<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00013</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205773&amp;W10_KEY=4467136&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00013</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.03.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 17.05.2006 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: <br/><br/>Rechtsgrundlagen für die Ausrichtung von Sozialhilfeleistungen; einzelne Leistungen (E. 2.1). Der Grundbedarf gemäss den SKOS-Richtlinien von Fr. 960.- für einen Haushalt mit einer Person (wozu konkret noch eine Integrationszulage und ein Einkommensfreibetrag hinzukommen) steht nicht im Widerspruch zur Bundesverfassung (Art. 7 BV: Menschenwürde; Art. 12 BV: Recht auf Hilfe in Notlagen) (E. 2.3).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EXISTENZMINIMUM">EXISTENZMINIMUM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EXISTENZSICHERUNG">EXISTENZSICHERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRUNDBEDARF">GRUNDBEDARF</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MENSCHENWÃRDE">MENSCHENWÃRDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SKOS-RICHTLINIEN">SKOS-RICHTLINIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 7 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 12 BV</span><br/><span class="gerade">§ 14 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 15 Abs. I SHG</span><br/><span class="gerade">§ 17 SHV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><span>A stellte am 8. Juli 2003 bei der Sozialberatung X ein Gesuch um finanzielle UnterstÃ¼tzung. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung der SozialbehÃ¶rde X vom 15. Juli 2003 wurde ihm ab 1. August 2003 fÃ¼r die Dauer von sechs Monaten wirtschaftliche Hilfe in der HÃ¶he von monatlich Fr. 2'478.50, zuzÃ¼glich KrankenkassenprÃ¤mien und abzÃ¼glich sÃ¤mtlicher Einnahmen gewÃ¤hrt. Der Betrag von Fr. 2'478.50 setzte sich aus dem gestÃ¼tzt auf Ziff. B.2.2 der frÃ¼heren Richtlinien fÃ¼r die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe, hrsg. von der Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe, Fassung vom Dezember 2002 (SKOS-Richtlinien), berechneten Grundbedarf I fÃ¼r den Lebensunterhalt von Fr. 1'030.-, dem Grundbedarf II von Fr. 103.- (Ziff. B.2.4), Fr. 1'054.50 Mietzinskosten (Lebensbedarfskosten insgesamt somit Fr. 2'187.50) sowie Fr. 291.- situationsbedingte Leistungen zusammen. Mit Beschluss vom 20. Januar 2004 verlÃ¤ngerte die SozialbehÃ¶rde X die UnterstÃ¼tzung ab 1. Februar 2004 um weitere sechs Monate unter Beibehaltung derselben Lebensbedarfskosten. Nachdem der Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich im Rahmen des Sanierungsprogramms 04 entschieden hatte, den Grundbedarf II per 1. Juli 2004 generell auf den Minimalansatz von Fr. 46.- der SKOS-Richtlinien zu reduzieren, wurde mit Beschluss der SozialbehÃ¶rde vom 13. Juli 2004 der monatliche Lebensbedarf von A fÃ¼r die Zeit vom 1. August 2004 bis Ende Januar 2005 auf Fr. 2'130.50 errechnet. Am 18. Januar 2005 wurde die wirtschaftliche Hilfe im gleichen Umfang um weitere zwÃ¶lf Monate verlÃ¤ngert, immer jeweils zuzÃ¼glich situationsbedingte Leistungen (allfÃ¤llige Erwerbsunkosten, Krankenkasse, Zahnarzt etc.) und abzÃ¼glich allfÃ¤llige Einnahmen. Die Anwendung der revidierten SKOS-Richtlinien in der Fassung vom Dezember 2004 blieb ausdrÃ¼cklich vorbehalten. Mit Beschluss vom 27. September 2005 wurde sodann gestÃ¼tzt auf die revidierten SKOS-Richtlinien der UnterstÃ¼tzungsbedarf neu wie folgt berechnet: Fr. 960.- Grundbedarf fÃ¼r einen Einpersonenhaushalt zuzÃ¼glich Fr. 1'055.- Wohnkosten = Fr. 2'015.- materielle Grundsicherung. Weiter wurde eine Integrationszulage von Fr. 100.- angerechnet, sodass sich unter BerÃ¼cksichtigung der KrankenkassenprÃ¤mien von Fr. 247.- ein UnterstÃ¼tzungsbedarf von Fr. 2'362.- ergab. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><span>Gegen diese neue Berechnung erhob A mit Schreiben vom 21. Oktober 2005 Rekurs beim Bezirksrat Y und beantragte die RÃ¼ckgÃ¤ngigmachung der KÃ¼rzung des Grundbetrages von ursprÃ¼nglich Fr. 1'076.- (Grundbedarf I und II) auf neu Fr. 960.-. Der Bezirksrat Y wies mit Beschluss vom 14. Dezember 2005 den Rekurs ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>In der Folge erhob A mit Eingabe vom 12. Januar 2006 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte erneut die RÃ¼ckgÃ¤ngigmachung der KÃ¼rzung des Grundbetrages um monatlich Fr. 116.-, da dies gegen die MenschenwÃ¼rde im Sinn von Art. 7 und das Recht auf Hilfe in Notlagen gemÃ¤ss Art. 12 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) verstosse. Die SozialbehÃ¶rde verzichtete namens der Gemeinde X mit Schreiben vom 9. Februar 2006 auf eine Beschwerdeantwort. Auch der Bezirksrat Y hatte mit Eingabe vom 24. Januar 2006 auf eine Vernehmlassung verzichtet.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Einzelrichterin zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde in einer sozialhilferechtlichen Angelegenheit gemÃ¤ss § 19c Abs. 2 in Verbindung mit § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) funktionell und sachlich zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt, die KÃ¼rzung des Grundbedarfs um Fr. 116.- monatlich sei rÃ¼ckgÃ¤ngig zu machen. Der Streitwert belÃ¤uft sich auf Fr. 696.- (monatliche Differenz von Fr. 116.-, bezogen auf die Zeitspanne vom 1. Oktober 2005 bis zum 31. MÃ¤rz 2006), weshalb die einzelrichterliche Kompetenz gegeben ist (§ 38 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.1 </span></b><span>Wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt und den seiner FamilienangehÃ¶rigen nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann, hat nach § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe. Diese soll das soziale Existenzminimum gewÃ¤hrleisten, das neben den Ã¼blichen Aufwendungen fÃ¼r den Lebensunterhalt auch individuelle BedÃ¼rfnisse angemessen berÃ¼cksichtigt (§ 15 Abs. 1 SHG). Grundlage der Bemessung bilden gemÃ¤ss § 17 Abs. 1 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV, in der hier anwendbaren Fassung vom 2. MÃ¤rz 2005) die SKOS-Richtlinien vom Dezember 2004. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nach den genannten Richtlinien enthÃ¤lt das individuelle UnterstÃ¼tzungsbudget jedenfalls die so genannte materielle Grundsicherung und allenfalls â unter nÃ¤her bezeichneten Voraussetzungen â situationsbedingte Leistungen, Integrationszulagen sowie Einkommens-FreibetrÃ¤ge. Zur materiellen Grundsicherung zÃ¤hlen der Grundbedarf fÃ¼r den Lebensunterhalt, die Kosten fÃ¼r das Wohnen sowie jene der medizinischen Grundversorgung (Richtlinien A.6 und B.1). Der Grundbedarf umfasst die Ausgaben fÃ¼r Nahrung, Bekleidung, Energieverbrauch, laufende HaushaltsfÃ¼hrung, kleine HaushaltsgegenstÃ¤nde, Gesundheits- und KÃ¶rperpflege (ohne medizinische Grundversorgung), Verkehrsauslagen, NachrichtenÃ¼bermittlung, Unterhaltung und Bildung, persÃ¶nliche Ausstattung, auswÃ¤rts eingenommene GetrÃ¤nke sowie Ãbriges (z.B. VereinsbeitrÃ¤ge) (SKOS-Richtlinien, Ziff. B.2.1). Die Pauschale fÃ¼r einen Einpersonenhaushalt betrÃ¤gt Fr. 960.- im Monat (Ziff. B.2.2). BezÃ¼glich des Grundbedarfs enthielten die frÃ¼heren Richtlinien in der Fassung vom Dezember 2002 eine Ã¤hnliche Regelung, allerdings mit Unterteilung in einen primÃ¤ren Grundbedarf I (Fr. 1'030.- fÃ¼r einen Einpersonenhaushalt) und einen ergÃ¤nzenden Grundbedarf II (Fr. 46.- seit dem Sanierungsprogramm 04). Die Reduktion des Grundbedarfs erfolgte mit dem Bestreben, eine grÃ¶ssere Bandbreite der Integrationszulagen im Rahmen einer âaktivierenden Sozialhilfeâ zu ermÃ¶glichen (vgl. SKOS-Richtlinien-Revision 2005, GrundzÃ¼ge, verabschiedet durch den Vorstand der SKOS am 24. September 2004 [SKOS-Richtlinien-Revision]). </span></p> <p class="Urteilstext"><b>2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt sich auf den Standpunkt, die Reduktion des Grundbedarfs verstosse gegen die MenschenwÃ¼rde im Sinn von Art. 7 und gegen das Recht auf Nothilfe gemÃ¤ss Art. 12 BV. Im Jahr 1997 habe der Grundbedarf Fr. 1'190.- betragen, wÃ¤hrend er im Jahr 2005 auf Fr. 960.- festgelegt worden sei. In BerÃ¼cksichtigung der jÃ¤hrlichen Teuerung sei der Grundbedarf sogar um monatlich Fr. 310.- reduziert worden. Damit Art. 7 und 12 BV eingehalten wÃ¼rden, mÃ¼sste der Grundbedarf monatlich Fr. 1'270.- betragen. Auch sei es bei Ã¼ber 500 erfolglosen Bewerbungen zynisch, von âAnreizenâ zur Aufnahme einer ErwerbstÃ¤tigkeit zu sprechen.</p> <p class="Urteilstext"><span class="UrteilstextChar">Der Bezirksrat hatte in seinem Entscheid auf die revidierten SKOS-Richtlinien verwiesen. GestÃ¼tzt auf diese erhalte der BeschwerdefÃ¼hrer einen Grundbedarf von Fr. 960.- sowie eine Integrationszulage von Fr. 100.-. Zudem habe die Beschwerdegegnerin im Hinblick auf die Bestimmung Ã¼ber die Einkommens-FreibetrÃ¤ge auf die Anrechnung einer monatlichen EntschÃ¤digung von Fr. 200.- verzichtet, welche der BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r seinen Arbeitseinsatz bei der Gemeinde erhalte (seit Juni 2005 erledigt er fÃ¼r das gemeindeeigene Arbeitsprojekt âBâ Schreibarbeiten und erhÃ¤lt dafÃ¼r eine EntschÃ¤digung von Fr. 200.- monatlich). Weshalb dem BeschwerdefÃ¼hrer ein menschenwÃ¼rdiges Dasein unmÃ¶glich sein soll, sei aufgrund der pauschalen Argumente nicht dargelegt</span>.</p> <p class="Urteilstext"><b>2.3 </b>Ziel der Teilrevision der SKOS-Richtlinien war unter anderem auch die VerstÃ¤rkung der finanziellen Anreize zur Erwerbsaufnahme, Beibehaltung oder Ausweitung einer ErwerbstÃ¤tigkeit, was mit mehr persÃ¶nlicher Hilfe (frÃ¼hzeitige Beratung und Betreuung) zu kombinieren sei (SKOS-Richtlinien-Revision, Ziff. I; zur âKonkretisierung des SubsidiaritÃ¤tsprinzipsâ bezÃ¼glich der GewÃ¤hrung von Nothilfe vgl. auch BGE 130 I 71 E. 5.4). Es ist somit nicht zu beanstanden, wenn der Bezirksrat auf diesen Punkt in einem allgemeinen Sinn hingewiesen hat. Damit bezweckte er bloss die ErklÃ¤rung der Ziele der Revision der SKOS-Richtlinien, keineswegs aber, dem BeschwerdefÃ¼hrer, welcher bisher ohne Erfolg Ã¼ber 500 Bewerbungen geschrieben hat, einen Vorwurf fÃ¼r seine Situation zu machen. Abgesehen davon bildet grundsÃ¤tzlich nur das Dispositiv eines angefochtenen Entscheids Anfechtungsobjekt, nicht aber die ErwÃ¤gungen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 6). Weiter ist festzuhalten, dass vorliegend das durch die Revision der SKOS-Richtlinien eingefÃ¼hrte neue System mit der MÃ¶glichkeit der GewÃ¤hrung von Integrationszulagen etc. nicht in einem allgemeinen Sinn Ã¼berprÃ¼ft werden kann (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 116), sondern nur in einem konkreten Anwendungsfall. In der Folge kann somit nur darauf eingegangen werden, inwieweit die konkret vorgenommene KÃ¼rzung der Grundbedarfspauschale gegen Art. 7 und 12 BV verstÃ¶sst.<span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Bundesgericht hat in Bezug auf Art. 12 BV festgehalten, dieses Grundrecht garantiere nicht ein Mindesteinkommen; verfassungsrechtlich geboten sei nur, was fÃ¼r ein menschenwÃ¼rdiges Dasein unabdingbar sei und vor einer unwÃ¼rdigen Bettelexistenz zu bewahren vermÃ¶ge. Die Formulierung âwer in Not gerÃ¤t und nicht in der Lage ist, fÃ¼r sich zu sorgenâ sei erst in der parlamentarischen Beratung auf Vorschlag der Verfassungskommissionen der eidgenÃ¶ssischen RÃ¤te eingefÃ¼gt worden. Sie soll klarstellen, dass fÃ¼r das âRecht auf Hilfe in Notlagenâ der Grundsatz der SubsidiaritÃ¤t gelte. Der Anspruch umfasse zudem nur ein Minimum, das heisse einzig die in einer Notlage im Sinne einer ÃberbrÃ¼ckungshilfe unerlÃ¤sslichen Mittel (in Form von Nahrung, Kleidung, Obdach und medizinischer Grundversorgung), um Ã¼berleben zu kÃ¶nnen. Diese BeschrÃ¤nkung des verfassungsrechtlichen Anspruchs auf ein Minimum im Sinne einer âÃberlebenshilfeâ bedeute, dass Schutzbereich und Kerngehalt zusammenfielen. Durch das ausdrÃ¼ckliche ErwÃ¤hnen des SubsidiaritÃ¤tsprinzips habe der Verfassungsgeber somit (bereits) den Anspruch als solchen relativiert (BGE 130 I 71 E. 4.1, mit Hinweisen). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>GestÃ¼tzt auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung ergibt sich daher, dass Art. 12 BV keinen Ã¼ber eine Minimalhilfe hinausgehenden Anspruch verleiht (Margrith Bigler-Eggenberger in: Bernhard Ehrenzeller et al. [Hrsg.], Die schweizerische Bundesverfassung, Kommentar, ZÃ¼rich 2002, Art. 12 Rz. 11 und 23; VGr, VB.2005.00561, 19. Januar 2006, E. 2.6.2, www.vgrzh.ch). Art. 12 BV ist eng verbunden mit Art. 7 BV, wonach die WÃ¼rde des Menschen zu achten und zu schÃ¼tzen ist (Bigler-Eggenberger, Art. 12 Rz. 8). Weil Art. 12 BV den Inhalt von Art. 7 BV konkretisiert, kommt jener Bestimmung gegenÃ¼ber dieser eine Vorrangstellung zu, weshalb aus Art. 7 BV keine weitergehenden Rechte abgeleitet werden kÃ¶nnen (Philippe Mastronardi in Ehrenzeller [Hrsg.], a.a.O., Art. 7 Rz. 17). Somit kann der BeschwerdefÃ¼hrer gestÃ¼tzt auf die Bundesverfassung keine hÃ¶here Grundbedarfspauschale geltend machen, geht doch die ihm zugesicherte Hilfe Ã¼ber die verfassungsmÃ¤ssig garantierte Minimalhilfe hinaus. Damit soll nicht in Abrede gestellt werden, dass die Situation des BeschwerdefÃ¼hrers schwierig ist und ihn die KÃ¼rzung der Pauschale hart trifft, welchem Umstand aber mit der Zusprechung der Integrationszulage und dem Verzicht auf Anrechnung der monatlichen EntschÃ¤digung von Fr. 200.-, die der BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r seinen Arbeitseinsatz erhÃ¤lt, im Rahmen der gesetzlichen MÃ¶glichkeiten Rechnung getragen wird.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. Da der BeschwerdefÃ¼hrer unterliegt, sind ihm die Gerichtskosten aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> die Einzelrichterin</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 200.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 260.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Urteilstext">4. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>