BRKE II Nr. 264/1998 vom 27. Oktober 1998 in BEZ 1998 Nr. 25 6. a) Im Rekurs wird geltend gemacht, die Kosten für die detaillierte Prüfung des Provokationsbegehrens seien zu Unrecht dem Rekurrenten auferlegt wo rden. Einer derartigen Festlegung fehle die gesetzliche Grundlage. Die Untersuchung sei zwar durch d en Rekurrenten ausgelöst worden; die Abklärung der Schutzwürdigkeit habe indessen einzig im öffentlichen Interesse stattgefunden. Die Gebührenveror d- nung enthalte keine Norm, welche sich auf die im Zusammenhang mit Unterschut z- stellungen entstehenden Kosten beziehe. Die Vorinstanz ist der Auffassung, die Kosten seien aufgrund des Verursache r- prinzips vom Grundeigentümer zu tragen, da dieser das Provokationsbegehren g e- stellt habe. Mangels besonderer Vorschriften kämen für die Bemessung der Gebü h- ren die A nsätze für die allgem eine Verwaltung zur Anwendung (§ 1 lit. A Ziff. 5 G e- bührenverordnung). b) W ie der Rekurrent zutreffend ausführt, enthält die kantonale Verordnung über die Gebühren der Gemeindebehörden keine Bestimmung betreffend G ebühren im Zusammenhang mit Unterschutzstellungen. Die Kosten für die Einh olung von Gutachten können aber auch nicht als allgemeine Verwaltungsau fwendungen im Sinne von § 1 lit. A Ziff. 5 der Gebührenverordnung dem Grundeigentümer überbu n- den werden. Nach dem Verursacherprinzip können einem Gesuchsteller nur dann Kosten auferlegt werden, wenn die verrechneten Verwaltungsaufwendungen im Int e- resse des Gesuchstellers e rfolgten, was vorliegend nicht zutrifft, da Massnahmen des Natur- und Heimatschutzes ausschliesslich im öffentlichen Inter esse liegen. Es wäre geradezu stossend, wenn der Grundeigentümer, der durch die Unterschutzste l- lung unter Umständen bereits eine e rhebliche Einschränkung seiner Eigentumsrec h- te hinnehmen muss, auch noch die Ko sten zu tragen hätte, welche durch die für die Unterschutzstellung erfo rderlichen Abkl ärungen entstanden sind. Aber auch der Einwand, der Rekurrent selber habe die Abkl ärungen der kommunalen Behörden durch sein Provokationsbegehren (vgl. § 213 PBG) ausgelöst, ist unbehelflich. Das genannte Begehren ist eine direkte Folge der von der kommunalen Behörde vo r- gängig vorgenommenen Inventarisierung des betroffenen Ob jekts und löste somit lediglich ein Ve rfahren aus, das letztlich auch ohne ein Provokat ionsbegehren von Amtes wegen hätte durchgeführt werden müss en. Schliesslich kommt die Einrä u- mung eines Provokationsrechts auch den Gemeinden zugute, indem diese mit dem Entscheid über die endgültige Unterschutzstellung auch nach e rfolgter Inventarisi e- rung zuwarten können. Somit ist der Rekurs in diesem Punkt gutzuheissen.