Abteilung III C-675/2009 {T 0/2} U r t e i l v o m 3 . A p r i l 2 0 0 9 Richter Alberto Meuli (Vorsitz), Richterin Madeleine Hirsig, Richter Vito Valenti, Gerichtsschreiber Jean-Marc Wichser. X._______ Beschwerdeführerin, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Invalidenrente. B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandC-675/2009 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und zieht in Erwägung, dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 17. Dezember 2008 der 1946 geborenen Beschwerdeführerin eine zeitlich vom 1. April 2006 bis zum 30. Juni 2006 befristete, ganze Invalidenrente zugesprochen hat (act. 1/1), dass die Beschwerdeführerin gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 17. Dezember 2008 Beschwerde erheben liess mit dem Hauptantrag, es sei ihr eine ganze Rente auch nach dem 30. Juni 2006 zu gewäh- ren, mit einem Eventualantrag, es sei ihr ab dem 1. Juli 2006 eine hal- be Rente zuzusprechen und mit einem Subeventualantrag, die Sache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, dass mit der Beschwerde ein ärztlicher Bericht des Kantonsspitals K._______ vom 20. Januar 2009 ins Recht gelegt wurde (act. 1), dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 13. März 2009 unter Hin- weis auf die Stellungnahme der IV-Stelle des Kantons Basel-Stadt vom 6. März 2009 beantragte, die Beschwerde sei gutzuheissen, die ange- fochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache im Sinne der er- wähnten Stellungnahme an die Verwaltung zurückzuweisen (act. 4), dass in der erwähnten Stellungnahme die IV-Stelle Basel-Stadt zum Schluss gekommen war, dass aufgrund des Berichts des Kantonsspi- tals vom 20. Januar 2009 weiterhin ein Rentenanspruch vorliegen müsse, dessen Höhe jedoch noch nicht festgelegt werden könne, dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Bundesgeset- zes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (Verwal- tungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenver- sicherung (IVG, SR 831.20) Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal- tungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, dass die IV-Stelle eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist, und vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszumachen ist, Seite 2C-675/2009 dass das Bundesverwaltungsgericht somit zur Behandlung der vorlie- genden Beschwerde zuständig ist, dass die Beschwerdeführerin beschwerdelegitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG, SR 830.1]), und dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht worden ist, so dass darauf einzutreten ist (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG, vgl. auch Art. 60 ATSG), dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtser- heblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt, dass der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Am- tes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen hat (Art. 43 Abs. 1 ATSG), dass nach Auffassung der Vorinstanz, der sich das Bundesverwal- tungsgericht anschliessen kann, feststeht, dass die angefochtene Ver- fügung vom 17. Dezember 2008 auf einer mangelhaften Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts beruht, dass die Beschwerde demnach gutzuheissen und die Sache zur Neu- beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Art. 61 Abs. 1 VwVG), verbunden mit der Anweisung, die Frage der Arbeitsunfähig- keit der Beschwerdeführerin ab dem 1. Juli 2006 zu prüfen und gege- benenfalls eine neue Rentenverfügung zu erlassen, dass weder die obsiegende Beschwerdeführerin noch die unterliegen- de Vorinstanz Verfahrenskosten zu tragen hat (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG), dass der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 2'000.-- zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG, vgl. auch Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun- gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 17. Dezember 2008 aufgehoben. Seite 3C-675/2009 2. Die Sache wird zur weiteren Abklärung des Sachverhalts im Sinn der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen. 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 4. Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient- schädigung von Fr. 2'000.-- zugesprochen. 5. Dieser Entscheid geht an: - die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) - die Vorinstanz (Ref-Nr. 756.9301.0347.78) - das Bundesamt für Sozialversicherungen Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Alberto Meuli Jean-Marc Wichser Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). Versand: Seite 4