitere Rekurrentin Rekurs beim Bezirksrat ZÃ¼rich und verlangten in der Hauptsache die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses. Mit Beschluss vom 20. November 2003 wies der Bezirksrat die drei Rekurse vollumfÃ¤nglich ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen den Rekursentscheid erhoben die Kirchgemeinde Y am 22. Dezember 2003 und die Wohngenossenschaft X am 5. Januar 2004 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Beide BeschwerdefÃ¼hrerinnen beantragen in erster Linie die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 19. Januar 2004 wurden die beiden Beschwerdeverfahren vereinigt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Stadtrat von ZÃ¼rich schliesst auf Abweisung der Beschwerden, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>IV. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 4. April 2004 erklÃ¤rte die Kirchgemeinde Y den RÃ¼ckzug ihrer Beschwerde und beantragte, die Beschwerde sei als gegenstandslos geworden abzuschreiben. Die Verfahrenskosten seien der Nebenpartei, der Stadion ZÃ¼rich AG, aufzuerlegen. Auf eine ProzessentschÃ¤digung werde verzichtet.</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Durch den RÃ¼ckzug der Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 ist das Verfahren VB.2003.00480 entsprechend abzuschreiben. Zur Regelung der Kostenfolgen siehe hinten ErwÃ¤gung 4.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Angefochten ist die Aufhebung, d.h. die Entwidmung, einer Ã¶ffentlichen Strasse. Die Entwidmung ist eine unter die kantonale Strassenhoheit fallende Aufhebung des Gemeingebrauchs an einer Strasse. Sie erfolgt durch AllgemeinverfÃ¼gung, gegen welche der Rekurs an den Bezirksrat offen steht (vgl. Tobias Jaag, Verkehrsberuhigung im Rechtsstaat, in: ZBl 87/1986, S. 289 ff., 294 ff.). Gegen dessen Entscheid steht gemÃ¤ss § 41 in Verbindung mit § 19c Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) die Beschwerde an das Verwaltungsgericht zur VerfÃ¼gung. Die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 ist als Adressatin des angefochtenen Entscheids zur Beschwerdeerhebung legitimiert.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Zu prÃ¼fen ist indessen vorab die Rechtsmittellegitimation der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 (im Folgenden grundsÃ¤tzlich nur noch als BeschwerdefÃ¼hrerin bezeichnet) in der Sache selbst. Ist diese nicht gegeben, so hÃ¤tte der Bezirksrat auf den Rekurs nicht eintreten sollen und ist die Beschwerde abzuweisen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2.A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 96). Die Rekurslegitimation richtet sich nach § 21 VRG. GemÃ¤ss dessen lit. a ist zum Rekurs berechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Ãnderung oder Aufhebung hat. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht zur BegrÃ¼ndung ihrer Legitimation geltend, sie mÃ¼sste wegen der Aufhebung des Sportwegs mit zusÃ¤tzlichem Verkehr auf der FÃ¶rrlibuckstrasse und dementsprechend zusÃ¤tzlichen Immissionen rechnen. Zudem werde ihre Erschliessung verschlechtert. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Bezogen auf die Betroffenheit von Strassenanwohnern, die sich von Luftverunreinigungen und LÃ¤rm infolge vermehr­ten Strassenverkehrs betroffen fÃ¼hlen, liegt eine umfangreiche Rechtsprechung aus dem Bereich des Planungs- und Baurechtes vor, die auch im vorliegenden Fall herangezogen werden kann (vgl. die Hinweise in VGr, 4. Dezember 2003, VB.2003.00304, E. 2, www.vgrzh.ch). Wird die spezifische Betroffenheit Dritter in einem Rechtsmittelverfahren aus befÃ¼rchteten Immissionen abgeleitet, so ist auf Art und IntensitÃ¤t dieser Immissionen abzustellen. Die Legitimation ist zu bejahen, wenn die mutmasslichen Auswirkungen eines Vorhabens deutlich wahrnehmbar sind und ohne technisch aufwÃ¤ndige und kostspielige AbklÃ¤rungen festgestellt und von den allgemeinen Immissionen, wie sie der Strassenverkehr mit sich bringt, unterschieden werden kÃ¶nnen. Im Anwen­dungsbereich von Art. 9 lit. b der LÃ¤rmschutzverordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV) gelten als wahrnehmbar stÃ¤rkere VerkehrslÃ¤rmimmissionen solche von 1 dB(A), was einer Zunahme des Strassenverkehrs um rund 25 % entspricht (Robert Wolf in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2000, Vorbemerkungen zu Art. 19-25 N. 9). Hieran anknÃ¼pfend erachtet die Praxis als nicht vom allgemeinen Strassenverkehr unterscheidbar und daher nicht deutlich wahrnehmbar eine allgemeine Verkehrszunahme von 5 bis 10 % (VGr, 22. Januar 2004, VB. 2003.00223, E. 3.1.1, www.vgrzh.ch; RB 1985 Nr. 9 = BEZ 1985 Nr. 47). Voraussetzung der hinreichenden Betroffenheit durch Mehrverkehr bildet Ã¼berdies stets, dass der Betroffene mit seinem GrundstÃ¼ck direkt an die belastete Strasse anstÃ¶sst.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>In einem Urteil vom 21. MÃ¤rz 2002 (VB.2001.00245, www.vgrzh.ch, in RB 2002 Nr. 74 nicht publizierte E. 3c) Ã¤usserte das Verwaltungsgericht Zweifel daran, ob die erwÃ¤hnte, fÃ¼r die Anfechtung einzelner Bauvorhaben entwickelte Praxis unbesehen auf die Anfechtung von PlÃ¤nen, welche die Entstehung einzelner Vorhaben erst ermÃ¶glichen, Ã¼bertragen werden kÃ¶nne. Eine Gebietsnutzung, wie sie durch eine Ein- oder Umzonung eingeleitet werde, realisiere sich in der Regel erst mittel- bis langfristig. WÃ¤hrend dieser Zeit kÃ¶nnten die im Zeitpunkt der Plananfechtung gegebenen Rahmenbedingungen, gerade was die Erschliessung und VerkehrsfÃ¼hrung anbelange, zahlreichen Ãnderungen unterworfen sein. Auch was die Verkehrszunahme betreffe, wÃ¼rden sich die Auswirkungen von PlÃ¤­nen auf die weitere Nachbarschaft ungleich viel schwerer abschÃ¤tzen lassen als diejenigen von einzelnen Bauvorhaben. Das bedeute zwar nicht zwangslÃ¤ufig, dass an den Nachweis der Betroffenheit in diesen FÃ¤llen generell hÃ¶here Anforderungen gestellt werden mÃ¼ssten, denn gerade die Ungewissheit der kÃ¼nftigen Entwicklung kÃ¶nne Nachbarn zu einer vorsorglichen Interessen­wahrung veranlassen. Die grosse Ungewissheit der kÃ¼nftigen Entwick­lung erfordere aber in diesen FÃ¤llen im Rekursverfahren eine besondere Sorgfalt bei der Substanziierung und Glaubhaftmachung kÃ¼nftiger BeeintrÃ¤chtigung. Allgemeine BefÃ¼rchtungen eher theoretischer Art genÃ¼gten grundsÃ¤tzlich nicht zur Darlegung der hinreichenden Betroffenheit, vielmehr mÃ¼sse nachvollziehbar dargetan werden, dass die gefÃ¼rchtete BeeintrÃ¤chtigung auch mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreten werde.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.5 </span></b><span>In RB 1991 Nr. 4 E. 2c hat das Verwaltungsgericht in Anlehnung an die Praxis des Bundesrates erklÃ¤rt, gegen Verkehrsberuhigungsmassnahmen kÃ¶nne sich jeder Automobilist zur Wehr setzen, der die betreffende Strasse mehr oder weniger regelmÃ¤ssig beanspruche. In einem Urteil vom 4. Dezember 2003 (VB. 2003.00304, www.vgrzh.ch, E. 2.3) erwog das Verwaltungsgericht demgegenÃ¼ber â allerdings ohne dass dieser Frage entscheidende Bedeutung zukam â, die tÃ¤gliche BenÃ¼tzung einer von einer VerkehrsbeschrÃ¤nkung betroffenen Strasse schaffe keine legitimationsbegrÃ¼ndende BeziehungsnÃ¤he. Mit der generellen Rekurszulassung aller Verkehrsteilnehmer, die eine bestimmte Strasse hÃ¤ufig benÃ¼tzen, stÃ¼nde das Rechtsmittel gerade bei wichtigeren Strassenachsen einer nicht eingrenzbaren Menge von Bewohnern bzw. Pendlern aus der Agglomeration zur VerfÃ¼gung und kÃ¤me damit einer unzulÃ¤ssigen Popularbeschwerde gleich. Die damit angekÃ¼ndigte PraxisÃ¤nderung ist jedenfalls insofern zu bestÃ¤tigen, als die fragliche VerkehrsbeschrÃ¤nkung dem RechtsmittelklÃ¤ger einen Nachteil zufÃ¼gen muss, der ihn in so besonderer Weise trifft, dass ihm ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an der Rekurserhebung zuzusprechen ist. Allein die Tatsache, dass eine bisher ungeregelte Kreuzung neu mit einem Lichtsignal gesteuert werden soll, vermÃ¶chte z.B. ein solches Interesse nicht zu begrÃ¼nden, ebenso wenig die Herabsetzung der zulÃ¤ssigen HÃ¶chstgeschwindigkeit auf einer kÃ¼rzeren Strecke. Die LegitimationsprÃ¼fung bei Verkehrsberuhigungsmassnahmen setzt somit eine erste inhaltliche PrÃ¼fung und Gewichtung des umstrittenen Eingriffs voraus. Sie konkretisiert den Begriff des "schutzwÃ¼rdigen Interesses" und lÃ¤sst sich namentlich damit rechtfertigen, dass nach der Praxis eine geltend gemachte BeeintrÃ¤chtigung nach objektivierter Betrachtungsweise vorliegen muss, wÃ¤hrend subjektive Befindlichkeit und affektives Interesse die Legitimation nicht begrÃ¼nden (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/ RÃ¶hl, § 21 N. 21; Jaag, S. 301 f.; Isabelle HÃ¤ner, Die Beteiligten im Verwaltungsverfahren und Verwaltungsprozess, ZÃ¼rich 2000, Rz. 610; vgl. auch BGE 121 II 176 E. 3a).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.6 </span></b><span>Zur Anfechtung einer Strassenaufhebung sind in erster Linie die unmittelbaren AnstÃ¶sser legitimiert (vgl. Jaag, S. 301; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 33; vgl. auch BGE 126 I 213 E. 1). GrundeigentÃ¼mer, deren GrundstÃ¼cke an benachbarte Strassen anstossen, sind nur unter den zuvor dargelegten Voraussetzungen zu Rekurs und Beschwerde berechtigt. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Ãberbauung der BeschwerdefÃ¼hrerin ist an die Hardturmstrasse nummeriert und umfasst drei zwischen dieser und der FÃ¶rrlibuckstrasse liegende grÃ¶ssere GebÃ¤ude. Die Ein- und Ausfahrt der Tiefgarage dieser Ãberbauung liegt an der FÃ¶rrlibuckstrasse, etwa 90 m Ã¶stlich der EinmÃ¼ndung des Sportwegs. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin befÃ¼rchtet individualverkehrsbedingte Mehrimmissionen an LÃ¤rm und Luftschadstoffen. Indessen bewirkt die Aufhebung des Sportwegs, verbunden mit dem als ErsatzlÃ¶sung vorgesehenen Ausbau der Duttweilerstrasse, dass der Verkehr zwi­schen der Autobahn bzw. der Bernerstrasse und dem Escher Wyss-Platz nicht mehr Ã¼ber den Sportweg und die FÃ¶rrlibuckstrasse ausweichen kann. Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdegegner verschiedentlich zugesagt hat, wie schon heute solle auch in Zukunft die Durchfahrt durch die FÃ¶rrlibuckstrasse in der West-Ostrichtung auf der HÃ¶he des Sportwegs unterbunden bleiben ("Linksabbiegeverbot"). Die FÃ¶rrlibuckstrasse zwischen Sportweg und der EinmÃ¼ndung der Duttweilerstrasse wird daher durch die Aufhebung des Sportwegs von Durchgangsverkehr entlastet, ja befreit. Von einer legitimationsbegrÃ¼ndenden Mehrbelastung kann daher keine Rede sein.