<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00113</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205069&amp;W10_KEY=13013566&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00113</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.05.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 25.10.2005 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Art. 8 EMRK/Vorläufige Aufnahme Der Beschwerdeführer bestreitet die ihm vorgeworfene rechtsmissbräuchliche Berufung auf seine inzwischen geschiedene Ehe mit einer CH-Bürgerin nicht, sondern macht stattdessen einen Anspruch auf Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 8 EMRK durch seine beiden aus erster Ehe stammenden und in der Schweiz lebenden Kinder geltend, welche im Rahmen der Humanitären Aktion 2000 vorläufig aufgenommen worden sind. Eine vorläufige Aufnahme begründet jedoch kein gefestigtes Anwesenheitsrecht im Sinn der Rechtsprechung zu Art. 8 EMRK, weshalb der Beschwerdeführer daraus keine Ansprüche für sich ableiten kann. Im Übrigen fehlt es an einer sowohl wirtschaftlich als auch emotional besonders engen Beziehung zu seinen Kindern und einem tadellosen Verhalten in der Schweiz, welches Voraussetzung für einen Anspruch des nicht sorgeberechtigen Elternteils aus Art. 8 EMRK ist. Abweisung, soweit darauf eingetreten werden kann.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANHÃRUNGSRECHT">ANHÃRUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Garantien der EMRK ST: ART. 8 EMRK">ART. 8 EMRK</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESONDERS ENGE BEZIEHUNG">BESONDERS ENGE BEZIEHUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESUCHSRECHT">BESUCHSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEFESTIGTES ANWESENHEITSRECHT">GEFESTIGTES ANWESENHEITSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HÃRTEFALLBEWILLIGUNG">HÃRTEFALLBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HUMANITÃRE AKTION 2000">HUMANITÃRE AKTION 2000</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KINDERRECHTEKONVENTION">KINDERRECHTEKONVENTION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMISSBRAUCH">RECHTSMISSBRAUCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SORGERECHT">SORGERECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORLÃUFIGE AUFNAHME">VORLÃUFIGE AUFNAHME</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WILLKÃRVERBOT">WILLKÃRVERBOT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 7 Abs. I ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 7 Abs. II ANAG</span><br/><span class="gerade">Art. 14a ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 9 BV</span><br/><span class="gerade">§ 13 lit. f BeamtenV</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 EMRK</span><br/><span class="gerade">Art. 12 KRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2005 Nr. 24 S. 86</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A, geboren 1967, StaatsangehÃ¶riger der Union Serbien und Montenegro, reiste eigenen Angaben zufolge im September 1992 in die Schweiz ein, wo er am 8. Oktober 1992 ein Asylgesuch stellte, welches von der Schweizerischen Asylrekurskommission mit Urteil vom 23. August 1994 letztinstanzlich abgewiesen wurde. Trotz entsprechender Anordnung verliess er die Schweiz in der Folge nicht, sondern heiratete im Mai 1996 in X die LandsmÃ¤nnin und abgewiesene Asylbewerberin C. Aus dieser Ehe sind die TÃ¶chter D (geboren 1995) und E (geboren 1996) hervorgegangen. Nachdem das Bundesamt fÃ¼r FlÃ¼chtlinge ein WiedererwÃ¤gungsgesuch betreffend die abgewiesenen Asylgesuche von A und seiner Ehegattin abgelehnt hatte, wies die Fremdenpolizei des Kantons ZÃ¼rich (heute: Migrationsamt) ein Gesuch um Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen aus humanitÃ¤ren GrÃ¼nden am 26. August 1997 ab. Eine zwangsweise Durchsetzung der Wegweisung war infolge fehlender Reisepapiere nicht mÃ¶glich. Mit Urteil des Einzelrichters in Ehesachen des Bezirks X vom 14. Dezember 1998 wurden A und C geschieden, wobei C das Sorgerecht erhielt.</p> <p class="Sachverhalt2">Am 14. Juni 1999 stellte das Bundesamt fÃ¼r FlÃ¼chtlinge fest, dass A zur Gruppe der vorlÃ¤ufig aufgenommenen Personen gehÃ¶re. Seine TÃ¶chter und deren Mutter wurden im Rahmen der "HumanitÃ¤ren Aktion 2000" mit VerfÃ¼gung des Bundesamts fÃ¼r FlÃ¼chtlinge vom 29. Mai 2000 ebenfalls vorlÃ¤ufig aufgenommen.</p> <p class="Sachverhalt2">Am 8. Dezember 1999 heiratete A in ZÃ¼rich die Schweizer BÃ¼rgerin F, worauf ihm eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei der Ehefrau erteilt wurde. Am 7. August 2001 schlossen die Ehegatten eine aussergerichtliche Trennungsvereinbarung.</p> <p class="Sachverhalt2">Mit VerfÃ¼gung vom 5. Mai 2003 wies die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit das Gesuch von A um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung ab und setzte ihm Frist zum Verlassen des zÃ¼rcherischen Kantonsgebiets bis zum 15. Juni 2003.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den dagegen erhobenen Rekurs von A wies der Regierungsrat mit Beschluss vom 2. Februar 2005 ab, wobei er davon ausging, dass sich fÃ¼r A aus Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) durch seine beiden vorlÃ¤ufig aufgenommenen Kinder kein Anspruch ableiten lasse und der Anspruch aus Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder (ANAG) infolge rechtsmissbrÃ¤uchlicher Berufung auf die Ehe entfallen sei, weshalb ein Entscheid im Rahmen des freien Ermessens zu treffen sei.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A liess mit Beschwerde vom 11. MÃ¤rz 2005 dem Verwaltungsgericht beantragen, es sei der Beschluss des Regierungsrats aufzuheben, die Unangemessenheit der Wegweisung festzustellen und ihm eine Aufenthaltsbewilligung gestÃ¼tzt auf Art. 36 der Verordnung vom 6. Oktober 1986 Ã¼ber die Begrenzung der Zahl der AuslÃ¤nder (BVO) in Verbindung mit Art. 8 EMRK zum Verbleib bei seinen Kindern und zur Aufrechterhaltung des Kontakts mit ihnen zu erteilen. Eventualiter sei festzustellen, dass er die Voraussetzungen fÃ¼r einen Antrag auf Bewilligungserteilung gestÃ¼tzt auf Art. 13 lit. f BVO erfÃ¼lle, und die Sache fÃ¼r einen entsprechenden Antrag an das Migrationsamt zurÃ¼ckzuweisen. Gleichzeitig verlangte er eine ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend sich die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit nicht vernehmen liess, beantragte die Staatskanzlei namens des Regierungsrats die Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>GestÃ¼tzt auf § 43 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht auf dem Gebiet der Fremdenpolizei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht. Dies trifft zu fÃ¼r Entscheide Ã¼ber Aufenthalts- und Niederlassungsbewilligungen, auf deren Erteilung der oder die auslÃ¤ndische StaatsangehÃ¶rige einen bundes- oder vÃ¶lkerrechtlichen Anspruch hat (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943; BGE 128 II 145 E. 1.1.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Kraft Art. 7 Abs. 1 ANAG besitzt der auslÃ¤ndische Ehegatte eines Schweizer BÃ¼rgers einen Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung. Da der BeschwerdefÃ¼hrer zum massgebenden Zeitpunkt noch mit einer Schweizer BÃ¼rgerin verheiratet war â nach eigenen Angaben erfolgte die Scheidung mit Urteil vom 8. Februar 2005 â, ist die ZulÃ¤ssigkeitsvoraussetzung des Anspruchs somit vorliegend gegeben. Die PrÃ¼fung, ob der mÃ¶gliche Rechtsanspruch aufgrund der konkreten UmstÃ¤nde wirklich besteht, betrifft nicht die Eintretensfrage, sondern ist Gegenstand der nachfolgenden materiellen ErwÃ¤gungen (BGE 128 II 145 E. 1.1.5).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2">Der Anspruch auslÃ¤ndischer Ehegatten von Schweizern BÃ¼rgern auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 7 Abs. 1 ANAG hÃ¤ngt â anders als der aus Art. 8 EMRK folgende Anspruch â im Allgemeinen nicht davon ab, ob die Ehe intakt ist und tatsÃ¤chlich gelebt wird. Nach Art. 7 Abs. 2 ANAG besteht allerdings dann kein Anspruch, wenn die Ehe eingegangen worden ist, um die Vorschriften Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung von AuslÃ¤ndern zu umgehen. Erfasst wird davon insbesondere die so genannte Scheinehe. Auch wenn die Ehe nicht bloss zum Schein eingegangen worden ist, braucht auslÃ¤ndischen StaatsangehÃ¶rigen, die nicht mehr mit ihrem schweizerischen Ehegatten zusammenleben, der Aufenthalt nicht auf jeden Fall weiterhin gestattet zu werden. Zu prÃ¼fen bleibt bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte, ob sich die Berufung auf die Ehe nicht als rechtsmissbrÃ¤uchlich erweist (vgl. BGE 128 II 145 E. 2.1; BGE 127 II 49 E. 4a und 5a mit weiteren Hinweisen). Die Vorinstanz hat die Rechtsprechung zum Rechtsmissbrauch zutreffend wiedergegeben, weshalb darauf verwiesen werden kann (§ 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Der Regierungsrat ist zum Schluss gekommen, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer rechtsmissbrÃ¤uchlich auf seine zum massgebenden Zeitpunkt nur noch formell bestehende Ehe mit F berufen habe, weshalb ihm kein Anspruch nach Art. 7 Abs. 1 ANAG auf VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung zustehe. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat den Vorwurf des Rechtsmissbrauchs in seiner Beschwerde nicht bestritten; die entsprechende rechtliche WÃ¼rdigung der Vorinstanz ist aufgrund der konkreten UmstÃ¤nde auch nicht zu beanstanden. Stattdessen macht er einen Anspruch auf VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung gestÃ¼tzt auf Art. 8 EMRK durch seine beiden Kinder geltend. Diese verfÃ¼gten durch ihre im Rahmen der "HumanitÃ¤ren Aktion 2000" erteilten Bewilligung F (vorlÃ¤ufige Aufnahme) Ã¼ber ein zumindest faktisch gefestigtes Aufenthaltsrecht, weil die Aufhebung einer solchen Bewilligung im Unterschied zu einer vorlÃ¤ufigen Aufnahme aus medizinischen GrÃ¼nden oder wegen einer konkreten GefÃ¤hrdung nach Art. 14a Abs. 4 ANAG praktisch ausgeschlossen sei und die betreffende Bewilligung keiner regelmÃ¤ssigen ÃberprÃ¼fung unterzogen werde, sondern so lange fort dauere, bis sie durch eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung oder EinbÃ¼rgerung abgelÃ¶st werde. Ein Grund fÃ¼r eine Aufhebung der vorlÃ¤ufigen Aufnahme sei nicht in Sicht, vielmehr stehe die EinbÃ¼rgerung der Kinder kurz bevor. Er pflege zu ihnen eine enge Beziehung, wobei er das Besuchsrecht jeden Sonntag und in den Ferien ausÃ¼be.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b>GemÃ¤ss Art. 14a Abs. 1 und Abs. 4<sup>bis</sup> ANAG verfÃ¼gt das Bundesamt fÃ¼r FlÃ¼chtlinge die vorlÃ¤ufige Aufnahme von auslÃ¤ndischen Personen, wenn der Vollzug von deren Weg- oder Ausweisung nicht mÃ¶glich, nicht zulÃ¤ssig oder nicht zumutbar ist oder zu einer schwerwiegenden persÃ¶nlichen Notlage fÃ¼hrt. Eine solche VerfÃ¼gung kann auch gestÃ¼tzt auf eine Kollektivregelung des Bundesrats ergehen, wie es im Rahmen der "HumanitÃ¤ren Aktion 2000" vom 1. MÃ¤rz 2000 geschehen ist. Diese Aktion bezweckte eine vorlÃ¤ufige Aufnahme von auslÃ¤ndischen StaatsangehÃ¶rigen, welche bis Ende 1992 in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt hatten und sich seither hier aufhielten, weil die Gesuche im Verfahren oder im Vollzug hÃ¤ngig waren. Um den Betroffenen die Ungewissheit Ã¼ber ihre weitere Zukunft nicht lÃ¤nger zuzumuten, wurde eine grosszÃ¼gige Aufenthaltsregelung getroffen, sofern diese Personen<span> </span>nicht straffÃ¤llig geworden waren, sich nicht dissozial verhalten hatten, willens und in der Lage waren, sich in der Schweiz zu integrieren, wÃ¤hrend des Aufenthalts in der Schweiz nie untergetaucht waren und die lange Aufenthaltsdauer durch mangelnde Mitwirkung nicht selbst provoziert hatten (vgl. Marc Spescha/Peter StrÃ¤uli, AuslÃ¤nderrecht, 2. A., ZÃ¼rich 2004, S. 93 f.; Kreisschreiben des Bundesamts fÃ¼r FlÃ¼chtlinge Ã¼ber die Behandlung aller bis zum 31. Dezember 1992 eingereichten Asylgesuche, die entweder im Verfahren oder im Vollzug hÃ¤ngig sind [humanitÃ¤re Aktion 2000] vom 14. MÃ¤rz 2000, <span>www.ejpd.admin.ch).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Auf den Schutz des Familienlebens nach Art. 8 Abs. 1 EMRK kann sich der um eine Erteilung oder VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilli­gung ersuchende AuslÃ¤nder berufen, der eine familiÃ¤re Beziehung zu in der Schweiz lebenden nahen Verwandten mit einem gefestigten Anwesenheitsrecht unterhÃ¤lt, sofern diese Beziehung tatsÃ¤chlich gelebt wird und intakt ist. FamiliÃ¤re Beziehungen, die gemÃ¤ss Art. 8 EMRK einen Anspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung verschaffen kÃ¶nnen, sind vor allem solche zwischen den Ehegatten sowie jene zwischen den Eltern und ihren min­derjÃ¤hrigen Kindern. DemgegenÃ¼ber geniessen die Beziehungen Ã¼ber 18 Jahre alter Erwach­sener zu ihren Eltern oder anderen Erwachsenen grundsÃ¤tzlich keinen Schutz von Art. 8 EMRK. Geht es um die Beziehung zu Personen, die nicht der Kernfamilie zuzurechnen sind, setzt eine schÃ¼tzenswerte Beziehung voraus, dass der um eine Bewilligung ersuchende AuslÃ¤nder vom hier Anwesenheitsberechtigten abhÃ¤ngig ist (BGE 122 II 385 E. 1c; BGE 120 Ib 257 E. 1).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.1 </b>Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts verfÃ¼gen grundsÃ¤tzlich nur jene Personen Ã¼ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht, welche das Schweizer BÃ¼rgerrecht oder eine Niederlassungsbewilligung besitzen. Eine blosse Aufenthaltsbewilligung vermag dann ein solches Recht zu begrÃ¼nden, wenn sie ihrerseits auf einem festen Rechtsanspruch beruht (BGE 126 II 335 E. 2a). Nicht anspruchsbegrÃ¼ndend sind insbesondere Kurzaufenthalts- und Jahresaufenthaltsbewilligungen, auf deren Erteilung kein Anspruch besteht, sowie die humanitÃ¤ren Bewilligungen gemÃ¤ss Art. 13 lit. f BVO. Auch der nach Art. 14a ff. ANAG vorlÃ¤ufig aufgenommene AuslÃ¤nder verfÃ¼gt nicht Ã¼ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht, das ihm unter Berufung auf Art. 8 EMRK erlauben wÃ¼rde, seine Familie nachzuziehen. Dem liegt die Idee zugrunde, dass niemand mehr Rechte Ã¼bertragen kann, als ihm selbst zustehen, weshalb ein auslÃ¤ndischer StaatsangehÃ¶riger, der selber keinen Anspruch auf lÃ¤ngere Anwesenheit in der Schweiz hat, einen solchen grundsÃ¤tzlich auch keinem Dritten zu verschaffen vermag (vgl. BGE 126 II 335 E. 2b/aa und E. 3c/dd; BGE 119 Ib 91 E. 1). Dies entspricht konstanter Rechtsprechung des Bundesgerichts, welches sich mit der in der Lehre verbreiteten Kritik am Erfordernis des gefestigten Aufenthaltsrechts ausfÃ¼hrlich auseinandergesetzt und diese verworfen hat (vgl. BGE 126 II 377 E. 2b; BGE 130 II 281 E. 3.1; <span>BGr, 14. November 2001, </span>2A.318/2001<span>, E. 2c/aa, www.bger.ch). Es sind zum heutigen Zeitpunkt</span><span> </span>keine GrÃ¼nde ersichtlich, weshalb davon abgewichen werden mÃ¼sste. Auch besteht kein Anlass, die im Rahmen der "HumanitÃ¤ren Aktion 2000" gewÃ¤hrte vorlÃ¤ufige Aufnahme mit Blick auf Art. 8 EMRK anders zu behandeln als jene, welche gestÃ¼tzt auf Art. 14a Abs. 1 ANAG aufgrund eines unmÃ¶glichen, unzulÃ¤ssigen oder unzumutbaren Vollzugs der Wegweisung erfolgt. Entgegen der Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers verhÃ¤lt es sich insbesondere nicht so, dass die betreffende Aufnahme nicht Ã¼berprÃ¼ft wird und praktisch nicht mehr aufgehoben werden kÃ¶nnte. Vielmehr handelt es sich bei der vorlÃ¤ufigen Aufnahme um einen provisorischen Status, der beim Wegfall des Grundes, aus dem die Aufnahme angeordnet wurde, wieder aufgehoben werden kann (Art. 14b Abs. 2 und 2bis ANAG). Dies gilt grundsÃ¤tzlich auch fÃ¼r eine durch die "HumanitÃ¤re Aktion 2000" erfasste vorlÃ¤ufige Aufnahme, auch wenn dort insofern EinschrÃ¤nkungen angebracht sind, als die Aufhebung nur beim nachtrÃ¤glichen Auftreten von AusschlussgrÃ¼nden â deren Fehlen Voraussetzung fÃ¼r den Einbezug in die Aktion war â mÃ¶glich ist, also wenn sich die auslÃ¤ndische Person zum Beispiel kriminell oder dissozial verhÃ¤lt. Dies allein rechtfertigt es jedoch nicht, aus einer solchen vorlÃ¤ufigen Aufnahme geradezu ein Anwesenheitsrecht mit festem Rechtsanspruch im Sinn von Art. 8 EMRK, vergleichbar etwa mit einer auf einem festen Anspruch beruhenden Aufenthaltsbewilligung, abzuleiten. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.2 </b>Selbst wenn von einem gefestigten Anwesenheitsrecht auszugehen wÃ¤re, wÃ¼rde Art. 8 EMRK dem BeschwerdefÃ¼hrer trotzdem keinen Anspruch auf VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung verschaffen. Es gilt nÃ¤mlich zu beachten, dass es vorliegend nicht um die Vereinigung einer Gesamtfamilie, sondern lediglich um die Erleichterung der AusÃ¼bung des Besuchsrechts eines nicht sorgeberechtigten Vaters zu seinen Kindern geht. In der Regel kann sich im Hinblick auf eine Bewilligungserteilung nur derjenige auf Art. 8 EMRK berufen, der mit der in der Schweiz anwesenheitsberechtigten Person zusammenlebt. Die Rechtsprechung macht zwar eine Ausnahme fÃ¼r den Fall, dass die Beziehung eines Kindes zu einem Elternteil im Rahmen eines Besuchsrechts gepflegt wird; dabei ist aber zu berÃ¼cksichtigen, dass eine derartige Beziehung bloss eingeschrÃ¤nkt gelebt und ein Besuchsrecht grundsÃ¤tzlich auch vom Ausland ausgeÃ¼bt werden kann. Das Bundesgericht hat daraus in auslÃ¤nderrechtlicher Hinsicht die Konsequenz gezogen, dass ein Anspruch aus Art. 8 EMRK fÃ¼r den nicht sorgeberechtigten AuslÃ¤nder nur dann besteht, wenn die<span> </span>Beziehung zum in der Schweiz ansÃ¤ssigen Kind in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht besonders eng ist, diese Beziehung wegen der Distanz zum Heimatland des AuslÃ¤nders praktisch nicht aufrechterhalten werden kÃ¶nnte und dessen bisheriges Verhalten in der Schweiz zu keinerlei Klagen Anlass gegeben hat bzw. tadellos erscheint (BGr, 18. MÃ¤rz 2004, 2A.154/2004, E. 2.4; BGr, 4. Dezember 2001, 2A.519/2001, E. 2d, www.bger.ch). Der BeschwerdefÃ¼hrer hat jedoch nicht genÃ¼gend substanziiert dargelegt oder nachgewiesen, inwieweit eine sowohl wirtschaftlich als auch emotional besonders enge Beziehung zu seinen Kindern besteht. Aus dem Scheidungsurteil geht nur hervor, dass er vorbehÃ¤ltlich einer anderen Einigung mit der Kindsmutter das Recht hat, die Kinder am ersten Sonntag jedes Monats und in den Ferien zu sich auf Besuch zu nehmen. Die ins Recht gelegten "ZeugenbestÃ¤tigungen" lassen keine RÃ¼ckschlÃ¼sse auf die Art und IntensitÃ¤t der betreffenden Beziehung zu. Ob angesichts des eigenen Angaben zufolge "leicht angeschlagenen Leumunds" â aktenkundig sind unter anderem Verurteilungen wegen Diebstahls, Strassenverkehrsdelikten sowie VerstÃ¶ssen gegen das ANAG â von tadellosem Verhalten gesprochen werden kann, ist ohnehin fraglich.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Nach dem Gesagten besteht nach Art. 8 EMRK durch seine Kinder kein Anspruch des BeschwerdefÃ¼hrers auf VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung. Die daneben angefÃ¼hrte Beziehung zu seinen in der Schweiz niedergelassenen Geschwistern begrÃ¼ndet ebenfalls keinen entsprechenden Anspruch, weil diese volljÃ¤hrig sind, nicht zur eigentlichen Kernfamilie gehÃ¶ren und kein besonderes AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis ersichtlich ist. Weil auch weder der in der Beschwerde angerufene Art. 36 BVO noch der eventualiter geltend gemachte Art. 13 lit. f BVO einen Rechtsanspruch auf Erteilung oder VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung zu vermitteln vermÃ¶gen, bleibt dem Verwaltungsgericht eine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit bzw. VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der Bewilligungsverweigerung versagt und kann insofern auf die Beschwerde nicht eingetreten werden (vgl. BGE 122 II 186 E. 1a; BGE 130 II 281 E. 2.2). Daran vermag auch die Berufung auf das WillkÃ¼rverbot gemÃ¤ss Art. 9 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 nichts zu Ã¤ndern, da sich auch daraus kein Anspruch auf Erteilung einer Aufent­haltsbewilligung ableiten lÃ¤sst (BGE 126 II 377 E. 4).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Die weiteren Argumente des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼hren ebenfalls nicht zu einer anderen Beurteilung. So macht er zwar eine Verletzung von Art. 3 Abs. 1 und Art. 9 Abs. 1 der UNO-Kinderrechtekonvention (KRK) geltend, indem seine Wegweisung dem Kindeswohl widerspreche. Laut Bundesgericht lassen sich der Konvention in Bezug auf die Erteilung von fremdenpolizeilichen Bewilligungen jedoch keine gerichtlich durchsetzbaren AnsprÃ¼che entnehmen (BGE 126 II 377 E. 5d). Schliesslich wird sinngemÃ¤ss vorgebracht, die Vorinstanz habe das in Art. 9 Abs. 2 sowie Art. 12 KRK verankerte AnhÃ¶rungsrecht der Kinder missachtet. GemÃ¤ss Art. 12 KRK haben Kinder, die zur eigenen Meinungsbildung befÃ¤higt sind, das Recht, in den sie berÃ¼hrenden Gerichts- oder Verwaltungsverfahren angehÃ¶rt zu werden. Diese Bestimmung bezweckt, dass Ã¼ber Kinder nicht wie Ã¼ber Objekte verfÃ¼gt wird. Allerdings ist ein Kind im fremden­polizeilichen Verfahren nicht zwingend persÃ¶nlich, sondern ledig­lich in angemessener Weise anzuhÃ¶ren. Die AnhÃ¶rung kann je nach der zu behandelnden Problematik und den UmstÃ¤nden des Einzelfalles auch schriftlich oder Ã¼ber einen Vertreter vorgenommen werden (Art. 12 Abs. 2 KRK; BGE 124 II 361 E. 3c, mit Hinweisen). Abgesehen davon, dass in der Rekursschrift keine persÃ¶nliche AnhÃ¶rung beantragt war, kann davon ausgegangen werden, dass der Wille der Kinder vorliegend Ã¼ber deren Vater bzw. dessen Vertreter Eingang in das vorinstanzliche Verfahren gefunden hat (vgl. BGr, 11. Dezember 2002, 2A.456/2002, E. 3.6, www.bger.ch). Im Ãbrigen steht lediglich die Wegweisung des nicht sorgeberechtigten Elternteils in Frage, weshalb die Interessen der in der Schweiz lebenden Kinder nur insoweit berÃ¼hrt sind, als ihre Kontakte zum Vater im Rahmen der Besuchsrechtsregelung erschwert werden. Die Anforderungen von Art. 12 KRK mÃ¼ssen demnach als erfÃ¼llt gelten. </p> <p class="Erwgung2">Demzufolge ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten dem unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG) und steht diesem keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Kosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>