<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">1C_214/2007 /daa </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 31. August 2007 </div> <div class="para">I. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Féraud, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Bopp. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Regierungsstatthalteramt II Bern, Hodlerstrasse 7, 3011 Bern, </div> <div class="para">Appellationshof des Kantons Bern, 2. Zivilkammer, Hochschulstrasse 17, Postfach 7475, 3001 Bern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Zwangsbehandlung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (<span class="artref">Art. 82 ff. BGG</span>) gegen den Entscheid des Appellationshofes des Kantons Bern, 2. Zivilkammer, vom 5. Juli 2007. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Das Regierungsstatthalteramt II von Bern erteilte X.________ die Weisung, sich regelmässig zur ambulanten Psychotherapie zu Dr. med. Y.________, Bern, zu begeben, dies gestützt auf Art. 4 und 20 des kantonalbernischen Gesetzes über die fürsorgerische Freiheitsentziehung und andere Massnahmen der persönlichen Fürsorge. Der Entscheid wurde mit dem Zusatz versehen, dass der Arzt im Falle der Nichtbefolgung der Weisung verpflichtet sei, dies dem Regierungsstatthalteramt zu melden; ausserdem werde in einem Jahr überprüft, ob die erteilte Weisung noch notwendig sei oder nicht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">X.________ zog diesen Entscheid ans Obergericht des Kantons Bern weiter. Dessen 2. Zivilkammer bestätigte den Entscheid des Regierungsstatthalteramtes mit Urteil vom 5. Juli 2007. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 3. August 2007 führt X.________ Beschwerde ans Bundesgericht. Er beantragt sinngemäss, der Entscheid sei aufzuheben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht hat davon abgesehen, Stellungnahmen zur Beschwerde einzuholen. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">3.1 Das Obergericht hat seinem Urteil die Rechtsmittelbelehrung beigefügt, es stehe dagegen die Beschwerde in Zivilsachen offen (<span class="artref">Art. 72 ff. BGG</span>). Soweit hier von Bedeutung, unterliegen diesem Rechtsmittel auch öffentlich-rechtliche Entscheide, die in unmittelbarem Zusammenhang mit Zivilrecht stehen (<span class="artref">Art. 72 Abs. 2 lit. b BGG</span>), insbesondere Entscheide über die fürsorgerische Freiheitsentziehung (Ziff. 6 der soeben genannten Bestimmung). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Vorliegend geht es jedoch nicht um eine fürsorgerische Freiheitsentziehung, sondern um eine Anordnung einer ambulanten psychotherapeutischen Behandlung, die einzig auf dem genannten kantonalbernischen Fürsorgegesetz beruht. Es steht also insoweit ausschliesslich kantonales öffentliches Recht in Frage. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Beschwerde ist daher als solche in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten entgegenzunehmen (<span class="artref">Art. 82 ff. BGG</span>). </div> <div class="para">3.2 Dies ändert indes nichts daran, dass gemäss <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> in der Begründung einer Beschwerde - unabhängig von der Art des nach BGG offenstehenden Rechtsmittels - in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer kritisiert den angefochtenen Entscheid nur auf ganz allgemeine Weise. Er unterlässt es dabei insbesondere auch, sich im Einzelnen sachbezogen mit den ihm zugrunde liegenden Erwägungen auseinanderzusetzen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Hinsichtlich der vom Beschwerdeführer in Bezug auf den angefochtenen Entscheid sinngemäss geltend gemachten Grundrechtsverletzungen gilt indes eine qualifizierte Rügepflicht. Das Bundesgericht prüft derartige Rügen in Anwendung von <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span> nur insofern, als sie in der Beschwerde präzise vorgebracht und begründet worden sind. Im Anwendungsbereich dieser Bestimmung ist die Praxis zum Rügeprinzip gemäss Art. 90 Abs. 1 lit. b aOG weiterzuführen (Urteil 1C_3/2007 vom 20. Juni 2007, E. 1.4, zur Publikation bestimmt; vgl. dazu auch <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=4&amp;from_date=13.08.2007&amp;to_date=01.09.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-I-258%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page258">BGE 130 I 258</a> E. 1.3 und 129 I 113 E. 2.1). Dieselben Anforderungen an die Begründungspflicht gelten, soweit es um die Frage geht, ob der Sachverhalt willkürlich bzw. unter verfassungswidriger Verletzung einer kantonalen Verfahrensregel ermittelt worden ist; entsprechende Beanstandungen sind vergleichbar mit den in <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span> genannten Rügen (E. 1.4.3 des oben zitierten Urteils vom 20. Juni 2007). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Was der Beschwerdeführer vorbringt, erschöpft sich im Wesentlichen in einer appellatorischen Kritik am angefochtenen Entscheid. Da er nicht konkret darlegt, inwiefern die diesem zugrunde liegende Begründung im Einzelnen bzw. im Ergebnis verfassungswidrig sein soll, ist auf die Beschwerde schon aus diesem Grund nicht einzutreten, worüber im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span> entschieden werden kann. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 BGG</span>: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Regierungsstatthalteramt II Bern und dem Appellationshof des Kantons Bern, 2. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 31. August 2007 </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>