<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2018.00584</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=219235&amp;W10_KEY=4480702&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2018.00584</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.05.2019</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nothilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nothilfe: teilweise verweigerte Auszahlung der Beiträge und Unterbringung in unterirdischer Unterkunft.<br/><br/>Der Beschwerdegegner verletzte das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers, indem er ihm trotz mehrmaliger Aufforderung keine Einsicht in die vollständigen Akten gewährte. Auch die Vorinstanz verletzte das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers, indem sie ihm die Möglichkeit nahm, sich im hängigen Rekursverfahren zu den Akten zu äussern. Stattdessen hat sie im Dispositiv ihres Rekursentscheids den Beschwerdegegner angewiesen, dem Beschwerdeführer Akteneinsicht zu gewähren. Heilung trotz der schweren Verletzung des rechtlichen Gehörs (E. 2.1). Grundsätze zur Berücksichtigung eines Rechtsgutachtens (E. 2.2.1). Indem die Vorinstanz sich nicht mit dem vom Beschwerdeführer eingereichten Rechtsgutachten auseinandersetzte, verletzte sie ihre Begründungspflicht; Heilung (E. 2.2.4 f.). Grundsätze zur Ausrichtung der Nothilfe (E. 3). Die Kontrolle der Anwesenheit in der Unterkunft dient der Feststellung der Bedürftigkeit. Bei Personen, welche die Anwesenheitskontrolle nicht absolvieren, wird vermutet, dass sie nicht in der ihnen zugewiesenen Unterkunft wohnen bzw. übernachten und demnach nicht bedürftig sind. Dabei handelt es sich um eine tatsächliche Vermutung, welche mittels Gegenbeweis umgestossen werden kann (E. 4.3). Die Betreiberin der Unterkunft ist nicht berechtigt, darüber zu entscheiden, ob die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. Deshalb ist es am Beschwerdegegner, auf Begehren des Hilfeempfängers eine Verfügung zu erlassen und dabei den Sachverhalt festzustellen. Nur wenn sich aus leicht zugänglichen Beweismitteln keine Klarheit ergibt, kann er sich der Vermutung bedienen. Da dem Hilfesuchenden der Gegenbeweis offensteht, bedarf es eines entsprechenden Verfahrens, in welchem den Betroffenen ermöglicht werden muss, die relevanten Angaben zu liefern. Vorliegend, wo es um die Behebung einer zeitlich unmittelbar bestehenden Notlage und die Erbringung zeitlichdringender Leistungen geht, ist es problematisch, dass die verfügungsbefugte Behörde erst nachträglich den relevanten Sachverhalt abklärt, das rechtliche Gehör gewährt und durch Erlass einer Verfügung den Rechtsweg eröffnet. Deshalb hat der Beschwerdegegner eine solche auf genügender Sachverhaltsabklärung basierende Verfügung innert sehr kurzer Frist zu erlassen (E. 4.4). Soweit der Beschwerdeführer die Vermutung, dass er nicht bedürftig sei, umzustossen vermochte, hätte der Beschwerdegegner dem Beschwerdeführer finanzielle Nothilfe ausrichten müssen, auch wenn dieser die Kontrollzeiten um einige Minuten verpasst hatte (E. 4.5). In diesem Fall, in welchem die Bedürftigkeit erst nachträglich geltend gemacht werden kann, ist die finanzielle Nothilfe auch nachträglich auszurichten (E. 4.6). Grundsätzlich besteht für abgewiesene Asylbewerber kein Anspruch auf Zuteilung in eine bestimmte Unterkunft. Anders kann es sich dann verhalten, wenn die Zuteilung Rechte und Pflichten des Nothilfebezügers, insbesondere dessen Grundrechte berührt. Die Unterbringung in einer unterirdischen Unterkunft an sich erfüllt nicht das geforderte Mindestmass für eine Verletzung nach Art. 3 EMRK (E. 5.2). Der Beschwerdeführer hat jedoch mittels diversen ärztlichen Berichten in genügender Weise dargelegt, dass es ihm aus medizinischen Gründen unzumutbar sei, sich in einer unterirdischen Unterkunft aufhalten zu müssen (E. 5.4). Rechtsverzögerung durch die Vorinstanz, indem sie das Gesuch um vorsorgliche Massnahmen nicht beförderlich behandelte (E. 6.4). UP/URB (E. 7.3). Teilweise Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABGEWIESENE ASYLBEWERBER">ABGEWIESENE ASYLBEWERBER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKTENEINSICHT">AKTENEINSICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEDÃRFTIGKEIT">BEDÃRFTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGRÃNDUNGSPFLICHT DER BEHÃRDE">BEGRÃNDUNGSPFLICHT DER BEHÃRDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEGENBEWEIS">GEGENBEWEIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MENSCHENWÃRDE">MENSCHENWÃRDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHZAHLUNG">NACHZAHLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOTHILFE">NOTHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOTUNTERKUNFT">NOTUNTERKUNFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSGUTACHTEN">RECHTSGUTACHTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSVERZÃGERUNG">RECHTSVERZÃGERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT">ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERBRINGUNG">UNTERBRINGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERIRDISCHE UNTERKUNFT">UNTERIRDISCHE UNTERKUNFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERMUTUNG">VERMUTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERMUTUNGSBASIS">VERMUTUNGSBASIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUMUTBARKEIT">ZUMUTBARKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 80a AsylG</span><br/><span class="gerade">Art. 82 AsylG</span><br/><span class="ungerade">Art. 10 Abs. III BV</span><br/><span class="gerade">Art. 29 Abs. I BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/><span class="gerade">Art. 3 EMRK</span><br/><span class="ungerade">Art. 38 Abs. II KV</span><br/><span class="gerade">Art. 98 KV</span><br/><span class="ungerade">Art. 98 Abs. II KV</span><br/><span class="gerade">§ 1 Abs. I Nothilfe VO</span><br/><span class="ungerade">§ 2 Abs. I Nothilfe VO</span><br/><span class="gerade">§ 5c SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 4a VRG</span><br/><span class="gerade">§ 8 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 27c VRG</span><br/><span class="gerade">§ 29 Abs. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 29a Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=42335" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2018.00584</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 3. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">9. Mai 2019</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Rudolf Bodmer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, Verwaltungsrichter Matthias Hauser, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Cornelia Moser.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, c/o NUK C, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><b><span> </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Sozialamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Nothilfe,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Mit Schreiben vom 3. Januar 2018 gelangte A, aktuell in der Notunterkunft C untergebracht, an das kantonale Sozialamt und verlangte unter anderem die Ausrichtung nicht ausbezahlter finanzieller Nothilfeleistungen und die Umteilung in eine andere Unterkunft. Eventualiter sei eine anfechtbare VerfÃ¼gung zu erlassen. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 19. Januar 2018 trat das kantonale Sozialamt auf das Gesuch vom 3. Januar 2018 nicht ein.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Dagegen gelangte A mit Rekurs vom 29. Januar 2018 an die Sicherheitsdirektion. Er verlangte im Wesentlichen die Aufhebung der VerfÃ¼gung des kantonalen Sozialamts sowie die materielle Beurteilung der Angelegenheit.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Die Sicherheitsdirektion hiess den Rekurs mit Entscheid vom 29. August 2018 insoweit gut, als sie eine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs feststellte und das kantonale Sozialamt anwies, A Akteneinsicht zu gewÃ¤hren. Im Ãbrigen wies sie den Rekurs ab, soweit sie darauf eintrat und er nicht gegenstandslos geworden war, ohne Verfahrenskosten zu erheben. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A â vertreten durch RA B â erhob am 17. September 2018 Beschwerde ans Verwaltungsgericht. Darin stellte er folgende AntrÃ¤ge:</p> <p class="EinzugZitat"><span>" 1. Die Dispositivziffern I. Satz 2, IV. Satz 1 Teil 2 und Satz 2 sowie V. des Rekursentscheids 2018.0067 der Sicherheitsdirektion vom 29.08.2018 seien aufzuheben. </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. Dem BeschwerdefÃ¼hrer seien die ihm im Zeitraum zwischen dem 29.05.2017 und dem 29.01.2018 verweigerten bzw. nicht ausbezahlten finanziellen Nothilfeleistungen umgehend auszurichten, mindestens aber Fr. 310.â zuzÃ¼glich 5% Zins seit dem mittleren Verfalltag.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. Der Beschwerdegegner sei anzuweisen, die Verweigerung der finanziellen Nothilfe zu unterlassen respektive es sei festzustellen, dass die Verweigerung der finanziellen Nothilfe widerrechtlich ist. </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>4. Der BeschwerdefÃ¼hrer sei umgehend von der Notunterkunft C in eine andere - oberirdische - Notunterkunft ohne Massenschlag umzuteilen. </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>5. Es sei festzustellen, dass die Vorinstanz in Bezug auf den Rekursantrag gemÃ¤ss Ziff. 7. in Verbindung Ziff. 6 eine RechtsverzÃ¶gerung und in Bezug auf den Rekursantrag gemÃ¤ss Ziff. 10 in Verbindung mit Ziff. 7 eine Rechtsverweigerung begangen hat. </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>6. Die Zentrumsleitung der NUK C, Frau D, c/o NUK C, E-Strasse 01, 02 C, sei zum rechtserheblichen Sachverhalt zu befragen. </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>7. Der Beschwerdegegner und die F AG seien superprovisorisch zu verpflichten, innerhalb von 10 Tagen die vollstÃ¤ndigen Akten einzureichen respektive dem BeschwerdefÃ¼hrer vollstÃ¤ndige Akteneinsicht zu gewÃ¤hren. </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>8. Dem BeschwerdefÃ¼hrer sei im Rekursverfahren eine angemessene EntschÃ¤digung im Umfang von ¾ des Gesamtaufwands der unentgeltlichen Rechtsvertretung zuzusprechen. </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>9. Dem BeschwerdefÃ¼hrer sei eine Nachzahlungsverpflichtung im Umfang von maximal ¾ des Gesamtaufwandes der unentgeltlichen Rechtsvertretung aufzuerlegen. </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>10. Dem BeschwerdefÃ¼hrer sei fÃ¼r das Rekursverfahren eine angemessene ParteientschÃ¤digung im Umfang von ¼ des Gesamtaufwandes der Rechtsvertretung zuzusprechen. </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>11. Dem BeschwerdefÃ¼hrer sei fÃ¼r das Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht die unentgeltliche Rechtspflege zu gewÃ¤hren und in der Person des Unterzeichnenden einen unentgeltlichen Rechtsvertreter zu bestellen. </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>12. Alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zuzÃ¼glich 7.7% MWST zu Lasten des Beschwerdegegners bzw. der Staatskasse."</span></p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 20. September 2018 wurde das Gesuch um Erlass einer superprovisorischen Massnahme abgewiesen und auch keine vorsorgliche Massnahme angeordnet. Gleichzeitig wurde dem kantonalen Sozialamt und der Sicherheitsdirektion Frist zur Einreichung ihrer Akten und zur Vernehmlassung angesetzt. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Die Sicherheitsdirektion teilte am 26. September 2018 mit, dass sie auf eine Vernehmlassung verzichte. In der Beschwerdeantwort vom 9. Oktober 2018 beantragte das kantonale Sozialamt die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>A nahm am 29. Oktober 2018 erneut Stellung und stellte den Antrag, dass Verwaltungsrichter Rudolf Bodmer, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, Verwaltungsrichter Matthias Hauser sowie Gerichtsschreiberin Rahel Zehnder, soweit sie sich in der vorliegenden Angelegenheit als vorbefasst betrachteten, in den Ausstand zu treten hÃ¤tten. Das kantonale Sozialamt beantragte mit Stellungnahme vom 19. November 2018 die Abweisung des Ausstandbegehrens. Der BeschwerdefÃ¼hrer verzichtete am 26. November 2018 auf eine weitere Stellungnahme. Mit Beschluss vom 13. Dezember 2018 wies die 3. Kammer des Verwaltungsgerichts das Ausstandsbegehren ab. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>E. </b>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 17. Januar 2019 wurde das kantonale Sozialamt aufgefordert, dem Verwaltungsgericht die den BeschwerdefÃ¼hrer betreffenden Akten einzureichen. Am 13. Februar 2019 kam das kantonale Sozialamt dieser Aufforderung nach. A bzw. dessen Rechtsvertreter wurden die Akten mit der MÃ¶glichkeit zur Stellungnahme zugestellt. Die Stellungnahme von A erfolgte am 22. MÃ¤rz 2019. Das kantonale Sozialamt liess sich dazu am 3. April 2019 nochmals vernehmen, woraufhin A am 12. April 2019 erneut eine Stellungnahme einreichte. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig. Da nicht nur Ã¼ber die nicht ausbezahlte finanzielle Nothilfe zu entscheiden ist, sondern die Streitsache auch nicht vermÃ¶gensrechtliche GegenstÃ¤nde umfasst (insb. Unterbringung), ist die Kammer zum Entscheid berufen (§ 38 Abs. 1 VRG; Martin Bertschi, in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 38b N. 13).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Soweit der Antrag des BeschwerdefÃ¼hrers, ihm sei fÃ¼r das Rekursverfahren eine angemessene EntschÃ¤digung im Umfang von ¾ des Gesamtaufwands der unentgeltlichen Rechtsvertretung zuzusprechen, als Antrag auf ErhÃ¶hung der zugesprochenen EntschÃ¤digung seines unentgeltlichen Rechtsvertreters zu verstehen ist, ist mangels schutzwÃ¼rdigen Interesses nicht darauf einzutreten, da es dem amtlichen Anwalt obliegt, in eigenem Namen gegen eine seines Erachtens zu tief ausgefallene EntschÃ¤digung Beschwerde zu fÃ¼hren (BGr, 5. April 2012, 5A_167/2012, E. 5.2 mit weiteren Hinweisen; Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 16 N. 111).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt in seiner Eingabe vom 22. MÃ¤rz 2019 das Begehren, es sei festzustellen, dass der Beschwerdegegner und die F AG in Bezug auf die dem BeschwerdefÃ¼hrer zwischen dem 21. Dezember 2017 und dem 13. Februar 2019 nicht vollstÃ¤ndig gewÃ¤hrte Akteneinsicht eine Rechtsverweigerung begangen hÃ¤tten. UnabhÃ¤ngig davon, ob ein solches Begehren wÃ¤hrend des laufenden Beschwerdeverfahrens mÃ¶glich ist bzw. ob der Beschwerdegegner dem BeschwerdefÃ¼hrer damit Ã¼berhaupt den Erlass einer Anordnung verweigert hat, ist nicht darauf einzutreten. Einerseits geht dieses Begehren in der RÃ¼ge des rechtlichen GehÃ¶rs auf (vgl. E. 2.1), und andererseits wÃ¤re es an die zustÃ¤ndige Instanz (Sicherheitsdirektion) zu richten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.4 </b>Der Beschwerdegegner stellt sich auf den Standpunkt, dass aufgrund des Bedarfs­deckungsprinzips fÃ¼r Ã¼berwundene Notlagen keine Leistungen zurÃ¼ckgefordert werden kÃ¶nnen. Insofern wÃ¼rde sich die Frage nach dem aktuellen und schutzwÃ¼rdigen Rechtsschutzinteresse stellen. Da vorliegend davon auszugehen ist, dass sich die aufgeworfenen Fragen jederzeit unter gleichen oder Ã¤hnlichen UmstÃ¤nden wieder stellen kÃ¶nnten, an ihrer Beantwortung ein hinreichendes Ã¶ffentliches Interesse bestÃ¼nde und eine rechtzeitige ÃberprÃ¼fung im Einzelfall kaum je mÃ¶glich wÃ¤re, kÃ¶nnte, auch wenn die Annahme des Beschwerdegegners korrekt wÃ¤re, auf ein solches aktuelles Interesse verzichtet werden (BGE 135 I 79 E. 1.1). </p> <p class="Erwgung2"><b>1.5 </b>Im Ãbrigen ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><a id="_Ref6498265"><b>2.1 </b>Der Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r gemÃ¤ss Art. 29 Abs. 2 der Schweizerischen Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) beziehungsweise § 8 VRG umfasst das Recht der Privaten, in einem von einer Verwaltungs- oder JustizbehÃ¶rde gefÃ¼hrten Verfahren gehÃ¶rt zu werden, Einblick in die Akten zu erhalten und zu den fÃ¼r die Entscheidung wesentlichen Punkten Stellung zu nehmen (vgl. Alain Griffel, Kommentar VRG, § 8 N. 5 ff. und N. 29 ff.). Das Recht auf Akteneinsicht als Teilgehalt des Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r verschafft den Privaten Anspruch auf Einsicht in sÃ¤mtliche AktenstÃ¼cke, die geeignet sind, Grundlage fÃ¼r den Entscheid zu bilden. Die Beurteilung, ob die fraglichen AktenstÃ¼cke fÃ¼r den Ausgang des Verfahrens tatsÃ¤chlich relevant sind, muss dabei den Privaten Ã¼berlassen werden. Eine teilweise Verweigerung der Akteneinsicht mit der BegrÃ¼ndung, die von der Verweigerung betroffenen AktenstÃ¼cke seien fÃ¼r den Verfahrensausgang belanglos, ist demnach unzulÃ¤ssig (vgl. zum Ganzen BGE 132 V 387 E. 3).</a> </p> <p class="Urteilstext">Der Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r ist formeller Natur. Eine Verletzung fÃ¼hrt unabhÃ¤ngig von den Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids. PraxisgemÃ¤ss kann eine GehÃ¶rsverletzung jedoch in einem anschliessenden Rechtsmittelverfahren geheilt werden, wenn die Verletzung nicht schwer wiegt und die obere Instanz Ã¼ber die gleiche Kognition wie die untere verfÃ¼gt. Dies gilt vor allem dann und selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung, wenn eine RÃ¼ckweisung der Sache zur GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs lediglich einen formalistischen Leerlauf darstellen und zu einer unnÃ¶tigen VerfahrensverlÃ¤ngerung fÃ¼hren wÃ¼rde. Infolge Heilung bleibt eine GehÃ¶rsverletzung â grundsÃ¤tzlich â folgenlos (vgl. Michele Albertini, Der verfassungsmÃ¤ssige Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r im Verwaltungsverfahren des modernen Staates, Bern 2000, S. 459; Griffel, § 8 N. 38; BGE 137 I 195 E. 2.3.2, BGE 133 I 201 E. 2.2).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.1 </b>Mit Schreiben vom 1. Dezember 2017 ersuchte der BeschwerdefÃ¼hrer bei der F AG um Einsicht in die Akten, die seine Person betreffen. Soweit ersichtlich, stellte die F AG â mit EinverstÃ¤ndnis des Beschwerdegegners â dem Rechtsvertreter des BeschwerdefÃ¼hrers gewisse Unterlagen (insbesondere die Faktura-History) zu. Daraufhin gelangte der BeschwerdefÃ¼hrer mit Schreiben vom 3. Januar 2018 an das kantonale Sozialamt, worin er beantragte, dass ihm Akteneinsicht zu gewÃ¤hren und die vollstÃ¤ndigen Akten in Kopie zuzustellen respektive Zugang zu den elektronischen Akten zu verschaffen sei. Am 16. Januar 2018 stellte der Beschwerdegegner dem BeschwerdefÃ¼hrer Kopien der Akten zu, soweit sie nicht bereits durch die F AG Ã¼bermittelt worden seien oder nicht vom BeschwerdefÃ¼hrer selbst stammten. Am 19. Januar 2018 erliess der Beschwerdegegner seine NichteintretensverfÃ¼gung. </p> <p class="Urteilstext">In der Rekursschrift vom 29. Januar 2018 ersuchte der BeschwerdefÃ¼hrer erneut um Akteneinsicht. Er machte geltend, dass ihm diverse Akten bisher nicht zugestellt worden seien, so die vor dem 8. August 2017 datierende Faktura-History, gewisse medizinische Akten sowie Mutationsmeldungen. Die Vorinstanz kam in ihrem Entscheid zum Schluss, dass der Beschwerdegegner diesbezÃ¼glich das Recht auf Akteneinsicht verletzt habe und wies diesen im Dispositiv an, dem BeschwerdefÃ¼hrer Akteneinsicht im Sinn der ErwÃ¤gungen zu gewÃ¤hren. Der Beschwerdegegner verweigerte mit Schreiben vom 10. September 2018 die Akteneinsicht, da die Dispositiv-Ziffer I des Entscheids der Vorinstanz noch nicht rechtskrÃ¤ftig sei. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 17. Januar 2019 wurde der Beschwerdegegner aufgefordert, die weiteren den BeschwerdefÃ¼hrer betreffenden Akten einzureichen. Dieser Aufforderung kam der Beschwerdegegner am 13. Februar 2019 nach, und die Akten wurden dem Rechtsvertreter des BeschwerdefÃ¼hrers zur Einsicht und Stellungnahme dazu zugestellt. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.2 </b>Dieser Ablauf zeigt deutlich auf, dass das rechtliche GehÃ¶r des BeschwerdefÃ¼hrers, insbesondere dessen Recht auf Akteneinsicht, sowohl durch den Beschwerdegegner als auch durch die Vorinstanz verletzt wurde. Der Beschwerdegegner stellte dem BeschwerdefÃ¼hrer am 16. Januar 2018 trotz Aufforderung nicht die vollstÃ¤ndigen Akten zu. Zudem erging dessen VerfÃ¼gung nur drei Tage spÃ¤ter, nÃ¤mlich am 19. Januar 2018. Da dem BeschwerdefÃ¼hrer so keine Zeit verblieb, innert angemessener Frist zu den Akten Stellung zu nehmen, verletzte der Beschwerdegegner zusÃ¤tzlich das rechtliche GehÃ¶r des BeschwerdefÃ¼hrers. Sodann wÃ¤re der Beschwerdegegner verpflichtet gewesen, unabhÃ¤ngig vom Verfahrensstand bzw. der Rechtskraft des vorinstanzlichen Entscheids, dem BeschwerdefÃ¼hrer Akteneinsicht zu gewÃ¤hren; insbesondere wÃ¤hrend des Laufs der Rechtsmittelfrist ist das Interesse an der Aktenkenntnis besonders gross. Indem der Beschwerdegegner sich auf die fehlende Rechtskraft der Anweisung der Vorinstanz berief und trotz mehrfacher Aufforderung seitens des BeschwerdefÃ¼hrers diesem keine Einsicht in die vollstÃ¤ndigen Akten gewÃ¤hrte, verletzte er das Recht auf Akteneinsicht des BeschwerdefÃ¼hrers in schwerwiegender Weise. </p> <p class="Urteilstext">Kommt die angerufene Rechtsmittelinstanz zum Schluss, das Recht auf Akteneinsicht sei verletzt, hat sie den angefochtenen Entscheid grundsÃ¤tzlich aufzuheben oder die GehÃ¶rsverletzung zu heilen (oben, E. 2.1). Jedenfalls kann sie nicht trotz Feststellung der GehÃ¶rsverletzung einen materiellen Entscheid fÃ¤llen, ohne diese vorab geheilt zu haben, da dadurch dem BeschwerdefÃ¼hrer erneut das Recht genommen wird, sich im hÃ¤ngigen (Rekurs-)Verfahren zu den Akten zu Ã¤ussern. Durch die NichtgewÃ¤hrung der Akteneinsicht im Rekursverfahren bzw. der Nichtaufhebung des angefochtenen Entscheids aufgrund der GehÃ¶rsverletzung hat die Vorinstanz ebenso das rechtliche GehÃ¶r des BeschwerdefÃ¼hrers verletzt. </p> <p class="Erwgung3"><a id="_Ref6498423"><b>2.1.3 </b>Die Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs wiegt schwer. Es ist jedoch davon auszugehen, dass eine RÃ¼ckweisung zur GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs einem formalistischen Leerlauf gleichkommen wÃ¼rde, und auch angesichts des Interesses des BeschwerdefÃ¼hrers an einem raschen materiellen Entscheid rechtfertigt sich eine Heilung. Mit der Zustellung der vollstÃ¤ndigen Akten und der angesetzten Frist zur Stellungnahme dazu konnte die Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs im Beschwerdeverfahren geheilt werden. Den Verfahrensfehlern der Vorinstanz und des Beschwerdegegners wird im Rahmen der Nebenfolgenregelung Rechnung zu tragen sein (dazu unten E. 7.1 f.). Es bestehen keine konkreten Hinweise darauf, dass die das Verfahren betreffenden Akten nach wie vor unvollstÃ¤ndig sind, wie dies der BeschwerdefÃ¼hrer vorbringt.</a> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht weiter geltend, die Vorinstanz habe sich nicht mit dem von ihm eingereichten Rechtsgutachten (Daniel K. Moeckli/Regina Kiener, Rechtsgutachten zum Nothilferegime des Kantons ZÃ¼rich vom 10 August 2017, teilweise publiziert in ZBl 2018, S. 507 ff.) auseinandergesetzt, obwohl sie dazu verpflichtet gewesen wÃ¤re. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.1 </b>Aus der blossen Tatsache, dass eine BehÃ¶rde einem eingereichten Rechtsgutachten nicht folgt, kann nicht geschlossen werden, sie habe dieses nicht beachtet. In einem Zivilprozess bilden die von den Parteien eingereichten Rechtsgutachten materiell Bestandteil ihrer Rechtsschriften bzw. ihrer rechtlichen Parteibehauptungen. Dies gilt grundsÃ¤tzlich auch im Verwaltungsverfahren (BGr, 10. September 2001, 5P.184/2001, E. 2c; Hans Michael Riemer, Rechtsfragen um Rechtsgutachten, recht 2001 S. 152). Entgegen der Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers ist das Gericht aber nicht an Gutachten zu Rechtsfragen gebunden, da es das Recht von Amtes wegen anwendet (§ 7 Abs. 4 VRG; PlÃ¼ss, § 7 N. 167). Die vom BeschwerdefÃ¼hrer zitierte Rechtsprechung bezieht sich dann auch auf ein Gutachten betreffend auslÃ¤ndischen Rechts, Ã¼ber welches (mindestens nach den Vorschriften des Zivilprozesses) Beweis gefÃ¼hrt werden kann. Wird ein Rechtsgutachten nicht beachtet, kann dies lediglich eine Verletzung der BegrÃ¼ndungspflicht zur Folge haben, ob diese verletzt ist, ist vorliegend zu prÃ¼fen. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.2 </b>Das rechtliche GehÃ¶r gemÃ¤ss Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, dass die BehÃ¶rde die Vorbringen der Parteien tatsÃ¤chlich hÃ¶rt, prÃ¼ft und bei der Entscheidfindung berÃ¼cksichtigt. Die BegrÃ¼ndung muss deshalb zumindest kurz die wesentlichen Ãberlegungen nennen, von denen sich die BehÃ¶rde hat leiten lassen und auf die sie ihren Entscheid stÃ¼tzt. Dagegen wird nicht verlangt, dass sich die BegrÃ¼ndung mit allen Parteistandpunkten einlÃ¤sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrÃ¼cklich widerlegt (BGr, 3. Dezember 2018, 2C_603/2018, E. 3.1 mit Hinweisen; BGE 138 I 232 E. 5.1). Aus der BegrÃ¼ndung muss allerdings mittelbar oder unmittelbar ersichtlich sein, dass die BehÃ¶rde diese Vorbringen fÃ¼r nicht erheblich oder unrichtig gehalten hat (vgl. PlÃ¼ss, § 10 N. 25). </p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.3 </b>Das Rechtsgutachten kommt zum Schluss, dass es sich bei den Auflagen, sich zweimal tÃ¤glich in der Notunterkunft zu melden und dort zu Ã¼bernachten, um nicht mit Art. 12 BV vereinbare Auflagen handle, da sie sachfremd seien. Zudem fehle es auch an einer gesetzlichen Grundlage, und das Recht auf Bewegungsfreiheit (Art. 10 Abs. 2 BV) und das Recht auf soziale Kontakte seien auf ungerechtfertigte Weise verletzt, da zusÃ¤tzlich zur fehlenden gesetzlichen Grundlage auch der Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit nicht gewahrt werde. Werde finanzielle Nothilfe nicht ausgerichtet bzw. verweigert, handle es sich dabei um eine VerfÃ¼gung, welche anfechtbar sei. Sodann Ã¤ussert sich das Gutachten zur AufgabenÃ¼bertragung an die F AG: Weil der Betrieb einer Notunterkunft sowie die Ausrichtung von Nothilfe die Rechtsstellung der Benutzer berÃ¼hre, kÃ¶nne nicht von einer bloss administrativen HilfstÃ¤tigkeit ausgegangen werden, sondern die F AG nehme eine staatliche Aufgabe wahr, wofÃ¼r es aber bereits an der gesetzlichen Grundlage mangle. In der Rekursschrift vom 29. Januar 2018 verweist der BeschwerdefÃ¼hrer â mindestens betreffend Anfechtbarkeit der Nichtausrichtung von Nothilfe sowie der AufgabenÃ¼bertragung an die F AG â auf das Rechtsgutachten, womit diese AusfÃ¼hrungen ohnehin Teil seiner rechtlichen BegrÃ¼ndung wurden. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.4 </b>Die Vorinstanz Ã¤usserte sich zur Anfechtbarkeit der Verweigerung der Nothilfe sowie kurz zur Vereinbarkeit mit Art. 12 BV. Die BegrÃ¼ndung ist Ã¤usserst knapp gehalten und setzt sich in keiner Weise mit den weiteren gerÃ¼gten Rechtsverletzungen (Grundrechtseingriffe, LegalitÃ¤tsprinzip etc.) im Zusammenhang mit der Nichtauszahlung der Nothilfe auseinander. Aus dem Entscheid geht nicht hervor, ob die Vorinstanz diese Fragen Ã¼berhaupt prÃ¼fte und aus welchen GrÃ¼nden sie sie gegebenenfalls verneinte. Damit verletzte die Vorinstanz ihre BegrÃ¼ndungspflicht. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.5 </b>Da â wie oben ausgefÃ¼hrt â davon auszugehen ist, dass eine RÃ¼ckweisung an die Vorinstanz zu einem formalistischen Leerlauf fÃ¼hren wÃ¼rde, welcher unnÃ¶tige VerfahrensverzÃ¶gerungen zur Folge hÃ¤tte (oben, E. 2.1.3), ist auf eine RÃ¼ckweisung zu verzichten. Dem Verfahrensfehler der Vorinstanz wird jedoch im Rahmen der Nebenfolgenregelung Rechnung zu tragen sein (dazu unten E. 7.1).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><a id="_Ref6909187"><b>3.1 </b>Wer sich wie der BeschwerdefÃ¼hrer unberechtigt in der Schweiz aufhÃ¤lt und nicht zur Ausreise veranlasst werden kann, hat Anspruch auf UnterstÃ¼tzung im Rahmen des Rechts auf Hilfe in Notlagen nach Art. 12 BV; es besteht kein Anspruch auf die darÃ¼ber hinaus gehende Sozialhilfe (Art. 82 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG]; § 5c Abs. 1 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 [SHG]). GemÃ¤ss Art. 12 BV hat, wer in Not gerÃ¤t und nicht in der Lage ist, fÃ¼r sich zu sorgen, Anspruch auf Hilfe und Betreuung und auf die Mittel, die fÃ¼r ein menschenwÃ¼rdiges Dasein unerlÃ¤sslich sind. Dieses Grundrecht garantiert nicht ein Mindesteinkommen; verfassungsrechtlich geboten ist nur, was fÃ¼r ein menschenwÃ¼rdiges Dasein unabdingbar ist und vor einer unwÃ¼rdigen Bettelexistenz zu bewahren vermag. Der Anspruch umfasst einzig die in einer Notlage im Sinn einer ÃberbrÃ¼ckungshilfe unerlÃ¤sslichen Mittel (in Form von Nahrung, Kleidung, Obdach und medizinischer Grundversorgung), um Ã¼berleben zu kÃ¶nnen. GrundsÃ¤tzliche Voraussetzung der Anwendbarkeit von Art. 12 BV ist das Vorliegen einer aktuellen, d.</a><span> </span>h. tatsÃ¤chlich eingetretenen oder unmittelbar drohenden Notlage (BGE 131 I 166 E. 3.1 f.; BGE 130 I 71 E. 4.1; je mit Hinweisen). Art. 12 BV umfasst nur eine auf die konkreten UmstÃ¤nde zugeschnittene, minimale individuelle Nothilfe, solange die Notlage anhÃ¤lt. Sie beschrÃ¤nkt sich auf das absolut Notwendige und soll die vorhandene Notlage beheben (BGE 138 V 310 E. 2.1). Die Nothilfe an abgewiesene Asylbewerber umfasst grundsÃ¤tzlich die Unterbringung in aller Regel in einer Gruppenunterkunft, die Abgabe von Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln und die GewÃ¤hrung dringender medizinischer Versorgung (BGE 135 I 119 = Pra 2009 Nr. 107 E. 5.3, 5.5). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Soweit der Kanton fÃ¼r die Unterbringung zustÃ¤ndig ist (Art. 24 Abs. 4â6, Art. 24d, Art. 80, Art. 80a AsylG), obliegt die Ausgestaltung der Nothilfe im Rahmen der verfassungsmÃ¤ssigen Mindestanforderungen den Kantonen, soweit der Bund im Rahmen seiner Kompetenzen nicht spezielle Regelungen erlÃ¤sst (vgl. z.<span> </span>B. Art. 80 ff. AsylG). Nach Art. 3 Abs. 3 lit. a der Asylverordnung 2 Ã¼ber Finanzierungsfragen vom 11. August 1999 (AsylV2) richten sich bei Personen mit einem rechtskrÃ¤ftigen Nichteintretensentscheid oder einem rechtskrÃ¤ftig abgewiesenen Asylgesuch, denen eine Ausreisefrist angesetzt worden ist, die Festsetzung und die Ausrichtung der Nothilfeleistungen nach kantonalem Recht (vgl. auch Art. 82 Abs. 1 AsylG). Die Kantone sind in der Art und Weise der Leistungserbringung unter dem Titel der Nothilfe frei (BGE 139 I 272 = Pra 2014 Nr. 54 E. 3.2; BGE 135 I 119 = Pra 2009 Nr. 107 E. 5.3). Auch die ModalitÃ¤ten der Leistungserbringung stehen grundsÃ¤tzlich in der Kompetenz des Kantons bzw. dessen BehÃ¶rden. Die Kantone dÃ¼rfen allerdings keine unzumutbaren oder gar schikanÃ¶sen Anforderungen an deren Bezug stellen (BGE 131 I 166 E. 8.4). Vorbehalten bleiben Art. 82 Abs. 4 und Art. 83a AsylG sowie abweichende Bestimmungen dieser Verordnung. Nach Art. 82 Abs. 4 AsylG ist die Nothilfe nach MÃ¶glichkeit in Form von Sachleistungen an den von den Kantonen oder vom Bund bezeichneten Orten auszurichten.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Wer der Nothilfe bedarf, kann aus Art. 12 BV kein Recht ableiten, Ã¼ber Ort, Form oder Ausgestaltung der zu gewÃ¤hrenden Nothilfe selber frei zu entscheiden (Lucien MÃ¼ller, in: Bernhard Ehrenzeller/Benjamin Schindler/Rainer J. Schweizer/Klaus A. Vallender [Hrsg.], Die Schweizerische Bundesverfassung, Kommentar, 3. A., St. Gallen 2014 [Kommentar BV], Art. 12 N. 29). Nothilfe ist als ÃberbrÃ¼ckungshilfe zu leisten (BGE 139 I 272 = Pra 2014 Nr. 54 E. 3.2), solange die Notlage andauert. Die Bezeichnung als ÃberbrÃ¼ckungshilfe schliesst nicht aus, dass sie unter UmstÃ¤nden Ã¼ber mehrere Jahre ausgerichtet werden kann. Der Anspruch auf Hilfe in Notlagen kann an Auflagen und Bedingungen geknÃ¼pft werden, wenn diese der Beseitigung der Notlage dienen. Insbesondere darf, soweit erforderlich und zumutbar, verlangt werden, dass der Betroffene bei der Feststellung der Notlage mitwirkt (Art. 83a AsylG). Zudem kann der Leistungsbezug an das (zumutbare) persÃ¶nliche Abholen der Leistungen oder die geeignete Individualisierung des BezÃ¼gers geknÃ¼pft werden (MÃ¼ller, Art. 12 N. 36; Claudia HÃ¤nzi, Die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe, Basel 2011, S. 150).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>GestÃ¼tzt auf § 5c Abs. 3 SHG hat der Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich die Nothilfe­verordnung vom 24. Oktober 2007 erlassen, die seit dem 1. Januar 2008 in Kraft ist. SubsidiÃ¤r anwendbar bleiben das Sozialhilfegesetz und die Sozialhilfeverordnung (vgl. zur AsylfÃ¼rsorgeverordnung VGr, 31. Juli 2008, VB.2008.00248, E. 2). GemÃ¤ss § 1 Abs. 1 Nothilfeverordnung haben Personen, welche sich unberechtigt in der Schweiz aufhalten und nicht zur Ausreise veranlasst werden kÃ¶nnen, Anspruch auf Nothilfe im Sinn von Art. 12 BV, wenn sie ausdrÃ¼cklich ein Gesuch um Nothilfe gestellt haben (lit. a) und kein anderer Kanton fÃ¼r den Vollzug einer verfÃ¼gten Wegweisung zustÃ¤ndig ist (lit. b). Die Nothilfe umfasst Unterkunft, Nahrung, Kleidung, die MÃ¶glichkeit zur KÃ¶rperpflege sowie die medizinische Versorgung (§ 2 Abs. 1 Satz 1 Nothilfeverordnung). Sie wird in der Regel in dafÃ¼r vorgesehenen UnterkÃ¼nften gewÃ¤hrt und in Form von Sachleistungen ausgerichtet (§ 2 Abs. 1 Satz 2 Nothilfeverordnung). Wer Nothilfe beansprucht, muss persÃ¶nlich beim Migrationsamt vorsprechen. Dieses Ã¼berprÃ¼ft die Person auslÃ¤nderrechtlich und Ã¼berweist sie an das Kantonale Sozialamt (§ 4 Abs. 1 Nothilfeverordnung). Das Kantonale Sozialamt prÃ¼ft die Voraussetzungen fÃ¼r die GewÃ¤hrung von Nothilfe und weist die Person einer Unterkunft zu (§ 4 Abs. 2 Nothilfeverordnung). Der Kanton legt die Struktur, das Niveau und die Art der Hilfe fest und sorgt fÃ¼r deren Finanzierung (vgl. BegrÃ¼ndung des Regierungsrats zur Verordnung Ã¼ber die GewÃ¤hrung von Nothilfe an Personen ohne Aufenthaltsbewilligung [Nothilfeverordnung] vom 24. Oktober 2007 [ABl 2007, 2010 ff., 2011 f.]).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>GemÃ¤ss Ziff. 4.2 der Empfehlungen der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und -direktoren (SODK) zur Nothilfe fÃ¼r ausreisepflichtige Personen des Asylbereichs vom 29. Juni 2012 (Nothilfeempfehlungen) ist bei der Ausrichtung der Nothilfe auf die elementaren und individuell-konkreten BedÃ¼rfnisse der betroffenen Personen RÃ¼cksicht zu nehmen. Dem Gesundheitszustand der BedÃ¼rftigen ist in angemessener Weise Rechnung zu tragen. Massgebend ist dabei aber nicht das von der betroffenen Person formulierte BedÃ¼rfnis, sondern die EinschÃ¤tzung der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde (allenfalls unter Beizug von medizinischen Zeugnissen oder EinschÃ¤tzungen des Personals in der Notunterkunft). Die BehÃ¶rde soll dabei immer das Ziel einer freiwilligen Ausreise im Blick behalten, ohne die verfassungsmÃ¤ssig garantierten Mindeststandards zu verletzen. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die Vorinstanz trat auf das Begehren des BeschwerdefÃ¼hrers, soweit die Auszahlungen nach dem 3. Januar 2018 betroffen waren, nicht ein, da die Auszahlungen der BetrÃ¤ge nach dem 3. Januar 2018 nicht Teil des an den Beschwerdegegner gerichteten Gesuchs gewesen seien. TatsÃ¤chlich stellte der BeschwerdefÃ¼hrer sein Gesuch an den Beschwerdegegner am 3. Januar 2018 und verlangte darin die Ausrichtung der verweigerten Nothilfeleistungen zwischen dem 29. Mai 2017 und 3. Januar 2018. Da der Streitgegenstand im Lauf des Verfahrens nicht erweitert werden kann (Bertschi, Vorb. zu §§ 19â28a N. 45 ff.), ist die Vorinstanz diesbezÃ¼glich zu Recht nicht auf den Rekurs eingetreten, und die Beschwerde ist in Bezug auf die Nothilfeleistungen ab 4. Januar 2018 abzuweisen. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Im Ãbrigen kam die Vorinstanz zum Schluss, dass nicht ausbezahlte Nothilfegelder aufgrund des Bedarfsdeckungsprinzips nicht nachgefordert werden kÃ¶nnen und es sich bei der Auszahlung der Nothilfe wÃ¤hrend eines bestimmten Zeitrahmens um eine organisatorische Regelung handle. Der BeschwerdefÃ¼hrer mache keine GrÃ¼nde geltend, weshalb ihm die pÃ¼nktliche Teilnahme an den Kontrollen jeweils nicht mÃ¶glich gewesen sei, und es bestÃ¼nden auch keine Hinweise darauf, dass er an den Tagen, an welchen ihm keine Nothilfezahlungen ausgerichtet worden seien, tatsÃ¤chlich in der Unterkunft Ã¼bernachtet hÃ¤tte. Deshalb sei der Antrag auf Ausrichtung der nicht ausbezahlten Nothilfeleistungen abzuweisen. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer wendet im Wesentlichen ein, dass er am Morgen oft verschlafen und sich deshalb jeweils wenige Minuten zu spÃ¤t bei der Zentrumsleiterin gemeldet habe. Es sei ihm an diesen Tagen zu Unrecht keine Nothilfe ausbezahlt worden, habe er sich doch jeweils tatsÃ¤chlich in der Unterkunft aufgehalten. Dazu sei die Zentrumsleiterin, Frau D, zu befragen. Im Weiteren rÃ¼gt er, dass die Ausrichtung von Nothilfe nicht an eine zweimal tÃ¤gliche Meldepflicht geknÃ¼pft werden dÃ¼rfe ohne entsprechende gesetzliche Grundlage; die VerknÃ¼pfung des Nothilfeanspruchs mit der Anwesenheit in der Unterkunft verstosse ohnehin gegen Art. 12 BV, Art. 13 Abs. 1 BV sowie Art. 10 Abs. 2 BV. Da die Verweigerung der finanziellen Nothilfe eine VerfÃ¼gung darstelle, sei diese ohne entsprechende VerfÃ¼gungskompetenz seitens der F AG ergangen. Insgesamt sei ihm deshalb die Nothilfe nachtrÃ¤glich auszubezahlen. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.2 </b>Dem Beschwerdegegner zufolge wÃ¼rden mit der zweimaligen Meldepflicht keine neuen Voraussetzungen geschaffen, es seien lediglich die ModalitÃ¤ten angepasst worden, und wer die UnterstÃ¼tzungsleistung nicht rechtzeitig abhole, verzichte auf diese. Es sei dann irrelevant, ob sich der BeschwerdefÃ¼hrer an den betreffenden Tagen tatsÃ¤chlich in der NUK C aufgehalten habe oder nicht. Der Beschwerdegegner stellt damit die Darstellung des BeschwerdefÃ¼hrers, dass dieser jeweils zu spÃ¤t gekommen sei, aber sich in der Unterkunft aufgehalten habe, nicht infrage. Ohnehin kÃ¶nne die Nothilfe nie nachtrÃ¤glich ausgerichtet werden. Sodann handle die F AG lediglich im Auftrag des Beschwerdegegners, ohne Ã¼ber eigene hoheitliche Befugnisse zu verfÃ¼gen, weshalb es keiner AufgabenÃ¼bertragung bedurft habe; es handle sich bei der Auszahlung bzw. Nichtauszahlung um reine Vollzugshandlungen. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Zuerst ist der Frage nachzugehen, wie die zweimal tÃ¤gliche Meldepflicht zu qualifizieren bzw. rechtlich einzuordnen ist. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.1 </b>Das Recht auf Hilfe in Notlagen steht nur bedÃ¼rftigen Personen zu (oben, E. 3.1). Bei der AbklÃ¤rung der BedÃ¼rftigkeit ist die BehÃ¶rde auf die Mitwirkung der betroffenen Person angewiesen, weshalb diese verpflichtet werden kann, bei der Feststellung, ob eine Notlage vorliegt, mitzuwirken. Wird die Ausrichtung von Nothilfe an Personen verweigert, welche ihren verfahrensrechtlichen Mitwirkungspflichten zur AbklÃ¤rung der BedÃ¼rftigkeit nicht nachkommen, ist dadurch nicht der Schutzbereich und somit der Kerngehalt des Grundrechts auf Hilfe in Notlagen nach Art. 12 BV tangiert, sondern das Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen. Dabei dÃ¼rfen die Anforderungen an die Mitwirkungspflicht nicht derart Ã¼bermÃ¤ssig belastend sein, dass der verfassungsmÃ¤ssige Anspruch auf Nothilfe ausgehÃ¶hlt wird (Bernhard Waldmann, Das Recht auf Nothilfe zwischen SolidaritÃ¤t und Eigenverantwortung, ZBl 2006 S. 358). </p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.2 </b>Daraus ergibt sich, dass die vorgeschriebenen Anwesenheitszeiten keine neuen Anspruchsvoraussetzungen fÃ¼r den Nothilfebezug enthalten. Vielmehr dient die Kontrolle der Anwesenheiten der Feststellung der BedÃ¼rftigkeit, welche gesetzliche Voraussetzung fÃ¼r die Nothilfeberechtigung ist und bei welcher die betroffenen Personen mitzuwirken haben. Aus praktischen GrÃ¼nden kann nicht in jedem Einzelfall jeden Tag geprÃ¼ft werden, ob die betroffene Person (noch) bedÃ¼rftig ist. Jedoch wird bei jenen Personen, welche die Anwesenheitskontrollen absolvieren, vermutet, dass sie in der ihnen zugewiesenen Unterkunft wohnen bzw. Ã¼bernachten und sie demnach bedÃ¼rftig sind. Dahingegen wird bei Personen, die nicht in der ihnen zugewiesenen Unterkunft Ã¼bernachten bzw. zu Kontrollzeiten abwesend sind, vermutet, dass ihnen mit der ÃbernachtungsmÃ¶glichkeit, die durch Dritte gewÃ¤hrt wird, auch eine Waschgelegenheit und Nahrung geboten werden und sie demnach unter BerÃ¼cksichtigung des SubsidiaritÃ¤tsprinzips nicht bedÃ¼rftig sind (VGr, 27. Oktober 2017, VB.2017.00299, E. 3.8 f.).</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.3 </b>Insofern nicht zu folgen ist dem vom BeschwerdefÃ¼hrer eingereichten Rechtsgutachten darin, dass das Bundesgericht im Entscheid BGE 138 V 310 eine strikte Trennung der NothilfebedÃ¼rftigkeit betreffend Ãbernachtung von derjenigen betreffend Geldleistung fÃ¼r Nahrungs- und HygienebedÃ¼rfnisse (soweit diese bei Bedarf nicht von der Unterkunft gedeckt werden) vorgenommen habe. Im erwÃ¤hnten Entscheid ging es um die Leistung der PrÃ¤mien fÃ¼r die obligatorische Krankenkasse einer bei ihrer Schwester und deren Freund dauerhaft wohnenden abgewiesenen Asylbewerberin. GestÃ¼tzt auf Art. 92d der Verordnung vom 27. Juni 1995 Ã¼ber die Krankenversicherung (KVV) hielt das Bundesgericht fest, dass die Versicherungspflicht auch bei Asylsuchenden mit einem rechtskrÃ¤ftigen Nichteintretensentscheid bis zu deren Ausreise aus der Schweiz aufrechterhalten bleibe. Zwar sei die betroffene BeschwerdefÃ¼hrerin bezÃ¼glich Unterkunft nicht nothilfebedÃ¼rftig, dennoch habe sie aufgrund der <i>gesetzlichen</i> Regelung Anspruch auf die Leistung der KrankenkassenprÃ¤mien (Art. 92d KVV), auch wenn sie nicht in der Notunterkunft Ã¼bernachte. DemgegenÃ¼ber gingen die tatsÃ¤chlich erbrachten Leistungen Dritter, die einen Teil der elementaren GrundbedÃ¼rfnisse abdeckten und auf die kein durchsetzbarer Anspruch bestehe, dem Leistungsanspruch des Staates vor (BGE 138 V 310 E. 4.2, 5.2, 5.3). Daraus kann demnach nicht geschlossen werden, wer bezÃ¼glich Unterkunft nicht als nothilfebedÃ¼rftig erscheine, bleibe dies jedenfalls mit Bezug auf den Geldbetrag fÃ¼r Nahrung und KÃ¶rperpflege. Solches wÃ¤re denn auch nicht praktikabel, wenn der Betrag von Fr. 8.50 pro Tag anhand der bloss behaupteten VerhÃ¤ltnisse Ã¼ber die allfÃ¤llige Verpflegung am fremden Ãbernachtungsort konkret bemessen bzw. allenfalls reduziert werden mÃ¼sste.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.4 </b>Indem der Beschwerdegegner mit den Kontrollzeiten die Feststellung der BedÃ¼rftigkeit schematisiert, wird er allerdings nicht von einer EinzelfallprÃ¼fung befreit. Da es sich beim Schluss von der Nichteinhaltung der zwei Mal tÃ¤glichen Meldepflicht auf die fehlende Ãbernachtung in der Notunterkunft und beim Schluss von der fehlenden Ãbernachtung in der Notunterkunft auf die fehlende BedÃ¼rftigkeit lediglich um tatsÃ¤chliche (also nicht um gesetzliche) Vermutungen handelt, darf sich die Verwaltung ihrer erst bedienen, wenn fÃ¼r die relevanten Sachverhalte keine direkten Beweise vorliegen bzw. ihr solche nur schwer oder mit unverhÃ¤ltnismÃ¤ssigem Aufwand zugÃ¤nglich sind. Nur in diesem Fall kann von bekannten Tatsachen (Vermutungsbasis) auf unbekannte (Vermutungsfolge) geschlossen werden. Es handelt sich dabei um Wahrscheinlichkeitsfolgerungen, die aufgrund der Lebenserfahrung gezogen werden. Als Problem der BeweiswÃ¼rdigung berÃ¼hrt die tatsÃ¤chliche Vermutung weder die Beweislast noch die das Verwaltungsverfahren beherrschende Untersuchungsmaxime. Letztere gebietet zwar, dass die Verwaltung auch nach entlastenden, das heisst die Vermutung erschÃ¼tternden Elementen sucht. Namentlich soweit allfÃ¤llig entlastende Beweise fÃ¼r die BehÃ¶rde nur schwer zugÃ¤nglich sind, darf die BehÃ¶rde im erwÃ¤hnten Sinn auf eine tatsÃ¤chliche Vermutung abstellen, wobei ihre Pflicht zu weiteren Untersuchungen erheblich relativiert wird oder dahinfÃ¤llt. Die beweisbelastete Partei hat folglich die fÃ¼r die Vermutung benÃ¶tigten Indizien (Vermutungsbasis) darzutun. Gelingt ihr dies, liegt es an der Gegenpartei, hier dem BeschwerdefÃ¼hrer, die natÃ¼rliche Vermutung umzustossen; es kommt also zu einer Beweislastumkehr. Zur Erbringung des Gegenbeweises genÃ¼gt das Erwecken von erheblichen Zweifeln an der Richtigkeit der Vermutungsbasis oder der daraus gezogenen Schlussfolgerung, soweit das Gesetz oder die Rechtsprechung nicht ein anderes Beweismass vorschreiben. Analog zur Sozialhilfe, wenn aus UmstÃ¤nden, die der SozialbehÃ¶rde bekannt sind, nach der Lebenserfahrung der Schluss zu ziehen ist, dass ein SozialhilfeempfÃ¤nger zu viel Sozialhilfe bezog, obliegt es diesem, die Vermutung durch den Gegenbeweis bzw. erhebliche Zweifel umzustÃ¼rzen. Gelingt es dem SozialhilfeempfÃ¤nger dabei nicht, mit substanziierten Sachdarstellungen die Vermutungsbasis zu widerlegen, ist vom Sachverhalt auszugehen, wie er sich als Vermutungsfolge ergibt (vgl. BGE 130 II 482 E. 3.2; VGr, 25. Januar 2018, VB.2017.00263, E. 3.8; 5. November 2015, VB.2015.00267 E. 5.2; 1. Oktober 2015, VB.2015.00265, E. 5.4; PlÃ¼ss, § 7 N. 140). </p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.5 </b>Zwar begrÃ¼ndet somit die Abwesenheit bei den Kontrollzeiten die Vermutung, dass keine BedÃ¼rftigkeit besteht; der betroffenen Person muss allerdings der Gegenbeweis erhalten bleiben, um so die Vermutung umzustossen. Insbesondere muss der betroffenen Person der Nachweis ermÃ¶glicht werden, dass sie trotz Nichteinhaltung der Kontrollzeiten anwesend war bzw. dass sie trotz Abwesenheit zu den Kontrollzeiten bedÃ¼rftig war, beispielsweise weil ihr die Anwesenheit nicht mÃ¶glich oder zumutbar war (VGr, 27. Oktober 2017, VB.2017.00299, E. 3.10). In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass es sich bei den mittels Merkblatt bekanntgegebenen Kontrollzeiten auch nach Auffassung des Beschwerdegegners weder um eine AllgemeinverfÃ¼gung noch um eine Verordnung handelt, welche neue Rechte und Pflichten der sich in der Notunterkunft aufhaltenden Personen begrÃ¼nden kÃ¶nnte.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Nachdem die zweimal tÃ¤glichen Anwesenheitspflichten als Mitwirkung bei der Feststellung des Sachverhalts qualifiziert wurden, ist darauf einzugehen, ob es zulÃ¤ssig ist, dass die F AG anstelle des Beschwerdegegners die Anwesenheitskontrollen durchfÃ¼hrt und die NothilfebeitrÃ¤ge ausbezahlt. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.1 </b>Nach Art. 98 Abs. 1 der Verfassung des Kantons ZÃ¼rich vom 27. Februar 2005 (KV) kann der Kanton die ErfÃ¼llung Ã¶ffentlicher Aufgaben an Dritte Ã¼bertragen. Solches hat mittels formellen Gesetzes zu erfolgen (Abs. 2 sowie Art. 38 Abs. 2 lit. h KV). Zu regeln sind in der Delegationsnorm Art, Umfang und Finanzierung des Ãbertragenen, die Struktur der betreffenden Organisation, der Umfang der Rechtsetzungsbefugnisse, Art und Umfang bedeutender Beteiligungen, Aufsicht sowie Rechtsschutz (Art. 98 Abs. 4 KV). Art. 98 KV ist bezÃ¼glich AufgabenÃ¼bertragungen anwendbar, welche bedeutsam sind und nur schwer wieder rÃ¼ckgÃ¤ngig gemacht werden kÃ¶nnen oder mit welchen hoheitliche Befugnisse Ã¼bertragen werden; nicht gemeint ist damit etwa ein blosses AuftragsverhÃ¤ltnis, in dessen Rahmen die Entscheidungsgewalt bei den BehÃ¶rden verbleibt und welches jederzeit gekÃ¼ndigt werden kann. Gegen eine Ãbertragung im Sinn von Art. 98 KV kann auch sprechen, dass die Rechtsstellung der Administrierten in keiner Weise berÃ¼hrt wird (vgl. Tobias Jaag, Dezentralisierung und Privatisierung Ã¶ffentlicher Aufgaben: Formen, Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, in: Tobias Jaag [Hrsg.], Dezentralisierung und Privatisierung Ã¶ffentlicher Aufgaben, S. 38 ff.; Andreas MÃ¼ller in: HÃ¤ner/RÃ¼ssli/Schwarzenbach [Hrsg.], Kommentar zur ZÃ¼rcher Kantonsverfassung, ZÃ¼rich/Basel/Genf 2007, Art. 98 N. 7). </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.2 </b>Der Beschwerdegegner stellt sich auf den Standpunkt, dass die F AG lediglich als Beauftragte handle und ihr keine hoheitlichen Kompetenzen und damit auch keine VerfÃ¼gungs- und Entscheidungskompetenzen bei der Frage zukÃ¤men, ob ein Betroffener nun als bedÃ¼rftig gilt und Anspruch auf Nothilfe hat oder nicht. DafÃ¼r spricht jedenfalls, dass die F AG die Weisung des Beschwerdegegners strikte vollzieht, d.<span> </span>h. dass der F AG bei Abwesenheiten von Personen zu den Kontrollzeiten oder bei ZuspÃ¤tkommen kein Entscheidungsspielraum verbleibt, ob die finanzielle Nothilfe nun doch gewÃ¤hrt werden kann oder nicht. </p> <p class="Erwgung3">Fraglich erscheint allerdings, ob durch die Beauftragung der F AG die Rechtsstellung der Betroffenen tatsÃ¤chlich nicht tangiert wird, womit gewisse Zweifel daran bestehen, ob die AufgabenÃ¼bertragung den Anforderungen gemÃ¤ss Art. 38 und 98 KV genÃ¼gt (vgl. VGr, 4. Dezember 2014, VB.2014.00132, E. 9; VGr, 27. Oktober 2017, VB.2017.00299, E. 4.4). Die Rechtsstellung der Betroffenen ist immer dann berÃ¼hrt, wenn die Nothilfe trotz gegebener BedÃ¼rftigkeit verweigert wird und damit ein Eingriff in den Kerngehalt des Grundrechts auf Hilfe in Notlagen (Art. 12 BV) vorliegt. Liegt ein solcher Eingriff im Handeln der F AG begrÃ¼ndet, setzt die AufgabenÃ¼bertragung eine gesetzliche Grundlage voraus. DafÃ¼r reicht Art. 80a AsylG, der lediglich die MÃ¶glichkeit der AufgabenÃ¼bertragung an Dritte vorbehÃ¤lt, jedenfalls nicht aus. Es bedÃ¼rfte vielmehr einer gesetzlichen Regelung auf Kantonsebene, welche im Kanton ZÃ¼rich aber nicht besteht. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.3 </b>Schliesslich betont der Beschwerdegegner aber ausdrÃ¼cklich, dass der F AG keine hoheitlichen Befugnisse und damit auch keine VerfÃ¼gungs- und Entscheidungskompetenzen bei der Frage zukommen, ob ein Betroffener nun als bedÃ¼rftig gilt und Anspruch auf Nothilfe hat oder nicht. Es kann in der Folge offenbleiben, ob bzw. in welchem Umfang der Betrieb der Notunterkunft trotz der gewichtigen Auswirkungen, welche diese TÃ¤tigkeit auf den Kerngehalt des Rechts auf Nothilfe der NothilfeempfÃ¤nger hat, ohne Ãbertragung einer Ã¶ffentlichen Aufgabe auf gesetzlicher Grundlage zulÃ¤ssig ist. Selbst wenn es ohne Ãbertragung einer Ã¶ffentlichen Aufgabe auf gesetzlicher Grundlage als zulÃ¤ssig erschiene, dass die F AG im Auftrag des Beschwerdegegners zu bestimmten Zeiten Unterschriften zwecks Anwesenheitskontrolle entgegennimmt und Nothilfegelder nach Weisungen des Beschwerdegegners auszahlt, wÃ¤re diese jedenfalls nicht befugt, anstelle des Beschwerdegegners darÃ¼ber zu entscheiden, ob die Anspruchsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind. Dies entspricht auch dem Standpunkt des Beschwerdegegners und der Vorinstanz. Die Nichtauszahlung des Nothilfegeldes stellt unter diesen UmstÃ¤nden einen Realakt dar. Deshalb hat der Beschwerdegegner auf Begehren des HilfeempfÃ¤ngers darÃ¼ber eine VerfÃ¼gung zu erlassen, wozu er aufgrund des Untersuchungsgrundsatzes den Sachverhalt festzustellen hat. Dabei hat er mindestens die ihm relativ leicht zugÃ¤nglichen Beweismittel zu erheben, so etwa AuskÃ¼nfte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der von ihm mit der DurchfÃ¼hrung beauftragten F AG einzuholen. Nur wenn sich daraus keine Klarheit ergibt, kann er sich der zweistufigen Vermutung bedienen, dass die Abwesenheit zu vermuten ist, wenn jemand sich nicht zu den Kontrollzeiten meldet und dass der finanziellen Hilfe an jenem Tag nicht bedurfte, wer nicht anwesend war. Bei beiden Vermutungen steht dem Hilfesuchenden sowohl der Beweis, dass die Vermutungsbasis nicht zutrifft, als auch der Gegenbeweis gegen die vermutete Tatsache offen. Dies bedarf eines entsprechenden Verfahrens, in welchem den Betroffenen ermÃ¶glicht werden muss, die relevanten Angaben zu liefern (Waldmann, S. 358). § 10c VRG sieht einen nachlaufenden Rechtsschutz gegenÃ¼ber Real­akten vor, der keine Beteiligungsrechte vor der AusfÃ¼hrung der beanstandeten behÃ¶rdlichen Handlung beinhaltet. Die rechtsstaatlich notwendigen minimalen Verfahrensrechte im Sinn von Art. 29 BV mÃ¼ssen vielmehr erst wÃ¤hrend des allenfalls nachfolgenden Verfahrens gewÃ¤hrleistet werden (VGr, 25. April 2019, VB.2018.00483 E. 6.2, noch nicht publiziert; vgl. Tschopp-Christen, S. 169). Im vorliegenden Zusammenhang betrifft dies auch die eigentliche nÃ¤here SachverhaltsabklÃ¤rung, wÃ¤hrend die Auszahlung dem ersten Anschein folgt, welcher sich aufgrund der Einhaltung der zweimal tÃ¤glichen Meldepflicht ergibt. Dass die verfÃ¼gungsbefugte BehÃ¶rde erst nachtrÃ¤glich den relevanten Sachverhalt abklÃ¤rt, das rechtliche GehÃ¶r gewÃ¤hrt und durch Erlass einer VerfÃ¼gung den Rechtsweg erÃ¶ffnet, ist gerade dort problematisch, wo es um die Behebung einer zeitlich unmittelbar bestehenden Notlage und die Erbringung zeitlich dringender Leistungen geht. Deshalb hat der Beschwerdegegner eine solche auf genÃ¼gender SachverhaltsabklÃ¤rung basierende VerfÃ¼gung innert sehr kurzer Frist zu erlassen. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>4.5.1 </b>Beim Grundrecht auf Hilfe in Notlagen fallen Schutzbereich und Kerngehalt zusammen, weshalb die damit im Zusammenhang stehende prozessuale Geltendmachung des Grundrechts grundsÃ¤tzlich unverjÃ¤hrbar und unverzichtbar ist, sofern dadurch fundamentale Aspekte der PersÃ¶nlichkeit oder der MenschenwÃ¼rde betroffen sind. Insofern ist der BeschwerdefÃ¼hrer bei der Geltendmachung des Grundrechts auf Hilfe in Notlagen bei verweigerter Auszahlung der Nothilfe grundsÃ¤tzlich nicht an eine bestimmte prozessuale Frist gebunden, und er kann zurÃ¼ckgehende AnsprÃ¼che geltend machen (Carlo Tschudi, Nothilfe an Personen mit Nichteintretensentscheid, in: Jusletter 20. MÃ¤rz 2006, Rz. 10 f.; zur Unverzichtbarkeit und UnverjÃ¤hrbarkeit vgl. BGE 118 Ia 209 E. 2c). Jedenfalls hindert das Verpassen der Kontrollzeiten, da diese nur die SachverhaltsabklÃ¤rungen vereinfachen sollen, die Betroffenen grundsÃ¤tzlich nicht daran, ihre BedÃ¼rftigkeit spÃ¤ter darzulegen. Dabei ist allerdings zu berÃ¼cksichtigen, dass die Geltendmachung weit zurÃ¼ckgehender Nothilfezahlungen aufgrund der mÃ¶glichen Beweismittel und der mit der Zeit eintretenden Beweisschwierigkeiten nicht ganz einfach sein dÃ¼rfte. Vorliegend spielt dies allerdings keine Rolle, da der Beschwerdegegner die vom BeschwerdefÃ¼hrer behauptete Tatsache, dass er sich zu besagten Zeitpunkten in der Notunterkunft aufgehalten habe und deshalb bedÃ¼rftig sei, nicht in Abrede stellt und â sofern nicht die haftbedingte Abwesenheit des BeschwerdefÃ¼hrers betroffen ist â keine begrÃ¼ndeten Zweifel an der Richtigkeit des dargelegten Sachverhalts bestehen (vgl. dazu: PlÃ¼ss, § 7 N. 22). Es erÃ¼brigt sich deshalb, diesbezÃ¼glich Beweise abzunehmen. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.5.2 </b>Aufgrund der fehlenden hoheitlichen Befugnisse der F AG ist es am Beschwerdegegner, die entsprechenden Gegenbeweise abzunehmen und mittels VerfÃ¼gung Ã¼ber die BedÃ¼rftigkeit zu entscheiden. Die Ansicht des Beschwerdegegners, dass darÃ¼ber keine Beweise abzunehmen sind und somit auch kein entsprechendes Verfahren darÃ¼ber zu fÃ¼hren wÃ¤re, verletzt unter anderem das Recht auf Hilfe in Notlagen (Art. 12 BV). </p> <p class="Erwgung3"><b>4.5.3 </b>Insofern ist es dem BeschwerdefÃ¼hrer gelungen, die Vermutung, dass er nicht bedÃ¼rftig war, umzustossen, indem er dargelegt hat, dass er zwar anwesend gewesen sei, aber die Kontrollzeiten um einige Minuten verschlafen habe. Dies gilt nicht an denjenigen Tagen, an welchen der BeschwerdefÃ¼hrer nach eigenen Angaben in Haft war und an welchen er Lebensmittelpakete erhalten hatte, unabhÃ¤ngig davon, ob er die Kontrollzeiten erfÃ¼llt hat oder nicht.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.5.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt zwar infrage, dass er an denjenigen Tagen, die er in Haft verbrachte, als nicht bedÃ¼rftig erachtet werde. Insbesondere macht er geltend, dass er mit dem Betrag der finanziellen Nothilfe (Fr. 8.50/Tag) auch Kleidung sowie Hygiene-Artikel erwerben mÃ¼sse. Dem Beschwerdegegner zufolge wÃ¼rden dem BeschwerdefÃ¼hrer bei Bedarf auf Antrag hin in Form von Sachleistungen Kleider und Hygieneartikel abgegeben. Der BeschwerdefÃ¼hrer liefert keine Hinweise darauf, dass ihm Kleider und Hygieneartikel als Sachleistungen tatsÃ¤chlich verweigert worden seien. Sodann ist die Abgabe von Sachleistungen ausdrÃ¼cklich vorgesehen und geht einer finanziellen Leistung vor (Art. 82 Abs. 4 AsylG; § 2 Abs. 2 Nothilfeverordnung). Es ist sodann davon auszugehen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer in der Haftanstalt mit allem NÃ¶tigen versorgt worden ist (inkl. Hygieneartikel). </p> <p class="Erwgung3"><b>4.5.5 </b>Der Beschwerdegegner wÃ¤re verpflichtet gewesen, die Tatsache, dass der BeschwerdefÃ¼hrer an diesen Tagen in der Unterkunft anwesend war, zu berÃ¼cksichtigen und ihm die finanzielle Nothilfe an den 25 Tagen auszurichten (31 Tage abzgl. Haftaufenthalt und Lebensmittelpakete). Somit kann offengelassen werden, ob die zweimal tÃ¤glichen Anwesenheitspflichten, die das Merkblatt aufstellt, rechtmÃ¤ssig sind oder nicht. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.6 </b>Der Beschwerdegegner sowie die Vorinstanz sind der Ansicht, dass fÃ¼r bereits Ã¼berwundene Notlagen keine Leistungen nachgefordert werden kÃ¶nnen, weshalb Nothilfe nicht nachtrÃ¤glich ausgerichtet werden kÃ¶nne. Der Anspruch auf Nothilfe gehe unter, sofern er nicht rechtswirksam geltend gemacht werde. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.6.1 </b>Das Bundesgericht hat in zwei FÃ¤llen, in denen der BeschwerdefÃ¼hrer im Urteilszeitpunkt jeweils den Status eines vorlÃ¤ufig Aufgenommenen erhalten hatte und daher Sozialhilfeleistungen beanspruchen konnte, entschieden, dass fÃ¼r bereits Ã¼berwundene Notlagen grundsÃ¤tzlich keine Leistungen nachgefordert werden kÃ¶nnen (BGr, 21. Juni 2013, 8C_804/2012, E. 3.2.1; 23. Juni 2015, 8C_77/2015 E. 3.2.1; in diesem Sinn auch VGr, VB.2017.00299, E. 1.3). Dies gilt angesichts des SubsidiaritÃ¤tsprinzips jedenfalls, soweit der Betroffene in der Lage war, die Notlage anderweitig zu Ã¼berbrÃ¼cken. Dabei ist allerdings zu berÃ¼cksichtigten, dass die verlangte Selbsthilfe in jedem Fall zumutbar zu sein hat (Waldmann, S. 353). Damit kann aber in FÃ¤llen, in denen dem Betroffenen gar keine andere MÃ¶glichkeit offensteht, als seine BedÃ¼rftigkeit erst nachtrÃ¤glich geltend zu machen, keine befriedigende LÃ¶sung erzielt werden. Da der BeschwerdefÃ¼hrer vorliegend seine BedÃ¼rftigkeit erst im Nachhinein geltend machen konnte, weil die finanzielle Nothilfe zwar in der Unterkunft ausgerichtet wird, der Betreiberin der Unterkunft allerdings Ã¼ber das Feststellen der eingehaltenen Kontrollzeiten hinaus weder die VerfÃ¼gungskompetenz zum Entscheid Ã¼ber das Bestehen der BedÃ¼rftigkeit noch eine dem Untersuchungsgrundsatz gemÃ¤ss § 7 VRG entsprechende AbklÃ¤rungspflicht zukommt, muss hier von diesem Grundsatz abgewichen werden. Ansonsten wÃ¼rden die elementaren Verfahrensrechte der NothilfeempfÃ¤nger unterlaufen und der ihnen zustehende Rechtsschutz illusorisch. Die gesetzliche Sachverhaltsermittlung und die MÃ¶glichkeit der Umstossung der Vermutungen wÃ¼rden toter Buchstabe bleiben und die Entscheidkompetenz darÃ¼ber, ob der NothilfeempfÃ¤nger finanzielle Nothilfe erhÃ¤lt oder nicht, wÃ¼rde faktisch beim Betreiber der Unterkunft liegen, wofÃ¼r jedoch, wie erwÃ¤hnt, eine verfassungskonforme Ãbertragung hoheitlicher Befugnisse fehlt.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.6.2 </b>Somit hat der Beschwerdegegner dem BeschwerdefÃ¼hrer die nicht ausbezahlte finanzielle Nothilfe Ã¼ber Fr. 250.- nachzuzahlen (25 Tage Ã Fr. 10.-); die Beschwerde ist damit teilweise gutzuheissen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.7 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer verlangt, auf die nachtrÃ¤glich auszurichtende Nothilfe sei 5 % Verzugszins seit dem mittleren Verfalltag zu bezahlen. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.7.1 </b>Ãffentlich-rechtliche Forderungen werden nach § 29a Abs. 1 VRG 30 Tage nach Zustellung der Rechnung fÃ¤llig. Nach Ablauf der Zahlungsfrist wird der Schuldner gemahnt. Ab Datum der Mahnung schuldet er Verzugszins von 5%. FÃ¼r Leistungen der Nothilfe stellt der EmpfÃ¤nger keine Rechnung. Sie sind ihrer Natur nach am Tag ihrer Entstehung fÃ¤llig.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.7.2 </b>Vorliegend kann die Eingabe des BeschwerdefÃ¼hrers an den Beschwerdegegner vom 3. Januar 2018 einer Mahnung gleichgestellt werden. Es ist nicht ersichtlich, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bereits zu einem frÃ¼heren Zeitpunkt gegenÃ¼ber dem Beschwerdegegner seine Forderung unmissverstÃ¤ndlich geltend gemacht und den Beschwerdegegner dadurch in Verzug gesetzt hÃ¤tte. Der Beschwerdegegner erlangte am 4. Januar 2018 Kenntnis von der Eingabe (Eingangsstempel), womit der Beschwerdegegner seit diesem Datum in Verzug war. Der Beschwerdegegner schuldet einen Verzugszins von 5 % ab dem 4. Januar 2018. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.8 </b>Die Vorinstanz trat auf das Begehren des BeschwerdefÃ¼hrers, die Widerrechtlichkeit der verweigerten finanziellen Nothilfe sei festzustellen, mit der BegrÃ¼ndung, dass Feststellungsbegehren grundsÃ¤tzlich subsidiÃ¤r seien, nicht ein. Diesen AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz kann zugestimmt werden, auch weil der BeschwerdefÃ¼hrer nicht darlegt, inwiefern ihm an dem Feststellungsbegehren ein â Ã¼ber das Gestaltungs- bzw. Leistungsbegehren hinausgehendes â schutzwÃ¼rdiges Interesse zukommt. Deshalb ist die Vor­instanz zu Recht nicht auf das entsprechende Begehren des BeschwerdefÃ¼hrers eingetreten und die Beschwerde ist diesbezÃ¼glich abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt, er sei umgehend von der Notunterkunft C in eine andere â oberirdische â Notunterkunft ohne Massenschlag umzuteilen. Dazu bringt er vor, dass es sich bei der Notunterkunft C um eine unterirdische Zivilschutzanlage mit MassenschlÃ¤gen und Bettwanzenbefall handle; eine solche Unterbringung verletze angesichts seines schlechten Gesundheitszustandes â bei ihm sei Tuberkulose diagnostiziert worden, und er verfÃ¼ge Ã¼ber einen schlechten Allgemeinzustand â und der ohnehin schon durch die Eingrenzung eingeschrÃ¤nkten Bewegungsfreiheit die MenschenwÃ¼rde. Da er bereits seit mehreren Monaten dort untergebracht sei, kÃ¶nne nicht mehr von einer bloss provisorischen respektive vorÃ¼bergehenden Unterbringung im Sinn von BGE 139 I 272 gesprochen werden.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.1.1 </b>Die Vorinstanz wies den Antrag des BeschwerdefÃ¼hrers um Umteilung in eine oberirdische Unterkunft mit der BegrÃ¼ndung ab, der BeschwerdefÃ¼hrer habe nicht ausreichend dargelegt, dass medizinische GrÃ¼nde fÃ¼r eine Umteilung sprÃ¤chen. Der Beschwerdegegner habe abgeklÃ¤rt, dass das Arztzeugnis vom 16. August 2017, wonach der BeschwerdefÃ¼hrer aus psychiatrischen GrÃ¼nden oberirdisch unterzubringen sei, durch den Verfasser als gegenstandslos erklÃ¤rt worden sei. Es hÃ¤tte am BeschwerdefÃ¼hrer gelegen, daraufhin eine entsprechende Richtigstellung des behandelnden Psychiaters einzureichen. Daran vermÃ¶ge das Schreiben von Dr. med. G vom 27. Februar 2018 nichts Ã¤ndern, da das oberflÃ¤chlich gehaltene Schreiben den Eindruck einer GefÃ¤lligkeit erwecke und der Verfasser Suchtmediziner sei. Sodann werde nicht begrÃ¼ndet, inwiefern eine depressive Episode mit dem Leben in einer unterirdischen Unterkunft unvereinbar sei. Zwar weise das Ãberweisungsschreiben des H-Spitals vom 21. Januar 2018 auf die Gefahr einer Tuberkuloseerkrankung hin, das Bestehen einer akuten und hochansteckenden Tuberkulose oder einer anderen schweren Erkrankung scheine sich mangels weiterer eingereichten Unterlagen seitens des BeschwerdefÃ¼hrers allerdings nicht bestÃ¤tigt zu haben.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.1.2 </b>Dem Beschwerdegegner zufolge ist der BeschwerdefÃ¼hrer zwar nicht vollkommen gesund, allerdings seien seine gesundheitlichen Beschwerden nicht derart, dass sie einer Unterbringung in der NUK C entgegenstÃ¼nden.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Abgewiesene Asylbewerber stehen gegenÃ¼ber den BehÃ¶rden in einem besonderen AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis. Dieses fÃ¼hrt einerseits zu einem Anspruch auf Hilfeleistungen, bringt es aber auch mit sich, dass sich der Betroffene gewissen ZwÃ¤ngen unterziehen muss, die seine Freiheit einschrÃ¤nken kÃ¶nnen. Diese ZwÃ¤nge sollen in einem zumutbaren Rahmen bleiben und zu keiner schwerwiegenden Verletzung von Grundrechten fÃ¼hren (BGE 139 I 272 = Pra 2014 Nr. 54 E. 3.2; BGE 135 I 119 = Pra 2009 Nr. 107 E. 8.2). Dies gilt insbesondere bei der Zu- oder Umteilung von NothilfeempfÃ¤ngern an eine Unterkunft des Kantons oder einer Gemeinde; handelt es sich dabei doch um eine organisatorische Anordnung im Rahmen des besonderen RechtsverhÃ¤ltnisses, die auf tatsÃ¤chlichen Erfolg und zumindest nicht primÃ¤r auf eine bestimmte Rechtsfolge ausgerichtet ist. GrundsÃ¤tzlich greifen solche organisatorischen Anordnungen nicht in die Rechtsstellung des NothilfeempfÃ¤ngers ein und sind in der Regel auch nicht anfechtbar. Deshalb besteht auch kein Anspruch auf Zuteilung in eine bestimmte Unterkunft. Anders kann es sich dann verhalten, wenn die organisatorische Anordnung Rechte und Pflichten des NothilfebezÃ¼gers, insbesondere dessen Grundrechte, berÃ¼hrt (BGr, 25. August 2014, 8C_435/2014, E. 2.3; VGr, 4. Dezember 2014, VB.2014.00132, E. 5.1). </p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.1 </b>GrundsÃ¤tzlich ist es mit dem Recht auf Hilfe in Notlagen nach Art. 12 BV, welches eng mit der in Art. 7 BV garantierten Achtung der MenschenwÃ¼rde verbunden ist, vereinbar, in einer unterirdischen Gemeinschaftsunterkunft Ã¼bernachten zu mÃ¼ssen (BGE 139 I 272 = Pra 2014 Nr. 54 E. 3.4).</p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.2 </b>Auch im Hinblick auf das Verbot der unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung nach Art. 3 EMRK (bzw. Art. 10 Abs. 3 BV) ist die Unterbringung von abgewiesenen Asylbewerbern in einer unterirdischen Zivilschutzanlage grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig (BGE 139 I 272 = Pra 2014 Nr. 54 E. 4). Art. 3 EMRK verlangt fÃ¼r das Vorliegen einer Verletzung eine minimale Schwere (JÃ¶rg Paul MÃ¼ller/Schefer Markus, Grundrechte in der Schweiz, Bern 2008, 4. A., S. 61). Ob dieses Mindestmass erreicht ist, bedarf einer relativen WÃ¼rdigung der UmstÃ¤nde des Einzelfalls; insbesondere sind die Natur und die UmstÃ¤nde der Behandlung, deren Dauer, deren physische oder mentale Auswirkungen, allenfalls das Geschlecht und Alter sowie der Gesundheitszustand des Betroffenen zu berÃ¼cksichtigen (Jens Meyer-Ladewig/Matthias Lehnert, in: Jens Meyer-Ladewig/Martin Nettesheim/Stefan von Raumer [Hrsg.], EMRK Handkommentar, Baden-Baden 2017, 4. A., Art. 3 N. 19; anstatt vieler: EGMR, 23. November 2017, Tadic gegen Kroatien, 10633/15, Rn. 47). Die minimale Schwere ist beispielsweise dann nicht erreicht, wenn eine disziplinarische Haftstrafe in einer Zelle mit elektrischem Licht und teilweise beschÃ¤digter LÃ¼ftung abzusitzen ist (BGE 124 I 231 = Pra 1998 Nr. 165 E. 2c und 2c/bb). Sie ist erreicht bei einer Behandlung, die wirkliche Verletzungen zufÃ¼gen kann, zumindest wesentliche kÃ¶rperliche oder geistige Leiden, die erniedrigende GefÃ¼hle, Angst- und MinderwertigkeitsgefÃ¼hle hervorrufen und gegebenenfalls den physischen oder geistigen Widerstand brechen soll (BGE 124 I 231 = Pra 1998 Nr. 165 E. 2b mit Hinweisen). </p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.3 </b>Zwar bringt die Unterkunft in einer unterirdischen Zivilschutzanlage wenig Komfort; insbesondere dÃ¼rften die VerhÃ¤ltnisse relativ eng sein, es fehlt an Tageslicht, und die Luftzufuhr erfolgt via LÃ¼ftung. Gewisse EinschrÃ¤nkungen der eigenen Freiheiten gehen allerdings mit dem besonderen RechtsverhÃ¤ltnis einher, in welchem die abgewiesenen Asylsuchenden zum Staat stehen (oben, E. 3.1). Die unterirdische Unterbringung an sich erfÃ¼llt nicht das geforderte Mindestmass fÃ¼r eine Verletzung von Art. 3 EMRK, insbesondere auch unter dem Aspekt, dass bei abgewiesenen Asylbewerbern der Ausrichtung von Nothilfe regelmÃ¤ssig nur der Charakter einer vorÃ¼bergehenden ÃberbrÃ¼ckungshilfe zukommt (BGE 139 I 272 = Pra 2014 Nr. 54 E. 4; BGE 135 I 119 = Pra 2009 Nr. 107 E. 7.2; oben, E. 3.1). Die Betroffenen kÃ¶nnen sich in und um die Unterkunft frei bewegen. So steht es ihnen auch offen, die Unterkunft jederzeit zu verlassen; von einer Unterbringung ohne jegliches Tageslicht und ohne MÃ¶glichkeit auf frische Luft kann demnach nicht die Rede sein. Anders wÃ¤re zu entscheiden, wenn die Unterbringung fÃ¼r die Betroffenen wesentliche psychische oder physische Folgen hÃ¤tte, es sich um besonders verletzliche Personen handelt oder ein Zwang besteht, den ganzen Tag oder Teile davon in der Unterkunft zu verbringen (BGE 139 I 272 = Pra 2014 Nr. 54 E. 4; Kathrin Amstutz, Das Grundrecht auf Existenzsicherung, Diss., Bern 2002, S. 219 f.).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beruft sich fÃ¼r die geltend gemachte Verletzung von Art. 3 EMRK hauptsÃ¤chlich auf seinen schlechten Allgemeinzustand, welcher vom Beschwerdegegner wie auch von der Vorinstanz infrage gestellt wurde. Der BeschwerdefÃ¼hrer reichte dem Beschwerdegegner ein Ã¤rztliches Zeugnis von Dr. med. I, Facharzt FMH Psychiatrie und Psychotherapie, â ausgestellt am 16. August 2017 â ein, wonach der BeschwerdefÃ¼hrer aus psychiatrischer Sicht in eine oberirdische Wohnsituation zu wechseln habe, da dieser unter Ãngsten und Phobien leide. Durch das unterirdische Wohnen kÃ¶nne es zu einer Dekompensation des psychischen Zustandes kommen. Der Beschwerdegegner fÃ¼hrt in seiner VerfÃ¼gung vom 19. Januar 2018 aus, dass eine Nachfrage bei Dr. med. I ergeben habe, dass dieser von falschen Voraussetzungen ausgegangen sei und das Zeugnis deshalb als gegenstandslos werte. So lÃ¤sst sich einer Notiz des Beschwerdegegners vom 18. August 2017 entnehmen, dass eine RÃ¼cksprache bei Dr. med. I ergeben habe, dass diesem nicht bekannt gewesen sei, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bereits vorgÃ¤ngig unterirdisch platziert gewesen sei. Die anfragende Person verblieb mit Dr. med. I so, dass das Zeugnis als gegenstandslos erachtet wurde. </p> <p class="Urteilstext">Daraufhin reichte der BeschwerdefÃ¼hrer im Rahmen des Rekurses weitere medizinische Berichte ein. Dem Austrittsbericht des H-Spitals vom 2. Januar 2018 zufolge wurde beim BeschwerdefÃ¼hrer ein grippaler Infekt mit Gliederschmerzen, eine "Vd.a. akute Niereninsuffizienz AKIN I, a.e. PrÃ¤renal, DD vorbestehend", eine chronische Diarrhoe sowie eine chronische Dysurie diagnostiziert. Ansonsten wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer ein guter Allgemein- und ErnÃ¤hrungszustand attestiert. GemÃ¤ss dem vom 21. Januar 2018 datierenden Ãberweisungsschreiben von Dr. med. J an das H-Spitalleide der Patient seit einer Woche an einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes mit HitzegefÃ¼hl in den Beinen und Unwohlsein, die Nierenwerte hÃ¤tten sich wieder erholt. Im Weiteren habe der Quantiferontest ein positives Ergebnis ergeben, weshalb der Arzt an einer Probenentnahme fÃ¼r Tuberkelbakterien interessiert sei, und er bitte um die DurchfÃ¼hrung einer Koloskopie. Am 27. Februar 2018 erstellte Dr. med. G des suchtmedizinischen Zentrums K zuhanden des Rechtsvertreters des BeschwerdefÃ¼hrers einen Bericht. Demzufolge stehe der BeschwerdefÃ¼hrer dort seit Dezember 2017 in einer psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung. Die Unterbringungssituation habe zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes des BeschwerdefÃ¼hrers gefÃ¼hrt, weshalb die Unterbringung in einer unterirdischen Notunterkunft nicht als zumutbar erachtet werde. Nach MÃ¶glichkeit sollte die Unterbringung in einer Ã¼berirdischen, hellen Einzelunterkunft erfolgen, in welcher der BeschwerdefÃ¼hrer in eine Struktur eingebunden werden kÃ¶nnte. GemÃ¤ss BeschwerdefÃ¼hrer habe sich inzwischen herausgestellt, dass er an einer latenten Tuberkulose leide. </p> <p class="Urteilstext">Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer vorbringt, dass die F AG darÃ¼ber entscheide, ob er sich jeweils in Ã¤rztliche Behandlung begeben dÃ¼rfe, ist dies nicht genÃ¼gend substanziiert. Insbesondere fÃ¼hrt der BeschwerdefÃ¼hrer nicht aus, bei welchen konkreten Gelegenheiten ihm der Zugang zur medizinischen Grundversorgung verweigert worden wÃ¤re. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Das Verwaltungsgericht hat bereits in einem Entscheid betreffend die Eingrenzung des BeschwerdefÃ¼hrers festgehalten, dass die Eingrenzung auf die Gemeinde C aufzuheben sei, da der BeschwerdefÃ¼hrer aus medizinischen GrÃ¼nden in eine oberirdische Wohnsituation zu wechseln habe (VGr, 1. MÃ¤rz 2018, VB.2017.00767, E. 3.5 f.). Die Ã¤rztlichen Unterlagen lassen jedenfalls nicht den Schluss zu, dass sich der Gesundheitszustand des BeschwerdefÃ¼hrers seit diesem Entscheid verbessert habe. </p> <p class="Erwgung3"><b>5.4.1 </b>Auch wenn davon auszugehen wÃ¤re, dass die Annahme des Beschwerdegegners, das eingereichte Arztzeugnis vom 16. August 2017 sei gegenstandslos, berechtigt wÃ¤re, kÃ¤me dem BeschwerdefÃ¼hrer, weil er daraufhin weitere drei Ã¤rztliche Berichte einreichte, wovon mindestens einer sich wiederum mit den psychischen Problemen des BeschwerdefÃ¼hrers und den Auswirkungen der unterirdischen Unterkunft darauf auseinandersetzte, nicht vorgeworfen werden, seiner Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen zu sein. Somit lagen vorliegend diverse Hinweise auf eine schlechte Gesundheit des BeschwerdefÃ¼hrers vor, die nicht einfach unberÃ¼cksichtigt bleiben dÃ¼rfen. So hielt das Schreiben von Dr. med. J vom 21. Januar 2018 fest, dass sich der Allgemeinzustand des BeschwerdefÃ¼hrers verschlechtert habe und Hinweise auf eine (latente) Tuberkulosekrankheit bestÃ¼nden. Die Vorinstanz geht in ihrem Entscheid davon aus, dass sich die BefÃ¼rchtung einer hochansteckenden Tuberkuloseerkrankung nicht bewahrheitet habe. Auch wenn dies zutreffen mag â wie sich inzwischen herausgestellt hat, leidet der BeschwerdefÃ¼hrer gemÃ¤ss eigenen Angaben an einer latenten Tuberkuloseinfektion â so wÃ¤re die Vorinstanz bei Zweifel an der Richtigkeit der medizinischen Berichte gehalten gewesen, (allenfalls unter Beizug eines Vertrauensarztes) abzuklÃ¤ren, inwiefern sich der psychische sowie physische Gesundheitszustand mit einer unterirdischen Unterbringung vereinbaren liesse. Das Verwaltungsgericht teilt die Zweifel des Beschwerdegegners sowie der Vorinstanz am schlechten Gesundheitszustand nicht; es liegen genÃ¼gend Ã¤rztliche Berichte vor, welche den schlechten Gesundheitszustand und die negativen Auswirkungen der Unterbringung auf den Gesundheitszustand des BeschwerdefÃ¼hrers belegen. Sodann sind keine Verbesserungen im Gesundheitszustand des BeschwerdefÃ¼hrers seit der letzten gerichtlichen Beurteilung ersichtlich und werden vom Beschwerdegegner auch nicht behauptet. Es bestehen vorliegend genÃ¼gend Hinweise darauf, dass es dem BeschwerdefÃ¼hrer aus medizinischen GrÃ¼nden unzumutbar ist, sich in einer unterirdischen Unterkunft aufhalten zu mÃ¼ssen.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.4.2 </b>Unter diesen UmstÃ¤nden ist davon auszugehen, dass die minimale Schwere, die fÃ¼r das Vorliegen einer Verletzung von Art. 3 EMRK verlangt wird, ohne Weiteres erreicht ist. Der Beschwerdegegner ist demzufolge in teilweiser Gutheissung der Beschwerde anzuweisen, den BeschwerdefÃ¼hrer in einer oberirdischen Unterkunft unterzubringen. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.5 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer verlangt zusÃ¤tzlich die Umteilung in eine Unterkunft ohne Massenschlag. In seiner BeschwerdebegrÃ¼ndung geht er allerdings nicht weiter darauf ein, aus welchen GrÃ¼nden sich ein Abweichen vom Grundsatz, dass die Unterbringung grundsÃ¤tzlich in GruppenunterkÃ¼nften erfolgt, rechtfertigen wÃ¼rde (vgl. oben E. 3.1). Zudem stellte er diesen Antrag erstmals vor der Sicherheitsdirektion, womit ohnehin eine unzulÃ¤ssige Ausweitung des Streitgegenstands vorliegt; die Vorinstanz hÃ¤tte nicht darauf einzutreten gehabt. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen. </p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Zu beurteilen bleibt das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um Feststellung einer Rechtsverweigerung und RechtsverzÃ¶gerung. Der BeschwerdefÃ¼hrer bemÃ¤ngelt, dass die Vor­instanz wÃ¤hrend der Verfahrensdauer von 212 Tagen (rund 7 Monaten) seinen Antrag um vorsorgliche Massnahmen (Rekursantrag Nr. 7 und Nr. 10) nicht behandelt habe bzw. diesen im Endentscheid als gegenstandslos erklÃ¤rt habe und so den Erlass eines Zwischenentscheids betreffend vorsorgliche Massnahmen verweigert bzw. verzÃ¶gert habe. </p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Die Parteien haben im Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist (Art. 29 Abs. 1 BV; vgl. auch § 4a VRG). Der Zeitraum, der fÃ¼r die Beurteilung der Verfahrensdauer relevant ist, beginnt in Verwaltungssachen entweder mit der Einreichung eines entsprechenden Gesuchs bei der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde oder mit der RechtshÃ¤ngigkeit der Anfechtung einer VerfÃ¼gung. Die angemessene Verfahrensdauer bestimmt sich zunÃ¤chst anhand der im Einzelfall anwendbaren Verfahrensordnung. Bestehen keine gesetzlichen Behandlungsfristen, sind zur Bestimmung der Angemessenheit der Verfahrensdauer die konkreten UmstÃ¤nde des Einzelfalls zu berÃ¼cksichtigen. Dabei wird vorab auf den Umfang und die Schwierigkeit des Falls, die Wichtigkeit der Angelegenheit fÃ¼r die Betroffenen, das Verhalten derselben und der BehÃ¶rden sowie die fÃ¼r die Sache spezifischen EntscheidungsablÃ¤ufe abgestellt. Insbesondere ist Ã¼ber vorsorgliche Massnahmen befÃ¶rderlich zu befinden und hat die BehÃ¶rde in einem vom Gesuchsteller als dringlich bezeichneten Gesuch um einstweilige Anordnung bestimmter Massnahmen innert kurzer Zeit zu entscheiden. Das Verbot der RechtsverzÃ¶gerung wird verletzt, wenn eine Gerichts- oder VerwaltungsbehÃ¶rde untÃ¤tig bleibt oder das gebotene Handeln Ã¼ber GebÃ¼hr hinauszÃ¶gert, obwohl sie zur Vornahme verpflichtet wÃ¤re (BGE 135 I 265 E. 4.4; BGE 130 I 312 E. 5.2; VGr, 17. Juni 2016, VB.2015.00654, E. 3.1; 6. MÃ¤rz 2014, VB.2014.00022, E. 3.1; Gerold Steinmann, Kommentar BV, Art. 29 N. 22 ff., mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.1 </b>FÃ¼r das Rekursverfahren vor der Sicherheitsdirektion konkretisiert § 27c VRG die Angemessenheit der Verfahrensdauer. GemÃ¤ss § 27c Abs. 1 VRG haben verwaltungsinterne Rekursinstanzen innert 60 Tagen seit Abschluss der Sachverhaltsermittlung zu entscheiden; dieser wird den Parteien angezeigt. Dabei handelt es sich indes um eine blosse Ordnungsfrist. Deren Ãberschreiten stellt nicht automatisch eine RechtsverzÃ¶gerung dar, vielmehr kommt es auf die UmstÃ¤nde des Einzelfalls an (Griffel, § 27c N. 19). Kann eine Rekursinstanz diese Frist nicht einhalten, teilt sie den Parteien unter Angabe der GrÃ¼nde mit, wann der Entscheid vorliegt (§ 27c Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.2 </b>Kommt die RechtsmittelbehÃ¶rde bei der materiellen Beurteilung zum Schluss, dass die Vorinstanz in der fraglichen Angelegenheit rechtswidrig Ã¼berhaupt nicht oder nur verzÃ¶gert tÃ¤tig geworden ist, stellt sie dies fest und heisst gestÃ¼tzt auf diese Feststellung die Beschwerde gut; wenn der vorinstanzliche Entscheid noch aussteht, weist sie die Vorinstanz an, die Angelegenheit zu behandeln und mittels Anordnung zu erledigen bzw. das Verfahren befÃ¶rderlich weiterzufÃ¼hren (PlÃ¼ss, § 4a N. 25; Martin Bertschi/JÃ¼rg Bosshart, Kommentar VRG, § 19 N. 53). </p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b>Vorliegend ging die Rekursschrift des BeschwerdefÃ¼hrers am 30. Januar 2018 bei der Vorinstanz ein. Daraufhin lud der Chef der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion den Beschwerdegegner ein, bis zum 1. MÃ¤rz 2018 sÃ¤mtliche Akten zuzustellen und zum Rekurs Stellung zu nehmen. Innert Frist liess sich der Beschwerdegegner am 15. Februar 2018 vernehmen. Die Vorinstanz setzte dem BeschwerdefÃ¼hrer mit Schreiben vom 15. Februar 2018 eine Frist zur Stellungnahme bis zum 12. MÃ¤rz 2018. Der BeschwerdefÃ¼hrer reichte am 27. Februar 2018 nochmals eine Stellungnahme inkl. Beilagen ein. Mit Schreiben vom 8. MÃ¤rz 2018 verwies der Beschwerdegegner nochmals auf die ErwÃ¤gungen der angefochtenen VerfÃ¼gung und die Rekursantwort und verzichtete im Ãbrigen auf eine Duplik. Der BeschwerdefÃ¼hrer reichte am 3. April 2018 seine Honorarnote ein. Mit E-Mail vom 19. Juli 2018 erkundigte sich der BeschwerdefÃ¼hrer bei der Vorinstanz nach dem beabsichtigten Vorgehen, worauf die Vorinstanz per August 2018 einen Entscheidentwurf in Aussicht stellte. Am 29. August 2018 erging sodann der Rekursentscheid der Vorinstanz. GemÃ¤ss unbestritten gebliebenen AusfÃ¼hrungen des BeschwerdefÃ¼hrers habe er sich erstmals am 25. April 2018 bei der Kanzlei der Vorinstanz nach dem Verfahrensstand erkundigt. Sodann habe er am 18. Juni 2018 beim Chef der Rekursabteilung und am 16. Juli 2017 bei der zustÃ¤ndigen juristischen SekretÃ¤rin jeweils telefonisch interveniert. </p> <p class="Erwgung2"><b>6.4 </b>Zwar wies der Rekurs eine gewisse KomplexitÃ¤t auf, allerdings sind keine GrÃ¼nde ersichtlich, weshalb nicht vorab Ã¼ber die vorsorglichen Massnahmen hÃ¤tte entschieden werden kÃ¶nnen. Die Grundrechtsrelevanz der AnsprÃ¼che hÃ¤tte vielmehr ein rasches Entscheiden erfordert. Weder hatte die Vorinstanz diesbezÃ¼glich prozessuale Handlungen vorzunehmen, noch tÃ¤tigte sie weitere SachverhaltsabklÃ¤rungen. GrÃ¼nde, die einer befÃ¶rderlichen Behandlung des Gesuchs entgegenstanden, macht die Vorinstanz auch keine geltend. Die Behandlungsdauer erscheint angesichts dessen, dass bei Rekursverfahren innert 60 Tagen nach Abschluss der Sachverhaltsermittlungen ein Entscheid zu fÃ¤llen wÃ¤re und es sich zudem beim als rechtsverzÃ¶gernd behandelt gerÃ¼gten Gesuch um ein solches um vorsorgliche Massnahmen im Kernbereich eines Grundrechts handelte, als zu lang. Damit liegt eine Verletzung des RechtsverzÃ¶gerungsverbots vor. Die RechtsverzÃ¶gerung ist vorliegend im Dispositiv festzustellen (vgl. BGE 138 II 513 E. 6.5).</p> <p class="Erwgung2"><b>6.5 </b>Dass die Vorinstanz allerdings nicht innert der vom BeschwerdefÃ¼hrer im Rekursantrag Nr. 10 angesetzten Frist entschieden hat, stellt keine Rechtsverweigerung dar, da es nicht am BeschwerdefÃ¼hrer ist, der Rekursinstanz Fristen zu setzen. DiesbezÃ¼glich ist die Beschwerde abzuweisen. </p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><a id="_Ref6498347"><b>7.1 </b>GemÃ¤ss § 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG tragen die Verfahrensbeteiligten die Kosten in der Regel entsprechend ihrem Unterliegen. ErgÃ¤nzend zum Unterliegerprinzip kommt, unabhÃ¤ngig vom Ausgang des Verfahrens, das Verursacherprinzip zum Zug (PlÃ¼ss, § 13 N. 59).</a></p> <p class="Erwgung3"><b>7.1.1 </b>Bei Verfahren ohne bestimmbaren Streitwert betrÃ¤gt die GerichtsgebÃ¼hr in der Regel Fr. 1'000.- bis Fr. 50'000.- (§ 3 Abs. 3 der GebÃ¼hrenordnung des Verwaltungsgerichts vom 23. August 2010 [GeV VGr]). In besonders aufwendigen Verfahren vor Verwaltungsgericht kann die GerichtsgebÃ¼hr verdoppelt werden (§ 4 Abs. 1 GebV VGr). Insofern ist die GerichtsgebÃ¼hr angesichts des besonderen Aufwands (u.<span> </span>a. separates Verfahren betreffend Ausstand, viele Begehren) und des Verursacherprinzips (schwerwiegende GehÃ¶rsverletzung durch die Vorinstanz sowie den Beschwerdegegner) auf Fr. 6'000.- festzusetzen (PlÃ¼ss, § 13 N. 35, 40).</p> <p class="Erwgung3"><b>7.1.2 </b>Infolge der festgestellten Verletzung des Akteneinsichtsrechts sowie der BegrÃ¼ndungspflicht und der festgestellten RechtsverzÃ¶gerung sind 2/7 der Kosten des vorliegenden Verfahrens der Sicherheitsdirektion aufzuerlegen. </p> <p class="Erwgung3"><b>7.1.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer obsiegt Ã¼berwiegend. Angesichts der bloss teilweisen Gutheissung bzgl. der Ausrichtung von Nothilfe sowie der Abweisung und des Nichteintretens auf weitere AntrÃ¤ge rechtfertigt es sich, ihm 1/7 der Kosten des vorliegenden Verfahrens aufzuerlegen. </p> <p class="Erwgung3"><b>7.1.4 </b>Aufgrund des Ã¼berwiegenden Unterliegens und der festgestellten GehÃ¶rsverletzung seitens des Beschwerdegegners sind ihm 4/7 der Kosten des Verfahrens aufzuerlegen. </p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>Aus demselben Grund steht dem BeschwerdefÃ¼hrer eine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). Diese ist auf Fr. 2'500.- (zuzÃ¼glich 7,7 % MWST) festzusetzen. Da dem BeschwerdefÃ¼hrer die unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung zu gewÃ¤hren ist (unten E. 7.3), ist der Beschwerdegegner anzuweisen, die ParteientschÃ¤digung direkt an den Rechtsvertreter zu leisten (PlÃ¼ss, § 17 N. 45).</p> <p class="Erwgung3"><b>7.2.1 </b>Desgleichen hat der Beschwerdegegner antragsgemÃ¤ss auch fÃ¼r das Rekursverfahren eine angemessene ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (zuzÃ¼glich 7,7 % MWST) zu bezahlen, welche â wie sich gleich zeigt â an die EntschÃ¤digung der unentgeltlichen Rechtsvertretung anzurechnen ist. <span>Nachdem davon auszugehen ist, dass der unentgeltliche Rechtsbeistand des BeschwerdefÃ¼hrers von der Rekursinstanz bereits entschÃ¤digt wurde, ist der Beschwerdegegner zu verpflichten, die dem Vertreter des BeschwerdefÃ¼hrers eigentlich geschuldete ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Rekursverfahren der Sicherheitsdirektion zu leisten. </span></p> <p class="Erwgung3"><b>7.2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt, dass ihm fÃ¼r die im Rekursverfahren gesprochene EntschÃ¤digung seines unentgeltlichen Rechtsvertreters lediglich eine Nachzahlung im Umfang von ¾ vorzubehalten sei. Dieser Antrag wird in der Beschwerdeschrift nur damit begrÃ¼ndet, dass ein Nachzahlungsvorbehalt in vollem Umfang nicht nachvollziehbar sei. Die Anordnung hat jedoch ihre Grundlage in § 16 Abs. 4 VRG, und es ist kein Grund fÃ¼r eine Abweichung ersichtlich. Die Anordnung ist rechtmÃ¤ssig.</p> <p class="Erwgung2"><a id="_Ref6909091"><b>7.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ersucht um die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung sowie RechtsverbeistÃ¤ndung.</a> </p> <p class="Erwgung3"><b>7.3.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer als NothilfeempfÃ¤nger ist als mittellos zu betrachten. Vorliegend ging es um nicht einfache Rechtsfragen, weshalb von der Notwendigkeit der Rechtsvertretung auszugehen ist. Demnach ist dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren; die ihm aufzuerlegenden Gerichtskosten sind einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Zudem ist ihm in der Person von RA B ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen. </p> <p class="Erwgung3"><b>7.3.2 </b>GemÃ¤ss § 9 Abs. 1 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 23. August 2010 wird dem unentgeltlichen Rechtsbeistand der notwendige Zeitaufwand nach den StundenansÃ¤tzen des Obergerichts fÃ¼r die amtliche Verteidigung entschÃ¤digt, wobei die Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses berÃ¼cksichtigt und Barauslagen separat entschÃ¤digt werden. Der Stundenansatz betrÃ¤gt gemÃ¤ss § 3 der obergerichtlichen Verordnung Ã¼ber die AnwaltsgebÃ¼hren vom 8. September 2010 (AnwGebV) fÃ¼r amtliche oder unentgeltliche Rechtsvertretungen Fr. 220.-.</p> <p class="Erwgung3"><b>7.3.3 </b>Der Vertreter des BeschwerdefÃ¼hrers macht in seiner Honorarnote einen Aufwand von 36,08 Stunden und Fr. 901.60 fÃ¼r Barauslagen geltend (insgesamt Fr. 8'839.93).</p> <p class="Erwgung3">Dieser Zeitaufwand erscheint â auch angesichts des eher aufwendigen Verfahrens â sehr hoch, ist doch jeweils nur der notwendige Zeitaufwand zu entschÃ¤digen (PlÃ¼ss, § 16 N. 90). Unter den gegebenen UmstÃ¤nden erscheint ein Aufwand von acht Stunden fÃ¼r die Erstellung der Beschwerdeschrift, 2,5 Stunden fÃ¼r die Replik, 2,5 Stunden fÃ¼r die Stellungnahme vom 22. MÃ¤rz 2019 sowie einer Stunde fÃ¼r die Stellungnahme vom 12. April 2019 angemessen. Der Aufwand (und auch die Portokosten) fÃ¼r nicht das Verfahren betreffende Schreiben, insbesondere dasjenige an die F AG vom 25. Januar 2019 wird nicht entschÃ¤digt. FÃ¼r die Gesuche um Fristerstreckung erscheint jeweils ein Aufwand von maximal fÃ¼nf Minuten angemessen zu sein. Weiter weist der Rechtsvertreter fÃ¼r die Kenntnisnahme des Rekursentscheids einen Aufwand von 30 Minuten aus, was zum Verfahrensaufwand des Rekursverfahrens gehÃ¶rt und dementsprechend dort geltend zu machen gewesen wÃ¤re. Der gesamte als angemessen erachtete Zeitbedarf ist somit auf 18,16 Stunden zu berechnen.</p> <p class="Urteilstext">Es ist zu beachten, dass das gewissenhafte Studium der Akten zweifellos zur sorgfÃ¤ltigen BerufsausÃ¼bung von RechtsanwÃ¤ltinnen und RechtsanwÃ¤lten gehÃ¶rt (Art. 12 lit. a des Bundesgesetzes Ã¼ber die FreizÃ¼gigkeit der AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lte vom 23. Juni 2000). Auch wenn im Prinzip jedes AktenstÃ¼ck von einer gewissen Relevanz ist, mÃ¼ssen diese jedoch nicht zwingend Ã¼ber ein vollstÃ¤ndiges Doppel des Dossiers verfÃ¼gen. Vielmehr erweist sich â insbesondere bei umfangreichen Dossiers â nur das Kopieren der wesentlicheren Dokumente als angemessen. Die Rechtsvertreter und Rechtsvertreterinnen haben anlÃ¤sslich der Akteneinsicht eine entsprechende Auswahl zu treffen, was ihnen in der Regel zuzumuten ist (VGr, 6. November 2014, VB.2014.00421, E. 4). Im vorliegenden Fall gilt dies umso mehr, als die Akten dem Rechtsvertreter zur Einsicht Ã¼berlassen wurden und es ihm offengestanden hÃ¤tte, um eine VerlÃ¤ngerung des Einsichtsrechts zu ersuchen sowie diese in spÃ¤teren Stadien des Verfahrens erneut zur Einsicht zu verlangen. Demzufolge erscheint vorliegend das Anfertigen von insgesamt 1'652 Kopien, wovon 1'162 auf die vom Beschwerdegegner nachtrÃ¤glich eingereichten Akten entfallen, als Ã¼bermÃ¤ssig. Angesichts des Umfangs der nachtrÃ¤glich eingereichten Akten wÃ¤re das Anfertigen von 300 Kopien gerade noch vertretbar gewesen. Dazu kommen 490 wÃ¤hrend des Verfahrens angefertigte Kopien. Demzufolge sind 790 Kopien zum geltend gemachten Satz von Fr. 0.50 zu entschÃ¤digen, was einem Betrag von Fr. 395.- entspricht. Entsprechend ist die EntschÃ¤digung des Rechtsvertreters des BeschwerdefÃ¼hrers, RA B, auf Fr. 3'995.20 fÃ¼r seinen Aufwand und Fr. 451.70 fÃ¼r Barauslagen, total auf Fr. 4'446.90 (zuzÃ¼glich 7,7 % Mehrwertsteuer), festzusetzen. ZusÃ¤tzlich ist die ParteientschÃ¤digung daran anzurechnen.</p> <p class="Erwgung3"><b>7.3.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer wird auf § 16 Abs. 4 VRG hingewiesen, wonach eine Partei, der die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und/oder Rechtsvertretung gewÃ¤hrt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjÃ¤hrt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Dispositiv-Ziffer I des Entscheids der Sicherheitsdirektion vom 29. August 2018 wird insoweit aufgehoben, als damit der Antrag auf Umteilung in eine oberirdische Unterkunft abgewiesen wurde. Der Beschwerdegegner wird angewiesen, den BeschwerdefÃ¼hrer in einer oberirdischen Unterkunft unterzubringen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> Dispositiv-Ziffer I des Entscheids der Sicherheitsdirektion wird insoweit aufgehoben, als damit der Antrag auf Ausrichtung der nicht ausbezahlten finanziellen Nothilfeleistungen abgewiesen wurde. Dispositiv-Ziffer I der VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 19. Januar 2018 wird insoweit aufgehoben, als der Beschwerdegegner auf das Begehren auf Ausrichtung der nicht ausbezahlten finanziellen Nothilfeleistungen nicht eingetreten ist. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer die nicht ausbezahlte Nothilfe im Umfang von Fr. 250.- zuzÃ¼glich Zins zu 5 % seit 4. Januar 2018 auszurichten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>Es wird festgestellt, dass die Sicherheitsdirektion das RechtsverzÃ¶gerungsverbot verletzt hat.</span></p> <p class="Einzug2"><span>Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. In AbÃ¤nderung der Dispositiv-Ziffer V des Entscheids der Sicherheitsdirektion vom 29. August 2018 wird der Beschwerdegegner verpflichtet, dem Vertreter des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼r das Rekursverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (zuzÃ¼glich 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen, welche indessen infolge Anrechnung an die EntschÃ¤digung als unentgeltlicher Rechtsbeistand an die Sicherheitsdirektion zu Ã¼berweisen ist, zahlbar innerhalb 30 Tagen ab Rechtskraft des vorliegenden Urteils.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 6'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 380.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 6'380.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung gewÃ¤hrt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die Gerichtskosten werden zu <sup>1</sup>/<sub>7</sub> dem BeschwerdefÃ¼hrer, zu <sup>4</sup>/<sub>7</sub> dem Beschwerdegegner und zu <sup>2</sup>/<sub>7</sub> der Sicherheitsdirektion auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>Die dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegten Gerichtskosten werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers gemÃ¤ss § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, dem Vertreter des BeschwerdefÃ¼hrers eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'500.- (zuzÃ¼glich 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen, zahlbar innerhalb von 30 Tagen ab Rechtskraft des vorliegenden Urteils. Die ParteientschÃ¤digung wird auf die EntschÃ¤digung des unentgeltlichen Rechtsbeistandes gemÃ¤ss Dispositivziffer 7 hiernach angerechnet.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen RechtsverbeistÃ¤ndung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren wird gutgeheissen und ihm in der Person von RA B ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt. Dieser wird fÃ¼r seinen Aufwand im Beschwerdeverfahren unter Anrechnung der ParteientschÃ¤digung mit insgesamt Fr. 1'946.90 (zuzÃ¼glich 7,7 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschÃ¤digt. § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>9. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>