<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.01075</span></p><p><br/></p><p><span>damit vereinigt: IV.2016.01294</span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Ersatzrichterin Romero-Käser<br/>Gerichtsschreiberin Keller</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 21. April 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Philip Stolkin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Freiestrasse 76, Postfach 1223, 8032 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1963, meldete sich am 6. Juli 2009 bei der Invalidenversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherung zum Leistungsbezug an (Urk. 5/7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte unter ande</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rem ein psychiatrisches Gutachten (Urk. 5/53) ein und sprach ihr mit Verfügung vom 25. Juli 2012 eine halbe Rente zu, dies vom Januar 2010 befristet bis Juni 2011 (Urk. 5/95 = Urk. 5/106; vgl. Urk. 5/91).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach erneuter Anmeldung vom 27. Mai 2013 (Urk. 5/111) holte die IV-Stelle unter anderem ein polydisziplinäres Gutachten (Urk. 5/131, Urk. 5/133) ein und verneinte mit Verfügung vom 16. Dezember 2014 einen Rentenanspruch (Urk. 5/152). Die dagegen erhobene Beschwerde (Urk. 5/153/3-14) hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 2. Juli 2015 in dem Sinne gut, dass die Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung der IV-Stelle vom 16. Dezember 2014 (Urk. 5/152) aufgehoben und die Sache zur Vornahme der Invaliditätsbemessung an diese zurückgewiesen wurde (Prozess Nr. IV.2015.00144, Urk. 5/167). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Schreiben vom 24. November 2015 (Urk. 5/173) teilte die IV-Stelle der Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherten mit, zunächst die medizinische Aktenlage zu aktualisieren und bei den behandelnden Ärzten die entsprechenden Berichte einzuholen. Am 19. August 2016 orientierte sie die Versicherte, zur Klärung der Leistungsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprüche eine umfassende medizinische Untersuchung als notwendig zu erachten (Urk. 5/202). Dagegen brachte die Versicherte am 2. September 2016 Einwände vor (Urk. 5/203). Nach Stellungnahme der IV-Stelle (Urk. 5/204) bat die Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherte um Zustellung eines anfechtbaren Entscheides (Urk. 5/207). Am 13. September 2016 orientierte die IV-Stelle die Versicherte über die Gutachter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stelle und teilte ihr die Namen der Gutachter mit (Urk. 5/211), wogegen die Versicherte am 15. September 2016 wiederum Einwände vorbrachte (Urk. 5/212). Am 22. September 2016 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, an einer Begutachtung festzuhalten (Urk. 5/213 = Urk. 2). Mit Zwischenverfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung vom 2. November 2016 hielt die IV-Stelle an der geplanten Begutachtung fest (Urk. 5/217 = Urk. 2 im Verfahren Nr. IV.2016.01294).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Versicherte erhob am 26. September 2016 Beschwerde mit dem Antrag, es sei eine Rechtsverweigerung durch die IV-Stelle festzustellen und sie anzuwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen, den Invaliditätsgrad festzulegen (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 2. November 2016 (Urk. 4) beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 4. November 2016 mitgeteilt wurde (Urk. 7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gegen die Zwischenverfügung vom 2. November 2016 (Urk. 2 im Verfahren Nr. IV.2016.01294) erhob die Versicherte am 17. November 2016 (Urk. 1 im Verfahren Nr. IV.2016.01294) Beschwerde mit dem Antrag, es sei die Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verweigerung durch die IV-Stelle festzustellen und der Invaliditätsgrad gestützt auf das Gutachten des Y.___ (Y.___; Urk. 5/131, Urk. 5/133) im Sinne eines </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">reformatorischen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Entscheids festzustel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">len. Eventuell sei die Rechtsverweigerung festzustellen, die Verfügung vom 2. November 2016 aufzuheben und die Angelegenheit an die IV zurückzuwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen, auf dass sie den Invaliditätsgrad festlege und von einer erneuten Begut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achtung absehe. Zudem sei der Beschwerdegegnerin im Sinne einer vorsorgli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Massnahme nach Art. 56 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahren (VwVG) zu verbieten, das Begutachtungsverfahren fortzusetzen. Schliesslich sei das Verfahren vom 26. September 2016 mit dem vorliegenden zu vereinigen (S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 19. Dezember 2016 (Urk. 4 im Verfahren Nr. IV.2016.01294) beantragte die Beschwerdegegnerin die Abwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 21. Dezember 2016 mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geteilt wurde (Urk. 6 im Verfahren Nr. IV.2016.01294).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Verfahrensbeteiligten sind identisch und in beiden Verfahren geht es um die Frage, ob eine Rechtsverweigerung vorliegt, indem die Beschwerdegegnerin weitere medizinische Abklärungen und nicht eine Invaliditätsbemessung vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nimmt. Der Prozess Nr. IV.2016.01294 ist daher mit dem vorliegenden Prozess Nr. IV.2016.01075 zu vereinigen und unter dieser Prozessnummer weiterzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">füh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren. Das Verfahren Nr. IV.2016.01294 ist als dadurch erledigt abzuschreiben; dessen Akten werden im vorliegenden Prozess als Urk. 8/0-7 geführt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gegen Einspracheentscheide oder Verfügungen, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, kann Beschwerde erhoben werden (Art. 56 Abs. 1 des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Beschwerde kann auch erhoben werden, wenn der Versicherungsträger entge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen dem Begehren der betroffenen Person keine Verfügung oder keinen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spracheentscheid erlässt (Art. 56 Abs. 2 ATSG; vgl. BGE 130 V 92 Erw. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine Verletzung von Art. 29 Abs. 1 BV – sowie gegebenenfalls von Art. 6 Ziff. 1 EMRK (BGE 130 I 174 mit Hinweisen) – liegt nach der Rechtsprechung unter anderem dann vor, wenn eine Gerichts- oder Verwaltungsbehörde ein Gesuch, dessen Erledigung in ihre Kompetenz fällt, nicht an die Hand nimmt und be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">handelt. Ein solches Verhalten einer Behörde wird in der Rechtsprechung als formelle Rechtsverweigerung bezeichnet. Art. 29 Abs. 1 BV ist aber auch ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">letzt, wenn die zuständige Behörde sich zwar bereit zeigt, einen Entscheid zu treffen, diesen aber nicht binnen der Frist fasst, welche nach der Natur der Sa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che und nach der Gesamtheit der übrigen Umstände als angemessen erscheint (sog. Rechtsverzögerung).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für den Rechtsuchenden ist es unerheblich, auf welche Gründe – beispielsweise auf ein Fehlverhalten der Behörden oder auf andere Umstände – die Rechtsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weigerung oder Rechtsverzögerung zurückzuführen ist; entscheidend ist aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schliesslich, dass die Behörde nicht oder nicht fristgerecht handelt (SVR 2001 IV Nr. 24 S. 73 f. E. 3a und b, BGE 124 V 130, 117 Ia 116 E. 3a, 197 E. 1c, 103 V 190 E. 3c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anfechtungsgegenstand einer solchen Rechtsverweigerungs- oder Rechtsver-zöge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsbeschwerde ist dabei rechtsprechungsgemäss einzig die Rechts-verweigerung oder -verzögerung; das Gericht hat demnach lediglich zu prüfen, ob eine solche Rechtsverweigerung oder -verzögerung vorliegt, und nicht in der Sache selbst zu entscheiden (SVR 2005 IV Nr. 26 S. 102 Erw. 4.2 mit Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin begründet ihre Rechtsverweigerungsbeschwerde damit, dass das hiesige Gericht der Beschwerdegegnerin mit Urteil vom 2. Juli 2015 aufgetragen habe, den Invaliditätsgrad zu bemessen. Die Beschwerdegegnerin weigere sich nun aber, eine Invaliditätsbemessung vorzunehmen und sehe statt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dessen eine neue Begutachtung vor. Damit widersetze sie sich den Weisungen des hiesigen Gerichts, weshalb von einer Rechtsverweigerung ausgegangen werde (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1). Das hiesige Gericht habe festgestellt, es läge ein Re</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">visionsgrund vor und es sei von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit innerhalb ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nes zeitlichen Rendements von 70 % auszugehen. Mithin habe also das hiesige Gericht in dieser Erwägung bereits über die medizinisch-theoretische Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit entschieden (Urk. 8/1 S. 5 Ziff. 15). Es sei deshalb nicht mehr an der Beschwerdegegnerin gewesen, weitere medizinische Abklärungen durchzufüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren, eine second opinion einzuholen, sondern sich mit dem Gutachtensergebnis des Y.___ abzufinden, den Invaliditätsgrad zu bemessen und schliesslich eine Rente auszurichten (S. 6 Ziff. 18). Gehe man nun davon aus, dass die Angele</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">genheit spruchreif sei, ein vollständiges Gutachten in den Akten liege, das hie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sige Gericht volle Tatsachen- und Rechtskognition habe, so stehe einem refor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">matorischen Entscheid nichts entgegen, der ohnehin dem Beschleunigungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grundsatz entspreche. Folgerichtig sei es statthaft, wenn das hiesige Gericht selbst den Invaliditätsgrad festlege, was weitere Verzögerungen ausschlösse (S. 6 Ziff. 20).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin stellte sich auf den Standpunkt, dass die polydiszipli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">näre Begutachtung notwendig sei, da der Verlauf der Arbeitsfähigkeit seit No</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vember 2013 abgeklärt werden müsse (Urk. 2). Andernfalls werde der für sie geltende Untersuchungsgrundsatz verletzt. Dieses Vorgehen widerspreche auch in keiner Weise dem Urteil vom 2. Juli 2015 des hiesigen Gerichts. Darin sei denn einzig das Vorliegen eines Revisionsgrundes bejaht worden. Damit habe das Gericht noch keine abschliessende Beweiswürdigung der medizinischen Aktenlage vorgenommen, sondern habe das Dossier zu weiteren Abklärungen zurückgewiesen. Eine korrekte Bemessung der Invalidität beruhe auf verlässli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen, beweiskräftigen ärztlichen Unterlagen, die sich zum Zeitpunkt bis zum Erlass der Verfügung äussern würden. Aus diesen Gründen würden sie die er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">neute Begutachtung als notwendig erachten (Urk. 8/2 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Strittig ist, ob der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine Rechtsverweigerung vorzuwerfen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der Akten ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin die Beschwer-degeg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nerin mehrmals um einen Verfahrensabschluss in Form der In</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">validi-tätsbemessung beziehungsweise den Erlass einer anfechtbaren Verfügung ersuchte (Urk. 5/203, Urk. 5/207, Urk. 5/212). Aus formeller Sicht steht die Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hebung der Rechtsverweigerungsbeschwerde vom 26. September 2016 (Urk. 1) damit im Einklang mit Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">56 Abs.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 ATSG, wonach von der versicherten Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">son verlangt wird, dass sie - ausdrücklich oder zumindest sinngemäss - den Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lass einer anfechtbaren Verfügung verlangt hat (Urteil des Bundesgerichts 9C_24/2010 vom 3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">März 2012, E. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nachdem die Beschwerdegegnerin im Dezember 2014 einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin abgewiesen hatte, erhob letztere beim hiesigen Gericht Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde. Mit Urteil vom 2. Juli 2015 hat das hiesige Gericht festgestellt, dass bei der Rentenbefristung im Juli 2012 dem Gutachten vom Juli 2011 gefolgt und von einer leichten depressiven Episode und einer Arbeitsfähigkeit von 70 % ausgegangen worden sei. Im Vergleich dazu sei im April 2014 im von der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdegegnerin eingeholten Gutachten aus psychiatrischer Sicht eine mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gradige depressive Episode und zusätzlich eine Panikstörung diagnostiziert und die daraus resultierende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mit 50 % beziffert worden. Der Eintritt einer potentiell anspruchsrelevanten Veränderung des me</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dizinischen Sachverhalts in psychiatrischer Sicht sei offenkundig (Urk. 5/167 S. 7 f. Ziff. 5.2). Das hiesige Gericht hob die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 16. Dezember 2014 auf und wies die Sache zur Vornahme der Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bemessung an diese zurück (S. 9). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten steht fest, dass das hiesige Gericht mit Urteil vom 2. Juli 2015 eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin vorgenom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men hat. Es kam zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin gemäss damaligen Gutachten zu 50 % arbeitsfähig sei und die Beschwerdegegnerin die Invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tätsbemessung durchzuführen habe. Es trifft demnach nicht zu, dass mit er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wähntem Urteil einzig das Vorliegen eines Revisionsgrundes bejaht worden sei und dass das Gericht damit keine abschliessende Beweiswürdigung vorgenom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men habe, sondern das Dossier zur weiteren Abklärung zurückgewiesen (vgl. E. 2.2). Vielmehr gelangte das hiesige Gericht zum Schluss, dass der medizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sche Sachverhalt erstellt war und folglich die Invaliditätsbemessung vorge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nommen werden konnte. Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin, weitere Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">klärungen zur medizinischen Situation zu tätigen, erweist sich damit als nicht korrekt. Sie hätte vielmehr gestützt auf die Ausführungen des hiesigen Gerichts eine Invaliditätsbemessung vornehmen müssen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin bringt vor, eine korrekte Bemessung der Invalidität beruhe auf verlässlichen, beweiskräftigen ärztlichen Unterlagen, die sich bis zum Erlass der Verfügung äussern würden. Folglich erachtete sie medizinische Abklärungen ab dem Zeitpunkt der letzten Begutachtung als notwendig. Indes hätte sie, nachdem der Rechtsmittelentscheid ergangen ist, die Invalidität zum Zeitpunkt der aufgehobenen Verfügung vom 16. Dezember 2014 bemessen sol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">len. Ab diesem Zeitpunkt hätte sie sodann ein neues Revisionsverfahren durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führen und in diesem Rahmen die medizinischen Abklärungen vornehmen kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Indem die Beschwerdegegnerin die Invaliditätsbemessung entgegen dem Urteil des hiesigen Gerichts vom 2. Juli 2015 nicht vorgenommen und damit auch keinen anfechtbaren Entscheid über den Rentenanspruch der Beschwerdeführe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rin erlassen hat, liegt ein Fall von Rechtsverweigerung vor. Die Beschwerdegeg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nerin ist anzuweisen, umgehend eine Invaliditätsbemessung per 16. Dezember 2014 vorzunehmen und hernach innert nützlicher Frist über das Leistungsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehren der Beschwerdeführerin zu entscheiden. In diesem Sinne ist die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde gutzuheissen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass das hiesige Gericht den Invaliditätsgrad nicht im Sinne eines reformatorischen Entscheides feststellen kann (vgl. E. 2.2). Vorliegend ist einzig die Rechtsverweigerung Anfechtungsgegenstand (vgl. E. 1.4). Ein Entscheid über den Rentenanspruch ist demnach nicht möglich. Ebenso wenig kann die Notwendigkeit der mit Zwischenverfügung vom 2. November 2016 (Urk. 8/2) angekündigten polydisziplinären Begutachtung geprüft werden. Die Beschwerdeführerin brachte dagegen ohnehin keine Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wände vor. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit dem Endentscheid in vorliegender Streitsache erweist sich das Gesuch u</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">m vorsorgliche Massnahmen (Urk. 8/1 S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Ziff. 3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) als gegenstandslos.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der Rechtsverweigerungsbeschwerde handelt es sich nicht um eine Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">streitigkeit im Sinne von Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG), weshalb das vorliegende Verfahren kostenlos ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach § 34 Abs. 1 GSVGer hat die obsiegende Beschwerde führende Person An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Anwendung die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ser Kriterien ist die Parteientschädigung vorlieg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">end auf Fr. 1‘800</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen und ausgangsgemäss der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, angewiesen wird, umgehend die Invaliditätsbemessung per 16. Dezember 2014 vorzunehmen und hernach innert nützlicher Frist über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin zu verfügen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">-</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schä</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">digung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 1‘800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Philip Stolkin</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannKeller</p><p></p></div> </div></body></html>