<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>IV.2023.00662</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>IV. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna<br/>Sozialversicherungsrichterin Fankhauser<br/>Gerichtsschreiberin Casanova</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">24. April 2024</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span id="_Hlk164065622"></span><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Dominique </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Chopard</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Werdstrasse</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> 36, Postfach, 8036 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1963, meldete sich am 24. Februar 2015 (Eingangs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">datum, Urk. 9/8) nach erfolgter Früherfassung (Urk. 9/1) unter Hinweis auf verschiedene Krankheiten bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfügte am 8. Dezember 2015 die Abweisung des Begehrens, da der Versicherte seit Juni 2015 wieder voll arbeitsfähig sei und seither in einem vollen Pensum als Lagerist arbeite (Urk. 9/37). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 5. Mai 2022 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf Schulterprobleme bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 9/41). Die IV-Stelle tätigte Abklärungen und holte insbesondere die Unterlagen der Kranken</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">taggeldversicherung ein (Urk. 9/55; Urk. 9/67). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach durchgeführtem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheidverfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Vorbescheid vom 21. Juni 2023, Urk. 9/70; Einwand vom 22.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">August 2023, Urk. 9/74; ergänzende </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einwandbegründung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 25. September 2023, Urk. 9/77) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 2.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">November 2023 ab (Urk. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hiergegen liess der Versicherte am 4. Dezember 2023 Beschwerde erheben und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegnerin sei zu verpflichten, den Sachverhalt festzustellen und danach die gesetzlichen Versicherungsleistungen auszurichten (Urk. 1). Mit Beschwerdeant</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wort vom 29. Februar 2024 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> unter Beilage ihrer Akten, Urk. 9/1-82</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">), worüber der Beschwerdeführer am 6. März 2024 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 10). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung dafür, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der Beschwerdeführer gemäss den Unterlagen zuletzt als Mitarbeiter Warenwirtschaft in einem vollen Pensum gearbeitet habe. Aufgrund der gesundheitlichen Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schrä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kungen sei er seit dem 13. Dezember 2021 in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Gestützt auf die vorhandene Aktenlage der Krankentaggeld</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung sei er seit dem 20. Juni 2022 in der angestammten Tätigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zu 50</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">%</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und in einer angepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig. In seiner angestammten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Tätigkeit habe er im Jahr 2021 Fr. 51'414.00 erzielt. Als Hilfsarbeiter in einer angepassten Tätigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sein Einkommen gestützt auf die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in Höhe von Fr. 57'781.00 zu beziffern. Entsprechend erleide der Beschwerdeführer keine Einkommenseinbusse und der Invaliditätsgrad sei mit 0 % festzulegen. Berufliche Massnahmen seien nicht angezeigt (Urk. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer liess demgegenüber vorbringen, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">degeg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nerin lediglich Akten der Krankentaggeldversicherung bis April 2023 zugezogen habe - Taggelder seien allerdings bis September 2023 erbracht worden. Zudem sei er am 12. Juni 2023 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">orthopädisch begutachtet worden. Wenn überhaupt könne erst ab dieser Begutachtung von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">passten Tätigkeit ausgegangen werden. Es seien </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">entsprechend die Akten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der Krankentaggeldversicherung beizuziehen. Des Weiteren habe die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nerin einen Rentenbeginn per 1. Dezember 2022 zu prüfen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sei aufgrund seiner zahlreichen Beschwerden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> polydisziplinär zu begutachten und seine Leistungsfähigkeit sei mittels </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Evaluation der funktionellen Leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">EFL</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> festzulegen. Des Weiteren sei er vor seiner ersten Anmeldung im Jahr 2015 lange als Bauhilfsarbeiter tätig gewesen und das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Valideneinkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sei gestützt darauf festzusetzen. Beim Invalideneinkommen sei gestützt auf das vorgerückte Alter sowie die qualitativen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit ein Leidensabzug zu berücksichtigen. Darüber hinaus seien berufliche Mass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nahmen zu prüfen und durchzuführen (Urk. 1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invali</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung (IVV) in Kraft getreten. Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Renten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anspruch entstanden ist. Steht ein erst nach dem 1. Januar 2022 entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende Recht Anwendung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_452/2023 vom 24. Januar 2024 E. 3.2.1 mit Hinweisen).</span></p><p><span> </span><span>Auf Grund der im Mai 2022 anhängig gemachten IV-Anmeldung könnten allfällige Leistungen frühestens ab November 2022 ausgerichtet werden (vgl.</span><span> </span><span>Art. 29 Abs. 1 IVG). In dieser übergangsrechtlichen Konstellation ist die seit 1. Januar 2022 geltende Rechtslage massgebend, die im Folgenden </span><span> soweit nichts anderes vermerkt ist </span><span> jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet wird. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sions</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.</span></p><p><span> </span><span>Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass </span><span>die Vorbringen</span><span> der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Tritt die Verwaltung </span><span>- wie vorliegend </span><span>(vgl. auch Fest</span><span>stellungsblatt vom 21. Juni 2023, Urk. 9/69/4 f.)</span><span> </span><span>-</span><span> </span><span>auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (</span><span>Urteil des Bundes</span><span>gerichts 9C_234/2023 vom 4. September 2023 E. 1.2, insbesondere mit Hinweis auf</span><span> </span><span>BGE 117 V 198 E. 3a</span><span>).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ausschliesslich die Folgen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.4</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:</span></p><p><span>a.</span><span> </span><span>ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä</span><span>tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen </span><span>wieder herstellen</span><span>, erhalten oder verbessern können;</span></p><p><span>b.</span><span> </span><span>während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span>tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p><span>c.</span><span> </span><span>nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.</span></p><p><span> </span><span>Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1</span><span>bis</span><span> und 1</span><span>ter</span><span> nicht </span><span>ausge</span><span>Z</span><span>._</span><span>__</span><span>t sind (Art. 28 Abs. 1</span><span>bis</span><span> IVG). Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Renten</span><span>anspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invali</span><span>ditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die folgenden prozentualen Anteile (Abs. 4):</span></p><p><span>Invaliditätsgrad</span><span>prozentualer Anteil</span></p><p><span>49 Prozent</span><span>47.5</span><span>Prozent</span></p><p><span>48 Prozent</span><span>45</span><span>Prozent</span></p><p><span>47 Prozent</span><span>42.5</span><span>Prozent</span></p><p><span>46 Prozent</span><span>40</span><span>Prozent</span></p><p><span>45 Prozent</span><span>37.5</span><span>Prozent</span></p><p><span>44 Prozent</span><span>35</span><span>Prozent</span></p><p><span>43 Prozent</span><span>32.5</span><span>Prozent</span></p><p><span>42 Prozent</span><span>30</span><span>Prozent</span></p><p><span>41 Prozent</span><span>27.5</span><span>Prozent</span></p><p><span>40 Prozent</span><span>25</span><span>Prozent</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.5</span><span> </span><span id="VV037"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heisst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pflichtgemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a).</span></p><p><span> </span><span>Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der </span><span>Vorakten</span><span> (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2, je </span><span>m.w.H</span><span>.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.6</span><span> </span><span id="VV102"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p><span> </span><span>Bei ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Beschwer</span><span>deinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über</span><span>haupt für gutachterlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Adminis</span><span>trativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betreffende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der – </span><span>anschliessend</span><span> refor</span><span>matorisch entscheidenden – Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückwei</span><span>sung an die Verwaltung. Eine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist. </span><span>Ausserdem</span><span> bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurückzuweisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist (B</span><span>GE 139 V 99 E. 1.1, 137 V 210</span><span> E. 4.4.1.4 </span><span>m.w.H</span><span>.; Urteil des Bundesgerichts 9C_354/2020 vom 8. September 2020 E. 2.1)</span><span>.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die aktuelle medizinische Aktenlage stellt sich im Wesentlichen folgendermassen dar: </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ärzte der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Klinik Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Neurologie, notierten in ihrem Bericht vom 23.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2022 folgende (gekürzt wiedergegebenen) Diagnosen (Urk. 9/48/10):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Radikuläre Reizung C7 links</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Myofaziale Begleitkomponente</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Fibröse Dysplasie Processus </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">coracoideus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> links</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Periarthropathia</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">humeroscapularis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> beidseits Dezember 2014</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Partialruptur der Supraspinatussehne beidseits </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Juli 2014. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Als Nebendiagnose hielten sie (1) einen Status nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Epicondylopathia</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">humeri</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> rechts November 2010, (2) ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lumbospondylogenes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Schmerzsyndrom, (3) eine Hyperlordose, Hyperkyphose, (4) rezidivierende depressive Episoden seit Juli 2014 und (5) Vitamin-D-Mangel fest. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> präsentier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sich mit seit Dezember</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 2021</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> persistierenden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zervikobrachialgiformen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Schmerzbeschwerden beidseits linksbetont. In der klini</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Untersuchung finde sich eine leichte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hypästhesie des lateralen Oberarmes und der Finger </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ll-lll</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Bei MR-tomographischer Enge der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nervenwurzel </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">C</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7 mit leichten chronisch neurogenen Veränderungen besteh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die Möglichkeit einer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">radikulären Reizung. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sie hätten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> als nächsten Schritt die ergänzende diag</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nos</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tisch/therapeutische</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Infiltration der Nervenwurzel C7 links</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> besprochen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Daneben </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">empf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hlen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die Fortsetzung der bereits begonnenen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">physiothera</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">peutischen Massnahmen unter Bedarfsanalgesie.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sollten sich hierunter die Schmerz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den langsam reduzieren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> so b</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">äten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> um die hausärztliche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Reevaluation</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der Arbeitsunfähigkeit mit stufenweisem Wiedereinstieg nach Massgabe der Beschwerden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pract</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">diagnos</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tizierte in ihrem von der Krankentaggeldversicherung eingeholten Bericht vom 4.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">April 2022 multiple degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule, Neuro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kompression C7 Januar 2022. Dies führe zu einer verminderten Belast</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">barkeit des Schultergürtels, so dass der Beschwerdeführer für mittlere und schwere körper</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liche Arbeiten arbeitsunfähig sei. Arbeiten am PC, Telefon, einer Kasse (Arbeiten ohne Anheben von Lasten und ohne Über-Kopf-Arbeiten) seien in einem Umfang von 50-80 % möglich (Urk. 9/67/24</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">; vgl. auch Bericht von med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pract</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 30. Mai 2022, Urk. 9/67/102 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Facharzt für </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, diagnostizierte im Bericht vom 6. Mai 2022 eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Frozen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">shoulder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> rechts bei Bursitis subacromialis rechts bei Partialruptur der Supra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spinatussehne rechts. Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> führte aus, dass die stattgehabte Infiltration in der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Klinik Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zu einer deutlichen Schmerzbesserung geführt habe. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">er Beschwerdeführer wolle nächste Woche sein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rbeitspensum zumindest teilweise wieder aufnehmen. Bei Beschwerdeprogredienz werde sich der Beschwerdeführer wieder melden, dann werde eine intraartikuläre Gelenksinfiltration empfohlen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei persistierenden und/oder auch progredienten Beschwerden bestehe eine Indikation zur operativen Sanierung (Urk. 9/48/4 f.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 24. Mai 2022 erfolgte eine Infiltration der Schulter rechts glenohumeral (Urk.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">9/67/153).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Krankentaggeldversicherung holte die neurologische Kurzbeurteilung von Dr.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt für Neurologie, vom 10. Juni 2022 ein (Urk.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">9/67/89 ff.). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, der den Beschwerdeführer am 9. Juni 2022 unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sucht hatte,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> konstatierte, dass keine neurologische Diagnose oder Funktions</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">störung vorl</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">iege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eine Radikulopathie C7 sei bei dem Beschwerdeführer nicht mehr nachweisbar, weder eine Wurzelreizung, noch eine Wurzelschä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">digung. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Des Weiteren notierte er folgende sonstigen Diagnosen:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Schulterschmerzen rechts, bei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Supraspinatuspartialruptur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">, begleitender</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Bursitis subacromialis, sowie aktivierter AC-Gelenk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">arthrose</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> rechts, aktuell</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ohne wesentliche Bewegungseinschränkung in der rechten Schulter, sicher</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">keine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">«</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Frozen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Shoulder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">»</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">, derzeit ohne Hinweis für eine radikuläre oder nervale</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Schmerzgenese</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Multilokuläre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Schmerzen, nicht sicher organpathologisch zuordbar, bei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">hypochondrischen Befürchtungen, erhöhter Selbstbeobachtung und</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Selbst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">limitierung</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aus Sicht des Beschwerdeführers werde seine Arbeitsfähigkeit durch die Schulter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schmerzen rechts beeinflusst. Die ursprünglich zur Krankschreibung führenden Nacken-Schulter-Armschmerzen hätten sich fast vollständig zurückgebildet und schränkten ihn laut seinen Angaben nicht mehr ein (Urk. 9/67/99). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in Teil der hier beklagten Beschwerden und der in der Versicherungsakte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dokumentierten Beschwerden s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eien</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht gut durch medizinische Befunde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vollziehbar. Eine in der Vergangenheit vermutete Wurzelreizung C7 links k</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">önne </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht bestätigt werden. Für die beschriebenen Schulterschmerzen rechts best</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ün</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">degenerative Befunde in der MR-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Arthrographie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 5.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> April </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2022. Die im Juni 2021</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beklagten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hypästhesien</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> am rechten Fuss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ssen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sich nicht organ</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pathologisch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erklären. Die vorgetragenen Beinschmerzen rechts und auch die Schmerzen im</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bereich der rechten Rippen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">li</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">essen sich keinem typischen Krank</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitsbild zuordnen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eine arbeitsrelevante neurologische Diagnose </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lasse sich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stellen. Insofern besteh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> aus rein neurologischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der bisherigen beruflichen Tätigkeit als Mitarbeiter Warenwirtschaft. Aufgrund der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aktuell beklagten Schul</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">t</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erschmerzen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> rechts sollte bis zum Beginn der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wiederaufnahme der Arbeit ab </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">20. Juni </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2022 keine schwere Belastung der rechten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Schulter </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zugemutet werden. Danach sollte erneut mit einem Pensum von 50</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">%</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">begonnen werden. Eine weitere Steigerung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> anhand der klinischen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerden und auch gegebenenfalls nach Durchführung einer Arthroskopie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erfolgen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In einer leidensadaptierten Tätigkeit, ohne schweres Heben und Tragen mit dem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rechten Arm, ohne über Kopf Arbeiten mit dem rechten Arm, mit leichter bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gelegentlich mittelschwerer Tätigkeit, besteh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ab Zeitpunkt der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Untersuchung eine volle Arbeitsfähigkeit (100</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">% Pensum, 100</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">% Leistung).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 19. August 2022 erfolgte die operative Sanierung der rechten Schulter im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Spital C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Die behandelnden Ärzte notierten im Austrittsbericht über den stationären Aufenthalt vom 19. bis zum 22. August 2022, es bestehe ein komplikationsloser intra- und postoperativer Verlauf. Eine Verlaufskontrolle sei am 27. September 2022 geplant (Urk. 9/60; vgl. Operationsbericht vom 26.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">August 2022, Urk. 9/61). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.6.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 27. September 2022 fand eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abdomensonographie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Spital C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> statt. Die untersuchenden Ärzte konstatierten, der Beschwerdeführer berichte seit Mai 2022 unter Schmerzen im rechten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hemiabdomen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zu leiden. Insbesondere träten die Beschwerden beim Laufen auf. Das rechte Bein schmerze ebenfalls. Die Beschwerden würden unter Belastung und bei Kälte schlimmer. Sie hielten folgende (gekürzt wiedergegebenen) Diagnosen fest (Urk. 9/67/142 f.): </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Unklare vaskularisierte Raumforderung im linken Leberlappen am ehesten Segment II/III</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Lebersteatose ohne höhergradige Fibrose</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Gallenblasenpolyp 0.6 cm</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">t</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ikale und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">parapelvine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Nierenzyste linksseitig </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Bosniak</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> II respektive I</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die erhobenen Befunde seien zum Teil abklärungsbedürftig, es scheine allerdings unwahrscheinlich, dass die Befunde die beschriebene Symptomatik erklären würden. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.6.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 28. September 2022 fand </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Spital C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ösophago</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Gastro-Duo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">denoskopie statt. Die Behandler diagnostizierten eine Typ B Gastritis (Urk.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">9/67/145 f.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.6.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach erfolgtem CT Thorax/Abdomen mit Kontrastmittel am 29. September 2022 (Urk. 9/67/149 f.) erfolgte am 11. Oktober 2022 ein Leber MRI zur weiteren Differenzierung der Leberläsion im Segment II. Die Ärzte konstatierten, dass die Läsion wahrscheinlich einem sklerosierenden Hämangiom entspreche, eine Biopsie zur weiteren Abklärung werde erwogen (Urk. 9/67/14</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.7</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im von der Beschwerdegegnerin eingeholten Bericht vom 31. Oktober 2022 hielt Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> fest, dass der Beschwerdeführer vom 10. bis zum 31. August 2022 und vom 17. September bis zum 15. November 2022 voll arbeitsunfähig gewesen sei. Als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit notierte er einen Status nach Schulterarthroskopie, Bizepstenotomie, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bursektomie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Akromioplastik</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rotatorenmanschettenrekonstruktion</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der Supraspinatussehne rechts am 19.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">August 2022. Aktuell bestehe noch eine Arbeitsunfähigkeit, der Verlauf sei abzuwarten. Aktuell seien keine Überkopftätigkeiten möglich und kein schweres Heben und Tragen von Gegenständen. In einer angepassten Tätigkeit sollte eine volle Arbeitsfähigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erreichbar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Eine Eingliederung sei ab Dezember 202</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">/Januar 2023 möglich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 9/63</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">; vgl. hierzu auch Bericht von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 31. Oktober 2022 zuhanden der Taggeldversicherung, Urk. 9/67/161 f.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.8</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Verlaufsbericht vom 17. Januar 2023 hielt Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> fest, dass die Symp</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tomatik sich gebessert habe, wenn auch langsam. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">De</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sei in seiner Beweglichkeit über Kopf noch deutlich eingeschränkt. Des Weiteren fehle es an Kraft. Es finde weiter Physiotherapie statt. Der Beschwerdeführer sei bis Ende Februar 2023 voll arbeitsunfähig (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">9/64, Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">9/67/191). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.9</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer reichte im Rahmen des Beschwerdeverfahrens das von der Taggeldversicherung eingeholte orthopädisch-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">traumatologische</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Gutachten von Dr. med. univ. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 23. Juni 2023 ein (Urk. 3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> hielt folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest (Urk. 3 S. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">20):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Leicht- bis mittelgradige Omarthrose beidseits</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Schultergelenksarthroskopie rechts, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Bicepstenotomie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Bursek</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">tomie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Akromioplastik</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">, Rekonstruktion der Supraspinatussehne am 19.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">August 2022 </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Chronisches </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Zervikalsyndrom</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Bei mittelschweren degenerativen Veränderungen der unteren Hals</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">wirbelsäule (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Osteochondrosen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">, Spondylosen und dorsale </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Diskuspro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">trusionen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Unkovertebralarthrosen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> C5-C7)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Chronisches Lumbalsyndrom</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Bei leichten degenerativen Veränderungen der unteren Lendenwirbel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">säule (Dehydration L2 bis S1 mit Höhenminderung und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Osteochon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">drosen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> und Spondylarthrosen L4-S1 sowie in den Iliosakralgelenken beidseits</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit notierte er funktionelle Einschränkungen Bein rechts. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die angestammte Tätigkeit als Mitarbeiter Warenwirtschaft/Lagerar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">b</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eiter </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar. Alle leichten Tätigkeiten bis Schulter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">höhe in physiologischer Haltung unter Einhaltung der ergonomischen Richtlinien s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eien</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> dem Beschwerdeführer vollzeitig und mit voller Leistung zumutbar. In solchen Tätigkeiten liessen sich keine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">un</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zumutbaren Schmerzen erwarten und solche Tätigkeiten würden zu keiner Beschleunigung der natürlichen Progression der degenerativen Verschleissleiden führen. Es bestehe somit per sofort in einer leichten adaptierten Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit sowohl in Bezug auf das Pensum als auch in Bezug auf die Leistung (Urk. 3 S. 21 f.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führte aus, dass dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit seit Juni 2022 wieder voll zumutbar sei. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Er sei gestützt auf die vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">handenen medizinischen Unterlagen lediglich vorübergehend in seiner Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit eingeschränkt gewesen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 2)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer liess demgegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">über vorbringen, dass er sich im August 2022 einer Schulteroperation habe unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ziehen müssen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und die Taggeldversicherung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis September 2023 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Leistungen erbracht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">habe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wenn überhaupt sei erst ab der orthopädischen Begutachtung im Juni 2023 von einer Arbeitsfähigkeit in ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">passter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Tätigkeit auszugehen (Urk.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aus neurologischer Sicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ist gestützt auf die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Kurzbeurteilung von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 10. Juni 2022 von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ab diesem Zeitpunkt auszugehen (vgl. E. 3.4). Allerdings bleibt gestützt auf die im Recht liegende Aktenlage </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">insbesondere </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unklar, wie sich die Schulterprobleme rechts postoperativ entwickelt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> hatten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">: </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 19. August 2022 erfolgte die operative Sanierung der rechten Schulter (E.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.5). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht vom 31. Oktober 2022 ging Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> noch davon aus, dass in einer angepassten Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit «erreichbar» sein sollte und eine Eingliederung ab Dezember 2022/Januar 2023 möglich sei (vgl. Urk. 9/63/8; vgl. E. 3.7). Im Verlauf attestierte er - soweit dies aus den Akten ersichtlich ist - </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine volle Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit vom 17. September 2022 bis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zum 15. April 2023 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. hierzu E. 3.7, E. 3.8</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sowie Urk. 9/67/193</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ging im Gutachten vom 23. Juni 2023 davon aus, dass dem Beschwerdeführer ab sofort eine volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit zumutbar sei (E. 3.9). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Damit bleibt gestützt auf die vorliegende medizinische Aktenlage insbesondere unklar, ab wann und in welchem Pensum dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit postoperativ wieder zumutbar war. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin versäumte es darüber hinaus, diese Unklarheit durch Rückfrage bei Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> oder </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">durch Einholen einer Stellungnahme</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">egionalen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rztlichen Dienst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. hierzu Feststellungsblatt vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">21. Juni 2023 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sowie vom 2. November 2023, Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">9/69 sowie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. 9/79)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">oder eine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> externe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Begutachtung klären zu lassen. Die Ausführungen der Beschwerdegeg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nerin, dass lediglich eine vorübergehende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vorgelegen habe, sind </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">entsprechend </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anhand der medizinischen Unterlagen nicht als überwiegend wahrscheinlich anzunehmen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend erweist sich der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">medizinische </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sachverhalt als ungenügend abgeklärt. Die Sache ist daher in Aufhebung der angefochtenen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den Gesundheitszustand </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bzw. dessen funktionelle Auswirkungen im zeitlichen Verlauf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in geeigneter Weise abklärt. Danach hat die Beschwerdegegnerin im Rahmen der Neuanmeldung neu über den Leistungsanspruch zu entscheiden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tonalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG). Im vorliegenden Verfahren sind sie ermessensweise auf Fr. 800.-- anzusetzen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, unabhängig davon, ob sie beantragt oder ob das Begehren im Haupt- oder Eventualantrag gestellt wird</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (BGE </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">141 V 281 E. 11.1, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">137 V 210 E. 7.1, 137 V 57 E. 2.2)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Folglich sind</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die Gerichtskosten der unterliegenden Beschwerdegegnerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aufzuerlegen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei diesem Ausgang hat d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Diese ist gestützt auf Art. 61 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) unter Berücksichti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1’</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen. </span></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p><br/></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2. November 2023</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> aufgehoben</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">und die Sache </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">wird </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch de</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">s</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Beschwerdeführer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">s</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> neu entscheide</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text4"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> eine Parteientschädigung von Fr. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1’700</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWST) zu bezahlen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Dominique </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Chopard</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">46</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">der </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">beschwerdeführenden</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> Partei oder ihrer Rechtsvertretung</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstCasanova</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><div><p> </p></div><p></p></div> </div></body></html>