<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr></table><p><span>AK.2016.00034</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Annaheim<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Gerichtsschreiber Stocker</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom </span><span class="Standard berschrift2">31. Januar 2018</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Y.___ war der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sozialversicherungsan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, als beitragspflichtige Arbeitgeberin angeschlossen und rechnete mit ihr die paritätischen und FAK-Beiträge ab (vgl. Urk. 6/307). Mit Verfügung vom 16. November 2012 eröffnete der Konkursrichter des Bezirksgerichts Pfäffikon über die Gesellschaft den Konkurs (Urk. 6/307).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Konkursverfahren der Y.___ legte das Konkursamt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">O.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> am 1. Juni 2015 den Kollokationsplan und das Inventar zur Einsicht auf (Urk. 6/261). Am 14. Januar 2013 meldete die Ausgleichskasse eine Forderung für geschuldete Bei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">träge an die AHV/IV/EO, FAK und ALV in der Höhe von Fr. 38‘558.55 zur Kollo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kation an (Urk. 6/231). Mit Forderungseingabe und Verfügung vom 10. März 2015 (Urk. 6/256) erhöhte die Ausgleichskasse ihre Forderung auf Fr. 65‘365.35. Die dagegen erhobene Einsprache des Konkursamtes </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">O.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 6/258) wurde am 10. Juli 2015 infolge Rückzugs (vgl. Urk. 6/263) abge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schrieben (Urk. 6/264). Das Konkursverfahren wurde mit Verfügung des Konkurs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richters vom 24. August 2015 als geschlossen erklärt (vgl. Urk. 6/307).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 3. Februar 2016 (Urk. 6/288) verpflichtete die Ausgleichs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kasse X.___, den ehemaligen Gesellschafter und Geschäftsführer der Y.___, zur Bezahlung von Schadenersatz in der Höhe von Fr. 65‘405.35. Die dagegen mit Eingabe vom 1. März 2016 (Urk. 6/300) erhobene Einsprache </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hiess</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Ausgleichskasse mit Entscheid vom 15. Juni 2016 (Urk. 2) teilweise gut und reduzierte den geforderten Schadenersatzbetrag auf Fr. 64‘815.25.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob X.___ mit Eingabe vom 10. August 2016 (Urk. 1) Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerde mit dem Antrag, es sei der angefochtene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 15. Juni 2016 ersatzlos aufzuheben. Die Ausgleichskasse schloss in ihrer Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeantwort vom 13. September 2016 (Urk. 5) auf Abweisung der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerde. X.___ reichte in der Folge, obwohl ihm dazu Gelegenheit gebo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten worden war (vgl. Urk. 7-8), keine Replik ins Recht (vgl. Urk. 9).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Ausführungen der Parteien ist, soweit für die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Entscheidfindung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erforder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich, in den Erwägungen einzugehen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinterlassenenver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicherung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (AHVG) hat ein Arbeitgeber, der durch absichtliche oder grobfahrläs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sige Missachtung von Vorschriften der Versicherung einen Schaden zufügt, die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sen zu ersetzen. Handelt es sich beim Arbeitgeber um eine juristische Person, so haften subsidiär die Mitglieder der Verwaltung und alle mit der Geschäftsführung oder Liquidation befassten Personen. Sind mehrere Personen für den gleichen Schaden verantwortlich, so haften sie für den ganzen Schaden solidarisch (Art. 52 Abs. 2 AHVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Vorschriften über die Arbeitgeberhaftung nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">52 AHVG sowie die dazu entwickelte Rechtsprechung des Bundesgerichts finden mangels eigener Bestim</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sinngemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Anwendung auf die Invalidenversicherungs- (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">66 des Bundesgesetzes über die Invalidenvers</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">icherung), Erwerbsersatz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">- (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">21 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2 des Bundesgesetzes über </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schaft) und Arbeitslosenversicherungsbeiträge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6 des Bundesgesetzes über die obligatorische </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">so</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wie auf jene</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> an die Familienausgleichskassen (FAK) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> dem Bundesgesetz über die Familienzulagen (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">25 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. c). Gleiches gilt für die bis 3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dezember 2008 nach kantonalem Recht erhobenen FAK-Beiträge (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">33 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2 des Gesetzes über Kinderzulagen für Arbeitnehmer in der bis Ende 2007 gültig gewesenen Fas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sung bzw. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">33 des ab </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2008 bis 3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">0. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Juni 2009 gültig gewesenen Kin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derzulagengesetzes; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts 2P.251/19</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">96 vom 30. Juni 1997). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Schaden gilt als eingetreten, sobald anzunehmen ist, dass die geschuldeten Beiträge aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht mehr erhoben werden können (BGE 126 V 443 E. 3a, 121 III 382 E. 3bb, 388 E. 3a, je mit Hinweisen). Dies trifft dann zu, wenn die Beiträge im Sinne von Art. 16 Abs. 1 AHVG verwirkt sind (vgl. beispielsweise BGE 112 V 156, 98 V 26) oder wenn ihre Entrichtung wegen Zahlungsunfähigkeit des beitrags</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pflichtigen Arbeitgebers nicht mehr möglich ist (vgl. beispielsweise BGE 121 V 234, 240). Im ersten Fall gilt der Scha</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den als eingetreten, sobald die Beiträge verwirkt sind (BGE 123 V 12 E. 5b, 170 E. 2a, 112 V 156 E. 2, 108 V 189 E. 2d, je mit Hinweisen). Im zweiten Fall gilt der Scha</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">denseintritt als erfolgt, sobald die Beiträge wegen der Zahlungsunfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit des Arbeitgebers nicht mehr im ordent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Verfahren nach Art. 14 ff. AHVG erhoben werden kön</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen (BGE 123 V 12 E. 5b, 170 E. 2a, 121 III 382 E. 3bb, 113 V 256, 112 V 156 E. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Schadenersatzanspruch verjährt zwei Jahre, nachdem die zuständige Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gleichskasse vom Schaden Kenntnis erhalten hat, jedenfalls fünf Jahre nach Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tritt des Schadens. Diese Fristen können unterbrochen werden. Der Arbeitgeber kann auf die Einrede der Verjährung verzichten (Art. 52 Abs. 3 AHVG; vgl. auch BGE 131 V 4 oben). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Kenntnis des Schadens im Sinne von Art. 52 Abs. 3 AHVG ist in der Regel von dem Zeitpunkt an gegeben, in welchem die Ausgleichskasse unter Beachtung der ihr zumutbaren Aufmerksamkeit erkennen muss, dass die tatsächlichen Gegeben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heiten nicht mehr erlauben, die Beiträge einzufordern, wohl aber eine Schaden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ersatzpflicht begründen können (BGE 131 V 425 E. 3.1, 129 V 193 E. 2.1, 128 V 15 E. 2a, 126 V 443 E. 3a, 452 E. 2a, 121 III 386 E. 3b, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Falle eines Konkurses oder Nachlassvertrages mit Vermögensabtretung hat die Kasse nicht notwendigerweise erst Kenntnis des Schadens im Sinne von Art. 52 Abs. 3 AHVG, wenn sie in die Verteilungsliste und Schlussrechnung des Kon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kursamtes oder Liquidators Einsicht nehmen kann oder einen Verlustschein er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hält; denn wer im Rahmen solcher Verfahren einen Verlust erleidet und auf Ersatz klagen will, hat </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">praxisgemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in der Regel bereits dann ausreichende Kenntnis des Schadens, wenn die Kollokation der Forderungen eröffnet beziehungsweise der Kollokationsplan (und das Inventar) zur Einsicht aufgelegt wird. In diesem Zeitpunkt ist oder wäre der Gläubiger im Allgemeinen in der Lage, den Stand der Aktiven, die Kollokation seiner Forderung und die voraussichtliche Dividende zu kennen (BGE 126 V 443 E. 3a, 119 V 89 E. 3, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Konkurs der Y.___ wurden - wie erwähnt - am 1. Juni 2015 der Kollokationsplan und das Inventar zur Einsicht aufgelegt (Urk. 6/261). Nach Ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lauf der zwanzigtägigen Auflagefrist des Kollokationsplans wurde die zweijährige Verjährungsfrist von Art. 52 Abs. 3 AHVG in Gang gesetzt. Mit Erlass der Scha</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denersatzverfügung vom 3. Februar 2016 (Urk. 6/288) wahrte die Ausgleichs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kasse die genannte Frist. Die streitgegenständliche Forderung ist demnach nicht verjährt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Voraussetzung für eine Haftung nach Art. 52 AHVG ist zunächst das Vorliegen eines Schadens. Dieser besteht darin, dass der AHV ein ihr gesetzlich geschuldeter Beitrag entgeht. Die Höhe des Schadens entspricht dabei dem Betrag, dessen die Kasse verlustig geht (Thomas Nussbaumer, Die Ausgleichskasse als Partei im Schadenersatzprozess nach Artikel 52 AHVG, ZAK 1991 S. 383 ff. und 433 ff.). Verwaltungs- und Betreibungskosten, Veranlagungs- und Mahngebühren sowie die Verzugszinsen bilden Bestandteil des Schadens, welcher der Ausgleichskasse zu ersetzen ist (BGE 121 III 382 E. 3bb; vgl. auch BGE 109 V 95 oben, 108 V 189 E. 5). Im Hinblick auf die in Art. 14 Abs. 1 AHVG normierte Beitrags- und Ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rechnungspflicht des Arbeitgebers gehören auch die Arbeitgeberbeiträge zum </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">massgeblichen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Schaden (BGE 98 V 26 E. 5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin stützte ihre Forderung gegenüber dem Beschwerdeführer im Wesentlichen auf die Jahresabrechnungen der Y.___ für die Jahre 2010 (Urk. 6/192), 2011 (Urk. 6/194) und 2012 (Urk. 6/242) sowie den Revisions</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bericht vom 6. Dezember 2013 (Urk. 6/244). Im Weiteren liegen zahlreiche Mah</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nungen (Urk. 6/93, 6/96-97, 6/107-112, 6/125, 6/134-135, 6/141-142, 6/172, 6/178, 6/187-189, 6/202 und 6/204), Betreibungsbegehren (Urk. 6/100, 6/103, 6/129, 6/137, 6/179, 6/184 und 6/206), Zahlungsbefehle (Urk. 6/132, 6/147, 6/149, 6/182, 6/185 und 6/212) und Verzugszinsabrechnungen (Urk. 6/94, 6/115, 6/127, 6/152 und 6/200) bei den Akten.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus den Jahresabrechnungen der Y.___ für die Jahre 2010 (Urk. 6/192), 2011 (Urk. 6/194) und 2012 (Urk. 6/242) ergibt sich, dass die Gesellschaft im Zeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">raum von Januar 2010 bis Oktober 2012 Lohnzahlungen von insgesamt Fr. 724‘446.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (= Fr. 246‘954.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> + Fr. 266‘045.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> + Fr. 211‘447.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) ausgerichtet hat. Der Ausstand resultiert aus der Gegenüberstellung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kontoauszug und Beitragsübersicht geschuldeten Sozialversicherungsbeiträge (inklusive Ne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">benkosten) und der von der Y.___ geleisteten Zahlungen. Danach be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">steht ein Saldo von Fr. 66‘300.75 zu Gunsten der Beschwerdegegnerin (Urk. 6/305-306).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im angefochtenen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> machte die Beschwerdegegnerin gegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">über dem Beschwerdeführer einen Schaden von Fr. 64‘815.25 geltend. Zu Recht brachte sie diejenigen Schadenspositionen, denen Rechnungen zugrunde lagen, die erst nach der Konkurseröffnung gestellt wurden, in Abzug beziehungsweise berücksichtigte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausschliesslich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Schadenspositionen für offene Beiträge und Ne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">benkosten, die vor Konkurseröffnung in Rechnung gestellt worden waren (vgl. zu den einzelnen Schadenspositionen die detaillierte Aufstellung im angefochtenen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> [Urk. 2 S. 2 E. 3d]).</span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Schadensberechnung der Beschwerdegegnerin, namentlich auch die vorge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nommene Forderungsreduktion, erweist sich aufgrund der Rechts- und Aktenlage als korrekt. Die Schadenshöhe ist auch im Übrigen aufgrund der Akten ausgewie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen. Das Quantitativ der streitgegenständlichen Forderung wurde beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise zu Recht nicht in Zweifel gezogen. Mangels offenkundiger Anhaltspunkte für Berechnungsfehler ist somit die Schadensberechnung der Ausgleichskasse zu bestätigen und von einem vorliegend relevanten Schadensbetrag von Fr. 64‘815.25 auszugehen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 14 Abs. 1 AHVG und die Art. 34 ff. der Verordnung über die Alters- und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinterlassenenversicherung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (AHVV) schreiben vor, dass der Arbeitgeber bei jeder Lohnzahlung die Arbeitnehmerbeiträge in Abzug zu bringen und zusammen mit den Arbeitgeberbeiträgen der Ausgleichskasse zu entrichten hat. Die Arbeitgeber haben den Ausgleichskassen periodisch Abrechnungsunterlagen über die von ihnen an ihre Arbeitnehmer ausbezahlten Löhne zuzustellen, damit die entspre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chenden paritätischen Beiträge ermittelt und verfügt werden können. Die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tragszahlungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">- und Abrechnungspflicht des Arbeitgebers ist eine gesetzlich vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geschriebene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">öffentlichrechtliche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Aufgabe. Die Nichterfüllung dieser </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">öffentlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rechtlichen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Aufgabe bedeutet eine Missachtung von Vorschriften im Sinne von Art. 52 Abs. 1 AHVG und zieht die volle Schadendeckung nach sich (BGE 118 V 193 E. 2a; vgl. BGE 132 III 523 E. 4.6). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus den Akten ist ersichtlich, dass die Y.___ den ihr als Arbeitgeberin obliegenden Zahlungsverpflichtungen in den Jahren 2010 bis 2012 nur unvoll</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständig nachkam. Die Gesellschaft richtete in den genannten Jahren (bis Oktober 2012) Lohnzahlungen von insgesamt Fr. 724‘446.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aus, blieb der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin aber geschuldete </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sozialversicherungsbeiträge (inklusive Nebenkosten) in der Höhe von Fr. 66‘300.75, wovon vorliegend Fr. 64‘815.25 relevant sind, schuldig (vgl. oben E. 2.2 und 2.3). Es bedarf keiner weiteren Ausführungen, dass die Y.___ Vorschriften im Sinne von Art. 52 Abs. 1 AHVG verletzt hat, weshalb der von ihr verursachte Schaden grundsätzlich voll zu decken ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen bleibt, inwieweit diese Missachtung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">öffentlichrechtlicher</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Arbeitgeber</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflichten auf grobfahrlässiges oder vorsätzliches Verhalten des Beschwerdefüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rers zurückzuführen ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die wesentliche Voraussetzung für die Schadenersatz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pflicht besteht nach dem Wortlaut des Art. 52 AHVG darin, dass der Arbeitgeber absichtlich oder grob</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fahrlässig Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schriften verletzt hat und dass durch diese Missachtung ein Scha</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den verursacht worden ist (BGE 108 V 183 E. 1a S. 186). Absicht beziehungsweise Vorsatz und Fahrlässigkeit sind verschiedene Formen des Verschuldens. Art. 52 AHVG statuiert demnach eine Verschuldenshaftung, und zwar handelt es sich um eine Verschuldenshaftung aus öffentlichem Recht. Die Schadenersatzpflicht ist im konkreten Fall nur dann begründet, wenn nicht Umstände gegeben sind, wel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">che das fehlerhafte Verhalten des Arbeitgebers als gerechtfertigt erscheinen las</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sen oder sein Verschulden im Sinne von Ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicht oder grober Fahrlässigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schliessen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. In diesem Sinne ist es denkbar, dass ein Arbeitgeber zwar in vorsätz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">licher Missachtung der AHV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorschriften der Ausgleichskasse einen Schaden zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fügt, aber trotzdem nicht schadenersatz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pflichtig wird, wenn besondere Umstände die Nichtbefolgung der einschlägigen Vorschriften als erlaubt oder nicht schuld</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">haft erscheinen lassen (BGE 108 V 183 E. 1b S. 186; ZAK 1985 S. 576 E. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">So kann es sein, dass es einem Arbeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geber, der sich in schwieriger finanzieller Lage befindet, durch das Nichtbezahlen der Beiträge gelingt, die Existenz seines Unternehmens zu retten. Ein solches Vorgehen führt allerdings nur dann nicht zu einer Haftung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Art. 52 Abs. 1 AHVG, wenn der Arbeitgeber im Zeitpunkt seiner Entscheidung aufgrund der objektiven Umstände und einer seriösen Beur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teilung der Lage damit rechnen durfte, dass er die Forde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung der Ausgleichskasse innert nützlicher Frist würde befriedigen können (BGE 108 V 183 S. 188; ZAK 1992 S. 248 E. 4b; vgl. BGE 132 III 523 S. 530).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Grobe Fahrlässigkeit liegt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">praxisgemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vor, wenn ein Arbeitgeber das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ausser</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Acht lässt, was jedem verständigen Menschen in gleicher Lage und unter gleichen Umständen als beachtlich hätte einleuchten müssen. Das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der zu verlangen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den Sorgfalt ist abzustufen entsprechend der Sorgfaltspflicht, die in den kauf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">männischen Belangen jener Arbeitgeberkategorie, welcher die betreffende Person angehört, üblicherweise erwartet werden kann und muss. Dabei sind an die Sorg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">faltspflicht einer Aktiengesellschaft hinsichtlich der Einhaltung gesetzlicher Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schriften grundsätzlich strenge Anforderungen zu stellen. Ähnlich ist zu diffe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">renzieren, wenn es darum geht, die subsidiäre Haftung der Organe eines Arbeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gebers zu ermitteln (BGE 108 V 199 E. 3a; ZAK 1985 S. 51 E. 2a, S. 620 E. 3b; vgl. BGE 132 III 523 E. 4.6).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nicht jedes einer Firma als solcher anzulastende Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schulden muss auch ein sol</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ches ihrer sämtlichen Organe sein. Vielmehr hat man abzuwägen, ob und inwie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weit eine Handlung der Firma einem bestimmten Organ im Hinblick auf dessen rechtliche und faktische Stellung innerhalb der Firma zuzurechnen ist. Ob ein Organ schuldhaft gehandelt hat, hängt demnach entscheidend von der Verant</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wortung und den Kompetenzen ab, die ihm von der juristischen Person übertra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen wurden (BGE 108 V 199 E. 3a; ZAK 1985 S. 620 E. 3b). Bei einfachen Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hältnissen muss vom einzigen Verwaltungsrat einer Aktiengesellschaft, der als solcher die Verwaltung der Gesellschaft als einzige Person in Organstellung zu besorgen hat, in der Regel der Überblick über alle wesentlichen Belange der Firma verlangt werden, und dies selbst dann, wenn er seine Befugnisse weitgehend an einen Geschäftsführer delegiert hat. Er kann mit der Delegation der Geschäfts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führung nicht zugleich auch seine Verantwortung als einziges Verwaltungsorgan an den Ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schäftsführer delegieren (BGE 108 V 199 E. 3b).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Formell eingesetzte Geschäftsführer einer GmbH wie auch Personen, die faktisch die Funktion eines Geschäftsführers ausüben, haften für den der Ausgleichskasse zufolge nicht bezahlter Bundessozialversicherungsbeiträge entstandenen Scha</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den nach den gleichen Grundsätzen wie Organe einer Aktiengesellschaft. Dage</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen besteht für den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">blossen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Gesellschafter einer GmbH vorbehältlich einer abwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chenden statutarischen Regelung keine Pflicht zur Kontrolle oder Überwachung der Geschäftsführung, weshalb ihm das Fehlverhalten der Gesellschaft auch nicht angerechnet werden darf (BGE 126 V 237 ff.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer brachte zu seiner Entlastung im Wesentlichen vor, dass sich die Y.___ in einer schwierigen finanziellen Lage befunden habe und deshalb die für das Überleben der Unternehmung und den Erhalt der Arbeitsplätze wesentlichen Zahlungen vorgezogen worden seien. Gestützt auf eine seriöse Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schätzung der finanziellen Lage sei man zum Schluss gekommen, dass die Liqui</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ditätsprobleme der Y.___ im Sommer 2012 gelöst sein würden, da man in Verhandlungen mit der Z.___ gewesen sei (Verkauf der eigenen A.___). Deshalb sei die Zurückstellung der in Rechnung gestellten Sozialver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsbeiträge gerechtfertigt gewesen. Der Verkauf und der Zahlungseingang im Sommer/Herbst 2012 hätte der Y.___ zu genügenden Mitteln verhol</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fen, um nicht nur die ausstehenden Sozialversicherungsbeiträge, sondern auch alle anderen Ausstände zu begleichen. Entgegen der Auffassung der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegnerin habe es sich bei diesem Verkaufsplan nicht nur um eine Absichtser</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klärung gehandelt, sondern um eine realistische und seriöse </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sanierungsmass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">: Im Herbst 2011 hätten erste Gespräche mit verschiedenen Messen (insbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sondere auch mit der Z.___) betreffend Übernahme der A.___ stattgefunden. Am 25./26. Oktober 2011 sei eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Delegation der Y.___ nach Köln gereist; es seien Gespräche betreffend Zusammenarbeit oder Über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme der A.___ geführt worden. Am 4. Januar 2012 habe die Z.___ einen ersten Vorschlag für eine Absichtserklärung gemacht, in der erstmals eine mögliche finanzielle Entschädigung erwähnt worden sei. Am 23. Januar 2012 sei zwischen der Y.___ und der Z.___ mündlich ein Kauf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">preis von Fr. 225'000.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sowie eine Entschädigung für die weitere Zusammenar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beit „vereinbart" worden. Die Z.___ habe am 10. Februar 2012 per Mail bestätigt, dass sie die Absicht habe, die A.___ gegen eine Abgeltung von Fr. 225'000.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sowie ein fixes Honorar von Fr. 150'000.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> plus eine variable Pro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">visionsabgeltung zu erwerben. Nach einer Überprüfung der Kennzahlen sei die Abgeltung von der Z.___ per Mail vom 16. April 2012 auf Fr. 162'500.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> reduziert worden. Anfang Mai 2012 sei dies bestätigt worden (Übernahmepreis von Fr. 162'500.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Anfang Juni 2012 habe die Z.___ die Y.___ informiert, dass der Verkaufspreis von Fr. 162'500.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bestehen bleibe, dass er aber aus internen Gründen aufgeteilt werden müsse auf eine so</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fortige Zahlung von Fr. 48'000.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Kaufpreis) sowie auf ein Honorar von jährlich dreimal Fr. 40'000.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die Verträge wurden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schliesslich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Mitte Juni 2012 unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeichnet; am 20. Juli 2012 wurde die Summe von Fr. 88'000.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> an die Y.___ überwiesen. Die Geschäftsleitung der Z.___ habe immer die Ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geäussert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, den ganzen Betrag sofort auszuzahlen, sei aber erst in den Tagen vor der Vertragsunterzeichnung von ihrem Anwalt darauf aufmerksam gemacht worden, dass diese Summe die Zustimmung des Verwaltungsrates benötige. Dass der CEO der Z.___ ohne Verwaltungsratsbeschluss nur Zusagen bis Fr. 100'000.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe machen dürfen, habe der Y.___ nicht bekannt sein können. Wäre - wie beabsichtigt - die ganze Summe im Sommer/Herbst 2012 an die Y.___ ausbezahlt worden, wäre der Konkurs abgewendet worden. Dann wären verschiedene Kosten nicht angefallen und zusätzliche Einnahmen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">generiert worden. Die ausstehenden Sozialversicherungsbeiträge und die übrigen offenen Forderungen hätten damit bezahlt werden können (Urk. 1).</span></p><p><span>5.2</span><span> </span><span>Vorweg ist festzuhalten, dass in diesem Prozess nicht zu untersuchen ist, ob der Konkurs der </span><span>Y.___</span><span> allenfalls hätte vermieden werden können oder ob am vorliegenden Verfahren nicht beteiligten Drittpersonen diesbezüglich irgend</span><span>ein Schuldvorwurf gemacht werden könnte. Insbesondere ist nicht zu prüfen, ob beziehungsweise inwieweit </span><span>die Z.___ der Y.___ irgendwelche (mündliche) Zusicherungen gemacht und später nicht eingehalten hat oder nicht.</span></p><p><span>Vorliegend ist </span><span>vielmehr </span><span>einzig zu entscheiden, ob die </span><span>Y.___</span><span> die ihr als Arbeitgeberin obliegenden Pflichten verletzt hat und ob gegebenenfalls ei</span><span>n qua</span><span>lifiziertes Verschulden des</span><span> Beschwerdeführer</span><span>s</span><span> zu bejahen ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer amtete ab 1. Februar 2000 als Geschäftsführer der Y.___; seit 9. Juni 2011 war er ihr einziger und einzelzeichnungsberechtigter Geschäftsführer (Urk. 6/307). Bei der Y.___ handelte es sich um ein Kleinunternehmen mit einfacher Verwaltungsstruktur und nur wenigen Ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellten (vgl. Urk. 6/192, 6/194 und 6/242). Bei derart leicht überschaubaren Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hältnissen muss vom einzigen Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter Haftung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">praxisgemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> verlangt werden, dass er den Überblick über alle we</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sentlichen Belange des Unternehmens hat.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer muss sich demnach den Vorhalt gefallen lassen, dass die Y.___ der Beschwerdegegnerin für die Jahre 2010 bis 2012 (bis Oktober 2012) vorliegend relevante Sozialversicherungsbeiträge (inklusive Nebenkosten) in der Höhe von Fr. 64'815.25 schuldig blieb, im selben Zeitraum aber Lohnzah</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lungen von insgesamt Fr. 724'446.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ausrichtete (vgl. E. 2.2 und 2.3). Mit anderen Worten wurde den Lohnzahlungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Priorität vor der Beitragsentrichtung einge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">räumt, wodurch die Beschwerdegegnerin zu Schaden kam. Indem der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführer nicht gegen das pflichtwidrige Handeln der Y.___ einschritt beziehungsweise selbst diese Vorgehensweise (prioritäre Behandlung der Lohn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zahlungen vor der Beitragsentrichtung) wählte, verletzte er seine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">öffentlichrecht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Pflichten als Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Er hätte nämlich dafür sorgen müssen, dass die Y.___ nur Löhne aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtet, für die die Gesellschaft auch die entsprechenden Sozialversicherungsbei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">träge zu leisten imstande ist (für viele etwa: Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts H 26/06 vom 10. April 2006 mit Hinweis).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer kann sich zur Rechtfertigung dieses </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verstosses</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gegen die gesetzliche Beitragszahlungspflicht vorliegend nicht auf die oben in E. 4.1 wie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dergegebene höchstrichterliche Praxis berufen, wonach es in schwierigen finan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziellen Situationen unter Umständen gerechtfertigt sein kann, die Beiträge nicht zu bezahlen, um die Existenz des Unternehmens zu retten. Es ist zu betonen, dass ein solches Vorgehen nur dann nicht zu einer Haftung nach Art. 52 AHVG führt, wenn der Arbeitgeber im Zeitpunkt seiner Entscheidung aufgrund der objektiven Umstände und einer seriösen Beurteilung der Lage damit rechnen durfte, dass er die Forderung der Ausgleichskasse binnen nützlicher Frist werde befriedigen kön</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen. Es muss demzufolge sowohl ein materielles, inhaltliches Element (die seriö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen Sanierungsaussichten) als auch ein zeitliches Element (binnen nützlicher Frist) erfüllt sein. Nach der klaren Praxis genügt hingegen die Aussicht auf eine Befriedigung in fernerer Zukunft (oder gar erst nach Durchführung eines schuld</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">betreibungsrechtlichen Verfahrens) nicht zur Entlastung.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ob im vorliegenden Fall ein eigentlicher Sanierungsplan im Sinne der dargelegten Rechtsprechung vorgelegen hat, lässt sich nicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">abschliessend</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> beurteilen. Jeden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">falls </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erscheint zweifelhaft, ob die Y.___ beziehungsweise der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführer über einen konkreten Zeitplan verfügte, der vorgegeben hätte, bis zu welchem Zeitpunkt die Beitragsausstände beglichen werden sollten. Umgekehrt ist dem Beschwerdeführer immerhin zugute zu halten, dass die von ihm geschil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derten Bemühungen (vgl. Urk. 1 und oben E. 5.1), die A.___ an die Z.___ zu verkaufen, offenbar auf einer realistischen und insoweit seriösen Basis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fussten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Nach Lage der Dinge (und bei Abstellen auf die Sachverhaltsschil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derung des Beschwerdeführers) dürfte somit das inhaltliche Element (die seriösen Sanierungsaussichten) bis zu einem gewissen Grad als gegeben zu betrachten sein.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das zeitliche Element (die Aussicht der Bezahlung der Beitragsausstände binnen nützlicher Frist) ist im vorliegenden Fall jedoch in zweierlei Hinsicht nicht erfüllt. Zum einen reichen die Beitragsausstände bis ins Jahr 2010 zurück (vgl. dazu die pflichtwidrig erst im Ende April 2012 eingereichte Jahresabrechnung 2010 [Urk. 6/192] sowie die daraus resultierende Rechnung [Urk. 6/199] und Verzugs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zinsabrechnung [Urk. 6/200]). Die „nützliche Frist" war somit bereits verstrichen, als die Y.___ im Herbst 2011 anfing, nach Sanierungsmöglichkeiten Ausschau zu halten (vgl. Urk. 1). Zum anderen zogen sich, wie der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer selbst darlegte (vgl. Urk. 1), die Verkaufsgespräche in die Länge; insoweit verstrich die „nützliche Frist" ein weiteres Mal.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auch nicht mehr zu rechtfertigen war das Verhalten der Y.___ bezie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hungsweise des Beschwerdeführers, nachdem die Gesellschaft am 20. Juli 2012 Fr. 88'000.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aus dem Verkauf der A.___ erhalten hatte (vgl. Urk. 1): An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">statt damit die aufgelaufenen Beitragsschulden zu begleichen, richtete die Y.___ weiter Löhne aus, ohne die darauf geschuldeten Beiträge zu be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zahlen. Die Y.___ </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vergrösserte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> damit den Schaden der Beschwerdegeg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nerin, und zwar auch noch kurz vor der Konkurseröffnung am 16. November 2012; denn es wurden noch bis inklusive </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Oktober 2012 Lohnzahlungen ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtet. Im Ergebnis bedeutet dies, dass die Y.___, als sie die Möglichkeit hatte, ihren - geltend gemachten - Sanierungsplan umzusetzen (die nachträgliche Bezahlung der Beiträge), darauf verzichtete und stattdessen weiterhin prioritär Löhne bezahlte. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die prioritäre Behandlung der Lohn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zahlungen durch die Y.___ nicht gerechtfertigt war. Namentlich ist nicht zu rechtfertigen, dass der im Juli 2012 erhaltene Kaufpreis nicht zur Begleichung der Beitragsausstände eingesetzt wurde, sondern damit weitere Lohnzahlungen ausgerichtet wurden, ohne die darauf geschuldeten Beiträge abzuführen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Recht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fertigungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- oder Schuldausschlussgründe liegen nach dem Gesagten nicht vor.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unter den gegebenen Umständen ist das Verhalten beziehungsweise die Passivität des Beschwerdeführers ohne Weiteres auch als adäquat kausal (BGE 119 V 406 E. 4a) für den bei der Beschwerdegegnerin eingetretenen beziehungsweise vorlie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gend relevanten Schaden von Fr. 64'815.25 zu betrachten, weshalb er zu Recht verpflichtet wurde, dafür Ersatz zu leisten. Demzufolge ist die Beschwerde abzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weisen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Da der Streitwert Fr. 30'000.-- übersteigt, kann gegen diesen Entscheid innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff., ins</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">besondere Art. 85, in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubStocker</p><p></p></div> </div></body></html>