<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00133</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204412&amp;W10_KEY=13013568&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00133</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 18.08.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nichtausschluss der Mitbeteiligten trotz einer unzulässigen Überarbeitung der Offerte? Nichtberücksichtigung des wirtschaftlich günstigsten Angebots. Wesentliche Mängel der Offerte führen gemäss § 28 lit. h SubmV zu deren Ausschluss. Unwesentliche Mängel können im Rahmen der Prüfung der Angebote und von Erläuterungen behoben werden (§§ 29 und 30 SubmV). Behandlung von Varianten (E. 2.3). Das ursprüngliche Angebot der Mitbeteiligten ist submissionsrechtlich nicht zu beanstanden, hätte jedoch aufgrund des viel höheren Preises keine Chance auf den Zuschlag gehabt. Die offerierten Gesamtpreise für Leistungspakete, welche auch vom Pflichtenheft nicht geforderte Zusatzleistungen enthalten, lassen im Rahmen der Offertbereinigung keine Ergänzung der fehlenden Preisangaben für den geforderten Leistungsumfang zu. Die vorgenommenen Korrekturen können nicht mehr als zulässige Berichtigungen oder Erläuterungen gewertet werden. Das Angebot der Mitbeteiligten ist auszuschliessen (E. 2.4). Die vom Beschwerdegegner vorgenommene Änderung der Ausschreibung (anstelle der geforderten Pauschale wurde ein einheitlicher Stundenrahmen für die präventive Netzwerkwartung eingesetzt) ist unzulässig. Das von der Beschwerdeführerin eingereichte Angebot erweist sich im Ergebnis als das preisgünstigste (E. 3). Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANGEBOTSVARIANTE">ANGEBOTSVARIANTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHLUSS EINES ANBIETERS">AUSSCHLUSS EINES ANBIETERS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHREIBUNG">AUSSCHREIBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OFFERTBEREINIGUNG">OFFERTBEREINIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OFFERTMÃNGEL">OFFERTMÃNGEL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 29 SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 30 SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 32 SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2004 Nr. 71 S. 40</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Aufgrund eines am 8. Januar 2004 erÃ¶ffneten Einladungsverfahrens mit drei Anbietern vergab das Spital D am 15. MÃ¤rz 2004 die Wartung des lokalen Informatik-Netzwerks fÃ¼r Fr. 136'896.- an die C AG.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 24. MÃ¤rz 2004 erhob die A GmbH, deren Angebot sowohl laut OffertÃ¶ffnungsprotokoll als auch nach der Bereinigung der Offerten den tiefsten Preis erzielt hatte, beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den Vergabeentscheid des Spitals D. Sie beantragte, den Vergabeentscheid vom 15. MÃ¤rz 2004 aufzuheben und den Zuschlag neu der BeschwerdefÃ¼hrerin zu erteilen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Beschwerdegegners; eventuell sei die Rechtswidrigkeit der angefochtenen VerfÃ¼gung festzustellen. Gleichzeitig ersuchte sie darum, der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu erteilen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Kanton ZÃ¼rich, vertreten durch das Spital D, beantragte am 13. April 2004, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei, und dem Rechtsmittel sei keine aufschiebende Wirkung zu erteilen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Replik vom 24. Juni und Duplik vom 4. August 2004 hielten die Parteien im Wesentlichen an ihren AntrÃ¤gen fest.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 25. MÃ¤rz und 5. Mai 2004 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung vorlÃ¤ufig bzw. bis zum Abschluss des Schriftenwechsels und mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 6. August 2004 auch fÃ¼r das weitere Verfahren erteilt.</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = <span class="UrteilstextChar">BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren betreffend die mit den Einladungen vom 8. Januar 2004 erÃ¶ffnete Submission gelangen die Art. 15 ff. des Gesetzes vom 15. September 2003 (in Kraft seit 1. Januar 2004; LS 720.1) Ã¼ber den Beitritt zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 zur Anwen­dung. </span>In materieller Hinsicht sind ebenfalls die Vorschriften der revidierten <span class="UrteilstextChar">Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 (</span>IVÃ¶B) sowie die (revidierte) Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 (SubmV; LS 720.11) anwendbar.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Die Beschwerde ist formrichtig und rechtzeitig erhoben worden; die BeschwerdefÃ¼hrerin, die geltend macht, die Mitbeteiligte hÃ¤tte vom Verfahren ausgeschlossen werden mÃ¼ssen und in zahlreichen Punkten die Bewertung ihres Angebots rÃ¼gt, hatte eine ernsthafte Chance auf Erteilung des Zuschlags und ist deshalb zur Beschwerde legitimiert (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11). Der nicht nÃ¤her begrÃ¼ndete Nichteintretensantrag des Beschwerdegegners ist abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht in erster Linie geltend, die Mitbeteiligte habe in ihrer Offerte in grossem Umfang Leistungen offeriert, die gemÃ¤ss Pflichtenheft nicht gefordert seien. Weil die Ausschreibung "vom Pflichtenheft abweichende Varianten" ausdrÃ¼cklich ausgeschlossen habe, mÃ¼sse dies, wie in der Ausschreibung ebenfalls festgehalten werde, zum Ausschluss des Angebots fÃ¼hren. Die der Mitbeteiligten stattdessen im Rahmen der Offertbereinigung gebotene MÃ¶glichkeit, ihre Offerte auf die gemÃ¤ss Pflichtenheft geforderten Leistungen zu beschrÃ¤nken, laufe auf ein verstecktes Abgebot hinaus. Sodann habe der Beschwerdegegner an den offerierten Preisen Korrekturen vorgenommen, die sich ebenfalls ausserhalb des im Rahmen einer Offertbereinigung ZulÃ¤ssigen bewegten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Beschwerdegegner fÃ¼hrt diesbezÃ¼glich aus, der Preisabschlag bei der Mitbeteiligten und in geringerem Umfang auch bei der dritten Anbieterin sei auf die Reduktion der angebotenen Leistungen auf den gemÃ¤ss Pflichtenheft geforderten Umfang zurÃ¼ckzufÃ¼hren, was im Rahmen der Offertbereinigung zulÃ¤ssig und in der bereinigten Liste dokumentiert worden sei; die Anbieter seien anlÃ¤sslich der jeweiligen PrÃ¤sentationen informiert worden und hÃ¤tten diese PrÃ¤zisierungen in ihren NachtrÃ¤gen zu den Offerten bestÃ¤tigt. Dabei handle es sich um ein bei der Bereinigung Ã¼bliches Vorgehen, das in keiner Weise als verstecktes Abgebot bezeichnet werden kÃ¶nne.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Wie sich aufgrund der Akten ergibt, trifft die Darstellung der BeschwerdefÃ¼hrerin zu, wonach laut "Bedingungen" des Preiseingabeblatts vom Pflichtenheft abweichende Varianten nicht akzeptiert (Ziff. 16.2) und Angebote, welche Leistungsverzeichnisse abÃ¤nderten, nicht berÃ¼cksichtigt wÃ¼rden. Laut OffertÃ¶ffnungsprotokoll vom 10. Februar 2004 beliefen sich die offerierten jÃ¤hrlichen Kosten auf Fr. 92'441.80 bei der BeschwerdefÃ¼hrerin, auf Fr. 232'000.- bei der Mitbeteiligten und auf Fr. 105'650.- bei der dritten Anbieterin. In der Folge fanden am 26. und 27. Februar 2004 mit allen drei Anbieterinnen Besprechungen statt, worauf die Anbieterinnen "prÃ¤zisierende Angaben" einreichten und der Beschwerdegegner folgende "bereinigte Nettoeingabeliste" erstellte:</span></p> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoTableGrid" width="586"> <tr> <td valign="top"> <p class="Erwgung2"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Erwgung2"><b><span>Eingabesumme <br/> gemÃ¤ss Ãffnungsprotokoll</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Erwgung2"><b><span>Bereinigte Eingabesumme <br/> gemÃ¤ss Pflichtenheft</span></b></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Erwgung2"><span>Mitbeteiligte</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Erwgung2"><span>Fr. 232'000.00</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Erwgung2"><span>Fr. 136'700.00</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Erwgung2"><span>BeschwerdefÃ¼hrerin</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Erwgung2"><span>Fr. 92'441.80</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Erwgung2"><span>Fr. 101'802.00</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Erwgung2"><span>Dritte Anbieterin</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Erwgung2"><span>Fr. 105'650.00</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Erwgung2"><span>Fr. 102'650.00</span></p> </td> </tr> </table> <p class="Erwgung2"><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die grosse Differenz zwischen dem ursprÃ¼nglichen und dem bereinigten Angebot der Mitbeteiligten ist laut Evaluationsbericht darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren, dass gemÃ¤ss Pflichtenheft kein On-line Remote Operation Center (./. Fr. 12'000.-) und eine 24-Stunden-Bereitschaft lediglich fÃ¼r den Core- und Accessbereich anzubieten waren (./. Fr. 26'000.-) und die Offerte neben dem Stundenpool "aus Versehen" 40 zusÃ¤tzliche Supporteinheiten enthielt (./. Fr. 2'000.-); sodann wurde der Betrag fÃ¼r die Bereitstellung von Ersatzmaterial und Handling des Austauschs von defekten Komponenten um Fr. 46'500.- reduziert, weil gemÃ¤ss Pflichtenheft das Ersatzmaterial nicht vor Ort zu lagern war. Schliesslich wurde der Stundenaufwand fÃ¼r prÃ¤ventive Wartung von 196 auf 160 Stunden verringert (./. Fr. 8'800.-).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Bei der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼hrt die Bereinigung zu einer ErhÃ¶hung der Eingabesumme um Fr. 10'660.-, weil sie aufgrund der Besprechung ihren Aufwand fÃ¼r die prÃ¤ventive Wartung auf 96 Stunden erhÃ¶hte. Bei der dritten Anbieterin wurde lediglich eine geringfÃ¼gige Korrektur bei der Ersatzmaterialbereitstellung vorgenommen (./. Fr. 3'000.-).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.1 </span></b><span>GemÃ¤ss § 28 lit. h SubmV sind Anbietende von der Teilnahme unter anderem auszuschliessen, wenn sie wesentliche Formerfordernisse verletzt haben, insbesondere durch UnvollstÃ¤ndigkeit des Angebots oder Ãnderung der Ausschreibungsunterlagen. Bei der Be­urteilung solcher MÃ¤ngel ist im Interesse der Vergleichbarkeit der Angebote und des Gleichbehandlungsgrundsatzes ein strenger Massstab anzulegen; sie fÃ¼hren zum Ausschluss, sofern sie nicht unwesentlich sind (RB 1999 Nr. 72 E. 2 = BEZ 2000 Nr. 6; RB 1999 Nr. 61 = ZBl 101/2000, S. 265 E. 6 = BEZ 1999 Nr. 25). Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Abweichungen von Ausschreibung oder Ausschreibungsunterlagen in der Offerte nicht offen deklariert werden; solche Abweichungen kÃ¶nnen zwar irrtÃ¼mlich erfolgt sein, doch ist nicht auszuschliessen, dass sie absichtlich vorgenommen wurden und nachtrÃ¤glich ein Versehen behauptet wird, um das Angebot im Nachhinein nÃ¶tigenfalls verbessern zu kÃ¶nnen (Peter Galli/AndrÃ© Moser/Elisabeth Lang, Praxis des Ã¶ffentlichen Beschaffungsrechts, ZÃ¼rich/Basel/Genf 2003, Rz. 247; vgl. LGVE 2001 II Nr. 12; VPB 1998 Nr. 62.80 S. 801).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>MÃ¤ngel und Unklarheiten, die nicht den Ausschluss gebieten, dÃ¼rfen im Rahmen der PrÃ¼fung der Angebote (§ 29 SubmV) und von ErlÃ¤uterungen (§ 30 SubmV) behoben werden. Dabei lÃ¤sst § 29 Abs. 2 SubmV ausdrÃ¼cklich nur die Berichtigung offensichtlicher Schreib- und Rechnungsfehler zu. Auch ErlÃ¤uterungen dÃ¼rfen lediglich dazu dienen, die Angebote rechnerisch und fachlich auf eine vergleichbare Basis zu bringen; sie mÃ¼ssen sich, wie beispielsweise mit der KlÃ¤rung oder ErgÃ¤nzung technischer Einzelheiten, auf die Interpretation der vorliegenden Angebote beschrÃ¤nken und dÃ¼rfen nicht zu nachtrÃ¤glichen Ãnderungen des Leistungsinhalts fÃ¼hren (RB 2000 Nr. 69 = BEZ 2000 Nr. 25; RB 1999 Nr. 72 = BEZ 2000 Nr. 6; RB 1998 Nr. 69 = BEZ 1999 Nr. 12, E. 2c; Herbert Lang, Offertenbehandlung und Zuschlag im Ã¶ffentlichen Beschaffungswesen, ZBl 101/2000 S. 238).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>ErhÃ¤lt eine Vergabestelle ein Angebot, das ungewÃ¶hnlich niedriger ist als andere Angebote, so kann sie gemÃ¤ss § 32 SubmV bei der Anbieterin oder dem Anbieter Erkundigungen einziehen, um sich zu vergewissern, dass diese oder dieser die Teilnahmebedingungen einhÃ¤lt und die Auftragsbedingungen erfÃ¼llen kann.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.2 </span></b><span>Die ZulÃ¤ssigkeit von Varianten ist im kantonalen Recht nicht ausdrÃ¼cklich geregelt, doch spricht nach der Rechtsprechung nichts dafÃ¼r, sie generell auszuschliessen (VGr, 17. Februar 2000, BEZ 2000 Nr. 25, E. 8). Varianten sind in der Regel Angebote, die fÃ¼r das von der Vergabestelle angestrebte Ziel eine andere technische LÃ¶sung vorschlagen als diejenige, die der Ausschreibung zugrunde liegt. Die Rechtsprechung lÃ¤sst jedoch auch Varianten zu, die einzig eine gegenÃ¼ber den Anforderungen der BehÃ¶rde reduzierte Leistung vorschlagen; in diesem Fall muss allerdings, falls die BehÃ¶rde die Anforderungen im Sinn der Variante reduziert, den andern Anbietern Gelegenheit gegeben werden, auch ihre Offerten an die neue Umschreibung des Leistungsinhalts anzupassen (VGr, 20. Juli 2004, VB.2004.00006, E. 2.2.2, mit Hinweisen, www.vgrzh.ch).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Offeriert ein Anbieter im Vergleich zu den Anforderungen der Ausschreibung eine Mehrleistung, so ist zu unterscheiden: Eine qualitativ bessere und damit teurere technische LÃ¶sung muss ebenfalls als Variante zugelassen werden; zum Schutz der Ã¼brigen Anbieter sind dann dieselben GrundsÃ¤tze zu beachten wie bei einer Minderleistung. Offeriert der Anbieter dagegen â neben einem ausschreibungskonformen Grundangebot â nur zusÃ¤tzliche Leistungselemente wie z.B. eine verlÃ¤ngerte Garantiefrist oder einen nicht geforderten Wartungsvertrag, so besteht keine Notwendigkeit, diese als Varianten zu behandeln. Zusatzleistungen dieser Art sind selbstÃ¤ndige Teile des Angebots und kÃ¶nnen vom Grundangebot abgetrennt werden, ohne dieses zu beeintrÃ¤chtigen. Sie haben denn auch keinen Einfluss auf die ZulÃ¤ssigkeit und Bewertung des Grundangebots. Eine andere Frage ist es, wieweit die BehÃ¶rde den Auftrag fÃ¼r solche Zusatzleistungen vergeben kann, ohne ein weiteres Vergabeverfahren durchzufÃ¼hren; das braucht hier jedoch nicht geklÃ¤rt zu werden.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Die von der BeschwerdefÃ¼hrerin im Zusammenhang mit der Bereinigung der Offerte erhobenen EinwÃ¤nde sind anhand dieser GrundsÃ¤tze zu prÃ¼fen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Mitbeteiligte hat ursprÃ¼nglich ein Angebot eingereicht, das Leistungen enthÃ¤lt, die weit Ã¼ber das vom Pflichtenheft Geforderte hinausgehen. WÃ¤re es bei diesem ursprÃ¼nglichen Angebot geblieben, so wÃ¤re dagegen trotz der offerierten Mehrleistungen submis­sionsrechtlich nichts einzuwenden gewesen, doch hÃ¤tte es mit dem gegenÃ¼ber den Konkurrenzofferten um rund hunderttausend Franken hÃ¶heren Preis von vornherein keine Chance auf den Zuschlag gehabt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nicht zulÃ¤ssig ist hingegen das vom Beschwerdegegner gewÃ¤hlte Vorgehen: Zwar sind im ursprÃ¼nglichen Angebot der Mitbeteiligten die von der BehÃ¶rde geforderten Leistungen ebenfalls enthalten; was jedoch fehlt, sind die Preise dieser Leistungen, da die Offerte lediglich die Gesamtpreise der Leistungspakete einschliesslich der nicht geforderten Zusatzelemente enthÃ¤lt. Entgegen der Auffassung des Beschwerdegegners konnten die fÃ¼r den geforderten Leistungsumfang fehlenden Preisangaben im Rahmen der Offertbereinigung nicht mehr nachgebracht werden. Die aufgrund der Besprechung mit den Anbieterinnen und den "prÃ¤zisierenden Angaben" vorgenommenen Korrekturen beim Angebot der Mitbeteiligten gehen offenkundig Ã¼ber die Berichtigung offensichtlicher Schreib- und Rechnungsfehler hinaus und sprengen den Rahmen zulÃ¤ssiger ErlÃ¤uterungen deutlich; vielmehr wurde der Mitbeteiligten im Rahmen der Bereinigung die MÃ¶glichkeit geboten, durch den Verzicht auf die Ã¼ber das Pflichtenheft hinaus angebotenen Leistungen und die entsprechende Reduktion des Preises den Inhalt ihrer Offerte in wesentlichen Teilen neu zu umschreiben, was insbesondere dem Grundsatz der Gleichbehandlung widerspricht. Das geÃ¤nderte Angebot der Mitbeteiligten ist deshalb auszuschliessen. Daran Ã¤ndert nichts, dass auch die anderen Anbieterinnen zu einer Besprechung und anschliessenden ergÃ¤nzenden Angaben zugelassen waren. Diese Anbieterinnen hatten den Ausschreibungsunterlagen entsprechende Angebote eingereicht, sodass nur Fragen untergeordneter Natur zu klÃ¤ren blieben. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>AnlÃ¤sslich der Besprechungen mit den Anbietern wurden diese darauf angesprochen, ob die SchÃ¤tzungen des Aufwands fÃ¼r die prÃ¤ventive Wartung auf realistischen SchÃ¤tzungen beruhten, was von der Mitbeteiligten und der dritten Anbieterin ohne weiteres bejaht wurde. Die BeschwerdefÃ¼hrerin erhÃ¶hte aufgrund des Hinweises der Vergabestelle, dass die vorgesehenen 48 Stunden nicht ausreichend sein dÃ¼rften, ihre AufwandschÃ¤tzung im Nachtrag zur Offerte vom 5. MÃ¤rz 2004 auf 96 Stunden. Trotz der von der Mitbeteiligten anlÃ¤sslich der Besprechung vertretenen Auffassung, dass ihre StundenschÃ¤tzung realistisch sei, reduzierte sie in ihrem prÃ¤zisierenden Angebot vom 5. MÃ¤rz 2004 den Aufwand fÃ¼r die prÃ¤ventive Wartung von 240 auf 196 Stunden. Ob diese Korrekturen im Rahmen der Bereinigung zulÃ¤ssig waren, kann offen bleiben, da die Mitbeteiligte ohnehin auszuschliessen ist und die BeschwerdefÃ¼hrerin unabhÃ¤ngig von dieser Korrektur an erster Stelle rangiert (vgl. hinten, E. 5).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Als Zwischenergebnis ist somit festzuhalten, dass die Mitbeteiligte vom Verfahren auszuschliessen ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Im Anschluss an die "Bereinigung" der Offerten hat der Beschwerdegegner im Rahmen einer "Wirtschaftlichkeitsbetrachtung" verschiedene weitere Aufrechnungen und AbzÃ¼ge bei den Angebotspreisen vorgenommen. Auch diese sind nur zulÃ¤ssig, soweit sie sich darauf beschrÃ¤nken, die Vergleichbarkeit der Offerten zu gewÃ¤hrleisten. Das gilt insbesondere nicht fÃ¼r die erneute Korrektur in Bezug auf die prÃ¤ventive Wartung, wo der BeschwerdefÃ¼hrerin zusÃ¤tzlich Fr. 12'480.- aufgerechnet und der Mitbeteiligten Fr. 7'200.- abgezogen wurden. Damit wurde die gemÃ¤ss den Ausschreibungsunterlagen anzubietende Pauschale durch einen einheitlichen Rahmen von 160 Stunden ersetzt. Eine solche nachtrÃ¤gliche Ãnderung ist jedenfalls hier unzulÃ¤ssig, wo es nicht um eine durch eine ProjektÃ¤nderung gebotene Anpassung des Leistungsverzeichnisses geht. Es widerspricht deshalb den GrundsÃ¤tzen der Gleichbehandlung und der Transparenz, wenn fÃ¼r eine pauschal zu offerierende Teilleistung nachtrÃ¤glich ein fester Stundenaufwand eingesetzt wird. Das Vorgehen des Beschwerdegegners lÃ¤sst sich auch nicht damit rechtfertigen, dass die von der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r die prÃ¤ventive Wartung offerierte Pauschale ungewÃ¶hnlich niedrig ist. Abgesehen davon, dass ihr Gesamtangebot zwar am tiefsten, im Vergleich mit der dritten Anbieterin aber nicht ungewÃ¶hnlich niedrig war, berechtigt selbst ein ungewÃ¶hnlich tiefer Preis nicht zu solchen Korrekturen, sondern lediglich zu den gemÃ¤ss § 32 SubmV vorgesehenen Erkundigungen. AllfÃ¤lligen Zweifeln, ob mit dem durch die tiefere Pauschale vorgegebenen Stundenaufwand die prÃ¤ventive Wartung entsprechend den Vorstellungen des Beschwerdegegners vorgenommen werden kann, wÃ¤re bei der qualitativen Bewertung des Angebots Rechnung zu tragen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ob sodann im Rahmen dieser Wirtschaftlichkeitsberechnung den neuen Anbieterinnen fÃ¼r das erste Wartungsjahr der EinfÃ¼hrungsaufwand des Spitals D mit je Fr. 22'500.- aufgerechnet werden durfte, ist zu bezweifeln, kann aber offen bleiben, da damit nur die Mitbeteiligte begÃ¼nstigt wurde, deren Angebot ohnehin auszuschliessen ist.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>UnbegrÃ¼ndet ist dagegen der Einwand, der Beschwerdegegner habe nicht berÃ¼cksichtigt, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin bei einer Vertragsdauer von drei Jahren einen Rabatt von 9 % offeriert hat. In den Ausschreibungsunterlagen ist keine minimale Laufzeit des Wartungsvertrags vorgesehen, weshalb dieser Rabatt aus GrÃ¼nden der Gleichbehandlung ausser Betracht fallen muss.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>FÃ¼r den Vergleich zwischen der BeschwerdefÃ¼hrerin und der dritten Anbieterin sind deshalb die gemÃ¤ss dem Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin durchschnittlich zu erwartenden jÃ¤hrlichen Kosten gemÃ¤ss Ziff. 2.3.5 des Evaluationsberichts von Fr. 125'781.96 unter Abzug der Kostenkorrektur fÃ¼r die prÃ¤ventive Wartung von Fr. 12'480.- auf Fr. 113'301.96 zu berichtigen (bzw. auf Fr. 103'941.96, wenn die ErhÃ¶hung der ursprÃ¼nglichen Pauschale um Fr. 9'360.- fÃ¼r die prÃ¤ventive Wartung gemÃ¤ss ergÃ¤nzender Offerte nicht berÃ¼cksichtigt wird). Bei der dritten Anbieterin ergeben sich aufgrund der erwÃ¤hnten Beanstandungen keine VerÃ¤nderungen, weshalb es dort bei den jÃ¤hrlichen Durchschnittskosten von Fr. 122'945.- bleibt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Damit wird das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin zum preisgÃ¼nstigsten. Es erhÃ¤lt deshalb nach dem vom Beschwerdegegner gewÃ¤hlten BerechnungsschlÃ¼ssel 100 Punkte, wÃ¤hrend auf die dritte Anbieterin noch 92,2 Punkte entfallen (1 Punkt Abzug pro 1 % Abweichung gegenÃ¼ber dem gÃ¼nstigsten Angebot). Aufgrund der Gewichtung der "Wirtschaftlichkeit" mit 35 % ergibt dies 35 Punkte fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin und 32,3 Punkte fÃ¼r die dritte Anbieterin. Noch deutlicher wÃ¼rde der Punktevorsprung ausfallen, wenn von der Eingabesumme gemÃ¤ss ursprÃ¼nglicher Offerte ausgegangen wÃ¼rde. In diesem Fall wÃ¼rden auf die dritte Anbieterin noch 84,5 Punkte bzw. gewichtet noch 29,6 Punkte entfallen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt sodann in verschiedenen Punkten ihre Bewertung in den Kriterien "Unternehmen" und "Dienstleistungen", welche vom Beschwerdegegner anhand einer Vergleichstabelle vorgenommen wurde. Unter anderem betrifft dies die Frage nach der FlexibilitÃ¤t des Wartungsmodells bezÃ¼glich Anpassungen, wo die Offerte der BeschwerdefÃ¼hrerin als ungenÃ¼gend mit nur 1 Punkt bewertet wurde, wÃ¤hrend die Angebote der Mitanbieterinnen mit der Qualifikation "genÃ¼gend" jeweils 2 Punkte erhielten. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, dass fÃ¼r diese unterschiedliche Behandlung keine GrÃ¼nde ersichtlich seien. Der Beschwerdegegner fÃ¼hrt dazu aus, dass dieses Thema im Rahmen der AnbieterprÃ¤sentation angesprochen worden sei. Die Mitbeteiligte habe angegeben, dass die Wartungskosten bei einer Erweiterung um bis zu drei Buildingblocks unverÃ¤ndert blieben, jedoch keine Angaben fÃ¼r den Fall von Erweiterungen der Supportlevels nachgereicht, was zu einer Bewertung mit 2 Punkten gefÃ¼hrt habe. Die BeschwerdefÃ¼hrerin habe zwar eine Kalkulationstabelle abgegeben, doch sei diese nur schwer interpretierbar und die AnpassungsmÃ¶glichkeiten kÃ¶nnten nicht beurteilt werden, weshalb sie ebenfalls mit 2 Punkten bewertet worden sei.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Aus diesen Vorbringen des Beschwerdegegners ist zu schliessen, dass die Bewertung der BeschwerdefÃ¼hrerin, die bei diesem Kriterium gemÃ¤ss den vorliegenden Akten nur 1 Punkt erhielt, irrtÃ¼mlich erfolgte. GrÃ¼nde fÃ¼r eine unterschiedliche Behandlung sind denn auch nicht ersichtlich. In der Fragenbeantwortung fÃ¼hrte die BeschwerdefÃ¼hrerin aus, dass Hard- und Softwareanpassungen jederzeit unter Absprache vorgenommen werden kÃ¶nnten; die Ãnderungen wÃ¼rden auf ein definiertes Stichdatum hin kostenwirksam und wÃ¼rden pro rata verrechnet bzw. gutgeschrieben. Im Nachtrag zur Offerte vom 5. MÃ¤rz 2004 werden die Wartungskosten in AbhÃ¤ngigkeit von der installierten Hardware aufgezeigt und eine Variante bei erweitertem Service-Level angeboten. Mit diesen Angaben sind die Kriterien im Sinne der Frage 73, wie der Beschwerdegegner einzurÃ¤umen scheint, zumindest genÃ¼gend erfÃ¼llt; der Einwand, die Tabelle lasse sich nur schwer interpretieren, wÃ¤re wohl ohnehin eher beim Kriterium "Transparenz des Wartungsmodells" zu berÃ¼cksichtigen. Damit ist die Bewertung der BeschwerdefÃ¼hrerin bei Frage 73 von 1 auf 2 Punkte zu korrigieren. Aufgrund der doppelten Gewichtung dieses Kriteriums erhÃ¶ht sich damit die gewichtete Punktzahl der BeschwerdefÃ¼hrerin im Bereich "Dienstleistungen" von 88 auf 90 von 135 mÃ¶glichen Punkten. Das ergibt fÃ¼r den Bereich "Dienstleistungen", der mit 35 % zu gewichten ist, 23,3 Punkte.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Da bereits diese Korrektur verbunden mit dem Punktevorsprung aus der "Wirtschaftlichkeitsbetrachtung" dazu fÃ¼hrt, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin vor der dritten Anbieterin rangiert (nachfolgend, E. 5), kann die PrÃ¼fung der weiteren RÃ¼gen bezÃ¼glich der Kriteriengruppen "Unternehmen" und "Dienstleistungen" unterbleiben.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Aufgrund der in den Bereichen "Wirtschaftlichkeit" und "Dienstleistungen" vorzunehmenden Korrekturen erreicht die BeschwerdefÃ¼hrerin in der zusammenfassenden Wertung 82,2 Punkte, die dritte Anbieterin wegen der Einbusse im Bereich "Wirtschaftlichkeit" nur noch 81,9 Punkte.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Da damit nur die BeschwerdefÃ¼hrerin als EmpfÃ¤ngerin des Zuschlags in Frage kommt, ist die Sache mit einer entsprechenden Weisung an den Beschwerdegegner zurÃ¼ckzuweisen (zu diesem Vorgehen anstelle einer direkten Vergabe durch das Verwaltungsgericht vgl. VGr, 13. Februar 2002, BEZ 2002 Nr. 33; Robert Wolf, Die Beschwerde gegen Vergabeentscheide â Eine Ãbersicht Ã¼ber die Rechtsprechung zu den neuen Rechtsmitteln, ZBl 104/2003, S. 1, 26).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Beschwerdegegner kostenpflichtig (§ 70 in Verbindung § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Zudem ist er in Anwendung von § 17 Abs. 2 lit. a VRG zu verpflichten, der BeschwerdefÃ¼hrerin eine angemessene UmtriebsentschÃ¤digung zu bezahlen. Als angemessen erweisen sich im vorliegenden Fall Fr. 2'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen).</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der angefochtene Entscheid des Spitals D vom 8. Januar 2004 aufgehoben. Die Sache wird an das Spital D zurÃ¼ckgewiesen, um den Zuschlag an die BeschwerdefÃ¼hrerin zu erteilen.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 270.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'270.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">4.<span> </span>Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">5. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>