<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00173</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106832&amp;W10_KEY=4467146&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00173</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.08.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Jugendhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Kleinkinderbetreuungsbeiträge (KKBB) bei Studierenden:<br/><br/>Rechtsgrundlagen für die Ausrichtung von KKBB, insbes. bei Studierenden; ein Studium wird grundsätzlich einem 100 % - Pensum gleichgestellt (E. 2, 4a). Diese Gleichstellung ist unter dem Gesichtswinkel der Rechtsgleichheit nicht zu beanstanden, wenn tatsächlich auch ein teilzeitliches Studium im Hinblick auf die KKBB-Anspruchsberechtigung Berücksichtigung findet (E. 4b). Mitwirkungspflicht der gesuchstellenden Personen im Allgemeinen (E. 5a) und in Bezug auf den Umfang (E. 5c/aa). Offen gelassen, ob die erstinstanzlich verfügende Behörde ihrer Aufklärungspflicht gegenüber den gesuchstellenden Personen vollumfänglich nachgekommen ist (E. 5c/cc). Für die Glaubhaftmachung eines teilzeitlichen Studiums muss ein grober Raster genügen, der sich im Wesentlichen nach der Anzahl der belegten Lehrveranstaltungen richtet (E. 6a). Nach den konkret besuchten Wochenstunden ergibt sich bei den beiden Beschwerdeführenden ein Studienaufwand, der insgesamt einem Pensum von wenigstens 100 % entspricht und daher zum Bezug von KKBB berechtigt (E. 6b). Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFKLÃRUNGSPFLICHT">AUFKLÃRUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: JUGENDHILFE">JUGENDHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KLEINKINDERBETREUUNGSBEITRÃGE">KLEINKINDERBETREUUNGSBEITRÃGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITWIRKUNGSPFLICHT">MITWIRKUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSGLEICHHEIT">RECHTSGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: SACHVERHALTSFESTSTELLUNG">SACHVERHALTSFESTSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STUDIERENDE">STUDIERENDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STUDIUM">STUDIUM</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 8 lit. I BV</span><br/><span class="gerade">§ 26a JugendhilfeG</span><br/><span class="ungerade">§ 26b lit. a JugendhilfeG</span><br/><span class="gerade">§ 49g lit. II JugendhilfeV</span><br/><span class="ungerade">§ 7 lit. II a VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2002 Nr. 65 S. 159</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A (geb. 1971) und B (geb. 1972) â beide Studierende an der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich â bezogen fÃ¼r ihren Sohn C (geb. 26. November 2000) KleinkinderbetreuungsbeitrÃ¤ge (KKBB) im Umfang von Fr. 2000.- je Monat. Mit VerfÃ¼gung vom 9. April 2001 stellte das Amt fÃ¼r Jugend- und Sozialhilfe der Stadt ZÃ¼rich die Ausrichtung dieser BeitrÃ¤ge per 31. MÃ¤rz 2001 ein, weil die beiden die Voraussetzungen hiefÃ¼r nicht mehr erfÃ¼llten, und entzog einer allfÃ¤lligen Einsprache die aufschiebende Wirkung. GemÃ¤ss § 26b lit. a des Jugendhilfegesetzes vom 14. Juni 1981/3. MÃ¤rz 1991 (JugendhilfeG) dÃ¼rften nÃ¤mlich zusammen lebende Eltern hÃ¶chstens ein Arbeitspensum von 150 % erfÃ¼llen. Bei Studierenden gelte das Studium als 100 %-Pensum. Daraus resultiere bei A und B insgesamt ein 200 %-Pensum.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine dagegen erhobene Einsprache wies der Stadtrat ZÃ¼rich am 21. November 2001 ab mit der BegrÃ¼ndung, dass die behauptete Absolvierung lediglich eines Teilzeitstudiums nicht glaubhaft gemacht worden sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Eingabe vom 3. Januar 2002 â ergÃ¤nzt mit einem Nachtrag vom 22. Januar 2002 â rekurrierten A und B an den Bezirksrat ZÃ¼rich. Dieser wies den Rekurs mit Beschluss vom 11. April 2002 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Am 15. Mai 2002 (Poststempel) erhoben A und B Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem sinngemÃ¤ssen Antrag, es seien ihnen weiterhin KKBB auszurichten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat ging aufgrund der Beschwerdeschrift in seiner Stellungnahme vom 14. Juni 2002 davon aus, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden weitere Unterlagen eingereicht hÃ¤t­ten, welche ihm nicht vorgelegen hÃ¤tten und demnach vernehmlassungsweise nicht beurteilt werden kÃ¶nnten. Sofern sich daraus eine Beurteilung zugunsten der BeschwerdefÃ¼hrenden ergebe, sei die Beschwerde gutzuheissen und die Sache zur Neubeurteilung zurÃ¼ckzuweisen. Der Stadtrat von ZÃ¼rich beantragte am 19. Juni 2002 Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde gemÃ¤ss § 19c Abs. 2 in Verbindung mit § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) funktionell und sachlich zustÃ¤ndig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) In Angelegenheiten der Sozial- und Jugendhilfe berechnet sich der Streitwert in der Regel aufgrund der Summe der Leistungen wÃ¤hrend der Dauer von zwÃ¶lf Monaten </span>(Al­fred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 38 N. 5; RB 1998 Nr. 21; <span>VGr, 13. Juli 2000, VB.2000.00038 E. 1a, </span>http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung)<span>. Die BeschwerdefÃ¼hrenden be­zogen bis zur Einstellung KKBB in der HÃ¶he von Fr. 2'000.- je Monat. Folglich Ã¼bersteigt der Streitwert Fr. 20'000.-; die Beurteilung der Beschwerde fÃ¤llt daher in die ZustÃ¤ndig­keit der Kammer (§ 38 Abs. 1 und 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die Gemeinden gewÃ¤hren Eltern, die sich persÃ¶nlich der Pflege und Erziehung ihrer Kinder widmen wollen, dazu aber aus wirtschaftlichen GrÃ¼nden nicht in der Lage sind, BeitrÃ¤ge fÃ¼r die Betreuung von Kleinkindern (§ 26a JugendhilfeG). Diese BeitrÃ¤ge, deren gesetzliche Grundlage am 3. MÃ¤rz 1991 durch Revision des Jugendhilfegesetzes geschaffen wurde, stellen eine Hilfe dar, die gezielt finanziell schwÃ¤cheren Familien zugute kommen soll. Vorausgesetzt wird dabei, dass diese willens sind, ihre Erziehungsaufgabe persÃ¶nlich zu Ã¼bernehmen (Weisung des Regierungsrats vom 1. November 1989, ABl 1989, S. 1966, 1969 f.). Ein Anspruch auf BeitrÃ¤ge besteht, wenn die ErwerbstÃ¤tigkeit bei zusammen lebenden Eltern mindestens ein volles und hÃ¶chstens eineinhalb Arbeitspensen betrÃ¤gt (§ 26b lit. a JugendhilfeG). Daneben sind weitere Voraussetzungen namentlich hinsichtlich Einkommens- und VermÃ¶gensgrenzen zu erfÃ¼llen (§ 26b lit. b-d). Die Spannbreite des geforderten Arbeitspensums soll einerseits verhindern, dass zwecks Erhalt von BeitrÃ¤gen eine geringere Arbeitsleistung erbracht wird (vgl. Weisung, S. 1970). Anderseits stellt die obere BeschrÃ¤nkung des Pensums auf insgesamt 150 % sicher, dass das Kind auch tatsÃ¤chlich von den Eltern persÃ¶nlich betreut werden kann (vgl. auch § 26b lit. b [BeschrÃ¤nkung der Betreuung durch Dritte auf 2 ½ Tage in der Woche]).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Leitfaden fÃ¼r Anwenderinnen und Anwender â Grundlagen und Praxis KKBB (hrsg. vom Amt fÃ¼r Jugend und Berufsberatung des Kantons ZÃ¼rich, vorlÃ¤ufige Fassung vom 11. Februar 2000 [KKBB-Leitfaden]) wird die Bemessung des Arbeitspensums nÃ¤her ausgefÃ¼hrt. Danach gilt bei Studierenden ‑ gestÃ¼tzt auf die Immatrikulation ‑ ein volles Stu­dium als 100 %-Pensum (Ziff. II.1.2.3, S. 5 f.). FÃ¼r Studierende an der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich wird im Weiteren bezÃ¼glich der Frage von Teilzeitstudien ausgefÃ¼hrt, dass nicht nur auf Aus­sagen, es werde teilzeitlich studiert, abgestellt werde dÃ¼rfe. Die Immatrikulation gelte ana­log zum Arbeitsvertrag als Massstab fÃ¼r die Bemessung des Pensums. Allerdings mÃ¼sse im Einzelfall der volle Beweis, dass tatsÃ¤chlich nur ein Teilzeitstudium absolviert werde, zu­gelassen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Der Bezirksrat stÃ¼tzte sich in seinem Rekursentscheid auf den KKBB-Leit­faden. Dementsprechend stellte er fÃ¼r die PrÃ¼fung der Anspruchsvoraussetzung eines hinreichenden Arbeitspensums auf die Immatrikulation an der UniversitÃ¤t ab. GrundsÃ¤tzlich sei von einem Vollstudium auszugehen, das einem vollen Arbeitspensum entspreche. Im Einzelfall sei der Beweis zuzulassen, dass tatsÃ¤chlich nur ein Teilzeitstudium absolviert werde (E. 1). Es sei nicht zu beanstanden, wenn die BehÃ¶rden an Studierende hÃ¶here Anforderungen an eine erfolgreiche BeweisfÃ¼hrung stellten und nicht allein auf die blosse Aus­sage oder die alleinige Vorlage von Testatheften vertrauten. Die Vorinstanz rÃ¤umte ein, dass ein direkter Beweis kaum je verlangt werden kÃ¶nne und diesbezÃ¼glich tatsÃ¤chlich eine unbefriedigende Situation bestehe (E. 2c). Lege man die Aussage der BeschwerdefÃ¼hrenden im Rekursverfahren zugrunde, wonach sie nie zu 100 % studiert hÃ¤tten, so hÃ¤tten sie bis zur Einstellung der Leistung der KKBB die Anspruchsvoraussetzung eines vollen Arbeitspensums nicht erfÃ¼llt und zum damaligen Zeitpunkt die Leistungen zu Unrecht bezogen (E. 2d). Die eingereichten Testatheftseiten seien allein nicht aussagekrÃ¤ftig, da die tes­tatpflichtigen Lehrveranstaltungen nur einen Teil des Studienaufwands darstellten (E. 4a). Einer von dem BeschwerdefÃ¼hrenden im Rekursverfahren eingereichten Berechnung des Studienaufwands folgte der Bezirksrat nicht. Aufgrund der belegten Lektionen ergebe sich nÃ¤mlich ein Zeitaufwand, der unter dem geforderten vollen Arbeitspensum liege (E. 4b/c). Die BeschwerdefÃ¼hrenden hÃ¤tten im bisherigen Verfahren trotz der Aufforderung des Stadt­rats im Einspracheentscheid keine Anhaltspunkte beigesteuert, um ihre Angaben nach­vollziehen und Ã¼berprÃ¼fen zu kÃ¶nnen, wonach sie ein Teilzeitstudium absolvierten. Insbesondere fehlten Hinweise auf den prozentualen Anteil am Studium eines jeden der beiden und eine Stundenaufstellung, die Aufschluss Ã¼ber das VerhÃ¤ltnis von Studium und Kinderbetreuung gebe. Die zu allgemein gehaltenen Angaben erlaubten eine diesbezÃ¼gliche ÃberprÃ¼fung nicht (E. 5c).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrenden wenden in der Beschwerdeschrift im Wesentlichen ein, es stelle eine Ungleichbehandlung dar, wenn an den Nachweis der Anspruchsvoraussetzungen bei Studierenden hÃ¶here Anforderungen gestellt wÃ¼rden (S. 2). Die Regelung, wonach eine Immatrikulation einer ErwerbstÃ¤tigkeit von 100 % gleichkomme, sei nicht haltbar und zu korrigieren (S. 3). Die Vermutung des Bezirksrats, wonach die BeschwerdefÃ¼hrenden bereits vor der Einstellung der Leistungen die Anspruchsvoraussetzungen nicht erfÃ¼llt hÃ¤tten, sei unzutreffend (S. 4 f.). Die Testatheftseite stelle die Dokumentation der er­brachten Studienleistungen dar. Deshalb bestehe ein Interesse daran, alle besuchten Lehr­veranstaltungen damit auszuweisen. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz verhalte es sich nicht so, dass sie lediglich einen Teil der Lektionen im Testatheft ausgewiesen hÃ¤tten (S. 5). Es lasse sich kein genaues Arbeitspensum pauschal beziffern. Die von ihnen vorgelegte Stundenberechnung mit einem Studienaufwand auch wÃ¤hrend der Semesterferien tref­fe zu, da in dieser Zeitspanne jeweils der Vorlesungsstoff geordnet und schriftliche Arbeiten verfasst werden mÃ¼ssten (S. 6 f.). Daraus ergebe sich im Schnitt ein Arbeitspensum von Ã¼ber 100 % (S. 8). Die BeschwerdefÃ¼hrenden bezweifeln den Zweck einer vollstÃ¤ndigen Stundenplanaufstellung, die sie aber gleichwohl der Beschwerde beilegen, und einer Aus­scheidung des prozentualen Anteils am Studium der beiden BeschwerdefÃ¼hrenden, den sie mit 47,37 % (A) zu 52,36 % (B) beziffern (S. 8 ff.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Beschwerdegegnerin hebt die Tatsache hervor, dass die UniversitÃ¤t ZÃ¼rich keine Teilimmatrikulation kenne. Die Unterlagen der BeschwerdefÃ¼hrenden Ã¼ber den Studienaufwand seien zu wenig bestimmt und widersprÃ¼chlich. Aufgrund der Unterlagen wÃ¤re es mÃ¶glich, sowohl von einem gesamthaften BeschÃ¤ftigungsumfang der BeschwerdefÃ¼hrenden unter 100 % wie auch Ã¼ber 150 % auszugehen. Es drÃ¤nge sich auch aus GrÃ¼nden der Verfahrensgerechtigkeit und Gleichstellung gegenÃ¼ber anderen gesuchstellenden Personen sowie zur Verhinderung von MissbrÃ¤uchen nicht auf, vom Grundsatz abzuweichen, wonach ein Studium als eine BeschÃ¤ftigung zu 100 % angerechnet werde (S. 2 f.). Selbst wenn die derzeitige rechtliche Situation unbefriedigend sei, mÃ¼ssten sich die VerwaltungsbehÃ¶rden und unteren Rechtsmittelinstanzen eine gewisse ZurÃ¼ckhaltung bei der Kontrolle </span></p> <p class="Einzug1"><span>von § 26b lit. a JugendhilfeG auferlegen, welche Norm das erforderliche Arbeitspensum um­schreibe. Nur wenn ein Rechtssatz im konkreten Anwendungsfall eindeutig verfassungs­widrig sei, komme eine Nichtanwendung fÃ¼r die genannten BehÃ¶rden in Frage (S. 3 f.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Die von den BeschwerdefÃ¼hrenden beanstandete grundsÃ¤tzliche Gleichstellung der Immatrikulation mit einer ErwerbstÃ¤tigkeit von 100 % ergibt sich nicht unmittelbar aus der Gesetzgebung, sondern aus dem KKBB-Leitfaden. Das Gesetz umschreibt nÃ¤mlich die Anspruchsvoraussetzungen nur fÃ¼r erwerbstÃ¤tige Personen nÃ¤her, nicht aber fÃ¼r Studierende (und andere Kategorien nicht erwerbstÃ¤tiger Personen) und erweist sich insofern als lÃ¼­cken­haft (§ 26b lit. a JugendhilfeG). Auch die Verordnung vom 21. Oktober 1981 zum Ju­gendhilfegesetz enthÃ¤lt keine diesbezÃ¼gliche Regelung (§ 49a ff. JugendhilfeV), doch wird das Amt fÃ¼r Jugend und Berufsberatung (frÃ¼her Jugendamt) zum Erlass von Richtlinien er­mÃ¤chtigt (§ 4 Abs. 2 lit. d JugendhilfeG, § 2 Abs. 1 JugendhilfeV). Die Richtlinie Nr. 3 vom Januar 1995 geht allerdings unter der die Studierenden betreffenden Ziffer 3.1. auf die hier interessierende Problematik nicht direkt ein und fÃ¼hrt lediglich aus, dass die volle Auf­gabe der beruflichen TÃ¤tigkeit und der Beginn einer Ausbildung nicht automatisch zum Be­zug von KKBB berechtige. Hingegen befasst sich wie dargelegt der KKBB-Leitfaden mit der Bemessung des massgeblichen Arbeitspensums bei nicht erwerbstÃ¤tigen Personen. Zwar weist der mehr als Kommentar ausgestaltete Leitfaden fÃ¼r die rechtsanwendenden Be­hÃ¶rden nicht dieselbe Verbindlichkeit auf wie eine eigentliche Richtlinie. Angesichts der LÃ¼ckenhaftigkeit der rechtlichen Regelungen und des BedÃ¼rfnisses, eine rechtsgleiche Praxis bei der Ausrichtung von KKBB zu gewÃ¤hrleisten, ist es aber nicht zu beanstanden, wenn die BehÃ¶rden im zu beurteilenden Fall sich nach dem KKBB-Leitfaden ausgerichtet haben.</span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) Die auf den KKBB-Leitfaden gestÃ¼tzte Gleichstellung eines Studium mit einer ErwerbstÃ¤tigkeit von 100 % kann allerdings in Konflikt mit dem Rechtsgleichheitsgebot geraten (Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [BV]). Daraus folgt ein Anspruch auf Gleichbehandlung insofern, als Gleiches nach Massgabe seiner Gleichheit gleich und Ungleiches nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich zu behandeln ist. Untersagt ist demnach eine rechtliche Gleichbehandlung von FÃ¤llen, die sich in tatsÃ¤chlicher Hinsicht wesentlich unterscheiden (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrecht, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 401; BGE 125 I 166 E. 2a). FÃ¼r die Frage des Vergleichs von Studium und massgeblichem Arbeitspensum im Sinn von § 26b lit. a JugendhilfeG muss daher ein vollzeitliches Studium in der Tat anders behandelt werden als ein teilzeitliches Studium. Allein von der erfolgten Immatrikulation auf ein Vollstudium zu schliessen, ohne Abweichungen von diesem Grundsatz zuzulassen, wÃ¤re ein Schematismus, der dem einzelnen Fall nicht gerecht wÃ¼rde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Allerdings ist die Vermutung, immatrikulierte Studierende absolvierten ein Vollstudium, nicht vÃ¶llig unangebracht. So gibt es bekanntermassen Lehranstalten (z.B. UniversitÃ¤t St. Gallen; ETH), welche die Studierende stÃ¤rker in einen vorgegebenen Lektionenplan einbinden, der vom Regelfall eines vollzeitlich zu absolvierenden Studiums aus­geht. Ebenso sind einzelne StudiengÃ¤nge (z.B. Medizin) so strukturiert, dass die Lernziele am besten mit einem Vollzeitstudium zu erreichen sind. Entscheidend ist jedoch, dass der KKBB-Leitfaden ein teilzeitliches Studium nicht ausschliesst und es der gesuchstellenden Person ermÃ¶glicht, ein teilzeitliches Studium nachzuweisen. Damit ist sichergestellt, dass dem Einzelfall hinreichend Rechnung getragen werden kann. Insofern werden auch die Aus­wirkungen der zurzeit undifferenzierten universitÃ¤ren Immatrikulationspraxis auf die Beurteilung der KKBB-Anspruchsvoraussetzungen gemildert.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. a) Wer KKBB beantragt, ist verpflichtet, die fÃ¼r die AbklÃ¤rung des Anspruchs not­wendigen Angaben zu machen (§ 49g Abs. 2 JugendhilfeV; KKBB-Leitfaden, Ziff. II.7, S. 22 f.). Wer bereits KKBB bezieht, hat Ãnderungen der Voraussetzungen und der Grund­lagen der Beitragsberechtigung der DurchfÃ¼hrungsstelle zu melden (§ 49g Abs. 3 JugendhilfeV). Damit entspricht diese Regelung der allgemeinen Vorschrift des Verwaltungsverfahren, wonach Verfahrensbeteiligte mitzuwirken haben, soweit sie ein Begehren gestellt haben (§ 7 Abs. 2 lit. a VRG; KKBB-Leitfaden, Ziff. III.2.3.2, S. 27 f.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) In der vorliegend zu beurteilenden Situation war fÃ¼r die ÃberprÃ¼fung der Anspruchsberechtigung â soweit sich den Akten entnehmen lÃ¤sst â wohl ausschlaggebend, dass bereits in den ursprÃ¼nglichen Gesuchsunterlagen auf eine Ãnderung beim Studienauf­wand ab 1. April 2001 hingewiesen wird: Auf dem Formular âErgÃ¤nzende Angaben zur Ein­kommensberechnungâ gaben die BeschwerdefÃ¼hrenden nÃ¤mlich an, A habe einen BeschÃ¤ftigungsumfang von Null Prozent, wÃ¤hrend B vollzeitlich studiere. Damit waren denn auch die Voraussetzungen fÃ¼r die Ausrichtung von KKBB erfÃ¼llt. Auf dem gleichen Formu­lar steht ausserdem die Notiz, dass ab 1. April 2001 eine âÃnderung des Studiums in Pro­zentenâ beabsichtigt sei, und zwar in der Weise, dass beide BeschwerdefÃ¼hrenden kÃ¼nf­tig Teilstudien absolvieren wÃ¼rden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Damit ist auf jeden Fall der Vorschrift GenÃ¼ge getan, wonach Ãnderungen der Voraussetzungen fÃ¼r die Beitragsberechtigung der DurchfÃ¼hrungsstelle zu melden sind (§ 49g Abs. 3 JugendhilfeV). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) aa) Mit der Mitteilung der Ãnderung des Studienaufwands war aufgrund der dargestellten Rechtslage und Praxis der BehÃ¶rden (E. 2) zweifelhaft, ob die Anspruchsvoraussetzungen inskÃ¼nftig noch erfÃ¼llt wÃ¼rden. Dies hing im Wesentlichen davon ab, ob und in welchem Umfang die Teilstudien der beiden BeschwerdefÃ¼hrenden zu anerkennen waren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Umfang der Mitwirkungspflichten, welche damals den BeschwerdefÃ¼hrenden oblagen, ist im Zusammenhang mit der Frage der diesbezÃ¼glichen AufklÃ¤rungspflicht der BehÃ¶rden zu beurteilen: Diese haben nÃ¤mlich im Allgemeinen die Betroffenen darÃ¼ber zu informieren, worin ihre Mitwirkungspflicht bestehe (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 7 N. 63). Im Besonderen hat das Verwaltungsgericht hinsichtlich der GewÃ¤hrung von KKBB festgehalten, die zur KlÃ¤rung der Anspruchsberechtigung nÃ¶tigen Unterlagen (im konkreten Fall be­zÃ¼glich der VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse) seien unter Fristansetzung und SÃ¤umnisdrohung von der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde einzuverlangen (RB 1998 Nr. 84; KKBB-Leitfaden, Ziff. II.7.2, S. 23).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Wie den Akten zu entnehmen ist, sandten die BeschwerdefÃ¼hrenden am 26. MÃ¤rz 2001 dem Amt fÃ¼r Jugend- und Sozialhilfe â wie es offenbar vorgÃ¤ngig abgespro­chen war â Unterlagen zum Studienaufwand zu: Testatheftseiten und Studienbescheinigun­gen fÃ¼r das Sommersemester 2001 sowie eine (Formular-)BestÃ¤tigung des Dekanats der Phi­lo­sophischen FakultÃ¤t Ã¼ber die MÃ¶glichkeit der individuellen Studiumsgestaltung. Anschliessend stellte das Amt mit VerfÃ¼gung vom 9. April 2001 die Ausrichtung der KKBB ein. In der Einsprache an den Stadtrat vom 7. Mai 2001 fÃ¼hrten die BeschwerdefÃ¼hrenden aus, dass sie bereits genÃ¼gend Argumente vorgebracht hÃ¤tten, die ihre Auffassung stÃ¼tzten, teilzeitlich zu studieren. Sie reichten der EinsprachebehÃ¶rde gemÃ¤ss Beilagenverzeichnis die gleichen Belege ein, die sie bereits dem Amt fÃ¼r Jugend- und Sozialhilfe eingereicht hatten. Im Einspracheentscheid vom 21. November 2001 wurden weitere erforderliche Nach­weise genannt: vollstÃ¤ndige Stundenaufstellung, BestÃ¤tigungen Ã¼ber den Aufwand zum Besuch konkreter Seminare, evtl. KrippenbestÃ¤tigungen, ArbeitsbestÃ¤tigungen usw.. Im Rekursverfahren ergÃ¤nzten die BeschwerdefÃ¼hrenden ihre Rekursschrift mit einer BestÃ¤tigung fÃ¼r den Besuch eines Seminars durch B und eine Berechnung des durchschnittlichen Zeitaufwands fÃ¼r das Studium im Sommersemester 2001. Mit einem Nachtrag vom 22. Januar 2002 wurden dem Bezirksrat weitere Unterlagen zugestellt: BestÃ¤tigung eines Dozenten des PÃ¤dagogischen Instituts, wonach A im Sommersemester 2001 kein Vollzeit­studium absolviert habe; Schreiben des Leiters der Rektoratsdienste mit allgemeinen AusfÃ¼hrungen zur Problematik eines Teilzeitstudiums und mit dem Hinweis, dass es den beiden BeschwerdefÃ¼hrenden nicht mÃ¶glich gewesen sie, ein Vollstudium zu absolvieren und gleichzeitig die Betreuung des Kindes zu gewÃ¤hrleisten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Aus den Akten geht zwar nicht eindeutig hervor, inwieweit die BeschwerdefÃ¼hrenden darÃ¼ber unterrichtet waren, mit <i>welchen </i>Belegen der Umstand eines Teilstudiums darzulegen sei. Aus dem Schreiben der BeschwerdefÃ¼hrenden vom 26. MÃ¤rz 2001 an das Amt fÃ¼r Jugend- und Sozialhilfe ist aber sinngemÃ¤ss ihre Kenntnis darÃ¼ber zu entnehmen, <i>dass</i> sie ein teilzeitliches Studium nachzuweisen haben und welche Konsequenzen mit einem unzureichenden Nachweis verbunden waren. Die BeschwerdefÃ¼hrenden versuchten, den individuellen Studienaufwand im Wesentlichen mit Testatheftseiten aufzuzeigen, was das Amt als ungenÃ¼gend erachtete. Die verfÃ¼gende BehÃ¶rde hat aber weder vor Erlass der EinstellungsverfÃ¼gung vom 9. April 2001 noch in deren FormularbegrÃ¼ndung auf die UnzulÃ¤nglichkeit der eingereichten Belege hingewiesen. Erst im Einspracheentscheid vom 21. November 2001 werden in einer nicht abschliessenden AufzÃ¤hlung die notwendigen Bescheinigungen genannt. Es ist daher fraglich, ob das verfÃ¼gende Amt fÃ¼r Jugend- und Sozialhilfe seine AufklÃ¤rungspflicht vollumfÃ¤nglich erfÃ¼llt hat. Eine Aufhebung aus diesem Grund ist aber nicht gerechtfertigt, weil die BeschwerdefÃ¼hrenden im Rekursverfahren zahlreiche Dokumente nachreichten, die es â wie im Folgenden darzulegen ist (E. 6) â als glaubwÃ¼rdig erscheinen lassen, dass sich das von den BeschwerdefÃ¼hrenden ab 1. April 2001 geleistete Studienpensum innerhalb des Rahmens von § 26b lit. a JugendhilfeG hÃ¤lt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. a) FÃ¼r die Glaubhaftmachung eines Studiums mit einem zeitlichen Aufwand, der zu KKBB berechtigt, muss ein grober Raster genÃ¼gen, der sich im Wesentlichen nach der Anzahl der belegten Lehrveranstaltungen richtet. Damit kann dem Umstand Rechnung getragen werden, dass die UniversitÃ¤t ZÃ¼rich zurzeit keine Teilimmatrikulation kennt, obwohl teilzeitliche Studien mÃ¶glich sind. Es wÃ¤re eine Ã¼bertriebene Anforderung, von antragstellenden Studierenden eine detaillierte Erfassung ihres Studienaufwands (z.B. Ã¼ber ein Zeit-erfassungsblatt) zu verlangen, was im Ãbrigen bei einer vor Beginn des Semesters erfolgen­den AnspruchsprÃ¼fung gar nicht mÃ¶glich wÃ¤re. Ausserdem berÃ¼cksichtigt ein solcher grober Raster, dass sich die Vor- und Nachbearbeitung von Lehrveranstaltungen in zeitlicher Hinsicht je nach den individuellen Lerntechniken stark unterscheiden kÃ¶nnen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Das Merkblatt des Dekanats der Philosophischen FakultÃ¤t Ã¼ber die MÃ¶glichkeit der individuellen Studiumsgestaltung empfiehlt ‑ unter beispielhafter AnfÃ¼hrung eines Ger­manistik-Studiums ‑ eine Wochenstundenzahl von 6 bis 14. Daraus kann abgeleitet werden, dass jemand, der 10 bis 14 Wochenstunden belegt, ein Vollstudium absolviert, wenn nicht konkrete Anhaltspunkte fÃ¼r das Gegenteil vorliegen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>FÃ¼r die konkrete Beurteilung des Studienaufwands ist die von den BeschwerdefÃ¼hrenden im Rekursverfahren eingereichte Berechnung fÃ¼r das Sommersemester 2001 heranzuziehen. Sie fÃ¼hren in der Beschwerde an das Verwaltungsgericht aus, dass diese Aufstel­lung alle besuchten Lehrveranstaltungen enthalte, und die Liste stimmt im Ãbrigen bezÃ¼glich der aufgefÃ¼hrten Veranstaltungen mit den vor Beginn des Sommersemesters 2001 ausgefÃ¼llten Testatheftseiten Ã¼berein, welche die BeschwerdefÃ¼hrenden bereits zu einem frÃ¼he­ren Zeitpunkt dem Amt fÃ¼r Jugend- und Sozialhilfe zukommen liessen. Danach hat sich A fÃ¼r Lehrveranstaltungen von vier Wochenstunden eingeschrieben (zuzÃ¼glich eine Kursleitung wÃ¤hrend vier Wochen mit drei Wochenstunden). B hat zehn Wochenstunden belegt. Bereits die Tatsache, dass die beiden BeschwerdefÃ¼hrenden Lehrveranstaltungen von insgesamt 14 Wochenstunden besucht haben, spricht dafÃ¼r, dass dieser Studienaufwand mindestens ein Pensum von 100 % erreicht, das zum Bezug von KKBB berechtigt. Dieser Schluss wird durch folgende Ãberlegungen erhÃ¤rtet:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Geht man aufgrund der eingereichten Berechnung von einer Bearbeitungszeit von <i>vier</i> Stunden fÃ¼r jede Lehrveranstaltungsstunde aus, was der oberen durchschnittlichen Vor-/Nachbereitungszeit gemÃ¤ss Merkblatt des Dekanats entspricht, ergibt das Total der Stunden der Lehrveranstaltungen und der Bearbeitungszeit insgesamt 1'040 Stunden. Bezogen auf ein halbes Jahr (geteilt durch 26 Wochen) resultieren genau 40 Wochenstunden und unter BerÃ¼cksichtigung von Ferien und Feiertagen (jÃ¤hrlich 5 Wochen; d.h. ein halbes Jahr hat 23,5 Arbeitswochen) 44,3 Wochenstunden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Sodann bescheinigte der Leiter der Rektoratsdienste der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich nach PrÃ¼­fung der StudienverhÃ¤ltnisse der beiden BeschwerdefÃ¼hrenden im Schreiben vom 9. Ja­nuar 2002, dass diese je ein Teilzeitstudium absolvierten und der Anteil des Studiums der beiden zusammen etwa einem 100 %-Pensum von ErwerbstÃ¤tigen gleichzusetzen sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. a) Zusammenfassend ergibt sich, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden im Sommersemes­ter 2001 je ein Teilzeitstudium absolviert haben, das insgesamt wenigstens einem Pensum von 100 % entspricht. Die zeitliche Anspruchsvoraussetzung gemÃ¤ss § 26b lit. a JugendhilfeG ist demnach fÃ¼r das genannte Semester erfÃ¼llt. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ohne Bedeutung fÃ¼r dieses Verfahren ist die Frage, ob die BeschwerdefÃ¼hrenden allenfalls frÃ¼her keinen Anspruch auf KKBB gehabt hÃ¤tten, weil Gegenstand dieses Beschwerdeverfahrens nur die EinstellungsverfÃ¼gung vom 9. April 2001 bildet. Eine RÃ¼ckwei­sung an den Bezirksrat, welche dieser in seiner Vernehmlassung fÃ¼r den Fall beantragte, dass zusÃ¤tzliche, dem Verwaltungsgericht eingereichte Akten eine Neubeurteilung erfor­derlich machten, erÃ¼brigt sich. Die der Beschwerde beigelegten Akten entsprechen nÃ¤m­lich weitgehend der bereits vorhandenen Aktenlage und enthalten materiell keine zusÃ¤tzlichen Gesichtspunkte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Beschwerde ist mithin gutzuheissen. Der Beschluss des Bezirksrats ZÃ¼rich vom 11. April 2002, der Beschluss des Stadtrates von ZÃ¼rich vom 21. November 2001 und die VerfÃ¼gung des Amtes fÃ¼r Jugend- und Sozialhilfe der Stadt ZÃ¼rich vom 9. April 2001 sind aufzuheben. Die Sache ist an das Amt fÃ¼r Jugend- und Sozialhilfe der Stadt ZÃ¼rich zu­rÃ¼ckzuweisen. Dieses hat die den BeschwerdefÃ¼hrenden ab 1. April 2001 zustehenden Bei­trÃ¤ge zu berechnen. Ãnderungen in den anspruchsbegrÃ¼ndenden VerhÃ¤ltnissen nach diesem Zeitpunkt bleiben vorbehalten. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Beschluss des Bezirksrats ZÃ¼rich vom 11. April 2002, der Beschluss des Stadtrates von ZÃ¼rich vom 21. November 2001 und die VerfÃ¼gung des Amtes fÃ¼r Jugend- und Sozialhilfe der Stadt ZÃ¼rich vom 9. April 2001 werden aufgehoben. Die Sache wird zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an das Amt fÃ¼r Jugend- und Sozialhilfe der Stadt ZÃ¼rich zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal">...</p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>