<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00121</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106116&amp;W10_KEY=4467148&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00121</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 31.05.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Jugendhilfe (Alimentenbevorschussung/Parteientschädigung)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Wurde ein Entscheid irrtümlich mit einer falschen Begründung versehen, so kann nach deren Berichtigung ein dagegen erhobener Rekurs nicht einfach abgeschrieben werden.<br/><br/>Das Verwaltungsgericht ist zuständig (E. 1).<br/>Die Abschreibung eines Rechtsmittels hat durch förmlichen Entscheid zu erfolgen. Geschieht dies durch formloses Schreiben, hat der Adressat dagegen nicht Beschwerde zu erheben. Verlangt er stattdessen einen anfechtbaren Entscheid, so ist der Bezirksrat verpflichtet sich zu erkundigen, ob er mit der Abschreibung des Verfahrens einverstanden sei (E. 2).<br/>Ein Rekursverfahrens wird gegenstandslos, wenn die angefochtene Anordnung oder das Rechtsschutzinteresse des Rekurrenten dahingefallen ist. Versieht die Rekursgegnerin ihre Anordnung mit einer neuen Begründung, so fällt das Rechtsschutzinteresse nicht ohne Weiteres dahin (E. 3).<br/>Die Angelegenheit ist zu materieller Behandlung an den Bezirksrat zurückzuweisen (E. 4a).<br/>Der Rekurrentin ist für das Rekursverfahren allenfalls auch dann eine Parteientschädigung zuzusprechen, wenn sie unterliegt (E. 4b).<br/>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens sind der Beswchwerdegegnerin zu auferlegen, die Parteientschädigung dem Bezirksrat (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABSCHREIBUNG">ABSCHREIBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ALIMENTENBEVORSCHUSSUNG">ALIMENTENBEVORSCHUSSUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEGENSTANDSLOSIGKEIT">GEGENSTANDSLOSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: JUGENDHILFE">JUGENDHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMITTELBELEHRUNG">RECHTSMITTELBELEHRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSSCHUTZINTERESSE">RECHTSSCHUTZINTERESSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Verwaltungsinterne Rechtspflege ST: REKURS">REKURS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFÃGUNG">VERFÃGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 4 lit. I BezverwG</span><br/><span class="ungerade">§ 67 GemeindeG</span><br/><span class="gerade">§ 17 Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Gemeinde X bevorschusste gestÃ¼tzt auf §§ 20 ff. des Jugendhilfegeset­zes vom 14. Juni 1981 (JHG) die Alimente, die D fÃ¼r seine Tochter G, geboren 1985, zu leisten hat. Im Rahmen der nach § 36 lit. c der Verord­nung zum Jugendhilfegesetz vom 21. Okto­ber 1981 (JHV) alljÃ¤hrlich vorzunehmenden Ãber­prÃ¼fung entschied die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X am 24. August 2000, die Bevorschus­sung werde eingestellt; das Inkasso werde jedoch vor­erst weitergefÃ¼hrt. Sie begrÃ¼ndete diesen Entscheid damit, dass A, die Mutter des Kindes, ent­gegen § 33 Abs. 2 und § 34 JHV trotz Mahnung die zur AbklÃ¤rung bzw. ÃberprÃ¼fung des Bevorschussungs­anspruchs verlangten Unterlagen nicht beigebracht habe. Sollten die Un­terlagen zu einem spÃ¤teren Zeitpunkt noch beigebracht werden, werde eine allfÃ¤llige Be­vor­schussung frÃ¼hes­tens ab Eingang der vollstÃ¤ndigen Unterlagen gewÃ¤hrt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Dagegen erhob A am 28. September 2000 Rekurs, mit dem Antrag, die VerfÃ¼­gung vom 24. August 2000 aufzuheben und die Bevorschussung weiterzufÃ¼hren, unter Kos­ten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Rekursgegners. Zur BegrÃ¼ndung wurde ausgefÃ¼hrt, auf Mahnung des Jugendsekretariats des Bezirks Z vom 27. Juli 2000 hin habe der Rechtsvertreter am 28. Juli 2000 postwendend mitgeteilt, die Sozialab­teilung der Stadt X sei umfassend Ã¼ber die finanzielle Situation orientiert. Mit Schrei­ben vom 9. Au­gust 2000 habe sich denn auch die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X fÃ¼r die Einrei­chung der Unterlagen be­dankt und die ElternbeitrÃ¤ge errechnet. Da fÃ¼r die GewÃ¤hrung bzw. ÃberprÃ¼fung der Ali­mentenbevorschussung die nÃ¤mlichen Unterlagen massgebend seien, stehe fest, dass die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X hierfÃ¼r im Besitz aller erforderlichen Unterlagen gewesen sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In ihrer Stellungnahme vom 11. Dezember 2000 brachte die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X vor, die angefochtene VerfÃ¼gung sei irrtÃ¼mlich damit begrÃ¼ndet worden, dass die er­forder­lichen Unterlagen zur ÃberprÃ¼fung nicht eingereicht worden seien. Die Bevorschus­sung sei deswegen eingestellt worden, weil der Vater des Kindes die Alimente nunmehr regelmÃ¤s­sig zahle. âDie Alimentenbevorschussungen konnten eingestellt werden, aber werden im Sinne eines freiwilligen Inkassos weitergefÃ¼hrtâ.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit vom PrÃ¤sidenten und Ratsschreiber unterzeichnetem Schreiben vom 15. De­zember 2000 teilte der Bezirksrat Z der Rekurrentin und der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X mit, auf­grund der Sachdarstellung in der Rekursantwort werde das Rekursverfahren als gegen­stands­los abgeschrieben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Eingabe vom 23. Januar 2001 ersuchte der Rechtsvertreter von A den Bezirks­rat Z, einen formellen Entscheid zu treffen, da der Rekurs offensichtlich begrÃ¼ndet gewe­sen sei und der Rekurrentin eine ParteientschÃ¤digung zulasten der Rekurs­gegnerin zuzu­sprechen sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat beschloss am 22. Februar 2001, das Begehren um Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung werde im Sinn der ErwÃ¤gungen abgewiesen. Zur BegrÃ¼ndung wurde ausgefÃ¼hrt, die angefochtene VerfÃ¼gung vom 24. August 2000 sei zwar falsch begrÃ¼ndet worden, aber im Ergebnis nicht zu beanstanden, weil die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde das Inkasso frei­willig weiterfÃ¼hre und weil der Vater des Kinds die Alimentenzahlungen nun regelmÃ¤s­sig leiste. Die angefochtene Anordnung sei demzufolge nicht offensichtlich unbegrÃ¼ndet im Sinn von § 17 Abs. 2 lit. b des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/18. Ju­ni 1997 (VRG); ebenso wenig komme eine ParteientschÃ¤digung nach § 17 Abs. 2 lit. a VRG in Betracht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 12. April 2001 beantragte A dem Verwal­tungsgericht, den Beschluss des Bezirksrats Z vom 22. Februar 2001 sowie den Be­schluss der FÃ¼rsorgebe­hÃ¶r­de X vom 24. August 2000 aufzuheben, âunter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen fÃ¼r beide Instanzenâ.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>FÃ¼r die Stadt X beantragte deren FÃ¼rsorgebehÃ¶rde am 10. Mai 2001 Abwei­sung der Beschwerde. Der Bezirksrat Z verzichtete auf Vernehmlassung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde, mit der die WeiterfÃ¼hrung der Bevorschussung von Alimenten verfochten wird, nach § 19c Abs. 2 und § 41 VRG funktionell und sachlich zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Sachur­teilsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der PrÃ¤sident des Bezirksrats Z teilte dem Rechtsvertreter der Beschwerde­fÃ¼h­re­rin am 15. Dezember 2000 mit, der Rekurs vom 28. September 2000 werde als gegen­standslos abgeschrieben. Zur Abschreibung eines vor Bezirksrat erhobenen Rekurses we­gen Gegenstandslosigkeit ist nach § 4 Abs. 1 des Gesetzes Ã¼ber die Bezirksverwaltung vom 10. MÃ¤rz 1985 in Verbindung mit § 67 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 der PrÃ¤si­dent des Bezirksrats zustÃ¤ndig. Die Abschreibung hat durch fÃ¶rmliche VerfÃ¼gung zu erfol­gen, welche auf dem ordentlichen Rechtsmittelweg anfechtbar ist (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Boss­hart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 28 N. 13). Wenn der Vertreter der BeschwerdefÃ¼hrerin gegen das Schreiben vom 15. Dezember 2000 nicht rechtzeitig Beschwerde an das Verwaltungsge­richt erhoben hat, so kann ihm dies nicht schaden. Denn dieses Schreiben war nicht als fÃ¶rm­liche VerfÃ¼gung gekennzeichnet und enthielt namentlich keine Rechtsmittelbeleh­rung. Der Vertreter ist denn auch nicht untÃ¤tig geblieben, sondern hat mit Schreiben vom 23. Ja­nuar 2001 an den Bezirksrat einen fÃ¶rmlichen Entscheid verlangt. Dieses Schreiben war allerdings missverstÃ¤ndlich abgefasst; aufgrund des Wortlauts kann es dahin verstanden werden, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin sich nicht gegen die Abschreibung des Rekursverfah­rens, sondern lediglich gegen die Verweigerung einer ParteientschÃ¤digung wehrt; es kann aber auch so aufgefasst werden, dass sich die BeschwerdefÃ¼hrerin gegen die Abschreibung des Verfahrens wehren wollte. Der Bezirksrat hat es im erstgenannten Sinn verstanden; dem­­­entsprechend befasst sich sein Beschluss vom 22. Februar 2001 (der nun offenbar von der KollegialbehÃ¶rde getroffen wurde), soweit er in BegrÃ¼ndung und Dispositiv zum Aus­druck kommt, nur mit dem Begehren um Entrichtung einer ParteientschÃ¤digung. Die Be­schwerdefÃ¼hrerin wehrt sich jedoch â wie nunmehr aus ihrer Beschwerde gegen den Be­schluss des Bezirksrats vom 22. Februar 2001 hervorgeht â in erster Linie gegen die Ab­schreibung des Rekursverfahrens. Nach dem auch im Verfahren geltenden Grundsatz von Treu und Glauben (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19 â 28 N. 81) wÃ¤re der Be­zirksrat aufgrund des Schreibens der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 23. Januar 2001 gehalten gewesen, die BeschwerdefÃ¼hrerin bzw. deren Vertreter anzufragen, ob sie mit einer Ab­schreibung des Rekursverfahrens einverstanden sei und lediglich die Zusprechung einer Parteient­schÃ¤­digung verlange, oder ob sie sich gegen die Abschreibung des Verfahrens wehre und ihren Rekurs behandelt haben wolle.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Angesichts der dargelegten mangelhaften Verfahrensabwicklung ist auf die Be­schwerde auch insoweit einzutreten, als damit die formelle Erledigung des Rekurses durch Verfahrensabschreibung bemÃ¤ngelt und eine materielle Behandlung des Rekurses durch den Bezirksrat Z angestrebt wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Ein Rekursverfahren wird gegenstandslos und kann deswegen als erledigt abge­schrieben werden, wenn die angefochtene Anordnung zufolge WiedererwÃ¤gung, Widerruf, Zeitablauf oder aus anderen GrÃ¼nden dahingefallen ist oder wenn das Rechtsschutzinteres­se der rekurrierenden Partei an einer autoritativen Entscheidfindung wÃ¤hrend des hÃ¤ngigen Rekursverfahrens entfÃ¤llt, was wiederum aus verschiedenen GrÃ¼nden der Fall sein kann (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 28 N. 17).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der PrÃ¤sident des Bezirksrats hat im Schreiben vom 15. Dezember 2000 die Ab­schreibung des Rekursverfahrens mit den AusfÃ¼hrungen der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X in der Re­kursvernehmlassung vom 11. Dezember 2000 begrÃ¼ndet, wonach entgegen der VerfÃ¼­gung vom 24. August 2000 die Alimentenbevorschussung nicht wegen einer SÃ¤umnis in der Bei­bringung von Unterlagen, sondern wegen der regelmÃ¤ssig erfolgenden Alimenten­zahlun­gen des Vaters eingestellt worden sei, und wonach das Inkasso freiwillig fortgefÃ¼hrt werde. Nach Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin liegt im Umstand, dass der Vater des Kin­des die Alimente regelmÃ¤ssig zahle, kein Grund fÃ¼r die Einstellung der Bevorschus­sung; sodann macht sie geltend, das von der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X fortgefÃ¼hrte Inkasso sei nicht das Glei­che wie eine Bevorschussung; Ersteres sei keine gleichwertige Alternative fÃ¼r Letztere.