<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00157</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107415&amp;W10_KEY=13013572&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00157</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.08.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 17.06.2004 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Ausnahmebewilligung nach Art. 24c RPG/Art. 24 Abs. 2a RPG</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Ausnahmebewilligung nach Art. 24c RPG/Art. 24 Abs. 2 aRPG: Umgestaltung eines Bienenhauses in Wochenendhaus Übergangsrecht (E. 3 Ingress, 3a): Es kann offen gelassen werden, ob das alte, bis 31.8.2000 in Kraft stehende Recht oder das neue Recht anzuwenden ist, weil das neue Recht nicht günstiger ist als das alte (E. 3b). Darlegung der Rechtsgrundlagen (E. 4). Was als "teilweise Änderung" zulässig ist, beurteilt sich nicht aufgrund eines Vergleichs mit zufällig ausgewählten Ferienhäusern an anderen Orten (E. 5b). Vorliegend wahren die Umgebungsgestaltung, der Geräteschopf, zwei Fenster und die erneuerte Inneneinrichtung die Wesensgleichheit der Baute n i c h t (E. 5c/d). Abweisung. Vgl. in derselben Angelegenheit VB.1998.00411. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FERIENHAUS">FERIENHAUS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: IDENTITÃT">IDENTITÃT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TEILWEISE ÃNDERUNG">TEILWEISE ÃNDERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMNUTZUNG">UMNUTZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WESENSGLEICHHEIT">WESENSGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOCHENENDHAUS">WOCHENENDHAUS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 24 lit. II RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 24c RPG</span><br/><span class="gerade">Art. 42 lit. III RPV</span><br/><span class="ungerade">Art. 52 lit. I RPV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die kantonale Baudirektion verweigerte der A AG am 16. April 1998 die nach­trÃ¤gliche Ausnahmebewilligung fÃ¼r den Abbruch des ehemaligen Bienenhauses und den Neubau als WochenendhÃ¤uschen mit Kellerraum sowie den Neubau eines Schopfs auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 1, in X, im Sinn der ErwÃ¤gungen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ein Rekurs der A AG gegen diese VerfÃ¼gung an den Regierungsrat blieb ohne Erfolg, ebenso eine Beschwerde an das Verwaltungsgericht (VGr, 11. Februar 1999, VB.1998.00411).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. GestÃ¼tzt auf das Urteil des Verwaltungsgerichts forderte der Gemeinderat X am 25. November 1999 die A AG auf, im Einzelnen umschriebene RÃ¼ckbaumassnahmen am WochenendhÃ¤uschen vorzunehmen. Hiergegen rekurrierten die A AG und deren AlleinaktionÃ¤r C an den Regierungsrat, welcher das Rechtsmittel am 20. Dezember 2000 guthiess und die Sache zur DurchfÃ¼hrung eines neuen Bewilligungsverfahrens an die Baudirektion zurÃ¼ckwies. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Die Baudirektion bzw. das Amt fÃ¼r Raumordnung und Vermessung (ARV) nahm in der Folge einen Augenschein vor und erliess am 16. November 2001 eine neue VerfÃ¼gung, in welcher sie detailliert regelte, fÃ¼r welche Bau- und Einrichtungsteile des FreizeithÃ¤uschens eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG) erteilt und fÃ¼r welche sie verweigert wurde. Zudem lud die Baudirektion den Gemeinderat X ein, fÃ¼r die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands zu sorgen und den Vollzug dem ARV zu melden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auch gegen diese VerfÃ¼gung rekurrierte die A AG an den Regierungsrat, dem sie eine teilweise Ãnderung der angefochtenen VerfÃ¼gung beantragte. Der Regierungsrat wies den Rekurs am 19. MÃ¤rz 2003 ab, soweit er darauf eintrat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>IV. Die A AG hat am 28. April 2003 gegen den Rekursentscheid Beschwerde an das Verwaltungsgericht erhoben. Sie stellt mehrere AntrÃ¤ge zum Verfahren und beantragt materiell die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die AbÃ¤nderung der VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 16. November 2001 in verschiedenen, konkret bezeichneten Punkten, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Regierungsrat und die Baudirektion beantragen ohne weitere Bemerkungen die Abweisung der Beschwerde. Den gleichen Antrag stellt der Gemeinderat X in einer Eingabe, die er nach Ablauf der dafÃ¼r angesetzten Frist einreichte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die rechtzeitig eingegangenen Beschwerdeantworten wurden der BeschwerdefÃ¼hrerin praxisgemÃ¤ss zur Kenntnisnahme zugestellt. Bei der verspÃ¤tet eingereichten Beschwerdeantwort des Gemeinderates X, die unbeachtlich bleibt, bestand hierzu kein Anlass.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die sich stellenden Fragen sind vor allem rechtlicher Natur. Soweit es auf die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse ankommt, sind diese durch die Akten ausreichend dokumentiert. Auf den beantragten Augenschein ist daher zu verzichten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die Baudirektion hat in Disp.-Ziff. I ihrer VerfÃ¼gung vom 16. November 2001 eine "Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG" fÃ¼r folgende Teile erteilt:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a)<span> </span></span><span>Nutzung des ehemaligen BienenhÃ¤uschens als Freizeithaus</span></p> <p class="Einzug1"><span>b)<span> </span></span><span>die Umgebungsgestaltung mit Kiesbelag, Rasengittersteinen oder Schotterrasen<br/> [d.h. unter Entfernung der bestehenden Verbundsteinplatten]</span></p> <p class="Einzug1"><span>c)<span> </span></span><span>Galerie (gemÃ¤ss Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 11. Februar 1999)</span></p> <p class="Einzug1"><span>d)<span> </span></span><span>2 Fenster (MinimalgrÃ¶sse; frei wÃ¤hlbare Anordnung)</span></p> <p class="Einzug1"><span>e)<span> </span></span><span>MÃ¶blierungsstÃ¼cke (mit Ausnahme der unter Disp. II erwÃ¤hnten)</span></p> <p class="Einzug1"><span>f)<span> </span></span><span>Isolierung</span></p> <p class="Einzug1"><span>g)<span> </span></span><span>Gartenbeete und UmzÃ¤unung</span></p> <p class="Einzug1"><span>h)<span> </span></span><span>Holzstapel.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In Disp.-Ziff. II wurden folgende Bauteile nicht bewilligt:</span></p> <p class="Einzug1"><span>a)<span> </span></span><span>Keller</span></p> <p class="Einzug1"><span>b)<span> </span></span><span>Stromgenerator</span></p> <p class="Einzug1"><span>c)<span> </span></span><span>MÃ¶blierung [Hier ordnete die Direktion die Entfernung aller Komforteinrichtungen an, die dem dauernden Aufenthalt von Menschen dienen, nÃ¤mlich: Solarzellen, neuwertige KÃ¼cheneinrichtung bestehend aus Kochherd samt Backofen, Flaschenauszug, Kehrichtfach unter Ausguss, KÃ¼hlschrank und zweitÃ¼riger Oberschrank ausgestaltet als KÃ¼chenkombination mit 3½ Normeinheiten sowie Heizungs- und Feuerungsaggregate und dazugehÃ¶rige Rauchabzugsanlagen.]</span></p> <p class="Einzug1"><span>d)<span> </span></span><span>alle eventuellen EntwÃ¤sserungsanlagen und Wasserbezugsanlagen</span></p> <p class="Einzug1"><span>e)<span> </span></span><span>GerÃ¤teschopf aus Metall.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Von diesen Anordnungen sind vor Verwaltungsgericht noch umstritten:</span></p> <p class="Einzug1"><span>-<span> </span></span><span>der Ersatz der hinter und vor dem Haus verlegten Verbundsteinplatten durch einen Kiesbelag, Rasengittersteine oder Schotterrasen</span></p> <p class="Einzug1"><span>-<span> </span></span><span>die Reduktion von derzeit vier auf max. zwei Fenster</span></p> <p class="Einzug1"><span>-<span> </span></span><span>die Entfernung der in Disp.-Ziff. II c aufgefÃ¼hrten EinrichtungsstÃ¼cke</span></p> <p class="Einzug1"><span>-<span> </span></span><span>die Entfernung des GerÃ¤teschopfes aus Metall.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Anders als die Baudirektion nahm der Regierungsrat an, die BewilligungsfÃ¤higkeit des Vorhabens sei allein nach den am 20. MÃ¤rz 1998 revidierten, seit dem 1. Sep­tember 2000 in Kraft stehenden Bestimmungen des RPG, konkret nach Art. 24c RPG, zu beurteilen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist der selben Auffassung. Es ist zu prÃ¼fen, ob diese Beurteilung zutrifft. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) GemÃ¤ss Art. 52 Abs. 1 der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (RPV) sind Verfahren, die bei Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen vor der ersten Instanz hÃ¤ngig sind, nach neuem Recht zu beurteilen. Nach Abs. 2 werden hÃ¤ngige Beschwerdeverfahren nach bisherigem Recht zu Ende gefÃ¼hrt, sofern das neue Recht fÃ¼r den Gesuchsteller oder die Gesuchstellerin nicht gÃ¼nstiger ist (BGE 127 II 209 E. 2a/b).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Umnutzung des BienenhÃ¤uschens zum Freizeithaus erfolgte anerkanntermassen bereits Ende der Sechzigerjahre (vgl. Ausnahmebewilligung der Baudirektion vom 16. April 1998, wo ausgefÃ¼hrt wird, die Nutzung als Bienenhaus sei vor mehr als 30 Jahren aufgegeben worden). Sind die im Streit liegenden Bauteile schon seit langem erstellt, ist deren ZulÃ¤ssigkeit in einem <i>nachtrÃ¤glichen </i>Bewilligungsverfahren zu prÃ¼fen. Ein solches nachtrÃ¤gliches Bewilligungsverfahren ist allerdings nicht gleichbedeutend wie ein hÃ¤ngiges Beschwerdeverfahren im Sinn von Art. 52 Abs. 1 RPV. Insofern bietet jedenfalls die intertemporalrechtliche Regelung der RPV keine Antwort auf die Frage, welches Recht auf das nachtrÃ¤gliche Bewilligungsverfahren anzuwenden ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Ob das alte Recht (Art. 24 Abs. 2 aRPG) oder das neue Recht (Art. 24c RPG) anzuwenden ist, kann letztlich offen bleiben, weil sich das neue Recht â wie nachfolgend aufzuzeigen ist â nicht gÃ¼nstiger erweist als das alte und die BewilligungsfÃ¤higkeit so oder anders zu verneinen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Wie das Verwaltungsgericht bereits in seinem ersten Urteil in dieser Sache ausgefÃ¼hrt hat, sind nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts teilweise Ãnderungen im Sinn von Art. 24 Abs. 2 aRPG zulÃ¤ssig, wenn sie Umfang und Erscheinung â also die IdentitÃ¤t des Bauwerks â in den wesentlichen ZÃ¼gen wahren und keine wesentlich neuen Auswirkungen auf die Nutzungsordnung, die Erschliessung und die Umwelt verursachen. Gemessen am Bestehenden muss die Ãnderung von untergeordneter Bedeutung sein und die Wesensgleichheit der Baute gewahrt bleiben. Von der Festlegung einer quantitativen Grenze hat die Rechtsprechung abgesehen und statt dessen auf eine alle massgeblichen Faktoren einbeziehende Gesamtbetrachtung abgestellt. Entscheidend sind nicht einzelne Merkmale des Projektes, sondern alle seine raumwirksamen Elemente in ihrem Zusammenwirken (BGE 127 II 215 E. 3a mit Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Begriff der teilweisen Ãnderung wurde â entgegen der Meinung der BeschwerdefÃ¼hrerin â durch die RPG-Revision nicht verÃ¤ndert. Die zu Art. 24 Abs. 2 aRPG entwi­ckelte Praxis gilt grundsÃ¤tzlich auch bei der Anwendung von Art. 24c RPG. Art. 42 Abs. 3 RPV enthÃ¤lt zwar quantitative Kriterien, bei deren Ãberschreitung die IdentitÃ¤t der Baute auf jeden Fall nicht mehr gewahrt ist, hÃ¤lt aber auch ausdrÃ¼cklich fest, dass unter WÃ¼rdigung der gesamten UmstÃ¤nde zu entscheiden ist, ob die IdentitÃ¤t einer Baute oder Anlage im Wesentlichen gewahrt bleibt (BGE 127 II 215 E. 3b mit Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. a) Es ist richtig, dass das Verwaltungsgericht im ersten Rechtsgang die Gesamtheit der damals zur Diskussion stehenden Ãnderung am Freizeithaus als nicht mehr bewilligungsfÃ¤hig beurteilte. Richtig ist auch, dass damals nicht einzelne Elemente des Neubaus als zulÃ¤ssig oder unzulÃ¤ssig zu qualifizieren waren. Unzutreffend ist die Auffassung des Regierungsrats (im Rekursentscheid vom 20. Dezember 2000), das Verwaltungsgericht habe verbindlich festgestellt, die Galerie unter dem Dach sei bereits von den RechtsvorgÃ¤ngern der BeschwerdefÃ¼hrerin eingerichtet worden. Das Verwaltungsgericht hat in E. 5c des Urteils vom 11. Februar 1999 lediglich ausgefÃ¼hrt, dies solle entsprechend den Behauptungen der BeschwerdefÃ¼hrerin angenommen werden. Dabei handelte es sich klarerweise um eine Hypothese: Im anschliessenden Satz hielt das Verwaltungsgericht ausdrÃ¼cklich fest, es kÃ¶nne dahingestellt bleiben, ob diese Darstellung <i>tatsÃ¤chlich</i> zutreffe, da das Verfahren so oder so zu Ungunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin ausgehe. Auf die Galerie ist allerdings heute nicht mehr zurÃ¼ckzukommen, nachdem die Vor­instanzen sie inzwischen bewilligt haben und § 63 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) es verbietet, den angefochtenen Entscheid zum Nachteil des BeschwerdefÃ¼hrers abzuÃ¤ndern. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Wie die BeschwerdefÃ¼hrerin grundsÃ¤tzlich zutreffend ausfÃ¼hrt, geniesst Bestandesschutz im Sinne von Art. 24 Abs. 2 aRPG bzw. 24c RPG ein Freizeithaus, mit Fenstern â deren Anzahl und Lage umstritten ist, wobei sich auf der SÃ¼dseite zugestandenermassen BienenfluglÃ¶cher und kein Fenster befanden â, mit einer Galerie, eingerichtet mit Tisch, StÃ¼hlen, Schrank, Liege und einem Rechaud. Zu ergÃ¤nzen ist, dass sich in der Umgebung des Hauses keinerlei Anlagen wie Beete, Schopf, Holzlager, PlattenflÃ¤chen etc. befanden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin ist die Frage, was bei ihrem Freizeithaus noch als teilweise Ãnderung bzw. massvolle Erweiterung gelten kann, nicht aufgrund eines Vergleiches mit mehr oder weniger willkÃ¼rlich ausgewÃ¤hlten FreizeithÃ¤uschen an verschiedenen Orten im Kanton zu entscheiden. Es gibt nicht so etwas wie einen nach Art. 24 Abs. 2 aRPG bzw. Art. 24c RPG gewÃ¤hrleisteten Standard fÃ¼r FreizeithÃ¤uschen, der unabhÃ¤ngig von der Vorgeschichte der zu beurteilenden Baute bestehen wÃ¼rde. Massgebend ist allein, ob die geplante Erweiterung im Vergleich zum bestandesgeschÃ¼tzten Zustand die Wesensgleichheit der Baute wahrt (vgl. vorne E. 4a). Der Hinweis der BeschwerdefÃ¼hrerin auf andere FreizeithÃ¤uschen hinkt im Ãbrigen auch deshalb, weil sie in unterschiedlichen Zonen liegende Bauten vergleicht. WÃ¤hrend das hier zu beurteilende GebÃ¤ude in einer Freihaltezone liegt, die primÃ¤r dem Naturschutz dient (vgl. E. 4a des Urteils vom 11. Februar 1999), liegen Schreber- bzw. FamiliengartenhÃ¤uschen typischerweise in Freihaltezonen, die spezifisch der Erholung und Freizeitgestaltung durch das HobbygÃ¤rtnern gewidmet sind und in welchen die Rahmenbedingungen fÃ¼r die HÃ¤uschen durch einschlÃ¤gige Vorschriften anders als vorliegend detailliert geregelt werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die vorgenommenen Ãnderungen der Umgebungsgestaltung (Vorplatz, Sitzplatz, GerÃ¤teschopf, gedeckter Holz- und GerÃ¤teunterstand sowie Holzbeige), das zusÃ¤tzliche Fenster auf der SÃ¼dseite sowie die gegenÃ¼ber frÃ¼her markant aufgewertete Inneneinrichtung samt Solarstrom und Heizofen wahren die Wesensgleichheit der Baute gegenÃ¼ber dem frÃ¼heren Zustand nicht. Selbst wenn nun auf den Keller verzichtet wird, bewirkt der heutige, umstrittene Zustand einen gegenÃ¼ber frÃ¼her deutlich gesteigerten Aufenthaltskomfort, eine betrÃ¤chtliche VerÃ¤nderung des Ã¤usseren Erscheinungsbildes und eine erhebliche Steigerung der NutzungsintensitÃ¤t. Insofern ist an der frÃ¼heren Beurteilung festzuhalten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die einzelnen Argumente der BeschwerdefÃ¼hrerin kommen hiergegen nicht an. Die Verbundsteinplatten wirken in der natÃ¼rlichen Umgebung eines frÃ¼heren Bienenhauses als FremdkÃ¶rper; dem Regierungsrat ist durchaus beizupflichten, dass sie das Freizeithaus (in Verbindung mit der allseitigen Befensterung des GebÃ¤udes) optisch in unzulÃ¤ssiger Weise einem Ferienhaus annÃ¤hern. Die installierte KÃ¼cheneinrichtung mit Wasserhahn/SpÃ¼ltrog, Kochherd und Ofen sowie KÃ¼hlschrank lÃ¤dt zu nachtrÃ¤glichen unerlaubten Baumassnahmen geradezu ein; wenn hingegen kein Strom und Wasser installiert werden, so sind die KÃ¼cheneinrichtungen weitgehend sinnlos und jedenfalls nicht erforderlich, um Geschirr und sonstige kleinere Utensilien zu versorgen. HierfÃ¼r wÃ¼rde eine wesentlich bescheidenere, sich am frÃ¼heren Zustand orientierende Einrichtung auch genÃ¼gen. Der Ofen, der KÃ¼hlschrank und die Solarzellen wÃ¼rden entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin einen wesentlichen Beitrag zur VerÃ¤nderung des Charakters der bisherigen Baute leisten. Unter anderem wird die IdentitÃ¤t von altem und neuem Bestand namentlich deshalb nicht gewahrt, weil das frÃ¼her nicht isolierte, unbeheizte Holzhaus durch eine isolierte, mit einem Holzofen beheizbare Baute ersetzt wurde. Dass der GerÃ¤teschopf im Freien flÃ¤chenmÃ¤ssig nicht besonders ins Gewicht fÃ¤llt, mag zutreffen. Er stellt jedoch nur eines von verschiedenen Elementen in der (anders als frÃ¼her) mit Einrichtungen versehenen Umgebung des Freizeithauses dar. Auch diese AnhÃ¤ufung von Einrichtungen verÃ¤ndert den bisherigen Charakter stark; im Rahmen einer GesamtwÃ¼rdigung ist es rechtmÃ¤ssig, wenn der Beschwer­defÃ¼hrerin auch die Beibehaltung der Schopfes untersagt wird. Im Ergebnis erscheint die zugelassene Umgebungsgestaltung (mit Hauszugang und Sitzplatz in der nÃ¤her beschriebenen Ausgestaltung, eingezÃ¤untem Beet, Holzbeige und gedecktem Holz-/GerÃ¤te­unterstand) nach wie vor als grosszÃ¼gig, da zuvor keinerlei derartige Vorrichtungen vorhanden waren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Hinsichtlich der Fenster macht die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, schon der bestandesgeschÃ¼tzte Bau habe auf der Nord-, der West- und der Ostseite ein oder sogar zwei Fenster aufgewiesen. Durch die Schliessung eines Teils dieser Fenster und das Anbringen eines neuen Fensters auf der SÃ¼dseite werde die Wesensgleichheit von altem und neuem Bestand nicht verletzt. Der Regierungsrat hat erwogen, die BeschwerdefÃ¼hrerin habe diesbezÃ¼glich keinen Nachweis erbracht, sondern lasse es mit blossen Behauptungen bewenden, weshalb ihr diesbezÃ¼glicher Antrag abzuweisen sei. Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt dies als gehÃ¶rsverweigernd. Indessen trifft es zu, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin im Rekurs hinsichtlich der Fenster nur Behauptungen aufstellte, ohne Beweise zu bezeichnen. Insofern ist die RÃ¼ge unbegrÃ¼ndet. Im Beschwerdeverfahren offeriert die BeschwerdefÃ¼hrerin nun als Beweis das Zeugnis der frÃ¼heren EigentÃ¼mer sowie des AlleinaktionÃ¤rs der BeschwerdefÃ¼hrerin. Auf ein solches Beweisverfahren ist zu verzichten. Selbst wenn sich aufgrund der Zeugenaussagen glaubhaft machen liesse, dass frÃ¼her Fenster auf drei Seiten vorhanden waren, so wÃ¤re es nicht mit hinreichender Bestimmtheit mÃ¶glich, anhand der Zeugenaussagen einen verbindlichen Eindruck Ã¼ber die Position und GrÃ¶sse dieser Fenster zu erhalten oder den optischen Gesamteindruck des frÃ¼heren dem heutigen GebÃ¤ude gegenÃ¼berzustellen. Dazu wÃ¤ren PlÃ¤ne oder Fotos nÃ¶tig gewesen, welche die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht eingereicht hat. Ein entsprechendes Beweisverfahren kann auch aus einem anderen Grund unterbleiben. Das neue Fenster auf der SÃ¼dseite stellt gegenÃ¼ber den frÃ¼her vorhandenen BienenfluglÃ¶chern einen markanten Eingriff dar, der vor allem den optischen Eindruck verÃ¤ndert. Es ist im Ergebnis nicht rechtsverletzend, wenn die Baudirektion verfÃ¼gt hat, insgesamt wÃ¼rden nur zwei Fenster zugelassen, weil damit der Eingriff in die SÃ¼dfassade ausgeglichen wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Die Baudirektion hat daher zu Recht fÃ¼r die Verbundsteinplatten vor und hinter dem Haus, den GerÃ¤teschopf im Freien, fÃ¼r zwei Fenster sowie fÃ¼r die Solarzellen, die KÃ¼cheneinrichtung sowie den Ofen samt Rauchabzug eine Ausnahmebewilligung verweigert. Die Baudirektion hat die kommunale BehÃ¶rde eingeladen, fÃ¼r die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustandes zu sorgen. Da die BeschwerdefÃ¼hrerin diesbezÃ¼glich keine RÃ¼gen erhebt, erÃ¼brigen sich hierzu AusfÃ¼hrungen. Die rechtswidrig vorgenommenen baulichen Massnahmen sind rÃ¼ckgÃ¤ngig zu machen. Um einen unnÃ¶tigen weiteren Rechtsgang zu vermeiden, ist immerhin festzuhalten, dass der verlangte RÃ¼ckbau dem Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit nicht widerspricht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Die Beschwerde ist abzuweisen. Bei diesem Prozessausgang sind die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG), der kein Anspruch auf ParteientschÃ¤digung zusteht (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann binnen 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>6. ....</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>