<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Massnahmen zur Früherkennung von Darmkrebs (Test auf verstecktes Blut im Stuhl, Darmspiegelung) zu prüfen, die im schweizerischen Kontext in Bezug auf Wirksamkeit, Machbarkeit und Finanzierung am besten geeignet sind, und zu prüfen, wie diese Massnahmen im Rahmen eines landesweiten Früherkennungsprogramms umgesetzt werden können.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat anerkennt die Wichtigkeit des im Postulat formulierten Anliegens. Der Bund hat aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt bei der Prävention der nichtübertragbaren Krankheiten keinen gesetzlichen Auftrag. Der Bundesrat hat das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) jedoch am 28. September 2007 beauftragt, einen Vorentwurf für neue gesetzliche Bestimmungen zur Stärkung der Prävention und Gesundheitsförderung zu erarbeiten. Im Rahmen dieses Projektes wird die Schaffung von gesetzlichen Grundlagen für mögliche Früherkennungsmassnahmen bei Krebs geprüft. </p><p>Somit bleibt momentan nur die Möglichkeit, eine Früherkennungsmassnahme zu konzipieren, wenn die Bedingungen zur Kostenübernahme durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) erfüllt sind. Massgebend für die Kostenübernahme ist die Erfüllung der Kriterien der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit (WZW-Kriterien). Der entsprechende Nachweis ist durch die Leistungsanbieter zu erbringen. Der Entscheid über die Kostenübernahme obliegt dem EDI, welches sich von einer Fachkommission beraten lässt.</p><p>Im Kontext von generellen Früherkennungsuntersuchungen, die als Programme konzipiert sind, beinhaltet der WZW-Nachweis den wissenschaftlichen Nachweis, dass der potenzielle Nutzen die möglichen Risiken klar überwiegt, sowie den Nachweis, dass die Information der Zielgruppen, die Qualitätssicherung, das Monitoring und die längerfristige Evaluation sichergestellt sind. Zudem ist Transparenz über die voraussichtlichen Kosten der Untersuchungen und über Einsparungen dank verhinderter Krankheitsfälle erforderlich. Der WZW-Nachweis und die anschliessende Umsetzung in die Praxis erfordern in der Regel eine aktive Mitwirkung von Nichtregierungsorganisationen und/oder der Kantone. </p><p>Da einerseits der Bund keinen gesetzlichen Auftrag zur Prävention von nichtübertragbaren Krankheiten hat und andererseits ein klar definiertes Verfahren zur Prüfung der Früherkennung von Darmkrebs im Hinblick auf eine allfällige Finanzierung durch die OKP zur Verfügung steht, erachtet es der Bundesrat nicht für sachgerecht, zum jetzigen Zeitpunkt eine Prüfung vorzunehmen, wie sie im Postulat vorgeschlagen wird.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.