<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00456</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205670&amp;W10_KEY=13013563&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00456</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.02.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Bewilligungen</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Seerestaurant im Uferbereich des Greifensees: Bau- und Volkswirtschaftsdirektion verweigerten diverse Bewilligungen; der Regierungsrat hob die angefochtenen Verfügungen auf und wies die Sache zum Neuentscheid und insbesondere zur Festlegung des Konzessionsinhalts an die beiden Direktionen zurück: Der Rheinaubund ist eine beschwerdeberechtigte Organisation im Sinne von Art. 12 NHG und deshalb zur Beschwerde legitimiert (E.1). Das Projekt erfordert verschiedene Bewilligungen, die zum Teil noch nicht eröffnet wurden. Eröffnet wurden vorweg nur die negativen Entscheide der beiden Direktionen (E.2.1). Grundzüge der Koordinationspflicht (E.2.2). Die Frage der mangelnden Koordination muss nicht beurteilt werden. Aufgrund der Rückweisung an die beiden Direktionen können die inhaltliche Abstimmung und die möglichst gleichzeitige Eröffnung der mehreren ausstehenden Verfügungen ohne weiteres nachgeholt werden, da mit der Rückweisung das erstinstanzliche Bewilligungsverfahren grundsätzlich wieder offen ist (E.2.3). Es ist umstritten, ob das Projekt zonenkonform ist oder einer Ausnahmebewilligung bedarf (E.3.2). Das Restaurantgebäude ist zonenkonform. Der Regierungsrat hat es zu Recht verworfen, den konkreten Standort erneut daraufhin zu überprüfen, ob ihm allfällige Interessen des Landschaftschutzes entgegenstehen (E.3.4). Terasse und Cabane benötigen hingegen eine Ausnahmebewilligung. Rückweisung an die Direktionen, welche insbesondere die Standortgebundenheit zu prüfen haben (E.3.5). Es ist umstritten, ob eine Ufervegetation vorliegt, und falls ja, ob diese durch das Projekt zum Absterben gebracht wird (E.4.3). Das Vorhandensein von Ufervegetation ist zu bejahen (E.4.3.1). Diese wird teilweise zum Absterben gebracht (E.4.3.2). Das Projekt benötigt eine Ausnahmebewilligung im Sinne von Art. 22 NHG (E.4.3.3). Rückweisung zur Prüfung der Frage, ob die Bewilligung gemäss Art. 22 Abs. 2 NHG erteilt werden kann (E.4.4). Die Rückweisung der Sache zur erneuten Prüfung der Rodungsbewilligung ist zu bestätigne (E.5). Bei der Erteilung der kantonalen wasserrechtlichen Konzession sind die öffentlichen Interessen zu wahren (E.6). Teilweise Gutheissung und Rückweisung der Sache an die Direktionen. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTERESSENABWÃGUNG">INTERESSENABWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOORDINATIONSPFLICHT">KOORDINATIONSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Natur- und Heimatschutz ST: NATUR- UND LANDSCHAFTSSCHUTZ">NATUR- UND LANDSCHAFTSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RODUNG">RODUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STANDORTGEBUNDENHEIT">STANDORTGEBUNDENHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UFERVEGETATION">UFERVEGETATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERBANDSBESCHWERDE">VERBANDSBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WASSERRECHTSKONZESSION">WASSERRECHTSKONZESSION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZONENKONFORMITÃT">ZONENKONFORMITÃT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 21 Abs. 1 NHG</span><br/><span class="gerade">Art. 22 Abs. 2 NHG</span><br/><span class="ungerade">Art. 22 RPG</span><br/><span class="gerade">Art. 24 RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 25a RPG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2006 Nr. 64</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Verein Pavillon Nouvel plant, ein von Jean Nouvel fÃ¼r die Arteplage Murten konzipiertes RestaurantgebÃ¤ude zusammen mit einer Terrasse und einer <span>"</span>Cabane<span>"</span> als Seerestaurant <span>"</span>LA BOITE<span>"</span> im Uferbereich des Greifensees auf einem kantonseigenen GrundstÃ¼ck im Gebiet Seewiesen in Uster zu erstellen. Das Vorhaben liegt in der Grundwasserschutzzone III gemÃ¤ss dem Schutzzonenreglement der Stadt Uster vom 14. Dezember 1993 (SZR) und im Perimeter der Verordnung der Baudirektion zum Schutz des Greifensees vom 3. MÃ¤rz 1994 (SVO) und beansprucht teilweise das Ã¶ffentliche GewÃ¤sser. </p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 6. Oktober 2003 stellte das der Volkswirtschaftsdirektion unterstehende Amt fÃ¼r Landschaft und Natur, Abteilung Wald, fest, dass im Baubereich Wald bestehe und verweigerte die Rodungsbewilligung. Da das Vorhaben aber durch eine Verschiebung von mindestens 15 m so platziert werden kÃ¶nne, dass weder Waldareal noch die Grundwasserschutzzone II beansprucht werde, stellte das Amt eine Bewilligung zur Unterschreitung des Waldabstandes in Aussicht. </p> <p class="Urteilstext">Ebenfalls am 6. Oktober 2003 erteilte die gleiche BehÃ¶rde eine nach der SVO notwendige Ausnahmebewilligung fÃ¼r die Beanspruchung der Seeschutzzone V C unter der Bedingung, dass das Vorhaben soweit in sÃ¼dlicher Richtung zu verschieben sei, wie dies aus forstrechtlichen GrÃ¼nden erforderlich sei. </p> <p class="Urteilstext">Die Baudirektion verweigerte am 19. November 2003 die notwendige wasserrechtliche Konzession, die raumplanungsrechtliche sowie die landschaftsschutzrechtliche Bewilligung im Sinne der ErwÃ¤gungen, bejahte hingegen grundsÃ¤tzlich die BewilligungsfÃ¤higkeit im Hinblick auf verschiedene andere Aspekte (Grundwasserschutz, Meteorwassereinleitung, Abwasserbeseitigung, Arbeitsschutz). </p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen die genannten drei VerfÃ¼gungen erhoben die Stadt Uster sowie der Verein Pavillon Nouvel in separaten Eingaben Rekurs an den Regierungsrat und beantragten die Aufhebung der Bewilligungsverweigerung und den Verzicht auf die Bedingung einer sÃ¼dlichen Verschiebung. Die Akten sollten zur Erteilung der kantonalen Bewilligungen an die zustÃ¤ndige Direktion zurÃ¼ckgewiesen werden, eventuell sei das Seerestaurant an einem um rund 15 m nach SÃ¼den verschobenen Standort zu bewilligen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nach Einbezug mehrerer VerbÃ¤nde, darunter der Rheinaubund, und Privater als Mitbeteiligte hiess der Regierungsrat die vereinigten Rekurse im Sinne der ErwÃ¤gungen gut, soweit er sie nicht als gegenstandslos erachtete. Er hob die angefochtenen VerfÃ¼gungen auf und wies die Sache zum Neuentscheid und insbesondere zur Festlegung des Konzessionsinhalts an die beiden Direktionen zurÃ¼ck. Die Kosten wurden auf die Staatskasse genommen, und dem Verein Pavillon Nouvel wurde eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'600.- zu Lasten der betroffenen Direktionen zugesprochen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Hiergegen erhob der Rheinaubund am 20. September 2005 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte, der Rekursentscheid sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass fÃ¼r das Vorhaben auch eine Ausnahmebewilligung nach Art. 22 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 Ã¼ber den Natur- und Heimatschutz (NHG) notwendig und diese zu verweigern sei. Weiter seien die erstinstanzlichen VerfÃ¼gungen im Ergebnis zu bestÃ¤tigen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerschaft.</p> <p class="Urteilstext">Die Staatskanzlei reichte die Akten am 5. Oktober 2005 ein und beantragte fÃ¼r den Regierungsrat ohne weitere Bemerkungen die Abweisung der Beschwerde. Die Baudirektion verzichtete am 21. Oktober 2005 auf Vernehmlassung. Die Stadt Uster und der Verein Pavillon Nouvel beantragten in separaten Beschwerdeantworten vom 24. und 25. November 2005, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers. Die Volkswirtschaftsdirektion liess sich nicht vernehmen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer ist eine beschwerdeberechtigte Organisation im Sinne von Art. 12 NHG in Verbindung mit Art. 1 samt Anhang Ziff. 1 der Verordnung vom 27. Juni 1990 Ã¼ber die Bezeichnung der im Bereich des Umweltschutzes sowie des Natur- und Heimatschutzes beschwerdeberechtigten Organisationen (VBO). Die im Streit liegenden VerfÃ¼gungen betreffen neben dem Schutz von Ufervegetation (Art. 21 f. NHG) das Bauen ausserhalb der Bauzonen (Art. 22/24 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979, RPG) sowie eine Waldfeststellung bzw. Rodungsbewilligung (Art. 4 ff. des Waldgesetzes vom 4. Oktober 1991, WaG) und bilden damit VerfÃ¼gungen im Sinne von Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 Ã¼ber das Verwaltungsverfahren (VwVG), die letztinstanzlich mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht angefochten werden kÃ¶nnen. Die im Weiteren strittige wasserrechtliche Konzession hÃ¤ngt gemÃ¤ss § 43 des kantonalen Wasserwirtschaftsgesetzes vom 2. Juni 1991 (WasserwirtschaftsG) unter anderem davon ab, dass damit keine Ã¶ffentlichen Interessen erheblich beeintrÃ¤chtigt werden. Sie steht damit in direktem Zusammenhang mit dem anzuwendenden Bundesverwaltungsrecht und kann somit ebenfalls mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht angefochten werden. Die Anwendung der genannten Bestimmungen gilt bei gegebenem Bezug zum Natur- und Heimatschutz als ErfÃ¼llung einer Bundesaufgabe im Sinne von Art. 2 NHG (Jean-Baptiste Zufferey, Kommentar NHG, ZÃ¼rich 1997, Art. 2 Rz. 32 ff.; Thomas Widmer Dreifuss, Planung und Realisierung von Sportanlagen, ZÃ¼rich etc. 2002, S. 426 ff.). DemgemÃ¤ss ist die Legitimation des BeschwerdefÃ¼hrers gegeben.</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer hat sowohl im Einspracheverfahren betreffend das Konzessionsgesuch als auch im Rekursverfahren der beiden Beschwerdegegner vor Regierungsrat seine Bedenken betreffend Ufervegetation, Landschaftsschutz und Raumplanung vorgebracht. Damit hat er sich rechtzeitig im Sinne von Art. 12a NHG am Verfahren beteiligt. Auf die Beschwerde ist demnach einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Das strittige Projekt erfordert verschiedene Bewilligungen mehrerer BehÃ¶rden. Drei dieser Bewilligungen wurden von zwei kantonalen BehÃ¶rden ganz oder teilweise verweigert und liegen heute im Streit. Die Realisierung des Projektes wÃ¼rde zusÃ¤tzliche Bewilligungen voraussetzen, so jedenfalls eine baurechtliche fÃ¼r den Projektbereich ausserhalb des GewÃ¤ssers und innerhalb der Erholungszone sowie eine gewÃ¤sserschutzrechtliche, da die Baute in die Grundwasserschutzzone III gemÃ¤ss dem kommunalen SZR zu liegen kommt. Diese Bewilligungen liegen bis heute nicht vor, da die Beschwerdegegnerin 1 in Absprache mit der Bauherrschaft vorerst nur die genannten drei kantonalen VerfÃ¼gungen erÃ¶ffnet hat. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Wenn die Errichtung oder Ãnderung einer Baute oder Anlage VerfÃ¼gungen mehrerer BehÃ¶rden erfordert, ist nach Art. 25a Abs. 1 RPG eine BehÃ¶rde zu bezeichnen, die fÃ¼r ausreichende Koordination sorgt. Diese BehÃ¶rde hat nach Abs. 2 lit. b derselben Bestimmung fÃ¼r eine gemeinsame Ã¶ffentliche Auflage aller Gesuchsunterlagen und gemÃ¤ss Art. 2 lit. d fÃ¼r eine inhaltliche Abstimmung sowie mÃ¶glichst fÃ¼r eine gemeinsame oder gleichzeitige ErÃ¶ffnung der VerfÃ¼gungen zu sorgen. Die zu koordinierenden Entscheide dÃ¼rfen keine WidersprÃ¼che enthalten (Abs. 3). Im Kanton ZÃ¼rich ist im Regelfall die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde die fÃ¼r die Koordination verantwortliche Stelle (§ 9 Abs. 1 lit. a der Bauverfahrensverordnung vom 3. Dezember 1997, BVV). Sie sorgt dafÃ¼r, dass die kommunalen und kantonalen Entscheide widerspruchsfrei getroffen und mit einheitlicher Rechtsmittelbelehrung versehen werden. Sind mehrere kantonale Entscheide zu treffen, werden diese vorab durch die kantonale Leitstelle koordiniert (§ 9 Abs. 2 und § 12 Abs. 1 BVV).</p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b>Im Rekursverfahren vor Regierungsrat beanstandete die Beschwerdegegnerin 1 die mangelnde materielle Koordination zwischen den VerfÃ¼gungen des <span>Amtes fÃ¼r Landschaft und Natur (ALN), Abteilung Wald, einerseits und derjenigen der Baudirektion andererseits. Das ALN habe die Bewilligung fÃ¼r den vorgesehenen Standort nicht grundsÃ¤tzlich verweigert, sondern nur eine Verschiebung der Baute in sÃ¼dlicher Richtung verlangt, jedoch habe die Baudirektion am fraglichen Standort weder eine Konzession noch eine raumplanungs- oder eine landschaftsschutzrechtliche Bewilligung in Aussicht gestellt. Die Beschwerdegegnerin hielt jedoch dafÃ¼r, dass der Regierungsrat mit seinem Rekursentscheid diesen Mangel heilen kÃ¶nne. </span></p> <p class="Urteilstext">Lautet einer von mehreren erforderlichen Entscheiden negativ, so kann dieser dem Gesuchsteller vorab mitgeteilt werden und eine gemeinsame ErÃ¶ffnung aller Entscheide ist erst vorzunehmen, wenn der Gesuchsteller im Rechtsmittelverfahren obsiegt (vgl. Arnold Marti, Kommentar RPG, ZÃ¼rich 1999, Art. 25a Rz. 38 und Rz. 41, auch zum Folgenden). Im vorliegenden Fall wurden dem Beschwerdegegner 2 nicht nur der negative Entscheid der Baudirektion und die sich in gleicher Weise auswirkende VerfÃ¼gung betreffend Waldfeststellung und Rodungsbewilligung des ALN zugestellt, sondern gleichzeitig auch diejenige betreffend Ausnahmebewilligung gemÃ¤ss SVO, welche das Projekt unter der Auflage einer sÃ¼dlichen Verschiebung als mit dem Schutzziel vereinbar erachtete. Es fragt sich, ob damit die notwendige inhaltliche Abstimmung genÃ¼gend vorgenommen wurde. Zwar liegt generell noch kein materieller Widerspruch darin, wenn ein Vorhaben nach dem einen Gesetz bewilligt werden kann, nach dem anderen aber unzulÃ¤ssig ist; hingegen ist die Koordinationspflicht verletzt, wenn gleiche Fragen unterschiedlich beantwortet werden, insbesondere wenn erforderliche Abstimmungen im Rahmen von InteressenabwÃ¤gungen ungenÃ¼gend erfolgt sind (Marti, Rz. 39). </p> <p class="Urteilstext"><span>Der Regierungsrat setzte sich mit dem Vorwurf mangelnder Koordination nicht auseinander. </span>Der Frage braucht auch im Beschwerdeverfahren nicht beurteilt zu werden. Mit der Rekursgutheissung des<span> Regierungsrats und der RÃ¼ckweisung an die beiden betroffenen Direktionen kÃ¶nnte die inhaltliche Abstimmung und die mÃ¶glichst gleichzeitige ErÃ¶ffnung der mehreren ausstehenden VerfÃ¼gungen ohne weiteres nachgeholt werden, da mit der RÃ¼ckweisung das erstinstanzliche Bewilligungsverfahren grundsÃ¤tzlich wieder offen ist. Die vollstÃ¤ndige Abweisung der Beschwerde durch das Verwaltungsgericht stÃ¼nde einer zweckmÃ¤ssigen Koordination daher ebenfalls nicht entgegen. Auch eine vollstÃ¤ndige Gutheissung der Beschwerde wÃ¼rde die Koordination nicht hindern, da das Projekt mit der Wiederherstellung der VerfÃ¼gung der Baudirektion ohnehin nicht am vorgesehenen Standort realisiert werden kÃ¶nnte. Im Fall einer nur teilweisen Gutheissung ist die notwendige Koordination jedoch durch das Verwaltungsgericht zu gewÃ¤hrleisten.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Diese ErwÃ¤gungen beeinflussen den Ausgang des Beschwerdeverfahrens nicht, sind jedoch fÃ¼r eine zweckmÃ¤ssige und koordinierte Beschwerdebehandlung zu beachten. Es rechtfertigt sich daher, vorab zu prÃ¼fen, ob raumplanungsrechtliche oder landschafts­schutzrechtliche GrÃ¼nde dem Vorhaben zwingend entgegenstehen (E. 3). Weiter sind die naturschutzrechtlichen EinwÃ¤nde betreffend Ufervegetation, die nach Meinung des BeschwerdefÃ¼hrers ebenfalls zu einer grundsÃ¤tzlichen Bewilligungsverweigerung fÃ¼hren mÃ¼ssten (E. 4), und alsdann die das Projekt etwas minder tangierenden EinwÃ¤nde betreffend Forstrecht (E. 5) zu prÃ¼fen. Die in diesen Rechtsgebieten geschÃ¼tzten Ã¶ffentlichen Interessen beeinflussen schliesslich die zuletzt zu behandelnde Frage der Konzessionserteilung (E. 6).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Das vorgesehene RestaurantgebÃ¤ude liegt vollstÃ¤ndig in der Freihaltezone und insbesondere in der Erholungszone VI B gemÃ¤ss SVO, welche fÃ¼r Anlagen intensiver Erholungsnutzungen wie FreibÃ¤der, Seerestaurants, Sport- und Parkanlagen, CampingplÃ¤tze sowie grosse ParkplÃ¤tze vorgesehen ist (Ziff. 3 SVO). Der Projektteil Terrasse und Cabane ist jedoch jenseits der Parzellengrenze im Seegebiet geplant, wo gemÃ¤ss SVO die See- und Uferschutzzone V C ausgeschieden ist, die der Bewahrung eines stÃ¶rungsarmen GewÃ¤ssers fÃ¼r die naturbezogene Erholungsnutzung dient (Ziff. 3 SVO). </p> <p class="Urteilstext">Nach Art. 22 RPG dÃ¼rfen Bauten und Anlagen nur mit behÃ¶rdlicher Bewilligung errichtet oder geÃ¤ndert werden (Abs. 1). Voraussetzung einer Bewilligung ist, dass die Bauten und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone entsprechen (Abs. 2 lit. a) und das Land erschlossen ist (Abs. 2 lit. b). Abweichend von Art. 22 Abs. 2 lit. a kÃ¶nnen Bewilligungen fÃ¼r Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen gemÃ¤ss Art. 24 RPG ausnahmsweise erteilt werden, wenn der Zweck der Bauten und Anlagen einen Standort ausserhalb der Bauzonen erfordert (lit. a) und keine Ã¼berwiegenden Interessen entgegenstehen (lit. b).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Im Rahmen der raumplanungsrechtlichen Bewilligung ist vorab umstritten, ob das Projekt zonenkonform gemÃ¤ss Art. 22 RPG ist oder ob es einer Bewilligung nach den Art. 24 ff. RPG bedarf. </p> <p class="Urteilstext">Die Baudirektion Ã¤usserte sich in der angefochtenen Bewilligung nicht explizit zu dieser Frage, sondern verweigerte die Bewilligung <span>"</span>nach Art. 22 bzw. 24 RPG<span>"</span>. Sie erwog, die rechtskrÃ¤ftige Zonenzuweisung gemÃ¤ss der SVO lasse die Erstellung eines Seerestaurants zwar im Prinzip zu, jedoch sei diese Verordnung nach den Ã¼bergeordneten gesetzlichen Vorgaben vorfrageweise zu Ã¼berprÃ¼fen. Ãberwiegende Interessen des Landschaftsschutzes wÃ¼rden gegen den bisher von Bauten frei gehaltenen Standort sprechen; die Revision der SVO sei daher umgehend zusammen mit den Betroffenen an die Hand zu nehmen. </p> <p class="Urteilstext">Der Regierungsrat beurteilte das Projekt als zonenkonform und erachtete es deshalb als unzulÃ¤ssig, die Standortgebundenheit zu prÃ¼fen und eine InteressenabwÃ¤gung vorzunehmen. Das Projekt beruhe auf der rechtsgÃ¼ltigen SVO, deren mÃ¶gliche kÃ¼nftige Ãnderung der Bauherrschaft auch in analoger Anwendung von § 234 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) nicht entgegengehalten werden dÃ¼rfe. </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer ist der Auffassung, das Projekt benÃ¶tige fÃ¼r Terrasse und Cabane eine Bewilligung nach Art. 24 ff. RPG. Die Beschwerdegegner halten dafÃ¼r, dass nicht nur das RestaurantgebÃ¤ude, sondern Terrasse und Cabane, die durchaus der naturbezogenen Erholungsnutzung dienen wÃ¼rden, zonenkonform seien. Zudem sei das Vorhaben standortgebunden. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Das RPG unterscheidet drei Grundzonentypen, die Bauzone (Art. 15 RPG), die Landwirtschaftszone (Art. 16 RPG) und die Schutzzone (Art. 17 RPG) und Ã¼berlÃ¤sst es den Kantonen, weitere Nutzungszonen vorzusehen (Art. 18 RPG). Diese kantonalrechtlichen Zonen dienen im Rahmen der bundesrechtlichen Ordnung der nÃ¤heren Ausgestaltung, Verfeinerung und ErgÃ¤nzung der Raumordnung. Sie kÃ¶nnen insbesondere der Unterteilung des Baugebiets dienen, ferner aber auch spezielle Zonen zu Freizeit-, Erholungs- und Schutzzwecken schaffen, wie Sport- und Erholungszonen, Freihaltezonen etc. Solche Zonen kÃ¶nnen als Hauptnutzungszonen ausgeschieden werden oder eine bereits bestehende Zone Ã¼berlagern, sofern sich ihr Zweck mit demjenigen der Ã¼berlagerten Zone vereinbaren lÃ¤sst (vgl. Widmer Dreifuss, S. 127 ff.).</p> <p class="Urteilstext">Eine Schutzverordnung kommt dem Erlass spezieller Schutzzonen im Sinne von Art. 17 RPG gleich und kann wie ein Zonenplan angefochten werden (Heribert Rausch/Arnold Marti/Alain Griffel, Umweltrecht, ZÃ¼rich 2004, Rz. 536). Die SVO Greifensee erfasst allerdings nicht nur reine Schutzzonen im engeren Sinne (Zonen I bis V), die grundsÃ¤tzlich keiner Ãberbauung zugÃ¤nglich sein sollen, sondern auch Siedlungsrandzonen (Zone VII), welche innerhalb der Bauzonen liegen, und Erholungszonen (Zonen VI). Die fÃ¼r die einzelnen Schutzzonen statuierten Vorschriften der SVO Ã¼berlagern daher die allgemeinen Vorschriften fÃ¼r die kommunalen und kantonalen Nutzungszonen gemÃ¤ss Bau- und Zonenordnung bzw. PBG und konkretisieren damit den nach den §§ 203 ff. PBG gebotenen Schutz mit einer Massnahme des Planungsrechts (§ 205 lit. a PBG). In der Erholungszone sind gemÃ¤ss § 62 Abs. 2 PBG die den Vorgaben der Richtplanung entsprechenden Bauten und Anlagen zulÃ¤ssig, weshalb die zÃ¼rcherische Erholungszone nach der Praxis auch als Spezialzone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten und Anlagen im Sinne von Art. 18 RPG gilt. Zonenkonforme Bauvorhaben innerhalb der Erholungszone bedÃ¼rfen daher keiner Bewilligung nach Art. 24 RPG (BGE 118 Ib 503 E. 5b und c; BGr, 6. Mai 2002, 1A.193/2001, E. 3, www.bger.ch). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Das RestaurantgebÃ¤ude ist in der eigens fÃ¼r eine entsprechende Nutzung ausgeschiedenen Erholungszone VI B vorgesehen. Die Parteien gehen daher zu Recht davon aus, dass dieser Projektteil grundsÃ¤tzlich im Sinne von Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG dem Zweck der Nutzungszone entspricht. Eine Ausnahmebewilligung fÃ¼r Bauten ausserhalb der Bauzonen ist demnach fÃ¼r diesen Teil nicht erforderlich. Umstritten ist hier jedoch, ob trotz grundsÃ¤tzlicher ZonenkonformitÃ¤t eine AbwÃ¤gung mit Ã¼berwiegenden Interessen des Landschaftsschutzes, wie sie die Baudirektion vorgenommen hat, stattfinden darf. </p> <p class="Urteilstext">Das RPG setzt fÃ¼r die Bewilligungen ausserhalb der Bauzonen gemÃ¤ss Art. 24 lit. b RPG voraus, dass den Bauten und Anlagen keine Ã¼berwiegenden Interessen entgegenstehen dÃ¼rfen. FÃ¼r die Bewilligung zonenkonformer Bauten sieht Art. 22 Abs. 2 RPG eine solche InteressenabwÃ¤gung nicht vor, sondern verlangt nur, dass die Bauten und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone entsprechen und das Land erschlossen ist. Dennoch hat das Bundesgericht fÃ¼r Bauten und Anlagen innerhalb der Landwirtschaftszone oder auch im Wald im Rahmen der ZonenkonformitÃ¤t jeweils geprÃ¼ft, ob einem grundsÃ¤tzlich fÃ¼r die Bewirtschaftung notwendigen Bauvorhaben am konkreten Standort keine Ã¼berwiegenden Ã¶ffentlichen Interessen entgegenstehen (BGE 123 II 499 E. 2, 118 Ib 335 E. 2b mit Hinweisen). Diese zusÃ¤tzliche EinschrÃ¤nkung soll gewÃ¤hrleisten, dass auch innerhalb weitrÃ¤umiger und nicht primÃ¤r zum Bauen vorgesehenen Nutzungszonen raumplanerische Gesichtspunkte in die konkrete Standortwahl der vereinzelten Nutzbauten mit einfliessen. </p> <p class="Urteilstext">Im vorliegenden Fall hat die SVO zahlreiche einzelne GrundstÃ¼cke rund um den Greifensee der spezifischen Erholungszone VI B fÃ¼r die Anlagen intensiver Erholungsnutzungen zugewiesen. Diese Planung geht auf eine umfassende AbwÃ¤gung der gegenlÃ¤ufigen Nutzungs- und Schutzinteressen zurÃ¼ck und weist nur diejenigen konkreten Standorte der Erholungszone VI B zu, welche sich dafÃ¼r aufgrund der gegebenen VerhÃ¤ltnisse und angesichts der spezifischen Schutzanliegen fÃ¼r die Errichtung der entsprechenden Bauten und Anlagen eignen. Im ursprÃ¼nglichen Entwurf der Baudirektion zur SVO war der fragliche Standort noch nicht der Erholungszone VI B zugewiesen; diese erstreckte sich im Bereich SchifflÃ¤nde/Strandbad nur bis ca. 50 m weiter sÃ¼dlich davon. Infolge der Festsetzung von Schutzzonen fÃ¼r das Grundwasserpumpwerk erschien der Stadt die Realisierung eines Seerestaurants in diesem Bereich jedoch infrage gestellt, weshalb sie mit Erfolg fÃ¼r die Erweiterung der Erholungszone VI B um 50 m in nÃ¶rdlicher Richtung eintrat. Damit erweist sich die nutzungsplanerische Grundlage im vorliegenden Fall mit Bezug auf die Standortfrage im Einzelnen als wesentlich konkreter, als dies etwa bei anderen Nutzungszonen wie bei einer Landwirtschaftszone oder im Wald der Fall ist. Der Regierungsrat hat es daher zu Recht verworfen, den konkreten Standort erneut daraufhin zu Ã¼berprÃ¼fen, ob ihm allfÃ¤llige Interessen des Landschaftsschutzes entgegenstehen. </p> <p class="Urteilstext">Ebenfalls mit zutreffender BegrÃ¼ndung hat es der Regierungsrat abgelehnt, dem Projekt eine allenfalls mÃ¶gliche oder wÃ¼nschenswerte kÃ¼nftige Ãnderung der SVO entgegenzuhalten. Nach dem unter E. 3.3 vorstehend AusgefÃ¼hrten kann die SVO als eine bestehende planungsrechtliche Festlegung gelten, deren Revision durch die strittige bauliche Massnahme nicht nachteilig beeinflusst werden darf. Voraussetzung dafÃ¼r bildet jedoch gemÃ¤ss § 234 PBG, dass diese Ãnderung bereits hinreichend durch einen Antrag konkretisiert ist. Wo es wie vorliegend um eine Ã¼berkommunale Anordnung geht, dÃ¼rfte allerdings weniger der Antrag des in § 234 PBG ausdrÃ¼cklich genannten Gemeinderates als der Ãnderungsantrag der hierfÃ¼r zustÃ¤ndigen Baudirektion notwendig sein. Im vorliegenden Fall fehlt ein solcher Antrag. Zwar brachte die Baudirektion im angefochtenen Entscheid zum Ausdruck, dass sie zusammen mit der Stadt Uster, der Greifensee-Stiftung und den Ã¼brigen Betroffenen prÃ¼fen wolle, welche Nutzungen objektiv auf einen Standort direkt am Wasser angewiesen seien. Jedoch liegt bis heute kein konkreter behÃ¶rdlicher Antrag auf Verkleinerung der Erholungszone VI B im fraglichen Bereich vor.</p> <p class="Urteilstext">Als unbehelflich erweist sich auch das Argument des BeschwerdefÃ¼hrers, wonach die SVO in ihrer heutigen Fassung dem kantonalen Richtplan von 2001 widerspreche, der einen weitergehenden Schutz des Greifensees gebiete als der frÃ¼here kantonale Richtplan von 1995. Selbst wenn dies zutreffen sollte, kann damit nicht die Voranwendung einer allenfalls notwendigen, aber noch nicht konkret beantragten Revision der SVO begrÃ¼ndet werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Anders liegen die VerhÃ¤ltnisse mit Bezug auf die Terrasse und Cabane, welche jenseits der Parzellengrenze und vollstÃ¤ndig innerhalb der See- und Uferschutzzone V C liegen sollen. Diese Zone ist im Gegensatz zur Erholungszone VI B keine Sondernutzungszone im Sinne von Art. 18 RPG, sondern eine reine Schutzzone im Sinn von Art. 17 RPG. Da der ausserhalb des parzellierten GrundstÃ¼cks liegende GewÃ¤sserbereich durch die kantonale Nutzungsplanung ohnehin nicht relativiert werden darf, kommt es hier auch nicht darauf an, dass etwa die See- und Uferschutzzone V C im Vergleich mit den See- und Uferschutzzonen V A und V B geringeren EinschrÃ¤nkungen unterliegt. Terrasse und Cabane haben daher als Ufer- bzw. Wasserbauten zu gelten, welche stets einer Bewilligung nach Art. 24 ff. RPG bedÃ¼rfen (Ursula Brunner, Bauen im Uferbereich â schÃ¼tzen die Schutznormen?, URP 1996, S. 744 ff., S. 748, 756; Rausch/Marti/Griffel, Rz. 519).</p> <p class="Urteilstext">Nach Art. 24 RPG kÃ¶nnen Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen errichtet werden, wenn deren Zweck einen Standort ausserhalb der Bauzonen erfordert und keine Ã¼berwiegenden Interessen entgegenstehen. Da weder die Baudirektion noch der Regierungsrat bisher vollstÃ¤ndig geprÃ¼ft haben, ob diese Voraussetzungen hier vorliegen, besteht fÃ¼r das Verwaltungsgericht kein Anlass, diese Fragen erstmalig zu beantworten. FÃ¼r die weitere Behandlung der Sache mÃ¶gen allerdings die folgenden Aspekte zu beachten sein:</p> <p class="Urteilstext">Bei der PrÃ¼fung der Standortgebundenheit wird es in erster Linie um die Frage gehen, inwiefern die zum Seerestaurant gehÃ¶rige Terrasse mit Cabane notwendigerweise auf einen Standort ausserhalb des parzellierten GrundstÃ¼cks und der Erholungszone VI B angewiesen ist. Insbesondere wird zu prÃ¼fen sein, ob die Beanspruchung von Ufer und GewÃ¤ssergebiet durch ein Seerestaurant Ã¤hnlich zwingend erscheint wie dies etwa bei einem Hafen, einer Badeanstalt, einem Boots- oder Badesteg, welche Anlagen von ihrer spezifischen Nutzung her den Einbezug des GewÃ¤ssers erfordern, der Fall ist. Dabei wird weiter zu berÃ¼cksichtigen sein, dass innerhalb der ausgeschiedenen Erholungszone VI B grundsÃ¤tzlich hinreichend Platz fÃ¼r ein Seerestaurant samt AussensitzplÃ¤tzen besteht. Insbesondere auch am vorgesehenen Standort selber sollte es mÃ¶glich sein, ein solches Projekt zu realisieren, sei es, indem das Ã¼bernommene GebÃ¤ude etwas verschoben und mit einer schmaleren oder seitlichen Terrasse ausgestattet wÃ¼rde, oder sei es, dass ein anderes GebÃ¤ude realisiert wÃ¼rde. Die Beschwerdegegnerin 1 rÃ¤umt selber ein, es sei hinsichtlich GebÃ¤udegestaltung und Situierung noch Optimierungspotenzial vorhanden. Ob das fragliche GebÃ¤ude allenfalls innerhalb der Erholungszone auch an anderer Stelle verwirklicht werden kÃ¶nnte, wird daher nicht entscheidend sein. Aus diesem Grunde ist auch ohne Belang, ob das Projekt in der nÃ¶rdlich und sÃ¼dlich der SchifflÃ¤nde ausgeschiedenen Grundwasserschutzzonen II b oder c bewilligt werden kÃ¶nnte.</p> <p class="Urteilstext">Wird die Standortgebundenheit bejaht, so wird in einem zweiten Schritt die nach Art. 24 lit. b RPG vorgesehene InteressenabwÃ¤gung vorzunehmen sein. An dieser Stelle nun kÃ¶nnen durchaus auch GrÃ¼nde des Landschaftsschutzes ins Gewicht fallen. Zu beachten sind insbesondere aber die nachfolgend zu erÃ¶rternden Anliegen des Ufer- und Waldschutzes.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Uferbereiche und weitere Standorte, die eine ausgleichende Funktion im Naturhaushalt erfÃ¼llen oder besonders gÃ¼nstige Voraussetzungen fÃ¼r Lebensgemeinschaften aufweisen, stehen unter Biotopschutz im Sinne von Art. 18 NHG. Nach Art. 21 Abs. 1 NHG darf die Ufervegetation (Schilf- und BinsenbestÃ¤nde, Auenvegetationen sowie andere natÃ¼rliche Pflanzengesellschaften im Uferbereich) weder gerodet noch Ã¼berschÃ¼ttet noch auf andere Weise zum Absterben gebracht werden. Im Sinne einer Ausnahmebewilligung kann die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde gemÃ¤ss Art. 22 Abs. 2 NHG die Beseitigung der Ufervegetation in den durch die Wasserbaupolizei- oder GewÃ¤sserschutzgesetzgebung erlaubten FÃ¤llen fÃ¼r standortgebundene Vorhaben bewilligen. </p> <p class="Urteilstext">Das ALN ging in der angefochtenen VerfÃ¼gung davon aus, dass das Projekt die vorhandene Ufervegetation zum Absterben bringen werde und daher am geplanten Standort nicht bewilligt werden kÃ¶nne. Es erteilte die Bewilligung allerdings unter der Auflage einer Verschiebung in sÃ¼dlicher Richtung. Dabei geht aus der VerfÃ¼gung, welche im Rubrum nur als Ausnahmebewilligung nach SVO bezeichnet wurde, nicht klar hervor, ob nach Auffassung des Amtes auch an diesem verschobenen Standort eine Ausnahmebewilligung nach Art. 22 NHG notwendig ist und ob diese fÃ¼r den neuen Standort auch als erteilt gilt. Der Regierungsrat kam zum Schluss, dass die vom Bauvorhaben zu erwartenden Einwirkungen das Mass der bisherigen Belastung der spÃ¤rlich vorhandenen Ufervegetation kaum erhÃ¶he. Diese werde weder gerodet noch Ã¼berschÃ¼ttet noch nachweislich auf andere Weise zum Absterben gebracht, da der Schilfbereich nicht tangiert werde. Auf die bestehende Bepflanzung werde genÃ¼gend RÃ¼cksicht genommen, und die BÃ¤ume wÃ¼rden in die Terrasse integriert. Das Vorhaben nehme damit grÃ¶sstmÃ¶glich RÃ¼cksicht auf die Umgebung. Das Interesse an seiner Realisierung Ã¼berwiege das Ã¶ffentliche Interesse an der ungeschmÃ¤lerten Erhaltung dieses bisher Ã¤usserst intensiv genutzten Uferbereichs. Einer Verschiebung in sÃ¼dlicher Richtung stehe die dort bestehende Grundwasserschutzzone II b entgegen. Dies wÃ¼rde zudem die Verschiebung der Einwasserungsstelle fÃ¼r Surfer bedingen, welche wiederum auf einen neuen Platz ausweichen mÃ¼ssten (E. 13).</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer wendet gegen den Rekursentscheid ein, das Vorhaben unterliege der Ausnahmebewilligungspflicht nach Art. 22 NHG und erfÃ¼lle die Voraussetzungen dafÃ¼r nicht. Die Beschwerdegegnerschaft ist hingegen mit dem Regierungsrat der Auffassung, die Ufervegetation werde nur Ã¤usserst geringfÃ¼gig beeintrÃ¤chtigt, weshalb gar keine Ausnahmebewilligung erforderlich sei. Zudem erachtet der Beschwerdegegner 2 die Voraussetzungen fÃ¼r die GewÃ¤hrung einer Ausnahmebewilligung als erfÃ¼llt.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Vorab zu klÃ¤ren ist hier das VerhÃ¤ltnis zwischen den Art. 21 ff. NHG einerseits und zu den Bestimmungen der SVO betreffend See- und Uferschutzzonen, welche ihrerseits ebenfalls der Erhaltung des Ufers als Lebensraum seltener und gefÃ¤hrdeter Tier- und Pflanzenarten und -gemeinschaften sowie dem Schutz der Landschaft dienen. Aus der derogatorischen Kraft des Bundesrechts folgt ohne weiteres, dass Ziff. 6 SVO im Bereich der Ufervegetation insoweit keine eigenstÃ¤ndige Bedeutung zukommt, als diese Vorschrift geringere Anforderungen an eine Ausnahmebewilligung stellt. Ausserhalb des Anwendungsbereichs von Art. 21 f. NHG hingegen ist zu prÃ¼fen, ob die von Ziff. 6 SVO umschriebenen Ausnahmevoraussetzungen fÃ¼r ein Abweichen von den Vorschriften der SVO vorliegen. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Die Ausnahmebewilligungspflicht gemÃ¤ss Art. 22 NHG ist gegeben, wenn eine Ufervegetation im Sinne von Art. 21 NHG vorliegt und anzunehmen ist, dass diese Ufervegetation durch das Projekt zum Absterben gebracht wÃ¼rde. Beides ist vorliegend umstritten. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.1 </b>Der Bestand von Ufervegetation im Sinne von Art. 21 NHG ist vorab vom rÃ¤umlichen Zusammenhang mit einem GewÃ¤sser abhÃ¤ngig. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist darauf abzustellen, ob sich die vorhandenen Pflanzen im Schwankungsbereich des Spiegels eines stehenden oder fliessenden GewÃ¤ssers befinden, wobei auch hohe WasserstÃ¤nde berÃ¼cksichtigt werden, wie sie in gewissen AbstÃ¤nden vorkommen, nicht hingegen aussergewÃ¶hnliche HochwasserstÃ¤nde (BGE 110 Ib 117). GemÃ¤ss den Gesuchsunterlagen wies der Greifensee in den Jahren zwischen 1988 bis 2000 eine mittlere Wasserstandskote von 435.20 m und eine Hochwasserstandskote bis 435.94 m auf. Das bestehende Terrain am vorgesehenen Standort soll an der sÃ¼dwestlichen GebÃ¤udeecke des Restaurants auf 435.96 m und an der nordwestlichen Ecke auf 436.45 m liegen. An dieser Stelle fÃ¤llt das GelÃ¤nde erst rund 4.50 m weiter seewÃ¤rts auf eine Kote von 435.96 m ab. Die Terrassenkonstruktion mit Aussenmassen von rund 14.50 m x 26 m sowie die teilweise darÃ¼ber hinausragende Cabane von 5.27 m x 7.27 m wird demnach fast vollstÃ¤ndig UfergelÃ¤nde im Schwankungsbereich des Wasserspiegels Ã¼berragen.</p> <p class="Urteilstext">Hinsichtlich der PflanzenÃ¶kologie zÃ¤hlt Art. 21 Abs. 1 NHG Schilf- und BinsenbestÃ¤nde sowie Auenvegetationen beispielhaft auf, knÃ¼pft aber allgemein an das Vorhandensein natÃ¼rlicher Pflanzengesellschaften. Dies bedingt zumindest eine naturnahe und standortgerechte Pflanzenschicht, ohne dass diese durchgehend sein mÃ¼sste. Nicht darunter fÃ¤llt allerdings eine stark degradierte (entwertete) Ufervegetation wie etwa FichtenwÃ¤lder im Mittelland oder eine bis unmittelbar ans Ufer reichende intensiv landwirtschaftlich genutzte Vegetation (Hans-Peter Jenni, Kommentar NHG, ZÃ¼rich 1997, Art. 21 Rz. 11). Das bedeutet entgegen den diesbezÃ¼glichen Vorbringen der Beschwerdegegner weder, dass es sich bei der vorhandenen Vegetation um seltene Pflanzen handeln mÃ¼sse, noch, dass diese nur gerade im Schwankungsbereich eines oberirdischen GewÃ¤ssers und sonst nirgendwo vorkommen dÃ¼rfen. </p> <p class="Urteilstext">Der fragliche Uferabschnitt besteht nach dem Bericht der Fachstelle Naturschutz landseitig aus einem natÃ¼rlichen UfergehÃ¶lz mit Erlen, Eschen und Weiden sowie einer Krautschicht mit ufertypischen Pflanzen. Wasserseitig liegt ein Flachufer vor, welches im fraglichen Abschnitt gemÃ¤ss Seeuferkartierung und -beurteilung (Lachavanne 1989, Uferabschnitt 23) von mittlerem Wert ist. Trotz spÃ¤rlicher untergetauchter Vegetation weist es eine sehr vielfÃ¤ltige Wasservegetation und einen kleinen Schilfbestand auf. Auch nach dem vom Beschwerdegegner 2 eingereichten Gutachten von E befinden sich im Bereich der geplanten Terrasse und Cabane mehrere GehÃ¶lze (Eschen, eine Erle, eine Weide sowie StrÃ¤ucher) mit und ohne Unterwuchs, verschiedene KrÃ¤uterarten sowie in einem Abstand von rund 4 m von der nordwestlichen Terrassenecke entfernt ein Schilfbestand. Diese wenn auch teilweise infolge der intensiven Sommernutzung nicht durchgehend vorhandene Pflanzenschicht ist selbst nach Auffassung der Beschwerdegegner standortgerecht und hat daher im Grundsatz als Ufervegetation im Sinne von Art. 21 NHG zu gelten. Ob sie teilweise auch der Definition eines Auenwaldes entspricht, kann in diesem Zusammenhang offen bleiben.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.2 </b>Art. 21 Abs. 1 NHG verbietet es, diese Ufervegetation durch Rodung, ÃberschÃ¼ttung oder auf andere Weise zum Absterben zu bringen. Die Beseitigung der Ufervegetation kann von der zustÃ¤ndigen kantonalen BehÃ¶rde nur unter den Voraussetzungen von Art. 22 Abs. 2 NHG bewilligt werden. Diese Bestimmungen verbieten nicht jede BeeintrÃ¤chtigung der Ufervegetation; Massnahmen, die das Wachstum der Ufervegetation lediglich erschweren oder eine Neuansiedlung verhindern, stehen noch nicht unter den strengen Voraussetzungen einer Ausnahmebewilligung. Diese ist jedoch dann erforderlich, wenn das Projekt voraussichtlich ein Absterben vorhandener Ufervegetation zur Folge haben wird. Die Beurteilung eines Projektes auf eine derartige kÃ¼nftige Auswirkung hin ist weit gehend eine Frage des technischen Ermessens, wobei es im Interesse eines umfassenden Uferschutzes liegt, im Zweifelsfall die Pflicht zur Einholung einer Ausnahmebewilligung zu bejahen.</p> <p class="Urteilstext">Die angefochtene VerfÃ¼gung des ALN beruhte auf einer EinschÃ¤tzung der Fachstelle Naturschutz, wonach der Bau der Restaurantterrasse die natÃ¼rliche Ufervegetation massiv beeintrÃ¤chtigen werde, indem diese auf rund 300 m<sup>2</sup> mit einem Rost Ã¼berdeckt werde und durch die resultierende Beschattung dauerhaft zum Absterben gebracht oder am Wachstum gehindert werde. Aus dem Rekursentscheid geht nicht klar hervor, in welcher Hinsicht der Regierungsrat dieser Beurteilung nicht folgen konnte. Dass die Beschattung der Terrasse fÃ¼r die darunter liegende Pflanzenschicht nachteilig sein wird, scheint er nicht zu bezweifeln, jedoch zÃ¤hlt er offenbar lediglich den Schilfbestand ausserhalb der Terrasse zur schÃ¼tzenswerten Ufervegetation, was nach dem unter E. 4.3.1 AusgefÃ¼hrten nicht zutrifft. Im Beschwerdeverfahren bringt die Beschwerdegegnerin 1 vor, dass die Ausgestaltung der Terrasse im Detail noch nicht feststehe und dass diese licht- und witterungsdurchlÃ¤ssig sein werde, damit die darunter liegende Pflanzenschicht nicht absterbe. DemgegenÃ¼ber gehen jedoch sowohl der Beschwerdegegner 2 selber als auch der von diesem beauftragte Gutachter davon aus, dass die Krautvegetation unter der Terrasse wahrscheinlich ganz verschwinden werde. Weiter ist anerkannt, dass eine Esche, die zur Ufervegetation gehÃ¶rt, der Cabane wird weichen mÃ¼ssen. Ob diese Esche gleichzeitig auch zum Wald gehÃ¶rt, ist in diesem Zusammenhang nicht von Belang. Feststeht schliesslich, dass die Erstellung der Terrasse und Cabane mit Aussenmassen von rund 390 m<sup><span>2</span></sup> FlÃ¤che eine Konstruktion bedingt, die eine Vielzahl von PfÃ¤hlen im Uferbereich notwendig machen wird. Auch wenn die genaue Anzahl der PfÃ¤hle beim jetzigen Projektstand noch nicht feststeht, so sind im Baugesuch allein schon 9 PfÃ¤hle fÃ¼r die nur 38 m<sup><span>2</span></sup> grosse Cabane eingezeichnet. Auch der Beschwerdegegner 2 ist der Auffassung, wenn auch im Zusammenhang mit der BewilligungsfÃ¤higkeit, die fÃ¼r die Konstruktion notwendige PfÃ¤hlung kÃ¶nne mit einer SchÃ¼ttung verglichen werden.</p> <p class="Erwgung3">Daraus ergibt sich, dass das geplante Bauwerk zwar einzelne bestehende BÃ¤ume integrieren kann und den vorhandenen Schilfbestand kaum gefÃ¤hrden wird, jedoch aller Voraussicht nach zum Verschwinden einer Esche sowie der Strauch- und Krautschicht im Uferbereich fÃ¼hren wird. Ob das Projekt im Gegenzug dazu die Vegetationsbedingungen fÃ¼r die belassenen BÃ¤ume verbessert, indem es deren Wurzeln vor Tritterosionen schÃ¼tzt, spielt fÃ¼r die Frage der Ausnahmebewilligungspflicht an sich keine Rolle.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.3 </b>Demnach ist grundsÃ¤tzlich von der Ausnahmebewilligungspflicht im Sinne von Art. 22 NHG auszugehen. Nicht gefolgt werden kann damit der Auffassung der Beschwerdegegnerin 1, wonach es sich vorliegend um einen umweltrechtlichen Bagatellfall handle. Die Terrasse samt Cabane wird sich auf einer UferflÃ¤che von Ã¼ber 300 m2 auswirken, was zwar im VerhÃ¤ltnis zu dem vom Bundesgericht beurteilten Strassenbauprojekt im Wallis (BGE 130 II 313) nur geringfÃ¼gig erscheinen mag, aber keinesfalls als bloss marginale Beanspruchung angesehen werden kann. Unbehelflich erscheint in diesem Zusammenhang auch der Vergleich des Beschwerdegegners 2 mit dem neuen Steg bei der GarnhÃ¤nki in Greifensee. Allein die Tatsache, dass dieser relativ kleine Aussichts- und Badesteg realisiert werden konnte, lÃ¤sst noch keine RÃ¼ckschlÃ¼sse darauf zu, dass die zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden bei einer Beseitigung von Ufervegetation im vorliegend strittigen Umfang generell auf die DurchfÃ¼hrung eines Ausnahmebewilligungsverfahrens gemÃ¤ss Art. 22 NHG verzichten wÃ¼rden.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Zur PrÃ¼fung, ob die Voraussetzungen fÃ¼r eine Ausnahmebewilligung gegeben sind, ist die Sache zurÃ¼ckzuweisen. ZustÃ¤ndig fÃ¼r die Bewilligungserteilung ist das ALN (Anhang zur BVV, Ziff. 1.4.2), welches die Frage gegebenenfalls auch bezogen auf einen verschobenen Standort wird eindeutig beantworten mÃ¼ssen.</p> <p class="Urteilstext">Hinsichtlich der in Art. 22 Abs. 2 NHG durch die Wasserbaupolizei- oder GewÃ¤sserschutzgesetzgebung erlaubten FÃ¤lle ist auf den Entscheid des Verwaltungsgerichtes vom 8. Dezember 2005 betreffend einen Hafen in Meilen hinzuweisen, worin sich das Gericht in Anlehnung an einen WaadtlÃ¤nder Entscheid dafÃ¼r aussprach, dass die Ufervegetation auch fÃ¼r Projekte beansprucht werden dÃ¼rfe, die gemÃ¤ss Art. 39 Abs. 2 lit. a des GewÃ¤sserschutzgesetzes vom 24. Januar 1991 (GSchG) mittels SchÃ¼ttungen realisiert werden dÃ¼rfen (VB.2005.00226, auf www.vgrzh.ch). Sowohl nach Art. 22 Abs. 2 NHG als auch gemÃ¤ss Art. 39 Abs. 2 lit. a GSchG wird sodann die Frage der Standortgebundenheit zu prÃ¼fen sein, welche sich in vergleichbarer Weise wie im raumplanungsrechtlichen Zusammenhang stellen wird (vgl. E. 3.5 vorstehend). Die vom Regierungsrat letztlich als ausschlaggebend erachtete InteressenabwÃ¤gung kann daher erst im Rahmen dieses Bewilligungsverfahrens Beachtung finden. Ebenfalls erst im Rahmen des Ausnahmebewilligungsverfahrens wird zu prÃ¼fen sein, ob und inwiefern eine nicht vermeidbare BeeintrÃ¤chtigung der Ufervegetation mit besonderen Massnahmen zu deren bestmÃ¶glichem Schutz, fÃ¼r Wiederherstellung oder angemessenen Ersatz kompensiert werden soll (vgl. Art. 18 Abs. 1<sup><span>ter</span></sup> NHG). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Ist demnach die Bewilligungspflicht nach Art. 22 Abs. 2 NHG zu bejahen, so kann offen bleiben, ob die weniger strengen Voraussetzungen fÃ¼r die Erteilung einer Ausnahmebewilligung gemÃ¤ss Ziff. 6 SVO gegeben sind.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bezogen auf die Waldfeststellung/Rodungsbewilligung war im Rekursverfahren in erster Linie strittig, ob mit der SVO auch eine verbindliche Waldfeststellung erfolgt sei bzw. ob genÃ¼gend Anlass fÃ¼r die DurchfÃ¼hrung einer Waldfeststellung bestanden habe. Weiter wurde die WaldqualitÃ¤t als solche im fraglichen Bereich bestritten und schliesslich geltend gemacht, die Voraussetzungen fÃ¼r die Erteilung einer Rodungsbewilligung lÃ¤gen vor.</p> <p class="Urteilstext">Der Regierungsrat hob die angefochtene VerfÃ¼gung wegen Verletzung der BegrÃ¼ndungspflicht auf. Er beanstandete, dass die Voraussetzungen fÃ¼r die Erteilung einer Ausnahmebewilligung nach Art. 5 Abs. 2 WaG nicht geprÃ¼ft worden seien, und wies die Sache zum Neuentscheid unter BerÃ¼cksichtigung seiner â nÃ¤her dargelegten â raumplanungs- und naturschutzrechtlichen ErwÃ¤gungen zurÃ¼ck. Der BeschwerdefÃ¼hrer begrÃ¼ndet in seiner Beschwerdeschrift ausschliesslich, weshalb die Rodungsbewilligung zwingend zu verweigern sei, ohne sich mit dem im Rekursentscheid ausschlaggebenden formellen Argument auseinander zu setzen.</p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r das Verwaltungsgericht besteht kein Anlass, die durch den Regierungsrat angeordnete RÃ¼ckweisung der Sache zur erneuten PrÃ¼fung einer Rodungsbewilligung aufzuheben. Allerdings erweisen sich die dazu vom Regierungsrat angestellten ErwÃ¤gungen betreffend ZonenkonformitÃ¤t, Standortgebundenheit und Uferschutz mit dem vorliegenden Entscheid als teilweise Ã¼berholt. Insbesondere ist festzuhalten, dass der festgestellte Wald ausschliesslich in der See- und Uferschutzzone und damit ausserhalb der Erholungszone VI B liegt und nach den hier massgebenden ErwÃ¤gungen teilweise zugleich Ufervegetation bildet. Die neu zu treffende VerfÃ¼gung ist daher mit den erforderlichen raumplanungs- und naturschutzrechtlichen Ausnahmebewilligungen zu koordinieren.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beanspruchung des Greifensees durch Terrasse und Cabane bedarf einer wasserrechtlichen Konzession der Baudirektion (§ 36 Abs. 1 WasserwirtschaftsG; Anhang zur BVV, Ziff. 1.6.3.1). Eine solche darf gemÃ¤ss § 43 Abs. 1 WasserwirtschaftsG nur erteilt werden, wenn sie weder Ã¶ffentliche Interessen erheblich beeintrÃ¤chtigt noch die Rechte anderer Wassernutzungsberechtigter erheblich schmÃ¤lert (vgl. auch § 25 der Konzessionsverordnung zum Wasserwirtschaftsgesetz vom 21. Oktober 1992, KonzessionsV). Der Versorgung der BevÃ¶lkerung mit Trinkwasser kommt Vorrang zu (§ 43 Abs. 2 WasserwirtschaftsG). </p> <p class="Urteilstext">Die Baudirektion verweigerte die Konzession mit der BegrÃ¼ndung, dem Projekt stÃ¼nden am vorgesehenen Standort Ã¼berwiegende Ã¶ffentliche Interessen des Landschaftsschutzes entgegen. GestÃ¼tzt auf § 43 Abs. 2 WasserwirtschaftsG Ã¼berprÃ¼fte der Regierungsrat die Konzessionserteilung unter dem Aspekt des Trinkwasserschutzes und erwog, die Voraussetzungen einer Konzession seien erfÃ¼llt, da das Vorhaben in der Schutzzone III bewilligungsfÃ¤hig sei und das Schutzzonenreglement einer Verschiebung in die Schutzzone II klar entgegenstehe (E. 8). Eine AbwÃ¤gung mit den Interessen des Landschaftsschutzes lehnte er im Rahmen der raumplanungsrechtlichen Bewilligung ab (E. 11).</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer bestreitet nicht, dass dem Projekt an der vorgesehenen Stelle in der Schutzzone III keine Interessen des Grundwasserschutzes entgegenstehen. Hier sind Bauten und Anlagen anders als in den Schutzzonen II a und b nicht generell verboten, sondern nur dann, wenn in oder auf ihnen Wasser gefÃ¤hrdende Stoffe erzeugt, verwendet, umgeschlagen, befÃ¶rdert oder gelagert werden (Art. 5a und 6a SZR). Ãber die entsprechende Bewilligung wird sich allerdings in erster Linie die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde aussprechen mÃ¼ssen. Ein Zusammenwirken zwischen der FassungseigentÃ¼merin und der Baudirektion ist dann notwendig, wenn in begrÃ¼ndeten AusnahmefÃ¤llen ein Abweichen vom Reglement in Anspruch genommen wird (Art. 10 SZR). </p> <p class="Urteilstext">Allein mit den Ãberlegungen zum Grundwasserschutz sind jedoch die Voraussetzungen der Konzessionserteilung entgegen der Auffassung des Regierungsrats keineswegs abschliessend geprÃ¼ft. Die gemÃ¤ss § 43 Abs. 1 WasserwirtschaftsG zu wahrenden Ã¶ffentlichen Interessen sind nicht allein solche des Grundwasserschutzes, sondern auch solche der Raumplanung und des Natur- und Heimatschutzes. KÃ¶nnen die in diesem Rahmen notwendigen Bewilligungen nicht erteilt werden, so ist auch die entsprechende wasserrechtliche Konzession ohne weiteres zu verweigern. Die Beurteilung des Konzessionsgesuchs hÃ¤ngt daher im vorliegenden Fall massgeblich davon ab, ob die erforderlichen raumplanungs-, naturschutz- und waldrechtlichen Ausnahmebewilligungen erteilt werden kÃ¶nnen. Sind die Voraussetzungen dafÃ¼r gegeben, so besteht zwar noch kein direkter Anspruch auf Konzessionserteilung, jedoch sind beim anstehenden Ermessensentscheid auch allfÃ¤llige Ã¶ffentliche Interessen der Gemeinde an der Konzessionsverleihung zu berÃ¼cksichtigen, zu gewichten und gegen allfÃ¤llige fÃ¼r die Verweigerung sprechenden Ã¶ffentlichen Interessen abzuwÃ¤gen (RB 1986 Nr. 108).</p> <p class="Urteilstext">Demnach ist die Sache auch in diesem Punkt zur weiteren PrÃ¼fung an die Baudirektion zurÃ¼ckzuweisen. </p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens sind die Kosten des Rekurs- und Beschwerdeverfahrens beiden Parteiseiten je zur HÃ¤lfte aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht den Parteien bei diesem Ergebnis nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die Sache im Sinn der ErwÃ¤gungen an die mitbeteiligten Direktionen zurÃ¼ckgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Rekurskosten werden zur HÃ¤lfte dem BeschwerdefÃ¼hrer und zu je einem Viertel der Beschwerdegegnerin 1 und dem Beschwerdegegner 2 auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'090.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden zur HÃ¤lfte dem BeschwerdefÃ¼hrer und zu je einem Viertel der Beschwerdegegnerin 1 und dem Beschwerdegegner 2 auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. FÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">7. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>