<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00370</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204105&amp;W10_KEY=13013569&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00370</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 10.03.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Ein Untergeschoss liegt auch dann vor, wenn es nur teilweise in den gewachsenen Boden hineinragt (E. 2.1). Ob ein Geschoss anrechenbar ist i.S.v. § 276 Abs. 1 PBG, bestimmt sich danach, ob es zur Wohn- oder Arbeitsnutzung geeignet ist (E. 2.2). Allein gestützt auf § 238 PBG darf der Verzicht auf ein nach der BZO zulässiges Geschoss nur in Ausnahmefällen verlangt werden (E. 3.1), so wenn der Widerspruch zur baulichen Umgebung klar und krass ist (E. 3.3; Ausnahmefall vorliegend verneint). Der Umgebungsplan muss i.d.R. nicht mit dem Baugesuch eingereicht werden (Ausnahmen: Arealüberbauungen, Schutzobjekte gemäss § 203 PBG; E. 4). Abweisung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANRECHENBARKEIT">ANRECHENBARKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHOSSZAHL">GESCHOSSZAHL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: GESTALTUNG UND EINORDNUNG">GESTALTUNG UND EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMGEBUNGSPLAN">UMGEBUNGSPLAN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERGESCHOSS">UNTERGESCHOSS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 238 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 275 Abs. III PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 276 Abs. I PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Mit Beschluss vom 18. MÃ¤rz 2003 erteilte die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich der D AG die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r zwei MehrfamilienhÃ¤user mit Interniveaugarage auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 01 am K-Weg in ZÃ¼rich.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die hiergegen von verschiedenen Nachbarn erhobenen Rekurse wies die Baurekurs­kom­mis­sion I am 5. September 2003 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen den Rekursentscheid liessen die erfolglos gebliebenen Nachbarn A und B am 13. Oktober 2003 Beschwerde erheben und dem Verwaltungsgericht beantragen, den angefochtenen Entscheid und die Baubewilligung aufzuheben, eventuell die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen, jedenfalls unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der privaten Beschwerdegegnerin. In verfahrens­mÃ¤ssiger Hin­sicht wurde die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins und eines zweiten Schriftenwechsels beantragt; Ã¼berdies sei der Rechtsvertreter vor dem Entscheid zur Bezifferung seines Aufwands aufzufordern.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Vorinstanz am 28. Oktober und die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich am 12. November 2003 beantragten Abweisung der Beschwerde; die private Beschwerdegegnerin schloss am 23. Oktober 2003 auf Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrer.</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der Beschwerde zustÃ¤ndig. Auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen sind erfÃ¼llt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Auf Grund der bei den Akten liegenden BaueingabeplÃ¤ne ist die Erscheinung des geplanten GebÃ¤udes ohne weiteres ersichtlich und die von der Baurekurskommission anlÃ¤sslich ihres Augenscheins am 9. Juli 2003 angefertigten Fotografien geben hinreichenden Aufschluss Ã¼ber die bauliche Umgebung, sodass die Frage, ob die Vorinstanzen § 238 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) in rechtsverletzender Weise angewandt haben, ohne eigenen Augenschein des Verwaltungsgerichts beurteilt werden kann. Die Ã¼brigen der in der Beschwerde erhobenen RÃ¼gen lassen sich von vornherein auf Grund der Akten beurteilen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Die Rechtsschriften der Gegenparteien sind den BeschwerdefÃ¼hrern zugestellt worden, ohne dass diese ihren Antrag auf einen zweiten Schriftenwechsel erneuert haben. Es sind auch keine GrÃ¼nde ersichtlich, welche die Anordnung eines solchen von Amtes wegen gebieten wÃ¼rden (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 58 Rz. 10). </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrer machen wie schon im Rekursverfahren in erster Linie geltend, die geplanten MehrfamilienhÃ¤user verletzten die Vorschriften Ã¼ber die Geschosszahl, indem das erste Untergeschoss, das nur wenige Zentimeter in den gewachsenen Boden hineinreiche, als Vollgeschoss in Erscheinung trete und das zweite Dachgeschoss RÃ¤ume enthalte, die ohne weiteres zu Wohn- oder Arbeitszwecken genutzt werden kÃ¶nnten, was zur Anrechenbarkeit auch dieses Geschosses fÃ¼hre.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Das BaugrundstÃ¼ck liegt in der Wohnzone W3 gemÃ¤ss Bau- und Zonenordnung 1992/99 der Stadt ZÃ¼rich (BZO) und darf deshalb gemÃ¤ss Art. 13 BZO 3 Vollgeschosse sowie ein anrechenbares Unter- und ein anrechenbares Dachgeschoss aufweisen; die maximale GebÃ¤udehÃ¶he betrÃ¤gt 11,5 m. Diese Bestimmungen werden durch das projektierte Bauvorhaben eingehalten. Wie die Baurekurskommission eingehend dargelegt hat, erfÃ¼llt das anrechenbare Untergeschoss damit, dass es, auch wenn nur geringfÃ¼gig, in den gewachsenen Boden hineinragt, die Voraussetzungen gemÃ¤ss § 275 Abs. 3 PBG, um als Untergeschoss qualifiziert zu werden. Mit dieser Bestimmung Ã¶ffnet das Gesetz fÃ¼r die Gestaltung von Untergeschossen zwar einen weiten Spielraum; der Umstand allein, dass nach landlÃ¤ufiger Auffassung ein Untergeschoss zum grÃ¶sseren Teil unter dem gewachsenen Boden liegt, rechtfertigt es jedoch nicht, der klaren Legaldefinition von § 275 Abs. 3 PBG die Anwendung zu versagen. Wie die Baurekurskommission zutreffend dargelegt hat, kann aus § 293 Abs. 1 PBG betreffend nicht anrechenbare Untergeschosse und § 9 der Allgemeinen Bauverordnung vom 22. Juni 1977 (ABauV) kein anderer Schluss gezogen werden. Auf diese ErwÃ¤gungen der Vorinstanz ist in zustimmendem Sinn zu verweisen (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG). Die BeschwerdefÃ¼hrer, die sich im Wesentlichen auf die Wiederholung ihrer Vorbringen im Rekursverfahren beschrÃ¤nken, vermÃ¶gen die Argumentation der Vorinstanzen nicht zu erschÃ¼ttern und legen insbesondere nicht dar, inwiefern die Rechtsauffassung der Vorinstanzen eine Rechtsverletzung darstellt. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Da in der Wohnzone W3 nur ein anrechenbares Dachgeschoss zulÃ¤ssig ist, darf das zweite Dachgeschoss keine gemÃ¤ss § 276 Abs. 1 PBG anrechenbaren RÃ¤ume enthalten. Entsprechend wird in Dispositiv Ziffer I. B.27 festgehalten, dass die als Estrich bezeichneten RÃ¤ume im zweiten Dachgeschoss nur als solche genutzt werden dÃ¼rfen und im Rohbauzustand zu belassen sind; die Installation von HeizkÃ¶rpern (inkl. Bodenheizung), Steckdosen fÃ¼r Telefon, TV usw. werden untersagt, ebenso eine natÃ¼rliche Beleuchtung, soweit die RÃ¤ume wohnungsintern erschlossen sind. DarÃ¼ber hinaus wird eine kurzfristig anberaumte Besichtigung vorbehalten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nach den ErwÃ¤gungen der Baurekurskommission ist mit diesen Massnahmen ausreichend sichergestellt, dass die fraglichen RÃ¤ume nicht zum dauernden Aufenthalt von Menschen genutzt werden. Die zur Erschliessung der EstrichrÃ¤ume dienende Galerie sei zwar Ã¼ber den Luftraum mit den WohnrÃ¤umen im ersten Dachgeschoss verbunden und damit beleuchtet und beheizt. Mit einer Breite von bloss 1,5 m sei diese Galerie aber zu Wohnzwecken ungeeignet, weshalb keine weiteren Vorkehren zur Verhinderung einer unzulÃ¤ssigen Nutzung angeordnet werden mÃ¼ssten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Diese WÃ¼rdigung ist jedenfalls nicht rechtsverletzend. Entscheidend ist, ob die fraglichen RÃ¤ume zu einer Wohn- oder Arbeitsnutzung objektiv geeignet sind oder mit geringem Aufwand entsprechend ausgebaut werden kÃ¶nnen. Diese Frage kann bei den EstrichrÃ¤umen bereits aufgrund der Raum- und BelichtungsverhÃ¤ltnisse verneint werden. Die Galerie dient in erster Linie als ErschliessungsflÃ¤che zu den EstrichrÃ¤umen und weist fÃ¼r eine zusÃ¤tzliche Nutzung ungÃ¼nstige Proportionen auf. Auch dieser FlÃ¤che durfte die objektive Eignung zu Wohn- oder Arbeitszwecken ohne Rechtsverletzung abgesprochen werden. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Ãbrigen lÃ¤sst die private Beschwerdegegnerin zu Recht vorbringen, dass weiter gehende Auflagen, wie beispielsweise eine VerschmÃ¤lerung der Galerie oder die vollstÃ¤ndige Ab­trennung von den WohnrÃ¤umen im ersten Dachgeschoss den anfechtenden Nachbarn keinen Vorteil bringen wÃ¼rden; am Volumen der geplanten Bauten wÃ¼rde dies nichts Ã¤ndern.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Die Baurekurskommission hat die zu § 238 (Abs. 1) PBG entwickelten Grund­sÃ¤tze zutreffend dargelegt. PrÃ¤zisierend ist anzufÃ¼gen, dass zwar allein ge­stÃ¼tzt auf § 238 PBG nicht generell der Verzicht auf ein nach der Bau- und Zonenordnung zulÃ¤ssiges Geschoss oder die zonengemÃ¤sse AusnÃ¼tzung verlangt oder be­stimmte Dach­formen oder eine einheitliche Ausrichtung der Bauten durchgesetzt werden kÃ¶nnen; nur in AusnahmefÃ¤llen, nÃ¤mlich, wenn der Widerspruch zur baulichen Umgebung klar und krass ist, kann ein Verzicht auf die Realisierung des auf dem betreffenden Grund­stÃ¼ck zu­lÃ¤ssigen Volumens verlangt werden (RB 1990 Nr. 78; VGr, 6. Februar 1992, VB 91/0115; vgl. auch BGE 114 Ia 343 E. 4b S. 346). HierfÃ¼r sind besonders triftige GrÃ¼nde er­forder­lich, wie eine besondere QualitÃ¤t der bestehenden Ãberbauung, eine weit herum zu­rÃ¼ckhal­tend ausgeschÃ¶pfte AusnÃ¼tzung oder eine qualifizierte landschaftliche Empfindlich­keit. Auch wenn keine solchen GrÃ¼nde gegeben sind, kann aufgrund von § 238 PBG eine auf die bauliche Umgebung abgestimmte Gliederung des zulÃ¤ssigen Bauvolumens erforderlich sein. Aus der gemÃ¤ss § 238 PBG erforderlichen RÃ¼cksichtnahme kann sich auch ergeben, dass ein GebÃ¤ude, das aufgrund seines Volu­mens sich aus der Umgebung heraushebt, besonders sorgfÃ¤ltig zu gestalten ist.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>In verfahrensmÃ¤ssiger Hinsicht ist der Baurekurskommission beizupflichten, dass ihr zwar die Ermessenskontrolle zusteht, dass sie sich insofern jedoch ZurÃ¼ckhaltung auf­erlegt, wenn die Beurteilung der Einordnung durch die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde auf einer ver­tretbaren WÃ¼rdigung der massgeblichen SachumstÃ¤nde beruht. DemgegenÃ¼ber ist die Kog­nition des Verwaltungsge­richts von Gesetzes wegen eingeschrÃ¤nkt. Das Gericht kann neben der ÃberprÃ¼fung des Sachverhalts und der richtigen Rechtsanwendung nur rechtsverletzende Er­mes­sensfehler korrigieren (§ 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 Abs. 2 lit. c VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Wie die Baurekurskommission bei ihrem Augenschein festgestellt hat, steht nÃ¶rdlich des BaugrundstÃ¼cks das Wohnhaus der BeschwerdefÃ¼hrer, das eine HÃ¶he erreicht, welche diejenige der projektierten MehrfamilienhÃ¤user nahezu erreicht. Auch das sÃ¼dÃ¶stlich angrenzenden GrundstÃ¼ck an der L-Strasse ist mit einem grossvolumigen, dreigeschossigen Mehrfamilienhaus Ã¼berbaut. Die Mehrheit der Ã¼brigen NachbargrundstÃ¼cke sind zwar mit kleineren, zweigeschossigen WohnhÃ¤usern Ã¤lterer Baujahre Ã¼berbaut, doch lÃ¤sst sich nach den Feststellungen der Baurekurskommission im Gebiet zwischen K-Weg und L-Strasse ein Wandel erkennen, der dazu fÃ¼hrt, dass, wie beim BaugrundstÃ¼ck und den nÃ¶rdlich und sÃ¼dÃ¶stlich angrenzenden Liegenschaften, die Ã¤lteren kleinvolumigen GebÃ¤ude durch solche ersetzt werden, die das heute zulÃ¤ssige Bauvolumen ausschÃ¶pfen. Diese tatsÃ¤chlichen Feststellungen werden von den BeschwerdefÃ¼hrern nicht bestritten.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Mit der durch die ErhÃ¶hung der mÃ¶glichen AusnÃ¼tzung herbeigefÃ¼hrten baulichen Verdichtung ergibt sich zwangslÃ¤ufig ein SpannungsverhÃ¤ltnis zwischen den grossvolumigen Neubauten und den nach dem frÃ¼heren Recht erstellten kleineren Altbauten. Nach der dargestellten Praxis stellt ein solches SpannungsverhÃ¤ltnis, wie es hier zwischen den Neubauten nÃ¶rdlich und sÃ¼dÃ¶stlich des BaugrundstÃ¼cks und den sÃ¼dlichen davon anschliessenden Altbauten besteht, nur in besonderen FÃ¤llen einen Einordnungsmangel dar, der eine Bauverweigerung rechtfertigt. Solche besonderen UmstÃ¤nde liegen hier nicht vor. Die Neu­bauten schliessen auf zwei Seiten an GrundstÃ¼cke an, wo die bauliche Erneuerung durch grÃ¶ssere Bauvolumen bereits stattgefunden hat, und die Umgebung zeichnet sich we­der durch besondere bauliche noch landschaftliche QualitÃ¤ten aus. Wenn die Vorinstanzen den Umstand, dass das GebÃ¤ude als viergeschossig erscheint, fÃ¼r sich allein nicht als Einordnungsmangel gewÃ¼rdigt haben, so ist das jedenfalls nicht rechtsverletzend. Auch die Ge­staltung der Neubauten fÃ¼r sich allein durften die Vorinstanzen ohne Rechtsverletzung als befriedigend im Sinn von § 238 Abs. 1 PBG wÃ¼rdigen; die BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gen zwar die Neubauten weiterhin als wuchtig, erheben aber bezÃ¼glich der Gestaltung im Detail keine EinwÃ¤nde mehr. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gen weiter, die Bauherrschaft habe es unterlassen, mit dem Baugesuch einen Umgebungsplan einzureichen. Dieser Einwand ist unbegrÃ¼ndet, da es nach der Praxis zulÃ¤ssig ist, Fragen der Materialwahl und der Detailgestaltung des GebÃ¤udes sowie die detaillierte Umgebungsgestaltung einem spÃ¤teren Verfahrens­abschnitt vorzubehalten (RB 1989 Nr. 83 = BEZ 1989 Nr. 14; Christian MÃ¤der, Das Baubewilligungsverfahren, ZÃ¼rich 1991, Rz. 465). Das gilt nur nicht, wenn der Um­gebungsplan Aufschluss zu geben hat Ã¼ber Fragen, die fÃ¼r die BewilligungsfÃ¤higkeit des Bauvorhabens von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung sind, wie bei ArealÃ¼berbauungen (vgl. RB 1997 Nr. 81 und RB 2000 Nr. 95) oder wenn die Umgebung Teil eines Schutzobjektes im Sinn von § 203 PBG bildet (VGr, 23. Juni 2003, VB.2002.00157, E. 1c, www.vgrzh.ch). Solche UmstÃ¤nde liegen hier nicht vor, weshalb die Bauherrschaft in Dispositiv Ziffer I.B.5 der angefochtenen Baubewilligung zulÃ¤ssigerweise zur Nachreichung eines Umgebungsplans verpflichtet worden ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Damit erweist sich die Beschwerde als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen. AusgangsgemÃ¤ss sind den BeschwerdefÃ¼hrern die Gerichtskosten zu auferlegen (§ 13 Abs. 2 VRG) und sind sie Ã¼berdies zu einer ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- (MWSt. inbegriffen) an die private Beschwerdegegnerin zu verpflichten (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). Da den erfolglosen Beschwer­defÃ¼hrern ohnehin keine ParteientschÃ¤digung zusteht, erÃ¼brigt es sich, ihren Rechts­vertreter seinem Antrag entsprechend zur Bezifferung seines Aufwandes aufzufordern.</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 5'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 5'090.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrern je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼r den Gesamtbetrag.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrer werden unter solidarischer Haftung zu einer ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 1'500.- (einschliesslich MwSt.) an die private Beschwerdegegnerin verpflichtet, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft des Entscheids. </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Urteilstext"><span>5. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>