B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-3055/2014 U r t e i l v o m 1 6 . S e p t e m b e r 2 0 1 4 Besetzung Richterin Muriel Beck Kadima (Vorsitz), Richter Thomas Wespi, Richter William Waeber, Gerichtsschreiber Christoph Berger. Parteien A._______, geboren am (…), Äthiopien, c/o Schweizerische Vertretung in Khartum, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; Verfügung des BFM vom 24. September 2013 / N (…). E-3055/2014 Seite 2 Sachverhalt: A. Mit englischsprachiger Eingabe vom 30. März 2011 an die schweizerische Botschaft in Khartum, Sudan (im Folgenden: Botschaft) ersuchte der Be- schwerdeführer um Bewilligung der Einreise in die Schweiz und um G e- währung von Asyl (Posteingang Botschaft am 10. April 2011). B. Mit Schreiben vom 9. Juli 2013 setzte das BFM den Beschwerdeführer darüber in Kenntnis, dass die Botschaft aufgrund des begrenzten Pe r- sonalbestands sowie fehlender Voraussetzungen im sicherheitstechn i- schen und räumlichen Bereich nicht mehr in der Lage sei, Befragungen von Asylsuchenden durchzuführen . Aus diesem Grund ersuchte es den Beschwerdeführer – unter Hinweis auf seine Pflicht, bei der Fests tellung des Sachverhalts mitzuwirken (Art. 8 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]) – zur Vervollständigung des rechtserheblichen Sach- verhalts, um Angaben zu seiner Person und um Beantwortung konkreter Fragen betreffend das Vorhandensein vo n Familienangehörigen in Drit t- staaten, seine Asylgründe und seinen Aufenthalt im Sudan. Ferner forder- te es ihn auf, Kopien von Identitätsausweisen und Beweismitteln einz u- reichen. Zudem wurde ihm für den Fall, dass den Rechtsbegehren nicht stattgegeben werd en könne, Gelegenheit zu abschliessenden Beme r- kungen gegeben. C. Der Beschwerdeführer liess sich mit Eingabe vom 5. September 2013 (Posteingang Botschaft am 8. September 2013) entsprechend verne h- men. D. In den schriftlichen Eingaben vom 30. März 2011 und 5. September 2013 machte der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen geltend, er sei im Jahre 1991 der Oromo Relief Association (ORA) beigetreten und habe in der Folge die Oromo Liberation Front (OLF) unterstützt. Die Folgen des Kriegsausbruches zwischen der OLF und der Ethiopian People's Revolutionary Democratic Front (EPRDF) vom Juni 1992 hätten bewirkt, dass er im Jahre 1993 sein Heimatland habe verlassen müssen. Im Zuge der kriegerischen Ausein- andersetzun- gen seien alle Mitg lieder, Unterstützer und Sympathisanten der OLF von den äthiopischen Sicherheitskräften verhaftet worden. Auch er sei im D i- dessa-Camp für neun Monate inhaftiert gewesen und während der Haft E-3055/2014 Seite 3 einzig aufgrund seiner früheren Unterstützung der OLF geschlage n, be- fragt und gefoltert worden. Die Entlassung aus der Haft sei mit der Wa r- nung verbunden worden, sich weder in politischer noch sozialer Hinsicht zu engagieren. Er sei in der Folge ständig von staatlichen Sicherheitsleu- ten überwacht worden und diese seien ihm überall hin gefolgt. Auch seine Familie sei aufgrund ihrer Ethnie und der politischen Ausrichtung vom äthiopischen Regime verfolgt worden. Vor diesem Hintergrund und aus Furcht vor weiterer Verfolgung, Folter oder gar Tötung habe er sein He i- matland verlassen und im Sudan um politisches Asyl ersucht, um dort als Flüchtling zu leben. Er habe sich vorerst in verschiedenen Flüchtlings- camps des Hochkommissariats für Flüchtlinge der Ver einten Nationen (UNHCR) aufgehalten und lebe gegenwärtig mit seiner Familie in Khar- tum, wo er den Lebensunterhalt durch harte körperliche Arbeit bestreiten müsse. Im Sudan habe er jedoch ebenfalls grosse Sicherheitsprobleme. Er werde ständig überwacht und es bestehe die Gefahr, dass er von äthiopischen Sicherheitsleuten, die verd eckt mit sudanesischen Sicherheitskräften z u- sammenarbeiten würden, entführt, verhaftet, in seinen Heimatstaat z u- rückgebracht und allenfalls getötet werde. Eine Verhaftung und Rückfü h- rung nach Äthiopien drohe jederzeit und als Flüchtling sei er diesbezü g- lich bevorzugtes Opfer. Die bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Staaten beinhalte ein A uslieferungsabkommen, das sein Leben unsicher mache. Die instabile Sicherheitslage betreffe auch seine Familie, mit der er in Khartum zusammenlebe , und habe sich in unerträglicher Weise zu- gespitzt. Zudem seien er und damit seine Familie in all den letzten Jahren in Khartum wirtschaftlicher Armut ausgesetzt und könnten sich wirtschaft- lich nicht weiterentwickeln. Zur Stützung seiner Identitätangabe reichte der Besch werdeführer unter anderem die Kopie des UNHCR-Flüchtlingsausweises und einer Ident i- tätskarte zu den Akten. E. Mit Verfügung vom 24. September 2013 – eröffnet am 9. April 2014 – be- willigte das BFM dem Beschwerdeführer die Einreise in die Schweiz nicht und lehnte sein Asylgesuch ab. Das Bundesamt begründete seine Verfügung im Wesentlichen damit, es könne aufgrund des vollständig erstellten Sachverhalts davon ausgega n- gen werden, dass keine unmittelbare Gefährdung vorliege, die die Einrei-E-3055/2014 Seite 4 se des Beschwerdeführers in die Schweiz notwendig erscheinen lasse. Bezüglich des geltend gemachten Sachverhaltes, der sich vor der Ausrei- se aus dem Heimatland des Beschwerdeführers ereignet habe, führte die Vorinstanz aus, das schweizerische Asylrecht diene nicht dem Ausgleich erlittenen Unrechts. D ie durch den damaligen Krieg mit verursachte Ver- haftung durch die äthiopischen Behörden vermöge zum heutigen Zei t- punkt eine Asylgewährung beziehungsweise eine Einreisebewilligung in die Schweiz nicht zu begründen. Sie liege über zwanzi g Jahre zurück. Mithin bestehe zwischen den vorgebrachten Ereigniss en und dem Zei t- punkt der vom Beschwerdeführer gewünschten Einreise in die Schweiz kein genügend enger zeitlicher und inhaltlicher Kausalzusammenhang, weshalb er die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle. Im Weiteren erwog das BFM, es sei der Vollständigkeit halber zu prüfen, ob e iner allfälligen Asylgewäh rung durch die Schweiz der Ausschluss- grund nach a Art. 52 Abs. 2 AsylG entgegen stehe. Danach könne einer Person das Asyl verweigert werden, wenn es ihr zugemutet werden kö n- ne, sich in einem anderen Staat um Aufnahme zu bemühen. Laut Berich- ten des UNHCR befänden sich zahlreiche äthiopische Flüchtlinge und Asylbewerber im Sudan. Obgleich die Lage vor Ort für diese Men schen nicht einfach sei, würden keine konkreten Anhaltspunkte für die Annahme bestehen, dass für den Beschwerdeführer ein weiterer Verbleib im Sudan nicht zumutbar oder möglich sei. Aus seinen Angaben gehe hervor, dass er seit dem Jahre 1993 dauerhaft im S udan wohnhaft sei. Angesichts sei- nes langjährigen Aufenthaltes und seiner Arbeitstätigkeit im Sudan könne davon ausgegangen werden, dass die Hürden für eine zumutbare Exi - stenz in Khartum für ihn nicht unüberwindbar seien. Zudem stellten eine schwierige Le benssituation und insofern humanitäre Überlegungen ke i- nen Grund für eine Einreisebewilligung dar. Überdies lebe im Sudan eine grosse äthiopische Diaspora, die für in Not geratene Landsleute berei t- stehe und weitgehend Unterstützung biete. Die Befürchtung, n ach Äthiopien zurückgeschafft zu werden, er achtete das BFM als unbegründet. Gemäss gesicherten Erkenntnissen sei das Risiko einer Deportation oder Verschleppung für Äthiopier, die im Sudan vom UNHCR als Flüchtlinge anerkannt seien, gering. Das UNHCR regist- riere vor Ort sämtliche Äthiopier, die sich in einem Flüchtlingslager me l- den würden, unabhängig davon, weshalb sie Äthiopien verlassen hätten. In jüngs ter Vergangenheit seien denn auch keine Rückführungen von Flüchtlingen nach Äthiopien bekannt geworden. Auch gebe es keine ko n- kreten Anhaltspunkte dafür, dass dem Beschwerdeführer eine Rückfü h-E-3055/2014 Seite 5 rung nach Äthiopien dro hen könnte. So verfüge er gemäss den Akten nicht über ein geeignetes Risi koprofil, das eine Befürchtung vor einer Verschleppung nach Äthiopien objektiv begründen könnte. Er habe auch nicht glaubhaft darlegen können, persönlich faktisch und unmittelbar b e- droht zu sein, unter Verletzung des Non -Refoulement-Prinzips nach Äthi- opien zurückgeschafft zu werden. Da er zudem den Flüchtlingsstatus durch das UNHCR erhalten habe oder diesen erwerben könne, habe er jederzeit die Möglichkeit, sich bei einer Vertretung des UNHCR im Sudan zu melden. Zudem seien bei der Anwendung von a Art. 52 Abs. 2 AsylG in einer G e- samtschau die Beziehungsnähe zur Schweiz und die Be ziehungsnähe zu anderen Staaten zu prüfen. Seinen Angaben zufolge würden keine nahen Verwandten oder Bezugspersonen des Beschwerdeführers in der Schweiz leben. Es bestehe demnach keine besondere Beziehungsnähe zur Schweiz. Nach dargelegter Begründung benöt ige er den zusätzlichen subsidiären Schutz der Schweiz nicht und es sei ihm zumutbar, im Sudan zu verbleiben. F. Das BFM leitete eine vom Beschwerdeführer unterzeichnete englisc h- sprachige Eingabe vom 23. April 2014 (Poste ingang Botschaft: 27. April 2014) an das Bundesverwaltung sgericht weiter (Posteingang Bunde s- verwaltungsgericht: 5. Juni 2014) , mit welcher er gegen den vorinstanzl i- chen Entscheid Beschwerde erhob und sinngemäss die Aufhebung der Verfügung des BFM sowie die Bewilligung der Einreise in die S chweiz und die Asylgewährung beantragte. In der Beschwerdeeingabe werden vorab im Wesentlichen dieselben Vor- bringen an geführt, die in den schriftlichen Eingaben im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens dargelegt wurden . Im Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, sein Leben sei in Khartum und generell im Sudan aktuell nach wie vor in ernsthafter Gefahr. Als zusätzliches neues Bedrohungsmoment führt er an, als Mitglied einer kirchlichen Gemei n- schaft, die von den suda nesischen Behörden geächtet werde , sei er in seiner Religionsfreiheit behindert worden. Er sei ins Kreuzfeuer ideolog i- scher und politischer Auseinandersetzung geraten. Unbekannte Leute seien in das Kirchenhaus, in dem er gedient habe, eingefallen und hätte n ihn gefangen, befragt und terrorisiert. Im Dezember 2013 seien er und andere führende Mitglieder der Kirche von der äthiopischen Botschaft in Khartum ohne Angabe von Gründen schriftlich aufgefordert worden, sich E-3055/2014 Seite 6 dort zu melden. Sie hätten dies als Kirche nmitglieder und auch in eig e- nem Namen der Polizei angezeigt, die sich jedoch geweigert habe, die Klagen entgegenzunehmen, dies aufgrund des Abkommens zwischen der äthiopischen und sudanesischen Regierung. Schliesslich habe er die A n- gelegenheit bei den zust ändigen Behörden als auch beim UNHCR g e- meldet, wobei die Klagen jedoch wirkungslos geblieben seien und ihm keine Lösung angeboten worden sei. Er sei nun ständigen Drohanrufen und Aufforderungen durch unbekannte äthiopische Sicherheitsleute, die äthiopische Botschaft zu kontaktieren, ausgesetzt. Er sei deshalb g e- zwungen, seinen Aufenthaltsort in Khartum ständig zu wechseln. Er lebe in Khartum als ungeschützter Flüchtling in ständiger Angst und Unsiche r- heit, in sein Heimatland deportiert und verhaftet zu werden. Aufgrund sei- ner Ethnie und seiner politischen Ausrichtung sei er der ernsthaften G e- fahr von Verletzungen von Menschenrechten ausgesetzt. Aus diesen Gründen benötige er den Schutz der Schweiz. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den B e- hörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver - waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei- det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel, so auch vorliegend, endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 1.2 Die Beschwerde ist frist - und – bis auf den sprachliche n Aspekt (vgl. E. 1.3) – formgerecht eingereicht (vgl. Art. 21 VwVG letzter Teilsatz). Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt, hat ein schutzwü r- diges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung und ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 108 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist mithin einzutreten. E-3055/2014 Seite 7 1.3 Die Beschwerde ist in engli scher Sprache und somit nicht in einer Amtssprache des Bundes abgefasst. Auf die Ansetzung einer Frist zur Beschwerdeverbesserung oder auf die Einholung einer Übersetzung kann indessen aus prozessökonomischen Gründen praxisgemäss ve r- zichtet werden, da der Eingabe des Beschwerdeführers genügend klare, sinngemässe Rechtsbegehren und deren Begründung zu entnehmen sind und ohne Weiteres darüber befunden werden kann. 1.4 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG und das AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 1.5 Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durc h- führung eines Schriftenwechsels verzichtet. 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachv erhalts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. Mit der Änderung des Asylgesetzes vom 28. September 2012 – von der Bundesversammlung als dringlich erklärt und am 29. September 2012 in Kraft getreten – ist die Möglichkeit der Einreichung eines Asylgesuches aus dem Ausland weggefallen (vgl. AS 2012 5359). Das vorliegende U r- teil, welches ein Asylgesuch aus dem Ausland nach altem Recht zum Gegenstand hat, ergeht daher gestützt auf die Übergangsbestimmung zur Änderung vom 28. September 2012, wonach für Asylgesuche, die im Aus- land vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 28. September 2012 gestellt worden sind, die Art. 12, 19, 20, 41 Abs. 2, 52 und 68 AsylG sowie Art. 10 der Asylverordn ung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311 ) in der bisherigen Fassung des Gesetzes gelten. Wird demnach im vorliegenden Beschwerdeverfahren auf das AsylG oder Verordnungstexte verwiesen, bezieht sich dies stets auf die bisherige Fassung der entsprechenden Bestimmungen. 4. 4.1 Gemäss aArt. 19 Abs. 1 AsylG kann ein Asylgesuch im Ausland bei einer Schweizerischen Vertretung gestellt werden, welche es mit einem Bericht an das Bund esamt überweist (a Art. 20 Abs. 1 AsylG). Die Schweizerische V ertretung führt mit der asylsuchenden Person in der E-3055/2014 Seite 8 Regel eine Befragung durch (aArt. 10 Abs. 1 AsylV 1). Ist dies nicht mö g- lich, so wird die asylsuchende Person von der Vertretung aufgefordert, ih- re Asylgründ e schriftlich festzuhalten (a Art. 10 Abs. 2 Asy lV 1). Die Schweizerische Vertretung überweist dem Bundesamt das Befragung s- protokoll oder das schriftliche Asylgesuch sowie weitere zweckdienliche Unterlagen und einen ergänzenden Bericht, der ihre Beurteilu ng des Asylgesuchs enthält (aArt. 10 Abs. 3 AsylV 1). 4.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat in Auslegung dieser Bestimmu n- gen in BVGE 2007/30 erkannt, dass sich die Unmöglichkeit einer Befr a- gung aus organisatorischen oder kapazitätsmässigen Gründen bei der jeweiligen Vertretung, aus faktischen Hindernissen im betreffenden Land oder aus bei der asylsuchenden Person liegenden persönlichen Gründen ergeben kann (vgl. BVGE 2007/30 E. 5.2 und 5.3). Da die Befragung der Sachverhaltserstellung sowie der Gewährung des rechtlichen Gehörs dient (vgl. BVGE a.a.O. E. 5.5), ist die asylsuche nde Person bei gegebe- ner Unmöglichkeit einer Befragung unter Hinweis auf ihre Mitwirkung s- pflicht in einem individualisierten Schreiben mitt els konkreter Fragen au f- zufordern, ihre Asylgründe schriftlich festzuhalten; ein standardisiertes Schreiben vermag diesen Anforderungen damit in aller Regel nicht zu ge- nügen (vgl. BVGE a.a.O. E. 5.4). Allerdings kann sich eine Befragung be ziehungsweise ei ne schriftliche Sachverhaltsabklärung erübrigen, wenn der Sachverhalt bereits aufgrund des eingereichten Asylgesuchs als erstellt erscheint; der asylsuchenden Person ist aber diesfalls immerhin im Sinne des rechtlichen Gehörs die Gelegenheit zu geben, sich zum Verzicht auf eine Befragung und zu e i- nem abzusehenden negativen Entscheid zumindest schriftlich zu äussern (vgl. BVGE a.a.O. E. 5.7). Schliesslich ist das Bundesamt in jedem Fall gehalten, das Absehen von einer Befragung in der Verfügung über das Asylgesuch zu begründen (vgl. BVGE a.a.O. E. 5.6 sowie 5.7). 4.3 Vorliegend sah sich die Botschaft in Khartum nicht in der Lage, eine persönliche Befragung des Beschwerdeführers durchzuführen. Das BFM begründete diesen Verzicht im Schreiben vom 9. Juli 2013 mit dem be- grenzten Personalbestand der Botschaft sowie den fehlenden Vorausse t- zungen im sicherheitstechnischen und räumlichen Bereich. Das Bunde s- amt ersuchte den Beschwerdeführer deshalb um Einreichung einer e r- gänzenden Stellungnahme zwecks Vervollständigung des rechtserhebli- chen Sachverhaltes. Der Beschwerdeführer nahm in der Folge mit Eing a- be vom 5. September 2013 ausführlich zu den gestellten Fragen Stellung E-3055/2014 Seite 9 und machte persönliche, auf ihn konkret bezogene Angaben. Vorliegend erhielt er somit rechtsgenügend Ge legenheit, seine Asylgründe darzul e- gen und bei der Erhebung und Ergänzung des massgebenden Sachve r- halts mitzuwirken. Die Botschaft verzichtete darauf, in einem ergänzenden Bericht ihre Beur- teilung des Asylgesuchs darzulegen und überwies die Unterlagen dem BFM ohne Kommentar. 5. Das Bundesamt kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, wenn die asylsuchende Person keine Verfolgung glaubhaft machen kann oder ihr die Aufnahme in einem Drittstaat zugemutet werden ka nn (vgl. Art. 3, Art. 7 und aArt. 52 Ab s. 2 AsylG). Nach aArt. 20 Abs. 2 AsylG bewilligt das Bundesamt einer asylsuchenden Person die Einreise in die Schweiz zur Abklärung des Sachverhaltes, wenn ihr nicht zugemutet werden kann, im Wohnsitz - oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein anderes Land auszureisen (vgl. BVGE 2007/19 E. 3.2; 2011/10 E. 3). Bei diesem Entscheid sind die Voraussetzungen zur Erteilung einer Ei n- reisebewilligung grundsätzlich restriktiv zu umschreiben, wobei den B e- hörden ein weiter Ermessensspielraum zukommt. Ausschlag gebend für die Erteilung der Einreisebewilligung ist dabei die Schutzbedürftigkeit der betroffenen Personen (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwe i- zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1997 Nr. 15 E. 2c; 2004 Nr. 20 E. 3.b), mithin die Prüfung de r Fragen, ob eine Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft gemacht wird und ob der Verbleib am Aufenthalt s- ort für die Dauer der Sachverhaltsabklärung zugemutet werden kann (vgl. BVGE 2011/10 E. 3.3). Hält sich eine asylsuchende Person bereits in eine m Drittstaat auf, ist zwar im Sinne einer Vermutung davon auszugehen, die betreffende Pe r- son habe in diesem Drittstaat bereits Schutz vor Verfolgung gefunden oder könne ihn dort erlangen, weshalb auch anzunehmen ist, es sei ihr zuzumuten, dort zu verbleibe n beziehungsweise sich dort um Aufnahme zu bemühen. Diese Vermutung kann sich jedoch sowohl in Bezug auf die Schutzgewährung durch den Drittstaat (vgl. EMARK 2005 Nr. 19 E. 5.1) wie auch auf die Zumutbarkeit der Inanspruchnahme des Schutzes im Drittstaat als unzutreffend erweisen. Es ist deshalb zu prüfen, ob die asyl- suchende Person im Drittstaat Schutz vor Verfolgung gefunden hat oder erlangen kann, was in der Regel zur Verweigerung der Einreisebewill i- gung und zur Ablehnung des Asylgesuchs führt. In jedem Fall sind die Kri-E-3055/2014 Seite 10 terien zu prüfen, welche die Zufluchtnahme in diesem