<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00375</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107000&amp;W10_KEY=13013573&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00375</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.12.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Tierschutz</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Anspruch eines Anzeigeerstatters auf Information über die Behandlung der Aufsichtsanzeige; Feststellung einer Rechtsverzögerung Die aufsichtsrechtliche Natur des angefochtenen Entscheids führt nicht zum Nichteintreten. Ob der Beschwerdeführer Anspruch auf Mitteilung des Verfahrensausgangs hat, ist Sache der materiellen Beurteilung (E. 1a). Auf die Rechtsverzögerungsbeschwerde ist nicht einzutreten; ein Grund für die lange Verfahrensdauer ist nicht ersichtlich (E. 1b). Das Dispositiv des Rekursentscheids war genügend klar abgefasst (E. 2). Weder aus dem VRG noch aus der BV ergibt sich ein Anspruch des Anzeigeerstatters auf Information über die Behandlung der Anzeige. Hingegen besteht eine entsprechende Verwaltungspraxis (E. 3a). Einer Mitteilung entgegenstehende datenschutzrechtliche Gründe bestehen nicht (E. 3b). Ein Anspruch auf Information lässt sich nicht aus Art. 6 EMRK ableiten (E. 3c). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANZEIGEERSTATTER">ANZEIGEERSTATTER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSICHT">AUFSICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Verwaltungsinterne Rechtspflege ST: AUFSICHTSBESCHWERDE">AUFSICHTSBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FESTSTELLUNGSENTSCHEID">FESTSTELLUNGSENTSCHEID</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITTEILUNG">MITTEILUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PERSONENDATEN">PERSONENDATEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSSCHUTZ">RECHTSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSVERZÃGERUNG">RECHTSVERZÃGERUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 9 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 33 BV</span><br/><span class="gerade">§ 8 DatenschutzG</span><br/><span class="ungerade">Art. 6 lit. I EMRK</span><br/><span class="gerade">§ 10 Abs. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 21 lit. a VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2002 Nr. 5 S. 45</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Mit Eingabe vom 23. August 1999 ersuchte B namens des Vereins A (VA) das kantonale VeterinÃ¤ramt darum, das Fischen am Angelteich der Fischzucht Q in X zu verbieten und den âFallâ nach Behandlung durch das VeterinÃ¤ramt an die StrafbehÃ¶rden weiter­zuleiten. Zur BegrÃ¼ndung brachte er vor, das am dortigen Teich betriebene âVergnÃ¼gungs­fischenâ durch unkundige Personen (Kinder sowie AnfÃ¤nger ohne Anleitung) ver­stos­se gegen Art. 2 Abs. 3 und Art. 22 Ziff. 2 lit. b des eidgenÃ¶ssischen Tierschutzgesetzes vom 9. MÃ¤rz 1978 (TSchG; SR 455); es bedeute eine ungerechtfertigte QuÃ¤lerei, wenn ein­mal gefangene Fische wieder ausgesetzt wÃ¼r­den, um sie mutwillig, um eines sportlichen Ver­gnÃ¼gens willen, noch einmal einzufangen. Am 7. Oktober 1999 schrieb B dem VeterinÃ¤r­amt, er nehme an, dass seine An­­zeige inzwischen behandelt worden sei; er ersuche um Information Ã¼ber den Ausgang des Verfahrens bzw. um Mitteilung, bei welcher StrafbehÃ¶r­de der Fall behandelt worden sei. Die Gesundheitsdirektion (Rechtsabteilung) antwortete ihm am 8. November 1999 unter Hinweis auf § 8 des kantonalen Datenschutzgesetzes vom 6. Juni 1993 (DSG; LS 236.1), als Anzeigeerstatter habe er keinen Anspruch auf Auskunft Ã¼ber den Ausgang des verwaltungsrechtlichen Verfahrens; im Ãbrigen stehe es ihm frei, sel­ber Strafanzeige zu erheben. Mit Schreiben vom 30. November 1999 hielt B an seinem Anliegen, Ã¼ber den Ausgang des Verfahrens orientiert zu werden, fest und verlangte fÃ¼r den Fall, dass diesem nicht entsprochen werde, eine rekursfÃ¤hige VerfÃ¼gung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das VeterinÃ¤ramt verfÃ¼gte am 28. Januar 2000, das Gesuch um Auskunft Ã¼ber den Verfahrensstand bzw. um Mitteilung des Entscheids âin Sachen C und D ..., Fischzucht âQâ betreffend Tierschutzâ werde abgewiesen (Ziff. I). Die Kosten dieser Ver­fÃ¼gung von Fr. 250.- wÃ¼rden dem Gesuchsteller auferlegt (Ziff. II). Gleichentags leitete das VeterinÃ¤r­amt die Strafanzeige von B an das Statthalteramt Y weiter. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen die VerfÃ¼gung vom 28. Januar 2000 erhob B namens des VA am 9. Februar 2000 Rekurs an die Gesundheitsdirektion. Darin beantragte er, Ziffern I und II, even­tuell nur Ziffer II der VerfÃ¼gung aufzuheben; ferner machte er Befangenheit der Ge­sund­heits­direktion geltend, weshalb sein Rechtsmittel durch die Justizdirektion zu behandeln sei. Mit Entscheid vom 15. Oktober 2002 hiess die Gesundheitsdirektion den Re­kurs teilweise gut, indem sie die vorinstanzliche Kostenauflage aufhob; im Ãbrigen wies sie das Rechtsmittel ab. Die Kosten des Rekursverfahrens nahm sie auf die Staatskasse. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 29. Oktober 2002 beantragte B namens des VA dem Ver­waltungsgericht, den Entscheid der Gesundheitsdirektion aufzuheben (1) und festzu­stellen, dass die Direktion den Rekurs in verfassungs- und rechtswidriger Weise verschleppt habe (2).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das VeterinÃ¤ramt verzichtete auf Vernehmlassung. Die Gesundheitsdirektion beantrag­te dem Verwaltungsgericht am 27. November 2002, den Beschwerdeantrag 1 abzuweisen und auf den Beschwerdeantrag 2 nicht einzutreten; eventuell sei der Beschwerdeantrag 2 abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. GemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht zulÃ¤ssig gegen letztinstanzliche âAnordnungenâ von VerwaltungsbehÃ¶rden, soweit dieses oder ein anderes Gesetz nicht eine abweichende ZustÃ¤ndigkeit vorsieht oder eine Anordnung als endgÃ¼ltig bezeichnet. Aus­­geschlossen wird die Beschwerde namentlich gegen Anordnungen in den in § 43 Abs. 1 lit. a â m VRG genannten Gebieten. Derartige AusschlussgrÃ¼nde liegen hier nicht vor. Die ZulÃ¤ssigkeit der Beschwerde ist indessen aus anderen GrÃ¼nden gleichwohl fraglich. Das gilt sowohl hinsichtlich des Beschwerdeantrags 1 (womit der BeschwerdefÃ¼hrer Aufhebung des angefochtenen Entscheids und damit sinngemÃ¤ss die ihm bis anhin verweigerte Auskunft Ã¼ber die Behandlung seiner Aufsichtsanzeige verlangt), als auch hinsichtlich des Beschwerdebegehrens 2, womit er fÃ¶rmlich festgestellt haben will, dass die Gesund­heitsdirektion das Rekursverfahren in verfassungs- und rechtswidriger Weise verschleppt habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Hinsichtlich des Beschwerdeantrags 1 fragt es sich, ob die Beschwerde nicht des­wegen ausgeschlossen sei, weil das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers vom 27. August 1999 auf ein aufsichtsrechtliches Eingreifen des VeterinÃ¤ramts abzielte. Gegen die Weigerung der BehÃ¶rde, auf Anzeige hin aufsichtsrechtlich tÃ¤tig zu werden, kann der Anzeigeerstatter in der Regel kein fÃ¶rmliches Rechtsmittel (Rekurs und/oder Beschwerde) erheben (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 16 mit Hinweisen). Weil der Anzeigeerstatter kei­nen Anspruch darauf hat, dass die BehÃ¶rde Ã¼ber seine Anzeige bzw. die damit verbundenen Begehren fÃ¶rmlich entscheidet, wird einem diesbezÃ¼glich ablehnenden Bescheid die Qua­li­tÃ¤t einer Anordnung bzw. VerfÃ¼gung im Sinn von § 19 und § 41 VRG abgesprochen und da­mit das Vorliegen eines Anfechtungsobjekts, das mit Rekurs und Beschwerde weiter­­ge­zogen werden kÃ¶nnte, verneint. Hier liegt jedoch ein von diesem Grundmuster abweichen­der Sachverhalt vor. Gegenstand des Rekurses an die Gesundheitsdirektion war nicht die Weigerung des VeterinÃ¤ramts, entsprechend dem Begehren des BeschwerdefÃ¼hrers vom 23. August 1999 gegen den Fischfang im Angelteich der Fischzucht Q aufsichts­recht­lich einzugreifen, sondern die Ablehnung seines Begehrens vom 7. Oktober 1999, Ã¼ber den Ausgang des (aufsichtsrechtlichen) âVerfahrensâ orientiert zu werden. HierÃ¼ber hat das Ve­­terinÃ¤ramt am 28. Januar 2000 eine fÃ¶rmliche VerfÃ¼gung getroffen, die auf Rekurs hin von der Gesundheitsdirektion mit fÃ¶rmlichem Entscheid bestÃ¤tigt worden sind. Es liegt da­mit eine beschwerdefÃ¤hige Anordnung vor.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu prÃ¼fen bleibt unter dem genannten Gesichtswinkel allerdings die Legitimation des BeschwerdefÃ¼hrers. GemÃ¤ss § 21 lit. a in Verbindung mit § 70 VRG ist zur Beschwerde berechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges In­teresse an deren Ãnderung oder Aufhebung hat. WÃ¼rde die Beschwerde gutgeheissen, so hÃ¤tte das VeterinÃ¤ramt dem BeschwerdefÃ¼hrer mitzuteilen, ob und inwieweit dem aufsichts­­rechtlichen Begehren, den Fischfang im genannten Teich zu verbieten, entsprochen worden sei. Hieraus kÃ¶nnte der BeschwerdefÃ¼hrer kaum einen praktischen Nutzen ziehen. Denn eine solche Mitteilung wÃ¼rde, wie immer sie inhaltlich ausfÃ¤llt, wie erwÃ¤hnt keinen Entscheid bilden, den er mit Rekurs und Beschwerde anfechten kÃ¶nnte. Gleichwohl ist ihm ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an der Aufhebung der diese Information verweigernden VerfÃ¼gung nicht abzusprechen. Dass er gegen eine allfÃ¤llige Weigerung der BehÃ¶rde, aufsichts­­rechtlich gegen den Fischfang im Teich einzuschreiten, nicht mit einem ordentlichen Rechtsmittel vorgehen kann, schliesst ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an einer diesbezÃ¼glichen Mitteilung nicht von vornherein aus. Ob ein schutzwÃ¼rdiges (Informations-)Interesse in diesem Sinn zu bejahten sei, ist daher im vorliegenden Fall nicht eine Frage der Beschwer­­delegitimation, sondern Gegenstand der materiellen Beurteilung. Es verhÃ¤lt sich Ã¤hn­lich wie beim Weiterzug von Entscheiden, in denen mangels Legitimation nicht auf ein Gesuch oder ein Rechtsmittel eingetreten worden ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist bezÃ¼glich dieses An­trags auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Mit Rekurs und Beschwerde anfechtbar sind auch FeststellungsverfÃ¼gungen, d.h. Anordnungen, mit denen das Bestehen, Nichtbestehen oder der Umfang von Rechten und Pflichten festgestellt wird; eben so kann die Weigerung einer BehÃ¶rde, einen derartigen Fest­­stellungsentscheid zu treffen, mit Beschwerde angefochten werden (KÃ¶lz/Bosshart/ RÃ¶hl § 19 N. 64). Mit seinem Beschwerdeantrag 2 ficht der BeschwerdefÃ¼hrer indessen nicht einen derartigen Feststellungsentscheid oder dessen Verweigerung durch eine Vorinstanz an. Vielmehr rÃ¼gt er damit eine ungebÃ¼hrliche VerzÃ¶gerung des vorinstanzlichen Re­kursverfahrens. FÃ¼r derartige RÃ¼gen steht das Rechtsmittel der RechtsverzÃ¶gerungsbeschwer­de zur VerfÃ¼gung. Eine RechtsverzÃ¶gerungsbeschwerde muss jedoch erhoben werden, solange der Entscheid der untÃ¤tigen BehÃ¶rde noch aussteht; auf Beschwerden, die nach Erlass des Entscheids erhoben werden, ist nicht einzutreten (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vor­­bem. zu §§ 19-28 N. 51). Hinsichtlich des Beschwerdeantrags 2 ist demnach auf die Be­schwerde nicht einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie angemerkt werden kann, ist nicht ersichtlich und wird in der Vernehmlassung der Gesundheitsdirektion auch nicht plausibel erklÃ¤rt, weshalb der angefochtene Rekursent­­scheid vom 15. Oktober 2002 erst rund 2 ½ Jahre nach Erhebung des Rekurses getroffen worden ist (vgl. § 27a VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt, das Dispositiv des Rekursentscheids sei unklar abgefasst, indem in Ziff. I lediglich festgehalten werde, dass der Rekurs teilweise gutgeheissen und im Ãbrigen abgewiesen werde; mit dieser Formulierung bleibe unklar, inwieweit der Re­kurs in materieller Hinsicht gutgeheissen bzw. abgewiesen worden sei. Die RÃ¼ge ist un­begrÃ¼ndet. Aus den Disp. Ziff. I und II ergibt sich im Zusammenhang mit den ErwÃ¤gungen klar, dass der Rekurs einzig bezÃ¼glich der vorinstanzlichen Kostenauflage gutgeheis­sen wur­de. Der BeschwerdefÃ¼hrer war denn aufgrund des so abgefassten Rekursentscheids durch­aus in der Lage, seine BeschwerdeantrÃ¤ge zu formulieren (vgl. vorstehend E. 1).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) § 10 Abs. 1 VRG umschreibt den Kreis der Personen, denen âdie Erledigung einer Angelegenheitâ mitzuteilen ist, nÃ¤mlich dem Gesuchsteller (lit. a), den weiteren am Verfahren Beteiligten (lit. b) sowie anderen Personen auf ihr Gesuch hin, wenn sie durch die materielle Erledigung der Angelegenheit berÃ¼hrt sind und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an ihrer Aufhebung haben (lit. c). Diese Bestimmung ist bezÃ¼glich aller drei darin genannten Kategorien von Personen auf Verfahren zugeschnitten, die mit einer â anfechtbaren â VerfÃ¼gung abgeschlossen werden; in diesem Sinn ist der Begriff âErledigung einer Angelegenheitâ zu verstehen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 1). Demnach gilt ein Anzeigeerstatter, welcher seine Anzeige mit aufsichtsrechtlichen Begehren verbindet, nicht als Gesuch­steller im Sinn von § 10 Abs. 1 lit. a VRG; aus dieser Bestimmung lÃ¤sst sich kein Anspruch des Anzeigeerstatters ableiten, Ã¼ber die Erledigung der von ihm aufgegriffenen âAn­­gelegenheitâ informiert zu werden. Der Formlosigkeit der Aufsichtsbeschwerde, deren Erhebung weder eine besondere Legitimation voraussetzt noch an eine Frist gebunden ist, und die sich nicht nur gegen VerfÃ¼gungen und Entscheide, sondern gegen jede Art staatlichen Handelns richten kann, entspricht es, dass dem Anzeigeerstatter nicht die Stellung einer Prozesspartei zukommt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 38). Ein fÃ¶rmlicher Anspruch auf Behandlung einer Aufsichtsbeschwerde ist im zÃ¼rcherischen Verwaltungsrechtspflegegesetz, dessen Bestimmungen im ZustÃ¤ndigkeitsbereich der kantonalen und kommunalen BehÃ¶rden gelten (§ 4 VRG), nicht vorgesehen; ebenso wenig ergibt sich ein solcher Anspruch aus der Bundesverfassung vom 8. April 1999 (BV), weder aus dem WillkÃ¼rverbot in Art. 9 BV (vgl. BGE 109 Ia 251, 102 Ib 81 E. 3) noch aus dem Petitionsrecht in Art. 33 BV (Ulrich HÃ¤felin/Walter Haller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 5. A., ZÃ¼rich 2001, N. 893). Gleich verhÃ¤lt es sich mit der Aufsichtsbeschwerde im ZustÃ¤n­dig­keitsbereich der BundesbehÃ¶rden, welcher Rechtsbehelf in Art. 71 des Bundesgesetzes Ã¼ber das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG; SR 172.021) ausdrÃ¼cklich geregelt ist (vgl. dazu Alfred KÃ¶lz/Isabelle HÃ¤ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 457 mit Hinweis auf BGE 123 II 402 E. 1b bb, welcher Entscheid ebenfalls den heutigen BeschwerdefÃ¼hrer betraf). Nach der bundesgerichtlichen Praxis ist die BehÃ¶rde, die einer Aufsichtsanzeige keine Folge leis­ten will, nicht einmal verpflichtet, dies dem Anzeigeerstatter mitzuteilen (BGE 102 Ib 81 E. 3 betreffend eine Aufsichtsbeschwerde an den zÃ¼rcherischen Regierungsrat; vgl. anderseits Art. 101 Abs. 2 des bernischen Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 23. Mai 1989, wonach der Anzeigeerstatter trotz fehlender Parteirechte verlangen kann, dass ihm Auskunft Ã¼ber die Erledigung der Angelegenheit erteilt wird).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In Kanton ZÃ¼rich hat sich allerdings, soweit dem Gericht bekannt, eine <i>Verwaltungs­­praxis</i> entwickelt, wonach der Anzeigeerstatter in Briefform Bescheid erhÃ¤lt, ob seinem Anliegen entsprochen werde oder nicht (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 30 mit Hinweisen). Angesichts dieser Praxis hÃ¤tte auch im vorliegenden Fall erwartet wer­den kÃ¶nnen, dass das vom BeschwerdefÃ¼hrer angegangene VeterinÃ¤ramt dessen Eingabe in irgendeiner Weise beantwortet hÃ¤tte, es sei denn, einer solchen Beantwortung hÃ¤tten besondere GrÃ¼nde entgegengestanden. Das VeterinÃ¤ramt und die Gesundheitsdirektion ha­ben ihre (eine diesbezÃ¼gliche Mitteilung ablehnenden) VerfÃ¼gungen vom 28. Januar 2000 bzw. vom 15. Oktober 2002 damit begrÃ¼ndet, dass einer solchen Orientierung des Beschwer­defÃ¼hrers § 8 DSG entgegenstehe. GemÃ¤ss dieser Bestimmung dÃ¼rfen Ã¶ffentliche Organe Personendaten nur bei Vorliegen einer (spezial-)gesetzlichen Grundlage oder in den in lit. a â c genannten FÃ¤llen bekannt geben. Dieser Argumentation der Vorinstanzen kann nicht vorbehaltlos beigetreten werden. Datenschutzrechtliche GrÃ¼nde stehen der Orien­tierung eines Anzeigeerstatters Ã¼ber die Behandlung seiner Eingabe nur dann entgegen, wenn eine solche Orientierung mit der Bekanntgabe von Personendaten verbunden ist. Das hÃ¤ngt davon ab, ob und wie die BehÃ¶rde auf die Anzeige reagieren will und in welcher Wei­­se sie dies dem Anzeigeerstatter mitteilt. Will sie etwa der Aufsichtsanzeige keine Folge geben, so dÃ¼rfte eine entsprechende Orientierung in aller Regel ohne Bekanntgabe von Personendaten mÃ¶glich sein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Wie sich aus den vorliegenden Akten ergibt, ist das kantonale VeterinÃ¤ramt nicht gewillt, entsprechend dem Begehren des BeschwerdefÃ¼hrers aufsichtsrechtliche Massnahmen hinsichtlich des Fischfanges im genannten Teich zu ergreifen. Dieses Ergebnis hÃ¤tte dem BeschwerdefÃ¼hrer ohne Bekanntgabe von Personendaten und damit ohne Verletzung datenschutzrechtlicher Bestimmungen mitgeteilt werden kÃ¶nnen. In diesem Sinn ist die Be­schwerde teilweise gutzuheissen. Nach der dargelegten Praxis kann der BeschwerdefÃ¼hrer, dessen Aufsichtsanzeige die BehÃ¶rde keine Folge geben will, nicht mehr erwarten, als dass die BehÃ¶rde ihm dieses Ergebnis mitteilt; ein Anspruch auf BegrÃ¼ndung steht ihm nicht zu. Weil die diesbezÃ¼gliche Haltung der VerwaltungsbehÃ¶rde in den vorliegenden UrteilserwÃ¤­gun­gen offen gelegt wird, besteht kein Anlass, die Sache an das VeterinÃ¤ramt oder die Gesundheitsdirektion zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Wie angemerkt werden kann, lÃ¤sst sich ein Anspruch des BeschwerdefÃ¼hrers, Ã¼ber die Behandlung seiner Aufsichtsanzeige orientiert zu werden, entgegen dessen Auffassung nicht aus dem in Art. 6 Ziff. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) verankerten Gebot der Ã¶ffentlichen UrteilsverkÃ¼ndung ableiten. Die von ihm in diesem Zusammenhang zitierte Rechtsprechung (BGE 124 IV 234) und Lehre (Tobias Jaag, Verwaltungsrechtliche Sanktionen und Verfahrensgarantien der EMRK, in: Strafrecht, Strafprozessrecht und Menschenrechte, Festschrift fÃ¼r Stefan Trechsel, ZÃ¼rich 2002, S. 151 ff.; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 4 N. 30) lassen einen solchen Schluss keineswegs zu:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das zitierte Bundesgerichtsurteil betraf ein auf Anzeige eines Dritten hin erÃ¶ffnetes Verwaltungsstrafverfahren, das aufgrund des Bundesgesetzes Ã¼ber das Verwaltungsstrafrecht vom 22. MÃ¤rz 1974 (SR 313.0) durchgefÃ¼hrt und mit einem Strafbescheid gegen den fehlbaren Piloten abgeschlossen worden war; das Bundesgericht bejahte in diesem Fall ei­nen aus Art. 6 Ziff. 1 EMRK folgenden Anspruch des Anzeigeerstatters auf Einsicht in den ergangenen Strafbescheid. Im vorliegenden Fall geht es klarerweise nicht um ein Verwaltungs­strafverfahren. Soweit nÃ¤mlich der BeschwerdefÃ¼hrer mit seiner Aufsichtsbeschwer­de vom 27. August 1999 zugleich Strafanzeige erhoben hat, ist diese am 28. Januar 2000 durch das VeterinÃ¤ramt an das zustÃ¤ndige Statthalteramt Y weitergeleitet worden. Zur Behandlung einer allfÃ¤lligen Streitigkeit betreffend die Auskunftserteilung im dortigen Strafverfahren wÃ¤re das Verwaltungsgericht ohnehin nicht zustÃ¤ndig (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 43 N. 58; RB 1998 Nr. 27; vgl. § 342 der Strafprozessordnung vom 4. Mai 1919, LS 321).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit seiner Aufsichtsanzeige vom 27. August 1999 strebt der BeschwerdefÃ¼hrer ein Verbot, im Teich der Fischzucht Q zu fischen, an. Ob es sich dabei, wÃ¼rde eine derartige Massnahme gestÃ¼tzt auf die Vorschriften des Tierschutzgesetzes tatsÃ¤chlich getroffen, um eine als âadministrativen Rechtsnachteilâ zu qualifizierende verwaltungsrechtliche Sanktion handeln wÃ¼rde (zur Unterscheidung verschiedener Sanktionsarten vgl. Jaag, S. 152 ff.) und ob eine solche Massnahme, wie der BeschwerdefÃ¼hrer geltend macht, unter das Gebot der Ã¶ffentlichen UrteilsverkÃ¼ndung gemÃ¤ss Art. 6 Ziff. 1 EMRK fallen wÃ¼rde, kann hier dahingestellt bleiben. Die Frage wÃ¤re nur dann erheblich, wenn seitens des VeterinÃ¤ramts gegen mutmassliche Urheber des behaupteten rechtswidrigen Zustandes ein fÃ¶rm­liches Ver­fahren erÃ¶ffnet wÃ¼rde. Gerade das lehnt jedoch das VeterinÃ¤ramt ab, weil nach seiner Auffassung, die sich auf einen Fachbericht der Jagd- und Fischereiverwaltung stÃ¼tzt, keine Anhaltspunkte fÃ¼r einen rechtswidrigen Zustand vorliegen. Wenn das VeterinÃ¤ramt aus die­sem Grund der Aufsichtsanzeige keine Folge geben will, so fehlt es von vornherein an einem Verfahren, in welchem Ã¼ber eine zivilrechtliche Streitigkeit oder eine strafrechtliche Anklage im Sinn von Art. 6 Ziff. 1 EMRK zu befinden wÃ¤re.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird im Sinn der ErwÃ¤gungen gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>