<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00203</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206211&amp;W10_KEY=13013560&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00203</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.10.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Vergabe Patientenmonitoring-Netzwerk Angesichts der ausgeschriebenen qualitativ anspruchsvollen Elektroarbeiten im Spitalbau war es in Bezug auf das Zuschlagskriterium "Installations-Personal" sachgerecht, neben der Auflistung der "Schlüsselpersonen" die namentliche Nennung der für die Ausführung vorgesehenen Monteure und deren Funktion zu verlangen. Dies erlaubt es der Vergabestelle, deren Qualifikationen zu überprüfen und nicht geeignete Monteure von der Baustelle auszuschliessen (E.4.3). Abweisung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSEN">ERMESSEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUALIFIKATION">QUALIFIKATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSCHLAGSKRITERIEN">ZUSCHLAGSKRITERIEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit <span class="UrteilstextChar0">einer Ausschreibung vom 17. Februar 2006 erÃ¶ffnete das Hochbauamt des Kantons ZÃ¼rich im Zusammenhang mit der Sanierung des Spitals D im offenen Verfahren die Vergabe fÃ¼r den Ersatz des Patientenmonitoring-Netzwerkes /236-01 EDV-</span>Installationen.</p> <p class="Urteilstext">Innert Frist gingen fÃ¼r die EDV-Installation zehn Angebote ein mit revidierten OffertbetrÃ¤gen zwischen Fr. 531'227.65 und Fr. 890'036.05. Mit Beschluss vom 19. April 2006 erteilte das Hochbauamt den Zuschlag der C AG mit einem Angebot von Fr. 531'227.65. Der Entscheid wurde gleichentags den nicht berÃ¼cksichtigten Anbietern mitgeteilt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 3. Mai 2006 erhob die A AG beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den Entscheid des kantonalen Hochbauamtes und beantragte, den Zuschlag ihr zu erteilen.</p> <p class="Urteilstext">Der Beschwerdegegner beantragte am 14. Juni 2006, die Beschwerde abzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</p> <p class="Urteilstext">Am 28. Juni 2006 stellte die BeschwerdefÃ¼hrerin das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung. Diesem Gesuch wurde mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 30. Juni 2006 nicht entsprochen, da die Mitbeteiligte bereits mit der AusfÃ¼hrung der an sie vergebenen Arbeiten begonnen hatte.</p> <p class="Urteilstext">In der Replik vom 11. Juli 2006 und Duplik vom 17. August 2006 hielten die Parteien an ihren Standpunkten fest. Die Mitbeteiligte liess sich wÃ¤hrend des ganzen Beschwerdeverfahrens nicht vernehmen.</p> <p class="Urteilstext">Die Parteivorbringen werden, soweit rechtserheblich, im Rahmen der nachfolgenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = <span class="urteilstextchar">BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 (IVÃ¶B) sowie § 2 des Gesetzes vom 15. September 2003 Ã¼ber den Beitritt zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung zur Anwendung.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nicht berÃ¼cksichtigte Anbietende sind zur Beschwerde gegen den Vergabeentscheid legitimiert, wenn sie bei deren Gutheissung eine realistische Chance haben, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen oder wenn die Gutheissung der Beschwerde zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens fÃ¼hrt, in welchem sie ein neues Angebot einreichen kÃ¶nnen; andernfalls fehlt ihnen das schutzwÃ¼rdige Interesse an der BeschwerdefÃ¼hrung (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11; § 21 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). â Vorliegend ist die Legitimation der BeschwerdefÃ¼hrerin ohne weiteres zu bejahen, da sie geltend macht, bei korrekter Gesamtbewertung der Zuschlagskriterien vor der Mitbeteiligten zu rangieren. Dass eine Zuschlagserteilung an die BeschwerdefÃ¼hrerin infolge des Vertragsabschlusses mit der Mitbeteiligten nicht mehr mÃ¶glich ist, Ã¤ndert an ihrer Legitimation nichts, zumal die Submissionsbeschwerde auch dafÃ¼r zur VerfÃ¼gung steht, nach Vertragsschluss die Rechtswidrigkeit einer ZuschlagsverfÃ¼gung feststellen zu lassen (Art. 18 Abs. 2 IVÃ¶B; vgl. auch Art. 9 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 1995 Ã¼ber den Binnenmarkt).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼hrt in ihrer Beschwerdeschrift vom 3. Mai 2006 vorab an, im Brief "Submissionsergebnis" vom 19. April 2006 seien irrtÃ¼mlich die BetrÃ¤ge der OffertÃ¶ffnung aufgefÃ¼hrt gewesen und nicht die revidierten BetrÃ¤ge. Der BeschwerdefÃ¼hrerin seien irrtÃ¼mlich zwei NPK-Disketten zugestellt worden, welche beide das Projekt Patientenmonitoring betroffen hÃ¤tten. Sie habe deshalb ein Angebot Ã¼ber Fr. 861'722.35 fÃ¼r Los 1 und Los 2 zuzÃ¼glich Regie eingereicht. HierfÃ¼r treffe sie kein Verschulden. Der Eingabepreis der BeschwerdefÃ¼hrerin sei richtigerweise auf Fr. 620'529.20 korrigiert worden. In ihrer Replik vom 11. Juli 2006 macht die BeschwerdefÃ¼hrerin indessen geltend, die Korrektur sei ungenÃ¼gend erfolgt, weil sie ihre Berechnungen und Risikoanalysen auf das vermeintlich volle Auftragsvolumen abgestellt habe.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Es ist unbestritten, dass der BeschwerdefÃ¼hrerin zur Ausarbeitung eines Angebotes statt nur eine Diskette mit den zur Angebotsberechnung notwendigen Daten irrtÃ¼mlicherweise eine zweite Diskette zugestellt wurde. Die BeschwerdefÃ¼hrerin reichte in der Folge ein Angebot "Los 1" in der HÃ¶he von Fr. 591'300.85 und aufgrund der zweiten Diskette ein Angebot "Los 2" Ã¼ber Fr. 248'652.95 ein, was unter Hinzurechnung von Regiearbeiten von Fr. 45'000.- unter Abzug eines Skontos von 3 % zu einer totalen Offertsumme von Fr. 861'722.55 bzw. zu einer Pauschale der BeschwerdefÃ¼hrerin von Fr. 785'000.- exkl. MWSt bzw. Fr. 844'660.- inkl. MWSt fÃ¼hrte. Die Offerte der BeschwerdefÃ¼hrerin wurde daraufhin vom Fachplaner korrigiert. In der Zusammenstellung "Submissionsergebnis" vom 10. MÃ¤rz 2006 und im "Offertvergleich" vom 18. April 2006 wird die Eingabesumme der BeschwerdefÃ¼hrerin mit einer revidierten Eingabesumme von Fr. 620'529.20 aufgelistet; in der letzteren figuriert zudem die Pauschalsumme von Fr. 844'660.- als "Unternehmervariante".</p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Schreiben vom 27. April 2006 wies die BeschwerdefÃ¼hrerin darauf hin, dass es sich beim Betrag von Fr. 844'660.- nicht um eine Unternehmervariante mit revidiertem Betrag handle, sondern dass darin auch das Los 2 enthalten sei. Mit Zuschrift vom 7. Juni 2006 anerkannte die Vergabestelle den durch die Falschzustellung eingetretenen Fehler und wies darauf hin, dass der Fachplaner die Offerte korrekt korrigiert, die Pauschale fÃ¤lschlicherweise aber als Unternehmer-Variante ausgewiesen habe.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Der Beschwerdegegner hat den Eingabepreis der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r die Bewertung der Angebote auf Fr. 620'529.20 korrigiert. Diese Korrektur bezeichnet die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Beschwerdeschrift vom 3. Mai 2006 als richtig. Ihr ist aus der fÃ¤lschlicherweise zugestellten zweiten Diskette kein Nachteil entstanden. Dass in der ErÃ¶ffnung des Vergabeentscheides auf 3 Unternehmervarianten mit "revidierten BeitrÃ¤gen von Fr. 529'392.- bis Fr. 844'660.-" hingewiesen wurde, ist von vornherein unmassgeblich, wurden doch diese Unternehmervarianten nicht berÃ¼cksichtigt.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Entgegen ihren AusfÃ¼hrungen in der Beschwerdeschrift bringt die BeschwerdefÃ¼hrerin in der Replik vor, die Korrektur sei ungenÃ¼gend erfolgt, weil sie ihre Berechnungen und Risikoanalysen auf das vermeintlich volle Auftragsvolumen abgestellt habe. Dieser Einwand ist indessen verspÃ¤tet. Die BeschwerdeantrÃ¤ge und deren BegrÃ¼ndung mÃ¼ssen grundsÃ¤tzlich innerhalb der Beschwerdefrist eingereicht werden. In submissionsrechtlichen Beschwerdeverfahren ordnet das Verwaltungsgericht zwar regelmÃ¤ssig einen zweiten Schriftenwechsel an. Aber auch in diesem Fall darf die BegrÃ¼ndung mit der Replik nur soweit ergÃ¤nzt werden, als die Beschwerdeantwort dazu Anlass gibt, weil sie wesentliche neue Gesichtspunkte enthÃ¤lt. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die massgebliche BegrÃ¼ndung des angefochtenen Entscheids erst in der Beschwerdeantwort dargelegt wird (vgl. VGr, 10. Mai 2004, VB.2003.00228, E. 5 mit Hinweisen; 23. April 2003, VB.2002.00352, E. 4a [beide unter www.vgrzh.ch]; KÃ¶lz/Bosshart/ RÃ¶hl, § 54 N. 8, § 58 N. 10). Nachdem die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Beschwerdeschrift die Korrektheit der Korrektur bestÃ¤tigt hat, kann sie nach dem Gesagten nicht in der Replik einen gegenteiligen Standpunkt einnehmen. Dieser Einwand ist nicht zu hÃ¶ren.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>In den Ausschreibungsunterlagen hatte der Beschwerdegegner fÃ¼nf Zuschlagskriterien bekannt gegeben und diese bei der Auswertung der Offerten wie folgt gewichtet:</p> <p class="Urteilstext">1. AusfÃ¼hrungsqualitÃ¤t 28 %</p> <p class="Urteilstext">2. Installations-Personal 25 %</p> <p class="Urteilstext">3. QualitÃ¤t/Leistung 22 %</p> <p class="Urteilstext">4. Preis 20 %</p> <p class="Urteilstext"><span>5./6. Termine/Ãkologie 5 %</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die <span class="Erwgung2Char"><span>Beschwerdegegnerin hat im Laufe des Verfahrens die Benotung der BeschwerdefÃ¼hrerin bezÃ¼glich des Zuschlagskriteriums "1. AusfÃ¼hrungsqualitÃ¤t" korrigiert und auf die Maximalnote 10 angehoben. GemÃ¤ss der korrigierten Offert-Auswertung rangiert die BeschwerdefÃ¼hrerin mit 8.90 Punkten an 3., die Mitbeteiligte mit 9.16 Punkten an erster Stelle.</span></span></span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Streitig ist nach der erwÃ¤hnten Korrektur im Beschwerdeverfahren allein (noch) die Benotung des Kriteriums "2. Installations-Personal". Bei diesem Kriterium wurde die Offerte der BeschwerdefÃ¼hrerin bei einer Notenskala von 1 - 10 mit 8, jene der Mitbeteiligten mit 10 benotet. Die BeschwerdefÃ¼hrerin brachte hierzu in ihren Rechtsschriften vor, sie habe im Datenblatt "SchlÃ¼sselpersonen" ausfÃ¼hrliche Angaben zum Projektleiter B. und zu den bauleitenden Monteuren H. und L. gemacht und Referenzobjekte von aktuellen Telematikprojekten sowie die vorgesehene Personalplanung fÃ¼r die Realisation des Projektes angegeben. Als Grund fÃ¼r die Bewertung mit der Note 8 habe der BeschwerdefÃ¼hrer angegeben, sie habe es unterlassen, sÃ¤mtliche Monteure mit Namen und Funktion anzugeben. Die BeschwerdefÃ¼hrerin weise einen Personalbestand von 512 Mitarbeitern auf; dabei seien rund 300 Monteure. Es kÃ¶nne nicht verlangt werden, die Namen und Funktionen sÃ¤mtlicher Monteure beizulegen. Ein konkretes Terminprogramm sei nicht bekannt gegeben worden, sondern lediglich der Arbeitsbeginn. Sie habe daher keine verbindliche Personalplanung inkl. Ferienplanung vornehmen kÃ¶nnen und die 8-12 fÃ¼r das Projekt erforderlichen Monteure schlicht nicht nennen kÃ¶nnen. Im Ãbrigen garantiere die Nennung der Namen keineswegs, dass die angefÃ¼hrten Monteure im Zeitpunkt der AusfÃ¼hrung tatsÃ¤chlich zur VerfÃ¼gung stehen wÃ¼rden. Die Mitbeteiligte sei als ungleich kleineres Unternehmen ungerecht bevorzugt, da es ihr ein Leichtes sei, sÃ¤mtliche oder einen Grossteil der von ihr beschÃ¤ftigten Monteure zu benennen. Angesichts der GrÃ¶sse des Personalbestandes hÃ¤tte die Vergabestelle ohne weiteres erkennen mÃ¼ssen, dass neben den ausgewiesenen und bezeichneten verantwortlichen Monteuren auch die VerfÃ¼gbarkeit von qualifiziertem und genÃ¼gendem Installationspersonal garantiert sei. Die BeschwerdefÃ¼hrerin verfÃ¼ge Ã¼ber hervorragende Referenzen bei Arbeiten im heiklen Spitalbereich. Mit ihrem Angebot habe sie jene Angaben zum Installationspersonal gemacht, welche von ihr verlangt werden konnten und fÃ¼r welche sie die verlangte GewÃ¤hr leisten konnte. Sie sei daher beim Kriterium "2. Installations-Personal" mit der HÃ¶chstnote 10 zu bewerten.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Die fÃ¼r eine bestimmte Beschaffung massgeblichen Zuschlagskriterien und deren Gewichtung werden von der VergabebehÃ¶rde im Hinblick auf die Besonderheiten des Auftrags festgelegt, wobei ihr ein erheblicher Beurteilungsspielraum zusteht (RB 1999 Nr. 67). In den Ausschreibungsunterlagen wurde das Zuschlagskriterium "Installations-Personal" wie folgt umschrieben: "Ebenfalls garantiert die Unternehmung die Anwesenheit des einzusetzenden Personals wÃ¤hrend der Ausbauphase (Liste der Monteure mit Namen und Funktion ist beizulegen)". Angesichts der ausgeschriebenen qualitativ anspruchsvollen Elektroarbeiten im Spitalbau war dieses Zuschlagskriterium zweifellos sachgerecht. Die namentliche Nennung der fÃ¼r die AusfÃ¼hrung der ausgeschriebenen Arbeiten vorgesehenen Monteure (und nicht aller bei der BeschwerdefÃ¼hrerin angestellten Monteure!) samt Funktion erlaubt es dem Beschwerdegegner, deren Qualifikationen zu Ã¼berprÃ¼fen und nicht geeignete Monteure von der Baustelle auszuschliessen.</p> <p class="Erwgung2">Entgegen den klaren Anforderungen in den Ausschreibungsunterlagen hat die BeschwerdefÃ¼hrerin mit ihrer Offerte nur Angaben Ã¼ber die leitenden Personen gemacht und es unterlassen, eine Liste der einzusetzenden Monteure mit Namen und Funktion einzureichen. Wenn der Beschwerdegegner bei diesem Zuschlagskriterium der BeschwerdefÃ¼hrerin trotzdem noch die Note 8 zuerkannte, so ist diese Bewertung zugunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin ausgefallen; eine tiefere Bewertung wÃ¤re durchaus mÃ¶glich gewesen. Nicht zu beanstanden ist auch, dass die Offerte der Mitbeteiligten bezÃ¼glich dieses Zuschlagskriteriums mit der Note 10 bewertet wurde, hat diese doch die verlangte Liste eingereicht. Weshalb die Mitbeteiligte als kleineres Unternehmen diesbezÃ¼glich "ungerecht bevorzugt" sein soll, ist nicht nachvollziehbar. Es hÃ¤tte auch der BeschwerdefÃ¼hrerin offen gestanden, eine Liste der fÃ¼r die ausgeschriebenen Arbeiten vorgesehenen Monteure einzureichen. Dass der genaue AusfÃ¼hrungstermin nicht bekannt war, stand dem nicht entgegen, sondern hÃ¤tte durch Erweiterung der Liste mit Vertretungen begegnet werden kÃ¶nnen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zusammengefasst ergibt sich, dass die EinwÃ¤nde der BeschwerdefÃ¼hrerin gegen die (revidierte) Auswertung der Offerte unbegrÃ¼ndet sind. Die Beschwerde ist abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die BeschwerdefÃ¼hrerin kostenpflichtig (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG); eine ParteientschÃ¤digung steht ihr von vornherein nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Hingegen hat sie den Beschwerdegegner fÃ¼r dessen Umtriebe im Beschwerdeverfahren angemessen zu entschÃ¤digen (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG; § 12 GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997, LS 175.252). Bei der Bemessung der EntschÃ¤digung ist zu berÃ¼cksichtigen, dass die Beschwerdegegnerin mit der Beschwerdeantwort zumindest teilweise die â von ihr ohnehin geschuldete â BegrÃ¼ndung des Vergabeentscheids nachgeholt hat; in Betracht fÃ¤llt daher vor allem der Aufwand, der ihr mit der Ausarbeitung der Duplik entstanden ist. Als angemessen erweist sich eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 750.- (Mehrwertsteuer inbegriffen).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 210.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'710.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, dem Beschwerdegegner eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 750.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>