B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-2347/2013 U r t e i l v o m 1 3 . A u g u s t 2 0 1 3 Besetzung Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), Richter Jürg Steiger, Richter Christoph Bandli, Gerichtsschreiberin Christa Baumann. Parteien A._______, vertreten durch B._______, Beschwerdeführerin, gegen Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS, Generalsekretariat VBS, Maulbeerstrasse 9, 3003 Bern, Vorinstanz Gegenstand Auflösung des Arbeitsverhältnisses. A-2347/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Die Schweizerische Eidgenossenschaft, vertreten durch die Logistikbasis der Armee LBA, (…) (nachfolgend: Arbeitgeberin), stellte A._______ per 1. Mai 2012 als Sachbearbeiterin Dienste mit (Arbeitsort) an. Der Vertrag sah eine Probezeit von drei Monaten vor, welche am 20. Juli 2012 bis zum 31. Oktober 2012 verlänge rt wurde. Per 2. August 2012 wurde A._______ ausserdem neu unterstellt. B. Mit Schreiben vom 7. September 2012 zeigte die Arbeitgeberin A._______ an, die Absicht zu haben , das Arbeitsverhältnis per 31. Oktober 2012 aufzulösen und bot ihr Gelegenheit, hierzu Stellung zu nehmen. Mit Verfügung vom 24. September 2012 kündete sie daraufhin das Arbeitsverhältnis mit A._______ auf den in Aussicht gestellten Termin, stellte diese per sofort frei, erklärte deren Ferien- und Urlaubsansprüche mit diesem Schritt als abgegolten, forderte sie auf , die der Arbeitgeberin gehörenden Gegenstände zurückzugeben und entzog einem allfälligen Rechtsmittel gegen diese Verfügung die aufschiebende Wirkung. C. Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wies das Eidgenöss i- sche Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mit Verfügung vom 8. März 2013 ab und entzog einer allfälligen B e- schwerde gegen diese Verfügung die aufschiebende Wirkung. D. Dagegen hat A._______ am 25. April 2013 beim Bundesverwaltung sge- richt Beschwerde eingereicht. Darin stellt und begründet sie folgende An- träge: „1. Der Entscheid des Eidgenössischen Departements für Verteid i- gung, Bevölkerungsschutz und Sport vom 8. März 2013 sei auf- zuheben. 2. Es sei die Nichtigkeit der Kündigungsverf ügung vom 24. September 2012 festzustellen, und die Beschwerdegegn e- rin sei anzuweisen, die Beschwerdeführerin weiter zu beschä f- tigen. 3. Eventualiter sei die Kündigungsverfügung vom 24. September 2012 aufzuheben, und die Beschwerdegegnerin sei anzuwe i- sen, die Beschwerdeführerin weiter zu beschäftigen. A-2347/2013 Seite 3 4. Subeventualiter sei der Beschwerdeführerin eine Entschäd i- gung in der Höhe von 6 Monatslöhnen auszubezahlen. 5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der B e- schwerdegegnerin." E. Das VBS (nachfo lgend: Vorinstanz) schliesst in seiner Vernehmlassung vom 28. Mai 2013 auf Abweisung der Beschwerde. F. Mit prozessleitender Ver fügung vom 7. Juni 2013 ersuchte das Bundes- verwaltungsgericht die Vorinstanz, das vollständige Personaldossier der Beschwerdeführerin und ein Or ganigramm der Arbeitgeberin einzurei- chen. Die entsprechenden Unterlagen liess die Vorinstanz dem Bunde s- verwaltungsgericht am 24. Juni 2013 zukommen. G. Auf die übrigen Vorbringen der Parteien sowie die sich bei den Akten b e- findlichen Schriftstü cke wird , soweit rechtserheblich, in den nachfolge n- den Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Das Probezeitverhältnis von öffentlich-rechtlichen Arbeitsverträgen mit dem Bund ist im Bundespersonalgesetzes vom 24. März 2000 (BPG, SR 172.220.1) und der gestützt darauf erlassenen Bundespersonalverord- nung vom 3. Juli 2001 (BPV, SR 172.220.11.3) geregelt. Diese Regelu n- gen sowie die für das Beschwerdeverfahren massgebenden Bestimmun- gen (vgl. Art. 35 und 36 BPG) wurden auf den 1. Juli 2013 hin weitgehend revidiert (vgl. AS 2013 1493). Ob auf den zu beurteilenden Fall das neue oder das alte Recht zur Anwendung gelangt, ist grundsätzlich nach Art. 41 Abs. 3 BPG zu bestimmen (vgl. dazu: Urteile des Bundesverwal- tungsgerichts A -3195/2009 vom 2. November 2009 E. 3, A -2396/2007 vom 15. August 2007 E. 5; PETER HELBLING, in: Bundespersonalgesetz [BPG], Portmann/Uhlmann [Hrsg.], Bern 2013 [nachfolgend: Bundespe r- sonalgesetz], Art. 41 N. 11 f., je m.w.H. ). Danach richtet sich das B e- schwerdeverfahren nach dem alten Recht , wenn vor dem Inkrafttreten des neuen Rechts über die strittigen Ansprüche eine Verfügung erlassen wurde. Im vorliegenden Fall hat d ie Arbeitgeberin über die zu beurteile n- de Angelegenheit mit Verfügung vom 24. September 2012 und damit vor A-2347/2013 Seite 4 Inkrafttreten des neuen Rechts entschieden . Die vorliegende Angelegen- heit ist demzufolge nach dem damals geltenden Recht zu beurteilen (nachfolgend als aPBG und aBPV bezeichnet). 2. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht wird durch das Verwal- tungsverfahrensgesetz vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) ge- regelt, soweit das Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Das Bundesverwa l- tungsgericht überprüft seine Zuständigkeit (Art. 7 Abs. 1 VwVG) und die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen von Amtes wegen. 2.1 Gemäss Art. 31 VGG entscheidet das Bundesverwaltungsgericht über Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG, sofern keine Ausnahme gemäss Art. 32 VGG vorliegt und eine Vorinstanz im Sinne von Art. 33 VGG en t- schieden hat. Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine i n- dividuell konkrete Anordnung, welche die Vorinstanz in ihrer Eigenschaft als interne Beschwerdeinstanz im Sinne von Art. 35 Abs. 1 aBPG gefällt hat. Derartige Verfügungen können beim Bundesverwaltungsgericht a n- gefochten werden (Art. 36 aBPG und Art. 33 Bst. d VGG), sofern darin nicht über leistungsabhängige Lohnanteile des Bundespersonals, soweit sie nicht die Gleichstellung der Geschlechter betreffen, entschieden wur- de (Art. 32 Abs. 1 Bst. c VGG). Eine solche Streitigkeit liegt im vorliegen- den Fall nicht vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der eingereichten Beschwerde zuständig ist. 2.2 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat, durch die angefochtene Ve r- fügung besonders berührt ist und ein aktuelles schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Die Beschwerdeführerin ist fo r- melle und materielle Verfügungsadressatin und hat ein aktuelles schut z- würdiges Interesse an der Aufhebung oder Abänderung der angefocht e- nen Verfügung. Sie ist daher zur Beschwerde legitimiert. 2.3 Auf die im Übrigen form- und fristgerecht (Art. 50 Abs. 1 und 52 Abs. 2 VwVG) eingereichte Beschwerde ist daher einzutreten. 3. Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet mit uneingeschränkter Kogn i- tion und überprüft die angefochtene Verfügung auf Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger und unvollständiger Feststellun g des rechtse r-A-2347/2013 Seite 5 heblichen Sachverhalts – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG). Bei der Prüfung der Angemessenheit auferlegt es sich indes eine gewisse Zurückhaltung, soweit es um die Leistungsbeurteilung von Angestellten, um verwaltungsorganisatorische Fragen oder um Probleme der betrieb s- internen Zusammenarbeit und des Vertrauensverhältnisses geht . In di e- sen Fällen weicht es im Zweifel nicht von der Auffassung der Vorinstanz ab und setzt sein eigenes Ermessen nicht an deren Stelle (BVGE 2007/34 E. 5, Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-5859/2012 vom 15. Mai 2013 E. 2, A-134/2012 vom 13. Juli 2012 E. 2 , A-1688/2011 vom 7. Dezember 2011 E. 5). 4. Die Arbeitgeberin stellte die Beschwerdeführerin mit unbefristetem A r- beitsvertrag vom 9./13. März 2012 als Sachbearbeiterin Dienste mit Ar- beitsort (…) an. Der Vertrag sah eine Probezeit von drei Monaten vor, welche am 20. Juli 2012 bis z um 31. Oktober 2012 verlängert wurde . Nach vorgängiger Anhörung der Beschwerdeführerin löste die Arbeitg e- berin diesen Arbeitsv ertrag in der Folge unter Angabe der Gründe mit Verfügung vom 24. September 2012 auf das Ende des folgenden Monats auf. Dabei hielt sie die massgeblichen Kündigungsfristen und Künd i- gungstermine ein (vgl. Art. 12 Abs. 2 Bst. b aBPG) und respektierte die geltenden Formvorschriften (Art. 13 Abs. 3 aBPG i.V.m. Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101] und Art. 35 Abs. 1 und Art. 29 VwVG, vgl. dazu au s- führlich: Entscheid der Vorinstanz vom 8. März 2013 E. 4-6 und Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-5859/2012 vom 15. Mai 2013 E. 3.3). Dies wird denn auch von der Beschwerdeführerin nicht in Abrede gestellt. 4.1 Diese macht aber geltend, dass kein triftiger Grund für die Kündigung bestanden habe. Mit der Verlängerung der Probezeit habe die Arbeitg e- berin ihr nochmals die Möglichkeit gewährt , die an sie in ihrer Funktion als Sachbearbeiterin Dienste gestellten Anforderungen zu erfüllen , mithin in ihr die Erwartung geweckt, nochmals eine Chance zu erhalten, um sich zu bewähren. Daraus sei zu folgern, dass die Arbeitgeberin, um den Prin- zipien staatlichen Handelns zu genügen, innerhalb der verlängerten Pr o- bezeit die Leistung u nd das Verhalten ihrer Angestellten überprüfen und mit ihr besprechen müsse. Diese bereits für das gewöhnliche Pro bezeit- verhältnis geltenden Grundsätze müssten für die verlängerte Probezeit umso mehr gelten, als die Anforderungen an den sachlichen Grund für die Auflösung eines solchen Verhältnisses höher sein dürften , weil das Arbeitsverhältnis bereits länger gedauert habe. Im vorliegenden Fall habe A-2347/2013 Seite 6 es die Arbeitgeberin versäumt, die Leistung der Beschwerdeführerin wäh- rend der verlängerten Probezeit solchermassen zu überprüfen . Der B e- schwerdeführerin seien – entgegen der Darstel lung der Arbeitgeberin – die im Personaldossier abgelegten Beurteilungen nicht zur Kenntnis g e- bracht worden . Wie es sich diesbezüglich verhalte, müsse von Amtes wegen abgeklärt wer den. Denn nur wenn die Arbeitgeberin ihr Verhalten während der Probezeit seriös, nachvollziehbar und in objektiver Weise beurteilt und ein allfälliges ungenüg endes Ergebnis mit der Beschwerd e- führerin besprochen habe, könne die Kündigung gerechtfertigt sein. A n- dernfalls sei sie grundlos erfolgt, womit sich die Kündigung als nichtig im Sinne von Art. 14 Abs. 1 Bst. b aBPG erweise, jedenfalls infolge Rechts- missbrauchs gestützt auf Art. 14 Abs. 3 aPBG aufzuheben sei. 4.2 Dem hält die Vorinstanz entgegen, die Verlängerung der Probezeit ermögliche es, die Leistung der angestellten Person weiter zu prüfen, um festzustellen, ob sie die Anforderungen der Stelle erfülle. Sollte d ies nicht der Fall sein, so könne das Arbeitsverhältnis unter denselben Vorausset- zungen wie während der ursprünglichen Probezeit aufgelöst werden. Die Arbeitgeberin habe die Leistung der Beschwerdeführerin während der Probezeit wöchentlich beurteilt. Dabei seien die verantwortlichen Pers o- nen übereinstimmend zur Überzeugung gelangt, dass der Aufwand für die Beauftragung der Beschwerdeführerin grösser gewesen sei, als jener, der angefallen wäre, wenn sie die Aufgaben selber erledigt hätten. Auch die Qualität und die Quanti tät der Arbeit der Beschwerdeführerin, die fristg e- rechte Erfüllung von Aufträgen und die