<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00479</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204271&amp;W10_KEY=13013568&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00479</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 10.06.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>polizeiliche Meldepflicht</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Abmeldung durch die Einwohnerkontrolle und Rückgabe der Ausländerausweise: Die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts bezüglich Abmeldung bei der Einwohnerkontrolle ist ohne weiteres gegeben (E. 1.1). Da gegen den Widerruf einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht zulässig ist, ist auch bezüglich der strittigen Rückgabe der Ausländerausweise die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts gegeben (E. 1.2). Der Beschwerdegegner hat weder seine Kompetenz überschritten noch das rechtliche Gehör der Beschwerdeführenden verletzt (E. 2). Die Frage der Niederlassung betrifft das polizeiliche Domizil. Für die Prüfung der Niederlassung sind objektive Merkmale und nicht die subjektive Verbundenheit mit einem Ort massgebend. Da sich der Lebensmittelpunkt der Beschwerdeführenden offensichtlich in Italien befindet, hat der Beschwerdegegner die Beschwerdeführenden zu Recht abgemeldet (E. 3). Die Befugnis zum Entscheid über den Fortbestand der Niederlassungsbewilligung ist der kantonalen Fremdenpolizei übertragen. Der Beschwerdegegner war deshalb für die Rückforderung der Ausländerausweise sachlich unzuständig. In diesem Punkt ist die Beschwerde gutzuheissen (E. 4). Kostenfolge (E. 6).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLÃNDERAUSWEIS">AUSLÃNDERAUSWEIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREMDENPOLIZEI">FREMDENPOLIZEI</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEBENSMITTELPUNKT">LEBENSMITTELPUNKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NIEDERLASSUNG">NIEDERLASSUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG">NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: POLIZEILICHES DOMIZIL">POLIZEILICHES DOMIZIL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ÃBRIGES BESONDERES VERWALTUNGSRECHT">ÃBRIGES BESONDERES VERWALTUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS">ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 9 Abs. 3 lit. c ANAG</span><br/><span class="gerade">§ 32 Abs. 1 GemeindeG</span><br/><span class="ungerade">§ 38 Abs. 1 GemeindeG</span><br/><span class="gerade">Art. 100 Abs. 1 lit. b OG</span><br/><span class="ungerade">Art. 101 lit. d OG</span><br/><span class="gerade">§ 7 Abs. 4 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 43 Abs. 1 lit. h VRG</span><br/><span class="gerade">§ 43 Abs. 2 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>A und B, beide italienische StaatsangehÃ¶rige, meldeten sich am 1. Februar 1982 in der Gemeinde X an. Am 4. April 2003 meldete sich A am Schalter der Einwohnerkontrolle X und wollte seine Frau B abmelden. Diese Abmeldung kam jedoch nicht zu Stande. Da bei der Einwohnerkontrolle Zweifel Ã¼ber die Anwesenheit von A und B in X aufkamen, forderte sie das Ehepaar A und B mit Schreiben vom 23. Mai 2003 auf, sich bei der Einwohnerkontrolle X zwecks KlÃ¤rung der MeldeverhÃ¤ltnisse zu melden. Eine von der Einwohnerkontrolle vorbereitete ErklÃ¤rung, wonach A und B immer noch in X wohnhaft seien und sich an deren MeldeverhÃ¤ltnissen nichts geÃ¤ndert habe, unterzeichnete das Ehepaar nicht; hingegen teilte A mit Schreiben vom 12. Juni 2003 der Einwohnerkontrolle mit, dass er und seine Frau </span><span>"</span><span>weiterhin, wie seit Jahrzehnten, gerne in X wohnhaft bleiben</span><span>"</span><span>; sie hÃ¤tten sich in der ihnen gehÃ¶renden Liegenschaft an der </span><span class="AufzhlungszeichenChar">L-Strasse</span><span> in X ein Zimmer als Untermieter reservieren kÃ¶nnen; aus gesundheitlichen GrÃ¼nden und weil ihr jÃ¼ngster Sohn D dort den Schulabschluss mache, hielten sie sich zwischenzeitlich in Italien auf; sie seien jedoch jederzeit problemlos erreichbar, entweder postalisch an der angegebenen Adresse oder telefonisch auf einer 079-Natel-Nummer.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bezugnehmend auf dieses Schreiben verfÃ¼gte der Gemeinderat X am 1. September 2003, dass der zivilrechtliche Wohnsitz von A, B und D in der Gemeinde X nicht aufrechterhalten werden kÃ¶nne und diese Personen zivilrechtlich sofort nach Italien abzumelden seien. Ausserdem wurden A und B aufgefordert, bis spÃ¤testens 20. September 2003 bei der Einwohnerkontrolle ihre AuslÃ¤nderausweise abzugeben.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Einen gegen die VerfÃ¼gung erhobenen Rekurs wies der Bezirksrat Y am 13. November 2003 ab. Ebenfalls lehnte er den Antrag zur Feststellung des Wohnsitzes der Rekurrenten in X ab und auferlegte ihnen die Verfahrenskosten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>A und B gelangten mit Beschwerde vom 23. Dezember 2003 an das Verwaltungsgericht. Sie beantragen die Aufhebung der vorinstanzlichen Entscheide vom 1. September und 13. November 2003, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu­las­ten des Beschwerde­geg­ners.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Gemeinderat X und der Bezirksrat beantragen die Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>GemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) beurteilt das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen letztinstanzliche Anordnungen, soweit dieses oder ein anderes Gesetz keine abweichende ZustÃ¤ndigkeit vorsieht. Ohne weiteres ist das Verwaltungsgericht fÃ¼r die Beschwerde bezÃ¼glich Abmeldung bei der Einwohnerkontrolle zustÃ¤ndig. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Soweit sich die Beschwerde gegen die angeordnete RÃ¼ckgabe der AuslÃ¤nderausweise richtet, ist vorgÃ¤ngig die verwaltungsgerichtliche ZustÃ¤ndigkeit zu prÃ¼fen. Gegen Anordnungen auf dem Gebiet der Fremdenpolizei ist die Beschwerde nÃ¤mlich nur dann zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht (§ 43 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit Abs. 2 VRG; siehe auch Art. 98a des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 [OG]). </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Nach Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde auf dem Gebiet der Fremdenpolizei unzulÃ¤ssig gegen die Erteilung oder Verweigerung von Bewilligungen, auf die das Bundesrecht keinen Anspruch einrÃ¤umt. GemÃ¤ss Art. 4 des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder (ANAG, SR 142.20) entscheidet die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde, im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und der VertrÃ¤ge mit dem Ausland, nach freiem Ermessen Ã¼ber die Bewilligung von Aufenthalt oder Niederlassung. Es besteht damit grundsÃ¤tzlich kein Anspruch auf Bewilligung, es sei denn, der AuslÃ¤nder kÃ¶nne sich auf eine Sondernorm des Bundesrechts oder eines Staatsvertrages berufen (BGE 126 II 377 E. 2, mit Hinweisen). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen den Widerruf einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 101 lit. d OG immer zulÃ¤ssig, unabhÃ¤ngig davon, ob ein Anspruch auf deren Erteilung besteht. Dem Widerruf gleichgestellt sind die Entscheide Ã¼ber das ErlÃ¶schen derartiger Bewilligungen (BGE 99 Ib 1 E. 2; vgl. auch BGE 120 Ib 369 ff. und 112 Ib 1 ff.). Mit der im Zusammenhang mit der Abmeldung der BeschwerdefÃ¼hrenden durch die Einwohnerkontrolle angeordneten RÃ¼ckgabe der AuslÃ¤nderausweise macht der Beschwerdegegner sinngemÃ¤ss geltend, dass die Niederlassungsbewilligung der BeschwerdefÃ¼hrenden durch Abmeldung gestÃ¼tzt auf Art. 9 Abs. 3 lit. c ANAG "erloschen" sei. Da hiergegen die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht zulÃ¤ssig ist, ist demnach auch in Bezug auf die strittige RÃ¼ckgabe der AuslÃ¤nderausweise die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts gegeben (vgl. BGr, 22. Januar 2001, 2A.357/2000, E. 1, www.bger.ch).</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>1.3</span></b><span> Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen gegeben sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Soweit die BeschwerdefÃ¼hrenden bemÃ¤ngeln, dass die VerfÃ¼gung der Gemeinde X vom 1. September 2003 in Briefform ohne Entscheiddispositiv erlassen worden war, kann auf die zutreffende ErwÃ¤gung A der Vorinstanz verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden hatten im Rekursverfahren gerÃ¼gt, dass die Feststellung des zivilrechtlichen Wohnsitzes nicht in die Kompetenz des Beschwerdegegners falle. Nachdem der Bezirksrat in seinem Entscheid festgestellt hatte, dass es im vorliegenden Streitgegenstand gar nicht um die Feststellung des zivilrechtlichen Wohnsitzes, sondern um die Frage der polizeilichen Niederlassung gehe, bemÃ¤ngeln die BeschwerdefÃ¼hrenden, dass sich der Beschwerdegegner sich in seiner VerfÃ¼gung vom 1. September 2003 zur Frage der Niederlassung gar nicht geÃ¤ussert habe. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Es trifft zu, dass der Beschwerdegegner in seiner VerfÃ¼gung vom 1. September 2003 den Ausdruck </span><span>"Niederlassung" nicht verwendet, sondern fÃ¤lschlicherweise vom zivilrechtlichen Wohnsitz spricht. Aus dem Entscheid ergibt sich jedoch klar, dass Gegen­stand der vor­liegenden VerfÃ¼gung die polizeiliche Abmeldung der BeschwerdefÃ¼hrenden aus der Gemeinde X ist. Die VerfÃ¼gung ist mit "Einwohnerkontrolle" Ã¼berschrieben und in den ErwÃ¤gungen wird ausgefÃ¼hrt, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer 1 selber am 4. April 2003 am Schalter der Einwohnerkontrolle gemeldet hatte, um seine Ehefrau, die Beschwer­defÃ¼hrerin 2, abzumelden. Damit steht fest, dass Gegenstand der VerfÃ¼gung die polizeiliche Abmeldung der BeschwerdefÃ¼hrenden durch die Gemeinde war, was fÃ¼r die Be­schwerdefÃ¼hrenden trotz des fehlerhaften Gebrauchs des Ausdrucks "Wohnsitz" so erkennbar war.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Des Weiteren erblicken die BeschwerdefÃ¼hrenden im Umstand, dass Beschwerdegegner und Vorinstanz divergierende Gesetzesbestimmungen ihrem Entscheid zu Grunde legten, einen Verfahrensmangel. GemÃ¤ss § 7 Abs. 4 VRG wendet die VerwaltungsbehÃ¶rde das Recht von Amtes wegen an. Der Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen besagt, dass die VerwaltungsbehÃ¶rde selbststÃ¤ndig alle fÃ¼r einen bestimmten Tatsachenkomplex anwendbaren Rechtsnormen zu suchen, diese auszulegen und die daraus sich ergebenden rechtlichen Folgen zu ziehen hat. Im Rechtsmittelverfahren erlaubt es der Grundsatz der entscheidenden Instanz, eine im Ergebnis richtige, aber falsch begrÃ¼ndete Anordnung mit anderen rechtlichen Ãberlegungen zu bestÃ¤tigen. Die rechtliche Qualifikation durch die Vorinstanz ist fÃ¼r die Rechtsmittelinstanz somit nicht bindend (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 7 N. 79 und N. 81). Darin, dass die Vorinstanz ihrem Entscheid gegenÃ¼ber dem Beschwerdegegner divergierende Gesetzesbestimmungen zu Grunde gelegt hat, ist somit kein Verfahrensmangel zu erkennen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Schliesslich machen die BeschwerdefÃ¼hrenden geltend, ihre Verfahrensrechte, insbesondere ihr rechtliches GehÃ¶r, seien verletzt worden, da sie keine Gelegenheit gehabt hÃ¤tten, sich zu den gegen sie vorgebrachten Vorhalte zu Ã¤ussern. Aus den vorliegenden Akten ergibt sich, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden mit Schreiben vom 23. Mai 2003 aufgefordert wurden, sich bei der Einwohnerkontrolle zwecks KlÃ¤rung der MeldeverhÃ¤ltnisse zu melden. Zwischen den BeschwerdefÃ¼hrenden und dem Gemeindeschreiber E fand am 10. Juni 2003 ein GesprÃ¤ch statt. Eine von der Einwohnerkontrolle vorbereitende ErklÃ¤rung betreffend MeldeverhÃ¤ltnisse wollten die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht unterzeichnen. Mit Schreiben vom 12. Juni 2003 legten die BeschwerdefÃ¼hrenden ihre Sicht zu den MeldeverhÃ¤ltnissen dar. Damit wurde das rechtliche GehÃ¶r der BeschwerdefÃ¼hrenden ausreichend gewahrt. Im Ãbrigen kann auf die AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz in der ErwÃ¤gung C verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 VRG). </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Umstritten ist vorliegend, ob die Gemeinde die BeschwerdefÃ¼hrenden zu Recht aus der Gemeinde abgemeldet hat.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Die Vorinstanz erwog, dass die Einwohnerkontrolle X anfangs April 2003 festgestellt habe, dass alle Wohnungen der im Eigentum der BeschwerdefÃ¼hrenden stehenden Liegenschaft an der L-Strasse fremd vermietet seien. Daher habe sie vermutet, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden kaum mehr in der Liegenschaft wohnen wÃ¼rden. Die Einwohnerkontrolle habe die BeschwerdefÃ¼hrenden deshalb aufgefordert, sich zwecks KlÃ¤rung der MeldeverhÃ¤ltnisse bei der Gemeindeverwaltung zu melden. Eine von der Einwohnerkontrolle vorbereitete ErklÃ¤rung, wonach die BeschwerdefÃ¼hrenden immer noch an der L-Strasse wohnhaft seien und sich an ihren MeldeverhÃ¤ltnissen nichts geÃ¤ndert habe, hÃ¤tten die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht unterzeichnen wollen. Mit Datum vom 12. Juni 2003 hÃ¤tten die BeschwerdefÃ¼hrenden ein vom BeschwerdefÃ¼hrer 1 unterzeichnetes Schrei­ben zugestellt. Sie hÃ¤tten sich darin auf eine Besprechung mit dem Gemeindeschreiber vom 10. Juni 2003 bezogen und weiter mitgeteilt, dass sie weiterhin, wie seit Jahrzehnten gerne in X wohnhaft bleiben wÃ¼rden. Sie hÃ¤tten sich in ihrer Liegenschaft bei der Familie F als Untermieter ein Zimmer reservieren kÃ¶nnen. Aus gesundheitlichen GrÃ¼n­den â beide seien arbeitsunfÃ¤hig â und weil der jÃ¼ngste Sohn D den Schulabschluss mache, wÃ¼rden sie sich zwischenzeitlich in Italien aufhalten. Sie seien aber problemlos erreichbar, entweder postalisch mit Adresse L-Strasse oder unter einer Natel-Telefonnummer. Die Vorinstanz fÃ¼hrte aus, dass es unbestritten sei, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden mit ihrem minderjÃ¤hrigen Sohn nun in Italien wohnhaft seien. Der genaue Zeitpunkt der RÃ¼ckkehr in das Heimatland sei offen. Aus den Akten kÃ¶nne lediglich geschlossen werden, dass diese RÃ¼ckkehr im April 2003 oder sogar frÃ¼her erfolgt sei. Die BeschwerdefÃ¼hrenden gÃ¤ben an, dass dieser Aufenthalt aus medizinischen GrÃ¼nden gewÃ¤hlt worden sei. Die Tatsache, dass der minderjÃ¤hrige Sohn in Italien eingeschult worden sei, weise darauf hin, dass es sich um einen lÃ¤ngerfris­tigen Aufenthalt handle. Es fehle vorliegend an den feststellbaren objektiven Merkmalen fÃ¼r eine Niederlassung der BeschwerdefÃ¼hrenden mit ihrem minderjÃ¤hrigen Sohn in X. Die Ãusserung, wonach die BeschwerdefÃ¼hrenden jahrelang gerne in X gewohnt haben und in Zukunft auch wieder nach X zurÃ¼ckkommen mÃ¶chten, seien subjektive Merkmale.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Hingegen machen die BeschwerdefÃ¼hrenden geltend, die Behauptung, es sei unbestritten, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden nun mit ihrem minderjÃ¤hrigen Sohn D in Italien wohnten, sei falsch. Die Familie A halte sich lediglich vorÃ¼bergehend und zu zwei genau bestimmten Zwecken in ihrem Heimatland Italien auf, ohne den eigentlichen Lebensmittelpunkt in X je aufgegeben oder auch nur den Willen geÃ¤ussert zu haben, den Wohnsitz hier aufgeben zu wollen. D, Jahrgang 1989, befinde sich gegenwÃ¤rtig in einer Schulausbildung in Italien. Schulpsychologische GrÃ¼nde hÃ¤tten einen Schul­wechsel ausgelÃ¶st, weshalb sich die BeschwerdefÃ¼hrenden dazu entschieden hÃ¤tten, den Schulabschluss ihres jÃ¼ngsten Sohnes in Italien zu machen. Ein Auslandaufenthalt zu Ausbildungszwecken aber begrÃ¼nde nach schweizerischer Lehre zum Wohnsitzrecht keinen Wohnsitz. Der Lebensmittelpunkt von D war, sei und bleibe somit in X. Der momentane schulbedingte Aufenthalt in Italien kÃ¶nne daran absolut nichts Ã¤ndern. Die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 halte sich gegenwÃ¤rtig hauptsÃ¤chlich aus gesundheitlichen GrÃ¼nden mehrheitlich in Italien auf. Die ihr zusagenden Therapien finde sie momentan nur in ihrer italienischen Heimat. Ein Aufenthalt zu Genesungszwecken aber begrÃ¼nde nach jahrzehntelanger schweizerischer Rechtspraxis wiederum keinen Wohnsitz. Auch der Lebensmittelpunkt der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 sei und bleibe X. Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 sei zu 100 % invalid und halte sich gegenwÃ¤rtig ebenfalls aus medizinischen GrÃ¼n­den mehrheitlich in Italien auf. Er komme aber regelmÃ¤ssig zur Besorgung "heimischer" Angelegenheiten nach X. Er verwalte sein Mehrfamilienhaus in X, das bis auf ein Zimmer fremd vermietet sei. Im Weiteren absolviere er medizinische Kontrollen in der Schweiz. Schliesslich erfordere auch ein immer noch hÃ¤ngiger Zivilprozess im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall seine hÃ¤ufige Anwesenheit in X. Seine weitere Zukunft sehe er ganz klar in der Schweiz und insbesondere in X. Er habe die feste Absicht, sofort nach dem Schulabschluss von D wieder ausschliesslich in X zu leben.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>GemÃ¤ss § 32 Abs. 1 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (GemeindeG) hat sich ein Anmeldepflichtiger bei Beendigung der Niederlassung oder des Aufenthalts abzumelden. Die Abmeldefrist betrÃ¤gt acht Tage (§ 34 Abs. 1 GemeindeG). GemÃ¤ss § 38 Abs. 1 Gemein­deG fÃ¼hrt die Gemeinde das Einwohnerregister, welches Bestand, Entwicklung, VerÃ¤nderung und Struktur der BevÃ¶lkerung wiedergibt. GemÃ¤ss Art. 20 der Polizei-Verord­nung der Gemeinde X vom 8. MÃ¤rz 1982 hat sich, wer aus der Gemeinde wegzieht, innert 8 Tagen bei der Einwohnerkontrolle unter RÃ¼ckgabe des Schriftempfangsscheines oder Vorweisung des AuslÃ¤nderausweises abzumelden.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.4 </span></b><span>Die Frage der Niederlassung betrifft das polizeiliche Domizil. Davon zu unterscheiden sind der zivilrechtliche Wohnsitz und Spezialwohnsitze wie Steuerdomizil, politischer Wohnsitz, Sozialleistungswohnsitz usw. mit eigenstÃ¤ndigen AnknÃ¼pfungspunkten (Karl SpÃ¼hler, Die Rechtsprechung zur polizeilichen Meldepflicht bei Niederlassung und Aufenthalt, ZBl 93/1992, S. 337 ff., 339 ff.; VGr, VB.2000.00129, 30. August 2000, E. 2a mit weiteren Hinweisen). Niedergelassene haben sich in der Niederlassungsgemeinde anzumelden. Zur Meldepflicht gehÃ¶rt auch Ab- und Ummeldung. Die Bejahung der Niederlassung prÃ¤judiziert weder den zivilrechtlichen Wohnsitz noch das Steuer- oder Stimmrechtsdomizil (SpÃ¼hler, S. 341). Der Ort der Niederlassung einer Person und ihr zivilrechtlicher Wohnsitz sind fÃ¼r die weit Ã¼berwiegende Zahl der Einwohner identisch. Gleichwohl handelt es sich um zwei rechtlich ganz verschiedene Be­griffe, und sie fallen denn auch nicht in allen FÃ¤llen zusammen. FÃ¼r die PrÃ¼fung der Niederlassung sind objektive Merkmale und nicht die subjek­tive Verbundenheit mit einem Ort massgebend. Die Anmeldung zur Niederlassung hat am Ort zu erfolgen, zu dem die engsten Beziehungen bestehen. Sowohl die Absicht des dauernden Verbleibens an einem Ort wie auch der Mittelpunkt der Lebensbeziehungen einer Person muss sich durch feststellbare Sachverhalte erhÃ¤rten lassen. Bei Gleichwertigkeit zweier Ã¶rtlicher AnknÃ¼pfungspunkte gilt der Ort als Niederlassung, an welchem zuerst eine Wohnsitznahme erfolgte. Der Grundsatz der PrioritÃ¤t hat aber keine absolute Geltung; wenn jemand bei mehrfacher Niederlassung seinen Lebensmittelpunkt offenkundig an einem der infrage kommenden Orte hat, verdient dieser den Vorzug und der Grundsatz der zeitlichen PrioritÃ¤t kommt nicht zur Anwendung (SpÃ¼hler, S. 342 f.; Hans Rudolf Thalmann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 3. A., WÃ¤denswil 2000, § 32 N. 1.1 ff.).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.5 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden geben selber an, dass sie sich mehrheitlich in Italien aufhalten. Der Sohn D der BeschwerdefÃ¼hrenden befindet sich gegenwÃ¤rtig in einer Schulausbildung in Italien. Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen nicht geltend, dass er sich in der Schweiz aufhÃ¤lt. Die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 befindet sich aus gesundheitlichen GrÃ¼nden in Italien. Sie macht nicht geltend, sich jemals in der Schweiz aufzuhalten. Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 hÃ¤lt sich mehrheitlich in Italien auf. Er kehrt regelmÃ¤ssig in die Schweiz zurÃ¼ck zwecks Verwaltung seines Mehrfamilienhauses, zu medizinischen Kontrollen und wegen eines hÃ¤ngigen Zivilprozesses. Er mÃ¶chte nach dem Schulabschluss von D wieder in die Schweiz zurÃ¼ckkehren. Der Lebensmittelpunkt des BeschwerdefÃ¼hrers 1 befindet sich ebenfalls ganz klar in Italien. Dort hÃ¤lt er sich mehrheitlich auf und dort befindet sich auch seine Familie. Medizinische Kontrollen und die FÃ¼hrung eines Zivilprozesses in der Schweiz vermÃ¶gen sicherlich keinen Lebensmittelpunkt in der Schweiz zu begrÃ¼nden. Auch der Umstand, dass der BeschwerdefÃ¼hrer EigentÃ¼mer einer Liegenschaft in der Schweiz ist, vermag fÃ¼r sich allein keinen Lebensmittelpunkt zu begrÃ¼nden. Der sich bei den Akten befindliche Untermietvertrag deutet zwar auf eine gewisse subjektive Verbundenheit mit X hin. Doch Ã¼berwiegen die UmstÃ¤nde, die fÃ¼r einen Lebensmittelpunkt in Italien sprechen. Die Gemeinde hat demnach die BeschwerdefÃ¼hrenden in ErfÃ¼llung ihrer Plicht zur FÃ¼hrung des Gemeinderegisters zu Recht abgemeldet, weshalb die Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen ist. Der Klarheit halber sei aber nochmals darauf hingewiesen, dass die VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners nicht geeignet ist, den zivilrechtlichen Wohnsitz der BeschwerdefÃ¼hrenden zu prÃ¤judizieren (vgl. vorne E. 3.4). </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde richtet sich des Weiteren gegen die Verpflichtung zur Abgabe der AuslÃ¤nderausweise. GemÃ¤ss Art. 9 Abs. 3 lit. c ANAG erlischt die Niederlassungsbewilligung durch Abmeldung oder wenn sich der AuslÃ¤nder wÃ¤hrend sechs Monaten tatsÃ¤chlich im Ausland aufhÃ¤lt; stellt er vor deren Ablauf das Begehren, so kann diese Frist bis auf zwei Jahre verlÃ¤ngert werden. Die Befugnis zum Entscheid Ã¼ber die Ausweisung eines AuslÃ¤nders sowie Ã¼ber die Erteilung oder den Fortbestand einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung ist der kantonalen Fremdenpolizei oder einer ihr Ã¼bergeordneten BehÃ¶rde zu Ã¼bertragen (Art. 15 Abs. 2 ANAG). GemÃ¤ss Art. 3 der Verordnung vom 20. Januar 1971 Ã¼ber Meldung wegziehender AuslÃ¤nder (SR 142.212) verpflichten die Kantone die Gemeinden, die aus dem Gemeindegebiet weggezogenen AuslÃ¤nder im Einwohnerregister fortlaufend zu streichen (lit. a) und die WegzÃ¼ge der kantonalen Fremdenpolizei und dem kantonalen Arbeitsamt innerhalb von acht Tagen zu melden (lit. b). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Aus diesen gesetzlichen Bestimmungen ergibt sich, dass die Befugnis zum Entscheid Ã¼ber den Fortbestand der Niederlassungsbewilligung der kantonalen Fremdenpolizei Ã¼bertragen ist, wÃ¤hrend es den Gemeinden bloss obliegt, WegzÃ¼ge der kantonalen Fremdenpolizei zu melden. Damit war der Beschwerdegegner fÃ¼r die RÃ¼ckforderung der AuslÃ¤nderausweise sachlich unzustÃ¤ndig. Die Beschwerde ist demnach bezÃ¼glich RÃ¼ckgabe der AuslÃ¤nderausweise gutzuheissen. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden werfen dem Beschwerdegegner willkÃ¼rliches Handeln vor. Dieses erblicken sie darin, dass in X wÃ¤hrend dem letzten Jahrzehnt kein einziger Einwohner auf die vorliegend praktizierte Art und Weise weggewiesen wurde. Wie sich aus der vorstehenden ErwÃ¤gung 3 ergibt, handelt es sich vorliegend aber gar nicht um eine "Wegweisung", sondern um eine Bereinigung des Einwohnerregisters und damit verbunden um eine Feststellung des polizeilichen Domizils. Damit erÃ¼brigt sich auch eine Behandlung der geltend gemachten willkÃ¼rlichen Wegweisung.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>Schliesslich erblicken die BeschwerdefÃ¼hrenden in der Nennung der volljÃ¤hrigen SÃ¶hne G und H der Familie A in der angefochtenen VerfÃ¼gung eine Verletzung des kantonalen Datenschutzgesetzes vom 6. Juni 1993 (DSG). Dieses Gesetz dient dem Schutz der Grundrechte von Personen, Ã¼ber die Ã¶ffentliche Organe Daten bearbeiten (§ 1 DSG). Personendaten sind Angaben, die sich auf eine bestimmte oder bestimmbare Person beziehen (§ 2 lit. a DSG). In der angefochtenen VerfÃ¼gung wird bloss festgehalten, dass Ã¼ber G und H keine Informationen vorliegen. Die beiden volljÃ¤hrigen SÃ¶hne betreffende Personendaten enthÃ¤lt die VerfÃ¼gung keine, weshalb sich die geltend gemachte Verletzung des Datenschutzgesetzes als unbegrÃ¼ndet erweist. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Da die BeschwerdefÃ¼hrenden mehrheitlich unterliegen, rechtfertigt es sich, ihnen die Gerichtskosten zu je 3/8, unter solidarischer Haftung fÃ¼r 6/8, und dem Beschwerdegegner zu 1/4 aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Mangels mehrheitlichen Obsiegens ist den BeschwerdefÃ¼hrenden keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird im Sinne der ErwÃ¤gungen teilweise gutgeheissen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'560.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden zu je 3/8, unter solidaricher Haftung fÃ¼r 6/8, und dem Beschwerdegegner zu 1/4 auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Urteilstext"><span>5. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>