<h2>SubmittedText<h2><p>In der Ablehnung meiner Motion 10.3686 äusserte der Bundesrat, dass das Erstellen von Machbarkeitsstudien zu den vorgeschlagenen Technologien nicht sinnvoll sei, da die technologischen Grundlagen fehlen. Dennoch hat sich Island, das weniger verschmutzt und dünner besiedelt ist als die Schweiz, bereits für die Wasserstoffoption entschieden. Die technologischen Grundlagen sind also bereits verfügbar. Denkt der Bundesrat folglich nicht, dass konkrete Anwendungen - Wasserstoffproduktion mit solarthermischen Konzentratoren, Wasserstoffspeicherung bei Raumtemperatur sowie Verwendung von Wasserstoff in Verbrennungsmotoren - vor allem für die Mobilität genutzt werden könnten und sich günstig auf eine Verstärkung der energetischen Unabhängigkeit in der Zukunft auswirken würden?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Wie in der Antwort zur Motion 10.3686, "Für autarke und ökologische Mobilität mit Wasserstoff bis 2020", bereits dargelegt, fehlen aus der Sicht des Bundesrates heute die Grundlagen, um die Gewinnung von Wasserstoff und dessen Anwendung in der Schweiz aus energiewirtschaftlicher Sicht einschätzen zu können. Eine seriöse Abschätzung des Potenzials von Wasserstoff im Mobilitätsbereich und dessen Beitrag zur Versorgungssicherheit sind deshalb zum heutigen Zeitpunkt nicht möglich. Weil auch technische Grundlagen, insbesondere im Bereich der Wasserstoffgewinnung, noch fehlen, ist kein substanzieller Beitrag von Wasserstoff im Mobilitätssektor bis 2020 zu erwarten. Bei den Projekten in Island handelt es sich - wie auch an anderen Orten in Europa - um Demonstrationsprojekte und Feldversuche mit Brennstoffzellen-Fahrzeugen und -Schiffen.</p><p>Detaillierte technische und wirtschaftliche Analysen zur Anwendung von Wasserstoff in der individuellen Mobilität werden zurzeit in europäischer Zusammenarbeit angestellt, beispielsweise im Projekt "H2mobility" (www.daimler.com). Das Ziel solcher Initiativen ist es, die Wasserstofftechnologie im Mobilitätssektor durch gemeinsame Anstrengungen in den Markt einzuführen und die damit verbundenen Risiken zu minimieren.</p><p>In der Schweiz orientiert sich die Energieforschung der öffentlichen Hand am Konzept der Energieforschung des Bundes. Das Bundesamt für Energie fördert dabei die verschiedensten Anstrengungen öffentlicher wie privater Institutionen bei der Entwicklung neuer Energietechnologien subsidiär durch seine Forschungs-, Pilot- und Demonstrationsprogramme. Mit ihren Forschungsaktivitäten leistet die Schweiz einen bedeutsamen Beitrag an die Weiterentwicklung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, wie beispielsweise bei der Erhöhung der Lebensdauer von Brennstoffzellen und der Reduktion der Materialkosten oder bei der Entwicklung effizienterer Speichermaterialien für Wasserstoff, damit diese Technologie mittelfristig wirtschaftlich werden kann.</p>  Antwort des Bundesrates.