A bteilung IV D -5606/2006 /bah {T 0/2} U rte il v o m 2 1 . S e p te m b e r 2 0 0 7 R ichter H ans Schürch, W alter Stöckli, M artin Zoller, G erichtsschreiber C hristoph Basler. Z._______, geboren _______, R ussland, Z2._______ (Ehefrau), geboren _______, R ussland, Z3._______ (Tochter), geboren _______, R ussland, w ohnhaft _______, Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Asyl und W egw eisung; Verfügung des BFM vom 29. August 2006 / N _______. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandD -5606/2006 Sachverhalt: A . D ie Beschw erdeführer, ethnische Tschetschenen sunnitischen G laubens m it letztem W ohnsitz in _______, verliessen ihr H eim atland eigenen Angaben gem äss am 15. Juni 2005 und gelangten am 21. Juni 2005 in die Schw eiz, w o sie gleichentags um Asyl nachsuchten. Anlässlich der Em pfangszentrum sbefragung, w elche am 27. Juni 2005 in _______ stattfand, sagte der Beschw erdeführer aus, er sei am 6. Februar 2000 von den R ussen in ein Lager deportiert w orden. N achdem er dieses am 24. Februar 2000 habe verlassen dürfen, sei er auf der schw arzen Liste des Sicherheitsdienstes geblieben. Er habe einen Korrespondenten über dieses Lager inform iert und sei am folgenden Tag von Kadirov-Leuten verschleppt w orden. M an habe ihn geschlagen und bedroht. N ach diesem Vorfall sei er im m er w ieder von Kadirov-Leuten oder R ussen von zu H ause m itgenom m en w orden. In der N acht des 25. O ktober 2004 sei er von zu H ause abgeholt und den R ussen übergeben w orden. D iese hätten ihn geschlagen und in ein Loch herabgelassen, aus w elchem er jeden Tag herausgezogen und befragt w orden sei. M an habe w issen w ollen, w o sich M aschadov und Basajev befänden. N ach drei Tagen sei er in ein Zim m er gebracht w orden, in dem sich ein Tschetschene befunden habe, der ihm gesagt habe, er sei von seiner Tante geschickt w orden. Am folgenden Tag sei er von diesem M ann, der ihm gesagt habe, seine Tante habe $ 2'000 bezahlt, abgeholt w orden. Seitdem habe ihn seine M utter im m er w ieder gebeten, das Land zu verlassen. Ende M ärz 2005 oder Anfang April 2005 habe er in der M oschee eine R ede über Entschädigungen für verlorenen Besitz gehalten. Er habe die Leute aufgefordert, für die Entschädigungen zu streiken. Anschliessend sei er auf den M arkt gegangen, w o er von Leuten des Sicherheitsdienstes geschlagen w orden sei und das Bew usstsein verloren habe. Als er am frühen M orgen zu sich gekom m en sei, habe er festgestellt, dass er beraubt w orden sei. Seither habe er die Idee gehabt, R ussland zu verlassen. Zur Stützung seiner Vorbringen reichte der Beschw erdeführer eine Bestätigung vom 22. Februar 2000 über seinen Lageraufenthalt ein. D ie Beschw erdeführerin führte aus, sie sei w egen der Problem e ihres M annes in die Schw eiz gekom m en. Er sei in ihrer Anw esenheit zw eim al von zu H ause abgeführt w orden. Einm al sei er im O ktober 2004 am späteren Abend in ein Auto gezerrt und w eggebracht w orden. S eite 2D -5606/2006 Sie hätten ihn drei Tage lang gesucht, bis seine Tante ihn aufgespürt habe. Im April 2005 sei er w eggegangen und nicht m ehr nach H ause gekom m en. Am folgenden Tag sei er in einem Auto nach H ause gebracht w orden; m an habe gesehen, dass er zusam m engeschlagen w orden sei. Sie selbst sei im M ärz 2004 bei einer Kontrolle von Soldaten abgeführt w orden. Ihr M ann habe den Soldaten G eld gegeben, w orauf m an sie habe gehen lassen. Ein vom BFM beauftragter Experte führte m it den Beschw erdeführern am 29. Juni 2005 ein Telefongespräch, aufgrund dessen er eine H erkunftsanalyse (LIN G U A) durchführte. D er Experte kam in seinen Berichten vom 6. Juli 2005 zum Schluss, die Beschw erdeführer seien eindeutig in Tschetschenien sozialisiert w orden. D as BFM gew ährte den Beschw erdeführern am 8. Juli 2005 das rechtliche G ehör zu den Abklärungsergebnissen hinsichtlich der Erlangung der Visa für die Einreise in die Schw eiz. D er Beschw erdeführer versicherte, er habe das Visum bei der Schw eizerischen Botschaft in M oskau nicht selbst erlangt, sondern eine D rittperson dam it beauftragt, w elcher er Fotos von sich und Blankounterschriften gegeben habe. D a er zusam m engeschlagen w orden und im Spital gew esen sei, leide er an G edächtnislücken und könne sich nicht an alles erinnern. D es W eiteren seien seine Aussagen bei der Em pfangszentrum sbefragung nicht vollständig protokolliert w orden. D ie Beschw erdeführerin erklärte, sie w isse nichts G enaueres über den Erhalt der Visa. Am 20. Juli 2005 w urden die Beschw erdeführer vom BFM zu ihren Asylgründen angehört. D er Beschw erdeführer m achte im W esentlichen geltend, er sei am Abend des 25. O ktober 2004 von zu H ause abgeholt w orden. Als an das Tor geklopft w orden sei, habe er geöffnet und sei sofort zu Boden gew orfen und geschlagen w orden. M an habe ihn in ein M ilitärfahrzeug gesteckt und w eiterhin geschlagen. N achdem sie das Ziel erreicht gehabt hätten, sei er in ein Erdloch gesteckt w orden. In dem Zelt, in das er nach der Festnahm e gebracht w orden sei, habe er einen M ann getroffen, der ihn befragt habe. Er habe ihn gefragt, ob er seinen Verw andten sagen könne, w o er sich befinde. D araufhin habe dieser ihm gesagt, er sei von der Tante geschickt w orden und w erde ihn rausholen. D er M ann habe ihn von der M ilitärbasis abgeholt und nach H ause gefahren. Am folgenden Tag habe ihn seine Tante abgeholt und ihn ins Spital gebracht, w o er S eite 3D -5606/2006 behandelt w orden sei. N ach einem Tag sei er nach H ause zurückgekehrt und von seiner Ehefrau w eiter gepflegt w orden. Er leide heute noch körperlich an den erlittenen M isshandlungen. Zw ischen dem 8. und 10. April 2005 sei er in der M oschee gew esen. N ach dem G ebet hätten sich die Leute vor der M oschee versam m elt und über den neu gew ählten Leiter der Adm inistration gesprochen, der angeblich w eniger korrupt sei als andere. Als er dies gehört habe, habe er sich kritisch über die Adm inistration geäussert. Er habe den Leuten gesagt, sie m üssten einen B rief schreiben und sich w egen der nicht vollständig erhaltenen Kom pensationen beschw eren. D a es zu D iskussionen m it alten Leuten gekom m en sei, habe er den O rt verlassen und den Bus zum M arkt bestiegen. D ort habe er von hinten einen Schlag auf den Kopf erhalten und sei zu Boden gew orfen und derart geschlagen w orden, dass er das Bew usstsein verloren habe. Als er w ieder zu sich gekom m en sei, habe er ein Taxi bestiegen und sei nach H ause gefahren. D ie Beschw erdeführerin sagte aus, in einer N acht im O ktober 2004 habe vor ihrem H aus ein M ilitärfahrzeug gehalten. Ihr M ann sei draussen gew esen und an den Zaun gestellt sow ie durchsucht w orden. Sie hätten rausgehen w ollen, aber er habe ihnen zugeschrien, sie sollten nicht rauskom m en. D anach hätten ihn die M änner in das Fahrzeug gestossen und seien davon gefahren. Am folgenden Tag sei ihre Schw iegerm utter zur Tante ihres Ehem annes gefahren und habe dieser alles erzählt. D ie Tante habe sich sofort auf die Suche gem acht und ihn am vierten Tag freikaufen können. Sie habe ihn nach H ause zurückgebracht, er sei in einem schlechten Zustand gew esen. Sein O nkel habe ihn ins Spital gebracht, w o er einen Tag lang geblieben sei. M itte April 2005 habe ihr M ann frühm orgens das H aus verlassen. Am folgenden M orgen habe vor dem H aus ein Taxi angehalten, aus dem ihr M ann blutverschm iert ausgestiegen sei. Für den Inhalt der w eiteren Aussagen w ird auf die Akten verw iesen. Am 25. Januar 2006 w urde den Beschw erdeführern die Tochter _______ geboren. B . M it Verfügung vom 29. August 2006 lehnte das BFM die Asylgesuche der Beschw erdeführer ab, und verfügte die W egw eisung aus der Schw eiz. S eite 4D -5606/2006 Zufolge U nzum utbarkeit des Vollzugs der W egw eisung w urde die vorläufige Aufnahm e der Beschw erdeführer angeordnet. C . M it Eingabe an die dam als zuständige Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) vom 29. Septem ber 2006 beantragten die Beschw erdeführer, die Verfügung des BFM sei in den Punkten 1 bis 3 aufzuheben und es sei die Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen. Es sei ihnen die unentgeltliche R echtspflege zu gew ähren. Eventualiter sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten. D er Eingabe lagen ein ärztliches Zeugnis vom 20. Septem ber 2006 von D r. _______ und eine Bestätigung der Fürsorgeabhängigkeit der Beschw erdeführer vom 26. Septem ber 2006 bei. D . D er Instruktionsrichter der AR K entsprach m it Zw ischenverfügung vom 4. O ktober 2006 dem G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege gem äss A rt. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021). E. Am 10. O ktober 2006 überm ittelten die Beschw erdeführer der AR K ein Schreiben der Psychiatrischen D ienste, _______, vom 26. Septem ber 2006. F. D as BFM beantragte in seiner Vernehm lassung vom 12. O ktober 2006 die Abw eisung der Beschw erde. G . D ie Beschw erdeführer reichten am 21. N ovem ber 2006 bei der AR K einen "Auszug aus der m edizinischen Karte des Patienten" vom 1. D ezem ber 2004 m itsam t deutscher Ü bersetzung ein. S eite 5D -5606/2006 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss A rt. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach A rt. 5 Vw VG . D as Bundesam t für M igration (BFM ) gehört zu den Behörden nach A rt. 33 VG G und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverw altungsgerichts. Eine Ausnahm e, w as das Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben (A rt. 32 VG G ). D as Bundesverw altungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschw erde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (A rt. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG , SR 142.31]; A rt. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t bei gegebener Zuständigkeit am 1. Januar 2007 die bei der vorm aligen Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) hängigen R echtsm ittel. D as Bundesverw altungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschw erde. D ie Beurteilung erfolgt nach neuem Verfahrensrecht (vgl. A rt. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (A rt. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführer sind legitim iert (A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist einzutreten. 3. 3.1 G em äss A rt. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte S eite 6D -5606/2006 N achteile gelten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (A rt. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum indest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vorhandensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeblich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (A rt. 7 AsylG ). 4. 4.1 D as BFM begründete seinen Entscheid dam it, dass die persönliche G laubw ürdigkeit der Beschw erdeführer nicht gegeben sei. Viele Angaben zw ischen den auf der Schw eizerischen Botschaft in M oskau eingereichten Visa-U nterlagen und ihren Aussagen beim BFM seien w idersprüchlich. D er Beschw erdeführer habe in den Visa- U nterlagen eine andere Adresse angegeben als beim BFM und habe unterschiedliche Angaben zu seiner letzten Arbeitsstelle gem acht. Er habe sich auch betreffend die angeblichen Blankoform ulare, die er unterzeichnet habe, w idersprüchlich geäussert. Schliesslich habe er sich an vieles nicht m ehr erinnern w ollen und ausweichende Antw orten gegeben, sodass es den Aussagen an Substanz fehle. D ie Beschw erdeführer hätten ein zentrales Ereignis der Verfolgungssituation unterschiedlich geschildert. D ie Beschw erdeführerin habe bei der Anhörung behauptet, m an habe ihren Ehem ann bei der Festnahm e in ein BTR -Fahrzeug gesetzt, w ährend der Beschw erdeführer gesagt habe, er sei in ein U ralfahrzeug gebracht w orden. D es W eiteren habe sie gesagt, ihr Ehem ann sei draussen gew esen und habe das Tor schliessen w ollen, als m ehrere M änner aus dem angefahrenen Fahrzeug gestiegen seien. Er habe gesagt, m an habe am Tor des H auses geklopft und seinen N am en gerufen; er sei zu diesem Zeitpunkt im H aus gew esen. Seine Frau habe ihn nach dem Klopfen gefragt, ob er hinausgehen oder lieber im H aus bleiben w olle. Er habe geantw ortet, er gehe nach draussen, um nachzusehen. Ferner habe der Beschw erdeführer gesagt, er sei von den M ännern auf die Strasse gebracht w orden und seine M utter sow ie S eite 7D -5606/2006 seine Ehefrau hätten geschrien, sich an ihn geklam m ert und versucht, ihn zurück zu zerren. D ie Beschw erdeführerin habe geschildert, dass ihre Schw iegerm utter habe hinausgehen w ollen, ihr Ehem ann aber geschrien habe, sie sollten nicht aus dem H aus gehen. D ie Beschw erdeführerin und deren Schw iegerm utter w ären som it nicht in der N ähe des Beschw erdeführers gew esen und hätten nicht versuchen können, ihn zurückzuhalten. Schliesslich habe sich der Beschw erdeführer auch bei der Schilderung der von ihm angeblich im Frühjahr 2005 gehaltenen R ede w idersprochen. Bei der Erstbefragung habe er behauptet, er habe eine R ede in der M oschee gehalten, bei der er zum Streik aufgerufen habe. Bei der Anhörung habe er aber gesagt, er habe dazu aufgerufen, eine Protestnote einzureichen. D as eingereichte D okum ent (H aftbestätigung) beziehe sich auf ein Ereignis, das zum Ausreisezeitpunkt fünf Jahre zurückgelegen habe. Zudem sei bekannt, dass solche D okum ente in R ussland relativ leicht käuflich erw orben w erden könnten, w eshalb ihr Bew eisw ert zum Vornherein relativ tief anzusetzen sei. 4.2 In der Beschw erde w ird geltend gem acht, der Beschw erdeführer habe die Visa für die Einreise in die Schw eiz m it H ilfe einiger Verm ittlungsfirm en organisiert. D ie R eisepässe seien dazu einer Firm a übergeben w orden. D ass er nicht sehr präzise Angaben gem acht habe, habe verschiedene G ründe. D ie auf den Antragsform ularen stehenden Angaben seien falsch, w as von den beauftragten Firm en zu verantw orten sei. Es sei bekannt, dass russische Bürger Schw ierigkeiten bei der Beschaffung von Visa hätten. Tschetschenen hätten zudem Problem e, überhaupt einen Pass zu erhalten, w as von dubiosen Firm en dazu genutzt w erde, um Profit zu schlagen. Antragsform ulare w ürden oft von Vertretern einer solchen Firm a ausgefüllt und unterschrieben. D ies w iderspreche den vom BFM gew onnenen Erkenntnissen nicht, gehe aus diesen doch hervor, dass eine in der Schw eiz gem achte H otelreservation m it einer frem den Kreditkarte garantiert w orden sei. D em Beschw erdeführer seien die genauen M echanism en der Antragstellung nicht bekannt. Vorliegend hätten die Beschw erdeführer Bedenken gehabt, das Ausfüllen von Visa-U nterlagen zuzugeben. D ie Lage in Tschetschenien sei instabil und lebensgefährlich, das Leben der Tschetschenen sei gefährdet. Täglich verschw änden Leute oder w ürden gefoltert. D ie Beschw erdeführer hätten m it ihrer Lebensgeschichte nachgew iesen, dass sie nicht in der H eim atregion S eite 8D -5606/2006 hätten bleiben können. D er Vater und der Bruder des Beschw erdeführers seien im D ezem ber 1994 bei einem Bom benanschlag getötet w orden. Ihn selbst habe m an für tot gehalten, bis jem and bem erkt habe, dass er noch atm e. D urch den Anschlag sei er fast erblindet. U nter dem früheren Präsidenten M aschadov habe er von 1995 bis 1997 einen Posten im Kom itee gehabt, w elches Im m obilien geschätzt habe. Als andere an die M acht gekom m en seien, sei er entlassen w orden. Es sei notorisch, dass Anhänger von M aschadov im m er noch verdächtigt w ürden, diesen unterstützt zu haben. Zudem habe er vor der M oschee K ritik geübt und dazu aufgerufen, die w illkürlich gekürzten Entschädigungsgelder nicht anzunehm en. D ass ihm deshalb von den Kadyrov-Leuten N achteile zugefügt w orden seien, sei gut verständlich. H insichtlich der w idersprüchlichen Aussagen der Beschw erdeführer seien der aktuelle G esundheitszustand des Beschw erdeführers und seine subjektive Sicht als O pfer zu berücksichtigen. Er berichte von der Festnahm e aus eigener W ahrnehm ung und es sei m öglich, dass seine Ehefrau diese anders erlebt habe. Bezeichnenderw eise habe er eingeräum t, dass es ihm so vorgekom m en sei, als sei er von beiden Frauen gezerrt w orden, w eil er von beiden Frauen Schreie gehört habe. Er habe einige M om ente erw ähnt, w elche sehr glaubw ürdig erschienen, w ie zum Beispiel die Beschaffenheit des Bodens des LKW U ral. Er habe auch das Panzerfahrzeug BTR erw ähnt, in w elchem seine Ehefrau ihn zu sehen geglaubt habe. 5. 5.1 D ie Beschw erdeführer haben in ihrer Beschw erde eingestanden, hinsichtlich der Erlangung der Visa für die Schw eiz nicht in allen Punkten w ahrheitsgem äss ausgesagt zu haben. So räum en sie ein, sie hätten nicht bestätigen w ollen, dass sie die Antragsform ulare selbst ausgefüllt hätten. D a sie auf ihre M itw irkungspflicht hingew iesen w urden, beeinträchtigt ihr Aussageverhalten ihre persönliche G laubw ürdigkeit. Aufgrund der gesam ten Aktenlage kann den Beschw erdeführern jedoch geglaubt w erden, dass sie von den Agenten, w elche ihnen bei der E rlangung der Visa behilflich w aren, dahingehend beraten w urden, gegenüber der Schw eizerischen Botschaft in M oskau unzutreffende Angaben zu m achen. D ies hätten sie aber im R ahm en der Befragungen durch die Asylbehörden eingestehen m üssen. S eite 9D -5606/2006 5.2 Anlässlich der Befragungen haben die Beschw erdeführer übereinstim m end ausgesagt, der Beschw erdeführer sei in der N acht des 25. O ktober 2004 von zu H ause w eggeholt und verschleppt w orden. D ie Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung darauf hingew iesen, dass in den Aussagen der Beschw erdeführer verschiedene, gew ichtige W idersprüche bestehen. D en in der Beschw erde gem achten Ausführungen, w onach der Beschw erdeführer und die Beschw erdeführerin diesen Vorfall m öglicherw eise anders w ahrgenom m en hätten, ist insow eit beizupflichten, als der unterschiedliche Blickw inkel zw ar zu anders gew ichteten Aussagen führen kann, die sich jedoch ergänzen sollten. D ie Aussage des Beschw erdeführers, w onach er im H ause gew esen sei, als die M ilitärfahrzeuge gekom m en seien, und seine Frau ihn gefragt habe, ob er aufm achen gehe oder im H aus bleiben w olle, lassen sich indessen in keiner W eise m it denjenigen der Beschw erdeführerin vereinbaren, die schilderte, ihr Ehem ann sei draussen gew esen, als die Fahrzeuge gekom m en seien. D er Beschw erdeführer sagte des W eiteren, er sei sich sicher, dass Frauenhände ihn hätten zurückhalten w ollen, als er abgeführt w orden sei. Angesichts der geschilderten G eschehnisse w äre es zw ar verständlich, dass er sich nicht eindeutig hätte daran erinnern können, ob eine oder zw ei Frauen dies versucht hätten, indessen besteht der w esentliche W iderspruch zu diesem Punkt darin, dass die Beschw erdeführerin nicht geltend m achte, aus dem H aus gegangen zu sein. Ebenso w idersprüchlich sind die Aussagen hinsichtlich der Schilderung, w er den Beschw erdeführer am Tag nach seiner angeblichen Freilassung ins Spital gebracht habe. W ährend der Beschw erdeführer sagte, seine Tante habe ihn m it einem Taxi ins Krankenhaus gebracht, behauptete die Beschw erdeführerin, der O nkel ihres M annes habe entschieden, dass dieser ins Spital m üsse und habe ihn dorthin gebracht. Beide Beschw erdeführer m achten geltend, der Beschw erdeführer sei nur einen Tag lang in Spitalpflege gew esen, anschliessend habe ihn die Beschw erdeführerin gepflegt. D iese Aussagen w iederum stehen in offensichtlichem W iderspruch zu den Ausführungen im "Auszug aus der m edizinischen Karte des Patienten" vom 1. D ezem ber 2004, der von den Beschw erdeführern selbst eingereicht w urde. D ieser Akte ist zu entnehm en, dass der Beschw erdeführer vom 30. O ktober 2004 bis zum 24. N ovem ber 2004 in stationärer Behandlung bei der _______ w ar. D ie aufgeführten Verletzungen habe er bei einem A rtilleriebeschuss durch M ilitärs auf dem Stadtgebiet erlitten. Er sei notfallm ässig behandelt und reanim iert sow ie m it diversen M edikam enten behandelt w orden. N ach der S eite 10D -5606/2006 Behandlung habe sich sein Zustand etw as gebessert, es seien w eitere Behandlungen ausserhalb der Stadt em pfohlen w orden. Som it stehen w eder die D auer des geltend gem achten Spitalaufenthalts noch dessen U rsache in Ü bereinstim m ung m it den Aussagen der Beschw erdeführer. D as Vorbringen der Beschw erdeführer, w onach der Beschw erdeführer am 25. O ktober 2004 verschleppt und derart m isshandelt w orden sei, dass er in Spitalpflege habe verbracht w erden m üssen, ist nach dem oben G esagten trotz einiger für sich allein überzeugend scheinenden und m it R ealkennzeichen versehenen Schilderungen als überw iegend unglaubhaft zu bezeichnen. 5.3 D er Beschw erdeführer m achte zudem geltend, er sei im April 2005 auf dem M arkt zusam m engeschlagen und beraubt w orden, nachdem er sich kritisch zu den Entschädigungszahlungen geäussert habe. Auch in dieser H insicht sind jedoch seine Aussagen nicht übereinstim m end. Bei der Em pfangszentrum sbefragung sagte er aus, er habe in einer M oschee eine R ede über Entschädigungen für verlorenen Besitz gehalten. Er habe versucht, die Leute zu einem Streik zu überzeugen, habe jedoch gespürt, dass alle Angst gehabt hätten. Er habe dann die M oschee verlassen und sei in einen Bus gestiegen. Bei der Anhörung m achte er geltend, die Leute hätten sich nach dem G ebet vor der M oschee versam m elt. M an habe erzählt, dass ein neuer Leiter der Adm inistration gew ählt w erde, der nicht so viele Schm iergelder nehm e w ie andere. D araufhin habe er sich kritisch zu den M achthabern und den Kom pensationen geäussert. Er habe gesagt, sie m üssten einen B rief schreiben. Es sei zu einer verbalen Auseinandersetzung m it den alten Leuten gekom m en, w orauf er aufgegeben habe und zur Bushaltestelle gegangen sei. Bei der Em pfangszentrum sbefragung m achte er geltend, er habe auf dem M arkt um zirka 15 U hr 40 einen Schlag auf dem Kopf erhalten, w ährend er bei der Anhörung sagte, er sei zirka um 16 U hr auf dem M arkt eingetroffen und habe dort einen Verw andten getroffen, m it dem er einige W orte gew echselt habe; erst danach habe er einen Schlag auf den H interkopf erhalten. Angesichts der w idersprüchlichen D arlegung ist auch dieses Vorbringen als unglaubhaft zu w erten. 5.4 Zusam m enfassend ist festzuhalten, dass es den Beschw erdeführern nicht gelungen ist, die angeblich ihre Flucht auslösenden Ereignisse glaubhaft zu m achen. D aran verm ögen auch die beiden eingereichten Arztberichte nichts zu ändern. D em ärztlichen Zeugnis vom 20. Septem ber 2006 ist zu entnehm en, der S eite 11D -5606/2006 Beschw erdeführer leide unter m assiven körperlichen und psychischen Beschw erden, die auf Folterungen zurückzuführen seien. Er benötige intensive psychiatrische und som atische ärztliche Betreuung. Seit der Ablehnung seines Asylantrags habe sich sein Zustand verschlechtert. D em Schreiben der Psychiatrischen D ienste, _______ vom 26. Septem ber 2006 ist zu entnehm en, der Beschw erdeführer sei seit dem 9. N ovem ber 2005 m it der D iagnose einer posttraum atischen Belastungsstörung m it m ultiplem Schm erzsyndrom (Zustand nach Kriegserlebnissen und nach Inhaftierungen und Folterung) in Behandlung. Angesichts des eingereichten "Auszugs aus der m edizinischen Karte des Patienten" ist davon auszugehen, dass die diagnostizierte posttraum atische Belastungsstörung w ohl auf das traum atische E rlebnis im Zusam m enhang m it den bei einem A rtilleriebeschluss erlittenen schw eren Verletzungen steht. G erade auch aus dieser Krankenakte ergibt sich indessen die U nglaubhaftigkeit der vom Beschw erdeführer geschilderten viertägigen Inhaftierung und der dabei angeblich erlittenen M isshandlungen. 6. 6.1 Zu der vom Beschw erdeführer geltend gem achten Festnahm e (Lagerhaft) im Februar 2000 gilt es, unbesehen deren G laubhaftigkeit, festzuhalten, dass diese zu w eit zurücklag, als dass sie ihn unm ittelbar zur Ausreise veranlassen konnte. Im Zeitpunkt der Ausreise aus R ussland lag dieses Vorkom m nis über fünf Jahre zurück. D er Begriff der Flüchtlingseigenschaft setzt jedoch voraus, dass zw ischen Verfolgung und Flucht in zeitlicher und sachlicher H insicht ein genügend enger Kausalzusam m enhang besteht (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 1996 N r. 29 S. 277; 2000 N r. 2 S. 21 f., m it w eiteren H inw eisen). D ieser ist vorliegend offensichtlich nicht gegeben, zum al die daraus abgeleiteten späteren Schw ierigkeiten m it den Behörden als unglaubhaft gew ertet w urden. D ie angebliche Lagerhaft ist als in sich abgeschlossenes, die Ausreise ins Ausland nicht direkt beeinflussendes Vorkom m nis zu w erten, w eshalb dieses asylrechtlich nicht relevant ist. 6.2 In der Beschw erde w ird geltend gem acht, der Beschw erdeführer sei in den Jahren 1995 bis 1997 unter M aschadov in einem Kom itee tätig gew esen, das Im m obilienschätzungen gem acht habe. Abgesehen S eite 12D -5606/2006 davon, dass der Beschw erdeführer dies anlässlich der Befragungen nicht geltend m achte, ist festzustellen, dass ihm daraus offenbar keine asylrechtlich relevante G efährdung erw uchs. D er Beschw erdeführer sagte zw ar aus, er sei w ährend seiner Festnahm e vom 25. bis zum 29. O ktober 2004 nach dem Aufenthaltsort von M aschadov gefragt w orden, diese Festnahm e w urde aber als unglaubhaft gew ertet. D er Beschw erdeführer m achte keine w eiteren Problem e geltend, die ihm im Zusam m enhang m it der von ihm geltend gem achten Tätigkeit entstanden seien. 6.3 D er Beschw erdeführer m achte erst auf Beschw erdeebene geltend, er sei bei einem Bom benanschlag vom D ezem ber 1994, bei dem sein Vater und sein B ruder verstorben seien, schw er verletzt w orden. Auch die Verletzungen, die er gem äss dem eingereichten "Auszug aus der m edizinischen Karte des Patienten" Ende O ktober 2004 erlitten habe, m achte er im R ahm en der Befragungen nicht geltend. W ie dem auch sei, aufgrund der Aktenlage kann nicht davon ausgegangen w erden, dass der Beschw erdeführer gezielt O pfer eines Bom benanschlags beziehungsw eise eines A rtilleriebeschusses w urde. D er Beschw erdeführer m achte denn auch nicht geltend, dass er seine H eim at aufgrund der K riegsereignisse verlassen habe. D ie im R ahm en der Kriegsereignisse erlittenen Verletzungen w urden dem Beschw erdeführer nicht aus asylrechtlich relevanten G ründen zugefügt, w eshalb sie nicht zur Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft führen können. 6.4 Insofern in der Beschw erde auf die allgem eine Lage in Tschetschenien Bezug genom m en w ird, ist darauf hinzuw eisen, dass tschetschenische Asylsuchende auf dem Staatsgebiet der R ussischen Föderation keiner Kollektivverfolgung unterliegen (vgl. EM AR K 2005 N r. 17 S. 147 ff.). D er allgem einen Lage in Tschetschenien ist praxisgem äss bei der Beurteilung der Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs R echnung getragen. 6.5 Angesichts dieser Sachlage erübrigt es sich, auf die w eiteren Vorbringen in den Eingaben der Beschw erdeführer im D etail einzugehen, da sie am Ergebnis nichts zu ändern verm ögen. Zusam m enfassend ist festzustellen, dass den Beschw erdeführern auch angesichts des U m standes, w onach die Schw elle der Annahm e von begründeter Furcht, bei Personen, die bereits früher Verfolgung erlitten haben (Lagerhaft des Beschw erdeführers), herabgesetzt ist S eite 13D -5606/2006 (vgl. EM AR K 2004 N r. 1, 1998 N r. 4), keine begründete Furcht vor zukünftiger Verfolgung zuerkannt w erden kann. D en Beschw erdeführern ist es dem nach nicht gelungen, nachzuw eisen oder glaubhaft zu m achen, dass sie im Zeitpunkt ihrer Ausreise aus R ussland begründete Furcht hatten, im Sinne von A rt. 3 Abs. 2 AsylG relevanten N achteilen ausgesetzt zu w erden. D as Bundesam t hat ihre Asylgesuche dem nach zu R echt abgelehnt. 7. 7.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; dabei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (A rt. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zum utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (A rt. 44 Abs. 2 AsylG ; A rt. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]). 7.2 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zulässig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Ausländers in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (A rt. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 7.3 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach A rt. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (A rt. 5 Abs. 1 AsylG ). 7.4 G em äss A rt. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), A rt. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D ezem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu A rt. 3 der Konvention S eite 14D -5606/2006 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 8. D ie Beschw erdeführer verfügen w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthaltsbew illigung noch einen Anspruch auf E rteilung einer solchen. D ie W egw eisung w urde dem nach zu R echt angeordnet (A rt. 44 Abs. 1 AsylG ; EM AR K 2001 N r. 21). 9. 9.1 D ie drei Bedingungen für den Verzicht auf einen Vollzug der W egw eisung (U nzulässigkeit, U nzum utbarkeit, U nm öglichkeit) sind alternativer N atur: Sobald eine von ihnen erfüllt ist, ist der Vollzug der W egw eisung als undurchführbar zu betrachten und die w eitere Anw esenheit in der Schw eiz nach den Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e zu regeln (vgl. EM AR K 2006 N r. 6 E. 4.2. S. 54 f.; 2001 N r. 1 E. 6a S. 2). 9.2 D as BFM ordnete m it der angefochtenen Verfügung zufolge U nzum utbarkeit des Vollzugs der W egw eisung die vorläufige Aufnahm e der Beschw erdeführer an. Aus diesem G rund erübrigen sich zum heutigen Zeitpunkt w eitergehende Ausführungen des Bundesverw altungsgerichts zur Frage der D urchführbarkeit des W egw eisungsvollzugs. 10. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angem essen ist (A rt. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esagten abzuw eisen. 11. Bei diesem Ausgang des Verfahrens w ären die Kosten den Beschw erdeführern aufzuerlegen (A rt. 63 Abs. 1 Vw VG ). D a ihnen m it Zw ischenverfügung vom 4. O ktober 2006 die unentgeltliche R echtspflege gew ährt w urde und sich an den diesbezüglichen Voraussetzungen nichts geändert hat, sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. S eite 15D -5606/2006 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3. D ieses U rteil geht an: - die Beschw erdeführer, 2 Expl. (eingeschrieben; Beilage: "Auszug aus der m edizinischen Karte des Patienten" vom 1. D ezem ber 2004) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it deren Akten (Kopie; R ef.-N r. N _______) - _______ (Kopie) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: H ans Schürch C hristoph Basler Versand: S eite 16