<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2014.00310</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=214307&amp;W10_KEY=13013523&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2014.00310</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.07.2014</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung. [Dem dominikanische Beschwerdeführer wurde nach mehreren Verwarnungen wegen seiner Sozialhilfeabhängigkeit die Aufenthaltsbewilligung nicht verlängert. Da der Beschwerdeführer während dem grössten Teil des fast vier Jahre dauernden Rekursverfahrens keine Sozialhilfe mehr bezog, verneinte die Vorinstanz den Widerrufsgrund der Sozialhilfeabhängigkeit, bejahte aber aufgrund einer länger zurückliegenden längerfristigen Strafe wegen Betäubungsmittelvergehen und wegen zweier neuer im Rekursverfahren erwirkten Strafen von 150 respektive 180 Tagessätzen den Widerrufsgrund von Art. 62 lit. b AuG. Kurz nach Einreichung der Beschwerde an das Verwaltungsgericht heiratete der Beschwerdeführer erneut seine frühere Ehefrau, mit welcher er ein an Autismus leidendes Kind hat.] Der Aufenthaltsanspruch gestützt auf die erneute Heirat seiner früheren Ehefrau bildete nicht Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens. Ob damit ein unzulässiges neues Sachbegehren gestellt wird, kann aber offen gelassen werden (E. 1.2). Entgegen den vorinstanzlichen Erwägungen ist der Widerrufsgrund der Verurteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe im Sinn von Art. 62 lit. b AuG nicht erfüllt: Hierzu wäre nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ein "genügend gewichtiger aktueller Anlass" erforderlich, was dahingegend zu verstehen ist, dass die zum Widerruf unmittelbar Anlass gebende Strafe selbst eine längerfristige Freiheitsstrafe darstellen muss (E. 3). Der Widerrufsgrund von Art. 62 lit. c AuG ist hingegen in einer Gesamtwürdigung aller Umstände und der begangenen Delikte erfüllt, da der Beschwerdeführer wiederholt und nicht mehr geringfügig delinquiert hat und sich weder durch Verwarnungen noch durch das hängige Bewilligungsverfahren vor weiteren Delikten hat abbringen lassen (E. 4). Wiederum entgegen den vorinstanzlichen Erwägungen könnte auch sein fortbestehendes Fürsorgerisiko einen Widerruf nach Art. 62 lit. e AuG rechtfertigen, da hierzu nicht nur die gegenwärtige Fürsorgeunabhängigkeit, sondern auch das zukünftige Risiko einer Fürsorgeabhängigkeit entscheidend ist. Der vergangene schuldhafte, dauerhafte und erhebliche Sozialhilfebezug und die fehlende wirtschaftliche Unabhängigkeit des auf die finanzielle Unterstützung Dritter angewiesenen Beschwerdeführers legen einen Rückfall in die Fürsorgeabhängigkeit nahe, wenngleich die Frage mangels genauer Kenntnis der Finanzierungsquellen des Beschwerdeführers nicht abschliessend geklärt werden kann (E. 5). Trotz Vorliegens von Widerrufsgründen erscheint die Nichtverlängerung vorliegend nach der Wiederverheiratung des Beschwerdeführers und angesichts der Autismuserkrankung seines Sohnes und der Unzumutbarkeit einer gemeinsamen Ausreise der Familie unverhältnismässig und nicht mit dem Recht auf Familienleben vereinbar, weshalb es bei einer blossen Verwarnung zu bleiben hat (E. 6) Da die Interessensabwägung erst durch seine Wiederverheiratung zu seinen Gunsten ausfällt, ist die vorinstanzliche Kostenauflage nach dem Verursacherprinzip zu bestätigen und ist dieser nur für das verwaltungsgerichtliche Verfahren zu entschädigen. Abschreibung des uP-Gesuchs zufolge Gegenstandslosigkeit (E. 7). Rechtsmittelbelehrung (E. 8). Teilweise Gutheissung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FÃRSORGEABHÃNGIGKEIT">FÃRSORGEABHÃNGIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENAUFLAGE">KOSTENAUFLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃNGERFRISTIGE FREIHEITSSTRAFE">LÃNGERFRISTIGE FREIHEITSSTRAFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHE ORDNUNG UND SICHERHEIT">ÃFFENTLICHE ORDNUNG UND SICHERHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RENEJA-PRAXIS">RENEJA-PRAXIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SORGERECHT">SORGERECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFEABHÃNGIGKEIT">SOZIALHILFEABHÃNGIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STREITGEGENSTAND">STREITGEGENSTAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERURSACHERPRINZIP">VERURSACHERPRINZIP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWARNUNG">VERWARNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERRUF DER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">WIDERRUF DER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERRUFSGRUND">WIDERRUFSGRUND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERRUFSGRÃNDE">WIDERRUFSGRÃNDE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 51 Abs. II lit. b AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 62 lit. b AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 62 lit. c AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 62 lit. e AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 96 AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 13 Abs. I BV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 Abs. I EMRK</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 Abs. II EMRK</span><br/><span class="gerade">Art. 49 Abs. II StGB</span><br/><span class="ungerade">§ 13 Abs. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 17 Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 20a Abs. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 20a Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">Art. 80 Abs. I lit. a VZAE</span><br/><span class="gerade">Art. 259 Abs. I ZGB</span><br/><span class="ungerade">Art. 297 Abs. I ZGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=23077" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2014.00310</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">9. Juli 2014</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Felix Blocher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Sicherheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich,<b> </b></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Nachdem er sich zuvor bereits mehrfach mit einem Touristenvisum und mit einer Kurzaufenthaltsbewilligung in der Schweiz aufgehalten hatte, heiratete der 1965 geborene dominikanische StaatsangehÃ¶rige A am 24. MÃ¤rz 2000 in ZÃ¼rich die ebenfalls aus der Dominikanischen Republik stammende Schweizerin C. Daraufhin wurde ihm am 12. April 2000 eine Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich zum Verbleib bei seiner hier wohnhaften Schweizer Ehefrau erteilt und mehrfach â letztmals mit GÃ¼ltigkeit bis zum 22. September 2009 â verlÃ¤ngert.</p> <p class="Urteilstext"><span>Die eheliche Gemeinschaft wurde im Juni 2005 aufgegeben und mit Urteil des Bezirksgerichts ZÃ¼rich vom 25. April 2006 geschieden. Acht Monate nach der Scheidung,</span> im <span>Dezember 2006, gebar C den Sohn</span> D<span>, welcher in der Folge von A anerkannt wurde</span>. </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Urteil des Bezirksgerichts ZÃ¼rich vom 6.</span> <span>Mai 2004 wurde A wegen Widerhandlung gegen das Be</span>t<span>Ã¤ubungsmittelgesetz mit 16</span> <span>Monaten GefÃ¤ngnis bedingt bestraft und deswegen mit VerfÃ¼gung des Migrationsamts vom 27.</span> <span>Juli 2004 </span>"<span>mit allem Nachdruck</span>"<span> und unter Androhung schwerwiegender auslÃ¤nderrechtlichen Massnahmen erstmalig verwarnt. Eine zweite Verwarnung erfolgte am 20.</span> <span>November 2008 aufgrund seiner da</span>nn<span>zumal fortdauernden und erheblichen SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit. Nachdem A sich nicht aus seiner SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit gelÃ¶st hatte und bis zum 15.</span> <span>September 2009 mit insgesamt Fr.</span> <span>109'148.25 unterstÃ¼tzt werden musste, verweigerte das Migrationsamt mit VerfÃ¼gung vom 30.</span> <span>April 2010 eine weitere VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung</span>.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Den von A hiergegen erhobenen Rekurs wies der Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich am 16. April 2014 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 20.</span> <span>Mai 2014 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, es sei der angefochtene Beschluss der Vorinstanz aufzuheben und die Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers zu verlÃ¤ngern. Weiter beantragte er die Zusprechung einer angemessenen ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren.</span> Zudem kÃ¼ndigte er die Wiederverheiratung mit seiner ehemaligen Ehefrau an, welche am 27. Mai 2014 auch tatsÃ¤chlich erfolgte.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 21. Mai 2014 wurde der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund offener Gerichtskosten aus frÃ¼heren Verfahren zur Leistung eines Vorschusses von Fr. 2'060.- innert einer 20-Tagefrist aufgefordert, ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten wÃ¼rde. Nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer mit Eingabe vom 5. Juni 2014 um Erlass oder Stundung der Kostenvorschussleistung zufolge Mittellosigkeit und damit um die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung ersucht hat, wurde er mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 13. Juni 2014 von der auferlegten Vorschussleistung befreit.</p> <p class="Urteilstext"><span>Ohne ausdrÃ¼cklich Antrag auf Abweisung zu stellen, gab die Staatskanzlei des Kantons ZÃ¼rich im Auftrag des Regierungsrats in ihrer Stellungnahme zu bedenken, dass die Wiederverheiratung von A </span>und <span>C ein neues Sachverhaltselement bilden wÃ¼rde, welches an der RechtmÃ¤ssigkeit des angefochtenen Entscheids nichts Ã¤ndere. Das Migrationsamt verzichtete auf Vernehmlassung. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, -Ã¼ber- oder </span>-<span>unterschreitung, und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. a und b </span>des <span>Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24.</span> <span>Mai 1959 [VRG])</span>.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b>1.2.1 </b>Streitgegenstand ist die im Rechtsmittelbegehren enthaltene Rechtsfolgebehauptung im Rahmen des Umfangs der angefochtenen VerfÃ¼gung. Prozessthema kann nur sein, was auch Gegenstand der vorinstanzlichen VerfÃ¼gung war beziehungsweise nach richtiger Gesetzesauslegung hÃ¤tte sein sollen. Auf Begehren, Ã¼ber welche die Vorinstanz weder entschieden hat noch hÃ¤tte entscheiden sollen, ist nicht einzutreten (vgl. VGr, 12. September 2012, VB.2012.00394, E. 1.2; RB 1963 Nr. 19, RB 1983 Nr. 5). </p> <p class="Erwgung2"><span>Nach § 52 Abs. 1 in Verbindung mit § 20</span><span> </span><span>a Abs. 2 VRG sind neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel im Beschwerdeverfahren </span>grundsÃ¤tzlich <span>zulÃ¤ssig. Abzustellen ist entsprechend auf die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse im Zeitpunkt des gegenwÃ¤rtig zu fÃ¤llenden Entscheids (vgl. BGr, 20. April 2009, 2C_651/2008, E. 4.2; BGE 135 II 369 E. 3.3; VGr, 6. Oktober 2010, VB.2010.00167, E. 5). </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Hingegen liegt ein unzulÃ¤ssiges neues Sachbegehren vor, wenn zwar dieselben Rechtsfolgen wie mit dem verfahrensauslÃ¶senden Gesuch bezweckt werden, dieses sich aber auf neue Tatsachen abstÃ¼tzt, welche vom ursprÃ¼nglich zu beurteilenden Sachverhalt wesentlich abweichen. Dies ist im Bereich des AuslÃ¤nderrechts der Fall, wenn sich der Anwesenheitsanspruch auf einen neuen Sachverhalt bezieht, welche</span>r<span> von den Vorinstanzen noch gar nicht beurteilt wurde (vgl. Marco Donatsch</span> in: Alain Griffel [Hrsg.], <span>Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG]<span>,</span> §</span> <span>20a N.</span> <span>10 und 17)<span>. </span></span></p> <p class="Erwgung3"><b>1.2.2 </b>Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens bildeten nacheheliche Aufenthaltsrechte des BeschwerdefÃ¼hrers, nicht jedoch AufenthaltsansprÃ¼che aufgrund einer fortbestehenden oder neu eingegangenen Ehegemeinschaft. Da gemÃ¤ss nachfolgenden AusfÃ¼hrungen eine Aufenthaltsbewilligung ohnehin zu erteilen ist, kann offenbleiben, ob sich die Beschwerde auf ein unzulÃ¤ssiges neues Sachbegehren stÃ¼tzt, soweit ein Aufenthaltsanspruch aus der erneut eingegangenen Ehe mit C abgeleitet wird. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b>1.3.1 </b>Am 1. Januar 2008 ist das Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder vom 16. Dezember 2005 (AuG) in Kraft getreten. GemÃ¤ss Art. 126 Abs. 1 AuG bleibt auf Gesuche, die vor Inkrafttreten dieses Gesetzes eingereicht wurden, das alte Recht anwendbar, wÃ¤hrend sich das Verfahren gemÃ¤ss Art. 126 Abs. 2 AuG nach neuem Recht richtet. Das Vorliegen von WiderrufsgrÃ¼nden richtet sich sodann nach neuem Recht, selbst wenn sich der Widerruf auf Verfehlungen stÃ¼tzt, die vor Inkrafttreten des AuG begangen wurden (Matthias Kradolfer in: Martina Caroni/Thomas GÃ¤chter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG], Bern 2010, Art. 126 AuG N. 8).</p> <p class="Erwgung3"><b>1.3.2 </b>WÃ¤hrend dem BeschwerdefÃ¼hrer nach der Scheidung zunÃ¤chst noch altrechtlich der Aufenthalt bewilligt wurde, hat er das zu beurteilende VerlÃ¤ngerungsgesuch am 27. August 2009 und damit nach Inkrafttreten des AuG gestellt, womit sein Gesuch grundsÃ¤tzlich nach den Bestimmungen des AuG und den dazugehÃ¶rigen AusfÃ¼hrungsbestimmungen zu beurteilen ist. Auch das Vorliegen von WiderrufsgrÃ¼nden bestimmt sich nach neuem Recht. </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b><span>Der auslÃ¤ndische Ehegatte einer Schweizer BÃ¼rgerin hat Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn diese mit ihm zusammenwohnt (Art. 42 Abs. 1 AuG). Nach AuflÃ¶sung der Ehe oder der Familiengemeinschaft besteht der Bewilligungsanspruch des Ehegatten weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre gedauert hat und eine erfolgreiche Integration gegeben ist (Art. 50 Abs. 1 lit.</span> <span>a AuG)</span> oder wichtige persÃ¶nliche GrÃ¼nde einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (<span>Art. 50 Abs. 1 lit.</span> b und Abs. 2<span> AuG</span>).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Zum Zeitpunkt seines VerlÃ¤ngerungsgesuchs und der vorinstanzlichen Entscheidungen lebte der BeschwerdefÃ¼hrer von seiner Schweizer Ehefrau getrennt bzw. geschieden. Selbst wenn man den Umstand der Wiederverheiratung des BeschwerdefÃ¼hrers nicht berÃ¼cksichtigt, lag aufgrund der Dauer der vorangegangenen Ehegemeinschaft und seinem engen VerhÃ¤ltnis zu seinem aus der ehelichen Beziehung entstammenden Sohn grundsÃ¤tzlich zumindest ein nachehelicher HÃ¤rtefall im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG vor, wobei auf die diesbezÃ¼glichen ErwÃ¤gungen der Vorinstanz verwiesen werden kann (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG). Das Migrationsamt verlÃ¤ngerte die Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers letztmals am 3. Oktober 2008 mit GÃ¼ltigkeit bis zum 22. September 2009, wobei als Aufenthaltszweck "Auf Stellensuche" angegeben wurde. Sowohl dessen damalige FÃ¼rsorgeabhÃ¤ngigkeit als auch die von ihm begangenen BetÃ¤ubungsmitteldelikte waren den MigrationsbehÃ¶rden zum Zeitpunkt der BewilligungsverlÃ¤ngerung bekannt und vermÃ¶gen daher fÃ¼r sich genommen die NichtverlÃ¤ngerung der Bewilligung nicht mehr zu rechtfertigen (vgl. BGr, 23. Mai 2002, 2A.46/2002, E. 3.4; VGr, 22. Januar 2014, VB.2013.00513, E. 3.2 f.). </p> <p class="Erwgung2">Strittig ist jedoch, ob sein (nachehelicher) Aufenthaltsanspruch zwischenzeitlich erloschen ist, nachdem er zuvor schon wegen seiner FÃ¼rsorgeabhÃ¤ngigkeit und StraffÃ¤lligkeit verwarnt wurde und dennoch weder seine wirtschaftliche SelbstÃ¤ndigkeit erlangt hat noch straffrei geblieben ist. AufenthaltsansprÃ¼che nach Art. 50 AuG erlÃ¶schen nach Art. 51 Abs. 2 lit. b AuG unter anderem, wenn WiderrufsgrÃ¼nde nach Art. 62 AuG vorliegen. Dasselbe gilt gemÃ¤ss Art. 33 Abs. 3 AuG auch fÃ¼r Aufenthaltsbewilligungen, welche aus anderen GrÃ¼nden erteilt wurden. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b><span>GemÃ¤ss Art. 62 lit. b AuG kann eine Aufenthaltsbewilligung widerrufen (respektive muss nicht verlÃ¤ngert oder erteilt werden), wenn die AuslÃ¤nderin oder der AuslÃ¤nder zu einer lÃ¤ngerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Eine solche ist immer dann gegeben, <span>wenn</span> die auslÃ¤ndische Person zu einer Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr verurteilt wurde (BGE 135 II 377 E. 4.2).</span> Dabei ist das Zusammenrechnen von mehreren kÃ¼rzeren Strafen zu einer lÃ¤ngerfristigen Freiheitsstrafe grundsÃ¤tzlich unzulÃ¤ssig (BGE 137 II 297 E. 2.3). </p> <p class="Erwgung2">Da sich ein Bewilligungswiderruf grundsÃ¤tzlich nur rechtfertigt, wenn ein genÃ¼gend gewichtiger aktueller Anlass vorliegt, ist darÃ¼ber hinaus zu fordern, dass die zum Widerruf unmittelbar Anlass gebende Strafe selbst als lÃ¤ngerfristige Freiheitsstrafe zu qualifizieren ist, wÃ¤hrend Ã¤ltere oder sogar gelÃ¶schte Vorstrafen nur (aber immerhin) bei der abschliessenden PrÃ¼fung der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit eines Bewilligungswiderrufs zu berÃ¼cksichtigen sind (vgl. auch BGr, 24. Februar 2009, 2C_477/2008, E. 3.2.1 f.: "genÃ¼gend gewichtiger aktueller Anlass"). </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer wurde wÃ¤hrend seines hiesigen Aufenthalts rechtskrÃ¤ftig zu folgenden Strafen verurteilt:</span></p> <p class="Erwgung2">-<span> </span>Bedingt vollziehbare GefÃ¤ngnisstrafe von 16 Monaten wegen Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4â6 in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 2 lit. a des Bundesgesetzes Ã¼ber die BetÃ¤ubungsmittel und die psychotropen Stoffe vom 3. Oktober 1951 (BetmG, in der bis 30. Juni 2011 in Kraft stehenden Fassung) <span>gemÃ¤ss Urteil des Bezirksgerichts ZÃ¼rich vom</span> 6. Mai 2004, begangen zwischen Mai und Juli 2003;</p> <p class="Erwgung2"><span>-<span> </span></span><span>Bedingt vollziehbare Geldstrafe von 150</span> <span>TagessÃ¤tzen zu Fr.</span> <span>20.- sowie Busse von Fr.</span> <span>200.- wegen einfacher KÃ¶rperverletzung im Sinn von Art.</span> <span>123 Ziff.</span> <span>1 und geringfÃ¼giger SachbeschÃ¤digung im Sinn von Art.</span> <span>144 Abs.</span> 1 des Strafgesetzbuchs (<span>StGB</span>)<span> gemÃ¤ss Urteil des Bezirksgerichts ZÃ¼rich vom 23.</span> <span>August 2011, begangen am 30.</span> <span>Oktober 2010;</span></p> <p class="Urteilstext">-<span> </span><span>Bedingt vollziehbare Geldstrafe von 180</span> <span>TagessÃ¤tzen zu Fr.</span> <span>20.- sowie Busse von Fr.</span> <span>300.- wegen Betrugs gemÃ¤ss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft F vom 29.</span> <span>Januar 2013, begangen zwischen Juli 2005 und Dezember 2009</span>.</p> <p class="Urteilstext">Trotz dieser wiederholten Delinquenz des BeschwerdefÃ¼hrers erscheint ein Widerruf wegen der Verurteilung zu einer lÃ¤ngerfristigen Freiheitsstrafe im Sinn von Art. 62 lit. b AuG fragwÃ¼rdig: Die einzige lÃ¤ngerfristige Freiheitsstrafe stellt weiterhin die bereits vor mehr als 10 Jahren ausgesprochene GefÃ¤ngnisstrafe von 16 Monaten dar. Diese fÃ¼hrte zwar zu einer ersten Verwarnung des BeschwerdefÃ¼hrers, erscheint aber aufgrund des Zeitablaufs nur bedingt zur BegrÃ¼ndung eines Widerrufs geeignet, zumal die bis Ende August 2010 andauernde SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit und nicht die im Jahr 2004 ausgesprochene Strafe unmittelbaren Anlass fÃ¼r den vorliegend zu beurteilenden Widerruf gab. Und obwohl die spÃ¤tere <span>Verurteilung wegen Betrugs als Zusatzstrafe zur Verurteilung vom 23.</span> <span>August 2011 erfolgte, </span>wÃ¤re selbst <span>bei gleichzeitiger Aburteilung</span> dieser beiden spÃ¤teren Delikte immer noch <span>eine </span>unterjÃ¤hrige und damit keine lÃ¤ngerfristige S<span>trafe </span>a<span>uszusprechen gewesen. </span>Es kann deshalb auch offenbleiben, ob das bundesgerichtliche Verbot der Zusammenrechnung verschiedene Strafen zur BegrÃ¼ndung einer lÃ¤ngerfristigen Freiheitsstrafe auch Zusatzstrafen im Sinn von Art. 49 Abs. 2 StGB erfasst. </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer hat damit seit der letzten ordentlichen BewilligungsverlÃ¤ngerung keine lÃ¤ngerfristigen Freiheitsstrafen erwirkt, welche in Anwendung von Art. 62 lit. b AuG einen Bewilligungswiderruf rechtfertigen kÃ¶nnten. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Ein<span> Widerrufsgrund nach Art. 62 lit. c AuG liegt vor, wenn eine auslÃ¤ndische Person erheblich oder wiederholt gegen die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gefÃ¤hrdet oder die innere oder Ã¤ussere Sicherheit gefÃ¤hrdet. </span>In diesem Fall genÃ¼gt somit alternativ ein erheblicher oder ein wiederholter Verstoss (bzw. eine entsprechende GefÃ¤hrdung) und es mÃ¼ssen nicht besonders hochwertige RechtsgÃ¼ter verletzt oder in Gefahr gebracht worden sein (BGE 137 II 297 E. 3.3). GemÃ¤ss Art. 80 Abs. 1 lit. a der Verordnung Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit vom 24. Oktober 2007 (<span>VZAE</span>) liegt ein Verstoss gegen die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung insbesondere bei einer Missachtung gesetzlicher Vorschriften und behÃ¶rdlicher VerfÃ¼gungen vor. Die Verurteilung zu einer lÃ¤ngerfristigen Freiheitsstrafe ist dabei zwar nicht Bedingung, die dem Widerruf zugrundeliegenden RechtsverstÃ¶sse mÃ¼ssen aber in ihrer Gesamtheit eine vergleichbare Erheblichkeit erheischen wie beim bereits behandelten Widerrufsgrund von Art. 62 lit. b AuG (Marc Spescha in: Ders. et al. [Hrsg.], Migrationsrecht, 3. A., ZÃ¼rich 2012, Art. 62 AuG N. 7).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer hat wiederholt und nicht mehr geringfÃ¼gig delinquiert, indes ist lediglich seine erste, lÃ¤nger zurÃ¼ckliegende Widerhandlung gegen das BetmG mit einer lÃ¤ngerfristigen Freiheitsstrafe sanktioniert worden. </p> <p class="Urteilstext"><span>Erschwerend kommt</span> jedoch <span>hinzu, dass der BeschwerdefÃ¼hrer trotz </span>wiederholten auslÃ¤nderrechtlichen <span>Verwarnung</span>en<span> und wÃ¤hrend des laufenden </span>Bewilligungs<span>verfahrens </span>weiter delinquiert hat<span>. Ebenfalls erschwerend ist zu berÃ¼cksichtigen, dass </span>ein<span> betrÃ¼gerische</span>r<span> Bezug von Sozialhilfegeldern </span>(vgl. erwÃ¤hnter <span>Strafbefehl der Staatsanwaltschaft F vom 29.</span> <span>Januar 2013</span>) <span>auch noch nach der </span>zweiten <span>ausgesprochenen Verwarnung vo</span>m 20. November <span>2008 </span>fortgesetzt wurde, obwohl diese vom BeschwerdefÃ¼hrer gerade die LoslÃ¶sung von der FÃ¼rsorge forderte. </p> <p class="Erwgung2">Die Art der begangenen Delikte und die besonderen BegleitumstÃ¤nde seiner jÃ¼ngeren Delinquenz lassen seine Straftaten insgesamt als erheblichen und wiederholten Verstoss gegen die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung erscheinen. Da sich der BeschwerdefÃ¼hrer selbst durch wiederholte Verwarnungen und trotz drohendem Bewilligungsentzug nicht zu einem besseren Legalverhalten bewegen liess, ist auch sein RÃ¼ckfallrisiko â zumindest im hier interessierenden auslÃ¤nderrechtlichen Kontext (vgl. BGr, 1. Mai 2014, 2C_872/2013, E. 2.3.2) â als erheblich einzustufen. Hingegen lÃ¤sst sich aus seinem jÃ¼ngsten Legalverhalten nichts zu seinen Gunsten ableiten, befindet er sich doch noch innerhalb der ihm anlÃ¤sslich seiner letzten Verurteilung angesetzten Probezeit und steht unter dem Druck des hÃ¤ngigen Bewilligungsverfahrens (vgl. VGr Sankt Gallen, 19. Dezember 2013, B 2012/242, E. 3.2.2 mit weiteren Hinweisen). </p> <p class="Erwgung2">Dies rechtfertigt insgesamt die NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 51 Abs. 2 lit. b bzw. Art. 33 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 62 lit. c AuG, sofern eine solche auch angesichts der persÃ¶nlichen Situation des BeschwerdefÃ¼hrers und seiner Familie verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheint (vgl. E. 6 nachstehend).</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b><span>GemÃ¤ss Art. 62 lit. e AuG ist eine Aufenthaltsbewilligung unter anderem zu widerrufen (und somit erst Recht auch nicht mehr zu verlÃ¤ngern), wenn der AuslÃ¤nder oder eine Person, fÃ¼r die er zu sorgen hat, auf Sozialhilfe angewiesen ist.</span><span> </span>PraxisgemÃ¤ss <span>rechtfertigt sich der Widerruf der Niederlassungsbewilligung</span> wegen dauerhaften und erheblichen FÃ¼rsorgeabhÃ¤ngigkeit <span>bei einem Sozialhilfebezug von mehr als Fr. 80'000.- wÃ¤hrend mindestens zwei bis drei Jahren</span> (vgl. <span>Weisungen und ErlÃ¤uterungen AuslÃ¤nderbereich</span> [Weisungen AuG]<span> des Bundesamts fÃ¼r Migration</span>, Bern [Oktober] 2013, <span>Ziff. 8.3.2 lit. d</span>; vgl. auch <span>BGE 123 II 529 E. 4</span> und <span>BGr, 18. Februar 2013, 2C_958/2011, E. 2.3</span>)<span>. Bei sozialhilfeabhÃ¤ngigen Personen ohne</span><span> </span><span>Niederlassungsbewilligung ist die Grenze tiefer anzusetzen (vgl. </span>Silvia <span>Hunziker in: Caroni/GÃ¤chter/Thurnherr, Art. 62 AuG N. 50).</span><span> </span><span>Da es beim Widerrufsgrund des Sozialhilfebezugs vorab darum geht, kÃ¼nftige Belastungen der Ã¶ffentlichen Hand zu vermeiden, steht eine vorÃ¼bergehende</span> LÃ¶sung von der <span>FÃ¼rsorgeabhÃ¤ngigkeit zum Zeitpunkt des Beschwerdeentscheids einem Widerruf </span>(und erst Recht einer NichtverlÃ¤ngerung) der Aufenthaltsbewilligung <span>nicht zwingend entgegen. Ein solcher ist insbesondere mÃ¶glich, falls unter BerÃ¼cksichtigung sÃ¤mtlicher UmstÃ¤nde und insbesondere auch der finanziellen LeistungsfÃ¤higkeit der Familienmitglieder ein RÃ¼ckfall in die SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist (vgl. Hunziker in: Caroni/GÃ¤chter/Thurnherr, Art. 62 AuG N. 49).</span><span> </span><span>Zu berÃ¼cksichtigen ist zudem, ob der AuslÃ¤nder seine SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit verschuldet hat. Denn eine unverschuldete SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit soll nicht zu einem Widerruf bzw. zu einer NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung fÃ¼hren (Hunziker in: Caroni/GÃ¤chter/Thurnherr, Art. 62 AuG N. 51; BGr, 20. Juni 2013, 2C_1228/2012, E. 2.2).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer musste wÃ¤hrend seines hiesigen Aufenthalts massiv von der Ã¶ffentlichen Hand unterstÃ¼tzt werden</span> und bezog<span> allein bis September 2009 fast Fr. 110'000.- an Sozialhilfe. Seit Ende August 2010 bezieht er keine Sozialhilfe mehr, erzielt aber derzeit nach eigenen Angaben ein durchschnittliches Monatseinkommen von lediglich Fr. 634.- in Form von Taggeldern der Arbeitslosenkasse, ist verschuldet und verfÃ¼gt Ã¼ber keinerlei VermÃ¶gen. Wie vo</span>m<span> BeschwerdefÃ¼hrer selbst eingerÃ¤umt wird, reichen seine derzeitigen EinkÃ¼nfte nicht einmal aus, den Grundbetrag des betreibungsrechtlichen Existenzminimums zu decken, weshalb er massgeblich auf die finanzielle UnterstÃ¼tzung Dritter angewiesen ist. Es besteht eine erhebliche Gefahr einer zukÃ¼nftigen FÃ¼rsorgeabhÃ¤ngigkeit, wobei eine abschliessende Beurteilung mangels detaillierter Kenntnis der derzeitigen Finanzierungsquellen des BeschwerdefÃ¼hrers und der finanziellen VerhÃ¤ltnisse seiner nach Art.</span> <span>163 Zivilgesetzbuch (ZGB) unterstÃ¼tzungspflichtigen Ehefrau nicht mÃ¶glich ist (vgl. auch BGr, 12. MÃ¤rz 2008, 2C_716/2007, E.</span> <span>2.1; BGE 122 II 1 E.</span> <span>3.c). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Sowohl seine frÃ¼here SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit als auch seine derzeitige finanzielle Situation sind dem BeschwerdefÃ¼hrer anzulasten: So erfolgte der Sozialhilfebezug teilweise betrÃ¼gerisch und ist nicht ersichtlich, weshalb dem BeschwerdefÃ¼hrer nie eine dauerhafte Aufstockung seines Arbeitspensums gelungen ist. Dies zumal er in der Vergangenheit mit vorÃ¼bergehenden VollzeitbeschÃ¤ftigungen ein wesentlich hÃ¶heres Gehalt zu erzielen vermochte und zwischenzeitlich weitere Referenzen, Arbeitserfahrung und Sprachkenntnisse erworben hat. Der Umstand, dass der BeschwerdefÃ¼hrer zur Zufriedenheit seiner Arbeitgeber in Teilzeitanstellungen beschÃ¤ftigt war und an Arbeitsintegrationsprojekten teilgenommen hat, genÃ¼gt nicht, seinen Willen zur Erzielung eines hÃ¶heren Einkommens zu dokumentieren. Vielmehr weisen seine frÃ¼heren Anstellungen gerade nach, dass es ihm trotz Sprachproblemen und unsicherer Bewilligungssituation durchaus mÃ¶glich war, Anstellungen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden und anzutreten. Es wÃ¤re sodann auch Aufgabe des diesbezÃ¼glich nach Art. 90 AuG mitwirkungspflichtigen BeschwerdefÃ¼hrers gewesen, durch die Beilage von Bewerbungsschreiben und den dazugehÃ¶rigen Absagen seine SuchbemÃ¼hungen zu plau</span>s<span>i</span>bi<span>lisieren, was er aber lediglich in wenigen AusnahmefÃ¤llen getan hat. So hat er auch der Aufforderung des Migrationsamtes vom 9. Oktober 2008 keine Folge geleistet, wonach er nÃ¤here Angaben zu den GrÃ¼nden fÃ¼r seine FÃ¼rsorgeabhÃ¤ngigkeit und seine BemÃ¼hungen bei der Arbeitssuche hÃ¤tte machen und durch Beilage weiterer Unterlagen wie Bewerbungsschreiben, Anmeldungen RAV etc. hÃ¤tte belegen sollen. Aufgrund dessen erfolgte am 20. November 2008 auch zu Recht eine (zweite) Verwarnung.</span></p> <p class="Erwgung3">Zu relativieren ist auch der wohlwollende Bericht des Sozialzentrums G vom 7. Oktober 2009, welcher dem BeschwerdefÃ¼hrer intensive BemÃ¼hungen bei der Arbeitssuche attestierte, die jedoch aufgrund seiner mangelhaften beruflichen Qualifikation und geringen Deutschkenntnisse nicht gefruchtet hÃ¤tten. Die entsprechende Stellungnahme erfolgte in Unkenntnis der zu dieser Zeit den SozialhilfebehÃ¶rden widerrechtlich nicht gemeldeten BeschÃ¤ftigungen des BeschwerdefÃ¼hrers und hÃ¤tte wohl anders ausfallen mÃ¼ssen, wÃ¤ren der auskunfterteilenden Sozialarbeiterin dessen Erfolge bei der Arbeitssuche bekannt gewesen. </p> <p class="Urteilstext">Damit steht fest, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer in der Vergangenheit schuldhaft und im erheblichen Ausmass von der FÃ¼rsorge unterstÃ¼tzen liess. Auch inskÃ¼nftig scheint eine hohe und selbstverschuldete Gefahr der FÃ¼rsorgeabhÃ¤ngigkeit zu bestehen, wenngleich eine abschliessende Beurteilung ohne Kenntnis der finanziellen Situation der Ehefrau und des Familienbedarfs nicht mÃ¶glich ist. Auch wenn damit der Widerrufsgrund der SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit nach Art. 62 lit. e AuG entgegen den vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen durchaus erfÃ¼llt sein kÃ¶nnte, erscheint ein Widerruf respektive die NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung angesichts der persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse des BeschwerdefÃ¼hrers aber ohnehin unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, weshalb weitere AbklÃ¤rungen zur finanziellen Situation unterbleiben kÃ¶nnen (vgl. E. 6 nachstehend). </p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>6.1.1 </b>Nach AusgefÃ¼hrtem ist der Widerrufsgrund von Art. 62 lit. c AuG gegeben und scheint auch ein Widerruf nach Art. 62 lit. e AuG wahrscheinlich begrÃ¼ndet, wÃ¼rde aber noch nÃ¤herer AbklÃ¤rungen bedÃ¼rfen. Das Vorliegen von WiderrufsgrÃ¼nden fÃ¼hrt indes nicht zwingend zur NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung (vgl. Spescha in: derselbe et al., Migrationsrecht, Art. 62 AuG N. 2). Die NichtverlÃ¤ngerung der Bewilligung rechtfertigt sich nur, wenn die im Einzelfall vorzunehmende InteressenabwÃ¤gung die entsprechende Massnahme auch als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheinen lÃ¤sst. Im Rahmen der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung sind insbesondere die Ã¶ffentlichen Interessen an einer Wegweisung und die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse des AuslÃ¤nders sowie der Grad seiner Integration zu berÃ¼cksichtigen (Art. 96 AuG). </p> <p class="Erwgung3"><b>6.1.2 </b>Hat ein AuslÃ¤nder nahe Verwandte mit einem gefestigten Anwesenheitsrecht in der Schweiz und wird die intakte familiÃ¤re Beziehung tatsÃ¤chlich gelebt, kann es zudem Art. 8 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) bzw. Art. 13 Abs. 1 BV verletzen, wenn ihm die Anwesenheit in der Schweiz untersagt und damit sein Familienleben vereitelt wird (BGE 130 II 281 E. 3.1 mit Hinweisen). Der betreffende Anspruch gilt indessen nicht absolut. Vielmehr ist nach Art. 8 Abs. 2 EMRK ein Eingriff in das durch Abs. 1 geschÃ¼tzte Rechtsgut statthaft, soweit er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft fÃ¼r die nationale Sicherheit, die Ã¶ffentliche Ruhe und Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung und zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesellschaft und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist (BGr, 20. Oktober 2009, 2C_36/2009, E. 2.2). Diese konventionsrechtliche VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung entspricht jener nach Art. 96 Abs. 1 AuG und kann in einem einzigen Schritt vorgenommen werden (BGr, 1. Mai 2014, 2C_872/2013, E. 2.2.3). GrundsÃ¤tzlich ist hierbei auf die aktuellen VerhÃ¤ltnisse abzustellen. </p> <p class="Erwgung3"><b>6.1.3 </b>In der Regel ist ein Widerruf von Aufenthaltsbewilligungen bei Ehegatten von Schweizern nur unter erhÃ¶hten Voraussetzungen mÃ¶glich, falls die eheliche Gemeinschaft tatsÃ¤chlich gelebt wird und eine gemeinsame Ausreise der Ehegatten und der von diesen abhÃ¤ngigen (unmÃ¼ndigen) Kinder unzumutbar scheint (vgl. auch BGE 139 I 16 E. 2.2 und BGE 139 I 145 E. 2; vgl. auch die sog. "Reneja"-Praxis [BGE 135 II 377 E. 4.4; 130 II 176 E. 4.1; 110 Ib 201], welche sich aber auf den Widerrufsgrund von Art. 62 lit. b AuG bezieht und nur bedingt auf die restlichen WiderrufsgrÃ¼nde Ã¼bertragbar ist). </p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.2 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer lebt seit rund 14 Jahren in der Schweiz und hat am 27. Mai 2014 seine frÃ¼here Schweizer Ehefrau erneut geheiratet. Diese ist Mutter von zwei Kindern (D, geb. 2006, und E, geb. 1998), welche beide Ã¼ber das Schweizer BÃ¼rgerrecht verfÃ¼gen. Da der BeschwerdefÃ¼hrer den Ende 2006 geborenen D unangefochten anerkannt hat, steht seine diesbezÃ¼gliche Vaterschaft fest. Hingegen ist als Vater von E der frÃ¼here Schweizer Ehemann der Kindsmutter registriert, wenngleich der BeschwerdefÃ¼hrer behauptet, deren biologischer Vater zu sein. GemÃ¤ss den Ã¼bereinstimmenden und durch Drittaussagen belegte Angaben der Ehegatten hat der BeschwerdefÃ¼hrer sowohl zu seinem Sohn als auch zu dessen Halbschwester E eine sehr gute Beziehung, Ã¼bernahm bereits vor der Wiederverheiratung mit der Kindsmutter einen Grossteil von deren persÃ¶nlichen Betreuung und wird in alle wichtigen Kindsbelange miteinbezogen. Auf die Festlegung eines Unterhaltsbeitrags wurde gemÃ¤ss Schreiben der Kindes- und ErwachsenenschutzbehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich [KESB] vom 10. Februar 2014 einstweilen verzichtet, gemÃ¤ss eigenen Angaben bezahlte der BeschwerdefÃ¼hrer jedoch bis vor kurzem noch monatlich Fr. 200.- an den Unterhalt von D. Bis zur Wiederheirat war die Kindsmutter alleinige Sorgerechtsinhaberin. Da verheiratete Eltern die elterliche Sorge gemÃ¤ss Art. 297 Abs. 1 ZGB jedoch von Gesetzes wegen gemeinsam ausÃ¼ben â und dies gemÃ¤ss Art. 259 Abs. 1 ZGB auch fÃ¼r die vor der Ehe geborenen Kinder gilt, sofern die Vaterschaft durch Anerkennung oder Urteil feststeht â teilt sich die Kindsmutter seit ihrer Wiederverheiratung die elterliche Sorge Ã¼ber den gemeinsamen Sohn D mit dem BeschwerdefÃ¼hrer. GemÃ¤ss Untersuchungsbericht des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes des Kantons ZÃ¼rich vom 8. Mai 2013 leidet der Sohn des BeschwerdefÃ¼hrers an frÃ¼hkindlichen Autismus. Dessen Halbschwester E besucht aufgrund von Sprach- und EntwicklungsrÃ¼ckstÃ¤nden eine heilpÃ¤dagogische Schule.</p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.2 </b>Die Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers konnte zwar bereits vor ihrer (erneuten) Hochzeit erkennen, dass es ihr aufgrund des laufenden Bewilligungsverfahrens allenfalls nicht mÃ¶glich sein wÃ¼rde, die eheliche Beziehung in der Schweiz zu fÃ¼hren. Zudem ist ihr die Heimat des BeschwerdefÃ¼hrers nicht fremd, stammt sie doch ursprÃ¼nglich ebenfalls aus der Dominikanischen Republik. Eine gemeinsame Ausreise ist ihr jedoch wegen der Dauer ihres hiesigen Aufenthalts und ihrer hier aufgewachsenen sowie von ihr abhÃ¤ngigen Kinder, welche beide Ã¼ber die Schweizerische StaatsangehÃ¶rigkeit verfÃ¼gen, dennoch kaum zuzumuten: So befindet sich zumindest die Stieftochter E nicht mehr in einem anpassungsfÃ¤higen Alter und ist D aufgrund seiner Autismus-Erkrankung auf besondere Betreuung angewiesen, welche in der Dominikanischen Republik nicht im selben Mass gewÃ¤hrleistet scheint. Insgesamt erscheint ein Auseinanderreissen der Familie aufgrund der engen Familienbande weder dem BeschwerdefÃ¼hrer, noch seiner Ehefrau, noch seinem Sohn und seiner Stieftochter ohne Weiteres zumutbar. </p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.3 </b>Die gegenÃ¼berstehenden Ã¶ffentlichen Fernhalteinteresse vermÃ¶gen diese privaten Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers und seiner Familie nicht zu Ã¼berwiegen, zumal es sich bei den zu beurteilenden WiderrufsgrÃ¼nden eher um GrenzfÃ¤lle handelt: So ist nicht zu verkennen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bereits seit lÃ¤ngerer Zeit keine Sozialhilfe mehr bezogen hat und seine erfolgreiche Integration auf den Arbeitsmarkt zumindest mÃ¶glich erscheint. Auch seine VerstÃ¶sse gegen die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung erscheinen zwar erheblich, aber nicht derart schwerwiegend, dass sie ein Auseinanderreissen der Familie rechtfertigen wÃ¼rden. Die NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung erscheint damit unter BerÃ¼cksichtigung der aktuellen UmstÃ¤nde unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig und verstÃ¶sst gegen Art. 96 AuG und das verfassungs- und konventionsrechtlich garantierte Recht auf Familienleben (Art. 8 EMRK und Art. 13 BV). Dies im Gegensatz zur Situation vor der Wiederverheiratung und NeubegrÃ¼ndung der Familien- und Wohngemeinschaft, wobei diesbezÃ¼glich auf die zutreffende vorinstanzliche BegrÃ¼ndung verwiesen werden kann (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG). </p> <p class="Urteilstext"><span>Sollte der BeschwerdefÃ¼hrer erneut zu Klagen Anlass geben oder von der Sozialhilfe abhÃ¤ngig werden, ist ein spÃ¤terer Widerruf im Rahmen einer neuen InteressenabwÃ¤gung nicht ausgeschlossen.</span><span> </span><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer wird in diesem Sinn erneut ausdrÃ¼cklich verwarnt (Art. 96 Abs. 2 AuG).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde ist </span><span>damit hinsichtlich der BewilligungsverlÃ¤ngerung </span><span>gutzuheissen</span><span>. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b><span>AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten des </span>Beschwerdev<span>erfahrens de</span>r<span> Beschwerdegegner</span>in<span> aufzuerlegen, welche </span>den<span> BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das vorliegende </span>V<span>erfahren zu entschÃ¤digen hat (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 </span>VRG<span>; § 17 Abs. 2 VRG).</span> Hingegen sind dem BeschwerdefÃ¼hrer nach dem Verursacherprinzip die Kosten des Rekursverfahrens aufzuerlegen und ist ihm fÃ¼r das Rekursverfahren keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen, da die InteressensabwÃ¤gung bis und mit vorinstanzlichen Entscheid zu seinen Ungunsten hÃ¤tte ausfallen mÃ¼ssen und erst die erstmals im Beschwerdeverfahren vorgebrachte NeubegrÃ¼ndung einer gelebten und intakten Familien- und Wohngemeinschaft zu seiner Ehefrau sowie seinem Sohn eine NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheinen lÃ¤sst (vgl. Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 17 N. 25 ff.). Der vorinstanzliche Entscheid hat somit hinsichtlich der Kostenverlegung sowie der Abweisung des Gesuchs um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndigung weiter Bestand. </p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b><span>Da</span>s lediglich hinsichtlich des Kostenvorschusses im Beschwerdeverfahren gestellte Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung im Sinn von § 16 Abs. 1 VRG ist mangels Belastung mit Gerichtskosten im verwaltungsgerichtlichen Verfahren als gegenstandslos geworden abzuschreiben. </p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht wird, ist Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005</span> Ã¼ber das Bundesgericht<span> (BGG) zu erheben (vgl. BGr, 18. Juni 2007, 2D_3/2007 beziehungsweise 2C_126/2007, E. 2.2). Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird im Sinn der ErwÃ¤gungen teilweise gutgeheissen. Die VerfÃ¼gung der Sicherheitsdirektion vom 30. April 2010 sowie Dispositiv-Ziff. I und II im Beschluss des Regierungsrats vom 16. April 2014 werden aufgehoben. Das Migrationsamt wird eingeladen, die Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers zu verlÃ¤ngern.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Der BeschwerdefÃ¼hrer wird verwarnt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. <span>Das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde an das Bundesgericht im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Mitteilung anâ¦<br/> <br/> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>