<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2024-05-13-6G_2-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6G_2/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 13. Mai 2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Muschietti, als präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Bundesrichterin van de Graaf, </div> <div class="para">Bundesrichter von Felten, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Arquint Hill. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Gesuchsteller, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz, Postfach 1201, 6431 Schwyz, </div> <div class="para">Gesuchsgegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Berichtigungsgesuch betreffend das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 18. März 2024 (6B_940/2023). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Mit Urteil 6B_940/2023 vom 18. März 2024 hat das Bundesgericht die Beschwerde des vom Gesuchsteller vertretenen B.________ gutgeheissen, das Urteil des Kantonsgerichts Schwyz (xxx) vom 23. Juni 2023 aufgehoben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückgewiesen. </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 16. April 2024 ersucht der Gesuchsteller um Berichtigung des Urteils 6B_940/2023 vom 18. März 2024. Er macht geltend, das Bundesgericht habe mit der Aufhebung des Urteils des Kantons Schwyz vom 23. Juni 2023 de jure und de facto auch den Freispruch aufgehoben, der nicht angefochten worden sei. Es dränge sich auf, Klarheit zu schaffen, und es werde daher beantragt, dass das Bundesgericht explizit nur die beiden Dispositiv-Ziffern 2 und 3 des Urteils des Kantonsgerichts Schwyz aufhebe, nicht aber auch die Dispositiv-Ziffer 1 mit dem Freispruch. Es sei zu vermeiden, dass das Kantonsgericht davon ausgehe, auch der Freispruch, d.h. die Dispositiv-Ziffer 1 des im Verfahren xxx ergangenen Urteils, sei aufgehoben worden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Ist das Dispositiv eines bundesgerichtlichen Entscheids unklar, unvollständig oder zweideutig, stehen seine Bestimmungen untereinander oder mit der Begründung im Widerspruch oder enthält es Redaktions- oder Rechnungsfehler, so nimmt das Bundesgericht auf schriftliches Gesuch einer Partei oder von Amtes wegen die Erläuterung oder Berichtigung vor (<span class="artref">Art. 129 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para">Zur Gesuchstellung legitimiert ist nach <span class="artref">Art. 129 Abs. 1 BGG</span>, wem im früheren Verfahren, das zum bundesgerichtlichen Entscheid geführt hat, Parteistellung zugekommen ist oder wer als Rechtsnachfolger auftritt. Massgebend sind hier die Regeln über die Berechtigung zur Erhebung der Beschwerde in Strafsachen gemäss <span class="artref">Art. 81 BGG</span>. Erforderlich ist darüber hinaus ein Rechtsschutzinteresse (zum Ganzen: Urteil 6G_1/2022 vom 31. Oktober 2022 E. 3 mit Hinweisen; siehe auch Urteil 1P_416/2001 vom 28. Juni 2001 E. 1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Der Gesuchsteller war im bundesgerichtlichen Verfahren 6B_940/2023 vom 18. März 2024 nicht Partei, sondern Parteivertreter. Er ist daher nicht legitimiert, im eigenen Namen ein Berichtigungsgesuch zu stellen. Auf das Berichtigungsgesuch kann folglich nicht eingetreten werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dem Berichtigungsgesuch wäre auch materiell kein Erfolg beschieden. Der Umstand, dass mit dem bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheid 6B_940/2023 vom 18. März 2024 formell das ganze Urteil des Kantonsgerichts Schwyz vom 23. Juni 2023 aufgehoben wurde, ist - was der Gesuchsteller verkennt - irrelevant. Entscheidend ist insofern nicht das Dispositiv des bundesgerichtlichen Urteils, sondern dessen materielle Tragweite (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=16&amp;from_date=30.04.2024&amp;to_date=19.05.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-IV-214%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page214">BGE 143 IV 214</a> E. 5.2.1 und 5.3.3 sowie Urteile 6B_765/2015 vom 3. Februar 2016 E. 4; 6B_372/2011 vom 12. Juli 2011 E. 1.3.2 mit weiteren Hinweisen). Aus den Erwägungen des bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheids 6B_940/2023 ergibt sich offenkundig, dass vor Bundesgericht einzig der kantonsgerichtliche Kostenentscheid zur Überprüfung anstand, mithin auch nur dieser kassiert und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen wurde. Der materiellen Tragweite des Rückweisungsentscheids des Bundesgerichts entsprechend hat sich das Kantonsgericht in seiner neuen Entscheidung ausschliesslich auch nur mit dieser Frage zu befassen. Die im Gesuch geäusserte Befürchtung, das Kantonsgericht Schwyz könnte davon ausgehen, auch der Freispruch, d.h. Dispositiv-Ziffer 1 des im Verfahren xxx ergangenen Urteils vom 23. Juni 2023, sei aufgehoben worden, ist unbegründet. Berichtigungsbedarf besteht folglich nicht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Ausgangsgemäss sind die Kosten dem Gesuchsteller aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span> i.V.m. <span class="artref">Art. 129 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf das Berichtigungsgesuch wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Schwyz, Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 13. Mai 2024 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Muschietti </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill </div> </div></body></html>