<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2003.00055</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203790&amp;W10_KEY=13013571&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2003.00055</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.11.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>ausserordentliche Einkünfte (Steuerjahr 1998)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit Die gleiche Tätigkeit bei einer anderen Konzerngesellschaft stellt keine dauernde Änderung der Erwerbsgrundlagen dar, weshalb eine Zwischeneinschätzung aufgrund von § 59 Abs. 1 lit. e aStG ausser Betracht fällt (E. 2). Das gegenüber dem Vorjahr um 40% höhere Erwerbseinkommen im Steuerjahr 1998 kann von der Höhe her nicht als ausserordentlich betrachtet werden. Keine Rolle spielt in diesem Zusammenhang, dass ein (wesentlicher) Teil des Erwerbseinkommens in Form von Mitarbeiteraktien bezogen wurde (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSERORDENTLICHE EINKUNFT">AUSSERORDENTLICHE EINKUNFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEMESSUNGSLÃCKE">BEMESSUNGSLÃCKE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINKOMMENSSTEUER">EINKOMMENSSTEUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN">EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENDE DER STEUERPFLICHT">ENDE DER STEUERPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERWERBSEINKOMMEN">ERWERBSEINKOMMEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERWERBSGRUNDLAGEN">ERWERBSGRUNDLAGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FIXLOHN">FIXLOHN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRENZGÃNGER">GRENZGÃNGER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: JAHRESSTEUER">JAHRESSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONZERNGESELLSCHAFT">KONZERNGESELLSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNBESTANDTEIL">LOHNBESTANDTEIL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITARBEITERAKTIEN">MITARBEITERAKTIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SALÃR">SALÃR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VARIABLES SALÃR">VARIABLES SALÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWISCHENEINSCHÃTZUNG">ZWISCHENEINSCHÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWISCHENEINSCHÃTZUNGSGRUND">ZWISCHENEINSCHÃTZUNGSGRUND</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 58 aStG</span><br/><span class="ungerade">§ 59 Abs. I lit. e aStG</span><br/><span class="gerade">§ 59 Abs. I Ziff. e aStG</span><br/><span class="ungerade">§ 61 aStG</span><br/><span class="gerade">Art. 69 StHG</span><br/><span class="ungerade">§ 1 VV StHG 69</span><br/><span class="gerade">§ 2 Abs. I VV StHG 69</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">A war bis 31. MÃ¤rz 1998 beim Konzern F in der Schweiz als Finanzchef und Mitglied der Konzernleitung tÃ¤tig, ab 1. April 1998 als Finanzchef und stellvertretender Vorsitzender der GeschÃ¤ftsfÃ¼hrung der G GmbH in Deutschland. </p> <p class="Urteilstext">Das kantonale Steueramt schÃ¤tzte die Eheleute A und B fÃ¼r das Steuerjahr 1998 (Bemessungsjahr 1997) am 23. Februar 1999 rechtskrÃ¤ftig mit einem Reineinkommen von Fr. â¦ und einem ReinvermÃ¶gen von Fr. â¦ ein. Ausser­dem nahm es am 16. November 1999 rechtskrÃ¤ftig auf den 1. April 1998 eine ZwischeneinschÃ¤tzung wegen Ãnderung der fÃ¼r die internationale Steuerausscheidung massgebenden VerhÃ¤ltnisse vor. Es setzte dabei das Reineinkommen auf Fr. â¦ und das ReinvermÃ¶gen auf Fr. â¦, pflichtig je ab 1. April 1998, fest.</p> <p class="Urteilstext">Die von A im Jahr 1998 erworbenen Mitarbeiteraktien des Konzerns F mit Steuerwert von (Fr. 239'495.20 bzw. gerundet) Fr. 239'400.- veranlagte das kantonale Steueramt mit Veranlagungs- und Einspracheentscheid vom 9. Juli 2002 bzw. 15. April 2003 als im Steuerjahr 1998 zu besteuernde ausserordentliche EinkÃ¼nfte.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Steuerrekurskommission I wies den hiergegen gerichteten Rekurs der Eheleute A und B am 22. August 2003 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Diese liessen mit Beschwerde vom 26. September 2003 dem Verwaltungsgericht beantragen, die ausserordentlichen EinkÃ¼nfte des Jahrs 1998 seien auf Fr. 0.-, eventualiter auf Fr. 50'449.-, subeventualiter auf Fr. 107'772.- bzw. subsubeventualiter auf Fr. 176'480.- festzusetzen. Ausserdem verlangten sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Urteilstext">Die Steuerrekurskommission I und das kantonale Steueramt schlossen auf Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Urteilstext">Die 2. Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden. </span></p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachverhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Rekurskommission in <span>Ã¼</span>bereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemessenheit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekursinstanz zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessensÃ¼berschreitung und auf Ermessensmissbrauch (RB 1999 Nr. 147).</p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>FÃ¼r das Verwaltungsgericht ist die gleiche Aktenlage massgebend wie fÃ¼r die Rekurs­kommission. Tatsachen oder Beweismittel, die nicht (spÃ¤testens) im Rekursverfahren behauptet beziehungsweise vorgelegt oder angerufen worden sind, dÃ¼rfen infolgedessen im Beschwerdeverfahren grundsÃ¤tzlich nicht nachgebracht werden. Vom Novenverbot ausgenommen sind dagegen echte Noven, namentlich neue tatsÃ¤chliche Behauptungen und Beweismittel, die auf einem Revisions- oder Nachsteuergrund (§ 155 bzw. § 160 StG) beruhen oder der StÃ¼tzung von geltend gemachten Rechtsverletzungen dienen, die ihrer Natur nach neuer tatsÃ¤chlicher Vorbringen oder Beweismittel bedÃ¼rfen (vgl. RB 1999 Nr. 149). </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Als Einkommen wird gemÃ¤ss § 56 Abs. 1 Satz 1 des frÃ¼heren Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 (aStG) in Verbindung mit § 269 Abs. 1 StG das Ergebnis des dem Steuerjahr vorangehenden Kalenderjahrs besteuert. Ãndern sich im Steuerjahr die bisherigen EinschÃ¤tzungsgrundlagen durch die in § 59 Abs. 1 lit. a - f aStG genannten GrÃ¼nde, so wird auf den Zeitpunkt der Ãnderung eine ZwischeneinschÃ¤tzung durchgefÃ¼hrt. Der Zwischen­einschÃ¤tzung wird nach § 61 aStG die bisherige EinschÃ¤tzung, vermehrt oder vermindert um die durch die Ãnderung neu hinzugekommenen oder weggefallenen Teile des Einkom­mens und VermÃ¶gens, zugrunde gelegt (Abs. 1). Die Bestimmungen Ã¼ber die Besteuerung bei Beginn und Beendigung der Steuerpflicht werden entsprechend angewendet (Abs. 2). </span></p> <p class="Urteilstext">§ 58 Abs. 1 Halbsatz 1 aStG bestimmt fÃ¼r die Beendigung der Steuerpflicht, dass ausserordentliche EinkÃ¼nfte, wie Kapitalabfindungen, Liquidations- und Lotteriegewinne, die im Steuerjahr erzielt werden, in dem die Steuerpflicht endigt, dem in diesem Steuerjahr steuer­baren Einkommen und Ertrag zugerechnet werden. Von ausserordentlichen EinkÃ¼nften, die bei der Beendigung der Steuerpflicht noch nicht oder noch nicht voll besteuert wurden, wird laut § 58 Abs. 2 aStG eine volle Jahressteuer erhoben.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Aus dieser Ordnung folgt, dass ausserordentliche EinkÃ¼nfte, die im Steuerjahr erzielt werden, in dem die Steuerpflicht fÃ¼r die entsprechenden, von der ZwischeneinschÃ¤tzung betroffenen Teile des Einkommens endigt, dem in diesem Steuerjahr steuerbaren Einkommen zuzurechnen sind. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.2.1 </span></b><span>Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass auf 1. April 1998 eine ZwischeneinschÃ¤t­zung gestÃ¼tzt auf § 59 Abs. 1 lit. f aStG wegen Ãnderung der fÃ¼r die internationale Steuer­ausscheidung massgebenden VerhÃ¤ltnisse vorzunehmen ist, weil das Erwerbseinkommen des pflichtigen Ehemanns von diesem Zeitpunkt an den Sonderregeln fÃ¼r GrenzgÃ¤nger nach Art. 15a des Abkommens vom 11. August 1971 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Bundesrepublik Deutschland zur Vermeidung der Doppelbesteue­rung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom VermÃ¶gen unterworfen war.</span></p> <p class="Urteilstext">Indessen endigte dadurch die objektive Steuerpflicht fÃ¼r das Erwerbseinkommen des Ehemanns im Kanton ZÃ¼rich nicht, weshalb die Vorschrift von § 58 aStG von vornherein auf die diesem im Steuerjahr 1998 zugeflossenen EinkÃ¼nfte aus Mitarbeiteraktien nicht zur Anwendung gelangt.</p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.2.2 </span></b><span>Die Pflichtigen machen geltend, dass durch die Versetzung des Ehemanns auf den 1. April 1998 zur G GmbH auch dessen Erwerbsgrundlagen im Sinn von § 59 Abs. 1 lit. e aStG dauernd geÃ¤ndert hÃ¤tten und (auch) deswegen eine ZwischeneinschÃ¤tzung vorzunehmen gewesen wÃ¤re. Dass bei einer Gesamtbetrachtung das Gehalt um fast die HÃ¤lfte verringert wurde, stellt ein blosses â allerdings gewichtiges â Indiz fÃ¼r eine steuerlich wesentliche StrukturÃ¤nderung der beruflichen TÃ¤tigkeit dar (vgl. RB 1982 Nr. 76), kann aber mangels nÃ¤herer Angabe der Pflichtigen nicht beurteilt werden. Infolge­dessen muss angenommen werden, die TÃ¤tigkeit als Finanzchef des Konzerns und der deutschen Tochtergesellschaft der Firma F weise keine wesentlichen strukturellen Unterschiede auf. Ein ZwischeneinschÃ¤tzungsgrund gemÃ¤ss § 59 Abs. 1 lit. e aStG fÃ¤llt somit ausser Betracht.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Ausserordentliche EinkÃ¼nfte, die im Kalenderjahr 1998 oder in einem in diesem abgeschlossenen GeschÃ¤ftsjahr erzielt wurden, unterliegen im Steuerjahr 1998 einer separaten vollen Jahressteuer. Aufwendungen, die mit der Erzielung der ausserordentlichen EinkÃ¼nfte unmittelbar zusammenhÃ¤ngen, kÃ¶nnen abgezogen werden. Als ausserordentliche EinkÃ¼nfte gelten insbesondere Kapitalleistungen, aperiodische VermÃ¶gensertrÃ¤ge, Lotteriegewinne sowie ausserordentliche ErtrÃ¤ge aus selbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit (Art. 69 Abs. 2 und 3 des Steuerharmonisierungsgesetzes vom 14. Dezember 1990 [StHG] bzw. § 1 Abs. 1 und 2 sowie § 2 Abs. 1 der Verordnung des Regierungsrats Ã¼ber den Vollzug von Art. 69 StHG vom 14. Oktober 1998).</p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts (vgl. RB 2001 Nr. 87; RB 1992 Nr. 26 = StE 1994 B 64.1 Nr. 2) ist bei der Auslegung des Begriffs der ausserordentlichen EinkÃ¼nfte nicht nur auf die drei typischen Beispiele der Kapitalabfindungen, der Liquidations- und der Lotteriegewinne abzustellen. Entscheidend ist vor allem der Zweck, der diesem Begriff im Rahmen der gesetzlichen Bemessungsordnung der PrÃ¤numerandobesteue­rung mit Vergangenheitsbemessung zukommt, welche kraft § 56 ff. aStG fÃ¼r die Steuerjah­re bis 1998 galt und nach § 49 ff. in Verbindung mit § 269 StG mit dem Wechsel zur Gegenwartsbemessung fÃ¼r die Steuerjahre ab 1999 beendet wird. Das System der PrÃ¤numerandobesteuerung mit Vergangenheitsbemessung beruht nÃ¤mlich auf der Fiktion, das Einkommen des dem Steuerjahr vorangegangenen Kalenderjahrs sei gleich hoch wie jenes des Steuerjahrs (RB 1986 Nr. 48 mit Hinweisen). </span></p> <p class="Urteilstext">Zweck der Sonderregelung der ausserordentlichen EinkÃ¼nfte ist es, mit der Steuergerechtigkeit nicht zu vereinbarende erhebliche DisparitÃ¤ten zwischen wirtschaftlicher LeistungsfÃ¤higkeit und Steuerbelastung zu beheben. In diesem Licht sind EinkÃ¼nfte dann als ausserordentlich zu wÃ¼rdigen, wenn sie aperiodischer Natur sind, also wirtschaftlich nicht dem entsprechenden Bemessungsjahr zugeordnet werden kÃ¶nnen, ferner, wenn sie nicht aus einer Quelle fliessen, aus welcher der Steuerpflichtige normalerweise sein Einkommen schÃ¶pft. Alle EinkÃ¼nfte, deren zweimalige BerÃ¼cksichtigung bei der Steuerbemessung zu Beginn der Steuerpflicht als stossend und unvereinbar mit dem LeistungsfÃ¤higkeitsprinzip erscheinen wÃ¼rde, sind ausserordentliche EinkÃ¼nfte im Sinn des Gesetzes und mÃ¼ssen demzufolge auch bei Beendigung des Bemessungssystems der Sonderregelung von Art. 69 StHG beziehungsweise der diese Bestimmung vollziehenden regierungsrÃ¤tlichen Verordnung unterworfen werden. Ausnahmsweise kÃ¶nnen deshalb auch EinkÃ¼nfte allein aufgrund ihrer ungewÃ¶hnlichen HÃ¶he als ausserordentlich gelten (RB 1994 Nr. 42). </p> <p class="Urteilstext">Bemessungsrechtlich sind allein Gesichtspunkte massgebend, welche die wirtschaftliche LeistungsfÃ¤higkeit und die Steuerbelastung des Steuerpflichtigen wÃ¤hrend der Dauer des bisherigen Systems der zeitlichen Bemessung betreffen. Tatsachen, die sich nach dem Systemwechsel verwirklicht haben, mÃ¼ssen daher ausser Betracht bleiben. Unbeachtlich ist schliesslich, aus welchen sachlichen Motiven die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse gestaltet worden sind (RB 2001 Nr. 87).</p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Die Frage, ob die dem pflichtigen Ehemann im Steuerjahr 1998 zugeflossenen Ein­kÃ¼nfte aus Mitarbeiteraktien von Fr. 239'495.20 ausserordentliche EinkÃ¼nfte darstellen oder nicht, ist ausschliesslich unter dem Gesichtswinkel des Bemessungssystems der PrÃ¤numerandobesteuerung mit Vergangenheitsbemessung und im Licht der hierzu vorstehend wiedergegebenen Ãberlegungen der Rechtsprechung zu beant­worten. </span></p> <p class="Urteilstext">Der Ehemann hat in den Jahren 1997 und 1998 Mitarbeiteraktien im Steuerwert von Fr. 63'015.- bzw. Fr. 239'495.- erhalten. In diesen Jahren erzielte er unter Einbezug dieser EinkÃ¼nfte ein (in der Schweiz und im Kanton ZÃ¼rich) steuerbares Gesamterwerbseinkommen von Fr. 359'000.- und (Fr. 355'095.- + [DM 240'159.- netto <span>â</span> {20 % Ã DM 266'850.- brutto =} DM 53'370.- = DM 186'789.- zum Kurs von 82,3837 = gerundet] Fr. 153'883.- =) Fr. 508'978.-. </p> <p class="Urteilstext">Somit ist im Steuerjahr 1998 der variable SalÃ¤rteil 300 % hÃ¶her ausgefallen als im Bemessungsjahr 1997, wÃ¤hrend das GesamtsalÃ¤r lediglich 42 % mehr betrÃ¤gt; demgegenÃ¼ber ist der (steuerbare) fixe SalÃ¤rteil um 10 %, von rund Fr. 300'000.- auf rund Fr. 270'000.-, zurÃ¼ckgegangen. </p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r sich allein betrachtet wÃ¤re der variable SalÃ¤rteil schon seiner HÃ¶he nach als ausserordentlich zu wÃ¼rdigen. Doch rechtfertigt es sich angesichts dessen, dass die Struktur der EntlÃ¶hnung des Pflichtigen im streitbetroffenen Steuerjahr weder mit Bezug auf die Aufteilung in einen fixen und einen variablen SalÃ¤rteil noch mit Blick auf die Bemessung der einzelnen SalÃ¤rteile eine Ãnderung erfahren hat, die ErwerbseinkÃ¼nfte des Pflichtigen als einheitliche Einkommensquelle. So gesehen kann bei einer ErhÃ¶hung von 40 % nicht gesagt werden, das Erwerbseinkommen im Bemessungs- bzw. Steuerjahr fÃ¼hre mit Blick auf die gesetzliche Fiktion, das Einkommen des dem Steuerjahr vorangegangenen Kalenderjahrs sei gleich hoch wie jenes des Steuerjahrs, zu einer unhaltbaren Verzerrung von wirtschaftlicher LeistungsfÃ¤higkeit und Steuerbelastung des Steuerpflichtigen. </p> <p class="Urteilstext">Infolgedessen ist der variable Lohnbestandteil von Fr. 239'495.20 aus der im Jahr 1998 erfolgten Zuteilung von Mitarbeiteraktien der F AG als ordentliches Einkommen zu betrachten, das im Steuerjahr 1998 nicht besteuert werden kann.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist somit gutzuheissen. </p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten dem Beschwerdegegner aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG). Dieser hat den obsiegenden BeschwerdefÃ¼hrenden eine ParteientschÃ¤digung zu entrichten (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit § 152 und § 153 Abs. 4 StG). </p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Dispo"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird gutgeheissen. Es wird festgestellt, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden im Steuerjahr 1998 keine ausserordentlichen EinkÃ¼nfte erzielt haben.</span></p> <p class="Dispo"><span>2.<span> </span></span><span>Die Rekurskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <span><br/> </span> <p class="Dispo"><span>3.<span> </span></span><span>Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 6'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 6'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Dispo"><span>4.<span> </span></span><span>Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Dispo"><span>5.<span> </span></span><span>Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, den BeschwerdefÃ¼hrenden je eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</span></p> <p class="Dispo"><span>6.<span> </span></span><span>Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Dispo"><span>7.<span> </span></span><span>â¦</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>