B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-6081/2013 U r t e i l v o m 2 0 . N o v e m b e r 2 0 1 3 Besetzung Richter Martin Zoller (Vorsitz), Richterin Christa Luterbacher, Richter Bendicht Tellenbach, Gerichtsschreiber Daniel Widmer. Parteien 1. A._______, dessen Ehefrau 2. B._______, sowie deren Kinder 3. C._______, und 4. D._______, Türkei, alle vertreten durch Necmettin Sahin, (…), Beschwerdeführende, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 24. September 2013 / (…). D-6081/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass die Beschwerdeführenden (1 und 2 ) eigenen Angaben zufolge zu- sammen mit ihren Kindern (3 und 4) die Türkei am (…) 2013 im Besitz ih- rer (…) vorher ausgestellten Reisepässe mit Hilfe eines Schleppers (…) in Richtung E._______ verliessen und nach einem me hrtägigen Aufent- halt in F._______ (…) über ihnen unbekannte Länder am (…) 2013 illegal in die Schweiz gelangten, dass die Beschwerdeführenden (1 und 2) gleichentags im Empfangs-und Verfahrenszentrum (EVZ) G._______ für sich und ihre Kinder (3 und 4) um Asyl nachsuchten und dort am 7. August 2013 summarisch befragt wurden, dass die Beschwerdeführenden (1 und 2 ) am (…) 201 3, wiederum im EVZ, in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) durch das Bundesamt eingehend zu den Asyl- gründen angehört wurden, dass der Beschwerdeführer (1) anlässlich der Anhörungen im Wesentl i- chen geltend machte, er sei türkischer Staatsangehöriger kurdischer Ethnie, stamme aus der Provinz H._______ und sei seit dem Jahr (…) in I._______ wohnhaft gewesen, wo er im Jahr (…) ein eigenes Geschäft (…) eröffnet habe, dass sich der anfänglich gute Geschäftsgang allmählich verschlechtert habe, weshalb er im (…) 2012 bei einem Mann namens J._______ einen Privatkredit im Betrag von (…) türkische Lira aufge nommen habe, wofür er einen Zins von (…) türkische Lira hätte bezahlen müssen, dass er seither nur wenige telefonische Kontakte zu den Mitarbeitern von J._______ gehabt habe, wobei ihn diese jeweils angerufen und beim letz- ten Mal zur Rückzahlung des Kredit s aufgefordert hätten, weil J._______ nicht länger auf das Geld warten könne, dass er zu erklären versucht habe, dass er den Rückzahlungstermin nicht einhalten könne, woraufhin der Zins von der Kontaktperson auf (…) türkische Lira erhöht worden sei, dass er sich in di esem Zusammenhang geängstigt habe, da J._______ gute Kontakte zur Polizei unterhalte, welche J._______ mit Geld best e-D-6081/2013 Seite 3 che, so dass sich diese nicht in dessen Angelegenheiten einmische n würde, dass (…) Wochen vor der Ausreise (…) Männer sein Domizil aufgesucht hätten, wo sie in seiner Abwesenheit sei ne Ehefrau und sein e Kinder an- getroffen und diese im Zusammenhang mit dem besagten Kreditgeschäft mit dem Tod bedroht hätten, dass sich seine Ehefrau daraufhin zusammen mit den Kindern zu K._______ begeben habe und – nachdem er sie dort abends getroffen habe –sie sich zur Ausreise entschlossen hätten, dass die Beschwerdeführerin (2) anlässlich der Anhörungen im Wesentli- chen geltend machte, sie sei türkische Staatsangehörige kurdischer Eth - nie, stamm e aus der Provinz L._______ und sei seit (…) in I._______ wohnhaft gewesen, und die Vorbringen ihres Ehemannes (1) sinngemäss bestätigte, dass die Beschwerdeführenden ihre Identitätskarten (Nüfus) und ihr F a- milienbüchlein im Original sowie einen Familienre gisterauszug, eine Be - stätigung betreffend Geschäftsabmeldung, einen Steuerbeleg und ein Do- kument betreffend militärische Entlassung in Kopie zu den Akten reichten, dass das BFM die Asylgesuche der Beschwerdeführenden mit Verfügung vom 24. September 2013 – eröffnet am 25. September 2013 – ablehnte und die Wegweisung sowie den Wegweisungsvollzug anordnete, dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheides im Wesentlichen ausführte, die geltend gemachten Vorbringen genügten den Anforderu n- gen an die Flüchtlingseigenschaft nicht, dass es sich bei der Bedrohung durch die Gefolgspersonen von J._______ um eine Verfolgung durch private Dritte handle, dass Übergriffe durch Dritte oder Befürchtungen, künftig solchen ausg e- setzt zu sein, nur dann asylrelevant seien , wenn der Staat seiner Schut z- pflicht nicht nachkomme oder nicht in der Lage sei, Schutz zu gewähren, dass generell Schutz gewährleistet sei, wenn der Staat geeignete Mas s- nahmen treffe, um die Verfolgung zu verhindern, beispielweise durch wirksame Polizei - und Justizorgane zur Ermittlung, Strafverfolgung und D-6081/2013 Seite 4 Ahndung von Verfolgungshandlungen, und wenn Antragstellende Zugang zu diesem Schutz hätten, dass Drohungen und Einschüchterungen der geltend gemachten Art von den zuständigen türkischen Strafverfolgungs behörden im Rahmen ihrer Möglichkeiten verfolgt