B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-7116/2013 U r t e i l v o m 2 . S e p t e m b e r 2 0 1 4 Besetzung Richter André Moser (Vorsitz), Richter Christoph Bandli, Richterin Marianne Ryter, Gerichtsschreiber Oliver Herrmann. Parteien A._______, vertreten durch Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV), Steinerstrasse 35, Postfach, 3000 Bern 6, Beschwerdeführer, gegen Schweizerische Bundesbahnen SBB, Recht und Compliance, Hochschulstrasse 6, 3000 Bern 65 SBB, Vorinstanz. Gegenstand Anpassung des Arbeitsvertrags. A-7116/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. A._______ (nachfolgend: Arbeitnehmer) arbeitet als Kontrolleur Fahr- zeugdiagnose (FD) bei den Schweizerischen Bundesbah nen SBB, we l- che mit dem per 1. Juli 2011 in Kraft getretenen neuen Gesamtarbeitsver- trag (nachfolgend: GAV SBB 2011) ein neues Funktionsbewertungs- und Lohnsystem einführten. In diesem Zusammenhang wurde dem Arbei t- nehmer Ende Mai 2011 in ei nem sogenannten Verständigungsschreiben mitgeteilt, seine Funktion werde in Abänderung seines Arbeitsvert rags neu dem Anforderungsniveau E zugeordnet. Mit Sammeleingabe vom 15. September 2011 erhob der gewerkschaftlich vertretene Arbeitnehmer Einsprache und beantragte, die Stellenbeschreibung sei zu überarbeiten und den aktuellen Gegebenheiten anzupassen sowie seine Funktion dem Anforderungsniveau F zuzuordnen. B. Mit Verfügung vom 16. August 2012 wurde die Änderung des Einzela r- beitsvertrags bzw. die Zuordnung der Stelle des Arbeitnehmers zum A n- forderungsniveau E rückwirkend auf den 1. Juli 2011 bestätigt , und es wurde ihm im Anhang eine seiner Funktion entsprechende Stellenb e- schreibung Nr. 1329001 zugestellt. C. Gegen diese Verfügung führte der Arbeitnehmer am 26. September 2012 Beschwerde beim Konzernrechtsdienst der SBB mit dem Antrag, sie auf- zuheben und seine Stelle rückwirkend dem Anforderungsniveau F der Funktionskette 3107 zuzuordnen. Der ihm zugestellte Stellenbeschrieb entspreche nicht den tatsächlichen Gegebenheiten und müsse deshalb überarbeitet werden. Aufgrund seiner Aufgaben und Kompetenzen, der Verantwortung sowie Ausbildung und Erfahrung rechtfertige sich eine Ein- teilung in das Anforderungsniveau F. D. Mit Entscheid vom 14. November 2013 wies der Konzernrechtsdienst der SBB die Beschwerde ab. Er verneinte vorab eine Verletzung des rechtl i- chen Gehörs und eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts. Betref- fend Funktionsbewertung führte er zur Begründung an, die verfügende Stelle (SBB Human Resources, Compensation & Benefits) habe nach ei- ner weiteren Abklärung mit der HR-Beratung sachlich und nachvo llzieh- bar begründet, weshalb der Arbeitnehmer nicht ins Anforderungsniveau F eingeteilt werden könne. Namentlich habe sie aufgezeigt, welche zusät z-A-7116/2013 Seite 3 lichen Aufgaben der Arbeitnehmer ausführen müsste, um eine solche Z u- ordnung zu rechtfertigen. Die Funktion de s Arbeitnehmers finde ihre grösste Übereinstimmung mit dem ihm zugewiesenen Stellenbeschrieb und den Anforderungen des Anforderungsni veaus E, weshalb seine Z u- ordnung als korrekt zu erachten sei. Ein Stellenbeschrieb umfasse ledi g- lich die Hauptaufgaben der jeweiligen Funktion und gebe die Tätigkeit des Stelleninhabers nicht in jedem Detail wieder. Ausschlaggebend sei die Gesamtbewertung der Funktion. E. Gegen diesen Entscheid des Konzernrechtsdienst es (heute: Recht und Compliance) der SBB (nachfolgend: Vorinstanz) erhebt der Arbeitnehmer (nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV, am 16. Dezember 2013 Beschwerde beim Bu n- desverwaltungsgericht. Er beantragt, den angefochtenen Entscheid au f- zuheben und seine Stelle K ontrolleur FD dem Anforderungsniveau F in der Funktionskette 3107 zuzuweisen. Eventualiter sei das Geschäft zur Vornahme einer Neubeurteilung und Gewährung der vollständigen Akten- einsicht an die Vorinstanz zurückzuweisen. Der Beschwerdeführer macht in formeller Hinsicht geltend, die Vorinstanz habe die Begründungspflicht verletzt, den Sachverhalt unvollständig abgeklärt und ihr Ermessen unter- schritten. Sodann s ei die Zuordnung seiner Stelle zum Anforderungsn i- veau E nicht korrekt und der Stellenbeschrieb ent spreche nicht seinem tatsächlichen Arbeitsalltag. F. Die Vorinstanz weist in ihrer Vernehmlassung vom 11. Februar 2014 die Einwände des Beschwerdeführers zurück und schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Die Einreihung in das Anforderungsniveau E sei korrekt, die Aufgaben des Beschwerdeführers entsprächen grösstenteils den im Stellenbeschrieb Kontrolleur FD aufgeführten Hauptaufgaben. G. Der Beschwerdeführer hält in seinen Schlussbemerkungen vom 10. März 2014 an seinem Begehren fest. H. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten b e- findlichen Schriftstücke wird – soweit entscheidrelevant – in den nachfol- genden Erwägungen eingegangen. A-7116/2013 Seite 4 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern sie von einer Vorinstanz nach Art. 33 VGG stammen und keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vor- liegt. Das Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht richtet sich, soweit das VGG nichts anderes vorsieht, nach dem VwVG (Art. 37 VGG). 1.2 Die Bestimmungen über das Dienstverhältnis des Bundespersonals finden grundsätzlich auch auf das P ersonal der SBB Anwendung (Art. 15 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 1998 über die Schweizer i- schen Bundesbahnen [SBBG, SR 742.31] und Art. 2 Abs. 1 Bst. d de s Bundespersonalgesetzes vom 24. März 2000 [BPG, SR 172.220.1]). Der Erstinstanz kam demnach hinsichtlich der vorliegend streitigen Frage Ver- fügungsbefugnis zu (vgl. Art. 34 Abs. 1 BPG und Ziff. 194 Abs. 1 GAV SBB 2011). Ihre Verfügung wurde im Einklang mi t der vor Inkrafttreten der Revision des Bundespersonalrechts am 1. Juli 2013 geltenden prozessualen Rechtslage zunächst bei der Vorinstanz als interne Beschwerdeinstanz angefochten (vgl. Art. 35 Abs. 1 BPG in der Fassung vom 24. März 2000 [AS 2001 906; nachfolgend: aBPG] und Ziff. 195 GAV SBB 2011). Jenes Beschwerdeverfahren war bei Inkrafttreten dieser Revision noch hängig. Die Vorinstanz war deshalb gestützt auf den allgemeinen intertempora l- rechtlichen Grundsatz, wonach hängige Rechtsmittelverfahren nach bis- herigem Prozessrecht weiterzuführen sind, trotz der mit der Revision e r- folgten Verkürzung des Instanzenzugs (neu direkte Anfechtung der Verfü- gungen der Arbeitgeberin beim Bundesverwaltungsgericht; vgl. Art. 36 Abs. 1 BPG) zum angefochtenen Entscheid be fugt (vgl. Urteil des Bun- desverwaltungsgerichts A-282/2014 vom 26. Juni 2014 E. 1.2 m.w.H.). 1.3 Der Entscheid der Vorinstanz ist eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 2 VwVG, welche beim Bundesverwaltungsgericht angefochten we r- den kann (Art. 36 Abs. 1 BPG und Art. 33 Bst. h VGG). Da keine Au s- nahme nach Art. 32 VGG vorliegt, ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. A-7116/2013 Seite 5 1.4 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilge nommen oder keine Möglichkeit zur Tei l- nahme erhalten hat (Bst. a), durch die angefochtene Verfügung beso n- ders berührt ist (Bst. b) und ein schutzwürdiges Interesse an deren Au f- hebung oder Änderung hat (Bst. c). Der Beschwerdeführer hat sich am vorinstanzlichen Verfahren beteiligt und ist mit seinem Anliegen nicht durchgedrungen. Er ist demnach durch den angefochtenen Entscheid be- schwert und hat – ungeachtet der gewährten Lohngarantie – ein aktuelles und schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Ände rung (vgl. dazu ausführlich Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1876/2013 vom 6. Januar 2014 E. 1.2.2). Seine Legitimation ist somit zu bejahen. 1.5 Die Beschwerde wurde sodann frist- und formgerecht eingereicht (Art. 50 Abs. 1 und 52 VwVG), weshalb auf sie einzutreten ist. 2. 2.1 Das Bundesverwaltungsgericht stellt den rechtserheblichen Sachve r- halt, unter Vorbehalt der Mitwirkungspflicht der Parteien (Art. 13 VwVG), von Amtes wegen fest (Art. 12 VwVG) und wendet das Recht grundsät z- lich frei an, ohne an die Parteianträge oder die rechtlichen Begründungen der Parteien gebunden zu sein. Von den Verfahrensbeteiligten nicht au f- geworfene Rechtsfragen werden indes nur geprüft, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender A n- haltspunkte hinreichender Anlass besteht (Urteile des Bundesverwa l- tungsgerichts A-73/2014 vom 14. Juli 2014 E. 2.2 und A-1647/2013 vom 27. November 2013 E. 2.2 m.w.H.). 2.2 Das Bunde sverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit unei n- geschränkter Kognition. Es über prüft die angefochtene Verfügung auf Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Ausübung des Ermessens – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG). Bei der Prüfung der Angemessenheit auferlegt sich das Bunde s- verwaltungsgericht bei Stelleneinreihungen indes praxisgemäss eine ge- wisse Zurückhaltung. Es beschränkt sich in diesen Fällen auf die Frage, ob die Einreihung auf ernstlichen Überlegungen beruht, und wi rd insbe- sondere nicht selbst als qualifizierende Behörde tätig. Es entfernt sich i n- sofern im Zweifel nicht von der Auffassung der Vorinstanz und setzt sein eigenes Ermessen nicht an die Stelle desjenigen der Vorinstanz (vgl. statt vieler Urteil des Bundesv erwaltungsgerichts A -282/2014 vom 26. Juni A-7116/2013 Seite 6 2014 E. 2 m.w.H.; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 2.160). 3. 3.1 In formeller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer sinngemäss, die Vo r- instanz habe die Begründungs pflicht und damit seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Sodann habe sie den Sachverhalt unvollstän- dig festgestellt bzw. überprüft , namentlich indem sie auf den Beizug des direkten Vorgesetzten des Beschwerdeführers verzichtet habe, und durch eine (zu) zurückhaltende Wahrnehmung ihrer vollen Kognition ihr Erme s- sen unterschritten. 3.2 Das Verfahren vor der Vorinstanz als verwaltungsinterne Beschwe r- deinstanz im Sinne des bis Ende Juni 2013 in Kraft stehenden Art. 35 Abs. 1 aBPG richtete sich ebenfalls nach den Regeln des VwVG (Art. 1 Abs. 1 und Abs. 2 Bst. e VwVG und Ziff. 194 Abs. 2 GAV SBB 2011). 3.3 3.3.1 Die Begründungspflicht ergibt sich aus dem in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, SR 101) normierten Anspruch auf rechtliches Gehör und ist in Art. 35 Abs. 1 VwVG ausdrücklich ger e- gelt. Es ist nicht erforderlich, dass sich die entscheidende Behörde mit a l- len Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des En t- scheides Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In di esem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 134 I 83 E. 4.1 m.w.H.). Die Begründung muss nicht zwingend in der Verfügung selbst enthalten sein; a llenfalls kann auf ein anderes Schriftstück verwiesen werden, sofern dies nicht pauschal geschieht, sondern eine Auseinander- setzung damit erfolgt (UHLMANN/SCHWANK, in: Praxiskommentar VwVG, 2009, Art. 35 N 13). Die Anforderungen an die Begründungspflicht s ind unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles sowie der Int e- ressen der Betroffenen festzulegen ( vgl. zum Ganzen Urteil des Bundes- verwaltungsgerichts A -5432/2013 vom 23. April 2014 E. 3.1; MOSER/ BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.103 ff.). A-7116/2013 Seite 7 3.3.2 Diesen Anforderungen genügt der angefochtene Entscheid. Die Vor- instanz nahm die Argumentation der Erstinstanz auf und setzte sich mit den erhobenen Rügen des Beschwerdeführers auseinander. Aus dem Entscheid geht hervor, auf welche Grundlagen und Überlegungen si e ih- ren Entscheid stützte und weshalb sie die Verfügung der Erstinstanz als korrekt erachtete. Zwar hat die Vorinstanz im Rahmen ihrer Würdigung der Vorbringen der Parteien nicht jedes Argument des Beschwerdeführers für eine höhere Einstufung seiner Funkti on einzeln diskutiert. Aus ihrer Begründung wird jedoch deutlich, dass und weshalb sie die Funktionszu- ordnung der Erstinstanz bzw. deren Zurückweisung der Argumentation des Beschwerdeführers als überzeugend erachtet. Ihre Begründung ist mithin so abgefasst, dass ihr Entscheid sachgerecht angefochten werden kann, was der Beschwerdeführer in der Folge denn auch tat. 3.4 3.4.1 Unter Vorbehalt der Mitwirkungspflicht der Parteien hatte die Vori n- stanz den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel len (Art. 12 f. VwVG; vgl. E. 2.1; ferner Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-282/2014 vom 26. Juni 2014 E. 3.3.1 m.w.H.). Art. 49 VwVG räumt der Vorinstanz grundsätzlich umfassende Kognition ein; sie konnte die bei ihr angefochtene Verfügung uneingeschränkt auf eine allfällige u nrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachve r- halts hin überprüfen. Als unrichtig gilt die Sachverhaltsfeststellung, wenn der angefochtenen Verfügung ein falscher und aktenwidriger Sachverhalt zugrunde gelegt wurde oder entscheidrelevante Gesichtsp unkte nicht ge- prüft oder Beweise falsch gewürdigt wurden. Als unvollständig gilt sie, wenn nicht über alle rechtserheblichen Umstände Beweis geführt oder e i- ne entscheidrelevante Tatsache zwar erhoben, jedoch nicht gewürdigt wurde und nicht in den Entscheid einfloss. Grundsätzlich hat die Vori n- stanz ihre Kognition voll auszuschöpfen. Bei unzulässiger Kognitionsb e- schränkung verletzt sie das rechtliche Gehör bzw. begeht sie eine formel- le Rechtsverweigerung (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-282/2014 vom 2 6. Juni 2014 E. 3.3.1; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfah- ren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, Rz. 1027, 1043; je m.w.H.). 3.4.2 Hinsichtlich der Würdigung von Beweisen gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 40 des Bundesgese t- zes vom 4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess [BZP , SR 273]). A-7116/2013 Seite 8 Danach sind Beweise frei, ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, s o- wie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Alle Beweismittel sind, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen (BGE 137 II 266 E. 3.2). Der Grundsatz der freien Beweiswürdigung wird verletzt, wenn bestimmten Beweismitteln im Voraus in allgemeiner Weise die B e- weiseignung abgesprochen oder nur ein einziges Beweismittel zum Nachweis einer bestimmten Tatsache zugelassen wird. Ist für eine rechts- erhebliche Tatsache der volle Beweis zu erbringen ( sog. Regelbeweis- mass), darf die entscheidende Behörde diese nur als bewiesen betrac h- ten, wenn sie gestützt auf die Beweiswürdigung zur Überzeugung ge- langt, sie habe sich verwirklicht. Absolute Gewissheit kann dabei alle r- dings nicht verlangt werden. Es genügt, wenn sie an der behaupteten Tatsache keine ernsthaften Zweifel mehr hat oder allenfalls verbleibende Zweifel als leicht erscheinen ( Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-282/2014 vom 26. Juni 2014 E. 3.3.2; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.140 ff.; je m.w.H.). Nach Art. 33 Abs. 1 VwVG sind die von den Parteien angebotenen B e- weise abzunehmen, wenn sie zur Abklärung des Sachverhalts tauglich erscheinen. Bei der Beurteilung dieser Frage kommt der entscheidenden Instanz allerdings ein gewisser Ermessensspielraum zu. In sogenannt an- tizipierter Beweiswürdigung kann sie insbesondere dann von der Abna h- me eines Beweises absehen, wenn sie aufgrund be reits erhobener B e- weise oder aus anderen Gründen den rechtserheblichen Sachverhalt für genügend geklärt hält und ohne Willkür annehmen kann, ihre rechtliche Überzeugung würde durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert (BGE 134 I 140 E. 5.3; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-5183/2013 vom 24. Februar 2014 E. 3.3.2). 3.4.3 Aus den Akten ergibt sich, dass sich bereits die Erstinstanz mit der neuen Bewertungssystematik und dem neuen Lohnsystem auseinander- setzte und dessen Grundlagen in der Verfügung vom 16. August 2012 darlegte. Aus dieser ging mithin hervor, welche Bewertungselemente und -kriterien die Erstinstanz veranlasste n, dem Beschwerdeführer die Ste l- lenbeschreibung Nr. 1329001 zuzuordnen und ihn entsprechend als Ko n- trolleur FD unter dem Anforderungsniveau E einzureihen. Aus dem Schrif- tenwechsel im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren geht sodann he r- vor, dass die Bestätigung der Zuweisung erst nach erneuter Rücksprache mit der zuständigen Stelle HR -Beratung erfolgte (vgl. Liste vom 24. Mai 2012). Diese hatte zusammen mit der Linie bzw. den Standortverantwort- lichen (Vorgesetzten) die Stellenbeschreibungen ausgearbeitet und den A-7116/2013 Seite 9 Mitarbeitenden der SBB die zutreffende Funktion zugewiesen. Die Erstin- stanz verzichtete offenbar nicht auf eine Befragung des (dire kten) Linien- vorgesetzten des Beschwerdeführers, da sie deren Beweiseignung von vornherein verneinte oder allein die Stellungnahme des HR -Beauftragten als Beweis zulassen wollte, sondern vielmehr weil sie aufgrund einer a n- tizipierten Beweiswürdigung den Sac hverhalt als korrekt und erstellt s o- wie die Erhebung weiterer Beweise als unnötig erachtete. Auch die Vorinstanz nahm eine teilweise vorweggenommene Beweiswür- digung vor. Aufgrund der ihr vorliegenden Akten und der Stellungnahmen der Parteien gelangte sie z um Schluss, dass die Ausarbeitung des Ste l- lenbeschriebs korrekt erfolgt war und dieser als Grundlage für die Einord- nung des Beschwerdeführers gedient hatte. Wie die Erstinstanz erachtete sie es für ihre Meinungsbildung nicht als erforderlich, den direkten Vorg e- setzten des Beschwerdeführers anzuhören, da sie zur Überzeugung g e- langt war, dass dieser bereits in die Ausarbeitung des Stellenbeschriebs involviert gewesen war und eine erneute Anhörung daher zu keinem a n- deren (Beweis-)Ergebnis führen würde . Aus der Begründung des ang e- fochtenen Entscheides wird deutlich, dass die Vorinstanz nicht unbes e- hen auf den von der Erstinstanz festgestellten Sachverhalt abstellt e, son- dern diesen gestützt auf eine Würdigung der ihr vorliegenden Beweise sowie teilweise in antizipierter Beweiswürdigung als erstellt erachtete. 3.4.4 Es ist deshalb vorliegend nicht zu erkennen, inwiefern die Vori n- stanz ihre Kognition nicht ausgeschöpft hätt e. Die durch Erst- und Vorin- stanz vorgenommene und teilweise antizipierte Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden. Im Übrigen hat der Beschwerdeführer nie weitere B e- weise angeboten oder geltend gemacht, es seien solche nicht erhoben worden. Eine unzulässige Einschränkung der Kognition und eine Gehörs- verletzung bzw. eine formelle Rechtsverweigerung als Folge davon ist somit ebenso zu verneinen wie eine Verletzung des Grundsatzes der frei- en Beweiswürdigung (vgl. zum Ganzen auch Urteile des Bundesverwal- tungsgerichts A-282/2014 vom 26. Juni 2014 E. 3.3 f.; A-5321/2013 vom 23. April 2014 E. 3.2 f.; A-5183/2013 vom 24. Februar 2014 E. 3.3.2 f.). Im Übrigen bestätigten die Linienverantwortlichen mit E -Mail vom 24. Ja- nuar 2014, welches die Vorinstanz mit der Vernehmlassung vom 11. Feb- ruar 2014 einreichte, dass die Zuordnung des Beschwerdeführers auch ihrer Ansicht nach korrekt erfolgt war. A-7116/2013 Seite 10 4. 4.1 In materieller Hinsicht macht der Beschwerdeführer geltend, seine Funktion sei zu Unrecht dem Anforderungsniveau E zugeordnet worden, da der zugrunde gelegte Stellenbeschrieb nicht seinem tatsächlichen A r- beitsalltag entspreche bzw. seine tatsächliche Funktion wiedergebe. Au f- grund zahlreicher zusätzlicher, nicht in seinem Stellenbeschrieb aufg e- führter Aufgaben und Ausbildungen entspreche seine Funktion dem A n- forderungsniveau F. Unbestritten ist dagegen, dass die Funktionsbewe r- tung aufgrund des Stellenbeschriebs zu erfolgen hat. Nachfolgend ist d a- her zu prüfen, ob die SBB dem Beschwerdeführer zu Recht den Stelle n- beschrieb Nr. 1329001 zuordneten. 4.2 4.2.1 Im Entscheid vom 14. November 2013 führte die Vorinstanz in Rub- riken unterteilt diverse zusätzliche Aufgaben auf, welche der Beschwerde- führer erfüllen müss e, um eine Einstufung ins Anforderungsniveau F zu rechtfertigen. Darauf bezugnehmend macht der Beschwerdeführer in sei- ner Beschwerde konkret geltend, obwohl er dem Standort Basel zugeteilt sei, leiste er planmässig und regelmässig Dienst in mobilen Einsätzen. Er werde oft kurzfristig aufgeboten, um technische Mängel an Fahrzeugen zu reparieren, wobei er den Entscheid selbst fälle, ob das Fahrzeug we i- terhin im Einsatz bleiben könne oder ausgereiht werden müsse. Ferner führe er ebenfalls Störungsanalysen mittels der fahrzeugeigenen Diagn o- sesysteme durch und leiste Fachunterstützung an das Zug personal. Be- treffend Aus- bzw. Weiterbildung bringt er sodann vor, er habe verschi e- dene Zusatzausbildungen in der Fahrzeugtechnik absolviert und kenne somit alle Fahrzeuge des Personenverkehrs ("FZ -Personenverkehr"). Durch seine langjährige Erfahrung im R ollmaterialunterhalt verfüge er über ausgewiesene Kenntnisse der Betriebsabläufe im Rollmaterialunte r- halt und -einsatz. 4.2.2 Die Vorinstanz führt demgegenüber aus, es sei korrekt, wenn ein Stellenbeschrieb nur die Hauptaufgaben enthalte. Der GAV SBB 2011 verlange nur eine "summarische Zuordnung einer Funktion in ein Anfo r- derungsniveau" und es sei "systemimmanent, dass eine mathematisch exakte Einordnung nicht möglich" sei. Bei der Zuordnung zu einem Anfor- derungsniveau gehe es darum zu bestimmen, welche s der mod ellhaft umschriebenen Anforderungsniveaus am ehesten den Hauptaufgaben des Stellenbeschriebs entspreche bzw. die grösste Übereinstimmung mit A-7116/2013 Seite 11 diesem aufweise. Diese Vorgehensweise entspreche dem von den GAV - Vertragsparteien gewählten Bewertungssystem. Die Aufgaben, die der Beschwerdeführer in seiner Funktion als Kontro l- leur FD wahrnehme, würden grösstenteils denjenigen im entsprechenden Stellenbeschrieb Nr. 1329001 entsprechen. Die Diagnostiker dagegen würden weitere Aufgaben sicherstellen. Dies sei sowohl v om HR-Berater als auch vom Leiter Fahrzeugdiagnose und vom Leiter Reparaturen be - stätigt worden. Die Zuordnung des Beschwerdeführers zum Anford e- rungsniveau E sei somit korrekt erfolgt. 4.3 Gemäss Art. 15 Abs. 1 BPG, der durch die per 1. Juli 2013 in Kraft ge- tretene Revision des Bundespersonalrechts keine Änderung erfuhr, b e- misst sich der Lohn nach den drei Kriterien Funktion, Erfahrung und Lei s- tung. Der GAV SBB 2011, mit dem per 1. Juli 2011 ein neues Funktion s- bewertungs- und Lohnsystem eingeführt wurde, hält – wie bereits Ziff. 89 GAV SBB 2007 – damit übereinstimmend in Ziff. 90 fest, der Lohn richte sich nach den Anforderungen der Funktion sowie nach der nutzbaren E r- fahrung und der Leistung. Gemäss der Übergangsbestimmung von Ziff. 113 GAV SBB 2011 wurden auf den 1. Juli 2011 alle Anstellungsver- hältnisse in das neue System überführt. Ziff. 91 GAV SBB 2011 normiert die Gru ndsätze der Stellenbewertung. Demnach wird jede Funktion summarisch einem Anforderungsniveau z u- geordnet (Abs. 1), welches auf der Basis zwischen den Parteien gemein- sam anerkannter, analytischer Bewertungsverfahren ermittelt wird (Abs. 2). Eine detailliertere Regelung findet sich in der Richtlinie "Funkt i- onsbewertung" (K 140.1 [abrufbar auf <http://www.zpv.ch/apps/joomla/ images/stories/pdf/k_140_1_v1-0_de.pdf>, abgerufen am 20.08.2014]; nachfolgend: Bewertungsrichtlinie), die per 1. Juli 2011 die bisherige Richtlinie (R Z 140.1 vom 6. März 2007) ersetzte. Die Anforderungen werden durch 15 Anforderungsniveaus definiert und mit den Buchstaben A bis O bezeichnet. Nach Ziff. 2.2 der Bewertungsrichtlinie ist die Funkti- onszuordnung die Basis für die Umsetzung einer anforderungs - und leis- tungsgerechten Entlöhnung über sämtliche Organisationseinheiten der SBB. Grundlage für die Einreihung einer Funk tion bildet gemäss Ziff. 2.4 die Stellenbeschreibung. Der oder die Vorgesetzte umschreibt das Ziel der Funktion, die Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortungen wirklic h- keitsgetreu und passt die Stellenbeschreibung bei wesentlichen Änd e- rungen an. A-7116/2013 Seite 12 4.4 Gemäss der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts darf das Funktionsbewertungsverfahren nicht dahingehend interpretiert wer - den, es müsse für jede tatsächlich ausgeübte Funktion eine individual i- sierte Stellenbeschreibung erstellt werden. Es erscheint mit Blick auf eine rechtsgleiche Behandlung über die verschiedenen Organisationseinheiten der SBB hinweg vielmehr als zulässig und korrekt, standardisierte bzw. Rahmenstellenbeschreibungen zu verwenden. Entscheidend ist daher letztlich nicht, ob der Stellenbeschrieb die Kompetenzen und Aufgaben des betroffenen Mitarbeiters je im Einzelnen wiedergibt, sondern dass er dessen tatsächlichem Anforderungs- und Tätigkeitsprofil – verglichen mit den anderen (standardisierten) Stellenbeschreibungen – am nächsten kommt bzw. es am besten umschreibt. Diesbezüglich führt die Vorinstanz im Entscheid vom 14. November 2013 richtig aus, dass die Gesamtb e- wertung ausschlaggebend sei und dass, selbst wenn die Zuordnung ei n- zelner Bewertungskriterien in ein höheres Anforderungsniveau gerechtfer- tigt werden könnte, dasjenige Anforderungsniveau korrekt sei, welches am ehesten mit den Hauptaufgaben der Funktion gemäss Stellenbe - schrieb übereinstimme. Die Zuordnung der konkret ausgeübten Funktion setzt allerdings voraus, dass über die effektiv w ahrgenommenen Aufga- ben Klarheit besteht und diese mit dem Stellenbeschrieb zumindest wei t- gehend übereinstimmen (vgl. zum Ganzen statt vieler Urteil des Bunde s- verwaltungsgerichts A-282/2014 vom 26. Juni 2014 E. 4.4 m.w.H.). 4.5 4.5.1 Der Beschwerdeführer bringt vora b vor, auf dem Stellenbeschrieb fehlten Datum und Unterschrift. Wie die Vorinstanz zutreffend festhält , handelt es sich dabei jedoch nicht um ein Gültigkeitserfordernis. Ein Ste l- lenbeschrieb zur näheren Umschreibung der Arbeitstätigkeit kann – im Rahmen von Gesetz und Arbeitsvertrag – auch aufgrund des der Arbei t- geberin zustehenden allgemeinen Weisungsrechts (Art. 321d Abs. 1 des Obligationenrechts vom 30. März 1911 [OR, SR 220] i.V.m. Art. 6 Abs. 2 BPG) einseitig erlassen werden (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1263/2013 vom 5. Juni 2013 E. 4.3.2; STREIFF/VON KAENEL/RUDOLPH, Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 319-362 OR, 7. Aufl. 2012, Art. 321d N 2; PETER HELBLING, in: Stämpflis Handkommentar zum BPG, 2013, Art. 20 N 41; ferner Urteil des Bundesgerichts 2C_356/2012 vom 11. Februar 2013 E. 3.6). 4.5.2 Sodann führt der Beschwerdeführer betreffend den Stellenbeschrieb an, aufgrund der markanten Unterschiede zwischen der seine r Funktion A-7116/2013 Seite 13 entsprechenden alten Stellenbeschreibung Nr. 1311258 vom 18. Dezem- ber 2009 und der neuen Stellenbeschreibung Nr. 1329001 sei es nicht nachvollziehbar, dass beide Stellenbeschriebe zur Einreihung ins Anfo r- derungsniveau E führten. Dem ist entgegenzuhalten, dass die Stellenbeschriebe zwar auf den er s- ten Blick erheblich voneinander ab zuweichen scheinen, im Stellenbe - schrieb Nr. 1329001 im Ergebnis aber teilweise lediglich neue Formuli e- rungen gewählt und verschiedenenorts Aufgaben präzisiert oder nachge- führt wurden. Bei den neu angefügten Aufgaben und Voraussetzungen handelt es sich sodann grösstenteils nicht um solche, die im Verhältnis zu den bisherigen qualitativ wesentlich höhere Anforderungen an den Ste l- leninhaber stellen, sondern es fand bloss eine quantitative Erweiterung statt. Für die Zuteilung zu einem höheren Anforderungsniveau ist indes weniger massgebend, ob das Arbeitsspektrum des Stelleninhabers qua n- titativ (in die Breite) erweitert wird, sondern vielmehr, dass die Ansprüche und Anforderungen an ihn qualitativ höher sind. Dies mag mit der neuen Stellenbeschreibung (auch) der Fall sein, jedoch keinesfalls in einem Ausmass, welches zwangsläufig die Zuordnung in ein höheres Anford e- rungsniveau bedingen würde. Im Übrigen wurde die ab 1. Januar 2010 geltende Stellenbeschreibung Nr. 1311258 eineinhalb Jahre vor Inkrafttreten des neuen GAV und damit des neuen Bewertungssystems – mit welchem die Anforderungsniveaus erst eingeführt wurden – erstellt, weshalb es naheliegend ist, dass die Zuordnung zu einem Anforderungsniveau nicht mehr gestützt auf die d a- malige (überholte und anzupassende) Stellenbeschreibung, sondern be- reits im Hinblick auf den modifizierten , ab Inkrafttreten des neuen GAV geltenden und den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechenden (allen- falls noch zu erstellenden) Stellenbeschrieb sowie das neue Funktion s- bewertungssystem erfolgte, mithin bereits mit diesen abgestimmt wurde. 4.5.3 Was schliesslich den Vorwurf des Beschwerdeführers anbelangt, die Stellenbeschreibung Nr. 1329001 habe im Zeitpunkt der Gewährung des rechtlichen Gehörs durch die Erstinstanz im Mai 2011 noch gar nicht existiert, sondern es sei damals noch der Stellenbeschrieb Nr. 1311258 verwendet worden, ist darauf hinzuweisen, dass gerade (auch) der B e- schwerdeführer in der Sammeleingabe vom 15. September 2011 eine Überarbeitung der Stellenbeschreibung forderte, was in der Folge g e- schah (vgl. dazu auch den vom Beschwerdeführer der Beschwerde vom 26. September 2012 an die Vorinstanz beigefügten Stellenbeschrieb A-7116/2013 Seite 14 "ALT" vom 16. September 2011). Dass damit aber nicht notwendigerwe i- se auch eine Anpassung des Anforderungsniveaus verbunden ist, wurde bereits dargelegt. 4.6 4.6.1 Zu den für das Anforderungsniveau F erforderlichen Voraussetzun- gen hat d ie Vorinstanz im vorliegenden Fall dargelegt, welche zusätzl i- chen Anforderungen der Beschwerdeführer erfüllen und welche weiteren Aufgaben und Kompetenzen er übernehmen müsste, um als Diagnostiker Kombistandort FD (Stellenbeschreibung Nr. 1329002) oder Diagnostiker Kompetenzstandort FD (Ste llenbeschreibung Nr. 1329003) ins Anford e- rungsniveau F eingereiht zu werden. Diese zusätzlichen Anforderungen ergeben sich aus den genannten Stellenbeschrieben, welche als solche vom Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt wurden. Auch wenn der Beschwerde führer die Zuordnung ins Anforderungsn i- veau F nicht infolge einer ihm zuzuweisenden neuen Funktionsbezeic h- nung, sondern in seiner bisherigen Stelle als Kontrolleur FD verlangt, e r- scheint der Vergleich eben dieser Funktion des Beschwerdeführers (Kon- trolleur FD gemäss Stellenbeschreibung Nr. 1329001) mit den im vorste- henden Absatz genannten Funktionen sachgerecht, da es sich bei diesen um die nächst höheren vergleichbaren Funktionen in der gleichen Funkti- onskette (3107) handelt (was auch aus der Nummerierung der Stellen- beschriebe hervorgeht) und sie überdies dem vom Beschwerdeführer b e- anspruchten Anforderungsniveau F zugeteilt wurden . Dieses Vorgehen wurde denn auch vom Beschwerdeführer nicht beanstandet. Der Vergleich der Stellenbeschreibung des Kontrolleurs FD im Anford e- rungsniveau E mit denjenigen der Diagnostiker Kombistandort FD bzw. Kompetenzstandort FD (beide mit Anforderungsniveau F) ergibt, dass vie- le Aufgaben deckungsgleich sind, was auch von der Vorinstanz nicht in Abrede gestellt wird. Gleichzeitig zeigt sich aber, dass es zwischen den Stellenbeschrieben bzw. den Funktionen erhebliche Unterschiede gibt. Dies beginnt bereits bei den "Zielen der Stelle": Während der Kontrolleur eine hohe Fahrzeug- und Komponentenverfügbarkeit durch situative En t- scheide bei den während geplanten Kontrollen entdeckten technischen Mängeln unterstützt, obliegt dies dem Diagnostiker Kombistandort zusätz- lich bei kurzfristigen Aufgeboten wegen gemeldeter technischer Mängel . Auf den Diagnostiker Kompetenzstandort wiederum trifft nur Letzteres zu; dafür sind als Stellenziele zusätzlich die fachliche Unterstützung diverser A-7116/2013 Seite 15 Anspruchsgruppen durch vertiefte Störungsdiagnosen oder Reparaturen sowie mobile Intervention bei dringenden Ereignissen ausserhalb des Standortes festgehalten. Auch die Aufgabenblöcke weichen in verschi e- denen Belangen voneinander ab, was bereits bei der vorgesehenen G e- wichtung der vier sogenannten Hauptaufgaben (1. Technische Kontrollen [Kontrolleur] bzw. Diagnosen erstellen [Dia gnostiker], 2. Massnahmen treffen, 3. Reparaturen durchführen; 4. Weitere spezifische Aufgaben) augenscheinlich wird: Während etwa die Diagnostiker vor allem Störungs- diagnosen durchführen und die Störungsgeschichte erarbeiten (40% bzw. 35%; Kontrolleur: 0% ) sowie Reparaturen durchfü hren (30% bzw. 40%; Kontrolleur: 15%), widmet der Kontrolleur – immer gemäss Stelle n- beschrieb – 65% seiner Arbeitszeit den technischen Kontrollen (Diagnos- tiker: 0%). Auch die zu treffenden Massnahmen und die weiteren spezif i- schen Aufgaben des Kontrolleurs unterscheiden sich von den anderen beiden Funktionen, wenn auch zumindest vom Diagnostiker Kombistan d- ort in weitaus geringerem Masse. Gleiches gilt hinsichtlich der Kompeten- zen und Verantwortung sowie der Beziehungen/Kontakte. Schliesslich gehen die Mindes t-Anforderungen der Diagnostiker bei der Ausbildung und den Fachkenntnissen über diejenigen des Kontrolleurs hinaus. 4.6.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, er erfülle verschiedene der von den Stellenbeschrieben für die Diagnostiker vorausgesetzten Anforderun- gen, namentlich Aufgaben und Ausbildungen, und zählt diese in der B e- schwerde konkret auf (vgl. vorstehend E. 4.2.1). Für seine Darstellung reicht er jedoch weder Belege (etwa Rapporte, Zertifikate usw.) ein noch offeriert er dafür Beweismittel (z.B. Zeugen) , weshalb es bei den blossen Behauptungen bleibt. Damit vermag der Beschwerdeführer nicht darzul e- gen, dass er sämtliche für eine Einstufung im Anforderungsniveau F er- forderlichen zusätzlichen Aufgaben verrichtet und über alle dazu zusätz- lich notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass selbst die Vorinstanz einräumt, es sei möglich, dass der Beschwerdeführer fallweise Aufgaben eines Diagnostikers erfü l- le und gewisse Kenntnisse habe, die über die Anforderungen des Stel- lenbeschriebs Kontrolleur FD hinausg ingen. Denn s elbst wenn der B e- schwerdeführer gelegentlich die von ihm angeführten über seinen Ste l- lenbeschrieb hinausgehenden Aufgaben ausführte und über Zusatzkennt- nisse verfügte, erscheinen die Einreihung des Beschwerdeführers durch die Vorinstanz und deren Feststellung, dass sein Tätigkeits- und Anforde- rungsprofil nach wie vor weitestgehend demjenigen des Kontrolleurs FD im Anforderungsniveau E entspricht, als begründet und sachgerecht, weshalb die vorinstanzliche Zuordnung zu bestätigen ist. Dies umso mehr A-7116/2013 Seite 16 angesichts der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts, sich bei der Beur- teilung von Stelleneinreihungen eine gewisse Zurückhaltung aufzuerlegen und sich in solchen Fällen auf die Prüfung zu beschränken, ob die Einrei- hung auf ernstlichen Überlegungen beruht, sich mithin im Zweifel nicht von der Auffassung der Vorinstanz zu entfernen (vgl. E. 2.2). 4.7 Aus den vorstehenden Erwägungen folgt, dass die im Stellenbe - schrieb Nr. 1329001 aufgeführten Aufgaben dem Arbeitsalltag des B e- schwerdeführers insgesamt am ehesten entsprechen, mithin die für die Funktionseinreihung verwendete Stellenbeschreibung "Kontrolleur FD" in der Gesamtbetrachtung die tatsächliche Funktion des Beschwerdeführers adäquat abbildet. Folglich ist die Einr eihung der Stelle des Beschwerd e- führers ins Anforderungsniveau E nicht zu beanstanden. 5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Sachverhalt im vorliege n- den Fall vollständig und korrekt erstellt und in objektiver Würdigung dem angefochtenen Entscheid zugrunde gelegt wurde. D ie Vorinstanz verletz- te weder den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör noch unterschritt sie ihr Ermessen . Die Zuordnung der Funktion des Be- schwerdeführers zum Anforderungsniveau E erfolgte zu Recht, weshalb die Beschwerde im Hauptantrag abzuweisen ist. 6. Als Eventualbegehren beantragt der Beschwerdeführer die Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz zur Vornahme einer Neubeurteilung und Gewährung der vollständigen Akteneinsicht. Die Einreihung des B e- schwerdeführers in ein Anforderungsniveau wurde – wie in vorstehenden Erwägungen festgestellt worden ist – korrekt vorgenommen; für eine Rückweisung besteht diesbezüglich kein Anlass. Betreffend Akteneinsicht unterlässt es der Beschwerdeführer darzulegen, inwiefern ihm diese ver- weigert wurde bzw. in welche Unterlagen er Einsicht begehrt (aber nicht erhielt), oder ein entsprechendes Editionsbegehren zu stellen. Eine Ver- letzung des Akteneinsichtsrechts (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 26 ff. VwVG) durch die Vorinstanz ist denn auch nicht ersichtlich. Damit erweist sich der Eventualantrag des Beschwerdeführers ebenfalls als unbegründet, weshalb die vorliegende Beschwerde abzuweisen ist. A-7116/2013 Seite 17 7. 7.1 Das Beschwerdeverfahren ist in personalrechtlichen Angelegenheiten unabhängig vom Ausgang des Verfahrens grundsätzlich kostenlos (Art. 34 Abs. 2 BPG), weshalb keine Verfahrenskosten zu erheben sind. 7.2 Der vollumfänglich unterliegende Beschwerdeführer hat keinen A n- spruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 des Regle ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und En t- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der Vorinstanz ist ebenfalls keine Parteientschädigung zu zusprechen (Art. 7 Abs. 3 VGKE). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Gerichtsurkunde) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: André Moser Oliver Herrmann A-7116/2013 Seite 18 Rechtsmittelbelehrung: Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebiet der öffen t- lich-rechtlichen Arbeitsverhältnisse können beim Bundesgericht ang e- fochten werden, sofern es um eine vermögensrechtliche Angelegenheit geht, bei welcher der Streitwert mindestens Fr. 15'000.– beträgt oder bei der sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (vgl. Art. 85 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Bei einer nicht vermögensrechtlichen Angelegenheit ist die Beschwerde nur zulässig, w enn sie die Gleichste l- lung der Geschlechter betrifft (vgl. Art. 83 Bst. g BGG). Steht die B e- schwerde in öffentlich -rechtlichen Angelegenheiten offen, kann sie innert 30 Tagen nach Eröffnung dieses Entscheids beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Bewei s- mittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, be i- zulegen (Art. 42 BGG). Versand: