<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00185</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna<br/>Sozialversicherungsrichter Vogel<br/>Gerichtsschreiberin Stadler</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 22. Mai 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Abdullah Karakök</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">HAK Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Weberstrasse 10, Postfach 9213, 8036 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1973, Mutter von zwei Kindern (geboren 1989 und 1991), war vom 1. Januar bis 31. August 2000 als Sortiererin bei der Y.___ in einem 50%-Pensum angestellt (Urk. 7/8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 24. Oktober 2001 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte bei der Sozi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">alversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Probleme zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Urk. 7/2). Ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 75 % sprach ihr die </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IV-Stelle mit Verfügung vom 26. November 2002 (Urk. 7/24) eine ganze Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rente ab 1. Mai 2001 zu. Dieser Anspruch wurde im Zuge mehrerer amtlicher Revisionsverfahren mit Mitteilungen vom 29. November 2005 (Urk. 7/49), 26. März 2009 (Urk. 7/57) sowie am 20. Januar 2014 (Urk. 7/79) bestätigt. Im Rahmen letzterer revisionsweiser Überprüfung veranlasste die </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IV-Stelle eine medizinische Begutachtung (Psychiatrie) durch Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (Urk. 7/74). Ausserdem sprach die IV-Stelle ab dem 1. Januar 2012 eine Entschädigung wegen leichter Hilflosigkeit zu (Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung vom 7. April 2014, Urk. 7/88; vgl. auch Urk. 7/85). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Februar 2016 leitete die IV-Stelle von Amtes wegen ein weiteres Revisions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahren ein (Urk. 7/90) und nahm erneut Abklärungen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht vor. Sie holte wiederum den Bericht des behandelnden Arztes (Urk. 7/92) sowie einen Auszug aus dem Individuellen Konto der Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten (IK-Auszug, Urk. 7/97) ein. Des Weiteren veranlasste die IV-Stelle eine Untersuchung beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD). RAD-Ärztin Dipl.-Med. A.___, Fachärztin für Innere Medizin, sowie RAD-Arzt med. pract. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, berichteten am 5. Juli 2016 über die durchgeführten Untersuchungen (Urk. 7/95-96). Die am 12. Juli 2016 durchgeführte Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt (Haushaltsabklärung, Urk. 7/98) ergab keine Einschränkung im Haus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haltsbereich mehr. Mit Vorbescheid vom 25. Juli 2016 wurde der Versicherten die Einstellung der Invalidenrente mitgeteilt (Urk. 7/100). Dagegen erhob die Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherte mit Schreiben vom 5. August 2016 sowie ergänzend am 30. September 2016 Einwand (Urk. 7/103 und Urk. 7/114 inkl. Beilage Urk. 7/111). Die Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsperson nahm dazu am 5. Januar 2017 Stellung (Urk. 7/122). In der Folge verfügte die IV-Stelle am 9. Januar 2017 wie vorbeschieden die Einstellung der Invalidenrente auf Ende des folgenden Monats und entzog einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung (Urk. 2). Zudem verfügte die IV-Stelle am 12. Januar 2017 die Aufhebung der Hilflosenentschädigung (Urk. 7/129).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen die Einstellung der Invalidenrente</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erhob die Versicherte am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 2017 Beschwerde (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1) und beantragte, die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">angefochtene </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verfügung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom 9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Januar 2017 sei aufzuheben und es sei ihr weiterhin eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ganze </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Invalidenrente auszurichten. Eventualiter sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Angelegenheit zur weiteren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">medizinischen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, subeventualiter sei der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen zu prüfen.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> In prozessualer Hinsicht beantragte sie, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen und es sei ihr die unentgeltliche Prozessführung sowie einen unentgeltlichen Rechtsbei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stand zu gewähren. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">antwort vom 20. März 2017 (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6) auf Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">April 2017 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8) wurde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde abgewiesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kräftige Verfügung oder der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherten Person</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eröffnete Mitteilung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">V </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Bundesgerichts 9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und 9C_771/2009 vom 11. September 2010 E. 2.2, je </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetz über die Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krankheitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1). </span></p><p><span> </span></p><p><br/><span> </span><span>Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatri</span><span>sche Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fachärztlich fest</span><span>gestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätz</span><span>lich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurtei</span><span>lende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. </span><span>BGE 143 V 409 E. 4.2.1 unter Hinweis auf 127 V 294 E. 4b/cc und 139 V 547 E. 5.2</span><span>).</span></p><p><span> </span><span>Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosoma</span><span>tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsächliche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funktionel</span><span>len Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE 141 V 281). Mit </span><span>BGE 143 V 418 </span><span>hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätzlich sämtliche psychischen </span><span>Erkrankungen</span><span> einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krankheitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in wel</span><span>chem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7). </span></p><p><span> </span><span>Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):</span></p><p><span>Funktioneller Schweregrad</span></p><p><span>- </span><span>Gesundheitsschädigung</span></p><p><span>-</span><span>Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde</span></p><p><span>-</span><span>Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz</span></p><p><span>-</span><span>Komorbiditäten</span></p><p><span>- </span><span>Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen</span></p><p><span>- </span><span>sozialer Kontext</span></p><p><span>Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)</span></p><p><span>- </span><span>gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichba</span><span>ren Lebensbereichen</span></p><p><span>- </span><span>behandlungs- und eingliederungs</span><span>anamnestisch</span><span> ausgewiesener Leidens</span><span>druck</span></p><p><span> </span><span>Diese</span><span> Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern</span><span>der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Res</span><span>sourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschät</span><span>zen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_2</span><span>60/2017 vom 1. Dezember 2017 E. </span><span>4.2.3). </span><span>Die Anerkennung eines rentenbe</span><span>gründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswir</span><span>kungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbe</span><span>lastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che Arbeitsleistungen der versicherten Person no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für die verlässliche Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes und sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ner Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sind in der Regel psychiatrische Fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ärzte beizuziehen (BGE 130 V 352 E. 2.2.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_989/2010 vom 16. Februar 2011 E. 4.4.2 mit weiteren Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_880/2015 vom 30. März 2016 E. 4.2.4). Wichtigste Grundlage gutachterlicher Schlussfolgerungen bildet – gegebenenfalls neben standardisierten Tests – die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung (Urteil des Bundesgerichts 8C_47/2016 vom 15. März 2016 E. 3.2.2 mit Hinweis). Bezüglich der Wahl der Untersuchungsmethoden kommt der Expertin oder dem Experten ein weiter Ermessensspielraum zu, und es ist nicht zwingend notwendig, dass fremdanam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nestische Angaben eingeholt oder Zusatzuntersuchungen angeordnet werden (Urteile des Bundesgerichts 8C_660/2013 vom 15. Mai 2014 E. 4.2.3, 8C_602/2013 vom 9. April 2014 E. 3.2 und 9C_275/2014 vom 21. August 2014 E. 3). Rechtsprechungsgemäss gibt es keine verbindliche Mindestdauer für eine psychiatrische Exploration, sondern es wird lediglich verlangt, dass die Expertise inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist, wobei der für eine psychiat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rische Untersuchung zu betreibende zeitliche Aufwand der Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie angemessen sein muss (Urteile des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts 8C_660/2013 vom 15. Mai 2014 E. 4.2.3, 8C_602/2013 vom 9. April 2014 E. 3.2 und 8C_47/2016 vom 15. März 2016 E. 3.2.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funkti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG). Nach Art. 49 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> beurteilen die RAD die medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmetho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">suchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden ha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie wür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">RAD-Berichte sind versicherungsinterne Dokumente, die von Art. 44 ATSG betreffend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser Norm vorgesehenen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahrensregeln entfalten daher bei Einholung v</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">on RAD-Berichten keine Wirkung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Urteil des Bundesgerichts 8C_385/2014 vom 16. September 2014 E. 4.2.1 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">xisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 134 V 231</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 137 V 210</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2.1). Allerdings kann auf </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">das Ergebnis versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 225</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">135 V 465</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 4.4 und E. 4.7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der angefochtenen Verfügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Januar 2017 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2) hielt die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegnerin fest, gemäss RAD-Untersuchung (allgemeinmedizinisch/internistisch und psychiatrisch) vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 2016 (Urk.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/95 und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/96) sowie im Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsbericht betreffend Einschränkungen im Haushaltsbereich vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juli 2016 (Eingangsdatum; Urk.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/98) weise die Beschwerdeführerin kein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> invalidisieren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gesundheitsschaden aus, der eine anhaltende Arbeitsunfähigkeit im Haus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halts- oder Erwerbsbereich begründen würde. Es bestehe eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für leichte bis mittelschwere körperliche Tätigkeiten. Damit erübrige sich die Vornahme eines Einkommens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vergleichs und die Beschwerdeführerin habe keinen Anspruch mehr auf eine Invalidenrente.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n ihrer Beschwerde vom 9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Feb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ruar 2017 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1) zusammengefasst geltend, seit der Rentenverfügung im Jahr </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2014</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">79) sei keine relevante Verbesserung des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gesundheitszustandes ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">getreten. Der Beschwerdeführerin sei deshalb ab März 2017 weiterhin eine volle Invalidenrente auszurichten. Eventuell sei ein polydisziplinäres medizinisches Gutachten anzuordnen und eine erneute Haushaltsabklärung vorzunehmen, sub</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eventualiter seien Eingliederungsmassnahmen zu prüfen. In prozessualer Hinsicht beantragte die Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung sowie die Gewährung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin auch über den 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 2017 hinaus Anspruch auf eine Invalidenrente hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer Änderung des Invaliditätsgra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG (vgl. E 1.1) bildet die auf eingehender medizinischer Abklärung fussende Mitteilung der Beschwerdegegnerin vom 20. Januar 2014 (Urk. 7/79), mit welcher der Invaliditätsgrad von 83 % und damit der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente im Rahmen des im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 2013</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> angehobenen amtlichen Revisionsverfahrens bestätigt wurde. Hierbei stützte sich die IV-Stelle im Wesentlichen auf folgende Arztberichte:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. C.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, behandelte die Beschwerdeführerin seit Mai 2000, wobei monatliche Konsultationen stattfanden. In seinem Arztbericht vom 23. März 2013 (Urk. 7/65) zu Händen der IV-Stelle diagnostizierte er eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.3) und berichtete, die Beschwerdeführerin denke formal logisch-kohärent, inhaltlich jedoch depressiv und um ihre Lebensgeschichte kreisend. Mit Ausnahme von Schattensehen und sporadisch Stimmen Hören habe sie keine Wahrnehmungs- und Ich-Störungen. Die Beschwerdeführerin sei freud- und lustlos und weise ausgeprägte Antriebs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hemmungen, Kraftlosigkeit, Schlafstörungen und psychosomatische Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den (starke Übelkeit, Fresssucht, Adipositas, Juckreiz) auf. Ihre Mimik sei traurig und ihre Gestik reduziert. Aufgrund des starken Kratzens habe sie Blutkrusten an allen Extremitäten und im Gesicht. Aus psychiatrisch-psychotherapeutischen Gründen sei die Beschwerdeführerin nach wie vor zu 100 % arbeitsunfähig, wobei es ihr inzwischen auch Mühe bereite, den Haushalt zu führen. Mittlerweile zeige sich ein chronifizierter Krankheitsverlauf und die Prognose sei nicht gut.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. D.___, Facharzt für Allgemeinmedizin, diagnostizierte in seinem Bericht vom 11. Juni 2013 (Eingangsdatum, Urk. 7/68) zu Händen der IV-Stelle eine chronische depressive Verstimmung sowie eine chronische Hepatitis B mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Keine Auswirkungen auf die Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit der Beschwerdeführerin habe die festgestellte Adipositas sowie Status nach Erysipel linker Unterschenkel. Aufgrund der regelmässigen psychotherapeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tischen Behandlung und der antidepressiven Medikation sei eine Verbesserung der chronischen depressiven Verstimmung durchaus möglich. Ungünstig sei jedoch die Kombination der chronischen Depression, Adipositas und weichteil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rheumatischen Beschwerden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen der von Dr. Z.___ durchgeführten psychiatrischen Begutachtung (Urk. 7/74), über welche am 7. Oktober 2013 berichtet wurde, wurde eine anhal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tend mittel- bis schwergradig ausgeprägte depressive Episode mit (anamnestisch diskreten) psychotischen Symptomen im Sinne einer depressiven Entwicklung (ICD-10 F32.11/F32.21) diagnostiziert. Psychopathologisch zeige sich ein gehemmt-depressiver Habitus. Die Grundstimmung sei gedrückt-depressiv, freud</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">los-ratlos und der Antrieb sei deutlich vermindert, die Mimik und Gestik schwunglos. Die Beschwerdeführerin habe die Aufmerksamkeit für die Dauer des Gesprächs nicht durchgehend aufrechterhalten können. Psychometrisch bilde sich auf den beiden Fremdbeurteilungsskalen (Hamilton, MADRS) ein mittel- bis schwergradig depressives Syndrom ab und differentialdiagnostisch sei auch eine organisch bedingte depressive Störung, eine bipolar-affektive Störung, eine schi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zoaffektive Störung oder eine Persönlichkeitsstörung zu erwägen, wobei für die genannten Diagnosen die Kriterien nach ICD-10 nicht erfüllt seien (Urk. 7/74 S. 12). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Verlauf der Störung sei gesamthaft bereits deutlich prolongiert, wobei mitt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lerweile von einem erheblichen Chronifizierungsgrad auszugehen sei. Dies sei auch erkennbar an einer deutlichen Persönlichkeitsnivellierung, die sich durch Gehemmtheit und Passivität, eine resignative Grundhaltung und sozialen Rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zug zeige (Urk. 7/74 S. 13). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. Z.___ attestierte eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit für jedwede Tätigkeit unter den Bedingungen der freien Wirtschaft. Sinnvoll sei eine stundenweise Tätigkeit in einem geschützten (ruhig, stressarm, emotional nicht belastend, gut strukturierte, nicht monotone, unterstützende Arbeitsatmosphäre) Rahmen, dies im Sinne einer verbesserten Tagesstrukturierung. Berufliche Massnahmen seien zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht erfolgsversprechend und deshalb nicht indi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziert (Urk. 7/74 S. 13). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hinsichtlich der Prognose äusserte Dr. Z.___, es sei von einem langwierigen Behandlungs- und Heilverlauf auszugehen. Die ambulante Behandlung mit vier- bis sechswöchigen Gesprächsterminen sei kaum ausreichend, um dem Schwere</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grad der zugrunde liegenden Störung adäquat zu begegnen. Angesichts der Schwere und der Dauer der vorliegenden Erkrankung sei eine stationäre Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung zu erwägen. Ausserdem seien die Möglichkeiten einer intensiveren medika</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mentösen Behandlung unter stationären Bedingungen wesentlich effizienter als unter ambulanten Bedingungen. Alternativ könne auch eine tagesklinische Behandlung, insbesondere zur Verbesserung der Tagestruktur und Erhaltung und Einübung sozialer Kompetenzen, in Betracht gezogen werden (Urk. 7/74 S. 14). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen der revisionsweisen Überprüfung der Invalidenrente hielt Dr. C.___ in seinem Bericht vom 5. März 2016 (Urk. 7/92) zu Händen der IV-Stelle fest, die Beschwerdeführerin leide an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome mit wiederholten Selbst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verstümmelungen (ICD-10 F33.3). Die Beschwerdeführerin habe über eine stän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dige starke Müdigkeit, Schlafprobleme, tiefe Traurigkeit und Schuldgefühle ihrem Ehemann gegenüber berichtet. Ausserdem habe sie aufgrund des starken Kratzens am ganzen Körper gut sichtbare Wunden. Dr. C.___ attestierte ihr weiterhin eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">RAD-Ärztin dipl. med. A.___ berichtete am 5. Juli 2016 (Urk. 7/95), die Beschwerdeführerin besitze ein offenes Wesen, habe gerne Umgang mit Men</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen, stricke, nähe und lese gerne und sei vielseitig interessiert. Während der Untersuchung war sie aufgeschlossen, kontaktbereit und zur Mitwirkung jederzeit in der Lage. Dipl. med. A.___ stellte keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Die Beschwerdeführerin leide lediglich an einem diskreten Fussekzem, welches jedoch keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit habe. Die Beschwerdeführerin weise keine Erkrankung auf, welche zu einer anhaltenden Arbeitsunfähigkeit berechtigen würde. Es bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für leichte bis mittelschwere körperliche Tätigkeiten entsprechend dem Ausbildungsprofil. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Während der psychiatrischen Begutachtung stellte RAD-Arzt med. pract. B.___ in seinem Bericht vom 5. Juli 2016 (Urk. 7/96) fest, die Beschwerdeführerin sei freundlich und breitwillig im Kontakt und habe einen flüssigen und zusammen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hängenden Gedankengang. Es gebe keinen Anhalt für Sinnestäuschungen, Ich-Störungen oder inhaltliche Denkstörungen sowie Störungen der Merkfähigkeit und des Gedächtnisses. Sie zeige eine lebhafte Mimik und Gestik und habe einen guten Antrieb. Während der gesamten dreistündigen Untersuchungszeit sei die Beschwerdeführerin aufmerksam und konzentriert gewesen. Eine erhöhte Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">müdbarkeit habe sich nicht gezeigt. Im Vergleich zum Gesundheitszustand im Jahr 2013 seien nun keine nennenswerten depressiven Symptome mehr erkenn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bar. Med. pract. B.___ diagnostizierte einen Zustand nach depressiver Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4). Psychiatrische Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellte er keine. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die am 12. Juli 2016 durchgeführte Haushaltsabklärung (Urk. 7/98) bei der Beschwerdeführerin ergab eine Aufteilung in 65 % Erwerbstätigkeit und 35 % Haushalt, wobei die Abklärungsperson im Haushaltsbereich keine Einschränkung mehr feststellte. Es sei der Beschwerdeführerin zuzumuten, die Tätigkeiten im Haushalt zu erledigen, welche sie selber verrichten könne. Im Rahmen der Scha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denminderungspflicht sei ihr das langsame Arbeiten oder das Arbeiten in Etappen mit entsprechenden Hilfsmitteln (Bsp. Handschuhe) durchaus zumutbar. Die Hilfe der Tochter und des Ehemannes sei im Rahmen der Mitwirkung im Haushalt zumutbar. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. D.___ teilte in seinem Bericht vom 2. September 2016 (Urk. 7/111/1), der im Rahmen des Einwandverfahrens nachgereicht wurde, mit, in der hausärztlichen Behandlung würden die somatischen Probleme, insbesondere das chronische Hand- und Fussrückenekzem, im Vordergrund stehen. Diese somatischen Prob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leme seien jedoch nicht so ausgeprägt, dass daraus schwerwiegende oder lang</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dauernde Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit resultieren würden. Hinsichtlich der psychiatrischen Behandlung inklusive deren Frequenz und Medikation sei er nicht informiert. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gynäkologin Dr. med. E.___ berichtete am 9. September 2016 (Urk. 7/111/3), eine gynäkologische Untersuchung sei bei der Beschwerdeführerin aufgrund einer Abwehrspannung wiederholte Male nicht möglich gewesen. Die Einlage einer Spirale zur Antikonzeption sei nur mittels Narkose möglich gewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen. Die Beschwerdeführerin habe einen sexuellen Übergriff erwähnt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ebenfalls im Rahmen des Einwandverfahrens wurde der Bericht von Dr. med. et med. dent. F.___ vom 20. September 2016 (Urk. 7/111/2) nachgereicht. Er äusserte, bei der Beschwerdeführerin bestehe eine Myoarthropathie des Kauappa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rates. Man habe sie über die Ätiopathogenese der Erkrankung informiert und Analgetica, autogenes Training, Diät, physio- und physikalische Therapie emp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fohlen. Ausserdem wurde eine Knirschschiene angefertigt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zu prüfen ist, ob ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG vorliegt, welcher eine Aufhebung der seit 1. Mai 2001 zugesprochenen Invalidenrente per Ende Februar 2017 rechtfertigt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Bestätigung des Anspruchs auf eine ganze Rente gemäss Mitteilung vom 20. Januar 2014 (Urk. 7/79) basierte im Wesentlichen auf den Facharztberichten von Dr. C.___ (Urk. 7/65), Dr. D.___ (Urk. 7/68) sowie Dr. Z.___ (Urk. 7/74). Es steht aufgrund der Akten fest, damals eine anhaltend mittel- bis schwergradig ausgeprägte depressive Episode mit psychotischen Symptomen im Sinne einer depressiven Entwicklung (ICD-10 F32.11/F.32.21) zur Bestätigung des Rentenan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruchs führte. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin ging im Rahmen der Rentenaufhebung im Jahr 2016 davon aus, dass der Beschwerdeführerin die angestammte Tätigkeit mindestens seit der RAD-Untersuchung im Juni 2016 (Urk. 7/96 S. 5) in einem 100%-Pensum zumutbar sei (Urk. 2). Sie stützte sich dabei auf die allgemeinmedizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nisch/internistische und die psychiatrische Untersuchung von dipl. med. A.___ respektive med. pract. B.___ vom 16. Juni 2016, über welche am 5. Juli 2016 berichtet wurde (Urk. 7/95-96) und wonach im Vergleich zur Situation im Jahr 2013 keine Diagnosen mehr vorliegen, die aus versicherungsrechtlicher Sicht Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fluss auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin haben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Untersuchungsberichte von dipl. med. A.___ und med. pract. B.___ ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mögen die an eine beweiskräftige ärztliche Expertise gestellten Anforderungen vollumfänglich zu erfüllen (vgl. E. 1.5). So tätigten die RAD-Ärzte sorgfältige, umfassende Abklärungen, berücksichtigten die geklagten Beschwerden und begründeten ihre Einschätzung in nachvollziehbarer Weise sowie in Auseinan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dersetzung mit den vorgelegten Vorakten. Sie legten die medizinischen Zusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">menhänge und die medizinische Situation einleuchtend dar und begründeten ihre Schlussfolgerungen nachvollziehbar. Die RAD-Berichte erweisen sich somit grundsätzlich als beweistauglich. Soweit die Beschwerdeführerin eine ungenü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gende Dauer der Untersuchung durch med. pract. B.___ rügte (Urk. 1 S. 8), ist dem entgegenzuhalten, dass das Bundesgericht in seiner Rechtsprechung der Dauer einer psychiatrischen Exploration keinen bedeutenden Stellenwert zumisst, solange die Expertise den praxisgemässen Kriterien entspricht (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 8C_448/2009 vom 27. Juli 2009, E. 2.2 und 8C_485/2010 vom 21. September 2010, E. 2.4.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">), was vorliegend der Fall ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Anbetracht der von dipl. med. A.___ erhobenen Befunde (Urk. 7/95 S. 4f.) erweist sich ihre Beurteilung, aus allgemeinmedizinischer Sicht lasse sich aktuell keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellen, als nachvollzieh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar. Dies umso mehr, als auch Dr. D.___ äusserte, die somatischen Probleme seien nicht so ausgeprägt, dass daraus schwerwiegende oder langdauernde Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen der Arbeitsfähigkeit resultieren würden (Urk. 7/111/1). Weder Dr. D.___ noch die Gynäkologin Dr. E.___ und der Zahnarzt Dr. F.___ attestierten der Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeit (Urk. 7/111). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Angesichts der von med. pract. B.___ festgehaltenen Befunde (Urk. 7/96 S. 3f.) ist seine Einschätzung, aus psychiatrischer Sicht lasse sich keine Diagnose von Krankheitswert stellen, einleuchtend. Dies insbesondere auch vor dem Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tergrund, als die jahrelang unterhalb des therapeutischen Bereichs liegende Medikation und Therapiefrequenz (vgl. Urk. 7/74 S. 14) auf keinen ausgeprägten Leidensdruck hindeuten. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Überdies weisen auch die durch die Beschwerdeführerin gepflegten sozialen Beziehungen zu ihrem Ehemann, ihren Kindern und ihren Geschwistern, insbesondere ihrer Schwester, die sie oft in Deutschland besucht, ihre jährlichen Reisen in die Türkei, um Verwandte zu besuchen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 7/96 S. 1) sowie ihre vielseitigen Interessen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Lesen, Stricken, N</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ähen) auf vorhandene per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sönliche Ressourcen hin. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dementsprechend schlüssig erscheint sodann die Fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellung von m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ed. pract. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">B.___, zur Stabilisierung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin habe auch eine erfreuliche neue Ehe beigetragen, in der sie gegenseitigen Respekt erlebe (Urk. 7/96 S. 4). Psychotische Symptome konnte der psychiatrische Facharzt nicht (mehr) feststellen und solche wurden auch nicht bei der Schilderung der Alltagsaktivitäten erwähnt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Was die Einschätzung durch den behandelnden Psychiater Dr. C.___ vom 5. März 2016 (Urk. 7/92) betrifft, fällt auf, dass er einen völlig gleichlautenden Arztbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richt erstellte wie bereits drei Jahre zuvor (vgl. Arztbericht vom 23. März 2013; Urk. 7/65). Diesbezüglich ist auch auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass, in Bezug auf Berichte von behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Thera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">piekräften, diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin monierte ausserdem die Fehlerhaftigkeit der Haushalts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">abklärung vom 12. Juli 2016 (Urk. 1 S. 10ff.). So sei beispielsweise die Festlegung der Aufteilung Erwerbs-/Haushaltsbereich (65 %/35 %, Urk. 7/98 S. 3) nicht nachvollziehbar, würde die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall doch 100 % erwerbstätig sein. Ausserdem wohne der Sohn nicht wieder zu Hause, wie von der Beschwerdegegnerin fälschlicherweise angegeben worden sei.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ausgehend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit kann offen gelassen werden, in welchem Pensum die Beschwerdeführerin letzten Endes tatsächlich erwerbstätig sein würde. Des Weiteren ist sodann nicht von Belang, ob der Sohn der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin tatsächlich bei ihr wohnt oder nicht respektive inwieweit es ihm zuzumuten ist, im Rahmen der Mitwirkung im Haushalt mitzuhelfen, würde doch selbst eine 100%ige Einschränkung im Haushaltsbereich bei einem Anteil von 35 % im Haushaltsbereich zu einem maximalen Invaliditätsgrad von 35 % und damit zu keinem Rentenanspruch mehr führen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Demnach ging die Beschwerdegegnerin zu Recht davon aus, dass sich der Gesundheitszustand sowie die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin seit der letzten materiellen Rentenüberprüfung im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Jahr 2014</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> massgeblich verbessert haben, was rechtsprechungsgemäss einen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG darstellt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eingliederungsmassnahmen wurden von der Beschwerdegegnerin rudimentär geprüft (Urk. 7/99 S. 6f.) und aufgrund der schlechten Deutschkenntnisse der Beschwerdeführerin als aussichtslos erachtet. Zu prüfen bleibt, ob vor Erlass der angefochtenen Verfügung vom 9. Januar 2017 (Urk. 2) Eingliederungsmassnah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men hätten durchgeführt werden müssen oder ob der Beschwerdeführerin die Selbsteingliederung auf dem Arbeitsmarkt möglich ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Gebiet der Invalidenversicherung gilt ganz allgemein der Grundsatz, dass die invalide Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vorzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern (BGE 113 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">V </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">22 E. 4a mit Hinweisen). Dieses Gebot der Selbsteingliederung ist Ausdruck des in der ganzen Sozialversicherung geltenden Grundsatzes der Schadenminde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungspflicht (vgl. BGE 120 V 368 E. 6b, 117 V 275 E. 2b), wobei jedoch von der versicherten Person nur Vorkehren verlangt werden können, die unter Berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">falles zumutbar sind (BGE 113 V 22 E. 4a mit Hinweisen auf Lehre und Recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechung; ZAK 1989 S. 214 E. 1c). Als Ausdruck der allgemeinen Schadenmin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derungspflicht geht die Pflicht, die notwendigen Schritte zur Selbsteingliederung zu unternehmen, nicht nur dem Renten-, sondern auch dem gesetzlichen Einglie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derungsanspruch vor (Urteil des Bundesgerichts 9C_356/2014 vom 14. November 2014 E. 3.1 mit Hinweisen auf Urteile I 116/03 vom 10. November 2003 E. 3.1 und I 145/01 vom 12. September 2001 E. 2b).</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Bundesgericht geht vom Regelfall aus, dass eine medizinisch attestierte Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">besserung der Arbeitsfähigkeit grundsätzlich auf dem Weg der Selbsteingliede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung verwertbar ist. Bei Versicherten, die bei der revisions- oder wiedererwä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gungsweisen Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente das 55. Altersjahr vollendet haben oder eine Rentenbezugsdauer von mindestens 15 Jahren aufwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen, ist – von Ausnahmen abgesehen – eine Selbsteingliederung indessen nicht mehr zumutbar (Urteil 9C_231/2015 vom 7. September 2015 E. 2 mit Hinweis auf SVR 2011 IV Nr. 73 S. 220; 9C_228/2010 E. 3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die am 1. Januar 1973 geborene Beschwerdeführerin war im relevanten Zeitpunkt (Vorliegen der RAD-Untersuchungsberichte vom 5. Juli 2016; vgl. BGE 138 V 457 E. 3.3) 43 Jahre alt und hat während rund 15 Jahre eine Rente bezogen. Sie fällt damit grundsätzlich unter die erwähnte Rechtsprechung. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vor dem Hintergrund der massgeblichen Aktenlage kann allerdings nicht gesagt werden, es falle beim gegebenen medizinisch-theoretischen Zumutbar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keitsprofil auf dem als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Anstellung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nur </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mehr </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unter erschwerten Bedingungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in Betracht. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">So ist in erster Linie darauf hinzuweisen, dass das wiedergewonnene Leistungsvermögen in derselben Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit verwertet werden kann, welche die Beschwerdeführerin bereits vor Eintritt der Invalidität ausgeübt hat. Entsprechend fehlt es bereits aus diesem Grund an einem Eingliederungsbedarf. Ausserdem stellte schon Dr. Z.___ in seinem Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achten im Oktober 2013 eine 20%ige Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin fest (Urk. 7/74 S. 13), welche diese jedoch nie ausgeschöpft hat. Es ist davon aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zugehen, dass die Beschwerdeführerin ihre Arbeitsfähigkeit, jedenfalls teilweise, bereits vor der effektiven Rentenaufhebung wiedererlangte und entsprechend bevor die 15 Jahre überschritten wurden. Weiter ist aktenkundig, dass die Beschwerdeführerin hobbymässig Handarbeiten ausführt, Kontakte in ihrem Haus pflegt, ihre Schwester in Deutschland regelmässig besucht und zwei- bis dreimal pro Jahr in die Türkei reist, um ihre Verwandten zu besuchen (Urk. 7/95-96). All dies spricht dafür, dass die Beschwerdeführerin über intakte Fähigkeiten verfügt, die sie auch im ihr ohne berufliche Massnahme offenstehenden erwerblichen Bereich nutzen könnte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erschwerend wirken sich sicherlich die mangelnden Sprachkenntnisse sowie </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die minimalen Berufserfahrungen aus. Diese sind primär aber nicht auf den langen Rentenbezug zurückzuführen, sondern in erster Linie darauf, dass die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin vor Eintritt ihrer Depressionserkrankung nur wenig Berufserfahrung und gar keine Ausbildung erlangt hat. Sie ist aber noch relativ jung und mit 45 Jahren nicht schlechter gestellt, als eine frisch immigrierte Frau, ohne Sprach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kenntnisse, Ausbildung oder berufliche Erfahrung in der Schweiz. Die ihr ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichts dieser Umstände offenstehenden Tätigkeiten kann die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Einschränkung vollzeitlich ausüben. Die IV-Stelle weist zu Recht darauf hin, dass die ihr offen stehenden, zumutbaren Hilfsarbeiten keinen besonderen Qualifikationen unterliegen. Umstände, die den Zugang zum ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">glichenen Arbeitsmarkt im Sinne von Art. 16 ATSG (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 138 V 457 E. 3.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) ohne vorgängige befähigende Massnahmen ausschliessen oder erheblich erschweren, sind nicht ersichtlich (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. auch Urteil 8C_586/2014 vom 22. Dezember 2014 E.8.2 und 9C_474/2013 vom 20. Februar 2014 E. 6.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Auch aus medizinischer Sicht besteht kein Abklärungsbedarf hinsichtlich allfälliger somatischer Einschränkun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen und der damit verbundenen notwendigen Anpassung an den Arbeitsplatz. Die Erschwernis bei der Eingliederung ist nicht auf die Dauer des Rentenbezugs zurückzuführen. Damit ist (ausnahmsweise) eine weitere Prüfung von Eingliede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsmassnahmen vor einer Rentenaufhebung hinfällig. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da der vorliegende Prozess nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den kann und die Beschwerdeführerin bedürftig ist, ist ihr antragsgemäss (Urk. 1) die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und, da auch die Voraussetzun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen zur Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters gemäss § 16 des Geset</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) erfüllt sind, in der Person von Rechtsanwalt Abdullah Karakök ein unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten sind dabei nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen, jedoch zufolge der Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsanwalt Abdullah Karakök machte mit seiner Honorarnote vom 7. Juni 2017 einen Aufwand von 9.75 Stunden und Barauslagen von Fr. 72.10 geltend (Urk. 19). Der geltend gemachte Aufwand erweist sich im Hinblick auf die Bedeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung der Streitsache, den Schwierigkeiten des Prozesses und im Vergleich zu gleichgelagerten Fällen als angemessen. Die Entschädigung ist bei einem gerichtsüblichen Stundenansatz von Fr. 220.-- auf insgesamt Fr. 2'394.45 (inkl. Barauslagen und MWSt) festzusetzen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht beschliesst:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Bewilligung des Gesuchs vom 9. Februar 2017 wird der Beschwerdeführerin Rechtsanwalt Abdullah Karakök, Zürich, als unentgeltlicher Rechtsbeistand für das vorliegende Verfahren bestellt, und es wird ihr die unentgeltliche Prozessführung gewährt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">auferlegt</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kasse genommen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der unentgeltliche Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt Abdullah Karakök, Zürich, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird mit </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 2'394.45. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">(inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gerichts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kasse entschädigt. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdeführerin wird </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Abdullah Karakök</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><br/><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstStadler</p><p></p></div> </div></body></html>