<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00096</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105550&amp;W10_KEY=13013581&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00096</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.06.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nutzungsplanung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nichtgenehmigung der Neueinzonung von Grundstücken in die Kernzone: Kognition des Verwaltungsgerichts in Raumplanungsfragen (E. 2). Die Neueinzonung dient allein den wirtschaftlichen Interessen des Beschwerdeführers (Betriebserweiterung). Sie widerspricht den richtplanerischen Festlegungen, die das Ziel der Siedlungskonzentration mitumfassen, und trägt dem Landschaftsschutz nicht Rechnung (E. 4). Auch eine eventualiter beantragte Teilgenehmigung einer flächenmässig kleineren Neueinzonung kommt nicht in Frage, da die gesamte Neueinzonung als einheitliche Anordnung zu betrachten ist (E. 5). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINZONUNG">EINZONUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOGNITION">KOGNITION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NUTZUNGSPLAN">NUTZUNGSPLAN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: RAHMENNUTZUNGSPLÃNE">RAHMENNUTZUNGSPLÃNE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TEILGENEHMIGUNG">TEILGENEHMIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZONENPLAN">ZONENPLAN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 89 PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 26 lit. I RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 33 lit. III RPG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. <b>A</b> fÃ¼hrt einen Holzbaubetrieb auf seinen GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. <b>1</b> im Weiler <b>Y</b> in <b>X</b>. Dieser acht Parzellen umfassende Weiler befindet sich rund 800 m von den Bauzonen des Dorfteils <b>Z</b> entfernt und wurde 1984 einer Kernzone zugewiesen, welche im SÃ¼den und Westen durch die <b>W</b>- und die <b>Y</b>­strasse begrenzt ist und im Norden und Osten die beste­henden GebÃ¤ude eng umschliesst.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Im Rahmen einer Revision der Ortsplanung schlug der Gemeinderat <b>X</b> auf Wunsch von <b>A</b> eine Erweiterung der Weilerkernzone um rund 650 m2 bis zur nÃ¶rdlichen Grenze des GrundstÃ¼ckes Kat.-Nr. <b>1</b> vor. AnlÃ¤sslich der Gemeindever­sammlung vom 29. Juni 1998 ersuchte <b>A</b> um Erweiterung der Kernzone um zusÃ¤tzliche 1'000 m2 im Bereiche des an das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. <b>1</b> nÃ¶rdlich anstos­senden GrundstÃ¼ckes Kat.-Nr. <b>2</b>. Die Ge­meindeversammlung stimmte dem Antrag ohne Gegenstimme zu. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Nachdem gegen die am 29. Juni 1998 festgesetzte Revision der kommunalen Richt- und Nutzungsplanung keine Rechtsmittel eingelegt worden waren, genehmigte der Regie­rungsrat diese am 19. Januar 2000, nahm jedoch die Neueinzonung der unÃ¼berbauten Teile der GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. <b>1</b> und <b>2</b> im Weiler <b>Y</b> ausdrÃ¼cklich von der Genehmigung aus. Er erwog hierzu, die vorgesehene Neueinzonung im Umfang von 15 % der gesamten Wei­lerzone <b>Y</b> ermÃ¶gliche eine unzulÃ¤ssige, Ã¼ber den bestehenden Siedlungsumfang hinausgrei­fende Entwicklung und stehe angesichts der Lage in der Land­schaftsschutzzone III B auch wichtigen Anliegen des Landschaftsschutzes entgegen. Einer auf das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. <b>1</b> beschrÃ¤nkten Ausweitung der Kernzone stehe jedoch nichts entgegen. Der Entscheid wurde am 11. Februar 2000 publiziert.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Gegen diesen Beschluss gelangte <b>A</b> am 7. MÃ¤rz 2000 mit Be­schwerde an das Verwaltungsgericht und verlangte sinngemÃ¤ss, die Genehmigung sei vor­behaltlos, eventu­ell wenigstens fÃ¼r die auf das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. <b>1</b> beschrÃ¤nkte Zo­nenerweiterung zu erteilen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit Vernehmlassung vom 10. April 2000 beantragte die Baudirektion die Abwei­sung der Beschwerde, wÃ¤hrend der Gemeinderat <b>X</b> in seiner Stellungnahme gleichen Da­tums verlangte, der auf das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. <b>1</b> beschrÃ¤nkten Ausweitung der Kernzone <b>Y</b> sei zuzustimmen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1">1. Da gegen die Revision der Ortsplanung vom 29. Juni 1998 keine Rekurse erho­ben wurden, besteht von vornherein kein Bedarf, das vorliegende Rechtsmittelverfahren gegen den Nichtgenehmigungsentscheid mit einem Rekursverfahren gegen die Nutzungs­planung zu koordinieren (VGr, 17. Juni 1999, VB.99.00072 = BEZ 1999 Nr. 23, vorgese­hen zur Publikation im RB 1999). Auf die Beschwerde ist daher gemÃ¤ss § 43 Abs. 1 lit. d des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) ohne weiteres einzutreten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Als erste Rechtsmittelinstanz Ã¼berprÃ¼ft das Verwaltungsgericht den angefochte­nen Nichtgenehmigungsentscheid gestÃ¼tzt auf Art. 33 Abs. 3 lit. b des Raumplanungsge­setzes vom 22. Juni 1979 (RPG) mit einer die Rechts- und Ermessenskontrolle umfassen­den Kognition. Es beachtet dabei jedoch auch die vom Regierungsrat bei der Ermessens­kontrolle geÃ¼bte und mit Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG vereinbare ZurÃ¼ckhaltung (RB 1994 Nr. 17 = BEZ 1994 Nr. 22).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt, es sei eine gemeinsame Besichtigung vor Ort mit den fÃ¼r den Entscheid zustÃ¤ndigen RegierungsbehÃ¶rden, der zustÃ¤ndigen Gemeinde­rats-Delegation und ihm vorzunehmen. Es ist unklar, ob er damit zumindest sinngemÃ¤ss einen durch das Verwaltungsgericht durchzufÃ¼hrenden Augenschein verlangt. Da sich der massgebliche Sachverhalt jedoch hinreichend aus den Akten und den vom BeschwerdefÃ¼h­rer eingereichten Fotografien ergibt, erÃ¼brigt sich eine derartige Beweisabnahme ohnehin (RB 1995 Nr. 12).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Die im kantonalen Richtplan enthaltenen GrundsÃ¤tze fÃ¼r die Einzonung von Kleinsiedlungen und deren Begrenzungen wurden im angefochtenen Regierungsratsbe­schluss zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden (§ 70 VRG in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤lt dem angefochtenen Beschluss einzig entgegen, dass er auf eine bauliche Erweiterung seines Betriebes dringend angewiesen sei. Damit verkennt er offensichtlich, dass der kantonale Richtplan mit den dargelegten GrundsÃ¤tzen die Gemein­den in dem ihnen bei der Nutzungsplanung zustehenden Anordnungsspielraum erheblich einschrÃ¤nkt. Die dem Ziel der Siedlungskonzentration verpflichteten Vorgaben des Richt­planes ermÃ¶glichen es einer Gemeinde nur in ganz beschrÃ¤nktem Masse, private EigentÃ¼­merinteressen bei der Grenzziehung einer Weilerzone zu berÃ¼cksichtigen. Mit der vorlie­gend strittigen Zonenerweiterung wÃ¼rde - gemessen an der bestehenden Kernzone - eine massgebliche bauliche Entwicklung im Norden des Weilers <b>Y</b> ermÃ¶glicht und damit die heute dem Holzbaubetrieb des BeschwerdefÃ¼hrers zustehende BauzonenflÃ¤che weit mehr als verdoppelt. Dies widersprÃ¤che offensichtlich dem kantonalen Richtplan. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Im Weiteren weist der angefochtene Entscheid zu Recht auf den Widerspruch zu den wichtigen Anliegen des Landschaftsschutzes hin, welche sich hier in der ZugehÃ¶rigkeit der fraglichen GrundstÃ¼cke zur Drumlinlandschaft ZÃ¼rcher Oberland und der entsprechen­den SchutzverfÃ¼gung der Baudirektion verdeutlichen. Auch diesen AusfÃ¼h­rungen, auf welche verwiesen werden kann, vermag der BeschwerdefÃ¼hrer nichts entge­genzusetzen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. Im Eventualantrag verlangt der BeschwerdefÃ¼hrer wie auch die Gemeinde <b>X</b> in ihrer Vernehmlassung, es sei wenigstens die auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. <b>1</b> vorgenom­mene Zonenerweiterung zu genehmigen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Gegenstand der Genehmigung durch den Regierungsrat bzw. die Baudirektion bil­det gemÃ¤ss Art. 26 Abs. 1 RPG in Verbindung mit § 89 und § 2 lit. a des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) die Bau- und Zonenordnung der Gemeinde. Erachtet die Regierung einzelne Teile der kommunalen Nutzungsplanung als nicht geneh­migungsfÃ¤hig, so nimmt sie diese Teile regelmÃ¤ssig von der Genehmigung aus und ge­nehmigt den Rest, was letztlich einer Teilgenehmigung gleichkommt. Ob und inwieweit Teilgenehmigungen angezeigt und statthaft sind, entscheidet sich danach, ob die einzelnen Festlegungen der Nutzungsplanung eine in sich geschlossene Einheit bilden oder ob sie derart voneinander losgelÃ¶st sind, dass die Gemeinde die genehmigungsfÃ¤higen Teile ohne Zweifel auch ohne die nicht genehmigungsfÃ¤higen Teile festgelegt hÃ¤tte. Richtschnur hat dabei der mutmassliche Wille des PlanungstrÃ¤gers zu bilden (vgl. BGE 112 Ia 65 E. 5 S. 73). Im Zweifelsfall ist auf eine Teilgenehmigung eher zu verzichten bzw. diese im Um­fang so zu beschrÃ¤nken, dass der infolge der Nichtgenehmigung wieder erÃ¶ffnete Pla­nungsspielraum der Gemeinde weitmÃ¶glichst erhalten bleibt (vgl. zu dieser Problematik RB 1996 Nr. 17). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Auch wenn es im vorliegenden Fall offensichtlich die Absicht der Gemeindever­sammlung war, bei der Kernzonengrenzziehung den betrieblichen BedÃ¼rfnissen des Be­schwerdefÃ¼hrers entgegenzukommen, muss die strittige Zonenerweiterung im Weiler <b>Y</b> grundsÃ¤tzlich als eine in sich einheitliche Anordnung betrachtet werden. Daher verbietet sich bereits eine Teilgenehmigung bezogen auf eine kleinere und damit andere Zonener­weiterung als die beschlossene. HÃ¤tte der Regierungsrat nur die auf dem Grund­stÃ¼ck Kat.-Nr. <b>1</b> erfolgte Zonenerweiterung genehmigt, so zÃ¶ge er damit letztlich die neue Zonen­grenze anstelle der zustÃ¤ndigen Gemeindeversammlung. Verweigert er jedoch die Geneh­migung fÃ¼r die gesamte Zonenerweiterung, so Ã¼berlÃ¤sst er es der Gemeinde, sich im Rah­men einer neuen Vorlage zur Frage zu Ã¤ussern, ob und inwieweit der Weilerzone <b>Y</b> nun­mehr aufgrund der neuen Lage erweitert werden soll. Das ist nicht zu be­anstanden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Beschwerde ist demgemÃ¤ss abzuweisen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">...</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. ...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>