<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00382</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206375&amp;W10_KEY=4467134&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00382</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.12.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung nach Art. 22 RPG</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Baubewilligung für Remise in der Landwirtschaftszone<br/><br/>Ökonomiegebäude in der Landwirtschaftszonge gelten nach ständiger Praxis als zonenkonform, wenn sie aufgrund einer Gesamtbetrachtung nach den Massstäben vernünftiger bäuerlicher Betriebsführung und örtlich herrschender Betriebsformen zur landwirtschaftlichen Produktion und zur Aufbereitung, Lagerung sowie zum Verkauf in der gewählten Sparte unmittelbar benötigt werden (E. 2.1).<br/>Es scheint vernünftig, im Hinblick auf eine künftige Betriebserweiterung eine Raumreserve von 20% als zulässig zu erachten (E. 2.3.1). Der landwirtschaftliche Betrieb kann vorliegend als gesichert angesehen werden, auch steht dem Bauherrn genügend Zeit für die Nachfolgeplanung zur Verfügung (E. 2.3.2 und 2.3.3). Es sprechen zudem keine überwiegenden Interessen im Sinn von Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV gegen das Vorhaben (E. 2.3.4).<br/>Weil die Gestaltungsvorschrift von § 238 PBG keine Norm des Planungsrechts, sondern eine des Baupolizeirechts ist, hat die kürzlich erfolgte Schaffung einer Kernzone nicht zur Folge, dass der erhöhte Anforderungen stellende Abs. 2 zum Zuge käme. In der Landwirtschaftszone gelten keine über § 238 Abs. 1 PBG hinausgehende Anforderungen (E. 3).<br/>Abweisung der Beschwerde (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INVENTAR">INVENTAR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KERNZONE">KERNZONE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LANDWIRTSCHAFTSZONE">LANDWIRTSCHAFTSZONE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃKONOMIEBAUTE">ÃKONOMIEBAUTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REMISE">REMISE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZONENKONFORMITÃT">ZONENKONFORMITÃT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 234 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 238 PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 16a Abs. I RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 22 RPG</span><br/><span class="gerade">Art. 34 RPV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Der Ausschuss Bau und Infrastruktur der Stadt X bewilligte H am 3. November 2004 unter Nebenbestimmungen den Neubau einer Remise auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01, L, M. Das rund 80 m vom Betriebszentrum entfernte zweigeschossige GebÃ¤ude hat im Erdgeschoss eine GrundflÃ¤che von (20 m x 48 m =) 960 m<sup>2</sup> und im Untergeschoss eine solche von (12.25 m x 48 m =) 588 m<sup>2</sup>; die FirsthÃ¶he betrÃ¤gt 8.54 m und das Satteldach weist eine Neigung von 15<sup><span>o</span></sup> auf. GemÃ¤ss Grundrissplan vom 9. Juli 2004 ist folgendes Raumprogramm vorgesehen:</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Untergeschoss: Werkstatt (56.55 m<sup>2</sup>), Tankraum (10.73 m<sup>2</sup>), Traktoren-Garage (68.74 m<sup>2</sup>), Weinverkauf/BÃ¼ro (38.97 m<sup>2</sup>), Weinlager (29.50 m<sup>2</sup>), Remise (320 m<sup>2</sup>, inkl. DÃ¼ngerlager 33 m<sup>2</sup>);</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Erdgeschoss: Remise (470 m<sup>2</sup>), Stroh- und Heulager (470 m<sup>2</sup>).