<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: RG.1999.00008</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105256&amp;W10_KEY=4467151&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>RG.1999.00008</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 18.01.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4"></td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Gebührenauflage (Revision der Verfügung VB.99.00119 der Einzelrichterin vom 13. Juli 1999)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Ungebührlichkeit/Weitschweifigkeit eines Rechtsmittels.<br/><br/>Zuständigkeit der Behörde zum Entscheid über ein Revisionsgesuch (E. 1).<br/>Auf das Revisionsverfahren finden die Bestimmungen des Rekurs- und Beschwerdeverfahrens sinngemäss Anwendung (E. 1b).<br/>Gegenstandslosigkeit des Gesuchs um aufschiebende Wirkung (E. 1c).<br/>Nichteintreten auf ein Ausstandsbegehren, das einzig mit der Mitwirkung der betroffenen Personen in einem früheren Verfahren begründet wird (E. 2).<br/>Wann erweist sich ein Begehren als ungebührlich oder übermässig weitschweifig? (E. 3a).<br/>Eine Verbesserung des ungebührlichen und weitschweifigen Revisionsbegehrens wurde zu Recht verlangt. Eine Nennung der beanstandeten Textstellen im Wortlaut ist nicht erforderlich (E. 3b).<br/>Erfolgt innert Frist keine Verbesserung, ist auf ein im Sinn von § 5 Abs. 3 VRG mangelhaftes Begehren nicht einzutreten (E. 3c).<br/>Nichteintreten auf verschiedene weitere Begehren (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: AUSSTAND">AUSSTAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REVISION">REVISION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ÃBRIGES ALLGEMEINES VERWALTUNGSPROZESSRECHT">ÃBRIGES ALLGEMEINES VERWALTUNGSPROZESSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNGEBÃHRLICHKEIT">UNGEBÃHRLICHKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Revision ST: VERFAHREN">VERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEITSCHWEIFIGKEIT">WEITSCHWEIFIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 5 lit. III VRG</span><br/><span class="gerade">§ 5a VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 86a VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><a id="Text2"><span>I. Der Vorstand des Bauamts I der Stadt ZÃ¼rich verpflichtete die A. AG, in B. (AG), als EigentÃ¼merin der Liegenschaft Kat.Nr. ...1, C.-Strasse ..2, ZÃ¼rich, mit VerfÃ¼gung vom Mai 1992, Fr. 660.‑ fÃ¼r die Entsorgung des Meteor­wassers im Jahr 1991 zu bezahlen.</span></a></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gegen diese VerfÃ¼gung erhob die D. AG namens der EigentÃ¼merin im Juni 1992 Einsprache beim Stadtrat von ZÃ¼rich. Im August 1994 erwarb die E. AG, C.-Strasse ..2, ZÃ¼rich, die Liegenschaft Kat.Nr. ...1 an der C.-Strasse ..2 in ZÃ¼rich zu Eigentum. Der Stadt­rat von ZÃ¼rich wies die Einsprache mit Beschluss vom Januar 1995 ab (Dispositiv­zif­fer 1) und verpflichtete die E. AG als Einsprecherin, die streitige Meteorwasserkomponente von jÃ¤hrlich Fr. 660.‑ zu bezahlen (Dispositivziffer 2).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen den Stadtratsbeschluss vom Januar 1995 gelangte die F. AG, C.-Stras­se ..2, ZÃ¼rich, im Februar 1995 mit Rekurs an den Bezirksrat ZÃ¼­rich. In ihrer Rekurs­ein­ga­be machte sie unter anderem geltend, dass ihr im Dezember 1994 die Nutzniessung an der Liegenschaft C.