<h2>SubmittedText<h2><p>Oberst iGst Jean-Pierre Droz, ein in Lausanne wohnhafter Berufsoffizier, hat im Dezemberheft 1998 der Revue Militaire Suisse einen Beitrag veröffentlicht, der von rassistischen und antisemitischen Klischees übelster Sorte strotzt.</p><p>Welche dringlichen Sanktionen gedenkt der Bundesrat gegen diesen Offizier zu ergreifen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>- Im Dezember 1998 ist in der "Revue militaire suisse" unter dem Titel "Eclairage" ein Artikel von Oberst i Gst Jean-Pierre Droz vom Feldarmeekorps 1 erschienen, der seine persönliche Meinung wiedergibt. Seine Überlegungen stützten sich auf eine Predigt von Pfarrer Samuel Khalil von der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Waadt.</p><p></p><p>- Anfang Februar 1999 hat die Coordination intercommunautaire contre l'antisémitisme et la diffamation (CICAD) sehr heftig auf den Artikel reagiert und im "Le Temps" vom 9. Februar 1999 eine entsprechende Antwort publiziert. Zudem hat die CICAD verlangt, dass ihr in der "Revue militaire suisse" ein Gegendarstellungsrecht eingeräumt wird.</p><p></p><p>- In der Zwischenzeit haben sich Pfarrer Khalil und Oberst i Gst Droz: mit Frau Brigitte Sion, Generalsekretärin des CICAD, mit der Absicht getroffen, sämtliche Missverständnisse auszuräumen.</p><p></p><p>- In der März-Nummer 1999 der "Revue militaire suisse" ist sowohl eine Gegendarstellung der CICAD als auch die notwendige Präzisierung von Oberst i Gst Droz erschienen.</p><p></p><p>Der Bundesrat ist aufgrund dieses Sachverhalts der Auffassung, dass sich keine Massnahmen gegen Oberst i Gst Droz aufdrängen. Er ist ein gewissenhafter Stabsoffizier. Es bestehen keine Zweifel an seinen guten Absichten, die er auch mit einer geplanten Podiumsdiskussion unter Mitwirkung der CICAD in seiner Gemeinde unter Beweis stellt.</p><p></p><p>Wichtig ist bei der Beurteilung der Angelegenheit, dass so in der Zwischenzeit ein Aufklärungs- und Sensibilisierungsprozess gegen Antisemitismus stattgefunden hat.</p>  Antwort des Bundesrates.