B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-5636/2012 U r t e i l v o m 11 . A p r i l 2 0 1 3 Besetzung Richter Philippe Weissenberger (Vorsitz), Richter Stephan Breitenmoser, Richter Jean-Luc Baechler, Gerichtsschreiberin Astrid Hirzel. Parteien A._______, vertreten durch lic. iur. HSG Susanne Wicki Manser, Rechtsanwältin, Beschwerdeführerin, gegen Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI, Vorinstanz, Schweizerisches Rotes Kreuz, Departement Berufsbildung, Erstinstanz. Gegenstand Verfahrenskosten, Parteientschädigung. B-5636/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) schloss am 29. Dezember 1990 die Ausbildung als Krankenschwester in X._______ ab. Sie arbeite- te in der Folge während neun Jahren als Krankenschwester in X._______ und übersiedelte später in die Schweiz . Hier arbeitete sie vom 1. November 2005 bis gegen Ende 2009 in einem Pflegeheim in Y ._______ (nachfolgend: Pflegeheim oder Arbeitgeber ) als Pflegehilfe. Vom 1. November 2009 bis zum 31. Januar 2010 absolvierte sie bei der Spitex Z._______ einen Anpassungslehrgang als Fachangestellte G e- sundheit. B. Die Beschwerdefü hrerin stellte bereits im Jahre 2005 beim Schweizer i- schen Roten Kreuz (SRK , nachfolgend: Erstinstanz) ein Gesuch um A n- erkennung als Diplomierte Krankenschwester für allgemeine Kranke n- pflege, welches die Erstinstanz mit Verfügung vom 8. Dezember 2005 abwies (act. 20.6). In der Begründung ihres Entscheids erläutert e die Erstinstanz detailliert, was der Beschwerdeführerin für eine Anerkennung fehle und welche Möglichkeiten ihr zur Verfügung stünden, um dies au s- zugleichen (Nachweis genügender Sprachkenntniss e, Anpassungslehr- gang während sechs Monaten mit Zusatzausbildung oder Bestehen einer Eignungsprüfung). Der Arbeitgeber der Beschwerdeführerin t eilte ihr mit Schreiben vom 23. Februar 2006 mit, "dass ein Ausbildungslehrgang für die Registri e- rung als Pflegefachfrau DN I beim SRK" im Pflegeheim "in Zukunft nicht möglich sein wird" (act. 20.9). C. Am 2. April 2008 ersuchte die Beschwerdeführerin die Erstinstanz um Anerkennung der Gleichwertigkeit ihres ausländischen Abschlusses als Krankenschwester mit dem schweizerischen Di plom als Krankenschwes- ter (act. 20.10). Mit Schrei ben vom 26. Mai 2008 stellte die Erstinstanz einen Entscheid innerhalb von drei Monaten in Aussicht (act. 20.12). Mit undatiertem E -Mail erkundigte sich die stellvertretende Bereichsleiterin Pflege/Ausbildungsleitung des Pflegeheims bei der Erstinstanz nach dem Stand des Verfahrens und bat um eine Beantwortung d es Anerkennungs- verfahrens (act. 20.13). B-5636/2012 Seite 3 Mit als Teilentscheid bezeichneter Verfügung vom 27. Oktober 2008 teilte die Erstinstanz der Beschwerdeführerin mit, ihr ausländischer Abschluss als Krankenschwester sei mit dem schweizerischen Abschluss als gelern- te Fachangestellte Gesundheit nicht gleichwertig. Eine Anerkennung kön- ne erst erfolgen nach dem Vorliegen eines Nachweises über genügende Sprachkenntnisse und dem Abschluss von Ausgleich smassnahmen (An- passungslehrgang während sechs Monaten oder Bestehen einer Eig- nungsprüfung; act. 20.15). D. Die Beschwerdeführerin teilte am 4. November 2008 der Erstinstanz mit, dass sie einen Anpassungslehrgang absolvieren möchte (act. 20.16). Die Erstinstanz antwortete ihr am 14. November 2008 und wies sie für die An- forderungen an den Anpassungslehrgang, insbesondere hinsichtlich der "juristischen Ausgangslage", im Wesentlichen auf ihr e Verfügung vom 27. Oktober 2008 hin (act. 20.08). Am 26. Mai 2009 erhielt die Erstinstanz von der ehemaligen Vorgesetzten der Beschwerdeführerin den Qualifikationsbogen "Anpassungslehrgang für Fach angestellte Gesundheit" vom 15. Mai 2009 (act. 20.25 und 20.26). Nach diese m Beleg wa r die Beschwerdeführerin vom 1. Novem- ber 2005 bis mindestens 15. Mai 2009 als Fachangestellte Gesundheit bei ihrem Arbeitgeber tätig. Weiter ist dem Qualifikationsbogen zu en t- nehmen, dass die Vorgesetzte die Beschwerdeführerin durchgehend vom 1. November 2005 bis zum 1. August 2008 qualifizierte. E. Mit Schreiben vom 9. Juli 2009 teilte die Erstinstanz der Beschwerdefü h- rerin mit, dass ihr Anerkennungsgesuch gutgeheissen worden sei (act. 20.29). Mit E-Mail vom 10. Juli 2009 informierte die Ausbildungsleiterin des Pfle- geheims die Erstinstanz, dass das Pflegehe im der Beschwerdeführerin am 5. Dezember 2008 mitgeteilt habe, dass sie den Anpassungslehrgang nicht im Betrieb absolvieren könne. Des Weiteren machte sie darauf au f- merksam, dass die Bes chwerdeführerin im Betrieb stets als Pflegemita r- beiterin und nicht als Fachangestellte Gesundheit tätig gewesen sei. Z u- dem verfüge die Beschwerdeführerin nicht über die praktischen Fähigke i- ten, um als Fachangestellte Gesundheit tätig zu sein (act. 20.30). B-5636/2012 Seite 4 In der Folge teilte die Erstinstanz der Beschwerd eführerin mit Schreiben vom 20. Juli 2009 mit, dass ihr gestützt auf den eingereichten Qualifikat i- onsbogen die Hälfte des Anpassungslehrgangs angerechnet werden könne, wobei sie die Möglichkeit habe, die ver bleibenden drei Monate Anpassungslehrgang erneut nachzuweisen (act. 20.2). Mit Schreiben vom 21. September 2009 eröffnete die Erstinstanz der B e- schwerdeführerin, dass das Schreiben vom 20. Juli 2009 nicht gültig sei, weil ihre Angaben nicht der "Realität" entsprochen hätten. Sie sei gemäss dem ihr inzwischen zugegangenen Arbeitsvertrag lediglich als Pflegehilfe tätig gewesen. Deshalb müsse ein Anpassungslehrgang sechs Monate dauern und mit einem Qualifikationsgespräch abschliessen (act. 20.3). F. Gegen die Ve rfügungen vom 20. Juli 2009 und 21. September 2009 e r- hob die Beschwerdeführerin, nunmehr vertreten durch Rechtsanwältin Susanne Wicki, am 22. Oktober 2009 Beschwerde beim Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT; seit dem 1. Januar 2013: Staats- sekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI; nachfolgend: Vorinstanz) und beantragte deren Aufhebung und die Bestätigung der Verfügung vom 9. Juli 2009. Eventualiter beantragte sie die Aufhebung der Verfügung vom 21. September 2009 und damit die Bes tätigung des Erfordernisses eines noch dreimonatigen Anpassungslehrgangs. Mit Stellungnahme vom 1. Februar 2010 beantragte die Erstinstanz die Abweisung de r Beschwerde. Mit Replik vom 8. März 2010 hielt die B e- schwerdeführerin an ihren Anträgen fest und wies zudem einen dreim o- natigen Anpassungslehrgang bei der Spitex Z._______ als Fachang e- stellte Gesundheit vom 1. November 2009 bis zum 31. Januar 2010 nach. Mit Schreiben der Erstinstanz vom 16. Juli 2010 an die Vorinstanz erklär- te sich jene bereit, aufgrund des zwischenzeitlich erfolgten dreimonatigen Anpassungslehrgangs nach Erhalt des ausgefüllten Qualifikationsbogens die beiden Verfügungen vom 20. Juli und 21. September 2009 in Wieder- erwägung zu ziehen und die Anerkennung als Fachangestellte Gesun d- heit zu verfügen. Zudem stellte sie klar, dass eine Frist für die Einarbe i- tung vor Beginn des Anpassungslehrgangs hinfällig sei, da die B e- schwerdeführerin seit 2005 im Gesundheitswesen in der Schweiz tätig sei. B-5636/2012 Seite 5 Mit Verfügung vom 2. August 2010 anerkannte die Erstinstanz die Gleich- wertigkeit des Ausbildungsabschlusses der Beschwerdeführerin mit der schweizerischen Ausbildung als g elernte Fachangestellt e Gesundheit (Sekundarstufe II [ISCED 3C]). Die Beschwerdeführerin teilte der Vorinstanz am 24. September 2010 mit, dass sie an der Beschwerde festhalte und den Verzicht auf die Auferl e- gung von Verfahrenskosten sowie die Zusprechung einer Parteientsch ä- digung beantrage. Mit Stellungnahme vom 1. Dezember 2010 beantragte die Erstinstanz die Abweisung des Antrags der Be schwerdeführerin auf Zusprechung einer Parteientschädigung. G. Mit Entscheid vom 20. September 2012 schrieb die Vorinstanz das B e- schwerdeverfahren infolge Gegenstand slosigkeit ab (Dispositivziffer 1), auferlegte der Beschwerdeführerin die Verfahrenskosten in der Höhe von insgesamt Fr. 805.– (Dispositivziffer 2) und wies den Antrag auf Ausric h- tung einer Parteientschädigung ab (Disposi tivziffer 3). Dieser Entscheid wurde an die Beschwerdeführerin adressiert, nicht auch an ihre Vertret e- rin. Die Vorinstanz begrün det ihren Entscheid im Wesentlichen damit, dass mit der Wiedererwägung durch die Erstinstanz dem Gesuch der B e- schwerdeführerin entsprochen worden sei, womit das Beschwerdeverfah- ren gegenstandslos geworden sei. Im Übrigen sei der Beschwerdeführ e- rin die Gege nstandslosigkeit des Verfahren s zuzurechnen. Die Ersti n- stanz habe die beiden ersten Verfügungen gestützt auf die unkorrekten Angaben im Qualifikationsbogen vom 15. Mai 2009 und in der irrigen A n- nahme gefällt, dass die Beschwerdeführerin ihren Anpassungslehrgang nach dem 14. November 2008 absolviert hä tte. Die Beschwerdeführerin habe Kenntnis von der Fehlerhaftigkeit des Anerkennungsentscheids vom 9. Juli 200 9 und von der Verfügung vom 20. Juli 2009 gehabt, weshalb sie keinen Vertrauensschutz verdiene. Weil die Widerrufe der Ver fügun- gen der Erstinstanz vom 9. Juli und 20. Juli 2009 rechtmässig gewesen seien und die Beschwerdeführerin erst im Verlauf des Beschwerdeverfah- rens die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung geschaffen habe, müsse sie die Kosten des Verfahrens übernehmen und habe keinen A n- spruch auf eine Parteientschädigung. B-5636/2012 Seite 6 H. Die Beschwerdeführerin erhob am 29. Oktober 2012 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht gegen den E ntscheid der Vorinstanz vom 20. September 2012. Sie beant ragt, es seien Dispositivziffer 2 und 3 des angefochtenen Entscheid s aufzuheben, es seien die Verfahrenskosten der Vorinstanz aufzuerlegen und ihr der Kostenvorschuss zurückzuerstat- ten, es sei ihr fü r das vorinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 9'780.10 zuzusprechen, eventualiter sei ihr eine Pa r- teientschädigung nach richterlichem Ermessen zuzusprechen, subeve n- tualiter sei die Pflicht zur Zusprechung einer Parteientschädigung festz u- stellen und die Sache zur ihrer Festlegung an die Vorinstanz zurückzu- weisen. Zudem beantragt sie sinngemäss, die Kosten des Verfahrens vor Bundesverwaltungsgericht der Vorinstanz aufzuerlegen und ihr zu deren Lasten eine Parteientschädigung für dieses Verfahren zuzusprechen. Die Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen geltend, dass die Ersti n- stanz bereits bei ihrem ersten Anerkennungsentscheid alle relevanten Tatsachen gekannt habe, weshalb sie diesen nicht in Wiedererwägung hätte ziehen dürfen. Das Gesuch der Beschwerdeführerin sei vollständig und korrekt ausgefüllt worden. Daraus ergebe sich ausdrücklich, dass die Beschwerdeführerin seit dem Jahr 2005 als Pflegehelferin gearbeitet h a- be. Den schriftlichen Arbeitsvertrag habe die Erstinstanz somit gar nicht benötigt bzw. es seien daraus keine neuen Informati onen zu entnehmen gewesen. Im Qualifikationsbogen sei die Frage "Seit wann arbeitet sie als Fachangestellte Gesundheit in ihrem Betrieb?" zwar falsch mit "01.11.2005 bis jetzt" beantwortet worden, doch habe es sich dabei um ein offensichtliches Verständnisproblem gehandelt. Jedenfalls ergebe e i- ne Interessenabwägung, dass die Widerrufe nicht zulässig gewesen se i- en. Abgesehen davon sei ihr von der Erstinstanz entgegen den Ausfü h- rungen im angefochtenen Entscheid nie mitgeteilt worden, dass sie den Anpassungslehrgang in der Funktion einer Fachangestellten Gesundheit werde absolvieren müssen. Sie habe zudem am 8. Dezember 2008 der Vorinstanz mitgeteilt, dass sie nach Rücksprache mit ihrem Arbeitgeber statt eines Anpassungslehrgangs eine Eignungsprüfung machen möc hte, doch sei eine solche nicht möglich gewesen, weil die Erstinstanz diesb e- züglich noch kein Angebot aufgestellt habe. Aus diesem Grund habe sich die Erstinstanz treu- und rechtswidrig verhalten, indem sie der Beschwer- deführerin eine Ersatzmassnahme (Eign ungsprüfung) angeboten habe, die damals tatsächlich noch nicht zur Verfügung gestanden sei. Die Vo r- instanz habe sich schliesslich in Verletzung ihres rechtlichen Gehörs nicht mit ihren Vorbringen in der Beschwerde auseinandergesetzt. B-5636/2012 Seite 7 I. Die Vorinstanz hat sich am 14. Februar 2013 zur Beschwerde vernehmen lassen. J. Die Beschwerdeführerin hat am 4. März 2013 auf eine Replik verzichtet und gleichzeitig vollumfänglich an ihren Anträgen festgehalten. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Das Bundesverwa ltungsgericht ist für die Beurteilung der vorliegenden Streitsache zuständig ( Art. 61 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes vom 13. Dezember 2002 [BBG, SR 412.10] i.V.m. Art. 31 f. sowie Art. 33 Bst. d des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]). Die Beschwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men und ist durch die angefochtene Verfügung beschwert. Sie hat ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des ang e- fochtenen Beschwerdeentscheid s. Sie ist somit zur Beschwerde legit i- miert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Die Beschwerdeführerin hat ihre Beschwe rde am 29. Oktober 2012 der Schweizerischen Post aufgegeben. Der mit eingeschriebener Post ve r- sandte angefochtene Entscheid wurde der Beschwerdeführerin am 1. Oktober 2012 am Postschalter ausgehändigt ( vgl. Beschwerdebeila- ge 2, S. 2). Da der erste erfolglose Zustellungsversuch am 21. September 2012 erfolgte (vgl. Beschwerdebeilage 2, S. 2), begann die Rechtsmitte l- frist von 30 Tagen (Art. 50 Abs. 1 VwVG) am 28. September zu laufen (Art. 20 Abs. 2bis VwVG). Damit ist die Eingabefrist auf jeden Fall gewahrt, weshalb es sich erübrigt zu prüfen, ob die mangelhafte Eröffnung des Entscheids – er wurde direkt der Beschwerdeführerin zugestellt und nicht bzw. nicht ebenfalls ihre r Rechts vertreterin – gestützt auf Art. 38 VwVG allenfalls zur Verlängerung der Eingabefrist geführt hätte. Der Kostenvorschuss ist fristgemäss bezahlt worden (Art. 63 Abs. 4 VwVG). Die Eingabeform ist im Übrigen ge wahrt (Art. 52 Abs. 1 VwVG) und die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 44 ff. VwVG). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten. B-5636/2012 Seite 8 2. Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht können die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er - messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts - erheblichen Sachverhalts und – sofern nicht eine kantonale Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt w erden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsg ericht wendet im Beschwerde- verfahren das Bundesrecht von Amt es wegen an. Es ist gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend g emachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgebend ist grundsätzlich die Rechts- und Sachlage zum Zeitpunkt seines Entscheids (BVGE 2011/1 E. 2). 3. Die Beschwerdeführerin macht in mehrfacher Hinsicht eine Verletzung ih- res Anspruchs auf Beurteilung inne rt angemessener Frist (Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgen ossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]) und auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) geltend. Sie bringt vor, dass die Vorinstanz nicht auf ihre Einwände in Be- zug auf die Eignungsprüfung ( vgl. Beschwerde Ziff. 13-15, 34 und 52) eingegangen sei, diverse relevante Akten unberücksichtigt gelassen und den Sachverhalt aktenwidrig ergänzt habe. Sinngemäss macht sie zudem eine Verletzung des Beschleunigungsgebots durch die Vorinstanz ge l- tend. 3.1 Gemäss Art. 29 Abs. 1 BV hat jede Person in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen Anspruch auf gleiche und gerechte Behan d- lung sowie auf Beurteilung innert angemessener Frist. 3.1.1 Die Beurteilung der angemessenen Verfahrensdauer entzieht sich starren Regeln; es ist vielmehr in jedem Einzelfa ll zu prüfen, ob sich die Dauer unter den konkreten Umständen als angemessen erweist; es kann dafür keine allgemein gültige Frist festgelegt werden (BGE 130 I 269 E. 3.1 m.H.). 3.1.2 Die Beschwerdeführerin erhob am 22. Oktober 2009 Beschwerde gegen die erstinstanzlichen Verfügungen. Das Instruktionsverfahren de r Vorinstanz dauerte bis zum 1. Dezember 2010 (Zeitpunkt der Stellun g- nahme der Erstinstanz zur Kosten - und Entschädigungsfrage aufgrund der Gegenstandslosigkeit des Verfahrens nach der Wiedererwägu ng durch die Erstinstanz vom 2. August 2010). Die Stellungnahme der Ers t-B-5636/2012 Seite 9 instanz wurde von der Vorinstanz an die Beschwerdeführerin weitergele i- tet, ohne dass dies unmittelbar aktenkundig wäre (vgl. aber das Schre i- ben der Anwältin der Beschwerdeführerin vom 30. Mai 2012 an die Vorin- stanz, wonach diese ihr die Stell ungnahme der Erstinstanz vom 1. De- zember 2010 am 7. Juli 2011 habe zukommen lassen; act. 2). Von Anfang Dezember 2010 bis zum angefochtenen E ntscheid der Vorinstanz vom 20. September 2012 sind , mit Ausnahme der erwähnten Zustellung vom 7. Juli 2011, keine Verfahrensschritte mehr aktenkundig. Die Beschwerde- führerin hat mit Schreiben vom 20. Juni 2011 und 30. Mai 2012 wiederholt die Länge des Beschwerdeverfahrens gerügt und jeweils umgehend e i- nen Entscheid verlangt. 3.1.3 Eine Behandlungsdauer von rund zwei Jahren nach Abschluss des Instruktionsverfahrens erscheint bei einem in der Sache gegenstandslos gewordenen Verfahren, in dem sich lediglich die Fragen der Verlegung der Kosten und der Zusprechung einer P arteientschädigung stellten, als übermässig lang. Diese Verletzung von Art. 29 Abs. 1 BV, mag sie auch nicht als besonders gravierend erscheinen, hätte die Vorinstanz im Ra h- men des Kostenentscheids gebührend berücksichtigen müssen. Eine Herabsetzung der Verfahrenskosten (einschliesslich Schreibgebühr) um rund zwei Drittel auf Fr. 260.– hätte der Verfahrensverzögerung ang e- messen Rechnung getragen. Soweit der Beschwerdeführerin durch die lange Verfahrensdauer Aufwand erwachsen war, hätte dies auch beim Entscheid über die Zusprechung einer Parteientschädigung in die Beu r- teilung der Vorinstanz einfliessen müssen. Die zwei erwähnten Schreiben der Anwältin der Beschwerdeführerin und die Kurzbriefe an die Kl ientin können mit insgesamt Fr. 300.– einschliesslich Mehrwertsteuer und Au s- lagen pauschal vollumfänglich entschädigt werden (vgl. die Kostennote der Anwältin vom 22. Juni 2011; act. 2), weshalb es sich insoweit erübrigt, von der Beschwerdeführerin eine Vervollständigung ihrer Kostennote in Bezug auf ihr le tztes Schreiben an die Vorinstanz zu verlangen. Die Ver- letzung des Beschleunigungsgebots begründet hingegen keinen darüber hinaus gehenden erhöhten Anspruch auf Parteientschädigung. 3.2 Als persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht verlangt der in Art. 29 Abs. 2 BV gewährleistete Anspruch auf rechtliches Gehör, dass die B e- hörde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betro f- fenen auch tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der En t- scheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die g rundsätzliche Pflicht der Behörden, ihren Entscheid so zu begründen, dass der Betroffene ihn g e- gebenenfalls sachgerecht anfechten kann. In diesem Sinn müssen w e-B-5636/2012 Seite 10 nigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die B e- hörde leiten liess und auf w elche sich ihr Entscheid stützt. Das bedeutet indessen nicht, dass sich diese ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesicht s- punkte beschränken (BGE 136 I 229 E. 5.2 m.H.). 3.2.1 Mit Beschwerde vom 22. Oktober 2009 an die Vorinstanz hat die Beschwerdeführerin unter anderem gerügt , dass sie mit Schreiben vom 8. Dezember 2008 an die Erstinstanz nach Rücksprache mit ihrem Ar- beitgeber g ewünscht habe, eine Eignungsprüfung zu bestehen und die Zustellung der notwendigen Unterlagen und Informationen e rbeten habe. Ein solcher Brief liegt nicht bei den Verfahrensakten. Allerdings findet sich ein Hinweis auf ein derartiges Begehren in einem int ernen "Bemerkungs- blatt" der Erstinstanz ( act. 20.21). In ihrer Stellungnahme vom 1. Dezem- ber 2010 an die Vorinstanz führt die Erstinstanz dazu aus, die Bes chwer- deführerin habe ihr am 10. Dezember 2008 mündlich mitgeteilt, dass sie anstatt eines Anpassungslehrgangs nun doch eine Eignungsprüfung a b- solvieren wolle. Die zuständige Expertin habe ihr jedoch mündlich gean t- wortet, dass eine Eignungsprüfung aufgrund des neuen Berufs Facha n- gestellte Gesundheit erst in Entwicklung sei und sie sich bereits für den Anpassungslehrgang entschieden habe. Am 26. Mai 2009 sei dann der Qualifikationsbogen "Anpassungslehrgang für Fachangestellte Gesun d- heit" bei der Erstinstanz eingetroffen ( vgl. erwähnte Stellungnahme Erst- instanz, Ziff. 5). Diese Ausführungen wurden von der Beschwerdeführerin nicht bestritten. Da die Beschwerdeführerin nach der mündlichen Antwort der Erstinstanz ihrem Gesuch um Bestehen bzw. Absolvieren einer Eig- nungsprüfung offenbar keine weitere Folge gab und mit dem Einreichen des Qualifikationsbogens "Anpassungslehrgang für Fachangestellte G e- sundheit" implizit zum Ausdruck brachte, dass sie daran nicht mehr fes t- hielt, kann der Erstinstanz keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vo r- geworfen werden, indem sie das Gesuch um Bestehen einer Eignung s- prüfung nicht weiter behandelte. Die Beschwerdeführerin war denn auch mit Verfügung vom 27. Oktober 2008 (S. 3) ausdrücklich darauf aufmerk- sam gemacht worden, dass sie nur eine der beiden Varianten wählen könne. Damit konnte die Frage der Eignungsprüfung von vornherein kei- nen Einfluss auf den Kosten - und Entschädigungsentscheid der Vori n- stanz entfalten. Die Vorinstanz ihrerseits brauchte sich nicht mit den von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Rügen in Zusammenhang mit der Eignungsprüfung auseinanderzusetzen, zumal diese für den Ausgang des Verfahrens offensichtlich unbeachtlich waren und die entsprechenden B-5636/2012 Seite 11 Rügen als geradezu missbräuchlich erscheinen durften. Daraus folgt, dass die Vorinstanz insoweit ihre Begründungspflicht nicht verletzt hat. Im Übrigen genügt der a ngefochtene Entscheid o ffensichtlich den sich aus Art. 29 Abs. 2 BV ergebenden Begründungsanforderungen. 3.2.2 Sofern die Beschwerdeführerin mit ihren weiteren Rügen, namen t- lich zu den aus ihrer Sicht mangelhaft bzw. unvollständig geführten Ver- fahrensakten der Erstinstanz, eine Verletzung des rechtlichen Gehörs gel- tend machen wollte, ist dies unbegründet und im Übrigen zu wenig su b- stantiiert. 4. Die Beschwerdeführerin macht ferner geltend, dass die Gegenstandsl o- sigkeit des Verfahrens ihr nicht zugerechnet werden dürfe, weshalb die Vorinstanz Bundesrecht verletzt habe, indem sie ihr die Kosten des B e- schwerdeverfahrens überbürdet und eine Parteientschädigung verweigert habe. 4.1 Wird ein erstinstanzliches oder ein verwaltungsinternes Beschwerd e- verfahren gegenstandslos, so werden die Verfahrenskosten jener Partei auferlegt, deren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 4b Abs. 1 der Verordnung vom 10. September 1969 über die Kosten und Entschädigungen im Verwaltungsverfahren [SR 172.041.0], nachfolgend: VwVK). Ist das Verfahren ohne Zutun der Parteien gegenstandslos g e- worden, so werden die Kosten auf Grund der Sachlage vor Eintritt des Er- ledigungsgrunds festgelegt (Art. 4b Abs. 2 VwVK). Gemäss Art. 4a Bst. a und b VwVK können einer Partei die Verfahrenskosten ganz oder teilwei- se erlassen werden, wenn eine Beschwerde ohne erheblichen Aufwand für die Beschwerdeinstanz durch Rückzug oder Vergleich erledigt wird oder andere Gründe in der Sache oder in der Person der Partei die Aufer- legung von Verfahrenskosten als unverhältnismässig erscheinen lassen. 4.1.1 Der Spruchbehörde kommt beim Kostenentscheid ein grosses E r- messen zu. Aus der Begründungspflicht folgt zwar, dass eine Behörde wenigstens kurz die Überlegungen darstellen muss, von denen sie sich leiten liess und auf we lche sie ihren Entscheid stützt (vgl. E. 3.2). Eine nähere Begründung ist aber nur erforderlich, wenn die Kostenverlegung Besonderheiten aufweist, wie etwa dann, wenn sie entgegen dem Pr o- zessausgang erfolgt oder die Behörde von ihrem Ermessen Gebrauch machen will oder muss (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A -B-5636/2012 Seite 12 300/2010 vom 8. April 2011 E. 20.2 und A-292/2010 vom 19. August 2010 E. 3.4). 4.1.2 Das Beschwerdeverfahren vor der Vorinstanz wurde gegenstand s- los, nachdem die Erstinstanz ihren Entscheid in Wiede rerwägung gezo- gen und dem Anerkennungsgesuch der Beschwerdeführerin entsprochen hatte. Die Gründe für die Wiedererwägung werden in der Wiedererw ä- gungsverfügung vom 2. August 2010 (Anerkennung als g elernte Fachan- gestellte Gesundheit) nicht dargelegt. Sie er schliessen sich lediglich aus der Stellungnahme der Erstinstanz an die Vorinstanz vom 1. Dezember 2010 im Rahmen des vorinstanzlichen Beschwerdeverfahrens . Die Erst- instanz führt darin aus, die Beschwerdeführerin habe während des B e- schwerdeverfahrens einen dreimonatigen Anpassungslehrgang (Prakt i- kum) als Fachangestellte Gesundheit absolviert und dafür ein ausg e- zeichnetes Arbeitszeugnisses erhalten. Dieses hätte aber aus formalen Gründen an sich nicht mehr berücksichtigt werden können, weil die in der Verfügung vom 27. Oktober 2008 kommunizierte zweijährige Frist ab Ge- suchseingang für die Ein reichung der Nachweise im April 2010 abgelau- fen war. Aus Entgegenkommen gegenüber der Beschwerdeführerin und aus Gründen der Billigkeit habe sich die Erstinstanz gleichwohl dazu ent- schlossen, den erst im Verlauf des Beschwerdeverfahrens absolvierten Anpassungslehrgang als hinreichenden Nachweis für eine genügende Praxis in der Funktion als Fachangestellte Gesundheit zu akzeptieren, zumal gestützt auf das ausgezeichnete Arbeitszeugnis nunmehr von einer Gleichwertigkeit ihrer Ausbildung mit jener zur Fachangestellten Gesun d- heit ausgegangen werden dürfe. Da sich die Beschwerdeführerin aber erst nach Anhebung ihrer Beschwerde um eine Qualifizierung für den von ihr beantragten Beruf als Fachangestellte Gesundheit bemüht habe, sei die Gegenstandslosigkeit des Verfahrens vollständig ihrem Verhalten z u- zuschreiben. 4.1.3 Die Beschwerdeführerin hat erst im Verlauf des vorinstanzlichen Beschwerdeverfahrens einen dreimonatigen Anpassu ngslehrgang absol- viert und damit erstmals die Voraussetzungen für die Anerkennung ihrer Ausbildung durch die Erstinstanz als gleichwertig mit jener zur Fachange- stellten Gesundheit geschaffen. Dabei hat die Erstinstanz die Anforderun- gen an die Dauer des Anp assungslehrgangs zu Gunsten der Beschwe r- deführerin nachträglich reduziert und sich bei ihrem Entscheid auf neue Tatsachen – das ausgezeichnete Arbeitszeugnis für das absolvierte Prak- tikum – und auf Billigkeitsgründe gestützt. Der Anlass für die Gegen - standslosigkeit ging damit ausschliesslich oder doch überwiegend von B-5636/2012 Seite 13 der Beschwerdeführerin aus. Vor dem Nachweis eines Praktikums hatte die Erstinstanz keinen ersichtlichen Anlass, ihre Verfügung in Wiedere r- wägung zu ziehen. 4.1.4 Ausgehend vom Gesagten durfte die Vorinstanz, ohne Bundesrecht zu verletzen , gestützt auf Art. 4b Abs. 1 VwVK die Verfahrenskosten grundsätzlich (vgl. E. 3.1 hievor) der Beschwerdeführerin auferlegen. In- soweit verletzt der angefochtene Entscheid kein Bundesrecht. 4.2 Zu prüfen bleibt, ob der an gefochtene Entscheid auch in Bezug auf die Verweigerung einer Parteientschädigung vor Bundesrecht standhält. 4.2.1 Gemäss Art. 8 VwVK (Parteientschädigung) hat die Partei, die A n- spruch auf Parteientschädigung erhebt, der Beschwerdeinstanz vor dem Beschwerdeentscheid eine detaillierte Kostennote einzureichen; reicht sie die Kostennote nicht rechtzeitig ein, so setzt die Beschwerdeinstanz die Parteientschädigung von Amtes wegen und nach Ermessen fest (Abs. 1). Insoweit sind die Art. 8-13 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge richt (VGKE, SR 173.320.2) sinngemäss auf die Parteientschädi gung a n- wendbar (Abs. 2). Die Behörde kann auch eine Entschädigung festse t- zen, wenn das Verfahren gegenstandslos wird (Abs. 7). 4.2.2 Nach Art. 15 VGKE (Parteientschädigung bei gegenstandslosen Verfahren) prüft das Gericht auch in gegenstandslos gewordenen Verfah- ren, ob eine Parteientschädigung zuzusprechen ist. Für die Festsetzung der Parteientschädigung in solchen Fällen verweist A rt. 15 VGKE au s- drücklich auf Art. 5 VGKE, den es für sin ngemäss anwendbar erklärt. Art. 5 VGKE (Kosten bei gegenstandslosen Verfahren) lautet gleich wie Art. 4b Abs. 1 VwVK. 4.2.3 Obschon die VGKE bei der Frage, ob in gegenstandslos geworde- nen Verfahren vor Verwaltungsbehörden eine Parteientschädigung zuge- sprochen werden kann oder gar muss, hier nicht einschlägig ist, könnten den erwähnten Bestimmungen unter Umständen Hinw eise auf die Ausl e- gung von Art. 8 Abs. 7 VwVK entnommen werden. 4.2.4 Im Gegensatz zu Art. 15 VGKE verweist Art. 8 VwVK nicht auf die sinngemässe Anwendung der für die Kostenau ferlegung geltenden R e- geln. Es fehlen somit Grundsätze dazu, wann die Verwaltungsbehörden bei gegenstandslos gewordenen Verfahren Parteientschädigungen zu- sprechen können oder gar müssen, und in welchem Umfang dies jeweils B-5636/2012 Seite 14 möglich ist. Es ist aber naheliegend, dass dies nicht im Widerspruch zum Kostenentscheid bzw. zu seiner Begründung erfolgen darf. Deshalb ist es jedenfalls nicht bundesrechtswidrig, wenn in Anwendung von Art. 8 VwVK die in Art. 4b Abs. 1 VwV K aufgestellten Grundsätze sinngemäss ang e- wendet werden. 4.2.5 Das hat die Vorinstanz sinngemäss getan, indem sie der Beschwer- deführerin keine Parteienschädigung zusprach, weil die Gegenstandsl o- sigkeit des Verfahrens ihr "zuzurechnen" sei. Es kann hier insoweit auf die Ausführungen zur Kostenverlegung (vgl. E. 4.1) verwiesen werden. Eine Ermessensverletzung der Vorinstanz ist nicht ersichtlich. Bei dieser Sachlage kann offenbleiben, ob in den Fällen von Art. 8 Abs. 7 VwVK eine Parteientschädigung grundsätzlich nur in Betracht kommt, wenn das Ver- fahren ohne Zutun der Parteien gegenstandslos geworden ist, wobei dann – und nur dann – der Entscheid die Sachlage vor Eintritt des Erledi- gungsgrunds zu berücksichtigen wäre (Art. 4b Abs. 2 VwVK). 5. Aus den vorstehenden Ausführungen ergib t sich, dass die Vorinstanz bei ihrem Kosten- und Entschädigungsentscheid nicht zu prüfen brauchte, ob die Verfügungen der Erstinstanz vom 20. Juli 2009 und 21. September 2009 zu Recht erfolgt bzw. wie die Erfolgsaussichten der Beschwerde vor Vorinstanz waren. Gleichwohl ist hier zum Verhalten der Beschwerdefüh- rerin im Verfahren vor der Erstinstanz und zu deren Vorgehen der Vol l- ständigkeit halber kurz einzugehen. 5.1 Bei den Schreiben vom 20. Juli 2009 und 21. September 2009 der Erstinstanz an die Beschwerdeführerin handelt es sich um Verfügungen i.S.v. Art. 5 Abs. 1 VwV G, die sinngemäss die Anerkennungsverfügung vom 9. Juli 2009 bzw. die Verfügung betreffend Anpassungslehrgang von drei Monaten vom 20. Juli 2009 änderten. Da diese Schreiben ohne Rechtsmittelbelehrung abgefasst waren, konnten sie aufgrund mange l- hafter Eröffnung nicht in formelle Rechtskraft erwachsen ( Art. 38 VwVG; FELIX UHLMANN/ALEXANDRA SCHWANK, in: Praxiskommentar VwVG, Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Zürich 2009, Art. 38 N. 17). Daher ist die Rechtsprechung zum Widerruf formell rechtskräftiger Verfügungen (BGE 127 II 306 E. 6a, ferner insbesondere BGE 137 I 69 E. 2.2 ff.) auf die vorliegende Konstellation nicht anwendbar. Es geht hier um das Zu- rückkommen auf bzw. die Wiederwägung formell nicht rechtskräftiger Ver- fügungen (Art. 58 Abs. 1 VwVG analog ; BGE 129 V 110 E. 1.2.1, BGE 124 V 247 E. 2; BVGE 2007/29 E. 4.4; vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG B-5636/2012 Seite 15 MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrech t, 6. Aufl., Z ü- rich/St. Gallen 2010, Rz. 995). Die Voraussetzungen für solche Wieder- erwägungen sind geringer als bei formell rechtskräftigen Verfügungen (BGE 129 V 110 E. 1.2.1). 5.2 Die Beschwerdeführerin teilte der Vorinstanz mit Formular vom 4. No- vember 2008 mit, sie habe sich für den Anpassungslehrgang entschieden (act. 20.16). Wo sie den Lehrgang absolvieren werde, erwähnte die B e- schwerdeführerin nicht. Zu vermerken ist inso weit, dass ihr Arbeitgeber ihr mehrfach kommuniziert hatte, das s sie den Lehrgan g nicht bei ihm absolvieren könne (Schreiben vom 23. Februar 2006; act. 20.6 sowie Ak- tennotizen vom 5. und 15. Dezember 2008; act. 20.19). Gleichwohl reich- te die Beschwerde führerin der Erstinstanz am 26. Mai 2009 über ihre ehemalige Vorgesetzte den ausgefü llten Qualifikationsbogen "Anpa s- sungslehrgang für Fach angestellte Gesundheit" ein. Unter der vorg e- druckten Rubrik "Seit wann arbeitet er/sie als Fachangestellte Gesundheit in Ihrem Betrieb" schrieb die ehemalige Vorgesetzte "01.01.2005 bis jetzt" und nannte den Beschäftigungsgrad (80 %) sowie den Namen und die Adresse des Arbeitgebers. Obschon der Bogen nicht von der Beschwer- deführerin ausgefüllt, jedoch mitunterzeichnet wurde, hat sie dies vera n- lasst und an die Erstinstanz einreichen lassen. Die falsc hen und irrefü h- renden Angaben sind ihr zuzurechnen. Gestützt auf die objektiv irreführenden Angaben im Qualifikationsbogen teilte die Erstinstanz der Beschwer deführerin mit Schreiben vom 9. Juli 2009 mit, dass ihr Anerkennungsgesuch gutgeheissen worden sei. In der Folge schrieb die stellvertretende Bereichsleiterin Pflege und Ausbil- dungsleiterin des Pflegeheims der Erstinstanz ein E-Mail. Darin stellte sie klar, dass das Pflegeheim der Beschwerdeführerin am 5. Dezember 2008 mitgeteilt habe, dass die den Anpassungslehrgang nicht im Betrieb absol- vieren könne. Des Weiteren machte sie darauf aufmerksam, dass die Be- schwerdeführerin im Betrieb stets als Pflegemitarbeiterin und nicht als Fachangestellte Gesundheit tätig gewesen sei. Zudem verfüge die B e- schwerdeführerin nicht über die praktischen Fähigkeiten, um als Facha n- gestellte Gesundheit tätig zu sein. In der Folge teilte die Erstinstanz der Beschwerdeführerin telefonisch mit – in der irrigen Annahme, dass diese bei ihrem Arbeitgeber formell als Fachangestellte Gesundheit arbeitete – dass ihr im Sinne eines Entgegenkommens die im Pflegeheim erworbene Praxis im Umfang von drei Monaten angerechnet werden könne (vgl. die unbestrittene Sachverhaltsdarstellung in der Stellungnahme der Ersti n- stanz vom 1. Dezember 2010 im Rahmen des vorinstanzlichen B e-B-5636/2012 Seite 16 schwerdeverfahrens Ziff. 9; act. 3). Die Beschwerdeführerin bestärkte die Erstinstanz in ihren irrigen Annahmen bzw. unterliess eine Richtigstellung, obschon sie insoweit als Gesuchstellerin die Obliegenheit traf, begang e- ne Fehler zu berichtigen und die Erstinstanz umfassend zu dokumenti e- ren. In der Folge teilte die Erstinstanz der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 20. Juli 2009 mit, dass ihr gestützt auf den eingereichten Qualifikat i- onsbogen die Hälfte des Anpassungslehrgangs angerechnet werden könne, wobei sie die Möglichkeit habe, die verbleibenden drei Monate Anpassungslehrgang erneut nachzuweisen . Inzwischen hatte jedoch der Arbeitgeber der Beschwerdeführerin der Erstinstanz den Arbeitsvertrag der Beschw erdeführerin eingereicht, aus welchem ersichtlich war, dass die Beschwerdeführerin nie als Fachangestellte Gesundheit – auch nicht in einem Praktikum im Hinblick auf Ersatzmassnahmen (Anpassung s- lehrgang) – gearbeitet hatte. Diese Information veranlasste di e Ersti n- stanz, ihre frühere Verfügung vom 27. Oktober 2008 mit Verfügung vom 21. September 2009 aufzuheben und für eine Anerkennung einen Anpas- sungslehrgang von sechs Monate zu verlangen, an dessen Ende ein Qualifikationsgespräch stattgefunden haben müsse (act. 20.7). 5.3 Aus dieser Sachverhaltsdarstellung ergibt sich, dass die Vorinstanz von der Beschwerdeführerin wiederholt über die Voraussetzungen für e i- ne Anerkennung getäuscht wurde. Ob dies bewusst oder fahrlässig bzw. aus mangelnden Kenntnisse n erfolgte, ist unerheblich. Die Beschwerde- führerin hätte wissen müssen , dass nur ein formell mit ihrem Arbeitgeber abgeschlossener und begleiteter Anpassungslehrgang den Anforderu n- gen genügte, nicht jedoch eine im Rahmen ihrer Tätigkeit als Pflegehilfe erfolgte fachliche Begleitung und Betreuung, wie sie im Qualifikationsb o- gen wiedergegeben wird. Daran vermag nichts zu ändern, dass d er Ar- beitgeber der Beschwerdeführerin offenbar über ihr Anerkennungsgesuch Bescheid wusste (vgl. Kopie eines internen Aushangs; act. 20.32). Uner- heblich ist insoweit auch, wes halb der damalige Arbeitgeber der B e- schwerdeführerin nicht bereit war, ihr einen Anpassungslehrgang im B e- trieb zu ermöglichen und weshalb die Beschwerdeführerin Weiterbi l- dungsangebote nicht wahrnahm (vgl. Aktennotizen des Arbeitgebers vom 5. und 15. Dezember 2008; act. 20.19). 5.4 Es kann festgehalten werden, dass die Erstinstanz von der B e- schwerdeführerin wiederholt – bewusst oder unbewusst – über die Erfü l- lung der Anforderungen an die Anerkennung der Gleichwertigkeit ihre r B-5636/2012 Seite 17 Ausbildung mit jener zur Fachangestellten Gesundheit getäuscht wurde. Das genügte nach der erwähnten Rechtsprechung (vgl. E. 5.1) für ein Zu- rückkommen auf die jeweiligen Verfügungen. 6. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde insoweit gutzuhei s- sen ist, als die Vorinstanz das Beschleunigun gsgebot verletzt hat ( vgl. E. 3.1), ansonsten aber abzuweisen ist. 7. Entsprechend dem Verfahrensausgang hat d ie Beschwerdeführerin, die in einem nur untergeordnetem Umfang obsiegt, vier Fünftel der Verfa h- renskosten in der Höhe von Fr. 1'200.– zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese werden nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils mit dem am 27. November 2012 geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Hö- he verrechnet. Vorinstanzen oder beschwerdeführenden und unterliegen- den Bundesbehörden werden keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Als teilweise obsiegende Partei hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 2 VGKE). Die Vertreterin der Beschwerdeführerin hat für das Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht keine destaillierte Kostennote eingereicht, weshalb die Parteientschädigung durch das Bundesverwaltungsgericht in Anwendung von Art. 14 Abs. 2 VGKE nach Ermessen, unter Berücksic h- tigung des gebotenen und aktenkundigen Anwaltsaufwands, auf Fr. 600.– (einschliesslich Mehrwertsteuer) festgesetzt wird. Die Parteientschäd i- gung wird der Vorinstanz in ihrer Funktion als entscheidenden Behörde auferlegt (Art. 64 Abs. 2 VwVG). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der angefochtene En t- scheid vom 20. September 2012 wird dahingehend abgeändert, als der Beschwerdeführerin für das vorinstanzliche Beschwerdeverfahren Verfah- renskosten in der Höhe von Fr. 260.– auferlegt werden (Dispositivziffer 2) und ihr eine Parteientschädigung für das vorinstanzliche Verfahren in der Höhe von Fr. 300.– (inkl. MwSt) zulasten der Erstinstanz ausgerichtet wird (Dispositivziffer 3). Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. B-5636/2012 Seite 18 2. Der Beschwerdeführerin werden entsprechend dem Verfahrensausgang reduzierte Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'200.– auferlegt. Diese werden nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils mit dem ge- leisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet. 3. Der Beschwerdeführerin wird für das Beschwerdeverfahren vor Bunde s- verwaltungsgericht zulasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung von Fr. 600.– (inkl. MwSt) zugesprochen. Dieser Betrag ist der Beschwerd e- führerin nach Eintritt der Rechtkraft des vorliegenden Urteils zu überwe i- sen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) – die Erstinstanz (Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Philippe Weissenberger Astrid Hirzel Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschr ift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren B e- gründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die B eweismittel sind, soweit sie die Beschwerdeführerin in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 16. April 2013