<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00085</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105393&amp;W10_KEY=13013581&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00085</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.04.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe. Bezirksrätliche Behandlung einer Laieneingabe als Aufsichtsbeschwerde oder Rekurs. Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts. Der Beschwerde unterliegt auch ein Entscheid der Aufsichtsinstanz, wenn diese aufsichtsrechtlich eine neue Anordnung anstelle der ursprünglich angefochtenen getroffen hat (E. 1). Unterschiedliche Kognition des Bezirksrats bei der Behandlung von Aufsichtsbeschwerden und Rekursen (E. 2a-c). Überhöhte Wohnkosten sind in der Bedarfsberechnung zu berücksichtigen, bis eine zumutbare günstigere Lösung zur Verfügung steht. Eine Kürzung bedingt vorgängig eine entsprechende Weisung und Verwarnung. Wohnkosten können daher nicht bereits im Rahmen der erstmaligen Festsetzung der wirtschaftlichen Hilfe gekürzt werden (E. 2d).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Verwaltungsinterne Rechtspflege ST: AUFSICHTSBESCHWERDE">AUFSICHTSBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃRZUNG">KÃRZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHNUNGSKOSTEN">WOHNUNGSKOSTEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 21 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 24 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 23 SHV</span><br/><span class="gerade">§ 24 SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 19 lit. I VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die FÃ¼rsorgekommission A. beschloss am 28. Oktober 1998, den Ehe­leuten B. gestÃ¼tzt auf §§ 14 ff. des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) wirtschaftliche Hilfe von monatlich Fr. 3'100.‑, darin enthalten ein Mietzins von Fr. 1'400.‑, auszurichten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Dagegen erhoben die Eheleute B. am 30. November 1998 Aufsichtsbe­schwerde an den Bezirksrat C. mit dem Antrag, bei der Bemessung der wirtschaftli­chen Hilfe sei als Mietzins der Betrag von statt Fr. 1'400.‑ der effektiv geschuldete Zins von Fr. 1'950.‑ ein­zusetzen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat C. gab mit Beschluss vom 28. Januar 2000 der Aufsichts­beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen Folge (Dispositiv Ziffer I); dementsprechend er­gÃ¤nzte er den Be­schluss der FÃ¼rsorgekommission A. aufsichtsrechtlich dahin, dass ein monatlicher Mietzins von Fr. 1'915.‑ anzurechnen und der monatliche Bedarf auf Fr. 3'615.‑ statt auf Fr. 3'100.‑ festzulegen sei (Dispositiv Ziffer II); die FÃ¼rsorgekommis­sion A. wurde eingeladen, die seit Juni 1998 ausstehenden Mietzinsdifferenzen nachzuzahlen (Dispositiv Ziffer III). Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte er aus, grundsÃ¤tzlich sei der gesamte Mietzins in der Bedarfsberech­nung zu berÃ¼cksichtigen, sofern dieser nicht unan­gemessen hoch sei. Letzteres treffe hier zwar nach zutreffender Beurteilung der FÃ¼rsorge­kommission A. zu. Indessen seien Ã¼ber­hÃ¶hte Wohnungskosten so lange hinzu­nehmen, bis eine zumutbare gÃ¼nstigere LÃ¶sung zur VerfÃ¼gung stehe, zu deren Suche der HilfeempfÃ¤nger mittels Weisungen angehalten wer­den kÃ¶nne. Eine KÃ¼rzung kÃ¶nne als­dann erst nach einer Verwarnung erfolgen, welche hier unterblieben sei. In betragsmÃ¤ssiger Hinsicht kÃ¶nne freilich nicht auf den von den Anzeige­erstattern genannten Mietzins von Fr. 1'950.‑ abgestellt werden; davon abzuziehen sei das darin enthaltene Entgelt fÃ¼r die Mitbenutzung eines Parkplatzes von Fr. 35.‑.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 1. MÃ¤rz 1999 beantragte die Gemeinde A. dem Verwal­tungsgericht die Aufhebung des bezirksrÃ¤tlichen Beschlusses vom 28. Januar 2000, unter Kosten‑ und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegner bzw. der Vorin­stanz. Zur BegrÃ¼ndung wurde vorgebracht, die Anzeigeerstatter hÃ¤tten den Beschluss der FÃ¼rsor­gekommission vom 28. Oktober 1998 entsprechend der darin enthaltenen Rechts­mit­telbe­lehrung binnen 30 Tagen nach Zustellung mit fÃ¶rmlichem Rekurs anfechten kÃ¶n­nen, was sie unterlassen hÃ¤tten, weshalb der Beschluss in Rechtskraft erwachsen sei. Bei dieser Sach‑ und Rechtslage habe der Bezirksrat angesichts der SubsidiaritÃ¤t der Aufsichts­be­schwer­de den Beschluss nicht aufsichtsrechtlich aufheben bzw. abÃ¤ndern dÃ¼rfen. Rechts­krÃ¤ftige VerfÃ¼gungen dÃ¼rften zudem von der Aufsichtsinstanz nur aufgehoben wer­den, wenn die Voraussetzungen fÃ¼r einen Widerruf erfÃ¼llt seien, was hier nicht zutreffe. Der Be­schluss der FÃ¼rsorgekommission leide hinsichtlich der streitbetroffenen Mietzinsan­rech­nung allenfalls an einer einfachen Rechtsverletzung; ein krasser Gesetzesverstoss, der ei­nen Widerruf rechtfertigen wÃ¼rde, liege indessen nicht vor. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat C. ersuchte das Verwaltungsgericht am 20. MÃ¤rz 2000 um Ab­wei­sung der Beschwerde. Den nÃ¤mlichen Antrag stellten sinngemÃ¤ss die Eheleute B. in ihrer Beschwerdeantwort vom 22. MÃ¤rz 2000.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde, wel­che der Sache nach eine sozialhilferechtliche Streitigkeit betrifft, nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) funktio­nell und sachlich zustÃ¤ndig. Dass der Bezirksrat C. den angefochtenen Beschluss nicht als RekursbehÃ¶rde nach §§ 19 ff. VRG, sondern gestÃ¼tzt auf § 8 SHG und §§ 141 ff. des Ge­meindegesetzes vom 6. Juni 1926 (GemeindeG) als Aufsichtsinstanz gefasst hat, schliesst die sachliche ZustÃ¤ndigkeit des Gerichts nicht aus; denn mit der aufsichtsrechtlich vorge­nommenen AbÃ¤nderung des Beschlusses der FÃ¼rsorgekommission A. hat er eine neue An­ord­nung getroffen, welche VerfÃ¼gungscharakter aufweist und daher ‑ anders als die Ableh­nung einer aufsichtsrechtlichen Massnahme ‑ der Beschwerde unterliegt (Al­fred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼­rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 44; § 41 N. 17). Auf die Be­schwerde ist daher einzutreten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Entscheidberufen ist der Einzelrichter, da der Streitwert bezogen auf ein Jahr (vgl. RB 1998 Nr. 2) unter Fr. 20'000.‑ liegt und weil weder ein Fall von grundsÃ¤tzlicher Be­deutung vorliegt noch ein Entscheid des Regierungsrats angefochten ist (vgl. § 38 Abs. 3 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die beschwerdefÃ¼hrende Gemeinde macht nicht geltend, der Entscheid des Be­zirksrats sei rechtsverletzend, weil darin der Beschluss der kommunalen FÃ¼rsorgekommis­sion zu Unrecht als rechtsverletzend gewÃ¼rdigt werde. Die BeschwerdefÃ¼hrerin schliesst selber nicht aus, dass dem Beschluss ihrer FÃ¼rsorgebehÃ¶rde ein Rechtsmangel anhaften kÃ¶nnte; sie macht indessen geltend, die Voraussetzungen fÃ¼r ein aufsichtsrechtliches Ein­schreiten gegenÃ¼ber dem ‑ mangels Anfechtung mittels Rekurs ‑ in Rechtskraft erwachse­nen Beschluss der FÃ¼rsorgekommission seien nicht erfÃ¼llt gewesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Der Bezirksrat ist in Angelegenheiten der Sozialhilfe sowohl AufsichtsbehÃ¶rde nach § 8 SHG und §§ 141 ff. GemeindeG wie auch Rekursinstanz nach § 152 GemeindeG in Verbindung mit §§ 19 ff. VRG, welche beiden Funktionen mÃ¶glichst zu trennen sind (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 89 f.). Zum einen ist die unterschiedli­che Kognition zu beachten, die bei einer Rekursbehandlung umfassend ist, d.h. neben vol­ler Rechts‑ und Sachverhaltskontrolle auch die ErmessensÃ¼berprÃ¼fung einschliesst, bei der aufsichtsrechtlichen ÃberprÃ¼fung jedoch insofern beschrÃ¤nkt ist, als die AufsichtsbehÃ¶rde nur bei Verletzung klaren Rechts oder der Missachtung wesentlicher Ã¶ffentlicher Interessen einschreiten darf (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 39, mit Hinweisen). Zum andern wird in der Praxis SubsidiaritÃ¤t der Aufsichtsbeschwerde in dem Sinn angenom­men, als auf eine aufsichtsrechtliche ÃberprÃ¼fung dort verzichtet werden soll, wo es dem Anzeigeerstatter mÃ¶glich und zumutbar ist, seine Rechte und schutzwÃ¼rdigen Interessen mit einem ordentlichen Rechtsmittel geltend zu machen (RB 1976 Nr. 36 = ZBl 78/1977, S. 143 = ZR 75/1976 Nr. 14). Aus dieser SubsidiaritÃ¤t wird zudem abgeleitet, dass formell rechtskrÃ¤ftige VerfÃ¼gungen aufsichtsrechtlich nur dann aufgehoben werden dÃ¼rfen, wenn die Voraussetzungen fÃ¼r den Widerruf solcher VerfÃ¼gungen gegeben sind (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 31; RenÃ© Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel/Frankfurt a.M. 1990, Nr. 145 B III). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu beachten ist jedoch in diesem Zusammenhang, dass die Aufhebung (Widerruf) einer rechtskrÃ¤ftigen VerfÃ¼gung in verschiedenen Erscheinungsformen vorkommt, fÃ¼r wel­che je unterschiedliche Voraussetzungen gelten (vgl. Rhinow/KrÃ¤henmann, Nrn. 41-45). Der VerfÃ¼gungsadressat hat zwar, sofern kein fÃ¶rmlicher Revisionsgrund gemÃ¤ss § 86a VRG vorliegt, keinen Anspruch darauf, dass zu seinen Gunsten auf eine rechtskrÃ¤ftige Ver­fÃ¼gung zurÃ¼ckgekommen wird. Im Rahmen einer WiedererwÃ¤gung kann indessen die Be­hÃ¶rde ‑ von Amtes wegen oder aufgrund eines WiedererwÃ¤gungsgesuchs ‑ zugunsten des VerfÃ¼gungsadressaten auf ihre VerfÃ¼gung zurÃ¼ckkommen, sofern dem nicht schÃ¼tzens­wer­te Rechtspositionen Dritter entgegenstehen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 86a-86d N. 8). HierfÃ¼r mÃ¼ssen weder die besonderen Voraussetzungen der RÃ¼cknahme noch jene der Anpassung erfÃ¼llt sein (zu diesen Widerrufsformen und ihren Voraussetzungen vgl. KÃ¶lz/Bosshart/­RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 86a-86d N. 12 f.). Der AufsichtsbehÃ¶rde ist es daher nicht von vornherein verwehrt, eine formell rechtskrÃ¤ftige VerfÃ¼gung zugunsten des Ver­fÃ¼­gungsadressaten in FÃ¤llen aufzuheben, in denen die Voraussetzungen fÃ¼r eine RÃ¼ck­nahme oder eine Anpassung nicht gegeben wÃ¤ren. Gebunden ist sie aber auch in solchen FÃ¤llen an die KognitionsbeschrÃ¤nkung, wonach nur qualifizierte MÃ¤ngel wie die Verlet­zung klaren Rechts oder die Missachtung wesentlicher Ã¶ffentlicher Interessen die aufsichts­rechtliche AbÃ¤nderung einer rechtskrÃ¤ftigen VerfÃ¼gung rechtfertigen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Mit ihrem Einwand, der Bezirksrat habe sich im vorliegenden Fall mit seinem aufsichtsrechtlichen Einschreiten Ã¼ber die hier nicht gegebenen Voraussetzungen eines Wi­derrufs hinweggesetzt, will die BeschwerdefÃ¼hrerin offenbar Bezug auf die besonderen Vor­aussetzungen fÃ¼r eine RÃ¼cknahme oder eine Anpassung Bezug zu nehmen. Dieser Ein­wand ist nach dem Gesagten unbegrÃ¼ndet. Fraglich ist jedoch, ob der Bezirksrat, wie die BeschwerdefÃ¼hrerin im Weiteren geltend macht, die Kognitionsschranken fÃ¼r ein auf­sichts­rechtliches Eingreifen missachtet habe. Das trÃ¤fe nach dem Gesagten dann zu, wenn der vom Bezirksrat festgestellte Mangel keine qualifizierte Rechtsverletzung darstellen wÃ¼r­de, d.h. der kommunalen FÃ¼rsorgebehÃ¶rde weder die Verletzung klaren Rechts noch die Missachtung wesentlicher Ã¶ffentlicher Interessen vorzuwerfen wÃ¤re. Die Frage kann jedoch aus den nachfolgend dargelegten GrÃ¼nden offen bleiben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Beschwerdegegner haben ihre "Aufsichtsbeschwerde" vom 30. November 1998 binnen der dreissigtÃ¤gigen Rekursfrist gemÃ¤ss § 22 Abs. 1 VRG erhoben. Angesichts dieser Fristwahrung sowie des Umstands, dass sie nicht anwaltlich vertreten waren, hÃ¤tte der Bezirksrat nach dem auch im Verfahrensrecht geltenden Grundsatz von Treu und Glau­ben die heutigen Beschwerdegegner anfragen mÃ¼ssen, ob sie ihre Aufsichtsbe­schwer­de nicht als Rekurs behandelt haben wollten; dies zumindest dann, wenn nach Auf­fassung des Bezirksrats wegen der unterschiedlichen Kognition der Rekurs gutzuheissen, die Auf­sichts­beschwerde dagegen abzuweisen gewesen wÃ¤re. Dem lÃ¤sst sich auch nicht entgegen­halten, die VerfÃ¼gungsadressaten hÃ¤tten sich im Hinblick auf das bei einer Re­kurserhebung beste­hende Kostenrisiko vorweg zu entscheiden, ob sie Rekurs oder Auf­sichtsbeschwerde erhe­ben wollen. Denn in sozialhilferechtlichen Streitigkeiten hat auch der unterliegende Re­kur­rent in der Regel keine Rekurskosten zu tragen (§ 10 der GebÃ¼h­renordnung fÃ¼r die Verwal­tungsbehÃ¶rden vom 30. Juni 1966 in der Fassung vom 17. No­vember 1982). ‑ Wenn der Be­zirksrat hier auf eine derartige RÃ¼ckfrage verzichtet hat (weil nach seiner Beurtei­lung die Aufsichtsbeschwerde ohnehin gutzuheissen war), so darf sich dies im jetzigen Be­schwerdeverfahren nicht zum Nachteil der Beschwerdegegnerschaft auswirken. Dies be­deu­tet, dass das Verwaltungsgericht unter den vorliegenden beson­de­ren UmstÃ¤nden den bezirksrÃ¤tlichen Aufsichtsentscheid so zu Ã¼berprÃ¼fen hat, wie wenn es sich dabei um einen Rekursentscheid handeln wÃ¼rde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Der Bezirksrat hat erwogen, grundsÃ¤tzlich sei der gesamte Mietzins in der Be­darfsberechnung zu berÃ¼cksichtigen, sofern dieser nicht unangemessen hoch sei. Letzteres treffe hier zwar nach zutreffender Beurteilung der FÃ¼rsorgekommission A. zu. In­dessen seien Ã¼berhÃ¶hte Wohnungskosten so lange hinzunehmen, bis eine zumutbare gÃ¼ns­ti­gere LÃ¶sung zur VerfÃ¼gung stehe, zu deren Suche der HilfeempfÃ¤nger mittels Wei­sungen an­ge­halten werden kÃ¶nne. Eine KÃ¼rzung kÃ¶nne alsdann erst nach einer Verwarnung erfol­gen, welche hier unterblieben sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dieser Beurteilung ist beizupflichten. Die Beschwerdegegner sind im April 1998 von D./TG in die Gemeinde A. zugezogen. Aufgrund der vorliegenden Akten haben sie dort seit Juni 1998 Sozialhilfe, unter anderem einen direkt dem Vermieter Ã¼berwiesenen Betrag von monatlich Fr. 1'400.‑ bezogen, wobei diese Leistungen damals noch nicht auf einem fÃ¶rmlichen Beschluss der FÃ¼rsorgekommission beruhten; Letztere hat diese Leis­tun­gen erstmals mit dem streitbetroffenen Beschluss vom 28. Oktober 1998 fest­gesetzt. Dieses Vorgehen widersprach dem Grundsatz, dass Ã¼berhÃ¶hte Wohnungskosten so­lange hinzu­neh­men sind, bis eine zumutbare gÃ¼nstigere LÃ¶sung zur VerfÃ¼gung steht (Zif­fer B.3‑1 der Richt­linien fÃ¼r die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe, 2. Ausgabe, November 1998). Nach diesem Grundsatz hÃ¤tte unter den vorliegenden UmstÃ¤nden vorerst ein ‑ zweck­mÃ¤ssigerweise mÃ¶glichst rasch zu treffender ‑ Beschluss der FÃ¼rsorgekommis­sion unter BerÃ¼cksichtigung des vollen Mietzinses ergehen mÃ¼ssen. Mit diesem Beschluss hÃ¤tte zugleich die Weisung an die Beschwerdegegner verbunden werden kÃ¶nnen, eine gÃ¼ns­tigere Wohnung zu suchen (§ 21 SHG, § 23 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Ok­to­ber 1981, SHV). Nach erfolgter schriftlicher Verwarnung (§ 24 SHG, § 24 SHV) hÃ¤tte die Leistung fÃ¼r den Mietzins in einem weiteren fÃ¶rmlichen Beschluss gekÃ¼rzt werden kÃ¶n­nen. Stattdessen hat die FÃ¼rsorgekommission den Beschwerdegegnern von An­fang an nur einen gekÃ¼rzten Mietzins angerechnet, was dem erwÃ¤hnen Grundsatz sowie dem fÃ¼r eine KÃ¼rzung gesetzlichen vorgesehenen Verfahren widerspricht. Daran vermag der Umstand, dass die Beschwerdegegner vom FÃ¼rsorgesekretariat wiederholt mÃ¼ndlich angewiesen wor­den sind, eine billigere Wohnung zu suchen, nichts zu Ã¤ndern.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ..</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>