<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>AB.2015.00058</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Gerichtsschreiber Sonderegger</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 26. April 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Fürsprecher Dr. Kurt Beer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beer Anwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Thunstrasse 24, Postfach 120, 3000 Bern 6</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">weitere Verfahrensbeteiligte:</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beigeladene</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Februar 2014 meldete sich X.___ bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sozialversicherungsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, an, um sich als Selbständigerwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bende</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in Bezug auf ihre Tätigkeit als Sprachlehrerin am YZ.___ (seit 6. Juni 2016 firmierend unter Y.___ AG, Urk. 16/1-2), registrieren zu lassen (Urk. 8/38). Auf Aufforderung der Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gleichskasse hin reichte sie einen als Franchisevertrag bezeichneten Vertrag zwischen ihr und dem YZ.___ sowie weitere Unterla</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen ein (Urk. 8/29, 8/37). Da das YZ.___ seinen Sitz im Kanton Bern hat und weitere Personen für dieses als Lehrkraft tätig sind, nahm die Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gleichs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kasse in der Folge einen Meinungsaustau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ch mit der Ausgleichs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kasse des Kanton</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s Bern vor (Urk. 8/26). Mit Verfügung vom 27. April 2015 teilte die Ausgleichs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kasse X.___ mit, dass sie bezüglich der Tätigkeit am YZ.___ als unselbständig Erwerbstätige gelte (Urk. 8/23). Diese Einschätzung bestätigte sie mit Einspracheentscheid vom 3. Juli 2015 (Urk. 2). Angesichts dessen reichte X.___ einen ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">passten Franchisevertrag ein (Urk. 8/9, 8/10 [= Urk. 3/4]; vgl. auch Urk. 1 S. 4). Die Ausgleichskasse hielt - nach einem neuerlichen Meinungsaustausch mit der Ausgleichskasse des Kantons Bern (Urk. 8/5-6) - in ihrer Stellungnahme vom 21. August 2015 fest, dass auch unter dem Geltungsbereich des angepassten Franchisevertrags eine unselbständige Erwerbstätigkeit vorliege (Urk. 8/4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen den Einspracheentscheid vom 3. Juli 2015 liess X.___ am 4. September 2015 Beschwerde erheben und beantragen, ihre Tätigkeit für das YZ.___ sei als selbständige Erwerbstätigkeit zu quali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fizieren (Urk. 1 S. 2). Die Ausgleichskasse schloss in der Beschwerdeantwort </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom 16. Oktober 2015 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7). Mit Verfügung vom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 19. Oktober 2015 wurde das YZ.___ (heute Y.___ AG) zum Prozess beigeladen (Urk. 9). Mit Stellungnahme vom 20. November 2015 liess es sich vernehmen (Urk. 11), was den Parteien zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 13).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Das Gericht nahm je einen Handelsregisterauszug des YZ.___ sowie des Y.___ AG sowie von letzterer auch ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu den Akten (Urk. 16/1 und 2 sowie Urk. 15).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="AB043"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die sozialversicherungsrechtliche Beitragspflicht Erwerbstätiger richtet sich un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ter anderem danach, ob das in einem bestimmten Zeitraum erzielte Erwerbsein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen als solches aus selbständiger oder aus unselbständiger Erwerbstätigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu qualifizieren ist (Art. 5 und 9 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lassenenversicherung [AHVG] sowie Art. 6 ff. der Verordnung über die Al</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ters- und Hinterlassenenversicherung [AHVV]). Nach Art. 5 Abs. 2 AHVG gilt als massgebender Lohn jedes Entgelt für in unselbständiger Stellung auf be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stimmte oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit; als Einkommen aus selbstän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">diger Erwerbstätigkeit gilt nach Art. 9 Abs. 1 AHVG jedes Einkommen, das nicht Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gelt für in unselbständiger Stellung geleistete Arbeit darstellt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Nach der Rechtsprechung beurteilt sich die Frage, ob im Einzelfall selbständige oder unselbständige Erwerbstätigkeit vorliegt, nicht aufgrund der Rechtsnatur </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">des Vertragsverhältnisses zwischen den Parteien. Entscheidend sind vielmehr die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> wirtschaftlichen Gegebenheiten. Die zivilrechtlichen