<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2023-10-25-7F_4-2023.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>7F_4/2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 25. Oktober 2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Abrecht, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Hurni, Kölz, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Lustenberger. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Gesuchsteller, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg, Postfach 1638, 1701 Freiburg, </div> <div class="para">Gesuchsgegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kantonsgericht Freiburg, Strafappellationshof, Augustinergasse 3, 1701 Freiburg. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 14. August 2023 (7B_186/2022); Nichteintreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Das Bundesgericht zieht in Erwägung:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Mit Urteil 7B_186/2022 vom 14. August 2023 wies das Bundesgericht eine von A.________ gegen ein Urteil des Kantonsgerichts Freiburg erhobene Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat. Gegenstand des Verfahrens war eine Verurteilung wegen einfacher Verletzung der Verkehrsregeln. </div> <div class="para">Am 25. September 2023 ersuchte A.________ um Wiedererwägung des bundesgerichtlichen Urteils. Nachdem er darüber informiert worden war, dass das BGG das Institut der Wiedererwägung nicht kennt, und ihm die Voraussetzungen einer Revision erläutert worden sind, bestätigte er mit Eingabe vom 3. Oktober 2023, ein Revisionsverfahren einleiten zu wollen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Entscheide des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft (<span class="artref">Art. 61 BGG</span>). Das Bundesgericht kann auf ein eigenes Urteil nur zurückkommen, wenn einer der vom Gesetz (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/121" type="start"></artref>Art. 121-123 BGG</span><artref id="CH/173.110/123" type="end"></artref>) abschliessend aufgezählten Revisionsgründe vorliegt. <span class="artref">Art. 121 BGG</span> führt vier Verfahrensvorschriften an, deren Missachtung eine Revision rechtfertigt: Die Verletzung der Vorschriften über die Besetzung des Gerichts und über den Ausstand (lit. a), die Verletzung der Dispositionsmaxime (lit. b), das Übergehen von Anträgen (lit. c) und die Versehensrüge (lit. d). Gemäss <span class="artref">Art. 121 lit. d BGG</span> kann die Revision eines Entscheids des Bundesgerichts verlangt werden, wenn das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hat. Es obliegt der gesuchstellenden Person, aufzuzeigen, inwiefern Revisionsgründe gegeben sind (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Der Gesuchsteller führt aus, dass neue, vorher nicht bekannte Fakten das Bundesgericht zur Wiedererwägung eines Verfahrens berechtigen würden. Er verlangt deshalb, dass seine im Verfahren 7B_186/2022 am 11. September 2023 und damit bereits nach Erlass des bundesgerichtlichen Entscheids getätigte Eingabe samt Beilagen berücksichtigt und "gründlich überdenkt" wird. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Mit diesen Ausführungen ist kein Revisionsgrund im Sinne des Gesagten dargetan. <span class="artref">Art. 121 lit. d BGG</span>, der als Revisionsgrund am ehesten in Frage kommen würde, erlaubt die Revision nur, wenn im streitigen Urteil erhebliche Tatsachen unberücksichtigt geblieben sind, die bereits aktenkundig waren. Erst nachträglich vorgebrachte Argumente respektive Beweismittel können nicht zur Revision führen. Allgemein und soweit sich der Gesuchsteller darauf beruft, schuldlos verurteilt worden zu sein, ist er darauf hinzuweisen, dass die Revision der betroffenen Person keine Möglichkeit bietet, einen Entscheid, den sie für unrichtig hält, in der Sache neu beurteilen zu lassen (Urteile 6F_19/2023 vom 16. August 2023 E. 1.2; 6F_6/2023 vom 6. Juli 2023 E. 2.2.1; 6F_5/2023 vom 12. April 2023 E. 3.3; je mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Mangels hinreichender Begründung eines zulässigen Revisionsgrundes wird auf das Revisionsgesuch nicht eingetreten. Da dieses als aussichtslos zu bezeichnen ist, wird das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abgewiesen (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>). Folglich hat der Gesuchsteller die Kosten des Revisionsverfahrens zu tragen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Den geltend gemachten schwierigen finanziellen Verhältnissen wird mit reduzierten Gerichtskosten Rechnung getragen (<span class="artref">Art. 65 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht Freiburg, Strafappellationshof, und Rechtsanwalt Elmar Wohlhauser schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 25. Oktober 2023 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Abrecht </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Lustenberger </div> </div></body></html>