<h2>SubmittedText<h2><p>Eine eigenartige guineische Delegation unter der Führung von N'Faly Keita sorgte in Deutschland für Aufsehen ("Die Welt", 14. Mai 2006). Sie arbeitete mit der Regierung zusammen, die herausfinden wollte, ob bestimmte abgelehnte Asylbewerberinnen und Asylbewerber, die keine Ausweispapiere besassen, aus Guinea(-Conakry) kämen. War dies der Fall, erhielten sie einen Passierschein.</p><p>Allerdings haben verschiedene Zeugen die Arbeitsmethode und Aufrichtigkeit der Delegationsmitglieder infrage gestellt; sie sollen mittlerweile ihres Amtes enthoben worden sein.</p><p>Haben Dienste der Bundesverwaltung ebenfalls mit N'Faly Keita zusammengearbeitet, wie einige Hinweise vermuten lassen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Guinea im Migrationsbereich ist im "Protokoll des guineisch-schweizerischen technischen Komitees vom 4. November 2004 betreffend Rückkehr und Wiedereingliederung guineischer Staatsangehöriger mit unbefugtem Aufenthalt in der Schweiz" (SR 142.113.819) geregelt. Im Rahmen dieser Vereinbarung reisen regelmässig Delegationen aus Guinea in die Schweiz, um Befragungen zur Nationalität von mutmasslichen guineischen Staatsangehörigen, welche sich irregulär in der Schweiz aufhalten, vorzunehmen. Seit Bestehen dieser Zusammenarbeit haben die Arbeitsmethoden der verschiedenen Delegationen, welche jeweils aus Mitarbeitenden des guineischen Aussen- sowie Innenministeriums zusammengesetzt sind, nie Anlass zu Beanstandungen gegeben. Alle Rückführungen nach Guinea haben aufgrund der Resultate der Befragungen durch die Delegationsmitglieder stattgefunden. Ihre Befunde hinsichtlich der guineischen Staatsangehörigkeit der von ihnen befragten Personen wurden bei der Ankunft der Rückgeführten von den Behörden vor Ort stets bestätigt.</p><p>Aus Datenschutz- sowie Sicherheitsgründen können zu Namen von Delegationsmitgliedern keine Aussagen gemacht werden.</p>