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Anspruch auf Bevorschussung von UnterhaltsbeitrÃ¤gen fÃ¼r Kinder (zu deren Unter­haltsansprÃ¼chen gegenÃ¼ber den Eltern vgl. Art. 276 ff. des Zivilgesetzbuches, ZGB) be­steht, wenn die Voraussetzungen von §§ 20 und 21 JHG erfÃ¼llt sind. Zu diesen Vorausset­zungen gehÃ¶rt in erster Linie eine SÃ¤umnis der Eltern in der ErfÃ¼llung ihrer Unterhalts­pflicht; das geht klar aus der Formulierung in § 20 Abs. 1 JGH hervor, die im Ãbrigen je­ner in Art. 293 ZGB entspricht (zur Rechtsnatur der Bevorschussung vgl. Cyril Hegnauer, Berner Kommentar, 1997, Art. 293 ZGB N. 23). Ob in der Praxis eine derartige SÃ¤umnis als Voraussetzung fÃ¼r eine Bevorschussung gilt, ist allerdings fraglich, hÃ¤lt doch Hegnauer (a.a.O. N. 41) fest, im Kanton ZÃ¼rich bedÃ¼rfe es keines Nachweises von Inkassoproblemen. Wie es sich damit verhÃ¤lt, kann im jetzigen Beschwerdeverfahren aus den nachstehenden GrÃ¼nden offen bleiben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Selbst wenn davon auszugehen wÃ¤re, eine SÃ¤umnis des unterhaltspflichtigen Eltern­teils bilde eine klare Voraussetzung fÃ¼r die Aufnahme der Alimentenbevorschussung, folgt hieraus nicht zwingend, dass der Wegfall einer solchen SÃ¤umnis einen hinreichenden Grund bildet, ein hÃ¤ngiges Rekursverfahren Ã¼ber die von der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde verfÃ¼gte Ein­stellung der Bevorschussung formell, durch Abschreibung des Verfahrens als gegen­standslos, zu erledigen. Die angefochtene Anordnung (Einstellung der Bevorschussung) ist jedenfalls nicht dahin gefallen. Sodann bestand fÃ¼r den Bezirksrat kein Anlass zur Annah­me, das Rechtsschutzinteresse an der Behandlung des Rekurses sei wÃ¤hrend der Dauer des Rekursverfahrens weggefallen, dies um so weniger, als die von der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X nach­trÃ¤glich in der Rekursantwort vorgebrachten UmstÃ¤nde nicht erst wÃ¤hrend des Re­kursverfahrens eingetreten sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die angefochtene Verfahrensabschreibung erweist sich im Weiteren auch deswegen als rechtswidrig, weil die BeschwerdefÃ¼hrerin auf das Schreiben des PrÃ¤sidenten des Be­zirksrats vom 15. Dezember 2000, das sie wie erwÃ¤hnt nicht als fÃ¶rmliche (unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht anfechtbare und anzufechtende) Abschreibungsver­fÃ¼gung verstehen musste, mit Eingabe vom 23. Januar 2001 einen âformellen Entscheidâ ver­langte; wie ebenfalls erwÃ¤hnt durfte der Bezirksrat dies ohne RÃ¼ckfrage nicht einfach dahin verstehen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin mit einer Verfahrensabschreibung einver­stan­den sei, sofern diese fÃ¶rmlich verfÃ¼gt und ihr zudem eine ParteientschÃ¤digung zuge­sprochen werde. Der angefochtene Beschluss des Bezirksrats Z vom 22. Februar 2001 ist daher aufzuheben, und zwar auch und vorab insoweit, als darin die von der FÃ¼rsorgebe­hÃ¶rde X am 24. August 2000 verfÃ¼gte Einstellung der Bevorschussung stillschwei­gend bestÃ¤tigt wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Demnach ist die Sache zur materiellen Behandlung des Rekurses an den Be­zirksrat zurÃ¼ckzuweisen. Im Einklang mit allen Beteiligten ist dabei davon auszugehen, dass die im Beschluss der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X vom 24. August 2000 angegebene Be­grÃ¼n­dung die angefochtene Einstellung der Bevorschussung nicht zu stÃ¼tzen vermag. In tat­sÃ¤ch­licher Hinsicht ist zu berÃ¼cksichtigen, dass der unterhaltspflichtige Vater seit 1. Ja­nuar 2000 trotz des erlittenen Privatkonkurses die laufende Alimente von monatlich Fr. 660.- regelmÃ¤ssig bezahlt und zudem (wenn auch in bescheidenem Umfang) Abzahlun­gen an die per 31. Dezember 1999 bestehenden AusstÃ¤nde von Fr. 29'640.- leistet. In rechtlicher Hin­sicht wird der Bezirksrat darÃ¼ber zu befinden haben, ob bei dieser Sachlage die Einstellung der Bevorschussung gerechtfertigt sei. Zu berÃ¼cksichtigen ist dabei die Regelung von § 24 JHG, wonach bevorschusste UnterhaltsbeitrÃ¤ge, welche vom pflichtigen Elternteil nicht er­hÃ¤ltlich sind, den Charakter von definitiven sozialhilfe­rechtlichen Zuwendungen aufwei­sen, indem sie weder vom Kind noch vom andern Eltern­teil noch von unterstÃ¼tzungs­pflich­tigen Verwandten zurÃ¼ckgefordert werden dÃ¼rfen. Diese gesetzliche Ausgestaltung legt es nahe, bisher erfolgte Bevorschussungen hÃ¶chstens dann einzustellen, wenn mit hinreichen­der Sicherheit angenommen werden kann, dass der ver­pflichtete Elternteil seiner Verpflich­tung inskÃ¼nftig regelmÃ¤ssig und pÃ¼nktlich nachkom­men wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu beachten ist sodann, dass sich die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X nicht nur im Zusam­men­hang mit der Alimentenbevorschussung mit der BeschwerdefÃ¼hrerin bzw. ihrer Toch­ter befasst hat: Am 22. MÃ¤rz 2000 ist fÃ¼r G eine Er­zie­hungsbeistandschaft nach Art. 308 ZGB errichtet und eine Fremdplatzierung ange­ordnet worden; seit April 2000 ist sie bei einer Pflegefamilie untergebracht. A hat am 31. Mai 2000 eine "AbtretungserklÃ¤rung" unter­zeich­net, die offenbar darauf abzielt, dass die Alimentenzahlungen des Vaters direkt fÃ¼r die Kosten der Fremdplatzierung ver­wendet werden kÃ¶nnen; zugleich hat sie sich mit einem Elternbeitrag von monatlich Fr. 41.70 einverstanden erklÃ¤rt. Der Bezirksrat wird zu prÃ¼fen haben, ob und allenfalls inwiefern sich diese Abmachungen auf die Frage der Ali­men­tenbe­vorschussung auswirken.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In formeller Hinsicht wird der Bezirksrat sodann zu prÃ¼fen haben, ob in der Stadt X entgegen der subsidiÃ¤r eingreifenden Regel von § 22 JHG anstelle der Vormund­schaftsbe­hÃ¶rde die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde Ã¼ber die Bevorschussung zu entscheiden habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Was die von der BeschwerdefÃ¼hrerin im Rekurs vom 28. September 2000 ver­lang­te ParteientschÃ¤digung anbelangt, wÃ¤re eine solche jedenfalls dann zuzusprechen, wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin im wiederaufzunehmenden Rekursverfahren obsiegen sollte. Diesfalls liesse sich eine solche EntschÃ¤digung nicht nur auf § 17 Abs. 2 lit. b VRG (offen­sichtliche UnbegrÃ¼ndetheit der angefochtenen Anordnung), sondern auch auf § 17 Abs. 2 lit. a VRG stÃ¼tzen. Falls der Rekurs abzuweisen ist, schliesst dies eine Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung an die diesfalls unterliegende Rekurrentin nicht von vornherein aus: Angesichts der unzutreffenden BegrÃ¼ndung in der angefochtenen VerfÃ¼gung vom 24. Au­gust 2000 konnte sich die BeschwerdefÃ¼hrerin in guten Treuen zur Rekurserhebung veran­lasst sehen, weshalb eine ParteientschÃ¤digung an die unterliegende Rekurrentin zulasten der Rekursgegnerin nach dem Verursacherprinzip in Frage kÃ¤me (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 33).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Obwohl aufgrund der vorstehenden ErwÃ¤gungen die Beschwerde nur teilweise gutzuheissen ist, indem die BeschwerdefÃ¼hrerin mit ihrem Antrag auf Aufhebung der Ver­fÃ¼gung vom 24. August 2000 und Fortsetzung der Bevorschussung vorderhand nicht durch­­dringt, sind die Gerichtskosten vollumfÃ¤nglich der Beschwerdegegnerin aufzuerle­gen. Der BeschwerdefÃ¼hrerin ist sodann eine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen, und zwar nicht zulasten der Beschwerdegegnerin, sondern angesichts der dargelegten MÃ¤ngel bei der Erledigung des Rekursverfahrens zulasten des Bezirksrats Z (RB 1989 Nr. 4).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Rekursentscheid des Bezirksrats Z vom 22. Februar 2001 aufgehoben und die Sache zum Neuent­scheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an den Bezirksrat Z zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">...</p> <p class="Einzug2"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>