<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird eingeladen, das Unrecht, das Homosexuellen und anderen Minderheiten in der Armee zugefügt worden ist, in einem Bericht aufzuarbeiten, begangenes Unrecht anzuerkennen und geeignete Formen der Wiedergutmachung zu prüfen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist bereit, das Anliegen des Postulats aufzunehmen und anerkennt, dass der Umgang der Armee mit Homosexuellen und anderen Minderheiten ein relevantes Thema für eine unabhängige, wissenschaftliche Analyse darstellt.</p><p>Die Aufarbeitung wird allerdings herausfordernd sein, da die Daten über Angehörige der Armee aus datenschutzrechtlichen Gründen in der Regel längstens bis zu fünf Jahren nach der Entlassung aus der Militärdienstpflicht aufbewahrt werden. Im Bundesarchiv werden nur ausgewählte Dossiers zu bestimmten Themen archiviert. Fälle von Diskriminierungen und insbesondere "HS"-Einträge aus den frühen 1990er-Jahren und früher dürften daher kaum mehr eruierbar oder zumindest nicht repräsentativ erhebbar sein. Die Erarbeitung des Berichts wird aufgrund der limitierten Datenlage und der damit verbundenen methodischen Herausforderungen voraussichtlich länger als zwei Jahre in Anspruch nehmen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.