<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00236</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105939&amp;W10_KEY=13013579&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00236</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.02.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Teilentwidmung einer Strasse</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts bei einer Strassenverkehrs-anordnung (vorliegend Umwidmung einer Strasse [vorher allgemeine Zugänglichkeit; jetzt lediglich Fuss- und Veloweg]): Verhältnis von § 41 VRG (grundsätzliche Zuständigkeit des VGr) zu § 42 VRG (Unzuständigkeit des VGr bei Weiterzugsmöglichkeit an bestimmte Bundesbehörden) im Allgemeinen (E. 1a). Bei Strassenverkehrsanordnungen ist zu prüfen, nach welcher rechtlichen Grundlage sie sich richten. Entsprechend verschieden sind die Zuständigkeiten im Rechtsmittelverfahren im Bund und im Kanton; Unterscheidungskriterien (E. 1b, 1c/aa). Kontroverse Beurteilung in Lehre und Rechtsprechung (E. 1c/bb-cc). Bei der vorliegenden Umwidmung handelt es sich nach Zweck, Inhalt und Umsetzungsmodalitäten um eine funktionelle Verkehrsanordnung nach Art. 3 Abs. 4 SVG. Gegen einen letztinstanzlichen kantonalen Entscheid ist die Beschwerde an den Bundesrat gegeben, was innerkantonal die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ausschliesst. Nichteintreten und Überweisung an den Regierungsrat (E. 1d/e). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRASSENVERKEHR">STRASSENVERKEHR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: STRASSENVERKEHRSRECHT">STRASSENVERKEHRSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMWIDMUNG">UMWIDMUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSANORDNUNG">VERKEHRSANORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDMUNG">WIDMUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 3 lit. III SVG</span><br/><span class="gerade">Art. 3 lit. IV SVG</span><br/><span class="ungerade">§ 41 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 42 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Der Gemeinderat Zollikon beschloss am 10. Februar 1999, das rund 40 m lange TeilstÃ¼ck neu Kat.Nr. 10332 der Sennhofstrasse wie folgt umzuwidmen: bisher allgemeine Widmung, neu Fuss- und Veloweg. Gleichzeitig unterzeichnete er einen Dienstbarkeits­vertrag, mit welchem er dem EigentÃ¼mer der anstossenden Parzelle Nr. 1954 ein Fahrweg­recht auf der Parzelle Kat.Nr. 10332 einrÃ¤umte. Durch die Umwidmung wird die ca. 5 m breite Strasse, die Zumikon (Waltikon) am Golfplatz vorbei via Oberhueb-Sennhof mit der Binzstrasse verbindet, im Abschnitt nach der Gemeindegrenze fÃ¼r den Automobilverkehr unterbrochen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen die UmwidmungsverfÃ¼gung rekurrierten die GemeinderÃ¤te Maur und Zumikon an den Bezirksrat Meilen. Einen weiteren Rekurs erhoben X und 11 Mitunter­zeichner sowie die Schulpflege Zollikon. Mit Beschluss vom 16. Mai 2000 hiess der Be­zirksrat Meilen den Rekurs der GemeinderÃ¤te Maur und Zumikon gut. Jenen von X und Mitunterzeichnern sowie der Schulpflege Zollikon schrieb er als gegenstandslos geworden ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Der Gemeinderat Zollikon hat gegen diesen Beschluss am 30. Juni 2000 Be­schwerde an das Verwaltungsgericht erhoben. Er beantragt, der angefochtene Beschluss sei aufzuheben und seine VerfÃ¼gung vom 10. Februar 1999 sei zu bestÃ¤tigen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat Meilen reichte am 11. Juli 2000 die Akten ein und ersuchte um Ab­weisung der Beschwerde. Die Schulpflege Zollikon Ã¤usserte sich mit Eingabe vom 25. Juli 2000 kritisch zur Umwidmung, ohne einen formellen Antrag zu stellen. Die GemeinderÃ¤te Zumikon und Maur beantragten am 6. September 2000 die Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. X und Mitbeteiligte liessen sich nicht verneh­men.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin, ihr sei im Sinne einer vorsorglichen Mass­nah­me zu gestatten, die Sennhofstrasse an der Ortsgrenze zu Zumikon durch provisorische Ein­richtungen fÃ¼r den Automobilverkehr zu sperren, wurde mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 31. Juli 2000 abgelehnt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschluss vom 27. Oktober 2000 bot das Verwaltungsgericht den Parteien und den Mitbeteiligten Gelegenheit, um sich zur Frage der ZulÃ¤ssigkeit der Beschwerde zu Ã¤us­sern. Die Parteien reichten ihre Stellungnahmen am 20. November 2000 ein, wÃ¤hrend die Mitbeteiligten auf eine Stellungnahme verzichteten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 8. Dezember 2000 beschloss das Verwaltungsgericht anlÃ¤sslich einer Vorbera­tung, den Regierungsrat und den Bundesrat zum Meinungsaustausch zur Frage der ZustÃ¤n­digkeit einzuladen. Die Stellungnahmen des Bundesamts fÃ¼r Strassen (im Auftrag des Bun­desrats) bzw. des Regierungsrats gingen beim Verwaltungsgericht am 22. Januar 2001 bzw. am 12. Februar 2001 ein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <span><br/> </span> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Das Verwaltungsgericht beurteilt unter anderem Beschwerden gegen letztin­stanzliche Anordnungen von VerwaltungsbehÃ¶rden, soweit kein Gesetz eine abweichende ZustÃ¤ndigkeit vorsieht (§ 41 VRG). Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist unzu­lÃ¤ssig gegen Anordnungen, die unmittelbar bei einer VerwaltungsbehÃ¶rde oder einer Re­kurskommission des Bundes angefochten werden kÃ¶nnen (§ 42 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese Regelung trat anlÃ¤sslich der Revision des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 8. Juni 1997 an die Stelle der Bestimmung von § 49 aVRG. Diese erklÃ¤rte damals die Beschwerde an das Verwaltungsgericht in viel weiterem Rahmen als unzulÃ¤ssig, nÃ¤mlich stets dann, wenn ein Weiterzug an eine eidgenÃ¶ssische Instanz mit einem anderen Rechts­mittel als durch staatsrechtliche Beschwerde mÃ¶glich war. Mit dem neu eingefÃ¼gten § 42 VRG sollte hingegen die Beschwerde nur noch dort ausgeschlossen werden, wo ein Rechts­mittel an eine andere Bundesinstanz als das Bundesgericht offen steht (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 42 N. 1f.). Die genannten Regelungen von § 41 und § 42 VRG stehen zueinander im VerhÃ¤ltnis von Grundsatz und Ausnahme (vgl. Randtitel). Trifft die Ausnahme von § 42 zu, wonach eine WeiterzugsmÃ¶glichkeit an eine Bundesbe­hÃ¶rde im Sinn dieser Bestimmung gegeben ist, entfÃ¤llt die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungs­gerichts. § 42 VRG bezweckt dabei unter anderem, dass Entscheide eines kantonalen Ge­richts nicht von einer <i>Verwaltungs</i>behÃ¶rde des Bundes Ã¼berprÃ¼ft werden kÃ¶nnen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zwar werden die von der Beschwerde ausgeschlossenen Anordungen in § 42 VRG als solche umschrieben, die "unmittelbar" bei einer VerwaltungsbehÃ¶rde oder einer Re­kurs­kommission des Bundes angefochten werden kÃ¶nnen. Dem Passus "unmittelbar" kommt jedoch nach der aufgezeigten Entstehungsgeschichte und Zweckbestimmung der Norm nicht die Bedeutung zu, die Beschwerde an das Verwaltungsgericht lediglich dort auszu­schliessen, wo auch ein kantonaler verwaltungsinterner Instanzenzug entfallen wÃ¼rde. Entscheide des Bezirksrats als erster Rechtsmittelinstanz unterliegen nÃ¤mlich nach dem Konzept des zÃ¼rcherischen Verwaltungsrechtspflegegesetzes mit einem grundsÃ¤tzlich zweistufigen kantonalen Rechtsschutz der ÃberprÃ¼fung einer zweiten kantonalen Rechts­mittelinstanz (Regierungsrat oder Verwaltungsgericht [§ 19c Abs. 2 in Verbindung mit § 41 ff. VRG]; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 88). Demnach schliesst § 42 VRG die Be­schwerde an das Verwaltungsgericht stets dort aus, wo gegen den letztinstanzlichen kanto­nalen Entscheid die Beschwerde an eine VerwaltungsbehÃ¶rde oder eine Rekurskommission des Bundes offen steht (vgl. RB 1998 Nr. 28).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) NÃ¤her zu prÃ¼fen ist daher, ob die im Streit liegende Umwidmung nicht richtiger­weise als funktionelle Verkehrsanordnung im Sinn von Art. 3 Abs. 4 des Strassenverkehrs­gesetzes vom 19. De­zember 1958 (SVG, SR 741.01) anzusehen ist, wogegen diese Be­stim­mung die Beschwerde an den Bundesrat zur VerfÃ¼gung stellt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin geht davon aus, dass Verkehrsmassnahmen sowohl mit den Instrumenten gemÃ¤ss kantonalem Strassengesetz als auch mit den Mitteln des eidge­nÃ¶ssischen Strassenverkehrsrechtes getroffen werden kÃ¶nnen, und nimmt an, dass ihr in dieser Hinsicht freie Wahl zusteht. Es ist zweifelhaft, ob diese Auffassung zutrifft.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei verkehrslenkenden und verkehrsberuhigenden Massnahmen unterscheidet die Praxis einerseits zwischen An­ordnungen, die Ausfluss der kantonalen Strassenhoheit sind und sich somit kraft Art. 3 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) auf das kanto­nale Strassengesetz oder Art. 3 Abs. 3 SVG stÃ¼tzen, und funkti­onellen Verkehrsanordnun­gen, welche auf Art. 3 Abs. 4 SVG und somit auf einer bundesrechtlichen Delegation beru­hen. Andererseits wird auch zwischen verkehrspolizeilichen Massnahmen (aufgrund von Art. 3 Abs. 3 und 4 SVG) und baulichen Massnahmen (aufgrund des Strassengesetzes) unterschieden. Die erstgenannte Diffe­renzierung erfolgt nach kompetenzrechtlichen Krite­rien; die zweitgenannte Unterscheidung stellt darauf ab, ob die Strassenverkehrsgesetzge­bung anwendbar sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GemÃ¤ss Art. 82 Abs. 1 BV (entspricht Art. 37<sup>bis</sup> Abs. 1 der Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 in der Fas­sung vom 22. Mai 1921 [aBV]) ist der Bund befugt, Vorschriften Ã¼ber den Strassenverkehr zu er­lassen (vgl. zum frÃ¼heren, ausdehnend verstandenen Wort­laut Martin Lendi in: Kommentar zur Bundesverfassung, 1987, Art. 37<sup>bis</sup> Rz. 2). Den Kan­tonen verbleibt jedoch unter Vorbehalt von Abs. 2 Ã¼ber die Durchgangsstrassen die soge­nannte Strassenhoheit, das heisst die Befugnis, Strassen zu bauen, zu unterhalten und deren Zweckbestimmung festzulegen (Lendi, Rz. 13 f.; RenÃ© Schaffhauser, Grundriss des schwei­zerischen Strassenverkehrsrechts, Bd. 1, Bern 1984, S. 31). Ãber die Abgrenzung dieser ZustÃ¤ndigkeiten besteht in Lehre und Rechtsprechung allerdings keine Einigkeit. Teilweise wird die Auffassung vertreten, das SVG regle den Strassenverkehr nur insoweit, als er sich im Rahmen des einfachen Gemeingebrauchs halte (BGE 122 I 279 E. 2b; 108 Ia 111 E. 1b; VPB 43/1979 Nr. 23, S. 94; Adrian Haas, Staats‑ und verwaltungsrechtliche Probleme bei der Regelung des Parkierens von Motorfahrzeugen auf Ã¶ffentlichem und pri­vatem Grund, insbesondere im Kanton Bern, Bern 1994, S. 15; Roger Meier, Verkehrsbe­ruhigungsmassnahmen nach dem Recht des Bun­des und des Kantons ZÃ¼rich, ZÃ¼rich 1989, S. 118 f.). In anderen Entscheiden wurde nicht ausdrÃ¼cklich auf diese Unterscheidung Be­zug genommen, da sie wenig oder gar nicht relevant war (BGE 111 IV 87 E. 2; VPB 50/1986 Nr. 14; vgl. auch Schaffhauser, S. 34 f.). In einem neue­ren Entscheid hat der Bun­desrat nach einem Meinungsaustausch mit dem Bundesge­richt erwogen, auch der gestei­gerte Gemeinge­brauch werde in verschiedener Hinsicht durch das Strassenverkehrsgesetz geregelt (VPB 59/1995 Nr. 39). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zur Strassenhoheit der Kan­tone gehÃ¶rt alles, was mit der Sachherrschaft Ã¼ber die Ã¶ffentlichen Strassen zusammenhÃ¤ngt, insbesondere das Recht zu entscheiden, ob eine Strasse gebaut werden soll und wie sie auszustatten ist. GrundsÃ¤tzlich gehÃ¶rt dazu auch der Entscheid, ob eine bestehende Stras­se dem Ã¶ffentlichen Gebrauch durch Entwidmung bzw. Umwidmung oder Teilentwid­mung ganz oder teilweise entzo­gen werden soll; aus dem Strassenverkehrsrecht kÃ¶nnen sich hier indessen EinschrÃ¤nkungen ergeben, indem die Stras­senhoheit der Kantone nur soweit reicht, als sie nicht durch das Recht des Bundes eingeschrÃ¤nkt wird, Vorschriften fÃ¼r den Strassenverkehr zu erlassen (Tobias Jaag, Ver­kehrsberuhigung im Rechtsstaat, ZBl 87/1986, S. 289 ff., insbesondere 295 f., auch zum Folgenden; VBP 43/1979 Nr. 23 S. 94 f.). GestÃ¼tzt auf die verfassungsrechtliche Kompe­tenzausscheidung sind die Kantone auch zur Anordnung von lokalen Verkehrsanordnungen im Sinn von Art. 3 Abs. 3 SVG, nÃ¤mlich von unbeschrÃ¤nkten sowie zeitlich be­schrÃ¤nkten Fahrverboten zustÃ¤ndig (Jaag, S. 294). Auf einer eigentli­chen bundes­rechtlichen Dele­ga­tion hingegen beruhen die von den Kanto­nen erlassenen funktionellen VerkehrsbeschrÃ¤n­kungen im Sinn von Art. 3 Abs. 4 SVG. Diese dienen dem Schutz der Bewohner oder glei­chermassen Betroffener vor LÃ¤rm und Luft­verschmut­zung, der Sicherheit, Erleichterung oder Regelung des Stras­senver­kehrs, dem Schutz der Strasse oder andern in den Ã¶rt­lichen VerhÃ¤ltnissen liegenden Interessen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) aa) Die genannten Unterscheidungen sind mit Bezug auf den Instanzenzug von erheb­licher Bedeutung (vgl. RB 1991 Nr. 4): Verkehrspolizeiliche Massnahmen in An­wendung von Art. 3 Abs. 3 oder 4 SVG, die regelmÃ¤ssig durch Signalisa­tion vollzogen werden, sind gemÃ¤ss § 12 des Gesetzes Ã¼ber die Be­zirksverwaltung vom 10. MÃ¤rz 1985 (LS 173.1) mit Rekurs an den Statt­halter anfechtbar; dagegen unterliegen (zumeist baulich vollzogene) Entwidmungen oder Umwidmungen gemÃ¤ss § 10 dieses Gesetzes dem Re­kurs an den Bezirksrat (Jaag, S. 300; Meier, S. 247 ff.). Rekursentscheide des Statthalters oder des Bezirksrats kÃ¶nnen an den Regie­rungsrat weitergezogen wer­den, soweit nicht die Be­schwerde an das Verwaltungsgericht gegeben ist (§ 19c Abs. 2 VRG). Dabei kommt es, wie einleitend ausgefÃ¼hrt, darauf an, welches Rechtsmittel auf Bundesebene besteht. Fahr­verbote aufgrund von Art. 3 Abs. 3 SVG sowie auf das kantonale Strassenrecht gestÃ¼tzte Ent- und Umwid­mungen unterliegen der Beschwerde an das Verwaltungsgericht, weil an­schliessend nur die staatsrechtliche Beschwerde an das Bundesgericht gegeben ist; damit gelangt die Generalklausel von § 41 VRG zur Anwendung. Handelt es sich dagegen bei der streitbetroffe­nen Massnahme um eine funktionelle Verkehrsanordnung im Sinn von Art. 3 Abs. 4 SVG, so kann sie (so der letzte Satz der genannten Bestimmung) mit Verwaltungs­beschwerde an den Bun­desrat wei­tergezogen werden; deshalb entfÃ¤llt die Be­schwerde an das Verwaltungsgericht und ist statt dessen der Rekurs an den Regierungsrat zulÃ¤ssig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Bei der Beurteilung der ZustÃ¤ndigkeit der Rechts­mittelinstanzen stellt die Pra­xis vorwiegend oder sogar aus­schliesslich auf die Art des Vollzugs ab (Jaag, S. 298 ff.; Meier, S. 248): Wird die Anordnung durch verkehrspoli­zeiliche Si­gnale vollzogen, so wird auf sie Art. 3 Abs. 3 oder Abs. 4 SVG angewendet. Erfolgt dagegen der Vollzug der An­ordnung (lediglich) durch bauliche Massnahmen, so wird ihre Rechts­grundlage von vorn­herein in der kantonalen Strassenhoheit erblickt, einzig kantonales Recht als anwendbar erachtet und dementsprechend die ZustÃ¤ndigkeit des Bundesrats als Beschwerdeinstanz stets verneint (Bundesrat, 18. Januar 1984, ZBl 85/1984, S. 276 ff.; vgl. Meier, S. 52 f. mit Hinweis auf weitere Entscheide; RB 1984 Nr. 2 = ZBl 86/1985, S. 82 = ZR 84 Nr. 9; BEZ 1991 Nr. 15; vgl. auch RB 1988 Nr. 5 und SOG 1988 Nr. 11 E. 2b/c).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese Praxis ist in der Lehre auf Kritik gestossen: Die auf den Vollzug der Anord­nung abstellende Unterschei­dung sei kein sachgerechtes Kriterium fÃ¼r die Abgrenzung des auf die Anordnung anwendbaren Rechts und damit der Zu­stÃ¤ndigkeit der Rechtsmittelbe­hÃ¶rde. Massgebend hierfÃ¼r dÃ¼r­fe nicht die Form des Vollzugs, sondern mÃ¼sse der Zweck der dem Vollzug vorangehenden GrundverfÃ¼gung sein. Sofern Umwid­mungen und Teil­ent­widmungen der Lenkung und Beruhigung des Verkehrs dienten, sei auf sie auch dann Bun­desrecht (Art. 3 Abs. 3 oder 4 SVG) anwendbar, wenn sie mittels baulicher Massnah­men ­â d.h. nicht durch verkehrspolizeili­che Signale â vollzogen wÃ¼rden (Jaag, S. 295 f. und 299; Meier, S. 48 ff. insbesondere 52, 244, 247 ff.). Aus­schliesslich nach kantonalem Recht richteten sich nur jene baulichen Massnahmen, die nicht primÃ¤r der Verkehrsrege­lung dienten (Jaag, S. 299, Anm. 52). DemgegenÃ¼ber hÃ¤lt Lendi (Art. 37<sup>bis</sup> BV N. 15 Anm. 9) dafÃ¼r, die kantonale Strassen­bauhoheit schlies­se auch die Befugnis ein, Verkehrs­untersagungen und ‑beschrÃ¤nkun­gen anzuordnen, wobei er allerdings den Umfang dieser Befugnis nicht weiter definiert. Ãhnlich Ã¤ussert sich Francesco Bertossa in der Bespre­chung von VPB 55/1991 Nr. 31 (BR 3/92 S. 66), der immerhin festhÃ¤lt, bei einer baulichen Massnahme mÃ¼sse wohl unterschieden werden, ob dieser Weg lediglich gewÃ¤hlt worden sei, um den Verkehr zu regeln, oder ob damit auch oder vornehmlich andere Zwecke ver­folgt wÃ¼rden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Im Urteil vom 20. November 1991 konnte das Verwaltungsgericht offen lassen, ob die erwÃ¤hnte Kritik berechtigt sei (VB.91.00104-108; in RB 1991 Nr. 4 nicht publi­zierte E. 5, 7 und 8). Dazu muss auch heute nicht abschliessend Stellung bezogen werden, da sich auch unter Anwendung der herkÃ¶mmlichen Kriterien ergibt, dass die fragliche Umwidmung in erster Linie als funktionelle Verkehrsanordnung zu qualifizieren ist. Im­merhin ist festzustellen, dass gute GrÃ¼nde fÃ¼r ein Ãberdenken der bisherigen Praxis spre­chen. Aus der Strassenhoheit folgt das Recht der Kantone, Strassen zu errichten, auf den Bau von Strassen zu verzichten oder Strassen stillzulegen. Die Art der Verkehrsregelung auf bestehenden Strassen wird hingegen durch das eidgenÃ¶ssische Recht normiert, und zwar selbst dann, wenn sich Ãberschneidungen mit der Strassenhoheit ergeben. Davon ist auch der Bundesrat in einem neueren Entscheid ausgegangen, als er erwog, dass sogar ge­steigerter Gemeingebrauch, der eng mit einem Fahrzeug verbunden sei, unter das Strassen­verkehrsgesetz falle (VPB 59/1995 Nr. 39 S. 323). Will ein Gemeinwesen das Verkehrsre­gime auf einer bestehenden, dem verkehrsmÃ¤ssigen Gemeingebrauch gewidmeten Strasse Ã¤ndern, so ist dies nur im Rahmen von Art. 3 SVG mÃ¶glich (Bundesrat, 18. Januar 1984, ZBl 85/1984, S. 276 E. 2; VPB 43/1979 Nr. 23 S. 95). Ein Kanton bzw. eine Gemeinde, der bzw. die ein verkehrspolizeiliches Problem lÃ¶sen mÃ¶chte, kann nicht allein durch die Wahl und Ausgestaltung der Umsetzungsmassnahmen darÃ¼ber entscheiden, ob die Voraus­setzungen gemÃ¤ss Strassenverkehrsgesetz einzuhalten sind oder nicht und welche Rechts­mittel gegen den Entscheid gegeben sind (vgl. fÃ¼r analoge Ãberlegungen im Zusammen­hang mit der Legitimationsfrage RB 1991 Nr. 4 und im Zusammenhang mit dem zulÃ¤ssi­gen Rechtsmittel BGr, 23. Mai 1995, ZBl 97/1996 S. 373 E. 1a). Unter diesen UmstÃ¤nden erscheint es als sachgerecht, bei der Qualifikation einer eine Strasse betreffenden Mass­nahme und der Beurteilung der damit verbundenen verfahrensrechtlichen Fragen vom <br/> â sich primÃ¤r aus dem Zweck der Massnahme ergebenden â materiellen Gehalt der in Frage stehenden VerfÃ¼gung auszugehen und die vorgesehene Ausgestaltung bzw. Umset­zung in einer gesamthaften WÃ¼rdigung (bloss) mitzuberÃ¼cksichtigen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Allerdings hat das Verwaltungsgericht vor kurzem bekrÃ¤ftigt, dass bauliche Mass­nahmen zur Verkehrsberuhigung keine Verkehrshindernisse im Sinn von Art. 4 SVG, son­dern Bestandteil der Strassenanlage selber sind und deshalb dem kantonalen Recht unter­liegen (VGr, 12. November 1998, VB.98.00233, E. 3d). Auch der Bundesrat hat unlÃ¤ngst wiederholt, dass (rein) bauliche Ãnderungen einer Strassenanlage, selbst wenn sie der Ver­besserung der Verkehrssicherheit oder dem Immissionsschutz dienen, nicht als funktionelle Verkehrsmassnahmen im Sinne von Art. 3 Abs. 4 SVG anzusehen seien, weil der Bund aus verfassungsmÃ¤ssigen GrÃ¼nden keine Kompetenzen habe, die bauliche Ausgestaltung einer Strasse zu bestimmen (VPB 63/1999 Nr. 55 E. 4a). Dieser Entscheid erging in Behandlung einer Beschwerde, welche danach trachtete, dass zusÃ¤tzlich zur Signalisation einer Tempo­beschrÃ¤nkung auch bauliche Massnahmen angeordnet wÃ¼rden. Der Bundesrat erklÃ¤rte, im Verfahren gegen eine funktionelle Verkehrsanordnung kÃ¶nne nicht die Anordnung bauli­cher Massnahmen verlangt werden. Ob das Verwaltungsgericht an seiner Praxis hinsicht­lich der Qualifikation baulicher Massnahmen zur Verkehrsberuhigung festhalten soll, kann vorliegend offen bleiben, da die Umwidmung nicht oder zumindest nicht in erster Linie mit baulichen Massnahmen durchgesetzt werden soll.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat nicht die vÃ¶llige Aufhebung einer Strasse (Entwid­mung im eigentlichen Sinne) beschlossen. Vielmehr will sie im Interesse des Sennhof­quar­tiers das Verkehrsregime auf der bestehenden Strasse verÃ¤ndern. Es geht mithin darum, den Verkehr auf einer gemÃ¤ss kantonalem Recht erstellten, bereits vorhandenen VerkehrsflÃ¤che neu zu ordnen. Der Zweck der Massnahme ist die Entfernung des quartier­fremden Ver­kehrs­ von der Sennhofstrasse. Die BeschwerdefÃ¼hrerin weist in der Umwid­mungs­ver­fÃ¼­gung ausdrÃ¼cklich darauf hin, dass es mit den bisherigen baulichen Massnah­men (Auf­pflÃ¤s­terungen, Blumenrabatten) nicht gelungen sei, den Durchgangsverkehr zu beein­flussen. Zur Umsetzung der Massnahme ist gemÃ¤ss der UmwidmungsverfÃ¼gung (E. 3) vorerst nur eine entsprechende Signalisation und allenfalls ein amtsrichterliches Verbot vorgesehen. Sollte dies nicht ausreichen, fasst die BeschwerdefÃ¼hrerin ins Auge, einen mittleren Streifen der Strasse mit Rasen zu bepflanzen. Erst wenn auch das nicht ge­nÃ¼ge, kÃ¶nne eine umlegbare/entfernbare Abschrankung angebracht werden. Es ist daher nur be­grenzt richtig, wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Stellungnahme zur ZulÃ¤ssigkeit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht behauptet, die Teilentwidmung solle mit Mass­nahmen der GelÃ¤ndegestaltung kenntlich gemacht werden. Solche Massnahmen sind ge­mÃ¤ss der insoweit klaren UmwidmungsverfÃ¼gung nur in zweiter PrioritÃ¤t vorgesehen. Die vorgesehene Massnahme lÃ¤sst sich auch nicht mit einer Teilwidmung vergleichen, wie sie vorgenommen wird, wenn im Rahmen einer gezielten Gestaltung etwa ein Dorfplatz der Allgemeinheit, nicht jedoch dem Motorfahrzeugverkehr gewidmet wird. Erst recht liegt kein Fall vor, in welchem bereits aufgrund der UmstÃ¤nde bzw. der baulichen Gegebenhei­ten die beschrÃ¤nkte Widmung offensichtlich ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Weiter liegt (materiell betrachtet) nicht ein Fahrverbot im Sinne von Art. 3 Abs. 3 SVG im Streit. Diese Bestimmung betrifft dauernde oder zeitlich beschrÃ¤nkte Totalfahr­verbote. Ein Totalfahrverbot kann auch noch bejaht werden, wenn einzelne bestimmte oder bestimmbare Benutzer die Strasse weiterhin benÃ¼tzen dÃ¼rfen. Kein Totalverbot liegt mehr vor, wenn eine ganze Benutzerkategorie, so wie vorliegend die Radfahrer, weiterhin zuge­lassen ist (VPB 51/1987 Nr. 51 S. 298 f.; BGr, 14. Oktober 1994, ZBl 96/1995, S. 508 E. 2; vgl. Schaffhauser, S. 32 f.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Der vorliegende Fall belegt exemplarisch die Schwierigkeiten, die sich ergeben, wenn fÃ¼r die Qualifikation der angefochtenen Anordnung und die Bestimmung des zulÃ¤s­sigen Rechtsmittelweges auf die von der verfÃ¼genden BehÃ¶rde gewÃ¤hlte Form abgestellt wird. Erst recht gilt dies fÃ¼r das Kriterium der DurchfÃ¼hrungsmodalitÃ¤ten: So soll die Um­widmung vorliegend primÃ¤r mit Mitteln des Strassenverkehrsrechts (Signalisation durch Hinweissignal Nr. 4.09 "Sackgasse" gemÃ¤ss Art. 46 der Signalisationsverordnung vom 5. September 1979 [SSV, SR 741.21] sowie das Vorschriftssignal Nr. 2.60 "Radweg" ge­mÃ¤ss Art. 33 SSV) umgesetzt werden. Nur wenn diese Massnahmen nicht genÃ¼gen, sind weitere Massnahmen vorgesehen, die teils rechtlicher (amtsrichterliches Verbot) und teils baulicher Art sind (TeilbegrÃ¼nung, evtl. Sperre). Die BeschwerdefÃ¼hrerin mÃ¶chte die Um­widmung also sowohl mit strassenverkehrsrechtlichen wie mit baulichen Mitteln durchset­zen, gibt aber den erstgenannten den Vorzug. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie angemerkt werden mag, ist es fraglich, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin die zutref­fende Signalisation vorgesehen hat. Das Signal "Sackgasse" kennzeichnet eine Strasse, die nicht durchgehend befahrbar ist (Art. 46 Abs. 3 SSV). Die Sennhofstrasse bleibt aber grund­sÃ¤tzlich, d.h. sofern nicht bauliche Massnahmen getroffen werden, befahrbar. Das Signal "Radweg" verpflichtet die FÃ¼hrer von einspurigen FahrrÃ¤dern und MotorfahrrÃ¤dern, den fÃ¼r sie gekennzeichneten Weg zu benÃ¼tzen (Art. 33 Abs. 1 SSV). Auch dieses Signal drÃ¼ckt die eigentliche Absicht der BeschwerdefÃ¼hrerin, den Motorfahrzeugverkehr im frag­lichen Strassenabschnitt zu unterbinden, nicht aus. DafÃ¼r diente wohl am ehesten das Sig­nal Nr. 2.03 "Verbot fÃ¼r Motorwagen", mit welchem die StrassenbenÃ¼tzung fÃ¼r alle mehr­spurigen Motorfahrzeuge, inbegriffen MotorrÃ¤der mit Seitenwagen, untersagt wird (Art. 19 Abs. 1 lit. a SSV) und welches mit dem Signal Nr. 2.04 "Verbot fÃ¼r MotorrÃ¤der" kombi­niert werden kann (vgl. Art. 19 Abs. 2 SSV). Das Teilfahrverbot kann mit einer Zu­satztafel kombiniert werden, welche auf Ausnahmen hinweist (z.B. "Mit schriftlicher Aus­nahmebe­willigung gestattet", vgl. Art. 17 Abs. 1 SSV). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In WÃ¼rdigung von Zweck, Inhalt und UmsetzungsmodalitÃ¤ten der umstrittenen Umwidmung ergibt sich, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin eine funktionelle Verkehrsbe­schrÃ¤n­kung im Sinne von Art. 3 Abs. 4 SVG angeordnet hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Demnach ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Die Akten sind ge­stÃ¼tzt auf § 5 Abs. 2 VRG zur Behandlung als Rekurs an den Regierungsrat zu Ã¼berweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Im durchgefÃ¼hrten Meinungsaustausch pflichteten sowohl das Bundesamt fÃ¼r Strassen als auch der Regierungsrat mit Stellungnahmen vom 19. Januar 2001 und 7. Feb­ruar 2001 der Rechtsauffassung des Verwaltungsgerichts in Bezug auf die zugrunde lie­gende Fallkonstellation bei (act. 27 und 28).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>g) Im vorliegenden Beschluss liegt keine PraxisÃ¤nderung, die wegen des Grundsat­zes von Treu und Glauben erst nach einer VorankÃ¼ndigung vorgenommen werden dÃ¼rfte. Nachdem das Verwaltungsgericht im vorliegenden Fall zur Auffassung gelangt ist, dass es unzustÃ¤ndig sei, kann es den Fall nicht behandeln (§ 5 Abs. 1 VRG). Die ZustÃ¤ndigkeit ist (zwingende) Sachurteilsvoraussetzung (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl § 5 N. 3). Daran Ã¤ndert auch die Tatsache nichts, dass durch PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 31. Juli 2000 Ã¼ber die Anordnung vorsorglicher Massnahmen entschieden und damit aufgrund einer vorlÃ¤ufigen Beurteilung die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts (implizit) bejaht wurde. Diese vorlÃ¤ufige Beur­teilung vermag die Kammer beim Entscheid Ã¼ber die ZustÃ¤ndigkeit nicht zu binden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. Die Akten werden dem Regierungsrat Ã¼berwiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>