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Was die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend macht, ist denn auch in Wirklichkeit nicht zusÃ¤tzlicher Verkehr wegen der angefochtenen Entwidmung, sondern, dass das geplante Stadionprojekt auch an der FÃ¶rrlibuckstrasse zu (massivem) Mehrverkehr fÃ¼hre, sei dies wÃ¤hrend des Baus oder nach der Inbetriebnahme. Ob diese BefÃ¼rchtung zutrifft, ist jedoch nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Sollte die Annahme der BeschwerdefÃ¼hrerin zutreffen, dass die FÃ¶rrlibuckstrasse wegen ungenÃ¼gender KapazitÃ¤t der Pfingstweidstrasse fÃ¼r die Erschliessung des Stadions freigegeben werden mÃ¼sste, so wÃ¤re dieser Schritt unabhÃ¤ngig davon mÃ¶glich, ob der Sportweg vorhanden ist oder nicht. Dasselbe gilt fÃ¼r die BefÃ¼rchtung, auf der FÃ¶rrlibuckstrasse werde sich Parksuchverkehr einstellen. Wie auch immer diese Fragen zu beurteilen sind: Die Aufhebung des Sportwegs als solche fÃ¼hrt in der FÃ¶rrlibuckstrasse nicht zu zusÃ¤tzlichem Verkehr. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Schliesslich kann auch ausgeschlossen werden, dass die Aufhebung des Sportwegs mit einem allfÃ¤lligen Verzicht auf den Ausbau der Pfingstweidstrasse als Nationalstrasse 3. Klasse (Projekt SN 1.4.1) kollidiert. Auch das als Alternative zu diesem umstrittenen Ausbau vorgesehene Verkehrskonzept mit einem Weidbergtunnel bis zur Hardturm­stras­se/ FÃ¶rr­libuck­strasse sieht die FÃ¼hrung des Verkehrs zwischen der Autobahn/Ber­nerstrasse und dem "Toni-Knoten" Ã¼ber die Pfingstweidstrasse vor, wÃ¤hrend die FÃ¶rrlibuckstrasse westlich der EinmÃ¼ndung der Duttweilerstrasse in allen Szenarien nur Zubringerverkehr von und zu den direkt anstossenden GrundstÃ¼cken zu Ã¼bernehmen hat.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, sie sei von der Aufhebung des Sportwegs auch deshalb betroffen, weil sie ihn fÃ¼r die Erschliessung ihrer GrundstÃ¼cke benÃ¶tige. WÃ¼rde der Sportweg aufgehoben, mÃ¼ssten ihre Mieterinnen und Mieter einen Umweg (voraussichtlich Ã¼ber die Duttweilerstrasse) in Kauf nehmen, was ihre Liegenschaft entwerte. Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden. Die Tiefgarage der BeschwerdefÃ¼hrerin mÃ¼ndet wie erwÃ¤hnt in die FÃ¶rrlibuckstrasse, von wo aus der Weg Richtung Hard­brÃ¼cke/Stadt und alle anschliessenden Verbindungen zu entfernteren Zielen unverÃ¤ndert bleibt. Ein Umweg ergibt sich allein in Richtung Autobahn/Berner­strasse. Dieser Umweg betrÃ¤gt wenige hundert Meter und stellt keinen Nachteil dar, der ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an einer AnfechtungsmÃ¶glichkeit begrÃ¼ndet. Namentlich kann von vornherein ausgeschlossen werden, dass damit ein Wertverlust fÃ¼r die Liegenschaft der BeschwerdefÃ¼hrerin verbunden ist. Dies ist umso weniger der Fall, als die Aufhebung des Sportwegs wie erwÃ¤hnt grundsÃ¤tzlich zu einer Verkehrsentlastung auf dem frag­lichen Abschnitt der FÃ¶rrlibuckstrasse fÃ¼hrt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Zusammengefasst ergibt sich, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 zur Erhebung von Rechts­mitteln gegen die Aufhebung des Sportwegs nicht legitimiert ist. Der Bezirksrat hÃ¤tte daher auf den Rekurs nicht eintreten dÃ¼rfen. Somit ist die Beschwerde abzuweisen, ohne dass die weiteren RÃ¼gen der BeschwerdefÃ¼hrerin zu prÃ¼fen sind.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Wie beigefÃ¼gt werden kann, gilt das Gleiche auch hinsichtlich der BeschwerdefÃ¼hrerin 1, zunÃ¤chst aus den bereits erwÃ¤hnten GrÃ¼nden. Sodann hÃ¤tte die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 ihre Legitimation auch nicht mit der BefÃ¼rchtung begrÃ¼nden kÃ¶nnen, das Hard­turm-Areal werde nach einem Ausbau der Pfingstweidstrasse als Nationalstrasse 3. Klasse nicht mehr ab der Pfingstweidstrasse, sondern Ã¼ber die FÃ¶rrlibuckstrasse erschlossen. Aus den Akten ergibt sich, dass dieses Areal auch nach einem Ausbau der Pfingstweidstrasse primÃ¤r Ã¼ber einen neuen Knoten auf dieser Strasse erschlossen werden soll. Weitere ErschliessungsmÃ¶glichkeiten bestehen Ã¼ber den entlang dem Bahnviadukt verlaufenden MÃ¼hleweg. Dass die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 dereinst von einer neben ihrer Liegenschaft vorbeifÃ¼hrenden Erschliessung des Hardturm-Areals betroffen wird, erscheint nicht als ausreichend wahrscheinliche Folge der Aufhebung des Sportweges, um ihr im vorliegenden Verfahren die Beschwerdelegitimation zuzugestehen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>Bei Eintreffen der RÃ¼ckzugserklÃ¤rung der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 war die Angelegenheit beim Verwaltungsgericht bereits bis zur Spruchreife bearbeitet. Eine Reduktion der GerichtsgebÃ¼hr ist daher nicht angezeigt. Vielmehr sind die Verfahrenskosten den BeschwerdefÃ¼hrerinnen je zur HÃ¤lfte aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG). Dem anwaltlich nicht vertretenen Beschwerdegegner ist eine ParteientschÃ¤digung praxisgemÃ¤ss nicht zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dem Begehren der BeschwerdefÃ¼hrerin 1, die Abschreibungskosten ihres Verfahrens der "Nebenpartei" aufzuerlegen, kann nicht gefolgt werden. Die Stadion ZÃ¼rich AG war zu keinem Zeitpunkt Partei bzw. Mitbeteiligte des vorliegenden Verfahrens. Sie hat der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 eine ErklÃ¤rung abgegeben, wonach sie diese bis zum Maximalbetrag von Fr. 10'000.- fÃ¼r BehandlungsgebÃ¼hren der Rechtsmittelinstanzen schadlos halte, die ihr im Zusammenhang mit dem Stadionprojekt auferlegt werden, sofern bestimmte Bedingungen erfÃ¼llt sind. Es ist daher Sache der BeschwerdefÃ¼hrerin 1, sich bei der Stadion ZÃ¼rich AG um die RÃ¼ckerstattung der ihr auferlegten GerichtsgebÃ¼hren zu bemÃ¼hen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"> Das Beschwerdeverfahren VB.2003.00480 wird als durch RÃ¼ckzug der Beschwerde erledigt abgeschrieben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde VB.2004.00004 wird im Sinn der ErwÃ¤gungen abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr fÃ¼r beide Verfahren wird festgesetzt auf insgesamt<br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'090.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden je zur HÃ¤lfte der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 und der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. Soweit die Verletzung von Bundesverwaltungsrecht gerÃ¼gt wird, kann gegen dieses Urteil innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwer­de beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Urteilstext"><span>6. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>