<h2>SubmittedText<h2><p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und auf Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein: </p><p>Die Gesetzgebung wird dahingehend geändert, dass der Bund, die Kantone sowie die Gemeinden bei Vertragsabschlüssen mit Privatunternehmen einen Gesamtarbeitsvertrag für die ganze Belegschaft des jeweiligen Unternehmens schliessen müssen. Dies gilt für alle Aufträge, unabhängig davon, ob sie dem Verfahren für öffentliche Beschaffungen unterliegen oder nicht, sowie für die Vergabe von Konzessionen. Des Weiteren bestimmt das Gesetz, dass diese Unternehmen und die öffentlichen Unternehmen nur mit Unternehmen Unterverträge schliessen dürfen, die sich zur Einhaltung der vertraglichen Arbeitsbedingungen verpflichten, die für das Hauptunternehmen gelten.</p><p>Zudem wird der Grundsatz der Solidarhaftung des Hauptunternehmens gesetzlich verankert. Dieser Grundsatz kommt zur Anwendung, wenn der Abschluss von Unterverträgen zulässig ist. So haftet das beauftragte Unternehmen für alle ausgelagerten Leistungen in gleicher Weise wie für seine eigenen Leistungen. Es muss daher sicherstellen, dass das Subunternehmen die Arbeits- und Lohnbedingungen einhält, die in den Bundesgesetzen, Bundesratsverordnungen sowie den Gesamt- und Normalarbeitsverträgen festgeschrieben sind. Genauer gesagt handelt es sich um Vorschriften in den folgenden Bereichen: Mindestlohn; Arbeits- und Ruhezeiten; Mindestferien; Sozialabgaben; Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz; Nichtdiskriminierung, insbesondere die Gleichbehandlung von Mann und Frau.</p>