B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-6589/2013 U r t e i l v o m 3 . D e z e m b e r 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi, mit Zustimmung von Richterin Esther Karpathakis; Gerichtsschreiber Alfred Weber. Parteien A._______, geboren (…), unbekannter Staatsangehörigkeit, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 20. November 2013 / N (…). D-6589/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland am 27. August 2013 über die Türkei verliess und nach zehn Tagen Auf- enthalt in B._______ von dort versteckt in einem Lastwagen durch ihm unbekannte Länder in die Schweiz gelangte, wo er am 16. September 2013 um Asyl nachsuchte, dass er gleichentags mit einem Infor mationsblatt zur Abgabe sämtlicher verfügbarer Identitätsdoku mente in nerhalb von 48 Stunden aufgefordert wurde (vgl. A 2/1 gemäss Aktenverzeichnis BFM), dass der Beschwerdeführer am 24. September 2013 im Empfangs - und Verfahrenszentrum (EVZ) C._______ summarisch zum Reiseweg und zu den Gründen für das Verlassen des Heimatlandes befragt wurde, dass das BFM den Beschwerdeführer am 7. Oktober 2013 direkt zu den Asylgründen anhörte, dass der Beschwerdeführer zur Begründung im Wesentlichen geltend machte, nicht registrierter Kurde (Maktum) zu sein und aus dem Dorf D._______, in Syrien zu stammen, dass er dort im Alter von zwölf Jahren als Schaf hirte tätig gewesen sei und Syrien wegen der Kriegsumstände verlassen habe, dass die Al-Nusra-Front D._______ mehrmals angegriffen und viele Ei n- wohner umgebracht habe, dass bei einem Angriff dieser Gruppierung auf D._______ (zufälligerwei- se) sein ältester Bruder und weitere junge Männer des Dorfes verschleppt worden seien, dass er seit dem Kindesalter Beschwerden mit seinem linken Auge habe, da ihm ein Glassplitter ins Auge geraten sei, der nie entfernt worden sei, dass er vor diesem Hintergrund sein Heimatland verlassen habe, dass am 11. Oktober 2013 ein Experte der Fachstelle LINGUA im Auftrag des BF M mit dem Beschwerdeführer eine telefonische Konversation durchführte und im Rahmen einer länderkundlichen Herkunftsanalyse (Alltagswissen; Evaluation of everyday life knowledge) in seiner Expertise D-6589/2013 Seite 3 vom 31. Oktober zum Schluss gelangte, die Wahrscheinlichkeit, wonach sich der Beschwerdeführer in der von ihm behaupteten Region aufgehal- ten habe, sei gering, dass dem Beschwerdeführer durch das BFM am 7. November 2013 zum diesbezüglichen Abklärungsergebnis das rechtliche Gehör gewährt wu r- de, dass dem Beschwerdeführer im Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs ebenfalls die Möglichkeit geboten wurde, zur im Laufe des Ve r- fahrens in Farb- und Schwarz-Weiss-Kopie eingereichten und im Jahre 2011 ausgestellten Identitätsbescheinigung des Dorfvorstehers (Mokhtar), welche als offensichtlich gefälscht beziehungsweise verfälscht erachtet wurde, Stellung zu nehmen, dass das BFM mit Verfügung vom 20. November 2013 – eröffnet glei- chentags – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass das BFM zur Begründung des Nichteintretens auf das Asylgesuch zusammenfassend festhielt, der Beschwerdeführer habe innert 4 8 Stun- den nach Gesuchseinreichung ohne entschuldbare Gründe keine Reise - oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die Flücht lingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht und zudem seien zu sätzliche Abklärun- gen zur Feststellung der Flüchtlingseigen schaft oder eines Wegwe i- sungsvollzugshindernisses in seinem Fall aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich, dass im Zusammenhang mit den eingereichten Dokumenten (Identität s- bescheinigung des Dorfvorstehers [Mokhtar]) unter anderem festgehalten wurde, dass es sich dabei nicht um gültige Reise - oder Identitätspapiere im Sinne von Art. 1 a Bst. b und c der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) handle, diese als Kopien anfällig für Fä l- schungen seien und das Original der kopierten Unterlage n augenschein- lich manipuliert sei, dass der Beschwerdeführer im Rahmen des rechtlichen Gehörs weder in der Lage gewesen sei zu erklären, weshalb ihm die originale Mokhtar - Bescheinigung nicht zugestellt worden sei , noch angegeben habe, wie sich die offensicht lich abweichenden Stempelaufdrucke auf dem Dok u- ment und dem Foto erklären liessen, D-6589/2013 Seite 4 dass aufgrund der durchgeführten länderkundlichen Herkunftsanalyse die Wahrscheinlichkeit eines Aufenthalts des Beschwerdeführers in der von ihm behaupteten Region gering sei und seine evidenten Wissenslücken, insbesondere die Tatsache von vermehrt im F._______ gebrauchten und von ihm verwendeten Ausdrücken in Kurdisch-Badini, darauf schliessen liessen, dass er mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kein Maktum aus Syrien sei, mithin massive Zweifel an seiner geltend gemachten Herkunft bestehen würden, dass der Beschwerdeführer nicht bereit sei, dem BFM Ausweisdokumen- te vorzulegen, wobei die vagen und realitätsfremden Reiseschilderungen (Angabe zu Papieren und Kontrollen; Schilderungen bezüglich der Las t- wagenfahrt B._______–Schweiz; Organisation und Finanzierung der Re i- se in die Schweiz) insgesamt als starkes Indiz für die bewusste Nichtab- gabe rechtsgenüglicher Papiere zu werten seien, dass das BFM im Zusammenhang mit der Prüfung der Flüchtlingseige n- schaft unter anderem festhielt, dass aufgrund der widersprüchlichen und unplausiblen Erläuterungen die Vorbringen hinsichtlich der geltend g e- machten Verfolgung als unglaubhaft taxiert werden müss ten (u.a. Anga- ben zu den Reiseumständen ; fragliche Herkunft; Einreichung offensich t- lich gefälschter oder verfälschter Dokumente; Angaben zur Tätigkeit als Schafhirte in zeitlicher Hinsich t; Angaben im Zusammenhang mit seinem Aufenthalt und demjenigen seiner Familie im Heimatdorf trotz vermehrten Angriffen und Gräueltaten der Al -Nusra-Front; knappe und unpersönliche Angaben zur Entführung des Bruders und zu weiteren Begebenheiten sowie Ereignissen im Heimatdorf), dass die Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Vollzugs der Wegweisung von Amtes wegen zu prüfen sei, diese Untersuchungspflicht aber ihre vernünftigen Grenzen an der Mitwirkungspflicht der Asyls u- chenden finde, denen auch eine Substantiierungslast zukomme, mithin es nicht Sache der Asylbehörden sei, bei fehlenden Hinweisen seitens der Asylsuchenden nach allfälligen Wegweisungshindernissen zu forschen, dass in Anbetracht der Gesamtumstände (tragfähiges familiäres und s o- ziales Netzwerk im Heimatstaat; Alter, Gesundheit, Arbeitsfähigkeit; ärztli- che Behandlungen des Auges vor der Ausreise) keine individuellen Grün- de gegen eine Wegweisung sprechen würden, D-6589/2013 Seite 5 dass im vorliegenden Fall unter anderem mit dem Hinweis auf die Rech t- sprechung des Bundesverwaltungsgerichts der Vollzug der Wegweisung als möglich zu erachten sei, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 2 5. November 2013 (Post- stempel) gegen diesen Ents cheid beim Bundesverwaltungsgericht B e- schwerde erhob und unter Kosten - und Entschädigungsfolge die Aufh e- bung der angefochte nen Verfügung, die Anerkennung der Flüchtlingse i- genschaft und die Gewährung von Asyl beantragte, dass festzustellen sei, dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig, u n- zumutbar und unmöglich sei , und dass die vorläufige Aufnahme an - zuordnen sei, dass die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsve r- fahren (VwVG, SR 172.021) zu gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten sei, dass eventualiter die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen sei, dass die zuständige Behörde vors orglich anzuweisen sei, die Kontakt - aufnahme mit den Behörden des Heimat- oder Herkunftstaats sowie jegli- che Weitergabe von Daten an dieselben zu unterlassen, dass eventualiter bei bereits erfolgter Datenweitergabe die beschwer - deführende Person darüber in einer separaten Verfügung zu informie ren sei, dass auf die Begründung der Beschwerde, soweit entscheidwesentlich, in den Erwägungen einzugehen ist, dass die vorinstanzlichen Akten am 26. November 2013 (in Faxkopie) beim Bundesverwaltungsgericht eingingen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), und erwägt, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei- det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor D-6589/2013 Seite 6 welchem di e beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an dere n Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass – unter nachstehendem Vorbehalt – auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu übe r- prüfen (Art. 32 – 35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerd e- instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5 S. 116), dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintr e- tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen mat e- riellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die S a- che zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73 m.H.a. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei- zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass indessen im Falle des Nichteintretens auf ein Asylgesuch ge mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen der Flücht- lingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit dies im Rahmen einer sum marischen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 2007/8 insbes. E. 5.6.5 S. 90 f.), D-6589/2013 Seite 7 dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfahren , ungeachtet der vorzu nehmenden Überprüfung eines formellen Nichtei n- tretensentscheides, auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73), dass der Beschwerdeführer vorliegend das Begehren stellt, es sei ihm die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und ihm Asyl zu gewähren, dass das Bundesverwaltungsgericht jedoch im Rahmen der ihm zuste - henden Prüfungsbefugnis im für den Beschwerdeführer günstigsten Fall zum Schluss gelangen kann, das BFM sei deshalb zu Unrecht auf sein Asylgesuch nicht einge treten, weil es bereits aufgrund einer sum mari- schen Prüfung hätte erkennen sollen, dass er offensichtlich die Flüch t- lingseigenschaft erfüllt (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG), dass indessen auch in diesem Fall das Bundesverwaltungsgericht das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft nicht selber im Dispositiv seines U r- teils feststellen kann, sondern die angefochtene Nichteintretensverfügung aufzuheben und die Sache zu neuem Entscheid im Sinne der Erwägu n- gen (vgl. dazu wiederum BVGE 2007/8 E. 5.6.5 S. 90 f.) an d as BFM zu- rückzuweisen hat, dass deshalb konsequenterweise auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit darin die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft und die G e- währung von Asyl durch das Bundesverwaltungsgericht beantragt wird, dass der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung z u- kommt (vgl. Art. 42 AsylG) und die angefochtene Verfügung keine diesbe- züglich anderslautenden Anordnungen enthält, weshalb auf das Event u- albegehren um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ebenfalls nicht einzutreten ist, dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mat e- riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), D-6589/2013 Seite 8 dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG), dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asyl su- chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuld baren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), aufgrund der An- hörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht lingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder sich auf Grund der A n- hörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flücht- lingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), dass vorliegend die Nichtabgabe von Reise - oder Identitätspapieren im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches sachverhaltsmässig erstellt ist, dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung seines Asylgesuches beziehungsweise in den 48 Stunden nach der die s- bezüglichen Aufklärung durch Vorhalt eines In formationsblattes e in D o- kument zu seiner zweifelsfreien Identifizierung (vgl. BVGE 2007/7 E. 5.1- 5.2 S. 65 ff.) abzugeben, dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus - setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend erfüllt ist, dass der Beschwerdeführer keine entschuldbaren Gründe für die Nich t- abgabe eines beweistauglichen Identitätsdokuments (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 3.2) innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des Asylgesuchs glaubhaft zu machen vermag, dass hierzu weitgehend auf die zutreffenden Erwägungen in der ange - fochtenen Verfügung (vgl. daselbst, Ziff. II/1 S. 2) verwiesen werden kann, dass in der Beschwerde den diesbezüglichen Erwägungen nichts Su b- stanzielles entgegen gesetzt wird, D-6589/2013 Seite 9 dass s ich der Beschwerdeführer damit begnügt auszuführen, er werde versuchen, das Original der Personalbescheinigung und weitere Bewei s- mittel, welche seine syrische Staatsangehörigkeit belegen würden, über seine im Heimatland kontaktierten Familienmitglieder zu beschaffen, und diese Dokumente alsdann hier abgeben, mithin es ihm letztlich nicht g e- lingt, glaubhaft darzulegen, dass entschuldbare Gründe für das Nichtei n- reichen gültiger Reise- oder Identitätspapiere vorliegen, dass in diesem Zusammenhang ergänzend anzuführen ist, dass dem Be- schwerdeführer für die Beibringung entsprechender Dokumente gen ü- gend Zeit zur Verfügung stand, wurde er doch wiederholt zur Papierbe- schaffung aufgefordert, zuerst am 16. September 2013, danach anläs s- lich der Befragung im EVZ vom 24. September 2013 und schliesslich bei der direkten Bundesanhörung vom 7. Oktober 2013, dass aus den Akten ebenfalls hervorgeht, dass die Beschaffung von dies- bezüglichen Dokumenten zumutbar und möglich gewesen wäre, dass ferner der Umstand nicht ausser A cht gelassen werden darf, dass der Beschwerdeführer zum Fälschungsvorwurf hinsichtlich der eing e- reichten Identitätsbescheinigung des Dorfvorstehers (Mokhtar) sowie zum Abklärungsergebnis des Experten der Fachstelle LINGUA in der B e- schwerde kein Wort verliert, dass in Anbetracht dieser Sachlage dem Beschwerdeführer – nicht wie in der Beschwerde darum ersucht – keine Frist zur Einreichung von in Au s- sicht gestellten Beweismitteln anzusetzen ist, dass sodann im vorliegenden Fall aufgrund der Aktenlage, wie sie sich nach der Direktanhörung vom 7. Oktober 2013 und der Gewährung des rechtlichen Gehörs vom 7. November 2013 präsentierte, unter V erzicht auf zusätzliche tatbestä ndliche oder rechtliche Abklärungen im Rahmen einer bloss summarischen Prüfung der Schluss gezogen werden konnte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft offenkundig nicht, und ebenso offenkundig stünden einem Vollzug der Wegweisung keine Hindernisse entgegen (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 5.5 und 5.6), dass diesbezüglich – ungeachtet der Erwägungen in der angefochtenen Verfügung – festzuhalten ist, dass der Beschwerdeführer gemäss Abkl ä- rungsergebnis des Experten der Fachstelle LINGUA mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht aus Syrien stammt und somit d en von ihm ge l-D-6589/2013 Seite 10 tend gemachten Vorbringen in Bezug auf dieses Land bereits deshalb die Grundlage entzogen ist, dass nicht zuletzt auch darauf hinzuweisen ist, dass der Beschwerdefü h- rer anlässlich der Befragung im EVZ vom 24. September 2013 unmis s- verständlich zu Protokoll gab, weder jemals Probleme mit staatlichen Stellen noch solche mit Privatpersonen oder irgendwelchen Gruppieru n- gen, Parteien oder Organisationen gehabt zu haben (A 5 S. 10), dass sich insbesondere auch die Antwort des Beschwerdeführers in de r- selben Befragung als aufschlussreich erweist, wonach er nebst der Kriegssituation in Syrien wegen einer Behandlung der Beschwerden mit seinem Auge ausgereist sei (vgl. u. a. auch A 10 S. 8 und 9), dass es der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe insgesamt un- terlässt, eine Klärung in den von ihm geltend gemachten Sachvortrag h i- neinzubringen, mithin diesen vielmehr als Konstrukt erscheinen lässt, dass sich angesichts dieser Sachlage weitere Erörterungen erübrigen, dass das BFM demnach zu Recht gestütz t auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kan- ton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht un d demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltung sgerichts der gleiche B e- weisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind D-6589/2013 Seite 11 zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist und andernfalls wenigs- tens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2), dass aufgrund de s Abklärungsergebnisses des Experten der Fachstelle LINGUA davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer mit überwie- gender Wahrscheinlichkeit nicht aus Syrien stammt, dass die Prüfung von allfälligen Wegweisungshindernissen in Bezug auf diesen Staat somit entfällt, da der wirkliche Heimatstaat des Beschwerde- führers vorerst unklar bleibt, dass diese Frage – obschon für die Durchführbarkeit des Wegweisung s- vollzugs letztlich von entschei dender Bedeutung – im vorliegenden Ve r- fahren aber offenbleiben kann, dass zwar die Zuläs sigkeit, Zu mutbarkeit und Möglichkeit des Vollzugs der Wegweisung – wie die Vorinstanz zu Recht festhielt – von Amtes we- gen zu prüfen ist, indes diese Unter suchungspflicht ihre vernünftigen Grenzen hat, da dem Beschwerdeführer insbeso ndere die Mitwirkung s- pflicht sowie die Substantiierungslast zukommen, dass es nicht Sache der Beschwerdeinstanz sein kann, bei fehlenden Hinweisen seitens des Be schwerdeführers nach allfälligen Wegwe i- sungshindernissen in hypothetischen Herkunftsländern zu forschen, dass sich anhand der Aktenlage keine Anhaltspunkte dafür ergeben, der Vollzug der Wegweisung des Beschwerde führers würde gegen völke r- rechtliche Verpflichtungen der Schweiz verstossen oder der Beschwerd e- führer würde ei ner konkreten Gefährdung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG ausgesetzt, dass der Vollzug der Wegweisung somit zulässig und zumutbar ist, dass der Vollzug auch grundsätzlich als möglich erscheint, dass die Be schaffung der notwendigen Reisepapiere des effektiven He r- kunftslandes eine Vollzugsfrage ist, welche nicht von der Beschwerdei n- stanz zu prüfen ist, dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, D-6589/2013 Seite 12 dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuwei- sen ist, soweit darauf einzutreten ist, dass mit dem vorliegenden letztinstanzlichen Endentscheid das Ge such des Beschwerdeführers, die Vollzugsbehörden seien anzuweisen, die Kontaktaufnahme mit den Heimat - oder Herkunftsbehörden sowie jede Weitergabe von Daten an dieselben bis zum Endentscheid über die B e- schwerde zu unterlassen beziehungsweise er sei über eine bereits erfolg- te Datenweitergabe zu informieren, gegenstandslos geworden ist, dass es sich ebenso verhält in Bezug auf das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses, dass aus den dargelegten Gründen den Beschwerdebegehren keine ernsthaften Erfolgsaussichten beschieden waren, weshalb das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG unabhängig von der Frage der prozessualen Bedürftigkeit des Beschwerdeführers abzuweisen ist, dass mangels Erfüllen der Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG das Gesuch nach Absatz 2 der nämlichen gesetzlichen Bestimmung ebenfalls abzuweisen ist, dass b ei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600. – (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-6589/2013 Seite 13 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgelt lichen Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG) wird abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Guns- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Thomas Wespi Alfred Weber Versand: