<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2014.00731</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=215056&amp;W10_KEY=13013519&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2014.00731</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.03.2015</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 01.12.2015 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Voraussetzungen für die Neuerteilung einer Aufenthaltsbewilligung nach rechtskräftigem Bewilligungswiderruf wegen Straffälligkeit. [Der kubanische Beschwerdeführer ist mit einer inzwischen eingebürgerten Chilenin verheiratet, mit welcher er zwei inzwischen ebenfalls eingebürgerte Kinder hat. Im Jahr 2008 wurde ihm die Niederlassungsbewilligung entzogen und die Wegweisung verfügt, nachdem er unter anderem wegen Drogendelikten zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt wurde. Eine vorläufige Aufnahme aufgrund geltend gemachter Vollzugshindernisse wurde abgewiesen. Sowohl der Entzug der Niederlassungsbewilligung als auch die verweigerte vorläufige Aufnahme erwuchsen in Rechtskraft. In der Folge ersuchte der Beschwerdeführer um wiedererwägungsweise Erteilung der Aufenthaltsbewilligung, wobei er sich auf sein Recht auf Familienleben berief und erneut Vollzugshindernisse geltend machte.] Abgrenzung zu einem Wiedererwägungsgesuch und Voraussetzungen für ein neues Bewilligungsgesuch: Das vorliegende Gesuch ist nicht als Wiedererwägungsgesuch, sondern als Gesuch um eine neue Bewilligung zu behandeln. Auf dieses ist einzutreten, wenn sich die Rechtslage oder die tatsächlichen Umstände sich seit dem ersten Entscheid wesentlich geändert haben oder wenn der Gesuchsteller erhebliche Tatsachen und Beweismittel namhaft macht, die ihm im früheren Verfahren nicht bekannt waren oder die schon damals geltend zu machen für ihn rechtlich oder tatsächlich unmöglich war oder keine Veranlassung bestand (E. 1). Wiedererteilung eines wegen Straffälligkeit rechtskräftig entzogenen Aufenthaltsrechts: Die Erteilung einer (neuen) Aufenthaltsbewilligung setzt in der Regel eine mindestens fünfjährige Bewährung im Ausland nach der Ergreifung und Durchsetzung von Entfernungsmassnahmen oder eine wesentliche Änderung der Rechts- oder Sachlage voraus. Einem klaglosen Verhalten während einem illegalen oder prekären Aufenthalt in der Schweiz trotz rechtskräftigem Wegweisungsentscheid kommt grundsätzlich nicht die selbe Bedeutung zu (E. 2). Da der Wegweisungsvollzug aufgrund mangelnder Mitwirkung des Beschwerdeführers nach wie vor aussteht, hat sich der Beschwerdeführer bislang noch nicht fünf Jahre im Ausland bewährt. Auch eine anspruchsbegründende Änderung der Rechts- oder Sachlage oder dauerhafte Vollzugshindernisse liegen nicht vor. Vielmehr verdient das vollzugsverzögernde Verhalten des Beschwerdeführers gerade keinen Schutz. Damit ist die Beschwerde abzuweisen. Es kann offen bleiben, ob das Migrationsamt unter den gegebenen Umständen überhaupt auf das Gesuch hätte materiell eintreten müssen (E. 3). Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen (E. 4). Rechtsmittelbelehrung (E. 5). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANPASSUNG">ANPASSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANSPRUCH AUF NEUBEURTEILUNG">ANSPRUCH AUF NEUBEURTEILUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWÃHRUNG">BEWÃHRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FALL-ZU-FALL-PRAXIS (KUBA)">FALL-ZU-FALL-PRAXIS (KUBA)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KUBA">KUBA</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITWIRKUNGSPFLICHT">MITWIRKUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEUE TATSACHE">NEUE TATSACHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREKÃRER AUFENTHALT">PREKÃRER AUFENTHALT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSKRAFT">RECHTSKRAFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REVISION (BGER)">REVISION (BGER)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFFÃLLIGKEIT">STRAFFÃLLIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOLLZUGSHINDERNISSE">VOLLZUGSHINDERNISSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORLÃUFIGE AUFNAHME">VORLÃUFIGE AUFNAHME</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WESENTLICHE ÃNDERUNG DER SACHLAGE">WESENTLICHE ÃNDERUNG DER SACHLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERRUF DER NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG">WIDERRUF DER NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERTEILUNG">WIEDERERTEILUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERTEILUNG DER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">WIEDERERTEILUNG DER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERWÃGUNG">WIEDERERWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERWÃGUNGSGESUCH">WIEDERERWÃGUNGSGESUCH</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 67 Abs. III AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 83 Abs. I AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 83 Abs. VII AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 90 AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 61 BGG</span><br/><span class="gerade">Art. 107 BGG</span><br/><span class="ungerade">Art. 121 BGG</span><br/><span class="gerade">Art. 29 Abs. I BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/><span class="gerade">Art. 121 Abs. III BV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=26195" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2014.00731</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">11. MÃ¤rz 2015</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Leana Isler, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Felix Blocher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA Z, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Aufenthaltsbewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Der 1968 geborene kubanische StaatsangehÃ¶rige A reiste am 27. Dezember 1998 in die Schweiz ein und heiratete am 23. MÃ¤rz 1999 die in der Schweiz niedergelassene Chilenin B, die er im Februar 1998 in Kuba kennen gelernt hatte. Daraufhin erhielt er eine Aufenthalts- und am 18. MÃ¤rz 2004 die Niederlassungsbewilligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich. Im November 2000 ging aus dieser Ehe der Sohn C hervor. Am 29. November 2004 erhielten B und C das Schweizer BÃ¼rgerrecht. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>A wurde wiederholt straffÃ¤llig: Mit Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft E vom 20. Oktober 2004 wurde er wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand sowie der Verletzung von Verkehrsregeln zu einer bedingten GefÃ¤ngnisstrafe von zwei Monaten und einer Busse von Fr. 300.- verurteilt, unter Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren. Aufgrund dieser Verurteilung wurde A mit rechtskrÃ¤ftiger VerfÃ¼gung des Migrationsamts des Kantons ZÃ¼rich vom 17. November 2004 fremdenpolizeilich verwarnt. </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Urteil des Bezirksgerichts E vom 5. MÃ¤rz 2008 wurde er der Widerhandlung gegen das BetÃ¤ubungsmittelgesetz schuldig gesprochen und unter Einbezug des widerrufenen bedingten Vollzugs der am 20. Oktober 2004 ausgesprochenen Strafe zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Im Umfang von 18 Monaten wurde der Vollzug bei einer Probezeit von drei Jahren zur BewÃ¤hrung ausgesetzt, der Rest wurde vollzogen. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 21. Juli 2008 widerrief das Migrationsamt die Niederlassungsbewilligung von A und ordnete an, er habe das schweizerische Staatsgebiet unverzÃ¼glich nach der Entlassung aus dem Strafvollzug zu verlassen. Der Widerruf wurde mit letztinstanzlichem Entscheid 2C_515/2009 des Bundesgerichts vom 27. Januar 2010 rechtskrÃ¤ftig. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>A machte in der Folge Vollzugshindernisse gegen seine Wegweisung geltend, da er als Auswanderer nach kubanischem Recht nicht mehr zur stÃ¤ndigen Wohnsitznahme in seiner kubanischen Heimat berechtigt sei. Seine vorlÃ¤ufige Aufnahme wurde jedoch am 23. Dezember 2013 letztinstanzlich durch Urteil C-6436/2010 des Bundesverwaltungsgerichts abgelehnt. DemgemÃ¤ss kÃ¶nne die UnmÃ¶glichkeit einer freiwilligen RÃ¼ckkehr nicht als erstellt erachtet werden, solange bei der heimatlichen Auslandvertretung kein Antrag auf Genehmigung der definitiven RÃ¼ckkehr nach Kuba gestellt worden sei. A werde sich im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht um einen positiven Ausgang dieses Verfahrens zu bemÃ¼hen haben, ansonsten auch zukÃ¼nftig nicht von der UnmÃ¶glichkeit des Wegweisungsvollzugs ausgegangen werden kÃ¶nne. Soweit A geltend mache, dass der Wegweisungsvollzug sein Recht auf Familienleben und das Recht seines Sohnes auf beide Elternteile verletze und infolge Zeitablaufs eine neue AbwÃ¤gung der Ã¶ffentlichen und privaten Interessen fordere, stehe ihm die Stellung eines neuen Gesuchs um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung bei den kantonalen BehÃ¶rden frei.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>E. </b>In der Folge stellte der BeschwerdefÃ¼hrer am 27. Januar 2014 ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung und machte geltend, sich bei der kubanischen Botschaft in Bern erfolglos um ein Gesuchsformular fÃ¼r die definitive Wiedereinreise nach Kuba bemÃ¼ht zu haben, weshalb ein solches durch das Migrationsamt auf dem Amtsweg zu besorgen sei. </p> <p class="Sachverhalt2">Mit VerfÃ¼gung vom 17. Juni 2014 wies das Migrationsamt das Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ab und trat auf das Gesuch, ein Gesuchsformular fÃ¼r die definitive Wiedereinreise von A auf dem Amtsweg einzuholen, nicht ein.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>Den hiergegen gerichteten Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich mit Entscheid vom 21. November 2014 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>Mit Beschwerde vom 23. Dezember 2014 liess A dem Verwal</span>­<span>tungsgericht beantragen, es sei der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben und ihm eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, eventualiter sei das Gesuchsformular zur Wieder</span>­<span>einreise zwecks erneuter Wohnsitznahme in Kuba bei der kubanischen Botschaft auf dem Amtsweg einzuholen. Im Weiteren verlangte er die Zusprechung einer ParteientschÃ¤</span>­<span>digung. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>WÃ¤hrend sich das Migrationsamt nicht vernehmen liess, verzichtete die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich auf eine Vernehmlassung.</span></p> <p class="Erwgung2">Da sich aus den Akten Hinweise auf ein laufendes auslÃ¤nderrechtliches Strafverfahren<span>, insbesondere einem Stellenantritt ohne Bewilligung im Kanton D,</span> ergaben, wurde <span>A</span> mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 26. Januar 2015 und unter Verweis auf seine diesbezÃ¼gliche Mitwirkungspflicht dazu aufgefordert, innert Frist zum aktuellen Stand des genannten Strafverfahrens Stellung zu nehmen und <span>dem Verwaltungs</span>­<span>gericht hierzu einen aktuellen Auszug aus dem Strafregister einzureichen</span>. <span>A</span> reichte sodann innert Frist am 26. Februar 2015 (Datum Poststempel) eine Stellungnahme und einen aktuellen Privatauszug aus dem schweizerischen Strafregister vom 13. Februar 2015 ein. Demnach wurde der BeschwerdefÃ¼hrer mit Strafbefehl vom 23. Januar 2015 der AusÃ¼bung einer ErwerbstÃ¤tigkeit ohne Bewilligung im Sinn von Art. 115 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder vom 16. Dezember 2005 (AuG) fÃ¼r schuldig befunden, hat hiergegen jedoch mit Eingabe vom 3. Februar 2015 Einsprache erhoben, womit der Entscheid bislang noch nicht in Rechtskraft erwachsen ist.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Das in der Sache de</span>s<span> BeschwerdefÃ¼hrenden ergangene Urteil des Bundesgerichts </span>(2C_515/2009) <span>vom </span>27. Januar 2010<span> ist aufgrund der reformatorischen Natur der Beschwerde an das Bundesgericht (Art. 107 des Bundesgesetzes Ã¼ber das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 [BGG]) und der damit verbundenen Devolutivwirkung (BGE 138 II 169 E. 3.3) an die Stelle der VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners</span> vom 21. Juli 2008 getreten und wurde am Tag seiner AusfÃ¤llung rechtskrÃ¤ftig (Art. 61 BGG). Damit steht rechtskrÃ¤ftig fest, dass die Niederlassungsbewilligung, welche der BeschwerdefÃ¼hrer gehabt hatte, zu Recht widerrufen worden ist. Dieser Entscheid kÃ¶nnte einzig durch Revision des bundesgerichtlichen Urteils aufgehoben werden (Art. 121 ff. BGG).</p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b>Auch wenn damit Ã¼ber das Aufenthaltsrecht des BeschwerdefÃ¼hrers bereits rechtskrÃ¤ftig entschieden worden ist, kann dieser <span>grundsÃ¤tzlich jederzeit ein neues Bewilli</span>­<span>gungsgesuch </span>einreichen<span>. Wird dieses bewilligt, so lebt damit indessen nicht die frÃ¼here, rechtskrÃ¤ftig aufgehobene Bewilligung wieder auf, sondern es handelt sich um eine neue Bewilligung, die voraussetzt, dass im Zeitpunkt ihrer Erteilung die dannzumal geltenden Bewilligungsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind. </span>Entgegen der vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen handelt es sich dabei nicht um ein WiedererwÃ¤gungsgesuch, sondern um ein Gesuch um Erteilung einer neuen Bewilligung (vgl. BGr, 9. Februar 2015, 2C_644/2014, E. 1.3). Das<span> Stellen eines neuen Gesuchs </span>darf jedoch <span>nicht dazu dienen, rechtskrÃ¤ftige Entscheide immer wieder infrage zu stellen; die VerwaltungsbehÃ¶rde ist von Verfassungs wegen nur verpflichtet, auf ein neues Gesuch einzutreten, wenn </span>sich <span>die </span>Rechtslage oder die tatsÃ¤chlichen <span>UmstÃ¤nde seit dem ersten Entscheid wesentlich geÃ¤ndert haben oder wenn der </span>Gesuchsteller<span> erhebliche Tatsachen und Beweismittel namhaft macht, die ihm im frÃ¼heren Verfahren nicht bekannt waren oder die schon damals geltend zu machen fÃ¼r ihn rechtlich oder tatsÃ¤chlich unmÃ¶glich war oder keine Veranlassung bestand (</span>BGr, 9. Februar 2015, 2C_644/2014, E. 1.3; <span>BGE 136 II 177 E. 2.1</span>; VGr, 4. Juni 2014, VB.2014.00230, E. 4.1<span>).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b><span>Die bundesgerichtliche Rechtsprechung verlangt </span>fÃ¼r die Wiedererteilung eines wegen StraffÃ¤lligkeit entzogenen Aufenthaltsrechts <span>ausdrÃ¼cklich die BewÃ¤hrung im Ausland nach der Ergreifung und Durchsetzung von Entfernungsmassnahmen</span> (<span>BGr, 5. Dezember 2011, 2C_964/2010, E. 3.3; </span>BGr, <span>20. Oktober 2009, 2C_36/2009, E. 3.2</span>)<span>. Einem klaglosen Verhalten wÃ¤hrend einem illegalen oder prekÃ¤ren Aufenthalt in der Schweiz trotz rechts</span>­<span>krÃ¤ftigem Wegweisungsentscheid kommt grundsÃ¤tzlich nicht dieselbe Bedeutung zu</span>. <span>Ansonsten kÃ¶nnte der betroffene AuslÃ¤nder allein dadurch neue Fakten schaffen, dass er den Vollzug seiner Wegweisung verzÃ¶gert.</span><span> Auch aus verfahrensÃ¶konomischer Sicht erscheint es nicht sinnvoll, wenn der Vollzug von rechtskrÃ¤ftigen Wegweisungen mit der Stellung von </span>neuen Gesuchen<span> zufolge Zeitablaufs immer wieder in</span>f<span>rage gestellt und </span>hinausge<span>zÃ¶gert werden kÃ¶nnte. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung (BGE</span> <span>137 II 1 E. 4.3) spricht zudem bereits dem prekÃ¤ren Aufenthalt wÃ¤hrend der HÃ¤ngigkeit von Rechtsmittel</span>­<span>verfahren die integrationsfÃ¶rdernde Wirkung ab. Dies muss umso mehr gelten, wenn die Rechtslage hÃ¶chstrichterlich bereits geklÃ¤rt und die Wegweisung lediglich noch nicht vollzogen </span>werden konnte<span> (vgl. VGr, 4. Juni 2014, VB.2014.00230, E. 4.3). </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Selbst eine vorlÃ¤ufige Aufnahme im Sinn von Art. 83 Abs. 1 AuG wegen </span>(dauerhaften) <span>Vollzugshindernissen </span>ist <span>in der Regel ausgeschlossen, wenn AusschlussgrÃ¼nde im Sinn von Art. 83 Abs. 7 AuG vorliegen</span>. Solche liegen insbesondere vor, wenn die weg- oder ausgewiesene Person zu einer lÃ¤ngerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde (lit. a), erheblich oder wiederholt gegen die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen (lit. b) oder die UnmÃ¶glichkeit des Wegweisungsvollzugs durch ihr eigenes Verhalten verursacht hat (lit. c). Wenn aber das Verhalten des betroffenen AuslÃ¤nders bereits einer vorlÃ¤ufigen Aufnahme entgegensteht, muss ihm vor Wegweisungsvollzug erst Recht die (Neu-)Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung versagt bleiben. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b>FÃ¼r die demnach grundsÃ¤tzlich nach dem Wegweisungsvollzug im Ausland zu leistende BewÃ¤hrungszeit<span> ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung an die Regel</span>­<span>hÃ¶chstdauer des Einreiseverbots von fÃ¼nf Jahren gemÃ¤ss Art. 67 Abs. 3 AuG anzuknÃ¼pfen: Hat sich der Betroffene wÃ¤hrend dieser Zeit im Ausland bewÃ¤hrt, ist es regelmÃ¤ssig angezeigt, den Anspruch auf Familiennachzug aufgrund der neuen Sach- (und gegebenenfalls Rechts</span>-)L<span>age umfassend zu prÃ¼fen (</span>vgl. auch <span>BGr, 24. Mai 2013, 2C_1170/2012, E. 3.4.1 und 3.5.2 sowie 2. April 2013, 2C_487/2012, E. 5.1)</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Eine frÃ¼here ÃberprÃ¼fung kommt in Betracht, wenn die Fernhaltemassnahme von Beginn an unter fÃ¼nf Jahren angesetzt ist oder sich die Rechts- oder Sachlage derart Ã¤ndert, dass ein anderes Ergebnis ernstlich in Betracht fÃ¤llt (BGr, 24. Mai 2013, 2C_1170/2012, E. 3.4.2, auch zum Folgenden). Letzteres ist etwa dann der Fall, wenn ein potenziell anspruchsbegrÃ¼ndender Tatbestand eintritt. Die MigrationsbehÃ¶rde ist diesfalls gehalten, ungeachtet des bestehenden Einreiseverbots auf ein Gesuch um Neuregelung des Aufenthalts einzutreten und dieses materiell zu prÃ¼fen (vgl. BGr, 2. April 2013, 2C_487/2012, E. 4.6 mit Hinweis auf BGE 136 II 177 E. 2.2.1). Dadurch wird auch dem verfassungsrechtlich garantierten</span> Anspruch auf Neubeurteilung <span>Rechnung getragen, wie er sich nach Lehre und Rechtsprechung (unter anderem) bei wesentlicher Ãnderung der VerhÃ¤ltnisse aus Art. 29 Abs. 1 und 2 BV ergibt (vgl. in Bezug auf den Anspruch auf WiedererwÃ¤gung einer VerfÃ¼gung BGr, 2. Februar 2010, 2C_490/2009, E. 2.1; BGE 124 II 1 E. 3a; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6.</span> A.<span>, ZÃ¼rich/St. Gallen 2010, Rz.</span> <span>1833; vgl. zum Ganzen auch VGr, 10. Juli 2014, VB.2014.00060, E. 3.4).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Wie bereits die Vorinstanz zu Recht feststellte, hat sich der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund des nach wie vor ausstehenden Wegweisungsvollzugs noch nicht fÃ¼nf Jahre im Ausland bzw. seiner Heimat bewÃ¤hrt. Ein Anspruch auf </span>Neubeurteilung<span> wÃ¤re demnach nur zu bejahen, wenn sich die Rechts- oder Sachlage wesentlich geÃ¤ndert hÃ¤tte, insbesondere ein neuer, potenziell anspruch</span>s<span>begrÃ¼ndender Tatbestand eingetreten wÃ¤re. </span>Nur falls er den ausstehenden Vollzug seiner Wegweisung nicht zu vertreten hÃ¤tte, kÃ¶nnte ausnahmsweise auch eine NeuÃ¼berprÃ¼fung infolge blossen Zeitablaufs angezeigt sein.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b><span>In tatsÃ¤chlicher Hinsicht bringt der BeschwerdefÃ¼hrer nichts vor, was nicht bereits anlÃ¤sslich seines Bewilligungswiderrufs geprÃ¼ft werden konnte. Dass er in der Zwischenzeit nach eigenem Bekunden nicht erneut zu Klagen Anlass gegeben hat und seine Beziehung zu seinem Sohn und seiner Ehefrau weiterpflegt, stellt keine relevante neue Tatsache dar. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Ein klagloses Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers ist zudem insofern in</span>f<span>rage zu stellen, als dass dieser </span>offenbar <span>trotz Entzugs seiner Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung weiter einer ErwerbstÃ¤tigkeit nachging</span> und sich demnach der AusÃ¼bung einer ErwerbstÃ¤tigkeit ohne Bewilligung im Sinn von Art. 115 Abs. 1 lit. c AuG schuldig gemacht haben kÃ¶nnte. Da ein diesbezÃ¼glicher Strafbefehl vom 23. Januar 2015 noch nicht in Rechtskraft erwachsen ist und der BeschwerdefÃ¼hrer anlÃ¤sslich seiner Einvernahme vom 10. September 2014 lediglich den objektiven Tatbestand eingestanden hat, kann hierauf aber nicht abgestÃ¼tzt werden.</p> <p class="Erwgung2">Im Gegensatz zum vorliegenden Verfahren<span> basierte der </span>in der Beschwerdeschrift aufgefÃ¼hrte <span>Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 7. Oktober 2013 (C-2493/2012) auf einer vÃ¶llig neuen Ausgangslage</span>: So war <span>der </span>dort betroffene und <span>trotz </span>eines frÃ¼heren <span>Entzugs seiner Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz </span>verbliebene AuslÃ¤nder<span> inzwischen mit einer eingebÃ¼rgerten Schweizerin verheiratet, mit welcher er ein gemeinsames (Schweizer) Kind hatte. Bei </span>solch <span>wesentlichen VerhÃ¤ltnisÃ¤nderungen ist aber auf Ersuchen in jedem Fall eine (</span>neue<span>) PrÃ¼fung des Aufenthalts vorzunehmen. </span>Eine vergleichbare VerhÃ¤ltnisÃ¤nderung ist vom BeschwerdefÃ¼hrer nicht substanziiert geltend gemacht worden.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Dass die Gerichtspraxis in einzelnen FÃ¤llen trotz schwerer Delinquenz eines straffÃ¤llig gewordenen AuslÃ¤nders von einer Bewilligungsverweigerung oder einem Bewilligungswiderruf absah, begrÃ¼ndet keine neue Rechtslage, welche eine neue PrÃ¼fung im vorliegenden Verfahren rechtfertigen wÃ¼rde. Ohnehin sind die hierfÃ¼r vom BeschwerdefÃ¼hrer aufgefÃ¼hrten VergleichsfÃ¤lle (BVGr, 28. Mai 2013, C-2854/2011; BGE 136 I 285; BVGr, 7. Oktober 2013, C-2493/2012; EGMR, 8. Juli 2014, M.P.E.V. and Others, 3910/13) nur bedingt mit der vorliegenden Konstellation vergleichbar und weichen Ã¼berwiegend bereits hinsichtlich der Schwere und Art der zum Widerruf oder zur Bewilligungsverweigerung fÃ¼hrenden Delikte erheblich von der Delinquenz des BeschwerdefÃ¼hrers ab. </p> <p class="Erwgung2">Auch wenn das Bundesgericht angekÃ¼ndigt hat, bei der Wegweisung straffÃ¤lliger AuslÃ¤nder verstÃ¤rkt dem Kindswohl Rechnung tragen zu wollen (BGE 136 I 285 E. 5.2), ist hierin keine grundsÃ¤tzliche RechtsprechungsÃ¤nderung auszumachen, welche eine Neubeurteilung der vorliegenden Sachlage rechtfertigen wÃ¼rde. Ebenso ist in der Rechtsprechung des EuropÃ¤ischen Gerichtshofs fÃ¼r Menschenrechte in Strassburg (EGMR) kein fundamentaler Richtungswechsel festzustellen, welcher eine rechtliche Neubeurteilung des hier zu beurteilenden Falles aufdrÃ¤ngen wÃ¼rde. Insbesondere stellt auch der in der Beschwerdeschrift zitierten Fall Udeh (EGMR, 16. April 2013, 12020/09) kein neuer Grundsatzentscheid, sondern lediglich ein spezifischer Anwendungsfall der bisherigen EGMR-Praxis dar (BGr, 21. Oktober 2013, 2C_360/2013. E. 2.5).</p> <p class="Erwgung2">Zudem handelt es sich beim schweren BetÃ¤ubungsmitteldelikt des BeschwerdefÃ¼hrers, welches zum Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung gefÃ¼hrt hat, um eine der in Art. 121 Abs. 3 BV genannten Anlasstaten, die nach dem Verfassungsgeber dazu fÃ¼hren sollen, dass der entsprechende TÃ¤ter aus der Schweiz ausgewiesen und mit einem Einreiseverbot belegt wird. Die entsprechende InteressensabwÃ¤gung mit dem Recht auf Privat- und Familienleben hÃ¤tte deshalb im Lichte der neuen Verfassungsbestimmung aus heutiger Sicht eher noch restriktiver zu erfolgen (BGE 139 I 31 2.3.2). </p> <p class="Urteilstext">Weiter ist zu beachten, dass das Bundesgericht noch mit Urteil vom 27. Januar 2010 (5C_515/2009) den Widerruf der Niederlassungsbewilligung angesichts der schweren StraffÃ¤lligkeit des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼r berechtigt hielt. Wenn die StraffÃ¤lligkeit des BeschwerdefÃ¼hrers damals sogar den Widerruf einer Niederlassungsbewilligung zu rechtfertigen vermochte, mÃ¼sste die InteressenabwÃ¤gung heute erst recht zuungunsten des BeschwerdefÃ¼hrers ausfallen, wo sich lediglich die Frage stellt, ob ihm trotz seiner Delinquenz eine Aufenthaltsbewilligung neu zu erteilen ist.</p> <p class="Urteilstext">Damit liegt auch in rechtlicher Hinsicht keine wesentlich verÃ¤nderte Ausgangslage vor, welche eine Neubeurteilung des Aufenthaltsrechts erheischen wÃ¼rde.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.4 </span></b>Mangels wesentlich verÃ¤nderter Rechts- oder Sachlage ist der Aufenthaltsstatus des BeschwerdefÃ¼hrers damit grundsÃ¤tzlich nicht neu zu Ã¼berprÃ¼fen. Auch die vom BeschwerdefÃ¼hrer geltend gemachten Vollzugshindernisse vermÃ¶gen an dieser EinschÃ¤tzung nichts zu Ã¤ndern:</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.1 </b>Kubanische Emigranten verlieren nach kubanischem Recht bei lÃ¤ngerer Heimatabwesenheit grundsÃ¤tzlich das Recht auf eine definitive RÃ¼ckkehr und Wohnsitznahme in Kuba. Die kubanischen BehÃ¶rden kÃ¶nnen jedoch aufgrund einer Fall-zu-Fall-Praxis die RÃ¼ckkehr auf formelles Gesuch hin erlauben. Diese Fall-zu-Fall-Praxis existiert bereits seit geraumer Zeit (vgl. die Hinweise in BGr, 8. Januar 2013, 2C_13/2012, E. 4.4.1 mit Verweis auf eine entsprechende Stellungnahme des BFM vom 13. Juli 2011 sowie in BGr, 4. Dezember 2014, 2C_248/2014, E. 3.4.1; LÃ¤nderanalysen der Schweizerischen FlÃ¼chtlingshilfe [SFH] vom 16. Februar 2009 und 15. Dezember 2011, www.osar.ch), wurde aber mit einer Gesetzesreform per 14. Januar 2013 weiter gelockert.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.2 </b>Die Betroffenen trifft dabei nach bundesgerichtlicher Praxis eine weitreichende Mitwirkungspflicht (vgl. auch Art. 90 AuG). Insbesondere mÃ¼ssen diese ein entsprechendes formelles Gesuch bei der kubanischen Botschaft einreichen, sich aktiv um einen positiven Ausgang des heimatlichen RÃ¼ckkehrverfahrens bemÃ¼hen und die kantonalen BehÃ¶rden hierÃ¼ber mittels entsprechender Belege umfassend informieren. Wird dieser Mitwirkungspflicht nicht bzw. ungenÃ¼gend nachgekommen, hat die RÃ¼ckkehrunmÃ¶glichkeit als nicht erwiesen zu gelten und ein Bewilligungsanspruch entfÃ¤llt (vgl. BGr, 8. Januar 2013, 2C_13/2012, E. 4.4.2; VGr, 14. Mai 2014, VB.2014.00109, E. 4.3.1). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, sich um seine RÃ¼ckkehr nach Kuba bemÃ¼ht zu haben. Ihm sei jedoch von der kubanischen Botschaft in Bern die AushÃ¤ndigung des Gesuchsformulars fÃ¼r die Wiedereinreise nach Kuba verweigert worden, da praxisgemÃ¤ss nur alte und kranke Menschen von der Fall-zu-Fall-Praxis profitieren kÃ¶nnten.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.4 </b>Das Bundesverwaltungsgericht hat mit Urteil vom 23. Dezember 2013 (C-6436/2010) bereits verbindlich festgestellt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer sich nicht zureichend um eine definitive RÃ¼ckkehr nach Kuba bemÃ¼ht und damit seine Mitwirkungspflicht verletzt hat. Auch danach hat der BeschwerdefÃ¼hrer keinen formellen Antrag auf RÃ¼ckkehr gestellt. In dieser Zeitspanne sollte es ihm entgegen seinen AusfÃ¼hrungen mÃ¶glich gewesen sein, ein formelles Gesuch bei der kubanischen Botschaft einzureichen. Da es sich um eine Fall-zu-Fall-Praxis der kubanischen BehÃ¶rden handelt, reicht der Hinweis auf generelle RÃ¼ckkehrhindernisse nicht aus. Die vom BeschwerdefÃ¼hrer eingereichte BestÃ¤tigung der kubanischen Botschaft vom 21. Januar 2014 bezieht sich nicht auf den konkreten Fall des BeschwerdefÃ¼hrers, sondern enthÃ¤lt nur allgemeine ErwÃ¤gungen zu den Voraussetzungen einer RÃ¼ckkehrbewilligung (vgl. BVGr, 23. Dezember 2013, C-6436/2010, E. 5.3.3; vgl. auch die analoge Konstellation in BGr, 8. Januar 2013, 2C_13/2012, E. 4.4.2; vgl. ferner auch VGr, 9. Juli 2014, VB.2014.00201, E. 3.3). Die Behauptung des BeschwerdefÃ¼hrers, wonach ihm bereits die AushÃ¤ndigung des Gesuchsformulars fÃ¼r die Wiedereinreise nach Kuba verweigert worden wÃ¤re und praxisgemÃ¤ss nur alte und kranke Menschen von der Fall-zu-Fall-Praxis profitieren kÃ¶nnten, ist hingegen unbelegt geblieben und ergibt sich auch nicht aus dem kubanischen Gesetzeswortlaut. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.5 </b>Zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers hat damit eine RÃ¼ckkehrunmÃ¶glichkeit nach Kuba weiterhin als nicht erwiesen zu gelten. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat die VerzÃ¶gerung seiner Wegweisung vielmehr weiterhin seiner mangelnden Mitwirkung zuzuschreiben, weshalb das Gesuchsformular zur Wiedereinreise nach Kuba auch nicht auf dem Amtsweg einzuholen und der entsprechende Eventualantrag abzuweisen ist. </p> <p class="Erwgung3">Da ihm damit nicht einmal die vorlÃ¤ufige Aufnahme zu gestatten ist, ist ihm erst recht keine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Besondere VerhÃ¤ltnisse, welche trotz fehlender fÃ¼nfjÃ¤hriger BewÃ¤hrung im Ausland eine Neubeurteilung seines Gesuchs erfordern wÃ¼rden, sind nicht ersichtlich. Vielmehr verdient das vollzugsverzÃ¶gernde Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers gerade keinen Schutz.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.5 </span></b><span>Auf die in der Beschwerde beantragte Zeugenbefragung der Ehefrau des Beschwerde</span>­<span>fÃ¼hrers kann in antizipierter BeweiswÃ¼rdigung verzichtet werden: So </span>kann<span> es vorliegend nicht </span>mehr <span>darum</span> gehen<span>, ob der BeschwerdefÃ¼hrer </span>zu seiner Ehefrau und dem gemeinsamen Kind weiterhin eine intakte Familienbeziehung unterhÃ¤lt. Vielmehr ist entscheidend, ob sich die (familiÃ¤ren) VerhÃ¤ltnisse inzwischen derart geÃ¤ndert haben, dass die vom Bundesgericht am 27. Januar 2010 (2C_515/2009) zu seinen Ungunsten ausgefallene InteressenabwÃ¤gung zwischenzeitlich Ã¼berholt erscheint und ein Anspruch auf Neubeurteilung besteht. Derartiges wird nicht substanziiert geltend gemacht, vielmehr mussten die FamilienangehÃ¶rigen des BeschwerdefÃ¼hrers spÃ¤testens seit dem genannten Bundesgerichtentscheid davon ausgehen, ihr Familienleben nur noch in Kuba oder auf Distanz leben zu kÃ¶nnen. Insofern erscheint auch irrelevant, dass dem gemeinsamen Sohn eine RÃ¼ckkehr aufgrund seines Alters heute noch schwerer zuzumuten ist als zum Zeitpunkt des bundesgerichtlichen Entscheids.</p> <p class="Urteilstext">Damit ist die Beschwerde abzuweisen. Es kann offenbleiben, ob das Migrationsamt unter den gegebenen UmstÃ¤nden Ã¼berhaupt auf das Gesuch vom 27. Januar 2014 hÃ¤tte materiell eintreten mÃ¼ssen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a VRG) und steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>Der vorliegende Entscheid kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. BGG angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremden</span>­<span>polizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird. Andernfalls kann lediglich die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG wegen der Verletzung ver</span>­<span>fassungsmÃ¤ssiger Rechte ergriffen werden. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde an das Bundesgericht im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>