<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2019.00551</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=219645&amp;W10_KEY=13013489&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2019.00551</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.10.2019</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 21.04.2020 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Familiennachzug</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Familiennachzug; wichtige familiäre Gründe] Der um Familiennachzug ersuchende und beschwerdeführende Kindsvater verfügt in der Schweiz über kein gefestigtes Aufenthaltsrecht. Der angefochtene Entscheid lag daher im pflichtgemässen Ermessen der Vorinstanz (E. 2). Der Beschwerdeführer lebte über mehrere Jahre mit seiner ersten Ehefrau in der Schweiz und zeugte mit dieser zwei Kinder. Innerhalb desselben Zeitraums zeugte er mit der in Mazedonien lebenden Beschwerdeführerin ebenfalls zwei Kinder. Diese zog er im Jahr 2011 fristgerecht in die Schweiz nach, worauf die Tochter jedoch bereits nach wenigen Monaten und der Sohn nach rund drei Jahren zur Beschwerdeführerin nach Mazedonien zurückkehrten. Die Beschwerdeführenden hatten sich dafür entschieden, die Familiengemeinschaft (wieder) über die Grenze hinweg zu leben. Dies kann ihnen auch weiterhin zugemutet werden. Wichtige familiäre Gründe für einen nachträglichen Familiennachzug sind nicht ersichtlich (E. 3). Abweisung der Beschwerde.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ALTERNATIVE BETREUUNGSMÃGLICHKEIT">ALTERNATIVE BETREUUNGSMÃGLICHKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIENNACHZUG">FAMILIENNACHZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEFESTIGTES AUFENTHALTSRECHT">GEFESTIGTES AUFENTHALTSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WICHTIGE FAMILIÃRE GRÃNDE">WICHTIGE FAMILIÃRE GRÃNDE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 44 AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 47 Abs. IV AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 96 AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 13 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 EMRK</span><br/><span class="gerade">Art. 73 Abs. III VZAE</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Grafik 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=44509" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2019.00551</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom 23. Oktober 2019</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Ersatzrichterin Nicole Tschirky, Gerichtsschreiberin Nicole Aellen. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1.<b> </b>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.<b> </b>B, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText">beide vertreten durch RA C, </p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Familiennachzug,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A, StaatsangehÃ¶riger von Mazedonien, geboren 1986, reiste erstmals am 19. August 1998 im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei den Eltern. Diese wurde regelmÃ¤ssig verlÃ¤ngert. Am 8. Mai 2003 reiste er nach Mazedonien aus und heiratete dort im Dezember 2005 die im Kanton ZÃ¼rich niedergelassene D (geb. 1983). Am 26. MÃ¤rz 2006 reiste A erneut im Familiennachzug in die Schweiz ein, worauf ihm eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei der Ehefrau erteilt und regelmÃ¤ssig verlÃ¤ngert wurde. Aus der Ehe gingen zwei SÃ¶hne hervor (geb. 2009 und 2010). Die Ehe wurde am 17. Dezember 2015 geschieden.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 5. Januar 2017 heiratete A in Mazedonien die mazedonische StaatsangehÃ¶rige B (geb. 1985), mit welcher A bereits zwei Kinder hatte â die 2006 geborene Tochter E und den 2009 geborenen Sohn F. Diese hielten sich im Jahr 2011 (E) bzw. von 2011 bis 2015 (F) beim Vater in der Schweiz auf, nachdem dessen Gesuch um Nachzug seiner beiden Kinder gutgeheissen worden war.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Am 5. MÃ¤rz 2018 ersuchte A um den Nachzug seiner zweiten Ehefrau und (erneut) den Nachzug der beiden gemeinsamen Kinder. Dieses Gesuch wies das Migra­tionsamt des Kantons ZÃ¼rich am 26. Oktober 2018 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diese VerfÃ¼gung erhoben A, B, E und F am 28. November 2018 Rekurs bei der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich. Diese hiess das Rechtsmittel mit Entscheid vom 1. Juli 2019 teilweise gut und hob die angefochtene VerfÃ¼gung insoweit auf, als sie das Migrationsamt anwies, B die Einreise zu bewilligen und ihr eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Ehemann zu erteilen. Im Ãbrigen wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion den Rekurs ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 28. August 2019 erhoben A (nachfolgend: der BeschwerdefÃ¼hrer) und B (nachfolgend: die BeschwerdefÃ¼hrerin) Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie beantragten, der Rekursentscheid sei insofern aufzuheben, als den Kindern, E und F, der Nachzug verweigert worden sei, und deren Nachzug sei ebenfalls zu bewilligen. Ferner beantragten sie, ihnen sei fÃ¼r das Verfahren vor Verwaltungsgericht eine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen und fÃ¼r das vorinstanzliche Verfahren sei eine solche festzusetzen.</p> <p class="Urteilstext">Die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion verzichtete auf eine Vernehmlassung und das Migrationsamt reichte keine Beschwerdeantwort ein. </p> <p class="Urteilstext">Am 30. September 2019 reichten die BeschwerdefÃ¼hrenden weitere Beweismittel nach.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼berschreitung und Ermessensunterschreitung, und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die Beschwerdeschrift muss einen Antrag und dessen BegrÃ¼ndung enthalten (§ 54 Abs. 1 VRG). In der BegrÃ¼ndung muss dargelegt werden, inwiefern der angefochtene Entscheid an einem Rechtsmangel leidet. Dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde substanziiert mit den massgeblichen ErwÃ¤gungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt. Das Verwaltungsgericht als eines der obersten kantonalen Gerichte ist nicht gehalten, gleich einer erstinstanzlichen BehÃ¶rde den angefochtenen Entscheid von Amtes wegen nach allen Seiten hin zu Ã¼berprÃ¼fen (vgl. BGr, 12. Januar 2018, 2C_140/2017, E. 3; vgl. auch VGr, 1. Februar 2017, VB.2016.00727, E. 2; VGr, 27. Januar 2016, VB.2015.00662, E. 1.1 [bestÃ¤tigt mit BGr, 21. MÃ¤rz 2016, 2C_221/2016, E. 2.2]). Die Anforderungen an die Antrags- und BegrÃ¼ndungspflicht mÃ¼ssen insbesondere einem im Anwaltsregister eingetragenen Rechtsanwalt bekannt sein (VGr, 16. November 2016, VB.2016.00491, E. 1.1; BGr, 21. MÃ¤rz 2016, 2C_221/2016, E. 2.2).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Unbestritten ist, dass die Frist fÃ¼r den Familiennachzug gemÃ¤ss Art. 47 Abs. 1 und Abs. 3 lit. b in Verbindung mit Art. 126 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder (AuslÃ¤ndergesetz, AuG; ab 1. Januar 2019: AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetz [AIG]), wonach FamilienangehÃ¶rige von auslÃ¤ndischen Personen mit Niederlassungsbewilligung innert fÃ¼nf Jahren seit Erteilung der Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung oder der Entstehung des FamilienverhÃ¤ltnisses nachgezogen werden mÃ¼ssen, abgelaufen ist (Fristablauf: 31. Dezember 2012 bzw. 30. Januar 2014). In Frage kommt lediglich der nachtrÃ¤gliche Familiennachzug gemÃ¤ss Art. 47 Abs. 4 AIG, welcher nur bewilligt wird, wenn wichtige familiÃ¤re GrÃ¼nde geltend gemacht werden. Die BeschwerdefÃ¼hrenden rÃ¼gen denn auch eine Verletzung dieser Bestimmung. Zudem machen sie geltend, dass der BeschwerdefÃ¼hrer in der Schweiz Ã¼ber ein gefestigtes Aufenthaltsrecht verfÃ¼ge, weshalb die Vorinstanz mit dem angefochtenen Entscheid auch die Bestimmungen von Art. 8 der <span>EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention vom 4. November 1950 (EMRK) </span>bzw. Art. 13 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (<span>BV) </span>verletzt habe. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer verfÃ¼gt Ã¼ber eine Aufenthaltsbewilligung, nicht jedoch Ã¼ber eine Niederlassungsbewilligung. Daher kann er sich fÃ¼r den Nachzug seiner Kinder nur auf Art. 44 AIG stÃ¼tzen, der den Nachzug durch AuslÃ¤nder mit Aufenthaltsbewilligung regelt. Diese Bestimmung rÃ¤umt ihm aber, anders als Art. 42 und 43 AIG, keinen Nachzugsanspruch ein (BGE 137 284 E. 1.2). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Fraglich und zu prÃ¼fen ist, ob sich der BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r den Nachzug seiner Kinder auf den Schutz des Familienlebens nach Art. 8 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV berufen kann. <span>DafÃ¼r mÃ¼sste er zumindest im Grundsatz Ã¼ber einen Anspruch auf VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung und in diesem Sinn Ã¼ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfÃ¼gen. </span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.1 </b>Eine gefestigte Anwesenheitsberechtigung liegt vor, wenn der FamilienangehÃ¶rige Ã¼ber das Schweizer BÃ¼rgerrecht oder eine Niederlassungsbewilligung verfÃ¼gt oder eine Aufenthaltsbewilligung hat, die ihrerseits auf einem festen Rechtsanspruch beruht (BGE 144 I 1 E. 6.1; 135 I 143 E. 1.3.1). Nachdem die gesetzlichen Voraussetzungen unbestrittenermassen nicht mehr erfÃ¼llt sind, kann der BeschwerdefÃ¼hrer in Bezug auf seine beiden in der Schweiz niedergelassenen Kinder aus Art. 43 AIG keinen festen Rechtsaufspruch auf VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung ableiten. Jedoch <span>kann sich ein gefestigtes Anwesenheitsrecht in dieser Hinsicht allenfalls aus dem Schutz des </span>Familienlebens nach Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 BV ergeben. Dies erfordert gemÃ¤ss der Rechtsprechung des Bundesgerichts, dass erstens besonders enge Beziehungen zum Kind in affektiver und zweitens in wirtschaftlicher Hinsicht bestehen, drittens diese Beziehung infolge der zwischen dem Aufenthaltsland des Kindes und dem Herkunftsland seines Elternteils liegenden Distanz praktisch nicht aufrechterhalten werden kann und viertens sich die auslÃ¤ndische Person tadellos verhalten hat. Diese Anforderungen sind gesamthaft zu beurteilen und mÃ¼ssen Gegenstand einer umfassenden InteressenabwÃ¤gung bilden (BGE 144 I 91 = Pra 108 Nr. 11, E. 5.2). FÃ¼r die Annahme einer besonders engen Beziehung genÃ¼gt es, wenn die persÃ¶nlichen Kontakte im Rahmen eines nach heutigem Standard Ã¼blichen Besuchsrechts ausgeÃ¼bt werden (BGE 144 I 91 = Pra 108 Nr. 11, E. 5.2.1). FÃ¼r die Bejahung der erforderlichen wirtschaftlichen Beziehung sind die UnterhaltsbeitrÃ¤ge zu erbringen, jedenfalls im Rahmen des MÃ¶glichen und VernÃ¼nftigen. Gegebenenfalls sind auch intensivierte Anstrengungen neuerer Zeit zu berÃ¼cksichtigen (BGE 144 I 91 = Pra 108 Nr. 11, E. 5.2.2 und 6.2). Die MÃ¶glichkeit der BesuchsrechtsausÃ¼bung vom Ausland aus bedarf einer konkreten Untersuchung (BGE 144 I 91 = Pra 108 Nr. 11, E. 5.2.3). Schliesslich ist ein tadelloses Verhalten zu verneinen, wenn gegenÃ¼ber dem AuslÃ¤nder FernhaltegrÃ¼nde vorliegen, insbesondere wenn diesem ein verwerfliches Verhalten in straf- oder auslÃ¤nderrechtlicher Hinsicht vorgeworfen werden kann. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.2 </b>Das Bundesgericht hat das Kriterium des tadellosen Verhaltens bisher streng gehandhabt und diesbezÃ¼glich seine Praxis nicht relativiert (vgl. BGE 139 I 315 E. 2.5; BGr, 24. April 2019, 2C_904/2018, E. 5.1). Es hat diese einzig bei einer auslÃ¤ndischen Person etwas abgeschwÃ¤cht, die nicht mehr im gemeinsamen Haushalt mit der schweizerischen Ehegattin lebte, jedoch Ã¼ber das Kind mit schweizerischer NationalitÃ¤t â ohne es in der Obhut zu haben â wegen der fortbestehenden (formellen) Ehebeziehung noch die elterliche Sorge ausÃ¼bte und zudem die Beziehung zum Kind tatsÃ¤chlich sehr eng pflegte (Treffen mehrere Male pro Woche; BGE 140 I 145 E. 4.3 und 4.4). AbgeschwÃ¤cht wurde das Erfordernis â aus bÃ¼rgerrechtlichen Ãberlegungen â zudem in FÃ¤llen, in denen ein Schweizer Kind durch die aufenthaltsbeendende Massnahme gegenÃ¼ber dem auslÃ¤ndischen Elternteil, der die Obhut Ã¼ber das Kind wahrnimmt, verpflichtet wÃ¼rde, die Schweiz mit seinem auslÃ¤ndischen Elternteil verlassen zu mÃ¼ssen (vgl. BGE 137 I 247 E. 4.2.2; 136 I 285 E. 5.2). Die Praxis, in Bezug auf das Kriterium des tadellosen Verhaltens gewisse "untergeordnete" Vorkommnisse abweichend von BGE 139 I 315 ff. in einer Gesamtbetrachtung etwas weniger stark zu gewichten, kommt nur in spezifischen FÃ¤llen bzw. bei besonderen UmstÃ¤nden infrage; diese mÃ¼ssen es ausnahmsweise rechtfertigen, allfÃ¤llige (untergeordnete) VerstÃ¶sse gegen die Ã¶ffentliche Ordnung (bspw. untergeordnete auslÃ¤nder- oder ordnungsrechtliche Delinquenz; kurzer, unverschuldeter Sozialhilfebezug usw.) nicht notwendigerweise so stark zu gewichten, dass sie zum Vornherein die anderen Kriterien (Grad der tatsÃ¤chlichen affektiven und wirtschaftlichen IntensitÃ¤t der Beziehung zum Kind, zivilrechtliche Regelung der familiÃ¤ren VerhÃ¤ltnisse, Dauer der Beziehung und des Aufenthalts, Grad der Integration aller Beteiligten, Kindesinteresse usw.) aufzuwiegen vermÃ¶gen (BGr, 24. April 2019, 2C_904/2018, E. 5.2; 13. Dezember 2017, 2C_619/2017, E. 3.2.4; 6. August 2015 2C_723/2014, E. 2.3; 3. Juni 2015, 2C_728/2014, E. 4.1).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.3 </b>Die Vorinstanz erwog, angesichts der Verlustscheine in der HÃ¶he von fast Fr. 60'000.- und kaum vorhandener BemÃ¼hungen um SchuldenrÃ¼ckzahlung kÃ¶nne nicht von einem tadellosen Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers gesprochen werden. SinngemÃ¤ss kam sie damit zum Schluss, dass gegen den BeschwerdefÃ¼hrer FernhaltegrÃ¼nde vorliegen, die einem aus Art. 8 EMRK bzw. aus seiner Beziehung zu den beiden in der Schweiz niedergelassenen SÃ¶hnen abgeleiteten Aufenthaltsanspruch entgegenstehen. Die BeschwerdefÃ¼hrenden wenden dagegen ein, abgesehen von zwei untergeordneten bedingten Geldstrafen wegen Verkehrsregelverletzungen, die lÃ¤ngst gelÃ¶scht seien, bestÃ¼nden gegen den BeschwerdefÃ¼hrer lediglich Verlustscheine, die er jedoch vor Jahren erwirkt habe. Es sei nicht ersichtlich, dass er die Schulden mutwillig angehÃ¤uft habe und sie ihm daher qualifiziert vorwerfbar seien. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.4 </b>Aus dem angefochtenen Entscheid und den Akten geht hervor, dass die offenen Verlustscheine betragsmÃ¤ssig von Fr. 90'000.- im Jahr 2013 auf Fr. 60'000.- im Jahr 2017 bzw. 2018 zurÃ¼ckgingen. Dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer seither neu verschuldet hÃ¤tte, ist nicht ersichtlich. Vielmehr lÃ¤sst sich dem angefochtenen Entscheid entnehmen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seine Schulden seit Mai 2018 (immerhin) in der HÃ¶he von Fr. 1'500.- weiter getilgt hat. Schliesslich prÃ¼fte die Vorinstanz die Frage, ob sowohl in affektiver als auch in wirtschaftlicher Hinsicht tatsÃ¤chlich enge Beziehungen vorliegen, bloss summarisch und die Kindesinteressen liess sie gÃ¤nzlich ausser Acht. Dennoch hat die Vorinstanz die eingangs erwÃ¤hnten UmstÃ¤nde im vorliegenden Verfahren zu Recht fÃ¼r sich allein als hinreichend erachtet, um dem BeschwerdefÃ¼hrer in Bezug auf seine beiden in der Schweiz niedergelassenen SÃ¶hne einen Aufenthaltsanspruch zu versagen. Die nach wie vor hohe Verschuldung des BeschwerdefÃ¼hrers kann nicht als "untergeordneter" Verstoss gegen die Ã¶ffentliche Ordnung betrachtet werden. Die BeschwerdefÃ¼hrenden legen im Ãbrigen nicht substanziiert dar, inwiefern ein spezifischer Fall bzw. besondere UmstÃ¤nde vorliegen, die es rechtfertigen wÃ¼rden, die hohe Verschuldung sowie die weiteren UmstÃ¤nde (Verkehrsregelverletzungen, vorÃ¼bergehende SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit) in einer Gesamtbetrachtung etwas weniger stark zu gewichten bzw. sie nicht notwendigerweise so stark zu gewichten, dass sie zum Vornherein die anderen Kriterien aufzuwiegen vermÃ¶chten. Insbesondere substanziieren sie nicht, wie es zur Verschuldung kam, sondern behaupten lediglich, dass diese nicht mutwillig erfolgt und daher nicht qualifiziert vorwerfbar sei (vgl. vorne, E. 1.2). Entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrenden ist es den FremdenpolizeibehÃ¶rden im Rahmen ihrer auslÃ¤nderrechtlichen InteressenabwÃ¤gung gemÃ¤ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sodann erlaubt, strafrechtlich relevante Daten, die sich in ihren Akten befinden oder ihnen anderweitig bekannt sind, auch nach deren LÃ¶schung im Strafregister in die Beurteilung des Verhaltens der auslÃ¤ndischen Person einzubeziehen, sodass ihre Anwesenheit in der Schweiz gesamthaft Ã¼berblickt werden kann (BGr, 22. Dezember 2011, 2C_389/2011, E. 3.3). Dabei kann weit zurÃ¼ckliegenden Straftaten in der Regel zwar keine grosse Bedeutung mehr zukommen. Bei der auslÃ¤nderrechtlichen InteressenabwÃ¤gung kann jedoch nicht ausgeblendet werden, wie sich der betroffene AuslÃ¤nder wÃ¤hrend seiner gesamten Anwesenheit in der Schweiz verhalten hat (BGr, 7. August 2018, 2C_1015/2017, E. 4.2.2, mit Hinweisen). Bei den vom BeschwerdefÃ¼hrer begangenen Straftaten handelte es sich gemÃ¤ss Akten entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrenden zudem nicht um "untergeordnete", sondern um grobe Verletzungen der Verkehrsregeln (Art. 90 Ziff. 2 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1958 [SVG; in der zum Tatzeitpunkt geltenden Fassung]). Insgesamt ist die Vorinstanz somit zutreffend davon ausgegangen, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer kein tadelloses Verhalten attestiert werden kann. Er kann aus der Beziehung zu seinen beiden in der Schweiz niedergelassenen SÃ¶hnen gestÃ¼tzt auf Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 BV daher keinen Aufenthaltsanspruch ableiten.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.5 </b><span>Ein gefestigtes Aufenthaltsrecht kann sich allenfalls noch aus dem Anspruch auf Schutz des Privatlebens, d.</span><span> </span><span>h. wiederum aus Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 BV ergeben. Eine lange Anwesenheit und die damit verbundene normale Integration genÃ¼gen dafÃ¼r indessen nicht; erforderlich sind vielmehr besonders intensive, Ã¼ber eine normale Integration hinausgehende private Beziehungen beruflicher oder gesellschaftlicher Natur (BGE 144 II 1 E. 6.1; BGE 130 II 281 E. 3.2.1; BGE 126 II 377 E. 2c; BGE 120 Ib 16 E. 3b). Im Sinne einer Leitlinie gilt, dass der Anspruch nach zehnjÃ¤hrigem rechtmÃ¤ssigem Aufenthalt in der Schweiz zumindest tangiert ist; weil davon ausgegangen werden kann, dass nach einer solchen Zeitdauer in der Schweiz enge soziale Bindungen bestehen, bedarf es fÃ¼r eine Aufenthaltsbeendigung in solchen FÃ¤llen besonderer GrÃ¼nde. Im Einzelfall kann es sich freilich anders verhalten und die Integration zu wÃ¼nschen Ã¼briglassen (BGE 144 I 266 E. 3.9). </span>Vorliegend ist der Schluss der Vorinstanz, wonach sich der BeschwerdefÃ¼hrer trotz seiner (ununterbrochenen) 13-jÃ¤hrigen Aufenthaltsdauer nicht im erforderlichen Mass integriert und deshalb keinen Anspruch auf Familiennachzug seiner Kinder habe, nach dem Gesagten (vgl. vorne, E. 2.3.4) nicht zu beanstanden. Somit kann der BeschwerdefÃ¼hrer auch aus seinem Anspruch auf Schutz des Privatlebens kein gefestigtes Aufenthaltsrecht ableiten. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.6 </b><span>Damit liegt der Entscheid darÃ¼ber, ob der Familiennachzug zu bewilligen ist, im pflichtgemÃ¤ssen Ermessen der verfÃ¼genden BehÃ¶rde (Art. </span>96 AIG)<span>. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Es ist unbestritten, dass <span>die Nachzugsfrist fÃ¼r d</span>ie beiden Kinder der BeschwerdefÃ¼hrenden<span> abgelaufen ist. </span>Das Familiennachzugsgesuch E und F kann damit nur bewilligt werden, wenn wichtige familiÃ¤re GrÃ¼nde vorliegen (Art. 73 Abs. 3 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit [VZAE]). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Nach dem Willen des Gesetzgebers bildet die Bewilligung des Nachzugs nach Ablauf der Fristen die Ausnahme und nicht die Regel (BGr, 27. August 2015, 2C_176/2015, E. 3.3; 3. Oktober 2011, 2C_205/2011, E. 4.4). Auszugehen ist praxisgemÃ¤ss davon, dass eine Familie, die freiwillig jahrelang getrennt lebt, dadurch ihr geringes Interesse an einem gemeinsamen Familienleben zum Ausdruck bringt; in einer solchen Konstellation Ã¼berwiegt das der ratio legis von Art. 47 Abs. 4 AIG zugrundeliegende Interesse an der EinwanderungsbeschrÃ¤nkung, solange nicht objektive, nachvollziehbare GrÃ¼nde etwas anderes nahelegen (BGr, 17. MÃ¤rz 2017, 2C_348/2016, E. 2.3; 2C_914/2014 vom 18. Mai 2015 E. 4.1). In gesetzessystematischer Hinsicht ist zu beachten, dass gemÃ¤ss Art. 49 AIG in Verbindung mit Art. 76 VZAE das Fehlen einer Haushaltsgemeinschaft nicht mit der Aufhebung der Ehe- bzw. der Familiengemeinschaft gleichgesetzt werden muss, wenn dafÃ¼r wichtige GrÃ¼nde bestehen, die objektiv und plausibel erscheinen. Von wichtigen GrÃ¼nden kann umso eher gesprochen werden, je grÃ¶sser die Nachteile sind, welche die Eheleute bei einer Ãnderung ihrer Wohnsituation zu vergegenwÃ¤rtigen hÃ¤tten (vgl. BGr, 22. Mai 2017, 2C_386/2016, E. 2.3.1; BGr, 23. Dezember 2010, 2C_544/2010, E. 2.3.1). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Ein wichtiger familiÃ¤rer Grund liegt gemÃ¤ss der Rechtsprechung vor, wenn die weiterhin notwendige Betreuung der Kinder im Herkunftsland beispielsweise wegen des Todes oder der Krankheit der betreuenden Person nicht mehr gewÃ¤hrleistet ist und keine sinnvolle Alternative besteht (BGr, 11. Juli 2019, 2C_481/2018, E. 6.1; 15. Juni 2018, 2C_340/2017, E. 2.3; 25. August 2016, 2C_363/2016, E. 2.5). PraxisgemÃ¤ss liegt in der Regel kein wichtiger familiÃ¤rer Grund vor, wenn im Heimatland alternative BetreuungsmÃ¶glichkeiten gefunden werden kÃ¶nnen, die dem Kindeswohl besser entsprechen, weil dadurch vermieden wird, dass das Kind aus seiner bisherigen Umgebung und dem ihm vertrauten Beziehungsnetz gerissen wird (vgl. BGr, 15. Juni 2018, 2C_340/2017, E. 2.3; 25. August 2016, 2C_363/2016, E. 2.5, 7. Juli 2016, 2C_132/2016, E. 2.3). An den Nachweis der fehlenden BetreuungsmÃ¶glichkeit im Heimatland stellt die Rechtsprechung umso hÃ¶here Anforderungen, je Ã¤lter das nachzuziehende Kind ist und je grÃ¶sser die Integrationsschwierigkeiten erscheinen, die ihm hier drohen (vgl. BGE 137 I 284 E. 2.2; BGr, 11. Juli 2019, 2C_481/2018, E. 6.1). Es bedarf einer Gesamtsicht unter BerÃ¼cksichtigung aller relevanten Elemente. Dabei ist auch dem Sinn und Zweck der Fristenregelung Rechnung zu tragen, wonach die Integration der Kinder bzw. Jugendlichen mÃ¶glichst frÃ¼hzeitig erfolgen soll (BGr, 15. Juni 2018, 2C_340/2017, E. 2.3; 26. September 2016, 2C_73/2016, E. 2.2.2). </p> <p class="Erwgung2">Es obliegt der nachzugswilligen Person, im Rahmen ihrer Mitwirkungspflichten die entsprechenden UmstÃ¤nde nicht nur zu behaupten, sondern auch zu belegen (vgl. Art. 90 AIG; <span>BGr, 22.</span> Mai 2017, 2C_1/2017, E. 4.1.4). Den BeschwerdefÃ¼hrenden obliegt infolgedessen, das Vorliegen wichtiger familiÃ¤rer GrÃ¼nde nachzuweisen, da sie die Beweislast fÃ¼r diejenigen Tatsachen tragen, aus denen sie Rechte ableiten wollen (vgl. § 7 Abs. 2 lit. a in Verbindung mit § 70 VRG und Art. 90 AIG). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, der BeschwerdefÃ¼hrer habe sich bewusst fÃ¼r die Familiengemeinschaft mit seiner ersten Ehefrau entschieden und seine ausserehelichen Kinder und deren Kindsmutter bzw. die zweite Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers hÃ¤tten weitestgehend getrennt von ihm in Mazedonien gelebt, wo sie sozialisiert worden seien. Dass die Nachzugsfrist fÃ¼r die zweite Ehefrau spÃ¤ter zu laufen begonnen habe als jene der gemeinsamen Kinder, kÃ¶nne nicht dazu dienen, den versÃ¤umten Kindernachzug nachzuholen. Dies gelte umso mehr, als nicht ersichtlich sei und auch nicht geltend gemacht werde, dass die Kinder nicht mehr mit der Mutter im Heimatland leben kÃ¶nnten. Den BeschwerdefÃ¼hrenden sei es unter den gegebenen UmstÃ¤nden zuzumuten, ihre Beziehung wie bis anhin an getrennten Orten weiterzufÃ¼hren und sie weiterhin mit Besuchen und den Ã¼blichen Kommunikationsmitteln aufrechtzuerhalten. Insgesamt seien keine wichtigen GrÃ¼nde fÃ¼r einen nachtrÃ¤glichen Familiennachzug ersichtlich.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden bringen dagegen vor, nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer die mit der BeschwerdefÃ¼hrerin gezeugten Kinder im Jahr 2011 in den gemeinsamen Haushalt mit seiner damaligen, ersten Ehefrau nachgezogen habe, hÃ¤tten plÃ¶tzlich vier Kinder dort gelebt, wovon drei im SÃ¤uglingsalter gewesen seien. Es sei ohne Weiteres nachvollziehbar, dass diese Belastung fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer und seine damalige Ehefrau zu gross geworden sei, weshalb er mit der BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼bereingekommen sei, E aufgrund des Kindswohls zunÃ¤chst in ihrer Obhut in Mazedonien aufwachsen zu lassen. In Bezug auf F habe sich der BeschwerdefÃ¼hrer ab dem Zeitpunkt, als er fÃ¼r dessen Betreuung allein zustÃ¤ndig war, eingestehen mÃ¼ssen, dass diese aufgrund der Inkontinenz von F Ã¼berdurchschnittlich aufwendig war. Es sei deshalb aus GrÃ¼nden des Kindeswohls ebenfalls notwendig gewesen, ab September 2015 in die Obhut der BeschwerdefÃ¼hrerin nach Mazedonien zu geben. Mit dieser Betreuungsregelung habe nie die Absicht bestanden, als Familie dauerhaft getrennt zu leben. Vielmehr sei es die Absicht des BeschwerdefÃ¼hrers gewesen, die Familieneinheit in der Schweiz wiederherzustellen. HierfÃ¼r sei es jedoch erforderlich gewesen, sich von seiner ersten Ehefrau scheiden zu lassen und die BeschwerdefÃ¼hrerin zu heiraten. Die getrennten Wohnsitze seien nie dauerhaft beabsichtigt, sondern aus GrÃ¼nden des Kindeswohls als vorÃ¼bergehende BetreuungslÃ¶sung erforderlich gewesen. Sie seien offensichtlich nicht Ausdruck eines Desinteresses an einem gemeinsamen Familienleben gewesen, sondern allein zur Wahrung des Kindeswohls unabdingbar. Es sei offensichtlich, dass nur eine vorÃ¼bergehende Trennung intendiert und diese durch die besondere familiÃ¤re Situation und die BetreuungsfÃ¤higkeit der Eltern einerseits sowie der besonderen BetreuungsbedÃ¼rftigkeit von F andererseits bedingt gewesen sei, mithin ein objektiv nachvollziehbarer Grund vorliegt und vorlag, die Kinder vorÃ¼bergehend in Mazedonien bei der BeschwerdefÃ¼hrerin aufwachsen zu lassen. Selbst wenn der Entscheid im freien Ermessen der BehÃ¶rde gefÃ¤llt werden kÃ¶nnte, sei eine sachliche Rechtfertigung fÃ¼r die Verweigerung des Kindernachzugs nicht ersichtlich. Die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse wÃ¼rden klar zugunsten einer ZusammenfÃ¼hrung der Gesamtfamilie in der Schweiz ins Gewicht fallen. Unter dem Aspekt des Ã¶ffentlichen Interesses spreche hÃ¶chstens das abstrakte Interesse einer restriktiven Zuwanderungspolitik gegen den beantragten Kindernachzug. In Anbetracht dessen, dass zu den demografischen Interessen auch das Kindeswohl gehÃ¶re, erscheine die Verweigerung des Nachzugs sachlich nicht gerechtfertigt, ja geradezu willkÃ¼rlich und unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Das Kriterium der Integration spreche ebenfalls nicht gegen die Bewilligung des beantragten Nachzugs, bei F angesichts seiner Voraufenthalte und seines Alters und bei E aufgrund bereits vorhandener Basiskenntnisse und der Tatsache, dass sie altersgerecht entwickelt ist und ihr auch angesichts ihres Alters durchaus noch eine gÃ¼nstige Integrationsprognose gestellt werden kÃ¶nne. Weder der Beschwerdegegner noch die Vorinstanz hÃ¤tten diesbezÃ¼glich eine andere EinschÃ¤tzung begrÃ¼ndet, sondern sich damit begnÃ¼gt, das Vorliegen wichtiger familiÃ¤rer GrÃ¼nde zu verneinen. Mit ihrer Eingabe vom 30. September 2019 bringen die BeschwerdefÃ¼hrenden weiter vor, die in Mazedonien lebenden Eltern bzw. Grosseltern seien ausser Stande, den betreuungsbedÃ¼rftigen Kindern die nÃ¶tige Sorge zukommen zu lassen. Die BeschwerdefÃ¼hrenden verfÃ¼gten sodann Ã¼ber hinreichende finanzielle Mittel, um den Lebensunterhalt fÃ¼r sich und die beiden Kinder zu bestreiten.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>Die Vorinstanz erwog zutreffend, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer bewusst fÃ¼r die Familiengemeinschaft mit seiner ersten Ehefrau entschieden hatte. Die BeschwerdefÃ¼hrenden haben es mit der gewÃ¤hlten Beziehungsgestaltung bis zu den ersten, bewilligten Nachzugsgesuchen in Kauf genommen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seine Kinder Ã¼berwiegend nur punktuell sehen und mit ihnen allenfalls noch telefonisch Kontakt pflegen konnte. Dass er die mit der BeschwerdefÃ¼hrerin gezeugten Kinder im Jahr 2011 in die Schweiz nachgezogen hatte, deutet zwar darauf hin, dass er sich fÃ¼r eine Familiengemeinschaft mit seinen beiden ausserehelichen Kindern grundsÃ¤tzlich interessierte. Ihre Behauptung, wonach es fÃ¼r das Kindeswohl von E erforderlich gewesen war, diese bereits nach wenigen Monaten in die Obhut der BeschwerdefÃ¼hrerin zurÃ¼ckzugeben, substanziieren die BeschwerdefÃ¼hrenden jedoch nicht, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist (vgl. vorne, E. 1.2). Es ist vielmehr davon auszugehen, dass E in der Heimat sozialisiert werden sollte. In Bezug auf F erscheinen die (substanziierteren) AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrenden zum Kindeswohl zwar plausibel. Auch ist das von der Vorinstanz zutreffend Erwogene zu berÃ¼cksichtigen, wonach dem BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund seiner finanziellen Schwierigkeiten der Widerruf seiner Aufenthaltsbewilligung drohte. Vor diesem Hintergrund ist zwar nachvollziehbar, dass er mit einem erneuten Gesuch zuwartete, bis er sich wirtschaftlich konsolidiert hatte. Dies hÃ¤tte er gemÃ¤ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung gleichwohl nicht erst nach fast sieben (in Bezug auf E) bzw. zweieinhalb Jahren (in Bezug auf F), sondern fristgerecht bzw. so schnell wie mÃ¶glich machen mÃ¼ssen (vgl. BGr, 25. August 2016, 2C_363/2016, E. 3.2). Insgesamt haben es die BeschwerdefÃ¼hrenden somit freiwillig in Kauf genommen, ihre familiÃ¤ren Beziehungen (wieder) Ã¼ber die Grenzen hinweg und damit nur eingeschrÃ¤nkt zu leben. Dies kann ihnen weiterhin zugemutet werden, zumal sie sich mit der vorinstanzlichen ErwÃ¤gung, wonach nicht ersichtlich sei, dass die Kinder nicht mehr mit der Mutter im Heimatland leben kÃ¶nnten, nicht sub­stanziiert auseinandersetzen. Soweit sie vorbringen, die Kinder wÃ¼rden faktisch beider Eltern beraubt, kann den BeschwerdefÃ¼hrenden nicht gefolgt werden. Der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zufolge sind alternative BetreuungsmÃ¶glichkeiten im Heimatland nur dann zu prÃ¼fen bzw. liegt â wenn solche fehlen â nur dann ein wichtiger Grund im Sinn von Art. 47 Abs. 4 AIG vor, wenn der betreuende Elternteil verstorben oder krankheitsbedingt nicht in der Lage ist, sich weiterhin um die Kinderbetreuung zu kÃ¼mmern. Dass hier entsprechende UmstÃ¤nde vorliegen, behaupten und belegen die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht. Anzumerken bleibt, dass das Bundesgericht mit Urteil 2C_550/2018 vom 21. Dezember 2018 (vgl. dortige E. 2.4) erwog, solange der im Ausland mit den Kindern wohnhaften Mutter keine Aufenthaltsbewilligung erteilt werde, bestehe auf der Grundlage der Niederlassungsbewilligung des in der Schweiz lebenden Kindsvaters kein Anspruch auf Nachzug der Kinder, weil es an einem wichtigen Grund fÃ¼r eine Ãnderung der vorbestehenden BetreuungsverhÃ¤ltnisse fehle. Wie vorne ausgefÃ¼hrt, wurde der vorinstanzliche Entscheid im pflichtgemÃ¤ssen Ermessen getroffen (vgl. vorne, E. 2), weshalb das Verwaltungsgericht bloss Ã¼ber eine eingeschrÃ¤nkte Kognition verfÃ¼gt (vgl. vorne, E. 1.1). Damit unterscheidet sich der vorliegende Sachverhalt auch von jenem, den das Bundesgericht im erwÃ¤hnten Urteil zu beurteilen hatte. Daher ist fraglich, ob die zitierte bundesgerichtliche Rechtsprechung vorliegend zum Tragen kommen kann. Dies gilt umso mehr, als aus dem erwÃ¤hnten Urteil letztlich nicht abschliessend hervorgeht, ob im Umstand, dass zwar der im Ausland lebenden Mutter, nicht aber den bei ihr (ebenfalls im Ausland) lebenden Kindern eine Aufenthaltsbewilligung erteilt wurde, ein wichtiger Grund im Sinn von Art. 47 Abs. 4 AIG gesehen werden kann.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.7 </b>Zusammengefasst legen die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht substanziiert dar, inwieweit wichtige GrÃ¼nde im Sinn von Art. 47 Abs. 4 AIG vorliegen und die Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen rechtsverletzend ausgeÃ¼bt hÃ¤tte.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten den BeschwerdefÃ¼hrenden aufzuerlegen; eine ParteientschÃ¤digung steht ihnen nicht zu (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a Abs. 2 sowie § 17 Abs. 2 VRG). Angesichts dieses Verfahrensausgangs sind die Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen des vorinstanzlichen Verfahrens nicht zu beanstanden. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2">Der vorliegende Entscheid kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 70.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'070.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte unter solidarischer Haftung fÃ¼r die gesamten Kosten auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> <p class="Urteilstext"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>