A bteilung V E -3177/2007 gyk/sw n {T 0/2} U rteil vom 15. M ai 2007 M itw irkung: R ichter G ysi, König, H uber G erichtsschreiber Sw ain X_______, angeblich Sim babw e, alias X_______, N igeria, w ohnhaft Y_______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern Vorinstanz betreffend Verfügung vom 7. M ai 2007 i.S. N ichteintreten auf A sylgesuch und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass der Beschw erdeführer eigenen Angaben zufolge seinen angeblichen H eim atstaat am 1. M ärz 2007 verliess und am 10. M ärz 2007 in der Schw eiz um Asyl ersuchte, dass am 15. M ärz 2007 die Erstbefragung im Em pfangs- und Verfahrenszentrum Basel und am 20. April 2007 eine direkte Anhörung gem äss Art. 29 Abs. 4 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) durch das BFM stattfand, dass für den Inhalt der Befragungsprotokolle auf die Akten zu verw eisen ist, dass ein vom BFM beauftragter Experte am 26. April 2007 m it dem Beschw erdeführer ein Telefongespräch führte und aufgrund dessen eine H erkunftsanalyse (LIN G U A- G utachten) über ihn erstellte, dass dem Beschw edeführer am 2. M ai 2007 zum Ergebnis dieser Analyse das rechtliche G ehör gew ährt w urde, dass das BFM m it Verfügung vom 7. M ai 2007 - gleichentags eröffnet - in Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eintrat und die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie den Vollzug anordnete, dass das BFM zur Begründung im W esentlichen anführte, die Sprachanalyse des LIN G U A-G utachters habe ergeben, dass der Beschw erdeführer die nigerianische Vari- ante des w estafrikanischen Englisch spreche und nicht das Englisch, w ie es in Sim bab- w e respektive dem südlichen Afrika gesprochen w erde, dass der Beschw erdeführer ausserdem die Sprache seines angeblichen Stam m es nicht spreche und m angelhafte Kenntnisse grundlegender G egebenheiten Sim babw es (Links- oder R echtsverkehr, M usiker, N achbarländer) habe, dass der G utachter aus diesen G ründen zum Schluss gekom m en sei, der Beschw erde- führer stam m e m it Sicherheit aus N igeria und eine H erkunft aus Sim babw e könne aus- geschlossen w erden, dass der Beschw erdeführer anlässlich der G ew ährung des rechtlichen G ehörs auf sei- ner H erkunft aus Sim babw e beharrt habe, ohne aber auf das Ergebnis der Analyse im Einzelnen einzugehen, dass dem zufolge feststehe, dass der Beschw erdeführer im R ahm en des Asylverfahrens die Behörden über seine Identität getäuscht habe und daher auf sein Asylgesuch nicht einzutreten sei, dass der Beschw erdeführer m it Eingabe vom 8. M ai 2007 gegen diesen Entscheid beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde erhob und dabei sinngem äss beantragt, es sei auf sein Asylgesuch einzutreten, dass die vorinstanzlichen Akten am 9. M ai 2007 beim Bundesverw altungsgericht ein- trafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG ),3 und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verw altungsverfahren vom 20. D ezem ber 1968 [Vw VG , SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m . Art. 31 - 34 des Bundesgesetzes über das Bundesverw altungsgericht vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]), dass der Beschw erdeführer legitim iert ist, w eshalb auf die frist- und form gerecht einge- reichte Beschw erde einzutreten ist (Art. 108a AsylG sow ie Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 52 Vw VG ), dass m it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundes- recht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver- halts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG ), dass die Beurteilung von Beschw erden gegen N ichteintretensentscheide praxisgem äss auf die Ü berprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asyl- gesuch nicht eingetreten ist, dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschw erdeinstanz som it darauf beschränkt ist, bei Begründetheit des R echtsm ittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. Entschei- dungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission / EM AR K 2004 N r. 34 S. 240 f. E. 2.1.), dass die Vorinstanz dem gegenüber die Frage der W egw eisung sow ie deren Vollzugs m ateriell geprüft hat, w eshalb dem Bundesverw altungsgericht einzig diesbezüglich volle Kognition zukom m t, dass die vorliegende Beschw erde - w ie sich aus den nachstehenden Erw ägungen ergibt - offensichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid lediglich sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ; vereinfachtes Verfahren), dass gem äss Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG auf Asylgesuche nicht eingetreten w ird, w enn Asylsuchende die Behörden über ihre Identität täuschen und diese Täuschung aufgrund der Ergebnisse der erkennungsdienstlichen Behandlung oder anderer Bew eism ittel fest- steht, w obei der Begriff der Identität N am en, Vornam en, Staatsangehörigkeit, Ethnie, G eburtsdatum , G eburtsort und G eschlecht des Asylsuchenden um fasst (vgl. Art. 1 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]), dass der von der Vorinstanz beauftrage Experte aufgrund einer Sprachanalyse zum Schluss kam , dass der Beschw erdeführer m it Sicherheit nicht aus Sim babw e stam m e, sondern in W estafrika und sehr w ahrscheinlich in N igeria sozialisiert w orden sei, dass das Bundesverw altungsgericht LIN G U A-Analysen des BFM nicht als Sachverstän- digengutachten (Art. 12 Bst. e Vw VG ; Art. 57 ff. des Bundesgesetz vom 4. D ezem ber 1947 über den Bundeszivilprozess [BZP, SR 273] i.V.m . Art. 19 Vw VG ), sondern als schriftliche Auskünfte einer D rittperson (Art. 12 Bst. c Vw VG ; Art. 49 BZP i.V.m . 4 Art. 19 Vw VG ) anerkennt, ihnen indessen - sofern bestim m te Anforderungen an die fachliche Q ualifikation, O bjektivität und N eutralität des Experten w ie auch an die inhaltli- che Schlüssigkeit und N achvollziehbarkeit der Analysen erfüllt sind - erhöhten Bew eis- w ert zum isst (vgl. EM AR K 2003 N r. 14 S. 89 E. 7; 1998 N r. 34 S. 284 ff.), dass dem nach LIN G U A-Analysen grundsätzlich geeignet sind, den N achw eis einer Identitätstäuschung in Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG zu erbringen (vgl. EM AR K 1999 N r. 19 S. 125 f. E. 3d), dass der vorliegend zu beurteilenden, ausführlich begründeten LIN G U A-Analyse nach den erw ähnten Kriterien erhöhter Bew eisw ert zukom m t, dass diese ferner einen nachvollziehbaren und überzeugenden Eindruck hinterlässt und zu keinen Beanstandungen Anlass gibt, dass das BFM in der angefochtenen Verfügung unter H inw eis auf die LIN G U A-Analyse vom 26. April 2007 überzeugend dargelegt hat, dass der Beschw erdeführer entgegen seinen Aussagen m it hinreichender Bestim m theit nicht aus Sim babw e stam m e und durch seine tatsachenw idrigen Angaben die Asylbehörden über seine Identität im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG i.V.m . Art. 1 Bst. a AsylV 1 getäuscht habe, dass der Beschw erdeführer dieser Einschätzung w eder im R ahm en des rechtlichen G ehörs zum Ergebnis der LIN G U A-Analyse noch in seiner Beschw erdeeingabe stich- haltige Argum ente entgegenzuhalten verm ag, dass seine Vorbringen die durch die Analysen eruierten W issenslücken in Bezug auf landesspezifische G egebenheiten und die sprachlichen Besonderheiten - der Beschw er- deführer spricht ein Englisch m it eindeutigem nigerianischen Einschlag, w elches in Sim - babw e nicht gesprochen w ird - offensichtlich nicht zu erklären verm ögen, dass insbesondere sein Einw and, er verfüge nur über eine geringe Schulbildung und habe sich die m eiste Zeit auf der Farm seiner Fam ilie aufgehalten, im W iderspruch steht zu seinen Angaben anlässlich der vorinstanzlichen Anhörung vom 20. April 2007, er habe w ährend 10 Jahren die Schule besucht (vgl. A14 S. 3), dass der Beschw erdeführer in seinem R echtsm ittel die Feststellung der LIN G U A-Ana- lyse, w onach er kein S_______ spreche, bestätigte, w ährend er diese Sprache anlässlich der Em pfangsstellenbefragung vom 15. M ärz 2007 noch als seine M utter- sprache bezeichnet hatte, in w elcher seine Anhörungen durchgeführt w erden könnten (vgl. Protokoll, S. 2), dass an diesen Beststellungen angesichts der klaren Aktenlage auch der U m stand nichts zu ändern verm ag, dass der Beschw erdeführer eine angebliche M itgliederkarte einer politischen Bew egung zu den Akten gereicht hat, zum al solche D okum ente erfah- rungsgem äss ohne w eiteres fälschbar oder käuflich zu erw erben sind, dass im W eiteren angesichts des eindeutigen Ergebnisses der LIN G U A-Analyse darauf verzichtet w erden kann, dem Beschw erdeführer eine Fristerstreckung zur Einreichung von Bew eism itteln, die seine sim babw ische N ationalität belegen sollten, einzuräum en, dass im Ü brigen der Beschw erdeführer bereits anlässlich seiner Asylgesuchseinrei- chung im Em pfangszentrum und erneut anlässlich der Anhörung durch das BFM zur Beschaffung von Identitätspapieren aufgefordert w urde (vgl. A1 S. 4, A14 S. 2), ohne dass er seither konkrete entsprechende Bem ühungen dargetan hätte,5 dass daher das entsprechende G esuch des Beschw erdeführers abzulehnen ist, dass schliesslich auch die R üge, die Ü bersetzung anlässlich der G ew ährung des recht- lichen G ehörs zum Ergebnis der LIN G U A-Analyse sei nicht korrekt erfolgt, in keiner W ei- se substanziiert w ird und daher unbeachtlich ist, dass das BFM nach dem G esagten zu R echt und m it zutreffender Begründung in Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetreten ist, dass das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz zur Folge hat, vorliegend der Beschw erdeführer w eder eine Aufenthaltsbew illi- gung besitzt noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, w eshalb die verfügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und zu bestätigen ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG , Art. 32 Bst. a AsylV 1; vgl. EM AR K 2001 N r. 21), dass zu prüfen bleibt, ob es G ründe gibt, die dem Vollzug der W egw eisung entgegen- stehen, da im Fall eines unzulässigen, unzum utbaren oder unm öglichen Vollzugs das Anw esenheitsverhältnis nach den Bestim m ungen des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer vom 26. M ärz 1991 (AN AG , SR 142.20) über die vorläufige Aufnahm e zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG ), dass grundsätzlich von Am tes w egen zu prüfen ist, ob der Vollzug der W egw eisung nicht zulässig, nicht zum utbar oder nicht m öglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG ), diese U nter- suchungspflicht jedoch nach Treu und G lauben ihre G renze an der M itw irkungspflicht der Asylsuchenden findet (Art. 8 AsylG ), w elche auch die Substanziierungslast tragen (Art. 7 AsylG ), und es deshalb nicht Sache der Asylbehörden sein kann, nach allfälligen W egw eisungshindernissen in hypothetischen H erkunftsländern zu forschen, dass der Beschw erdeführer deshalb die Folgen seiner m angelhaften M itw irkung respek- tive der Verheim lichung seiner w ahren Identität zu tragen hat, indem verm utungsw eise davon auszugehen ist, es w ürden einer W egw eisung in den tatsächlichen H eim atstaat keine landes- oder völkerrechtlichen Vollzugshindernisse im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m . Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG entgegenstehen (vgl. EM AR K 2005 N r. 1 S. 5 f. E. 3.2.2), zum al die von ihm geltend gem achten G ründe für das Verlassen seines H ei- m atlandes aufgrund der festgestellten Identitätstäuschung jeglicher G rundlage entbeh- ren und som it keine "stichhaltigen G ründe" für die Annahm e einer solchen darzustellen verm ögen, dass aufgrund der Aktenlage ferner nicht zu schliessen ist, der Vollzug der W egw eisung sei für den Beschw erdeführer unzum utbar im Sinne von Art. 14a Abs. 4 AN AG , w eil er bei einer R ückkehr in die H eim at in eine Situation geraten w ürde, die als konkrete G efährdung im Sinne der zu beachtenden Bestim m ungen zu w erten w äre und auch kei- ne H inw eise auf das Vorliegen technischer Vollzugshindernisse vorliegen, w eshalb der Vollzug auch als m öglich erscheint (Art. 14a Abs. 2 AN AG ), dass es dem Beschw erdeführer nach dem G esagten nicht gelungen ist darzutun, inw ie- fern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachver- halt unrichtig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (Art. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde abzuw eisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen 6 vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]) dem Beschw erdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite)7 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht:0 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichtskasse zu über- w eisen. 3. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (eingeschrieben; durch Verm ittlung des BFM , Em pfangs- und Verfahrenszentrum Basel, m it der Bitte, dieses U rteil dem Beschw erdeführer gegen beigelegte Em pfangsbestätigung auszuhändigen und diese im D ossier N _______ abzulegen; Beilage: Einzahlungsschein) - die Vorinstanz, Em pfangs- und Verfahrenszentrum Basel (R ef.-N r. N _______; vorab per Telefax) - Am t für P_______ des Kantons X_______ (per Telefax) D er Instruktionsrichter: D er G erichtsschreiber: Kurt G ysi N icholas Sw ain Versand am :