</p> <p class="Sachverhalt2">Zuvor hatte die Baudirektion (Amt fÃ¼r Abfall, Wasser, Energie und Luft; AWEL) am 21. Juli 2004 die gewÃ¤sserschutzrechtliche und am 29. September 2004 (Amt fÃ¼r Raumordnung und Vermessung; ARV) die raumplanungsrechtliche Bewilligung erteilt. GemÃ¤ss Bau- und Zonenordnung der Stadt X vom 8. Juli 1996 liegt die Bauparzelle unweit des sÃ¼dlichen Dorfrands in der Landwirtschaftszone. Mit Beschluss vom 21. November 2005 (von der Baudirektion genehmigt am 14. August 2006) wies der Gemeinderat X den Weiler M der Kernzone zu.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Einen von den Nachbarn A, B, C und D hiergegen erhobenen Rekurs wies der Regierungsrat am 28. Juni 2006 ab, soweit er darauf eintrat und das Rechtsmittel nicht gegenstandslos geworden war.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Beschwerde vom 14. September 2006 liessen die unterlegenen Rekurrenten dem Verwaltungsgericht Folgendes beantragen: Der angefochtene Beschluss des Regierungsrates vom 28. Juni 2006 sei aufzuheben, und es sei dem Beschwerdegegner 3 die Bewilligung fÃ¼r den Remisenneubau mit Verkaufsraum auf GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 1766 zu verweigern (Antrag 1); eventualiter sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und zur Neuentscheidung an den Regierungsrat, subeventualiter an die Baudirektion zurÃ¼ckzuweisen (Antrag 2); es sei ein Augenschein durchzufÃ¼hren (Antrag 3); alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des Beschwerdegegners 3 (AntrÃ¤ge 4 und 5).</p> <p class="Sachverhalt2">Der Ausschuss Bau und Infrastruktur der Stadt X beantragte am 29. September/2. Oktober 2006 Abweisung der Beschwerde. Die Baudirektion erklÃ¤rte am 2. Oktober 2006 den Verzicht auf eine Stellungnahme. FÃ¼r den Regierungsrat beantragte die Staatskanzlei am 19. Oktober 2006 Abweisung der Beschwerde. Denselben Antrag â unter Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung â liess am 25. Oktober 2006 der Beschwerdegegner 3 stellen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die den BeschwerdefÃ¼hrern als Nachbarn aufgrund von § 338a Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) zustehende Befugnis zu Rekurs und Beschwerde ist unbestritten. Auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen sind erfÃ¼llt, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Der entscheidwesentliche Sachverhalt geht aus den Akten (insbesondere auch aus zahlreichen PlÃ¤nen und mehreren Fotografien) hinreichend deutlich hervor. Der Regierungsrat hat daher auf einen Augenschein verzichten dÃ¼rfen; ebenso wenig bedarf es eines verwaltungsgerichtlichen Lokaltermins (vgl. LGVE 1999-II-25 E. 3). Auch anderweitige ergÃ¤nzende Untersuchungshandlungen drÃ¤ngen sich nicht auf.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Laut § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) kÃ¶nnen mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht nur Rechtsverletzungen geltend gemacht werden; die Ermessenskontrolle ist â mit Ausnahme der in Abs. 3 genannten, hier nicht vorliegenden SonderfÃ¤lle â ausgeschlossen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 50 N. 1 und N. 70 ff.).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach Art. 16a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 Ã¼ber die Raumplanung (RPG, in der Fassung vom 20. MÃ¤rz 1998) sind in der Landwirtschaftszone Bauten und Anlagen dann zonenkonform, wenn sie zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder fÃ¼r den produzierenden Gartenbau nÃ¶tig sind. Der Gesetzeswortlaut entspricht den von der Rechtsprechung entwickelten GrundsÃ¤tzen zu Art. 16 aRPG (in der ursprÃ¼nglichen Fassung vom 22. Juni 1979; BGE 129 II 413<span> </span>E. 3.1 S. 415). Diese frÃ¼here Praxis machte die ZulÃ¤ssigkeit von GebÃ¤uden in der Landwirtschaftszone von einem landwirtschaftlichen Verwendungszweck im Rahmen einer bodenabhÃ¤ngigen Bewirtschaftung abhÃ¤ngig. Mit anderen Worten musste fÃ¼r die bestimmungsgemÃ¤sse Nutzung der umstrittenen Baute der Boden als Produktionsfaktor unentbehrlich sein (BGE 125 II 278<span> </span>E. 3a S. 281 mit Hinweisen). Der Gehalt von Art. 16a Abs. 1 RPG wird auf Verordnungsstufe insbesondere durch Art. 34 der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (RPV) nÃ¤her umschrieben. ÃkonomiegebÃ¤ude gelten nach stÃ¤ndiger Praxis als zonenkonform, wenn sie aufgrund einer Gesamtbetrachtung nach den MassstÃ¤ben vernÃ¼nftiger bÃ¤uerlicher BetriebsfÃ¼hrung und Ã¶rtlich herrschender Betriebsformen zur landwirtschaftlichen Produktion und zur Aufbereitung, Lagerung sowie zum Verkauf in der gewÃ¤hlten Sparte unmittelbar benÃ¶tigt werden (Peter HÃ¤nni, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 4. A., Bern 2002, S. 174; Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 4. A., ZÃ¼rich 2006, Rz. 18-7; Christoph Bandli, Bauen ausserhalb der Bauzonen [Art. 24 RPG], 2. A., Bern 1991, S. 157; Peter M. Keller, Neubauten in der Landwirtschaftszone, Bern 1987, S. 51 ff.).</p> <p class="Erwgung2">Vorliegend umstritten sind die in Art. 34 Abs. 4 RPV genannten Bewilligungsvoraussetzungen, nÃ¤mlich ob die projektierte Ãkonomiebaute nÃ¶tig ist (lit. a) und ob der Betrieb des Bauherrn voraussichtlich lÃ¤ngerfristig bestehen kann (lit. c).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der Regierungsrat erwog im Rekursentscheid Folgendes: Der Bauherr fÃ¼hre im Vollerwerb einen Landwirtschaftsbetrieb mit 15 MilchkÃ¼hen (Mutterkuhhaltung) und 30 Mastrindern; neben Acker- und Futterbau betreibe er auf 34 ha noch Weinbau. Fleisch, Wein und Traubensaft wÃ¼rden ab Hof verkauft. Bei Einreichung des Baugesuchs im Februar 2004 habe die landwirtschaftliche NutzflÃ¤che 42.25 ha sowie 0.5 ha Wald umfasst. Nachdem auf Ende MÃ¤rz 2005 4.12 ha Acker- und Wiesland gekÃ¼ndigt worden seien, belaufe sich die bewirtschaftete FlÃ¤che heute auf rund 38 ha. Davon gehÃ¶rten 8.25 ha dem Bauherrn; rund 30 ha seien â grÃ¶sstenteils seit Jahrzehnten â von verschiedenen EigentÃ¼mern gepachtet. Die kantonale Siedlungskommission (KSK) habe das Vorhaben im Bericht vom 5. Mai/4. Juni 2004 grundsÃ¤tzlich befÃ¼rwortet, jedoch VerbesserungsvorschlÃ¤ge zum genauen Standort und zur GrÃ¶sse unterbreitet. Das Projekt diene offensichtlich der bodenabhÃ¤ngigen landwirtschaftlichen Nutzung im Sinn von Art. 16 Abs. 1 RPG und Art. 34 Abs. 1 RPV. Zu prÃ¼fen bleibe, ob die Ã¼brigen Voraussetzungen des Bundes- und kantonalen Rechts im Sinn von Art. 