<h2>SubmittedText<h2><p>1. Beabsichtigt der Bundesrat, ebenfalls ein Abkommen mit den USA abzuschliessen oder jenes zwischen der EU und den USA faktisch zu übernehmen?</p><p>2. Was bedeuten diese Entwicklungen insbesondere für die schweizerische Land- und Ernährungswirtschaft?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die EU und die USA sind die beiden wichtigsten Handelspartner der Schweiz. Kommt ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA zustande, mit dem sie sich auf dem jeweils anderen Markt günstigere Rahmenbedingungen einräumen, als der Schweiz gewährt werden, wird es voraussichtlich zu einer Benachteiligung der Schweizer Wirtschaft kommen. Deshalb hat der Bundesrat in diesem Frühjahr eine interdepartementale Arbeitsgruppe unter der Leitung des Seco eingesetzt, welche eigene Abklärungen über die allfälligen Auswirkungen eines möglichen Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA auf die Schweiz vornimmt. Abhängig von den Perspektiven und dem Inhalt der Verhandlungen zwischen der EU und den USA werden im Rahmen dieser Arbeitsgruppe gegebenenfalls konkrete Optionen für das weitere Vorgehen ausgelotet, dies mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft und die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Schweiz zu bewahren. Zu den Optionen könnte auch die Möglichkeit zur Aushandlung eines Freihandelsabkommens mit den USA oder ein Andocken an eine mögliche Freihandelszone zwischen der EU und den USA gehören.</p><p>2. Bei diesen Abklärungen soll die gesamtwirtschaftliche Situation der Schweiz, unter Berücksichtigung der Situation in den verschiedenen Wirtschaftssektoren, betrachtet werden. Zu diesen gehört auch der Landwirtschafts- und Ernährungssektor. Solange der Inhalt der ausgehandelten Bestimmungen noch zu wenig bekannt ist, kann der Bundesrat keine verlässlichen Aussagen zu den Auswirkungen eines möglichen Abkommens auf spezifische Sektoren machen.</p>