Drittstaat als z u- mutbar erscheinen lasse n, und diese sind mit einer all fälligen Bezi e- hungsnähe zur Schweiz abzuwägen. Bei dieser Abwägung bildet die b e- sondere Beziehungsnähe der asylsuch enden Person zur Schweiz ein zentrales, wenn auch nicht das einzige Kriterium (vgl. BVGE 2011/10 E. 5.1, mit weiteren Hinweisen). Zu berücksichtigen sind ausserdem die Beziehungsnähe zum Drittstaat (oder zu anderen Staaten) sowie die vo r- aussichtlichen Eing liederungs- und Assimilationsmöglichkeiten in der Schweiz beziehungsweise im Drittstaat (oder in anderen Staaten). Allein die Tatsache, dass die asylsuchende Person keine besondere Bezi e- hungsnähe zur Schweiz hat, ist deshalb für die Ablehnung des Asylges u- ches nicht ausschlaggebend (vgl. EMARK 1997 Nr. 15 E. 2.f). Hält sich die asylsuchende Person in einem Drittstaat auf, ist die Einreise in die Schweiz beispielsweise zu bewilligen, wenn der Drittstaat keine hinre i- chende Gewähr für ein ordentliches Asylverfa hren bietet und eine A b- schiebung in den Heimatstaat nicht ausgeschlossen erscheint, auch wenn eine Beziehungsnähe der asylsuchenden Person zur Schweiz fehlt (vgl. EMARK 2005 Nr. 19 E. 4.3). Umgekehrt führt der Umstand, dass e i- ne Beziehungsnähe zur Schweiz namentlich aufgrund von hier ansäss i- gen nahen Familienangehörigen gegeben ist, nicht zur Erteilung einer Einreisebewilligung, wenn aufgrund einer Abwägung mit anderen Krit e- rien der Verbleib im Drittstaat objektiv als zumutbar zu erachten ist. 6. 6.1 Vorliegend g elangt das Bundesverwaltungsgericht in Übereinsti m- mung mit dem BFM zum Schluss, dass die geltend gemachten Vorbri n- gen de s Beschwerdeführers bezüglich der geschilderten Ereignisse in seinem Heimatland grundsätzlich nicht unglaubhaft erscheinen. Ob er bei einer allfälligen Rückkehr nach Äthiopien einer flüchtlingsrechtlich rel e- vanten Gefährdung ausgesetzt sein könnte, kann vor liegend jedoch of- fengelassen werden, da er den (zusätzlichen) Schutz der Schweiz g e- mäss aArt. 52 Abs. 2 AsylG nicht benötigt, weil es i hm – wie im Nachfol- genden aufzuzeigen sein wird – trotz der zugestandenermassen nicht einfachen Bedingungen für äthiopi sche Flüchtlinge im Sudan zumutbar ist, im Zufluchtsland zu verbleiben. 6.2 Der Sudan verfolgt eine sogenannte "encampment policy", wonach Asylsuchende und Flüchtlinge gehalte n sind, sich in einem Flüchtlingsla- ger aufzuhalten. Die sudanesischen Behörden beschränken die Bew e- gungsfreiheit der Flüchtlinge durch diese "encampment policy" und durch die gesetzlich vorgesehene Bestrafung von Flüchtli ngen, welche die E-3055/2014 Seite 11 Flüchtlingslager verlassen. Trotz dieser Einschränkung leben – gemäss Schätzungen des UNHCR vom November 2010 – rund 40'000 Flüchtlinge in Khartum. Die sudanesischen Behörden haben bisher keine einheitliche Praxis entwickelt, wie sie mit d iesen städtischen Flüchtlingen umgehen. Das UNHCR rechnete für das Jahr 2013 im Sudan mit 5'000 Flüchtlingen und 3'300 Asylsuchenden aus Äthiopien (zum Vergleich: UNHCR rechne- te mit 115'000 Flüchtlingen und 2'600 Asylsuchenden aus Eritrea; vgl. zum Ganzen ausführlich Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-3273/2013 vom 22. Juli 2013 E. 7.2, m.w.H.). 6.3 Bezüglich der Gefahr und der vom Beschwerdeführer geltend g e- machten Befürchtung einer allfälligen Deportation nach Äthiopien ist fes t- zustellen, dass zwar in der Tat verschiedentlich Berichte von Deportati o- nen äthiopischer Flüchtlinge bekannt geworden sind und es angesichts der guten Beziehungen zwischen dem Sudan und Äthiopien nicht gene- rell ausgeschlossen werden kann, dass Deportationen von Äthiopiern in ihr Heimatland stattfinden (vgl. auch hierzu Urteil des Bundesverwa l- tungsgerichts E-3273/2013 vom 22. Juli 2013 E. 7.3, m.w.H .). Indessen bestehen keine konkreten Anhaltpunkte dafür, dass solche Deportationen systematisch oder grossflächig durchgeführt würden. Im Sudan als Flüchtlinge registrierte beziehungsweise anerkannte Flüchtlinge werden in der Regel nicht in ihr Heimatland zurückgeführt. Verhaftungen von in Khartum lebenden Flüchtlinge kommen zwar vor. Diese Festnahmen e r- folgen jedoch, nachdem sich diese Flüchtlinge gemäss sudanesischem Gesetz in den Flüchtlingslagern aufzuhalten haben und sich ihr dortiges Aufenthaltsrecht nicht aufs ganze Land, namentlich nicht auf den Gros s- raum Khartum, erstreckt. Das im Mai 2012 von Sudan und Äthiopien u n- terzeichnete Abkommen "Ethiopia -Sudan Extradition Agreement" regelt sodann den Austausch von Gefangenen, damit den Gesuchten veru n- möglicht wird, sich im jeweils anderen Staat zu verstecken. Den heute verfügbaren Quellen sind keine Informationen zu entnehmen, wonach basierend auf diesem Abkommen äthiopische Flüchtlinge aus dem Sudan deportiert würden (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgeric hts E-3273/2013, a.a.O.). Es liegen nach dem Gesagten keine Informationen vor, aufgrund welcher anzunehmen wäre, dass die sudanesischen Behörden in der jüngeren Vergangenheit flächendeckende oder syst ematische Deportationen von äthiopischen Flüchtlingen aus den Flüchtlingslagern nach Äthiopien vo r- genommen hätten oder solche konkret für die Zukunft in Betracht ziehen würden. Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer in Khartum E-3055/2014 Seite 12 ernsthaft eine Deportation zu befürchten hätte, indem er etwa infolge qua- lifizierter regimekritischer Tätigkeiten ein erhöhtes Risikoprofil aufweisen würde, lassen sich den Akten jedenfalls nicht entnehmen. Auch spricht sein langjähriger Aufenthalt im Sudan gegen die akute Gef ahr einer D e- portation. Der Beschwerdeführer befindet sich eigenen Ang aben zufolge seit April 1993 im Sudan und ist vom UNHCR als Flüchtling erfasst wo r- den (vgl. eingereichte Kopie seines UNHCR -Flüchtlingsausweises). Das BFM führte in seiner Verfügung zu Recht aus, dass er nicht glaubhaft h a- be darlegen können, persönlich faktisch und unmittelbar bedroht zu sein, unter Verletzung des Non -Refoulement-Prinzips nach Äthiopien zurüc k- geschafft zu werden. A uf B eschwerdeebene wird neu geltend gemacht, seitens unbekannter äthiopischer Sicherheitsleute aus der äthiopischen Botschaft in Khartum seien er und andere führende Mitglieder einer kirch- lichen Gemeinschaft im Dezember 2013 ohne Angabe von Gründen schriftlich aufgefordert worden, sich dort zu melden. Sie hätten d ies als Kirchenmitglieder und auch in eigenem Namen der Polizei angezeigt, die sich jedoch geweigert habe, die Klagen entgegenzunehmen, dies au f- grund des Abkommens zwischen der äthiopischen und sudanesischen Regierung. Schliesslich habe er die Angelegenhei t bei den zuständigen Behörden als auch beim UNHCR gemeldet, wobei die Klagen jedoch wi r- kungslos geblieben seien und ihm keine Lösung angeboten worden sei. Diese neuen Vorbringen wirken plakativ und sind unsubstanziiert. Der Beschwerdeführer hat hierzu weder Unterlagen bezüglich der Klageerh e- bung bei den zuständigen Behörden noch eine entsprechende Bestät i- gung des UNHCR beigebracht, was ihm im Rahmen der zumutbaren Mitwirkungspflicht ohne Weiteres hätte möglich sein müssen. Auch wäre eine angemessene Unterstützung zumindest seitens des UNHCR zu er- warten. Demnach erscheinen die geltend gemachten Nachstellungen, wonach er nun ständigen Drohanrufen und Aufforderungen durch unb e- kannte äthiopische Sicherheitsleute, die äthiopische Botschaft zu konta k- tieren, ausgesetzt und gezwungen sei, seinen Aufenthaltsort in Khartum ständig zu wechseln, als nachgeschobene Steigerung des Sachverhaltes und in diesem Sinne als Anpassung an die Erwägungen in der vorinstanz- lichen Verfügung. Zudem ist anzumerken, dass es zumindest zweifelhaft anmutet, dass der Beschwerdeführer den angeblichen Nachstellungen äthiopischer Sicherheitsleute derart leicht hätte entgehen können. Ein nachvollziehbares ernsthaftes Interesse der äthiopischen Be hörden g e- genüber dem Beschwerdeführer ist denn auch in Berücksichtigung seines politisch unterschwelligen Profils nicht glaubhaft. E-3055/2014 Seite 13 Eine relevante Gefährdung des Beschwerde führers im Sudan ist de m- nach in Berücksichtigung der massgebenden Umstände nicht anzune h- men. Eine flüchtlingsrechtlich begründete Grundlage für eine Bewilligung der Einreise in die Schweiz oder die Gewährung von Asyl ist vorliegend nicht gegeben. 6.4 Obgleich der Beschwerdeführer Schwierigkeiten bei der Arbeitssuche geltend macht, ist es ihm offenbar bish er gelungen, ein Auskommen zu finden. Damit ist davon auszugehen, dass er über die nötigen fina nziellen Mittel zur Deckung d es Existenzbedarfs für sich und seine Familie (Eh e- frau und zwei Kinder) verfügt. Insgesamt ist nicht davon auszugehen, dass sich der Beschwerdeführer in einer existenziellen Notlage befindet beziehungsweise der weitere Aufenthalt im Sudan mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu einer solchen führen wird. Sollten diese Mittel den- noch nicht genügen, könnten er und seine Familie einer allfälligen Ver- sorgungsnotlage dadurch entgehen, dass er sich erneut an das UNHCR wendet und sich einem Flüchtlingslager zuteilen lassen würde. Auch wenn anerkanntermassen die Situation in den Lagern teils prekär ist, kann dennoch davon ausgegangen werden, dass zumindest die Grun d- versorgung dort gewährleistet ist. Bezüglich einer allfälligen Befürchtung, ein Aufenthalt in den Flüchtlingscamps sei nicht sic her bzw. Opfer einer Verschleppung zu werden, ist schliesslich festzuhalten, dass zwar ver- schiedene Fäl le von Flüchtlingen, die von Entführungen aus sudanes i- schen Flüchtlingslagern betroffen sind, dokumentiert sind; dabei ist j e- doch jeweils die Rede von Eritreern, nicht von Äthiopiern (vgl. Schweize- rische Flüchtlingshilfe [SFH], Eritrea: Entführungen, Erpre ssungen, O r- ganhandel, 5. Juli 2012; UNHCR, Refugees and the Rashaida: Human smuggling and trafficking from Eritrea to Sudan and Egypt , März 2013 ; Reuters Alertnet, Traffickers attacking Eritrean refugees in Sudan – rights groups, 31. Januar 2013). 6.5 Sodann i st angesichts des über 21 -jährigen Aufenthaltes des B e- schwerdeführers im Su dan auf eine relativ grosse Beziehungsnähe zu diesem Drittstaat zu schliessen und anzunehmen, dass er dort weitestg e- hend integriert ist. Demgegenüber weist er den Akten zufolge zur Schweiz keine enge Bindung auf. 6.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer keine hinreichenden Gründe darzutun vermag, aus welchen die Zumutbarkeit seines weiteren Aufenthalts im Sudan zu verneinen wäre. Demnach b e- nötigt er den subsidi ären Schutz der Schweiz gemäss a Art. 52 Abs. 2 E-3055/2014 Seite 14 AsylG nicht und der weitere Verbleib im Sudan ist ihm zumutbar. Das BFM hat demnach dem Beschwerdeführer zu Recht die Ei nreise in die Schweiz nicht bewilligt beziehungsweise sein Asylgesuch abgelehnt. 7. Aus die sen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfü gung Bundesrecht nicht verletzt sowie den rechtserheblichen Sachverhalt ric h- tig und vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist folglich abzuweisen. 8. Bei diesem Ausgang des Verfa hrens wären die Kosten von Fr. 600. – grundsätzlich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG, Art. 1 -3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Aus verwaltungsökonomischen Gründen ist indessen auf deren Erhebung zu verzichten (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 6 Bst. b VGKE). (Dispositiv nächste Seite) E-3055/2014 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die schweize- rische Vertretung in Khartum. Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: Muriel Beck Kadima Christoph Berger Versand: