<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2005.00061</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205856&amp;W10_KEY=13013562&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2005.00061</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.05.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 03.10.2006 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Abfindung und Abgeltung von Überstunden</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Der Beschwerdeführer erhielt 2003 die Kündigung (siehe auch PB.2004.00001). Er beantragt eine Abfindung in der Höhe von fünfzehn Monatslöhnen sowie die Abgeltung von eintausend Überstunden mit einem Betrag von Fr. 89'808.80. Zuständigkeit der Kammer (E. 1). Vermögensrechtliche Ansprüche im Zusammenhang mit einer Kündigung sind grundsätzlich im Anfechtungsverfahren zu beurteilen. Ob dies für sämtliche Forderungen und mithin auch für die Abfindung gilt, kann vorliegend offen gelassen werden, da das Begehren in der Sache aussichtslos ist (E. 2.2). Die Voraussetzungen des Abfindungsanspruchs sind nicht erfüllt, da die Kündigung nicht ohne Verschulden des Beschwerdeführers erfolgt ist (E. 2.4). Die Handhabung der Überstunden richtet sich vorliegend nach den Vorschriften des OR (E. 3.2). Für Forderungen auf Entschädigung von Überstunden gilt grundsätzlich die ordentliche Verjährungsfrist von fünf Jahren. Der Frage der Verjährung zum Nachteil des den Staat belangenden Bürgers ist nicht von Amtes wegen nachzugehen; dies im Gegensatz zum umgekehrten Fall, wo der Staat Gläubiger ist (E. 3.3.2). Bei öffentlichrechtlichen Anstellungsverhältnissen ist zur Unterbrechung der Verjährung keine Schuldbetreibung oder gerichtliche Klage im Sinne von Art. 135 Ziff. 2 OR erforderlich. Es genügt vielmehr die Geltendmachung beim Gemeinwesen (E. 3.3.3). Voraussetzungen der Entschädigung von Überstunden (E. 3.4). Die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Überstunden waren nicht angeordnet, von ihm nicht hinreichend gemeldet und vom Beschwerdegegner nicht genehmigt (E. 3.5). Kosten- und Entschädigungsfolgen (E. 4). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABFINDUNG">ABFINDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTSCHÃDIGUNG">ENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃNDIGUNG">KÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWEISUNG">RÃCKWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃBERSTUNDEN">ÃBERSTUNDEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: ÃBRIGES ÃFFENTLICHES DIENSTRECHT">ÃBRIGES ÃFFENTLICHES DIENSTRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERJÃHRUNGSFRIST">VERJÃHRUNGSFRIST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSCHULDETE ENTLASSUNG">VERSCHULDETE ENTLASSUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">OR</span><br/><span class="gerade">Art. 128 Ziff. 3 OR</span><br/><span class="ungerade">Art. 130 Abs. I OR</span><br/><span class="gerade">Art. 142 OR</span><br/><span class="ungerade">Art. 321c OR</span><br/><span class="gerade">Art. 323 OR</span><br/><span class="ungerade">Art. 341 Abs. II OR</span><br/><span class="gerade">§ 26 Abs. I PG</span><br/><span class="ungerade">§ 74 Abs. I VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2006 Nr. 110</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Der Zweckverband Kranken- und Altersheim D (im Folgenden: Zweckverband) stellte A per 1. Februar 1990 als Verwaltungsleiter des Alterszentrums E an. Am 31. MÃ¤rz 2003 kÃ¼ndigte die Heimkommission das ArbeitsverhÃ¤ltnis per 30. September 2003 und stellte A per sofort frei. Der Bezirksrat Y wies einen gegen die KÃ¼ndigung erhobenen Rekurs ab; das Verwaltungsgericht trat auf eine dagegen erhobene Beschwerde nicht ein (VGr, 12. Mai 2004, PB.2004.00001, www.vgrzh.ch). Eine gegen diesen Beschluss erhobene staatsrechtliche Beschwerde wurde vom Bundesgericht abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde (BGr, 14. Januar 2005, 2P.208/2004, www.bger.ch).</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 28. Mai 2004 liess A gegen den Zweckverband Klage erheben und einen Lohnfortzahlungsanspruch zufolge Krankheit geltend machen. Das Verwaltungsgericht trat nicht darauf ein (VGr, 7. Juli 2004, PK.2004.00001).</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Am 4. Februar 2005 gelangte A an die Heimkommission und verlangte die Zusprechung einer Abfindung in maximaler HÃ¶he gemÃ¤ss Art. 25 Abs. 4 und 5 des Personalstatuts des Alterszentrums E (im Folgenden: Personalstatut) sowie die Auszahlung von 1000 geleisteten Ãberstunden. Mit Beschluss vom 11. Mai 2005 wurde dieses Begehren abgewiesen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat Y wies einen dagegen erhobenen Rekurs mit Beschluss vom 30. September 2005 ab, soweit er darauf eintrat. A wurde zudem verpflichtet, dem Zweckverband eine ParteientschÃ¤digung auszurichten.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 9. November 2005 liess A Beschwerde ans Verwaltungsgericht erheben und folgende AntrÃ¤ge stellen:</p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. Es sei Dispositivziffer I. des vom Bezirksrat Y am 30. September 2005 unter der Verfahrensnummer 01 gefÃ¤llten Beschlusses aufzuheben, und es sei die Vorinstanz entsprechend anzuweisen, auf den Antrag betreffend Ausrichtung eine dem BeschwerdefÃ¼hrer gestÃ¼tzt auf Art. 25 AbsÃ¤tze 4 und 5 des Personalstatutes des Beschwerdegegners einzutreten und diesen materiell zu behandeln;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>eventualiter:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> Es sei Dispositivziffer I. des vorgenannten Entscheides aufzuheben und der Beschwerdegegner zu verpflichten, dem BeschwerdefÃ¼hrer gestÃ¼tzt auf Art. 25 AbsÃ¤tze 4 und 5 des Personalstatutes des Beschwerdegegners eine Abfindung in HÃ¶he von fÃ¼nfzehn MonatsgehÃ¤ltern zu bezahlen;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2.<span> </span></span><span>Es sei Dispositivziffer I. des angefÃ¼hrten Entscheides aufzuheben, und es sei der Beschwerdegegner zu verpflichten, dem BeschwerdefÃ¼hrer eintausend im Zusammenhang mit dem Erweiterungsbau geleistete und im Namen der Rekursgegnerin mit schriftlicher ErklÃ¤rung vom 1. MÃ¤rz 2003 anerkannten Ãberstunden mit einem Betrag von Fr. 89'808.80 abzugelten;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>eventualiter:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Es sei Dispositivziffer I. des erwÃ¤hnten Beschlusses aufzuheben, und es sei die Sache zur AbklÃ¤rung des Sachverhaltes bezÃ¼glich der tatsÃ¤chlichen Kompetenzen des PrÃ¤sidenten der Baukommission im Zusammenhang mit dem Umbau der Jahre 1999 bis 2001 sowie der vom BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r dieses Projekt effektiv geleisteter und abzugeltender Ãberstunden an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des Beschwerdegegners."</span></p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext">In seiner Beschwerdeantwort vom 6. Dezember 2005 liess der Zweckverband auf Abweisung des Rechtsmittels unter EntschÃ¤digungsfolge schliessen. Der Bezirksrat Y beantragte am 17. November 2005 ebenfalls die Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist nach § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) fÃ¼r die Behandlung von Beschwerden gegen personalrechtliche Rekursentscheide des Bezirksrats zustÃ¤ndig. GemÃ¤ss Beschluss des Verwaltungsgerichts vom 7. Juli 2004 sind Streitigkeiten aus dem vorliegenden DienstverhÃ¤ltnis im Beschwerde- und nicht im Klageverfahren auszutragen (PK.2004.00001). Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde grundsÃ¤tzlich einzutreten. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>In seinem Antrag fordert der BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼nfzehn MonatslÃ¶hne sowie die Abgeltung von Ãberstunden im Betrag von Fr. 89'808.80. Da der Streitwert Fr. 20'000.- somit Ã¼bersteigt, ist die Streitigkeit gerichtsintern in Dreierbesetzung zu erledigen (vgl. § 38 Abs. 1 und 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt zunÃ¤chst, die Vorinstanz sei anzuweisen, auf den Antrag betreffend Ausrichtung einer Abfindung einzutreten und diesen materiell zu behandeln. Eventualiter sei der Beschwerdegegner zur Bezahlung einer Abfindung in der HÃ¶he von 15 MonatslÃ¶hnen zu verpflichten. Die Vorinstanz vermenge "in unzulÃ¤ssiger Weise die Thematik der EntschÃ¤digung wegen einer sachlich nicht gerechtfertigten bzw. missbrÃ¤uchlichen KÃ¼ndigung mit der Abfindung bei einer sachlich gerechtfertigten KÃ¼ndigung". Werde eine KÃ¼ndigung als sachlich gerechtfertigt bzw. nicht missbrÃ¤uchlich qualifiziert, so entfalle der Anspruch auf EntschÃ¤digung; nicht erstellt sei damit jedoch, dass der von der KÃ¼ndigung betroffenen Person auch keine Abfindung gestÃ¼tzt auf Art. 25 Abs. 4 und 5 Personalstatut zustehe.</p> <p class="Urteilstext">DemgegenÃ¼ber stellt sich die Vorinstanz auf den Standpunkt, auf den Antrag betreffend Abfindung sei nicht einzutreten, da bereits der personalrechtliche Rekurs an den Bezirksrat nebst dem Antrag auf Feststellung der Rechtswidrigkeit der KÃ¼ndigung mit einem bezifferten EntschÃ¤digungs- und Abfindungsbegehren hÃ¤tte verbunden werden mÃ¼ssen. Es kÃ¶nne nicht angehen, das VersÃ¤umte durch ein erneutes Rekursverfahren nachzuholen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>VermÃ¶gensrechtliche AnsprÃ¼che im Zusammenhang mit einer KÃ¼ndigung sind grundsÃ¤tzlich im Anfechtungsverfahren zu beurteilen. Es bedarf zur Ãffnung des Anfechtungswegs, der ohnehin nicht zur Wiedereinstellung des Betroffenen fÃ¼hren kann (vgl. § 80 Abs. 2 VRG), nicht einer zusÃ¤tzlichen VerfÃ¼gung Ã¼ber die geltend gemachten Forderungen; vielmehr muss der Betroffene zur Geltendmachung seiner Forderung rechtzeitig Rekurs gegen die VerfÃ¼gung Ã¼ber die AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses erheben. Die vermÃ¶gensrechtlichen Forderungen mÃ¼ssen mit anderen Worten bereits mit dem Rekurs gestellt werden (VGr, 3. November 2004, PB.2004.00021, E. 3 Abs. 3, www.vgrzh.ch; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 79 N. 2, § 80 N. 4). â Ob dies fÃ¼r sÃ¤mtliche im Zusammenhang mit einer KÃ¼ndigung stehenden Forderungen und mithin auch fÃ¼r die Abfindung gilt, erscheint fraglich (vgl. auch VGr, 12. September 2005, PB.2005.00032, E. 4.1, www.vgrzh.ch). </p> <p class="Urteilstext">Klar ist aufgrund der gefestigten Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts, dass im Rekursverfahren betreffend eine KÃ¼ndigung vermÃ¶gensrechtliche AnsprÃ¼che gestellt werden <i>dÃ¼rfen, </i>auch wenn die erste Instanz dazu nicht verfÃ¼gt hat. Daraus ist aber nicht zwingend zu schliessen, dass sÃ¤mtliche im Zusammenhang mit der KÃ¼ndigung stehenden VermÃ¶gensansprÃ¼che im Anfechtungsverfahren gegen die KÃ¼ndigung gestellt werden <i>mÃ¼ssen </i>â mit der Konsequenz des Rechtsverlusts, wenn sie innert 30 Tagen seit der KÃ¼ndigung nicht vorgetragen werden. Aus der MÃ¶glichkeit, vermÃ¶gensrechtliche AnsprÃ¼che im Interesse der ProzessÃ¶konomie bereits im Anfechtungsverfahren geltend zu machen, kann jedenfalls nicht auf eine dahin gehende Verpflichtung geschlossen werden. FÃ¼r die ZulÃ¤ssigkeit einer spÃ¤teren Geltendmachung der Abfindung wÃ¼rde immerhin sprechen, dass die substanziierte Geltendmachung der VermÃ¶gensansprÃ¼che im Zusammenhang mit einer KÃ¼ndigung hÃ¤ufig kompliziert ist und es sich materiell betrachtet um eine eigentliche KlagebegrÃ¼ndung und nicht bloss um eine Rechtsmittelschrift handelt. Zudem besteht bei vermÃ¶gensrechtlichen Fragen in der Regel kein Ã¼berdurchschnittliches Interesse des Gemeinwesens an einer raschen KlÃ¤rung im Rekursverfahren. Da, wie die nachstehenden AusfÃ¼hrungen zeigen, das Begehren in der Sache aussichtslos ist, kann diese Frage vorliegend indes offen gelassen werden. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Der Hauptantrag des BeschwerdefÃ¼hrers zielt auf die RÃ¼ckweisung der Sache an die Vorinstanz zur materiellen Behandlung. Hebt das Verwaltungsgericht einen Beschluss auf, so entscheidet es grundsÃ¤tzlich selbst; es kann jedoch die Angelegenheit unter gewissen Voraussetzungen â beispielsweise wenn mit der angefochtenen Anordnung zu Unrecht nicht auf die Sache eingetreten wurde â zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurÃ¼ckweisen (§ 80c in Verbindung mit §§ 63 und 64 je Abs. 1 VRG). Eine RÃ¼ckweisung wÃ¤re im Falle der Bejahung der ZulÃ¤ssigkeit des Abfindungsbegehrens vorliegend indes namentlich deshalb unzweckmÃ¤ssig, weil sich der Antrag aufgrund der Akten ohne weiteres als unbegrÃ¼ndet erweist (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 63 N. 11).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.1 </b>Rechtsgrundlage fÃ¼r das zwischen den Parteien bestehende, per 30. September 2003 aufgelÃ¶ste AnstellungsverhÃ¤ltnis bildet das Personalstatut. GemÃ¤ss Art. 25 Abs. 1 haben Angestellte mit wenigstens fÃ¼nf Dienstjahren, deren ArbeitsverhÃ¤ltnis auf Veranlassung des Alterszentrums und ohne ihr Verschulden aufgelÃ¶st wird, Anspruch auf eine Abfindung, sofern sie mindestens 35 Jahre alt sind. Diese Regelung stimmt im Wesentlichen mit Art. 26 Abs. 1 des (kantonalen) Personalgesetzes vom 27. September 1998 (LS 177.10) Ã¼berein. Die Abfindung hÃ¤ngt grundsÃ¤tzlich nicht von der UnzulÃ¤ssigkeit der KÃ¼ndigung ab (vgl. VGr, 9. MÃ¤rz 2005, PB.2004.00075, E. 3.2, mit Hinweisen, www.vgrzh.ch). </p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.2 </b>WÃ¤hrend die Kriterien der Dienstjahre und des Alters des BeschwerdefÃ¼hrers vorliegend zweifellos erfÃ¼llt sind, bleibt zu prÃ¼fen, ob das DienstverhÃ¤ltnis ohne Verschulden aufgelÃ¶st wurde. </p> <p class="Urteilstext">Die AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses ist unverschuldet, wenn sie vornehmlich auf GrÃ¼nde zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist, welche nicht von dem oder der Angestellten zu vertreten sind. Typische FÃ¤lle sind die Aufhebung der Stelle oder der Tatbestand, dass der oder die Angestellte die gewachsenen Anforderungen der Stelle aufgrund mangelnder Eignung nicht mehr erfÃ¼llen kann (Fritz Lang, Das ZÃ¼rcher Personalgesetz vom 27. September 1998, in Peter Helbling/Tomas Poledna [Hrsg.], Personalrecht des Ã¶ffentlichen Dienstes, Bern 1999, S. 49 ff., 70). Die Rechtsprechung (zum kantonalen Recht) hat das Kriterium des Verschuldens dahingehend prÃ¤zisiert, dass es mehr bedeutet als blosse Verursachung. Es setzt voraus, dass die betroffene Person die KÃ¼ndigung hÃ¤tte vermeiden kÃ¶nnen, beispielsweise durch das Erbringen der erwarteten Leistung oder die geforderte VerhaltensÃ¤nderung, wenn ihr solches zumutbar und aufgrund ihrer persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse objektiv mÃ¶glich war (vgl. VGr, 9. MÃ¤rz 2005, PB.2004.00075, E. 3.2, mit Hinweisen, www.vgrzh.ch). Diese Rechtsprechung lÃ¤sst sich ohne weiteres auf die vorliegend Anwendung findende Regelung der Abfindung Ã¼bertragen. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.3 </b>Das DienstverhÃ¤ltnis mit dem BeschwerdefÃ¼hrer wurde aus mehreren GrÃ¼nden aufgelÃ¶st. GemÃ¤ss dem KÃ¼ndigungsschreiben vom 31. MÃ¤rz 2003 hat er seine Machtposition Ã¼ber GebÃ¼hr ausgenÃ¼tzt. Ferner habe er den Delegationsbereich der Leiterin Pflege nicht respektiert, Unwahrheiten Ã¼ber Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Mitglieder der Heimkommission verbreitet, in ungebÃ¼hrlicher Weise Druck auf einzelne Mitglieder der Heimkommission ausgeÃ¼bt, in Teilbereichen renitentes Verhalten gezeigt und die IntegritÃ¤t zweier Frauen durch sexuelle BelÃ¤stigung verletzt. Schliesslich habe er Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingeschÃ¼chtert, indem er sie angeschrien, unter Druck gesetzt, herablassend behandelt sowie durch KÃ¼ndigungsandrohung in Existenzangst versetzt habe. Die in den Akten enthaltenen Sitzungsprotokolle und Mitschriften von GesprÃ¤chen mit Angestellten des Alterszentrums bestÃ¤tigen diesen Befund. Zudem lassen sich die vom BeschwerdefÃ¼hrer vorgebrachten Mobbing-VorwÃ¼rfe nicht erhÃ¤rten. Es kann daher nicht gesagt werden, die KÃ¼ndigung sei ohne Verschulden des BeschwerdefÃ¼hrers erfolgt.</p> <p class="Erwgung3">Der vom BeschwerdefÃ¼hrer angefÃ¼hrte Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 5. Juli 2002 (PB.2002.00008, www.vgrzh.ch) unterscheidet sich vom vorliegenden Fall dadurch, dass das Gericht damals zum Schluss kam, dem BeschwerdefÃ¼hrer mÃ¼sse zwar "eine gewisse Mitverantwortung fÃ¼r die schliesslich in die KÃ¼ndigung mÃ¼ndende Eskalation Ã¼berbunden werden", die GrÃ¼nde dafÃ¼r seien indes nicht vornehmlich bei ihm zu suchen (E. 3a/bb). DemgegenÃ¼ber ist die KÃ¼ndigung in der heute zu beurteilenden Konstellation zur Hauptsache im subjektiv vorwerfbaren Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers begrÃ¼ndet. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt sodann die Abgeltung von 1000 im Zusammenhang mit der baulichen Erweiterung des Alterszentrums ab Oktober 1998 geleisteten Ãberstunden mit einem Betrag von Fr. 89'808.80. UrsprÃ¼nglich sei es seine Absicht gewesen, die Ãberstunden zu einem spÃ¤teren Zeitpunkt mit Arbeitszeit zu kompensieren. Aufgrund der AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses sei dies aber nicht mehr mÃ¶glich gewesen. Eine Aufstellung der geleisteten Ãberzeit wurde am 1. MÃ¤rz 2001 durch den PrÃ¤sidenten der Baukommission unterzeichnet. Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt sich auf den Standpunkt, er habe davon ausgehen dÃ¼rfen, "die Anerkennung geleisteter Ãberstunden dÃ¼rfe mit bindender Wirkung fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer (â¦) durch den PrÃ¤sidenten der Baukommission erfolgen".</p> <p class="Urteilstext">Dass der BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¤hrend der Umbauphase Ãberstunden leistete, wird vom Beschwerdegegner nicht in Abrede gestellt. Letzterer vertritt indes die Ansicht, der BeschwerdefÃ¼hrer habe die Ãberzeit kompensieren kÃ¶nnen. Zudem habe er es unterlassen, die Leistung von Ãberstunden so bald als mÃ¶glich zu melden und vom Beschwerdegegner genehmigen zu lassen. Schliesslich habe fÃ¼r ihn ersichtlich sein mÃ¼ssen, dass der PrÃ¤sident der Baukommission nicht Ã¼ber die Kompetenz verfÃ¼ge, Ãberstunden zu genehmigen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Ãberstunden sind zwischen Oktober 1998 und MÃ¤rz 2001 angefallen. Da die Handhabung von Ãberstunden vor dem 1. Oktober 2002 im Zweckverband nicht ausdrÃ¼cklich geregelt war, gelangen auf Sachverhalte, die sich vor diesem Zeitpunkt abgespielt haben, die Vorschriften des Obligationenrechts (OR) sowie die von der Lehre und Rechtsprechung entwickelten GrundsÃ¤tze zu Art. 321c OR zur Anwendung (vgl. Martin Bertschi, Auf der Suche nach dem einschlÃ¤gigen Recht im Ã¶ffentlichen Personalrecht, ZBl 105/2004, S. 617 ff., 625 ff.). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.1 </b>ZunÃ¤chst stellt sich die Frage nach einer allfÃ¤lligen VerjÃ¤hrung der Ãberstundenforderung. Das Bundesgericht hat in konstanter Rechtsprechung prÃ¤zisiert, dass die VerjÃ¤hrungsfrist fÃ¼r Ã¶ffentlichrechtliche AnsprÃ¼che beim Fehlen ausdrÃ¼cklicher Bestimmungen in erster Linie in Anlehnung an diejenige Ordnung festzulegen ist, die das Ã¶ffentliche Recht fÃ¼r verwandte FÃ¤lle aufgestellt hat (RenÃ© Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel/Frankfurt a.M. 1990, Nr. 34 B III). Vorliegend drÃ¤ngt sich indes eine Ãbernahme der obligationenrechtlichen VerjÃ¤hrungsfrist auf, zumal auch die Frage nach dem Bestehen eines Anspruchs auf Ãberstundenabgeltung gestÃ¼tzt auf die entsprechenden Bestimmungen des Obligationenrechts zu beantworten ist.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.2 </b>FÃ¼r Forderungen auf EntschÃ¤digung von Ãberstunden gilt grundsÃ¤tzlich die ordentliche VerjÃ¤hrungsfrist von fÃ¼nf Jahren (Art. 341 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 128 Ziff. 3 OR; OGr ZH, 27. Oktober 1988, JAR 1989, S. 121 ff.). Bis zur VerjÃ¤hrung ist die Geltendmachung von Lohn fÃ¼r geleistete Ãberstunden an keine Frist gebunden (Adrian Staehelin, ZÃ¼rcher Kommentar, 1996, Art. 321c OR N. 15). </p> <p class="Erwgung2">Die VerjÃ¤hrung beginnt fÃ¼r jeden Anspruch mit seiner FÃ¤lligkeit zu laufen (Art. 130 Abs. 1 OR). Es wird gesagt, die Bezahlung der ÃberstundenvergÃ¼tung unterstehe den Bestimmungen Ã¼ber die Lohnforderung gemÃ¤ss Art. 323 OR; die ÃberstundenentschÃ¤digung werde daher in der Regel mit dem nÃ¤chsten Zahltag fÃ¤llig (vgl. etwa Christiane Brunner et al., Kommentar zum Arbeitsvertragsrecht, 3. A., Basel etc. 2005, S. 46). </p> <p class="Urteilstext">Weil die VerjÃ¤hrung die Forderung nicht untergehen lÃ¤sst, darf sie das Gericht grundsÃ¤tzlich nicht von Amtes wegen berÃ¼cksichtigen (Art. 142 OR). DemgemÃ¤ss ist nach der Praxis des Bundesgerichts auch der Frage der VerjÃ¤hrung zum Nachteil des den Staat belangenden BÃ¼rgers nicht von Amtes wegen nachzugehen; dies im Gegensatz zum umgekehrten Fall, wo der Staat GlÃ¤ubiger ist (Rhinow/KrÃ¤henmann, Nr. 34 B II, mit Hinweisen auf die Praxis).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.3 </b>Die vorliegend geltend gemachten Ãberstunden wurden in der Zeit zwischen Oktober 1998 und Ende Februar 2001 geleistet. Der BeschwerdefÃ¼hrer liess die Ãberstundenforderung erstmals mit Schreiben vom 12. Juni 2003 bei der Heimkommission stellen. Dadurch wurde die VerjÃ¤hrung unterbrochen, da bei Ã¶ffentlichrechtlichen AnstellungsverhÃ¤ltnissen zur Unterbrechung der VerjÃ¤hrung keine Schuldbetreibung oder gerichtliche Klage im Sinne von Art. 135 Ziff. 2 OR erforderlich ist. Es genÃ¼gt vielmehr die Geltendmachung beim Gemeinwesen (vgl. Rhinow/KrÃ¤henmann, Nr. 34 B IV c). Selbst wenn ein Teil der Ãberstundenforderung bereits im Oktober 1998 fÃ¤llig geworden sein sollte, ist die VerjÃ¤hrung aufgrund der Unterbrechung somit noch nicht eingetreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Die EntschÃ¤digung von Ãberstunden setzt in qualitativer Hinsicht voraus, dass ihre Leistung im Interesse des Arbeitgebers liegt. Gegen den Willen des Arbeitgebers dÃ¼rfen keine Ãberstunden geleistet werden. Ãberstunden liegen deshalb nur vor, wenn sie vom Arbeitgeber ausdrÃ¼cklich angeordnet worden sind oder zwar ohne Wissen und Willen des Arbeitgebers geleistet wurden, aber objektiv notwendig waren. In diesem Fall mÃ¼ssen die Ãberstunden dem Arbeitgeber Ã¼berdies sobald als mÃ¶glich gemeldet und von ihm genehmigt werden (Manfred Rehbinder, Berner Kommentar, 1985, Art. 321c OR N. 3; Staehelin, Art. 321c N. 10; BJM 1960, S. 176; ZR 57/1958 Nr. 29). Die Genehmigung von Ãberstunden durch den Arbeitgeber kann allerdings auch stillschweigend erfolgen, indem er auf gemeldete Ãberstunden keinen Einspruch erhebt (VGr, 9. Februar 2002, PK.1999.00006, www.vgrzh.ch; JAR 1981, S. 229). In quantitativer Hinsicht sind Ãberstunden Arbeitsstunden, welche die normale Arbeitszeit Ã¼berschreiten (Staehelin und Rehbinder, je JAR 1986, S. 223 E. 3a).</p> <p class="Urteilstext">Aus Art. 8 des Zivilgesetzbuches (ZGB) folgt die Behauptungs- und Beweislast des Arbeitnehmers fÃ¼r das Quantitativ der von ihm geltend gemachten Ãberstunden (Staehelin, Art. 321c N. 16; Ullin Streiff/Adrian von Kaenel, Arbeitsvertrag, 6. A., ZÃ¼rich etc. 2006, Art. 321c N. 10; JAR 1984, S. 99). Allerdings braucht der Arbeitnehmer nicht jede einzelne Ãberstunde konkret nachzuweisen, wenn feststeht, dass er regelmÃ¤ssig weit Ã¼ber die normale Arbeitszeit hinaus gearbeitet hat (JAR 1981, S. 233). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.5.1 </b>ZunÃ¤chst ist das Vorliegen der qualitativen Anspruchsvoraussetzungen zu klÃ¤ren, nÃ¤mlich ob der Beschwerdegegner Ãberstunden angeordnet bzw. ob der BeschwerdefÃ¼hrer objektiv notwendige Ãberstunden geleistet sowie gemeldet und der Beschwerdegegner deren Leistung explizit oder stillschweigend genehmigt hat. Die Behauptungs- und Beweislast fÃ¼r diese qualitativen Anspruchsvoraussetzungen trÃ¤gt der Arbeitnehmer; wenn er es unterlassen hat, nicht angeordnete Ãberstunden beim folgenden Zahltag zu reklamieren, so sind an den Beweis des Vorliegens von Ãberstunden strenge Anforderungen zu stellen. In der Regel gilt die Entgegennahme des gewÃ¶hnlichen Lohnes als Verzicht auf die Abgeltung nicht gemeldeter und nicht angeordneter Ãberstunden (JAR 1981, S. 232 f.; SJZ 60/1964, S. 365; Rehbinder, Art. 321c N. 3; Staehelin, Art. 321c N. 14).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.5.2 </b>Eine ausdrÃ¼ckliche Anweisung zur Leistung von Ãberstunden ist vorliegend nicht erfolgt. Wenn man annehmen will, dass die vom BeschwerdefÃ¼hrer geltend gemachten Ãberstunden objektiv notwendig waren, so stellt sich die Frage der nachtrÃ¤glichen Genehmigung. Wie den Akten zu entnehmen ist, hat der BeschwerdefÃ¼hrer zwischen dem 30. Juni 1991 und dem Schreiben vom 12. Juni 2003 bei der Heimkommission keine Ãberstunden geltend gemacht. Am 1. MÃ¤rz 2001 liess er sich durch den PrÃ¤sidenten der Baukommission eine Aufstellung Ã¼ber zusÃ¤tzliche Aufwendungen wÃ¤hrend der baulichen Erweiterung des Alterszentrums in der Zeit von 1998 bis MÃ¤rz 2001 quittieren.</p> <p class="Urteilstext">Wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, musste dem BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund seiner leitenden Funktion bekannt sein, dass der PrÃ¤sident der Baukommission nicht fÃ¼r die Genehmigung der Ãberstunden zustÃ¤ndig war. Die Bewilligung oder nachtrÃ¤gliche Genehmigung von Ãberstunden und deren Freigabe zur Auszahlung hÃ¤tte einzig durch die Heimkommission als geschÃ¤ftsfÃ¼hrendes Organ bewilligt werden kÃ¶nnen (vgl. Art. 16 der Statuten des Zweckverbandes vom MÃ¤rz 1984). Die Statuten bestimmen in Art. 17, dass der PrÃ¤sident, der VizeprÃ¤sident und der Verwalter zu zweien die rechtsverbindliche Unterschrift fÃ¼r die Heimkommission fÃ¼hren. Dem PrÃ¤sidenten der Baukommission kam somit keine Unterschriftsberechtigung zu. </p> <p class="Urteilstext">Der Heimkommission wurde die Ãberzeit erstmals mit der Geltendmachung der Forderung am 12. Februar 2003 und damit mehr als vier Jahre nach der Leistung der ersten Ãberstunden gemeldet. Im Anschluss an diese Meldung hat weder eine explizite noch eine stillschweigende Genehmigung stattgefunden.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.5.3 </b>Zwar anerkennt der Beschwerdegegner, dass Ãberstunden geleistet wurden. Dies kann allerdings nicht als stillschweigende nachtrÃ¤gliche Genehmigung gelten, da der Beschwerdegegner mit guten GrÃ¼nden davon ausgehen konnte, der BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¼rde die Ãberstunden mit Arbeitszeit kompensieren. Als Verwaltungsleiter des Alterszentrums hatte der BeschwerdefÃ¼hrer eine Funktion als leitender Angestellter inne. Leitende Angestellte haben nur unter sehr eingeschrÃ¤nkten Voraussetzungen Anspruch auf Bezahlung von Ãberstunden, da "mit der Ãbernahme einer leitenden Funktion der Umfang und das Gewicht der vom Arbeitnehmer zu erfÃ¼llenden Aufgabe die Gegenleistung des Arbeitgebers in bedeutenderem Masse bestimmen als die wÃ¶chentliche Arbeitszeit und leitende Angestellte ihrer verantwortungsvollen und selbstÃ¤ndigen Stellung entsprechend die Arbeitszeit weitgehend frei einteilen kÃ¶nnen" (BGE 129 III 171 E. 2.1). </p> <p class="Urteilstext">Die Annahme, der BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¼rde die geleistete Ãberzeit kompensieren, drÃ¤ngte sich fÃ¼r den Beschwerdegegner auch deshalb auf, weil Ersterer in den Jahren 1990 und 1991 die Ãberzeit jeweils nach Ablauf eines ganzen beziehungsweise halben Arbeitsjahres meldete und ausbezahlen liess. Die Behauptung des BeschwerdefÃ¼hrers, er habe beabsichtigt, die Ãberzeit zu kompensieren, dies sei wegen der KÃ¼ndigung aber nicht mÃ¶glich gewesen, vermag nicht zu Ã¼berzeugen. Die KÃ¼ndigung erfolgte erst ungefÃ¤hr viereinhalb Jahre nach Beginn des Erweiterungsbaus, weshalb eine Kompensation durchaus mÃ¶glich gewesen wÃ¤re. Im gegenteiligen Fall hÃ¤tte der BeschwerdefÃ¼hrer die Ãberstunden rechtzeitig bei der zustÃ¤ndigen Stelle melden und genehmigen lassen mÃ¼ssen.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.5.4 </b>Somit waren die vom BeschwerdefÃ¼hrer geltend gemachten Ãberstunden nicht angeordnet, von ihm nicht hinreichend gemeldet und vom Beschwerdegegner nicht genehmigt. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>Scheitert die Beschwerde bereits am Nachweis der qualitativen Voraussetzungen der geltend gemachten Ãberstunden, so braucht den quantitativen Fragen nicht mehr nachgegangen zu werden. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.7 </b>Der Antrag auf VergÃ¼tung der geltend gemachten Ãberstunden ist daher abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Bei diesem Ausgang des Verfahrens und weil der Streitwert Fr. 20'000.- Ã¼bersteigt, sind die Kosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 80b VRG), und es entfÃ¤llt ein Anspruch auf ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Auch der Beschwerdegegner verlangt eine ParteientschÃ¤digung. Im Verfahren vor Verwaltungsgericht kann die unterliegende Partei zu einer angemessenen EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe ihres Gegners namentlich dann verpflichtet werden, wenn die rechtsgenÃ¼gende Darlegung komplizierter Sachverhalte und schwieriger Rechtsfragen den Beizug eines Rechtsbeistandes rechtfertigte oder die Rechtsbegehren offensichtlich unbegrÃ¼ndet waren (§ 17 Abs. 2 VRG). Die Begehren des BeschwerdefÃ¼hrers waren zwar aussichtslos. Es ist jedoch zu berÃ¼cksichtigen, dass Auseinandersetzungen um dienstrechtliche Angelegenheiten nicht zum Ã¼blichen Umfang der Verwaltungsarbeit des Beschwerdegegners gehÃ¶ren. Zudem waren die sich stellenden Rechtsfragen nicht einfach. Allerdings hat das Verfahren vor Verwaltungsgericht fÃ¼r den Beschwerdegegner keinen grossen Zusatzaufwand bedeutet, da er sich weitgehend auf die bereits vor der Vorinstanz dargelegte Argumentation stÃ¼tzen und auf die entsprechenden AusfÃ¼hrungen verweisen konnte. Angebracht erscheint daher eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.-</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 10'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 10'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Der BeschwerdefÃ¼hrer wird zur Bezahlung einer ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.-- (Mehrwertsteuer inbegriffen) an den Beschwerdegegner verpflichtet.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>