und geahndet würden, weshalb es betroffenen Per- sonen möglich und zumutbar sei, mit rechtlichen Mitteln gegen die ge l- tend gemachten Übergriffe vorzugehen, dass bei einer allfälligen Weigerung der Polizei, entsprechende Schritte in die Wege zu leiten, die Möglichkeit bestünde, sich bei einer höheren I n- stanz zu beschweren, dass der türkische Staat grundsätzlich schutzfähig und schutzwillig sei, die Beschwerdeführenden jedoch nicht einmal ansatzweise versucht hä t- ten, die türkischen Behörden um Schutz zu ersuchen, dass deshalb dem türkischen Staat auch kein mangelnder Schutzwille oder mangelnde Schutzfähigkeit angelastet werden könne, dass es sich zudem beim Vorbringen, wonach J._______ über gute Kon- takte zur Poliz ei verfüge, um eine reine Parteiauskunft handle, welche nicht auf ihre Glaubhaftigkeit überprüft werden könne, gegen diese j e- doch der Umstand spreche, dass der Beschwerdeführer (1) nicht in der Lage gewesen sei, seine Ängste und Vermutungen hinsichtlich ei nes Gangs zu den Behörden zu konkretisieren oder nachvollziehbar darzul e- gen, dass die geltend gemachten Nachteile aus lokal oder regional beschränk- ten Verfolgungsmassnahmen abgeleitet würden, denen sich die B e- schwerdeführenden im Sinne einer innerstaatlich en Schutzalternative durch einen Wegzug in einen anderen Teil ihres Heimatlandes – bei- spielsweise ihre Heimatregionen L._______ beziehungsweise H._______ – entziehen könnten, weshalb sie nicht auf den Schutz der Schweiz a n- gewiesen seien, dass bei offensichtlich fehlender Asylrelevanz darauf verzichtet werden könne, auf allfällige Unglaubhaftigkeitselemente in den Vorbringen einzu- gehen, dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, D-6081/2013 Seite 5 dass d ie Beschwerdeführenden mit Eing abe vom 25. Oktober 2013 (Datum des Poststempels) gegen diesen Entscheid beim Bundes ver- waltungsgericht Beschwerde erh eben und dabei unter Kosten - und Entschädigungsfolge beantrag en liessen , es sei der angefochtene Ent - scheid aufzuheben , die Flüchtlingse igenschaft anzuerkennen und Asyl zu gewähren, die Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit und Unmöglich keit des Vollzugs der Wegweisung festzustellen und die vorläufige Auf nah- me anzuordnen, dass sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgelt li- chen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Verwaltungsverfah- rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) und um Ver- zicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersuchte n, und zudem beantragten, im Sinne einer vorsorglichen Massnahme se ien die Vol l- zugsbehörden anzuweisen, die Kontaktaufnahme mit dem Heimat - oder Herkunftsstaat sowie jede Weitergabe von Daten an denselben zu unte r- lassen, dass der Beschwerdeführer (1) eventualiter über eine bereits erfolgte Datenweitergabe in e iner separaten Verfügung zu informieren sei, dass sie schliesslich beantragte n, es sei eventuell die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen, dass sie gleichzeitig eine Fürsorgebestätigung zu den Akten reichten, dass das Bundesverwaltungsgericht de n Beschwerdeführenden mit Schreiben vom 29. Oktober 2013 den Eingang ihrer Beschwerde bestä- tigte, und zieht in Erwägung: dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei- det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), D-6081/2013 Seite 6 dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BG G rich- tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass d ie Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilg e- nommen ha ben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung ha ben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit – unter Vorbehalt der nachstehenden Er wägungen – auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG), dass die Beschwerde aufschiebende Wirkung hat (Art. 42 AsylG) und das BFM einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung nicht entzogen hat (Art. 55 Abs. 2 VwVG), weshalb auf den Eventu alantrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung nicht einzutreten ist, dass das Bundesverwaltungsgericht in der Regel in der Besetzung mit drei Richtern oder drei Richterinnen entscheidet (Art. 21 Abs. 1 VGG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auch in diesen Fällen auf einen Schriftenwechsel verzichtet werden kann, dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletz t wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nati o- nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), D-6081/2013 Seite 7 dass das BFM in der angefochtenen Verfügung darlegt, weshalb die ge l- tend gemachten Verfolgungsvorbringen den Anforderungen an die Flücht- lingseigenschaft nicht genügen, dass sich die vorinstanzlichen Erwägungen nach einer Überprüfung der Akten als zutreffend erweisen, dass sich die Ausführungen in der Beschwerde in erster Linie darauf b e- schränken, die Asylvorbringen sinngemäss zu wiederholen und deren Au- thentizität zu bekräftigen, ohne in substanziierter Weise zur Argumentat i- on der Vorinstanz Stellung zu nehmen, dass sich diesbezüglich eine Auseinandersetzung mit den Darlegungen in der Beschwerde erübrigt und zur Vermeidung von Wiede rholungen voll- umfänglich und ohne zusätzlichen Begründungsaufwand auf die korrek- ten Ausführungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann, dass in der Beschwerde zudem neu vorgebracht wird, der Beschwerd e- führer (1) stamme aus einer politisch engagierten Familie kurdischer Her- kunft, nenne sich Patriot und unterstütze d ie prokurdische M._______ sowohl finanziell als auch durch Teilnahmen an politischen Aktionen, dass aktuell in der Türkei namentlich in von Kurden und Aleviten bewohn- ten Quartieren verschiedene kriminelle Organisationen aktiv seien, we l- che polizeilichen Schutz erhielten, dass diese Gruppen vor allem durch Gefolgsleute von N._______ ge- steuert und genutzt würden, welcher eine zur O._______ parallele Regie- rung führe, und namentlich Personen aus dem Umfeld prokurdischer O r- ganisationen behelligen würden, dass die Verfolger der Beschwerdeführenden, seit sich diese in der Schweiz aufhielten, P ._______ (…) aufgesucht und diesen bedroht hä t- ten, dass in der Beschwerde bezüglich dieser jüngsten Vorfälle die Einre i- chung ausführlicher Informationen und Beweismittel in naher Zukunft in Aussicht gestellt wird, D-6081/2013 Seite 8 dass der Beschwerdeführer anlässlich der Befragung im EVZ ausdrüc k- lich verneinte, politisch aktiv gewesen zu sein , und dies anlässlic h der Anhörung vom 2. September 2013 sinngemäss bestätigte, dass mithin sein Vorbringen, wonach die geltend gemachten Verfolgungs- vorbringen betreffend seinen Privatkredit vor einem politischen Hinte r- grund beziehungsweise im Zusammenhang mit der N._______-Bewe- gung – welche er im erstinstanzlichen Verfahren mit keinem Wort erwähn- te – zu sehen seien, nachgeschoben erscheinen und deshalb als nicht glaubhaft zu qualifizieren sind, dass somit auch darauf verzichtet werden kann, die Einreichung der nicht näher spezifizierten Beweismittel abzuwarten, dass es den Beschwerdeführenden somit nicht gelingt, die Flüchtlingse i- genschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das Bundesamt die Asylgesuche zu Recht abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf E r- teilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmu n- gen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde (vgl. BVGE 2008/34 E. 9.2), dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen B e- stimmungen über die vorläufi ge Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche B e- weisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist und andernfalls wenigs- tens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 S. 502), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder D-6081/2013 Seite 9 des Ausländers in den Heimat -, He rkunfts- oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist o der sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. auch Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker - und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da die Beschwerdeführenden – wie zuvor dargelegt – keine Verfolgung oder begründete Furcht vor Nachteilen darzulegen vermögen, welche geeignet wären, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, dass ferner keine Anhaltspunkte für eine ih nen drohende mensche n- rechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) oder eine durch Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) verbotene Stra- fe oder Behandlung ersichtlich sind, dass sich der Vollzug als unzumutbar erweist, wen n eine Person im He i- mat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürge r- krieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet ist (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat der Beschwerdeführen- den noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle e i- ner Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung grundsätzlich zumutbar ist, dass die Eltern und zahlreiche Q._______ der Beschwerdeführenden (1 und 2) nach wie vor in der Türkei (…) wohnhaft sind und diese mithin dort über ein familiäres Beziehungsnetz verfügen, dass die Beschwerdeführenden (1 und 2) (…) beziehungsweise (…) ab- geschlossen haben und als (…) in der (…) erwerbstätig waren, weshalb es ihnen möglich sein sollte, sich im Falle der Rückkehr wieder eine wir t- schaftliche Existenz aufzubauen, D-6081/2013 Seite 10 dass auch sonst keine individuellen Gründe vorliegen, welche den We g- weisungsvollzug als unzumutbar erscheinen lassen, dass die noch relativ jungen Beschwerdeführenden – soweit aktenkundig – an keinen, geschweige denn schwerwiegenden, gesundheitlichen Pro- blemen leiden, dass sich nach dem Gesagten keine konkreten Angaben ergeben, au f- grund derer allenfalls geschlossen werden könnt e, die Beschwerdefü h- renden gerieten im Falle der Rückkehr in ihren Heimstaat aus individue l- len Gründen wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Natur in eine existenzbedrohende Situation, welche als konkrete Gefährdung im Sinne der zu beachtenden Bestimmungen zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass der Vollzug der Wegweisung schliesslich möglich ist und es den Be- schwerdeführenden – welche Identitätskarten von allen Familienmitgli e- dern eingereicht haben – obliegt, bei der Beschaffung allenfalls weiterer, noch benötigter Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG; vgl. BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 ff.), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Weg - weisung zu bestätigen ist, dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtser- heblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unange - messen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, so- weit darauf einzutreten ist, dass d ie Beschwerdeführenden in ihrer Rechtsmitteleingabe unter an - derem beantragte n, die zuständige Behörde sei vorsorglich anzu wei- sen, die Kontaktaufnahme mit dem Heimatstaat sowie jede Daten wei- tergabe an denselben zu unterlassen, dass Personendaten von Asylsuchenden, anerkannten Flüchtlingen und Schutzbedürftigen dem Heimat - oder Herkunftsstaat nicht bekannt gegeben werden, wenn dadurch die betroffene Person oder ihre Ange - hörigen gefährdet würden, und über ein Asylgesuch keine Angabe n ge- macht werden dürfen (Art. 97 Abs. 1 AsylG), dass jedoch die für die Organisation der Ausreise zuständige Behörde zwecks Beschaffung der für den Vollzug der Wegweisung notwendigen D-6081/2013 Seite 11 Reisepapiere mit dem Heimat - oder Herkunftsstaat Kontakt aufnehmen kann, wenn in erster Instanz das Vorliegen der Flüchtlingseigenschaft verneint wurde (Art. 97 Abs. 2 AsylG), dass gemäss Art. 4 Abs. 1 der Verordnung vom 11. August 1999 über den Vollzug der Weg - und Ausweisung von ausländischen Personen (VVWA, SR 142.281) das Vorliegen der Flüchtlingseigenschaft als ver - neint gilt, wenn das Asylgesuch abgelehnt oder ein Nichteintretensent - scheid verfügt wurde, dass das BFM d ie Asylgesuch e der Beschwerdeführenden mit Verfü - gung vom 24. September 2013 abgelehnt hat, weshalb forma l die Vor - aussetzungen gemäss Art. 97 Abs. 2 AsylG erfüllt sind, dass im Übrigen aufgrund der dem Bundesverwaltungsgericht derzeit vorliegenden Akten nichts auf eine konkrete Gefährdung de r Be - schwerdeführenden durch eine allfällige Bekanntgabe der in Art. 97 Abs. 3 Bstn. a -c AsylG erwähnten Personendaten gegenüber der zu - ständigen ausländischen Behörde hindeutet, dass folglich der in der Beschwerde mit keinem Wort begründete An - trag, die zuständige Behörde sei vorsorglich anzuweisen, die Kontakt - aufnahme m it dem Heimatstaat sowie jegliche Datenweitergabe an denselben zu unterlassen, abzuweisen ist, dass sodann aus den dem Gericht vorliegenden Akten nicht her vor- geht, die Vorinstanz habe die Beschwerdeführenden betreffende Daten an den Heimatstaat weitergeg eben, weshalb auf das Eventual begeh- ren, der Beschwerdeführer (1) sei bei bereits erfolgter Datenweiter ga- be in einer separaten Verfügung zu informieren, mangels Rechts - schutzinteresses im Rahmen dieses Verfahrens nicht einzutreten ist, dass der Antrag auf Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus - ses durch das vorliegende Urteil gegenstandslos wird, weshalb darü - ber nicht mehr zu befinden ist, dass schliesslich das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Pro - zessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG, ungeachtet der vo n den Be- schwerdeführenden nachgewiesenen prozessualen Bedürftigkeit, ab - zuweisen ist, da die Beschwerdebegehren nach dem Gesagten als aussichtslos zu bezeichnen sind, D-6081/2013 Seite 12 dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600. – (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) de n Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-6081/2013 Seite 13 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird a b- gewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden den Beschwerdeführenden auferlegt. Dieser Be trag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu- gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und die kanto- nale Migrationsbehörde. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Martin Zoller Daniel Widmer Versand: