Kassationsgericht des Kantons Zürich Kass.-Nr. AA100039/U/Np Mitwirkende: die Kassationsrichter Moritz K uhn, Präsident, Herbert Heeb, Andreas Donatsch, die Kassationsrichterin Yvona Griesser und der Kassationsrichter Georg Naegeli sowie der juristische Sekretär Markus Nietlispach Zirkulationsbeschluss vom 22. Juni 2010 in Sachen X. , ..., Kläger, Appellant und Beschwerdeführer gegen Y. , ..., Beklagter, Appellat und Beschwerdegegner vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. ____ betreffend Erbteilung Nichtigkeitsbeschwerde gegen ein Urteil der II. Zivilkammer des Ober- gerichts des Kantons Zürich vom 12. Februar 2010 (LB090032/U) - 2 - Das Gericht hat in Erwägung gezogen: 1.a) Die Parteien des vorliegenden Verfahrens sind Brüder. Das Verfahren beschlägt die Teilung des Nachlasses ihrer am 26. September 2002 verstorbenen Mutter (Erblasserin), die den Beschwerdef ührer (Kläger und Appellant) in ihrem Testament auf den Pflichtteil gesetzt hatte. b) Mit Einreichung der friedensrichteramtlichen Weisung vom 10. Oktober 2003 (BG act. 1) und Klageschrift vom 17. Dezember 2003 (BG act. 2) erhob der Beschwerdeführer beim Bezirksgericht Zürich gegen den Beschwerdegegner (Be- klagter und Appellat) Klag e auf Feststellung und Te ilung des Nachlasses sowie auf pflichtteilswahrende Herabsetzung bes timmter Verfügungen, welche die Erb- lasserin zu Lebzeiten über ihr Vermögen vorgenommen hatte. Nach durchgeführ- tem Hauptverfahren (vgl. BG act. 33, 60, 70, 83 und 94), in dessen Verlauf dem Beschwerdeführer mit Beschluss vom 8. März 2004 (gegen Abgabe einer Abtre- tungserklärung bezüglich des Prozessge winns im Umfang der auf ihn entfallen- den Gerichts- und Vertretungskosten) die unentgeltliche Prozessführung bewilligt und ein unentgeltlicher Recht svertreter bestellt worden war (BG act. 45), fand ein umfangreiches Beweisverfahren statt (vgl. BG Prot. S. 43 ff.). Am 19. März 2009 fällte die 7. Abteilung des Bezirksgericht s Zürich (Erstinstanz) ihr Urteil (BG act. 347 = OG act. 353). Darin stellte sie fes t, dass der zu teilende Gesamtnachlass Fr. 862'552.65 betrage, wovon dem Beschwerdeführer 3/8 und dem Beschwerde- gegner 5/8 zustehe. Dementsprechend verpflic htete sie den (kraft seiner Stellung als Willensvollstrecker im Besitz des Nachlasses stehenden) Beschwerdegegner, dem Beschwerdeführer den Betrag von Fr. 323'457.25 zu bezahlen (Disp.-Ziff. 1/a-e). Die Kosten des Verfahrens wur den zu 2/3 dem Besch werdeführer und zu 1/3 dem Beschwerdegegner auferlegt, wobei der Anteil des Beschwerdeführers zufolge der ihm gewährten unentgeltliche n Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse genommen wurde (Disp.-Ziff. 3); ferner wurde der Beschwerdefüh- rer (in Disp.-Ziff. 5) verpflichtet, dem Beschwerdegegner eine Prozessentschädi- gung von Fr. 34'140.-- zuzüglich 7,6% Mehr wertsteuer zu entrichten. (Vgl. zur Vorgeschichte und zur erstinstanzlichen Prozessgeschichte auch BG act. 347 S. 4-9, Erw. I und II.) - 3 - c) Der Beschwerdeführer liess gegen das bezirksgerichtliche Urteil rechtzei- tig Berufung erklären (OG act. 354), welc he mit fristwahrender Rechtsschrift vom 8. Juni 2009 begründet wurde (OG act. 361). Dabei hielt er an zwei bereits vor Erstinstanz vertretenen Positionen fest: So machte er geltend, dass die am 22. März 1989 erfolgte Übertragung der Lie genschaft A. in Zürich von der Erblas- serin an den Beschwerdegegner zu einem Preis von Fr. 3,4 Mio. seinen Pflichtteil im Umfang von (zusätzliche n) Fr. 4,013 Mio. verletze und deshalb auch insoweit der Herabsetzung unterliege; zudem verlangte er gestützt auf diese (erweiterte) Herabsetzung einen Anteil von Fr. 3 Mio. am Ertrag, den der Beschwerdegegner seit dem Jahre 1989 aus besagter Li egenschaft gezogen habe. Daraus ergebe sich bei einer (unbestrittenen) Erbquote des Beschwerdeführers von 3/8 (neben dem erstinstanzlich zugesprochenen) ein zusätzlicher Erbanteil von Fr. 2'629'875.--. Darauf basierend verlangte der Beschwerdeführer vom Be- schwerdegegner die Bezahlung von Fr. 2'953'332.20 (Fr. 323'457.25 gemäss erstinstanzlichem Urteil plus die zusätz lich beanspruchten Fr. 2'629'875.--). In seiner Berufungsantwortschrift vom 31. August 2009 schloss der Beschwerde- gegner auf Abweisung der Berufung und Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils (OG act. 366, insbes. S. 2). Die Beruf ungsreplik datiert vom 23. Oktober 2009 (OG act. 371), die Berufungsduplik vom 9. Dezember 2009 (OG act. 376). Letzte- re wurde dem Beschwerdeführer unter dem 10. Dezember 2009 zur Kenntnis- nahme zugestellt (OG act. 377). Mit Urte il vom 12. Februar 2010 (OG act. 388 = KG act. 2) bezifferte auch die II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich (Vorinstanz) den zu teilenden Gesamtnachlass auf Fr. 862'552.65, und sie verpflichtete den Beschwerdegegner , dem Beschwerdeführer daraus Fr. 323'457.25 zu bezahlen (Dis p.-Ziff. 1/a-e). Soweit de r Beschwerdeführer mehr oder Anderes verlangte, wies sie die Klage ab (Disp.-Ziff. 2). Weiter wurde die erstinstanzliche Nebenfolgenregelung bestätigt (Disp.-Ziff. 3), die auf Fr. 47'000.-- festgesetzte zweitinstanzliche Gerichts gebühr dem Beschwerd eführer auferlegt (Disp.-Ziff. 4 und 5) und dem Beschwerdegegner für das Berufungsverfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 25'000.-- zuzüglich 7,6% Mehrwertsteuer zuge- sprochen (Disp.-Ziff. 6). - 4 - d) Gegen das der beschwerdeführenden Partei am 19. Februar 2010 zuge- stellte (OG act. 389/1), als Endentscheid im Sinne von § 281 ZPO ohne Weiteres beschwerdefähige obergerichtlic he Berufungsurteil richtet sich die vorliegende, vom Beschwerdeführer persönlich und innert gebotener Frist (vgl. § 287 ZPO und §§ 191-193 GVG) erhobene Nichtigkeitsbeschwerde vom 22. März 2010 (KG act. 1). Darin wiederholt der Be schwerdeführer in der Sache selbst seine Berufungs- anträge (KG act. 1 S. 2 f., Anträge 1-3; s.a. OG act. 361 und 371, je S. 2 ff.), wo- mit er sinngemäss die Aufhebung des angef ochtenen Urteils und die Fällung eines neuen Sachentscheids (gemäss § 291 Satz 2 ZPO) verlangt. Mit Schreiben vom 24. März 2010 wurde den Parteien und den Vorinstanzen vom Eingang der Beschwerde Kenntnis g egeben (KG act. 4). Da sich die Be- schwerde nach erfolgtem Beizug der vorinstanzlichen Akten (vgl. KG act. 3 und 6) sofort als unzulässig erweist (vgl. hinten, Erw. 4) und die Sache somit spruchreif ist, erübrigen sich weiter e prozessuale Anordnungen. In sbesondere kann darauf verzichtet werden, dem Beschwerdegegner Gelegenheit zur freigestellten Beant- wortung der Beschwerde und der Vorins tanz zur Vernehmlassung zu geben (§ 289 ZPO e contrario; Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur zürcherischen Zi- vilprozessordnung, 3. A., Zürich 1997, N 2 zu § 289 ZPO). 2. Die Vorinstanz stellte in ihrer Entscheidbegründung zunächst fest, dass im Berufungsverfahren (einzig) streitig se i, ob resp. in welchem Umfang der Be- schwerdeführer einen Anspruch auf Herabsetzung habe und welche Folgen damit verbunden seien (KG act. 2 S. 8, Erw. 1). In der Folge widmete sie sich den bei- den vom Beschwerdeführer geltend gemacht en Herabsetzungs-Positionen, so- weit diese nicht schon von der Erstinstanz berücksichtigt worden waren (KG act. 2 S. 9-24, Erw. 3). In diesem Zusammenhang erwog sie vo rweg, dass das Bundesgericht in BGE 126 III 171 ff. an der Auffassung fe stgehalten habe, dass eine Herabset- zungspflicht gemäss Art. 527 ZGB als subjektive Komponente eine Zuwendungs- absicht des Erblassers voraussetze und di e blosse Erkennbarkeit einer (im Falle eines Verkaufs von Grundstücken unter de m tatsächlichen Wert teilweisen) Un- entgeltlichkeit des herabzusetzenden Ge schäfts grundsätzlich nicht genüge. Fer-- 5 - ner erinnerte sie daran, dass die Her absetzung nicht davon abhängig sei, dass dem Begünstigten das Missverhältnis zwischen Wert und Preis und die Schen- kungsabsicht bewusst gewesen seien; ei n böser Glaube des Empfängers ersetze aber auch nicht den Zuwendungs willen des Erblassers (K G act. 2 S. 10 ff., Erw. 3.1.1). Im Anschluss daran befasste sich die Vorinstanz mit der vom Beschwerde- führer behaupteten Diskrepanz zwischen effe ktivem Wert und K aufpreis (Fr. 3,4 Mio.) der Liegenschaft A. bei Abschlu ss des (Gegenstand des Herabsetzungsbe- gehrens bildenden) Kaufvertrags zwischen der Erblasserin und dem Beschwer- degegner im Jahre 1989 (KG act. 2 S. 12 ff ., Erw. 3.1.2). Dabei kam sie aufgrund der Aktenlage zum Schluss, dass der approximative Verkehrswert der Liegen- schaft im Verkaufszeitpunkt zwischen Fr. 5,227 Mio. oder vielleicht etwas weniger und Fr. 5,75 Mio. gelegen habe (KG act. 2 S. 14). Alsdann prüfte sie, ob der Be- schwerdeführer den Beweis für die von ihm behauptete Zuwendungsabsicht der Verkäuferin und nachmaligen Erblasserin er bracht habe, was sie in einlässlicher Würdigung der Beweislage verneinte (KG ac t. 2 S. 14 ff., Erw. 3.1.3). Dabei legte sie einerseits dar, weshalb nicht als erste llt gelten könne, dass die Erblasserin – wie vom Beschwerdeführer behauptet – in den Jahren 1988/89, d.h. im Vorfeld des Verkaufs, absichtlich einen zu tiefen Mietzins für die damals in ihrem Eigen- tum stehende Liegenschaft verlangt habe, um damit im Hinblick auf die beabsich- tigte Veräusserung an den Beschwerdege gner deren Schätzwert zu drücken (KG act. 2 S. 16). Andererseits begründete die Vorinstanz ausführlich, weshalb davon auszugehen sei, dass die Erblasserin im Zeitpunkt der Veräusserung keine Kenntnis vom (wesentlich üb er dem Verkaufspreis liegenden) tatsächlichen Ver- kehrswert der Liegenschaft gehabt und ins besondere nicht bewusst mit dem Be- schwerdegegner zusammengewirkt habe (KG act. 2 S. 17-22). Denn auch wenn man eine augenfällige Di skrepanz zwischen deklarier tem Kaufpreis und im Pro- zess ermitteltem tatsächlichem Verkehrswert berücksichtige, und auch wenn man an den Beweis eher beschei dene Anforderungen stelle, sei es (zwar) allenfalls möglich, aber nicht pausib el und jedenfalls nicht bewie sen, dass sich die Erblas- serin beim Verkauf der Liegenschaft an den Beschwerdegegner einer solchen - 6 - Diskrepanz bewusst gewesen sei und da ss sie jenen damit mit Wissen habe be- vorzugen wollen. Eine Herabsetzung finde daher nicht statt (KG act. 2 S. 22/23). Mit Bezug auf die zweite strittige Posi tion erwog die Vorinstanz sodann, dass der Beschwerdegegner dem Beschwer deführer schon deshalb keinen Anteil am bezogenen Nutzen der von der Erbl asserin erworbenen Liegenschaft heraus- geben müsse, weil ein solcher Anspruch nur denkbar sei, wenn überhaupt eine Herabsetzung (des Veräusserungsgeschäfts) erfolge, was in casu jedoch nicht der Fall sei. Überdies begründete sie, weshalb die anbegehrte Anrechnung der erzielten Erträge selbst dann, wenn das Herabsetzungsbegehren im Hauptpunkt begründet wäre, aus rechtlichen Gründen nicht geschützt bzw. eine Herabsetzung unter dem Titel der Nutzung nicht vor genommen werden könnte (KG act. 2 S. 23 f., Erw. 3.2). Damit – so das vorinstanzliche Fazit – erweise sich die Berufung als unbe- gründet, und der bezirksgerichtliche Entschei d sei in Bestätigung der erstinstanz- lichen Nebenfolgen zu übern ehmen, wobei der im zwei tinstanzlichen Verfahren unterliegende Beschwerdeführer für das Berufungsverfahren kosten- und ent- schädigungspflichtig sei (KG act. 2 S. 24, Erw. 3.3 und 4). 3. Bevor (soweit notwendig) nähe r auf die hiegegen erhobene Beschwerde eingegangen wird, ist der Beschwerdeführer auf zwei Besonderheiten des Kassa- tionsverfahrens hinzuweisen: a) Im Unterschied zum Berufungsverfahren stellt das Verfahren nach §§ 281 ff. ZPO seiner Natur (als ausserordentlic hes Rechtsmittelverfahren) nach keine (hier: drittinstanzliche) Fortsetzung des Verfahrens vor dem Sachrichter dar. Ins- besondere hat die Kassationsinstanz keine umfassende Prüfungsbefugnis und -pflicht bezüglich des gesamten Prozessstoffes sowohl in rechtlicher wie auch tat- sächlicher Hinsicht. Sie hat vielmehr alle in zu prüfen, ob der angefochtene Ent- scheid aufgrund des bei der Vorinstanz gegebenen Aktenstand es an einem be- sonderen Mangel, nämlich eine m Nichtigkeitsgrund im Si nne von § 281 Ziff. 1-3 ZPO leidet. Letzteren muss der Nichtigkeitskläger in de r Beschwerdeschrift selbst nachweisen (§ 288 Abs. 1 Ziff. 3 ZPO) , wobei neue tatsächliche Behauptungen, - 7 - Einreden, Bestreitungen und Beweise, die eine Vervo llständigung des Prozess- stoffes bezwecken, über den der erkennende (Sach-)Richter zu entscheiden hat- te, im Beschwerdeverfahren (selbst bei Vorliegen der Voraussetzungen von § 115 ZPO) nicht zulässig sind (sog. Novenver bot; vgl. Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 4a zu § 288 ZPO [und N 7b zu § 115 ZPO]; Spühler/Vock, Rechtsmittel in Zivil- sachen im Kanton Zürich und im Bund, Zü rich 1999, S. 75; Walder-Richli/Grob- Andermacher, Zivilprozessrecht, 5. A., Zü rich/Basel/Genf 2009, § 39 Rz 65; ZR 76 Nr. 26; RB 1996 Nr. 121). Gemäss § 290 ZPO werden lediglich die geltend gemachten Nichtigkeitsgründe überprüft (sog. Rügeprinzip), und auch dies nur in- soweit, als die Vorsch rift von § 285 ZPO eine B eurteilung der erhobenen Rügen durch die Kassationsinstanz überhaupt zulässt (dazu nachstehende lit. b). Um den ihm obliegenden Nachweis eines Nichtigkeitsgrundes zu erbringen, hat sich der Nichtigkeitskläger konkret mit dem angefochtenen (hier: Berufungs-) Entscheid und den ihn tr agenden Erwägungen auseinander zusetzen und hierbei darzulegen, inwiefern diese mit einem M angel im Sinne von § 281 ZPO behaftet seien. Die blosse Verweisung auf früher e Vorbringen oder deren blosse Wieder- holung genügen hiefür nicht. Ebenso weni g lässt sich – zumal bei Einwänden ge- gen die Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts durch die Vorinstanz – ein Nichtigkeitsgrund rechtsgenügend dartun, indem in appellatorischer Weise bloss die Richtigkeit der vorinstanzlichen Auffassung in Abrede gestellt und dieser (allenfalls) die eigene, abweichende Ansicht entgegengestellt oder allgemeine Kri- tik am Entscheid der Vorinstanz geübt wird. Vielmehr sind in der Beschwerde- begründung insbesondere die angefochtenen Stellen des vorinstanzlichen Ent- scheids genau zu bezeichnen und diejenige n Stellen in den vorinstanzlichen Ak- ten, aus denen sich ein Nichtigkeitsgrund ergeben soll, im Einzelnen anzugeben. So muss beispielsweise, wer die vorinst anzliche Beweiswürdigung als willkürlich im Sinne von § 281 Ziff. 2 ZPO rügt, in der Beschwe rde genau darlegen, welche wo (in den vorinstanzlichen Erwägungen) getroffenen tatsächlichen Annahmen des angefochtenen Entscheids aufgrund welcher (präzis zu nennenden) Akten- stellen willkürlich sein sollen. Wird Ak tenwidrigkeit einer tatsächlichen Annahme behauptet, so sind neben der bemängelten St elle im angefochtenen Entscheid ebenfalls die Bestandteile der Akten, die nicht oder nicht in ihrer wahren Gestalt in - 8 - die Beweiswürdigung einbezogen worden sein sollen, genau anzugeben. Ebenso muss, wer einwendet, bestimmte Vorbringen seien zu Unrecht nicht berücksichtigt oder behandelt worden, sagen, wo (Akt enstelle) er diese vorgetragen hat. Schliesslich ist bei Berufung auf § 281 Ziff. 1 ZPO hinreichend präzis aufzuzeigen, inwiefern welcher wesentliche Verfahrens grundsatz verletzt worden bzw. worin ein verfahrensrechtlicher Mange l zu erblicken sei. Es is t mithin nicht Sache der Kassationsinstanz, in den vorinstanzlic hen Akten nach den Grundlagen des gel- tend gemachten (oder gar ei nes anderen möglichen) Nicht igkeitsgrundes zu su- chen (einlässlich zu den formellen Anforderungen an eine Beschwerdebegrün- dung von Rechenberg, Die Nichtigkeitsbeschwerde in Zivil- und Strafsachen nach zürcherischem Recht, 2. A., Zürich 1986, S. 16 ff.; Spühler/Vock, a.a.O., S. 56 f., 72 f.; s.a. Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 4 zu § 288 ZPO). Erfüllt die Beschwerde (als Ganzes ) oder einzelne der darin erhobenen Rü- gen diese (als Rechtsmittelvoraussetz ung von Amtes wegen zu prüfenden) Be- gründungsanforderungen nicht, kann auf die Beschwerde oder die entsprechen- den Vorbringen nicht eingetreten werden. b) Nach § 285 ZPO ist die kantonale Nichtigkeitsbeschwerde unzulässig, soweit der angefochtene En tscheid dem Weiterzug an das Bundesgericht unter- liegt und dieses mit freier Kogniti on überprüfen kann, ob der geltend gemachte Mangel vorliegt (Grundsatz der Subsid iarität der kantonal en Nichtigkeitsbe- schwerde gegenüber den bundesrechtlichen Rechtsmitteln). Der vorinstanzliche Entscheid hat ei nen Rechtsstreit über ein dem Bundes- privatrecht unterstehendes Rechtsverhältn is (Erbteilung) zum Gegenstand und unterliegt der (ordentlichen) Beschwerde in Zivilsachen nach Art. 72 ff. BGG an das Bundesgericht (vgl. hinten, Erw. 8). Im Rahmen dieses Rechtsmittels kann das Bundesgericht (unter anderem) eine behauptete Verl etzung von Bundesrecht mit freier Kognition überpr üfen (Art. 95 lit. a BGG). Folglich ist im vorliegenden Rechtsstreit die Rüge der Verletzung von (formellem oder materiellem) Bundes- recht, zu dem auch die erbrechtlichen Bestimmungen des ZGB (Art. 457 ff. ZGB) gehören, nicht im kantonalen Kassationsverfahren, sondern mittels (ordentlicher) Beschwerde in Zivilsachen vor Bundesgeric ht zu erheben (ZR 107 Nr. 79, Erw. - 9 - 3/b; 107 Nr. 59, Erw. 3.1; 107 Nr. 21, Erw. II/5/b m.w.Hinw.; Reetz, Das neue Bundesgerichtsgesetz unter besonderer Be rücksichtigung der Beschwerde in Zi- vilsachen, SJZ 2007, S. 37; Kuhn/Niet lispach, Bundesrechtsmittel und kantonale Rechtsmittel – Die Perspektiven kantonaler Gerichte am Beispiel des Kantons Zü- rich, ZZZ 2008/09, S. 300). Da s Kassationsgericht kann deshalb in casu insbe- sondere nicht prüfen, ob die Vorinstanz die Art. 527 f. ZGB richtig angewendet habe. 4. In Berücksichtigung dies er Grundsätze ergibt sich für die vorliegende Be- schwerde (KG act. 1), was folgt: a) Die Beschwerde vermag den eben skizzierten, zumindest in ihren wesent- lichen Grundzügen auch von einer nicht an waltlich vertretenen Partei zu beach- tenden gesetzlichen Anfor derungen an die Begründung einer Nichtigkeitsbe- schwerde über weite Strecken nicht zu genügen. Zwar wird darin auf ver schiedene Seiten im angefocht enen Urteil verwiesen bzw. unter Angabe der jeweils beanstand eten Erwägungen dargelegt, inwiefern der vorinstanzliche Entscheid zu bemängel n sei, wobei sich der Beschwerdefüh- rer im Wesentlichen auf die Nichtigkeit sgründe gemäss § 281 Ziff. 2 und 3 ZPO beruft (vgl. KG act. 1 S. 5 Mitte). Der Beschwerdeführer unterlässt es aber – von vereinzelten Ausnahmen abgesehen (vgl. insbes. KG act. 1 S. 8 unten) –, zur Un- termauerung resp. zum Nachweis der behaupteten Mängel (insbesondere der gel- tend gemachten willkürlichen und aktenwidrigen Annahmen) konkrete, d.h. präzis bezeichnete Stellen in den (umfangreich en und daher nicht ohne weiteres über- blickbaren) vorinstanzlichen Akten zu nenne n. Da es in Anbetracht des Rügeprin- zips nicht Aufgabe der Kassationsinstanz ist, in den vorinstanzlichen Akten nach den Grundlagen der geltend gemachten Nichtig keitsgründe zu suchen, kann so- mit nicht auf die Beschwerde eingetreten werden, soweit es an diesen Nachwei- sen (d.h. an Hinweisen auf konkrete Akt enstellen) fehlt oder der Sache nach rein appellatorische Kritik an den angefochtenen vorinstanzlichen Erwägungen geübt wird. - 10 - b) Das gilt insbesondere insoweit, als der Beschwerdeführer gegen die Aus- führungen im 1. Abschnitt auf Seite 15 des Berufungurteils (KG act. 2) einwendet, die Vorinstanz habe damit "einmal mehr" und in willkür licher Würdigung der Be- weislage nicht berücksichtigt, dass es sich beim Verkauf der Liegenschaft A. unter dem wahren Wert um eine konzertierte Aktion von Erblasserin und Beschwerde- gegner als dem bevorzugten jüngeren Sohn gehandelt habe (KG act. 1 S. 6; s.a. KG act. 1 S. 7 Mitte und unten [zu Seite 21, 1. Anschnitt]). Darauf ist nicht näher einzugehen, nachdem der Beschwerdeführe r in Missachtung seiner Pflicht zum Nachweis des behaupteten Nichtigkeitsgrun des (§ 288 ZPO) keine konkreten Ak- tenstellen nennt, die seine Behauptung stüt zen bzw. ein konzertiertes Zusam- menwirken von Erblasserin und Beschwe rdegegner nicht ohne Willkür verneinen lassen. c) Rein appellatorischer Natur sind im Weiteren auch diejenigen Ausführun- gen, mit denen der Beschwerdeführer di e vorinstanzlichen Erwägungen zur Fra- ge, ob (neben dem Beschwerdegegner auch) di e Erblasserin im Zeitpunkt der Veräusserung vom erheblich über dem Verk aufspreis von Fr. 3,4 Mio. liegenden wahren Wert der veräusserten Liegenschaft A. gewusst habe (KG act. 2 S. 17- 20), sinngemäss als willkür lich im Sinne von § 281 Zi ff. 2 ZPO beanstandet (KG act. 1 S. 6 f.). Denn darin beschränkt er si ch im Wesentlichen darauf, der einläss- lich begründeten, die Frage ve rneinenden Ansicht der Vorinstanz seine eigene, gegenteilige Würdigung der Beweislage (insbesondere der Überzeugungskraft der Schätzung der Zürcher Kantonalbank ) entgegenzustellen, ohne hierbei auf bestimmte Aktenstellen hinzuweisen, welc he die von der Vorinstanz gezogenen tatsächlichen Schlüsse als willkürlich, d.h. für einen unbef angen Denkenden ge- radezu unhaltbar erscheinen lassen würden (vgl. ZR 81 Nr. 88, Erw. 6; von Re- chenberg, a.a.O., S. 28; RB 2002 Nr. 11) . Willkür in der diesbezüglichen Beweis- würdigung ist insbesondere auch mit dem in der Beschwer de angeführten Um- stand nicht dargetan, dass die Erblasserin den Beschwerdeführer auf den Pflicht- teil gesetzt habe, nachdem sie zuvor alle Hebel in Bewegung gesetzt gehabt ha- be, um ihn zu enterben, was mangels Vorliegens der hiefür notwendigen Voraus- setzungen jedoch nicht möglich gewesen sei (vgl. KG act. 1 S. 7 [zu Seite 21, 1. Abschnitt]). So indiziert allein die (feststehende) Tatsache, dass die Erblasserin - 11 - die (letztlich fallengelassene) Absicht hatte, den Beschwerdeführer zu enterben, und dass sie diesen (statt dessen) auf d en Pflichtteil gesetzt hat, keineswegs (gleichsam zwingend), dass sie um die Diskrepanz zwischen Kaufpreis und wah- rem Wert der Liegenschaft wusste und mit dem Verkauf unter Wert bewusst eine Strategie zur Benachteiligung des Beschwe rdeführers verfolgt e. Für einen sol- chen tatsächlichen Schluss wären vielmehr noch andere, in der Beschwerde nicht genannte (aktenkundige) Indizien notwendig. d) Unerfindlich ist weiter, weshalb di e Vorinstanz aufgrund ihrer vorange- gangenen Erwägungen im von ihr gezogenen Fazit (KG ac t. 2 S. 22/23) eine He- rabsetzung hätte bejahen (statt vernei nen) müssen, wie der Beschwerdeführer meint (KG act. 1 S. 7 f. [zu Seite 22, letz ter Abschnitt]). In dieser Hinsicht lässt sich die beschwerdeführerische Kritik nicht nachvollziehen. Gegenteils hat die Vorinstanz in den zum beanstandeten Fa zit führenden Erwägungen (KG act. 2 S. 14 ff.) ausführlich und einleuchtend begründet, dass und weshalb selbst bei Zu- grundelegung eines eher besc heidenen Beweismasses ke inesfalls als erstellt (bewiesen) gelten könne (sondern nur allenfalls möglich sei), dass sich die Erb- lasserin beim Verkauf der Liegenscha ft der augenfälligen Diskrepanz zwischen Verkaufspreis und tatsächlichem Verkehrswert bewusst gewesen sei und den Be- schwerdegegner damit bewusst habe bevor zugen wollen (welchen Beweis die Vorinstanz für eine – folglich nicht stattfindende – Herabsetzung jedoch für unent- behrlich hielt). Inwiefern dieser Schluss als solcher (fehlender Beweis der Bevor- zugungsabsicht) willkürlich sein sollte, wir d in der Beschwerde nicht näher darge- legt. e) Soweit der Beschwerdeführer unter Bezugnahme auf Erwägung 3.1.1 des angefochtenen Entscheids (KG act. 2 S. 10) sodann rügt, dass "die vom Bundes- gericht weitgehend bereits angekündigte We iterentwicklung ... [der] Praxis" das strikte Festhalten am Nachweis der Zu wendungsabsicht bei einem groben Miss- verhältnis zwischen Leistung und G egenleistung wegen der Beweisschwierigkei- ten nicht zulasse, sondern vor allem in kr assen Fällen wie dem vorliegenden eine "wirtschaftliche Betrachtungs weise" Platz zu greifen habe (KG act. 1 S. 5 f.), macht er sinngemäss geltend, die Vorins tanz habe zu Unrecht angenommen, die - 12 - Herabsetzung nach Art. 527 f. ZGB setz e den Nachweis einer Zuwendungsab- sicht des Erblassers voraus. Die damit zur Prüfung gestellte (Rechts-)Frage nach den Voraussetzungen der Herabsetzung beur teilt sich nach materiellem Bundes- recht. Folglich kann sie im Rahmen der gegen das Berufungsurteil offenstehen- den Beschwerde in Zivilsachen vom Bundesger icht frei geprüft werden (Art. 95 lit. a BGG). Damit ist sie der kassationsgerichtlichen Beurteilung aber entzogen und die Beschwerde in diesem Punkt unzulässig (§ 285 ZPO und vorne, Erw. 3/b). f) Gleiches würde gelten, sollte der Beschwerdeführer sinngemäss rügen, entgegen vorinstanzlicher Ansicht sei für eine Herabsetzung nicht einzig und al- lein das Wissen und Wollen der Erblasserin entscheidend, so ndern es genüge hiefür das Wissen des Beschwerdegegners (a ls Käufer) um das Missverhältnis zwischen Kaufpreis und Wert der ver äusserten Liegenschaft bzw. dessen "von langer Hand vorbereitete und zielstrebig verfolgte Benachteiligungsstrategie" (vgl. KG act. 1 S. 6 [zu Seite 15, 1. Abschnitt]): Auch hierbei handelt es sich um eine vom Bundes(privat)recht beherrschte Rechtsfrage, die nicht im kantonalen Kassa- tionsverfahren, sondern im Beschwerdeverfahren vor Bundesgericht zu prüfen ist, womit die Beschwerde auch diesbezüglich unzulässig wäre (§ 285 ZPO und vor- ne, Erw.3/b). g) Ebenfalls nach Bundesrecht beurteilt sich die (Rechts-)Frage, ob der Be- schwerdeführer neben der Herabsetz ung des den Kaufpreis übersteigenden Be- trags auch die teilweise Herausgabe der aus der veräusserten Liegenschaft ge- zogenen Mietzinse verlangen könne oder ob er – wie die Vorinstanz ausführt – damit wirtschaftlich gesehen das Gleiche doppelt fordere, d.h. ob er Anspruch auf einen Teil der Mietzinsei nnahmen als Früchte der verä usserten Sache habe (vgl. KG act. 1 S. 8 f. [zu Seit e 23, Erw. 3.2]). Folglich kann auch sie im Rahmen der gegen das Berufungsurteil zulässigen Besc hwerde in Zivilsachen der freien bun- desgerichtlichen Prüfung unterbreitet wer den, womit auch diesbezüglich unter Hinweis auf § 285 ZPO nicht auf die Besc hwerde eingetreten werden kann (s.a. vorne, Erw. 3/b). h) Schliesslich rügt der Beschwerdeführer (als Verletzung der Begründungs- pflicht bzw. seines Anspruch s auf rechtliches Gehör), di e Vorinstanz sei nicht auf - 13 - eine von ihm in der Berufungsbegr ündung vom 8. Juni 2009 erhobene Rüge be- treffend Eventualvorsatz eingegangen (KG act. 1 S. 9). Dabei zeigt er jedoch nicht auf, dass, wo und in welchem Zusamm enhang in der (relativ umfangreichen) Be- rufungsbegründung (OG act. 361) er dies e behaupteterweise übergangene Rüge vorgetragen habe. Insoweit genügt die Beschwerde den formellen Begründungs- anforderungen nicht, weshalb sie auch in dies em Punkt von der Hand zu weisen ist (§ 288 ZPO und vorne, Erw. 3/a). i) Nachdem das vorinstanzliche Urteil in der Sache selbst einer kassations- gerichtlichen Überprüfung standhält (bzw. hi nsichtlich desselben kein der kassati- onsgerichtlichen Beurteilung zugänglicher Nichtigkeit sgrund nachgewiesen ist), besteht kein Anlass, die darin festgesetzten und formell mitangefochtenen (s. KG act. 1 S. 3, Anträge 5-8, und S. 9 f. [zu Seite 24, Erw. 4]) Kosten- und Entschädi- gungsfolgen für das erst- und zweitinstanz liche Verfahren aufzuheben. Das gilt auch mit Bezug auf die Höhe der für das zweitinstanzliche Verfahren zugespro- chenen Prozessentschädigung v on Fr. 25'000.-- (KG act. 2 S. 24, Erw. 4), die – ausgehend von einem unbestrittenen (Ber ufungs-)Streitwert von rund Fr. 2,63 Mio. (vgl. KG act. 2 S. 8 und 24, Erw. 4) – im Verhältn is zu den in §§ 3 ff. AnwGebV statuierten Ansätzen betrags mässig keineswegs völlig unangemessen ist (vgl. von Rechenberg, a.a.O., S. 28; Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 47a zu § 281 ZPO). Zudem werden in der Besch werde in diesem Zusammenhang auch keine rechtsgenügenden Rügen erhoben, und für die vom Beschwerdeführer (in den Rechtsmittelanträgen 5-8) beantragte allgemeine Überprüfung der Nebenfol- genregelung bleibt in Anbetracht des im Kassationsverfahren geltenden Rüge- prinzips (vgl. § 288 ZPO und vorne, Erw. 3/a) kein Raum. 5. Zusammenfassend bleibt festzuhalt en, dass in der Beschwerdeschrift nicht nachgewiesen wird, dass das vori nstanzliche Urteil vom 12. Februar 2010 (KG act. 2) an einem der kassationsgeric htlichen Prüfung unterliegenden Mangel im Sinne von § 281 Ziff. 1-3 ZPO leide. Vielmehr genügen di e darin erhobenen Rügen entweder den formellen Anforderun gen an die Begründung einer Nichtig- keitsbeschwerde nicht, oder es wird in unzulässiger Weise die Verletzung bun-- 14 - desrechtlicher Vorschriften geltend gemacht. Demzufolge kann auf die Beschwer- de insgesamt nicht eingetreten werden (§ 288 und § 285 ZPO). 6. Der Beschwerdeführer, dem (wie er wähnt) bereits im erstinstanzlichen Verfahren die (umfassende) unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von §§ 84/87 ZPO bzw. Art. 29 Abs. 3 BV gewährt (BG ac t. 45) und bislang auch nicht wieder entzogen wurde, ersucht auch für das Ka ssationsverfahren um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung (KG act. 1 S. 10). a) Zwar gilt eine einmal erteilte Bewilligung der unentgelt lichen Rechtspflege grundsätzlich nicht nur für die angerufene Instanz, sondern auch für allfällige (kantonale) Rechtsmittelverfahren, ohne dass es hiefür eines besonderen Antrags oder Entscheids bedürfte. Die Rechtsmittelinstanz kann für ihr Verfahren jedoch einen selbstständigen Entscheid treffen (§ 90 Abs. 2 ZPO; Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 3 zu § 90 ZPO). Insbesonder e kann die Bewilligung des prozessualen Armenrechts zurückgezogen werden, we nn dessen Voraussetzungen im Laufe des Prozesses dahinfallen (§ 91 ZPO). b) Letzteres trifft vorliegend zu: So muss die Beschwerde aus den vorste- hend dargelegten Gründen bereits aufgrund einer summarischen Vorabbeurtei- lung als von Anfang an aussichtslos im Si nne von § 84 Abs. 1 ZPO und Art. 29 Abs. 3 BV betrachtet werden (vgl. dazu BGE 129 I 135 f.; 128 I 236; 125 II 275 m.w.Hinw.; Pra 2006 Nr. 102, Er w. 2.1; ZR 101 Nr. 14, Er w. 3; 69 Nr. 29; Frank/ Sträuli/Messmer, a.a.O., N 21a zu § 84 ZPO; Meichssner, Das Grundrecht auf unentgeltliche Rechtspflege [Art. 29 Abs. 3 BV], Basel 2008, S. 99 ff., 106; Vogel/ Spühler, Grundriss des Zivilprozessrechts, 8. A., Bern 2006, Kap. 11 Rz 68 f.; BGer 1P.345/2004 vom 1.10.2004, Erw. 4.3). Damit fehlt(e) es bezüglich des Be- schwerdeverfahrens aber am Erfordernis genügender Erfolgsaussichten des Rechtsmittels und damit an einer für die Bewilligung bzw. Aufrechterhaltung der unentgeltlichen Rechtspflege unabdingbaren Voraussetzung. Deshalb ist dem Beschwerdeführer – unabhängi g von dessen finanzieller Situation – für das Kas- sationsverfahren die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung zu entziehen (s.a. RB 1997 Nr. 76; ZR 98 Nr. 12). - 15 - 7. Gemäss der auch im Rechtsmittelv erfahren geltenden allgemeinen Regel von § 64 Abs. 2 ZPO werden die Gericht skosten der unterliegenden Partei aufer- legt. Sie bestehen in einer sämtliche Kosten abdeckenden (§ 2 Abs. 3 GGebV) Gerichtsgebühr, deren Höhe – basierend au f einem massgeblichen (Verfahrens-) Streitwert von rund Fr. 2,63 Mio. (vgl. KG act. 2 S. 8 und 24) – nach § 4 Abs. 1 GGebV zu bemessen (vgl. § 13 Abs. 1 und 2 GGebV) und gestützt auf § 4 Abs. 2 und § 10 Abs. 1 GGebV (analog) erheblich zu reduzieren ist. Als unterliegende Partei ist auch der (Rechtsmittel-)Kläger zu behandeln, auf dessen Klage (resp. Rechtsmittel) nicht eingetreten wird (G uldener, Schweizerisches Zivilprozess- recht, 3. A., Zürich 1979, S. 406, Anm. 6/a; Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 18 zu § 64 ZPO). Da der Beschwerdeführer in diesem Sinne unterliegt, hat er die Kosten des Kassationsverfahrens zu tragen. Die Zusprechung einer Prozessent schädigung an den Beschwerdegegner fällt demgegenüber ausser Betracht, nachdem diesem vor Kassationsgericht kei- ne entschädigungspflichtigen Kosten und Umtriebe im Sinne von § 68 Abs. 1 ZPO entstanden sind. 8. Soweit mit dem vor liegenden Beschluss über die Beschwerde selbst ent- schieden wird, handelt es sich um einen Endentscheid (im Sinne von Art. 90 BGG) in einer vermögensrechtlichen Zivils ache, deren (Rechtsmittel-)Streitwert rund Fr. 2,63 Mio. beträgt und somit weit über Fr. 30'000.-- liegt (vgl. Art. 51 Abs. 1 lit. a BGG). Folglich steht gegen ihn aus den in Art. 95 ff. BGG genannten (Rüge-)Gründen die Beschwerde in Zivils achen gemäss Art. 72 ff. BGG an das Bundesgericht offen (vgl. Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG). Demgegenüber stellt der kassations gerichtliche Beschluss mit Bezug auf den Entzug der unentgeltlic hen Rechtspflege einen Z wischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG dar (vgl. statt vieler BG er 5A_352/2007 vom 7. 9.2007, Erw. 1.1; 5A_26/2008 vom 4.2.2008, Erw. 1.1; Pra 2008 Nr. 67, Erw. 1.2). Weil der Rechts- weg gegen Zwischenentscheide dem in der Hauptsache zulässigen Rechtsmittel folgt (vgl. BGE 133 III 647 f., Erw. 2.2; BGer 5A_26/2008 vom 4.2.2008, Erw. 1.2; 5D_41/2007 vom 27.11.2007, Erw. 2.2) und die bundesgerichtliche Rechtspre- chung die (zusätzliche) Anfechtungsvorau ssetzung von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG - 16 - bei Verweigerung des prozess ualen Armenrechts regelmä ssig bejaht (vgl. z.B. BGer 5A_26/2008 vom 4.2.2008, Erw. 1.1; 5A_663/2007 vom 28.1.2008, Erw. 1.1; Pra 2008 Nr. 67, Erw. 1.2), ist auc h dagegen die (ordentliche) Beschwerde in Zivilsachen zulässig. Ferner beginnt mit der Zustellung des Entscheids des Kassationsgerichts (als ausserordentlicher Rechtsmittelinstanz ) auch die dreissigtäg ige Frist zur (di- rekten) Anfechtung des obergerichtlichen Berufungsentscheids beim Bundesge- richt wegen Mängeln, deren Prüfung dem Kassationsgericht entzogen ist, (neu) zu laufen (Art. 100 Abs. 6 BGG; s.a. KG ac t. 2 S. 27, Disp.-Ziff. 9 Abs. 3; BGE 135 III 339 f., Erw. 1.3; BGer 4A_2 16/2008 vom 20.8.2008, Erw. 1.2; 4A_398/2008 vom 18.12.2008, Erw. 1.3.2; 4A_141/ 2008 vom 8.12.2009, Erw. 13.1). Das Gericht beschliesst: 1. Dem Beschwerdeführer wird für das Kassationsverfahren die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung entzogen. 2. Auf die Nichtigkeitsbeschwerde wird nicht eingetreten. 3. Die Gerichtsgebühr für das Kassationsverfahren wird festgesetzt auf Fr. 5'000.--. 4. Die Gerichtsgebühr wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 5. Für das Kassationsverfahren wer den keine Prozessentschädigungen zuge- sprochen. 6. Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 90 ff. BGG innert 30 Tagen nach dessen Empfang schriftlich durch eine Art. 42 BGG entsprechende Eingabe Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG - 17 - an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden. Der Streitwert beträgt Fr. 2'629'875.--. Sodann läuft die Frist von 30 Tagen zur Anfechtung des Urteils des Oberge- richts vom 12. Februar 2010 mit Beschwerde an das Bundesgericht neu ab Empfang des vorliegenden Entscheides (Art. 100 Abs. 1 und 6 BGG). Hinsichtlich des Fristenlaufes gelten die Art. 44 ff. BGG. 7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich, das Bezirksgericht Zürich (7. Abteilung; Proz.-Nr. CP030032) und die Bezirksgerichtskasse Zürich, je gegen Empfangsschein. ______________________________________ KASSATIONSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Der juristische Sekretär: