<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2024-05-21-5F_13-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5F_13/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 21. Mai 2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Herrmann, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter von Werdt, Bundesrichterin De Rossa, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Gesuchsteller, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Betreibungsamt Bezirk Kreuzlingen, </div> <div class="para">Bachstrasse 10, Postfach, 8280 Kreuzlingen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Revisionsgesuch gegen das Urteil 5A_200/2024 des Schweizerischen Bundesgerichts vom 9. April 2024. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para">Der Gesuchsteller reichte beim Betreibungsamt des Bezirks Kreuzlingen ein Betreibungsbegehren über EUR 60 Mio. gegen eine in Hamburg wohnhafte Person ein. Das Betreibungsamt wies das Betreibungsbegehren zurück mit der Begründung, dass der Schuldner Wohnsitz im Ausland habe. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">Die hiergegen erhobene Beschwerde wies das Bezirksgericht Kreuzlingen als untere Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs mit Entscheid vom 25. Januar 2024 ab. </div> <div class="para">Im diesbezüglichen Beschwerdeverfahren wies das Obergericht des Kantons Thurgau als kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs mit Entscheid vom 6. März 2024 das Gesuch um Fristwiederherstellung ab und trat auf die Beschwerde nicht ein. </div> <div class="para">Die hiergegen erhobene Beschwerde wies das Bundesgericht mit Urteil 5A_200/2024 vom 9. April 2024 ab, soweit es darauf eintrat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para">Mit Gesuch vom 3. Mai 2024 verlangt der Gesuchsteller die Revision des bundesgerichtlichen Urteils. Nicht klar ist, ob er (auch) für das Revisionsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege verlangt, oder ob sich die betreffenden Ausführungen einzig auf das Verfahren 5A_200/2024 beziehen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Ein bundesgerichtliches Urteil kann auf Gesuch hin aus einem der in <span class="artref">Art. 121 ff. BGG</span> abschliessend genannten Gründe in Revision gezogen werden, wobei der Revisionsgrund in der Gesuchsbegründung in gedrängter Form darzulegen ist (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>). Die Revision dient nicht dazu, die Rechtslage erneut zu diskutieren und inhaltlich eine Wiedererwägung des ergangenen bundesgerichtlichen Urteils zu verlangen (vgl. zum Ganzen statt vieler: Urteil 5F_36/2022 vom 29. November 2022 E. 3 m.w.H.). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Soweit der Gesuchsteller geltend macht, im Verfahren 5A_200/2024 explizit die unentgeltliche Rechtspflege verlangt zu haben, weil er keine Kosten übernehmen könne, ruft er sinngemäss den Revisionsgrund von <span class="artref">Art. 121 lit. c BGG</span> an. Indes wurde dieser Antrag nicht übersehen, sondern in Lit. C ausdrücklich erwähnt und in Ziff. 2 abgewiesen, dies in Erw. 7 mit der Begründung, dass es an den für die Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege erforderlichen materiellen Voraussetzungen (d.h. Nichtaussichtslosigkeit der Beschwerde) fehle. </div> <div class="para">Sodann bemängelt der Gesuchsteller, das Urteil enthalte keine Rechtsmittelbelehrung. Dies ist darauf zurückzuführen, dass es gegen bundesgerichtliche Urteile kein Rechtsmittel gibt, sondern diese sofort in Rechtskraft erwachsen (<span class="artref">Art. 61 BGG</span>). Ein Revisionsgrund ist nicht ersichtlich. </div> <div class="para">Wenn der Gesuchsteller schliesslich anführt, die Beschwerdefrist sei nur geringfügig überschritten und die Nichtgewährung der Fristwiederherstellung durch das Obergericht unangemessen gewesen, und wenn er weiter behauptet, der Entscheid des Bezirksgerichts Kreuzlingen leide an schwerwiegenden Mängeln, versucht er, seine im Beschwerdeverfahren 5A_200/2024 vorgetragenen Anliegen neu aufzurollen. Nach dem Gesagten kann jedoch nicht im Kleid der Revision inhaltlich eine Wiedererwägung verlangt werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Insgesamt ergibt sich, dass keine Revisionsgründe dargelegt werden und insbesondere keine Revisionsgründe gegeben sind. Das Revisionsgesuch ist folglich abzuweisen, soweit überhaupt darauf eingetreten werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Soweit für das Revisionsverfahren ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gestellt sein sollte, ist festzuhalten, dass dem Revisionsgesuch, wie die vorstehenden Erwägungen zeigen, von Anfang an kein Erfolg beschieden sein konnte, weshalb es an den materiellen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege fehlen würde (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>) und deshalb ein entsprechendes Gesuch abzuweisen ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind dem Gesuchsteller aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Revisionsgesuch wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Ein allfälliges Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller, dem Betreibungsamt Bezirk Kreuzlingen und dem Obergericht des Kantons Thurgau als kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 21. Mai 2024 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Herrmann </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>