<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2012.00780</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=212784&amp;W10_KEY=13013530&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2012.00780</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 10.04.2013</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Bildung</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Klassenzuteilung / Schulhauszuteilung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Die Zuteilung ihrer Tochter in ein Oberstufenschulhaus der Schulgemeinde focht die Beschwerdeführerin an, nachdem ihre Tochter in der Unter- und Mittelstufe der Volksschule ein Opfer von Mobbing geworden sei. Nachdem keine vorsorgliche Zuteilung in ein Schulhaus einer anderen Gemeinde erfolgt war, meldete die Beschwerdeführerin ihre Tochter in einer anderen Gemeinde als Wochenaufenthalterin an.] Zuständigkeit (E. 1). § 10 VSG verleiht am Wohnort Anspruch auf Schulbesuch; halten sich Schüler(innen) an Wochentagen gewöhnlich ausserhalb ihres Wohnorts auf, müssen sie die Schule an diesem (andern) Ort besuchen. Sind Schüler(innen) ausserhalb ihrer Familie in Obhut, befindet sich ihr Wohnort dort, wo sie an Wochentagen üblicherweise die Nacht verbringen. Auf Gesuch der Eltern kann die Schule unentgeltlich in einer anderen Gemeinde besucht werden, wenn der Wohnort der Schüler(innen) im Kanton liegt und diese sich an Wochentagen, auch während der Schulferien, tagsüber mehrheitlich in der anderen Gemeinde aufhalten. Ist für eine Schülerin oder einen Schüler der weitere Besuch in der angestammten Klasse unzumutbar, wird sie oder er nach § 26 Abs. 3 VSG einer anderen Klasse zugeteilt, wenn nötig in einer anderen Gemeinde. Können sich die Beteiligten nicht einigen, legt die Direktion nach § 12 VSG den Schulort, die Kostenpflicht und die Höhe des Schulgeldes fest. Die Zuständigkeit der Bildungsdirektion erstreckt sich aufgrund des § 12 VSG insofern auch auf § 26 Abs. 3 VSG, als ein Gemeindewechsel fraglich ist (E. 2.1). Indem die Tochter der Beschwerdeführerin ab Beginn des Schuljahres 2012/13 als Wochenaufenthalterin in einer anderen Gemeinde gemeldet ist, trägt die bisherige Gemeinde ab dann keine Verantwortung für die Schulung der Tochter mehr. Der Streit zwischen dne Parteien verlor damit seinen Gegenstand (E. 2.2). Verneinen des Vorliegens der Voraussetzungen für einen Verzicht auf ein aktuelles Rechtsschutzinteresse (E. 2.3). Die Vorinstanz hat ihr Verfahren zu Recht als gegenstandslos abgeschrieben. Insoweit ist die Beschwerde, welche die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses und Anhalten der Vorinstanz zum materiellen Entscheid anstrebt, mithin abzuweisen. Das gilt umsomehr, als es Letzterer an der sachlichen Zuständigkeit gebricht. Diese liegt für die gegenwärtige Kontroverse bei der Bildungsdirektion, welche darüber erstinstanzlich befindet (E. 2.4). In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden die Rekurskosten auf die Staatskasse genommen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKTUELLES INTERESSE">AKTUELLES INTERESSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEGENSTANDSLOSIGKEIT">GEGENSTANDSLOSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULHAUSWECHSEL">SCHULHAUSWECHSEL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULZUTEILUNG">SCHULZUTEILUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=16881" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2012.00780</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">10. April 2013</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Jso Schumacher<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Peter Sprenger, Verwaltungsrichterin Maja SchÃ¼pbach Schmid, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Janine Waser. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A,<br/> vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Schulpflege X,<b> </b><br/> <br/> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Klassenzuteilung / Schulhauszuteilung,</b></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><span>Die 1998 geborene D absolvierte die Unterstufe der Volksschule im Schulhaus Q in X, wo sie bereits gemobbt worden sein soll, und wechselte â wie freilich zugleich ein anderes Kind ihrer Klasse â fÃ¼r die Mittelstufe ins Schulhaus R; dort kam es (erneut) zu Mobbing. Unterm 6. Juni 2012 erfuhr die Mutter, ihre Tochter werde auf das Schuljahr 2012/2013 einer (1.) Sekundarklasse C im Oberstufenschulhaus Q zugeteilt. Die Eltern ersuchten mit Schreiben vom 17. jenes Monats um schulische Umteilung ihrer Tochter nach Z. Die Schulpflege X lehnte das mit VerfÃ¼gung vom 28. Juni sowie eine Einsprache hiergegen mit PrÃ¤sidialentscheid vom 9. Juli 2012 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Am 23. Juli 2012 liess die durch die Mutter A vertretene D rekurrieren und verlan­gen, sie unter EntschÃ¤digungsfolge sowie in Aufhebung des PrÃ¤sidialentscheids der Oberstufe Z zuzuteilen. Der Bezirksrat rubrizierte A statt deren Tochter als Partei und entzog dem Rechtsmittel mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 7. August 2012 die aufschiebende Wirkung, sodass D wÃ¤hrend des Rekursverfahrens im Oberstufenschulhaus Q zur Schule gehen mÃ¼sse. Replicando Ã¤nderte A das Rekursansinnen dahin ab, ihre Tochter sei der Oberstufe I zuzuteilen, kÃ¶nne doch Z â wo es anscheinend ohnehin keine Sekundarschule C gibt â D zurzeit nicht aufnehmen; diese sei in I als Wochenaufenthalterin gemeldet und dÃ¼rfe zwar daselbst (wÃ¤hrend des Schuljahrs 2012/2013) die (Sekundar-)Schule (C 1) besuchen, solle aber mÃ¶glichst bald wieder bei ihrer Familie in X wohnen. Mit Beschluss vom 14. November 2012 schrieb der Bezirksrat das Rekursverfahren als gegenstandslos geworden ab, auferlegte seine Kosten von Fr. 662.- A und sprach ihr keine ParteientschÃ¤digung zu.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>A liess beim Verwaltungsgericht am 30. November 2012 Beschwerde fÃ¼hren und beantragen, "[e]s sei der Beschluss des Bezirksrats U vom [â¦] aufzuhe­ben und es sei der Bezirksrat [â¦] anzuweisen, den Rekurs der BeschwerdefÃ¼hrerin materiell zu entscheiden, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zzgl. 8% MWSt zulasten der Beschwerdegegnerin". Der Bezirksrat â unter Verweis auf seinen Beschluss â am 6. sowie die Schulpflege X am 6./7. Dezember 2012 verzichteten auf Beschwerdevernehmlassung bzw. -antwort und A ihrerseits am 13. Dezember 2012 darauf, sich hierzu zu Ã¤ussern.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>Mangels spezieller UmstÃ¤nde im Sinn der §§ 38a und 38b je Abs. 1 des Verwaltung</span>s­<span>rechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) muss die Beschwerde, welcher insbesondere kein Streitwert eignet, gemÃ¤ss § 38 Abs. 1 VRG gerichtsintern in Dreierb</span>e­<span>setzung erledigt werden.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Nach § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 VRG prÃ¼ft das Verwaltungsgericht seine ZustÃ¤n</span>­<span>digkeit als solches von Amts wegen. Sie ist aufgrund des § 75 des Volksschulgesetzes vom 7. Februar 2005 [VSG, LS 412.100] in Verbindung mit §§ 19 Abs. 1 lit. a sowie Abs. 3 Satz 1, 19a Abs. 1, 19b Abs. 2 lit. c, 41 Abs. 1 sowie 3 und §§ 42â44 e contrario VRG betreffend erstinstanzliche Rekursentscheide von BezirksrÃ¤ten Ã¼ber Anordnungen kommu</span>­<span>naler Schulpflegen gegeben (siehe auch Dispositiv-Ziff. IV</span> <span>1).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die weiteren Eintretens</span>bedingungen <span>erscheinen ebenso erfÃ¼llt (vgl. auch Dispositiv-Ziff.</span> <span>IV SÃ¤tze 1 f.).</span> Wie immerhin anzumerken ist, hÃ¤tte die Vorinstanz die rekurrierende Tochter der BeschwerdefÃ¼hrerin statt ihrer sie bloss vertretenden Mutter als Partei rubrizieren sollen; denn sorgeberechtigte Eltern(teile) kÃ¶nnen auf dem Schulgebiet zwar in eigenem Namen, aber ebenso in jenem ihrer Kinder Rechtsmittel ergreifen (siehe VGr, <span>21. Dezember 2011, VB.2011.00395, Ziff. II und E. 2.4 Abs. 1</span>, sowie 24. Oktober 2012, VB.2012.00301, Rubrum<span>; Herbert Plotke, Schweizerisches Schulrecht, 2.</span> <span>A., Bern</span> <span>etc.</span> <span>2003, S. </span>700). Die angerufene BehÃ¶rde hat, konfrontiert mit der einen Variante, sie nicht einfach â wie hier geschehen â durch die andere zu ersetzen. Allerdings mag es jetzt bei solchem Rollentausch der BeschwerdefÃ¼hrerin bleiben, nachdem diese sich schon wÃ¤hrend des Rekursverfahrens damit abgefunden hat und darauf hat vertrauen dÃ¼rfen, dass das so weitergelte.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b><span>§§ 10â12 VSG </span>tragen die Ãberschrift<span> "Schulort und Unentgeltlichkeit". § 10 VSG mit dem </span>Randtitel<span> "Schulort" verleiht am Wohnort Anspruch auf den Schulbesuch (Satz 1); halten sich aber SchÃ¼ler</span>(<span>innen</span>)<span> an Wochentagen gewÃ¶hnlich ausserhalb ihres Wohnorts auf, mÃ¼ssen sie die Schule an diesem (andern) Ort besuchen (Satz 2). § 11 VSG mit dem Marginale "Unentgeltlichkeit" erklÃ¤rt den Unterricht am Schulort fÃ¼r unentgeltlich (Satz 1); bei Unterrichtsbesuch ausserhalb des Schulorts lÃ¤sst sich von den Eltern oder der abgebenden Gemeinde ein Schulgeld erheben (Satz 2). </span>Ist fÃ¼r eine SchÃ¼lerin oder einen SchÃ¼ler der weitere Besuch in der angestammten Klasse unzumutbar, wird sie oder er nach § 26 Abs. 3 VSG einer anderen Klasse zugeteilt, wenn nÃ¶tig in einer anderen Gemeinde. <span>KÃ¶nnen sich die Beteiligten nicht einigen, legt die </span>(gemÃ¤ss § 77 VSG <span>fÃ¼r das Bildungswesen zustÃ¤ndige</span> regierungsrÃ¤tliche)<span> Direktion laut § 12 VSG den Schulort, die Kostenpflicht und die HÃ¶he des Schulgelds fest.</span></p> <p class="Erwgung2">Die Volksschulverordnung vom 2. Juni 2006 (VSV, LS 412.101) bestimmt zu § 10 VSG unter anderem Folgendes: Sind SchÃ¼ler(innen) ausserhalb ihrer Familie in Obhut, befindet sich ihr Wohnort dort, wo sie an Wochentagen Ã¼blicherweise die Nacht verbringen (§ 7 Abs. 1 VSV). Auf Gesuch der Eltern kann die Schule unentgeltlich in einer andern (als der regelgemÃ¤ssen Wohnorts-)Gemeinde besucht werden, wenn der Wohnort der SchÃ¼ler(in­nen) im Kanton liegt und diese sich an Wochentagen, auch wÃ¤hrend der Schulferien, tagsÃ¼ber mehrheitlich in der andern Gemeinde aufhalten, insbesondere bei Tageseltern, in einem Tageshort oder einer andern Betreuungsinstitution (§ 8 Abs. 2 in Verbindung mit Abs. 1 VSV).</p> <p class="Erwgung2">Die ZustÃ¤ndigkeit der Bildungsdirektion aufgrund des § 12 VSG erstreckt sich insofern auch auf § 26 Abs. 3 VSG, als ein Gemeindewechsel fraglich ist (VGr, 20. MÃ¤rz 2013, VB.2012.00629, E. 2.3 ff. mit Hinweisen, ebenso zum Folgenden). § 10 Abs. 1 VSV fÃ¼hrt zu § 26 Abs. 3 VSG nÃ¤her aus, unter welchen UmstÃ¤nden eine "[i]ndividuelle Zuteilung ausserhalb des gesetzlichen Schulortes" zu "einer anderen gut erreichbaren Gemeinde" erfolgt. ZusÃ¤tzlich zum Erfordernis der Unzumutbarkeit, die angestammte Klasse weiter zu besuchen (lit. a), muss die Zuteilung zu einer andern Klasse am bisherigen Schulort unmÃ¶glich oder gleichfalls unzumutbar sein (lit. b) und nicht ausgeschlossen erscheinen, dass "sich die Situation durch die Umteilung bessern" werde (lit. c). § 10 Abs. 2 VSV macht die Aufnahme von der Zustimmung der anderen Gemeinde abhÃ¤ngig; diese legt das Schulgeld fest. DafÃ¼r haben kraft des § 10 Abs. 3 VSV die Eltern (bloss) aufzukommen, wenn die SchÃ¼lerin oder der SchÃ¼ler die Unzumutbarkeit zu vertreten hat und die Eltern die Zuteilung zu einer anderen Gemeinde beantragen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Indem "D ab Beginn des Schuljahrs 2012/2013 als Wochenaufenthalterin bei einer Bekannten in I wohnen [â¦] konnte" (so S. 3 der Beschwerdeschrift), wurde I im Sinn des § 7 Abs. 1 VSV in Verbindung mit § 10 Satz 1 VSG zu ihrem Wohn- und hiermit auch Schulort, wo sie deshalb kraft des § 11 Satz 1 VSG unentgeltlich "die 1. Sekundarklasse [â¦] besuchen konnte" (a.a.O.). Es fragte sich nicht (lÃ¤nger), ob §§ 10 f. je Satz 2, 26 Abs. 3 VSG, §§ 8 Abs. 2 oder 10 Abs. 1 und 3 VSV Anwendung fÃ¤nden. Wie der angefochtene Beschluss zutreffend feststellt, trug die Gemeinde X ab dann keine Verantwortung fÃ¼r die Schulung von D mehr. Schon dadurch, dass deren kontroverse Zuteilung zum Oberstufenschulhaus Q obsolet wurde, verlor der Streit zwischen den Parteien seinen Gegenstand (siehe â alles auch zu den folgenden beiden AbsÃ¤tzen â Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19â28 N. 95, § 21 N. 25, § 28 N. 17, § 63 N. 3; anders in den Augen der Beschwerde die Vorinstanz).</p> <p class="Erwgung2">Der angefochtene Beschluss verneint ein aktuelles Rechtsschutzinteresse, was ebenfalls Gegenstandslosigkeit nach sich zÃ¶ge. Die Beschwerde macht demgegenÃ¼ber ein solches wie folgt geltend:</p> <p class="Urteilstext">" [â¦]. Dieses Rechtsschutzinteresse bezieht sich [â¦] auf die gesamte Oberstufe und nicht bloss auf die 1. Sekundarklasse resp. das Schuljahr 2012/2013. Mit der gegenwÃ¤rtigen befristeten (Not-)LÃ¶sung ist das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin lÃ¤ngst nicht hinfÃ¤llig geworden. Ob diese LÃ¶sung, insbesondere der Nebenwohnsitz [â¦] in I, auch fÃ¼r die Folgejahre aufrechterhalten werden kann, ist vÃ¶llig offen. [â¦].</p> <p class="Urteilstext"> [â¦]. Bei Gutheissung des Rekurses kÃ¶nnte Noemi sofort nach X zurÃ¼ckkehren und gleichwohl die Schule in I besuchen [â¦].</p> <p class="Urteilstext"> Auch prozessÃ¶konomische GrÃ¼nde sprechen dafÃ¼r, dass die Vorinstanz das Gesuch materiell entscheidet. Wie sie selbst festhÃ¤lt, stellt sich die aufgeworfene Frage 'auf das Schuljahr 2013/2014 bzw. sobald die Rekurrentin den Wohnort von D [â¦] wieder nach X verlegt hat' wieder [â¦].</p> <p class="Urteilstext"> [â¦].</p> <p class="Urteilstext"> [â¦]. Die Erteilung der Zustimmung der Gemeinde (I) dÃ¼rfte i. c. eine blosse Formsache sein, nachdem sie schon fÃ¼r das laufende Jahr erteilt wurde. Es ist [â¦] nicht so, dass die ÃberprÃ¼fung der Entscheide der Schulpflege X [â¦] weder die rechtliche noch die tatsÃ¤chliche Situation der Rekurrentin beeinflusse (angefochtener Beschluss [â¦]). Vielmehr ist eine Gutheissung des Rekurses mindestens 'im Sinne der ErwÃ¤gungen' mÃ¶glich, was vernÃ¼nftigerweise nichts anderes bedeuten kÃ¶nnte, als dass das bisherige Regime (Oberstufe in I) definitiv weiterzufÃ¼hren sei [â¦], jedoch aufgrund einer offizi­ellen Umteilung durch die Schulpflege X nach Einholen der Zustimmung der Gemeinde I, sodass D [â¦] ihren ordentlichen Wohnsitz in X wieder einnehmen kann."</p> <p class="Erwgung2">Die Argumentation der Beschwerde beschlÃ¤gt im Wesentlichen das alsbald aufzugreifende Thema, ob sich auf ein <i>aktuelles</i> Rechtsschutzinteresse verzichten lasse. Ein aktuelles fehlt hier jedenfalls, weil die Beschwerdegegnerin fÃ¼r die Tochter der BeschwerdefÃ¼hrerin zumindest derzeit nicht zustÃ¤ndig ist; dies wÃ¼rde sie vielmehr erst, wenn D den schulischen Wohnort nach X (zurÃ¼ck)verlegte. Anders entscheiden hiesse, dass Schulpflegen fÃ¼r ihre Gemeinden und spÃ¤ter die Rechtsmittel­instanzen Ã¼ber Zuteilungen befinden mÃ¼ssten, ohne dass die betroffenen SchÃ¼ler(innen) am entsprechenden Ort wohnten, sofern bekundet werde, sie tÃ¤ten es bei ErfÃ¼llen von ZuteilungswÃ¼nschen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Vom Erfordernis eines aktuellen Rechtsschutzinteresses liesse sich ausnahmsweise absehen, wenn sich die aufgeworfene Frage unter gleichen oder Ã¤hnlichen UmstÃ¤nden wieder stellen und sonst zu grundsÃ¤tzlichen Problemen, an deren LÃ¶sung ein hinreichendes Ã¶ffentliches Interesse besteht, kaum je ein rechtzeitiger Entscheid ergehen kÃ¶nnte (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 25; RB 2007 Nr. 19 E. 2.2 Abs. 2; VGr, 21. November 2012, VB.2012.00705, E. 5 Abs. 1 â 24. Januar 2013, VB.2012.00769, E. 1.2.1 â 22. Februar 2013, VB.2012.00623, E. 1.2 Abs. 2).</p> <p class="Erwgung2">Der angefochtene Beschluss erwÃ¤gt, bis D ihren Wohnort allenfalls wieder nach X verlege, "kÃ¶nnen sich die massgeblichen UmstÃ¤nde wie beispielsweise die Klassenzusammensetzung noch stark verÃ¤ndern, zudem verÃ¤ndern sich die involvierten Personen, werden sie doch ein Jahr Ã¤lter, was im Oberstufenalter nicht unbeachtlich ist. Die gesamte Situation ist zu einem spÃ¤teren Zeitpunkt nicht vergleichbar mit der heutigen, weshalb sich die Frage keineswegs jederzeit unter gleichen oder Ã¤hnlichen UmstÃ¤nden wieder stellen wird". Die Beschwerde macht das Gegenteil geltend. Nun genÃ¼gt es, wenn sich die aufgeworfene Frage unter <i>Ã¤hnlichen</i> UmstÃ¤nden wieder stellen <i>kann</i>. Das scheint hier durchaus mÃ¶glich.</p> <p class="Erwgung2">Hingegen lÃ¤sst sich gegenwÃ¤rtig jedenfalls nicht ernstlich einwenden, es vermÃ¶chte zu einem grundsÃ¤tzlichen Problem kaum je ein rechtzeitiger Entscheid zu ergehen. Letzteres verneint die Vorinstanz namentlich unter zutreffendem Hinweis auf einstweiligen Rechtsschutz, den sie â obzwar nicht zu Gunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin â durchaus gewÃ¤hrte (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG); die Beschwerde erwidert dazu denn auch nichts. Ebenso wenig ist vorliegend eine prinzipielle Frage etwa in dem Sinn zu beantworten, ob § 26 Abs. 3 VSG und § 10 Abs. 1 VSV auf einen Fall wie den von D Ã¼berhaupt Anwendung finden kÃ¶nnten; vielmehr hÃ¤ngt die (Un-)Zumutbar­keit, die Oberstufe im Schulhaus Q in X zu absolvieren, von ganz spezifischen UmstÃ¤nden ab.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Nach alledem hat die Vorinstanz ihr Verfahren zu Recht als gegenstandslos geworden abgeschrieben (siehe KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 28 N. 11 und 17; VGr, 21. November 2012, VB.2012.00705, E. 6, sowie 24. Januar 2013, VB.2012.00769, E. 1.2.1). Insoweit ist die Beschwerde, welche Aufhebung des angefochtenen Beschlusses und Anhalten der Vorinstanz zum materiellen Entscheid anstrebt, mithin abzuweisen. Das gilt umso mehr, als es Letzterer an der sachlichen ZustÃ¤ndigkeit gebricht. Diese liegt fÃ¼r die gegenwÃ¤rtige Kontroverse im Sinn des § 26 Abs. 3 VSG kraft § 12 VSG bei der Bildungsdirektion (vgl. oben 2.1 Abs. 1 und 3), welche nebenbei bemerkt darÃ¼ber genau so erstinstanzlich befindet, wie es etwa das Kantonale Sozialamt tut, wenn Gemeinden Ã¼ber Hilfepflicht und Kostentragung streiten (§ 9 lit. e des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 [LS 851.1] in Verbindung mit § 7a der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 [LS 851.11] sowie Anhang 3 Ziff. 2.1 der Verordnung Ã¼ber die Organisation des Regierungsrates und der kantonalen Verwaltung vom 18. Juli 2007 [LS 171.11]; hierzu VGr, 29. MÃ¤rz 2012, VB.2012.00084, besonders Ziff. IC und II sowie E. 1 und 2.1 [nicht auf www.vgrzh.ch publiziert]).</p> <p class="Erwgung2">Die Beschwerde beanstandet Ã¼brigens die vorinstanzliche Nebenfolgenregelung nicht. Bei Gegenstandslosigkeit ist nach Ermessen Ã¼ber die Nebenfolgen zu befinden und dabei zu berÃ¼cksichtigen, wer die Gegenstandslosigkeit bzw. das gegenstandslos gewordene Verfahren verursacht hat oder welche Partei vermutlich obsiegt hÃ¤tte; insbesondere bei Versagen dieser Kriterien lÃ¤sst sich aber auch nach anderweitiger Billigkeit vorgehen (RB 2002 Nr. 7, 2003 Nr. 4; VGr, 21. Oktober 2009, PB.2009.00016, E. 6.4 f. â 5. Mai 2010, VB.2007.00241, E. 3.2 â 30. November 2011, VB.2011.00305, E. 3). Wer hier in der Sache wohl unterlegen wÃ¤re, lÃ¤sst sich nicht sagen. Doch hatte die BeschwerdefÃ¼hrerin das Rekursverfahren angestrengt und hat dann dessen Gegenstandslosigkeit bewirkt, indem sie ihrer Tochter einen Wochenaufenthalt in I verschuf.</p> <p class="Erwgung2">Insofern hat zwar die Vorinstanz der BeschwerdefÃ¼hrerin mit Fug eine ParteientschÃ¤digung verweigert (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Hingegen sind die Rekurskosten in teilweiser Gutheissung der Beschwerde auf die Staatskasse zu nehmen, lÃ¤sst sich doch weder der Hinweis auf ein Anfechtungsverfahren der Beschwerdegegnerin vorwerfen noch auch der BeschwerdefÃ¼hrerin, die entsprechende Rechtsmittelbelehrung befolgt zu haben (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 23 und 27).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">AusgangsgemÃ¤ss gestÃ¼tzt auf § 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 sowie § 17 Abs. 2 VRG gilt es, die â wegen Rechtsmittelgutheissung in einem Nebenpunkt reduzierten â Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen und ihr keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2">Zur BegrÃ¼ndung der Rechtsmittelbelehrung im folgenden Dispositiv lÃ¤sst sich auf ein analoges GeschÃ¤ft der Kammer verweisen (VGr, 20. MÃ¤rz 2013, VB.2012.00629, besonders E. 4).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text31"></a>erkennt</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden die Rekurskosten auf die Staatskasse genommen. Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 1'600.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen </span><span>dieses Urteil</span><span> kann Beschwerde in Ã¶ffentlichrechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Sie ist innert </span><span><a id="Dropdown6"></a></span><span> Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>