A bteilung V E -1525/2007 kom /stk/ruo {T 0/2} U rteil vom 10. Juli 2007 M itw irkung: R ichter König, R ichterin Teuscher, R ichter Badoud G erichtsschreiberin M aeder-Steiner A ._______, M oldaw ien, Beschw erdeführerin gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 6. Februar 2007 i.S. N ichteintreten auf W iedererw ägungsgesuch (Vollzug der W egw eisung) / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie Beschw erdeführerin verliess ihren H eim atstaat nach eigenen Angaben am 27. O ktober 2005 und gelangte am 31. O ktober 2005 in die Schw eiz. G leichentags ersuchte sie im Em pfangszentrum B._______ um Asyl. Zur Begründung ihres Asylgesuchs m achte die Beschw erdeführerin im W esentlichen Problem e m it ihrem Ehem ann geltend. D as Asylgesuch der Beschw erdeführerin w urde m it Verfügung des BFM vom 24. N ovem ber 2005 abgelehnt. Eine gegen diese Verfügung erhobene Beschw erde w urde von der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) m it U rteil vom 2. N ovem ber 2006 abgew iesen. B. M it Eingabe vom 27. D ezem ber 2006 stellte die Beschw erdeführerin beim BFM ein W iedererw ägungsgesuch und ersuchte um Anordnung der vorläufigen Aufnahm e w egen U nzulässigkeit beziehungsw eise U nzum utbarkeit des W egw eisungsvoll- zugs und um Verzicht auf Vollzugsm assnahm en bis zum Entscheid über das G e- such. Zur Begründung ihres W iedererw ägungsgesuchs brachte die Beschw erdeführerin insbesondere vor, einerseits habe sich ihr G esundheitszustand verschlechtert und andererseits habe sich die Situation in ihrem H eim atland verändert. D er Eingabe w aren ein Arztbericht von D r. m ed. C ._______ vom 5. D ezem ber 2006 sow ie ein Zeitungsartikel des Tages-Anzeiger vom 19. Septem ber 2006 beigelegt. C . D as BFM trat m it Verfügung vom 6. Februar 2007 auf das W iedererw ägungsge- such der Beschw erdeführerin vom 27. D ezem ber 2006 nicht ein und hielt fest, die Verfügung des BFM vom 24. N ovem ber 2005 sei rechtskräftig und vollstreckbar, w obei einer allfälligen Beschw erde keine aufschiebende W irkung zukom m e. D . M it Beschw erde vom 27. Februar 2007 ans Bundesverw altungsgericht ersuchte die Beschw erdeführerin sinngem äss um Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 6. Februar 2007. Ausserdem beantragte sie die Anordnung der vorläufigen Aufnahm e w egen U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs. Im W eiteren ersuch- te sie sinngem äss um Anordnung der aufschiebenden W irkung der Beschw erde; im Sinne einer vorläufigen M assnahm e sei von Vollzugshandlungen abzusehen und es sei ihr die unentgeltliche R echtspflege zu gew ähren sow ie auf die Erhe- bung eines Kostenvorschusses zu verzichten. Auf die Begründung w ird, sow eit entscheidw esentlich, in den Erw ägungen einge- gangen. D er Beschw erde w aren ein ärztlicher Bericht von D r. m ed. C ._______ vom 21. Februar 2007, ein Schreiben eines w eiteren Arztes vom 26. Februar 2007 so- w ie ein Internetartikel (W ikipedia) bezüglich der R egion Transnistrien beigelegt. E. M it Verfügung vom 28. Februar 2007 setzte das Bundesverw altungsgericht im Sin- ne einer vorsorglichen M assnahm e gestützt auf Art. 56 Vw VG den W egw eisungs- vollzug einstw eilen aus. F. M it Eingabe vom 28. Februar 2007 reichte die Beschw erdeführerin erneut einen Arztbericht ins R echt. D abei handelte es sich um den Bericht von D r. m ed. 3 C ._______ vom 21. Februar 2007, den die Beschw erdeführerin bereits ihrer Beschw erde beigelegt hatte. G . M it Zw ischenverfügung vom 13. M ärz 2007 hiess der zuständige Instruktionsrich- ter des Bundesverw altungsgerichts das sinngem ässe G esuch um Aussetzung des Vollzugs der W egw eisung gut, verw ies für den Entscheid über das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege auf einen späteren Zeitpunkt und verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. H . D as BFM hielt in seiner Vernehm lassung vom 17. April 2007 an seiner Verfügung fest und beantragte die Abw eisung der Beschw erde. D ie Vernehm lassung w urde der Beschw erdeführerin zur Kenntnis gebracht. I. M it Eingabe vom 9. M ai 2007 reichte die Beschw erdeführerin einen w eiteren Arzt- bericht von D r. m ed. D ._______ vom Psychiatriezentrum E._______ vom 7. M ai 2007 zu den Akten, gem äss w elchem die Beschw erdeführerin aufgrund ihrer schlechten psychischen Verfassung im Psychiatriezentrum E._______ stationär habe hospitalisiert w erden m üssen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundes- gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). Aus diesen Bestim m ungen geht die Zuständigkeit des Bundesverw altungsgerichts für Beschw erden gegen das N ichteintreten beziehungsw eise die Ablehnung von W iedererw ägungsgesuchen zw ar nicht explizit hervor; sie ergibt sich aber aus dem U m stand, dass nach Lehre und Praxis W iedererw ägungsentscheide grundsätzlich w ie die ursprüngliche Verfügung auf dem ordentlichen R echtsm ittelw eg w eiterge- zogen w erden können (vgl. BG E 113 Ia f; VPB 1985 N r. 24; FR ITZ G YG I, Bundesver- w altungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 220; U R SIN A BEER LI-BO N O R AN D , D ie aus- serordentlichen R echtsm ittel in der Verw altungsrechtspflege des Bundes und der Kantone, Zürich 1985, S. 174 f.). 1.2 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ).4 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführerin ist legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 3. 3.1 Ein Anspruch auf W iedererw ägung besteht nam entlich dann, w enn sich der rechts- erhebliche Sachverhalt seit dem ursprünglichen Entscheid beziehungsw eise seit dem U rteil der m it Beschw erde angerufenen R echtsm ittelinstanz (vgl. Entschei- dungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission / EM AR K 1995 N r. 21 E. 1c S. 204) in w esentlicher W eise verändert hat und m ithin die ur- sprüngliche (fehlerfreie) Verfügung an nachträglich eingetretene Veränderungen der Sachlage anzupassen ist (vgl. EM AR K 2003 N r. 7 E. 1 S. 42 f.). Ferner können auch R evisionsgründe im Sinne von Art. 66 Abs. 2 Vw VG zu einer W iedererw ä- gung führen, jedoch nur dann, w enn eine unangefochten gebliebene, form ell rechtskräftig gew ordene Verfügung vorliegt (vgl. EM AR K 2003 N r. 17 E. 2a S. 103 f.) oder, w enn zw ar vorgängig ein R echtsm ittel ergriffen w orden w ar, die R evisionsgründe sich jedoch nicht auf das Zustandekom m en des im betreffenden Beschw erdeverfahren ergangenen Prozessurteils des Bundesverw altungsgerichts, sondern auf die m it Beschw erde angefochtene Verfügung des Bundesam tes bezie- hen (vgl. EM AR K 1998 N r. 8 E. 3 S. 53 f.). Auf ein W iedererw ägungsgesuch w ird nicht eingetreten, w enn zu dessen Begrün- dung lediglich unsubstanziierte Behauptungen aufgestellt w erden und aus der R echtsschrift die tatsächlichen Anhaltspunkte, die auf das Vorliegen eines W ieder- erw ägungsgrundes hindeuten sollen, nicht ersichtlich sind (vgl. EM AR K 2005 N r. 25 E. 4.2 S. 227 f.; 2003 N r. 7 E. 4a S. 44). Ausserdem fällt eine W iedererw ä- gung dann nicht in Betracht, w enn lediglich eine neue W ürdigung der beim frühe- ren Entscheid bereits bekannten Tatsachen herbeigeführt w erden soll oder G ründe angeführt w erden, die bereits in einem ordentlichen Beschw erdeverfahren gegen die frühere Verfügung hätten geltend gem acht w erden können (vgl. EM AR K 2003 N r. 17 E. 2b S. 104). H ingegen ist auf ein G esuch einzutreten, w enn die gesuch- stellende Person Tatsachen vorbringt, die an sich geeignet sein könnten, zu einem anderen Entscheid zu führen. O b sie auch tatsächlich gegeben und auch geeignet sind, im konkreten Fall zu einer anderen Betrachtungsw eise zu führen, ist G egen- stand der m ateriellen Prüfung der Eingabe. 3.2 Prozessgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist lediglich die Frage, ob die Vorinstanz zu R echt auf das W iedererw ägungsgesuch der Beschw erdeführerin nicht eingetreten ist. D ie Beurteilungszuständigkeit der Beschw erdeinstanz ist so- m it darauf beschränkt, im Falle der Begründetheit des R echtsm ittels die angefoch- tene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorin- stanz zurückgehen zu lassen (vgl. EM AR K 2004 N r. 34 S. 240 f.). D em nach ist auf den Antrag der Anordnung der vorläufigen Aufnahm e w egen U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs nicht einzutreten. 4. 4.1 D ie Beschw erdeführerin begründet ihr W iedererw ägungsgesuch im W esentlichen w ie folgt: Ihr psychischer G esundheitszustand habe sich verschlechtert; sie leide an einer D epression sow ie unter einer Anpassungsstörung m it Angst und depressi-5 ver R eaktion. Ausserdem hätten sich die politischen Schw ierigkeiten in Transnistri- en verstärkt. D er eingereichte Zeitungsartikel äussere sich zu den Problem en zw i- schen M oldaw ien und dessen Provinz Transnistrien, die sich abspalten w olle. Es sei m it U nruhen zu rechnen und die politische Lage habe Einfluss auf alle Lebens- bereiche. Aufgrund ihres schlechten psychischen Zustands w äre es ihr nicht m ög- lich, an einem anderen O rt in M oldaw ien ein neues Leben aufzubauen. Auch spre- che sie die m oldaw ische Sprache nicht und besitze lediglich einen sow jetischen Pass, der nur eine Bestätigung ihrer m oldaw ischen Staatsangehörigkeit enthalte, w eshalb eine R ückkehr nach M oldaw ien auch nicht m öglich sei. 4.2 D as BFM tritt m it folgender Begründung auf das W iedererw ägungsgesuch der Be- schw erdeführerin nicht ein: Vorbringen könnten dann nicht zu einer W iedererw ä- gung führen, w enn sie bereits in einem ordentlichen Beschw erdeverfahren gegen die frühere Verfügung hätten geltend gem acht w erden können. N eue erhebliche Tatsachen und Bew eism ittel w ürden dem nach nur dann einen W iedererw ägungs- grund bilden, w enn die gesuchstellende Person sie auch bei zum utbarer Sorgfalt im ordentlichen R echtsm ittelverfahren nicht kennen oder beibringen konnte oder sie aus entschuldbaren G ründen nicht vorgebracht hat. D ie Vorbringen der Be- schw erdeführerin hätten nach Auffassung der Vorinstanz spätestens im ordentli- chen Beschw erdeverfahren geltend gem acht w erden m üssen. Ein plausibler G rund, w eshalb dies der Beschw erdeführerin trotz zum utbarer Sorgfalt nicht m ög- lich gew esen sein sollte, sei der Eingabe nicht zu entnehm en. G anz abgesehen davon könne aufgrund des fraglichen R eferendum s, von w elchem im eingereichten Zeitungsartikel die R ede sei, keine die Person der Beschw erdeführerin betreffende G efährdungssituation abgeleitet w erden. Zum H inw eis der Beschw erdeführerin, sie sei der m oldaw ischen Sprache nicht m ächtig und deshalb sei eine W ohnsitznahm e ausserhalb ihrer H erkunftsregion schw ierig, sei zu bem erken, dass die russische Sprache in M oldaw ien H andelssprache sei und in vielen R egionen gesprochen w erde. 4.3 Auf Beschw erdeebene hält die Beschw erdeführerin dem gegenüber im W esentli- chen fest, ihr gesundheitlicher Zustand habe sich seit dem Beginn der Behandlung im M ai 2006 stetig verschlechtert. Auch habe sie lange Zeit über die M isshandlun- gen durch ihren Ex-Ehem ann geschw iegen, da es für sie sehr schw ierig sei, darü- ber zu sprechen und es ihr M ühe bereite, sich jem andem anzuvertrauen. Ihr psy- chischer Zustand habe sich derart verschlechtert, dass es zu einem Suizidversuch gekom m en sei. Eine R ückkehr nach M oldaw ien sei som it aufgrund ihres G esund- heitszustandes nicht zum utbar. Auch könne sich die Tatsache, dass sie die m olda- w ische Sprache nicht beherrsche insbesondere auf die W ohnungs- aber auch die Stellensuche negativ ausw irken. 5. D as Bundesverw altungsgericht hat darüber zu befinden, ob die Vorinstanz zu R echt und m it zutreffender Begründung auf das W iedererw ägungsgesuch der Be- schw erdeführerin nicht eingetreten ist. 5.1 D em Arztbericht vom 5. D ezem ber 2006, den die Beschw erdeführerin ihrem W ie- dererw ägungsgesuch beigelegt hat, ist zu entnehm en, dass sich die Beschw erde- führerin seit dem 16. M ai 2006 - also bereits w ährend des hängigen Beschw erde- verfahrens, w elches m it U rteil der AR K vom 2. N ovem ber 2006 abgeschlossen w orden ist - in ärztlicher Behandlung befindet. In Ü bereinstim m ung m it der Vorins-6 tanz ist festzuhalten, dass Vorbringen dann nicht zu einer W iedererw ägung führen, w enn sie bereits in einem ordentlichen Beschw erdeverfahren gegen die frühere Verfügung hätten geltend gem acht w erden können (vgl. EM AR K 2003 N r. 17 E. 2b S. 104). D ie Erkrankung als solche verm ag dam it keinen w iedererw ägungsrecht- lich relevanten U m stand darzustellen. Entgegen der in der Beschw erde (vgl. dort, S. 2 f.) geäusserten Auffassung w ürde auch die Beachtung der unter EM AR K 1995 N r. 9 erstm als publizierten R echtspre- chung der AR K zu keinem anderen Ergebnis führen, gem äss w elcher im R evisi- onsverfahren an sich verspätet geltend gem achte Vorbringen trotzdem (teilw eise) zu berücksichtigen sind, w enn aufgrund dieser Sachverhaltselem ente ein völker- rechtliches W egw eisungsvollzugshindernis offensichtlich w ird: D ie m edizinischen Vorbringen w ären vorliegend nicht geeignet, zur Annahm e einer Verfolgung oder einer m enschenrechtsw idrigen Behandlung der Beschw erdeführerin zu führen; vielm ehr w ären diese Elem ente des Sachvortrags praxisgem äss grundsätzlich un- ter dem Aspekt der Zum utbarkeit des Vollzugs der W egw eisung und dam it ausser- halb des direkten Einflussbereichs völkerrechtlicher Verpflichtungen der Schw eiz zu prüfen (vgl. Zum G anzen etw a EM AR K 2005 N r. 23 S. 211 f. m it w eiteren H in- w eisen; Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1190 II 668). 5.2 Vorliegend hat die Beschw erdeführerin in ihrem W iedererw ägungsgesuch indes- sen einerseits deutlich gem acht, dass sich ihr G esundheitszustand seit Abschluss des ordentlichen Asylverfahrens verschlechtert und sich der behandelnde Arzt an- dererseits erst im D ezem ber 2006 dazu veranlasst gesehen habe, einen Arztbe- richt auszustellen. Eine Verschlechterung der psychischen Situation w ird auch im m it dem G esuch eingereichten Arztbericht them atisiert, indem ausgeführt w ird, die depressive Verstim m ung habe sich zu Beginn eines Praktikum s der Beschw erde- führerin (gem äss Angaben im Autom atisierten Personendossiersystem , AU PER : ab Septem ber 2006) stabilisiert, w ährend die Beschw erdeführerin gegen Ende die- ses Praktikum s (gem äss AU PER : im Februar 2007) zunehm end erschöpft und ausgelaugt gew irkt habe (Arztbericht, S. 2). Auf Beschw erdeebene ergeben sich w eitere H inw eise auf eine "deutliche Ver- schlechterung [der] psychischen Verfassung": Im Bericht von D r. m ed. C ._______ vom 21. Februar 2007 w urden erstm als die Suizidalität der Beschw erdeführerin sow ie ein offenbar im Februar 2007 erfolgter Suizidversuch them atisiert; und gem äss Bericht von D r. m ed. D ._______ vom 7. M ai 2007 m usste die Beschw erdeführerin am 24. April 2007 "w egen eines depressiven Zustandsbildes m it latenter Suizidalität und psychotischen Sym ptom en" in der Psychiatriezentrum E._______ eingew iesen w erden. 5.3 U nter diesen U m ständen ist nach Auffassung des Bundesverw altungsgerichts da- von auszugehen, dass die Beschw erdeführerin in ihrem W iedererw ägungsgesuch das Vorliegen einer nachträglich m assgeblich veränderten Sachlage genügend substanziiert geltend gem acht hat. D as BFM w äre deshalb gehalten gew esen, auf das W iedererw ägungsgesuch einzutreten und dieses einer m ateriellen Prüfung zu unterziehen. O b dies auch hinsichtlich des Vorbringens der m assgeblichen Verän-7 derung der Situation im H eim atland der Fall gew esen w äre, kann an dieser Stelle offen bleiben. 6. Zusam m enfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz zu U nrecht auf das W iederer- w ägungsgesuch der Beschw erdeführerin nicht eingetreten ist und dam it Bundes- recht verletzt hat (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). D ie Beschw erde ist som it hinsichtlich des Begehrens um Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung gutzuheissen, die angefochtene Verfügung des BFM vom 6. Februar 2007 ist aufzuheben und die Sache zur m ateriellen Prüfung an die Vorinstanz zurückzuw eisen. 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind der Beschw erdeführerin in G utheissung des G esuchs um unentgeltliche R echtspflege gem äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungs- gericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE]). 8. D ie Beschw erdeinstanz kann der ganz oder teilw eise obsiegenden Partei vom Am - tes w egen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erw achsene, notw endige und verhältnism ässig hohe Kosten zusprechen. D er nicht vertretenen Beschw erde- führerin ist trotz ihres O bsiegens praxisgem äss keine Parteientschädigung auszu- richten, zum al nicht davon auszugehen ist, dass ihr verhältnism ässig hohe Partei- kosten entstanden sind. (D ispositiv nächste Seite)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird im Sinne der Erw ägungen gutgeheissen, sow eit darauf ein- zutreten ist. 2. D ie Verfügung des BFM vom 6. Februar 2007 w ird aufgehoben. D ie Sache w ird zur m ateriellen Beurteilung des W iedererw ägungsgesuchs an das BFM zurückge- w iesen. 3. In G utheissung des G esuchs um unentgeltliche R echtspflege w erden keine Ver- fahrenskosten erhoben. 4. Es w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 5. D ieses U rteil geht an: - die Beschw erdeführerin (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N ._______) zur Weiterleitung an F._______ gemäss Dossierbestellung - das M igrationsam t des Kantons G ._______ D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: M arkus König Karin M aeder-Steiner Versand am :