<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">4F_2/2010 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 20. April 2010 </div> <div class="para">I. zivilrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Klett, Präsidentin, </div> <div class="para">Bundesrichter Corboz, </div> <div class="para">Bundesrichterin Kiss, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Huguenin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Gesuchsteller, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Schweizerische Lebensversicherungs- und Rentenanstalt, </div> <div class="para">Gesuchsgegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Revision der Urteile des Bundesgerichts </div> <div class="para">vom 14. Juni 2004 und 27. September 2004 (4P.105/2004 und 4C.306/2004). </div> <div class="para">In Erwägung, </div> <div class="para">dass das Bundesgericht mit Urteil vom 14. Juni 2004 (Verfahren 4P.105/2004) auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht eintrat, die vom Gesuchsteller gegen den Entscheid des Kassationsgerichts des Kantons Zürich vom 5. März 2004 erhoben wurde, welcher im Zusammenhang mit dem damals vor dem Handelsgericht des Kantons Zürich hängigen Gerichtsverfahren zwischen dem Gesuchsteller und der Gesuchsgegnerin ergangen war; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass das Bundesgericht mit Urteil vom 27. September 2004 (Verfahren 4C.306/2004), welches das gleiche Gerichtsverfahren betraf, auf die vom Gesuchsteller gegen den Beschluss des Handelsgerichts des Kantons Zürich vom 16. Juni 2004 erhobene Berufung nicht eintrat; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass die Gründe des Nichteintretens in beiden Fällen formelle Mängel der vom Gesuchsteller eingereichten Rechtsschriften waren; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass der Gesuchsteller dem Bundesgericht am 8. Februar 2010 eine als Revision bezeichnete Rechtsschrift einreichte, in der er die folgenden Anträge stellte: </div> <div class="para">"1. Es seien die Urteile des Bundesgerichts Nr. 4P.105/2004 vom 14. Juni 2004 und Urteil Nr. 4C.306/2004 vom 27. September 2004 einer Revision zu unterziehen und wegen nachträglich zu Tage tretender erheblicher Tatsachen aufzuheben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es sei die im Streit liegende Angelegenheit zur Neubeurteilung durch ein unabhängiges und unparteiisches Richtergremium im Sinne Art. 30 Bundesverfassung [BV] (SR 101) und Art. 6 Ziff. 1 Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten [EMRK] (SR 0.101) und Art. 14 II. Internationaler Pakt über bürgerliche und politische Rechte [IPBPR] (SR 0.103.2) an die kantonale Erstinstanz zurückzuweisen. </div> <div class="para">2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin." </div> <div class="para">dass nach der intertemporalrechtlichen Praxis des Bundesgerichts auf den vorliegenden Fall die Bestimmungen des BGG zur Anwendung kommen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=42&amp;from_date=19.04.2010&amp;to_date=08.05.2010&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-IV-142%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page142">BGE 133 IV 142</a> E. 1); </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass das Ablehnungsbegehren des Gesuchstellers gegen alle Gerichtspersonen der I. zivilrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts insoweit ins Leere geht, als er unter den aufgezählten Personen auch Bundesrichter Nyffeler und Gerichtsschreiberin Weiss aufführt, die nicht mehr dem Bundesgericht angehören; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass das Ablehnungsbegehren im Übrigen unbegründet ist, weil nach <span class="artref">Art. 34 Abs. 2 BGG</span> einer Richterin oder einem Richter sowie einer Gerichtsschreiberin oder einem Gerichtsschreiber die Unabhängigkeit nicht abgesprochen werden kann, nur weil er oder sie bereits in früheren Verfahren gegen den Gesuchsteller entschieden hat (Urteil 1C_481/2009 vom 4. Januar 2010, E. 1); </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass sodann auch der prozessuale Antrag auf mündliche öffentliche Parteiverhandlung und Beratung unbegründet ist, da nicht ersichtlich ist, inwieweit eine solche Verhandlung und Beratung zur Klärung der sich im vorliegenden Verfahren stellenden Rechtsfragen dienen könnte (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=42&amp;from_date=19.04.2010&amp;to_date=08.05.2010&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-37%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page37">BGE 125 V 37</a> E. 3); </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass schliesslich auch der prozessuale Antrag auf separate Entscheidung über das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege samt Rechtsbeistand und das damit verbundene Gesuch um Einräumung einer Frist zur Ergänzung der Beschwerde unbegründet sind, da einerseits die Voraussetzungen von <span class="artref">Art. 43 lit. b BGG</span> entgegen der Behauptung des Gesuchstellers nicht erfüllt sind und andererseits nach der Praxis des Bundesgerichts kein Anspruch auf einen separaten Entscheid über ein Armenrechtsgesuch besteht; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass der Gesuchsteller sich auf den Revisionsgrund von <span class="artref">Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG</span> beruft, wonach die Revision in Zivilsachen verlangt werden kann, wenn die ersuchende Partei nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismittel auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnte, unter Ausschluss der Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem Entscheid entstanden sind; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass der Gesuchsteller diesen Revisionsgrund als gegeben erachtet, weil er im Januar 2010 aus der Presse erfahren habe, dass die am Verfahren des Handelsgerichts mitwirkenden Handelsrichter Lörtscher, Berger und Nigg befangen gewesen seien; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass der Gesuchsteller damit verkennt, dass <span class="artref">Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG</span> voraussetzt, dass der als Revisionsgrund angerufene Umstand für den Entscheid des Bundesgerichts erheblich sein muss, und nicht ersichtlich ist, inwiefern das Mitwirken der erwähnten Richter am Verfahren des Handelsgerichts in Bezug auf die Nichteintretensentscheide des Bundesgerichts wegen formeller Mängel der Rechtsschriften erheblich sein sollte; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass aus diesen Gründen der vom Gesuchsteller behauptete Revisionsgrund offensichtlich nicht gegeben ist, weshalb das Revisionsgesuch abzuweisen ist; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege samt Rechtsbeistand wegen Aussichtslosigkeit des Revisionsgesuchs abzuweisen ist (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>); </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>); </div> <div class="para">erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Das Ablehnungsgesuch wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege samt Rechtsbeistand wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Das Revisionsgesuch wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">5. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Handelsgericht des Kantons Zürich und dem Kassationsgericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 20. April 2010 </div> <div class="para">Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Klett Huguenin </div> </div></body></html>