A bteilung I A -1439/2006 {T 0/2} U rteil vom 18. Juni 2007 M itw irkung: R ichterin Salom e Zim m erm ann (Vorsitz); R ichter M ichael Beusch; R ichter André M oser G erichtsschreiber Jürg Steiger. SU VA Schw eizerische U nfallversicherungs-A nstalt, Fluhm attstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschw erdeführerin, vertreten durch Pricew aterhouseC oopers AG , St. Jakobs- Strasse 25, Postfach 3877, 4002 Basel, gegen Eidgenössische Steuerverw altung, H auptabteilung M ehrw ertsteuer, Schw arztorstrasse 50, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend M W ST (1. Q uartal 1996 – 4. Q uartal 2000); einfache G esellschaft; Leistungsaustausch oder G esellschafterbeitrag; Steuerbefreiung nach A rt. 67 A bs. 1 U VG . B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie Schw eizerische U nfallversicherungsanstalt (nachfolgend SU VA), die A._______ und die B._______ haben im Jahr 1983 das R ahm enabkom m en betreffend die Zusam m enarbeit auf dem G ebiet des M edizinalrechts und der M edizinaltarife (nachfolgend R ahm enabkom m en) abgeschlossen. D ieses Abkom m en steht im Zusam m enhang m it Art. 56 des Bundesgesetzes vom 20. M ärz 1981 über die U nfallversicherung (U VG ; SR 832.20), w elcher den nachfolgenden W ortlaut hat: 1 D ie Versicherer können m it den M edizinalpersonen sow ie den H eil- und Kuranstalten vertraglich die Zusam m enarbeit regeln und die Tarife festlegen. Sie können die Behandlung der Versicherten ausschliesslich den am Vertrag Beteiligten anvertrauen. Jederm ann, der die Bedingungen erfüllt, kann dem Vertrag beitreten. 2 D er Bundesrat sorgt für die Koordination m it den Tarifordnungen anderer Sozialversicherungszw eige und kann diese anw endbar erklären. Er ordnet die Vergütung für Versicherte, die sich in eine H eilanstalt ohne Tarifvereinbarung begeben. 3 Besteht kein Vertrag, so erlässt der Bundesrat nach Anhören der Parteien die erforderlichen Vorschriften. 4 Für alle Versicherten der U nfallversicherung sind die gleichen Taxen zu berechnen. D as R ahm enabkom m en dient insbesondere der Verw irklichung der Absätze 1 und 4 des zitierten Artikels. N ach Art. 2 des R ahm envertrags führt eine gem einsam e D elegation Verhandlungen über Zusam m enarbeits- und Tarifverträge m it M edizinalpersonen sow ie m it H eil- und Kuranstalten. N ach Art. 3 w ird zur Behandlung der gem einsam en Fragen im Bereich des M edizinalrechts und des Tarifw esens die M edizinaltarif-Kom m ission (nachfolgend M TK) geschaffen, die sich aus den Vertretern der SU VA, der privaten Versicherungseinrichtungen und der Krankenkassen zusam m ensetzt. Art. 5 hält fest, dass die SU VA für die Vertragsparteien die Zentralstelle für M edizinaltarife (nachfolgend ZM T) führt, w elche der M TK als eigentliches D urchführungsorgan dient. Aufgrund einer Vereinbarung vom 30. Januar 1991 zw ischen der M TK, dem Bundesam t für Sozialversicherung (nachfolgend BSV) und dem Bundesam t für M ilitärversicherung (nachfolgend BAM V) können auch die beiden letzteren in der M TK m itw irken. In einer Vereinbarung vom 1. M ärz 1999 haben die ZM T, das BSV und das BAM V vereinbart, in der R egel gem einsam e Tarif- und Spitalverträge abzuschliessen. B. D ie SU VA ist seit dem 1. Januar 1995 als Steuerpflichtige im R egister der M ehrw ertsteuerpflichtigen eingetragen. D ie Eidgenössische Steuerverw altung (ESTV) führte im Juni und Juli 2001 im Betrieb der Steuerpflichtigen eine Kontrolle gem äss Art. 50 der Verordnung vom 22. Juni 1994 über die M ehrw ertsteuer (M W STV; AS 1994 1464) durch. Aufgrund dieser Kontrolle erfolgte u.a. die Ergänzungsabrechnung (EA) N r. (...) vom 12. O ktober 2001. M it Schreiben vom 21. D ezem ber 2001 beanstandete die Steuerpflichtige verschiedene Punkte dieser EA, u.a. die steuerliche Beurteilung der von ihr unter der Bezeichnung "R ückerstattung Aufw and ZM T" auf dem Konto 661'000 verbuchten Beträge (Anhang 1 S. 1 zu Beiblatt 1 S. 1 der EA), w elche ihr von A._______, B._______, BSV und 3 BAM V aufgrund der in E. A genannten Abkom m en und Vereinbarungen überw iesen w orden w aren. Zu dieser Position verlangte sie am 12. Juli 2002 einen Entscheid. C . D ie ESTV entschied am 27. Februar 2003, dass die Steuerpflichtige m it dem Führen der ZM T gegen Entgelt eine D ienstleistung erbringe, die sie auch dann zu versteuern habe, w enn sie die Entschädigung dafür von den M itgliedern erhalte, m it denen sie sich zu einer einfachen G esellschaft zusam m en geschlossen habe. M assgebend sei, dass ein Leistungsaustausch stattfinde. D ie SU VA schulde deshalb der ESTV für die Steuerperioden 1. Sem ester (recte Q uartal) 1996 – 4. Sem ester (recte Q uartal) 2000 Fr. (...) M ehrw ertsteuer zuzüglich 5 % Verzugszins seit dem 30. April 1999. G egen diesen Entscheid liess die SU VA am 31. M ärz 2003 Einsprache führen und verlangte dessen Aufhebung, im W esentlichen m it der Begründung, es handle sich hierbei um einen G esellschafterbeitrag, der m angels Leistungsaustausches nicht der M ehrw ertsteuer unterliegen könne. Eventualiter handle es sich bei den Beträgen, die sie von der M ilitärversicherung (M V) und von der Invalidenversicherung (IV) bzw . in einem Fall vom Kanton Bern erhalten habe, um Subventionen, die nicht in die Bem essungsgrundlage einzubeziehen seien. D ie Bem essungsgrundlage sei um gew isse Abgrenzungen zu korrigieren, ferner seien gew isse Entschädigungen aus Schulungsleistungen und aus dem Verkauf von Tarifen zu berücksichtigen. D . Im Einspracheentscheid vom 1. M ärz 2005 nahm die ESTV quantitative Korrekturen vor, hielt aber daran fest, dass es sich bei der Führung der ZM T um eine gegen Entgelt erbrachte D ienstleistung handle. D ie M TK sei zw ar eine einfache G esellschaft. D ies führe aber nicht eo ipso zum Schluss, dass alle Leistungen, w elche zw ischen den G esellschaftern und der G esellschaft sow ie allenfalls unter den G esellschaftern erbracht w erden, m ehrw ertsteuerlich unbeachtlich w ären. Sobald für eine Leistung eines G esellschafters eine Entschädigung entrichtet w erde, die nicht nur G ew innbeteiligung sei und ein direkter w irtschaftlicher Zusam m enhang zw ischen dieser Leistung und dem Entgelt bestehe, unterliege die Leistung beim steuerpflichtigen Leistungserbringer der Steuer. W eil ein Leistungsaustausch vorliege, handle es sich bei den Beiträgen des BSV und des BAM W auch nicht um Subventionen, sondern es w ürden dam it Tätigkeiten abgegolten, w elche jene sonst selbst erbringen m üssten. Bezüglich des Beitrags des Kantons Bern w ar die ESTV m angels eines genügenden Belegs der Auffassung, dass es sich w eder um eine Subvention noch um einen Schulungsbeitrag noch um eine Entschädigung aus einem Tarifverkauf handle. Sie w ies die Beschw erde ab und legte den geschuldeten M ehrw ertsteuerbetrag auf Fr. (...) zuzüglich 5% Verzugszins seit 30. April 1999 fest. E. G egen diesen Einspracheentscheid liess die SU VA (nachfolgend auch Beschw erdeführerin) am 14. April 2005 Beschw erde erheben an die Eidgenössische Steuerrekurskom m ission (nachfolgend SR K) m it dem Antrag, der Einspracheentscheid vom 1. M ärz 2005 sei vollum fänglich aufzuheben unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der ESTV. 4 D abei bestritt sie w eiterhin das Vorliegen eines Leistungsaustausches zw ischen der SU VA und der M TK und hielt vielm ehr dafür, dass es sich bei den auf dem Konto 661'000 verbuchten Beträgen um Beiträge der einzelnen G esellschafter an die einfache G esellschaft handle. Zudem führt die SU VA aus, dass sie aufgrund von Art. 67 Abs. 1 U VG überhaupt von der Bezahlung der M ehrw ertsteuer befreit sei. D ie ESTV setzt sich im R ahm en ihrer Vernehm lassung vom 6. Juli 2005 nochm als m it der Argum entation der Beschw erdeführerin auseinander, hält aber an ihrer Auffassung fest, dass die M TK zw ar eine einfache G esellschaft bilde, dass aber bezüglich der Führung der ZM K zw ischen M TK und der SU VA ein Leistungsaustausch vorliege, w elcher der M ehrw ertsteuer unterliege. W as die Steuerbefreiung anbelangt, befreie Art. 67 U VG die Beschw erdeführerin w ohl von der Bezahlung der direkten Steuern des Bundes, der Kantone und der G em einden und von Erbschafts- und Schenkungssteuern der Kantone und G em einden, jedoch nicht von den indirekten Steuern, insbesondere nicht von der M ehrw ertsteuer. F. M it Schreiben vom 20. N ovem ber 2006 teilte die SR K den Parteien m it, dass das Bundesverw altungsgericht das hängige Beschw erdeverfahren gem äss Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundeverw altungsgericht (Verw altungsgerichtsgesetz [VG G ], SR 173.32) übernim m t. Auf die Begründung der Beschw erde w ird – sow eit entscheidw esentlich – im R ahm en der Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1.1 G em äss Art. 31 VG G beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw er- den gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem - ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern kei- ne Ausnahm e nach Art. 32 VG G gegeben ist. Eine solche liegt nicht vor und die Vorinstanz ist eine Behörde im Sinne von Art. 33 VG G . D as Bun- desverw altungsgericht ist daher für die Beurteilung der vorliegenden Be- schw erde zuständig. Es übernim m t die Beurteilung des am 1. Januar 2007 bei der SR K hängigen R echtsm ittels und w endet das neue Verfahrens- recht an (Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht kann den angefochtenen Einspracheent- scheid grundsätzlich in vollem U m fange überprüfen. D ie Beschw erdeführe- rin kann neben der Verletzung von Bundesrecht (Art. 49 lit. a Vw VG ) und der unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes (Art. 49 lit. b Vw VG ) auch die R üge der U nangem essenheit erheben (Art. 49 lit. c Vw VG ; AN D R É M O SER , in AN D R É M O SER /PETER U EBE R SAX, Prozessieren vor eidgenössischen R ekurskom m issionen, Basel und Frank- furt am M ain 1998, R z. 2.59; U LR IC H H ÄFELIN /G EO R G M Ü LLER /FELIX U H LM AN N , All-5 gem eines Verw altungsrecht, 5. Aufl., Zürich 2006, R z. 1758 ff.). D as Bun- desverw altungsgericht hat das R echt von Am tes w egen anzuw enden. Es ist an die vorgebrachten rechtlichen Ü berlegungen der Parteien nicht ge- bunden und kann eine Beschw erde auch aus anderen als den geltend ge- m achten G ründen gutheissen oder oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis m it einer Begründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abw eicht (Art. 62 Abs. 4 Vw VG ; ALFR ED KÖ LZ/ISABELLE H ÄN E R , Verw altungs- verfahren und Verw altungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, R z. 112 ; M O SER , a.a.O ., R z. 1.8 f.). 1.3 In m aterieller H insicht sind im vorliegenden Fall noch die Bestim m ungen der M W STV anw endbar, da es ausschliesslich um allfällige U m sätze der Jahre 1996-2000 geht. 2. U num stritten ist, dass es sich bei der M TK um eine einfache G esellschaft handelt, w elche aus der Beschw erdeführerin, dem B._______, dem A._______, der SU VA, dem BSV und dem BAM V besteht. N icht zur D is- kussion steht die Steuerpflicht der M TK selber. U m stritten ist jedoch, ob es sich bei den auf dem Konto 661'000 verbuchten Beträgen um Entgelt für von der Beschw erdeführerin gegenüber der M TK erbrachte D ienstleistun- gen handelt oder ob darin G esellschafterbeiträge der einzelnen G esell- schafter an die M TK zu sehen sind (dazu E. 2.1 – 4). W eiter stellt sich die Beschw erdeführerin auf den Standpunkt, Art. 67 Abs. 1 U VG befreie sie ganz von der M ehrw ertsteuer (dazu E. 5). 2.1 G em äss Art. 17 Abs. 1 M W STV ist steuerpflichtig, w er m it einer gew erbli- chen oder beruflichen selbständigen Tätigkeit aus Lieferungen, D ienstleis- tungen oder Eigenverbrauch im Inland Einnahm en erzielt, die den Betrag von jährlich Fr. 75'000.-- übersteigen. N icht notw endig ist eine G ew innab- sicht oder dass tatsächlich ein G ew inn erzielt w ird. D ie subjektive Steuer- pflicht ist Voraussetzung dafür, dass Lieferungen und D ienstleistungen im Sinne von Art. 4 M W STV steuerbar sind. Aus der nicht abschliessenden Aufzählung der steuerpflichtigen Personen in Art. 17 Abs. 2 M W STV geht hervor, dass prinzipiell alle juristischen Personen des privaten und öffentli- chen R echts subjektiv steuerpflichtig w erden, w enn sie im R ahm en solcher U m sätze die U m satzgrenze erreichen. Auch Bund, Kantone und G em ein- den sow ie die übrigen Einrichtungen des öffentlichen R echts und die m it öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Personen und O rganisationen sind grundsätzlich steuerpflichtig, w ie durch U m kehrschluss aus Art. 17 Abs. 4 M W STV folgt. Art. 23 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes vom 2. Septem ber 1999 über die M ehrw ertsteuer (M W STG , SR 641.20) regelt nunm ehr positiv die Steuerpflicht der autonom en D ienststellen von Bund, Kantonen und G em einden, der übrigen Einrichtungen des öffentlichen R echts und der m it öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Personen und O rganisationen. D ie Beschw erdeführerin zählt als "Einrichtung des öf- fentlichen R echts" auch dazu.6 2.2 G em äss Art. 17 Abs. 4 Satz 1 M W STV sind Bund, Kantone und G em ein- den, die übrigen Einrichtungen des öffentlichen R echts und die m it öffent- lich-rechtlichen Aufgaben betrauten Personen und O rganisationen für Leis- tungen, die sie in Ausübung hoheitlicher G ew alt erbringen, nicht steuer- pflichtig. D ie U nterscheidung zw ischen gew erblicher und hoheitlicher Tä- tigkeit ist für die subjektive Steuerpflicht der genannten G em einw esen, Einrichtungen, Personen und O rganisationen daher von zentraler Bedeu- tung (D IETER M ETZG ER , Kurzkom m entar zum M ehrw ertsteuergesetz, M uri/Bern 2000, N 2 zu Art. 23 M W STG ). N ach der R echtsprechung zeich- net sich hoheitliches H andeln dadurch aus, dass ein Subordinationsver- hältnis gegeben ist und eine gegenüber dem Bürger erzw ingbare öffent- lich-rechtliche R egelung zur Anw endung gelangt. Als in Ausübung hoheitli- cher G ew alt erbrachte Leistungen gelten zudem nur solche, die nicht m arktfähig sind (BG E 125 II 490 E. 8b; Archiv für Schw eizerisches Abga- berecht [ASA] 70 163 E. 6b; 69, 882 E. 4b; SR K in Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 66.96 E. 4 a/bb und cc). D er Ausdruck "Leistungen ... in Ausübung hoheitlicher G ew alt" darf daher nicht m it der W ahrnehm ung öffentlicher Aufgaben gleichgesetzt w erden. D as zeigt sich auch im An- hang zur M ehrw ertsteuerverordnung 1994 sow ie in Art. 23 Abs. 2 M W STG , w elche beide einen nicht abschliessenden Katalog von Tätigkeiten enthal- ten, die, w enn sie von einem G em einw esen oder einer m it öffentlich-recht- lichen Aufgaben betrauten Person erbracht w erden, in jedem Fall steuer- pflichtig sind. D er Begriff "Leistungen ... in Ausübung hoheitlicher G ew alt" ist som it auf jeden Fall enger als jener der öffentlich-rechtlichen Aufgaben. Eine juristische Person oder Einrichtung des öffentlichen R echts ist folglich nicht schon deshalb nach Art. 17 Abs. 4 M W STV von der Steuer befreit, w eil sie m it öffentlich-rechtlichen Aufgaben betraut ist (ASA 72 226 E. 4.2; 71 157 E. 4a; s. auch BG E 125 II S. 489 E. 8b; ASA 69, S. 882 E. 4). Bei der Beschw erdeführerin handelt es sich um eine öffentlich-rechtliche Anstalt des Bundes m it eigener R echtspersönlichkeit (Art. 61 Abs. 1 U VG ). Sie führt im R ahm en ihres gesetzlichen Leistungsauftrages die obligatori- sche U nfallversicherung durch, ist in der U nfallverhütung tätig und betreibt R ehabilitationskliniken. In der hier Verfahrensgegenstand bildenden Er- gänzungsabrechnung geht es um die Tätigkeit im Zusam m enhang m it der M TK aufgrund von Art. 56 U VG und um die Führung der ZM T. G egenstand des vorliegenden Verfahrens sind som it Koordinationstätigkeiten im Be- reich der M edizinaltarife, som it Tätigkeiten, in w elcher die D ritten gegen- über der SU VA in einem Koordinations- und nicht in einem Subordinations- verhältnis stehen. Es handelt sich um eine gew erbliche Tätigkeit im Sinne von Art. 17 Abs. 1 M W STV und nicht um hoheitliches H andeln. 2.3 D er M ehrw ertsteuer unterliegen im Inland gegen Entgelt erbrachte D ienst- leistungen (Art. 4 lit. b M W STV). Als D ienstleistung gilt jede Leistung, die keine Lieferung eines G egenstandes ist (Art. 6 Abs. 1 M W STV). D ienst- leistungen w erden in der M W STV som it negativ um schrieben. Als D ienst- leistungen w erden Verhalten betrachtet, die in der Ausführung oder U nter- lassung einer H andlung oder in der D uldung einer H andlung oder einer Si-7 tuation bestehen, sow eit solche Verhaltensw eisen nicht zum Ziel haben, die Verfügungsgew alt über eine körperliche Sache zu übertragen (JEAN - M AR C R IVIER /AN N IE R O C H AT PAU C H AR D, D roit Fiscal suisse, Lausanne 2000, S. 43). Ein steuerbarer U m satz setzt einen Austausch von Leistungen voraus (BG E 126 II 451 f. E. 6a; vgl. ferner ALO IS C AM EN ZIN D /N IKLAU S H O N AU ER /KLAU S A. VALLE N D ER , H andbuch zum M ehrw ertsteuergesetz, 2. Aufl., Bern 2003, S. 82 R z. 178). D ie Leistung besteht dabei entw eder in einer Lieferung oder D ienstleistung, die G egenleistung des Em pfängers im Entgelt (Art. 4 M W STV, Ausnahm e: Eigenverbrauch). Zusätzlich ist eine innere w irt- schaftliche Verknüpfung zw ischen Leistung und G egenleistung erforderlich (BG E 126 II 451 E. 6a, m it H inw eisen; IVO P. BAU M G AR TN ER , in: m w st.com , Kom m entar zum Bundesgesetz über die M ehrw ertsteuer, Basel/G enf/M ün- chen 2000, ad Art. 33 Abs. 1 und 2 R z. 6 und 8; D AN IEL R IED O , Vom W esen der M ehrw ertsteuer als allgem eine Verbrauchsteuer und von den entspre- chenden W irkungen auf das schw eizerische R echt, Bern 1999, S. 223 ff.). D er Steuerpflichtige leistet, um eine G egenleistung zu erhalten und w eil seine Leistung die G egenleistung auslösen soll. D ie Beantw ortung der Fra- ge, ob eine G egenleistung aus m ehrw ertsteuerlicher Sicht in einem Zu- sam m enhang m it der Leistung steht, hat dabei nicht in erster Linie nach zi- vilrechtlichen, sondern nach w irtschaftlichen, tatsächlichen Kriterien zu er- folgen (U rteil des Bundesgerichts vom 14. N ovem ber 2003 [2A.304/2003], E. 3.6.1, m it H inw eisen; U rteil des Bundesverw altungsgerichts A-1346/2006 vom 4. M ai 2007, E. 2.2; statt vieler: Entscheide der SR K vom 14. Juni 2005, veröffentlicht in VPB 69.126 E. 2a/ee; vom 8. Juli 2004 [SR K 2002-089], E. 5a; ausführlich: R IED O , a.a.O ., S. 112; vgl. auch STEPH AN KU H N /PETER SPIN N LE R , M ehrw ertsteuer, M uri/Bern 1994, S. 38 in fine und 41; BAU M G AR TN ER , a.a.O ., ad Art. 33 Abs. 1 und 2, R z. 12). Insbesondere ist für die Annahm e eines Leistungsaustauschs das Vorliegen eines Vertragsver- hältnisses nicht zw ingend erforderlich (BG E 126 II 252 f. E. 4a; U rteil des Bundesgerichts vom 23. D ezem ber 2002 [2A.175/2002], E. 3.2). Es genügt vielm ehr, dass Leistung und G egenleistung innerlich derart verknüpft sind, dass die Leistung eine G egenleistung auslöst. Zusam m enfassend m üssen folgende Tatbestandsm erkm ale kum ulativ er- füllt sein, dam it von einem Leistungsaustausch ausgegangen w erden kann (vgl. auch Entscheide der SR K vom 17. O ktober 2006 [SR K 2003-164] E. 2.a, vom 14. Juni 2005, a.a.O ., E. 2a.ee): a) Es m üssen zw ei Beteiligte in G estalt eines Leistenden und eines Leistungsem pfangenden vorhanden sein; b) der erbrachten Leistung m uss ein Entgelt als G egenleistung gegenüberstehen und c) die Leistung und die G egenleistung m üssen m iteinander innerlich w irtschaftlich verknüpft sein.8 2.4 D as Entgelt stellt zudem die Bem essungsgrundlage für die Berechnung der M ehrw ertsteuer dar (Art. 26 Abs. 1 M W STV; vgl. BG E 126 II 451 E. 6). Zum Entgelt gehört alles, w as die Em pfängerin oder an ihrer Stelle eine dritte Person als G egenleistung für die Lieferung oder D ienstleistung aufw endet. D ie G egenleistung um fasst auch den Ersatz aller Kosten, selbst w enn diese gesondert in R echnung gestellt w erden. Im Falle einer Lieferung oder D ienstleistung an eine nahestehende Person gilt als Entgelt der W ert, der unter unabhängigen D ritten vereinbart w ürde (Art. 26 Abs. 2 M W STV). 2.5 D ie SR K hat sich zur m ehrw ertsteuerlichen Behandlung von Leistungen zw ischen G esellschaft und G esellschaftern ausführlich und m it H inw eisen auf D oktrin und R echtsprechung im Entscheid vom 12. O ktober 2001, veröffentlicht in VPB 66.42 E. 5, geäussert. D arnach erfolgt die Beurteilung solcher Leistungen nach den allgem einen R egeln für das Vorliegen eines Leistungsaustausches. Bei Leistungen des G esellschafters an die G esellschaft (G esellschafterbeiträge bzw . -einlagen), die nicht gegen spezielle Entschädigungen bzw . G egenleistungen der G esellschaft erfolgen, ist gem äss Lehre und R echtsprechung der SR K von nicht steuerbaren Leistungen auszugehen; nam entlich kom m t kein Leistungsaustausch zustande, w enn die Leistung durch Beteiligung am G ew inn und Verlust abgegolten w ird (U rteil des Bundesverw altungs- gerichts A-1345/2006 vom 12. Juni 2007 E. 2.3; Entscheid der SR K vom 20. O ktober 2006 [SR K 2004-003] E. 2d sow ie vom 24. Septem ber 2003, veröffentlicht in VPB 68.54 E. 2b; C AM EN ZIN D /H O N AU ER /VALLE N D ER , a.a.O ., R z. 422, 463). U m gekehrt liegt ein Leistungsaustausch vor, w enn die Leistung eines G esellschafters nicht durch die Beteiligung an Verlusten und G ew innen abgedeckt ist, sondern gegen ein besonderes Entgelt erbracht w ird. Som it ist im Falle von Leistungen der G esellschafter an die einfache G esellschaft bzw . von dieser an ihre G esellschafter in jedem Fall zu prüfen, ob ein Leistungsaustausch vorliegt oder nicht. Erbringt eine (steuerpflichtige) G esellschaft gegenüber D ritten eine Leistung, w elche sie zuvor von einem (ebenfalls steuerpflichtigen) G esellschafter bezogen hat, so liegen zw ei steuerbare Leistungen vor, w obei die G esellschaft grundsätzlich zum Vorsteuerabzug berechtigt ist. D iese Besteuerung auf zw ei Stufen ist von den Steuerpflichtigen hinzunehm en, sind doch diese bei der von ihnen gew ählten G estaltung ihrer w irtschaftlichen Beziehungen zu behaften (Entscheid der SR K vom 24. Septem ber 2003 in VPB 68.54 E. 2b m it H inw eisen; zum Leistungsaustausch zw ischen einer einfachen G esellschaft und den G esellschaftern vgl. ferner U rteil des Bundesgerichts 2A.520/2003 vom 29. Juli 2004 E. 7). 2.6 N icht zum Entgelt gehören gem äss Art. 26 Abs. 6 lit. b M W STV Subventionen und andere Beiträge der öffentlichen H and. Eine allgem ein anerkannte U m schreibung des Subventionsbegriffs gibt es im schw eizerischen R echt allerdings nicht; auch die M W STV enthält keine 9 Begriffsbestim m ung. D as Bundesgericht um schreibt Subventionen allgem ein als Leistungen kraft öffentlichen R echts, die anderen R echtspersonen für bestim m te Zw ecke zukom m en, ohne dass dies zu einer unm ittelbaren G egenleistung an den Subventionsgebenden führt; m .a.W . w ird die Subvention ohne eine entsprechende konkrete m arktw irtschaftliche G egenleistung ausgerichtet. Ihre G ew ährung zielt folglich nicht auf die H erstellung eines bestim m ten, an sich w ünschbaren Zustandes ab, sondern w ill ein gew isses Verhalten der die Subventionen em pfangenden Person hervorrufen, das zur Erreichung bestim m ter, im öffentlichen Interesse liegender Zw ecke geeignet erscheint. Sind m it der G eldleistung der öffentlichen H and keine spezifischen Leistungen verknüpft und ist die Subventionsem pfängerin frei, w ie sie – im R ahm en des allgem einen Leistungsauftrages – die zur Förderung des angestrebten Zw ecks notw endigen M assnahm en treffen w ill, so deutet dies auf eine Subvention hin (U rteil des Bundesgerichts vom 25. August 2000, veröffentlicht ASA 71 S. 170 f. E. 8). D ie Subvention kennzeichnet sich folglich dadurch, dass sich die em pfangende Person in einer W eise verhält, die dem öffentlichen Interesse als "G egenleistung" erscheint. Abgesehen von dieser Verhaltensbindung sind Subventionen aber "unentgeltlich", das heisst, es steht ihnen keine entsprechende, w irtschaftliche G egenleistung gegenüber, w ie das für die Annahm e einer steuerbaren Lieferung oder D ienstleistung im Sinne von Art. 4 ff. und Art. 26 M W STV vorausgesetzt w ird. Sie sind dam it von vornherein nicht G egenstand eines m ehrw ertsteuerrechtlich relevanten Leistungsaustausches, sind nicht Entgelt für eine vom Subventionsem pfangenden zu erbringende m arktw irtschaftliche Leistung und fliessen folgerichtig nicht in die Bem essungsgrundlage für die M ehrw ertsteuer ein (BG E 126 II 452 ff. E. 6b und 6c und 456 E. 6e, m it H inw eisen, U rteil des Bundesgerichts 2A.273/2004 vom 5. Septem ber 2005 E. 2.3; U rteil des BVG er A-1338/2006, a.a.O ., E. 2.3). Im Einzelfall kann sich die Abgrenzung der Subvention und der ihr gleichgestellten anderen Beiträge der öffentlichen H and (Art. 26 Abs. 6 lit. b M W STV) vom steuerbaren Entgelt indessen als schw ierig erw eisen. Es ist daher im Einzelfall aufgrund der konkreten U m stände zu entscheiden, ob ein Leistungsaustausch vorliegt oder nicht (U rteil des Bundesgerichts 2A.273/2004, a.a.O ., E. 2.3; vgl. auch U rteil des BVG er A- 1338/2006, a.a.O ., E. 2.3). 3. 3.1 N ach Art. 5 Abs. 1 des R ahm enabkom m ens von 1983 führt die SU VA für die Vertragsparteien die "Zentralstelle für M edizinaltarife". D er ZM T obliegen nach Art. 6 des Abkom m ens insbesondere die folgenden Aufgaben: a) Beobachtung der gesam tschw eizerischen Kosten- und Taxentw icklung und Behandlung von Fragen der Koordination m it anderen Sozialversicherungszw eigen, b) Beobachtung der Entw icklung der m edizinischen D iagnostik und Therapie im H inblick auf allfällige Ausw irkungen auf die M edizinaltarife in Zusam m enarbeit m it den ärztlichen D iensten der dem R ahm enabkom m en beigetretenen 10 Vertragspartner, c) Vorbereitung für die Schaffung neuer und die R evision bzw . Ergänzung bestehender Tarifverträge, d) Behandlung von Fragen der rechtsgleichen Anw endung der Tarifverträge, e) Inform ation der M edizinaltarifkom m ission und der Träger der obligatorischen U nfallversicherung und w eiterer interessierter Kreise über Fragen des M edizinalrechtes und der M edizinaltarife, f) Beurteilung der Voraussetzungen für die Zulassung von M edizinalpersonen zur Behandlung von nach U VG versicherten Personen. In der von der Beschw erdeführerin eingereichten "Kurzinform ation über die M edizinaltarif- Kom m ission U VG " w ird die ZM T w ie folgt um schrieben: "Zur Bew ältigung der verschiedenen Aufgaben steht der M TK die Zentralstelle für M edizinaltarife ZM T zur Verfügung. D ie ZM T w ird gem äss Vereinbarung von der SU VA geführt. D ie ZM T ist identisch m it der Abteilung M edizinaltarife der SU VA (Schattenorganisation). D ie ZM T ist eine Fachstelle, die die Beschlüsse der M TK vorbereitet, bearbeitet, ausführt und die für die Verhandlungen m it den M edizinalpersonen und den H eil- und Kuranstalten beigezogen w ird. Sie steht den dem R ahm enabkom m en beigetretenen U nfallversicherern für die Beantw ortung von Fragen zur Interpretation der M edizinaltarife zur Verfügung. Sie kann auch von den einzelnen U nfallversicherern beigezogen w erden für Sonderaufträge in Bezug auf das M edizinalrecht und die M edizinaltarife." 3.2 Bezüglich der Kosten der ZM T halten Art. 5 Abs. 2 und 3 des R ahm enabkom m ens fest: "D ie durch die Kostenstellenrechnung ausgew iesenen Aufw endungen der Zentralstelle (nam entlich Personal-, R aum - und M aterialkosten) sind von der SU VA und von den übrigen, dem R ahm enabkom m en beigetretenen Trägern der obligatorischen U nfallversicherung im Verhältnis der von ihnen ausgerichteten H eilkosten zu tragen. D ie Abrechnung erfolgt nach Abschluss der Jahresrechnung der SU VA aufgrund der neuesten Ergebnisse der H eilkostenstatistik. Für die Beanspruchung ihrer D ienste in Einzelfällen kann die Zentralstelle den betreffenden Versicherern separat R echnung stellen." D iese R egelung w ird in den Ziffern 11 und 12 des G eschäftsreglem ents der M edizinaltarifkom m ission U VG w iederholt. D ie erw ähnte Kurzinform ation führt zu den Kosten der ZM T Folgendes aus: "D ie Aufw endungen der ZM T w erden durch die SU VA, die privaten Versicherungsgesellschaften, das B._______, die M ilitärversicherung und die Invalidenversicherung getragen (Basis: Arbeitsrapporte und H eilungskosten)." D ie dem R ahm enabkom m en beigetretenen w eiteren U nfallversicherer sind nach Art. 7 des R ahm enabkom m ens verpflichtet, sich am Aufw and der ZM T zu beteiligen. Für das BSV und das BAM V ergibt sich diese Zahlungspflicht aus Ziffer 3 der Vereinbarung vom 30. Januar 1991: "D as BSV und das BAM V beteiligen sich an den finanziellen Aufw endungen der M TK bzw . der Zentralstelle für M edizinaltarife (ZM T). D iese Beteiligung erfolgt projektbezogen. Bei der Festsetzung des Anteils w ird jew eils die Bedeutung des Projekts für den einzelnen Partner berücksichtigt. ...... D ie jew eiligen Projektkostenanteile w erden in Jahrestranchen und nach Absprache vom BSV und vom BAM V entrichtet." D iese R egelung w ird in 11 Ziffer 4 der Vereinbarung über die Kostenverteilung zw ischen der M TK, der IV und dem BAM V vom 12. D ezem ber 1991 w ie folgt präzisiert: "D a die ZM T gem äss M TK-R ahm enabkom m en von der Abteilung M edizinaltarife (M T) der SU VA geführt w ird, w erden gestützt auf die Arbeitsrapporte der M itarbeiterinnen und M itarbeiter der Abteilung M T in einem ersten Schritt alle Aufw endungen für Tätigkeiten ausgeschieden, die nur die SU VA bzw . besondere Aufgaben betreffen (inkl. Tätigkeiten für D ritte ausserhalb des M TK-R ahm enabkom m ens). D ie für den ZM T-Aufw and relevanten Zahlen sind nach dem Bruttoprinzip berechnet, d.h. in diesen Aufw endungen sind die unbereinigten Aufw endungen der ZM T und die Aufw endungen der SU VA für die ZM T berücksichtigt. Als zw eiter Schritt w erden allfällige Erträge aus den Leistungen der ZM T im R ahm en der Aufw andsbereinigung ausgeschieden. Vom verbleibenden N ettoaufw and w ird der Verteiler M V/IV vorgenom m en (dritter Schritt). Im vierten Schritt erfolgt die Verteilung des verbleibenden Aufw andes auf SU VA/A._______/B._______ gem äss R ahm enabkom m en der M TK." 3.3 D ass es sich bei der M TK um eine einfache G esellschaft handelt, ist unbestritten. Ebenfalls unbestritten ist, dass in einer einfachen G esellschaft die Beitragsleistungen der einzelnen G esellschafter zur Verw irklichung der gem einsam en Zielsetzung nicht nur in finanziellen Beiträgen, sondern in allem bestehen können, w as geeignet ist, den G esellschaftszw eck auf irgendeine Art zu fördern, insbesondere auch in Arbeitsleistungen (AR TH U R M EIE R -H AYO Z/PETER FO R STM O S ER , Schw eizerisches G esellschaftsrecht, 10. Aufl., Bern 2007, § 12 N 39; TH EO G U H L/JEAN N IC O LA S D R U E Y, D as Schw eizerische O bligationenrecht, 9. Aufl., Zürich 2000, § 62 N 8; LU KAS H AN D SC H IN , in: Basler Kom m entar, N 5 zu Art. 531 O R ). D em nach können unter der zivilrechtlichen Betrachtungsw eise sow ohl die Beitragszahlungen säm tlicher G esellschafter der ZM K als auch der gesam te Aufw and, den die Beschw erdeführerin für die Führung der ZM T leistet (Personen- und Sachaufw and), einen solchen G esellschafterbeitrag in Form von finanziellen bzw . Arbeitsleistungen darstellen. D iese zivilrechtliche Betrachtungsw eise schliesst jedoch nicht aus, dass es sich bei den Arbeitsleistungen unter m ehrw ertsteuerlicher Betrachtungsw eise um D ienstleistungen im Sinne von Art. 6 lit. b M W STV handelt, näm lich um solche, die in einem aktiven Tun bestehen (C AM EN ZIN D /H O N AU ER /VALLE N D ER , a.a.O ., R z. 278). Leistende solcher D ienstleistungen w äre die Beschw erdeführerin, die durch ihre M itarbeiterinnen und M itarbeiter handelt. Leistungsem pfängerin w äre die M TK, w elche aufgrund dieser Tätigkeiten ihre Ziele, w ie sie in E. A. des Sachverhalts dargestellt w erden, erreichen kann. D ie Beschw erdeführerin betont denn auch, dass die ZM T der M TK als eigentliches D urchführungsorgan zur Seite stehe. Sie bereite die Beschlüsse der M TK vor, bearbeite diese und führe sie letztlich aus. W ie die ESTV zu R echt festhält, bilden das Führen einer G eschäftsstelle, das Sam m eln und Zusam m enfassen von Zahlen, die Vertretung von Interessen eines D ritten grundsätzlich D ienstleistungen im Sinne des zitierten Artikels. W ürden 12 solche Aufgaben einer aussenstehendende D rittorganisation übertragen, beispielsw eise einem R echtsanw alt oder einem Treuhandbüro, das dafür nach Aufw and anteilsm ässig von den einzelnen G esellschaftern entschädigt w ird, w ürde niem and am Vorliegen eines m ehrw ertsteuerpflichtigen Leistungsaustausches zw eifeln. D ie Frage stellt sich, ob eine andere Beurteilung erforderlich ist, w eil die SU VA gleichzeitig G esellschafterin der einfachen G esellschaft und Leistungserbringerin ist. In E. 2.5 w urde festgehalten, dass die R echtsprechung auch im Verhältnis von einfacher G esellschaft zu den einzelnen G esellschaftern ebenfalls darauf abstellt, ob die D ienstleistung gegen Entgelt erfolgt und ob zw ischen D ienstleistung und Entgelt ein Leistungsaustausch vorliegt, d.h. ob D ienstleistung und Entgelt m iteinander w irtschaftlich verknüpft sind; dies soll im Folgenden untersucht w erden. 3.4 W as die Frage anbelangt, ob die D ienstleistung der SU VA gegen Entgelt erfolgt, ist vorw eg festzuhalten, dass die Entgeltlichkeit im Sinne der in E. 2.5 zitierten R echtsprechung nicht schon deshalb ausgeschlossen ist, w eil die Beschw erdeführerin durch Beteiligung am G ew inn und Verlust abgegolten w ürde. Aus dem in E. 3.2 beschriebenen Kostenverteilungsm echanism us ergibt sich, dass die G esellschaft w eder einen G ew inn noch einen Verlust erarbeiten kann und die Beschw erdeführerin deshalb auch nicht an G ew inn oder Verlust beteiligt sein kann. D em nach m uss geprüft w erden, ob die D ienstleistung gegen Entgelt erfolgt. W ie in E. 2.4 ausgeführt, gehört zum Entgelt alles, w as die Em pfängerin oder an ihrer Stelle eine dritte Person als G egenleistung für die Lieferung oder D ienstleistung aufw endet. D ie Zahlungen der G esellschafter der M TK bilden diese G egenleistung, w as sich schon darin zeigt, dass die Beträge in ihrer H öhe unm ittelbar m it dem "Aufw and" der Beschw erdeführerin verknüpft sind. N ach Art. 5 Abs. 2 des R ahm enabkom m ens w erden die Personal-, R aum - und M aterialaufw endungen in einer Kostenstellenrechnung ausgew iesen, w obei in der Kurzinform ation über die M edizinaltarif-Kom m ission U VG präzisiert w ird, dass bezüglich der Personalkosten die Arbeitsrapporte m assgebend sind. D ie Sum m e der Belastungen dient dann als Ausgangspunkt für den in E. 3.2 geschilderten R echnungsstellungsm echanism us. Sind die Aufw endungen der Beschw erdeführerin kleiner, fallen auch die von den einzelnen G esellschaftern zu leistenden Beträge geringer aus. D ie Beschw erdeführerin m acht geltend, es fehle an der von der R echtsprechung geforderten speziellen Entschädigung für ihre Leistung an die M TK. D as Adjektiv "speziell" w ird in VPB 66.42 E. 5c/bb in der Zusam m enfassung der Ausführungen von C AM EN ZIN D /N IKLAU S H O N AU ER /KLAU S A. VALLE N D ER , H andbuch zum M ehrw ertsteuergesetz, 1. Aufl., Bern 2000, 13 S. 128 R z. 321 (in der 2. Aufl., Bern 2003 R z. 422) verw endet, w elche Autoren ausführen: "Allgem ein sind Leistungen des G esellschafters an die G esellschaft dann nicht als steuerbar zu betrachten, w enn sie nicht gegen spezielle Entschädigung erfolgten, w eil kein Leistungsaustausch zustande kom m t, w enn die Leistung durch Beteiligung an G ew inn und Verlust der G esellschaft abgegolten w ird". "Speziell" ist in diesem Zusam m enhang jegliche Entschädigung, w elche nicht in der Beteiligung am G ew inn und am Verlust besteht, m ithin alles, w as m an landläufig unter einer Entschädigung versteht. Es ist bereits darauf hingew iesen w orden, dass nach dem R ahm enabkom m en bei der M TK w eder ein G ew inn noch ein Verlust entstehen kann, dass som it eine Abgeltung durch Beteiligung am G ew inn und Verlust ausgeschlossen ist. D ie Zahlungen, w elche die SU VA aufgrund des R ahm enabkom m ens erhält und auf Konto 661'000 verbucht, bilden som it eine Entschädigung an sich und dam it auch eine spezielle Entschädigung im Sinne des von der Beschw erdeführerin angeführten Entscheids. Anzum erken bleibt, dass die ESTV in zutreffender W eise nicht den ganzen durch die Kostenstellenrechnung erfassten Aufw and der Beschw erdeführerin besteuert, sondern lediglich die dem Konto gutgeschriebenen R ückvergütungen der übrigen G esellschafter; im Ausm ass der D ifferenz zu diesen fehlt es näm lich an einem Entgelt für die von der Beschw erdeführerin erbrachten Leistungen. 3.5 Eine w irtschaftliche Verknüpfung liegt, w ie in E. 2.3 dargelegt, dann vor, w enn ein ursächlicher Zusam m enhang zw ischen Leistung und G egenleistung besteht, w obei diese Beurteilung nicht nach zivilrechtlichen, sondern nach w irtschaftlichen, tatsächlichen Kriterien zu erfolgen hat. Es genügt vielm ehr, dass Leistung und G egenleistung innerlich derart verknüpft sind, dass die Leistung eine G egenleistung auslöst. Eine solche Verknüpfung zeigt sich einm al, w ie bereits geschildert, im in E. 3.2 geschilderten Verrechnungsm echanism us: Insbesondere die Personalaufw endungen der SU VA w erden in der Kostenstellenrechnung entsprechend den Arbeitsrapporten erfasst und haben som it einen direkten N iederschlag in der H öhe der von den einzelnen G esellschaftern zu leistenden Beträge. W irtschaftlich gesehen löst so die Leistung der Beschw erdeführerin unm ittelbar die G egenleistung der G esellschafter der M TK aus. D ie w irtschaftliche Verknüpfung zeigt sich aber auch darin, dass die direkten Aufw endungen der SU VA für die ZM T ihr w irtschaftliches Interesse an dieser Tätigkeit bei w eitem übersteigen. D ie Beschw erdeführerin spricht denn auch in der Beschw erdeschrift einm al von einer M ehrleistung der Beschw erdeführerin verglichen m it den übrigen G esellschaftern. Eine solche ist nur im H inblick auf die Entschädigung durch die übrigen M itglieder der M TK w irtschaftlich zu rechtfertigen. D em nach m uss die w irtschaftliche Verknüpfung von Leistung und G egenleistung bejaht w erden, w eshalb ein m ehrw ertsteuerlich relevanter Leistungsaustausch und dam it Steuerbarkeit der Leistung gegeben ist.14 Es bleibt darauf hinzuw eisen, dass Leistungen der Art, w ie sie die ZM T erbringt, in der Versicherungsbranche nicht selten sind. Sie w erden denn auch in der Branchenbroschüre N r. 23 "Versicherungen, Versicherungsvertreter und Versicherungsm akler" vom D ezem ber 1994 im Anhang I "D ienstleistungskatalog für Versicherungen" ausdrücklich erw ähnt. U nter Ziffer 2.3. "D ienstleistungen für Pool und Syndikate (Adm inistration, Koordination, Buchführung us.w .)" ist festgehalten, dass solche D ienstleistungen steuerpflichtig sind. 3.6 W as die w eiteren, von der Beschw erdeführerin angeführten Argum ente anbelangt, ist ihr zuzustim m en, dass die Leistungen der G esellschafter dann als G esellschafterbeiträge zu qualifizieren w ären und keinen Leistungsaustausch darstellen w ürden, w enn jeder G esellschafter die gleiche Arbeitsleistung erbringen w ürde. D ies ist jedoch aufgrund des R ahm enabkom m ens und der w eiteren Verträge nicht der Fall. H ingegen kann der Beschw erdeführerin insow eit nicht beigepflichtet w erden, als sie der Auffassung ist, ein Leistungsaustausch setze voraus, dass die Leistung gestützt auf einen Auftrag erbracht w erde. Es w urde in E. 2.3 bereits darauf hingew iesen, dass für die Annahm e eines Leistungsaustauschs in m ehrw ertsteuerlicher H insicht das Vorliegen eines Vertragsverhältnisses nicht zw ingend erforderlich ist. D am it m uss auch nicht abgeklärt w erden, ob Art. 5 des R ahm envertrages als Auftrag zw ischen der M TK und der SU VA zu qualifizieren w äre. Anzum erken bleibt, dass selbst die Beschw erdeführerin auf S. 15 der Beschw erdeschrift von der Ü bertragung der Aufgaben an die Abteilung M edizinaltarife der SU VA spricht. O ffen bleiben kann auch die Frage, ob es sich um eine stille G esellschaft handelt oder ob die einfache G esellschaft nach aussen auftritt. D iese Frage spielt nur eine R olle, w enn es darum geht zu beurteilen, ob von der G esellschaft m it D ritten getätigte U m sätze der einfachen G esellschaft oder einzelnen G esellschaftern zuzuordnen sind, nicht aber w enn die Beurteilung von Leistungen zw ischen der einfachen G esellschaft und einzelnen G esellschaftern zur D iskussion steht. Anzum erken bleibt, dass die ZM T Tarifverhandlungen führt und die Tarifverträge für alle Versicherer gelten. D am it ist auch eine rechtliche Q ualifizierung denkbar, nach w elcher die ZM T als Vertreterin aller beteiligter U nfallversicherer und nicht bloss als SU VA nach aussen auftritt. 4. D ie Beschw erdeführerin hatte sich in ihrer Einsprache auf den Standpunkt gestellt, bei den zur D iskussion stehenden Beiträgen handle es sich – sow eit es um die vom BVS, dem BAM V und dem Kanton Bern bezahlten Beträge handle – um Subventionen, w elche nach Art. 26 Abs. 6 lit. b M W STV nicht der Steuer unterliegen. D ie ESTV hat im Einspracheentscheid zu R echt darauf hingew iesen, dass diese rechtliche Q ualifikation dann ausgeschlossen ist, w enn die Zahlung im R ahm en eines Leistungsaustausches erfolgt (dazu E. 2.6). W as das Vorliegen eines solchen Leistungsaustausches anbelangt, kann auf das in E. 3.3 – 3.5 15 G esagte verw iesen w erden. Ebenso ist den Ü berlegungen der ESTV bezüglich der vom Kanton Bern im Jahr 2000 bezahlten Fr. 660.-- zuzustim m en. 5. Erstm als im vorliegenden Beschw erdeverfahren bringt die Beschw erdeführerin w eiter vor, sie habe überhaupt keine M ehrw ertsteuer zu entrichten, w eil sie nach Art. 67 Abs. 1 U VG bzw . Art. 10 Abs. 1 des G arantiegesetzes vom 26. M ärz 1934 (G arG , BS 1 152) von säm tlichen eidgenössischen und kantonalen, direkten und indirekten Steuern, also auch von der M ehrw ertsteuer, befreit sei. D ie ESTV ist dem gegenüber der Auffassung, dass keine der ins Feld geführten Bestim m ungen eine Befreiung der Beschw erdeführerin von der M ehrw ertsteuer vorsehe. G enau die gleiche Frage w ar im Verfahren 2.A.197/2005 vor dem Bundesgericht zu beurteilen. D as Bundesgericht hat m it Entscheid vom 28. D ezem ber 2005 m it ausführlicher Begründung, auf w elche verw iesen w erden kann – dort E. 6 –, entschieden, dass im Bereich der M ehrw ertsteuer Art. 17 Abs. 4 M W STV bzw . Art. 23 Abs. 1 M W STG lex specialis zu Art. 67 Abs. 1 U VG bilden und dieser Vorschrift vorgehen. D ass die SU VA aufgrund dieser Bestim m ungen nicht von der M ehrw ertsteuer befreit ist, w urde bereits ausgeführt (E. 2.1 und 2.2). D ie subjektive Steuerpflicht ist som it gegeben. 6. D em G esagten zufolge ist die Beschw erde abzuw eisen und der Einspracheentscheid der ESTV vom 1. M ärz 2005 zu bestätigen. D em zufolge hat die Beschw erdeführerin als unterliegende Partei die Kosten für das Beschw erdeverfahren vor Bundesverw altungsgericht zu tragen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D iese w erden auf Fr. 6'000.-- festgelegt und m it dem von der Beschw erdeführerin geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 6'000 verrechnet. Eine Parteientschädigung an die Beschw erdeführerin w ird nicht zugesprochen (Art. 64 Abs. 1 Vw VG e contrario). 16 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten im Betrag von Fr. 6'000.-- w erden der Beschw erdeführerin auferlegt und m it dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 3. Es w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (m it G erichtsurkunde) D ie vorsitzende R ichterin: D er G erichtsschreiber: Salom e Zim m erm ann Jürg Steiger R echtsm ittelbelehrung U rteile des Bundesverw altungsgerichts in Abgabesachen können innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Schw eizerischen Bundesgericht in Lausanne angefochten w erden. D ie Beschw erde ist unzulässig gegen Entscheide über die Stundung oder den Erlass von Abgaben. D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. Sie m uss spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen H anden der Schw eizerischen Post oder einer schw eizerischen diplom atischen oder konsularischen Vertretung übergeben w erden (Art. 42, 48, 54, 83 Buchst. m und Art. 100 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BG G , SR 173.110]). Versand am :