<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2019-05-29-5A_428-2019.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_428/2019</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 29. Mai 2019</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Herrmann, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Marazzi, von Werdt, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kantonsgericht Schwyz, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Unentgeltliche Rechtspflege, Kostenvorschuss (Ehescheidung), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts Schwyz vom 23. April 2019 (ZK1 2019 12). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">Zwischen A.________ und B.________ ist vor dem Kantonsgericht Schwyz im Berufungsstadium das Scheidungsverfahren hängig. </div> <div class="para">Mit Entscheid vom 23. April 2019 wies das Kantonsgericht das Gesuch des Ehemannes um unentgeltliche Rechtspflege ab und verlangte von ihm (bei einem Fr. 7 Mio. übersteigenden Streitwert) einen Kostenvorschuss von Fr. 35'000.--. </div> <div class="para">Dagegen hat der Ehemann am 24. Mai 2019 beim Bundesgericht eine Beschwerde eingereicht mit den Begehren um Aufhebung und Neubeurteilung durch das Kantonsgericht, eventuell um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege. Ferner verlangt er diese auch für das bundesgerichtliche Verfahren. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>). In diesem Bereich kann nur eine offensichtlich unrichtige - d.h. willkürliche, in Verletzung von <span class="artref">Art. 9 BV</span> ergangene (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=22&amp;from_date=22.05.2019&amp;to_date=10.06.2019&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2 S. 117<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=22&amp;from_date=22.05.2019&amp;to_date=10.06.2019&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-I-310%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page310">143 I 310</a></span> E. 2.2 S. 313) - Sachverhaltsfeststellung gerügt werden, wobei hierfür das strenge Rügeprinzip gilt, d.h. das Bundesgericht tritt nur auf detailliert erhobene Rügen, nicht aber auf rein appellatorische Kritik am Sachverhalt ein (Art. 97 Abs. 1 i.V.m. <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=22&amp;from_date=22.05.2019&amp;to_date=10.06.2019&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-264%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page264">BGE 140 III 264</a> E. 2.3 S. 266; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=22&amp;from_date=22.05.2019&amp;to_date=10.06.2019&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-IV-369%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page369">141 IV 369</a> E. 6.3 S. 375). </div> <div class="para">In rechtlicher Hinsicht hat die Beschwerde eine Begründung zu enthalten, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>), was eine Auseinandersetzung mit der Begründung des angefochtenen Entscheides erfordert (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=22&amp;from_date=22.05.2019&amp;to_date=10.06.2019&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2 S. 116). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Obergericht hat festgehalten, dass der Beschwerdeführer in der Steuer- und Rechtsberatung tätig und ihm das Formular "Auskünfte zur Erlangung der unentgeltliche Rechtspflege" zugesandt und er aufgefordert worden sei, dieses ausgefüllt und versehen mit den nötigen Unterlagen einzureichen (letzte Steuererklärung, letzte Veranlagungsverfügung, sämtliche Bank- und Postauszüge von Okt. 2018 bis Feb. 2019 und allfällige Abrechnungen über Geschäftsmandate). Obwohl die unentgeltliche Rechtspflege gegenüber dem Prozesskostenvorschuss subsidiär sei, habe er sich zu diesem nicht geäussert und auch nicht dargelegt, wieso er auf ein entsprechendes Gesuch verzichtet habe; allein schon deshalb sei die unentgeltliche Rechtspflege zu verweigern. Sodann reiche er zwar die Steuererklärungen und weitere Unterlagen ein, nicht aber (wie verlangt) die Veranlagungsverfügung, so dass die Richtigkeit der Angaben nicht überprüft werden könne. Weiter halte er fest, aus dem Verkauf des C.________ von der D.________ GmbH noch Fr. 316'944.-- zugute zu haben, wobei er an dieser beteiligt sei. Insgesamt seien nur höchst ungenügende Unterlagen eingereicht worden; daran ändere auch der Direktausdruck aus E-PostFinance des angeblichen Geschäftskontos mit einem Saldo per 5. April 2019 von Fr. 998.02 nichts, zumal es am 4. März 2019 offenbar noch einen solchen von Fr. 12'214.57 aufgewiesen habe und am beteffenden Tag eine Abbuchung von Fr. 11'905.65 erfolgt sei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Soweit der Beschwerdeführer Behauptungen zur Sache selbst erhebt (Streitwert; Hypotheken; Garagenpreis), ist darauf nicht einzutreten, umso weniger als sie in rein appellatorischer Form vorgetragen werden, obwohl es um Sachverhaltselemente geht. Ebenso wenig tun die Aussagen betreffend Belastung und Sachverstand der Gerichte etwas zur Sache. </div> <div class="para">In rechtlicher Hinsicht ist Folgendes festzuhalten: Zunächst lässt sich keine Rechtsverletzung dartun mit der Behauptung, aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes seien tiefere Beweisanforderungen angebracht; ebenso wenig mit der Behauptung, irgendwie müsse auch ein mittelloser Bürger zu seinem Recht kommen, und das mit dem Prozesskostenvorschuss habe er nicht gewusst. Sodann erfolgen in der Beschwerde keine substanziellen Ausführungen zur Kernbegründung des angefochtenen Entscheides, es seien nur die Steuererklärungen, aber (obwohl verlangt) nicht die aktuellen Veranlagungsverfügungen eingereicht worden: Der Beschwerdeführer macht diesbezüglich lediglich geltend, er habe dies übersehen bzw. es hätten gar keine aktuellen Veranlagungen vorgelegen. Die letztere Behauptung ist überdies neu und damit unzulässig (<span class="artref">Art. 99 Abs. 1 BBG</span>); wenn schon hätte der Beschwerdeführer die ältere, angeblich aktuellste Veranlagungsverfügung bereits im kantonalen Verfahren vorbringen und dem Kantonsgericht erklären müssen, weshalb es ihm unmöglich war, explizit verlangte Dokumente einzureichen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet, soweit überhaupt von einer den Anforderungen von <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> genügenden Begründung ausgegangen werden kann, weshalb sie im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG</span> abzuweisen ist, soweit auf sie eingetreten werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Wie die vorstehenden Erwägungen zeigen, konnte der Beschwerde von Anfang an kein Erfolg beschieden sein, weshalb es an den materiellen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege fehlt (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>) und das entsprechende Gesuch abzuweisen ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 29. Mai 2019 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Herrmann </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>