<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.00773</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Ersatzrichterin Lienhard<br/>Gerichtsschreiberin Meierhans</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 17. August 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Departement Soziales der Stadt Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Y.___, Soziale Dienste, Sozialversicherungsfachstelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Pionierstrasse 5, 8403 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1966, meldete sich erstmals am 14. September 2007 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 9/4). Nachdem die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, die medizinische und erwerbliche Situation (Urk. 9/10; Urk. 9/12) abgeklärt und ein psychiatrisches Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten veranlasst hatte, welches am 12. November 2007 erstattet wurde (Urk. 9/14), sprach sie dem Versicherten mit Verfügung vom 5. März 2008 (Urk. 9/25; Urk. 9/30) bei einem Invaliditätsgrad von 64 % eine Dreiviertelsrente mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2006 zu.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Mitteilung vom 10. April 2012 (Urk. 9/47) wurde der Anspruch auf die bisherige Invalidenrente bestätigt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Eingang des Revisionsfragebogens vom 11. September 2013 (Urk. 9/64) tä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die IV-Stelle erneut medizinische und erwerbliche Abklärungen (Urk. 9/65; Urk. 9/67; Urk. 9/69) und veranlasste eine bidisziplinäre rheumatologisch-psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chiatrische Begutachtung, über welche am 27. Oktober 2014 berichtet wurde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 9/87-88). Mit Verfügung vom 14. Januar 2015 (Urk. 9/92) hob die IV-Stelle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die bisherige Dreiviertelsrente auf.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 23. Februar respektive 3. März 2016 meldete sich der Versicherte erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 9/104-105) und reichte einen Bericht des Medizinischen Zentrums Z.___ (Urk. 9/103) ein.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 9/107-108; Urk. 9/110) trat d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie IV-Stelle mit Verfügung vom 30. Mai 2016 (Urk. 9/112 = Urk. 2) auf das neue Leistungsbegehren des Versicherten nicht ein.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte erhob am 1. Juli 2016 Beschwerde gegen die Verfügung vom 30. Mai 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm erneut eine Invalidenrente auszurichten. Eventuell sei ein Gutachten über seinen Gesundheitszustand einzuholen (Urk. 1 S. 2). Die IV-Stelle beantragte mit Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeantwort vom 24. August 2016 (Urk. 8) die Abweisung der Beschwerde. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dies wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 26. Januar 2017 (Ur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">k. 13) zur Kenntnis gebracht, wobei gleichzeitig antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 2) die unentgeltliche Prozessführung bewilligt wurde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">87 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in ana</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">loger Weise wie bei einem Revisionsfall nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vorzugehen (BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Verän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richt (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen stellen (ZAK 1966 S. 279, vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen). Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung der Eintretensfrage durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">87 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der Eintretensfrage, w</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">enn die Verwaltung auf die Neuanmeldung eingetreten ist (BGE 109 V 108 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2b). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">87 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 in Verbindung mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVV soll verhindert werden, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sich die Verwaltung nach vorangegangener rechtskräftiger Leistungsverweige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> immer wieder mit gleich lautenden und nicht näher begründeten, das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heisst keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen befassen muss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (BGE 109 V 108 E. 2a, 264 E. 3). Hingegen kann diese Eintretensvorschrift nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der frühe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren rechtskräftigen Leistungsabweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts au</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaub</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">würdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens im Sinne des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">87 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 und 3 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IVV sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die Tatsa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">änderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2 mit Hinweisen). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Invalidenrente sei be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 2013 E. 2.3 mit Hinweisen auf 8C_1009/2010 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">April 2011 E. 2.2 und 9C_838/2011 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 2012 E. 3.3.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da die versicherte Person im Rahmen der Neuanmeldung die massgebliche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sachenänderung glaubhaft zu mache</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n hat, spielt der Untersuchungsgrund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">satz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, wonach das Gericht (oder die Verwaltung) für die richtige und vollständige Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen hat, insoweit nicht. M</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">it</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kommt der versicherten Person </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausnahmsweise eine Beweisführungslast </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu. Wird in der Neuanmeldung kein Eintretenstatbestand glaubhaft gemacht, son</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dern bloss auf ergänzende Beweismittel, insbesondere Arztberichte hingewiesen, die noch beigebracht würden oder von der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">waltung beizuziehen seien, ist der versicherten Person eine angemessene Frist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zur Einreichung der Beweismittel anzusetzen. Diese Massnahme setzt voraus, dass die ergänzenden Beweisvor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren geeignet sind, den entsprechenden Beweis zu erbringen. Sie ist mit der Androhung zu verbinden, dass ansonsten gegebenenfalls auf Nichteintreten zu erkennen sei. Dasselbe gilt, wenn der Neuanmeldung zwar ärztliche Berichte beigelegt sind, diese indessen so wenig substanziiert sind, dass sich eine neue </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Prüfung nur aufgrund weiterer Erkenntnisse allenfalls rechtfertigen würde. Die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">falls ist die IV-Stelle zur Nachforderung weiterer Angaben nur verpflichtet, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wenn den – für sich allein genommen nicht Glaubhaftigkeit begründenden – Arz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">berichten kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">krete Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise entnommen werden können, wonach mögli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise eine mit weiteren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erhebungen erstellbare rechtserhebliche Änderung vorliegt. Ergeht eine Nich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teintretensverfügung im Rahmen des Verwaltungsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahrens, das den Erfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nissen betreffend Fristanse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tzung und Androhung der Säumnis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">folgen genüg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t, legen die Gerichte ihrer beschwerdeweisen Überprüfung den Sachverhalt zu Grunde, wie er sich der Verwaltung bot. Für das Beibringen neuer Beweismittel bleibt im anschliessenden Gerichtsverfahren kein Raum mehr (BGE 130 V 64 E. 5.2.5, Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom 5. Juni 2013 E. 2.1-2.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) fest, dass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die im Bericht des Medizinischen Zentrums Z.___ aufgeführten rheumato</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gischen Diagnosen denjenigen vom September 2013 entsprächen. Aus psychia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trischer Sicht bestehe eine psychosomatische Überlagerung, welche im Bericht des Medizinischen Zentrums Z.___ mitberücksichtigt worden sei und mit welcher eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes begründet werde. Mit dem neuen Gesuch sei nicht glaubhaft dargelegt worden, dass sich die tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sächlichen Verhältnisse seit der letzten Verfügung wesentlich verändert hätten. Es liege lediglich eine andere Beurteilung des gleichen Sachverhalts vor. Auf das neue Leistungsbegehren werde daher nicht eingetreten (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt (Urk. 1), es sei nicht mehr nur eine leichte Depression, sondern eine mittelgradige Depres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sion mit sozialem Rückzug ausgewiesen. Ausserdem seien die Kriterien einer posttraumatischen Belastungsstörung erfüllt. Er sei zu 100 % arbeitsunfähig, weshalb ihm eine ganze Invalidenrente zustehe. Eventuell seien weitere Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen vorzunehmen (S. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin – mangels einer glaubhaft gemachten Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der letztmaligen mate</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">riellen Prüfung – zu Recht nicht auf das neue Leistungsbegehren einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">treten ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die massgebende medizinische Aktenlage stellte sich bei der letztmaligen mate</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">riellen Prüfung, in deren Rahmen die bisherige Dreiviertelsrente aufgehoben wurde (vgl. Verfügung vom 14. Januar 2015, Urk. 9/92), wie folgt dar:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. A.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte mit Bericht vom 16. September 2013 (Urk. 9/67/5-6) folgende Diagnosen mit Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kung auf die Arbeitsfähigkeit auf (S. 1 lit. A Ziff. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisch rezidivierende Kniebeschwerden beidseits bei Degeneration de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">s medialen Meniskus rechts und Hyperpressionssyndrom im Rahmen einer beginnenden medialen Varus-Gonarthrose beidseits</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit zeitweiser radiku</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">lärer Reizung L5 links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Depression</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erachtete er einen Status nach Hepa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">titis A und B sowie eine Thrombozytopenie unklarer Genese (S. 1 lit. A Ziff. 2). Der Beschwerdeführer sei berentet (S. 1 lit. B). Die Prognose bezüglich der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hänge von der Gesamtsituation wie dem Bildungsstatus, der Eigeninitiative, der sprachlichen Kenntnisse sowie der Dauer des Leidens ab (S. 2 lit. D).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 27. Oktober 2014 erstatteten Dr. med. B.___, Facharzt für Physika</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lische Medizin und Rehabilitation sowie für Rheumatologie, und Dr. med. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ihr bidisziplinäres rheu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">matologisch-psychiatrisches Gutachten zuhanden der Beschwerdegegnerin (Urk. 9/87-88)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. B.___ hielt in seinem rheumatologischen Teilgutachten (Urk. 9/87) folgende Diagnose fest (S. 13 Ziff. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">unspezifische Ganzkörperschmerzen ohne erkennbare, ausreichend erklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">bare somatische Befunde mit/bei:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">chronifiziertem lumbosakralem Schmerzsyndrom mit Schmerzab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">strah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">lung in die Beine (Verdacht auf radikuläre Reizung L5 links im Jahr 2012; Verdacht auf radikuläre Reizung L5 rechts im Jahr 2013; Sakralisation von L5; Diskushernie L4/5 rechts; aktuell klinisch keine radikuläre Symptomatologie sowie Verdacht auf ein lumbospondy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">logenes Syndrom rechts)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Gonalgien bei unauffälliger Klinik (vordergründig rechtes Knie/leichte myxoide Degeneration im medialen rechten Meniskus im Jahr 2012; aktuell im Jahr 2014 vordergründig linkes Knie)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Dekonditionierung bei einer beruflichen Abstinenz von vierzehn Jahren</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Ganzkörperschmerzen fänden sich klinisch keine erklärenden Befunde. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die schmerzhaften Kniegelenke seien klinisch unauffällig und eine lokale Pat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">logie sei nicht erkennbar. Für die Rücken-Beinschmerzen fänden sich abgesehen von einer Einschränkung der Seitbeweglichkeit der Lendenwirbel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">säule (LWS) und einer Druckdolenz lumbosakral keine Besonderheiten. Insbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">son</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dere lasse sich keine radikuläre Symptomatologie erkennen. Eine reale Teil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ursache könne bei einem Übergangswirbel und einer Diskopathie angenommen und ein lumbo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spondylogenes Syndrom vermutet werden. Nebst der extraso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tisch begründe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Panalgie dürfte auch eine jahrelange Untätigkeit mit Dekon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ditionierung die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">körperliche Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ken (S. 14 Ziff. 1).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Dem Beschwerdeführer sei die bisherige Tätigkeit als Dachdecker infolge der vermuteten teilweise organisch begründeten Lumbosakralgie nicht mehr zumut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar. Angesichts der Dekonditionierung nach einer langen beruflichen Abwesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit und der extrasomatischen Problematik sei jedoch vor allem das Unfallrisiko zu hoch. In einer leichten bis mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit sei der Beschwerdeführer aus rheumatologischer Sicht vollständig arbeitsfähig (S. 14 Ziff. 2-3). Die extrasomatisch begründeten Ganzkörperschmerzen würden sich therapeutisch kaum mehr beeinflussen lassen. Eine konsequente medizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sche Trainingstherapie könne die Belastbarkeit des Rückens verbessern. Ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichts der vorherrschenden Panalgie sei allerdings kaum mit einer Ausdehnung der Arbeitsfähigkeit auch auf Rückenschwerarbeit zu rechnen (S. 15 Ziff. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. C.___ führte in seinem psychiatrischen Teilgutachten (Urk. 9/88) folgen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf (S. 7 Ziff. 4):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">leichtgradige depressive Episode (ICD-10 F32.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung, gebessert (ICD-10 F62.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erwähnte er sodann einen Status nach posttraumatischer Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) sowie familiäre und finanzielle Schwierigkeiten (ICD-10 Z63/Z59; S. 7 Ziff. 4). Der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">füh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rer habe sich als Kurde politisch betätigt und sei mehrmals inhaftiert sowie ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">foltert worden. Die Foltererlebnisse hätten sich noch einige Zeit wie Filmszenen vor seinen Augen abgespielt. Dies habe aufgehört, als er in die Schweiz ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen sei und sich sicher gefühlt habe. Allerdings habe er sich nicht heimisch gefühlt. Er sei oft misstrauisch und nervös gewesen, was auch zu Hause für Streitereien gesorgt habe. Dr. C.___ kam zum Schluss, dass diese Verhal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen möglicherweise eine Spätfolge der posttraumatischen Belastungsstörung im Sinne einer andauernden Persönlichkeitsänderung gewesen seien. Der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer sei bis vor anderthalb Jahren ambulant psychiatrisch behandelt worden und habe Psychopharmaka erhalten. Da er eine Blutuntersuchung ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weigere, könne nicht verifiziert werden, ob er diese weiterhin regelmässig ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">neh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">me. Daher seien Zweifel an der Compliance angebracht. Der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer habe sich dank der psychiatrischen Behandlung und der zeitlichen Dis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tanz grösstenteils von der andauernden Persönlichkeitsänderung lösen können. Anlässlich der Untersuchung habe er die hierfür verlangte Symptomatik nicht mehr aufgewiesen. So seien keine feindliche Haltung und kein Gefühl von Hoffnungslosigkeit oder Leere mehr feststellbar gewesen. Ein sozialer Rückzug liege ebenfalls nicht vor. Die psychiatrische Therapie habe er aufgegeben. Anlässlich der Untersuchung hätten sich sodann die Symptome einer leichten Depressivität gezeigt. Der Beschwerdeführer sei nur wenig verstimmt, allerdings mürrisch. Er zeige keine grundlosen Ängste und der affektive Rapport sei gut. Er sei konzentriert und weise keine Gedächtnisstörungen auf. Die sozialen Kontakte habe er vermehrt wieder aufgebaut und sich auch einem kurdischen Verein angeschlossen. Er stehe zwar spät auf, gestalte den Tag jedoch regel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mässig. Das Grosskind bereite ihm grosse Freude. Es bestünden rege Kontakte innerhalb der Familie. Er reise auch für Ferien ins Heimatland und kümmere sich um politische Zusammenhänge. Als ungünstige krankheitsfremde Faktoren bestünden eine langjährige Phase einer Arbeitsuntätigkeit sowie eine mangel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hafte Assimilation. Im Vordergrund der Problematik stehe seit einigen Jahren die chronische Schmerzkrankheit. Er sei auf die Schmerzen fixiert und äussere hypochondrische Befürchtungen. Eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung liege vor. Die psychische Komorbidität sei nur noch leicht und die soziale Inte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gration sei erhalten geblieben. Chronische körperliche Begleiterkrankungen läge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n vor. Sodann sei die prämorbide Persönlichkeitsstruktur auffällig. Die Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">problematik sei progredient und chronifiziert. Folglich seien zwar mehrere Kri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terien erfüllt, dies jedoch nicht in einem grossen Ausmass. Eine psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sche Therapie sei nicht notwendig. Die Prognose sei nicht ungünstig (S. 7 ff. lit. B). Aus psychiatrischer Sicht seien dem Beschwerdeführer die bisherige sowie eine angepasste Tätigkeit zu 80 % zumutbar (S. 10 lit. C Ziff. 4, S. 12 lit. C Ziff. 13). Die Arbeitsfähigkeit sei seit dem Jahr 2006 eingeschränkt, wobei bis zum Früh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">jahr 2013 eine relativ hohe Einschränkung vorgelegen habe. Seither habe sich der Gesundheitszustand verbessert (S. 11 lit. C Ziff. 6-7). Die psychosozialen Faktoren würden überwiegen und bewirken, dass der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit nicht ausübe (S. 12 lit. C Ziff. 18).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der interdisziplinären Beurteilung hielten die Gutachter fest, dass der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schw</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer die bisherige schwere Tätigkeit als Dachdecker nicht mehr aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">üben könne. In einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit sei er seit dem Früh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">jahr 2013 zu 80 % arbeitsfähig (vgl. Urk. 9/87/18-19 = Urk. 9/88/16-17).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Stellungnahme vom 4. November 2014 erachtete Dr. med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, prak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tische Ärztin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), die gutachterliche Beurteilung als nachvollziehbar. Seit Frühjahr 2013 sei von einer Verbesserung des psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Gesundheitszustandes auszugehen. Es ergebe sich nur noch eine maxi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">male Arbeitsunfähigkeit von 20 %. Die Arbeitsfähigkeit sollte umsetzbar sein. Die Schmerzen seien überwindbar (vgl. Urk. 9/89 S. 5 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt darauf und nach erfolgter Überwindbarkeitsprüfung (vgl. Urk. 9/89 S. 6 f.)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> hob die Beschwerdegegnerin die bisherige Dreiviertelsrente mangels eines </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">invalidisierenden Gesundheitsschadens auf (vgl. Verfügung vom 14. Januar 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, Urk. 9/92).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der vorliegenden Neuanmeldung lag der Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt des Verfügungserlasses am 30. Mai 2016 (Urk. 2) lediglich ein Bericht der Ärzte des Medizinischen Zentrums Z.___ vom 13. November 2015 (Urk. 9/103) vor. Diese stellten folgende Diagnosen (S. 3):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schwere posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Knieschmerzen beidseits bei Degeneration des medialen Meniskus rechts und Hyperpressionssyndrom im Rahmen einer beginnenden medialen Varus-Gonarthrose beidseits</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom bei zeitweiser radikulä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rer Reizung L5 links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Hepatitis A und B</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Thrombozytopenie unklarer Genese</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Kriterien für eine posttraumatische Belastungsstörung sowie für eine schwere Depression seien erfüllt (S. 2). Der Beschwerdeführer erachte sich sub</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">jektiv aufgrund einer massiven Gereiztheit im Rahmen einer Überforderung so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wie einer deutlich eingeschränkten Belastbarkeit als zu 100 % arbeitsunfähig. Als positives Leistungsbild sei zu erwähnen, dass er 60 Minuten Autofahren und sitzen sowie zirka 30 Minuten gehen könne und beim Einkaufen mithelfe. Im Hinblick auf das negative Leistungsbild sei zu erwähnen, dass ihm keine Haus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halttätigkeit mehr möglich sei, da er sehr rasch aggressiv und gereizt werde, ihm keine schweren längeren oder einseitigen Tätigkeiten zumutbar seien und er keinen Stress oder Publikumsverkehr ertrage. Aufgrund der Diagnosen, des Leistungsbildes sowie der Fremdanamnese sei der Beschwerdeführer aus objek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tiver Sicht auch für angepasste Tätigkeiten zu 100 % arbeitsunfähig. Der Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stand sei nicht mehr derselbe wie im Jahr 2014 (S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit dem im Rahmen der Neuanmeldung eingereichten Bericht (vorstehend E. 4) vermag der Beschwerdeführer entgegen seinen Ausführungen keine Verschlech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung seines Gesundheitszustandes glaubhaft darzutun.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">So wurden die unter anderem ebenfalls aufgeführten somatischen Diagnosen bereits im September 2013 durch Dr. A.___ gestellt. Auf dessen Bericht verwiesen auch die Ärzte des Medizinischen Zentrums Z.___ (vgl. Urk. 9/67/5-6 S. 1 lit. A Ziff. 1-2; Urk. 9/103 S. 3). Anlässlich der im Oktober 2014 erfolgten rheumatologischen Begutachtung hielt Dr. B.___ sodann nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vollziehbar fest, dass die Ganzkörperschmerzen vordergründig extrasomatisch begründet seien und dem Beschwerdeführer eine angepasste leichte bis mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwere, wechselbelastende Tätigkeit vollumfänglich zumutbar sei (vgl. Urk. 9/8</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7 S. 14 Ziff. 1-3). Eine Befundsveränderung lässt sich dem aktuell eingereichten Bericht nicht entnehmen, zumal es sich bei den unterzeichnenden Ärzten auch um auf das psychische Leiden spezialisierte Fachpersonen handelt. Der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführer machte denn auch selbst lediglich eine Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes geltend (vgl. Urk. 1 S. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zwar gaben die Ärzte des Medizinischen Zentrums Z.___ an, dass die ICD-Kriterien für eine posttraumatische Belastungsstörung aktuell erfüllt seien (vgl. Urk. 9/103 S. 2). Diesbezüglich begründete Dr. C.___ anhand der damaligen Angaben des Beschwerdeführers, wonach insbesondere seit der Einreise in die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schweiz keine Flashbacks mehr aufgetreten seien, nachvollziehbar, weshalb eine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> solche nicht mehr vorliege und die in der Schweiz aufgetretenen Verhaltens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen des Beschwerdeführers möglicherweise eine Spätfolge der posttrauma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Belastungsstörung im Sinne einer andauernden Persönlichkeitsänderung seien (vgl. Urk. 9/88 S. 7 lit. B). Überdies entspricht es dem häufigen Verlauf einer post</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">traumatischen Belastungsstörung, dass in der Mehrzahl der Fälle eine Hei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung erwartet werden kann und progrediente Entwicklungen dem zu erwar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> degressiven Charakter posttraumatischer Störungen widersprächen. Bei weni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen Patienten nimmt die Störung über viele Jahre allerdings einen chronischen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lauf und geht dann in eine andauernde Persönlichkeitsänderung über (vgl. Ur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">le des Bundesgerichts 8C_676/2015 vom 7. Juli 2016 E. 5.1 und 9C_687/2013 vom 24. Juni 2014 E. 4.2; vgl. auch die klinisch-diagnostischen Leitlinien der Inter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nationalen Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V (F), Dilling/Mombour/Schmidt, Hrsg., 9. Auflage, Bern 2014, S. 208 und S. 286). Eine solch andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung diagnos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tizierte auch Dr. C.___ (vgl. Urk. 9/88 S. 7 Ziff. 4). Ein weiteres belastendes Ereignis oder eine Situation aussergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">artigen Ausmasses, welches die erneute Diagnosestellung einer posttraumati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n Belastungsstörung rechtfertigen würde, ist nicht aktenkundig. Vor dem Hinter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund der geltenden Rechtsprechung und des zeitlichen Verlaufs kann der von den Ärzten des Medizinischen Zentrums </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gestellten Diagnose einer post</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">traumatischen Belastungsstörung demnach nicht gefolgt und einzig dadurch keine Veränderung des Gesundheitszustandes glaubhaft gemacht werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Bericht des Medizinischen Zentrums Z.___ erweist sich überdies auch als widersprüchlich, erachteten die Ärzte doch aktuell ebenfalls die ICD-Kri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terien für eine schwere Depression als erfüllt, wobei sie demgegenüber in der Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sammenschau der Diagnosen lediglich noch eine gegenwärtig mittelgradige de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pressive Episode auflisteten (vgl. Urk. 9/103 S. 2 f.). Zudem steht nach der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vollziehbaren gutachterlichen Beurteilung von Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht die affek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tive Störung, sondern die psychosomatische Überlagerung der Schmerzen im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rahmen der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung im Vordergrund, welche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in geringem Ausmass eine Beeinträchtigung darstelle. So habe der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer gelegentlich Mühe, wenn er in sehr engem mitmenschlichem Kontakt stehe beziehungsweise die Umgebung ihm nicht wohlgesinnt sei. Eine gewisse Überempfindlichkeit sei zu erkennen. So seien beispielsweise Stress, schwierige Mitarbeiter und enge Räume zu meiden. Die psychosozialen Faktoren würden überwiegen und bewirken, dass er seine Restarbeitsfähigkeit nicht ausübe (vgl. Urk. 9/88 S. 10 lit. C Ziff. 1-3, S. 12 lit. C Ziff. 18, S. 13 Ziff. 1, S. 17). Diese Faktoren und die psychosomatische Überlagerung wurden auch im aktuellen Bericht des Medizinischen Zentrums Z.___ mitberücksichtigt, so etwa bei der Erstellung des negativen Leistungsbilds, und damit wurde auch eine Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlechterung des Gesundheitszustandes begründet (vgl. Urk. 9/103 S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ausserdem fallen gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung leichte bis mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gradige depressive Störungen, seien sie im Auftreten rezidivierend oder episo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">disch, einzig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht, wenn sie erwie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">se</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nermassen therapieresistent sind (statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3). Nur in einer solchen – seltenen, da nach gesicherter psychiatrischer Erfahrung De</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sionen im Allgemeinen therapeutisch gut angehbar sind – gesetzlich ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">langten Konstellation ist den normativen Anforderungen des Art. 7 Abs. 2 zwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(BGE 141 V 281 E. 3.7.1-3.7.3). Ein solcher Sachverhalt muss überwiegend wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheinlich und darf nicht lediglich nicht auszuschliessen sein. Es kommt dazu, dass die Therapie in dem Sinne konsequent sein muss, dass die aus fachärzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">licher Sicht indizierten zumutbaren (ambulanten und stationären) Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">möglichkeiten in kooperativer Weise optimal und nachhaltig ausgeschöpft wur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den (BGE 140 V 193 E. 3.3, 137 V 64 E. 5.2, Urteile des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9C_89/2016 vom 12. Mai 2016 E. 4.1 und 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2). Aus dem Bericht des Medizinischen Zentrums Z.___ geht nicht her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vor, ob überhaupt und seit wann eine psychiatrische Therapie und antide</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sive Medikation erfolgt. Im Zeitpunkt der Begutachtung durch Dr. C.___ im Oktober 2014 stand der Beschwerdeführer bereits seit eineinhalb Jahren nicht mehr in psychiatrischer Behandlung und aufgrund der verweigerten Blutent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahme konnte auch die Einnahme der angegebenen Antidepressiva nicht veri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fiziert werden (vgl. Urk. 9/88 S. 7 f.). Eine Therapieresistenz lässt sich demnach nicht bejahen, weshalb auch durch eine allfällige Veränderung des Schwere</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grades der affektiven Störung keine rechtserhebliche Veränderung des Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitszustandes glaubhaft gemacht würde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass verglichen mit der letztmaligen Beurteilung eine erhebliche gesundheitliche Verschlechterung nicht glaubhaft dargelegt wurde. Bei der durch die Ärzte des Medizinischen Zentrums Z.___ vorgenommenen Einschätzung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit handelt es sich lediglich um eine andere Beurteilung eines im Wesentlichen unveränderten Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sundheitszustandes. Die Beschwerdegegnerin traf somit auch keine Pflicht zur Vornahme von weiteren Abklärungen des Sachverhalts (vorstehend E. 1.5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur Abwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sung der Beschwerde führt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen, infolge bewilligter unent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geltlicher Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, dies unter Hinweis auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">siche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gericht (GSVGer).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kasse genommen. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der Beschwerdeführer wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Departement Soziales der Stadt Winterthur</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannMeierhans</p><p></p></div> </div></body></html>