Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 31. März 2016 (725 15 325 / 75) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Voraussetzungen für eine revisionsweise Erhöhung der bisher ausgerichteten Invaliden- rente sind nicht gegeben Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsri chter Beat Hersberger, Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Markus Schäfer Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advoka- tin, Lange Gasse 90, 4052 Basel gegen SUVA , Rechtsabteilung , Postfach 4358 , 6002 Luzern , Beschwerd e- gegnerin Betreff Leistungen A. Der 1956 geborene A.____ war seit 1. Juni 1978 a ls Servicemonteur bei der B.____ AG angestellt und in dieser Tätigkeit bei de r Schweizerischen Unfallversicherungsan- stalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unf ällen und Berufskrankheiten versichert. Am 21. März 2006 zog sich A.____ beim Aussteigen aus e inem VW-Bus zufolge eines Misstritts Verletzungen im linken Knie zu. Nachdem die SUVA na ch Eingang der Unfallmeldung für die Heilungskosten aufgekommen war und Taggeldzahlungen entsprechend der ausgewiesenen Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Arbeitsunfähigkeit geleistet hatte, sprach sie A.____ mit Verfügung vom 10. September 2009 für die verbliebenen Unfallfolgen mit Wirkung ab 1. März 2009 eine auf einer Erwerbsunfähigkeit von 23 % basierende Invalidenrente zu. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechts- kraft. Am 16. Juli 2012 liess der nunmehr als Hilfsmaler bei d er C.____ AG tätige A.____ der SUVA einen Rückfall zum Unfallereignis vom 21. März 2006 mel den, worauf diese hierfür wiederum ihre gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggelde r) erbrachte. Mit Verfügung vom 28. Januar 2015 stellte die SUVA diese vorübergehenden Leistungen per 28. Februar 2015 ein. Gleichzeitig hielt sie fest, dass A.____ ab 1. März 2015 wieder die früher zugesprochene Invali- denrente ausgerichtet werde. Zudem sprach sie ihm für die verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfall vom 21. März 2006 eine Integritätsentschädig ung basierend auf einer Integritätsein- busse von 13 % zu. Die von A.____ gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies die SUVA mit Einspracheentscheid vom 21. September 2015 ab. B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin R affaella Biaggi, am 16. Oktober 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialv ersicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei der angefochtene Einsprachee ntscheid aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verurteilen, den rechtserheblichen Sachverhalt näher abzuklären und ihm die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Zudem sei i hm die unentgeltliche Verbeistän- dung zu bewilligen; unter o/e Kostenfolge. Mit Eingabe vom 20. Oktober 2015 zog der Beschwerdefüh rer sein Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung zurück. C. In ihrer Vernehmlassung vom 3. Dezember 2015 beantr agte die SUVA die Abweisung der Beschwerde. D. Das Kantonsgericht zog zur Vervollständigung der Akten bei der IV-Stelle Basel- Landschaft das IV-Dossier des Versicherten bei. Die Part eien erhielten in der Folge Gelegen- heit, hierzu Stellung zu nehmen Mit Eingabe vom 15. Januar 2016 machte die SUVA von dieser Möglichkeit Gebrauch. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes ü ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, desse n Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetze s über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent- scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen V ersicherungsgericht Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Ver sicherungsgericht desjenigen Kan- tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwer deerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor- liegend befindet sich dieser in D.____, weshalb die ör tliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1 993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein- spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 A TSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formge- recht erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 16. Oktober 2015 ist demnach einzutreten. 2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer i n der obligatorischen Unfallversi- cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs- unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Die Leistungspflicht des Un- fallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Erei gnis und dem eingetretenen Schaden (Invalidität, Integritätseinbusse) ein natürliche r (vgl. dazu BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen) und ein adäquater (vgl. dazu BGE 129 V 18 1 E. 3.2 mit Hinweis) Kausalzusam- menhang gegeben ist. 2.2 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu minde stens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit da uernde ganze oder teilweise Erwerbs- unfähigkeit. Diese wiederum entspricht dem durch Beeintr ächtigung der körperlichen oder geis- tigen Gesundheit verursachten und nach zumutbarer Beha ndlung und Eingliederung verblei- benden ganzen oder teilweisen Verlust der Erwerbsmögli chkeiten auf dem in Betracht kom- menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). 2.3 Wie eingangs geschildert, sprach die SUVA dem Versiche rten mit Verfügung vom 10. September 2009 für die verbliebenen Unfallfolge n mit Wirkung ab 1. März 2009 eine auf einer Erwerbsunfähigkeit von 23 % basierende Invalidenrente zu. 3.1 Laut Art. 11 der Verordnung über die Unfallversi cherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 werden die Versicherungsleistungen auch für Rückfäll e und Spätfolgen gewährt. Bei ei- nem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern eine r vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar g eheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krank- heitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schli essen somit begrifflich an ein bestehen- des Unfallereignis an (Kranken- und Unfallversicherung - Rechtsprechung und Verwaltungspra- xis [RKUV] 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 2; BGE 118 V 296 E. 2c mit Hinweisen). 3.2 Im vorliegenden Verfahren steht ausser Frage, dass e s beim Beschwerdeführer im Sommer 2012 zu einem Rückfall kam, der in einem natür lichen und einem adäquaten Kausal- zusammenhang zum Unfallereignis vom 21. März 2006 stand. D ementsprechend hat die SUVA denn auch nach Eingang der Rückfallmeldung dem Versiche rten hierfür ihre gesetzlichen Leis- tungen (Heilbehandlung, Taggelder) erbracht. Vom Be schwerdeführer ebenfalls nicht in Frage gestellt wird, dass der medizinische Endzustand im Februa r 2015 (wieder) erreicht und die SUVA demzufolge berechtigt war, den (Rück-) Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leis- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht tungen (Heilbehandlung, Taggelder) per Ende des gena nnten Monats abzuschliessen. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist hingegen, ob sich die verbliebenen Unfallfolgen im linken Knie aufgrund des Rückfalls erheblich verschlimmert haben und der Beschwerdeführer deshalb An- spruch auf Erhöhung seiner bisherigen, auf einer Erwe rbsunfähigkeit von 23 % basierenden Invalidenrente hat. 4.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende Invalidenren ten der Unfallversicherung für die Zukunft zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Ände- rung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet i st, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine wesentliche Ände- rung des Gesundheitszustandes der versicherten Person. Dar über hinaus ist die Rente aber auch revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Ge- sundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 34 9 E. 3.5 mit Hinweisen). Zu be- achten ist im Bereich des obligatorischen Unfallversicherung srechts, dass das Bundesgericht die Erheblichkeit der Sachverhaltsänderung bejaht, wenn sich der Invaliditätsgrad um 5 Pro- zentpunkte ändert (BGE 140 V 87 E. 4.3,133 V 547 E. 6.2). 4.2 Die abweichende medizinische oder rechtliche Einschätz ung von im Wesentlichen un- veränderten tatsächlichen Verhältnissen führt nicht zu e iner materiellen Revision. Bloss auf ei- ner anderen Wertung beruhende, revisionsrechtlich unerhe bliche Differenzen sind daher von revisionsbegründenden tatsächlichen Veränderungen abzugr enzen. Eine ärztliche Schlussfol- gerung, die von der früheren abweicht, obwohl sich der beurteilte Gesundheitszustand effektiv nicht verändert hat, ist meist auf eine unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens (vgl. dazu BGE 137 V 253 E. 3.4.2.3) zurückzuführen (Ur teil J. des Bundesgerichts vom 29. August 2011, 9C_418/2010, E. 4.1 mit weiteren Hinweisen). 4.3 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer ansp ruchserheblichen Änderung des In- validitätsgrades bildet die letzte (der versicherten Perso n eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspru chs mit rechtskonformer Sachverhalts- abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk- ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkunge n des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 133 V 114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 75 ff. E . 3.2.3). Vorliegend hatte die SUVA dem Beschwerdeführer mit einer unangefochten in Rechtskraft erwachsenen Verfügung vom 10. September 2009 eine Invalidenrente basierend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 23 % zu- gesprochen. Nachdem der Versicherte der SUVA Mitte Juli 2012 einen Rückfall zum Unfaller- eignis vom 21. März 2006 hatte melden lassen, erbrachte d iese hierfür wiederum ihre gesetzli- chen Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder). Mit Verf ügung vom 28. Januar 2015, welche sie in der Folge mit Einspracheentscheid vom 21. Septembe r 2015 bestätigte, stellte die SUVA diese vorübergehenden Leistungen per 28. Februar 2015 ein. Gleichzeitig hielt sie fest, dass dem Beschwerdeführer ab 1. März 2015 wieder die früher zugesprochene Invalidenrente aus- gerichtet werde. Somit beurteilt sich die Frage, ob ei ne Änderung in den tatsächlichen Verhält- nissen eingetreten ist, die eine revisionsweise Erhöhung d er bis anhin ausgerichteten Rente rechtfertigt, durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der rentenzusprechenden Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht Verfügung vom 10. September 2009 bestanden hat, mit d emjenigen im Zeitpunkt des vorlie- gend angefochtenen Einspracheentscheids vom 21. September 2015. 5. Im Folgenden ist somit zu prüfen, ob sich die unfallb edingten Gesundheitsbeeinträchti- gungen und - damit einhergehend - der Grad der Arbeitsfähigkeit des Versicherten seit der Ren- tenzusprache in einer anspruchserheblichen Weise verschlechtert haben. 5.1 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die du rch eine Beeinträchtigung der körper- lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, vo lle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbei t zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Ber uf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt im Wesentlichen mit dem Begriff der Arbeitsunfähigkeit überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte (vgl. etwa BGE 129 V 53 E. 1.1 in fine mit Hinweisen). Die bis zum 31. Dezember 2002 ergangene dies- bezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Ve rsicherungsgerichts (EVG; seit 1. Januar 2007: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilu ngen) bleibt folglich weitestgehend an- wendbar (BGE 130 V 345 E. 3.1.1). 5.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person i st die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche u nd gegebenenfalls auch andere Fach- leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund- heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 1 32 V 99 E. 4 mit weiteren Hinwei- sen). 5.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherung sträger alleine nicht schon auf man- gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Be- richten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind aber zu berücksichtigen, solange keine - auch nur ge ringe - Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 6.1 Bei ihrer ursprünglichen Rentenzusprache vom 10. Se ptember 2009 stützte sich die SUVA bei der Beurteilung der verbliebenen Unfallfolg en und deren Auswirkungen auf die Ar- beitsfähigkeit des Versicherten auf den Bericht des Kreisarztes Dr. med. E.____ vom 5. Februar 2009. Darin hatte dieser beim Versicherten Restbeschwer den mit rezidivierenden Kniege- lenksergüssen nach Traumatisierung einer beginnenden G onarthrose links und einen Status nach Teilmeniskektomie medial links, Plicaresection und K norpeltoilette mit richtungsgebender Verschlimmerung diagnostiziert. In Berücksichtigung des aktuellen klinischen Zustandes sei der Versicherte wieder voll arbeitsfähig, sofern eine Gewic htslimite von 15 kg beim Tragen einge- halten werde und die Tätigkeit kein ständiges Treppauf - und Treppabgehen, keine Arbeiten auf Leitern und Gerüsten sowie keine Verrichtungen in Kniezwangstellungen beinhalte. Gestützt auf diese kreisärztliche Beurteilung ermittelte die SUVA in der damaligen Rentenverfügung vom 10. September 2009 einen Invaliditätsgrad von 23 %. 6.2 Im Rahmen des mit der Rückfallmeldung vom 16. Juli 2012 eingeleiteten Verwaltungs- verfahrens nahm der Kreisarzt Dr. med. F.____, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, eine persönliche Untersuchung des Versicherten vor. In seinem Bericht vom 9. Dezember 2014 hielt er dazu fest, dieser zeige objektiv eine deutliche Einschränkung der Beweglichkeit im Be- reich des linken oberen Sprunggelenks. Das Gangbild se i deutlich eingeschränkt. Aufgrund der fehlenden Fussheberfunktion linksseitig seien Beschwerden beim Laufen vorhanden. Subjektiv zeige der Versicherte Sensibilitätsstörungen im Bereich de s medialen und lateralen linken Un- terschenkels. Subjektiv seien zusätzlich noch Druckschmerzen im Bereich des medialen Ge- lenkspalts linkes Kniegelenk vorhanden. Im Weiteren empf ahl Dr. F.____ eine neue bildgeben- de Diagnostik bezüglich des linken Kniegelenks in zwei Ebe nen, welche in der Folge am 15. Dezember 2014 durchgeführt wurde. Gemäss Bericht der G.____, Radiologie, seien in den entsprechenden Bildern keine wesentlichen arthrotischen Veränderungen abzugrenzen. Der Gelenkspalt sei medial und lateral femorotibial erhal ten. Osteophytäre Ausziehungen am me- dialen und lateralen Kniegelenksspalt seien keine vorh anden; eine Femoropatellararthrose sei nicht ersichtlich. Sodann seien weder eine Chondrokalzino se noch ein röntgendichter Gelenk- körper nachweisbar und im Recessus suprapatellaris würden sich keine Hinweise für eine Er- gussbildung finden. Am 13. Januar 2015 erfolgte zudem eine röntgenologische Abklärung des oberen linken Sprunggelenks in zwei Ebenen, welche unau ffällige knöcherne Strukturen im Be- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht reich dieses Gelenks ergab. In seiner anschliessenden Beurteilung vom 15. Januar 2015 bejah- te der Kreisarzt Dr. F.____ gestützt auf die anlässlich seiner Untersuchung vom 9. Dezember 2014 erhobenen Befunde sowie auf die Ergebnisse der zwi schenzeitlich durchgeführten bildge- benden Abklärungen das Erreichen des medizinischen Endzusta ndes. Was die Zumutbarkeits- beurteilung betreffe, so habe sich diese seit der Beurt eilung vom 5. Februar 2009 nicht verän- dert. Gestützt auf diese Einschätzung stellte die SUVA mi t Verfügung vom 28. Januar 2015 die vorübergehenden Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder) per 28. Februar 2015 ein. Gleichzei- tig hielt sie fest, dass der Versicherte ab 1. März 2015 wieder Anspruch auf die früher zuge- sprochene, auf einer Erwerbsunfähigkeit von 23 % basierende Invalidenrente habe. 6.3 Aufgrund der Vorbringen des Versicherten im Einspr acheverfahren holte die SUVA bei Dr. F.____ eine zusätzliche Stellungnahme ein, welche d ieser am 6. August 2015 erstattete. Darin wiederholte der Kreisarzt seinen Standpunkt, dass die am 5. Februar 2009 formulierte Zumutbarkeitsbeurteilung auch aktuell gelte. Entgegen d er Auffassung des Versicherten werde die gesamte medizinische Problematik im Bereich des lin ken Kniegelenks, des linken oberen Sprunggelenks und des linken Unterschenkels voll berücksichtigt . Unzutreffend sei auch der Einwand, dass anlässlich der Untersuchung vom 9. Dezember 2 014 von einem vollständigen Fehlen der linksseitigen Fusshebung ausgegangen worden se i. Es sei damals lediglich ein De- fizit bezüglich der Fussheberfunktion links festgestellt worden. Anlässlich dieser Untersuchung sei dokumentiert worden, dass eine Extension, also eine A nhebung im oberen Sprunggelenk bis 15 Grad möglich sei. Zudem habe der Versicherte angegeben, dass er Treppensteigen kön- ne. Beim Abwärtsgehen müsse er sich allerdings am Geländ er festhalten. Diese Tatsachen seien bei der Zumutbarkeitsbeurteilung berücksichtigt wo rden und sie seien auch massgebend für diese. 7.1 Die SUVA stützte sich bei der Beurteilung des aktuel len medizinischen Sachverhalts und beim - damit einhergehenden - Entscheid über die Frag e, ob seit der ursprünglichen Rentenzu- sprache erhebliche Veränderungen der unfallbedingten Gesundheitsbeeinträchtigungen und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers eingetreten sind, auf die geschilderten Beurteilungen von Dr. F.____ vom 9. Dezember 2014, 15. Januar 2015 und 6. August 2015. Sie gelangte demzufolge mit ihrem Kreisarzt zum Ergebnis, dass die der ursprünglichen Rentenzusprache vom 10. September 2009 zu Grunde liegende Zumutbarkeit sbeurteilung auch aktuell gültig und der Versicherte demnach weiterhin in der Lage sei, Tätigkeiten ganztägig auszuüben, bei denen er keine Gewichte von mehr als 15 kg tragen müsse und die kein ständiges Treppauf- und Treppabgehen, keine Arbeiten auf Leitern und Gerüsten sowie keine Verrichtungen in Knie- zwangstellungen beinhalten würden. Diese vorinstanzlich e Beweiswürdigung ist nicht zu bean- standen. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.4 hiervor), da rf ein medizinischer Sachverhalt ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, solange keine - auch nur geringe - Zweifel an der Richtigkeit der versicherungsinternen ärzt lichen Feststellungen bestehen. Vorlie- gend besteht kein Anlass, an der Richtigkeit der erhobe nen Befunde und insbesondere der Zu- mutbarkeitsbeurteilung des Kreisarztes Dr. F.____ zu zwei feln. Die von der Beschwerdegegne- rin übernommenen Ergebnisse, zu denen Dr. F.____ gela ngt ist, beruhen auf einer persönli- chen Untersuchung des Versicherten und auf einem sorgfält igen Studium der vorhandenen medizinischen Aktenlage. Seine Berichte erweisen sich sow ohl in der Darlegung der medizini- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht schen Zusammenhänge als auch bezüglich der daraus gezogen en Schlussfolgerungen als überzeugend. Dazu kommt, dass sich in den übrigen (medizinischen) Akten keine Anhaltspunk- te finden, die Anlass geben könnten, die Schlüssigkeit de r Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. F.____ in Zweifel zu ziehen. 7.2 Was der Beschwerdeführer vorbringt, ist nicht geeign et, die vorinstanzliche Würdigung des medizinischen Sachverhalts in Frage zu stellen. Er macht geltend, dass er heute, d.h. nach Abschluss des Rückfalls, erheblichere Gesundheitsbeeinträc htigungen aufweise als im Zeit- punkt der ursprünglichen Rentenzusprache. So fehle im l inken oberen Sprunggelenk die Fuss- heberfunktion vollständig und die Beweglichkeit des lin ken Sprunggelenkes sowie sein Gang- bild seien deutlich eingeschränkt. Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden. Der Kreis- arzt Dr. F.____ hat sich insbesondere in seiner abschlie ssenden Stellungnahme vom 6. August 2015 einlässlich mit diesen Einwänden befasst und aufgezei gt, dass bzw. weshalb diese nicht zutreffen An dieser Stelle kann deshalb vollumfänglich auf das vorstehend Gesagte (vgl. E. 6.3 hiervor) und auf die entsprechenden kreisärztlichen Ausfüh rungen vom 6. August 2015 verwie- sen werden. Dazu kommt, dass die von der Einschätzung des Kr eisarztes abweichende Dar- stellung des Beschwerdeführers, wie ebenfalls bereits festg ehalten (vgl. E. 7.1 hiervor), in den übrigen medizinischen Akten keine Stütze findet. 7.3 Lässt die vorhandene Aktenlage nach dem Gesagten e ine zuverlässige Beurteilung des massgebenden medizinischen Sachverhaltes zu, so ist dem Antrag des Beschwerdefüh- rers, wonach der rechtserhebliche Sachverhalt - und dabei insbesondere „seine Leistungsfähig- keit unter Belastung“ - näher abzuklären sei, nicht stat tzugeben. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen, un d - als Korrelat - die Pflicht der Behörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen diese s verfassungsmässigen An- spruchs indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsa- che erheblich sind. Gelangt das Gericht bei pflichtgemä sser Beweiswürdigung zur Überzeu- gung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sachverhaltes ergeben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, ka nn auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. Die damit verbundene antizipierte Bew eiswürdigung ist nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (BGE 141 I 64 E. 3.3, 122 V 162 E. 1d). 7.4 Haben sich nach dem Gesagten die unfallbedingten Gesundheitsbeeinträchtigungen und - damit einhergehend - der Grad der Arbeitsfähi gkeit des Versicherten aber nicht in einer anspruchserheblichen Weise verschlechtert, so besteht, wie die SUVA zutreffend entschieden hat, kein Anlass für eine revisionsweise Erhöhung der dem Versicherten bis anhin ausgerichte- ten Invalidenrente. 8.1 Zu beachten bleibt, dass eine Rentenrevision nicht nu r bei einer Änderung des Ge- sundheitszustandes, sondern grundsätzlich auch bei erhebli chen Veränderungen im Bereich der Vergleichseinkommen erfolgen kann (vgl. dazu UELI KIESER , ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 17 Rz. 30 - 32). Vorliege nd sind jedoch keinerlei Gründe ersicht- lich, weshalb bei der Festsetzung des Validen- oder des Invalideneinkommens von einer erheb- lichen Änderung der massgebenden Verhältnisse ausgegan gen werde müsste. Die SUVA hat Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht im angefochtenen Einspracheentscheid deshalb zu Recht f estgehalten, dass in Anbetracht der im Wesentlichen gleich gebliebenen unfallbedingten Ge sundheitsbeeinträchtigungen und der unverändert bestehenden Arbeitsfähigkeit des Versicher ten die Vornahme eines neuen Ein- kommensvergleichs obsolet ist. 8.2 Es erübrigt sich deshalb, im vorliegenden Verfahre n weiter auf die Vorbringen des Be- schwerdeführers zu den massgebenden Vergleichseinkommen einzugehen. Insbesondere kann eine Auseinandersetzung mit seinem Einwand unterbleiben , wonach er im Zeitraum vor dem Unfallereignis - im Jahr 2005 und anfangs 2006 - berei ts ein deutlich höheres Einkommen er- zielt habe als das Valideneinkommen, welches die SUVA im Jahr 2009 ihrem Einkommensver- gleich zu Grunde gelegt habe. Lediglich zur Ergänzung se i an dieser Stelle immerhin noch Fol- gendes festgehalten: Die Darstellung des Beschwerdeführer s, wonach sein Jahreslohn bereits damals Fr. 87‘020.-- betragen habe (vgl. Ziff. 10 de r Beschwerdebegründung), findet in den Unterlagen keinerlei Stütze. Dem bei den Akten liege nden Lohnkonto des Versicherten (vgl. SUVA-Akten Nr. 51) ist vielmehr zu entnehmen, dass sich d essen Jahresgrundlohn (ohne 13. Monatslohn, Pikettzulage und Überstundenentschädigu ng) bei der B.____ AG damals auf Fr. 67‘020.-- (Fr. 5‘585.-- x 12) und nicht, wie der Beschwerdeführer - unter Hinweis auf dassel- be Dokument - geltend macht, auf Fr. 87‘020.-- (inkl. 13. Monatslohn, Pikettzulage und Über- stundenentschädigung) belaufen hatte. Es muss deshalb davon ausgegangen werden, dass der betreffende Einwand des Versicherten letztlich wohl auf einem Versehen seinerseits beruht. 9.1 In ihrer Verfügung vom 28. Januar 2015, die sie m it Einspracheentscheid vom 21. Sep- tember 2015 bestätigt hat, sprach die SUVA dem Versi cherten für die verbliebene Beeinträchti- gung aus dem Unfall vom 21. März 2006 eine Integritätse ntschädigung basierend auf einer In- tegritätseinbusse von 13 % zu. Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, dass dadurch nicht sämtliche bleibenden Beeinträchtigungen seiner körperl ichen Integrität abgedeckt werden. Streitig und zu prüfen ist somit, ob der Beschwerdefüh rer Anspruch auf eine höhere Integritäts- entschädigung hat. 9.2 Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemes- sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfal l eine dauernde erhebliche Schädi- gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrit ät erleidet. Nach Art. 36 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 gilt ein Integritätsscha- den als dauernd, wenn er voraussichtlich während des ganze n Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht (Satz 1); er ist erheblich, wenn die körp erliche, geistige oder psychische Integ- rität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Satz 2). 9.3 Laut Art. 25 Abs. 1 UVG wird die Integritätsentsch ädigung in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie wird entsprechend der Schwere des Integ ritätsschadens abgestuft, wobei sie den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jah resverdienstes nicht übersteigen darf. Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Gemäss Abs. 2 dieser Vorschrift gel- ten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Darin hat der Bundesrat in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 113 V 219 E. 2a; RKUV 1988 Nr. U 48 S. 236 E. 2a mi t Hinweisen) häufig vorkommende und typische Schäden prozentual gewichtet. 9.4 Für die im Anhang 3 zur UVV genannten Integrität sschäden entspricht die Entschädi- gung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höch stbetrages des versicherten Ver- dienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für speziel le oder nicht aufgeführte Integritätsschä- den wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert ab geleitet (Ziff. 1 Abs. 2 Satz 1). In die- sem Zusammenhang hat die SUVA in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbeitet. Diese in den Mitteilungen der Medizi- nischen Abteilung der SUVA Nr. 57 bis 59 herausgegebene n Tabellen (teilweise geändert und ergänzt in den Mitteilungen Nr. 60, 62 und 66) sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewä hrleistet werden soll, mit dem An- hang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c, 116 V 157 E. 3a mit Hinweis). 9.5 Bei der Bestimmung des Schweregrades einer gesund heitlichen Beeinträchtigung handelt es sich um eine Tatfrage, für deren Beantwortu ng Verwaltung und Gerichte auf fach- ärztliche Mithilfe angewiesen sind. Dem Gericht ist es n icht möglich, die Beurteilung aufgrund der aktenkundigen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen offen gelassenen Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenn tnisse voraussetzt und von einem medizinischen Laien eine zuverlässige Zuordnung nicht erwartet werden kann. Die Beur- teilung der einzelnen Integritätseinbussen obliegt so mit den ärztlichen Sachverständigen (Ur- teil A. des Bundesgerichts vom 23. April 2007, U 121/06, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). 9.6 Die SUVA stütze Ihren Entscheid, dem Beschwerdeführ er für die verbliebene Beein- trächtigung aus dem Unfallereignis vom 21. März 2006 eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 13 % zuzusprechen, auf die durch Dr. F.____ am 22. Januar 2015 verfasste “Beurteilung des Integritätsschadens“. Da rin hielt dieser fest, unfallbedingt wür- den in den Bereichen des linken Kniegelenks, des linken Unterschenkels und des linken oberen Sprunggelenks dauernde und erhebliche Beschwerden verblei ben. Bei einer mässigen femoro- tibialen Arthrose des Kniegelenks sei gemäss Tabelle 5.2 grundsätzlich von einer Einbusse von 15 % auszugehen. Da bereits im Operationsbericht vom 18. August 2006 degenerative Vorzu- stände im Bereich des medialen Kompartiments des linke n Kniegelenks erwähnt worden seien, müsse jedoch von einem Vorzustand im Sinne einer Gonarth rose im linken Kniegelenk ausge- gangen werden. Aus diesem Grund sei ein Abzug von 5 % v om “Ausgangswert“ vorzunehmen, woraus für die unfallbedingte Beeinträchtigung im li nken Kniegelenk ein Netto-Integritäts- schaden von 10 % resultiere. Bezüglich des linken Untersch enkels und des linken oberen Sprunggelenks sei eine Bewegungseinschränkung des linken oberen Sprunggelenks entstan- den. Diese sei aufgrund einer - als unfallkausal anerka nnten - Abszedierung im Bereich der Tibialis anterior-Loge zustande gekommen. Aufgrund de r Beschwerden in den Bereichen des linken Unterschenkels und des linken oberen Sprunggelenks sei ein Integritätsschaden von 3 % festzustellen. Dieser Wert und derjenige von 10 % bezü glich des linken Kniegelenks müssten addiert werden, woraus sich ein Gesamtintegritätsschaden von 13 % ergebe. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 9.7 Der Beschwerdeführer beanstandet dieses Ergebnis ei nzig mit dem Hinweis, dass er (zusätzlich) an einer vollständig fehlenden Fussheberfunkt ion links leide. Diese Beeinträchti- gung sei bei der Festsetzung der Integritätseinbusse ni cht (mit-) berücksichtigt worden. Diese Darstellung des Versicherten gibt jedoch den medizinisch r elevanten Sachverhalt nicht korrekt wieder. Wie bereits im Zusammenhang mit der Beurteilu ng des Rentenanspruchs aufgezeigt wurde, trifft die Schilderung des Beschwerdeführers, wonach bei ihm von einer gänzlich fehlen- den Fussheberfunktion links auszugehen sei, nicht zu. Diesbe züglich kann vollumfänglich auf das weiter oben Gesagte (vgl. E. 6.3 und 7.2 hiervor) verwiesen werden. Somit sind aber keine Gründe ersichtlich, weshalb vom schlüssigen und überzeugende n Ergebnis der kreisärztlichen “Beurteilung des Integritätsschadens“ vom 22. Januar 201 5 abgewichen werden sollte. Die Be- schwerde ist demnach auch hinsichtlich der beanstandeten I ntegritätsentschädigung abzuwei- sen. 10. Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass de r angefochtene Einsprache- entscheid vom 21. September 2015 nicht zu beanstanden i st. Die vom Versicherten hiergegen erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 11. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vo r dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vo rliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozess ausgang entsprechend wettzuschla- gen. Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. http://www.bl.ch/kantonsgericht