B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-6071/2012 U r t e i l v o m 7 . N o v e m b e r 2 0 1 4 Besetzung Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), Richter Beat Weber, Richter Markus Metz, Gerichtsschreiber Milan Lazic. Parteien A._______, vertreten durch lic. iur. Claudia Starkl, Rechtsanwältin, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenrente; Verfügung der IVSTA vom 11. Oktober 2012. C-6071/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a Der am _______ April 1952 geborene und in seiner Heimat wohnhaf- te spanische Staatsangehörige A._______ (im Folgenden: Beschwerde- führer) arbeitete gemäss dem Auszug aus dem Individuellen Konto (IK) in den Jahren 1971 bis 1987 in der Schweiz als Sanitärinstallateur und war daher der obligatorischen schweizerischen Alters -, Hinterlassenen - und Invalidenversicherung unterstellt (AHV/IV; vgl. vorinstanzliche Akten [ im Folgenden: Dok.] 3, 7). Seine letzte Tätigkeit übt e der Beschwerdeführer in einem Hotel in seiner Heimat aus. Er war für Unterhaltsarbeiten jegli- cher Art zuständig (vgl. Dok. 8 S. 2 sowie 14). A.b Am 7. Oktober 2010 liess der Beschwerdeführer, der in seiner Heimat seit dem 9. Mai 2008 eine Rente bezieht, durch seinen damaligen Bei- stand über den spanischen Sozialversicherungsträger bei der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA, im Folgenden auch: Vorinstanz) ein Ge- such um Ausrichtung einer ordentlichen Invalidenrente stellen. Dem Ren- tenantrag E 204 lagen die Formulare E 205 und E 207 bei. Mit Eingabe vom 11. November 2010 wurde ein Formularbericht E 213 vom 8. November 2010 nachgereicht (vgl. Dok. 1-5 sowie 8 f.). Da der medizi- nische Dienst der IVSTA mit Stellungnahme vom 4. März 2011 aufgrund ungenügender medizinischer Angaben keine Beurteilung vornehmen konnte, wurden beim spanischen Sozialversicherungsträger weitere m e- dizinische Dokumente einverlangt (vgl. Dok. 18-37). Mit Stellungnahme vom 25. September 2011 sah sich der medizinische Dienst der Vorinstanz nach wie vor ausserstande, eine abschliessende Beurteilung vorzune h- men, weshalb beim spanischen Sozialversicherungsträger insbesondere ein neurologischer, ein orthopädischer sowie ein angiologischer Bericht angefordert wurden (vgl. Dok. 40-103). A.c Mit Stellungnahme vom 11. Januar 2012 stellte der medizinische Dienst als Hauptdiagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine multifaktorielle Gangstörung bei Polyneuropathie, peripherer arterieller Verschlusskrankheit sowie bei Status nach Spondylodese fest. Als N e- bendiagnosen ohne Folgen betreffend die Leistungsfähigkeit diagnosti- zierte er einen Diabetes M ellitus Typ 2, eine arterielle Hypertonie sowie einen chronischen Alkoholismus . Er attestierte dem Beschwerdeführer seit dem 3. September 2008 in sei ner angestammten Tätigkeit eine A r- beitsunfähigkeit von 70%, erachtete ihn ab dem selben Datum in rein si t- zenden Verweisungstätigkeiten jedoch zu 100% arbeitsfähig (vgl. Dok. C-6071/2012 Seite 3 106). Aufgrund dreier nachgereichter neurologischer Berichte empfahl der IV-Arzt am 28. März 2012 , die weiteren Abklärungsergebnisse abzuwa r- ten (vgl. Dok. 109-114). Nachdem diese in Form eines neurologischen Berichts nachgereicht worden waren, hielt der IV-Arzt mit Stellungnahme vom 7. Juni 2012 an seiner bisherige n Beurteilung fest (vgl. Dok. 115 - 120). Gestützt darauf stellte die Vorinstanz mit Vorbe scheid vom 14. Juni 2012 die Abweisung des Leistungs begehrens in Aussicht (Dok. 121). Nachdem der Beschwerdeführer im Vorbescheidverfahren weitere Berich- te eingereicht und der medizinische Dien st am 22. Juli 2012 sowie am 4. September 2012 dazu Stellung genommen hatte, wies die Vorinstanz das Leistungsgesuch mit Verfügung vom 11. Oktober 2012 ab (vgl. Dok. 122-133). B. B.a Mit Eingabe vom 22. November 2012 gelangte der Beschwe rdefüh- rer, neu vertreten durch Re chtsanwältin Claudia Starkl, an das Bunde s- verwaltungsgericht und beantragte in Aufhebung der Verfügung vom 11. Oktober 2012 eine Rente der Invalidenversicherung, eventualiter die Rückweisung an die Vorinstanz zur ergänzende n medizinischen Abkl ä- rung. Des Weiteren beantragte er die Ansetzung einer Nachfrist zur e r- gänzenden Beschwerdebegründung aufgrund kurzfristiger Mandatierung der Rechtsanwältin sowie die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspfle- ge und der unentgeltlichen Verbeiständung. Vorab brachte er vor, dass er auch in einer angepassten Tätigkeit arbeitsunfähig sei und daher A n- spruch auf eine Invalidenrente habe (BVGer-act. 1). B.b Mit ergänzender Begründung vom 7. Januar 2013 machte er im We- sentlichen geltenden, dass er aufgrund der ausgewiesenen, erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen weder länger gehen noch stehen könne und an Dauerschmerzen leide, so dass die Ausübung einer E r- werbstätigkeit überhaupt nicht möglich sei. Dies werde von den spa ni- schen ärztlichen Berichten, die den von der Rechtsprechung aufgestellten Anforderungen entsprächen, eindeutig belegt. Auf die rein auf Akten b e- ruhenden Stellungnahmen der Vorinstanz könne nicht abgestellt werden. Sollte der medizinische Sachverhalt wider Erwarten nicht genügen, sei die Sache infolge Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes zur ergän- zenden Abklärung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Seine Bedürftigkeit werde durch die Beilagen ohne Weiteres belegt. Des Weiteren erscheine die Beschwerde nich t aussichtslos. Schliesslich sei er nicht in der Lage, die Beschwerde mit einem Sachverhalt von erheblicher Tragweite selber anzufechten (BVGer-act. 3). C-6071/2012 Seite 4 C. Mit Vernehmlassung vom 20. März 2013 beantragte die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde sowie die Bestätigung der Verfügung vom 11. Oktober 2012 und verwies zur Begründung auf die bei m zweitbeurtei- lenden IV -Arzt eingeholte medizinische Stellungnahme vom 16. März 2013. Dieser hielt sinngemäss fest, dass die bisherige medizinische Beur- teilung zu bestä tigen sei . D ie spanischen Ärzte äusserten sich in ihren Berichten lediglich zum negativen Leistungsbild, jedoch nicht zum posit i- ven, weshalb darauf nicht abgestellt werden könne (vgl. BVGer-act. 7). D. Mit Replik vom 10. Juni 2013 hielt der Beschwerdeführer im Wesentlichen an seinen Anträgen und deren Begründungen fest. Des Weiteren führte er aus, er sei entgegen der Vorinstanz auch nicht in der Lage, eine sitzende Tätigkeit auszuüben, da er weder Kraft in den Armen noch in den Beinen habe. Zudem könne er maxima l eine halbe Stunde in sitzender Position verbleiben. Zudem sei es den spanischen Ärzten nicht möglich gewesen , ein positives Leistungsbild zu umschreiben, da er in sämtlichen Tätigke i- ten arbeitsunfähig sei. Selbst wenn eine Resterwerbsfähigkeit zu bejahen wäre, fehl e es vorliegend aufgrund seines fortgeschrittenen Alters und seiner gesundheitlichen Einschränkungen an einer wirtschaftlichen Ver- wertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit (BVGer-act. 11). E. Mit Zwischenverfügung vom 13. Juni 2013 befreite der Instruk tionsrichter den Beschwerdeführer in Gutheissung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege von der Leistung der Verfahrenskosten und gewährte z u- dem die unentgeltliche anwaltliche Verbeiständung durch lic. iur. Claudia Starkl, Rechtsanwältin. Des Weiteren wurde die Vorinstanz eingeladen, zur Replik Stellung zu nehmen und sich insbesondere auch zu den Aus- wirkungen der diagnostizierten Polyneuropathie auf die Arbeitsfähigkeit in Verweistätigkeiten zu äussern (BVGer-act. 12). F. Die Vorinstanz liess sich mit Dup lik vom 11. Juli 2013 dahingehend ve r- nehmen, dass gemäss dem medizinischen Dienst die diagnostizierte P o- lyneuropathie von den relevanten Diagnosen am wenigsten zur Ei n- schränkung der Arbeitsfähigkeit in Verweisungstätigkeiten beitrage und namentlich keinen Einfluss auf leichte, rein sitzende Tätigkeiten habe. Hinsichtlich der Frage der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Restarbeits- fähigkeit sei aufgrund der ärztlichen Beurteilung davon auszugehen, dass C-6071/2012 Seite 5 ein relativ weites Spektrum an leichten, sitzenden Täti gkeiten in Betracht käme, zumal der Beschwerdeführer eine volle Arbeitsfähigkeit auf weise. Diese Tätigkeiten würden auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt alters u- nabhängig nachgefragt. Daher verbleibe es bei den mit Vernehmlassung vom 20. März 2013 gestellten Anträgen (BVGer-act. 13). G. G.a Der Beschwerdeführer reichte zusammen mit der Triplik vom 16. O k- tober 2013 zwei medizinische Berichte vom 13. September 2013 sowie vom 10. Oktober 2013 ein. Er hielt an den bisherigen Anträgen und deren Begründungen fest und füh rte mit Bezug auf die beigelegten Dokumente ergänzend aus, dass er sich aufgrund seiner bekannten Beschwerden erneut einem chirurgischen Eingriff habe unterziehen lassen müssen. I n- folge der chronischen Ischämie und der Thrombosen sei ihm ein längeres Sitzen nicht möglich. Zudem ginge aus den Berichten hervor, dass auch bei den Händen eine verminderte Mobilität attestiert worden sei (BVGer-act. 17). G.b In Ergänzung der Triplik reichte der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 28. Oktober 2013 einen weiteren Bericht vom 18. Oktober 2013 ein, der der Vorinstanz mit Schreiben vom 30. Oktober 2013 zur Kenntni s- nahme zugestellt wurde (BVGer-act. 19 f.). H. Mit Eingabe vom 21 . November 2013 hielt die Vorinstanz an den bisher i- gen Anträgen und Begründungen fest (BVGer-act. 21). I. Mit Verfügung vom 28. November 2013 wurde der Schriftenwechsel g e- schlossen (BVGer-act. 22). J. Mit Eingabe vom 16. April 2014 leitete die Vorinstanz einen vom B e- schwerdeführer bei der IVSTA direkt eingereichten Bericht vom 28. März 2014 an das Bundesverwaltungsgericht weiter, das den Bericht mit Verfü- gung vom 29. April 2014 unter Hinweis auf den geschlossenen Schriften- wechsel zur Kenntnis nahm. K. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten U n- terlagen wird – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nach- folgenden Erwägungen eingegangen. C-6071/2012 Seite 6 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im We- sentlichen nach den Vorschriften des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über d as Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32), des Bundesge - setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021 [vgl. auch Art. 37 VGG]) sowie des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1 [vgl. auch Art. 3 Bst. d bis VwVG]). Dabei finden nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln diejenigen Verfahrens - regeln Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung in Kraft stehen (BGE 130 V 1 E. 3.2; vgl. auch Art. 53 Abs. 2 VGG). 1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be - schwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG, sofern – wie vorliegend – keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Als Vor - instanzen gelten die in Art. 33 VGG gena nnten Behörden. Zu diesen g e- hört auch die IV -Stelle für Versicherte im Ausland, die mit Verfügungen über Leistungen der IV befindet (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG). Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zur Beurte i- lung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 1.3 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom - men; er ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung bzw. Änderung. Er ist d a- her zur Beschwerde legitimie rt (vgl. Art. 48 Abs. 1 VwVG und Art. 59 ATSG). 1.4 Die Beschwerde vom 22. November 2013 erfolgte fristgerecht, we s- halb auf die im Übrigen formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (vgl. Art. 52 Abs. 1 VwVG und Art. 63 Abs. 4 VwVG). 2. 2.1 Mit der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann gerügt werden, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht (einschliess - lich der Überschreitung oder des Missbrauchs von Ermessen), beruhe auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). 2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der B e-C-6071/2012 Seite 7 gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Im Rahmen seiner Kognition kann es die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ GYGI, Bundes verwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212; vgl. BGE 128 II 145 E. 1.2.2, BGE 127 II 264 E. 1b). 2.3 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sin d ( MAX KUMMER, Grundriss des Zivi l- prozessrechts, 4. Auflage, Bern 1984, S. 136). Im Sozialversicherung s- recht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr- scheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sac h- verhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichst e wür- digen (vgl. BGE 126 V 360 E. 5b, BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen). Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwa l- tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Übe r- zeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überw iegend wahrscheinlich zu betrachten und weitere Beweismassnahmen könnten an diesem fes t- stehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. UELI KIESER, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, Zürich 1999, S. 212, Rz. 450; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN BERTSCHI, Verwal- tungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich 2013, Rz. 153 und 537; GYGI, a.a.O., S. 274; vgl. auch BGE 122 II 469 E. 4a, BGE 120 1b 229 E. 2b, BGE 119 V 344 E. 3c mit Hinweisen). 2.4 Das Sozialversicherungsverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben die Verwaltung und das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblich en Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneinge - schränkt. Zum einen findet er sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit Hin - weisen); zum anderen umfasst die behördliche u nd richterliche Abklä - rungspflicht nicht unbesehen alles, was von einer Partei behauptet oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf den im Rahmen des strei - tigen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) rechtserheblichen Sach - verhalt. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es a b-C-6071/2012 Seite 8 hängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist (vgl. FRITZ GYGI, a.a.O., S. 43 und 273). In diesem Rahmen haben Ve r- waltungsbehörden und Sozialversicherungsgerichte zusätzliche Abkl ä- rungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender A n- haltspunkte hinreichender Anlass besteht (vgl. BGE 117 V 282 E. 4a mit Hinweis; Urteil des EVG I 520/99 vom 20. Juli 2000). 3. 3.1 Der Beschwerdeführer ist spanischer Staatsangehöriger und wohnt in Spanien, so dass vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene A b- kommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft andererseits über die Freizügigkeit vom 21. Juni 1999 (Freizügigkeitsabkommen, im Folgenden: FZA, SR 0.142.112.681) anwendbar ist (Art. 80a IVG in der Fassung gemäss Ziff. I 4 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 2001 betreffend die Besti m- mungen über die Personenfreizügigkeit im Abkommen zur Änderung des Übereinkommens zur Errichtung der EFTA, in Kraft seit 1. Juni 2002). Das Freizügigkeitsabkommen setzt die ve rschiedenen bis dahin gelte n- den bilateralen Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenosse n- schaft und den einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Union ins o- weit aus, als darin derselbe Sachbereich geregelt wird (Art. 20 FZA). Gemäss Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Sicherheit koordiniert, um insbesondere die Gleichbehandlung aller Mitglieder der Vertragsstaaten zu gewährleisten. 3.1.1 Nach Art. 3 Abs. 1 der bis zum 31. März 2012 in Kraft gewesenen Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 (SR 0.831. 109.268.1) hatten die Personen, die im Gebiet eines Mitgliedstaates wohnten, für die diese Verordnung galt, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaates wie die Staatsa n- gehörigen dieses Staates selbst, soweit besondere Bestimmungen dieser Verordnung nichts anderes vorsahen. Dabei ist im Rahmen des FZA und der Verordnung auch die Schweiz als „Mitgliedstaat“ zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 von Anhang II des FZA). 3.1.2 Mit Blick auf den Verfügungszeitp unkt (11. Oktober 2012) finden vorliegend auch die am 1. April 2012 in Kraft getretenen Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.1) sowie (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments C-6071/2012 Seite 9 und des Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koord i- nierung der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.11) A n- wendung. Gemäss Art. 4 der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 haben Pe r- sonen, für die diese Verordnung gilt, sofern (in dieser Verordnung) nichts anderes bestimmt ist, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats wie die Staatsangehörigen dieses Staates. Im Rahmen ihres Geltungsbereichs tritt diese Verordnung an die Stelle aller zwischen den Mitgliedstaaten geltenden Abkommen über s o- ziale Sicherheit. Einzelne Bestimmungen von Abkommen über soziale Si- cherheit, die von den Mitgliedstaaten vor dem Beginn der Anwendung dieser Verordnung geschlossen wurden, gelten jedoch fort, sofern sie für die Berechtigten günstiger sind oder sich aus besonderen historischen Umständen ergeben und ihre Geltung zeitlich begrenzt ist. Um weiterh in Anwendung zu finden, müssen diese Bestimmungen in Anhang II aufg e- führt sein. Ist es aus objektiven Gründen nicht möglich, einige dieser B e- stimmungen auf alle Personen auszudehnen, für die diese Verordnung gilt, so ist dies anzugeben (Art. 8 Abs. 1 der V erordnung (EG) Nr. 883/2004). Die Bestimmung des anwendbaren Rechts ergibt sich aus Art. 11 ff. der Verordnung (EG) Nr. 883/2004. Die Bestimmung der Inval i- dität und die Berechnung der Rentenhöhe richten sich auch nach dem In - krafttreten des FZA nach schwei zerischem Recht (BGE 130 V 253 E. 2.4). 3.2 Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Entscheides eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Tatsachen, die jenen Sachverhalt sei t- her verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Ve r- waltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). Weiter sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen materiellen Rechtss ätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Ge l- tung hatten (BGE 130 V 329). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl. BGE 130 V 445). 3.2.1 Damit finden grundsätzlich jene materiellen Rechtsvorschriften A n- wendung, die bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 11. Oktober 2012 in Kraft standen; weiter aber auch solche Vorschriften, die zu j enem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung C-6071/2012 Seite 10 des streitigen Sachverhalts im vorliegend massgebenden Zeitraum von Belang sind (für das IVG: ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 5129; 5. IV-Revision] sowie in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659; 6. IV-Revision, erstes Massnahmen- paket]; die Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversich e- rung [IVV, SR 831.201] in den entsprechenden Fassungen). 3.2.2 Ferner sind das ATSG und die Verordn ung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) anwendbar. Die im ATSG enthaltenen Formulierungen der Ar- beitsunfähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) sowie der Revision de r Invalidenrente und anderer Dauerleistungen (Art. 17) entsprechen den von der Rechtsprechung zur Invalidenversicherung entwickelten Begriffen und Grundsätzen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1, 3.2 und 3.3). Daran hat sich auch nach Inkrafttreten der Revision des IVG und des ATSG vom 6. Oktober 2006 sowie der IVV und ATSV vom 28. September 2007 (5. IV-Revision) nichts geändert, weshalb im Folgenden auf die dortigen Begriffsbestimmungen verwiesen wird. 4. 4.1 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicher ung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und beim Eintritt der Invalidität während der vom Gesetz vorgesehenen Dauer Beiträge an die die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet hat (vgl. Art. 36 Abs. 1 IVG in der seit dem Inkrafttreten der 5. IV -Revision per 1. Januar 2008 geltenden Fassung [Mindestbe i- tragsdauer 3 Jahre]). Diese Bedingungen müssen kumulativ gegeben sein; fehlt eine, so entsteht kein Rentenanspruch, selbst wenn die andere erfüllt ist. Den Akten der Vorinstanz kann entnommen werden, dass der Beschwe r- deführer in der Zeitspanne von 1971 bis 1987 in der Schweiz erwerbstätig war und deshalb während dieser Dauer obligatorisch der schweizerischen Alters-, Hinterlassenen - und Invalidenv ersicherung unterstellt war (vgl. Dok. 7) und somit die gesetzliche Mindestbeitragsdauer ohne Zweifel e r- füllt. 4.2 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist In- validität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit ist gemäss Art. 7 ATSG der C-6071/2012 Seite 11 durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit ve r- ursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederun g ver - bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Arbeitsun - fähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Be- ruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 4.2.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG (in der seit dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung) besteht bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% A n- spruch auf eine ganze Rente, bei einem Invaliditätsgrad von min destens 60% Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, bei einem Invaliditäts grad von mindestens 50% Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem solchen von mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente. 4.2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fa s- sung haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, welche ihre E r- werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, e r- halten oder verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines Jahres (Wartezeit) ohne wesentlichen Unterbruch durch schnittlich zu mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 Abs. 1 ATSG) sind (Bst. b und c). Der Invaliditätsgrad von Versicherten mit Wohnsitz und gewöhnliche m Aufenthalt ausserha lb der Schweiz muss gemäss Art. 29 Abs. 4 erster Satz IVG (in der seit dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung) nach Ablauf der Wartezeit 50% betragen. Dies gilt jedoch nicht für Schweizer und Bürger eines Staates der Europäischen Gemeinschaft, die daselbst ihren Wohnsitz haben (vgl. Art. 2 FZA). 4.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes im schweizerischen Invalidenversicherungsverfahren ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu ne h- men, in welchem Umfang und gegebenenfalls bezüglich welcher Tätigkei- ten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Aus künfte sind s o- dann eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche A r- beitsleistungen dem Versicherten konkret noch zugemutet werden kö n-C-6071/2012 Seite 12 nen (BGE 125 V 256 E. 4, 115 V 134 E. 2; AHI -Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). 4.3.1 Eine zumutbare Arbeitsmöglichkeit hat sich der Versicherte anrec h- nen zu lassen (leidensangepasste Verweisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.), wobei es unerheblich ist, ob er seine Restarbeitsfähigkeit ta t- sächlich verwertet oder nicht. Ebenso ist ein nichterwerbstätiger oder teilweise erwe rbstätiger Versicherter aufgrund des im gesamten Sozia l- versicherungsrecht geltenden Grundsatzes der Schadenminderung s- pflicht gehalten, im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren Verhalten s- weisen zu entwickeln, welche die Auswirkungen seiner Behinderung im ihn betreffenden Aufgabenbereich reduzieren – im Haushalt insbesondere solche, die ihm eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltsarbeiten ermöglichen (vgl. BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hi n- weisen). 4.3.2 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs - und Beschwerde - verfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die B eweise frei, d.h. ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich w e- der die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eing e- reichten oder in Auftrag gegebenen Beric hte (vgl. dazu das Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [im Folgenden: EVG; heute Bun- desgericht] I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2, mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3.a). 4.3.3 Bezüglich des Beweiswert s eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unte r- suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei- lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der me- dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der E x- perten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grun d- sätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels noch die Bezeic h- nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be- richt oder als Gutachten (vgl. dazu das Urteil BGer I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2 mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3a). Gleichwohl erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Bewei s- würdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweis würdigung in Bezug C-6071/2012 Seite 13 auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten aufzuste l- len (vgl. hierzu BGE 125 V 352 E. 3b; AHI 2001 S. 114 E. 3b; Urteil des BGer I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So ist den im Rahm en des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten ex terner Spezialärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen s o- wie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen , bei der Beweiswürdi- gung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb, mit weiteren Hinweisen). Berichte der behandelnden Ärzte schliesslich sind aufgrund deren au ftragsrechtlicher Vertrauens stellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein praktizierenden Hausarzt wie auch für den beha n- delnden Spezialarzt (Urteil des BGer I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. aber Urteil des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2). 4.3.4 Berichten und Gutachten versicheru ngsinterner Ärzte kommt Be - weiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begrü n- det sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Z u- verlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in e i- nem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die U n- parteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen). 4.3.5 Nicht in jedem Einzelfall zwingend erforderlich ist, dass solche Ärzte den Versicherten persönlich untersuchen. Das Fehlen eigener Unters u- chungen vermag daher ihre Stellungnahmen, Berichte oder Gutachten für sich allein nicht in Frage zu stellen. Dies gilt insbesondere dann, wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung der erwerblichen Folgen eines b e- reits feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, folglich die direkte ärztliche Befassung mit dem Versicherten in den Hintergrund rückt (vgl. zum Ganzen: Urteile des Bundesgerichts 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1 und I 1094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1.1 sowie BGE 125 V 351 E. 3.a und E. 3b/ee, je mit Hinweisen). Allerdings müssen ver- sicherungsinterne Ärzte oder solche eines RAD über die zur Beurteilung des Einzelfalles erforderlichen persönlichen und fachlichen Qualifikati o- nen verfügen, andernfalls ein gewichtiges Indiz gegen die Zuverlässigkeit ihrer Expertise oder Stellungnahme vorliegt (vgl. dazu Urteile des Bu n-C-6071/2012 Seite 14 desgerichts I 142/07 vom 20. November 2007 E. 3.2.3 ff. und I 362/06 vom 10. April 2007 E. 3.2.1, beide mit Hinweisen). 5. Im Folgenden ist in Würdigung der relevanten Unterlagen in erster Linie zu beurteilen, ob die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt voll - ständig erhoben und korrekt gewürdigt und das Leistungsbegehren vom 7. Oktober 2010 zu Recht mangels anspruchsbegründ ender Invalidität abgewiesen hat. 5.1 Die Vorinstanz stützte ihre Verfügung vom 11. Oktober 2012 auf die Beurteilungen des medizinischen Dienstes der IVS TA (Dr. med. K._______). Der IV-Arzt konnte mit Stellungnahme vom 11. Januar 2012 erstmals eine Gesamtbeurteilung vor nehmen, nachdem er sich sowohl am 4. März 2011 als auch am 25. September 2011 mangels hinreiche n- der medizinischer Dokumentation noch dazu ausserstande gesehen hatte (vgl. 18, 40 und 106). Nachdem die Vorinstanz über den spanischen So- zialversicherungsträger etliche weitere medizinische Dokumente erhäl t- lich machen konnte (vgl. Dok. 18-37, 41-103), stellte Dr. med. K._______ als Hauptdiagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine mult i- faktorielle Gangstörung bei Polyneuropathie, peripherer a rterieller Ve r- schlusskrankheit sowie bei Status nach Spondylodese bei degenerativer lumbaler Spinalkanalstenose fest. Als Nebendiagnosen ohne Folgen hi n- sichtlich der Leistungsfähigkeit diagnostizierte er einen Diabetes Mellitus Typ 2, eine arterielle Hyper tonie sowie einen chronischen Alkoholismus. Er attestierte dem Beschwerdeführer im angestammten Beruf seit dem 3. September 2008 eine Arbeitsunfähigkeit von 70% . Zudem führte er aus, dass die Ausübung der bisherigen Tätigkeit nicht mehr möglich sei. Eine leichte, rein sitzende Verweisungstätigkeit hingegen sei zu 100% zumu t- bar (vgl. Dok. 106). 5.1.1 Aufgrund dreier nachgereichter Berichte, die dem Beschwerdefü h- rer erstmals eine Parese der unteren Extremitäten – vor allem in den a n- terolateralen Muskeln beider Beine – attestierten, empfahl der IV-Arzt am 28. März 2012, die weiteren neurologischen Abklärungsergebnisse abzu- warten (vgl. Dok. 109 -114). Nachdem der nachgereichte neurologische Bericht vom 4. Mai 2012 Dr. med. K ._______ zur Stellungnahme unte r- breitet wor den war, führte dieser am 7. Juni 2012 aus, dass der ergän- zende Bericht die Parese mit halbseitig gelähmten Gang bestätige. Die Elektromyografie zeige indessen keine aktive Denervierung. Des Weit e- ren habe es Anzeichen für eine axonale Polyneuropathie der u nteren Ex-C-6071/2012 Seite 15 tremitäten mittlerer Intensität (wahrscheinlich im Rahmen des Diabetes). Hinsichtlich der Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hielt er an seiner bisherigen Beurteilung fest (vgl. Dok. 115-120). 5.1.2 Auch der im Rahmen des Vorbescheidverfahren s eingereichte or- thopädische Bericht vom 1. Juni 2012 veranlasste Dr. med. K ._______ am 22. Juli 2012 nicht, eine andere Beurteilung vorzunehmen. Gemäss Dr. med. K._______ bezeuge der neue Bericht das bereits Bekannte. D ie geklagten Schmerzen, die Sensibilitätsstö rungen sowie der Umfang des eingeschränkten Gangs seien ausführlich dokumentiert und bereits b e- rücksichtig worden. Die foraminale Beeinträchtigung auf dem Niveau L3 und L4 äussere sich gemäss EMG nicht durch eine aktive Denervierung. Dennoch empfahl der IV-Arzt, die Ergebnisse einer am 4. Juli 2012 ang e- setzten Untersuchung abzuwarten (vgl. Dok. 121 -125). Mit Eingabe vom 24. Juli 2012 reichte der Beschwerdeführer schliesslich nebst zwei bereits in den Akten enthaltenen Dokumenten je einen Bericht vom 7. April 2012 sowie vom 11. Juli 2012 ein (vgl. Dok. 126 -130). Auf die neuen Berichte bezugnehmend legte Dr. med. K ._______ dar, dass auch das Zertifikat vom 7. April 2012 die bekannten Diagnosen bestätige sowie die Gangstö- rung, welche die Benützung von Krücken erfordere, präzisiere und daraus ebenfalls eine gänzliche Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten a b- leite. Dasselbe gelte für den Bericht vom 11. Juli 2012. Daher bestätige er auch seine bisherige n Beurteilungen. Insbesondere der neurologische Bericht vom 4. Mai 2012 sowie das gleichentags erstellte EMG, die keine aktive Denervierung zeigten, brächten keine Arbeitsunfähigkeit in sitze n- den Tätigkeiten vor (vgl. Dok. 132). 5.1.3 Diese Feststellungen bestätigte der von der Vorinstanz im Rahmen des Beschwerdever fahrens zwecks Zweitmeinung beigezogene IV -Arzt Dr. med. H ._______ mit Stellungnahmen vom 16. März 2013, 29. Juni 2013 sowie vom 16. November 2013 , wobei er auf Nachfrage des Bu n- desverwaltungsgerichts in der Würdigung vom 29. Juni 2013 ergänzend ausführte, dass die diagnostizierte Polyneuropathie von den relevanten Diagnosen am wenigsten zur Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in Ve r- weisungstätigkeiten beitrage und namentlich keinen Einfluss auf leichte, rein sitzende Tätigkeiten habe (vgl. BVGer-act. 13). 5.2 Der Beschwerdeführer beanstandet im Wesentlichen die Beurteilung der IV-Ärzte bzw. der Vorinstanz hinsichtlich der Auswirkungen auf die Ar- beitsfähigkeit, da sie deutlich von derjenigen der spanischen Ärzte abwei-C-6071/2012 Seite 16 che. Im Gegensatz zu den IV-Ärzten attestierten ihm die spanischen Är z- te eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten. 5.2.1 Entgegen de r Ansicht des Beschwerdeführers genügen die sehr knapp abgefassten Berichte der spanischen Ärzte Dr. med. B ._______ vom 7. April 2012, Dr. med. J ._______ vom 1. Juni 2012 sowie Dr. med. R._______ vom 11. Juli 2012 nicht den Anforderungen an die Bewei s- kraft, erweisen sich doch deren Beurteilungen in Bezug auf die Arbeitsf ä- higkeit als nicht schlüssig und nachvollziehbar. Dr. J._______ nimmt in seinem Bericht vom 1. Juni 2012 überhaupt keine Beurteilung der Arbeits- fähigkeit vor. Demgegenüber begründen s owohl Dr. med. B._______ als auch Dr. med. R._______ ihre Beurteilung einer Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten einzig mit dem Umstand der multifaktoriellen Gang- störung (vgl. Dok. 126 und 12 8 f.). Inwiefern diese Gegebenheit jedoch bei rein sitzenden Tätigkeiten zu einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit führen soll, erweist sich als nicht nachvollziehbar, ist doch diesen Täti g- keiten eigen, dass man grundsätzlich keine längeren Gehstrecken z u- rücklegen muss. 5.2.2 Dasselbe gilt auch hinsichtlich der Beurteilungen der spanischen Amtsärzte Dr. med. M._______ und Dr. med. F ._______ in den beiden Formularberichten E 213 vom 8. November 2010 sowie vom 17. August 2011 (Dok. 8 und 37), die ebenfalls sehr knapp abgefasst sind. Es ist z.B. nicht nachvollziehbar, weshalb Dr. med. M._______ im Bericht vom 8. November 2010 dem Beschwerdeführer aufgrund der multifaktoriellen Gangstörung eine gänzliche Unzumutbarkeit für Tät igkeiten am Bil d- schirm attestiert, sind doch nirgends kognitive Einschränkungen sowie Sehbehinderungen dokumentiert. Des Weiteren ist der Bericht unvol l- ständig, da es Dr. med. M._______ unterlassen hat, sich generell zum Leistungsbild des Beschwerdeführers zu äussern. Deshalb ist auch nicht nachvollziehbar, weshalb dem Beschwerdeführer überhaupt keine ada p- tierten Tätigkeiten wie z.B. rein sitzende Tätigkeiten zugemutet werden können. Zudem ist unklar, ob der Bericht auf eigenen Untersuchungen des Amtsarztes basiert (vgl. Ziff. 2 von Dok. 8). 5.2.3 Auch der Bericht von Dr . med. F._______ vom 17. August 2011 ist unvollständig. Zwar äussert er sich im Gegensatz zu Dr. med. M._______ zum Leistungsbild des Beschwerdeführers, versäumt es aber, im A n- schluss Auskunft zu geben, ob eine adaptierte Tätigkeit überhaupt und bejahendenfalls in welchem Umfang zugemutet werden kann (vgl. Ziff. 11.4 von Dok. 37). Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers C-6071/2012 Seite 17 äussert sich Dr. med. F._______ hinsichtlich adaptierten Tätigkeiten nicht in absoluter Weise, sondern hält lediglich in Ziffer 8 fest, dass im Allg e- meinen eine Leistungsminderung für Erwerbstätigkeiten besteht. In we l- chem Umfang ist jedoch nicht dokumentiert. Einzig in Bezug auf die a n- gestammte Tätigkeit attes tiert der Arzt dem Beschwerdeführer eine A r- beitsunfähigkeit von 100%. Die Ziffern 11.7 bis 11.9 demgegenüber las- sen lediglich eine Beurteilung unter Beachtung der Rechtsvorschriften im Wohnsitzland zu und sind daher vorli egend nicht massgebend (vgl. E. 3 ff. hiervor). 5.3 Der Beschwerdeführer weist vorliegend jedoch zu Recht darauf hin, dass die Stellungnahmen des medizinischen Dienstes reine Aktengutach- ten darstellen. Zwar ist eine persönliche Untersuchung durch den Arzt nicht zwingend erforderlich, dies bedin gt allerdings, dass der Unters u- chungsbefund lückenlos vorliegt. Die Akten müssen demnach ein vol l- ständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status erg e- ben (vgl. E. 4.3.5 hiervor), was vorliegend nicht der Fall ist, fehlt es doch an einer bewei stauglichen klinischen Untersuchung, die korrekte Rüc k- schlüsse auf die Leistungsfähigkeit zulassen würde (vgl. E. 5.2 ff. hier- vor). Eine Diagnose für sich allein genommen lässt nämlich keinen gen ü- genden Schluss auf die entsprechende gesundheitlich bedingte Ein- schränkung der Arbeitsfähigkeit zu (vgl. BGE 132 V 65 E. 3.4 mit Hinwe i- sen). Bei einer solchen Gegebenheit entspricht eine Vornahme der Lei s- tungsbeurteilung durch die IV-Ärzte höchstens einer Vermutung aufgrund von Erfahrungswerten, was jedoch dem im S ozialversicherungsrecht er- forderlichen Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht genügt. 5.3.1 Kommt hinzu, dass entgegen Dr. med. H._______ Behauptung sehr wohl auch Beschwerden der oberen Extremitäten dokumentiert sind, werden doch im Formularbericht E 213 vom 8. November 2010 Parästhe- sien in allen vier Gliedmassen erwähnt (vgl. Dok. 8 S. 13). Zwar werden in der darauf folgenden Dokumentation nur noch Beschwerden im Z u- sammenhang mit den unteren Gliedmassen aufgeführt, dennoch hätte die Vorinstanz in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes diesem Hi n- weis nachgehen und ergänzende Abklärungen vornehmen müssen. 5.3.2 Weiter sind auch degenerative Veränderungen der Wirbelsäule do- kumentiert. Diese werden freilich in erster Linie als einer von mehreren Gründen für die multifaktorielle Gangstörung genannt. Doch ist allgemein bekannt, dass eine sitzende Position ebenfalls eine Belastung für die C-6071/2012 Seite 18 Wirbelsäule darstellen kann. Daher ist durchaus denkbar, dass die Wi r- belsäulenerkrankung auch Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit in ei- ner rein sitzenden Tätigkeit zeitigen kann. Zwar weist Dr. med. H._______ zutreffend darauf hin, dass grundsätzlich nirgends eine Unfähigkeit, in sit- zender Position zu verharren, dokumentiert ist. Allerdings wurden auch schon Schmerzen im gesamten Körper dokumentiert (vgl. den Bericht betreffend die Anamnese vom 31. Januar 2007, Dok. 54 S. 1). Zudem wurde soeben dargelegt , dass der medizinische Sachverhalt unzurei- chend dokumentiert ist (vgl. E. 5.2 ff. hiervor). 5.3.3 Schliesslich ist auch nicht genügend nachvollziehbar, seit wann die entsprechenden Einschränkungen bzw. eine Leistungsfähigkeit in ada p- tierten Verweisungstätigkeiten besteht. Dr. med. M._______ hielt in se i- nem Formularbericht vom 8. November 2010 fest, dass die Einschrä n- kungen seit dem 15. April 2008 bestünden. Er stützt sich dabei auf einen in den vorinstanzlichen Akten nicht vorhandenen Laborbericht desselben Datums (vgl. Dok. 8 S. 10 Ziff. 11.10 sowie S. 13). Demgegenüber attes- tierte Dr. med. K._______ dem Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit in Verweisungstätigkeiten seit dem 3. September 2008. Ohne dies explizit zu äussern, stützte sich der IV-Arzt offenbar auf einen Bericht betreffend die Magnetresonanzangiographie vom 3. September 2008, in welchem verschiedene Durchflussprobleme in den Beinen attestiert werden (vgl. Dok. 58) . Weshalb Dr. med. K ._______ im Gegensatz zu Dr. med. M._______ auf dieses Datum abstellte, ist aus seiner Stellungnahme vom 11. Januar 2012 nicht ersichtlich. 5.4 Abschliessend ist festzuhalten, dass der am _______ April 1952 g e- borene Beschwerdeführer mittlerweile 62 Jahre alt ist. Wie zu Recht a n- geführt ist das Alter gemäss Rechtsprechung – obschon an sich ein inva- liditätsfremder Faktor – als Kriterium anerkannt, welches unter Einbezug weiterer persönlicher sowie beruflicher Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachg e- fragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbs t- eingliederungslast nicht mehr zumutbar ist. Fehlt es demzufolge an einer wirtschaftlich verwertbaren Restarbeitsfähigkeit, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründet (vgl. Urteil des BGer I 831/05 vom 21. August 2006, E. 4.1.1 mit Hinweisen). Damit allerdings diese Fragen geklärt werden können, muss zuvor die medizinisch -theoretische Restarbeitsfähigkeit zweifelsfrei feststehen (vgl. BGE 138 V 457 E. 3.2 ff.), was vorliegend – wie soeben C-6071/2012 Seite 19 dargelegt – nicht der Fall ist. Für die Beurteilung des Rentenanspruchs fehlt es vorliegend an einer aussagekräftigen, den Anforderungen an die Beweiskraft (vgl. E. 4.3.3 ff. hiervor) genügenden medizinischen Grundla- ge. Erst das im vorliegenden Fall noch einzuholende, den Anforderungen an den vollen Beweiswert genü gende polydisziplinäre Gutachten kann darüber Klarheit verschaffen. 6. Zusammenfassend ist fes tzuhalten, dass es dem Bundesverwaltungs - gericht mangels einer zuverlässigen, sämtliche relevanten Leiden umfas- senden medizini schen Beurteilung und infolge fehlender Abklärung der Selbsteingliederungsfähigkeit und der Verwertbarkeit der Restarbeitsf ä- higkeit nicht möglich ist, aufgrund der Akten mit dem im Sozialversich e- rungsrecht erforderlichen Beweisgrad der über wiegenden Wahrschei n- lichkeit zu beurteilen, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe, in we l- chem Umfang und ab wann der Beschwerdeführer Anspruch au f eine or- dentliche Invalidenrente hat. Im vorinstanzlichen Verfahren sind demnach infolge unvollständiger Fest stellung des rechtserheblichen Sachverhalts (vgl. Art. 43 ff. ATSG sowie Art. 12 VwVG) entscheidwesentliche medizini- sche Aspekte ungeklärt geblieben, weshalb sich eine Rückweisung an die Vorinstanz rechtfertigt (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4). Die Beschwerde ist daher im Sinne des Eventualbegehrens gutzuheis- sen, die angefochtene Verfügung vom 11. Oktober 2012 aufzuheben und die Sache gestützt auf Ar t. 61 Abs. 1 VwVG mit der Anweisung an die Vorinstanz zurückzuweisen, eine umfassende, interdisziplinäre Verlaufs- begutachtung des Beschwerdeführers insbesondere in neurologischer, orthopädischer/rheumatologischer sowie angiologischer Hinsicht durch- führen z u lassen und anschliessend die Frage der Zumutbarkeit der Selbsteingliederung bzw. die Frage, ob die Restarbeitsfähigkeit wir t- schaftlich verwertbar ist, abzuklären, sowie anschliessend neu zu verf ü- gen. 7. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par- teientschädigung. 7.1 Gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG sind die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei aufzuerlegen. Der Vorinstanz werden keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). C-6071/2012 Seite 20 7.2 Beschwerdeführer hat als obsiegende Partei gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsg e- richt (VGKE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Vorinstanz für die ihm erwachsenen notwendigen Kosten. 7.2.1 Die Rechtsvertreterin hat eine Honorarnote eingereicht (BVGer -act. 19), in welcher sie einen Zeitaufwand von insgesamt 17.59 Std. à Fr. 230.- sowie Fr. 32.- für Auslagen (zuzüglic h Mehrwertsteuer) geltend macht. 7.2.2 Vorliegend wurde ein dreifacher Schriftenwechsel durchgeführt. Der geltend gemachte Zeitaufwand für die Redaktion bzw. Überarbeitung der Replik vom 10. Juni 2013 (drei Stunden am 21. Mai 2013 sowie einei n- halbstunden am 10. Juni 2013) wie auch für das Aktens tudium und R e- daktion der Triplik vom 16. Oktober 2013 (zwei Stunden am 16. Oktober 2013) erscheint allerdings etwas zu hoch, da die Rechtsvertreterin – mit Ausnahme des mit Replik vorgebrachten Arguments der mangelnden Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigke it – weitestgehend ihre in der B e- schwerdeergänzung vom 7. Januar 2013 geäusserten Argumente wi e- derholt. Zudem lässt sich aufgrund der Eingaben der Vorinstanz im Hi n- blick auf die Erstellung der Triplik nur ein kurzer Zeitaufwand für das A k- tenstudium begründ en. Ferner begründet die Rechtsvertreterin ihre A r- gumente mit Arztberichten, die nach dem Verfügungszeitpunkt erstellt worden sind. Daher ist der geltend gemachte Zeitaufwand für die Reda k- tion bzw. Überarbeitung der Replik um eineinhalb Stunden und für das Aktenstudium sowie die Redaktion der Triplik um eine Stunde zu kürzen, so dass vom geltend gemachten Honorar ein Betrag von insge samt Fr. 575.- in Abzug zu bringen ist. 7.2.3 Des Weiteren ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz im Ausland hat. Daher unterliegen die an ihn erbrachten Dienstleistungen vorliegend nicht der schweizerischen Mehrwertsteuer. Es liegt eine Leistung im Ausland vor (Empfängerortsprinizip; vgl. dazu Art. 8 Abs. 1 des Mehrwertsteuergesetzes vom 2. September 1999 [MWSTG, SR 641.20]). Nach dem Dargelegten ist dem Beschwerdeführer eine Parteientschäd i- gung in der Höhe von Fr. 3'502.70 (inkl. Auslagen; exkl. Mehrwertsteuer) zuzusprechen, die von der Vorinstanz nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu leisten ist. C-6071/2012 Seite 21 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird im Sinne des Eventualbegehrens gutgeheissen, die Verfügung der Vorinstanz vom 11. Oktober 2012 aufgehoben und die S a- che an die Vorinstanz zurückgewiesen, damit diese im Sinne d er Erwä- gung 6 verfahre und neu verfüge. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die Vorinstanz wird verpflichtet, d em Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils eine Parteientschädi gung von Fr. 3'502.70 (inkl. Auslagen; exkl. Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr._______; Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Maurizio Greppi Milan Lazic Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die B e- weismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizul e- gen (Art. 42 BGG). Versand: