Internationales Sanitätsreglement vom 25. Mai 1951 (Reglement Nr. 2 der Weltgesundheitsorganisation) <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1952/841_861_857/19660101/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1952/841_861_857/19660101"/><FRBRdate date="1951-05-25" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1952-10-28" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1966-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.818.101"/><FRBRname xml:lang="de" value="Internationales Sanitätsreglement vom 25. Mai 1951 (Reglement Nr. 2 der Weltgesundheitsorganisation)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Regolamento Sanitario Internazionale del 25 maggio 1951 (Regolamento N. 2 dell'Organizzazione mondiale della sanità)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Règlement Sanitaire International du 25 mai 1951 (Règlement n&lt;sup&gt;o&lt;/sup&gt; 2 de l'Organisation mondiale de la santé)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1952/841_861_857/19660101/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1952/841_861_857/19660101/de"/><FRBRdate date="1951-05-25" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1952-10-28" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1966-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1952/841_861_857/19660101/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1952/841_861_857/19660101/de/xml"/><FRBRdate date="1951-05-25" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1952-10-28" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1966-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.818.101</docNumber></p><p> BS <b>1952</b> 841</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung<i><authorialNote><p> Der französische Originaltext findet sich unter der gleichen Nummer in der entsprechenden Ausgabe dieser Sammlung.</p></authorialNote></i></p><p><docTitle>Internationales Sanitätsreglement<b><sup><authorialNote><p> Dieses Reglement gilt für die Schweiz nur noch im Verhältnis zu den Staaten, die dem Internationalen Sanitätsreglement von 1969 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1971/1209_1207_1207" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR<b> 0.818.102</b></ref>) und den Internationalen  Gesundheitsvorschriften (2005) (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2007/343" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR<b> 0.818.103</b></ref>) nicht beigetreten sind.</p></authorialNote></sup></b><br/>Reglement Nr. 2 der Weltgesundheitsorganisation</docTitle></p><p>Unterzeichnet in Genf am 25. Mai 1951</p><p>Vom Bundesrat ohne Vorbehalt angenommen am 17. Oktober 1952</p><p>In Kraft getreten am 1. Oktober 1952</p><p> (Stand am 15. Juni 2007)</p></preface><preamble><p>Die vierte Weltgesundheitsversammlung,</p><p>in Erwägung, dass es eines der wesentlichen Ziele der internationalen Zusammenarbeit auf dem Gebiet des öffentlichen Gesundheitswesens ist, Krankheiten zu unterdrücken; dass lang andauernde Anstrengungen erforderlich sind, um dieses Ziel zu erreichen; dass die Gefahr der Weiterverbreitung übertragbarer Krankheiten fortwährend besteht und dass infolgedessen eine internationale Regelung nötig ist, um die Ausbreitung ausgebrochener Seuchen aufzuhalten; </p><p>in der Erkenntnis, dass es notwendig ist, die Bestimmungen der verschiedenen, zur Zeit in Kraft stehenden internationalen Sanitätskonventionen zu revidieren und zu vereinheitlichen und diese Konventionen und Vereinbarungen durch eine Reihe von internationalen Sanitätsreglementen zu ersetzen und zu ergänzen, die den einzelnen internationalen Beförderungsarten besser angepasst sind und auf wirksame Weise ein Höchstmass von Sicherheit gegen die Weiterverbreitung der Krankheiten von einem Land ins andere unter möglichst geringer Beeinträchtigung des Weltverkehrs gewährleisten;</p><p>in Erwägung, dass dadurch eine periodische, namentlich auf die Entwicklung der Seuchenlage, die gesammelten Erfahrungen und die in Wissenschaft und Technik erzielten Fortschritte gestützte Revision der internationalen Massnahmen erleichtert wird;</p><p>gestützt auf die Artikel 2 Buchstabe k, 21 Buchstabe a, 22, 23, 33, 62, 63, und 64 der Verfassung der Weltgesundheitsorganisation<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1948/1015_1002_976" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR<b> 0.810.1</b></ref></p></authorialNote></p><p>genehmigt am 25. Mai 1951 das nachstehende Reglement, im Folgenden «dieses Reglement» genannt.</p></preamble><body><title eId="tit_I"><num>Titel I</num><heading>Definitionen</heading><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b><authorialNote><p> Bereinigte Fassung gemäss Art. I der Zusatzreglemente vom 26. Mai 1955 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1957/173_177_183" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1957 </b>173</ref>), 23. Mai 1956 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1957/177_181_188" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS<b> 1957</b> 177 </ref>Ziff. 1) und 23. Mai 1963 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1963/974_966_1002" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1963 </b>974</ref>).</p></authorialNote></num><paragraph eId="art_1/para"><content><p>In diesem Reglement bedeutet</p><p>«Absonderung» (sofern der Ausdruck auf eine Person oder eine Gruppe von Personen angewendet wird): die Trennung dieser Person oder Gruppe von allen anderen Personen, mit Ausnahme des diensttuenden Sanitätspersonals, um die Weiterverbreitung der Infektion zu verhindern;</p><p>«Aëdes Aegypti-Index»: das in Prozenten ausgedrückte Verhältnis zwischen einerseits der Anzahl Häuser einer bestimmten und genau umschriebenen Zone, in denen tatsächlich Larven der Aëdes aegypti festgestellt worden sind, und zwar in den Räumen selbst oder auf dem zugehörigen angrenzenden Gelände und anderseits der Gesamtzahl der untersuchten Häuser dieser Zone;</p><p>«Ankunft» eines Schiffes, eines Luftfahrzeuges, eines Eisenbahnzuges oder eines Strassenfahrzeuges</p><blockList eId="art_1/para/list_u1"><item eId="art_1/para/list_u1/lbl_a"><num>a. </num><p>im Falle eines Meerschiffes: die Ankunft in einem Hafen;</p></item><item eId="art_1/para/list_u1/lbl_b"><num>b. </num><p>im Falle eines Luftfahrzeuges: die Ankunft in einem Flughafen;</p></item><item eId="art_1/para/list_u1/lbl_c"><num>c. </num><p>im Falle eines Fahrzeuges der Binnenschifffahrt: die Ankunft in einem Hafen oder an einem Grenzposten, je nach den geografischen Gegebenheiten und den zwischen den beteiligten Staaten nach Artikel 104 getroffenen Abkommen oder nach den im Ankunftsgebiete geltenden Gesetzen und Reglementen;</p></item><item eId="art_1/para/list_u1/lbl_d"><num>d. </num><p>im Falle eines Eisenbahnzuges oder eines Strassenfahrzeuges: die Ankunft an einem Grenzposten;</p></item></blockList><p>«Arztbesuch» oder «ärztliche Untersuchung»: den Besuch und die Besichtigung eines Schiffes, Luftfahrzeuges, Eisenbahnzuges oder Strassenfahrzeuges sowie die vorläufige Untersuchung der darin befindlichen Personen, nicht jedoch die periodische Besichtigung eines Schiffes im Hinblick auf die Rattenvernichtung;</p><p>«befallene Person»: eine Person, die an einer Quarantäne-Krankheit leidet oder bei der eine derartige Krankheit vermutet wird;</p><p>«Besatzung»: das Dienstpersonal eines Schiffes, Luftfahrzeuges, Eisenbahnzuges oder Strassenfahrzeuges;</p><blockList eId="art_1/para/list_u2"><listIntroduction eId="art_1/para/list_u2/listintro">«Bezirk»:</listIntroduction><item eId="art_1/para/list_u2/lbl_a"><num>a. </num><p>den kleinsten Abschnitt eines Hoheitsgebietes, der einen Hafen oder Flughafen bilden kann, deutlich abgegrenzt ist und über eine sanitäre Organisation verfügt, die im Stande ist, die geeigneten, in diesem Reglement erlaubten oder vorgeschrieben sanitären Massnahmen durchzuführen; ein solcher abschnitt stellt im Sinne dieses Reglements auch dann einen Bezirk dar, wenn er selber nur Teil einer grösseren über eine sanitäre Organisation verfügenden Verwaltungseinheit ist; oder</p></item><item eId="art_1/para/list_u2/lbl_b"><num>b. </num><p>einen Flughafen, der über eine Zone für den direkten Durchgangsverkehr verfügt;</p></item></blockList><p>«eingeschleppter Fall»: eine befallene Person bei ihrer Ankunft während einer internationalen Reise;</p><p>«verschleppter Fall»: eine befallene Person, die sich in einem anderen, derselben Sanitätsverwaltung unterstellten Bezirk angesteckt hat;</p><p>«Epidemie»: die Ausbreitung einer Quarantäne-Krankheit durch Vervielfältigung der Fälle in einem Bezirk;</p><p>«Fleckfieber»: den durch Läuse übertragenen Flecktyphus;</p><p>«Flughafen»: einen Flughafen, der vom Staate, auf dessen Hoheitsgebiet er liegt, als Ankunfts- oder Abfahrtsflughafen für den internationalen Luftverkehr bezeichnet wird;</p><p>«gelbfieberempfängliche Zone»: eine Gegend, in der der Erreger des Gelbfiebers zwar nicht vorkommt, jedoch das Vorhandensein von Aëdes aegypti oder sonst eines in den Häusern oder deren Umgebung vorkommenden Überträgers diesem Virus erlauben würde, sich zu entwickeln, wenn es eingeschleppt würde;</p><p>«Generaldirektor»: den Generaldirektor der Organisation;</p><p>«Gepäck»: die persönlichen Effekten eines Reisenden oder eines Besatzungsmitglieds;</p><p>«gültiges Zeugnis» (sofern sich dieser Ausdruck auf die Impfung bezieht): ein Zeugnis, das den in den Beilagen 2, 3 und 4 hier nicht abgedruckt, angeführten Vorschriften und Mustern entspricht;</p><p>«Hafen»: einen Meer- oder Binnenhafen, der von Schiffen regelmässig angelaufen wird;</p><blockList eId="art_1/para/list_u3"><listIntroduction eId="art_1/para/list_u3/listintro">«internationale Reise»:</listIntroduction><item eId="art_1/para/list_u3/lbl_a"><num>a. </num><p>im Falle eines Schiffes oder eines Luftfahrzeuges – eine Reise zwischen Häfen und Flughäfen, die auf den Hoheitsgebieten mehr als eines Staates liegen, oder eine Reise zwischen Häfen oder Flughäfen, die zwar auf dem oder den Hoheitsgebieten ein und desselben Staates liegen, wobei aber das Schiff oder Luftfahrzeug im Verlaufe der Reise mit dem Hoheitsgebiet eines anderen Staates in Beziehung tritt, jedoch nur soweit es sich um diese Beziehung handelt;</p></item><item eId="art_1/para/list_u3/lbl_b"><num>b. </num><p>im Falle einer Person – eine Reise, auf der das Hoheitsgebiet eines andern als desjenigen Staates betreten wird, von dem aus die Reise ihren Ausgang nahm;</p></item></blockList><p>«Luftfahrzeug»: ein Luftfahrzeug, das eine internationale Reise durchführt;</p><p>«Organisation»: die Weltgesundheitsorganisation;</p><p>«Quarantäne-Krankheiten»: die Pest, die Cholera, das Gelbfieber, die Pocken, das Fleckfieber und das Rückfallfieber;</p><p>«Rückfallfieber»: das durch Läuse übertragene Rückfallfieber; </p><p>«Sanitätsbehörde»: die in einem bestimmten Bezirk für die Durchführung der geeigneten, durch dieses Reglement erlaubten oder vorgeschriebenen sanitären Massnahmen unmittelbar verantwortliche Behörde;</p><p>«Sanitätsverwaltung»: die Regierungsbehörde, die zuständig ist, auf dem gesamten Bereich eines Hoheitsgebietes, auf das dieses Reglement angewendet wird, die Durchführung der darin vorgesehenen sanitären Massnahmen zu gewährleisten;</p><p>«Schiff»: ein Meerschiff oder ein der Binnenschifffahrt dienendes Schiff auf einer internationalen Reise;</p><p>«Tag»: eine Zeitspanne von vierundzwanzig Stunden;</p><p>«verdächtig»: eine Person, die nach Auffassung der Sanitätsbehörde der Gefahr einer Ansteckung mit einer Quarantäne-Krankheit ausgesetzt war und im Stande ist, diese Krankheit weiterzuverbreiten;</p><blockList eId="art_1/para/list_u4"><listIntroduction eId="art_1/para/list_u4/listintro">«verseuchter Bezirk»:</listIntroduction><item eId="art_1/para/list_u4/lbl_a"><num>a. </num><p>einen Bezirk, der einen weder eingeschleppten noch verschleppten Pest-, Cholera-, Gelbfieber- oder Pockenfall aufweist; oder</p></item><item eId="art_1/para/list_u4/lbl_b"><num>b. </num><p>einen Bezirk, in dem das Vorhandensein von Pest unter den Nagetieren auf dem Lande oder auf schwimmenden, zu den Hafeneinrichtungen gehörenden Gegenständen festgestellt wurde; oder</p></item><item eId="art_1/para/list_u4/lbl_c"><num>c. </num><p>einen Bezirk, in dem das Gelbfiebervirus bei anderen Wirbeltieren als beim Menschen auftritt; oder</p></item><item eId="art_1/para/list_u4/lbl_d"><num>d. </num><p>einen Bezirk, in dem eine Fleckfieber- oder Rückfallfieberepidemie herrscht;</p></item></blockList><p>«Zone für den direkten Durchgangsverkehr»: eine besondere, mit Genehmigung der zuständigen Sanitätsbehörde errichtete und unter ihrer unmittelbaren Kontrolle stehende, innerhalb eines Flughafens gelegene oder mit ihm verbundene Zone mit dem Zweck, den direkten Durchgangsverkehr dadurch zu erleichtern, dass die Reisenden und Besatzungsmitglieder während der Aufenthalte absondert werden können, ohne den Flughafen verlassen zu müssen.</p></content></paragraph></article></title><title eId="tit_II"><num>Titel II</num><heading>Meldungen und Berichte über die Seuchenlage</heading><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><paragraph eId="art_2/para"><content><p>Jeder Staat erkennt der Organisation das Recht zu, in der Anwendung dieses Reglements mit der Sanitätsverwaltung seines oder seiner Hoheitsgebiete unmittelbar zu verkehren. Jede Meldung und jeder Bericht der Organisation an die Sanitätsverwaltung eines Staates gelten als diesem Staate erstattet, und jede Meldung und jeder Bericht der Sanitätsverwaltung eines Staates an die Organisation gelten als von diesem Staate erstattet.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><paragraph eId="art_3/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Sanitätsverwaltungen erstatten jeder Organisation telegrafisch und spätestens innert vierundzwanzig Stunden Meldung, sobald sie Kenntnis von der Verseuchung eines Bezirkes erhalten haben.</p><blockList><listIntroduction eId="art_3/para_1/listintro">2.<authorialNote><p> Eingefügt durch Art. 3 des Zusatzreglementes vom 23. Mai 1963, in Kraft seit 1. Okt. 1963 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1963/974_966_1002" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1963 </b>974</ref>).</p></authorialNote>  Überdies erstatten die Sanitätsverwaltungen der Organisation telegrafisch und spätestens innert vierundzwanzig Stunden Meldung, sobald sie Kenntnis erhalten haben:</listIntroduction><item eId="art_3/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>dass mindestens ein Fall einer Quarantäne-Krankheit in einem nicht verseuchten Bezirk eingeschleppt oder verschleppt worden ist; in der Meldung ist der Ursprung der Ansteckung genau anzugeben;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>dass ein Schiff oder Luftfahrzeug mit einem oder mehreren Fällen einer Quarantäne-Krankheit an Bord angekommen ist; in der Meldung sind der Name des Schiffes oder die Flugnummer des Luftfahrzeuges, seine vorhergehenden und künftigen Zwischenstationen aufzuführen und genau anzugeben, ob die notwendigen Massnahmen in Bezug auf das Schiff oder das Luftfahrzeug ergriffen worden sind.</p></item></blockList><p>3.<authorialNote><p> Ursprünglich Ziff. 2. Fassung gemäss Art. I des Zusatzreglementes vom 26. Mai 1955,  in Kraft seit 1. Okt. 1956 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1957/173_177_183" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1957 </b>173</ref>).</p></authorialNote>  Der auf diese Weise auf Grund einer ausreichend gesicherten klinischen Diagnose gemeldete Krankheitsausbruch ist sobald als möglich und soweit möglich durch Laboratoriumsuntersuchungen zu bestätigen, deren Ergebnisse ebenfalls sofort der Organisation telegrafisch mitzuteilen sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1.</num><content><p>Ausser im Falle von Nagerpest sind die in Artikel 3 Ziffer 1 vorgeschriebenen Meldungen sobald wie möglich durch Bereiche über den Ursprung und die Form der Krankheit, die Zahl der Erkrankungs- und Sterbefälle, die Bedingungen für die Weiterverbreitung der Krankheit sowie die vorgekehrten Verhütungsmassnahmen zu ergänzen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2.</num><content><p>Im Falle von Nagerpest ist jede Meldung im Sinne von Artikel 3 Ziffer 1 durch monatliche Berichte über die Zahl der untersuchten und der als pestkrank erkannten Nagetiere zu ergänzen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><paragraph eId="art_5/para_1"><num>1.</num><content><p>Während einer Epidemie sind die in Artikel 3 und Artikel 4 Ziffer 1 vorgeschriebenen Meldungen und Berichte durch regelmässige Mitteilungen an die Organisation zu ergänzen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>2.</num><content><p>Diese Mitteilungen sollen so häufig und eingehend wie möglich erfolgen. Die Zahl der Erkrankungs- und Sterbefälle ist wenigstens einmal wöchentlich zu melden. Anzugeben sind die Vorsichtsmassnahmen, die gegen die Ausbreitung der Krankheit und insbesondere gegen ihre Verschleppung durch Schiffe, Luftfahrzeuge, Eisenbahnzüge oder Strassenfahrzeuge über den verseuchten Bezirk hinaus auf andere Gebiete ergriffen wurden. Im Falle von Pest sind die gegen die Nager getroffenen Massnahmen besonders anzuführen. Bei Quarantäne-Krankheiten, die durch Insekten übertragen werden, sind auch die gegen die Überträger ergriffenen Massnahmen besonders zu bezeichnen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><paragraph eId="art_6/para_u1"><content><p>1.<authorialNote><p> Fassung gemäss Art. I des Zusatzreglementes vom 26. Mai 1955, in Kraft seit 1. Okt. 1956 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1957/173_177_183" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1957</b> 173</ref>).</p></authorialNote>  Die Sanitätsverwaltung eines Hoheitsgebietes, in dem sich ein verseuchter Bezirk befindet, benachrichtigt die Organisation, sobald dieser wiederum seuchenfrei wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_6/para_2/listintro">Ein verseuchter Bezirk kann erst dann als seuchenfrei angesehen werden, wenn alle Vorbeugungsmassnahmen ergriffen und aufrechterhalten worden sind, um das Wiederauftreten der Krankheit oder deren mögliche Ausbreitung auf andere Bezirke zu verhindern und wenn:</listIntroduction><item eId="art_6/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>im Falle von Pest, Cholera, Pocken, Fleckenfieber und Rückfallfieber seit dem Tode, der Heilung oder der Absonderung des letzten festgestellten Krankheitsfalles eine Zeitspanne verstrichen ist, die doppelt so lang sein muss wie die in diesem Reglement festgesetzte Inkubationszeit, und wenn keiner der umliegenden Bezirke von der Krankheit befallen wurde; sofern neben der Pest die Nagerpest auftritt, muss überdies die unter Buchstabe c dieser Ziffer bestimmte Frist abgelaufen sein;</p></item><item eId="art_6/para_2/bull_u2"><num/><p>b.<authorialNote><p> Fassung gemäss Art. I des Zusatzreglementes vom 26. Mai 1955, in Kraft seit 1. Okt. 1956 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1957/173_177_183" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1957</b> 173</ref>).</p></authorialNote> </p><p>i) </p><p>im Falle von Gelbfieber, bei dem die Ansteckung einen anderen Überträger als die Aëdes aegypti erfolgt ist, drei Monate ohne Anzeichen von Aktivität des Gelbfiebervirus verflossen sind;</p><blockList><item eId="art_6/para_2/bull_u2/lbl_ii"><num>ii) </num><p>im Falle von Gelbfieber, das durch Aëdes aegypti übertragen wurde, drei Monate seit dem letzten Krankheitsfall bei Menschen verflossen sind oder ein Monat nach dem letzten Fall, wenn der Aëdes aegypti-Index während eines Monats dauernd unter einem Prozent gehalten wurde;</p></item></blockList></item><item eId="art_6/para_2/lbl_c"><num>c. </num><p>im Falle von Nagerpest ein Monat seit dem Erlöschen der Tierseuche verflossen ist.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><paragraph eId="art_7/para"><content><p>Die Sanitätsverwaltungen melden der Organisation unverzüglich die Tatsachen, aus denen sich das Vorkommen des Gelbfiebererregers in einem Teil ihres Hoheitsgebietes ergibt, in dem er bisher noch nicht festgestellt wurde, und ebenso die Ausdehnung der betroffenen Zone.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><paragraph eId="art_8/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_8/para_1/listintro">Die Sanitätsverwaltungen melden der Organisation:</listIntroduction><item eId="art_8/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>jede Änderung ihrer Vorschriften über die für internationale Reisen verlangten Impfungen;</p></item><item eId="art_8/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>die gegenüber Einfuhren aus einem verseuchten Bezirk verfügten Massnahmen sowie ihre Aufhebung unter Angabe des Datums, an dem sie in Kraft oder ausser Kraft treten.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_2"><num>2.</num><content><p>Diese Meldungen geschehen durch Telegramm und wenn möglich bevor die Änderung wirksam wird oder die Massnahmen in Kraft oder ausser Kraft treten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Sanitätsverwaltungen haben der Organisation einmal jährlich, und zwar an einem von ihr festgesetzten Datum eine vollständige Übersicht über ihre Vorschriften über die für internationale Reisen verlangten Impfungen einzureichen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><paragraph eId="art_9/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_9/para/listintro">Ausser der in Artikel 3–8 genannten Meldungen und Berichten übermitteln die Sanitätsverwaltungen jede Woche der Organisation:</listIntroduction><item eId="art_9/para/lbl_a"><num>a. </num><p>einen telegrafischen Bericht über die Zahl der Erkrankungs- und Sterbefälle infolge von Quarantäne-Krankheiten, die während der vorhergehenden Woche in den einzelnen an einem Hafen oder Flughafen angrenzenden Städten festgestellt worden sind;</p></item><item eId="art_9/para/lbl_b"><num>b. </num><p>einen Bericht durch Luftpost über das Fehlen von solchen Erkrankungsfällen während der in Artikel 6 Ziffer 2 Buchstaben a, b und c vorgesehenen Zeiträume.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><paragraph eId="art_10/para"><content><p>Die Sanitätsverwaltung übermittelt auf Verlangen auch den diplomatischen Missionen und Konsulaten in ihrem Zuständigkeitsbereich die in den Artikeln 3–9 vorgesehenen Meldungen und Berichte.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><paragraph eId="art_11/para"><content><p>Die Organisation gibt alle Meldungen über die Seuchenlage und anderen Berichte, die sie in Anwendung der Artikel 3–8 und Artikel 9 Buchstabe a erhalten hat, an alle Sanitätsverwaltungen sobald wie möglich und auf dem für jeden Fall geeigneten Wege weiter. Sie meldet auch, wenn die in Artikel 9 vorgeschriebenen Berichte nicht eingetroffen sind. Die dringenden Mitteilungen erfolgen telegrafisch oder telefonisch.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><paragraph eId="art_12/para"><content><p>Alle Telegramme und Telefonanrufe, die auf Grund der Artikel 3–8 und des Artikels 11 erfolgen, geniessen den durch die Umstände gegebenen Vorrang. Im Falle aussergewöhnlicher Dringlichkeit, wenn die Gefahr der Weiterverbreitung einer Quarantäne-Krankheit besteht, werden die Meldungen mit dem grösstmöglichen Vorrang übermittelt, den die internationalen Vereinbarungen über den Telegramm- und Telefonverkehr derartigen Mitteilungen gewähren.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><paragraph eId="art_13/para_1"><num>1.</num><content><p>Jeder Staat erstattet der Organisation gemäss Artikel 62 ihrer Verfassung einmal jährlich Bericht über das Auftreten der einzelnen Fälle von Quarantäne-Krankheiten, die durch den internationalen Verkehr verursacht oder in diesem selbst beobachtet worden sind, sowie über die auf Grund dieses Reglements und in Anwendung dieses Reglements getroffenen Verfügungen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_2"><num>2.</num><content><p>Auf Grund der in Ziffer 1 hiervor verlangten Berichterstattung sowie der in diesem Reglement vorgeschriebenen Meldungen und Berichte und aller anderen amtlichen Auskünfte erstellt die Organisation einen Jahresbericht über die Anwendung dieses Reglements und seine Auswirkungen auf den internationalen Verkehr.</p></content></paragraph></article></title><title eId="tit_III"><num>Titel III</num><heading>Sanitätsorganisation</heading><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><paragraph eId="art_14/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Sanitätsverwaltungen sorgen im Rahmen des Möglichen dafür, dass die Häfen und Flughäfen in ihrem Hoheitsgebiet über eine genügende Organisation und Ausrüstung verfügen, um die in diesem Reglement vorgesehenen Massnahmen durchzuführen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_2"><num>2.</num><content><p>Jeder Hafen und Flughafen muss mit einer Trinkwasserversorgung versehen sein.</p><p>3.<authorialNote><p> Fassung gemäss Art. I des Zusatzreglementes vom 26. Mai 1955, in Kraft seit 1. Okt. 1956 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1957/173_177_183" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1957 </b>173</ref>).</p></authorialNote>  Jeder Flughafen muss über eine zweckmässige Einrichtung verfügen, um Fäkalien, Kehricht, Abwasser sowie Lebensmittel und andere Stoffe, die für die öffentliche Gesundheit als gefährlich erachtet wurden, zu beseitigen und unschädlich zu machen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><paragraph eId="art_15/para"><content><p>Möglichst viele Häfen eines Hoheitsgebietes sollen über einen ärztlichen Dienst verfügen, dem das nötige Personal, Material und die erforderlichen Räumlichkeiten zur Verfügung stehen und insbesondere auch die Mittel für rasche Absonderung und Behandlung befallener Personen, für Desinfektionen und bakteriologische Untersuchungen, für Fang und Untersuchung von Nagetieren zur Feststellung der Pestinfektion und überhaupt für die Durchführung aller anderer geeigneten, in diesem Reglement vorgesehenen Massnahmen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_16"><num><b>Art. 16</b></num><paragraph eId="art_16/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_16/para/listintro">Die Sanitätsbehörde des Hafens:</listIntroduction><item eId="art_16/para/lbl_a"><num>a. </num><p>ergreift alle geeigneten Massnahmen, um in den Hafenanlagen die Zahl der Nagetiere auf einem bedeutungslosen Stand zu halten;</p></item><item eId="art_16/para/lbl_b"><num>b. </num><p>macht alle Anstrengungen, um die Hafeneinrichtungen vor Ratten zu schützen.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_17"><num><b>Art. 17</b></num><paragraph eId="art_17/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Sanitätsverwaltungen treffen die erforderlichen Anordnungen, damit auf ihrem Hoheitsgebiet eine genügende Anzahl von Häfen über das nötige Fachpersonal verfügt zur Inspektion der Schiffe im Hinblick auf die Ausgabe der in Artikel 52 genannten Zeugnisse über die Befreiung von der Rattenvernichtung; Häfen, welche diese Bedingungen erfüllen, sind von den Sanitätsverwaltungen für den genannten Zweck anzuerkennen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_2"><num>2.</num><content><p>Entsprechend der Bedeutung und Aufteilung des internationalen Verkehrs in ihrem Hoheitsgebiet bestimmen die Sanitätsverwaltungen unter den nach Ziffer 1 hiervor anerkannten Häfen diejenigen, die, mit der erforderlichen Ausrüstung und dem nötigen Personal zur Rattenvernichtung auf den Schiffen versehen, zur Ausstellung der in Artikel 52 genannten Zeugnisse über die Rattenvernichtung zuständig sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_18"><num><b>Art. 18</b></num><paragraph eId="art_18/para"><content><p>Sofern es der Durchgangsverkehr verlangt, sind in den Flughäfen sobald wie möglich Zonen für den direkten Durchgangsverkehr einzurichten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_19"><num><b>Art. 19</b></num><paragraph eId="art_19/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Sanitätsverwaltungen bezeichnen eine der Bedeutung des internationalen Verkehrs auf ihrem Hoheitsgebiet entsprechende Anzahl von Flughäfen als Sanitätsflughafen dieses Gebietes.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_19/para_2/listintro">Jeder Sanitätsflughafen muss über folgende Einrichtungen verfügen:</listIntroduction><item eId="art_19/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>eine ärztliche Organisation, die das erforderliche Personal und Material sowie die nötigen Räumlichkeiten umfasst;</p></item><item eId="art_19/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>die notwendigen Mittel, um erkrankte oder verdächtige Personen zu befördern, abzusondern und zu behandeln;</p></item><item eId="art_19/para_2/lbl_c"><num>c. </num><p>die erforderlichen Einrichtungen für eine wirksame Desinfektion und Insektenvernichtung, für die Vernichtung der Nagetiere und für die Durchführung jeder anderen geeigneten, in diesem Reglement vorgesehenen Massnahme;</p></item><item eId="art_19/para_2/lbl_d"><num>d. </num><p>ein bakteriologisches Laboratorium oder die zur Einsendung verdächtiger Stoffe an ein derartiges Laboratorium erforderlichen Mittel;</p></item><item eId="art_19/para_2/lbl_e"><num>e. </num><p>einen Impfdienst gegen Cholera, Gelbfieber und Pocken.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_20"><num><b>Art. 20</b><authorialNote><p> Fassung gemäss Art. I des Zusatzreglementes vom 26. Mai 1955, in Kraft seit 1. Okt. 1956 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1957/173_177_183" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1957</b> 173</ref>).</p></authorialNote></num><paragraph eId="art_20/para_1"><num>1.</num><content><p>Jeder Hafen und ebenso das Flugplatzgebiet jedes Flughafens sind sowohl von Larven als auch von ausgewachsenen Aëdes aegypti freizuhalten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_20/para_2"><num>2.</num><content><p>Alle Räume der Zone für den direkten Durchgangsverkehr eines Flughafens in einem von Gelbfieber verseuchten Bezirk, in dessen unmittelbarer Nachbarschaft oder in einer gelbfieberempfänglichen Zone sind gegen Mücken zu sichern.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_20/para_3"><num>3.</num><content><p>Als Flugplatzgebiet im Sinne dieses Artikels gilt das Gebiet, auf dem die Gebäulichkeiten des Flughafens stehen, sowie die Boden- oder Wasserfläche, die zur Aufnahme der Luftfahrzeuge dient oder dazu vorgesehen ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_21"><num><b>Art. 21</b></num><paragraph eId="art_21/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_21/para_1/listintro">Jede Sanitätsverwaltung übermittelt der Organisation:</listIntroduction><item eId="art_21/para_1/lbl_a"><num>a. </num><blockList><listIntroduction eId="art_21/para_1/lbl_a/listintro">ein Verzeichnis der Häfen ihres Hoheitsgebietes, die gemäss Artikel 17 anerkannt sind für die Ausstellung:</listIntroduction><item eId="art_21/para_1/lbl_a/lbl_i"><num>i. </num><p>lediglich von Zeugnissen über die Befreiung von der Rattenvernichtung, und</p></item><item eId="art_21/para_1/lbl_a/lbl_ii"><num>ii. </num><p>von Zeugnissen über die Rattenvernichtung und von Zeugnissen über die Befreiung von der Rattenvernichtung;</p></item></blockList></item><item eId="art_21/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>ein Verzeichnis der Sanitätsflughäfen ihres Hoheitsgebietes;</p></item><item eId="art_21/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>ein Verzeichnis der Flughäfen ihres Hoheitsgebietes, in denen eine Zone für den direkten Durchgangsverkehr eingerichtet ist.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Sanitätsverwaltungen melden der Organisation jede spätere Änderung der in Ziffer 1 hiervor genannten Verzeichnisse.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Organisation gibt die Angaben, welche sie gemäss den Bestimmungen dieses Artikels erhält, unverzüglich an alle Sanitätsverwaltungen weiter.</p></content></paragraph></article><article eId="art_22"><num><b>Art. 22</b></num><paragraph eId="art_22/para"><content><p>Wo die Bedeutung des internationalen Verkehrs es rechtfertigt und die Seuchenlage es erfordert, sind die Grenzposten der Eisenbahnlinien und Strassen mit sanitären Einrichtungen für die Durchführung der in diesem Reglement vorgesehenen Massnahmen auszustatten. Das Gleiche gilt von den Grenzposten, die an Binnenwasserwegen die Grenzkontrolle auf den der Binnenschifffahrt dienenden Schiffen ausüben.</p></content></paragraph></article></title><title eId="tit_IV"><num>Titel IV</num><heading>Sanitäre Massnahmen und Formalitäten</heading><chapter eId="tit_IV/chap_I"><num>Kapitel I</num><heading>Allgemeine Bestimmungen</heading><article eId="art_23"><num><b>Art. 23</b></num><paragraph eId="art_23/para"><content><p>Die durch dieses Reglement gestatteten sanitären Massnahmen bilden das Höchstmass dessen, was ein Staat gegenüber dem internationalen Verkehr zum Schutze seines Gebietes gegen Quarantäne-Krankheiten fordern darf.</p></content></paragraph></article><article eId="art_24"><num><b>Art. 24</b></num><paragraph eId="art_24/para"><content><p>Die sanitären Massnahmen und Formalitäten sind ohne Aufschub in Gang zu setzen, ohne ungerechtfertigten Verzug zu Ende zu führen und ohne Ansehen der Person anzuwenden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_25"><num><b>Art. 25</b></num><paragraph eId="art_25/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_25/para_1/listintro">Die Desinfektion, die Insekten- und Rattenvernichtung und alle anderen sanitären Verfahren sind in der Weise auszuführen, dass:</listIntroduction><item eId="art_25/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>jede unnötige Behinderung und jede Schädigung der menschlichen Gesundheit vermieden wird;</p></item><item eId="art_25/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>weder den Bestandteilen der Schiffe, Luftfahrzeuge oder anderen Fahrzeuge noch deren Bordgeräten irgendwelcher Schaden zugefügt wird;</p></item><item eId="art_25/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>jede Brandgefahr vermieden wird.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_2"><num>2.</num><content><p>Bei Anwendung dieser Verfahren auf Waren, Gepäck und andere Dinge sind die erforderlichen Vorsichtsmassregeln zur Schadenverhütung zu beachten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_26"><num><b>Art. 26</b></num><paragraph eId="art_26/para_1"><num>1.</num><content><p>Auf Wunsch stellt die Sanitätsbehörde dem Frachtführer ein Zeugnis aus über die an einem Schiff, Luftfahrzeug, Personen- oder Güterwagen der Eisenbahn oder Strassenfahrzeug durchgeführten Massnahmen, die behandelten Teile des Fahrzeuges, die angewandten Verfahren sowie über die Gründe, welche die Massnahmen veranlassten. Bei Luftfahrzeugen wird das Zeugnis auf Wunsch durch eine entsprechende Eintragung in den allgemeinen Luftfahrzeugausweis ersetzt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_26/para_2/listintro">Ebenso stellt die Sanitätsbehörde auf Wunsch und unentgeltlich aus:</listIntroduction><item eId="art_26/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>jedem Reisenden ein Zeugnis über den Zeitpunkt seiner Ankunft oder Abfahrt und die auf seine Person sowie auf sein Gepäck angewandten Massnahmen;</p></item><item eId="art_26/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>dem Ablader oder Absender, dem Empfänger und dem Frachtführer oder deren jeweiligen Vertreter ein Zeugnis über die auf die Waren angewandten Massnahmen.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_27"><num><b>Art. 27</b></num><paragraph eId="art_27/para_1"><num>1.</num><content><p>Die der Überwachung unterstellten Personen werden nicht abgesondert und können sich frei bewegen. Während der Zeit der Überwachung kann die Sanitätsbehörde diese Personen veranlassen, vor ihr, wenn nötig in bestimmten Zeitabständen, zu erscheinen. Unter Berücksichtigung der in Artikel 69 erwähnten Einschränkungen kann die Sanitätsbehörde diese Personen auch ärztlich untersuchen lassen und die zur Feststellung ihres Gesundheitszustandes nötigen Auskünfte einholen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_27/para_2"><num>2.</num><content><p>Begeben sich der Überwachung unterstellte Personen an einem anderen Ort innerhalb oder ausserhalb des Gebietes, so sind sie verpflichtet, dies der Sanitätsbehörde mitzuteilen. Diese meldet den Ortswechsel unverzüglich der Sanitätsbehörde des Ortes, an den sich die Personen begeben und vor der sie sofort nach ihrer Ankunft zu erscheinen haben. Diese Behörde kann sie ebenfalls den in Ziffer 1 hiervor genannten Massnahmen unterwerfen,</p></content></paragraph></article><article eId="art_28"><num><b>Art. 28</b></num><paragraph eId="art_28/para"><content><p>Ausser in dringenden Fällen, in denen eine schwere Gefahr für die öffentliche Gesundheit besteht, darf die Sanitätsbehörde eines Hafens oder Flughafens ein Schiff oder Luftfahrzeug, das nicht mit einer Quarantäne-Krankheit verseucht, oder einer solchen Verseuchung verdächtigt ist, nicht wegen einer anderen epidemischen Krankheit daran hindern, Waren oder Vorräte aus- oder einzuladen, oder Brenn- und Treibstoffe, Trinkwasser, Lebensmittel und Vorräte an Bord zu nehmen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_29"><num><b>Art. 29</b></num><paragraph eId="art_29/para"><content><p>Die Sanitätsbehörde kann alle geeigneten Massnahmen ergreifen, um ein Schiff daran zu hindern, Abwasser und Abfälle auszuschütten, die geeignet sind, das Wasser eines Hafens, Flusses oder Kanals zu verschmutzen.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="tit_IV/chap_II"><num>Kapitel II</num><heading>Sanitäre Massnahmen bei der Abfahrt</heading><article eId="art_30"><num><b>Art. 30</b></num><paragraph eId="art_30/para_1"><num>1.</num><content><p>Wer eine internationale Reise antritt, kann vorher durch die Sanitätsbehörde des Hafens, Flughafens oder Bezirks, in dem sich ein Grenzposten befindet, einer ärztlichen Untersuchung unterzogen werden, sofern diese es für notwendig erachtet. Bei der Bestimmung von Ort und Zeit dieser Untersuchung ist den Zoll- und anderen Formalitäten Rechnung zu tragen und darauf zu achten, dass die Abreise weder behindert noch verzögert wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_30/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_30/para_2/listintro">Die in Ziffer 1 hiervor genannte Sanitätsbehörde ergreift jede mögliche Massnahme um:</listIntroduction><item eId="art_30/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>die Einschiffung befallener oder verdächtiger Personen zu verhindern;</p></item><item eId="art_30/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>zu vermeiden, dass an Bord eines Schiffes, Luftfahrzeuges, Eisenbahnzuges oder Strassenfahrzeuges allfällige Infektionserreger oder Überträger einer Quarantäne-Krankheit eingeschleppt werden.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_30/para_3"><num>3.</num><content><p>Ungeachtet der Bestimmungen von Ziffer 2 Buchstabe a hiervor kann jemand, der im Verlauf einer internationalen Reise bei seiner Ankunft unter Bewachung gestellt worden ist, ermächtigt werden, seine Reise fortzusetzen. Bei Luftreisenden vermerkt die Sanitätsbehörde des Flughafens die Unterstellung unter die Überwachung im allgemeinen Luftfahrzeugausweis.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="tit_IV/chap_III"><num>Kapitel III</num><heading>Sanitäre Massnahmen unterwegs zwischen Abfahrts- und <br/>Ankunftshafen oder -flughafen</heading><article eId="art_31"><num><b>Art. 31</b></num><paragraph eId="art_31/para"><content><p>Es ist untersagt, während des Fluges irgendwelches Material aus einem Luftfahrzeug zu werfen oder fallen zu lassen, das zur Weiterverbreitung einer epidemischen Krankheit geeignet ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_32"><num><b>Art. 32</b></num><paragraph eId="art_32/para_1"><num>1.</num><content><p>Ein Staat darf Schiffen, die seine Territorialgewässer durchfahren, ohne in einem Hafen oder an der Küste zu landen, keinerlei sanitäre Massnahmen auferlegen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_32/para_2"><num>2.</num><content><p>Für den Fall, dass das Schiff aus irgendeinem Grunde landet, sind die im Hoheitsgebiete geltenden Sanitätsgesetze und Reglemente auf es anwendbar, ohne dass jedoch die Bestimmungen dieses Reglements überschritten werden dürfen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_33"><num><b>Art. 33</b></num><paragraph eId="art_33/para_1"><num>1.</num><content><p>Ein nach der Definition in Titel V seuchenfreies Schiff, das einen Meereskanal oder einen andern im Hoheitsgebiet eines Staates liegenden Wasserweg benützt, um einen Hafen im Hoheitsgebiete eines anderen Staates anzulaufen, darf keiner anderen sanitären Massnahme als dem Arztbesuch unterworfen werden. Diese Bestimmung gilt nicht für Schiffe, die aus einem verseuchten Bezirk kommen oder eine Person aus einem solchen Bezirk an Bord haben, solange die Inkubationszeit der Krankheit, mit welcher der Bezirk verseucht ist, nicht abgelaufen ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_33/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Massnahme, die im einen oder anderen dieser Fälle auf ein seuchenfreies Schiff angewendet werden kann, besteht darin, nötigenfalls eine Sanitätswoche an Bord zu stellen, um jede nicht erlaubte Berührung zwischen Schiff und Küste zu verhindern und über die Anwendung der Bestimmungen des Artikels 29 zu wachen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_33/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Sanitätsbehörde hat einem Schiff in den oben genannten Fällen zu gestatten, unter ihrer Kontrolle Brennstoff, Treibstoff, Trinkwasser, Lebensmittel und Vorräte an Bord zu nehmen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_33/para_4"><num>4.</num><content><p>Verseuchte oder verdächtige Schiffe können während ihrer Durchfahrt durch einen Meereskanal oder einen anderen Wasserweg gleich behandelt werden, wie sie in einem Hafen dieses Hoheitsgebietes anlegen würden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_34"><num><b>Art. 34</b></num><paragraph eId="art_34/para"><content><p>Ungeachtet jeder anders lautenden Bestimmung dieses Reglements, mit Ausnahme des Artikels 75, dürfen die Passagiere und Besatzungsmitglieder keiner anderen sanitären Massnahme als der ärztlichen Untersuchung unterworfen werden;</p><blockList><item eId="art_34/para/lbl_a"><num>a. </num><p>wenn sie sich auf einem seuchenfreien Schiff befinden und nicht von Bord gehen;</p></item><item eId="art_34/para/lbl_b"><num>b. </num><p>wenn sie sich auf der Durchreise an Bord eines seuchenfreien Luftfahrzeuges befinden und die Grenzen der Zone für den direkten Durchgangsverkehr eines Flughafens des Hoheitsgebietes, durch welches die Durchreise führt, nicht überschritten, oder wenn sie sich bis zur Errichtung einer derartigen Zone im Flughafen den von der Sanitätsbehörde zur Verhinderung der Weiterverbreitung von Krankheiten vorgeschriebenen Absonderungsmassnahmen unterziehen. Falls sich jemand unter den oben genannten Umständen gezwungen sieht, den Flughafen, in welchem er ausgestiegen ist, zu verlassen und zwar zu dem einzigen Zweck, die Reise von einem anderen, in der Nähe gelegenen Flughafen aus fortzusetzen, so geniesst er auch weiterhin die oben vorgesehene Begünstigung, sofern seine Überfahrt unter der Absicht der Sanitätsbehörde oder Sanitätsbehörden erfolgt.</p></item></blockList></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="tit_IV/chap_IV"><num>Kapitel IV</num><heading>Sanitäre Massnahmen bei der Ankunft</heading><article eId="art_35"><num><b>Art. 35</b></num><paragraph eId="art_35/para"><content><p>Die Staaten haben die Möglichkeit einem Schiff oder Luftfahrzeug durch Funk die Erlaubnis zum freien Verkehr zu erteilen, wenn die Sanitätsbehörde des Bestimmungshafens auf Grund der Auskünfte, die vom Schiff oder Luftfahrzeug vor seiner Ankunft eingehen, zur Auffassung kommt, dass durch die Landung nicht eine Quarantäne-Krankheit eingeschleppt oder die Ausbreitung einer solchen begünstigt wird.</p></content></paragraph></article><article eId="art_36"><num><b>Art. 36</b></num><paragraph eId="art_36/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Sanitätsbehörde eines Hafens, Flughafens oder Grenzpostens kann bei der Ankunft im Laufe einer internationalen Reise jedes Schiff, Luft- oder Strassenfahrzeug und jeden Eisenbahnzug einem Arztbesuch sowie jede Person einer ärztlichen Untersuchung unterwerfen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_36/para_2"><num>2.</num><content><p>Die weiteren sanitären Massnahmen, die auf ein Schiff, Luft- oder Strassenfahrzeug oder einem Eisenbahnzug anwendbar sind, richten sich nach den Verhältnissen während der Reise an Bord oder bei der ärztlichen Untersuchung, wobei jedoch alle Massnahmen vorbehalten bleiben, die dieses Reglement gegenüber einem aus einem verseuchten Bezirk kommenden Schiff, Luft- oder Strassenfahrzeug oder Eisenbahnzug gestattet.</p><p>3.<authorialNote><p> Eingefügt durch Art. I des Zusatzreglementes vom 23. Mai 1963, in Kraft seit 1. Oktober <b>1963 </b>(<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1963/974_966_1002" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1963</b> 974</ref>).</p></authorialNote>  In einem Land, in dem sich die Sanitätsverwaltung besonderen Schwierigkeiten gegenübergestellt sieht, die eine ernste Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellen, kann von jener Person, die sich auf einer internationalen Reise befindet, verlangt werden, dass sie bei ihrer Ankunft schriftlich ihre zukünftige Adresse am Bestimmungsort angibt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_37"><num><b>Art. 37</b></num><paragraph eId="art_37/para"><content><p>Die Anwendung derjenigen Massnahmen des Titels V, die davon abhängen, ob ein Schiff, Luft- oder Strassenfahrzeug, ein Eisenbahnzug, eine Person oder Dinge aus einem verseuchten Bezirk kommen, wird auf die tatsächlich aus diesem Bezirke herkommenden Personen oder Sachen beschränkt. Diese Beschränkung gilt jedoch nur dann, wenn die Sanitätsbehörde des verseuchten Bezirks selbst alle notwendigen Massnahmen ergreift, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern und die in Artikel 30 Ziffer 2 erwähnten Massnahmen durchführt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_38"><num><b>Art. 38</b></num><paragraph eId="art_38/para"><content><p>Bei der Ankunft eines Schiffes, Luftfahrzeuges, Eisenbahnzuges oder Strassenfahrzeuges kann jede befallene Person ausgeladen und abgesondert werden. Das Ausladen erfolgt zwangsläufig, wenn die für das Beförderungsmittel verantwortliche Person es verlangt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_39"><num><b>Art. 39</b></num><paragraph eId="art_39/para_1"><num>1.</num><content><p>Ausser der Anwendung der Bestimmungen des Titels V kann die Sanitätsbehörde jeden Verdächtigen, der im Laufe einer internationalen Reise mit irgendeinem Transportmittel aus einem verseuchten Bezirk kommt, unter Überwachung stellen; die Überwachung kann bis zum Ablauf der Inkubationszeit, die im Titel V festgelegt wird, aufrechterhalten werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_39/para_2"><num>2.</num><content><p>Mit Ausnahme der Fälle, die dieses Reglement ausdrücklich vorsieht, tritt die Absonderung nur dann an die Stelle der Überwachung, wenn die Sanitätsbehörde die Gefahr der Übertragung der Infektion durch den Verdächtigen als aussergewöhnlich gross ansieht.</p></content></paragraph></article><article eId="art_40"><num><b>Art. 40</b></num><paragraph eId="art_40/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_40/para/listintro">Die in einem Hafen oder Flughafen ergriffenen sanitären Massnahmen werden, mit Ausnahme der ärztlichen Untersuchung, in keinem später angelaufenen Hafen oder Flughafen wiederholt, ausser wenn:</listIntroduction><item eId="art_40/para/lbl_a"><num>a. </num><p>nach der Abfahrt sich im Hafen oder Flughafen in welchem die Massnahmen angewendet wurden, oder an Bord des Schiffes oder Luftfahrzeuges eine Tatsache von epidemiologischer Bedeutung ergibt, die geeignet ist, eine erneute Anwendung dieser Massnahmen nach sich zu ziehen;</p></item><item eId="art_40/para/lbl_b"><num>b. </num><p>sich die Sanitätsbehörde eines der folgenden Häfen oder Flughäfen nicht Sicherheit darüber verschaffen kann, dass die ergriffenen Massnahmen in tatsächlich wirksamer Weise angewendet worden sind.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_41"><num><b>Art. 41</b></num><paragraph eId="art_41/para"><content><p>Unter Vorbehalt der Bestimmungen von Artikel 79 darf Schiffen oder Luftfahrzeugen der Zutritt zu einem Hafen oder Flughafen aus sanitären Gründen nicht verweigert werden. Immerhin können die Schiffe oder Luftfahrzeuge verpflichtet werden, sich auf eigene Gefahr in den nächsten geeigneten, ihnen am besten passenden Hafen oder Flughafen zu begeben, wenn ein Hafen oder Flughafen für die Durchführung der in diesem Reglement gestatteten und von der Sanitätsbehörde dieses Hafens oder Flughafens als notwendig erachteten sanitären Massnahmen nicht ausgerüstet ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_42"><num><b>Art. 42</b><authorialNote><p> Fassung gemäss Art. I des Zusatzreglementes vom 26. Mai 1955, in Kraft seit 1. Okt. 1956 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1957/173_177_183" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1957 </b>173</ref>).</p></authorialNote></num><paragraph eId="art_42/para"><content><p>Ein Luftfahrzeug gilt nicht als aus einem verseuchten Bezirk herkommend, wenn es lediglich in einem oder mehreren Sanitätsflughäfen eines solchen Bezirks gelandet ist, die nicht selbst verseuchte Bezirke darstellen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_43"><num><b>Art. 43</b><authorialNote><p> Fassung gemäss Art. I des Zusatzreglementes vom 26. Mai 1955, in Kraft seit 1. Okt. 1956 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1957/173_177_183" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS<b> 1957</b> 173</ref>).</p></authorialNote></num><paragraph eId="art_43/para"><content><p>Personen, die an Bord eines seuchenfreien Luftfahrzeuges ankommen, das in einem verseuchten Bezirk gelandet hat und dessen Passagiere und Besatzung sich den in Artikel 34 genannten Bedingungen entsprechend verhalten haben, gelten nicht als aus einem solchen Bezirk herkommend.</p></content></paragraph></article><article eId="art_44"><num><b>Art. 44</b></num><paragraph eId="art_44/para_1"><num>1.</num><content><p>Mit Ausnahme der in Ziffer 2 hiernach vorgesehenen Fälle steht es einem Schiff oder Luftfahrzeug, das sich bei der Ankunft von den der Sanitätsbehörde des Hafens oder Flughafens in Anwendung dieses Reglements angeordneten Massnahmen nicht unterziehen will, frei, seine Fahrt unverzüglich fortzusetzen; in diesem Falle darf es im weiteren Verlaufe seiner Fahrt nicht in irgendeinem anderen Hafen oder Flughafen desselben Hoheitsgebietes anlegen. Immerhin ist diesem Schiff oder Luftfahrzeug unter der Bedingung, dass es in Quarantäne verbleibt, zu gestatten, Brennstoff oder Treibstoff, Trinkwasser, Lebensmittel und Vorräte an Bord zu nehmen. Wird ein solches Schiff nach ärztlicher Untersuchung als seuchenfrei erklärt, so bleibt es im Genusse der Bestimmungen von Artikel 33.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_44/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_44/para_2/listintro">Bei der Ankunft in einem Hafen oder Flughafen in einer gelbfieberempfänglichen Zone werden jedoch von der Sanitätsbehörde des Hafens oder Flughafens den in diesem Reglement vorgeschriebenen Massnahmen unterworfen und sind nicht frei, unverzüglich ihre Reise fortzusetzen:</listIntroduction><item eId="art_44/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>die mit Gelbfieber verseuchten Luftfahrzeuge;</p></item><item eId="art_44/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>die mit Gelbfieber verseuchten Schiffe, wenn an Bord Aëdes aegypti festgestellt werden und die ärztliche Untersuchung ergibt, dass eine befallene Person nicht innert nützlicher Frist abgesondert worden ist.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_45"><num><b>Art. 45</b></num><paragraph eId="art_45/para_1"><num>1.</num><content><p>Landet ein Luftfahrzeug aus Gründen, die vom Willen seines Kommandanten unabhängig sind, anderswo als in einem Flughafen oder in einem anderen als dem ursprünglich vorgesehenen Flughafen, so hat der Kommandant des Luftfahrzeuges oder sein Beauftragter danach zu trachten, die Landung der nächsten Sanitätsbehörde oder jeder anderen öffentlichen Behörde sogleich zu melden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_45/para_2"><num>2.</num><content><p>Sobald die Sanitätsbehörde von dieser Landung benachrichtigt worden ist, kann sie die geeigneten Anordnungen treffen, die jedoch in keinem Fall die durch dieses Reglement zugelassenen Massnahmen überschreiten dürfen. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_45/para_3"><num>3.</num><content><p>Unter Vorbehalt der Bestimmungen von Ziffer 5 hiernach dürfen die Insassen die Umgebung des Landungsplatzes nur verlassen, um mit der Sanitätsbehörde oder irgendeiner anderen öffentlichen Behörde in Verbindung zu treten, oder wenn sie deren Erlaubnis besitzen; die Waren dürfen aus dieser Umgebung nicht entfernt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_45/para_4"><num>4.</num><content><p>Sobald die von der Sanitätsbehörde angeordneten Massnahmen ausgeführt sind, steht in sanitärer Hinsicht der Überführung des Luftfahrzeuges nach dem Flughafen, wo es ursprünglich hätte landen sollen, oder nach einem Flughafen, der ihm aus technischen Gründen besser entspricht, nichts entgegen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_45/para_5"><num>5.</num><content><p>Im Notfall ergreift der Kommandant des Luftfahrzeuges alle für die Gesundheit und Sicherheit der Passagiere und der Besatzung erforderlichen Massnahmen.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="tit_IV/chap_V"><num>Kapitel V</num><heading>Massnahmen bei der Beförderung von Waren,<br/>Gepäck und Postsachen im internationalen Verkehr</heading><article eId="art_46"><num><b>Art. 46</b></num><paragraph eId="art_46/para_1"><num>1.</num><content><p>Waren werden den in diesem Reglement vorgesehenen sanitären Massnahmen nur dann unterworfen, wenn die Sanitätsbehörde Gründe zur Annahme hat, dass sie mit Keimen einer Quarantäne-Krankheit behaftet sind oder Überträger einer solchen Krankheit beherbergen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_46/para_2"><num>2.</num><content><p>Unter Vorbehalt der in Artikel 68 vorgesehenen Massnahmen dürfen Waren, die ohne Umlad im Durchgangsverkehr befördert werden, keinerlei sanitären Massnahmen unterworfen und auch nicht in Häfen, Flughäfen oder Grenzposten zurückbehalten werden, es sie denn, es handle sich um lebende Tiere.</p></content></paragraph></article><article eId="art_47"><num><b>Art. 47</b></num><paragraph eId="art_47/para"><content><p>Das Gepäck, ausgenommen dasjenige einer befallenen oder verdächtigen Person, darf nur dann desinfiziert oder von Insekten befreit werden, wenn es einer Person gehört, die verseuchte Dinge mit sich führt, oder auf welcher Insekten gefunden werden, die Überträger einer Quarantäne-Krankheit sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_48"><num><b>Art. 48</b></num><paragraph eId="art_48/para_1"><num>1.</num><content><p>Gegenüber Briefpost, Zeitungen, Büchern und anderen Drucksachen werden keinerlei sanitäre Massnahmen ergriffen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_48/para_2"><num>2.</num><content><p>Postpakete werden sanitären Massnahmen nur unterworfen, wenn sie </p><blockList><item eId="art_48/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>in Artikel 68 Ziffer 1 genannte Nahrungsmittel, bei welchen die Gesundheitsbehörde begründeterweise annimmt, sie seien infolge ihrer Herkunft aus einem mit Cholera verseuchten Bezirk verseucht;</p></item><item eId="art_48/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>gebrauchte oder beschmutzte Leib- und Bettwäsche oder Kleider, auf welche die Bestimmungen von Titel V anwendbar sind,</p></item></blockList><p>enthalten.</p></content></paragraph></article></chapter></title><chapter eId="chap_II"><num>Titel V</num><heading>Besondere Vorschriften für die einzelnen Quarantäne-Krankheiten</heading><chapter eId="chap_II/chap_I"><num>Kapitel I</num><heading>Pest</heading><article eId="art_49"><num><b>Art. 49</b></num><paragraph eId="art_49/para"><content><p>Für die Anwendung dieses Reglements wird die Inkubationszeit der Pest auf sechs Tage festgesetzt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_50"><num><b>Art. 50</b></num><paragraph eId="art_50/para"><content><p>Die Impfung gegen Pest darf nicht zur Bedingung für die Zulassung einer Person in ein Hoheitsgebiet gemacht werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_51"><num><b>Art. 51</b></num><paragraph eId="art_51/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Staaten wenden alle in ihrer Macht liegenden Mittel an, um die Gefahr der Weiterverbreitung der Pest durch Nagetiere und deren Ektoparasiten zu vermindern. Durch systematisches Sammeln und regelmässiges Untersuchen der Nagetiere und ihrer Ektoparasiten haben sich ihre Sanitätsverwaltungen ständig über die Lage in den mit Nagerpest verseuchten oder verdächtigen Bezirken, insbesondere Häfen und Flughäfen, auf dem Laufenden zu halten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_51/para_2"><num>2.</num><content><p>Während des Aufenthaltes eines Schiffes oder Luftfahrzeuges in einem pestverseuchten Hafen oder Flughafen sind besondere Massnahmen zu ergreifen, um das Eindringen von Nagetieren an Bord zu verhindern.</p></content></paragraph></article><article eId="art_52"><num><b>Art. 52</b></num><paragraph eId="art_52/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_52/para_1/listintro">Die Schiffe sind:</listIntroduction><item eId="art_52/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>in regelmässigen Zeitabständen von Ratten zu befreien oder </p></item><item eId="art_52/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>dauernd in einem derartigen Zustande zu halten, dass die Zahl der an Bord befindlichen Nagetiere bedeutungslos bleibt.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_52/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Zeugnisse über die Rattenvernichtung und die Zeugnisse über die Befreiung von der Rattenvernichtung werden ausschliesslich von den Sanitätsbehörden der zu diesem Zwecke nach Artikel 17 anerkannten Häfen ausgestellt. Die Gültigkeitsdauer dieser Zeugnisse beträgt sechs Monate. Immerhin kann diese Frist für Schiffe auf der Fahrt zu einem anerkannten Hafen um einen Monat verlängert werden, wenn vorauszusehen ist, dass die Rattenvernichtung oder die Inspektion im vorliegenden Fall dort unter besseren Bedingungen durchgeführt werden kann.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_52/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Zeugnisse über die Rattenvernichtung und die Zeugnisse über die Befreiung von der Rattenvernichtung haben dem in Beilage 1, hier nicht abgedruckt, enthaltenen Muster zu entsprechen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_52/para_4"><num>4.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_52/para_4/listintro">Die Sanitätsbehörde eines nach Artikel 17 anerkannten Hafens kann, wenn ihr kein gültiges Zeugnis vorgewiesen wird, nach Abklärung und Besichtigung:</listIntroduction><item eId="art_52/para_4/lbl_a"><num>a. </num><p>wenn es sich um einen Hafen der in Artikel 17 Ziffer 2 genannten Kategorie handelt, das Schiff selbst von Ratten befreien oder diese Massnahme unter ihrer Leitung und Aufsicht durchführen lassen. Sie entscheidet in jedem Falle, welches Verfahren anzuwenden ist, um die Nager auf dem Schiffe sicher zu vernichten. Die Rattenvernichtung ist in der Weise zu vollziehen, dass eine Beschädigung des Schiffes und seiner Ladung möglichst vermieden wird. Sie soll nicht länger dauern als zu ihrer guten Ausführung unbedingt nötig. Das Verfahren findet möglichst bei leerem Schiffsraum statt. Für bloss mit Ballast fahrende Schiffe wird das Verfahren vor dem Verlad vorgenommen. Ist die Rattenvernichtung zu ihrer Zufriedenheit durchgeführt, so stellt die Sanitätsbehörde das Zeugnis über die Rattenvernichtung aus;</p></item><item eId="art_52/para_4/lbl_b"><num>b. </num><p>in jedem nach Artikel 17 anerkannten Hafen ein Zeugnis über die Befreiung von der Rattenvernichtung ausstellen, wenn sich die Sanitätsbehörde überzeugen konnte, dass die Zahl der Nager an Bord bedeutungslos ist. Dieses Zeugnis wird nur ausgestellt, wenn das Schiff bei leerem Laderaum besichtigt wurde oder der Laderaum lediglich Ballast oder Dinge enthält, die nicht geeignet sind, Nagetiere anzuziehen und deren Beschaffenheit oder Anordnung erlaubt, den Laderaum vollständig zu besichtigen. Tankschiffe mit gefüllten Zisternen können das Zeugnis über die Befreiung von der Rattenvernichtung erhalten.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_52/para_5"><num>5.</num><content><p>Wenn nach Meinung der Sanitätsbehörde des Hafens, in dem die Rattenvernichtung stattgefunden hat, die Bedingungen, unter denen das Verfahren durchgeführt wurde, kein befriedigendes Ergebnis erwarten lassen, vermerkt sie dies auf dem vorhandenen Zeugnis über die Rattenvernichtung.</p></content></paragraph></article><article eId="art_53"><num><b>Art. 53</b></num><paragraph eId="art_53/para"><content><p>Bei aussergewöhnlicher Seuchenlage kann an einem Luftfahrzeug, bei dem Nagetiere an Bord vermutet werden, die Rattenvernichtung durchgeführt werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_54"><num><b>Art. 54</b></num><paragraph eId="art_54/para"><content><p>Vor ihrer Abfahrt aus einem Bezirk, in dem eine Lungenpestepidemie herrscht, müssen Verdächtige, die eine internationale Reise unternehmen, vom Zeitpunkt an gerechnet, wo sie das letzte Mal der Ansteckung ausgesetzt waren, während einer Frist von sechs Tagen abgesondert werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_55"><num><b>Art. 55</b></num><paragraph eId="art_55/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_55/para_1/listintro">Ein Schiff oder Luftfahrzeug gilt bei der Ankunft als verseucht:</listIntroduction><item eId="art_55/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>wenn sich ein Fall von menschlicher Pest an Bord befindet; oder</p></item><item eId="art_55/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>wenn ein mit Pest angesteckter Nager an Bord gefunden wird.</p></item></blockList><p>Ein Schiff gilt auch dann als verseucht, wenn ein Fall von menschlicher Pest später als sechs Tage nach der Einschiffung aufgetreten ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_55/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_55/para_2/listintro">Ein Schiff gilt bei der Ankunft als verdächtig:</listIntroduction><item eId="art_55/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>wenn sich zwar kein Fall von menschlicher Pest an Bord befindet, ein solcher aber innerhalb von sechs Tagen nach der Einschiffung aufgetreten ist, oder</p></item><item eId="art_55/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>wenn sich unter den Nagetieren an Bord eine ungewöhnlich hohe Sterblichkeit zeigt, deren Ursache noch nicht bestimmt werden konnte.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_55/para_3"><num>3.</num><content><p>Ein Schiff oder Luftfahrzeug gilt bei seiner Ankunft als seuchenfrei, auch wenn es aus einem verseuchten Bezirk kommt oder eine Person aus einem verseuchten Bezirk an Bord hat, wenn sich die Sanitätsbehörde beim Arztbesuch überzeugen konnte, dass die in den Ziffern 1 und 2 hiervor vorgesehenen Bedingungen nicht vorhanden sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_56"><num><b>Art. 56</b></num><paragraph eId="art_56/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_56/para_1/listintro">Bei der Ankunft eines verseuchten oder verdächtigen Schiffes oder eines verseuchten Luftfahrzeuges kann die Sanitätsbehörde die folgenden Massnahmen ergreifen:</listIntroduction><item eId="art_56/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>Insektenvernichtung und Überwachung der Verdächtigen, wobei die Überwachung von der Ankunft an gerechnet nicht länger als sechs Tage dauern darf;</p></item><item eId="art_56/para_1/lbl_b"><num>b. </num><blockList><listIntroduction eId="art_56/para_1/lbl_b/listintro">Insektenvernichtung und, wenn nötig, Desinfektion:</listIntroduction><item eId="art_56/para_1/lbl_b/lbl_i"><num>i. </num><p>des Gepäcks der befallenen oder verdächtigen Personen,</p></item><item eId="art_56/para_1/lbl_b/lbl_ii"><num>ii. </num><p>aller anderen Dinge, wie gebrauchte Bett- und Leibwäsche, und aller Teile des Schiffes oder Luftfahrzeuges, die als verseucht anzusehen sind.</p></item></blockList></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_56/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_56/para_2/listintro">Falle von Nagerpest an Bord wird das Schiff, wenn nötig in Quarantäne, entsprechend den in Artikel 52 enthaltenen und unter Vorbehalt der nachfolgenden Bestimmungen von Ratten befreit:</listIntroduction><item eId="art_56/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>die Massnahmen zur Rattenvernichtung finden statt, sobald der Laderaum leer ist;</p></item><item eId="art_56/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>um die verseuchten Nagetiere am Verlassen des Schiffes zu hindern, können auf dem Schiff eine oder mehrere vorläufige Rattenvernichtungen durchgeführt werden, die vor oder während des Löschens der Ladung vorgeschrieben werden können;</p></item><item eId="art_56/para_2/lbl_c"><num>c. </num><p>wenn die völlige Vernichtung der Nagetiere nicht gewährleistet werden kann, weil lediglich ein Teil der Ladung eines Schiffes gelöscht werden soll, wird das Schiff ermächtigt, diesen Teil der Ladung auszuladen, unter dem Vorbehalt, dass die Sanitätsbehörde diejenigen Massnahmen anwendet, die sie als notwendig erachtet, um die verseuchten Nager am Verlassen des Schiffes zu verhindern, und die auch die Quarantäne des Schiffes in sich schliessen können.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_56/para_3"><num>3.</num><content><p>Wenn an Bord eines Luftfahrzeuges ein an Pest gestorbenes Nagetier gefunden wird, ist das Luftfahrzeug, wenn nötig in Quarantäne, von Ratten zu befreien.</p></content></paragraph></article><article eId="art_57"><num><b>Art. 57</b></num><paragraph eId="art_57/para"><content><p>Ein Schiff gilt nicht mehr als verseucht oder verdächtig und ein Luftfahrzeug nicht mehr als verseucht, wenn die nach den Bestimmungen der Artikel 38 und 56 von der Sanitätsbehörde vorgeschriebenen Massnahmen ordnungsgemäss durchgeführt worden sind, oder wenn die Sanitätsbehörde sich vergewissern konnte, dass ungewöhnlich hohe Sterblichkeit unter den Nagetieren nicht auf Pest zurückzuführen ist. Das Schiff oder Luftfahrzeug ist hierauf zum freien Verkehr zuzulassen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_58"><num><b>Art. 58</b></num><paragraph eId="art_58/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_58/para/listintro">Ein seuchenfreies Schiff oder Luftfahrzeug ist bei der Ankunft zum freien Verkehr zuzulassen; immerhin kann die Sanitätsbehörde, wenn es aus einem verseuchten Bezirk herkommt:</listIntroduction><item eId="art_58/para/lbl_a"><num>a. </num><p>jeden Verdächtigen, der von Bord geht, während einer Zeitspanne von höchstens sechs Tagen, vom Zeitpunkt an gerechnet, an dem das Schiff oder Luftfahrzeug den verseuchten Bezirk verlassen hat, der Überwachung unterstellen;</p></item><item eId="art_58/para/lbl_b"><num>b. </num><p>in Ausnahmefällen und aus sehr triftigen Gründen, die dem Kapitän des Schiffes schriftlich mitzuteilen sind, die Vernichtung der Nagetiere an Bord des Schiffes anordnen.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_59"><num><b>Art. 59</b></num><paragraph eId="art_59/para"><content><p>Wird bei der Ankunft eines Eisenbahnzuges oder eines Strassenfahrzeuges ein Fall von menschlicher Pest festgestellt, so kann die Sanitätsbehörde die in Artikel 38 und Artikel 56 Ziffer 1 vorgesehenen Massnahmen ergreifen, wobei die Insektenvernichtung und, wenn nötig, die Desinfektion nur an den als verseucht angesehenen Teilen des Eisenbahnzuges oder des Strassenfahrzeuges durchzuführen sind.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_II/chap_II"><num>Kapitel II</num><heading>Cholera</heading><article eId="art_60"><num><b>Art. 60</b></num><paragraph eId="art_60/para"><content><p>Für die Anwendung dieses Reglements wird die Inkubationszeit der Cholera auf fünf Tage festgesetzt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_61"><num><b>Art. 61</b></num><paragraph eId="art_61/para_1"><num>1.</num><content><p>Bei der Durchführung der in diesem Reglement vorgesehenen Massnahmen haben die Sanitätsbehörden dem Vorliegen eines gültigen Zeugnisses über die Impfung gegen Cholera Rechnung zu tragen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_61/para_2"><num>2.</num><content><p>Der in den Hoheitsgebieten, in denen Impfungen vorgenommen werden, gültige Standard des Choleraimpfstoffes wird von sämtlichen Sanitätsverwaltungen anerkannt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_61/para_3"><num>3.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_61/para_3/listintro">Kommt jemand auf einer internationalen Reise während der Inkubationszeit aus einem verseuchten Bezirk, so kann die Sanitätsbehörde die folgenden Massnahmen ergreifen:</listIntroduction><item eId="art_61/para_3/lbl_a"><num>a. </num><p>wer ein gültiges Zeugnis über die Impfung gegen Cholera besitzt, kann während einer Zeitspanne von höchstens fünf Tagen, vom Zeitpunkt der Abreise aus dem verseuchten Bezirk an gerechnet, unter Überwachung gestellt werden;</p></item><item eId="art_61/para_3/lbl_b"><num>b. </num><p>wer kein solches Zeugnis besitzt, kann während der obengenannten Zeitdauer abgesondert werden.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_62"><num><b>Art. 62</b></num><paragraph eId="art_62/para_1"><num>1.</num><content><p>Ein Schiff gilt als verseucht, wenn es bei seiner Ankunft einen Fall von Cholera an Bord hat, oder wenn ein derartiger Fall während der fünf der Ankunft vorangegangenen Tage aufgetreten ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_62/para_2"><num>2.</num><content><p>Ein Schiff gilt als verdächtig, wenn es während der Reise einen Cholerafall an Bord hatte, vorausgesetzt, dass kein neuer Fall während der fünf der Ankunft vorausgegangenen Tage aufgetreten ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_62/para_3"><num>3.</num><content><p>Ein Luftfahrzeug gilt als verseucht, wenn es bei seiner Ankunft einen Fall von Cholera an Bord hat. Es gilt als verdächtig, wenn während der Reise ein Cholerafall an Bord aufgetreten ist und die befallene Person bei einer früheren Landung an Land gesetzt wurde.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_62/para_4"><num>4.</num><content><p>Ein Schiff oder Luftfahrzeug gilt bei der Ankunft als seuchenfrei, auch wenn es aus einem verseuchten Bezirk kommt oder eine aus einem verseuchten Bezirk kommende Person an Bord hat, wenn sich die Sanitätsbehörde beim Arztbesuch überzeugen konnte, dass während der Reise keine Cholerafälle an Bord aufgetreten sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_63"><num><b>Art. 63</b></num><paragraph eId="art_63/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_63/para_1/listintro">Bei der Ankunft eines verseuchten Schiffes oder Luftfahrzeuges kann die Sanitätsbehörde die folgenden Massnahmen ergreifen:</listIntroduction><item eId="art_63/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>Überwachung der mit einem gültigen Zeugnis über die Impfung gegen Cholera versehenen Reisenden oder Besatzungsmitglieder und Absonderung aller anderen von Bord gehenden Personen während höchstens fünf Tagen vom Zeitpunkt des Anlandgehens an gerechnet;</p></item><item eId="art_63/para_1/lbl_b"><num>b. </num><blockList><listIntroduction eId="art_63/para_1/lbl_b/listintro">Desinfektion:</listIntroduction><item eId="art_63/para_1/lbl_b/lbl_i"><num>i. </num><p>des Gepäcks der befallenen oder verdächtigen Personen;</p></item><item eId="art_63/para_1/lbl_b/lbl_ii"><num>ii. </num><p>aller anderen Dinge, wie gebrauchte Leib- und Bettwäsche und aller Teile des Schiffes oder Luftfahrzeuges, die als verseucht anzusehen sind:</p></item></blockList></item><item eId="art_63/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>Desinfektion und Ausgiessen der Bordwasservorräte, die als verseucht anzusehen sind, und Desinfektion der Behälter.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_63/para_2"><num>2.</num><content><p>Es ist untersagt, menschliche Ausscheidungen, Abwasser, inbegriffen Schlagwasser und Abfälle sowie als verseucht angesehene Stoffe ohne vorherige Desinfektion ablaufen zu lassen, auszuschütten oder wegzuwerfen. Die Sanitätsbehörde ist verantwortlich, dass dies alles in richtiger Weise beseitigt wird.</p></content></paragraph></article><article eId="art_64"><num><b>Art. 64</b></num><paragraph eId="art_64/para_1"><num>1.</num><content><p>Gegenüber einem verdächtigen Schiff oder Luftfahrzeug kann die Sanitätsbehörde bei seiner Ankunft die in Artikel 63 Ziffer 1 Buchstaben b und c und Ziffer 2 vorgesehenen Massnahmen ergreifen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_64/para_2"><num>2.</num><content><p>Ausserdem können die Passagiere oder Besatzungsmitglieder, die an Land gehen, unbeschadet der in Artikel 61 Ziffer 3 Buchstabe b genannten Massnahmen während höchstens fünf Tagen, vom Zeitpunkt der Ankunft an gerechnet, der Überwachung unterstellt werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_65"><num><b>Art. 65</b></num><paragraph eId="art_65/para"><content><p>Das Schiff oder Luftfahrzeug gilt nicht mehr als verseucht oder verdächtig, wenn die gemäss Artikel 38 oder den Artikeln 63 und 64 von der Sanitätsbehörde vorgeschriebenen Massnahmen ordnungsgemäss durchgeführt sind. Das Schiff oder Luftfahrzeug wird hierauf zum freien Verkehr zugelassen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_66"><num><b>Art. 66</b></num><paragraph eId="art_66/para"><content><p>Ein seuchenfreies Schiff oder Luftfahrzeug wird bei seiner Ankunft zum freien Verkehr zugelassen. Immerhin kann die Sanitätsbehörde gegenüber den an Land gehenden Reisenden und Besatzungsmitgliedern die in Artikel 61 vorgeschriebenen Massnahmen ergreifen, wenn das Schiff oder Luftfahrzeug aus einem verseuchten Bezirk kommt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_67"><num><b>Art. 67</b></num><paragraph eId="art_67/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_67/para/listintro">Wird bei der Ankunft eines Eisenbahnzuges oder eines Strassenfahrzeuges ein Fall von Cholera festgestellt, so kann die Sanitätsbehörde folgende Massnahmen ergreifen:</listIntroduction><item eId="art_67/para/lbl_a"><num>a. </num><p>unbeschadet der in Artikel 61 Ziffer 3 Buchstabe b genannten Massnahmen, die Überwachung der Verdächtigen während höchstens fünf Tagen vom Zeitpunkt der Ankunft an gerechnet;</p></item><item eId="art_67/para/lbl_b"><num>b. </num><blockList><listIntroduction eId="art_67/para/lbl_b/listintro">Desinfektion:</listIntroduction><item eId="art_67/para/lbl_b/lbl_i"><num>i. </num><p>des Gepäcks der befallenen Person und, wenn nötig, des Gepäcks aller Verdächtigen,</p></item><item eId="art_67/para/lbl_b/lbl_ii"><num>ii. </num><p>aller anderen Dinge, wie gebrauchte Leib- und Bettwäsche, und aller Teile des Eisenbahnzuges oder Strassenfahrzeuges, die als verseucht anzusehen sind.</p></item></blockList></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_68"><num><b>Art. 68</b></num><paragraph eId="art_68/para_1"><num>1.</num><content><p>Bei der Ankunft eines verseuchten oder verdächtigen Schiffes oder Luftfahrzeuges oder eines Eisenbahnzuges oder eines Strassenfahrzeuges, in dem ein Fall von Cholera festgestellt worden ist, oder eines aus einem verseuchten Bezirk kommenden Schiffes, Luftfahrzeuges, Eisenbahnzuges oder Strassenfahrzeuges kann die Sanitätsbehörde das Löschen verbieten oder alle zum Rohgenuss bestimmten Fische, Krusten- und Schalentiere, Früchte oder Gemüse oder Getränke wegschaffen lassen, sofern diese Nahrungsmittel oder Getränke nicht in luftdicht verschlossenen Behältern enthalten sind und die Sanitätsbehörde keinen Anlass hat, sie als verseucht anzusehen. Werden solche Nahrungsmittel oder Getränke beseitigt, so sind Massregeln zur Vermeidung jeder Übertragungsgefahr zu ergreifen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_68/para_2"><num>2.</num><content><p>Bilden solche Nahrungsmittel und Gepäck einen Teil der Ladung im Laderaum eines Schiffes oder im Frachtraum eines Luftfahrzeuges, so können sie nur von der Sanitätsbehörde des Hafens oder Flughafens beseitigt werden, in dem sie gelöscht werden sollen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_68/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Kommandant eines Luftfahrzeuges ist stets berechtigt, die Beseitigung solcher Nahrungsmittel oder Getränke zu verlangen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_69"><num><b>Art. 69</b></num><paragraph eId="art_69/para_1"><num>1.</num><content><p>Niemand kann gezwungen werden, sich einem Mastdarm-Abstrich zu unterziehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_69/para_2"><num>2.</num><content><p>Nur wer auf einer internationalen Reise während der Inkubationszeit der Cholera aus einem verseuchten Bezirk kommt und Anzeichen aufweist, die diese Krankheit vermuten lassen, kann zu einer Stuhluntersuchung gezwungen werden.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_II/chap_III"><num>Kapitel III</num><heading>Gelbfieber</heading><article eId="art_70"><num><b>Art. 70</b><authorialNote><p>  Fassung gemäss Art. I des Zusatzreglementes vom 26. Mai 1955, in Kraft seit 1. Okt. 1956 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1957/173_177_183" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1957</b> 173</ref>).</p></authorialNote></num><paragraph eId="art_70/para"><content><p>Die Sanitätsverwaltungen geben der Organisation die Zone oder die Zonen ihres Gebietes bekannt, in welchen die Bedingungen einer gelbfieberempfänglichen Zone bestehen, und erstatten über jede eintretende Änderung dieser Bedingungen unverzüglich Bericht. Die Organisation übermittelt die erhaltenen Auskünfte an alle Sanitätsverwaltungen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_71"><num><b>Art. 71</b></num><paragraph eId="art_71/para"><content><p>Für die Anwendung dieses Reglements wird die Inkubationszeit des Gelbfiebers auf sechs Tage festgesetzt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_72"><num><b>Art. 72</b></num><paragraph eId="art_72/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Impfung gegen Gelbfieber soll bei jedermann verlangt werden, der auf einer internationalen Reise einen verseuchten Bezirk verlässt, um sich in eine gelbfieberempfängliche Zone zu begeben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_72/para_2"><num>2.</num><content><p>Wenn jemand mit einem Zeugnis über eine noch nicht gültige Impfung gegen Gelbfieber versehen ist, kann ihm die Abreise zwar gestattet werden, aber die Bestimmungen von Artikel 74 können bei der Ankunft angewendet werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_72/para_3"><num>3.</num><content><p>Wer im Besitze eines gültigen Gelbfieber-Impfzeugnisses ist, wird selbst, wenn er aus einem verseuchten Bezirk kommt, nicht als verdächtig behandelt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_73"><num><b>Art. 73</b></num><paragraph eId="art_73/para_1"><num>1.</num><content><p>Der Besitz eines gültigen Zeugnisses über die Impfung gegen Gelbfieber ist für das Personal jedes in einem verseuchten Bezirk liegenden Flughafens sowie für jedes Besatzungsmitglied eines Luftfahrzeuges, das diesen Flughafen benützt, vorgeschrieben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_73/para_2"><num>2.</num><content><p>Luftfahrzeuge, die einen in einem verseuchten Bezirk gelegenen Flughafen verlassen und sich in eine gelbfieberempfängliche Zone begeben, sind unter der Aufsicht der Sanitätsbehörde möglichst kurz vor dem Abflug, ohne dass dieser jedoch verzögert wird, von Insekten zu befreien. Die beteiligten Staaten können auch eine während des Fluges in den geeigneten Teilen des Luftfahrzeuges durchgeführte Insektenvernichtung gelten lassen.</p><p>3.<authorialNote><p> Fassung gemäss Art. I des Zusatzreglementes vom 26. Mai 1955, in Kraft seit 1. Okt. 1956 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1957/173_177_183" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1957 </b>173</ref>).</p></authorialNote>  Schiffe und Luftfahrzeuge, die einen Hafen oder Flughafen verlassen,<authorialNote><p> Fassung dieses Satzteiles gemäss Art. I des Zusatzreglementes vom 12. Mai 1965, in Kraft seit 1. Jan. 1966 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1965/782_786_782" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1965</b> 782</ref>).</p></authorialNote> in welchem die Aëdes aegypti noch vorkommt, und die sich in einen Hafen oder Flughafen begeben, der von der Aëdes aegypti befreit wurde, sind ebenfalls von Insekten zu befreien.</p></content></paragraph></article><article eId="art_74"><num><b>Art. 74</b></num><paragraph eId="art_74/para"><content><p>In einer gelbfieberempfänglichen Zone kann die Sanitätsbehörde die Absonderung einer Person verlangen, die auf einer internationalen Reise aus einem verseuchten Bezirk kommt und nicht mit einem gültigen Gelbfieber-Impfzeugnis versehen ist, und zwar so lange, bis das Zeugnis gültig wird oder während höchstens sechs Tagen vom Zeitpunkt der letzten Ansteckungsmöglichkeit an gerechnet; die kürzere Zeitdauer ist entscheidend.</p></content></paragraph></article><article eId="art_75"><num><b>Art. 75</b></num><paragraph eId="art_75/para_1"><num>1.</num><content><p>Jedermann, der aus einem verseuchten Bezirk kommt, nicht mit einem gültigen Gelbfieber-Impfzeugnis versehen ist und auf einer internationalen Reise in einer gelbfieberempfänglichen Zone einen Flughafen betreten muss, der noch nicht über die Einrichtungen zur Gewährleistung der in Artikel 34 vorgesehenen Absonderung verfügt, kann während der in Artikel 74 vorgesehenen Zeitdauer<authorialNote><p> Satzteil eingefügt durch Art. I des Zusatzregelementes vom 26. Mai 1955, in Kraft seit 1. Okt. 1956 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1957/173_177_183" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1957 </b>173</ref>).</p></authorialNote> in einem Flughafen, der diese Einrichtungen besitzt, zurückgehalten werden, sofern die Sanitätsverwaltungen der Hoheitsgebiete, in denen sich diese Flughäfen befinden, zu diesem Zwecke ein Abkommen geschlossen haben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_75/para_2"><num>2.</num><content><p>Die beteiligten Sanitätsverwaltungen benachrichtigen die Organisation, wenn ein Abkommen dieser Art in Kraft oder ausser Kraft tritt. Die Organisation gibt diese Mitteilung unverzüglich allen anderen Sanitätsverwaltungen bekannt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_76"><num><b>Art. 76</b></num><paragraph eId="art_76/para_1"><num>1.</num><content><p>Ein Schiff gilt bei der Ankunft als verseucht, wenn es einen Fall von Gelbfieber an Bord hat, oder wenn ein derartiger Fall während der Reise aufgetreten ist. Es gilt als verdächtig, wenn es weniger als sechs Tage vor der Ankunft einen verseuchten Bezirk verlassen hat, oder wenn es innert dreissig Tagen seit seiner Abfahrt aus einem solchen Bezirk ankommt und die Sanitätsbehörde Aëdes aegypti an Bord feststellt. Jedes andere Schiff gilt als seuchenfrei.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_76/para_2"><num>2.</num><content><p>Ein Luftfahrzeug gilt bei der Ankunft als verseucht, wenn es einen Fall von Gelbfieber an Bord hat. Es gilt als verdächtig, wenn die Sanitätsbehörde von der nach Artikel 73 Ziffer 2 durchgeführten Insektenvernichtung nicht befriedigt ist und lebende Mücken an Bord des Luftfahrzeuges feststellt. Jedes andere Luftfahrzeug gilt als seuchenfrei.</p></content></paragraph></article><article eId="art_77"><num><b>Art. 77</b></num><paragraph eId="art_77/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_77/para_1/listintro">Bei jeder Ankunft eines verseuchten oder verdächtigen Schiffes oder Luftfahrzeuges kann die Sanitätsbehörde:</listIntroduction><item eId="art_77/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>in einer gelbfieberempfänglichen Zone gegenüber allen Passagieren und Besatzungsmitgliedern, welche ohne gültiges Gelbfieber-Impfzeugnis an Land gehen, die in Artikel 74 genannten Massnahmen ergreifen;</p></item><item eId="art_77/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>zur Besichtigung des Schiffes oder Luftfahrzeuges und zur völligen Vernichtung der Aëdes aegypti schreiten. In einer gelbfieberempfänglichen Zone kann überdies verlangt werden, dass das Schiff bis zur vollständigen Durchführung dieser Massnahmen mindestens vierhundert Meter vom Lande entfernt bleibe.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_77/para_2"><num>2.</num><content><p>Das Schiff oder Luftfahrzeug gilt nicht mehr als verseucht oder verdächtig, wenn die von der Sanitätsbehörde nach Artikel 38 und nach Ziffer 1 hiervor vorgeschriebenen Massnahmen ordnungsgemäss durchgeführt sind. Das Schiff oder Luftfahrzeug ist alsdann zum freien Verkehr zuzulassen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_78"><num><b>Art. 78</b></num><paragraph eId="art_78/para"><content><p>Gegenüber einem seuchenfreien Schiff oder Luftfahrzeug, das aus einem verseuchten Bezirk kommt, können bei der Ankunft die in Artikel 77 Ziffer 1 Buchstabe b genannten Massnahmen ergriffen werden. Alsdann ist das Schiff oder Luftfahrzeug zum freien Verkehr zuzulassen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_79"><num><b>Art. 79</b></num><paragraph eId="art_79/para"><content><p>Die Staaten dürfen den Luftfahrzeugen die Landung in ihren Sanitätslufthäfen nicht verbieten, wenn die in Artikel 73 Ziffer 2 genannten Massnahmen ergriffen werden. In einer gelbfieberempfänglichen Zone kann ein Staat jedoch einen oder mehrere bestimmte Flughäfen als die einzigen bezeichnen, in denen die aus einem verseuchten Bezirk kommenden Luftfahrzeuge landen dürfen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_80"><num><b>Art. 80</b></num><paragraph eId="art_80/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_80/para/listintro">Bei der Ankunft eines Eisenbahnzuges oder Strassenfahrzeuges in einer gelbfieberempfänglichen Zone kann die Sanitätsbehörde die folgenden Massnahmen ergreifen:</listIntroduction><item eId="art_80/para/lbl_a"><num>a. </num><p>Absonderung aller Personen, die aus einem verseuchten Bezirk kommen und nicht mit einem gültigen Gelbfieber-Impfzeugnis versehen sind, nach den Bestimmungen von Artikel 74;</p></item><item eId="art_80/para/lbl_b"><num>b. </num><p>Befreiung des aus einem verseuchten Bezirk kommenden Eisenbahnzuges oder Fahrzeuges von Insekten.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_81"><num><b>Art. 81</b></num><paragraph eId="art_81/para"><content><p>In einer gelbfieberempfänglichen Zone hat die in Artikel 38 und in diesem Kapitel genannte Absonderung in Räumen zu erfolgen, die gegen Mücken gesichert sind.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_II/chap_IV"><num>Kapitel IV</num><heading>Pocken</heading><article eId="art_82"><num><b>Art. 82</b></num><paragraph eId="art_82/para"><content><p>Für die Anwendung dieses Reglements wird die Inkubationszeit der Pocken auf vierzehn Tage festgesetzt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_83"><num><b>Art. 83</b></num><paragraph eId="art_83/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Sanitätsverwaltung kann von jedermann, der sich auf einer internationalen Reise befindet, verlangen, dass er bei der Ankunft mit einem Pocken-Impfzeugnis versehen ist, ausser wenn Zeichen einer früheren Pockenerkrankung seine Immunität hinlänglich belegen. Wer nicht mit diesem Zeugnis versehen ist, kann geimpft werden. Wer die Impfung verweigert, kann während höchstens vierzehn Tagen, vom Zeitpunkt seiner Abreise aus dem letzten vor seiner Ankunft durchreisten Hoheitsgebiet an gerechnet, der Überwachung unterstellt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_83/para_2"><num>2.</num><content><p>Wer sich auf einer internationalen Reise während der seiner Ankunft vorangegangenen vierzehn Tage in einem verseuchten Bezirk aufgehalten hat und nach Ansicht der Sanitätsbehörde nicht in genügender Weise durch die Impfung oder eine früher durchgemachte Pockenerkrankung geschützt ist, kann geimpft oder der Überwachung unterstellt oder geimpft und nachher der Überwachung unterstellt werden; wer die Impfung verweigert, kann abgesondert werden. Die Dauer der Überwachung oder Absonderung darf vierzehn Tage, vom Zeitpunkt der Abreise aus dem verseuchten Bezirk an gerechnet, nicht überschreiten. Ein gültiges Pocken-Impfzeugnis gilt als Beweis für einen genügenden Schutz.</p></content></paragraph></article><article eId="art_84"><num><b>Art. 84</b></num><paragraph eId="art_84/para_1"><num>1.</num><content><p>Ein Schiff oder Luftfahrzeug gilt als verseucht, wenn es bei der Ankunft einen Fall von Pocken an Bord hat, oder wenn ein solcher Fall während der Reise aufgetreten ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_84/para_2"><num>2.</num><content><p>Jedes andere Schiff oder Luftfahrzeug gilt als seuchenfrei, selbst wenn es Verdächtige an Bord hat; diese können jedoch, wenn sie an Land gehen, den in Artikel 85 genannten Massnahmen unterworfen werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_85"><num><b>Art. 85</b></num><paragraph eId="art_85/para_1"><num>1.</num><content><p>Bei der Ankunft eines verseuchten Schiffes oder Luftfahrzeuges</p><blockList><item eId="art_85/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>hat die Sanitätsbehörde jedermann an Bord, den sie als nicht genügend gegen Pocken geschützt ansieht, die Impfung anzubieten;</p></item><item eId="art_85/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>kann die Sanitätsbehörde während höchstens vierzehn Tagen, vom Zeitpunkt der letzten Ansteckungsmöglichkeit an gerechnet, jedermann, der an Land geht, absondern oder der Überwachung unterstellen, wobei die Sanitätsbehörde aber bei der Festsetzung der Absonderungs- oder Überwachungsdauer den früheren Impfungen und den Ansteckungsmöglichkeiten, denen die Personen ausgesetzt war, Rechnung trägt;</p></item><item eId="art_85/para_1/lbl_c"><num>c. </num><blockList><listIntroduction eId="art_85/para_1/lbl_c/listintro">veranlasst die Sanitätsbehörde die Desinfektion:</listIntroduction><item eId="art_85/para_1/lbl_c/lbl_i"><num>i. </num><p>des gesamten Gepäcks der befallenen Personen,</p></item><item eId="art_85/para_1/lbl_c/lbl_ii"><num>ii. </num><p>des gesamten weiteren Gepäcks oder der weiteren Dinge, wie gebrauchte Bett- und Leibwäsche, und aller Teile des Schiffes oder Luftfahrzeuges, die als verseucht anzusehen sind.</p></item></blockList></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_85/para_2"><num>2.</num><content><p>Ein Schiff oder Luftfahrzeug gilt so lange als verseucht, als die erkrankten Personen nicht an Land gebracht worden sind und die von der Sanitätsbehörde nach Ziffer 1 hiervor vorgeschriebenen Massnahmen nicht ordnungsgemäss durchgeführt sind. Wenn dies geschehen ist, ist das Schiff oder Luftfahrzeug zum freien Verkehr zuzulassen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_86"><num><b>Art. 86</b></num><paragraph eId="art_86/para"><content><p>Jedes seuchenfreie Schiff oder Luftfahrzeug ist bei seiner Ankunft, selbst wenn es aus einem verseuchten Bezirk kommt, zum freien Verkehr zuzulassen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_87"><num><b>Art. 87</b></num><paragraph eId="art_87/para"><content><p>Wird bei der Ankunft eines Eisenbahnzuges oder Strassenfahrzeuges ein Fall von Pocken festgestellt, so ist die befallene Person auszuladen und sind die Bestimmungen von Artikel 85 Absatz 1 anzuwenden, wobei die Dauer der eventuellen Überwachung oder Absonderung vom Zeitpunkt der Ankunft des Eisenbahnzuges oder Strassenfahrzeuges an gerechnet wird und jeder als verseucht angesehene Teil des Eisenbahnzuges oder Strassenfahrzeuges zu desinfizieren ist.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_II/chap_V"><num>Kapitel V</num><heading>Fleckfieber</heading><article eId="art_88"><num><b>Art. 88</b></num><paragraph eId="art_88/para"><content><p>Für die Anwendung dieses Reglements wird die Inkubationszeit des Fleckfiebers auf vierzehn Tage festgesetzt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_89"><num><b>Art. 89</b></num><paragraph eId="art_89/para"><content><p>Die Impfung gegen Fleckfieber darf nicht zur Bedingung für die Zulassung einer Person in ein Hoheitsgebiet gemacht werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_90"><num><b>Art. 90</b></num><paragraph eId="art_90/para_1"><num>1.</num><content><p>Bei der Abfahrt aus einem verseuchten Bezirk sind alle Personen, die sich auf einer internationalen Reise befinden und von der Sanitätsbehörde dieses Bezirks als mögliche Überträger des Fleckfiebers angesehen werden, von Insekten zu befreien. Die Kleider, die sie tragen, ihr Gepäck und alle anderen Dinge, die das Fleckfieber übertragen könnten, sind ebenfalls von Insekten zu befreien und nötigenfalls zu desinfizieren.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_90/para_2"><num>2.</num><content><p>Personen, die auf einer internationalen Reise vor weniger als vierzehn Tagen einen verseuchten Bezirk verlassen haben, können von Insekten befreit werden, wenn die Sanitätsbehörde des Ankunftsortes es als notwendig erachtet. Sie können überdies während einer Zeitdauer von höchstens vierzehn Tagen, vom Zeitpunkt der Insektenvernichtung an gerechnet, der Überwachung unterstellt werden. Die von diesen Personen getragenen Kleider, ihr Gepäck und alle anderen Dinge, die das Fleckfieber übertragen können, werden ebenfalls von Insekten befreit und nötigenfalls desinfiziert.</p></content></paragraph></article><article eId="art_91"><num><b>Art. 91</b></num><paragraph eId="art_91/para"><content><p>Jedes Schiff oder Luftfahrzeug ist bei der Ankunft als seuchenfrei zu betrachten, selbst wenn es eine befallene Person an Bord hat. Hingegen können die Bestimmungen von Artikel 38 angewendet und kann jeder Verdächtige von Insekten befreit werden. Die von der befallenen Person und den Verdächtigen benutzen Räume und die von ihnen getragenen Kleider, ihr Gepäck und alle anderen zur Übertragung des Fleckfiebers geeigneten Dinge können von Insekten befreit und nötigenfalls desinfiziert werden. Das Schiff oder Luftfahrzeug ist alsdann zum freien Verkehr zuzulassen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_92"><num><b>Art. 92</b></num><paragraph eId="art_92/para"><content><p>Wird bei der Ankunft eines Eisenbahnzuges oder Strassenfahrzeuges ein Fall von Fleckfieber festgestellt, so können durch die Sanitätsbehörde die in den Artikeln 38 und 91 genannten Massnahmen ergriffen werden.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_II/chap_VI"><num>Kapitel VI</num><heading>Rückfallfieber</heading><article eId="art_93"><num><b>Art. 93</b></num><paragraph eId="art_93/para"><content><p>Für die Anwendung dieses Reglements wird die Inkubationszeit des Rückfallfiebers auf acht Tage festgesetzt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_94"><num><b>Art. 94</b></num><paragraph eId="art_94/para"><content><p>Die Bestimmungen der in Artikel 89, 90, 91 und 92 über das Fleckfieber finden auch auf das Rückfallfieber Anwendung; wird jemand der Überwachung unterstellt, so darf die Dauer der Überwachung jedoch acht Tage, vom Zeitpunkt der Insektenvernichtung an gerechnet, nicht übersteigen.</p></content></paragraph></article></chapter></chapter><chapter eId="chap_III"><num>Titel VI</num><heading>Sanitäre Ausweise</heading><article eId="art_95"><num><b>Art. 95</b></num><paragraph eId="art_95/para"><content><p>Von Schiffen oder Luftfahrzeugen darf weder ein Gesundheitspass, sei es mit, sei es ohne konsularisches Visum, noch ein Zeugnis über den sanitären Zustand eines Hafens oder Flughafens unter irgendwelchem Namen verlangt werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_96"><num><b>Art. 96</b></num><paragraph eId="art_96/para_1"><num>1.</num><content><p>Vor der Landung im ersten Hafen eines Hoheitsgebietes verschafft sich der Kapitän eines Meerschiffes, das eine internationale Reise ausführt,<authorialNote><p> Fassung dieses Satzteiles gemäss Art. I des Zusatzreglementes vom 26. Mai 1955,  in Kraft seit 1. Okt. 1956 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1957/173_177_183" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1957 </b>173</ref>).</p></authorialNote> Gewissheit über den Gesundheitszustand aller Personen an Bord, füllt, es sei denn, die Sanitätsverwaltung schreibe dies nicht vor,<authorialNote><p> Satzteil eingefügt durch Art. I des Zusatzreglementes vom 12. Mai 1965, in Kraft seit 1. Jan. 1966 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1965/782_786_782" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS<b> 1965</b> 782</ref>).</p></authorialNote> einen Gesundheitsausweis für die Meerschifffahrt aus, der vom Schiffsarzt, sofern ein solcher an Bord ist, gegenzuzeichnen ist, und übergibt den Ausweis der Sanitätsbehörde des Hafens.</p><p>2.<authorialNote><p> Satzteil eingefügt durch Art. I des Zusatzreglementes vom 12. Mai 1965, in Kraft seit 1. Jan. 1966 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1965/782_786_782" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1965 </b>782</ref>).</p></authorialNote>  Der Kapitän und der Schiffsarzt, sofern ein solcher an Bord ist, geben alle von der Sanitätsbehörde gewünschten Auskünfte über die sanitären Verhältnisse an Bord während der Reise.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_96/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Gesundheitsausweis für die Meerschifffahrt, muss dem als Beilage 5, hier nicht abgedruckt, beigefügten Muster entsprechen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_97"><num><b>Art. 97</b></num><paragraph eId="art_97/para_1"><num>1.</num><content><p>Bei der Landung in einem Flughafen hat der Kommandant oder sein bevollmächtigter Vertreter in einem Exemplar den die sanitären Fragen betreffenden Abschnitt des allgemeinen Luftfahrzeugausweises, der dem in der Beilage 6<authorialNote><p> Die Bestimmungen über Änderungen der Beilage 6 werden nicht abgedruckt, da diese Beilage in der AS nicht veröffentlicht wurde.</p></authorialNote>, hier nicht abgedruckt, enthaltenen Muster zu entsprechen hat, auszufüllen<authorialNote><p> Fassung dieses Satzteiles gemäss Art. I des Zusatzreglementes vom 19. Mai 1960,  in Kraft seit 1. Jan. 1961 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1963/972_964_1000" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1963</b> 972</ref>).</p></authorialNote> und ihn der Sanitätsbehörde des Flughafens zu übergeben, es sei denn, die Sanitätsbehörde des Flughafens schreibe dies nicht vor.<authorialNote><p> Letzter Halbsatz eingefügt durch Art. I des Zusatzreglementes vom 23. Mai 1963,  in Kraft seit 1. Okt. 1963 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1963/974_966_1002" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1963 </b>974</ref>).</p></authorialNote></p></content></paragraph><paragraph eId="art_97/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Kommandant eines Luftfahrzeuges oder sein bevollmächtigter Vertreter hat alle von der Sanitätsbehörde gewünschten Auskünfte<authorialNote><p> Fassung dieser Worte gemäss Art. I des Zusatzreglementes vom 12. Mai 1965  (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1965/782_786_782" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1965 </b>782</ref>).</p></authorialNote> über die an Bord während der Reise festgestellten sanitären Verhältnisse zu erteilen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_98"><num><b>Art. 98</b></num><paragraph eId="art_98/para_1"><num>1.</num><content><p>Die in den Beilagen 1, 2, 3 und 4, hier nicht abgedruckt, aufgeführten Zeugnisse sind in französischer und englischer Sprache zu drucken; sie können überdies einen Text in einer der Amtssprachen des Hoheitsgebietes enthalten, auf welchem das Zeugnis ausgestellt wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_98/para_2"><num>2.</num><content><p>Die in Ziffer 1 hiervor genannten Zeugnisse sind in französischer oder englischer Sprache auszufüllen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_99"><num><b>Art. 99</b></num><paragraph eId="art_99/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_99/para/listintro">Die von den bewaffneten Streitkräften ihren im aktiven Dienst stehenden Angehörigen ausgestellten Impfausweise werden an Stelle des in den Beilagen 2, 3 oder 4, hier nicht abgedruckt, wiedergegebenen internationalen Zeugnisses anerkannt unter der Bedingung, dass sie:</listIntroduction><item eId="art_99/para/lbl_a"><num>a. </num><p>die gleichen ärztlichen Angaben, wie sie im Muster verlangt werden,</p></item><item eId="art_99/para/bull_u2"><num/><p>und</p></item><item eId="art_99/para/lbl_b"><num>b. </num><p>eine genaue Erklärung auf Französisch oder Englisch über Art und Zeitpunkt der Impfung und die Bestätigung, dass die Ausweise auf Grund dieses Artikels ausgestellt worden sind,</p></item></blockList><p>enthalten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_100"><num><b>Art. 100</b></num><paragraph eId="art_100/para"><content><p>Im internationalen Verkehr dürfen keine andern sanitären Ausweise gefordert werden als die in diesem Reglement vorgesehenen.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_IV"><num>Titel VII</num><heading>Sanitäre Gebühren</heading><article eId="art_101"><num><b>Art. 101</b></num><paragraph eId="art_101/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_101/para_1/listintro">Die Sanitätsbehörde erhebt keinerlei Gebühren für:</listIntroduction><item eId="art_101/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>jegliche in diesem Reglement vorgesehene ärztliche Untersuchung sowie jede zusätzliche bakteriologische oder andere Untersuchung, die für die Abklärung des Gesundheitszustandes der untersuchten Person nötig werden kann;</p></item><item eId="art_101/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>jegliche Impfung bei der Ankunft und jedes darüber ausgestellte Zeugnis.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_101/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_101/para_2/listintro">Werden für andere als die in Ziffer 1 hiervor genannten Massnahmen, die dieses Reglement vorsieht, Gebühren erhoben, so muss der Tarif dafür in jedem Hoheitsgebiet der gleiche sein. Die verlangten Gebühren sollen:</listIntroduction><item eId="art_101/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>diesem Tarif entsprechen;</p></item><item eId="art_101/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>mässig sein und in keinem Falle die tatsächlichen Kosten des geleisteten Dienstes übersteigen;</p></item><item eId="art_101/para_2/lbl_c"><num>c. </num><p>erhoben werden ohne Unterscheidung nach Staatsangehörigkeit, Wohnsitz oder Aufenthaltsort bei Personen, oder ohne Unterscheidung nach Staatsangehörigkeit, Flagge, Register oder Eigentümerschaft bei Schiffen, Luftfahrzeugen, Personen- oder Güterwagen der Eisenbahn oder Strassenfahrzeugen. Insbesondere ist keinerlei Unterschied zwischen den Bürgern des eigenen Landes und Ausländern sowie zwischen einheimischen und ausländischen Schiffen, Luftfahrzeugen, Personen- oder Güterwagen der Eisenbahn oder Strassenfahrzeugen zu machen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_101/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Tarif und jede spätere Abänderung desselben sind wenigstens zehn Tage vor ihrem Inkrafttreten zu veröffentlichen und der Organisation zu melden.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_V"><num>Titel VIII</num><heading>Verschiedene Bestimmungen</heading><article eId="art_102"><num><b>Art. 102</b><authorialNote><p> Aufgehoben durch Art. I des Zusatzreglementes vom 23. Mai 1956 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1957/177_181_188" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1957</b> 177</ref>). Fassung gemäss Art. I des Zusatzreglementes vom 12. Mai 1965, in Kraft seit 1. Jan. 1966 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1965/782_786_782" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1965</b> 782</ref>).</p></authorialNote></num><paragraph eId="art_102/para_1"><num>1.</num><content><p>Schiffe und Luftfahrzeuge, die einen Bezirk verlassen, in welchem die Übertragung von Sumpffieber oder einer anderen durch Mücken übertragbaren Krankheit vorkommt, oder in welchem sich gegen Insektenvernichtungsmittel resistente Überträger befinden, sind unter der Kontrolle der Sanitätsverwaltung so kurz wie möglich vor der Abfahrt, jedoch ohne dass diese verzögert wird, von Insekten zu befreien.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_102/para_2"><num>2.</num><content><p>Bei der Ankunft in einer Zone, in welcher die Einschleppung von Überträgern die Weiterverbreitung von Sumpffieber oder einer anderen durch Mücken übertragenen Krankheit auslösen könnte, können die in Ziffer 1 dieses Artikels erwähnten Schiffe oder Luftfahrzeuge von Insekten befreit werden, wenn die Sanitätsverwaltung von der nach Ziffer 1 dieses Artikels ausgeführten Insektenvernichtung nicht befriedigt ist oder wenn sie das Vorhandensein von lebenden Mücken an Bord feststellt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_102/para_3"><num>3.</num><content><p>Die beteiligten Staaten können auch eine während des Fluges in den hiefür geeigneten Teilen des Luftfahrzeuges durchgeführte Insektenvernichtung gelten lassen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_103"><num><b>Art. 103</b></num><paragraph eId="art_103/para_1"><num>1.</num><content><p>Umziehende Personen, Saisonarbeiter und an bedeutenden, regelmässig sich wiederholenden Zusammenkünften teilnehmende Personen<authorialNote><p> Fassung dieses Satzteiles gemäss Art. I des Zusatzreglementes vom 23. Mai 1956, in Kraft seit 1. Jan. 1977 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1957/177_181_188" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS<b> 1957</b> 177</ref>).</p></authorialNote> sowie die sie befördernden Schiffe, Luftfahrzeuge, Eisenbahnzüge oder Strassenfahrzeuge können entsprechend den Gesetzen und Reglementen der beteiligten Staaten und den zwischen ihnen abgeschlossenen Abkommen zusätzlichen Sanitären Massnahmen unterworfen werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_103/para_2"><num>2.</num><content><p>Alle Staaten haben der Organisation die für umherziehende Personen und Saisonarbeiter geltenden gesetzlichen und reglementarischen Bestimmungen und Abkommen bekanntzugeben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_104"><num><b>Art. 104</b></num><paragraph eId="art_104/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_104/para_1/listintro">Zwei oder mehrere Staaten, die auf Grund ihrer sanitären, geografischen, sozialen oder wirtschaftlichen Verhältnisse gemeinsame Interessen haben, können besondere Vereinbarungen treffen, um die Anwendung dieses Reglementes zu erleichtern,<authorialNote><p> Fassung dieses Satzteiles gemäss Art. I des Zusatzreglementes vom 26. Mai 1955,  in Kraft seit 1. Okt. 1956 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1957/173_177_183" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1957 </b>173</ref>).</p></authorialNote> insbesondere im Hinblick auf:</listIntroduction><item eId="art_104/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>den unmittelbaren und raschen Austausch von Meldungen über die Seuchenlage zwischen benachbarten Hoheitsgebieten;</p></item><item eId="art_104/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>die auf die internationale Küstenschifffahrt und den internationalen Verkehr auf den Binnenwasserstrassen, inbegriffen die Seen, anzuwendenden sanitären Massnahmen;</p></item><item eId="art_104/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>die an den Grenzen benachbarter Gebiete durchzuführenden sanitären Massnahmen;</p></item><item eId="art_104/para_1/lbl_d"><num>d. </num><p>die Vereinigung zweier oder mehrerer Hoheitsgebiete zu einem einzigen für die Durchführung einer in diesem Reglement vorgesehenen sanitären Massnahme;</p></item><item eId="art_104/para_1/lbl_e"><num>e. </num><p>die Benützung von Verkehrsmitteln, die für die Beförderung befallener Personen besonders eingerichtet sind.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_104/para_2"><num>2.</num><content><p>Die in Ziffer 1 hiervor genannten Vereinbarungen dürfen keine diesem Reglement widersprechenden Bestimmungen enthalten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_104/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Staaten haben der Organisation alle Vereinbarungen bekanntzugeben, die sie im Sinne dieses Artikels treffen. Die Organisation teilt den Abschluss solcher Vereinbarungen unverzüglich allen Sanitätsverwaltungen mit.</p></content></paragraph></article></chapter><title eId="tit_V"><num>Titel IX</num><heading>Schlussbestimmungen</heading><article eId="art_105"><num><b>Art. 105</b></num><paragraph eId="art_105/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_105/para_1/listintro">Unter Vorbehalt der Bestimmungen des Artikels 107 und der im folgenden aufgezählten Ausnahmen ersetzt dieses Reglement mit seinem Inkrafttreten zwischen den Staaten, die es angenommen haben, und zwischen diesen Staaten und der Organisation die Bestimmungen der nachstehend aufgeführten internationalen Sanitätskonventionen und der Vereinbarungen dieser Art: </listIntroduction><item eId="art_105/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>Internationale Sanitätskonvention, unterzeichnet in Paris am 3. Dezember 1903;</p></item><item eId="art_105/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>Panamerikanische Sanitätskonvention, unterzeichnet in Washington am 14. Oktober 1905;</p></item><item eId="art_105/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>Internationale Sanitätskonvention, unterzeichnet in Paris am 17. Januar 1912<authorialNote><p> [BS <b>12</b> 449]</p></authorialNote>;</p></item><item eId="art_105/para_1/lbl_d"><num>d. </num><p>Internationale Sanitätskonvention, unterzeichnet in Paris am 21. Juni 1926;</p></item><item eId="art_105/para_1/lbl_e"><num>e. </num><p>Internationale Sanitätskonvention für die Luftfahrt, unterzeichnet im Haag am 12. April 1933;</p></item><item eId="art_105/para_1/lbl_f"><num>f. </num><p>Internationale Vereinbarung über die Aufhebung der Gesundheitspässe, unterzeichnet in Paris am 22. Dezember 1934;</p></item><item eId="art_105/para_1/lbl_g"><num>g. </num><p>Internationale Vereinbarung über die Aufhebung der Konsulatsvisa, unterzeichnet in Paris am 22. Dezember 1934;</p></item><item eId="art_105/para_1/lbl_h"><num>h. </num><p>Konvention über die Abänderung der Internationalen Sanitätskonvention vom 21. Juni 1926, unterzeichnet in Paris am 31. Oktober 1938;</p></item><item eId="art_105/para_1/lbl_i"><num>i. </num><p>Internationale Sanitätskonvention von 1944 über die Abänderung der Konvention vom 21. Juni 1926, aufgelegt zur Unterzeichnung in Washington am 15. Dezember 1944;</p></item><item eId="art_105/para_1/lbl_j"><num>j. </num><p>Internationale Sanitätskonvention für die Luftfahrt von 1944 über die Abänderung der Konvention vom 12. April 1933, aufgelegt zur Unterzeichnung in Washington am 15. Dezember 1944, …<authorialNote><p> Satzteil aufgehoben durch Art. I des Zusatzreglementes vom 12. Mai 1965  (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1965/782_786_782" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS<b> 1965</b> 782</ref>).</p></authorialNote>;</p></item><item eId="art_105/para_1/lbl_k"><num>k. </num><p>Protokoll vom 23. April 1946 über die Verlängerung der Internationalen Sanitätskonvention von 1944, unterzeichnet in Washington;</p></item><item eId="art_105/para_1/lbl_l"><num>l. </num><p>Protokoll vom 23. April 1946 über die Verlängerung der Internationalen Sanitätskonvention für die Luftfahrt von 1944, unterzeichnet in Washington.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_105/para_2"><num>2.</num><content><p>Das in Havanna am 14. November 1924 unterzeichnete Panamerikanische Sanitätsgesetzbuch bleibt in Kraft mit Ausnahme der Artikel 2, 9, 10, 11, 16–53, 61 und 62, auf welche die entsprechenden Bestimmungen von Absatz 1 hiervor Anwendung finden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_106"><num><b>Art. 106</b></num><paragraph eId="art_106/para_1"><num>1.</num><content><p>Die in Artikel 22 der Verfassung der Weltgesundheitsorganisation vorgesehene Frist zur Geltendmachung einer Ablehnung oder von Vorbehalten beträgt neun Monate vom Zeitpunkt an gerechnet, an dem der Generaldirektor die Annahme dieses Reglements durch die Weltgesundheitsversammlung bekanntgibt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_106/para_2"><num>2.</num><content><p>Ein Staat kann diese Frist hinsichtlich der überseeischen oder weit entfernten Gebiete, für deren internationale Beziehung er verantwortlich ist durch eine Erklärung an den Generaldirektor auf achtzehn Monate verlängern.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_106/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Ablehnung und alle Vorbehalte, die der Generaldirektor nach Ablauf der in Ziffer 1 oder 2 hiervor genannten Fristen erhält, sind wirkungslos.</p></content></paragraph></article><article eId="art_107"><num><b>Art. 107</b></num><paragraph eId="art_107/para_1"><num>1.</num><content><p>Erhebt ein Staat zu diesem Reglement einen Vorbehalt, so ist dieser nur gültig, wenn er von der Weltgesundheitsversammlung angenommen worden ist. Das Reglement tritt für diesen Staat erst dann in Kraft, wenn die Versammlung den Vorbehalt angenommen hat, oder, falls die Versammlung den Vorbehalt wegen seiner wesentlichen Unvereinbarkeit mit den Grundzügen und dem Zweck des Reglements nicht annimmt, nachdem der Staat den Vorbehalt zurückgezogen hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_107/para_2"><num>2.</num><content><p>Die teilweise Ablehnung des Reglementes ist gleichbedeutend mit einem Vorbehalt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_107/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Weltgesundheitsversammlung kann die Annahme eines Vorbehalts an die Bedingung knüpfen, dass der betreffende Staat in Bezug auf den Gegenstand, zu dem er einen Vorbehalt angebracht hat, an die Verpflichtung oder die Verpflichtungen gebunden bleibe, die er früher auf Grund der in Artikel 105 genannten Übereinkünfte oder Vereinbarungen eingegangen ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_107/para_4"><num>4.</num><content><p>Erhebt ein Staat einen Vorbehalt, der nach Auffassung der Weltgesundheitsversammlung nicht in wesentlichen Punkten einer oder mehreren Verpflichtungen widerspricht, die der Staat auf Grund der in Artikel 105 genannten Übereinkünfte oder Vereinbarungen eingegangen ist, so kann die Versammlung diesen Vorbehalt annehmen, ohne zur Bedingung zu machen, dass der Staat sich in der in Ziffer 3 hiervor vorgesehenen Weise verpflichte.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_107/para_5"><num>5.</num><content><p>Widersetzt sich die Weltgesundheitsversammlung einem Vorbehalt und wird dieser nicht zurückgezogen, so tritt das Reglement für den Staat, der diesen Vorbehalt gemacht hat, nicht in Kraft. Die in Artikel 105 genannten Übereinkünfte und Vereinbarungen, an denen dieser Staat bereits beteiligt ist, bleiben infolgedessen für ihn weiterhin in Kraft.</p></content></paragraph></article><article eId="art_108"><num><b>Art. 108</b></num><paragraph eId="art_108/para"><content><p>Eine Ablehnung, ein Vorbehalt oder ein teilweiser Vorbehalt kann jederzeit durch Erklärung an den Generaldirektor zurückgezogen werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_109"><num><b>Art. 109</b></num><paragraph eId="art_109/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Reglement tritt am 1. Oktober 1952 in Kraft.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_109/para_2"><num>2.</num><content><p>Ein Staat, der nach dem 1. Oktober 1952 Mitglied der Organisation wird und auch dieses Reglement nicht angenommen hat, kann innert einer Frist von drei Monaten, vom Tage an gerechnet, an welchem er Mitglied der Organisation geworden ist, erklären, dass er es ablehnt oder dazu Vorbehalte anbringt. Lehnt er es nicht ab, so tritt das Reglement unter Vorbehalt der Bestimmungen von Artikel 107 für diesen Staat nach Ablauf der oben genannten Frist in Kraft.</p></content></paragraph></article><article eId="art_110"><num><b>Art. 110</b></num><paragraph eId="art_110/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Staaten, die nicht Mitglieder der Organisation, jedoch an einer der in Artikel 105 genannten Übereinkünfte oder Vereinbarungen beteiligt sind, oder denen der Generaldirektor die Annahme dieses Reglements durch die Weltgesundheitsversammlung bekanntgegeben hat, können dem Reglement beitreten, indem sie die Annahme dem Generaldirektor anzeigen. Unter Vorbehalt der Bestimmungen von Artikel 107 wird diese Annahme mit dem Zeitpunkt des Inkrafttretens des Reglements wirksam, oder, wenn die Annahme nach diesem Zeitpunkt angezeigt worden ist, drei Monate nach dem Tage, an dem der Generaldirektor diese Annahmeerklärung erhalten hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_110/para_2"><num>2.</num><content><p>Für die Anwendung dieses Reglements finden die Artikel 23, 33, 62, 63 und 64 der Verfassung der Weltgesundheitsorganisation auf diejenigen Staaten Anwendung, die nicht Mitglieder der Organisation, aber an diesem Reglement beteiligt sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_110/para_3"><num>3.</num><content><p>Staaten, die nicht Mitglieder der Organisation, jedoch am vorliegenden Reglement beteiligt sind, können jederzeit ihre Beteiligung an diesem Reglement durch eine Erklärung an den Generaldirektor kündigen; diese Kündigung wird sechs Monate nach Erhalt der Erklärung wirksam. Der Staat, der gekündigt hat, von diesem Zeitpunkt an wiederum die Bestimmungen derjenigen in Artikel 105 genannten Übereinkünfte oder Vereinbarungen anzuwenden, an deren er früher beteiligt war.</p></content></paragraph></article><article eId="art_111"><num><b>Art. 111</b></num><paragraph eId="art_111/para"><content><p>Der Generaldirektor der Organisation gibt allen Mitgliedern und zugewandten Mitgliedern sowie den weiteren Vertragsparteien aller in Artikel 105 genannten Übereinkünfte oder Vereinbarungen die Annahme dieses Reglements durch die Weltgesundheitsversammlung bekannt. Ebenso gibt der Generaldirektor diesen Staaten sowie jedem anderen Staat, der dem Reglement beigetreten ist, jedes zusätzliche Reglement, welches das vorliegende abändert oder ergänzt, sowie jede Erklärung, die er in Anwendung der Artikel 106, 108, 109 und 110 erhalten hat, und jeden durch die Weltgesundheitsversammlung in Anwendung von Artikel 107 gefassten Beschluss bekannt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_112"><num><b>Art. 112</b></num><paragraph eId="art_112/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Frage oder Meinungsverschiedenheit über die Auslegung oder Anwendung dieses Reglements oder eines zusätzlichen Reglements kann von den beteiligten Staaten dem Generaldirektor unterbreitet werden, der sich alsdann bemüht, diese Frage oder Meinungsverschiedenheit zu regeln. Kommt eine Regelung nicht zustande, so unterbreitet der Generaldirektor aus eigenem Antrieb oder auf Verlangen eines beteiligten Staates die Frage oder Meinungsverschiedenheit dem Ausschuss oder einem anderen zuständigen Organ der Organisation zur Prüfung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_112/para_2"><num>2.</num><content><p>Jeder beteiligte Staat hat das Recht, sich vor diesem Ausschuss oder anderen Organ vertreten zu lassen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_112/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Meinungsverschiedenheit, die durch dieses Verfahren nicht geregelt werden kann, kann auf schriftliches Gesuch jedes beteiligten Staates dem Internationalen Gerichtshof zum Entscheid vorgelegt werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_113"><num><b>Art. 113</b></num><paragraph eId="art_113/para_1"><num>1.</num><content><p>Der englische und französische Wortlaut dieses Reglements sind gleicherweise massgebend.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_113/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Originaltexte dieses Reglements werden im Archiv der Organisation hinterlegt. Beglaubigte Abschriften werden durch den Generaldirektor allen Mitgliedern und zugewandten Mitgliedern sowie auch den anderen Vertragsparteien einer der in Artikel 105 genannten Übereinkünfte oder Vereinbarungen zugestellt. Im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Reglements werden vom Generaldirektor in Anwendung von Artikel 102 der Charta der Vereinten Nationen<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/160" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">RS <b>0.120</b></ref></p></authorialNote> dem Generalsekretär der Vereinten Nationen beglaubigte Abschriften zur Eintragung zugestellt.</p></content></paragraph></article></title><chapter eId="chap_II"><num>Titel X</num><heading>Übergangsbestimmungen</heading><article eId="art_114"><num><b>Art. 114</b></num><paragraph eId="art_114/para_1"><num>1.</num><content><p>Ungeachtet aller widersprechenden Bestimmungen geltender Übereinkünfte und Vereinbarungen haben die auf Grund der in den Beilagen 2, 3 und 4, hier nicht abgedruckt, enthaltenen Vorschriften und Muster ausgestellten Impfzeugnisse gleiche Geltung wie die entsprechenden in den geltenden Übereinkünften oder Vereinbarungen genannten Zeugnisse.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_114/para_2"><num>2.</num><content><p>Ungeachtet der Bestimmungen von Artikel 109 Ziffer 1 treten die Bestimmungen des vorliegenden Artikels am 1. Dezember 1951 in Kraft.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_114/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Anwendung dieses Artikels wird auf diejenigen Staaten beschränkt, die vom Zeitpunkte an, an dem der Generaldirektor die Annahme dieses Reglements durch die Weltgesundheitsversammlung bekanntgibt, innerhalb einer Frist von drei Monaten ihre Bereitschaft erklären, sowohl diesen Artikel als auch die Vorschriften und Muster in den Beilagen 2, 3 und 4, hier nicht abgedruckt, ohne Vorbehalt anzunehmen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_114/para_4"><num>4.</num><content><p>Ein Staat kann innerhalb der in Ziffer 3 hiervor vorgesehenen Frist die Anwendung dieses Artikels auf eine der Beilagen 2, 3 und 4, hier nicht abgedruckt, ausschliessen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_115"><num><b>Art. 115</b></num><paragraph eId="art_115/para_1"><num>1.</num><content><p>Ein Impfzeugnis, das vor dem Inkrafttreten dieses Reglements in Anwendung der Konvention vom 21. Juni 1926, abgeändert durch die Konvention vom 15. Dezember 1944, oder in Anwendung der Konvention vom 12. April 1933, abgeändert durch die Konvention vom 15. Dezember 1944, ausgestellt wurde, bleibt während der ihm ursprünglich zugestandenen Dauer weiterhin gültig. Überdies wird die Gültigkeit eines Gelbfieber-Impfzeugnisses vom Zeitpunkte an gerechnet, an welchem es sonst ungültig geworden wäre, um zwei Jahre verlängert.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_115/para_2"><num>2.</num><content><p>Ein Zeugnis über die Rattenvernichtung oder über die Befreiung von der Rattenvernichtung, das vor dem Inkrafttreten dieses Reglements in Anwendung von Artikel 28 der Konvention vom 21. Juni 1926 ausgestellt worden ist, bleibt während der ihm ursprünglich zugestandenen Dauer weiterhin gültig.</p></content></paragraph></article></chapter><signature><p><i>Zu Urkund dessen</i> ist diese Akte am fünfundzwanzigsten Mai 1951 in Genf unterzeichnet worden.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Der Präsident der Vierten<br/>Weltgesundheitsversammlung:</p></td><td><p>Der Generaldirektor<br/>der Weltgesundheitsorganisation:</p></td></tr><tr><td><p>Leonard A. Scheele</p></td><td><p>Brock Chisholm</p></td></tr></table></signature></body></act></akomaNtoso>