<h2>SubmittedText<h2><p>Der Chef des für Kommunikation zuständigen Departementes, Bundesrat Moritz Leuenberger, sagte kürzlich, chilenischer Merlot sei besser und günstiger als jener aus der Schweiz. Im Zusammenhang mit dieser Aussage stelle ich folgende Fragen:</p><p>- Welches Ziel verfolgt der Bundesrat, wenn er für ein ausländisches Produkt wirbt und dabei die einheimische Produktion schlecht macht?</p><p>- Ist der Bundesrat der Ansicht, das Lohnniveau und die Produktionskosten in der Schweiz erlaubten es, Schweizer Wein zum gleichen Preis herzustellen wie chilenischen?</p><p>- Wenn der Bundesrat schon die ausländische Wirtschaft der schweizerischen vorzieht, wird er dann in Zukunft auch Werbung machen für die Deutsche Post, das französische Fernsehen und den Finanzplatz Singapur?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Fragesteller ist einem tragischen Irrtum erlegen. Der Vorsteher des UVEK hat sich bei der Antwort auf die Frage Schelbert vom letzten Montag zur Verwendung von chinesischem Granit beim Bau von schweizerischen Autobahnen darüber empört, dass wegen der zu niedrigen Transportkosten Merlot aus Chile in Schweizer Läden günstiger angeboten wird als der Tessiner Merlot. Von Werbung für ausländischen Wein kann keine Rede sein. Der Bundesrat bemüht sich ganz im Gegenteil, für Schweizer Weine zu werben und hat auf Anregung des UVEK-Vorstehers schon vor langem veranlasst, dass das Merlot-Sortiment des von-Wattenwyl-Hauses für die Empfänge des Bundesrates um einen Montagna Magica und einen Orizzonte erweitert wurde. Für die Erweiterung des Angebotes aus der Westschweiz musste er sich nicht einsetzen, da es im von-Wattenwyl-Haus bereits reichlich und in bester Qualität vertreten ist.</p>