A bteilung II B -1774/2006 {T 0/4} Zw ischenentscheid vom 13. M ärz 2007 M itw irkung: R ichter M arc Steiner; R ichter C laude M orvant; R ichterin M aria Am gw erd; G erichtsschreiberin Barbara Aebi X._______ A G vertreten durch R echtsanw alt Peter R echsteiner Beschw erdeführerin, gegen Schw eizerische B undesbahnen, Projekt M anagem ent Zürich, B T/FG Vergabestelle, betreffend B eschaffungsw esen (Ü berw achungsm andat D urchm esserlinie A ltstetten- Zürich H B -O erlikon) B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Im Schw eizerischen H andelsam tsblatt (SH AB) N r. 8 vom 12. Januar 2005 schrieb die SBB AG , Projekt M anagem ent Zürich, unter dem Projekttitel "Zürich H B, D urchm esserlinie Altstetten – Zürich H B – O erlikon" fünf Verm essungsingenieurm andate im selektiven Verfahren öffentlich aus. Als fünftes M andat w urden "G eodätische Ü berw achungsm essungen Abschnit- te 2-4" ausgeschrieben. D er Schlussterm in für die Einreichung der Teilnah- m eanträge w urde auf den 3. M ärz 2005 festgesetzt. B. N achdem vier Anbieter als geeignet qualifiziert w orden w aren, w urden diese eingeladen, ihre Angebote bis zum 8. Juni 2006 einzureichen. D er zuständige Bew ertungsausschuss kam am 26. Juni 2006 zum Schluss, die Ingenieurgem einschaft Z._______, bestehend aus der Beschw erdeführerin und der Y._______ AG , m üsse aufgrund der U nvollständigkeit des Angebots und einer vorgeschlagenen Variante ohne ausschreibungs- konform es G rundangebot vom w eiteren Verfahren ausgeschlossen w erden. C . M it Schreiben der Vergabestelle vom 7. N ovem ber 2006 w urde der Ingenieurgem einschaft Z._______ der Ausschluss ihres Angebots aus form ellen G ründen m itgeteilt unter dem H inw eis, dass m it der offiziellen Publikation im SH AB das Verfahren sow eit abgeschlossen sei, dass m it den Anbietern persönliche G espräche geführt w erden dürften. D er Zuschlag an die W ._______ AG w urde im SH AB N r. 219 vom 10. N ovem ber 2006 publiziert. D abei w urde die Preisspanne der bew erteten O fferten – ohne Berücksichtigung derjenigen der Ingenieurgem einschaft Z._______ – m it Fr. 9'145'491.00 bis 12'125'821.00 angegeben. M it Schreiben vom 21. N ovem ber 2006 erläuterte die Vergabestelle den Ausschlussentscheid und m achte Ausführungen zur m ateriellen Bew ertung unter der Annahm e, das Angebot der Ingenieurgem einschaft Z._______ w äre nicht ausgeschlossen w orden. D . Am 30. N ovem ber 2006 erhob die X._______ AG Beschw erde bei der Eidgenössischen R ekurskom m ission für das öffentliche Beschaffungs- w esen (BR K). Sie beantragt die Aufhebung des Zuschlags sow ie dessen Erteilung an die Beschw erdeführerin. Eventualiter schliesst sie auf R ück- w eisung der Sache zur N eubeurteilung an die Vergabestelle, subeventuell auf Feststellung der R echtsw idrigkeit der angefochtenen Zuschlags- verfügung. D ie verfahrensleitenden Anträge lauten auf Erteilung der aufschiebenden W irkung und um fassende Akteneinsicht. Zur Begründung des Antrags auf Erteilung der aufschiebenden W irkung 3 bringt die Beschw erdeführerin in Bezug auf die D ringlichkeit vor, da der vorliegend interessierende Auftrag bereits am 12. Januar 2005 im SH AB publiziert w orden sei, habe das Verfahren bis zum im SH AB vom 10. N o- vem ber 2006 publizierten Zuschlag an die W ._______ AG ausserordentlich lange gedauert. Angesichts dieser Ausgangslage – so die Beschw erdeführerin sinngem äss – könne sich die Vergabestelle schon deshalb nicht auf die D ringlichkeit der Vergabe berufen, w eil diese selbst- verschuldet sei. In Bezug auf die Erfolgsaussichten der Beschw erde w ird ausgeführt, schon der erhebliche Preisunterschied falle zugunsten der Beschw erdeführerin ins G ew icht; das Angebot der Ingenieurgem einschaft Z._______ liege m it Fr. 6'868'727.00 rund 2'275'000.00 tiefer als dasjenige der preislich günstigsten Konkurrentin. D er Ausschluss der Ingenieurgem einschaft Z._______ vom Verfahren w egen M issachtung von Art. 22 Abs. 2 VoeB durch U nterbreiten einer Variante ohne Einreichung eines der Ausschreibung entsprechenden Angebots sei unberechtigt. Entgegen der D arstellung der Vergabestelle seien auch m anuelle M essun- gen, w ie sie die Ingenieurgem einschaft Z._______ angeboten habe, aus- schreibungskonform . In Bezug auf die der Ingenieurgem einschaft Z._______ vorgew orfenen Positionen im Leistungsverzeichnis ohne Preisangaben führt die Beschw erdeführerin aus, dies lasse sich in Bezug auf säm tliche Positionen erklären, indem entw eder keine Vergütung geltend gem acht w erde, der Aufw and in andere Positionen eingerechnet w orden sei oder kein entsprechender Aufw and erw artet w erde. Ausserdem seien die in Frage stehenden Positionen nicht einfach leer geblieben, sondern m it einem w aagrechten Strich versehen w orden, w om it sie zum Preise von Fr. 0.00 angeboten w orden seien. Selbst w enn m an all diese Positionen im R ahm en des O ffertvergleichs quantifizieren w ürde, w ürden sich daraus m axim ale M ehrkosten von Fr. 143'677.00 ergeben. Angesichts des von der Zuschlagsem pfängerin offerierten Preises sei ein Ausschluss aufgrund der fehlenden Preisangaben absolut unterverhältnism ässig. Es w äre Sache der Vergabestelle gew esen, die offen gebliebenen Punkte durch R ückfragen zu klären. Auf die w eiteren Ausführungen der Beschw er- deführerin w ird, sow eit notw endig, im R ahm en der Erw ägungen einge- gangen. E. Am 1. D ezem ber 2006 erteilte der Präsident der BR K der Beschw erde (superprovisorisch) die aufschiebende W irkung bzw . untersagte der Vergabestelle bis zum Entscheid über den Antrag auf Erteilung der aufschiebenden W irkung alle Vollziehungsvorkehrungen, nam entlich den Abschluss des Vertrages m it der Zuschlagsem pfängerin. F. D ie SBB AG beantragt m it Vernehm lassung vom 5. Januar 2007 die Abw eisung des G esuchs um Erteilung der aufschiebenden W irkung sow ie die Abw eisung der Beschw erde in Bestätigung des Zuschlagentscheids. D as Akteneinsichtsrecht der Beschw erdeführerin sei insow eit zu beschrän- ken, als ihr keine um fassende Einsicht in die O ffertunterlagen und die 4 Bew ertung der Angebote der w eiteren beteiligten Anbieter zu gew ähren sei. D ie Vergabe sei Bestandteil des G rossprojekts D urchm esserlinie Altstetten – Zürich H B – O erlikon, eines über 1.6 M ia. Franken teuren Bauvorhabens, m it w elchem der öffentliche Verkehr im G rossraum Zürich zeitgerecht und zukunftsgerichtet ausgebaut w erden m üsse. D er Knoten Zürich sei als D rehscheibe des nationalen und internationalen Bahn- verkehrs von grösster Bedeutung. D as Bauvorhaben solle in der Zeit von 2007 bis 2013 realisiert w erden, w obei der Zeitplan ehrgeizig und die verschiedenen Ausschreibungen für dessen R ealisierung aufs Engste aufeinander abgestim m t seien. Verzögerungen, unter anderem auch bei der W ahrnehm ung des vorliegend ausgeschriebenen Ü berw achungs- m andats bezüglich Verm essungen, führten autom atisch zu Zeitver- schiebungen in der Projektrealisierung und gefährdeten letztlich die auf den Fahrplanw echsel 2013 vorgesehene Inbetriebnahm e der ganzen D urchm esserlinie. D er m it einer Verzögerung verbundene Schaden für die öffentliche H and einerseits und die Volksw irtschaft andererseits sei enorm . Im R ahm en der Bew ertung der O fferten habe sich herausgestellt, dass die Ingenieurgem einschaft Z._______gegenüber den beiden qualitativ best- platzierten Angeboten nur halb so viele M esssystem e habe zum Einsatz bringen w ollen, ohne dass dafür eine plausible oder nachvollziehbare Begründung, nam entlich in der Auftragsanalyse, geliefert w orden sei. Som it sei die Auftragserfüllung nicht gew ährleistet gew esen. Im R ahm en der form ellen Prüfung der H onorarangebote sei aber schon die U nvollständigkeit des Angebots der Ingenieurgem einschaft Z._______ festgestellt w orden, nam entlich hinsichtlich der einzusetzenden Preise. Zudem seien die Subm issionsunterlagen verändert w orden (H and- statt der zw ingend vorgeschriebenen autom atischen M essungen). Som it habe keine Vergleichbarkeit m it den Angeboten der Konkurrenten m ehr bestanden, w eshalb der Ausschluss der Ingenieurgem einschaft Z._______ aus form ellen G ründen habe erfolgen m üssen. D ie Abw eichungen seien auch nicht separat und zusätzlich zur Am tsvariante als U nternehm er- variante bezeichnet w orden. Es hätten bei 25 Positionen des Leistungs- verzeichnisses (ca. 9 % ) die erforderlichen Preisangaben gefehlt. Angesichts des Ausm asses der U nvollständigkeit bzw . der Abw eichungen von der verlangten Angebotsstruktur sei eine N achbesserung nicht in Frage gekom m en, sow eit der G rundsatz der G leichbehandlung eine solche überhaupt zugelassen hätte. D en Ausschluss verlange vorliegend auch das Transparenzprinzip. Zulässig seien einzig Präzisierungen anlässlich der O ffertbereinigung bzw . unter W ahrung des Verbots des überspitzten Form alism us die G ew ährung einer kurzen N achbesserungsfrist. D ie Beschw erde sei vorliegend insbesondere deshalb offensichtlich unbe- gründet, w eil die Beschw erdeführerin zu U nrecht davon ausgehe, dass das Angebot der Ingenieurgem einschaft Z._______ vollständig gew esen sei. D ie zahlreichen von der Beschw erdeführerin offen gelassenen Leistungs- positionen seien entgegen deren Angaben auch nicht m it einem Strich versehen, sondern die auszufüllenden Stellen leer gelassen w orden. 5 Ü berdies seien – entgegen den klaren Vorgaben, w onach für die Positionen 300 und 400 autom atische und für die Position 200 H andm essungen vorgesehen gew esen seien – bei den Positionen 326 und 331 H andm essungen statt autom atischer M essungen angeboten w orden. Auf die w eiteren Ausführungen der Vergabestelle w ird, sow eit notw endig, im R ahm en der Erw ägungen eingegangen. G . M it Eingabe vom 31. Januar 2007 nahm die Beschw erdeführerin unaufge- fordert zur Vernehm lassung der Vergabestelle vom 5. Januar 2007 Stellung. H . Am 6. M ärz 2007 äusserte sich die Zuschlagsem pfängerin zum U m fang der Akteneinsicht. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 1.1.1 M it dem Inkrafttreten des bilateralen Abkom m ens zw ischen der Schw eize- rischen Eidgenossenschaft und der Europäischen G em einschaft über bestim m te Aspekte des öffentlichen Beschaffungsw esens (Bilaterales Abkom m en Schw eiz-EG , SR 0.172.052.68) am 1. Juni 2002 w urden die Anbieter von D ienstleistungen des Schienenverkehrs den R egeln über das öffentliche Beschaffungsw esen unterstellt (Art. 3 Abs. 2 Bst. d und Abs. 3 Bilaterales Abkom m en Schw eiz-EG sow ie Anhang II B). Im Sektoren- bereich Eisenbahnen (Bau und Betrieb von Eisenbahnanlagen) sind die SBB AG , die U nternehm en, bei denen diese die Aktienm ehrheit besitzen, und die anderen Betreiber von Eisenbahnanlagen, die unter dem be- herrschenden Einfluss des Bundes stehen, dem Bundesgesetz vom 16. D ezem ber 1994 über das öffentliche Beschaffungsw esen (BoeB, SR 172.056.1) direkt unterstellt. Ausgenom m en sind alle Tätigkeiten dieser U nternehm en, die nicht unm ittelbar etw as m it dem Bereich Verkehr zu tun haben (Art. 2a Abs. 2 Bst. b der Verordnung vom 11. D ezem ber 1995 über das öffentliche Beschaffungsw esen [VoeB, SR 172.056.11]; Zw ischen- verfügung im Verfahren BR K 2006-011 vom 22. August 2006, E. 1a m it H inw eisen). 1.1.2 Art. 2a Abs. 2 VoeB unterstellt die SBB AG – sofern gew isse Schw ellen- w erte überschritten sind – zw ar dem BoeB, aber nicht w eitergehend als die übrigen Auftraggeberinnen des Bundes. D ies bedeutet, dass der Anw en- dungsbereich auf D ienstleistungen im Sinne von Anhang 1 Annex 4 des G ATT/W TO -Ü bereinkom m ens vom 15. April 1994 über das öffentliche Beschaffungsw esen (Ü oeB, SR 0.632.231.422) bzw . Anhang 1 zu Art. 3 6 Abs. 1 VoeB beschränkt ist (Entscheid der BR K vom 30. N ovem ber 2004, veröffentlicht in Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 69.32 E. 1c). M assgebend ist diesbezüglich die provisorische Produkteklassi- fikation der Vereinten N ationen (VPB 69.32 E. 1c/bb m it H inw eisen). 1.2 D as vorliegend zu vergebende Verm essungsingenieurm andat ist Teil des G rossprojektes D urchm esserlinie (D M L) m it verschiedenen Abschnittsbau- aufträgen, w elche die Eisenbahnanlagen betreffen und som it in direktem Zusam m enhang m it dem Bahnbetrieb bzw . der für den Personen- und G üterverkehr genutzten Infrastruktur stehen. D er für eine U nterstellung von D ienstleistungsaufträgen unter das BoeB m assgebende Schw ellen- w ert (vgl. Art. 2a Abs. 3 Bst. b VoeB) ist im vorliegenden Fall offensichtlich überschritten. Schliesslich ist die nachgefragte D ienstleistung nach den Kategorien der provisorischen Produkteklassifikation der G ruppe 867 ("Architectural, engineering and other technical services") zuzuordnen. G em äss Anhang 1 Annex 4 zum Ü oeB fällt die G ruppe 867 in den Anw en- dungsbereich des Ü oeB und dam it auch denjenigen des BoeB (vgl. Art. 5 Abs. 1 Bst. b BoeB). D am it sind die R egeln des BoeB auf den in Frage stehenden Auftrag anzuw enden. 1.3 1.3.1 G egen Verfügungen betreffend den Zuschlag ist die Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht zulässig (Art. 29 Bst. a i.V.m . Art. 27 Abs. 1 BoeB in der Fassung vom 17. Juni 2005). D as Bundesverw altungsgericht entscheidet auch über G esuche um Erteilung der aufschiebenden W irkung (Art. 28 Abs. 2 BoeB in der Fassung vom 17. Juni 2005). G em äss Art. 53 Abs. 2 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR .173.32) übernim m t das Bundesverw altungsgericht die beim Inkraft- treten dieses G esetzes bei Eidgenössischen R ekurskom m issionen hängi- gen Verfahren. D as Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht bestim m t sich nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sow eit das BoeB und das VG G nichts anderes bestim m en (Art. 26 Abs. 1 BoeB und Art. 37 VG G ). 1.3.2 D as Bundesverw altungsgericht bzw . nach Art. 39 Abs. 1 VG G der zustän- dige Instruktionsrichter hat über das Begehren um Erteilung der aufschie- benden W irkung sow ie über das G esuch um Akteneinsicht zu befinden (vgl. Botschaft zur Totalrevision der Bundesrechtspflege vom 21. Februar 2001, BBl 2001 4393). Aus den M aterialien ist nicht ersichtlich, dass Art. 39 Abs. 1 VG G als lex specialis zu Art. 55 Abs. 3 Vw VG die dort vorgesehene Alternative des Entscheides durch den Spruchkörper ausschliessen w ill. Angesichts der herausragenden Bedeutung des Entscheides betreffend die aufschiebende W irkung in Beschaffungssachen (vgl. Art. 22 Abs. 1 BoeB) w ird die Beurteilung durch den Spruchkörper in der H auptsache dem G rundgedanken der hinreichenden Legitim ations- basis von Entscheiden oft besser gerecht. D ies trifft auch auf den vorlie-7 genden Fall zu. 1.4 D ie Beschw erdeführerin bildet zusam m en m it der Y._______ AG die Ingenieurgem einschaft Z._______ Ausgeschlossene Anbieter sind ohne w eiteres im Sinne von Art. 48 Vw VG zur Beschw erde legitim iert. N ach der R echtsprechung der BR K kann auch ein einzelner G esellschafter einer Bietergem einschaft Beschw erde erheben. An der Legitim ation fehlt es indessen, w enn ein oder m ehrere G esellschafter bew usst aus der Arbeitsgem einschaft ausgeschieden und an einem Zuschlag nicht m ehr interessiert sind (Entscheide der BR K vom 12. D ezem ber 2003 und vom 8. Januar 2004, veröffentlicht in VPB 68.65 E. 2a bzw . 68.66 E. 1e/bb; vgl. zum G anzen BG E 131 I 153 E. 5.6; vgl. R O BE R T W O LF, D ie Beschw erde gegen Vergabeentscheide – Eine Ü bersicht über die R echtsprechung zu den neuen R echtsm itteln, Schw eizerisches Zentralblatt für Staats- und Verw altungsrecht [ZBl] 104/2003, S. 1 ff., insbes. S. 16). Im vorliegenden Fall hat die Y._______ AG eine Erklärung abgegeben, w onach sie für den Fall, dass die Beschw erde gutgeheissen w ürde, w eiterhin bereit sei, in Arbeitsgem einschaft m it der Beschw erdeführerin den Auftrag zu erfüllen. D am it ist die Legitim ation der Beschw erdeführerin gegeben. 1.5 D a die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die frist- und form - gerecht eingereichte Beschw erde bzw . die gestellten prozessleitenden Anträge einzutreten. G egenstand des vorliegenden Zw ischenentscheids bilden allein die Fragen der aufschiebenden W irkung und der Akteneinsicht. 2. Im U nterschied zu Art. 55 Abs. 1 Vw VG sieht Art. 28 Abs. 1 BoeB vor, dass der Beschw erde von G esetzes w egen keine aufschiebende W irkung zukom m t. D ie aufschiebende W irkung kann vom Bundesverw altungs- gericht auf G esuch hin erteilt w erden (Art. 28 Abs. 2 BoeB). Im vorlie- genden Fall enthält die Beschw erde ein solches Begehren. 2.1 D as BoeB selbst nennt keine Kriterien, die für die Frage der G ew ährung oder Verw eigerung der aufschiebenden W irkung zu berücksichtigen sind. Es können indes jene G rundsätze übernom m en w erden, die R echt- sprechung und Lehre zu Art. 55 Vw VG entw ickelt haben. D anach ist anhand einer Interessenabw ägung zu prüfen, ob die G ründe, die für eine sofortige Vollstreckbarkeit sprechen, gew ichtiger sind als jene, die für die gegenteilige Lösung angeführt w erden können (BG E 117 V 185 E. 2b, BG E 110 V 40 E. 5b, BG E 106 Ib 115 E. 2a, BG E 105 V 266 E. 2; U LR IC H H ÄFELIN /G EO R G M Ü LLE R /FELIX U H LM AN N , Allgem eines Verw altungsrecht, 5. Auf- lage, Zürich 2006, R z. 1802 ff.; PIER R E M O O R , D roit adm inistratif, Band II, 2. Auflage, Bern 2002, S. 680 f.). D em öffentlichen Interesse ist dabei nicht von vornherein ein stärkeres G ew icht beizum essen. D ass der G esetzgeber im BoeB den Suspensiveffekt in Abw eichung zum Vw VG nicht von G esetzes w egen gew ährte, zeigt näm lich bloss, dass er sich der 8 Bedeutung dieser Anordnung im Subm issionsrecht bew usst w ar und eine individuelle Prüfung dieser Frage als notw endig erachtete, nicht aber, dass er diesen nur ausnahm sw eise gew ährt haben w ollte (Entscheide der BR K vom 6. Februar 1998, veröffentlicht in VPB 62.79 E. 2a m it H inw eisen, und vom 16. N ovem ber 2001, veröffentlicht in VPB 66.37 E. 2c; EVELY N E C LER C , L' ouverture des m archés publics: Effectivité et protection juridique, Fribourg 1997, S. 545; PETER G ALLI/AN D R É M O SER /ELISABE TH LAN G , Praxis des öffentlichen Beschaffungsrechts, Zürich 2003, R z. 658; M AR TIN BEYE LER , D ie R echtsprechung zum Vergaberecht, Vergaberecht, Baurecht Sonderheft 2006, S. 68 ff., insbes. S. 90 m it H inw eisen). 2.2 Liegt ein G esuch um Erteilung der aufschiebenden W irkung vor, so ist im Sinne einer prim a facie-W ürdigung der m ateriellen R echtslage in einem ersten Schritt zu prüfen, ob aufgrund der vorliegenden Akten davon auszugehen ist, dass die Beschw erde offensichtlich unbegründet ist. In vergleichbarer W eise berücksichtigt die Verw altungspraxis auch in ande- rem Zusam m enhang die m angelnden Erfolgsaussichten der Beschw erde, w enn diese klar zu Tage treten (vgl. etw a die Zw ischenverfügung der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission vom 12. Februar 1997, auszugs- w eise veröffentlicht in VPB 62.8). Ist dies der Fall, so ist die anbegehrte aufschiebende W irkung von vornherein nicht zu gew ähren. W erden der Beschw erde hingegen Erfolgschancen zuerkannt oder bestehen darüber Zw eifel, so ist über das Begehren um aufschiebende W irkung aufgrund der erw ähnten Interessenabw ägung zu befinden. O b in Zukunft im R ahm en derselben auch die überw iegend negative (oder positive) Erfolgsprognose berücksichtigt w erden soll, w ie dies in der Lehre gefordert w ird (XAVER BAU M BER G ER , Aufschiebende W irkung bundesrechtlicher R echtsm ittel im öffentlichen R echt, Zürich 2006, S. 191; vgl. zum G anzen auch Baurecht 2/2005, S. 78 f. m it U rteilsanm erkung H ubert Stöckli), kann im vorlie- genden Fall offen bleiben. Einzubeziehen sind nach der ständigen Praxis der BR K die Interessen der Beschw erdeführerin, die öffentlichen Interes- sen der Auftraggeberin sow ie allfällige private Interessen D ritter, insbeson- dere der übrigen an einem Beschaffungsgeschäft Beteiligten. Ausgangs- punkt m uss dabei – insbesondere auch in Anbetracht der Zielsetzung von Art. XX Ziff. 2 und 7 Bst. a Ü oeB – die G ew ährung eines effektiven R echtsschutzes und die Verhinderung von Zuständen sein, w elche das R echtsm ittel illusorisch w erden lassen (Zw ischenverfügung im Verfahren BR K 2006-011 vom 22. August 2006, a.a.O , E. 2b; Zw ischenentscheid der BR K vom 16. N ovem ber 2001, a.a.O ., E. 2c; AN D R É M O SER , Ü berblick über die R echtsprechung 1998/99 zum öffentlichen Beschaffungsw esen, Aktuelle Juristische Praxis [AJP] 2000, S. 685 m it H inw eisen; AN D R É M O SE R /PETER U EBER SA X, Prozessieren vor eidgenössischen R ekurskom m is- sionen, Basel und Frankfurt am M ain 1998, R z. 3.21).9 3. 3.1 N ach Art. 19 Abs. 1 BoeB m üssen die Anbieter ihre Anträge auf Teilnahm e und ihr Angebot schriftlich, vollständig und fristgerecht einreichen. D ieser R egel liegt der G edanke zugrunde, dass die Vergabestelle aufgrund der eingereichten O fferten direkt zur Vergabe des Auftrags schreiten können soll (U rteil des Bundesgerichts 2P.164/2002 vom 27. N ovem ber 2002, E. 3.3). D ie Entgegennahm e eines Angebots, das den Vorschriften der Ausschreibung und der U nterlagen nicht entspricht, ist im H inblick auf das G ebot der G leichbehandlung der Anbieter w ie auch dasjenige der Transparenz problem atisch (Entscheid der BR K vom 23. D ezem ber 2005, veröffentlicht in VPB 70.33 E. 2a/aa). D ie Auftraggeberin schliesst Angebote m it w esentlichen Form fehlern vom w eiteren Verfahren aus (Art. 19 Abs. 3 BoeB). Von einem w esentlichen Form fehler w ird – unter Vorbehalt der G rundsätze betreffend die U nternehm ervariante – im Sinne einer negativen U m schreibung gesprochen, w enn das Angebot m ehr als nur untergeordnete, unw esentliche R egeln der Ausschreibung bzw . der Ausschreibungsunterlagen über den Beschaffungsgegenstand nicht oder nur ungenügend erfüllt (G ALLI/M O SER /LAN G , a.a.O ., R z. 221 f. m it H inw eisen). D er Ausschluss kann gem äss der Praxis der BR K durch gesonderte Verfügung, aber auch bloss im plizit durch Zuschlagserteilung an einen anderen Subm ittenten erfolgen (vgl. den Entscheid der BR K vom 23. D ezem ber 2005, a.a.O ., E. 2a/aa m it H inw eisen). 3.2 G em äss Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidge- nossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) liegt ein verpönter überspitzter Form alism us vor, w enn für ein Verfahren rigorose Form vor- schriften aufgestellt w erden, ohne dass die Strenge sachlich gerechtfertigt w äre, oder w enn die Behörde form elle Vorschriften m it übertriebener Schärfe handhabt. D urch ein derartiges Vorgehen w ird die Form strenge zum blossen Selbstzw eck, w om it die Verw irklichung des m ateriellen R echts in unhaltbarer W eise erschw ert oder gar verhindert w ird (BG E 128 II 139 E. 2a). Aus dem Verbot des überspitzten Form alism us w ie auch aus Art. 9 BV kann die Verpflichtung der Behörde abgeleitet w erden, den Privaten in gew issen Situationen von Am tes w egen auf Verfahrensfehler hinzuw eisen, die er begangen hat oder die er im Begriff ist zu begehen. D ies unter der Voraussetzung, dass der Fehler leicht zu erkennen ist und rechtzeitig behoben w erden kann (BG E 125 I 166 E. 3a m it H inw eisen; vgl. zum G anzen auch den Entscheid der BR K vom 23. D ezem ber 2005, a.a.O ., E. 2b m it H inw eisen). 3.3 Ein Ausschluss aus form ellen G ründen ist nam entlich w egen eines unvoll- ständigen Angebots oder w egen eigenm ächtiger Änderung der Angebots- bedingungen vorgesehen. D ies auch dann, w enn in der Folge das w irt- schaftlich günstigste Angebot nicht berücksichtigt w erden kann (vgl. Aargauische G erichts- und Verw altungsentscheide [AG VE] 1999 S. 341 ff. E. 3c/cc). Auch hier gilt, dass der O fferent nicht schon w egen unbedeutender M ängel der O fferte oder eines Verhaltens m it Bagatell-10 charakter auszuschliessen ist (G ALLI/M O SE R /LAN G , a.a.O ., R z. 238 f. m it H inw eisen). Vielm ehr kann das Verbot des überspitzten Form alism us nach der R echtsprechung der BR K unter U m ständen verlangen, dass dem Anbieter G elegenheit gegeben w ird, den ihm vorgehaltenen Form m angel zu beheben (Entscheid der BR K vom 23. D ezem ber 2005, a.a.O ., E. 3b/cc). D er Ausschluss kann nam entlich als unverhältnism ässig erschei- nen, w enn lediglich Bescheinigungen (etw a betreffend die Zahlung der Steuern) fehlen, deren N achreichung sich nicht auf das Preis-Leistungs- Verhältnis der O fferte ausw irkt (vgl. nur das U rteil U 01 109 des Verw al- tungsgerichts des Kantons G raubünden vom 2. N ovem ber 2001, auszugs- w eise veröffentlicht in Praxis des Verw altungsgerichts des Kantons G rau- bünden [PVG ] 2001 N . 41 E. 1; JEAN -BAPTISTE ZU FFER E Y/C O R IN N E M AILLAR D /N IC O LA S M IC H EL, D roit des m archés publics, Fribourg 2002, S. 110). Allerdings ist darauf hinzuw eisen, dass der Ausschluss von Anbietern w egen nicht fristgerecht eingereichter Eignungsnachw eise im selektiven Verfahren von der BR K nicht beanstandet w orden ist (Entscheid der BR K vom 8. O ktober 2002, veröffentlicht in VPB 67.5 insbes. E. 2b). 3.4 D ie O ffertbereinigung hat zum Ziel, die Vergleichbarkeit der O fferten insbesondere m it Blick auf diejenigen Angaben, die sich auf das Preis- Leistungs-Verhältnis beziehen, sicherzustellen (Entscheid der BR K vom 22. Januar 2001, veröffentlicht in VPB 65.78 E. 3a m it H inw eisen). D iese ist grundsätzlich auf die Korrektur von unbeabsichtigten Fehlern begrenzt (Art. XIII Ziff. 1 Bst. b Ü oeB; G ALLI/M O SE R /LAN G , a.a.O ., R z. 331 und R z. 349 ff.). In diesem Sinne hat die Lehre seit jeher festgehalten, dass die Bereinigung der Angebote grundsätzlich nicht zur Änderung der Angebote führen darf. D er Vorgang der technischen und rechnerischen Bereinigung w ecke einiges U nbehagen, um so m ehr als diese Phase das Vergabe- verfahrens nicht transparent sei (PETER G ALLI/D AN IEL LEH M AN N /PETER R EC H - STEIN ER , D as öffentliche Beschaffungsw esen in der Schw eiz, Zürich 1996, R z. 403 f.). D araus ergibt sich, dass O fferten, die unvollständig sind in Bezug auf Angaben, die sich auf das Preis-Leistungs-Verhältnis ausw ir- ken, grundsätzlich auszuschliessen sind. D avon geht auch das Bundes- gericht aus, w enn es sagt, dass im R ahm en der O ffertbereinigung nur fehlerhafte arithm etische O perationen, nicht aber Fehler in der Preiser- klärung eine Korrektur durch den Auftraggeber zu rechtfertigen verm ögen (U rteil des Bundesgerichts 2P.4/2000 vom 26. Juni 2000 "C hienberg- tunnel", veröffentlicht in ZBl 102/2001, S. 215 ff., E. 3b). Andererseits hat das Bundesgericht festgehalten, trotz einer festgestellten an sich unzulässigen Korrektur habe das Verw altungsgericht des Kantons Basel- Landschaft ohne Verletzung des W illkürverbots und des G leichbehand- lungsgebotes davon absehen dürfen, den Zuschlag aufzuheben (a.a.O ., E. 3b S. 218; vgl. aber auch das U rteil des Bundesgerichts 2P.164/2002 vom 27. N ovem ber 2002, insbes. E. 3.3.3). Zur Frage, unter w elchen Bedingungen der Ausschluss eines Angebots w egen U nvollständigkeit die richtige R echtsfolge ist, äussert sich unter 11 anderem die von der BR K m it Entscheid vom 23. D ezem ber 2005, a.a.O ., E. 2a/aa zitierte (neuere) Bündner R echtsprechung. D as Verw altungs- gericht des Kantons G raubünden hält m it U rteil U 01 109 vom 2. N ovem - ber 2001, auszugsw eise veröffentlicht in PVG 2001 N . 41, zunächst fest, durch das Erfordernis der Ü bereinstim m ung zw ischen den G rundlagen in der Ausschreibung und den eingereichten O fferten solle sichergestellt w erden, dass nur ein Angebot berücksichtigt w erden könne, das vollständig und den Anforderungen genügend eingereicht w orden sei. Es solle dam it im Sinne der Anbieterinteressen gew ährleistet w erden, dass keiner der W ettbew erbsteilnehm er bevorteilt w erde, w ährend für die Vergabebehörde andererseits eine klare, übersichtliche und zu keinen D iskussionen Anlass gebende Ausgangslage geschaffen w erde (a.a.O ., E. 1). Anschliessend w ird festgestellt, die Vorinstanz habe den Ausschluss der Beschw erdeführerin einzig dam it begründet, die Position 321.201 sei nicht ausgefüllt w orden. D as N ichtausfüllen einer betragsm ässigen Posi- tion führe indessen nicht zw angsläufig zur U ngültigkeit eines Angebotes. Vielm ehr könne diese dann als gültig erklärt w erden, w enn die Position bezogen auf den G esam tauftrag unbedeutend sei, sich nicht w esentlich auf die D ifferenz zum nächstgelegenen Angebot ausw irke und es sich zudem nicht um eine Postion handle, die trotz ihrer relativen betrags- m ässigen G eringfügigkeit für die Erfüllung des Auftrages bedeutsam sei. In concreto sei die Position in der G esam tsum m e enthalten, w ie sich leicht hätte nachprüfen lassen, und belaufe sich auf Fr. 924.00 bei einem Angebot von Fr. 268'279.95. Es handle sich dem nach um eine unbedeu- tende Position w elche sich auch auf die D ifferenz zur berücksichtigten O fferte m it Fr. 298'710.85 nicht entscheidend ausw irke (a.a.O ., E. 2; vgl. zum G anzen G ALLI/M O SE R /LAN G , a.a.O ., R z. 240 ff., insbes. R z. 244). 4. 4.1 Im vorliegenden Fall w urde das Angebot der Ingenieurgem einschaft Z._______ unter anderem m it der Begründung ausgeschlossen, ihr Angebot w eise w esentliche Form fehler auf, nam entlich durch das Fehlen von Preisangaben in verschiedenen Positionen des Leistungsverzeichnisses. D ie Beschw erdeführerin führt dazu aus, es sei zw ar zuzugeben, dass einige Positionen anstelle des Preises "0" einen w aagrechten Strich aufw eisen. D ie entsprechenden Leistungen seien jedoch – sow eit sie überhaupt anfallen – angeboten w orden, w as sich bereits daraus ergebe, dass gem äss Teil C 2, Kapitel 3, der Ausschrei- bungsunterlagen "säm tliche zur ordnungsgem ässen Vertragserfüllung erforderlichen Aufw endungen des Anbieters inkl. säm tlicher N ebenkosten" im H onorarangebot als inbegriffen gelten. Es sei zw ischen drei Kategorien von Positionen zu unterscheiden: Für die einen w erde keine Vergütung geltend gem acht, w eil diese gem äss dem offerierten M asskonzept gar nicht anfallen w ürden, für eine zw eite sei der Aufw and für einen Teil der Leistungen in andere Positionen eingerechnet w orden und für eine dritte 12 w erde für die in Frage stehenden Leistungen kein entsprechender Aufw and erw artet. D er G esam tw ert der m it einem w aagrechten Strich versehenen Positionen m ache allerhöchstens einen Betrag von Fr. 143'677.00 aus, falls die Ingenieurgem einschaft Z._______ gezw ungen w erde, für die zum Teil nicht einm al anfallenden Leistungen einen Preis anzugeben. Angesichts der Preisdifferenz von Fr. 2'276'764.00 zum nächsthöheren Angebot zeige sich, dass der Ausschluss der O fferte der Ingenieurgem einschaft Z._______ absolut unverhältnism ässig sei (Beschw erde, S. 10 f.). D ie Vergabestelle führt dazu vorab aus, sie habe im R ahm en der Ausschreibungsunterlagen klar festgehalten, Angebote m it w esentlichen Form fehlern w ürden von vornherein und ohne w eitere Prüfung ausgeschlossen. D ie Ingenieurgem einschaft Z._______ habe gleichw ohl 9 % aller Leistungspositionen ohne w eiteren Kom m entar offen gelassen. Sie habe die fraglichen Positionen entgegen ihren Ausführungen auch nicht m it einem Strich versehen, sondern die auszufüllenden Stellen leer gelassen. D ie Felder für die Angabe in der Spalte "EH P" (Einheitspreise) seien leer geblieben (Kapitel 8). Bei der Spalte "Kosten" seien die Striche bereits im von der SBB unausgefüllt abgegebenen Form ular eingetragen. D er Auszug aus der H onorarzusam m enstellung Ü berw achungsm andat zeige, dass die drei M itkonkurrenten bei diesen 25 Leistungspositionen zw ischen Fr. 95'940.00 bis Fr. 471'526.00 eingesetzt hätten. Zudem habe die Beschw erdeführerin in ihrem H onorarangebot bei einzelnen Positionen (Positionen 321 und 331) als Einheitspreise durchaus auch jew eils "0 Fr." eingetragen. D am it habe die Beschw erdeführerin selber aufgezeigt, dass leer gelassene Postionen nicht einfach als 0- Preise offeriert w orden seien und deshalb für spätere N achforderungen keine verbindlichen Preisangaben vorhanden seien (Vernehm lassung, S. 20). 4.2 In den Ausschreibungsunterlagen, 2. Stufe (O ffertphase), Teil A (Allge- m einer Beschrieb; Stand 4. April 2006; O rdner A, Kapitel 2) w ird im Abschnitt 4 "Anforderungen an die Anbieter" unter dem Titel "H onorar" (Punkt 4.4.) festgehalten, dass die beiliegenden H onorartabellen (Teil C 2) vollständig auszufüllen und keine Teilangebote zugelassen seien. Im Abschnitt 6 "Ausw ertung der O fferten" w erden die Anbieter unter dem Punkt 6.3 "Form elle Prüfung" darauf hingew iesen, dass die Angebote in einem ersten Schritt auf w esentliche Form fehler geprüft w ürden. Angebote m it w esentlichen Form fehlern w ürden von vornherein und ohne w eitere Prüfung ausgeschlossen. U nter Punkt 6.7 w ird schliesslich festgehalten, es gelte der G rundsatz "Q ualität vor Preis". In den Ausschreibungsunter- lagen, 2. Stufe, Teil C 2 (H onorar; Stand 4. April 2006; O rdner A, Kapitel 5) w erden unter dem Abschnitt 3 "H onorarangebot" im Sinne einer Vorbe- m erkung die Anforderungen an die Angebote dahingehend definiert, dass darin säm tliche zur ordnungsgem ässen Vertragserfüllung erforderlichen Aufw endungen des Anbieters inkl. säm tlicher N ebenkosten enthalten sein m üssen. D ie Beschw erdeführerin w ill aus dieser letzten Vorgabe ableiten, 13 dass die strittigen Positionen trotz der fehlenden Preisangaben als klar zum Preis von Fr. 0.00 m itofferiert zu gelten haben, sow eit sie anfallen (Beschw erde, S. 10). M it diesem Argum ent, m it w elchem sie im Ergebnis eine fehlende eigene Erklärung durch eine solche der Vergabestelle ersetzen w ill, ist sie indessen nicht zu hören. D ies um so w eniger, als sich aus dem Vergleich der Ausschreibungsunterlagen, 2. Stufe, Teil C 2 (O rd- ner A, Kapitel 5) und der O fferte der Ingenieurgem einschaft Z._______ vom 8. Juni 2006 (O rdner B, Kapitel 8) ergibt, dass die Spalte "EH P" (Einheitspreise) nicht ausgefüllt ist und die in der Spalte "Kosten" gesetzten Striche bereits im von der Vergabestelle gelieferten unausge- füllten D okum ent enthalten w aren. D am it ist also im U nterschied von einer Preisangabe von Fr. 0.00, w elche begrifflich und tatsächlich eine Aussage zum Angebotspreis darstellt, vorliegend von einer unvollständigen O fferte auszugehen, w obei sich die fehlenden Angaben direkt auf das Preis- Leistungs-Verhältnis beziehen. D am it hätte die Vergabestelle, sollte der Argum entation der Beschw erdeführerin zu folgen sein, die O fferte der Ingenieurgem einschaft Z._______ durch R ückfragen w eit über blosse R echenfehler hinaus m it denjenigen der anderen Anbieter vergleichbar m achen m üssen. D ie Bündner Praxis erklärt dieses Vorgehen jedenfalls in Bezug auf im R ahm en einer G esam tw ürdigung unbedeutender Positionen für zulässig. Vorliegend ist indessen erstellt, dass die anderen drei beurteilten Anbieter für die von der Ingenieurgem einschaft Z._______ leer gelassenen Positionen zw ischen Fr. 95'940.00 und Fr. 471'526.00 offeriert haben, w obei das Angebot der Zuschlagsem pfängerin diesbezüglich auf Fr. 224'900.00 gelautet hat (Zusam m enstellung der durch die IG Z._______ nicht ausgefüllten Positionen, O rdner B, Kapitel 15). D am it kann die U nvollständigkeit prim a facie w eder in quantitativer noch qualitativer H insicht als unbedeutend eingestuft w erden. Zw ar ist der Vergleich zu den H onorarofferten, w elche zw ischen Fr. 6'513'852.00 und Fr. 12'125'821.00 (exkl. M W St) liegen, zu berücksichtigen. D em gegenüber ist der U m stand, dass das Angebot der Ingenieurgem einschaft Z._______ um Fr. 2'659'689.00 günstiger ist als dasjenige der nächstgünstigeren Anbieterin, m it einer gew issen Vorsicht zu w ürdigen, w orauf im Folgenden unter dem G esichtspunkt m öglicher Abw eichungen von den Vorgaben gem äss Ausschreibung zurückzukom m en sein w ird. Jedenfalls w erden die Prozessaussichten der Beschw erdeführerin bereits dadurch deutlich geschm älert, dass sie – im U nterschied zur Ausgangslage im durch das Bundesgericht m it U rteil 2P.4/2000 vom 26. Juni 2000 zu beurteilenden Fall – nicht eine tatsächlich erfolgte "O ffertbereinigung" der Vergabestelle als m it den G eboten der Transparenz und der G leichbehandlung vereinbar verteidigen, sondern vielm ehr die Vergabestelle zu einem derartigen Vorgehen zw ingen w ill. O b die Beschw erde bereits aufgrund der fehlenden Preisangaben als offensichtlich unbegründet zu bezeichnen ist, kann indessen angesichts der folgenden Erw ägungen offen bleiben.14 5. 5.1 G em äss Art. 22 Abs. 2 VoeB steht es den Anbietern frei, zusätzlich zum G esam tangebot Angebote für Varianten einzureichen. D ie Auftraggeberin kann diese M öglichkeit jedoch beschränken oder ausschliessen. Als U nternehm ervariante w ird üblicherw eise jeder O ffertvorschlag bezeichnet, der inhaltlich von der ausgeschriebenen Bauleistung (Am tslösung) ab- w eicht (Entscheid der BR K vom 13. Februar 2006, veröffentlicht in VPB 70.51 E. 4b/cc m it H inw eis). D ie sich aus dem W ortlaut von Art. 22 Abs. 2 VoeB ergebende Pflicht zur Einreichung einer dem Am tsvorschlag entsprechenden G rundofferte w ird neben der Aufgabe der Vergabestelle, alle O fferten vergleichbar zu m achen, auch dam it begründet, diese Pflicht der Anbieter solle sicherstellen, dass sich der Anbieter m it der G esam theit der Problem e des konkreten Beschaffungsgeschäfts auseinandersetzt. Eine ohne der Am tslösung entsprechendes G rundangebot eingereichte Variante führt zur U nvollständigkeit der O fferte und dam it grundsätzlich zu deren Ausschluss (vgl. Entscheid der BR K vom 22. Januar 2001, veröffent- licht in VPB 65.78 E. 3a; G ALLI/M O SER /LAN G , a.a.O ., R z. 362). 5.2 Im vorliegenden Fall hat die Vergabestelle in den Ausschreibungsunter- lagen festgehalten, es stehe dem Anbieter frei, U nternehm ervarianten gesondert einzureichen. D iese w erden – so die SBB AG – nur berück- sichtigt, w enn gleichzeitig ein gültiges Angebot für die ausgeschriebene Leistung eingereicht w ird. U nternehm ervarianten seien in einem separaten C ouvert einzureichen (Ausschreibungsunterlagen, 2. Stufe, Teil C 2 [H onorar; Stand 4. April 2006]; O rdner A, Kapitel 5, Punkt 4.2) . D ie Verga- bestelle w irft nun der Ingenieurgem einschaft Z._______ vor, duch Abände- rung des Leistungsverzeichnisses im Ergebnis nur eine Variante ohne ein der Am tslösung entsprechendes Angebot eingereicht zu haben. Sie habe trotz dem klar strukturierten Leistungsverzeichnis, w elches in H auptposi- tionen m it autom atischen M essungen (Positionen 300 und 400) und solche m it m anuellen M essungen (Positionen 200) deutlich unterteilt gew esen sei, bei den Positionen 326 und 331 entgegen den explizit verlangten autom a- tischen M essungen solche von H and angeboten (Vernehm lassung, S. 10 f.). D ie Beschw erdeführerin führt dazu aus, es seien nicht durchw egs H andm essungen anstelle von autom atischen M essungen angeboten w orden. D am it liege auch keine Variante vor. 5.3 Aus der O fferte der Ingenieurgem einschaft Z._______ ergibt sich, dass diese unter der Position 326 "Polybahn bis Leonardstrasse; Autom atische Setzungsm essungen an G ebäuden, M auern, Strassen und Polybahn", genauer unter der Position 326.211 "M essstationen für die autom atische Erfassung der M esspunkte" m anuelle M essungen angeboten hat. D ie Position 300 hat den Titel "Autom atische und geodätische Ü berw achungs- m essungen an der O berfläche und R ohbauten", w oraus die Vergabestelle ableitet, dass m anuelle M essungen nicht der Am tslösung entsprechen. D ie 15 Beschw erdeführerin führt dem gegenüber aus, aus dem von den Projekt- ingenieuren erstellten Ü berw achungskonzept Abschnitt 3 vom 27. M ärz 2006 (Beschw erdebeilage 5) und dem Anhang 1 dazu sei keine ent- sprechende Vorgabe ersichtlich. Vielm ehr w erde im Ü berw achungskonzept zw ischen "on tim e"-M essungen (autom atische M essungen, die sofort auf dem Internet abgerufen w erden können) und M essungen ohne spezielle Angaben (autom atische oder m anuelle M essungen nach Vorschlag U nter- nehm er, die über Internet noch am M esstag abgerufen w erden können) unterschieden. D am it liegt nach Auffassung der Beschw erdeführerin bei jenen O bjekten, für w elche das Ü berw achungskonzept keine "on tim e"-M essungen vorsieht, keine U nternehm ervariante vor, sondern viel- m ehr eine O fferte im Sinne einer der m öglichen Lösungen. G em äss dem Anhang zum Ü berw achungskonzept sei für die von der Position 326 erfassten O bjekte nirgends die Anforderung "on tim e" gestellt (Beschw er- de, S. 8). 5.4 Zunächst ist festzuhalten, dass die klaren Ausschreibungsunterlagen, w elche im Leistungsverzeichnis für die Position 326 autom atische M essun- gen vorsehen, verbindlich sind. Sow eit die Beschw erdeführerin sinnge- m äss vorbringt, durch die Tatsache, dass das von den Projektingenieuren zuhanden der Vergabestelle verfasste Ü berw achungskonzept keine ent- sprechenden Anforderungen enthalte, sei nicht von einer Vorgabe im Sinne autom atischer M essungen auszugehen, kann ihr nicht gefolgt w erden. Entsprechend hat sich die Ingenieurgem einschaft Z._______ veranlasst gesehen, in der "Liste der Vorbehalte, Änderungsvorschläge und Anregungen" zur Position 326 die Bem erkung zu m achen, für die M esspunkte an den H äusern, die nur m it viel Aufw and autom atisch gem essen w erden können, sehe sie m anuelle N ivellem ent[s] und m anuelle Tachym eterm essungen der Schienen von einem Standpunkt aus vor. Bei grösseren Setzungen könne eine autom atische M essanlage nachträglich installiert und betrieben w erden (O rdner B, Kapitel 8, S. 69, Vorbehalt N r. 6). D am it liegt eine Abänderung der Ausschreibungsunterlagen bzw . eine U nternehm ervariante ohne der Am tslösung entsprechendes G rund- angebot vor. 5.5 U nter der Position 331.000 "G ebäudeüberw achung: Autom atische Lage- und Setzungsm essungen an G ebäuden" bzw . der Position 331.211 "M ess- stationen für die autom atische Erfassung der M esspunkte" verw eist die Ingenieurgem einschaft Z._______ einerseits auf die unter der Position "Stützm auer O st (O erlikon)" bzw . 332.211 "M esstationen für die auto- m atische Erfassung der M esspunkte", w o sie 4 M esstationen anbietet. D ies entspricht der Sache nach dem Vorgehen anderer Anbieter; darin allein kann jedenfalls keine dem G rundangebot nicht entsprechende U nternehm ervariante gesehen w erden. D ie Vergabestelle hat die Anzahl der M esstationen denn auch nicht vorgegeben. H ingegen bietet die Ingenieurgem einschaft Z._______ im U nterschied zu den anderen Konkur- renten, die unter der Position 331.211 zw ischen einer und drei M ess-16 stationen offerieren, nebst dem Verw eis auf die Position 332 nur N eigungssensoren an. D azu w ird in der "Liste der Vorbehalte, Änderungs- vorschläge und Anregungen" zur Position 331 ausgeführt, es seien für nicht sichtbare Punkte fünf N eigungssensoren und eine SoloG eoM onitor M essanlage eingerechnet, die eingesetzt w erden, w enn Setzungen an der Baugrubenseite auftreten. D ie Punkte sollen m it N ivellem entbolzen ausge- stattet w erden, um zusätzliche N ivellem ents durchführen zu können (O rdner B, Kapitel 8, S. 69, Vorbehalt N r. 7). D ie Vergabestelle führt dazu aus, m it den seitens der Beschw erdeführerin vorgesehenen N eigungs- sensoren lassen sich w ohl Setzungen, aber keine Lageverschiebungen feststellen. Ausserdem w ürden autom atisch zu m essende Punkte m it m anuellen N ivellem ents ergänzt. D am it seien die Anforderung der Aus- schreibung klarerw eise nicht erfüllt. In diesem Sinne sei auch die grosse Preisdifferenz bei der Position 331 "G ebäudeüberw achung" m it Fr. 13'780.00 gem äss dem Angebot der Beschw erdeführerin und Fr. 185'450.00 gem äss dem jenigen der Zuschlagsem pfängerin auffallend (Vernehm lassung, S. 19 f.). 5.6 Zunächst ist festzuhalten, dass die zw ei w eiteren Anbieter die Position 331 zu Fr. 120'674.00 bzw . Fr. 53'150.00 angeboten haben. D es W eiteren sind die Angebote in Zusam m enschau m it der Position 332 "Stützm auer O st: Autom atische Lage- und Setzm essungen an neu erstellter Stützm auer" zu sehen. D am it lässt sich der von der Vergabestelle hervorgehobene Preis- unterschied zw ischen der Ingenieurgem einschaft Z._______ und der Zuschlagsem pfängerin jedenfalls nicht in voller H öhe als Indiz für eine von den Ausschreibungsunterlagen abw eichende Ausführungsart heranziehen. D em gegenüber ist im Verzicht auf jede M essstation unter der Position 331 und dem Anbieten von N eigungssensoren eine Variante im Sinne einer Einschränkung des Leistungsum fanges zu sehen. D ie N eigungssensoren dienen der Feststellung von H öhendifferenzen, hingegen lassen sich m ittels derselben grundsätzlich keine Lageverschiebungen feststellen. D ie geforderten Lagem essungen verlangen Erhebungen in Bezug auf die x- Achse und die y-Achse. D am it ist auch in diesem Punkt von einer Variante ohne der Am tslösung entsprechendem G rundangebot auszugehen. Ange- sichts dieser Feststellung kann offen bleiben, ob die Erklärung der Ingenieurgem einschaft Z._______ so zu verstehen ist, dass lediglich H andm essungen angeboten w erden. 6. 6.1 N ach dem G esagten steht fest, dass die Beschw erdeführerin einerseits geforderte Preisangaben nicht gem acht hat, w obei die sich daraus erge- bende U nvollständigkeit der O fferte prim a facie w eder in quantitativer noch qualitativer H insicht als unbedeutend eingestuft w erden kann (E. 4 hier- vor). D es W eiteren hat sie ein Angebot eingereicht, w elches in zw ei eben- falls nicht unbedeutenden Positionen eine U nternehm ervariante ohne 17 entsprechendes G rundangebot enthält und dam it von den Ausschreibungs- unterlagen abw eicht (E. 5 hiervor). D ie Vergabestelle hat in den Ausschreibungsunterlagen unm issverständlich dargelegt, w elche Anforde- rungen sie an die O fferten stellt. Sie begründet den Ausschluss dam it, dass die U nvollständigkeit des Angebots und die Abw eichungen von der verlangten Angebotsstruktur (insgesam t) ein Ausm ass erreicht hätten, w elches N achbesserungen nicht m ehr zugänglich gew esen sei (Vernehm - lassung, S. 6). 6.2 Beim Entscheid darüber, ob ein Angebot von vornherein auszuscheiden oder aber – allenfalls m ittels R ückfragen – zu bereinigen ist, kom m t der Vergabestelle nach der R echtsprechung des Verw altungsgerichts des Kantons Aargau ein erhebliches Erm essen zu. Sie m uss aber in jedem Fall alle Anbietenden gleich behandeln (vgl. nur AG VE 1998 S. 397 ff. E. d/cc/aaa). Betrifft die U nvollständigkeit w esentliche Punkte des Angebots, m uss es grundsätzlich ausgeschlossen w erden (AG VE 1999 S. 341 ff. E. 3b/ee). Sobald der Ausschlussgrund ein gew isses G ew icht aufw eist, können festgestellte M ängel ohne Verletzung des Verhältnis- m ässigkeitsgrundsatzes oder des Verbots des überspitzten Form alism us zum Ausschluss führen (AG VE 2005 S. 252 ff. E. 2.1.2. m it H inw eisen). D as Verw altungsgericht berücksichtigt dabei nicht nur die Vorgaben der Vergabestelle bezüglich der Vollständigkeit der O fferten, sondern auch den U m stand, dass es der Anbieterin, die Zw eifel an der Zw eckm ässigkeit der in der Ausschreibung vorgesehenen Lösung hat, unbenom m en ist, der Vergabestelle ihre Bedenken und Änderungsvorschläge separat zu unterbreiten (AG VE 2005 S. 234 ff. E. 1c). D ie Vergabestelle führt im vorliegenden Fall zudem aus, die Ingenieurgem einschaft Z._______ habe die vorgegebene Struktur des Leistungsverzeichnisses trotz entsprechender G elegenheit nicht in Frage gestellt. D ies bestätigen die "Fragen [der IG Z._______] zur Ausschreibung VI, Ü berw achungsm andat" vom 24. April 2006 und die "Fragenbeantw ortung" der Vergabestelle vom 28. April 2006 (O rdner A, Kapitel 6). 6.3 N ach dem G esagten kom m t das Bundesverw altungsgericht zum Schluss, dass sich die Beschw erde als offensichtlich unbegründet erw eist. W ie bereits in Erw ägung 4.2 hiervor ausgeführt, unterscheidet sich die vorlie- gende Konstellation deutlich von der Ausgangslage im durch das Bundes- gericht m it U rteil 2P.4/2000 vom 26. Juni 2000 ("C hienbergtunnel") beurteilten Fall. Es soll nicht eine tatsächlich erfolgte "O ffertbereinigung" der Vergabestelle als m it den G eboten der Transparenz und der G leichbe- handlung vereinbar verteidigt, sondern vielm ehr die Vergabestelle zu einem derartigen Vorgehen gezw ungen w erden. Selbst w enn vorliegend, w as offen bleiben kann, nicht davon auszugehen sein sollte, dass die O fferte der IG Z._______ zw ingend auszuschliessen ist, sind die aufge- zeigten M ängel jedenfalls von einer Schw ere, die es der Vergabestelle offensichtlich ohne Verletzung des Verhältnism ässigkeitsgrundsatzes und des Verbots des überspitzten Form alism us erlauben, das Angebot der 18 IG Z._______ nicht in die m it drei Anbietern geführten Verhandlungen und die O ffertbew ertung m iteinzubeziehen. D ie Begehren der Beschw erdefüh- rerin, w elche im Ergebnis am ehesten zu einer R ückw eisung des Verfah- rens an die Vergabestelle zur O ffertbereinigung führen w ürden, erw eisen sich dam it als offensichtlich unbegründet. D am it braucht auf die Aus- führungen der Parteien in Bezug auf die m aterielle Bew ertung der O fferte der IG Z._______ nicht eingegangen zu w erden. Im Verzicht der Vergabe- stelle auf eine R ückfrage vor dem Ausschluss ist auch keine Verletzung des rechtlichen G ehörs zu sehen. Angesichts dieses Ergebnisses erübrigt sich schliesslich die bei Zw eifeln an den Erfolgsaussichten vorzuneh- m ende Interessenabw ägung (vgl. E. 2.2 hiervor). D am it m uss nicht geprüft w erden, ob sich die Vergabestelle, w elche seit dem Som m er 2006 w usste, dass sie die O fferte der IG Z._______ ausschliessen w ürde, aber gleichw ohl den Ausschluss erst m it dem Zuschlag verfügt hat, in diesem Zusam m enhang nicht vorhalten lassen m üsste, die geltend gem achte D ringlichkeit selbst verschuldet zu haben. 6.4 Zusam m enfassend ergibt sich, dass dem G esuch der Beschw erdeführerin um Erteilung der aufschiebenden W irkung nicht entsprochen w erden kann. D am it fällt die Verfügung des Präsidenten der R ekurskom m ission vom 1. D ezem ber 2006, m it w elcher der Beschw erde superprovisorisch die aufschiebende W irkung erteilt w orden ist, dahin. 7. D ie Beschw erdeführerin m acht geltend, bis heute keine detaillierten Aus- künfte über den H intergrund des Ausschlusses und hinsichtlich der Bew er- tung ihrer O fferte erhalten zu haben. Ihr sei deshalb um fassende Akten- einsicht zu gew ähren und G elegenheit zu geben, gestützt auf die Akten- kenntnisse zu den gegen sie erhobenen Vorw ürfen fundiert Stellung zu nehm en. D ie Vergabestelle beantragt zu diesem Punkt, die O fferten der anderen Anbieter sow ie deren Bew ertung durch die Vergabestelle von der Akteneinsicht auszunehm en. 7.1 In den Art. 26 ff. Vw VG haben die allgem einen, aus Art. 29 Abs. 2 BV abgeleiteten G rundsätze zum Akteneinsichtsrecht Ausdruck gefunden (BG E 115 V 297 E. 2d). D ie G ew ährung der Akteneinsicht ist der G rundsatz, deren Verw eigerung die Ausnahm e. D iese Prinzipien gelten auch im Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht (Art. 37 VG G ). G em äss Art. 26 Abs. 1 Bst. b Vw VG hat die Beschw erdeführerin Anspruch darauf, alle als Bew eism ittel dienenden Aktenstücke einzusehen. Vom allgem einen Einsichtsrecht ausgenom m en bleiben freilich jene Akten, bezüglich derer ein überw iegendes G eheim haltungsinteresse vorliegt (Art. 27 Abs. 1 Bst. b Vw VG ; vgl. zum G anzen den Zw ischenentscheid der BR K vom 17. Februar 1997, veröffentlicht in VPB 61.24 E. 3a). So besteht für das Verfahren vor der BR K ohne Zustim m ung der Betroffenen insbe- sondere kein allgem einer Anspruch auf Einsichtnahm e in Konkurrenz- offerten (Entscheid der BR K vom 15. Juni 2004, veröffentlicht in VPB 19 68.120 E. 1 f.; G ALLI/M O SER /LAN G , a.a.O ., R z. 671). In diesem Sinne hat auch das Bundesgericht m it U rteil 2P.274/1999 vom 2. M ärz 2000, E. 2c, festgehalten, dass das in anderen Bereichen übliche allgem eine Akten- einsichtsrecht bei Subm issionsverfahren gegenüber dem Interesse der Anbieter an der vertraulichen Behandlung ihrer G eschäftsgeheim nisse sow ie des in den O ffertunterlagen zum Ausdruck kom m enden unternehm e- rischen Know -how s zurückzutreten habe (vgl. zum G anzen die Zw ischen- verfügung im Verfahren BR K 2006-011 vom 22. August 2006, a.a.O ., E. 5a m it H inw eisen). 7.2 Vom Akteneinsichtsrecht ausgeschlossen sind vorliegend alle Akten und U nterlagen, w elche für den Entscheid betreffend den Ausschluss der O fferte der IG Z._______ nicht w esentlich sind. D am it kom m t insbesondere in Bezug auf die O fferten der M itkonkurrenten überhaupt nur insow eit ein R echt auf Akteneinsicht in Betracht, als die dort enthaltenen Angaben zur Begründung des Ausschlusses dienen. D em gegenüber sind insbesondere die G ründe für die schlechtere Bew ertung der Beschw erdeführerin für das vorliegende Verfahren nicht relevant. 7.3 N ach dem G esagten steht der Einsicht in diejenigen D okum ente, w elche im W esentlichen das Vorgehen der Vergabestelle belegen, grundsätzlich nichts entgegen. D ies trifft insbesondere zu auf die Ausschreibungs- unterlagen (Kapitel 2-5 des O rdners A) w ie auch auf das Kapitel 6 des O rdners A (Fragerunde m it Beantw ortung an alle Anbieter vom 24. April 2006). D asselbe gilt für den Situationsplan Ü berw achungskonzept Abschnitt 4 (O rdner B, Kapitel 16). Einsicht gew ährt w erden kann auch in die Aktennotiz betreffend die Sitzung des Bew ertungsausschusses vom 26. Juni 2006 (O rdner B, Kapitel 10), w obei unter dem Punkt 4.1 "Beur- teilung aller R esultate" die Ergebnisse in Bezug auf die Abschnitte 1-4 (im G egensatz zum Ausw ertungsergebnis betreffend das M andat Ü berw a- chungsm essungen) und die diesbezüglichen Vorschläge zum w eiteren Vorgehen unter Punkt 4.2.1 als nicht relevant auszunehm en sind. In Bezug auf das Protokoll der 4. Sitzung des Begleitausschusses VI R ealisierung vom 28. August 2006 (O rdner B, Kapitel 11) kann die Akteneinsicht grundsätzlich gew ährt w erden, w obei die unter Punkt 3 ("Anträge") gem achten Aussagen zu den M andaten Abschnitt 1, 2 und 4 auszu- nehm en sind. D a gem äss diesem Protokoll indessen der Zuschlag für den Abschnitt 3 ebenfalls an die W _______ AG gehen soll, ist der diesbe- zügliche Antrag offen zu legen. D er am 24. August 2006 genehm igte Bericht des Begleitausschusses, Ausw ertung 2. Stufe (O rdner B, Kapitel 12), kann der Beschw erdeführerin vollständig zugestellt w erden, da hier unter den Punkten 6 und 7 die Angaben bezüglich der Abschnitte 1-4 bereits durch die Vergabestelle gelöscht sind. In Bezug auf den Anhang 1 zu Kapitel 12 betreffend die D etailbew ertung zum N utzw ert sind die Bew ertungen der O fferten der Anbieter 2 und 4 angesichts der zu behandelnden R ügen von der Akteneinsicht auszunehm en; offen zu legen sind die G esam tnoten. D er Anhang 2 betreffend die detaillierten 20 Preisaufstellungen ist dem gegenüber von der Akteneinsicht auszunehm en; der Beschw erdeführerin sind alle G esam tbeträge bereits bekannt. D er Antrag des Bew ertungsausschusses an den Begleitausschuss vom 11. Juli 2006 (O rdner B, Kapitel 13) sow ie die Korrespondenz der Vergabestelle m it der IG Z._______ betreffend den Ausschluss (O rdner B, Kapitel 14) kann der Beschw erdeführerin ohne w eiteres zugestellt w erden, da diese D okum ente nur das Ü berw achungsm andat zum G egenstand haben. D ie N am en der w eiteren Anbieter sind indessen in den Kapiteln 10-14 zu anonym isieren. Schliesslich sind die in den Kapiteln 18 bis 20 des O rdners B enthaltenen D okum ente offen zu legen, w obei die Angaben zu einem anderen Anbieter im Schreiben der SBB, Infrastruktur R echt, vom 30. August 2006 (O rdner B, Kapitel 18), von der Einsicht auszunehm en sind. Auf der Tabelle "Vergabeantrag AU , D M L, Verm essungsingenieure, Ü berw achungsm andat" und den dieser beigefügten D okum enten (O rdner B, Kapitel 18) sind die N am en der anderen Anbieter zu anonym isieren. Aufgrund der zu behandelnden R ügen ist in die D etailbew ertung der nicht verfahrensbeteiligten Anbieter bzw . der nicht berücksichtigen Varianten der Zuschlagsem pfängerin keine Einsicht zu gew ähren. 7.4 In Bezug auf die O fferte der IG Z._______ (N utzw ert; Kapitel 7 des O rd- ners A) w ird davon ausgegangen, dass diese der Beschw erdeführerin bereits vorliegt; sie w ird indessen – w ie auch die Preisofferte der IG Z._______ inkl. Liste der Vorbehalte (O rdner B, Kapitel 8) – auf erstes Verlangen zugestellt. 7.5 Aufgrund der zu behandelnden R ügen sind die Verhandlungsprotokolle m it Liste Fragenbeantw ortung der Anbieter vom 19. Juli 2006 (O rdner B, Kapitel 9) von der Akteneinsicht auszunehm en. D ie in Frage stehende Liste bezieht sich auf ein Verfahrensstadium nach bereits getroffenem Entscheid, die O fferte der IG Z._______ auszuschliessen. G em äss Absprache m it der Zuschlagsem pfängerin (vgl. Aktennotiz vom 6. M ärz 2007) w ird die erste Zusam m enstellung gem äss O rdner B, Kapitel 15, m it dem Titel "N icht ausgefüllte Positionen im Angebot der Beschw erdefüh- rerin" in der Form zugestellt, dass die durch die IG Z._______ nicht ausge- füllten Positionen im Vergleich zu den offerierten Sum m en der Zuschlags- em pfängerin sichtbar sind, w ogegen in Bezug auf die anderen Anbieter nur deren insgesam t für die in Frage stehenden Positionen offerierten Beträge m itgeteilt w erden. D asselbe gilt für die zw eite Zusam m enstellung bein- haltend die durch die IG Z._______ abgeänderten Positionen im Vergleich zu den anderen Anbietern (O rdner B, Kapitel 15), w obei hier für die Positionen 326.211 und 331.211 die Angaben zur eingesetzten Anzahl M essstationen offen zu legen sind. D em gegenüber ist der ebenfalls Teil des Kapitels 15 bildende "Auszug aus der H onorarzusam m enstellung Ü berw achungsm andat" in Bezug auf die O fferte der Zuschlagsem pfängerin so detailliert, dass nur Einsicht in die Angaben betreffend die IG Z._______ zu gew ähren ist. D iejenigen Positionen, w elche die Zuschlagsem pfängerin im G egensatz zur IG Z._______ nicht leer 21 gelassen, sondern m it Fr. 0.00 offeriert hat, sow ie die Anzahl der unter den Positionen 326.211 und 331.211 offerierten M essstationen, ergeben sich bereits aus der ersten Zusam m enstellung betreffend die nicht ausgefüllten Positionen. D ie Anzahl der insgesam t eingesetzten M esssystem e (Zuschlagsem pfängerin: 109; IG Z._______: 52) ist der Beschw erdeführerin ebenfalls aus anderen D okum enten bekannt. In die Listen der Vorbehalte aller Anbieter (O rdner B, Kapitel 17) erhält die Beschw erdeführerin nur insow eit Einsicht, als ihre eigenen Erklärungen in Frage stehen, da die Angaben aller Anbieter zahlreiche technische Ausführungshinw eise enthalten, die als geschützter Bestandteil der O fferte zu betrachten sind. Ausgenom m en sind nach Absprache m it der Zuschlagsem pfängein die Erklärungen zu den Positionen 326.211 und 331.211. In diesem Sinne ist dem Akteneinsichtsgesuch der Beschw erdeführerin teilw eise zu entsprechen. 8. Ü ber die Kostenfolgen des vorliegenden Zw ischenentscheides ist m it dem Endentscheid zu befinden. D as B undesverw altungsgericht beschliesst: 1. D as G esuch der Beschw erdeführerin um Erteilung der aufschiebenden W irkung w ird abgew iesen. 2. D em Akteneinsichtsgesuch der Beschw erdeführerin w ird im Sinne der Erw ägungen teilw eise entsprochen. 3. Ü ber die Kosten dieses Zw ischenentscheids w ird m it dem Endentscheid befunden. 4. D ieser Zw ischenentscheid w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (R echtsvertreter; m it G erichtsurkunde, vorab per Fax) - der Vergabestelle (m it G erichtsurkunde, vorab per Fax) 5. D ieser Zw ischenentscheid w ird m itgeteilt: - der W ._______ AG , Zürich (vorab per Fax; m it der Aktennotiz vom 6. M ärz 2007) D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin:22 M arc Steiner Barbara Aebi R echtsm ittelbelehrung D ieser Zw ischenentscheid kann, sow eit davon auszugehen ist, dass er einen nicht w ieder gutzum achenden N achteil bew irken kann (Art. 93 Abs. 1 Bst. a BG G ) und dass sich eine R echtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (Art. 83 Bst. f Ziff. 2 BG G ), gem äss Art.100 Abs. 1 BG G innert dreissig Tagen seit Eröffnung beim Schw eizerischen Bundesgericht in Lausanne angefochten w erden. Versand am : 22. M ärz 2007