<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="file:///L:/LOGO/DOPPLEU3.BMP"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2005.00755</span></p><p><span>damit vereinigt: IV.2005.00756</span></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann als Einzelrichter</p><p>Gerichtssekretär Wilhelm</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 10. Mai 2006</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">1. CSS Kranken-Versicherung AG</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Hauptsitz, Abteilung Recht &amp; Compliance</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Tribschenstrasse</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> 21, Postfach 2568, 6002 Luzern</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">2. </span><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerinnen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA)</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, geboren 1942, meldete sich am 2. Dezember 2004 bei der Invalidenversicherung an und ersuchte um die Übernahme der Kosten für eine Kataraktoperation (Urk. 9/24). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rich, IV-Stelle, holte daraufhin bei Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Spezialarzt FMH für Au</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">genkrankheiten + Augenchirurgie, und bei Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt FMH für Innere Medizin, die Berichte vom 19. Januar und 17. Februar 2005 ein (Urk. 9/12/2 und Urk. 9/13/2). Des Weiteren wurde die Stellungnahme des IV-Arztes Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 5. April 2005 eingeholt (Urk. 9//10). Mit Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fügung vom 6. April 2005 verneinte die IV-Stelle den Anspruch auf Übernahme der Kosten für die Kataraktoperation. Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte mit Eingabe vom 21. April 2005 Einsprache (Urk. 9/8). Am 26. April 2005 erhob auch der Krankenversicherer der Versicherten, die CSS Versicherung (nachfolgend: CSS), Einsprache (Urk. 9/5). Am 16. Mai 2005 ergänzte die Versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherte nach einer entsprechenden Aufforderung der IV-Stelle ihre Einsprache (Urk. 9/3). Mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 30. Mai 2005 wies die IV-Stelle die Einsprachen ab (Urk. 9/1 = Urk. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gegen den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 30. Mai 2005 (Urk. 2) erhob die CSS mit Eingabe vom 29. Juni 2005 Beschwerde mit dem Antrag, in Aufhebung des an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gefochtenen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheides</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sei die IV-Stelle zu verpflichten, die Kosten für die Kataraktoperation der Versicherten an beiden Augen als medizinische Massnahme zu übernehmen (Urk. 1). Diese Beschwerde wurde unter der Pro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zessnummer IV.2005.00755 angelegt. Mit Zuschrift vom 26. Juni 2005 erhob auch die Versicherte Beschwerde gegen den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 30. Mai 2005 und stellte sinngemäss denselben Antrag (Urk. 5/1). Dieses Geschäft wurde unter der Prozessnummer IV.2005.00756 angelegt. Mit Verfügung vom 1. Juli 2005 wurden die beiden Beschwerdeverfahren vereinigt und unter der Prozess</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nummer IV.2005.00755 weitergeführt (Urk. 6). In der Beschwerdeantwort vom 8. September 2005 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (Urk. 8). Am 29. September 2005 wurde der Schriftenwechsel geschlossen (Urk. 10).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Der Einzelrichter zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="IV045"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherte haben gemäss Art. 12 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung (IVG) Anspruch auf medizinische Massnahmen, die nicht auf die Behandlung des Leidens an sich, sondern unmittelbar auf die Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich gerichtet und geeignet sind, die Er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, dau</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ernd und wesentlich zu verbessern oder vor wesentlicher Beeinträchtigung zu bewahren.</span><span id="IV047"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Die Wesentlichkeit einer Vorkehr ist dann zu bejahen, wenn eine noch bedeutende Erwerbsfähigkeit vor wesentlicher Beeinträchtigung bewahrt wird (Meyer-Blaser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Zürich 1997, S. 95). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Behandlung des Leidens an sich ist rechtlich jede medizinische Vorkehr, sei sie auf das Grundleiden oder auf dessen Folgeerscheinungen gerichtet, solange la</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">biles pathologisches Geschehen vorhanden ist. Eine solche Vorkehr bezweckt nicht unmittelbar die Eingliederung. Durch den Ausdruck labiles pathologisches Geschehen wird der juristische Gegensatz zu wenigstens relativ stabilisierten Verhältnissen hervorgehoben. Erst wenn die Phase des labilen pathologischen Geschehens insgesamt abgeschlossen ist, kann sich - bei Versicherten mit voll</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">endetem 20. Altersjahr - die Frage stellen, ob eine medizinische Vorkehr Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gliederungsmassnahme sei. Die Invalidenversicherung übernimmt in der Regel nur unmittelbar auf die Beseitigung oder Korrektur stabiler Defektzustände oder Funktionsausfälle gerichtete Vorkehren, sofern sie die Wesentlichkeit und Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ständigkeit des angestrebten Erfolges im Sinne von Art. 12 Abs. 1 IVG voraus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sehen lassen. Dagegen hat die Invalidenversicherung eine Vorkehr, die der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">handlung des Leidens an sich zuzuzählen ist, auch dann nicht zu übernehmen, wenn ein wesentlicher Eingliederungserfolg vorausgesehen werden kann. Der Eingliederungserfolg, für sich allein betrachtet, ist im Rahmen von Art. 12 IVG kein taugliches Abgrenzungskriterium, zumal praktisch jede ärztliche Vorkehr, die medizinisch erfolgreich ist, auch im erwerblichen Leben eine entsprechende Verbesserung bewirkt (BGE 120 V 279 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 3a mit Hinweisen; AHI 2003 S. 104 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2, 2000 S. 64 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 1, S. 295 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2a und S. 298 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 1a je mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span id="IV069"></span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die operative Behandlung des grauen Stars ist nach ständiger Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts nicht auf die Heilung labilen patho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">logischen Ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schehens gerichtet, sondern zielt darauf ab, das sonst sicher spon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tan zur Ruhe gelangende und alsdann stabile oder relativ stabilisierte Leiden durch Entfernung der trüb und daher funktionsuntüchtig gewordenen Linse zu beseitigen (BGE 105 V 150 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 3a, 103 V 13 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 3a mit Hinweisen; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes in Sachen X. und SUPRA Krankenkasse vom 24. Juli 2003, I 29/02; AHI 2000 S. 295 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2b und S. 299 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2a).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="VV019"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Verwaltungsweisungen richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">terne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 131 V 45 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2.3, 130 V 172 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 4.3.1, 232 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2.1, 129 V 204 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 3.2, 127 V 61 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 3a, 126 V 68 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 4b, 427 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 5a).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin verneinte den Anspruch auf Kostenübernahme mit der Begründung, Abklärungen des Regionalärztlichen Dienstes (RAD) hätten erge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ben, dass bei der Beschwerdeführerin relevante Nebenbefunde bestünden, wel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">che den Eingliederungserfolg in Frage stellten respektive verunmöglichten (Urk. 8, Urk. 2 S. 4, Urk. 9/9 S. 1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die CSS macht geltend, die Beschwerdegegnerin verneine die Kostenübernahme einzig gestützt auf die Beurteilung von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, gemäss welcher Nebenbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">funde, nämlich ein Krebsleiden, vorlägen. Es treffe zwar zu, dass gemäss dem Kreisschreiben über die medizinischen Eingliederungsmassnahmen der Invali</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">denversicherung (KSME) schwerwiegende Nebenbefunde die Eingliederungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wirksamkeit zu beeinträchtigen vermöchten. Die Kostenübernahme mit dem Hinweis auf das Krebsleiden der Versicherten zu verneinen, sei aber unhaltbar. Die Versicherte sei im Jahr 2004 an einem Mammakarzinom erkrankt. Im Mai 2004 sei ihr deswegen die linke Brust entfernt worden. Anschliessend sei weder eine Chemotherapie noch eine Bestrahlung durchgeführt worden. Der Eingriff sei erfolgreich und komplikationslos verlaufen. Entsprechend habe Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in seinem Bericht festgehalten, es würden keine Nebenbefunde vorliegen, welche die Eingliederung zu beeinträchtigen vermöchten. Zu Recht habe die Versicherte in deren Einsprache darauf hingewiesen, dass sie aufgrund der Brustoperation lediglich für die Dauer von sieben Wochen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">krank geschrieben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gewesen sei und seither wieder ohne Arbeitsausfälle im normalen bisherigen Pensum als Labo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rantin arbeite. Insgesamt könne nicht vom Vorliegen schwerwiegender Neben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">befunde ausgegangen werden, welche den Eingliederungserfolg in Frage stellten (Urk. 1 S. 3 f. Ziff. 4). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Versicherte macht geltend, die Operation des grauen Stars an beiden Augen sei für die weitere Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit zwingend erforderlich. Als </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Laborantin sei sie auf eine optimale Sehschärfe angewiesen. Die Krebsope</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ration stehe in keinem Zusammenhang mit der dem Befund des Grauen Stars. Sie habe sich keiner Chemo- oder Strahlentherapie ausgesetzt, die den Grauen Star beeinflusst habe. Ihr Gesundheitszustand sei stabil. Sie sei lediglich wäh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rend sieben Wochen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">krank geschrieben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gewesen. Im August 2004 habe sie ihre Tätigkeit als Laborantin wieder aufgenommen (Urk. 5/1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> führte im Bericht vom 19. Januar 2005 aus, bei der Versicherten sei im Dezember 2004 die Katarakt erstmals diagnostiziert worden. Durch eine ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprechende Operation könne die Arbeitsfähigkeit verbessert werden. Im Mai 2004 sei bei der Versicherten eine Operation wegen eines Mammakarzinoms vorgenommen worden. Eine Chemotherapie und eine Bestrahlung seien nicht durchgeführt worden. Nebenbefunde, welche die Eingliederung gefährdeten lä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen nicht vor (Urk. 9/12/2 S. 1 f.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> stellte im Bericht vom 17. Februar 2005 die Diagnose eines Mam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">makarzinoms mit Mastektomie rechts, eines anstrengungsinduzierten Asthma bronchiale und einer Katarakt und er führte aus, der aktuelle Gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitszustand der Versicherten sei recht gut, müsse aber regelmässig kontrolliert werden. Die Kataraktoperation werde am 8. März 2005 durchgeführt (Urk. 9/12/2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In der Stellungnahme vom 5. April 2005 führte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> aus, da bei der Versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherten ein Krebsleiden vorliege, sei die Kostenübernahme aus seiner Sicht ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zuweisen (Urk. 9/10). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Ziffer 70 KSME stehen schwerwiegende Nebenbefunde der Übernahme der Kosten für eine Kataraktoperation gestützt auf Art. 12 IVG entgegen. Als Grundsatz vermag diese Verwaltungsanweisung zu überzeugen, würde doch ansonsten in gewissen Fällen die Eingliederungswirksamkeit als Grundvoraus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">setzung in Frage gestellt. Zu beachten gilt es aber, dass es sich, was sich insbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sondere auch aus dem KSME ergibt, um mit dem betreffenden Leiden zusam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">menhängende Nebenbefunde handeln muss, das heisst in Bezug auf die Kata</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rakt um andere </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ophtalmologische</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Leiden. Ziffer 70 KSME nennt im Zusammen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hang mit der Kataraktoperation als Beispiel degenerative Netzhautveränderun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen oder der juvenile Diabetes mellitus Typ I und Ziffer 661/861.4 KSME er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wähnt an Nebenbefunden Myopie, besonders die maligne Form, diabetische Re</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tinopathie, namentlich die proliferative Form, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tapetoretinale</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Degeneration oder </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Glaucoma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">simplex</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, vor allem die Spätstadien. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dass bei der Versicherten, abge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sehen von der Katarakt, andere </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ophtalmologische</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Befunde vorliegen, ist indes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sen nicht aktenkundig und wird auch von der Beschwerdegegnerin nicht be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hauptet. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zu beachten ist des Weiteren, dass der von der Beschwerdegegnerin angefragte Facharzt Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> das Vorliegen von relevanten Nebenbefunden sogar aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">drücklich verneinte. Dem in seinem Bericht erwähnten Mammakarzinom mit operativer Behandlung ohne Chemo- und Strahlentherapie mass er keine in diese Richtung gehende Auswirkung zu (vgl. Urk. 9/12/2). Auch die Versicherte selber weist zu Recht darauf hin, dass die Krebserkrankung nur während rund sieben Wochen zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit geführt habe und sie im August 2004 ihre Tätigkeit als Laborantin wieder uneingeschränkt habe aufnehmen können (Urk. 5/1, Urk. 6/8). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten ergibt sich, dass keine den dauerhaften Eingliederungser</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">folg der Kataraktoperation in Frage stehenden sonstigen Befunde vorliegen. Die Kataraktoperation stellt praxisgemäss eine unter Art. 12 Abs. 1 IVG zu subsu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mierende Behandlung dar. Die für eine Kostenübernahme zusätzlich notwendige Wesentlichkeit ist als gegeben zu erachten. Sie wurde von der Beschwerdegeg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nerin nie in Abrede gestellt. Die Versicherte arbeitet als Laborantin (Urk. 9/24 S. 4 Ziff. 6.3.1), mithin eine Tätigkeit welche unzweifelhaft hohe Anforderungen an die visuellen Fähigkeiten voraussetzt. Die Beschwerdegegnerin hat somit für die Kosten der Kataraktoperation der Beschwerdeführerin aufzukommen. Die Beschwerden der Versicherten sowie der CSS demnach gutzuheissen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abschliessend sei erwähnt, dass sich die Beschwerde nicht allein in sachlicher Hinsicht als gerechtfertigt erweist. Zum einen bereits die Verfügung vom 6. April 2005, insbesondere aber der angefochtene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> enthal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten lediglich eine rudimentärste sachbezogene Begründung, aus welcher die Gründe für die Verneinung des Anspruchs auf Kostenübernahme praktisch gar nicht erhellen, zumal die Ausführungen von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom RAD, auf welche die Beschwerdegegnerin in Verfügung und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> verweist, ebenfalls keinen konkreten Aufschluss über die Ablehnungsgründe ermöglichen (vgl. Urk. 9/10). An dieser zu bemängelnden Situation ändert nichts, dass der angefochtene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> weitschweifige Ausführungen allgemeiner Art in Form von Textbausteinen enthält, welche zum Teil nicht einmal auf den konkreten Fall bezogen sind. </span></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Der Einzelrichter erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerden wird der angefochtene </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> vom 30. Mai 2005 aufgehoben und es wird festgestellt, dass die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, die Kosten der bei der Versicherten </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">X.___</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> durchgeführten Kataraktoperation zu übernehmen hat. </span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">CSS Kranken-Versicherung AG</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherung</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> seit der Zustellung beim Eidgenössi</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">schen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhof</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">quai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">mittel und die Unterschrift der </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">beschwerdeführenden</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug"> Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, so</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">weit die </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">beschwerdeführende</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug"> Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der EinzelrichterDer Gerichtssekretär</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>M<span id="_GoBack"></span>osimannWilhelm</p></div> </div></body></html>