<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Eidgenössisches Versicherungsgericht </div> <div class="para">Tribunale federale delle assicurazioni </div> <div class="para">Tribunal federal d'assicuranzas </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sozialversicherungsabteilung </div> <div class="para">des Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Prozess {T 7} </div> <div class="para">U 31/06 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 21. Juni 2006 </div> <div class="para">III. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Präsident Ferrari, Bundesrichter Meyer und Seiler; Gerichtsschreiber Attinger </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">R.________, 1966, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Ruedi Bollag, Im Lindenhof, 9320 Arbon, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004 Luzern, Beschwerdegegnerin </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Vorinstanz </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau, Weinfelden </div> <div class="para"> </div> <div class="para">(Entscheid vom 2. November 2005) </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sachverhalt: </div> <div class="para">A. </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 18. Dezember 2003 und Einspracheentscheid vom 21. Dezember 2004 sprach die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) dem 1966 geborenen R.________ eine 33%ige Invalidenrente ab 1. November 2003 sowie eine Integritätsentschädigung von insgesamt 17,5 % zu. </div> <div class="para">B. </div> <div class="para">Das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau wies die gegen den Einspracheentscheid erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 2. November 2005 ab. </div> <div class="para">C. </div> <div class="para">R.________ führt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit den Anträgen auf Zusprechung einer 100%igen Invalidenrente und einer Integritätsentschädigung von mindestens 50 %; eventuell sei eine "umfassende Expertise betreffend des Gesundheitszustandes [...] und der daraus resultierenden beruflichen Konsequenzen einzuholen". </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau und die SUVA schliessen auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, während das Bundesamt für Gesundheit auf eine Vernehmlassung verzichtet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer bemängelt die lange Dauer des Verfahrens, "insbesondere verursacht durch die Beschwerdegegnerin". Soweit damit eine Rechtsverzögerungsbeschwerde erhoben wird, ist darauf nicht einzutreten. Denn nach ständiger Rechtsprechung werden derartige Beschwerden mangels eines aktuellen Rechtsschutzinteresses durch Nichteintreten erledigt (oder zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben), wenn zwischenzeitlich der angestrebte Entscheid ergangen ist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=19.06.2006&amp;to_date=08.07.2006&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-373%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page374">BGE 125 V 374</a> Erw. 1; SVR 1998 UV Nr. 11 S. 32 Erw. 5b/aa). </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Das kantonale Gericht hat die hier massgebenden gesetzlichen Bestimmungen und von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze, namentlichen diejenigen über die Bemessung des Invaliditätsgrades nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (<span class="artref">Art. 1 Abs. 1 UVG</span> in Verbindung mit <span class="artref">Art. 16 ATSG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=19.06.2006&amp;to_date=08.07.2006&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-V-343%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page348">BGE 130 V 348</a> Erw. 3.4, 128 V 30 Erw. 1, 104 V 136 Erw. 2a und b) und die Höhe der Integritätsentschädigung (<span class="artref">Art. 25 UVG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=19.06.2006&amp;to_date=08.07.2006&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-V-29%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page32">BGE 124 V 32</a> Erw. 1c, 211 Erw. 4a/cc, je mit Hinweis) richtig dargelegt. Hierauf wird verwiesen. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Des Weitern hat die Vorinstanz gestützt auf die medizinischen Akten, namentlich den Abschlussbericht des SUVA-Kreisarztes Dr. S.________ vom 26. September 2003, zu Recht erkannt, dass der Beschwerdeführer seine angestammte, körperlich anspruchsvolle Tätigkeit als sog. Lanzenführer an einem Hochdruckreinigungsgerät unfallbedingt nicht mehr ausüben kann, wogegen ihm eine ganztägig zu verrichtende Arbeit, welche seinen Beeinträchtigungen an beiden Händen (rechts auch am ulnaren Vorderarm) Rechnung trägt (keine grobmanuelle, Kraft erfordernde Betätigungen), allein mit Blick auf die Unfallfolgen weiterhin uneingeschränkt zumutbar wäre. Auf die hausärztliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. I.________, kann nicht abgestellt werden, weil dieser in seinen Berichten vom 27. Mai 2004 und 15. Dezember 2005 offenkundig auch nicht unfallbedingte Gesundheitsprobleme (Rücken-, Knie- und Fussbeschwerden, schwere Speiseröhrenentzündung, Übergewicht) und invaliditätsfremde Faktoren (geringe sprachliche und feinmotorische Begabung, wenig Eigeninitiative) mit berücksichtigt. Was die in der letztgenannten Stellungnahme Dr. I.________s angeführte Depression betrifft, muss zumindest der adäquate Kausalzusammenhang zwischen diesem Leiden und den beiden versicherten Unfallereignissen von 1994 und vom 9. Juli 2001 verneint werden, weil die bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfällen rechtsprechungsgemäss erforderlichen Voraussetzungen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=19.06.2006&amp;to_date=08.07.2006&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-V-402%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page407">BGE 129 V 407</a> Erw. 4.4.1, 115 V 133 und 403) offensichtlich nicht gegeben sind. Nicht zu beanstanden ist auch der von SUVA und kantonalem Gericht vorgenommene Einkommensvergleich, welchem im Rahmen der Ermittlung des Invalideneinkommens die höchstmögliche Herabsetzung des statistischen Lohnes um 25 % zugrunde liegt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=19.06.2006&amp;to_date=08.07.2006&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-V-472%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page481">BGE 129 V 481</a> Erw. 4.2.3, 126 V 79 f. Erw. 5b/aa-cc). Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragten ergänzenden Abklärungen in medizinischer und beruflicher Hinsicht können unterbleiben, weil davon für die Beantwortung der sich hier stellenden Rechtsfragen (vgl. auch nachfolgende Erw. 4) keine relevanten neuen Erkenntnisse zu erwarten sind. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Die gegen die Höhe der Integritätsentschädigung vorgebrachten Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sind ebenfalls nicht geeignet, die Feststellungen von Unfallversicherer und Vorinstanz in Zweifel zu ziehen. Namentlich spielt auch im vorliegenden Zusammenhang keine Rolle, dass der Beschwerdeführer laut bereits erwähntem Abschlussbericht des Kreisarztes Dr. S.________ von "Körperbau und Typ her für grobe, schwere Arbeiten prädestiniert ist und wahrscheinlich Schwierigkeiten hat, sich für andere Tätigkeiten bereitzustellen". </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau als Versicherungsgericht und dem Bundesamt für Gesundheit zugestellt. </div> <div class="para">Luzern, 21. Juni 2006 </div> <div class="para">Im Namen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident der III. Kammer: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>