BRKE I Nrn. 0295/2006 und 0296/2006 vom 29. November 2006 in BEZ 2007 Nr. 26 5.3. § 318 PBG schreibt einzig vor, dass im ordentlichen Baubewilligungsverfa h- ren die örtliche Baub ehörde über Baugesuche zu entscheiden habe. Dass es sich hierbei um die Exekutive oder e inen Ausschuss davon handeln muss, hat der kant o- nale Gesetzgeber entgegen rekurrentischem Vorbringen gerade nicht festgelegt. Hätte er dies beabsichtigt, hätte er explizit den Gemeinderat (vgl. § 3 Abs. 4 PBG) als zuständig erklärt. Er hat es mithin vielme hr den Gemeinden überlassen, die z u- ständige Behörde zu bestimmen. Massgebend ist somit die in der Gemeindeordnung (und in deren weiterführenden Erlassen) getroffene Z uständigkeitsordnung. Anderes lässt sich auch nicht e contrario aus § 325 Abs. 2 PBG ablei ten, welcher dem G e- meinderat für das Anzeigeverfahren die Kompetenz erteilt, die Entscheidungsbefu g- nis dem Bauvorstand oder einem sachkundigen Beamten zu übertragen. § 325 Abs. 2 PBG ermöglicht vielmehr dem Gemeinderat in e igener Kompetenz – also ohne entsprechende Ermächtigung in der Gemeindeordnung – bei Bauvorhaben von u n- tergeordneter Bedeutung eine Delegation vorzunehmen. Die vorliegend massgebende Gemeindeordnung sieht im Sinne eines Grundsa t- zes vor, dass der Gemeinderat seine Aufgaben als Kollegialb ehörde erfüllt (Art. 14 Abs. 1 der Gemeindeordnung). Zu diesen ist als Folge der in § 64 Ziff. 2 GG sowie in Art. 17 Ziff. 5 der Gemeindeordnung statuierten Kompetenzvermutung zugunsten des Gemeinderates zweifelsohne auch die Erteilung von Baubewilligungen zu zäh- len. Die Gemeindeordnung überlässt es in der Folge jedoch dem Gemeinderat, in der Geschäftsordnung Geschäfte oder Geschäftsfelder an einzelne Mitglieder oder Au s- schüsse zu delegieren (Art. 14 Abs. 2 der Geschäftsordnung). Im Anhang V der G e- schäftsordnung, auf welchen Art. 40 derselben ve rweist, wird festgelegt, dass der Bauvorstand für sämtliche Verfahrensstufen des baurechtl ichen Verfahrens sowie für Rechtshandlungen im Rahmen des Rekursverfahrens vor den Baurekurskommissi o- nen zuständig ist. Daraus ist in Übereinstimmung mit der Vorinstanz zu schliessen, dass der Gemeinderat im Rahmen der Geschäftsordnung die Kompetenz zur Erte i- lung von Baubewilligungen dem Bauvorstand delegiert hat. Die Rekurrentinnen (…) sind jedoch der Auffassung, dass eine derar tige Kom- petenzdelegation bereits in der Gemeindeordnung zu erfolgen hätte. Auch dieser Auffas sung kann nicht gefolgt werden. Gemäss dem klaren Wortlaut von § 57 GG, welcher die Kompetenzdelegation an Verwaltungsvorstände und Ausschüsse no r- miert, hat die Ge meindeordnung lediglich die Ermächtigung zur Kompetenzdelegati- on zu enthalten. Dies im Gegensatz zur Übertragung von Verwaltungszweigen an besondere Kommissionen mit selbstständigen Verwaltungsbefugnissen (§ 56 GG), wo eine entsprechende Delegation bereits in der G emeindeordnung zu erfolgen hat (vgl. hierzu auch H.R. Thalmann, Ko mmentar zum Zürcher Gemeindegesetz, 3. A., 2000, § 57 Ziff. 1). Wie vorstehend dargelegt wurde, enthält Art. 14 Abs. 2 der fragl i- chen Gemeindeordnung eine entsprechende Ermächtigung zur Kompetenzdelegati- on. Die kommunale Regelung genügt damit dem übergeordneten kantonalen Recht.- 2 - Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass die Erteilung der Baubewilligung durch den Bauvorstand rechtens ist, so dass die entsprechende fo r- mellrechtliche Rüge ins Leere stösst.