22 Abs. 3 RPG vorlÃ¤gen, namentlich ob die Baute fÃ¼r die fragliche Bewirtschaftung nÃ¶tig sei, ob ihr am vorgesehenen Standort keine Ã¼berwiegenden Interessen entgegenstÃ¼nden und ob der Betrieb voraussichtlich lÃ¤ngerfristig Ã¼berlebe. Die KSK halte den Raumbedarf fÃ¼r ausgewiesen, denn ein 38 ha grosser Betrieb benÃ¶tige nach der von der Eidg. Forschungsanstalt fÃ¼r Agrarwirtschaft und Landtechnik (FAT) in TÃ¤nikon herausgegebenen Richtlinie Nr. 590/2002 etwa 760 m<sup>2</sup> Remisen-, Garagen- und Werkstattraum. Weil das GebÃ¤ude auch als Verkaufsraum und Lager diene und in den vorhandenen GebÃ¤ulichkeiten kaum Remisen- und Lagerraum zur VerfÃ¼gung stehe, sei der geltend gemachte Bedarf hier ausgewiesen. Zudem habe die KSK berÃ¼cksichtigt, dass der Bauherr fÃ¼r seinen Maschinenpark eine FlÃ¤che von 1'400 m<sup>2</sup> errechnet habe und der Betrieb durch Zupacht von weiterem Land wieder wachsen kÃ¶nne. Entgegen der Auffassung der Rekurrenten lasse sich nicht sagen, dass die Existenz des Ã¼berwiegend aus Pachtland bestehenden Betriebs ungesichert sei. Als wesentlich erscheine der Umstand, dass die Landwirtschaft den einzigen Erwerb des Bauherrn bilde, dieser schon bisher in den Betrieb investiert habe und nach seinen glaubwÃ¼rdigen Angaben gewillt sei, Landwirt zu bleiben. Weil der Bauherr erst 45-jÃ¤hrig sei, stelle sich die Frage nach der Betriebsnachfolge noch nicht; im Ãbrigen kÃ¶nnten Landwirtschaftsbetriebe nicht nur an Nachkommen, sondern auch an Dritte verÃ¤ussert werden. Da ein erheblicher Anteil des investierten Kapitals mit kÃ¼nftig entfallenden Mietkosten verzinst werden kÃ¶nne, ergebe sich eine verbleibende jÃ¤hrliche Nettobelastung von rund Fr. 18'680.-, was als tragbar erscheine.</p> <p class="Erwgung2">Die BeschwerdefÃ¼hrer halten dem Rekursentscheid entgegen, dass die vorgesehene FlÃ¤che der Remise von 960 m<sup>2</sup> verglichen mit der im Bericht Nr. 590 der FAT enthaltenen Empfehlung von insgesamt 820 m<sup>2</sup> Ã¼berdimensioniert sei. In ihrer Stellungnahme vom 5. Mai/4. Juni 2004 wolle die KSK wegen der MÃ¶glichkeit einer Betriebserweiterung eine Raumreserve von gegen 20% tolerieren. Worin diese ErweiterungsmÃ¶glichkeiten lÃ¤gen, werde jedoch nicht gesagt. Der Hinweis, dass der Bauherr fÃ¼r seine eigenen Maschinen eine RemisenflÃ¤che von 1'400 m<sup>2</sup> errechne, spreche nicht fÃ¼r einen ausgewiesenen Bedarf, sondern fÃ¼r eine Ãbermechanisierung des Betriebs. Der Regierungsrat Ã¼bersehe, dass die KSK in ihrem Bericht die Dimensionierung der Remise in den Zusammenhang mit einer bloss mÃ¶glichen betrieblichen Erweiterung stelle. Weil in den Akten indessen jeder Hinweis auf eine solche Erweiterung fehle, erscheine das Vorhaben als Ã¼berdimensioniert. Das ARV habe diesen Umstand erkannt und daher weitere sachdienliche Ermittlungen verlangt, was der Regierungsrat jedoch rechtsverletzend unterlassen habe. Wenn die Vorinstanz den Betrieb des Bauherrn lÃ¤ngerfristig als gesichert ansehe, begnÃ¼ge sie sich mit blossen Mutmassungen, die durch die Akten oder andere gesicherte Erkenntnisse nicht gestÃ¼tzt wÃ¼rden. Der Bauherr habe weder langfristige PachtvertrÃ¤ge noch die MÃ¶glichkeit eines spÃ¤teren Kaufs der Zupachten dargetan. Auch die finanzielle Tragbarkeit habe der Regierungsrat nicht nÃ¤her geprÃ¼ft. Der vorgesehene Standort der Baute am sÃ¼dlichen Rand von M sei besonders exponiert. Obschon Landschaft und Ortsbild nicht unter besonderem Schutz stÃ¤nden, wirke der Weiler M sehr intakt und in sich geschlossen. Die unmittelbar an die Kernzone anstossende und als Teil derselben wahrgenommene Remise wÃ¼rde das Ortsbild empfindlich beeintrÃ¤chtigen.</p> <p class="Erwgung2">Der Beschwerdegegner Nr. 3 betont, dass der FAT-Bericht nur Richtwerte fÃ¼r den Raumbedarf von Remisen und Einzelmaschinen enthalte, aufgeteilt nach vier verschiedenen Betriebstypen und vier BetriebsgrÃ¶ssen. Zu berÃ¼cksichtigen seien auch ReserveflÃ¤chen; nicht ausnÃ¼tzbaren GebÃ¤udeteilen sei mit einem Zuschlag Rechnung zu tragen. Angesichts der ErweiterungsmÃ¶glichkeiten stehe eine bewilligte RemisenflÃ¤che von 930 m<sup>2</sup> gegenÃ¼ber der theoretisch erforderlichen von 760 m<sup>2</sup> nicht in einem offenbaren MissverhÃ¤ltnis. Entgegen der Meinung der BeschwerdefÃ¼hrer brauche der Bauherr nicht nachzuweisen, dass der Betrieb in nÃ¤herer Zukunft wachse; vielmehr genÃ¼ge eine glaubwÃ¼rdige AbsichtserklÃ¤rung. Der heute Ã¼berwiegend im Freien gelagerte Maschinenpark benÃ¶tige eine FlÃ¤che von <br/> 1'400 m<sup>2</sup>. Die Mehrheit der â allesamt unbefristeten â PachtverhÃ¤ltnisse bestehe seit Ã¼ber 20 Jahren; in keinem Fall sei eine KÃ¼ndigung ausgesprochen worden oder mit einer solchen zu rechnen, was fÃ¼r einen lÃ¤ngerfristigen Bestand des Betriebs spreche. Das hohe Alter einzelner VerpÃ¤chter gefÃ¤hrde den Fortbestand der PachtverhÃ¤ltnisse nicht. Mit der befriedigenden Einordnung des Betriebs habe sich schon die KSK auseinandergesetzt, und deren RatschlÃ¤ge seien vom Bauherrn befolgt worden. Die GebÃ¤udehÃ¶he beschrÃ¤nke sich auf das Notwendige, und die Remise ordne sich unauffÃ¤llig in die Landschaft ein.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Es steht fest, dass der hauptberuflich als Landwirt tÃ¤tige BeschwerdefÃ¼hrer mangels ausreichender RemisenflÃ¤che die projektierte Ãkonomiebaute tatsÃ¤chlich benÃ¶tigt. Diese steht auch in funktionalem Bezug zu den Ã¼brigen BetriebsgebÃ¤uden.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.1 </b>Zur Hauptsache dreht sich der Streit um die Dimensionierung der Remise. Dabei wenden sich die BeschwerdefÃ¼hrer im Wesentlichen nur gegen die Ausdehnung des Erdgeschosses auf 960 m<sup>2</sup>; das sich auf 588 m<sup>2</sup> erstreckende Untergeschoss und die verschiedenen dort projektierten RÃ¤ume bleiben als solche unangefochten. AnzufÃ¼gen ist, dass Art. 34 Abs. 2 RPV Bauten und Anlagen, die der Aufbereitung, der Lagerung oder dem Verkauf von landwirtschaftlichen Produkten dienen, ausdrÃ¼cklich als zonenkonform bezeichnet. Entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrer besteht kein Anlass, die auf zutreffender Sachverhaltsgrundlage beruhende Schlussfolgerung der KSK in deren Stellungnahme vom 5. Mai/4. Juni 2004 anzuzweifeln. Dass sich die sachverstÃ¤ndige Kommission auf den FAT-Bericht Nr. 590/2002 (Raumbedarf fÃ¼r Remisen und Einzelmaschinen) abgestÃ¼tzt hat, die dort abgegebenen Empfehlungen jedoch nicht strikt umgerechnet, sondern als Richtmass betrachtet hat, ist angesichts der mitzuberÃ¼cksichtigenden UmstÃ¤nde des Einzelfalls sachgerecht. Wenn die KSK auf der Grundlage des erwÃ¤hnten FAT-Berichts beim vorliegenden Projekt eine Raumreserve von 20% ermittelt und fÃ¼r zulÃ¤ssig erachtet hat, welcher Auffassung sich die Vorinstanzen angeschlossen haben, erscheint dieser Standpunkt als vernÃ¼nftig, zumindest aber nicht als rechtsverletzend im Sinn von § 50 VRG. Auch das Bundesgericht hÃ¤lt es fÃ¼r wirtschaftlich, anlÃ¤sslich eines Neubaus â im Hinblick auf eine kÃ¼nftige Betriebserweiterung (dazu nachfolgend E. 2.3.2) â eine gewisse ReservekapazitÃ¤t zu schaffen (BGr, 16. November 2000, 1A.130/2000, E. 5b/bb). Der von den BeschwerdefÃ¼hrern erhobene Einwand der Ãbermechanisierung des Betriebs des Bauherrn wird nicht nÃ¤her substanziiert und erscheint Ã¼berdies als unbegrÃ¼ndet. Ungeachtet der staatlichen FÃ¶rderung der Landwirtschaft spricht die Lebenserfahrung dagegen, dass sich ein Bauer einen Ã¼bermÃ¤ssigen Maschinenpark anschafft und seine Erfolgsrechnung dadurch belastet. Die Rechtsmittelinstanzen mÃ¼ssen sich auf eine Grobkontrolle beschrÃ¤nken. Soweit keine klaren Anhaltspunkte fÃ¼r eine Gesetzesumgehung vorliegen, darf einem Landwirt nicht unterstellt werden, dass er sinnlos Ã¼berdimensionierte Ãkonomiebauten errichte.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.2 </b>Sodann ist nach Art. 34 Abs. 4 lit. c RPV zu prÃ¼fen, ob die wirtschaftliche Existenz des Betriebs lÃ¤ngerfristig als gesichert angesehen werden kann. LÃ¤ngerfristig meint grundsÃ¤tzlich einen Zeitraum von mindestens einer Generation (Regierungsrat AG, 12. September 2001, ZBl 2003, 157, auch zum Folgenden; BGr, 2. August 2005, 1A.126/2005, E. 3.4). Betriebsstrukturdaten wie landwirtschaftliche NutzflÃ¤che und Milchkontingent lassen eine erste Grobbeurteilung zu, ob vertieftere AbklÃ¤rungen nÃ¶tig sind. In ZweifelsfÃ¤llen ist mit einem Betriebsvoranschlag zu belegen, dass mit dem erzielbaren Einkommen die laufenden Ausgaben fÃ¼r Betrieb und Familie gedeckt, die Zins- und RÃ¼ckzahlungsverpflichtungen erfÃ¼llt, die kÃ¼nftig notwendigen Investitionen getÃ¤tigt und die ZahlungsfÃ¤higkeit erhalten werden kÃ¶nnen. Ferner gilt es der GrÃ¶sse eines Betriebs und lokalen VerhÃ¤ltnissen Rechnung zu tragen (BGr, 27. September 2006, 1A.312/2005, E. 3.2).</p> <p class="Urteilstext">In seiner Rekursvernehmlassung vom 18. Mai 2005 hielt das ARV fest, dass eine Tragbarkeitsrechnung hinsichtlich des Projekts noch ausstehe. Daraufhin liess der Bauherr durch H am 11. Oktober 2005 einen Finanzierungsplan erstellen, welcher bei veranschlagten Baukosten von Fr. 500'000.- und Eigenmitteln von Fr. 250'000.- fÃ¼r die Verzinsung des Fremdkapitals und die RÃ¼ckzahlungsverpflichtung eine jÃ¤hrliche Nettobelastung von Fr. 18'684.- ausweist. Ferner besagt der Bericht, dass der Bauherr in den vergangenen 20 Jahren rund Fr. 1'400'000.- in GebÃ¤ude und Maschinen investiert habe, die gegenwÃ¤rtige Hypothekarbelastung Fr. 170'000.- betrage und der aktuelle Ertragswert des Betriebs etwa bei Fr. 300'000.- liege, so dass die Schuldenlast als mÃ¤ssig bezeichnet werden dÃ¼rfe. Der Regierungsrat ist dieser WÃ¼rdigung im angefochtenen Rekursentscheid beigetreten. Angesichts der fÃ¼r einen Landwirtschaftsbetrieb der besagten GrÃ¶sse nicht Ã¼bermÃ¤ssig hohen Investition durfte der Regierungsrat auf eine weitergehende PrÃ¼fung der RentabilitÃ¤t verzichten. Bei der PrÃ¼fung der wirtschaftlichen Erfolgsaussichten eines Landwirtschaftsbetriebs, die von zahlreichen ungewissen kÃ¼nftigen Tatsachen abhÃ¤ngen, mÃ¼ssen sich die Rechtsmittelinstanzen ZurÃ¼ckhaltung auferlegen. Aus heutiger Sicht sprechen weder persÃ¶nliche UmstÃ¤nde â der Bauherr betÃ¤tigt sich offenbar seit mindestens 20 Jahren erfolgreich als Landwirt â noch wirtschaftliche Rahmenbedingungen gegen das Vorhaben. Der Konzentrationsprozess in der Landwirtschaft legt vielmehr die Ausdehnung und verstÃ¤rkte Mechanisierung von Betrieben nahe. Das Pachtland liegt Ã¼berwiegend in einer Entfernung von weniger als 1 km vom Hof des Bauherrn. Angesichts der Vielzahl von PachtverhÃ¤ltnissen besteht fÃ¼r ihn kein nennenswertes Risiko, dass sein Betrieb eine namhafte PachtflÃ¤che einbÃ¼ssen kÃ¶nnte; Ã¼berdies lÃ¤sst sich die KÃ¼ndigung einzelner VertrÃ¤ge durch die Schutzvorschriften des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1985 Ã¼ber die landwirtschaftliche Pacht mildern. Wegen des stetigen RÃ¼ckgangs von Landwirtschaftsbetrieben ist â mit dem Bauherrn â viel eher damit zu rechnen, dass das Angebot an Pachtland zunimmt und der Betrieb wachsen kann. FÃ¼r dessen Zukunft spricht schliesslich die beachtliche Diversifizierung.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.3 </b>Im Weiteren gilt es zu klÃ¤ren, ob die Betriebsnachfolge als gesichert gelten kann. Entgegen der Meinung der BeschwerdefÃ¼hrer sprechen die familiÃ¤ren VerhÃ¤ltnisse des Bauherrn nicht gegen die MÃ¶glichkeit einer familieninternen Nachfolge. Der gut 45-jÃ¤hrige Betriebsinhaber hat statistisch eine AktivitÃ¤tsdauer von rund 20 Jahren zu erwarten. SpÃ¤ter kommen eigene Kinder als Nachfolger in Betracht; falls dies nicht mÃ¶glich sein sollte, stÃ¼nde dem Bauherrn genÃ¼gend Zeit fÃ¼r die Nachfolgeplanung zur VerfÃ¼gung. Auch im Hinblick auf die Nachfolge erscheint es sinnvoll, wenn ein Betrieb ertragreich und zukunftsorientiert gefÃ¼hrt wird. Diesem Zweck ist das streitbetroffene Bauprojekt fÃ¶rderlich.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.4 </b>Schliesslich ist anzumerken, dass dem Vorhaben keine Ã¼berwiegenden Interessen im Sinn von Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV entgegenstehen. Weder haben die BeschwerdefÃ¼hrer solche genannt noch enthalten die Akten diesbezÃ¼gliche Hinweise. Im Unterschied zur Schaffung von Wohnraum ausserhalb der Bauzonen erscheint bei Ãkonomiebauten die Gefahr einer Zweckentfremdung als wesentlich geringer (BGr, 16. November 2000, 1A.130/2000, E. 5b/bb).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Als der Stadtrat X dem Beschwerdegegner Nr. 3 die angefochtene Baubewilligung erteilte, lag der Weiler M noch in der Landwirtschaftszone. Weil die Gestaltungsvorschrift von § 238 PBG keine Norm des Planungsrechts, sondern eine solche des Baupolizeirechts ist, hat die kÃ¼rzlich erfolgte Schaffung einer Kernzone nicht zur Folge, dass nunmehr nicht der allgemeine, eine bloss befriedigende Gestaltung verlangende Abs. 1, sondern der im Umfeld von Objekten des Natur- und Heimatschutzes erhÃ¶hte Anforderungen stellende Abs. 2 zum Zug kÃ¤me (vgl. § 234 PBG und dazu Fritzsche/BÃ¶sch, Rz. 9-5; HÃ¤nni, S. 312). Auch der in das Inventar der Natur- und Landschaftsschutzobjekte als Obstgarten von Ã¼berkommunaler Bedeutung aufgenommene Obstgarten M rechtfertigt keinen strengeren Massstab mit Bezug auf landwirtschaftliche Ãkonomiebauten.</p> <p class="Urteilstext">In der Landwirtschaftszone gelten keine Ã¼ber § 238 Abs. 1 PBG hinausgehenden Anforderungen, nicht einmal in einem Landschafts-FÃ¶rderungsgebiet (RB 2000 Nr. 87 [Leitsatz] = BEZ 2000 Nr. 37). Hinsichtlich der vorliegend umstrittenen Remise rechtfertigen sich ohnehin keine allzu strengen gestalterischen Anforderungen. Moderne Ãkonomiebauten eines Landwirtschaftsbetriebs sind auf FunktionalitÃ¤t und RentabilitÃ¤t ausgerichtet. So wirken etwa Scheunen und StÃ¤lle neben WohnhÃ¤usern oft Ã¼berdimensioniert und nehmen deren traditionelle Formensprache nicht auf; Hochsilos wirken gar als ausgesprochene FremdkÃ¶rper. Die Erscheinung solcher Zweckbauten ist kaum je gefÃ¤llig, und Verbesserungen liessen sich hÃ¶chstens mit Ã¼bermÃ¤ssigem finanziellem Aufwand erzielen. Weil sich der Be­trachter an solche Ortsbilder gewÃ¶hnt hat und zwischen WohnhÃ¤usern und Ã¼brigen GebÃ¤uden unterscheidet, stÃ¶rt er sich kaum daran. Selbst in geschÃ¼tzten Ortsbildern braucht es Ãkonomiebauten, damit die Urproduktion erhalten bleibt; die Verbannung solcher Bauten und Anlagen wÃ¼rde einer Siedlung im Gegenteil ein museales GeprÃ¤ge verleihen. Schliesslich kommt der Gestaltungsvorschrift von § 238 PBG keine Aussichtsschutzfunktion zu (RB 2000 Nr. 98 = BEZ 2000 Nr. 51).</p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrer machen nicht geltend, dass die Remise als solche Ã¤sthetisch stÃ¶re. TatsÃ¤chlich unterscheidet sich deren Erscheinung kaum von gleichartigen GebÃ¤uden. Zwar trifft der Einwand zu, dass die Ãkonomiebaute am sÃ¼dlichen Rand des Weilers markant in Erscheinung tritt und talseitig gut sichtbar ist. Dennoch lÃ¤sst sich nicht sagen, dass das Ortsbild von M dadurch beeintrÃ¤chtigt wÃ¼rde. Als erkennbar landwirtschaftlichen Zwecken dienend passt die Remise zum Weiler, und auch bezÃ¼glich ihrer Dimensionen wirkt sie nicht ortsfremd. Unter all diesen UmstÃ¤nden ist der WÃ¼rdigung des Regierungsrats, wonach sich das Projekt rechtsgenÃ¼gend einordnet, beizupflichten; zumindest liegt darin keine Rechtsverletzung, in die das Verwaltungsgericht kraft § 50 Abs. 1 VRG korrigierend eingreifen mÃ¼sste (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 84; RB 1974 Nr. 17 = ZBl 75/1974, S. 479 E. 6b; RB 1970 Nr. 12). HÃ¤lt ein Vorhaben den gesetzlichen Anforderungen an die Einordnung stand, so kann ein Gesuchsteller nicht verpflichtet werden, nach besseren LÃ¶sungen zu suchen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>DemgemÃ¤ss ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die BeschwerdefÃ¼hrer solidarisch kostenpflichtig (§ 70 VRG in Verbindung mit §§ 13 Abs. 2 und 14 VRG) und haben sie fÃ¼r das Beschwerdeverfahren dem Beschwerdegegner Nr. 3 eine ParteientschÃ¤digung im angemessenen Betrag von (insgesamt) Fr. 1'500.- zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen: <br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrern Nrn. 1 und 2 je zu einem Drittel und den BeschwerdefÃ¼hrern Nrn. 3.1 und 3.2 je zu einem Sechstel auferlegt, unter solidarischer Haftung aller fÃ¼r den Gesamtbetrag.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrer werden im gleichen VerhÃ¤ltnis wie nach Disp.-Ziff. 3 solidarisch verpflichtet, fÃ¼r das Beschwerdeverfahren dem Beschwerdegegner Nr. 3 eine ParteientschÃ¤digung von (insgesamt) Fr. 1'500.- zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>