<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">1P.661/2003 /sch </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 12. Dezember 2003 </div> <div class="para">I. Öffentlichrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesgerichtspräsident Aemisegger, Präsident. </div> <div class="para">Bundesgerichtsvizepräsident Nay, </div> <div class="para">Bundesrichter Aeschlimann, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Pfäffli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau, Staubeggstrasse 8, 8500 Frauenfeld, </div> <div class="para">Präsident des Obergerichts des Kantons Thurgau, Promenadenstrasse 12, 8500 Frauenfeld. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Gesuch um amtliche Verteidigung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsrechtliche Beschwerde gegen die Verfügung </div> <div class="para">des Präsidenten des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 22. Oktober 2003. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Das Bezirksgericht Bischofszell sprach X.________ mit Urteil vom 21. August 2003 der mehrfachen Veruntreuung schuldig und verurteilte sie zu einer bedingt vollziehbaren Gefängnisstrafe von sechs Monaten unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren. Gegen dieses Urteil erklärte X.________ am 3. Oktober 2003 Berufung und stellte gleichzeitig ein Gesuch um amtliche Verteidigung. Der Präsident des Obergerichts des Kantons Thurgau wies dieses Gesuch mit Verfügung vom 22. Oktober 2003 ab. Zur Begründung verwies er auf den Entscheid des Obergerichts vom 23. April / 12. Mai 2003, mit welchem eine Beschwerde von X.________ gegen die Verweigerung der amtlichen Verteidigung im erstinstanzlichen Verfahren mangels rechtlicher und tatsächlicher Schwierigkeiten abgewiesen worden war. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Gegen diese Verfügung führt X.________ mit Eingabe vom 3. November 2003 staatsrechtliche Beschwerde. Mit Schreiben vom 10. November 2003 teilte das Bundesgericht X.________ mit, dass ihre Eingabe aufgrund einer vorläufigen Prüfung den gesetzlichen Anforderungen an eine staatsrechtliche Beschwerde nicht zu genügen vermöge. Sie könne jedoch ihre Beschwerde innert der 30-tägigen Beschwerdefrist gemäss <span class="artref">Art. 89 OG</span> noch verbessern. X.________ reichte in der Folge keine Beschwerdeergänzung ein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Nach <span class="artref">Art. 90 Abs. 1 lit. b OG</span> muss eine staatsrechtliche Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene Rügen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=23&amp;from_date=12.12.2003&amp;to_date=31.12.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-I-38%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page38">BGE 127 I 38</a> E. 3c mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Diesen Anforderungen vermag die Eingabe der Beschwerdeführerin nicht zu genügen. Die Beschwerdeführerin setzt sich mit der ausführlichen Begründung des obergerichtlichen Entscheids vom 23. April / 12. Mai 2003, auf welche die angefochtene Verfügung verwies, nicht auseinander und legt nicht dar, inwiefern diese verfassungs- oder konventionswidrig sein sollte. Mangels einer genügenden Begründung ist deshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Angesichts der offensichtlichen Aussichtslosigkeit der vorliegenden Beschwerde kann dem sinngemäss gestellten Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht entsprochen werden (<span class="artref">Art. 152 OG</span>). Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die bundesgerichtlichen Kosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 156 Abs. 1 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die staatsrechtliche Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau und dem Präsidenten des Obergerichts des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 12. Dezember 2003 </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>