<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00562</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205217&amp;W10_KEY=13013564&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00562</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.07.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Ingenieurarbeiten für die technische Erneuerung der Zentralsteuerung einer Wasserversorgung. E. 1: Zuständigkeit und anwendbares Recht. E. 2: Legitimation der Beschwerdeführerin. E. 3: Rügen betreffend Verletzung der Begründungspflicht und des Akteneinsichtsrechts. E. 4: Ausschluss der Mitbeteiligten wegen Nichterfüllung der Eignungskriterien? E. 4.1: Erheblicher Beurteilungsspielraum der Vergabebehörde bei Festlegung der Anforderungen und der diesbezüglichen Beurteilung eines Angebots. E. 4.2: Anrechnung des Fachwissens und der Referenzen der von der Mitbeteiligten beigezogenen Subplaner. E. 4.3: Erfahrung der Mitbeteiligen im Bereich der Wasserversorgung. E. 4.4: Erfahrung der Schlüsselperson der Mitbeteiligten im Bereich komplexer Wasserversorgungsanlagen. E. 4.5: Personelle Kapazitäten der Mitbeteiligten. E. 4.6: Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. E. 5: Ausschluss der Mitbeteiligten zufolge Unvollständigkeit des Angebots und unzulässiger nachträglicher Preiserhöhung? E. 6: Rügen betreffend das Engineering-Unternehmen, welches die Ausschreibungsunterlagen erarbeitet und die Beschwerdegegnerin im Vergabeverfahren fachlich begleitet hat. E. 7: Einwände gegen die Unterteilung der Zuschlagskriterien in Unterkriterien. E. 8: Zeitlich gestaffelte Mehrfachbeurteilung der Angebote: E. 8.1: Rüge betreffend die Spannbreite der Einzelbewertungen bei der ersten Beurteilung. E. 8.2: Berücksichtigung wesentlicher Änderungen bzw. Ergänzungen während der schrittweisen Angebotsprüfung/Darstellung des Bewertungsverfahrens: Erste Beurteilung, Anbieterpräsentation, Besichtigung der Referenzobjekte, zweite Beurteilung, Schlussbesprechung, Schlussbeurteilung. E. 8.3: Schlussbesprechung als einziger haltbarer Grund für die verschlechterte Beurteilung der Beschwerdeführerin: Negative Beurteilung der Schlüsselperson "Projektleiter" hinsichtlich dessen Kooperation. Bei Dienstleistungsaufträgen von grosser Komplexität und langer Dauer ist die Frage der Zusammenarbeit für den Erfolg des Projekts von entscheidender Bedeutung. Dieser "menschliche Faktor" darf daher im Rahmen des entsprechenden Zuschlagskriteriums (hier bei der Projektorganisation) berücksichtigt werden (E. 8.3.3.5). E. 9: Zwischenergebnis: Die Schlussbeurteilung ist in wesentlichen Teilen unbegründet und kann daher nicht als Grundlage für den Zuschlag dienen. Deshalb ist die zweite Beurteilung zu überprüfen. E. 10: Überprüfung der zweiten Beurteilung: Gleichwertigkeit beider Angebote. E. 11: Wahlmöglichkeit der Vergabebehörde bei gleichwertigen Angeboten/Ergebnis. E. 12: Kosten- und Entschädigungsfolgen. Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHLUSS EINES ANBIETERS">AUSSCHLUSS EINES ANBIETERS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERTUNG DER ZUSCHLAGSKRITERIEN">BEWERTUNG DER ZUSCHLAGSKRITERIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGNUNGSKRITERIEN">EIGNUNGSKRITERIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MEHRFACHBEURTEILUNG">MEHRFACHBEURTEILUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PROJEKTLEITER">PROJEKTLEITER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFERENZ">REFERENZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHLÃSSELPERSON">SCHLÃSSELPERSON</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSAMMENARBEIT">ZUSAMMENARBEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 28 SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 33 SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2005 Nr. 42</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Ausschreibung vom 8. April 2004 erÃ¶ffnete die Wasserversorgung ZÃ¼rich (WVZ) die Submission im offenen Verfahren fÃ¼r die Vergabe des Dienstleistungsauftrags "Technische Erneuerung Zentralsteuerung (TEZ II) â Ingenieurarbeiten Phase B". Innert der Angebotsfrist gingen sieben gÃ¼ltige Offerten mit Eingabesummen von Fr. 4'910'988.80 bis Fr. 14'337'700.80 ein. Mit Beschluss vom 1. Dezember 2004 erteilte der Stadtrat von ZÃ¼rich den Zuschlag an die Firma D AG, welche ein Angebot Ã¼ber Fr. 5'238'512.75 eingereicht hatte. Der Entscheid wurde den Offertstellern mit Schreiben vom 13. Dezember 2004 mitgeteilt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 23. Dezember 2004 liess die A AG deren Angebot sich auf Fr. 7'987'449.30 belaufen hatte, dem Verwaltungsgericht beantragen, der Zuschlag sei aufzuheben und an sie zu erteilen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. Ausserdem liess die A AG um Erteilung der aufschiebenden Wirkung, vollumfÃ¤ngliche Akteneinsicht sowie um die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels ersuchen. â Die Stadt ZÃ¼rich beantragte am 18. Januar 2005, die Beschwerde sowie das Gesuch betreffend Erteilung der aufschiebenden Wirkung seien abzuweisen. Ãberdies ersuchte auch die Beschwerdegegnerin um Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung. Die Mitbeteiligte D AG liess sich nicht vernehmen.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 2. Februar 2005 wurde der Beschwerde aufschiebende Wirkung erteilt und das Akteneinsichtsbegehren der A AG teilweise gutgeheissen.</p> <p class="Urteilstext">In den Stellungnahmen des zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren bisherigen Standpunkten fest. Die D AG liess sich im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels erstmals vernehmen und beantragte, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kÃ¶nne, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin.</p> <p class="Urteilstext">Die Parteivorbringen werden â soweit erforderlich â im Rahmen der nachfolgenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weiter gezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 (IVÃ¶B) sowie die §§ 2 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. September 2003 zur Anwendung.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nicht berÃ¼cksichtigte Anbietende sind zur Beschwerde gegen den Vergabeentscheid legitimiert, wenn sie bei deren Gutheissung eine realistische Chance haben, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen oder wenn die Gutheissung der Beschwerde zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens fÃ¼hrt, in welchem sie ein neues Angebot einreichen kÃ¶nnen; andernfalls fehlt ihnen das schutzwÃ¼rdige Interesse an der BeschwerdefÃ¼hrung (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11; § 21 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Vorliegend hat die BeschwerdefÃ¼hrerin in der Gesamtbewertung den zweiten Platz belegt. Falls ihre RÃ¼gen begrÃ¼ndet sind, hat sie demnach eine realistische Chance auf den Zuschlag. Ihre Legitimation ist daher grundsÃ¤tzlich zu bejahen.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt eine Verletzung der BegrÃ¼ndungspflicht und des Akteneinsichtsrechts.</p> <p class="Urteilstext">Die BegrÃ¼ndungspflicht ergibt sich aus dem Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r, der in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV) verankert ist (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 36); sie wird Ã¼berdies in § 10 Abs. 2 VRG ausdrÃ¼cklich festgehalten. Nach den Spezialvorschriften von Art. 13 lit. h IVÃ¶B und § 38 Abs. 2 der Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 (SubmV) ist die Vergabestelle indessen bei der ErÃ¶ffnung des Zuschlags lediglich zu einer summarischen BegrÃ¼ndung verpflichtet; nur auf Gesuch eines Anbieters hin, hat sie diesem die wesentlichen GrÃ¼nde fÃ¼r seine NichtberÃ¼cksichtigung bekannt zu geben (§ 38 Abs. 3 SubmV). Ob die Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit der ZuschlagserÃ¶ffnung ihrer BegrÃ¼ndungspflicht hinreichend nachkam, kann offen bleiben, da eine allfÃ¤llige Verletzung des Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r jedenfalls durch die AusfÃ¼hrungen in der Beschwerdeantwort sowie durch die der BeschwerdefÃ¼hrerin eingerÃ¤umte Gelegenheit, mittels Replik zur Beschwerdeantwort Stellung zu nehmen, geheilt wurde (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 45). Nachdem weder die Duplik der Beschwerdegegnerin noch diejenige der Mitbeteiligten neue Vorbringen enthalten, auf die nachfolgend abgestellt wÃ¼rde, erÃ¼brigt sich ein weiterer Schriftenwechsel. Eine Heilung trat auch hinsichtlich allfÃ¤lliger Verletzungen des Akteneinsichtsrechts ein. Eine allfÃ¤llige GehÃ¶rsverletzung ist damit fÃ¼r den Ausgang des Verfahrens nicht mehr von Bedeutung (VGr, 17. Februar 2000, BEZ 2000 Nr. 25 E. 4a). Die ansonsten von der BeschwerdefÃ¼hrerin gegen die BegrÃ¼ndung erhobenen EinwÃ¤nde sind nicht formeller, sondern inhaltlicher Art und sind nachfolgend zu beurteilen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, die Mitbeteiligte hÃ¤tte aus dem Verfahren ausgeschlossen werden mÃ¼ssen, weil sie die Eignungskriterien nicht erfÃ¼lle. Die Beschwerdegegnerin und die Mitbeteiligte sind dagegen der Auffassung, dass Letztere die Eignungskriterien ohne weiteres erfÃ¼lle. Die Mitbeteiligte hÃ¤lt Ã¼berdies dafÃ¼r, vielmehr hÃ¤tte die BeschwerdefÃ¼hrerin ausgeschlossen werden mÃ¼ssen, da sie bis heute den bei den Eignungskriterien ebenfalls verlangten Nachweis ihrer finanzielle LeistungsfÃ¤higkeit nicht erbracht habe.</p> <p class="Urteilstext">In den Ausschreibungsunterlagen hatte die Beschwerdegegnerin unter anderem die folgenden Eignungskriterien festgelegt (Besondere Bestimmungen, Ziff. 3.3<span>):</span></p> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td> <p class="Urteilstext">Kriterien</p> </td> <td> <p class="Urteilstext">Zu erbringender Nachweis</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Erfahrung in sach-, zeit- und kostenge-rechter AusfÃ¼hrung von Leistungen gleicher GrÃ¶sse bzw. KomplexitÃ¤t der ausgeschriebenen Art in den letzten 5 Jahren.</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Projektreferenzen (mind. 3 Projekte, davon muss ein Projekt im Bereich einer grÃ¶sseren Wasserversorgung liegen. Bei PlanungsTeams werden die Referenzen des Teams gesamthaft bewertet)</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Ausbildung und Erfahrung des verantwortlichen und eingesetzten Personals.</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Referenzliste der SchlÃ¼sselpersonen</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">LeistungsfÃ¤higkeit<br/> (Termine und VerfÃ¼gbarkeit von Personal und Infrastruktur)</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Fachkenntnisse</p> <p class="Urteilstext">Mitarbeiterbestand</p> <p class="Urteilstext">Interne Projektorganisation</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">ErfÃ¼llung der Anforderungen gemÃ¤ss Selbstdeklaration</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">VollstÃ¤ndig ausgefÃ¼llte Selbstdeklaration</p> </td> </tr> </table> <p class="Urteilstext"><span>Ebenfalls unter dem Titel "Eignungskriterien" behielt sich die WVZ sodann "das Recht vor, folgende weitere Informationen einzufordern (diese mÃ¼ssen innerhalb von 7 Tagen beigebracht werden):</span></p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Bilanz und Jahresrechnung der letzten drei Jahre</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Letzter PrÃ¼fungsbericht der Revisionsstelle des Planers</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>Handelsregisterauszug des Planers (Datum: MÃ¤rz 2004)".</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Der vergebenden BehÃ¶rde steht beim Festlegen der Anforderungen, die an eine bestimmte Beschaffung gestellt werden, ein erheblicher Beurteilungsspielraum zur VerfÃ¼gung (RB 2001 Nr. 47 E. 2c; RB 1999 Nr. 69 = BEZ 1999 Nr. 15 E. 4b). Dasselbe gilt auch bei der Beurteilung der Angebote im Hinblick auf diese Anforderungen. â Vorliegend wendet sich die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht gegen die Auswahl der massgeblichen Eignungskriterien, sondern lediglich gegen die konkrete Beurteilung der Angebote. Dabei macht sie im Wesentlichen geltend, beim Erfahrungsnachweis sei das Hauptgewicht zu Unrecht auf die Leittechnik und nicht auf die wasserversorgungsspezifische Erfahrung gelegt worden. Weder die Mitbeteiligte noch ihre Subplaner wÃ¼rden das fÃ¼r den massgeblichen Bereich der Wasserversorgung nÃ¶tige Fachwissen mitbringen. Im Ãbrigen dÃ¼rfe der Mitbeteiligten das fachspezifische Wissen ihrer Subplaner ohnehin nicht bzw. nicht im fraglichen Umfang angerechnet werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Vorab ist der Einwand zu prÃ¼fen, wonach es unzulÃ¤ssig sei, dass der Mitbeteiligten das Fachwissen bzw. die Referenzen ihrer Subplaner angerechnet wurden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht hierzu geltend, da Subplaner nicht in der vollen Verantwortung stÃ¼nden und insbesondere nicht solidarisch mit der ZuschlagsempfÃ¤ngerin hafteten, kÃ¶nnten sie nicht voll eingerechnet werden. Es sei sodann auch ein Unterschied, ob die Fachkompetenz im Vertragspartner vorhanden sei oder nur bei einem auswechselbaren Subplaner, der gemÃ¤ss Art. 404 Obligationenrecht jederzeit entlassen werden kÃ¶nne.</p> <p class="Urteilstext">Die VergabebehÃ¶rde hat in Ziff. 3.6 der Ausschreibung und Ziff. 3.9 der Ausschreibungsunterlagen (Besondere Bestimmungen) bestimmt: "Bietergemeinschaften sind nicht zulÃ¤ssig. Anbieterteams mÃ¼ssen sich als Haupt- und Subplaner organisieren". Sodann wurde bei den Eignungskriterien (Besondere Bestimmungen, Ziff. 3.3) ausdrÃ¼cklich festgehalten, dass bei "Planungs-Teams [â¦] die Referenzen des Teams gesamthaft bewertet" werden. Damit war klargestellt, dass die Fachkenntnisse und Erfahrung der Subplaner berÃ¼cksichtigt wÃ¼rden. Es liegt im Ermessen der Vergabestelle, ob und in welchem Umfang sie Referenzen von Subplanern berÃ¼cksichtigen will. Dass sie dies vorliegend offenbar uneingeschrÃ¤nkt tat, ist jedenfalls vertretbar. Was die BeschwerdefÃ¼hrerin dagegen vorbringt, vermag keinen Ermessensmissbrauch aufzuzeigen. Wenn es die Beschwerdegegnerin in haftungsrechtlicher Hinsicht als genÃ¼gend erachtet, dass die Hauptunternehmerin die Verantwortung fÃ¼r die Subunternehmer trÃ¤gt, ist dies nicht zu beanstanden. Es trifft sodann auch nicht zu, dass Subplaner bei der vorliegend getroffenen Regelung beliebig auswechselbar wÃ¤ren. GemÃ¤ss Ziff. 3.10 der Besonderen Bestimmungen ist die Bezeichnung von Subplanern verbindlich: "Die beigezogenen Subplaner werden zum Vertragsinhalt. Der Wechsel eines Subplaners ist nur aus wichtigen GrÃ¼nden und mit schriftlicher Genehmigung der Vergabestelle zulÃ¤ssig."</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht sodann geltend, weder die Mitbeteiligte noch deren Subplaner verfÃ¼gten Ã¼ber die fÃ¼r den streitigen Auftrag nÃ¶tige einschlÃ¤gige Erfahrung. Der Schwerpunkt der TÃ¤tigkeit des zu beauftragenden IngenieurbÃ¼ros werde im Bereich der Wasserversorgung als sehr umfangreichem und komplexem Gesamtsystem liegen. Es werde darum gehen, die system- und prozessrelevanten Daten zu ermitteln, welche die technische FunktionalitÃ¤t (Menge, Druck, VerfÃ¼gbarkeit) und vor allem die QualitÃ¤t (hygienische Anforderungen) des Trinkwassers fÃ¼r die ganze Stadt ZÃ¼rich und einen Teil der Region sicherstellen. SelbstverstÃ¤ndlich mÃ¼ssten diese Daten dann in einem entsprechenden Datenverarbeitungsprogramm zusammengefasst werden, sodass dann wiederum die notwendigen Steuerungsimpulse in das komplexe Wasserversorgungssystem abgegeben werden kÃ¶nnen. Auch wenn man diesen Datenverarbeitungsteil nicht unterschÃ¤tze, liege das Schwergewicht inhaltlich nicht auf der Steuerungsseite, sondern dort, wo es darum gehe, systemkonform und qualitativ richtig die relevanten Daten (Input) zu ermitteln. So setze beispielsweise die datenmÃ¤ssige Erfassung (Input-Seite) der Ozon- und Chlordioxid-Anlagen (Chemie-Anlagen) einer Wasserversorgung ein spezifisches Know-how voraus. Das entscheidende Gewicht liege somit eindeutig in der detaillierten und kompetenten Kenntnis der wasserversorgungstechnischen Daten und BedÃ¼rfnisse. WÃ¤hrend die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼ber eine sehr lange und einschlÃ¤gige Erfahrung mit Wasserversorgungssystemen aller Art und insbesondere mit grossen Wasserversorgungen verfÃ¼ge, handle es sich bei der ZuschlagsempfÃ¤ngerin um ein Ingenieurunternehmen, das sich fÃ¼r die Beratung und Projektierung von Elektroanlagen aller Art empfehle. Die Vergabe des Auftrags fÃ¼r Ingenieurarbeiten (Phase B) der technischen Erneuerung der Zentralsteuerung (TEZ II) an ein Elektroplanungsunternehmen sei derart sachwidrig, dass von einer willkÃ¼rlichen Vergabe im Sinn von Art. 9 BV gesprochen werden mÃ¼sse. Es sei davon auszugehen, dass eine mit der KomplexitÃ¤t einer Wasserversorgung als Gesamtsystem nicht vertraute Elektrounternehmung die anfallenden Arbeiten gar nicht wirklich erfassen und abschÃ¤tzen kÃ¶nne. Die Anforderungen an die zentrale Steuerung einer grossen Wasserversorgung wÃ¼rden sich in entscheidender Weise von der Steuerung einer Haustechnikanlage unterscheiden. Die beiden Aufgaben seien nicht vergleichbar. Die BeschwerdefÃ¼hrerin selbst kenne die Wasserversorgung der Stadt ZÃ¼rich sehr gut, weil sie fÃ¼r diese seit 1969 tÃ¤tig sei und insbesondere auch das TEZ I erarbeitet und betreut habe. Sie sei daher auch in der Lage, die spezifischen Anforderungen dieser Ausschreibung wirklich zu erfassen.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.1 </b>Beim streitigen Auftrag handelt es sich um die Ingenieurarbeiten der AusfÃ¼hrungsplanung (Phase B) fÃ¼r die Erneuerung der Werksteuerungen und des Prozessleitsystems der Wasserversorgung ZÃ¼rich bzw. die "Technische Erneuerung Zentralsteuerung (TEZ II)". Im Kurzbeschrieb des Auftrags gemÃ¤ss Ausschreibung heisst es: "Das bestehende Prozessleitsystem und die Automation werden altershalber ersetzt. 5 Aufbereitungswerke, 31 Pumpwerke, 2 Reservoire und diverse KlappenschÃ¤chte werden mit diesem System bewirtschaftet. Die abzulÃ¶sende Zentralsteuerung umfasst 30'000 Prozessdatenpunkte und 9'000 Datenpunkte der Leitebene. Die neue Automation und die Leittechnik mÃ¼ssen als offene Systeme konzipiert, ausgeschrieben und realisiert werden. Mit Beginn der Planung soll das Integrale DurchgÃ¤ngige Engineering (IDE) eingefÃ¼hrt werden. Dazu gehÃ¶rt der Aufbau, die Bewirtschaftung und die Pflege einer zentralen Datenbank fÃ¼r die prozessrelevanten Daten". Beim IDE handelt es sich um ein Softwaretool, das interdisziplinÃ¤r (Prozess, Elektro, Automation, Kommunikation, Leitebene, Informatik, Unterhalt) alle projektrelevanten Daten auf elektronischer Basis jederzeit und in genÃ¼gender QualitÃ¤t zur VerfÃ¼gung stellt und zwar aktuell fÃ¼r den gesamten Lebenszyklus der Anlage (vgl. Technik Pflichtenheft, Ziff. 2.3). </p> <p class="Urteilstext">Es bedarf keiner Expertise, um festzustellen, dass bei dieser Auftragsumschreibung das Schwergewicht im EDV-Bereich liegt und nicht die Verfahrenstechnik der Wasserversorgung im Vordergrund steht, sondern vielmehr deren Steuerungs- und Leittechnik. Dementsprechend wurde Ã¼brigens auch ein im Elektro-Engineering tÃ¤tiges Unternehmen, die F AG, mit der Ausarbeitung der Ausschreibungsgrundlagen betraut. Offenbar verfÃ¼gte diese Ã¼ber die dafÃ¼r nÃ¶tigen Sachkenntnisse, stellten doch die immerhin vier Bundesordner umfassenden Ausschreibungsunterlagen unbestrittenermassen eine taugliche Offertgrundlage dar. Es erscheint denn auch als sachgemÃ¤ss und durchaus vertretbar, wenn in den Bereichen der Steuerungs- und Leittechnik tÃ¤tige Firmen grundsÃ¤tzlich auch zum Kreis der mÃ¶glichen (Haupt-)Anbieter zÃ¤hlten. Mangelnde Fachkenntnisse in verfahrenstechnischer Hinsicht konnten nach dem Gesagten durch den Beizug von entsprechend qualifizierten Subunternehmern ausgeglichen werden (vgl. E. 4.2). Dass bei den Vorgaben des Eignungsnachweises insgesamt zu wenig Gewicht auf die Kenntnisse der Verfahrenstechnik gelegt worden wÃ¤re, wurde im Ãbrigen zu Recht nicht geltend gemacht.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.2 </b>Nachzuweisen war Erfahrung in der sach-, zeit- und kostengerechten AusfÃ¼hrung von Leistungen "gleicher GrÃ¶sse bzw. KomplexitÃ¤t der ausgeschriebenen Art in den letzten 5 Jahren". Konkret wurden drei Projektreferenzen verlangt, wovon ein Projekt im Bereich einer grÃ¶sseren Wasserversorgung liegen musste. Nach der Beurteilung der Beschwerdegegnerin hat die Mitbeteiligte zusammen mit ihren Subplanern (den Firmen G AG, H AG und beratend, aber nicht als Teil des Anbieterteams, die Firma I AG) den geforderten Eignungsnachweis erbracht. Neben einer ganzen Reihe von Referenzobjekten mit eher kleinerem Umfang seien insbesondere die Referenzen "ARA N", "ARA O" (Besichtigungsobjekt), "Management GebÃ¤ude P" und fÃ¼r den Bereich Wasserversorgung die "Wasserversorgung der Stadt Q" (der Subplanerin G AG) massgebend. â Dem hÃ¤lt die BeschwerdefÃ¼hrerin entgegen, von den Referenzobjekten der Mitbeteiligten aus den letzten fÃ¼nf Jahren hÃ¤tten lediglich vier Objekte Ã¼berhaupt etwas mit einer Wasserversorgung zu tun; weder bei Abwasser- und Meteorwassersystemen noch bei GebÃ¤udeleitsystemen bestehe ein Bezug zur Wasserversorgung. Es sei willkÃ¼rlich, wenn Erfahrungen im Bereich Abwasserreinigung als Erfahrungen im Bereich Wasser angerechnet wÃ¼rden. Die vier einschlÃ¤gigen Referenzen betrÃ¤fen sodann viel kleinere Projekte und wÃ¼rden den nÃ¶tigen Kompetenznachweis nicht erbringen. Auch die Referenz der Subplanerin, die Wasserversorgung der Stadt Q, sei ungenÃ¼gend. Q sei nur eine Kleinstadt, kleiner als R. Diese Wasserversorgung kÃ¶nne nicht mit derjenigen der Stadt ZÃ¼rich verglichen werden.</p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin verkennt, dass nur ein Referenzobjekt eine grÃ¶ssere Wasserversorgung betreffen musste; ansonsten konnte der Nachweis Ã¼ber ausgefÃ¼hrte "Leistungen gleicher GrÃ¶sse bzw. KomplexitÃ¤t" auch mit Projekten aus anderen Aufgabenbereichen erbracht werden. Entgegen dem DafÃ¼rhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin wurden denn auch nicht Erfahrungen im Bereich Abwasserreinigung als Erfahrungen im Bereich Wasser angerechnet, sondern als Erfahrungen im Bereich Automation und Leittechnik mit vergleichbaren Aufgabenstellungen gewertet. Dies erscheint sachgerecht und ist jedenfalls vertretbar. Nicht zu beanstanden ist sodann auch, dass die Wasserversorgung der Stadt Q als Referenzobjekt einer grÃ¶sseren Wasserversorgung gewertet wurde. Angesichts des Einzugsgebiets mit rund 130'000 Einwohnern kann zweifellos von einer grÃ¶sseren Anlage gesprochen werden. Mit ihrem Einzugsgebiet ist die Stadt Q denn auch wesentlich grÃ¶sser als die Stadt R mit ihren rund 50'000 Einwohnern.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin hat bei der EignungsprÃ¼fung bzw. dem in diesem Zusammenhang geforderten Erfahrungsnachweis erklÃ¤rtermassen einen eher grosszÃ¼gigen Massstab angelegt. Sie hat damit aber weder willkÃ¼rlich noch ausserhalb des ihr zustehenden Ermessensspielraums gehandelt. Die verbleibenden Anbieterinnen waren dadurch im Ãbrigen auch nicht beschwert, da dieser Punkt beim Zuschlagskriterium "Qualifikation/Referenzen" nochmals aufgegriffen und einer eingehenden PrÃ¼fung unterzogen wurde.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Beim Eignungskriterium "Ausbildung und Erfahrung des verantwortlichen und eingesetzten Personals" bezweifelt die BeschwerdefÃ¼hrerin, dass die SchlÃ¼sselpersonen der ZuschlagsempfÃ¤ngerin Ã¼ber die gebotene spezifische Ausbildung und Erfahrung verfÃ¼gen. Wiederum mÃ¶ge es zutreffen, dass diese SchlÃ¼sselpersonen im Bereich der Elektrotechnik und der Haustechnik sehr erfahren und kompetent seien. Gefragt sei aber vorliegend nicht eine derartige Kompetenz und Erfahrung, sondern eben Kompetenz im Bereich von komplexen Wasserversorgungsanlagen. â Hierzu kann vorab auf die vorstehenden ErwÃ¤gungen zum Erfahrungsnachweis (E. 4.2 und 4.3) verwiesen werden. Wie bereits ausgefÃ¼hrt wurde, war dem Bereich der Verfahrenstechnik beim Erfahrungsnachweis nicht die von der BeschwerdefÃ¼hrerin verfochtene Bedeutung beizumessen. Des Weiteren wurde auch festgestellt, dass der Mitbeteiligten die Erfahrung ihrer Subplaner bzw. im vorliegenden Zusammenhang diejenige der jeweiligen Projektmitarbeiter angerechnet werden durfte. Ãberdies rÃ¤umt die BeschwerdefÃ¼hrerin selbst ein, dass die Mitbeteiligte vier eigene, wenn auch kleinere Referenzprojekte im Bereich Wasserversorgung vorweisen kann und somit auch Ã¼ber gewisse "einschlÃ¤gige" Erfahrungen verfÃ¼gt. Erfahrung und Referenzen der SchlÃ¼sselpersonen wurden sodann nicht nur unter den Eignungskriterien beurteilt, sondern auch bei den Zuschlagskriterien wiederum aufgefÃ¼hrt (Kriterium "Projektorganisation", Besondere Bestimmungen, Ziff. 3.4.2). Wie bereits beim generellen Erfahrungsnachweis ausgefÃ¼hrt (vgl. vorn, E. 4.3), ist es dementsprechend auch hier nicht zu beanstanden, wenn bei der Beurteilung im Rahmen der Eignungskriterien ein eher grosszÃ¼giger Massstab angelegt wurde. Die von der BeschwerdefÃ¼hrerin gegen die Eignung der von der Mitbeteiligten eingesetzten Projektmitarbeiter erhobenen EinwÃ¤nde erweisen sich demnach als unbegrÃ¼ndet.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Weiter greift die BeschwerdefÃ¼hrerin das Eignungskriterium "LeistungsfÃ¤higkeit" auf, genauer die "VerfÃ¼gbarkeit von Personal". Zum einen macht sie geltend, die Mitbeteiligte verfÃ¼ge nicht Ã¼ber den geforderten Personalbestand; das Personal der Subplaner dÃ¼rfe hier nicht angerechnet werde. Ãberdies sei zu beachten, dass vorliegend eine zeitlich kurzfristige VerfÃ¼gbarkeit verlangt worden sei. Die Mitbeteiligte habe nun aber lediglich BÃ¼ros im Raum N. DemgegenÃ¼ber habe die BeschwerdefÃ¼hrerin ihren Sitz in S.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin fÃ¼hrt hierzu aus, sowohl bei der BeschwerdefÃ¼hrerin als auch bei der Mitbeteiligten sei der Personalbestand als eher knapp beurteilt worden. FÃ¼r die Mitbeteiligte habe gesprochen, dass sie noch Subplaner zur VerfÃ¼gung habe, was bei der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht der Fall sei. â Dass die Beschwerdegegnerin der Mitbeteiligten die personellen KapazitÃ¤ten der fÃ¼r das Projekt hinzugezogenen und entsprechend verfÃ¼gbaren Subplaner anrechnet, ist sachgerecht und ohne weiteres vertretbar. Mit Bezug auf die zeitliche Erreichbarkeit der Anbieterin weist die Beschwerdegegnerin sodann zu Recht darauf hin, dass es vorliegend nicht um die Organisation eines Pikettdiensts geht. Ein solcher dÃ¼rfte WVZ-intern zweifellos vorhanden sein. Es spricht denn auch nichts dagegen, wenn die Beschwerdegegnerin die gehÃ¶rige VerfÃ¼gbarkeit der Mitbeteiligten bei einem Standort in N noch als gegeben erachtet hat.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.6 </b>Die Vergabestelle hatte sich ebenfalls unter dem Titel "Eignungskriterien" vorbehalten, weitere Informationen einzufordern, namentlich die Bilanz und Jahresrechnung der letzten drei Jahre sowie den letzten PrÃ¼fungsbericht der Revisionsstelle des Planers.</p> <p class="Urteilstext">Nach anfÃ¤nglichen Differenzen mit der BeschwerdefÃ¼hrerin einigte man sich schliesslich Ã¼ber die ModalitÃ¤ten der Einsichtnahme in die fraglichen Dokumente. Dementsprechend wurden die GeschÃ¤fts- und Revisionsberichte der Jahre 2002 und 2003 den GeschÃ¤ftsleitungs-Mitgliedern 'Leiter der Hauptabteilung Finanzen' und 'Leiter Betrieb und Unterhalt' am 29. Oktober 2004 vorgelegt und nach erfolgter Einsichtnahme wieder mitgenommen. In der daraufhin von einzelnen Mitgliedern des Projektausschusses vorgenommenen "Beurteilung der Wirtschaftslage" der BeschwerdefÃ¼hrerin wurde festgehalten, "deren heutige finanzielle Situation muss als sehr kritisch bezeichnet werden" und "die wirtschaftliche LeistungsfÃ¤higkeit ist ausserordentlich fraglich". Unter dem Titel "Weiteres Vorgehen" wurde festgehalten: "Das Projektteam wird erst am Schluss der Evaluation informiert, um keinen Einfluss auf den rein sachlichen Entscheid zu nehmen". Die nÃ¤mliche Anmerkung findet sich auch bei der im Ergebnis positiv ausgefallenen Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Mitbeteiligten.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, der streitige Aspekt der wirtschaftlichen LeistungsfÃ¤higkeit sei vorliegend als Eignungskriterium definiert worden. Dieser Ansicht kann gefolgt werden. Die wirtschaftliche LeistungsfÃ¤higkeit wurde zwar nicht als solche im Katalog der Eignungskriterien (Besondere Bestimmungen, Ziff. 3.3) erwÃ¤hnt. Die PrÃ¼fung der entsprechenden Grundlagen wurde indessen unter dem Titel "Eignungskriterien" ausdrÃ¼cklich vorbehalten. Der Beschwerdegegnerin ist auch beizupflichten, dass der Aspekt vorliegend berechtigterweise Beachtung findet. Es wÃ¤re nicht zu vertreten, wenn der Auftrag bei einem derart langjÃ¤hrigen, komplexen Projekt und einer so stark anbieterbezogenen Dienstleistung an eine Anbieterin ginge, deren Fortbestand von vornherein nicht als hinreichend gesichert erscheint. Es spricht auch nicht gegen die Qualifikation als Eignungskriterium, dass die Beurteilung dieser Frage zeitlich zurÃ¼ckgestellt wurde. Vielmehr erscheint es vernÃ¼nftig und sinnvoll, entsprechende Informationen nur von jenen Anbietern zu verlangen, welche sich am besten positioniert haben und fÃ¼r die Auftragserteilung ernstlich in Frage kommen. Handelt es sich beim Punkt "wirtschaftliche LeistungsfÃ¤higkeit" somit um ein Eignungskriterium, so bedeutet das, dass die Beurteilung in diesem Punkt auf "erfÃ¼llt" oder "nicht erfÃ¼llt" lauten muss. Lautet sie auf "nicht erfÃ¼llt", kommt eine Zuschlagserteilung an den fraglichen Anbieter nicht mehr in Frage. Wird die wirtschaftliche LeistungsfÃ¤higkeit dagegen grundsÃ¤tzlich als gegeben erachtet, steht der Zuschlagserteilung aus dieser Sicht nichts mehr entgegen. Anders als bei einem entsprechenden Zuschlagskriterium geht es diesfalls nicht mehr darum, ob die grundsÃ¤tzlich bejahte wirtschaftliche LeistungsfÃ¤higkeit besser oder schlechter beurteilt wird als bei den verbleibenden Konkurrenten. Dementsprechend hat auch die Beschwerdegegnerin diesen Aspekt nicht mit der abschliessenden Beurteilung der Zuschlagskriterien vermischt, sondern "das Projektteam [â¦] erst am Schluss der internen Evaluation informiert [â¦], um keinen Einfluss auf den rein sachlichen Entscheid zu nehmen". Anzumerken ist, dass fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin von Vorteil ist, wenn dieser Punkt vorliegend als Eignungs- und nicht als Zuschlagskriterium definiert wurde. Angesichts des knappen Ausgangs bei der Bewertung der Zuschlagskriterien (vgl. dazu nachfolgende E. 8.3.3.1, 9 sowie 10.2 und 10.5) wÃ¼rde sich der Einbezug einer diesbezÃ¼glich klar besseren Beurteilung der Mitbeteiligten eindeutig zu deren Gunsten auswirken.</p> <p class="Urteilstext">Ob die wirtschaftliche LeistungsfÃ¤higkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin hinreichend gegeben ist, ist umstritten, wurde indessen von der Vergabestelle noch gar nicht abschliessend beurteilt. Die vorstehend zitierte Beurteilung der beschwerdefÃ¼hrerischen Wirtschaftslage stammt lediglich von einzelnen Mitgliedern des Projektausschusses und ist aus gegebenem Anlass einer ÃberprÃ¼fung aufgrund der Akten nicht zugÃ¤nglich. Die Beschwerdegegnerin hÃ¤tte die entsprechende Beurteilung im Rahmen einer allfÃ¤lligen Neuvergabe nachzuholen. Dementsprechend erÃ¼brigen sich auch dahingehende Beweiserhebungen, wie die in diesem Zusammenhang beantragte Urkundenedition und die gerichtliche Expertise. Es wÃ¤re auch in erster Linie an der Beschwerdegegnerin zu entscheiden, auf welcher Grundlage sie diese Beurteilung vornehmen will, ob aufgrund eigener detaillierter Analysen oder ob sie dafÃ¼r einen unabhÃ¤ngigen SachverstÃ¤ndigen beiziehen will.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht ferner geltend, die Mitbeteiligte hÃ¤tte infolge UnvollstÃ¤ndigkeit ihres Angebots vom Verfahren ausgeschlossen werden mÃ¼ssen. Zum einen hÃ¤tten offenbar einzelne Unterschriften gefehlt, zum andern habe die Mitbeteiligte offensichtlich unzulÃ¤ssige nachtrÃ¤gliche PreiserhÃ¶hungen vorgenommen.</p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss § 28 lit. h SubmV kÃ¶nnen Anbietende von der Teilnahme ausgeschlossen werden wegen Verletzung wesentlicher Formerfordernisse, insbesondere wegen fehlender Unterschriften oder UnvollstÃ¤ndigkeit des Angebots; allerdings dÃ¼rfen nur wesentliche MÃ¤ngel zu einem Ausschluss fÃ¼hren (RB 1999 Nr. 72 = BEZ 2000 Nr. 6; RB 1999 Nr. 61 = ZBl 101/2000, S. 265 = BEZ 1999 Nr. 25 E. 6). NachtrÃ¤gliche ErgÃ¤nzungen des Angebots sind im engen Rahmen von Berichtigungen und ErlÃ¤uterungen nach §§ 29 und 30 SubmV zulÃ¤ssig. Nach § 29 Abs. 2 SubmV sind in einer Offerte enthaltene offensichtliche Rechnungs‑ und Schreibfehler zu berichtigen. Ferner kÃ¶nnen <i>Unklarheiten</i> mittels schriftlichen oder mÃ¼ndlichen ErlÃ¤uterungen behoben werden (§ 30 SubmV); sie dÃ¼rfen jedoch nicht dazu dienen, den Inhalt des zu vergebenen Auftrags oder des eingereichten Angebots nachtrÃ¤glich zu Ã¤ndern (§ 31 SubmV; RB 2000 Nr. 69 = BEZ 2000 Nr. 25 E. 5b; VGr, 13. April 2000, VB.1999.00348, E. 5c/bb, <span class="MsoHyperlink"><span>www.vgrzh.ch)</span></span>.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Der Einwand, wonach das Angebot der Mitbeteiligten bezÃ¼glich der Unterschriften einen wesentlichen Mangel aufgewiesen habe, erweist sich als unbegrÃ¼ndet. Wie aus der Offertauswertung und dem Schreiben der Beschwerdegegnerin an die Mitbeteiligte vom 9. August 2004 hervorgeht, ging es lediglich darum, "die RechtsgÃ¼ltigkeit der Unterschriften der Subplaner auf dem Deckblatt des Angebots" und "bei der Selbstdeklaration des Subplaners H AG" zu verifizieren. Mit dem Antwortschreiben der Mitbeteiligten vom 11. August 2004 bzw. den beigelegten HandelsregisterauszÃ¼gen erfolgte die entsprechende BestÃ¤tigung. Die Beschwerdegegnerin fÃ¼hrt dann allerdings in der Duplik aus, beim Subplaner H habe auf der Selbstdeklaration â nicht aber auf dem eigentlichen Angebot â die rechtsgÃ¼ltige Unterschrift Ã¼berhaupt gefehlt. Selbst wenn dem so war, handelte es sich dabei lediglich um einen untergeordneten Mangel, der ohne weiteres behoben werden konnte. Der von der BeschwerdefÃ¼hrerin angerufene Bundesgerichtsentscheid (BGr, 9. September 2003, 2P.47/2003, www.bger.ch) fÃ¼hrt zu keinem anderen Schluss. In jenem Fall hatte nur ein Mitglied einer Bietergemeinschaft die Offerte unterzeichnet. Der Verfahrensausschluss der betreffenden Anbieterin wurde indessen nicht damit begrÃ¼ndet, sondern erfolgte, weil nachtrÃ¤glich ein Wechsel in der Zusammensetzung der Bietergemeinschaft stattgefunden hatte.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.1 </b>Zu den gerÃ¼gten PreiserhÃ¶hungen fÃ¼hrt die Beschwerdegegnerin aus, bei der ersten, auf ihr ErlÃ¤uterungsbegehren vom 9. August 2004 hin erfolgten Korrektur des Preises um Fr. 31'600.- (auf Fr. 5'272'514.35, Mehrwertsteuer inbegriffen) handle es sich um eine Berichtigung gemÃ¤ss § 29 Abs. 2 SubmV. Die Mitbeteiligte habe bei 5 Positionen die Anzahl Stunden und den Ansatz im Angebot eingesetzt, aber die Multiplikation vergessen. â Diese AusfÃ¼hrungen sind nicht ganz korrekt. Ein â wegen der beschrÃ¤nkten Akteneinsicht nur dem Gericht mÃ¶glicher â Vergleich der Offerte (Leistungsverzeichnis) und der nachtrÃ¤glichen Berichtigung zeigt, dass nur bei einer Position sowohl die Anzahl Stunden als auch der Stundenansatz im Angebot enthalten waren. Bei den anderen vier Positionen war jeweils nur die Anzahl Stunden eingesetzt. Dies ist indessen nicht von entscheidender Bedeutung. Massgeblich ist, dass jeweils ein zeitlicher Aufwand angegeben wurde. Das Angebot der Mitbeteiligten deckte folglich die in den fraglichen Positionen ausgeschriebenen Leistungen ab. Der Ausschlussgrund der UnvollstÃ¤ndigkeit des Angebots ist in diesem Zusammenhang jedenfalls nicht erfÃ¼llt. Nachdem die ErhÃ¶hung des offerierten Preises zu einer Anpassung bei der Preisbewertung fÃ¼hrte, ist die BeschwerdefÃ¼hrerin dadurch im Ãbrigen auch nicht beschwert. Ob die Korrektur zulÃ¤ssig war, ist fÃ¼r den Ausgang des vorliegenden Verfahrens daher nicht von Belang und braucht nicht entschieden zu werden.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.2 </b>Die Beschwerdegegnerin fÃ¼hrt sodann aus, eine zusÃ¤tzliche Anpassung des Preises habe sich auf Anfrage aus Schnittstellen zum IDE-Tool ergeben. â Anders als die erste PreiserhÃ¶hung basiert diese zweite, erst anlÃ¤sslich der Schlussbesprechung vom 27. Oktober 2004 erfolgte Preisanpassung nun tatsÃ¤chlich auf den ErgÃ¤nzungen des insofern bisher unvollstÃ¤ndigen Angebots der Mitbeteiligten. Die fraglichen Anpassungen fÃ¼hrten zu Mehrkosten von Fr. 78'870.80 (Mehrwertsteuer inbegriffen) bzw. neuen Gesamtkosten von Fr. 5'351'385.15 (Mehrwertsteuer inbegriffen). Wieso die Mitbeteiligte in ihrer Duplik nur von Mehrkosten im Betrag von Fr. 46'000.- ausgeht, bleibt unerfindlich. Die Differenz von Fr. 78'870.80 entspricht lediglich 1,47 % des revidierten Angebotspreises von Fr. 5'351'385.15 bzw. 1,5 % des ursprÃ¼nglichen Angebotspreises von Fr. 5'238'512.75. Der Beschwerdegegnerin ist beizupflichten, dass die fehlenden Elemente des Angebots somit im Vergleich zum gesamten Auftrag von untergeordneter Bedeutung waren und ein damit begrÃ¼ndeter Verfahrensausschluss als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig erschiene. Die streitige ErgÃ¤nzung erfolgte demnach im Rahmen zulÃ¤ssiger ErlÃ¤uterungen.</p> <p class="Urteilstext">Nachdem diese ErgÃ¤nzungen erst anlÃ¤sslich der Schlussbesprechung erfolgten, sind sie samt ihrer Konsequenz fÃ¼r die Preisbewertung erst in der dritten und letzten Bewertungsrunde eingeflossen. Dieser Aspekt ist nachfolgend nochmals aufzugreifen (E. 8.3.1 und 10.2).</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Erstmals in der Replik erhebt die BeschwerdefÃ¼hrerin sodann EinwÃ¤nde gegen die F AG, welche die Ausschreibungsunterlagen erarbeitet und im Vergabeverfahren als "Beratender Ingenieur" (Besondere Bestimmungen, Ziff. 2.2) geamtet hat. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, die F AG sei keine Fachunternehmung auf dem Gebiet der Wasserversorgung. Ãberdies sei sie nicht unabhÃ¤ngig, versuche sie doch selber in diesem Zusammenhang Leistungen zu verkaufen. Es sei daher gÃ¼nstiger fÃ¼r sie, wenn der Auftrag an ein eher schwaches Unternehmen gehe, weil dann ihre eigenen Chancen grÃ¶sser seien. Die F AG hÃ¤tte auf diese ihre Befangenheit hinweisen und in den Ausstand treten mÃ¼ssen.</p> <p class="Urteilstext">Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin die Qualifikation der F AG fÃ¼r die Vorbereitung der vorliegenden Vergabe und damit auch die QualitÃ¤t der Ausschreibungsunterlagen in Frage stellt, hÃ¤tte sie diese EinwÃ¤nde bereits nach Erhalt der Ausschreibungsunterlagen, spÃ¤testens aber mit ihrer Beschwerde erheben mÃ¼ssen. Die erstmalige Erhebung der RÃ¼gen in der Replik erweist sich als verspÃ¤tet. Dies gilt auch fÃ¼r den Vorwurf der Befangenheit. Im Ãbrigen ist nicht ersichtlich, worin die angeblichen "Chancen" der Beraterin bestehen sollen, zumal das Beratermandat mit der Vergabe endet (vgl. Besondere Bestimmungen, Ziff. 2.2.1.1). Die BeschwerdefÃ¼hrerin greift sodann die AusfÃ¼hrungen in der Beschwerdeantwort auf, wonach anlÃ¤sslich der Schlusssitzung vom 29. Oktober "die Vertreter der Firma F [â¦] bei der eigentlichen Entscheidfindung im Ausstand" gewesen seien. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤lt dafÃ¼r, offensichtlich hÃ¤tten die externen Berater infolge ihrer Befangenheit in den Ausstand treten mÃ¼ssen. Ihre vorherige Mitwirkung mache die Entscheidung insgesamt ungÃ¼ltig. Anderseits sei zu bemerken, dass zwei Personen, die entscheidend in die Auswertung einbezogen gewesen seien, bei der Beschlussfassung nicht anwesend gewesen seien. â Diese Argumentation ist geradezu mutwillig. Es liegt auf der Hand, dass es sich hierbei nicht um einen Ausstand im rechtlichen Sinn, sondern um eine Kompetenzfrage handelte. Entsprechend ihrer Beratungsfunktion haben die externen Berater bei der Evaluation der Angebote mitgewirkt; zur Mitwirkung am Vergabeentscheid waren sie indessen nicht befugt.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach § 33 Abs. 1 SubmV erfolgt der Zuschlag â sofern nicht ausnahmsweise das alleinige Kriterium des niedrigsten Preises (§ 33 Abs. 2 SubmV) zur Anwendung kommt â auf das wirtschaftlich gÃ¼nstigste Angebot. Bei der Bewertung der Angebote ist das Preis-Leistungs-VerhÃ¤ltnis zu beachten, wobei neben dem Preis insbesondere die folgenden Kriterien berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nnen: QualitÃ¤t, ZweckmÃ¤ssigkeit, Termine, technischer Wert, Ãsthetik, Betriebskosten, Nachhaltigkeit, KreativitÃ¤t, Kundendienst, Lehrlingsausbildung, Infrastruktur. Die fÃ¼r eine bestimmte Beschaffung massgeblichen Zuschlagskriterien werden von der VergabebehÃ¶rde im Hinblick auf die Besonderheiten des Auftrags festgelegt. Dabei steht ihr ein erheblicher Beurteilungsspielraum zu.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin hat in den Ausschreibungsunterlagen (Besondere Bestimmungen, Ziff. 3.4) folgende vier Zuschlagskriterien samt ihrer Gewichtung von jeweils 25 % bekannt gegeben:</p> <p class="Urteilstext">1.<span> </span>QualitÃ¤t der angebotenen Leistung</p> <p class="Urteilstext">2.<span> </span>Projektorganisation</p> <p class="Urteilstext">3.<span> </span>Qualifikation/Referenzen</p> <p class="Urteilstext">4.<span> </span>Preis, Wirtschaftlichkeit</p> <p class="Urteilstext">Die Gewichtung der Zuschlagskriterien ist unbestritten geblieben und die BeschwerdefÃ¼hrerin stellt ausdrÃ¼cklich fest, dass der Komponente "Preis/Wirtschaftlichkeit" zu Recht nur ein Gewicht von 25 % zugewiesen und damit das Schwergewicht auf qualitative Aspekte gesetzt worden sei. Umstritten ist dagegen die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Unterteilung der Zuschlagskriterien in Unterkriterien. Die BeschwerdefÃ¼hrerin erachtet diese als nicht sachgerecht. Die projektspezifischen Anforderungen seien zu wenig zur Geltung gekommen. â Abgesehen davon, dass dieser erstmals in der Replik erhobene Einwand nicht substanziiert begrÃ¼ndet wurde, erweist er sich auch als verspÃ¤tet. Die streitigen Unterkriterien wurden in den Ausschreibungsunterlagen (Besondere Bestimmungen, Ziff. 3.4) bekannt gegeben. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤tte ihre entsprechenden EinwÃ¤nde dagegen spÃ¤testens in der Beschwerde vorbringen mÃ¼ssen.</p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext">Wie die Beschwerdegegnerin ausfÃ¼hrt, sind die Angebote der BeschwerdefÃ¼hrerin und der Mitbeteiligten "in verschiedenen Phasen der Evaluation insgesamt drei Mal" anhand der Zuschlagskriterien beurteilt worden. DafÃ¼r gaben die Bewertenden jeweils Einzelbeurteilungen zu den Zuschlagskriterien bzw. den entsprechenden Unterkriterien ab, anhand derer dann die Durchschnitts-Bewertungen je Kriterium ermittelt wurden. Bei den ersten beiden Beurteilungen wurden die Einzelbewertungen jeweils von drei Mitgliedern des Projektteams und zwei Mitarbeitenden der externen Beraterunternehmung vorgenommen. Die Schlussbeurteilung basiert dagegen nur auf drei Einzelbewertungen von WVZ-internen Projektbeteiligten. An den Ergebnissen der drei Beurteilungen fÃ¤llt auf, dass diese jedes Mal sprunghaft wechselten. Bei der ersten Beurteilung vom 23. August 2004 war die Mitbeteiligte rund 13 Punkte vor der BeschwerdefÃ¼hrerin platziert. Am 18. Oktober lag dann die BeschwerdefÃ¼hrerin mit 1.36 Punkten leicht vorn und am 29. Oktober schloss die Mitbeteiligte mit einem deutlichen Vorsprung von 112 Punkten ab. Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt diese Mehrfachbeurteilung in zweifacher Hinsicht. Zum einen greift sie die teils grossen Unterschiede bei den Einzelbeurteilungen der Bewertenden auf und zum andern erachtet sie es grundsÃ¤tzlich als unzulÃ¤ssig, dass die Angebote dreimal hintereinander unterschiedlich bewertet wurden.</p> <p class="Erwgung2"><b>8.1 </b>Mit ihrer RÃ¼ge betreffend die Spannbreite der Einzelbewertungen bezieht sie sich auf die Auswertung der ersten Beurteilung vom 23. August 2004. Sie macht geltend, in der Rubrik "LÃ¶sung IDE" reiche die Spanne ihrer Beurteilung von 13.5 bis 47.4 Punkten. Eine derartige Differenz sei sachlich nicht gerechtfertigt. Lasse man diesen Ausreisser nach unten weg, so erhÃ¶he sich der Durchschnitt bei dieser Rubrik um ganze 4 Punkte bzw. um 13,5 %. Auch bei der Rubrik "VerstÃ¤ndnis der Projektaufgabe" habe der gleiche Bewertende der BeschwerdefÃ¼hrerin als einziger markant weniger Punkte gegeben als die Ã¼brigen Bewertenden. Es sei offenkundig, dass der Betreffende hier versucht habe, die BeschwerdefÃ¼hrerin schlechter zu stellen. Auch in der Rubrik "Innovative Ideen zur Planung und Realisierung des Projektes" komme wieder die gleiche subjektive Abweichung zu Ungunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin vom gleichen Bewertenden. Dieser habe die BeschwerdefÃ¼hrerin bei allen Kriterien und Subkriterien markant am schlechtesten beurteilt.</p> <p class="Urteilstext">Dem ist mit der Beschwerdegegnerin entgegenzuhalten, dass der gleiche Bewertende auch die Mitbeteiligte am schlechtesten bewertet hat; deren Schnitt bei der Rubrik "LÃ¶sung IDE" wÃ¼rde sich beim Weglassen der schlechtesten Bewertung von 38.9 auf 43.05 Punkte und damit sogar um 4.15 Punkte erhÃ¶hen. Entsprechendes gilt auch beim Kriterium "VerstÃ¤ndnis der Projektaufgabe" und unter dem Titel "Innovative Ideen zur Planung und Realisierung des Projektes". Beim generellen Weglassen der durchwegs tiefen Beurteilung dieses Einzelbewerters wÃ¼rde sich die durchschnittliche Bewertung der nicht monetÃ¤ren Zuschlagskriterien bei der BeschwerdefÃ¼hrerin um 20.04 Punkte und bei der Mitbeteiligten sogar um 26.57 Punkte erhÃ¶hen. Es liegt somit offenkundig keine WillkÃ¼r zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin vor. Dass die Angebote von mehreren Personen unabhÃ¤ngig voneinander bewertet wurden, ist grundsÃ¤tzlich nicht zu beanstanden. Vielmehr erscheint es durchaus begrÃ¼ndet und der KomplexitÃ¤t der vorliegenden Vergabe angemessen, wenn die Beurteilung mÃ¶glichst breit abgestÃ¼tzt wird. Bedenken wecken dagegen die wiederholte Beurteilung sowie der Umstand, dass die Zusammensetzung der Einzelbewertungen bei der dritten Beurteilung offenkundig aufgebrochen wurde. Diesen Fragen ist nachfolgend nachzugehen.</p> <p class="Erwgung2"><b>8.2 </b>Zur Problematik der mehrmaligen Beurteilung fÃ¼hrt die Beschwerdegegnerin aus, eine so komplexe, umfangreiche Arbeitsvergabe kÃ¶nne nicht in einer einmaligen Sichtung der Offerten und in einer einmaligen Bewertung ihr Bewenden haben. Dass sie die Beurteilung in mehreren PrÃ¼fschritten vorgenommen habe, mÃ¼sse daher als zulÃ¤ssig gewertet werden. Dies erscheint grundsÃ¤tzlich vertretbar, erweckt indessen dann Bedenken, wenn sachlich begrÃ¼ndete Beurteilungsschritte nachtrÃ¤glich ohne nachvollziehbaren Grund eine wesentliche Ãnderung erfahren. Der Beschwerdegegnerin ist aber beizupflichten, dass im Lauf des Vergabeverfahrens zu Tage getretene Ãnderungen bzw. ErgÃ¤nzungen der massgeblichen Beurteilungsgrundlagen berÃ¼cksichtigt werden dÃ¼rfen. Ebenso kÃ¶nnen sich aufgrund der schrittweisen und vertieften ÃberprÃ¼fung der Angebote Ãnderungen in der Beurteilung ergeben, wobei sich die Neubeurteilung auf die entsprechenden Zuschlagskriterien bzw. Unterkriterien zu beschrÃ¤nken hat. Diese weiter gehende bzw. vertiefte Beurteilung darf aber nicht dazu fÃ¼hren, dass unsachgemÃ¤sse Ãberlegungen in den Entscheidungsprozess einfliessen.</p> <p class="Urteilstext">Zur PrÃ¼fung dieser Frage empfiehlt sich vorab ein Blick auf die wesentlichen Schritte des vorliegenden Vergabeverfahrens.</p> <p class="Urteilstext"><i>Zum Verfahrensverlauf:</i></p> <p class="Urteilstext">Wie die Beschwerdegegnerin hierzu ausfÃ¼hrt, wurden an der Projektsitzung vom 30. Juli 2004 erste Festlegungen fÃ¼r die Bewertung der Zuschlagskriterien getroffen. So wurde bezÃ¼glich der Preisbewertung eine Bandbreite 200 % festgelegt und beschlossen, dass zur Beurteilung des Preisniveaus die RegieansÃ¤tze zugezogen wÃ¼rden. Weiter wurde festgehalten, dass die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit einen relativ grossen Ermessensspielraum enthalte, der erst in der Endrunde zu berÃ¼cksichtigen sei. Zur Auswertung der Zuschlagskriterien wurde "ein zweistufiges Verfahren gewÃ¤hlt. Zuerst Grobbeurteilung anschliessend ausfÃ¼hrliche Beurteilung der best platzierten."</p> <p class="Urteilstext">Am<i> 23. August 2004</i> lag die <i>erste Beurteilungsauswertung</i> vor. Danach belegte die BeschwerdefÃ¼hrerin bei den nicht monetÃ¤ren Zuschlagskriterien den ersten und die Mitbeteiligte den vierten Rang. Insgesamt belegte die Mitbeteiligte mit total 523.29 Punkten den zweiten und die BeschwerdefÃ¼hrerin mit 510.14 Punkten den dritten Rang. Aufgrund dieser ersten Auswertung wurden fÃ¼nf Anbieter zur PrÃ¤sentation eingeladen und es wurde beschlossen, dass nach der AnbieterprÃ¤sentation eine "erneute detaillierte Bewertung der Angebote und eine gegenseitige Besprechung der Auswertungen" erfolgen sollte. Weiter wurde festgelegt, dass der Schwerpunkt der PrÃ¤sentation im Bereich "Vorstellung IDE- und Management-Tools" liegen solle. Den Anbietenden wurde daraufhin das Programm der AnbieterprÃ¤sentation sowie der Fragenkatalog zu den Themen "Planungswerkzeuge", "Termine", "Vorgehensweise der Erneuerung TEZ IâII" und "AbschÃ¤tzung WVZ Ressourcen" abgegeben.</p> <p class="Urteilstext">Wie die Beschwerdegegnerin ausfÃ¼hrt, habe keiner der Anbieter an der PrÃ¤sentation in allen Belangen zu Ã¼berzeugen vermocht. Aus den Kurzzusammenfassungen <i>AnbieterprÃ¤sentation </i>vom<i> 15. </i>bzw.<i> 16. September 2004</i> ist festzuhalten: "Es entsteht trotzdem der Eindruck, dass [die BeschwerdefÃ¼hrerin] als einziger Anbieter den Umfang dieses Projekts richtig erfasst hat. Haben sich gut in das Thema IDE eingearbeitet. Sehr gute Referenzen. Mit dieser Projektteamzusammenstellung (kleines Team, Funktion Projektleiter) kÃ¶nnte Zusammenarbeit schwierig werden. Die genaue Aufgabenverteilung und Zusammenarbeit mit der WVZ mÃ¼sste in jedem Fall noch klar definiert werden." BezÃ¼glich der Mitbeteiligten wurde festgehalten: "Gute und interessante PrÃ¤sentation [â¦]. Angenehmes Team, Ã¼berzeugender Projektleiter [â¦]. Unklarheiten bei der DurchfÃ¼hrung diverser Arbeiten [â¦]. Noch Unklarheiten bei IDE, PM-Tool wurde gesucht. [â¦] Das vorgestellte Team hat in dieser Konstellation schon Projekte ausgefÃ¼hrt, jedoch nicht in der GrÃ¶ssenordnung TEZ II. Keine Ã¼berzeugenden Referenzen (L veraltet), [der Projektleiter] klÃ¤rt noch ab, ob andere Referenzen fÃ¼r uns interessant wÃ¤ren." â Trotz dieser klaren Aussage zugunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin wurde deren PrÃ¤sentation dennoch leicht schlechter bewertet als die Mitbeteiligte. Laut den AusfÃ¼hrungen in der Beschwerdeantwort beruhte dies auf gewissen "Bedenken betreffend der kÃ¼nftigen Zusammenarbeit". Der designierte Projektleiter habe dem von der Auftraggeberin geforderten starken Einbezug der WVZ-internen Ressourcen kaum Beachtung geschenkt, was fÃ¼r die ProjektausfÃ¼hrung eine starke Eigendynamik bzw. EigenmÃ¤chtigkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin habe befÃ¼rchten lassen. An der nachfolgenden Projektgruppensitzung vom 16. September 2004 wurde daraufhin entschieden, nur noch die Angebote der BeschwerdefÃ¼hrerin und der Mitbeteiligten weiter zu verfolgen. Sodann wurde festgehalten: "Allgemein haben die AnbieterprÃ¤sentationen wenig zusÃ¤tzliche Informationen zu der technischen Seite der Angebote gebracht. Eine vertiefte Beurteilung wird deshalb erst nach Besichtigung der Referenzanlagen vorgenommen".</p> <p class="Urteilstext">Am <i>12. </i>bzw.<i> 13. Oktober</i> erfolgten die <i>Besichtigungen </i>der von den verbleibenden Kontrahentinnen bezeichneten <i>Referenzanlagen</i>. Den internen Notizen dazu lÃ¤sst sich entnehmen, dass keine der beiden Anlagen die Erwartungen der Projektgruppe ganz erfÃ¼llt habe. Das Referenzobjekt der Mitbeteiligten habe aber dennoch ein wenig besser abgeschnitten, insbesondere wegen des gut eingespielten Teams und der Ãhnlichkeit der VerhÃ¤ltnisse hinsichtlich der Steuerungsstruktur und der Organisation der Betreiber mit jenen bei der WVZ. Das Protokoll der anschliessenden Projektsitzung vom 15. Oktober 2004 hÃ¤lt dann allerdings fest: "Die Besichtigungen der Referenzanlagen haben fÃ¼r die Entscheidungsfindung zur Auswahl des Ingenieurs Phase B keine neuen Impulse gebracht." Sodann wurde an dieser Sitzung einerseits beschlossen, die beiden Angebote nun der angekÃ¼ndigten vertieften Beurteilung anhand der Zuschlagskriterien zu unterziehen, anderseits wurde auch entschieden, mit den beiden Anbietern noch eine Schlussbesprechung betreffend letzte offene Fragen durchzufÃ¼hren. Schliesslich wurde protokollarisch festgehalten, die Diskussion habe ergeben, neben dem Angebot wÃ¼rden die Zusammenarbeit, die Gefahren/Risiken bei den beiden Anbietenden und der interne Aufwand der WVZ als wichtigste Auswahlkriterien erachtet.</p> <p class="Urteilstext">Die <i>zweite Beurteilung</i> der beiden Angebote wurde wiederum von den fÃ¼nf Einzelbewertern vorgenommen und in der Zusammenfassung vom<i> 18. Oktober 2004</i> festgehalten. Danach erzielte die BeschwerdefÃ¼hrerin mit 548.95 Punkten ein leicht besseres Resultat als die Mitbeteiligte mit 547.59 Punkten. Zu dieser zweiten Beurteilung vom 18. Oktober ist festzustellen, dass es sich nach dem Gesagten um die erste umfassende und vertiefte Beurteilung der beiden Angebote handelt. Sodann wurden dafÃ¼r neben dem Angebot auch die Erkenntnisse aus den AnbieterprÃ¤sentationen und den Referenzbesuchen berÃ¼cksichtigt.</p> <p class="Urteilstext">Zwischen dieser zweiten Beurteilung und der Schlussbeurteilung fanden am<i> 27. Oktober 2004</i> noch die <i>Schlussbesprechungen</i> mit den beiden Anbieterinnen statt. Die anschliessende <i>Schlussbewertung </i>vom<i> 29. Oktober 2004</i> erfolgte erstmals ohne Beteiligung der beiden externen Berater durch die drei WVZ-internen Projektgruppenmitglieder. Mit der Schlussbewertung vom 29. Oktober Ã¤nderte sich die Rangfolge sodann abrupt und die Mitbeteiligte Ã¼berholte die BeschwerdefÃ¼hrerin mit 112 Punkten. Die Mitbeteiligte erzielte insgesamt 596.39 Punkte, die BeschwerdefÃ¼hrerin nur 484.39 Punkte. Bei den nicht monetÃ¤ren Kriterien erreichte die Mitbeteiligte 366.41 Punkte und die BeschwerdefÃ¼hrerin 392.15 Punkte.</p> <p class="Erwgung2"><b>8.3 </b> Nachdem die Beurteilung vom 18. Oktober 2004 erklÃ¤rtermassen auf einer umfassenden und detaillierten Beurteilung der bis dato erhobenen Grundlagen (inklusive AnbieterprÃ¤sentation und Referenzbesuch) beruhte, ist die Schlussbesprechung der einzige ersichtliche Grund fÃ¼r die verÃ¤nderte Bewertung.</p> <p class="Urteilstext">Nachfolgend geht es folglich darum, zu prÃ¼fen, ob die letzten Ãnderungen an der Bewertung einen relevanten Bezug zu den Themen der Schlussbesprechung aufweisen.</p> <p class="Erwgung3"><b>8.3.1 </b>Vorab fÃ¤llt beim Zuschlagskriterium "Preis/Wirtschaftlichkeit" auf, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin hier 22.5 Punkte einbÃ¼sste. GemÃ¤ss den Ausschreibungsunterlagen (Besondere Bestimmungen, Ziff. 3.4.4) waren bei diesem Kriterium "insbesondere die Aspekte Preis gemÃ¤ss Leistungsverzeichnis und Wirtschaftlichkeit" zu bewerten. Die Bewertung des "Preises gemÃ¤ss Leistungsverzeichnis" ist bei der BeschwerdefÃ¼hrerin gleich geblieben wie in der Beurteilung vom 18. Oktober. Die Mitbeteiligte hat 3.15 Punkte eingebÃ¼sst, was sich mit ihrer Preiskorrektur um rund Fr. 79'000.- begrÃ¼nden lÃ¤sst (vgl. vorn, E. 5.2.2). In der Beurteilung vom 18. Oktober wurde sodann neben dem Punkt "Wirtschaftlichkeit" auch noch ein Punkt "Preisniveau" bewertet, wobei es sich bei Letzterem um eine Bewertung der offerierten RegiestundenansÃ¤tze handelt. Die "Wirtschaftlichkeit" wurde bei beiden Anbietern gleichermassen mit 25 Punkten bewertet. Die Beschwerdegegnerin fÃ¼hrt hierzu aus, beim Unterkriterium Wirtschaftlichkeit habe sich im Lauf der Evaluation gezeigt, dass keine brauchbaren Abgrenzungen definiert werden kÃ¶nnten. Die Anbieter seien deshalb alle gleich behandelt bzw. das Kriterium fÃ¼r die Schlussbewertung fallen gelassen worden. Beim Unterkriterium "Preisniveau" erzielte die Mitbeteiligte zuvor noch 23.09 und neu 46.18 Punkte. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wurde zuvor mit 2.5 und neu mit 5 Punkten bewertet. Nachdem die in den Angeboten enthaltenen RegiestundenansÃ¤tze und damit auch deren Bewertung keine Ãnderung erfahren haben, bedeutet das, dass die Gewichtung des Unterkriteriums "Preisniveau" in der Schlussbewertung verdoppelt wurde. Dieses Vorgehen erfolgte einseitig zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. Es erweckt den Eindruck der Manipulation und erweist sich daher als unzulÃ¤ssig. Die Schlussbewertung ist demnach bezÃ¼glich des Zuschlagskriteriums "Preis/Wirtschaftlichkeit" unhaltbar.</p> <p class="Erwgung3"><b>8.3.2 </b>Auch die Bewertung des Zuschlagskriteriums "Qualifikationen/Referenzen" hat sich seit der letzten Bewertung zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin verÃ¤ndert. Dies erstaunt einigermassen, hat doch auch die Bewertung vom 18. Oktober 2004 nach dem Referenzbesuch stattgefunden. Am 18. Oktober erzielte die BeschwerdefÃ¼hrerin bei diesem Kriterium noch einen Durchschnitt von 158.16 Punkten und die Mitbeteiligte einen solchen von 120.61 Punkten. Neu hat sich die Mitbeteiligte um 17.82 Punkte verbessert und ihren RÃ¼ckstand zur BeschwerdefÃ¼hrerin auf 15.09 Punkte verringert. Die nÃ¤chstliegende ErklÃ¤rung wÃ¤re wohl, dass die Bewertungen der Beraterunternehmung entfallen sind. Die drei Einzelbewertungen der WVZ-internen Projektteammitglieder vom 18. Oktober wurden indessen nicht unverÃ¤ndert Ã¼bernommen. Ein Vergleich der Einzelbewertungen vom 18. und vom 29. Oktober zeigt, dass nur die Zahlen des ersten Bewerters unverÃ¤ndert blieben; die beiden anderen Einzelbewertungen vom 29. Oktober sind neu. Es ist nicht ersichtlich, was sich seither an den Beurteilungsgrundlagen im Bereich "Qualifikationen/Referenzen" geÃ¤ndert hÃ¤tte, und die Ãnderungen werden auch nicht plausibel begrÃ¼ndet. Die Schlussbewertung erweist sich folglich auch in diesem Punkt als unbegrÃ¼ndet.</p> <p class="Erwgung3"><b>8.3.3 </b>Auch bei den Kriterien "QualitÃ¤t der angebotenen Leistung" und "Projektorganisation" wurden die Bewertungen des ersten Einzelbewerters aus der Beurteilung vom 18. Oktober jeweils unverÃ¤ndert in die Schlussbewertung Ã¼bertragen. Es stellt sich die Frage, ob es sich dabei um eine exakt gleiche Bewertung auf neuer Grundlage handelt, oder ob gar keine Neubewertung stattgefunden hat, weil es sich um den krankheitshalber ausgeschiedenen Bewertenden M handelt. Soweit tatsÃ¤chlich neue Entscheidgrundlagen vorlagen, stimmt es bedenklich, wenn diese nicht berÃ¼cksichtigt wurden und einfach eine "alte" Bewertung einfloss.</p> <p class="Urteilstext">Beim Kriterium "QualitÃ¤t der angebotenen Leistung" hat die Mitbeteiligte 18.53 Punkte zugelegt und damit die BeschwerdefÃ¼hrerin sogar um 3.41 Punkte Ã¼berholt. Dieser Umschwung kommt Ã¼berraschend, zumal noch nach der AnbieterprÃ¤sentation der Eindruck vorherrschte, die BeschwerdefÃ¼hrerin habe als einzige Anbieterin den Umfang des Projekts richtig erfasst. Beim Kriterium "Projektorganisation" hat sich die Mitbeteiligte um 17.51 Punkte verbessert; dies wie gesagt bei unverÃ¤nderter Bewertung des Erstbewerters.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin fÃ¼hrt hierzu aus, die beiden Anbieterinnen seien zur Schlussbesprechung eingeladen worden, mit dem Hinweis, dass die an der Schlussbesprechung zu machenden Aussagen verbindlich seien und zum Vertragsinhalt gemacht werden sollten. Die zu besprechenden Themen und konkrete Fragen fÃ¼r die Schlussbesprechung sowie ein Vorschlag zur Neugliederung der Projektorganisation seien vorgÃ¤ngig abgegeben worden. Die Mitbeteiligte sei in der Schlussbesprechung mit ihren drei SchlÃ¼sselpersonen vertreten gewesen. Die verlangten Zusicherungen zu den Preisen gewisser Einzelpositionen seien abgegeben, klare Angaben zur FlexibilitÃ¤t hinsichtlich des IDE-Tools gemacht, die Schnittstellen zwischen IDE und R+I-Tool sowie zwischen IDE und Stellenplan spezifiziert und zusÃ¤tzliche Kosten ausgewiesen, die neue Projektorganisation akzeptiert sowie von den Anwesenden weitere klare Aussagen zu den verlangten PrÃ¤zisierungen gemacht worden. Die Erweiterung des IDE-Tools zu einem generellen Technischen Dokumenten-Managementsystem (TDM) der Wasserversorgung werde mit dem vorgesehenen Tool als durchaus machbar, ja sogar wÃ¼nschenswert erachtet. Die verlangten GeschÃ¤ftsberichte seien abgegeben worden. Seitens der BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤tte nur Herr J an der Schlussbesprechung teilgenommen, nicht aber der Fachverantwortliche Herr K. Die Besprechung sei Ã¤usserst unerfreulich verlaufen. Die verlangten klaren Aussagen betreffend IDE-Tool und PM-Tool seien nicht abgegeben worden. Herr J habe sich wiederholt auf den Standpunkt gestellt, diese Fragen kÃ¶nnte man spÃ¤ter noch verhandeln. Da der designierte Projektleiter J Bauingenieur und nicht Elektroingenieur sei, innerhalb der WVZ noch nie ein Projekt ausgefÃ¼hrt habe und aufgrund der bisherigen Kontakte die Prognose einer schwierigen Zusammenarbeit erlaube, habe die WVZ angesprochen, ob nicht Herr K als Projektleiter definiert werden kÃ¶nne. Herr J habe gemeint, dass Herr K hierbei Ã¼berfordert wÃ¤re und direkte Entscheide nicht zwischen den (technischen) Projektleitern gefÃ¤llt werden sollten; Herr K â ein Steuerungsspezialist und bereits bei frÃ¼heren Projekten in der WVZ engagiert â sei im neuen Projektorganisationsvorschlag der BeschwerdefÃ¼hrerin (nur) als Leiter Leittechnik eingesetzt. Mit Bezug auf die Erweiterung des IDE-Tools habe sich die BeschwerdefÃ¼hrerin auf den Standpunkt gestellt, es handle sich hier um einen zentralen Teil der Offerte, eine Ausweitung auf ein TDM mÃ¼sste zu einer generellen Neuverhandlung der Offerte fÃ¼hren. Der Einbezug der Auftraggeberin in die Projektorganisation sei von der BeschwerdefÃ¼hrerin erneut nicht im Sinn der vorgesehenen engen Zusammenarbeit und des Wissens-Transfers dargestellt worden.</p> <p class="Erwgung4"><b>8.3.3.1 </b>Nachdem in die Protokolle der Schlussbesprechungen keine Akteneinsicht gewÃ¤hrt wurde und dasjenige der BeschwerdefÃ¼hrerin im Ãbrigen auch nicht vollstÃ¤ndig vorliegt, sind die betreffenden Parteivorbringen anhand der offen gelegten internen Notizen der Beschwerdegegnerin zu beurteilen. Die angeblich unklaren und unverbindlichen Aussagen der BeschwerdefÃ¼hrerin betreffend IDE- und PM-Tool sowie IDE-Tool und TDM wurden in den Punkten 4, 5 und 8 festgehalten: DemgemÃ¤ss erklÃ¤rte die BeschwerdefÃ¼hrerin zu Punkt 4 (IDE-Tool), dass die Kosten fÃ¼r zwei bestimmte Produkte, welche man evaluiert habe, definiert seien. Zwei alternative Produkte seien nicht evaluiert worden; ein finanzielles Risiko kÃ¶nnte bei diesen Produkten eventuell von der BeschwerdefÃ¼hrerin getragen werden. Sodann hÃ¤lt sie fest, dass fÃ¼r die Preiskalkulation ausschliesslich das Grobkonzept gelte und Abweichungen neu verhandelt werden mÃ¼ssten. Zu Punkt 5 (PM-Tool) fÃ¼hrte die BeschwerdefÃ¼hrerin aus, die Offerte beziehe sich ausschliesslich auf ein bestimmtes Produkt, mit dem allerdings noch nie gearbeitet worden sei. Andere Tools wÃ¼rden nicht zu unverÃ¤nderten Preisen angeboten. Und zu Punkt 8 (IDE und TDM) erklÃ¤rt die BeschwerdefÃ¼hrerin schliesslich, dass das IDE-Tool das TDM enthalte, soweit dies die erforderlichen Unterlagen fÃ¼r TEZ II betreffe. â Was an diesen Aussagen nicht klar bzw. unverbindlich sein soll, ist nicht nachvollziehbar. Letztlich wurde einzig offen gelassen, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin bereit ist, zwei alternative IDE-Produkte zum gleichen Preis wie die beiden offerierten Produkte anzubieten. Dies rechtfertigt aber keinesfalls die streitige Verschlechterung der entsprechenden Bewertung.</p> <p class="Urteilstext">Beim IDE interessiert sodann noch ein weiterer Aspekt, nÃ¤mlich die diesbezÃ¼glich verbesserte Beurteilung der Mitbeteiligten in der Schlussbewertung. Die Beschwerdegegnerin begrÃ¼ndet diese unter anderem damit, dass die Mitbeteiligte anlÃ¤sslich der Schlussbesprechung "die Schnittstellen zwischen IDE und R+I-Tool sowie zwischen IDE und Stellenplan spezifiziert und zusÃ¤tzliche Kosten ausgewiesen" habe. Diese Schnittstellen gaben bereits zu einem frÃ¼heren Zeitpunkt zu Fragen Anlass (vgl. hierzu auch E. 5.2.2). So wurde die Mitbeteiligte an der AnbieterprÃ¤sentation gefragt: "Sind beide Schnittstellen (R+I/Stellenplan) zum IDE bidirektional ausgefÃ¼hrt?". Angesichts dieser Frage ging man offenbar davon aus, die Schnittstellen seien grundsÃ¤tzlich offeriert. Daraus lÃ¤sst sich schliessen, dass man sich der teilweisen UnvollstÃ¤ndigkeit des Angebots in diesem Punkt bei der Beurteilung vom 18. Oktober nicht bewusst war bzw. diese nicht in die Bewertung eingeflossen ist. Unter diesen UmstÃ¤nden lagen diesbezÃ¼glich bei der Schlussbeurteilung keine "neuen" Erkenntnisse vor, welche eine Neubeurteilung rechtfertigen wÃ¼rden. Neu war indessen die damit verbundene Preisanpassung (vgl. E. 5.2.2 und 8.3.1), die es in jedem Fall zu berÃ¼cksichtigen gilt. Bezogen auf die Bewertung vom 18. Oktober wÃ¼rde das bedeuten, dass bei der Mitbeteiligten die Bewertung des "Preises gemÃ¤ss Leistungsverzeichnis" aus der Bewertung vom 29. Oktober Ã¼bernommen werden mÃ¼sste. Anstatt der 186.75 Punkte wÃ¼rde sie demnach nur 183.8 bzw. insgesamt noch 544.44 Punkte erzielen und die BeschwerdefÃ¼hrerin bliebe (unverÃ¤ndert) bei 548.95 Punkten.</p> <p class="Erwgung4"><b>8.3.3.2 </b>Mit Bezug auf die Erweiterung des IDE-Tools wurde der BeschwerdefÃ¼hrerin in der Beschwerdeantwort noch angelastet, sie habe sich auf den Standpunkt gestellt, es handle sich hier um einen zentralen Teil der Offerte, eine Ausweitung auf ein erweitertes Technisches Dokumenten-Managementsystem (TDM) mÃ¼sste zu einer generellen Neuverhandlung der Offerte fÃ¼hren. In der Duplik hat die Beschwerdegegnerin diesen Einwand dann selbst entkrÃ¤ftet, indem sie ausfÃ¼hrt, sie habe dafÃ¼r als separaten Auftrag ein Einladungsverfahren begonnen. Im Rahmen der Evaluation der Offerten habe sich ergeben, dass die Schnittstellen zum IDE-Tool eng seien bzw. dass gewisse Anbieter dafÃ¼r optierten, das IDE-Tool zum TDM auszubauen. In diesem Zusammenhang habe sich die technische Frage ergeben, ob das TDM-Tool allenfalls als Erweiterung des IDE-Tools beschafft werden kÃ¶nnte. Dass hierfÃ¼r ein Zusatzauftrag erteilt werden mÃ¼sste, sei selbstverstÃ¤ndlich. StÃ¶rend sei, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin, die Frage zum Anlass genommen habe, ihr gesamtes Angebot Ã¼berdenken zu wollen. â Da dieser Aspekt demnach erklÃ¤rtermassen nicht Gegenstand der streitigen Ausschreibung war, ist er vorliegend in keiner Weise zu berÃ¼cksichtigen und zwar weder zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin noch zugunsten der Mitbeteiligten. Es ist aber dennoch anzumerken, dass der abschliessend gegenÃ¼ber der BeschwerdefÃ¼hrerin erhobene Vorwurf unbegrÃ¼ndet ist. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat in diesem Zusammenhang erklÃ¤rt, beim IDE handle es sich um einen wesentlichen Teil des Projekts. Sollte es im Zuge des TDM-Tools aus dem Leistungsverzeichnis entfallen, mÃ¼sste eine neue Offerte erstellt werden. Weiter hat sie erklÃ¤rt, dass Ã¼ber einen Zusatzauftrag betreffend TDM zu verhandeln wÃ¤re, sobald das entsprechende Pflichtenheft bekannt sei. Beide Aussagen sind absolut sachgemÃ¤ss und in keiner Weise zu beanstanden.</p> <p class="Erwgung4"><b>8.3.3.3 </b>Beim Aspekt der "Einbindung der WVZ-Abteilungen" handelt es sich um ein Unterkriterium des Zuschlagskriteriums "QualitÃ¤t der angebotenen Leistung" (Besondere Bestimmungen, Ziff. 3.4.1). Wie die Beschwerdegegnerin in ihrer Duplik ausfÃ¼hrt, habe die BeschwerdefÃ¼hrerin mit ihrem Angebot und insbesondere auch an der PrÃ¤sentation eine Projektorganisation offeriert, die auf die ausdrÃ¼cklich gewÃ¼nschte Einbindung der WVZ verzichte, und sie sei von dieser Linie auch anlÃ¤sslich der Schlussbesprechung nicht entscheidend abgerÃ¼ckt. Dieser Gesichtspunkt floss demnach schon in die nach der PrÃ¤sentation vorgenommene Beurteilung vom 18. Oktober ein. Wenn die Beschwerdegegnerin bemÃ¤ngelt, dass das Angebot in dieser Hinsicht bis und mit Schlussbesprechung nicht geÃ¤ndert wurde, bedeutet dies umgekehrt aber auch, dass kein Anlass bestand, die bisherige Bewertung zu Ã¤ndern. Die Beschwerdegegnerin beruft sich sodann auf ihren vorgÃ¤ngig zur Schlussbesprechung abgegebenen Vorschlag zur Neugliederung der Projektorganisation. Hierzu ist festzuhalten, dass dieses Nachreichen verbindlicher Vorgaben zur Projektorganisation Bedenken weckt. Inwieweit dieses Vorgehen nach Massgabe von § 31 Abs. 1 SubmV zulÃ¤ssig war, kann offen bleiben. Jedenfalls durften diese neuen Vorgaben zur Projektorganisation nicht Anlass zu einer Ãnderung der Bewertung geben. Die "Verbesserungen" sind demnach vorliegend nicht zu berÃ¼cksichtigen, weder zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin noch zugunsten der Mitbeteiligten. Zu beurteilen ist in diesem Punkt einzig, was offeriert wurde.</p> <p class="Erwgung4"><b>8.3.3.4 </b>Dass die BeschwerdefÃ¼hrerin sodann auch bei ihrer internen Projektorganisation zu keinen Konzessionen bereit war, rechtfertigt grundsÃ¤tzlich ebenfalls keine neuerliche Beurteilung. Die LeistungsfÃ¤higkeit des Projektteams sowie dessen Projekt- und QualitÃ¤tsmanagementqualitÃ¤ten wurden als Unterkriterien des Zuschlagskriteriums "Projektorganisation" (Besondere Bestimmungen, Ziff. 3.4.2) bereits am 18. Oktober beurteilt. DiesbezÃ¼glich hat die Schlussbesprechung objektiv keine neuen Erkenntnisse gebracht. Fehlgeht insbesondere auch der Einwand der Beschwerdegegnerin, dass die Angaben der BeschwerdefÃ¼hrerin zum Projektmanagement wegen des fehlenden Einbezugs der Auftraggeberin je lÃ¤nger je weniger Ã¼berzeugt hÃ¤tten. Der Aspekt "Einbindung der WVZ-Abteilungen" wurde beim Kriterium "QualitÃ¤t der angebotenen Leistung" erfasst und hat im vorliegenden Zusammenhang nichts zu suchen.</p> <p class="Erwgung4"><b>8.3.3.5 </b>Wie die Beschwerdegegnerin ausfÃ¼hrt, hat sie die BeschwerdefÃ¼hrerin aufgrund ihrer WVZ-internen Bekanntheit, ihrer guten Erfahrung und den schriftlichen Angebotsunterlagen am Anfang des Verfahrens generell gut beurteilt. Durch die vorgeschlagene SchlÃ¼sselperson, das Beharren auf einem sehr autonomen, die BedÃ¼rfnisse der WVZ nicht beachtenden Vorgehen, die Unverbindlichkeit vieler Zusagen und das nicht kooperationsorientierte eigenmÃ¤chtige Auftreten gegenÃ¼ber den WVZ-Fachpersonen sei nicht nur der Eindruck einer klimatischen InkompatibilitÃ¤t erweckt worden, sondern auch erhebliche Zweifel an den ProjektmanagementfÃ¤higkeiten, welche in diesem langjÃ¤hrigen Projekt insbesondere unter dem Zuschlagskriterium "Projektorganisation" berÃ¼cksichtigt worden seien. â GemÃ¤ss den vorstehenden ErwÃ¤gungen sind diese AusfÃ¼hrungen mit Bezug auf das Beharren auf einem die BedÃ¼rfnisse der WVZ angeblich nicht beachtenden Vorgehen und die angebliche Unverbindlichkeit von Zusagen nicht stichhaltig. Damit verbleibt noch die Problematik um die "SchlÃ¼sselperson" und das "eigenmÃ¤chtige Auftreten gegenÃ¼ber den WVZ-Fachpersonen". Die Beschwerdegegnerin bezieht sich damit auf das "vÃ¶llig ungenÃ¼gende Verhalten" und die Aussagen des von der BeschwerdefÃ¼hrerin eingesetzten Projektleiters, Herrn J. In der Duplik fÃ¼hrt sie hierzu aus, die negative Beurteilung dieser Person sei erst im Rahmen der Schlussbesprechung zum Tragen gekommen; dies aber zugegebenermassen in heftiger Weise. Die Besprechung sei Ã¤usserst unerfreulich verlaufen. Aus Sicht der Beschwerdegegnerin wÃ¤re eine Zusammenarbeit mit der BeschwerdefÃ¼hrerin in diesem langjÃ¤hrigen, auf enge Kooperation angelegten Projekt unmÃ¶glich und unzumutbar.</p> <p class="Urteilstext">Nachdem die beiden Parteien bereits auf eine langjÃ¤hrige und erklÃ¤rtermassen zufrieden stellende Zusammenarbeit zurÃ¼ckblicken kÃ¶nnen, bezieht sich die angebliche Unzumutbarkeit offensichtlich einzig auf die Person des Projektleiters. FÃ¼r diese Personenbeurteilung stÃ¼tzt sich die Beschwerdegegnerin zwar nicht auf Vorkommnisse im Rahmen einer frÃ¼heren Zusammenarbeit, aber dennoch auf eigene Wahrnehmungen im Verlauf des vorliegenden Vergabeverfahrens. So wurde im Kurzprotokoll der AnbieterprÃ¤sentation festgehalten: "EnttÃ¤uschende PrÃ¤sentation, J fÃ¼hrt (etwas arrogant) durch die ganze PrÃ¤sentation, die anderen anwesenden Herren kommen erst zu Wort nach Aufforderung [â¦]." und "Mit dieser Projektteamzusammenstellung (kleines Team, Funktion Projektleiter) kÃ¶nnte Zusammenarbeit schwierig werden." In den internen Notizen zur Schlussbesprechung hÃ¤lt die Beschwerdegegnerin als Fazit aus den bisherigen Kontakten mit der BeschwerdefÃ¼hrerin fest: "Das Auftreten [von J] ist extrem Ã¼berheblich [â¦].", "Das Verhalten von Herrn J an der PrÃ¤sentation und v.a. an der Schlussbesprechung war fÃ¼r die Anwesenden vÃ¶llig unverstÃ¤ndlich.", "[â¦] jede noch so kleine Entscheidung soll offenbar Ã¼ber die GL-A AG laufen. Die Ab-Qualifikation des eigenen Mitarbeiters durch Herrn J befremdet ausserordentlich.", "Die Zusammenarbeit wird in sÃ¤mtlichen Gremien aufgrund der bisher gezeigten, kompromisslosen Haltung problematisch werden. A AG tritt befremdlich bevormundend auf." Vor diesem Hintergrund ist der Beschwerdegegnerin beizupflichten, dass die klimatische InkompatibilitÃ¤t mit der SchlÃ¼sselperson "Projektleiter" begrÃ¼ndet erscheint. Entgegen dem DafÃ¼rhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin darf dieser Umstand sehr wohl berÃ¼cksichtigt werden. Bei DienstleistungsauftrÃ¤gen, zumal wenn sie von solcher KomplexitÃ¤t und Dauer sind, ist die Frage der Zusammenarbeit fÃ¼r den Erfolg des Projekts von entscheidender Bedeutung. Dieser "menschliche Faktor" darf daher â jedenfalls im Rahmen des entsprechenden Zuschlagskriteriums â berÃ¼cksichtigt werden (vgl. nachfolgend, E. 10.5).</p> <p class="Erwgung1"><b>9. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zusammenfassend ist die <i>Schlussbeurteilung</i> der Angebote vom <i>29. Oktober 2004</i> somit in wesentlichen Teilen unbegrÃ¼ndet, nicht hinreichend transparent und vermag sie nach dem Gesagten der ÃberprÃ¼fung bei keinem der Zuschlagskriterien uneingeschrÃ¤nkt standzuhalten. Sie kann daher nicht als Grundlage fÃ¼r den Zuschlag dienen. Es bleibt zu prÃ¼fen, ob die vorangegangene <i>Beurteilung</i> vom <i>18. Oktober 2004</i> dafÃ¼r eine taugliche Grundlage bildet. Damals erzielte die BeschwerdefÃ¼hrerin mit 548.95 Punkten das bessere Resultat als die Mitbeteiligten mit 547.59 Punkten. Sollte sich die fragliche Bewertung grundsÃ¤tzlich als rechtmÃ¤ssig erweisen, bleibt zu prÃ¼fen, ob die zu berÃ¼cksichtigende nachtrÃ¤gliche Ãnderung der Beurteilungsgrundlagen im Punkt "SchlÃ¼sselperson â Projektleiter" das Ergebnis im Sinn des angefochtenen Vergabeentscheids zu beeinflussen vermag.</p> <p class="Erwgung1"><b>10. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei der <i>Beurteilung</i> vom <i>18. Oktober 2004</i> fÃ¤llt vorab auf, dass die Bewertung der nicht monetÃ¤ren Zuschlagskriterien "QualitÃ¤t der angebotenen Leistung", "Projektorganisation", und "Qualifikation/Referenzen" sehr zurÃ¼ckhaltend ausfiel, das heisst, von den insgesamt mÃ¶glichen 750 Punkten erzielte die BeschwerdefÃ¼hrerin 434.21 und die Mitbeteiligte 312.55 Punkte. DemgegenÃ¼ber wurde die Bewertungsspanne beim Kriterium "Preis/Wirtschaftlichkeit" â entsprechend den absoluteren Vorgaben â weit gehend ausgeschÃ¶pft; von den diesbezÃ¼glich mÃ¶glichen 250 Punkten erreichte die BeschwerdefÃ¼hrerin 114.74 und die Mitbeteiligte 235.04 (recte 234.84) Punkte. Es fragt sich, ob damit dem Preiskriterium nicht letztlich ein von den Vorgaben abweichendes Gewicht beigemessen wurde. Dies ist zu verneinen, solange sich die einzelnen Differenzen bei der Bewertung der beiden Angebote als vertretbar erweisen. Diesfalls wÃ¼rde sich durch eine gleich bleibende Bewertung "auf hÃ¶herem Punkteniveau" am Ergebnis nichts Ã¤ndern.</p> <p class="Erwgung2"><b>10.1 </b>Nachfolgend ist daher zu prÃ¼fen, ob die unterschiedliche Bewertung der Angebote begrÃ¼ndet erscheint. Der VergabebehÃ¶rde steht beim Urteil darÃ¼ber, welches Angebot anhand der Zuschlagskriterien das wirtschaftlich gÃ¼nstigste sei, ein erheblicher Ermessensspielraum zu (VGr, 7. Juli 1999, ZBl 101/2000, S. 271 = BEZ 1999 Nr. 26 E. 6a, mit Hinweisen). In dieses Ermessen greift das Verwaltungsgericht, dem keine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit des Entscheids zusteht (Art. 16 Abs. 2 IVÃ¶B; vgl. auch § 50 Abs. 3 VRG), nicht ein. Zu prÃ¼fen ist dagegen eine allfÃ¤llige Ãberschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens (Art. 16 Abs. 1 lit. a IVÃ¶B; vgl. § 50 Abs. 2 lit. c VRG).</p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r diese Beurteilung bedarf es vorliegend entgegen dem DafÃ¼rhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin keiner gerichtlichen Expertise. Es handelt sich hier um Ermessensentscheide, welche von einem sachkundigen Gremium, unter Beizug von externen SachverstÃ¤ndigen und anhand detaillierter Bewertungskriterien ergingen. Die Rechtswidrigkeit solcher Entscheide entscheidet sich regelmÃ¤ssig nicht anhand von technischen Detailfragen. Vielmehr ist massgebend, dass die jeweilige Wertung nachvollziehbar und vertretbar erscheint. Ob eine andere Wertung ebenso vertretbar wÃ¤re und von einem unabhÃ¤ngigen Gutachter allenfalls sogar favorisiert wÃ¼rde, ist nicht rechtserheblich. Sodann verbietet sich vorliegend auch die von der BeschwerdefÃ¼hrerin wiederholt beantragte uneingeschrÃ¤nkte Offenlegung der gegnerischen Offerte. Diese enthÃ¤lt jedenfalls im Bereich der technischen LÃ¶sungsvorschlÃ¤ge sensible GeschÃ¤ftsinformationen, die gemÃ¤ss Art. 11 lit. g IVÃ¶B zu schÃ¼tzen sind. </p> <p class="Erwgung2"><b>10.2 </b>Beim Kriterium "Preis/Wirtschaftlichkeit" ist nach dem Gesagten die Bewertung des "Preises gemÃ¤ss Leistungsverzeichnis" der Mitbeteiligten aufgrund ihrer nachtrÃ¤glichen Preisberichtigung anzupassen (E. 5.2.2 und 8.3.1). Anstelle von bisher 186.95 (recte 186.75) Punkten ist dementsprechend noch von 183.8 Punkten auszugehen. BezÃ¼glich der Gesamtpunktzahl verringert sich damit das Ergebnis der Mitbeteiligten auf 544.44 Punkte, dasjenige der BeschwerdefÃ¼hrerin bleibt bei 548.95 Punkten. Die BeschwerdefÃ¼hrerin bemÃ¤ngelt sodann, dass bei diesem Kriterium der Aspekt der "Wirtschaftlichkeit" nachtrÃ¤glich fallen gelassen worden sei. Nachdem das Unterkriterium "Wirtschaftlichkeit" bereits in der Beurteilung vom 18. Oktober nicht bzw. bei beiden Anbietern gleichermassen mit 25 Punkten bewertet wurde, ist die BeschwerdefÃ¼hrerin durch dessen "Wegfall" letztlich gar nicht beschwert.</p> <p class="Erwgung2"><b>10.3 </b>Das Kriterium "QualitÃ¤t der angebotenen Leistung" gliedert sich in die Unterkriterien "VerstÃ¤ndnis der Projektaufgabe", "LÃ¶sung IDE" und "Innovative Ideen zur Planung und Realisierung des Projektes". Beim Unterkriterium "VerstÃ¤ndnis der Projektaufgabe" konnten maximal 100 Punkte vergeben werden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin erzielt mit 59.64 Punkten (es handelt sich dabei jeweils um die durchschnittliche Punktzahl) ein um 28.41 Punkte besseres Resultat als die Mitbeteiligte mit 31.23 Punkten. Als Unter-Unter-Kriterium war in diesem Zusammenhang auch die "Einbindung der WVZ-Abteilungen" aufgefÃ¼hrt. Darauf entfielen 15 der 100 insgesamt mÃ¶glichen Punkte. Wie die Beschwerdegegnerin wiederholt betont und nicht zuletzt im Protokoll zur AnbieterprÃ¤sentation vom 16. September 2004 festgehalten hat, entsprach das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin in dieser Hinsicht nicht den berechtigten Erwartungen. In dieser Hinsicht konnte sie demnach nicht punkten, weshalb sich auch der Abstand zur Mitbeteiligten dementsprechend verringerte. Dennoch entspricht die Bewertungsdifferenz von 28.41 Punkten einer deutlichen Besserbewertung der BeschwerdefÃ¼hrerin, und sie liegt damit jedenfalls im Bereich des Vertretbaren.</p> <p class="Urteilstext">Beim Unterkriterium "LÃ¶sung IDE" waren ebenfalls 100 Punkte zu vergeben, wobei die BeschwerdefÃ¼hrerin 39.32 und die Mitbeteiligte 40.9 Punkte erzielte. Die Angebote wurden folglich in diesem Punkt als nahezu gleichwertig beurteilt. Da die StÃ¤rken der Mitbeteiligten unbestreitbar im Bereich der EDV liegen, Ã¼berrascht es nicht, wenn ihr Angebot in dieser Hinsicht demjenigen der BeschwerdefÃ¼hrerin mindestens ebenbÃ¼rtig ist. Im Ãbrigen deckt sich diese Bewertung weitestgehend mit dem Standpunkt der BeschwerdefÃ¼hrerin, welche in der Replik hierzu ausfÃ¼hrt, ihr Angebot mÃ¼sse in diesem Punkt mindestens gleich gut beurteilt werden wie dasjenige der Mitbeteiligten. Eine Rechtsverletzung ist nicht erkennbar.</p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r die "Innovativen Ideen zur Planung und Realisierung des Projektes" konnten 50 Punkte vergeben werden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin erzielte 19.18 Punkte und die Mitbeteiligte 14.05 Punkte. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat diesen Aspekt nicht aufgegriffen und es ist auch nichts ersichtlich, was diese Bewertung als unangemessen erscheinen liesse.</p> <p class="Urteilstext">Mithin erweist sich die unterschiedliche Bewertung der Kontrahentinnen beim Zuschlagskriterium "QualitÃ¤t der angebotenen Leistung" zumindest als vertretbar.</p> <p class="Erwgung2"><b>10.4 </b>Das Zuschlagskriterium "Qualifikation/Referenzen" wurde in fÃ¼nf Unterkriterien gegliedert. Es sind dies die Unterkriterien "Erfahrung des Planers in der AusfÃ¼hrung gleich gelagerter Aufgabenstellungen", "Erfahrung in der Umsetzung von Automations- und Leittechniksystemen", "Erfahrung in der Ausschreibung von Automations- und Leittechniksystemen", "Erfahrung im Ã¶ffentlichen Beschaffungswesen" und "Erfahrung mit Browser/Webserver-Applikationen im Umfeld Automation und Leittechnik". In allen fÃ¼nf Bereichen hat die BeschwerdefÃ¼hrerin besser abgeschnitten als die Mitbeteiligte. Insgesamt erzielte die BeschwerdefÃ¼hrerin 158.16 Punkte und die Mitbeteiligte 120.61 Punkte, die Differenz betrÃ¤gt mithin 37.55 Punkte.</p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt, dass sie damit nur "leicht" besser bewertet worden sei. Dies sei willkÃ¼rlich. Die Mitbeteiligte sei massiv zu gut qualifiziert worden. Sie wiederholt in diesem Zusammenhang weit gehend die bereits beim entsprechenden Eignungskriterium erhobenen EinwÃ¤nde. Wie bereits bei den Eignungskriterien ausgefÃ¼hrt wurde (vgl. E. 4.3.1 und 4.3.2), ist es indessen nicht rechtsverletzend, wenn die Beschwerdegegnerin ihr Hauptaugenmerk nicht auf die Verfahrenstechnik der Wasserversorgung, sondern auf die Steuerungs- und Leittechnik bzw. auf die Elektroplanung und die Automation richtete. Dementsprechend bezieht sich das "gleich gelagert" beim Unterkriterium "Erfahrung des Planers in der AusfÃ¼hrung gleich gelagerter Aufgabenstellungen" auch nicht ausschliesslich auf grosse Wasserversorgungsprojekte, sondern meint generell komplexere Automations- und Leittechniksysteme. Es ist denn auch nicht willkÃ¼rlich, wenn entsprechende Erfahrungen bei Abwasserreinigungsprojekten oder GebÃ¤udeleitsystemen berÃ¼cksichtigt wurden. Mithin handelt es sich auch bei den von der Mitbeteiligten angefÃ¼hrten Referenzen "ARA N", "ARA O" und "Management GebÃ¤ude P" um vergleichbare Referenzen. Wie die Beschwerdegegnerin ausfÃ¼hrt, hat insbesondere auch beim Besichtigungsobjekt der Mitbeteiligten (ARA O) Ã¼berzeugt, dass die Organisation des Anlagebetreibers jener der WVZ sehr Ã¤hnlich sei und die Zusammenarbeit unter Einbezug der Betreiber sehr erfolgreich und harmonisch verlaufe. Zum andern seien klare Vergleiche und Parallelen zum Projekt TEZ II dargelegt worden. </p> <p class="Urteilstext">Zur Frage der Referenzbewertung ist aber auch auf die Kurzprotokolle der AnbieterprÃ¤sentation vom 16. September 2004 zu verweisen. Dort wurde mit Bezug auf die BeschwerdefÃ¼hrerin angemerkt: "Sehr gute Referenzen." BezÃ¼glich der Mitbeteiligten wurde festgehalten: "Keine Ã¼berzeugenden Referenzen (L veraltet), [der Projektleiter] klÃ¤rt noch ab, ob andere Referenzen fÃ¼r uns interessant wÃ¤ren." Vor diesem Hintergrund erstaunt es tatsÃ¤chlich, wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin mit 92.4 zu 71.5 Punkten nur um 20.9 Punkte besser bewertet wurde als die Mitbeteiligte. Diese Aussage ist indessen zu relativieren. Wie aus der entsprechenden Traktandenliste hervorgeht, standen an der AnbieterprÃ¤sentation nicht sÃ¤mtliche Referenzen zur Diskussion, sondern es ging einzig um die "PrÃ¤sentation der geforderten Referenz im Bereich grÃ¶sserer Wasserversorgungen". Es ist unbestritten, dass die Mitbeteiligte selbst keine entsprechende Referenz vorweisen kann. Wie ebenfalls bereits bei den Eignungskriterien ausgefÃ¼hrt, kann dieses Defizit indessen durch den Beizug von entsprechend qualifizierten Subunternehmern ausgeglichen werden (vgl. E. 4.2). Dementsprechend ist der Mitbeteiligten insbesondere auch die "Wasserversorgung Q" als Referenzobjekt einer grÃ¶sseren Wasserversorgung anzurechnen. Andererseits kann auch die zitierte Bemerkung zu den Referenzen der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht uneingeschrÃ¤nkt stehen bleiben. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend feststellt, ist das Referenzobjekt "Wasserversorgung R" mehr als die zulÃ¤ssigen fÃ¼nf Jahre alt. Zudem habe die Besichtigung gezeigt, dass der technische Stand der Anlage gleich, wenn nicht sogar schlechter sei als der derzeitige Stand der WVZ, wo bereits heute Schwierigkeiten bezÃ¼glich der Lieferung von Ersatzteilen bestehen. Ãberdies waren auch die Referenzen "WVZ", "T", "U", "V" und "W" im Zeitpunkt der Offerte mehr als die zulÃ¤ssigen fÃ¼nf Jahre alt. Und schliesslich bleibt auch beim Referenzobjekt "X" anzumerken, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin dort lediglich das Konzept der Automation erstellt hat. Demnach sind die Referenzangaben der BeschwerdefÃ¼hrerin ebenfalls zu relativieren. Insgesamt erscheint es daher als vertretbar, wenn sie beim Unterkriterium "Erfahrung des Planers in der AusfÃ¼hrung gleich gelagerter Aufgabenstellungen" nur aber immerhin um 20.9 Punkte besser bewertet wurde als die Mitbeteiligte.</p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin wehrt sich dagegen, dass bei den Referenzangaben Orts- und Personenangaben abgedeckt wurden. Dies fÃ¼hre zu mangelnder ÃberprÃ¼fbarkeit und zu einer Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs. Dementsprechend beantragt sie eine weiter gehende Akteneinsicht. Dem Antrag ist nicht stattzugeben. Eine weiter gehende Akteneinsicht erÃ¼brigt sich vorliegend, da bereits die in der Beschwerdeantwort aufgegriffenen und genauer bezeichneten Referenzobjekte der Mitbeteiligten (Wasserversorgung Q, ARA N, ARA O, Management GebÃ¤ude P) die streitige Bewertung zu rechtfertigen vermÃ¶gen.</p> <p class="Urteilstext">Weiter rÃ¼gt die BeschwerdefÃ¼hrerin ihre Bewertung beim Unterkriterium "Erfahrung im Ã¶ffentlichen Beschaffungswesen". Zweifellos verfÃ¼ge sie Ã¼ber grÃ¶ssere, mindestens aber Ã¼ber gleich grosse Erfahrung als die Mitbeteiligte. Nachdem vorliegend auf die Beurteilung vom 18. Oktober abgestellt wird und die BeschwerdefÃ¼hrerin mit 7.8 zu 6.4 Punkten sogar leicht besser bewertet wurde als die Mitbeteiligte, erweist sich dieser Einwand als gegenstandslos. </p> <p class="Urteilstext">Schliesslich wendet die BeschwerdefÃ¼hrerin ein, die Beschwerdegegnerin fÃ¼hre selber aus, dass sie bei der Mitbeteiligten einen gewissen Mehraufwand vor allem im fachlichen Bereich erwarte. Demnach habe die Beschwerdegegnerin erkannt, dass die Mitbeteiligte nicht in der Lage sei, die fachlichen Kriterien zu erfÃ¼llen. Die Beschwerdegegnerin bestreitet nicht, dass ein gewisser Mehraufwand bei der Begleitung und Betreuung der Mitbeteiligten erwartet wird. Dieser besteht indessen ausschliesslich im Vergleich zur BeschwerdefÃ¼hrerin, das heisst wegen deren internen Kenntnissen Ã¼ber die WVZ und nicht etwa, weil die Mitbeteiligte nicht in der Lage wÃ¤re, die fachlichen Kriterien zu erfÃ¼llen.</p> <p class="Erwgung2"><b>10.5 </b>Das Zuschlagskriterium "Projektorganisation" umfasst die Unterkriterien "Sicherstellung eines leistungsfÃ¤higen Projektteams", "SchlÃ¼sselpersonen", "Projekt- und QualitÃ¤tsmanagement" sowie "Termine".</p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, sie sei beim Zuschlagskriterium "Projektorganisation" zu Unrecht nur "leicht" besser bewertet worden als die Mitbeteiligte. Es sei sachlich nicht gerechtfertigt und nicht nachvollziehbar, wenn sie bei den Unterkriterien "SchlÃ¼sselpersonen", "Termine" sowie "Projekt- und QualitÃ¤tsmanagement" schlechter bewertet werde als die Mitbeteiligte. â Diese RÃ¼gen beziehen sich auf die Schlussbeurteilung vom 29. Oktober, bei welcher die BeschwerdefÃ¼hrerin 137.26 Punkte und die Mitbeteiligte 123.20 Punkte erzielte. Bei der hier zur Diskussion stehenden Beurteilung vom 18. Oktober wurde die BeschwerdefÃ¼hrerin indessen mit 157.92 zu 105.69 Punkten erheblich besser bewertet als die Mitbeteiligte. Insbesondere lag sie auch bei den fraglichen Unterkriterien jeweils vor der Mitbeteiligten. Ihre EinwÃ¤nde stossen damit ins Leere.</p> <p class="Urteilstext">Es verbleibt noch das Unterkriterium "SchlÃ¼sselpersonen". BezÃ¼glich der "SchlÃ¼sselperson â Projektleiter" ist bei diesem Unterkriterium aufgrund der Erkenntnisse aus den Schlussbesprechungen eine ErgÃ¤nzung der Beurteilungsgrundlagen zu berÃ¼cksichtigen (E. 8.3.3.5 und E. 9). Das Unterkriterium "SchlÃ¼sselpersonen" gliedert sich in die Bereiche "Projektleiter/Stellvertreter" und "Technik/IDE". Insgesamt konnten hier 80 Punkte vergeben werden, 45 Punkte fÃ¼r den Bereich "Projektleiter/Stellvertreter" bzw. 35 Punkte fÃ¼r den Bereich "Technik/IDE". Bei der Beurteilung vom 18. Oktober erzielte die BeschwerdefÃ¼hrerin noch 51.96 Punkte gegenÃ¼ber der Mitbeteiligten mit 38.05 Punkten. Bei der Beurteilung vom 29. Oktober erhielt die BeschwerdefÃ¼hrerin nunmehr 42.49 Punkte, wogegen die Mitbeteiligte nun 42.69 Punkte erreichte. Mithin hat die BeschwerdefÃ¼hrerin 9.47 Punkte eingebÃ¼sst. Nachdem die Bewertungen der Unter-Unter-Kriterien in den Gesamtbeurteilungen nicht wiedergegeben werden, ist nicht ersichtlich, wie viele Punkte jeweils auf die hier interessierenden Bereiche "Projektleiter" bzw. "Technik" entfielen. Dementsprechend ist nicht ersichtlich, ob die gesamte Einbusse von 9.47 Punkten im Bereich "Projektleiter/Stellvertreter" liegt. Diese Frage kann indessen offen bleiben. Nach dem Gesagten ist von einem vorlÃ¤ufigen Gesamtpunktestand von 548.95 zu 544.44 Punkten bzw. von einer massgeblichen Differenz von lediglich rund 4.5 Punkten auszugehen (vgl. E. 10.2). Bereits eine Verschiebung der Bewertung um 4.5 Punkte zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin im Bereich "Projektleiter/Stellvertreter" wÃ¼rde demnach zur Gleichwertigkeit der Angebote fÃ¼hren. Es bleibt somit zu prÃ¼fen, ob das fragliche Unterkriterium eine hinreichende Grundlage fÃ¼r den entsprechenden Punkteabzug bietet.</p> <p class="Urteilstext">Der Bereich "Projektleiter/Stellvertreter" wurde wiederum in sechs Unterbereiche gegliedert. Vier dieser Unterbereiche interessieren hier nicht weiter, da sie nicht den "menschlichen Faktor" betreffen und die Schlussbesprechung diesbezÃ¼glich keine neuen Beurteilungserkenntnisse gebracht hat. Es sind dies die Bereiche: "Kann die Projektleitung auf Erfahrungen in Ã¤hnlichen Projekten zurÃ¼ckgreifen?", "Hat die Projektleitung die notwendige HÃ¤rte und Ausdauer auch eine kritische Projektsituation zu meistern?", "VerfÃ¼gt die Projektleitung Ã¼ber den notwendigen Handlungsspielraum von der (den) GeschÃ¤ftsleitung(en)?" sowie "Ist die Projektleitung in der Lage in der vorgegebenen Zeit das nÃ¶tige WVZ-spezifische Wissen aufzubauen, um das Projekt erfolgreich zu starten." DemgegenÃ¼ber spielt bei der Beantwortung der Fragen "ErfÃ¼llt die Projektleitung die notwendigen Anforderungen als 'Chef' eines interdisziplinÃ¤ren Projektteams?" und "VerfÃ¼gt die Projektleitung Ã¼ber genÃ¼gende Sozialkompetenz das Projekt erfolgreich abzuschliessen?" die PersÃ¶nlichkeit des Projektleiters eine entscheidende Rolle. Auf die erstgenannte Anforderung entfallen 30 % der 45 mÃ¶glichen Punkte, das heisst 13.5 Punkte, und auf die "Sozialkompetenz" 12 % bzw. 5.4 Punkte. Dieser Bewertungsspielraum besteht sodann in zweifacher Hinsicht, das heisst zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin und umgekehrt auch zugunsten der Mitbeteiligten, deren SchlÃ¼sselpersonen an der Schlussbesprechung ebenfalls "gepunktet" haben. Angesichts dieses (doppelten) Bewertungsspielraums erscheint eine Korrektur um mindestens 4.5 Punkte jedenfalls gerechtfertigt, selbst wenn man berÃ¼cksichtigt, dass diese Problematik zum Teil bereits in die Beurteilung vom 18. Oktober 2004 eingeflossen ist.</p> <p class="Urteilstext">Es ist daher mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass das Angebot der Mitbeteiligten mindestens als gleichwertig einzustufen war.</p> <p class="Erwgung1"><b>11. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts kann die Vergabestelle nach ihrem Ermessen zwischen zwei gleichwertigen Angeboten wÃ¤hlen (RB 2003 Nr. 54). FÃ¼r ihren Entscheid zwischen den gleichwertigen Angeboten stellte die Beschwerdegegnerin auf die eigenen Mehraufwendungen ab, die sie erwartet, weil keine der beiden Anbieterinnen ihre Erwartungen voll erfÃ¼lle. Bei der BeschwerdefÃ¼hrerin werden Mehraufwendungen "Ã¼berwiegend bei der zu erwartenden schwierigen und belastenden Zusammenarbeit lokalisiert und sind somit destruktiver Natur". Bei der Mitbeteiligten werden Mehraufwendungen "vor allem im fachlichen Bereich erwartet. Diese sind aber konstruktiver Art und dienen gleichzeitig der Know-how-Sicherung". Diese Argumentation ist sachgemÃ¤ss und liegt im Rahmen des pflichtgemÃ¤ssen Ermessens der Beschwerdegegnerin.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin hat daher nicht rechtsverletzend entschieden, als sie die ausgeschriebenen Arbeiten der Mitbeteiligten vergab. Die Beschwerde ist mithin abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>12. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss wird die BeschwerdefÃ¼hrerin kostenpflichtig (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG) und steht ihr eine ParteienschÃ¤digung von vornherein nicht zu. Dagegen ist sie zu einer solchen an die Beschwerdegegnerin und an die Mitbeteiligte zu verpflichten (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG), wobei zu berÃ¼cksichtigen ist, dass die Beschwerdegegnerin mit der Beschwerdeantwort weit gehend nur die ihr ohnehin obliegende BegrÃ¼ndung des Vergabeentscheids nachgeholt hat und die Mitbeteiligte sich erst im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels Ã¼berhaupt vernehmen liess. Angemessen sind je Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen; § <a id="juris2">12</a> <a id="juris3">der GebÃ¼hrenverordnung</a> des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997, LS 175.252).</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 9'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 210.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 9'210.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, der Beschwerdegegnerin und der Mitbeteiligten eine ParteientschÃ¤digung von je Fr. 1'000.- (insgesamt Fr. 2'000.-; Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids.</p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>