<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2015.00490</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=215797&amp;W10_KEY=4467081&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2015.00490</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 02.12.2015</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Ungültigerklärung der Initiative "Wasserfurren sinnvoll nutzen"</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Das streitbetroffene Grundstück befindet sich seit Langem im Eigentum einer Schulgemeinde, welche es ursprünglich als Landreserve für allfälligen künftigen Eigenbedarf erworben hatte. Aufgrund von Abklärungen in den letzten Jahren war man jedoch zum Schluss gekommen, dass aufgrund der räumlichen Entwicklung der Gemeinde kein Eigenbedarf bestehe, worauf die Schulgemeinde das Grundstück verkaufen wollte. Der beabsichtigte Verkauf an einen privaten Investor scheiterte jedoch an der Urne.<br/>Daraufhin reichten die Beschwerdeführenden eine Initiative (in der Form der allgemeinen Anregung) des Wortlauts ein, das Grundstück solle so genutzt werden, dass ein gemeinnütziger Wohnbauträger dort Wohnungen nach dem Prinzip der Kostenmiete erstellen und betreiben könne.<br/>Die Beschwerdegegnerin erklärte diese Initiative zufolge Verstosses gegen übergeordnetes Recht für ungültig. Die Gemeinde habe sich an ihren Zweck zu halten bzw. die Sekundarstufe der öffentlichen Volksschule zu führen und weitere Aufgaben im Bereich Schule und Bildung wahrzunehmen.]<br/><br/>Die Beschwerdeführenden haben bei der Vorinstanz jedenfalls nicht eine raschere Verfahrensabwicklung verlangt, weshalb auf ihr Feststellungsbegehren betreffend Rechtsverzögerung nicht einzutreten ist (E. 2).<br/>Das streitbetroffene Grundstück gehört - da damit keine öffentlichen Interessen mehr verfolgt werden - nicht mehr zum Verwaltungs-, sondern zum Finanzvermögen der Gemeinde.<br/>Die Förderung gemeinnützigen Wohnungsbaus gehört nicht zu deren Aufgaben, sondern zum Aufgabenbereich der politischen Gemeinden (E. 4.3).<br/>Bei der Verwaltung des Finanzvermögens ist die Gemeinde insbesondere an die Schranken der Finanzhaushaltsgesetzgebung bzw. die einschlägigen finanzrechtlichen Bestimmungen gebunden. Hierzu gehören namentlich Art. 122 Abs. 2 KV sowie §§ 2, 7 und 15 Abs. 4 FHG (in Verbindung mit § 165 GG) bzw. die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und der Pflicht zur Berücksichtigung der wirtschaftlich günstigsten Lösung. Finanzvermögen istfolglich sicher und gewinnorientiert zu bewirtschaften bzw. anzulegen (E. 4.3.1). Eine Veräusserung bzw. eine Abgabe im Baurecht an einen Dritten - auch an einen gemeinnützigen Wohnbauträger - käme somit nur zu einem (mindestens) dem Verkehrswert entsprechenden Preis respektive einem auf dem Verkehrswert beruhenden bzw. am Markt orientierten Baurechtszins infrage. Unter mehreren solchen Angeboten ist zudem das wirtschaftlich günstigste zu berücksichtigen (E. 4.3.2). Im Zusammenhang mit dem beabsichtigten Verkauf der Parzelle wurde eine breite Ausschreibung durchgeführt, auf die hin 26 Offerten eingingen. Die dabei von gemeinnützigen Wohnbauträgern offerierten Kaufpreise blieben weit unter den seitens privater Investoren gebotenen. Nachweislich sind Erstere somit nicht in der Lage, für die betroffene Parzelle einen dem Verkehrswert entsprechenden Kaufpreis respektive einen marktüblichen Baurechtszins zu bieten. Selbst wenn dies der Fall wäre, wäre die Gemeinde verpflichtet (wie sie dies auch getan bzw. beabsichtigt hatte), das wirtschaftlich günstigste, mithin das höchste Angebot zu berücksichtigen (E. 4.3.4 f.). Die Initiative verstösst somit gegen übergeordnetes Recht und wurde daher von der Beschwerdegegnerin zu Recht für ungültig erklärt (E. 4.4). Abweisung, soweit Eintreten.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWIRTSCHAFTUNG">BEWIRTSCHAFTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FINANZVERMÃGEN">FINANZVERMÃGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INITIATIVE">INITIATIVE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ÃBRIGES BESONDERES VERWALTUNGSRECHT">ÃBRIGES BESONDERES VERWALTUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNGÃLTIGERKLÃRUNG">UNGÃLTIGERKLÃRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSWERT">VERKEHRSWERT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIRTSCHAFTLICHKEIT">WIRTSCHAFTLICHKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 2 FHG</span><br/><span class="ungerade">§ 7 FHG</span><br/><span class="gerade">§ 15 Abs. IV FHG</span><br/><span class="ungerade">§ 165 GemeindeG</span><br/><span class="gerade">Art. 122 Abs. II KV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=28432" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2015.00490</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">2. Dezember 2015</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Jso Schumacher<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Peter Sprenger, Verwaltungsrichter Marco Donatsch, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Viviane Eggenberger.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. B, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>3. C,</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>4. D, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>5. E, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gemeinsames Zustelldomizil: A,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Sekundarschulpflege DÃ¼bendorf-Schwerzenbach,</span></p> <p class="MsoNormal"><span> vertreten durch RA F,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend UngÃ¼ltigerklÃ¤rung der Initiative "Wasserfurren sinnvoll nutzen"</span></b><b>,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Sekundarschulgemeinde DÃ¼bendorf-Schwerzenbach (nachfolgend: Sekundarschulgemeinde) ist seit 1974 EigentÃ¼merin des in der Gemeinde DÃ¼bendorf liegenden GrundstÃ¼cks "Wasserfurren" (Kat.-Nr. 14719). Da eine AbklÃ¤rung des mittel- und langfristigen Schulraumbedarfs der Gemeinden DÃ¼bendorf und Schwerzenbach ergeben hatte, dass fÃ¼r das GrundstÃ¼ck kein Eigenbedarf der Sekundarschulgemeinde mehr bestehe, klÃ¤rte diese MÃ¶glichkeiten zur weiteren Nutzung des GrundstÃ¼cks ab. Einen Verkauf an eine Privatperson lehnte das Stimmvolk anlÃ¤sslich einer Abstimmung vom 9. Februar 2014 ab.</p> <p class="Urteilstext">Am 4. Juni 2014 reichten A, B, C, D, E und G die Initiative "Wasserfurren sinnvoll nutzen" in der Form der allgemeinen Anregung ein. Der Initiativtext lautete wie folgt:</p> <p class="EinzugZitat"><span>" Das schuleigene GrundstÃ¼ck, Kat.-Nr. 14719, Areal Wasserfurren, mit 20'219 m2 Acker- und Wiesland soll so genutzt werden, dass ein gemeinnÃ¼tziger WohnbautrÃ¤ger dort Wohnungen nach dem Prinzip der Kostenmiete erstellen und betreiben kann."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss vom 1. Juli 2014 erklÃ¤rte die Sekundarschulpflege DÃ¼bendorf-Schwerzen­bach (nachfolgend: Sekundarschulpflege) die eingereichte Initiative fÃ¼r ungÃ¼ltig, da sie der geltenden Rechtsordnung widerspreche. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Hiergegen erhoben A, B, C, D und E am 7./8. Juli 2014 Stimmrechtsrekurs beim Bezirksrat Uster, der diesen mit Beschluss vom 14. August 2015 abwies.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A, B, C, D und E erhoben am 23./24. August 2015 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit den folgenden AntrÃ¤gen:</p> <p class="EinzugZitat"><span>" 1. Der Beschluss des Bezirksrats Uster vom 14. August 2015 betreffend UngÃ¼ltigerklÃ¤rung der Initiative 'Wasserfurren sinnvoll nutzen' sei aufzuheben. </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. Die Sekundarschulgemeinde DÃ¼bendorf-Schwerzenbach sei zu verpflichten, die Initiative mit ihrem Antrag der nÃ¤chsten Gemeindeversammlung vorzulegen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. Es sei festzustellen, dass im Rekursverfahren das RechtsverzÃ¶gerungsverbot verletzt wurde.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>4. Die Kosten seien der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen bzw. auf die Staatskasse zu nehmen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>5. Die Sekundarschulpflege sei zur Leistung einer UmtriebsentschÃ¤di­gung an die BeschwerdefÃ¼hrer in der HÃ¶he von Fr. 900.- zu verpflichten."</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat Uster liess sich am 31. August 2015 vernehmen. Mit Beschwerdeantwort vom 2. September 2015 beantragte die Sekundarschulpflege, unter EntschÃ¤digungsfolge sei die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.</p> <p class="Urteilstext">Mit weiteren Eingaben vom 9., 16. und 28./29. September sowie 7. und 12. Oktober 2015 Ã¤usserten sich abwechslungsweise A, B, C, D und E einerseits sowie die Sekundarschulpflege andererseits und hielten an ihren jeweiligen AntrÃ¤gen fest, bis Letztere am 19. Oktober 2015 auf eine weitere Vernehmlassung verzichtete.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit von Amtes wegen (§ 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG, LS 175.2]). In Stimmrechtssachen der Gemeinde steht gemÃ¤ss §§ 41â44 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. c, Abs. 3 Satz 1 und Abs. 4, § 19a sowie § 19b Abs. 2 lit. c VRG und § 151a Abs. 1 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (GG, LS 131.1) gegen erstinstanzliche Rekursentscheide eines Bezirksrats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde offen. Der Beschwerde in Stimmrechtssachen unterliegen unter anderem Entscheide betreffend die UngÃ¼ltigerklÃ¤rung von Initiativen (VGr, 8. Januar 2014, VB.2013.00753, E. 1). Die BeschwerdefÃ¼hrenden sind in der betreffenden Gemeinde stimmberechtigt und damit zur Beschwerde legitimiert (§ 49 in Verbindung mit § 21a lit. a VRG). </p> <p class="Urteilstext">Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrenden verlangen mit der Beschwerde unter anderem die Feststellung, im Rekursverfahren sei das RechtsverzÃ¶gerungsverbot verletzt worden. GemÃ¤ss mittlerweile gefestigter Praxis ist ein Begehren betreffend Feststellung einer Verletzung des RechtsverzÃ¶gerungsverbots auch nach TÃ¤tigwerden der sÃ¤umigen BehÃ¶rde materiell zu behandeln; das Rechtsschutzinteresse an der Feststellung besteht diesfalls in der damit verbundenen Genugtuung fÃ¼r die Betroffenen (BGE 129 V 411 E. 1.3; BGr, 14. September 2009, 1C_211/2009, E. 2.5; VGr, 5. April 2006, VB.2005.00579, E. 3.1 â 21. Oktober 2009, PB.2009.00016, E. 5 â 26. Oktober 2011, VB.2011.00283, E. 2.1; JÃ¶rg Paul MÃ¼ller/Markus Schefer, Grundrechte in der Schweiz, 4. A., Bern 2008, S. 840 ff.). </p> <p class="Urteilstext">Die dispositivmÃ¤ssige Feststellung einer RechtsverzÃ¶gerung im Rechtsmittelverfahren setzt aber voraus, dass die betroffene Partei die saumselige Instanz erfolglos um eine raschere Abwicklung des Verfahrens ersucht und ihr entsprechendes Interesse dargetan hat (BGr, 16. Oktober 2008, 2D_110/2008, E. 5 mit Hinweis; VGr, 27. Mai 2009, VB.2009.00077, E. 5.3 â 8. Juli 2009, VB.2009.00281, E. 3.5, â 28. Mai 2014, VB.2014.00008, E. 2.1; implizit auch VGr, 21. Oktober 2015, VB.2015.00331, E. 2.3; vgl. Kaspar PlÃ¼ss, in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 4a N. 23). </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrenden geben zwar an, zunÃ¤chst im MÃ¤rz und erneut im Juli 2015 telefonisch bei der Vorinstanz nach dem Stand des Verfahrens gefragt zu haben. Die vorin­stanzlichen Akten enthalten jedoch keine Hinweise auf entsprechende Telefonate bzw. Erkundigungen. Zudem ist aus den AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrenden zu schliessen, dass sie â sollten sie sich denn tatsÃ¤chlich telefonisch an die Vorinstanz gewandt haben â jedenfalls nicht um zÃ¼gige(re) Behandlung ihres Rekurses gebeten bzw. eine solche verlangt haben. </p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist daher auf das entsprechende Begehren nicht einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>GemÃ¤ss Art. 86 Abs. 1 der Verfassung des Kantons ZÃ¼rich vom 27. Februar 2005 (KV, LS 101) regelt das Gesetz die Volksrechte in der Gemeinde, wobei es insbesondere ein Initiativrecht, ein Referendumsrecht und ein Anfragerecht vorsieht. Die betreffenden Bestimmungen zum Initiativrecht finden sich fÃ¼r Gemeinden mit ordentlicher Gemeindeorganisation (Gemeinden mit Gemeindeversammlung) in den §§ 50â50c </span>GG<span>. GemÃ¤ss § 50 Abs. 1 GG kann jeder Stimmberechtigte Ã¼ber einen in die Befugnis der </span>Gemeindeversammlung<span> fallenden Gegenstand eine Initiative stellen. Gemeint sind damit alle </span>Gegen-stÃ¤nde<span>, Ã¼ber welche die Stimmberechtigten zu entscheiden haben, sei es</span> in<span> der </span>Gemeindeversammlung<span> oder an der Urne (Verein ZÃ¼rcher Gemeindeschreiber und </span>Verwaltungsfachleute<span> [Hrsg.], </span>ErgÃ¤nzungsband<span> Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, ZÃ¼rich</span><span> </span><span>2011 [im Folgenden: </span>ErgÃ¤nzungsband<span> GG-Kommentar], § 50 N. 3.1; Tobias Jaag in: Isabelle HÃ¤ner/Markus RÃ¼ssli/Evi Schwarzenbach [Hrsg</span>.<span>], Kommentar zur ZÃ¼rcher </span>Kantonsverfassung<span>, ZÃ¼rich etc. 2007, Art. 86 N. 10). Die Initiative gemÃ¤ss § 50 GG kann Verfassungs- (Ãnderung der Gemeindeordnung), Rechtsetzungs- oder </span>Verwaltungsinitiative<span> sein (Hans Rudolf Thalmann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 3. A., WÃ¤denswil 2000, § 50 N. 3 Ingress), das heisst</span>,<span> sich auf generell-abstrakte Akte (kommunale Erlasse) wie auch auf BeschlÃ¼sse individuell-konkreter Natur im ZustÃ¤ndigkeitsbereich der </span>Gemeindeversammlung<span> (bzw. de</span>r<span> StimmbÃ¼rger an der Urne) beziehen (zur MissverstÃ¤ndlichkeit des Begriffs der Verwaltungsinitiative, welcher sich gerade nicht auf </span>Einzelakte<span> der </span>Verwaltung<span>, sondern auf solche der Legislativorgane bezieht</span>,<span> Pierre Tschannen, Staatsrecht der Schweizerischen Eidgenossenschaft, 3. A., Bern 2011, § 50 Rz. 12). </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b><span>In Gemeinden mit ordentlicher Gemeindeorganisation obliegt die PrÃ¼fung der Initiative der Gemeindevorsteherschaft (§ 50a GG), das heisst bei </span>der Schulgemeinde<span> de</span>r Schulpflege <span>(vgl. § </span>81<span> GG). Diese hat zu prÃ¼fen, ob die Initiative (a)</span> <span>mindestens von einer stimm</span>­<span>berechtigten Person unterstÃ¼tzt wird, (b)</span> <span> rechtmÃ¤ssig und (c)</span> <span>die Gemeindeversamm</span>­<span>lung </span>fÃ¼r die<span> Behandlung des Gegenstandes zustÃ¤ndig ist (§ 50a Abs. 1 GG), wobei ein negatives PrÃ¼fungsergebnis bzw. eine allfÃ¤llige UngÃ¼ltigerklÃ¤rung der Initiative in einem begrÃ¼ndeten Beschluss festzuhalten ist (vgl. § 50a Abs. 2 GG). Das Kriterium der RechtmÃ¤ssigkeit einer kommunalen Initiative ist anhand der fÃ¼r das kantonale Initiativrecht vorgesehenen (materiellen) Schranken zu beurteilen (vgl. § 50c GG; ferner ErgÃ¤nzungsband GG-Kommentar, § 50c N. 1.4 und 2). Danach ist eine Initiative gÃ¼ltig, wenn sie die Einheit der Materie wahrt, nicht gegen Ã¼bergeordnetes Recht verstÃ¶sst und nicht offensichtlich undurchfÃ¼hrbar ist (Art. 28 Abs. 1 KV in Verbindung mit § 121 Abs. 1 des Gesetzes Ã¼ber die politischen Rechte vom 1. September 2003 [</span>GPR, <span>LS 161]). Die Voraussetzung der ZustÃ¤ndigkeit der Gemeindeversammlung (oder de</span>r<span> StimmbÃ¼rgerinnen und StimmbÃ¼rger an der Urne) beurteilt sich anhand des Ã¼bergeordneten Rechts sowie der Gemeindeordnung (ErgÃ¤nzungsband GG-Kommentar, § 50a N. 3.1). Diese zusÃ¤tzliche Schranke soll ver</span>­<span>hindern, dass mit dem Initiativrecht die Gewaltenteilung bzw. die Kompetenzverteilung zwischen den verschiedenen Gemeindeorganen unterlaufen wird (Thalmann, § 50 N. 3.2).</span></p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r die Beurteilung der materiellen RechtmÃ¤ssigkeit einer Initiative ist deren Text nach den anerkannten InterpretationsgrundsÃ¤tzen auszulegen. GrundsÃ¤tzlich ist vom Wortlaut der Initiative auszugehen und nicht auf den subjektiven Willen der Initianten abzustellen. Eine allfÃ¤llige BegrÃ¼ndung des Volksbegehrens und MeinungsÃ¤usserungen der Initianten dÃ¼rfen allerdings mitberÃ¼cksichtigt werden. Es ist von verschiedenen AuslegungsmÃ¶glichkeiten jene zu wÃ¤hlen, welche einerseits dem Sinn und Zweck der Initiative am besten entspricht und zu einem vernÃ¼nftigen Ergebnis fÃ¼hrt und welche anderseits im Sinn der verfassungskonformen Auslegung mit dem Ã¼bergeordneten Recht von Bund und Kanton vereinbar erscheint. Kann der Initiative ein Sinn beigemessen werden, der sie nicht klar als unzulÃ¤ssig erscheinen lÃ¤sst, ist sie als gÃ¼ltig zu erklÃ¤ren und der Volksabstimmung zu unterstellen (BGE 139 I 292 E. 5.7 und 7.2.1, 132 I 282 E. 3.1, 129 I 392 E. 2.2, 111 Ia 303 E. 4 mit Hinweisen; BGr, 9. Juli 2003, 1P.1/2003, E. 2.3 [nicht verÃ¶ffentlicht in BGE 129 I 232]). Bei der Beurteilung der GÃ¼ltigkeit von Volksinitiativen haben die zustÃ¤ndigen Organe vom Grundsatz <i>"in dubio pro populo"</i> (im Zweifel zugunsten der Volksrechte) auszugehen (BGE 134 I 172 E. 2.1, 111 Ia 292 E. 3c/cc, 104 Ia 343 E. 4; BGr, 20. Dezember 2011, 1C_578/2010, E. 3 Ingress [nicht verÃ¶ffentlicht in BGE 138 I 131]; vgl. auch Peter Saile/Marc Burgherr, Das Initiativrecht der zÃ¼rcherischen Parlamentsgemeinden, ZÃ¼rich/St. Gallen 2011, N. 106; BÃ©nÃ©dicte Tornay, La dÃ©mocratie directe saisie par le juge, Genf etc. 2008, S. 69 f.; differenziert: Alfred KÃ¶lz, Die kantonale Volksinitiative, ZBl 83/1982, S. 43 ff.; kritisch: Yvo Hangartner/Andreas Kley, Die demokratischen Rechte in Bund und Kantonen der Schweizerischen Eidgenossenschaft, ZÃ¼rich 2000, N. 428 ff., insbesondere N. 432).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Beim streitbetroffenen GrundstÃ¼ck, welches im Eigentum der Sekundarschulgemeinde steht, handelt es sich um ein solches von 20'219 m<sup><span>2</span></sup> Acker- und Wiesland auf dem Gebiet der Politischen Gemeinde DÃ¼bendorf. Die Parzelle ist rechtskrÃ¤ftig der dreigeschossigen Wohnzone zugeordnet, befindet sich jedoch am Rand der Landwirtschaftszone. Der <br/> (S-)Bahnhof Stettbach, die Glattalbahn und Tram- und Bushaltestellen befinden sich in der (teils unmittelbaren) NÃ¤he.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b><span>VermÃ¶genswerte des Gemeinwesens werden in Finanz- und VerwaltungsvermÃ¶gen gegliedert. </span>Ersteres dient<span> der ErfÃ¼llung staatlicher Aufgaben nur <i>mittelbar</i> durch seinen VermÃ¶genswert oder </span>die daraus fliessenden<span> ErtrÃ¤ge. Es handelt sich um <i>realisierbare</i> Aktiven des Staats (beispielsweise Wertschriften, Bargeld, Liegenschaften). Sie kÃ¶nnen verÃ¤ussert, gepfÃ¤ndet und verpfÃ¤ndet werden. Nicht zum FinanzvermÃ¶gen gehÃ¶ren daher zum Beispiel Strassen, SchulhÃ¤user oder VerwaltungsgebÃ¤ude, solange sie ihren Zweck erfÃ¼llen und daher nicht verÃ¤ussert werden kÃ¶nne</span>n. Im AussenverhÃ¤ltnis untersteht das FinanzvermÃ¶gen dem Privatrecht. Zum VerwaltungsvermÃ¶gen gehÃ¶ren jene Werte, die den BehÃ¶rden oder einem beschrÃ¤nkten Kreis von privaten Benutzern (beispielsweise bei Ã¶ffentlichen Anstalten) unmittelbar durch ihren Gebrauchswert fÃ¼r die Besorgung Ã¶ffentlicher Aufgaben dienen<span> (vgl. <span>Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. A., ZÃ¼rich/St. Gallen 2010, Rz. 2330 ff.). </span>GemÃ¤ss § 11 Abs. 2 f. des <span>aufgehobenen Finanzhaushaltsgesetzes vom 2. September 1979 (FHG [</span></span><span>G</span><span>S </span><span>6</span><span>, 1</span><span>93</span><span>]</span><span>)</span><span>, </span><span>welcher </span><span>gemÃ¤ss § 165 GG fÃ¼r die Gemeinden noch gilt</span><span>,</span><span> besteht das FinanzvermÃ¶gen aus jenen VermÃ¶genswerten, die ohne BeeintrÃ¤chtigung der Ã¶ffentlichen AufgabenerfÃ¼llung </span>verÃ¤ussert<span> werden kÃ¶nnen, wÃ¤hrend das VerwaltungsvermÃ¶gen jene VermÃ¶genswerte umfasst, die unmittelbar der Ã¶ffentlichen AufgabenerfÃ¼llung dienen</span><span> (</span><span>vgl. </span><span>den gleichlautenden</span><span> § </span><span>49 Abs. 2 des </span>â <span>das Finanzhaushaltsgesetz ablÃ¶senden </span>â <span>Gesetzes Ã¼ber Controlling und </span>Rechnungslegung<span> vom 9. Januar 2006 [LS 611]).</span></p> <p class="Urteilstext">Beim infrage stehenden GrundstÃ¼ck, welches â anders als beim Kauf im Jahr 1974 erwartet â aufgrund der seitherigen rÃ¤umlichen Entwicklung der Gemeinde fÃ¼r Schulraum nicht mehr benÃ¶tigt wird, handelt es sich nunmehr bzw. aktuell um <i>FinanzvermÃ¶gen.</i> Hierin stimmen Beschwerdegegnerin und BeschwerdefÃ¼hrende Ã¼berein.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden stimmen mit der Beschwerdegegnerin auch darin Ã¼berein, dass die Aufgaben der Sekundarschulgemeinde eng umschrieben seien und die WohnbaufÃ¶rderung nicht dazu gehÃ¶re. Sie halten jedoch dafÃ¼r, dass sich die Initiative gerade <i>nicht</i> auf den Aufgabenbereich der Sekundarschulgemeinde, sondern auf die Bewirtschaftung von deren FinanzvermÃ¶gen beziehe. Hierbei habe sie sich lediglich an die GrundsÃ¤tze der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit der HaushaltsfÃ¼hrung nach Art. 122 Abs. 2 KV zu halten sowie daran, dass gemÃ¤ss § 15 Abs. 4 FHG VermÃ¶genswerte nur zum Verkehrswert an Dritte verÃ¤ussert werden dÃ¼rften. Weitere EinschrÃ¤nkungen sehe das Gesetz in diesem Zusammenhang nicht vor. Die vorinstanzliche Schlussfolgerung, die Sekundarschulgemeinde habe auch bei der Bewirtschaftung ihres FinanzvermÃ¶gens innerhalb ihres Aufgabenbereichs gemÃ¤ss Art. 3 der Gemeindeordnung der Sekundarschule DÃ¼bendorf-Schwerzenbach vom 17. Mai 2009 [im Folgenden: GO; vgl. Regierungsratsbeschluss Nr. 1498/2009, unter www.zh.ch &gt; RegierungsratsbeschlÃ¼sse]) zu handeln, sei nicht nachvollziehbar. Es sei nicht ausgeschlossen, dass die Bewirtschaftung des infrage stehenden GrundstÃ¼cks mit der verlangten Zweckbindung erfolgen kÃ¶nne, sofern dabei der Verkehrswert erzielt werde.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.2 </b>Die Beschwerdegegnerin ihrerseits fÃ¼hrt aus, aufgrund des Wortlauts der Initiative wÃ¤ren zwei Szenarien denkbar: Das GrundstÃ¼ck wÃ¤re entweder im Baurecht an einen gemeinnÃ¼tzigen WohnbautrÃ¤ger abzugeben oder â unter entsprechenden Auflagen â an einen solchen zu verkaufen. Beides stelle eben nicht lediglich eine Bewirtschaftung des FinanzvermÃ¶gens dar, sondern wÃ¼rde zur Ãbernahme einer neuen Ã¶ffentlichen Aufgabe, verbunden mit der Subventionierung von Privaten (eines gemeinnÃ¼tzigen WohnbautrÃ¤gers) fÃ¼hren. Im einen Fall (der Abgabe im Baurecht) wÃ¼rde das GrundstÃ¼ck zu VerwaltungsvermÃ¶gen umgewidmet bzw. diesem dauerhaft zugefÃ¼hrt: Dem Willen der BeschwerdefÃ¼hrenden entsprechend wÃ¤re es nicht mehr dem FinanzvermÃ¶gen zuzuordnen (keine gewinnorientierte Anlage, kein frei realisierbares Aktivum mehr), sondern wÃ¼rde der FÃ¶rderung gemeinnÃ¼tzigen Wohnungsbaus und damit einer nicht der Sekundarschulgemeinde (vgl. Art. 3 GO), sondern der Politischen Gemeinde zukommenden Ã¶ffentlichen Aufgabe dienen.</p> <p class="Urteilstext">Im anderen Fall (der VerÃ¤usserung) mÃ¼sste die Sekundarschulgemeinde, um der Initiative Nachachtung zu verschaffen, durch entsprechende vertragliche oder dingliche Auflagen sicherstellen, dass auf dem GrundstÃ¼ck Wohnungen nach dem erwÃ¤hnten Prinzip der Kostenmiete erstellt und betrieben wÃ¼rden. Im Vergleich zur heute an sich mÃ¶glichen Nutzung des GrundstÃ¼cks sei fÃ¼r einen KÃ¤ufer, der das unter einer solchen Auflage stehende GrundstÃ¼ck erwerbe, lediglich eine eingeschrÃ¤nkte Nutzung mÃ¶glich. Zudem wÃ¤re der Kreis der Bietenden auf gemeinnÃ¼tzige WohnbautrÃ¤ger beschrÃ¤nkt. Wie die von der Sekundarschulgemeinde Ende 2012/Anfang 2013 durchgefÃ¼hrte Ausschreibung gezeigt habe, seien jedoch die Angebote solcher gemeinnÃ¼tziger WohnbautrÃ¤ger bzw. der Ã¶ffentlichen Hand weit unter denjenigen "des freien Marktes" geblieben (hÃ¶chstens bzw. ungefÃ¤hr 50 % des HÃ¶chstgebots). Da diese nicht bereit bzw. in der Lage seien, den Marktpreis zu bezahlen, kÃ¶nnte ein solcher KÃ¤ufer nur zum Zug kommen, wenn er indirekt subventioniert wÃ¼rde. Eine derartige Subventionierung, welche die Initiative mithin verlange, wÃ¤re jedoch vom Zweck der Sekundarschulgemeinde nicht gedeckt und folglich rechtswidrig.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Nach Art. 3 GO fÃ¼hrt die Sekundarschulgemeinde die Sekundarstufe der Ã¶ffentlichen Volksschule und nimmt weitere Aufgaben im Bereich Schule und Bildung wahr. </p> <p class="Urteilstext">Wie die Vorinstanz zu Recht festhÃ¤lt, gehÃ¶rt die FÃ¶rderung gemeinnÃ¼tzigen Wohnungsbaus folglich unzweifelhaft nicht zu den Aufgaben der Sekundarschulgemeinde, sondern in den Aufgabenbereich der politischen Gemeinden (vgl. Art. 83 Abs. 2 e contrario sowie Art. 110 KV, § 15 GG).</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.1 </b>Auch bei der Verwaltung des FinanzvermÃ¶gens ist das Gemeinwesen selbstredend an das Ã¶ffentliche Recht und dabei insbesondere an die Schranken der Finanzhaushaltsgesetzgebung bzw. die einschlÃ¤gigen finanzrechtlichen Bestimmungen gebunden (vgl. Stefan Vogel, Der Staat als Marktteilnehmer, ZÃ¼rich 2000, S. 265 f.). Dazu gehÃ¶ren insbesondere folgende GrundsÃ¤tze: Nach Art. 122 Abs. 2 KV â den, wie angegeben, auch die BeschwerdefÃ¼hrenden erwÃ¤hnen â haben (auch) die Gemeinden ihren Haushalt nach den GrundsÃ¤tzen der GesetzmÃ¤ssigkeit, der Sparsamkeit und der Wirtschaftlichkeit zu fÃ¼hren. GemÃ¤ss § 165 GG gelten fÃ¼r die Gemeinden zudem folgende â hier interessierende â Bestimmungen des aufgehobenen Finanzhaushaltsgesetzes weiter: Die Gemeinde ist bei der HaushaltfÃ¼hrung namentlich auch den GrundsÃ¤tzen der Sparsamkeit und der <i>Wirtschaftlichkeit</i> verpflichtet (§ 2 FHG). FÃ¼r jedes Vorhaben ist jene Variante zu wÃ¤hlen, welche bei gegebener Zielsetzung die <i>wirtschaftlich gÃ¼nstigste LÃ¶sung</i> gewÃ¤hrleistet (§ 7 FHG). Nach § 15 Abs. 4 FHG erfolgt die VerÃ¤usserung von VermÃ¶genswerten an Dritte sodann zum<i> Verkehrswert</i>, sofern damit keine Ã¶ffentlichen Interessen verbunden sind. </p> <p class="Urteilstext">FinanzvermÃ¶gen ist mithin sicher und gewinnorientiert zu bewirtschaften bzw. anzulegen (vgl. Vogel, S. 65 und 266; VGr, 10. Februar 2011, VK.2010.00002, E. 2.3.1). Handelt es sich nicht um Barmittel, ist erforderlich, dass eine gewinnbringende, wertsteigernde oder jedenfalls werterhaltende Anlage vorliegt. Da das FinanzvermÃ¶gen definitionsgemÃ¤ss nicht zur (direkten) Verwirklichung Ã¶ffentlicher Interessen beitrÃ¤gt, sondern diesen lediglich mittelbar durch seinen VermÃ¶genswert oder die anfallenden ErtrÃ¤ge dient, darf das Gemeinwesen somit nicht aus sozialpolitischen GrÃ¼nden auf einen Teil eines sich abzeichnenden Gewinns verzichten. Zu weit ginge es auch, eine positive Verpflichtung auf Zielnormen oder FÃ¶rderungskompetenzen anzunehmen und auf diese Weise Ã¶ffentliche Interessen ins FinanzvermÃ¶gen zu "importieren" (zum Ganzen vgl. Vogel, S. 262 ff.). </p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.2 </b>Aus dem Dargelegten folgt, dass die Sekundarschulgemeinde bei der Bewirtschaftung des streitbetroffenen GrundstÃ¼cks, mit dem sie nach Ã¼bereinstimmender Auffassung der Parteien unmittelbar eben <i>keine</i> Ã¶ffentlichen Interessen (mehr) verfolgt, <i>nicht</i> an den Zweck gebunden ist, den sie im Zusammenhang mit ihrem VerwaltungsvermÃ¶gen zu verfolgen hat. Beim FinanzvermÃ¶gen steht vielmehr die gewinnorientierte Anlage bzw. Bewirtschaftung im Vordergrund.</p> <p class="Urteilstext">Eine VerÃ¤usserung des streitbetroffenen GrundstÃ¼cks bzw. eine Abgabe im Baurecht an einen Dritten â mithin auch an einen gemeinnÃ¼tzigen WohnbautrÃ¤ger â kÃ¤me somit nur zu einem (mindestens) <i>dem Verkehrswert entsprechenden Preis</i> respektive einem <i>auf dem Verkehrswert beruhenden bzw. am Markt orientierten Baurechtszins</i> infrage (vgl. im Zusammenhang mit einem solchen bzw. mit einem entsprechenden Baurechtsvertrag VGr, 10. Februar 2011, VK.2010.00002, insbesondere E. 2.3.1 und E. 3.4.1). Unter mehreren Angeboten, die einen dem Verkehrswert mindestens entsprechenden Preis bzw. einen sich am Verkehrswert orientierenden, marktÃ¼blichen Baurechtszins bieten, ist sodann das wirtschaftlich gÃ¼nstigste zu berÃ¼cksichtigen. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.3 </b>GemÃ¤ss der in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung allgemein verwendeten Umschreibung stellt der Verkehrswert den mittleren Preis dar, fÃ¼r den GrundstÃ¼cke gleicher oder Ã¤hnlicher GrÃ¶sse, Lage und Beschaffenheit wie die streitigen in der betreffenden Gegend unter normalen VerhÃ¤ltnissen zu einem bestimmten Zeitpunkt an einen Dritten verkauft werden kÃ¶nnen (BGr, 30. Januar 2013, 5A_670/2012, E. 3.2.1.2, mit Verweis auf BGE 103 Ia 103 E. 3a; vgl. Martina Fierz, Der Verkehrswert von Liegenschaften aus rechtlicher Sicht, ZÃ¼rich 2001, S. 98 ff.; Kaspar Fierz, ImmobilienÃ¶konomie und Bewertung von Liegenschaften, 6. A., ZÃ¼rich etc. 2011, S. 256 ff.).</p> <p class="Urteilstext">Vorliegend wurde keine SchÃ¤tzung des Verkehrswerts des infrage stehenden GrundstÃ¼cks vorgenommen. Im Rahmen der Ausschreibung, welche im Hinblick auf den zunÃ¤chst beabsichtigten Verkauf stattfand, wurden allerdings auch vonseiten zahlreicher privater Investoren Offerten eingereicht. Diese unterscheiden sich zwar sehr wohl hinsichtlich der HÃ¶he des gebotenen Kaufpreises, bewegen sich allerdings dennoch in einer gewissen Bandbreite (wobei namentlich kein Angebot erheblich obenaus schwingt). Daher lÃ¤sst sich vorliegend nichtsdestotrotz von einem im Hinblick auf die Beurteilung der Beschwerde hinreichend bestimmbaren Verkehrswert des GrundstÃ¼cks ausgehen.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.4 </b>AnlÃ¤sslich einer ersten breiten Ausschreibungsrunde Ende 2012 wurden 26 Offerten eingereicht. Diese bewegten sich innerhalb einer Bandbreite von rund Fr. 14 Mio. bis rund Fr. 41 Mio. Zwei Offerten (mindestens) stammten dabei von Wohnbaugenossenschaften: Das eine Angebot belief sich auf rund Fr. 20 Mio., das andere auf rund Fr. 23 Mio. Eine dritte Interessentin â mit einem Angebot in der HÃ¶he von rund Fr. 26 Mio. â plante fÃ¼r ca. 40 % des Mietwohnungsanteils eine Kooperation mit einer gemeinnÃ¼tzigen Wohnbaugenossenschaft. Die acht Interessenten mit den hÃ¶chsten Angeboten aus dieser Runde (alle Angebote lagen dabei Ã¼ber Fr. 26 Mio.) sowie die Stadt DÃ¼bendorf (mit einem Angebot von lediglich Fr. 20 Mio.) wurden eingeladen, an einer zweiten Runde teilzunehmen. Die daraufhin eingegangenen Angebote beliefen sich â abgesehen von demjenigen der Stadt DÃ¼bendorf, die nach wie vor Fr. 20 Mio. bot â auf BetrÃ¤ge wiederum zwischen rund Fr. 26 Mio. und rund Fr. 41 Mio.</p> <p class="Urteilstext">Die Sekundarschulgemeinde beabsichtigte, mit den Interessentinnen und Interessenten mit den drei hÃ¶chsten Angeboten (Fr. 41 Mio., Fr. 36 Mio. und Fr. 35 Mio.) in entsprechender PrioritÃ¤tenfolge Vertragsverhandlungen aufzunehmen. Den Angaben der Beschwerdegegnerin zufolge gediehen dabei die Verhandlungen mit dem Interessenten mit dem hÃ¶chsten Angebot deshalb nicht weiter, weil dieser, politischen Widerstand vorausahnend, sein Angebot letztlich zurÃ¼ckzog. Daher kam der Vertrag mit dem Interessenten mit dem dritthÃ¶chsten Angebot (Fr. 35 Mio.) zustande, welcher anschliessend am 9. Februar 2014 der Gemeindeversammlung vorgelegt â und von dieser wie erwÃ¤hnt abgelehnt â wurde.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.5 </b>Die erfolgte Ausschreibung zeigt somit, dass die von gemeinnÃ¼tzigen WohnbautrÃ¤gern offerierten Kaufpreise weit unter den seitens privater Investoren gebotenen blieben. Nachweislich sind Erstere somit nicht in der Lage, fÃ¼r die infrage stehende Parzelle einen dem Verkehrswert entsprechenden Kaufpreis respektive einen auf diesem beruhenden, marktÃ¼blichen Baurechtszins zu bieten. Im Ãbrigen ist die Sekundarschulgemeinde, selbst wenn gemeinnÃ¼tzige WohnbautrÃ¤ger noch ein Angebot in (mindestens) dieser HÃ¶he abgÃ¤ben, wie dargelegt verpflichtet (wie sie dies auch getan bzw. beabsichtigt hatte), das wirtschaftlich gÃ¼nstigste, mithin das hÃ¶chste Angebot bzw. den HÃ¶chstbietenden zu berÃ¼cksichtigen. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.4 </span></b><span>Zusammenfassend erweist sich, dass d</span>ie<span> von den BeschwerdefÃ¼hrenden </span>eingereichte<span> Initiative "Wasserfurren sinnvoll nutzen" gegen Ã¼bergeordnetes Recht verstÃ¶sst. Die </span>Be­schwerdegegnerin <span>hat sie folglich </span>im Ergebnis <span>zu Recht fÃ¼r ungÃ¼ltig erklÃ¤rt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>GestÃ¼tzt auf § 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 4 VRG sind die Kosten des vorliegenden Verfahrens auf die Gerichtskasse zu nehmen. </span></p> <p class="Urteilstext">BeschwerdefÃ¼hrende wie Beschwerdegegnerin haben die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung beantragt. Nach § 17 Abs. 2 VRG kann die unterliegende Partei oder Amtsstelle zu einer angemessenen EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe ihres Gegners verpflichtet werden, namentlich wenn die rechtsgenÃ¼gende Darlegung komplizierter Sachverhalte und schwieriger Rechtsfragen besonderen Aufwand erforderte oder den Beizug eines Rechtsbeistands rechtfertigte (lit. a) oder wenn ihre Rechtsbegehren oder die angefochtene Anordnung offensichtlich unbegrÃ¼ndet waren (lit. b). Gemeinwesen haben jedoch â zumindest im Fall des § 17 Abs. 2 lit. a VRG â in der Regel keinen Anspruch auf ParteientschÃ¤digung; vor allem grÃ¶ssere und leistungsfÃ¤higere sind gehalten, sich so zu organisieren, dass sie Verwaltungsstreitsachen selbst durchfechten kÃ¶nnen (PlÃ¼ss, § 17 N. 51). </p> <p class="Urteilstext">Den BeschwerdefÃ¼hrenden steht somit ausgangsgemÃ¤ss keine ParteientschÃ¤digung zu.</p> <p class="Urteilstext">Der seitens der Beschwerdegegnerin vor Verwaltungsgericht (noch) zu leistende Aufwand erscheint nicht als aussergewÃ¶hnlich. Im Ãbrigen hÃ¤tte sie sich auf Darlegungen im Zusammenhang mit der durchgefÃ¼hrten Ausschreibung beschrÃ¤nken kÃ¶nnen. Dementsprechend ist (auch) ihr keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 300.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'300.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlichrechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (SR 173.110) erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung anâ¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>