<h2>SubmittedText<h2><p>Wir beantragen für die Organisation der Weltmeisterschaften Handi Ski 2000 in Crans-Montana/Anzère einen technischen und finanziellen Beitrag des Bundes, da die kulturelle und gesellschaftliche Tragweite dieser Veranstaltung gross ist.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Mit der Änderung vom 16. Dezember 1994 des Bundesgesetzes über die Förderung von Turnen und Sport (SR 415.0), in Kraft seit dem 1. Juni 1995, haben die eidgenössischen Räte die rechtlichen Voraussetzungen für die Unterstützung durch den Bund von Sportanlässen von weltweiter oder gesamteuropäischer Bedeutung in der Schweiz geschaffen. Diese Gesetzesänderung bildete sowohl die rechtliche Grundlage für die gleichzeitig beschlossene Defizitgarantie des Bundes für die Durchführung von Olympischen Winterspielen im Jahre 2002 und gilt auch für solche Garantien an andere Sportveranstaltungen. Die Weltmeisterschaften Ski alpin und nordisch für Behinderte im Jahre 2000 sind als Veranstaltung im Sinne dieser Bestimmung einzustufen.</p><p></p><p>Über Defizitgarantien für internationale Sportveranstaltungen entscheidet der Bundesrat. Mit Schreiben vom 8. September 1995 hat das Organisationskomitee erstmals grundsätzlich und ohne Angaben von weiteren Details mit der Eidgenössischen Sportkommission Verbindung aufgenommen. Es wird Gegenstand von detaillierten Abklärungen der sachbearbeitenden Eidgenössischen Sportschule Magglingen sein, die Grundlagen für den Antrag des zuständigen Eidgenössischen Departements des Innern an den Bundesrat auszuarbeiten. Die diesbezüglichen Kontakte bestehen, und das Vorgehen für die weitere Bearbeitung wurde einvernehmlich festgelegt.</p><p></p><p>Wichtiges Kriterium für den Beschluss des Bundesrates wird der dafür notwendige zusätzliche Finanzbedarf für die Zahlung an das allfällige Defizit im Jahre der Durchführung und Abrechnung sein. Der in der Begründung zur Motion erwähnte Verteilschlüssel des Defizites widerspricht der vom Parlament beschlossenen Gesetzesänderung: Der Bund unterstützt die Durchführung nur, sofern die Kantone sich mit einem mindestens doppelt so hohen Beitrag daran beteiligen. Auf der Grundlage des summarischen Kostenvoranschlages mit angenommenen Beiträgen der öffentlichen Hand von 2,4 Mio. Franken beschränkt sich der theoretisch mögliche Bundesanteil auf 0,8 Mio. Franken.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.