<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2C_519/2012 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 4. Juni 2012 </div> <div class="para">II. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Zünd, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Karlen, Stadelmann, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Errass. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Marcel Buttliger, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Amt für Migration und Integration des Kantons Aargau, Sektion Asyl, Bahnhofstrasse 86/88, 5000 Aarau. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Ausschaffungshaft/Haftüberprüfung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Rekursgerichts im Ausländerrecht des Kantons Aargau vom 26. April 2012. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">X.________ (geb. 1988), aus Nigeria stammend, reiste eigenen Angaben zufolge am 3. November 2011 illegal in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch. Gestützt auf einen Eurodac-Treffer ersuchte die Schweiz Italien am 29. November 2011 um ihre Wiederaufnahme. Da die italienischen Behörden hierauf nicht reagierten, zeigte das Bundesamt für Migration am 16. Dezember 2011 die Verfristung der Anfrage an. Mit Entscheid vom 19. Dezember 2011 trat das Bundesamt für Migration auf das Asylgesuch nicht ein und wies X.________ nach Italien weg. Einer Vorladung zur unverzüglichen Vorsprache beim Amt für Migration und Integration des Kantons Aargau leistete sie am 13. Januar 2012 Folge, war dann aber ab dem 19. Januar 2012 unbekannten Aufenthalts. </div> <div class="para">Am 24. April 2012 ordnete das Amt für Migration und Integration die Ausschaffungshaft an, welche mit Urteil des Rekursgerichts im Ausländerrecht des Kantons Aargau vom 26. April 2012 bis zum 22. Juli 2012 bestätigt wurde. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die gegen dieses Urteil am 30. Mai 2012 von X.________ erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht ist offensichtlich unbegründet, weshalb sie im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span> mit summarischer Begründung abgewiesen werden kann: </div> <div class="para">Der Haftgrund der Untertauchensgefahr (Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziffer 3 und 4 AuG) ist gegeben, weil sich die Beschwerdeführerin erklärtermassen der Ausschaffung nach Italien entziehen will und sie bereits einmal die Gelegenheit ergriffen hat, unterzutauchen. Das Rekursgericht im Ausländerrecht hat sodann zutreffend dargelegt, dass eine Überstellung nach Italien nach Massgabe der auch für die Schweiz geltenden Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 (Dublin II-Verordnung; ABl. L 50 vom 25. Februar 2003, S. 1 ff.) möglich und zulässig ist. Der Einwand der Beschwerdeführerin, dass die diesbezügliche Frist sich nicht verlängert hätte, weil sie nicht wirklich untergetaucht sei, ist unbehelflich, da sie den für das Bundesgericht verbindlichen (<span class="artref">Art. 105 Abs. 2 BGG</span>) Feststellungen der Vorinstanz widerspricht. Schliesslich ist auch nicht zutreffend, dass ihre Schwangerschaft einer Ausschaffung nach Italien zum Vornherein entgegen stünde. Für alles Weitere kann auf die zutreffende Darstellung von Sach- und Rechtslage im Urteil des Rekursgerichts im Ausländerrecht verwiesen werden (<span class="artref">Art. 109 Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Da die Beschwerde keine Aussicht auf Erfolg haben konnte, ist das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (<span class="artref">Art. 64 BGG</span>) abzuweisen. Auf die Erhebung von Gerichtskosten ist allerdings zu verzichten (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Rekursgericht im Ausländerrecht des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 4. Juni 2012 </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Zünd </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Errass </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>