<h2>SubmittedText<h2><p>Laut Gesetz und Verordnung hat das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) die Koordination der internationalen Kontakte zu übernehmen, Departementen und Ämtern steht die fachliche Begleitung zu. Tatsächlich haben aber verschiedene Departemente und Ämter eigene internationale Dienste aufgebaut oder sind daran, dies zu tun. Diese umfassen Hunderte von Mitarbeitern. Dies führt zu Doppelspurigkeiten, Ressourcenverschwendung, Kompetenzkonflikten und uneinheitlichem Auftreten gegen aussen. Fragen an den Bundesrat:</p><p>- Wie viele Personen arbeiten neben denjenigen im EDA im Bereich "internationale Kontakte"?</p><p>- Wie viele Personen ausserhalb des EDA reisen dienstlich ein oder mehrere Male ins Ausland, aufgeteilt nach Departementen/Ämtern?</p><p>- Wie hoch sind - neben den Aufwendungen im EDA - die Personalkosten in diesem Bereich, aufgeteilt nach Departementen/Ämtern?</p><p>- Wie hoch sind die Reisekosten für Dienstreisen, aufgeteilt nach Departementen/Ämtern?</p><p>- Besteht eine Ressourcenplanung zur Pflege internationaler Kontakte für die gesamte Bundesverwaltung?</p><p>- Fasst der Bundesrat eine Rezentralisierung der internationalen Kompetenzen im EDA ins Auge?</p><p>- Welche Auswirkung hätte dies auf die finanziellen Ressourcen zur Pflege internationaler Kontakte?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die in der Anfrage aufgeworfenen Fragen beschäftigen den Bundesrat im Rahmen der nachhaltigen Sanierung des Bundeshaushaltes seit Längerem. Entsprechend hat der Bundesrat im Rahmen der Bundesverwaltungsreform auch Verbesserungen umgesetzt bzw. in die Wege geleitet.</p><p>Darüber hinaus ist der Bundesrat überzeugt, dass im Bereich der internationalen Kontakte auch in Zukunft eine dezentrale Steuerung am sinnvollsten ist. Dies begründet sich damit, dass die verschiedenen Bereiche bezüglich Anforderungen und Ausgestaltung stark differieren und somit eine dezentrale Steuerung als zweckmässig erachtet wird. Eine Ausnahme bildet dabei die Bundesreisezentrale. Hier wurde eine Mittelkonzentration über die gesamte Bundesverwaltung angestrebt, um die so anfallenden Skaleneffekte optimal nutzen zu können. So wirkt die Bundesreisezentrale heute als Kompetenzzentrum für Reiseangelegenheiten des Bundes und seiner Mitarbeitenden.</p>  Antwort des Bundesrates.