<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00293</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106532&amp;W10_KEY=4467147&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00293</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 27.02.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Anwendbarkeit der Bestimmungen eines privaten Gestaltungsplans auf ein Wohn- und Gewerbehaus.<br/><br/>Wer aufgrund seiner Betroffenheit beschwerdelegitimiert ist, kann alle Rechtsmängel des angefochtenen Entscheids beanstanden, soweit dies zur Gutheissung seines Antrags führen kann (E. 2). Das streitbetroffene Bauvorhaben fällt in den Perimeter des privaten Gestaltungsplans, weshalb die entsprechenden Vorschriften über die Fassadengestaltung einzuhalten sind (E. 3a). Voraussetzungen einer zulässigen akzessorischen Überprüfung der Gestaltungsplanbestimmungen (E. 3b).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKZESSORISCHE NORMENKONTROLLE">AKZESSORISCHE NORMENKONTROLLE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FASSADE">FASSADE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: GESTALTUNG UND EINORDNUNG">GESTALTUNG UND EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESTALTUNGSPLAN">GESTALTUNGSPLAN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESTALTUNGSVORSCHRIFT">GESTALTUNGSVORSCHRIFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEBENBESTIMMUNG">NEBENBESTIMMUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSSCHUTZINTERESSE">RECHTSSCHUTZINTERESSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: SONDERNUTZUNGSPLÃNE">SONDERNUTZUNGSPLÃNE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSETZUNG">VERSETZUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 85 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 321 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 338a Abs. I PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. <a id="Text2">D</a>ie Baukommission X erteilte A am 26. Oktober 2000 die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r den Neubau eines Wohn- und Gewerbehauses auf den GrundstÃ¼cken Kat.Nrn. 1 und 2 an der N-strasse in X.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Hiergegen erhoben die C-Gesellschaft, D 1 und D 2 sowie F je mit separaten Ein­gaben Rekurs an die Baurekurskommission II des Kantons ZÃ¼rich. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission II vereinigte am 21. August 2001 die Rekursverfahren, hiess die Rekurse gut und hob die Baubewilligung der Baukommission X vom 26. Ok­tober 2000 auf. Die Rekurskommission hielt fest, das BaugrundstÃ¼ck liege im Perimeter des privaten Gestaltungsplans O mit der Empfindlichkeitsstufe III. Das Bauprojekt verstosse gegen Ziff. 1 lit. a der Bestimmungen zum Gestaltungsplan, wonach die LÃ¤nge der einzelnen Fassadenteile in der Geraden gemessen 20 m nicht Ã¼bersteigen dÃ¼rfe und Versetzungen bei lÃ¤ngerer Gesamtfassade mindestens 1,2 m breit sein mÃ¼ssten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 24. September 2001 liess A dem Verwaltungsgericht die Aufhebung des angefochtenen Baurekurskommissionsentscheids und die BestÃ¤­tigung der Baubewilligung der Baukommission X vom 26. Oktober 2000 beantragen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegner fÃ¼r das Rekurs- und fÃ¼r das Be­schwerdeverfahren.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die mitbeteiligte Baukommission X beantragte Gutheissung der Beschwerde. Die Baurekurskommission und die Beschwerdegegnerschaft beantragten, die Beschwerde abzuweisen. Letztere schloss zudem auf Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien in ihren Rechtsschriften werden, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden EntscheidgrÃ¼nden wiedergegeben.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Mit Beschluss vom 25. Juni 1980 setzte die Gemeindeversammlung X den priva­ten Gestaltungsplan O fest und erklÃ¤rte diesen im Sinn von § 85 Abs. 2 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975/1. September 1991 (PBG) als allgemeinverbindlich. Das Gestaltungsplangebiet wird begrenzt durch die Gemeindegrenze X/Y, die SBB-Linie, den P-weg und die Q-strasse sowie das Seeufer. Ziff. 1 der "Bestimmungen zum privaten Gestaltungsplan O" bestimmt unter dem Titel "Fassadengestaltung":<br/> <br/> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"a) Die LÃ¤nge der einzelnen Fassadenteile darf in der Geraden gemessen 20 m nicht Ã¼bersteigen; Versetzungen bei lÃ¤ngerer Gesamtfassade mÃ¼ssen wenigstens 1,2 m breit sein."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BaugrundstÃ¼cke Kat.Nrn. 1 und 2 an der N-strasse liegen innerhalb des Gestal­tungsplanperimeters. Das strittige Bauprojekt sieht anstelle des bestehenden GebÃ¤udes den Neubau eines Wohn- und Gewerbehauses vor, welches den bisherigen Garage­betrieb mit Tankstelle aufnehmen soll sowie insgesamt sechs Wohnungen aufweist. Die LÃ¤ngsfassade des Neubaus misst 35,93 m und enthÃ¤lt keine Versetzung im Sinn der genannten Gestaltungs­planbestimmung Ziff. 1 lit. a. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die Baurekurskommission I hat im angefochtenen Entscheid vom 21. August 2001 zur Anwendbarkeit dieser Bestimmung festgehalten, die vom Gestaltungsplan erfass­ten GrundstÃ¼cke hÃ¤tten zuvor der Gewerbezone angehÃ¶rt und Fabrikbauten enthalten. Nach Einstellung des der Textilbranche zugehÃ¶rigen Betriebs habe sich die "Gelegenheit (geboten), in diesem Gebiet einen vom baulichen und zonenrechtlichen Gesichtspunkt unerfreulichen und unerwÃ¼nschten Zustand zu beseitigen". Dem Gestaltungsplan sei generell als Zielsetzung die Abkehr vom uniformen Wohnen, RÃ¼ckkehr zur persÃ¶nlichen Behausung, die ErmÃ¶glichung eines individuellen Heims mit eigenem Freiraum und Garten sowie die Freihaltung der GrÃ¼nzone Park und See von zusÃ¤tzlicher Ãberbauung und Aktivierung als Freizeitzone zugrunde gelegt worden (vgl. Weisung zuhanden der Gemeindeversammlung vom 25. Juni 1980). In der Folge sei das vom Gestaltungsplan erfasste Gebiet mit einer Ein­familienhaussiedlung Ã¼berbaut worden. Erhalten geblieben sei das im Nordwesten befindliche, nunmehr zum Abbruch vorgesehene GaragengebÃ¤ude sowie zwei an die See­stras­se angrenzende Bauten. FÃ¼r diese Bauten sei nebst der mÃ¶glichen Wohnnutzung auch gewerbliche Nutzung als zulÃ¤ssig erklÃ¤rt worden. Dabei sei die dahingehende Nutzungsart (W/G) nicht grundstÃ¼ckbezogen, sondern mittels die mÃ¶glichen Baubereiche ausscheidenden Baugestaltungslinien mit Bezug auf die realisierbaren GebÃ¤ude festgelegt worden. Im Ãbrigen treffe der Gestaltungsplan u.a. Regelungen insbesondere in gestalterischer Hinsicht, mit Bezug auf die zulÃ¤ssigen Geschosszahlen und hinsichtlich der Anordnung der AbstellplÃ¤tze.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ziff. 1 lit. a des Gestaltungsplans, wonach es Ã¼ber 20 m lange Fassadenteile zu versetzen gelte, sei ohne jegliche EinschrÃ¤nkung fÃ¼r das gesamte vom Gestaltungsplan erfass­te Gebiet getroffen worden. Dies im Gegensatz etwa zu Ziff. 6 lit. c der Gestaltungsplanbestimmungen, welche Vorschrift u.a. fÃ¼r die gewerbliche Nutzung hinsichtlich der AbstellplÃ¤tze eine spezielle Regelung treffe. FÃ¼r eine Ausnahme von der umstrittenen Fassadengestaltung fÃ¼r die der gewerblichen Nutzung zugÃ¤nglichen Bauten hÃ¤tte es einer entsprechenden ausdrÃ¼cklichen Befreiung in der Bestimmung selbst bedurft. Allein aus der dem Gestal­tungsplan ganz allgemein zugrunde gelegten Zielsetzung liesse sich nichts anderes ableiten. Eine EinschrÃ¤nkung der sachlichen bzw. Ã¶rtlichen Anwendbarkeit von Ziff. 1 lit. a der Gestaltungsplanbestimmungen lasse sich auch nicht aus dem Umstand ableiten, dass im Plan zum Gestaltungsplan Versetzungen der GebÃ¤udekÃ¶rper nur mit Bezug auf die pro­jektierte WohnÃ¼berbauung, nicht aber bei den dem Gewerbe zugÃ¤nglichen FlÃ¤chen eingezeichnet seien. Denn eine gewerbliche Nutzung sei nur bezÃ¼glich bereits bestehender und demzufolge vom neuen Konzeptplan fÃ¼r die WohnÃ¼berbauung zum vornherein nicht erfasster GebÃ¤ude ausgeschieden worden. Ein Ausschluss der Anwendbarkeit der umstrittenen Bestimmung liesse sich auch nicht auf einen - nÃ¤her zitierten - Entscheid der Baurekurs­kommission II vom 23. Juni 1981 stÃ¼tzen, denn Ziff. 1 lit. a der Gestaltungsplanbestim­mungen sei nicht Gegenstand des erwÃ¤hnten Entscheids gewesen.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach dem Gesagten sei Ziff. 1 lit. a der Gestaltungsplanbestimmungen auch auf die der Gewerbenutzung dienenden Bauten anwendbar. Die von dieser Vorschrift geforderte min­­destens 1,2 m breite Versetzung sei nicht eingehalten. Dieser Mangel lasse sich beheben, habe jedoch weitgehende Auswirkungen sowohl bezÃ¼glich der Ã¤usseren Gestaltung als auch der inneren Raumeinteilung zur Folge. Eine Heilung des Mangels durch Nebenbestim­­mungen sei daher unzulÃ¤ssig. Dies fÃ¼hre zur Gutheissung des Rekurses und zur Aufhebung der angefochtenen baurechtlichen Bewilligung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Diesen AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz hÃ¤lt der BeschwerdefÃ¼hrer entgegen, sein Vater habe sich seinerzeit mit Rekurs gegen die Genehmigung des privaten Gestaltungsplans bzw. dessen AllgemeinverbindlicherklÃ¤rung zur Wehr gesetzt und sei vor der Baurekurskommission unterlegen. Diese habe im Entscheid vom 23. Juni 1981 festgehalten, der GrundeigentÃ¼mer kÃ¶nne "einen Neubau mit gleicher GrundflÃ¤che und ohne GebÃ¤udestaffelung (...) realisieren, indem er die vor der Baulinie liegende verlorengehende FlÃ¤che rÃ¼ck­wÃ¤rtig kompensieren" kÃ¶nne. Es sei zwar richtig, dass Ziff. 1 lit. a der Gestaltungsplanbestimmungen nicht Gegenstand des damaligen Rekursverfahrens gewesen sei. Der Entscheid habe sich aber keineswegs bloss mit den Ã¤usseren Begrenzungen eines zulÃ¤ssigen Bau­kÃ¶rpers und der Pflicht zur Respektierung der Baulinie mit rÃ¼ckwÃ¤rtiger Kompensation befasst. Aufgrund der ErwÃ¤gungen im Entscheid der Baurekurskommission vom 23. Juni 1981 habe der damalige Rekurrent keine Veranlassung gehabt, Ziff. 1. lit. a der Gestaltungs­planbestimmungen zum Thema seines Rekurses an den Regierungsrat zu machen. Bei einem Bau wie hier verkleinere ein Fassadenversatz von 1,2 m die innerhalb der Baugestal­tungslinie zulÃ¤ssige GrundflÃ¤che nicht unerheblich und beeinflusse vor allem die zweckmÃ¤s­­sige Grundrissgestaltung und Raumorganisation nachteilig. Diesen Nachteilen stehe Ã¼ber­­haupt kein ortsbaulicher/gestalterischer/architektonischer Gewinn gegenÃ¼ber. Auffallend sei, dass die Rekurrenten mit keinem Wort dargetan hÃ¤tten, weshalb sie durch das Feh­len der Versetzung in eigenen, schutzwÃ¼rdigen Interessen berÃ¼hrt und betroffen sein sollten. Zu Unrecht sei die Vorinstanz in diesem Punkt auf die Rekurse eingetreten. - Aus der in der seinerzeitigen Weisung des Gemeinderats an die StimmbÃ¼rger von X aufgefÃ¼hrten generellen Zielsetzung ergebe sich sodann, dass die in Ziff. 1 lit. a der Gestaltungs­plan­bestimmungen geforderte Versetzung von Fassaden ab einer FassadenlÃ¤nge von 20 m sich nicht auf den lÃ¤ngs der N-strasse zulÃ¤ssigen rechteckigen BaukÃ¶rper mit gewerblicher Nutzung beziehen kÃ¶nne. AnzufÃ¼gen sei, dass aufgrund der topografischen und der Besonnungs­verhÃ¤ltnisse eine an sich zulÃ¤ssige Wohnnutzung auf dem GrundstÃ¼ck des BeschwerdefÃ¼hrers, zumindest im Erdgeschoss und gegen die N-strasse hin orientiert, nie ernsthaft in Betracht fallen konnte. Auffallend sei schliesslich auch, dass fÃ¼r den fraglichen Gewerbe­bereich Festlegungen betreffend "BaukÃ¶rper/Konzeptplan" wie auch solche betreffend "Hauptfirstrichtung" fehlten. Auch dies belege den "Sonderstatus" des Gewerbebereichs in­nerhalb des Gestaltungsplanperimeters. Aus diesen GrÃ¼nden sei vor­liegend von einer GesetzeslÃ¼cke im Sinn einer planwidrigen UnvollstÃ¤ndigkeit auszugehen bzw. von einer Vorschrift, die in sinnwidriger Weise Unterscheidungen unterlasse, die nach aller Vernunft zu treffen gewesen wÃ¤ren. Diese LÃ¼cke sei dadurch zu fÃ¼llen, dass Ziff. 1 lit. a der Gestaltungs­planbestimmungen auf gewerbliche oder gemischte Gewerbe- und Wohnbauten im fraglichen Bereich nicht angewendet werde. Zum nÃ¤mlichen Ergebnis mÃ¼sse eine konkrete Normenkontrolle fÃ¼hren.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die heutigen Beschwerdegegner waren aufgrund ihrer engen nachbarlichen Raum­­beziehung zum BaugrundstÃ¼ck und ihres "BerÃ¼hrtsein in qualifizierten eigenen Inte­ressen" (RB 1995 Nr. 9) unstreitig in Anwendung von § 338a Abs. 1 PBG zum Rekurs le­gitimiert. Wer aufgrund seiner Betroffenheit zur Beschwerde befugt ist, kann alle RechtsmÃ¤ngel des angefochtenen Entscheids beanstanden; die als verletzt bezeichneten Normen brauchen mit dem tatsÃ¤chlichen oder rechtlichen Interesse, das den BeschwerdefÃ¼hrern die Legitimation verschafft, nicht Ã¼bereinzustimmen (RB 1987 Nr. 3). Das Rechtsschutzinte­res­se reicht allerdings nur so weit, als ihm im Fall des Obsiegens ein Vorteil fÃ¼r die eigene Position entsteht, d.h. im Ergebnis zur Gutheissung des Antrags fÃ¼hren kann (RB 1987 Nr. 3, auch zum Folgenden). GemÃ¤ss verwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung fehlt einem Nachbar das Rechtsschutzinteresse an der ÃberprÃ¼fung eines Mangels dann, wenn dieser ohne Weiteres durch eine fÃ¼r ihn bedeutungslose Nebenbestimmung geheilt werden kÃ¶nnte. Dies trifft fÃ¼r den streitigen fehlenden GebÃ¤udeversatz gemÃ¤ss Ziff. 1 lit. a der Gestaltungsplanbestimmungen gerade nicht zu. Denn wie der vorinstanzliche Entscheid zeigt, ist die Verletzung dieser Bestimmung durchaus geeignet, zur beantragten Aufhebung der Bau­bewilligung zu fÃ¼hren. Der Einwand in der Beschwerdeschrift, die Vorinstanz sei hinsichtlich Ziff. 1 lit. a der Gestaltungsplanbestimmungen zu Unrecht auf die Rekurse eingetreten, ist daher unbegrÃ¼ndet.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Der Gestaltungsplan O sieht die Nutzungsarten "Wohnen", "Gewerbe/ Wohnen" und "Gemeinschaft/Freizeit" vor. Auf dem BaugrundstÃ¼ck Kat.Nr. 1 ist die Nutzung Gewerbe/Wohnen zulÃ¤ssig. Die Bestimmungen zum Gestaltungsplan regeln in Ziff. 1 die "Fassadengestaltung", d.h. in dessen lit. a die FassadenlÃ¤nge bzw. erforderliche Fassadenversetzung ab 20 m, in lit. b die zulÃ¤ssigen Fassadenmaterialien, in lit. c die Form der Fenster und in lit. d die Farbgebung. Ziff. 2 normiert die zulÃ¤ssige "Geschosszahl" und Ziff. 3 die "Dachgestaltung" einschliesslich Bedachungsmaterial.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Bestimmungen zum Gestaltungsplan O treffen in Ziff. 4 (Nutzungsart) und in Ziff. 6 lit. c (AbstellplÃ¤tze) differenzierte Anordnungen fÃ¼r Wohnnutzungen bzw. gewerbliche Nutzungen. Vom Wortlaut und von seiner Systematik her als einleitende Bestimmung gilt Ziff. 1 Ã¼ber die Fassadengestaltung, insbesondere auch dessen lit. a Ã¼ber die LÃ¤nge der einzelnen Fassadenteile allgemein fÃ¼r alle Bauten, unabhÃ¤ngig von der Nutzungs­art. Die Be­stimmungen von Ziff. 4 und Ziff. 6 lit. c zum Gestaltungsplan zeigen, dass der "Gesetzgeber" nicht einfach die MÃ¶glichkeit der gewerblichen Nutzung Ã¼bersehen hat, sondern - wo erforderlich - unterschiedliche Regelungen je nach Nutzungsart getroffen hat. Die Bestimmungen von Ziff. 1 - 3 Ã¼ber die Ã¤ussere Ausgestaltung der Bauten im Gestaltungsplangebiet soll offenkundig fÃ¼r alle GebÃ¤ude unabhÃ¤ngig von der Nutzung gelten.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Der BeschwerdefÃ¼hrer stÃ¼tzt seine gegenteilige Rechtsauffassung vorab auf einen Entscheid der Baurekurskommission II vom 23. Juni 1981. </span>Diese fÃ¼hrte darin aus, dass es dem (damaligen) Rekurrenten "dank der im Plan eingezeichneten Gestaltungsplanlinie mÃ¶glich (ist), einen Neubau mit gleicher GrundflÃ¤che und ohne GebÃ¤udestaffelung zu realisieren, indem er die vor der Baulinie liegende, verlorengehende FlÃ¤che rÃ¼ckwÃ¤rtig kompen­­sieren kann". Diese Aussage bezog sich indessen nicht auf Ziff. 1 lit. a der Bestimmungen zum Gestaltungsplan; die Anwendbarkeit dieser Norm war in jenem Rekurs nicht Streit­­gegenstand. Die Rekurskommission nahm mit diesen ErwÃ¤gungen vielmehr Stellung zum rekurrentischen Einwand, der Gestaltungsplan gefÃ¤hrde die "Existenz des Betriebes" und bezog sich auf die Gestaltungsplanlinie, welche auf dem streitbezogenen GrundstÃ¼ck in gerader Form ausgestaltet war und im Gegensatz zu den Gestaltungsplanlinien bei den Bauten mit vorgeschriebener Wohnnutzung keine GebÃ¤ude<i>staffelung</i> vorsah. Die Baurekurskommission hat damit keine Aussage bezÃ¼glich der GebÃ¤ude<i>versetzungen</i> gemÃ¤ss Ziff. 1 lit. a der Gestaltungsplanbestimmungen getroffen. <br/> <br/> </p> <p class="Einzug1"><span>bb) Auch aus der vom Gemeinderat in der seinerzeitigen Weisung an die StimmbÃ¼rge­rschaft aufgelisteten "zusÃ¤tzlich(en) ... generelle(n) Zielsetzung" kann entgegen der Rechts­­auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers nicht abgeleitet werden, die in Ziff. 1 lit. a der Ge­staltungsplanbestimmungen geforderte Versetzung ab einer FassadenlÃ¤nge von 20 m beziehe sich nicht auf BaukÃ¶rper mit gewerblicher oder gemischter Gewerbe-/Wohn­nut­zung. Diese zusÃ¤tzlichen Zielsetzungen nahmen Bezug auf das Konzept einer WohnÃ¼berbauung auf dem damaligen Fabrikareal der Firma H AG und damit auf das auslÃ¶sende Motiv des Gestaltungs­plans. Da sich dieses Konzept nicht auf das GrundstÃ¼ck des Be­schwerdefÃ¼hrers erstreckte, fehlen in jenem Bereich auch die Eintragun­gen "BaukÃ¶rper Kon­zeptplan". Dies schliesst aber nicht aus, dass die Bestimmungen Ã¼ber die Fassadengestaltung auch fÃ¼r das in den Gestaltungsplan einbezogene GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 1 gelten, umso mehr, als ja auf diesem GrundstÃ¼ck auch eine reine Wohnnutzung zulÃ¤ssig wÃ¤re.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Ziff. 1 lit. a der Gestaltungsplanbestimmungen wirkt sich nicht nur bei Gewerbebauten, sondern ebenso auch bei Wohnbauten auf die Grundrissgestaltung und Raumorganisation aus. Aus der Versetzung von lediglich 1,2 m ergeben sich keine Anforderungen, die sich im Hinblick auf Gestaltung und Raumorganisation nicht befriedigend lÃ¶sen lassen. WÃ¼rde man der Rechtsauffassung des BeschwerdefÃ¼hrers folgen, so mÃ¼ssten folgerichtig nicht nur Ziff. 1 lit. a, sondern auch die Ã¼brigen Bestimmungen Ã¼ber die Ã¤ussere Ausgestal­tung, d.h. Ziff. 1 lit. b - d sowie Ziff. 2 (Geschosszahl) und Ziff. 3 (Dachgestaltung) bei Ge­werbebauten unbeachtlich bleiben. Denn es ist kein Grund ersichtlich, weshalb lediglich Ziff. 1 lit. a differenziert anzuwenden wÃ¤re. Da gemÃ¤ss Ziff. 9 lit. a der Gestaltungsplanbestimmungen die anderen kommunalen Bau- und Zonenvorschriften keine Anwendung finden, wÃ¼rden - immer nach der konsequenten Rechtsauffassung des BeschwerdefÃ¼hrers â Ge­werbebauten im Gestaltungsplangebiet - abgesehen von der Baugestaltungslinie - <i>keiner­­lei Vorschriften</i> Ã¼ber die Ã¤ussere Gestaltung unterstehen. Nach den AusfÃ¼hrungen in der Beschwerdeschrift (S. 8) wÃ¤ren hiervon selbst gemischte Gewerbe- und Wohnbauten ausge­nommen. Auch dieser Gesichtspunkt zeigt deutlich, dass eine derartige Auslegung nicht Sinn und Zweck der Gestaltungsplanbestimmungen entspricht. Die Auffassung des Beschwer­defÃ¼hrers findet rechtlich keine StÃ¼tze, auch nicht in BerÃ¼cksichtigung des einer Ge­meinde bei der Auslegung ihres kommunalen Rechtes zustehenden Spielraums. Mit den Be­­stimmungen Ziff. 1 - 3 des Gestaltungsplanes O wird vielmehr eine gewisse Einheitlichkeit der Ã¤usseren Erscheinung der Bauten im Gestaltungsplangebiet angestrebt und zwar unabhÃ¤ngig von der Nutzung der Bauten zu Wohn-, Gewerbe- oder gemischten Wohn-/Ge­werbezwecken. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt weiter vor, auch eine konkrete Normenkontrolle fÃ¼hre zur Nichtanwendung von Ziff. 1 lit. a der Gestaltungsplanbestimmungen auf gewer­b­liche oder gemischte Gewerbe- und Wohnbauten im fraglichen Bereich. GemÃ¤ss stÃ¤ndiger Rechtsprechung unterliegen indessen NutzungsplÃ¤ne sowie in engem Sachzusammenhang stehende nichtkartografische planerische Festlegungen im Rechtsmittelverfahren Ã¼ber eine Baubewilligung grundsÃ¤tzlich nicht der akzessorischen ÃberprÃ¼fung (konkrete Normenkon­trolle). Eine solche ist nur ausnahmsweise, d.h. lediglich dann zulÃ¤ssig, wenn die durch die Festlegung bewirkten EigentumsbeschrÃ¤nkungen fÃ¼r den GrundeigentÃ¼mer bei der Fest­­setzung nicht erkennbar waren oder sich seither die rechtlichen oder tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse wesentlich geÃ¤ndert haben (BGE 116 Ia 211, Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2.</span> Auflage, ZÃ¼rich 1999, § 19 N. 27 mit Hinweisen). <br/> <br/> </p> <p class="Einzug1">Der BeschwerdefÃ¼hrer legt nicht nÃ¤her dar, aus welchen GrÃ¼nden vorliegend ausnahmsweise eine akzessorische ÃberprÃ¼fung der Gestaltungsplanbestimmungen zulÃ¤ssig sein sollte. Es ist auch nicht erkennbar, weshalb die Tragweite von Ziff. 1, insbesondere dessen lit. a der Gestaltungsplanbestimmungen, bei Erlass des Gestaltungsplans fÃ¼r den damaligen GrundeigentÃ¼mer nicht erkennbar gewesen sein sollte. Der BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼hrt auch nicht substanziert aus, gegen welche Norm hÃ¶herer Stufe die streitige Bestimmung verstossen soll. Der Hinweis in der Beschwerdeschrift auf die konkrete Normenkontrolle ist aus diesen GrÃ¼nden unbehelflich. <span><br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Zusammengefasst ergibt sich, dass die Baurekurskommission II nicht rechtsverletzend entschied, als sie Ziff. 1 lit. a der Gestaltungsplanbestimmungen auch auf das streitige Bauvorhaben anwendete und eine Rechtsverletzung feststellte. Dieser Mangel ist, wie die Vorinstanz zu Recht festgehalten hat, nicht ohne besondere Schwierigkeiten und damit nicht mittels Nebenbestimmungen (§ 321 Abs. 1 PBG) behebbar, sondern betrifft den gesamten GebÃ¤udekÃ¶rper und verlangt eine konzeptionelle Ãberarbeitung des Projekts. Die Beschwerde gegen den Entscheid der Baurekurskommission II vom 21. August 2001 und die damit verfÃ¼gte Aufhebung der Baubewilligung der Baukommission X vom 26. Oktober 2000 ist damit unbegrÃ¼ndet und abzuweisen. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1.<span> </span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>