<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00027</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205191&amp;W10_KEY=13013564&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00027</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.06.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Kostengutsprache von Spitalaufenthaltskosten; Frage der zeitlichen Begrenzung; Rekurslegitimation des Spitals (Beschwerdegegner) fraglich. Dritte, welche Leistungen gegenüber Sozialhilfeempfängern erbringen, sind als nur mittelbar Betroffene in der Regel nicht legitimiert, einen den Entscheid der Sozialhilfebehörde betreffend Kostengutsprache anzufechten. Eine Rekurslegitimation von Krankenhäusern hinsichtlich Kostengutsprachen zugunsten von dort stationierten Patienten liesse sich allenfalls daraus ableiten, dass Krankenhäuser zur Aufnahme von Patienten verpflichtet sind, die dringend eine Krankenhausbehandlung benötigen. Vorliegend ist jedoch fraglich, ob die Krankenheimstation der geriatrischen Klinik überhaupt als "Krankenhaus" im Sinn von § 41 GesundheitsG zu qualifizieren ist. Die Frage muss indessen nicht abschliessend beurteilt werden (E. 1.2). Vor dem Erlass des mit Rekurs angefochtenen Beschlusses der Sozialbehörde vom 2. Februar 2004 bestand folgende Rechtslage: In einer ersten Phase wurde eine am 7. November 2002 vom Spital beantragte Kostengutsprache abgelehnt (Beschluss vom 27. Januar 2003). Am 15. September 2003 erteilte die Sozialbehörde dann auf Gesuch des Schwiegersohns von B. eine Kostengutsprache für die Restkosten des Spitalaufenthalts von B. ab 19. März 2003. Da die vorhergehenden Beschlüsse vom 27. Januar 2003 und 15. September 2003 in Rechtskraft erwachsen und durch den hier in Frage stehenden Beschluss materiell nicht geändert worden sind, ist einzig darüber zu entscheiden, ob die Beschwerdeführerin entgegen ihrem Beschluss zu einer Kostengutsprache auch für die Zeit vor dem 19. März 2003 verpflichtet werden könne (E. 3.2). Zwar kann nicht von der Hand gewiesen werden, dass gestützt auf das Gesuch des Beschwerdegegners vom 7. November 2002 allenfalls Anlass bestanden hätte, die Vormundschaftsbehörde zu informieren. Es geht aber nicht an, aus dem Verhalten der Sozialbehörde (dem Umstand, dass sie damals die Vormundschaftsbehörde nicht benachrichtigt hat) abzuleiten, sie habe für die nicht gedeckten Kosten bezüglich des Spitalaufenthalts der B. vor dem 19. März 2003 einzustehen. Der Beschwerdegegner hat es selber zu vertreten, dass er gegen die Ablehnung seines Gesuches vom 7. November 2002 kein Rechtsmittel ergriffen hat (E. 4). Gutheissung (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KLINIKAUFENTHALT">KLINIKAUFENTHALT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENGUTSPRACHE">KOSTENGUTSPRACHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENÃBERNAHME">KOSTENÃBERNAHME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REKURSLEGITIMATION">REKURSLEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 16 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 22 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 19 SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 20 SHV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>B, geboren 1921, trat am 23. Juli 2001 in die Krankenheimstation der geriatrischen Klinik des Spitals Y ein. Im April 2002 stellte sie die Zahlungen der geschuldeten Taxen (Fr. 155.- pro Tag zuzÃ¼glich allfÃ¤llige Zusatzleistungen wie Zimmerservice, Telefon, TV etc.) ein. Am 7. November 2002 ersuchte die Spitalverwaltung das Sozialamt X um subsidiÃ¤re Kostengutsprache fÃ¼r den weiteren Heimaufenthalt von B. Die SozialbehÃ¶rde X lehnte dieses Gesuch am 27. Januar 2003 ab, mit der BegrÃ¼ndung, eine Kostengutsprache setze einen entsprechenden Antrag der bedÃ¼rftigen Person voraus, welche zu diesem Zweck ihre finanziellen VerhÃ¤ltnisse offen zu legen habe; B habe bis anhin kein solches Gesuch gestellt. Dieser Beschluss erwuchs unangefochten in Rechtskraft.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 19. MÃ¤rz 2003 sprach C, Schwiegersohn von B, auf dem Sozialamt X vor und legte deren finanzielle VerhÃ¤ltnisse dar. Die SozialbehÃ¶rde nahm dies als Gesuch um Kostengutsprache entgegen und liess durch einen Rechtsberater abklÃ¤ren, ob sie zu UnterstÃ¼tzungsleistungen an B verpflichtet sei. GestÃ¼tzt auf diese AbklÃ¤rungen beschloss sie am 15. September 2003, B werde fÃ¼r die "Restkosten" in der geriatrischen Abteilung des Spitals Y Kostengutsprache erteilt (Ziffer 1). Desgleichen werde fÃ¼r die "Nebenkosten" Kostengutsprache erteilt (Ziffer 2). Vorbehalten bleibe eine ÃberprÃ¼fung der UnterstÃ¼tzungspflicht der Verwandten (Ziffer 3). Auch dieser Beschluss erwuchs unangefochten in Rechtskraft.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Am 2. Februar 2004 befasste sich die SozialbehÃ¶rde X erneut mit der Angelegenheit. Sie beschloss, die Restkosten fÃ¼r den Aufenthalt von B in der geriatrischen Abteilung des Spitals Y in der HÃ¶he von ca. Fr. 2'000.- bis Fr. 2'500.- wÃ¼rden ab 19. MÃ¤rz 2003 Ã¼bernommen (Ziffer 1), zuzÃ¼glich der KrankenkassenprÃ¤mie sowie eines Taschengeldes von Fr. 150.- pro Monat (Ziffer 2); fÃ¼r die restlichen AusstÃ¤nde werde eine "Haftung" abgelehnt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen den Beschluss vom 2. Februar 2004 rekurrierte das Spital Y am 11. MÃ¤rz 2004 an den Bezirksrat Z. Es beantragte, die subsidiÃ¤re Kostengutsprache fÃ¼r B sei ab 7. November 2002 zu gewÃ¤hren; eventuell sei die subsidiÃ¤re Kostengutsprache fÃ¼r die Zeit ab 19. MÃ¤rz 2003 zu bewilligen und dabei seien die "nicht gedeckten Kosten" (d.h. ohne bestimmte materielle Begrenzung) zu Ã¼bernehmen.</p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat Z hiess das Rechtsmittel am 29. September 2004 gut und verpflichtete die Stadt X (Ã¼ber den Rekursantrag des Spitals hinaus), die Kosten fÃ¼r den Spitalaufenthalt von B ab April 2002 vollumfÃ¤nglich zu Ã¼bernehmen. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Stadt X erhob am 17. Januar 2005 Beschwerde gegen den Beschluss des Bezirksrats Z vom 29. September 2004 mit dem Antrag, denselben aufzuheben und stattdessen zu erkennen, dass sie fÃ¼r den Zeitraum vor dem 19. MÃ¤rz 2003 keine Leistungen und fÃ¼r den Zeitraum ab 19. MÃ¤rz 2003 Leistungen nur in dem Umfang zu erbringen habe, als die Heim- und Nebenkosten sowie die KrankenkassenbeitrÃ¤ge durch die anrechenbaren EinkÃ¼nfte von B nachweislich nicht gedeckt werden konnten.</p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat Z verzichtete am 18. Februar 2005 auf eine Vernehmlassung. Das Spital Y liess am 11. April 2005 beantragen, die Beschwerde sei unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen abzuweisen. Die als Mitbeteiligte in das Verfahren einbezogene B liess sich nicht vernehmen. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde gemÃ¤ss § 19c Abs. 2 in Verbindung mit § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Der Bezirksrat hat die Rekurslegitimation des Spitals Y ohne BegrÃ¼ndung bejaht. Dem kann nicht ohne weiteres gefolgt werden. Dritte, welche Leistungen gegenÃ¼ber SozialhilfeempfÃ¤ngern erbringen, sind als nur mittelbar Betroffene in der Regel nicht legitimiert, einen den Entscheid der SozialhilfebehÃ¶rde betreffend Kostengutsprache anzufechten. Eine Rekurslegitimation von KrankenhÃ¤usern hinsichtlich Kostengutsprachen zugunsten von dort stationierten Patienten liesse sich â in Analogie zur Regelung im Sozialversicherungsrecht (vgl. zur dortigen Regelung Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, ZÃ¼rich 2003, Art. 59 N. 2 in Verbindung mit Art. 29 N. 13 f. mit Hinweisen) â allenfalls daraus ableiten, dass KrankenhÃ¤user gemÃ¤ss § 41 des Gesundheitsgesetzes vom 4. November 1962 (GesundheitsG) zur Aufnahme von Patienten verpflichtet sind, die dringend eine Krankenhausbehandlung benÃ¶tigen. Ob die Krankenheimstation der geriatrischen Klinik des Spitals Y Ã¼berhaupt als "Krankenhaus" im Sinn von § 41 GesundheitsG zu qualifizieren sei und ob die Station gegebenenfalls zur Aufnahme von B verpflichtet war, steht jedoch aufgrund der vorliegenden Akten nicht fest. WÃ¤re die Rekurslegitimation des heutigen Beschwerdegegners zu verneinen, so wÃ¤re die Beschwerde der Stadt X schon aus diesem Grund gutzuheissen. Die Frage muss indessen nicht abschliessend beurteilt werden. Wird nÃ¤mlich mit der Vorinstanz die Aufnahmepflicht und damit die Rekurslegitimation des Beschwerdegegners bejaht, so fÃ¼hrt dies fÃ¼r Letzteren zu keinem gÃ¼nstigeren Ergebnis, weil die Beschwerde, wie sich aus den nachfolgenden ErwÃ¤gungen ergibt, auch unter dieser Annahme gutzuheissen ist. </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss § 16 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) wird die wirtschaftliche Hilfe in Bargeld ausgerichtet (Abs. 1). Sind Leistungen Dritter sicherzustellen, erteilt die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde in der Regel Gutsprache; Ã¼ber deren Umfang hinausgehende Leistungen mÃ¼ssen nicht Ã¼bernommen werden (Abs. 3). Die ModalitÃ¤ten einer Kostengutsprache werden in § 19 â 21 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) geregelt. GemÃ¤ss § 19 SHV verpflichtet sich die zustÃ¤ndige SozialbehÃ¶rde mit der Gutsprache, die Kosten notwendiger Leistungen zu Ã¼bernehmen, soweit dafÃ¼r keine Kostendeckung besteht (Abs. 1). SubsidiÃ¤re Gutsprache wird erteilt, wenn zu erwarten ist, dass die Kosten anderweitig gedeckt werden kÃ¶nnen; der Gesuchsteller ist diesfalls verpflichtet, sich um eine Kostendeckung zu bemÃ¼hen (Abs. 2). Ohne Gutsprache oder bei verspÃ¤teter Einreichung des Gesuchs besteht kein Anspruch auf KostenÃ¼bernahme (vgl. dazu jedoch RB 1999 Nr. 85); besondere Vereinbarungen zwischen der zustÃ¤ndigen FÃ¼rsorgestelle und den Leistungserbringern bleiben vorbehalten (Abs. 3). GemÃ¤ss § 20 SHV sind Gesuche um Kostengutsprache im Voraus an die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Wohn- oder Aufenthaltsgemeinde zu richten (Abs. 1). Sie bezeichnen allfÃ¤llige Garanten und enthalten Angaben Ã¼ber Notwendigkeit, Art, Umfang und Dauer der Leistungen (Abs. 2). Bei Personen mit Wohnsitz im Kanton sind Gesuche um Ãbernahme von medizinischen Behandlungskosten gemÃ¤ss § 21 Abs. 1 lit. b SHV innert drei Monaten nach Eintritt in das Spital zu stellen. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Der eine Kostengutsprache verweigernde Beschluss der SozialbehÃ¶rde vom 27. Januar 2003 ging auf ein Gesuch des Beschwerdegegners vom 7. November 2002 zurÃ¼ck, worin dieser um subsidiÃ¤re Kostengutsprache fÃ¼r den weiteren Heimaufenthalt von B ersucht hatte. Dieser Beschluss wurde dem Beschwerdegegner als Gesuchsteller (und nicht B) erÃ¶ffnet. Da der Beschwerdegegner kein Rechtsmittel dagegen erhoben hat, ist der Beschluss in Rechtskraft erwachsen.</p> <p class="Erwgung2">Sodann ist auch der Beschluss der SozialbehÃ¶rde X vom 15. September 2003, womit B Kostengutsprache fÃ¼r die Restkosten in der geriatrischen Abteilung des Spitals Y sowie fÃ¼r die Nebenkosten erteilt wurde, unangefochten in Rechtskraft erwachsen. Aus diesem Grund hat die BeschwerdefÃ¼hrerin grundsÃ¤tzlich fÃ¼r die Restkosten in der geriatrischen Abteilung des Spitals Y und fÃ¼r die Nebenkosten aufzukommen, was sie denn auch nicht bestreitet. Zwar wird in diesem Beschluss nicht ausdrÃ¼cklich festgehalten, ab welchem Zeitpunkt die Kostengutsprache erteilt wird. Doch lÃ¤sst sich der BegrÃ¼ndung entnehmen, dass als Gesuch die Vorsprache des Schwiegersohns von B auf dem Sozialamt betrachtet wurde; die am 19. MÃ¤rz 2003 erfolgte. Daraus ist abzuleiten, dass mit dem Beschluss vom 15. September 2003 ab 19. MÃ¤rz 2003 Kostengutsprache erteilt wurde. Im Beschluss vom 15. September 2003 fehlte es zudem an einer oberen Begrenzung der Kostengutsprache. Die ErwÃ¤gungen der SozialbehÃ¶rde beziehen sich zwar auf den Monat MÃ¤rz 2003, doch wurde die Kostengutsprache ohne materielle Obergrenze erteilt. Sie schliesst deshalb spÃ¤ter entstehende, allenfalls hÃ¶here FehlbetrÃ¤ge, als sie im Monat MÃ¤rz vorgelegen haben, mit ein. </p> <p class="Urteilstext">Damit bestand â vor dem Erlass des mit Rekurs vom 11. MÃ¤rz 2004 angefochtenen Beschlusses der SozialbehÃ¶rde X vom 2. Februar 2004 â folgende Rechtslage: In einer ersten Phase wurde eine Kostengutsprache abgelehnt (Beschluss vom 27. Januar 2003). Am 15. September 2003 erteilte die SozialbehÃ¶rde X dann aber eine (betraglich nicht begrenzte) Kostengutsprache fÃ¼r die Restkosten des Spitalaufenthalts von B zuzÃ¼glich Nebenkosten ab 19. MÃ¤rz 2003.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Mit dem vorliegend zu beurteilenden Beschluss vom 2. Februar 2004 begrenzte die SozialbehÃ¶rde die am 15. September 2003 vorerst unbegrenzt zugesprochenen Kostengutsprache betragsmÃ¤ssig, indem sie die zu Ã¼bernehmenden Restkosten mit ca. Fr. 2'000.- bis Fr. 2'500.- und das Taschengeld mit Fr. 150.- beziffert hat. Es fragt sich, ob damit eine materielle Ãnderung gegenÃ¼ber dem Beschluss vom 15. September 2003 erfolgt ist. Dies ist â auch wenn die Dispositive der BeschlÃ¼sse unterschiedlich lauten â zu verneinen. Offenbar strebte die BeschwerdefÃ¼hrerin mit dem Beschluss vom 2. Februar 2004 an, den von ihr berechneten Fehlbetrag (in der HÃ¶he von ca. Fr. 2'000.- bis Fr. 2'500.-) zu nennen. Was die betragliche Begrenzung des Taschengeldes betrifft, ist insoweit eine materielle Ãnderung gegenÃ¼ber dem Beschluss vom 15. September 2003 nicht anzunehmen, als der frÃ¼here Beschluss sich zum Taschengeld gar nicht Ã¤usserte. Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt denn auch in ihrer Beschwerde nicht vor, es sei mit dem Beschluss vom 2. Februar 2004 eine darauf abzielende inhaltliche Korrektur des Beschlusses vom 15. September 2003 angestrebt worden. Der Beschluss vom 2. Februar 2004 ist deshalb so zu verstehen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin damit verhindern wollte, fÃ¼r die Zeit vor dem 19. MÃ¤rz 2003 Kosten Ã¼bernehmen zu mÃ¼ssen. </p> <p class="Urteilstext">Da die vorhergehenden BeschlÃ¼sse vom 27. Januar 2003 und 15. September 2003 wie erwÃ¤hnt in Rechtskraft erwachsen und durch den hier in Frage stehenden Beschluss materiell nicht geÃ¤ndert worden sind, ist einzig noch darÃ¼ber zu entscheiden, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin entgegen ihrem Beschluss zu einer Kostengutsprache auch fÃ¼r die Zeit vor dem 19. MÃ¤rz 2003 verpflichtet werden kÃ¶nne. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat hat eine KostenÃ¼bernahme fÃ¼r die Zeit vor dem 19. MÃ¤rz 2003 mit der BegrÃ¼ndung bejaht, es wÃ¤re gemÃ¤ss § 22 SHG Aufgabe der BeschwerdefÃ¼hrerin gewesen, nach Erhalt des Gesuches vom 7. November 2002 die VormundschaftsbehÃ¶rde auf die Situation von B aufmerksam zu machen; die subsidiÃ¤re Kostengutsprache hÃ¤tte im November 2002 bewilligt werden mÃ¼ssen. </p> <p class="Urteilstext">Wie sich aus den vorstehenden ErwÃ¤gungen ergibt, ist aufgrund des in Rechtskraft erwachsenen Beschlusses vom 27. Januar 2003 ein Anspruch auf Kostengutsprache fÃ¼r B jedenfalls bis zu jenem Zeitpunkt zu verneinen, in welchem ein neues Kostengutsprachegesuch gestellt wurde. Das geschah wie erwÃ¤hnt erst am 19. MÃ¤rz 2003, als der Schwiegersohn von B ein solches Gesuch stellte. </p> <p class="Urteilstext">Daran vermag der Umstand, dass die SozialbehÃ¶rde die VormundschaftsbehÃ¶rde damals nicht benachrichtigt hat, entgegen der Auffassung des Bezirksrats nichts zu Ã¤ndern. Zwar kann nicht von der Hand gewiesen werden, dass gestÃ¼tzt auf das Gesuch des Beschwerdegegners vom 7. November 2002 allenfalls Anlass bestanden hÃ¤tte, die VormundschaftsbehÃ¶rde zu informieren. Es muss aber auch berÃ¼cksichtigt werden, dass sich das Gesuch lediglich darauf beschrÃ¤nkte, die finanziellen Schwierigkeiten darzulegen, ohne zusÃ¤tzliche Hinweise auf den gesundheitlichen Zustand von B zu geben. Zudem hat der Beschwerdegegner, nachdem sein Gesuch um Kostengutsprache am 27. Januar 2003 abgelehnt worden war, weder ein Rechtsmittel ergriffen noch selbst mit der VormundschaftsbehÃ¶rde Kontakt aufgenommen. Es geht deshalb nicht an, aus dem Verhalten der SozialbehÃ¶rde (dem Umstand, dass sie damals die VormundschaftsbehÃ¶rde nicht benachrichtigt hat) abzuleiten, sie habe â in "haftpflichtrechtlicher" oder sonstiger Hinsicht â fÃ¼r die nicht gedeckten Kosten bezÃ¼glich des Spitalaufenthalts der Mitbeteiligten vor dem 19. MÃ¤rz 2003 einzustehen. Der Beschwerdegegner hat es selber zu vertreten, dass er gegen die Ablehnung seines Gesuches vom 7. November 2002 kein Rechtsmittel eingereicht hat.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt sodann, dass ab 19. MÃ¤rz 2003 Leistungen nur soweit zu erbringen seien, als die Kosten durch die anrechenbaren EinkÃ¼nfte "nachweislich nicht gedeckt werden konnten". Sollte dieser Antrag dahin zu verstehen sein, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin mehr als die Wiederherstellung ihres Beschlusses vom 2. Februar 2004 anstrebt, so wÃ¼rde damit der Streitgegenstand im vorliegenden Beschwerdeverfahren in unzulÃ¤ssiger Weise erweitert. Denn in jenem Beschluss finden sich in dieser Hinsicht weder AusfÃ¼hrungen noch verbindliche Festlegungen. Der Antrag der BeschwerdefÃ¼hrerin ist aber offensichtlich so zu verstehen, dass sie eine BestÃ¤tigung ihres Beschlusses vom 2. Februar 2004 anstrebt. Es besteht kein Anlass zur Annahme, sie beantrage eine Ãnderung ihres eigenen Beschlusses. </p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Demnach ist Beschwerde gutzuheissen und der angefochtene Rekursentscheid des Bezirksrats Z vom 29. September 2004 aufzuheben. </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem Beschwerdegegner aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG), dem eine ParteientschÃ¤digung als unterliegender Partei von vornherein nicht zusteht (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Beschluss des Bezirksrats Z vom 29. September 2004 wird aufgehoben.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'090.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</p> <p class="Urteilstext">4. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>