Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 8. November 2018 (720 18 199 / 307) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Wahl der Bemessungsmethode. Bei unübersichtlichen Geschäfts-Verhältnissen ist es nicht immer zielführend, den IV-Grad im ausserordentlichen Bemessungsverfahren zu ermitteln. Das Valideneinkommen ist diesfalls vielmehr auf der Grundlage lohnstatisti- scher Werte zu bestimmen. Zumutbarkeit eines Berufswechsels im Hinblick auf die Be- stimmung des Invalideneinkommens bejaht. Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsri chter Jgnaz Jermann, Kan- tonsrichter Markus Mattle, Gerichtsschreiber Stephan Paukner Parteien A.____ , Beschwerdeführer , vertreten durch Elisabeth Maier , Advok a- tin, Hauptstrasse 104, 4102 Binningen gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Der 1961 geborene A.____ ist selbständiger Motor rad- und Automechaniker mit eigener Werkstatt und seit 2001 Mehrheitsgesellschafter und Geschäftsführer der Garage B.____ GmbH in C.____. Am 1. November 2014 meldete er sich unter Hinweis auf eine im April 2014 Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht diagnostizierte Darmkrebserkrankung bei der Eidgenössische n Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. B. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse stellte die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) mit Vorbescheid vom 26. A pril 2017 fest, dass kein Leistungsan- spruch bestehe. Mit Verfügung vom 8. Mai 2018 hielt si e an der Abweisung des Leistungsbe- gehrens fest. Zur Begründung brachte sie vor, dass dem V ersicherten seine bisherige Tätigkeit als Selbständigerwerbender im Zeitpunkt des frühestmögli chen Leistungsanspruches sechs Monate nach seiner Anmeldung noch zu 50%, die Ausübung e iner leichten angepassten Ver- weistätigkeit hingegen vollumfänglich zumutbar gewesen sei. Unter dem Aspekt der Schaden- minderungspflicht sein der Wechsel von einer selbständige n hin zu einer unselbständigen Er- werbstätigkeit zumutbar. Letztlich resultierte ein nicht leistungsbegründender IV-Grad von 4%. C. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Adv okatin Elisabeth Maier, am 13. Juni 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung So- zialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, dass ihm in Aufhebung der angefochte- nen Verfügung die gesetzlichen Leistungen auszurichten seien. Eventualiter sei die Angelegen- heit zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zur Begründung liess er zusammenfassend vorbringen, dass der medizinische Sachver halt ungenügend abgeklärt worden und der Wechsel von einer selbständigen zu einer unselbständigen Erwerbstätigkeit unzumutbar sei. Ausserdem sei der von der IV-Stelle vor genommene Einkommensvergleich nicht korrekt vorgenommen worden. D. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom 29. Aug ust 2018 auf Abweisung der Be- schwerde. Der medizinische Sachverhalt sei genügend abgeklärt. Auch die behandelnden Ärzte seien davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer in se iner angestammten Tätigkeit nur noch im Umfang von 50%, in einer optimal behinderun gsangepassten Verweistätigkeit hinge- gen vollständig arbeitsfähig sei. Gestützt auf diese An gaben habe der regional-ärztliche Dienst (RAD) der IV-Stelle die verbleibende Arbeitsfähigkei t des Versicherten zuverlässig einschätzen können. Für weitere medizinische Abklärungen bestehe des halb kein Handlungsbedarf. Mit Blick auf den Abklärungsbericht vom 14. März 2016 lasse si ch aufgrund der Geschäftsab- schlüsse des Versicherten kein aussagekräftiger Einkommensver gleich machen. Daraus gehe vielmehr hervor, dass es dem Beschwerdeführer aus gesundhe itlichen Gründen nicht mehr möglich sei, alle in seinem Garagenbetrieb anfallenden Arbeiten auszuführen. Aufgrund der ihm obliegenden Schadenminderungspflicht sei ihm aber die Ausübung einer unselbständigen Er- werbstätigkeit durchaus vollumfänglich zumutbar. Das der angefochtenen Verfügung zu Grunde gelegte Valideneinkommen sei ausserdem angemessen. E. Nachdem die Angelegenheit mit verfahrensleitender V erfügung vom 4. September 2018 dem Gericht zur Beurteilung überwiesen worden war, li ess der Beschwerdeführer am 24. Sep- tember 2018 einen Arztbericht betreffend ein neurolog isches Konsilium vom 16. Mai und vom 11. Juni 2018 einreichen. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht F. Anlässlich der auf Antrag des Beschwerdeführers angese tzten Parteiverhandlung vom 8. November 2018 hielten die Parteien an ihren Rechts begehren fest. Auf deren weitere Aus- führungen anlässlich der Parteiverhandlung sowie in den Rechtsschriften wird soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde des Versicherten vom 13. Juni 2018 ist demnach einzutreten. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich m indestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 2.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussicht lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie k ann im IV-Bereich Folge von Geburts- gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IV G). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommende n allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver- stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des V orliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 200 8 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über- windbar ist (Satz 2). 2.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Gr ad der Invalidität wie folgt abge- stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 2.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten – auch von Selb- ständigerwerbenden – ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invali- ditätsgrad aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimm en. Dazu wird das Erwerbsein- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der In validität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Bezie- hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat i n der Regel in der Weise zu erfol- gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffe rnmässig möglichst genau ermit- telt und einander gegenübergestellt werden. Aus der E inkommensdifferenz lässt sich der Invali- ditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommen svergleichs; BGE 128 V 29 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b). Insoweit die fraglichen Erwer bseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und sind die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. 2.5 Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkomm en nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Method e für nicht erwerbstätige Versi- cherte (Art. 28a Abs. 2 IVG) ein Betätigungsvergleich anzustellen, und der Invaliditätsgrad ist nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminder ten Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen (BGE 128 V 29 E. 1). Der grundsätzliche Un- terschied des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens zur spezifischen Methode gemäss Art. 28a Abs. 2 IVG besteht darin, dass die Invalidität nicht unmittelba r nach Massgabe des Be- tätigungsvergleichs als solchem bemessen wird. Vielmehr ist zunächst anhand des Betäti- gungsvergleichs die leidensbedingte Behinderung festzuste llen; sodann aber ist diese im Hin- blick auf ihre erwerbliche Auswirkungen besonders zu gewicht en. Eine bestimmte Einschrän- kung im funktionellen Leistungsvermögen eines Erwerbstäti gen kann zwar, braucht aber nicht notwendigerweise, eine Erwerbseinbusse gleichen Umfan gs zur Folge zu haben. Wollte man bei Erwerbstätigen ausschliesslich auf das Ergebnis des Betä tigungsvergleichs abstellen, so wäre der gesetzliche Grundsatz verletzt, wonach bei diese r Kategorie von Versicherten die In- validität nach Massgabe der Erwerbsunfähigkeit zu bestimme n ist (ausserordentliches Bemes- sungsverfahren; BGE 128 V 30 f. E. 1 mit Hinweisen). Um fasst die Arbeit der versicherten Per- son mehrere Teiltätigkeiten, sind diese nicht nur nach Massgabe des zeitlichen Aufwands, son- dern zusätzlich gestützt auf dem jeweiligen Bereich entsp rechende Lohnansätze auch masslich zu gewichten (BGE 128 V 29 E. 4). 3.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrade s bildet die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheit lichen Beeinträchtigungen arbeitsun- fähig ist. Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der kör- perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbei t zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Ber uf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 3.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterl agen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei- ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen S tellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, we lche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Perso n auf dem allgemeinen, ausgegliche- nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarer- weise noch verrichtet werden können (U LRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi- alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 3.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vg l. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 3.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzu stellen (vgl. die ausführlichen Zusam- menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein- geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte , welche aufgrund eingehender Be- obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in d ie Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen ge langen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indi zien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 4.1 Zwischen den Parteien ist grundsätzlich unbestritten geblieben, dass der Beschwerde- führer in seiner angestammten Tätigkeit als selbständig er Automechaniker und Garagist seit März 2015 im Umfang von mindestens 50% arbeitsunfähig i st (Beschwerdebegründung, S. 6; Vernehmlassung, Ziffer 3a). Diese Auffassung deckt sich mit den medizinischen Akten, wonach die behandelnde Hausärztin dem Versicherten nach einer a m 8. August 2014 erfolgten Rek- tumamputation eine Arbeitsunfähigkeit von weiterhin l ediglich 50% im angestammten Beruf als Automechaniker attestiert hatte (IV-Dok 22 und 33). Ihre Angaben stimmen im Wesentlichen mit Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht den Aussagen der behandelnden Fachärztin des Spitals D .____ überein, welche in ihrem Be- richt vom 26. Juli 2016 in Bezug auf die Frage einer Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeüb- ten Tätigkeit auf die hausärztliche Einschätzung einer 50%-igen Arbeitsunfähigkeit verwiesen und wie schon zuvor die Hausärztin angegeben hat, dass d as Heben von schweren körperli- chen Lasten, wie beispielsweise das Anheben von Autoräder n, vermieden werden sollte (IV- Dok 54 und 55). Nachdem sich der Versicherte wegen eine r parastomalen Hernie am 14. Oktober 2016 erneut einer Operation unterziehen m usste, hielt die für die im Anschluss engmaschige Betreuung verantwortliche Hausärztin (IV-Dok 55, ad Ziffer 1.11) in ihrem Bericht vom 3. Januar 2017 in Bezug auf den Verlauf der Arbei tsfähigkeit daran fest, dass im ange- stammten Beruf als Automechaniker weiterhin eine Arbei tsunfähigkeit von mindestens 50% besteht. Ergänzend führte sie wiederum aus, dass der Ver sicherte aufgrund seines Tumorlei- dens, des Stomas und der operierten parastomalen Hernie keine Lasten von über 10 Kilo- gramm tragen oder heben dürfe. Damit resultiere in Bezug auf seine Tätigkeit als Automechani- ker eine Arbeitsunfähigkeit von über 50% (IV-Dok 69). I n Bezug auf diese kongruenten Anga- ben ist schliesslich auf die Empfehlung des RAD insbesonder e vom 6. November 2015 hinzu- weisen, wonach auf die Einschätzung der behandelnden Är ztin abgestellt werden könne und von einer hälftigen Arbeitsfähigkeit in der angestammt en Tätigkeit ausgegangen werden könne (IV-Dok 45 und 106). Die Auffassung einer maximal noch hälftigen Arbeitsfähigkeit des Versi- cherten in seiner angestammten Tätigkeit als Automechani ker ist aus medizinischer Sicht dem- nach zweifellos erstellt. Weitere Ausführungen hierzu erübrigen sich. 4.2 Uneinigkeit zwischen den Parteien besteht mit Blick a uf die Zumutbarkeit eines allfälli- gen Berufswechsels hingegen in medizinischer Hinsicht bezüglich der Höhe der Arbeitsfähigkeit in einer noch zumutbaren Verweistätigkeit. Während der Beschwerdeführer die Auffassung ver- tritt, dass der medizinische Sachverhalt in Bezug auf sei ne Verweistätigkeit ungenügend abge- klärt worden sei und deshalb einer ergänzenden, gutac hterlichen Abklärung bedürfe, stellt sich die Beschwerdegegnerin auf den gegenteiligen Standpu nkt. Die den Beschwerdeführer behan- delnde Hausärztin hatte im Juni 2015 noch offen gelasse n, ob eine Einschränkung der körperli- chen Leistungsfähigkeit bestehen bleiben wird (IV-Dok 3 3, ad Ziffer 1.9). Mit Schreiben vom 29. Oktober 2015 attestierte sie dem Versicherten auf Na chfrage der IV-Stelle für eine leichte körperliche Verweistätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100% (IV-Dok 43). Ihrem anschliessenden Bericht vom 22. Mai 2017 zu Handen der Rechtsvertrete rin des Versicherten kann sodann ent- nommen werden, dass im Vergleich zur Einschätzung vom 2 9. Oktober 2015 jedoch einige re- levante medizinische Aspekte hinzugekommen seien, welche d ie Arbeitsfähigkeit des Versi- cherten beeinflussen würden. Erwähnenswert sei ein Sulcu s ulnaris Syndrom, welches immer wieder zu Verkrampfungen der linken Hand und zu feinmo torischen Störungen führe. Weiter leide der Versichert seit einigen Monaten auch unter p sychischen Beschwerden, welche die Arbeitsfähigkeit reduzieren könnten. Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei bei dieser kom- plexen Situation ein Gutachten unabdingbar (IV-Dok 86, S. 6 f.). 4.3 Entgegen der in der vorliegenden Beschwerde vertret enen Auffassung kann daraus nicht die Schlussfolgerung gezogen werden, die medizinische Situation des Beschwerdeführers sei ungeklärt geblieben und bedürfe einer ergänzenden, gutachterlichen Abklärung. Hintergrund bildet einerseits die Beurteilung des behandelnden Neurologen vom 5. September 2017 (IV-Dok Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 95). Daraus geht hervor, dass der Versicherte seit drei b is vier Monaten an einer Verkrampfung der linken Hand leide. Es bestehe eine sensomotorische Ul narisneuropathie links, welche auf eine perioperative Druckschädigung des entsprechenden Ne rvs im Rahmen der Operation des Rektumkarzinoms zurückzuführen sein dürfte. Die Prognose sei gut. Es bestehe diesbezüglich keine wesentliche Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit. Eine konservative Therapie sei ausrei- chend. Angesichts dieser Facheinschätzung ist der von der b ehandelnden Hausärztin in neuro- logischer Hinsicht noch im Mai 2017 aufgeworfene Abkläru ngsbedarf entgegen der wiederholt auch anlässlich der Parteiverhandlung vertretenen Ansicht des Beschwerdeführers damit rechtsgenüglich abgeklärt. Daran vermag nichts zu ändern , dass der untersuchende Neurologe angegeben hat, dass nicht sicher beantwortet werden könn e, ob die bisherige Tätigkeit noch zumutbar sei (a.a.O., ad Frage 1,7). In Übereinstimmu ng mit seiner Befunderhebung geht er nämlich davon aus, dass sich allfällige Einschränkungen mitt els konservativer Therapie vermin- dern lassen (a.a.O., ad Frage 1.8). Eine neurologisch b edingte Einschränkung der Arbeitsfähig- keit von Relevanz ist bei dieser Aktenlage nicht auszumach en. Dies gilt umso mehr, weil sich die Einschätzung des untersuchenden Neurologen auf die angestammte Tätigkeit des Versi- cherten bezieht und in einer angepassten, leichten Verwe istätigkeit somit erst recht keine Ein- schränkung der Arbeitsfähigkeit angenommen werden kann. 4.4 Nichts anderes gilt andererseits hinsichtlich der von d er behandelnden Ärztin in deren Bericht vom 22. Mai 2017 (IV-Dok 86, S. 8) aufgeworfe nen Frage betreffend die psychischen Verhältnisse des Versicherten. Es ist festzustellen, dass no ch im Juni 2015 offenbar weder geistige noch psychischen Einschränkungen bestanden hatten ( IV-Dok 33, S. 8, ad Ziffer 1.7). In ihrem Bericht vom 31. Oktober 2017 hat die Institut ion E.____ mit Auswirkung auf die Ar- beitsfähigkeit in der Folge jedoch eine seit Behandlu ngsbeginn anfangs Januar 2017 bestehen- de Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion di agnostiziert (IV-Dok 105). Diesem Bericht ist aber auch zu entnehmen, dass der Versicherte seine Karzinomerkrankung und die in der Folge aufgetretenen Stoma-Komplikationen psychisch gu t verarbeitet habe. Die depressive Reaktion erkläre sich mit einer existentiellen Unsicherheit und dem langjährigen Verlauf des IV- Verfahrens. Der Versicherte wünsche auch keine medikamentöse Behandlung. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit könnten Konzentrationsstörungen zu ei ner Verlangsamung der Arbeitstätigkeit und zu Fehlern führen; es sei allerdings schwierig, die se Verlangsamung von einer bedingt durch körperliche Symptome bedingten Verlangsamung abzu grenzen. Insgesamt bestehe eine nur geringfügige Einschränkung der Arbeitstätigkeit d urch die psychische Symptomatik. Da die bisherige Tätigkeit in diesem Bericht weiterhin als zum utbar erachtet wird, lässt sich bei dieser Sachlage mit Blick auf eine Verweistätigkeit deshalb auch in psychiatrischer Hinsicht keine rele- vante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen. Dies gilt umso mehr, als die von der Insti- tution E.____ mutmasslich erhobene depressive Reaktion oh nehin auf IV-fremde Gründe zu- rückzuführen ist, welche bei der Beurteilung der vorlieg end umstrittenen Arbeitsfähigkeit des Versicherten in einer angepassten Verweistätigkeit unbe rücksichtigt bleiben müssen. Mit den beiden zitierten Berichten des Neurologen vom 5. Septem ber 2017 und der Institution E.____ vom 31. Oktober 2017 sind die von der behandelnden Ärzt in thematisierten, neuen Aspekte jedenfalls rechtsgenüglich abgeklärt. In einer leidensangepassten, leichten Verweistätigkeit, wie sie dem Versicherten von seiner behandelnden Ärztin in somatischer Sicht attestiert worden ist, resultiert bei diesem Ergebnis daher auch in psychiatrischer Hinsicht eine volle Arbeitsfähigkeit. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.5 Zu prüfen bleibt, wie es sich in Bezug auf die er st im Rahmen des Beschwerdeverfah- rens eingereichten Arztberichte verhält. In ihrem Beric ht vom 7. Juni 2018 (Beschwerdebeila- ge 4) hält die behandelnde Fachärztin des Spitals D.__ __ fest, dass sie den Versicherten letzt- mals vor 19 Monaten gesehen habe. Daraus ist die Schlussf olgerung zu ziehen, dass sich aus ihrem Fachgebiet seit Beginn des Jahres 2017 offenbar keine Neuerungen mehr ergeben ha- ben. Sie macht in der Folge zwar keine expliziten Aussage n zur Arbeitsfähigkeit, umschreibt jedoch ein Arbeitsprofil, wonach Arbeitstätigkeiten im Stehen, Gehen oder im Sitzen ohne Prob- leme weiterhin möglich seien. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers liegt bei dieser Aktenlage sehr wohl eine verlässliche und aktuelle Einsc hätzung in onkologischer Hinsicht vor, aus welcher für eine leichte, angepasste Verweistätigkeit jedoch weiterhin keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer leichten Verweistätigkeit abgeleitet werden kann. Der Einschätzung der behandelnden Fachärztin kann im Gegenteil nichts a bgewonnen werden, was weitere me- dizinische Abklärungen notwendig machen würde. Damit er weist es sich aber nicht als notwen- dig, hierfür eine ergänzende, gutachterliche Abklärung einzuholen. Nicht anders ist in Bezug auf den im Beschwerdeverfahren neu aufgelegten Bericht des behandelnden Neurologen betref- fend das neurologische Konsilium vom 16. Mai 2018 und 1 1. Juni 2018 zu entscheiden (Einzel- beilage zur Eingabe des Beschwerdeführers vom 24. September 2018). In zeitlicher Hinsicht ist zu beachten, dass das Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässi gkeit der Verwaltungsverfü- gungen rechtsprechungsgemäss regelmässig nach dem Sachverh alt zu beurteilen, wie er im Zeitpunkt des Verfügungserlasses vorgelegen hat (BGE 13 0 V 140 E. 2.1, 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen). Daraus folgt, dass für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde grundsätzlich der medizinische Sachverhalt massgebend ist, wie er sich b is zum Zeitpunkt des Erlasses der rentenablehnenden Verfügung der IV-Stelle vom 8. Mai 2018 verwirklicht hat. Da sich der neu- erlich aufgelegte Bericht auf ein erst nach Verfügungse rlass durchgeführtes Konsilium bezieht, kann er im vorliegenden Verfahren demnach nicht mehr berücksichtigt werden, soweit er die gesundheitlichen Verhältnisse nach dem 8. Mai 2018 wie dergibt. Unbesehen dessen kann die- ser Bericht aber auch inhaltlich keine neue Sichtweise b egründen: Den entsprechenden, kli- nisch-neurologischen Untersuchungsergebnissen sind insgesam t keine konkreten Befunde zu entnehmen, welche eine Arbeitsunfähigkeit – stets bezoge n auf eine angepasste, leichte Ver- weistätigkeit – begründen würden. Unabhängig von eine m subjektiven Krampfgefühl beim for- cierten Faustschluss konnten in objektiver Hinsicht nämlich praktisch ausschliesslich regelrech- te und intakte Verhältnisse erhoben werden (a.a.O., S. 2). Es tritt hinzu, dass in Bezug auf das Sulcus ulnaris Syndrom an der linken Hand im Vergleich zur Voruntersuchung neuerdings ver- besserte Neurographie-Parameter ausgewiesen worden sin d, weshalb in neurologischer Hin- sicht gar von einer gesundheitlichen Verbesserung auszugeh en wäre. Daran ändert nichts, dass die aktuellen Beschwerden insbesondere in Form der geklagten Krämpfe allenfalls auf andere Ursachen unklarer Ätiologie zurückzuführen sind. Im Gegenteil: Zumal der Versicherte anlässlich der erneuten Untersuchung lediglich bei kraf tvollen Griffen eine Gefühlslosigkeit be- klagt hat, kann mangels Angabe einer resultierenden Arb eitsunfähigkeit in Bezug eine leichte Verweistätigkeit keine Einschränkung begründet werden. 4.6 In Anbetracht dieser bereits erfolgten fachärztlich en Untersuchungen drängen sich weitere medizinische Abklärungen, wie sie der Beschwerdef ührer verlangt, nicht auf und es Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht kann von der von ihm beantragten Anordnung einer polydi sziplinären Begutachtung abgesehen werden. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar da s Recht, Beweisanträge zu stel- len, und - als Korrelat - die Pflicht der Behörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässigen Anspruchs indessen nur über jene T atsachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Gel angt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Un terlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sachverhalts ergeben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. Dies ist d em Gesagten zufolge hier aber der Fall. Die damit verbundene antizipierte Beweiswürdigu ng ist nach konstanter bundesgerichtli- cher Rechtsprechung zulässig (BGE 141 I 60 E. 3.3, 122 V 157 E. 1d). So verhält es sich auch hier. Als Zwischenergebnis ist demnach festzustellen, dass d ie IV-Stelle ihrer Rentenbemes- sung gestützt auf die zitierten Unterlagen seitens der be handelnden Ärzte eine vollständige Ar- beitsunfähigkeit in einer leichten, angepassten Verweistätigkeit zu Grund legen durfte. 5. Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen. Na chdem sich der Versicherte im November 2014 zum Leistungsbezug angemeldet hatte (I V-Dok 1, S. 6), ist für die Vornahme des Einkommensvergleichs grundsätzlich auf die Gegebenhei ten im Zeitpunkt des frühstmögli- chen Rentenbeginns per Mai 2015 abzustellen (BGE 129 V 222 E. 4.3.1). Umstritten ist dabei insbesondere, welche Methode der Invaliditätsbemessung an zuwenden ist. Der Beschwerde- führer vertritt die Auffassung, dass die ausserordentliche Methode des Betätigungsvergleichs anzuwenden sei. Er beruft sich dabei auf den Abklärun gsbericht der IV-Stelle vom 14. März 2016 (IV-Dok 49). Dieser habe ergeben, dass eine gewicht ete Einschränkung im Umfang von 56,29% vorliege. Demgegenüber geht die IV-Stelle in Anwendung der allgemeinen Bemes- sungsmethode davon aus, dass der Versicherte in Nachachtung seiner Schadenminderungs- pflicht mit einer unselbständigen Erwerbstätigkeit ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen in der Lage wäre. 5.1 Bei Selbständigerwerbenden, welche allein oder zu sammen mit Familienmitgliedern einen Betrieb bewirtschaften, ist das für die Invaliditä tsbemessung massgebende Erwerbsein- kommen einzig auf Grund ihrer eigenen Mitarbeit im Be trieb zu bestimmen. Abzustellen ist demnach alleine auf jene Einkünfte, welche die versicher te Person selbst durch ihr eigenes Leistungsvermögen zumutbarerweise realisieren kann (Art. 25 Abs. 2 IVV). Die Gegenüberstel- lung der vor und nach Eintritt eines invalidenversicher ungsrechtlichen Versicherungsfalles in einem Gewerbebetrieb realisierten Geschäftsergebnisse na ch Massgabe der Einkommensver- gleichsmethode lässt daher zuverlässige Schlüsse auf die invaliditätsbedingte Erwerbseinbusse nur dort zu, wo mit überwiegender Wahrscheinlichkeit au sgeschlossen werden kann, dass die Betriebsergebnisse durch invaliditätsfremde Faktoren beeinflusst worden sind. Tatsächlich sind aber für die jeweiligen Geschäftsergebnisse eines Gewerbe betriebes häufig zahlreiche schwer überblickbare Komponenten wie etwa die Konjunkturlage, die Konkurrenzsituation, der kom- pensatorische Einsatz von Familienangehörigen, Unternehm ensbeteiligten oder Mitarbeiterin- nen und Mitarbeitern von massgebender Bedeutung. Ein e verlässliche Ausscheidung der auf solche (invaliditätsfremde) Faktoren zurückzuführenden Ei nkommensanteile einerseits und der auf dem eigenen Leistungsvermögen der versicherten Per son beruhenden Einkommensschöp- fung andererseits ist in solchen Fällen auf Grund der B uchhaltungsunterlagen nicht möglich, Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht sodass die Invaliditätsbemessung nach der Methode des aussero rdentlichen Bemessungsver- fahrens zu erfolgen hat (Urteil des Bundesgerichts vom 17 . April 2007, I 70/06, E. 4.3 mit Hin- weis). 5.2 Eine gesetzliche Regelung, welche Bemessungsmethode an zuwenden ist, existiert nicht. Deren Wahl hängt einzig davon ab, ob sich die hyp othetischen Erwerbseinkommen zu- verlässig schätzen lassen (allgemeine Methode) oder nicht (ausserordentliche Methode). Der IV-Stelle steht bezüglich der Auswahl der Methode ein gewisser Ermessensspielraum zu, in den das Gericht ohne Not nicht einzugreifen hat (Urteil de s Bundesgerichts vom 7. November 2012, 9C_424/2012, E. 5.3). Zu berücksichtigen ist immerhin, dass die ausserordentliche Bemes- sungsmethode nicht bereits dann zur Anwendung gelangen kann, nur weil die versicherte Per- son selbständig ist (Urteil des Bundesgerichts vom 24. Se ptember 2008, 8C_308/2008, E. 2.2). Obschon das Valideneinkommen von Selbständigerwerbenden allenfalls auf der Basis ihrer Einträge im IK bestimmt werden kann, ist bei unübersicht lichen betrieblichen und erwerblichen Verhältnissen eine solche Vorgehensweise gerade nicht m öglich. Bei unübersichtlichen Ge- schäfts-Verhältnissen ist es deshalb auch nicht zielführend, den IV-Grad im ausserordentlichen Bemessungsverfahren zu ermitteln. Das Valideneinkommen ist diesfalls vielmehr auf der Grundlage lohnstatistischer Werte zu bestimmen (Urteil d es Bundesgerichts vom 22. August 2016, 9C_361/2016, E. 5.2.2). So verhält es sich auch im vorliegenden Fall. 5.3.1 Der Beschwerdeführer ist Inhaber seiner eigenen G mbH und als deren Geschäftsfüh- rer selbständig erwerbstätig. Wie die IV-Stelle verneh mlassungsweise zu Recht vorgebracht hat, sind die Geschäftszahlen seiner Unternehmung für e inen aussagefähigen Einkommens- vergleich nicht verwertbar. Dies gilt namentlich für d as noch vor dem Eintritt seiner gesundheit- lichen Beeinträchtigungen massgebende Valideneinkommen. Bereits in ihrem Abklärungsbe- richt aus dem Jahre 2016 hatte der Abklärungsdienst der I V-Stelle festgehalten, dass in Bezug auf die Geschäftsabschlüsse invaliditätsfremde Veränderu ngen vorliegen würden (IV-Dok 49, S. 11) und dass sich die betrieblichen Verhältnisse mitu nter auch aus wirtschaftlichen Gründen verändert hätten (a.a.O., S. 19, ad Abschlussbemerkunge n). Dem entsprechenden Bericht vom 14. April 2016 ist weiter zu entnehmen, dass in Bezug be reits auf die Jahre 2011 bis 2013 aty- pische Veränderungen und Schwankungen im Vergleich zu i dentischen Positionen in den Ge- schäftsabschlüssen vorliegen (a.a.O, ad Ziffer 5.3). Hin tergrund bildeten zum einen offenbar höhere Betriebsaufwendungen, die mit weiteren Betriebsdaten vermischt worden waren, welche als Einheit nicht hätten zusammengerechnet werden dürf en; andererseits erkannte der Abklä- rungsdienst schon dazumal, dass der unterschiedlich hohe Be triebsaufwand von zahlreichen invaliditätsfremden Faktoren, wie beispielsweise situativ höhere oder tiefere Materialkosten und unterschiedliche Einkäufe von Fahrzeugen aller Art abhä ngig war (a.a.O., S. 10). Es tritt hinzu, dass die IK-Einträge des Versicherten als valide Person ( IV-Dok 92) bei Weitem nicht mit dem Totaleinkommen des Versicherten gemäss seinen Geschäftsabsch lüssen übereinstimmen (IV- Dok 49, S. 8). Dass die Geschäftsabschlüsse den Anforderun gen an einen möglichst präzisen Einkommensvergleich, wie er rechtsprechungsgemäss erfor derlich ist, nicht genügen, zeigt so- dann auch ein Blick auf die wiederholt vorgenommene Abklärung der betrieblichen Verhältnisse rund neun Monate später. Im entsprechenden Abklärung sbericht vom 31. Januar 2017 (IV-Dok 75) hielt der Abklärungsdienst der IV-Stelle daran fe st, dass sich die betrieblichen Verhältnisse Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht auch aus wirtschaftlichen Gründen verändert hätten. Unbesehen der Tatsache, dass seit Eintritt der gesundheitlich bedingten Arbeitsunfähigkeit stets betriebliche Verluste ausgewiesen worden seien, lasse sich auf der Grundlage der Geschäftsabschlüsse kein aussagefähiger Einkom- mensvergleich bewerkstelligen (a.a.O., S. 4 a. E.). Daran ist angesichts der detailliert und nach- vollziehbar erhobenen Verhältnisse vor Ort vorliegend fe stzuhalten. Ein Abstellen auf die vor- handenen Geschäftszahlen ist nicht möglich. 5.3.2 Daraus kann nunmehr aber nicht geschlossen werde n, dass die ausserordentliche Bemessungsmethode zur Anwendung gelangen kann. Massgeben d ist vielmehr, ob sich das hypothetische Erwerbseinkommen und in diesem Zusammenhang insbesondere das hier vorab interessierende Valideneinkommen zuverlässig schätzen lä sst. Dies ist hier gestützt auf die lohnstatistischen Daten der schweizerischen Lohnstrukturerhe bung (LSE) aber ohne weiteres möglich. Zwischen den Parteien ist soweit zu Recht unbestr itten geblieben, dass für das das Valideneinkommen des Beschwerdeführers auf die LSE 2014 und dort im Rahmen der Tabelle TA1 (privater Sektor) auf den Spartenwert 45-46 für d en Bereich Handel und Reparaturen von Motorfahrzeugen abzustellen ist. Uneinigkeit besteht hi nsichtlich des anzuwendenden Kompe- tenzniveaus. Während die IV-Stelle unter Berücksichtigu ng des Kompetenzniveaus 2 einen jährlichen Validenlohn von Fr. 69‘595.— zur Anwendung b ringt, wendet der Beschwerdeführer ein, es sei das Kompetenzniveau 4 und damit ein monatli cher Basislohn von Fr. 8‘568.— her- anzuziehen. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werd en. Die von ihm zusammen mit seiner Beschwerdebegründung eingereichte Zusammenstellung der absolvierten Fachprüfungen und Schulungen alleine ist kein Grund für die Anwendung e ines höheren Kompetenzniveaus. Dies sind theoretische Fachkenntnisse. Entscheidend ist vielmehr, was der Versicherte tatsächlich gearbeitet und welches Salär er damit zu erzielen in d er Lage war. Damit aber ist massgebend, was der Versicherte gegenüber der Abklärungsperson der I V-Stelle angegeben hat, welche Arbeiten er effektiv verrichtet. Zusammen mit der Beschw erdegegnerin ist in diesem Zusam- menhang zwar zu berücksichtigen, dass gewisse Reparaturarbeit en durchaus dem Kompe- tenzniveau 3 zugeordnet werden können (IV-Dok 49, ad Z iffer 7.3, Position 4). Andererseits ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass ein nicht minder gr osser Anteil der anfallenden Arbei- ten als selbständiger Automechaniker und Garagist keine komplexen Praxistätigkeiten darstellt, welche ein grosses Wissen in einem speziellen Spezialgebie t voraussetzen würden (a.a.O., S. 18). Dies betrifft namentlich die Bereiche der Administration, der Kundenberatung, der Material- beschaffung und der Servicearbeiten, welche zwanglos im Kompetenzniveau 2 anzusiedeln sind. Dass eine integrale Anwendung des Kompetenzniveaus 2 durchaus angemessen ist, zeigt ausserdem der Blick auf die in den Jahren 2011 bis 2013 noch vor Eintritt der Gesundheits- schädigung effektiv erzielten Verdienste des Versicherten. D emnach betrug dessen Durch- schnittseinkommen dazumal Fr. 66‘175.— (IV-Dok 75, S. 2, ad Ziffer 2). Der Versicherte war dazumal mit anderen Worten kein auch nur annähernd d em Kompetenzniveau 3 oder gar 4 entsprechendes Einkommen zu erzielen in der Lage. Zuma l einzelne kleinere Teilbereiche sei- ner angestammten Tätigkeit ohnehin nur im Kompetenzniveau 1 zu liegen kommen (IV-Dok 49, a.a.O., Position 6), erweist sich daher eine integrale Anwendung des Kompetenzniveaus 2 als zutreffend. Gestützt auf die LSE 2014, Privater Sektor, Tabelle TA1, Sparte 45-46, Kompetenz- niveau 2, Männer, resultiert nach Anpassung an die wöch entliche Durchschnittsarbeitszeit von 41,9 Stunden (Bundesamt für Statistik, BFS, Tabelle je-d-03.02.04.19) sowie an die bis 2015 Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht eingetretene Nominallohnentwicklung im Umfang von 0,3% (BFS, Tabelle T1.1.10, Nominal- lohnindex Männer 2011-2015) demnach ein massgebenden Valideneinkommen von Fr. 69‘595.—, wie es von der IV-Stelle der angefochtene n Verfügung mithin zu Recht zu Grunde gelegt worden ist. 6.1 Zu prüfen bleibt das Invalideneinkommen. Im Gebie t der Invalidenversicherung gilt der generelle Grundsatz, dass eine invalide Person, bevor si e Leistungen verlangt, alles ihr Zumut- bare selbst vorzukehren hat, um die Folgen ihrer Invali dität bestmöglich zu mindern. Ein Ren- tenanspruch ist deshalb stets dann zu verneinen, wenn d ie versicherte Person auch ohne Ein- gliederungsmassnahmen, nötigenfalls aber mit einem Ber ufswechsel, zumutbarerweise in der Lage ist, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu e rzielen. Diese Selbsteingliede- rung als Ausdruck der allgemeinen Schadenminderungspfl icht ist eine Last, welche die versi- cherte Person auf sich zu nehmen hat, soll ihr Leistungsan spruch – auf gesetzliche Eingliede- rungsmassnahmen oder Rente – gewahrt bleiben. Von der versicherten Person dürfen dabei nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigu ng der gesamten objektiven und sub- jektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind ( AHI-Praxis 2001 S. 282, E. 5a/aa; BGE 113 V 28 E. 4a). Aufgrund dieser Schadenminderun gspflicht darf deshalb auch von selb- ständig Erwerbstätigen zunächst erwartet werden, dass sie sich im Betrieb soweit möglich so organisieren, dass sie Arbeiten verrichten können, die ihn en gesundheitshalber noch zumutbar sind. Ist dies überhaupt nicht möglich oder erscheint di e bisherige Tätigkeit aus gesundheitli- chen Gründen als ungeeignet, so steht die Aufnahme eine r unselbständigen (Haupt-)Erwerbs- tätigkeit zur Diskussion. Nach der Rechtsprechung kann dem Einkommensvergleich eine solche unselbständige Tätigkeit insbesondere dann zugrunde g elegt werden, wenn hiervon eine bes- sere erwerbliche Verwertung der Arbeitsfähigkeit erw artet werden kann und der berufliche Wechsel unter Berücksichtigung der gesamten Umstände (Alt er, Aktivitätsdauer, Ausbildung, Art der bisherigen Tätigkeit, persönliche Lebensumstände) als zumutbar erscheint (Urteil K. des damaligen EVG vom 7. Juni 2006, I 38/06, E. 3.2 mit Hinweisen; AHI-Praxis 2001 S 283, E. 5a/bb mit Hinweisen). Die Anforderungen an die Pflich t zur Selbsteingliederung als Ausdruck der allgemeinen Schadenminderungspflicht dürfen dabei zulässigerweise dort höher sein, wo eine verstärkte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht. In die erforderliche Interessenabwägung sind deshalb auch die in Frage stehen den Rentenleistungen einzubezie- hen (Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juli 2009, 9C_111/ 2009, E. 2.2.2 mit Hinweisen). Eine Betriebsaufgabe ist nur unter strengen Voraussetzungen unzumutbar. Ein bestehender Betrieb einer selbständigen Person kann daher selbst dann nic ht auf Kosten der IV aufrechterhalten werden, wenn die versicherte Person darin Arbeit von ei ner gewissen erwerblichen Bedeutung leistet (Urteil des Bundesgerichts vom 30. Oktober 2017, 9C_525/2017, E. 3.1.2). 6.2.1 Den aktenkundigen Geschäftsabschlüssen des Beschwerde führers ist zu entnehmen, dass seit dem Eintritt seiner gesundheitlichen Beeinträch tigungen stets betriebliche Verluste ausgewiesen worden sind (IV-Dok 49, S. 9; IV-Dok 75, S . 3; IV-Dok 76). Unabhängig davon erweist sich die Ausübung der bisher selbständigen Tätigkeit aber auch aus medizinischer Sicht alles andere als ideal. Dies zeigt sich daran, dass der Beschwerdeführer seine Tätigkeit als Au- tomechaniker nur noch sehr beschränkt ausführen kann. So geht aus dem Abklärungsbericht der IV-Stelle vom 14. März 2016 hervor, dass er insbesondere im betrieblichen Kernbereich der Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht Reparaturarbeiten, welche vor Eintritt der seiner In validität immerhin die Hälfte seines Aufga- bengebiets ausgefüllt hatten, bedingt durch die Folge n seiner Karzinomerkrankung im Umfang lediglich noch eines Drittels tätig sein kann. Dieser Umsta nd wiegt umso schwerer, weil der Teilbereich der Reparaturarbeiten dem Kompetenznivea u 3 zugeordnet werden kann und die- ser Bereich in pekuniärer Hinsicht somit just am einträ glichsten war (oben, Erwägung 5.3.2; IV- Dok 49, ad Ziffer 7.3, Position 4). Als unmöglich erweisen sich mit Blick auf die Vermeidung des Tragens und Hebens schwerer Lasten künftig insbesondere die in finanzieller Hinsicht lukrati- ven Arbeiten wie Motoren- und Getriebereparaturen (I V-Dok 49, S. 16, ad Position 4). Darüber hinaus ist es dem Versicherten in Übereinstimmung mit den medizinischen Akten und seinen eigenen Aussagen anlässlich der Parteiverhandlung aber auch nicht mehr möglich, sämtliche Servicearbeiten auszuführen, weshalb unter anderem auch im Bereich des Räderservice eine nachvollziehbare Einschränkung zwischen 40% und 50% result iert (a.a.O., S. 15, ad Position 3). Demgegenüber ist der Beschwerdeführer in einer seinen Leiden adaptierten Verweistätigkeit ohne körperlich schwere Arbeiten als unselbständiger An gestellter in der Lage, ein Vollzeitpen- sum zu absolvieren (oben, Erwägung 4). Damit wäre es ih m möglich, die erwerbliche Verwer- tung seiner Arbeitsfähigkeit im Vergleich zu seiner akt uellen Selbständigkeit nicht nur deutlich zu verbessern, sondern auch die damit verbundenen finanziel len Auswirkungen annähernd auszugleichen. Hintergrund bildet der Umstand, dass er b ei einer ihm verbleibenden Restar- beitsfähigkeit von 100% trotz Anpassung seines bestehend en Betriebs an seine gesundheitli- che Beeinträchtigung (IV-Dok 49, ad Ziffer 3.2.2) bere its mit einer leichten Hilfstätigkeit ein ren- tenausschliessendes Einkommen zu erzielen in der Lage wäre, welches auf der Basis der lohn- statistischen Angaben letztlich nur wenig tiefer ausfal len würde als das auf der Basis seiner Geschäftszahlen noch vor Eintritt seiner Gesundheitsbee inträchtigung erzielte Valideneinkom- men. 6.2.2 Entgegen seiner Auffassung, dass ihm die Aufgabe seiner selbständigen Tätigkeit nicht zugemutet werden könne, lässt die noch verhältnismässig la nge berufliche Aktivitätsdauer des im April 1961 geborenen Versicherten einen Berufswechse l nicht als unzumutbar erscheinen. Es kann in dieser Hinsicht auf die strenge Rechtsprechung des Bundesgerichts verwiesen wer- den, wonach die Zumutbarkeit eines Berufswechsels beispi elsweise auch in einem Fall einer 56-jährigen Wirtin bejaht worden war, die seit 30 Jah ren ein eigenes Restaurant geführt hatte (Urteil des Bundesgerichts vom 7. September 2012, 9C_8 18/2011; vgl. auch Urteile 9C_525/2017 vom 30. Oktober 201 betreffend einen Mar ktfahrer bei einer Restaktivitätsdauer von lediglich noch rund sechseinhalb Jahren; 9C_644/201 5 vom 3. Mai 2016 betreffend einen selbständigen Landwirt). Erwähnenswert ist in diesem Zus ammenhang sodann insbesondere auch das Urteil des Bundesgerichts vom 17. November 2015, 8C_492/2015, betreffend eine versicherte Person ebenfalls mit Jahrgang 1961, die währ end rund 17 Jahren ein eigenes Le- bensmittelgeschäft betrieben und – anders wie im hier vorliegenden Fall (IV-Dok 49, S. 2, ad Ziffer 2) – über keinerlei berufliche Ausbildung verf ügt hatte. Bei objektiver Betrachtung ist des- halb nicht ersichtlich, weshalb die Aufnahme einer un selbständigen Tätigkeit und die damit ver- bundene Umstellung für den Beschwerdeführer im vorlieg enden Fall unzumutbar sein sollen. Auch wenn der Versicherte bisher während vieler Jahre a ls Garagist und Automechaniker tätig war, ist es nicht Aufgabe der Invalidenversicherung, die Weiterführung eines bisherigen Er- werbsstils zu ermöglichen oder gar die Aufrechterhaltung eines weniger einträglichen Gewerbes Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht sicherzustellen (Urteil des Bundesgerichts vom 30. Oktober 2017, 9C_525/2017, E. 3.3.3). Dies gilt im hier vorliegenden Fall umso mehr, weil der Beschwerdeführer seine Garage als Ein- mannbetrieb führt und von einem (hypothetischen) Beruf swechsel daher keine nahen Familien- angehörigen unmittelbar mitbetroffen wären. 6.2.3 Der Einwand, dass der Beschwerdeführer infolge se iner Stellung als selbständig Er- werbender vom Bezug auf eine allfällige Arbeitslosenent schädigung ausgeschlossen wäre, steht einer Betriebsaufgabe rechtsprechungsgemäss nicht entgegen (Urteil des Bundesgerichts vom 11. Januar 2018, 9C_621/2017, E. 2.4). Nicht ande rs ist in Bezug seine bisher erfolglosen Bewerbungen zu entscheiden, weil sich diese auf den aus ge sundheitlichen Gründen einge- schränkten, angestammten Tätigkeitsbereich und nicht auf e ine zumutbare Verweistätigkeit auf dem für ihn massgebenden, ausgeglichenen Stellenmarkt b ezogen haben (Beschwerdebeila- gen 5a-c). Soweit sich der Beschwerdeführer schliesslich d arauf beruft, dass ihm der Abklä- rungsdienst der IV-Stelle die Unzumutbarkeit eines Berufswechsels attestiert habe, gilt es vorab klarzustellen, dass die Abklärungsperson in ihrer Stellun gnahme vom 18. Oktober 2018 klarge- stellt hat, dass der entsprechend vom Beschwerdeführer n unmehr zitierte Passus im Abklä- rungsbericht vom 14. März 2016 lediglich die Einschätzun g des Versicherten selbst wiederge- geben habe (IV-Dok 102, S. 3). Wie es sich damit im Det ail verhält, kann dahingestellt bleiben. Hintergrund bildet der Umstand, dass sich die Abklärungen vor Ort stets auf die angestammte Tätigkeit als Automechaniker bezogen haben und sich überhaupt erst im Rahmen dieser Abklä- rungen ergeben hatte, dass der Beschwerdeführer mit einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit ein weitaus höheres Invalideneinkommen zu erzielen in der Lage wäre als mit seiner angestammten Tätigkeit im Umfang von zumutbarerweise lediglich 50%. Im Übrigen sind keine Gründe ersichtlich, weshalb dem Versicherten unter Berücksichtigung der ihm obliegen- den Schadensminderungspflicht die Aufgabe seiner zurze it ausgeübten Beschäftigung nicht zuzumuten wäre. Zu betonen bleibt in diesem Zusammenhan g, dass vom Beschwerdeführer nicht erwartet wird, dass er tatsächlich einen Berufswech sel vornimmt. Aufgrund der ihm oblie- genden Schadenminderungspflicht muss er sich unter den geschilderten Umständen aber im Rahmen des Einkommensvergleichs als Invalideneinkommen jene Einkünfte anrechnen lassen, die er in einer leidensadaptierten Tätigkeit zumutbarer Weise erzielen könnte. 6.3 Auszugehen ist von einem zumutbarerweise erzielbare n Invalideneinkommen im Um- fang von Fr. 66‘652.—. Grundlage bildet auch hier die LSE 2014, Tabelle TA1, Totalwert Män- ner, Kompetenzniveau 1 für einfache und repetitive Arb eiten (12 x Fr. 5‘312.— x 12 / 40 x 41,7 Wochenstunden, zuzüglich Nominallohnentwicklung per 2015 für den Totalwert im Umfang von ebenfalls 0,3% [Tabelle BFS 1.1.10 Nominallohnindex M änner 2011-2015]). In Gegenüberstel- lung mit dem Valideneinkommen von Fr. 69‘595.— (oben, Erwägung 5.3) ergibt sich eine Ein- kommenseinbusse von Fr. 2‘943.— und damit ein IV-Grad vo n 4%. Unbesehen eines allfälligen leidensbedingten Abzugs beim Invalideneinkommen selbst i m maximal zulässigen Umfang von 25% wird der für einen Rentenanspruch massgebende Sch wellenwert von 40% demnach so oder anders nicht erreicht. Daran würde im Übrigen au ch nichts ändern, wenn in Anlehnung an den Abklärungsbericht der IV-Stelle vom 14. März 2016 ( IV-Dok 49) von einem gewichteten Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 76‘546.— ausgeg angen würde (oben Erwägung 5.3.2). Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht Der Rentenanspruch des Beschwerdeführers ist daher zu Re cht abgelehnt worden. Dies führt im Ergebnis zur Abweisung der vorliegenden Beschwerde. 7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um di e Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von Fr. 200.— bis Fr. 1'000.— festgelegt . Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstan den ist, setzt das Gericht die Verfah- renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenr ahmens einheitlich auf Fr. 800.— fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfa hrenskosten in der Regel der unterlie- genden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorlie gend ist der Beschwerdeführer un- terliegende Partei, weshalb ihm die Verfahrenskosten a ufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 800.— zu verrechnen sind. Ihm ist al lerdings mit Verfügung vom 3. Juli 2018 die unentgeltliche Prozessführung bewill igt worden. Aus diesem Grund werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 7.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgan g entsprechend wettzuschla- gen. Da dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 3. Jul i 2018 auch die unentgeltliche Ver- beiständung mit seiner Rechtsvertreterin bewilligt worden ist, ist diese für ihre Bemühungen aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Ta rifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Die Rechtsvertreterin des Beschwe rdeführers hat in ihren Honorarnoten vom 24. September 2018 und vom 8. November 2018 für d as vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 13 Stunden und 25 Minuten geltend ge macht, was sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Hinzurechnen ist der zeit- liche Aufwand für die Parteiverhandlung zuzüglich An- und Rückfahrt im Umfang von zusätzlich zweieinhalb Stunden. Nicht zu beanstanden sind sodann die in den beiden Honorarnoten ins- gesamt ausgewiesenen Auslagen von Fr. 141.90. Der Rechtsvertreterin ist deshalb ein Honorar in der Höhe von Fr. 3‘581.30 (15 Stunden und 55 Minu ten à Fr. 200.-- + Auslagen von Fr. 141.90 zuzüglich 7,7% Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 7.3 Der Beschwerdeführer wird jedoch ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewä hrt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.— werd en dem Be- schwerdeführer auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführun g werden die Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständu ng wird der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ein Honorar von Fr. 3‘581.30 (inkl. Auslagen und 7,7% Mehrwertsteuer) aus der Gericht skasse aus- gerichtet.