A bteilung IV D -3014/2007 scd/w ea {T 0/2} U rteil vom 4. Juli 2007 M itw irkung: R ichter D aniel Schm id, Vito Valenti, G érald Bovier G erichtsschreiber Alfred W eber A ._______, geboren [...], Serbien, [Adresse], Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 19. A pril 2007 i.S. N ichteintreten und W egw eisung / N [...] B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er Beschw erdeführer reiste im Januar 2006 ein erstes M al in die Schw eiz ein. W egen illegalen Aufenthaltes und D rogenbesitzes w ar er vom 15. M ärz bis zum 15. Juni 2006 im G efängnis und w urde danach nach X._______ zurückgeführt. B. Am 7. Februar 2007 w urde der Beschw erdeführer im R ahm en einer Aktion gegen den D rogenhandel durch die Kantonspolizei Y._______ festgenom m en. Er w urde des H andels m it H eroin, der W iderhandlung gegen das Bundesgesetz über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer/Fälschung/G ebrauch von verfälschten Ausw eisen, H inderung einer Am tshandlung und Erw erb und Konsum von Betäubungsm itteln beschuldigt. Aus dem G efängnis, w o sich der Beschw erdeführer zurzeit in Vorbereitungshaft befindet, stellte er ein vom 19. Februar 2007 datierendes Asylgesuch, w elches am 1. M ärz 2007 beim [...] einging. C . Am 10. April 2007 fand die Anhörung des Beschw erdeführers zu den Asylgründen im G efängnis durch die zuständige kantonale Behörde statt. Im W esentlichen m achte der Beschw erdeführer geltend, er sei im Jahre 2002 in Z._______ w egen angeblicher Beteiligung an einem D iebstahl vom G ericht zu einer acht m onatigen Freiheitsstrafe verurteilt w orden, die er verbüsst habe. Schw ierigkeiten m it den heim atlichen Behörden habe er ansonsten keine gehabt. Im Jahre 2005 habe er einer illegalen Privatorganisation, w elche Sporttipp/W etten organisiere, 2'000 Euro geschuldet, w elche er aufgrund des hohen Zinssatzes nicht habe zurückbezahlen können. Auf einm al seien die Schulden auf 10'000 Euro angestiegen. Er sei von der O rganisation gezw ungen w orden, in die Schw eiz zu kom m en und sich das ge- schuldete G eld im D rogenhandel zu beschaffen. N ach seiner R ückkehr aus der Schw eiz im Juni 2006 sei er von Angehörigen der O rganisation w egen seiner W ei- gerung, ein zw eites M al in die Schw eiz zu reisen, geschlagen und m it dem Tod be- droht w orden. D araufhin habe er seinen W ohnort gew echselt. Im D ezem ber 2006 habe er sich desw egen an die Polizei in Z._______ gew andt, die indessen nicht in der Lage gew esen sei, ihm zu helfen. N achdem er von Angehörigen der O rganisation zu H ause gesucht w orden sei und er habe verm eiden w ollen, dass seine Fam ilie w egen ihm Schw ierigkeiten bekom m e, habe er sich zur Ausreise gezw ungen gesehen. D . M it Verfügung vom 19. April 2007 – eröffnet gem äss Em pfangsbestätigung bei den Vorakten am 24. Juli 2007 (recte: 24. April 2007) – trat das BFM auf das Asylge- such des Beschw erdeführers gestützt auf Art. 33 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG ; SR 142.31) nicht ein und ordnete die W egw eisung des Be- schw erdeführers aus der Schw eiz sow ie den Vollzug an. Im W esentlichen w urde zur Begründung ausgeführt, der Beschw erdeführer habe die Verm utung nicht zu w iderlegen verm ocht, das G esuch in engem zeitlichen Zusam m enhang m it seinem derzeitigen Strafvollzug eingereicht zu haben, obw ohl ihm eine frühere Einrei- chung des G esuchs m öglich und zum utbar gew esen w äre. Ausserdem liessen sich seinen Angaben anlässlich der Anhörung keine H inw eise auf eine Verfolgung ent- nehm en. D ie Aussagen des Beschw erdeführers hinsichtlich der Schutzsuche bei der Polizei seien m ager ausgefallen. Zudem seien Ü bergriffe durch D ritte oder Be-3 fürchtungen, solchen künftig ausgesetzt zu sein, nur dann asylrelevant, w enn der Staat seiner Schutzpflicht nicht nachkom m e oder nicht in der Lage sei, Schutz zu gew ähren. G enerell sei Schutz gew ährleistet, w enn der Staat geeignete M assnah- m en treffe, um die Verfolgung zu verhindern, beispielsw eise durch w irksam e Poli- zei- und Justizorgane zur Erm ittlung, Srafverfolgung und Ahndung von Verfol- gungshandlungen und w enn die Antragssteller Zugang zu diesem Schutz hätten. G em äss Kenntnissen des BFM seien die serbischen Behörden durchaus fähig, ih- ren Bürgern Schutz zu gew ähren. Falls die Polizei in Z._______ dem Beschw erdeführer tatsächlich nicht habe helfen können, hätte ihm zugem utet w erden können, sich an die nächst höhere Instanz zu w enden. D er Vollzug der W egw eisung sei durchführbar und zum utbar; ihm stünden keine triftigen G ründe entgegen. E. M it "R ekurs" bezeichneter Eingabe vom 24. April 2007 (Poststem pel: 30. April 2007) beim Bundesverw altungsgericht beantragte der Beschw erdeführer sinnge- m äss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung. F. M it Zw ischenverfügung vom 4. M ai 2007 verzichtete der zuständige Instruktions- richter aufgrund der Aktenlage auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. U nter H inw eis auf die R echtsprechung (Entscheidungen und M itteilungen der Schw eize- rischen Asylrekurskom m ission / EM AR K 2004 N r. 5 sow ie EM AR K 2006 N r. 18 E. 10.3.2. S. 203 in fine) w urde die Vorinstanz unter Fristansetzung zur Vernehm - lassung eingeladen. G . In der Vernehm lassung vom 10. M ai 2007 hielt die Vorinstanz an ihrer Verfügung fest und beantragte die Abw eisung der Beschw erde. Zur Begründung w urde im W esentlichen ausgeführt, der Beschw erdeführer habe die M öglichkeit, sich um Schutz bei den serbischen Behörden zu bem ühen und sich allenfalls an eine höhe- re Instanz zu w enden. Aus den Akten ergäben sich keine H inw eise, dass der Be- schw erdeführer keinen Schutz erhalten w ürde. H . Am 13. Juni 2007 führte das Spruchgrem ium eine m ündliche Beratung durch (Art. 41 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G ; SR 173.32]). I. M it Zw ischenverfügung vom 18. Juni 2007 w urde dem Beschw erdeführer G elegen- heit gegeben, bis zum 25. Juni 2007 Stellung zur Vernehm lassung der Vorinstanz zu nehm en. D ie angesetzte Frist verstrich ungenutzt. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 VG G beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Ver- w altungsverfahren [Vw VG ; SR 172.021]) des BFM , w elche in Anw endung des Asylgesetzes ergangen sind; das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichts- gesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G ; SR 173.110]).4 1.2 M it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht können die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli- chen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. 2.1 D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist le- gitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist som it grundsätzlich einzutreten. 2.2 Ü ber offensichtlich unbegründete Beschw erden w ird in einem vereinfachten Ver- fahren entschieden. W ie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, w eshalb der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ). 2.3 D as Bundesverw altungsgericht beschränkt sich bei der Beurteilung von Beschw er- den gegen N ichteintretensentscheide praxisgem äss auf die Ü berprüfung der Fra- ge, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist. D ie Beur- teilungszuständigkeit der Beschw erdeinstanz erschöpft sich som it darin, die ange- fochtene Verfügung im Falle der Begründetheit des R echtsm ittels aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen. Flüchtlingseigenschaft und Asylgew ährung sind dem nach im vorliegenden Be- schw erdeverfahren nicht Prozessgegenstand (vgl. EM AR K 1996 N r. 5 E. 3 S. 39 m .w .H ., EM AR K 2004 N r. 34 E. 2.1 S. 240 f.). H ingegen kom m t dem Bundesver- w altungsgericht im W egw eisungs- und Vollzugspunkt volle Kognition zu, da die Vorinstanz diese Frage m ateriell geprüft hat. 3. 3.1 G em äss Art. 33 Abs. 1 AsylG w ird auf das Asylgesuch einer Person, die sich ille- gal in der Schw eiz aufhält, nicht eingetreten, w enn sie offensichtlich bezw eckt, den drohenden Vollzug einer W eg- oder Ausw eisung zu verm eiden. Ein solcher Zw eck ist zu verm uten, w enn das G esuch in engem zeitlichem Zusam m enhang m it einer Verhaftung, einem Strafverfahren, dem Vollzug einer Strafe oder dem Erlass einer W egw eisungsverfügung eingereicht w ird (Art. 33 Abs. 2 AsylG ). D ie N ichteintre- tensbestim m ung ist jedoch gem äss Art. 33 Abs. 3 AsylG nicht anw endbar, w enn eine frühere Einreichung des G esuchs nicht m öglich oder nicht zum utbar w ar (Bst. a) oder w enn sich H inw eise auf eine Verfolgung ergeben (Bst. b). 3.2 D er heutige Art. 33 AsylG w urde (dam als als Art. 16abis des Asylgesetzes vom 5. O ktober 1979 [aAsylG von 1979, AS 1980 1718]) m it dem am 1. Juli 1998 in Kraft getretenen Bundesbeschluss vom 26. Juni 1998 über dringliche M assnah- m en im Asyl- und Ausländerbereich (BM A; AS 1998 1582 ff.) als neuer N ichteintre- tenstatbestand ins Asylgesetz aufgenom m en. D ie dam alige G esetzesrevision stand im Zeichen der M issbrauchsbekäm pfung. Bei den Konstellationen, w elche m it Art. 33 AsylG erfasst w erden sollen, liegt die M issbräuchlichkeit nam entlich darin begründet, dass das Asylgesuch nicht zum hierzu vorgesehenen Zw eck der Schutzsuche, sondern zw ecks Verzögerung einer drohenden W egw eisung einge-5 reicht w ird. D ie blosse Tatsache, dass ein G esuchsteller illegal in die Schw eiz ein- gereist ist und von den Behörden angehalten w ird, bevor er G elegenheit hatte, ein Asylgesuch einzureichen, soll nach dem W illen des G esetzgebers keinen N ichtein- tretenstatbestand darstellen. D er G esetzgeber w ollte vielm ehr jene Konstellationen erfassen, in denen G esuchsteller erst nach längerem illegalen Aufenthalt in der Schw eiz in m issbräuchlicher Absicht ein Asylgesuch einreichen (vgl. M AR IO G ATTIKER , D as Asyl- und W egw eisungsverfahren: Asylgew ährung und W egw eisung nach dem Asylgesetz vom 26. Juni 1998, Bern 1999, S. 44 f.; JÜ R G SC H ER TEN LE IB, D ie neuen N ichteintretensgründe, in ASYL 1999/3 S. 3 ff., insb. S. 10 f.). 3.3 Praxisgem äss ist der Begriff der Verfolgung in Art. 33 Abs. 3 Bst. b AsylG - analog zu Art. 18, 23 Abs. 3 und 34 Abs. 2 AsylG - in einem w eiten Sinn zu verstehen (sog. "w eiter Verfolgungsbegriff"). Er um fasst säm tliche von M enschenhand zuge- fügten N achteile, w elche entw eder flüchtlingsrechtliche R elevanz im Sinne von Art. 3 AsylG aufw eisen oder auch nur ein Vollzugshindernis nach Art. 44 Abs. 2 AsylG in Verbindung m it Art. 14a Abs. 3 und 4 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer (AN AG ; SR 142.20) dar- stellen, so insbesondere auch eine von Art. 3 der Konvention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten (EM R K; SR 0.101) erfasste m enschenrechtsw idrige Behandlung (vgl. dazu die nach w ie vor gültigen Ausführungen in EM AR K 2003 N r. 18, EM AR K 2004 N r. 5 S. 35 ff., EM AR K 2004 N r. 35 E. 4.3 S. 247). In diesem Zusam m enhang ist ausserdem darauf hinzuzw ei- sen, dass die im Asylgesetz statuierten N ichteintretensbestim m ungen gem äss konstanter Praxis der AR K, w elcher sich das Bundesverw altungsgericht an- schliesst, restriktiv zu interpretieren sind (vgl. EM AR K 2003 N r. 27 E. 4a S. 177 f., EM AR K 1997 N r. 9 S. 65 m .w .H .). 3.4 Art. 33 AsylG äussert sich nicht ausdrücklich zu den Bew eism assanforderungen, denen die H inw eise auf eine Verfolgung zu genügen haben, um einen N ichteintre- tensentscheid auszuschliessen. Praxisgem äss gilt jedoch für die Prüfung, ob H in- w eise auf Verfolgung vorliegen, w elche zum Eintreten auf das Asylgesuch ver- pflichten, ein tiefer Bew eism assstab (vgl. EM AR K 1998 N r. 33 [noch zum aAsylG ], EM AR K 2004 N r. 5 E. 4c/bb S. 36 m .w .H .). W enn also H inw eise auf eine Verfol- gung vorliegen, die nicht als offensichtlich haltlos zu bezeichnen respektive nicht auf den ersten Blick als unglaubhaft erkennbar sind, m uss auf das Asylgesuch ein- getreten und geprüft w erden, ob die Flüchtlingseigenschaft erfüllt ist. 4. 4.1 D er Beschw erdeführer gab anlässlich seiner Anhörung vom 10. April 2007 zu Pro- tokoll, dass er Schw ierigkeiten m it Privatpersonen habe. D iese Leute hätten sich zu einer illegalen O rganisation zusam m engetan, die Sporttipp/W etten organisiere und im D rogenhandel tätig sei. D ie m eisten dieser M itglieder seien gew alttätig, m ehrfach vorbestraft, bew affnet und jederzeit zu gew alttätigen Auseinander- setzungen bereit. W egen seiner W eigerung im Juni 2006, zw ecks Schuldenabbau erneut für die O rganisation in der Schw eiz tätig zu sein, sei er zusam m engeschla- gen und m it dem Tode bedroht w orden. Im D ezem ber 2006, bevor er in die Schw eiz gekom m en sei, habe er sich an die Polizei in Z._______ gew andt. D iese sei jedoch nicht in der Lage gew esen, ihm zu helfen. Sie hätten ihm gesagt, das 6 sei sein Problem . D aher habe er sich entschlossen, sich nicht w eiter zu w eigern und sei anordnungsgem äss in die Schw eiz gereist. H ier in der Schw eiz habe er gar nicht gew usst, dass er ein Asylgesuch stellen könne; dies habe er erst von einem britischen (M it-) G efangenen erfahren. Sein G esuch sei daher nicht m issbräuchlich. 4.2 4.2.1 D er Beschw erdeführer ist eigenen Angaben zufolge am 8. Januar 2007 in die Schw eiz eingereist. Am 7. Februar 2007 w urde er festgenom m en. Am 7. Februar 2007 ersuchte er um Asyl, m ithin über einen M onat nach seiner Einreise. D em Be- schw erdeführer w äre es zuzum uten gew esen, unm ittelbar nach seiner Einreise und nicht erst im R ahm en des gegen ihn laufenden Strafverfahrens ein Asylgesuch zu stellen. Sein Einw and, er habe nicht gew usst, dass er ein Asylgesuch stellen könne, ist – w ie die Vorinstanz zutreffend festhält – als offensichtlich haltlose Schutzbehauptung zu qualifizieren. In der Beschw erde w ird diesbezüglich nichts N eues eingew endet. D er Beschw erdeführer verm ag dam it nicht darzulegen, inw ie- fern die Asylgesuchseinreichung nicht m öglich oder nicht zum utbar gew esen sein soll (Art. 33 Abs. 3 Bst. a AsylG ). 4.2.2 Ebenso ergeben sich aus den unsubstanziierten und haltlosen Vorbringen des Be- schw erdeführers keinerlei H inw eise auf eine Verfolgung. N am entlich seine Ausfüh- rungen im Zusam m enhang m it seiner Vorsprache bei der Polizei in Z._______ sind – w ie die Vorinstanz zutreffend festhielt – m ager, entbehren m ithin jeglicher Substanz (vgl. A7/19 S. 12 und 14). Auch die übrigen Vorbringen enthalten keinerlei konkrete Elem ente. Seine Schilderungen verm itteln an keiner Stelle den Eindruck, es w ürde ein direkt Betroffener davon berichten. W äre der Beschw erdeführer in der geschilderten Art von einer illegalen O rganisation bedroht gew esen, hätte er sich früher um Schutz bem üht. D ie Vorbringen sind nach dem G esagten als offensichtlich haltlos zu bezeichnen. In der R echtsm itteleingabe beschränkt sich Beschw erdeführer einzig darauf, seine Vorbringen nochm als – m it etw as anderen W orten – zu unterstreichen. D am it verm ag er die zutreffende Schlussfolgerung des BFM , es w ürden keine H inw eise auf Verfolgung vorliegen (Art. 33 Abs. 3 Bst. b AsylG ) – nicht um zustossen. 4.3 Bloss der Vollständigkeithalber ist an dieser Stelle festzuhalten, dass der m ateriell- rechtliche Teil der Ausführungen in der angefochtenen Verfügung (M öglichkeit der Inanspruchnahm e polizeilichen Schutzes; Effektivität des Schutzes) in N ichteintre- tensentscheiden, w o es um die Frage des Vorliegens von H inw eisen auf Verfol- gung geht, grundsätzlich keinen Platz haben (vgl. EM AR K 2003 N rn. 19 und 20). D a die Vorbingen des Beschw erdeführers indessen als offensichtlich haltlos zu bezeichnen sind, erübrigen sich w eitere Ausführungen in diesem Zusam m enhang. 4.4 Zusam m enfassend ist som it festzuhalten, dass der Beschw erdeführer w eder H in- w eise auf Verfolgung darzulegen noch darzutun verm ochte, inw iefern es ihm nicht m öglich oder nicht zum utbar gew esen sein soll, früher ein Asylgesuch zu stellen. D iese Schlussfolgerungen w erden sodann dadurch unterm auert, als der Be- schw erdeführer keine Stellungnahm e zur Vernehm lassung des BFM einreichte. D em nach ist das Bundesam t zu R echt und im W esentlichen m it zutreffender Be- gründung auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers gestützt auf Art. 33 AsylG nicht eingetreten.7 5. Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; da- bei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zu- m utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzli- chen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 AN AG ). D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zuläs- sig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Aus- länders in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 5.1 D er Beschw erdeführer verfügt w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthaltsbe- w illigung noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. D ie W egw eisung w urde dem nach zu R echt angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; EM AR K 2001 N r. 21). 5.2 D er Vollzug der W egw eisung ist in Beachtung der m assgeblichen völker- und lan- desrechtlichen Bestim m ungen zulässig, da keine Anhaltspunkte für eine m en- schenrechtsw idrige Behandlung ersichtlich sind, die dem Beschw erdeführer in sei- nem H eim atstaat droht (Art. 14a Abs. 3 AN AG ), 5.3 D er Vollzug der W egw eisung nach Serbien ist sodann auch zum utbar, da keine G ründe ersichtlich sind, w elche auf eine G efährdung des jungen, ledigen und ge- m äss Aktenlage gesunden Beschw erdeführers hindeuten w ürden (Art. 14a Abs.4 AN AG ) 5.4 Schliesslich obliegt es dem Beschw erdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung seines H eim atstaates die für eine R ückkehr notw endigen R eisedokum ente zu be- schaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), w eshalb der Vollzug der W egw eisung auch als m öglich zu bezeichnen ist (Art. 14a Abs. 2 AN AG ). 5.5 Insgesam t ist som it die durch die Vorinstanz verfügte W egw eisung zu bestätigen. D ie Vorinstanz hat deren Vollzug zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich er- achtet. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (Art. 14a Abs. 1 - 4 AN AG ). 6. N ach dem G esagten ist es dem Beschw erdeführer nicht gelungen darzutun, inw ie- fern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist daher abzuw eisen. 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädi- gungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE; SR 173.320.2]) dem Be- schw erdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ).8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichtskasse zu über- w eisen. 3. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (eingeschrieben; Beilage: Einzahlungsschein) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung m it deren Akten (R ef.-N r. N [...]; Kopie) - [...] ad [...] (Kopie) D er R ichter: D er G erichtsschreiber: D aniel Schm id Alfred W eber