Abkommen vom 21. Januar 1993 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Grossherzogtum von Luxemburg zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen (mit Prot.) <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/333_333_333/20200527/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/333_333_333/20200527"/><FRBRdate date="2020-05-27" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1993-01-21" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1994-02-19" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.672.951.81"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 21 janvier 1993 entre la Confédération suisse et le Grand-Duché de Luxembourg en vue d'éviter les doubles impositions en matière d'impôts sur le revenu et sur la  fortune (avec prot.)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 21 gennaio 1993 tra la Confederazione Svizzera e il Granducato di Lussemburgo per evitare le doppie imposizioni in materia di imposte sul reddito e sul patrimonio (con Prot.)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 21. Januar 1993 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Grossherzogtum von Luxemburg zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen (mit Prot.)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/333_333_333/20200527/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/333_333_333/20200527/de"/><FRBRdate date="2020-05-27" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1993-01-21" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1994-02-19" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/333_333_333/20200527/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/333_333_333/20200527/de/xml"/><FRBRdate date="2020-05-27" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1993-01-21" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1994-02-19" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.672.951.81</docNumber></p><p> AS <b>1994</b> 333; BBl <b>1993</b> I 1534</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung</p><p><docTitle>Abkommen<br/>zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft <br/>und dem Grossherzogtum von Luxemburg <br/>zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete <br/>der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen</docTitle></p><p>Abgeschlossen am 21. Januar 1993 <br/>Von der Bundesversammlung genehmigt am 29. November 1993<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1994/332_332_332" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1994</b> 332</ref></p></authorialNote> <br/>Ratifikationsurkunden ausgetauscht am 20. Januar 1994 <br/>In Kraft getreten am 19. Februar 1994</p><p> (Stand am 27. Mai 2020)</p></preface><preamble><p>Der Schweizerische Bundesrat <br/>und <br/>die Regierung des Grossherzogtums von Luxemburg</p><p>vom Wunsche geleitet, ein Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen abzuschliessen,</p><p>von dem Wunsch geleitet, ihre wirtschaftlichen Beziehungen weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit in steuerlichen Angelegenheiten zu vertiefen,</p><p>in der Absicht, in Bezug auf die unter dieses Abkommen fallenden Steuern eine Doppelbesteuerung zu beseitigen, ohne Möglichkeiten zur Nichtbesteuerung oder reduzierten Besteuerung durch Steuerhinterziehung oder -umgehung (unter anderem durch missbräuchliche Gestaltungen mit dem Ziel des Erhalts von in diesem Abkommen vorgesehenen Erleichterungen zum mittelbaren Nutzen von in Drittstaaten oder -gebieten ansässigen Personen) zu schaffen,</p><p>haben folgendes vereinbart: <i><authorialNote><p> Fassung gemäss Anhang 1 Ziff. I der Verständigungsvereinbarung vom 12. Mai 2020, in Kraft seit 27. Mai 2020 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2020/487" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2020</b> 2715</ref>).</p></authorialNote></i></p></preamble><body><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Persönlicher Geltungsbereich</heading><paragraph eId="art_1/para"><content><p>Dieses Abkommen gilt für Personen, die in einem Vertragsstaat oder in beiden Vertragsstaaten ansässig sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Unter das Abkommen fallende Steuern</heading><paragraph eId="art_2/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Abkommen gilt, ohne Rücksicht auf die Art der Erhebung, für Steuern vom Einkommen und vom Vermögen, die für Rechnung eines Vertragsstaats oder seiner politischen Unterabteilungen oder lokalen Körperschaften erhoben werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_2"><num>2.</num><content><p>Als Steuern vom Einkommen und vom Vermögen gelten alle Steuern, die vom Gesamteinkommen, vom Gesamtvermögen oder von Teilen des Einkommens oder des Vermögens erhoben werden, einschliesslich der Steuern vom Gewinn aus der Veräusserung beweglichen oder unbeweglichen Vermögens, der Lohnsummensteuern sowie der Steuern vom Vermögenszuwachs.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_3"><num>3.</num><content><p>Zu den bestehenden Steuern, für die das Abkommen gilt, gehören insbesondere</p><blockList><item eId="art_2/para_3/lbl_a"><num>a) </num><blockList><listIntroduction eId="art_2/para_3/lbl_a/listintro">in Luxemburg:</listIntroduction><item eId="art_2/para_3/lbl_a/lbl_i"><num>(i) </num><p>die Einkommensteuer der natürlichen Personen;</p></item><item eId="art_2/para_3/lbl_a/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>die Körperschaftsteuer;</p></item><item eId="art_2/para_3/lbl_a/lbl_iii"><num> (iii) </num><p>die besondere Steuer von Tantiemen;</p></item><item eId="art_2/para_3/lbl_a/lbl_iv"><num>(iv) </num><p>die Vermögensteuer und</p></item><item eId="art_2/para_3/lbl_a/lbl_v"><num>(v) </num><p>die Gewerbesteuer der Gemeinden nach dem Gewerbeertrag und Gewerbekapital;</p></item></blockList></item><item eId="art_2/para_3/bull_u2"><num/><p>(im folgenden als «luxemburgische Steuer» bezeichnet);</p></item><item eId="art_2/para_3/lbl_b"><num>b) </num><p>in der Schweiz: </p><p>die von Bund, Kantonen und Gemeinden erhobenen Steuern</p><blockList><item eId="art_2/para_3/lbl_b/lbl_i"><num>(i) </num><p>vom Einkommen (Gesamteinkommen, Erwerbseinkommen, Vermögensertrag, Geschäftsertrag, Kapitalgewinn und andere Einkünfte); und</p></item><item eId="art_2/para_3/lbl_b/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>vom Vermögen (Gesamtvermögen, bewegliches und unbewegliches Vermögen, Geschäftsvermögen, Kapital und Reserven und andere Vermögensteile);</p></item></blockList></item><item eId="art_2/para_3/bull_u4"><num/><p>(im folgenden als «schweizerische Steuer» bezeichnet).</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_4"><num>4.</num><content><p>Das Abkommen gilt auch für alle Steuern gleicher oder im wesentlichen ähnlicher Art, die nach der Unterzeichnung des Abkommens neben den bestehenden Steuern oder an deren Stelle erhoben werden. Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten teilen einander am Ende eines jeden Jahres die in ihren Steuergesetzen eingetretenen Änderungen mit.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_5"><num>5.</num><content><p>Das Abkommen findet keine Anwendung auf die in der Schweiz an der Quelle erhobene eidgenössische Verrechnungssteuer auf Lotteriegewinnen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Allgemeine Begriffsbestimmungen</heading><paragraph eId="art_3/para_1"><num>1.</num><content><p>Im Sinne dieses Abkommens, wenn der Zusammenhang nichts anderes erfordert,</p><blockList><item eId="art_3/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>bedeuten die Ausdrücke «ein Vertragsstaat» und «der andere Vertragsstaat», je nach dem Zusammenhang, Luxemburg oder die Schweiz;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>bedeutet der Ausdruck «Luxemburg» das Grossherzogtum von Luxemburg;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>bedeutet der Ausdruck «Schweiz» die Schweizerische Eidgenossenschaft;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_d"><num>d) </num><p>umfasst der Ausdruck «Person» natürliche Personen, Gesellschaften und alle anderen Personenvereinigungen;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_e"><num>e) </num><p>bedeutet der Ausdruck «Gesellschaft» juristische Personen oder Rechtsträger, die für die Besteuerung wie juristische Personen behandelt werden;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_f"><num>f) </num><p>bedeuten die Ausdrücke «Unternehmen eines Vertragsstaats» und «Unternehmen des anderen Vertragsstaats», je nachdem, ein Unternehmen, das von einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person betrieben wird, oder ein Unternehmen, das von einer im anderen Vertragsstaat ansässigen Person betrieben wird;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_g"><num>g) </num><p>bedeutet der Ausdruck «internationaler Verkehr» jede Beförderung mit einem Schiff<authorialNote><p> Der Begriff wurde in Anwendung von Art. 12 Abs. 1 des Publikationsgesetzes vom  18. Juni 2004 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2004/745" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>170.512</b></ref>) formlos berichtigt. Die Berichtigung wurde im ganzen Erlass vorgenommen.</p></authorialNote> oder Luftfahrzeug, das von einem Unternehmen mit tatsächlicher Geschäftsleitung in einem Vertragsstaat betrieben wird, es sei denn, das Schiff oder Luftfahrzeug wird ausschliesslich zwischen Orten im anderen Vertragsstaat betrieben;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_h"><num>h) </num><blockList><listIntroduction eId="art_3/para_1/lbl_h/listintro">bedeutet der Ausdruck «zuständige Behörde»:</listIntroduction><item eId="art_3/para_1/lbl_h/lbl_i"><num>(i) </num><p>in Luxemburg den Finanzminister oder seinen bevollmächtigten Vertreter;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_h/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>in der Schweiz den Direktor der Eidgenössischen Steuerverwaltung <br/></p><p>oder seinen bevollmächtigten Vertreter.</p></item></blockList></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>2.</num><content><p>Bei der Anwendung des Abkommens durch einen Vertragsstaat hat, wenn der Zusammenhang nichts anderes erfordert, jeder im Abkommen nicht definierte Ausdruck die Bedeutung, die ihm nach dem Recht dieses Staates über die Steuern zukommt, für die das Abkommen gilt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Ansässige Person</heading><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1.</num><content><p>Im Sinne dieses Abkommens bedeutet der Ausdruck «eine in einem Vertragsstaat ansässige Person» eine Person, die nach dem Recht dieses Staates dort auf Grund ihres Wohnsitzes, ihres ständigen Aufenthalts, des Ortes ihrer Geschäftsleitung oder eines anderen ähnlichen Merkmals steuerpflichtig ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_4/para_2/listintro">Ist nach Absatz 1 eine natürliche Person in beiden Vertragsstaaten ansässig, so gilt folgendes:</listIntroduction><item eId="art_4/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>Die Person gilt als in dem Staat ansässig, in dem sie über eine ständige Wohnstätte verfügt; verfügt sie in beiden Staaten über eine ständige Wohnstätte, so gilt sie als in dem Staat ansässig, zu dem sie die engeren persönlichen und wirtschaftlichen Beziehungen hat (Mittelpunkt der Lebensinteressen);</p></item><item eId="art_4/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>kann nicht bestimmt werden, in welchem Staat die Person den Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen hat, oder verfügt sie in keinem der Staaten über eine ständige Wohnstätte, so gilt sie als in dem Staat ansässig, in dem sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat;</p></item><item eId="art_4/para_2/lbl_c"><num>c) </num><p>hat die Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt in beiden Staaten oder in keinem der Staaten, so gilt sie als in dem Staat ansässig, dessen Staatsangehöriger sie ist;</p></item><item eId="art_4/para_2/lbl_d"><num>d) </num><p>ist die Person Staatsangehöriger beider Staaten oder keines der Staaten, so regeln die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten die Frage in gegenseitigem Einvernehmen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_3"><num>3.</num><content><p>Ist nach Absatz 1 eine andere als eine natürliche Person in beiden Vertragsstaaten ansässig, so gilt sie als in dem Staat ansässig, in dem sich der Ort ihrer tatsächlichen Geschäftsleitung befindet.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Betriebsstätte</heading><paragraph eId="art_5/para_1"><num>1.</num><content><p>Im Sinne dieses Abkommens bedeutet der Ausdruck «Betriebsstätte» eine feste Geschäftseinrichtung, durch die die Tätigkeit eines Unternehmens ganz oder teilweise ausgeübt wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_5/para_2/listintro">Der Ausdruck «Betriebsstätte» umfasst insbesondere:</listIntroduction><item eId="art_5/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>einen Ort der Leitung,</p></item><item eId="art_5/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>eine Zweigniederlassung,</p></item><item eId="art_5/para_2/lbl_c"><num>c) </num><p>eine Geschäftsstelle,</p></item><item eId="art_5/para_2/lbl_d"><num>d) </num><p>eine Fabrikationsstätte,</p></item><item eId="art_5/para_2/lbl_e"><num>e) </num><p>eine Werkstätte und</p></item><item eId="art_5/para_2/lbl_f"><num>f) </num><p>ein Bergwerk, ein Öl- oder Gasvorkommen, einen Steinbruch oder eine andere Stätte der Ausbeutung von Bodenschätzen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_3"><num>3.</num><content><p>Eine Bauausführung oder Montage ist nur dann eine Betriebsstätte, wenn ihre Dauer zwölf Monate überschreitet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_4"><num>4.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_5/para_4/listintro">Ungeachtet der vorstehenden Bestimmungen dieses Artikels gelten nicht als Betriebsstätten:</listIntroduction><item eId="art_5/para_4/lbl_a"><num>a) </num><p>Einrichtungen, die ausschliesslich zur Lagerung, Ausstellung oder Auslieferung von Gütern oder Waren des Unternehmens benutzt werden;</p></item><item eId="art_5/para_4/lbl_b"><num>b) </num><p>Bestände von Gütern oder Waren des Unternehmens, die ausschliesslich zur Lagerung, Ausstellung oder Auslieferung unterhalten werden;</p></item><item eId="art_5/para_4/lbl_c"><num>c) </num><p>Bestände von Gütern oder Waren des Unternehmens, die ausschliesslich zu dem Zweck unterhalten werden, durch ein anderes Unternehmen bearbeitet oder verarbeitet zu werden;</p></item><item eId="art_5/para_4/lbl_d"><num>d) </num><p>eine feste Geschäftseinrichtung, die ausschliesslich zu dem Zweck unterhalten wird, für das Unternehmen Güter oder Waren einzukaufen oder Informationen zu beschaffen;</p></item><item eId="art_5/para_4/lbl_e"><num>e) </num><p>eine feste Geschäftseinrichtung, die ausschliesslich zu dem Zweck unterhalten wird, für das Unternehmen andere Tätigkeiten auszuüben, die vorbereitender Art sind oder eine Hilfstätigkeit darstellen;</p></item><item eId="art_5/para_4/lbl_f"><num>f) </num><p>eine feste Geschäftseinrichtung, die ausschliesslich zu dem Zweck unterhalten wird, mehrere der unter den Buchstaben a bis e genannten Tätigkeiten auszuüben, vorausgesetzt, dass die sich daraus ergebende Gesamttätigkeit der festen Geschäftseinrichtung vorbereitender Art ist oder eine Hilfstätigkeit darstellt.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_5"><num>5.</num><content><p>Ist eine Person – mit Ausnahme eines unabhängigen Vertreters im Sinne des Absatzes 6 – für ein Unternehmen tätig und besitzt sie in einem Vertragsstaat die Vollmacht, im Namen des Unternehmens Verträge abzuschliessen, und übt sie die Vollmacht dort gewöhnlich aus, so wird das Unternehmen ungeachtet der Absätze 1 und 2 so behandelt, als habe es in diesem Staat für alle von der Person für das Unternehmen ausgeübten Tätigkeiten eine Betriebsstätte, es sei denn, diese Tätigkeiten beschränken sich auf die in Absatz 4 genannten Tätigkeiten, die, würden sie durch eine feste Geschäftseinrichtung ausgeübt, diese Einrichtung nach dem genannten Absatz nicht zu einer Betriebsstätte machten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_6"><num>6.</num><content><p>Ein Unternehmen wird nicht schon deshalb so behandelt, als habe es eine Betriebsstätte in einem Vertragsstaat, weil es dort seine Tätigkeit durch einen Makler, Kommissionär oder einen anderen unabhängigen Vertreter ausübt, sofern diese Personen im Rahmen ihrer ordentlichen Geschäftstätigkeit handeln.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_7"><num>7.</num><content><p>Allein dadurch, dass eine in einem Vertragsstaat ansässige Gesellschaft eine Gesellschaft beherrscht oder von einer Gesellschaft beherrscht wird, die im anderen Vertragsstaat ansässig ist oder dort (entweder durch eine Betriebsstätte oder auf andere Weise) ihre Tätigkeit ausübt, wird keine der beiden Gesellschaften zur Betriebsstätte der anderen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen </heading><paragraph eId="art_6/para_1"><num>1.</num><content><p>Einkünfte, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person aus unbeweglichem Vermögen (einschliesslich der Einkünfte aus land- und forstwirtschaftlichen Betrieben) bezieht, das im anderen Vertragsstaat liegt, können im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Ausdruck «unbewegliches Vermögen» hat die Bedeutung, die ihm nach dem Recht des Vertragsstaats zukommt, in dem das Vermögen liegt. Der Ausdruck umfasst in jedem Fall die Zugehör zum unbeweglichen Vermögen, das lebende und tote Inventar land- und forstwirtschaftlicher Betriebe, die Rechte, für die die Vorschriften des Privatrechts über Grundstücke gelten, Nutzungsrechte an unbeweglichem Vermögen sowie Rechte auf veränderliche oder feste Vergütungen für die Ausbeutung oder das Recht auf Ausbeutung von Mineralvorkommen, Quellen und anderen Bodenschätzen. Schiffe und Luftfahrzeuge gelten nicht als unbewegliches Vermögen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_3"><num>3.</num><content><p>Absatz 1 gilt für Einkünfte aus der unmittelbaren Nutzung, der Vermietung oder Verpachtung sowie jeder anderen Art der Nutzung unbeweglichen Vermögens.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Absätze 1 und 3 gelten auch für Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen eines Unternehmens und für Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen, das der Ausübung einer selbständigen Arbeit dient.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Unternehmensgewinne</heading><paragraph eId="art_7/para_1"><num>1.</num><content><p>Gewinne eines Unternehmens eines Vertragsstaats können nur in diesem Staat besteuert werden, es sei denn, das Unternehmen übt seine Tätigkeit im anderen Vertragsstaat durch eine dort gelegene Betriebsstätte aus. Übt das Unternehmen seine Tätigkeit auf diese Weise aus, so können die Gewinne des Unternehmens im anderen Staat besteuert werden, jedoch nur insoweit, als sie dieser Betriebsstätte zugerechnet werden können.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>2.</num><content><p>Übt ein Unternehmen eines Vertragsstaats seine Tätigkeit im anderen Vertragsstaat durch eine dort gelegene Betriebsstätte aus, so werden vorbehaltlich des Absatzes 3 in jedem Vertragsstaat dieser Betriebsstätte die Gewinne zugerechnet, die sie hätte erzielen können, wenn sie eine gleiche oder ähnliche Tätigkeit unter gleichen oder ähnlichen Bedingungen als selbständiges Unternehmen ausgeübt hätte und im Verkehr mit dem Unternehmen, dessen Betriebsstätte sie ist, völlig unabhängig gewesen wäre.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_3"><num>3.</num><content><p>Bei der Ermittlung der Gewinne einer Betriebsstätte werden die für diese Betriebsstätte entstandenen Aufwendungen, einschliesslich der Geschäftsführungs- und allgemeinen Verwaltungskosten, zum Abzug zugelassen, gleichgültig, ob sie in dem Staat, in dem die Betriebsstätte liegt, oder anderswo entstanden sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_4"><num>4.</num><content><p>Soweit es in einem Vertragsstaat üblich ist, die einer Betriebsstätte zuzurechnenden Gewinne durch Aufteilung der Gesamtgewinne des Unternehmens auf seine einzelnen Teile zu ermitteln, schliesst Absatz 2 nicht aus, dass dieser Vertragsstaat die zu besteuernden Gewinne nach der üblichen Aufteilung ermittelt; die gewählte Gewinnaufteilung muss jedoch derart sein, dass das Ergebnis mit den Grundsätzen dieses Artikels übereinstimmt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_5"><num>5.</num><content><p>Auf Grund des blossen Einkaufs von Gütern oder Waren für das Unternehmen wird einer Betriebsstätte kein Gewinn zugerechnet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_6"><num>6.</num><content><p>Bei der Anwendung der vorstehenden Absätze sind die der Betriebsstätte zuzurechnenden Gewinne jedes Jahr auf dieselbe Art zu ermitteln, es sei denn, dass ausreichende Gründe dafür bestehen, anders zu verfahren.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_7"><num>7.</num><content><p>Gehören zu den Gewinnen Einkünfte, die in anderen Artikeln dieses Abkommens behandelt werden, so werden die Bestimmungen jener Artikel durch die Bestimmungen dieses Artikels nicht berührt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Seeschifffahrt, Binnenschifffahrt und Luftfahrt</heading><paragraph eId="art_8/para_1"><num>1.</num><content><p>Gewinne aus dem Betrieb von Schiffen oder Luftfahrzeugen im internationalen Verkehr können nur in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem sich der Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung des Unternehmens befindet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_2"><num>2.</num><content><p>Gewinne aus dem Betrieb von Schiffen, die der Binnenschifffahrt dienen, können nur in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem sich der Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung des Unternehmens befindet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_3"><num>3.</num><content><p>Befindet sich der Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung eines Unternehmens der See- oder Binnenschifffahrt an Bord eines Schiffes, so gilt er als in dem Vertragsstaat gelegen, in dem der Heimathafen des Schiffes liegt, oder, wenn kein Heimathafen vorhanden ist, in dem Vertragsstaat, in dem die Person ansässig ist, die das Schiff betreibt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_4"><num>4.</num><content><p>Absatz 1 gilt auch für Gewinne aus der Beteiligung an einem Pool, einer Betriebsgemeinschaft oder einer internationalen Betriebsstelle.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Verbundene Unternehmen</heading><paragraph eId="art_9/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_9/para_1/listintro">Wenn:</listIntroduction><item eId="art_9/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>ein Unternehmen eines Vertragsstaats unmittelbar oder mittelbar an der Geschäftsleitung, der Kontrolle oder dem Kapital eines Unternehmens des anderen Vertragsstaats beteiligt ist; </p><p>oder</p></item><item eId="art_9/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>dieselben Personen unmittelbar oder mittelbar an der Geschäftsleitung, der Kontrolle oder dem Kapital eines Unternehmens eines Vertragsstaats und eines Unternehmens des anderen Vertragsstaats beteiligt sind,</p></item></blockList><p>und in diesen Fällen die beiden Unternehmen in ihren kaufmännischen oder finanziellen Beziehungen an vereinbarte oder auferlegte Bedingungen gebunden sind, die von denen abweichen, die unabhängige Unternehmen miteinander vereinbaren würden, so dürfen die Gewinne, die eines der Unternehmen ohne diese Bedingungen erzielt hätte, wegen dieser Bedingungen aber nicht erzielt hat, den Gewinnen dieses Unternehmens zugerechnet und entsprechend besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>2.</num><content><p>Werden in einem Vertragsstaat den Gewinnen eines Unternehmens dieses Staates Gewinne zugerechnet und entsprechend besteuert, mit denen ein Unternehmen des anderen Vertragsstaats in diesem Staat besteuert worden ist, und handelt es sich bei den zugerechneten Gewinnen um solche, die das Unternehmen des erstgenannten Staates erzielt hätte, wenn die zwischen den beiden Unternehmen vereinbarten Bedingungen die gleichen gewesen wären, die unabhängige Unternehmen miteinander vereinbaren würden, so nimmt der andere Staat eine entsprechende Änderung der dort von diesen Gewinnen erhobenen Steuer vor. Bei dieser Änderung sind die übrigen Bestimmungen dieses Abkommens zu berücksichtigen; soweit erforderlich, konsultieren sich die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten.<authorialNote><p> Fassung gemäss Anhang 1 Ziff. II der Verständigungsvereinbarung vom 12. Mai 2020, in Kraft seit 27. Mai 2020 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2020/487" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2020</b> 2715</ref>).</p></authorialNote></p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_3"><num>3.</num><content><p>Ein Vertragsstaat soll die Gewinne eines Unternehmens in den in Absatz 1 genannten Fällen nicht mehr berichtigen, wenn die in seinem internen Recht vorgesehenen Fristen abgelaufen sind, und keinesfalls, wenn seit dem Ende des Jahres, in dem ein Unternehmen dieses Staates die Gewinne, die Gegenstand einer solchen Berichtigung wären, erzielt hätte, mehr als fünf Jahre verflossen sind.</p><p>Dieser Absatz ist in Fällen von Betrug oder vorsätzlicher Unterlassung nicht anzuwenden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><heading>Dividenden</heading><paragraph eId="art_10/para_1"><num>1.</num><content><p>Dividenden, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Gesellschaft an eine im anderen Vertragsstaat ansässige Person zahlt, können im anderen Staat besteuert werden.</p><blockList><item eId="art_10/para_1/lbl_2"><num>2. </num><p>a) </p><blockList><listIntroduction eId="art_10/para_1/lbl_2/listintro">Diese Dividenden können jedoch auch in dem Vertragsstaat, in dem die Dividenden zahlende Gesellschaft ansässig ist, nach dem Recht dieses Staates besteuert werden; die Steuer darf aber, wenn der Nutzungsberechtigte der Dividenden eine in dem anderen Vertragsstaat ansässige Person ist, nicht übersteigen:</listIntroduction><item eId="art_10/para_1/lbl_2/lbl_i"><num>(i) </num><p>5 Prozent des Bruttobetrags der Dividenden, wenn der Nutzungsberechtigte eine Gesellschaft (jedoch keine Personengesellschaft) ist, die unmittelbar über mindestens 10 Prozent des Kapitals der die Dividenden zahlenden Gesellschaft verfügt;</p></item><item eId="art_10/para_1/lbl_2/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>15 Prozent des Bruttobetrags der Dividenden in allen anderen Fällen.</p></item></blockList></item><item eId="art_10/para_1/lbl_b"><num>b) </num><blockList><listIntroduction eId="art_10/para_1/lbl_b/listintro">Ungeachtet von Buchstabe a sind die Dividenden in dem Vertragsstaat, in dem die die Dividenden zahlende Gesellschaft ansässig ist, steuerbefreit, wenn der Nutzungsberechtigte der Dividenden:</listIntroduction><item eId="art_10/para_1/lbl_b/lbl_i"><num>(i) </num><p>eine im anderen Vertragsstaat ansässige Gesellschaft ist, die während mindestens zwei Jahren unmittelbar über mindestens 10 Prozent des Kapitals der die Dividenden zahlenden Gesellschaft verfügt; oder </p></item><item eId="art_10/para_1/lbl_b/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>eine Pensionskasse oder eine Vorsorgeeinrichtung ist.</p></item></blockList></item></blockList><p>Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten regeln in gegenseitigem Einvernehmen, wie diese Begrenzungsbestimmungen durchzuführen sind.</p><p>Dieser Absatz berührt nicht die Besteuerung der Gesellschaft in Bezug auf die Gewinne, aus denen die Dividenden gezahlt werden.<authorialNote><p> Fassung gemäss Art. 1 des Zusatzabk. vom 25. Aug. 2009, von der BVers genehmigt am 18. Juni 2010 und in Kraft seit 19. Nov. 2010 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2010/807" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2010</b> 5693 </ref><ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2010/806" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">5691</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/2010/217" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">BBl <b>2010 </b>1189</ref>).</p></authorialNote></p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_3"><num>3.</num><content><p>Der in diesem Artikel verwendete Ausdruck «Dividenden» bedeutet Einkünfte aus Aktien, Genussaktien oder Genussscheinen, Kuxen, Gründeranteilen oder anderen Rechten - ausgenommen Forderungen - mit Gewinnbeteiligung sowie aus sonstigen Gesellschaftsanteilen stammende Einkünfte, die nach dem Recht des Staates, in dem die ausschüttende Gesellschaft ansässig ist, den Einkünften aus Aktien steuerlich gleichgestellt sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Absätze l und 2 sind nicht anzuwenden, wenn der in einem Vertragsstaal ansässige Nutzungsberechtigte im anderen Vertragsstaat, in dem die die Dividenden zahlende Gesellschaft ansässig ist, eine gewerbliche Tätigkeit durch eine dort gelegene Betriebsstätte oder eine selbständige Arbeit durch eine dort gelegene feste Einrichtung ausübt und die Beteiligung, für die die Dividenden gezahlt werden, tatsächlich zu dieser Betriebsstätte oder festen Einrichtung gehört. In diesem Fall ist Artikel 7 beziehungsweise Artikel 14 anzuwenden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_5"><num>5.</num><content><p>Bezieht eine in einem Vertragsstaat ansässige Gesellschaft Gewinne oder Einkünfte aus dem anderen Vertragsstaat, so darf dieser andere Staat weder die von der Gesellschaft gezahlten Dividenden besteuern, es sei denn, dass diese Dividenden an eine im anderen Staat ansässige Person gezahlt werden oder dass die Beteiligung, für die die Dividenden gezahlt werden, tatsächlich zu einer im anderen Staat gelegenen Betriebsstätte oder festen Einrichtung gehört, noch Gewinne der Gesellschaft einer Steuer für nichtausgeschüttete Gewinne unterwerfen, selbst wenn die gezahlten Dividenden oder die nichtausgeschütteten Gewinne ganz oder teilweise aus im anderen Staat erzielten Gewinnen oder Einkünften bestehen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><heading>Zinsen</heading><paragraph eId="art_11/para_1"><num>1.</num><content><p>Zinsen, die aus einem Vertragsstaat stammen und an eine im anderen Vertragsstaat ansässige Person gezahlt werden, können nur in diesem anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>2.</num><content><p>Ungeachtet der Bestimmungen von Absatz 1 können Zinsen auf Obligationen und anderen gleichartigen Titeln sowie auf Kundengeldern bei Banken oder Sparkassen auch in dem Staat nach seinem Recht besteuert werden, aus dem sie stammen; wenn der Empfänger der Zinsen der tatsächlich Nutzungsberechtigte ist, darf die Steuer 10 vom Hundert des Bruttobetrages dieser Zinsen nicht übersteigen. Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten regeln in gegenseitigem Einvernehmen, wie diese Begrenzungsbestimmung durchzuführen ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_3"><num>3.</num><content><p>Der in diesem Artikel verwendete Ausdruck «Zinsen» bedeutet Einkünfte aus Forderungen jeder Art, auch wenn die Forderungen durch Pfandrechte an Grundstücken gesichert oder mit einer Beteiligung am Gewinn des Schuldners ausgestattet sind, und insbesondere Einkünfte aus öffentlichen Anleihen und aus Obligationen einschliesslich der damit verbundenen Aufgelder und der Gewinne aus Losanleihen. Zuschläge für verspätete Zahlungen gelten nicht als Zinsen im Sinne dieses Artikels.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Absätze 1 und 2 sind nicht anzuwenden, wenn der in einem Vertragsstaat ansässige Nutzungsberechtigte im anderen Vertragsstaat, aus dem die Zinsen stammen, eine gewerbliche Tätigkeit durch eine dort gelegene Betriebsstätte oder eine selbständige Arbeit durch eine dort gelegene feste Einrichtung ausübt und die Forderung, für die die Zinsen gezahlt werden, tatsächlich zu dieser Betriebsstätte oder festen Einrichtung gehört. In diesem Fall ist Artikel 7 beziehungsweise Artikel 14 anzuwenden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_5"><num>5.</num><content><p>Zinsen gelten dann als aus einem Vertragsstaat stammend, wenn der Schuldner dieser Staat selbst, eine seiner politischen Unterabteilungen oder lokalen Körperschaften oder eine in diesem Staat ansässige Person ist. Hat aber der Schuldner der Zinsen, ohne Rücksicht darauf, ob er in einem Vertragsstaat ansässig ist oder nicht, in einem Vertragsstaat eine Betriebsstätte oder eine feste Einrichtung und ist die Schuld, für die die Zinsen gezahlt werden, für Zwecke der Betriebsstätte oder der festen Einrichtung eingegangen worden und trägt die Betriebsstätte oder die feste Einrichtung die Zinsen, so gelten die Zinsen als aus dem Staat stammend, in dem die Betriebsstätte oder die feste Einrichtung liegt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_6"><num>6.</num><content><p>Bestehen zwischen dem Schuldner und dem Nutzungsberechtigten oder zwischen jedem von ihnen und einem Dritten besondere Beziehungen und übersteigen deshalb die Zinsen, gemessen an der zugrundeliegenden Forderung, den Betrag, den Schuldner und Nutzungsberechtigter ohne diese Beziehungen vereinbart hätten, so wird dieser Artikel nur auf den letzteren Betrag angewendet. In diesem Fall kann der übersteigende Betrag nach dem Recht eines jeden Vertragsstaats und unter Berücksichtigung der anderen Bestimmungen dieses Abkommens besteuert werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><heading>Lizenzgebühren</heading><paragraph eId="art_12/para_1"><num>1.</num><content><p>Lizenzgebühren, die aus einem Vertragsstaat stammen und an eine im anderen Vertragsstaat ansässige Person gezahlt werden, können, wenn diese Person der Nutzungsberechtigte ist, nur im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_2"><num>2.</num><content><p>Der in diesem Artikel verwendete Ausdruck «Lizenzgebühren» bedeutet Vergütungen jeder Art, die für die Benutzung oder für das Recht auf Benutzung von Urheberrechten an literarischen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Werken, einschliesslich kinematographischer Filme, von Patenten, Marken, Mustern oder Modellen, Plänen, geheimen Formeln oder Verfahren oder für die Mitteilung gewerblicher, kaufmännischer oder wissenschaftlicher Erfahrungen gezahlt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_3"><num>3.</num><content><p>Absatz 1 ist nicht anzuwenden, wenn der in einem Vertragsstaat ansässige Nutzungsberechtigte im anderen Vertragsstaat, aus dem die Lizenzgebühren stammen, eine gewerbliche Tätigkeit durch eine dort gelegene Betriebsstätte oder eine selbständige Arbeit durch eine dort gelegene feste Einrichtung ausübt und die Rechte oder Vermögenswerte, für die die Lizenzgebühren gezahlt werden, tatsächlich zu dieser Betriebsstätte oder festen Einrichtung gehören. In diesem Fall ist Artikel 7 beziehungsweise Artikel 14 anzuwenden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_4"><num>4.</num><content><p>Bestehen zwischen dem Schuldner und dem Nutzungsberechtigten oder zwischen jedem von ihnen und einem Dritten besondere Beziehungen und übersteigen deshalb die Lizenzgebühren, gemessen an der zugrundeliegenden Leistung, den Betrag, den Schuldner und Nutzungsberechtigter ohne diese Beziehungen vereinbart hätten, so wird dieser Artikel nur auf den letzteren Betrag angewendet. In diesem Fall kann der übersteigende Betrag nach dem Recht eines jeden Vertragsstaats und unter Berücksichtigung der anderen Bestimmungen dieses Abkommens besteuert werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><heading>Gewinne aus der Veräusserung von Vermögen</heading><paragraph eId="art_13/para_1"><num>1.</num><content><p>Gewinne, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person aus der Veräusserung unbeweglichen Vermögens im Sinne des Artikels 6 bezieht, das im anderen Vertragsstaat liegt, können im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_2"><num>2.</num><content><p>Gewinne aus der Veräusserung beweglichen Vermögens, das Betriebsvermögen einer Betriebsstätte ist, die ein Unternehmen eines Vertragsstaats im anderen Vertragsstaat hat, oder das zu einer festen Einrichtung gehört, die einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person für die Ausübung einer selbständigen Arbeit im anderen Vertragsstaat zur Verfügung steht, einschliesslich derartiger Gewinne, die bei der Veräusserung einer solchen Betriebsstätte (allein oder mit den übrigen Unternehmen) oder einer solchen festen Einrichtung erzielt werden, können im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_3"><num>3.</num><content><p>Gewinne aus der Veräusserung von Schiffen oder Luftfahrzeugen, die im internationalen Verkehr betrieben werden, von Schiffen, die der Binnenschifffahrt dienen, und von beweglichem Vermögen, das dem Betrieb dieser Schiffe oder Luftfahrzeuge dient, können nur in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem sich der Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung des Unternehmens befindet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_4"><num>4.</num><content><p>Gewinne aus der Veräusserung des in den Absätzen 1, 2 und 3 nicht genannten Vermögens können nur in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem der Veräusserer ansässig ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><heading>Selbständige Arbeit</heading><paragraph eId="art_14/para_1"><num>1.</num><content><p>Einkünfte, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person aus einem freien Beruf oder aus sonstiger selbständiger Tätigkeit bezieht, können nur in diesem Staat besteuert werden, es sei denn, dass der Person im anderen Vertragsstaat für die Ausübung ihrer Tätigkeit gewöhnlich eine feste Einrichtung zur Verfügung steht. Steht ihr eine solche feste Einrichtung zur Verfügung, so können die Einkünfte im anderen Staat besteuert werden, jedoch nur insoweit, als sie dieser festen Einrichtung zugerechnet werden können.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Ausdruck «freier Beruf» umfasst insbesondere die selbständig ausgeübte wissenschaftliche, literarische, künstlerische, erzieherische oder unterrichtende Tätigkeit sowie die selbständige Tätigkeit der Ärzte, Rechtsanwälte, Ingenieure, Architekten, Zahnärzte und Buchsachverständigen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><heading>Unselbständige Arbeit</heading><paragraph eId="art_15/para_1"><num>1.</num><content><p>Vorbehaltlich der Artikel 16, 18 und 19 können Gehälter, Löhne und ähnliche Vergütungen, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person aus unselbständiger Arbeit bezieht, nur in diesem Staat besteuert werden, es sei denn, die Arbeit wird im anderen Vertragsstaat ausgeübt. Wird die Arbeit dort ausgeübt, so können die dafür bezogenen Vergütungen im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_2"><num>2.</num><content><p>Ungeachtet des Absatzes 1 können Vergütungen, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person für eine im anderen Vertragsstaat ausgeübte unselbständige Arbeit bezieht, nur im erstgenannten Staat besteuert werden, wenn</p><blockList><item eId="art_15/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>der Empfänger sich im anderen Staat insgesamt nicht länger als 183 Tage während des betreffenden Steuerjahres aufhält, und</p></item><item eId="art_15/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>die Vergütungen von einem Arbeitgeber oder für einen Arbeitgeber gezahlt werden, der nicht im anderen Staat ansässig ist, und</p></item><item eId="art_15/para_2/lbl_c"><num>c) </num><p>die Vergütungen nicht von einer Betriebsstätte oder einer festen Einrichtung getragen werden, die der Arbeitgeber im anderen Staat hat.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_3"><num>3.</num><content><p>Ungeachtet der vorstehenden Bestimmungen dieses Artikels können Vergütungen für unselbständige Arbeit, die an Bord eines Schiffes oder Luftfahrzeuges, das im internationalen Verkehr betrieben wird, oder an Bord eines Schiffes, das der Binnenschifffahrt dient, ausgeübt wird, in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem sich der Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung des Unternehmens befindet.</p></content></paragraph></article><article eId="art_16"><num><b>Art. 16</b></num><heading>Aufsichtsrats- und Verwaltungsratsvergütungen</heading><paragraph eId="art_16/para"><content><p>Aufsichtsrats- oder Verwaltungsratsvergütungen und ähnliche Zahlungen, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person in ihrer Eigenschaft als Mitglied des Aufsichts- oder Verwaltungsrats einer Gesellschaft bezieht, die im anderen Vertragsstaat ansässig ist, können im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_17"><num><b>Art. 17</b></num><heading>Künstler und Sportler</heading><paragraph eId="art_17/para_1"><num>1.</num><content><p>Ungeachtet der Artikel 14 und 15 können Einkünfte, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person als Künstler, wie Bühnen-, Film-, Rundfunk- und Fernsehkünstler sowie Musiker, oder als Sportler aus ihrer im anderen Vertragsstaat persönlich ausgeübten Tätigkeit bezieht, im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_2"><num>2.</num><content><p>Fliessen Einkünfte aus einer von einem Künstler oder Sportler in dieser Eigenschaft persönlich ausgeübten Tätigkeit nicht dem Künstler oder Sportler selbst, sondern einer anderen Person zu, so können diese Einkünfte ungeachtet der Artikel 7, 14 und 15 in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem der Künstler oder Sportler seine Tätigkeit ausübt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_3"><num>3.</num><content><p>Absatz 2 ist nicht anzuwenden, wenn dargetan wird, dass weder der Künstler oder Sportler noch mit ihm verbundene Personen unmittelbar oder mittelbar an den Gewinnen der in jenem Absatz erwähnten Person beteiligt sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_18"><num><b>Art. 18</b></num><heading>Ruhegehälter</heading><paragraph eId="art_18/para"><content><p>Vorbehaltlich des Artikels 19 Absatz 2 können Ruhegehälter und ähnliche Vergütungen, die einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person für frühere unselbständige Arbeit gezahlt werden, nur in diesem Staat besteuert werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_19"><num><b>Art. 19</b></num><heading>Öffentlicher Dienst</heading><paragraph eId="art_19/para_u1"><content><blockList><item eId="art_19/para_u1/lbl_1"><num>1. </num><p>a) </p><p>Vergütungen, ausgenommen Ruhegehälter, die von einem Vertragsstaat oder einer seiner politischen Unterabteilungen oder lokalen Körperschaften an eine natürliche Person für die diesem Staat oder der politischen Unterabteilung oder lokalen Körperschaft geleisteten Dienste gezahlt werden, können nur in diesem Staat besteuert werden.</p></item><item eId="art_19/para_u1/lbl_b"><num>b) </num><p>Diese Vergütungen können jedoch nur im anderen Vertragsstaat besteuert werden, wenn die Dienste in diesem Staat geleistet werden und die natürliche Person in diesem Staat ansässig ist und</p><blockList><item eId="art_19/para_u1/lbl_b/lbl_i"><num>(i) </num><p>ein Staatsangehöriger dieses Staates ist oder</p></item><item eId="art_19/para_u1/lbl_b/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>nicht ausschliesslich deshalb in diesem Staat ansässig geworden ist, um die Dienste zu leisten.</p></item></blockList></item><item eId="art_19/para_u1/lbl_2"><num>2. </num><p>a) </p><p>Ruhegehälter, die von einem Vertragsstaat oder einer seiner politischen Unterabteilungen oder lokalen Körperschaften oder aus einem von diesem Staat oder der politischen Unterabteilung oder lokalen Körperschaft errichteten Sondervermögen an eine natürliche Person für die diesem Staat oder der politischen Unterabteilung oder lokalen Körperschaft geleisteten Dienste gezahlt werden, können nur in diesem Staat besteuert werden.</p></item><item eId="art_19/para_u1/lbl_b"><num>b) </num><p>Diese Ruhegehälter können jedoch nur im anderen Vertragsstaat besteuert werden, wenn die natürliche Person in diesem Staat ansässig ist und ein Staatsangehöriger dieses Staates ist.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_3"><num>3.</num><content><p>Auf Vergütungen und Ruhegehälter für Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit einer gewerblichen Tätigkeit eines Vertragsstaats oder einer seiner politischen Unterabteilungen oder lokalen Körperschaften erbracht werden, sind die Artikel 15, 16 und 18 anzuwenden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_20"><num><b>Art. 20</b></num><heading>Studenten</heading><paragraph eId="art_20/para"><content><p>Zahlungen, die ein Student, Praktikant oder Lehrling, der sich in einem Vertragsstaat ausschliesslich zum Studium oder zur Ausbildung aufhält und der im anderen Vertragsstaat ansässig ist oder dort unmittelbar vor der Einreise in den erstgenannten Staat ansässig war, für seinen Unterhalt, sein Studium oder seine Ausbildung erhält, dürfen im erstgenannten Staat nicht besteuert werden, sofern diese Zahlungen aus Quellen ausserhalb dieses Staates stammen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_21"><num><b>Art. 21</b></num><heading>Andere Einkünfte</heading><paragraph eId="art_21/para_1"><num>1.</num><content><p>Einkünfte einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person, die in den vorstehenden Artikeln nicht behandelt wurden, können ohne Rücksicht auf ihre Herkunft nur in diesem Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_2"><num>2.</num><content><p>Absatz 1 ist auf andere Einkünfte als solche aus unbeweglichem Vermögen im Sinne des Artikels 6 Absatz 2 nicht anzuwenden, wenn der in einem Vertragsstaat ansässige Empfänger im anderen Vertragsstaat eine gewerbliche Tätigkeit durch eine dort gelegene Betriebsstätte oder eine selbständige Arbeit durch eine dort gelegene feste Einrichtung ausübt und die Rechte oder Vermögenswerte, für die die Einkünfte gezahlt werden, tatsächlich zu dieser Betriebsstätte oder festen Einrichtung gehören. In diesem Fall ist Artikel 7 beziehungsweise Artikel 14 anzuwenden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_22"><num><b>Art. 22</b></num><heading>Vermögen</heading><paragraph eId="art_22/para_1"><num>1.</num><content><p>Unbewegliches Vermögen im Sinne des Artikels 6, das einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person gehört und im anderen Vertragsstaat liegt, kann im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_22/para_2"><num>2.</num><content><p>Bewegliches Vermögen, das Betriebsvermögen einer Betriebsstätte ist, die ein Unternehmen eines Vertragsstaats im anderen Vertragsstaat hat, oder das zu einer festen Einrichtung gehört, die einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person für die Ausübung einer selbständigen Arbeit im anderen Vertragsstaat zur Verfügung steht, kann im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_22/para_3"><num>3.</num><content><p>Schiffe und Luftfahrzeuge, die im internationalen Verkehr betrieben werden, und Schiffe, die der Binnenschifffahrt dienen, sowie bewegliches Vermögen, das dem Betrieb dieser Schiffe oder Luftfahrzeuge dient, können nur in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem sich der Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung des Unternehmens befindet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_22/para_4"><num>4.</num><content><p>Alle anderen Vermögensteile einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person können nur in diesem Staat besteuert werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_23"><num><b>Art. 23</b></num><heading>Methoden zur Vermeidung der Doppelbesteuerung</heading><paragraph eId="art_23/para_u1"><content><p>Die Doppelbesteuerung wird wie folgt vermieden:</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_23/para_1/listintro">In Luxemburg:</listIntroduction><item eId="art_23/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>Bezieht eine in Luxemburg ansässige Person Einkünfte oder hat sie Vermögen, die nach diesem Abkommen in der Schweiz besteuert werden können, so nimmt Luxemburg vorbehaltlich der Unterabsätze b) und c) diese Einkünfte oder dieses Vermögen von der Besteuerung aus; Luxemburg kann aber bei der Festsetzung der Steuer für das übrige Einkommen oder Vermögen dieser ansässigen Person den Steuersatz anwenden, der anzuwenden wäre, wenn die betreffenden Einkünfte oder Vermögensteile nicht von der Besteuerung ausgenommen wären.</p></item><item eId="art_23/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>Bezieht eine in Luxemburg ansässige Person Einkünfte, die nach den Bestimmungen der Artikel 10 und 11 in der Schweiz besteuert werden können, so rechnet Luxemburg auf die vom Einkommen dieser Person zu erhebende Steuer den Betrag an, der der in der Schweiz bezahlten Steuer entspricht. Der anzurechnende Betrag darf jedoch den Teil der vor der Anrechnung ermittelten Steuer nicht übersteigen, der auf die aus der Schweiz stammenden Einkünfte entfällt.</p></item><item eId="art_23/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>Bezieht eine in Luxemburg ansässige Gesellschaft Dividenden aus schweizerischer Quelle, so nimmt Luxemburg, unter der Voraussetzung, dass die in Luxemburg ansässige Gesellschaft seit Beginn ihres Geschäftsjahres mindestens 10 vom Hundert des Kapitals der die Dividenden zahlenden schweizerischen Gesellschaft besitzt, diese Dividenden von der Besteuerung aus. Die Aktien oder die entsprechenden Gesellschaftsanteile an der schweizerischen Gesellschaft sind unter der gleichen Voraussetzung von der luxemburgischen Vermögensteuer befreit.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_23/para_2/listintro">In der Schweiz:</listIntroduction><item eId="art_23/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>Bezieht eine in der Schweiz ansässige Person Einkünfte oder hat sie Vermögen, die in den Unterabschnitten b) und c) nicht genannt sind, und die nach diesem Abkommen in Luxemburg besteuert werden können, so nimmt die Schweiz diese Einkünfte oder dieses Vermögen von der Besteuerung aus; sie kann aber bei der Festsetzung der Steuer für das übrige Einkommen oder Vermögen dieser ansässigen Person den Steuersatz anwenden, der anzuwenden wäre, wenn die betreffenden Einkünfte oder das betreffende Vermögen nicht von der Besteuerung ausgenommen wären. Diese Befreiung findet jedoch nicht Anwendung auf Verwaltungsratsvergütungen und Gehälter, die von einer luxemburgischen Gesellschaft im Sinne von Artikel 28 dieses Abkommens an eine in der Schweiz ansässige Person ausgerichtet werden, es sei denn, dass die Besteuerung dieser Einkünfte in Luxemburg nachgewiesen wird.</p></item><item eId="art_23/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>Bezieht eine in der Schweiz ansässige Person Einkünfte, die nach den Artikeln 10 und 11 in Luxemburg besteuert werden können, so gewährt die Schweiz dieser ansässigen Person auf Antrag eine Entlastung. </p><blockList><listIntroduction eId="art_23/para_2/lbl_b/listintro">Diese Entlastung besteht:</listIntroduction><item eId="art_23/para_2/lbl_b/lbl_i"><num>(i) </num><p>in der Anrechnung der nach den Artikeln 10 und 11 in Luxemburg erhobenen Steuer auf die vom Einkommen dieser ansässigen Person geschuldete schweizerische Steuer; der anzurechnende Betrag darf jedoch den Teil der vor der Anrechnung ermittelten schweizerischen Steuer nicht übersteigen, der auf die Einkünfte entfällt, die in Luxemburg besteuert werden können; oder</p></item><item eId="art_23/para_2/lbl_b/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>in einer pauschalen Ermässigung der schweizerischen Steuer; oder</p></item><item eId="art_23/para_2/lbl_b/lbl_iii"><num>(iii) </num><p>in einer teilweisen Befreiung der betreffenden Einkünfte von der schweizerischen Steuer, mindestens aber im Abzug der in Luxemburg erhobenen Steuer vom Bruttobetrag der aus Luxemburg stammenden Einkünfte.</p></item></blockList></item><item eId="art_23/para_2/bull_u3"><num/><p>Die Schweiz wird gemäss den schweizerischen Vorschriften über die Durchführung von zwischenstaatlichen Abkommen des Bundes zur Vermeidung der Doppelbesteuerung die Art der Entlastung bestimmen und das Verfahren ordnen.</p></item><item eId="art_23/para_2/lbl_c"><num>c) </num><p>Eine in der Schweiz ansässige Gesellschaft, die Dividenden von einer in Luxemburg ansässigen Gesellschaft bezieht, geniesst bei der Erhebung der schweizerischen Steuer auf diesen Dividenden die gleichen Vergünstigungen, die ihr zustehen würden, wenn die die Dividenden zahlende Gesellschaft in der Schweiz ansässig wäre.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_3"><num>3.</num><content><p>Absatz 1 Buchstabe a und Absatz 2 Buchstabe a gelten nicht für Einkünfte oder Vermögen einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person, wenn der andere Vertragsstaat dieses Abkommen so anwendet, dass diese Einkünfte oder dieses Vermögen von der Steuer befreit sind, oder wenn er Artikel 10 Absatz 2 oder Artikel 11 Absatz 2 für solche Einkünfte anwendet.<authorialNote><p> Eingefügt durch Anhang 1 Ziff. III der Verständigungsvereinbarung vom 12. Mai 2020, in Kraft seit 27. Mai 2020 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2020/487" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2020</b> 2715</ref>).</p></authorialNote></p></content></paragraph></article><article eId="art_24"><num><b>Art. 24</b></num><heading>Gleichbehandlung</heading><paragraph eId="art_24/para_1"><num>1.</num><content><p>Staatsangehörige eines Vertragsstaats dürfen im anderen Vertragsstaat keiner Besteuerung oder damit zusammenhängenden Verpflichtung unterworfen werden, die anders oder belastender ist als die Besteuerung und die damit zusammenhängenden Verpflichtungen, denen Staatsangehörige des anderen Staates unter gleichen Verhältnissen unterworfen sind oder unterworfen werden können. Diese Bestimmung gilt ungeachtet des Artikels 1 auch für Personen, die in keinem Vertragsstaat ansässig sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Ausdruck «Staatsangehörige» bedeutet</p><blockList><item eId="art_24/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>natürliche Personen, die die Staatsangehörigkeit eines Vertragsstaats besitzen;</p></item><item eId="art_24/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>juristische Personen, Personengesellschaften und andere Personenvereinigungen, die nach dem in einem Vertragsstaat geltenden Recht errichtet worden sind.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Besteuerung einer Betriebsstätte, die ein Unternehmen eines Vertragsstaats im anderen Vertragsstaat hat, darf im anderen Staat nicht ungünstiger sein als die Besteuerung von Unternehmen des anderen Staates, die die gleiche Tätigkeit ausüben. Diese Bestimmung ist nicht so auszulegen, als verpflichte sie einen Vertragsstaat, den im anderen Vertragsstaat ansässigen Personen Steuerfreibeträge, ‑vergünstigungen und -ermässigungen auf Grund des Personenstandes oder der Familienlasten zu gewähren, die er seinen ansässigen Personen gewährt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_4"><num>4.</num><content><p>Sofern nicht Artikel 9, Artikel 11 Absatz 6 oder Artikel 12 Absatz 4 anzuwenden ist, sind Zinsen, Lizenzgebühren und andere Entgelte, die ein Unternehmen eines Vertragsstaats an eine im anderen Vertragsstaat ansässige Person zahlt, bei der Ermittlung der steuerpflichtigen Gewinne dieses Unternehmens unter den gleichen Bedingungen wie Zahlungen an eine im erstgenannten Staat ansässige Person zum Abzug zuzulassen. Dementsprechend sind Schulden, die ein Unternehmen eines Vertragsstaats gegenüber einer im anderen Vertragsstaat ansässigen Person hat, bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Vermögens dieses Unternehmens unter den gleichen Bedingungen wie Schulden gegenüber einer im erstgenannten Staat ansässigen Person zum Abzug zuzulassen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_5"><num>5.</num><content><p>Unternehmen eines Vertragsstaats, deren Kapital ganz oder teilweise unmittelbar oder mittelbar einer im anderen Vertragsstaat ansässigen Person oder mehreren solchen Personen gehört oder ihrer Kontrolle unterliegt, dürfen im erstgenannten Staat keiner Besteuerung oder damit zusammenhängenden Verpflichtung unterworfen werden, die anders oder belastender ist als die Besteuerung und die damit zusammenhängenden Verpflichtungen, denen andere ähnliche Unternehmen des erstgenannten Staates unterworfen sind oder unterworfen werden können.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_6"><num>6.</num><content><p>Dieser Artikel gilt ungeachtet des Artikels 2 für Steuern jeder Art und Bezeichnung.</p></content></paragraph></article><article eId="art_25"><num><b>Art. 25</b></num><heading>Verständigungsverfahren</heading><paragraph eId="art_25/para_1"><num>1.</num><content><p>Ist eine Person der Auffassung, dass Massnahmen eines Vertragsstaats oder beider Vertragsstaaten für sie zu einer Besteuerung führen oder führen werden, die diesem Abkommen nicht entspricht, so kann sie ungeachtet der nach dem innerstaatlichen Recht dieser Staaten vorgesehenen Rechtsmittel ihren Fall der zuständigen Behörde eines der beiden Vertragsstaaten unterbreiten.<authorialNote><p> Fassung gemäss Anhang 1 Ziff. IV der Verständigungsvereinbarung vom 12. Mai 2020, in Kraft seit 27. Mai 2020 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2020/487" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2020</b> 2715</ref>).</p></authorialNote> Der Fall muss innerhalb von drei Jahren nach der ersten Mitteilung der Massnahme unterbreitet werden, die zu einer dem Abkommen nicht entsprechenden Besteuerung führt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_2"><num>2.</num><content><p>Hält die zuständige Behörde die Einwendung für begründet und ist sie selbst nicht in der Lage, eine befriedigende Lösung herbeizuführen, so wird sie sich bemühen, den Fall durch Verständigung mit der zuständigen Behörde des anderen Vertragsstaats so zu regeln, dass eine dem Abkommen nicht entsprechende Besteuerung vermieden wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_3"><num>3.</num><content><p>Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten werden sich bemühen, Schwierigkeiten oder Zweifel, die bei der Auslegung oder Anwendung des Abkommens entstehen, in gegenseitigem Einvernehmen zu beseitigen. Sie können auch gemeinsam darüber beraten, wie eine Doppelbesteuerung in Fällen vermieden werden kann, die im Abkommen nicht behandelt sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_4"><num>4.</num><content><p>Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten können zur Herbeiführung einer Einigung im Sinne der vorstehenden Absätze unmittelbar miteinander verkehren, gegebenenfalls auch durch eine aus ihnen oder ihren Vertretern bestehende gemeinsame Kommission.<authorialNote><p> Fassung gemäss Art. 2 Abs. 1 des Zusatzabk. vom 25. Aug. 2009, von der BVers genehmigt am 18. Juni 2010 und in Kraft seit 19. Nov. 2010 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2010/807" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2010</b> 5693 </ref><ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2010/806" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">5691</ref>;  <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/2010/217" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">BBl <b>2010 </b>1189</ref>).</p></authorialNote></p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_5"><num>5.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_25/para_5/listintro">Wenn:</listIntroduction><item eId="art_25/para_5/lbl_a"><num>a) </num><p>eine Person der zuständigen Behörde eines Vertragsstaats gemäss Absatz 1 einen Fall mit der Begründung unterbreitet hat, dass die Massnahmen eines Vertragsstaats oder beider Vertragsstaaten für sie zu einer Besteuerung geführt haben, die diesem Abkommen nicht entspricht; und</p></item><item eId="art_25/para_5/lbl_b"><num>b) </num><p>die zuständigen Behörden nicht in der Lage sind, innerhalb von drei Jahren ab der Vorlage des Falls an die zuständige Behörde des anderen Vertragsstaats eine einvernehmliche Lösung im Sinne des Absatzes 2 herbeizuführen;</p></item></blockList><p>so sind alle ungelösten Streitpunkte dieses Falls auf Ersuchen dieser Person einem Schiedsverfahren zuzuleiten. Diese ungelösten Streitpunkte dürfen jedoch dann nicht einem Schiedsverfahren zugeleitet werden, wenn in dieser Angelegenheit bereits eine Entscheidung durch ein Gericht oder ein Verwaltungsgericht eines der beiden Staaten ergangen ist. Sofern nicht eine von diesem Fall unmittelbar betroffene Person die den Schiedsspruch umsetzende Verständigungsregelung ablehnt, ist dieser Schiedsspruch für beide Vertragsstaaten bindend und ungeachtet der Fristen des innerstaatlichen Rechts der Vertragsstaaten umzusetzen. Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten regeln in gegenseitigem Einvernehmen, wie das Verfahren nach diesem Absatz durchzuführen ist.</p><p>Die Vertragsstaaten können der aufgrund dieses Absatzes gebildeten Schiedskommission die für die Durchführung des Schiedsverfahrens erforderlichen Informationen zugänglich machen. Die Mitglieder der Schiedskommission unterliegen hinsichtlich dieser Informationen den Geheimhaltungsvorschriften von Artikel 26 Absatz 2 des Abkommens.<authorialNote><p> Eingefügt durch Art. 2 Abs. 2 des Zusatzabk. vom 25. Aug. 2009, von der BVers genehmigt am 18. Juni 2010 und in Kraft seit 19. Nov. 2010 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2010/807" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2010</b> 5693 </ref><ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2010/806" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">5691</ref>;  <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/2010/217" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">BBl <b>2010 </b>1189</ref>).</p></authorialNote></p></content></paragraph></article><article eId="art_26"><num><b>Art. 26</b><authorialNote><p> Fassung gemäss Art. 3 des Zusatzabk. vom 25. Aug. 2009, von der BVers genehmigt am 18. Juni 2010 und in Kraft seit 19. Nov. 2010 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2010/807" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2010</b> 5693 </ref><ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2010/806" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">5691</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/2010/217" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">BBl <b>2010 </b>1189</ref>). Diese Bestimmungen finden Anwendung für Steuerjahre, die am oder nach dem 1. Januar des auf das Inkrafttreten des Zusatzabk. folgenden Jahres beginnen.</p></authorialNote></num><heading>Informationsaustausch</heading><paragraph eId="art_26/para_1"><num>1.</num><content><p>Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten tauschen die Informationen aus, die zur Durchführung dieses Abkommens oder zur Anwendung oder Durchsetzung des innerstaatlichen Rechts betreffend die unter das Abkommen fallenden Steuern voraussichtlich erheblich sind, soweit die diesem Recht entsprechende Besteuerung nicht dem Abkommen widerspricht. Der Informationsaustausch ist durch Artikel 1 nicht eingeschränkt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_2"><num>2.</num><content><p>Alle Informationen, die ein Vertragsstaat nach Absatz 1 erhalten hat, sind ebenso geheim zu halten wie die aufgrund des innerstaatlichen Rechts dieses Staates beschafften Informationen und dürfen nur den Personen oder Behörden (einschliesslich der Gerichte und der Verwaltungsbehörden) zugänglich gemacht werden, die mit der Veranlagung oder der Erhebung, mit der Vollstreckung oder der Strafverfolgung oder mit der Entscheidung von Rechtsmitteln hinsichtlich der Steuern im Sinne von Absatz 1 befasst sind. Diese Personen oder Behörden dürfen die Informationen nur für diese Zwecke verwenden. Sie dürfen die Informationen in einem öffentlichen Gerichtsverfahren oder in einer Gerichtsentscheidung offen legen. Ungeachtet der vorstehenden Bestimmungen kann ein Vertragsstaat die erhaltenen Informationen für andere Zwecke verwenden, wenn solche Informationen nach dem Recht beider Staaten für solche andere Zwecke verwendet werden dürfen und die zuständige Behörde desjenigen Staates, der die Informationen erteilt hat, dieser anderen Verwendung zustimmt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_3"><num>3.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_26/para_3/listintro">Die Absätze 1 und 2 sind nicht so auszulegen, als verpflichteten sie einen Vertragsstaat:</listIntroduction><item eId="art_26/para_3/lbl_a"><num>a) </num><p>Verwaltungsmassnahmen durchzuführen, die von den Gesetzen und der Verwaltungspraxis dieses oder des anderen Vertragsstaats abweichen;</p></item><item eId="art_26/para_3/lbl_b"><num>b) </num><p>Informationen zu erteilen, die nach den Gesetzen oder im üblichen Verwaltungsverfahren dieses oder des anderen Vertragsstaats nicht beschafft werden können;</p></item><item eId="art_26/para_3/lbl_c"><num>c) </num><p>Informationen zu erteilen, die ein Handels-, Geschäfts-, Gewerbe- oder Berufsgeheimnis oder ein Geschäftsverfahren preisgeben würden oder deren Erteilung dem Ordre public widerspräche.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_4"><num>4.</num><content><p>Ersucht ein Vertragsstaat gemäss diesem Artikel um Informationen, so nutzt der andere Vertragsstaat die ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Beschaffung der erbetenen Informationen, selbst wenn dieser andere Staat diese Informationen für seine eigenen steuerlichen Zwecke nicht benötigt. Die im vorhergehenden Satz erhaltene Verpflichtung unterliegt der Beschränkungen nach Absatz 3, wobei diese jedoch nicht so auszulegen sind, dass ein Vertragsstaat die Erteilung von Informationen nur deshalb ablehnen kann, weil er kein innerstaatliches steuerliches Interesse an solchen Informationen hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_5"><num>5.</num><content><p>Absatz 3 ist in keinem Fall so auszulegen, als erlaube er einem Vertragsstaat die Erteilung von Informationen nur deshalb abzulehnen, weil sich die Informationen bei einer Bank, einem sonstigen Finanzinstitut, einem Bevollmächtigten, Beauftragten oder Treuhänder befinden oder weil sie sich auf Beteiligungen an einer Person beziehen. Ungeachtet des Absatzes 3 oder entgegenstehender Bestimmungen des innerstaatlichen Rechts verfügen die Steuerbehörden des ersuchten Vertragsstaats über die Befugnis, die Offenlegung der in diesem Absatz genannten Informationen durchzusetzen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_27"><num><b>Art. 27</b></num><heading>Diplomaten und Konsularbeamte</heading><paragraph eId="art_27/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Abkommen berührt nicht die steuerlichen Vorrechte, die den diplomatischen und konsularischen Beamten nach den allgemeinen Regeln des Völkerrechts oder auf Grund besonderer Vereinbarungen zustehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_27/para_2"><num>2.</num><content><p>Ungeachtet des Artikels 4 gilt eine natürliche Person, die Mitglied einer diplomatischen Mission, einer konsularischen Vertretung oder einer ständigen Vertretung eines Vertragsstaats ist, die im anderen Vertragsstaat oder in einem dritten Staat gelegen ist, nach dem Zweck des Abkommens als im Entsendestaat ansässig, wenn sie</p><blockList><item eId="art_27/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>nach dem Völkerrecht im Empfangsstaat mit Einkünften aus Quellen ausserhalb dieses Staates oder mit ausserhalb dieses Staates gelegenem Vermögen nicht steuerpflichtig ist, und</p></item><item eId="art_27/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>im Entsendestaat den gleichen Verpflichtungen bezüglich der Steuer von ihrem gesamten Einkommen oder vom Vermögen unterworfen ist wie in diesem Staat ansässige Personen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_27/para_3"><num>3.</num><content><p>Das Abkommen gilt nicht für internationale Organisationen, deren Organe oder Beamten und für Personen, die Mitglieder einer diplomatischen Mission, einer konsularischen Vertretung oder einer ständigen Vertretung eines dritten Staates sind und die sich in einem Vertragsstaat aufhalten und in keinem der Vertragsstaaten für die Zwecke der Steuern vom Einkommen oder Vermögen als ansässig gelten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_28_A"><num><b>Art. 28A</b><authorialNote><p> Eingefügt durch Anhang 1 Ziff. V der Verständigungsvereinbarung vom 12. Mai 2020, in Kraft seit 27. Mai 2020 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2020/487" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2020</b> 2715</ref>).</p></authorialNote></num><heading>Anspruch auf Vorteile</heading><paragraph eId="art_28_A/para"><content><p>Ungeachtet der anderen Bestimmungen dieses Abkommens wird eine Vergünstigung nach diesem Abkommen nicht für bestimmte Einkünfte oder Vermögenswerte gewährt, wenn unter Berücksichtigung aller massgebenden Tatsachen und Umstände die Feststellung gerechtfertigt ist, dass der Erhalt dieser Vergünstigung einer der Hauptzwecke einer Gestaltung oder Transaktion war, die unmittelbar oder mittelbar zu dieser Vergünstigung geführt hat, es sei denn, es wird nachgewiesen, dass die Gewährung dieser Vergünstigung unter diesen Umständen mit dem Ziel und Zweck der einschlägigen Bestimmungen dieses Abkommens im Einklang steht.</p></content></paragraph></article><article eId="art_28"><num><b>Art. 28</b></num><heading>Ausschluss gewisser Gesellschaften</heading><paragraph eId="art_28/para"><content><p>Dieses Abkommen findet nicht Anwendung auf die Holdinggesellschaften im Sinne der besonderen luxemburgischen Gesetzgebung, die ihre aktuelle Rechtsgrundlage im Gesetz vom 31. Juli 1929 und im Arrêté grand-ducal vom 17. Dezember 1938 haben, sowie auf die Gesellschaften, die in Luxemburg einer gleichartigen steuerlichen Regelung unterstehen. Es findet ebenfalls nicht Anwendung auf Einkünfte, die eine in der Schweiz ansässige Person von einer solchen Gesellschaft bezieht und die nicht Gehälter oder Verwaltungsratsvergütungen gemäss Artikel 15 und 16 darstellen; ebenso findet das Abkommen nicht Anwendung auf Aktien oder andere Kapitalanteile an solchen Gesellschaften, die diese Person besitzt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_29"><num><b>Art. 29</b></num><heading>Inkrafttreten</heading><paragraph eId="art_29/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Abkommen bedarf der Ratifikation; die Ratifikationsurkunden werden so bald wie möglich in Luxemburg ausgetauscht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_29/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_29/para_2/listintro">Das Abkommen tritt dreissig Tage nach dem Austausch der Ratifikationsurkunden in Kraft, und seine Bestimmungen finden Anwendung:</listIntroduction><item eId="art_29/para_2/lbl_a"><num>a) </num><blockList><listIntroduction eId="art_29/para_2/lbl_a/listintro">in Luxemburg:</listIntroduction><item eId="art_29/para_2/lbl_a/lbl_i"><num>(i) </num><p>hinsichtlich der an der Quelle erhobenen Steuern auf jene Einkünfte, die am oder nach dem 1. Januar des Jahres des Austausches der Ratifikationsurkunden gutgeschrieben oder ausbezahlt werden;</p></item><item eId="art_29/para_2/lbl_a/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>hinsichtlich der anderen Steuern auf Steuerperioden, die am oder nach dem 1. Januar des Jahres des Austausches der Ratifikationsurkunden enden;</p></item></blockList></item><item eId="art_29/para_2/lbl_b"><num>b) </num><blockList><listIntroduction eId="art_29/para_2/lbl_b/listintro">in der Schweiz:</listIntroduction><item eId="art_29/para_2/lbl_b/lbl_i"><num>(i) </num><p>hinsichtlich der an der Quelle erhobenen Steuern auf jene Einkünfte, deren Bezahlung am oder nach dem 1. Januar des Jahres des Austausches der Ratifikationsurkunden erfolgt;</p></item><item eId="art_29/para_2/lbl_b/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>hinsichtlich der anderen Steuern auf die Steuerjahre, die am oder nach dem 1. Januar des Austausches der Ratifikationsurkunden beginnen.</p></item></blockList></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_30"><num><b>Art. 30</b></num><heading>Kündigung</heading><paragraph eId="art_30/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_30/para/listintro">Dieses Abkommen bleibt in Kraft, solange es nicht von einem Vertragsstaat gekündigt wird. Jeder Vertragsstaat kann das Abkommen auf diplomatischem Weg unter Einhaltung einer Frist von mindestens sechs Monaten zum Ende eines Kalenderjahres kündigen. In diesem Fall findet das Abkommen nicht mehr Anwendung:</listIntroduction><item eId="art_30/para/lbl_a"><num>a) </num><blockList><listIntroduction eId="art_30/para/lbl_a/listintro">in Luxemburg:</listIntroduction><item eId="art_30/para/lbl_a/lbl_i"><num>(i) </num><p>hinsichtlich der an der Quelle erhobenen Steuern auf jene Einkünfte, die nach dem 31. Dezember des Jahres der Kündigung gutgeschrieben oder ausbezahlt werden;</p></item><item eId="art_30/para/lbl_a/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>hinsichtlich der anderen Steuern auf Steuerperioden, die nach dem 31. Dezember des Jahres der Kündigung beginnen;</p></item></blockList></item><item eId="art_30/para/lbl_b"><num>b) </num><blockList><listIntroduction eId="art_30/para/lbl_b/listintro">in der Schweiz:</listIntroduction><item eId="art_30/para/lbl_b/lbl_i"><num>(i) </num><p>hinsichtlich der an der Quelle erhobenen Steuern auf jene Einkünfte, deren Bezahlung nach dem 31. Dezember des Jahres der Kündigung erfolgt;</p></item><item eId="art_30/para/lbl_b/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>hinsichtlich der anderen Steuern auf die Steuerjahre, die nach dem 31. Dezember des Jahres der Kündigung beginnen.</p></item></blockList></item></blockList></content></paragraph></article><signature><p><i>Zu Urkund dessen</i> haben die hierzu gehörig bevollmächtigten Unterzeichneten dieses Abkommen unterschrieben.</p><p>Geschehen zu Bern am 21. Januar 1993 im Doppel in französischer Sprache.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Für den <br/>Schweizerischen Bundesrat:</p><p>Adolf Ogi</p></td><td><p>Für die Regierung <br/>des Grossherzogtums von Luxemburg:</p><p>Jacques Santer</p></td></tr></table></signature></body><components><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/333_333_333/20200527/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/333_333_333/20200527"/><FRBRdate date="2020-05-27" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1993-01-21" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1994-02-19" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.672.951.81"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 21 janvier 1993 entre la Confédération suisse et le Grand-Duché de Luxembourg en vue d'éviter les doubles impositions en matière d'impôts sur le revenu et sur la  fortune (avec prot.)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 21 gennaio 1993 tra la Confederazione Svizzera e il Granducato di Lussemburgo per evitare le doppie imposizioni in materia di imposte sul reddito e sul patrimonio (con Prot.)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 21. Januar 1993 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Grossherzogtum von Luxemburg zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen (mit Prot.)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/333_333_333/20200527/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/333_333_333/20200527/de"/><FRBRdate date="2020-05-27" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1993-01-21" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1994-02-19" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/333_333_333/20200527/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/333_333_333/20200527/de/xml"/><FRBRdate date="2020-05-27" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1993-01-21" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1994-02-19" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Protokoll<b><sup><authorialNote><p> Eingefügt durch Art. 4 des Zusatzabk. vom 25. Aug. 2009, von der BVers genehmigt am 18. Juni 2010 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2010/807" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2010</b> 5693 </ref><ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2010/806" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">5691</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/2010/217" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">BBl <b>2010 </b>1189</ref>). Bereinigt gemäss Art. 1 des Zweiten Zusatzabk. vom 11. Juli 2012, von der BVers genehmigt am 23. Dez. 2011 und in Kraft seit 11. Juli 2013 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2013/520" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2013</b> 2469 </ref><ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2013/519" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">2467</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/2011/546" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">BBl <b>2011</b> 3749</ref>).</p></authorialNote></sup></b></block></container></preface><mainBody><p>Bei der Unterzeichnung des Zusatzabkommens zur Änderung des Abkommens vom 21. Januar 1993 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Grossherzogtum von Luxemburg zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen haben sich die beiden Staaten auf das folgende Protokoll geeinigt, das einen integrierenden Bestandteil des Abkommens bildet:</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">1. Zu Art. 4</p><p>Es besteht Einvernehmen darüber, dass der Ausdruck «eine in einem Vertragsstaat ansässige Person» eine nach den Vorschriften eines Vertragsstaats anerkannte und beaufsichtigte Pensionskasse oder Vorsorgeeinrichtung, deren Einkünfte in diesem Staat in der Regel von der Steuer befreit sind und vornehmlich der Verwaltung oder der Ausrichtung von Pensionen oder Ruhegehältern oder der Erzielung von Einkünften für einen oder mehrere solcher Einrichtungen dienen, einschliesst.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">2. Zu den Art. 18 und 19</p><p>Es besteht Einvernehmen darüber, dass der in den Artikeln 18 und 19 verwendete Ausdruck «Ruhegehälter» nicht nur wiederkehrende Zahlungen, sondern auch Kapitalleistungen umfasst.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">3. Zu Art. 26</p><blockList><item eId="lbl_a"><num>a) </num><p>Es besteht Einvernehmen darüber, dass der ersuchende Vertragsstaat ein Begehren um Austausch von Informationen erst dann stellt, wenn er alle in seinem innerstaatlichen Steuerverfahren vorgesehenen üblichen Mittel zur Beschaffung der Informationen ausgeschöpft hat.</p></item><item eId="lbl_b"><num>b) </num><p>Der Zweck der Verweisung auf Informationen, die voraussichtlich erheblich sind, besteht darin, einen möglichst weit gehenden Informationsaustausch in Steuerbelangen zu gewährleisten, ohne den Vertragsstaaten zu erlauben, <i>fi</i><i>s</i><i>hing expeditions</i> zu betreiben oder um Informationen zu ersuchen, deren Erheblichkeit hinsichtlich der Steuerbelange einer bestimmten steuerpflichtigen Person unwahrscheinlich ist. Die im Amtshilfeersuchen zu liefernden Angaben sind zwar wichtige verfahrenstechnische Voraussetzungen für die Vermeidung von <i>fishing expeditions</i>; sie sind jedoch nicht so auszulegen, dass sie einen wirksamen Informationsaustausch behindern.</p></item><item eId="lbl_c"><num>c) </num><blockList><listIntroduction eId="lbl_c/listintro">Es besteht Einvernehmen darüber, dass die Steuerbehörden des ersuchenden Staates bei der Stellung eines Amtshilfebegehrens nach Artikel 26 des Abkommens den Steuerbehörden des ersuchten Staates die nachstehenden Angaben zu liefern haben:</listIntroduction><item eId="lbl_c/lbl_i"><num>(i) </num><p>die Identität der in eine Überprüfung oder Untersuchung einbezogenen Person; wobei diese Identifikation auch auf andere Weise als durch Angabe des Namens und der Adresse erfolgen kann;</p></item><item eId="lbl_c/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>die Zeitperiode, für welche die Informationen verlangt werden;</p></item><item eId="lbl_c/lbl_iii"><num>(iii) </num><p>eine Beschreibung der verlangten Informationen sowie Angaben hinsichtlich der Form, in der der ersuchende Staat diese Informationen vom ersuchten Staat zu erhalten wünscht;</p></item><item eId="lbl_c/lbl_iv"><num>(iv) </num><p>den Steuerzweck, für den die Informationen verlangt werden;</p></item><item eId="lbl_c/lbl_v"><num>(v) </num><p>sofern bekannt, den Namen und die Adresse des mutmasslichen Inhabers der verlangten Informationen.</p></item></blockList></item><item eId="lbl_d"><num>d) </num><p>Es besteht im Weiteren Einvernehmen darüber, dass Artikel 26 des Abkommens die Vertragsstaaten nicht dazu verpflichtet, Informationen auf automatischer oder spontaner Basis auszutauschen.</p></item><item eId="lbl_e"><num>e) </num><p>Es besteht Einvernehmen darüber, dass im Falle des Austauschs von Informationen die im ersuchten Staat geltenden Bestimmungen des Verwaltungsverfahrensrechts über die Rechte der steuerpflichtigen Person vorbehalten bleiben, bevor die Informationen an den ersuchenden Staat übermittelt werden. Es besteht im Weiteren Einvernehmen darüber, dass diese Bestimmung dazu dient, der steuerpflichtigen Person ein ordnungsgemässes Verfahren zu gewähren und nicht bezweckt, den wirksamen Informationsaustausch zu verhindern oder übermässig zu verzögern.</p></item></blockList><level eId="annex_u1/lvl_u2"><heading>Artikel 5 Absatz 2 des Zusatzabkommens vom 25. August 2009<b><sup><authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2010/807" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2010</b> 5693 </ref><ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2010/806" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">5691</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/2010/217" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">BBl <b>2010 </b>1189</ref></p></authorialNote></sup></b></heading><content><blockList><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_u2/listintro">2.  Dieses Zusatzabkommen, das einen integrierenden Bestandteil des Abkommens bildet und ein dazugehörendes Protokoll enthält, tritt am Tag der späteren der im Absatz 1 erwähnten Notifikationen in Kraft und seine Bestimmungen finden Anwendung:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_u2/lbl_a"><num>a) </num><p>vorbehältlich des Buchstabens b hinsichtlich der an der Quelle erhobenen Steuern auf Einkünfte, die am oder nach dem 1. Januar des auf das Inkrafttreten des Zusatzabkommens folgenden Kalenderjahres an nicht ansässige Personen gutgeschrieben oder ausbezahlt werden;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u2/lbl_b"><num>b) </num><p>hinsichtlich anderer Steuern auf Einkünfte oder auf Vermögen auf das nach dem Inkrafttreten des Zusatzabkommens folgende Kalenderjahr (einschliesslich für das diesem Kalenderjahr entsprechende Geschäftsjahr).</p></item></blockList></content></level><level eId="annex_u1/lvl_u3"><heading>Artikel 2 Absatz 2 des Zusatzabkommens vom 11. Juli 2012<b><sup><authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2013/520" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2013</b> 2469 </ref><ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2013/519" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">2467</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/2011/546" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">BBl <b>2011</b> 3749</ref></p></authorialNote></sup></b></heading><content><p>2.  Dieses Zusatzabkommen, das einen integrierenden Bestandteil des Abkommens bildet, tritt am Tag der späteren der in Absatz 1 erwähnten Notifikationen in Kraft und seine Bestimmungen finden vom ersten Tag der Anwendung des Zusatzabkommens vom 25. August 2009 und des dazugehörigen Protokolls an Anwendung, mit denen das Abkommen geändert wird.</p></content></level><level eId="annex_u1/lvl_u4"><heading>Ziffer 5 der Verständigungsvereinbarung vom 12. Mai 2020<b><sup><authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2020/487" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2020</b> 2715</ref></p></authorialNote></sup></b></heading><content><blockList><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_u4/listintro">5.  Die Verständigungsvereinbarung findet Anwendung:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_u4/lbl_a"><num>a) </num><p>bei an der Quelle erhobenen Steuern auf Beträge, die gezahlt oder gutgeschrieben werden, wenn das Ereignis, das zu diesen Steuern führt, am oder nach dem 1. Januar 2021 eintritt;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u4/lbl_b"><num>b) </num><p>bei allen anderen Steuern für Steuern, die für Veranlagungszeiträume erhoben werden, die nach dem 26. Dezember 2020 beginnen (nach Ablauf eines Zeitabschnitts von sechs Kalendermonaten und dreissig Tagen nach Eingang der Notifikation der schweizerischen zuständigen Behörde beim Depositar des BEPS-Übereinkommens);</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u4/lbl_c"><num>c) </num><p>ungeachtet der Buchstaben a und b tritt Absatz 1 von Artikel 25 (Verständigungsverfahren) des Abkommens für Gesuche in Kraft, die ab dem 26. Juni 2020 gestellt werden (dreissig Tage nach Eingang der Notifikation der schweizerischen zuständigen Behörde beim Depositar des BEPS-Übereinkommens).</p></item></blockList></content></level></mainBody></doc></component></components></act></akomaNtoso>