JAAC66.76 Entscheid des Bundesrates vom 30. November 2001 in Sachen CD Holding AG gegen Regierungsrat des Kantons St. Gallen, Publikation in Rechtsprechung und Verwaltungspraxis zur Kranken- und Unfallversicherung [RKUV] vorgesehen Assurance-maladie. Conditions de prolongation d’une convention tarifaire. Aucune nécessité d’une recommandation de la Surveillance des prix. Art. 47 al. 3 LAMal. Art. 14 al. 1 LSPr. - La prologation d’une convention tarifaire constitue une fixation de prix par l’autorité. Toutefois, la consultation de la Surveillance des prix n’est pas nécessaire en cas de prolongation de la convention tarifaire, car elle ne serait dans ces circonstance que pur formalisme et risquerait de compromettre les chances de parvenir encore à une solution négociée (consid. 2). - A l’égard d’une prolongation de la convention tarifaire il importe peu que cette convention ne soit plus applicable en raison de sa résiliation par l’une des parties (p. ex. par une fédération de caisses-maladie au nom de tous ses membres), ou en raison du retrait de la convention de l’un des membres de la fédération, lui seul risquant alors de se trouver dans un régime sans convention (consid. 3). - Précision de la jurisprudence du Conseil fédéral sur l’admissibilité d’une prolongation de convention: une prolongation peut être justifiée, même contre la volonté d’une des parties, si les négociations tarifaires ont été rompues alors qu’un succès était encore envisageable. Les négociations ont encore des chances de succès, par exemple, lorsque l’on peut s’attendre à une (nouvelle) proposition d’une partie si la partie adverse lui fournit certaines données chiffrées nécessaires à l’établissement du tarif (consid. 4.1). 1- Une prolongation de convention doit servir à la recherche d’une solution négociée au conflit des parties, et non pas seulement à gagner du temps ou à éviter un régime sans convention (consid. 4.2). Krankenversicherung. Voraussetzungen der Verlängerung eines Tarifvertrages. Kein Erfordernis der Empfehlung der Preisüberwachung. Art. 47 Abs. 3 KVG. Art. 14 Abs. 1 PüG. - Auch eine Vertragsverlängerung stellt eine hoheitliche Preisfestsetzung dar. Trotzdem ist die Konsultation der Preisüberwachung bei der Vertragsverlängerung nicht erforderlich, da sie in diesem Zusammenhang bloss einen Formalismus darstellt und geeignet ist, künftige Vertragsverhandlungen zu erschweren (E. 2). - Ohne Belang ist im Zusammenhang mit einer Vertragsverlängerung, ob der Tarifvertrag deshalb nicht mehr wirksam ist, weil ein Vertragspartner (z. B. ein Kassenverband) den Vertrag (im Namen sämtlicher Verbandsmitglieder) gekündigt hat oder weil ein einzelnes Verbandsmitglied vom Vertrag zurückgetreten ist, und damit ein vertragsloser Zustand lediglich hinsichtlich dieses Mitglieds droht (E. 3). - Präzisierung der Rechtsprechung des Bundesrates hinsichtlich der Zulässigkeit einer Vertragsverlängerung: Vertretbar ist eine Vertragsverlängerung auch gegen den Willen einer Vertragspartei, wenn Tarifverhandlungen in aussichtsreichem Stadium abgebrochen wurden. Weiterhin Aussicht auf Erfolg haben Vertragsverhandlungen beispielsweise dann, wenn mit einem (neuen) Angebot der einen Vertragspartei gerechnet werden kann, falls die Gegenpartei Zahlenmaterial vorlegt, welches für eine angemessene Tarifierung erforderlich erscheint (E. 4.1). - Eine Vertragsverlängerung soll der autonomen Lösung des Konfliktes der Tarifpartner dienen und darf nicht lediglich dazu benutzt werden, um Zeit zu gewinnen oder vertragslose Zustände zu verhindern (E. 4.2). Assicurazione malattie. Condizione per la proroga di una convenzione tariffale. Non è necessaria la raccomandazione della Sorveglianza dei prezzi. Art. 47 cpv. 3 LAMal. Art. 14 cpv. 1 LSPr. - Anche la proroga di una convenzione tariffale costituisce una fissazione dei prezzi da parte dell’autorità. Ciononostante, nel caso di una proroga della convenzione tariffale non è necessaria la consultazione della Sorveglianza dei prezzi, poiché in un simile contesto questo rappresenta solo un formalismo e può rendere più difficili futuri negoziati contrattuali (consid. 2). 2- In relazione alla proroga di una convenzione tariffale non è rilevante se la convenzione tariffale non è più in vigore perché è stata disdetta da un partner contrattuale (ad es. una federazione di assicuratori a nome di tutti i membri) oppure perché un singolo membro della federazione si è ritirato dalla convenzione e quindi vi è il rischio di un regime senza convenzione solamente per quanto concerne tale membro (consid. 3). - Precisazione della giurisprudenza del Consiglio federale concernente l’ammissibilità della proroga di una convenzione tariffale. Una proroga della convenzione è possibile anche contro la volontà di una parte contrattuale, se i negoziati per la conclusione della convenzione sono stati interrotti in una fase molto prossima ad un esito positivo. Vi sono possibilità di successo dei negoziati contrattuali ad es. quando si può ritenere che vi sarà un’offerta (nuova) di una parte contrattuale in seguito al fatto che la controparte ha presentato cifre che sembrano indispensabili per fissare una tariffa adeguata (consid. 4.1). - Una proroga dell’accordo deve servire alla soluzione autonoma del conflitto fra i partner tariffali e non può essere usata solo per guadagnare tempo o evitare la situazione di regime senza convenzione (consid. 4.2). ZusammenfassungdesSachverhalts: DieCDHoldingAG,dieimKantonSt. GallendreiprivatePflegeheime vertritt,istaufden1.Januar2000vomTarifvertragzwischendem VerbandSt. GallischerBetagten-undPflegeheimeundKantonalverband KrankenversichererSt. Gallen-Thurgau(KST)zurückgetreten. Nachdemsich dieCDHoldingAGundderKSTnichtaufeinenneuenVertraghatteneinigen können,hatderRegierungsratmitBeschlussvom19.Dezember2000den TarifvertragumeinJahr,längstensjedochbiszueinervertraglichenEinigung, verlängert(Art.47Abs.3desBundesgesetzesvom18.März1994überdie Krankenversicherung[KVG],SR832.10). DagegenführtdieCDHoldingAGBeschwerdeandenBundesratund beantragt,denangefochtenenBeschlussvollumfänglichaufzuhebenund dieTarifefürdiedreiHeimederBeschwerdeführerinhoheitlichfestzusetzen. DerBundesrathatdieBeschwerdeausfolgendenErwägungenabgewiesen. AusdenErwägungen: (…) 2. BevordieExekutiveeinesKantonseinenPreisfestsetztodergenehmigt, dervondenBeteiligtenaneinerWettbewerbsabredeodervoneinem marktmächtigenUnternehmenbeantragtwird,hörtsienachArt.14Abs.1 desPreisüberwachungsgesetzesvom20.Dezember1985(PüG,SR942.20) diePreisüberwachungan( VPB56.44 E.5a, VPB56.45 E.3a). Diesekann empfehlen,aufeinePreiserhöhungganzoderteilweisezuverzichtenoder einenmissbräuchlichbeibehaltenenPreiszusenken. Diesgiltnamentlich auchfürdiehoheitlicheFestsetzungvonTarifengemässdenBestimmungen desKVG.DieBehördeführtdieStellungnahmeinihremEntscheidan. 3Folgtsieihrnicht,hatsiedieszubegründen(vgl. Rechtsprechungund VerwaltungspraxiszurKranken-undUnfallversicherung[RKUV]1/1997, S.348ff.,E.II.4). EsistimFolgendenzuprüfen,obdieKantonsregierungauchbeieiner VertragsverlängerunggemässArt.47Abs.3KVGverpflichtetist,die Preisüberwachungzukonsultieren. DaessichbeieinerVerlängerungdesTarifvertragesebenfallsumeine Tariffestsetzunghandelt-dennmitderVertragsverlängerungwird indirektderbisherigeTariffüranwendbarerklärt-wärenachdem WortlautvonArt.14Abs.1PüGeineAnhörungderPreisüberwachung ansichvorgeschrieben. ImGegensatzzujenenFällen,inwelchendie KantonsregierungeinenneuenTariferlässtodergenehmigt,istbeider VerlängerungeinesbereitsvorbestehendenTarifvertragsindesnichterneut zuprüfen,obdiesermitdemGesetzunddemGebotderWirtschaftlichkeit undBilligkeitimEinklangsteht. DerGesetzgeberhatvielmehrzuGunstendes VorrangsdervertraglichenVereinbarungvonTarifeninKaufgenommen,dass einverlängerterVertragnichtmehrinallenseinenTeilendengesetzlichen AnforderungenundZielsetzungenentspricht. UnterdiesenUmständen erscheinteineStellungnahmederPreisüberwachungwenigsinnvoll,setzt sichdiesedochausschliesslichmitmateriellenFragenauseinander,die denTarifselbstbetreffen,umvornehmlichallfälligeWidersprüchezum Gesetz,insbesonderezumGebotderWirtschaftlichkeitundBilligkeit, aufzudecken. EineKonsultationderPreisüberwachungwäresomitimFalle einerVertragsverlängerungnachArt.47Abs.3KVGleererFormalismus undwidersprächebereitsdaherdemRechtssinnvonArt.14PüG.Zu berücksichtigengiltzudem,dasseineEmpfehlungderPreisüberwachung geradezukontraproduktivseinkönnte,indemsiekünftigeerfolgreiche Vertragsverhandlungenverhindernoderzumindesterschwerendürfte,wenn sicheineVertragsparteidurchdieStellungnahmederPreisüberwachungin ihrerPositionbestärktfühlte. AusdiesenGründenistderBundesratderAnsicht,dassArt.14Abs.1PüG insoweitrestriktivauszulegenist,alsimFalleeinerVertragsverlängerung gemässArt.47Abs.3KVG-obschonformellverlangt-keinePflichtzur KonsultationderPreisüberwachungbesteht,zumaleinesolcheVerlängerung aufeinJahrbeschränktist. 3. DieKantonsregierungkanneinenausserKraftgetretenenTarifvertrag umeinJahrverlängern,wennsichLeistungserbringerundVersicherer nichtaufdessenErneuerungeinigenkönnen(vgl. Art.47Abs.3KVG).Ohne BelangistindiesemZusammenhang,obderTarifvertragdeshalbnichtmehr wirksamist,weileinVertragspartnerdenVertrag(imNamensämtlicher Verbandsmitglieder)gekündigthatoderweileineinzelnesVerbandsmitglied vomVertragzurückgetretenist,unddamiteinvertragsloserZustandlediglich hinsichtlichdiesesMitgliedsdroht. StattdenVertragzuverlängern,kann dieKantonsregierungaberaucheinenneuenTarif(imSinnevonArt.47 Abs.1KVG)festsetzen,wiedieBeschwerdeführerindiesimvorliegendenFall beantragt. BeimEntscheid,einenneuenTariffestzusetzenodereinenbestehenden Vertragzuverlängern,verfügtderRegierungsratnachderPraxisdes BundesratesübereinweitesAuswahlermessen,inwelchesderBundesrat 4nichtohneNoteingreift(RKUV4/1997,S.230E.3). DerRegierungsrat darfinsbesondereberücksichtigen,dassdenVertragsparteienmitder VertragsverlängerungeinezusätzlicheChancezurautonomenKonfliktlösung gebotenwird(KVG-Botschaft,BBl 1992 I181),weilderautonomen GestaltungderTarifeinVerträgenzwischenLeistungserbringernund KrankenversichererngemässArt.43Abs.4KVGVorrangzukommt (KVG-Botschaft,BBl 1992 I172). NurwennaufdiesemWegekeinTarif vereinbartwerdenkann,siehtdasGesetzdiehoheitlicheFestsetzungeines TarifsgemässArt.47Abs.1KVGdurchdieKantonsregierungvor. 4. DieBeschwerdeführerinrügt,eshabekeineAussichtaufeineEinigung unterdenVertragsparteienbestanden,dieeineVertragsverlängerung gerechtfertigthätte. Wennerkennbarsei,dassdieParteienaufder Verhandlungsbasisnichtweiterkämen,weileineSeitejedesEntgegenkommen ablehne,seiesmiteinerVerlängerungnichtgetan. DieRegierunghabeden VerlängerungsbeschlussaussachfremdenÜberlegungengefällt. 4.1. UnterwelchenVoraussetzungeneineVertragsverlängerungzulässig ist,hatderBundesratbereitsausführlicherörtert(RKUV5/2001S.450 E.4.1).(…)[161] (Gründe,dieeineVertragsverlängerungrechtfertigenkönnen,vgl. VPB66.75 E.4.1). FürdenBundesratbestehtkeinGrund,vondieserRechtsprechung abzuweichen. Allerdingssiehtersichveranlasst,folgendePräzisierung anzubringen: DieInitiativefüreinhoheitlichesTariffestsetzungsverfahrengehtinderRegel voneinerVertragsparteiaus. WenneineParteiaberAntragaufFestsetzung desTarifsstellt,dürftediesindenmeistenFällendeshalbgeschehen,weil esanderenWillenzurFortführungderTarifverhandlungenmangeltoder weildieandereVertragsparteinichtmehrverhandelnmöchte. Eskanndaher fürdieFrage,obdieKantonsregierungeinenTarifvertragverlängerndurfte, bereitsdeshalbnichtinersterLinieaufdenWillenderVertragsparteienzur FortführungderVerhandlungenankommen,weilVertragsverlängerungen sonstinderRegelvonvornhereinunmöglichwären. Hinzukommt,dass denVertragsparteienaufGrunddesKVGeineVerhandlungspflichtobliegt; siemüssendaherVertragsverhandlungeninaussichtsreichemStadium fortsetzen(vgl. VPB64.14 =RKUV2/1999,S.174,E.3-5). Vertretbaristeine VertragsverlängerungdaherauchgegendenWilleneinerVertragspartei, wennTarifverhandlungeninaussichtsreichemStadiumabgebrochenwurden. WeiterhinAussichtaufErfolghabenVertragsverhandlungenbeispielsweise dann,wennmiteinem(neuen)AngebotdereinenVertragsparteigerechnet werdenkann,fallsdieGegenparteiZahlenmaterial,welchesfüreine angemesseneTarifierungerforderlicherscheint,vorlegt. 4.2. ImvorliegendenFallweistderRegierungsratdaraufhin,dassder KSTdieBeschwerdeführerininseinemSchreibenvom22.September 2000aufgeforderthat,dieam29.August2000eingereichtenUnterlagen zuergänzen. MitdiesemSchreibenlehntederKSTdasAngebotder Beschwerdeführerinab,weildieBegründungundderNachweisfehle, wieweitdieKostenstrukturderHeimederBeschwerdeführerinvonjener einesdurchschnittlichenHeimesabweiche. EbensofehlederAusweisder 5konkretenStellenprozenteproFunktion. VonbesondererBedeutungseien derAusweisderPersonal-undSachkosten,jeweilsaufgeteiltinKVG-relevante undnichtrelevanteKosten,sowiedieGrundsätzederKostenverteilungund derUmlagen. FürFragenstehederKSTzurVerfügung. Zwarzeigtesich dieBeschwerdeführerinmitSchreibenvom28.September2000erstaunt überdieverlangtenUnterlagen,indemsiemeinte,dasssiediegeforderten InformationendochmittelsAbrechnungsbogenbereitsgelieferthabe,jedoch versprachsiedemKST,diesbezüglichmitihminKontaktzutreten. MitSchreibenvom20.Oktober2000teiltedieBeschwerdeführerinder Kantonsregierungmit,derKSThabeerklärt,erseinichtmehrbereit,über dieTarife2001neuzudiskutieren. DieseAussagewidersprichtindesdem obengenanntenSchriftverkehr,welcherdemRegierungsratvomKSTmit Stellungnahmevom15.Dezember2000zurKenntnisgebrachtwurde. Vorliegendistunbestritten,dassdievomKSTvonderBeschwerdeführerin verlangtenAngabenfüreineangemesseneTarifierungzumindestzum grossenTeilerforderlichsind. DassdieseDatenbeigebrachtwerdenkönnen, wurdevonderBeschwerdeführerinebenfallsnichtbestritten,imGegenteil, siemachtesogargeltend,diedemKSTam29.August2000eingereichten UnterlagenenthieltenbereitsalleverlangtenInformationen. FürdieFrage, obderRegierungsratdenTarifvertragverlängerndurfte,spielteskeineRolle, obdieBeschwerdeführerindemKSTZahlenmaterialundInformationen bislangvorenthaltenhatoderobdieUnterlagenzwareingereichtworden sind,jedocherklärungsbedürftigsind. AufgrunddesSchriftverkehrszwischen denVertragsparteiendurftederRegierungsratimZeitpunktseinesEntscheids davonausgehen,dassderKSTnachwievorbereitwar,seinenStandpunktzu überprüfen,unddieVerhandlungengegebenenfallsweitergeführtwerden könnten,undzwarsowohlimFalle,dassdieBeschwerdeführerindemKST dieverlangtenUnterlagennochherauszugebenhat,alsauchimFalle,dass diebereitseingereichtenlediglicherläutertwerdenmüssen. Angesichtsder geschildertenUmständeerscheintdieEinschätzungdesRegierungsrates, derAbbruchderVertragsverhandlungendurchdieBeschwerdeführerinsei ineinemaussichtsreichenStadiumerfolgt,vertretbar. DerRegierungsrat wardaherberechtigt,denVertragsparteieneinezusätzlicheChancezur autonomenLösungeinzuräumen,auchwenndieBeschwerdeführerindie Vertragsverhandlungenabgebrochenhatteunddamitbekundete,dass sieimZeitpunktderVerlängerungnichtmehrverhandelnwollte. Daden VertragsparteieneineVerhandlungspflichtobliegt(E.4.1hiervor),mussdie BeschwerdeführerindieVerhandlungenwiederaufnehmen. Damitkonntedie Vorinstanzauchrechnen,hattedieBeschwerdeführerindochnacheigenen AngabenwenigInteresseanderweiterenAnwendungdesausserKraft getretenenTarifs. DerRegierungsratdurftedaherimRahmendesihmzustehendenweiten ErmessensmitBeschlussvom19.Dezember2000denTarifvertragverlängern, ohnegegenArt.47Abs.3KVGzuverstossen. DarankannauchderUmstandnichtsändern,dassdieKantonsregierungdes WeiterenimInteressederVersichertenmitdemVerlängerungsbeschlussdas EintreteneinesvertragslosenZustandesverhindernwollte. Siemachtgeltend, einTariffestsetzungsverfahrengemässArt.47Abs.1KVGhättebisEndedes Jahres2000nichtdurchgeführt werdenkönnen. Esist derBeschwerdeführerin 6zwarinsofernRechtzugeben,alsessichhierbeiumeinsachfremdes KriteriumderVorinstanzhandelt,denn-wievornedargelegt-solleine VertragsverlängerungderautonomenLösungdesKonfliktesderTarifpartner dienenunddarfnichtlediglichdazubenutztwerden,umZeitzugewinnen odervertragsloseZuständezuverhindern. ZumSchutzderVersicherten hatdieKantonsregierungdieMöglichkeit,imRahmeneinervorsorglichen MassnahmeeineneinstweiligenTariffestzulegenundschliesslichdenTarif rückwirkendfestzusetzen;dazubrauchteskeineVertragsverlängerung. EineVerlängerungdesTarifvertrageswärejedochnurdannnichtrechtens gewesen,wennsichdieKantonsregierungausschliesslichoderzumindest hauptsächlichvondieserÜberlegunghätteleitenlassen,wasaufGrundder Aktenverneintwerdenkann. Wieerwähnt,hattesieoffensichtlichvorallem dieAbsicht,denTarifpartnerneinezusätzlicheChancezurvertraglichen Regelungeinzuräumen. [161][159] Vgl. RKUV4/2002KV7. 7Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali JAAC 66.76 - Entscheid des Bundesrates vom 30. November 2001 in Sachen CD Holding AG gegen Regierungsrat des Kantons St. Gallen, Publikation in Rechtsprechung und Verwaltungspraxis zur Kranken- und Unfallversicherung [RKUV] vorgesehen In Verwaltungspraxis der Bundesbehörden Dans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération In Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione Jahr 2002 Année Anno Band 66 Volume Volume Seite --- Page Pagina Ref. No 150 005 681 Das Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert. Le document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale. Il documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.