<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen zu treffen, um die bestehenden Forschungslücken bezogen auf die Gewalt in Paarbeziehungen zu schliessen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Gestützt auf den "Bericht über Gewalt in Paarbeziehungen. Ursachen und in der Schweiz getroffene Massnahmen" (in Erfüllung des Postulats Stump 05.3694; BBl 2009 4087) wurden folgende Forschungsvorhaben bereits in die Wege geleitet:</p><p>- Das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) wird 2011 in Zusammenarbeit mit weiteren Ämtern und gestützt auf die Zahlen der revidierten Polizeilichen Kriminalstatistik eine Studie zu den Folgekosten der Gewalt in Paarbeziehungen durchführen.</p><p>- Die Revision der Polizeilichen Kriminalstatistik ermöglicht ab 2010 eine Vereinheitlichung der Statistik zu den polizeilich registrierten Fällen von häuslicher Gewalt. Diese erfasst nicht nur Straftaten im häuslichen Bereich, sondern auch die Anzahl polizeilicher Interventionen ohne verzeigte Straftaten. Und sie gibt Antwort auf die Frage der Beziehung zwischen Opfer und Täter. </p><p>- Die Erforschung der im Bericht erwähnten, noch wenig beleuchteten Bereiche wie Resilienzforschung, Bedingungen von Gewaltlosigkeit, geschlechtsspezifische Aspekte von Gewalt sowie Bedingungs- und Entstehungszusammenhänge ist letztlich Aufgabe von Forscherinnen und Forschern. Um sie darin zu unterstützen, wird das EBG einen Bericht veröffentlichen, welcher diese Forschungslücken präzisiert, und diesen den interessierten Forschungsinstituten zur Verfügung stellen. Im Übrigen besteht die Möglichkeit, solche Forschungsarbeiten im Rahmen der Projektförderung des Schweizerischen Nationalfonds (freie Grundlagenforschung) finanzieren zu lassen. </p><p>Die dem Bund zur Verfügung stehenden Ressourcen lassen aber keine weiteren Massnahmen zu.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.