<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die nötigen Massnahmen zu treffen, um das Vorbereiten und Richten von Medikamenten als Pflichtleistung der Krankenkassen in der KLV zu verankern. </p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Es trifft zu, dass das Bundesgericht im zitierten Urteil aufgrund einer grammatikalischen Auslegung der Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV; SR 832.112.31) zum Schluss gelangt, dass das Richten der Medikamente nicht unter den in Artikel 7 Absatz 2 KLV definierten Leistungen der Pflege subsumiert werden könne. </p><p>Der Bundesrat teilt die Überlegung der Motionärin, wonach das korrekte Richten der Medikamente für Patientinnen und Patienten, welche mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen müssen, ein integraler Teil der medizinischen Leistungen mit potenziell erheblichen Implikationen für die Pflegequalität ist. Er ist deshalb bereit, vom Eidgenössischen Departement des Innern eine textliche Überarbeitung oder Ergänzung von Artikel 7 KLV vorbereiten zu lassen, damit die obligatorische Krankenpflegeversicherung in bestimmten Situationen den Aufwand für das Richten der Medikamente auch dann vergütet, wenn diese Leistung durch Pflegefachleute durchgeführt wird.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.