<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00267</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106976&amp;W10_KEY=4467145&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00267</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 18.12.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Genügende Zufahrt nach § 237 PBG<br/><br/>Parteiwechsel (Erw. 1).<br/>Nichteintreten, soweit eine höhere Parteientschädigung für das Rekursverfahren beantragt wird (Erw. 2).<br/>Unzulässige neue tatsächliche Vorbringen (Erw. 3).<br/>Erschliessungsbedarf in casu (Erw. 4a); Feststellungen der Vorinstanz (Erw. 4b); Erforderlichkeit einer Zufahrtsstrasse gemäss Zugangsnormalien (Erw. 4c).<br/>Abweisung der Beschwerde (Erw. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)">ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FUSSGÃNGERSCHUTZ">FUSSGÃNGERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FUSSWEG">FUSSWEG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEUE TATSACHE">NEUE TATSACHE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Kantonale Verwaltungsgerichtsbeschwerde ST: VERFAHREN">VERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORENTSCHEID">VORENTSCHEID</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUFAHRTSSTRASSE">ZUFAHRTSSTRASSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUGANGSNORMALIEN">ZUGANGSNORMALIEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 323 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 52 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Mit Gesuch vom 31. August 2001 ersuchte die A AG die Baukommission X um einen Vorentscheid mit Verbindlichkeit gegenÃ¼ber Dritten zu verschiedenen Fragen betreffend die Ãberbauung der GrundstÃ¼cke Kat.Nr. 01 und 02 am P-weg; insbesondere wurde da­nach gefragt, ob O-rain und P-weg bezogen auf die kÃ¼nftige Ãberbauung der beiden Grund­stÃ¼cke den Vorschriften entsprechend ausgebaut seien bzw. ob und welche Massnah­men zu erwarten seien oder ob die GrundstÃ¼cke als voll­umfÃ¤nglich erschlossen gelten kÃ¶nn­ten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baukommission nahm zum Gesuch mit Beschluss vom 24. September 2001 Stel­lung, wobei sie die Fragen betreffend die Erschliessung wie folgt beantwortete:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> âZu den Fragen 1 und 2</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>GrundsÃ¤tzlich steht aus der Sicht der kommunalen BaubehÃ¶rde einer Erschliessung vom O-rain her Ã¼ber das GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 01 zu einer un­terirdischen Parkierungsanlage (Variante SÃ¼d) nichts entgegen. Wie be­reits in der Fragestellung von der Bauherrschaft angemerkt, hat die Zufahrt den Normalien zu entsprechen (Sichtbermen, GefÃ¤lle, Aus­rundungen etc.). Zudem wÃ¤ren allfÃ¤llige Massnahmen im Rahmen der Schulwegsicherung zu treffen, wie Signalisation, Stoppstrasse etc. â¦</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Zu Frage 5</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Erschlossen ist ein GrundstÃ¼ck, wenn es fÃ¼r die darauf vorgesehenen Bau­ten und Anlagen genÃ¼gend zugÃ¤nglich ist, wenn diese ausreichend mit Wasser und Energie versorgt werden kÃ¶nnen und wenn die einwand­­freie Behandlung von AbwÃ¤ssern, Abfallstoffen und Altlasten ge­wÃ¤hrleistet ist (§ 236 PBG)</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Ein Detailprojekt Ã¼ber allfÃ¤llig geplante Bauten liegt nicht vor. Hingegen weist die Bauherrschaft in ihrem Schreiben vom 31. August 2001 darauf hin, dass ein Projekt mit Wohnnutzung geplant ist.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Aus Sicht der kommunalen BaubehÃ¶rde sind die beiden GrundstÃ¼cke Kat.Nrn. 01 und 02 im Sinne des Planungs- und Baugesetzes erschlossen.â </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> II. Gegen diesen Beschluss gelangten mit Rekurseingaben vom 16. und 26. Oktober 2001 mehrere EigentÃ¼mer von NachbargrundstÃ¼cken an die Baurekurskommission und beantragten, der Vorentscheid sei insoweit aufzuheben, als damit festgestellt werde, beide GrundstÃ¼cke seien fÃ¼r die vorgesehene Ãberbauung durch O-rain und P-weg ge­nÃ¼gend er­schlossen. Die Baurekurskommission vereinigte am 11. Juni 2002 die beiden Verfahren und hiess den einen Rekurs vollstÃ¤ndig und den anderen insoweit gut, als sie da­rauf eintrat; entsprechend hob sie den angefochtenen Beschluss insoweit auf, als damit die Vorfragen 1,2 und 5 beantwortet worden waren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen diesen Rekursentscheid liess die A AG am 28. August 2002 Beschwerde erheben und beantragen, den Rekursentscheid aufzuheben, unter Kosten- und Ent­schÃ¤­di­gungs­­folgen fÃ¼r das Verfahren vor beiden Rechtsmittelinstanzen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission beantragte am 24. September 2002 Abweisung der Beschwerde. Die Erben E verzichteten am 2. Oktober 2002 auf Beschwerdeantwort; die L AG und F liessen sich nicht vernehmen. Die Baukommission X liess am 3. Ok­tober 2002 Gutheis­sung der Beschwerde beantragen. H schloss auf Abweisung der Beschwerde, soweit sie nicht gegenstandslos geworden bzw. soweit darauf einzutreten sei; zudem sei die Beschwer­­de­fÃ¼hrerin zu einer angemessen ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Verfahren vor beiden Instanzen zu verpflichten, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Eingabe vom 16. Oktober 2002 liessen die B AG und die C AG mitteilen, dass sie anstelle der A AG in das Beschwerdeverfahren eintrÃ¤ten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BegrÃ¼ndung des Rekursentscheids und die Parteivorbringen werden, soweit erfor­derlich, im Rahmen der nachfolgenden EntscheidungsgrÃ¼nde wiedergegeben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Vom Eintritt der B AG und der C AG anstelle der A AG in das Beschwerdeverfahren ist Vormerk zu nehmen und das Rubrum entsprechend zu Ã¤ndern. Es besteht kein An­­lass zu Zweifeln, dass diese beiden BeschwerdefÃ¼hrenden ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an der Beantwortung der im angefochtenen Vorentscheid umstrittenen Fragen haben (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2.A., ZÃ¼rich 1999, § 21 Rz. 106). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der Beschwerdegegner H beantragt, es sei ihm fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwer­de­verfahren je eine angemessene ParteientschÃ¤digung zuzusprechen. Soweit er damit fÃ¼r das Re­kursverfahren eine hÃ¶here EntschÃ¤digung fordert, als ihm die Vorinstanz bereits zugespro­chen hat, ist auf den Antrag nicht einzutreten, da H den Rekursentscheid innert Frist nicht angefochten hat; die MÃ¶glichkeit einer Anschlussbeschwerde besteht nicht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Entscheidet, wie dies hier zutrifft, das Verwaltungsgericht als zweite gerichtliche Instanz, so kÃ¶nnen gemÃ¤ss § 52 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) neue Tatsachen nur soweit geltend gemacht werden, als es durch die angefoch­­­tene Anordnung notwendig geworden ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen lassen in der Beschwerdeschrift vom 28. August 2002 vorbringen, die Vorinstanz habe zu Unrecht ausser Acht gelassen, dass zur Erschliessung der streitbetroffenen GrundstÃ¼cke der Ausbau des sÃ¼dlichen Asts des O-rains als Zufahrtsweg genÃ¼ge, da dieses Gebiet durch den Ã¶ffentlichen Verkehr sehr gut erschlossen sei. Sodann habe eine Nachmessung ergeben, dass zwar dieser Teil des O-rains teilweise nur auf eine Breite von 4,45 m ausgebaut sei, dass aber die vermarkte FlÃ¤che eine Breite von mindestens 4,79 m aufweise und ohne weiteres entsprechend ausgebaut werden kÃ¶nne.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese tatsÃ¤chlichen Behauptungen sind, wie der Beschwerdegegner H zutreffend ein­­wenden lÃ¤sst, neu im Sinn von § 52 Abs. 2 VRG und deshalb unzulÃ¤ssig. Weder im an­ge­fochtenen Entscheid der Baukommission X vom 24. September 2001 noch im Rahmen des Rekursverfahrens ist je von irgendeiner Seite geltend gemacht worden, die GrundstÃ¼­cke am sÃ¼dlichen Ast des O-rains seien durch den Ã¶ffentlichen Verkehr dergestalt erschlossen, dass in Anwendung von § 6 Abs. 2 der Zugangsnormalien vom 9. Dezember 1987 der Anwendungsbereich fÃ¼r die in Frage stehende Zugangsart erhÃ¶ht wer­den kÃ¶nne; dasselbe gilt bezÃ¼glich der grÃ¶sseren vermarkten Breite. Diese neuen Tatsachenbehauptungen sind nicht erst durch den Rekursentscheid notwendig geworden, sondern hÃ¤tten von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen und der Mitbeteiligten im Rahmen ihrer Rekurs­vernehmlassungen vorgebracht werden kÃ¶nnen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 52 Rz. 13).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Der O-rain teilt sich sÃ¼dlich des fÃ¼r die NeuÃ¼berbauung vorgesehenen GrundstÃ¼cks Kat.Nr. 01 in einen SÃ¼d-, einen West- und einen Nordostast. Nach den insofern un­be­­strit­te­nen Feststellungen der Baurekurskommission II werden bisher 21 Wohneinheiten Ã¼ber den O-rain erschlossen, wobei der Verkehr je zur HÃ¤lfte Ã¼ber den SÃ¼dast und den Nordostast abgewickelt wird. Auf den SÃ¼dast des O-rains, Ã¼ber den die Er­schliessung der streitbetroffenen Grund­stÃ¼cke erfolgen soll, entfallen damit (aufgerundet) 11 Wohneinheiten. Zu diesen bestehenden Wohneinheiten hat die Baurekurskommission die von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen geplanten 10 hinzugerechnet und ist zu dem von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen nicht in Frage gestellten Schluss gekommen, der SÃ¼d- und der Nord­ast des O-rains mÃ¼ssten fÃ¼r die Erschliessung von mindestens 21 Wohneinheiten genÃ¼gend ausgebaut sein. Von diesem Erschliessungsbedarf ist im Folgenden auszugehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Baurekurskommission hat aufgrund eines Augenscheins festgestellt, dass zwar der Westast, nicht aber der SÃ¼d- und der Nordostast ihrer Erschliessungsfunktion entsprechend ausgebaut seien. Entscheidend sei dabei der SÃ¼dast, den auch die BeschwerdefÃ¼hrer gemÃ¤ss ihren eigenen AusfÃ¼hrungen im Rekursverfahren als massgebliche Verbindung zur Q-strasse betrachteten. Dieser mÃ¼sse als Zufahrtsstrasse im Sinne der Zugangsnormalien ausgebaut sein, das heisst eine mindestens 4 m breite Fahrbahn und beidseitig Bankette mit einer Breite von je 0,3 m aufweisen. Der Augenschein habe ergeben, dass beim SÃ¼dast des O-rains die Fahrbahnbreite nur 4,45 m betrage und in diesem Bereich weder Bankette noch Trottoir vorhanden seien. Selbst wenn dieser Abschnitt eine Breite von insgesamt 4,6 m aufweisen wÃ¼rde, nÃ¤mlich die minimale Fahrbahnbreite von 4 m und zwei­mal 0,3 m Bankett, kÃ¶nnte nicht auf zusÃ¤tzliche Bankette als FussgÃ¤ngerschutz verzich­­tet werden, da wegen der seitlichen Einfriedungen und des relativ steilen Strassenbords FussgÃ¤nger auf diesem StrassenstÃ¼ck praktisch keine AusweichmÃ¶glichkeiten hÃ¤tten und der sÃ¼dliche Ast des O-rains aufgrund einer Kurve sehr unÃ¼bersichtlich sei. Der Verzicht auf den FussgÃ¤ngerschutz lasse sich auch nicht damit begrÃ¼nden, dass die FussgÃ¤ngerbezie­­hung Ã¼ber den Westast des O-rains in der Hangrichtung verlaufe; diese Behauptung fin­de in den Akten keine StÃ¼tze, sondern schon der Blick auf den Zonenplan zeige, dass sicher­­lich auch der SÃ¼dast des O-rains von FussgÃ¤ngern benÃ¼tzt werde. Im Ãbrigen sei der FussgÃ¤ngerschutz auch dann zu gewÃ¤hrleisten, wenn das betreffende StrassenstÃ¼ck nur von wenigen FussgÃ¤ngern begangen werde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Bei einem Erschliessungsbedarf von Ã¼ber 10 aber hÃ¶chstens 30 Wohneinheiten ist gemÃ¤ss Anhang zu den Zugangsnormalien im Regelfall eine Zufahrtsstrasse erforderlich. Der Einwand der BeschwerdefÃ¼hrerinnen, dass Ãberbauungsdichte und Erschliessung durch den Ã¶ffentlichen Verkehr hier dergestalt seien, dass gestÃ¼tzt auf § 6 Abs. 2 Zugangsnormalien hier ein Zufahrtsweg ausreiche, ist, wie erwÃ¤hnt, als neue tatsÃ¤chliche Behauptung nicht zu hÃ¶ren (vorn Erw. 3). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen rÃ¤umen zwar ein, dass die tatsÃ¤chliche Breite des sÃ¼dlichen O-rains, wie von der Vorinstanz festgestellt, nur 4,45 m betrage und damit die minimal zulÃ¤ssige Breite um bloss 15 cm unterschreite. Im vorliegenden Fall kÃ¶nne diese nur ge­­­ringfÃ¼gige Unterschreitung aber keine Rolle spielen, da gemÃ¤ss § 11 Zugangsnormalien Erleichterungen gewÃ¤hrt werden kÃ¶nnten, wenn die Rad- oder Fusswegerschliessung separat gefÃ¼hrt werde. Diese Voraussetzung sei hier, wie die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde in ihrer Rekurs­vernehmlassung geltend gemacht habe, erfÃ¼llt: Die FussgÃ¤ngerbeziehung verlaufe nÃ¤m­­lich Ã¼ber den Westast des O-rains in Hangrichtung. Die Vorinstanz, die ihre andere Be­urteilung lediglich auf den Zonenplan stÃ¼tze, habe keine Veranlassung gehabt, die AusfÃ¼hrungen der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde in Zweifel zu ziehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GemÃ¤ss § 11 Zugangsnormalien kÃ¶nnen im Einzelfall, wenn es aufgrund der tatsÃ¤ch­­lichen VerhÃ¤ltnisse unerlÃ¤sslich ist, unter Vorbehalt der Notzufahrt geringere Anforderungen an den Ausbau der ZugÃ¤nge gestellt werden, so unter anderem bei separat gefÃ¼hrter Rad- oder Fusswegerschliessung. Wenn die Vorinstanz erkannt hat, diese Voraussetzungen seien hier nicht erfÃ¼llt, so ist das jedenfalls nicht rechtsverletzend. Zwar dÃ¼rfte es zutreffen, dass als Verbindung zwischen dem Dorfkern und den hÃ¶her gelegenen Dorfteilen sowie als Schulweg hauptsÃ¤chlich der Nordost- und der Westast des O-rains von FussgÃ¤ngern benÃ¼tzt werden. Zumindest die Bewohner der nÃ¶rdlich des O-rains gelegenen Liegenschaften werden aber fÃ¼r GÃ¤nge in die sÃ¼dlichen Dorfteile den SÃ¼dast des O-rains wÃ¤hlen. Schon aus diesem Grund darf nicht leichthin auf einen ausreichenden FussgÃ¤ngerschutz verzichtet werden. Dass der sÃ¼dliche Teil des O-rains nicht zu einer der im kommunalen Verkehrs­plan verzeichneten Fusswegverbindungen gehÃ¶rt, vermag daran nichts zu Ã¤ndern. Jedenfalls rechtfertigt es dieser Umstand nicht, von einer separat gefÃ¼hrten Rad- oder Fussweg­er­schliessung im Sinn von § 11 Zugangsnormalien zu sprechen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Die Beschwerde erweist sich damit als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen. Die Kos­ten sind bei diesem Ausgang den BeschwerdefÃ¼hrerinnen zu auferlegen (§ 13 Abs. 2 VRG), die Ã¼berdies zu einer ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (MwSt. inkl.) an den Beschwerdegegner H zu verpflichten sind (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG) </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> Vom Eintritt der B AG und der C AG anstelle der A AG in das Beschwerdeverfahren wird Vormerk genommen und das Rubrum entsprechend geÃ¤ndert; </span></p> <p class="Einzug1"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>