<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2017.01099</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span> </span></p><p><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter<br/>Ersatzrichter Wilhelm<br/>Gerichtsschreiberin Fumagalli</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 21. März 2019</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Regula Aeschlimann Wirz</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">arbeitundversicherung.ch</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Bahnhofstrasse 10, Postfach 106, 8700 Küsnacht ZH</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1969, ist verheiratet und hat eine Anlehre zum Koch absolviert (Urk. 6/2). Von Ende März 2011 bis April 2015 war er als uniformierter Mitarbeiter im Werkschutz bei der Y.___ AG angestellt. Seinen letzten effek</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiven Arbeitstag hatte er am 22. Februar 2015 (Urk. 6/11). Am 20. Mai 2015 </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dete er sich unter Hinweis auf Angst, Panikattacken und eine Depression bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/2). Zur Klärung der aktu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ellen Situation führte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, am 16. Juni 2015 zunächst ein Standortgespräch mit dem Versicherten durch (Urk. 6/9) und holte in der Folge nebst den Akten der Krankentaggeldver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung (Urk. 6/7, Urk. 6/8, Urk. 6/20), einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug, Urk. 6/10), Auskünfte der Arbeitgeberin (Urk. 6/11) sowie diverse </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Arztberichte (Urk. 6/12, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6/13, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6/23)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ein.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ab dem 14. Juni 2016 gewährte die IV-Stelle Frühinterventionsmassnahmen in Form eines Belastbar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitstrainings (Urk. 6/17), welche aus gesundheitlichen Gründen per 13. Septem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2016 eingestellt wurden (Urk. 6/24). Nach weiteren Abklärungen der Einglie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derungsberatung der IV-Stelle</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vgl. Urk. 6/26/1 ff.), holte diese ein psychiat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">risches Gutachten ein (vgl. Urk. 6/31, Urk. 6/33 f.), das die Ärzte der integrierten Psychiatrie Z.___ am 4. April 2017 erstatteten (Urk. 6/44) und nach </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fragen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) am 20. April 2017 ergänzten (Urk. 6/49). Mit Vorbescheid vom 7. Juni 2017 stellte die IV-Stelle dem Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 6/52), woge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen dieser am 14. August 2017 Einwand erhob (Urk. 6/60). Mit Verfügung vom 12. September 2017 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (Urk. 2 = Urk. 6/64).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hiergegen erhob der Versicherte am 11. Oktober 2017 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, die Verfügung der IV-Stelle vom 12. September 2017 sei auf ihre Rechtmässigkeit zu überprüfen. Mit Beschwerdeantwort vom 15. November 2017 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5). Mit Verfügung vom 25. April 2018 wurde den Parteien Gelegenheit gegeben, zur Rechtsprechungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">änderung des Bundesgerichts gemäss BGE 143 V 409 und 143 V 418 Stellung zu nehmen (Urk. 8). Am 19. Juni 2017 nahm der inzwischen anwaltlich vertretene Versicherte Stellung (Urk. 18) und am 28. Juni 2017 die IV-Stelle (Urk. 19). Wäh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rend die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag auf Abweisung festhielt (Urk. 19), beantragte der Beschwerdeführer, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die IV-Stelle zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen zu erbringen; ins</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">besondere sei ab September 2016 eine ganze Invalidenrente zu bezahlen (Urk. 18 S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Ausführungen der Parteien und die Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ATSG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Sie kann Folge von Geburts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IVG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dreiviertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3.1</span><span> </span><span id="XX006"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">artis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomatische Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Indika</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">toren, die es </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">faktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">richts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">frei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">sourcen, E. 4.3.2)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">gleichmässige Einschränkung des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Aktivitätenniveaus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> in allen vergleich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">druck (E. 4.4.2)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Übergangsrechtlich ist bedeutsam, dass die vor der Rechtsprechungsänderung eingeholten Gutachten nicht einfach ihren Beweiswert verlieren. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8 unter Hinweis auf BGE 137 V 210 E. 6). Mithin ist im kon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kreten Fall zu klären, ob die beigezogenen Gutachten – allenfalls zusammen mit weiteren fachärztlichen Berichten – eine schlüssige Beurteilung anhand der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Umständen eine punktuelle Ergänzung genügen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 5.2.2 und 8C_300/2017 vom 1. Februar 2018 E. 4.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="UV053"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers und in diesem Zusammenhang insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht einen invalidisierenden Gesundheitsschaden verneint hat. Die Beschwerdegegnerin vertrat in der angefochtenen Verfügung vom 12. September 2017 (Urk. 2) zusam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mengefasst den Standpunkt, das Fazit des von ihr veranlassten psychiatrischen Gutachtens (Urk. 6/44), wonach dem Beschwerdeführer in einem wohlwollenden Umfeld noch eine Erwerbstätigkeit im Umfang von 20 % zumutbar sei, sei nicht nachvollziehbar (Urk. 2 S. 1). Eine Erkrankung im Sinne der Invalidenversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung gelte erst dann als erheblich und dauerhaft, wenn alle Therapiemöglichkei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten durchgeführt worden seien und trotzdem keine Verbesserung habe erreicht werden können. Im vorliegenden Fall gäbe es Behandlungsmethoden, welche nicht genutzt worden seien, wie beispielsweise eine medikamentöse Therapie oder aber eine psychosomatische Rehabilitationsbehandlung während etwa drei bis vier Wochen. Ungeachtet dessen seien viele positive Aspekte in seinem Umfeld und im Rahmen seiner persönlichen Fähigkeiten zu finden. So sei der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführer beispielsweise in der Lage, eine funktionierende Partnerschaft zu führen oder seinem Hobby, dem Modellfliegen, nachzugehen. Die einzigen Fähigkeiten, bei welchen eine Einschränkung habe festgestellt werden können, sei die Anpas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung an Regeln, die Umstellungsfähigkeit und die Durchhaltefähigkeit. Der Beschwerdeführer könne sich hingegen sehr gut in Gruppen einfügen, habe eine gute Kommunikationsfähigkeit, sei in der Lage, seinen Alltag gut zu strukturieren und sei auch bei der Anwendung seiner fachlichen Kompetenzen nicht einge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkt. Zusammenfassend könne bei ihm keine dauerhafte Erkrankung mit erheblichem Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit festgestellt werden, weshalb die Voraussetzungen für eine Invalidenrente nicht erfüllt seien. Durch das soziale Umfeld ausgelöste psychische Belastungssituationen bei der Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit würden nicht berücksichtigt (Urk. 2 S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zur geänderten Rechtsprechung des Bundesgerichts bringt die Beschwerdegegne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin vor, dass Verlauf und Ausgang von Therapien auch nach neuer bundesge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtlicher Rechtsprechung als wichtige Schweregradindikatoren zu berücksichti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen seien. Medizinische Studien hätten gezeigt, dass eine adäquate, leitlinienkon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">forme antidepressive Therapie als eine notwendige Voraussetzung für günstige Verläufe hinsichtlich Arbeitsfähigkeit und Wiedereingliederung anzusehen sei. Eine konsequente, adäquate psychotherapeutische Therapie des depressiven Geschehens sei dabei nach medizinischer Ansicht wie auch im Rahmen der sozialversicherungsrechtlichen Schadenminderungspflicht zumutbar (Urk. 19).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte wendet in seiner Beschwerdeschrift vom 11. Oktober 2017 (Urk. 1) ein, er habe sich zu den einzelnen Punkten der Ablehnungsbegründung mit seinem Einwand schriftlich geäussert. Darauf sei nicht eingegangen worden und seine Situation habe sich in keiner Weise verbessert (Urk. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In der Stellungnahme vom 19. Juni 2017 liess der Beschwerdeführer ausführen, die Beschwerdegegnerin habe, was nach neuer Rechtsprechung nicht mehr </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zuläs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sig sei, jede Diagnose einzeln auf ihre Auswirkung auf die erwerblichen Ressour</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cen geprüft, jedoch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keine Prüfung der Gesamtsituation </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vorgenommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der diagnostizierten Panikstörung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">habe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die Beschwerdegegnerin auf ICD-10 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">verwie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> festgehalte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n werde, dass die Panikstörung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> – wenn </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der Betroffene bei Beginn der Panikattacken an einer depressiven Störung leide – nicht als Haupt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">diagnose zu verwenden sei. Die Beschwerdegegnerin habe daraus gefolgert, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Panikstörung alleine keine Arbeitsunfähigkeit begründen könne und neben der Depression nur eine sekundäre Rolle spiele. Unbeachtet seien damit all die Symptome dieser Störung geblieben, welche das Alltagsleben und den Bewe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gungsraum des Beschwerdeführers stark beeinträchtig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Der Gutachter habe auf die Wechselwirkung der verschiedenen von ihm diagnostizierten Diagnosen hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gewiesen, was von der Beschwerdegegner</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in ignoriert worden sei (Urk. 18 S. 6).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Weiter sei die Diagnose der Depression von der Beschwerdegegnerin mit dem Argument, dass diese nicht austherapiert sei, als nicht IV-relevant beurteilt wor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den, was mit der neuen Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht vereinbar sei (Urk. 18 S. 6).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Schliesslich sei auch die einseitige und teilweise klar faktenwidrige Darstellung von Ressourcen und Defiziten in der Verfügung stossend. Es werde behauptet, der Beschwerdeführer sei in der Lage, eine funktionierende Partnerschaft zu führen, ungeachtet dessen, dass diese Beziehung im Gutachten als psychisch belastend bewertet worden sei. Zudem sei es offensichtlich falsch, dass der Beschwerdefüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rer in der Alltagsgestaltung nicht eingeschränkt sei. Bezüglich seiner Hobbies müsse sich der Beschwerdeführer zwingen, im Monat wenigstens ein- bis zweimal Schwimmen zu gehen und auch dem Modellfliegen könne er sich nur noch ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geschränkt widmen. Die Behauptung der Beschwerdegegnerin, der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führer se</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">i</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in der Anwendung seiner fachlichen Kompetenzen nicht eingeschränkt, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wiederspreche dem Gutachten. All diese Widersprüche seien von der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">degegnerin in keiner Weise entkräftet worden. Den Anmerkungen der RAD-Ärztin könne zwar entnommen werden, dass die von ihr festgestellten Diskrepan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zen bei den Aktivitäten des Beschwerdeführers der Persönlichkeitsproblematik zuzuschreiben sei, daraus könne aber in der Ressourcenprüfung keine vollständig abweichende Beurteilung zum Gutachten abgeleitet werden (Urk. 18 S. 6-7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach am 2. November 2014 erfolgter ambulanter Notfallbehandlung bei Selbst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zuweisung im Kantonsspital A.___ stellte Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, in seinem Bericht vom 5. November 2014 folgende Diagnosen (Urk. 6/7):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende Panikanfälle mit/bei aktueller Belastungssituation durch Arbeit</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">thoracic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> outlet </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">syndrome</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> links</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer habe sich nach dem Auftreten von Zittern- und Schwin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">delepisoden selbst zugewiesen. Es habe sich weder elektrokardiografisch noch laboranalytisch ein richtungsweisender Befund für die Episoden finden lassen, sodass von rezidivierenden Panikattacken ausgegangen worden sei. Nach der Gabe von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Temesta</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> seien die Beschwerden komplett zurückgegangen, weshalb der Beschwerdeführer in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen worden sei (Urk. 6/7/9).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, sowie Dr. med. D.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychothera</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pie, nahmen wiederholt zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers Stel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lung. Es liegen verschiedene Berichte zu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Handen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> des Krankentaggeldversicherers des Beschwerdeführers vor. Im Bericht vom 10. April 2015 stellten sie die folgen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den Diagnosen (Urk. 6/7/3-5):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Panikstörung (ICD-10 F41.0)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">abhängige Persönlichkeitsakzentuierung (ICD-10 Z73.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sodann führten sie aus, der Beschwerdeführer sei seit dem 18. März 2015 bei ihnen in Behandlung und von diesem Zeitpunkt an bis mindestens zum 30. April 2015 zu 100 % arbeitsunfähig. Er habe ein- bis mehrmals wöchentlich Panikat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tacken, bei welchen er Schwindelgefühle, Atemnot, Todesängste sowie Platzangst habe (Urk. 6/7/4). Seit Behandlungsbeginn hätten drei psychiatrisch-psychothe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rapeutische Sitzungen nach körpertherapeutischem Ansatz stattgefunden. Der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer habe Vertrauen fassen können und wolle die Behandlung wei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">terführen. Eine positive Auswirkung auf die Panikattacken habe nach diesen wenigen Sitzungen jedoch noch nicht festgestellt werden können (Urk. 6/7/5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht vom 24. Juni 2015 bestätigten Dr. C.___ und Dr. D.___ die in ihrem Bericht vom 10. April 2015 gestellten Diagnosen. Der Beschwerdeführer habe nach wie vor ein- bis mehrmals wöchentlich Panikattacken. Da er zurzeit noch instabil sei, könne ab circa September 2015 mit einer Steigerung der Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit bis maximal 50 % (ohne Nachtarbeit und Spätschichten) gerechnet wer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. 6/20/14-15).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht vom 15. Oktober 2015 fügten sie hinsichtlich der mittelgradig depres</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">siven Störung an, dass diese in Abheilung sei. Die vorhandenen Symptome seien in erster Linie Folge der Panikstörung. Die rasche Erschöpfbarkeit sei auf den energieintensiven Umgang mit den Panikattacken zurückzuführen. Eine anfangs eingeleitete Therapie mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Escitalopram</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> habe wegen massiver Übelkeit abgebro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen werden müssen. Der Beschwerdeführer habe kurzzeitig grosse Angst vor Medikamenten entwickelt. Mittlerweile nehme er aber ein pflanzliches Antide</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pressivum ein (Urk. 6/20/3-4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auch die Beschwerdegegnerin holte bei den genannten Ärzten Berichte ein. Im Bericht zu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Handen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der Beschwerdegegnerin vom 30. Juni 2015 hatte Dr. C.___ als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine seit November 2014 bestehende Panikstörung (ICD-10 F41.0) sowie eine mit schleichendem Beginn seit mindestens Frühjahr 2014 bestehende mittelgradig depressive Störung (ICD-10 F32.1) genannt. Einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit verneinte er bezüglich der Diagnose einer Persönlichkeitsakzentuierung mit abhängigen Anteilen (ICD-10 Z73.1; Urk. 6/12/1). Seit dem 18. März 2015 bestehe für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Sicherheitsmitarbeiter eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 6/12/3). Mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit beziehungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weise Erhöhung der Einsatzfähigkeit könne in Zukunft gerechnet werden. Es wäre gut ein Belastungstraining beginnend mit 50 % Anwesenheit durchzuführen. Ob wieder eine uneingeschränkte Tätigkeit möglich sei, könne sei derzeit nicht abschätzbar. Nachtarbeit und Spätschichten seien für den Beschwerdeführer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich (Urk. 6/12/4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Verlaufsbericht vom 24. September 2015 (Urk. 6/13) führten Dr. C.___ und Dr. D.___ die Persönlichkeitsakzentuierung mit abhängigen Anteilen (ICD-10 Z73.1) nunmehr bei den Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf (Urk. 6/13/1). Sie hielten fest, die Panikattacken seien deutlich zurückgegangen, da der Beschwerdeführer sie meist mittels Körper- und Entspannungsübungen vor </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dem Ausbruch abfangen könne. Es bestünden allerdings vor allem noch klaustrophobische Ängste und eine rasche vegetative Übererregbarkeit (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hyper</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">arousal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) bei geringsten Belastungen. Der Beschwerdeführer könne seine bisherige Tätigkeit nicht mehr ausüben und sei aktuell auch für eine angepasste Tätigkeit nicht arbeitsfähig. Ob eine angepasste Tätigkeit ausgeübt werden könne, sollte zuerst im Rahmen einer Beratung oder Potentialabklärung eruiert werden (Urk. 6/13/1). Längerfristig sei mit einer eher günstigen Prognose mit voraussichtlich keiner bleibenden gesundheitlichen Einschränkung zu rechnen (Urk. 6/13/4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. C.___ sowie Dr. D.___ stellten im Verlaufsbericht vom 24. August 2016 dem Beschwerdeführer folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 6/23/1):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Panikstörung (ICD-10 F41.0), bestehend seit November 2014</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mittelgradig depressive Störung (ICD-10 F32.1), schleichender Beginn seit mindestens Frühjahr 2014</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Persönlichkeitsakzentuierung mit abhängigen Anteilen (ICD-10 Z73.1), </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Differenzialdiagnose</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Verdacht auf abhängige Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.7)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sodann hielten sie fest, es sei eine leichte Besserung des allgemeinen psychischen Zustandes eingetreten. Seit Beginn des Belastbarkeitstrainings im Juli 2016 seien einige Symptome wieder stärker ausgeprägt, namentlich Angst mit Schweissaus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">brüchen, Schlafprobleme und Müdigkeit. Nach anfänglich guten Fortschritten in der Therapie seien jetzt nur noch geringe Fortschritte zu verzeichnen. Der Beschwerdeführer traue sich weniger zu, als objektiv an Leistungsfähigkeit zu erwarten wäre. Er sei sowohl in der bisherigen als auch in einer angepassten Tätigkeit geschätzt zu 30-40 % arbeitsfähig (ohne Schicht- und Nachtarbeit; Urk. 6/23/1-3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">RAD-Arzt med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pract</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. E.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt am 12. September 2016 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fest, dass die diagnostiziert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e abhängige Persönlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keitsstörung nicht nachvollziehbar und über das positive Funktionsbild nichts bekannt sei. Angesichts der Unklarheiten falle die Einholung eines Gutachtens in Betracht (Urk. 6/25/1). Am 1. November 2016 führte er aus, auch die im aktuells</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten Arztbericht von Dr. C.___ und Dr. D.___ vom 24. August 2016 (vgl. Urk. 6/23) gestellten Diagnosen seien nicht nachvollziehbar. Da der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führer sich weniger zutraue, als objektiv an Leistungsfähigkeit zu erwarten wäre, sei eine psychiatrische Begutachtung angezeigt (Urk. 6/51/4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. F.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Allgemeine Innere Medizin, erstattete sein psychiatrisches Gutachten am 4. April 2017 und nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 6/44/23):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mittelgradige depressive Episode, ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F32.10)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst; ICD-10 F41.0)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">akzentuierte Persönlichkeitszüge: selbstunsichere Persönlichkeitsakzen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">tuierung (ICD-10 Z73.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine Magen Hyperazidität sowie Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in die Beine beidseits (Urk. 6/44/23).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Gesundheitsschadens führte Dr. F.___ aus, dass er während der Exploration eine rasche Erschöpfbarkeit, eine depressive Grundstimmung, eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Selbstwertproblematik und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">das Vorhandensein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">negative</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Zukunftsperspektiven </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">habe beobachten können</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Daneben </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bestünden weitgehend Freudlosigkeit und Interessenverlust. Auch bei geringen Belastungen oder ohne erkennbaren Anlass würden Symptome wie starkes Schwitzen, Druck auf der Brust und inneres Zittern auftreten, was bis zu Panikattacken führen könne. Diese seien zwar während der Untersuchung nicht aufgetreten, seien aber in Anamnese und Akten konsistent beschrieben worden. Aufgefallen seien vor allem das niedrige Belastbarkeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">niveau sowie der schnelle Eintritt von Müdigkeit. Ausserdem leide der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführer aufgrund des depressiven Syndroms unter anderem an Selbstwertman</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gel, Konzentrationsstörungen, Motivationsverlust, Hoffnungslosigkeit und Schlafstörungen. Die depressive Symptomatik zusammen mit der verminderten Frustrationstoleranz hindere den Beschwerdeführer daran, im einfachen Alltag sein Leben alleine meistern zu können. Bei Panikattacken breche das Funktions</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">niveau sogar gänzlich zusammen. Die Gefahr, dass Panikattacken auftreten könn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten, führe zu einer grossen Verunsicherung und zu einem deutlichen Vermei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dungsverhalten des Beschwerdeführers. Dies äussere sich in der Angst, sich Anforderungen zu stellen (Urk. 6/44/16-17).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Kindheit des Beschwerdeführers sei von Unsicherheiten, von befürchtetem und tatsächlichem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Verlassenwerden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, von Enttäuschungen und von Befürchtun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht genug anerkannt und respektiert zu werden geprägt gewesen (Schei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dung der Eltern, Beschulung in einer Sonderklasse, Aufenthalt im Kinderheim, Tod der Mutter). Die Schilderungen seines Berufslebens würden zeigen, dass er stets danach gestrebt habe, Bestätigung von aussen zu erhalten. Dies werde bei der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erzählung über seinen Beruf als Geldtransporteur deutlich. Die Tatsache, bewaffnet Verantwortung zu tragen, sei eine enorme Stütze seines Selbstwertes gewesen. Umso grösser sei seine Enttäuschung und wohl auch Kränkung gewe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sen, als er diese Anstellung – aus ihm nicht verstehbaren Gründen – nicht habe behalten können. Der gleiche Mechanismus der Selbstbestätigung werde offen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sichtlich beim Versuch, der von ihm selbst als Abstieg empfundenen Anstellung als Wächter dennoch den Hauch von etwas Besonderem zu verleihen, weil es ja immerhin die Gebäude des Rennstalls Sauber gewesen seien, welche er kontrolliert habe (Urk. 6/44/18). Parallel zu seinem beruflichen Leben habe er in seinen privaten Beziehungen mehrfach erlebt, dass Partnerinnen Beziehungen abgebrochen hätten, ohne dass er sich darüber habe klar werden können, was der Grund dafür gewesen sei (Urk. 6/44/24). Trotz dieser seit Kindheit bestehenden ausgeprägten Selbstwertproblematik habe er sich lange Zeit durch den Beruf und auch in hohem Masse durch die Beziehung zu seiner jetzigen Ehefrau stabilisieren können. Mit den zunehmenden Schwierigkeiten (Schlafstörungen, Leistungsein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">busse) am Arbeitsplatz ab dem Jahr 2014 habe sich jedoch schleichend eine Dekompensation angekündigt. Mit dem Zusammenbruch im November 2014 habe sich das Vollbild der Erkrankung mit Panikattacken und Depressionen schliesslich entwickelt (Urk. 6/44/18).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. F.___ führte weiter aus, dass der Grund, weshalb nicht eine Persönlichkeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">störung im engeren Sinne, sondern lediglich eine Akzentuierung diagnostiziert worden sei, im doch guten Funktionsniveau des Beschwerdeführers begründet sei. Es dürfe allerdings nicht darüber hinweggesehen werden, wie gross der Einfluss der Persönlichkeitsstruktur auf die Krankheitsentwicklung sei und bleibe. Ein deutlicher Hinweis darauf sei der Bericht von Dr. C.___, welcher zu Beginn akzentuierte Persönlichkeitszüge diagnostiziert habe, welche dann aber immer grössere Bedeutung erlangt hätten. Es sei nicht auszuschliessen, dass die Persön</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit den Therapieerfolg behindere und möglicherweise doch eine eigentliche Persönlichkeitsstörung vorliege (vgl. Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6/44/24).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Schliesslich sei die im Jahr 2014 beginnende schleichende Dekompensation auch aufgrund der Bedingungen am damaligen Arbeitsplatz (Schichtarbeit, wenig Anerkennung) zusammen mit dem selbst empfundenen Abstieg gegenüber dem letzten Beruf in Gang gekom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">men und sei in ein depressives Geschehen gemündet, was im November 2014 zu einer langen Angstattacke und in der Folge auch zu einer Panikstörung geführt habe. Die schliesslich erfolgte Kündigung habe das Fass zum Überlaufen gebracht. Dies habe sich auch aufgrund des durchgeführten Belastungstrainings gezeigt, in welchem der Beschwerdeführer einerseits deutlich durch die Auswirkungen der Depression eingeschränkt sei, andererseits aber auch mit der Persönlichkeitskom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ponente des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sich Beschäftigens mit Ungerechtigkeiten in der Welt oder Zuständen von anderen Personen. Zuletzt dürfe neben der Einschränkung der Leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit, welche durch die überschnelle Ermüdbarkeit und rasch abnehmende Konzentrationsfähigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sowie dem eingeschränkten R</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">endement durch die Behin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Grundkomponente des gestörten Selbstwertes nicht ausser Acht gelassen werden. Sie sei es, welche die Erkrankung unterhalte und so schwierig therapierbar mache (Urk. 6/44/24-25).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.5.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In Bezug auf die Behandlung und Eingliederung sei festzuhalten, dass der Beschwerdeführer zuerst bei Dr. med. G.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, und danach ab März 2015 bei Dr. D.___ wöchentlich an einer Psychotherapie teilgenommen habe, wobei die Frequenz schliesslich auf zweimal wöchentlich erhöht worden sei. Seit Ende November 2016 sei der Beschwerdeführer neu bei Dr. med. H.___ psychotherapeu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tisch in Behandlung, wobei diese Sitzungen zwei- bis dreimal wöchentlich statt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fänden. Aus finanziellen Gründen könne die Therapiefrequenz nicht erhöht wer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den (Urk. 6/44/14). Ausserdem habe man eine Lichttherapie, welche wenig Wir</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kung erzielt habe, und die QUI-Therapie, welche zu einer kleinen Verbesserung der Stimmung und leichter Intensitätsminderung der Angstzustände geführt habe, ausprobiert. Die bisherige Therapie sei grundsätzlich lege </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">artis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Allenfalls sei ein erneuter Versuch einer medikamentösen antidepressiven Behandlung in Erwä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gung zu ziehen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. 6/44/25). Die Kooperation seitens des Beschwerdeführers sei zwar gegeben, eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wesentlich therapeutische Wirkung sei bis anhin allerdings noch nicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eingetreten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Hindernd seien die akzentuierten Persönlichkeitszüge, welche zu einem Grundgefühl</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> führten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, nicht genügen zu können, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">was wiederum</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zur Angst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> beitrage</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, den Anforderungen in allen Bereichen weiterhi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n nicht gewachsen zu sein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Da der Beschwerdeführer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">- und hoffnungslos sei, sich nichts zutraue, einen doch merklich sozialen Rückzug zeige, sich insuffizient fühle und Angst vor der Zukunft habe, würde eine stimulierende, multimodal aktivierende Therapie eine vernünftige Option darstellen. Geeignet wäre eine </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chosomatische Rehabilitationsbehandlung während drei bis vier Wochen, bei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spielsweise in der Klinik I.___ (Urk. 6/44/26).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.5.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Betreffend Persönlichkeitsbild und biografischer Persönlichkeitsentwicklung führte der Gutachter aus, dass sich mit zunehmender Therapiedauer immer deut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">licher zumindest akzentuierte Persönlichkeitszüge gezeigt hätten. Der Lebenslauf des Beschwerdeführers spreche – entgegen der von früheren Ärzten gestellten Diagnose von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dependenten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Persönlichkeitsauffälligkeiten – eher gegen eine solche Hypothese, da insbesondere seine Anstellung als bewaffneter Geldtrans</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">porteur sowie die Umstände, wie er seine Frau kennen gelernt und geheiratet habe, wenig </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dependentes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zeigen würden. Die vielen Enttäuschungen im Bereich der Beziehungen, des Berufs und auch der Freunde hätten schliesslich nicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mehr kompensiert werden können und hätten zum jetzigen Krankheitsbild geführt. Zurzeit seien keine Coping-Mechanismen feststellbar, welche es dem Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführer ermöglichen würden, mit seiner Situation umzugehen (Urk. 6/44/19).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anhand des Mini-ICF Ratings für Aktivitäts- und Partizipationsstörungen bei psychischen Erkrankungen seien beim Beschwerdeführer aufgrund des spezi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fischen Störungsbildes diverse Einschränkungen eruiert worden. So sei der Beschwerdeführer in der Anpassung an Regeln und Routine, in der Planung und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Strukturierung von Aufgaben sowie in der Flexibilität und Umstellungsfähigkeit eingeschränkt. Dabei bringe der fehlende Antrieb weitere Selbstenttäuschung im Alltag, weshalb die damit verbundenen Regeln und Routinen kaum eingehalten werden könn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">t</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">en.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Durch die sehr schnelle Überforderung bei Umstellungen sei der Beschwerdeführer schnell erschöpft, weshalb er automatisch in die Verdrängung statt die Konfrontation fliehe. Das Zurückgreifen auf seine fachlichen Kompeten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zen sei aufgrund des verlorenen Selbstwertes und der damit verbundenen Angst vor dem Versagen so stark eingeschränkt, dass nur schon die Idee eines Versuches als psychisch bedrohlich erlebt werde. Der Beschwerdeführer sei in seiner </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">scheidungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">- und Urteilsfähigkeit aufgrund seiner Ängste und Antriebslosigkeit mittelgradig eingeschränkt. Schwer beeinträchtigt sei er hingegen in seiner Durchhaltefähigkeit, da eine längere Konzentration als eine bis zwei Stunden nicht möglich sei. Die Kontaktfähigkeit zu Dritten und die Gruppenfähigkeit seien mittelgradig beziehungsweise schwer beeinträchtigt. Der Beschwerdeführer ziehe sich häufig zurück und erlebe schon kleine Gruppen als psychisch sehr belastend. In Bezug auf die Fähigkeit zu familiären beziehungsweise intimen Beziehungen bestehe eine mittelgradige Beeinträchtigung im Vertrauen zu Menschen. </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sichtlich der Fähigkeit zu Spontan-Aktivitäten führte Dr. F.___ aus, dass der Beschwerdeführer oft den Haushalt vernachlässige und sein Hobby selten oder nur begrenzt ausführe. Er müsse sich zwingen, ein- bis zweimal monatlich Schwimmen zu gehen. Modellfliegen betreibe er aufgrund seiner verringerten Aufmerksamkeit lediglich ungefähr eine Stunde. Dem Beschwerdeführer sei es schliesslich fast unmöglich, den öffentlichen Verkehr in Anspruch zu nehmen, </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">da es keine Fluchtmöglichkeiten und viele Menschen gäbe. Ressourcen seien aktuell lediglich in seiner Ehebeziehung vorhanden, wobei auch diese momentan belastet sei. Andere Ressourcen müssten therapeutisch erarbeitet werden (Urk. 6/44/20-21).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.5.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zum sozialen Kontext führte Dr. F.___ aus, dass die Beziehung zur Ehefrau des Versicherten einerseits eine Ressource für diesen darstelle, da er ohne die Hilfe </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">seiner Frau kaum in der Lage sei, seinen Alltag zu leisten, andererseits jedoch eine psychische Belastung, da er dadurch weitere Insuffizienzgefühle und Hilflo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sigkeit sowie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Verlassensängste</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erlebe. Er gehe zusammen mit seiner Frau ein- bis zweimal wöchentlich einkaufen. Abends gehe er jeweils bei gutem Wetter spazie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ren, da ihm die Natur guttue und er sich dort entspannen und frei fühlen könne. Ausserdem würden noch Beziehungen zu zwei Freunden bestehen, welche dem Beschwerdeführer aus seinem früheren sozialen Netz verblieben seien. Seit zwei Jahren gehe er nicht mehr in die Ferien, da er sich von der neuen Umgebung belastet fühle. Eine einstündige Autofahrt stelle seine Grenze dar. Das Flugzeug komme nicht in Frage, weil er Angst vor dem kleinen geschlossenen Raum und den vielen Menschen darin habe. Ein- bis zweimal wöchentlich versuche er seine Zeit mit Modellfliegen zu vertreiben, müsse allerdings bei Konzentrationsstörun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen nach ungefähr einer Stunde frustriert abbrechen. Ausserdem zwinge er sich ein- bis zweimal monatlich schwimmen zu gehen (Urk. 6/44/21-23).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.5.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Frage der Konsistenz führte Dr. F.___ aus, es bestünden keine wesentlichen Diskrepanzen. Die in den vorgelegenen Akten beschriebene Symptomatik korre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liere mit den Befunden. Zudem seien die aus dem Gesundheitsschaden entstan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">denen Einschränkungen in den Akten bezüglich des Belastbarkeitstrainings dar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gestellt; dort seien zusätzlich auffallende Persönlichkeitszüge erwähnt, welche auch von den Therapeuten festgestellt worden seien. Hinsichtlich des Gesichts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">punktes der gleichmässigen Einschränkungen des Aktivitätsniveaus in allen ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gleichbaren Lebensbereichen sei festzuhalten, dass der Beschwerdeführer im Alltag überfordert sei, seine Hobbies nur begrenzt und mit Selbstzwang ausüben könne und in seinen sozialen Aktivitäten eingeschränkt sei. Im Vergleich mit dem Aktivitätsniveau vor Eintritt der Gesundheitsschädigung seien Leistung, Motiva</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tion und Tagesablauf nicht mehr gleich wie früher, denn er erlebe sein Leben seit November 2014 als total verändert. Für eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Malcompliance</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gebe es keinerlei Hinweise. Lediglich gegenüber einer medikamentösen Therapie bestehe – aus Angst vor Nebenwirkungen – Skepsis (Urk. 6/44/27-28). Zur Frage nach Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schlussgründen wie Aggravation und ähnliche Erscheinungen führte Dr. F.___ aus, dass keine diesbezüglichen Hinweise vorhanden seien. Der Leidensdruck des Beschwerdeführers, in allen Bereichen nicht mehr so funktionieren zu können wie früher, sei sehr stark spürbar (Urk. 6/44/17).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.5.7</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit führte der Gutachter aus, in der angestammten Tätigkeit als Y.___ Angestellter mit langen Schichten, unregelmässiger Arbeitszeit und Nachtschichten bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Medizinisch-theore</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tisch sei der Beschwerdeführer in der Lage, zeitlich befristet eine Tätigkeit auszu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">üben, welche sein Funktionsniveau nicht übersteige. Wie das Belastbarkeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">training </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gezeigt habe, sei ein Pensum von über drei Stunden pro Tag aktuell nicht realisierbar. Das positive Funktionsniveau beschränke sich dabei auf Tätigkeiten ohne Verantwortung und ohne Notwendigkeit von raschen Entscheidungen. In der angepassten Tätigkeit schätze er die aktuelle Arbeitsfähigkeit medizintheore</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tisch auf maximal 20 +/- 5 % ein (Urk. 6/44/29-30).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 20. April 2017 nahm Dr. F.___ zu Rückfragen Stellung (Urk. 6/49). Er hielt fest, dass eine Persönlichkeitsstörung weder ausgeschlossen noch diagnostiziert werden könne. Eine narzisstische Persönlichkeitsstörung liege nach ICD-10 nicht vor, da aus psychodynamischer Sicht zwar eine Störung im Bereich des narziss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tischen Spektrums vorhanden, das Leiden nach diagnostischen Kriterien aber eher der selbstunsicheren, ängstlich-vermeidenden Struktur zuzuordnen sei.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.7</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die RAD-Ärztin Dr. med. J.___, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chotherapie, führte in ihrer Stellungnahme vom 25. April 2017 (Urk. 6/51/4-7) unter anderem aus, die Frage nach dem detaillierten Vergleich mit dem Aktivi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tätsniveau vor Eintritt der Gesundheitsschädigung werde nicht beantwortet. Der Beschwerdeführer habe noch zwei Freunde mit denen er sich hin und wieder treffe oder im Sommer grilliere. Ein- bis zweimal pro Woche verbringe er ungefähr eine Stunde mit dem Modellfliegen, was ihm Spass bereite und ihn für kurze Zeit von den Alltagsproblemen freimache. Wenn es ihm am Vormittag nicht gelinge ein paar Haushalttätigkeiten zu machen – da er schnell von seiner Antriebslosigkeit verärgert werde – müsse er rausgehen (Urk. 6/51/7). Des Weiteren könne der Argumentation, wonach aufgrund des guten Funktionsniveaus keine Persönlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keitsstörung im engeren Sinne, sondern lediglich eine Akzentuierung diagnosti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ziert worden sei, nicht klar gefolgt werden. Aufgrund der Auffälligkeiten in der Kindheit und Jugend könne höchstwahrscheinlich die Diagnose einer Persönlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keitsstörung (am ehesten mit narzisstischen Zügen, ICD-10 F60.80) gestellt wer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den (Urk. 6/51/6). Insgesamt würden einige Diskrepanzen ausgemacht werden, welche möglicherweise der Persönlichkeitsproblematik zuzuschreiben seien (Urk. 6/51/7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin erachtete einen invalidisierenden Gesundheitsschaden weder gestützt auf die Berichte behandelnder Ärzte noch gestützt auf das von ihr eingeholte Gutachten von Dr. F.___ als ausgewiesen (vgl. Urk. 6/51/2 ff.). Zent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ral für die Beweiswürdigung ist das Gutachten von Dr. F.___. Der Experte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Allgemeine Innere Medi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zin, so dass er zur Beurteilung des psychischen Leidens des Beschwerdeführers </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grundsätzlich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">befähigt ist. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Gutachten basiert auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">umfasse</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nden psychi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">atrischen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abklärung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und wurde in Kenntnis der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">abgegeben (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6/44/2-6). Der Versicherte konnte dem Gutachter seine Beschwerden schil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dern und er wurde von diesem eingehend befragt (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6/44/7-14). Die geklagten Leiden fanden im Rahmen der Stellung der Diagnosen Berücksichtigung, wobei sowohl diese als auch die aus medizinischer Sicht resultierenden Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit dargelegt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wurden (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6/44/23-25, 6/44/29-30). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Explizit setzte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sich der Gutachter </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit vorangegangenen ärztlichen Beurteilungen auseinander (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6/44/19, 6/44/24, 6/44/26). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Formal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erfüllt das Gutachten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">somit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die Kriterien für eine beweiswerte medizinische Expertise.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Als Folge des diagnostizierten depressiven Leidens und der Panikstörung mit selbstunsicherer Persönlichkeitsakzentuierung ging Dr. F.___ bezogen auf die angestammte Tätigkeit als Y.___ Angestellter mit unregelmässigen Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zeiten (lange Schichten, Nachtschichten) von einer vollständigen Arbeitsunfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit aus. Für eine angepasste Tätigkeit attestierte er eine Arbeitsfähigkeit von maximal 20 % +/- 5 % (Urk. 6/44/30). Als angepasst beschrieb der Gutachter eine Tätigkeit ohne Verantwortung und ohne Notwendigkeit von raschen Entschei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dungen. Der Beschwerdeführer bedürfe einer ständigen Anleitung, das Umfeld müsse wohlwollend sowie wertschätzend sein und es müsse Fehlleistungen tole</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rieren (Urk. 6/44/29). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Gutachter eine weitgehende Arbeitsunfähigkeit auch in einer angepassten Tätigkeit attestierte, kommt der inhaltlichen Würdigung seiner Darlegungen ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">scheidende Bedeutung zu. Diese hat insbesondere anhand der praxisgemäss massgeblichen Standartindikatoren im Sinne vorstehender E. 1.3 zu erfolgen. Die Durchführung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eines strukturierten Beweisverfahrens nach dem Prüfungsraster </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> BGE 141 V 218 erübrigt sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nur dann</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, wenn Ausschlussgründe vorliegen, etwa wenn die Leistungseinschränkung überwiegend auf Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht, welche die Annahme einer gesundheitlichen Beeinträchtigung von vornherein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ausschliess</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">en</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (BGE 141 V 281 E. 2.2; vgl. U</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rteil des Bundesgerichts 9C_549/2015 vom 29. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2016 E. 4.1). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">I</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">m vorliegenden Fall</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> liegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> keine Anzeichen für eine Aggravation o</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der ähnliche Erscheinungen vor, was auch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der Gutachter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> festhielt (vgl. Urk. 6/44/17).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zunächst ist auf den funktionellen Schweregrad der Erkrankung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einzugehen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und damit im Zusammenhang auf die Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Symptome des Krankheitsgeschehens (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.1). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. F.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> hat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine rasche Erschöpfbarkeit, eine depressive Grundstimmung, eine Selbst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wertproblematik und das Vorhandensein negativer Zukunftsperspektiven </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">festge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stellt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Daneben besteht weitgehend Freudlosigkeit und Interessenverlust. Der Beschwerdeführer präsentierte sich im Zeitpunkt der Begutachtung in einer mit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">telgradig depressiven Episode. Zudem treten, wie in der Anamnese und in den Akten konsistent beschrieben, auch bei geringen Belastungen oder ohne erkenn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">baren Anlass Symptome wie starkes Schwitzen, Druck auf der Brust und inneres Zittern auf, was bis zu Panikattacken führen kann. Aufgefallen ist Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auch das niedrige Belastbarkeitsniveau sowie der schnelle Eintritt von Müdigkeit. Die depressive Symptomatik (Selbstwertmangel, Rückzug, Konzentrationsstörun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen, Motivationsverlust, Hoffnungslosigkeit, Morgentief, Schlafstörungen) zusammen mit der verminderten Frustrationstoleranz, hindern den Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führer daran, im einfachen Alltag sein Leben alleine meistern zu können (Urk. 6/44/16). Die diagnoserelevanten Befunde sind damit als nicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unerheblich einzustufen und lassen die von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gestellten Diagnosen als schlüssig erscheinen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In Bezug auf die von der Beschwerdegegnerin vertretene Auffassung, die Panik</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">störung sei nicht als Hauptdiagnose zu verwenden, da der Beschwerdeführer bei Beginn der Panikattacken bereits an einer depressiven Störung gelitten habe, weswegen die Panikstörung keine Arbeitsunfähigkeit begründe und neben der Depression lediglich eine sekundäre Rolle spielen könne (Urk. 6/51/9), ist festzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">halten, dass sich das Gutachten von Dr. F.___ gerade nicht dazu äussert, ob der Beschwerdeführer bei Beginn der Panikattacken bereits an einer depressiven </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Stö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung litt oder nicht. Dr. F.___ führte lediglich aus, dass sich mit dem Zusam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">menbruch im November 2014 das Vollbild der Erkrankung mit Panikattacken und Depressionen schliesslich entwickelt habe (Urk. 6/44/19). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Unterscheidung zwischen einem Haupt- und einem Nebenleiden ist vor diesem Hintergrund nicht möglich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In Bezug auf den Indikator Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tenz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(Verlauf und Ausgang von Therapien; BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ergibt sich aus dem Gutachten von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, dass die bisherige Therapie teilweise lege </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">artis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erfolgte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In Betracht falle insbesondere erneut </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine medikamentöse Behand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lung (Urk. 6/44/25). Ausserdem stelle eine stimulierende, multimodal aktivie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rende Therapie eine vernünftige Option dar. Geeignet sei eine psychosomatische Rehabilitationsbehandlung während drei bis vier Wochen, beispielsweise in der Klinik </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">I.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 6/44/26). Hinsichtlich der Prognose einer medi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kamentösen Behandlung hält Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> lediglich fest, dass kein unmittelbarer Erfolg garantiert sei (Urk. 6/44/26). Unter diesen Umständen kann nicht von einem definitiven Scheitern einer indizierten, lege </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">artis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und mit optimaler Koope</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ration des Beschwerdeführers durchgeführten Therapie gesprochen werden </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(Bun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichtsurteil 9C_</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">549/2015 vom 29. Januar 2016 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.4).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Mit überwiegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der Wahrscheinlichkeit kann demnach davon ausgegangen werden, dass keine Therapieresistenz vorliegt, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sondern verschiedene Behandlungsoptionen noch nicht ausgeschöpft wurden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In nachvollziehbarer Weise legte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> unter dem Aspekt der Komorbidität die Wechselwirkungen der depressiven Störung und der Panikstörung dar. So sei die im Jahr 2014 beginnende schleichende Dekompensation aufgrund der Bedin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gungen am damaligen Arbeitsplatz zusammen mit dem empfundenen „Abstieg“ </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">im Vergleich zur früheren Anstellung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in Gang gekommen und in ein depressives Geschehen gemündet. Das möglicherweise nur teilbewusste Gefühl, nicht mehr mit den Anforderungen klar zu kommen, habe im November 2014 zu einer </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">langen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Angstattacke und in der Folge auch zu einer Panikstörung geführt (Urk. 6/44/24-25). Diesbezüglich bleibt anzumerken, dass insbesondere die akzen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tuierten Per</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sönlichkeitszüge, welche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> bundesgerichtlicher Praxis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">für sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keinen rechtserheblichen Gesundheitsschaden zu begründen vermögen, nicht als Komor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bidität einzustufen sind (vgl. BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3 sowie Urteil des Bundes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts 8C_558/2015 vom 22. Dezember 2015 E. 4.2.4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In Bezug auf die im Komplex Persönlichkeit (BGE 141 V 281 E. 4.3.2) zu prüfen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den Merkmale (Persönlichkeitsentwicklung und –</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">struktur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, grundlegende psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chische Funktion) ist dem Gutachten von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zu entnehmen, dass eine eigentliche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Persönlichkeitsstörung nicht besteht (Urk. 6/44/18-19). Indes liegt eine selbstunsichere Persönlichkeitsakzentuierung vor, die bei diesem Indikator ins Gewicht fallen kann. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss den Ausführungen von Dr. F.___ habe der Beschwerdeführer seit seiner Kindheit versucht, Anerkennung zu erlangen, um damit seinen schwachen Selbstwert zu stützen. Die vielen Enttäuschungen im Bereich der Beziehungen, des Berufs und auch der Freunde hätten schliesslich nicht mehr kompensiert werden können (Urk. 6/44/19). Diese Persönlichkeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aspekte lassen auf eine Einschränkung der Ressourcen im Umgang </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mit der Anpassung an Regeln und Routine, der Planung und Strukturierung von Aufga</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ben, der Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, der Fähigkeit zur Anwendung fachlicher Kompetenzen, der Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit, der Durchhal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tefähigkeit sowie der Se</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lbstbehauptungsfähigkeit schliessen (vgl. Urk. 6/44/20), wenn auch eine eigentliche Pe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rsönlichkeitsstörung beim Beschwerdeführer nicht vorliegt. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Gutachter </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">begründet dies insbesondere mit dem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">insgesamt doch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">guten Funktionsniveau des Beschwerdeführers (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6/44/24).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Zusammenhang mit der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anwendung fachlicher Kompetenzen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> stellte der Gut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">achter fest, das Störungsbild führe dazu, dass die an sich vorhandenen Kompe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tenzen (grosse Leistungsbereitschaft, schnelles Lernen, Anziehung zu Herausfor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derungen) nur eingeschränkt umsetzbar seien. Bereits die Idee eines Versuchs </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">werde derzeit als bedrohlich erlebt (Urk. 6/44/20). Im Vordergrund steht demnach nicht die fehlende Überzeugung, über zu geringe fachliche Fähigkeiten zu verfü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen, sondern Ängste, diese in einem beruflichen Umfeld effektiv weiterhin </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zusetzen. Die grundsätzlich vorhandene Überzeugung, über Kompetenzen zu ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fügen, drückte der Beschwerdeführer mit der Feststellung aus, der frühere Arbeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geber habe ihn trotz seiner guten Leistungen nicht mehr eingestellt (Urk. 6/44/10). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sodann kam der Gutachter gestützt auf die Ergebnisse des durchgeführten Mini-ICF-Rating für Aktivitäts- und Partizipationsstörungen bei psychischen Erkran</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kungen (e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in Kurzinstrument zur Fremdbeurteilung von Aktivitätsstörungen bei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">psychischen Erkrankungen in Anlehnung an die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Internationale</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit [ICF] der Weltgesundheitsorga</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nisation) zum Schluss, in schwererem bis mittelgradigem Ausmass beeinträchtigt seien die Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben, die Flexibilität und Umstellfähigkeit, die Durchhaltefähigkeit, die Selbstbehauptungsfähigkeit und die Fähigkeit zu Spontanaktivitäten und die Verkehrsfähigkeit. Auch hier stehen gemäss Gutachter die vom Beschwerdeführer angegebenen Ängste im Vordergrund (Urk. 6/44/20 f.). Es fällt indessen auf, dass diese Ängste für den Rechtsanwender nicht nachvollziehbar im Zusammenhang mit den diagnostizier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten Leiden gewürdigt, sondern diese und die beschriebenen Funktionseinbussen unmittelbar im geschilderten Ausmass als gegeben erachtet wurden. Auch wenn in Anbetracht der Gesamtumstände von einer nicht unerheblichen Beeinträch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tigung der persönlichen Ressourcen auszugehen ist, bleibt offen, in welchem Umfang die geltend gemachten funktionellen Folgen im Sinne einer bleibenden Einschränkung und mit dem Ergebnis einer dauerhaften und weitgehenden Erwerbsunfähigkeit effektiv ausgewiesen sind. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der soziale Lebenskontext des Beschwerdeführers (BGE 141 V 281 E. 4.3.3) erfährt durch die seit 2010 intakte Ehe Unterstützung und Stabilität. Nach der Eigenein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schätzung des Beschwerdeführers ist er ohne Hilfe seiner Ehefrau kaum in der Lage, seinen Alltag zu bewältigen. Mit ihr zusammen fühlt er sich sicherer, hat mehr Motivation und seine Vergesslichkeit erscheint ihm weniger ausgeprägt, was ihm Mut gibt. Durch ihre Anweisungen kann er einfache Hausarbeiten teil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weise oder voll ausführen (Urk. 6/44/23). Sodann geht er mit ihr ein- bis zweimal wöchentlich einkaufen und bei gutem Wetter abends spazieren (Urk. 6/44/21). Seine Ehefrau ist für ihn aktuell die wichtigste positive, kraft- und strukturge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bende Person (Urk. 6/44/12). Sodann geht aus dem Gutachten hervor, dass der Beschwerdeführer über ein intaktes Beziehungsnetz mit zwei Freunden verfügt, die er gelegentlich trifft, beispielsweise zum Grillen (Urk. 6/44/13, Urk. 6/44/23). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dieses soziale Umfeld ist– worauf die Beschwerdegegnerin zutreffend hinweist (Urk. 2 S. 2) – ein beständiger und sich potentiell günstig auf die Ressourcen auswirkender Faktor. Zwar gestaltete sich nach Angaben des Beschwerdeführers die Beziehung zur Ehefrau insbesondere aufgrund der Erkrankung nicht immer problemlos (Urk. 3/1, 6/44/9, 6/60/1), was aber nichts daran ändert, dass der Beschwerdeführer die Ehe als grundsätzlich intakt und auch subjektiv als Ressource beschrieb.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Insgesamt zeigt die Würdigung der Aspekte im Zusammenhang mit dem funk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tionellen Schweregrad, dass die Leistungsfähigkeit zum einen durch die ressour</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cenhemmende Wechselwirkung der Komorbidität eingeschränkt wird, wobei die Symptome der Angsterkrankung und nicht diejenigen der Depression im Vorder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grund stehen. Die Angsterkrankung ihrerseits beeinträchtigt das Leistungsvermö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen gemäss Dr. F.___ hinsichtlich verschiedener Persönlichkeitsaspekte, wobei in dieser Hinsicht das Gutachten nicht schlüssig ist. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beweisrechtlich relevant ist sodann der Aspekt der Konsistenz mit den verhal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tensbezogenen Kategorien (BGE 141 V 281 E. 4.4). In Bezug auf den Indikator einer gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">baren Lebensbereichen (BGE 141 V 281 E. 4.4.1) wurde im Gutachten ausgeführt, der Beschwerdeführer sei in allen Lebensbereichen stark beeinträchtigt. Seine sozialen Aktivitäten seien eingeschränkt und seine Hobbies könne er nur begrenzt und mit Selbstzwang ausüben. Seit November 2014 seien seine Leistung, seine Motivation und sein Tagesablauf (Energie, Appetit, Schlaf und Laune) nicht mehr gleich wir früher (Urk. 6/44/28). Aus dem Gutachten geht aber auch hervor, dass der Beschwerdeführer mit seiner Ehefrau abends Spaziergänge unternimmt und sie ein- bis zweimal wöchentlich beim Einkaufen begleitet (Urk. 6/44/22). </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">serdem versucht er seine Zeit ein- bis zweimal wöchentlich mit Modellfliegen zu vertreiben, was ihm Spass macht und ihn für kurze Zeit von den Alltagsprob</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lemen befreit (Urk. 6/44/13, Urk. 6/44/21). Schliesslich hat der Beschwerdeführer zwei Freunde, mit welchen er immerhin gelegentlich grilliert (Urk. 6/44/13, Urk. 6/44/23). Von einer gleichmässigen Reduktion des Aktivitätsniveaus in allen Lebensbelangen (berufliche und persönliche Aktivitäten) kann daher nicht aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gegangen werden. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Was den behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesenen Leidens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">druck (BGE 141 V 281 E. 4.4.2) angeht, ist nicht von der Hand zu weisen, dass eine konsequente medikamentöse und auch eine stationäre psychosomatische Rehabilitationsbehandlung bisher unterblieben ist. Diesbezüglich weist die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin zu Recht darauf hin, dass die Erkrankung nicht austherapiert und insbesondere keine adäquate medikamentöse Behandlung etabliert sei (Urk. 6/51/9). Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer das ihm im Juni 2015 verschriebene Antidepressivum </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Escitalopram</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> absetzte, da er an Neben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wirkungen wie Übelkeit litt sowie kurzfristig eine massive Angst vor Medikamen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten entwickelte (Urk. 6/44/25). Seither nimmt er fast täglich ein pflanzliches Arzneimittel (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Relaxane</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) ein und hat bei schweren Angstzuständen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Temesta</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> als Reservemedikation dabei, wovon er aber selten Gebrauch macht (Urk. 6/44/26). Gegenüber einer medikamentösen Therapie besteht in erster Linie aus Angst vor Nebenwirkungen eine Skepsis (Urk. 6/44/28). Von einer Unzumutbarkeit einer leitliniengerechten medikamentösen Behandlung kann indessen nicht ausgegan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen werden. Solches erwähnt auch Dr. F.___ nicht. Dass der Beschwerdeführer eine entsprechende medikamentöse Therapie bis anhin nicht in ausreichendem Ausmass in Anspruch genommen hat und auch weitere Behandlungsansätze nicht verfolgt wurden (stationäre Behandlung), spricht jedenfalls gegen einen derart ausgeprägten Leidensdruck, wie ihn der Beschwerdeführer geltend macht und wie ihn der Gutachter ohne Weiteres anerkannt hat. Dass vor diesem Hintergrund von einer weitgehenden erwerblichen Beeinträchtigung im Bereich von 80 % auszu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gehen ist, erschliesst sich aus dem Gutachten nicht hinreichend. Auch die Berichte der behandelnden Ärzte liefern nicht die für eine abschliessende Beurteilung erforderlichen Erkenntnisse, wobei darauf hinzuweisen ist, dass deren Prognose wesentlich günstiger ausfiel als diejenige von Dr. F.___. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten erweist sich das psychiatrische Gutachten von Dr. F.___ in mehreren Punkten als nicht stichhaltig und lässt Fragen offen. Insbesondere fehlt es aufgrund der fehlenden Behandlungsresistenz und der empfohlenen Therapie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">möglichkeiten am Nachweis, dass die geltend gemachte und vom Gutachter als ausgewiesen erachtete weitgehende erwerbliche Einschränkung effektiv durch eine versicherte Gesundheitsbeeinträchtigung begründet ist. Auf die gutachter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liche Einschätzung, es bestehe auch in einer angepassten Tätigkeit nur eine Arbeitsfähigkeit von 20 % +/- 5 % kann daher nicht abgestellt werden. Umge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kehrt rechtfertigt die Sachlage auch nicht den Schluss der Beschwerdegegnerin, es bestehe insgesamt kein leistungsrelevanter Gesundheitsschaden. Die diagnos</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tizierten Leiden schliessen den Anspruch auf eine Rente jedenfalls nicht grund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sätzlich aus. Die Beschwerdegegnerin hätte in der gegebenen Situation noch nicht entscheiden dürfen. Daran ändern auch die ergänzend eingeholten Darlegungen von Dr. F.___ nichts (vgl. Urk. 6/49). Es sind weitergehende psychiatrische Abklärungen nötig. Erforderlich ist vor dem Hintergrund der gestellten Diagnosen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine aus objektiver Sicht im Detail nachvollziehbare Analyse der erhobenen Befunde und gestützt auf diese Erkenntnisse eine schlüssige Beurteilung der erwerblichen Auswirkung des Leidens. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerde ist gestützt auf die dargelegten Gründe in dem Sinne gutzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heissen, dass die angefochtene Verfügung vom 12. September 2017 (Urk. 2) auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese im Sinne der obigen Erwägungen eine neue Beurteilung vornehme und her</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach über den Leistungsanspruch erneut entscheide (§ 26 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sind nach dem Verfahrens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.—bis Fr. 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beschwerdefüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">renden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Partei (BGE 137 V E. 2.1 mit Hinweisen). Entsprechend sind die Kosten der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach § 34 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Vorliegend ist die Prozessentschädigung beim </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">massgeblichen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Stundenansatz von Fr. 220.-- auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1‘8</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen und von der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zu bezahlen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 12. September 2017 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu ver</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">füge.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. 700</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. 1’800</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">MWSt</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">) zu bezahlen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Regula Aeschlimann Wirz</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigFumagalli</p><p></p></div> </div></body></html>