<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>UV.2012.00095</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender</p><p>Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna</p><p>Sozialversicherungsrichter Vogel</p><p>Gerichtsschreiber Möckli</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil </span><span class="Standard berschrift2">vom </span><span class="Standard berschrift2">15. November 2013</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><br/></p></div><div><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Ronald </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Pedergnana</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Rorschacher</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> Strasse 21, Postfach 27, 9004 St. Gallen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">AXA Versicherungen AG</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Generaldirektion</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">General </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Guisan</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> geboren 1951, war seit dem 16. August 2001 als Schulischer Heil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pädagoge/Reallehrer tätig und in dieser Eigenschaft durch den Kanton Zürich bei der AXA Winterthur obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Berufskrankheiten versichert. Am 3. Juli 2003 wurde er in der Fussgänger</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zone der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Altstadt als Fahrradlenker von einem Auto angefahren und stürzte. Dabei zog er sich gemäss den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">initialen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Arztberichten eine Schulterprellung rechts und ein HWS-Schleudertrauma zu (Urk. 10/1 und Urk. 11/M1-2). Die AXA Winterthur erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilungskosten und Taggelder). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Folge entwickelte sich ein protrahierter Heilungsverlauf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit persistierenden Nacken-und Kopfschmerzen, Erschöpfung, Wortfindungs- und Konzentrationsstörungen (vgl. u.a. Bericht des behandelnden Hausarztes, Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> FMH Innere Medizin, vom 5. Mai 2004, Urk. 11/M6). Nach Durchführung neurologischer und neuropsychologischer Abklärungen (Berichte von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. phil. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Psychologin FSP, vom 8. Juli 2005 [Urk. 11/M15] und von Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> FMH Neurologie, vom 13. Juli 2005 [Urk. 11/M14]) trafen die Parteien die Vereinbarung vom 7./8. Dezember 2005 (Urk. 10/33), worin sie nebst der weiteren Übernahme von Pflegeleistungen und Kostenvergütungen festlegten, dass die Taggeldleistungen per 30. Oktober 2005 eingestellt würden und der Versicherte bei einem Invaliditätsgrad von 40 % ab 1. November 2010 Anspruch auf eine Invalidenrente habe. Dabei gingen die Parteien davon aus, dass der Versicherte noch in der Lage sei, in seiner bisheri</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen Tätigkeit als Lehrer 17 von 28 Wochenstunden Unterricht erteilen zu kön</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen. Die AXA Winterthur erliess am 14. Dezember 2005 die entsprechende Verfügung (Urk. 10/40). Mit weiterer Verfügung vom 22. August 2006 (Urk. 10/57) sprach sie dem Versicherten aufgrund der Integritätseinbusse von 30 % eine Integritätsentschädigung von Fr. 32'040.-- zu.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Sommer 2007 gab </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Schultätigkeit auf und zog nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wo er nach eigenen Angaben als Berater und Energietherapeut mit einem Arbeitsumfang von 60 % tätig ist (vgl. Urk. M18A). Die berufliche Veränderung sowie Hinweise auf einen möglichen verbesserten Gesundheitszustand (vgl. dazu die Berichte ihrer beratenden Ärzte, Urk. M18 und M19) veranlassten die AXA Winterthur, eine Rentenrevision einzuleiten und den Versicherten in der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> fachärztlich begutachten zu lassen (Urk. 10/86). Dem widersetzte sich der Versicherte im Wesentlichen mit dem Argument, es liege kein Revisionsgrund vor, weshalb eine Begutachtung nicht statthaft sei (Urk. 10/87 und Urk. 10/96). Nachdem die AXA Winterthur den Versicherten mehrfach auf die Folgen hingewiesen hatte, falls er sich der Begutachtung nicht unterziehen sollte (vgl. Urk. 10/97), stellte sie die Rentenleistungen und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Heilbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">handlungskosten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> per 30. November 2011 ein (Verfügung vom 10. November 2011, Urk. 10/101). Daran hielt sie mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 2. April 2012 fest (Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hiergegen liess </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit Eingabe vom 7. Mai 2012 Beschwerde erhe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben und beantragen, die bisherige Invalidenrente sei auch nach dem 1. Dezember 2011 unverändert auszurichten (Urk. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwerdeantwort vom 13. September 2012 ersuchte die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdegegne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> um Abweisung der Beschwerde (Urk. 9; dem Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer zugestellt am 17. September 2012, Urk. 13).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rentenbezü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gers</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 des Allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meinen Teils des Sozialversicherungsrechts, ATSG). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In Abweichung zu dieser Bestimmung des ATSG kann die Invalidenrente der Unfallversicherung nach dem Monat, in dem Männer das 65. und Frauen das 62. Altersjahr vollendet haben, nicht mehr revidiert werden (Art. 22 UVG, BGE 134 V 131).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach dem in der Sozialversicherung herrschenden Untersuchungsgrundsatz hat der Unfallversicherer den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen fest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zustellen (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Dabei hat sich die versicherte Person ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen, soweit diese für die Beurtei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung notwendig sind (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Für den Bereich der Unfallversi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherung hält Art. 55 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) zudem explizit fest, dass sich der Versicherte den von den Versicherern ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ordneten zumutbaren medizinischen Untersuchungen, die der Diagnose und der Bestimmung der Leistungen dienen, unterziehen muss.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspru</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Person </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Verletzung der Auskunfts- oder Mitwirkungspflicht ist nur relevant, wenn sie in unentschuldbarer Weise erfolgt. Es muss sich mithin jedenfalls um eine schuldhafte Verletzung handeln, wobei das Verhalten der Person nicht mehr nachvollziehbar sein darf, was etwa dann gegeben ist, wenn ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rechtferti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gungsgrund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht einmal ansatzweise erkennbar ist oder wenn das Verhalten schlechthin unverständlich ist (vgl. Ueli </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kieser</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, ATSG-Kommentar, Zürich 2009, Art. 43 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 51).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wann der Unfallversicherer unter den erwähnten Voraussetzungen bei schuldhaf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter Unterlassung der notwendigen und zumutbaren Mitwirkung einen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nichteintretensentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bzw. einen materiellen Entscheid aufgrund der vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">handenen Akten fällen kann, hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. Lässt sich beispielsweise der Sachverhalt ohne Schwierigkeiten und ohne besonderen Aufwand abklären, auch wenn die versicherte Person die Mitwir</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung verweigert oder unterlässt, so wird die Verwaltung die betreffenden Erhe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bungen zu tätigen und anschliessend materiell zu entscheiden haben. In Grenz- und Zweifelsfällen ist die für die versicherte Person günstigere Variante zu wählen (vgl. BGE 108 V 231f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig ist, ob die Beschwerdegegnerin aufgrund der Weigerung des Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führers, sich einer Begutachtung zu unterziehen, berechtigt war, ihre Leistungen (Heilbehandlung und Rente) einzustellen. Entscheidend ist dabei die Frage, ob genügend Anhaltspunkte bestehen, dass sich der Sachverhalt seit dem Fallabschluss Ende 2005 geändert haben könnte, und dass die Beurteilung des weiteren Leistungsanspruchs nur auf der Basis einer Begutachtung des Beschwerdeführers erfolgen kann.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin (vgl. dazu Urk. 9) weist zunächst darauf hin, dass sich bereits in dem für die ursprüngliche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Leistungszusprache</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> massgeblichen Gut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten von Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> FMH Neurologie, vom 13. Juli 2005 (Urk. 11/M14) Hinweise auf zu erwartende Verbesserungen finden lassen. Der Experte äusserte sich damals zur Frage, ob eine Anpassung oder Angewöhnung an die Unfallfolgen allenfalls eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit bewirken könnte wie folgt: "Ich erwarte für den Lauf der Zeit nicht nur eine Anpassung oder Angewöhnung, an die Unfallfolgen, sondern eine echte Ausheilung dersel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben." Und weiter zur Frage, ob weitere medizinische Behandlungen den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gesundheitszustand noch verbessern könnten: "Eine Verbesserung des Zustan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des ist auf jeden Fall durch medizinische Vorkehren zu erwarten."</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Weiteren unterzog Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die zuhanden der Invalidenversicherung durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geführte neuropsychologische Abklärung von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. phil. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 24. September 2010 (Urk. 11/M17) einer kritischen Beurteilung und kam zum Schluss, für die auch sieben Jahre nach dem Unfall noch postulierten minimen neuropsychologischen Funktionsstörungen gebe es keine ätiologische Erklä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung. Gleichwohl bejahe die Psychologin den Kausalzusammenhang zum Unfall vom 3. Juli 2003, weil der Beschwerdeführer die Störung darauf zurückführe. Unter Hinweis auf die zwischenzeitliche berufliche Veränderung befürwortete Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> deshalb eine Begutachtung zur Klärung der Frage, inwieweit heute noch von Unfallfolgen ausgegangen werden könne. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer stellte zu diesem Bericht aus seiner Sicht richtig (vgl. Urk. 11/18A), dass die von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> angenommene Heilpraktiker-Ausbildung nicht stattgefunden habe; vielmehr sei er in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">F.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aufgrund seiner Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bildung als Heilpädagoge beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie als Heilpraktiker zugelassen. Er habe auch kein Folgestudium aufgenommen, son</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dern eine Weiterbildung an der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">G.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> absolviert, deren zweiten Teil nach Beendigung des Schuldienstes von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aus während zweier Jahre mit je 5 Seminarblöcken zu 6 Tagen/Jahr stattgefunden habe. Diese Ausbildung habe er mit dem Zertifikat als Brennan Integration Work </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Practicer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (BIP) abgeschlossen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die medizinischen Unterlagen zeigen somit auf, dass bereits bei der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rentenzuspra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von einem möglichen Verbesserungspotential, sei es durch Rückgang der unfallbedingten kognitiven Beschwerden oder durch Anpassung, ausgegangen werden konnte. Eine Klärung des heutigen tatsächlichen Gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitszustandes rechtfertigt sich umso eher, als die Einschätzung der kognitiven Defizite keineswegs einheitlich waren, fand doch der Neurologe Dr. med. </span><span id="_GoBack"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">H.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ein halbes Jahr nach dem Unfall keine Hinweise auf organisch bedingte neuropsychologische Defizite (vgl. Bericht vom 3. Februar 2004, Urk. 11/M5). Hinzu kommt die heutige veränderte erwerbliche Situation, welche für sich allein schon genügend Anlass für eine Neubeurteilung wäre.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da die Beschwerdegegnerin nur für die reinen Unfallfolgen einzustehen hat, ist für sie die invalidenversicherungsrechtliche Beurteilung nicht relevant. Anders als mit einer umfassenden Begutachtung lassen sich die offenen Fragen nicht klären, weshalb die Anordnung eines Gutachtens zu Recht erfolgte. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt (vgl. Urk. 1), verfängt nicht. Seine Ausführungen zu den Voraussetzungen, unter welchen ein Vergleich im Sinne </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von Art. 53 ATSG einer Wiedererwägung unterzogen werden kann, sind zwar richtig, gehen im vorliegenden Kontext aber an der Sache vorbei. Die Beschwerdegegnerin äussert nirgends die Absicht, die ursprüngliche Vereinba</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung bzw. Verfügung in Wiedererwägung zu ziehen, sondern möchte ein mate</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rielles Revisionsverfahren gemäss Art. 17 ATSG durchführen und dafür eigene Abklärungen treffen, welchen sich der Beschwerdeführer zu unterziehen hat (vgl. E. 1.2). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist sodann nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle die Begutachtung in der Schweiz anordnete, zumal kein Rechtsanspruch auf eine Begutachtung im Ausland besteht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urteil des Bundesgerichts 9C_235/2013 vom 10. September 2013 E. 3.2 und 9C_952/2011 vom 7. November 2012 E. 2.4). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei dieser Sachlage steht fest, dass sich der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einer ihm im Sinne des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">43 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 ATSG zumutbaren Begutachtung in der Schweiz nicht unterzogen hat. Dies hat zur Folge, dass die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> - nach durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geführtem Mahn- und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bedenkzeitverfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> - berechtigt war, aufgrund der Akten zu entscheiden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und davon auszugehen, dass zum Verfügungszeitpunkt keine Unfallfolgen mehr vorlagen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">43 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3 ATSG)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Dr. Ronald </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Pedergnana</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">AXA Versicherungen AG</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstMöckli</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p></div><div><p></p></div> </div></body></html>