Verhältnisse, insbeson</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">dere die Rechtsnatur vertraglicher Abmachungen, vermögen dabei allenfalls gewisse Anhaltspunkte für die AHV-rechtliche Qualifikation zu bieten, ohne je</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">doch aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">schlaggebend zu sein. Als unselbständig erwerbstätig ist im Allgemei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nen zu betrachten, wer von einem Arbeitgeber in betriebswirtschaftlicher bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">hungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">weise arbeitsorganisatorischer Hinsicht abhängig ist und kein spezifisches Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nehmerrisiko trägt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Aus diesen Grundsätzen allein lassen sich indessen noch keine einheitlichen, schematisch anwendbaren Lösungen ableiten. Die Vielfalt der im wirtschaftli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">chen Leben anzutreffenden Sachverhalte zwingt dazu, die beitragsrechtliche Stellung einer erwerbstätigen Person jeweils unter Würdigung der gesamten Umstände des Einzelfalles zu beurteilen. Weil dabei vielfach Merkmale beider Erwerbsarten zutage treten, muss sich der Entscheid oft danach richten, welche dieser Merkmale im konkreten Fall überwiegen (BGE 123 V 161 E. 1, 122 V 169 E. 3a, 283 E. 2a, 119 V 161 E. 2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7 lit. l AHVV gehören Honorare der Privatdozenten und ähnlich besoldeter Lehrkräfte zum massgebenden Lohn, soweit sie nicht Unkostenent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schädigung darstellen. Unter diese Bestimmung fallen nach Rz. 4014 der Weg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leitung des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) zum massgebenden Lohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (WML) in der AHV, IV und EO, welche als Verwaltungsverordnung eine - für das Gericht nicht verbindliche - Auslegungshilfe darstellen kann (BG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E 127 V 61 E. 3a, 126 V 68 E. 4b, 427 E. 5a, 125 V 379 E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1c, je mit Hinweisen), auch die Bezüge von Personen, die an Schulen, Ausbildungsstätten oder Tagungszentren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">regelmässig Kurse geben, wobei als entscheidende Kriterien festgehalten werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass die Lehrkräfte an den Investitionen der Veranstaltungen nicht beteiligt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sind, das Inkassorisiko nicht tragen und die Kursteilnehmenden nicht selber suchen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> müssen. Demgegenüber werden Vergütungen für Kurse, die nur geleg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entlich gegeben werden, in der Regel nich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t zum massgebenden Lohn gezählt (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts H 276/02 vom 14. April 2003 E. 3.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="VV002"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung beziehungsweise eines Einspracheentscheids – Stellung genommen hat. Das Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeverfahren kann aus prozessökonomischen Gründen indessen auf eine ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes, das heisst ausserhalb des durch die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung beziehungsweise durch den Einspracheentscheid bestimmten Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verhältnisses liegende spruchreife Frage ausgedehnt werden, wenn diese mit dem bisherigen Streitgegenstand derart eng zusammenhängt, dass von einer Tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bestandsgesamtheit gesprochen werden kann, und wenn sich die Verwaltung zu dieser Streitfrage mindestens in Form einer Prozesserklärung geäussert hat (BGE 130 V 501, 122 V 34 E. 2a mit Hinweisen).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Sämtliche Parteien legten im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rahmen des vorliegenden Prozesses ihren Standpunkt primär bezugnehmend a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">uf den angepassten Franchisevertrag dar (Urk. 1, 7, 11). Aus prozessökonomi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Gründen rechtfertigt es sich daher, die strittige Frage, ob die von der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführerin an der Y.___ AG ausgeübte Tätigkeit AHV-bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragsrechtlich als selbständige oder unselbständige Erwerbstätigkeit zu qualifi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zieren ist, auch unter dem Gesichtspunkt des angepassten Franchisever</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trags zu prüfen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ausgleichskasse hält dafür, dass sich an der Qualifizierung trotz der Ände</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">run</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen im angepassten Franchisevertrag nichts ändere. Gemäss diesem habe eine Lehrperson nunmehr einzig die Franchisegebühr pro Lektion abzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechnen. Ansonsten sei sie in der Preisgestaltung frei. Damit könne sie eine Lektion zwar günstiger anbieten, doch hätte dies eine Verdiensteinbusse zur Folge. Es sei deshalb davon auszugehen, dass sie der Preisempfehlung des Y.___ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Folge leiste. Neu werde auf eine Zahlungsausfallreserve verzich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tet. Das wirt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schaf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Risiko liege damit gänzlich bei der Lehrperson. Trotz diesen An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">passung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en würden jedoch die Elemente, die für eine Eingliederung in die Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">organisation sprächen, überwiegen. Folglich sei die Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rerin betref</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fend den Vertrag mit dem Y.___ als unselbständigerwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bend zu qualifizieren (Urk. 7, 8/4; vgl. auch Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Demgegenüber vertreten die Beschwerdeführerin und die Beigeladene im Wesentli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen die Auffassung, im Rahmen eines Franchisesystems sei es gängige Praxis, dass sämtliche Lehrpersonen unter dem gleichen Namen aufträten. Die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ses Kriterium sei deshalb untauglich für die Qualifizierung einer unselbständi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen Erwerbstätigkeit. Die Franchisegeberin stelle lediglich das einheitliche Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schäftskonzept sowie einige unterstützende beziehungsweise ergänzende Dienst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leistungen zur Verfügung, wie dies bei einem Franchisevertrag üblich sei. Eine Preisvorgabe bestehe gemäss angepasstem Franchisevertrag nicht mehr. Der Fran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chisenehmer kaufe mit der Franchisegebühr einzig die Vermittlung der Schüler ein. Überdies würden die Merkmale, die gegen eine Eingliederung in die Arbeitsorganisation sprächen, überwiegen. So müsse die Lehrperson als Fran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chisenehmerin sich aktiv um die Beschaffung von neuen Aufträgen bemühen. In der Organisation und Planung der Arbeit sei sie frei. Ihr werde kein Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">platz zur Verfügung gestellt. Präsenzzeiten existierten keine. Zudem könne die Lehrperson eigenes Personal anstellen. Aufgrund des Gesamtkontexts sei daher zumindest im Rahmen des angepassten Franchisevertrags von einer selbständi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen Erwerbstätigkeit auszugehen (Urk. 1, 11, vgl. auch Urk. 8/15).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorwegzuschicken ist, dass auch bei einem Franchiseverhältnis nach Massgabe der AHV-rechtlichen Kriterien zu prüfen ist, ob eine selbständige oder unselb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ständige Tätigkeit vorliegt (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ueli Kieser, Alters- und Hinterlassenen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des Bunde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts zum Sozialversicherungsrecht, 3. Aufl., Zürich 2012, S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">67). Für die Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grenzung von selbständiger von unselbständiger Tätigkeit kommt es</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht nur auf das Unterne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hmerrisiko an, sondern </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grundsätzlich auf die Gesamt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit der konkreten Umstände. Erfordert eine Tätigkeit beispielsweise keine kostspielige Infrastruktur oder keine erheblichen personellen Mittel - wie dies auf Dienst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leistungen vielfach zutrifft -, sind insbesondere Art und Umfang der wirt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schaft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen und arbeitsorganisatorischen Abhängigkeit vom Auftrag- oder Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber entscheidend (Bundesgerichtsurteil 9C_1029/2012 vom 27. März 2013 E. 4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Wortlaut des (ersten) Franchisevertrags vom 23. Mai 2014 (Urk. 8/29/7-30) und des angepassten Vertrags (ohne Datum; Urk. 3/4 [=Urk. 8/10]) stimmt in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weiten Teilen überein. Auf die Änderungen wird soweit erforderlich nachfol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> explizit hingewiesen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Y.___ AG ist verantwortlich für den Rechnungsversand und das Inkasso (Ziff. 8.1 Vertrag). Das Verlust- und Inkassorisiko liegt indessen beim </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Franchisenehmer (Ziff. 8.1.1 Vertrag). Im ersten Vertrag war noch eine Zah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ausfallreserve vorgesehen. Diese hatte den Zweck, einen Teil der mögli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Zahlungsausfälle zu kompensieren. Reichten die Mittel der Reserve nicht aus, hatte der Franchisenehmer den Verlust zu tragen (Ziff. 8.1.4 Vertrag). Das wirt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schaftliche Risiko liegt damit - mit oder ohne Zahlungsausfallreserve - klar beim Franchisenehmer, was für eine selbständige Erwerbstätigkeit spricht. Dies gilt auch für die Marketing- und allfälligen Investitionskosten. Die Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> AG stellt dem Franchisenehmer vordefinierte Marktinginstrumente (per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nifizierte Internetseite, personifizierter E-Mail-Account, personifizierter Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richtsvertrag, personifiziertes Unterrichtsprotokoll, personifizierte Rechnung, per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sonifizierte Visitenkarte sowie sonstige Unterlagen) zur Verfügung. Hiefür hat die Lehrperson einmalig einen Betrag von Fr. 350.-- zu bezahlen (Ziff. 2.2.4.2 Vertrag). Auch allfällige Gründungskosten gehen zu Lasten des Franchise</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">neh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mers (Ziff. 2.2.4.1 Vertrag). Dabei ist zu beachten, dass der Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richt vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiegend beim Kunden (Private oder Firmen) stattfindet. Eigene Büro- und Unterrichtsräumlichkeiten sind daher grundsätzlich nicht notwendig. Erst ab einem Jahresumsatz von Fr. 100‘000.-- ist der Franchisenehmer verpflichtet, in eigene Räumlichkeiten zu investieren (Ziff. 2.2.4.3 Vertrag). Zeitliche Investi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen (Unterrichtsvorbereitung, Fahrspesen, allfällige Weiterbildung etc.) sowie finanzielle Investitionen in Unterrichtsmaterialien, welche für das Abhalten des Unterrichts notwendig sind, hat der Franchisenehmer selber zu tätigen (Ziff. 2.2.4.4 Vertrag). Von den genannten Elementen fällt das Risiko einer Zahlungsunfähigkeit oder -unwilligkeit der Kunden offensichtlich am stärksten ins Gewicht. Dieses wird in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dessen insofern beschränkt, als die Frist zur Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleichung der Kurskosten 20 Tage beträgt (vgl. Urk. 8/29/54). Bis zu diesem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zeitpunkt muss die Lehrperson eine Vorleistung erbringen, danach aber nicht mehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___ AG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> organisiert in der ganzen Schweiz individuelle Nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hilfe- und Sprachkurse für Privat- und Geschäftskunden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Die Werbung auf nationaler Ebene ist Sache der Y.___ AG. Dem Franchisenehmer wird jedoch das Recht eingeräumt, lokal Werbung zu machen (Ziff. 2.1.1, 2.1.2 und 2.2.2 Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trag). Er hat jedoch Kunden, die er auf diesem Weg akquiriert, über ein Tool (sog. Customer Relationship Tool) der Y.___ AG laufen zu lassen (Ziff. 2.2.2 Vertrag). Dasselbe trifft auf Folgeanfragen zu I Ziff. 2.2.3 Vertrag). Das Basismarketing besteht grösstenteils aus flächende</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ckender Online-Werbung im Internet (Ziff. 2.1.1 Vertrag). Diese Art der Kundengewinnung ist der Y.___ AG vorbehalten. Ein potentieller Kunde kann sich über die Homepage der Y.___ AG – auf der im Übrigen keine Namen von Lehrkräften zu ersehen sind - zunächst unverbindlich anmel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den. Die Erstberatung erfolgt durch die Y.___ AG (Ziff. 6.1 Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trag). Bei weiterem Interesse reserviert er sich die Inanspruchnahme von Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richt. Tritt er von dieser Reservationsvereinbarung zurück, so schuldet er der Y.___ AG eine fixe Rücktrittsgebühr (Ziff. 2.1.1.2 Vertrag). Erst nach dessen definitiver Anmeldung ist dieses verpflichtet, davon den Franchiseneh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mern Kennt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nis zu geben (Ziff. 2.1.1.2). So verhält es sich auch im Falle der Beschwerdeführerin. Ihr werden die Namen der potentiellen Kunden für ihre Fran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zösisch- und Englisch-Kurse von der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">AG gemailt (Urk. 8/38/5).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Sie verfügt zwar über eine personifizierte Homepage </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><a href="http://www.Y.___.ch/X.___"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">www.Y.___.ch/X.___</span> </a><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">; vgl. Urk. 8/29/32-33 [Internetauszug]). Diese ist aber über eine ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wöhnliche Internetsuche nicht auffindbar, sondern die Adresse der Webseite ist korrekt einzugeben. Die Beschwerdeführerin ist daher darauf angewiesen, dass ihr die Y.___ AG den Kontakt zu den Inte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ressenten herstellt. Auch wenn sie es letztlich ist, die dafür besorgt sein muss, dass der Kunde den Unterrichtsvertrag ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schliesst (Ziff. 2.2.1 Vertrag). Dies führt zu einer erheblichen wirtschaftlichen Abhängigkeit, was für eine unselb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ständige Tätigkeit spricht. Dies gilt umso mehr, als die Beschwerdeführerin mit einem teilweisen Konkurrenzverbot belegt ist. Der Franchisenehmer darf nicht Nachhilfe- und Sprachkurse erteilen, soweit die Kunden nicht über die Y.___ AG „laufen". Indessen ist ein Franchise</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nehmer berechtigt, bei einer anderen Institution zu unterrichten, sofern er dort angestellt und selber nicht Teilhaber dieser Institution ist (Ziff. 2.2.2, 7.2 und 9.2 Vertrag).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Kunde hat einen Unterrichtsvertrag zu unterzeichnen. Die Vorlage dazu wird von der Y.___ AG zur Verfügung gestellt (Ziff. 5.1.1 und 5.2.1 Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trag). Der Unterrichtsvertrag ist in dem Sinne personifiziert, als er auf die Lehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kraft lautet. Indessen ist die Marke Y.___ in der Aufmachung des Vertrags prominent und im Firmennamen enthalten. Im Falle der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin etwa lautet dieser </span><a href="http://www.Y1.___.ch/"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">www.</span> </a><a href="http://www.Y1.___.ch/"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span> </a><a href="http://www.Y1.___.ch/"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.ch/</span> </a><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. Urk. 8/29/52).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Die Y.___ AG verspricht eine einheitliche Unterrichtsmethodik zur Si</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherstellung der Qualität (vgl. dazu die Homepage der Y.___). Zu diesem Zweck dient auch das von der Y.___ AG vorgegebene Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richtsprotokoll (Ziff. 5.2.3 Vertrag, vgl. auch Urk. 8/29/68). In der Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gestaltung ist der Franchisenehmer frei, was aber in der Natur seiner Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit gründet (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts H 276/02 vom 14. April 2003 E. 7). Ein Kunde kann sodann jederzeit kostenlos die Lehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kraft wechseln (vgl. AGB Y.___ „Lehrkräfte-Wechsel kostenlos“, Urk. 15; vgl. auch Ziff. 5.1.4 Vertrag). Bei Unzufriedenheit wird unter gewissen Voraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzungen auf eine Verrechnung der in Anspruch genommenen Stunden ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zichtet (vgl. dazu AGB, Urk. 15; Urk. 8/29/37). Sind mehrere Franchise</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nehmer daran interessiert, einen durch das Marketing der Y.___ AG gewonnen Kunden zu unterrichten, so weist dieses den Kunden gestützt auf dessen Rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meldungen einer bestimmten Lehrkraft zu (Ziff. 2.1.1.1 und 2.2.1 Vertrag). Die Franchisenehmer sind im Weiteren verpflichtet, die Kunden aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schliesslich über das Customer Relationship Management Tool zu betreuen. Dieses hat unter an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derem die Funktion, dass alle Kunden an einem zentralen Ort einheitlich gespei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chert sind. Zusätzlich soll dieses Tool die Franchisenehmer in den Phasen der Unterrichtsvorbereitung, -durchführung und -nachbearbeitung unterstützen (Ziff. 7.1 Vertrag). Es dient mithin als Instrument zur Einbettung der Franchise</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nehmer in die Arbeitsorganisation der Y.___ AG.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Andererseits hat ein Franchisenehmer die Möglichkeit, einen von der Y.___ AG vorgeschlagenen Kunden abzulehnen (Ziff. 2.2.1 Vertrag). In den Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richtsverträgen wird mit dem Kunden jeweils ein Lektionenpaket verein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bart. Gemäss vorgedrucktem Vertrag ist ein 6-, 10-, 20-, 30-, 40- oder 50-Lek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">paket möglich (vgl. Urk. 8/29/37). Daran ist der Franchisenehmer jedoch nicht gebunden. Hingegen hat er sich an die Struktur der Lektionen-Pakete zu halten (Ziff. 4.1 Vertrag). Der (erste) Franchisevertrag vom 23. Mai 2014 bein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haltete eine Preisvorgabe, die der Franchisenehmer strikte einzuhalten hatte (Ziff. 4.2 Urk. 8/29/19). Laut der angepassten Version macht die Y.___ AG bloss eine Preisempfehlung. Der Franchisenehmer ist in der Festsetzung der Preise frei, sofern diese nicht unter der Franchisegebühr liegt (Ziff. 4.2 Urk. 8/10). Die Handhabung dieser Klausel erscheint indessen nicht ganz klar, da auf der Homepage der Y.___ AG Mindestpreise für die Lektionen (z.B. Einzel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hilfe ab Fr. 64.--) angegeben werden, die offensichtlich über der Franchisege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bühr liegen (vgl. dazu Ziff. 10 Vertrag). Jedenfalls besteht aufgrund der wirt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schaftlichen und auch arbeitsorganisatorischen Abhängigkeit ein Druck, die Preisempfehlung einzuhalten. Dies tut die Beschwerdeführerin im konkreten Fall denn auch (vgl. www.Y.___.ch/X.___).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Einem Franchisenehmer steht es zwar frei, einem potentiellen Kunden den Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richt zu verweigern. Ansonsten ist aufgrund der weiteren, ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führten Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stände jedoch von einer arbeitsorganisatorischen Abhängigkeit aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zugehen hat sich die Beschwerdeführerin in Bezug auf das Lehrverhältnis an die vorge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebenen Qualitäts- und Vorgehensstandarts zu halten und darüber proto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kolla</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">risch Rechenschaft abzulegen (Ziff. 5.1.3 und Ziff. 5.2.2 Vertrag). Nicht ins Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wicht fällt in diesem Zusammenhang, dass dem Fran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chisenehmer kein Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">platz zur Verfügung gestellt wird (vgl. dazu Urk. 11 S. 6). Dies ist dem Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richtskonzept der Y.___ inhärent, da die Kunden zu Hause </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">respektive in ihrer Unternehmung unterrichtet werden. Von Relevanz wäre dieser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Umstand, wenn er Investitionen des Franchisenehmers zur Folge hätte, was aber bei der Beschwerdeführerin gerade nicht der Fall ist. Im Übrigen kann der Bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geladenen nicht gefolgt werden, soweit sie ausführt, es existierten keine Prä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">senz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeiten (Urk. 11 S. 6). Es bestehen zwar keine be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stimmten Arbeitszeiten, aber zu den Unterrichtszeiten hat die Lehrperson prä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sent zu sein. Zwar ist ein Fran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chisenehmer nicht zur persönlichen Vertragser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">füllung verpflichtet (Ziff. 9.1 Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trag; Urk. 11 S. 6). Aufgrund der fachlichen Anforderungen, die an eine Lehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kraft gestellt werden und der weiteren Ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">staltung des Franchisevertrags, ist diese Möglichkeit eher theoretischer Natur. Im Falle der Beschwerdeführerin kommt sie jedenfalls nicht zum Tragen. Viel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mehr ist beachtlich, dass die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführerin regelmässig und nun über län</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gere Zeit Kurse am Y.___ erteilt, was für eine unselbständige Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit spricht (AHI-Praxis 2001 185 f.). Gleich verhält es sich mit dem Umstand, dass eine Kündigungsfrist von sechs Monaten besteht (Ziff. 11 Vertrag).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ergibt sich, dass die Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Sprachlehrerin bei der Y.___ AG Elemente sowohl von selbständiger als auch von unselbständiger Erwerbstätigkeit aufweist. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unter Würdigung der ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">samten Umstände, namentlich d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er betriebswirtschaftlichen beziehungsweise</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beitsorganisatorischen Abhängigkeit, welchem Merkmal bei Tätigkeiten, welche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> - wie die vorliegende - naturgemäss nicht mit bedeutenden Investitionen ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den sind, im Vergleich zum Unternehmerrisiko</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> erhöhtes Gewicht zukommt (vgl. E. 3 hievor), überwiegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die für eine unselbstständige Erwerbstätigkeit sprechenden Kriterien. Daran ändert selbstverständlich nichts, dass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die Fran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">senehmer im Vertrag als</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Selbst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ändigerwerbende bezeichnet werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Ziff. 9.1), da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> derartige Abreden die zuständigen AHV-Organe nicht zu binden vermögen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">AHI-Praxis 1995 S. 136 E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. 5b).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span id="Text1"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Fürsprecher Dr. Kurt Beer</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Y.___ AG</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubSonderegger</p><p></p></div> </div></body></html>