<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2023-08-17-9F_10-2023.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>9F_10/2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 17. August 2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>III. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Parrino, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Stadelmann, </div> <div class="para">Bundesrichterin Scherrer Reber, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Williner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Gesuchsteller, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, 1203 Genf, </div> <div class="para">Gesuchsgegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Invalidenversicherung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 1. Mai 2023 (9F_5/2023 (Urteil 9F_19/2022)). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para">Die IV-Stelle des Kantons Zürich sprach dem 1964 geborenen A.________ mit Verfügung vom 7. Dezember 1998 eine ganze Invalidenrente ab dem 1. Januar 1997 zu. Im Rahmen eines Revisionsverfahrens stellte sie die Rentenzahlung nach verschiedenen Abklärungen (vorsorglich) per sofort ein (Verfügung vom 21. November 2018). Infolge Umzugs von A.________ nach Kanada überwies die IV-Stelle des Kantons Zürich die Akten am 25. Januar 2019 zuständigkeitshalber an die IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Diese hob die Rente mit Verfügung vom 15. Juli 2019 rückwirkend auf den 1. März 2008 auf. Die in dieser Sache erhobenen Beschwerden wiesen sowohl das Bundesverwaltungsgericht (Urteil vom 7. Oktober 2022) wie auch das Bundesgericht (Urteil 9C_662/2022 vom 2. August 2022) ab. Mit Urteil 9F_19/2022 vom 12. Dezember 2022 trat Letzteres auf das gegen das Urteil 9C_662/2022 gerichtete Revisionsgesuch nicht ein. Mit Urteil 9F_5/2023 vom 1. Mai 2023 verfuhr das Bundesgericht ebenso mit einem gegen das Urteil 9F_19/2022 gerichteten Revisionsgesuch. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 18. Juli 2023 beantragt A.________ sinngemäss die revisionsweise Aufhebung der Urteile 9C_662/2021, 9F_19/2022 und 9F_5/2023. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Urteile des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft (<span class="artref">Art. 61 BGG</span>). Eine nochmalige Überprüfung der einem Urteil des Bundesgerichts zugrunde liegenden Streitsache ist grundsätzlich ausgeschlossen. Das Gericht kann auf seine Urteile nur zurückkommen, wenn einer der in den <span class="artref">Art. 121 ff. BGG</span> abschliessend aufgeführten Revisionsgründe vorliegt (SVR 2014 UV Nr. 22 S. 70, 8F_14/2013 E. 1.1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Der Gesuchsteller verweist auf die Revisionsgründe gemäss <span class="artref"><artref id="CH/173.110/c" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/121/d" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/121/c" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/121/a" type="start"></artref>Art. 121 lit. a, c und d BGG</span><artref id="CH/173.110/121/c" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/121/d" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/c" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/d" type="end"></artref>. Nach diesen Bestimmungen kann die Revision eines Entscheids des Bundesgerichts verlangt werden, wenn dieses die Vorschriften über die Besetzung des Gerichts oder über den Ausstand verletzt hat (lit. a), einzelne Anträge unbeurteilt geblieben sind (lit. c) oder das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hat (lit. d). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.1.</b> Das Bundesgericht wies bereits im Urteil 9F_5/2023 darauf hin, dass für die Behandlung eines Revisionsgesuchs jene Abteilung des Bundesgerichts zuständig ist, die das ursprüngliche Urteil erlassen hat. Weiter führte es unter Hinweis auf <span class="artref">Art. 34 Abs. 2 BGG</span> aus, dass die Mitwirkung in einem früheren bundesgerichtlichen Verfahren für sich allein keinen Ausstandsgrund bildet; darauf hatte das Bundesgericht auch schon zuvor im Verfahren 9F_19/2022 hingewiesen. In beiden Urteilen findet sich zudem der Hinweis darauf, dass in einem Revisionsgesuch der Revisionsgrund unter Angabe der Beweismittel im Einzelnen darzulegen ist, wobei nicht genügt, das Vorliegen eines solchen einfach zu behaupten; vielmehr muss aufgezeigt werden, weshalb dieser gegeben und inwiefern gestützt darauf das Urteilsdispositiv abzuändern ist (vgl. Elisabeth Escher, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, N. 5 zu <span class="artref">Art. 127 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.2.</b> Die Eingabe vom 18. Juli 2023 genügt diesen Anforderungen offensichtlich nicht, da der Gesuchsteller wohl verschiedene Revisionsgründe gemäss <span class="artref">Art. 121 BGG</span> anruft bzw. diese zumindest zitiert, aber erneut (wie schon in den Verfahren 9F_19/2022 und 9F_5/2023) gar nicht oder zumindest nicht rechtsgenüglich aufzeigt, inwiefern diese gegeben sein sollen. Dies gilt insbesondere in Bezug auf die erneut geltend gemachte Verletzung der Vorschriften über die Besetzung des Gerichts oder über den Ausstand. Die diesbezügliche Ausführungen des Gesuchstellers erschöpfen sich in der Behauptung, es sei "bisheriges Besetzung grundsätzlich parteiisch, sorglos, und abweichend (...) und ergreift die tatsächliche Gerechtigkeit nicht". Das Revisionsgesuch erweist sich damit einmal mehr als offensichtlich unzulässig, weshalb darauf analog zum vereinfachten Verfahren (vgl. <span class="artref">Art. 108 Abs. 3 und <artref id="CH/173.110/109/3" type="start"></artref>Art. 109 Abs. 3 BGG</span><artref id="CH/173.110/108/3" type="end"></artref>) ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summarischer Begründung nicht einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.3.</b> Mit Blick auf die offensichtlich ungenügende Begründung kann offen bleiben, inwiefern die geltend gemachten Revisionsgründe überhaupt innerhalb der Rechtsmittelfrist (vgl. <span class="artref">Art. 124 Abs. 1 lit. a BGG</span>) geltend gemacht wurden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Mit der vorliegenden Eingabe ersucht der Gesuchsteller bereits zum dritten Mal mit offensichtlich ungenügender Begründung um eine revisionsweise Überprüfung der bundesgerichtlichen Urteile in Zusammenhang mit der rückwirkend per 1. März 2008 erfolgten Rentenaufhebung. Das Bundesgericht behält sich vor, allfällige weitere derartige Eingaben in dieser Angelegenheit inskünftig unbeantwortet abzulegen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">In Anwendung von <span class="artref">Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG</span> kann umständehalber - einmal noch - auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet werden. Der Gesuchsteller wird indessen mit Kosten zu rechnen haben, wenn er weiterhin in dieser Weise vor Bundesgericht prozessiert. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung III, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 17. August 2023 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der III. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Parrino </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Williner </div> </div></body></html>