<h2>SubmittedText<h2><p>Auf die Vergütung von Gentherapien war das Schweizer System nicht vorbereitet.</p><p>- Welche vergütungstechnischen Herausforderungen stellen sich für die jeweiligen Arten (verschiedene Verabreichungsformen) von Gentherapien?</p><p>- Welche Strategie verfolgt der Bundesrat diesbezüglich und sind die Verbände der Versicherer und der Industrie involviert?</p><p>- Wie sieht der Zeitplan des Bundesrates aus, um diese Vergütungsfragen zu klären?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Es gibt verschiedene Arten von Gentherapien die in verschiedener Weise appliziert und ambulant oder stationär durchgeführt werden. Bei ambulant angewendeten Arzneimittel werden die Produkte in der Regel auf die Spezialitätenliste aufgenommen und entsprechend den dafür vorgesehenen Regeln und Möglichkeiten die Preise festgelegt. Bisher sind zwei gentherapeutische Arzneimittel auf die Spezialitätenliste aufgenommen worden und ein drittes befindet sich im Antragsprozess. Das BAG geht davon aus, dass in den nächsten Jahren einige wenige neue Aufnahmegesuche gestellt werden. Eine spezielle Form der Gentherapie stellen die Chimären Antigen-Rezeptor-T-Zellen (CAR-T-Zellen) dar. Die Therapie mit Infusion der gentechnischen veränderten Immunzellen erfolgt aufgrund der begleitenden Therapien und wesentlichen Risiken stationär im Spital und wird über das Fallpauschalensystem abgegolten. Die Tarifpartner haben diesbezüglich eine spezifische vertragliche Vereinbarung zur Ergänzung der bestehenden Tarifstruktur SwissDRG abgeschlossen. Das BAG geht davon aus, dass 3 bis 5 neue GAR-T-Zelltherapien in den nächsten Jahren zugelassen werden. Grundsätzlich sind geeignete Vergütungslösungen mit der bestehenden Regelung möglich. Eine allgemeine Herausforderung besteht bei sehr teuren Arzneimitteln, wo auch spezielle Preismodelle angewendet werden. Das BAG ist mit den Akteuren regelmässig im Austausch. </p>