<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span id="_GoBack"></span><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2017.01377</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span> </span></p><p><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Gerichtsschreiber Brühwiler</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 8. April 2019</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Tobias </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Figi</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Fankhauser Rechtsanwälte</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Rennweg 10, 8022 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1968 und Mutter dreier erwachsener Kinder, war vom 1. Oktober 2001 bis 30. Juni 2016 bei der Y.___ AG als Client Service </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Assistant</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> tätig, wobei der letzte Arbeitstag der 18. November 2015 war (Urk. 6/24). Unter Hinweis auf diverse somatische und psychische Beschwerden meldete sich die Versicherte am 19. Februar 2016 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/4). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab, zog Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 6/14) und holte bei Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. A.___, Facharzt für Rheumatologie, ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bidisziplinäres</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gutachten ein, das am 12. April 2017 (bzw. korrigiert am 27. Juni 2017) erstattet wurde (Urk. 6/51; Urk. 6/55).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach durgeführtem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorbescheidverfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 6/58; Urk. 6/60; Urk. 6/63) ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">neinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 23. November 2017 einen Rentenan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruch (Urk. 6/66 = Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte erhob am 20. Dezember 2017 Beschwerde gegen die Verfügung vom 23. November 2017 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr spätestens ab dem 1. September 2016 eine ganze IV-Rente auszurichten, even</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tuell sei ein umfassendes polydisziplinäres Gutachten einzuholen und subeven</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tuell seien ihr Eingliederungsmassnahmen zuzusprechen (Urk. 1 S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1. Februar 2018 (Urk. 5) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am 20. Februar 2018 zur Kenntnis gebracht (Urk. 7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> des Sozialversicherungsrechts, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX006"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">November 2015 E. 5.4). </span></p><p><span> </span><span>Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E.</span><span> </span><span>6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein</span><span>zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. </span><span>Art. </span><span>7 </span><span>Abs. </span><span>2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p><span>a.</span><span> </span><span>ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span>gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p><span>b.</span><span> </span><span>während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span>tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span>Art. </span><span>6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p><span>c.</span><span> </span><span>nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span>Art. </span><span>8 ATSG) sind.</span></p><p><span> </span><span>Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine </span><span>Vier</span><span>telsrente</span><span>, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine </span><span>Dreiviertelsrente</span><span> und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span>Art. </span><span>28 </span><span>Abs. </span><span>2 IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="UV053"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete ihren Entscheid (Urk. 2) damit, dass das ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geholte Gutachten den Anforderungen genüge. Sämtliche Erkrankungen seien medizinisch behandelbar. Für etwaige Eingliederungsmassnahmen müsse die Beschwerdeführerin motiviert sein und sich arbeitsfähig fühlen, was nicht der Fall sei (S. 1 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwerdeantwort (Urk. 5) ergänzte die Beschwerdegegnerin, dass bei der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bidisziplinären</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Untersuchung in den Fachrichtungen Psychiatrie und Rheuma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">to</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">logie eine Fibromyalgie, eine chronische Müdigkeit mit Hinweis auf eine Erschöpfungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">symptomatik, eine leichtgradige depressive Episode ohne somati</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sches Syndrom sowie eine somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert worden seien (S. 1). Die durchgeführte Ressourcenprüfung habe ergeben, dass Ressourcen vorhanden seien, kein sozialer Rückzug zu erkennen sei und ausserdem ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schiedene Inkonsistenzen festgestellt worden seien. Ebenso fehle es an einem erheblichen Leidensdruck. Der Beschwerdeführerin stünden Behandlungs- bzw. Therapieoptionen offen. Eine langandauernde, IV-relevante Erkrankung liege damit nicht vor (S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin geltend (Urk. 1), das eingeholte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bidisziplinäre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gutachten überzeuge aus – näher dargelegten – Gründen nicht (S. 10 ff.). Die Therapierfähigkeit sei kein Ausschlussgrund für die Entstehung eines Rentenanspruches. Gestützt auf die medizinischen Akten sei sie seit dem 21. September 2015 vollständig erwerbsunfähig, weshalb sie nach Ablauf des Wartejahres ab dem 1. September 2016 Anspruch auf eine ganze Rente habe (S. 13). Selbst bei Berücksichtigung des schwer verständlichen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bidisziplinären</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gutachtens hätte sie unter Gewährung eines 15%igen Leidensabzugs Anspruch auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dreiviertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 13 ff.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen der Invalidenversicherung und in diesem Zusammenhang, ob die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin den Sachverhalt in genügender Weise abgeklärt hat.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. B.___, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie, berich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tete der Beschwerdegegnerin am 16. März 2016 (Urk. 6/20/6-8). Er nannte als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein rezidivierendes pan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vertebrales Syndrom bei leichter Fehlform der Wirbelsäule und degenerativen Veränderungen mit generalisiertem weichteilrheumatischen Syndrom sowie ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">femoro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-patellares Schmerzsyndrom rechts. Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte er ein sensomotorisches Karpaltunnelsyndrom rechts sowie eine Tendovaginitis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stenosans</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. III rechts (Ziff. 1.1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Er habe die Beschwerdeführerin von August 1993 bis September 2015 behandelt (Ziff. 1.2). Anamnestisch bestünden seit 1993 leicht progrediente, anfänglich lumbale, in der Folge panvertebrale Rückenschmerzen mit allmählicher Ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wick</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung eines generalisierten weichteilrheumatischen Syndroms. 14 der klassischen Fibromyalgie-Druckpunkte seien schmerzhaft (Ziff. 1.4). Es bestehe eine einge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkte Beweglichkeit im Bereiche der Wirbelsäule. Die Schmerzen verstärkten sich bei Flexion und beim Heben von Lasten (Ziff. 1.7). Seit dem 25. September 2015 bestehe bis auf Weiteres eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6). In einer behinderungsangepassten Tätigkeit, mithin für eine leichte körperliche Arbeit im Wechsel von Sitzen und Stehen und ohne Heben von Lasten, liege die Arbeitsfä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit medizinisch theoretisch bei 60 % (Ziff. 1.7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fachpsychologin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lic.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> phil. C.___ nahm mit Bericht vom 6. April 2016 (Urk. 6/23) Stellung zu den Fragen der IV-Stelle. Sie führte aus, die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin leide an einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.1) auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hintergrund einer langandauernden Überlastungssituation mit Erschöpfungszustand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und einer akzentuierten Persönlichkeit mit perfektionisti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen, anankastischen und selbstunsicheren Zügen sowie an einem Fibromyal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">giesyndrom (Ziff. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. D.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, berichtete der Beschwerdegegnerin am 21. Juli 2016 (Urk. 6/29). Er nannte als Diagnosen eine Erschöpfungsdepression, eine fragliche Fibromyalgie, ein chroni</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sches </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zervikospondylogenes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Schmerzsyndrom sowie ein chronisches </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lumbospon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dylogenes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Syndrom. Er führte aus, bei der Beschwerdeführerin bestehe ein chro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nifiziertes panvertebrales Schmerzsyndrom, möglicherweise eine Fibromyalgie. Daneben bestehe eine depressive Entwicklung bei chronischer psychosozialer Belastungssituation. Von der bislang in der Klinik E.___ durchgeführten ambulanten Physiotherapie habe die Beschwerdeführerin nicht profitiert. Die Beschwerdeführerin sei weiterhin arbeitsunfähig. Er sei der Meinung, dass ein mehrwöchiger Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik durchgeführt wer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den müsste, damit die Beschwerdeführerin klar beurteilt werden und ein Fort</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schritt erreicht werden könne (S. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin war vom 22. August bis 30. September 2016 in der Klinik F.___ hospitalisiert. Die Ärzte diagnostizierten im Austrittsbericht vom 17. Oktober 2016 (Urk. 6/34) eine chronifizierte generalisierte Schmerzstörung im Sinne einer somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) sowie eine mittel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwere depressive Episode (ICD-10 F32.1) mit akzentuierten Persönlichkeitszü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen (S. 1 oben). Die Ärzte führten aus, die Beschwerdeführerin sei bei chronischen ausgedehnten Schmerzen, Schlafstörung mit Erschöpfung und Depression von ihrem Hausarzt zugewiesen worden. Sie sei im September 2015 krankgeschrieben worden und habe die Kündigung per Juli 2016 erhalten. Ihr Ehemann sei an einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Psoriasisartritis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erkrankt und IV-Bezüger. Vor einigen Monaten habe die Beschwerdeführerin eine psychotherapeutische Behandlung bei Frau C.___ begonnen. Sie sei im multimodalen Therapieprogramm mit Einzelpsycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">therapie, Psychoedukation zum Thema chronischer Schmerz in der Gruppe, Sozialberatung, Kreativtherapien und angepasster Bewegungstherapie, behandelt worden. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In der Bewegungstherapie habe sich bei Eintritt eine deutliche Dekonditionierung gezeigt. Die Beschwerdeführerin habe regelmässig am Bewegungsprogramm teil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">genommen und sich so im Verlauf der Gehtests gesteigert. In der Sozialberatung sei die Situation mit der Invalidenversicherung besprochen worden. Die Beschwerdeführerin wünsche längerfristig berufliche Massnahmen durch die IV (S. 2). In den zehn Einzelgesprächen sei ihre Tendenz zur Überanpassung und Ängstlichkeit thematisiert worden. Es sei ihr im Verlauf gelungen, in Ansätzen ihr Verhalten und Denken zu reflektieren. Insgesamt habe sie den Aufenthalt doch als sehr positiv bewertet. Sie habe sich mehr bewegt, sei körperlich besser belast</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bar, nehme ihren Körper besser wahr, der Schlaf sei etwas besser geworden und sie sei zu sich selbst und zur Ruhe gekommen. In der psychometrischen Testung ergäben sich keine grossen Veränderungen. Für die Dauer des Klinikaufenthaltes habe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden (S. 3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 12. April 2017 (Urk. 6/51 beziehungsweise korrigiert Urk. 6/55) erstatteten Dr. Z.___ und Dr. A.___ ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bidisziplinäres</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Gutachten gestützt auf die Akten sowie die Untersuchungen der Beschwerdeführerin am 14. (psychiatrisch) und 28. Februar 2017 (rheumatologisch). In der Konsensbeurteilung nannten sie die folgenden Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 47 Ziff. 1.1):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">generalisierendes nicht näher spezifizierbares weichteilrheumatisches Schmerzsyndrom</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">erfüllte Kriterien mit für eine Fibromyalgie 18 von 18 positiven Tender</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">points und multiplen Kontrollpunkten</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">im Sinne einer generalisierten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Allodynie</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">ohne somatisch-strukturelles Weichteilkorrelat</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">chronische Müdigkeit mit Hinweis für eine Erschöpfungssymptomatik bei gestörtem Durchschlaf DD: </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Chronic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> Fatigue-Syndrom</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">leichtgradige depressive Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F32.0)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4), Ausprägung eher mittel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">gra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">dig</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ter mehrsegmentale, zum Teil fortgeschrittene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Chondrosen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Osteo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chondro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit degenerativ bedingter Streckhaltung zwischen Halswirbelkörper (HWK) 4 und 7 sowie eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">10 F43.21) bis Juli 2016 (S. 47 f. Ziff. 1.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der psychiatrische Gutachter führte aus, die Beschwerdeführerin wirke introver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tiert und bereits bei geringen Anforderungen überfordert. Nebst einem reduzier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten Selbstvertrauen fänden sich eine ausgeprägte Gewissenhaftigkeit und Zuver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lässigkeit (S. 14 unten). Die Beschwerdeführerin gebe selber an, sie hätte erhebliche Probleme mit dem Antrieb. Andererseits könne sie in den Urlaub fahren, Grillfeste arrangieren und innerhalb der Familie funktionieren. Der Tagesablauf sei jedoch von einer erheblichen Antriebslosigkeit geprägt. Des Wei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teren könne in der Untersuchungssituation die Aufmerksamkeit gelenkt werden und es fände sich eine geringgradige Beeinträchtigung in der strukturierten Erfassung des Gedächtnisses (S. 15). Die Beschwerdeführerin wirke gering schwingungsfähig und affektiv eingeschränkt. Es komme zur situationsunange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">passten Zurückhaltung und Überängstlichkeit. Es liege eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerstgradige</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Beeinträchtigung der Selbstwahrnehmung vor, da die Beschwerdeführerin sich aktuell nur noch als Schmerz definiere (S. 16). Die Beschwerdeführerin gebe an, sie sei aufgrund der fehlenden Leistungsfähigkeit in der letzten Arbeitsstelle ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lassen worden. Im Gegensatz hierzu gebe sie jedoch eine erhebliche psychosoziale Belastungssituation nach der Umwandlung und dem sogenannten Outsourcing der eigenen Arbeitsstelle an. Aktuell fänden sich jedoch ab etwa Juli 2016 keine solchen Belastungssituationen mehr. Hingegen fänden sich - näher ausgeführt - Hinweise auf eine Aggravation der Symptome (S. 17). In der Untersuchungssitu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ation seien Einschränkungen bezüglich Merkfähigkeit aufgefallen, die jedoch im Gesamtkontext nicht einzuordnen seien. Insgesamt fänden sich jedoch nur geringe Störungen kognitiver Funktionen. Es bestünden Symptome einer leichten depressiven Erkrankung, die etwa ab Februar 2016 zu diagnostizieren sei. Auch ein somatisches Syndrom sei aktuell nicht darstellbar. In den Akten und in den anamnestischen Angaben fänden sich genügend Anhaltspunkte, dass eine leicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gradige bis mittelgradige depressive Erkrankung ab Juli 2016 diagnostizierbar sei. Ebenfalls sei ab Juli 2016 ausreichend sicher eine somatoforme Schmerzstö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung mittelgradiger Ausprägung zu diagnostizieren (S. 23 oben). Innerhalb der Aktenlage fänden sich verschiedene Hinweise auf die Überforderungssituationen der Beschwerdeführerin, die sie nur mittels Schmerzsymptomatik lösen könne. Auch innerhalb der Untersuchungssituation selber fänden sich immer wieder Hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weise, dass die Beschwerdeführerin per se überfordert mit dem Stellen eigener Ansprüche sei. Es fänden sich somit einerseits hohe emotionale Konflikte und psychosoziale Probleme (S. 23 unten). Als komorbide Erkrankung sei eine leicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gradig ausgeprägte depressive Erkrankung zu nennen. Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin komme es nicht zur sozialen Isolation (S. 24 oben). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der rheumatologische Gutachter hielt fest, der pathologische Befund entspreche einer generalisierenden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Weichteilmissempfindung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, die er nicht näher spezifi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zieren könne, mit multiplen Tenderpoints an oberer und unterer Extremität und pan-/paravertebral betont im Bereiche der Schultergürtelregion und hochpara</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">thorakal, jedoch ohne strukturelles Korrelat. Es bestehe eine segmental freie Beweglichkeit des Achsenskelettes und der peripheren Gelenke, ohne reprodu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zierbare schmerzauslösende oder pathologische Bewegungsausschläge. Der Befund entspreche einer generalisierenden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Weichteildruckdolenz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> im Sinne einer generalisierenden Fibromyalgie oder </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Allodynie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (S. 41).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit wurde von den Gutachtern ausgeführt, bezogen auf ein volles Pensum bestehe aus rheumatologischer Sicht für eine leichte bis zeitweise wechselbelastende, selten mittelschwere Tätigkeit und jede andere ähn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liche Verweistätigkeit eine bleibende 80%ige Arbeitsfähigkeit. Die 20%ige ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bleibende Arbeitsunfähigkeit diene dazu, die Ruhepausen einhalten zu können (S. 51 oben). Aus psychiatrischer Sicht und basierend auf der leichten bis teilweise mittelgradigen depressiven Erkrankung und der mittelgradigen somatoformen Störung sei in der angestammten und angepassten Tätigkeit von einer 40%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (S. 51 Mitte). Da die psychiatrische Symptomatik die orthopädische miteinschliesse und ab Juli 2016 auszusprechen sei, resultiere in der Gesamtbeurteilung ab diesem Datum eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit in angestammter Tätigkeit (Urk. 6/55 korrigierte S. 51 unten). In einer angepassten Tätigkeit (leichte bis zeitweise wechselbelastende, selten mittelschwere Tätigkeit) und jede andere ähnliche Verweistätigkeit bestehe eine 40%ige Arbeitsunfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit beziehungsweise 60%ige Arbeitsfähigkeit (S. 52 Mitte). Unter Berücksichti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gung der empfohlenen therapeutischen Möglichkeiten (stationäre Therapie, anti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">depressive Medikation; vgl. S. 50), welche von der Beschwerdeführerin aktuell abgelehnt würden, sei von einer erheblichen weiteren Besserung auszugehen. Die Therapiemassnahmen seien sinnvoll und zumutbar. Innerhalb einer Frist von zwei Jahren bestehe die Möglichkeit einer deutlichen Verbesserung zwischen 10 und 30 % (S. 52 Mitte).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. G.___, Facharzt für Chirurgie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), erachtete in seiner Stellungnahme vom 26. April 2017 (Urk. 6/56 S. 4-6) die Befunde und Diagnosen des eingeholten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bidisziplinären</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Gutachtens (vgl. vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stehend E. 3.5) als plausibel und nachvollziehbar. Er legte das Belastungsprofil wie folgt fest: Leichte bis zeitweise wechselbelastende, selten mittelschwere Tätigkeiten ohne Heben und Tragen von schweren Gewichten, ohne kalte und feuchte Exposition (S. 5). Bezüglich einer künftigen Veränderung des Gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitszustandes der Beschwerdeführerin führte er aus, eine Verbesserung sei unter entsprechenden Therapiemassnahmen innerhalb von zwei Jahren im Umfang von 10 bis 30 % zu erwarten. Es werde eine Weiterführung der stationären Therapie dringend empfohlen, ebenso die Weiterführung der begonnenen therapeutischen Schritte (pharmakotherapeutisch, Sport- und Entspannungstherapie, verhaltens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">therapeutische Schritte). Vor Juli 2016 sei nicht von einer IV-relevanten Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit auszugehen (S. 6). Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit wurde mit ergän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zender Stellungnahme vom 3. Juli 2017 (Urk. 6/56 S. 7-8) ausgeführt, in der bisherigen Tätigkeit als Archivmitarbeiterin bestehe seit Juli 2016 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit, in einer angepassten Tätigkeit gemäss Belastungsprofil ab Juli 2016 eine solche von 40 % (S. 7). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.7</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt auf das psychiatrische (Teil-)Gutachten nahm die Beschwerdegegnerin eine Ressourcenprüfung (vgl. vorstehend E. 1.2) vor (Urk. 6/56 S. 7-10). Hinsicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich des funktionellen Schweregrads wurde die Ausprägung der diagnoserelevan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten Befunde als überwiegend leichtgradig erachtet. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der psychiatrische Gutachter Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und der rheumatologische Gutachter Dr. A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Facharzt für Innere Medizin, speziell Rheumatologie, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">so dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beide Ärzte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> grundsätzlich befähigt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sind</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bidis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ziplinäre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Gutachten (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. vorstehend E. 3.5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) erscheint denn auch für die streitigen Belange umfassend und berücksichtigt die geklagten Beschwerden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Zudem wurde es in Kenntnis der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Anamnese) erstellt und leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teilung der medizinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen wurden nachvollziehbar begründet. Damit erfüllt das Gutachten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> grundsätzlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">praxis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gemässen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Kriterien an ein beweiskräftiges G</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">utachten (vgl. vorstehend E. 1.4</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gutachter diagnostizierten ein generalisierendes, nicht näher spezifizierbares, weichteilrheumatisches Schmerzsyndrom, eine mittelgradige somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) sowie eine leichtgradige depressive Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F32.00). Sie attestierten der Beschwerdeführerin eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit und eine solche von 40 % in einer Verweistätigkeit (vgl. vorstehend E. 3.5). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin leidet somit unter keinen invalidisierenden somatischen Erkrankungen beziehungsweise gemäss Diagnose von Dr. A.___ an einem gene</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ralisierenden, nicht näher spezifizierbaren, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weichteilrheumatologischen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Schmerz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">syndrom in Form einer Fibromyalgie beziehungsweise somatoformen Schmerz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">störung (vgl. vorstehend E. 3.5). Dabei handelt es sich indes nicht um organisch feststellbare Befunde, sondern um psychische Erkrankungen beziehungsweise psychosomatische Leiden (vgl. BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3), was gemäss bundes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gerichtlicher Rechtsprechung nicht aus somatischer, sondern aus psychiatrischer Sicht zu überprüfen ist (vgl. nachstehend E. 4.3.1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es ist nachfolgend aus rechtlicher Sicht zu beurteilen, ob aufgrund der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">somato</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">formen Schmerzstörung und der depressiven </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erkrankung, gegenwärtig </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">leichtgra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, ohne somatische</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Syndrom, eine Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span></p><p><span>4.3.1</span><span> </span><span>Nach der allgemeinen Beweisregel (</span><span>Art. 8 ZGB</span><span>) hat die versicherte Person die invalidisierenden Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung mit dem Beweis</span><span>grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Gelingt dieser Nach</span><span>weis nicht, verfügt sie über keinen Leistungsanspruch. Mit anderen Worten wird bei Beweislosigkeit vermutet, dass sich der geklagte Gesundheitsschaden nicht invalidisierend auswirkt: Vermutet wird Validität, nicht Invalidität. An diesem Nachweis kann es unter mehreren Aspekten mangeln: Die Einschränkung ist nicht gesundheitlich, sondern sozial/soziokulturell bedingt (1); die gesundheitliche Ein</span><span>schränkung ist nicht evident, wiegt nicht schwer, sodass sie überwindbar und der versicherten Person die Verrichtung einer adaptierten Tätigkeit dennoch zumut</span><span>bar ist (2); die Einschränkung ist medizinisch angeh- oder gar heilbar (3); die Einschränkung ist nur vorübergehender Natur, sei es, weil sie von selbst oder nach einer medizinischen Behandlung abklingt (4). Die entsprechenden Elemente (gesundheitlicher Charakter, Evidenz und Erheblichkeit, Unheilbarkeit und Dauerhaftigkeit der Beeinträchtigung) sind stets - auch ausserhalb der unklaren Beschwerdebilder - nachzuweisen, damit ein Anspruch auf eine Dauerleistung der Invalidenversicherung geltend gemacht werden kann (BGE 139 V 547 E. 8.1 und E. 9.4, BGE 140 V 290 E. 3.3.1).</span></p><p><span> </span><span>Den unklaren Beschwerden ist eigen, dass mittels klinischer psychiatrischer Untersuchungen weder Pathologie noch Ätiologie erklärbar sind (BGE 139 V 457 E. 9.4). Gemäss der seit BGE 130 V 352 geltenden Rechtsprechung genügt die Diagnose eines pathogenetisch-ätiologisch unklaren Beschwerdebildes ohne organische Grundlage und die allein darauf gestützte medizinische Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit nicht zum Nachweis einer rentenbegründenden Invalidi</span><span>tät. </span></p><p><span> </span><span>Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht seine Rechtsprechung zu den Voraus</span><span>setzungen, unter denen anhaltende somatoforme Schmerzstörungen und ver</span><span>gleichbare psychosomatische Leiden eine Invalidität zu bewirken vermögen, grundlegend überdacht und teilweise geändert (BGE 141 V 574 E. 3.4). Es erfolgte damit nicht eine Änderung der Voraussetzungen für den Leistungsanspruch, sondern die Schaffung neuer Standardindikatoren für dessen Beurteilung und eines strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahrens (BGE 141 V 281 E. 3.6 und E. 6, BGE 141 V 585 E. 5.3). Unverändert ist auch in Zukunft dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG Rechnung zu tragen, wonach im Zuge der objektivierten Betrachtungsweise von der grundsätzlichen „Validi</span><span>tät“ der die materielle Beweislast tragenden versicherten Person auszugehen ist (BGE</span><span> </span><span>141 V 281 E. 3.7.2 unter Hinweis auf BGE 139 V 547 E. 8.1, BGE 141 V 585 E. 5.3).</span></p><p><span> </span><span>Zwar hatten die Ärztinnen und Ärzte bereits vor der Praxisänderung gemäss BGE</span><span> </span><span>141 V 281 ihre Stellungnahmen zur Arbeitsfähigkeit so substanziell wie möglich zu begründen, und es war für die ärztliche Plausibilitätsprüfung wichtig, in wel</span><span>chen Funktionen die versicherte Person eingeschränkt ist (BGE 140 V 193 E. 3.2, BGE 139 V 547 E. 9.2.1). Die diesbezüglichen Anforderungen hat das Bundesge</span><span>richt aber nunmehr in BGE 141 V 281 konkretisiert. Aus den medi</span><span>zinischen Unterlagen muss genauer als bisher ersichtlich sein, welche funk</span><span>tionellen Aus</span><span>fälle in Beruf und Alltag aus den versicherten Gesundheits</span><span>schäden resultieren. Diagnosestellung und – in der Folge – Invaliditätsbemessung haben somit stärker als bis anhin die entsprechenden Auswirkungen der diagnose</span><span>relevanten Befunde zu berücksichtigen. Medizinisch muss schlüssig begründet sein, inwiefern sich aus den funktionellen Ausfällen bei objektivierter Zumut</span><span>barkeitsbeurteilung anhand der Standardindikatoren eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ergibt. Wo dies nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dargetan werden kann, trägt weiterhin die materiell beweislastbelastete ver</span><span>sicherte Person die Folgen. Eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung und ver</span><span>gleichbare Leiden können somit eine Invalidität begründen, sofern funk</span><span>tionelle Auswirkungen der medizi</span><span>nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchs</span><span>grundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit zumindest überwie</span><span>gender Wahrscheinlichkeit in einem anspruchserheblichen Ausmass nachgewie</span><span>sen sind (BGE 141 V 281 E. 6, BGE 141 V 574 E. 4.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit haben sich sowohl die medizi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nischen Sachverständigen als auch die Organe der Rechtsanwendung bei ihrer Einschätzung des Leistungsvermögens an den normativen Vorgaben zu orien</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tieren; die Gutachter im Idealfall </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der entsprechend formulierten Frage</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stellung. Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere daraufhin, ob die Ärzte sich an die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">massgebenden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schliessen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> lassen. Im Rahmen der Beweiswürdigung obliegt es den Rechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anwendern zu überprüfen, ob in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">concreto</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ausschliesslich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> funktionelle Ausfälle bei der medizinischen Einschätzung berücksichtigt wurden und ob die Zumutbar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keitsbeurteilung auf einer objektivierten Grundlage erfolgte (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 7 Abs. 2 ATSG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Massgabe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> des struk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">turierten Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweiswürdigung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tragen. Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">abschliessend</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> BGE 141 V 281</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> kann somit der Beweis für eine lang andau</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">massgeblichen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (BGE 144 V 50 E. 4.3 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): </span></p><p><span>- </span><span>Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)</span></p><p><span>- </span><span>Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)</span></p><p><span>- </span><span>Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)</span></p><p><span>- </span><span>Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)</span></p><p><span>- </span><span>Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)</span></p><p><span>- </span><span>Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res</span><span>sourcen, E. 4.3.2)</span></p><p><span>- </span><span>Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) </span></p><p><span>- </span><span>Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)</span></p><p><span>- </span><span>gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich</span><span>baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)</span></p><p><span>- </span><span>behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens</span><span>druck (E. 4.4.2)</span></p><p><span> </span><span>Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1</span><span>5. März 2018 E. 7.4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Übergangsrechtlich ist bedeutsam, dass die vor der Rechtsprechungsänderung eingeholten Gutachten nicht einfach ihren Beweiswert verlieren. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8 unter Hinweis auf BGE 137 V 210 E. 6). Mithin ist im konkreten Fall zu klären, ob die beigezogenen Gutachten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> allenfalls zusammen mit weiteren fachärztlichen Berichten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> eine schlüssige Beurteilung anhand der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dichte kann zudem unter Umständen eine punktuelle Ergänzung genügen (vgl.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urteile des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">März 2018 E. 5.2.2 und 8C_300/2017 vom 1. Februar 2018 E. 4.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zum Komplex Gesundheitsschädigung ist in Bezug auf den Indikator Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde festzuhalten, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bei der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> diverse Einschränkungen bestehen, die im Rahmen der psychiatrisc</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hen Begut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">achtung durch Dr. Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> anhand des Instruments ICF APP 1 eruiert worden sind. So sind </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">das Selbstvertrauen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, die Funktionen der Aufmerksamkeit und des Gedächtnisses sowie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die Funktionen des Denkens der Beschwerdeführerin leicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gradig beziehungsweise geringgradig beeinträchtigt. Ebenso bestehen in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den Funktionen der psych</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ischen Energie und des Antriebs sowie in den emotionalen Funktionen eine leichte Einschränkung. Hingegen besteht in der Selbstwahr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nehmung und Zeitwahrnehmung eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerstgradige</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Beein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der psychischen Stabilität sowie in höheren kognitiven Funktionen ist die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin hingegen nicht eingeschränkt (vgl. Urk. 6/51 S. 14 ff. Ziff. 1.2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Es </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bestanden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zwar psychosoziale Faktoren, namentlich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach der Umwandlung und dem sogenannten Outsourcing der Arbeitsstelle, jedoch ab Juli 2016 gab es keine Belastungssituationen mehr (vgl. Urk. 6/51 S. 17 Ziff. 1.4). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In Bezug auf den Indikator Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">re</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sistenz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist festzuhalten, dass sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die Beschwerdeführerin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> seit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2015</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in psycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">therapeutischer Behandlung befindet</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, aktuell einmal wöchentlich,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">antidepressive Medikation erhalten, diese aber jedoch selbständig abgesetzt hat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. Urk. 6/51 S. 20 Ziff. II.1.4</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> legte sodann dar, dass eine antidepressive Medikation </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">regelmässig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> einzunehmen sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und darüber hinaus auch Physiotherapie, Ergotherapie, Sporttherapie und Entspannungstherapie eine Besserung der Arbeitsfähigkeit innerhalb von zwei Jahren zu bewirken vermögen (Urk. 6/51 S. 30 Ziff. V.4).</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In Bezug auf die Komorbidität ist festzuhalten, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die Beschwerdeführerin an einer leichtgradigen depressiven Episode ohne somatisch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Syndrom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">an </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einer mittelgradig ausgeprägten somatoformen Schmerzstörung sowie an einem gene</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ralisierenden, nicht näher spezifizierbaren, weichteilrheumatischen Schmerz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">syn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">drom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> leidet. Weitere Komorbiditäten sind nicht ersichtlich. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zum Komplex Persönlichkeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und zum sozialen Kontext</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist festzuhalten, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> eigenen Angaben </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nur über geringe </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">persönliche Ressourcen verfügt, zumal auch ihr Ehemann selber IV-berentet ist und es in der Beziehung zur gegenseitigen Verstärkung und zu wenigen persönlichen Ressour</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cen kommt (Urk. 6/51 S. 18 Ziff. I.8). Hingegen erledigen beide Ehegatten gemeinsam den Haushalt und gehen einkaufen. Zusätzlich gehen sie in den Urlaub ins eigene Haus in Kroatien, pflegen Kontakt mit Tochter und Sohn, wel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cher noch zu Hause lebt, jedoch aktuell Militärdienst leistet (Urk. 6/51 S. 21 f. Ziff. II.2.1 f.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zu prüfen ist weiter die Konsistenz. Hinsichtlich des Gesichtspunkts der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gleich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mässigen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bereichen ist festzuhalten, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erhebliche Diskrepanzen vorliegen. Die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin sieht sich zu 100 % arbeitsunfähig, eine Wiederaufnahme der Arbeit als nicht vorstellbar. Ebenso fänden aus ihrer Sicht keinerlei soziale Aktivitäten statt. Demgegenüber pflegt die Beschwerdeführerin Kontakt mit ihrer Tochter, kann die Verwandtschaft zu Besuch empfangen und Grillfeste durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führen sowie in die Ferien fahren. Ebenso kann sie ihren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Haushalt selber ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sorgen, einkaufen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gehen und bürokratische Anforderungen des Alltages erledigen (Urk. 6/51 S. 29 Ziff. V.2)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Gesichtspunkts des behandlungs- und eingliederungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nestisch ausgewiesenen Leidensdrucks ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schliesslich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> festzuhalten, dass sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die Beschwerdeführerin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> seit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2015</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gegenwärtig einmal wöchentlicher </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">psycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">thera</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">peut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ischer Behandlung befindet und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> verschriebenen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> antidepressiven Medika</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mente </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> einnimmt (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. 6/51 S. 10 oben; S. 20 Ziff. II.1.4</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Recht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprechung ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die fortgesetzte Krankheitsbehandlung, die insbesondere auch die dauernde Einnahme ärztlich verschriebener Medikamente umfasst, in aller Regel eine jederzeit zumutbare Form allgemeiner Schadenminderung (Urteile des Bundesge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">richts 8C_625/2016 vom 24. Januar 2017 E. 3.4.1, U 510/05 vom 20. März 2007 E. 3.3 und I 824/06 vom 13. März 2007 E. 3.1 mit Hinweisen, in: SVR 2008 IV Nr. 7 S. 19).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">H.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">war</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sodann der Ansicht, dass die antidepressive Medikation </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">regelmässig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> einzunehmen sei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und dass mit einer adäquaten therapeu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tischen Betreuung von einer weiteren Verbesserung der Arbeitsfähigkeit inner</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">halb von zwei Jahren um zirka 10-30 % ausgegangen werden könne (Urk. 6/51 S. 30 Ziff. V.4 f.)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Mit anderen Worten werden die therapeutischen Optionen von der Beschwerdeführerin nicht ausgeschöpft, was bei zumindest nicht vollständig vorliegender Therapieadhärenz auf keinen beziehungsweise nur geringen krank</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitsbedingten Leidensdruck </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schliessen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> lässt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">äusserte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der psychiatrische Gutachter Erstaunen darüber, dass die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin angesichts der geltend gemachten starken Schmerzen keinerlei Schmerzmittel einnimmt. Dies sei im gesamten bisherigen Unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">su</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zeitraum von somatoformen Störungen bislang nicht vorge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kommen. Er erachtete die Nichteinnahme von Schmerzmitteln als ungewöhnlich. Darüber hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aus wies er darauf hin, dass die Beschwerdeführerin teilweise vergessen habe, Schonhaltungen einzunehmen. Bei Ablenkung oder Konfrontation konnte eine normale Körperhaltung und eine normale Gestik ausgeführt werden (Urk. 6/51 S. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">23 Ziff. III.1)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Schliesslich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> stellte der Gutachter Dr. Z.___ auch Hinweise auf eine Aggravation der Symptome fest, so zum Beispiel bezüglich Merkfähigkeit und hinsichtlich sozialer Kontakte (Urk. 6/51 S. 17 Ziff. I.4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend konnte anhand der Indikatoren keine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">funktionelle</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wir</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kungen der mittelgradig ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">prägten somatoformen Schmerzstörung und der leichten depressiven </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Episode</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> -</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> unter Berücksichtigung der nicht besonders schwe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ren diagnoserelevanten Befunde, des vorhandenen Aktivitätsniveaus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, der Aggra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vation der Symptome</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und des behandlungsanamnestisch nicht ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wiesenen Leidensdruckes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> - schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt werden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ie Prüfung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">massgeblichen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Beweisthemen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hat </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">im Rahmen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">umfassenden Betrachtung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">k</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ein stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen (Kon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zeigt. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Damit wurde </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geleistet</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wirkt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3 mit Hinweisen). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Damit ist</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> aus psychiatrischer Sicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auf die von Dr. Z.___ attestierte Arbeitsunfähigkeit von 40 % für angepasste Tätigkeiten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> a</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bzustellen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Vielmehr ist von einer seit Juli 2016 beste</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">henden 100%igen Arbeitsfähigkeit in jeglicher Tätigkeit auszugehen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Soweit die Beschwerdeführerin das Gutachten mit dem Hinweis kritisiert, das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bidisziplinäre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Gutachten sei in Verletzung von BGE 141 V 281 ohne </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Indikatoren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">prüfung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vorgenommen worden (Urk. 1 S. 11), ist anzumerken, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die vor der Rechtsprechungsänderung eingeholten Gutachten nicht einfach ihren Beweiswert verlieren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. vorstehend E. 4.3.5)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Mithin ist im konkreten Fall zu klären, ob die beigezogenen Gutachten – allenfalls zusammen mit weiteren fachärztlichen Berichten – eine schlüssige Beurteilung anhand der massgeblichen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Indikatoren erlauben oder nicht, was vorliegend gemäss den vorstehenden Ausführungen zutreffend ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ebenso wenig vermag auch die Einschätzung des RAD-Arztes Dr. G.___ (vgl. vorstehend E. 3.6) etwas an der medizinischen Feststellung zu ändern, da er lediglich die Verwertbarkeit des Gutachtens bejahte und das Belastungsprofil fest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">legte. Hingegen ist er kein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, weshalb seine Einschätzung hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin nicht gehört werden kann.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund dieser Erwägungen zur Schwere des Leidens und zu dessen Konsistenz lässt sich im Ergebnis nicht beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin im Rahmen der Rentenprüfung zum Schluss gelangte, eine anspruchsrelevante Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit sei entgegen der Einschätzung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bidisziplinären</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Gutachter sowie den übrigen behandelnden Ärzten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zu verneinen. Mithin hat sie zu Recht erkannt, dass die Voraussetzungen von Art. 7 ATSG nicht erfüllt sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei diesem Ergebnis erübrigt sich ein Einkommensvergleich. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Selbst wenn auf die rheumatologische Einschätzung von Dr. A.___ abgestellt werden würde, welcher eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit für zusätzliche Ruhepau</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sen attestierte (vgl. vorstehend E. 3.5) sowie unter Berücksichtigung des vom RAD festgelegten Belastungsprofils (leichte bis zeitweise wechselbelastende, selten mittelschwere Tätigkeiten ohne Heben und Tragen von schweren Gewichten, ohne kalte und feuchte Exposition, vgl. vorstehend E. 3.6), wäre der Schwellen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wert für die Ausrichtung einer Rente gestützt auf die – unbesehen übernommenen - Zahlen der Beschwerdeführerin nicht erreicht. Ausgehend von einem ermittelten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Valideneinkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> im Jahr 2016 von rund Fr. 66‘632.-- und einem gestützt auf die Tabellenlöhne der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizeri</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Lohnstrukturerhebung (LSE 2014, Tabelle T_1b, Ziff. 96) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">veranschlagten Invalideneinkommen von Fr. 46‘130.-- (vgl. Urk. 1 S. 14), würde </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ein rentenaus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schliessender Invaliditätsgrad von rund 31 % resultieren. Ein Abzug vom Tabellen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lohn wäre bei dieser Konstellation, da bereits in der 20%igen Einschrän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kung enthalten, trotz gegenteiliger Meinung der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 14 f.), nicht angebracht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_366/2015 vom 22. Sep</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tember 2015 E. 4.3.1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Schliesslich rügt die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, die Vorinstanz habe den Anspruch auf berufliche Massnahmen zu Unrecht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">verneint</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 1 S. 17 f. Ziff. 8).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen setzt einen Eingliederungswillen beziehungsweise eine Eingliederungsfähigkeit voraus. Fehlt es daran, so entfällt der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_569/2015 vom 17. Februar 2016 E. 5.1 mit Hinweisen). Gemäss den Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führungen der Gutachter (vgl. vorstehend E. 3.5) erachtet sich die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin als vollständig arbeitsunfähig, sieht sich nicht in der Lage, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen und verfügt weder über den Willen noch über die Motivation zur Aufnahme einer solchen. In Anbetracht dessen ist nicht zu bean</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">standen, dass die Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf Eingliederungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nahmen verneint hat. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zwar mögen berufliche Massnahmen auch bezwecken,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sub</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">jektive Eingliederungshindernisse im Sinne einer Krankheitsüberzeugung zu beseitigen. Es bedarf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">indessen auch diesfalls eines Eingliederungswillens bzw. einer entsprechenden Motivation der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherten Person. Sollte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ihre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Haltung geändert haben und an einer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eingliederungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">massnahme ernsthaft teilnehmen wollen, kann </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sie sich bei Erfüllung der übrigen Voraus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">setzung bei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der IV-Stelle erneut anmelden,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">welche darüber neu zu verfügen hätte (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 130 V 64 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten erweist sich die Verfügung als rechtens, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 900.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterlegenen Beschwerdeführerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">900</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Tobias </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Figi</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannBrü<span id="CURSOR"></span>hwiler</p><p></p></div> </div></body></html>