B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-532/2009 U r t e i l v o m 2 0 . A u g u s t 2 0 1 2 Besetzung Richter Daniel Stufetti (Vorsitz), Richter Michael Peterli, Richterin Franziska Schneider, Gerichtsschreiberin Patrizia Levante. Parteien X._______ AG, vertreten durch Dr. iur. Bruno Häfliger, Rechtsanwalt, Beschwerdeführerin, gegen Suva, Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern, Vorinstanz. Gegenstand Einreihung in den Prämientarif für die Berufsunfallversicherung (BUV) 2009 (Einspracheentscheid vom 18. Dezember 2008). C-532/2009 Seite 2 Sachverhalt: A. Die X._______ AG mit Sitz in Z._______ bezweckt gemäss Handelsregis- terauszug die Ausführung von geologischen und bautechnischen Bohra r- beiten aller Art sowie Kauf, Miete, Verkauf und Vermietung von Masch i- nen, Inventar und Mobilien (act. 8.5, 16). Ihre Arbeitnehmenden sind bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) für das Berufs - und Nichtberufsunfallrisiko versichert. Der Betrieb ist im Prämientarif f ür die Berufsunfallversicherung (BUV) der Suva in der Klasse 41A (Betriebe, die Arbeiten des Bauhauptgewerbes [wie Erd -, Maurer-, Beton-, Belags-, Steinhauer-, Zimmerarbeiten] ausführen, Felsmaterial gewinnen oder Bauelemente aus Beton herstellen) zugeteilt. Die Klasse 41A besteht aus mehreren Unterklassen bzw. Unterklassenteilen. Der Betrieb der X._______ AG ist dem Unterklassenteil A0 (Betrieb, der Arbeiten des Bauhauptgewerbes ausführt) zugeteilt. Mit Verfügung vom 24. September 2008 (act. 1.3) reihte di e Suva den Betrieb per 1. Januar 2009 im Prä- mientarif BUV in die Stufe 110 (Nettoprämiensatz 4.08%) ein. Bis 2008 war der Betrieb in der Stufe 111 (Nettoprämiensatz 4.28%) ein gereiht. Gegen die Einreihung in den Prämientarif BUV 2009 erhob die X._______ AG mit Schreiben vom 3. Oktober 2008 Einsprache und bean- tragte eine Neubeurteilung, da ihr Betrieb zu 80% Erdsondenbohrun gen ausführe, welche dem Baunebengewerbe zuzuordnen seien (act. 8.3). Mit Einspracheentscheid vom 18. Dezember 2008 (act. 1.1) wies die Su- va die Einsprache ab. Zur Begründung führte sie zusammenfassend aus, dass zu den Arbeiten des Bauhauptgewerbes auch der Spezialtief bau gehöre. Die Zuteilung der X._______ AG in die Klasse 41A, Unterklasse A0 sei unter Berücksichtigung der Betriebsbe schreibung vom 18. September 2006, wonach die Position Spezialtiefbau (Sondierungen) 55% der Tätigkeiten ausmache, korrekt erfolgt. B. Mit Eingabe vom 26. Januar 2009 (act. 1) reichte die X._______ AG (nachfolgend: Beschwerdeführerin), vertreten durch Rechtsanwalt Bruno Häfliger, beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde ein und stellte − unter Kosten - und Entschädigungsfolge − die nachstehenden Anträge: 1. Der Einspracheentscheid vom 18. Dezember 2008 sei aufzuheben. 2. Die Beschwerdeführerin sei nicht in der Klasse 41A des Prämientarifs, sondern in der Klasse 45G, Unterklasse E0, allenfalls Unterklasse G0 oder E4S oder in eine andere passendere Klasse einzureihen. 3. Event u-C-532/2009 Seite 3 aliter sei die Suva anzuweisen, die Beschwerdeführerin nicht in der Kla s- se 41A des Prämientarifs, sondern in der Klasse 45G, Unterklasse E0, al- lenfalls Unterklasse G0 oder E4S oder in eine andere passendere Klasse einzureihen. Die Beschwerdeführerin machte im Wesentlichen geltend, das Vorgehen der Suva verstosse gegen Art. 8 BV, Art. 29 BV sowie ge- gen die Pflicht des Sozialversicher ers, den Sachverhalt abzuklären. Sie führte unter anderem aus, dass ihre betriebliche Tätigkeit nicht mehr der Betriebsbeschreibung aus dem Jahre 2006 entspreche. Sie verrichte nun zu 80% Erd sondenbohrungen, welche den Zweck hätten, Erdwärmeson- den in den Boden zu legen . Deshalb sei ihr Betrieb in seinem Hauptbe- reich in einem Spezialgebiet der Alternativenergiewirtschaft tätig. Die Erdsondenbohrungen seien nicht zu den Sondierungen und damit zum Spezialtiefbau bzw. Bauhauptgewerbe zu zählen. Weder ihre direkten Konkurrenzunternehmen noch andere sie faktisch konkurrenzierende Un- ternehmen der Geothermiebranche seien in die Prämienkategorien des Bauhauptgewerbes, sondern in andere Kategorien m it tieferen Prämien (in der Regel Klasse 45G) eingereiht. C. Am 12. Februar 2009 leistete die Beschwerdeführerin den einverlangten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.- (act. 4). D. In ihrer Vernehmlassung vom 20. Mai 2009 (act. 8) beantragte die Suva (nachfolgend auch: Vorins tanz), die Beschwerde sei unter Kostenfolge abzuweisen. Sie führte zusammengefasst aus, dass in ihrem Prämientarif für Erdsondenbohrungen kein eigenes Unterklassenteil bestehe. Betrie- be, welche sich zur Hauptsache mit Erdsondenbohrungen beschäftig ten, seien im Prämientarif der Suva in der Klasse 41A , Unterklasse A0 (unter weiteren Arbeiten ) eingereiht. Bei den Erdsondenbohrungen handle es sich um eine klassische Tätigkeit des Bauhauptgewerbes, was auch die auf der Homepage der Beschwerdeführerin abgebildeten Baumaschinen zeigen würden. Entscheidend für die Einreihung sei stets die Haupttäti g- keit eines Betriebes. Die Einreihung der Beschwerdeführerin in die Klasse 41A sei angesichts ihres Malus von einer Stufe auch nicht willkürlich. E. Mit Replik vom 25. Juni 2009 (act. 10) hielt die Beschwerdeführerin an i h- ren in der Beschwerde gemachten Anträgen und Ausführungen sinng e- mäss fest. Sie bestreitet insbesondere, dass Erdsondenbohrungen zum C-532/2009 Seite 4 klassischen Bauhauptgewerbe gehören und Sondierbohrungen darstellen würden. F. In ihrer Duplik vom 11. August 2009 (act. 12) hielt die Vorinstanz an ihrem Antrag auf Abweisung fest. Zu den Vorbringen i n der Replik führte sie aus, dass die Erdsondenbohrungen nicht den Sondierbohrungen gleic h- gestellt worden seien . Vielmehr handle es sich bei den Erdsondenbo h- rungen um Bohrarbeiten im Sinne der Prämien-Wegleitung. G. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien s owie die eingereichten Akten wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, im Rahmen der nac h- folgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten di e in Art.33 VGG genannten Behörden. Die Suva ist eine Vorinstanz im Sinne von Art. 33 Bst. e VGG. Die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsg e- richts zur Beurteilung von Beschwerden gegen Einspracheentscheide über die Zuteilung der Betriebe und der Versicherte n zu den Klassen und Stufen der Prämientarife ist in Art. 109 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung ( UVG, SR 832.20) ausdrück- lich geregelt und vorliegend gegeben. 2. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sic h nach dem VwVG, soweit das Verwaltungsgerichtsgesetz nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Vorbehalten bleiben gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG die be- sonderen Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1). 2.1 Die Beschwerde wurde frist - und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 38 ff. und Art. 60 ATSG, Art. 52 VwVG). Als Adressatin des Einspr a-C-532/2009 Seite 5 cheentscheides ist die Beschwerdeführerin durch die angefochtene Ve r- fügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung (Art. 59 ATSG, Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die B e- schwerde ist deshalb einzutreten, nachdem auch der Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde. 2.2 Die Beschwerdeführenden k önnen im Rahmen des Beschwerdeve r- fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Mis s- brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder u n- vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unangemessenheit des Entscheides beanstanden (Art. 49 VwVG). 2.2.1 Nach der Rechtsprechung hat auch eine Rechtsmittelbehörde, der volle Kognition zusteht, in Ermessensfragen einen Entscheidungsspie l- raum der Vorinstanz zu respektieren. Sie hat eine unangemessene En t- scheidung zu korrigieren, kann aber der Vorinstanz die Wahl unter mehre- ren angemessenen Lösungen überlassen (BGE 133 II 35 E. 3). Das Bu n- desverwaltungsgericht hat daher nur den Entscheid der unteren Instanz zu überprüfen und sich nicht an deren Stelle zu setzen (vgl. BGE 126 V 75 E. 6). Insbesondere dann, wenn die Ermessensausübung, die Anwe n- dung unbestimmter Rechtsbegriffe oder die Sachverhaltswürdigung hochstehende, spezialisierte technische , wissenschaftliche oder wir t- schaftliche Kenntnisse erfordert, ist eine Zurückhal tung des Gerichts bei der Überprüfung vorinstanzlicher Bewertungen angezeigt (vgl. BGE 135 II 296 E. 4.4.3, BGE 133 II 35 E. 3, BGE 128 V 159 E. 3b/cc). Es stellt d a- her keine unzulässige Kognitionsbeschränkung dar, wenn das Gericht − das nicht als Fachgeri cht ausgestaltet ist − nicht ohne Not von der Au f- fassung der Vorinstanz abweicht, soweit es um die Beurteilung techn i- scher, wirtschaftlicher oder wissenschaftlicher Spezialfragen geht, in d e- nen die Vorinstanz über ein besonderes Fachwissen verfügt (vgl. BG E 135 II 296 E. 4.4.3, BGE 133 II 35 E. 3 mit Hinweisen; siehe zum Ganzen auch YVO HANGARTNER, Behördenrechtliche Kognitionsbeschränkungen in der Verwaltungs rechtspflege, in: Bovay/ Nguyen [Hrsg.], Mélanges en l'honneur de Pierre Moor, Bern 2005, S. 319 ff.; RETO FELLER/MARKUS MÜLLER, Die Prüfungszuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts – Probleme in der praktischen Umsetzung, Schweizerisches Zentralblatt für Staats- und Verwaltungsrecht [ZBl] 110/2009 S. 442 ff.). 2.2.2 Im Bereich der Prämientarife besteht die Überprüfungsbefugnis des Bundesverwaltungsgerichts einerseits darin, die richtige Anwendung des Tarifs zu kontrollieren; andererseits kann es − im Rahmen der konkreten C-532/2009 Seite 6 Normenkontrolle − die der Verfügung zu Grunde liegenden Tarifpositionen auf ihre Gesetz- und Verfassungsmässigkeit überprüfen. Dem Unfallversicherer steht bei der Festsetzung des Prämientarifs für die Berufsunfallversicherung ein weiter Ermessensspielraum zu. In diesen greift das Gericht nur mit grosser Zurückhaltung ein; in der Regel ledi g- lich, wenn die Anwendung einer Tarifposition mit dem Gleichbehan d- lungsgebot (Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]) unvereinbar ist, dem Gedanken der Risikogerechtigkeit (Art. 92 Abs. 1 UVG) widerspricht oder wenn der Tarif sich nicht von objektiven Überlegungen leiten lässt (vgl. BGE 126 V 344 E. 4a; RKUV 1998 Nr. U 294 S. 230 E. 1c). Es darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass bei der Festsetzung von Tarifen unter Umständen komplexe und allenfalls in der Zielrichtung widersprüchliche Aspekte auf einen Nenner zu bringen sind. Das kann zur Folge haben, dass eine bestimmte Tarifposition, die für sich allein genommen diskut a- bel erscheint, im Kontext des Tarifs trotzdem nicht zu beanstanden ist (Ur- teil des Eidgenössisc hen Versicherungsgerichts U 240/03 vom 2. Juni 2004, E. 3.2.2). Eine Tarifposition darf deshalb nicht losgelöst von den üb- rigen Tarifbestimmungen gewürdigt werden, sondern ist im Gesamtz u- sammenhang zu beurteilen (BVGE 2007/27 E. 3.2; Urteil der Eidgenössi- schen Rekurskommission für die Unfa llversicherung [nachfolgend: R e- kurskommission] vom 13. Dezember 2004, publiziert in VPB 69.73, E. 3). 2.2.3 Das Bundesverwaltungsgericht überprüft ansonsten den angefoc h- tenen Entscheid frei, dies unter Berücksichtigung der vorgebrachten R ü- gen. Die Beschwerdeinstanz hat mithin nicht zu untersuchen, ob sich die angefochtene Verfügung unter schlechthin allen in Frage kommenden Aspekten als korrekt erweist, sondern untersucht im Prinzip nur die vo r- gebrachten Beanstandungen. Von den Verfahrensbeteiligten nicht aufg e- worfene Rechtsfragen werden nur geprüft, wenn hiezu aufgrund der Pa r- teivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 119 V 347 E. 1a; ALEXANDRA RUMO- JUNGO, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherung s- recht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Aufl., Zürich 2003, S. 348). 3. Zunächst ist auf die bei der Prämientarifgestaltung und der Einreihung der Betriebe in diesen Tarif zu beachtenden wichtigsten gesetzlichen Be- stimmungen und massgebenden Grundsätze einzugehen. C-532/2009 Seite 7 3.1 Gemäss Art. 92 Abs. 2 UVG werden für die Bemessung der Prämien in der Berufsunfallversicherung die Betriebe nach ihrer Art und ihren Ve r- hältnissen in Klassen des Prä mientarifs und innerhalb dieser in Stufen eingereiht. Massgebend sind dabei insbesondere die Unfallgefahr und der Stand der Unfallverhütung. 3.2 Die Betriebe oder Betriebsteile sind so in Klassen und Stufen des Prämientarifs einzureihen, dass die Kosten der Be rufsunfälle und Berufs- krankheiten einer Risikogemeinschaft voraussichtlich aus den Nettopr ä- mien bestritten werden können (Art. 113 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 [UVV, SR 832.202]). Au f- grund der Risikoerfahrungen ka nn die Zuteilung bestimmter Betriebe zu den Klassen und Stufen des Prämientarifs jeweils auf den Beginn des Rechnungsjahres ändern (Art. 92 Abs. 5 UVG). Die Betriebe oder B e- triebsteile sind folglich nach Massgabe ihres Risikos in die Klassen und Stufen des Prämientarifs einzuteilen (Grundsatz der risikogerechten Pr ä- mien). 