<h2>SubmittedText<h2><p>Vergangenen März, mehr als zehn Jahre nach dem Ausbruch von BSE, haben alle Rindviehhalter ein persönlich adressiertes Rundschreiben des Bundesamts für Veterinärwesen erhalten, in dem auf die häufigsten Anzeichen und Symptome von BSE hingewiesen worden ist. Künftig können Landwirte für die Lieferung einer Kuh, bei der zum Zeitpunkt der Schlachtung BSE festgestellt wird, strafrechtlich verfolgt werden.</p><p>Im gleichen Zeitraum hat dasselbe Bundesamt Tiermehlrückstände in Futtermitteln für Rinder trotz der bekannten Infektionsrisiken zugelassen; weniger als ein Gramm infizierter Materie reicht, um einen BSE-Fall auszulösen. Erst am 1. November 2000 wurde diese Toleranz verboten. Bis Juli 1999 musste man auf ein Verbot der Verwendung von Blutmehl bei der Fütterung von Wiederkäuern warten. Erst 1998 wurden aus Fleisch gewonnene tierische Fette, die bei der Fütterung von Rindern keiner Einschränkung unterlagen, einer Wärmebehandlung unterzogen, die ausreicht, um Prionen unschädlich zu machen; der grösste Teil wurde schlussendlich am 1. Januar 2001 verboten.</p><p>Ist der Bund bereit, ein Rundschreiben an alle Rindviehhalter zu senden, in dem er zugibt, nicht alle Massnahmen im richtigen Moment ergriffen zu haben, und dafür auch die Gründe angibt?</p>