<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00155</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106706&amp;W10_KEY=13013576&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00155</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.07.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Beschwerdelegitimation beim Bau von Mobilfunkanlagen Zur Erhebung eines Rekurses bzw. einer Beschwerde gegen eine Mobilfunkanlage berechtigt sind diejenigen Personen, die in einer Entfernung zur Anlage wohnen, wo die Strahlung noch 10% des Anlagegrenzwertes betragen kann. Bei der Ermittlung des hierfür massgeblichen Radius ist auf die von der Berner Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion verwendete Berechnungsformel abzustellen, welche nur die Strahlung in der Hauptstrahlrichtung berücksichtigt (E. 1a). Die Beschwerdeführerinnen, die 330 m bzw. 490 m vom Antennenstandort entfernt sind, sind demnach zu Rekurs und Beschwerde berechtigt. Rückweisung an die Vorinstanz zur Neubeurteilung (E. 1b). Die private Beschwerdegegnerin musste angesichts der bereits feststehenden Bundesgerichtspraxis zur Legitimationsfrage damit rechnen, dass die Beschwerde gutgeheissen wird, womit kein Anlass besteht, von der Regel der Kostenverteilung abzuweichen (E. 2a). Entschädigungsfolgen (E. 2b).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANLAGEGRENZWERT">ANLAGEGRENZWERT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERECHNUNGSMETHODE">BERECHNUNGSMETHODE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EMISSIONSGRENZWERT">EMISSIONSGRENZWERT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HAUPTSTRAHLUNGSRICHTUNG">HAUPTSTRAHLUNGSRICHTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENVERTEILUNG">KOSTENVERTEILUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MOBILFUNKANLAGE">MOBILFUNKANLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MOBILFUNKANTENNE">MOBILFUNKANTENNE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: POPULARBESCHWERDE">POPULARBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRAXISÃNDERUNG">PRAXISÃNDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAHLUNG">STRAHLUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 3 lit. III a NISV</span><br/><span class="gerade">Art. 4 lit. I NISV</span><br/><span class="ungerade">Art. 15anhang 1 lit. I NISV</span><br/><span class="gerade">Art. 98a lit. III OG</span><br/><span class="ungerade">§ 338a Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 11 Abs. II USG</span><br/><span class="ungerade">§ 13 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2002 Nr. 51</span><br/><span class="ungerade">RB 2002 Nr. 89</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Mit Beschluss vom 22. Mai 2001 bewilligte der Stadtrat X der D AG (vormals Firma F) die Erstellung einer Basisstation fÃ¼r das Mobilfunknetz GSM-900/1800 auf dem GebÃ¤ude des GrundstÃ¼cks Kat.-Nr. 1 an der P-stras­se in Y.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen die Baubewilligung erhoben zahlreiche Personen Rekurs an die Baurekurskommission III, darunter A und B. Mit Entscheid vom 3. April 2002 trat die Baurekurskommission III wegen fehlender Legitimation auf den erhobenen Rekurs nicht ein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Eingabe vom 6. Mai 2002 erhoben A und B gegen den Nichteintretensentscheid der Baurekurskommission beim Verwaltungsgericht Beschwerde. Darin beantragten sie die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids und die RÃ¼ckweisung an die Baurekurs­kommission, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu­las­ten der D AG. Letztere beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 10. Ju­ni 2002 die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerinnen, eventualiter die Auf­hebung des angefochtenen Entscheids und RÃ¼ckweisung an die Vorinstanz ohne Kos­ten- und EntschÃ¤digungsfolgen. Die Stadt X beantragte mit Eingabe vom 30. Mai 2002 die Abweisung der Beschwerde und verzichtete im Ãbrigen auf eine Vernehmlassung. Die Bau­rekurskommission III beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 21. Juni 2002 unter Hin­weis auf die neuere bundesgerichtliche Legitimationspraxis die Gutheissung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. GemÃ¤ss § 338a Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) ist zum Rekurs berechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an ihrer Aufhebung oder Ãnderung hat. GemÃ¤ss stÃ¤ndiger Praxis der Vorinstanz liegen die von Mobilfunkstationen ausgehenden maximalen FeldstÃ¤rken ab 200â220 m im immissionsrechtlich nicht mehr relevanten Minimalbereich. Folg­lich seien die von der geplanten Mobilfunkstation 330 m bzw. 490 m entfernten BeschwerdefÃ¼hrerinnen nicht legitimiert, womit auf den erhobenen Rekurs nicht einzutreten sei. â Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen halten dieser Argumentation die neuere bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Bestimmung des Kreises der Beschwerdeberechtigten bei Mobilfunkanlagen entgegen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) GemÃ¤ss der Praxis des Bundesgerichts sind grundsÃ¤tzlich jene Personen zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Bau von Mobilfunkantennen legitimiert, die in der ânÃ¤heren Umgebungâ einer projektierten Anlage wohnen und damit durch die Strahlen­belas­tung stÃ¤rker als jedermann betroffen sind (BGer, 30. August 2000, 1A.94/2000, in BGE 126 II 399 nicht abgedruckte E. 1a, zusammengefasst in URP 2000, S. 602, 605). Jene Personen sind infolgedessen auch zur Beschwerde an das kantonale Verwaltungsgericht (Art. 98a Abs. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 [OG]) und zur Rekurserhebung legitimiert (§ 338a Abs. 1 PBG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei der Bestimmung des Umfangs der ânÃ¤heren Umgebungâ ist auf die Verordnung vom 23. Dezember 1999 Ã¼ber den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) abzustel­­len. Danach mÃ¼ssen neue Anlagen im massgebenden Betriebszustand an Orten mit empfind­licher Nutzung den Anlagegrenzwert (AGW) einhalten (Anhang 1 Ziff. 15 Abs. 1 NISV; Bemessung in Volt pro Meter, V/m, vgl. Anhang 1 Ziff. 64 NISV). Dieser berÃ¼cksichtigt als Emissionsgrenzwert das Vorsorgeprinzip (Art. 11 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 Ã¼ber den Umweltschutz [USG]) und liegt deutlich tiefer als der Immissionsgrenzwert (10 % des Anlagegrenzwertes entsprechen rund 1 % des Immissionsgrenzwertes). Wird fÃ¼r einen Standort eine Strahlenbelastung berechnet, die weniger als 10 % des Anlagegrenzwertes ausmacht, geht sie fast vollstÃ¤ndig in der Hintergrundbelas­tung auf. FÃ¼r die betroffene Person bewirkt dies eine nur sehr geringe bis gar keine zusÃ¤tzliche Belastung. Damit fehlt es ihr an der fÃ¼r die Legitimation erforderlichen speziellen Be­troffenheit. â Der Kreis der Beschwerdeberechtigten lÃ¤sst sich anhand der folgenden Formel berechnen (Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern, Entscheid vom 12. Dezember 2000, Bernische Verwaltungsrechtsprechung 2001, S. 252, 258; Irene Graf/ Jean-Luc Niklaus, Mobilfunkanlagen â Beschwerderecht der Nachbarn, Bulletin der kantonalen Planungsgruppe Bern 1/2001, S. 29, 34, http://www.bve.be.ch):</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><sub><span><img alt="" height="45" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=3649" width="101"/></span></sub></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><i><span>d</span></i></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Distanz in Metern zwischen der Antenne und den Punkten, bei denen die Strahlung 10 % des Anlagegrenzwertes erreicht. Alle Personen innerhalb des Radius d werden zur Beschwerde zugelassen.</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><i><span>ERP</span></i></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Ãquivalente Strahlungsleistung der leistungsstÃ¤rksten Antenne in Watt (Art. 3 Abs. 9 NISV). Strahlen mehrere Antennen in dieselbe Richtung, sind ihre Leis­tungen zusammenzurechnen.</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><i><span>AGW</span></i></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Anlagegrenzwert in V/m (Anhang 1 Ziff. 64 NISV)</span></p> </td> </tr> </table> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese vorsichtige Berechnungsweise berÃ¼cksichtigt die maximal in der Hauptstrah­lungsrichtung zu erwartende Strahlung. Es geht bei ihr ausschliesslich darum, den Kreis der­jenigen Personen zu bestimmen, die von der Anlage mehr als jedermann betroffen sind; dieser Kreis darf aus PraktikabilitÃ¤tsgrÃ¼nden nicht von komplexen Berechnungen im Einzelfall abhÃ¤ngen (BGer, 24. Oktober 2001, 1A.62/2001, 1P.264/2001, in BGE 128 I 59 nicht verÃ¶ffentlichte E. 1b; BGer, 25. Februar 2002, 1A.142/2001, E. 2.3, URP 2002, S. 108, 111 f., wobei die Formel dort allerdings unrichtig wiedergegeben wurde; BGer, 8. April 2002, 1A.196/2001, E. 2, http://www.bger.ch). Es ist fraglich, ob diese Methode auch dann fÃ¼r die Bestimmung der Legitimation ausschlaggebend sein sollte, wenn ein Be­schwerdefÃ¼hrer genau in der entgegengesetzten Richtung des Hauptstrahls wohnt (oder in vertikaler Hinsicht durch die Strahlung gar nicht betroffen werden kann) und zugleich Strah­lungsbelastungen geltend macht, die an einem ganz anderen Ort auftreten. In solchen FÃ¤llen kÃ¶nnte sich die Legitimationsberechnung der Popularbeschwerde annÃ¤hern, weil </span>die Beschwerdebefugnis dann nicht mehr an das Rechtsschutzinteresse anknÃ¼pfen wÃ¼rde und kaum mehr ein individueller Bezug zur Streitsache hergestellt werden kÃ¶nnte (vgl. Isabelle HÃ¤ner, Die Beteiligten im Verwaltungsverfahren und Verwaltungsprozess, ZÃ¼rich 2000, Rz. 564, 571; ferner die BefÃ¼rchtungen der <span>privaten Beschwerdegegnerin sowie der Vorinstanz</span>). Die Frage braucht hier aber nicht entschieden zu werden, da sich beide BeschwerdefÃ¼hrerinnen in der Hauptstrahlrichtung befinden und die Be­schwerdefÃ¼hrerin 1 selbst nach </p> <p class="Einzug1">bisheriger Praxis des Verwaltungsgerichts legitimiert wÃ¤re (vgl. RB 2000 Nr. 9 = BEZ 2000 Nr. 53; VGr., 26. September 2001, VB.2001.00129, E. 2a, http://www.vgrzh.ch/recht­spre­chung).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine Mobilfunkanlage mit 6 Antennen auf einem Masten (Standortdatenblatt der Beschwerdegegnerin 2; vorinstanzliche Akten). Die An­tennen A1âA3 senden mit einer Ã¤quivalenten Strahlungsleis­tung (ERP) von 1'100 W, die Antennen A4âA6 mit 1'200 W. Je zwei Antennen strahlen jeweils in dieselbe Richtung (Azimut in Grad von N â A1/A4: 80°; A2/A5: 180°; A3/A6: 270°). Ih­re Strahlungsleistungen sind nach der obigen Berechnungsmethode folglich zusammenzurechnen (<i>ERP: </i>1'100 W + 1'200 W = <i>2'300 W</i>). Da die Anlage sowohl im Frequenzbereich von 900 MHz als auch 1'800 MHz sendet, betrÃ¤gt der Anlagegrenzwert <i>(AGW)</i> gemÃ¤ss An­hang 1 Ziff. 64 lit. c NISV <i>5,0 V/m</i>. Die Formel ist somit wie folgt zu ergÃ¤nzen:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><sub><span><img alt="" height="45" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=3650" width="176"/></span></sub></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Arbeitsort der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 liegt als Ort mit empfindlicher Nutzung (Art. 3 Abs. 3 lit. a NISV) mit einem Abstand von 330 m ohne weiteres innerhalb des fÃ¼r die Rekurs- und Beschwerdelegitimation massgeblichen Radius. Dasselbe gilt fÃ¼r das Wohn­­haus der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 (Entfernung: 490 m). Die Vorinstanz hat die Rekursbefugnis der BeschwerdefÃ¼hrerinnen somit zu Unrecht verneint. Die Beschwerde ist folglich gutzuheissen und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) GemÃ¤ss § 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) tragen mehrere am Verfahren Beteiligte die Kos­ten in der Regel entsprechend ihrem Unterliegen. Die private Beschwerdegegnerin macht in der Be­grÃ¼ndung ihres Eventualantrags sinngemÃ¤ss geltend, dass hier analog BGE 122 I 57, 61</span></p> <p class="Einzug1"><span>der Fall einer nicht voraussehbaren PraxisÃ¤nderung vorlÃ¤ge, womit sie trotz ihres Unterliegens keine Kosten zu tragen habe (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¶rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 13 Rz. 23). Anders als in dem vom Bundesgericht beurteilten Fall hat sich die Praxis allerdings vorliegend bereits <i>vor </i>dem vorinstanzlichen Entscheid konkretisiert. Mit dem Entscheid des Bundesgerichts vom 24. Ok­tober 2001 betreffend die Gemeinde Worb (Urteil 1A.62/2001, 1P.264/2000 E. 1 b/bb; http://www.bger.ch) wurde deutlich, dass die Legitimation anhand einer schematischen Methode zu berechnen ist. Insofern besteht kein Anlass, von der Regel der Kos­tenverteilung in § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG abzuweichen, womit die Kosten der privaten Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Angesichts der KomplexitÃ¤t des zu beurteilenden Sachverhalts sowie der damit zusammenhÃ¤ngenden Rechtsfragen erwies sich der Beizug eines Rechtsbeistandes als gerechtfertigt. Die private Beschwerdegegnerin ist folglich zur Bezahlung einer angemessen ParteientschÃ¤digung an die obsiegenden anwaltschaftlich vertretenen BeschwerdefÃ¼hrerinnen zu verpflichten (§ 17 Abs.</span> 2 lit. a VRG). Als angemessen erweisen sich insgesamt Fr. 1'000.-.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Entscheid der Baurekurskommission III vom 3. April 2002 aufgehoben. Die Sache wird zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>