-Strasse ..2 in ZÃ¼rich ein­ge­rÃ¤umt worden sei, weshalb einzig sie im lau­fen­den Rechtsmittelverfah­ren aktivlegitimiert sei und die E. AG nicht mehr belangt werden kÃ¶nne. Der Be­zirksrat trat auf den Rekurs mit Beschluss vom MÃ¤rz 1999 mangels Legi­ti­mation der F. AG nicht ein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Die A. AG erhob im April 1999 gegen den Bezirksratsbeschluss vom MÃ¤rz 1999 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Sie beantragte unter anderem sinn­gemÃ¤ss, es seien der erstinstanzliche GebÃ¼hrenentscheid und die vorinstanzlichen Erkennt­nisse aufzu­he­ben und es sei festzustellen, dass die E. AG nicht GebÃ¼hrenschuld­nerin sei. Widerklage­wei­se sei die Stadt ZÃ¼rich zu verpflichten, der A. AG Fr. 352'492.65 nebst Zins zu 5 % seit 14. Juli 1994 zu bezahlen. Zudem sei ihr eine Par­teientschÃ¤digung zuzusprechen und die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom April 1999 wurde der A. AG Frist angesetzt, um ihre Beschwerdebefugnis nachzuweisen oder allenfalls eine Vollmacht der F. AG beizubringen. Der A. AG wurde zudem aufgegeben, innert der nÃ¤mlichen Frist eine verbesserte, den ge­bÃ¼h­renden Anstand und das nÃ¶tige Mass wahrende Beschwerde­schrift einzureichen. Mit Eingabe vom Mai 1999 liess sie in der Folge dem Verwal­tungsgericht eine "verbesserte Edition" ihrer Beschwerdeschrift zukommen. In der gegen­Ã¼ber derjenigen vom April 1999 weitgehend unverÃ¤nderten Beschwerdeschrift erneu­erte die BeschwerdefÃ¼hrerin im We­sent­li­chen ihre bereits zuvor gestellten AntrÃ¤ge. Nach erfolgtem Aktenbeizug trat die Ein­zel­richterin am Verwaltungsgericht mit Entscheid vom 13. Juli 1999 mangels Legitimation auf die Beschwerde nicht ein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>IV. Die A. AG ersuchte das Verwaltungsgericht mit Eingabe vom November 1999 um Revision des Entscheids der Einzelrichterin vom 13. Juli 1999. Zu­gleich beantragte sie unter anderem sinngemÃ¤ss, es sei der erstinstanzliche GebÃ¼hrenent­scheid aufzuheben und es sei festzustellen, dass die E. AG nicht GebÃ¼hren­schuldnerin sei. Widerklageweise habe die Stadt ZÃ¼rich der A. AG Fr. 352'492.65 nebst Zins zu 5 % seit Juli 1994 zu bezahlen. Im Weiteren seien die Akten beizuziehen, der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu gewÃ¤h­ren, das Verfahren "an das gemeinsam zu bestellende FÃ¼nfer-Schiedsgericht" zu Ã¼ber­wei­sen und an das Bezirksgericht ZÃ¼rich zurÃ¼ckzuweisen. Zudem sei eine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen und die unentgeltli­che ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren sowie von Amtes wegen Strafanzeige wegen Betrugs und weiterer strafbarer Handlungen zu erstatten. Auch "sei von Amtes wegen Finanzdirektor Willi KÃ¼ng, ZÃ¼rich ... unter Vormundschaft zu stellen". Schliesslich verlangten sie den Ausstand von Verwaltungsrichterin Bea Rotach Tomschin, GerichtssekretÃ¤r Martin RÃ¶hl und sinngemÃ¤ss von GerichtsprÃ¤sident JÃ¼rg Bosshart.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 26. November 1999 wurde der A. AG Frist an­gesetzt, um ein verbessertes, den gebÃ¼hrenden Anstand und das nÃ¶tige Ausmass wahrendes Re­vi­sions­gesuch einzureichen, ansonsten auf das Gesuch nicht eingetreten werde. Mit Ein­gabe vom Dezember 1999 liess sie in der Folge dem Verwaltungsgericht eine "11. verbesserte Edition" ihres Revisionsgesuchs zukommen. Darin erneuerte die Gesuchstelle­rin ihre be­reits im November 1999 gestellten AntrÃ¤ge.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zog mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom Dezember 1999 die Akten bei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal">Die Einzelrichterin zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Ein Revisionsgesuch ist bei der BehÃ¶rde einzureichen, welche die Gegenstand des Gesuchs bildende Anordnung erlassen hat </span><span>(</span><span>§ 86b Abs. 2 Satz 1 des Verwaltungsrechts­pflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997; VRG). Dementsprechend ist die Einzel­richterin am Verwaltungsgericht zur Behandlung des vorliegenden Revisionsbegehrens zustÃ¤ndig, nachdem sie auch den Entscheid vom 13. Juli 1999 gefÃ¤llt hat (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 86b N. 6). Von dieser gesetzlichen ZustÃ¤ndigkeits­ordnung abzuweichen, besteht kein Anlass, weshalb die Begehren auf Ãberweisung des Verfahrens "an das gemeinsam zu bestellende FÃ¼nfer-Schiedsgericht" sowie auf RÃ¼ckwei­sung an das Bezirksgericht ZÃ¼rich als haltlos abzuweisen sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Dem Begehren auf Aktenbeizug wurde mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom Dezem­ber 1999 entsprochen. ‑ Soweit sich eine Regelung nicht bereits aus §§ 86a-86d VRG ergibt, sind auf das Revisionsverfahren sodann die Vorschriften des Rekurs‑ und Be­schwerde­ver­fahrens sinngemÃ¤ss anwendbar (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 86c N. 7). Dement­sprechend ist auf die DurchfÃ¼hrung eines Schriftenwechsels (vgl. § 26 Abs. 2, § 58 VRG) zu verzichten, da auf das Revisionsbegehren nicht eingetreten werden kann (vgl. § 56 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) GemÃ¤ss § 86c Abs. 2 schiebt die Einreichung eines Revisionsgesuchs die Voll­streckung der angefochtenen Anordnung nur auf, wenn dies die angerufene BehÃ¶rde so bestimmt. Weil vorliegend jedoch sogleich ein Endentscheid ergeht, erweist sich das Be­gehren der Gesuchstellerin, ihrem Revisionsbegehren die aufschiebende Wirkung zu ertei­len, als gegenstandslos.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Von vornherein als gegenstandslos erweist sich das sinngemÃ¤ss erhobene Aus­standsbegehren gegen VerwaltungsgerichtsprÃ¤sident JÃ¼rg Bosshart, indem dieser am vor­liegenden Entscheid nicht mitwirkt. Mit Bezug auf die Ausstandsbegehren gegen Verwal­tungsrichterin Bea Rotach Tomschin und GerichtssekretÃ¤r Martin RÃ¶hl bringt die Gesuch­stellerin sinngemÃ¤ss lediglich vor, dass diese bereits in den verwaltungsgerichtlichen Be­schwerdeverfahren VB.99.00077 und VB.99.00119 mitgewirkt hÃ¤tten, die am 13. Juli 1999 zum Nachteil der damaligen BeschwerdefÃ¼hrerin und heutigen Gesuchstellerin entschieden worden seien. Dies allein bildet allerdings keinen gÃ¼ltigen Ausstandsgrund (RB 1990 Nr. 19). Vielmehr fehlt es nach der ‑ vom Bundesge­richt wiederholt bestÃ¤tigten ‑ Recht­sprechung des Verwaltungsgerichts in einem solchen Fall an einem gÃ¼ltigen Ausstandsbe­gehren Ã¼berhaupt (RB 1990 Nr. 19; VGr, 26. Oktober 1999, VB.99.00242; VGr, 6. MÃ¤rz 1992, VB 92/0009, und VGr, 23. Oktober 1991, VB 91/0065, je mit Hinweisen). Dies gilt gleichermassen insoweit, als die Gesuchstellerin ihr Ausstandsbegehren mit wirren Aus­fÃ¼hrungen zu angeblich durch die abgelehnten Gerichtsmitglieder verwirkten Straftatbe­stÃ¤nde zu begrÃ¼nden versucht. Demzufolge ist auf das Ausstandsbegehren unter erlaubter Mitwirkung von Bea Rotach Tomschin und Martin RÃ¶hl nicht einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) § 