<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">[AZA 7] </div> <div class="para">U 243/98 Vr </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesrichter Schön, Spira und Bundesrichterin Widmer; </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Grünvogel </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 12. April 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">S.________, 1971, Beschwerdeführerin, vertreten durch </div> <div class="para">Rechtsanwalt Dr. D.________, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Luzern, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Versicherungsgericht des Kantons Aargau, Aarau </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.- Die 1971 geborene S.________ arbeitete bei der </div> <div class="para">Firma A.________ AG als Reinigungsangestellte und war bei </div> <div class="para">der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen </div> <div class="para">Unfälle versichert. Daneben war sie als selbstständig </div> <div class="para">erwerbende Coiffeuse tätig. Am 24. Januar 1995 wurde sie </div> <div class="para">als Lenkerin eines Personenwagens in einen Auffahrunfall </div> <div class="para">verwickelt. Der am nächsten Tag konsultierte Arzt Dr. </div> <div class="para">P.________ diagnostizierte ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule </div> <div class="para">(HWS) mit Nackenbeschwerden und Parästhesien in </div> <div class="para">beiden Armen sowie beiden Fusssohlen. Er verordnete eine </div> <div class="para">Ruhigstellung mit Halskragen, Schmerzmittel und Myotonolytika </div> <div class="para">und liess S.________ bei Dr. R.________ im HWS-Bereich </div> <div class="para">röntgenologisch abklären. Dieser konnte weder eine Läsion </div> <div class="para">noch signifikante vorbestehende Diskopathien oder verblockte </div> <div class="para">Etagen und Gefügelockerungen feststellen (Bericht vom </div> <div class="para">6. Februar 1995). Ab Anfang März ging S.________ ihrer </div> <div class="para">Tätigkeit als selbstständige Coiffeuse wieder im Umfang von </div> <div class="para">50 % nach. Als Reinigungsangestellte bestand weiterhin eine </div> <div class="para">vollständige Arbeitsunfähigkeit. Da der Heilungsprozess </div> <div class="para">trotz im März 1995 begonnener Physiotherapie praktisch </div> <div class="para">stationär blieb, regte der Hausarzt eine Magnetresonanztomographie </div> <div class="para">(MRT) der HWS an, welche am 29. Mai 1995 vom </div> <div class="para">Radiologen Dr. B.________ durchgeführt wurde. Hinweise auf </div> <div class="para">eine medulläre Schädigung fanden sich keine. Die bildgebend </div> <div class="para">erkannten leichten Einengungen der Foramina intervertebralia </div> <div class="para">auf der Höhe von C3/C4 sowie C4/C5 führte der Radiologe </div> <div class="para">auf degenerative Veränderungen zurück, wogegen er die ebenfalls </div> <div class="para">leichte Einengung des Spinalkanals auf Höhe C6/C5 mit </div> <div class="para">einem kleinen verkalkten Hämatom beim Wirbelkörper C6 in </div> <div class="para">Verbindung brachte, ohne sich zu dessen Ursache zu äussern </div> <div class="para">(Bericht vom 30. Mai 1995). Der die Versicherte mehrmals </div> <div class="para">untersuchende Neurologe Dr. M.________ konnte keine radikulären </div> <div class="para">Zeichen objektivieren. Die leichte Protrusion bei C6 </div> <div class="para">erachtete er als möglicherweise traumatisch bedingt (Bericht </div> <div class="para">vom 22. Juni 1995). Am 17. Juli 1995 untersuchte der </div> <div class="para">SUVA-Kreisarzt Dr. W.________ S.________. Er schloss auf </div> <div class="para">eine vollständige Arbeitsfähigkeit per 24. Juli 1995 für </div> <div class="para">beide Tätigkeiten. Mit dieser, durch den Hausarzt Dr. </div> <div class="para">P.________ getragenen Einschätzung war S.________ nicht </div> <div class="para">einverstanden und suchte - nachdem sie beim Hausarzt ohne </div> <div class="para">Erfolg vorgesprochen hatte - deswegen Dr. E.________ auf, </div> <div class="para">welcher sich indessen auch nicht im Stande sah, ihr eine </div> <div class="para">Arbeitsunfähigkeit zu attestieren und eine Weiterbehandlung </div> <div class="para">ablehnte (Schreiben vom 27. September 1995). Die SUVA </div> <div class="para">stellte ihre Leistungen ein. </div> <div class="para">Am 28. Februar 1996 berichtete das Spital X.________ </div> <div class="para">der SUVA über eine ambulante, primär die Lendenwirbelsäule </div> <div class="para">(LWS) betreffende Untersuchung vom 20. November 1995. Am </div> <div class="para">24. März 1996 meldete das Spital X.________ eine akute </div> <div class="para">Exacerbation von Lumboischialgien mit Auswirkungen auf die </div> <div class="para">Arbeitsfähigkeit. Da die SUVA einen Zusammenhang zwischen </div> <div class="para">dem Unfall und den nunmehr geltend gemachten Beschwerden </div> <div class="para">als nicht ausgewiesen betrachtete, weigerte sie sich mit </div> <div class="para">Verfügung vom 13. Mai 1996, hiefür Leistungen zu erbringen. </div> <div class="para">Auf Einsprache hin, in welcher nunmehr auch das Weiterbestehen </div> <div class="para">von HWS-Beschwerden geltend gemacht wurde, unterbreitete </div> <div class="para">die SUVA die Angelegenheit ihrem Ärzteteam Unfallmedizin, </div> <div class="para">welches am 9. April 1997 in der Person von Dr. </div> <div class="para">V.________ Bericht erstattete. Nachdem noch eine Stellungnahme </div> <div class="para">des Dr. P.________ vom 11. Juni 1997 zu den lumbalen </div> <div class="para">Beschwerden eingeholt worden war, hielt die SUVA im Einsprache-Entscheid </div> <div class="para">vom 5. Mai 1997 an der Leistungsverweigerung </div> <div class="para">fest. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.- Dagegen liess S.________ Beschwerde erheben. Sie </div> <div class="para">legte u.a. Berichte des Spitals X.________ über eine neuropsychologische </div> <div class="para">Untersuchung vom 13. Dezember 1995 sowie der </div> <div class="para">Klinik Y.________ über die Ergebnisse einer vom 17. März </div> <div class="para">bis 14. April 1998 dauernden stationären Behandlung ein. </div> <div class="para">Die Replik vom 17. November 1997 wies das Präsidium des </div> <div class="para">Versicherungsgerichts des Kantons Aargau zurück, damit </div> <div class="para">innert gesetzter Frist eine Eingabe ohne ungebührliche </div> <div class="para">Äusserungen eingereicht werde, widrigenfalls diese unbeachtlich </div> <div class="para">bleibe. Die nachgebesserte Replik (vom 19. Januar </div> <div class="para">1998) erachtete die Gerichtsleitung nach wie vor als ungebührlich, </div> <div class="para">weshalb sie auf diese mit Verfügung vom 23. Januar </div> <div class="para">1998 nicht eintrat. Mit Entscheid vom 3. Juni 1998 </div> <div class="para">wies das kantonale Gericht die Beschwerde ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde lässt S.________ </div> <div class="para">beantragen, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie </div> <div class="para">des Einsprache-Entscheids vom 5. Mai 1997 sei die SUVA zu </div> <div class="para">verpflichten, über den 24. Juli 1995 hinaus die gesetzlichen </div> <div class="para">Leistungen zu erbringen; eventuell sei die Angelegenheit </div> <div class="para">an die Vorinstanz zwecks Durchführung eines verwaltungsexternen </div> <div class="para">Gutachtens und zur neuen Entscheidung zurückzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die SUVA schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde </div> <div class="para">und beantragt in verfahrensmässiger Hinsicht, </div> <div class="para">die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei zur Verbesserung </div> <div class="para">innert angesetzter Frist zurückzuweisen mit der </div> <div class="para">Androhung, dass sie sonst unbeachtet bleibe; sodann sei </div> <div class="para">eine angemessene Ordnungsbusse auszufällen. Das Bundesamt </div> <div class="para">für Sozialversicherung hat sich nicht vernehmen lassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde weist mehrere </div> <div class="para">Ausführungen ungebührlichen Inhalts auf, wie "SUVA-Ärzte, </div> <div class="para">die unabhängig der von der allgemeinen medizinischen Lehre </div> <div class="para">das machen, was ihnen resp. ihrem Brötchengeber passt", </div> <div class="para">"fachlich inkompetenter SUVA-Kreisarzt", "dessen jeder </div> <div class="para">ärztlichen Ethik Hohn sprechenden Vorgehensweise", "mehr </div> <div class="para">als nur pfuschigen Untersuchungen (der SUVA)", "der bei den </div> <div class="para">Hausärzten entfachte Psychoterror des Kreisarztes" oder </div> <div class="para">"sich einer offensichtlich nicht mehr der Objektivität </div> <div class="para">verpflichtet fühlenden Verwaltungsbehörde". Indessen erweist </div> <div class="para">sich vorliegend eine Rückweisung gemäss Art. 30 </div> <div class="para">Abs. 3 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 135 OG</span> insofern als nicht </div> <div class="para">zweckmässig, als der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin </div> <div class="para">im kantonalen wie auch schon in andern Verfahren gezeigt </div> <div class="para">hat, dass er anscheinend nicht gewillt ist, den gebotenen </div> <div class="para">prozessualen Anstand zu wahren, und dass er sich auch durch </div> <div class="para">wiederholte Ordnungsbussen von dieser Haltung, die letztlich </div> <div class="para">nicht im Interesse seiner Mandanten liegen kann, nicht </div> <div class="para">abbringen liess. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Die Beschwerdeführerin rügt in formeller Hinsicht, </div> <div class="para">die Vorinstanz habe in Verletzung des Anspruchs auf rechtliches </div> <div class="para">Gehör die Replikschrift vom 19. Januar 1998 wegen </div> <div class="para">ungebührlichen Inhalts aus dem Recht gewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">a) Richtigerweise wird diese Rüge erst mit der vorliegenden, </div> <div class="para">gegen den Endentscheid des kantonalen Gerichts gerichteten </div> <div class="para">Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebracht. Denn </div> <div class="para">die verfahrensleitende Verfügung vom 23. Januar 1998, mit </div> <div class="para">welcher die Nichtberücksichtigung der fraglichen Rechtsschriften </div> <div class="para">beschlossen wurde, bewirkte keinen nicht wieder </div> <div class="para">gutzumachenden Nachteil, sodass eine gesonderte Anfechtung </div> <div class="para">dieser Verfügung zulässig gewesen wäre (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-V-82%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page85">BGE 124 V 85</a> </div> <div class="para">Erw. 2 und 87 Erw. 4, 121 V 116, je mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat unlängst </div> <div class="para">im Urteil P. vom 28. November 2000 (U 279/00) ausgeführt, </div> <div class="para">dass sich im Prozessrecht des Kantons Aargau keine </div> <div class="para">Bestimmung findet, welche die vom kantonalen Versicherungsgericht </div> <div class="para">gewählte Vorgehensweise erlaube, weshalb mangels </div> <div class="para">gesetzlicher Grundlage ein Nichteintreten auf eine ungebührliche </div> <div class="para">Eingabe nur bei Rechtsmissbrauch in Frage kommen </div> <div class="para">könne. Davon kann aber mit Bezug auf die Eingaben der Beschwerdeführerin </div> <div class="para">keine Rede sein. Somit hat die Vorinstanz </div> <div class="para">mit der Nicht-Berücksichtigung der Replikschriften den Anspruch </div> <div class="para">auf rechtliches Gehör verletzt. Diese Rechtsverletzung </div> <div class="para">erweist sich vorliegend indessen nicht als gravierend. </div> <div class="para">Denn die Versicherte hatte bereits in der Beschwerdeschrift </div> <div class="para">Gelegenheit, sich zur Sache zu äussern, und in der Beschwerdeantwort </div> <div class="para">finden sich keine Noven, welche das Einholen </div> <div class="para">einer Replikschrift durch die Vorinstanz zwingend erfordert </div> <div class="para">hätten. Durch die Berücksichtigung der fraglichen </div> <div class="para">Rechtsschriften entsprechend dem Antrag der Beschwerdeführerin </div> <div class="para">kann daher die durch die Vorinstanz begangene </div> <div class="para">Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten (vgl. </div> <div class="para">BGE 126 I 72, 126 V 132 Erw. 2b, je mit Hinweisen). </div> <div class="para">Zu ergänzen ist, dass beim Fehlen einer ausdrücklichen </div> <div class="para">Vorschrift nach dem Vorbild von <span class="artref">Art. 30 Abs. 3 OG</span> einem </div> <div class="para">kantonalen Gericht (und auch dem Unfallversicherer, dem im </div> <div class="para">Einspracheverfahren eine solche Norm ebenfalls nicht zur </div> <div class="para">Verfügung steht; vgl. <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 UVG</span>; unveröffentlichtes </div> <div class="para">Urteil F. vom 15. März 2001, U 269/98) nur die Möglichkeit </div> <div class="para">bleibt, allenfalls standesrechtliche Massnahmen gegen </div> <div class="para">den Verfasser einer ungebührlichen Eingabe ins Auge zu fassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Materiell ist strittig, ob die Versicherte nach </div> <div class="para">der Leistungseinstellung vom 24. Juli 1995 durch die SUVA </div> <div class="para">noch an auf den Unfall vom 24. Januar 1995 zurückzuführende </div> <div class="para">Beschwerden litt bzw. leidet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4.- Die Vorinstanz hat die Rechtsprechung zu dem für </div> <div class="para">die Leistungspflicht des Unfallversicherers zunächst vorausgesetzten </div> <div class="para">natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem </div> <div class="para">Unfall und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, </div> <div class="para">Tod) zutreffend dargelegt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-335%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page337">BGE 119 V 337</a> Erw. 1 mit </div> <div class="para">Hinweisen). Im angefochtenen Entscheid richtig wiedergegeben </div> <div class="para">ist ferner auch die Rechtsprechung zur weiter vorausgesetzten </div> <div class="para">Adäquanz des Kausalzusammenhangs im Allgemeinen </div> <div class="para">(<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-V-45%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page49">BGE 121 V 49</a> Erw. 3a; vgl. auch <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-V-98%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page103">BGE 123 V 103</a> Erw. 3d, 139 </div> <div class="para">Erw. 3c) und bei psychischen Unfallfolgen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-V-133%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page133">BGE 115 V 133</a>) </div> <div class="para">sowie Folgen eines Unfalls mit Schleudertrauma der HWS ohne </div> <div class="para">organisch nachweisbare Funktionsausfälle (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-359%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page359">BGE 117 V 359</a>). </div> <div class="para">Sodann hat das kantonale Gericht zu Recht festgestellt, </div> <div class="para">dass die Beurteilung der Adäquanz in Fällen, in welchen die </div> <div class="para">zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas der HWS </div> <div class="para">gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise gegeben sind, </div> <div class="para">im Vergleich zur ausgeprägten psychischen Problematik aber </div> <div class="para">ganz in den Hintergrund treten, nach den für psychische </div> <div class="para">Fehlentwicklungen nach einem Unfall entwickelten Kriterien </div> <div class="para">vorzunehmen ist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-V-98%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page99">BGE 123 V 99</a> Erw. 2a). Richtig sind auch </div> <div class="para">die Ausführungen zum Beweiswert sowie zur Beweiswürdigung </div> <div class="para">ärztlicher Berichte und Gutachten (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-V-157%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page160">BGE 122 V 160</a> Erw. 1c </div> <div class="para">mit Hinweisen; vgl. auch <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-351%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page352">BGE 125 V 352</a> Erw. 3a und b). Darauf </div> <div class="para">kann verwiesen werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">5.- a) Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin </div> <div class="para">anlässlich des Beschleunigungsmechanismus ohne Kopfanprall </div> <div class="para">eine HWS-Distorsion erlitten hat. Die Versicherte macht nun </div> <div class="para">geltend, beim Auffahrunfall neben der typischen Schleuderverletzung </div> <div class="para">der HWS auch eine Läsion der LWS erlitten zu </div> <div class="para">haben, welche Ursache für die von Dr. G.________ vom Spital </div> <div class="para">X.________ erstmals im Bericht vom 28. Februar 1996 näher </div> <div class="para">umschriebenen lumbalen Schmerzen seien. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Die von Dr. G.________ beurteilten Röntgenbilder </div> <div class="para">seitlich und die Funktionsaufnahmen vom 20. November 1995 </div> <div class="para">sowie die MRT-Aufnahmen des Spitals X.________ vom 12. März </div> <div class="para">1995 zeigen neben einer leichten Fehlhaltung sowie einer </div> <div class="para">rechtskonvexen Skoliose eine beginnende Osteochondrose und </div> <div class="para">Spondylarthrose L4/L5 und L5/S1, bei der Osteochondrose </div> <div class="para">eine kleine mediane Diskushernie L4/L5 und ausserdem eine </div> <div class="para">kleine mediane bis rechts paramediane Diskushernie L5/S1 </div> <div class="para">sowie eine anteriore interaspongiöse bzw. retromarginale </div> <div class="para">Diskushernie in der Bodenplatte von LWK 1, wie dies von der </div> <div class="para">Klinik Y.________ in Präzisierung der Ausführungen des Dr. </div> <div class="para">G.________ im Bericht vom 4. Mai 1998 festgehalten wurde. </div> <div class="para">Darüber hinaus sprachen die Ärzte von einer massiv eingeschränkten </div> <div class="para">Inklination in allen Segmenten ohne Anhaltspunkte </div> <div class="para">für eine Fraktur, eine Nervenwurzelkompression, eine </div> <div class="para">Instabilität oder Spinalkanalstenose. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">c) Es entspricht einer medizinischen Erfahrungstatsache </div> <div class="para">im Bereich des Unfallversicherungsrechts, dass praktisch </div> <div class="para">alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenveränderungen </div> <div class="para">entstehen und ein Unfallereignis nur </div> <div class="para">ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als </div> <div class="para">eigentliche Ursache in Betracht fällt. Als weitgehend unfallbedingt </div> <div class="para">kann ein Bandscheibenvorfall betrachtet werden, </div> <div class="para">wenn das Unfallereignis von besonderere Schwere und geeignet </div> <div class="para">war, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, </div> <div class="para">und die Symptome der Diskushernie (vertebrales oder radikuläres </div> <div class="para">Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit </div> <div class="para">aufgetreten sind. Wird die Diskushernie durch </div> <div class="para">den Unfall lediglich ausgelöst, nicht aber (weitgehend) </div> <div class="para">verursacht, übernimmt die Unfallversicherung den durch das </div> <div class="para">Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub, spätere Rezidive </div> <div class="para">dagegen nur, wenn eindeutige Brückensymptome gegeben </div> <div class="para">sind (nicht veröffentlichte Urteile H. vom 18. August 2000, </div> <div class="para">U 4/00, B. vom 7. Januar 2000, U 131/99, S. vom 5. Januar </div> <div class="para">2000, U 103/99, F. vom 27. Dezember 1999, U 2/99, S. vom </div> <div class="para">4. Juni 1999, U 193/98, R. vom 30. April 1999, U 228/98, S. </div> <div class="para">vom 22. Januar 1999, U 69/98, S. vom 26. August 1996, </div> <div class="para">U 159/95, S. vom 7. April 1995, U 238/94, und J. vom </div> <div class="para">10. Oktober 1994, U 67/94, letzteres zusammengefasst in </div> <div class="para">ZBJV 1996 S. 489 f.; vgl. auch Debrunner/Ramseier, Die </div> <div class="para">Begutachtung von Rückenschäden, Bern 1990, S. 54 ff., insbesondere </div> <div class="para">S. 56; Baur/Nigst, Versicherungsmedizin, 2. Aufl. </div> <div class="para">Bern 1985, S. 162 ff.; Mollowitz, Der Unfallmann, 11. Aufl. </div> <div class="para">Berlin 1993, S. 164 ff.). Insbesondere mit dem letztgenannten </div> <div class="para">Kriterium werden auch jene Fälle aufgefangen, bei denen </div> <div class="para">der Unfall neben weiteren Faktoren lediglich eine Teilursache </div> <div class="para">für die im Anschluss an das Ereignis aufgetretenen </div> <div class="para">Rückenbeschwerden darstellt. Vorausgesetzt ist indessen </div> <div class="para">auch dort, dass die Symptome einer Diskushernie (vertebragenes </div> <div class="para">oder radikuläres Syndrom) unmittelbar nach dem Unfall </div> <div class="para">auftreten (RKUV 2000 Nr. U 379 S. 193 Erw. 2a mit Hinweis </div> <div class="para">auf das Urteil S. vom 26. August 1996, U 159/95; vgl. auch </div> <div class="para">Debrunner/Ramseier, a.a.O., S. 55 oben). Wenn die Beschwerdeführerin </div> <div class="para">unter Hinweis auf ein auszugsweise vorgelegtes, </div> <div class="para">einen anderen Fall betreffendes Gutachten des Prof. Walz </div> <div class="para">von der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik, Zürich, vom </div> <div class="para">10. Juli 1998 sowie die von ihrem Rechtsvertreter zusammengestellte </div> <div class="para">Auflistung von Fällen, in denen Ärzte Jahre </div> <div class="para">nach einem Unfallereignis (erstmals) diagnostizierte cervikale </div> <div class="para">Diskushernien mit diesem in Verbindung gebracht haben </div> <div class="para">sollen, so ist dies höchstens geeignet aufzuzeigen, dass </div> <div class="para">die vorherrschende Auffassung bezüglich des ursächlichen </div> <div class="para">Zusammenhangs zwischen Diskushernien und Unfall möglicherweise </div> <div class="para">von einigen Ärzten in Frage gestellt wird. Von der </div> <div class="para">Einholung eines Grundsatzgutachtens, wie es die Beschwerdeführerin </div> <div class="para">beantragt, ist abzusehen. Es ist nicht Sache des </div> <div class="para">Sozialversicherungsgerichts, medizinisch-wissenschaftliche </div> <div class="para">Kontroversen zu klären; seine Aufgabe beschränkt sich darauf, </div> <div class="para">die Unfallkausalität auf Grund der im konkreten Fall </div> <div class="para">bestehenden Verhältnisse und unter Berücksichtigung der </div> <div class="para">jeweils herrschenden medizinischen Lehrmeinung zu beurteilen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">d) Der erstbehandelnde Hausarzt Dr. P.________ räumt </div> <div class="para">in seinem Bericht vom 11. Juni 1997 zwar rückblickend ein, </div> <div class="para">dass die Versicherte bei der ersten, einen Tag nach dem </div> <div class="para">Unfallereignis liegenden Konsultation nicht nur Schmerzen </div> <div class="para">im HWS-Bereich, sondern auch Kreuzbeschwerden leichter </div> <div class="para">Intensität geklagt habe. Im weiteren Behandlungsverlauf </div> <div class="para">habe die Patientin indessen nie mehr lumbale Schmerzen </div> <div class="para">erwähnt. Diese Aussage deckt sich mit dem Inhalt der von </div> <div class="para">der Beschwerdeführerin am 3. März 1995 selbst ausgefüllten </div> <div class="para">Unfallmeldung, worin sie einzig Verletzungen im Bereich des </div> <div class="para">Nackens, der Arme und der Beine angibt. Auf Grund dieser </div> <div class="para">Aktenlage ist mit Dr. V.________ (in der Stellungnahme vom </div> <div class="para">9. April 1997), dessen Ausführungen mangels konkreter Anhaltspunkte </div> <div class="para">für die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde </div> <div class="para">gerügte Befangenheit beigezogen werden dürfen, davon auszugehen, </div> <div class="para">dass das Unfallereignis vom 24. Januar 1995 keine </div> <div class="para">Diskushernie verursacht hat und damit die von Dr. </div> <div class="para">G.________ mittels bildgebender Verfahren festgestellten </div> <div class="para">Befunde keine Rückschlüsse auf eine abgelaufene Lendenwirbelverletzung </div> <div class="para">zulassen. Selbst wenn man angesichts des </div> <div class="para">nachträglichen Hinweises des Hausarztes auf die bei der </div> <div class="para">ersten Konsultation geklagten lumbalen Beschwerden von </div> <div class="para">einem Auslösen von Bandscheibenvorfällen durch den Unfall </div> <div class="para">ausgehen wollte, so wären die damit zusammenhängenden, nur </div> <div class="para">kurzzeitig aufgetretenen Beschwerden als zu gering zu </div> <div class="para">bezeichnen, als dass nach Brückensymptomen für die nach der </div> <div class="para">Leistungseinstellung geklagten LWS-Beschwerden zu suchen </div> <div class="para">wäre. Deshalb ist auch ohne Belang, ob die Beschwerdeführerin </div> <div class="para">nun tatsächlich, wie von ihr unter Hinweis auf die </div> <div class="para">Patientenkarte der Physiotherapie Surental behauptet, bei </div> <div class="para">der von Dr. P.________ am 18. März 1995 wegen resistenter </div> <div class="para">Nackenschmerzen verordneten physiotherapeutischen Behandlung </div> <div class="para">auch im Kreuzbereich therapiert worden sei. Der Vollständigkeit </div> <div class="para">halber sei einzig erwähnt, dass bei der auf der </div> <div class="para">Patientenkarte aufgeführten Bestandsaufnahme vom 21. März </div> <div class="para">1995 zwar auf einen dumpfen Schmerz im Bereich LWS hingewiesen </div> <div class="para">wird. Daraus nun aber den Schluss zu ziehen, für </div> <div class="para">dieses Leiden sei zwingend eine Behandlung erforderlich </div> <div class="para">gewesen, geht angesichts des ebenfalls auf der Patientenkarte </div> <div class="para">befindlichen Hinweises, dass dieser Schmerz nur am </div> <div class="para">Morgen und in Ruhe anwesend sei und bei Bewegung abflaue, </div> <div class="para">zu weit. Auf die beantragten weiteren Abklärungen in dieser </div> <div class="para">Richtung kann nach Gesagtem aber verzichtet werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">e) Können die vom Spital X.________ am 20. November </div> <div class="para">1995 und 12. März 1996 diagnostizierten Bandscheibenvorfälle </div> <div class="para">mit dem Unfall vom 24. Januar 1995 nicht (mehr) in </div> <div class="para">einen natürlichen Kausalzusammenhang gebracht werden, fehlt </div> <div class="para">es an einem organischen Substrat, welches die Leistungspflicht </div> <div class="para">der SUVA für die LWS-Beschwerden begründen könnte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">6.- a) Was den Beschwerdekomplex im Bereich der HWS </div> <div class="para">anbelangt, so bemängelt die Versicherte zunächst, die MRT </div> <div class="para">von Dr. B.________ vom 29. Mai 1995 sei zu spät durchgeführt </div> <div class="para">worden, sodass das dort erkannte kleine verkalkte </div> <div class="para">Hämatom beim Wirbelkörper C6 nunmehr möglicherweise nicht </div> <div class="para">mehr mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden </div> <div class="para">Wahrscheinlichkeit mit dem Unfall in Kausalzusammenhang </div> <div class="para">gebracht werden könne. Darüber hinaus sei die von Dr. </div> <div class="para">M.________ aufgeworfene Frage nach der traumatischen Entstehung </div> <div class="para">dieses Hämatoms, welches gemäss Angaben von Dr. </div> <div class="para">B.________ immerhin zu einer ausgeprägten und damit bedeutsamen </div> <div class="para">segmentalen Einengung geführt habe, nicht genügend </div> <div class="para">abgeklärt worden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Vorab ist auf einen Irrtum der Beschwerdeführerin </div> <div class="para">hinzuweisen. Zwar finden sich im Bericht von Dr. B.________ </div> <div class="para">vom 30. Mai 1995 die Worte "ausgeprägte segmentale Einengung </div> <div class="para">des Spinalkanals", indessen steht ihnen das Adjektiv </div> <div class="para">"wenig" vor, weshalb sie lediglich als diskret oder leicht </div> <div class="para">zu bezeichnen ist, was Dr. B.________ übrigens an anderer </div> <div class="para">Stelle, wie auch Dr. M.________ in der Schlussbeurteilung </div> <div class="para">vom 22. Juni 1995, getan haben. Weiter kann weder dem Hausarzt </div> <div class="para">noch der SUVA zum Vorwurf gereichen, (erst) rund vier </div> <div class="para">Monate nach dem Unfallereignis eine MRT veranlasst zu haben. </div> <div class="para">Wie Dr. V.________ in der Stellungnahme vom 9. April </div> <div class="para">1997 unter Hinweis auf Literatur in nachvollziehbarer Weise </div> <div class="para">darlegt, ist eine solche regelmässig nicht vor Beendigung </div> <div class="para">der Akutphase angezeigt. Bezüglich des Vorwurfs, die Ursache </div> <div class="para">der Protrusion sei ungenügend abgeklärt, ist festzuhalten, </div> <div class="para">dass die Versicherte sowohl radiologisch durch Dr. </div> <div class="para">B.________ und neurologisch durch Dr. M.________ untersucht </div> <div class="para">wurde, ohne dass ein Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall </div> <div class="para">vom 24. Januar 1995 und dem fraglichen Hämatom als überwiegend </div> <div class="para">wahrscheinlich bezeichnet werden konnte. Dr. </div> <div class="para">M.________ erachtete dies im Bericht vom 22. Juni 1995 als </div> <div class="para">bloss möglich, während sich Dr. B.________ zu dieser Frage </div> <div class="para">in der Expertise vom 30. Mai 1995 ausschwieg, was sich </div> <div class="para">gemäss den auch in diesem Punkt überzeugenden, unter Verweis </div> <div class="para">auf das Schrifttum getätigten Ausführungen des Dr. </div> <div class="para">V.________ als treffend erweist, da allein auf Grund eines </div> <div class="para">kernspintomographischen Befundes nichts Verbindliches über </div> <div class="para">eine mögliche traumatische Ursache einer Bandscheibenprotrusion </div> <div class="para">gesagt werden könne. Dementsprechend erübrigte </div> <div class="para">es sich auch, von Seiten der SUVA auf den von Dr. </div> <div class="para">M.________ zurückhaltend formulierten Vorschlag, "vielleicht </div> <div class="para">müsste der Radiologe dazu noch spezifischer Stellung </div> <div class="para">nehmen", näher einzugehen, ohne dass ihr deswegen eine Verletzung </div> <div class="para">der Untersuchungsmaxime zur Last gelegt werden </div> <div class="para">könnte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">c) Neben dem fraglichen Hämatom, welches nach Gesagtem </div> <div class="para">nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden </div> <div class="para">Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 24. Januar 1995 zurückzuführen </div> <div class="para">ist, sind die weiteren Anormalitäten im Bereich </div> <div class="para">der HWS nach übereinstimmender Einschätzung der Dres. </div> <div class="para">B.________ und M.________ degenerativ bedingt, weshalb mit </div> <div class="para">Vorinstanz und SUVA von einem Schleudertrauma der HWS ohne </div> <div class="para">organisch nachweisbare Funktionsausfälle auszugehen ist. </div> <div class="para">Weil von zusätzlichen Abklärungen wie der beantragten Einholung </div> <div class="para">eines weiteren neurologischen Gutachtens oder einer </div> <div class="para">neurochirurgischen Expertise keine neuen, rechtswesentlichen </div> <div class="para">Erkenntnisse zu erwarten sind, kann darauf verzichtet </div> <div class="para">werden (antizipierte Beweiswürdigung; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-V-90%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page94">BGE 124 V 94</a> Erw. 4b, </div> <div class="para">122 V 162 Erw. 1d mit Hinweis). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">7.- a) Bis zum Zeitpunkt der kreisärztlichen Untersuchung </div> <div class="para">des Dr. W.________ vom 17. Juli 1995 hatte die Versicherte </div> <div class="para">stets über Nackenbeschwerden sowie Parästhesien an </div> <div class="para">beiden Armen sowie Fusssohlen geklagt. Weitere für ein </div> <div class="para">Schleudertrauma der HWS typische Symptome wie diffuse </div> <div class="para">Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, </div> <div class="para">Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, </div> <div class="para">Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderungen </div> <div class="para">usw. (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-359%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page360">BGE 117 V 360</a> Erw. 4b) lagen dagegen zumindest </div> <div class="para">nicht in einem in masslicher Hinsicht bedeutsamen Umfang </div> <div class="para">vor. Wenn die Versicherte erstmals gegenüber dem am 13. Dezember </div> <div class="para">1995 eine neuropsychologische Untersuchung durchführenden </div> <div class="para">Spital X.________ etwas anders behauptet, erscheint </div> <div class="para">dies wenig glaubwürdig, widrigenfalls sich in den zahlreichen </div> <div class="para">Akten, welche aus der Zeit vor der Bescheinigung </div> <div class="para">voller Arbeitsfähigkeit durch Dr. W.________ per 24. Juli </div> <div class="para">1995 stammen, entsprechende Hinweise finden müssten. Anlässlich </div> <div class="para">der angesprochenen Exploration stellte Dr. </div> <div class="para">W.________ nicht nur fest, dass die Versicherte nicht mehr </div> <div class="para">über Nackenschmerzen, sondern nur noch über Beschwerden im </div> <div class="para">Bereich des cervico-thoracalen Übergangs sowie Sensibilitätsstörungen </div> <div class="para">an beiden Händen und Füssen klage. Darüber </div> <div class="para">hinaus erachtete er die Behandlung als abgeschlossen und </div> <div class="para">bezeichnete die Versicherte ab 24. Juli 1995 neu als voll </div> <div class="para">arbeitsfähig. Zuvor war der Versicherten als Coiffeuse eine </div> <div class="para">Arbeitsfähigkeit von 50 %, und eine solche als Putzfrau von </div> <div class="para">0 % attestiert worden. Da sich die Einschätzung des Dr. </div> <div class="para">W.________ mit jener des damaligen Hausarztes Dr. </div> <div class="para">P.________ deckt und später auch noch vom von der Beschwerdeführerin </div> <div class="para">mit der Bitte um Weiterbehandlung des HWS-Traumas </div> <div class="para">aufgesuchten Dr. E.________ am 27. September 1995 </div> <div class="para">bestätigt worden ist, erweisen sich die dagegen vorgebrachten </div> <div class="para">Einwendungen als unbehelflich. Ein offener Widerspruch </div> <div class="para">zu der rund einen Monat früher, am 22. Juni 1995, abgegebenen </div> <div class="para">Stellungnahme des Dr. M.________ zur Restarbeitsfähigkeit </div> <div class="para">besteht nicht, zumal sich dieser massgebend vom subjektiven </div> <div class="para">Beschwerdebild leiten liess und eine zwischenzeitig </div> <div class="para">erfolgte Besserung des Gesundheitszustands anzunehmen </div> <div class="para">ist. </div> <div class="para">Es lässt sich demnach in Übereinstimmung mit der Vorinstanz </div> <div class="para">nicht beanstanden, wenn die SUVA im Anschluss an </div> <div class="para">die kreisärztliche Untersuchung vom 17. Juli 1995 ihre </div> <div class="para">Leistungen (bis auf weiteres) einstellte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Nun klagte die Beschwerdeführerin anlässlich der am </div> <div class="para">20. November 1995 durchgeführten ambulanten Untersuchung </div> <div class="para">durch Dr. G.________ vom Spital X.________ nicht nur über </div> <div class="para">Rückenbeschwerden, die der Arzt zur Hauptsache im lumbalen </div> <div class="para">Bereich ortet, sondern auch über Vergesslichkeit und Gefühlsarmut </div> <div class="para">in der dominanten rechten Hand. Bei der neuropsychologischen </div> <div class="para">Untersuchung durch lic. phil. O.________, </div> <div class="para">Spital X.________, am 13. Dezember 1995 (Bericht vom </div> <div class="para">2. Februar 1996, von welchem die SUVA erst im 2. Schriftenwechsel </div> <div class="para">anfangs 1998 Kenntnis erhalten hatte) gibt die Versicherte </div> <div class="para">weiter an, neben nicht näher definierten Schmerzen </div> <div class="para">an Gefühlsstörungen in beiden Händen, durch die Schmerzen </div> <div class="para">bedingte Schlafprobleme, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, </div> <div class="para">gestiegener Aggressivität, reduzierter Belastbarkeit </div> <div class="para">sowie herabgesetzter Aufmerksamkeit zu leiden. Dies </div> <div class="para">sind teilweise Beschwerden, wie sie häufig nach einem </div> <div class="para">Schleudertrauma der HWS oder einer äquivalenten Verletzung </div> <div class="para">auftreten können (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-359%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page363">BGE 117 V 363</a> Erw. 5d/aa). Ob sie </div> <div class="para">vorliegend tatsächlich mit dem am 24. Januar 1995 erlittenen </div> <div class="para">Schleudertrauma der HWS im natürlichen Kausalzusammenhang </div> <div class="para">stehen und wie weit sie sich gegebenenfalls auf die </div> <div class="para">Arbeitsfähigkeit der Versicherten ausgewirkt haben und eine </div> <div class="para">medizinische Behandlung erforderten, lässt sich anhand der </div> <div class="para">vorhanden Akten nicht abschliessend beantworten. Die in </div> <div class="para">Unkenntnis der gesamten SUVA-Akten und daher ohne umfassende </div> <div class="para">Kenntnisse der Vorakten abgegebenen, zudem die lumbalen </div> <div class="para">Beschwerden fälschlicherweise dem Unfall zurechnenden Berichte </div> <div class="para">des Spitals X.________ sind hiefür keine geeignete </div> <div class="para">Grundlage (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-351%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page352">BGE 125 V 352</a> Erw. 3a). Ebenso wenig lässt </div> <div class="para">die, teilweise an gleichen Mängeln leidende, zudem etwa ein </div> <div class="para">Jahr nach dem massgebenden Zeitpunkt des Einsprache-Entscheides </div> <div class="para">vom 5. Mai 1997 (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-V-362%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page366">BGE 121 V 366</a> Erw. 1b mit Hinweisen) </div> <div class="para">erstellte Expertise (vom 4. Mai 1998) der Klinik </div> <div class="para">Y.________ eine abschliessende Beurteilung zu. Was die </div> <div class="para">Diagnosen der Neuropsychologen des Spitals X.________ und </div> <div class="para">der Klinik Y.________ anbelangt, ist zudem zu beachten, </div> <div class="para">dass die Neuropsychologie nach derzeitigem Wissensstand </div> <div class="para">nicht in der Lage ist, selbstständig eine abschliessende </div> <div class="para">Beurteilung der Genese festgestellter Störungen vorzunehmen </div> <div class="para">(<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-335%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page341">BGE 119 V 341</a> Erw. 2b/bb). Umgekehrt schliesst aber allein </div> <div class="para">die Latenzzeit von rund elf Monaten, mit welcher neben den </div> <div class="para">Parästhesien sowie den eventuell wieder verstärkt aufgetretenen </div> <div class="para">Nackenschmerzen weitere für ein Schleudertrauma </div> <div class="para">der HWS typische Beschwerdesymptome aufgetreten sind, die </div> <div class="para">Annahme eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen </div> <div class="para">diesen und dem Unfall nicht von vornherein aus (vgl. BGE </div> <div class="para">117 V 363 Erw. 5d/aa und RKUV 1995 Nr. U 221 S. 112). Ebenso </div> <div class="para">wenig kann die Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang </div> <div class="para">nicht weiter abgeklärt werden mit der Begründung, </div> <div class="para">es fehle auf alle Fälle an der darüber hinaus erforderlichen </div> <div class="para">Adäquanz zwischen Unfall und dem für ein Schleudertrauma </div> <div class="para">der HWS typischen Beschwerdebild. Denn dass die </div> <div class="para">möglichen Folgen des als mittelschwer einzustufenden </div> <div class="para">Unfalls schon relativ rasch von einer ausgeprägten </div> <div class="para">psychischen Störung im Sinne von <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-V-98%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page99">BGE 123 V 99</a> überdeckt </div> <div class="para">worden sind, wovon die Vorinstanz auszugehen scheint, kann </div> <div class="para">anhand der Akten nicht gesagt werden. Es wird daher an der </div> <div class="para">SUVA liegen, an welche die Angelegenheit zurückzuweisen </div> <div class="para">ist, entsprechende Abklärungen vorzunehmen. Je nachdem, </div> <div class="para">welches Ergebnis diese zeitigen, wird sie über den 24. Juli </div> <div class="para">1995 hinaus die gesetzlichen Leistungen zu erbringen haben. </div> <div class="para">8.- Wegen Verletzung des durch die guten Sitten gebotenen </div> <div class="para">Anstandes durch die in Erw. 1 hievor beispielhaft </div> <div class="para">aufgezählten Äusserungen ist dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin </div> <div class="para">in Anwendung von <span class="artref">Art. 31 Abs. 1 OG</span> eine </div> <div class="para">Ordnungsbusse aufzuerlegen, die angesichts der Schwere des </div> <div class="para">Disziplinarfehlers sowie des Umstandes, dass es sich um </div> <div class="para">einen Wiederholungsfall handelt (Urteil W. vom 17. Dezember </div> <div class="para">1996, U 155/96), im gesetzlichen Höchstbetrag festzusetzen </div> <div class="para">ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird in dem Sinne </div> <div class="para">gutgeheissen, dass der Entscheid des Versicherungsgerichts </div> <div class="para">des Kantons Aargau vom 3. Juni 1998 und der </div> <div class="para">Einsprache-Entscheid vom 5. Mai 1997 aufgehoben werden </div> <div class="para">und die Sache an die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt </div> <div class="para">zurückgewiesen wird, damit diese, nach </div> <div class="para">erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den </div> <div class="para">Leistungsanspruch neu verfüge. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt hat der </div> <div class="para">Beschwerdeführerin für das Verfahren vor dem Eidgenössischen </div> <div class="para">Versicherungsgericht eine Parteientschädigung </div> <div class="para">von insgesamt Fr. 2500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) </div> <div class="para">zu bezahlen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV. Das Versicherungsgericht des Kantons Aargau wird über </div> <div class="para">eine Parteientschädigung für das kantonale Verfahren </div> <div class="para">entsprechend dem Ausgang des letztinstanzlichen Prozesses </div> <div class="para">zu befinden haben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">V. Rechtsanwalt Dr. D.________ wird eine Ordnungsbusse </div> <div class="para">von Fr. 300.- auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">VI. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht </div> <div class="para">des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Sozialversicherung </div> <div class="para">zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 12. April 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der III. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>