<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00267</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106527&amp;W10_KEY=4467147&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00267</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.02.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 24.06.2003 formell erledigt.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung für Altstoffsammelstelle</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bedeutung des Rügeprinzips im Rekursverfahren<br/><br/>Die Baurekurskommission darf ihre Prüfung auf das beschränken, was beanstandet ist; sie ist nicht verpflichtet, im Interesse des Rekurrenten nach Mängeln der angefochtenen Baubewilligung zu suchen (E. 3b). Das Verwaltungsgericht hat sich mit den erst im Beschwerdeverfahren vorgebrachten Rügen nicht zu befassen (E. 3c).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ALTSTOFFSAMMELSTELLE">ALTSTOFFSAMMELSTELLE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEDÃRFNISNACHWEIS">BEDÃRFNISNACHWEIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGRÃNDUNG">BEGRÃNDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHES INTERESSE">ÃFFENTLICHES INTERESSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: RECHTSSCHUTZ">RECHTSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃGEPRINZIP">RÃGEPRINZIP</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ÃBRIGES ALLGEMEINES VERWALTUNGSPROZESSRECHT">ÃBRIGES ALLGEMEINES VERWALTUNGSPROZESSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSUCHUNGSMAXIME">UNTERSUCHUNGSMAXIME</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZONENKONFORMITÃT">ZONENKONFORMITÃT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 320 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 52 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 55 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Baukommission X erteilte der Kommission fÃ¼r Gesundheitswesen und Umweltschutz der Stadt X am 13. Februar 2001 die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r die Erstellung einer Altstoffsammelstelle auf einem 15 m breiten und 12 m bis 16 m tiefen Areal an der L-strasse in X. Die Anlage soll die bisherige Sammelstelle an der stark befahrenen M‑strasse ersetzen. Sowohl der bisherige wie auch der neu vorgesehene Standort befinden sich in der Erholungszone SportplÃ¤tze. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Am 17. MÃ¤rz 2001 erhob A Rekurs an die Baurekurskommission III mit dem sinngemÃ¤ssen Antrag, den Beschluss vom 13. Februar 2001 aufzuheben. Nach DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins wies die Baurekurskommission III am 8. August 2001 den Rekurs ab. Sie erwog zusammengefasst, der Rekurrent wohne zwar in einiger Dis­­tanz und ohne Sichtkontakt zum BaugrundstÃ¼ck. Da aber der Rekurrent von der behaup­­teten VerkehrsgefÃ¤hrdung durch die BenÃ¼tzer der Altstoffsammelstelle in besonderer Weise betroffen wÃ¼rde, sei auf den Rekurs gleichwohl einzutreten. Die rekurrentische Behauptung, die BenÃ¼tzung der Sammelstelle sei lebensgefÃ¤hrlich, erweise sich angesichts der Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse als vÃ¶llig Ã¼bertrieben. Es sei nicht einzusehen, inwiefern die Sammelstelle fÃ¼r Kinder, die den benachbarten, grosszÃ¼gig angelegten Kinderspielplatz benÃ¼tzten, eine zusÃ¤tzliche Gefahr darstellen soll. Zu Fuss entsorgende Personen kÃ¶nnten das gegenÃ¼berliegende Trottoir benÃ¼tzen und bei der Sammelstelle die Ã¼bersichtliche und wenig befahrene Strasse Ã¼berqueren. Mit dem Auto Entsorgende kÃ¶nnten ihr Fahrzeug auf dem Platz der Sammelstelle abstellen und wÃ¼rden die M-strasse - jedenfalls bei ordnungsgemÃ¤ssem Verhalten - nicht blockieren, wobei die geplante VideoÃ¼berwachung zweifellos zu einer reibungslosen und bestimmungsgemÃ¤ssen BenÃ¼tzung der Sammelstelle beitragen werde. Dem­zufolge erweise sich die Zufahrt zur geplanten Altstoffsammelstelle als verkehrssicher. Der rekurrentischen BefÃ¼rchtung, dass die vorgesehenen BenÃ¼tzungszeiten missachtet und infolgedessen sowohl am Tag wie auch in der Nacht unzumutbarer LÃ¤rm entstÃ¼nde, sei entgegenzuhalten, dass ein mÃ¶glicher Missbrauch nur in hier nicht ge­gebenen, seltenen AusnahmefÃ¤llen zur Verweigerung einer Baubewilligung fÃ¼hre. Altstoff­sammelstellen stell­ten ein wesentliches Ã¶ffentliches Interesse dar und wÃ¼rden erfahrungsgemÃ¤ss von einer Ã¼berwiegenden Mehrheit von Personen bestimmungsgemÃ¤ss und rÃ¼cksichtsvoll benÃ¼tzt. Die angekÃ¼ndigte konsequente Verzeigung von AbfallsÃ¼ndern (VideoÃ¼berwachung) lasse eine weitgehende EindÃ¤mmung von MissbrÃ¤uchen erwarten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 10. September 2001 liess der nunmehr anwaltlich vertretene A dem Verwaltungsgericht den Antrag stellen, der Rekursentscheid vom 8. August 2001 sowie der Beschluss der Baukommission X vom 13. Februar 2001 seien aufzuheben und die Sache allenfalls zur ErgÃ¤nzung des Sachverhaltes an die Vor­­instanz zurÃ¼ckzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht sei festzustellen, dass der Be­­schwerde aufschiebende Wirkung zukomme. Die Baurekurskommission III schloss am 3. Oktober 2001 auf Abweisung der Beschwerde, ebenso die Baukommission X und die Kommission fÃ¼r Gesundheits­wesen und Umweltschutz der Stadt X in ihrer gemeinsamen Eingabe vom 9. Oktober 2001. Sowohl der BeschwerdefÃ¼hrer wie auch die Baukommission X und die Kommission fÃ¼r Ge­sundheitswesen und Umweltschutz verlangten die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden - soweit erforderlich - nachstehend wieder­gegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt in verfahrensrechtlicher Hinsicht, es sei festzustellen, dass der Beschwerde aufschiebende Wirkung im Sinn von § 55 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zukomme. Eine diesbezÃ¼gliche Anordnung ist indessen nicht erforderlich, da die Beschwerde schon von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung hat (§ 55 Abs. 1 VRG; § 339 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975/1. September 1991 [PBG]). Da im vorliegen­den Fall nichts Gegenteiliges angeord­net wurde, ist hinsichtlich der aufschiebenden Wirkung nichts vorzukehren.</span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Sodann verlangt der BeschwerdefÃ¼hrer die DurchfÃ¼hrung eines weiteren Augenscheins, der nach MÃ¶glichkeit an einem Samstag, wenn die Deponien Ã¼berwiegend genutzt wÃ¼rden, stattfinden soll. - Diesem Begehren ist nicht zu entsprechen. Bereits am 19. Juni 2001 fÃ¼hrte eine Delegation der Baurekurskommission III in Anwesenheit der Parteien ei­nen Augenschein durch. Auf die Ergebnisse dieses Lokaltermins darf auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren abgestellt werden (RB 1995 Nr. 12, 1981 Nr. 2). Eine nochmalige Be­­sichtigung des BaugrundstÃ¼cks und seiner Umgebung durch das Verwaltungsgericht ist nicht erforderlich, auch wenn der Referentenaugenschein vom 19. Juni 2001 an einem Diens­­tag statt fand. Der entscheidrelevante Sachverhalt ergibt sich mit hinreichender Deutlichkeit aus den Akten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der Rekurs vom 17. MÃ¤rz 2001 wurde vorab mit angeblichen MÃ¤ngeln in Bezug auf die Verkehrssicherheit sowie mit der BefÃ¼rchtung der Missachtung der BenÃ¼tzungszei­ten begrÃ¼ndet. VerkehrssicherheitsmÃ¤ngel werden mit der Beschwerde nicht mehr gerÃ¼gt und sind auch nicht ersichtlich. Insoweit kann auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen der Baurekurskommission III verwiesen werden (§ 28 Abs. 1 VRG in Verbindung mit § 70 VRG). Gleiches gilt mit Bezug auf die Einhaltung der BenÃ¼tzungszeiten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Sollten wider Erwarten doch verkehrssicherheitswidrige VerhÃ¤ltnisse auftreten, so kÃ¶nnten geeignete verkehrspolizeiliche Massnahmen in der Umgebung der Anlage, nament­­lich ein Parkverbot auf der L-strasse, ohne weiteres Abhilfe schaffen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Der BeschwerdefÃ¼hrer macht nunmehr geltend, weder der baurechtlichen Bewilligung vom 13. Februar 2001 noch dem Rekursentscheid vom 8. August 2001 sei etwas zur Frage der ZonenkonformitÃ¤t zu entnehmen. Dies sei nachzuholen. Offensichtlich sei die streitige Anlage mangels Standortgebundenheit in der Erholungszone nicht zonenkonform. Sodann habe die Baurekurskommission III nicht Ã¼berprÃ¼ft, ob das Bauvorhaben auf einer gesetzlichen Grundlage beruhe, im Ã¶ffentlichen Interesse liege und zweckmÃ¤ssig sei. Insbesondere sei nicht untersucht worden, ob die Behauptungen der Beschwerdegegnerinnen bezÃ¼glich Motiv der Verlegung der Sammelstelle zutreffend seien. Ein BedÃ¼rfnisnach­weis fehle. </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Mit diesen erst im Beschwerdeverfahren vorgebrachten RÃ¼gen hatte sich die Baurekurskommission III zu Recht nicht auseinandergesetzt, da im Rekursverfahren der Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen weitgehend durch das RÃ¼geprinzip verdrÃ¤ngt wird (RB 1997 Nr. 7). Die Rekurskommission durfte und musste ihre PrÃ¼fung auf das beschrÃ¤nken, was beanstandet war. Sie war nicht verpflichtet, im Interesse des Rekurrenten nach MÃ¤ngeln der angefochtenen Anordnung zu suchen. Etwas anderes wÃ¼rde nur im hier nicht gegebenen Fall gelten, wenn krasse und entsprechend of­fen­kundige Recht­s­­verletzungen vorlÃ¤gen. Davon kann indessen vorliegend keine Rede sein, zumal sich bereits die bisherige Altstoffsammelstelle in derselben Erholungszone befindet. Somit kann der Baurekurskommission III nicht vorgeworfen werden, sie habe gegen die GrundsÃ¤tze der Untersuchungspflicht und der Rechtsanwendung von Amtes wegen verstossen. Es bestand fÃ¼r die Rekurskommission keinerlei Grund, der Frage der ZonenkonformitÃ¤t und den weiteren, erst mit der Beschwerdeschrift aufgeworfenen Fragen nach­zu­ge­hen, weil sich der Rekurrenten in seiner Rekursschrift vom 17. MÃ¤rz 2001 wie dar­ge­legt in erster Linie auf den Einwand beschrÃ¤nkte, die Verschiebung der Altstoffsammelstelle gefÃ¤hrde die Verkehrs­­sicherheit. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es kann auch keine Rede davon sein, dass die nun mit der Beschwerdeschrift vorgebrachten RÃ¼gen erst durch den angefochtenen Rekursentscheid veranlasst worden wÃ¤ren. Nichts hÃ¤tte entgegengestanden, die EinwÃ¤nde der fehlenden ZonenkonformitÃ¤t und die wei­teren, erst mit der Beschwerde vorgebrachten RÃ¼gen bereits in der Rekursschrift vom 17. MÃ¤rz 2001 zu er­he­ben. Daran Ã¤ndert auch der Umstand nichts, dass der BeschwerdefÃ¼hrer im Rekursverfahren noch nicht durch einen Anwalt vertreten war. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Angesichts der vorstehenden ErwÃ¤gungen hat sich auch das Verwaltungsgericht nicht mit den Fragen zu befassen, ob die streitige Altstoffsammelstelle am vorgesehenen Standort zonenkonform sei bzw. ob eine BedÃ¼rfnisabklÃ¤rung hÃ¤tte vorgenommen werden mÃ¼ssen und ob das Vorhaben am vorgesehenen Standort zweckmÃ¤ssig sei. Zwar ist es grund­sÃ¤tzlich zulÃ¤ssig, die Beschwerde auf eine gegenÃ¼ber dem vor unterer Instanz Vorgebrachten neue rechtliche BegrÃ¼ndung zu stÃ¼tzen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 52 N. 7). Entscheidet indessen wie hier das Verwaltungsgericht als zweite gerichtliche Instanz, so bleibt fÃ¼r die neue rechtliche BegrÃ¼ndung insoweit kein Raum, als sie sich auf neue tatsÃ¤chliche Behauptungen stÃ¼tzt, es sei denn, das Vorbringen neuer Tatsachen sei durch die angefochtene Anordnung notwendig geworden (§ 52 Abs. 2 VRG). Gegenstand des Beschwerdeverfahrens kÃ¶nnen nur Fragen sein, Ã¼ber die die Rekurskommission entschieden hat bzw. hÃ¤tte befinden sollen (vgl. RB 1983 Nr. 5), was fÃ¼r die erst mit der Beschwerdeerhebung aufgeworfenen Fragen wie dargelegt nicht zutrifft.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Bezug auf die RÃ¼gen betreffend BedÃ¼rfnisnachweis und ZweckmÃ¤ssigkeit ist immerhin anzufÃ¼gen, dass diese Fragen im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens ohnehin nicht zu prÃ¼fen sind. Kraft § 320 PBG ist eine Baubewilligung zu erteilen, wenn das Projekt den massgebenden Vorschriften genÃ¼gt. Die Baubewilligung gilt als Polizeierlaubnis, auf deren Erteilung unter den gesetzlichen Voraussetzungen ein Rechtsanspruch besteht. Andere Gesichtspunkte sind nicht massgeblich. So kommt es beispielsweise nicht darauf an, ob ein Bauvorhaben nach der Ansicht von Anwohnern als erwÃ¼nscht oder zweck­mÃ¤ssig betrachtet wird (vgl. VGr, 1. Februar 1990, ZBl 92/1991, S. 79 E. 4c). Das Ã¶ffentliche Interesse an einer Anlage muss nur insoweit dargetan werden, als dies aufgrund einer Rechtsnorm erforderlich ist, was etwa bei der PrÃ¼fung der Umweltver­trÃ¤glichkeit von Ã¶f­fentlichen und konzessionierten privaten Anlagen (Art. 9 Abs. 4 des Umweltschutzgesetzes vom 7. Okto­ber 1983 [USG]) oder bei einem Gesuch um Erleichterungen hin­sichtlich des LÃ¤rmschutzes (Art. 25 Abs. 2 USG) der Fall ist. Demgegen­Ã¼ber gibt es keine Vorschrif­­ten, die den ausdrÃ¼cklichen Nachweis eines Ã¶ffentlichen Interesses fÃ¼r ein Vorhaben verlangen, wie es hier im Streit liegt. Die Argumentation des BeschwerdefÃ¼hrers setzt einen Ein­griff in grund­rechtsgeschÃ¼tzte EigentÃ¼merpositionen voraus (vgl. dazu etwa Max Imboden/RenÃ© A. Rhinow, Schweizerische Verwal­tungs­rechtsprechung, Basel 1976, Band II, Nr. 123 B I), wovon beim streitigen Vorhaben nicht die Rede sein kann. Mithin brauchen sich die Rechtsmittelinstanzen mit den Fragen nach der ZweckmÃ¤ssigkeit des geplanten Stand­orts und allgemein nach dem BedÃ¼rfnis einer Altstoffsammelstelle im Quar­tier Zelgli/HÃ¶gler nicht zu befassen (zum Ganzen VGr, 20. Dezember 1993, BEZ 1994 Nr. 6, E. 2b). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerde ist aufgrund dieser ErwÃ¤gungen abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>