<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00236</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205372&amp;W10_KEY=13013564&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00236</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.09.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung und Befehl</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Lichtkuppeln auf Dach eines Mehrfamilienhauses Der örtlichen Baubehörde ging es bei der gestalterischen Würdigung darum, die aufgrund der zahlreichen, überdimensionierten und disharmonisch platzierten Aufbauten zerklüftet und unaufgeräumt wirkenden Dachfläche zu beruhigen. Dieses Ziel konnte mit den von der Bauherrschaft vorgeschlagenen Massnahmen insgesamt erreicht werden. Die von der Baubehörde angeordneten Massnahmen erscheinen damit als vertretbar. Es ist dagegen offenkundig nicht sachgerecht, wenn die Baurekurskommission eine einzelne von mehreren Massnahmen, welche zusammen zum angestrebten Ziel beitragen, herausgreift und ihr für sich allein eine ästhetische Wirkung abspricht. Die Vorinstanz hat damit unzulässigerweise in den Beurteilungsspielraum der kommunalen Baubehörde eingegriffen (E. 3.2). Die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands ist nicht unverhältnismässig (E. 4.2). Gutheissung </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃSTHETIK">ÃSTHETIK</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DACHAUFBAUTE">DACHAUFBAUTE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DACHFLÃCHE">DACHFLÃCHE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DACHGESTALTUNG">DACHGESTALTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESTALTUNG UND EINORDNUNG">GESTALTUNG UND EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HÃHE">HÃHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OBLICHT">OBLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERHERSTELLUNG">WIEDERHERSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTAND">ZUSTAND</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Am 18. MÃ¤rz 2002 hatte die BaubehÃ¶rde X der D AG das Mehrfamilienhaus Kat.-Nr. 01 an der L-Strasse bewilligt, welche die Erstellung der Baute der B AG Ã¼berliess. Am 30. August 2004 bewilligte die BaubehÃ¶rde X verschiedene ProjektÃ¤nderungen, verweigerte jedoch die Bewilligung fÃ¼r Abluftelemente, einen neuen Lichtschacht sowie fÃ¼r HÃ¶he und Ausdehnung eines bereits bewilligten Lichtschachts. Gleichzeitig befahl sie die Entfernung der nicht bewilligten Bauteile und verfÃ¼gte, weil die Bauarbeiten auf dem Dach fortgesetzt wurden, am 30. September 2004 einen teilweisen Baustopp sowie am 18. Oktober 2004 die amtliche Siegelung der SanitÃ¤rrÃ¤ume. Nachdem die B AG (sowie ein Nachbar) gegen diese Anordnungen Rekurs an die Baurekurskommission erhoben hatten, bewilligte die BaubehÃ¶rde am 11. November 2004 erneut verschiedene ProjektÃ¤nderungen (Verzicht auf aussen liegende LÃ¼ftungsmotoren, Tieferlegung der Lichtkuppeln, Reduktion der HÃ¶he der Abluftelemente) und befahl der Bauherrschaft unter Androhung der Ersatzvornahme die AusfÃ¼hrung bzw. Fertigstellung der ProjektÃ¤nderungen innert 90 Tagen ab Rechtskraft des Beschlusses und hob Baustopp und Sieglung auf. In der Folge schrieb die Baurekurskommission am 23. November 2004 einen Teil der in der Sache hÃ¤ngigen Rekurse als gegenstandslos ab. Auch gegen diesen Beschluss erhoben sowohl die B AG als auch der vorerwÃ¤hnte Nachbar Rekurs an die Baurekurskommission.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Baurekurskommission vereinigte am 26. April 2005 die verbliebenen Rekursverfahren und wies die beiden Nachbarrekurse ab. Die beiden Rekurse der Bauherrschaft hiess sie teilweise gut; entsprechend wurde die BaubehÃ¶rde eingeladen, die mit Beschluss vom 30. August 2004 verweigerten Lichtkuppeln im erstellten Umfang zu bewilligen und den unter Dispositiv Ziffer V ihres Beschlusses vom 11. November 2004 ausgesprochenen Wiederherstellungsbefehl im Sinne der ErwÃ¤gungen zu modifizieren.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diesen Rekursentscheid liess die BaubehÃ¶rde X am 31. Mai 2005 Beschwerde erheben mit dem Antrag, den Rekursentscheid im Umfang der teilweisen Gutheissung des Rekurses der Bauherrschaft aufzuheben und den Beschluss der BaubehÃ¶rde X vom 11. November 2004 in vollem Umfang zu bestÃ¤tigen. Die Kosten des Rekursverfahrens seien ausgangsgemÃ¤ss neu zu verlegen und der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Verfahren vor beiden Instanzen eine angemessene ParteientschÃ¤digung zuzusprechen.</p> <p class="Urteilstext">Die Vorinstanz schloss am 14. Juni 2005 auf Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdegegnerin liess am 8. August 2005 beantragen, die Beschwerde sei, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin abzuweisen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig zur Behandlung der Beschwerde gegen den angefochtenen Entscheid der Baurekurskommission. Die Gemeinde, der bei der Anwendung von § 238 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) eine qualifizierte Entscheidungs- und Ermessensfreiheit zusteht (RB 1979 Nr. 10; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 21 N. 67), ist zur Beschwerde befugt. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die rechtzeitig erhobene Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Umstritten sind lediglich noch die beiden Lichtkuppeln auf dem Flachdach der streitbetroffenen Baute. GemÃ¤ss der angefochtenen Ãnderungsbewilligung vom 11. November 2004 soll die Kuppel Ã¼ber dem Treppenhaus, die bereits in der ursprÃ¼nglichen Baueingabe vorgesehen war, die Dachkante maximal 40 cm Ã¼berragen, wÃ¤hrend die zweite, eigenmÃ¤chtig eingebaute, die Dachkante um nur 32 cm Ã¼berragen darf. Die Bauherrschaft will dagegen die beiden Lichtkuppeln in der gegenwÃ¤rtigen AusfÃ¼hrung bewilligt haben, das heisst entsprechend dem Ãnderungsgesuch vom 23. August 2004, dem die BaubehÃ¶rde am 30. August 2004 bezÃ¼glich der Lichtkuppeln keine Folge gab, indem sie bei der einen Kuppel die Bewilligung der Anhebung und bei der anderen die Bewilligung Ã¼berhaupt untersagte. Umstritten ist somit lediglich noch die zulÃ¤ssige HÃ¶he der beiden Lichtkuppeln, wobei die Differenz zwischen dem bewilligungsfÃ¤higen Zustand gemÃ¤ss Ãnderungsbewilligung vom 11. November 2004 und dem tatsÃ¤chlich bestehenden Zustand soweit ersichtlich lediglich ca. 15 Zentimeter betrÃ¤gt. Nicht mehr umstritten sind die weiteren Ãnderungen im Dachbereich gemÃ¤ss Ãnderungsbewilligung vom 11. November 2004, nÃ¤mlich das Zusammenfassen der Abluftrohre in SammellÃ¼ftungen, die hÃ¶henmÃ¤ssige Reduktion der Abluftelemente und der Verzicht auf die aussen angebrachten LÃ¼ftungsmotoren.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Bei der Anwendung von § 238 Abs. 1 PBG steht der kommunalen BaubehÃ¶rde ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Trotz umfassender Kognition (§ 20 VRG) hat sich deshalb die Baurekurskommission bei der ÃberprÃ¼fung eines Einordnungsentscheids der kommunalen BaubehÃ¶rde ZurÃ¼ckhaltung aufzuerlegen. Beruht dieser auf einer vertretbaren WÃ¼rdigung der massgebenden SachumstÃ¤nde, so hat die Rechtsmittelinstanz ihn zu respektieren und darf nicht ihr eigenes Ermessen an die Stelle desjenigen der kommunalen BehÃ¶rde setzen. Die Rekursinstanz darf erst dann eingreifen, wenn sich die vorinstanzliche ErmessensausÃ¼bung als offensichtlich unvertretbar erweist (RB 1981 Nr. 20; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 20 N. 19).</p> <p class="Urteilstext">Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen im Sinn von § 50 Abs. 2 VRG sowie gemÃ¤ss § 51 VRG eine fÃ¼r den Entscheid erhebliche unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden. Hat die Baurekurskommission einen Einordnungsentscheid der kommunalen BehÃ¶rde aufgehoben, so kann vor Verwaltungsgericht insbesondere geltend gemacht werden, die Rekursinstanz habe ermessensÃ¼berschreitend im Sinn von § 50 Abs. 2 lit. c VRG in die qualifizierte Entscheidungs- und Ermessensfreiheit der Gemeinde eingegriffen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 78). Das Verwaltungsgericht Ã¼berprÃ¼ft dabei lediglich, ob die Rekursinstanz die Ã¤sthetische WÃ¼rdigung der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde als offensichtlich nicht mehr haltbar hat beurteilen dÃ¼rfen; nimmt es statt dessen eine eigene umfassende Beurteilung der Gestaltung und der Eingliederung des Bauvorhabens vor, so Ã¼berschreitet es in willkÃ¼rlicher Weise seine eigene Kognition und verletzt damit gleichzeitig die Gemeindeautonomie (BGr, 21. Juni 2005, 1P.678/2004, www.bger.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Vorinstanz hat aufgrund ihres Augenscheins festgehalten, dass auf keiner der umliegenden Bauten die technisch bedingten Aufbauten derart massiert seien wie auf dem Dach der streitbetroffenen Baute. Wegen ihrer Anzahl, ihrer disharmonischen Anordnung und den auf den KÃ¼chenabluftrohren angebrachten LÃ¼ftungsmotoren rÃ¼ckten sie optisch so sehr in den Vordergrund, dass die BaubehÃ¶rde nicht ganz zu Unrecht von einem gewerblich-industriellen Charakter gesprochen habe. BezÃ¼glich der Abluftelemente liege deshalb der Entscheid der BaubehÃ¶rde im Rahmen ihres Ermessensspielraums und sei ohne weiteres vertretbar. Nicht gefolgt werden kÃ¶nne hingegen der Vorinstanz insofern, als sie das Ã¼ber dem Duschraum eigenmÃ¤chtig angebrachte Oblicht verweigert und eine hÃ¶henmÃ¤ssige Reduktion des mit Stammbeschluss vom 18. MÃ¤rz 2002 bewilligten Lichtschachtes Ã¼ber dem Treppenhaus verlangt habe; die Ã¤sthetische oder gar stÃ¤dtebauliche Wirkung der die DachflÃ¤che lediglich um rund 30 cm Ã¼berragenden Oblichter sei derart untergeordnet, dass diese auf dem Flachdach keine stÃ¶renden Akzente setzten.</p> <p class="Urteilstext">Diese WÃ¼rdigung beruht bereits insofern auf einer falschen Voraussetzung, als die BaubehÃ¶rde die Lichtkuppel Ã¼ber dem Duschraum, deren Bewilligung sie am 30. August 2004 noch verweigert hatte, am 11. November mit der gemÃ¤ss Ãnderungseingabe vom 2. November 2004 um ca. 15 cm reduzierten HÃ¶he bewilligte. Sodann Ã¼bersieht die Baurekurskommission, dass es der BaubehÃ¶rde bei der gestalterischen WÃ¼rdigung darum ging, die aufgrund der zahlreichen, Ã¼berdimensionierten und disharmonisch platzierten Aufbauten zerklÃ¼ftet und unaufgerÃ¤umt wirkende DachflÃ¤che zu beruhigen. Dieses Ziel konnte, wie die Fotomontagen zeigen, mit den von der Bauherrschaft vorgeschlagenen Massnahmen, nÃ¤mlich dem Zusammenfassen der Abluftrohre in SammellÃ¼ftungen, der hÃ¶henmÃ¤ssigen Reduktion der Abluftelemente, dem Verzicht auf die aussen angebrachten LÃ¼ftungsmotoren sowie der Tieferlegung der beiden LÃ¼ftungskuppeln, insgesamt erreicht werden. Die von der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde angeordneten Massnahmen erscheinen damit insgesamt als vertretbar. Es ist dagegen offenkundig nicht sachgerecht, wenn die Baurekurskommission eine einzelne von mehreren Massnahmen, welche zusammen zum zulÃ¤ssigerweise angestrebten Ergebnis beitragen, herausgreift und ihr fÃ¼r sich allein eine Ã¤sthetische Wirkung abspricht. Die Baurekurskommission hat damit unzulÃ¤ssigerweise in den Beurteilungsspielraum der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde eingegriffen.</p> <p class="Urteilstext">Ob die Ãnderung der bestehenden Lichtkuppeln kostspielig ist, wie die Beschwerdegegnerin geltend macht, ist keine Frage der Einordnung, sondern eine Frage der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der Herstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands (dazu nachfolgend E. 4). UnbegrÃ¼ndet ist sodann der Einwand, die Kuppeln mÃ¼ssten aus bauphysikalischen GrÃ¼nden die heutige HÃ¶he beibehalten kÃ¶nnen. Wie sich aus den ÃnderungsplÃ¤nen vom 2. November 2004 und den Fotomontagen der Beschwerdegegnerin ergibt, bleibt auch nach der umstrittenen Ãnderung ein genÃ¼gend hoher Sockel, um zu verhindern, dass bei ungewÃ¶hnlich starken NiederschlÃ¤gen das sich auf dem Flachdach stauende Wasser in die BelichtungsÃ¶ffnungen eindringen kann. Dass Ãffnungen in der Dachhaut nicht dauernd geÃ¶ffnet bleiben kÃ¶nnen, versteht sich von selbst und gilt unabhÃ¤ngig von der verlangten Tieferlegung der Kuppeln.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Nach § 341 PBG hat die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde ohne RÃ¼cksicht auf Strafverfahren und Bestrafung den rechtmÃ¤ssigen Zustand herbeizufÃ¼hren. Dabei hat sie allerdings den Grund­satz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit zu beachten, und zwar auch dann, wenn der Bauherr die widerrechtliche Baute bÃ¶sglÃ¤ubig erstellt hat. Dieser muss aber in Kauf nehmen, dass die BehÃ¶rden aus grundsÃ¤tzlichen ErwÃ¤gungen, nÃ¤mlich zum Schutz der Rechtsgleichheit und der baurechtlichen Ordnung, dem Interesse an der Wiederherstellung des gesetzmÃ¤ssigen Zustandes erhÃ¶htes Gewicht beimessen und die dem Bauherrn erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem Mass berÃ¼cksichtigen. Ein Abbruchbefehl ist nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung dann unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, wenn die Abweichung vom gesetzmÃ¤ssigen Zustand gering ist und die berÃ¼hrten allgemeinen Interessen den Schaden, der dem EigentÃ¼mer durch den Abbruch entstÃ¼nde, nicht zu rechtfertigen vermÃ¶gen (BGE 111 Ib 213 E. 6b S. 224; VGr, 12. Juni 1987, ZBl 89/1988, S. 262; Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, Bd. 1, 3. A., ZÃ¼rich 1999, N. 865 ff.).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Hier ist die Abweichung vom gesetzmÃ¤ssigen Zustand gering und ist Ã¤hnlich zu gewichten, wie der Schaden von mehreren tausend Franken, welcher der Beschwerdegegnerin entsteht, der aber im VerhÃ¤ltnis zu den gesamten Baukosten als bescheiden erscheint. Entscheidend ist deshalb, dass der Beschwerdegegnerin, die sich ihrem Firmennamen gemÃ¤ss hauptsÃ¤chlich mit Architektur und Bau beschÃ¤ftigt, bewusst sein musste, dass sie nicht ohne Bewilligung von den genehmigten PlÃ¤nen abweichen durfte und dass die missgestaltete DachflÃ¤che zu gestalterischen Bedenken fÃ¼hren kÃ¶nnte. Dieser fehlende gute Glaube lÃ¤sst es nicht als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheinen, wenn hier die BeschwerdefÃ¼hrerin zum Schutz der Rechtsgleichheit und der baurechtlichen Ordnung auf der Herstellung des gesetzmÃ¤ssigen Zustandes beharrt.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde erweist sich damit als begrÃ¼ndet und ist gutzuheissen. Dispositiv Ziffer III Abs. 1 des Rekursentscheids wird insoweit aufgehoben, als damit der Rekurs gegen die Ãnderungsbewilligung vom 11. November 2004 teilweise gutgeheissen wurde. DemgemÃ¤ss wird diese Anordnung vollumfÃ¤nglich wiederhergestellt.</p> <p class="Urteilstext">Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Dagegen brauchen die Rekurskosten nicht neu verlegt zu werden; die Auflage von 1/6 der Rekurskosten an die BeschwerdefÃ¼hrerin bleibt dadurch gerechtfertigt, dass diese erst im Verlauf des Rekursverfahrens von der Forderung auf den vollstÃ¤ndigen Verzicht auf die Lichtkuppel Ã¼ber der Dusche abgerÃ¼ckt ist.</p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r das Verfahren vor Verwaltungsgericht wird die Beschwerdegegnerin zu einer UmtriebsentschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) an die BeschwerdefÃ¼hrerin verpflichtet (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). FÃ¼r das Rekursverfahren ist eine solche angesichts des erwÃ¤hnten Entgegenkommens der Gemeinde im Verlauf des Verfahrens nicht gerechtfertigt.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Dispositiv Ziffer III Abs. 1 des Rekursentscheids wird insoweit aufgehoben, als damit der Rekurs gegen die Ãnderungsbewilligung vom 11. November 2004 teilweise gutgeheissen wurde, und demgemÃ¤ss diese Anordnung vollumfÃ¤nglich wiederhergestellt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt und die Verlegung der Rekurskosten wird, soweit sie angefochten war, bestÃ¤tigt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Beschwerdegegnerin wird fÃ¼r das Beschwerdeverfahren zu einer UmtriebsentschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) an die BeschwerdefÃ¼hrerin verpflichtet, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft des Entscheids.</span></p> <p class="Einzug2"><span> Weitere ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>