Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Geschäfts-Nr.: LZ200014-O/U Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende, Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnidt und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie Gerichts- schreiberin lic. iur. K. Montani Schmidt Beschluss vom 19. Juni 2020 in Sachen A._____, Beklagte und Berufungsklägerin gegen B._____, Kläger und Berufungsbeklagter betreffend Abänderung Unterhalt und weitere Kinderbelange (vorsorgliche Massnahmen) Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 5. Abteilung, vom 12. März 2020 (FK200022-L) - 2 - Erwägungen: 1.1 Mit Verfügung vom 12. März 2020 entschied die Vorinstanz über das vom Kläger und Berufungsbeklagten (fortan Kläger) am 24. Februar 2020 gestel l- te Gesuch um Anordnung vorsorglicher Massnahmen, indem sie die von den Par- teien am 12. März 2020 anlässlich der Verhandlung geschlossene Vereinbarung genehmigte und für die Tochter C._____, geboren am tt.mm.2014, eine Beistand- schaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB anordnete (Urk. 3/1 S. 2; Urk. 3/8 S. 2 ff. = Urk. 2 S. 2 ff.). 1.2 Mit Eingabe vom 23. März 2020 (gleichentags zur Post gegeben, ei n- gegangen am 25. März 2020) reichte die Beklagte und Berufungsklägerin (fortan Beklagte) innert Frist eine von beiden Parteien unterzeichnete Berufung ein (Urk. 1). 2.1 Hierauf wurde der Beklagten mit Präsidialverfügung vom 23. April 2020 unter gleichzeitiger Androhung von Säumnisfolgen eine Frist von 10 Tagen zur Leistung eines Kostenvorschusses in der Höhe von Fr. 3'000.– angesetzt (Urk. 6 S. 2). Da innert Frist der Kostenvorschuss nicht gel eistet wurde, wurde der B e- klagten mit Verfügung vom 25. Mai 2020 eine nic ht erstreckbare Nachfrist von 5 Tagen zur Leistung des Kostenvorschusses angesetzt. Diese Fristansetzung er- folgte unter Androhung der Säumnisfolge, dass bei Nichtbezahlung des Vor- schusses innert Nachfrist auf die Berufung nicht eingetreten werde (Urk. 8 S. 2). 2.2 Die Beklagte hat den Kostenvorschuss weder innert der mit Verfügung vom 23. April 2020 noch innert der mit Verfügung vom 25. Mai 2020 angesetzten Nachfrist geleistet. Damit ist auf die Berufung androhungsgemäss nicht einzutr e- ten, da die Leistung des Gerichtskostenvors chusses Prozessvoraus setzung ist (Art. 59 Abs.2 lit. f ZPO). 3.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Berufungs- verfahrens der Beklagten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die zweitinstanzli- che Gerichtsgebühr ist in Anwendung von § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG in Verbi n- dung mit § 2 lit. a, c und d, § 5 Abs. 1 GebV OG und § 10 Abs. 1 GebV OG auf Fr. 600.– festzusetzen. - 3 - 3.2 Dem Kläger ist mangels relevanter Umtriebe im Berufungsv erfahren keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Die Beklagte hat keinen Antrag auf Zusprechung einer Parteientschädigung gestellt. Ohnehin wäre ihr zufolge ihres Unterliegens keine zuzusprechen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Es wird beschlossen: 1. Auf die Berufung wird nicht eingetreten. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 600.– festgesetzt. 3. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens werden der Beklagten aufer- legt. 4. Für das Berufungsverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge- sprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und die Vorinstanz, an die Vorinstanz unter Beilage einer Kopie von Urk. 10 sowie der erstinstanzlichen Akten, je gegen Empfangsschein. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG und ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG. Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. - 4 - Zürich, 19. Juni 2020 Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Die Gerichtsschreiberin: lic. iur. K. Montani Schmidt versandt am: