B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-6462/2011 U r t e i l v o m 2 . O k t o b e r 2 0 1 2 Besetzung Richterin Vera Marantelli (Vorsitz), Richter Claude Morvant, Richter Francesco Brentani, Gerichtsschreiber Said Huber. Parteien Z._______, (…), vertreten durch RA Prof. Dr. David Dürr + Partner und lic. iur. Sandra Brüngger, SwissLegal Dürr + Partner, (…), Beschwerdeführerin, gegen Prüfungskommission Humanmedizin, Bundesamt für Gesundheit, (…), Vorinstanz. Gegenstand Eidgenössische Prüfung Humanmedizin 2011. B-6462/2011 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a Auf den 1. September 2007 trat das neue Medizinalberufegesetz vom 23. Juni 2006 (MedBG, SR 811.11) in Kraft, das u. a. im Bereich der H u- manmedizin zu einer Reform der Prüfungsordnung führte, in deren Folge das bisherige Staatsexamen im Jahre 2010 letztmals durchgeführt wurde: Während ab Herbst 2010 die eidgenössischen Vorprüfungen in Huma n- medizin fortan durch intrauniversitäre Evaluationsverfahren ersetzt we r- den und damit in den Verantwortungsbereich der Universitäten fallen , bleibt einzig die neu strukturierte und beim Abschluss des Studiums abzu- legende eidgenössische Prüfung Humanmedizin unter Bundesaufsicht. Diese Prüfung wird gesamtschweizerisch koordiniert und einheitlich an al- len fünf medizinischen Fakultäten dezentral durchgeführt. Sie setzt sich neu aus zwei Einzelprüfungen zusammen: Einerseits aus der fachüber- greifenden Multiple Choice -Prüfung (MC -Prüfung, bestehend aus zwei Teilprüfungen), andererseits aus der gesamtschweizerisch einheitlichen, strukturierten praktischen Prüfung ("Clinical Skills", CS-Prüfung). A.b Am 9. und am 11. August 2011 nahm die Beschwerdeführerin in Ba- sel an den erstmals stattfindenden beiden MC-Teilprüfungen der eidge- nössischen MC-Prüfung Humanmedizin teil. A.c Mit einem undatierten Schreiben der medizinischen Fakultät der Uni- versität Bern (Institut für Medizinische Lehre IML, Abteilung für Asses s- ment und Evaluation AAE) wurde die Beschwerdeführerin über das R e- sultat dieser Teilprüfungen wie folgt "informell" informiert: "(…) Die Bestehensgrenze wurde durch die Prüfungskommission festgelegt auf der Grundlage der Ergebnisse zweier im Voraus durchgeführter inhaltsbasierter Standardse t- zungsverfahren. Um zu bestehen , mussten in den 259 gewert eten Fragen mindestens 139 Punkte erzielt werden (= 53.7%). Ihre Punktzahl beträgt 136. Sie haben damit die MC-Prüfung nicht bestanden. In der Gesamtgruppe aller Teilnehmenden gehören Sie mit dieser Punktzahl leistungsmässig zum untersten Viertel (Prozentränge 1-35). (…)." A.d Mit einer am 27. Oktober 2011 der Post übergebenen Verfügung vom 21. Oktober 2011 eröffnete die Vorinstanz der Beschwerdeführerin, dass sie die strukturierte praktische Prüfung zwar erfolgreich absolviert habe, nicht hingegen die MC-Einzelprüfung, weshalb die eidgenössische Pr ü- fung in Humanmedizin nicht bestanden sei. B-6462/2011 Seite 3 B. Gegen diese Verfügung erhob die Beschwerdeführerin am 28. November 2011 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde. Darin beantragt sie, die angefochtene Verfügung aufzuheben und zu verfügen, dass sie die Prüfung in Humanmedizin des Jahres 2011 bestanden habe; eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache "an die Vorin- stanz zurückzuweisen mit der verbindlichen Weisung, das Bestehen der Prüfung zu verfüge n beziehungsweise subeventualiter im Sinn anderer Erwägungen des Bundesverwaltungsgerichts zu entscheiden." Ferner beantragt sie, auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten, ihr eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten der Vorinstanz zuz u- sprechen sowie ihr unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung zu gewähren. Zudem beantragt sie, das Verfahren sei zu sistieren, bis die Vorinstanz über ein noch einzureichendes Wiedererwägungsgesuch en t- schieden habe. Des Weiteren ersucht sie um Nachfrist zur Ergänzung der Begründung ihrer Beschwerde verbunden mit der Anordnung an die Vo r- instanz, ihr sämtliche dafür erforderlichen Informationen offen zu legen. Zur Begründung wird im Wesentlichen vorgebracht, die Neuregelung der Schlussprüfung in Humanmedizin und die damit verbundenen Umstellun- gen hätten zu einer "markant höheren" Durchfallquote geführt, was darauf zurückzuführen sei, dass im Vergleich zum bisherigen "Regime" die An- forderungen unzulässigerweise erhöht worden seien. Die willkürlich und ohne gesetzliche Grundlage verschärfte Prüfung leide unter einer Diskr e- panz zwischen den Lernzielen des bisher in Basel durchgeführten Stu- dienganges und den Prüfungsvorga ben und verletze zudem das "Gleich- behandlungsgebot der verschiedenen Jahrgänge". Diese Verschärfung stelle einen Bruch zu den früheren Staatsexamen dar und widerspreche der gesetzlichen Vorgabe, den Schwierigkeitsgrad konstant zu halten. Ferner habe die "markant" unterschiedliche Vorbereitung der Kandidaten an den verschiedenen S tandorten zu einer unzulässigen Ungleichbe- handlung geführt. Aus diesen Gründen , und um die Durchfallquote über die Jahre konstant zu halten, müsse für die Prüfung an der Universität Basel die Bestehensgrenze von 139 Punkten um rund zehn Prozent g e- senkt werden. Dies würde angesichts der erreichten 136 Punkte zum B e- stehen der MC-Einzelprüfung führen. Ferner macht die Beschwerdeführe- rin neben diesen Rügen zum Systemwechsel eine mangelhafte Pr ü- fungsdurchführung geltend, indem sie bei der Abgabe ihrer Lösungsblät- ter bis zu 15 Minuten weniger Zeit als andere gehabt habe. Auch sei eine im Fragenheft richtig gelöste Frage versehentlich falsch auf den Antwor t- bogen übertragen worden, was hätte berücksichtigt werden müssen. B-6462/2011 Seite 4 C. Mit Schreiben vom 12. Januar 2012 teilte die Vorinst anz dem Bunde s- verwaltungsgericht mit, sie sei auf das zwischenzeitlich bei ihr eingereich- te Wiedererwägungsgesuch nicht eingetreten. Somit bestehe kein Anlass mehr für eine Sistierung des Beschwerdeverfahrens. Am 26. Januar 2012 nahm auch die Beschwerdefüh rerin von der bean- tragten Sistierung Abstand. Mit Zwischenverfügung vom 1. Februar 2012 stellte das Bu ndesverwal- tungsgericht fest, die Beschwerdeführerin habe ihr Sistierungsgesuch sinngemäss zurückgezogen. D. Mit Vernehmlassung vom 22. Februar 2012 beantragt die Vorinstanz, die Beschwerde abzuweisen. E. Angesichts der Weigerung der Beschwerdeführerin, auch die Vermögens- und Einkommensverhältnisse ihrer unterstützungspflichtigen Eltern offen zu legen, wies das Bundesverwaltungsgericht am 14. März 2012 das Ge- such um unentgeltliche Prozessführung ab. F. Mit Replik vom 16. April 2012 hält die Beschwerdeführerin an ihren bisher geltend gemachten Rechtsbegehren fest, mit Ausnahme desjenigen um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung. Mit Duplik vom 11. Mai 2012 hält auch die Vorinstanz an ihrem Antrag, die Beschwerde abzuweisen, fest. G. Auf weitere Vorbringen der Verfahrensbeteiligten wird, soweit sie en t- scheidwesentlich sind, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. B-6462/2011 Seite 5 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021 ), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden, zu denen auch die Prüfungskommission Huma n- medizin zählt (Art. 33 Bst. d VGG i.V.m. Art. 7 der Prüfungsverordnung MedBG vom 26. November 2008 [SR 811.113.3]). Ihr angefochtener Prü- fungsentscheid vom 21. Oktober 2011 stellt eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Bst. c VwVG dar (vgl. Art. 20 Abs. 1 Prüfungsverordnung MedBG). Diese kann im Rahmen der allgemeinen Bestimmungen über die Bundesverwaltungsrechtspflege mit Beschwerde beim Bundesverwal- tungsgericht angefochten werden (Art. 31 und 33 Bst. d VGG i.V.m. Art. 44 ff. VwVG). 1.2 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Tei l- nahme erhalten hat, durch die angefochtene Verfügung besonders b e- rührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ä n- derung hat. Die Beschwerdeführerin ist formelle Adressatin der angefoch- tenen Verfügung und durc h diese auch materiell beschwert. Sie ist de s- halb zur Erhebung der vorliegenden Beschwerde legitimiert. 1.3 Die Eingabefrist sowie die Anforderungen an Form und Inhalt der B e- schwerdeschrift sind gewahrt (Art. 50 und 52 Abs. 1 VwVG), der Koste n- vorschuss wurde fristgemäss bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und die übr i- gen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 44 ff. VwVG). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 2. 2.1 Das MedBG fördert im Interesse der öffentlichen Gesundheit die Qua- lität der universitären Ausbild ung, der beruflichen Weiterbildung und der Fortbildung sowie der Berufsausübung der Fachpersonen im Bereich der Humanmedizin, der Zahnmedizin, der Chiropraktik, der Pharmazie und der Veterinärmedizin (Art. 1 Abs. 1 MedBG). Zu diesem Zweck u m- schreibt es ins besondere die Voraussetzungen für das Erlangen eines B-6462/2011 Seite 6 eidgenössischen Diploms und eines eidgenössischen Weiterbildungstitels in den universitären Medizinalberufen , zu denen u.a. auch Ärztinnen und Ärzte zählen (Art. 1 Abs. 3 Bst. b MedBG i.V.m. Art. 2 Abs. 1 Bst. a MedBG). 2.1.1 Als berufsspezifische Ausbildungsziele hält Art. 8 MedBG fest: "Absolventinnen und Absolventen des Studiums der Humanmedizin, der Zahnm e- dizin und der Chiropraktik: a. kennen die für die Berufsausübung relevanten grundlegenden Strukturen und Funktionsmechanismen des menschlichen Körpers von der molekularen Eb e- ne bis zum Gesamtorganismus in allen seinen Entwicklungsphasen und im g e- samten Spektrum vom gesunden bis zum kranken Zustand; b. beherrschen die Diagnose und die Behandlung der häufigen und der dringlich zu behandelnden Gesundheitsstörungen und Krankheiten in ihrem Berufsfeld; c. sind fähig, mit Arzneimitteln fach -, umweltgerecht und wirtschaftlich umzug e- hen; d. erkennen die für benachbarte Berufsfelder relevanten Krankheitsbilder und passen ihr Vorgehen den übergeordneten Problemstellungen an e. können die Befunde und deren Interpretation zusammenfassen und mitteilen; f. verstehen gesundheitliche Probleme ganzheitlich und erfassen dabei insb e- sondere die physischen, psychischen, sozialen, rechtlichen, ö konomischen, kulturellen und ökologischen Faktoren und Auswirkungen und beziehen diese in die Lösung der gesundheitlichen Probleme auf individueller und Gemei n- schaftsebene ein; g. verstehen Patientinnen und Patienten als Personen individuell und in ihrem sozialen Umfeld und gehen auf ihre Anliegen sowie auf diejenigen ihrer Ang e- hörigen ein; h. setzen sich für die menschliche Gesundheit ein, indem sie beratend tätig sind und die erforderlichen präventiven und gesundheitsfördernden Massnahmen in ihrem Berufsfeld treffen; i. respektieren die Würde und die Autonomie des Menschen, kennen die B e- gründungsweisen der Ethik, sind vertraut mit den ethischen Problemen ihres Berufsfeldes und lassen sich in ihrer beruflichen und wissenschaftlichen Täti g- keit von ethischen Grundsätzen zum Wohl der Menschen leiten." 2.1.2 Nach Art. 14 MedBG wird die universitäre Ausbildung (eines Medi- zinalberufes) mit der eidgenössischen Prüfung abgeschlossen (Abs. 1). In dieser wird abgeklärt, ob die Studierenden (a) über die fachlichen Kenn t- nisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten sowie über die Verhaltensweisen und die soziale Kompetenz verfügen, die sie zur Ausübung des entspreche n- den Medizinalberufes benötigen und (b) die Voraussetzungen für die e r- forderliche Weiterbildung erfüllen (Abs. 2 Bst. a und b von Art. 14 MedBG). B-6462/2011 Seite 7 Der Inhalt der Prüfung, das Prüfungsverfahren sowie die Prüfungsgebü h- ren und die Entschädigungen für die Expertinnen und Experten werden vom Bundesrat nach Anhörung der Medizinalberufe kommission und der universitären Hochschulen in einem Prüfungsreglement bestimmt (Art. 13 Abs. 1 MedBG). Der Bundesrat ernennt nach Anhörung der Medizinalb e- rufekommission die für die Durchführung der Prüfungen zuständigen Pr ü- fungskommissionen und erteilt diesen die erforderlichen Aufträge (Art. 13 Abs. 2 MedBG). 2.1.3 Voraussetzungen für die Zulassung zur eidgenössischen Prüfung sind (a) eine eidgenössische oder eine eidgenössisch anerkannte Matura oder ein Studienabschluss einer kantonalen Universität, einer Eidgenö s- sischen Technischen Hochschule oder einer Fachhochschule und (b) das Absolvieren eines nach MedBG akkreditierten Studiengangs (Art. 12 Abs. 1 Bst. a und b MedBG). 2.1.4 Die universitären Hochschulen regeln die Studiengänge, die zu e i- nem eidgenössischen Diplom führen, nach Massgabe der Akkrediti e- rungskriterien und der Ziele des MedBG (Art. 16 MedBG). 2.1.4.1 Nach Art. 23 Abs. 1 MedBG müssen Studiengänge, die zu einem eidgenössischen Diplom führen, gemäss dem Universitätsförderungsg e- setz vom 8. Oktober 1999 (UFG, SR 414.20) und dem MedBG akkred i- tiert sein. Die Akkreditierung hat zum Zweck zu überprüfen, ob die Aus - und Wei- terbildungsgänge es den Personen in Aus - und Weiterbildung erlauben, die Ziele dieses Gesetzes zu erreichen (Art. 22 Abs. 1 MedBG). Sie schliesst die Überprüfung der Qualität von Strukturen, Prozess en und Er- gebnissen ein (Art. 22 Abs. 2 MedBG). 2.1.4.2 Nach Art. 24 Abs. 1 MedBG wird ein Studiengang, der zu einem eidgenössischen Diplom führen soll, akkreditiert, wenn er zusätzlich zu r Akkreditierung gemäss UFG folgende Kriterien erfüllt: (a) Er erlaubt es den Studierenden, die Ausbildungsziele für den von ihnen gewählten un i- versitären Medizinalberuf zu erreichen; (b) Er befähigt die Studieren den zur Weiterbildung. Der Bundesrat kann nach Anhörung der Universitätskonferenz besondere Akkreditierungskriterien zur Struktur der Studiengänge und zum Evalua - tionssystem für die Studierenden erlassen, wenn dies für die Vorbereitung zur eidgenössischen Prüfung unerlässlich ist (Art. 24 Abs. 2 MedBG). B-6462/2011 Seite 8 2.2 Gestützt auf die Art. 12 Abs. 3, Art. 13 und Art. 60 MedBG hat der Bundesrat die Prüfungsverordnung MedBG erlassen (zitiert in E. 1.1). Diese regelt (a) den Inhalt, die Form und die Bewertung der eidgenöss i- schen Prüfung für die universitären Medizinalberufe, (b) die Aufgaben der Organe (c) das Prüfungsverfahren (d) die P rüfungsgebühren (e) die En t- schädigungen für die Expertinnen und Experten (Art. 1 Prüfungsveror d- nung MedBG). 2.2.1 Nach Art. 2 Abs. 2 der Prüfungsverordnung MedBG findet die ei d- genössische Prüfung nach dem Absolvieren eines nach dem MedBG akk- reditierten (Art. 23 MedBG) oder anerkannten ausländischen Studie n- gangs (Art. 33 MedBG) statt. Mit ihr wird überprüft, ob die im MedBG vor- gegebenen Ausbildungsziele erreicht sind (Art. 2 Abs. 1 Prüfungsveror d- nung MedBG). Die eidgenössische Prüfung entspricht dem Stand der Wiss enschaft und internationalen Grundsätzen und Anforderungen (Art. 2 Abs. 3 Prüfung s- verordnung MedBG). 2.2.2 Nach Art. 3 Prüfungsverordnung MedBG sind Grundlage für den I n- halt der eidgenössischen Prüfung die allgemeinen und berufsspezifischen Ausbildungsziele des MedBG und die Schweizerischen Lernzielkataloge für die akkreditierten Studiengänge der universitären Medizinalberufe (Abs. 1). Die Medizinalberufekommission (MEBEKO), Ressort Ausbi l- dung, legt auf Vorschlag der Prüfungskommissionen den Inhalt der ei d- genössischen Prüfung für jeden universitären Medizinalberuf fest (Abs. 2). 2.2.3 Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) regelt nach An- hörung der MEBEKO, Ressort Ausbildung, die Grundsätze und Einzelhei- ten der verschiedenen Prüfungsformen (Art. 4 Abs. 1 Prüfungsverordnung MedBG). Die MEBEKO, Ressort Ausbildung, legt auf Vorschlag der Pr ü- fungskommissionen die Prüfungsformen für jeden universitären Mediz i- nalberuf fest (Art. 4 Abs. 2 Prüfungsverordnung MedBG). 2.2.4 Nach Art. 5 Prüfungsverordnung MedBG kann die eidgenöss ische Prüfung aus einer oder mehreren Einzelprüfungen bestehen. Einzelpr ü- fungen können Teilprüfungen enthalten (Abs. 1). Jede Einzelprüfung wird mit "bestanden" oder "nicht bestanden" bewertet (Abs. 2). Für jede Einzelprüfung legt die MEBEKO, Ressort Ausbildung, auf Vo r- schlag der Prüfungskommission fest, unter welchen Voraussetzungen B-6462/2011 Seite 9 diese als bestanden gilt. Sie berücksichtigt dabei die Lernziele und die Lerninhalte. Die Voraussetzungen sind mittels geeignetem Verfahren konstant zu halten (Abs. 5). 2.2.5 Art. 18 Prüfungsverordnung MedBG hält zur Wiederholung einer nicht bestandenen eidgenössischen Prüfung fest, dass nur die Einzelpr ü- fungen, die als "nicht bestanden" bewertet wurden, wiederholt werden müssen (Abs. 2) und dass eine nicht bestandene eidgenössische Prüfung zweimal wiederholt werden kann (Abs. 3). 2.3 Nach Art. 1 Abs. 1 der vom EDI gestützt auf Art. 4 Abs. 1 Prüfung s- verordnung MedBG erlassenen Prüfungsformenverordnung vom 1. Juni 2011 (SR 811.113.32) müssen die Prüfung sowie deren Auswertung und Bewertung nach einem strukturierten oder standardisierten Verfahren a b- laufen. Die Prüfung ist so zu gestalten, dass sie eine ausreichende A n- zahl voneinander möglichst unabhängiger Messpunkte aufweist, die Au f- schluss geben über Lösungsstrategien, Handlungsschrit te, Leistungen und Verhaltensweisen (Art. 1 Abs. 2 Prüfungsformenverordnung). 2.3.1 Fragen, Aufgaben und Stationen müssen inhaltlich, formal und sprachlich korrekt sein und mit dem Lernzielkatalog übereinstimmen (Art. 2 Prüfungsformenverordnung). 2.3.2 Die eidgenössische Prüfung ist am Prüfungsstandort abzulegen, an dem die Kandidatin oder der Kandidat das Studium abgeschlossen hat (Art. 3 Prüfungsformenverordnung). 2.3.3 Zur Prüfungsdauer legt Art. 5 Prüfungsformenverordnung fest, dass für die schriftlichen MC - und KAF-Prüfungen die Dauer einer Einzelpr ü- fung mindestens vier Stunden und die Dauer einer Teilprüfung höchstens viereinhalb Stunden beträgt (Abs. 1), die für die Instruktion der Kandid a- tinnen und Kandidaten notwendige Zeit nicht in die Prüfungsdauer fällt (Abs. 2) und dass die MEBEKO, Ressort Ausbildung, für jede Prüfung die Dauer der Prüfung und den Inhalt der Instruktionen festlegt (Abs. 3). 2.3.4 Zur schriftlichen Prüfung nach dem Wahlantwortverfahren (MC) wird in Art. 8 Prüfungsformenverordnung festgehalten, dass aussc hliesslich wissenschaftlich erprobte und bewährte Fragetypen zu verwenden sind. Eine Einzelprüfung muss mindestens 120 Fragen enthalten (Art. 9 Pr ü- fungsformenverordnung Abs. 1 ). In einer Teilprüfung dürfen höchst ens 150 Fragen gestellt werden (Art. 9 Prüfungsformenverordnung Abs. 2). B-6462/2011 Seite 10 2.3.5 Zu den Fragetypen der schriftlichen Prüfung mit Kurzantwortfragen (KAF) wird i n Art. 10 Prüfungsformenverordnung festgehalten, diese b e- stehe aus offenen Fragen oder Aufgaben, welche kurz zu beantworten oder zu lösen sind, wobei Teilfragen oder -aufgaben zulässig sind. Nach Art. 11 Prüfungsformenverordnung ist der Gesamtumfang der KAF - Prüfung über die Jahre hinweg konstant zu halten, wobei die Anzahl Fr a- gen und Aufgaben in Abhängigkeit von den erwarteten Beantwortungszei- ten variieren kann. 3. Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit uneing e- schränkter Kognition. Es überprüft die angefochtene Verfügung auf Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Ausübung des Ermessens – sowie auf Angemessenheit (Art. 49 VwVG). Indessen auferlegt es sich entsprechend der bisherigen Praxis des Bu n- desgerichts, des Bundesrats und der früheren Rekurs - und Schiedskom- missionen des Bu ndes bei der Bewertung von Prüfungsleistungen eine gewisse Zurückhaltung und weicht bei Fragen, die seitens der Verwa l- tungsjustizbehörden schwer zu überprüfen sind, nicht ohne Not von der Beurteilung der erstinstanzlichen Prüfungsorgane und Examinatoren ab (vgl. BVGE 2010/21 E. 5.1, BVGE 2008/14 E. 3.1, BVGE 2007/6 E. 3; ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, S. 75 f. Rz. 2.158). Denn der Rechtsmittelbehörde sind meistens nicht alle massgebe nden Fakto- ren der Bewertung bekannt und es ist ihr in der Regel nicht möglich, sich ein zuverlässiges Bild über die Gesamtheit der Leistungen einer b e- schwerdeführenden Person sowie der Leistungen der übrigen Kandidaten zu machen. Zudem haben Prüfungen oftm als Spezialgebiete zum G e- genstand, in denen die Rechtsmittelbehörde regelmässig über keine e i- genen Fachkenntnisse verfügt. Eine freie Überprüfung der Examensb e- wertung in materieller Hinsicht würde die Gefahr von Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten gegenüber anderen Kandidaten in sich bergen. Werden hingegen Verfahrensmängel im Prüfungsablauf oder die Ausl e- gung und Anwendung von Rechtsnormen gerügt, hat das Bundesverwa l- tungsgericht die erhobene Kritik mit umfassender Kognition zu prüfen, wobei all jene Einw ände auf Verfahrensfragen Bezug nehmen, die den äusseren Ablauf der Prüfung oder das Vorgehen bei der Bewertung B-6462/2011 Seite 11 betreffen (vgl. BGE 106 Ia 1 E. 3c; BVGE 2008/14 E. 3.3 mit weiteren Hinweisen). Insbesondere übertrieben strenge Anforderungen einer Pr ü- fungsaufgabe und eine erhebliche nachträgliche Anpassung des Bewe r- tungsrasters sind als Rechtverletzung mit voller Kognition zu prüfen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B -2568/2008 vom 15. September 2008 E. 2 mit Verweis auf den Beschwerdeentscheid der REKO/EVD vom 5. Dezember 1996, in: VPB 61.31 E. 3). 