A bteilung III C -1147/2006 {T 0/2} U rteil vom 10. Juli 2007 M itw irkung: R ichterin Beutler (Vorsitz); R ichter Trom m er; R ichter Im oberdorf (Kam m erpräsident); G erichtsschreiberin H aake. X._______, Beschw erdeführer, vertreten durch Fürsprecher R olf G . R ätz, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend N ichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. X._______ arbeitete in den Jahren 1988 bis 1996 als Saisonnier in der Schw eiz und lernte w ährend dieser Zeit die Schw eizerin Y._______ kennen. Am 1. April 1996 liess er sich von seiner in M azedonien lebenden Ehefrau scheiden, w obei ihm das Sorgerecht für die drei gem einsam en Kinder (A._______, geboren 1985, B._______, geboren 1986, und C ._______, geboren 1988) zugesprochen w urde. Am 27. D ezem ber 1996 heiratete er die 10 Jahre ältere Y._______ und erhielt infolgedessen in der Schw eiz eine Aufenthaltsbew illigung. B. G estützt auf seine zw eite Ehe stellte X._______ am 27. Septem ber 1999 ein G esuch um erleichterte Einbürgerung. W enige M onate später, im Verlaufe des Frühjahrs 2000, unternahm en die Eheleute erste Bem ühungen um den Fam iliennachzug der in M azedonien verbliebenen Kinder des Beschw erdeführers. Am 6. Juni 2000 unterzeichneten sie im R ahm en des Einbürgerungsverfahrens eine Erklärung, w onach sie in einer tatsächlichen, ungetrennten, stabilen ehelichen G em einschaft zusam m en- leben und w eder Trennungs- noch Scheidungsabsichten bestehen w ürden. G leichzeitig nahm en sie unterschriftlich zur Kenntnis, „dass die erleichterte Einbürgerung nicht m öglich ist, w enn vor oder w ährend des Einbürgerungsverfahrens einer der Ehegatten die Trennung oder Scheidung beantragt hat oder keine tatsächliche eheliche G em einschaft m ehr besteht“. Ebenfalls bestätigten sie ihre Kenntnisnahm e davon, dass die Verheim lichung dieser U m stände zur N ichtigerklärung der Ein- bürgerung führen kann. Am 11. August 2000 w urde X._______ erleichtert eingebürgert und erhielt das Bürgerrecht von W attenw il (Bern). C . C .a Am 1. M ärz 2001 reisten die drei Kinder von X._______ in die Schw eiz ein, um bei ihrem Vater zu bleiben. D ie Ehegatten X.-Y._______ bezogen auf diesen Zeitpunkt hin getrennte W ohnungen. D er Beschw erdeführer bezog m it seinen Kindern eine W ohnung in P._______, w ährend seine Ehefrau in der ehelichen W ohnung in Q ._______ verblieb. Am 11. August 2001 gelangte die M utter der Kinder, Z._______, m it einem dreim onatigen Be- suchervisum in die Schw eiz. Zw ei M onate später bem ühte sich X._______ unter H inw eis auf die N otw endigkeit der Kinderbetreuung um eine Ver- längerung ihres Aufenthalts, w oraufhin ihr der Kanton Bern eine bis zum 10. Januar 2002 gültige Kurzaufenthalterbew illigung (L) ausstellte. N achdem sie am 23. D ezem ber 2001 w ieder nach M azedonien zurückge- kehrt w ar, bem ühten sich sow ohl X._______ als auch seine Ehefrau um die erneute Erteilung einer Aufenthaltsbew illigung m it der Begründung, Z._______ zur Kinderbetreuung und als H aushaltshilfe zu benötigen. D iese reiste darauf hin am 21. Februar 2002 w ieder in die Schw eiz ein und erhielt eine L-Bew illigung, die ihr den Aufenthalt bis zum 19. Februar 2003 erm öglichte. C .b Am 27. Septem ber 2002 reichten die Ehegatten X.-Y._______ beim zu-3 ständigen G erichtspräsidenten unter Vorlage einer Scheidungsfolgenver- einbarung ein gem einsam es Begehren um Ehescheidung ein, w oraufhin die Ehe am 25. Februar 2003 geschieden w urde. D ie Scheidung ist seit dem 14. M ärz 2003 rechtskräftig. C .c Am 30. April 2003 stellte X._______ für die M utter seiner Kinder w iederum ein G esuch um Verlängerung der Aufenthaltsbew illigung. Im R ahm en die- ses Verfahrens w urde er vom M igrationsdienst des Kantons Bern am 9. M ai 2003 schriftlich gefragt, ob er deren W iederheirat beabsichtige. Jaja N ul beantw ortete diese Frage m it Schreiben vom 16. M ai 2003 dahinge- hend, "eine W iederheirat käm e für ihn nur im äussersten Fall, w enn es w irklich nicht anders gehe, in Frage". Am 3. Juli 2003 erhielt Z._______ eine bis zum 19. Februar 2004 gültige Aufenthaltsbew illigung B. Am 19. Juli 2004 schlossen X._______ und Z._______ in ihrer gem einsam en H eim at M azedonien erneut die Ehe. D . D as BFM nahm das zuvor geschilderte G eschehen zum Anlass, gegen X._______ ein Verfahren betreffend N ichtigerklärung seiner Einbürgerung einzuleiten. Im R ahm en des hierzu gew ährten rechtlichen G ehörs erklärte dieser in seiner Stellungnahm e vom 26. M ai 2003, er und seine schw eizerische Ehefrau hätten w ährend des Einbürgerungsverfahrens eine korrekte und intakte Ehe geführt. G egen Ende 2000 sei der Fam iliennachzug seiner drei Kinder aus erster Ehe in die Schw eiz bew illigt w orden. Für ihn und seine Ehefrau habe dam it ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Auf deren W unsch hin habe m an sich entschieden, für eine Probezeit von ca. sechs M onaten nicht sofort zusam m en zu ziehen, w eil ihr das R isiko, sich m it den drei Jugendlichen im Pubertätsalter nicht verstehen zu können, ziem lich gross erschienen sei. N ach Einreise der Kinder sei seine Ehefrau zw ischen zw ei W ohnorten hin und her gefahren. Trotzdem seien die D ifferenzen zw ischen allen Beteiligten im m er grösser gew orden, und die Kinder hätten nach ihrer leiblichen M utter verlangt. Aufgrund der schw ierigen Lebensführung hätten sich die Ehegatten Ende Septem ber 2002 zur Ehescheidung entschlossen. E. E.a Im R ahm en des eingeleiteten N ichtigkeitsverfahrens nahm die Vorinstanz Einsicht in die Scheidungsakten und liess Y._______ am 10. Januar 2004 und 28. O ktober 2004 als Auskunftsperson zur ehelichen G em einschaft, zur Einbürgerung sow ie zu den U m ständen der Ehescheidung befragen. Anlässlich ihrer ersten Anhörung gab diese an, sie habe X._______ bereits sieben M onate nach dem Kennenlernen geheiratet, da er auf andere W eise keine Aufenthaltsbew illigung in der Schw eiz erhalten hätte. Bereits vor dem Einbürgerungsgesuch des Ehem annes sei beabsichtigt gew esen, die Kinder in die Schw eiz nachkom m en zu lassen. D iese seien jedoch nach ihrer Einreise auf sich allein gestellt gew esen, da beide Ehegatten erw erbstätig gew esen seien. Aufgrund der dadurch gew achsenen Prob- lem e sei die Idee entstanden, auch die leibliche M utter der Kinder in die Schw eiz zu holen. D iese sei im Frühling 2002 in die Schw eiz gekom m en; ungefähr M itte 2002 hätten die ehelichen Schw ierigkeiten begonnen. Ihr 4 Ehem ann habe jedoch einen „ganz, ganz guten C harakter“, habe sich ihrer M einung nach auch korrekt verhalten und den Sozialstaat nie gross belastet. Sie habe zu ihm im m er noch sehr guten Kontakt, telefoniere täglich m it ihm und sehe ihn in der W oche zw ei- bis dreim al. Beide hätten sich noch "sehr lieb w ie am ersten Tag“. E.b In ihrer zw eiten Einvernahm e am 28. O ktober 2004 erklärte Y._______ auf entsprechende N achfrage, dass die bei der Einreise der Kinder erfolgte getrennte W ohnsitznahm e der Ehegatten für sie eine Vorsichtsm assnahm e gew esen sei. Sie habe sich „ein Türchen offen halten w ollen“, um bei M isslingen des für sie neuen Fam ilienlebens nicht auf W ohnungssuche gehen zu m üssen. Als nach der Einreise der Kinder Schw ierigkeiten aufgetaucht seien, habe m an sie trotzdem nicht nach M azedonien zurück- geschickt, denn sie habe sich m it ihrem Ehem ann ein Jahr lang um den auch von den Kindern gew ünschten Fam iliennachzug bem üht und daher nicht als „böse Stiefm utter“ angesehen w erden w ollen. U ngefähr ein hal- bes Jahr nach der Einreise der Kinder sei sie m it ihrem Ehem ann auf die Idee gekom m en, die Kindesm utter für drei M onate einzuladen, dam it diese sich um den H aushalt, in dem ihre Kinder lebten, küm m ere. D anach hätten die Kinder ihre M utter nicht m ehr gehen lassen w ollen. E.c In seiner abschliessenden Stellungnahm e vom 5. D ezem ber 2004 erklärte X._______, er und seine Ehefrau seien am 1. M ärz 2001 nach P._______ um gezogen. Anfangs habe seine Ehefrau vor allem dort gew ohnt; sie habe aber ihre W ohnung in Q ._______ beibehalten. Seinerzeit habe es noch keine Scheidungsabsichten gegeben, diese seien erst im O ktober / N ovem ber 2002 zur Sprache gekom m en. D arüber hinaus m achte X._______ geltend, es sei nicht voraussehbar gew esen, dass die Kinder in der neuen Situation nach der leiblichen M utter verlangen w ürden, denn die Kinder hätten in M azedonien unter der O bhut der G rosseltern gelebt. Ebenso w enig sei voraussehbar gew esen, dass die M utter überhaupt und dann schon nach sechs M onaten in die Schw eiz kom m en w ürde. D ie Vorinstanz dürfe ihm daher nicht vorw erfen, er sei planm ässig vorgegangen, um seine Fam ilie von M azedonien in die Schw eiz zu bringen, und habe sich hierzu der Ehe m it einer Schw eizerin bedient. Er habe die ganze Entw icklung nicht voraussehen können und deshalb die Einbürgerungsbehörde auch nicht über seine Absichten im U nklaren gelassen. Im Ü brigen pflege er zu seiner geschiedenen Ehefrau heute noch eine sehr gute Freundschaft, die er auch in Zukunft so w eiterführen w olle. E.d Zum Abschluss des Verfahrens ersuchte das Bundesam t den H eim atkan- ton Bern um Zustim m ung zur N ichtigerklärung der erleichterten Einbürge- rung von X._______. D iese Zustim m ung w urde am 17. D ezem ber 2004 er- teilt. F. D araufhin erklärte das BFM m it Verfügung vom 17. Januar 2005 die Ein- bürgerung von X._______ für nichtig. Aufgrund des G eschehensablaufs sehe es das Bundesam t als erw iesen an, dass X._______ den eigentlichen fam iliären Schw erpunkt auch nach der erneuten H eirat nicht 5 bei der neu eingegangenen ehelichen G em einschaft, sondern w eiter bei seinen m azedonischen Fam ilienangehörigen gesetzt habe. So habe er regelm ässig seine Ferien ohne die schw eizerische Ehefrau im H erkunfts- land bei seinen Angehörigen verbracht. Zudem habe er gem äss eigenen Angaben den Fam iliennachzug der Kinder bereits vor der Einreichung seines Einbürgerungsgesuchs angestrebt. Er habe die Interessen seiner m azedonischen Angehörigen stets über die Interessen seiner zw eiten Ehe gestellt und sei letztlich auch bereit gew esen, die eheliche G em einschaft hierfür zu opfern. Es sei lebensfrem d und im Ü brigen m it den Aussagen beider Ex-Ehepartner nicht in Einklang zu bringen, dass die nach dem Fam iliennachzug der Kinder aufgetretenen Schw ierigkeiten nicht voraus- sehbar gew esen seien, sei doch die Beibehaltung eines Zw eitw ohnsitzes ausdrücklich eine Vorsichtsm assnahm e im H inblick auf allfällige Problem e gew esen. Ebenfalls sei voraussehbar gew esen, dass die im Alter zw ischen zw ölf und fünfzehn Jahren stehenden Kinder sich in einem frem den Land und in ungew ohnter U m gebung ohne Betreuung nicht zurecht finden w ürden. D ass m an in dieser Situation die leibliche M utter in die Schw eiz nachgeholt habe, deute einerseits auf ein planm ässiges Vorgehen hin und m ache andererseits deutlich, dass auch im H erkunftsland eine enge Be- ziehung zw ischen ihr und ihren Kindern bestanden habe. Indem X._______ seine fam iliären Prioritäten und tatsächlichen Absichten gegen- über der Einbürgerungsbehörde verschw iegen und m it der U nterzeichnung der Erklärung betreffend eheliche G em einschaft den falschen Anschein eines auf die Zukunft gerichteten Ehew illens erw eckt habe, seien der Tatbestand von Artikel 41 Absatz 1 BüG und dam it die m ateriellen Voraussetzungen für die N ichtigerklärung seiner Einbürgerung erfüllt. G . M it dem Antrag, die vorinstanzliche Verfügung aufzuheben, erhob X._______ am 16. Februar 2005 Beschw erde beim Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartem ent (EJPD ). Er m acht geltend, die 1996 erfolgte Scheidung seiner ersten Ehe sei die logische Konsequenz davon gew esen, dass er und seine m azedonische Ehefrau sich auseinander gelebt hätten. Er habe Y._______ noch im selben Jahr geheiratet; sie hätten sich jedoch bereits seit Juni 1995 und nicht erst seit Juni 1996 – w ovon seine Ex-Ehefrau ausgehe – gekannt. D ie H eirat sei relativ rasch erfolgt, w eil er ansonsten w egen seiner fehlenden Aufenthaltsberechtigung diese Beziehung hätte beenden m üssen. Im H inblick auf eine gem einsam e Zukunft hätten er und seine Ehefrau nach rund dreijähriger Ehedauer gem einsam beschlossen, seine Kinder in die Schw eiz zu holen. Für ihn sei es schw er erträglich gew esen, die Kinder bei den G rosseltern zu w issen, zum al sie in ihrer H eim at w eder schulische noch berufliche Perspektiven gehabt hätten. Seit seinem ersten Aufenthalt in der Schw eiz habe er sich um eine m ög- lichst um fassende Integration bem üht. Er spreche die deutsche Sprache und habe viele Schw eizer in seinem Bekanntenkreis. Vor diesem H inter- grund sei die Erlangung des Bürgerrechts stets ein grosses W unschziel gew esen. Entgegen der D arstellung der Vorinstanz habe er seinen Le- bensm ittelpunkt im m er in der Schw eiz gehabt. Ihm dürfe nicht zum N ach-6 teil gereichen, dass er bis M itte 2000 regelm ässig seine Ferien in der H ei- m at verbracht und dort seine Kinder besucht habe. Im Ü brigen sei er m it seiner schw eizerischen Ehefrau auch an andere Feriendestinationen ge- reist. D iese habe jedoch nie einen Ferienaufenthalt in M azedonien in Be- tracht ziehen w ollen. Es sei nicht zutreffend, dass er seine Ehe in der Schw eiz zugunsten seiner m azedonischen Angehörigen geopfert habe; vielm ehr sei die eheliche Situation für seine Ex-Ehefrau nicht m ehr erträglich gew esen. Sie habe sich ihre R olle als Ersatzm utter w esentlich einfacher vorgestellt und habe sich als über 40-jährige Berufsfrau nicht an die veränderten Verhältnisse gew öhnen können. Beide Ehegatten hätten anfangs jedenfalls die H off- nung auf ein harm onisches Fam ilienleben gehabt. D ies dürfe m an nicht – so w ie es die Vorinstanz tue – als lebensfrem d bezeichnen. Er habe das Ziel gehabt, m it seiner dam aligen Ehefrau und seinen Kindern einer glück- lichen Zukunft in der Schw eiz entgegen zu steuern. Leider habe er dabei verkannt, dass die Integration seiner Kinder nicht so leicht zu bew erkstelli- gen gew esen sei. D ies könne die Vorinstanz allenfalls als N aivität bezeich- nen, nicht aber als Täuschungsabsicht gegenüber den Einbürgerungsbe- hörden. Zum Zeitpunkt des Einbürgerungsgesuchs sei von einer m öglichen Ehescheidung noch keine R ede gew esen. D ie Scheidung sei vielm ehr ein kurzfristiger Entscheid gew esen, um den von den Kindern auf die Ehepart- ner erzeugten D ruck zu reduzieren. W ahrscheinlich sei seine Ehefrau auch vor der Situation, die sie schlechterdings überfordert habe, geflüchtet. H . D ie Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehm lassung vom 26. April 2005 die Abw eisung der Beschw erde. I. M it verfahrensleitender Anordnung vom 17. O ktober 2006 brachte das EJPD dem Beschw erdeführer zur Kenntnis, dass es die Akten des kanto- nalen M igrationsdienstes – aus denen erst die W iederverheiratung m it Z._______ ersichtlich sei – beigezogen habe, und forderte ihn zur Ein- reichung einer entsprechenden Stellungnahm e auf. H ierzu teilte der Be- schw erdeführer am 5. M ärz 2007 unter W iederholung seines bisherigen Vorbringens m it, die U m stände der H eirat seien aktenkundig und von An- fang an gegenüber der Behörde offen gelegt w orden. Insbesondere habe er der Behörde erklärt, dass eine W iederheirat für ihn nur im äussersten Fall, w enn es w irklich nicht anders gehe, in Frage käm e, d.h. in dem Fall, dass die M utter seiner Kinder ansonsten die Schw eiz hätte verlassen m üs- sen. D ass es im Verlauf ihrer Anw esenheit zu einer erneuten Annäherung gekom m en sei, dürfe nicht als ganz abw egig betrachtet w erden. Jedenfalls habe er seinerzeit den N utzen der Anw esenheit seiner heutigen Ehefrau erkannt und sich zur W iederheirat entschlossen. D er w eitere Akteninhalt w ird, sow eit entscheiderheblich, in den Erw ägun- gen Berücksichtigung finden. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1.7 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht unter Vorbehalt der in Art. 32 VG G genannten Ausnahm en Beschw erden gegen Verfügun- gen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), w elche von einer in Art. 33 VG G aufgeführten Behörde erlassen w urden. D arunter fallen u.a. Verfü- gungen des BFM , w elche die N ichtigerklärung einer erleichterten Einbür- gerung betreffen (Art. 41 Abs. 1 i.V.m . Art. 27 des Bürgerrechtsgesetzes vom 29. Septem ber 1952 [BüG , SR 141.0]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Be- urteilung der beim Inkrafttreten des Verw altungsgerichtsgesetzes bei Eid- genössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei Beschw erde- diensten der D epartem ente hängigen R echtsm ittel. Für die Beurteilung gilt das neue Verfahrensrecht (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). G em äss Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht nach dem Vw VG , sow eit dieses G esetz nichts anderes bestim m t. 1.3 Als Adressat der Verfügung ist der Beschw erdeführer zur Anfechtung legi- tim iert. Auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde ist deshalb einzutreten (Art. 48 ff. Vw VG ). 2. 2.1 G em äss Artikel 27 Absatz 1 BüG kann ein Ausländer nach der Eheschlie- ssung m it einem Schw eizer Bürger ein G esuch um erleichterte Einbürge- rung stellen, w enn er insgesam t fünf Jahre in der Schw eiz gew ohnt hat, seit einem Jahr hier w ohnt und seit drei Jahren in ehelicher G em einschaft m it einem Schw eizer Bürger lebt. Seine Einbürgerung setzt zudem gem äss Artikel 26 Absatz 1 BüG voraus, dass er in die schw eizerischen Verhältnis- se eingegliedert ist, die schw eizerische R echtsordnung beachtet und die innere oder äussere Sicherheit der Schw eiz nicht gefährdet. Säm tliche Einbürgerungsvoraussetzungen m üssen sow ohl im Zeitpunkt der G e- suchseinreichung als auch anlässlich der Einbürgerungsverfügung erfüllt sein. Fehlt es im Zeitpunkt des Einbürgerungsentscheids an der ehelichen G em einschaft, darf die erleichterte Einbürgerung nicht ausgesprochen w erden (BG E 129 II 401 E. 2.2 S. 403). 2.2 D er Begriff der ehelichen G em einschaft bedeutet nach der bundesgerichtli- chen R echtsprechung m ehr als nur das form elle Bestehen einer Ehe. Ver- langt w ird vielm ehr die tatsächliche Lebensgem einschaft, getragen vom beidseitigen W illen, die Ehe auch künftig aufrecht zu erhalten. G em äss konstanter Praxis m uss sow ohl im Zeitpunkt der G esuchseinreichung als auch im Zeitpunkt des Einbürgerungsentscheids eine tatsächliche G em ein- schaft bestehen, die G ew ähr für die Stabilität der Ehe bietet. M it Art. 27 BüG w ollte der G esetzgeber dem ausländischen Ehegatten eines Schw ei- zer Bürgers die erleichterte Einbürgerung erm öglichen, um die Einheit des Bürgerrechts der Ehegatten im H inblick auf ihre gem einsam e Zukunft zu fördern. D abei ging der G esetzgeber von einem traditionellen Verständnis der Ehe aus, bei w elchem die Ehe aus Liebe eingegangen w ird und die Eheleute einander Treue und Beistand schulden (vgl. Art. 159 Abs. 3 des 8 Schw eizerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. D ezem ber 1907 [ZG B, SR 210]). Zw eifel am W illen der Ehegatten, die eheliche G em einschaft auf- recht zu erhalten, sind beispielsw eise angebracht, w enn kurze Zeit nach der erleichterten Einbürgerung die Trennung erfolgt oder die Scheidung eingeleitet w ird (vgl. U rteil des Bundesgerichts 5A.2/2006 vom 28. April 2006 E. 2.1, BG E 130 II 486 E. 2 S. 484). 2.3 D ie Einbürgerung kann m it Zustim m ung der Behörde des H eim atkantons innert fünf Jahren für nichtig erklärt w erden, w enn sie durch falsche Anga- ben oder Verheim lichung erheblicher Tatsachen erschlichen w orden ist (Art. 41 Abs. 1 BüG ). Arglist im Sinne des strafrechtlichen Betrugstatbe- standes ist nicht erforderlich. Im m erhin ist es notw endig, dass der Betroffe- ne bew usst falsche Angaben m acht bzw . die Behörde bew usst in einem falschen G lauben lässt und so den Vorw urf auf sich zieht, es unterlassen zu haben, die Behörde über eine erhebliche Tatsache zu inform ieren (vgl. BG E 130 II 486 E. 2 S. 484 m it w eiteren H inw eisen). H at der Betroffene er- klärt, in einer stabilen Ehe zu leben, und w eiss er, dass die Voraussetzun- gen für die erleichterte Einbürgerung auch im Zeitpunkt der Verfügung vor- liegen m üssen, so hat er gestützt auf seine M itw irkungs- bzw . Auskunfts- pflicht von Art. 13 Abs. 1 Bst. a Vw VG die Behörde unaufgefordert zu infor- m ieren, w enn diese Voraussetzungen nicht m ehr vollständig vorliegen (vgl. U rteil des Bundesgerichts 5A.2/2006 vom 28. April 2006 E. 2.1 und BG E 132 II 113 E.3 S. 115 f.). 2.4 Besteht aufgrund des Ereignisablaufs die tatsächliche Verm utung, die Ein- bürgerung sei erschlichen w orden, obliegt es dem Betroffenen, die Verm u- tung durch den G egenbew eis bzw . erhebliche Zw eifel um zustürzen, indem er G ründe bzw . Sachum stände aufzeigt, die es als überzeugend bzw . nachvollziehbar erscheinen lassen, dass eine angeblich noch w enige M o- nate zuvor bestehende tatsächliche, ungetrennte eheliche G em einschaft in der Zw ischenzeit dergestalt in die Brüche gegangen ist, dass es zur Schei- dung kam (BG E 130 II 482 E. 3.2 S. 486). 3. 3.1 D ie angefochtene Verfügung geht davon aus, der Beschw erdeführer habe seine fam iliären Prioritäten und tatsächlichen Absichten gegenüber der Einbürgerungsbehörde verschw iegen und m it der U nterzeichnung der Er- klärung betreffend eheliche G em einschaft den falschen Anschein eines auf die Zukunft gerichteten Ehew illens erw eckt. D ie Ereignisabläufe, w ie sie sich aus den vorliegenden Akten ergeben, liefern tatsächlich gew ichtige H inw eise für die Annahm e, die Ehe X.-Y._______ sei im Zeitpunkt der Einbürgerung nicht m ehr stabil und intakt gew esen. 3.2 D er Beschw erdeführer hielt sich in den Jahren 1988 bis 1996 als Saison- nier in der Schw eiz auf. N ach der im April 1996 erfolgten Scheidung von seiner m azedonischen Ehefrau heiratete er Ende D ezem ber 1996 Y._______, w obei es für ihn nach eigenen Angaben eine R olle spielte, dass er ansonsten – im H inblick auf die anstehende Abschaffung des Sai- sonnier-Statuts – in der Schw eiz keine Aufenthaltsberechtigung m ehr er- halten hätte. Zudem bringt er in seiner Beschw erde vor, er habe sich seit 9 seinem ersten Aufenthalt in der Schw eiz um eine um fassende Integration bem üht und die Erlangung des Schw eizer Bürgerrechts stets als W unsch- ziel gehabt. D ies spricht dafür, dass X._______ von Beginn an einen W eg suchte, sich in der Schw eiz ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht zu verschaffen und diese M öglichkeit durch die Scheidung von seiner m azedonischen Ehefrau und die H eirat m it einer Schw eizer Bürgerin zu realisieren versuchte. 3.3 W eitere Anhaltspunkte für einen M issbrauch der erleichterten Einbürge- rung ergeben sich daraus, dass der Beschw erdeführer am 27. Septem ber 1999 – m ithin noch vor Ablauf der D reijahresfrist gem äss Art. 27 Abs.1 Bst. c BüG – ein G esuch um erleichterte Einbürgerung stellte und an- schliessend Bem ühungen um den Fam iliennachzug seiner in M azedonien lebenden Kinder einleitete; H inw eise ergeben sich sodann daraus, dass er am 11. August 2000 eingebürgert w urde und die Eheleute X.-Y._______ bereits am 1. M ärz 2001, gleichzeitig m it der Einreise der Kinder, ge- trennte W ohnungen bezogen. H inzu kom m t, dass die Kindesm utter fünf M onate später in die Schw eiz einreiste und sich nach m ehrfacher Verlän- gerung ihrer Aufenthaltsbew illigung m it dem zw ischenzeitlich von seiner schw eizerischen Ehefrau geschiedenen Beschw erdeführer erneut verhei- ratete. 3.4 Bei dieser Sachlage ist die Vorinstanz zurecht von der tatsächlichen Ver- m utung ausgegangen, dass es dem Beschw erdeführer nicht vorrangig dar- um ging, eine dem schw eizerischen R echtsverständnis entsprechende, auf D auer und Ausschliesslichkeit gerichtete eheliche Beziehung zu begrün- den bzw . nach Einreichung des Einbürgerungsgesuchs aufrecht zu erhal- ten. Vielm ehr lassen die objektiven U m stände verm uten, dass er die Ehe m it Y._______ deshalb einging bzw . aufrecht erhielt, um sow ohl seine per- sönlichen als auch die ausländerrechtlichen Interessen seiner m azedo- nischen Fam ilienangehörigen verfolgen zu können. D ies hat er im Einbürgerungsverfahren nicht offen gelegt. 3.5 Im Folgenden ist daher zu prüfen, ob die vom Beschw erdeführer vorge- brachten Argum ente geeignet sind, die eben beschriebene tatsächliche Verm utung in Zw eifel zu ziehen. 4. 4.1 D er Beschw erdeführer bestreitet nicht, dass seine Eheschliessung m it Y._______ einen ausländerrechtlichen H intergrund hatte; er m acht aber geltend, dass es sich um eine Liebesbeziehung gehandelt habe und dass beide Ehegatten anfangs die H offnung auf ein harm onisches Fam ilienleben – gem einsam m it seinen Kindern – gehabt hätten. Für eine solche Interpretation sprächen auch die Angaben Y._______s anlässlich ihrer Einvernahm e durch die Kantonspolizei: Es habe w ährend der Ehezeit gem einsam e Freizeitbeschäftigungen gegeben; m an sei u.a. verbunden gew esen durch die N atur, das W andern, das Tanzen im Ausgang und Kinobesuche; sie habe viele in der Schw eiz lebende Verw andte ihres Ehem annes kennen gelernt; dieser habe ihrer M einung nach auch im m er ein echtes Interesse an ihrer Person gezeigt und viel von einer 10 gem einsam en Zukunft gesprochen (vgl. Befragungsprotokoll vom 10. Januar 2004 S. 2 und 4). 4.2 D ie offenbar im Zeitpunkt der Eheschliessung bestehende Liebesbezie- hung und das darüber hinaus w ährende gute Einvernehm en der Ehegatten können zw ar als Indizien gelten, w elche eher gegen das Vorliegen einer Zw eckehe und dam it auch gegen das Erschleichen der erleichterten Ein- bürgerung sprechen. D ie erw ähnten U m stände schliessen jedoch nicht aus, dass der Beschw erdeführer daneben für ihn höherrangige Ziele ver- folgte, denen er seine angeblich intakte Ehe unterordnete und – falls es die Erreichung der Ziele erforderte – auch opferte. 5. Bezüglich des Fam iliennachzugs seiner Kinder hat der Beschw erdeführer geltend gem acht, noch vor Einreichung des Einbürgerungsgesuchs hätten er und seine Ehefrau gem einsam beschlossen, seine bei den G rosseltern lebenden Kinder angesichts ihrer in der H eim at fehlenden Zukunftspers- pektiven in die Schw eiz zu holen. Auch Y._______ hat bei ihren Einvernahm en am 10. Januar 2004 und 28. O ktober 2004 bestätigt, dass beide Ehegatten diesen Entschluss gem einsam getroffen und sich auch gem einsam ein Jahr lang um den N achzug der Kinder bem üht hätten. D as insofern beidseitige Interesse der Eheleute ist für ihre tatsächliche Lebens- gem einschaft zw ar ein w eiteres Indiz; dessen Aussagekraft w ird jedoch durch den U m stand, dass der Beschw erdeführer zum Zeitpunkt der Einrei- se seiner Kinder – knapp sieben M onate nach erfolgter Einbürgerung – eine eigene W ohnung bezog, stark relativiert. Sein eigenes Vorbringen m acht darüberhinaus deutlich, dass ihm eher daran gelegen w ar, seinen Kindern in der Schw eiz eine bessere Zukunft zu bieten, als daran, die bis- herige W ohn- und Lebensgem einschaft m it seiner Ehefrau w eiterzuführen. 6. 6.1 D er Beschw erdeführer bestreitet, dass m it der getrennten W ohnsitznahm e am 1. M ärz 2001 ein Scheitern seiner Ehe verbunden gew esen sei. In sei- ner an die Vorinstanz gerichteten Stellungnahm e vom 5. D ezem ber 2004 hat er hierzu angeführt, dass seine Ehefrau anfangs – w obei dieser Zeit- punkt nicht näher präzisiert w ird – m it ihm überw iegend in der neu ange- m ieteten W ohnung gelebt habe, aber die frühere gem einsam e W ohnung beibehalten habe. Y._______ hat diesbezüglich dargelegt, dass die getrennte W ohnsitznahm e für sie eine Vorsichtsnahm e gew esen sei und dass m an sich, von da an gerechnet, erst nach knapp einem Jahr zur Auflösung der Ehe entschlossen habe (vgl. Befragungsprotokoll vom 28. O ktober 2004 S. 2). D och auch w enn die beidseitigen Ausführungen den vordergründigen Eindruck verm itteln, die eheliche Lebensgem einschaft habe trotz getrennter W ohnsitznahm e w eiterbestanden, sind sie vor dem H intergrund der Aussagen anlässlich der Scheidungsverhandlung vom 17. D ezem ber 2002 letztlich nur als Schutzbehauptungen anzusehen: D ort hatte Y._______ zu Protokoll gegeben, die Ehegatten w ürden seit M ärz 2001 getrennt leben, eine Aussage, die ebenfalls in der vom G ericht genehm igten Scheidungskonvention ihre Entsprechung findet. D er Beschw erdeführer sagte vor dem Scheidungsrichter aus, seine Ehefrau 11 und er hätten sich vor „ca. 1½ Jahren getrennt.“ N un lebe er m it seinen Kindern und seiner Frau aus erster Ehe zusam m en. 6.2 H ierauf ist der Beschw erdeführer zu behaften, denn eine Partei hat sich frühere Ausführungen in einem Scheidungsverfahren auch in einem nach- folgenden anderen Verfahren anrechnen zu lassen. Sie hat – so das Bun- desgericht – "keinen Anspruch darauf, je nach dem Zw eck des Verfahrens im H inblick auf dessen gew ünschtes Ergebnis unterschiedliche Aussagen zu m achen“ (vgl. BG E 128 II 97 ff., dort unveröffentlichte E. 2b dd). Som it kann der Beschw erdeführer den gerichtlich festgestellten Trennungszeit- punkt nicht nach eigenem Belieben dahingehend relativieren, dass seiner- zeit keine w irkliche Trennung vollzogen w orden sei. 6.3 Kann som it die am 1. M ärz 2001 erfolgte Trennung nicht m ehr ernsthaft bestritten w erden, so m uss auch die Lebensgem einschaft der Eheleute X.- Y._______ als zu diesem Zeitpunkt gescheitert betrachtet w erden. Zw eifel in Bezug auf das Kriterium der tatsächlich gelebten Ehe sind näm lich bereits dann angebracht, w enn die Ehegatten getrennte W ohnsitze be- ziehen, ohne dass dies aus fam iliären oder beruflichen G ründen unum - gänglich w äre (vgl. BG E 132 II 113 nicht publizierte E. 2 sow ie BG E 121 II 49 E. 2b S. 51 f.) D erartige Zw eifel hat das Vorbringen des Beschw erde- führers nicht beseitigen können: D ie Ankunft seiner Kinder in der Schw eiz kann jedenfalls nicht als U m stand betrachtet w erden, der die getrennte W ohnsitznahm e zw ingend erforderlich m achte. In diesem Zusam m enhang gilt es auch zu bedenken, dass eine eheliche Trennung grundsätzlich – und auch w enn sie nur vorübergehend gedacht ist – nicht nur als geringfü- gige Störung des ehelichen Alltags anzusehen ist. Sie bedeutet vielm ehr eine tiefgehende Erschütterung, die Sinn und Zw eck des w eiteren Zusam - m enlebens hinterfragt. 6.4 D ie m it dem Fam iliennachzug der Kinder einhergehende Trennung der Ehegatten m acht deutlich, dass der Beschw erdeführer dem Zusam m enle- ben m it seinen Kindern Priorität vor seinem Eheleben einräum te. Ange- sichts des beiderseitigen Bem ühens um die Einreise der Kinder w äre de- ren Aufnahm e in den gem einsam en H aushalt der Eheleute zu erw arten ge- w esen; um so w eniger ist daher nachvollziehbar, dass ohne vorheriges Kennenlernen zw ischen Stiefm utter und Stiefkindern und ohne vorherigen Versuch eines Fam ilienlebens die eheliche W ohngem einschaft beendet w ird. D ass der Beschw erdeführer in der Zeitspanne zw ischen seiner Ein- bürgerung und der Einreise seiner Kinder bzw . der absehbaren Auflösung der W ohngem einschaft Bem ühungen unternom m en hätte, um die eheliche Lebensgem einschaft zu retten, ist ebenfalls nicht ersichtlich. Indem er das Scheitern seiner Ehe der m it der Situation und der Arbeitsbelastung über- forderten Ehefrau zuw eist, w ird um so m ehr deutlich, dass X._______ seine Ehe der R ealisierung des Fam iliennachzugs unterordnete. D iese Verm u- tung hat er m it seinen Ausführungen zu den U m ständen der ehelichen Trennung nicht entkräften können. Insbesondere hat er keine Anhaltspunk- te aufgezeigt, die in den knapp sieben M onaten zw ischen Einbürgerung und Trennung – objektiv betrachtet – geeignet gew esen w ären, den W illen zur Aufrechterhaltung der Ehe ernsthaft in Frage zu stellen. 12 7. D ass sich der Beschw erdeführer fünf M onate nach dem Fam iliennachzug seiner Kinder auch um die Einreise der Kindesm utter und im Anschluss daran um ihre Aufenthaltsbew illigung bem ühte, rundet das bisher gezeich- nete Bild seines auf die eigenen Vorteile ausgerichteten Vorgehens ab. X._______ hat zw ar geltend gem acht, es sei nicht voraussehbar gew esen, dass seine Kinder nach ihrer M utter verlangen w ürden und dass diese be- reits w enige M onate später einreisen w ürde; dem gegenüber ist jedoch festzuhalten, dass die Initiative, die Kindesm utter einzuladen und sie zur Versorgung des gem einsam en H aushalts hier zu behalten, von ihm aus- ging. D ie erneute Eheschliessung m it ihr, die die Verlängerung ihrer Auf- enthaltsbew illigung sicherstellen sollte, zeigt ebenfalls, dass der Be- schw erdeführer seine jew eiligen ehelichen Beziehungen auf die Verw irkli- chung seiner hiesigen persönlichen Lebensziele ausrichtete. 8. Zusam m enfassend ist festzustellen, dass der Beschw erdeführer die von der Vorinstanz gezogenen Schlussfolgerungen nicht hat entkräften kön- nen. Seine eheliche Lebensgem einschaft m it Y._______ w ar bereits w ährend des Einbürgerungsverfahrens vor allem auf den Fam iliennachzug seiner Kinder ausgerichtet und w urde – sobald dieser Zw eck erfüllt w ar – dafür geopfert. Ein anderer G rund, der nach der erfolgten Einbürgerung zur ehelichen Trennung hätte führen können, w ird vom Beschw erdeführer nicht genannt. G ebraucht jedoch ein Ehegatte das Institut der Ehe nur dazu, um seine eigenen persönlichen Interessen durchzusetzen, so han- delt es sich – auch w enn der äussere Anschein trügt – nicht um eine w irklich intakte Beziehung. Von einer echten Lebensgem einschaft kann dann keine R ede sein (vgl. U rteil des Bundesgerichts 5A.6/2003 vom 24. Juli 2003 E. 3.1). 9. M it der Erklärung vom 6. Juni 2000 hat X._______ das Vorliegen einer stabilen Ehe bestätigt. Er hat dabei unterschriftlich zur Kenntnis ge- nom m en, dass die erleichterte Einbürgerung u.a. dann nicht m öglich ist, w enn vor oder w ährend des Einbürgerungsverfahrens keine tatsächliche eheliche G em einschaft m ehr besteht, und dass die Verheim lichung einer solchen Tatsache zur N ichtigerklärung der Einbürgerung führen kann. G estützt auf seine M itw irkungspflicht hätte er die Behörde über das Fehlen oder den W egfall dieser Voraussetzungen inform ieren m üssen (vgl. oben Erw ägungen 2.3). Indem er statt dessen die tatsächlichen M otive für das Festhalten an seiner Ehe verschw iegen hat, hat sich der Beschw erde- führer seine erleichterte Einbürgerung erschlichen. D ie Voraussetzungen der N ichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung gem äss Art. 41 Abs. 1 BüG sind som it erfüllt. 10. D am it steht fest, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht ver- letzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angem essen ist (Art. 49 Vw VG ). D ie Beschw erde ist daher abzuw ei- sen. 11. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dem Beschw erdeführer die Kos- ten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 Vw VG ).13 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 1'000.-- w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt. Sie sind durch den am 22. M ärz 2005 geleisteten Kostenvorschuss gleicher H öhe gedeckt. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (m it G erichtsurkunde) - die Vorinstanz (m it G erichtsurkunde; Akten R ef.-N r. K 325 599 retour) D er Kam m erpräsident: D ie G erichtsschreiberin: Antonio Im oberdorf Barbara H aake R echtsm ittelbelehrung: G egen dieses U rteil kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ge- führt w erden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzu- fassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. D as angefochtene U rteil und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der Beschw erdeführer in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am :