A bteilung IV D -5959/2006 sch/dua {T 0/2} U rteil vom 10. A ugust 2007 M itw irkung: R ichter H ans Schürch, R obert G alliker R ichterin M adeleine H irsig-Vouilloz G erichtsschreiberin Anna D ürm üller X._______, geboren _______, Serbien, vertreten durch lic. iur. D om inik H einzer, Beratungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht, _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 27. Juni 2006 i. S. A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er Beschw erdeführer, ein serbischer Staatsangehöriger und ethnischer Ägypter albanischer M uttersprache m it letztem W ohnsitz in Y._______ (G em einde Z._______, Kosovo), verliess seinen H eim atstaat eigenen Angaben zufolge am 20. M ärz 2006 zusam m en m it seinem N effen A._______ (______). Am 27. M ärz 2006 reiste er von unbekannten Ländern her kom m end unter U m gehung der G renzkontrollen in die Schw eiz ein und stellte gleichentags im Em pfangszentrum _______ ein Asylgesuch. Am 31. M ärz 2006 w urde er dort sum m arisch befragt. Auf entsprechende Anordnung des BFM hin w urde er am 11. M ai 2006 einer LIN G U A-Analyse unterzogen. D as BFM hörte den Beschw erdeführer am 23. M ai 2006 ausführlich zu seinen Asylgründen an und führte am 12. Juni 2006 noch eine ergänzende Anhörung durch, w obei dem Beschw erdeführer unter anderem das rechtliche G ehör zum Ergebnis der LIN G U A-Analyse gew ährt w urde. Anlässlich der Befragungen m achte der Beschw erdeführer im W esentlichen geltend, er und seine Fam ilienangehörigen seien am 1. M ärz 2006 nachts von m askierten albanischen D ieben aufgesucht w orden. D iese seien ins H aus eingedrungen, hätten sie geschlagen und dabei G eld verlangt, w obei sie gedroht hätten, sie w ürden alle um bringen, w enn sie nicht bezahlten. D a sie jedoch kein G eld gehabt hätten, seien er und sein N effe A._______ von den Albanern an den H änden gefesselt in einen nahe gelegenen W ald verschleppt w orden. D ort seien sie m it dem Tod bedroht, geschlagen und getreten w orden. Er sei dabei verletzt w orden. Als die Angreifer ihnen die Fesseln abgenom m en und sich etw as entfernt hätten, hätten sie die G elegenheit zur Flucht genutzt und seien ins H aus zurückgekehrt. D ie D iebe hätten sie gesucht und dabei das H aus m it Steinen bew orfen und Beschim pfungen ausgestossen. Am darauffolgenden Tag habe er telefonisch die Polizei benachrichtigt, w elche in der Folge vorbeigekom m en sei. D ie Suche nach den Tätern sei jedoch erfolglos verlaufen. In der Folge hätten sie sich bis zur Ausreise am 20. M ärz 2006 im H aus versteckt. W ährend dieser Zeit seien sie fast jede N acht belästigt w orden. D as H aus sei m ehrm als m it Steinen bew orfen w orden, und die Angreifer hätten sie w eiter beschim pft und bedroht. Sie seien aufgefordert w orden, die G egend zu verlassen. Er sei zuvor jew eils auch auf dem Schulw eg von Albanern belästigt w orden. Albanische Schüler hätten ihn geschlagen und Streit m it ihm gesucht. Er habe sich vor den Albanern gefürchtet. Insbesondere m it den Albanern aus anderen D örfern hätten sie Problem e gehabt. Zigeuner seien im Kosovo nicht beliebt. Aus diesen G ründen sei er in die Schw eiz geflüchtet. Zur U nterm auerung seiner Vorbringen sow ie zum Beleg seiner Identität reichte der Beschw erdeführer im Verlaufe des vorinstanzlichen Verfahrens einen M itgliederausw eis der Ägypter-O rganisation "Vision 02" sow ie seinen U N M IK- Identitätsausw eis zu den Akten. B. D as BFM stellte m it Verfügung vom 27. Juni 2006 - eröffnet am 29. Juni 2006 - fest, die Vorbringen des Beschw erdeführers hielten den Anforderungen an die 3 Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 und 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) nicht stand. D em zufolge lehnte es das Asylgesuch ab. G leichzeitig verfügte es die W egw eisung des Beschw erdeführers aus der Schw eiz und ordnete den Vollzug an. C . G egen diesen Entscheid erhob der Beschw erdeführer m it Eingabe vom 27. Juli 2006 (Poststem pel) an die Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) Beschw erde. D abei beantragte er die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und die G ew ährung von Asyl, eventuell die Anordnung der vorläufigen Aufnahm e infolge U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs. In prozessualer H insicht ersuchte der Beschw erdeführer um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) sow ie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Ausserdem beantragte er die Einräum ung einer N achfrist zw ecks Beschaffung von Bew eism itteln aus dem Ausland. D . M it Eingabe vom 3. August 2006 reichte der Beschw erdeführer m ehrere Bew eism ittel zu den Akten: Bestätigung des ägyptischen Vereins W ._______ vom 10. Juli 2006 (inkl. Ü bersetzung), Schreiben der G em eindeverw altung von W ._______ vom 6. Juli 2006 (Kopie), Arztzeugnis aus dem Kosovo vom 31. Juli 2006 (Kopie), Bestätigung der Fürsorgeabhängigkeit vom 31. Juli 2006. E. M it Zw ischenverfügung vom 8. August 2006 verzichtete der zuständige Instruktionsrichter der AR K antragsgem äss auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und teilte dem Beschw erdeführer m it, über das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege w erde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. D er Beschw erdeführer w urde im W eiteren aufgefordert, innert Frist einen ärztlichen Bericht sow ie die angekündigten Bew eism ittel aus dem Ausland inklusive Ü bersetzung in eine Am tssprache nachzureichen. F. D er Beschw erdeführer ersuchte m it Eingabe vom 23. August 2006 um Fristerstreckung für die Einreichung des von der AR K angeforderten Artzberichtes und verw ies hinsichtlich der O riginalbew eism ittel aus dem Ausland auf die Beschw erdeakten seines N effen A._______. G . M it Zw ischenverfügung vom 28. August 2006 w urde der Beschw erdeführer aufgefordert, die eingereichten und bisher nicht übersetzten Bew eism ittel innert Frist in eine Am tssprache übersetzen zu lassen. Ausserdem w urde die Frist zur Einreichung des Arztberichts antragsgem äss erstreckt. H . M it Eingabe vom 11. Septem ber 2006 reichte der Beschw erdeführer die angeforderten Ü bersetzungen ein. I. D er Beschw erdeführer ersuchte m it Schreiben vom 28. Septem ber 2006 um eine 4 w eitere Fristerstreckung für die Einreichung des Arztberichtes. Ausserdem stellte er die N achreichung eines w eiteren Bew eism ittels aus dem Kosovo (ärztliches Schreiben) in Aussicht. J. D er zuständige Instruktionsrichter der AR K w ies das Fristerstreckungsgesuch betreffend den Arztbericht sow ie das sinngem ässe G esuch um Fristansetzung zur Einreichung des Bew eism ittels aus dem Kosovo m it Zw ischenverfügung vom 3. O ktober 2006 ab. K. D as BFM hielt in seiner Vernehm lassung vom 22. N ovem ber 2006 vollum fänglich an seiner Verfügung fest und beantragte die Abw eisung der Beschw erde. L. D er am 7. D ezem ber 2006 m andatierte R echtsvertreter des Beschw erdeführers nahm m it Eingabe desselben D atum s Stellung zur Vernehm lassung des BFM und bestätigte die in der Beschw erde gestellten Anträge. Ausserdem ersuchte er um Einräum ung einer Frist zw ecks Einreichung eines Berichts der Schw eizerischen Flüchtlingshilfe (SFH ) und stellte die N achreichung eines Arztberichtes in Aussicht. M . M it Verfügung vom 11. D ezem ber 2006 w ies die AR K das G esuch um Fristansetzung unter H inw eis auf Art. 32 Abs. 2 Vw VG ab. N . D er Beschw erdeführer liess am 14. D ezem ber 2006 einen Arztbericht von B._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FM H , vom 7. D ezem ber 2006 zu den Akten reichen. O . M it Eingabe vom 1. Februar 2007 w urde der angekündigte Bericht der SFH vom 15. Januar 2007 eingereicht. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 Vw VG ) des BFM , w elche in Anw endung des Asylgesetzes ergangen sind; das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D ie bei der AR K am 31. D ezem ber 2006 noch hängigen Beschw erdeverfahren w urden per 1. Januar 2007 durch das Bundesverw altungsgericht übernom m en und w erden durch dieses w eitergeführt; dabei findet das neue Verfahrensrecht Anw endung (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ).5 1.3 M it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht können die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist som it einzutreten. 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gelten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum indest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vorhandensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeblich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D ie Vorinstanz führte zur Begründung ihres ablehnenden Entscheids im W esentlichen aus, die Verfolgungsvorbringen des Beschw erdeführers seien teils unglaubhaft, teils nicht asylrelevant. D ie geltend gem achte Entführung durch Albaner sei nicht glaubhaft, w eil die diesbezüglichen Aussagen des Beschw erdeführers etliche U ngereim theiten enthielten und ausserdem teilw eise im W iderspruch stünden zu den Aussagen seines N effen und Fluchtgefährten A._______ So habe er sich beispielsw eise hinsichtlich der Anzahl der Angreifer w idersprochen. Seine diesbezüglichen Angaben stim m ten überdies nicht m it den Angaben von A._______ überein. D er Beschw erdeführer habe auch den Zeitpunkt, in dem er seine Verletzungen bem erkt haben w ill, unterschiedlich angegeben. D ie U m stände der Flucht aus dem W ald seien vom Beschw erdeführer anders dargestellt w orden als von seinem N effen A._______ D ie Schilderungen zur Flucht aus dem W ald seien überdies realitätsfrem d. Aus diesen G ründen sow ie angesichts w eiterer U ngereim theiten seien die geltend gem achten Ausreisegründe, nam entlich der Ü berfall vom 1. M ärz 2006, nicht glaubhaft. D as Vorbringen des Beschw erdeführers, w onach er in der Schule von albanischen Schülern geschlagen und beschim pft w orden sei und auch auf dem Schulw eg 6 Angst gehabt habe, sei nicht asylrelevant, zum al vom Schutzw illen und der w eitgehenden Schutzfähigkeit der Sicherheitskräfte im Kosovo auszugehen sei. Insbesondere w ürden auch Straftaten gegen M inderheitsangehörige geahndet. 4.2 D er Beschw erdeführer bringt in der Beschw erdeeingabe bezüglich der vom BFM zitierten W idersprüche zunächst vor, sein N effe A._______ leide unter einem psychischen Traum a, verbunden m it G edächtnisverlust und Konzentrationsm angel. D ies erkläre, w eshalb ihre Aussagen sich teilw eise w idersprächen. Auch er selber sei psychisch angeschlagen; er habe M ühe, sich an Einzelheiten zu erinnern. Es sei für ihn schw ierig gew esen, sich an die genaue Anzahl der Angreifer zu erinnern, zum al er dam als Angst gehabt habe und es ausserdem dunkel gew esen sei. D ie w idersprüchlichen Angaben im Zusam m enhang m it seiner Verletzung seien darauf zurückzuführen, dass er sich dam als in einem Zustand von Panik befunden habe. Er sei nicht im eigentlichen Sinn "bew usstlos" gew esen; vielm ehr sei seine W ahrnehm ung dam als buchstäblich betäubt gew esen. D aher habe er die Verletzungen erst zu H ause bem erkt. W eshalb die Angreifer ihnen die Fesseln abgenom m en hätten, könne er sich auch nicht erklären. Verm utlich seien sie sich ihrer Sache sicher gew esen und unachtsam gew orden. D ie Albaner hätten w ahrscheinlich nicht m it ihrer Flucht gerechnet. H insichtlich der Frage der Asylrelevanz sei festzustellen, dass in einem aktuellen Bericht der SFH bestätigt w erde, dass M inderheitsangehörige im Kosovo trotz der m om entan ruhigen Lage in ständiger Angst vor Ü bergriffen lebten. D ies treffe auch für ihn und seine Fam ilie zu. Von den Behörden hätten sie bisher keinen Schutz erhalten, auch als sie ihnen die Entführung gem eldet hätten. D ie Sicherheitskräfte seien ihnen oftm als ebenfalls schlecht gesinnt, w eil sie Ägypter seien. D ie ständige Angst habe bei ihm einen unerträglichen psychischen D ruck ausgelöst. Er habe täglich m it Ü bergriffen durch die albanische Bevölkerung rechnen m üssen; insbesondere auf dem Schulw eg sei er regelm ässig angegriffen w orden. Er habe seine schulische Ausbildung daher abbrechen m üssen. In Bezug auf seine Ethnie bringt der Beschw erdeführer vor, sie seien als Angehörige einer M inderheit gezw ungen gew esen, sich der albanischen M ehrheit anzupassen, um sich nicht zu exponieren. Sein Vater habe seine w ahre Ethnie auch noch dann verschw iegen, als er bereits in der Schw eiz gew esen sei. 4.3 In seiner Vernehm lassung nim m t das BFM Bezug auf das Ergebnis der von ihm in Auftrag gegebenen Einzelfall-Abklärung im Kosovo und führt dazu aus, der im Kosovo w ohnhaften Fam ilie des Beschw erdeführers gehe es finanziell sehr gut. D er Bruder C ._______ besitze eine M öbelschreinerei, w elche er ständig ausbauen könne. D er Beschw erdeführer habe hin und w ieder dort m itgearbeitet. Für die Fam ilie sei die ethnische Zugehörigkeit zur M inderheit der Ägypter kein Them a. Sie hätten ein gutes Verhältnis zu den Albanern. Allerdings habe der Beschw erdeführer in der Berufsschule Problem e m it seinen M itschülern gehabt. H insichtlich der geltend gem achten Ausreisegründe sei festzustellen, dass den Abklärungen zufolge im Jahr 2002 ein Ü berfall auf das H aus des Beschw erdeführers stattgefunden habe, w obei der Beschw erdeführer und sein N effe A._______ verschleppt w orden seien. D ie Fam ilie habe den Vorfall den zuständigen Behörden gem eldet. Seither sei ihnen nichts m ehr geschehen. D er vom Beschw erdeführer geschilderte Vorfall vom M ärz 2006 sei daher nicht nur w egen der in der angefochtenen Verfügung festgestellten U ngereim theiten, 7 sondern auch m it Blick auf das Ergebnis der Abklärung im H eim atland nicht glaubhaft. D ie vom Beschw erdeführer eingereichte Bestätigung der G em einde W ._______ vom 6. Juli 2006 verm öge daran nichts zu ändern. D ieses D okum ent enthalte lediglich eine unverbindliche Aussage zum angeblichen Vorfall im Jahr 2006. Angesichts des Abklärungsergebnisses sei dieses D okum ent daher als G efälligkeitsschreiben ohne Bew eisw ert zu qualifizieren. 4.4 In der R eplik vom 7. D ezem ber 2006 w ird seitens des Beschw erdeführers entgegnet, der in der Schw eiz lebende Bruder des Beschw erdeführers m üsse die Fam ilie im Kosovo regelm ässig finanziell unterstützen, da die Auftragslage der Schreinerei seines Bruders C ._______ seit über zw ei Jahren schlecht sei, w eil zahlreiche Ägypter und Ashkali die R egion nach den M ärzunruhen im Jahr 2004 verlassen hätten und die Schreinerei dam it Kunden verloren habe. W enn die finanzielle Situation der Fam ilienangehörigen im Kosovo tatsächlich gut w äre, w ürde dies die G efahr einer Verfolgung durch albanische Extrem isten im Ü brigen nur noch erhöhen. Es treffe nicht zu, dass die Fam ilie des Beschw erdeführers keine Problem e m it Albanern habe. Zw ar w ürden sie im eigenen D orf von den Albanern toleriert; ausserhalb des H eim atdorfes w ürden sie jedoch regelm ässig schikaniert und diskrim iniert. D ie Ü bergriffe auf Leib, Leben und Eigentum der Fam ilie sei ebenfalls ausw ärtigen Albanern zuzuschreiben. D er Beschw erdeführer habe in diesem Zusam m enhang geltend gem acht, auf dem Schulw eg und in der Schule regelm ässig m assiv von Albanern belästigt und in Schlägereien verw ickelt w orden zu sein. D as BFM habe diese Aussagen nicht genügend berücksichtigt, obw ohl diese Vorfälle zeigten, dass der Beschw erdeführer einem unerträglichen psychischen D ruck ausgesetzt gew esen sei. Im Zusam m enhang m it dem Entscheid über den zukünftigen Status des Kosovo seien neue U nruhen und eine Verschlechterung der Situation für die M inderheiten zu erw arten. In Bezug auf den geltend gem achten Ü bergriff im Jahr 2006 w ird ausgeführt, der vom BFM zitierte Abklärungsbericht stütze sich m öglicherw eise auf Aussagen von Personen, w elche der Fam ilie des Beschw erdeführers schlecht gesinnt seien. Auch sei dieser Vorfall m öglicherw eise nur w enigen aussenstehenden Personen bekannt. Es sei auch nicht auszuschliessen, dass es zu Ü bersetzungsfehlern gekom m en sei. Im Bericht w erde im m erhin bestätigt, dass die Fam ilie des Beschw erdeführers in früheren Jahren O pfer von ethnisch m otivierten Ü bergriffen gew orden sei. D am it w erde zum indest die Aussage des Beschw erdeführers hinsichtlich der G efährdung durch albanische Extrem isten unterm auert. 4.5 In der ergänzenden Eingabe vom 1. Februar 2007 w ird unter H inw eis auf den gleichzeitig eingereichten Bericht der SFH vom 15. Januar 2007 ausgeführt, die Abklärungen der SFH hätten ergeben, dass auch im Jahr 2006 ein Ü berfall auf die Fam ilie des Beschw erdeführers stattgefunden habe. Sow ohl der Vorfall im Jahr 2006 als auch der frühere seien offenbar bei der Polizei nicht angezeigt w orden. D ie Polizei habe jedoch bestätigt, dass m askierte Krim inelle in der R egion aktiv seien und dass M inderheitenangehörige häufig Angst hätten, solche Vorfälle anzuzeigen. D em Bericht sei w eiter zu entnehm en, dass die w irtschaftliche Situation der Fam ilie des Beschw erdeführers relativ gut sei, auch w enn die Auftragslage der M öbelfirm a in letzter Zeit eher schlecht gew esen und die Fam ilie auf die U nterstützung ihrer im Ausland lebenden Verw andten angew iesen sei. G erade der U m stand, dass die Fam ilie X._______ trotz ihrer Zugehörigkeit zu 8 einer M inderheit über einen relativ hohen Lebensstandard verfüge, m ache sie verm utlich zur Zielscheibe ethnisch m otivierter Ü bergriffe. 5. N ach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverw altungsgericht gestützt auf die nachfolgenden Ausführungen in Ü bereinstim m ung m it der Vorinstanz zum Schluss, dass der Beschw erdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt. 5.1 In Bezug auf die geltend gem achte Entführung im Frühjahr 2006 ist zunächst festzustellen, dass der Beschw erdeführer diesbezüglich w idersprüchliche und unplausible Angaben gem acht hat, w elche ausserdem teilw eise von den Angaben seines N effen A._______ abw eichen. W ie in der angefochtenen Verfügung zu R echt festgestellt w urde, ist insbesondere die angebliche Flucht aus dem W ald als realitätsfrem d zu bezeichnen, da es nicht plausibel erscheint, dass die Angreifer dem Beschw erdeführer und seinem N effen im W ald trotz der dem Beschw erdeführer zufolge dort herrschenden D unkelheit nicht nur die Fesseln abnahm en, sondern sich überdies noch von ihnen entfernten. Ausserdem ist nicht nachvollziehbar, w eshalb sich nur der Beschw erdeführer und sein N effe A._______ gezw ungen sahen, ins Ausland zu fliehen, w ährend ein w eiterer Verbleib im Kosovo für die übrigen Fam ilienm itglieder anscheinend als unbedenklich eingeschätzt w urde. D ie U m stände der Flucht aus dem W ald w urde vom Beschw erdeführer im Ü brigen anders geschildert als von seinem N effen A._______: W ährend der Beschw erdeführer lediglich H andfesseln erw ähnte, w elche ihnen später abgenom m en w orden seien (vgl. A13, S. 6), m achte sein N effe in der D irektanhörung geltend, sie seien im W ald an einen Baum gefesselt w orden, hätten sich dann aber m it H ilfe einer Scherbe losschneiden können (vgl. N _______; A16, S. 6). In Bezug auf die Anzahl der Angreifer m achte der Beschw erdeführer im Verlauf der Anhörungen unterschiedliche Angaben. W ährend er zunächst von fünf M änner sprach (vgl. A1, S. 5), gab er in der D irektanhörung zu Protokoll, es seien lediglich drei bis vier Angreifer ins H aus eingedrungen, und im W ald habe er nur deren zw ei oder drei gesehen (vgl. A13, S. 5). Auf Vorhalt der Aussage seines N effen, w elcher seinerseits von zehn Albanern sprach (vgl. N _______; A1, S. 5 und A16, S. 7), führte der Beschw erdeführer w iederum aus, er habe fünf Personen im H aus gesehen (vgl. A13, S. 8). In Bezug auf den Zeitraum zw ischen der angeblichen Entführung vom 1. M ärz 2006 und der Ausreise am 20. M ärz 2006 m achte der Beschw erdeführer geltend, sie seien in dieser Zeit fast jede N acht belästigt w orden (vgl. A1, S. 4 und A13, S. 5 und 8). Sein N effe sagte im W iderspruch dazu aus, in dieser Zeit sei nichts geschehen (vgl. N _______; A16, S. 6 und 8). Im W eiteren ist das Vorbringen des Beschw erdeführers, w onach er den Vorfall vom 1. M ärz 2006 den Polizeibehörden gem eldet habe, angesichts des Abklärungsberichts der SFH (vgl. dort die Aussage von Leutnant L._______ von der Polizeistation Z._______) als tatsachenw idrig zu qualifizieren. D ie vorstehend erw ähnten realitätsfrem den und teilw eise tatsachenw idrigen Aussagen sow ie die zahlreichen U ngereim theiten lassen die geltend gem achte Verschleppung im Frühjahr 2006 als unglaubhaft erscheinen. H insichtlich der W idersprüche zw ischen den Aussagen des Beschw erdeführers und denjenigen seines N effen ist festzustellen, dass das in der Beschw erde vorgebrachte Argum ent, w onach der N effe A._______ infolge seines psychischen Traum as nicht in der Lage gew esen sei, die erlittene Verfolgung präzise zu schildern, nicht 9 überzeugt. Auch die vom Beschw erdeführer (erst) auf Beschw erdeebene geltend gem achten Erinnerungsschw ierigkeiten erscheinen w enig glaubhaft. Vielm ehr liegt aufgrund der gesam ten Aktenlage (vgl. dazu auch die nachfolgenden Erw ägungen) der Verdacht nahe, dass es sich beim angeblichen Vorfall vom Jahr 2006 um ein zw ischen dem Beschw erdeführer und A._______ abgesprochenes Konstrukt handelt, w elches allerdings insbesondere von A._______ - m öglicherw eise infolge dessen psychischen Problem e - nicht stringent und w iderspruchsfrei w iedergegeben w erden konnte. D er geltend gem achte Vorfall vom Jahr 2006 w ird im Ü brigen durch das Ergebnis der vom BFM in Auftrag gegebenen Abklärung durch das Schw eizerische Verbindungsbüro in Pristina w iderlegt. D en Akten zufolge führte das Verbindungsbüro am 16. N ovem ber 2006 ein G espräch m it einem nahen Fam ilienm itglied des Beschw erdeführers in Y._______. D iese Person führte aus, im Jahr 2002 hätten bew affnete M änner einen Ü berfall auf das H aus der Fam ilie des Beschw erdeführers verübt. D abei seien der Beschw erdeführer und dessen N effe A._______ vorübergehend entführt w orden. A._______ leide seit diesem Vorfall unter psychischen Problem en. Auch der Beschw erdeführer sei traum atisiert, jedoch nicht so sehr w ie A._______ Seither sei jedoch nichts m ehr geschehen. G estützt auf diese Inform ationen ist insgesam t davon auszugehen, dass der vom Beschw erdeführer geltend gem achte Vorfall vom Frühjahr 2006 nicht den Tatsachen entspricht. An dieser Einschätzung verm ögen auch die auf Beschw erdeebene eingereichten Bew eism ittel nichts zu ändern. In der Bestätigung der G em einde W ._______ vom 6. Juli 2006 w ird der angebliche Vorfall vom Frühjahr 2006 lediglich vage angedeutet, w ährend zum früheren Ereignis ausführlichere Angaben gem acht w erden. D ies w eist darauf hin, dass es sich bei diesem D okum ent um ein G efälligkeitsschreiben handelt. Ausserdem ist die Aussage in diesem Schreiben, w onach der Beschw erdeführer und sein N effe infolge des geltend gem achten Ü bergriffs "m it der Fam ilie" ins Ausland geflohen seien, tatsachenw idrig. D em Abklärungsbericht der SFH ist zu entnehm en, dass der in Y._______ w ohnhafte Bruder C ._______ des Beschw erdeführers der SFH gegenüber aussagte, sie hätten im M ärz 2006 eine zw eite Attacke durch unbekannte Personen erlebt, w obei der Beschw erdeführer und A._______ m itgenom m en und m isshandelt w orden seien. D iese Auskunft w iderspricht der oben zitierten Auskunft, die das Verbindungsbüro erhalten hat. D a die Kontaktaufnahm e des Verbindungsbüros m it der Fam ilie des Beschw erdeführers jedoch zeitlich vor dem G espräch des Bruders C ._______ m it der SFH erfolgte, ist davon auszugehen, dass C ._______ im G espräch m it der Verbindungsperson des SFH nicht m ehr unvoreingenom m en antw ortete. D ieser Eindruck w ird dadurch verstärkt, dass die M utter des Beschw erdeführers (E._______), w elche den Akten zufolge beim G espräch m it dem oder der Angestellten des Schw eizerischen Verbindungsbüros nicht anw esend w ar, den angeblichen Vorfall im Jahr 2006 m it keinem W ort erw ähnte, obw ohl dies m it Blick auf den Verlauf ihrer von der SFH erfassten Aussage kaum verm eidbar gew esen w äre. Insbesondere erscheint es als äusserst unw ahrscheinlich, dass E._______ einen derartigen Vorfall einfach vergessen hätte, w ie dies - bezeichnenderw eise - von C ._______ anlässlich seines G esprächs m it der SFH suggeriert w urde. Insgesam t ist aufgrund der vorstehenden Erw ägungen festzustellen, dass die Vorbringen des Beschw erdeführers hinsichtlich der geltend gem achten Entführung im Jahr 2006 als unglaubhaft zu qualifizieren sind und daher davon auszugehen ist, dass diese 10 nicht stattgefunden hat. 5.2 H ingegen ist es aufgrund der Aktenlage als glaubhaft zu erachten, dass die Fam ilie des Beschw erdeführers im Jahr 2002 O pfer eines Ü berfalls durch Krim inelle w urde, und dass der Beschw erdeführer dabei zusam m en m it seinem N effen A._______ vorübergehend verschleppt und bedroht w urde. Allerdings liegt dieser Vorfall bereits fünf Jahre zurück, und dem Beschw erdeführer ist seither nichts W esentliches m ehr zugestossen. Ein genügender zeitlicher und kausaler Zusam m enhang zw ischen diesem Vorfall und der Ausreise des Beschw erdeführers im Jahr 2006 ist daher zu verneinen, w eshalb dem Vorfall im Jahr 2002 keine Asylrelevanz zukom m t. 5.3 In Bezug auf die vom Beschw erdeführer geltend gem achten allgem einen Problem e m it den Albanern in seiner H eim atregion ist vorab festzustellen, dass dem Bericht des Verbindungsbüros zu entnehm en ist, die Fam ilie des Beschw erdeführers habe ein gutes Verhältnis zu den Albanern. D as befragte Fam ilienm itglied des Beschw erdeführers sagte aus, er habe sich aufgrund seiner ethnischen Zugehörigkeit nie benachteiligt gefühlt. D ie Auskunftsperson w ies zw ar darauf hin, dass der Beschw erdeführer in der Schule Problem e m it seinen M itschülern gehabt habe, erklärte jedoch gleichzeitig, er w isse nicht, ob diese Problem e ethnisch bedingt gew esen seien. Angesichts dieser Inform ation bestehen Zw eifel darüber, ob der Beschw erdeführer tatsächlich im geltend gem achten Ausm ass infolge seiner Ethnie von Albanern belästigt w urde, zum al er von seinem Erscheinungsbild her nicht ohne w eiteres als Ägypter erkennbar ist. U ngeachtet der Frage der G laubhaftigkeit ist jedoch festzustellen, dass die vorgebrachten Belästigungen durch Albaner zu w enig intensiv sind, um unter den Verfolgungsbegriff von Art. 3 Abs. 2 AsylG subsum iert w erden zu können, und insbesondere auch keinen unerträglichen psychischen D ruck im Sinne der genannten Bestim m ung darstellen. D er Beschw erdeführer ging im m erhin drei Jahre in die Berufsschule, w as ein deutlicher H inw eis dafür ist, dass die geltend gem achten Belästigungen im U m feld der Schule nicht absolut unerträglich w aren. Seiner Aussage in der D irektanhörung ist ausserden zu entnehm en, dass er die Schule nicht w egen den Behelligungen abbrach, sondern w eil er ausreisen w ollte (vgl. A13, S. 4). Im Ü brigen hätte sich der Beschw erdeführer gegebenenfalls auch an die grundsätzlich schutzw illigen und -fähigen lokalen Sicherheitsbehörden w enden können, um die Behelligungen, w elche offenbar vor allem auf dem Schulw eg stattfanden, unterbinden zu lassen. D a der Kom m andeur der Polizeistation Z._______ ein R om ist (vgl. den Abklärungsgericht der SFH ), kann insbesondere davon ausgegangen w erden, dass den Anliegen von ethnischen M inderheiten seitens der lokalen Polizei gebührend R echnung getragen w ird. D em zufolge sind die vorgebrachten allgem einen Belästigungen durch Albaner als nicht asylrelevant zu qualifizieren. 5.4 Zusam m enfassend ergibt sich, dass die Vorbringen des Beschw erdeführers den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 und 7 AsylG nicht genügen. D ie Vorinstanz hat sein Asylgesuch dem nach zu R echt abgelehnt. An diesem Ergebnis verm ögen auch die w eiteren Ausführungen in der Beschw erde sow ie die auf Beschw erdeebene eingereichten Bew eism ittel nichts zu ändern, w eshalb darauf an dieser Stelle nicht näher einzugehen ist.11 6. 6.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zum utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]). 6.2 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat ausreisen oder dorthin gebracht w erden kann. Er ist nicht zulässig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Ausländers in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 6.3 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG und Art. 25 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]). 6.4 G em äss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D ezem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten (EM R K, SR 0.101) darf niem and in einen Staat ausgeschafft w erden, in dem ihm Folter oder eine andere Art unm enschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung droht. 7. 7.1 D a die Beschw erde gestützt auf die vorstehenden Erw ägungen im Asylpunkt abzuw eisen ist und der Beschw erdeführer w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthaltsbew illigung verfügt noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat oder geltend m acht, w urde die W egw eisung aus der Schw eiz zu R echt angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission / EM AR K 2001 N r. 21). 7.2 D ie Vorinstanz w ies in der angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. M AR IO G ATTIKER , D as Asyl- und W egw eisungsverfahren, Bern 1999, S. 89). D a es dem Beschw erdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich relevante G efährdung nachzuw eisen oder glaubhaft zu m achen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen N on-refoulem ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ückkehr des Beschw erdeführers in seinen H eim atstaat 12 ist dem nach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtm ässig. Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen des Beschw erdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung nach Serbien respektive in den Kosovo dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w äre. G em äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti-Folterausschusses m üsste der Beschw erdeführer eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihm im Fall einer R ückschiebung Folter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. die zutreffenden und w eiterhin gültigen Ausführungen in EM AR K 2001 N r. 16 S. 122, m it w eiteren H inw eisen). Aufgrund der vorstehenden Erw ägungen zum Asylpunkt ist indessen nicht davon auszugehen, dass ihm im Falle einer R ückkehr nach Serbien eine derartige G efahr droht. Auch die allgem eine M enschenrechtssituation in Serbien respektive im Kosovo lässt den W egw eisungsvollzug im heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig. 7.3 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ückkehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allgem einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise dem Fehlen einer notw endigen m edizinischen Behandlungsm öglichkeit, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). 7.3.1 D ie generelle Sicherheitslage im Kosovo hat sich im Verlaufe des letzten Jahres respektive der letzten M onate allgem ein w eiter verbessert. In Fortführung der Praxis der AR K erachtet das Bundesverw altungsgericht den Vollzug der W egw eisung von albanischsprachigen R om a, Ashkali und Ägyptern daher als grundsätzlich zum utbar, sofern eine aktuelle Einzelfallabklärung - insbesondere über das Schw eizerische Verbindungsbüro im Kosovo - ergibt, dass (neben dem Fehlen einzelfallspezifischer G efährdungsfaktoren) unter Berücksichtigung des Alters, des G esundheitszustandes und der beruflichen Ausbildung der betroffenen Person sow ie des Vorhandenseins eines sozialen oder verw andtschaftlichen Beziehungsnetzes deren ausreichende w irtschaftliche Lebensgrundlage gesichert erscheint, w obei bei besonderer Verbundenheit m it der albanischstäm m igen Bevölkerungsm ehrheit w eiter gehende Ausnahm en denkbar sind (vgl. EM AR K 2006 N r. 10 und 11 sow ie das zur Publikation vorgesehene U rteil des Bundesverw altungsgerichts BVG E E-5823/2006 vom 23. April 2007). 7.3.2 Im vorliegenden Fall ist gestützt auf die vom BFM im R ahm en des Vernehm lassungsverfahrens in Auftrag gegebene Einzelfallabklärung vom 21. N ovem ber 2006 sow ie den seitens des Beschw erdeführers eingereichten Bericht der SFH vom 15. Januar 2007 davon auszugehen, dass der Beschw erdeführer im Kosovo respektive in Serbien über ein w eit verzw eigtes und tragfähiges fam iliäres Beziehungsnetz verfügt. Insbesondere leben sein Bruder 13 C ._______ sow ie dessen Fam ilie, seine M utter und eine Schw ester in seinem H eim atdorf Y._______ und bew ohnen dort ein grosses, sehr gut eingerichtetes H aus. D er Beschw erdeführer lebte bereits vor seiner Ausreise aus dem H eim atland im H aushalt von C ._______ und könnte ohne w eiteres dorthin zurückkehren. C ._______ ist Inhaber einer M öbelschreinerei; ausserdem besitzt die Fam ilie eine ungefähr 3 ha grosse landw irtschaftliche Fläche. D ie Fam ilienangehörigen des Beschw erdeführers im Kosovo leben in finanziell relativ guten Verhältnissen und erhalten überdies finanzielle U nterstützung durch den in der Schw eiz lebenden Bruder F._______ des Beschw erdeführers. D er Beschw erdeführer fand im Kosovo nach Abschluss seiner ordentlichen Schulzeit zw ar keine Stelle, besuchte aber eine Berufsm ittelschule und arbeitete ab und zu in der Schreinerei und im Landw irtschaftsbetrieb seines Bruders C ._______ m it. Es ist davon auszugehen, dass er bei einer R ückkehr in den Kosovo w eiterhin im Betrieb seines Bruders m itarbeiten könnte und von diesem unterstützt w ürde, sollte er keine Stelle ausserhalb des Fam ilienbetriebs finden. Insgesam t ist daher trotz der unbestreitbar nach w ie vor schw ierigen Verhältnisse im Kosovo nicht dam it zu rechnen, dass der Beschw erdeführer bei einer R ückkehr ins H eim atland aus w irtschaftlichen G ründen in eine Existenz bedrohende Situation geraten w ürde. H insichtlich der geltend gem achten gesundheitlichen Problem e ist Folgendes festzuhalten: Anlässlich der Befragung im Em pfangszentrum m achte der Beschw erdeführer lediglich in pauschaler W eise geltend, er leide unter psychischen Problem en (vgl. A1, S. 7). In der D irektanhörung erw ähnte er nichts dergleichen. In der ergänzenden Anhörung vom 12. Juni 2006 gab er an, er fühle sich gesund; im Kosovo sei er nur zw ei oder dreim al w egen M agenschm erzen in ärztlicher Behandlung gew esen (vgl. A20, S. 10). Angesichts dieser Aussagen erscheint es zw eifelhaft, dass der Beschw erdeführer tatsächlich - w ie auf Beschw erdeebene geltend gem acht w ird - an einer posttraum atischen Belastungsstörung leidet und desw egen bereits im Kosovo behandelt w orden ist. Zw ar w ird diese Aussage durch D r. m ed. G ._______ gegenüber der Kontaktperson der SFH anlässlich deren Abklärungen im Kosovo bestätigt. Auch dem Arztzeugnis von D r. m ed. G ._______ vom 31. Juli 2007 ist zu entnehm en, dass der Beschw erdeführer im Kosovo zw ischen den Jahren 1999 und 2006 im Zusam m enhang m it der bei ihm diagnostizierten posttraum atische Belastungsstörung (PTBS) behandelt w orden sei. Allerdings fällt auf, dass dieses Arztzeugnis zunächst offensichtlich nur für A._______ ausgestellt und der N am e des Beschw erdeführers erst später eingefügt w urde. U nter diesen U m ständen ist nicht auszuschliessen, dass es sich bei den später nachgereichten, w eiteren kosovarischen Arztzeugnissen von D r. m ed. G ._______, w elche angeblich in den Jahren 2002 bis 2005 ausgestellt w urden, - zum indest in Bezug auf den Beschw erdeführer - um nachträglich erstellte G efälligkeitsschreiben handelt. In der Schw eiz w urde der Beschw erdeführer am 30. N ovem ber 2006 durch B._______ untersucht (vgl. den Arztbericht vom 7. D ezem ber 2006). D ieser stellte eine PTBS fest und em pfahl dem Beschw erdeführer eine fachärztliche Behandlung m it Antidepressiva und G esprächstherapie. D a keine diesbezüglichen Bew eism ittel eingereicht w urden, ist indessen davon auszugehen, dass der Beschw erdeführer in der Folge bis heute keine eigentliche psychiatrische Behandlung in der Schw eiz, 14 insbesondere auch keine G esprächstherapie, in Anspruch nahm . D araus ist zu schliessen, dass die zuständigen m edizinischen Einrichtungen in seinem Zuw eisungskanton die psychischen Problem e des Beschw erdeführers nicht als dringend behandelbar einstuften. Selbst unter der Annahm e, dass der Beschw erdeführer tatsächlich an einer PTBS leidet, bestehen aufgrund der dargelegten Aktenlage keine konkreten H inw eise dafür, dass sich der G esundheitszustand des Beschw erdeführers ohne regelm ässige Traum abehandlung in naher Zukunft - selbst im Falle seiner R ückkehr in den Kosovo - in existenzbedrohender W eise verschlechtern w ürde. Vielm ehr ist davon auszugehen, dass die im Kosovo erhältliche m edizinische Versorgung, w elche vorw iegend aus der Abgabe von Antidepressiva besteht, genügt, um dem Beschw erdeführer dort ein m enschenw ürdiges Leben zu erm öglichen. M it Blick auf die im Bericht der SFH zitierten Aussagen des Leiters der psychiatrischen Abteilung der neuropsychiatrischen Klinik in W ._______, D r. H ._______, ist dem Beschw erdeführer zw ar insofern R echt zu geben, als eine allfällige Behandlung im Kosovo nicht auf dem selben N iveau erfolgen könnte w ie dies in der Schw eiz m öglich w äre. M edizinische G ründe lassen den W egw eisungsvollzug indessen nur dann als unzum utbar erscheinen, w enn eine als dringlich zu qualifizierende Behandlung, w elche zur G ew ährleistung einer m enschenw ürdigen Existenz absolut notw endig ist, im H eim atland nicht erhältlich ist (vgl. dazu die nach w ie vor zutreffenden Ausführungen in EM AR K 2003 N r. 24). Im konkreten Fall bestehen w ie erw ähnt keine H inw eise dafür, dass der Beschw erdeführer dringend auf eine um fassende und regelm ässige und spezifische Traum atherapie angew iesen w äre. U nter diesen U m ständen ist die bestehende Behandlungsm öglichkeit im Kosovo als ausreichend zu bezeichnen. 7.3.3 N ach dem G esagten ist nicht davon auszugehen, dass das Leben oder die G esundheit des Beschw erdeführers im Falle seiner R ückkehr in den Kosovo ernsthaft und konkret gefährdet w ären. D er Vollzug der W egw eisung ist daher insgesam t als zum utbar zu erachten. 7.4 Schliesslich obliegt es dem Beschw erdeführer, sich in Zusam m enarbeit m it der Vorinstanz bei der zuständigen Vertretung seines H eim atlandes die für eine R ückkehr notw endigen R eisedokum ente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), w eshalb der Vollzug der W egw eisung auch als m öglich zu bezeichnen ist. 7.5 Zusam m enfassend ergibt sich, dass der von der Vorinstanz verfügte W egw eisungsvollzug in Ü bereinstim m ung m it den zu beachtenden Bestim m ungen steht und zu bestätigen ist. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e fällt dam it ausser Betracht. 8. Aus diesen Erw ägungen folgt, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist dem nach abzuw eisen. 9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens w ären dessen Kosten dem Beschw erdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). N achdem aber w eiterhin von seiner Bedürftigkeit auszugehen ist und die Beschw erde nicht als aussichtslos bezeichnet 15 w erden konnte, ist in G utheissung des G esuchs um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege von einer Kostenauflage abzusehen (Art. 65 Abs. 1 Vw VG ).16 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D as G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG w ird gutgeheissen. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers, 2 Expl. (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it deren Akten (R ef.-N r. N _______; Kopie) - das _______ (Kopie; Beilage: U N M IK-Identitätsausw eis N r. _______) D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: H ans Schürch Anna D ürm üller Versand am :