4. Die Beschwerdeführerin hat anlässlich der eidgenössischen Prüfung H u- manmedizin lediglich die (aus zwei Teilprüfungen bestehende) MC-Einzel- prüfung nicht bestanden, in der CS -Einzelprüfung hingegen war sie er- folgreich. Auch wenn sie in ihrer Beschwerde etwas undifferenziert beide Einzelprü- fungen zusammen genommen zu kritisieren scheint, indem sie bemän- gelt, "offensichtlich (sei) der Schwierigkeitsgrad in der eidgenössischen Prüfung Humanmedizin im Vergleich zum bisherigen Prüfungsmodel l drastisch angestiegen" (a. a. O., S. 9, Rz. 30), liegen hier einzig die Ver- hältnisse im Zusammenhang mit der MC-Einzelprüfung im Streit, auf die sich letztlich auch die vorgebrachten Rügen zur Studiengestaltung, zum Prüfungsniveau und zum Prüfungsablauf beziehen: Abgesehen von einer Prüfungsfrage wendet sich die Beschwerdeführerin nicht gegen die erfolgte Bewertung der von ihr abgegebenen Multiple Choice-Antworten. Vielmehr beziehen sich ihre Rügen hauptsächlich auf die Umstellung des Prüfungssystems und die damit verbundenen Eige n- heiten der neu durchgeführten MC -Einzelprüfung. Nach Auffassung der Beschwerdeführerin sei diese Prüfung den Lehrinhalten des bisherigen Studiums in Basel nicht gerecht geworden und sie sei zusätzlic h an der Universität Basel durch eine – im Vergleich zur Universität Bern – rechts- ungleich erfolgte Prüfungsvorbereitung benachteiligt worden. Zudem sei im Unterschied zum bisherigen medizinischen Staatsexamen die MC - Prüfung viel zu schwierig gewesen. Gestützt auf diese Kritik verlangt die Beschwerdeführerin denn auch eine Senkung der "Bestehensgrenze" (von 139 Punkten) um 10 % bzw. um 5- 10 Punkte, was ihr angesichts der erreichten Punktzahl von 136 das Be- stehen der MC-Prüfung erlauben würde. B-6462/2011 Seite 12 5. Mit ihrer Kritik an der bisherigen Studiengestaltung an der Universität B a- sel in der Übergangsphase zum neuen Prüfungssystem und der in die- sem Zusammenhang erfolgten Information der Studenten scheint die Be- schwerdeführerin die Rechtmässigkeit des erfolgten Systemw echsels – jedenfalls für den Studienstandort Basel – insofern grundsätzlich in Frage zu stellen, als sie gestützt darauf und ihre weiteren Rügen (vgl. E. 6 f.) ei- ne zehnprozentige Senkung der Bestehensgrenze fordert. 5.1 Im Einzelnen hält d ie Beschwerdeführeri n fest, der bisher in Basel absolvierte Studiengang sei auf fachspezifische – und nicht wie neu auf fachübergreifende – Prüfungen ausgerichtet gewesen. Die eidgenöss i- sche Prüfung Humanmedizin beziehe sich gemäss Art. 8 MedBG sehr stark auf den Schweizerischen Lernzielkatalog, der erst seit der Einfüh- rung des MedBG in dieser Form bestehe. Ganz offensichtlich nehme eine Prüfung, die sich nach anderen Massstäben als die im Studium gelehrten richte, an Schwierigkeit zu. Studierende, die ihr Studium unter der bishe- rigen Reglementierung absolviert haben, hätten erfahrungsgemäss das Staatsexamen angesichts der sehr gute n Vorbereitung und der bereits während des Studiums erfolgten Studentenselektion bestanden. Es b e- stehe eine Diskrepanz zwischen den Lern zielen des bisherigen Studie n- ganges und den Prüfungsvorgaben , was bei der Wertung des Prüfung s- niveaus an den einzelnen Studienstandorten zu berücksichtigen sei. Ferner sei eine nicht informative Informationsveranstaltung verspätet, nur etwa drei Monate vo r den Prüfungen durchgeführt worden. Die Kandida- ten hätten ein mehrjähriges Studium mit einem neuen, substanziell ande- ren Prüfungsmodell absolviert, das völlig unbekannt und während der ge- samten Studienzeit nicht in ähnlicher Weise vorzufinden gewesen sei. 5.2 Die Vorinstanz entgegnet dieser Kritik, der Inhalt der eidgenössischen Prüfung basiere auf den allgemeinen und berufsspezifischen Ausbi l- dungszielen und auf dem jeweiligen gesamtschweizerischen Lernzielk a- talog. Daher könne sich die gesamtschweizerische Prü fung keinesfalls nur am Niveau der bisher in Basel durchgeführten Prüfung orientieren, nachdem die neue gesamtschweizerische eidgenössische Prüfung die bisherige Schlussprüfung vollumfänglich abgelöst habe. Andernfalls müsste eine gesamtschweizerisch durch geführte und nach einheitlichen Kriterien gesamtschweizerisch bewertete Prüfung an den einzelnen Standorten nach dem jeweils dort früher geltenden Niveau bewer tet wer- den, was dem anwendbaren Recht widerspräche. Insofern dürfe das N i-B-6462/2011 Seite 13 veau der neuen eidgenössischen Prüfung ausschliesslich auf gesam t- schweizerischen Ebene mit demjenigen de s bisherigen Staatsexamens verglichen werden. Zwar seien die Fakultäten an das MedBG und die Prüfungsverordnung zum MedBG sowie an den gesamtschweizerischen Lernzielkatalog gebunden. Diese Vorgaben bezweckten jedoch nicht, dass die Ausgestaltung und die Inhalte der Lehre an jedem Studien- standort identisch sein müssten. Zudem seien e ntgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin die Studierenden durch die Universitäten rechtzeitig auf die bevorstehenden Änderungen bei den eidgenössischen Medizinialprüfungen hingewiesen worden. Am 11. Mai 2011 habe an der medizinischen Fakultät der Univer- sität Basel eine Veranstaltung stattgefunden, an der die Kandidaten über die Inhalte und die Daten der neuen eidgenössischen Prüfung in H u- manmedizin informiert worden seien. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) habe auf ihrer Homepage über die neue eidgenössische Prüfung informiert. Dort seien zwei Modellfragen enthalten gewesen, die der effek- tiven Prüfung entsprochen hätten. Auf der Webseite des IML habe nur ein Teil der publizierten Fragen der Art und Weise der effektiv an der Prüfung gestellten Fragen entsprochen. Der Inhalt der Fragen repräsentiere je- doch den fächerübergreifenden Inhalt der im Examen gestellten Fragen und habe somit der effektiven Prüfung entsprochen. Diese Problematik sei bei der Festlegung der Bestehensgrenze berücksichtigt worden. 5.3 Soweit die Beschwerdeführerin den von ihr besuchten medizinischen Studiengang an der Univ ersität Basel beanstandet sowie die im Zusa m- menhang mit dem Systemwechsel in Basel erfolgte Informationsveran- staltung als ungenügend darstellt, kann ihr nicht gefolgt werden: 5.3.1 Mit ihrer Kritik a m Studiengang übersieht die Beschwerdeführerin vorab die den Hochschulen diesbezüglich zugestandene Autonomie (Bot- schaft des Bundesrates vom 3. Dezember 2004 zum MedBG [BBl 2005 173, S. 175, 197, 214, 242 f., nachfolgend: Botschaft MedBG]; vgl. auch BENJAMIN SCHINDLER, Erstinstanzlicher Rechtsschutz gegen universitäre Prüfungsentscheidungen, in ZBl 112/2011 S. 509 ff., S. 512 und 535 ). In- sofern sind die Universitäten innerhalb des durch die Akkreditierungskrite- rien und den Zielen des MedBG gesteckten Rahmens und den Regelun- gen des UFG frei, die Ausgestaltung von Inhalt, Struktur und Ablauf der medizinischen Studiengänge festzulegen (vgl. Art. 16 MedBG sowie Bot- schaft MedBG, a. a. O., S. 214, 218, 243 vgl. dazu die in E. 2.1.4 zitierten Bestimmungen). B-6462/2011 Seite 14 Auch wenn die Universitäten an die Vorgaben des MedBG und den ge- samtschweizerischen Lernzielkatalog gebunden sind (vgl. Art. 3 Abs. 1 Prüfungsverordnung MedBG), bedeutet dies nicht, wie die Vorinstanz zu Recht anmerkt, dass die Ausgestaltung und die Inhalte der Lehre an j e- dem Studienstandort identisch sein müssten. Vielmehr war die Universität Basel gestützt auf die ihr zustehende Hochschula utonomie frei, im Sinne der laufenden Bemühungen für die Etablierung der neuen Prüfungsform die Studenten vermehrt fachübergreifend zu schulen , auch wenn hier o f- fen bleiben kann, ob dies an dieser Universität in genügendem Masse im Sinne der Reformbestrebungen geschehen ist. Da die Beschwerdeführ e- rin dies zu bezweifeln scheint , ist darauf in E. 6 im Zusammenhang mit der gerügten, angeblich rech tsungleichen Prüfungsvorbereitung zurück- zukommen. Als Gegenpol zur angesprochen Hochschulautonomie steht die eidg e- nössische Schlussprüfung, mit deren Verankerung im MedBG sich der Bund e in Instrument gegeben hat, um alljährlich einen Einblick in die Leistung der Studierenden und damit indirekt auch in die der universit ä- ren Hochschulen zu erhalten , damit er nötigenfalls sachgerecht interv e- nieren kann, wenn sich Anhaltspunkte ergeben sollten, dass die Vorberei- tung zur Prüfung Schwachpunkte enthält, weil die Studierenden die Au s- bildungsziele nicht erreichen (vgl. Botschaft MedBG, a. a. O., S. 218 f. zu Art. 24 Abs. 2 MedBG). 5.3.2 Entscheidend für die Diskussion des Systemwechsels und der ihn begleitenden Information ist der Umstand, dass sich die ganze Umste l- lung auf das neue Prüfungssystem schon lange im Voraus klar abzeic h- nete und allen Interessierten hinreichend kommuniziert wurde. Zudem hat die Vorinstanz, wie sie selbst betont, die mit dem Sys temübergang ver- bundene Ausbildungsproblematik bei der Festlegung der Bestehensgre n- ze berücksichtigt, was die Beschwerdeführerin zu Recht ja auch nicht grundsätzlich in Frage stellt. Insgesamt erweist sich daher die Kritik an der angeblich "ungenügenden Informationspolitik" als wenig überzeu- gend, wenn die lange zurückreichende Entstehungsgeschichte der Re- form der Regelung der Medizinalberufe berücksichtigt wird: 5.3.2.1 Bereits in seiner im Dezember 2004 erschienen Botschaft zum MedBG stellte der Bundesrat die schon lange angekündigte Neuausric h- tung der medizinischen Studiengänge an den Ausbildungszielen des MedBG als mehrjährigen Prozess vor, der längst begonnen habe und mit dem Erlass des MedBG kon sequent und koordiniert fortschreiten müsse B-6462/2011 Seite 15 (a. a. O., S. 242). Dazu verwies der Bundesrat insbesondere auf den neuen, aus den Zielen des MedBG abgeleitete n Lernzielkatalog hin, der ab dem akademischen Jahr 2003/2004 in Kraft gesetzt worden sei (a. a. O., S. 242). Dieser Umstand veranlasste den Bundesrat auch zur Ei n- schätzung, dass der durch das MedBG für die Humanmedizin ausgelöste Aufwand zur inhaltlichen und methodischen Neuausrichtung der Studie n- gänge geringer sein werde als der für andere Studienrichtu ngen mit w e- niger weit fortgeschrittenem Reformprozess (a. a. O., S. 242). 5.3.2.2 Die Forderung nach Reformen ist seit den Neunzigerjahren u n- bestritten (Botschaft MedBG, a. a. O., S. 194), wobei in dieser Botschaft neben dem umfassenden Reformbedarf (a. a. O., S. 194 ff.) insbesondere die von der Beschwerdeführerin angesprochenen Kompetenzziele der Ausbildung nach Art. 8 MedBG (vgl. E. 2.1.1) einlässlich vorgestellt und erläutert wurden (vgl. Botschaft MedBG, a. a. O., S. 194 ff.). Recht detailliert wurde dabei die Zielrichtung der Reform umschrieben, wonach die Aus - und Weiterbildung der zukünftigen Medizinalpersonen auf Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten ausgerichtet sind, die für die spätere Berufsausübung und die Sicherung eines qualitativ hoch stehe n- den Gesundheitssystems bedeutsam si nd (vgl. Botschaft MedBG, a. a. O., S. 200 f.). Insofern wurden im bundesrätlichen Entwurf zum MedBG die von Medizinalpersonen erwarteten Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten im Entwurf zum MedBG in Form normativer Ziele defi- niert, die neben medizinischem Fachwissen auf soziale, ethische und wirtschaftliche Inhalte fokussieren. Im Einzelnen hielt der Bundesrat dazu fest (Botschaft MedBG, a. a. O., S. 200 f.): "Die Aus - und Weiterbildung soll damit die gesellschaftliche Komplexität und die Tatsache widerspiegeln, dass Medizinalpersonen gegenüber der Gesellschaft ei ne grosse Verantwortung tragen. Der grosse Vorteil von Zielvorgaben besteht in der Flexibilität, mit welcher neue Wissensinhalte ohne gesetzliche Änderungen in die Studien- und Weiterbildungs- gänge integriert werden können. Die Ziele sind in ihrer Summe als Idealziele oder «Best Practice» einer wirksamen Gesundheitsversorgung zu verstehen. Damit die normativen Ziele der Aus - und Weiterbildung nicht Gefahr laufen, beliebig interpre- tiert zu werden, kommt der Überprüfung der Zielerreichung eine grosse Bedeutung zu. Auf individueller Ebene erfolgt sie mittels einer eidgenössischen Schlusspr ü- fung und einer Facharztprüfung beim Erlangen eines Weiterbildungstitels. Auf in sti- tutioneller Ebene ist die Akkreditierung aller Studien - und Weiterbildungsgänge, die B-6462/2011 Seite 16 zu einem eidgenössischen Titel führen, obligatorisch. Die Ergebnisse des Akkred i- tierungsverfahrens werden zu einem kontinuierlichen Optimierungsprozess in Le h- re und For schung beitragen und die Leistungserbringung durch die Medizinalpe r- sonen nachhaltig verbessern." Insbesondere zur angestrebten stärkere n Kompetenzorientierung wurde festgehalten, dass diese eine umfassendere Vorbereitung auf die fachl i- chen, menschlichen, e thischen, technischen und ökonomischen Beruf s- anforderungen sowie die Ausrichtung auf evidenzbasierte Medizin umfas- se, d.h. der Einbezug wissenschaftlicher Studien, um die jeweils wir k- samsten, effektivsten und sichersten therapeutischen Verfahren und di a- gnostischen Tests einsetzen zu können (Botschaft, a. a. O., S. 194 f. ). Insgesamt soll ten nach Auffassung des Bundesrates die Kompetenzen durch adaptive Aus- und Weiterbildungsziele festgelegt werden und nicht durch Prüfungsfä cher; ein entsprechender Lernziel katalog sei von den Schweizerischen Medizinischen Fakultäten ausgearbeitet worden. 5.3.2.3 Im Interesse der öffentlichen Gesundheit wollten der Bundesrat – und mit ihm dann auch der Gesetzgeber – nicht auf die eidgenössische Schlussprüfungen verzichten, was deren hohen Stellenwert unterstreicht: "In der eidgenössischen Schlussprüfung wird geklärt, ob die Kandidatinnen und Kandidaten die in diesem Gesetz festgelegten Ausbildungsziele erreicht haben, welche zur Ausübung des gewählten Medizinalberufs erforderlich sind (...). Es kön- nen nicht alle Zieldimensionen allein durch die einzige Prüfung am Schluss der Ausbildung hinreichend geprüft werden. Vielmehr ist die eidgenössische Prüfung im engen Zusammenhang mit den vorangegangenen universitären Prüfungen wä h- rend des ganzen Studiengangs zu betrachten. Die Zulassung zur eidgenössischen Prüfung erfordert ausdrücklich den Nachweis, dass der betreffende Studiengang abgeschlossen wurde (…), was das Bestehen der entsprechenden Evaluationen und Zwischenprüfungen einschliesst. In diesem Sinn wird es möglich, die Resultate der einmaligen eidgenössischen Schlussprüfung in Beziehung zu setzen zur Ev a- luation während des ganzen Studiengangs. Damit ist – auch nach den Erfahrungen der internationalen Literatur – Gewähr geboten, dass bei der eidgenössischen Prü- fung auch aufwendiger zu prüfende Aspekte (wie z.B. soziale und kommunikative Kompetenz oder das Verhalten in ethischen Fragestellungen) beurteilt werden können, für welche längere bzw. wiederholte Beobachtungen wichtig sind." (Bo t- schaft MedBG, a. a. O., S. 213). In diesem Sinne wird in Art. 14 Abs. 2 Bst. a und b MedBG festgehalten, dass mit der eidgenössischen Prüfung abgeklärt wird, ob die Studiere n-B-6462/2011 Seite 17 den (a) über die fachlichen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten s o- wie über die Verhaltensweisen und die soziale Kompetenz verfügen, die sie zur Ausübung des entsprechenden Medizinalberufes benötigen und (b) die Voraussetzungen für die erforderliche Weiterbildung erfüllen (vgl. Art. 2 Abs. 1 Prüfungsverordnung MedBG, wonach mit der e idgenössi- schen Prüfung überprüft wird, ob die im MedBG vorgegebenen Ausbi l- dungsziele erreicht sind). Zum Inhalt der Schlussprüfung wurde festgehal- ten, dass sich dieser nach den Ausbildungszielen des MedBG richte und im Unterschied zur bisherigen Regelung n icht mehr die Prüfungsfächer vorgegeben werden, sondern die zu erreichenden Zielkompetenzen g e- prüft würden (Botschaft MedBG, a. a. O., S. 212). In diesem Zusammenhang fällt auf, dass die Beschwerdeführerin die be- sonders anspruchsvolle, neustrukturierte vierstündige praktische "Clinical Skills"-Prüfung erfolgreich bestanden hat (vgl. E. 4), in deren Rahmen auf zwölf Posten praktische Aufgaben mit standardisierten Patienten (Ana m- nese, Status, Diagnose, Therapie, allenfalls mit schriftlicher oder mündl i- cher Berichterstattung) zu lösen waren. D ie fachlichen Kenntnisse, Fe r- tigkeiten, Fähigkeiten, sozialen Kompetenzen und Verhaltensweisen der Beschwerdeführerin wurden in dieser wichtigen Einzelprüfung praktisch geprüft. Dass sich die Beschwerdeführerin darin bewährt hat, relativiert jedenfalls bereits erheblich die Fundiertheit ihrer Rügen an der Studie n- gestaltung an der Universität Basel. 5.3.2.4 Abgesehen davon, dass sich die Studierenden bereits beim E r- scheinen der bundesrätlichen Botschaft zum MedBG anfangs Dezember 2004 mit den sich abzeichnenden Änderungen bei den eidgenössischen Medizinialprüfungen vertraut machen konnten, wurden die Studierenden entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin durch die Universitäten auch in hinreichendem Mass auf diese Änderungen hingewiesen. Wie die Beschwerdeführerin zu Recht nicht in Abrede stellt, fand be i- spielsweise am 11. Mai 2011 an der medizinischen Fakultät der Univers i- tät Basel eine Informationsveranstaltung statt, an der die Kandidaten über die Inhalte und die Daten der neuen eidgenössischen Prüfung in H u- manmedizin informiert wurden. Insbesondere sind aus dem von der B e- schwerdeführerin als Beilage 6 eingereichten Informationsschreiben des BAG vom 10. Januar 2011 zur MC -Prüfung Muster von zwei Fragetypen mit Antworten ersichtlich, die nach Auskunft der Vorinstanz als Modellfra- gen der effektiven Prüfung entsprochen hätten . Insbesondere im Zusam- menhang mit der MC -Einzelprüfung wurde in diesem Informationsschre i-B-6462/2011 Seite 18 ben für die zwei Hauptdimensionen der Prüfung (mit Blick auf die sieben Rollen des Arztes als "medical expert, communicator, health advocate, professional, scholar, collaborator, manager ") prozentuale Gewichtungen der prüfungsrelevanten 21 Kategorien festgelegt ( mit prozentualem Anteil der Fragen in der Prüfung): "Dimension 1: Ausgangsprobleme ('Problems as starting points') 1 general symptoms (P1-P18) 5-9 % 2 metabolic alterations, abnormal laboratory values (P19-P33) 5-9 % 3 skin manifestations (P34-P55) 4-6 % 4 head, face, neck (P56-P67) 2-4 % 5 ear, nose, mouth, tongue, throat, voice (P68-P82) 4-6 % 6 eyes (P83-P102) 2-4 % 7 breast, chest, heart, blood pressure, pulse (P103-P127) 8-12 % 8 abdomen, stomach, bowels (P128-P148) 7-11 % 9 pelvic symptoms, urogenital problems (P149-P187) 4-6 % 10 bones, joints, back, extremities (P188-211) 8-12 % 11 newborn, child, adolescent (P212-P224) 2-5 % 12 elderly persons, aging (P225-P237) 2-5 5 13 disorders of consciousness/balance/orientation/gait/movement (P238-P245) 4-6 %, 14 mental, behavioural, and psychological problems (P246-P264) 6-10 % 15 other reasons for medical consultation/problems in medical care (P265-P272) 4-6 % 16 psychosocial and interpersonal problems (P273-P277) 1-3 % 17 problems related to population, comprehensive, others 4-8 % Dimension 2: Ärztliche Handlungen ("competencies") 1 structure, function, pathophysiology, etiology, epidemiology 6-10 % 2 diagnostic procedures 13-17 % 3 differential diagnosis, prognosis 28-32 % 4 management and treatment modalities 21-25 % 5 preventive measures 5-9 % 6 social, legal, ethical, economical aspects 5-9 % 7 research and EBM principles 4-6 % 8 comprehensive, others 4-6 %" 5.3.2.5 Erweist sich bereits die Kritik am Studienmodell in Basel als e r- heblich relativiert (vgl. E. 5.3.2.3), braucht der weitere, etwas vage formu- lierte Vorwurf, wonach die Studierenden ein mehrjähriges Studium "mit einem substanziell anderen Prüfungsmodell" absolviert hätten, hier nicht vertieft diskutiert zu werden. Auch wenn sich die "Qualität" des medizini- schen Studienganges in Basel nicht mit d erjenigen anderer Studien- standorte vergleichen liesse, wie die Beschwerdeführerin behauptet , was aber in diesem Verfahren nicht zu entscheiden ist , vermöchte nach dem B-6462/2011 Seite 19 bisher Gesagten selbst ein solcher Befund für sich alleine betrachtet den in Basel erfolg ten Systemwechsels zur neuen eidgenössischen Schlus s- prüfung nicht in Frage zu stellen (mit der Folge, dass bereits deshalb a n- dere Bewertungsmassstäbe Anwendung finden sollten). 5.3.3 Schliesslich ist in diesem Zusammenhang auch der Auffassung der Vorinstanz beizupflichten, wonach sich die gesamtschweizerisch durc h- geführte neue eidgenössische Prüfung nicht am Niveau des bisher in Ba- sel durchgeführten Staatsexamens orientieren kann. Vielmehr ist das Ni- veau dieser Prüfung ausschliesslich auf gesamtschweizerische r Ebene mit demjenigen de r bisherigen Prüfung zu vergleichen. Dies erweist sich als zwingend, will der Bund, wie in Erwägung 5.3.1 dargelegt, seine Au f- sicht über die neu von der Hochschulautonomie geprägten Studiengänge in Humanmedizin wirksam wahrnehmen. 5.3.4 Zusammenfassend vermag die letztlich wenig substantiiert vorg e- brachte Kritik der Beschwerdeführerin an der in Basel erfolgten Studie n- gestaltung beim Wechsel zum neuen Prüfungssystem beziehungsweise an der entsprechenden Informationspolitik nicht zu überzeugen. 6. Des Weiteren rügt die Beschwerdeführerin qualitative Unterschiede in der jeweils erfolgten Vorbereitung auf die strittige MC -Einzelprüfung, die als rechtsfehlerhafte Ungleichbehandlung der Studenten in Basel und Bern zu korrigieren sei. 6.1 Im Einzelnen betont die Beschwerdeführerin, die gezielte Prüfung s- vorbereitung sei wegen des fachübergreifend konzipierten Prüfungsi n- halts und der Verwendung einer neuen Art von Fragestellung schwieriger geworden. Im Widerspruch zum Grundsatz der Gleichbehandlung aller Standorte seien die Prüfungsteilnehmenden an den verschiedenen Uni- versitäten "markant" unterschiedlich "auf die neue Regelung" vorbereitet worden. An der Universität Bern sei in einer einmaligen Masterprüfung ei- ne vergleichbare Situation mit 150 Fragen im ähnlichen Stil der Prüfung s- fragen und im gleichen zeitlichen Rahmen gestellt worden. Die Durchfall- quote habe "Null" betragen, weshalb keine Gleichbehandlung der Studie- renden in der Prüfungsvorbereitung vorliege. Diese Ungleichbehandlung widerspreche dem Sinn und Zweck der Sta n- dardisierung der Qualitätsanforderungen. Gerade wegen der dezentralen Organisation der Ausbildungsgänge müssten um so mehr für die gesam t-B-6462/2011 Seite 20 schweizerische Schlussprüfung identische Voraussetzungen gewährleis- tet sein. Die eidgenössische Prüfung in Humanmedizin bezwecke, dass die Prüfungen gesamtschweizerisch vergleichbar und einheitlich werden. Mit einem vereinheitlichten Inhalt und Schwierigkeitsgrad sollte ein g e- samtschweizerisch vergleichbares Niveau geschaffen werden. Angesichts dieser Zielsetzung müsste den Studierenden aller Fakultäten vergleichba- re Vorbereitungsmöglichkeiten gegeben werden. Angesichts der unter- schiedlichen Vorbereitungsmöglichkeiten müssten als Ausgleich alle Stu- dierenden der verschiedenen Fakultäten gleich behandelt werden, wes- halb die Bestehensgrenze für Studierende der Universität Basel durch ei- ne Senkung der Bestehensgrenze auf 129 -134 Punkte anzupassen sei, was zum Bestehen der Prüfung führen würde. 6.2 Die Vorinstanz hält dem entgegen, die Bundesbehörden seien nur noch für die eidgenössische Prüfung bei Studienabschluss zuständig. Für das Studium selbst und die entsprechenden Zwischenprüfungen seien al- leine die Universitäten zuständig. Ob und allenfalls inwiewei t im Rahmen des Studiums Prüfungen in ähnlicher Form wie bei der eidgenössischen Prüfung durchgeführt würden, entscheide jede Uni versität selbst. Somit bestünden immer Unterschiede in der Vorbereitung auf die eidgenöss i- sche Prüfung. Solche Unterschiede läg en nicht im Einflussbereich der Bundesbehörden, weshalb daraus keine rechtsungleiche Behandlung betreffend die eidgenössische Prüfung abgeleitet werden könne. 6.3 Der Rechtsgleichheitsgrundsatz (Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenosse nschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]) verlangt, dass Gleiches nach Massgabe seiner Gleichheit gleich oder Ungleiches nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich behandelt wird. Die Rechtsgleichheit als Gebot sachlicher Differenzierung verbietet rechtsanwendenden Behörden, zwei tatsächlich gleiche Situationen ohne sachlichen Grund unterschiedlich und zwei tatsächlich verschiedene S i- tuationen ohne sachlichen Grund gleich zu behandeln. Dabei ist en t- scheidend, dass die zu behandelnden Sachverhalte in Bezug au f die r e- levanten Tatsachen gleich beziehungsweise ungleich sind. Daher wird der Anspruch auf rechtsgleiche Behandlung insbesondere dann verletzt, wenn hinsichtlich einer entscheidwesentlichen Tatsache rechtliche Unte r- scheidungen getroffen werden, für die e in vernünftiger Grund in den zu regelnden Verhältnissen nicht ersichtlich ist, oder wenn Unterscheidu n- gen unterlassen werden, die aufgrund der Verhältnisse hätten getroffen werden müssen (BGE 135 V 361 E. 5.4.1; Urteil des Bundesverwaltung s- gerichts A-626/2010 vom 14. Oktober 2010 E. 7.1). B-6462/2011 Seite 21 6.3.1 Wie die Beschwerdeführerin in Übereinstimmung mit der Vorinstanz zutreffend ausführt, liegt nach dem MedBG die Ausbildungsverantwortung in Humanmedizin nicht mehr beim Bund, sondern bei den einzelnen Un i- versitäten, welche ausschliesslich die während des Studiums regelmässig anfallenden Zwischenprüfungen durchzuführen haben ( vgl. Art. 16 MedBG sowie Botschaft MedBG, a. a. O., S. 213, S. 243, vgl. E. 5.3.1 ). Angesichts ihrer Hochschulautonomie war die Universität Bern deshalb frei, eine Masterprüfung mit Fragen im Stil der eidgenössischen MC-Ein- zelprüfung Humanmedizin durch zuführen. Ebenso war die Universität Basel frei, auf eine solche zu verzichten. Bei dieser Ausgangslage gebietet der Grundsatz der Gleichbehandlung nicht, wie die Beschwerdeführerin fordert, dass die Vorinstanz als Bu n- desbehörde bei der Bewertung der Prüfungsleistungen den jeweils kon- kret vermittelten Studieninhalt an der entsprechenden Fakultät bzw. die dort erfolgte konkrete Prüfungsvorbereitung hätte berücksichtigen müs- sen, sondern einzig, dass sie für die Leistungsbewertung auf die a n- wendbaren Gesetzesgrundlagen (vgl. E. 2.2 f.) sowie ihre einschlägigen Richtlinien und Vorgaben abstellt und diese für alle Kandidaten ungeach- tet der universitären Herkunft rechtsgleich anwendet (vgl. Urteil des Bu n- desverwaltungsgerichts B -2568/2008 vom 15. September 2008 E. 6.1) . Denn nur so lässt sich das vom MedBG angestrebte Ziel erreichen, durch eine gesamtschweizerisch einheitliche Prüfung und deren rechtsgleich er- folgende Bewertung allenfalls das Ausbildungsniveau der Studierenden der verschiedenen Universitäten zu ermitt eln und zu vergleichen (vgl. E. 5.3.1 und E. 5.3.3). Insofern geht die Beschwerdeführerin fehl, wenn sie aus dem Grundsatz rechtsgleicher Behandl ung einen Anspruch auf Berücksichtigung allfäll i- ger Qualitätsunterschiede zwischen den Prüfungsvorbereitungen an der eigenen Universität in Basel und der Universität Bern geltend machen will (unveröffentlichter Beschwerdeentscheid der REKO/EVD vom 4. Deze m- ber 2003 i.S. B. [HB/2002-40] E. 4.1.3 mit Hinweisen). 6.3.2 Aber selbst wenn der Vorwurf der Beschwerdeführerin zuträfe, dass der medizinische Studiengang in Basel nicht das von der eidgenöss i- schen MC -Einzelprüfung geforderte fächerübergreifend anwendungsor i- entierte Wissen zum gesamte Spektrum humanmedizinischer Probleme genügend abdeckte (vgl. Vorgaben der Prüfungskommission Humanm e- dizin über Inhalt, Form, Zeitpunkt und Bewertung der eidgenössischen Prüfung in Humanmedizin vom 19. Mai 2011, Ziff. 1.2) und in der Folge B-6462/2011 Seite 22 auch ke ine ausreichende Prüfungsvorbereitung ermöglich te, so liesse sich ein entsprechender Mangel nicht im Rahmen dieses Beschwerdever- fahrens mit einer Senkung der Bestehensgrenze für die Studierenden in Basel korrigieren. Denn wie bereits in der Erwägung 5.3.3 erwähnt, hat sich die gesamtschweizerisch durchgeführte neue eidgenössische Pr ü- fung nicht, wie die Beschwerdeführerin fordert, am Niveau des bisher in Basel durchgeführten Staatsexamens zu orientieren, sondern am Niveau des bisherigen Staat sexamens auf gesamtschweizerischer Ebene, wenn die dem MedBG widersprechende Konsequenz vermieden werden soll, dass eine gesamtschweizerisch durchgeführte, nach denselben Kriterien gesamtschweizerisch zu bewertende Prüfung an den einzelnen Stando r- ten entsprechend dem dort vermittelten Wissensstoff unterschiedlich b e- wertet wird. Im Übrigen braucht im Rahmen dieses Beschwerdeverfahrens die Frage nicht diskutiert zu werden, wer allenfalls bei allfälligen Missständen ei n- zuschreiten hätte. 7. Des Weiteren beklagt die Beschwerdeführerin einen ungerechtfertigten "Bruch" zu früheren Prüfungen, indem der Schwierigkeitsgrad der neuen Prüfung im Vergleich zum bisherigen Prüfungsmodell "drastisch ang e- stiegen" sei. 7.1 In grundsätzlicher Weise beanstandet die Beschwerdeführerin, ge- mäss Art. 5 Abs. 5 der Prüfungsverordnung MedBG seien die Vorausset- zungen des Bestehens "mittels geeignetem Verfahren konstant zu ha l- ten". Dementsprechend hätte der Schwierigkeitsgrad im Vergleich zu den bisherigen Prüfungen beibehalten werden sollen, zumal dieser Grundsatz auch beim Übergang zum neuen "Prüfungsregime" gelte. Den Materialien zu den "Regimeänderungen" lasse sich nicht entnehmen, dass eine E r- höhung der Anforderungen gegenüber dem bisherigen Regime beabsic h- tigt gewesen sei. Deshalb sei die MC-Einzelprüfung willkürlich und ohne gesetzliche Grundlage verschärft worden , was ebenfalls eine zehnpro- zentige Senkung der Bestehensgrenze rechtfertige. Als Beweis für die behauptete Verschärfung führt die Beschwerdeführerin drei Faktoren an, die nachfolgend der Reihe nach zu prüfen sind: - Erhöhte Komplexität der Fragestellungen (E. 7.2), - Elimination einer angeblich zu hohen Anzahl von Fragen (E. 7.3) sowie B-6462/2011 Seite 23 - die daraus resultierende angeblich massiv höhere Misserfolgsquote im Vergleich zu früheren Jahren (E. 7.4). 7.2 7.2.1 Zur Komplexität der Fragestellung hält die Beschwerdeführerin fest, nach Art. 11 der Prüfungsformenverordnung müsse der Gesamtumfang der Prüfung über die Jahre hinweg konstant gehalten werden. Dies gelte auch im Verhältnis zu den bisherigen Prüfungen. Gegenüber den bisher i- gen MC-Prüfungen im Staatsexamen (mit 120 Fragen , die in 4 Stunden zu lösen waren) habe sich die durchschnittliche Zeit zur Beantwortung e i- ner Frage um zehn Prozent von 2 auf 1.8 Minuten verkürzt. Ferner habe sich verglichen mit den bisherigen Prüfungen die Art der Fragestellung geändert, indem mehr komplexe Frage n gestellt worden seien. Wegen der längeren Fragen sei die Beantwortungszeit länger, da für das Lesen der Frage mehr Zeit benötigt werde. Die Festlegung auf je 150 Fragen in 4.5 Stunden führe zu einer Zeitverkürzung, welche die Länge und Ko m- plexität der Fragen nicht berücksichtige. Dies widerspreche Art. 11 der Prüfungsformenverordnung. Die Festlegung der Bestehens grenze bestimme entscheidend den Schwierigkeitsgrad einer Prüfung. Ange- sichts der willkürlichen Verschärfung müsse die Bestehensgrenze g e- senkt werden und zwar mindestens um zehn Prozent, da in diesem Ra h- men die Zeitreduktion stattgefunden habe. Bei einer B estehensgrenze von 125.1 hätte sie mit den erreichten 136 Punkten klar bestanden. 7.2.2 Die Vorinstanz hält dazu fest, pro Frage hätten 108 Sekunden zur Verfügung gestanden. Nach eigenen Recherchen liege die international übliche Zeit für Examina von vergleichbarem Niveau bei 90 Sekunden. Mit der längeren Prüfungszeit werde der Schweizerischen Sprachdivers i- tät Rechnung getragen. Zudem liege die Länge der Fallvignetten (d.h. der wirklichkeitsnahen, ausführlichen Umschreibungen der Krankheitsg e- schichte) unter dem international üblichen Durchschnitt. Somit hätten die Kandidaten für die Beantwortung der Fragen genügend Zeit gehabt und zwar alle gleich lang. 7.2.3 Was den Schwierigkeitsgrad von einzelnen Prüfungsfragen betrifft, liegt es in der Natur einer Prüfun g, dass sie sowohl leichtere als auch schwierigere Aufgaben enthält. Von einem "offensichtlichen" Mangel au f- grund eines hohen Schwierigkeitsgrades wäre daher nur auszugehen, wenn die Schwierigkeit einer Aufgabe so unzumutbar hoch wäre, dass B-6462/2011 Seite 24 von einem durch schnittlichen Kandidaten nicht erwartet werden könnte, sie richtig zu lösen (BVGE 2010/21 E. 7.3.3). Vorliegend ist unbestritten, dass die Festlegung der Bestehensgrenze entscheidend den Schwierigkeitsgrad einer Prüfung bestimmt, worauf in der folgenden E . 7.4 näher einzugehen ist. Ebenso unbestritten ist, dass im Rahmen der neuen, hier strittigen MC-Einzelprüfung die Komplexität der Fragestellung (mit Fallvignetten) insofern zugenommen hat, als in e t- was weniger Zeit als im bisherigen Staatsexamen vielschic htigere, dem Lernzielkatalog stärker entsprechende Fragen zu beantworten waren (vgl. E. 5.3.1 f.). In diesem Zusammenhang übersieht die Beschwerdeführerin aber, dass sich Art. 11 Prüfungsformenverordnung, wonach der Gesamtumfang der Prüfung über die Jahre hinweg konstant zu halten ist, einzig auf die in der MC-Einzelprüfung gestellten Kurzantwortfragen (KAF) bezieht. Nach den massgebenden Richtlinien der Vorinstanz umfassen jedoch KAF in der Regel weniger als 20 % ( a. a. O., Ziff. 2.1), wobei i n der MC-Einzelprü- fung 2011 – im Unterschied zu den 270 zu beantwortenden MC-Fragen – lediglich 30 Kurzantwortfragen zu beantworten waren, wovon dann sechs (d.h. 20 %) eliminiert wurden. Diese Kurzantwortfragen machten nur rund elf Prozent aller gestellten Fra gen der MC -Einzelprüfung aus und fallen daher schon wegen des geringen Umfangs gar nicht ins Gewicht. Inso- fern geht der Hinweise der Beschwerdeführerin fehl, dass die mit der Festlegung der Anzahl MC -Fragen verbundene Zeitverkürzung den Vo r- gaben von Art. 11 Prüfungsformenverordnung widerspreche. Des Weiteren bewegt sich die Festlegung des gewährten Zeitrahmens von 108 Sekunden pro MC -/KA-Frage in dem der Vorinstanz vom G e- setzgeber eingeräumten weiten Ermessen ( vgl. Art. 13 Abs. 1 MedBG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 Prüfungsverordnung MedBG und Art. 5 Prüfungsfo r- menverordnung), zumal dieser zeitliche Rahmen einleuchtend begründet wird und zudem als Korrektiv gesetzlich vorgesehen ist, dass die Vori n- stanz (in Zusammenarbeit mit der MEBKO) für jede Einzelprüfung festl e- gen kann, unter welchen Voraussetzungen die Prüfung als bestanden gilt (vgl. Art. 5 Abs. 5 Prüfungsverordnung, vgl. auch E. 7.4). Zwar bedeutet die zugestandene, aber immerhin internationale Normen überschreitende Zeit für die Beantwortung der einzelnen MC -/KAF Fragen eine an- spruchsvolle Prüfungsanlage, die sich jedoch weder als unhaltbar hart noch als kaum zu bewältigen erweist. B-6462/2011 Seite 25 7.3 7.3.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, es seien insgesamt 41 Fragen gestrichen worden, ohne das s die Elimination begründet worden wäre. Wenn dies aus statistischen Gründen und wegen inhaltlicher oder form a- ler Mängeln erfolge, sei dies nachvollziehbar. Hingegen beweise die allzu hohe Anzahl gestrichener Fragen , die aus dem Niveauraster der Studi e- renden fielen, dass die fragliche MC -Einzelprüfung offensichtlich nicht den Anforderungen entsprochen habe . Die Kandidaten hätten überpr o- portional viel Zeit für eliminierte Fragen aufwenden müssen, die sie für die Beantwortung von ausgewerteten Fragen verloren. 7.3.2 Die Vorinstanz hält dem entgegen, die Elimination von Prüfungsfr a- gen sei in den am 16. März 2011 vorgeschlagenen und von der MEBEKO am 19. Mai 2011 genehmigten "Vorgaben der Prüfungskommission H u- manmedizin über Inhalt, Form, Zeitpunkt und Bewertung der eidgenöss i- schen Prüfung in Humanmedi zin" geregelt. Demnach würden Fragen bei der Bewertung nicht berücksichtigt, die aufgrund auffallender statistischer Ergebnisse oder schriftlicher Kommentare der Kandidaten einen offe n- sichtlichen inhaltlichen oder formalen Mangel erkennen lassen, das N i- veau der Ausbildungsstufe klar übersteigen oder dem Ziel der zuverläss i- gen Leistungsdifferenzierung deutlich zuwider lau fen (a. a. O., Ziff. 4.11) . Die grundsätzliche Rechtmässigkeit der Elimination solcher Fragen werde selbst von der Beschwerdeführerin nicht angezweifelt. Die Anzahl gestrichener Fragen liege im internationalen Vergleich in ei- nem ohne Weiteres akzeptablen Mass. Von 259 gewerteten Fragen habe die Beschwerdeführerin 136 richtig beantwortet (52.5 %). Wären in der MC-Einzelprüfung keine Fragen eliminiert worden, hätte sie von 300 mög- lichen Punkten nur deren 142 erreicht (47.3 %) und wäre damit noch wei- ter von der auf 53.7 % festgelegten Bestehensgrenze entfernt gewesen. 7.3.3 Die Rüge, wonach mit 41 von 300 Fragen eine viel zu hohe Anzahl von Fragen gestrichen worden sei, betrifft die für alle Kandidaten gelte n- den Bewertungsmassstäbe und ist daher mit voller Kognition zu prüfen (BVGE 2010/21 E. 7.1). 7.3.3.1 Vorab braucht auf die Behauptung der Besch werdeführerin, w o- nach die Kandidaten überproportional viel Zeit für eliminierte Fragen au f- gewendet hätten, die ihnen für die Beantwortung der ausgewerteten Fr a- gen gefehlt habe, nicht näher eingegangen zu werden, wenn sich die hier B-6462/2011 Seite 26 unbestrittenermassen rechtsgleich vollzogene Streichung der Fragen als rechtmässig erweisen sollte, was nachfolgend zu prüfen ist. 7.3.3.2 Zur Frage der Zulässigkeit des Ausschlusses von Prüfungsfragen hat das Bundesverwaltungsgericht festgehalten, ein solcher dürfe nicht willkürlich erfolgen, sondern müsse auf einem sachlichen Grund beruhen. Denn der Ausschluss von Prüfungsfragen könne zu Ungleichbehandlun- gen führen, weil einerseits Kandidaten, die diese Fragen korrekt bean t- wortet haben, durch den Ausschluss einen Verlust an Punkten erle iden und andererseits sich die Gesamtleistung von Kandidaten möglicherwe i- se verbessert, wenn eine Frage eliminiert wird, die sie falsch beantwortet haben (BVGE 2010/21 E. 7.2). Die Vorinstanz hat solche sachliche Gründe in der Ziff. 4.11 ihrer Vorg a- ben (a . a. O.) statuiert (vgl. E. 7.3.2) , was die Beschwerdeführerin zu Recht auch ausdrücklich anerkennt. Zur Frage, ob ein inhaltlicher oder formaler Mangel vorliegt, hat das Bu n- desverwaltungsgericht festgehalten, dass diese Frage nur in Anbetracht der jeweil igen Aufgabenstellung beurteilt werden könne. Ein solcher Mangel sei z.B. anzunehmen, wenn die Aufgabenstellung missverstän d- lich formuliert, unzumutbar schwierig oder gar unlösbar ist, ferner, wenn sie ausserhalb des Curriculums liegt (BVGE 2010/21 E. 7.3). In diesem Zusammenhang sind Vorinstanzen im Rahmen ihrer Pflicht zur Sachve r- haltsaufklärung gehalten, konkret zu benennen, welcher Mangel ihres E r- achtens gegeben ist und inwiefern sich dieser auf die betreffende Auffä l- ligkeit bei der Auswertung der Prüfungsergebnisse ausgewirkt hat (BVGE 2010/21 E. 7.3.2). 7.3.3.3 Im Unterschied zur Fallkonstellation im soeben erwähnten BVGE 2010/21, wo nur zwei Punkte zum Bestehen der Prüfung fehlten, weshalb bei den vier ausgeschlossenen Prüfungsfragen konkret zu prüfen war, ob diese einen offensichtlichen Mangel erkennen liessen, kann hier die Fr a- ge offenbleiben, ob für jede der 41 von der MC -Einzelprüfung ausg e- schlossenen Fragen ein hinreichend bestimmtes, formales oder inhaltl i- ches Ausschlusskriterium vorliegt. Dementsprechend kann hier auch eine weitergehende Instruktion unterbleiben und zwar aus folgenden Gründen: Die Beschwerdeführerin erzielte bei 259 gewerteten Fragen 136 Punkte, was einer Quote richtiger Antworten von 52.5 % entspricht (bei einer auf 53.7 % festgesetzten Bestehensgrenze, was zum Bestehen 139 Punkten B-6462/2011 Seite 27 voraussetzt). Wären, wie die Vorinstanz zu Recht betont, in der MC - Einzelprüfung keine Fragen eliminiert worden, hätte die Beschwerdefü h- rerin von 300 möglichen Punkten deren 142 erreicht, was de r signifikant geringeren Quote richtiger Antwort en von 47.3 % entspricht. Dies hängt damit zusammen, dass die Beschwerdeführerin nach den Angaben der Vorinstanz von den 41 eliminierten Fragen lediglich deren 6 korrekt be- antwortete, was einer Quote von 14.6 % richtiger Antworten entspricht und damit signifikant von der in der MC -Einzelprüfung erreichten Quote von 52.5 % abweicht . Die se erhebliche Quotendifferenz von 37.9 % ist nach Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts zumindest als plausib- les Indiz für die prinzipielle Richtigkeit der Elimination der strittigen 41 Fragen anzusehen. Im Unterschied dazu hatte im Fall, der in BVGE 2010/21 zu beurteilen war, die damalige Beschwerdeführerin von vier ausgeschlossenen Fragen zwei richtig beantwortet , was einer Quote von 50 % entspricht (bei einer Bestehensgrenze von 53.5 % und der von der Beschwerdeführerin erreichten Quote richtiger Antworten von 51.5 % [vor Berücksichtigung der 4 eliminierten Fragen]). 7.3.4 Abgesehen davon, dass sich vor diesem Hintergrund, der si ch von der Situation in BVGE 2010/21 wesentlich unterscheidet, weitere Abklä- rungen erübrigen, ist auch die blosse Anzahl eliminierter Fragen nicht zu beanstanden. Wie die Vorinstanz zutreffend geltend macht, bewegt sich diese Anzahl in einem vertretbaren Rahmen. Von 300 Fragen wurden 41 ausgeschlossen, was einer Ausschlussquote von 13.6 % entspricht. Di e- se erscheint nicht als übermässig hoch, wenn man bedenkt, dass im Jahr 2011 ein grundlegender Wechsel des Prüfungssystems stattgefunden hat mit einer Schwe rgewichtsverlagerung von fachspezifischen auf fäche r- übergreifende Fragestellungen (vgl. E. 5 f.). In einer solchen Übergang s- zeit ist es auch nicht aussergewöhnlich und wäre jedenfalls auch in Kauf zu nehmen, dass selbst eine höhere Quote von Fragen als mangelhaft im Sinne der vorinstanzlichen Vorgaben erkannt wird und dass sich erst im Laufe der Zeit insbesondere die aus vorangegangenen Prüfungen sta m- menden "Ankerfragen" herauskristallisieren, die für einen zuverlässige n intertemporalen Vergleich der Prüfungsniveaus unabdingbar sind (vgl. zu den sog. "Ankerfragen" Urteil B -2568/2008 vom 15. September 2008, teilweise publiziert in BVGE 2010/21, nicht veröffentlich te E. 4.2 mit Hin- weis auf das Urteil der REKO/MAW 04.051 vom 18. März 2005 E. 4.1). Die in diesem Kontext naheliegende Frage, ab welcher Ausschlussquote allenfalls Zweifel am Prüfungsniveau gerechtfertigt wären, kann hier offen bleiben. B-6462/2011 Seite 28 7.3.5 Zusammenfassend läuft die Kritik an der angeblich viel zu hohen Anzahl gestrichener Fragen ins Leere. 7.4 7.4.1 Schliesslich erblickt die Beschwerdeführerin in der beanstandeten angeblich hohen Durchfallquote, die beim Staatsexamen jahrelang ko n- stant tief gewesen sei, einen weiteren Beweis für den im Vergleich zu r Vergangenheit stark erhöhten Schwierigkeitsgrad der neuen Prüfung. Obschon während des Studiums in zahlreichen Prüfungen bereits hohe Anforderungen gestellt worden seien , sei es u mso erstaunlicher, dass in Basel elf Studierende die MC-Einzelprüfung nicht bestanden hätten. Auch deshalb müsse die Bestehensgrenze de m Schwierigkeitsgrad angepasst werden, um die Durchfallquote über die Jahre konstant zu halten. Inso- fern sei die Bestehensgrenze um 5 -10 Punkte zu senken, so dass ung e- fähr gleich viele Studierende nicht bestehen, wie durchschnittlich in den vergangenen Jahren nicht bestanden haben. Mit 136 Punkten hätte sie bei der Anpassung der Bestehensgrenze auf 129-134 Punkte bestanden. 7.4.2 Die Vorinstanz hält vorab zur erstmalige Festlegung der Bestehens- grenze fest: Um den Schwierigkeitsgrad der erstmals durchgeführten neuen MC-Prüfung zuverlässig zu bestimmen, seien Berechnungen ge- stützt auf international anerkannter Verfahren durchgeführt worden. Dabei seien bei der Festlegung der definitiven Bestehensgrenze folgende U m- stände berücksichtigt worden: Neu hätten die Fragen i n aller Regel eine Fallvignette enthalten. Der neuen Prüfung soll te zwar ein selektiver Ch a- rakter zukommen, die gesamte Misserfolgsquote (MC - und CS Prüfung) sollte jedoch mit der Misserfolgsquote in der eidgenössischen Prüfung (2. und 3. Teil) nach bisherigem Recht vergleichbar sein. Zugleich sollte sich die gesamte Misserfolgsquote mit derjenigen in der eidgenössischen Prü- fung nach bisherigem Recht vergleichen lassen. Die Gesamtmisserfolgs- quote der neuen eidgenössischen Prüfung liege in einem vergleichbar en Rahmen zur eidgenössischen Schlussprüfung nach bisherigem Recht. Die Misserfolgsquote der neuen eidgenössischen Prüfung habe insge- samt 2.9 % betragen (bei einem Durchschnitt der Jahre 2006 - 2010 von 2.9 %). Zudem sollte k ein Kandidat in der MC -Prüfung nur wegen eine s einzigen Punktes einen Misserfolg er leiden, weshalb fürs Jahr 2011 die Bestehensgrenze auf 139 Punkten festgeleg t worden sei . Zu beachten sei hier, dass der 1. Teil der ärztlichen Schlussprüfung nach bisherigem Recht (Examen des dritten Studienjahres) nicht als Massstab herangezo- gen werden könne , da d ieses Examen seit längerer Zeit reformbedingt B-6462/2011 Seite 29 nicht mehr durchgeführt und durch fakultätsspezifische Examina des dri t- ten und vierten Studienjahres ersetzt worden sei. Im Einzelnen legt die Vorinstanz die Verhältnisse zum intertemporalen Vergleich der einzelnen Misserfolgsquoten wie folgt dar: "- Gesamtergebnis 2. und 3. Teil Schlussprüfung für Ärzte nach bisherigem Recht (der 2. Teil bestand aus insgesamt 14 Einzelprüfungen, davon 5 MC -Prüfungen, der 3. Teil aus 3 Prüfungsveranstaltungen) für die Jahre 2006 bis 2010: Durc h- schnittliche Misserfolgsquote 2.9 % ; Spanne von 1.4% im Jahr 2009 und 3.8 in den Jahren 2006 und 2010; - 5 MC-Prüfungen 2. Teil Schlussprüfung für Ärzte nach bisherigem Recht gegen- seitig kompensierbar für die Jahre 2007 bis 2009: Durchschnittliche Misserfolg s- quote 5.6 %; Spanne von 4.0 % im Jahr 2008 und 6.7 % im Jahr 2007; - 5 MC -Prüfungen 2. Teil Schlussprüfung für Ärzte nach bisherigem Recht ko m- pensierbar auf Basis der erreichten Gesamtpunktzahl aller 5 MC -Prüfungen für die Jahre 2007 bis 2009 (die Bestehensgrenze MC -Prüfung nach neuem Recht wird festgelegt aufgrund der in den beiden Teilprüfungen erreichten Gesam t- punktzahl): Durchschnittliche Misserfolgsquote 2.4 %, die Misserfolgsquote der Jahre 2007 bis 2009 liegen nahe beieinander; - Misserfolgsquote in der MC -Prüfung nach neuem Recht der Kandidatinnen und Kandidaten, die das Studium in der Schweiz absolviert, und im Jahr 2011 an der eidgenössischen Prüfung teilgenommen haben: 1.7%; - Die Gesamtmisserfolgsquote der neuen eidgenössischen Prüfung (bestehend aus MC- und Clinical-Skills-Prüfung): 2.9 %. - Somit liegt die Gesamtmisserfolgsquote der neuen eidgenössischen Prüfung in einem vergleichbaren Rahmen zur eidgenöss ischen Schlussprüfung nach bish e- rigem Recht." 7.4.3 Im Allgemeinen können in Prüfungen g rössere Schwankungen der Erfolgsquoten verschiedene Ursachen haben. So gibt es naturgemäss stärkere und schwächere Jahrgänge von Absolventen, weshalb die E r- folgsquote allein schon deshalb variieren kann (Beschwerdeentscheid der REKO/EVD HB/2002 -40 vom 4. Dezember 2003 E. 4.5.2). Diese Be o- bachtung gilt indessen nicht, soweit – wie hier – Schlussexamen in Frage stehen, die ein langjähriges Medizinstudium abschliessen, das einer strengen Selektion unterworfen war. Am Schluss solcher Studiengänge wären an sich äusserst tiefe Misserfolgsquote n zu erwarten. In diesem Kontext wird von den Verfahrensbeteiligten die Festlegung der Best e- hensgrenze kontrovers diskutiert: 7.4.3.1 Vorab unbestritten ist der Umstand , dass die Festlegung der B e- stehensgrenze entscheidend den Schwierigkeitsgrad einer Prüfung b e- stimmt. Zu Recht stellt die Beschwerdeführerin die vorinstanzliche Vorge- hensweise nicht in Frage, die Bestehensgrenze nach internatio nal aner- kannten Verfahren zu berechnen und zum Ausgleich des neu erhöhten Schwierigkeitsgrades der MC -Einzelprüfung entsprechend festzusetzen, B-6462/2011 Seite 30 was nach Art. 5 Abs. 5 Prüfungsverordnung MedBG (E. 2.2.4) verfah- rensmässig grundsätzlich zulässig ist. 7.4.3.2 Ferner fällt auf, dass entgegen der Beschwerdeführerin keine Dis- krepanzen in den Ergebnissen vorliegen, zumal nur der 2. und der 3. Teil des bisherigen Staatsexamens zu vergleichen waren, umso mehr als nur diese beiden Teile die eigentliche Schlussprüfung darstell ten. Insofern gehen die Einwände der Beschwerdeführerin fehl, wonach die Höhe der gesamten durchschnittlichen Misserfolgsquote für die Jahre 2006 bis 2010 für alle drei Teile der medizinischen Schlussprüfungen in Basel bzw. die Höhe der gesamten, durchschn ittlichen Misserfolgsquote für das Jahr 2011 für alle Teile der medizinischen Schlussprüfung in Basel darzuste l- len gewesen wären. 7.4.3.3 Die Vorinstanz hat die Misserfolgsquote für die MC -Prüfung nach neuem Recht (für Kandidaten mit in der Schweiz absolviertem St udium) mit 1.7 % beziffert. Konkrete Umstände, welche diese Angabe als zweifelhaft erscheinen las- sen, werden weder geltend gemacht noch sind sie ersichtlich. Vielmehr ist aus den von der Vorinstanz einlässlich, in sich schlüssig dargestellten Verhältnissen in der Erwägung 7.4.2 ersichtlich, dass sich auch der Schwierigkeitsgrad der 2011 erstmals durchgeführten neuen eidgenöss i- schen Prüfung in hohem Mass mit der mittleren Misserfolgsquote des 2. und 3. Teils der ärztlichen Schlussprüfung nach bisherigem Rec ht (E x- amina des sechsten Studienjahres) der vergangenen Jahre vergleichen lässt. Der durch die längeren Fragen und die kürzere Beantwortungszeit resultierende höhere Schwierigkeitsgrad der neuen eidgenössischen Prü- fung wurde insofern durch die entsprechend massvoll gesetzte Best e- hensgrenze ausgeglichen, was den Vorgaben von Art. 5 Abs. 5 der Pr ü- fungsverordnung MedBG entspricht (E. 2.2.4). Sonst wäre, wie die Vori n- stanz zutreffend erwähnt, die Misserfolgsquote in der neuen eidgenöss i- schen Prüfung statistisch signifikant höher ausgefallen , was für einen Studienabschluss nach MedBG nicht angehen kann. Mit einer Senkung der Bestehensgrenze, wie sie die Beschwerdeführerin fordert, würde die neue eidgenössische Prüfung milder bewertet, als das Mittel der vergangen en Prüfungen nach bisherigem Recht, was unzulä s- sig wäre. Insofern kann der Forderung der Beschwerdeführerin nach e i- ner Senkung der Bestehensgrenze nicht ge folgt werden, zumal ja keine B-6462/2011 Seite 31 korrekturbedürftige Abweichung der Durchfallquoten über die Jahre vo r- liegt. 7.4.3.4 Die Beschwerdeführerin erblickt sodann im unbestrittenen U m- stand, dass die Vorinstanz die Bestehensgrenze so setzte, dass kein Kandidat mit nur einem Punkt einen Misserfolg erleiden müsste, ein unzu- lässiges Argument für die Konstanz des Schwierigkeitsgrades. Entgegen der Beschwerdeführerin hat die Vorinstanz dies nie als Argu- ment für die Konstanz des Schwierigkeitsgrades angeführt. In diesem Zu- sammenhang ist der Beschwerdeführerin auch nicht zuzusti mmen, dass es letztlich keinen Unterschied mache, ob ein Kandidat die Bestehen s- grenze um einen oder drei Punkte verfehlt. Zwar ist mit jeder Prüfung u n- weigerlich eine gewisse Härte verbunden, indem auch Kandidaten nicht bestehen, welche – wie hier – die erforderliche Punktzahl nur knapp nicht erreichen ( PATRICIA EGLI, Gerichtlicher Rechtsschutz bei Prüfungsfällen: Aktuelle Entwicklungen, ZBl 112/2011, S. 555; vgl. auch Urteil des Bu n- desverwaltungsgerichts A-2496/2009 vom 11. Januar 2010 E. 6.2). Wenn jedoch ein Kandidat nur wegen eines Punktes eine Prüfung nicht besteht, stellt sich unweigerlich die Frage, ob hier nicht eine "unzumutbare " Härte vorliegt, die nach einer "Grenzfallregelung" oder "Härtefallrege lung" ruft (und dies erst Recht, wenn es um ein med izinisches Schlussexamen geht). Dass die Vorinstanz solchen Situationen durch eine entsprechende Festsetzung der Bestehensgrenze auszuweichen versucht , ist zwec k- mässig und legitim , was sich auch nicht mit vernünftigen Argumenten bestreiten lässt. 7.4.3.5 Soweit die Beschwerdeführerin abschliessend bemängelt, die Vor- instanz habe nicht darlegen könne n, dass der Schwierigkeitsgrad für die Studierenden der Fakultät Basel konstant geblieben sei, ist auf die Erw ä- gungen 5.3.3 und 6.3.1 zu verweisen, in denen ausführlich d argelegt wird, dass nicht die Verhältnisse in Basel für sich alleine genommen, sondern ein gesamtschweizerischer Vergleich massgebend ist. 8. 8.1 Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin als Verfahrensfehler im Pr ü- fungsablauf, sie habe bis zu fünfzehn Minuten weniger Zeit für die B e- antwortung der Prüfungsfragen gehabt, weil ihre Prüfungsunterlagen fr ü- her als die der zuletzt Abgebenden eingesammelt worden seien. Infolge des Zeitdrucks bei der frühen Abgabe sei ihr nichts anderes übrig gebli e-B-6462/2011 Seite 32 ben, als wahllos und ohne Lesung der Fragen die Kreuze auf dem An t- wortblatt zu machen. Da pro Frage 1.8 Minuten zur Verfügung gestanden hätte, hätte sie bei einer fünfzehn Minuten später erfolgenden Abgabe noch bis zu 8.3 Fragen zusätzlich beantworten können. Da sie durc h- schnittlich 52.5 % der Fragen richt ig beantwortet habe, hätte sie bei die- sem "Lösungsprozentsatz" noch 4.375 Punkte erzielen können und hä tte mit neu 140.375 Punkten innerhalb der geltenden Bestehensgrenze von 139 Punkten bestanden. 8.2 Dazu hält die Vorinstanz fes t, die Beschwerdeführerin habe in der ihr zur Verfügung stehenden Zeit alle Fragen beantwortet. D as Einsammeln der Prüfungsunterlagen habe fünf Minuten gedauert, die gegenteiligen Vorbringen seien tatsachenwidrig. Die Standortverantwortlichen hätten zwar gewisse uneinheitliche Verhältnisse beim Einsammeln der Prüfungs- unterlagen bestätigt. Im Standort Basel seien jedoch die letzten Pr ü- fungsunterlagen nicht später als fünf Minuten nach den ersten Prüfung s- unterlagen eingesammelt worden. Diese kleine zeitlichen Differenzen könne daher das Resultat der Prüfung nicht in Frage stellen. Dreissig Mi- nuten vor Ende der Prüfung sei darauf hingewiesen worden, dass spätes- tens jetzt mit der Übertragung der Antworten auf den "Lesebeleg" begon- nen werden sollte. 8.3 Vorab ist festzuhalten, dass Verfahrensmängel im Prüfungsablauf und Reglementsverletzungen nur dann als rechtserheblich zu werten sind, wenn sie in kausaler Weise das Prüfungsergebnis eines Kandidaten en t- scheidend beeinflussen können oder beeinfl usst haben. Zu beachten ist aber, dass auch die Anerkennung eines Verfahrensfehlers nicht dazu führt, eine Prüfung als bestanden zu erklären. Denn ein gültiges Pr ü- fungsresultat ist die Voraussetzung für die Erteilung des entsprechenden Ausweises oder Diplo ms. Läge ein Verfahrensfehler vor, der das Pr ü- fungsergebnis ungünstig beeinflusst hat, so könnte dies daher nur zur Folge haben, dass einer beschwerdeführenden Person die nochmalige Ablegung der Prüfung – oder eines Teils der Prüfung – ermöglicht werden müsste (Urteil des Bundesgerichts 1P .420/2000 vom 3. Oktober 2000 E. 4b; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B -2568/2008 vom 15. Se p- tember 2008 E. 5.1, mit weiteren Hinweisen). 8.3.1 Zunächst wenig glaubwürdig ist die Behauptung der Beschwerd e- führerin, sie hätte wegen des Zeitdrucks bei der frühen Abgabe die Kre u- ze wahllos und ohne Lesung der Fragen auf dem Antwortblatt gemacht. Dies steht in Widerspruch zu den Schilderungen der Beschwerdeführerin B-6462/2011 Seite 33 zur Übertragung der Antworten vom Lösungsheft auf das Antwortblatt (vgl. E. 4.2), welche eher den Schluss erlauben, dass sie rechtzeitig mit dem Übertragen begonnen hatte, zumal ja alle Kandidaten nach den u n- bestrittenen Ausführungen der Vorinstanz dreissig Minuten vor Ende der Prüfung darauf hingewiesen worden waren. 8.3.2 Die Darstellung der Vorinstanz zu r zeitlichen Differenz von fünf M i- nuten beim Einsammeln am Standort Basel steht der Behauptung gegen- über, diese habe bis zu fünfzehn Minuten betragen, was immerhin eine gewisse Unsicherheit der Beschwerdeführerin bei der Eins chätzung der tatsächlichen Verhältnisse zeigt. Welche dieser Darstellungen zutreffend ist, kann jedoch im Lichte folgender Überlegungen dahin gestellt bleiben: Wenig überzeugend sind in diesem Zusammenhang die von der B e- schwerdeführerin angestellten theore tisch-hypothetischen Überlegungen, wonach sie in einer Viertelstunde angesichts ihres "Lösungsprozentsat- zes" von 52.5 % richtiger Antworten noch 4.375 Punkte hätte erzielen können, die ihr ein Bestehen erlauben würden. Diese Gedanken sind re i- ne Spekulation und lassen sich sachlich nicht belegen. Demgegenüber ist entscheidend, dass die Beschwerdeführerin in der ihr zugemessenen Zeit alle Fragen beantwortet hatte, als sie ihre Prüfungsunterlagen allenfalls etwas früher als andere abgeben musste (und zwar in d er Schlussphase, als die Übertragung der Antworten aus dem Arbeitsheft auf das Lösung s- blatt abzuschliessen war und nicht etwa die Beantwortung von Fragen im Aufgabenheft). Insofern ist unter diesen Umständen ein rechtserheblicher Verfahrensmangel im Prüfungsablauf, der in kausaler Weise das strittige Prüfungsergebnis entscheidend hätte beeinflussen können , nicht ersicht- lich. 9. Abschliessend bemängelt die Beschwerdef ührerin, sie habe die Frage Nr. 19 im Arbeitsheft der ersten Teilprüfung korrekt mit "C" beantwortet, wegen des grossen Zeitdrucks auf dem Lösungsblatt "D" angekreuzt, j e- doch für die korrekte Antwort im Arbeitsheft fälschlicherweise keinen Punkt erhalten. Dazu hat die Vorinstanz erklärt, die korrekte Antwort auf diese Frage sei nicht "C", son dern "E" gewesen. Die Beschwerdeführerin räumt dazu in ihrer Replik ein, dass selbst wenn die Frage falsch bean t- wortet worden wäre, die Prüfung nicht nur wegen diesem einen zusätzl i- chen Punkt als bestanden zu bewerten wäre. B-6462/2011 Seite 34 Auch wenn nicht klar ist, ob die Beschwerdeführerin sich im jetzigen Zeit- punkt mit der Beurteilung der Vorinstanz zur Frage Nr. 19 einverstanden erklärt, erübrigen sich weitere Erörterungen dazu. Denn nachdem sich a l- le ihre Rügen (vgl. E . 5 bis 8) als unbegründet erwie sen haben, könnte selbst die Zuerkennung eines weiteren Punktes nichts am negativen Schlussergebnis ändern, da der Beschwerdeführerin nicht lediglich ein Punkt, sondern drei Punkte zum Bestehen der MC-Einzelprüfung fehlen. 10. Nach dem bisher Gesagten vermag die Beschwerdeführ erin mit ihren Rügen nicht durchzudringen, weshalb ihre Beschwerde als unbegründet abzuweisen ist. 11. Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin die Verfa h- renskosten (inklusive Kosten von Fr. 300. – für die Zwischenverfügung vom 14. März 2012) zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Verfahrenskos- ten werden nach Art. 63 Abs. 4 bis VwVG i.V.m. Art. 1 und 3 Bst. a des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) auf insgesamt Fr. 1'000.- festgesetzt. Sie werden mit der von Beschwerdeführerin am 23. März 2011 geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 700.- verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 300. – ist innert 30 Tagen nach Eröffnung des vorli e- genden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. Eine Parteientschädigung wird bei diesem Verfahrensausgang nicht zu- gesprochen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). 12. Dieses Urteil kann nicht mit Beschwerde an das Bundesgericht weiterg e- zogen werden (Art. 83 Bst. t des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Es ist somit endgültig. B-6462/2011 Seite 35 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Kosten für das Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht in der Höhe von insgesamt Fr. 1'000. – werden der Beschwerdeführerin auferlegt und mit dem eingezahlten Kostenvorschuss von Fr. 700. – verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 300. – ist innert 30 Tagen nach Eröffnung dieses U r- teils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Einzahlungsschein; Beschwerdebeilagen zurück) – die Vorinstanz (Ref-Nr. 712.0001.0000-12216; Gerichtsurkunde; Vor- akten zurück) Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: Vera Marantelli Said Huber Versand: 3. Oktober 2012