<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00332</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206281&amp;W10_KEY=4467134&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00332</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.11.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Einordnung eines "Cabrio"-Dachfensters. Verhältnismässigkeitsprüfung bei der Einschränkung der Eigentumsgarantie durch gestalterische Anforderungen. Höhe der vorinstanzlichen Spruchgebühr.<br/><br/>Zurückhaltung der Rechtsmittelinstanzen bei der Überprüfung von Einordnungsentscheiden der kommunalen Baubehörden, denen bei der Anwendung von § 238 PBG ein geschützter Beurteilungsspielraum zukommt (E. 2.1 und 2.5).<br/><br/>Die Baubehörde darf sich bei der Anwendung von § 238 PBG auf eine bestehende Praxis berufen, die auf eine einheitliche und rechtsgleiche ästhetische Beurteilung vergleichbarer Bauvorhaben ausgerichtet ist (E. 2.4).<br/><br/>Die Baubehörde darf und muss im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung bei der Einschränkung der Eigentumsgarantie aufgrund gestalterischer Anforderungen neben den öffentlichen Interessen ästhetischer Natur auch andere öffentliche Interessen und Grundrechtsinteressen berücksichtigen. Dies trifft namentlich auch für das öffentliche Interesse an umweltverträglicher Energieversorgung, das bei der Bewilligung von Sonnenkollektoren von Bedeutung ist, zu (E. 2.6 und 2.8). Die Bauverweigerung für ein Cabrio-Dachfenster trifft die Grundeigentümer nicht unverhältnismässig; es liegt keine ungerechtfertigte Einschränkung der Eigentumsgarantie vor (E. 2.7).<br/><br/>Die Spruchgebühr von 3'000.- Fr. für das Rekursverfahren für die Beurteilung eines vergleichsweise einfachen Einordnungsfalls ist unverhältnismässig und demnach rechtsverletzend. Reduktion der Gebühr auf Fr. 2'000.- (E. 3).<br/><br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DACHFENSTER">DACHFENSTER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DACHFLÃCHE">DACHFLÃCHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGENTUMSGARANTIE">EIGENTUMSGARANTIE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSENSÃBERSCHREITUNG">ERMESSENSÃBERSCHREITUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESTALTUNG UND EINORDNUNG">GESTALTUNG UND EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOGNITION">KOGNITION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPRUCHGEBÃHR">SPRUCHGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEITSPRÃFUNG">VERHÃLTNISMÃSSIGKEITSPRÃFUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 35 OV BRK</span><br/><span class="ungerade">§ 38 OV BRK</span><br/><span class="gerade">§ 238 Abs. I PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Beschluss vom 30. November 2005 erteilte die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich der D AG unter Bedingungen und Auflagen die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r verschiedene An- und Umbauten am Wohnhaus L-Strasse auf den GrundstÃ¼cken Kat.-Nrn. 01, 02, 03, 04 in ZÃ¼rich.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diesen Beschluss erhoben A und B als EigentÃ¼mer der BaugrundstÃ¼cke Rekurs. Sie fochten einzig Dispositiv-Ziffer I.1.a in Verbindung mit ErwÃ¤gung c) an, soweit von ihnen verlangt wurde, das grosse DachflÃ¤chenfenster auf der Nordostseite auf das Maximalmass von 80 x 120 cm, stehend angeordnet, zu beschrÃ¤nken. Damit wurde der Bauherrschaft der Einbau eines sogenannten Cabrio-Dachfensters (vgl. Ingress zu E. 2) verwehrt. Die Baurekurskommission I wies den Rekurs am 9. Juni 2006 ab, nachdem sie am 25. April 2006 einen Referentenaugenschein auf dem Lokal durchgefÃ¼hrt hatte.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diesen Entscheid gelangten A und B an das Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Rekursentscheid sei aufzuheben und die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich einzuladen, den Einbau des nachgesuchten Cabrio-Dachfensters zu bewilligen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Eventualiter sei die Sache zum Neuentscheid an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen.</p> <p class="Urteilstext">Die Baurekurskommission I beantragte am 5. September 2006 ohne weitere Bemerkungen Abweisung der Beschwerde. Die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich schloss am 25. September 2006 ebenfalls auf Abweisung und beantragte Ã¼berdies eine ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) fÃ¼r die Behandlung von Beschwerden gegen Entscheide der Baurekurskommissionen zustÃ¤ndig. Die im Rekursverfahren unterlegenen BeschwerdefÃ¼hrer sind als EigentÃ¼mer der BaugrundstÃ¼cke ohne weiteres nach § 338a Abs. 1 des Bau- und Planungsgesetzes vom 7. September 1975 (PBG) zur Beschwerde legitimiert. Auf die im Ãbrigen form- und fristgerecht erhobene Beschwerde ist einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegenstand der Beschwerde ist allein die BewilligungsfÃ¤higkeit eines Cabrio-Dachfensters mit den Ausmassen 94 x 252 cm auf der nordostseitigen DachflÃ¤che (Mansardenwalmdach) des Wohnhauses der BeschwerdefÃ¼hrer. Speziell an diesem Fenster ist, dass sich der obere Teil bis 45° aufklappen lÃ¤sst und der untere Teil bis zur Senkrechten nach vorne geklappt werden kann, wobei seitlich automatisch GelÃ¤nder herausfallen, sodass ein kleiner Balkon entsteht.</p> <p class="Urteilstext">Die Vorinstanz kam zum Schluss, das Cabrio-Dachfenster kÃ¶nne unter Ã¤sthetischen Gesichtspunkten nicht bewilligt werden. Die Ã¤sthetische WÃ¼rdigung der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde sei nachvollziehbar und vertretbar, weshalb sich eine Ermessenskorrektur durch die Rekursinstanz verbiete. Dem halten die BeschwerdefÃ¼hrer im Wesentlichen entgegen, die Vorinstanz habe zu Unrecht erwogen, der Entscheid der Bausektion bewege sich im Rahmen des ihr zustehenden Ermessenspielraums. Sie rÃ¼gen dabei insbesondere eine Verletzung der Eigentumsfreiheit und der daraus fliessenden Gestaltungsfreiheit der GrundeigentÃ¼mer.</p> <p class="Erwgung2"><a id="_Ref151279930"><b>2.1 </b>Den kommunalen BaubehÃ¶rden kommt bei der Anwendung der Ãsthetikvorschrift von § 238 PBG praxisgemÃ¤ss ein erheblicher Beurteilungsspielraum zu (RB 1979 Nr. 10; BGr, 28. Oktober 2002, 1P.280/2002, E. 2, www.bger.ch, mit Hinweisen). Die Baurekurskommission hat sich trotz umfassender Kognition (vgl. § 20 VRG) bei der ÃberprÃ¼fung solcher kommunalen Entscheide ZurÃ¼ckhaltung aufzuerlegen; lÃ¤sst sich der Entscheid auf vernÃ¼nftige GrÃ¼nde stÃ¼tzen, schreitet die Rekursinstanz auch dann nicht ein, wenn andere ebenfalls vertretbare LÃ¶sungen denkbar sind (RB 2005 = BEZ 2005 Nr. 20; RB 1991 Nr. 2; 1981 Nr. 20; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 20 N. 19).</a><a id="_Ref138565854"> Die kommunale BehÃ¶rde kann sich allerdings nur dann auf ihren geschÃ¼tzten Beurteilungsspielraum berufen, wenn sie spÃ¤testens in der Rekursvernehmlassung die geforderte nachvollziehbare BegrÃ¼ndung vorbringt (RB 1991 Nr. 2; neuerdings bestÃ¤tigt in VGr, 1. November 2006, VB.2006.0026, E. 3.1, www.vgrzh.ch).</a></p> <p class="Erwgung2">Im Gegensatz zur Vorinstanz kommt dem Verwaltungsgericht nur Rechtskontrolle zu (§ 50 Abs. 1 VRG). Es Ã¼berprÃ¼ft deshalb lediglich, ob die Rekursinstanz die Ã¤sthetische WÃ¼rdigung durch die kommunale BaubehÃ¶rde zu Recht fÃ¼r vertretbar halten durfte. Es ist indes nicht Aufgabe des Verwaltungsgerichts, eine eigene umfassende Beurteilung der Gestaltung und der Einordnung des Bauvorhabens vorzunehmen; in diesem Fall wÃ¼rde es in willkÃ¼rlicher Weise seine eigene Kognition Ã¼berschreiten (BGr, 21. Juni 2005, 1P.678/2004, E. 4, ZBl 107/2006, S. 434 ff.).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Was die allgemeinen GrundsÃ¤tze zur positiven Ã¤sthetischen Generalklausel von § 238 Abs. 1 PBG betrifft, so kann grundsÃ¤tzlich auf die zutreffenden AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz verwiesen werden (§ 28 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit § 70 VRG). Anzumerken ist, dass eine auf § 238 PBG gestÃ¼tzte Bauverweigerung jeweils einen konkreten Einordnungsmangel voraussetzt (BGr, 28. Oktober 2002, 1P.280/2002, E. 3.3, www.bger.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die Bausektion erwog in der Rekursvernehmlassung, das streitbetroffene Cabrio-Dachfenster fÃ¼hre unter dem Gesichtspunkt der befriedigenden Gesamtwirkung zu einer Ã¼bermÃ¤ssigen DurchlÃ¶cherung der DachflÃ¤che und mit seinen aussergewÃ¶hnlichen Dimensionen zu einem unruhigen, unharmonischen Erscheinungsbild des Dachs. Dieser Eindruck werde dadurch verstÃ¤rkt, dass der obere Abschluss des Cabrio-Dachfensters tiefer liege als derjenige der andern beiden konventionellen DachflÃ¤chenfenster. Die BewilligungsfÃ¤higkeit des Cabrio-Dachfensters kÃ¶nne sodann nicht mit derjenigen der grossformatigen Sonnenkollektoren auf der SÃ¼dwestseite des Dachs verglichen werden. Der Gesetzgeber habe zwecks FÃ¶rderung erneuerbarer Energien, Anlagen zur Nutzung von Sonnenenergie auf DÃ¤chern in Bauzonen bewusst privilegieren wollen, indem solche unter bestimmten Voraussetzungen von der Bewilligungspflicht befreit sind. Dies komme in § 1 lit. k der Bauverfahrensverordnung vom 3. Dezember 1997 (BVV) zum Ausdruck, wonach Solaranlagen auf DÃ¤chern in Bauzonen von einer bestimmten GrÃ¶sse von der Baubewilligungspflicht ausgenommen sind. Dem Ã¶ffentlichen Interesse an einer umweltvertrÃ¤glichen Energieversorgung sei bei der Anwendung der Einordnungsnormen Rechnung zu tragen, indem an solche technischen Anlagen nicht ganz so hohe Ã¤sthetische Anforderungen zu stellen seien, wie an die Ã¼brigen Bauteile. Sodann seien die Sonnenkollektoren einordnungsmÃ¤ssig optimal eingefÃ¼gt, indem die drei inneren (sÃ¼dÃ¶stlichen) Panels die Fluchten der sich darunter befindlichen DachflÃ¤chenfenster Ã¼bernehmen wÃ¼rden und die beiden Ã¤usseren (nordwestlichen) symmetrisch zur grÃ¶ssten Lukarne angeordnet seien. Sie wÃ¼rden auf angepasste Art ins Dach integriert wirken und seien dennoch als technische Bauteile lesbar. Im Gegensatz dazu wirke das Cabrio-Fenster mit seinen vielen beweglichen Elementen â welches in geÃ¶ffnetem Zustand einer weiteren Gaube Ã¤hnlich sei â unruhig und mit seinen Dimensionen disproportioniert.</p> <p class="Urteilstext">Die Baurekurskommission schloss sich im Wesentlichen den AusfÃ¼hrungen der Bausektion an. Sie fÃ¼hrte namentlich aus, dass einerseits das ertrÃ¤gliche Mass an DachdurchbrÃ¼chen bereits ausgeschÃ¶pft und andererseits das Cabrio-Fenster aufgrund seiner Ausmasse so massig und dominant in Erscheinung trete, dass im VerhÃ¤ltnis zwischen DachflÃ¤che und DachÃ¶ffnungen letztere optisch ein zu grosses Gewicht erhielten. Auch die Anordnung Ã¼ber den beiden Lukarnen vermÃ¶ge in Ã¤sthetischer Hinsicht nicht zu befriedigen, da eine Massierung von DachdurchbrÃ¼chen an einer Stelle entstehen wÃ¼rde.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrer bemÃ¤ngeln zunÃ¤chst die Bauverweigerung des Fensters unter Hinweis auf eine bestehende Praxis der Bausektion, wonach zur Vermeidung einer unerwÃ¼nschten DurchlÃ¶cherung der DachflÃ¤chen grundsÃ¤tzlich keine DachflÃ¤chenfenster, die das Mass 80 x 120 cm Ã¼berschreiten, bewilligt wÃ¼rden. Dies halte vor § 238 Abs. 1 PBG, der eine PrÃ¼fung und BegrÃ¼ndung anhand der im konkreten Einzelfall massgeblichen UmstÃ¤nde erfordere, nicht stand. Im Ãbrigen sei ansonsten keine gesetzliche Grundlage fÃ¼r diese Praxis ersichtlich.</p> <p class="Urteilstext">Bei der Anwendung von § 238 Abs. 1 PBG kann eine bestehende Praxis, die auf einheitliche und rechtsgleiche Ã¤sthetische Beurteilung vergleichbarer Vorhaben ausgerichtet ist, durchaus ein taugliches sowie wichtiges Beurteilungselement bilden; weder der blosse Hinweis auf eine solche Praxis noch eine Bauverweigerung aus allgemeinen GrÃ¼nden vermag indessen eine einzelfallbezogene und konkrete Beurteilung zu ersetzen (RB 2005 Nr. 168 = BEZ 2005 Nr. 20; RB 1997 Nr. 95 = BEZ 1997 Nr. 23). Im vorliegenden Fall hat die BaubehÃ¶rde spÃ¤testens in der Rekursvernehmlassung unter Hinweis auf die bestehende Praxis eine konkrete einzelfallweise Beurteilung unter BerÃ¼cksichtigung der massgeblichen Sachverhaltselemente vorgenommen (vgl. E. 2.3). Unter diesen UmstÃ¤nden ist der Hinweis auf die bestehende Praxis als zusÃ¤tzliches Beurteilungskriterium nicht zu beanstanden. Es bedarf dem Gesagten zufolge auch keiner speziellen gesetzlichen Grundlage fÃ¼r die angefÃ¼hrte Praxis.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrer machen sodann geltend, bei der Beurteilung der rechtmÃ¤ssigen ErmessensausÃ¼bung gelte es auch die Eigentums- und die aus dieser fliessenden Gestaltungsfreiheit der GrundeigentÃ¼mer zu beachten. In jÃ¼ngerer Zeit scheine fÃ¤lschlicherweise in den Hintergrund getreten zu sein, dass bei der Beurteilung von Einordnungsfragen darauf zu achten sei, ob sich BaubehÃ¶rde und GrundeigentÃ¼merschaft gegenÃ¼ber stÃ¼nden oder aber sich die Nachbarn gegen missliebige Bauvorhaben wehren wÃ¼rden. WÃ¤hrenddem es unter dem Gesichtspunkt der Gemeindeautonomie richtig sei, dass die RechtsmittelbehÃ¶rden nicht ihr eigenes Ermessen anstelle desjenigen der BaubehÃ¶rde setzen dÃ¼rften, sei es unter dem Gesichtspunkt der Eigentumsfreiheit ebenso richtig, dass die BehÃ¶rde nicht ihr Ermessen an die Stelle des Ermessens des EigentÃ¼mers setzen dÃ¼rfe. Eine ErmessensÃ¼berschreitung der BaubehÃ¶rde liege im letzteren Fall schon dann vor, wenn sie ihre vertretbare Ã¤sthetische WÃ¼rdigung gegenÃ¼ber einer ebenso vertretbaren Ã¤sthetischen Auffassung des EigentÃ¼mers bevorzuge.</p> <p class="Erwgung2">Die BeschwerdefÃ¼hrer scheinen zwei unterschiedliche Gesichtspunkte zu vermengen: Der eine betrifft die BeschrÃ¤nkung der ÃberprÃ¼fungsbefugnis der Rechtsmittelinstanzen, beim anderen handelt es sich um die Frage der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit einer Bauverweigerung gestÃ¼tzt auf gestalterische Anforderungen. In Bezug auf die ÃberprÃ¼fungsbefugnis der Rechtsmittelinstanzen in Bereichen, wo der kommunalen BaubehÃ¶rde ein geschÃ¼tzter Ermessens- oder (wie hier) Beurteilungsspielraum zukommt, kann es keinen Unterschied machen, ob sich BaubehÃ¶rde und GrundeigentÃ¼mer gegenÃ¼berstehen oder aber ein Nachbar sich gegen ein Bauvorhaben wehrt. Im einen wie im anderen Falle haben sich Baurekurskommission wie Verwaltungsgericht nach gefestigter Praxis im Ergebnis gleichermassen zurÃ¼ckzuhalten, soweit die kommunalen BehÃ¶rden von ihrem Beurteilungsspielraum nicht in rechtsverletzender Weise Gebrauch gemacht haben. Was das VerhÃ¤ltnis zwischen GrundeigentÃ¼mer und BaubehÃ¶rde betrifft, so geht es nicht um die Frage, wieweit jene ihr "Ermessen" an Stelle desjenigen des EigentÃ¼mers setzen darf; dem GrundeigentÃ¼mer kommt schon gar kein gesetzlich eingerÃ¤umtes Ermessen im rechtlichen Sinn zu (zum Begriff des Ermessens etwa Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. A., ZÃ¼rich 2006, Rz. 429). Vielmehr geht es um die Frage der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit des Eingriffs in die Eigentumsgarantie. Diese beiden Aspekte gilt es im Folgenden auseinander zuhalten.</p> <p class="Erwgung2"><a id="_Ref151364257"><b>2.6 </b>Da gestalterische Anforderungen EinschrÃ¤nkungen der Eigentumsgarantie (Art. 26 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999) zur Folge haben, mÃ¼ssen sie sich auf ein hinreichendes Ã¶ffentliches Interesse stÃ¼tzen und das VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzip wahren; dabei hat die BaubewilligungsbehÃ¶rde im Rahmen der pflichtgemÃ¤ssen AusschÃ¶pfung ihres Ermessens- bzw. Beurteilungsspielraums die auf dem Spiel stehenden Ã¶ffentlichen und privaten Interessen gegeneinander abzuwÃ¤gen (RB 1980 Nr. 121 = ZBl 82/1981, S. 123 = ZR 79 Nr. 138; VGr, 27. September 1988, BEZ 1988 Nr. 48; Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, Bd. I, 3. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 655; RenÃ© A. Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel 1990, Nr. 67 I; jeweils mit Hinweisen).</a></p> <p class="Erwgung2"><b>2.7 </b>Im vorliegenden Fall hat sich die BaubehÃ¶rde zulÃ¤ssigerweise auf die in § 238 Abs. 1 PBG konkretisierten Ã¶ffentlichen Interessen Ã¤sthetischer Natur (Schutz des Strassen- und Ortsbildes) sowie auf eine im Interesse der Verhinderung der DurchlÃ¶cherung der Dachlandschaft begrÃ¼ndete Bewilligungspraxis berufen (oben E. 2.3 f.). Unter dem Aspekt der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit ist sodann nicht ersichtlich, inwiefern die Verweigerung des streitbetroffenen Cabrio-Fensters die BeschwerdefÃ¼hrer unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig treffen soll. Die Ãberbaubarkeit ihres Grundeigentums wird dadurch nur ganz unwesentlich eingeschrÃ¤nkt. Jedenfalls liegt keine ungerechtfertigte BeeintrÃ¤chtigung der Eigentumsgarantie vor. Die diesbezÃ¼glichen EinwÃ¤nde der BeschwerdefÃ¼hrer erweisen sich als unbegrÃ¼ndet.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.8 </b>Im Weiteren rÃ¼gen die BeschwerdefÃ¼hrer eine fragwÃ¼rdige "Zweiteilung der Ã¤sthetischen Werteskala". Es sei nicht einsehbar, weshalb die Sonnenkollektoren auf der SÃ¼dwestseite der DachflÃ¤che, namentlich unter Hinweis auf das Ã¶ffentliche Interesse an der umweltvertrÃ¤glichen Energieversorgung, unter Ã¤sthetischen Gesichtspunkten bewilligungsfÃ¤hig sein sollen, nicht jedoch das Cabrio-Fenster auf der Nordostseite. Insbesondere fehle es an einer sachlichen BegrÃ¼ndung dafÃ¼r, weshalb das Ã¶ffentliche Interesse an erneuerbaren Energien einen anderen Gestaltungsspielraum erÃ¶ffne als dasjenige an einer Nutzung der bestehenden Dachgeschosse. An die Gestaltung der Sonnenkollektoren dÃ¼rften keine milderen Ã¤sthetischen MassstÃ¤be angelegt werden, namentlich auch nicht gestÃ¼tzt auf §§ 1 lit. k BVV und 49 Abs. 1 lit. e PBG.</p> <p class="Urteilstext">Mit diesen EinwÃ¤nden Ã¼bersehen die BeschwerdefÃ¼hrer, dass anders als bei Dachfenstern bei der Beurteilung der Einordnung von Sonnenkollektoren das Ã¶ffentliche Interesse an der Nutzung erneuerbaren Energiequellen (vgl. Art. 89 BV) zusÃ¤tzlich in die zur Rechtfertigung der EigentumsbeschrÃ¤nkung gebotene InteressenabwÃ¤gung mit einzubeziehen ist. Das fÃ¼hrt, wie die Vorinstanzen unter Berufung auf §§ 49 Abs. 2 lit. e PBG und 1 lit. k BVV zutreffend erkannt haben, im Ergebnis dazu, dass an solche Anlagen geringere gestalterische Anforderungen zu stellen sind.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.9 </b>Im Weiteren machen die BeschwerdefÃ¼hrer geltend, die Verweigerung des Cabrio-Fensters sei zu Unrecht weder von der BaubehÃ¶rde noch von der Vorinstanz in Zusammenhang mit der gebauten Umgebung gebracht worden. Insbesondere habe die Vorinstanz nicht angemessen gewÃ¼rdigt, dass das Cabrio-Dachfenster nicht auf der sozusagen offen sich prÃ¤sentierenden sÃ¼dwestlichen, sondern auf der eng an das benachbarte Haus anschliessenden nordÃ¶stlichen DachflÃ¤che geplant sei, von der Strasse aus kaum gesehen werden kÃ¶nne und letztlich von der Ãffentlichkeit kaum wahrgenommen wÃ¼rde. Die BeschwerdefÃ¼hrer haben zur StÃ¼tzung ihrer Ansicht entsprechende Fotos eingereicht.</p> <p class="Urteilstext">Die BaubehÃ¶rde erwog, dass die Dachlandschaft das Ortsbild in hohem Masse prÃ¤ge. Auch wenn die Dachlandschaft in den seltensten FÃ¤llen eine Einheit bilde, so sei es doch erforderlich, dass das einzelne Dach mit seinen Aufbauten, DachflÃ¤chenfenstern, Dacheinschnitten usw. fÃ¼r sich selber so gestaltet sei, dass es als Ganzes und in seinen einzelnen Teilen nicht stÃ¶rend in Erscheinung trete. Dieser Auffassung ist beizupflichten. Wenn die BaubehÃ¶rde das Cabrio-Dachfenster nicht bewilligte, weil es zu einer Ã¼bermÃ¤ssigen DurchlÃ¶cherung der DachflÃ¤che und aufgrund seiner aussergewÃ¶hnlichen Dimensionen zu einem unruhigen, unharmonischen Erscheinungsbild des Dachs fÃ¼hre, hat sie die Ã¤sthetische Wirkung der Baute nicht nur fÃ¼r sich beurteilt, sondern auch die bauliche Umgebung mit einbezogen. Der Schluss der BaubehÃ¶rde, dass das Cabrio-Fenster zu keiner befriedigenden Gesamtwirkung fÃ¼hre, fusst demnach zumindest auch auf ErwÃ¤gungen zur benachbarten baulichen Umgebung.</p> <p class="Urteilstext">Im Ãbrigen kann es gerade aufgrund der â auch von den BeschwerdefÃ¼hrern betonten â gebotenen Gesamtbetrachtung nicht entscheidend darauf ankommen, dass das Cabrio-Fenster von der Strasse her kaum gesehen und von der Ãffentlichkeit kaum wahrgenommen werden kann. Zwar hat das Verwaltungsgericht in dem von den BeschwerdefÃ¼hrern mehrmals zitierten VB.2005.00329 bei der Beurteilung zweier identischer DachflÃ¤chenfenster, die auf der nÃ¶rdlichen bzw. sÃ¼dlichen DachflÃ¤che projektiert waren, die weniger gute Sichtbarkeit des einen als Argument fÃ¼r dessen BewilligungsfÃ¤higkeit unter § 238 PBG herangezogen. Dabei handelte es sich aber nur um ein untergeordnetes Argument; entscheidend war in jenem Fall letztlich, dass die BaubehÃ¶rde fÃ¼r die ungleiche Behandlung der beiden DachflÃ¤chenfenster keine sachlich vertretbare BegrÃ¼ndung vorbrachte (VGr, 2. November 2005, VB.2005.00329, E. 3.2). Dies trifft vorliegend nicht zu. Auch waren im besagten Entscheid konventionelle DachflÃ¤chenfenster mit den Ausmassen 114 x 118 cm zu beurteilen, die mit dem streitbetroffenen, aus beweglichen Elementen bestehenden Cabrio-Dachfenster mit den Ausmassen 94 x 252 cm nicht vergleichbar sind. Aus diesem Grund vermag auch das von den BeschwerdefÃ¼hrern ebenfalls unter Berufung auf VB.2005.00329 angefÃ¼hrte Argument nicht durchzudringen, die auferlegte Wahl eines 80 x 120 cm grossen DachflÃ¤chenfensters anstelle eines solchen mit den Ausmassen 94 x 252 cm liesse keine positive Gestaltungsleistung erkennen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.10 </b>Zusammenfassend erweist sich die Ã¤sthetische WÃ¼rdigung der BaubehÃ¶rde, die alle massgeblichen UmstÃ¤nde und Interessen berÃ¼cksichtigt, als vertretbar. Der von den BeschwerdefÃ¼hrern ebenfalls vorgebrachte WillkÃ¼rvorwurf erweist sich damit als unbegrÃ¼ndet. Die Beschwerde ist somit abzuweisen. Ob das Cabrio-Fenster auch wegen der Missachtung weiterer Bauvorschriften zu verweigern wÃ¤re, kann offen gelassen werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrer bemÃ¤ngeln die HÃ¶he der SpruchgebÃ¼hr im Rekursverfahren. Das streitbetroffene Cabrio-Dachfenster wÃ¼rde montiert etwa gleich viel kosten. Die Baurekurskommission habe nur simple Einordnungsfragen behandelt. Unter diesen UmstÃ¤nden erscheine eine SpruchgebÃ¼hr von Fr. 3'000.- als weit Ã¼bersetzt. Darin liege eine ErmessensÃ¼berschreitung bei der Festlegung der GerichtsgebÃ¼hr. Angemessen erscheine allenfalls die HÃ¤lfte der GebÃ¼hr.</p> <p class="Erwgung2">GemÃ¤ss § 35 der Verordnung Ã¼ber die Organisation und den GeschÃ¤ftsgang der Baurekurskommissionen vom 20. Juli 1977 (OV BRK) betrÃ¤gt die SpruchgebÃ¼hr je nach dem Zeitaufwand sowie der finanziellen und rechtlichen Tragweite, die dem Entscheid im Einzelfall zukommt, Fr. 100.- bis Fr. 12'000.- (Abs. 1). In besonders aufwendigen Verfahren kann die GebÃ¼hr unter Angabe der GrÃ¼nde bis auf das Doppelte des in Abs. 1 vorgesehenen HÃ¶chstansatzes erhÃ¶ht werden (Abs. 2). Bei der Bemessung der SpruchgebÃ¼hr kommt der festsetzenden Instanz ein erhebliches Ermessen zu, dessen AusÃ¼bung von der oberen RechtsmittelbehÃ¶rde nur mit ZurÃ¼ckhaltung Ã¼berprÃ¼ft wird; allerdings ist das Ermessen pflichtgemÃ¤ss auszuÃ¼ben (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 8 und 13).</p> <p class="Urteilstext">Die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins darf bei der Festsetzung der SpruchgebÃ¼hr zwar grundsÃ¤tzlich, namentlich unter dem Gesichtswinkel des Zeitaufwandes, berÃ¼cksichtigt werden, auch wenn gemÃ¤ss § 38 OV BRK die Kosten der Augenscheine "nach MÃ¶glichkeit" aufgrund der tatsÃ¤chlichen Barauslagen der Kommission zu berechnen sind (VGr, 25. August 2005, VB.2005.00124, E. 6, www.vgrzh.ch). Im vorliegenden Fall hat die Baurekurskommission am 25. April 2006 indessen lediglich einen Referentenaugenschein durchgefÃ¼hrt. Sodann handelt es nicht um ein gewichtiges Bauvorhaben, auch nicht mit Blick auf dessen finanzielle und rechtliche Bedeutung. In Bezug auf die UmtriebsentschÃ¤digung hÃ¤lt die Vorinstanz selbst fest, dass es sich vorliegend um einen "vergleichsweise einfachen Fall" handle, weshalb sich die Zusprechung einer solchen nicht rechtfertige. Zum pflichtgemÃ¤ssen Ermessen bei der Festsetzung von GebÃ¼hren gehÃ¶rt es insbesondere auch, der Bedeutung eines GeschÃ¤fts Rechnung zu tragen. Dies ergibt sich schon aus dem fÃ¼r die Bemessung von GebÃ¼hren geltenden Ãquivalenzprinzip, wonach die HÃ¶he der GebÃ¼hr im Einzelfall in einem vernÃ¼nftigen VerhÃ¤ltnis zum Wert, den die staatliche Leistung fÃ¼r den Abgabepflichtigen hat, stehen muss (RB 1995 Nr. 22 = BEZ 1995 Nr. 22; HÃ¤felin/MÃ¼ller/Uhlmann, Rz. 2641).</p> <p class="Urteilstext">In einem Entscheid betreffend die Bewilligung einer Mobilfunkanlage erwog das Verwaltungsgericht, dass eine SpruchgebÃ¼hr von Fr. 3'500.- zwar relativ hoch, aber noch im Ermessen der Baurekurskommission sei. Auch wenn der zeitliche Aufwand ohne die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins und unter Verwendung von StandarderwÃ¤gungen nicht Ã¼beraus gross gewesen sein sollte, sei nicht von der Hand zu weisen, dass die wirtschaftliche Bedeutung und damit die finanzielle Tragweite â die gemÃ¤ss § 35 Abs. 1 OV BRK ebenfalls ein Bemessungskriterium fÃ¼r die SpruchgebÃ¼hr darstellt â bei einer Mobilfunkanlage nicht unerheblich sei. Hinzu kam in jenem Verfahren, dass eine Eingabe mit 82 Rekurrierenden mit einem hÃ¶heren administrativen Aufwand verbunden war (VGr, 9. MÃ¤rz 2005, VB.2004.00480, E. 4, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Urteilstext">Im Lichte der dargelegten BemessungsgrundsÃ¤tze und im Vergleich mit der im Falle einer Mobilfunkantenne festgesetzten GebÃ¼hr von Fr. 3'500.- erscheint fÃ¼r die Ã¤sthetische Beurteilung eines Dachfensters eine GebÃ¼hr von Fr. 3'000.- als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig und damit als ermessensÃ¼berschreitend. Die SpruchgebÃ¼hr ist zur Wahrung der Proportionen auf Fr. 2'000.- herabzusetzen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Entsprechend dem nur geringfÃ¼gigen Obsiegen in Bezug auf die Herabsetzung der SpruchgebÃ¼hr sind die Gerichtskosten den BeschwerdefÃ¼hrern vollumfÃ¤nglich aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 Satz 2 in Verbindung mit § 70 VRG), und eine ParteientschÃ¤digung steht ihnen nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Auch der Beschwerdegegnerin ist keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen, da die Behandlung derartiger Rechtsmittel zu deren Ã¼blicher VerwaltungstÃ¤tigkeit gehÃ¶rt, und die vorliegende Streitigkeit keinen besonderen Aufwand erforderte (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird in der Hauptsache abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die SpruchgebÃ¼hr des Rekursverfahrens wird reduziert und auf Fr. 2'000.- festgesetzt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrern auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. ParteientschÃ¤digungen werden keine zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>