<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/html4/loose.dtd"> <html lang="en"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Entscheid: UV.2012.00035</title> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/favicon.ico" rel="SHORTCUT ICON"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/dijit/themes/tundra/tundra.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/ibm/domino/widget/layout/css/domino-default.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xsp.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspLTR.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspFF.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger.scss" media="screen" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger_print.scss" media="print" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body class="xspView tundra"> <form action="/c050018/svg/findexweb.nsf/urteil.xsp?uid=UWEE-9AR9QP" class="xspForm" enctype="multipart/form-data" id="view:_id1" method="post"> <header><div class="container-main noprint"><div class="container-header"><img alt="" class="xspImage" id="view:_id1:_id2:image1" src="/c050018/svg/findexweb.nsf/logo.png"/><div class="container-header-slogan show-for-medium"><h6>Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</h6></div></div></div></header><div class="container"> <div class="inner-container1 wrap clearfix"> <section class="vacancy"><div class="grid-container container-main"> <div class="grid-x grid-margin-x grid-margin-y container-form"> <div class="cell small-9 noprint"> <span>Entscheid: UV.2012.00035<span class="xspTextComputedField"></span></span></div> <div class="cell small-3 noprint"> <a href="#" id="view:_id1:lnkPrint">Drucken</a><a href="#" id="view:_id1:lnkBack">Zurück</a></div> <div class="cell small-12"> <div id="view:_id1:inputRichText1"><div class="domino-par--indent"><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b>UV.2012.00035</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b> </b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">des Kantons Zürich</font><br/> <font face="serif" size="3">III. Kammer</font><br/> <font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender</font> <p><font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichterin Annaheim</font></p> <p><font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer</font></p> <p><font face="serif" size="3">Gerichtsschreiberin Buchter</font></p> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Urteil vom 14. Januar 2013</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beschwerdeführerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">vertreten durch Rechtsanwalt Kaspar Gehring</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Anwaltskanzlei Kieser Senn Partner</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3">Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Rechtsdienst, Generaldirektion Schweiz</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Postfach, 8085 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Unter Hinweis, dass die bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG gegen Unfälle versicherte X.___, geboren 1964, am 23. Januar 1990 anlässlich einer Auseinandersetzung stürzte (Urk. 9/Z2) und sich dabei eine nicht dislozierte Metatarsale-III-Basisfraktur rechts zuzog (Urk. 8/ZM1), wofür (wie auch für einen Rückfall am 9. November 1991, Urk. 9/Z31) die Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG die gesetzlichen Leistungen erbrachte,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">nachdem die Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG mit Verfügung vom 19. November 2010 (Urk. 9/Z54), bestätigt durch Einspracheentscheid vom 5. Januar 2012 (Urk. 2), ihre Leistungspflicht ab dem 24. Januar 1995 verneint hat, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">nach Einsicht in die Beschwerde vom 6. Februar 2012, mit welcher die Beschwerdeführerin die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides und die Zusprache der gesetzlichen Leistungen, insbesondere Kostenübernahme für Ganganalysen sowie Schuheinlagen, beantragt hat (Urk. 1), und in die auf Abweisung der Beschwerde schliessende Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin vom 8. März 2012 (Urk. 7),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">in Erwägung,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid vorwegschickte, bei voller Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin seit 1991, Erreichen des Endzustandes und Fehlen von medizinischen Behandlungen seit längerer Zeit sowie mangels Erheblichkeit der Integritätseinbusse sei lediglich die Abgabe von Schuheinlagen im Sinne von Hilfsmitteln strittig (Urk. 2 S. 5 Ziff. 5.2),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass sie zur Begründung der Leistungseinstellung ausführte, Hilfsmittel seien im Unfallversicherungsrecht - mit Ausnahme der Berufskrankheiten - lediglich im Hinblick auf die Aufrechterhaltung beziehungsweise Verbesserung der Erwerbsfähigkeit zu erbringen; vorliegend dienten die Schuheinlagen indes nicht der Aufrechterhaltung der Erwerbsfähigkeit, sondern lediglich den sportlichen Aktivitäten der Beschwerdeführerin, weshalb sie nicht zu übernehmen seien (Urk. 2 S. 6 f. Ziff. 5.3.4 und Ziff. 5.4),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass die Beschwerdeführerin dagegen vorbrachte, die Abgabe von Hilfsmitteln in der Unfallversicherung sei nicht an die Voraussetzung der Aufrechterhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit geknüpft sondern lediglich daran, dass die Hilfsmittel eine unfallbedingte körperliche Schädigung oder einen entsprechenden Funktionsausfall ausgleichen würden (Urk. 1 S. 6 Ziff. 8),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass gemäss Art. 11 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) der Versicherte Anspruch auf die Hilfsmittel hat, die körperliche Schädigungen oder Funktionsausfälle ausgleichen, wobei der Bundesrat die Liste dieser Hilfsmittel erstellt, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass der Bundesrat diese Kompetenz dem Eidgenössischen Departement des Innern übertragen hat (Art. 19 der Verordnung über die Unfallversicherung, UVV), welches in Art. 1 Abs. 1 der Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Unfallversicherung (HVUV) festlegte, dass der Versicherte Anspruch auf die in der Liste im Anhang aufgeführten Hilfsmittel hat, soweit diese durch Unfall oder Berufskrankheit bedingte körperliche Schädigungen oder Funktionsausfälle ausgleichen, und in Ziff. 4.03 des Anhangs Schuheinlagen als Hilfsmittel nannte,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass sich den zitierten gesetzlichen Bestimmungen nicht entnehmen lässt, dass die Abgabe von Hilfsmitteln lediglich im Hinblick auf die Aufrechterhaltung beziehungsweise Verbesserung der Erwerbsfähigkeit zu erfolgen hat,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass sich der Anspruch vielmehr auf die notwendigen und dem Gesundheitsschaden angepassten Hilfsmittel in einfacher und zweckmässiger Ausführung, das erforderliche Zubehör und die Anpassungen, die wegen des Gesundheitsschadens nötig sind, erstreckt, wobei Ausstattung und Anzahl der Hilfsmittel den Anforderungen des privaten sowie des beruflichen Lebens entsprechen müssen (Art. 1 Abs. 2 HVUV),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass sich die Haltung der Beschwerdegegnerin angesichts dieser klaren (und von der Beschwerdegegnerin nicht als gesetzeswidrig erachteten) Verordnungsbestimmung mit Hinweis auch auf das private Leben als unzutreffend erweist, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass sich denn auch in der gesamten Rechtsprechung keine derartige Gesetzesinterpretation findet, und das Bundesgericht im Gegenteil gar Hilfsmittel mit (lediglich) ästhetischer Bedeutung als leistungspflichtig bezeichnete (BGE 114 V 306),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass der Verweis der Beschwerdegegnerin auf Art. 21 Abs. 1 UVG, wonach nach der Festsetzung der Rente dem Bezüger die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen (Art. 10-13) - von Berufskrankheiten abgesehen (lit. a) - nur gewährt werden, wenn dadurch die Erwerbsfähigkeit erhalten oder verbessert werden kann (lit. b-d), bereits an der Gesetzsystematik scheitert, geht es doch dabei - wie die Beschwerdeführerin zutreffend ausführt (Urk. 1 S. 7 Ziff. 9) - nur um die Heilbehandlung nach Festsetzung der Rente, was vorliegend nicht im Raume steht,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass allfällige Ungereimtheiten betreffend Anspruch auf Hilfsmittel von rentenberechtigten und nicht rentenberechtigten Versicherten (vgl. das diesbezügliche Vorbringen, Urk. 10 S. 5 Ziff. 10) nicht Gegenstand dieses Verfahrens sind und jedenfalls nicht dazu führen, dass entgegen dem klaren Wortlaut von Gesetz und Verordnung Leistungen zu verweigern wären,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass zusammenfassend fest steht, dass Hilfsmittel der Unfallversicherung nicht nur dann abzugeben sind, wenn damit die Erwerbsfähigkeit erhalten oder verbessert werden kann, sondern bereits dann, wenn damit unfallbedingte körperliche Schädigungen oder Funktionsausfälle ausgeglichen werden,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass es laut Gutachten der Dres. med. Y.___, Oberärztin, und Z.___, Chefarzt, Klinik A.___, vom 2. November 2011 (Urk. 8/ZM29) überwiegend wahrscheinlich ist, dass die verbliebenen Restbeschwerden auf den Unfall als alleinige Ursache zurückzuführen sind (S. 20 Ziff. 5.1), und das Tragen von Schuheinlagen als zweckmässiges Hilfsmittel erscheint (S. 27 Ziff. 7.2),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass die Kausalität demgemäss ohne weiteres gegeben ist, was denn auch nicht bestritten wurde,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass die Beschwerdeführerin demgemäss Anspruch auf Hilfsmittel im Sinne von orthopädischen Schuheinlagen hat, auch wenn sie diese für ihre berufliche Tätigkeit nicht benötigt, sondern vornehmlich für ihre Freizeitaktivitäten (Wanderungen und Sport), bewegen sich diese doch klarerweise im Rahmen der üblichen Tätigkeiten im privaten Leben (Art. 1 Abs. 1 Satz 1 HVUV),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass der angefochtene Einspracheentscheid demgemäss in Gutheissung der Beschwerde unter dieser Feststellung aufzuheben ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass die Beschwerdeführerin ausgangsgemäss Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat, welche ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses sowie dem Mass des Obsiegens zu bemessen (§ 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer) und angesichts dieser Kriterien auf Fr. 1‘200.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>erkennt das Gericht:</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG vom 5. Januar 2012 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin weiterhin Anspruch auf die gesetzlichen Leistungen, namentlich Hilfsmittel im Sinne von orthopädischen Schuheinlagen, hat.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">2. Das Verfahren ist kostenlos.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung von Fr. 1‘200.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">4. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Rechtsanwalt Kaspar Gehring</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Bundesamt für Gesundheit</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">5. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><font face="RotisSansSerif" size="3"><b>30 Tagen</b></font><font face="RotisSansSerif" size="3"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font></div></div></div> </div> </div> </section></div> </div> <input id="view:_id1__VUID" name="$$viewid" type="hidden" value="!115i08st6j5ieemf3wtcet45d!"/> <input name="$$xspsubmitid" type="hidden"/> <input name="$$xspexecid" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitvalue" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitscroll" type="hidden"/> <input name="view:_id1" type="hidden" value="view:_id1"/></form> </body> </html>