<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00072</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105484&amp;W10_KEY=4467150&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00072</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.05.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bemessung der Haushaltsentschädigung; gemeinsamer Haushalt von unterstützten und nicht unterstützten Personen<br/><br/>Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde insoweit, als mehr verlangt wird als vor der Vorinstanz (E. 1b).<br/>Die Beschwerdegegnerin durfte der Beschwerdeführerin eine Haushaltsentschädigung als Einkommen anrechnen, da sie den Sohn ihres Lebenspartners tagsüber allein betreut und auch sonst aufgrund der Verhältnisse davon auszugehen ist, dass sie den überwiegenden Teil der Haushaltsarbeit leistet (E. 2b).<br/>Bei der Festlegung des Grundbedarfs I ist von der gesamten Haushaltsgrösse auszugehen, gleichgültig, ob alle Mitglieder unterstützt werden oder nicht (E. 2c).<br/>Die Wohnungskosten sind aufgrund des aktenkundigen Sachverhalts festzulegen und nicht anhand der Mietzinse vergleichbarer Wohnungen in der Umgebung (E. 2d).<br/>Tatsachen, die sich erst nach dem erstinstanzlichen Entscheid verwirklicht haben, sind i.c. nicht zu berücksichtigen (E. 2e).<br/>Die Festlegung des Grundbedarfs II ist trotz der Zahl der unterstützten Personen nicht zu beanstanden, da die Kinder der Beschwerdeführerin noch klein sind (E. 2f).<br/>Die Noven der Beschwerdegegnerin sind ebenfalls nicht zu berücksichtigen (E. 3).<br/>Die Beschwerdeführerin wird die unentgeltliche Rechtspflege nicht gewährt, da das Rechtsmittel aussichtslos war (E. 4b).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FÃRSORGE">FÃRSORGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRUNDBEDARF">GRUNDBEDARF</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HAUSHALTENTSCHÃDIGUNG">HAUSHALTENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEUE TATSACHE">NEUE TATSACHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 14 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 16 lit. I SHV</span><br/><span class="gerade">§ 16 lit. III SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 50 lit. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 52 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. Die SozialbehÃ¶rde C. beschloss am 20. Januar 1999, die Sozialhilfeleistun­gen fÃ¼r A. B. wÃ¼rden per 1. Januar 1999 eingestellt. Sie stÃ¼tzte die sich dabei auf eine Bedarfsrech­nung, die einen Ãberschuss von Fr. 138.30 monatlich ergab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Dagegen erhob A. B. am 25. Februar 1999 Rekurs an den Bezirksrat F.. Sie ver­langte die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die RÃ¼ckwei­sung der Sache an die Vorinstanz mit der Weisung, die Bedarfsrechnung neu zu erstellen und der Beschwerde­fÃ¼h­rerin Sozialhilfe in der HÃ¶he von Fr. 1'575.20 monatlich rÃ¼ckwir­kend ab dem 1. Januar 1999 zuzusprechen. Der Bezirksrat hiess den Rekurs am 28. Januar 2000 teilweise gut, hob den angefochtenen Beschluss auf und legte die monatliche Hilfe auf Fr. 238.70 fest. Der Be­zirksrat erwog im Wesentlichen, im Unterschied zum ange­foch­tenen Entscheid seien die auf den gemeinsamen Sohn von A. B. und G. H. entfallenden Anteile an allgemeinen Le­bens­haltungs‑, Wohnungs‑ und Gesund­heitskosten nur zur HÃ¤lfte Herrn H. zu belasten, zur anderen HÃ¤lfte aber ins UnterstÃ¼t­zungsbudget aufzunehmen. Im Ãbrigen erweise sich die Rechnung der SozialbehÃ¶rde C. als korrekt, was die Anrechnung einer HaushaltsentschÃ¤di­gung, die HÃ¶he der Wohn­kosten sowie die Festlegung von Grundbedarf I und II betreffe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. A. B. wandte sich am 28. Februar 2000 mit Beschwerde an das Ver­waltungs­ge­richt. Sie beantragte, der Beschluss des Bezirksrats F. sei aufzuheben, es sei eine neue Be­darfsrechnung im Sinn der nachstehenden ErwÃ¤gungen zu erstellen und ihr Sozialhilfe im Umfang von Fr. 2'154.70 monatlich rÃ¼ckwirkend ab 1. Januar 1999 zuzu­sprechen. Even­tuell sei die Angelegenheit an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. Verfahrens­rechtlich ver­lang­te sie die Ausrichtung einer ParteientschÃ¤digung, eventualiter die GewÃ¤h­rung unentgelt­li­cher Rechtspflege.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat F. beantragte am 9. MÃ¤rz 2000 die Abweisung der Beschwer­de, eben­so die SozialbehÃ¶rde C. mit Beschwerdeantwort vom 5. April 2000. Diese wies zu­sÃ¤tz­lich darauf hin, dass die PrÃ¤mienverbilligungsbeitrÃ¤ge fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hre­rin und ihre Kinder per 1999 auf Fr. 3'360.‑ festgelegt worden seien und ihr Lebenspartner, G. H., die Vaterschaft fÃ¼r ihren Sohn I. anerkannt habe, aber ein Unterhalts­vertrag noch ausstehe. FÃ¼r Herrn H. sei ein erhÃ¶hter Anteil am Unterhalt fÃ¼r I. fest­gelegt worden, da in einem sta­bilen Konkubinat Einkommen und VermÃ¶gen des nicht­unterstÃ¼tzten Partners angemessen berÃ¼cksichtigt werden dÃ¼rften.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die Beschwerde gegen den Beschluss des Bezirksrats F. ist nach § 19c Abs. 2 in Verbindung mit § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Ju­ni 1997 (VRG) zulÃ¤ssig. Da auch die Ã¼brigen Voraussetzungen erfÃ¼llt sind, hat das Ver­wal­tungsgericht grundsÃ¤tzlich auf die vorliegende Beschwerde einzutreten. Da die Be­schwer­defÃ¼hrerin monatliche Leistungen in HÃ¶he von Fr. 2'154.70 an Stelle solcher von Fr. 238.70 beantragt, belÃ¤uft sich der Streitwert entsprechend der Praxis des Verwaltungs­gerichts, bei periodischen Leistungen komme es in der Regel auf deren Summe innerhalb eines Jahrs an (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungs­rechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 38 N. 5; RB 1998 Nr. 21), auf 12*(2'154.70-238.70)=Fr. 22'992.‑. Somit hat nach § 38 VRG die Kammer zu entscheiden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nicht einzutreten ist auf das Rechtsmittel jedoch insoweit, als die Beschwerde­fÃ¼hrerin vor Verwaltungsgericht mehr verlangt als die Fr. 1'575.20 monatlich, mit denen sie sich vor der Vorinstanz noch begnÃ¼gen wollte. Der Streitgegenstand kann sich im Lauf des Verfahrenszugs nur einschrÃ¤nken, nicht aber ausdehnen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 Rz. 86; § 52 N. 3).<a id="Text3"></a></span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) GemÃ¤ss § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) und § 16 Abs. 1 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) hat Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe, wer seinen Lebensunterhalt und den seiner Familie nicht aus ei­ge­nen Mitteln bestreiten kann. Grundlage der Bemessung der UnterstÃ¼tzung stellen nach § 17 SHV die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe (SKOS-Richt­li­nien, zur Zeit in der Fassung von November 1998) dar. Vorbehalten bleiben begrÃ¼ndete Abweichungen im Einzelfall.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bemÃ¤ngelt die Einkommens‑ und Bedarfsberechnung der Beschwerdegegnerin, auf die sich deren Beschluss vom 20. Januar 1999 stÃ¼tzt, in mehreren Punkten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Sie bringt erstens vor, die Beschwerdegegnerin habe ihr zu Unrecht eine Ent­schÃ¤­digung von Fr. 700.‑ fÃ¼r die FÃ¼hrung des Haushalts ihres Partners und des gemeinsa­men Sohns als Einkommen angerechnet. Herr H. erbringe selbst den auf ihn entfallen­den Anteil an der Hausarbeit.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Anrechnung einer HaushaltsentschÃ¤digung stÃ¼tzt sich auf § 16 Abs. 3 SHV. Bei deren Festlegung ist zu berÃ¼cksichtigen, dass die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde aus naheliegenden GrÃ¼nden nicht feststellen kann, in welchem VerhÃ¤ltnis sich die hilfesuchende Person und deren Lebenspartner im konkreten Fall die Haushaltsarbeit aufteilen. Die sich aus § 7 VRG ergebende Pflicht der VerwaltungsbehÃ¶rden, den Sachverhalt von Amts wegen abzuklÃ¤ren, stÃ¶sst hier an enge Grenzen. Die Beschwerdegegnerin war deshalb darauf angewiesen, die Rollenverteilung aufgrund Ã¤usserer Indizien abzuschÃ¤tzen. Von Bedeutung ist dabei insbe­sondere, inwieweit die Beteiligten aufgrund ihrer BerufstÃ¤tigkeit in der Lage erscheinen, Haushaltsarbeiten selbst zu erledigen. Im vorliegenden Fall arbeitet der Partner der Be­schwerdefÃ¼hrerin vollzeitlich, wÃ¤hrend die BeschwerdefÃ¼hrerin selbst nicht erwerbstÃ¤tig ist. Daraus durfte die Beschwerdegegnerin den Schluss ziehen, dass die BeschwerdefÃ¼hre­rin den Ã¼berwiegenden Teil der Haushaltsarbeit, und zwar auch zugunsten ihres Partners, leiste (vgl. ZeSo 1998, S. 173). Insbesondere aber hat die BeschwerdefÃ¼hrerin tagsÃ¼ber die Betreuungsarbeit fÃ¼r den gemeinsamen Sohn I. allein zu erbringen. Aus diesen GrÃ¼n­den war die Beschwerdegegnerin berechtigt, ihr einen EntschÃ¤digungsbetrag als Einkom­men anrechnen. Bei dessen Festlegung verfÃ¼gt die BehÃ¶rde Ã¼ber ein erhebliches Ermessen. Ge­mÃ¤ss F.5.2 der SKOS-Richtlinien betrÃ¤gt die EntschÃ¤digung in einem Zweipersonen­haus­halt zwischen Fr. 550.‑ und Fr. 900.‑ monatlich. In BerÃ¼cksichtigung der Tatsache, dass der Partner der BeschwerdefÃ¼hrerin auch deren Betreuungsarbeit fÃ¼r I. abzugelten hat, ist der Be­trag von Fr. 700.‑ monatlich durchaus angemessen, insbesondere, weil der durch die SKOS-Richtlinien gesetzte Rahmen fÃ¼r Zweipersonenhaushalte gilt, in denen kei­ne Kinder zu betreuen sind. Jedenfalls aber liegt kein Ermessensmissbrauch im Sinn von § 50 Abs. 2 lit. c VRG vor, weshalb das Verwaltungsgericht den angefochtenen Ent­scheid in diesem Punkt nicht Ã¤ndern kann (§ 50 Abs. 1 VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 70 ff.). Anzumer­ken ist Ã¼berdies, dass die Vorinstanz der BeschwerdefÃ¼hrerin mit der Aufnahme des halben Bedarfs von I. ins UnterstÃ¼tzungsbudget bereits entgegenge­kom­men ist, obwohl dies durch­aus nicht zwingend war, da der eine Elternteil fÃ¼r den Un­terhalt des Kinds allein auf­zukommen hat, falls der andere nicht leistungsfÃ¤hig ist (vgl. Cyril Heg­nauer, Grundriss des Kindesrechts, 5. A., Bern 1999, N.20.02). An der Auftei­lung der Vor­instanz ist jedoch fest­zuhalten, da das Verwaltungsgericht nach § 63 Abs. 2 VRG den an­ge­fochtenen Entscheid nicht zu Ungunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin abÃ¤ndern darf.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt weiter vor, die Beschwerdegegnerin habe den Grundbedarf I gemÃ¤ss B.2.2. SKOS-Richtlinien falsch berechnet. Sie habe nicht von einem Sechspersonenhaushalt ausgehen dÃ¼rfen, da der Partner der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht und der gemeinsame Sohn I. nur hÃ¤lftig unterstÃ¼tzt werde. Diese Auffassung trifft nicht zu. Auch wenn die Beschwerdegegnerin nicht den gesamten Haushalt als UnterstÃ¼tzungsein­heit behandelt hat, war es richtig, von einem Sechspersonenhaushalt auszugehen. Die Recht­fertigung der degressiven Skala gemÃ¤ss SKOS-Richtlinien liegt darin, dass ein grÃ¶s­serer Haushalt Kosteneinsparungen ermÃ¶glicht, die Kosten pro zusÃ¤tzliches Mitglied somit sinken. Diese ErsparnismÃ¶glichkeit besteht gleichermassen, ob nun alle Haushaltsmitglie­der unterstÃ¼tzt werden oder nicht (vgl. VGr, 15. April 1999, VB.99.00035 E. 2; 23. No­vem­ber 1998, VB.98.00317 E. 4; Felix Wolffers, Grundriss des Sozialhilferechts, 2. A., Bern/Stuttgart/Wien 1999, S. 158 ff.; SKOS F.5.1). Die Berechnungsweise der Vorinstanz ist somit insoweit nicht zu beanstanden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Gegen die Berechnung der Wohnungskosten bringt die BeschwerdefÃ¼hrerin vor, es kÃ¶nne gar nicht zutreffen, dass fÃ¼r eine Siebenzimmerwohnung nur ein Mietzins von Fr. 1'500.‑ zu bezahlen sei, und sucht dies mit Zeitungsinseraten zu belegen, in denen Woh­nungen in der Umgebung von C. angeboten werden. Die Fr. 1'500.‑ stellten vielmehr ihren Anteil an den gesamten Wohnkosten dar. Bei Vermietung des ganzen Hau­ses wÃ¼rde der Mietzins Fr. 3'000.‑ betragen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es erscheint zwar durchaus glaubhaft, dass die Marktmiete fÃ¼r eine Siebenzimmer­wohnung in der Gegend von C. Fr. 3'000.‑, jedenfalls aber mehr als Fr. 1'500.‑ aus­macht. Die BeschwerdefÃ¼hrerin trug jedoch weder vor Bezirksrat noch jetzt vor Verwal­tungsge­richt hinreichend zur Erstellung des hier massgebenden konkreten Sachverhalts bei. Bei den Akten liegt nur der Mietvertrag, den sie mit ihrem Partner abgeschlossen hat. In wel­cher Eigenschaft dieser den Vertrag einging, ob als EigentÃ¼mer oder seinerseits als Mie­ter, und wie hoch die gesamten Kosten fÃ¼r die ganze Wohnung sind, ist in keiner Wei­se belegt. Die BeschwerdefÃ¼hrerin kam somit bisher ihrer sich aus § 18 SHG und § 28 SHV erge­ben­den Mitwirkungspflicht nicht in genÃ¼gender Weise nach. Eingewandt werden kÃ¶nnte al­len­falls, dass der Bezirksrat entweder der BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤tte Gelegenheit einrÃ¤umen sol­len, die gesamten Wohnungskosten in rechtsgenÃ¼gender Weise zu belegen, oder die An­gelegenheit zu ergÃ¤nzender Untersuchung an die Beschwerdegegnerin hÃ¤tte zu­rÃ¼ckweisen mÃ¼ssen. Dies fÃ¼hrt aber nicht dazu, dass der angefochtene Entscheid in die­sem Punkt auf­zuheben wÃ¤re: SpÃ¤testens durch den bezirksrÃ¤tlichen Entscheid hÃ¤tte der anwalt­schaftlich vertretenen BeschwerdefÃ¼hrerin klar werden mÃ¼ssen, dass ihr Beitrag zur Sach­verhaltser­mittlung bisher ungenÃ¼gend war. Trotzdem begnÃ¼gte sie sich auch vor Ver­wal­tungsgericht damit, mit Inseraten auf das angebliche Mietzinsniveau in der Gegend von C. hinzuweisen. Es ist deshalb vom aktenkundigen Sachverhalt auszugehen, bis die BeschwerdefÃ¼hrerin voll­stÃ¤ndige Unterlagen Ã¼ber ihre Wohnungskosten einreicht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Angemerkt werden kann immerhin, dass auch ein Mietzins von Fr. 3'000.‑ nicht un­bedingt dazu fÃ¼hren wÃ¼rde, dass die Beschwerdegegnerin die BeschwerdefÃ¼hrerin an­wei­sen kÃ¶nnte, eine gÃ¼nstigere Unterkunft zu suchen. Massgebend bei der PrÃ¼fung der An­ge­messenheit der Kosten ist der durch die Beschwerdegegnerin zu tragende Teil, wobei es dem Partner der BeschwerdefÃ¼hrerin als nicht UnterstÃ¼tztem frei steht, einen grÃ¶sseren An­teil als den arithmetisch auf ihn entfallenden zu Ã¼bernehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Die BeschwerdefÃ¼hrerin weist darauf hin, dass sie seit dem 1. Januar 2000 nicht mehr Kinderzulagen in der HÃ¶he von Fr. 650.‑ monatlich, sondern nur noch solche von Fr. 300.‑ erhalte. Eine BerÃ¼cksichtigung dieser Noven drÃ¤nge sich deshalb auf, weil sie an­dernfalls bei der beschwerdegegnerischen SozialbehÃ¶rde erneut ein AbÃ¤nderungsbegeh­ren stellen mÃ¼sse.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht hat zwar Noven im Allgemeinen zu berÃ¼cksichtigen (§ 52 VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 52 N. 9 ff.), doch ist nur ausnahmsweise auf Tatsachen abzu­stellen, die sich nach Erlass der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung verwirklicht haben. Solche Aus­nahmen sind aus wichtigen prozessÃ¶konomischen GrÃ¼nden zuzulassen (KÃ¶lz/Bosshart/ RÃ¶hl, § 52 N. 16 f.). Vorliegendenfalls ist indessen absehbar, dass die Beschwerdegegnerin fÃ¼r das angebrochene Jahr 2000 eine neue Bedarfsrechnung erstellen wird, in der sie den von Herrn H. zu tragenden Unterhaltsbeitrag fÃ¼r seinen Sohn I. neu festle­gen und die in­zwi­schen feststehenden PrÃ¤mienverbilligungsbeitrÃ¤ge berÃ¼cksichtigen will. Ohnehin hat sie nach § 33 SHV ihre Leistungen regelmÃ¤ssig, mindestens aber einmal jÃ¤hr­lich zu Ã¼berprÃ¼­fen. Es erÃ¼brigt sich deshalb, die offenbar eingetretene ‑ trotz entsprechen­der An­kÃ¼ndigung allerdings nicht belegte ‑ Ãnderung zu berÃ¼cksichtigen. Eine BerÃ¼ck­sich­tigung ist auch des­wegen nicht nÃ¶tig, weil die von den Parteien vorgebrachten Noven sich in ihrer finan­ziellen Wirkung beinahe aufheben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Schliesslich bemÃ¤ngelt die BeschwerdefÃ¼hrerin die Bemessung des Grundbe­darfs II durch die Beschwerdegegnerin. Diese hÃ¤tte wegen der HaushaltsgrÃ¶sse und den hohen Lebenshaltungskosten im Wirtschaftsraum ZÃ¼rich den Maximalbetrag gewÃ¤hren mÃ¼ssen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zwar ist der eine Einwand der Vorinstanz, bei der Festlegung des Grundbedarfs II komme es nicht auf die FamiliengrÃ¶sse an, angesichts der abgestuften Skala in SKOS B.2.4 wenig Ã¼berzeugend. Jedoch dient der Betrag dazu, eine Teilhabe am sozialen und gesellschaftlichen Leben zu erleichtern. Aus diesem Grund kann durchaus darauf abgestellt werden, dass die Kinder der BeschwerdefÃ¼hrerin mehrheitlich noch klein sind und deshalb nur in bescheidenem Mass entsprechende kostenverursachende BedÃ¼rfnisse haben. Jeden­falls hat die Beschwerdegegnerin auch hier ihr Ermessen weder Ã¼berschritten noch miss­braucht, so dass das Verwaltungsgericht nach § 50 Abs. 2 VRG nicht korrigierend eingrei­fen kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die Vorbringen der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort sind insbe­sondere aus zwei GrÃ¼nden nicht von Bedeutung: Einerseits ist nur ausnahmsweise ‑ und vorliegendenfalls gar nicht (vgl. E. 2e) ‑ auf Tatsachen abzustellen, die sich erst nach der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung ergeben haben. Anderseits darf das Gericht den angefochtenen Entscheid nicht zu Ungunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin abÃ¤ndern (vgl. E. 2b unten).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Eventualiter verlangt die BeschwerdefÃ¼hrerin die GewÃ¤hrung unentgeltlicher Rechtspflege. Die Voraussetzung der Mittellosigkeit nach § 16 Abs. 1 VRG kann zwar im vorliegenden Fall als erfÃ¼llt gelten, da die EinkÃ¼nfte der BeschwerdefÃ¼hrerin den Notbe­darf kaum Ã¼bersteigen und sie kein VermÃ¶gen besitzt. ZusÃ¤tzlich setzt die un­entgeltliche Rechtspflege voraus, dass das Begehren der gesuchstellenden Person nicht offensichtlich aussichtslos ist. Daran fehlt es im vorliegenden Fall, erwiesen sich doch sÃ¤mtliche Vorbrin­gen der BeschwerdefÃ¼hrerin nach kurzer PrÃ¼fung als nicht stichhaltig. Der Vertreter der Be­schwerdefÃ¼hrerin hÃ¤tte als Rechtsanwalt die mangelnden Aussichten seiner Vorbringen erkennen mÃ¼ssen, da die Festlegung des Haushaltsbeitrags nach § 16 Abs. 3 SHV und des Grundbedarfs II weitgehend Ermessenssache sind, es bei der Ermitt­lung des Grundbe­darfs I aufgrund der Rechtfertigung der degressiven Skala auf die ge­sam­te HaushaltsgrÃ¶sse ankommen muss, die von der BeschwerdefÃ¼hrerin behaupteten Wohn­kos­ten nicht rechtsge­nÃ¼gend belegt sind und die BerÃ¼cksichtigung von Tatsachen, die sich nach dem erstin­stanz­lichen Entscheid ergeben haben, die Ausnahme darstellt. Das Gesuch ist deshalb abzu­weisen. Sofern die BeschwerdefÃ¼hrerin auch die Bestellung eines unent­geltlichen Rechts­beistands im Sinn von § 16 Abs. 2 VRG erreichen wollte, scheitert dies an derselben Voraussetzung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> Das Gesuch um GewÃ¤hrung unentgeltlicher Rechtspflege wird abgewiesen;</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>