<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2025-06-02-5A_337-2025.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_337/2025</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 2. Juni 2025</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Bovey, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Zingg. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________ und B.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Jürg Roth, Bezirksgericht Kreuzlingen, </div> <div class="para">Konstanzerstrasse 13, Postfach 1044, </div> <div class="para">8280 Kreuzlingen 1, </div> <div class="para">Beschwerdegegner, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C.________ AG. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Ausstand, Sistierung (Aberkennung von Ansprüchen in Lastenverzeichnissen), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 22. März 2024 (ZR.2023.32). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Am Bezirksgericht Kreuzlingen ist ein Verfahren betreffend die Aberkennung von Ansprüchen in Lastenverzeichnissen hängig (K.2020.3). A.________ ist Beklagte und B.________ Nebenintervenient. Klägerin ist die C.________ AG. Das Verfahren wird von Bezirksrichter Jürg Roth geführt. Mit Schreiben vom 1. September 2023 bezeichnete Bezirksrichter Roth die Eingabe von A.________ und B.________ (fortan: Beschwerdeführer) vom 10. Juli 2023 als querulatorisch und rechtsmissbräuchlich im Sinne von <span class="artref">Art. 132 Abs. 3 ZPO</span> und teilte mit, sie nicht weiter zu beachten. Insbesondere bezeichnete er den darin gestellten Antrag auf Sistierung - den dritten im Laufe des Verfahrens - als querulatorisch und ebenso das gegen ihn gestellte Ausstandsbegehren. </div> <div class="para">Dagegen erhoben die Beschwerdeführer am 10. September 2023 Beschwerde beim Obergericht des Kantons Thurgau. Am 13. September 2023 setzte das Obergericht den Beschwerdeführern Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 800.-- an. Am 17. September 2023 beantragten die Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege. Mit Verfügung vom 22. September 2023 wies das Obergericht das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ab und setzte den Beschwerdeführern eine Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses an. Auf die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil 5A_785/2023 vom 7. Februar 2024 nicht ein. Mit Verfügung vom 19. Februar 2024 setzte das Obergericht den Beschwerdeführern eine letztmalige Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses an, unter Androhung des Nichteintretens auf die Beschwerde bei nicht rechtzeitiger Bezahlung. Mit Entscheid vom 22. März 2024 trat das Obergericht mangels Bezahlung des Kostenvorschusses auf die Beschwerde nicht ein. Dieser Entscheid ist den Beschwerdeführern am 28. April 2025 auf dem Rechtshilfeweg zugestellt worden. </div> <div class="para">Gegen den Entscheid des Obergerichts haben die Beschwerdeführer am 3. Mai 2025 Beschwerde an das Bundesgericht erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführer lehnen Bundesrichterin Kiss, Bundesrichter Herrmann und Bundesrichter Bovey ab. Bundesrichterin Kiss ist nicht Mitglied der vorliegend zuständigen II. zivilrechtlichen Abteilung. Bundesrichter Herrmann ist am vorliegenden Urteil nicht beteiligt. Das Ausstandsgesuch ist in Bezug auf diese beiden Gerichtspersonen gegenstandslos. Die Ablehnung von Bundesrichter Bovey wird mit seiner Beteiligung am Urteil 5A_276/2023 vom 30. Oktober 2023 begründet. Die blosse Mitwirkung in einem früheren Verfahren des Bundesgerichts bildet jedoch keinen Ausstandsgrund (<span class="artref">Art. 34 Abs. 2 BGG</span>). Daran ändert die Behauptung der Beschwerdeführer nichts, wonach das genannte Urteil gegen <span class="artref">Art. 305bis StGB</span> verstosse. Das Ausstandsgesuch ist unzulässig. Darauf ist nicht einzutreten, was unter Mitwirkung des Abgelehnten geschehen kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Angefochten ist ein Nichteintretensentscheid. Thema des bundesgerichtlichen Verfahrens ist demnach grundsätzlich nur, ob das Obergericht zu Recht auf die kantonale Beschwerde nicht eingetreten ist. Diesbezüglich hat die Beschwerde an das Bundesgericht eine Begründung zu enthalten (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>), in der in gezielter Auseinandersetzung mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheides massgeblichen Erwägungen aufzuzeigen ist, welche Rechte bzw. Rechtsnormen die Vorinstanz verletzt haben soll (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=15.05.2025&amp;to_date=03.06.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-86%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page86">BGE 140 III 86</a> E. 2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=15.05.2025&amp;to_date=03.06.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">140 III 115</a> E. 2). Die Beschwerdeführer verlangen vor Bundesgericht, es sei festzustellen, dass das unentbehrliche Organ der C.________ AG nicht nach Gesetz und Statuten bestellt und die C.________ AG "handlungsfähig" (gemeint offenbar: handlungsunfähig) sei. Sie machen geltend, wegen der Handlungsunfähigkeit der C.________ AG gebe es kein Verfahren zwischen den Parteien, die Abweisung des Ausstandsgesuchs durch Bezirksrichter Roth sei nicht relevant und das angefochtene Urteil nichtig. Entgegen den Erwägun-gen des Obergerichts sei nicht <span class="artref">Art. 59 Abs. 2 lit. f ZPO</span> massgebend, sondern <span class="artref">Art. 54 ZGB</span> i.V.m. <span class="artref">Art. 66 ff. und <artref id="CH/272/70" type="start"></artref>Art. 70 ZPO</span><artref id="CH/272/66" type="end"></artref>. Diese schwer nachvollziehbaren Ausführungen genügen den Begründungsanforderungen nicht und gehen am Gegenstand des vorliegenden Verfahrens vorbei, in welchem es nicht um die Handlungsfähigkeit der C.________ AG geht, sondern darum, ob das Obergericht aufgrund der Nichtbezahlung des Kostenvorschusses zu Recht auf die kantonale Beschwerde nicht eingetreten ist. </div> <div class="para">Die Beschwerde enthält offensichtlich keine hinreichende Begründung. Der Abteilungspräsident tritt auf sie im vereinfachten Verfahren nicht ein (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführer beantragen, auf Gerichtskosten zu verzichten. Sie begründen dies mit der angeblichen Handlungsunfähigkeit der C.________ AG Die Begründung ist unverständlich. Soweit sie mit ihrem Gesuch den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses (<span class="artref">Art. 62 Abs. 1 BGG</span>) anstrebten, ist dem Gesuch Genüge getan worden, da das Bundesgericht keinen Kostenvorschuss eingefordert hat. Es bestehen keine Gründe, um bei Verfahrensabschluss auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten. Die Beschwerdeführer stellen kein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. Folglich tragen sie entsprechend dem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten unter solidarischer Haftung (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 und Abs. 5 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf das Ausstandsgesuch gegen Bundesrichter Bovey wird nicht eingetreten. Die Ausstandsgesuche gegen Bundesrichterin Kiss und Bundesrichter Herrmann werden als gegenstandslos abgeschrieben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftung auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Obergericht des Kantons Thurgau mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 2. Juni 2025 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Bovey </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Zingg </div> </div></body></html>