<h2>SubmittedText<h2><p>Die Luftverschmutzung in der Schweiz hat nach wie vor ein bedenkliches Ausmass. In den Agglomerationen ist sie wegen der vielen Motorfahrzeuge besonders schlimm. So waren 1992 die Motorfahrzeuge in der Stadt Zürich für 54 Prozent des Stickoxidausstosses und für 81 Prozent des Ausstosses von unverbrannten Kohlenwasserstoffen verantwortlich. Dieser Ausstoss muss vermindert werden, weil er zur Bildung von bodennahem Ozon beiträgt.</p><p>Die Verbrennung von Erdgas bewirkt insgesamt eine geringere Luftverschmutzung als die Verbrennung von Benzin oder Diesel. Im Gegensatz zu den unverbrannten Kohlenwasserstoffen, die aus Benzin- und Dieselmotoren ausgestossen werden, sind die unverbrannten Kohlenwasserstoffe aus Gasmotoren nicht reaktiv und tragen nicht zur Ozonbildung bei. Gasmotoren stossen 70 bis 90 Prozent weniger Stickoxide und Kohlenwasserstoffe als Dieselmotoren aus. Zudem entwickeln die Gasmotoren keinen Russ, und beim Kaltstart ist der Schadstoffausstoss geringer, was angesichts der kurzen Strecken in der Stadt einen wesentlichen Vorteil darstellt.</p><p>Benzin und Diesel werden heute aus finanziellen Gründen dem Erdgas vorgezogen: Fahrzeuge mit Gasmotoren sind sowohl beim Kauf als auch im Unterhalt teurer. Der Verbrauch eines Erdgasmotors ist heute noch ungefähr 20 Prozent teurer als derjenige eines Dieselmotors.</p><p>Es muss also - wie beim bleifreien Benzin - ein finanzieller Anreiz geschaffen werden, nämlich in Form einer Reduktion der Zollabgaben auf dem Erdgas, das als Treibstoff verwendet wird.</p><p>Ich fordere den Bundesrat auf, dem Parlament eine Revision des Zolltarifgesetzes und des dazugehörigen Generaltarifs zu unterbreiten, so dass das Erdgas für Motorfahrzeuge während einer Dauer von zehn Jahren mit den gleichen Zollabgaben belastet wird wie das Erdgas für Heizungen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2>Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.