A bteilung V E -3362/2007 hub/jap {T 0/2} U rteil vom 23. M ai 2007 M itw irkung: R ichter H uber, Badoud, R ichterin Teuscher G erichtsschreiber Jaggi X._______, geboren _______, Serbien, _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 8. M ai 2007 i.S. N ichteintreten auf A sylgesuch und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass der Beschw erdeführer, eigenen Angaben zufolge serbischsprachiger R om a m it letztem W ohnsitz in A._______ in Serbien, ein erstes M al am 29. Juli 2003 zusam m en m it seinen Eltern und G eschw istern in der Schw eiz um Asyl nachsuchte, das dam alige Bundesam t für Flüchtlinge (BFF) m it Verfügung vom 7. N ovem ber 2003 die Asylgesuche ablehnte und die W egw eisung sow ie deren Vollzug anordnete, dass eine gegen diese Verfügung erhobene Beschw erde von der dam als zuständigen Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) m it U rteil vom 15. D ezem ber 2003 letzt- instanzlich abgew iesen w urde, dass der Beschw erdeführer und seine Fam ilie in der Folge seit dem 22. Juli 2004 unbe- kannten Aufenthalts w aren, dass der Beschw erdeführer eigenen Angaben zufolge Serbien zusam m en m it seinem Bruder Z. am 9. April 2007 in einem Kleinbus verliess und am 10. April 2007 in die Schw eiz gelangte, w o er am selben Tage ein zw eites M al um Asyl nachsuchte, dass am 12. April 2007 die sum m arische Befragung im B._______ und am 30. April 2007 die D irektanhörung zu den Asylgründen durch das BFM erfolgte, dass der Beschw erdeführer zur Begründung des Asylgesuchs im W esentlichen geltend m achte, er habe von 1997 bis 2003 zusam m en m it seiner Fam ilie in D eutschland gelebt, dass sie vor dem rechtskräftig abgeschlossenen ersten Asylverfahren in der Schw eiz für kurze Zeit in Serbien gelebt hätten, dass sie im Juli 2004 aus der Schw eiz nach Serbien zurückgekehrt seien, dass sie als R om a keine R echte gehabt hätten, von den Behörden keinen Schutz erhal- ten und sich nicht frei hätten bew egen können, dass er hom osexuell sei und desw egen von den D orfbew ohnern verstärkt schikaniert und gehasst w orden sei, dass er im m er w ieder auf der Strasse geschlagen und telefonisch bedroht w orden sei, dass er deshalb im Jahre 2005 zusam m en m it seinem Vater und seinem Bruder nach Ö sterreich gegangen sei, dass sein Asylgesuch und dasjenige seines Bruders von den österreichischen Behörden abgelehnt w orden seien, dass sie nach Abschluss der Asylverfahren in Ö sterreich Ende Januar 2007 nach Ser- bien zurückgekehrt und erneut Ü bergriffen der D orfbew ohner ausgesetzt gew esen sei- en, dass beispielsw eise die Scheiben des Elternhauses eingeschlagen w orden seien und der Vater Schutzgelder habe bezahlen m üssen, dass er auf der Strasse von unbekannten Personen tätlich angegriffen w orden sei, dass er im Februar 2007 von der Polizei geohrfeigt w orden sei, als er Anzeige erstattet habe,3 dass sich sein Vater für ihn schäm e, w eil er hom osexuell sei, und er von ihm boykottiert w erde, dass er sich deshalb zusam m en m it seinem Bruder zur Ausreise entschlossen habe, dass das BFM m it am selben Tag eröffneter Verfügung vom 8. M ai 2007 gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. e des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eintrat und die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie deren Vollzug anordnete, dass das Bundesam t die Ausreisefrist auf den Tag nach Eintritt der R echtskraft der Ver- fügung festsetzte, dass es zur Begründung im W esentlichen ausführte, das am 29. Juli 2003 eingeleitete Asylverfahren sei seit dem 15. D ezem ber 2003 rechtskräftig abgeschlossen, dass die Ereignisse, w elche der Beschw erdeführer für den Zeitraum nach dem Ab- schluss des Verfahrens geltend m ache, aufgrund verschiedener offensichtlicher U nge- reim theiten w eder geeignet seien, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, noch für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes relevant seien, dass bezw eifelt w erden m üsse, dass er nach seinem letzten Asylgesuch in der Schw eiz nach Serbien zurückgekehrt sei, dass befrem dend sei, dass er seinen R eisepass zu H ause gelassen habe, obw ohl er aufgrund seiner Asylverfahren w issen m üsste, dass Identitätspapiere für den U m gang m it ausländischen Behörden erforderlich seien, dass er entgegen seinen diesbezüglichen Vorbringen keine G eburtsurkunde abgegeben habe, dass die Aussage, er habe geglaubt, eine G eburtsurkunde reiche für den Identitätsnach- w eis aus, als Schutzbehauptung gew ertet und davon ausgegangen w erden m üsse, er verschleiere durch die N ichtabgabe von Identitätsausw eisen Aufenthalte in D rittstaaten, dass es ihm abgesehen davon nicht gelungen sei, die geltend gem achten Benachteili- gungen im H eim atland plausibel und realitätsnah darzulegen, dass seit dem Jahr 1994 H om osexualität in Serbien nicht m ehr unter Strafe stehe, dass es im Alltag zw ar zu Benachteiligungen kom m en könne, der Beschw erdeführer aber keine Angaben über das Leben als H om osexueller in A._______ habe m achen können, dass er ausser seinem Exfreund niem anden gekannt habe, und auch keine Vereine, C lubs oder Bars habe nennen können, in denen sich H om osexuelle treffen w ürden, dass unbesehen davon seine Angaben zu den geltend gem achten Vorfällen im H eim at- land auffallend oberflächtlich und ausw eichend ausgefallen seien, dass er w eder die Anzahl der Ü bergriffe seit der R ückkehr aus Ö sterreich noch genaue D aten habe angeben können, dass die Aussagen zu den Vorfällen unsubstanziiert und w idersprüchlich ausgefallen seien, dass er beispielsw eise vorgebracht habe, sein Vater habe Schutzgelder bezahlt, nach- dem er zuvor zu Protokoll gegeben habe, dieser habe die Täter gar nicht gesehen,4 dass des W eiteren seine Antw orten auf die Frage, w oher die D orfbew ohner, die er nicht gekannt habe, gew usst hätten, dass er hom osexuell sei, realitätsfrem d seien, dass er die Vorfälle bei der Polizei w idersprüchlich geschildert und zunächst angegeben habe, sie habe ihn geschlagen, w eil bekannt gew orden sein, dass er hom osexuell sei, sodann nichts über die Schläge der Polizei gesagt und sich erst auf entsprechende N achfrage korrigiert sow ie schliesslich ausgesagt habe, er selber habe der Polizei er- zählt, dass er hom osexuell sei, dass für die w eitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu verw eisen ist, dass der Beschw erdeführer m it Eingabe vom 15. M ai 2007 (Poststem pel) gegen diesen Entscheid Beschw erde erhob, dass er sinngem äss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die R ückw eisung der Sache an das BFM zur m ateriellen Prüfung des Asylgesuchs beantragt, dass er in prozessualer H insicht um Erlass der Verfahrenskosten ersucht, dass auf die Begründung der R echtsbegehren, sow eit entscheidw esentlich, in den nach- folgenden Erw ägungen eingegangen w ird, dass die vorinstanzlichen Akten am 16. M ai 2007 vollständig beim Bundesverw altungs- gericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG ), und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verw altungsverfahrensgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 [Vw VG , SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m . Art. 31 - 34 des Verw altungsge- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundes- gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]), dass der Beschw erdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt ist, ein schutz- w ürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschw erde legitim iert ist (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 Vw VG ), dass som it auf seine frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten ist (Art. 108a sow ie Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 52 ff. Vw VG ), dass m it Beschw erde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständi- ge Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG ), dass die Beurteilung von Beschw erden gegen N ichteintretensentscheide praxisgem äss auf die Ü berprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asyl- gesuch nicht eingetreten ist, dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschw erdeinstanz som it darauf beschränkt ist, bei Begründetheit des R echtsm ittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. Entschei- dungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission / EM AR K 2004 N r. 5 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass die Vorinstanz dem gegenüber die Frage der W egw eisung sow ie deren Vollzugs m ateriell geprüft hat, w eshalb dem Bundesverw altungsgericht diesbezüglich volle Kog- nition zukom m t, dass die vorliegende Beschw erde - w ie sich aus den nachstehenden Erw ägungen ergibt - offensichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid lediglich sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ; vereinfachtes Verfahren), dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten w ird, w enn Asylsuchende in der Schw eiz be- reits ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen oder ihr G esuch zurückgezogen haben oder w ährend des hängigen Asylverfahrens in den H eim at- oder H erkunftsstaat zurück- gekehrt sind, dass diese Bestim m ung keine Anw endung findet, w enn die Anhörung H inw eise ergibt, dass in der Zw ischenzeit Ereignisse eingetreten sind, die geeignet sind, die Flüchtlings- eigenschaft zu begründen oder die für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes rele- vant sind (Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG ), dass unbestritten ist, dass der Beschw erdeführer in der Schw eiz bereits ein Asylverfah- ren erfolglos durchlaufen hat, dass die Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG eine sum m arische m aterielle Prü- fung der G laubw ürdigkeit der gesuchstellenden Person voraussetzt, aus der sich das of- fensichtliche Fehlen von H inw eisen auf die Erfüllung der Flüchtlingseigenschaft bezie- hungsw eise auf die Voraussetzungen der G ew ährung des vorübergehenden Schutzes ergibt (vgl. EM AR K 2000 N r. 14 S. 102 ff.), dass im R ahm en von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG lediglich - w ie vom BFM korrekt vorge- nom m en - eine sum m arische m aterielle G laubhaftigkeitsprüfung der Verfolgungsvorbrin- gen vorzunehm en ist, dass die Ausführungen in der Beschw erde nicht geeignet sind, an den Erw ägungen in der vorinstanzlichen Verfügung, w elche sich als zutreffend erw eisen und auf w elche zu verw eisen ist, etw as zu ändern, dass sich diese im W esentlichen in einer W iederholung und Bekräftigung der Authentizi- tät der m ündlichen Vorbringen zur Begründung des Asylgesuchs erschöpfen, ohne in- dessen in substanziierter und detaillierter W eise zu den Erw ägungen des BFM in der an- gefochtenen Verfügung Stellung zu nehm en, dass sich entgegen den diesbezüglichen Vorbringen in der Beschw erde die prow estliche D em okratische Partei (D S), die m oderat nationalorientierte D em okratische Partei Serbi- ens (D SS), und die neoliberale G 17-Plus auf die Bildung einer Koalition geeinigt haben, und im Parlam ent über 130 der 250 Sitze verfügen, dass der Beschw erdeführer m ithin keine H inw eise darzulegen verm ochte, dass seit dem rechtskräftigen Abschluss seines ersten Asylverfahrens Ereignisse eingetreten sind, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes relevant sind, dass dem nach das BFM zu R echt gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf das zw ei- te Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetreten ist,6 dass das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz zur Folge hat, vorliegend der Beschw erdeführer w eder eine Aufenthaltsbew illi- gung besitzt, noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, w eshalb die verfügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und zu bestätigen ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG , Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EM AR K 2001 N r. 21), dass zu prüfen bleibt, ob es G ründe gibt, die dem Vollzug der W egw eisung entgegen- stehen, da im Fall eines unzulässigen, unzum utbaren oder unm öglichen Vollzugs das Anw esenheitsverhältnis nach den Bestim m ungen des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer vom 26. M ärz 1931 (AN AG , SR 142.20) über die vor- läufige Aufnahm e zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung in Beachtung der m assgeblichen völker- und landes- rechtlichen Bestim m ungen zulässig ist, w eil keine H inw eise auf Verfolgung vorliegen und keine Anhaltspunkte für eine m enschenrechtsw idrige Behandlung ersichtlich sind, die dem Beschw erdeführer in seinem H eim at- oder H erkunftsstaat droht (Art. 14a Abs. 3 AN AG ), dass w eder die im H eim at- oder H erkunftsstaat herrschende politische Situation noch andere G ründe gegen die Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs dorthin sprechen, dass den Akten zudem keine Anhaltspunkte zu entnehm en sind, w onach der Vollzug der W egw eisung für den Beschw erdeführer aus individuellen G ründen unzum utbar w äre, zum al er in seinem H eim atstaat über ein fam iliäres Beziehungsnetz verfügt, dass unter den gegebenen U m ständen nicht davon auszugehen ist, er gerate bei einer R ückkehr in eine existenzbedrohende Situation, die als konkrete G efährdung im Sinne der zu beachtenden Bestim m ungen zu w erten w äre (Art. 14a Abs. 4 AN AG ), dass der Vollzug der W egw eisung grundsätzlich m öglich (Art. 14a Abs. 2 AN AG ) er- scheint, da es Pflicht des Beschw erdeführers ist, sich um die Beschaffung der für die R ückkehr notw endigen R eisepapiere zu bem ühen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), dass es dem Beschw erdeführer dem nach nicht gelungen ist, darzutun, inw iefern die an- gefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich- tig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (Art. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde im vereinfachten Verfahren abzuw eisen ist, dass sich die Beschw erde aufgrund vorstehender Erw ägungen als von vornherein aus- sichtslos erw eist, w eshalb das G esuch um Erlass der Verfahrenskosten (Art. 65 Abs. 1 Vw VG ) abzuw eisen und die Verfahrenskosten von Fr. 600.-- (Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem - ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]) dem Beschw erdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ).7 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D as G esuch um Erlass der Verfahrenskosten w ird abgew iesen. 3. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt. 4. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (eingeschrieben; Beilage: Einzahlungsschein) - das BFM (R ef.-N r. N _______; Kopie, vorab per Telefax) - C ._______ des Kantons D ._______ (per Telefax) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Bruno H uber Peter Jaggi Versand am :