<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VK.2001.00003</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106455&amp;W10_KEY=4467147&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VK.2001.00003</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 06.12.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kündigung einer Schiffsboje</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Kündigung eines Liegeplatzes wegen Änderung der vom Kanton der Beklagten erteilten Konzession<br/><br/>Nur wenn das der Streitigkeit zugrund liegende Rechtsverhältnis einen öffentlich-rechtlichen Vertrag darstellt, ist das Verwaltungsgericht im Klageverfahren zuständig (E. 1a).<br/>Das Verhältnis zwischen Klägerin und Beklagter untersteht dem öffentlichen Recht (E. 1c).<br/>Es liegt ein Vertrag vor (E. 1d).<br/>Die Klägerin verlangt die Aufhebung der Kündigung (E. 2a).<br/>Die Parteien gehen übereinstimmend davon aus, dass eine Kündigung grundsätzlich möglich ist (E. 2b).<br/>Neben den im Vertrag ausdrücklich erwähnten ergibt sich eine Kündigungsmöglichkeit auch daraus, dass das der Klägerin eingeräumte Recht durch die der Beklagten erteilte Konzession definiert und begrenzt wird (E. 2d).<br/>Die vom Kanton in Aussicht gestellte Bedingung für die Bootshafenkonzession stellt grundsätzlich einen zulässigen Kündigungsgrund dar (E. 2e).<br/>Die Kündigung verstösst nicht gegen Treu und Glauben (E. 3a).<br/>Es liegt auch kein Verstoss gegen die Rechtsgleichheit vor (E. 3b).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BOOTSANLEGEPLATZ">BOOTSANLEGEPLATZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONZESSION">KONZESSION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃNDIGUNG">KÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LIEGEPLATZ">LIEGEPLATZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHER VERTRAG">ÃFFENTLICHER VERTRAG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICH-RECHTLICHER VERTRAG">ÃFFENTLICH-RECHTLICHER VERTRAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSGLEICHHEIT">RECHTSGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TREU UND GLAUBEN">TREU UND GLAUBEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ÃBRIGES BESONDERES VERWALTUNGSRECHT">ÃBRIGES BESONDERES VERWALTUNGSRECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 10 StationierungsV</span><br/><span class="ungerade">§ 82 lit. b VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Gemeinde X und A unterzeichneten am 1. Januar 1986 einen Schiffs-Stand­platz-Mietvertrag fÃ¼r das Stationieren eines Segelschiffes auf dem Standplatz Nr. 1, eine ca. 20 m vor dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 2 im See liegende Boje. Mit Schreiben vom 17. Ja­nuar 2001 teilte die Baukommission X A mit, im Rahmen der Konzessionierung des Boots­hafens M verlange die Baudirektion, dass verschiedene Bojen im Einzugsbereich des neuen Hafens auf den Zeitpunkt der Inbetriebnahme beseitigt wÃ¼rden, und kÃ¼ndigte demgemÃ¤ss den Bojenplatz per Ende 2001. Gleichzeitig wurde A bestÃ¤tigt, dass ihr auf Wunsch prioritÃ¤r ein Platz im neuen Hafen zuzuteilen sei. FÃ¼r den Fall, dass sich die Konzessionserteilung durch den Kanton verzÃ¶gern sollte, wurde ihr eine weitere Benutzung des Bojenplatzes zu den bisherigen Bedingungen zugesichert.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nachdem A den Erlass einer rechtsmittelfÃ¤higen VerfÃ¼gung verlangt hatte, bestÃ¤tigte die Baukommission X am 20. MÃ¤rz 2001 fÃ¶rmlich die ausgesprochene KÃ¼ndigung. Unter Hinweis auf das massgebende Mietrecht verneinte sie die Existenz einer Ã¶ffentlich-rechtlichen AnfechtungsmÃ¶glichkeit der KÃ¼ndigung. Um sich nicht dem Vorwurf der Rechts­verweigerung auszusetzen, bezeichnete die BehÃ¶rde aber den Bezirksrat Z als zustÃ¤ndige Rekursinstanz.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diesen Beschluss rekurrierte A am 25. April 2001 an den Bezirksrat Z und beantragte die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses. Der Bezirks­rat Z trat am 26. Juni 2001 auf den Rekurs mangels ZustÃ¤ndigkeit nicht ein und Ã¼berwies die Sache an das Verwaltungsgericht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 23. Juli 2001 nahm das Verwaltungsgericht die Rechtsschriften der Parteien als KlagebegrÃ¼ndung und Klageantwort entgegen und leitete einen zweiten Schriftenwechsel ein. Mit Replik vom 9. Oktober 2001 verlangte die KlÃ¤gerin die Gutheissung der Klage; die Baukommission X beantragte in ihrer Duplik vom 15. November 2001, auf die Klage sei nicht einzutreten, eventuell sei sie abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Das Verwaltungsgericht beurteilt im Klageverfahren vermÃ¶gensrechtliche Strei­tigkeiten zwischen dem Inhaber einer behÃ¶rdlichen Konzession und der die Konzession erteilenden KÃ¶rperschaft des Ã¶ffentlichen Rechts (§ 82 lit. b des Verwaltungsrechtspflege­gesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997, VRG). Nicht vermÃ¶gensrechtliche Konzessions­streitigkeiten, etwa solche betreffend Erteilung, Entzug oder Inhalt einer Konzession sind vorerst im verwaltungsinternen Rekursverfahren und alsdann im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht auszutragen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 82 N. 4). Im Klageverfahren vor Verwaltungsgericht werden sodann Streitigkeiten aus verwaltungsrecht­­lichen VertrÃ¤gen entschieden (§ 82 lit. k VRG), wÃ¤hrend AnsprÃ¼che aus privatrechtlichen VertrÃ¤gen vor den Zivilgerichten geltend zu machen sind (§ 1 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>FÃ¼r die Frage der ZustÃ¤ndigkeit ist das RechtsverhÃ¤ltnis zwischen den Parteien zu qualifizieren. WÃ¼rde der von den Parteien vereinbarte Schiffs-Standplatz-Mietvertrag die Verleihung einer Unterkonzession beinhalten, wie dies die KlÃ¤gerin vertritt, so ginge es im vorliegenden Fall um den Konzessionsentzug, welcher mittels Rekurs beim Bezirksrat Z hÃ¤tte angefochten werden kÃ¶nnen. Diesfalls wÃ¤re der Bezirksrat zu Unrecht nicht auf den Rekurs eingetreten, was die KlÃ¤gerin konsequenterweise mit Beschwerde beim Ver­wal­tungs­gericht hÃ¤tte geltend machen mÃ¼ssen. Der Rekursentscheid ist jedoch unangefochten in Rechtskraft erwachsen. LÃ¤ge in der Vereinbarung ein Ã¶ffentlich-rechtlicher Miet­vertrag, so wÃ¤re die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts im Klageverfahren gegeben und die Ãberweisung durch den Bezirksrat zu Recht erfolgt. Handelte es sich bei der geschlossenen Vereinbarung schliesslich um einen privatrechtlichen Vertrag, wofÃ¼r sich die Baukommission X ausspricht, fiele die Sache in die ZustÃ¤ndigkeit der Zivilgerichte (§ 1 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>b) Das RechtsverhÃ¤ltnis zwischen einer Ã¶ffentlich-rechtlichen KÃ¶rperschaft und einer Privatperson kann dem Ã¶ffentlichen Recht oder dem Privatrecht unterstehen. Ãffentliches Recht liegt nach Lehre und Rechtsprechung etwa dann vor, wenn das Gemeinwesen dem Privaten gegenÃ¼ber obrigkeitlich auftritt, wenn die massgebenden Rechtsnormen vorwiegend Ã¶ffentliche Interessen verfolgen, wenn sie die Er­fÃ¼llung einer Ã¶ffentlichen Aufgabe oder einer Ã¶ffentlichen TÃ¤tigkeit normieren oder wenn ihre Verletzung eine Ã¶ffentlich-rechtliche Sanktion nach sich ziehen kann. Diese Kriterien entstammen verschiedenen Theorien und heben je ein fÃ¼r das Ã¶ffentliche Recht bedeutsames Element hervor, ohne dass aber das eine Vorrang vor dem anderen beanspruchen kÃ¶nnte. Das Bundesgericht wendet diese Kriterien im Sinne eines Methodenpluralismus kombiniert an und prÃ¼ft in jedem Einzelfall, welches Ab­grenzungskriterium dem konkreten Einzelfall am besten gerecht wird (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 208 ff.; vgl. BGE 120 II 412 E. 1b; BGr, 27. September 1996, ZBl 98/ 1997, S. 410).</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>c) Der ZÃ¼richsee ist ein Ã¶ffentliches GewÃ¤sser im Gemeingebrauch, dessen Nutzung der Kanton ZÃ¼rich gestÃ¼tzt auf Art. 664 Abs. 1 ZGB durch das Wasserwirtschaftsgesetz vom 2. Juni 1991 (WasserwirtschaftsG) und die Verordnung Ã¼ber das Stationieren von Schiffen vom 14. Oktober 1992 (StationierungsV) hoheitlich regelt. Soweit der Kanton Konzessionen fÃ¼r ganze Seeanlagen an die Gemeinden erteilt und diese zur Weitergabe einzelner Nutzungsrechte an Dritte berechtigt, Ã¼bertrÃ¤gt sie den Gemeinden die Wahrung Ã¶ffentlicher Interessen im VerhÃ¤ltnis zu den Endnutzern. In­sofern unterliegt das VerhÃ¤ltnis zwischen dem Kanton als HerrschaftstrÃ¤ger Ã¼ber den See und der Gemeinde X als KonzessionÃ¤rin der fraglichen Boje klar dem Ã¶ffent­­lichen Recht. Dieses VerhÃ¤ltnis war auch bereits vor Inkrafttreten der angefÃ¼hrten Erlasse unter der Herrschaft des Gesetzes Ã¼ber die GewÃ¤sser vom 15. Dezember 1901 und des EinfÃ¼hrungsgesetzes zum GewÃ¤sserschutzgesetz vom 8. Dezember 1974 Ã¶ffentlich-rechtlicher Natur. </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>FÃ¼r die Qualifizierung des RechtsverhÃ¤ltnisses zwischen der Gemeinde X und der KlÃ¤gerin als BenÃ¼tzerin einer bestimmten Boje ist im Wesentlichen auf die Regelung in der StationierungsV abzustellen, welche Art. 11 des von den Parteien unterzeichneten Schiffs-Standplatz-Mietvertrages teilweise zitiert und Art. 12 des Vertrages insgesamt vorbehÃ¤lt. Nach § 10 der Verordnung kÃ¶nnen die KonzessionÃ¤re von Stationierungsanlagen LiegeplÃ¤tze mit Unterkonzession oder Vertrag Dritten zur Be­nÃ¼tzung zuteilen. Bei der BenÃ¼tzung der Anlage sind Dritte an den Umfang und die Schranken des dem KonzessionÃ¤r gewÃ¤hrten Rechts gebunden. Der KonzessionÃ¤r hat dem BenÃ¼tzer die massgebenden Konzessionsbedingungen bekanntzugeben und ist dem Staat gegenÃ¼ber fÃ¼r deren Einhaltung verantwortlich. Das fÃ¼r die BenÃ¼tzung Ã¶ffentlicher oder privater Stationierungsanlagen zu erhebende Entgelt wird durch die §§ 12 und 13 StationierungsV begrenzt. § 14 StationierungsV sieht sodann die MÃ¶glichkeit vor, einem Benutzer den Liegeplatz zu entziehen, wenn sein Verhalten Ã¶ffent­lichen Interessen widerspricht. Der Liegeplatz kann insbesondere dann entzogen werden, wenn der BenÃ¼tzer Vorschriften der Schifffahrt, der Fischerei sowie des Umwelt- und Natur- und Heimatschutzes zuwiderhandelt, den Liegeplatz und das stationierte Schiff schlecht unterhÃ¤lt und pflegt, den Liegeplatz wÃ¤hrend mehr als drei Monaten vom 1. April bis 31. Oktober ohne BegrÃ¼ndung nicht belegt oder die GebÃ¼hren nicht entrichtet. Schliesslich enthÃ¤lt die Verordnung verschiedene Vorschriften Ã¼ber die Verwaltung und Aufsicht der Stationierungsanlagen durch die Kon­zessionÃ¤re, insbesondere Ã¼ber die FÃ¼hrung eines Liegeplatzverzeichnisses und die Zuteilung der LiegeplÃ¤tze in der Reihenfolge einer Warteliste (§§ 15 bis 17 StationierungsV). Weitgehend gleichlautende Bestimmungen enthielt bereits die im Zeitpunkt der Unterzeichnung geltende Stationierungsverordnung vom 23. April 1980 (aStationierungsV) mit den §§ 11 und 12 betreffend die Ãberlassung von Liege­plÃ¤tzen an Dritte, § 14 und 15 betreffend Entgelt, § 16 betreffend Entzug von LiegeplÃ¤tzen und 17 bis 19 betreffend Verwaltung und Aufsicht der Stationierungsanlagen, insbesondere Verzeichnis und Warteliste. </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Aufgrund der dargestellten Ordnung ist das VerhÃ¤ltnis zwischen der Gemeinde X und der KlÃ¤gerin als Ã¶ffentlich-rechtlich zu qualifizieren. Gleich wie bei der Kon­zessionierung einer ganzen Stationierungsanlage geht es auch bei BenÃ¼tzung einzelner LiegeplÃ¤tze durch Dritte um die Nutzung eines Ã¶ffentlichen GewÃ¤ssers im Gemeingebrauch. Das Nutzungsrecht selber wird durch die Ã¶ffentlich-rechtliche Kon­zession definiert und beschrÃ¤nkt und hat sich auch darÃ¼ber hinaus stark an Ã¶ffentlichen Interessen zu orientieren. Dementsprechend kann die Verletzung Ã¶ffentlicher Interessen durch den BenÃ¼tzer eine verwaltungsrechtliche Sanktion, nÃ¤mlich den Entzug des Liegeplatzes, nach sich ziehen. Die im Bundesprivatrecht herrschende Vertragsfreiheit, wie sie in besonderem Masse bei der Miete von nicht Wohn- oder GeschÃ¤ftsraum bildenden Objekten besteht, wird durch die Verordnung praktisch vollstÃ¤ndig aufgehoben. Weder in der Auswahl des Mieters, noch im Umfang der Ã¼bertragbaren Nutzungsrechte und der HÃ¶he des Mietzinses besteht ein wesentlicher Gestaltungsspielraum fÃ¼r den KonzessionÃ¤r.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Untersteht das RechtsverhÃ¤ltnis zwischen den Parteien demnach dem Ã¶ffentlichen Recht, so ist fÃ¼r die Frage der ZustÃ¤ndigkeit weiter zu entscheiden, ob das der KlÃ¤gerin eingerÃ¤umte Nutzungsrecht im vorliegenden Fall aus einer mitwirkungsbedÃ¼rftigen Ver­fÃ¼gung oder aber aus Vertrag entstanden ist. § 10 Abs. 1 StationierungsV sieht fÃ¼r die Vergabe von LiegeplÃ¤tzen an einen Dritten sowohl die Unterkonzession als auch den Vertrag vor.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Unter Hinweis auf § 17 StationierungsV, wonach die UnterkonzessionÃ¤re ein Verzeichnis Ã¼ber die ihrer Verwaltung unterstehenden LiegeplÃ¤tze zu fÃ¼hren haben, hÃ¤lt die Beklagte dafÃ¼r, dass die Unterkonzession von vornherein gar nicht fÃ¼r die Vergabe eines einzelnen Liegeplatzes zur VerfÃ¼gung stehe. Dieser Auffassung kann nicht beigetreten werden. Nach § 19 aStationierungsV, welche im Zeitpunkt des Abschlusses des Schiffs-Standplatz-Mietvertrages der Parteien in Kraft stand, hatten nur die Gemeinden, nicht aber die UnterkonzessionÃ¤re ein solches Liegeplatzverzei­chnis zu fÃ¼hren. GemÃ¤ss § 11 aStationierungsV konnten die KonzessionÃ¤re Liege­plÃ¤tze Dritten zur BenÃ¼tzung Ã¼berlassen, ohne dass nÃ¤heres Ã¼ber die Art der Vergabe vorgeschrieben war. Daraus ist zu schliessen, dass jedenfalls altrechtlich grundsÃ¤tzlich beide Ã¶ffentlich-rechtlichen Varianten offenstanden, um Dritten das Recht auf Nutzung eines Liegeplatzes einzurÃ¤umen. Wie sich die Sache unter der Herrschaft der geltenden Verordnung verhÃ¤lt, kann damit offen bleiben.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das von den Parteien 1986 unterzeichnete Dokument trÃ¤gt den Titel Schiffs-Standplatz-Mietvertrag und bezeichnete die Beklagte als Vermieterin und die KlÃ¤gerin als Mieterin. Wenngleich die von den Parteien verwendete Bezeichnung der Vergabegrundlage nicht zwingend deren rechtliche Qualifikation bestimmt, ist darin zu­mindest ein wichtiges Indiz auf die vertragliche Natur der Vergabe zu erblicken. Neben den essentiellen Bestandteilen auf dem Deckblatt enthÃ¤lt das Dokument zusÃ¤tzlich 12 Artikel, welche im Wesentlichen die Rechte der Mieter von SchiffsstandplÃ¤tzen (Hafen-, Trocken- und BojenplÃ¤tze) begrenzen und deren Pflichten detaillieren. Indem die Beklagte diese Bestimmungen zum Bestandteil des individuellen RechtsverhÃ¤ltnisses machte und darauf verzichtete, Rechte und Pflichten der Nutzer etwa generell abstrakt in einer kommunalen Verordnung zu regeln, brachte sie einen Vertragswillen zum Ausdruck, der hoheitliches Handeln gegenÃ¼ber den Nutzern grundsÃ¤tzlich ausschliesst. Die Beklagte geht daher zu Recht von einer vertraglichen Grund­lage aus.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>2. a) Die KlÃ¤gerin verlangt in der Replik die Gutheissung ihrer Klage, nachdem sie vorgÃ¤ngig mit Rekurs die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses der Bau­­kommission X verlangt hat. Inhaltlich beanstandet sie die UnverhÃ¤ltnismÃ¤s­­sig­keit der BeseitigungsverfÃ¼gung der Boje und die Verletzung der Rechtsgleichheit und macht im Wesentlichen geltend, dass die Beklagte keinen Anspruch auf Beseitigung der Boje aus den von ihr angefÃ¼hrten planerischen GrÃ¼nden habe. Damit verlangt sie sinngemÃ¤ss, dass die ausgesprochene KÃ¼ndigung des Mietvertrages als ungÃ¼ltig aufzuheben sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Parteien gehen Ã¼bereinstimmend davon aus, dass eine KÃ¼ndigung des am 1. Januar 1986 auf unbestimmte Zeit geschlossenen Mietvertrages grundsÃ¤tzlich mÃ¶glich sei. WÃ¤hrend allerdings die Beklagte dafÃ¼r hÃ¤lt, sie kÃ¶nne entsprechend dem privaten Miet­recht unter Einhaltung einer KÃ¼ndigungsfrist ohne weiteres kÃ¼ndigen, ist die KlÃ¤gerin der Auffassung, eine KÃ¼ndigung von Seiten der Beklagten sei nur unter den speziellen Voraussetzungen von Art. 11 des Vertrages, welche vorliegend nicht erfÃ¼llt seien, zulÃ¤ssig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Beendigung eines verwaltungsrechtlichen Vertrages kann aus verschiedenen GrÃ¼nden erfolgen, so etwa infolge ErfÃ¼llung, durch Ablauf einer vereinbarten oder gesetzlich vorgesehenen Dauer (Befristung) oder durch gesetzlich oder vertraglich vorgesehene KÃ¼ndigung (HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 911 f.). Ob und unter welchen Voraussetzungen eine VertragskÃ¼ndigung mÃ¶glich ist, ist aufgrund der gesetzlichen Regelung und des Vertrags selbst zu ermitteln. Dabei sind verwaltungsrechtliche VertrÃ¤ge wie privatrechtliche grundsÃ¤tzlich nach dem Vertrauensprinzip auszulegen. Als Ausdruck allgemeiner RechtsgrundsÃ¤tze kÃ¶nnen bei der Beurteilung Ã¶ffentlich-rechtlicher Vertragsstreitigkeiten auch die Bestimmungen des Obligationenrechts herangezogen werden, soweit sich diese auch auf dem Gebiet des Ã¶ffentlichen Rechts als sachgerecht erweisen (BGr, 20. Juli 1981, ZBl 83/1982, S. 72 E. 2; BGE 105 Ia 207 E. 2c). Anders als ein privater Vertragspartner ist das Gemeinwesen allerdings bei der AusÃ¼bung eines ihm zustehenden KÃ¼ndigungsrechts an die verfassungsrechtlichen Schranken allen staatlichen Handelns gebunden, so etwa an das Gebot der Rechts­gleichheit und der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Im vorliegenden Fall ergeben sich sowohl aus der StationierungsV als auch aus dem Mietvertrag der Parteien verschiedene MÃ¶glichkeiten fÃ¼r eine Beendigung des Vertrages. Art. 11 des Vertrages rÃ¤umt dem Mieter das Recht ein, den Vertrag jederzeit unter Ein­­haltung einer einmonatigen Frist zu kÃ¼ndigen. Auf der anderen Seite ist die Beklagte be­rechtigt, den Vertrag jederzeit aufzulÃ¶sen, wenn der Mieter spezielle Bestimmungen ver­letzt. Eine Frist ist in diesem Fall nicht einzuhalten, jedoch ist eine vorgÃ¤ngige Abmahnung nÃ¶tig. Ein allgemeines Recht der Vermieterin, den Vertrag ohne spezielle VersÃ¤umnisse des Mieters zu kÃ¼ndigen, ist nicht ausdrÃ¼cklich vorgesehen. Jedoch enthÃ¤lt der Mietvertrag eine wesentliche inhaltliche und zeitliche BeschrÃ¤nkung dadurch, dass das der KlÃ¤gerin Ã¼ber­tragene Nutzungsrecht ausdrÃ¼cklich durch die Konzession definiert und begrenzt ist (Art. 11 in Verbindung mit § 12 aStationierungsV). Der Verlust der Konzession muss dem­gemÃ¤ss zwangslÃ¤ufig auch zum Verlust des Vermietungsrechtes des KonzessionÃ¤rs und damit des Nutzungsrechtes des Mieters fÃ¼hren. Geht der KonzessionÃ¤r seines Rechtes verlustig, so endet damit grundsÃ¤tzlich auch das Ã¶ffentlich-rechtliche MietverhÃ¤ltnis. Darin liegt ein Beendigungsgrund sui generis, welcher unabhÃ¤ngig von einer fÃ¼r diesen Fall weder in der StationierungsV noch im Vertrag ausdrÃ¼cklich vorgesehenen KÃ¼ndigung eintritt. Bestimmte Fristen sind dabei mangels gesetzlicher Vorschrift oder besonderer Abrede nicht zu beachten, wenngleich der Vertrauensschutz eine mÃ¶glichst frÃ¼hzeitige Information des Mieters Ã¼ber die bevorstehende Beendigung der Konzession gebietet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Die Beklagte macht vorliegend nicht geltend, ihre Konzession sei bereits unterge­gangen, sondern kÃ¼ndigt lediglich an, sie mÃ¼sse aufgegeben werden, wenn sie eine Konzession des Kantons fÃ¼r den Hafen M in Anspruch nehmen wolle. Sie kÃ¼ndigte deshalb das MietverhÃ¤ltnis vorsorglich. TatsÃ¤chlich hat die Baudirektion der Beklagten am 16. Dezember 1999 in Aussicht gestellt, eine allfÃ¤llige Konzession fÃ¼r den Bootshafen M werde an die Bedingung geknÃ¼pft, dass verschiedene Bojen im Einzugsbereich des Hafens auf dessen Inbetriebnahme hin zu entfernen seien. Weiter verlangte die Direktion, dass die rechtzeitige KÃ¼ndigung der VertrÃ¤ge mit den BenÃ¼tzern der zu beseitigenden Bojen bereits aus den Gesuchsunterlagen ersichtlich sein mÃ¼sse. Inzwischen wurde das Konzessionsgesuch der Beklagten am 6. April 2001 verÃ¶ffentlicht; jedoch geht aus den Akten nicht hervor, ob die Hafenkonzession inzwischen schon erteilt werden konnte. Falls nun die Hafenkonzession tatsÃ¤chlich unter die genannte Bedingung gestellt und alsdann von der Beklagten in Anspruch genommen wird, so wird dies zwangslÃ¤ufig zum Verlust der Konzession fÃ¼r die von der KlÃ¤gerin benutzte Boje fÃ¼hren. Dieser Umstand liesse daher den Mietvertrag im gegebenen Zeitpunkt grundsÃ¤tzlich auch ohne KÃ¼ndigung enden. KÃ¼ndigte die Beklagte entsprechend der Forderung der Baudirektion den Vertrag noch vor Einreichen des Konzessionsgesuchs, so kann sie damit letzt­lich nur einer anderen Art der Vertragsbeendigung zuvor. Darin muss nach dem Sinn des Mietvertrages, der seine Grenzen in der Konzession findet, grundsÃ¤tzlich ein zulÃ¤ssiger KÃ¼ndigungsgrund erblickt werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Da die Beklagte mit ihrem Konzessionsgesuch fÃ¼r den Bootshafen M den kÃ¼nftigen Verlust der Bojenkonzession selber veranlasst, bleibt zu prÃ¼fen, ob darin ein Verstoss gegen Treu und Glauben liegt. Dieser Grundsatz verbietet es etwa einem KonzessionÃ¤r, sich ohne sachliche GrÃ¼nde einer erteilten Konzession zu entÃ¤ussern, um mit dieser BegrÃ¼ndung den Mietvertrag ohne das Vorliegen spezifischer KÃ¼ndigungsgrÃ¼nde zu Ende zu bringen. WÃ¤re dies der Fall, so kÃ¶nnte damit auch keine KÃ¼ndigung begrÃ¼ndet werden. Um die Aufhebung oder Ãnderung des MietverhÃ¤ltnisses zu rechtfertigen, sei es als automatische Folge oder mittels einer dem zuvorkommenden KÃ¼ndigung, mÃ¼ssen demnach sachliche GrÃ¼nde fÃ¼r die vom KonzessionÃ¤r initiierte Aufhebung oder Ãnderung der Konzession sprechen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach den Angaben der Beklagten soll in X derzeit eine Warteliste fÃ¼r BootsplÃ¤tze mit 280 Interessenten bestehen. Mit dem schon seit Ã¼ber 30 Jahren geplanten Bootshafen M will die Beklagte das bestehende Angebot an BootsplÃ¤tzen vergrÃ¶ssern und die Nachfrage kÃ¼nftig besser befriedigen. Entstehen soll damit eine Anlage mit ca. 70 PlÃ¤tzen. Der Hafen ist als geplante Ã¶ffentliche Anlage im regionalen Richtplan Pfannenstiel eingetragen. Damit hat die Beklagte ein anerkennenswertes Ã¶ffentliches Interesse am Hafen­bau dargetan. Die KlÃ¤gerin scheint ein raumplanerisches Interesse am Hafenbau grundsÃ¤tzlich zu anerkennen, ihre EinwÃ¤nde befassen sich denn auch nicht mit den BeweggrÃ¼nden fÃ¼r den Hafenbau, sondern vor allem mit mutmasslichen Bedenken gegen Seebojen im Allgemeinen. Solche haben die Beklagte aber nicht zur Einreichung des Hafenkonzessionsgesuches veranlasst. Die KlÃ¤gerin verkennt auch, dass Auflage zur Entfernung der 19 Schiffsbojen letztlich durch die Baudirektion fÃ¼r die Hafenkonzessionserteilung an­ge­kÃ¼ndigt wurde und dass die Beklagte als blosse Vermieterin nicht fÃ¼r die GrÃ¼nde einzustehen hat, die den Kanton zu dieser Auflage bewogen haben. Liegen demnach sachliche GrÃ¼nde fÃ¼r die freiwillige Preisgabe bzw. Ãnderung der bestehenden Konzession fÃ¼r die Beklagte vor, so verstÃ¶sst die ausgesprochene KÃ¼ndigung des Mietvertrages nicht gegen Treu und Glauben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die KÃ¼ndigung verstÃ¶sst auch nicht gegen die Rechtsgleichheit. Der von der KlÃ¤gerin angerufene Umstand, dass in der NÃ¤he der fraglichen Boje einige GerÃ¤te der Badeanstalt Y ebenfalls mit Bojensteinen und Ketten verankert seien, ist irrelevant. Der geplante Hafen kann nur die Funktion bisheriger Schiffsbojen, nicht aber diejenige von Markierungsbojen oder Schwimmbalken einer Badeanstalt Ã¼bernehmen. Dementsprechend hat die Baudirektion fÃ¼r die Erteilung der Hafenkonzession denn auch nur die Entfernung von Schiffsbojen verlangt. Dass sich die Beklagte gegenÃ¼ber anderen Bojennutzern anders verhalten hÃ¤tte als gegenÃ¼ber der KlÃ¤gerin, macht diese nicht geltend.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Indem die Beklagte sodann den Bojenmietern zugesichert hat, dass diese bei der Zuteilung der HafenplÃ¤tze PrioritÃ¤t hÃ¤tten und sie die Bojen bei VerzÃ¶gerungen Ã¼ber den KÃ¼ndigungstermin hinaus zu den bisherigen Bedingungen benÃ¼tzen dÃ¼rften, erweist sich die ausgesprochene KÃ¼ndigung auch als durchaus schonungsvoll fÃ¼r die Mieter. Dass die Ã¼ber elf Monate im voraus angezeigte KÃ¼ndigung zu kurzfristig erfolgt wÃ¤re, macht die KlÃ¤gerin schliesslich zu Recht nicht geltend. Die KÃ¼ndigung erweist sich daher auch als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Klage ist demgemÃ¤ss vollumfÃ¤nglich abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Klage wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>