B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-2552/2012 U r t e i l v o m 2 1 . J u l i 2 0 1 4 Besetzung Richter Michael Beusch (Vorsitz), Richter Daniel Stufetti, Richter Daniel Riedo, Gerichtsschreiberin Anna Strässle. Parteien A._______,…, vertreten durch …, Beschwerdeführerin, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz, Gegenstand Invalidenrente, Verfügung IVSTA vom 2. April 2012. A-2552/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. Am 25. Februar 2000 stellte die am […] geborene und damals noch in der Schweiz wohnhafte Spanierin A._______ (nachfolgend: Versicherte) ein Gesuch um Bezug von Rentenleistungen der schweizerischen Invaliden- versicherung (IV; IV 1-act. 1). Mit Verfügung vom 19. Mai 2003 gewährte die IV -Stelle des Kantons Waadt (IV -VD) der Versicherten ab dem 1. Januar 2000 eine halbe Rente (IV 1-act. 43 und 44). Diese Verfügung erwuchs in Rechtskraft. B. Ende Juni 2003 kehrte die Versicherte nach Spanien zurück (IV1-act. 45). Am 18. November 2005 leitete die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz) ein Rentenrevisionsverfahren ein (IV1-act. 51) und teilte der Versicherten am 25. September 2006 mit, sie sei zum Schluss gekommen, dass sich ihr Invaliditätsgrad nicht in renten- relevanter Weise verändert habe, weshalb ihr Leistungsanspruch unve r- ändert bleibe (IV1-act. 60). Mit Schreiben vom 11. Januar 2008 verlangte die Versicherte die Revision ihrer Rente und verwies auf ihr Schreiben vom 30. November 2007, mit welchem sie der Vorinstanz zuvor weitere medizinische Atteste hatte zukommen lassen (IV1-act. 67). Mit der ihren Vorbescheid vom 18. Februar 2008 (IV1-act. 70) im Wesentlichen best ä- tigenden Verfügung vom 26. Mai 2008 trat die Vorinstanz auf das Revisi- onsgesuch nicht ein. Zur Begründung führte sie sinngemäss aus, au f- grund der von der Versicherten vorgelegten Arztberichte sei nicht glau b- haft gemacht worden, dass sich ihr Invaliditätsgrad in einer für den Ren- tenanspruch erheblichen Weise geänder t habe . Demzufolge könne das neue Leistungsgesuch nicht geprüft werden (IV1-act. 82). Die Vorinstanz stützte sich hierbei im Wesentlichen auf eine eingeholte Stellungnahme ihres medizinischen Dienstes vom 12. Februar 2008 bzw. 14. Mai 2008 (Dr. X._______; IV1-act. 69 und 81). C. Hiergegen erhob die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 15. Juli 2008 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht, dem sie sinn- gemäss beantragte, die Verfügung der Vorinstanz vom 26. Mai 2008 auf- zuheben und die Vorinstanz an zuweisen, auf ihr Revisionsgesuch vom 11. Januar 2008 einzutreten und es materiell zu prüfen. D er Bericht der Dr. Z._______ (IV1-act. 84) zeige auf, dass es schwierig sei, eine medizi- nische Dokumentation über ihren Gesundheitszustand zu erstel len; die A-2552/2012 Seite 3 Vorinstanz solle ihre Hilfe anbieten. Mit Triplik vom 14. April 2009 liess die Beschwerdeführerin dem Bundesverwaltungsgericht eine neue medizin i- sche Dokumen tation von den Dres. Y ._______ und W._______ zukom- men und machte geltend, diese Berichte belegten, dass sich ihr Gesund- heitszustand verschlechtert habe und schloss, dass sie in der Schweiz untersucht werden müsse (IV 2-act. 2). Mit Urteil C -4670/2008 vom 16. März 2010 wies das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde ab und übermittelte das Schreiben vom 14. April 2009 im Sinne eines neuen Revisionsgesuches an die Vorinstanz. D. Die Vorinstanz wies daraufhin im Rahmen einer materiellen Prüfung das Revisionsgesuch vom 14. April 2009 mit der ihren Vorbescheid vom 9. November 2010 (IV2-act. 19) im Wesentlichen best ätigenden Verf ü- gung vom 2. April 2012 (IV2-act. 51) ab. Zur Begründung gab sie im W e- sentlichen zu bedenken, aus den nun ergänzten Akten und der Begutach- tung in der Schweiz gehe hervor, dass nach wie vor eine dem Gesun d- heitszustand angepasste Tätigkeit ausg eübt und mehr als 40 % des E r- werbseinkommens erzielt werden könnte, das heute erreicht werden wür- de, wenn keine Invalidität vorläge. Es bestehe folglich weiterhin ein Recht auf eine halbe Rente, wobei es unerheblich sei, ob eine zumutbare Tätig- keit tatsächlich ausgeübt werde. Die Vorinstanz stützte sich hierbei hauptsächlich auf das – im Bureau Romand d'Expertises M édicales (BREM) in Vevey erstellte – umfassende interdisziplinäre ärztliche Gu t- achten vom 7. September 2011 (nachfolgend: Gutachten BREM; IV2-act. 44), das von Dr. V._______ verfasste psychiatrische Gutachten vom 31. August 2011 ( Gutachten V._______; IV2-act. 43) und die Ste l- lungnahmen von Dr. U._______ vom 21. Februar 2012 (IV2-act. 48) so- wie von Dr. T._______ vom 15. März 2012 (IV2-act. 50). E. Gegen diese Verfügung erhob d ie Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 10. Mai 2012 (vorab per Fax) Beschwerde beim Bundesverwaltungsg e- richt (BVGer-act. 1 bzw. 2). Sie beantragt im Wesentlichen, die Verfügung der Vorinstanz vom 2. April 2012 sei aufzuheben und die Vorinstanz a n- zuweisen, eine höhere Invalidenrente zuzusprechen. Zur Begründung bringt sie zusammengefasst vor, diese Beschwerde vorerst nur zur Fris t- wahrung einzureichen, da sie noch nicht im Besitze beider in der Schweiz erstellten fachmedizinischen Gutachten sei. Insgesamt sei ihr Gesun d- heitszustand aber so schlecht, dass ihr eine höhere Rente zustünde; eine A-2552/2012 Seite 4 umfassendere Beschwerdebegründung folge nach Erhalt der fachmediz i- nischen Gutachten. F. In ihrer Vernehmlassung vom 19. Juli 2012 (BVGer-act. 6) beantragt die Vorinstanz sinngemäss die Abweisung der Beschwerde und die Bestät i- gung der Verfügung vom 2. April 2012. Sie hält insbesondere entgegen, gemäss Gutachten BREM und V._______ weise die Versicherte ein u n- verändertes Bild der vorliegenden Leiden auf; d.h. generalisierte Schmer- zen des Bewegungsapparates ohne relevantes somatisches Korrelat . Somit liege die Symptomatik einer somatoformen Schmerzstörung vor, ohne eine relevante psychiatrische Komorbidität. Diese Gutachten hätten dabei den massgeblichen Sachverhalt berücksichtigt, es habe eine Anamneseerhebung unter Einbezug der Vorakten stattgefunden, wobei die geklagten Beschwerden