<h2>SubmittedText<h2><p>Mit dem Erdgasvorkommen im Untergrund der Schweiz "könnten wir so viel Erdgas fördern, dass der gesamte Schweizer Bedarf gedeckt wäre", teilte der Unternehmer Pietro Oesch dem Tagesanzeiger mit. Er fügte hinzu: "Im Tessiner Untergrund schlummern grosse Erdgasvorkommen, die in zwei bis drei Jahren erschlossen werden könnten."</p><p>Meine Fragen an den Bundesrat:</p><p>1. Entspricht die geschilderte Situation den Tatsachen?</p><p>2. Wenn ja, wieso wurde diese Möglichkeit nie ausgeschöpft?</p><p>3. Beabsichtigt der Bundesrat, diese Möglichkeit genauer zu prüfen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Es ist allgemein bekannt, dass in der Schweiz, insbesondere im Mittelland, Erdgas vorkommt. Diese Vorkommen waren aber bisher nicht in wirtschaftlich vertretbarem Rahmen nutzbar. Obwohl im Tessin Erdgas vorhanden ist und immer wieder Gasaustritte stattfinden, wurden potenziell rentable Vorkommen bislang nur vermutet. Der Bundesrat hat keine Kenntnis von Explorationsbohrungen für das Auffinden von Erdgasvorkommen und kann daher die vorgelegten Aussagen nicht bestätigen.</p><p>2. Die Entwicklung solcher Projekte ist Sache der Industrie. Allerdings sah dieser Sektor bisher von Gasförderprojekten ab (siehe Antwort zur Frage 1).</p><p>3. Es liegt in der Verantwortung der Kantone, den notwendigen rechtlichen Rahmen zu schaffen, der eine Erdgasförderung erlauben würde. Der Bundesrat hat seinerseits bereits mehrere Massnahmen zur Stärkung der Energieversorgungssicherheit ergriffen. Die Erschliessung der Erdgasvorkommen in der Schweiz ist jedoch nicht vorgesehen. Die geplanten Massnahmen stehen im Einklang mit dem Ziel, bis zum Jahr 2050 die Klimaneutralität zu erreichen. Dazu muss die Schweiz ihren Verbrauch an fossilen Energieträgern mittel- und langfristig reduzieren.</p>  Antwort des Bundesrates.