<h2>SubmittedText<h2><p>Seit Jahren sorgt durch die Luftwaffe verursachter Lärm für Aufregung und Unmut in der Bevölkerung. Insbesondere dichtbesiedelte Gebiete sind geplagt, aber auch in Tourismusgebieten wird der Fluglärm als sehr störend empfunden (vgl. auch Untersuchung des Einflusses der Lärmimmission des militärischen Flugverkehrs auf die Tourismusdestination Haslital/Meiringen).</p><p>Im Zusammenhang mit der angekündigten Gripen-Beschaffung werden auch die Anzahl Flugstunden und die Lärmbelastung ein zentrales Thema sein.</p><p>Ich stelle dem Bundesrat deshalb folgende Fragen:</p><p>1. Wie viele Lärmklagen, Reklamationen wegen Lärmbelastung gingen in den Jahren 2009, 2010 sowie 2011 bei der Luftwaffe ein?</p><p>2. Wie entwickelt sich die Anzahl Flugstunden mit der Beschaffung des Gripen? Wird es zusätzliche Flugstunden geben?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. 2009 wurden 347 Lärmreklamationen verzeichnet, in den Folgejahren waren es 616 bzw. 961. Dieser Anstieg erklärt sich zu einem wesentlichen Teil mit der Lärmcharakteristik des Ausbildungsflugzeuges PC-21. Die verzeichneten 664 Fluglärmreklamationen im Jahre 2012 befinden sich wieder auf tieferem Niveau.</p><p>2. In der sogenannten Überbrückungsvariante (Flugbetrieb mit eingemieteten Flugzeugen) sind elf Gripen C/D geplant. Konkret sollen im September 2016 sechs Flugzeuge und Anfang 2017 weitere fünf Flugzeuge zur Verfügung stehen. Mit ihnen wird ein Flugbetrieb mit etwa 1300 Flugstunden pro Jahr geplant. Im Einsatzkonzept mit den 22 Gripen E, also ab etwa 2018, werden zurzeit rund 4000 Flugstunden pro Jahr geplant. Die Ausserdienststellung der noch verbleibenden F-5 Tiger verläuft synchron mit der Inbetriebnahme der Gripen. Die Anzahl Flugstunden ist direkt abhängig von den Pilotenbeständen sowie dem definierten Ausbildungs- und Trainingsstand. Gemäss heutiger Planung bleiben sowohl die Gesamtanzahl wie auch der Anteil der Kampfflugzeuge stabil.</p>  Antwort des Bundesrates.