A bteilung IV D -2154/2007 {T 0/2} U rteil vom 15. M ai 2007 M itw irkung: R ichter H aefeli, R ichterin Spälti, R ichter Schm id G erichtsschreiberin R aem y A ._______, C hina, Beschw erdeführerin gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 9. M ärz 2007 i.S. A syl und W egw eisung / N B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Eigenen Angaben zufolge verliess die Beschw erdeführerin gem einsam m it ihrem O nkel B._______ die Volksrepublik C hina am 22. oder 23. Juni 2006 und gelangte am 27. Juni 2006 illegal in die Schw eiz. H ier stellte sie am selben Tag ein Asylgesuch, zu dem sie am 7. Juli 2006 im Em pfangszentrum Kreuzlingen sum m arisch befragt w urde. Am 17. Juli 2006 fand eine N achbefragung statt. M it Verfügung des BFM vom 30. August 2006 w urde sie für den w eiteren Verlauf des Verfahrens dem Kanton C ._______ zugew iesen, w o sie am 22. Septem ber 2006 durch die zuständige Behörde zu ihren Asylgründen angehört w urde. B. Zur Begründung ihres Asylgesuches m achte die Beschw erdeführerin im W esentlichen die schlechte Behandlung der Tibeter durch die C hinesen geltend. Sie stam m e aus dem D orf D ._______ in der Provinz E._______. Ihr O nkel, der etw as gebildet sei, küm m ere sich um die Angelegenheiten der Fam ilie, da ihre Eltern einfache Bauern seien. Sie habe die M ittelschule in der Kreisstadt F._______ besucht und sehr gut abgeschlossen. D anach habe sie eine w eitere Prüfung abgelegt. Sie habe eine w eitergehende Schule respektive die U niversität besuchen w ollen. Von einem tibetischen Lehrer habe sie erfahren, dass sie als zw eitbeste abgeschlossen habe, doch habe sie das Prüfungsresultat nie erhalten. Zw ar habe ihr O nkel im m er w ieder das G espräch m it dem Schulvorsteher gesucht, er sei aber jedes M al vertröstet w orden. Als sich herauskristallisiert habe, dass die Beschw erdeführerin um das Prüfungsresultat betrogen w orden sei, seien ihr O nkel und der Schulvorsteher aneinander geraten. D ie verbale Auseinandersetzung habe schliesslich in eine Schlägerei gem ündet, w oraufhin ihr O nkel beschlossen habe, zusam m en m it der Beschw erdeführerin zu fliehen. Am 15. M ai 2006 hätten sie D ._______ verlassen und sich m it dem Auto nach G ._______ begeben. M it dem Flugzeug seien sie m it einem ihr unbekannten Zw ischenstopp an einen w eiteren unbekannten O rt gelangt. Von dort aus seien sie m it dem Zug und danach m it einem Kleinw agen am 27. Juni 2006 in die Schw eiz gelangt. C . D as BFM liess durch seine Fachstelle LIN G U A über die Beschw erdeführerin eine H erkunftsanalyse durchführen. D er Experte kam aufgrund eines m it der Beschw erdeführerin geführten Telefongesprächs vom 16. August 2006 in seinem Bericht vom 28. August 2006 zum Schluss, dass die Beschw erdeführerin eindeutig aus D ._______, H ._______ stam m e. D . In den M onaten Juli und August 2006 w urden Fingerabdruckvergleiche in Belgien, D änem ark und England durchgeführt. Es konnte kein vorgängiger Aufenthalt der Beschw erdeführerin in diesen Ländern festgestellt w erden. E. M it Verfügung vom 9. M ärz 2007 – eröffnet am 13. M ärz 2007 – stellte das Bundesam t fest, die Beschw erdeführerin erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. G leichzeitig ordnete es die W egw eisung der Beschw erdeführerin aus der Schw eiz an. D er Vollzug der W egw eisung w urde zufolge U nzum utbarkeit zu G unsten einer vorläufigen Aufnahm e aufgeschoben. F. M it Eingabe vom 22. M ärz 2007 an das Bundesverw altungsgericht beantragte die 3 Beschw erdeführerin sinngem äss die Aufhebung Ziffern 1 und 2 des D ispositivs der angefochtenen Verfügung vom 9. M ärz 2007. Es sei die Flüchtlingseigenschaft festzustellen und es sei ihr Asyl zu gew ähren. Es sei ihr die unentgeltliche Prozessführung zu gew ähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sei zu verzichten. Auf die Begründung w ird, sow eit w esentlich, in den nachfolgenden Erw ägungen eingegangen. G . M it Zw ischenverfügung vom 29. M ärz 2007 hiess das Bundesverw altungsgericht das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege gem äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG gut und verzichtete antragsgem äss auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. H . D as BFM beantragte in der Vernehm lassung vom 30. M ärz 2007 die Abw eisung der Beschw erde. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführerin ist legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile 4 gelten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum indest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vorhandensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeblich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D as Bundesam t lehnte das Asylgesuch der Beschw erdeführerin ab, da deren Vorbringen den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gem äss Art. 3 AsylG nicht standhielten. Angehörige der tibetischen Bevölkerung in der Volksrepublik C hina könnten Schikanen und Schw ierigkeiten verschiedenster Art ausgesetzt sein. D abei handle es sich aber nicht um ernsthafte N achteile im Sinne des Asylgesetzes, die einen Verbleib im H eim atland verunm öglichen oder unzum utbar erschw eren w ürden. Ausserdem liege kein begründeter Anlass für die Annahm e einer beachtlichen zukünftigen Verfolgung vor. G em äss der Schw eizerischen Asylpraxis und dem entsprechenden Entscheid der ehem aligen Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) hätten Asylsuchende tibetischer Ethnie im Falle einer R ückkehr nach C hina nicht per se m it Verfolgung im flüchtlingsrechtlich relevanten Sinne zu rechnen (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der ehem aligen AR K/EM AR K 2006 N r. 1). D ies gelte lediglich für illegal aus C hina ausgereiste Tibeter, w elche, ohne sich länger in Indien oder N epal aufgehalten zu haben in die Schw eiz w eitergereist seien, w o sie um Asyl nachgesucht und sich über eine längere Zeit aufgehalten hätten. D ie Beschw erdeführerin, die Tibet erst im M ai 2006 verlassen habe, erfülle dem nach das Erfordernis der "längeren Zeit" im Sinne von EM AR K 2006 N r. 1 nicht. 4.2 In der Beschw erde w ird gerügt, das Bundesam t habe der Beschw erdeführerin zu U nrecht kein Asyl gew ährt. D ie geschilderten N achteile hätten für die Beschw erdeführerin sehr w ohl zu grossen Schw ierigkeiten geführt und seien über die üblichen Schikanen und Behelligungen hinaus gegangen, w elchen Tibeter in C hina ausgesetzt seien. D a sie ihre H eim at im M ai 2006 verlassen habe, erfülle sie sehr w ohl das Erfordernis der "längeren" Zeit im Sinne von EM AR K 2006 N r. 1, und eine R ückkehr nach C hina w ürde autom atisch zu N achfluchtgründen führen. D ie Vorinstanz lege den zitierten Entscheid falsch aus. Es stehe klar fest, dass die Beschw erdeführerin Tibeterin sei und aus der erw ähnten Provinz stam m e. D ies sei auch durch das Ergebnis der LIN G U A-Analyse erhärtet. Eine R ückkehr w ürde deshalb im heutigen Zeitpunkt klar zu flüchtlingsrelevanten N achteilen führen. 5. 5.1 D ie ehem alige AR K hat im bereits erw ähnten Entscheid festgestellt, dass Angehörige der tibetischen M inderheit in C hina keiner Kollektivverfolgung 5 unterliegen. D ie allgem einen Benachteiligungen und die D iskrim inierungen, denen die Tibeter in C hina ausgesetzt sein können, sind entw eder von verhältnism ässig geringer Intensität oder hängen vom Verhalten des Einzelnen ab, so dass sie nicht unter dem Titel der Kollektivverfolgung abgehandelt w erden können (vgl. EM AR K 2006 N r. 1, E. 4.3. und E. 4.6. ). D iese Lageeinschätzung der ehem aligen AR K w ird durch die Aussagen der Beschw erdeführerin, w onach sie in ihrer H eim at ausser den geschilderten N achteilen im Zusam m enhang m it ihrer Ausbildung keinerlei Problem e m it Behörden, O rganisation oder w eiteren Personen ihres Landes hatte (vgl. A1/S. 6; A26/S. 11), erhärtet. Es kann an dieser Stelle auf die zutreffenden Erw ägungen der angefochtenen Verfügung verw iesen w erden. Folglich erübrigt es sich, auf die anderslautenden Ausführungen in der Beschw erde im Einzelnen einzugehen, w eil sie am Ergebnis nichts ändern können. U nter Berücksichtigung der gesam ten U m stände folgt, dass die Beschw erdeführerin keine G ründe nach Art. 3 AsylG nachw eisen oder glaubhaft m achen konnte. D as BFM hat das Asylgesuch der Beschw erdeführerin zu R echt abgelehnt. 6. 6.1 Es bleibt zu prüfen, ob die Beschw erdeführerin allenfalls durch die illegale Ausreise aus Tibet beziehungsw eise C hina und die Asylgesuchseinreichung im Ausland einen G rund für zukünftige Verfolgung durch die chinesischen Behörden gesetzt hat und dam it die Flüchtlingseigenschaft w egen subjektiver N ach- fluchtgründe gem äss Art. 54 AsylG erfüllt. 6.2 Subjektive N achfluchtgründe sind dann anzunehm en, w enn eine asylsuchende Person erst durch die unerlaubte Ausreise aus dem H eim at- oder H erkunftsstaat oder w egen ihres Verhaltens nach der Ausreise eine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG zu befürchten hat. Als subjektive N achfluchtgründe gelten insbesondere unerw ünschte exilpolitische Betätigungen, illegales Verlassen des H eim atlandes (sog. R epublikflucht) oder Einreichung eines Asylgesuchs im Ausland, w enn sie die G efahr einer zukünftigen Verfolgung begründen. Personen m it subjektiven N achfluchtgründen erhalten zw ar kein Asyl, w erden jedoch als Flüchtlinge vorläufig aufgenom m en (vgl. EM AR K 2000 N r. 16, E. 5a, S. 141 f, m it w eiteren H inw eisen). 6.3 D ie AR K hat in EM AR K 2006 N r. 1 festgelegt, dass bei illegal aus C hina ausgereisten Tibetern, w elche - ohne sich vorher länger in Indien oder N epal aufgehalten zu haben - in der Schw eiz ein Asylgesuch gestellt haben und hier bzw . in einem w estlichen Staat über eine längere Zeit verblieben sind, vom Vorliegen subjektiver N achfluchtgründe auszugehen ist (vgl. a.a.O . E. 6). D ie Beschw erdeführerin hat geltend gem acht, sie habe sich, bevor sie in die Schw eiz w eitergereist sei, lediglich w ährend ca. drei bis fünf Tagen in ihr unbekannten Ländern und Flughäfen aufgehalten (vgl. A1/S: 7). Auch der LIN G U A-Experte hielt in seinem Bericht vom 28. August 2006 fest, es seien keine eindeutigen Angaben, W örter oder Sätze entdeckt w orden, die auf einen langen Aufenthalt und eine starke Sozialisierung ausserhalb des behaupteten U m felds w eisen w ürden. Sie habe detaillierte Angaben über ihre H erkunft sow ie über ihre Erfahrungen in der Schule m achen können, zudem belege ihre Sprache ihre H erkunft aus O sttibet. 6 D ie siebzehnjährige Beschw erdeführerin m ache einen unschuldigen Eindruck. Auch dies sei völlig norm al für ein M ädchen aus ihrer H erkunftsregion. Angesichts der Aktenlage ist som it nicht davon auszugehen, dass sich die Beschw erdeführerin w ährend längerer Zeit in N epal oder Indien aufgehalten hat. Auch das BFM ist von diesem Sachverhalt ausgegangen, erachtete aber den bisherigen Aufenthalt der Beschw erdeführerin in der Schw eiz (im Entscheidzeitpunkt acht M onate) als nicht genügend lange, um m it überw iegender W ahrscheinlichkeit G efahr zu laufen, im Falle der R ückkehr Ü bergriffen ausgesetzt zu w erden. An dieser Stelle sei die Bem erkung erlaubt, dass dadurch, dass die Vorinstanz in solchen Fällen regelm ässig die vorläufige Aufnahm e w egen U nzum utbarkeit anordnet, es in der R egel nur eine Frage der Zeit ist, bis die tibetische Person die Flüchtlingseigenschaft erfüllt. Flüchtlingsrechtlich relevante Ü bergriffe sind gem äss der bisherigen Praxis insbesondere dann zu befürchten, w enn die chinesischen Behörden bei der W iedereinreise auf die illegale Ausreise und die Stellung eines Asylgesuches im w estlichen Ausland aufm erksam w erden und som it der Verdacht exilpolitischer Aktivitäten oder staatskritischer Äusserungen aufkom m t. D iese G efahr w iederum ist um so grösser, je länger der Aufenthalt im Ausland dauerte. Ab w elchem Zeitpunkt das entsprechende R isiko nun als nur entfernt m öglich oder eben als überw iegend w ahrscheinlich und dam it flüchtlingsrechtlich relevant zu beurteilen ist, ist am konkreten Einzelfall zu m essen. Bei der Beschw erdeführerin handelt es sich um eine sehr junge Frau aus einfachsten Verhältnissen, die noch keiner Arbeitstätigkeit nachgegangen ist. Sie hat sich bisher noch nie im Ausland aufgehalten und verm ag eine R eise auch nicht zum Beispiel m it beruflichen Verpflichtungen oder m it Besuchen bei Verw andten zu begründen. Bereits aufgrund dieser U m stände dürften sich den chinesischen Einreisebehörden erste Fragen zur Auslandreise der Beschw erdeführerin stellen. H inzu kom m t, dass sich die Beschw erdeführerin im heutigen Zeitpunkt seit bald einem Jahr im Ausland aufhält. D iese Fallum stände dürften vorliegend insgesam t genügen, um die Aufm erksam keit der G renzkontrollbehörden zu w ecken. D ie Beschw erdeführerin hat aus diesem G rund begründete Furcht vor gezielten und intensiven Ü bergriffen im Falle der W iedereinreise. D am it ist ihr begründete Furcht vor Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG zuzuerkennen. Es ist davon auszugehen, dass sie bei einer R ückkehr nach C hina aufgrund subjektiver N achfluchtgründe Verfolgung zu befürchten hat. N achdem die Flüchtlingseigenschaft der Beschw erdeführerin einzig aufgrund des Vorliegens subjektiver N achfluchtgründe zu bejahen ist, ist eine Asylgew ährung gem äss dem Ausschlussgrund von Art. 54 AsylG ausgeschlossen. 6.4 Abschliessend ist dem nach festzustellen, dass die Vorinstanz angesichts des Bestehens subjektiver N achfluchtgründe die Flüchtlingseigenschaft der Beschw erdeführerin zu U nrecht verneint, jedoch die Asylgew ährung zu R echt verw eigert hat. D ie Vorinstanz hat als Folge des negativen Asylentscheides zudem zu R echt die W egw eisung der Beschw erdeführerin angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). 7. D as BFM hat die Beschw erdeführerin in der angefochtenen Verfügung vom 9. 7 M ärz 2007 zufolge U nzum utbarkeit des Vollzugs der W egw eisung vorläufig aufgenom m en. Ein Vollzug der W egw eisung der Beschw erdeführerin durch R ückschaffung in die Volksrepublik C hina erw eist sich m ithin nicht nur als unzum utbar, sondern m uss überdies zufolge erstellter Flüchtlingseigenschaft auch als unzulässig erachtet w erden (vgl. Art. 5 Abs. 1 AsylG , Art. 14a Abs. 3 AN AG ). 8. D ie angefochtene Verfügung ist daher zu bestätigen, sow eit sie das Asylgesuch der Beschw erdeführerin abw eist und in der Folge die W egw eisung aus der Schw eiz anordnet. Sie ist dem gegenüber aufzuheben, sow eit sie die Flüchtlingseigenschaft der Beschw erdeführerin verneint. D ie Beschw erde ist som it teilw eise gutzuheissen, sow eit die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft beantragt w ird. Sow eit die Beschw erdeführerin dem gegenüber die Asylgew ährung beantragt, ist die Beschw erde abzuw eisen. 9. 9.1 D a die Beschw erdeführerin im Beschw erdeverfahren bezüglich der Asylgew ährung unterlegen ist, w äre sie im R ahm en des U nterliegens kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D a ihr m it Zw ischenverfügung vom 29. M ärz 2007 die unentgeltliche R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG gew ährt w urde, und sich die finanziellen Verhältnisse der Beschw erdeführerin seither nicht verändert haben, ist auf eine Kostenerhebung zu verzichten. 9.2 N achdem der nicht vertretenen Beschw erdeführerin keine verhältnism ässig hohen Kosten entstanden sein dürften, ist trotz des teilw eise O bsiegens keine Parteientschädigung zu entrichten (vgl. Art. 64 Abs. 1 Vw VG ).8 (D ispositiv nächste Seite) D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen, sow eit die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft beantragt w ird. Im Ü brigen w ird sie abgew iesen. 2. D ie Vorinstanz w ird angew iesen, die Beschw erdeführerin als Flüchtling anzuerkennen. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. Es w ird keine Parteientschädigung entrichtet. 5. D ieses U rteil geht an: - die Beschw erdeführerin (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N ) - Am t des Kantons C ._______ D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: Fulvio H aefeli U lrike R aem y Versand am :