A bteilung V E -2465/2007 {T 0/2} U rteil vom 7. A ugust 2007 M itw irkung: R ichter Stöckli, R ichterin de C oulon, R ichter W eber G erichtsschreiber H ardegger A._______, Indien, w ohnhaft B._______, vertreten durch C ._______, Beschw erdeführerin gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung des B FM vom 30. M ärz 2007 in Sachen N ichteintreten auf A sylgesuch und W egw eisung (3. A sylgesuch) / N D ._______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass die aus Indien (...) stam m ende Beschw erdeführerin am 27. D ezem ber 2002 erstm als in der Schw eiz ein Asylgesuch stellte, dass sie im W esentlichen geltend m achte, ihr Verlobter, ein ethnischer (...), habe Suizid begangen, w eil seine Fam ilie gegen ihre beabsichtigte H eirat gew esen sei, w orauf sie von der Fam ilie ihres Verlobten, insbesondere von dessen Bruder, bedroht und be- schuldigt w orden sei, für dessen Tod verantw ortlich zu sein, dass der Bruder der Beschw erdeführerin bei einem Versuch, sie und ihren Vater vor dem Bruder des Verstorbenen zu beschützen, von diesem erschossen w orden sei, dass das dam als zuständig gew esene Bundesam t für Flüchtlinge (BFF) m it Verfügung vom 15. Januar 2003 auf das Asylgesuch der Beschw erdeführerin nicht eintrat, ihre so- fortige W egw eisung aus der Schw eiz anordnete sow ie einer allfälligen Beschw erde ge- gen die Verfügung die aufschiebende W irkung entzog, dass es seine Verfügung dam it begründete, Indien gelte gem äss Beschluss des Bun- desrates vom 18. M ärz 1991 als so genannter verfolgungssicherer Staat (safe country) und es bestünden keine H inw eise auf eine Verfolgung, dass die dam als zuständig gew esene Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) auf die gegen den N ichteintretensentscheid des Bundesam tes erhobene Beschw erde m it U rteil vom 24. M ärz 2003 m angels Leistung des Kostenvorschusses nicht eintrat, dass die Beschw erdeführerin ab 30. Septem ber 2004 unbekannten Aufenthalts w ar, dass sie am 6. Juni 2005 erneut um Asyl nachsuchte, die gleichen G ründe w ie im ersten Asylverfahren geltend m achte und erklärte, sich nach Abschluss des ersten und vor Anheben des zw eiten Asylverfahrens in E._______ aufgehalten zu haben, dass das neu zuständige BFM m it Verfügung vom 24. Juni 2005 auf das Asylgesuch nicht eintrat und die W egw eisung aus der Schw eiz und den Vollzug anordnete, dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheides im W esentlichen ausführte, die Beschw erdeführerin habe in der Schw eiz ein rechtskräftig abgeschlossenes Asylverfah- ren erfolglos durchlaufen, und es lägen keine H inw eise vor, w onach in der Zw ischenzeit Ereignisse eingetreten seien, die geeignet w ären, die Flüchtlingseigenschaft zu begrün- den, zum al die Beschw erdeführerin dieselben G ründe w ie im ersten Asylverfahren gel- tend m ache, und der W egw eisungsvollzug sei durchführbar, dass die AR K m it U rteil vom 6. Juli 2005 eine gegen diese Verfügung erhobene Be- schw erde abw ies, dass die Beschw erdeführerin in der Folge w iederum unbekannten Aufenthalts w ar, dass sie am 7. M ärz 2007 m it einem ihr nicht zustehenden R eisepapier erneut in die Schw eiz gelangte, w o sie am nächsten Tag ihr drittes Asylgesuch stellte, dass das BFM die Beschw erdeführerin m ittels Form ular und H inw eis auf die entspre- chende gesetzliche N ichteintretensbestim m ung aufforderte, innerhalb von 48 Stunden R eise- oder Identitätspapiere abzugeben,3 dass am 13. M ärz 2007 die sum m arische Befragung zu den Ausreisegründen und am 22. M ärz 2007 die einlässliche Anhörung zu den Asylm otiven erfolgte, dass die Beschw erdeführerin in den Anhörungen im W esentlichen geltend m achte, sich nach ihrem zw eiten Asylgesuch stets in E._______ aufgehalten zu haben, dass ihre ursprünglichen Asylangaben nicht der W ahrheit entsprochen hätten, w eil sie aus Furcht vor ihrem Ehem ann dem R at ihres Schleppers gefolgt sei, dass sie neu zu Protokoll gab, ihre Fam ilie habe sie am 17. August 1998 m it einem M ann verheiratet, dessen Vater Polizist sei, dass sie vom Ehem ann nach einiger Zeit m ehr oder w eniger regelm ässig m isshandelt w orden sei und ihre eigenen Eltern zunächst kein G ehör für ihre grosse N ot aufgebracht und sie im m er w ieder zu ihm zurückgew iesen hätten, dass sich selbst ihr Schw iegervater in ihr Eheleben eingem ischt habe, dass sie von ihrem Ehem ann auf niederträchtige Art und W eise behandelt w orden sei und er sie beispielsw eise im D ezem ber 1998 vom Balkon gestossen habe, w eshalb sie eine Schulterverletzung erlitten habe, dass sie ihm im Januar 1999 m itgeteilt habe, sie sei schw anger, w orauf er seine Vater- schaft angezw eifelt und sie w eiterhin m isshandelt habe, w eshalb sie im Februar 1999 zu ihren Eltern geflohen sei, dass ihr Schw iegervater sie dort im M ärz 1999 abgeholt habe und sie w iederum zum Ehem ann habe zurückkehren m üssen, w obei ihre Beseitigung w ahrscheinlich eine be- schlossene Sache gew esen sei, dass sie am folgenden Tag stark m isshandelt w orden sei, dass ihr Leute aus dem H ause der Schw iegereltern zu H ilfe geeilt seien, w eshalb sie noch einm al zu den eigenen Eltern respektive zur Schw ester habe entkom m en können, dass in der Folge die Schw iegereltern sie w egen D iebstahls von Schm uck und Bargeld angezeigt hätten und ihr Ehem ann und seine Verw andtschaft jede G elegenheit ergriffen hätten, um ihr und ihren Fam ilienangehörigen das Leben unerträglich zu m achen, dass sie beschim pft, bedroht und m it Schüssen eingeschüchtert w orden sei, dass sie am 30. August 1999 ihre Tochter (...) zur W elt gebracht habe, dass sie vom August 1999 bis zu ihrer Ausreise bei ihrer Fam ilie gew ohnt habe, die Be- helligungen durch den Ehem ann und dessen Angehörige aber w eiter angehalten hätten, w orauf ihre Fam ilie schliesslich für sie ein Scheidungsverfahren eingeleitet habe, dass sich die Beschw erdeführerin anfangs D ezem ber 2002 zur Ausreise entschlossen habe und etw a am 2. D ezem ber 2002 unter Benutzung ihres Passes und des von (...) ausgestellten Schengen-Visum s nach (...) geflogen und via (...) und E._______ am 27. D ezem ber 2002 in die Schw eiz eingereist sei, dass sie ihre dam als 3-jährige Tochter bei ihren Eltern in (...)zurückgelassen habe, dass ihre Ehe im Jahr 2005 geschieden w orden sei, dass für w eitere Einzelheiten des rechtserheblichen Sachverhalts auf die Protokolle bei den Akten zu verw eisen ist,4 dass die Beschw erdeführerin eine indische W ählerkarte vom (...) einreichte und geltend m achte, keinen anderen Identitätsausw eis zu besitzen, zum al sie ihren Pass nach der Einreise in die Schw eiz dem Schlepper abgegeben habe, w obei sie allerdings die Einreichung der Scheidungsdokum ente in Aussicht stellte, dass das BFM m it gleichentags eröffneter Verfügung vom 30. M ärz 2007 auf ihr Asylge- such nicht eintrat und ihre W egw eisung aus der Schw eiz sow ie den Vollzug anordnete, dass das BFM zur Begründung des Entscheids im W esentlichen anführte, die Be- schw erdeführerin habe trotz behördlicher Aufforderungen keine rechtsgenüglichen R ei- se- oder Identitätspapiere zu den Akten gereicht, dass keine entschuldbaren G ründe vorlägen, die es ihr verunm öglicht hätten, ein rechts- genügliches R eise- oder Identitätspapier nachzureichen, dass bei offensichtlich fehlender Asylrelevanz darauf verzichtet w erden könne, auf allfäl- lige U nglaubhaftigkeitselem ente in den Vorbringen der Beschw erdeführerin einzugehen, dass die geltend gem achten Behelligungen durch den Ex-M ann und dessen Fam ilie als zu w enig intensiv zu qualifizieren seien, als dass sie die Flüchtlingseigenschaft begrün- den könnten, dass die Beschw erdeführerin trotz Behelligungen und Schikanierungen noch über zw ei Jahre bei ihren Eltern gew ohnt habe, w as die angebliche Schw ere des auf die Be- schw erdeführerin ausgeübten D ruckes relativiere, dass die angegebenen H andlungen der Behörden aufgrund von Falschanzeigen als legi- tim e Erm ittlungsm assnahm en im R ahm en eines U ntersuchungsverfahrens zu qualifizie- ren seien, gegen die sie sich m it rechtlichen M itteln und m it U nterstützung ihrer Fam ilie zur W ehr hätte setzen können, dass die Beschw erdeführerin aus einer (...) Fam ilie stam m e und sie sich nicht um behördlichen Schutz bem üht habe, obw ohl ein vom 26. O ktober 2006 datierendes G esetz existiere, das Frauen vor häuslicher G ew alt besser schützen solle, dass innerstaatlich valable Aufenthaltsalternativen vorhanden seien, dass die Beschw erdeführerin die Flüchtlingseigenschaft dem zufolge nicht erfülle und zu- sätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W egw ei- sungshindernisses aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien, dass keine generellen oder individuellen G ründe gegen eine D urchführbarkeit des W eg- w eisungsvollzugs sprechen w ürden, dass bezüglich w eiterer Einzelheiten auf die vorinstanzliche Verfügung und die Vorakten zu verw eisen ist, dass die Beschw erdeführerin m it Eingabe vom 4. April 2007 (Poststem pel) beim Bun- desverw altungsgericht Beschw erde erheben und die Aufhebung der Verfügung, die G e- w ährung des Asyls sow ie eventualiter die Anordnung der vorläufigen Aufnahm e beantra- gen liess, dass in prozessualer H insicht unter H inw eis auf die Fürsorgeabhängigkeit um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und dam it sinngem äss um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege sow ie um G ew ährung einer dreim onatigen Frist zur Be- schaffung eines Passes oder einer Identitätskarte ersucht w urde,5 dass auf die Begründung der Anträge, sow eit für den Entscheid w esentlich, in den nach- folgenden Erw ägungen einzugehen ist, dass der Instruktionsrichter die Vorinstanz m it Verfügung vom 13. April 2007 zur Einrei- chung einer Stellungnahm e zur Beschw erde einlud und dabei die Frage stellte, w eshalb sie von den verschiedenen in Frage kom m enden N ichteintretenstatbeständen ausge- rechnet den so genannten Papierlosenartikel als G rundlage gew ählt habe, dass das Bundesam t m it Vernehm lassung vom 17. April 2007 auf Abw eisung der Be- schw erde schloss und dabei ausführte, ein N ichteintreten gestützt auf den Tatbestand der w iederholten G esuchstellung oder der H erkunft aus einem verfolgungssicheren H er- kunftsstaat w äre im vorliegenden Fall ebenfalls in Frage gekom m en, indessen hätten der teilw eise engere Verfolgungsbegriff und der tiefere Bew eism assstab sow ie die ins- gesam t nicht auf den ersten Blick haltlosen Aussagen der Beschw erdeführerin den Aus- schlag für das gew ählte Vorgehen gegeben, dass auf die w eiteren Begründungen in den jew eiligen Verfügungen und Schreiben, so- w eit w esentlich, in den nachfolgenden Erw ägungen eingegangen w ird, dass der R echtsvertreter der Beschw erdeführerin sein M andat m ittels Schreiben vom 10. Juli 2007 niederlegte, nachdem ihm eine Postsendung an seine M andantin m it dem Verm erk "unbekannt" retourniert w urde, dass der Instruktionsrichter dem vorm aligen R echtsvertreter die neue Adresse der Be- schw erdeführerin bekannt gab und feststellte, ohne G egenbericht bleibe es bei der avi- sierten M andatsniederlegung, dass der R echtsvertreter am 3. August 2007 schriftlich darum bat, die M andatsniederle- gung als hinfällig zu betrachten, dass m ithin das Vertretungsverhältnis w eiterhin besteht, und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verw altungsverfahren vom 20. D ezem ber 1968, Vw VG , SR 172.021) des BFM entscheidet (Art. 105 Asylgesetz vom 26. Juni 1998, AsylG , SR 142.31, i.V.m . Art. 31 - 34 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, VG G , SR 173.32; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, BG G , SR 173.110) und dabei das neue Verfahrensrecht anw endet (Art. 53 Abs. 2 VG G ), dass m it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundes- recht, die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG ), dass die Beschw erdeführerin legitim iert ist, w eshalb auf die frist- und form gerecht einge- reichte Beschw erde - allerdings unter Beschränkung auf die Frage, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist - einzutreten ist (Art. 108a AsylG sow ie Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 und 52 Vw VG ), dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschw erdeinstanz som it darauf beschränkt ist, bei Begründetheit des R echtsm ittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die 6 Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. die w eiter- hin zutreffende Praxis der AR K in Entscheidungen und M itteilungen der AR K [EM AR K] 2004 N r. 34 E. 2.1. S. 240 f.), w eshalb auf den Antrag betreffend Asylgew ährung nicht einzutreten ist, dass das BFM das N ichteintreten auf das dritte Asylgesuch m it Erfüllen des Tatbestan- des von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG begründete, dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten w ird, w enn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des G esuchs R eise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG ), dass diese Bestim m ung jedoch keine Anw endung findet, w enn die Asylsuchenden glaubhaft m achen können, sie seien dazu aus entschuldbaren G ründen nicht in der Lage, w enn auf G rund der Anhörung sow ie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht- lingseigenschaft festgestellt w ird oder sich auf G rund der Anhörung erw eist, dass zu- sätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W egw ei- sungsvollzugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 AsylG ), dass som it vorerst zu prüfen ist, ob die Vorinstanz zu R echt die Auffassung vertreten hat, die Beschw erdeführerin habe innert 48 Stunden nach Einreichung ihres Asylge- suchs kein rechtsgenügliches R eise- oder Identitätspapier abgegeben, und bei Beja- hung daraufhin die Frage zu beantw orten ist, ob die Beschw erdeführerin glaubhaft m a- chen kann, dass sie aus entschuldbaren G ründen zur fristgerechten Abgabe der erfor- derlichen D okum ente nicht in der Lage gew esen ist, dass es sich gem äss dem zur Publikation vorgesehenen U rteil BVG E D -2279/2007 vom 11. Juli 2007 i.S. M .M . gg. BFM beim Begriff "R eise- und Identitätspapiere" um D oku- m ente handelt, die "sow ohl die einw andfreie Feststellung der Identität als auch die si- chere D urchführung der R ückschaffung erm öglichen" sollen (vgl. E. 6), dass unter Vorbehalt entschuldbarer G ründe ein N ichteintretensentscheid selbst dann zu erfolgen hat, w enn trotz fehlender Ausw eispapiere keine Zw eifel über die Identität des oder der Asylsuchenden bestehen (a.a.O ., E. 5.3. a.E.), dass m ithin die Tatsache, dass die Identität der Beschw erdeführerin im vorliegenden Fall nicht in Frage gestellt w ird - beziehungsw eise deren Infragestellung nach D urchfüh- rung von zw ei Asylverfahren, in w elchen die Identität stets anerkannt w ar, gegen Treu und G lauben verstossen w ürde -, bedeutungslos ist, da der G esetzgeber auf die Abgabe von Papieren und deren Q ualität fokussiert w ar, dass die von der Beschw erdeführerin abgegebene, auf den (...) datierte und m it einer Foto versehene indische W ählerkarte die im genannten U rteil (a.a.O ., E. 5.1 - 5.3) aufgestellten Anforderungen hinsichtlich der erschw erten Fälschbarkeit, des zw eifelsfrei- en N achw eises der Identität sow ie der Eignung zur Erstellung eines Laissez-Passer durch die indische Botschaft im Fall einer R ückschaffung beziehungsw eise R ücküber- nahm e allesam t nicht erfüllt, dass dies erst recht auf die am 19. April 2007 beim Bundesverw altungsgericht einge- reichte Bestätigung der lokalen Polizei von (...), w onach die Beschw erdeführerin Inhaberin eines am (...) vom Passbüro in (...) ausgestellten indischen Passes sei (und dass sie bei der Polizei nicht nachteilig registriert sei), zutrifft, zum al die Einreichung in 7 Form eines fotokopierten Telefaxes und nicht innert 48 Stunden nach Einreichung des G esuchs erfolgte, dass keine entschuldbare G ründe für das N ichteinreichen von R eise- oder Identitätspa- pieren genannt w urden oder ersichtlich sind und nam entlich der erst im dritten Asylver- fahren zugegebene frühere Besitz eines von 2000 oder 2002 datierenden, noch heute gültigen Passes (vgl. C 1 S. 4) und die im Beschw erdeverfahren m it einem Polizeibericht belegte Existenz eines indischen Passes aus dem Jahre 2000 in Anbetracht der in den beiden früheren Asylverfahren aufgestellten Behauptung, nie einen Pass besessen zu haben (vgl. A1 S. 3, B1 S. 3), den Schluss zulässt, die Beschw erdeführerin w olle diesen den schw eizerischen Behörden vorenthalten, zum al ihre Behauptung, der Schlepper habe ihr den Pass erst nach Ankunft in der Schw eiz - nach ihren Angaben im ersten Asylverfahren ist sie per Bahn in die Schw eiz eingereist (vgl. A1 S. 6) - abgenom m en (vgl. C 1 S. 4), keinen Sinn m acht und sie in den letzten Jahren w iederholt nach E._______ und w ieder zurück in die Schw eiz gereist ist, dass der in der Beschw erdeschrift gestellte Antrag, der Beschw erdeführerin sei ausrei- chend Zeit für die Beschaffung von Identitätsdokum enten einzuräum en, abzuw eisen ist, da auch die nachträgliche Einreichung von R eise- oder Identitätspapieren im oben um - schriebenen engen Sinn nichts an der gesetzlich vorgesehenen, an die U nterlassung w ährend der D auer von 48 Stunden anknüpfende N ichteintretenskonsequenz zu ändern verm öchte (vgl. dazu die nach w ie vor zutreffende Praxis der AR K in EM AR K 1999 N r. 16, E. 5c/aa), dass m ithin, unter Beachtung der in einem zur Publikation vorgesehenen U rteil (BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 i.S. A. gg. BFM ) aufgestellten R ichtlinien, zu prüfen ist, ob auf G rund der Anhörung (und der w eiteren Akten) w eitere Abklärungen zur Feststel- lung der Flüchtlingseigenschaft oder von W egw eisungsvollzugshindernissen nötig sind oder gar sogleich die Flüchtlingseigenschaft festzustellen ist (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG ) oder bereits aufgrund einer sum m arischen Prüfung festgestellt w erden kann, dass die asylsuchende Person die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht erfüllt, dass aufgrund der Vorakten das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft ausgeschlossen w erden kann, da sich die dam aligen N achstellungen durch den früheren Ehem ann als offensichtlich nicht asylrelevant erw eisen, zum al sich die Beschw erdeführerin ihnen auf verschiedene W eise hätte entziehen können, nam entlich indem sie bei den zuständigen staatlichen Stellen um Schutz nachgesucht hätte, und dass im heutigen Zeitpunkt erst recht kein G rund für begründete Furcht vor künftigen Verfolgungen seitens des früheren Ehegatten besteht, dass die Vorbringen auf Beschw erdestufe ebenfalls keinen Anlass zu w eiteren Abklä- rungen oder gar zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft geben und auch nichts vor- gebracht w urde, w as gegen die O ffensichtlichkeit der fehlenden Flüchtlingseigenschaft spricht, w om it keiner der drei in Art. 32 Abs. 3 AsylG aufgeführten, dem R egelfall des N ichteintretens bei Erfüllen des Tatbestandes von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG entgegen- stehenden G ründe vorliegt, dass das BFM dem nach im R esultat korrekt Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG angew endet hat, w obei das Eintreten für den Fall von sich als notw endig erw eisenden zusätzlichen Abklärun- gen zu W egw eisungsvollzugshindernisses (Art. 32 Abs. 3 Bst. c a.E. AsylG ; s. dazu unten) hier noch vorbehalten bleibt,8 dass im Ü brigen w eitere N ichteintretensgründe - w ie nam entlich Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG (M ehrfachgesuch), Art. 34 AsylG (Safe-C ountry-Bestim m ung) oder allenfalls Art. 32 Abs. c AsylG (grobe und schuldhafte M itw irkungspflichtverletzung w egen N ichteinrei- chens des angeblich problem los beschaffbaren Affidavits [C 1 S. 5] und des Scheidungs- urteils [C 15 S. 5] - vorliegen dürften, w as aber nicht näher zu prüfen ist, da sich das BFM für die Anw endung des w ohl kom plexesten der N ichteintretenstatbestände ent- schieden hat und vorliegend die Voraussetzungen für dessen Anw endung gegeben sind, dass das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz zur Folge hat, vorliegend die Beschw erdeführerin w eder eine Aufenthaltsbew il- ligung besitzt noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, w eshalb die verfügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und zu bestätigen ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG ), dass bei U nzulässigkeit, U nzum utbarkeit und U nm öglichkeit des W egw eisungsvollzuges das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e nach dem Bundesgesetz vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Auslänger (AN AG , SR 142.31) zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG ) dass keine H inw eise auf völkerrechtlichtliche H indernisse (Art. 14a Abs. 3 AN AG , Art. 3 der Konvention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfrei- heiten [EM R K, SR 0.101], Art. 1 und 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D ezem ber 1984 ge- gen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105]) aktenkundig sind und die W egw eisung m ithin zulässig ist, dass die Zum utbarkeit (Art. 14a Abs. 4 AN AG ) zu bejahen ist, zum al die Beschw erdeführe- rin m ittlerw eile geschieden ist, nichts auf eine andauernde G efahr seites des geschiede- nen G attens hindeutet und es der gem äss Akten gesunden Beschw erdeführerin zudem freisteht, sich an einem beliebigen O rt in ihrem H eim atland niederzulassen, dass auch keine technischen Vollzugshindernisse bekannt sind, w om it die M öglichkeit des Vollzugs gegeben ist (Art. 14a Abs. 2 AN AG ), dass sich m ithin auch hinsichtlich m öglicher W egw eisungsvollzugshindernisse zusätzli- che Abklärungen als nicht erforderlich erw eisen, w om it das BFM in Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a Asyl zu R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist und die W egw ei- sung sow ie deren Vollzug verfügt hat, dass es der Beschw erdeführerin dem nach nicht gelungen ist darzutun, inw iefern die an- gefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich- tig oder unvollständig feststellt oder unangem essen ist (Art. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde abzuw eisen ist, sow eit darauf einzutreten ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten grundsätzlich der Beschw erdefüh- rerin aufzuerlegen sind (Art. 65 Abs. 1 Vw VG ), dass vorab über ihr G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG zu befinden und dieses m angels hinreichender Erfolgsaus- sichten der Beschw erde abzuw eisen ist, dass die Kosten im Betrag von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem entes über Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.1]) der Beschw erdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ).9 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit darauf eingetreten w ird. 2. D es G esuch um unentgeltliche R echtspflege (Kostenbefreiung) w ird abgew iesen. 3. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.-- w erden der Beschw erdeführerin auferlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichtskasse zu überw eisen. 4. D ieses U rteil geht an: - die Beschw erdeführerin durch Verm ittlung ihres R echtsvertreters, 2 Expl. (ein- geschrieben) - das BFM , F._______ (per Telefax) - das BFM , Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N D ._______, Kopie), - G ._______ (per Telefax) D er R ichter: D er G erichtsschreiber: W alter Stöckli Thom as H ardegger Versand am :