Beschluss vom 18. März 2021 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Roy Garré, Vorsitz, Miriam Forni und Patrick Robert-Nicoud, Gerichtsschreiberin Santina Pizzonia Parteien A., Beschwerdeführer gegen BUNDESANWALTSCHAFT, B., a.o. Staatsanwalt des Bundes, Beschwerdegegnerin Gegenstand Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO) B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l Geschäftsnummer: BB.2021.55 - 2 - Die Beschwerdekammer hält fest, dass: - die Bundesanwaltschaft seit mehreren Jahren eine Strafuntersuchung gegen A. wegen qualifizierter Geldwäscherei führte; - A. mit Eingabe vom 16. Juni 2019 bei der Bundesanwaltschaft eine Strafan- zeige gegen C., […] Staatsanwältin des Bundes im Strafverfahren gegen A., einreichte; - A. C. in der Anzeige vorwarf, sie habe sich im Zusammenhang mit der Be- schlagnahme eines Schuldbriefes über CHF 1,1 Mio., lastend auf der Woh- nung […], der vorsätzlichen Widerhandlung gegen das BVG schuldig ge- macht (Verfahrensakten Bundesanwaltschaft, Urk. 1); - die Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft am 25. Juli 2019 B. als ausserordentlichen Staatsanwalt des Bundes mit der Verfahrungsführung beauftragte; - mit Nichtanhandnahmeverfügung vom 12. Februar 2021 der a.o. Staatsan- walt des Bundes die Strafanzeige vom 16. Juni 2019 nicht anhand nahm (act. 1.1); - dagegen A. mit Eingabe vom 27. Februar 2021 Beschwerde bei der Be- schwerdekammer des Bundesstrafgerichts erhebt und die Aufhebung der angefochtenen Verfügung beantragt (act. 1); - die Verfahrensakten mit Schreiben vom 3. März 2021 von der Beschwerde- gegnerin angefordert wurden (act. 2), welche mit Schreiben vom 11. März 2021 (mit Eingang vom 15. März 2021) eingereicht wurden (act. 3); - auf die Durchführung eines Sch riftenwechsels verzichtet wurde (Art. 390 Abs. 2 StPO e contrario). Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: - gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde erhoben wer- den kann (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG); - 3 - - die weiteren Eintretensvoraussetzungen angesicht s des Verfahrensaus- gangs vorliegend offen bleiben können; - gemäss Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO für die Eröffnung einer Untersuchung ein hinreichender Tatverdacht verlangt wird, welcher sich aus den Informationen und Berichten der Polizei, aus der Strafanz eige oder aus eigenen Feststel- lungen der Staatsanwaltschaft ergeben kann; - die Beschwerdegegnerin zur Begründung ihrer Nichtanhandnahmeverfü- gung ausführt, dass nicht ersichtlich sei, wie sich C. im Zusammenhang mit der Beschlagnahmung des Schuldbrie fes s trafbar gemacht haben soll (act. 1.1 S. 2); - der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin zwar vorwirft, seine Anzeige nicht sorgfältig gelesen zu haben; er geltend macht, die Strafanzeige und Prozessakten würden ganz klare Beweise für die Verfehlungen un d Geset- zeswiderhandlungen enthalten (act. 1 S. 4); - der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde allerdings nicht konkret darlegt, inwiefern die Beschwerdegegnerin zu Unrecht die Nichtanhandnahme der Strafsache verfügt haben soll; - der Strafanzeige des Beschwerdeführers auch kein konkreter Sachverhalt entnommen werden kann, der in irgendeiner Art und Weise einen hinreichen- den Tatverdacht gegen C. begründen könnte; im Wesentlichen der Be- schwerdeführer seine Strafanzeige mit seiner persönlichen Wahrnehmung der gegen ihn angeordneten Zwangsmassnahme begründet; - bei dieser Sachlage sich ein Beizug der Strafakten […] erübrigt; - die Beschwerdegegnerin zu Recht keine Strafuntersuchung eröffnet hat; - sich bereits aus diesem Grund die vom Beschwerdeführer aus der Nichtan- handnahme gefolgerten Vorwürfe der Arbeitsverweigerung, Gehörsverlet- zung etc. gegen die Beschwerdegegnerin als unbegründet erweisen; - damit die Beschwerde ohne Weiteres abzuweisen ist; - bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer die Kosten zu tragen hat (Art. 428 Abs. 1 StPO); - 4 - - diese auf Fr. 2‘000. -- festzusetzen sind (Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 Abs. 1 BStrKR). - 5 - Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. Bellinzona, 18. März 2021 Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: Zustellung an - A., - B., a.o. Staatsanwalt des Bundes - C., Staatsanwältin des Bundes Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.