3.3 Bei der Prämienbemessung ist weiter das in Art. 61 Abs. 2 UVG vo r- gesehene Prinzip der Gegenseitigkeit zu berücksichtigen. Dieses Prinzip verlangt, dass die Suva einerseits keine Gewinne aus dem Versich e- rungsgeschäft erzielt, andererseits finanziell autonom sein soll. 3.4 Neben diesen, im Gesetz explizit geregelten Prinzipien, müssen sich die Versicherer bei der Aufstellung der Tarife an die allgemeinen Grun d- sätze halten, welche aus dem Sozialversicherungsrecht des Bundes, dem Verwaltungsrecht und der Bundesverfassung fliessen. 3.4.1 Unter die allgemeinen Prinzipien, welche bei der Tarifgestaltung zu berücksichtigen sind, fällt namentlich der Grundsatz der Solidarität. De m- nach muss das Unfallrisiko d urch eine grosse Zahl von Versicherten g e- tragen werden (BGE 112 V 316 E. 5c). In eine ähnliche Richtung geht das Versicherungsprinzip, wonach das Risiko durch eine Mehrzahl von Vers i- cherten zu tragen ist. Weiter ist der Grundsatz der Verwaltungsökonomie zu beachten (Urteil der Rekurskommission vom 28. Juni 1996, publiziert in VPB 61.23A_I, E. 4d), sollen doch die Prämieneinnahmen nicht durch übermässige Verwaltungsaufwendungen geschmälert werden. 3.4.2 Ein Prämientarif hat sodann den Grundsätzen der Verfassung zu entsprechen, insbesondere dem Prinzip der Gleichbehandlung (Art. 8 BV) und dem Willkürverbot (Art. 9 BV). Nach ständiger Rechtsprechung ist C-532/2009 Seite 8 der Grundsatz der rechtsgleichen Behandlung verletzt, wenn rechtliche Unterscheidungen getroffen werden, für die ein vernünftiger Grund in den zu regelnden Verhältnissen nicht ersichtlich ist, oder wenn Untersche i- dungen unterlassen werden, welche sich aufgrund der Verhältnisse au f- drängen. Die Rechtsgleichheit wird insbesondere dann verletzt, wenn Gleiches nicht nach Massgabe seiner Gleichheit gleich oder Ungleiches nicht nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich behandelt wird. Vo r- ausgesetzt ist, dass sich die ungerechtfertigte Gleich - bzw. Ungleichbe- handlung auf eine wesentliche Tatsache bezieht (BGE 131 V 107 E. 3.4.2). Willkürlich ist eine Bestimmung, wenn sie sich nicht auf erns t- hafte Gründe stützen lässt oder wenn sie sinn - oder zwecklos ist (BGE 132 I 157 E. 4.1; siehe auch BGE 133 V 42 E. 3.1 mit Hinweisen). 3.4.3 Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat im Übrigen festg e- stellt, dass im Bereich der Prämientarifgestaltung das Gleichbehan d- lungsgebot und das Prinzip der Risikogerechtigkeit deckungsgleich sind (vgl. RKUV 1998 Nr. U 294 S. 228 E. 1c). Lässt sich also für eine B e- triebsart oder einen Betrieb ein gegenüber anderen Betriebsarten unte r- schiedliches Risiko feststellen, so gebietet dieser Unterschied, diese B e- triebsart ungleich zu behandeln. Bei gleichen Verhältnissen müssen auch gleiche Leistungen beziehungsweise Prämien resultieren (BGE 112 V 291 E. 3b mit Hinweisen), wobei unter Gleichheit nicht Identität zu verstehen ist. 3.5 Im Verfahren zur Einreihung des einzelnen Betriebes in den Prämien- tarif haben die Versicherer weiter den Anspruch auf rechtliches G ehör zu beachten (Art. 42 ATSG, Art. 29 Abs. 2 BV, vgl. auch Art. 29 VwVG). 3.5.1 Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andere r- seits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsre cht beim Erlass eines Entscheid es dar, welcher in die Rec htsstellung einer Person ei n- greift. Dazu gehört insbesondere deren Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheides zur Sache zu äussern, erhebl i- che Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erhebl i- chen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentl i- cher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweise r- gebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflu s- sen (BGE 132 V 368 E. 3.1). Ist eine Verfügung durch Einsprache a n- fechtbar, genügt es, wenn die Parteien im Einspracheverfahren angehört werden. C-532/2009 Seite 9 3.5.2 Einen wesentlichen Bestandteil des verfassungsrechtlich garantie r- ten Anspruchs auf rechtliches Gehör bildet d ie Begründungspflicht. Diese soll verhindern, dass sich die Behörde vo n unsachlichen Motiven leiten lässt, und es der betroffenen Person ermöglichen, die Verfügung bzw. den Einspracheentscheid gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Dies ist nur möglich, wenn sich sowohl die Partei wie auch die Rechtsmi t- telinstanz über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verfügung stützt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie sich ausdrü cklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den En t- scheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (Urteil des Eidgenössi- schen Versicherungsgerichts I 3/05 vom 17. Jun i 2005, publiziert in Sozi- alversicherungsrecht – Rechtsprechung [SVR] 2006 IV Nr. 27, E. 3.1.3 mit Hinweisen). Die Anforderungen an die Begründung sind umso höher, je weiter der Entscheidungsspielraum der entscheidenden Behörde und je komplexer die Sach - und Rechtslage ist ( ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, Rz. 1707 mit Hinweis). Da den Versicherern bei der Tarifgestaltung ein grosser Ermessensspielraum zusteht und es sich bei der Einr eihung in den Prämientarif um eine komplexe Materie handelt, muss die Begrü n- dung entsprechend ausführlicher und umfassender sein, um die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte darzulegen (BVGE 2007/27 E. 9.3). 3.5.3 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst führt e ine Ge- hörsverletzung zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung (BGE 127 V 431 E. 3d/aa, BGE 126 V 130 E. 2b mit Hinweisen). Nach der Rechtspr e- chung kann eine − nicht besonders schwerwiegende − Verletzung des rechtlichen Gehörs allerdings als geheilt gelten, wenn die betroffene Pe r- son die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprüfen kann. Die Heilung eines allfälligen Mangels soll aber die Ausnahme ble i- ben (BGE 127 V 431 E. 3d/aa, BGE 126 V 130 E. 2b mit Hinweisen). Ausnahmsweise kann im Beschwerdeverfahren selbst eine schwerwi e- gende Gehörsverletzung geheilt werden, um − im Interesse der Verfa h-C-532/2009 Seite 10 rensökonomie − eine überlange Verfahrensdauer zu vermeiden (BGE 132 V 387 E. 5.1). In Weiterführung der Rechtsprechung der Rekurskommission hat das Bundesverwaltungsgericht bereits wiederholt festgehalten, dass der B e- gründungspflicht bei Einreihungen in den Prämientarif eine hohe Bede u- tung zukommt, insbesondere wenn es um die Berücksichtigung von b e- sonderen Betriebsverhältnissen geht (BVGE 2007/27 E. 9, Urteile des Bundesverwaltungsgerichts C-376/2008 vom 27. November 2009 E. 6.2, C-3132/2008 vom 17. August 2010 E. 3, C -235/2009 vom 13. Mai 2011 E.7, C-585/2009 vom 14. Juni 2011 E. 5 ). Es müssen die im konkreten Fall anwendbaren generell -abstrakten Regeln dargelegt werden, wann und wie besondere Betriebsverhältnisse zu berücksichtige n sind, damit der betroffene Betrieb nachprüfen kann, ob die massgebenden Regeln in seinem Fall korrekt angewendet worden sind. 3.6 Einzelne der hier dargelegten Grundsätze können sich widerspr e- chen. So sind das Prinzip der Solidarität und jenes der Risikoger echtig- keit einander entgegengesetzt. Grösstmögliche Solidarität wäre durch e i- ne für alle Betriebe geltende Einheitsprämie zu erreichen, während grösstmögliche Risikogerechtigkeit eine für jeden Betrieb individuell b e- stimmte Prämie bedingen würde. Die Ausgestaltung des Prämientarifs hat sich zwischen diesen zwei Polen zu bewegen. Aus dem Gegensatz di e- ser zwei Grundsätze fliesst denn auch, dass das Gleichbehandlungsg e- bot nicht zur Folge haben kann, dass für jeden einzelnen Betrieb ein ind i- vidueller Risikosatz bestimmt wird, es fliessen zwangsläufig Faktoren a n- derer − nicht identischer − Betriebe für die Einreihung mit ein, sei dies im Rahmen der Zuteilung zu den Klassen oder bei der Berücksichtigung von Vergleichswerten (BVGE 2007/27 E. 5.6). 4. Die Beschwerdefü hrerin macht geltend, ihr Betrieb sei zu Unrecht dem Bauhauptgewerbe zugeteilt worden. 4.1 Bei der Suva bestehen die Risikogemeinschaften in der BUV aus Klassen, Unterklassen und Unterklassenteilen. Klassen sind Risikog e- meinschaften, in welchen zum Zweck der l angfristigen Finanzierung U n- terklassen desselben Wirtschaftszweigs zusammengefasst werden. In der Risikogemeinschaft Unterklasse werden zum Zweck der statistischen Auswertung Unterklassenteile derselben Branchen zusammengefasst. Unterklassenteile sind Risikogemeinschaften, in welchen zum Zweck der C-532/2009 Seite 11 Prämienbemessung gleichartige Betriebe und Betriebsteile mit gleichart i- gem Unfallrisiko zusammengefasst werden ( siehe Prämientarif der Suva, Einreihungsregeln zur Prämienbemessung in der obligatorischen Unfal l- versicherung [nachfolgend: Prämientarif, Einreihungsregeln], 2008, S. 6 , Art. 13). 4.2 Die Zuweisung einer Risikoeinheit zur Klasse, zur Unterklasse und zum Unterklassenteil erfolgt aufgrund der erhobenen Betriebsmerkmale. Eine Risikoeinheit besteht − abgesehen vo n hier nicht massgebenden Ausnahmefällen − grundsätzlich in der Gesamtheit aller Arbeitnehmenden eines Betriebes. In der Regel sind für die Zuweisung diejenigen Merkmale massgebend, die exklusive Administration überwiegende Anteile haben. Weist ein Betrieb mehrere Klassen, Unterklassen oder Unterklassenteile betreffende Merkmale auf, so wird er in der Regel der Klasse und dem Unterklassenteil zugewiesen, der bzw. dem der überwiegende Teil der Merkmale entspricht. Dabei werden die betrieblichen Besonderheite n an- teilmässig als besondere Betriebsverhältnisse berücksichtigt ( Prämien- Wegleitung der Suva [nachfolgend: Prämien -Wegleitung] für das Jahr 2009, Tarifierung/Grundsätze BUV/Allgemeines zur Prämienbemessung und Einreihungsregeln ; vgl. auch Prämientarif, Einreihungsregeln, S. 8 , Art. 18 Abs. 2, Art. 24). 4.3 Zur Erhebung der Betriebsmerkmale wird eine Betriebsbeschreibung aufgenommen. Diese ist vom Betrieb zu unterzeichnen. Ändern die B e- triebsart oder die Betriebsverhältnisse, so kann der Versicherer, wenn die Änderungen erheblich sind, die Einreihung des Betrieb es gemäss Art. 92 Abs. 4 Satz 2 UVG den neuen Verhältnissen anpassen, gegebenenfalls rückwirkend. Der Betrieb hat solche Änderungen dem Ve rsicherer innert 14 Tagen anzuzeigen (Art. 92 Abs. 4 Satz 1 UVG ; vgl. auch Prämientarif, Einreihungsregeln, S. 8, Art. 18 Abs. 3). Gemäss der Prämien-Wegleitung für das Jahr 2009 (Betriebserfassung/Betriebsbeschreibung) ist nur bei wesentlichen Änderungen der Betriebsverhältnisse eine neue Betrieb s- beschreibung aufzuneh men. Insbesondere bei geringfügigen Verschi e- bungen der prozentualen Anteile ist auf die Aufnahme einer neuen B e- triebsbeschreibung zu verzichten. 4.4 Mit der Verfügung betreffend Einreihung in den Prämientarif BUV wird die massgebende Klasse, Stufe und der Präm iensatz festgelegt. Die Klassenzuteilung kann auch dann angefochten werden, wenn die Verf ü- gung eine bisherige Zuteilung bestätigt (BVGE 2008/54 E. 2.5). C-532/2009 Seite 12 4.5 Der Beschwerde führende Betrieb ist der Klasse 41 A, Unterklasse n- teil A0, zugeordnet. 4.5.1 Der Klasse 41A we rden Betriebe zugeteilt, die sich vorwiegend mit der Bautechnik (Erstellen, Unterhalten und zum Teil auch Planen und Bemessen von Bauwerken des Hoch - und Tiefbaues oder Teilen davon, ausgeschlossen Stahl- und Leichtmetallbau) und/oder der Bergbau - bzw. Steinbruchtechnik (Gewinnen, Aufbereiten von Fels) befassen (Prämien - Wegleitung, Tarifierung/Klassenumschreibung). Die Klasse wird in vier Unterklassen aufgeteilt: Unterklasse A, Betriebe, die Arbeiten des Ba u- hauptgewerbes ausführen; Unterklasse B, Holzbau, Zimmerei; Unterklas- se C, Gartenbau arbeiten; Unterklasse T, Grossbaustellen Untertagbau. Die Unterklasse A besteht aus fünf Unterklassenteilen: A0 (Betrieb, der Arbeiten des Bauhauptgewerbes ausführt), A4E (Herstellen von Bauel e- menten aus Beton), A4G (Gerüstbau), A4K (Allroundarbeiten im Ba u- haupt- und -nebengewerbe) und A4W (Strassenoberbau, Belagsbau). 4.5.2 In den Unterklassenteil A0 fallen gemäss Prämien -Wegleitung für das Jahr 2009 diejenigen Betriebe, welche vorwiegend eine oder mehrere der folgenden Arbeiten ausführen: – Erdarbeiten: Lösen und Bewegen von Erde und Gestein, manuell oder maschinell, für Baugruben, Kanalisations - und Leitungsgräben, Drainagen, Trassebauten, Planierungen, Dämme, Tunnel, Stollen, Kavernen usw. – Maurerarbeiten (...) – Betonarbeiten (...) – Gewinnen und Aufbereiten von Felsmaterial (...) – Steinhauerarbeiten (...) Weitere Arbeiten: Sondierungs-, Pfählungs-, Bohr-, Rammarbeiten; Gleis- bauarbeiten; Spriessen; Abdichten gegen Feuchtigkeit und Wasser (B e- schichtungen, Aufbringen von Abdichtungsfolien); Abbrechen von Bauten, Reinigen von Fassaden mit Hochdruck, Fassadenisolationsarbeiten (A n- bringen der Isolation mit oder ohne die daran anschliessenden Verput z- arbeiten; sog. Kompaktfassadenisolationen). 4.6 Die Vorinstanz stützt e ihre Verfügung vom 24. September 2008 (act. 8.2), mit wel cher sie den Betrieb der Beschwerdeführerin in den Prämientarif BUV 2009 einreihte, auf die von beiden Parteien unterzeich- nete Betriebsbeschreibung vom 18. September 2006 (act. 8.1; siehe auch act. 8.4, 8). Darin werden die Tätigkeiten des Betriebes eingangs wie folgt zusammengefasst: Sondier - und Erdsondenbohrungen, Reparatur von C-532/2009 Seite 13 Landwirtschafts- und schweren Motorfahrzeugen sowie Baumaschinen, Büro. Bei den in der Betriebsbeschreibung sodann einzel n aufgeführten branchenüblichen Tätigkeiten wird die Position "Spezialtiefbau (Sondi e- rungen usw.)" mit 55% angegeben. In welchem Umfang der Betrieb wei- tere Tätigkeiten ausführt, ist auf der dem Bundesverwaltungsgericht ein- gereichten Kopie der Betriebsbeschreibung nicht zu erkennen . Bei den unter den branchenüblichen Tätigkeiten erwähnten Positionen "Gipser- und Stuckaturarbeiten ", "Reparatur und Unterhalt von schweren Moto r- fahrzeugen und Hubstaplern (LKW -Garagen)" sowie bei der Position "Administration, kaufmännische Tätigkeiten " ist einzig das Prozentze i- chen, nicht aber die Prozentzahl sichtbar. Die Vorinstanz geht allerdings sowohl im Einspracheentscheid als auch in der Beschwerdeant wort auf- grund der besagten Betriebsbeschreibung von folgenden Tätigkeit en der Beschwerdeführerin aus: Spezialtiefbau (Sondierungen): 55%, Gipser - und Stuckaturarbeiten: 1%, Reparatur und Unterhalt von schweren Motor- fahrzeugen und Hubstaplern: 17%, Administration und kaufmännische Tä- tigkeiten: 27%. Dass diese Angaben mit den in der Betriebsbeschreibung vom 18. September 2006 enthaltenen Daten nicht übereinstimmen wü r- den, wird von der Beschwerdeführerin nicht geltend gemacht . Ausschlag- gebendes Merkmal für die Einrei hung war laut Vorinstanz der Spezialtief- bau, wobei keine besonderen Betriebsverhältnisse bestanden hätten (act. 8 S. 4; 8.4). 4.7 Zunächst sind die formellen Einwände der Beschwerdeführerin zu prüfen. 4.7.1 Die Beschwerdeführerin wendet ein, die Vorinstanz sei ihrer A bklä- rungspflicht nicht nachgekommen . In der Einsprache vom 3. Oktober 2008 habe sie dargelegt, dass ihr Betrieb zu 80% Erdsondenbohrungen durchführe. Damit habe sie kundgetan, dass sich ihre betriebliche Täti g- keit gegenüber 2006 geändert habe. Die Vorinstanz habe es in der Folge aber unterlassen, den Sachverh alt ergänzend abzuklären und den Betriebsbeschrieb zu aktualisieren (act. 1 S. 4). Die Beschwerdeführerin reichte mit der Beschwerde einen Auszug aus der Erfolgsrechnung für das Jahr 2007 ein (act. 1.4) und berechnete daraus für die Erdsonde n- bohrungen einen Anteil von 78% am Gesamtertrag (act. 1 S. 5). Die Vor- instanz hält dagegen , dass die Erhöhung des Anteils an Erdsondenbo h- rungen von 55% auf 80% an der Einreihung des Betrieb es nichts ändere, da das entsprechende Merkmal schon vorher für die Klassenzuteilung al- lein ausschlaggebend gewesen sei (act. 8 S. 4). C-532/2009 Seite 14 Der Versicherungsträger hat die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Bei der Einreihung eines Be- triebes in den Prämientarif hat die Suva nach der massgebenden Pr ä- mien-Wegleitung eine Betriebsbeschreibung aufzunehmen, welche nur bei wesentlichen Änderungen der Betriebsverhältnisse zu erneuern ist (vgl. E. 4.3). Wie bereits erwähnt (E. 4.6), stellte die Vorinstanz bei der Einreihung des Beschwerde führenden Betriebes in den Prämientarif 2009 auf die Be- triebsbeschreibung vom 18. September 2006 und den darin vermerkten Anteil "Spezialtiefbau (Sondierungen usw.)" von 55% ab. Unter dieses Merkmal fallen gemäss Vorinstanz auch die von der Beschwerdeführerin durchgeführten Erdsondenbohrungen (act. 8 S. 4), was vorliegend bean- standet wird. Dass die Erdsondenbohrungen als für die Einreihung mass- gebendes Betriebsmerkmal gelten sollen, ist indessen unbestritten (act. 1 S. 5 f.; 8 S. 4). Mit ihrem Einwand, Erdsondenbohrungen im U mfang von 80% auszuführen, zeigte die Beschwerdeführerin der Vorinstanz im Ein- spracheverfahren demzufolge an, dass sich der Anteil der betrieblichen Tätigkeit, welcher für die Zuweisung ihres Betrieb es in den Prämientarif unbestrittenermassen ausschlaggebe nd ist, verschoben bzw. weiter e r- höht hat. Besondere Betriebsverhältnisse machte die Beschwerdeführerin keine geltend. Unter diesen Umständen erscheint es nicht pflichtwidrig , dass die Vorinstanz die angezeigte Änderung (welche in der beschwe r- deweise eingereichten Erfolgsrechnung für das Jahr 2007 bestätigt wird ) nicht als erheblich beurteilt hat und entsprechend der Prämien - Wegleitung von der Aufnahme einer neuen Betriebsbeschreibung bzw. weiteren Abklärungen abgesehen hat. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass neben der Betriebsbeschreibung auch der Internetauftritt eines B e- triebes eine wesentliche Informationsquelle für dessen Tätigkeitsbereiche ist (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C -3383/2007 vom 9. Juli 2009 E. 3.5). 4.7.2 Die Beschwerdeführerin rügt sodann eine Verletzung der v or- instanzlichen Begründungspflicht. Sie macht geltend, der Einspracheen t- scheid verstosse in seiner Begründungsdichte gegen Art. 29 BV, indem die Erdsondenbohrungen undifferenziert und pauschal unter den Spezia l- tiefbau subsumiert würden (act. 1 S. 6). Wie bereits dargelegt (E. 3.5), kommt der Begründungspflicht bei Einre i- hungen in den Prämientarif eine hohe Bedeutung zu. Die für den En t- scheid wesentlichen Gesichtspunkte sind insbesondere im Zusamme n-C-532/2009 Seite 15 hang mit der Berücksi chtigung von besonderen Bet riebsverhältnissen ausführlich und umfassend darzulegen. Die Vorinstanz erwähnte im Einspracheentscheid nicht ausdrücklich, dass die Erdsondenbohrungen unter die Position Spezialtiefbau fallen würden. Sie hielt auch nicht explizit fest, dass die Erhöhung des prozentualen An- teils an Erdsondenbohrungen nichts an dessen Massgeblichkeit als B e- triebsmerkmal für die Einreihung des Betrieb es in die Klassenstruktur än- dere. Aus dem Einspracheentscheid ergibt sich jedoch, dass die B e- schwerdeführerin einspracheweise einen Anteil an Erdsondenbohrungen von 80% sowie eine E inreihung ihres Betrieb es ins Bau nebengewerbe geltend gemacht hat, der Betrieb gestützt auf die Betriebsbeschreibung vom 18. September 2006 und den darin aufgeführten Spezialtiefbau aber in die Klasse 41A, Unterklasse nteil A0, eingereiht wird und im Übrigen keine besonderen Betriebsverhältnisse zu berücksichtigen sind . Weiter enthält der Entscheid allgemeine Ausführungen zur Kla sse 41A, Unte r- klassenteil A0, Hinweise auf weitere generell -abstrakte Normen zur Tarif- gestaltung sowie Erläuterungen betreffend die Zuweisung des Beschwe r- de führenden Betrieb es zum Bauhaupt - und nicht Baunebengewerbe . Auch wenn der Entscheid insgesamt nich t sehr ausführlich abgefasst wurde, liegt darin keine besonders schwerwiegende Verletzung des recht- lichen Gehörs. Angesichts der ausführlichen Darlegungen der Vorinstanz in der Beschwerdeantwort , der Möglichkeit der Beschwerdeführerin zur entsprechenden Stellungnahme im Rahmen des zweiten Schriftenwec h- sels sowie der umfassenden Kognition des Bundesverwaltungsgerichts kann die geringfügige Gehörsverletzung zudem als geheilt gelten. Dies gilt umso mehr, als vorliegend die Berücksichtigung von besonderen B e- triebsverhältnissen nicht zur Diskussion steht. 4.8 Materiell streitig und zu klären ist sodann, wie die Erdsondenbohrun- gen in der Klassenstruktur der Suva einzuordnen sind. 4.8.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass sich Erdsondenbohrungen von den klassischen Bohrungen unterscheiden würden. Sie seien nicht zu den Sondierungen und damit zum Spezialtiefbau zu zählen. Die Erdso n- denbohrungen hätten vielmehr den Zweck, Erdwärmesonden in den B o- den zu legen, weshalb ihr Betrieb in seinem Hauptbere ich in einem Sp e- zialgebiet der Alternativenergiewirtschaft tätig und entsprechend einzurei- hen sei (act. 1 S. 5 f.) . Die Beschwerdeführerin erachtet es daher als nicht haltbar, wenn die Erdsondenbohrungen im vorinstanzlichen Ein- spracheentscheid unter die So ndierbohrungen subsu miert würden, wel-C-532/2009 Seite 16 che sie zwar zu 20% ausführe, die aber ebenso wenig zum Bauhauptg e- werbe zu zählen seien (act. 1 S. 6). Die Vorinstanz macht demgegenüber geltend, es handle sich bei den Erdsondenbohrungen um klassische Ar- beiten des Bauh auptgewerbes, welche dem Unterklassenteil A0 (weitere Arbeiten) zuzuteilen seien (act. 8 S. 3) und dort zu den Bohrarbeiten im Sinne der Prämien-Wegleitung gehören würden (act. 12 S. 2). 4.8.2 Laut Handelsregistereintrag besteht der vom Beschwerde führe n- den Betrieb verfolgte Zweck in der Ausführung von geologischen und bautechnischen Bohrarbeiten aller Art sowie im Kauf, Miete, Verkauf und Vermietung von Maschinen, Inventar und Mobilien (act. 8.5). Auf ihrer im Internet aufgeschalteten Homepage ( www._______, besucht am 8. Juni 2012) bezeichnet sich die Beschwerdeführerin als eine Bohrfirma, welche seit mehr als 26 Jahren Erfahrung in allen Facetten von Erdbohrungen habe. Sie verweist auf der Startseite ihrer Homepage zudem auf fünf e i- gene Bohrequipen und v erschiedene Typen von Spezial -Bohrgeräten. Gemäss Homepage bietet die Beschwerdeführerin namentlich an, Er d- wärmesonden zu setzen, Sondierbohrungen durchzuführen und Kleinfi l- terbrunnen zu erstellen. Sie gibt an , auf Erdwärmesonden für Sole - Wasser-Wärmepumpen spezialisiert zu sein. Die normalen Bohrtiefen würden bei der Sondenverlegung 300 bis 400 m betragen und es könne für jedes Gelän de die optimale Bohrlösung gefunden werden. Sondie r- bohrungen fü hre sie für die unterschiedlich sten Anforderungen durch, namentlich für Baugrund- und Altlastenuntersuchungen, Eigenwasserver- sorgungen und Grundwasserabsenkungen. Sie nehme auch die folge n- den Spezialbohrungen vor: Mikropfähle, Brunnensanierungen. Schlies s- lich bietet die Beschwerdeführerin auf ihrer Homepage auch die Erstel- lung von Kleinfilterbrunnen an und verweist dabei auf ihre grosse Erfa h- rung als Bohrfirma. Aus dem Handelsregistereintrag und insbesondere dem Internetauftritt der Beschwerdeführerin geht klar hervor, dass es sich bei ihrem Betrieb um eine bewährte Bohrfirma handelt, die Erdbohrungen aller Art ausführt. Dass die Besc hwerdeführerin zu rund 80% Erdsondenbohrungen durc h- führt, was unbestritten und mit der eingereichten Erfolgsrechnung für das Jahr 2007 dokumentiert wird, ändert daran nichts. Denn die Erd sonden- bohrungen gehören auch laut Homepage zu den Erdbohrungen, für we l- che die Beschwerdeführerin personell und maschinell sehr g ut ausgerüs- tet ist. Bei Erdsondenbohrungen wird – wie oben erwähnt – zwecks Son- denverlegung besonders tief in die Erde gebohrt, was spezielle Bohrma- schinen und –methoden erfordert (vgl. auch act. 1 S. 5 f.) . Die Fachverei-C-532/2009 Seite 17 nigung Wärmepumpen Schweiz ( FWS) unterhält dementsprechend ein Qualitätssicherungssystem für Erdwärmesonden-Bohrfirmen ("Gütesiegel für Erdwärmesonden-Bohrfirmen"). Damit soll ein hohes Qualitätsniveau bei der Erstellung und Nutzung von Erdwärmesondenanlagen erreicht und auch für die Zukunft gewährleistet werden. Die Beschwerdeführerin verfügt über einen solchen Gütesiegel (act. 1.8, 8.7). 4.8.3 Für Erdsondenbohrungen be steht im Prämientarif der Suva keine eigene Klasse bzw. kein eigenes Unterklassenteil. Von der Beschwerde- führerin wird dies grundsätzlich nicht gerügt; sie fordert für ihren Betrieb jedoch eine differenzierte Betrachtungsweise, nachdem es für weitere Be- triebe des Baugewerbes ebenfalls Spezialklassen gebe (act. 1 S. 12). Wie die Vorinstanz darlegt, ist die Anzahl der Betriebe, welche sich zur Hauptsache mit Erdsondenbohrungen beschäftigen, zu klein, um eine e i- gene, finanziell selbsttragende Risikogemeinschaft zu bilden (act. 8 S. 3). Der Beschwerde führende Betrieb ist daher einer anderen Risikogemei n- schaft zuzuordnen. Für die Zugehörigkeit zum Bauhauptgewerbe ist ge- mäss Prämien -Wegleitung ( siehe Tarifierung/Klassenzuteilung) die Art des Betriebes bzw. sei ner Tätigkeiten entscheidend. Bei Erdsondenboh- rungen handelt es sich unbestrittenermassen um (Erd-)Bohrarbeiten. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin sind Bohrarbeiten gemäss der Prämien -Wegleitung für das Jahr 2009 im Unterklassenteil A0 der Klasse 41A als weitere Arbeiten des Bauhauptgewerbes aufgeführt (act. 8.6; vgl. E. 4.5.2 ). Es ist deshalb absolut nachvollziehbar, d ass Erd- sondenbohrungen dem Unterklassenteil A0 des Bauhauptgewerbes, wel- ches im Übrigen auch Erdarbeiten umfasst, zugeordnet werden. Von ei- ner sachfremden Einreihung kann keine Rede sein. Eine Subsumtion un- ter die im Unterklassenteil A0 der Klasse 41A ebenfalls aufgeführten Sondierungsarbeiten ist nicht zu prüfen , nachdem laut Prämien- Wegleitung für das Jahr 2009 dort auch Bohrarbeiten erwähnt sind. Es ist deshalb nicht wesentlich, dass bei Erdsondenbohrungen andere Bohrsys- teme und –maschinen verwendet werden als bei Sondierbohrungen . Massgebend ist vielmehr, dass die Beschwerdeführerin bei ihrer Haupttä- tigkeit mit Bohrgeräten, bei denen es sich – wie die Vorinstanz mit Recht betont – um Baumaschinen handelt (vgl. die Abbildungen in act. 8.9, 17), Erdbohrarbeiten ausführt . Auf die beantragte Zeugeneinvernahme von ehemaligen Lehrlingen zu den Unterschieden zwische n Erdsondenbo h- rungen und anderen Bohrungen ist demnach zu verzichten, da diese Tat- sachen für den Ausgang des Verfahrens nicht erheblich sind . An der v o- rinstanzlichen Klassenzuordnung ändert nichts, dass die Beschwerdefüh- rerin FWS-Mitglied ist und ihre Tätigkeit in einem Spezialgebiet der Alte r-C-532/2009 Seite 18 nativenergiewirtschaft sieht. Ebenso unbehelflich ist ihr Hinweis auf das Ausbildungsreglement "Verkehrswegbauer". Ausschlaggebend für die Zu- teilung in den Unterklassenteil A0 des Bauhauptgewerbes ist – wie e r- wähnt – einzig die Art der von der Beschwerdeführerin ausgeübten Haupttätigkeit (Erdbohrarbeiten) und das daraus resultierende Unfallris i- ko. Bei der nachfolgen den Prüfung des verfügten Prämiensatzes wird sich zeigen (vgl. E. 5.1.2.3), dass das Unfallrisiko der Beschwerdeführerin sogar noch leicht über demjenigen der Risikogemeinschaft liegt, zu we l- cher sie vorinstanzlich zugeteilt wurde. Die angefochtene Einreihung ent- spricht folglich auch der Risikogerechtigkeit. Betreffend die von der B e- schwerdeführerin geltend gemachten Sondierbohrungen von 20% bleibt zu wiederholen, dass diese umfangmässig für die Einreihung ihres Be- triebes nicht massgebend sind. Aus dem Internetauftritt der Beschwerd e- führerin ergibt sich allerdings, dass diese Erdbohrarbeiten für die u nter- schiedlichsten Anforderungen durchgeführt werden und daher durchaus als Sondierbohrungen gelten können, die ebenfalls im Unterklassenteil A0 des Bauhauptgewerbes aufgeführt sind. Zusammenfassend folgt aus dem Gesagten, dass die Vorinstanz den Beschwerde führenden Betrieb in Ausübung des ihr als Fachbehörde zustehenden Ermessensspielraums zu Recht dem Bauhauptgewerbe zugeteilt hat. 4.8.4 Die Beschwerdeführerin behauptet, dass weder ihre direkten Ko n- kurrentinnen noch andere si e faktisch konkurrenzierende Unternehmen der Geothermiebranche in die Prämienkategorien des Bauhauptgewerbes eingereiht seien. Diese Unternehmen seien der Klasse 45G zugeordnet und würden daher tiefere BUV-Prämien zahlen. Bei einer Einreihung ihres Betriebes beim Bauhauptgewerbe müsse sie daher viel höhere Prämien zahlen als ihre Konkurrentinnen, was dem Gleichheitsgebot von Art. 8 BV zuwiderlaufe und den Wettbewerb verzerren würde. Die Beschwerdefüh- rerin stellt den Antrag, die Vorinstanz habe Informationen über die Klas- senzugehörigkeit gewisser von ihr bezeichn eter Konkurrenzunternehmen zu edieren; eventualiter beantragt sie deren schriftliche Befragung oder Zeugeneinvernahme durch das Gericht (act. 1 S. 7 ff.; 10). Die Vorinstanz kommt der beantrag ten Edition aus Datenschutzgründen nicht nach. Sie beantwortet die Frage nach der Einreihung von Betrieben, welche Er d- sondenbohrungen durchführen, jedoch in genereller Weise (act. 8 S. 4). Wie oben dargelegt (E. 4.8.3 ), ist die von der Vorinstanz vorgenomme ne Zuteilung nicht zu beanstanden. Sie erfolgte gestützt auf die massgebl i- chen Regeln und in Ausübung pflichtgemässen Ermessens . Es besteht kein Anlass zur Annahme, dass die Vorinstanz ihren Ermessensspielraum C-532/2009 Seite 19 rechtsverletzend ausgeübt habe. Die von der Be schwerdeführerin erho- bene Rüge der Ungleichbehandlung enthält keine entsprechenden sub- stantiierten und konkreten Hinweise. Ausserdem liegt eine rechtsungle i- che Behandlung grundsätzlich nur dann vor, wenn die nämliche Behörde gleichartige Fälle unterschiedl ich beurteilt ( ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜL- LER/FELIX UHLMANN, a.a.O., Rz. 508 mit Hinweisen). Ob im Bereich der Einreihung von Betrieben in den Prämientarif gleich gelagerte Fälle vo r- liegen, ist nicht ohne W eiteres erkennbar. Entscheidend für die Zuwe i- sung sind – wie bereits mehrfach erwähnt – die erhobenen Haupt- betriebsmerkmale. Die Ausführung von Erdsondenbohrungen durch einen Betrieb führt daher nicht in jedem Fall zu derselben Einreihung wie bei der Beschwerdeführerin. Die von ihr beantragten Beweismittel sind für ei- ne weitergehende Sachverhaltserhellung deshalb nicht unbedingt ergie- big (vgl. Art. 33 Abs. 1 VwVG) und i m Übrigen auch nicht nötig (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG, Art. 12 VwVG). Nach Angaben der Vorinstanz sind von 40 Firmen, die gemäss einer Liste der FWS mit dem Gütesiegel Er d- wärmesonden ausgezeichnet sind, 33 in der Klasse 41A eingereiht, von 20 auf derselben Homepage genannten Bohrfirmen 17 in der Klasse 41A eingereiht und die übrigen Betriebe aufgrund anderer Hauptmerkmale anderen Klassen zugeteilt (vgl. act. 8 S. 4, 8.7, 8.8). Laut Vorinstanz wer- den demzufolge auch andere Betriebe, welche hauptsächlich Erdsonden- bohrungen vornehmen, dem Bauhauptgewerbe zugeteilt , was für eine rechtsgleiche Behandlung in gleich gelagerten Fällen spricht. Die Anga- ben der Vorinstanz können entgegen den Ausführungen der Beschwerde- führerin nicht einfach als Schutzbehauptung abgetan werden. Bei der Vorinstanz handelt es sich um eine öffentlich -rechtliche Anstalt des Bu n- des (Art. 61 Abs. 1 UVG), deren Aufgaben rechtmässig und gewissenhaft zu erfüllen sind. Es bestehen keine Anhaltspunkte, welche auf eine U n- richtigkeit ihrer Aussagen schliessen lassen. Aus den genannten Gründen ist daher auf weitere Beweiserhebungen zu verzichten. 4.9 Der Entscheid der Vorinstanz, won ach der Betrieb der Beschwerd e- führerin, welcher sich zur Hauptsache mit Erdsondenbohrungen beschä f- tigt, der Klasse 41A, Unterklasse A0, zugeteilt wird, ist demzufolge nicht zu beanstanden. 5. Zu überprüfen bleibt die Einreihung in den Prämientarif 2009 bzw. d er von der Suva verfügungsweise festgesetzte Prämiensatz. 5.1 Betriebe, die Arbeiten des Bauhauptgewerbes ausführen (Klasse 41A, Unterklassenteil A0) werden im BUV -Grundtarif der Vorinstanz für das C-532/2009 Seite 20 Jahr 2009 grundsätzlich – das heisst, wenn kein Bonus oder Malus zu be- rücksichtigen ist – in der Stufe 109 eingereiht. Der Basissatz (Nettopr ä- miensatz) beträgt demnach 3.89% (Grundlagenblatt BMS 03, BUV 2009 [im Folgenden: Grundlagenblatt 2009] Ziff. 3.1 und 4.1; act. 1.3 S. 4). 5.1.1 Für die Bonus-Malus-Berechnung wird der BMS-relevante Aufwand (Heilkosten und Taggelder sowie Rentenkapital; vgl. auch Broschüre Bo- nus-Malus-System BMS 03, Berufsunfallversicherung [im Folgenden: Broschüre BMS 03 BUV], Grundlagen und Anwendung von BMS 03 s o- wie Erläuterung zum Grundlagenblatt, 2008, Ziff. 2) entsprechend der Aussagekraft der Betriebsdaten berücksichtigt. Als Aus sagekraft der D a- ten des Betrieb es bzw. als "Kredibilität" wird das Mass bezeichnet, mit dem die Abweichung des Risikosatzes des Betrieb es von dem der Bra n- che berücksichti gt wird. Die Werte liegen zwischen Null und Eins: Je grösser die Basisprämie, desto grösser ist die Kredibilität ( Broschüre BMS 03 BUV, Erläuterung zum Grundlagenblatt, Ziff. 3). Die Kredibilitäten der Abweichungen zwischen d en BMS -Risikosätzen des Betrieb es und der Branche (des Unterklassenteils) werden für die Klasse 41A nach folgenden Formeln berechnet. Für Heilkosten und Ta g- geld: (Basisprämie 2002 bis 2007 ) ꞉ (Basisprämie 2002 bis 2007 + Fr. 90'000) = Kredibilität HK + TG; für das Rentenkapital : (Basisp rämie 2002 bis 2007) ꞉ (Basisprämie 2002 bis 2007 + Fr. 600'000) = Kredibilität RK (siehe Rahmenbedingungen Klasse 41A). Im Fall der Beschwerdeführerin – als Kleinbetrieb mit einer relativ geri n- gen Lohnsumme – beträgt die Kredibilität HK + TG 0.473 , die Kredibilität RK 0.119 (Grundlagenblatt 2009, Ziff. 3.3 und 3.4). 5.1.2 Der Bedarfssatz des Betrieb es wurde gestützt auf folgende Grun d- lagen ermittelt: 5.1.2.1 Die Beschwerdeführerin verzeichnet für die massgebenden Jahre 2002-2007 einen BMS -relevanten Aufwand für Heilkost en und Taggelder – inklusive Rückstellun gen – von Fr. 41'474 (Grundlagenblatt 2009, Ziff. 2). Der Risikosatz des Betrieb es in diesem Bereich (Verhältnis der Kosten zur Lohnsumme) beträgt 1.9947%, derjenige der Branche 1.3058% (zur Berechnung der Risikosätz e siehe Erläuterung Grundl a- genblatt, Ziff. 3). Diese Differenz von 0.6889% wird mit dem Faktor Kred i- bilität von 0.473 und dem Verhältnis zwischen Basissatz und Risikosatz (3.89% ꞉ 3.7354% = 1.04138%) multipliziert. Daraus ergibt sich ein Zu-C-532/2009 Seite 21 schlag zum Basissatz von 0.3393% (v gl. Grundlagenblatt 2009 , Ziff. 3.3, Rahmenbedingungen Klasse 41A). 5.1.2.2 Beim Rentenkapital beträgt der BMS -relevante Aufwand in der gleichen Periode (von 200 2-2007) Fr. 18'153 (Grundlagenblatt 2009 , Ziff. 2). Dies ergibt einen bet rieblichen Risikosatz von 0.8731%, während derjenige der Branche bei 1.4080 % liegt. Die Multiplikat ion der Differenz von - 0.5349% mit der Kredibilität von 0.119 und dem Verhältnis von B a- sissatz und Risikosatz (1.0413 %) ergibt eine n Abzug vom Basissatz von 0.0663% (Grundlagenblatt 2009, Ziff. 3.4; siehe auch Erläuterung Grun d- lagenblatt, Rahmenbedingungen Klasse 41A). 5.1.2.3 Die Summe der kredibilisierten Zu- und Abschläge und des Basis- satzes ergibt den Bedarfssatz des Betrieb es. Grundsätzlich wird derjen i- ge Nettoprämiensatz verfügt, welcher dem Bedarfssatz am nächsten liegt (Erläuterung Grundlagenblatt, Ziff. 4.2), wobei die maximale Veränderung des Prämiensatzes in der Klasse 41A, Unterklassenteil A0 (bzw. in den Stufen 101 bis 150) im Vergleich zum Vorjahr aber auf drei S tufen b e- schränkt ist (vgl. Prämientarif, Einreihungsregeln, S. 20, Art. 45 Abs. 4). Im Fall der Beschwerdeführerin ergibt die Be rechnung einen Bedarfssatz von 4.1630 % (Grundlagenblatt 200 9, Ziff. 3.5). Der diesem Satz am nächsten liegende Nettoprämiensatz des BUV -Grundtarifs ist derjenige der Stufe 110 mit 4.08 %. Dementsprechend wurde der Betrieb der B e- schwerdeführerin per 1. Januar 2009 in die Stufe 110 mit einem Nett o- prämiensatz von 4.08 % eingereiht, was im Vergleich zum Nettoprämie n- satz von 4.28% im Jahr 2008 (Stufe 111) einer Reduktion von 4.67% ent- spricht. Es bleibt zu erwähnen, dass die Beschwerdeführerin für das Jahr 2009 einen Malus von 0.273% aufweist, weshalb sie nach der Neueinrei- hung in den Prämientarif 2009 (wie bereits im Vorjahr) eine Stufe über der für ihre Branche massgebenden Stufe (109) eingereiht ist. Das bedeutet, dass ihr individuelles Risiko sogar leicht über demjenigen ihrer Risikoge- meinschaft liegt und die verfügten Prämien damit als risikogerecht zu be- trachten sind. Die von der Suva verfügte Einreihung in den Prämientarif BUV 2009 ist demnach korrekt. 5.2 Aus dem Gesagten folgt, dass der angefochtene Einspracheentscheid zu bestätigen und die Beschwerde abzuweisen ist. C-532/2009 Seite 22 6. Es ist schliesslich über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient- schädigung zu befinden. 6.1 Gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG sind die Verfahrenskosten der unterli e- genden Partei aufzuerlegen, wobei der geleistete Kostenvorschuss zu be- rücksichtigen ist. Da die Beschwerdef ührerin unterlegen ist, hat sie die Verfahrenskosten zu tragen. Diese bemessen sich nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung und finanzieller La- ge der Parteien (vgl. Art. 2 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Ko sten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsg e- richt [VGKE, SR 173.320.2]). Die Verfahrenskosten sind vorliegend auf Fr. 800.- festzulegen. 6.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwend ige und verhältnismässig hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Die Vori n- stanz hat als mit einer öffentlichen Aufgabe betraute Organisation jedoch keinen Anspruch auf Parteientschädigung (vgl. BGE 128 V 124 E. 5b s o- wie Art. 7 Abs. 3 VGKE). C-532/2009 Seite 23 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800. - werden der Beschwerdeführerin au f- erlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 800. - verrechnet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Gesundheit, Dienstbereich Kranken - und Unfal l- versicherung Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Stufetti Patrizia Levante Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich- rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: