BRKE IV Nrn. 178-180/1996 vom 26. September 1996 in BEZ 1996 Nr. 32 7. Der Rekurrent stellt den Antrag, es sei ihm der allfällige Entscheid der Ba u- behörde über die Baufreigabe zuzustellen. Zur Begründung dieses Antrages macht er ge ltend, er wolle die Gelegenheit erhalten, im Hinblick auf die nachträglich vom Bauherrn einzureichenden Unterlagen sämtliche Rechtsmittel ergreifen zu können. Allfällige weitere Baurechtsentscheide über ein Projekt hat die Baubehörde schon von Gesetzes wegen denjenigen Personen zuzustellen, die r echtzeitig die Zustellung der Baubewilligung bzw. Bauverweigerung verlangt haben. Dies solange, als keine neue Aussteckung oder Bekanntmachung erfolgt (§ 316 Abs. 2 PBG). Demzufolge sind dem Rekurrenten die Entscheide der Baubehörde über die G e- nehmigung de s Umgebung splanes und über Projektänderungen ohne weiteres zu eröffnen. B ezüglich solcher Ent scheide ist daher auf den Antrag mangels Rech t- schutzinteresse nicht einzutreten. Die Baufreigabe stellt keinen Entscheid im Sinne von § 316 Abs. 2 PBG dar, weil da mit nicht über das Bauvorhaben befunden, sondern lediglich sinngemäss festgestellt wird, dass vor Baubeginn einzuhaltende Nebenbestimmungen erfüllt sind. Der Entscheid über die Baufreigabe ist daher den Drittpersonen nicht zuzuste l- len. W ollen diese Abweich ungen vom bewilligten Projekt geltend machen, können sie dies bei der Baubehörde zur Anzeige bringen. Bezüglich der Zustellung der Ba u- freigabe ist der rekurrentische Antrag somit abzuweisen.