<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2016.00088</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=216342&amp;W10_KEY=4467079&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2016.00088</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.06.2016</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine Beschwerde in Strafsachen gegen diesen Entscheid am 10.08.2016 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Straf- und Massnahmenvollzug</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>bedingte Entlassung nach Art. 86 StGB</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bedingte Entlassung nach Art. 86 StGB: Verweigerung mangels Erreichen des Zweidrittelstermins beim Vollzug einer Zusatzstrafe eines Schweizer Gerichts zu einer im Ausland ausgesprochenen und bereits vollständig verbüssten Freiheitsstrafe. Keine Berücksichtigung der Gesamtdauer mangels gemeinsamen Vollzugs der Freiheitsstrafen. <br/><br/>Der Beschwerdeführer, niederländischer Staatsangehöriger, wurde in Spanien mit einer Freiheitsstrafe von 5,5 Jahren und in der Schweiz mit einer dazu ausgesprochenen Zusatzstrafe von 30 Monaten bestraft. Nachdem ihm in Spanien die bedingte Entlassung aufgrund des internationalen Haftbefehls zum Vollzug der Zusatzstrafe in der Schweiz verweigert worden war, trat er nach vollständiger Verbüssung der spanischen Strafe die Zusatzstrafe in der Schweiz an und stellte sogleich das Gesuch um bedingte Entlassung, zumal aufgrund der Gesamtdauer der beiden Strafen zwei Drittel davon bereits erstanden seien. Die bedingte Entlassung wurde von der Vorinstanz abgewiesen, da aufgrund der vollständigen Erstehung der spanischen Strafe kein gemeinsamer Vollzug mehr möglich sei und damit für die Berechnung der zwei Drittel die Strafen nicht zusammengerechnet werden könnten.<br/>Die Anwendung der Zweidrittelsregel auf die Gesamtdauer der Strafen ist vorliegend nicht möglich, da die Strafen nicht gemeinsam vollzogen wurden. Ein solch gemeinsamer Vollzug war aber gar nicht möglich, weil der Beschwerdeführer keinen engen Bezug zur Schweiz hat und sich bei Aussprechung der Zusatzstrafe im spanischen Strafvollzug befand. Auch Spanien hätte nicht mit dem Vollzug der Zusatzstrafe beauftragt werden können, da der Beschwerdeführer auch zu Spanien keinen sozialen Bezug hat. Es handelt sich vorliegend um einen speziellen Einzelfall, dessen Nachteil sich daraus ergibt, dass der Beschwerdeführer weder in seinem Aufenthaltsland noch in seinem Heimatland verurteilt wurde (E. 4.3). Die bedingte Entlassung aus der 30-monatigen Zusatzstrafe konnte somit mangels Erfüllung derzeitlichen Voraussetzungen noch nicht weiter geprüft werden (E. 4.5). Der Beschwerdeführer machte geltend, die Staatsanwältin habe ihm im Rahmen des abgekürzten Verfahrens zugesichert, dass er die Zusatzstrafe in der Schweiz nicht mehr anzutreten habe, da zwei Drittel der Gesamtstrafe sodann bereits ersessen wären. Aufgrund der anwaltlichen Vertretung wäre es jedoch für den Beschwerdeführer zu erkennen gewesen, dass es nicht in der Kompetenz der Staatsanwältin lag, Vollzugsentscheiden des JUV vorzugreifen, weshalb auch kein Anspruch aus Vertrauensschutz gegeben ist (E. 4.8). Gewährung UP/URB vor der Vorinstanz. Gewährung UP, Abweisung URB für das Beschwerdeverfahren (E. 5). Teilweise Gutheissung und Überweisung an die Vorinstanz zur Festlegung der URB-Entschädigung. Im Übrigen Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG">ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLAND">AUSLAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLIEFERUNG">AUSLIEFERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEDINGTE ENTLASSUNG">BEDINGTE ENTLASSUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINZELFALLBEURTEILUNG">EINZELFALLBEURTEILUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREIHEITSSTRAFE">FREIHEITSSTRAFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFVOLLZUG">STRAFVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TREU UND GLAUBEN">TREU UND GLAUBEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOLLZUG">VOLLZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORAUSSETZUNG">VORAUSSETZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSATZSTRAFE">ZUSATZSTRAFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 9 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 94 IRSG</span><br/><span class="gerade">Art. 100 IRSG</span><br/><span class="ungerade">Art. 49 StGB</span><br/><span class="gerade">Art. 49 Abs. 2 StGB</span><br/><span class="ungerade">Art. 86 StGB</span><br/><span class="gerade">Art. 86 Abs. 2 StGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=30729" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2016.00088</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 3. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">9. Juni 2016</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Rudolf Bodmer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Cyrielle SÃ¶llner Tropeano.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="RU_AUTOTEXT_DRITT_N"><span>A, zzt. JVA B,</span></a></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Justizvollzug Kanton ZÃ¼rich,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">und</p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>Oberstaatsanwaltschaft des Kantons ZÃ¼rich,<b> </b></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Mitbeteiligte, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend bedingte Entlassung nach Art. 86 StGB,</b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A (geboren 1947), niederlÃ¤ndischer StaatsangehÃ¶riger, wurde wegen Widerhandlung gegen das BetÃ¤ubungsmittelgesetz mit Urteil des spanischen Gerichts vom 6. April 2011 mit einer Freiheitsstrafe von 5½ Jahren und einer Busse von EUR 190'000.- sowie mit Urteil des Bezirksgerichts D vom 9. Dezember 2014 mit einer Zusatzstrafe von 30 Monaten zu der spanischen Freiheitsstrafe bestraft.</p> <p class="Urteilstext">Das Strafverfahren in der Schweiz erfolgte nach einer Zwischenauslieferung von A durch die spanischen BehÃ¶rden, welche ihn am 19. April 2010 am Flughafen E nach einer internationalen Ausschreibung zur Fahndung verhaftet hatten. Nach der Verurteilung durch das Bezirksgericht D erfolgte seine RÃ¼ckfÃ¼hrung nach Spanien zur weiteren VerbÃ¼ssung der vom spanischen Gericht ausgesprochenen Freiheitsstrafe. Am 1. Oktober 2015 wurde A aus dem spanischen Strafvollzug entlassen und am 12. November 2015 zum Vollzug der durch das Bezirksgericht D ausgefÃ¤llten Freiheitsstrafe an die Schweiz ausgeliefert. Hier verbÃ¼sst er derzeit die Zusatzstrafe in der Justizvollzuganstalt B.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 1. Dezember 2015 stellte A ein Gesuch um bedingte Entlassung und machte geltend, der Mindestvollzug von zwei Dritteln der Strafe berechne sich beim gemeinsamen Vollzug mehrerer Freiheitsstrafen nach ihrer Gesamtdauer, wonach er bereits mehr als zwei Drittel der Gesamtstrafe verbÃ¼sst habe und einer bedingten Entlassung nichts mehr im Wege stehe.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Das Amt fÃ¼r Justizvollzug wies das Gesuch von A mit VerfÃ¼gung vom 9. Dezember 2015 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen rekurrierte A, anwaltlich vertreten, am 17. Dezember 2015 bei der Direktion der Justiz und des Innern und beantragte, die angefochtene VerfÃ¼gung des Amts fÃ¼r Justizvollzug vom 9. Dezember 2015 sei aufzuheben, und er sei gestÃ¼tzt auf Art. 86 des Strafgesetzbuchs (StGB) unverzÃ¼glich bedingt aus dem Strafvollzug zu entlassen. In prozessualer Hinsicht stellte er das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und Rechtsvertretung.</p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 28. Januar 2016 wies die Direktion der Justiz und des Innern den Rekurs von A wie auch sein Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und Rechtsvertretung ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen erhob A, nicht mehr anwaltlich vertreten, am 18. Februar 2016 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte sinngemÃ¤ss seine unverzÃ¼gliche bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug als auch die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und Rechtsvertretung, zumindest fÃ¼r das Verfahren vor der Direktion der Justiz und des Innern. Am 28. Februar 2016 reichte er weitere Unterlagen ein.</p> <p class="Urteilstext">Die Direktion der Justiz und des Innern beantragte am 1. MÃ¤rz 2016 unter Verzicht auf eine Vernehmlassung und unter Verweis auf ihre BegrÃ¼ndung in der VerfÃ¼gung vom 28. Januar 2016 die Abweisung der Beschwerde. Das Amt fÃ¼r Justizvollzug beantragte unter Verweis auf die angefochtenen VerfÃ¼gungen sowie seine AusfÃ¼hrungen im Rekursverfahren die Abweisung der Beschwerde. Auch die Oberstaatsanwaltschaft schloss am 12. April 2016 auf Abweisung der Beschwerde und verwies hierzu auf die angefochtenen VerfÃ¼gungen.</p> <p class="Urteilstext">Die Vollzugsakten wurden beigezogen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) fÃ¼r die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Die Beurteilung </span>fiele eigentlich <span>in die einzel</span>­<span>richter</span>­<span>liche ZustÃ¤ndigkeit</span>;<span> da </span>sich jedoch Fragen von <span>grundsÃ¤tzlicher Bedeutung </span>stellen, ist die Kammer zum Entscheid berufen<span> (§ 38b Abs. 1 lit. d Ziff. 2 und Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Hat das Gericht eine Tat zu beurteilen, die der TÃ¤ter begangen hat, bevor er wegen einer andern Tat verurteilt worden ist, so bestimmt es die Zusatzstrafe in der Weise, dass der TÃ¤ter nicht schwerer bestraft wird, als wenn die strafbaren Handlungen gleichzeitig beurteilt worden wÃ¤ren (Art. 49 Abs. 2 StGB).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b><span>Treffen Freiheitsstrafen im Vollzug zusammen, so sind sie gemeinsam entsprechend ihrer Gesamtdauer nach den Art. 76</span>â<span>79 StGB zu vollziehen (Art.</span> <span>4 </span>der <span>Verordnung zum Strafgesetzbuch und zum MilitÃ¤rstrafgesetz vom 19.</span> <span>September 2006 [V-StGB-MStG]).</span><span> </span><span>Bei gleichzeitig vollziehbaren zeitlich beschrÃ¤nkten Freiheitsstrafen berechnet sich der frÃ¼heste Zeitpunkt der bedingten Entlassung auf Grund der Gesamtdauer der Freiheits</span>­<span>strafen (Art.</span> <span>5 Abs.</span> <span>1 V-StGB-MStG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b><span>Hat der Gefangene zwei Drittel seiner Strafe, mindestens aber drei Monate verbÃ¼sst, ist er bedingt zu entlassen, wenn es sein Verhalten im Strafvollzug rechtfertigt und nicht anzunehmen ist, er werde weitere Verbrechen oder Vergehen begehen (Art. 86 Abs. 1 StGB). Die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde prÃ¼ft von Amtes wegen, ob der Gefangene bedingt ent</span>­<span>lassen werden kann; dabei hat sie diesen anzuhÃ¶ren und einen Bericht der Anstaltsleitung einzuholen (Art. 86 Abs. 2 StGB). Wird die bedingte Entlassung verweigert, so hat die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde mindestens einmal jÃ¤hrlich neu zu prÃ¼fen, ob sie gewÃ¤hrt werden kann (Art. 86 Abs. 3 StGB).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Das Amt fÃ¼r Justizvollzug</span> erwog, zwei Drittel der Strafe wÃ¼rden erst am 13. Juni 2017 und das Strafende am 13. April 2018 erreicht sein. Bei Art. 49 StGB, wonach eine Zusatzstrafe ausgefÃ¤llt werde, handle es sich um eine Vorschrift fÃ¼r die Strafzumessung, nicht fÃ¼r den Vollzug der ausgefÃ¤llten Strafen, zumal es vielfach vorkomme, dass die Grundstrafe und die Zusatzstrafe nicht gemeinsam vollzogen wÃ¼rden und dann fÃ¼r jede Strafe einzeln die Voraussetzungen fÃ¼r eine bedingte Entlassung zu prÃ¼fen seien. Ferner wÃ¼rden alle im Zusammenhang mit dem Vollzug anfallenden Aufgaben und Entscheide, soweit nicht ausdrÃ¼cklich anderen Instanzen Ã¼bertragen, der Direktion der Justiz und des Innern bzw. dem Amt fÃ¼r Justizvollzug obliegen. Es stelle sich vielmehr auch die Frage nach dem gemeinsamen Vollzug von mehreren Strafen gemÃ¤ss Art. 4 V-StGB-MStGB. Da die Strafe gemÃ¤ss spanischem Urteil vollstÃ¤ndig erstanden sei, sei ein gemeinsamer Vollzug mit der Zusatzstrafe nicht mehr mÃ¶glich. Deshalb seien vorliegend die zeitlichen Voraussetzungen fÃ¼r eine bedingte Entlassung aus dem Vollzug der Zusatzstrafe nicht erfÃ¼llt.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Die Vorinstanz</span> erwog, die Freiheitsstrafe gemÃ¤ss Urteil des Bezirksgerichts D sei erst mit der Auslieferung des BeschwerdefÃ¼hrers an die Schweiz tatsÃ¤chlich vollstreckbar geworden. Die von den spanischen BehÃ¶rden verhÃ¤ngte Freiheitsstrafe sei verbÃ¼sst; die Freiheitsstrafen seien somit nicht gemeinsam vollzogen worden. Eine Regelung wie mit Bezug auf die Zusatzstrafe gemÃ¤ss Art. 49 Abs. 2 StGB, welche so zu bemessen sei, dass der TÃ¤ter nicht schwerer bestraft werde, als wenn die strafbaren Handlungen gleichzeitig beurteilt worden wÃ¤ren, fehle fÃ¼r den Vollzug der Grund- und der Zusatzstrafe. Eine analoge Anwendung dieser Bestimmung fÃ¼r den Strafvollzug sei weder zulÃ¤ssig noch geboten. Die BerÃ¼cksichtigung der Dauer der Grundstrafe bei der Berechnung des Zeitpunkts einer mÃ¶glichen bedingten Entlassung bedeute letztlich einen Eingriff in den Entscheid der spanischen BehÃ¶rden, welche eine vorzeitige Entlassung des BeschwerdefÃ¼hrers offenbar abgelehnt hÃ¤tten. Ein Eingriff in das Grundurteil verbiete sich auch bei der AusfÃ¤llung einer Zusatzstrafe. Werde somit â wie vorliegend â in der Schweiz eine Zusatzstrafe zu einer im Ausland verhÃ¤ngten und verbÃ¼ssten Freiheitsstrafe ausgesprochen, werde die verbÃ¼sste Strafe zur Berechnung der zwei Drittel der Strafe nicht berÃ¼cksichtigt. Soweit sich der BeschwerdefÃ¼hrer auf den Vertrauensschutz berufe und geltend mache, die Freiheitsstrafe sei im abgekÃ¼rzten Verfahren so festgesetzt worden, dass er nach der VerbÃ¼ssung der Freiheitsstrafe in Spanien hÃ¤tte auf freien Fuss gesetzt werden kÃ¶nnen, was Grundlage fÃ¼r seine Zustimmung zum abgekÃ¼rzten Verfahren gewesen sei, fÃ¤nden sich in den Akten keine Hinweise, dass der Beschwerdegegner als fÃ¼r den Entscheid Ã¼ber die bedingte Entlassung zustÃ¤ndige BehÃ¶rde die Auskunft erteilt hÃ¤tte, dass im vorliegenden Fall bei der Berechnung des Zwei-Drittel-Termins die im Ausland ausgesprochene und verbÃ¼sste Strafe berÃ¼cksichtigt wÃ¼rde. Es sei auch nicht ersichtlich, weshalb eine solche behauptete Zusicherung vom Beschwerdegegner nicht per E-Mail bestÃ¤tigt oder anderweitig aktenkundig gemacht worden wÃ¤re. Aus den Akten ergebe sich nicht, dass Abmachungen, welche Ã¼ber diejenigen des abgekÃ¼rzten Verfahrens hinausgingen, erfolgt seien. Sollte die StaatsanwÃ¤ltin dem BeschwerdefÃ¼hrer mÃ¼ndlich eine bedingte Entlassung nach VerbÃ¼ssung von zwei Dritteln der Grund- und Zusatzstrafe in Aussicht gestellt oder gar zugesichert haben, so wÃ¤re es fÃ¼r den anwaltlich verteidigten BeschwerdefÃ¼hrer ohne Weiteres erkennbar gewesen, dass die StaatsanwÃ¤ltin dafÃ¼r gar nicht zustÃ¤ndig sei. Demzufolge seien die Voraussetzungen fÃ¼r eine ordentliche bedingte Entlassung noch nicht erfÃ¼llt.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer</span> macht geltend, in Spanien sei man mit seiner bedingten Entlassung ab dem 14. Dezember 2013 einverstanden gewesen, diese sei jedoch wegen des internationalen Haftbefehls aus der Schweiz suspendiert worden. Er habe nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen zwei GesprÃ¤che mit der StaatsanwÃ¤ltin gefÃ¼hrt, welche ihm erklÃ¤rt habe, es sei mÃ¶glich, im abgekÃ¼rzten Verfahren eine Zusatzstrafe zur spanischen Strafe zu fordern, damit er auf den Zwei-Drittel-Termin der Gesamtstrafe bedingt entlassen werden kÃ¶nne. Im zweiten GesprÃ¤ch habe die StaatsanwÃ¤ltin das Angebot auf eine Zusatzstrafe von 30 Monaten konkretisiert. Auf seine Nachfrage sei ihm von der StaatsanwÃ¤ltin zugesichert worden, sie habe ihr Angebot mit den verantwortlichen BehÃ¶rden abgestimmt, und der Haftbefehl werde ihrerseits nach der Gerichtsverhandlung zurÃ¼ckgezogen. Bei ErÃ¶ffnung des Urteils im abgekÃ¼rzten Verfahren habe der Richter mitgeteilt, dass eine Gesamtstrafe von acht Jahren angemessen sei. Es sei ihm zugesichert worden, dass seiner Entlassung nach VerbÃ¼ssung von zwei Dritteln der Strafe nichts im Wege stehen solle.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.4 </span></b><span>Die Mitbeteiligte</span> merkte an, dass wolle der BeschwerdefÃ¼hrer geltend machen, die Zustimmung im abgekÃ¼rzten Verfahren sei irrtÃ¼mlich abgegeben worden, da diese unter der PrÃ¤misse erfolgt sei, dass die Regeln fÃ¼r die bedingte Entlassung auf die Strafe insgesamt angewendet wÃ¼rden, dies eher mittels Revision gegen das ursprÃ¼ngliche Urteil zu beanstanden wÃ¤re.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer verbÃ¼sst seit dem 12. November 2015 die 30-monatige Zusatzstrafe gemÃ¤ss Urteil des Bezirksgerichts D vom 9. Dezember 2014, nachdem er die 5½-jÃ¤hrige Freiheitsstrafe gemÃ¤ss <span>Urteil </span>des spanischen Gerichts <span>vom 6.</span> <span>April 2011 </span>vollstÃ¤ndig erstanden hatte. <span>Es stellt sich vorlie</span>­<span>gend die Frage, ob die zeitlichen Voraussetzungen fÃ¼r eine bedingte Entlassung</span> aus dem Vollzug der Zusatzstrafe<span> erfÃ¼llt sind.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b><span>Art.</span> <span>49 Abs.</span> <span>2 StGB</span>, wonach eine Zusatzstrafe auszufÃ¤llen ist, mit welcher der TÃ¤ter nicht schwerer bestraft werden soll, als wenn die strafbaren Handlungen gleichzeitig beurteilt worden wÃ¤ren,<span> ist auch anwendbar, wenn die Grundstrafe im Ausland ausgesprochen wurde (Schwarzenegger/Hug/Jositsch, Strafrecht</span> <span>II, Strafen und Massnahmen, 8.</span> A.<span>, ZÃ¼rich/Basel/Genf 2007, S. 111). Wie der Beschwerdegegner zutreffend festhielt, handelt es sich bei Art. 49 StGB jedoch um eine Vorschrift fÃ¼r die Straf<i>zumessung</i>, welche in Bezug auf das Urteil</span> des Bezirksgerichts D vom 9. Dezember 2014<span> zweifelsohne berÃ¼cksichtig</span>t<span> wurde. Die Vorinstanz verneinte indessen die vom BeschwerdefÃ¼hrer geltend gemachte analoge Anwendung auf den Straf<i>vollzug</i>, da dies weder zulÃ¤ssig noch geboten sei. Dem ist unter dem Blickwinkel zuzustimmen, dass fÃ¼r eine bedingte Ent</span>­<span>lassung neben den zeitlichen Kriterien auch eine gÃ¼nstige Legalprognose vorliegen muss, weshalb eben </span>der<span> Entscheid</span> darÃ¼ber<span> nicht </span>analog <span>zur Strafzumessung gesetzt werden kann</span>, da ein solcher im Vorneherein kaum mÃ¶glich ist.</p> <p class="Urteilstext">Die beiden Urteile (Grundstrafe und Zusatzstrafe) sind zudem voneinander rechtlich weitgehend unabhÃ¤ngig (Schwarzenegger/Hug/Jositsch, S. 111). Ein Eingriff in das Grundurteil verbietet sich bei der AusfÃ¤llung einer Zusatzstrafe (JÃ¼rg-Beat Ackermann, Basler Kommentar StGB, Art. 49 N. 172).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b><span>Der Mindestvollzug von zwei Dritteln der Strafe berechnet sich beim gemeinsamen Vollzug mehrerer Freiheitsstrafen nach ihrer Gesamtdauer (Stratenwerth/Wohlers, Schwei</span>­<span>zerisches Strafgesetzbuch, Handkommentar, 2. A., Bern 2009, Art. 86 N.</span> <span>2).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer wird vorliegend, obwohl er eine Zusatzstrafe erhalten hat, deren Funktion es ist, ihn nicht hÃ¤rter zu bestrafen, als wenn alle Taten zusammen beurteilt worden wÃ¤ren, tatsÃ¤chlich benachteiligt. Er wird im Ergebnis hÃ¤rter bestraft, da die Zwei-Drittel-Regel nicht auf die Gesamtdauer seiner Strafen anwendbar ist. Dies ist nicht mÃ¶glich, da die Strafen nicht gemeinsam vollzogen wurden. Ein gemeinsamer Vollzug der beiden Strafen in der Schweiz war vorliegend aber gar nicht mÃ¶glich, weil der BeschwerdefÃ¼hrer keinen engen Bezug zur Schweiz hat und auch keine schwere Straftat vorliegt (Art. 94 </span>des <span>Bundesgesetz Ã¼ber internationale Rechtshilfe in Strafsachen vom 20. MÃ¤rz 1981 [Rechtshilfegesetz, IRSG]</span><span>). Zudem befand sich der BeschwerdefÃ¼hrer bereits im spanischen Strafvollzug, als er die Zusatzstrafe erhielt. Sodann wÃ¤re es auch nicht mÃ¶glich gewesen, Spanien mit dem Vollzug der Zusatzstrafe zu beauftragen, da die Voraussetzung nach Art. 100 lit. b IRSG nicht gegeben war, weil der BeschwerdefÃ¼hrer (auch) keinen sozialen Bezug zu Spanien hat. Dem BeschwerdefÃ¼hrer als niederlÃ¤ndischer StaatsangehÃ¶riger gereicht folglich zum Nachteil, dass er weder in einem Aufenthaltsland noch in seinem Heimatland verurteilt wurde. Er hat weder zu Spanien noch zur Schweiz einen sozialen Bezug, weshalb der vorliegende Fall einen speziellen Einzelfall darstellt.</span></p> <p class="Urteilstext">Ein gemeinsamer Vollzug wÃ¤re bei Strafantritt in der Schweiz auch aus zeitlicher Sicht nicht mÃ¶glich gewesen, da der Vollzug der 30-monatigen Zusatzstrafe in der Schweiz Ã¼berhaupt erst nach vollstÃ¤ndiger VerbÃ¼ssung der spanischen Strafe begann. </p> <p class="Urteilstext"><span>Die spanischen BehÃ¶rden wiesen zudem das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um bedingte Entlassung â nach spanischem Recht â ab. Der Beschwerdegegner schloss daraus, dass auch die spanischen BehÃ¶rden nicht von einem hypothetischen Gesamtvollzug ausgegangen seien. Es sei zudem auch nicht bekannt, dass die bedingte Entlassung in Spanien deshalb abgewiesen worden sei, damit das Schweizer Urteil nicht mehr vollzogen werde. Ausserdem seien die spanischen BehÃ¶rden gemÃ¤ss mÃ¼ndlicher Auskunft des BeschwerdefÃ¼hrers aufgrund des Auslieferungsgesuchs von einer getrÃ¼bten Legalprognose ausgegangen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.4 </span></b>Der BeschwerdefÃ¼hrer berief sich vor der Vorinstanz auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach e<span>ine im Ausland verbÃ¼sste Strafe fÃ¼r die bedingte Entlassung aus einer in der Schweiz ausgefÃ¤llten Zusatzstrafe je nach den UmstÃ¤nden berÃ¼cksichtigt werden kann, </span>wobei es<span> darauf an</span>kommt<span>, ob der Betroffene "einer nennenswerten BeschrÃ¤nkung seiner persÃ¶nlichen Freiheit unterworfen war" (vgl. Trechsel/Aebersold in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2.</span> A.<span>, ZÃ¼rich/St. Gallen 2013, Art. 86 N.</span> <span>6 mit Verweis auf BGE 122 IV 52). Anders als im vorliegenden Fall handelte es sich in diesem Entscheid des Bundesgerichts jedoch um den Vollzug eines einzelnen Schweizer Urteils, ohne dass eine Zusatzstrafe vorlag. Der BeschwerdefÃ¼hrer wurde in diesem Fall in sein Heimatland Ã¼berstellt, </span>wo<span> er an einem Rehabilitationsprogramm teilnahm</span>. D<span>araufhin wurde jedoch die verfÃ¼gte Ãberstellung widerrufen</span>,<span> und er hatte die Strafe gemÃ¤ss Schweizer Urteil in der Schweiz zu erstehen (BGE 122 IV 51 E.</span> <span>1â3). Ãberdies wies das Bundesgericht darauf hin, dass dem Richter in der Frage, ob und in welchem Umfang die im Ausland erfolgte Behandlung anzurechnen sei, ein erheblicher Spielraum des Ermessens zukomme (BGE 122 IV 51 E.</span> <span>3a).</span><span> </span><span>Mit dem Beschwerdegegner als auch der Vorinstanz ist somit festzuhalten, dass sich dies nicht mit der vorliegenden Fallkonstellation vergleichen lÃ¤sst. Dasselbe lÃ¤sst sich bezÃ¼glich de</span>s<span> Verweis</span>es<span> auf BGE 110 IV 65 sagen, in welchem das Bundesgericht seine Rechtsprechung bezÃ¼glich der Gleichstellung der angerechneten Untersuchungshaft zur verbÃ¼ssten Freiheitsstrafe bestÃ¤tigte</span>, was vorliegend jedoch nicht infrage steht<span>. </span>Der BeschwerdefÃ¼hrer kann somit aus der von ihm angerufenen bundesgerichtlichen Rechtsprechung nichts zu seinen Gunsten ableiten.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.5 </span></b><span>Vielmehr ist dem Entscheid zu folgen, wonach die im Ausland verhÃ¤ngte und verbÃ¼sste Freiheitsstrafe zur Berechnung der zwei Drittel nicht in Betracht fÃ¤llt, wenn in der Schweiz eine Zusatzstrafe zu dieser im Ausland verbÃ¼ssten Strafe ausgesprochen wird (Recht</span>­<span>sprechung in Strafsachen [SR], mitgeteilt durch die Schweizerische kriminalistische Gesellschaft, 1966 Nr.</span> <span>9; Cornelia Koller, Basler Kommentar zu Strafgesetzbuch, Art. 86 N.</span> <span>2). Der frÃ¼heste Zeitpunkt der bedingten Entlassung berechnet sich deshalb vorliegend nicht nach der Gesamtdauer der Freiheitsstrafen</span>. Mangels eines gemeinsamen Vollzugs ist, <span>wie die Vorinstanz festhielt, Art. 5 Abs.</span> <span>1 V-StGB-MStG nicht anwendbar.</span></p> <p class="Urteilstext">Demzufolge sind die Voraussetzungen fÃ¼r die bedingte Entlassung aus dem Vollzug der 30-monatigen Zusatzstrafe unabhÃ¤ngig von der bereits vollstÃ¤ndig vollzogenen Strafe gemÃ¤ss dem Grundurteil zu prÃ¼fen. Eine bedingte Entlassung kann somit mangels ErfÃ¼llung der zeitlichen Voraussetzung derzeit noch nicht infrage kommen. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.6 </b>Indem der BeschwerdefÃ¼hrer geltend macht, die Freiheitsstrafe sei im abgekÃ¼rzten Verfahren so festgelegt worden, dass diese das letzte Drittel der Gesamtstrafe darstelle und er die Strafe in der Schweiz gar nicht mehr hÃ¤tte antreten mÃ¼ssen, was ihm von der StaatsanwÃ¤ltin sowie dem Richter vor dem Bezirksgericht D zugesichert worden sei, beruft er sich auf den Vertrauensschutz.</p> <p class="MsoNormal"><span>Jede Person hat Anspruch darauf, von den staatlichen Organen nach Treu und Glauben behandelt zu werden (Art. 9 BV). Art. 9 BV schÃ¼tzt Personen in ihrem berechtigten Vertrauen in behÃ¶rdliche Zusicherungen oder sonstiges bestimmte Erwartungen begrÃ¼ndendes Verhalten der BehÃ¶rden (BGr, 3. Februar 2011, 1C_217/2010, E. 4.1). Die Berufung auf Vertrauensschutz hÃ¤ngt von verschiedenen Voraussetzungen ab. Zu diesen gehÃ¶ren in erster Linie das Vorliegen einer Vertrauensgrundlage sowie die BestÃ¤tigung des Vertrauens in der Weise, dass der Betroffene gestÃ¼tzt darauf Dispositionen getÃ¤tigt hat, die ohne Nachteile nicht mehr rÃ¼ckgÃ¤ngig gemacht werden kÃ¶nnen (HÃ¤felin/MÃ¼ller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. </span><span>A., ZÃ¼rich/St. Gallen 2016, Rz. 624 ff.; BGE 137 I 69 E. 2.5.1; 131 II 627 E. 6; 129 I 161 E. 4.1; 127 I 31 E. 3a). </span><span>Als Vertrauensgrundlage gelten auch behÃ¶rdliche Zusicherungen oder sonstiges bestimmte Erwartungen begrÃ¼ndendes Verhalten, sofern sich dieses auf eine konkrete, den betreffenden BÃ¼rger berÃ¼hrende Angelegenheit bezieht (BGE 130 I 26 E. 8.1). Das behÃ¶rdliche Verhalten muss mit anderen Worten bei den betroffenen Personen bestimmte Erwartungen auslÃ¶sen (HÃ¤felin/MÃ¼ller/Uhlmann, Rz. 627).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.7 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer stÃ¼tzt sich zur BegrÃ¼ndung seines vertrauensrechtlichen Anspruchs auf eine E-Mail des Beschwerdegegners an die zustÃ¤ndige StaatsanwÃ¤ltin vom 11. September 2014, worin Letzterer mitgeteilt wurde, dass aufgrund ihrer telefonisch erfolgten AusfÃ¼hrungen Ã¼ber die Delinquenz und die Vorgeschichte des BeschwerdefÃ¼hrers zu diesem Zeitpunkt nichts gegen die GewÃ¤hrung der bedingten Entlassung gemÃ¤ss Art. 86 StGB spreche und aus diesem Grund davon ausgegangen werden kÃ¶nne, dass die PrÃ¼fung der bedingten Entlassung unter Vorbehalt der Akten positiv ausfallen werde. <span>Der Beschwerdegegner Ã¤usserte sich jedoch in dieser Mitteilung nicht zum zeitlichen Aspekt, wann die bedingte Entlassung gewÃ¤hrt werden kÃ¶nne, weshalb aufgrund des Verweises auf Art. 86 StGB davon auszugehen ist, dass sich diese auf den Zwei</span>-Drittel-Termin <span>bezog. Des Weiteren wurde in de</span>r<span> E-Mail keinerlei Bezug auf die spanische Strafe genommen. Es wurde jedoch explizit festgehalten, dass betreffend Vollzugsdaten</span>­<span>berech</span>­<span>nung vom Beschwerdegegner keine vorgÃ¤ngigen Aussagen gemacht werden kÃ¶nnten. Eine Zusicherung, dass die Zusatzstrafe in der Schweiz gar nicht erst anzutreten sein </span>werde<span>, findet sich darin nicht. Des Weiteren wurde auf den Vorbehalt der Akten verwiesen. Selbst in den Untersuchungsakten zum abgekÃ¼rzten Verfahren befindet sich keine Akten- oder Telefonnotiz, welche den Vorbringen des BeschwerdefÃ¼hrers Entsprechendes enthielte.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.8 </span></b><span>Im Rahmen des Vertrauensschutzes muss grundsÃ¤tzlich die Amtsstelle, welche die Auskunft gab, zur Auskunftserteilung zustÃ¤ndig gewesen sein. Bei Privaten genÃ¼gt es hierbei, wenn sie in guten Treuen annehmen durften, die BehÃ¶rde sei zur Erteilung der Auskunft befugt. GeschÃ¼tzt werden nur gutglÃ¤ubige Private. An die Sorgfaltspflicht Rechtskundiger sind erhÃ¶hte Anforderungen zu stellen </span><span>(HÃ¤felin/MÃ¼ller/Uhlmann, Rz. 677, 684). </span></p> <p class="Erwgung2">Der Vollzug der Freiheitsstrafe obliegt weder der StrafverfolgungsbehÃ¶rde noch dem Gericht. A<span>lle im Zusammenhang mit dem Vollzug strafrechtlicher Sanktionen anfallenden Aufgaben und Entscheide, die nicht ausdrÃ¼cklich anderen Instanzen Ã¼bertragen sind</span>, obliegen der Direktion der Justiz und des Innern <span>(§</span> <span>14 Abs.</span> <span>1 des Straf- und Justizvollzugs</span>­<span>gesetzes</span><span> vom 19.</span> <span>Juni 2006 [StJVG])</span> bzw. das <span>Amt fÃ¼r Justizvollzug </span>vollzieht <span>die von zÃ¼rcherischen Gerichten und StrafverfolgungsbehÃ¶rden ausgesprochenen Freiheitsstrafen (§</span> <span>5 lit. a der Justizvollzugsverordnung<b> </b>vom 6.</span> <span>Dezember 2006 [JVV]).</span></p> <p class="Urteilstext">Vorliegend ist zu berÃ¼cksichtigen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer in der Strafuntersuchung und im Verfahren vor dem Bezirksgericht D anwaltlich vertreten war, womit ihm dieses Fachwissen anzurechnen ist. Es war deshalb fÃ¼r ihn erkennbar, dass es nicht in der Kompetenz der StaatsanwÃ¤ltin lag, Vollzugsentscheiden des Beschwerdegegners vorzugreifen. Somit kann auch nicht auf geltend gemachte, jedoch nicht schriftlich festgehaltene mÃ¼ndliche Zusicherungen abgestellt werden. Die behauptete Zusicherung der StaatsanwÃ¤ltin, dass nach der Verhandlung vor dem Bezirksgericht D der internationale Haftbefehl zurÃ¼ckgezogen werde, findet sich ebenfalls nicht in den Akten, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrer auch daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten kann. Seitens des Beschwerdegegners ist tatsÃ¤chlich nicht erkennbar â wie dies die Vorinstanz festhielt â, dass eine auf den Vollzug der Zusatzstrafe konkretisierte Zusicherung der bedingten Entlassung erfolgt wÃ¤re. Solches ohne weitere Anhaltspunkte allein aus dem Strafmass von 30 Monaten zu schliessen, ginge jedenfalls nicht an, dÃ¼rfte doch das Strafmass nicht ausschliesslich im Hinblick auf die vom BeschwerdefÃ¼hrer erwartete bedingte Entlassung in dieser HÃ¶he ausgefallen sein. Weiter ist der Vorinstanz zu folgen, dass nicht ersichtlich ist, weshalb der Beschwerdegegner dies â hÃ¤tte er eine solche Zusicherung gemacht â nicht in der erwÃ¤hnten E-Mail oder einer Aktennotiz festgehalten hÃ¤tte.</p> <p class="Erwgung2">Was i<span>m Ãbrigen insbesondere die E-Mail der StaatsanwÃ¤ltin vom 6.</span> <span>Mai 2015</span><span> </span><span>an den Beschwerdegegner betrifft, wonach ihr daran liege, dass die Vereinbarung mit dem BeschwerdefÃ¼hrer im abgekÃ¼rzten Verfahren eingehalten werden kÃ¶nne, ist auf die zutreffenden AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz zu verweisen, welche festhielt, dass aus den Akten keine weiteren Abmachunge</span>n<span> als diejenigen, welche sich aus dem Rahmen des abgekÃ¼rzten Verfahrens ergeben, ersichtlich seien<span>.</span></span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.9 </b><span>Ein Anspruch aus Vertrauensschutz bzw. Treu und Glauben ist folglich nicht gegeben. Da somit die zeitlichen Voraussetzungen fÃ¼r eine bedingte Entlassung noch nicht erfÃ¼llt waren, womit sich eine weitere PrÃ¼fung erÃ¼brigt, hat die Vorinstanz den Rekurs betreffend die bedingte Entlassung zu Recht abgewiesen.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Nach den Berechnungen der Vorinstanz war der effektive Strafantritt am 9.</span> <span>Oktober 2015; zwei Drittel der Strafe wÃ¤ren demnach am 8.</span> <span>Juni 2017 verbÃ¼sst, weshalb nach dem AusgefÃ¼hrten frÃ¼hestens dann die bedingte Entlassung mÃ¶glich wÃ¤re. Es fÃ¤llt allerdings auf, dass an die vom Bezirksgericht</span> <span>D ausgefÃ¤llte Strafe vom 9. Dezember 2014 keine Untersuchungs- und Sicherheitshaft angerechnet werden, obwohl der BeschwerdefÃ¼hrer im Zusammenhang mit dem hier gefÃ¼hrten Strafverfahren mehr als ein halbes Jahr in der Schweiz weilte. GemÃ¤ss den Vorbringen der zustÃ¤ndigen StaatsanwÃ¤ltin anlÃ¤sslich der Verhandlung vom 9.</span> <span>Dezember 2014 sollen die spanischen BehÃ¶rden die Haft des BeschwerdefÃ¼hrers in der Schweiz an den Vollzug des spanischen Urteils angerechnet haben. Dies steht allerdings im Widerspruch zum Schreiben derselben StaatsanwÃ¤ltin an das Bezirksgericht</span> <span>D vom 22.</span> <span>Oktober 2014, womit sie die Anklageschrift an das Gericht lieferte mit dem Hinweis darauf, dass die Zwischenauslieferung des BeschwerdefÃ¼hrers von den spanischen BehÃ¶rden zwar bis 20.</span> <span>Dezember 2014 verlÃ¤ngert werden kÃ¶nnte, dass dieselben BehÃ¶rden aber die Zwischenauslieferung nur bewilligt hÃ¤tten unter der Bedingung, dass die Haftzeit in der Schweiz nicht angerechnet werde. Dasselbe lÃ¤sst sich dem Entscheid des Bezirksgerichts</span> <span>D (Zwangsmassnahmengericht) vom 29.</span> <span>Oktober 2014 Ã¼ber die Anordnung von Sicherheitshaft fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer bis 20.</span> <span>Dezember 2014 entnehmen, wonach gemÃ¤ss Abkommen mit den spanischen BehÃ¶rden die Haftzeit [des BeschwerdefÃ¼hrers] in der Schweiz fÃ¼r den Vollzug der Freiheitsstrafe in Spanien nicht angerechnet werde. Dabei ging auch das Gericht immerhin von einer mehrmonatigen Haft bis zur RÃ¼ckfÃ¼hrung des BeschwerdefÃ¼hrers am 20.</span> <span>Dezember 2014 nach Spanien aus</span>.</p> <p class="Erwgung2"><span>Demnach stellt sich die â allerdings nicht im vorliegenden Verfahren zu beantwortende â Frage, ob der Zwei-Drittel-Termin fÃ¼r die bedingte Entlassung tatsÃ¤chlich erst auf den 8. Juni 2017 fÃ¤llt. Dies wÃ¤re wohl nur dann der Fall, wenn die Untersuchungs- und Sicherheitshaft des BeschwerdefÃ¼hrers in der Schweiz zu Recht nicht an das Urteil des Bezirksgerichts D vom 9.</span> <span>Dezember 2014 angerechnet worden wÃ¤ren, woran aufgrund des AusgefÃ¼hrten doch ernsthafte Zweifel bestehen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b><span>Die Vorinstanz wies das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um GewÃ¤hrung der unent</span>­<span>geltlichen ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung aufgrund nicht ausreichend belegter Mittellosigkeit ab. Sie nahm an, dass der BeschwerdefÃ¼hrer, welcher sich seit mehreren Jahren im Strafvollzug befinde, zwar seit seiner Inhaftierung Ã¼ber keine nennenswerten EinkÃ¼nfte verfÃ¼ge, aber gleichzeitig keine nennenswerten Verpflichtungen habe und gehabt habe. Er lege zudem keine Belege</span> vor<span>, welche Rechenschaft Ã¼ber seine Ver</span>­<span>mÃ¶gensverhÃ¤ltnisse geben wÃ¼rden.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>GemÃ¤ss § 16 Abs. 1 VRG wird Privaten, welche nicht Ã¼ber die nÃ¶tigen finanziellen Mittel verfÃ¼gen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheinen, auf entsprechendes Gesuch hin die Bezahlung von Verfahrenskosten erlassen. Zudem haben sie Anspruch auf die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren (§ 16 Abs. 2 VRG).</span><span> Die Mittellosigkeit muss mindestens glaubhaft gemacht werden und kann sich auch aufgrund der Akten oder UmstÃ¤nde ergeben, ohne dass ein handfester Beleg eingefordert werden muss (Kaspar PlÃ¼ss</span><span> </span><span>in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG] § 16 N. 38, 41).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.3 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer gab im Rekursverfahren an, seit seiner Verhaftung in Spanien Ã¼ber kein Einkommen zu verfÃ¼gen</span>; <span>seine VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse seien</span> zudem<span> zu vernach</span>­<span>lÃ¤ssigen. Aus der Einvernahme zu</span>r<span> Person vom 1.</span> <span>Juli 2014 ergibt sich, dass der Be</span>­<span>schwerdefÃ¼hrer vor seiner Verhaftung in </span>SÃ¼damerika<span> lebte und dort ca.</span> <span>EUR</span> <span>500â600.- pro Monat verdiente</span> sowie <span>Ã¼ber ein paar Tausend Euro auf der Bank verfÃ¼gte. Im Jahr 2009 </span>kam<span> er durch den Verkauf seiner </span>GeschÃ¤fte in Holland zu <span>ein</span>em<span> VermÃ¶gen von</span> etwa<span> EUR</span> <span>50'000.-. Weder im Jahr 2009 noch bei der Befragung 2014 hatte er Schulden. Bereits vor seiner Verhaftung will der BeschwerdefÃ¼hrer von dem Geld aus dem Verkauf seiner </span>GeschÃ¤fte<span> gelebt haben.</span> D<span>iese Angaben</span> bestÃ¤tigte der BeschwerdefÃ¼hrer<span> am 9.</span> <span>Dezember 2014 anlÃ¤sslich der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht</span> <span>D, wobei er angab, in </span>SÃ¼damerika<span> in sehr guten VerhÃ¤ltnissen gelebt zu haben.</span></p> <p class="Erwgung2">In <span>seiner Beschwerde</span> macht der BeschwerdefÃ¼hrer<span> geltend, die Vorinstanz habe nicht berÃ¼cksichtigt, dass er neben seinen EinkÃ¼nften von EUR</span> <span>500â600.-, welche er sechs Monate lang </span>erzielt habe<span>, und dem VermÃ¶gen von EUR</span> <span>50'000.- im Jahr 2009 auch Ausgaben gehabt habe. Er habe sich </span>auf einem neuen Kontinent<span> mit seiner Freundin ein neues Leben aufbauen wollen</span>.<span> In einer Berechnung legt der BeschwerdefÃ¼hrer dar, wofÃ¼r er das VermÃ¶gen von EUR</span> <span>50'000.- sowie sein Einkommen von total EUR</span> <span>3'200.- ausgegeben habe. Er habe davon zunÃ¤chst seine Wohnung in Holland, daraufhin diejenige in </span>F, SÃ¼damerika<span> bezahlt und Mobiliar gekauft. Zudem habe er einen Teil davon fÃ¼r Lebensmittel</span> und den Lebensunterhalt<span> fÃ¼r die Familie mit drei Kindern ausgegeben. Im GefÃ¤ngnis in Spanien habe er kein Einkommen erzielt, weshalb er monatlich EUR</span> <span>250.- von seinem VermÃ¶gen verwendet habe. </span>Bei<span> seiner Auslieferung an die Schweiz im November 2015 </span>habe er noch Ã¼ber<span> ca. EUR</span> <span>3'000.- </span>verfÃ¼gt<span>. Zudem habe er seiner Rechtsvertreterin einen Vorschuss in HÃ¶he von Fr.</span> <span>3'000.- zahlen mÃ¼ssen.</span></p> <p class="Urteilstext">Nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼nfeinhalb Jahre in Spanien in Haft war, wobei er dort monatlich EUR 250.- von seinem VermÃ¶gen verbraucht haben will, und seine geltend gemachten Ausgaben beispielsweise fÃ¼r Lebensmittel und eine Wohnungseinrichtung nicht vÃ¶llig unglaubhaft erscheinen, zumal er selbst ausfÃ¼hrte, in SÃ¼damerika in sehr guten VerhÃ¤ltnissen gelebt zu haben, ist die Berechnung nachvollziehbar, wonach das VermÃ¶gen aus dem Jahr 2009 nicht mehr im ursprÃ¼nglichen Umfang vorhanden ist. Ein solcher Betrag, wie ihn der BeschwerdefÃ¼hrer nach seiner Entlassung aus dem Strafvollzug in Spanien offenbar noch aufwies, kÃ¶nnte zudem im Rahmen der GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege angesichts des Alters und der UmstÃ¤nde des BeschwerdefÃ¼hrers als "Notgroschen" bezeichnet werden (Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 16 N. 20). Schliesslich ist der Grund fÃ¼r die Mittellosigkeit grundsÃ¤tzlich unbeachtlich. Es bestehen auch keine Anhaltspunkte, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seine Mittellosigkeit aus missbrÃ¤uchlichen Motiven herbeigefÃ¼hrt hÃ¤tte (Kaspar PlÃ¼ss, § 16 N. 22).</p> <p class="Urteilstext">Aufgrund der sich stellenden komplexen Rechtsfragen ist die Notwendigkeit eines Rechtsvertreters fÃ¼r den rechtsunkundigen BeschwerdefÃ¼hrer im Rekursverfahren ohne Weiteres zu bejahen. Demzufolge ist die Beschwerde diesbezÃ¼glich gutzuheissen, und dem BeschwerdefÃ¼hrer ist fÃ¼r das vorinstanzliche Verfahren die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung zu gewÃ¤hren.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b><span>Da das Obsiegen des BeschwerdefÃ¼hrers nur einen prozessualen Punkt betrifft und damit als gering zu bezeichnen ist, rechtfertigt es sich, ihm dennoch die Kosten des Beschwerdeverfahrens gesamthaft aufzuerlegen (§</span> <span>65a Abs.</span> <span>2 in Verbindung mit §</span> <span>13 Abs.</span> <span>2 VRG). <span>Mangels Ã¼berwiegenden Obsiegens ist dem BeschwerdefÃ¼hrer keine Partei</span></span><span>­</span><span>entschÃ¤digung</span><span> zuzusprechen </span><span>(§</span> <span>17 Abs.</span> <span>1 VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.2 </span></b><span>SinngemÃ¤ss stellt der BeschwerdefÃ¼hrer </span>mit seinen AusfÃ¼hrungen bezÃ¼glich seiner Mittellosigkeit<span> auch ein Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung</span> und unentgeltliche Rechtsvertretung<span> im Beschwerdeverfahren</span> (vgl. VGr, 24. Februar 2016, <span>VB.2015.00570</span><span>, E. 4.2</span>)<span>.</span></p> <p class="Urteilstext">Wie oben ausgefÃ¼hrt (vgl. E. 5), ist der BeschwerdefÃ¼hrer als mittellos zu bezeichnen. DafÃ¼r, dass das restliche VermÃ¶gen aufgebraucht ist, spricht auch, dass der BeschwerdefÃ¼hrer sich im vorliegenden Verfahren nicht mehr anwaltlich vertreten liess, nachdem ihm die Vorinstanz die unentgeltliche Rechtspflege verweigert hatte. Das Beschwerdeverfahren konnte auch trotz des Verfahrensausgangs nicht als aussichtslos erachtet werden. Dem BeschwerdefÃ¼hrer ist folglich fÃ¼r das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren.</p> <p class="Urteilstext">Hingegen ist die Notwendigkeit einer Rechtsvertretung â anders als vor der Vorinstanz â zu verneinen, zumal der BeschwerdefÃ¼hrer in der Lage war, seinen Standpunkt, welcher sich auf die RÃ¼gen, welche seine Rechtsvertreterin vor der Vorinstanz vorgebracht hatte, stÃ¼tzt, darzulegen und auch seine Mittellosigkeit schlÃ¼ssig zu begrÃ¼nden vermochte. Das Gesuch um unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung ist deshalb abzuweisen.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.3 </span></b><span>De</span><span><a href="http://www.vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=www.vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getMarkupDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=216131&amp;W10_KEY=758361&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/document.fiw#ctx76">r</a> BeschwerdefÃ¼hrer wird schliesslich auf § 16 Abs. 4 VRG aufmerksam gemacht, wonach eine Partei, der die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und Rechtsvertretung gewÃ¤hrt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjÃ¤hrt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens.</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Dispositiv-Ziffer II. der VerfÃ¼gung der Direktion der Justiz und des Innern vom 28. Januar 2016 wird aufgehoben, und dem BeschwerdefÃ¼hrer wird fÃ¼r das Rekursverfahren die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und unentgeltliche Rechtsvertretung gewÃ¤hrt <span>und in der Person von RechtsanwÃ¤ltin G eine unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin bestellt. RechtsanwÃ¤ltin G hat ihre EntschÃ¤digungsforderung gegenÃ¼ber der Direktion der Justiz und des Innern geltend zu machen, weshalb die Sache zur Festlegung der EntschÃ¤digung der unentgeltlichen Rechtsvertreterin der Direktion der Justiz und des Innern zu Ã¼berweisen ist.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 150.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 1'650.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung gewÃ¤hrt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. <span>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt, jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers gemÃ¤ss § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>5. <span>Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Strafsachen nach Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>