5 Abs. 3 VRG, welche Bestimmung sinngemÃ¤ss auch auf das Revisionsver­fahren anwendbar ist (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 86c N. 7), gestattet es dem Verwaltungsge­richt, unleserliche, ungebÃ¼hrliche und Ã¼bermÃ¤ssig weitschweifige Eingaben zur Verbes­serung zurÃ¼ckzuweisen. Als unleserlich sind dabei Eingaben zu bezeichnen, die sich auf­grund des Schriftbilds nicht oder nur mit grosser MÃ¼he entziffern lassen oder deren Inhalt wegen ungenÃ¼gender formaler Darstellung als unverstÃ¤ndlich erscheint (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 5 N. 41). UngebÃ¼hrlich im Sinn dieser Gesetzesbestimmung ist die Miss­ach­tung der WÃ¼rde und AutoritÃ¤t der BehÃ¶rden, d.h. die Verletzung der den BehÃ¶rden und insbesondere den Gerichten geschuldeten Achtung. UngebÃ¼hrlich ist aber auch die per­sÃ¶n­li­che, verleumderische, beleidigende oder ehrverletzende Verunglimpfung oder SchmÃ¤­hung einer Gegenpartei oder von BehÃ¶rden und einzelnen BehÃ¶rdenmitgliedern. Unge­bÃ¼hr­lichkeit ist dabei nicht leichthin anzunehmen, da im Rahmen eines Rechtsstreits un­zim­perliche, Ã¼bertriebene und verallgemeinernde Argumentationen in Kauf zu nehmen sind (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 5 N. 42). Als Ã¼bermÃ¤ssig weitschweifig erscheinen langatmige AusfÃ¼hrungen und Wiederholungen Ã¼ber einzelne Tat‑ und Rechtsfragen, die aufgrund der tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse zur Wahrung eines Anspruchs nicht erforderlich sind oder sich in keiner Weise auf das Thema des Rechtsmittelverfahrens beziehen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 5 N. 43).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Das von der Gesuchstellerin im November 1999 dem Verwaltungsgericht ein­ge­reichte Revisionsbegehren umfasst mindestens 69 Seiten und zusÃ¤tzlich 164 (zumeist nicht beigelegte) Beilagen. Weil Gegenstand des vorliegenden Verfahrens allein die Revi­sion des verwaltungsgerichtlichen (Nichteintretens‑)Entscheids vom 13. Juli 1999 bildet, das Revisionsgesuch vom November 1999 jedoch nur auf wenigen Seiten auf die­ses Pro­zess­the­ma Bezug nimmt, erweist sich diese Eingabe, in der die Gesuchstellerin in erster Linie AusfÃ¼hrungen zu einem frÃ¼heren, lÃ¤ngst rechtskrÃ¤ftig erledigten Steuerstrafver­fahren und zu weiteren fÃ¼r das vorliegende Verfahren unmassgebenden Gesichtspunkten macht, von vornherein als Ã¼bermÃ¤ssig weitschweifig im Sinn von § 5 Abs. 3 VRG. Zudem enthÃ¤lt die Eingabe vom November 1999, worauf die Gesuchstellerin mit PrÃ¤sidial­verfÃ¼gung vom November 1999 ausdrÃ¼cklich aufmerksam gemacht wurde, an ver­schie­denen Stellen (z.B. S. 7, 9, 10, 11, 22, 30,55, 60) ungebÃ¼hrliche Ãusserungen, die mehrere BehÃ¶rden sowie namentlich bezeichnete BehÃ¶rdenmitglieder erheblich verun­glimpfen und die den ge­bo­te­nen Anstand und die im Umgang mit einem Gericht angemes­sene ZurÃ¼ck­hal­tung ver­mis­sen lassen. Zu Recht wurde der Gesuchstellerin daher eine Nachfrist zur Ver­besserung ihres Revisionsgesuchs angesetzt. Die beanstandeten Textstel­len sind dabei nicht im Wort­laut zu nennen, namentlich wenn sich in einer Rechtsmittel­eingabe ‑ wie in der vorlie­gen­den ‑ unzÃ¤hlige UngebÃ¼hrlichkeiten finden; vielmehr genÃ¼gt es, lediglich auf die zu be­an­stan­denden Seiten einer Rechtsschrift zu verweisen. Denn zum einen darf vom einzelnen Rechtssuchenden ohne weiteres erwartet werden, dass er gegen­Ã¼ber BehÃ¶rden und Ge­rich­ten zumindest jenen Anstand und jene Achtung Ã¼bt, die auch im tÃ¤glichen Le­ben den Mit­menschen gegenÃ¼ber angebracht ist. Zum andern wÃ¼rde die Nen­nung jeder zu beanstan­den­den Textstelle im Wortlaut letztlich auf eine Verbesserung der ungenÃ¼genden Rechtsschrift durch die BehÃ¶rden und Gerichte hinauslaufen, was aber ge­rade nicht deren Aufgabe ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die in der Folge "11. verbesserte Edition" des Revisionsgesuchs vom De­zember 1999 weist immer noch 62 Druckseiten auf. Angesichts des sachlich eng begrenz­ten Pro­zess­themas und der Tatsache, dass der Inhalt der verbesserten Eingabe weitgehend mit je­nem des Revisionsgesuchs vom November 1999 Ã¼bereinstimmt, muss diese Eingabe ‑ in diesem Umfang und mit diesem Inhalt ‑ weiterhin als weitschweifig im Sinn des Gesetzes bezeichnet werden. Unbehelflich ist in diesem Zusammenhang das sinnge­mÃ¤sse Vor­brin­gen der Gesuchstellerin, der Umfang des Revisionsgesuchs ergebe sich in erster Linie aus dem bisherigen ‑ strafbaren ‑ Verhalten der BehÃ¶rden, das sie im Rahmen ihrer Beweis­fÃ¼h­rung darzulegen gezwungen sei. Sie verkennt dabei, dass das Verwaltungs­gericht nicht zu­stÃ¤ndig ist, die Strafbarkeit eines bestimmten Verhaltens zu beurteilen (§ 1 VRG). Im Ãb­ri­gen beinhaltet auch das verbesserte Revisionsgesuch nach wie vor unge­bÃ¼hrliche, BehÃ¶r­den und bestimmte Personen verunglimpfende sowie zum Teil die Opfer der national­so­zia­lis­ti­schen Gewaltherrschaft in ihren GefÃ¼hlen verletzende Aussagen (z.B. S. 9, 15, 22, 25, 28, 33).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Dem Gesetz lÃ¤sst sich nicht entnehmen, wie mit einer Eingabe zu verfahren ist, die trotz binnen gesetzter Nachfrist erfolgter Verbesserung weiterhin gegen § 5 Abs. 3 VRG verstÃ¶sst. Als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig und angebracht erscheint es diesfalls, auf ein sol­ches Begehren nicht einzutreten, wobei diese SÃ¤umnisfolge vorgÃ¤ngig anzudrohen ist (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 5 N. 44; Bea Rotach Tomschin, Die Revision des ZÃ¼rcher Verwal­tungsrechtspflegegesetzes, ZBl 98/1997, S. 441; vgl. ZR 95 Nr. 58, auch zum Folgenden). In diesem Fall liegt es in der Hand der gesuchstellenden Partei, dafÃ¼r besorgt zu sein, dass das Gericht auf ihre Rechtsbegehren eintritt, und vermag sie keine formelle Rechtsverwei­gerung geltend zu machen. Denn es ist nicht ersichtlich, weshalb eine mit Bezug auf § 5 Abs. 3 VRG sÃ¤umige Partei besser gestellt werden soll als jene Partei, die es innert Nach­frist versÃ¤umt, das Fehlen von Antrag, BegrÃ¼ndung oder Originalunterschrift zu beheben, und auf deren Rechtsbegehren daher regelmÃ¤ssig ebenfalls nicht eingetreten wird. Das Nichteintreten als Folge mangelnder Verbesserung im Sinn von § 5 Abs. 3 VRG verstÃ¶sst ebenso wenig gegen den durch Art. 6 Ziffer 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonven­tion (EMRK) gewÃ¤hrleisteten Anspruch auf Zugang zu einem Gericht. Dieser Anspruch gilt nicht absolut: ZulÃ¤ssig sind EinschrÃ¤nkungen, die einen rechtmÃ¤ssigen Zweck verfol­gen, verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sind und den Kern des Rechts nicht aushÃ¶hlen (Mark E. Villiger, Handbuch der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention, 2. A., ZÃ¼rich 1999, N. 431). Letzteres ist von vornherein ausgeschlossen, wenn der sÃ¤umigen Partei Gelegenheit zur Verbesserung der mangelhaften Eingabe gewÃ¤hrt wurde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Vorliegend wurde der Gesuchstellerin mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom November 1999 Frist zur Verbesserung angesetzt und zugleich das Nichteintreten auf das Revisions­be­geh­ren im SÃ¤umnisfall angedroht. Zudem hatte ihr und dem fÃ¼r sie handelnden G.H. I. das Verwaltungsgericht bereits in zwei Entscheiden vom 13. Juli 1999 (VB.99.00077 und VB.99.00119) in Aussicht gestellt, dass es inskÃ¼nftig auf derart weit­schweifige und unge­bÃ¼hrliche Rechtsmitteleingaben nicht mehr eintreten werde, wenn in­nert Nachfrist keine wirkliche Verbesserung erfolge. Die Einzelrichterin am Verwaltungs­gericht trat denn auch aus diesem Grund in einem weiteren Verfahren (VB.99.00242) am 26. Oktober 1999 auf eine Beschwerde der heutigen Gesuchstellerin nicht ein. Ungeachtet dessen reichte die Gesuchstellerin im Rahmen der Verbesserung wiederum ein weitschwei­figes, teilweise ungebÃ¼hrliches Revisionsbegehren ein, das zudem Ã¼ber weite Strecken mit den Rechts­mit­tel­eingaben in den Verfahren VB.99.00077, VB.99.00119 und VB.99.00242 identisch ist, obgleich das Prozessthema des vorliegenden Revisionsverfahrens ein vÃ¶llig anderes ist. Infolgedessen erweist es sich als sachgerecht und angemessen, auf das vorlie­gende Re­vi­sions­begehren in der Hauptsache androhungsgemÃ¤ss nicht einzutreten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Nicht einzutreten ist sodann auf die Widerklage im Betrag von Fr. 352'492.65 sowie die sinngemÃ¤ss erhobenen Schadenersatzforderungen, weil diese nicht erstinstanz­lich vom Verwaltungsgericht zu beurteilen sind (vgl. §§ 81 f. VRG sowie § 2 Abs. 1 VRG und § 19 Abs. 1 des Haftungsgesetzes vom 14. September 1969) und hauptsÃ¤chlich in Zu­sammenhang mit einem Nach‑ und Steuerstrafverfahren steht, das nicht Gegenstand des vorliegenden Revisionsverfahrens bildet. Soweit widerklageweise Verrechnung erklÃ¤rt wird, ist die Gesuchstellerin darauf hinzuweisen, dass es hierfÃ¼r an der nÃ¶tigen Zustim­mung der Gesuchsgegnerin gebricht (Art. 125 Ziffer 3 des Obligationenrechts).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Von vornherein als gegenstandslos erweist sich das Begehren, das Verwaltungs­gericht habe in Anwendung von § 21 Abs. 1 der Strafprozessordnung vom 4. Mai 1919 Strafanzeige zu erstatten: Zum einen steht es der Gesuchstellerin frei, selbst Strafanzeige zu erstatten; zum andern haben die BehÃ¶rden nur dann von Amtes wegen Anzeige zu er­statten, wenn ihnen eine strafbare Handlung bekannt geworden ist, was vorliegend nicht der Fall ist. ‑ Ebenso wenig fÃ¤llt die Errichtung einer Vormundschaft Ã¼ber eine bestimmte Person in die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Unbehelflich ist der Hinweis der Gesuchstellerin auf den Entscheid des Bezirks­rats ZÃ¼rich vom September 1999, worin dieser zum Ergebnis gelangte, dass die E. AG nicht zur Bezahlung der der J. AG mit VerfÃ¼gung vom Mai 1992 auferlegten Meteor­was­ser­gebÃ¼hren verpflichtet werden kÃ¶nne. Denn im Beschwerdeent­scheid vom 13. Juli 1999 (VB.99.00119), gegen den sich das vorliegende Revisionsbegeh­ren richtet, war anders als im Beschluss des Bezirksrats ZÃ¼rich vom September 1999 nicht die Stellung der E. AG als GebÃ¼hrenschuldnerin, sondern ausschliesslich die Beschwerdelegitimation der heutigen Gesuchstellerin zu beurteilen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal">DemgemÃ¤ss verfÃ¼gt die Einzelrichterin:</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>