<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00331</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105815&amp;W10_KEY=13013580&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00331</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 16.11.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Bestattungswesen</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bestattungswesen: Miete eines Privatgrabs und Grabunterhaltsvertrag Kommunale Friedhöfe sind unselbständige öffentlichrechtliche Anstalten. Ein Vertrag über die Miete eines Privatgrabs und ein solcher über den Grabunterhalt sind öffentlichrechtlicher Natur; Gebührenforderungen daraus sind ebenfalls öffentlichrechtlicher Natur. Umgebungsarbeiten rund um das Grab stehen im Interesse der Pflege der g e s a m t e n Friedhofanlage und werden von den Vertragsverhältnissen nicht berührt (E. 3b). Ein allfälliger Anspruch auf nachträgliche Anfechtung des Vertrags ist infolge Fristablaufs verwirkt, und mangels einer tatsächlich vorliegenden Kündigung ist der Einwand nicht näher zu prüfen, es fehle an einer Kündigungsmöglichkeit (E. 3c). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESTATTUNGSWESEN">BESTATTUNGSWESEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRIEDHOF">FRIEDHOF</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRAB">GRAB</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Gesundheit ST: ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT">ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 38 BestattV</span><br/><span class="gerade">§ 62 BestattV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Am 7. Mai 1973 mietete X beim Bestattungs- und Friedhofamt der Stadt ZÃ¼rich fÃ¼r die Dauer von 50 Jahren das Privatgrab Nr. .. in der GrÃ¶sse von 6,6 m2 im Friedhof Schwandenholz. Als am Grabplatz benÃ¼tzungsberechtigt wurde ne­ben dem Mieter selber dessen Sohn Y bezeichnet. Die Miete fÃ¼r die gesamte Mietdauer betrug Fr. 7'920.-. Mit Nachtrag vom 9. April 1974 wurde das Grab fÃ¼r den Rest der laufenden Mietdauer um eine Grabstelle nach rechts auf total 9,9 m2 erweitert, wofÃ¼r ein zusÃ¤tzlicher Mietzins von Fr. 3'881.- festgesetzt wurde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Am 15./29. Mai 1974 erteilte Y dem Bestattungs- und Friedhof­amt den Auftrag zur Bepflanzung und zum Unterhalt des genannten Familiengrabes. Das Grab sollte alljÃ¤hrlich im Ã¼blichen Rahmen gegen eine jÃ¤hrliche GebÃ¼hr regelmÃ¤ssig gegos­sen, gemÃ¤ht und gejÃ¤­tet und im FrÃ¼hling und Sommer wechselnd bepflanzt werden. Nachdem es in den 70-er Jahren zu Beanstandungen im Zusammenhang mit diesem Auftrag von Seiten des X ge­kommen war, gab die Grabpflege in den folgenden Jahren offenbar zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass; jedenfalls wurden die jeweiligen GebÃ¼hren fÃ¼r den Grabunterhalt bis 1996 stets beglichen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Nachdem die Rechnungen fÃ¼r den Grabunterhalt in den Jahren 1997 und 1998 Ã¼ber je Fr. 426.- offen geblieben waren, auferlegte das BevÃ¶lkerungsamt der Stadt ZÃ¼rich Y die genannten GebÃ¼hren am 9. Juli 1999 mittels fÃ¶rmlicher VerfÃ¼gung. Eine hiergegen gerichtete Einsprache wies der Stadtrat von ZÃ¼rich am 9. Februar 2000 ab. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Gegen diesen Beschluss erhob Y Rekurs beim Bezirksrat ZÃ¼rich. Dieser wies das Rechtsmittel am 24. August 2000 im Wesentlichen aus folgenden GrÃ¼nden ab: Mieter von PrivatgrÃ¤bern hÃ¤tten nach Art. 43 Abs. 1 der stÃ¤dtischen Verordnung Ã¼ber das Bestat­tungswesen und die FriedhÃ¶fe vom 25. Juni 1971 den Auftrag fÃ¼r Bepflanzung und Unter­halt der GrabstÃ¤tten dem Bestattungs- und Friedhofamt zu erteilen. Dies entspreche § 38 Abs. 1 der kantonalen Verordnung Ã¼ber die Bestattungen vom 7. MÃ¤rz 1963, welche den Gemeinden anheimstelle, Grabbepflanzung und Grabunterhalt entweder den Ange­hÃ¶rigen zu Ã¼berlassen oder den FriedhofgÃ¤rtnern vorzubehalten. Der Rekurrent persÃ¶nlich habe diesen Auftrag im Jahre 1974 erteilt. Das Bestattungs- und Friedhofamt sei seinen ver­trag­lichen Pflichten nachgekommen. Eine Modifizierung des Auftrages in dem Sinne, dass das Friedhofpersonal keinerlei Grabpflege mehr zu erbringen habe und die Unterhalts­gebÃ¼hr nurmehr noch als SchutzgebÃ¼hr zur Beibehaltung der Grabumgebung geleistet werde, sei nicht aktenkundig.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Gegen diesen Beschluss erhob Y am 26./27. September 2000 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte, auf die Einforderung der Unterhalts­beitrÃ¤ge 1997 und 1998 sei im Sinne einer Genugtuung und EntschÃ¤digung zu verzich­ten. Weiter bean­tragte er, GrabunterhaltsvertrÃ¤ge seien mit KÃ¼ndigungsmÃ¶glichkeiten auszustatten oder es mÃ¼sse mindestens die unerwÃ¼nschte Leistungserbringung ganz oder teilweise ausgeschlos­sen werden kÃ¶nnen. Sodann sei die unmittelbare Grabumgebung insoweit als Vertragsbe­standteil des Mietvertrages anzuerkennen, als nicht natÃ¼rliche VerÃ¤nderungen nur unter Mitwirkung der anstossenden Mieter zulÃ¤ssig seien, soweit keine Notsituation vorliege.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Stadt ZÃ¼rich und der Bezirksrat ZÃ¼rich verzichteten am 16. und 19. Oktober 2000 auf eine Beantwortung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1">1. Im Streit liegt in erster Linie eine GebÃ¼hr fÃ¼r den Grabunterhalt in den Jahren 1997 und 1998 in der HÃ¶he von je Fr. 426.-. DarÃ¼ber hinaus stellt der BeschwerdefÃ¼hrer jedoch weitere den Grabunterhalt und die Grabmiete betreffende AntrÃ¤ge, welche nicht unmit­telbar vermÃ¶gensrechtlicher Natur sind. Die Entscheidung ist daher ungeachtet des geringen Streitwertes in der Hauptsache der Kammer vorbehalten (§ 38 Abs. 2 des Ver­waltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997, VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Das Verwaltungsgericht Ã¼berprÃ¼ft den angefochtenen Entscheid lediglich auf Rechtsverletzungen hin. Eine ErmessensÃ¼berprÃ¼fung steht ihm - ausser bei Ermessens­missbrauch und ErmessensÃ¼berschreitung - nicht zu (§ 50 Abs. 1 und 2 VRG). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. a) Mit Bezug auf die strittigen GrabunterhaltsgebÃ¼hren bestreitet der Beschwer­defÃ¼hrer weder seine Eigenschaft als GebÃ¼hrenschuldner noch die GebÃ¼hrenhÃ¶he an sich. Er macht in erster Linie MÃ¤ngel in den vertraglichen Leistungen von Seiten des Friedhofes geltend, insbesondere soll die VerÃ¤nderung der Grabumgebung ohne seine Einwilligung so­wie das unerwÃ¼nschte AbrÃ¤umen von Blumenschalen den getroffenen Vereinbarungen widersprechen. Die ihm aus diesen Vertragsverletzungen entstandenen EntschÃ¤digungs- und Genugtuungsforderungen will er im Ergebnis mit den geschuldeten Grabunterhaltsge­bÃ¼hren verrechnen. </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug1">b) Kommunale FriedhÃ¶fe bilden nach herrschender Auffassung unselbstÃ¤ndige Ã¶f­fent­lichrechtliche Anstalten (RB 1971 Nr. 11; RenÃ© A. Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schwei­zerische Verwaltungs­recht­sprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel/Frankfurt a.M. 1990, Nr. 115 B III a; Fritz Gygi, Ver­waltungsrecht, Bern 1986, S. 228; Thomas Fleiner, GrundzÃ¼ge des allgemeinen und schweizerischen Verwaltungsrechts, ZÃ¼rich 1980, S. 372). Bei der Beur­teilung der Rechtsnatur eines Vertrags ist massgeblich auf den Gegenstand der vertraglich geregelten Rechtsbeziehungen abzustellen. Handelt es sich unmittelbar um die ErfÃ¼llung einer Ã¶ffentlichen Aufgabe, so liegt ein Ã¶ffentlichrechtlicher Vertrag vor (Ulrich HÃ¤felin/ Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 849).­ Beim Vertrag Ã¼ber die Miete eines Privatgrabs geht es einerseits darum, den Mie­tern eine Grabstelle bereit zu stellen. Anderseits sind die PrivatgrÃ¤ber gemÃ¤ss den vorgegebenen Ver­tragsbestimmungen (act.--) den jeweiligen Verordnungen und Reglementen unterworfen, damit eine schickliche Gestaltung der einzelnen GrÃ¤ber und damit ein geordneter Vollzug des staatlichen Bestattungswesens gewÃ¤hrleistet ist. Im Ãbrigen sieht § 62 Abs. 1 der kanto­nalen Verordnung Ã¼ber die Bestattungen vor, dass Streitigkeiten Ã¼ber die Bestattungskosten im Verwaltungsverfahren zu entscheiden sind. Daraus ergibt sich, dass der Vertrag Ã¼ber die Miete eines Privatgrabes Ã¶ffentlichrechtlicher Natur ist. Dasselbe trifft auch auf die vertrag­liche Regelung des Grabunterhalts zu, die einen engen Zusammenhang zum Mietvertrag aufweist und mit welcher ebenfalls eine den hiesigen Traditionen entsprechende Ausgestal­tung der GrÃ¤ber erreicht werden soll. Dementsprechend sind die aus diesen VertrÃ¤gen ent­stehenden GebÃ¼hrenforderungen Ã¶ffentlichrechtlicher Natur.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">GemÃ¤ss Art. 125 Ziff. 3 OR kÃ¶nnen Ã¶ffentlichrechtliche Forderungen des Gemein­wesens gegen den Willen des GlÃ¤ubigers nicht durch Verrechnung getilgt werden. Da das BevÃ¶lkerungsamt der Stadt ZÃ¼rich jegliche Gegenforderung des BeschwerdefÃ¼hrers aus Ver­tragsverletzung bestreitet, ist eine Verrechnung im vorliegenden Fall ausgeschlossen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die EinwÃ¤nde des BeschwerdefÃ¼hrers gegen die durch die Friedhofverwaltung vor­genommenen Umgebungsarbeiten rund um das Privatgrab erweisen sich im Ãbrigen als un­begrÃ¼ndet: Solche Arbeiten stehen nÃ¤mlich im Interesse der Pflege der <i>gesamten </i>Fried­hof­anlage. Bei deren Vornahme mÃ¼ssen die unter UmstÃ¤nden divergierenden Vorstellun­gen einzelner Mieter von PrivatgrÃ¤bern hinter dem Ã¶ffentlichen Interesse an einer geord­neten, schicklichen und sicheren Gestaltung der FriedhÃ¶fe zurÃ¼cktreten. Zudem haben sol­che Umgebungsarbeiten keinen direkten Zusammenhang mit dem Unterhalt des Privat­grabs, der allein von der vertraglichen Regelung umfasst wird.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Der BeschwerdefÃ¼hrer macht weiter geltend, er sei er zum Abschluss des Gra­bunterhaltsvertrages gezwungen worden; dieser mÃ¼sse mit einer KÃ¼ndigungsmÃ¶glichkeit ausgestattet werden oder zumindest mÃ¼sse die unerwÃ¼nschte Leistungserbringung ausge­schlossen werden kÃ¶nnen. Es ist fraglich, ob der BeschwerdefÃ¼hrer damit den Grabunter­haltsvertrag insgesamt und demzufolge die Grundlage fÃ¼r die GebÃ¼hrenerhebung anfechten will. Da ein allfÃ¤lliger Anspruch auf nachtrÃ¤gliche Anfechtung des Vertrages etwa wegen Ãbervorteilung oder Furchterregung (analog zu Art. 21 und 29 des Obligationenrechts [OR]) jedenfalls infolge Fristablaufs ohnehin lÃ¤ngst verwirkt wÃ¤re, braucht der Einwand jedoch nicht nÃ¤her geprÃ¼ft zu werden. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Einzig soweit sich die im Mietvertrag enthaltene Pflicht, die Grabbesorgung dem Bestattungs- und Friedhofamt zu Ã¼bertragen (vgl. act. --), dauerhaft im Fehlen einer or­dentlichen KÃ¼ndigungsmÃ¶glichkeit des Grabunterhaltsvertrages von Seiten des Grabbe­rechtigten auswirkt, kÃ¶nnte darin allenfalls eine Widerrechtlichkeit erblickt werden, welche zusammen mit der daraus folgenden Teilnichtigkeit grundsÃ¤tzlich jederzeit geltend gemacht werden kann. Wie es sich damit aber verhÃ¤lt, kann vorliegend offen bleiben. Nach dem Auftrag Ã¼ber die Bepflanzung und den Unterhalt des Grabes vom 15. Mai 1974 hat dieser Vertrag GÃ¼ltigkeit bis zur schriftlichen KÃ¼ndigung (act. --). Eine solche schriftliche KÃ¼ndigung liegt nicht bei den Akten, noch wurde sie vom BeschwerdefÃ¼hrer auch nur be­hauptet. Ohne das Vorliegen einer derartigen KÃ¼ndigung aber hat das Verwaltungsgericht keinen Anlass zur PrÃ¼fung, ob der Grabunterhaltsvertrag durch KÃ¼ndigung allenfalls da­hingefallen sei und wie sich die gemÃ¤ss Vertrag ausdrÃ¼cklich gegebene KÃ¼ndigungs­mÃ¶g­lichkeit im VerhÃ¤ltnis zum Kontrahierungszwang des Privaten gemÃ¤ss Mietvertrag und gemÃ¤ss Art. 43 Abs. 1 der stÃ¤dtischen Verordnung Ã¼ber das Bestattungswesen und die FriedhÃ¶fe verhÃ¤lt. Immerhin sei an dieser Stelle bemerkt, dass diese letztere Bestimmung sich kantonalrechtlich auf § 38 der Verordnung Ã¼ber die Bestattungen stÃ¼tzen kann und dass wohl ein gewisses Ã¶ffentliches Interesse an einem minimalen Unterhaltsstandard zu­mindest bei grÃ¶sseren und langfristig gemieteten Grabstellen besteht. Auch mÃ¶gen durch­aus GrÃ¼nde der VerwaltungsÃ¶konomie die Pflicht zur Ãbertragung einer minimalen Grab­besorgung auf eine Amtsstelle als zweckmÃ¤ssig erscheinen lassen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Die Beschwerde ist demgemÃ¤ss abzuweisen. Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer mit seinen AntrÃ¤gen betreffend EinrÃ¤umung einer KÃ¼ndigungsmÃ¶glichkeit und Mitsprache bei der Grabumgebung mehr als nur die Aufhebung der ihm auferlegten GrabunterhaltsgebÃ¼h­ren verlangt, gehen seine Begehren Ã¼ber den durch die erstinstanzliche VerfÃ¼gung begrenz­ten Streitgegenstand hinaus. Darauf ist nicht einzutreten. ...</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>