B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-5494/2013 U r t e i l v o m 8 . A p r i l 2 0 1 4 Besetzung Richter André Moser (Vorsitz), Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot, Richterin Kathrin Dietrich, Gerichtsschreiber Pascal Baur. Parteien A._______, (…), Beschwerdeführer, gegen Schweizerische Bundesbahnen SBB, HR Konzern, Hochschulstrasse 6, 3000 Bern 65 SBB, Vorinstanz. Gegenstand Anpassung des Arbeitsvertrages. A-5494/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. A._______ arbeitete im Bereich Z._______ für die Y ._______ (…). Nach deren Übernahme durch die Schweizerischen Bundesbah nen SBB per (…) arbeitete er im gleichen Bereich als "Sachbearbeiter Logistik & Quali- tät" für die SBB. Im entsprechenden Arbeits vertrag vom (…) (nachfol- gend: Arbeitsvertrag) wurde seine Funktion der Funktionsstufe 14 zu ge- ordnet und sein Jahreslohn auf Fr. (…) festgesetzt. B. Im Hinblick auf den Wechsel zum neuen Funktionsbewertungs - und Lohnsystem gemäss dem Gesamtarbeitsvertrag SBB 2011 (nachfolgend: GAV SBB 2011) wurde A._______ am 30. Mai 2011 in einem sog. Verständigungsschreiben mitgeteilt, seine Funktion werde in Abä n- derung des Arbeitsvertrags per 1. Juli 2011 (Inkrafttreten des GAV SBB 2011) dem Anforderungsniveau H zugeordnet. Sein Jahreslohn betrage weiterhin Fr. (…). A._______ unterzeichnete dieses Schreiben (nachfol- gend: Abänderungsvereinbarung) am 11. Juni 2011. C. Im Frühling 2012 legten die SBB A._______ einen neuen Arbeitsvertrag vor, der ab 1. Juli 2012 Geltung haben sollte. In diesem Vertrag wurde seine Tätigkeit neu der Funktion "Afficheur" und dem Anforderungsniveau B zugeordnet und ein deutlich tieferer Jahreslohn festgesetzt. Eine Lohn- garantie, wie sie Ziff. 113 Abs. 2 GAV SBB 2011 vorsieht (sog. Garantie 2011), enthielt der Vertrag nicht. A._______ war mit dieser Vertragsofferte nicht einverstanden. Einigungs bemühungen unter Mitwirkung des Schweizerischen Eisenbahn - und Verkehrspersonal -Verbandes SEV, in deren Verlauf die SBB einen geänderten Vertrag mit Lohngarantie off e- rierten, blieben ergebnislos. Am 5. Juli 2013 verlangte der SEV den E r- lass einer beschwerdefähigen Verfügung. D. Mit Verfügung vom 26. August 2013 ordnete das Kompetenzcenter Co m- pensation & Benefits der SBB die Funktion von A._______ in Abänderung des Arbeitsvertrags rückwirkend per 1. Juli 2011 dem Anforderungsniveau B zu. Ausserdem setzte es seinen Jahreslohn auf diesen Zeitpunkt auf Fr. (…) fest und wies davon Fr. (…) der Garantie 2011 zu. Per 1. Mai 2013 legte es einen leicht höheren Jahreslohn von Fr. (…) fest, wovon es Fr. (…) der Garantie 2011 zuwies. Zur Begründung brachte es vor, die von A._______ ausgeführten Arbeiten entsprächen der Stellenbeschre i-A-5494/2013 Seite 3 bung der Funktion "Afficheur", deren Zuordnung zum Anforderungsniveau B korrekt sei. Bei der Einführung des neuen Funktionsbewertung s- und Lohnsystems per 1. Juli 2011 sei seine Funktion jedoch aus Versehen dem Anforderungsniveau H zugewiesen worden. E. Gegen diese Verfügung der SBB (nachfolgend: Vorinstanz) erhebt A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 27. September 2013 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er beantragt, es sei die Vorinstanz aufzufordern, ihm den bisherigen Jahreslohn, der per Mai 2013 den Stand von Fr. (…) erreicht habe, unverändert zu gewähren. Insbesondere sei darauf zu verzichten, einen Teil dieses Lohns der Ga- rantie 2011 zuzuweisen. Zur Begründung bringt er vor, er habe bei der Y ._______ die gleichen Arbeiten ausgeführt, wie er jetzt bei der Vori n- stanz erledige. Er verstehe deshalb nicht, wieso seine Arbeit nun plötzlich weniger Wert sein solle. Bei der Übernahme der Y ._______ habe die Vor- instanz zudem – im Wissen um die bevorstehende Einführung des neuen Funktionsbewertungs- und Lohnsystems – versprochen, die bisherigen Löhne bzw. die bisherigen Anstellungsbedingungen blieben bestehen. Mit der angefochtenen Verfügung verstosse sie gegen dieses Versprechen. F. Die Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 30. Oktober 2013 die Abweisung der Beschwerde. Sie macht geltend , der Beschwerdefüh- rer erledige die gleiche Arbeit wie bei der Y ._______ und werde dafür mindestens gleich entlöhnt. Sie habe somit die Übernahmezusicherung eingehalten. Beim Wechsel zum neuen Funktionsbewertungs - und Lohn- system habe sie im Weiteren die bisherige F unktionseinreihung unbese- hen ins neue System überführt, obschon bereits damals die Zuordnung der Funktion zum Anforderungsniveau B korrekt gewesen wäre. G. Der Beschwerdeführer führt in seiner Stellungnahme vom 24. November 2013 ergänzend aus, die Vorinstanz habe seine Funktion bewusst der Funktionsstufe 14 bzw. dem Anforderungsniveau H zugeordnet, damit sich für ihn nichts ändere bzw. um ihr Übernahmeversprechen umzuset- zen. Mit der Rückstufung per 1. Juli 2011 versuche sie, die ursprünglich korrekte Einstuf ung rückgängig zu machen , was ein Ver trauensmiss- brauch sei. Im Weiteren beurteile sie die von ihm tatsächlich ausgeübten Arbeiten und die damit verbundenen Anforderungen offensichtlich falsch, was er anlässlich einer persönlichen Anhörung erläutern könne. A-5494/2013 Seite 4 H. Die Vorinstanz äussert sich in ihrer Stellungnahme vom 13. Januar 2014 ergänzend zu den Gründen für die ursprüngliche Einreihung. Sie bringt vor, gestützt auf die damals vorliegenden Informationen sei sie davon ausgegangen, die Funktion des B eschwerdeführers entspreche der der Funktionsstufe 14 zugeordneten Funktion gemäss der Stellenbeschrei- bung "Sach bearbeiter Logistik & Quali tät". Erst Anfang 2012 h abe sie festgestellt, dass dies nicht der Fall sei. I. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die sic h bei den Akten b e- findlichen Schriftstücke wird – soweit entscheidrelevant – in den nachfol- genden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht B e- schwerden gegen Verfügun gen nach Art. 5 VwVG , sofern sie von einer Vorinstanz nach Art. 33 VGG stammen und keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Die Bestimmungen über das Dienstverhältnis des Bundespersonals fi n- den auch auf das Personal der SBB Anwendung (vgl. Art. 15 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 1998 über die Schweizerischen Bunde s- bahnen [SBBG, SR 742.31]; Art. 2 Abs. 1 Bst. d BPG [SR 172.220.1]). Der Vorinstanz kam demnach hinsichtlich der vorliegend streitigen Frage Verfügungsbefugnis zu (vgl. Art. 34 Abs. 1 BPG; Ziff. 194 Abs. 1 GAV SBB 2011). Ihr Entscheid ist eine Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG und stammt von einer Vorinstanz im Sinne von Art. 33 Bst. h VGG. Eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsg e- richt ist somit zur Beurteilun g der vorliegenden Beschwerde zuständig (vgl. auch Art. 36 Abs. 1 BPG). 1.2 Streitgegenstand in der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege ist das durch die angefochtene Verfügung geregelte Rechtsverhältnis, soweit es im Streit liegt. Wird die Verfügung insges amt angefochten, sind A n- fechtungsobjekt, d.h. die Verfügung, und Streitgegenstand identisch A-5494/2013 Seite 5 (vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwa l- tungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 2.8). Der Beschwerdeführer verlangt sinngemäss die Bestätigung der mit der Abänderungsvereinbarung geschaffenen Vertragssituation (vgl. Bst. E) . Damit ficht er die Verfügung insgesamt an. Streitgegenstand des vorlie- genden Beschwerdeverfahrens bildet demnach die Frage, ob die Vori n- stanz die Funktion des Beschwerdeführers in Abänderung des Arbeitsver- trags rückwirkend per 1. Juli 2011 der Stellenbeschreibung "Afficheur" (implizit) und dem Anforderungsniveau B zuordnen sowie den Jahreslohn und die Garantie 2011 wie dargelegt (vgl. Bst. D) festsetzen durfte oder die bestehende Vertragssituation hätte bestätigen müssen. Soweit sich die Parteien in ihren Rechtsschriften auch zur Situation vor dem 1. Juli 2011 äussern, ist darauf nachfolgend nur insoweit einzugehen, als dies für die Beantwortung der streitigen Frage erforderlich ist. 1.3 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Tei l- nahme erhalten hat, durch die angefochtene Verfügung besonders b e- rührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ä n- derung hat. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen und ist mit seinem Begehren nicht durchgedrungen. Er ist demnach durch die angefochtene Verfügung beschwert und hat ungeachtet der ihm g e- währten Lohngarantie (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgericht s A-5183/2013 vom 24. Februar 2014 E. 1.2 ; A-1876/2013 vom 6. Januar 2014 E. 1.2.2; vgl. ausserdem E. 6.6.3) ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung. Damit ist er zur Beschwerde legitimiert. 1.4 Die Beschwerde wurde weiter frist - und formgerecht eingereicht (Art. 50 Abs. 1 und 52 VwVG), weshalb auf sie einzutreten ist. 2. 2.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit unei n- geschränkter Kognition. Gerügt werden kann nicht nur die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Erme s- sens und die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb- lichen Sachverhalts, sondern auch die Unangemessenheit des angefoc h- tenen Entscheids (vgl. Art. 49 VwV G). Bei Stelleneinreihungen auferlegt es sich bei der Angemessenheitsprüfung allerdings eine gewisse Zurück-A-5494/2013 Seite 6 haltung. Es beschränkt sich in diesen Fällen auf die Frage, ob die Einre i- hung auf ernstlichen Überlegungen beruht, und wird insbesondere nicht selbst als qualifizierende Behörde tätig. Im Zweifel weicht es nicht von der Auffassung der Vorinstanz ab und setzt nicht an deren Stelle sein eigenes Ermessen (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-5183/2013 vom 24. Februar 2014 E. 2; A -1876/2013 vom 6. Januar 2014 E. 2.3; A-2878/2013 vom 21. November 2013 E. 2.3 mit zahlreichen Hinweisen). 2.2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt weiter den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen fest (Untersuchungsgrundsatz; vgl. Art. 12 VwVG; BGE 138 V 218 E. 6; BVGE 2012/21 E. 5.1; MOSER/BEUSCH/ KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.119 ). Sofern keine anderslautenden Rügen erhoben werden, kann es indes grundsätzlich davon ausgehen, die en t- scheidrelevanten Sachumstände seien bereits vollständig erhoben wor- den. Es braucht nur dann ein eigenes Beweisverfahren durchzuführen, wenn sich im Rahmen der Instruktion oder Entscheidvorbereitung diesbe- zügliche Zweifel ergeben (vgl. BVGE 2012/21 E. 5.1; MOSER/BEUSCH/ KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.119a). Seine Untersuchungspflicht wird insbe- sondere durch die Mitwirkungspflichten der Parteien gemäss Art. 13 VwVG eingeschränkt (vgl. BGE 132 II 113 E. 3.2; BVGE 2009/50 E. 10.2.1). Es hat diese aber immerhin darüber aufzuklären, worin ihre Mitwirkungspflichten bestehen und welche Tr agweite diesen zukommt (BGE 132 II 113 E. 3.2; Urteile des Bundesverwaltungsge richts B-3608/2009 vom 14. Juli 2010 E. 6.1; B-2705/2010 vom 28. September 2010 E. 3.3; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.120). Das Bundesverwaltungsgericht würdigt die Beweise frei, ohne Bin dung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss (Grun d- satz der freien Beweiswürdigung; vgl. Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 40 BZP [SR 273]; BGE 137 II 266 E. 3.2; BVGE 2012/33 E. 6.2.1; MOSER/ BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.140). Es erachtet eine rechtserhebli- che Tatsache, für die der volle Beweis zu erbringen ist (Regelbeweis- mass), nur dann als bewiesen, wenn es gestützt auf die freie Beweiswü r- digung zur Überzeugung gelangt, sie habe sich verwirklicht. Absolute Gewissheit ist dabei allerdings nicht erforderlich. Es genügt, wenn es an der behaupteten Tatsache keine ernsthaften Zweifel mehr hat oder alle n- falls verbleibende Zweifel als leicht ersc heinen (vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2; BVGE 2012/33 E. 6.2.1; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., 3.140a f.). A-5494/2013 Seite 7 2.3 Im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht gilt ausserdem der Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen. Das Bundesverwa l- tungsgericht ist demnach verpflichtet, auf den festgestellten Sachverhalt jenen Rechtssatz anzuwenden, den es als richtig erachtet, und diesem jene Auslegung zu geben, von der es überzeugt ist. Dieses Prinzip hat zur Folge, dass es nicht an die rechtliche Begründung der Begehren g e- bunden ist (vgl. Art. 62 Abs. 4 VwVG) und eine Beschwerde auch aus an- deren a ls den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den ang e- fochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen kann, die von jener der Vorinstanz abweicht (sog. Motivsubstitution; vgl. MO- SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 1.54). 3. 3.1 Der Beschwerdeführer macht geltend (vgl. auch Bst. E und G) , die Vorinstanz wolle mit der Rückstu fung jene Funktionseinreihung rückgän- gig machen, die sie bewusst und korrekt vorgenommen habe, damit sich für ihn gegenüber der Situation bei der Y ._______ nichts ändere. Damit breche sie ihr Übernahmeversprechen , wonach die Löhne bzw. die Be- dingungen, die bei der Y ._______ gegolten hätten, bestehen blieben . Dies sei ein Vertrauensmissbrauch. Er sei deshalb auch nicht bereit, das Risiko zu tragen, den hohen Betrag der Garantie 2011 in nächster Zeit auch noch zu verlieren, zumal schon ein bloss teilweiser Wegfall dieser Garantie für ihn unzumutbar wäre und seine Familie in grosse finanzielle Probleme stürzen würde. Der Hinweis der Vorinstanz, er könne mit einer Weiterführung der Garantie auch unter dem nächsten GAV rechnen, b e- ruhige ihn nicht. Die Zuordnung seiner Funktion zum Anforderungsniveau B sei im Weiteren nicht korrekt (vgl. Bst. G). 3.2 Die Vorinstanz bringt demgegenüber vor, sie habe die Funktion des Beschwerdeführers beim Wechsel zum neuen Funktionsbewertungs- und Lohnsystem per 1. Juli 2011 aus Versehen dem Anforderungsniveau H zugeordnet (vgl. Bst. F und H; vgl. auch Bst. D) . Die Rückstufung per 1. Juli 2011 sei somit zulässig. Die daraus resultierende Lohnrückforde- rung habe sie dem Beschwerdeführer aber erlassen. Die bei der Über- nahme der Y ._______ gemachte Zusicherung werde im Weiteren trotz der Rückstufung eingehalten. Dem Beschwerdeführer werde der bei sei- ner Anstellung vereinbarte Lohn garantiert (Garantie 2011), weshalb er weiterhin mindestens gleich viel verdiene wie bei der Y ._______. Mit einer Weiterführung dieser Garantie sei auch unter dem nächsten GAV zu rechnen. Ein Verzicht auf die Zuweisung eines Teils des Lohns zu dieser A-5494/2013 Seite 8 Garantie komme hingegen n icht i n Frage, da dies das neue Funktions- bewertungs- und Lohnsystem mit seinen Anforderungsniveaus und den dazugehörigen Lohnbändern aushebeln würde. Die Einstufung der Funk- tion des Beschwerdeführers ins Anforderungsniveau B sei im Übrigen korrekt (vgl. Bst. F und H; vgl. auch Bst. D). 3.3 Nachfolgend ist zunächst in tatsächlicher Hinsicht zu klären, ob die Vorinstanz die Funktion des Beschwerdeführers beim Wechsel zum ne u- en Funktionsbewertungs- und Lohnsystem per 1. Juli 2011 aus Versehen dem Anforderungsniveau H zu ordnete oder dies bewusst und in Umse t- zung der Übernahmezusicherung tat, damit sich für ihn nichts ändere (vgl. E. 4). Anschliessend ist darauf einzugehen, was sich aus dem fes t- gestellten Sachverhalt für die Frage der Zulässigkeit der Rückstufung auf diesen Zeitpunkt ergibt (vgl. E. 5 und 6). Schliesslich ist zu prüfen, ob die Einstufung ins Anforderungsniveau B korrekt ist (vgl. E. 7). 4. Was der Beschwerdeführer mit bewusster Überführung genau meint, ist nicht ohne Weiteres klar. Seine Ausführungen legen indes nahe, dass er der Ansicht ist, die Vorinstanz habe seine Funktion dem Anforderungsn i- veau H zugeordnet, damit er weiterhin einen Lohn in der gleichen Höhe wie bei der Y ._______ erhalte und dieser auch nicht dadurch in Frage ge- stellt werde, dass ein Teil davon der – unter dem nächsten GAV SBB al- lenfalls wegfallenden – Garantie 2011 zugewiesen wird. 4.1 Wie erwähnt (vgl. Bst. A), wurde der Beschwerdeführer von der Vorin- stanz als "Sachbearbeiter Logistik & Qualität" angestellt. Diese Funktion war gemäss der S tellenbeschreibung der Funktionsstufe 14 zugeordnet. Im dazugehörigen Dokument "Funktionsbewertung: Definitive Zuordnung - Bestätigung" vom (…) wurde vermerkt, diese Einstufung entspreche dem Anforderungsniveau H des künftigen Funktionsbewertungs- und Lohnsystems gemäss dem GAV SBB 2011 . Anzeichen dafür, dass beim Systemwechsel per 1. Juli 2011 nicht nur die bisherige Funktionsstufe durch das Anforderungsniveau gemäss diesem Dokument ersetzt, so n- dern auch überprüft wurde, ob die tatsächliche Funktion des Beschwerde- führers dieser Funktion entspricht, ergeben sich aus den Akten nicht. Diese legen somit nahe, dass die Vorinstanz – wie sie darlegt – die ur- sprüngliche Funktionseinstufung unbesehen ins neue System überführte. Hinweise darauf, dass sie die Fun ktion des Beschwerdeführers aus dem von diesem genannten Grund dem Anforderungsniveau H zuordnete, be-A-5494/2013 Seite 9 stehen demgegenüber nicht. Dies schliesst dessen Darstellung allerdings nicht zwingend aus. Es ist daher erforderlich, auf die Gründe für die u r- sprüngliche Funktionszuweisung und -einstufung einzugehen. 4.2 Auch in dieser Hinsicht ist den Akten allerdings nichts zu entnehmen, was für die Darstellung des Beschwerdeführers sprechen würde. Dieser reichte mit seiner Beschwerde vielmehr selber eine E-Mail von Seiten der Y ._______ ein (vgl. E-Mail von B._______ vom […]), in der seine damali- ge Funktion in einer Weise beschrieben wird, die die Darstellung der Vo r- instanz stützt, wonach sie bei der sehr kurzfristig er folgten Übernahme der Y ._______ aufgrund deren Angaben davon ausgegangen sei, die Funktion des Beschwerdeführers entspreche der Stellenbeschreibung "Sachbearbeiter Logistik & Qualität". Für diese Darstellung sprechen wei- ter – wenn auch in geringerem Mass – die von der Vorinstanz eingereich- te Vereinb arung zwischen dem Beschwerdeführer und der Y ._______ vom (…) (vgl. Vernehmlassungsbeilage 14) und eine weitere E-Mail von Seiten der Y ._______ (vgl. E-Mail von B._______ vom […] [Vernehmlas- sungsbeilage 8a]). Dass die Vorinstanz die Funktionszuweisungen bei der Übernahme der Y ._______ anhand deren Angaben vornahm, erscheint zudem plausibel und nachvollziehbar. Daraus kann zwar nicht ohne Weiteres gefolgert werden, die Vorinstanz sei beim Beschwerdeführer von der Richtigkeit der Funktionszuweisung restlos überzeugt gewesen. Auch ist nicht auszuschliessen, dass ihr die Informationen der Y ._______ insofern gelegen kamen, als sie ihr ermög- lichten, dem Beschwerdeführer eine Funktion zuzuweisen, die die Au s- richtung des bisherigen Lohns und damit die Umsetzung der Übernahme- zusicherung unproblematisch zuliess. Es ist jedoch davon auszugehen, dass bei der Anstellung des Beschwerdeführers die Qualifikation seiner Funktion bei der Y ._______ und nicht die Übernahmezusicherung für die Funktionszuweisung und damit die Funktionseinstufung massgeblich war. 4.3 Angesichts dessen ist hinsichtlich der hier interessierenden Frage da- von auszugehen, dass die Vorinstanz die ursprüngliche Funktionszuwei- sung beim Wechsel zum neuen System nicht deshalb beibehielt bzw. die Funktionsstufe 14 nicht deshalb durch das Anforderungsniveau H erset z- te, weil sie sicherstellen wollte, dass sich für den Beschwerdeführer nichts ändert, sondern weil sie mangels einer Überprüfung seiner Tätig- keit die Richtigkeit der ursprünglichen Funktionszuweisung und entspre- chend auch der ursprünglichen Funktionseinstufung voraussetzte und diese unbesehen übernahm. Dies gilt umso mehr, als sie seinen bisheri-A-5494/2013 Seite 10 gen Lohn und damit die Übernahmezusicherung auch durch Zuweisung der von ihr nunmehr als zutreffend beurteilten Funktion bzw. durch Zu- ordnung zum entsprechenden Anford erungsniveau und Gewährung der Garantie 2011 hätte sicherstellen können (vgl. E. 5.2.2). Es ist entsprechend auch davon auszugehen, dass sie weder die ur- sprüngliche Funktionszuweisung beibehalten noch die Funktion des Be- schwerdeführers dem Anforderungsniveau H zugeordnet hätte, wenn sie bereits im Zeitpunkt des Wechsels zum neuen System bzw. des A b- schlusses der Abänderungsvereinbarung der Ansicht gewesen wäre, die ursprüngliche Funktionszuweisung bzw. die Zuordnung zur Funktionsstu- fe 14 sei falsch. Unter der noch zu prüfenden Voraussetzung, dass ihre nunmehrige Ansicht zutrifft (vgl. E. 7), kann ihre Sachverhaltsdarstellung, wonach sie die Funktion des Beschwerdeführers aus Versehen dem An- forderungsniveau H zugeordnet habe, demnach als erstellt gelten (vgl. E. 2.2). 5. Gestützt auf die vorstehende Sachverhaltsfeststellung ist nachfolgend zunächst zu klären, ob der Rückstufung per 1. Juli 2011 die Übernahme- zusicherung entgegensteht. 5.1 Das öffentliche Dienstverhältnis ist nicht unabänderlich. Ein umfa s- sender Schutz bestimmter Ansprüche aus dem Dienstverhältnis besteht nur, wenn diese als wohlerworbene Rechte betrachtet werden können, die durch den Anspruch auf Treu und Glauben (Art. 9 BV) und die Eigen- tumsgarantie (Art. 26 BV) geschützt sind ( vgl. BGE 106 Ia 163 E. 1b; vgl. auch BGE 132 II 485 E. 9.5). Dies trifft für vermögensrechtliche A n- sprüche der öffentlichen Angestellten in der Regel nicht z u, sondern nur dann, wenn das Gesetz die entsprechenden Beziehungen ein für allemal festlegt und von den Einwirkungen der gesetzlichen Entwicklungen au s- nimmt, oder wenn bestimmte, mit einem einzelnen Anstellungsverhältnis verbundene Zusicherungen abgegeben werden (vgl. BGE 134 I 23 E. 7.1 mit zahlreichen Hinweisen ; Urteile des Bundes verwaltungsgerichts A-1745/2011 vom 7. Dezember 2011 E. 4.2; A-1688/2011 vom 7. Dezem- ber 2011 E. 5.2; JASMIN MALLA, in: Stämpflis Handkommentar, Bundes- personalgesetz, 2013, Art. 15 N. 12). 5.2 Der Beschwerdeführer sieht im Umstand, dass die Vorinstanz bei der Übernahme der Y ._______ zusicherte, die bisherigen Löhne blieben (möglichst) bestehen, bzw. darin, dass sie diese Zusicherung anschlie s-A-5494/2013 Seite 11 send mit der Zuordnung seiner Funktion zum Anforderungsniveau H b e- wusst umgesetzt habe, offenbar Zusicherungen im vorstehend erwähnten Sinn. Entsprechend zieht er den Schluss, eine Rückstufung seiner Funk- tion sei nicht zulässig und treuwidrig bzw. sein Lohn müsse – auch unter dem nächsten GAV – ungeschmälert erhalten bleiben. Dies vermag nicht zu überzeugen. 5.2.1 Zunächst hat die Vorinstanz, wie dargelegt (vgl. E. 4 .3), die Funkti- on des Beschwerdeführers nicht dem Anforderungsniveau H zugeordnet, um seinen bisherigen Lohn ungeschmälert zu erhalten. Vielmehr tat sie es, weil es der Einreihung seiner vermeintlichen Funktion entsprach. Es kann demnach nicht gesagt werden, sie habe dem Beschwerdeführer mit der Abänderungsvereinbarung die ungeschmäler te Erhaltung seines Lohns zusichern wolle n. Diese Vereinbarung ist deshalb keine Zusiche- rung im erwähnten Sinn und steht insofern der Rückstufung per 1. Juli 2011 nicht entgegen. 5.2.2 Gegen diese spricht auch nicht die Übernahmezusicherung als so l- che, und zwar selbst dann nicht, wenn diese als Zusicherung im erwähn- ten Sinn qualifiziert würde. Wie die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung überzeugend darlegt und vom Beschwerdeführer nicht eigentlich bestri t- ten wird, entspricht der mi t der Abänderungsvereinbarung festgelegte Jahreslohn von Fr. (…) zusammen mit der Regionalzulage von Fr. (…), den Spesen und Nach tzulagen sowie der Pauschale von Fr. (…) zur De- ckung der Kosten des (…) mindestens dem Lohn, der dem Beschwerde- führer von der Y ._______ ausgerichtet wurde. Durch die Rückstufung per 1. Juli 2011 und die Zuweisung eines Teils des Jahreslohns von Fr. (…) (bzw. von Fr. […]; vgl. Bst. D) zur Garantie 2011 ändert sich daran jeden- falls während der Geltungsdauer des GAV SBB 2011 nichts, da dem Be- schwerdeführer weiterhin der gesa mte Jahreslohn zusteht. Darüber hin- aus erhält er bei generellen Lohnerhöhungen die Hälfte der prozentualen Erhöhung auf dem Lohn und der Garantie 2011 (vgl. Ziff. 114 GAV SBB 2011; vgl. E. 6.6.1). Die Übernahmezusicherung wird somit trotz der Rückstufung per 1. Juli 2011 und der Zuweisung eines Teils des Jahres- lohns zur Garantie 2011 eingehalten. 5.2.3 An der Vereinbarkeit der Rückstufung per 1. Juli 2011 mit der Über- nahmezusicherung ändert auch nichts, dass die Garantie 2011 vorder- hand nur während der Geltungsdauer des GAV SBB 2011, mithin bis zum 31. Dezember 2014, besteht und für die Zeit danach von den Vertrag s- partnern des GAV neu ausgehandelt werden muss. Auch wenn sich diese A-5494/2013 Seite 12 nicht auf eine Weiterführung der Garantie einigen würden und diese Ende 2014 wegfiele – was noch offen ist –, wäre die Rückstufung kein Verstoss gegen die Übernahmezusicherung. Selbst wenn diese als Zusicherung im erwähnten Sinn qualifiziert würde, könnte der Beschwerdeführer daraus keinen Anspruch ableiten, für die ge samte Anstellungsdauer einen Loh n zu erhalten, wie er ihn bei der Y ._______ im Übernahmezeitpunkt erhielt, betrifft sie doch lediglich die Übernahme. Eine Änderung seines Lohns (…) nach der Übernahme als Folge der Rückstufung per 1. Juli 2011 und des Wegfalls der Garantie 2011 wäre deshalb trotz der Übernahmezusi- cherung mit Treu und Glau ben bzw. dem Vertrauens schutz vereinbar (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-1745/2011 vom 7. Dezem- ber 2011 E. 4.4; A-1688/2011 vom 7. Dezember 2011 E. 5.4). 6. Zu prüfen ist weiter, ob der Rückstufung per 1. Juli 2011 – abgesehen von einer allfälligen Fehlerhaftigkeit der Funktionsbewertung (vgl. E.7) – an- dere Gründe entgegenstehen. 6.1 Gemäss Art. 15 Abs. 1 BPG bemisst sich der Lohn nach den drei Kr i- terien Funktion, Erfahrung und Leistung. Ziff. 90 GAV SBB 2011 hält d a- mit übereinstimmend fest, der Lohn richte sich nach den Anforderungen der Funktion sowie nach der nutzbaren Erfahrung und der Leistung. 6.2 Ziff. 91 GAV SBB 2011 normiert die Grundsätze der Stellenbewe r- tung. Danach wird jede Funkt ion summarisch einem Anforderungsniveau zugeordnet (Abs. 1). Dieses wird auf der Basis zwischen den Parteien gemeinsam anerkannter, analytischer Bewertungsverfahren ermittelt (Abs. 2). Eine detailliertere Regelung enthält die Richtlinie "Funktionsbewertun g" (K 140.1; nachfolgend: Bewertungsrichtlinie), die per 1. Juli 2011 die bi s- herige Richtlinie (R Z 140.1 vom 6. März 2007) ersetzte. Gemäss Ziff. 2.1 Bewertungsrichtlinie wird jede Funktion anhand mehrerer Einreihungsin- strumente einer Funktionskette und i nnerhalb dieser entsprechend den Aufgaben und Anforderungen dem zutreffenden Anforderungsniveau z u- geordnet. Die Anforderungen werden durch 15 Anforderungsniveaus defi- niert und mit den Buchstaben A bis O bezeichnet. Die Funktionszuord- nung ist die Basis für die Umsetzung einer anforderungs - und leistungs- gerechten Entlöhnung über sämtliche Organisationseinheiten der SBB hinweg (vgl. Ziff. 2.2). Mit ihr wird das Anforderungsprofil einer Funktion definiert. Sie bildet die Grundlage für die vier Kernaufgaben des Perso-A-5494/2013 Seite 13 nalmanagements, d.h. Personalgewinnung, -entlöhnung, -beurteilung und -entwicklung (vgl. Ziff. 2.3). Grundlage für die Einreihung einer Funktion bildet die Stellenbeschreibung . Der oder die Vorgesetzte hat darin das Ziel der Funktion sowie die Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortu n- gen wirklichkeitsgetreu zu umschreiben. Bei wesentlichen Änderungen hat er oder sie die Stellenbeschreibung anzupassen (vgl. Ziff. 2.4). Gemäss Ziff. 5.1 Bewertungsrichtlinie ist eine Überprüfung der Einreihung vorzunehmen, wenn sich der Stelleninhalt massgeblich verändert hat. Dies kann infolge einer Reorganisation des Bereiches oder aufgrund e i- ner Neuaufteilung der Stelleninhalte bzw. wegen Änderungen der Aufga- bengebiete geschehen. Nach Ziff. 5.2 wird im Rahmen der Persona lbeur- teilung jeweils überprüft, ob die Hauptaufga ben gemäss Stellenbeschrei- bung noch mit den tatsächlichen Aufgaben übereinstimmen. Haben sich diese verändert, ist die Stellenbeschreibung vom Vorgesetzten bzw. von der Vorgesetzten zu überarbeiten. Haben si ch die Aufgaben wesentlich verändert, ist die Zuordnung der Funktion zu überprüfen. 6.3 Ziff. 5 Bewertungsrichtlinie hält zwar einzig fest, in den genannten Fäl- len sei die Funktionszuordnung zu überprüfen . Implizit geht daraus j e- doch hervor, dass diese angepasst werden darf und muss, wenn sich die Umstände in eine r Weise geändert haben, die sie nunmehr als unzutref- fend erscheinen lässt. Nur so kann sie weiterhin die Basis für die Umse t- zung einer anforderungs- und leistungsgerechten Entlöhnung über säm t- liche Organisationseinheiten der Vorinstanz hinweg bilden und das Anfor- derungsprofil der jeweiligen Stelle korrekt defi nieren sowie die weiteren ihr zugedachten Funktionen erfüllen. Das vorstehend Gesagte muss auch für den in Ziff. 5.2 Bewertungsrichtli- nie nicht genannten Fall gel ten, dass die tatsächliche n Aufgaben einer Stelle von Anfang an nicht den Hauptaufgaben der für die Funktionsz u- ordnung verwendeten Stellenbeschreibung entsprachen, sond ern mass- geblich davon abwichen. Auch in diesem Fall erfüllt die Stellenzuordnung nur dann die ihr zugedachte Funktion bzw. wird Sinn und Zweck des neu- en Funktionsbewertungs - und Lohnsystems nur dann Rechnung getr a- gen, wenn sie die konkre ten Umstände adäquat abbildet. Eine analoge Anwendung von Ziff. 5 .2 Bewertungsrichtlinie auf diesen Fall verlangt im Weiteren auch das Rechtsgleichheitsgebot. Mit Ziff. 5.2 Bewertungsricht- linie besteht demnach auch für Fälle wie den vorliegend streitigen eine – analog anzuwendende – GAV-konforme Grundlage für die Rückstufung einer Funktion. A-5494/2013 Seite 14 6.4 Diese Regelung entspricht grundsätzlich sowohl der allgemeinen Rechtslage unter dem BPG als auch der Rechtsprechung der Bundesb e- schwerdeinstanzen und der Meinung der Lehre zu dieser Frage. Danach sind – ungeachtet der hinsichtlich gewisser Einzelfragen bestehenden Unterschiede – Neueinreihungen von Funktionen in tiefere Lohnstufen bzw. Lohnkürzungen grundsätzlich zulässig, da Besoldungsansprüche – wie erwähnt (vgl. E. 5.1) – in der Regel keine woh lerworbenen Rechte darstellen. Die Rückstufung bzw. Lohnkürzung darf sich aus Gründen des Vertrauensschutzes bzw. des Rückwirkungsverbots aber grundsätzlich nur auf die Zukunft beziehen. Unter Umständen ist zudem eine angemes- sene Übergangsfrist einzuräumen. Zu beachten sind weiter das Rechts- gleichheitsgebot und das Willkürverbot (Art. 8 f. B V; vgl. zum Ganzen BGE 118 Ia 245 E. 5b; Urteile des Bundesgerichts 2P . 