Eigeninitiative sei bemängelt wo r- den. Dass diese Beurteilungen mit der Beschwerdeführerin besprochen worden seien, habe der Chef der Armee in der Vernehmlassung vom 21. November 2012 ausdrücklich festgehalten. Dem Vorbringen der Be- schwerdeführerin, die Arbeitgeberin habe ihre Fürsorgepflicht verletzt, sei sodann entgegenzuhalten, dass die Beschwerdeführerin mit der Verlä n- gerung der Probezeit neu unterstellt worden sei, um den Konflikt zw i- schen der Beschwerdeführerin und ihrer vormaligen Vorgesetzten, C._______, zu entschärfen und eine Beurteilung der Leistung und des Verhaltens der Beschwerdeführerin durch eine andere Person zu ermö g- lichen. Damit habe die Arbeitgeberin die ihr zumutbaren Schritte zur L ö- sung d es schwellenden Arbeitskonflikt s getroffen . Eine Verletzung ihrer Fürsorgepflicht könne ihr somit nicht vorgeworfen werden. 4.3 Die Probezeit gibt de n Parteien eines Arbeitsvertrag es Gelegenheit, eine auf Dauer angelegte Rechtsbeziehung durch gegenseitige Erpr o- bung vorzubereiten. Sie dient dazu, sich gegenseitig kennenzulernen, A-2347/2013 Seite 7 Vertrauen aufzubauen und die Fähigkeit sowie Eignung der angestellten Person für die von ihr auszuübende Funktion zu überprüfen (BGE 134 III 108 E. 7.1.1, 120 Ib 134 E. 2.a, BGE 97 I 540 E. 5; Urteile des Bundes- verwaltungsgerichts A-5859/2012 vom 15. Mai 2013 E. 4.3, A-4287/2007 vom 4. November 2007 E. 5.2; FRANK VISCHER, Der Arbeitsvertrag, 3. Aufl., Basel/Genf/München 2005, S. 234). 4.3.1 Die während der Dauer des Probezeitverhältnis ses geltenden Kün- digungsfristen (vgl. Art. 12 Abs. 2 aBPG) sind derart bemessen, dass , falls von Seiten der Behörde oder des Arbeitnehmers Schwierigkeiten oder Unstimmigkeiten irgendwelcher Art vorliegen, der Arbeitsvertrag kurzfristig und ohne Komplikationen aufgelöst werden kann. Nach au s- drücklicher gesetzlicher Anordnungen gelten die in Art. 12 Abs. 6 aBPG abschliessend aufgeführten Kündigungsgründe dabei nicht. Im Übrigen hat der Arbeitgeber die für das Probezeitverhältnis geltenden Bestim- mungen des Obligationenrechts vom 30. März 1911 (OR, SR 220) sinn- gemäss anzuwenden (Art. 6 Abs. 1 BPG, vgl. das zurzeit beim Bundesge- richt angefochtene Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-5859/2012 vom 15. Mai 2013 E. 4.3) und die verfassungsmässigen Grundsätze staatlichen Handelns (Art. 6 Abs. 1 BPG) – d.h. das Prinzip der Geset z- mässigkeit, der Rechtsgleichheit, des öffentlichen Interesses, der Verhält- nismässigkeit und des Grundsatzes von Treu und Glauben – zu beachten (HELBLING, Bundespersonalgesetz, Art. 12 N. 16). Eine Kündigung wä h- rend der Probezeit muss also sachlich begründet se in, wobei an die Gründe für die Auflösung dieses schon seiner Natur nach lockeren Ve r- hältnisses keine allzu strengen Anforderungen zu stel len sind (BGE 129 III 124 E. 3.1, BGE 124 Ib 134 E. 2a, BGE 120 Ib 134 E. 2.a; HELBLING, Bundespersonalgesetz, Art. 12 N. 16). 4.3.2 So ist die Kündigung eines Probezeit verhältnisses bereits zulässig, wenn auf Grund der Wahrnehmung der Vorgesetzten die Annahme hi n- reichend begründet erscheint, dass der Ausweis der Fähigkeit oder Ei g- nung nicht erbracht ist oder voraussichtlich nicht mehr erbracht werden kann. Dabei muss d ie Auflösung des Probezeitverhältnisses vom Betrof- fenen nicht verschuldet sein. Die begründete Feststellung etwa, dass der sich um eine definitive Anstellung Bewerben de dem Stellenprofil nicht entspricht, reicht aus. Dasselbe gilt, wenn aus persönlichen Gründen ein für die vorgesehene Funktion unbedingt nötiges Vertrauensverhältnis nicht aufgebaut werden kann oder auf Grund objektiver Anhaltspunkte e i- ne reibungslose Zu sammenarbeit sowie eine effiziente Verwaltungstätig- keit künftig in Frage gestellt erscheinen. Es entspricht dem Charakter des A-2347/2013 Seite 8 Probezeitverhältnisses, dass der Verwaltung hinsichtlich des Vorliegens eines sachlichen Kündigungsgrundes ein weiter Beurteilungsspielraum zu belassen ist (BGE 134 III 108 E. 7.1.1, BGE 124 Ib 134 E. 2a, BGE120 Ib 134 E. 2a, BGE 108 Ib 209 E. 2, 97 I 540 E. 5; zurzeit beim Bundesg e- richt angefochtenes Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-5859/2012 vom 15. Mai 2013 E. 4.3, Urteile d es Bundesverwaltungsgerichts A-691/2012 vom 6. Dezember 2012 E. 7.1, A -4284/2008 vom 4. November 2007 E. 7.2). 4.4 Die Beschwerdeführerin trat die Arbeitsstelle als Sachbearbeiterin Dienste im Armeelogistikcenter (Arbeitsort) am 1. Mai 2012 an und wurde zunächst der Chefin Managementsupport (…), C._______, unterstellt. Am 2. Au gust 2012 wurde die Beschwerdeführerin aus dem Management Support herausgenommen und dafür eingeteilt, die Assistentin Centerlei- tung, D._______, und den Projekt Manager, E._______, zu unterstützen. Als direkte Vorgesetz te der Beschwerdeführerin haben diese Personen sowie der Chef Stab, F._______, die Arbeitsleistung und das sonstige Verhalten der Beschwerdeführerin während der Probezeit beurteilt. 4.4.1 C._______ stellte in ihrem Probezeitber icht vom 19. Juli 2012 fest, die Beschwerdeführerin benötige viel Anlei tung und Betreuung. Ihr Ei n- satz variiere. Die Arbeitsqualität der Beschwerdeführerin sei zurzeit noch unzureichend. Ausserdem habe sie sich noch nicht , wie gewünscht, ins Team integrier t und ihr Verhalten sowie ihre Umg angsformen würden noch nicht ihren Vorstellungen entsprechen. Jedoch verfüge die B e- schwerdeführerin über gute Fachkenntnisse und eine gute Arbeitsquant i- tät. In Absprache mit der Beschwerdeführerin beantrage sie deshalb die Verlängerung der Probezeit, wobei als besondere Massnahmen wöchent- liche Beurteilungsgespräche vorgesehen seien. 4.4.2 D._______, E._______ und F._______ beurteilten die Arbeitslei s- tung und das sonstige Verhalten der Beschwerdeführerin vom 2. August bis zum 10. September 2012 wöchentlich in Kurzbeurteilungen unter den Gesichtspunkten "Persönliche Grundhaltung", "Soziales Verhalten", "Geistige Fähigkeiten", "Kommunikationsverhalten", sowie "Auftrag s- treue", wobei E._______ in der 34 . Woche abwesend war. Laut den e nt- sprechenden Bewertungen war die Arbeitsleistung und das sonstige Ve r- halten der Beschwerdeführerin zunächst knapp ungenügend, verschlech- terte sich jedoch zusehends, da es der Be schwerdeführerin nicht gelang, sich wunschgemäss zu verbessern (vgl. im Einzelnen: Beurteilungen vom 10. August 2012, 17. August 2012, 24. August 2012, 31. August 2012). In A-2347/2013 Seite 9 der auf der Grundlage dieser Kurzbeurteilungen verfassten Schlussbeu r- teilung vom 10. September 2012 hielt D._______ erläuternd fest, die Be- schwerdeführerin als kommunikative, offene, kontaktfreudige und freun d- liche Person kennengelernt zu haben. In den fünf Wo chen habe die Be- schwerdeführerin sie in verschiedenen Tätigkeiten unterstützt. Sie habe die erteilten Aufträge meist termingerecht und in der erwarteten Qual ität erfüllt. Jedoch habe sie trotz schriftlich erteilten Arbeitsaufträgen viele Fragen gehabt und sei oft sehr unter Zeitdruck gewesen. Dies führe sie auf die ständige Abwesenheit in ihrem Büro zurück. Sie hätte vermehrt Rückmeldungen erhalten, dass die B eschwerdeführerin in den einzelnen Büros unterwegs sei und sich mit anderen Mitarbeitern unterhalte. Durch die zusätzliche Aufgabe "Auftragserteilung A._______(Nachname)" habe sie einen klaren Mehraufwand anstelle einer Entlastung generiert. Sie se- he die B eschwerdeführerin aufgrund der fehlenden Eignung und Tau g- lichkeit nicht in der vorgesehenen Position im Managementsupport. Sie führe zwar einfache Aufgaben mit detaillierten Anweisungen gut aus, könne jedoch ihrem Stellenbeschrieb entsprechende Aufgaben ni cht in der nötigen Qualität oder Quantität umsetzen. Diese Auffassung wird von E._______ geteilt. Dieser weist in seiner Schlussbeurteilung vom 10. September 2010 im Übrigen ausdrücklich darauf hin, dass es der B e- schwerdeführerin trotz Förderhinweisen nich t gelungen sei, die Arbeiten in der geforderten Qualität zu erbringen. Schlussendlich habe er das N i- veau der erteilten Arbeiten der art gesenkt, dass diese bei Weitem nicht mehr der Stelle entspro chen hätten, für welche die Beschwerdeführerin eingestellt worden sei. Im Weiteren pflege die Beschwerdeführerin ein sehr kommunikatives Verhalten. Er persönlich habe sie häufiger im Pa u- senraum oder beim Kommunizieren angetroffen als an ihrer Arbeitsstelle. F._______ hat keine Schlussbeurteilung verfasst. 4.4.3 Diese Bewertungen stimmen in den wesentlichen Punkten überein und zeigen auf, dass die Beschwerdeführerin nach Einschätzung ihrer Vorgesetzten nicht in der Lage war, ihrem Stellenprofil entsprechende Ar- beiten in der gewünschten Qualität und Quantität auszuführen. Dabei mag in die Beurteilung von C._______ deren angespanntes persönliches Verhältnis zur Beschwerdeführerin eingeflossen sein, weshalb die Arbeit- geberin das Probezeitverhältnis allein aufgrund dieser Beurtei lung nicht auflösen wollte. D._______, E._______ und F._______ haben jedoch die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Persönlichkeit und ihrer beruflichen Fähigkeiten ebenfalls als ungeeignet erachtet, den in der Funktion als Sachbearbeiterin Dienste zu erfüllenden Anforderungen zu genügen. Für die Arbeitgeberin bestand unter diesen Umständen ein hinreichender A-2347/2013 Seite 10 Grund, an der Eignung und Tauglichkeit der Beschwerdeführerin zu zwei- feln. Dass sich diese Beurteilung durch das Abwarten des Ablaufs der Probezeit geändert hätte, hat die Arbeitgeberin zu Recht ausgeschlossen, da die Leistungsbeurteilungen der Beschwerdeführerin immer schlechter geworden sind . Mit der Kündigung des Arbeitsverhält nisses hat die A r- beitgeberin den ihr in dieser Frage zuzubilligenden Beurteilungsspielraum folglich nicht überschritten. 4.4.4 Dabei ist es unerheblich, ob der Beschwerdeführerin die vorg e- nommenen Leistungsbeurteilungen vor der Kündigung zur Kenntnis g e- bracht und mit ihr besprochen wurden. Fest steht nämlich , dass die A r- beitgeberin der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 7. September 2012 mitgeteilt hat, aus welchen Gründen sie beabsichtige, das Arbeit s- verhältnis auf den 31. Oktober 2012 aufzulösen und der Beschwerdefü h- rerin die Möglichkeit geboten hat, zu den erhobenen Vorwürfen Stellu ng zu nehmen. Mit diesem Schreiben hat die Arbeitgeberin der Beschwerd e- führerin unmissverständlich signalisiert, mit der Vertragserfüllung nicht zu- frieden zu sein, so dass die Beschwerdeführerin von der anschliessend ausgesprochenen Kündigung nicht unerwar tet getroffen wurde (vgl. zur- zeit beim Bundesgericht angefochtenes Urteil des Bundesverwaltungsge- richts A-5859/2012 vom 15. Mai 2013 E. 4.3 und 4.5.1). Soweit die B e- schwerdeführerin im Übrigen unter Berufung auf Art. 14 Abs. 3 Bst. a aBPG ein rechtsmissbrä uchliches Verhalten der Arbeitgeberin rügt, ist zwar einzuräumen, dass diese r Regelung nach der Lehre im Probezei t- verhältnis selbständige Bedeutung zukommt, weshalb sie wohl zu beac h- ten sein dürfte (HARRY NÖTZLI, a.a.O., Art. 14 N. 40, DERS., Die Beendi- gung von Arbeitsverhältnissen im Bundesp ersonalrecht, Bern 2005, N. 238). Im vorliegenden Fall ist indes nicht ersichtlich, inwiefern sich die Arbeitgeberin bei der Auflösung des Probezeitverhältnisses rechtsmis s- bräuchlich verhalten hätte (vgl. zu den möglich en Gründen: Art. 336 OR und BGE 132 III 115 E. 2.1, BGE 131 III 535 E. 4.2; ULLIN STREIFF/ADRIAN VON KAENEL/ROGER RUDOLPH, Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 319-362 OR, 7. Aufl., Zürich 2012, Art. 336 N. 3). Freilich hat die Ar- beitgeberin mit der Verlängerung der Probezeit bei der Beschwerdeführe- rin die Erwartung geweckt, nochmals die Möglichkeit zu erhalten, sich in der Funktion als Sachbearbe iterin Dienste zu bewähren. Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin hat die Arbeitgeberin der Beschwe r- deführerin diese Chance aber gewährt, zumal sie diese mit der Verlänge- rung der Probezeit neu unterstellte, um ihr einen durch persönliche An i- mositäten unbelasteten Neustart zu ermöglichen . Als sich jedoch a b- zeichnete, dass die Beschwerdeführerin den an si e gestellten Anford e-A-2347/2013 Seite 11 rungen auch in dieser Funktion nicht zu genügen vermochte, durfte die Arbeitgeberin sich zur Kündigung entschlies sen, ohne das Ende der Pr o- bezeit abwarten zu müssen. Das Bundesverwaltungsgericht vermag in diesem Verhalten keinen Rechtsmissbrauch zu erkennen. 4.5 Da die Akten , wie den vorangehenden Ausführungen entnommen werden kann, eine ausreichende Würdigung des rechtserheblichen Sach- verhalts erlauben, sind die Beweisanträge der Beschwerdeführerin , D._______, C._______, G._______, F._______, H._______ sowie E._______ als Zeugen einzuvernehmen und sie persönlich zur Sache zu befragen, in antizipierter Beweiswürdigung abzuleh nen (vgl. BVGE 2013/9 E. 4.4). 4.6 Aus den vorstehenden Erwägungen folgt, dass die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis mit der Beschwerdeführerin aus triftigen Gründen im Sinne der Rechtsprechung aufgelöst und sich dabei nicht rechtsmis s- bräuchlich verhalten hat. Die angefochtene Kündigung erweist sich dem- nach als rechtmässig, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde s o- wohl im H aupt- als auch Eventual- und Subeventualantrag abzuweisen ist. 5. Verfahrenskosten sind angesichts des personalrechtlichen Charakters des vorliegenden Rechtsstreits keine zu erheben (Art. 34 Abs. 2 BPG). Weder die obsiegende noch die unterliegende Partei hat einen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 3 und 8 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und En t- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). A-2347/2013 Seite 12 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. …; Gerichtsurkunde) – die Logistikbasis der Armee, (…) (Einschreiben) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Maurizio Greppi Christa Baumann Rechtsmittelbelehrung: Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebie t der öffen t- lich-rechtlichen Ar beitsverhältnisse können beim Bundesgericht ang e- fochten werden, sofern es um eine ver mögensrechtliche Angelegenheit geht, bei welcher der Streitwert mindestens Fr. 15‘000.– beträgt oder bei der sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (vgl. Art. 85 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Bei einer nicht vermögensrechtlichen Angelegenheit ist die Beschwerde nur zulässig, wenn sie die Gleichste l- lung der Geschlechter betrifft (vgl. Art. 83 Bst. g BGG). Steht die B e- schwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen, kann sie innert 30 Tagen nach Eröffnung dieses Entscheids beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist steht still vom 15. Juli bis und mit de m 15. August A-2347/2013 Seite 13 (Art. 46 Abs. 1 Bst. b BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene En t- scheid und die Beweismittel sind, sowe it sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: