<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2020-05-22-5A_368-2020.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_368/2020</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 22. Mai 2020</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Herrmann, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Obergericht des Kantons Thurgau, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Unentgeltliche Rechtspflege (Erbschaftsstreitigkeit), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 11. März 2020 (ZBR.2019.47). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">Für die Vorgeschichte kann auf das Urteil 5A_39/2020 vom 17. Januar 2020 verwiesen werden. </div> <div class="para">In der Folge verlangte A.________ für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege. Mit Verfügung vom 17. Februar 2020 hielt das Obergericht des Kantons Thurgau fest, dass die Berufung, wie bereits am 16. Dezember 2019 mitgeteilt, kaum verständlich und auch das nunmehr eingereichte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ungenügend sei, so dass die unentgeltliche Rechtspflege vorerst beschränkt für die Mandatierung eines Rechtsanwaltes zur Stellung eines korrekten und begründeten Gesuches um unentgeltliche Rechtspflege erteilt werde. </div> <div class="para">Auf diese Verfügung reagierte A.________ dahingehend, dass er mit Eingabe vom 9. März 2020 einzig noch um Befreiung von der Leistung eines Kostenvorschusses, nicht mehr auch um Bestellung eines unentgeltlichen Anwaltes ersuchte. Am 11. März 2020 wies das Obergericht das Gesuch ab mit der Begründung, das Berufungsverfahren sei aussichtslos. Die weitschweifigen und schwer bis zum Teil schlicht unverständlichen Ausführungen würden die an eine Berufung zu stellenden Begründungsanforderungen nicht erfüllen. Im Übrigen sei das erstinstanzliche Gericht gestützt auf das Gutachten des Schweizerischen Institutes für Rechtsvergleichung zum Schluss gekommen, dass es sich in Dänemark um eine Volladoption gehandelt habe, weshalb keine Erbberechtigung gegenüber dem schweizerischen leiblichen Vater mehr bestehe. </div> <div class="para">Gegen diese Verfügung hat A.________ am 13. Mai 2020 beim Bundesgericht erneut eine Beschwerde eingereicht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde scheitert bereits daran, dass kein Rechtsbegehren - oder jedenfalls kein hinreichendes Rechtsbegehren, wenn man die Aufforderung auf S. 14 zur "Abweisung des prozessleitenden Zwischenentscheides" als Rechtsbegehren verstehen will - gestellt wird. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Sodann mangelt es der Beschwerde auch an einer hinreichenden Begründung. Der Beschwerdeführer müsste in gedrängter Form darlegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>), was eine sachbezogene Auseinandersetzung mit dessen Begründung erfordert (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=29&amp;from_date=16.05.2020&amp;to_date=04.06.2020&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2 S. 116; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=29&amp;from_date=16.05.2020&amp;to_date=04.06.2020&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-364%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page364">142 III 364</a> E. 2.4 S. 368). Eine solche Auseinandersetzung und Darlegung fehlt. Die Beschwerde enthält, soweit die Ausführungen sprachlich und inhaltlich nachvollziehbar sind, pauschale Kritik am angefochtenen Entscheid und sinngemäss den Vorhalt, seine Berufung sei sehr wohl verständlich. Ferner erfolgt Kritik am Gutachten und an dessen Zustandekommen, namentlich im Zusammenhang mit den Ergänzungsfragen, sowie eine Erklärung zu den Umständen der seinerzeitigen Adoption. Damit ist keine Rechtsverletzung in Bezug auf die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege darzutun. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Soweit im Zusammenhang mit der Erstellung des Gutachtens (welches als fatal, nicht vertrauenswürdig und fehlerhaft bezeichnet wird) sinngemäss eine Gehörsverletzung gerügt wird, ist festzuhalten, dass dieses nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref"><artref id="CH/173.110/108/b" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/b" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/a" type="start"></artref>Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG</span><artref id="CH/173.110/108/1/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/108/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/b" type="end"></artref> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Angesichts der konkreten Umstände wird auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und B.________ schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 22. Mai 2020 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Herrmann </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>