<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00361</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Ersatzrichterin Romero-Käser<br/>Gerichtsschreiberin Keller</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 25. Mai 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gesetzlich vertreten durch die Mutter Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">diese vertreten durch Rechtsanwalt Peter Jäger</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Jäger &amp; Schweiter Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Magnolienstrasse 3, Postfach, 8034 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 2001, wurde am 1. Juni 2016 durch seine Mutter unter Hinweis auf eine reaktive Bindungsstörung des Kindesalters bei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Invalidenversicherung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zum Bezug von Massnahmen für die berufliche Eingliede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung angemeldet (Urk. 21/2). Seit 2008 lebt der Versicherte im Z.___ (Urk. 21/12/2 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte medizinische Berichte sowie Schulberichte ein und wies den Versicherten mit Schreiben vom 16. und 26. Januar 2017 auf seine Mitwirkungspflicht hin (Urk. 21/19; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 21/24). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 21/20,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Urk. 21/22</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">23) erteilte sie mit Verfügung vom 27. Februar 2017 keine Kostengut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprache für Berufsberatung (Urk. 21/27 = Urk. 2/1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beiständin des Versicherten erhob am 24. März 2017 Beschwerde gegen die Verfügung vom 27. Februar 2017 (Urk. 2/1) und beantragte sinngemäss die Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hebung der Verfügung vom 27. Februar 2017. Am 27. Juni 2017 (Urk. 19) bean</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragte die IV-Stelle unter Beilage einer Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 26. Juni 2017 (Urk. 20 S. 2-4) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 3. Juli 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 23). Mit Verfügung vom 16. November 2017 (Urk. 34) wurde der Prozess bis am 8. Dezember 2017 sistiert. Mit Replik vom 8. Dezember 2017 beantragte der Versicherte, nun vertreten durch Rechtsanwalt Peter Jäger, es seien dem Versicherten die bei der erstmaligen beruflichen Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bildung entstehenden zusätzlichen Kosten zu ersetzen (Urk. 36 S. 2). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">V</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. Januar 2018</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wurde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Frist angesetzt, um Auskunft über das Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liegen einer allfälligen Rechtsschutzversicherung zu geben (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 38</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Hierzu nahm </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rechtsvertreter des Versicherten am 7. Februar 2018 Stellung (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">40).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Mit Duplik vom 6. März 2018 hielt die Beschwerdegegnerin unter Beilage einer weiteren Stellungnahme des RAD vom 5. März 2018 (Urk. 44) sinngemäss an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest (Urk. 43), was dem Versicherten am 7. März 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 45). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nicht erwerbstätige Personen vor dem vollendeten 20. Altersjahr gelten als inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lid, wenn die Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit voraussichtlich eine ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit zur Folge haben wird (Art. 8 Abs. 2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalide o</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der von einer Invalidität (Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) bedroht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e Versicherte haben gemäss Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Abs. 1)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n Massnahmen erfüllt sind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lebens zu berücksichtigen (Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Nach Massgabe der Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">13 und 21 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">abenbereich (Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2). Nach Massgabe von Art</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16 Abs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lit. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halten oder zu verbessern (Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Eingliederungsmassnahmen bestehen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss Abs. 3 in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">me</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dizinischen Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahmen (lit. a), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> berufliche Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gliederung (lit. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsverm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Abgabe von Hilfsmitteln (lit.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">d).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Art. 16 Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG haben Versicherte, die noch nicht erwerbstätig waren und denen infolge Invalidität bei der erstmaligen beruflichen Ausbildung in wesentlichem Umfange zusätzliche Kosten entstehen, Anspruch auf Ersatz dieser Kosten, sofern die Ausbildung den Fähigkeiten der versicherten Person entspricht. Als erstmalige berufli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che Ausbildung gilt gemäss Art. 5 Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die berufliche Grundbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBG) sowie, nach Abschluss der Volks- oder Sonderschule, der Besuch einer Mittel-, Fach- oder Hochschule und die berufliche Vorbereitung auf eine Hilfsarbeit oder auf die Tätigkeit in einer geschützten Werkstätte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unter erstmaliger beruflicher Ausbildung im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG ist die gezielte und planmässige Förderung in beruflicher Hinsicht zu verstehen, mit anderen Worten, der systematische Erwerb oder die Vermittlung spezifischer beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten (AHI 2002 S. 176 E. 3b.aa mit Hinweis). Als derartige Ausbildung gelten Massnahmen erst dann, wenn sie nach getroffe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ner Berufswahl zur Vorbereitung auf die eigentliche Berufsausbildung notwendig werden. Die schulischen Vorkehrungen müssen abgeschlossen, die Berufswahl getroffen und die vorgesehenen Massnahmen als integrierende Bestandteile des Berufszieles formuliert worden sein. Vorbereitende Massnahmen fallen dann unter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16 IVG, wenn sie nach getroffener Berufswahl als gezielte Vorbereitung auf die eigentliche Berufsausbildung notwendig werden. Nicht zur erstmaligen beruflichen Ausbildung gehören Zwischenjahre, die der Förderung der Berufs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wahlreife, der Berufsfindung, dem Ausfüllen schulischer Lücken und der Förde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung des Arbeitsverhaltens dienen (Urteil des Bundesgerichts I 485/01 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2002 m.w.H.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als invalid im Sinne von Art. 16 IVG gilt, wer aus gesundheitlichen Gründen bei einer seinen Fähigkeiten entsprechenden Ausbildung erhebliche Mehrkosten auf sich nehmen muss. Bezüglich psychischer Beeinträchtigungen sind die von der Rechtsprechung zum invalidisierenden geistigen (seit 1. Januar 2004: oder psychischen) Gesundheitsschaden (Art. 4 Abs. 1 IVG, seit 1. Januar 2003: in Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bindung mit Art. 7 und 8 Abs. 1 ATSG) entwickelten Grundsätze auch im Bereich des Art. 16 IVG massgeblich; dabei ist jedoch nicht die Erwerbstätigkeit, sondern der beabsichtigte Ausbildungsgang mit seinen spezifischen Anforderungen Bezugspunkt (BGE 114 V 29 E. 1b in fine mit Hinweisen; Urteil des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts I 159/05 vom 16. März 2006 E. 3.2.2). Sodann ist es unerheblich, ob die versicherte Person bei Erlass der Verwaltungsverfügung an einem invalidisieren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Gesundheitsschaden leidet. Denn es kommt im Rahmen von Art. 4 Abs. 1 IVG (seit 1. Januar 2003: in Verbindung mit Art. 7 und 8 Abs. 1 ATSG), von seinem ausdrücklichen Wortlaut wie von der Systematik der Invalidenversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung als final konzipierte Erwerbsausfallversicherung (AHI 1999 S. 79) her, nicht auf die Gleichzeitigkeit (Kontemporalität), sondern auf die Kausalität von Gesundheitsschaden und Erwerbsunfähigkeit an (BGE 126 V 461 E. 2 in fine, AHI 2003 S. 158 E. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene leistungsabweisende Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung vom 27. Februar 2017 (Urk. 2/1) damit, dass aus Sicht der Invalidenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung nicht nachvollziehbar sei, weshalb der Versicherte ihre Hilfe benötige. Er habe gute Leistungen in der Schule und die aktuellen Berichte stünden im Kontrast zu denjenigen des A.___ aus dem Jahr 2011. Da der Versicherte die Behandlung auf eigenen Wunsch abgeschlossen habe, könnten auch keine weiteren Abklärungen mehr getätigt werden (S. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Stellungnahme des RAD vom 26. Juni 2017 (Urk. 20) liege kein invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 16 IVG vor. Der Umstand, dass der Versicherte Begleitung und Unterstützung bezüglich Wohnen und Arbeiten brauche, sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht gesundheitlich bedingt, sondern liege in den sehr schwierigen familiären Verhältnissen begründet (Urk. 19 S. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Duplik vom 6. März 2018 (Urk. 43) führte die Beschwerdegegnerin aus, gestützt auf eine erneute RAD-Stellungnahme vom 5. März 2018 sei kein derart gelagerter Gesundheitsschaden ausgewiesen, welcher die Kostenübernahme einer erstmaligen beruflichen Ausbildung rechtfertige (S. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beiständin des Versicherten stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), die Beschwerdegegnerin hätte mit ihrem Entscheid zuwarten müssen, bis der Versicherte den mit Schreiben vom 26. Januar 2017 auferlegten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schadenmin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derungsmassnahmen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hätte nachkommen können (S. 1). Er habe in seiner frühen Kindheit emotionale und strukturelle Verwahrlosung erlebt. Seit Juli 2008 sei er im Z.___ platziert und besuche aktuell die dritte Oberstufe Niveau C. Laut Aussagen der aktuellen Lehrpersonen sei er weder in der Lage, ein 10. Schuljahr zu besuchen, noch eine reguläre Lehre zu absolvieren. Im Dezember 2016 habe er während 11 Tagen in der Velowerkstatt des B.___ schnuppern können. Das B.___ habe ihm ein Angebot gemacht, vor Ort eine Vorlehre zu absolvieren. Er wolle allen Schadenminde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsmassnahmen nachkommen, sodass er sich mittels eines erfolgreichen Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lehrjahres den Lehrbeginn 2018 in der Velowerkstatt B.___ sichern könne (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Replik vom 8. Dezember 2017 führte der neu mandatierte Rechtsvertreter des Versicherten aus, auf das reine Aktengutachten von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Prof. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, RAD</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, vom 26. Juni 2017 (Urk. 20) könne nicht abgestellt werden. An dessen Beurteilung bestünden auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund des Berichts des behandelnden Arztes Dr. med. D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erhebliche Zweifel (Urk. 36 S. 3). Der Versicherte sei den mit Schreiben vom 26. Januar 2017 aufer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">legten Schadenminderungsmassnahmen nachgekommen (S. 6 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und zu prüfen ist, ob </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> invaliditätsbedingt auf eine berufli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che Erstausbildung in einem geschützten Rahmen angewiesen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Fachpersonen des A.___ nannten mit Bericht vom 21. Februar 2011 (Urk. 21/12/1-5) als Diagnose eine reaktive Bindungsstörung des Kindesalters (ICD-10 F94.1; S. 4 Ziff. 4). Der Versicherte sei ein körperlich und kognitiv altersentsprechend entwickelter Junge mit einem insgesamt durchschnittlichen intellektuellen Leistungsniveau. Er habe im Rahmen der Testabklärung eine durchgehend gute Konzentrationsleistung, mit schwankender motorischer Unruhe gezeigt. Schwierigkeiten hätten sich im mathematischen und mnestischen Bereich (besonders Langzeitspeicher) gezeigt, was von seiner Bezugsperson im Alltag ebenfalls beobachtet werde. Emotional habe er verunsichert, kindlich und bedürftig gewirkt. Erhalte er im Rahmen der Abklärung (Zweiersetting) genügend Aufmerksamkeit seien auch seine Konzentrationsleistungen gut bis überdurch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schnittlich. Sein emotional impulsives Verhalten, seine Schwierigkeiten in Beziehungen mit Gleichaltrigen und sein Unvermögen, sein gutes intellektuelles Potential in der Schule in entsprechende Leistungen umzusetzen, sei im Zusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hang mit seiner schwierigen unsteten Lebensgeschichte, die wenig Bestän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digkeit, Sicherheit und Geborgenheit habe vermitteln können, zu sehen (S. 5 Ziff. 6). Es werde eine Psychotherapie mit den folgenden Zielen empfohlen: Iden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">titätsfindung, emotionale Kontrolle, Beziehungs/Bindungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">themen. Die Mutter des Versicherten sei mit den Empfehlungen einverstanden. Die Bezugs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">person werde einen Therapieplatz für den Versicherten suchen (S. 5 Ziff. 8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit schulpsychologischem Untersuchungsbericht vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juli 2014 (Urk. 21/12/6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7) führte die Schulpsychologin E.___ aus, aufgrund der schulpsycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Untersuchung beurteile sie den Versicherten als freundli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen und umgäng</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Knaben, der sozial gut integriert sei. Er sei noch wenig selbständig und wirke in seiner Art jünger und «kindlicher» als das vom Alter her zu erwarten sein würde. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Versicherte sei vermehrt auf Strukturierungs- und Organisations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hilfen und auf eine enge, wohlwollende Führung angewiesen. Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> verfüge über eine sehr gute Merkfähigkeit und gutes kognitives Potential, welche in deutlicher Diskre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">panz zu seinen schwachen schulischen Leistungen stehe. Er investiere viel Energie in Ausweichstrategien, das schulische Arbeiten zu umge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hen. Dies habe zu stoff</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Lücken und ungenügenden Leistungen geführt, was Demotivation und erneute Ausweichstrategien zur Folge habe (S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. D.___ nannte mit Bericht vom 17. August 2016 (Urk. 21/6) als Diagnose eine hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens (ICD-10 F90.1; Ziff. 1.1). Er habe den Versicherten ab März 2011 anfangs wöchentlich, später alle 14 Tage,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">behandelt. Die Behandlung sei auf Wunsch des Versicherten und seiner Mutter am 8. April 2016 abgeschlossen worden (Ziff. 3.1). Die Prognose sei ohne Behandlung ungünstig (Ziff. 3.3). Die Arbeitsfähigkeit könne mit medikamentö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ser Behandlung und sozialpädagogischen Massnahmen verbessert werden (Ziff. 4.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ärzte des F.___, Augenklinik, führten mit Bericht vom 8. November 2016 (Urk. 21/17/5-6) aus, der Versicherte sei vom 27. September bis 31. Oktober 2016 untersucht worden und nannten als Diagnose Drusen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">papillen beidseits, Erstdiagnose 27. September 2016 (Ziff. 1.1). Bei den Drusen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">papillen handle es sich um einen benignen Befund, welcher meist keinen Einfluss auf das Sehvermögen des Versicherten habe. Es bestehe deshalb keine vermin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derte Leistungsfähigkeit aus ophthalmologischer Sicht. Es seien alle Tätigkeiten in uneingeschränktem Umfang möglich (Ziff. 2.1). Es sei keine Behandlung mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich und notwendig (Ziff. 4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Verfügungserlass ergingen folgende Berichte:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Fachpersonen des A.___ nannten mit Bericht vom 5. Mai 2017 (Urk. 12) folgende Diagnosen (Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">reaktive Bindungsstörung des Kindesalters, diagnostiziert durch den A.___ 2011 (ICD-10 F94.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung, diagnostiziert durch Dr. D.___ 2011 (ICD-10 F90.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es handle sich beim Versicherten um einen Jugendlichen mit einer reaktiven Bin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dungsstörung und einem ausgeprägten ADHS. Mit dem Strukturieren und Planen von Aufgaben habe er Schwierigkeiten, er brauche eine enge Führung. Er verfüge über eine gute Auffassung und eine kurze Konzentrationsspanne, er sei leicht ablenkbar. Er könne Aufträge einzeln gut entgegennehmen, sei jedoch schnell überfordert, wenn er mehrere Aufgaben auf einmal erhalte. Dank der Medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kation mit Ritalin könne sich der Versicherte zwar deutlich besser kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zentrieren, benö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tige dennoch eine enge Strukturierung von aussen und klare Ansagen. Eine vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegebene Tagesstruktur sei für den Versicherten wichtig, um auf seine Kompe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenzen zugreifen zu können. Dann könne er sich an Regeln und Routinen halten (Ziff. 2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Versicherte lebe seit 2008 im Z.___. Seit März 2017 gebe er regelmässig Urinproben bei Herrn Dr. Köhler (Z.___) ab. Seit 2011 sei er bei Dr. D.___ in psychiatrischer Behandlung. Von April 2016 bis März 2017 habe ein Behandlungsunterbruch stattgefunden. Im März 2017 sei die medikamentöse und psychotherapeutische Behandlung im 14-tägi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen Rhythmus wiederaufgenommen worden (Ziff. 3.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der stark ausgeprägten Kardinalsymptome eines ADHS, die durch die Bindungsstörung noch verstärkt würden, sowie durch die unzureichende Aufsicht und Steuerung im Elternhaus, sei der Versicherte nicht in der Lage, eine reguläre Lehre zu absolvieren. Er benötige eine IV-gestützte Ausbildung in einem Wohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heim mit klaren Anweisungen und einer engen Struktur. Es werde nur unter diesen Voraussetzungen für den Versicherten eine günstige Prognose für seine weitere berufliche und persönliche Entwicklung gesehen. Den bereits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in Aussicht gestellten Ausbildungsplatz im B.___ werde daher ausdrücklich begrüsst (Ziff. 3.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Stellungnahme vom 26. Juni 2017 (Urk. 20 S. 2-4) führte Prof. Dr. C.___, RAD, aus, für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einen Gesundheitsschaden, der f</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ür Leistungsansprüche nach Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16 IVG qualifizier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bestünden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> aus versicherungsmedizinischer Sicht keine Anhalts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">punkte. Eine hyperkinetische Störung und eine Aktivitäts- und Aufmerk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung als definitionsgemäss angeborene und damit auch be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">reits 2011 nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisbare Störungen seien </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">im Rahmen der ausführlichen kinder- und jugend-psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chiatrischen und testpsychologischen Diagnostik 2011 ausgeschlossen worden. 2014 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hätten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">diesbezüglich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> keine Anhaltspunkte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gefunden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Auch 2017 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> hierzu keine entsprechenden Befunde angegeben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> worden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, vielmehr </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> über Nor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">malbefunde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bezüglich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Konzentration und Antrieb berichtet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> worden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Arztbericht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vom 5. Mai </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2017). Für eine Bindungsstörung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bisher keine Befunde angege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben worden, die diese Diagnose gemäss Definition ICD</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">0 stütz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en. Im Vorder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund steh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die Fremdplatzierung, die aus versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fremden Gründen erfolgt sei. Zusätzlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auf Drogenkontakt (Cannabis) hingewiesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> worden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, diesb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ezüg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> würden aber Urinkontrollen erfolgen. Für die geschilderten Probleme im Sozialverhalten wie Diebstahl und Regelbrüche im Heim </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> aus versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">medizinischer Sicht bisher keine Erkrankungen erkennbar, die als Ursache dieser Probleme eingeschätzt werden könnten. Die kognitive Leistungsfähigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 2011 und 2014 als normal eingeschätzt worden. Da der IQ in den ersten Lebensjahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zehnten relativ stabil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, sofern keine bedeut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">samen Verletzungen, Blutungen oder Entzündungen einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">treten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> - die hier nicht vorgelegen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hätten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> - sowie falls kein Drogenkonsum erfolg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> oder sedierende Medikamente gegeben w</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rden, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stünden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> aus versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">medizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nischer Sicht versicherungsfremde Faktoren im Vordergrund der angegebenen Probleme. Gleichlautend dazu </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> anfangs auch keine Psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">therapie veranlasst </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">worden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und sozialpädagogische Massnahmen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hätten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> im Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gestanden (S. 1)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Fachpersonen des A.___ führten mit Schreiben vom 1. Dezember 2017 (Urk. 37/5) aus, zu ihrem Bericht vom 5. Mai 2017 könne festgehalten wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den, dass aufgrund der vorbestehenden psychischen Diagnosen, gestellt durch qualifizierte Fachpersonen, keine neuerliche Diagnostik durchgeführt worden sei. Vielmehr sei es im Mai 2017 darum gegangen, eine Beurteilung ihrerseits betreffend den Unterstützungsbedarf für den Versicherten aufgrund der beste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Diagnosen vorzunehmen (siehe 2.3 ihres Arztberichts vom 5. Mai 2017). Falls die Invalidenversicherung eine psychiatrische Beurteilung respektive Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">prüfung der bestehenden Diagnosen wünsche, werde dies im Rahmen einer regu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lären Abklärung gerne angeboten (S. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. D.___ führte mit Bericht vom 6. Dezember 2017 (Urk. 37/2) aus, er habe den Versicherten im Jahr 2017 am 22. März, am 11. April, 10. Mai, 2., 14., 19. und 28. Juni behandelt. Die Weiterbehandlung finde bei Dr. rer. medic G.___ statt. Ein Psychiater werde gesucht. Zur RAD-Stellungnahme vom 26. Juni 2017 führte er aus, auffallend sei die selektive, einseitige Würdi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung der vorliegenden Befunde (S. 1). Prof. Dr. C.___ nenne als Befund, dass der Versicherte ein gesunder normalbegabter Jugendlicher sei. Aber im Widerspruch dazu zeige der Versicherte ein auffälliges, zum Teil dissoziales Verhalten. Er sei nicht in der Lage, seine normale Begabung in entsprechende schulische Leistun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen umzusetzen. Er habe ausserdem Mühe, eine entsprechende berufliche Ausbil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden. Der Bericht von Prof. Dr. C.___ verwende nur die seine These stützende Befunde. Alle Befunde, die auf eine ADHS Störung hinwiesen, blende er vollständig aus. Eine derartige Einschätzung sei einseitig und nicht nachvollziehbar. Der Versicherte brauche eine ihm Halt gebende Struktur sowie einen Arbeits- und Betreuungsplatz mit Verständnis für seine aktuelle Reife und seinen emotionalen Entwicklungsstand. Ohne diese Strukturen sei er nicht in der Lage, die normalen Anforderungen an eine Lehre zu bewältigen (S. 2 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Prof. Dr. C.___, RAD, nahm am 5. März 2018 erneut Stellung (Urk. 44) und führte zusammenfassend aus, aus versicherungsmedizinischer Sicht seien keine nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vollziehbaren neuen Gesichtspunkte vorgetragen worden, sodass seitens der IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Stelle weiter auf die RAD-Stellungnahme vom 26. Juni 2017 und die heutige Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzung abgestellt werden könne. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorauszuschicken ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, dass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fochtenen Verfügung oder des Einspracheentscheides für das Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gericht in der Regel der Sachverhalt massgebend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ist, der zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Verwaltungsaktes gegeben war. Tatsachen, die jenen Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">waltungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verfügung bilden (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). Sie können indessen, unter Wahrung des rechtlichen Gehörs, berücksichtigt werden, wenn sie kurze Zeit nach dem Erlass des angefochtenen Entscheids eingetreten sind, sich ihre Beachtung aus prozessökonomischen Gründen unbedingt aufdrängt und sie hinreichend klar feststehen (BGE 105 V 156 E. 2d; ZAK 1984 S. 349 E. 1b). Dies ist der Fall, wenn sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Entscheiderlasses zu beeinflussen (BGE 99 V 98 E. 4 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Zeitpunkt des Verfügungserlasses vom 27. Februar 2017 lag ein Bericht des A.___ von 2011, ein schulpsychologischer Untersuchungsbericht von 2014, ein Bericht von Dr. D.___ von August 2016 sowie ein Bericht der Augenklinik des F.___ von November 2016 vor (vorstehend E. 3.1-E. 3.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Lage der Akten leidet </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> an keinen somatischen Beschwerden, die eine relevante Einschränkung der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Leistungsfähigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zur Folge hätten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. So liegt einzig ein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bericht der Augenklinik des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> von No</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vember 2016 (vorstehend E. 3.4) vor, worin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ausdrücklich festgehalten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> worden ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, dass aufgrund der diagnostizierten Drusenpapillen keine verminderte Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit bestehe.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich der psychischen Symptomatik</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> diagnostizierten die Fachpersonen des A.___ eine reaktive Bindungsstörung des Kindesalters (vorstehend E. 3.1). Im schulpsychologische Untersuchungsbericht wurde darauf hingewiesen, dass der Versicherte auf eine enge Führung angewiesen sei und zwar über eine sehr gute Merkfähigkeit und gutes kognitives Potential verfüge, aber dieses in deutli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cher Diskrepanz zu seinen schwachen schulischen Leistungen stehe (vorstehend E. 3.2). Dr. D.___ nannte im August 2016 als Diagnose eine hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens (vorstehend E. 3.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die restlichen, im vorliegenden Beschwerdeverfahren eingereichten Berichte ergingen zwar allesamt nach Verfügungserlass. Da sie Hinweise auf den Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitszustand des Versicherten zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses geben, sind sie vorliegend dennoch zu berücksichtigen (vgl. vorstehend E. 5.1). Die Fachper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sonen des A.___ Dietikon folgten der Diagnosestellung des A.___ Horgen und Dr. D.