<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>AL.2017.00199</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Ersatzrichterin Senn-Buchter<br/>Gerichtsschreiber Schetty</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 27. Dezember 2017</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Einkaufszentrum Neuwiesen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Zürcherstrasse</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> 8, Postfach 474, 8405 Winterthur</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der im Jahre 1966 geborene X.___ leidet seit 1984 an einer vererbba</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren Augenerkrankung mit einer Verminderung der Sehkraft auf weniger als 5 % (Urk. 5/19). Ab 1. April 1997 war der Versicherte als selbständiger Masseur er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">werbstätig, bis er am 20. Juni 2012 eine längere Haftstrafe antreten musste (Urk. 5/20-21, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 5/24). Am 10. Mai 2017 stellte sich der Versicherte der Ar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitsvermittlung zur Verfügung; der Antrag auf Ausrichtung von Arbeitslo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">senentschädigung ab 25. Juni 2017 erfolgte am 18. Mai 2017 (Urk. 5/20-23, Urk. 5/25). Nach seiner Entlassung aus dem Strafvollzug per 25. Juni 2017 wurde dem Versicherten ein fünfjähriges Berufsverbot als Masseur auferlegt (Urk. 8/2). Mit Verfügung vom 23. Mai 2017 lehnte die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab 26. Juni 2017 ab (Urk. 5/14) und hielt an dieser Einschätzung mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 17. Juli 2017 fest (Urk. 5/2 = Urk. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob der Versicherte am 1. September 2017 Beschwerde und bean</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragte die Anerkennung seines Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung (Urk. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwerdeantwort vom 5. Oktober 2017 beantragte die Beschwerdegegne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 4), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 9. Oktober 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="AL001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Art. 9 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeits- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">losenversi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und die Insolvenzentschädigung (AVIG) gelten - so</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weit das Gesetz nichts anderes vorsieht - für den Leistungsbezug und für die Beitragszeit zweijährige Rahmenfristen. Die Rahmenfrist für den Leistungsbezug beginnt mit dem ersten Tag, für den sämtliche Anspruchsvoraussetzungen er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">füllt sind (Art. 9 Abs. 2 AVIG), und die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor diesem Tag (Art. 9 Abs. 3 AVIG)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="AL004"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">losenentschä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">digung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> besteht darin, dass die versicherte Person die Bei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tragszeit erfüllt hat oder von der Beitragspflicht befreit ist (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. e AVIG). Von der Erfüllung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der Beitragszeit befreit sind gemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">14 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 AVIG Personen, die innerhalb der Rahmenfrist (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">9 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3) während insge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">samt mehr als zwölf Monaten nicht in einem Arbeitsverhältnis standen und die Beitragszeit nicht erfüllen konnten wegen:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">a. </span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einer Schulausbildung, Umschulung oder Weiterbildung, sofern sie wäh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rend mindestens zehn Jahren in der Schweiz Wohnsitz hatten;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Krankheit (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherungsrechts, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG), Unfall (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4 ATSG) oder Mutterschaft (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5 ATSG), sofern sie während dieser Zeit Wohnsitz in der Schweiz hatten;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eines Aufenthaltes in einer schweizerischen Haft- oder Arbeitserziehungsan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stalt oder in einer ähnlichen schweizerischen Einrich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tung.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem klaren Wortlaut von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">14 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 AVIG muss die versicherte Person durch einen der in dieser Bestimmung genannten Gründe an der Ausübung ei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ner beitragspflichtigen Beschäftigung gehindert worden sein. Zwischen dem Befreiungsgrund und der Nichterfüllung der Beitragszeit muss ein Kausalzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sammenhang bestehen. Dabei muss das Hindernis während mehr als zwölf Mo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">naten bestanden haben. Da eine Teilzeitbeschäftigung mit Bezug auf die Erfül</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lung der Beitragszeit einer Vollzeitbeschäftigung gleichgestellt ist (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">11 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4 Satz 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">AVIV), liegt die erforderliche Kausalität zudem nur vor, wenn es der versicherten Person aus einem der in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">14 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. a bis c AVIG genannten Gründe auch nicht möglich und zumutbar war, ein Teil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zeitarbeitsverhältnis einzugehen (BGE 139 V 37 E. 5.1 mit Hinweisen). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> damit, dass vorliegend keine Kausalität zwischen dem Befreiungsgrund und der Nichterfüllung der Beitragszeit begründet werden könne, da der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer bis zu seinem Haftantritt selbständig erwerbstätig gewesen sei. So stelle auch die Aufgabe einer selbständigen Erwerbstätigkeit keinen Befreiungsgrund dar (Urk. 2 S. 6).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber machte der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, dass es ihm seit spätestens August 2012 und unabhängig vom Aufenthalt in der Haft</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anstalt aufgrund der Überschuldung seiner Praxis und der Auflösung derselben ohnehin nicht mehr möglich gewesen wäre, selbständig erwerbstätig zu sein. Hinzu komme, dass das ihm gegenüber ausgesprochene Berufsverbot die Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">übung der bisherigen wie auch einer anderen ähnlichen selbständigen Erwerbs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tätigkeit (als Masseur) verunmöglicht hätte. Damit wäre er gezwungen gewesen, eine unselbständige Erwerbstätigkeit aufzunehmen, wozu er in der Lage gewe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen wäre, durch den fast fünfjährigen Gefängnisaufenthalt aber verhindert ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wesen sei. Die Weisung B 186 gemäss AVIG-Praxis ALE schaffe eine weitere Voraussetzung für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung, welche so ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzlich nicht vorgesehen sei (Urk. 1 S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unbestritten ist vorliegend, dass der Beschwerdeführer in der massgebenden Rahmenfrist für die Beitragszeit aufgrund der mehrjährigen Haftstrafe keine beitragspflichtige Beschäftigung nachweisen kann, so dass zu prüfen ist, ob der Befreiungstatbestand gemäss Art. 14 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. c AVIG Anwendung findet.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin stützte ihren Entscheid im Wesentlichen auf die einschlä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gige Weisung der AVIG-Praxis ALE. Gemäss Ziffer B 186 ist dabei bei allen Befreiungsgründen die Verhinderung an der Ausübung einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Arbeitneh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mendentätigkeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> entscheidend. Bei einer versicherten Person, die vor Eintritt ei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nes Befreiungstatbestandes selbständig erwerbstätig war, fehlt diese Kausalität.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span id="VV019"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Verwaltungsweisungen richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">scheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">terne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 133 V 587 E. 6.1; 133 V 257 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. BGE 133 II 305 E. 8.1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ungeachtet der einschlägigen Weisung ist demnach zu prüfen, ob der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführer die angestammte Tätigkeit auch ohne Verbüssung einer Haftstrafe hätte aufgeben müssen und in der massgebenden Rahmenfrist für die Beitrags</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine beitragspflichtige unselbstän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dige Erwerbstätigkeit aufgenommen hätte.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus dem IK-Auszug ist dabei ersichtlich, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2010 einen markanten Einbruch des selbständig erwirtschafteten Einkommens hinnehmen musste; demgegenüber erholten sich die Einkommen in den Jahren 2011 und 2012 wieder, wenn auch auf eher bescheidenem Niveau (Urk. 8/1 S. 4). Allein aus den erwirtschafteten Einkommen kann demnach nicht mit über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dass - ohne Haftan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tritt – die Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit unmittelbar bevorstand. Auch die weiteren Akten enthalten diesbezüglich keine konkreten Anhalts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkte. Insoweit der Beschwerdeführer ausführt, dass er auch aufgrund des Berufsverbotes an einer selbständigen Tätigkeit gehindert worden wäre, ist an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zumerken, dass dieses erst ab 25. Juni 2017 ausgesprochen wurde und damit im Wesentlichen erst nach der Rahmenfrist für die Beitragszeit wirksam wurde. Vor diesem Hintergrund ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszuge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hen, dass der Beschwerdeführer – hätte er keine mehrjährige Haftstrafe antreten müssen – weiterhin einer selbständigen Erwerbstätigkeit als Masseur nachge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gangen wäre. Die Nichterfüllung der Beitragszeit ist demnach nicht auf den Aufenthalt in der Haftanstalt zurückzuführen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend führt dies in Abweisung der Beschwerde zur Bestätigung des angefochtenen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einspracheentscheids</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Beschwerdegegnerin. Bei diesem Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gang des Verfahrens kann offen bleiben, ob Ziffer B 186 der einschlägigen AVIG-Praxis ALE für alle Konstellationen eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">seco</span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"> - Direktion für Arbeit</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span></p><p></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><span id="_GoBack"></span>GräubSchetty</p><p></p></div> </div></body></html>