<h2>SubmittedText<h2><p>Welche Strategie verfolgt der Bundesrat zur Verbesserung der Datenlage betreffend Gesundheitsversorgung? Dabei bitte ich insbesondere um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Was unternimmt der Bund, damit die Datenlage betreffend Gesundheitsversorgung, insbesondere im Bereich der ambulanten Versorgung und der Gesundheits- und Krankenpflege, verbessert wird und zeitgerecht aussagekräftige Informationen für politische Entscheide zur Verfügung stehen?</p><p>2. Wie unterstützt der Bund konkrete Projekte, welche die erwähnten Ziele anstreben?</p><p>3. Genügen die im Rahmen des ordentlichen Voranschlages zur Verfügung gestellten Mittel, um entsprechende Projekte massgeblich finanziell zu unterstützen, oder müssen ausserordentliche Mittel zur Verfügung gestellt werden, damit die dringendsten Lücken im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege geschlossen werden können?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Eine wesentliche Verbesserung der Datenlage betreffend Gesundheitsversorgung konnte mit der 1998 erfolgten Einführung der Statistiken über stationäre Betriebe des Gesundheitswesens erzielt werden. Im Rahmen des statistischen Mehrjahresprogramms des Bundes 1999-2003 werden mit neuen Projekten zusätzliche Verbesserungen angestrebt, insbesondere auch im Bereiche der ambulanten Versorgung. Zu den neuen Vorhaben, die bis 2003 zu realisieren sind, zählen der Mikrozensus 2002, Statistiken der ambulanten Medizin und Spitex, eine Behindertenstatistik, Statistiken über Krebskrankheiten und die Errichtung eines Gesundheitsobservatoriums. Grössere Anpassungen sind notwendig bei den Statistiken über stationäre Betriebe des Gesundheitswesens (Einbezug von Fallkosten und Pflegedaten, relevante Daten aus dem Bundesgesetz über die Krankenversicherung) und bei den Statistiken im Alkohol- und Drogenbereich. Mit den laufenden statistischen Aktivitäten und den neuen Vorhaben kann die Informationslage im Bereich der ambulanten Versorgung und der Gesundheits- und Krankenpflege mittelfristig verbessert werden.</p><p>2. Der Bund unterstützt Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Entwicklung oder Verbesserung von statistischen Erhebungsmethoden. So ermöglichte beispielsweise das Bundesamt für Statistik (BFS) zusammen mit den Kantonen und den Berufsverbänden (Schweizerischer Berufsverband der Krankenschwestern und Krankenpfleger, Schweizerische Vereinigung der Pflegedienstleiterinnen und Pflegedienstleiter) die Erarbeitung eines Vorschlages für eine standardisierte Pflegedokumentation und Pflegestatistik (Nursing Data). Ein Engagement des Bundes ist auch für die Umsetzung dieses Konzeptes in ein konkretes Projekt geplant. Im Rahmen der Statistiken über stationäre Betriebe des Gesundheitswesens stellt das BFS den auskunftspflichtigen Betrieben Software für die Datenerfassung zur Verfügung und sorgt in Zusammenarbeit mit "H + Die Spitäler der Schweiz" für die Übersetzung, Aktualisierung und regelkonforme Anwendung der medizinischen Klassifikationen.</p><p>3. Der Bund verfügt mit dem statistischen Mehrjahresprogramm über ein Planungsinstrument für die amtliche Statistik. Gegenwärtig übersteigen die Informationsbedürfnisse im Bereich des Gesundheitswesens die im Rahmen der bestehenden Statistiken verfügbaren Informationen. Mit den im Finanzplan vorgesehenen Mitteln können die in Ziffer 1 dargelegten Verbesserungen jedoch eingeleitet werden, auch wenn die Datenlage im Bereich der ambulanten Versorgung sowie der Gesundheits- und Krankenpflege auch im Jahre 2003 immer noch Lücken aufweisen wird. Im Zusammenhang mit der Evaluation der Auswirkungen des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung ist von verschiedener Seite, u. a. von der Schweizerischen Kommission für Gesundheitsstatistik, die Schliessung dieser Datenlücken zum frühest möglichen Zeitpunkt gefordert worden. Eine Einführung neuer Statistiken im Bereich der ambulanten Versorgung in den kommenden zwei Jahren ist jedoch ohne zusätzliche Mittel nicht möglich.</p>  Antwort des Bundesrates.