___, ohne eine neuerliche Diagnostik durchgeführt zu haben (vorste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hend E. 4.1, E. 4.3). Auch sie wiesen darauf hin, dass der Versicherte eine enge Führung brauche. Dank der Medikation mit Ritalin könne sich der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherte zwar deutlich besser konzentrieren, benötige dennoch eine enge Struk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">turierung von aussen und klare Ansagen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wenn nun der RAD-Arzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Prof.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Dr. C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ohne persönliche Untersuchung des Beschwerdeführers </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">- einen invalidisierenden Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 16 IVG im Wesentlichen mit der Begründung verneint, für die geschilderten Probleme im Sozialverhalten wie Diebstahl und Regelbrüche im Heim seien aus versicherungsmedizinischer Sicht bisher keine Erkrankungen erkennbar, die als Ursache dieser Probleme eingeschätzt werden könnten (vorstehend E. 4.2), greift dies zu kurz. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es gilt zu beachten, dass bei Jugendlichen die Erheblichkeitsschwelle für die Annahme eines invalidisierenden Zustandes im Vergleich zu Art. 4 Abs. 1 IVG (und - mutantis mutandis - zu Art. 5 Abs. 1 IVG) herabgesetzt ist, dies im Sinne einer etwas weiter greifenden, umfassenderen Bejahung der Invalidität. Dennoch sind geringfügige gesundheitliche Beeinträchtigungen ebenfalls nicht geeignet, zu einer Invalidität im Sinne von Art. 5 Abs. 2 IVG zu führen. Beispielsweise ist das Bettnässen nicht geeignet, einen die Ausbildung erheblich beeinträchtigenden Defektzustand zu bewirken. Oder es ist für die Zukunft keine Erwerbsunfähigkeit zu befürchten, wenn eine geringfügige körperliche Entstellung einem jugendli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Versicherten bloss den Zugang zum einen oder anderen Beruf erschwert. Ist demgegenüber im Einzelfall der Gesundheitsschaden so schwerwiegend ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">prägt, dass künftig, das heisst bei Vollendung des 20. Altersjahres, voraussicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich keinerlei Erwerbstätigkeit ausgeübt werden kann, besteht zum Vornherein auf alle diejenigen Eingliederungsmassnahmen (Art. 12 ff. IVG) kein Anspruch, die an eine erwerbliche Eingliederungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirksamkeit (vgl. Art. 8 Abs. 1 lit. a, Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und Abs. 2 IVG) gebunden sind (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Inv</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">alidenversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung, IVG, 3. Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lage, Zürich/Basel/Genf 2014,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> N 30 f. zu Art. 5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nebst der herabgesetzten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erheblichkeitsschwelle für die Annahme eines invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sierenden Zustandes </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ist auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung hinzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen, wonach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sich die Notwendigkeit der streitigen Massnahme nicht nur aus dem gesundheitlichen Status ergibt, sondern dass sie in Verbindung mit den gestiege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Anforderungen des heutzutage bestehenden ausgeglichenen Ausbildungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">marktes zu beurteilen ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urteil des Bundesgerichts 9C_745/2008 vom 2. Dezem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2008 E. 4.2.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auch wenn der Bericht des A.___ Horgen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> im Verfügungszeitpunkt bereits rund </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sieben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Jahre alt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> war, und die Fachpersonen des A.___ Horgen und Dr. D.___ eine unterschiedliche Diagnose nannten, ist doch ersichtlich, dass beide von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einem psychischen Gesundheitsschaden aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegangen sind. Nebst der Schulpsy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chologin (vorstehend E. 3.2) und Dr. D.___ (vorstehend E. 4.4) sprachen sich auch die Fachpersonen des A.___ Dietikon dafür aus, dass der Versicherte eine IV-gestützte Ausbildung in einem Wohnheim mit klaren Anweisungen und einer engen Struktur benötige (vorstehend E. 4.1). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme, dass ein psychischer Gesundheitsschaden vorliegt, drängt sich auch aufgrund der übrigen vorhande</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Berichte auf:</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> So geht aus dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Standortbericht des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Oktober 2015 bis März 2016 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 21/13/24-27) hervor, dass d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er Versicherte auf klare Strukturen und auf enge Begleitung bei der tägli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Alltagsbewältigung angewiesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Die enge Zusammenarbeit mit der Schule sei zum momentanen Zeitpunkt unabdingbar. Hier müssten dem Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherten klare Grenzen gesetzt werden. Dies auch im Hinblick auf die bevorste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hende Berufswahl. In der Lehre und Berufsschule seien gewisse Selbst- und Sozi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">alkompetenzen Voraussetzung. Nun gelte es intensiv, mit Hilfe aller Beteiligter an diesen Kompetenzen zu arbeiten, um den Versicherten auf eine Lehrstelle vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zubereiten. Allenfalls müssten weitere Optionen geprüft werden. Aktuell stünden die Chancen gering für eine Lehre im öffentlichen Arbeitsmarkt. Der Versicherte gefähr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e sich selbst und andere und könne mögliche Gefahren und deren Konse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">quenzen nicht im vollen Umfang abschätzen (S. 4 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Der Versicherte fiel auch wegen wiederholter körperlicher und verbaler Gewalt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">21/13/15-17</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">21/13/18-20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">; Urk. 21/13/21-2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">), Cannabisbesitz (Urk. 21/13/1), sowie Dieb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stahl (Urk. 21/13/24-27 S. 2 Ziff. 5) auf. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fest steht, dass aufgrund der Beschreibung der Symptomatik die gesundheitliche Beeinträchtigung die Erwerbsmöglichkeiten des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auf dem Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">markt voraussichtlich einschränkt. Di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e behandelnden Fachpersonen, die Lehrer wie auch die Beiständin des Versicherten (vorstehend E. 2.2)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sehen für ihn keinen Einstieg ohne Unterstützung durch die Invalidenversicherung. Auch ist bei dieser Aktenlage mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von der Eingliederungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit des Beschwerdeführers auszugehen. Es liegt damit eine Invalidität gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 ATSG vor, womit der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Anspruch auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unterstützung bei der erstmaligen beruflichen Ausbildung nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16 IVG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hat. Er ist bei der Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gliederung auf die Unterstützung der IV angewiesen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf berufliche Massnahmen in der angefochtenen Verfügung vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2017 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">/1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) zu Unrecht verneint hat. In Gutheissung der Beschwerde ist die ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fochtene Verfügung aufzuheben und festzustellen, dass der Versicherte Anspruch auf Unterstützung bei der erstmaligen beruflichen Ausbildung nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16 IVG hat.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">69 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. 7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit erweist sich das Gesuch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Beschwerdeführers </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">um unentgeltliche Prozess</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) als gegenstandslos.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen (§ 34 Abs. 3 GSVGer).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unter Berücksichtigung der vorgenannten Bemessungskriterien und beim ab Januar 2015 für Rechtsanwälte gerichtsüblichen Stundenansatz von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">220.-- (zuzüglich MWSt) ist die Prozessentschädigung vorliegend auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. 2’000</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.-- (inkl.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Barauslagen und MWSt) festzusetzen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 2</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">7. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Februar 2017 mit der Feststellung aufgehoben, dass der </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Versicherte</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Anspruch auf Unterstützung bei der erstmaligen beruflichen Ausbildung</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> nach Art. 16 IVG</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> hat.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Versicherten</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessentschädi</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">gung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 2’000</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Peter Jäger</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannKeller</p><p></p></div> </div></body></html>