<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2002.00053</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106864&amp;W10_KEY=13013575&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2002.00053</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.09.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung für die Steuerperiode 1.7.1998 bis 30.6.1999</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Rechtsscheinsvollmacht Das Begehren um mündliche Verhandlung und Zeugeneinvernahme wird aufgrund des genügenden rechtlichen Gehörs abgewiesen. Das Vertretungsverhältnis im Zeitpunkt der Einschätzung ergibt sich aus dem geschützten Vertrauen in ein sich aus dem Umständen ergebendes Vertretungsverhältnis (Rechtsscheinsvollmacht oder externe Anscheins- oder Duldungsvollmacht). Der Einschätzungsentscheid konnte daher fristauslösend an die Vertreterin zugestellt werden. Es wurde keine Fristwiederherstellung beantragt, so dass sich bereits die Einsprache als verspätet erweist und die Beschwerde abgewiesen wird.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN">ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANSCHEINSVOLLMACHT">ANSCHEINSVOLLMACHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN">EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRISTAUSLÃSUNG">FRISTAUSLÃSUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSCHEINSVOLLMACHT">RECHTSCHEINSVOLLMACHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSPRINZIP">VERTRAUENSPRINZIP</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRETUNGSVERHÃLTNIS">VERTRETUNGSVERHÃLTNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZEUGENEINVERNAHME">ZEUGENEINVERNAHME</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTELLUNG">ZUSTELLUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 lit. II BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 33 OR</span><br/><span class="gerade">§ 127 lit. II StG</span><br/><span class="ungerade">§ 148 lit. II StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2002 Nr. 112</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Im Rahmen der Veranlagung fÃ¼r die Steuerperiode 1999 forderte das kantonale Steueramt mit Schreiben vom 10. April 2001 die Gesellschaft A in ZÃ¼rich auf, verschiedene, namentlich bezeichnete Unterlagen einzureichen. Unter Bezugnah­me auf das erwÃ¤hnte Schreiben und die erfolgte Mandatierung durch die Gesellschaft A in ZÃ¼rich kam die C AG mit Schreiben vom 8. Mai 2001 dieser Auflage nach. Letztgenanntes Schreiben schloss, dass fÃ¼r allfÃ¤llige Fragen die C AG dem kantonalen Steueramt zur VerfÃ¼gung stehe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 31. Mai 2001 erliess das kantonale Steueramt an die Adresse der C AG einen Ein­schÃ¤tzungsvorschlag unter Ansetzung einer zwanzigtÃ¤gigen Frist zur PrÃ¼fung. Auf diesen Vorschlag erfolgte keine Reaktion. Am 16. Juli 2001 erging der EinschÃ¤tzungsentscheid mit Rechtsmittelbelehrung ebenfalls an die C AG. Im Vergleich zum Vorschlag ent­hielt der Ent­scheid verÃ¤nderte Werte bezÃ¼glich des steuerbaren Eigenkapitals und sah eine EinschÃ¤tzung mit einem steuerbaren Reingewinn von Fr. 5'729'800.- (ZÃ¼rich) und Fr. 7'195'400.- (Gesamt) je zum Satz von 10 % sowie ein steuerbares Kapital von Fr. 10'639'000.- (ZÃ¼rich) und Fr. 14'393'000.- (Gesamt) zum Satz von 1,5 â° vor. Der EinschÃ¤tzungsentscheid wurde am 17. Juli 2001 durch den Leiter des zentralen PostbÃ¼ros der C AG in Empfang genommen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Abteilung fÃ¼r Gemeindesteuerausscheidungen des kantonalen Steueramts stell­te der C AG am 31. Oktober 2001 die Steuerausscheidungsgrundlagen 1999 zu. Am 14. No­vember 2001 erkundigte sich diese telefonisch Ã¼ber die Grundlage der Steuerfaktoren, worauf sie auf den ergangenen Vorschlag vom 31. Mai 2001 und den EinschÃ¤tzungsent­scheid vom 16. Juli 2001 hingewiesen wurde. Die Pflichtige teilte dem kantonalen Steu­er­amt mit Schreiben vom 5. Dezember 2001 mit, dass die C AG nicht als Vertreterin zur Entgegennahme von EinschÃ¤tzungsentscheiden bestellt worden und die Zustellung demnach nicht fristauslÃ¶send erfolgt sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf die am 11. Dezember von der Pflichtigen erhobene Einsprache trat das kantona­le Steueramt am 8. MÃ¤rz 2002 wegen VerspÃ¤tung nicht ein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Steuerrekurskommission I am 30. Mai 2002 ab, soweit sie darauf eintrat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Am 3. Juli 2002 erhob die Pflichtige Beschwerde an das Verwaltungsgericht, dem sie neben der DurchfÃ¼hrung einer mÃ¼ndlichen Verhandlung und der Einvernahme von Zeugen die Aufhebung des Rekursentscheids unter RÃ¼ckweisung an die Vorinstanz, eventuell an das kantonale Steueramt, beantragen liess.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das kantonale Steueramt und die Steuerrekurskommission I schlossen auf Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. </span>Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststel­lung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Richtet sich die Beschwerde â wie hier â gegen einen Entscheid der Steuerrekurs­kom­­mission, mit welchem diese einen Nichteintretensentscheid des kantonalen Steueramts geschÃ¼tzt hat, so darf das Verwaltungsgericht lediglich prÃ¼fen, ob die vorinstanzliche Beur­teilung der Eintretensfrage an beschwerdefÃ¤higen RechtsmÃ¤ngeln leide. Ein weitergehender, materiellrechtlicher Entscheid ist dem Gericht unter diesen UmstÃ¤nden, gleich wie der Steuerrekurskommission, von vornherein verwehrt (vgl. RB 1999 Nr. 152).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht ergibt sich nur ausnahmswei­se ein Anspruch auf DurchfÃ¼hrung einer mÃ¼ndlichen Verhandlung (§ 148 Abs. 2 in Ver­bindung mit § 153 Abs. 4 StG): Hierzu ist das Gericht dann verpflichtet, wenn die Wah­­rung des rechtlichen GehÃ¶rs im Sinn von Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 eine solche Anordnung erfordert (Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, ZÃ¼rich 1999, § 148 N. 9 und § 153 N. 49). Ansonsten ist das Beschwerdeverfahren schriftlich.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Pflichtige beantragt eine mÃ¼ndliche Verhandlung und die Einvernahme von Zeugen. Sowohl ihre Vorbringen als auch jene der C AG sind in Form von Telefonnotizen des kantonalen Steueramts oder als eingereichte Schreiben bei den Akten. ZusÃ¤tzlich konn­te die Pflichtige im Einsprache- und Rekursverfahren schriftlich Stellung nehmen. Ein Begehren um DurchfÃ¼hrung einer mÃ¼ndlichen Verhandlung hÃ¤t­te sodann im Einspracheverfahren gestellt werden kÃ¶nnen, was jedoch unterblieben ist. Der Pflichtigen wurde damit ge­nÃ¼gend Gelegenheit geboten, ihre Rechte wahrzunehmen. Der Sachverhalt ist demnach erstellt und unbestritten: Eine ausdrÃ¼ckliche Vollmacht der Pflich­ti­gen an die C AG lag nicht vor und weder der EinschÃ¤tzungsvorschlag noch der EinschÃ¤tzungsentscheid wurden von dieser an die Pflichtige weitergeleitet. Wie dies gewichtet werden muss, ist eine rechtliche Frage. Ausgegangen wird deshalb ohne weiteres von jenem Sachverhalt, wie er durch die Pflichtige und die C AG geschildert wurde und folglich von derjenigen Sachlage, deren Vorliegen die Zeugen nach Angebot der Pflichtigen bestÃ¤tigen kÃ¶nnten. Es ist daher nicht ersichtlich, was diese Zeugen zusÃ¤tzlich zur Erhellung des Sachverhalts beitragen kÃ¶nnten. Deren Befragung kann somit unterbleiben. Schliesslich wurden weder in der Rekurs- noch in der Beschwerdeschrift neue Tatsachen vorgebracht, die einen zweiten Schriftenwechsel bzw. eine mÃ¼ndliche Verhandlung rechtfertigen wÃ¼rden. Demzufolge ist das rechtliche Ge­hÃ¶r der Pflich­tigen genÃ¼gend gewahrt; von einer mÃ¼ndlichen Verhandlung vor Verwaltungs­gericht kann mithin abgesehen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Streitig ist die Vertretung im Zeitpunkt der EinschÃ¤tzung und davon abhÃ¤ngig die gehÃ¶rige ErÃ¶ffnung des Entscheids. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) </span>Die Einsprachefrist betrÃ¤gt 30 Tage (§ 140 Abs. 1 StG), wobei der Tag der Zustellung des angefochtenen Entscheids bei der Berechnung der Frist laut § 12 Abs. 1 der Ver­­ordnung zum Steuergesetz vom 1. April 1998 (VO StG) nicht mitgezÃ¤hlt wird. Die Frist gilt als eingehalten, wenn eine schriftliche Eingabe spÃ¤testens am letzten Tag der Frist an die BehÃ¶rde gelangt oder der Post Ã¼bergeben wird (§ 12 Abs. 3 VO StG). <span>Hat die Pflich­tige ei­nen vertraglichen Vertreter bestellt und wurde dies gegenÃ¼ber den SteuerbehÃ¶rden kundgetan, so sind Entscheide in der Regel letzterem zuzustellen, der sie dann mit Wirkung fÃ¼r die Pflichtige entgegennehmen kann (§ 127 Abs. 2 StG; StE 1998 B 92.7 Nr. 5). Ein vertraglicher Vertreter kann aber auch formlos und damit stillschweigend bevollmÃ¤chtigt werden. Ei­ne Vollmacht kann sich einerseits aus den vom Vertretenen geschaffenen oder gebilligten Um­­stÃ¤nden ergeben oder anderseits, wenn die Pflichtige duldet oder erkennen mÃ¼sste, dass ein Dritter als ihr Vertreter auftritt (Anscheins- und Duldungsvollmacht). Ferner kann die Kund­gabe einer Vollmacht, auf welche ein gutglÃ¤ubiger Dritter nach Vertrauensprinzip ab­stellen durfte, zu dessen Schutz fÃ¼hren (BGE 120 II 197 mit Hinweisen). Kann die SteuerbehÃ¶rde somit aus den gesamten UmstÃ¤nden auf ein VertretungsverhÃ¤ltnis schliessen, so darf sie darauf abstellen, ohne eine schriftliche Vollmacht einfordern zu mÃ¼ssen (ASA 67 [1998/ 99], S. 391; Martin Zweifel, </span>in Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2b, Basel/ Genf/MÃ¼nchen 2000, Art. 117 DBG N. 20<span>).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im vorliegenden Fall reichte die Pflichtige die SteuererklÃ¤rung 1999 B direkt und â entgegen sonstiger Ãbung â ohne Bezeichnung eines Vertreters ein. Das Schreiben des kantonalen Steueramts, mit welchem es von der Pflichtigen Unterlagen einforderte, wur­­de von dieser an die C AG weitergeleitet. Letztgenannte bezeich­nete sich darauf folgend im Antwortschreiben ans kantonale Steueramt als mandatiert und reichte die geforder­ten Unterlagen ein. Dies legt den Schluss auf ein bestehendes VertretungsverhÃ¤ltnis nahe. Ein solches wurde im genannten Schreiben denn auch ausdrÃ¼cklich bestÃ¤tigt, was der Pflichtigen bekannt war oder zumindest hÃ¤tte bekannt sein mÃ¼ssen. Eine BeschrÃ¤nkung des VertretungsverhÃ¤ltnisses im Umfang war nicht ersichtlich, insbesondere nicht dahin gehend, dass sich die Vertretung lediglich auf das Einreichen der angeforderten Unterlagen hÃ¤t­te beschrÃ¤nken sollen. Letzteres wÃ¼rde ferner der â dem kantonalen Steueramt bekannten â Ãbung der Pflichtigen widersprechen, die sich bisher regelmÃ¤s­sig professionell vertre­ten liess. Wie die Pflichtige zutreffend ausfÃ¼hrt, kann dies allein ein VertretungsverhÃ¤ltnis nicht begrÃ¼nden; ein Indiz fÃ¼r deren Vertretung vermag es hingegen durchaus zu bilden. Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus dem Vermerk in der SteuererklÃ¤rung, wonach mangels Vertretung ein Organ der Pflichtigen als Kontaktperson auftrete. Diese Aussage kann als durch den zeitlich spÃ¤ter erfolgten Hinweis in der Korrespondenz, dass fÃ¼r Fragen die C AG zur VerfÃ¼gung stehe, Ã¼berholt gelten. Nach aussen Kund gegeben wurde damit, dass im Zusammenhang mit der EinschÃ¤tzung 1999 neu nun diese die Pflichtige vertrete und auch fÃ¼r Fragen Ansprechpartnerin sei. Ob dies allein fÃ¼r die Annahme einer umfassen­den Vertretung gestÃ¼tzt auf das Vertrauensprinzip allerdings bereits ausreicht oder ledig­lich ein Indiz bildet, kann aus den nachfolgenden GrÃ¼nden offen bleiben (vgl. ASA 67 [1998/99], S. 395; Ernst KÃ¤nzig/Urs. R. Behnisch, Die direkte Bundessteuer, III. Teil, 2. A., Basel 1992, Art. 74 N. 5).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Das kantonale Steueramt wollte durch die Zustellung seines EinschÃ¤tzungsvorschlags eine Auskunft einholen und stellte daher an die aus seiner Sicht als Vertreterin auf­tretende C AG zu. WÃ¤re diese tatsÃ¤chlich nur zur Einreichung der Un­terlagen bevollmÃ¤chtigt gewesen, so hÃ¤tte von ihr entweder die Kontaktaufnahme mit dem kantonalen Steueramt oder die umgehende Weiterleitung des Vorschlags an die Pflich­tige erwartet werden dÃ¼rfen. Beide Vorgehensweisen hÃ¤tten denn auch ohne weiteres zur Aufdeckung der angeb­lichen Falschinterpretation des VertretungsverhÃ¤ltnisses gefÃ¼hrt. Durch die fehlende Reaktion auf den Vorschlag wurde so der Anschein einer Vertretung durch die C AG gesetzt bzw. nicht zerstÃ¶rt. Deren Verhalten als Hilfs­person muss sich die Pflichtige anrechnen lassen. Das kantonale Steueramt konnte da­mit nach seiner unwidersprochen gebliebenen ersten Zustellung an die Adresse der C AG darauf vertrauen, dass eine Mandatierung im Zusammenhang mit der EinschÃ¤tzung 1999 erfolgt war und auch weiterhin an diese zu­gestellt werden konnte. Auch der EinschÃ¤tzungsentscheid durfte an die C AG zugestellt wer­­den, ohne dass das VertretungsverhÃ¤ltnis durch eine ausdrÃ¼ckliche Vollmachtsurkunde hÃ¤tte bestÃ¤tigt werden mÃ¼ssen (RB 1990 Nr. 57).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Was die Pflichtige dagegen vorbringt, sticht nicht. Unbehelflich sind angesichts des vorliegendenfalls einzig interessierenden AussenverhÃ¤ltnisses die AusfÃ¼hrungen zum In­nenverhÃ¤ltnis. Nichts zu ihren Gunsten abzuleiten vermag die Pflichtige auch aus der von ihr angefÃ¼hrten Kommentarstelle, steht dieser doch die bereits zitierte Rechtsprechung (BGE 120 II 197) entgegen. Wiederholt sei daher, dass sich der Anschein der Vollmachtser­teilung â entgegen den AusfÃ¼hrungen der Pflichtigen â nicht allein aus dem Schreiben vom 8. Mai 2001 ergibt, sondern vielmehr aus den gesamten UmstÃ¤nden vor und nach dem erwÃ¤hnten Schreiben resultiert.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Die Zustellung der EinschÃ¤tzungsverfÃ¼gung erging an die nach Vertrauensprinzip erkennbare Vertreterin der Pflichtigen und ist damit gestÃ¼tzt auf § 127 Abs. 2 StG gehÃ¶rig er­folgt. Die Einsprachefrist wurde daher mit Empfang durch die C AG am 17. Juli 2001 aus­gelÃ¶st und lief ungenutzt ab. Es trifft deshalb nicht zu, dass der Pflichtigen der Rechtsmit­telweg abgeschnitten wurde; vielmehr verstrich die zur VerfÃ¼gung stehende Zeit fÃ¼r Ein­ga­ben ungenutzt. Wie ausgefÃ¼hrt wurde (vgl. ErwÃ¤gung 3b), hÃ¤tte entweder der erweck­te An­schein des VertretungsverhÃ¤ltnisses durch eine Reaktion auf den EinschÃ¤tzungsvorschlag richtig gestellt werden kÃ¶nnen oder die Vertreterin hÃ¤tte die Korrespondenz wei­terleiten sol­len; Gleiches gilt fÃ¼r den EinschÃ¤tzungsentscheid. Dass zwischen der Zustellung des EinschÃ¤t­zungsentscheids und einer Reaktion der Vertreterin so viel Zeit verstrichen ist, wÃ¤hrend welcher die Einsprachefrist ablief, muss der Pflichtigen angelastet werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Somit vermÃ¶chte der Pflichtigen nur eine Fristwiederherstellung zu helfen. GrÃ¼n­de hierfÃ¼r wurden jedoch keine vorgebracht (§ 15 VO StG). Diese stellt sich vielmehr auf den Standpunkt, dass der EinschÃ¤tzungsentscheid erst im November 2001 erÃ¶ffnet worden sei, was jedoch aufgrund der AusfÃ¼hrungen zum VertretungsverhÃ¤ltnis eben gerade nicht zutrifft. Die Einsprache erweist sich als verspÃ¤tet, so dass mangels Fristwiederherstellung nicht darauf eingetreten werden durfte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>