<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, neben den bestehenden Aktivitäten (Star, NFP 72 u. a.) Wege zu eruieren, wie die Forschung und Entwicklung neuer Antibiotika im internationalen Verbund gefördert werden kann. Dies soll insbesondere die wissenschaftliche und praktische Exploration von Pull-Mechanismen umfassen, aber auch die Prüfung einer internationalen Zusammenarbeit beinhalten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Zur Erforschung und Entwicklung neuer Antibiotika werden Investitionen in Milliardenhöhe benötigt. Nur durch eine enge internationale Zusammenarbeit und überstaatliche Programme kann diese Herausforderung angegangen werden. Die Schweiz unterstützt daher international koordinierte Ansätze mit dem Ziel, Anreize für die Erforschung und Entwicklung neuer Antibiotika zu schaffen. Der Bundesrat ist überzeugt, dass auch die Problematik der Ausgestaltung von Pull- und Push-Mechanismen im internationalen Verbund angegangen werden muss. Die Schweiz engagiert sich daher aktiv in internationalen Foren und Partnerschaften, welche diese Thematik behandeln.</p><p>Konkret beteiligt sich die Schweiz auf internationaler Ebene bereits an verschiedenen Programmen, welche die Entwicklung neuer Antibiotika vorantreiben. Im Speziellen sind hier die Global Antibiotic Research and Development Partnership (GARDP) mit Sitz in Genf und der Global Antimicrobial Resistance Research and Development Hub in Berlin zu nennen. Letzterer wird von der Schweiz mit personellen Ressourcen unterstützt (Detachierung). Zudem bestehen mit Horizon 2020 und der Joint Programming Initiative for Antimicrobial Resistance (JPIAMR) weitere Gefässe, an denen sich die Schweiz zur umfassenden Förderung von Forschung und Entwicklung im Bereich Antibiotikaresistenzen international aktiv beteiligt.</p><p>Wie bereits im Postulat Béglé 19.3860 dargelegt, kann das Problem der Antibiotikaresistenzen nicht nur durch neue Antibiotika gelöst werden, wie die WHO und globale Forschungsprogramme deutlich aufzeigen. Zentral für die Eindämmung der Resistenzbildung sind Massnahmen, die den sachgemässen Antibiotikaeinsatz in der Human- und Tiermedizin weltweit sicherstellen.</p><p>Der Bundesrat hat entsprechende Massnahmen im Rahmen der nationalen Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz (Star) ergriffen. Zudem beteiligt sich die Schweiz wie dargelegt aktiv an international koordinierten Bestrebungen im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.