<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00014</span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Ersatzrichterin Lienhard<br/>Gerichtsschreiberin Schucan</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 28. August 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Barbara Wyler</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Wyler Koch Partner AG, Business Tower</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Zürcherstrasse 310, Postfach 340, 8501 Frauenfeld</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 19</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">70, Mutter von 5 Kindern (Jahrgä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ng</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 1989, 1990, 1994, 1996 und 1999),</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> reiste 1999 in die Schweiz ein und war bislang nicht erwerbstätig. Am 24. April 2014 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meldete</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sich unter Hinweis auf eine seit sechs Jahren bestehende psychische Beeinträchtigung bei der Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lidenversicherung zum Bezug von Rentenleistungen und zum Bezug von Hilflosenentschädigung an (Urk. 7/7 Ziff. 6.2-3 und Urk. 7/8). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">M</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">it Verfügung vom 15. Dezember 2014 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verneinte die IV-Stelle </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en Leistungsanspruch (Urk. 7/31</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die von der Versicherten dagegen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">am 29. Januar 2015 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erhobene </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 7/35/3-9) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wurde mit Urteil des hiesigen Gerichts vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 2015 im Verfahren Nr. IV.2015.00151 in dem Sinne gutgeheissen, dass die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> genannte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verfügung aufgehoben und die Sache an die IV-Stelle zurückgewiesen wurde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, damit diese nach erfolgter Abklärungen betreffend die versicherungsmässi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen Voraussetzungen und den medizinischen Sachverhalt über den Anspruch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Versicherten neu verfüge (vgl. Urk. 7/39/1-8 Dispositiv Ziff. 1 und E. 3.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie IV-Stelle </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">holt in der Folge unter anderem bei der MEDAS Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ein polydiszip</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">linäres Gutachten ein, das am 29. Juli 2016 erstattet wurde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/70). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/73; Urk. 7/77)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 18. November 2016 einen An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruch auf Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 7/83 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte erhob am 9. Januar 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerde gegen die Verfügung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom 18. November 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben, und es</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihr ab 1. November 2014 eine ganze Invalidenrente auszurichten. Even</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tuell seien zusätzliche medizinische Abklärungen zu treffen und anschliess</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">end neu zu verfügen (Urk. 1 S. 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 8. Februar 2017 (Urk. 6)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Abweisung der Beschwerde. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Gerichtsverfügung vom 7. April 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wurd</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Beschwerdeführerin die Beschwerdeantwort zugestellt. Weiter wurde da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rauf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hingewiesen, dass das Gericht die Anordnung eines weiteren Schriften</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wechsels nicht für erforderlich halte (Urk. 12</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Mit Gerichtsverfügung vom 4. Mai 2017 bat das Gericht die Gutachter der MEDAS Y.___ um die Beantwortung von ergänzend gestellten Fragen (Urk. 14). Am 11. Mai 2017 reichte die Beschwerdeführerin unaufgefordert eine Replik (Urk. 16) ein, und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Gutachter der MEDAS </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> reichten am 21. Juni 2017 ihre A</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">worten auf die gerichtlich gestellten Ergänzungsfragen ein (vgl. Urk. 17 und Urk. 18/1-2). Am 26. Juli 2017 reichte die Beschwerdeführerin ihre Stellung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme (Urk. 22) ein, welche der Beschwerdegegnerin zusammen mit der Replik vom 11. Mai 2017 (Urk. 16) und der Eingabe der Gutachter der MEDAS Y.___ vom 21. Juni 2017 (Urk. 17 und 18/1-2) am 28. Juli 2017 zur Kenntnis gebracht wurde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">24)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherte mit vollendetem 20. Altersjahr, die vor der Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit nicht erwerbstätig waren und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, gelten nach Art. 5 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in Verbindung mit Art. 8 Abs. 3 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(ATSG) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">invalid, wenn eine Unmöglich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit vorliegt, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Art. 7 Abs. 2 ATSG ist sinngemäss anwendbar. Demnach sind für die Beurteilung des Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liegens einer Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s Leiden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Krankheitswert besteht, welche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbsein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vom 15. Dezember 2015 E. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.4.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E. 4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Annahme der Invalidität nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkrankungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">soziale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">debild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belasten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den soziokulturellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Belastungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">si</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tua</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, w</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">elche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinrei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">render psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, indem sie einen verselbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grad seiner – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den – Folgen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dend auswirken (Urteil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hat das Bundesgericht seine bisherige Rechtsprechung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zur Invaliditätsbemessung bei Schmerzstörungen ohne erkennbare organisc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">he Ursache und vergleichbaren psychosomatischen Leiden (BGE 130 V 352 u</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nd anschliessende Urteile) ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">passt und festgehalten, dass die Invaliditätsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">messung stärker als bisher den Aspekt der funktionellen Auswirkungen zu berücksichtigen hat, was sich schon in den diagnostischen Anforderungen niederschlagen muss. Auf der Ebene der Arbeitsunfähigkeit bezweckte die durch BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 130 V 352 begründete Rechtspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung die Sicherstellung eines gesetzmässigen Versicherungsvollzuges mittels der Regel/Ausnahme-Vorgabe beziehungsweise (seit E. 7.3 von BGE 130 V 396 und BGE 131 V 49) der Überwindbarkeitsvermutung. Deren Rechtsnatur kann offen bleiben. Denn an dieser Rechtsprechung ist nicht festzuh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">alten. Das bishe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rige Regel/Ausnahme-Modell wird durch ein st</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rukturiertes Beweisverfahren er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzt. An der Recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechung zu Art. 7 Abs. 2 ATSG – ausschliessliche Berücksichtigung der Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung und objektivierte Zumutbar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">prüfung bei materieller Beweislast der rentenansprechenden Person (Art. 7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 2 ATSG) – ändert sich dadurch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nichts. An die Stelle des bishe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rigen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kriterienkatalogs (bei anhaltender somatoformer Schmerzstörung und ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">baren psychosomatischen Leiden) treten im Regelfall beachtliche Stan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ardindikatoren. Diese lassen sich in die Kategorien Schweregrad und Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sistenz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der funktionellen Auswirkungen einteilen. Auf den Begriff des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren Krankheitsgewinnes und die Präponderanz der psychiatrischen Komo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bidität ist zu verzichten. Der Prüfungsraster ist rechtlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er Natur. Recht und Medizin wir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ken sowohl bei der Formulierung der Standardindikatoren wie auch bei deren – rechtlich gebotener – Anwendung im Einzel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fall zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men. Im Grunde konkre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tisieren die in E. 4 und 5 formulierten Beweisthemen und Vorgehensweisen für die Invaliditätsbemessung bei psychosomatischen Leiden die gesetzgeberischen Anordnungen nach Art. 7 Abs. 2 ATSG. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrschein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete versicherte Person zu tragen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (E. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin verneinte in ihrer Verfügung (Urk. 2) einen An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen der Invalidenversicherung mit der Begründung, dass gestützt auf das MEDAS-Gutachten davon auszugehen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei, dass keine invalidenversicherungsrelevanten Einschränkungen bestün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Es stünden soziokulturelle Faktoren im Vordergrund. Die Beschwerdeführerin habe in der Schweiz nie gearbeitet, spreche kaum Deutsch und sei Anal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">phabetin. Sie habe sich dadurch nicht integriert und lebe isoliert (S. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusätzlich sei die medikamentöse Therapie nicht ausgeschöpft worden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und es bestünden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine Selbstlimitierung und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Aggravation</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Selbst wenn von einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">invalidenversicherungsrelevanten Einschränkung in einem rentenaus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lösenden Ausmass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausgegangen würde, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">müsste das Gesuch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mangels Erfüllen der versicherungsmässigen Voraussetzungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">abgelehnt werden, da die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführerin bereits mit dem Leide</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n in die Schweiz eingereist sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und somit die Mindestbeitragszeit nie habe erfüllen können (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (Urk. 1) geltend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, die Beschwerdegegnerin sei auf ihr Gesuch materiell eingetreten und habe sie sogar begutachten lassen. Da die versicherungsmässigen Voraussetzungen bejaht worden seien, könnten diese nicht nachträglich bestritten werden (S. 5 oben). Zweifellos hätte sie, auch beim Vorhandensein der angeblichen sozio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kulturellen Faktoren, in gesundem Zustand ohne Einschränkungen den Haus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halt besorgt und sich um ihre Kindern kümmern können, was sie auch bis ins Jahr 2007 getan habe (S. 5 Mitte). Es sei absolut unwahrscheinlich, dass die Beschwerden in dem Ausmass bereits bei Einreise in die Schweiz 1999 be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den hätten, und sie ihre Beitragsjahre nicht mittels Anrechnung von Erziehungsgutschriften hätte erfüllen können (S. 5 unten). Auf das Gutachten der MEDAS Y.___ könne nicht abgestellt werden, und sie sei zu 100 % arbeitsunfähig (S. 6 f. Ziff. 6). Zudem seien ihre Gedächtnisstörungen nicht genügend abgeklärt worden (S. 7 ff. Ziff. 7-8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Streitgegenstand bildet der Anspruch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Leistungen der Invalidenversicherung. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorab ist zur </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit der Replik </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geltend gemachten Verletzung der Begründungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflicht respektive des rechtlichen Gehörs durch die Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. Urk. 16)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> festzuhalten, dass in der angefochtenen Verfügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">18. Novem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 2) tatsächlich nicht vertieft auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Argumente</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin in ihren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Einwänden vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">14. September 2016 (Urk. 7/77) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gangen worden ist. Ob damit eine Verletzung des rechtlichen Gehörs gegeben ist, kann offen gelassen werden. Einerseits ging aus der angefochtenen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung z</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">umindest klar hervor,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weshalb </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Beschwerdegegnerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einen Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungsanspruch der Beschwerdeführerin für nicht gegeben erachtete, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und ande</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rerseits konnte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9. Januar 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 1) bei voller Kognition des hiesigen Gerichts alle ihre </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Argumente vorbringen, womit eine allfällige Verletzung des rechtlichen Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hörs durch die Beschwerdegegnerin ohnehin als geheilt anzusehen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, Fachärztin für Psychiatrie und für Psychotherapie, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">A.___, stellte in ihrem Bericht vom 26. August 2014 (Urk. 7/22) folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronifizierte posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) subsyndromal: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Agoraphobie (ICD-10 F40.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte Dr. Z.___ eine Hypothyreose (Ziff. 1.1). Dr. Z.___ führte aus, die Beschwerdeführerin sei seit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dem 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">September 2007 bei ihr in Behandlung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, und die letzte Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trolle habe am 29. August 2014 stattgefunden (Ziff. 1.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Seit Beginn der Behandlung bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.6). Aufgrund der deutlich vorhandenen psychischen und kognitiven Einschränkungen sei auch eine behinderungsangepasste Tätigkeit mittel-, und längerfristig nicht vorstellbar (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Anamnese führte Dr. Z.___ aus, die Beschwerdeführerin sei im Kosovo geboren und aufgewachsen. Sie habe auf ihre Geschwister aufpassen müssen und deshalb nie die Schule besucht. Bis zu ihrer Einreise in die Schweiz sei sie Analphabetin gewesen und habe auch keine Berufsausbildung gemacht. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der Schweiz habe sie kurz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeitig einen Alphabetisierungs-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und Deutschkurs besucht, diesen aber wegen massiver Ängste abgebrochen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Aus der Ehe mit ihrem Ehemann entstammten fünf Kinder. Mit dem Ehemann hätten auch die Probleme angefangen, da dieser politisch aktiv gewesen sei. Bereits vor dem Krieg sei er aus politischen Gründen mehrfach ins Gefängnis gebracht und gefoltert worden, während sie mit den Kindern alleine zuhause gewesen sei. Wiederholt sei die Polizei bei ihr zuhause aufgetaucht und habe sie bedroht und beschimpft. Häufig habe sie sich unter dem Bett oder im Schrank ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">steckt. Bei den Polizeibesuchen habe sie Todesangst erlebt. Den Krieg habe sie direkt miterlebt. Viele Familienangehörige seien gestorben und umge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bracht worden, sie habe viele tote Menschen gesehen, und einige Angehörige seien bis heute verschollen. Sie selbst habe keine direkte körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt. Ihr Ehemann habe etwa 1999 die Flucht aus dem Kosovo organisiert. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Laut Angaben der Beschwerdeführerin habe sie immer wieder Erinnerungen an die Zeit im Kosovo mit viel Angst. Die Erinnerungen seien sehr real und manchmal könne sie nicht unterscheiden, ob sie in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> oder wieder mitten im Krieg sei. Vor etwa drei Wochen sei hier in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die Polizei zu ihnen nach Hause gekommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und sie sei in eine grosse Angst geraten und sofort bewusstlos geworden. Sie sei erst wieder im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> erwacht. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ine organische Ursache für die Bewusstlosigkeit habe man nicht gefunden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Die Patientin sei verheiratet und lebe gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem jüngsten Sohn in einer Mietwohnung. Der Ehemann sei aktuell arbeitslos. Sie wisse nicht genau, was für eine Berufsausbildung er gemacht habe. Die Familie lebe aktuell von der Sozialhilfe, und es bestehe kaum eine Tages</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">struk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tur. Die Patientin halte sich überwiegend zu Hause auf und gehe nie alleine nach draussen (Ziff. 1.4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als aktuelle Symptome nannte Dr. Z.___ täglich vorhandene Schmerzen in den Schultern, im Rücken und im Kopf, Schlaf- und Konzentrations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en, Ängste, „Kriegsbilder im Kopf", schlimme Träume; sie fühle sich müde und kraftlos (Ziff. 1.4 am Ende).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zum ärztlichen Befund führte Dr. Z.___ aus, die Patientin sei wach und bewusstseinsklar und in allen Qualitäten orientiert. Subjektiv und objektiv bestünden deutliche Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen. Die mnes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tischen Funktionen seien soweit unauffällig. Es bestünden Ich-Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en in Form von Depersonalisations- und Derealisationserleben und eine hohe Dissoziationsneigung. Sie leide an intrusiven Erlebnissen in Form von Flash</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">backs und Albträumen über Kriegserlebnisse. Es bestehe eine ausgeprägte Schreckhaftigkeit, Lärmempfindlichkeit und eine depressiv-bedrückte ängst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Grundstimmung. Sie leide an agoraphobischen Ängsten mit hohem Vermeidungsverhalten und habe Angst vor der Polizei. Das Antriebsniveau sei stark reduziert, und sie sei psychomotorisch unruhig und habe Ein- und Durchschlafstörungen (S. 3 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Prognose führte Dr. Z.___ aus, die Beschwerdeführerin sei seit Septem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2007 in regelmässiger ambulanter psychiatrisch-psychotherapeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tischer Behandlung. Zudem nehme sie am tagesklinischen Angebot der C.___ teil. Hierfür werde sie jedoch jeweils vom Ehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mann oder von den Kindern begleitet. Alleine die Wohnung zu verlassen, sei aufgrund der bestehenden Ängste für die Patientin nicht vorstellbar und um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzbar. Auch habe sie aus den gleichen Gründen nicht zur Aufnahme eines Alphabetisierungskurses motiviert werden können. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Haushalt sei sie eben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">falls auf die Unterstützung der Familie angewiesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Gesamthaft sei auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund des chronischen Verlaufes und des vermutlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">prämorbid bestehenden un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">güns</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigen Ausgangsniveaus im Sinne einer fehlenden Schulbildung und auch aufgrund der sprachlichen Barrieren die Prognos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e als äusserst ungünstig zu wert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> so dass auch langfristig von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auch im geschützten Rahmen auszugehen sei (S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Z.___ nannte in ihrem Bericht vom 13. Oktober 2015 (Urk. 7/51/4-8) die gleichen Diagnosen wie in ihrem Bericht vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">August 2014 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehend E. 4.1). Sie führte aus, die letzte Kontrolle sei am 22. September 2015 erfolgt (Ziff. 1.2). Die Beschwerdeführerin sei seit September 2007 in regel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mässiger, niederschwelliger ambulanter psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung. Zudem nehme sie, ebenfalls niederschwellig, am tagesklinischen Angebot der C.___ teil. Hierfür werde sie weiterhin jeweils vom Ehemann oder von den Kindern begleitet. Alleine die Wohnung zu verlassen sei für sie immer noch nicht vorstellbar und umsetzbar. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auch habe sie bisher nicht zu einer (Wieder)- Aufnahme eines Alphabetisie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kurses motiviert werden können. Ängste, es „könne dort etwas passieren“, oder „die Polizei könnte kommen und sie verhaften</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">“ stünden stark im Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund und blockierten sie zur Teilnahme an einem solchen Kurs, obschon sie immer wieder sage, wie gerne sie schreiben und die deutsche Sprache besser lernen möchte. An psychoedukativen Massnahmen zum Thema Angst und Vermeidungsverhalten sei alles ausgeschöpft. Dr. Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> führte aus, die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführerin sei im Haushalt ebenfalls weiterhin auf die Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stütz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">g der Familie angewiesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der deutlich vorhandenen psychischen und kognitiven Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen sei auch eine behinderungsangepasste Tätigkeit mittel- und länger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fristig nicht vorstellbar (Ziff. 1.4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Seit Beginn der Behandlung bis auf weiteres bestehe eine 100%ige Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit (Ziff. 1.6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. D.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stellte in seinem Bericht vom 23. Dezember 2015 (Urk. 7/56/1-4) folgende Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nosen (Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">posttraumatische Belastungsstörung (Bericht A.___ September 2015)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anhaltende somatoforme Schmerzstörung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. D.___ führte aus, die Beschwerdeführerin sei seit 2001 bei ihm in Behandlung, und die letzte Kontrolle sei am 5. Dezember 2015 erfolgt (Ziff. 1.2). Die Beschwerdeführerin habe seines Wissens nie gearbeitet (Ziff. 1.6). Sie sei Analphabetin und nicht belastbar (Ziff. 1.7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gutachter der MEDAS-Y.___ erstatteten am 29. Juli 2016 das von der Beschwerdegegnerin veranlasste polydisziplinäre Gutachten (Urk. 7/70/2-12). Die Gutachter stellten zusammenfassend folgende psychiatrischen Diagnosen mit wesentlicher Einschränkung der zumutbaren Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit (S. 9 Ziff. 4.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fakto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ren</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ausgeprägte Angststörung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als Diagnosen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, aber mit Krankheitswert, nannten sie Schwierigkeiten bei der kulturellen Einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wöhnung und einen Nikotinabusus. Als Nebenbefunde nannten sie einen Status nach Nephrolithiasis 2015 und eine Stress-Urininkontinenz (S. 9 f. Ziff. 4.2-3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit führten die Gutachter aus, seit Jahren bestehe aus psychiatrischen Gründen eine 50%ige Einschränkung. Die Versicherte habe lediglich vor Jahren kurzfristig einmal im Rahmen von Eingliederungsprogrammen ausserhaus gearbeitet. Auch in anderen Tätigkei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten gelte dieselbe Einschätzung (S. 10 Ziff. 5.1-2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. E.___, Facharzt für Rheumatologie und für Physikalische Medizin und Rehabilitation, konnte in seinem rheumatologischen Teilgutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten vom 23. Juni 2016 (Urk. 7/70/16-21) nach Untersuchung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin keine rheumatologischen Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit stellen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (S. 4 Ziff. 4.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In seiner Beurteilung führte Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> aus, die 1970 geborene Versicherte leid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e offensichtlich seit mehreren Jahren unter einem generalisierten Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">syndrom. Weder aus der Aktenlage noch aus der Anamnese sei eine bevor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zugte Schmerzlokalisation herauskristallisierbar. Auch in der forciert erfrag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Schmerzanamnese blieben die Auskünfte unspezifisch und schwierig fass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Es habe sich kein relevanter Schmerzcharakter oder eine Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">modulation abgezeichnet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Bereits aus der Beschwerdeschilderung falle es über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aus schwer, die Beschwerden somatisch zuzuordnen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dazu überein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stimmend sei die rheumatologische Untersuchung unauffällig gewesen. Sie sei aber begleitet von fortlaufender, ubiquitärer Sc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hmerzangabe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (vor allem Grimassieren) bereits auf feinste Berührungen, teils bereits vorher.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Durch die ubiquitäre Berührungsdolenz seien die typischen Tenderpoints positiv. Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise für eine muskuläre Insuffizienz hätten sich nicht ergeben. Das Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdebild passe nicht zu einer klassisch-rheumatologischen Fibromyalgie im medizinischen Alltag. Die Schmerzangaben wirkten bei diesen Patienten deutlich spezifischer. Dr. E.___ hielt fest, zusammenfassend könne er keine rheumatologische Diagnose stellen, und aus rheumatologischer Sicht ergebe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sich damit auch keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, weder aktuell no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rückwirkend. Bei fehlender Erklärbarkeit des Beschwerdebildes fehle aber auch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> eine gewisse Konsistenz in der Beschwerdeschilderung, was aus psychiatri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scher Sicht erklärbar sein möge (S. 4 Ziff. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. F.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte in seinem psychiatrischen Gutachten vom 1. Juli 2016 (Urk. 7/70/22-28) als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diagnosen eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Faktoren (ICD-10 F45.41), sowie eine ausgeprägte Angststörung (ICD-10 F41.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1; S. 4 Ziff. 4.1). Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit nannte er Schwierigkeiten bei der kulturellen Eingewöhnung (S. 5 Ziff. 4.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. F.___ führte aus, die Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit gestalte sich sehr schwierig, und es seien die soziokulturellen Faktoren einzubeziehen oder abzuwägen gegen das Krankheitsgeschehen im engeren Sinne. Die Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung sei damit sehr weitgehend eine Ermessensfrage und müsste streng ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nommen den Rechtsanwendern überlassen werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es sei offensichtlich, dass sich die Beschwerdeführerin in ihrer heutigen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fassung an einem regulären, ungeschützten Arbeitsplatz nicht werde bewäh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">re</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n können. Im Sinne einer Schätzung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">attestiere er eine 50%ige Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit aus psychiatrischen Gründen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und eine gleich hohe aus den sozio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">turellen Faktoren. Die Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">habe nie eine Tätigkeit ausgeübt und somit sei die übliche Fragestellung nach der bisher ausgeübten Tätigkeit unpassend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (S. 7 Ziff. 6.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> führte aus, die Problematik dürfte sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Einreise in die Schweiz in mehr oder weniger unveränderter Form bestanden haben (S. 7 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Laut Angaben der Beschwerdeführerin hätten ihre gesundheitlichen Schwie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keiten mit einem Besuch der Polizei am Wohnort in der Schweiz begon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Ein uniformierter Polizist habe an der Türe geklingelt und beanstandet, dass sie das Altpapier in Plastiksäcke abgefüllt entsorge. Dieses Vorkommnis sei ohne Folgen geblieben, habe aber alle alten Ängste und Befürchtungen reak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tiviert. Sie habe sich an die Begegnung mit der Polizei im Kosovo zurück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erinnert und sich nicht mehr getraut, die Wohnung zu verlassen. Sie habe auch öfters wieder zu Hause vermeintliche oder tatsächliche Polizisten vor ihrer Wohnung wahrgenommen. Sie traue sich heute nicht mehr alleine auf die Strasse zu gehen, weil sie befürchte, mit der Polizei konfrontiert zu werden (S. 3 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zu den klinischen Befunden führte Dr. F.___ aus, es sei eine geschmackvoll gekleidete knapp 50-jährige Frau zum Gespräch erschienen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die erforderliche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Symptomatik der posttraumatischen Belastungsstörung habe sich nicht her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">arbeiten lassen. Die Beschwerdeführerin sei im ganzen Denken und Fühlen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> dumpf und resigniert, in ihrer Beschränktheit und in ihrem minimalen Lebenskreis gefangen. Wie bei einer Analphabetin zu erwarten, habe sie grösste Mühe mit der zeitlichen Einordnung vo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n Abläufen und ganz wesent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">licher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Sachen wie etwa </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Jahrgänge ihrer Kinder gehabt (S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. 4 Ziff. 3.1 oben). Aufmerksamkeit und Gedächtnis seinen generell in einer diffusen Art eingeschränkt gewesen. Das ganze Denken sei sehr einfach auf elementarste </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Inhalte beschränkt, verlangsamt und umständlich. Befürchtungen und Zw</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">änge hätten sich nicht ausfindig machen lassen, es sei ihr bewusst, dass in der Schweiz von Seiten der Polizei keine Gefahr drohe. Die Beschwerdeführerin habe aber umfangreiche Ängste in Bezug auf jede unbegleitete Bewegung ausserhalb der eigenen vier Wände geäussert. Der Antrieb und die ganze Psychomotorik seien stark reduziert gewesen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Angaben der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin habe der soziale Rückzug bereits bei Einreise in die Schweiz in einem sehr umfangreichen Ausmass bestanden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Sie zeige ein ausgesprochen passives, antriebsarmes Wesen (S. 4 Ziff. 3.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. F.___ führte aus, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Versicherte habe sich in keiner Weise in der Schweiz integriert und vollkommen offen bleibe auch die Frage nach den Gründen des verpassten Schulbesuchs in der Heimat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im ganzen Leben habe sie nie d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ie Initiative ergreifen müssen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(S. 5 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5 Mitte).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Heute lebe die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin weitestgehend isoliert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auf ihre Kernfa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">milie beschränkt, hilflos, auf vielfältige Unterstützung angewiesen in einer Lebenssituation, die absolut keine Perspektive in sich berge.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Sie sei sozu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sagen durch ihre Ängste in den vier Wänden gefangen und nur noch im Rahmen der Therapien werde diese Isolation überwunden. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit grösster Wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheinlichkeit sei sie aber schon vor der Einreise hoch auffällig gewesen und habe in der Schweiz auch nie gearbeitet, so dass die Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit als fortbestehend zu beurteilen seien.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Die Schmerzen würden für die Beschwerdeführerin selbst die Arbeitsunfähigkeit plausibilisieren und erleichterten ihr in diesem Sinne die Regression in einem absolut anregungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">armen Alltag (S. 5 Ziff. 5 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. F.___ führte aus, er habe eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Störung aus dem somatoformen Kreis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> diagnostiziert. Hierzu wäre ein erheblicher seelischer Konflikt Voraussetzung, der sich nicht zweifelsfrei nachweisen lasse. Die Versicherte habe vage An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gaben zu den Belastungen in ihrer Heimat gemacht. Es dürfe aber mit grösster</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass der erzwungene Orts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wechsel und die konfliktbedingte Abwesenheit des Mannes den geforder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Kriterien genügten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Weiteren werde verlangt, dass ein somatisches Korrelat mindestens ansat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">z</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise vorhanden sei und auch hier stünden gemäss dem rheumatologischen Konsilium die Fakten nicht eindeutig fest. Trotz diesen Einschränkungen beschreibe aber die Diagnose das Beschwerdebild recht gut, und es könnten keine besseren Alternativen gefunden werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Mit der Angststörung verhalte es sich ganz ähnlich. Sie könnte auch als eine Reminiszenz aus der Zeit in ihrer Heimat gesehen werden, die durch die vollständig fehlende sozio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">turelle Integration in unseren Verhältnissen aktualisiert worden sei und die damit zu einem vorherrschenden Symptom geworden sei, das alle weiteren Bemühungen der Integration verhindert habe. Die Kriterien der Angststörung seien erfüllt, alle Expositionen in der Öffentlichkeit würden von einem aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">prägten Unbehagen begleitet und vegetative Missempfindungen seien nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisbar. Das Beklemmungsgefühl habe sie eindrücklich geschildert und die Unsicherheitsgefühle, die Schwäche und die Müdigkeit passten sehr gut dazu. Auch den Kontrollverlust unter den Angstzuständen habe sie beschrieben. Jede Exposition im öffentlichen Raum ohne Begleitung von Familien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gliedern werde dadurch verhindert.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zu den Indikatoren zur Kategorie „funktioneller Schweregrad“ führte Dr. F.___ beim Komplex „Gesundheitsschädigung“ aus, die Beschwerden seien in dem Sinne komplex, als sie verschiedene Lebensbereiche umfassten und nicht nur auf der psychischen Ebene wahrgenommen würden. Zum Kom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">plex „Persönlichkeit“ hielt Dr. F.___ fest, dass die Versicherte über keinerlei Ressourcen verfüge, und nicht in der Lage sei, sich ausserhalb der Wohnung alleine zu bewegen, und innerhalb der Wohnung könne sie weder lesen noch schreiben und sich damit kaum mit alltäglichen Themen aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einandersetzen. Was den Komplex „sozialer Kontext“ anbelange, verfüge die Familie über kein Einkommen mehr, sei auf wirtschaftliche Sozialhilfe an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiesen, und es gebe keinen Lebensbereich, in dem sie noch auf einem alters</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gemässen Niveau wie unsere Durchschnittsbevölkerung funktionieren könnte.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> In diesem Sinne sei der soziale Kontext komplex (S. 6 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerden umfassten alle Lebensbereiche in gleichem Ausmass, und in diesem Sinne sei das Konsistenzkriterium uneingeschränkt erfüllt. Zu den </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlussgründen führte Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> aus, es müsse davon ausgegangen werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, dass die Versicherte bereits vor der Einreise in die Schweiz auffällig gewesen sei, und dass sich seither keine relevanten symptomverstärkenden Ereignisse zugetragen hätten (S. 6 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dipl. med. G.___, Facharzt für Neurologie und für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte in seiner Stel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahme vom 4. August 2016 (Urk. 7/71/3-4) aus, das Gutachten der MEDAS</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Y.___ vom 29. Juli 2016 erfülle die formalen Qualitätskriterien, sei nachvollziehbar und in seinen medizinischen Schlussfolgerungen plausibel. Es liege ein komplexer rein psychischer Gesundheitsschaden vor, und es be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stünden keine psychischen Ressourcen. Die Beschwerdeführerin sei Analpha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">betin und nicht in der Schweiz kulturell integriert. Sie sei bereits mit dem Gesundheitsschaden eingereist. Aus seiner Sicht bestünden eine Selbstlimi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tierung und eine Aggravation, da auffallend viele Erinnerungslücken vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">han</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den seien, welche jedoch nicht allein durch den Analphabetismus erklärt werden könnten. Zudem kontrastiere die gepflegte Erscheinung mit dem gleichzeitigen Antrag auf Hilflosenentschädigung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auf Anfrage des Gerichts (vgl. Urk. 14) führte Dr. E.___ in seinem Schreiben vom 26. Mai 2017 (Urk. 18/1) aus, vorsichtig abwägend, im Sinne eines kriti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Hinterfragens und im Sinne eines Gesamteindruckes sei eine Aggra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vation bei der Beschwerdeführerin erheblich wahrscheinlich. Als Gründe hierfür nannte Dr. E.___ eine ausserordentlich vage Schilderung des Alltages und der Beschwerden, eine Interessenlosigkeit bezüglich Therapien und auch des Beschwerdebildes sowie eine wenig glaubhafte Schilderung bezüglich der Tätigkeit im Haushalt, dass sie nämlich gar nichts machen könne. Zudem seien die Vorakten vage und gezielte Abklärungen im Bereich des Bewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gungsapparates seien bezüglich der Schmerzen nicht durchgeführt worden. Die Versicherte sei während der Untersuchung recht kooperativ gewesen, was eher gegen eine Verdeutlichung sprechen könnte, allerdings sei das fortlau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fende Schmerzgrimassieren derart auffällig, auch bei fehlender Berührung, dass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> das gesamte Schmerzbild in sich nicht stimme, und die Untersuchung dadurch erschwert sei (S. 1 Frage 1). Dr. E.___ hielt fest, aus rheumatolo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scher Sicht sei die Beschwerdeführerin im Haushalt vollständig arbeitsfähig (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. F.___ nahm in seinem Bericht vom 6. Juni 2017 (Urk. 18/2) zu den ergänzend gestellten Fragen (vgl. Urk. 14) Stellung. Dr. F.___ führte aus, er stehe hinsichtlich der ersten Frage, ob in Bezug auf die diagnostizierte chro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) eine Aggravation als Ausschlussgrund vorliege, ganz hinter den Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führungen von Dr. E.___ (S. 1 Ziff. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur zweiten Frage, welche zu beantworten gewesen wäre, wenn das Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liegen von Ausschlussgründen nicht bejaht worden wäre, führte Dr. F.___ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aus, er habe in seinem Bericht klar und mehrfach darauf hingewiesen, dass die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Versicherte in der Schweiz nie Lohnarbeit geleistet habe, und er habe seine Betrachtungen unter diesem Gesichtspunkt vorgenommen. Seine Ausfüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en hätten sich auf die Haushaltsführung bezogen. Es gelte dann das, was er ausgeführt habe, nämlich eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % aus psychia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trischen Gründen und eine gleich hohe aus soziokulturellen Faktoren (S. 1 Ziff. 2). Diese Einschätzung gelte auch hinsichtlich der Auswirkungen der Angst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung auf die Tätigkeit der Beschwerdeführerin im Haushalt (S. 2 Ziff. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Während die rheumatologische und internistische Untersuchung der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin bei der MEDAS </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ohne relevante Befunde blieb, diagnostizierte der psychiatrische Gutachter Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine chronische Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) sowie eine ausgeprägte Angststörung (ICD-10 F41.1) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und leitete daraus eine generelle Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50 % nebst einer ebenso </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hohen Einschränkung aus soziokulturellen Faktoren ab (vgl. vorstehend E. 5.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 und E. 5.3). Präzisierend führte er auf Anfrage des Gerichtes (vgl. Urk. 14) im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juni 2017 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aus, diese Einschränkung gelte im Haushalt (vgl. vorstehend 5.6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dieser Einschätzung der Arbeitsfähigkeit folgte die Beschwerdegegnerin in ihrer angefochtenen Verfügung nicht, sondern sie ging davon aus, dass bei im Vordergrund stehenden soziokulturellen Faktoren und Aggravation keine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">invalidenversicherungsrelevante Einschränkung im Sinne des Gesetzes vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">li</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ege (vgl. vorstehend E. 2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Auffassung der Beschwerdegegnerin kann aus den nachfolgend darge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">legten Gründen gefolgt werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine psychisch bedingte Invalidität im Sinne des Gesetzes liegt nur dann vor, wenn ein psychisches Leiden mit Krankheitswert fachärztlich ausgewiesen ist und es der betroffenen Person trotz Aufbietung allen guten Willens, die ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, wegen ihrer Beschwerden nicht zuzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">muten ist, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, wobei das Mass des Forder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">baren weitgehend objektiv bestimmt wird (BGE 130 V 352 f. E. 2.2.1, 131 V 49).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit, als angenommen werden kann, die Verwertung der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Arbeitsfähigkeit sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. vorstehend E. 1.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Weiter ist zu beachten, dass es gemäss Rechtsprechung in sämtlichen Fällen gesundheitlicher Beeinträchtigungen keineswegs allein Sache der mit dem konkreten Einzelfall gutachtlich befassten Arztpersonen ist, selber abschliess</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">end und für die rechtsanwendende Stelle verbindlich zu entscheiden, ob das medizinisch festgestellte Leiden zu einer andauernden oder vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit in bestimmter Höhe und Ausprägung führt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vielmehr hat die rechtsanwendende Instanz die ärztliche Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit auf ihre beweisrechtlich erforderliche Schlüssigkeit hin zu überprüfen (vgl. BGE 140 V 193 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2-3.3).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die rechtsanwendenden Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hör</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den haben </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unter anderem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit besonderer Sorgfalt zu prüfen, ob die ärztliche Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit auch invaliditätsfremde Gesichtspunkte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(insbesondere psychosoziale und soziokulturelle Belastungsfaktoren) mitbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rüc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtigt, die vom invaliditätsrechtlichen Standpunkt aus unbeachtlich sind (vgl. BGE 140 V 193; 130 V 352 E. 2.2.5; Urteile des Bundesgerichts 9C_146/2015 vom 19. Januar 2016 E. 3.1 und 8C_125/2016 vom 4. Novem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2016 E. 2.1.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach neuer Praxis des Bundesgerichts führ</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die Diagnose einer somato</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">for</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men Schmerzstörung sowie die damit vergleichbaren Diagnosen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">- namentlich der hier diagnostizierten chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(ICD-10 F45.41) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nur dann zur Anerkennung eines </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rentenbegründenden Invaliditätsgrades, wenn einerseits die funktionellen Au</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und wider</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">frei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind, und andererseits keine Ausschlussgründe vorliegen, namentlich eine Aggr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vation</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beruht die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Ko</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nstellation, liegt regelmässig keine versicherte Gesundheitsschädigung vor (siehe Meyer-Blaser, Der Rechtsbegriff der Arbeitsunfähigkeit und seine Bedeutung in der Sozialversicherung, namentlich für den Einkommensver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleich in der Invaliditätsbemessung, Schaffhauser/Schlauri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Hrsg., Schmerz und Arbeitsunfähigkeit, St. Gallen 2003, S. 92 f.). Eine solche Ausgangslage ist etwa gegeben, wenn: eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung jedoch vag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e bleibt; keine medizinische Behandlung und Therapie in Anspruch genommen wird; demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sachverständigen unglaub</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">würdig wirken; schwere Einschränkungen im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist (siehe Kopp/Willi/Klipp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stein, Im Graubereich zwischen Körper, Psyche und sozialen Schwierigkeiten, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in: Schweizerische Medizinische Wochenschrift 1997, S.1434, mit Hinweis auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> eine grundlegende Untersuchung von Winckler und Foerster; BGE 131 V 51).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorliegend nahm der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">psychiatrische Gutachter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. F.___ bei diagnostizierter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(ICD-10 F45.41) die rechtsprechungsgemäss geforderte Prüfung der Standard</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">indi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">katoren zwar vor, jedoch nicht in der geforderten Art und Weise. So äusserte er sich unter dem Titel „Ausschlussgründe“ nicht zu dem von der Beschwerdeführerin im Rahmen der rheumatologischen Begutachtung bei Dr. E.___ gezeigten Verhalten, sondern zu den allgemeinen versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mässigen Voraussetzungen (vgl. vorstehend E. 5.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auf gerichtliche Anfrage hin bestätige Dr. E.___ im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, dass er eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aggravation der Beschwerden für erheblich wahrscheinlich halte, und begrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dete dies entsprechend. Namentlich wies er auf eine ausserordentlich vage Schilderung des Alltages und der Beschwerden und die Interessenlosigkeit bezüglich Therapien und auch des Beschwerdebildes hin. Insbesondere </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beschrieb er ein fortlaufendes Schmerzgrimassieren unter anderem bereits vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> stattgefundener Berührung und erachtete die Beschwerdeführerin im Haus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halt dementsprechend für vollständig arbeitsfähig (vgl. vorstehend E. 5.5). Das Vorliegen von Aggravation bestätigte auch Dr. F.___ in seinem Bericht vom Juni 2017, weshalb die dann in der Folge weiterhin attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit nicht nachvollzogen werden kann.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit ist aufgrund des hier erfüllten Ausschlussgrundes der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aggravation</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> anzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nehmen, dass von Seiten der diagnostizierten somatoformen Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit resultiert.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Genauso wenig kann der von Dr. F.___ infolge der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Angststörung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(ICD-10 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">F41.1) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">attestierten Arbeitsunfähigkeit im Haushalt gefolgt werden. So äusser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die Beschwerdeführerin diesbezüglich insbesondere ihre Ängste vor der Polizei, welche seit dem Jahr 2007 manifest geworden seien (vgl. auch vorstehend E. 4.1-2). Derartige Ängste stehen jedoch einer Tätigkeit im Aufgabenbereich nicht entgegen, und wie Dr. F.___ ebenfalls festhielt, war der Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der Untersuchung bewusst, dass ihr von Seiten der Polizei in der Schweiz keine Gefahr droht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Übrigen ist zu beachten, dass bei der hier im Vordergrund stehenden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">massiven psychosozialen Belastungssituation, namentlich der fehlenden Schul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bildung, der mangelnden Integration in der Schweiz, der finanziellen Probleme und der seit jeher bestehenden Unselbständigkeit, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bei der Annahme </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einer rentenbegründenden Invalidität ohnehin Zurückhaltung geboten ist (v</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gl. vorstehend E. 1.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">; Urteile des Bundesgerichts 8C_746/2015 vom 3. Februar 2016 E. 2.2, 9C_146/2015 vom 19. Januar 2016 E. 3.1, 9C_534/2015 vom 1. März</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2016 E. 1.4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Ein eigenständiges psychisches Leiden mit Krankheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wert ist daher zu verneinen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">An diesem Ergebnis vermag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auch die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Stellungnahme </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juli 2017 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">22) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu den ergänzenden Ausführungen der Gutachter der MEDAS Y.___ vom Mai respektive Juni 2017 (Urk. 18/1-2) nichts zu ändern. Gleiches gilt in Bezug auf die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ausführungen des Haus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">arztes Dr. D.___ vom Dezember 2015 (vgl. vorstehend E. 4.3) sowie der behandelnden Psychiaterin Dr. Z.___ vom August 2014 und vom Oktober 2015 (vgl. vorstehend E. 4.1-2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zum einen sind </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Berichte behandelnder Ärzte aufgrund der auftragsrecht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">li</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen. Dies gilt für den allgemein praktizierenden Hausarzt wie den behandelnden Spezial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">arzt (Urteil des Bundesgerichts I 655/05 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">0. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">M</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ärz 2006 E. 5.4 mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen). Zum anderen hält die von Dr. Z.___ diagnostizierte posttrauma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) den Kriterien nach der bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Rechtsprechung nicht stand, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wonach Konstellationen mit einem erst lange nach den traumatische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n Ereignissen beginnenden Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lauf in dem Sinne ausser Betracht zu bleiben haben, dass die Annahme einer invalidisierenden posttraumatischen Belastungsstörung nicht gerechtfertigt ist (Urteile des Bundesgerichts 9C_388/2016 vom 2. November 2016 E. 4.1, 8C_200/2013 vom 16. September 2013 E. 4.3 und 9C_228/2013 vom 26. Juni 2013 E. 4.1.2-3, in: SVR 2014 I</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">V Nr. 1 S. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abgesehen davon sind m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">edizinisch-psychiatrisch nicht begründbare Selbst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzungen und -limitierungen, wie sie, gerichtsnotorisch, ärztlicherseits sehr oft unterstützt werden - wobei erst noch häufig gar keine kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sequente Behandlung stattfindet -</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auch künftig nicht als invalidisierende Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beeinträchtigung anzuerkennen (vgl. BGE 141 V 281 E. 3.7.1). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin befindet sich laut Angaben von Dr. Z.___ lediglich in einer niederschwellig ausgeführten Therapie. Zudem nahm Dr. Z.___ bei ihrer Festsetzung der Arbeitsunfähigkeit eine Vermischung mit psychosozialen Belastungsfaktoren vor, indem sie ausführte, die Prognose sei infolge des chro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nischen Verlaufes und des vermutlich schon prämorbid bestehenden ungünstigen Ausgangsniveaus im Sinne einer fehlender Schulbildung und aufgrund der sprachlichen Barrieren äusserst ungünstig zu werten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund des Gesagten ist der Beschwerdegegnerin folgend davon auszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehen, dass die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> soziokulturellen Faktoren und Aggravation vorliegend das Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">debild dominieren und kein rechtserheblicher invalidisierender Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitsschaden vorliegt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei diesem Ergebnis erübrigen sich Ausführungen dazu, ob ein allfälliger inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lidisierender Gesundheitsschaden schon zum Zeitpunkt der Einreise in die Schweiz 1999 bestanden hat oder nicht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sung der Beschwerde führt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">69 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">800.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">set</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zen. Entsprechend dem Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gang des Verfahrens sind sie der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> unterlie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> aufzuerlegen, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Kosten für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Stellungnahme der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gutachter der MEDAS Y.___ vom 26</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai respektive 6. Juni 2017 (Urk. 18/1-2) in der Höhe von Fr. 1‘200.-- (Urk. 19</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) sind der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen, war doch der medizinische Sachverhalt bei Verfügungserlass nur ungenügend erstellt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">34 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 in Verbindung mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 der seit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juli 2011 in Kraft stehenden Verord</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungsgericht (GebV SVGer) wird - auch im Rahmen der unentgeltlichen Rechtsvertretung - namentlich für unnötigen Aufwand kein Ersatz gewährt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der von Rechtsanwältin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Barbara Wyler mit Eingabe vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juli 2017 geltend gemachte Aufwand von 17.83 Stunden (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">23) ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht angemessen, insbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sondere aufgrund der Tatsache, dass sie die Beschwerdeführerin schon im Rahmen der Beschwerdeerhebung vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2015 (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7/35/3-9) gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dezember 2014 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7/31) vor dem hiesigen Gericht sowie im vorliegenden Vorbescheidverfahren vertrat und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ihr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die Akten somit bekannt waren. Weiter kann in Anbetracht dessen, dass das Gericht mit Gerichtsverfügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2017 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">12) darauf hingewiesen hat, dass ein zweiter Schriftenwechsel nicht für nötig erachtet wird, der geltend gemachte Aufwand für die dennoch eingereichte Replik vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2017 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16) nicht vergütet werden, zumal damit keine neuen Gesichtspunkte vorgebracht wurden und die geltend gemachte Verletzung des rechtlichen Gehörs in Anbetracht der umfassenden Kognition des Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richtes ohnehin als geheilt angesehen werden musste (vgl. vorstehend E. 3). Demnach stellte die Replik einen unnötigen Aufwand dar, welcher nicht im Rahmen der unentgeltlichen Rechtsvertretung vergütet wird. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Angesichts der im Rahmen des Beschwerdeverfahrens neu hinzugekommenen zu studierenden Aktenstücke, der etwa acht- und dreiseitigen Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schrif</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten, den Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Gesuch um unentgelt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Rechtsverbeiständung sowie der in ähnlichen Fällen zugesprochenen Beträgen ist die Entschädigung von Rechtsanwältin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Barbara Wyler bei Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2‘000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin ist auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4 GSVGer hinzuweisen, wonach sie zur Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung verpflichtet werden kann, sofern sie dazu in der Lage ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt, zuf</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">olge </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kasse genommen. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdeführerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemä</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">ss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Kosten für die Stellungnahme der </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">MEDAS Y.___ vom 26. Mai sowie 6</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">. J</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">uni 2017</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> in der Höhe von Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1‘200.--</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> werden der Beschwerdegegnerin aufer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">legt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die unentgeltliche Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, Rechtsanwältin Dr. Barbara</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Wyler, Frauenfeld,</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird mit </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 2‘000</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gerichtskasse entschädigt. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdeführerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzah</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">lungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Dr. Barbara Wyler</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">6.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">zustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu entha</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">l</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannSchucan</p></div> </div></body></html>