einbezogen worden seien bzw. die eigenen Abklärungen und Schlussfolgerungen einleuchtend und begrü ndet e r- scheinen würden; der Begutachtung komme somit volle Beweiskraft zu. Die Fachärzte des regionalen ärztlichen Dienstes hätten sich gestützt auf die Gutachten ein schlüssiges und nachvollziehbares Bild der geklagten Leiden bilden und zuverlässige Erken ntnisse bezüglich der verbliebenen Arbeitsfähigkeit gewinnen können. G. Mit Replik vom 29. August 2012 (BVGer-act. 11) führt die Beschwerdefüh- rerin aus, die ä rztlichen Gutachten stellten nicht alle massgebenden m e- dizinischen Sachverhaltselemente korrekt und detailliert fest ; u.a. werde die Komorbidität zwischen der schweren Fibromyalgie und der psychiatri- schen somatoformen Störung – die eindeutig gegeben sei – vollkommen ignoriert. Des Weiteren sei unverständlich, wesha lb die Fibromyalgie und Polyarthrose nicht als Erkrankungen bzw. Gesundheitseinschränkungen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eingestuft worden seien. Somit seien letztlich auch die Schlussfolgerungen nicht korrekt und fachmediz i- nisch einwandfrei. Schliesslich habe die Beschwerdeführerin schon vier- mal versucht, sich das Leben zu nehmen. Mit Duplik vom 24. September 2012 (BVGer-act. 13) bestätigt die Vorinstanz sinngemäss die gestellten Anträge sowie deren bisherige Begründung. H. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Un- terlagen wird – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen. A-2552/2012 Seite 5 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 VGG Be- schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern sie von Behö r- den erlassen wurden, die gemäss Art. 33 VGG als Vorinstanzen gelten, und überdies keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Die IVSTA g e- hört zu den Behörden nach Art. 33 Bst. d VGG und ist daher Vorinstanz des Bundesverwaltung sgerichts (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG, SR 831.20). Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist damit zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 1.2 Gemäss Art. 19 Abs. 3 VGG sind die Richter und Richterinnen des Bundesverwaltungsgerichts zur Aushilfe in anderen Abteilungen verpflich- tet. Die Abteilung I des Bundesverwaltungsgerichts hat das vorliegende Beschwerdeverfahren im Zuge einer – auf einer abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit basierenden – Entlastungsmassnahme gegenüber der Abteilung III übernommen. Die ursprüngliche Verfahrensnummer C-2552/2012 wurde daher auf A-2552/2012 geändert. 1.3 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). In- des findet das VwVG aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG keine Anwe n- dung in Sozialversicherungssachen, soweit das ATSG (SR 830.1) an- wendbar ist. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Gese t- zes auf die bundesgesetzlich gereg elten Sozialversicherungen anwen d- bar, wenn und soweit die einzelnen Sozialversicherungsgesetze es vo r- sehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Inval i- denversicherung anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine A b- weichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach den allgemeinen inte r- temporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht mangels anders- lautender Übergangsbestimmungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 1.4 Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet die Verfügung der IVSTA vom 2. April 2012 (IV2-act. 51). Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin durch diese Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges I n- teresse an deren Aufhebung oder Änderung (Art. 59 ATSG). A-2552/2012 Seite 6 1.5 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht e Beschwerde (Art. 60 Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist demnach einzutreten. 2. 2.1 Das Bundesverwaltungsgericht kann angefochtene Entscheide grundsätzlich in vollem Umfang überprüfen. Die Beschwerdeführerin kann neben der Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschre i- tung oder des Missbrauchs des Ermessens (Art. 49 Bst. a VwVG) und der unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 49 Bst. b VwVG) auch die Unangemessenheit rügen (Art. 49 Bst. c VwVG). 2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der B e- gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die B e- schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut - heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer B e- gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. THOMAS HÄBERLI, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 62 Rz. 40; ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwa l- tungsgericht, 2. Aufl., Basel 2013, Rz. 3.197). 3. Zunächst ist festzuhalten, w elche Rechtsnormen und Rechtsgrundsätze im vorliegenden Verfahren in materieller Hinsicht zur Anwendung gela n- gen. 3.1 Die Beschwerdeführerin ist Staatsangehörige von Spanien und hat dort seit Ende Juni 2003 wieder ihren Wohnsitz (Sachverhalt, Bst. B), weshalb vorliegend das am 1 . Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft e i- nerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) zu beachten ist. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des auf der Grundlage des Art. 8 FZA ausgear- beiteten und Bestandteil des Abkommens bildenden (Art. 15 FZA) A n- hangs II – betreffend Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit – des FZA i.V.m. Abschnitt A dieses Anhangs wenden die Vertragspartei- en untereinander insbesondere die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen S i- cherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familiena n-A-2552/2012 Seite 7 gehörige, die innerhalb de r Gemeinschaft zu - und abwandern (SR 0.831.109.268.1), und die Verordnung Nr. 574/72 oder gleichwertige Vorschriften an. Diese sind am 1. April 2012 durch die Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit s o- wie (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koordinierung der System e der sozialen Sicherheit abgelöst worden (vgl. hierzu auch Urteil des Bu n- desverwaltungsgerichts B-194/2013 vom 22. Juli 2013 E. 3.1). Nach Art. 4 der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 haben Personen, für die diese Verordnung gilt, die gleichen Rechte und Pflic hten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats wie die Staatsangehörigen dieses Staates. Dabei ist im Rahmen des FZA auch die Schweiz als "Mitglie d- staat" im Sinne dieser Koordinierungsverordnungen zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 Anhang II des FZA). Soweit das FZA bzw. die auf dieser Grundl a- ge anwendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweiche n- den Bestimmungen vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfa h- rens sowie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen einer schweizer i- schen Invalidenrente grundsätzlich nach der innerstaatlichen Rechtsor d- nung (BGE 130 V 25 3 E. 2.4). Entsprechend bestimmt sich vorliegend der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Rente der Invalidenvers i- cherung aus schliesslich nach dem innerstaatlichen schweizeris chen Recht, insbesondere nach dem IVG, der IVV (SR 831.201), dem ATSG sowie der ATSV (SR 830.11). Ferner sind die rechtsanwendenden Behörden in der Schweiz nicht an Feststellungen und Entscheide ausländischer Versicherungsträger, Kra n- kenkassen, Behörden und Ärzte bezüglich Invaliditätsgrad und A n- spruchsbeginn gebunden (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI-Praxis 1996, S. 179; ZAK 1989 S. 320 E. 2). Vielmehr unterstehen auch aus dem Aus- land stammende Beweismittel der freien Beweiswürdigun g des Gerichts (vgl. Urt eil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, heute: BGer] vom 11. Dezember 1981 i.S. D; zum Grundsatz der freien Bewei s- würdigung BGE 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-662/2010 vom 19. Dezember 2012 E. 4.1). 3.2 In materiellrechtlicher Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übe r- gangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu A-2552/2012 Seite 8 Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben ( BGE 138 V 47 5 E. 3.1, BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den in Kraft stehenden Normen zu prüfen (pro rata tempo- ris; BGE 130 V 445 E. 1.2.1 f.; Urteil des Bu ndesverwaltungsgerichts C-601/2011 vom 5. Dezember 2013 E. 3.3). Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung stellt das Sozialversich e- rungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Vorliegend sind demnach die Verhältnisse bis zum 2. April 2012 (Datum der angefochtenen Verfügung) zu berücksichtigen. Allerdings können Tatsachen, die den Sachverhalt seither verändert haben, unter Umständen Gegenstand einer neuen Ver- waltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b mit Hinweisen; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-601/2011 vom 5. Dezember 2013 E. 4). 3.3 Das vorliegende Revisionsgesuch erfolgte am 14. April 2009 , wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat. Da diese Revision hinsichtlich des Begriffs und der Bemessung der Invalidität keine substantiellen Änderungen gegenüber der bis En de 2007 gültig gewesenen Rechtslage gebracht hat, werden nachfolgend bei den mat e- riellen Bestimmungen des IVG und der IVV die Fassung gemäss den am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Änderungen (5. IV-Revision; AS 2007 5129 und AS 2007 5155) wiedergegeben. Soweit ein Rentenanspruch ab dem 1. Januar 2012 zu prüfen ist, sind weiter die mit dem ersten Mas s- nahmenpaket der 6. IV-Revision zu diesem Zeitpunkt in Kraft getretenen Gesetzesänderungen zu beachten (IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659], I VV in der Fassung vom 16. November 2011 [AS 2011 5679]; vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-4614/2012 vom 19. Juni 2013 E. 2.7). Nachfolgend wird also auf die ab 1. Januar 2008 gültigen Bestimmungen verwiesen, ausser diese hätten mit der IV-Revision 6a eine Änderung erfahren. 3.4 Bezüglich der vorliegend aufgrund von Art. 2 ATSG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 IVG zu berücksichtigenden ATSG-Normen zur Arbeitsunfähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur Bestimmung des Invaliditätsgrades (Art. 16) hat das Schweizerische Bundesgericht (vo r- mals EVG) erkannt, dass es sich bei den in Art. 3-13 ATSG enthaltenen Legaldefinitionen in aller Regel um eine formellgesetzliche Fassung der A-2552/2012 Seite 9 höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den entsprechenden Begriffen vor In-Kraft-Treten des ATSG handelt und sich inhaltlich damit keine Änd e- rung ergibt, weshalb die hierzu entwickelte Rechtsprechung übernommen und weitergeführt werden kann (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1-3.3; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-194/2013 vom 22. Juli 2013 E. 3.3). 4. Nachfolgend sind die zur Beurteilung des Streitsache massgebenden g e- setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze darzulegen. 4.1 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversi cherung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG; vgl. E. 4.2) und beim Eintritt der Invalidität während der vom Gesetz vorgesehenen Dauer Beiträge an die Alters -, Hinterlassenen - und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG). Diese Bedingungen müssen kumulativ gegeben sein; fehlt eine, so entsteht kein Rentenanspruch, selbst wenn die andere erfüllt ist (vgl. statt vieler Urteil des Bundesverwal- tungsgerichts C-6839/2008 vom 28. September 2010 E. 2.4). Die Beschwerdeführerin hat unbestrittenermassen während mehr als 25 Jahre Beiträge an die AHV/IV geleistet (vgl. IV1-act. 47), so dass die Vor- aussetzung der Mindestbetragsdauer für den Anspruch auf eine ordentl i- che Invalidenrente erfüllt ist. 4.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invali- dität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesundheitsschad en verursachte und nach zumutbarer Behandlung oder Eingliederung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust der Erwerb s- möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeit s- markt resp. der Möglichkeit, sich im bisherigen Aufgab enbereich zu betä- tigen. Der Invaliditätsbegriff enthält damit zwei Elemente: ein medizin i- sches (Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) und ein wirtschaftliches im weiteren Sinn (dauerhafte oder länger dauer n- de Einschränkung der Erwerbsfähigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbe- reich; vgl. zum Ganzen U ELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, Art. 8 Rz. 7; statt vieler Urteile des Bundesverwaltungsgerichts B-194/2013 vom 22. Juli 2013 E. 4.1 und C-4208/2012 vom 17. Mai 2013 E. 2.3). A-2552/2012 Seite 10 Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise U n- fähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auc h die zumutbare Tätigkeit in einem a n- deren Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Erwerbs- unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Ein gliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der E r- werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen A r- beitsmarkt (Art. 7 ATSG). 4.3 4.3.1 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch solche psychischer Natur eine Invali dität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Ei n- schränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2, BGE 130 V 352 E. 2.2.1, SVR 2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4). Entscheidend ist, ob und i n- wiefern es der versicherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar ist. Dies ist nach einem weitgehend objekt i- vierten Massstab zu prüfen (BGE 136 V 279 E. 3.2.1; zum Ganzen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C -1927/2012 vom 18. Oktober 2013 E. 3.2). 4.3.2 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens, so auch einer anhaltenden somatof ormen Schmerzstörung, setzt zunächst eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaf t- lich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 136 V 279 E. 3.2.1). Eine solche lege artis gestellte Diagnose ist zwar notwendige, jedoch noch nicht hinreichende Voraussetzung für die Annahme einer psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit bzw. Invalidität (vgl. BGE 139 V 547 E. 5.2, BGE 130 V 396 E. 6.3 und BGE 127 V 294 E. 4c). Psychische Störungen, welche durch soziale Umstände verursacht wer den und bei Wegfall di e- ser Belastung wieder verschwinden, können nicht zur Invalidenrente b e- rechtigen. Zwar kann einer fachgerecht diagnostizierten psychischen Krankheit der invalidisierende Charakter nicht mit dem blossen Hinweis A-2552/2012 Seite 11 auf eine bestehende psych osoziale Belastungssituation abgesprochen werden. Je stärker aber psychosoziale und soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbesti m- men, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein (BGE 127 V 294 E. 5a; zum Ganzen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C -1927/2012 vom 18. Oktober 2013 E. 3.3). 4.3.3 Wie jede andere psychische Beeinträchtigung begründet indes auch eine diagnostizierte anhaltende somatofo rme Schmerzstörung als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die som a- toforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willen s- anstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wi e- dereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicher- te Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vorde r- grund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erhebl i- cher Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere Faktoren, so: chronische körperliche Begleiterkrank ungen; ein mehrjähriger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne länger dauernde Rückbildung; ein sozia- ler Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer inne rseelischer Verlauf einer an sich mis s- glückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht in die Krankheit"); das Scheitern einer kons e- quent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausg e- prägter sich die entsprechenden Befunde darstellen, desto eher sind – ausnahmsweise – die Voraussetzungen für eine zumutbare Willensan- strengung zu verneinen (BGE 137 V 64 E. 4.1, BGE 136 V 279 E. 3.2.1, BGE 131 V 49 E. 1.2, BGE 130 V 352 E. 2.2.3). Diese dargestellten im Bereich der somatoformen Schmerzstörung entwickelten Grundsätze sind gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechu ng auch bei der Würdigung des invalidisierenden Charakters einer Fibromyalgie analog anzuwenden (BGE 132 V 65 E. 4.1; zum Ganzen Urteil des Bundesverwaltungsg e- richts C-1927/2012 vom 18. Oktober 2013 E. 3.4). A-2552/2012 Seite 12 4.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Ren- te, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Inval i- ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgr ad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18 . Altersjahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG). Laut Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entspre- chen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und g e- wöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine abweichende Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 für die Staatsangehör i- gen eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, sofern sie – wie die Beschwerdeführerin – in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben (BGE 130 V 253 E. 2.3 und E. 3.1; vgl. auch Urteil des Bundesverwa l- tungsgerichts C-4614/2012 vom 19. Juni 2013 E. 2.8). Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfä higkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenb e- reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), und die z u- sätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durc h- schnittlich zu mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c). 4.5 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinko m- men, das die versicherte Perso n nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglied e- rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezi e- hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). Der Einkommensvergleich hat dabei in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmä ssig mög- lichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der – unter Berücksichtigung allfälliger rentenwirksamer Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung (hier: 2. April 2012) – resultierenden Einkommensdifferenz der Invalid i-A-2552/2012 Seite 13 tätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Ein- zelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Ann ä- herungswerte miteinander zu vergleichen (allgemeine Methode des Ei n- kommensvergleichs; BGE 129 V 222 E. 4.1, BGE 128 V 29 E. 1, BGE 104 V 135 E. 2a und b; ZAK 1990 S. 518 E. 2). Erwerbsunfähigkeit ist, vereinfacht ausgedrückt, die durch einen Gesundheitsschaden verursach- te U nfähigkeit, durch Arbeit Geld verdienen zu können ( GUSTAVO SCAR- TAZZINI/MARC HÜRZELER, Bundessozialversicherungsrecht, 4. Aufl., Basel 2012, § 13 Rz. 16; zum Ganzen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-194/2013 vom 22. Juli 2013 E. 4.4 und C-662/2010 vom 19. Dezember 2012 E. 4.6). 4.6 Der Begriff der Invalidität ist demnach nicht nach dem Ausmass der gesundheitlichen Beeinträchtigung definiert, sondern nach der daraus fo l- genden Unfähigkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 110 V 273 E. 4a, BGE 102 V 165) oder sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betä- tigen. Dabei sind die Erwerbs - bzw. Arbeitsmöglichkeiten nicht nur im an- gestammten Beruf bzw. der bisherigen Tätigkeit, sondern – wenn erfor- derlich – auch in zumutbaren anderen beruflichen Tätigkeiten (Verweistä- tigkeiten) zu prüfen. Der Invaliditätsgrad ist also grundsätzlich nach wir t- schaftlichen und nicht nach medizinischen Grundsätzen zu ermitteln. Das heisst, dass es bei der Bemessung der Invalidität einzig und allein auf die objektiven wirtschaftlichen Folgen der funktionellen Behinderung a n- kommt, welche nicht unbedingt mit dem von Arzt oder Ärztin festgelegten Grad der funktionellen Einschränkung übereinstimmen müssen (BGE 110 V 273 E. 4a; ZAK 1985 S. 459; zum Ganzen Urteil des Bundesverwa l- tungsgerichts B-194/2013 vom 22. Juli 2013 E. 4.4). 4.7 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft ent- sprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Rentenre vision g e- mäss Art. 17 Abs. 1 ATSG). 4.7.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Eine Invalidenrente ist dem - nach nicht nur bei einer wesentlichen Verän derung des Gesundheits - zustandes revidierbar, sondern auch dann, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes e r- heblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 und BGE 117 V 198 A-2552/2012 Seite 14 E. 3b, je mit Hinweisen). Dagegen ist die unterschiedliche Beurteilung e i- nes im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhalts kein Revis i- onsgrund; unterschiedliche Beurteilungen sind revisionsrechtlich nur dann beachtlich, wenn sie Ausdruck von Änderungen der tatsächlichen Ve r- hältnisse sind (vgl. BGE 135 V 201 E. 6.1, BGE 115 V 308 E. 4a/bb und BGE 112 V 387 E. 1b, je mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a; ZAK 1987 S. 36 ff.; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C -662/2010 vom 19. Dezember 2012 E. 4.7.1). Nach Art. 88a Abs. 2 IVV (in der Fassung vom 16. November 2011) ist die anspruchsbeeinflussende Änderung im Falle einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unte r- brechung drei Monate gedauert hat. In derartigen Konstellationen i st Art. 29 Abs. 1 IVG nicht anwendbar (BGE 109 V 125 E. 4a; vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C -3159/2006 vom 18. August 2008 E. 4.1). 4.7.2 Ob eine massgebliche Änderung in dem für den Invaliditätsgrad er - heblichen Tatsachenspektrum überwiegend wahrscheinlich eingetreten ist (vgl. zum im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwi e- genden Wahrscheinlichkeit BGE 138 V 218 E. 6 und BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweisen), beurteilt sich im Revisionsverfahren durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der letzten eröffneten und rechtskräftigen Verfügung, welche auf einer umfassenden materiellen Prüfung des Re n- tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürd i- gung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (vgl. E. 4.5) – bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands – beruht, mit dem Sachverhalt zur Zeit der streit i- gen neuen Verfügung ( vgl. BGE 133 V 108 E. 5.4 mit Hinweisen ; zum Ganzen Urteil des Bundesverwaltungsg erichts C -662/2010 vom 19. Dezember 2012 E. 4.7.2). Eine Verfügung ist jedoch verzichtbar, wenn bei einer von Amtes wegen durchgeführten Revision keine lei s- tungsbeeinflussende Änderung der Verhältnisse festgestellt wurde (Art. 74ter Bst. f IVV) und die bisherige Invalidenrente daher weiter ausge- richtet wird. Wird auf entsprechende Mitteilung hin keine Verfügung ve r- langt (Art. 74quater Abs. 1 I VV), ist jene in Bezug auf den Vergleichszei t- punkt einer (ordentlichen) rechtskräftigen Verfügung gleichzustellen (Ur- teil des Bundesgerichts 9C_46/2009 vom 14. August 2009 E. 3.1; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -1638/2012 vom 26. Juni 2014 E. 2.7.2). A-2552/2012 Seite 15 4.8 Um zuverlässig beurteilen zu können, ob der Invaliditätsgrad seit E r- lass der früheren rechtskräftigen Verfügung überwiegend wahrscheinlich eine anspruchsrelevante Änderung erfahren hat, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall auch das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärzt- liche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung gestellt haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitsz u- stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten noch zugemutet werden können ( BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2, BGE 114 V 310 E. 3c mit Hinweisen; ZAK 1991 S. 319 E. 1c). Die rein wirtschaftlichen und rechtlichen Beurteilungen, i nsbesondere im Zusa m- menhang mit der Bestimmung der Erwerbsfähigkeit, obliegt dagegen der Verwaltung und im Beschwerdefall d em Gericht (zum Ganzen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-194/2013 vom 22. Juli 2013 E. 4.4). 4.8.1 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichts ist en t- scheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseit i- gen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berüc k- sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte i- lung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgeru n- gen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines B e- weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag g e- gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, BGE 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-3515/2012 vom 22. April 2014 E. 2.4; zur grundsätzlichen Zulässigkeit von MEDAS-Gutachten vgl. BGE 137 V 210). 4.8.2 Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt B e- weiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begrü n- det sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu- verlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in e i- nem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die U n- parteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 135 V 465 E. 4.4, BGE 125 V 351 E. 3b/ee, mit Hinweisen; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-194/2013 vom 22. Juli 2013 E. 4.5.2). A-2552/2012 Seite 16 4.8.3 Auf Stellungnahmen d er regionalen ärztlichen Dienste (RAD) resp. der medizinischen Dienste kann für den Fall, dass ihnen materiell Gu t- achtensqualität zukommen soll, nur abgestellt werden, wenn sie den al l- gemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen ( BGE 137 V 210 E. 1.2.1, Urteil des EVG I 694/05 vom 15. Dezember 2006 E. 2). Die RAD -Ärzte müssen sodann über die im Einzelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen, spielt doch die fachliche Qualifikation des Experten für d ie richterliche Würdigung einer Expertise eine erhebliche Rolle. Bezüglich der medizin i- schen Stichhaltigkeit eines Gutachtens müssen sich Verwaltung und G e- richte auf die Fachkenntnisse des Experten verlassen können. Deshalb ist für die Eignung eines Arztes als Gutachter in einer bestimmten medizi- nischen Disziplin ein entsprechender spezialärztlicher Titel des berichten- den oder zumindest des den Bericht visierenden Arztes vorausgesetzt (Urteile des Bundesgerichts 9C_9/2010 vom 29. September 2010 E. 3.3, 9C_736/2009 vom 26. Januar 2010 E. 2.1, 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts C -5894/2011 vom 20. Februar 2014 E. 9.1 und B -194/2013 vom 22. Juli 2013 E. 4.5.3, je mit weiteren Hinweisen). Nicht zwingend erforderlich ist , dass die versicherte Person persönlich untersucht wird. Nach Art. 49 Abs. 2 IVV führt der RAD für die Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs nur "bei Bedarf" selber ärztliche Untersuchungen durch. In den übrigen Fällen stützt er seine Beurteilung auf die vorhandenen ärztlichen Grundlagen. Das Absehen von eigenen Untersuchungen an sich vermag daher einen RAD-Bericht für sich alleine nicht in Frage zu stellen. Dies gilt insbeso n- dere dann, wenn es im Wesentlichen um die Beurteil ung eines bereits feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht, folglich die direkte ärzt- liche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Ur- teil des Bundesgerichts 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1; vgl. auch BGE 125 V 351 E. 3a und E. 3b/ee; Urteil des EVG I 1094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1.1, je mit Hinweisen). 5. Vorliegend ist zu prüfen, ob und gegebenenfalls seit wann sich der g e- sundheitliche Zustand de r Beschwerdeführerin seit dem rechtskräftigen Entscheid vom 19. Mai 2003 bzw. der Mitteilung vom 25. September 2006 (vgl. E. 4.7.2) und bis zum Erlass der vorliegend streitigen Verfügung vom 2. April 2012 insoweit verändert hat, dass nunmehr eine höhere Invalidi-A-2552/2012 Seite 17 tätsrente begründet wäre (BGE 117 V 198 E. 3a, BGE 133 V 108 E. 5.2 und BGE 130 V 71 E. 3.2.3). 5.1 Bei der Beurteilung der gesundheitlichen Situation de r Beschwerde- führerin hat die Vorinstanz geprüft, ob sich der gesundheitliche Zustand in relevanter Weise verschlechtert hat. Die Verfügung des IV-VD vom 19. Mai 2003 beruht im Wesentlichen auf einer Stellungnahme des RAD (Dres. S._______ und R._______) vom 7. Juni 2002 (IV1-act. 27) und ei- nem fachärztlichen Gutachten der Dres. Q._______ und P ._______ vom 10. Januar 2002 (IV1-act. 21). Dres. S._______ und R._______ attestier- ten der Beschwerdeführerin damals in somatischer Hinsicht eine Fibro se bzw. Fibromyalgie, welche aber keinen invalidisierenden körperlichen Gesundheitsschaden zeigen würde . Dres. Q._______ und P ._______ führten in ihrem fachärztlichen Gutachten in psychiatrischer Hinsicht aus, die Versicherte sei in den Jahren 1976 und 1979 jeweils in einer psychiat- rischen Klinik zur Behandlung von Depres sionen ( einmal drei Wochen, einmal fünfeinhalb Monate) hospitalisiert gewesen; gefolgt von einer zweijährigen Therapie. Des Weiteren leide sie unter einer zerbrechlichen Persönlichkeitsstruktur, sei unreif und abhängig aufgrund einer adaptiven Behinderung, wenn es darum gehe, mit Situationen von existenzieller Be- lastung umzugehen, welche eigentlich durch jeden als ganz alltäglich b e- trachtet werden könnten. Sie schlossen aufgrund der Diagnose einer hys- terischen oligosymptomatischen Konversionsstörung verbunden mit einer leichten Panikstörung mit einer p assiv, abhängigen Persönlichkeit , die zwanghafte dekompensierte Charakterzüge erzeug e, auf eine maximale Arbeitsunfähigkeit von 40-50 % in allen Tätigkeiten (IV1-act. 21, S. 22). 5.2 5.2.1 Die angefochtene Verfügung der IVSTA vom 2. April 2012 stützt sich hingegen insbesondere auf das interdisziplinäre Gutachten BREM vom 7. September 2011 (vgl. Sachverhalt Bst. D; IV 2-act. 44), das von Dr. O._______ erstellt wurde. Diese Fachärz tin für Rheumatologie atte s- tierte de r Beschwerdeführerin als Diagnose ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit die seit 1998 vorhandenen degenerativen Veränderungen des Bewegungsapparates; und zwar: eine Polyarthrose (Spondylarthrose, Arthrose der kleinen Fingergelenke, beginnende glenohumerale Arthr o- se), ein e Periarthropathia humeroscapularis, Hämorrhoiden bei chron i- scher Obstipation, Status nach einem Bruch des rechten Beins vom 7. Januar 2007, Status nach einer Gastritis von 1997, Status nach einer Hysterektomie und Adnexektomie rechts von 1992, Status nach Adnexek- tomie links wegen einer Zyste und Endometrio se von 1998 (IV2-act. 44, A-2552/2012 Seite 18 S. 30). Sinngemäss führte die Gutachterin au f, aus rheumatologischer Sicht könne keine offensichtliche Verschlimmerung des Gesundheitsz u- standes seit 1998 festgestellt werden, welche die Arbeitsfähigkeit der Be- schwerdeführerin stärker einschränke. Die sich langsam entwickelnde Polyarthrose habe vielmehr mit dem Alterungsprozess zu tun, was aber an sich nicht als offensichtliche Verschlimmerung genüge. Die Fibromyal- gie sei auf psychosoziale Einflussfaktoren zurückzuführen; die Parameter bei einer Untersuchung nach Waddell seien alle positiv. Auch die korrekt behandelte Osteosynthese einer Bimalleolarfraktur rechts im Jahre 2007 habe keine signifikante Auswirkung auf die Beweglichkeit (IV2-act. 44, S. 28 f., 31 ff.). Für eine allfällige Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführe- rin verweist die Gutachterin letztlich auf das psychiatrische Gutachten vom 31. August 2011 (IV2-act. 44, S. 32). Das psychiatrische Gutachten vom 31. August 2011 (vgl. Sachverhalt Bst. D; IV2-act. 43) wurde von Dr. V._______, einem Facharzt für Psychi- atrie und Psychotherapie , verfasst. In seiner diagnostischen Beurteilung zeigt er sich davon überzeugt, dass die Versicherte zwar neben der Dysthymie auch depressive Symptome aufweise; diese zeigten aber nicht die Kriterien einer wirklich en depressiven Episode . Die Versicherte sei nicht schwer deprimiert ; sie zeige vielmehr Kriterien wie Erschöpfung, Ermüdbarkeit, wenig Energie usw., welche auf eine Dysthymie hinweisen (IV2-act. 43, S. 12). Hinsichtlich der Panikstörung mit Agoraphobie zeigt er auf, die Symptomatik der Versicherten sei nun klarer als noch bei der Expertise von Dr. Q._______ vom 10. Januar 2002: Die Versicherte ver- meide Situationen mit vielen Leuten und beengte Räume; es könne somit darauf geschlossen werden – weil es sich um einen permanenten und dauernden Zustand handle –, sie leide unter einer Panikstörung mit Ago- raphobie; nicht bloss unter einer Panikattacke (IV2-act. 43, S. 13). Bezüg- lich der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung gibt er zu bedenken, die Versicherte beklage sich über intensive Schmerzen, durch welche sie in eine gewisse Not gerate; an einer Einordnung unter Bst. A "douleur persistante" bestehe kein Zweifel (IV2-act. 43, S. 14). Zwar wird hier nicht direkt auf die Fibromyalgie eingegangen; der Beschwerdeführerin werden aber anhaltende Schmerzen nicht aberkannt. Der Vorwurf der Beschwer- deführerin, die eindeutige und mit 18 Tenderpoints belegte Fibromyalgie sei nicht als Erkrankung beachtet worden, ist somit widerlegt bzw. verliert seine Bedeutung, da es letztlich nicht daran scheitert, dass der B e- schwerdeführerin eine Erkrankung nicht zuerkannt wird, sondern dass es an der massgeblichen Komorbidität mangelt (vgl. später). Bezüglich der Würdigung des invalidisierenden Charakters einer Fibromyalgie gelten A-2552/2012 Seite 19 letztlich nämlich dieselben Grundsätze wie im Bereich der somatoformen Schmerzstörung (E. 4.3.3). Der Gutachter zeigt sodann weiter auf, die Versicherte weise hingegen kei ne Schizophrenie oder ausreichend typ i- sche und schwere Depression auf, welche die somatoforme Schmerzst ö- rung beseitigen würde; keines der genannten Ausschlusskriterien gemäss Bst. B sei gegeben. Dr. V._______ ist der Meinung – entgegen jener von Dr. Q._______ –, es bestehe keine Konversionsstörung . Die Versicherte weise zwar eine signifik ante psychiatrische Störung auf; möglicherweise leide sie teilweise während ein paar Wochen oder Monaten unter einer depressiven Symptomatik, die gar die Kriterien einer echten depressiven Episode erreichten (IV2-act. 43, S. 14 ff.). Bezüglich der psychiatrischen Komorbidität ist der Gutachter jedoch der Meinung, es bestehe keine sol- che hinsichtlich der somatoformen Schmerzstörung. Als zweites Kriterium bei dieser Störung müsse nämlich die soziale Integration betrachtet wer- den; verliere man die sozialen Kontakte, die Sozialkompe tenz und habe man keine Freunde oder Besucher mehr, sei desinteressiert und schlafe am Tag bzw. sei wach in der Nacht , erreiche die somatoforme Schm erz- störung eine Schwere mit einer massgeblichen Komorbidität. Dies sei bei der Versicherten vorliegend nicht der Fall ; sie verfüge über eine gute Kommunikationsfähigkeit, pflege ein erfülltes Familienleben und habe Freunde. Ein Verlust der sozialen Integra tion sei nicht gegeben (IV2-act. 43, S. 16). Der Gutachter räumt zwar ein, die Versicherte leide unter einem mehrjährigen Krankheitsverlauf; auch seien die durchgeführ- ten Behandlungen gescheitert. Nichtsdestotrotz wirke sie aber weder wie kristallisiert, versteift und unverrückbar ("comme cristallisé, rigidifié et i m- muable […]") wie es Menschen mit schweren somatoformen Schmerzstö- rungen täten (IV2-act. 43, S. 17). Hinsichtlich der ängstlichen und d e- pressiven Symptomatik zeige sich seit 2001 eine leichte Verschlimme- rung, welche aber keine Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Hinsicht rechtfertige (IV2-act. 43, S. 17 f.). Der Gutachter gelangt zum Schluss, als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zählten die Dysthymie, die Panikstörung mit Agoraphobie und die anhaltende som a- toforme Schmerzstörung. Eine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeit s- fähigkeit sei in psychiatrischer Hinsicht letztlich nicht zu verzeichnen (IV2-act. 43, S. 19). 5.2.2 Nach Einsicht in die vorliegenden medizinischen Unterlage n hat Dr. U._______ vom ärztlichen Dienst der IV -Stelle in seiner Stellungnah- me vom 2 1. Februar 2012 (IV2-act. 48) die anhaltende somatoforme Schmerzstörung als Hauptdiagnose bezeichnet, wobei eine massgebliche Komorbidität nicht bestehe und auch nie bestanden habe. Auch andere A-2552/2012 Seite 20 Kriterien, die ausnahmsweise eine Berentung erlaubten, seien nicht e r- füllt. Insgesamt habe sich der Gesundheitszustand weder verschlechtert noch verbessert. Sodann kam Dr. T._______ vom ärztlichen Dienst der IV-Stelle in seiner Stellungnahme vom 15. März 2012 (IV 2-act. 50) zum Schluss, als Nebendiagnose n ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien die Dysthymie, die Panikstörung mit Agoraphobie, die anhaltende somatoforme Schmerzstörung, die Polyarthrose (Spondylarthrose, Art h- rose der kleinen Fingergelenke, beginnende glenohumerale Arthrose), die Periarhropathia humeroscapularis, die Hämorrhoiden bei chronischer Obstipation, die Osteosynthese einer Bimalleolarfraktur rechts vom 7. Januar 2007, die Gastritis von 1997, die Adnexektomie links wegen Zyste und Endometriose von 1998, die Hysterektomie und Adnexektomie rechts von 1992, die Varizenoperation und die Appendektomie von ca. 1967 einzustufen. Bei seiner Einschätzung hat Dr. T._______ – Spe- zialarzt der Inneren Medizin – das Gutachten BREM und V._______ so- wie die persönliche Situation de r Beschwerdeführerin entsprechend g e- würdigt und festgestellt, dass eine für eine Berentung relevante psychia t- rische Komorbidität nicht bestehe . Sodann sei bei der Versicherten seit der Rent enzusprechung keine relevante Verschlechterung des Gesun d- heitszustandes eingetreten und nach heutiger Praxis wären die Vorau s- setzungen für eine Berentung sowohl aus körperlicher als auch aus ps y- chischer Sicht nicht gegeben. Die Gutachten seien sorgfältig e rstellt wor- den, die Vorakten seien darin eingehend gewürdigt und die Versicherte gründlich untersucht worden. Bezüglich der Schmerzsymptomatik werde klar festgehalten, die Willensanstrengung zur Überwindung der B e- schwerden hinsichtlich einer Arbeitstätigkeit werde als zumutbar anges e- hen. Dr. T._______ schliesst daher, die Gutachten BREM und V._______ seien zu bestätigen und ihre Beurteilung zu übernehmen (IV2-act. 50, S. 2). Er hält die somatoforme Schmerzstörung für überwindbar und schliesst beispielsweise bei Tätigkeiten wie der Haushaltsführung, dem Kochen, der Wartung der Wohnung, dem Einkaufen, der Pflege der Wä- sche und Kleidung sowie der Kinderbetreuung auf eine 0 %-ige Arbeits- unfähigkeit bzw. Invalidität, hält diese Tätigkeiten also letztlich für 100 % zumutbar (vgl. IV2-act. 50, S. 6). 5.3 Die Gutachten BREM und V._______ berücksichtigen die geklagten Beschwerden sowie die Vorakten. Die Schlussfolgerungen der RAD-Ärzte sind hinreichend begründet und die Beurteilung der gesundheitlichen S i- tuation der Beschwerdeführerin und deren Auswirkungen auf die Arbeit s- fähigkeit durchaus einleuchtend und nachvollziehbar. Zwar attestieren sowohl die Gutachte rinnen und Gutachter als auch die RAD -Ärzte der A-2552/2012 Seite 21 Beschwerdeführerin eine 0 %-ige Arbeitsunfähigkeit bzw. Invalidität und weisen darauf hin, dass die Voraussetzungen für eine Berentung bereits bei der Verfügung vom 19. Mai 2003 (E. 5.1) nicht gegeben gewesen wä- ren. Die Vorinstanz sprach der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 2. April 2012 jedoch nach wie vor eine halbe Rente zu, da sich deren Ge- sundheitszustand nicht signifikant geändert ha be (E. 5.2.1) und – wie er- wähnt (E. 4.7.1) – die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhalts durch die Ärzte kein Revision s- grund darstellt. Die halbe Rente kann auch nicht nach Massgabe von lit. a Abs. 1 der per 1. Januar 2012 in Kraft getretenen Schlussbestimmungen der Änderung vom 18. März 2011 des IVG ( nachfolgend: SchlBest. IVG, vgl. E. 3.3, 6. IV-Revision, erstes Massnahmepaket [AS 2011 5659]) auf- gehoben oder herabgesetzt werden, da die Beschwerdeführerin bereits 59 Jahre alt ist (die Überprüfung bestehender Renten ist im Falle von über 55 -jährigen Rentenbezügern nicht zulässig , vgl. lit. a Abs. 4 SchlBest. IVG). Ein gleich gebl iebener Gesundheitszustand könnte doch zu einem relevanten Invaliditätsgrad führen, dies aber nur, wenn es A n- haltspunkte dafür gäbe, dass die hypothetische erwerbliche Situation bzw. die zu vergleichenden Einkommen der Beschwerdeführerin geändert hätten (vgl. E. 4.2 und E. 4.7.1). Letzteres ist vorliegend nicht der Fall. 5.4 Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, d ass die Vorinstanz es nicht als überwiegend wahrscheinlich erachtet hat, dass die Beschwerd e- führerin eine rentenrelevante Verschlechterung des Ges undheitszustan- des erlitten habe, und daher weiterhin von einer halben Rente ausgegan- gen ist. Die angefochtene Verfügung der Vorinstanz vom 2. April 2012 ist im Ergebnis rechtmässig, weshalb sich die Beschwerde vom 10. Mai 2012 als unbegründet erweist und demzufolge abzuweisen ist. 6. Abschliessend bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteientschädigung zu befinden: 6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis i.V.m. Art. 69 Abs. 2 IVG ist das Beschwe r- deverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten sind in der Regel von der unterliegenden Partei zu tr a- gen, hier also vo n der Beschwerdeführerin (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und En t- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Diese werden auf Fr. 400.-- festgesetzt, wobei der einbe-A-2552/2012 Seite 22 zahlte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.-- zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet wird. Die Differenz von Fr. 10.-- wird der Be- schwerdeführerin nach Rechtskraft des vorliegenden Entscheides z u- rückerstattet. 6.2 Weder d ie unterliegende Beschwerdeführer in noch die obsiegende Vorinstanz haben Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario i.V.m. Art. 7 Abs. 1 und 3 VGKE). Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite. A-2552/2012 Seite 23 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 400.-- festgesetzt und der Be- schwerdeführerin auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet . Die Differenz von Fr. 10.-- wird der Beschwerdeführerin nach Rechtskraft des vorliegenden En t- scheides zurückerstattet. 3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Michael Beusch Anna Strässle Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Ar t. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Bew eismittel und die U n- terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie d ie Beschwerdeführerin in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: