Kantonsgericht Schwyz Verfügung vom 7. November 2024 BEK 2024 86 Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident Stefan Weber, Gerichtsschreiber Mathis Bösch. In Sachen A.________, Privatklägerin und Beschwerdeführerin, gegen Staatsanwaltschaft, 1. Abteilung, Einsiedlerstrasse 55, 8836 Bennau, Strafverfolgungsbehörde und Beschwerdegegnerin, vertreten durch Staatsanwältin B.________, betreffend Sicherheitsleistung bei Ehrverletzungsdelikten (Beschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 16. April 2024, ST 2024 6);- hat der Kantonsgerichtsvizepräsident,Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben und in Erwägung: 1. Als Verwaltungsratspräsident der C.________ AG zeigte D.________ bei der Staatsanwaltschaft am 8. April 2024 mutmasslich fehlerhafte Verhal- tensweisen am Kantonsgericht, insbesondere den Kantonsgerichtspräsidenten wegen einer Verleumdung an, weil er angeblich falsch eine Annahmeverweige- rung durch A.________ festgestellt habe (U-act. 1 in BEK 2024 86 betr. Schrei- ben vom 28. März 2024 in BEK 2023 149). Mit Verfügung vom 16. April 2024 forderte die Staatsanwaltschaft A.________ auf, innert 20 Tagen eine Sicher- heitsleistung in der Höhe von Fr. 800.00 zu bezahlen und drohte ihr an, dass bei nicht fristgemässer Bezahlung der Strafantrag als zurückgezogen gelte. Zu- dem setzte die Staatsanwaltschaft A.________ eine Frist an, eine Vollmacht betreffend ihre Vertretung durch die C.________ AG, D.________, einzurei- chen. Mit Beschwerde vom 19. April 2024 beantragt der Verwaltungsrats-präsi- dent der C.________ AG dem Kantonsgericht unter anderem, die Sicherheits- leistung habe zu entfallen. A.________ wurde unter Androhung, dass im Unter- lassungsfall die Beschwerdeingabe der C.________ AG als nicht erfolgt gelte, eine Nachfrist von 10 Tagen zur Nachreichung einer schriftlichen Vertretungs- vollmacht und Stellungnahme zur Vertretungsbefugnis angesetzt (KG-act. 2). Die Staatsanwaltschaft überwies die Akten (KG-act. 4). Innert der angesetzten Frist ermahnt A.________ zur Einhaltung der EMRK, der Bundes- verfassung und §§ 23 und 54 VRG/ZH in Bezug auf überspritzen Formalismus und gibt ihrem Anliegen Ausdruck, „dass die Verfügungen eine Änderung hin zum Recht erfahren“ (KG-act. 5). Sie reicht eine von ihr elektronisch signierte Beschwerde ein und moniert unter anderem die noch höhere Sicherheitsleis- tung im Beschwerdeverfahren (KG-act. 5/1). 2. Aus dem dargelegten Verfahrensgang ergibt sich, dass die Beschwer- deführerin innert angesetzter Frist keine Vollmacht für den Verwaltungsratsprä- sidenten der C.________ AG nachreichte und auch nicht zur Vertretungsbefug- nis Stellung nahm. Damit gilt die Beschwerde androhungsgemäss als nicht er- folgt. Auf diese ist daher präsidial nicht einzutreten (§ 40 Abs. 1 i.V.m. § 41 Abs. 1 JG). Kantonsgericht Schwyz 3 3. Abgesehen davon kann die Staatsanwaltschaft bei Ehrverletzungsdelik- ten die antragstellende Person auffordern, innert einer Frist für allfällige Kosten und Entschädigungen eine Sicherheit zu leisten (Art. 303a Abs. 1 StPO). Die Beschwerdeführerin möchte die Begründung der angefochtenen Verfügung präzisieren, weil sie schon früher amtsmissbräuchliches Verhalten angezeigt habe. Indes macht sie nicht begründet geltend, dass keine Sicherheitsleistung verlangt werden könne, soweit es in ihrer Anzeige vom 6. April 2024, was sie nicht bestreitet, um Ehrverletzungen gehe. Somit enthält die Beschwerde offen- sichtlich keine hinreichende Begründung und ist auf sie verfahrensleitend nicht einzutreten (Art. 388 StPO). Bloss angeblich unpräzise Erwägungen der Be- gründung einer angefochtenen Verfügung können im Übrigen nicht angefoch- ten werden. 4. Aus diesen Gründen ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Die redu- zierten Kosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO) und aus der Sicherheitsleistung zu decken. Die Doppelzahlung der Sicherheitsleis- tung wurde bereits an die C.________ AG zurückerstattet (KG-act. 3 und 10);-Kantonsgericht Schwyz 4 verfügt: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 300.00 werden der Be- schwerdeführerin auferlegt. Sie werden aus der Sicherheitsleistung von Fr. 1‘500.00 gedeckt und der Beschwerdeführerin Fr. 1‘200.00 aus der Kantonsgerichtskasse zurückbezahlt. 3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsa- chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Be- schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. 4. Zufertigung an die Beschwerdeführerin (1/R) und die Staatsanwaltschaft (1/A an die 1. Abteilung und 1/A an die Amtsleitung/zentraler Dienst) sowie nach definitiver Erledigung an die 1. Abteilung der Staatsanwalt- schaft (1/R mit den Akten) und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü im Dispositiv). Der Kantonsgerichtsvizepräsident Der Gerichtsschreiber Versand 7. November 2024 amu