<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div>\n <div -aw-headerfooter-type:header-primary;="" clear:both\"="">\n <table cellpadding='\"0\"' cellspacing='\"0\"'>\n <tbody>\n <tr>\n <td padding-left:5.4pt;="" padding-right:5.4pt;="" vertical-align:top\"="">Kantonsgericht Schwyz<br/></td>\n <td padding-left:5.4pt;="" padding-right:5.4pt;="" vertical-align:top\"=""><span></span><span '\"="" page=""></span><span></span>1<span></span><br/></td>\n </tr>\n </tbody>\n </table>\n <span> </span><br/>\n <span> </span><br/>\n <span> </span><br/>\n <span> </span><br/>\n </div>\n <span> </span><br/>\n <span>Urteil vom 5.</span><span> </span><span>September 2023</span><br/>\n <span class='\"kantonentscheidlinktext\"' id='\"n0\"' onmouseout='\"hideInfo(0);\"' onmouseover='\"showInfo(0);\"'>STK 2022 64</span><br/>\n <span> </span><br/>\n <table cellpadding='\"0\"' cellspacing='\"0\"'>\n <tbody>\n <tr>\n <td padding-left:5.4pt;="" padding-right:5.4pt;="" vertical-align:top\"="">Mitwirkend<br/></td>\n <td padding-left:5.4pt;="" padding-right:5.4pt;="" vertical-align:top\"="">Kantonsgerichtsvizepräsident Stefan Weber,<br/>Kantonsrichter Walter Züger, Reto Fedrizzi,<br/>Bettina Krienbühl und Stephan Zurfluh,<br/>Gerichtsschreiber Mathis Bösch.<br/></td>\n </tr>\n </tbody>\n </table>\n <span> </span><br/>\n <span> </span><br/>\n <table cellpadding='\"0\"' cellspacing='\"0\"'>\n <tbody>\n <tr>\n <td padding-left:5.4pt;="" padding-right:5.4pt;="" vertical-align:top\"="">In Sachen<br/></td>\n <td padding-left:5.4pt;="" padding-right:5.4pt;="" vertical-align:top\"=""><span>A.________</span>,<br/>Beschuldigter und Berufungsführer,<br/>erbeten verteidigt hauptsächlich durch Rechtsanwalt B.________,<br/><span> </span><br/>gegen<br/><span> </span><br/><span>Staatsanwaltschaft, </span>2. Abteilung, Postfach 1201, 6431 Schwyz,<br/>Anklagebehörde und Berufungsgegnerin,<br/>vertreten durch Staatsanwältin C.________,<br/><span> </span><br/></td>\n </tr>\n </tbody>\n </table>\n <span> </span><br/>\n <table cellpadding='\"0\"' cellspacing='\"0\"'>\n <tbody>\n <tr>\n <td padding-left:5.4pt;="" padding-right:5.4pt;="" vertical-align:top\"="">betreffend<br/></td>\n <td padding-left:5.4pt;="" padding-right:5.4pt;="" vertical-align:middle\"="">Freiheitsberaubung und Entführung unter erschwerenden Umständen, Raub (zweiter Rechtsgang)<br/></td>\n </tr>\n </tbody>\n </table>\n (Berufung gegen das Urteil des kantonalen Strafgerichts vom 12. Februar 2018, SGO 2016 26);-<br/>\n <span> </span><br/>\n <span> </span><br/>\n <span> </span><br/>\n hat die Strafkammer,<br/>\n <br clear:both\"=""/>\n nachdem sich ergeben:<br>\n A.<span> </span>Am 2. April 2012 meldete M.________ der Polizei, durch einen „F.________“, der ihm den Kauf eines VW-Golf vermitteln sollte, in den Club „G.________“ in Altendorf geführt und dort von ca. zehn Männern unter Gewaltanwendung über die vergangene Nacht festgehalten worden zu sein (U-act. 8.1.01 S. 4 bzw. U-act. 10.3.01). Während der polizeilichen Tatortuntersuchung näherte sich der Beschuldigte dem Club und wurde als dessen verdächtiger Mieter auf den Polizeiposten überführt und einvernommen (U-act. 8.1.01 S. 9). In der zweiten, der Polizei delegierten Einvernahme vom 11. April 2012 räumte M.________ ein, nicht alleine, sondern zusammen mit E.________ (alias „H.________“) gefangen gehalten worden zu sein (U-act. 10.3.02), und identifizierte in einer Fotowahlkonfrontation den Beschuldigten als einen der Täter (ebd. Nr. 42 sowie U-act. 10.3.04). Erst an der letzten, ebenfalls an die Polizei delegierten Einvernahme von M.________ am 5. August 2013 (U-act. 10.3.11) konnte der Beschuldigte teilnehmen. E.________ wurde im Oktober 2013 zweimal durch die Polizei einvernommen, wobei in der zweiten Befragung die Teilnahmerechte des Beschuldigten gewahrt wurden (U-act. 10.6.01 und 10.6.03). <br/>\n B.<span> </span>Mit vier separaten Anklagen vom 26. Oktober 2016 klagte die kantonale Staatsanwaltschaft den Beschuldigten, I.________, J.________ und K.________ beim kantonalen Strafgericht der qualifizierten Freiheitsberaubung und Entführung unter erschwerenden Umständen sowie des Raubes an (Vi-act. 1a-d). Die Anklage stützt sich auf den bereits im Urteil des Kantonsgerichts im ersten Rechtsgang aufgeführten Sachverhalt (vgl. <span class='\"kantonentscheidlinktext\"' id='\"n1\"' onmouseout='\"hideInfo(1);\"' onmouseover='\"showInfo(1);\"'>STK 2018 34</span> vom 30. Juni 2020 lit. B). Das Strafgericht lud die beiden Opfer erfolglos vor. E.________ blieb trotz öffentlicher Ausschreibung unbekannten Aufenthalts. Der durch eine Ärztin für einvernahmeunfähig gehaltene M.________ erklärte sein Desinteresse und konnte auch zwecks amtsärztlicher Untersuchung polizeilich nicht aufgefunden werden. Er liess überdies für den Fall einer Zwangszuführung die Aussageverweigerung in Aussicht stellen (Vi-act. 80). Das Strafgericht sprach daher J.________ und K.________ zufolge Unverwertbarkeit der Aussagen der mit ihnen nie konfrontierten Opfer wegen Nichteinhaltung der Teilnahmerechte rechtskräftig frei. Es verurteilte hingegen den Beschuldigten und I.________ mit separaten Urteilen vom 12. Februar 2018 wegen Freiheitsberaubung unter erschwerenden Umständen im Sinne von <span class='\"bundnormlinktext\"' data-norm="\&lt;/body" id='\"n2\"' onmouseout='\"hideInfo(2);\"' onmouseover='\"showInfo(2);\"'></span></br></div></body></html>