Übereinkunft vom 29. Oktober 1885 zwischen der Schweiz und Österreich-Ungarn über die gegenseitige Zulassung der an der Grenze domizilierten Medizinalpersonen zur Berufsausübung <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/9/220_178_220/18860903/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/9/220_178_220/18860903"/><FRBRdate date="1886-09-03" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1885-10-29" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1886-09-03" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.811.119.163"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 29 octobre 1885 entre la Suisse et l'Autriche-Hongrie concernant la réciprocité dans l'exercice des professions médicales par les personnes domiciliées à proximité de la frontière" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkunft vom 29. Oktober 1885 zwischen der Schweiz und Österreich-Ungarn über die gegenseitige Zulassung der an der Grenze domizilierten Medizinalpersonen zur Berufsausübung" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 29 ottobre 1885 tra la Svizzera e l'Austria Ungheria per la libertà reciproca delle persone professanti arti salutari e domiciliate nelle vicinanze del confine, di esercitare la loro professione in queste vicinanze" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/9/220_178_220/18860903/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/9/220_178_220/18860903/de"/><FRBRdate date="1886-09-03" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1885-10-29" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1886-09-03" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/9/220_178_220/18860903/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/9/220_178_220/18860903/de/xml"/><FRBRdate date="1886-09-03" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1885-10-29" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1886-09-03" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.811.119.163 </docNumber></p><p> BS <b>12</b> 446; BBl <b>1886</b> II 402</p><p><i>Originaltext</i></p><p><docTitle>Übereinkunft<br/>zwischen der Schweiz und Österreich-Ungarn<b><sup><authorialNote><p> Mit der Republik Österreich ist die Weitergeltung dieser Übereinkunft festgestellt worden durch Ziff. 1 Bst. d des Notenaustausches vom 6. März 1926 (BS <b>11</b> 730). Die Weitergeltung wurde von neuem bestätigt durch den Notenaustausch vom 7. Juli 1948/11. Okt. 1949 (AS <b>1950</b> I 87 Bst. B Ziff. III/1).</p></authorialNote></sup></b><br/>über die gegenseitige Zulassung der an der Grenze<br/>domizilierten Medizinalpersonen zur Berufsausübung</docTitle></p><p>Abgeschlossen am 29. Oktober 1885<br/>Von der Bundesversammlung genehmigt am 23. Juni 1886<authorialNote><p> AS <b>9</b> 219</p></authorialNote><br/>Ratifikationsurkunden ausgetauscht am 10. Juli 1886<br/>In Kraft getreten am 3. September 1886</p><p> (Stand am 3. September 1886)</p></preface><preamble><p>Der Bundesrat der Schweizerischen Eidgenossenschaft<br/>und<br/>Seine Majestät der Kaiser von Österreich,<br/>König von Böhmen usw. und Apostolischer König von Ungarn</p><p>haben, um die in der Nähe der Grenze wohnhaften Ärzte, Wundärzte<authorialNote><p> Diese Kategorie von Medizinalpersonen besteht nicht mehr.</p></authorialNote>, Tierärzte und Hebammen gegenseitig zur Ausübung ihrer Berufstätigkeit zu ermächtigen, den Abschluss einer diesfälligen Übereinkunft beschlossen und zu diesem Behufe zu Bevollmächtigten ernannt:</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">(Es folgen die Namen der Bevollmächtigten)</p><p>welche, nachdem sie sich ihre Vollmachten mitgeteilt und dieselben in guter und gehöriger Form befunden haben, über folgende Artikel übereingekommen sind:</p></preamble><body><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><paragraph eId="art_1/para"><content><p>Die schweizerischen Ärzte, Wundärzte<authorialNote><p> Diese Kategorie von Medizinalpersonen besteht nicht mehr.</p></authorialNote>, Tierärzte und Hebammen, welche in der Nähe der schweizerisch-österreichischen Grenze wohnen, sollen das Recht haben, ihre Berufstätigkeit auch in den österreichischen, in der Nähe der Grenze gelegenen Orten in gleichem Masse, wie ihnen dies in der Heimat gestattet ist, auszuüben, und umgekehrt sollen unter gleichen Bedingungen die österreichischen Ärzte, Wundärzte<authorialNote><p> Diese Kategorie von Medizinalpersonen besteht nicht mehr.</p></authorialNote>, Tierärzte und Hebammen, welche in der Nähe der österreichisch-schweizerischen Grenze wohnen, zur Ausübung ihrer Berufstätigkeit in den schweizerischen, in der Nähe der Grenze gelegenen Orten befugt sein.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><paragraph eId="art_2/para"><content><p>Die Personen, welche in Gemässheit des Artikels 1 in den in der Nähe der Grenze gelegenen Orten des Nachbarlandes ihren Beruf ausüben, sollen nicht befugt sein, sich dort dauernd niederzulassen oder ein Domizil zu begründen, es sei denn, dass sie sich der in diesem Lande geltenden Gesetzgebung und namentlich nochmaliger Prüfung unterwerfen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><paragraph eId="art_3/para"><content><p>Es gilt als selbstverständlich, dass die Ärzte, Wundärzte<authorialNote><p> Siehe Anmerkung zum Ingress.</p></authorialNote>, Tierärzte und Hebammen eines der beiden Länder, wenn sie von der ihnen im Artikel 1 dieser Übereinkunft zugestandenen Befugnis Gebrauch machen wollen, sich bei der Ausübung ihres Berufes in den in der Nähe der Grenze gelegenen Orten des andern Landes den dort in dieser Beziehung geltenden Gesetzen und Administrativ-Vorschriften zu unterwerfen haben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><paragraph eId="art_4/para"><content><p>Die gegenwärtige Übereinkunft soll zwanzig Tage nach beiderseits erfolgter Publikation derselben in Kraft treten und sechs Monate nach etwa erfolgter Kündigung seitens der beiden Regierungen ihre Wirksamkeit verlieren.</p><p>Sie soll ratifiziert und die Ratifikationen sollen sobald als möglich in Wien ausgewechselt werden.</p></content></paragraph></article><signature><p><i>Zu Urkund dessen </i>haben die Bevollmächtigten die gegenwärtige Übereinkunft unterzeichnet und ihre Siegel beigedruckt.</p><p>So geschehen zu Wien, am neunundzwanzigsten Oktober des Jahres eintausendachthundertfünfundachtzig.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>A.-O. Aepli</p></td><td><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Kánolky</p></td></tr></table></signature></body></act></akomaNtoso>