222/2003 vom 6. Februar 2004 E. 4.3 m.w.H.; 2P .276/1995 vom 3. April 1996 E. 3b und 4 [teilweise abgedruckt in ZBl 98/1997, S. 67 ff. ]; Urteil des Bundesg e- richts vom 15. Dezember 1976 E. 4 [teilweise abgedruckt in ZBl 78/1977, S. 268 f. ]; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-1745/2011 vom 7. Dezember 2011 E. 6; A-1688/2011 vom 7. Dezember 2011 E. 7; PETER HÄNNI, Personalrecht des Bundes, in: Schweizerisches Bundesverwa l- tungsrecht, Bd. I Teil 2, 2. Aufl. 2004, Rz. 131; TOBIAS JAAG, Das öffentli- che Dienstverhältnis im Bund und im Kanton Zürich, ZBl 95/1994, S. 450; einschränkender zur Zulässigkeit von Lohnkürzungen MALLA, a.a.O., Art. 15 N. 98). 6.5 Diese Grundsätze sind auch im vorliegenden Fall zu beachten. Dies gilt insbesondere in zeitlicher Hinsicht. 6.5.1 Letzterem steht zunächst trotz der subsidiären und sinngemässen Anwendung der obligationenrechtlichen Bestimmungen betreffend die Willensmängel auf verwaltungsrechtliche Verträge (vgl. Art. 23 ff. OR; BGE 132 II 161 E. 3.1; TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, Allgemeines Ve r- waltungsrecht, 3. Aufl. 2009, § 35 Rz. 10) nicht entgegen, dass die Vorin- stanz die Funktion des Beschwerdeführers in der Abänderungsvereinba- rung – die Richtigkeit ihrer nunmehrigen Funktionsbewertung vorausge- setzt (vgl. E. 7) – aus Versehen dem Anforderungsniveau H zuordnete. Zwar ist es nachvollziehbar, dass sie dem Beschwerdeführer bei der Übernahme der Y ._______ die Funktion gestützt auf deren Angaben z u- wies und ihn auf dieser Grundlage anstellte. In der Folge schloss sie j e- doch die Abänderungsvereinbarung ab, ohne diese Funktionszuweisung zu überprüfen. Dies, obschon die Übernahme der Y ._______ ihrer Da r-A-5494/2013 Seite 15 stellung nach sehr kurzfristig erfolgte und der Beschwerdeführer bis zum Abschluss der Vereinbarung während mehrerer Monate für sie arbeitete. Unter diesen Umständen erschiene eine Anfechtung der Abänderung s- vereinbarung unter Berufung auf das geltend gemachte Versehen als treuwidrig (vgl. Art. 25 Abs. 1 OR; vgl. dazu INGEBORG SCHWENZER, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 5. Aufl. 2011, Art. 25 N. 3 ff .), zumal die Vorinstanz dem Beschwerdeführer keine Bösgläubigkeit vo r- wirft und eine solche insbesondere vor dem Hintergrund der Übernahm e- zusicherung auch nicht ersichtlich ist. Wenn sich die Vorinstanz nicht die Mühe nahm, die ursprüngliche Funktionszuweisung zu überp rüfen, o b- schon sie dazu Anlass und Gelegenheit hatte, und als Folge davon die – wie sie geltend macht – unzutreffende Abänderungsvereinbarung a b- schloss, kann sie ihre Nachlässigkeit nicht nachträglich dadurch unge- schehen machen, dass sie diese Vereinbarung zu Lasten des Beschwer- deführers (vgl. E. 6.6.3) (rückwirkend) anficht. Vielmehr ist sie an diese und die dadurch geschaffene Vertragssituation gebunden. Sie kann ihr Versehen aber immerhin insofern korrigieren, als nach Ziff. 5.2 Bewe r- tungsrichtlinie (analog) und den dargelegten Grundsätzen eine Rückstu- fung bzw. eine entsprechende Anpassung des Arbeitsvertrags für die Z u- kunft grundsätzlich möglich ist. Inwiefern von einer Irrtumsanfechtung durch die Vorinstanz auszugehen ist und ob eine rückwirkende An fech- tung der Abänderungsvereinbarung überhaupt möglich wäre, braucht da- her nicht weiter behandelt zu werden. 6.5.2 An der Unzulässigkeit der rückwirkenden Rückstufung ändert auch nichts, dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer die daraus resultie- rende Lohnrückforderung erliess , und zwar jedenfalls deshalb, weil die nachteiligen Auswirkungen der Rückwirkung für den Beschwerdeführer trotz dieses Erlasses für die Zukunft weiterbestünden (vgl. E. 6.6.3). Nicht massgeblich ist weiter, dass nach Ziff. 113 Abs. 1 GAV SBB 2011 alle An- stellungsverhältnisse per 1. Juli 2011 ins neue Funktionsbewertungs- und Lohnsystem überführt werden müssen. Zwar hat das Bundesverwal- tungsgericht kürzlich mit Verweis auf diese Bestimmung einen die Über- führung auf diesen Zeitpunkt betreffenden rückwirkenden Entscheid der Vorinstanz geschützt (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1876/2013 vom 6. Januar 2014 E. 4.2). In jenem Fall kam hinsichtlich der Überführung jedoch von vornherein keine Vereinbarung zustande. Vorliegend einigten sich die Parteien hingegen hinsichtlich dieser Frage und wurde die getroffene Vereinbarung erst nachträglich von der Vori n- stanz einseitig in Frage gestellt. A-5494/2013 Seite 16 6.6 Von der unzulässigen Rückwirkung abgesehen, werden die erwähn- ten Anforderungen an eine Rückstufung – die Richtigkeit der nunmehri- gen Funktionsbewertung der Vorinstanz vorausgesetzt (vgl. E. 7) – vor- liegend erfüllt. Dies gilt trotz der möglichen nachteiligen Folgen für den Beschwerdeführer und seine Familie auch für den Fall, dass die Garant ie 2011 Ende 2014 wegfallen sollte (vgl. E. 6.4) , und ungeachtet der Über- nahmezusicherung (vgl. nachfolgend E. 6.6.2 f. sowie E. 5.2.2 f. analog). Die Rückstufung bzw. die entsprechende Anpassung des Arbeitsvertrags ist deshalb – unter der erwähnten Voraussetzung – nur, aber immerhin für die Zukunft , frühestens also auf den Verfügungszeitpunkt , d.h. den 26. August 2013, zulässig. Ob eine Übergangsfrist einzuräumen ist, hängt dabei von den Auswirkungen der Rückstufung ab. 6.6.1 Nach der allgemeinen Ziff. 97 GAV SBB 2011 wird bei einem Wech- sel in ein tieferes Anforderungsniveau der Lohn im Rahmen des neuen Anforderungsniveaus ausgehandelt (Abs. 1). Erfolgt der Wechsel im Z u- sammenhang mit oder im Hinblick auf betriebsorganisatorische Ve rände- rungen und liegt der bisherige Lohn höher als der Höchstwert des neuen Lohnspektrums, wird die Differenz als Garantiebetrag gewährt (Abs. 2). Bei Lohnerhöhungen wird der Garantiebet rag gekürzt oder entfällt (Abs. 3). Gemäss der Übergangsbestimmung vo n Ziff. 113 Abs. 2 GAV SBB 2011 werden bei der Überführung der Anstellungsverhältnisse ins neue Funkt i- onsbewertungs- und Lohnsystem per 1. Juli 2011 der Lohn vom 30. Juni 2011 und allfällige Ortszulage-Garantien zusammengefasst und in einem Betrag als Lohn überführt. Ist der überführte Lohn höher als der Höchs t- wert des zutreffenden Lohnspektrums, entsteht für den überschiessenden Teil die Garantie 2011. Nach Ziff. 114 GAV SBB 2011 erhalten die Mita r- beiterinnen und Mitarbeiter mit einer Garantie 2011 – vorbehältlich gewis- ser hier nicht massgeblicher Ausnahmen – bei generellen Lohnerhöhu n- gen (mit Anhebung der Lohnspektren) die Hälfte der prozentualen Erh ö- hung auf dem Lohn und der Garantie. 6.6.2 Mit der Rückstufung soll die nach Darstellung der Vorinstanz unzu- treffende Überführung der bisherigen Funktionseinstufung ins neue Funk- tionsbewertungs- und Lohnsystem korrigiert werden. Auch wenn sie nachträglich vorgenommen wird und nur für die Zukunft zulässig ist, sind deshalb die Übergangsbestimmungen betreffend den Systemwechsel he- ranzuziehen, mithin Ziff. 113 Abs. 2 und Ziff. 114 GAV SBB 2011 . Nicht massgeblich ist dagegen die allgemeine Ziff. 97 GAV SBB 2011. Abwei-A-5494/2013 Seite 17 chend von Zi ff. 113 Abs. 2 GAV SBB 2011 ist allerdings nicht auf den Lohn am 30. Juni 2011, sondern auf jenen im Zeitpunkt der angefochte- nen Verfügung (frühestmöglicher Rückstufungszeitpunkt) abzustellen, an- sonsten die nachträgliche Rückstufung bzw. die Korrektur der ursprüngl i- chen Überführung in unzulässiger Weise rückwirken würde (vgl. E. 6.6.3). Dem Beschwerdeführer ist somit die Garantie 2011 auf jenem Lohn im Sinne von Ziff. 113 Abs. 2 GAV SBB 2011 zu gewähren, der ihm im Zeit- punkt der angefochtenen Verfügung zustand. Auf die Zuweisung des den Höchstwert des zutreffenden Lohnspektrums – mithin nach Darstellung der Vorinstanz des Lohnspektrums des Anforderungsniveaus B (vgl. E. 7) – überschiessenden Teils dieses Lohns zur Garantie 2011 kann dagegen nicht verzichtet werden. Ein solcher Verzicht ist in Ziff. 113 Abs. 2 GAV SBB 2011 nicht vorgesehen und – wie die Vorinstanz zutreffend vorbringt – mit dem neuen Funktionsbewertungs- und Lohnsystem mit seinen An- forderungsniveaus und den dazugehörigen Lohnbändern nicht vereinbar. 6.6.3 Der massgebliche Lohn ist dem Bundesverwaltungsgericht nicht genau bekannt. Er liegt jedoch höher als der in der angefochtenen Verfü- gung auf der Basis der Rückstufung per 1. Juli 2011 festgesetzte, was sich bereits daraus ergibt , dass die Vorinstanz eine Lohnrückforderung berechnen – und erlassen – konnte. Die Vorinsta nz hat deshalb – die Richtigkeit ihrer nunmehrigen Funktionsbewertung vorausgesetzt (vgl. E. 7) – diesen Lohn festzustellen und ihn sowie den Anteil der G a- rantie 2011 zusammen mit der nunmehrigen Funktionszuweisung und -einstufung mit dem Beschwerdeführer zu vereinbaren oder, sofern keine Einigung zustande kommen sollte, zu verfügen. Da die Rückstufung w e- gen der zu gewährenden Garantie 2011 jedenfalls unter dem GAV SBB 2011, d.h. bis Ende des Jahres 2014, nicht zu einer Reduktion des mass- geblichen Lohns führt, ist es nach den dargelegten Grundsätzen zulässig (vgl. E. 6.4), sie ohne Übergangsfrist anzuordnen. Aus Praktikabilität s- gründen erscheint immerhin eine Verfügung per 1. September 2013 als sinnvoll. 7. Zu prüfen bleibt, ob die Zuordnung der Funktion des Beschwerdeführers zum Anforderungsniveau B korrekt ist. 7.1 Die Vorinstanz begründet diese Zuordnung damit, die Aufgaben des Beschwerdeführers entsprächen nicht der dem An forderungsniveau H zugeordneten Funktion gemäss der Stellenbeschreibung "Sachbearbeiter A-5494/2013 Seite 18 Logistik & Qualität", sondern jenen der Funktion gemäss der Stellenbe- schreibung "Afficheur". Diese Funktion sei zu Recht dem Anforderungsni- veau B zugeordnet worden. Der Beschwerdeführer widerspricht dieser Darstellung und macht geltend, die Vorinstanz beurteile die von ihm ta t- sächlich ausgeführten Arbeiten und die damit verbundenen Anforderu n- gen offensichtlich falsch. Im Übrigen bestätige sie, das s er nach wie vor die gleiche Arbei t verrichte wie bei der Y ._______. W ieso seine Arbeit plötzlich weniger Wert sein solle, verstehe er nicht. 7.2 Wie erwähnt (vgl. E. 6.2), wird gemäss der Bewertungsrichtlinie jede Funktion anhand mehrerer Einreihungsinstrumente einer Funktionskette und innerhalb dieser entsprech end den Aufgaben und Anforderungen dem zutreffenden Anforderungsniveau zugeordnet (vgl. Ziff. 2.1 Bewer- tungsrichtlinie). Grundlage für die Zuordnung bildet die Stellenbeschrei- bung (vgl. Ziff. 2.4 Bewertungsrichtlinie). Ziff. 3.3 Bewertungsrichtlinie r e- gelt die einzelnen Einreihungsschritte. Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts darf dieses Funktionsbewertungsverfahren nicht dahingehend interpretiert werden, es müsse für jede tatsächlich ausgeübte Funktion eine individualisierte Ste l- lenbeschreibung erstellt werden. Mit Blick auf eine rechtsgleiche Behand- lung über die verschiedenen Organisationseinheiten der SBB hinweg er- scheint es vielmehr als zulässig und korrekt, standardisierte bzw. Ra h- menstellenbeschreibungen zu verwenden (vgl. Urteile des Bundesverwal- tungsgerichts A-1876/2013 vom 6. Januar 2014 E. 5.1.2; A-5183/2013 vom 24. Februar 2014 E. 5.3). Die konkret ausgeübte Funktion darf de m- nach im Rahmen des Funktionsbewertungsprozesses der jeweils zutre f- fenden bzw. adäquaten Rahmenstellenbeschreibung zugeordnet werden. Dies setzt allerdings voraus, dass über die se Funktion bzw. die effektiv wahrgenommenen Aufgaben Klarheit besteht, kann doch grundsätzlich nur dann beurteilt werden, welche Rahmenstellenbeschreibung einschl ä- gig bzw. ob die Zuordnu ng zu einer bestimmten Rahmenstellenbeschre i- bung angemessen ist (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-5183/2013 vom 24. Februar 2014 E. 5.3). 7.3 Vorliegend ist unbestritten, dass die Funktion gemäss der Rahme n- stellenbeschreibung "Afficheur" dem Anforderungsniveau B zuzuordnen ist. Streitig ist jedoch, ob die vom Beschwerdeführer tatsächlich ausgeüb- te Funktion dieser Stellenbeschreibung entspricht, mithin, ob die Vori n- stanz dessen tatsächliche Funktion zu Recht dieser Stellenbeschreibung und deshalb dem Anforderungsniveau B zugeordnet hat. A-5494/2013 Seite 19 7.3.1 Der Beschwerdeführer verneint zwar diese Frage. Welche Aufgaben er zusätzlich oder alternativ zu den in der Rahmenstellenbeschreibung "Afficheur" aufgeführten Aufgaben wahrnimmt bzw. welche Anforderungen zusätzlich oder alternativ zu den in dieser Stellenbeschreibung genannten Anforderungen mit seiner Tätigkeit verbunden sind , erläutert er aber – abgesehen vom allgemeinen Hinweis auf seine Arbeit bei der Y ._______, der die heutige entsprechen soll – nicht. Ebenso wenig führt er aus, welche Rahmenstellenbeschreibung seine tatsächliche Funk tion adäquat(er) abbilden würde bzw. wieso die bisherige Zuordnung seiner Funktion oder allenfalls eine andere, jedoch höhere Einstufung als die von der Vorinstanz verfügte gerechtfertigt wäre. Mit seinen unsubstantiier- ten Vorbringen vermag er weder darzulegen, wieso die bisherige Zuor d- nung beibehalten werden sollte, noch aufzuzeigen, dass die Darstellung der Vorinstanz, wonach seine tatsächliche Funktion der Stellenbeschrei- bung "Afficheur" und nicht der Stellenbeschreibung "Sachbearbeiter Lo- gistik & Qualität" entspreche, falsch ist. 7.3.2 Diese Darstellung wird auch nicht dadurch in Frage gestellt, dass die Vorinstanz in der Vernehmlassung ausführt, der Beschwerdeführer er- ledige die gleiche Arbeit wie bei der Y ._______, obschon Hinweise dafür bestehen, dass dessen damalige Arbeit vielfältiger bzw. komplexer gewe- sen sein könnte als seine heutige (vgl. E. 4.2 ). Diese Aussage der Vorin- stanz steht im Zusammenhang mit der Frage, ob sie die Übernahmezusi- cherung einhalte, und darf daher nicht überbewertet werden. Insbesonde- re darf daraus nicht gefolgert werden, sie weiche damit hinsichtlich der heute vom Beschwerdeführer ausgeübten Funktion von ihrer erwähnten Darstellung ab. 7.3.3 Hinweise, die gegen diese Darstellung sprechen, ergeben sich auch nicht aus den Akten; diese stützen sie vielmehr. So geht der SEV in einem Schreiben vom 20. September 2012 an die Vorinstanz zwar davon aus, die Funktion des Beschwerdeführers sei nicht dem Anforderungsniveau B, sondern "z.B." dem Anforderungsniveau D zuzuordnen (vgl. Vernehmlassungsbeilage 5). Für die dieser Einschät- zung zu Grunde liegende Annahme, wonach der Beschwerdeführer ledig- lich zu 40 % klassische Afficheurarbeiten erledige, bestehen jedoch kei- nerlei Beweise. Dass eine Einstufung ins Anforderungsniveau H gerech t- fertigt wäre, macht der SEV überdies nicht geltend. A-5494/2013 Seite 20 Die Vorinstanz geht im Weiteren in einem Schreiben vom 15. Oktober 2012 an den SEV (vgl. Vernehmlassungsbeilage 5) – wie auch, unter Be- zugnahme auf dieses Schreiben, in der angefochtenen Verfügung – auf gewisse Tätigkeiten des Beschwerdeführers (Kontrollen, Korrekturen, Reparaturen und Montagearbeiten) ein und begründet nachvollziehbar, wieso diese der Stellenbeschreibung "Afficheur" ents prechen. Das Anfor- derungsprofil für "Afficheure und Logistikmitarbeiter (…) ab 1. Juli 2011" (vgl. Vernehmlassungsbeilage 17), das der Beschwerde führer am 7. Juli 2011 unterzeichnete, entspricht zudem im Wesentlichen der Stellenbe- schreibung "Afficheur". 7.3.4 Gestützt auf die Vorbringen der Parteien und die Akten ist demnach davon auszugehen, dass die Darstellung der Vorinstanz korrekt ist und die tatsächliche Funktion des Beschwerdeführers der Rahmenstellenbe- schreibung "Afficheur" entspricht. Weiter ist davon auszugehen, dass eine Anhörung des Beschwerdeführers zu keiner anderen Einschätzung füh- ren würde. Der Sachverhalt kann daher auch ohne eine solche Anhörung als im Sinne der Vorinstanz erstellt gelten (vgl. E. 2.2). Der entsprechen- de Beweisantrag des Beschwerdeführers ist deshalb in antizipierter B e- weiswürdigung abzuweisen (vgl. dazu BGE 134 I 140 E. 5.3; MOSER/ BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.123c und 3.144). 7.4 Die Zuordnung der tatsächlichen Funktion des Beschwerdeführers zur Funktion gemäss der Rahmenstellenbeschreibung "Afficheur" ist dem- nach nicht zu beanstanden. Dass die Einstufung dieser Funktion ins A n- forderungsniveau B rechtswidrig wäre, ist nicht ersichtlich. Sie ist im Übri- gen, wie erwähnt, unstreitig. Es ist deshalb nicht auszumachen, wieso die Zuordnung der tatsächlichen Funktion des Beschwerdeführers zum A n- forderungsniveau B nicht korrekt sein sollte. 8. Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass die Vorinstanz die Funkti- on des Beschwerdeführers in Abänderung des Arbeitsve rtrags zwar der Stellenbeschreibung "Afficheur" (implizit) und dem Anforderungsniveau B zuordnen durfte, jedoch nicht rückwirkend. Die Beschwerde ist daher teilweise gutzuheissen, die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuem Entscheid im Sinne der Erwägungen (vgl. E. 6.6.2 f.) an die Vorinstanz zurückzuweisen. Soweit der Beschwerdeführer die Best ä- tigung der mit der Abänderungsvereinbarung geschaffenen Vertragssitua- tion auch für die Zukunft verlangt , ist die Beschwerde dagegen abzuwei- sen. A-5494/2013 Seite 21 9. Das Beschwerdeverfahren in personalrechtlichen Belangen ist grundsätz- lich kostenlos (vgl. Art. 34 Abs. 2 BPG). Es sind daher keine Verfahren s- kosten zu erheben. 10. Dem Beschwerdeführer ist mangels massgeblicher Kosten keine Parte i- entschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 und 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der Vorinstanz steht ebenfalls keine Parteientschädigung zu (vgl. Art. 7 Abs. 3 VGKE). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die angefochtene Verf ü- gung wird aufgehoben und die Sache zu neuem Entscheid im Sin ne der Erwägungen (vgl. E. 6.6.2 f. ) an die Vorinstanz zurückgewiesen. Im Übri- gen wird die Beschwerde abgewiesen. 2. Es werden keine Kosten erhoben. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: André Moser Pascal Baur A-5494/2013 Seite 22 Rechtsmittelbelehrung: Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebiet der öffen t- lich-rechtlichen Arbeitsverhältnisse können beim Bundesgericht ang e- fochten werden, sofern es um eine vermögensrechtliche Angelegenheit geht, bei welcher der Streitwert mindestens Fr. 15'000.– beträgt oder bei der sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (vgl. Art. 85 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Bei einer nicht vermögens rechtlichen Angelegenheit ist die Beschwerde nur zulässig, wenn sie die Gleichste l- lung der Geschlechter betrifft (vgl. Art. 83 Bst. g BGG). Steht die B e- schwerde in öffentlich -rechtlichen Angelegenheiten offen, kann sie innert 30 Tagen nach Eröffnung dieses Entscheids beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist steht still vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern (Art. 46 Abs. 1 Bst. a BGG). Die Rechts- schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu entha l- ten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: