<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2014.00082</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=214111&amp;W10_KEY=13013523&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2014.00082</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.04.2014</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Bildung</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Ausschluss von weiteren Prüfungen</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Der Beschwerdeführer studierte im Lizentiatssystem Jurisprudenz an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich. Er erzielte bei den Klausurprüfungen im Januar 2012 - den letzten vom Beschwerdegegner durchgeführten schriftlichen Lizentiat II-Prüfungen - ein ungenügendes Ergebnis und wurde mit Verfügung vom 7. März 2012 definitiv vom Studium an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich ausgeschlossen, nachdem mit Verfügung vom 5. Oktober 2011 ein erster Prüfungsversuch als infolge unentschuldigten Fernbleibens nicht bestanden gewertet worden war.] Prüfung, ob es sich bei der Verfügung vom 5. Oktober 2011 um einen Zwischenentscheid handelt, der nach Massgabe von § 41 Abs. 3 in Verbindung mit § 19a Abs. 2 VRG und Art. 93 Abs. 3 BGG zusammen mit dem Entscheid über den definitiven Ausschluss des Beschwerdeführers vom Studium an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich (Verfügung vom 7. März 2012) angefochten werden kann (E. 3). Bei Erlass der Verfügung vom 5. Oktober 2011 war es noch möglich, dass der Beschwerdeführer bei der Wiederholung der Klausuren und den mündlichen Prüfungen genügende Ergebnisse erzielen und das Lizentiatsstudium erfolgreich abschliessen würde. Das Studium bzw. Bildungsverfahren wurde durch die umstrittene Verfügung entsprechend nicht beendet; diese bildete aber einen ersten, notwendigen Schritt für den späteren definitiven Studienausschluss. Demgegenüber hätte die Verfügung vom 5. Oktober 2011 keinen negativen Einfluss auf das Bildungsverfahren gezeitigt, wenn die Wiederholungsprüfungen genügend ausgefallen wären (E. 3.5.3). Eine Qualifikation der im Rahmen der Lizentiatsprüfung ergangenen Teilprüfungsentscheide als Zwischenentscheide erscheint auch im Hinblick auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Anfechtbarkeit einzelner Prüfungsnoten (BGE 136 I 229) sachgerecht (E. 3.5.4). Am Ergebnis der verwaltungsgerichtlichen Entscheide vom 7. Juli 2004 und 11. Juli 2008 (VB.2004.00212 und VB.2008.00045) kann nicht festgehalten werden; bei der Verfügung des Beschwerdegegners vom 5. Oktober 2011 handelt es sich um einen Zwischenentscheid, der zusammen mit der Verfügung über den endgültigen Studienausschluss des Beschwerdeführers vom 7. März 2012 angefochten werden konnte (E. 3.7). Zusammenfassung der Erwägungen des verwaltungsgerichtlichen Urteils vom 7. November 2012 (VB.2012.00505), wo sich die Kammer bereits mit der Frage befasste, wie viele Wiederholungstermine der Beschwerdegegner nach altem Recht Studierenden anzubieten habe (E. 4.2). Es ist an der von der Kammer in VB.2012.00505 vorgenommenen Abwägung der Interessen der Fakultät an einem raschen Übergang zum neuen Studiensystem und der Studierenden an einer Beendigung des Studiengangs nach altem Recht grundsätzlich festzuhalten (E. 4.5). Der Beschwerdegegner konnte gestützt auf die übergangsrechtlichen Bestimmung des § 57 RO ein Gesuch des Beschwerdeführers um Verschiebung der Prüfungen vom Juni 2011 mangels genügend weiterer Prüfungs- bzw. Wiederholungstermine nicht bewilligen (E. 5.2). Diese Bestimmung kann jedoch nicht so angewendet werden, dass eine infolge krankheitsbedingter Prüfungsunfähigkeit nicht abgelegte Prüfung als Fehlversuch zu qualifizieren sei (E.5.3). Der Beschwerdegegner hat den Beschwerdeführer bei den Klausurprüfungen im Januar 2012 zu Unrecht als Wiederholungskandidaten behandelt und hätte diesen nicht definiv vom Studium ausschliessen dürfen. Mit der vorzunehmenden Aufhebung des definitiven Studienausschlusses wird der Beschwerdeführer in eine Interessenlage versetzt, welche derjenigen, welche dem Geschäft VB.2012.00505 zugrunde lag, vergleichbar ist. Folglich muss(te) der Beschwerdegegner dem Beschwerdeführer keinen weiteren Termin zur Repetition der Klausurprüfungen anbieten (E. 5.4). Gutheissung UP/URB. Teilweise Gutheissung, soweit auf die Beschwerde eingetreten wird.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGRÃNDUNGSDICHTE">BEGRÃNDUNGSDICHTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGRÃNDUNGSPFLICHT DER BEHÃRDE">BEGRÃNDUNGSPFLICHT DER BEHÃRDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGRÃNDUNGSPFLICHT DER BEHÃRDEN">BEGRÃNDUNGSPFLICHT DER BEHÃRDEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFÃGUNGSCHARAKTER">VERFÃGUNGSCHARAKTER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWISCHENENTSCHEID">ZWISCHENENTSCHEID</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 93 Abs. III BGG</span><br/><span class="ungerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/><span class="gerade">§ 3 Abs. II PromotionsO RWF</span><br/><span class="ungerade">§ 3 Abs. IV PromotionsO RWF</span><br/><span class="gerade">§ 21 Abs. II PromotionsO RWF</span><br/><span class="ungerade">§ 21 Abs. III PromotionsO RWF</span><br/><span class="gerade">§ 57 Abs. II RO</span><br/><span class="ungerade">§ 57 Abs. III RO</span><br/><span class="gerade">§ 10 Abs. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 19a Abs. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 20a Abs. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 41 Abs. III VRG</span><br/><span class="gerade">§ 52 Abs. I VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=21483" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2014.00082</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">23. April 2014</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Jso Schumacher<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter AndrÃ© Moser, Verwaltungsrichter Marco Donatsch, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Eva Heierle. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Dekanat der Rechtswissenschaftlichen <br/> FakultÃ¤t der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich, <br/> <br/> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Ausschluss von weiteren PrÃ¼fungen,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A studierte an der Rechtswissenschaftlichen FakultÃ¤t der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich Jurisprudenz. Im FrÃ¼hling 2010 meldete er sich fÃ¼r den zweiten Teil der schriftlichen LizentiatsprÃ¼fungen (nachstehend schriftliche Lizentiat II-PrÃ¼fungen) an. Aufgrund gesundheitlicher Probleme konnte er in der Folge weder an den PrÃ¼fungen im Juni 2010 noch an denjenigen im Januar 2011 teilnehmen. In beiden FÃ¤llen bewilligte das Dekanat der Rechtswissenschaftlichen FakultÃ¤t Verschiebungsgesuche; zugleich wies es ihn darauf hin, dass er im Falle andauernder PrÃ¼fungsunfÃ¤higkeit nicht mit der Gutheissung eines erneuten Verschiebungsgesuchs rechnen kÃ¶nne, und empfahl ihm, einen allfÃ¤lligen Wechsel in den Bachelor-Studiengang in ErwÃ¤gung zu ziehen. </p> <p class="Urteilstext"><span>Im Juni 2011 wollte </span>A<span> erneut die schriftlichen Lizentiat II-PrÃ¼fungen ablegen; aus gesund</span>­<span>heitlichen GrÃ¼nden war er dazu allerdings ein weiteres Mal nicht in der Lage. Am 6. Juni 2011 ersuchte er deshalb um Verschiebung seiner PrÃ¼fungen. Das Dekanat teilte </span>ihm<span> mit Schreiben vom 5. Oktober 2011 mit, er habe die schriftlichen Lizentiat II-PrÃ¼fungen nicht bestanden, da er unentschuldigt nicht erschienen sei.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Schliesslich legte </span>A<span> die schriftlichen Lizentiat II-PrÃ¼fungen im Januar 2012 ab. Am 7. MÃ¤rz 2012 erÃ¶ffnete ihm das Dekanat, seine Leistungen seien wie folgt bewertet worden: Privatrecht II mit der Note 4, Zivilprozessrecht und Schuldbetreibungs- und Konkursrecht mit der Note 4 sowie Strafrecht II und Strafprozessrecht mit der Note 3. Zugleich wurde </span>ihm<span> mitgeteilt, dass er von weiteren PrÃ¼fungen an der Rechtswissen</span>­<span>schaftlichen FakultÃ¤t ausgeschlossen werde, da die im Januar 2012 abgelegten </span>PrÃ¼fungen <span>als WiederholungsprÃ¼fungen zu qualifizieren seien.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Rekurs vom 9. April 2012 gelangte </span>A<span> an die Rekurskommission der ZÃ¼rcher Hochschulen und beantragte im Wesentlichen, unter EntschÃ¤digungsfolge sei der Ent</span>­<span>scheid vom 7. MÃ¤rz 2012 aufzuheben und </span>das Dekanat der Rechtswissenschaftlichen FakultÃ¤t der <span>UniversitÃ¤t ZÃ¼rich anzuweisen, ihn innert angemessener Frist zur Wiederh</span>o­<span>lungsprÃ¼fung zuzulassen. Mit Beschluss vom 12. Dezember 2013</span><span> </span><span>wies die Rekurs</span>­<span>kommission den Rekurs ab (</span>Dispositiv-Ziff. I<span>). </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A<span> liess am 31. Januar</span> 2013<span>/3. Februar 2014 Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben und folgende AntrÃ¤ge stellen:</span></p> <p class="Einzug1"><span>" 1. In Gutheissung der Beschwerde sei der Beschluss der Rekurskommission der ZÃ¼rcher Hochschulen vom 12. Dezember 2013 [â¦] aufzuheben und die Rekurskommission [â¦] anzuweisen, den BeschwerdefÃ¼hrer innert einer angemessenen Frist zu einer WiederholungsprÃ¼fung zuzulassen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> Eventualiter sei festzustellen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer â ohne Vorbehalt â ins Bachelor-System der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich oder einer anderen UniversitÃ¤t wechseln kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> 2. Es seien bei der Rekurskommission [â¦] und bei der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich sowie beim Bundesgericht die Vorakten beizuziehen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> 3. Alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zuzÃ¼glich 8 % MWST zulasten der Rekurskommission [â¦] bzw. der Staatskasse."</span></p> <p class="Urteilstext"><span>In prozessualer Hinsicht ersuchte </span>A<span> um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege, Bestellung seines Rechtsvertreters als unentgeltlichen Rechtsbeistand</span>s<span> und Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 11./14. Februar 2014 liess sich die Rekurskommission mit dem Schluss auf Abwei</span>­<span>sung der Beschwerde vernehmen. </span>Das Dekanat der Rechtswissenschaftlichen FakultÃ¤t <span>verzichtete am 3./10. MÃ¤rz 2014 ausdrÃ¼cklich auf Beschwerdeantwort</span>.</p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>GemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) prÃ¼ft das Verwaltungsgericht seine ZustÃ¤ndigkeit von Amtes wegen. Entscheide der Rekurskommission der ZÃ¼rcher Hochschulen kÃ¶nnen nach Massgabe des Verwaltungsrechtspflegegesetzes an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (§ 46 Abs. 5 des UniversitÃ¤tsgesetzes vom 15. MÃ¤rz 1998 [LS 415.11]). Die vorliegende Beschwerde betrifft die schriftlichen Lizentiat II-PrÃ¼fungen und damit keine in den Ausnahmekatalog nach §§ 42â44 VRG fallende Materie.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>GemÃ¤ss § 52 Abs. 1 in Verbindung mit § 20a Abs. 1 VRG kÃ¶nnen im Beschwerde</span>­<span>verfahren keine neuen Sachbegehren gestellt werden. Es darf daher nicht mehr oder etwas anderes als ursprÃ¼nglich verlangt beantragt werden (Marco Donatsch in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar</span> zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [<span>VRG</span>]<span>, 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014</span> [Kommentar VRG]<span>, § 20a N. 9 f., auch zum Folgenden; ferner Donatsch, § 52 N. 11). Gegenstand einer verwaltungsgerichtlichen Beschwerde kann entsprechend nur bilden, was bereits Streitgegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens war oder hÃ¤tte sein sollen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragte im Rekursverfahren, er sei innert angemessener Frist zu einer "WiederholungsprÃ¼fung" zuzulassen. In der BegrÃ¼ndung seiner Rekursschrift fÃ¼hrt</span>e<span> er aus, </span>der Beschwerdegegner<span> habe die von ihm im Januar 2012 abgelegten PrÃ¼fungen zu Unrecht als WiederholungsprÃ¼fungen qualifiziert, was zur Folge habe, dass er "von allen weiteren PrÃ¼fungen der Rechtswissenschaftlichen FakultÃ¤t der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich" ausge</span>­<span>schlossen werde. Weiter rÃ¼gte er, sein Ausschluss von weiteren PrÃ¼fungen stelle einen "extremen HÃ¤rtefall dar, der in keiner Art und Weise verhÃ¤ltnismÃ¤ssig" sei. </span>Aufgrund seines bereits fortgeschrittenen Alters stelle die Wiederholung der PrÃ¼fung die letzte Chance dar, einem juristischen Beruf nachgehen zu kÃ¶nnen, was seit jeher sein Wunsch gewesen sei. <span>Es kÃ¶nne und dÃ¼rfe nicht sein, dass eine nicht vorhersehbare, unverschuldete Erkran</span>­<span>kung seine juristische Karriere fÃ¼r immer zerstÃ¶re. </span>In der Rekursreplik vom 5. Juli 2012 machte der BeschwerdefÃ¼hrer geltend, sein Interesse, nach zehnjÃ¤hrigem Studium zur WiederholungsprÃ¼fung zugelassen zu werden und einen UniversitÃ¤tsabschluss erreichen zu kÃ¶nnen, sei weit schwerer zu gewichten als der verhÃ¤ltnismÃ¤ssig bescheidene Aufwand des Beschwerdegegners, "eine Bologna-PrÃ¼fung in eine Liz-PrÃ¼fung umzuwandeln und [ihm] die ihm zustehende zweite PrÃ¼fungschance zu gewÃ¤hren". </p> <p class="Urteilstext">Der Rekurs richtete sich nach dem Gesagten gegen die NichtgewÃ¤hrung einer WiederholungsprÃ¼fung der Klausuren des zweiten Teils der LizentiatsprÃ¼fungen. DemgegenÃ¼ber bildete die Frage, ob und allenfalls unter welchen Voraussetzungen der BeschwerdefÃ¼hrer zum Bachelor-Studiengang an der Rechtswissenschaftlichen FakultÃ¤t der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich oder einer anderen UniversitÃ¤t <span>zuzulassen</span> sei<span>, </span>nicht <span>Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens</span>. <span>Entsprechend kann auf den vom BeschwerdefÃ¼hrer erstmals im vorliegenden Verfahren gestellten Eventualantrag, </span>es sei <span>festzustelle</span>n<span>, dass der BeschwerdefÃ¼hrer vorbe</span>­<span>haltlos ins Bachelor-System </span>der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich oder <span>einer anderen UniversitÃ¤t wechseln kÃ¶nne, nicht eingetreten werden. Anzumerken bleibt, dass das Verwaltungsge</span>­<span>richt ohnehin nicht befugt wÃ¤re, Ã¼ber die Zulassung des BeschwerdefÃ¼hrers zu einer ausserkantonalen UniversitÃ¤t zu befinden (vgl. § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 und § 19b VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Da die weiteren Sachurteilsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, gilt es im Ãbrigen auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Mit Schreiben vom 5. Oktober 2011 teilte der Beschwerdegegner dem BeschwerdefÃ¼h</span>­<span>rer mit, dass er die schriftlichen Lizentiat II-PrÃ¼fungen nicht bestanden habe, weil er unentschuldigt nicht erschienen sei. Der BeschwerdefÃ¼hrer macht zunÃ¤chst geltend, bei diesem Schreiben handle es sich mangels BegrÃ¼ndung und Rechtsmittelbelehrung nicht um eine anfechtbare VerfÃ¼gung. Dem kann nicht gefolgt werden.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Eine VerfÃ¼gung ist die Anordnung einer BehÃ¶rde, mit der im Einzelfall ein Rechtsver</span>­<span>hÃ¤ltnis in einseitiger und verbindlicher Weise gestÃ¼tzt auf Ã¶ffentliches Recht </span>geregelt wird <span>(Pierre Tschannen/Ulrich Zimmerli/Markus MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 3. A., Bern 2009, § 28 N. 1). Die Ã¤ussere Form des Verwaltungshandelns ist nicht entscheidend dafÃ¼r, ob eine Anordnung als VerfÃ¼gung zu qualifizieren ist. Vielmehr ist einzig darauf a</span>b<span>zustellen, ob ein behÃ¶rdlicher Akt materiell die Kriterien einer VerfÃ¼gung erfÃ¼llt (Martin Bertschi/Kaspar PlÃ¼ss</span>, Kommentar VRG<span>, Vorbemerkungen zu §§ 4â31 N. 24). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung wird mit einem PrÃ¼fungsentscheid in erster Linie ausgedrÃ¼ckt, ob die kandidierende Person die PrÃ¼fung bestanden hat (BGE 136 I 229 E. 2.2, auch zum Folgenden). Dabei handelt es sich um einen Gesamtentscheid, und Anfechtungsobjekt ist das PrÃ¼fungsergebnis als solches. Der Entscheid Ã¼ber das Bestehen oder Nichtbestehen einer PrÃ¼fung beeinflusst regelmÃ¤ssig die Rechtsstellung der PrÃ¼fungs</span>­<span>kandidatin oder des PrÃ¼fungskandidaten. Nur bei einem positiven PrÃ¼fungsergebnis wird beispielsweise das Recht eingerÃ¤umt, in eine hÃ¶here Schule einzutreten, einen bestimmten Beruf auszuÃ¼ben oder einen Titel zu tragen. Entsprechend haben Entscheide Ã¼ber das Ergebnis einer universitÃ¤ren GesamtprÃ¼fung, welche ein Bildungsverfahren abschliessen, VerfÃ¼gungscharakter (vgl. Paul Richli, "FragwÃ¼rdige Verrechtlichungen im Bildungswe</span>­<span>sen", in: Markus RÃ¼ssli/Julia HÃ¤nni/Reto HÃ¤ggi Furrer [Hrsg.], Staats- und Verwaltungsrecht auf vier Ebenen, Festschrift fÃ¼r Tobias Jaag, ZÃ¼rich etc. 2012, S. 247 ff., 255). Je nach den Rechtswirkungen eines PrÃ¼fungsentscheids kann auch ein schutzwÃ¼rdi</span>­<span>ges Interesse an der Anfechtung genÃ¼gender Qualifikationen bestehen (JÃ¼rg Boss</span>­<span>hart/Martin Bertschi</span>, Kommentar VRG<span>, § 19 N. 16; BGE 136 I 229 E. 2.2; VGr, 1. MÃ¤rz 2006, VB.2005.00509, E.</span> <span>3.1 [nicht </span>auf Internet <span>publiziert]). Die GrÃ¼nde fÃ¼r das PrÃ¼fungsergebnis (handle es sich dabei um ungenÃ¼gende PrÃ¼fungsleistungen oder wie vorliegend um unentschuldigtes </span>Nichtablegen <span>einer PrÃ¼fung) haben auf den VerfÃ¼gungs</span>­<span>charakter des PrÃ¼fungsentscheids keinen Einfluss. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Aus dem Schreiben vom 5. Oktober 2011 geht unzweifelhaft hervor, dass </span>der Beschwerdegegner<span> einen ersten PrÃ¼fungsversuch des BeschwerdefÃ¼hrers infolge unentschul</span>­<span>digten Fernbleibens als gescheitert betrachte. D</span>em<span> Schreiben vom 5. Oktober 2011 </span>kommt entsprechend<span> materiell</span>e<span> VerfÃ¼gungsqualitÃ¤t</span> zu<span>.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Ein <span>Entscheid genÃ¼gt der aus dem GehÃ¶rsanspruch von Art.</span> <span>29 Abs. 2</span> der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (SR 101) bzw. § 10 Abs. 1 VRG <span>fliessenden BegrÃ¼ndungs</span>­<span>pflicht, wenn </span>er<span> so abgefasst ist, dass der Betroffene ihn sachgerecht anfechten kann. Der Betroffene muss sich â</span> <span>wie auch die Rechtsmittelinstanz</span> <span>â Ã¼ber die Tragweite des Entscheides ein Bild machen kÃ¶nnen. Es mÃ¼ssen </span>zumindest <span>kurz die Ãberlegungen genannt werden, von welchen sich die BehÃ¶rde leiten liess. Jedoch braucht sich diese nicht ausdrÃ¼cklich mit jeder tatbestÃ¤ndlichen Behauptung, mit jedem rechtlichen Einwand und mit jedem Beweismittel auseinanderzusetzen (<a href="http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=suv&amp;query_words=rechtliches+geh%F6r+nicht+ausdr%FCcklich+mit+jeder+tatbest%E4ndlichen+Behauptung+auseinandersetzen&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-I-229%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page229"><span>BGE 136 I 229</span></a> E. 5.2, <a href="http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=suv&amp;query_words=rechtliches+geh%F6r+nicht+ausdr%FCcklich+mit+jeder+tatbest%E4ndlichen+Behauptung+auseinandersetzen&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-I-83%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page83"><span>134 I 83</span></a> E. 4.1, je mit Hinweisen; BGr, 30.</span> <span>August 2012, 2C_258/2011, E.</span> <span>2, und 20. Juni 2011, 8C_1015/2010, E.</span> <span>5.1). Vielmehr darf sich die BehÃ¶rde auf die fÃ¼r den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschrÃ¤nken (vgl. BGE 126 I 97 E. 2b; BGr, 4.</span> <span>Mai 2009, 2C_886/2008, E.</span> <span>4, und 19.</span> <span>April 2012, 2C_619/2011, E. 3.2). Der Umfang der BegrÃ¼ndungspflicht hÃ¤ngt von der KomplexitÃ¤t des Falls sowie dem Entscheidungsspielraum der BehÃ¶rde ab (BGE</span> <span>112 Ia 107 E. 2b). Gerade bei erstinstanzlichen Entscheiden sind im Allgemeinen keine Ã¼bermÃ¤ssig hohen Anforderungen an die BegrÃ¼ndungsdichte zu stellen (</span>vgl. <span>Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. A., ZÃ¼rich/St. Gallen 2010, Rz. </span>1707<span>).</span><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Entgegen dem BeschwerdefÃ¼hrer weist die VerfÃ¼gung vom 5. Oktober 2011 eine BegrÃ¼n</span>d<span>ung auf</span>: Sie<span> hÃ¤lt fest, der BeschwerdefÃ¼hrer habe den schriftlichen Teil der Lizentiat II-PrÃ¼fungen <i>infolge unentschuldigten Fernbleibens</i> nicht bestanden. </span>Der BeschwerdefÃ¼hrer konnte somit erkennen, weshalb der Beschwerdegegner die PrÃ¼fungen vom Juni 2011 als nicht bestanden beurteilte, und er konnte den PrÃ¼fungsentscheid sachgerecht anfechten. Die BegrÃ¼ndungsdichte erweist sich damit als ausreichend.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.5 </span></b><span>Der Kritik des BeschwerdefÃ¼hrers am Schreiben </span>des Beschwerdegegners<span> vom 5. Oktober 2011 ist insofern zuzustimmen, als dieses </span>nicht<span> mit einer Rechtsmittelbelehrung versehen ist. Insoweit erweist sich die VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 5. Oktober 2011 als mangelhaft (vgl. § 10 Abs. 1 VRG). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.6 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.6.1 </b>Fehlerhafte Verwaltungsakte sind indes nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in der Regel nur anfechtbar, und sie werden durch Nichtanfechtung rechtsgÃ¼ltig (BGE 104 Ia 172 E. 2c; HÃ¤felin/MÃ¼ller/Uhlmann, Rz. 951â953). Nichtigkeit, das heisst von Amtes wegen zu beachtende absolute Unwirksamkeit einer VerfÃ¼gung, wird nur angenommen, wenn der dieser anhaftende Mangel besonders schwer wiegt, wenn er offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist und wenn zudem die Rechtssicherheit durch die Annahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft gefÃ¤hrdet wird. Als NichtigkeitsgrÃ¼nde fallen vorab funktionelle und sachliche UnzustÃ¤ndigkeit der entscheidenden BehÃ¶rde sowie krasse Verfahrensfehler in Betracht (BGE 138 II 501 E. 3.1). Das Fehlen einer Rechtsmittelbelehrung bewirkt demgegenÃ¼ber keine Nichtigkeit (Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 10 N. 51; Tschannen/Zimmerli/MÃ¼ller, § 31 N. 16; HÃ¤felin/MÃ¼ller/Uhlmann, Rz. 976). </p> <p class="Erwgung3"><b>2.6.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt vor, er habe gestÃ¼tzt auf § 3 Abs. 2 und 3 der Promotionsordnung der Rechtswissenschaftlichen FakultÃ¤t der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich vom 30. August 1994 (Promotionsordnung, PO [OS 56 634 ff.]) einen gesetzlichen Anspruch auf Verschiebung der PrÃ¼fung, weshalb der Beschwerdegegner die von ihm im Januar 2012 abgelegten PrÃ¼fungen zu Unrecht als WiederholungsprÃ¼fungen qualifiziert habe. Mithin macht der BeschwerdefÃ¼hrer sinngemÃ¤ss geltend, die VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 5. Oktober 2011 verletze die soeben genannte Bestimmung der Promotionsordnung. Entgegen der Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers wÃ¼rde indes der behauptete Mangel â auf den hinten 5 nÃ¤her einzugehen ist â die Annahme der Nichtigkeit der VerfÃ¼gung vom 5. Oktober 2011 vorliegend nicht rechtfertigen: Inhaltliche MÃ¤ngel haben nur in seltenen AusnahmefÃ¤llen die Nichtigkeit einer VerfÃ¼gung zur Folge; erforderlich ist hierzu ein ausserordentlich schwerwiegender Mangel, wie etwa bei der offensichtlich gegen Grundrechte verstossenden Anordnung einer KÃ¶rperstrafe anzunehmen ist (BGE 137 I 273 E. 3.1, 104 Ia 172 E. 2c; Tschannen/Zimmerli/MÃ¼ller, § 31 N. 16). Ein solch schwerwiegender Mangel wÃ¤re vorliegend selbst bei einer Verletzung des § 3 PO nicht anzunehmen. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.7 </span></b><span>Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es sich beim Schreiben de</span>s<span> Beschwerdegegner</span>s<span> vom 5. Oktober 2011 um eine materielle VerfÃ¼gung handelt, welche mangelbehaftet und anfechtbar, jedoch nicht nichtig ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b><span>Zu prÃ¼fen ist weiter, </span>ob der BeschwerdefÃ¼hrer den<span> negative</span>n<span> PrÃ¼fungsentscheid vom 5. Oktober 2011 </span>zusammen mit der VerfÃ¼gung vom 7. MÃ¤rz 2012 noch anfechten konnte<span>. </span>Entsprechend gilt es zunÃ¤chst zu beurteilen<span>, ob es sich bei der VerfÃ¼gung vom 5. Oktober 2011 um einen End- oder einen Zwischenentscheid handelt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>GemÃ¤ss § 41 Abs. 3 in Verbindung mit § 19a Abs. 2 VRG richtet sich die Anfechtbarkeit von Teil-, Vor- und Zwischenentscheiden sinngemÃ¤ss nach Art. 91â93 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110). Nach Art. 9</span>3<span> Abs. 1 BGG ist die Beschwerde in Ã¶ffentlichrechtlichen Angelegenheiten gegen selbstÃ¤ndig erÃ¶ffnete Zwischenentscheide zulÃ¤ssig, sofern diese einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kÃ¶nnen (lit. a) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen End</span>­<span>entscheid herbeifÃ¼hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten fÃ¼r ein weitlÃ¤ufiges Beweisverfahren ersparen wÃ¼rde (lit. b); ist eine Beschwerde gegen einen Zwischenentscheid nicht zulÃ¤ssig oder wurde von ihr kein Gebrauch gemacht, so sind die betreffenden Zwischenentscheide durch Beschwerde gegen den Endentscheid anfechtbar, sofern sie sich auf dessen Inhalt auswirken (Abs. 3). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Zwischenentscheide sind dadurch gekennzeichnet</span>,<span> dass sie â</span> <span>im Gegensatz zu End</span>­<span>entscheiden</span> <span>â nicht instanzabschliessend sind, sondern eine formell- oder materiell</span>­<span>rechtliche Frage im Hinblick auf die Verfahrenserledigung regeln und insofern einen Schritt auf dem Weg zur Verfahrenserledigung darstellen (Regina Kiener/Bernhard RÃ¼tsche/Mathias Kuhn, Ãffentliches Verfahrensrecht, ZÃ¼rich/St. Gallen 2012, Rz. 434; </span>Alfred <span>KÃ¶lz/</span>Isabelle <span>HÃ¤ner/</span>Martin <span>Bertschi, </span>Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. A., ZÃ¼rich etc. 2013, <span>Rz. 1434; Felix Uhlmann, Basler Kom</span>­<span>mentar, 2011, Art. 92 </span>BGG <span>N.</span><span> </span><span>2; BGE 133 V 477 E. 4.1.3). Aufgrund der Verweisung in § 19a Abs. 2 VRG auf Art. 91</span>â<span>93 BGG sind die bundesrechtlichen Bestimmungen nicht als Bundes-, wohl aber als subsidiÃ¤r geltendes kantonales Recht anwendbar und haben die ZÃ¼rcher BehÃ¶rden die bundesgerichtliche Rechtsprechung bei der Qualifizierung von Anordnungen als End- oder Zwischenentscheide zu beachten (BGr, 13. Juni 2012, 8C_871/2011, E. 4.3.3 und E. 4.4; Martin Bertsch</span>i, Kommentar VRG<span>, § 19a N. 8). </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Die Kammer hat in einem Entscheid vom 7. Juli 2004 (VB.2004.00212) erwogen, das Ergebnis einer TeilprÃ¼fung, welche nicht erst im Zusammenhang mit anderen Teilergebnissen, sondern bereits fÃ¼r sich allein genommen seine Wirkung im Sinn eines gescheiterten ersten PrÃ¼fungsversuchs entfalte, kÃ¶nne mit dem nach ungenÃ¼gend ausgefallener WiederholungsprÃ¼fung verfÃ¼gten definitivem Ausschluss vom Studium der betreffenden FÃ¤cher nicht mehr angefochten werden (E. 2.2.2 ff.). Weiter hat die Kammer in einem Entscheid vom 11. Juli 2008 (VB.2008.00045 [nicht auf Internet publiziert] gefunden, die Anfechtung einer als ungenÃ¼gend bewerteten ersten mÃ¼ndlichen AnwaltsprÃ¼fung sei mit dem negativen PrÃ¼fungsentscheid Ã¼ber die zweite mÃ¼ndliche PrÃ¼fung nicht mehr anfechtbar (E. 3.1). </p> <p class="Urteilstext">Mit Bezug auf die Anfechtbarkeit von einzelnen Noten hat die Kammer in einem Entscheid vom 1. MÃ¤rz 2006 (VB.2005.00509) eine ungenÃ¼gende Erfahrungsnote, welche fÃ¼r sich allein nicht sogleich negative Folgen zeitigte, sondern durch weitere im Rahmen der betreffenden PrÃ¼fung zu erzielende Noten noch kompensiert werden konnte, welche sich aber auf die Gesamtnote des Ausbildungszeugnisses auswirkte, als Zwischenentscheid qualifiziert (E. 3.3). In einem Entscheid vom 8. November 2006 (VB.2006.00208) hielt sie fest, eine Erfahrungsnote kÃ¶nne grundsÃ¤tzlich auch noch mit dem PrÃ¼fungsentscheid der MaturitÃ¤tsprÃ¼fung angefochten werden (E. 3.1). Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern hat demgegenÃ¼ber eine Semesterzeugnisnote, welche sich als Erfahrungsnote auf das Bestehen der gymnasialen MaturitÃ¤t auswirkt, nicht den Charakter einer ZwischenverfÃ¼gung und kann sie entsprechend nicht wahlweise erst im Rahmen der Anfechtung des Nichtbestehens der MaturitÃ¤t zur ÃberprÃ¼fung gebracht werden (<span>VGr BE, </span>20. Februar 2013, <span>BVR 201</span>3<span>, S. </span>311<span>, E. </span>5). Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern trug indes im genannten Urteil unter anderem mÃ¶glicherweise dem Umstand Rechnung, dass im Kanton Bern â im Gegensatz zum Kanton ZÃ¼rich â die Schulleitungen lediglich fÃ¼r die Semesterzeugnisse (und damit auch fÃ¼r die Erfahrungsnoten) verantwortlich sind, wÃ¤hrend die kantonale MaturitÃ¤tskommission fÃ¼r die Benotung der MaturitÃ¤tsprÃ¼fung und die korrekte Ermittlung der MaturitÃ¤tsnote verantwortlich zeichnet (vgl. Benjamin Schindler, Bemerkungen zum Urteil des Verwaltungsgerichts vom 20. Februar 2013 [VGE 100.2012.35], BVR 2013, S. 322â324, 323 f.). </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.5 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b>3.5.1 </b>Am 1. September 2006 trat die Rahmenordnung fÃ¼r das Studium in den Bachelor- und Master-StudiengÃ¤ngen an der Rechtswissenschaftlichen FakultÃ¤t der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich vom 24. Oktober 2005 (Rahmenordnung, RO; OS 61 85â97, OS 62 238 f.) in Kraft (§ 56 Abs. 1 RO). Auf den gleichen Zeitpunkt hin wurde die bisherige Promotionsordnung grundsÃ¤tzlich aufgehoben (§ 56 Abs. 2 Satz 1 RO). § 57 Abs. 2 Satz 2 RO bestimmt, dass die Klausuren des Lizentiats II nach alter Ordnung letztmals nach dem Wintersemester (recte: Herbstsemester) 2010/2011 stattfinden. In begrÃ¼ndeten FÃ¤llen kann diese Frist gemÃ¤ss § 57 Abs. 3 RO erstreckt werden. Soweit die PrÃ¼fungen nach dem 1. September 2006 noch nach alter Ordnung stattfinden (wie dies fÃ¼r die hier interessierenden PrÃ¼fungen vom Juni 2011 und Januar 2012 zutrifft), sind die Bestimmungen der Promotionsordnung vom 30. August 1994 auf sie anwendbar (§ 57 Abs. 1 RO, § 56 Abs. 2 Satz 3 RO).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.5.2 </b>FÃ¼r den Erwerb des Lizentiats sind zwei TeilprÃ¼fungen abzulegen. Im Rahmen des ersten Teils der LizentiatsprÃ¼fungen sind fÃ¼nf dreistÃ¼ndige Klausuren abzulegen, wobei bei ungenÃ¼gender PrÃ¼fungsleistung eine einmalige WiederholungsmÃ¶glichkeit besteht (§§ 12 und 13 Abs. 2 und 3 PO). Die Anmeldung zum zweiten Teil der LizentiatsprÃ¼fungen kann frÃ¼hestens zwei Semester nach dem Bestehen des ersten Teils erfolgen (§ 14 Abs. 3 PO). Im Rahmen der Lizentiat II-PrÃ¼fungen sind zunÃ¤chst drei fÃ¼nfstÃ¼ndige Klausuren abzulegen (§ 20 Abs. 1 Satz 1 PO). Nach dem Bestehen der Klausuren finden in sechs weiteren FÃ¤chern mÃ¼ndliche PrÃ¼fungen statt (§ 22 Abs. 1 in Verbindung mit § 16 und § 20 Abs. 1 PO). Die Klausuren kÃ¶nnen bei ungenÃ¼gender PrÃ¼fungsleistung gesamthaft am nÃ¤chsten PrÃ¼fungstermin einmal wiederholt werden. Fallen auch die WiederholungsprÃ¼fungen ungenÃ¼gend aus oder wurde eine fristgemÃ¤sse Anmeldung zur WiederholungsprÃ¼fung unterlassen, so erfolgt eine endgÃ¼ltige Abweisung (§ 21 Abs. 2 f. PO). Ebenso erfolgt eine definitive Abweisung, wenn die mÃ¼ndlichen PrÃ¼fungsleistungen im Wiederholungsfall ungenÃ¼gend sind oder eine fristgemÃ¤sse Anmeldung zur WiederholungsprÃ¼fung unterlassen wurde (§ 23 Abs. 3 PO). Zur Ermittlung des Gesamtergebnisses der LizentiatsprÃ¼fungen wird der Durchschnitt aus allen Einzelnoten der ersten und zweiten TeilprÃ¼fung (Lizentiat I und II) gebildet, wobei die Klausuren des zweiten Teils doppelt und alle anderen PrÃ¼fungen einfach zÃ¤hlen (§ 24 Abs. 1 PO). Der Notendurchschnitt bestimmt sodann Ã¼ber das zu verleihende PrÃ¤dikat (§ 24 Abs. 2 PO). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.5.3 </b>Die VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 5. Oktober 2011 hÃ¤lt fest, dass der BeschwerdefÃ¼hrer den schriftlichen Teil der Lizentiat II-PrÃ¼fungen infolge unentschuldigten Fernbleibens nicht bestanden habe und zur Entlastung von seiner Pflicht zur Wiederanmeldung (gemÃ¤ss § 21 Abs. 2 PO) zur nÃ¤chstmÃ¶glichen WiederholungsprÃ¼fung angemeldet werde. Bei Erlass der VerfÃ¼gung vom 5. Oktober 2011 war es mithin noch mÃ¶glich, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bei der Wiederholung der Klausuren und den mÃ¼ndlichen PrÃ¼fungen genÃ¼gende Ergebnisse erzielen und das Lizentiatsstudium erfolgreich abschliessen wÃ¼rde. Das Studium bzw. Bildungsverfahren wurde durch die umstrittene VerfÃ¼gung entsprechend nicht beendet; diese bildete aber einen ersten, notwendigen Schritt fÃ¼r die spÃ¤tere definitive Abweisung bzw. den Ausschluss von weiteren PrÃ¼fungen gestÃ¼tzt auf § 21 Abs. 2 f. PO, weshalb sie in einem engem Zusammenhang mit derjenigen vom 7. MÃ¤rz 2012 steht. DemgegenÃ¼ber hÃ¤tte die VerfÃ¼gung vom 5. Oktober 2011 keinen negativen Einfluss auf den Abschluss des Bildungsverfahrens gezeitigt, wenn der BeschwerdefÃ¼hrer die WiederholungsprÃ¼fungen erfolgreich absolviert hÃ¤tte. Beides spricht fÃ¼r die Qualifikation der VerfÃ¼gung vom 5. Oktober 2011 als Zwischenentscheid. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.5.4 </b>Zu beachten ist weiter die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Anfechtbarkeit einzelner PrÃ¼fungsnoten: Das Bundesgericht erwog in BGE 136 I 229, soweit die Ã¼ber das PrÃ¤dikat bestimmende WÃ¼rdigung einer GesamtprÃ¼fungsleistung nicht im Ermessen der das PrÃ¤dikat verleihenden BehÃ¶rde stehe, sondern sich dieses rein rechnerisch aus den vergebenen Noten ergebe, kÃ¶nne dem Entscheid Ã¼ber das zu verleihende PrÃ¤dikat ein hoheitlicher Charakter nicht abgesprochen werden (E. 2.5.2). Die Kandidierenden hÃ¤tten insofern einen Rechtsanspruch auf die Erteilung desjenigen PrÃ¤dikats, das ihrem Notendurchschnitt entspreche (E. 3.3, auch zum Folgenden). Damit hÃ¤tten sie nicht nur ein rechtlich geschÃ¼tztes Interesse an der Berechnung des PrÃ¤dikats, sondern auch an der Ermittlung der diesem zugrunde liegenden Noten. Eine sachgerechte Anfechtung des gestÃ¼tzt auf § 24 Abs. 2 PO verliehenen PrÃ¤dikats im Sinn der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist indes nur mÃ¶glich, wenn sÃ¤mtliche im Rahmen der LizentiatsprÃ¼fungen erzielten Einzelnoten auch noch mit dem Gesamtergebnis und der darauf basierenden PrÃ¤dikatsverleihung anfechtbar sind. Sodann steht der Einfluss der einzelnen PrÃ¼fungsnoten auf das PrÃ¤dikat erst fest, wenn sÃ¤mtliche im Rahmen des Lizentiats abzulegende PrÃ¼fungen (erfolgreich) abgeschlossen wurden. Die Ermittlung bzw. Bekanntgabe des PrÃ¤dikats und die Bekanntgabe der einzelnen PrÃ¼fungsentscheide liegen aufgrund des LizentiatprÃ¼fungssystems zumindest fÃ¼r die PrÃ¼fungen des ersten Teils sowie fÃ¼r die schriftlichen Lizentiat II-PrÃ¼fungen zeitlich stark auseinander. Eine Qualifikation der im Rahmen der LizentiatsprÃ¼fung ergangenen TeilprÃ¼fungsentscheide als Zwischenentscheide erscheint folglich auch unter diesem Gesichtspunkt als sachgerecht. Dabei kann es nicht darauf ankommen, ob der PrÃ¼fungsentscheid zu Gunsten oder zu Ungunsten der kandidierenden Person ausfÃ¤llt. Ebenso wenig kÃ¶nnen die GrÃ¼nde fÃ¼r einen negativen PrÃ¼fungsentscheid (ungenÃ¼gende PrÃ¼fungsleistung oder unentschuldigtes Fernbleiben) ausschlaggebend sein. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.6 </span></b><span>Wie erwÃ¤hnt, wies </span>der Beschwerdegegner<span> den BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund zwei</span>er<span> ungenÃ¼gender Klausuren gestÃ¼tzt auf § 21 Abs. 3 PO endgÃ¼ltig ab. Die ZwischenverfÃ¼</span>­<span>gung vom 5. Oktober 2011 wirkte sich daher ohne Weiteres auf die das Bildungsverfahren abschliessende VerfÃ¼gung vom 7. MÃ¤rz 2012 aus. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.7 </span></b><span>Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass</span> am Ergebnis der verwaltungsgerichtlichen Entscheide vom 7. Juli 2004 und 11. Juli 2008 (VB.2004.00212 und VB.2008.00045) nicht festgehalten werden kann und<span> es sich bei der VerfÃ¼gung de</span>s<span> Beschwerdegegner</span>s<span> vom 5. Oktober 2011 um einen Zwischenentscheid handelt, welcher zusammen mit der VerfÃ¼gung Ã¼ber den endgÃ¼ltigen Ausschluss des BeschwerdefÃ¼hrers von weiteren PrÃ¼fun</span>­<span>gen </span>an der Rechtswissenschaftlichen FakultÃ¤t der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich<span> vom 7. MÃ¤rz 2012 angefochten werden konnte. Den entsprechenden Endentscheid hat der BeschwerdefÃ¼hrer unbestrittenermassen rechtzeitig angefochten; </span>somit <span>erfolgte auch die Anfechtung des Zwischenentscheids fristgerecht. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>GemÃ¤ss § 57 Abs. 2 RO finden die Klausuren des Lizentiats II nach alter Ordnung letztmals nach dem Wintersemester 2010/2011 statt (Satz 2) und werden mÃ¼ndliche LizentiatsprÃ¼fungen nach alter Ordnung letztmals im Sommersemester 2012 durchgefÃ¼hrt (Satz 3). Das Merkblatt der Rechtswissenschaftlichen FakultÃ¤t Ã¼ber die letzten Lizentiat II-PrÃ¼fungen prÃ¤zisiert diese Bestimmungen dahingehend, dass im Januar 2011 letztmals schriftliche RepetitionsprÃ¼fungen stattfÃ¤nden (vgl. www.ius.uzh.ch/rsjur/Loseblattsamm-lung/4.7.3_mb_letzte_lizentiat_ii_pruefungen_rwf_uzh.pdf [besucht am 9. April 2014], auch zum Folgenden). Weiter fÃ¼hrt das Merkblatt aus, dass zu den KlausurprÃ¼fungen im Januar 2011 nur Repetentinnen und Repetenten sowie Kandidierende zugelassen wÃ¼rden, welche sich spÃ¤testens fÃ¼r den letzten ordentlichen Termin fÃ¼r erstmalige KlausurprÃ¼fun</span>­<span>gen des FrÃ¼hlingssemesters 2010 fristgerecht angemeldet hÃ¤tten und diesen aus zwingenden, unv</span>o<span>rhersehbaren und unabwendbaren GrÃ¼nden gemÃ¤ss § 3 PO verschieben oder die PrÃ¼fung abbrechen mussten oder denen gestÃ¼tzt auf § 57 Abs. 3 RO eine Fristerstreckung gewÃ¤hrt wurde. Der BeschwerdefÃ¼hrer meldete sich denn auch im FrÃ¼hling 2010 fÃ¼r die Klausuren des zweiten Teils der LizentiatsprÃ¼fungen an und hÃ¤tte diese erstmals im Juni 2010 und somit innerhalb vorgenannter Frist ablegen sollen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Die Kammer hat sich bereits in</span> einem Urteil vom 7. November 2012 (<span>VB.2012.00505</span>)<span> mit der Frage befasst, wie viele Wiederholungstermine </span>der<span> Beschwerdegegner altrechtlich Repetierenden anzubieten hatte. Dabei hat sie insbesondere erwogen, dass die UniversitÃ¤t ZÃ¼rich eine Ã¶ffentlichrechtliche Anstalt des Kantons mit eigener RechtspersÃ¶nlichkeit sei und ihre Angelegenheiten im Rahmen von Verfassung und Gesetz selbstÃ¤ndig plane, regle und fÃ¼hre (E.</span> 2.3.1, auch zum Folgenden). Sie verfÃ¼ge damit Ã¼ber eine weitreichende Anstaltsautonomie, welche sich namentlich darin Ã¤ussere, dass ihre Organe die mit der Anstaltsbenutzung im Zusammenhang stehenden Vorschriften grundsÃ¤tzlich in eigener Kompetenz erliessen. Den zustÃ¤ndigen universitÃ¤ren Instanzen komme <span>bei der Ausgestaltung der Studien- und Examensordnung ein weiter Gestaltungsspielraum zu, wobei insbeson</span>­<span>dere finanziellen und organisatorischen GrÃ¼nden, welche gegen eine beliebige Wiederho</span>­<span>lung nicht bestandener PrÃ¼fungen sprÃ¤chen, Rechnung getragen werden dÃ¼rfe (E. 2.3.</span>2<span>, auch zum Folgenden). In diesem Sinn liege es auch im pflichtgemÃ¤ssen Ermessen der zustÃ¤ndigen Instanzen, im Rahmen einer Ã¼bergangsrechtlichen Regelung festzulegen, zu welchem Zeitpunkt letztmals PrÃ¼fungen nach altem Recht abgelegt werden kÃ¶nnten. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Rahmen einer VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung hat die Kammer im genannten Entscheid weiter die sich gegenÃ¼berstehenden Interessen der FakultÃ¤t an einem schnellen Ãbergang zum neuen System und der Studierenden, den Studiengang unter altem Recht abzuschlies</span>­<span>sen, gegeneinander abgewogen. Dabei hat </span>sie<span> insbesondere berÃ¼cksichtigt, dass die Vorbereitung und DurchfÃ¼hrung fÃ¼nfstÃ¼ndiger KlausurprÃ¼fungen erfahrungsgemÃ¤ss einen grossen Aufwand verursachten, wobei der Vorbereitungsaufwand zu einem grossen Teil unabhÃ¤ngig von der Anzahl der PrÃ¼flinge entstehe (E. 2.3.3</span>, ebenso zum Nachstehenden<span>). Die neue PrÃ¼fungsordnung sei zudem nicht mit der alten vergleichbar und sehe namentlich keine fÃ¼nfstÃ¼ndigen schriftlichen Klausuren mehr vor. </span>Auf <span>Seiten der Studierenden hat die Kammer berÃ¼cksichtigt, dass diese naturgemÃ¤ss ein grosses Interesse daran hÃ¤tten, den begonnenen Studiengang nach altem Recht abzuschliessen. Insgesamt habe der Beschwerde</span>­­<span>gegner die Interessen der Studierenden in genÃ¼gender Weise berÃ¼cksichtigt, indem er nach der erstmaligen RepetitionsmÃ¶glichkeit zwei weitere Termine fÃ¼r Wiederho</span>­<span>lungsprÃ¼fungen angeboten und damit unverschuldeter PrÃ¼fungsunfÃ¤higkeit bis zur Dauer von einem Jahr Rechnung getragen habe. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>Das pauschale Vorbringen des BeschwerdefÃ¼hrers, die DurchfÃ¼hrung einer Klausu</span>r­<span>prÃ¼fung nach altem Recht sei nicht mit einem unverhÃ¤ltnismÃ¤ssigen Mehraufwand verbun</span>­<span>den, da hierfÃ¼r "lediglich eine ,Bologna-PrÃ¼fungʼ mit einer zusÃ¤tzlichen Frage versehen werden" mÃ¼sse, </span>Ã¼berzeugt nicht<span>. </span>GemÃ¤ss der bis 14. August 2007 geltenden Fassung des § 36 RO dauerten schriftliche ModulprÃ¼fungen zwei bis drei Stunden; die ab 15. August 2007 gÃ¼ltige Fassung des § 36 RO verwies diesbezÃ¼glich auf die Bestimmungen der entsprechenden Studienordnungen. <span>Nach § 26 Abs. 4 der heute geltenden Rahmenverordnung Ã¼ber den Bachelor- und Masterstudiengang sowie die Nebenfachstudienprogramme an der Rechtswissenschaftlichen FakultÃ¤t der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich vom 20. August 2012 (Rahmenordnung 2012; LS 415.415.1) wird die Dauer der PrÃ¼fungen in den Studienordnungen geregelt; die entsprechenden Studienordnungen Bachelor of Law und Master of Law vom 30. Mai 2012 (Studienordnung B</span>L<span>aw</span>,<span> RS 4.2.1</span>, www.ius.uzh.ch/rsjur/Loseblattsammlung/4.2.1_StudO_BLaw.pdf [besucht am 23. April 2014];<span> Studienordnung M</span>L<span>aw</span>,<span> RS 4.3.1.1</span>, www.ius.uzh.ch/rsjur/Loseblattsamm-lung/4.3.1.1_StudO_MLaw_.pdf [besucht am 23. April 2014]<span>) sehen zwei- oder dreistÃ¼ndige schriftliche PrÃ¼fungen bzw. </span>eine<span> Mindestdauer von einer Stunde vor. Bereits vor diesem Hintergrund ist offenkundig, dass eine sachgerechte KlausurprÃ¼fung nicht einfach </span>mittels<span> Erweiterung einer neurechtlichen PrÃ¼fung um eine Aufgabe durchgefÃ¼hrt werden kann. Sodann lassen die neurechtlichen Bestimmungen nebst schriftlichen und mÃ¼ndlichen PrÃ¼fungen weitere Formen des Leistungsnachweises wie Fallbearbeitungen, Referate und Leistungen im Rahmen eines Moot Court oder einer E-Learning-Veranstaltung zu (vgl. § 26 Abs. 2 lit. b RO bzw. § 26 Abs. 1 Rahmenordnung 2012) und werden die neurechtlichen ModulprÃ¼fungen entsprechend zumindest nicht zwingend schriftlich durchgefÃ¼hrt (vgl. § 27 Abs. 1 RO bzw. § 26 Abs. 2 Rahmenordnung 2012 in Verbindung mit Ziff. 2 und 3.1 Studienordnung BLaw bzw. mit Ziff. 2.1 Studienordnung MLaw). Nach dem Gesagten ist daran festzuhalten, dass die DurchfÃ¼hrung altrechtlicher KlausurprÃ¼fungen fÃ¼r den Beschwerdegegner mit grossem Aufwand verbunden wÃ¤re, was es</span> entsprechend<span> im Rahmen der InteressenabwÃ¤gung weiterhin zu berÃ¼cksichtigen gilt. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.4 </span></b><span>Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer geltend macht, andere FakultÃ¤ten der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich bzw. andere UniversitÃ¤ten in der Schweiz kÃ¶nnten "altrechtliche PrÃ¼fungen ohne UmstÃ¤nde â im Sinne der Studentenschaft â bewerkstelligen"</span>,<span> Ã¼bersieht er zunÃ¤chst, dass auch die von ihm angefÃ¼hrte Philosophische FakultÃ¤t einen Zeitpunkt zur letztmaligen DurchfÃ¼hrung altrechtlicher PrÃ¼fungen festgelegt hat. Angesicht der weitreichenden Autonomie </span>universitÃ¤rer Organe <span>bei der Ausgestaltung </span>der<span> Studien- und PrÃ¼fungsordnung kann der BeschwerdefÃ¼hrer auch nichts daraus zu seinen Gunsten ableiten, dass andere FakultÃ¤ten bzw. UniversitÃ¤ten allenfalls eine langsamere Umstellung auf das neurechtliche Studiensystem vorgenommen und/oder mehr altrechtliche Wiederholungstermine angebo</span>­<span>ten haben. FÃ¼r die hier interessierende VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung ist einzig von Belang, ob die gestÃ¼tzt auf § 57 Abs. 3 RO gewÃ¤hrten RepetitionsmÃ¶glichkeiten den Interessen </span>nach altem Recht<span> Studierender</span> wie des BeschwerdefÃ¼hrers<span> in rechtsgenÃ¼gender Weise Rechnung tragen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.5 </span></b><span>Nach dem Gesagten kann an der von der Kammer i</span>m GeschÃ¤ft <span>VB.2012.00505 vorge</span>­<span>nommenen InteressenabwÃ¤gung grundsÃ¤tzlich festgehalten werden. NÃ¤herer PrÃ¼fung bedarf indessen der Umstand, dass vorliegend das Verschiebungsgesuch des Beschwerde</span>­<span>fÃ¼hrers vom 6. Juni 2011 abgelehnt und diesem in der Folge â und im Gegensatz zu </span>der <span>dem genannten PrÃ¤judiz zugrunde liegenden Konstellation â gestÃ¼tzt auf § 3 Abs. 4 PO ein Fehlversuch angerechnet wurde. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b>5.1.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer gab in seinem Verschiebungsgesuch vom 6. Juni 2011 an, er kÃ¶nne die schriftlichen Lizentiat II-PrÃ¼fungen "aufgrund eines schwerwiegenden Krankheitsfalles" nicht ablegen. Dem Gesuch lagen eine Entbindung des behandelnden Arztes von der Ã¤rztlichen Schweigepflicht und dessen Bescheinigung einer bis auf Weiteres bestehenden PrÃ¼fungsunfÃ¤higkeit aus medizinischen GrÃ¼nden bei. </p> <p class="Erwgung3"><b>5.1.2 </b>Der Beschwerdegegner begrÃ¼ndet die Ablehnung des Verschiebungsgesuchs im Wesentlichen damit, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bereits bei Einreichung seiner Verschiebungsgesuche vom 3. Juni 2010 und 3. Januar 2011 gesundheitliche GrÃ¼nde geltend gemacht habe und ihm im Rahmen der Bewilligung dieser ersten beiden Gesuche mitgeteilt worden sei, dass diese die letzten ordentlichen PrÃ¼fungstermine betrÃ¤fen und er daher nicht davon ausgehen kÃ¶nne, dass ein erneutes Verschiebungsgesuch nochmals gutgeheissen wÃ¼rde. Mit der zweimaligen Gutheissung der Verschiebungsgesuche sei den gesundheitlichen BeeintrÃ¤chtigungen des BeschwerdefÃ¼hrers grosszÃ¼gig Rechnung getragen worden; sein dauernder instabiler Gesundheitszustand habe nicht weiterhin als Verhinderungsgrund akzeptiert werden kÃ¶nnen. </p> <p class="Erwgung3"><b>5.1.3 </b>Der Beschwerdegegner bezweifelt nach dem Gesagten nicht, dass der BeschwerdefÃ¼hrer krankheitsbedingt nicht in der Lage war, zu den PrÃ¼fungen im Juni 2011 anzutreten. Vielmehr macht er sinngemÃ¤ss geltend, der BeschwerdefÃ¼hrer habe um die zeitlich beschrÃ¤nkte MÃ¶glichkeit zur Ablegung der LizentiatsprÃ¼fung gewusst und entsprechend damit rechnen mÃ¼ssen, bei langandauernder Erkrankung den Studiengang nicht nach alter Ordnung abschliessen zu kÃ¶nnen. In der Tat hat der Beschwerdegegner den BeschwerdefÃ¼hrer wiederholt darauf hingewiesen, dass nur noch eine beschrÃ¤nkte Anzahl an Terminen zum Ablegen der Lizentiat II-Klausuren bestehe, und diesem frÃ¼hzeitig empfohlen, einen Wechsel in den Bachelor-Studiengang in ErwÃ¤gung zu ziehen. Er hat ihm sodann angekÃ¼ndigt, er kÃ¶nne bei andauernder PrÃ¼fungsunfÃ¤higkeit nicht damit rechnen, die Klausuren ein weiteres Mal verschieben zu kÃ¶nnen. </p> <p class="Erwgung3"><b>5.1.4 </b>Nachdem die krankheitsbedingte PrÃ¼fungsunfÃ¤higkeit des BeschwerdefÃ¼hrers im Juni 2011 von den Parteien nicht in Frage gestellt wird und sich auch aus den Akten keine Zweifel daran ergeben, steht fest, dass der BeschwerdefÃ¼hrer aus gesundheitlichen GrÃ¼nden nicht in der Lage war, die KlausurprÃ¼fungen im Juni 2011 abzulegen.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>Nach Massgabe der Ã¼bergangsrechtlichen Bestimmung des § 57 </span>R<span>O kann die Promotionsordnung auf PrÃ¼fungen nach alter Ordnung nur noch insoweit Anwendung finden, als sich aus der Rahmenordnung keine andere Regelung ergibt. Da § 57 RO das Datum der letzten Klausuren des Lizentiats II ausdrÃ¼cklich festlegt und der Beschwerde</span>gegner<span> § 57 Abs. 3 RO rechtmÃ¤ssig angewandt hat, bleibt fÃ¼r die Anwendung von § 3 Abs. 2 Satz 2</span><span> </span><span>PO kein Raum. Entsprechend </span>konnte<span> der Beschwerdegegner das Verschie</span>­<span>bungsgesuch des BeschwerdefÃ¼hrers vom 6. Juni 2011 <i>mangels genÃ¼gend weiterer PrÃ¼fungs- bzw. Wiederholungstermine </i>nicht bewillig</span>en<span>, obwohl eine Erkrankung im Sinn des â nicht anwendbaren â § 3 Abs. 2 PO vorlag. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.3 </span></b><span> § 57 Abs. 2 Satz 2 </span>und<span> Abs. 3 RO k</span>Ã¶nnen<span> indes nicht </span>so<span> angewendet werden, dass eine infolge krankheitsbedingter PrÃ¼fungsunfÃ¤higkeit nicht abgelegte PrÃ¼fung gestÃ¼tzt auf § 3 Abs. 4 PO als Fehlversuch </span>zu <span>qualifizier</span>en ist<span>. Vielmehr verdrÃ¤ngt die Ã¼bergangsrech</span>t­<span>liche Regelung diesfalls auch die Bestimmung des § 3 Abs. 4 PO und hÃ¤tte der Beschwerdegegner gestÃ¼tzt auf die Bestimmungen der Rahmenordnung zwar das Ve</span>r­<span>schiebungsgesuch des BeschwerdefÃ¼hrers abweisen, diesem indessen keinen Fehl</span>­<span>versuch anrechnen dÃ¼rfen. Entsprechend gilt es die VerfÃ¼gungen des Beschwerdegegners vom 5. Oktober 2011 und 7. MÃ¤rz 2012 insoweit aufzuheben, als diese die PrÃ¼fungen vom Juni 2010 infolge unentschuldigten Fernbleibens als nicht bestanden </span>erklÃ¤ren <span>bzw. den BeschwerdefÃ¼hrer in Anwendung von § 21 Abs. 3 PO von weiteren PrÃ¼fungen an der Rechtswissenschaftlichen FakultÃ¤t der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich ausschliessen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.4 </span></b><span>Der Beschwerdegegner hat den BeschwerdefÃ¼hrer nach dem Gesagten bei den KlausurprÃ¼fungen im Januar 2012 zu Unrecht als Wiederholungskandidaten behandelt. Mit der gestÃ¼tzt auf die obigen ErwÃ¤gungen vorzunehmenden Aufhebung des definitiven Ausschlusses des BeschwerdefÃ¼hrers von weiteren PrÃ¼fungen an der rechtswissenschaftli</span>­<span>chen FakultÃ¤t der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich wird der BeschwerdefÃ¼hrer in eine Interessenlage versetzt, welche mit derjenigen, welche </span>dem GeschÃ¤ft <span>VB.2012.00505 zugrunde lag, vergleichbar ist</span>;<span> insbesondere fÃ¼hrt die NichtgewÃ¤hrung weiterer Wiederholungstermine nicht dazu, dass der BeschwerdefÃ¼hrer definitiv vom Studium ausgeschlossen </span>wird<span>. </span>Folglich muss(te)<span> der Beschwerdegegner dem BeschwerdefÃ¼hrer gestÃ¼tzt auf § 57 Abs. 3 RO keinen weiteren Termin zur Repetition der schriftlichen Lizentiat II-PrÃ¼fungen mehr anbieten. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.1 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, gestÃ¼tzt auf § 19 PO einen Anspruch darauf zu haben, die Lizentiat II-PrÃ¼fungen innert eines Zeitfensters von fÃ¼nf Jahren ab PrÃ¼fungs</span>-<span>beginn abschliessen zu kÃ¶nnen. Dem kann nicht gefolgt werden. Da § 57 Abs. 2 RO das Datum der letzten Klausuren des Lizentiats II ausdrÃ¼cklich festlegt, bleibt kein Raum fÃ¼r die Anwendung des in § 19 </span>P<span>O festgelegten Zeitrahmens. Im Ãbrigen vermittelt diese Bestimmung entgegen der Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers keinen Anspruch, die PrÃ¼fungen Ã¼ber eine Dauer von fÃ¼nf Jahren abzulegen, sondern legt einzig fest, dass bei Ãberschrei</span>­<span>tung dieses Zeitrahmens unabhÃ¤ngig von den GrÃ¼nden hierfÃ¼r eine endgÃ¼ltige Abweisung erfolge</span> (zum Ganzen so schon VGr, 7. November 2012, VB.2012.00505, E. 2.4)<span>. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.2 </span></b><span>Schliesslich besteht auch kein Grund, dem BeschwerdefÃ¼hrer nach dem Grundsatz von Treu und Glauben eine weitere PrÃ¼fungsmÃ¶glichkeit einzurÃ¤umen. Der Beschwerdegegner wies den BeschwerdefÃ¼hrer wie dargelegt anlÃ¤sslich der Bewilligung der Verschiebung</span>s­<span>gesuche fÃ¼r die PrÃ¼fungen des FrÃ¼hlings- und Herbstsemester 2010 darauf hin, dass die schriftlichen Lizentiat II-PrÃ¼fungen gestÃ¼tzt auf § 57 Abs. 2 RO letztmals im Herbstsemes</span>­<span>ter 2010 durchgefÃ¼hrt wÃ¼rden und dass er nicht mit der Bewilligung eines weiteren Verschiebungsgesuchs rechnen kÃ¶nne. Damit fehlt es offenkundig an einer Vertrauens</span>­<span>grundlage</span> (vgl. zur Problematik des Vertrauensschutzes schon VGr, 7. November 2012, VB.2012.00505, E. 2.5)<span>. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.3 </span></b>Zusammenfassend ist festzuhalten, dass<span> der BeschwerdefÃ¼hrer keinen Anspruch auf einen weiteren PrÃ¼fungstermin nach alter Ordnung</span> hat<span>. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde </span>teilweise <span>gutzuheissen, soweit darauf einzutreten ist.</span> Die VerfÃ¼gungen des Beschwerdegegners vom 5. Oktober 2011 und 7. MÃ¤rz 2012 sowie Dispositiv-Ziff. I des Beschlusses der Rekurskommission der ZÃ¼rcher Hochschulen vom 12. Dezember 2013 sind insoweit aufzuheben, als sie die PrÃ¼fungen im Juni 2011 als nicht bestanden qualifizieren bzw. den BeschwerdefÃ¼hrer gestÃ¼tzt auf § 21 Abs. 3 PO von weiteren PrÃ¼fungen an der Rechtswissenschaftlichen FakultÃ¤t ausschliessen. </p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>8.1 </span></b>Nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer zwar nicht definitiv vom Studium an der Rechtswissenschaftlichen FakultÃ¤t der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich ausgeschlossen werden kann, ihm indes keine WiederholungsprÃ¼fung nach alter PrÃ¼fungsordnung zu gewÃ¤hren ist und auf sein Feststellungsbegehren nicht eingetreten werden kann, ist vorliegend von einem je hÃ¤lftigen Obsiegen der Parteien auszugehen. Entsprechend sind die Ge<span>richtskosten </span>den Parteien je zur HÃ¤lfte<span> aufzuerlegen</span> und muss dem BeschwerdefÃ¼hrer eine ParteientschÃ¤digung versagt bleiben<span> (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG; PlÃ¼ss, § 13 N. 50). </span>Zu prÃ¼fen bleibt jedoch sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und -vertretung.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>8.2 </span></b><span>Private, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen, haben nach 16 Abs. 1 und 2 </span>VRG <span>Anspruch auf Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, wenn ihr Begehren nicht </span>offenkundig<span> aussichtslos erscheint und sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren. Offen</span>kundig<span> aussichtslos sind Begehren, deren </span>Chancen<span> auf Gutheissung um derart viel kleiner als jene auf Abweisung erscheinen, dass sie kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen (PlÃ¼ss, § 16 N. 46). Mittellos ist, wer nicht in der Lage ist, die Gerichtskosten aus seinem Einkommen â nach Abzug der Lebenshaltungskosten â innert angemessener Frist zu bezahlen (PlÃ¼ss, § 16 N. 18 ff.).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>8.3 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt vor, als Student kein Einkommen zu generieren und von der ihm von seiner Mutter gewÃ¤hrten Kost und Logis zu leben. In der von ihm ins Recht gelegten SteuererklÃ¤rung 2012 wird kein VermÃ¶gen und als einziges Einkommen eine jÃ¤hrliche UnterstÃ¼tzung durch den Vater </span>in der HÃ¶he <span>von Fr. 4'000</span>.-<span> ausgewiesen. Er hat als mittellos zu gelten. Weiter </span>erweist sich <span>sein Begehren angesichts des Verfahrens</span>­<span>ausgangs nicht als offen</span>kundig aussichtslos<span>. Die vorliegend zu beurteilenden Rechtsfragen rechtfertigten zudem den Beizug eines Rechtsvertreters. Entsprechend </span>ist<span> dem Beschwe</span>r<span>de</span>­<span>fÃ¼hrer unentgeltliche </span>Rechtspflege und -<span>vertretung zu gewÃ¤hren </span>sowie<span> Rechtsanwalt </span>B<span> als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>8.4 </b><span>Es gilt den BeschwerdefÃ¼hrer auf § 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 16 Abs. 4 VRG aufmerksam zu machen, wonach eine Partei, der unentgeltliche Rechtspflege gewÃ¤hrt wurde, Nachzahlung leisten muss, sobald sie dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjÃ¤hrt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>8.5 </span></b><span>Da der geltend gemachte Aufwand vernÃ¼nftig erscheint, ist d</span>er<span> unentgeltliche Rechtsbeis</span>tand seine<span>r Kostennote entsprechend mit Fr. </span>2'000.55 <span>(inkl. Barauslagen </span>in der HÃ¶he von Fr. 7.- <span>und Mehrwertsteuer von 8 %) aus der Gerichtskasse zu entschÃ¤digen.</span></p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span>Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird unentgeltliche Rechtspflege und -vertretung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren </span><span>gewÃ¤hrt</span><span> und in der Person von Rechtsanwalt B ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt;</span></p> <p class="Einzug1"><span>und erkennt:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird, soweit darauf eingetreten wird, teilweise gutgeheissen. </span></p> <p class="Einzug2"><span> Die VerfÃ¼gungen des Beschwerdegegners vom 5. Oktober 2011 sowie vom 7. MÃ¤rz 2012 und Dispositiv-Ziff. I des Beschlusses der Rekurskommission der ZÃ¼rcher Hochschulen vom 12. Dezember 2013 werden im Sinn der ErwÃ¤gungen insofern aufgehoben, als der BeschwerdefÃ¼hrer vom Studium der Rechtswissenschaft ausgeschlossen wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den Parteien je zur HÃ¤lfte auferlegt, hinsichtlich des BeschwerdefÃ¼hrers, unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht, jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Rechtsanwalt B wird mit Fr. 2'005.55 (einschliesslich Mehrwertsteuer) entschÃ¤digt. Die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlichrechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an â¦</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>