<h2>SubmittedText<h2><p>Der Feinstaubausstoss in der Schweiz konnte von 38 000 Tonnen im Jahre 1970 auf heute etwa 21 000 Tonnen massiv reduziert werden. Einen ganz wesentlichen Anteil an diese erfreuliche Entwicklung trug der Motorfahrzeugverkehr bei. In diesem Bereich ist der Feinstaubausstoss nur noch minimal.</p><p>Warum wurden aber nun vor allem beim Privatverkehr Massnahmen gegen den Feinstaub ergriffen, und was hat Tempo 80 auf Autobahnen genau gebracht?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Feinstaubemissionen sind in den letzten dreissig Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Der Anteil des Verkehrs (Strasse, Schiene, Luftfahrt, Schiffe) blieb dabei mit etwa 30 Prozent etwa konstant. Heute trägt der motorisierte Strassenverkehr mit gut 20 Prozent zu den gesamten Feinstaubemissionen bei. Davon entfallen etwa 12 Prozent auf die Personenwagen. Mit Dieselmotoren betriebene Personenwagen sind überdies eine wichtige Quelle von krebserregendem Dieselruss, dessen Ausstoss aus Gesundheitsgründen minimiert werden muss.</p><p>Der vom UVEK angekündigte Aktionsplan gegen den Feinstaub setzt daher folgerichtig nicht nur beim Privatverkehr an, sondern sieht ebenso Massnahmen bei den übrigen Quellen von Feinstaub vor. Dazu zählen namentlich Holzfeuerungen, industrielle und gewerbliche Anlagen sowie Dieselbusse des öffentlichen Verkehrs.</p><p>Kurzfristige Massnahmen wie temporäre Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Nationalstrassen können zwar eine Linderung der Feinstaubbelastung bringen; zur Lösung des Feinstaubproblems sind aber nebst kurzfristigen Aktionen in erster Line langfristig angelegte Massnahmen nötig. Die Wirkung der kürzlich von zahlreichen Kantonen vorübergehend verfügten Temporeduktionen auf die Feinstaubsituation lässt sich zurzeit nicht genau abschätzen, da die ausgewerteten Messdaten noch nicht vorliegen.</p>