B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-2777/2013 U r t e i l v o m 2 7 . M a i 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichterin Contessina Theis, mit Zustimmung von Richter Bruno Huber; Gerichtsschreiber Alfred Weber. Parteien A._______, geboren am (…), Georgien, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 7. Mai 2013 / N (…). D-2777/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland anfangs April 2013 über die Türkei verliess und nach ein paar Tagen Au f- enthalt dort versteckt in einem Wohnmobil durch ihm unbekannte Länder in die Schweiz gelangte, wo er am 21. April 2013 um Asyl nachsuchte, dass er gleichentags mit einem Infor mationsblatt zur Abgabe sämtlicher verfügbarer Identitätsdoku mente in nerhalb von 48 Stunden aufgefordert wurde (vgl. A 2/1 gemäss Aktenverzeichnis BFM), dass der Beschwerdeführer am 29. April 2013 (vormittags) im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) B._______ summarisch zum Reiseweg und zu den Grün den für das Verlassen des Heimat landes befragt wur de, dass das BFM den Beschwerdeführer am 29. April 2013 (nachmittags) direkt zu den Asylgründen anhörte, dass der Beschwerdeführer zur Begründung im Wesentlichen ge ltend machte, georgischer Staatsbürger und ethnischer Ossete zu sein, dass er in Südossetien in der Ortschaft O. geboren worden sei, wo er bis im Jahr 2002 gelebt habe, dass er danach in T. (Südossetien) wohnhaft gewesen sei und in V. (Nordossetien) gearbeitet habe, dass er zwischen den beiden Orten jeweils gependelt sei, dass er auch eine Zeitlang in C._______ (Russland) gewohnt habe, dass er sowohl georgische als auch russische Reisepapiere gehabt habe (Reisepass, Identitätskarte), dass er in Georgien als Ossete nicht leben könne und mit Osseten Ausei- nandersetzungen gehabt habe, weil sie ihm vorgeworfen hätten, während des Krieges nicht auf ihrer Seite gekämpft zu haben, dass man ihm in T. und V. vorgehalten habe, Georgier zu sein, D-2777/2013 Seite 3 dass er solche Probleme sein Leben lang gehabt habe und in den letzten drei Jahre insgesamt viermal wegen Schlägereien kurzfristig festgeno m- men worden sei, dass er mit seiner Partnerin, mit der er einen gemeinsamen Sohn habe, bloss drei Monate zusammen gewesen sei, da deren Bru der ihm au f- grund seiner ossetischen Herkunft den Kontakt zu ihr untersagt habe, dass der Bruder seiner Partnerin ihn im Jahre 2009 bedroht und er (der Beschwerdeführer) sich mit ihm geschlagen habe, dass sein Arbeitgeber in V. ihm im Jahr 2013 den Lohn ni cht bezahlt, ihn beschimpft und als Verräter bezeichnet habe, dass er dem Arbeitgeber deswegen mit der Polizei gedroht habe, worauf er von diesem und zwei seiner Leute in ein nahe gelegenes Waldstück gebracht und dort geschlagen worden sei, dass ihm mit noch Schlimmerem gedroht worden sei, falls er zur Polizei gehen würde, dass er vor diesem Hintergrund anfangs April 2013 mit seinem georg i- schen Pass sein Heimatland verlassen habe, dass das BFM mit Verfügung vom 7. Mai 2013 – eröffnet gleichentags – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die We g- weisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass das BFM zur Begründung des Nichteintretens auf das Asylgesuch zusammenfassend festhielt, der Beschwerdeführer habe innert 48 Stu n- den nach Gesuchseinreichung ohne entschuldbare Gründe keine Reise - oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die Flücht lingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht und zudem seien zu sätzliche Abklärun- gen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegwe i- sungsvollzugshindernisses in seinem Fall aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich, dass es im Zusammenhang mit der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft unter anderem festhielt, dass die behauptete Herkunft des Beschwerd e- führers aus Südossetien (Fehlen fundierter geographische Kenntnisse D-2777/2013 Seite 4 sowie unzutreffende Angaben hierzu) nicht glaubhaft sei, weshalb den darauf aufbauenden Vorbringen jegliche Grundlage entzogen werde, dass seine Schilderungen substanzlos und nicht konsistent seien (u.a. Angaben zu Zeitpunkt und Umständen der erlittenen Benachteiligungen durch Drittpersonen, widersprüchliche und vage Angaben zu den geltend gemachten Inhaftierungen), dass der Beschwerdeführer – nebst der Unglaubhaftigkeit der Vorbri n- gen – Nachteile geltend mach e, die sich aus lokal oder regional b e- schränkten Verfolgungsmassnahmen ableiten liessen, denen er sich durch einen Wegzug ins Kernland Georgiens hätte entziehen können, dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 15. Mai 2013 (Poststempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und unter Kosten- und Entschädigungsfolge die Aufhebung der an- gefochtenen Verfügung, die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung von Asyl beantragte, dass festzustellen sei, dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig, u n- zumutbar und unmöglich sei und dass die vorläufige Aufnahme an - zuordnen sei, dass die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsver- fahren (VwVG, SR 172.021) zu gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten sei, dass eventualiter die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen sei, dass die zuständige Behörde vorsorglich anzuweisen sei, die Kontakt - aufnahme mit den Behörden des Heimat- oder Herkunftstaats sowie jegli- che Weitergabe von Daten an dieselben zu unterlassen, dass eventualiter bei bereits erfolgter Datenweitergabe die beschwer - deführende Person darüber in einer separaten Verfügung zu informie ren sei, dass auf die Begründung der Beschwerde, soweit entscheidwesentlich, in den Erwägungen einzugehen ist, D-2777/2013 Seite 5 dass die vorinstanzlichen Akten am 16. Mai 2013 (in Faxkopie) beim Bundesverwaltungsgericht eingingen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), und erwägt, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei- det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass – unter nachstehendem Vorbehalt – auf die frist - und formgerecht eingereichte Be schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu übe r- prüfen (Art. 32 – 35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerd e- instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5 S. 116), dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintr e- tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen mat e- riellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die S a-D-2777/2013 Seite 6 che zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73 m.H.a. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei- zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass indessen im Falle des Nichteintretens auf ein Asylgesuch ge mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen der Flüchtlingsei genschaft abschlies send mate riell zu entscheiden ist, soweit dies im Rahmen einer sum marischen Prü fung möglich ist (vgl. BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.), dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfahren ungeachtet der vorzu nehmenden Überprüfung eines formellen Nichtei n- tretensentscheides auch die Flüchtlingseigenscha ft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73), dass der Beschwerdeführer vorliegend das Begehren stellt, es sei ihm die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und ihm Asyl zu gewähren, dass das Bundesverwaltungsgericht jedoch im Rahmen der ihm z uste- henden Prüfungsbefugnis im für den Beschwerdeführer günstigsten Fall zum Schluss gelangen kann, das BFM sei deshalb zu Unrecht auf sein Asylgesuch nicht eingetreten, weil es bereits aufgrund einer sum - marischen Prüfung hätte erkennen sollen, dass er o ffensichtlich die Flüchtlingseigenschaft erfüllt (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG), dass jedoch auch in diesem Fall das Bundesverwaltungsgericht das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft nicht selber im Dispositiv seines Urteils feststellen kann, sondern die ang efochtene Nichteintretensver - fügung aufzuheben und die Sache zu neuem Entscheid im Sinne der Erwägungen (vgl. dazu wiederum BVGE 2007/8 E. 5.6.5 S. 90 f.) an das BFM zurückzuweisen hat, dass deshalb konsequenterweise auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit darin die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft und die Ge- währung von Asyl durch das Bundesverwaltungsgericht beantragt wird, dass der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung z u- kommt (vgl. Art. 42 AsylG) und die angefochtene Verfügung keine diesbe- züglich anderslautenden Anordnungen enthält, weshalb auf das Event u- albegehren um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ebenfalls nicht einzutreten ist, D-2777/2013 Seite 7 dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mat e- riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wir d (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Sc hriften- wechsel verzichtet wurde, dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise - oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG), dass diese Best immung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asyl su- chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuld baren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht lings- eigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder sich auf Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest - stellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugs - hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), dass vorliegend die Nichtabgabe von Reise - oder Identitätspapieren im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches sachverhaltsmässig erstellt ist, dass der Beschwerdeführer es unterl iess, im Moment der Einreichung seines Asylgesuches beziehungsweise in den 48 Stunden nach der die s- bezüglichen Aufklärung durch Vorhalt eines In formationsblattes ein D o- kument zu seiner zweifelsfreien Identifizierung (vgl. BVGE 2007/7 E. 5.1- 5.2 S. 65 ff.) abzugeben, dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus - setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend erfüllt ist, D-2777/2013 Seite 8 dass der Beschwerdeführer keine entschuldbaren Gründe für die Nichtabgabe eines beweistauglichen Identitätsdokuments (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 3.2), inner halb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des Asylgesuchs glaubhaft zu machen vermag, dass hierzu weitgehend auf die zutreffenden Erwägungen in der ange - fochtenen Verfügung (vgl. daselbst, Ziff. I/1 S.2 und 3) verwiesen werden kann, dass in der Beschwerde den diesbezüglichen Erwägungen nichts Su b- stanzielles entgegen gesetzt wird, dass sich der Beschwerdeführer damit be gnügt auszuführen, er werde versuchen, Papiere von sei ner Heimat zu beschaffen und diese alsdann hier abzugeben, mithin es ihm letztlich nicht gelingt, glaubhaft darzul e- gen, dass entschuldbare Gründe für das Nichteinreichen gültiger Reise - oder Identitätspapiere vorliegen, dass sodann im vorliegenden Fall auf grund der Aktenlage, wie sie sich nach der Direktanhörung vom 29. April 2013 präsentierte, unter Verzicht auf zusätzliche tatbestandliche oder rechtliche Abklärungen im Rahmen einer bloss summarischen Prüfung der Schluss gezogen werden konnte, er erfülle d ie Flüchtlingseigenschaft offenkundig nicht, und ebenso offenkundig stünden einem Vollzug der Wegweisung keine Hindernisse entgegen (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 5.5 und 5.6), dass diesbezüglich zur Vermeidung von Wiederholungen w iederum auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung (vgl. da - selbst, Ziff. I/2 S. 4) zu verweisen ist, dass die Vorhalte des BFM zur Glaubhaftigkeit der Asylvorbringen des Beschwerdeführers einer Überprüfung durch das Bundesverwaltungs - gericht standhalten, dass es der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe unterlässt, sich mit den ihm vom BFM vorgeworfenen Unglaubhaftigkeits - elementen auseinanderzusetzen, mithin keine Klärung in den von ihm geltend gemachten Sachvortrag hineingebrach t wird, sondern die behauptete Verfolgungssituation vielmehr als Konstrukt einer erfundenen Geschichte erscheinen lässt, D-2777/2013 Seite 9 dass der Vollständigkeit halber letztlich noch auf die abschliessende Antwort des Beschwerdeführers anlässlich der direkten Bundesan - hörung zu verweisen ist, wo er zu Protokoll gab, dass man ihm nur die Möglichkeit geben solle, hier ( in der Schweiz ) arbeiten und leben zu können (Protokoll Bundesanhörung Frage 112, S. 12), dass sich angesichts dieser Sachlage weitere Erörterungen erübrige n, dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewill i- gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen b e- steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. EMARK 2001 Nr. 21), wes- halb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Besti m- mungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wu r- de, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme vo n Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts und seiner Vo r- gängerorganisation ARK der gleiche Beweisstandard wie bei der Flüch t- lingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strik te Beweis möglich ist und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen ( vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem D-2777/2013 Seite 10 Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non - Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und ke i- ne Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgeno s- senschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinko m- mens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, u n- menschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) er- sichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunftsland droht, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und med izinischer Notla- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder die allgemeine Lage i n Georgien n och individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorlie- gend zumutbar ist, dass der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben über eine solide Schulbildung verfügt (abgeschlossene Sekundarschule) und während Jahren vor seiner Ausreise einer Erwerbstätigkeit nachging, dass er im Falle einer Rückkehr nac h Georgien auf ein Beziehungsnetz zurückgreifen kann (Partnerin mit gemeinsamen Sohn, Eltern, Grossmu t- ter), was einer Reintegration förderlich ist, dass der Vollzug der Wegweisung somit nicht unzumutbar im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG ist, D-2777/2013 Seite 11 dass der Vollzug der Wegweisung dem Beschwerdeführer in den Heimat- staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der B e- schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 - 515), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, dass mit dem vorliegenden letztinstanzlichen Endentscheid das Ge such des Beschwerdeführers, d ie Vollzugsbehörden seien anzuweisen, die Kontaktaufnahme mit den Heimat - oder Herkunftsbehörden sowie jede Weitergabe von Daten an dieselben bis zum Endentscheid über die B e- schwerde zu unterlassen, gegenstandslos geworden ist, dass es sich ebenso verhält in Bezug auf das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses, dass aus den dargelegten Gründen den Beschwerdebegehren keine ernsthaften Erfolgsaussichten beschieden waren, weshalb das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG unabhängig von der Frage der prozessualen Bedürftigkeit des Beschwerdeführers abzuweisen ist, dass mangels Erfüllen der Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG das Gesuch nach Absatz 2 der nämlichen gesetzlichen Bestimmung ebenfalls abzuweisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-2777/2013 Seite 12 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG) wird abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Guns- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: Contessina Theis Alfred Weber Versand: