<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2024-07-03-5A_417-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_417/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 3. Juli 2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Herrmann, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Zingg. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________ AG, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Konkurseröffnung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, 1. Zivilkammer, vom 31. Mai 2024 (ZK 24 162). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Mit Entscheid vom 17. April 2024 eröffnete das Regionalgericht Berner Jura-Seeland den Konkurs über den Beschwerdeführer. </div> <div class="para">Dagegen gelangte der Beschwerdeführer am 23. April 2024 mit einer als "Zurückweisung" betitelten Eingabe an das Obergericht des Kantons Bern. Mit Verfügung vom 25. April 2024 forderte das Obergericht den Beschwerdeführer zur Zahlung eines Kostenvorschusses von Fr. 750.-- auf. Am 6. Mai 2024 teilte der Beschwerdeführer mit, er habe eine Zurückweisung und keine Einsprache getätigt. Mit Verfügung vom 14. Mai 2024 setzte das Obergericht dem Beschwerdeführer eine Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses, unter Hinweis auf die Säumnisfolgen. Am 23. Mai 2024 hielt der Beschwerdeführer erneut fest, er weise den Entscheid vom 17. April 2024 zurück, er habe aber keine Einsprache getätigt. Mit Entscheid vom 31. Mai 2024 trat das Obergericht auf die Beschwerde nicht ein. Es auferlegte dem Beschwerdeführer die Gerichtskosten von Fr. 150.--. </div> <div class="para">Am 27. Juni 2024 (Postaufgabe) hat der Beschwerdeführer dem Bundesgericht eine gegen den obergerichtlichen Entscheid gerichtete Eingabe eingereicht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer hat die Eingabe an das Bundesgericht mit "Zurückweisung wegen Rechtsmängeln und Willkür" überschrieben. Er macht geltend, er weise den obergerichtlichen Entscheid wegen Rechtsmängeln und Willkür zurück. Er betone die Zurückweisung, da das Obergericht nicht in der Lage gewesen sei, die Zurückweisung von dem Einspruch zu unterscheiden. </div> <div class="para">Aus den Ausführungen des Beschwerdeführers geht der Wille hervor, den obergerichtlichen Entscheid anzufechten. Eine "Zurückweisung" eines kantonalen Entscheids gibt es jedoch nicht. Die Eingabe ist als Beschwerde in Zivilsachen (<span class="artref">Art. 72 ff. BGG</span>) zu behandeln. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Nach <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> ist in der Beschwerdebegründung in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Die beschwerdeführende Partei hat in gezielter Auseinandersetzung mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheides massgeblichen Erwägungen aufzuzeigen, welche Rechte bzw. Rechtsnormen die Vorinstanz verletzt haben soll (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=35&amp;from_date=29.06.2024&amp;to_date=18.07.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-86%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page86">BGE 140 III 86</a> E. 2; 115 E. 2). Für Verfassungsrügen (insbesondere Willkürrügen) gelten die strengeren Anforderungen des Rügeprinzips gemäss <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Das Obergericht hat die Eingabe des Beschwerdeführers vom 23. April 2024 ausgelegt und als Rechtsmittel qualifiziert, wobei es keine Rolle spiele, ob sie nach dem Verständnis und den Begrifflichkeiten des Beschwerdeführers eine "Zurückweisung" oder eine "Einsprache" darstelle. Die Eingabe sei als Beschwerde gemäss <span class="artref">Art. 319 ff. ZPO</span> zu behandeln. Die späteren Schreiben enthielten keinen Rückzug der Beschwerde. Da die Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses unbenutzt abgelaufen sei, ist das Obergericht auf die Beschwerde nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Vor Bundesgericht spricht der Beschwerdeführer abstrakt von Rechtsmängeln und Willkür, ohne darzulegen, worin diese bestehen sollen. Sodann wirft er dem Obergericht vor, die Zurückweisung mit dem Einspruch verwechselt zu haben. Er setzt sich jedoch nicht mit den obergerichtlichen Erwägungen zur Qualifikation seiner kantonalen Eingabe und zur Irrelevanz der von ihm verwendeten Begriffe auseinander. </div> <div class="para">Die Beschwerde enthält offensichtlich keine hinreichende Begründung. Der Abteilungspräsident tritt auf sie im vereinfachten Verfahren nicht ein (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6.</b> </div> <div class="para">Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt der Beschwerdeführer die Gerichtskosten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Handelsregisteramt des Kantons Bern, dem Konkursamt Seeland, Dienststelle Seeland, dem Betreibungsamt Seeland, Dienststelle Biel/Bienne, dem Grundbuchamt Seeland und dem Obergericht des Kantons Bern, 1. Zivilkammer, mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 3. Juli 2024 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Herrmann </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Zingg </div> </div></body></html>