A bteilung IV D -1193/2007 gar/frg {T 0/2} U rteil vom 26. M ärz 2007 M itw irkung: R ichter G alliker, R ichterin Kojic, R ichter Valenti, G erichtsschreiberin Freihofer A_______, dessen Ehefrau B_______, sow ie deren Kinder C _______, D _______, Serbien, alle vertreten durch E_______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 12. Januar 2007 i. S. A syl und W egw eisung / N B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Eigenen Angaben zufolge verliessen die Beschw erdeführer ihren H eim atstaat am 10. Juni 2005 und gelangten unter U m gehung der G renzkontrolle in die Schw eiz, w o sie am 13. Juni 2005 um Asyl ersuchten. Am 16. Juni 2005 fanden in Vallorbe die Em pfangszentrum sbefragungen statt, und am 27. Juni 2005 erfolgten die di- rekten Anhörungen durch das BFM . Im W esentlichen m achten die Beschw erdefüh- rer dabei geltend, sie seien ethnische Ägypter und stam m ten aus F_______. Ein O nkel des Beschw erdeführers habe w ährend des Kosovo-Krieges 1998/1999 m it den Serben kollaboriert. D eshalb seien sie von der albanisch-stäm m igen D orf- bevölkerung andauernd schikaniert und beschim pft w orden. Sie hätten desw egen auch ihren Sohn nicht zur Schule schicken können. Seit Frühjahr 2005 seien auch ihre albanischen N achbarn gegen sie gew esen, die sie vorher noch unterstützt hätten. D ie Beschw erdeführerin habe desw egen Problem e m it ihren N erven. D es- halb seien sie ausgereist. B. M it Verfügung vom 29. Juni 2005 stellte das BFM fest, die Beschw erdeführer er- füllten die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte die Asylgesuche ab. G leichzei- tig verfügte es die W egw eisung aus der Schw eiz und deren Vollzug. C . D ie am 29. Juli 2005 erhobene Beschw erde w urde m it U rteil der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) vom 25. O ktober 2005 gutgeheissen. D ie angefoch- tene Verfügung vom 29. Juni 2005 w urde aufgehoben und die Sache zum neuen Entscheid im Sinne der Erw ägungen an das BFM zurückgew iesen. D . Am 17. N ovem ber 2005 liess das BFM über das Schw eizerische Verbindungsbüro in Prishtina Abklärungen vornehm en. D as Abklärungsergebnis vom 16. M ai 2006 w urde den Beschw erdeführern vom BFM am 24. M ai 2006 im R ahm en des recht- lichen G ehörs unter Ansetzung einer Frist zur Stellungnahm e gegeben. D ie Be- schw erdeführer liessen sich dazu nicht vernehm en. E. D ie Behörden D eutschlands und Ö sterreichs w urden zudem um Abklärungen zu einem eventuellen Aufenthalt der Beschw erdeführer in diesen Staaten ersucht. D ie M itteilung der deutschen Behörden, w onach sich die Beschw erdeführer in D eutschland aufgehalten hätten, w urde diesen m it Schreiben vom 9. N ovem ber 2006 zur Kenntnis und Stellungnahm e gegeben. Eine solche erfolgte m it Eingabe vom 29. N ovem ber 2006. F. M it Verfügung vom 12. Januar 2007 - eröffnet am 15. Januar 2007 - stellte das BFM fest, die Beschw erdeführer erfüllten die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte die Asylgesuche ab. G leichzeitig verfügte es die W egw eisung aus der Schw eiz und den Vollzug. G . M it Beschw erde vom 14. Februar 2007 und Beschw erdeergänzung vom 21. Febru- ar 2007 liessen die Beschw erdeführer beantragen, der negative Asylentscheid vom 12. Januar 2007 sei aufzuheben. Es sei die Flüchtlingseigenschaft festzustel- len und ihnen Asyl zu gew ähren. Es sei eventualiter die U nzulässigkeit respektive die U nzum utbarkeit des Vollzugs der W egw eisung festzustellen und als Folge da- von die vorläufige Aufnahm e anzuordnen. Es sei die unentgeltliche R echtspflege 3 zu gew ähren. H . M it Zw ischenverfügung vom 23. Februar 2007 w ies der zuständige Instruktions- richter des Bundesverw altungsgerichts das G esuch um G ew ährung der unentgelt- lichen R echtspflege gem äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG ab und setzte Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses in der H öhe von Fr. 600.--. D ieser w urde am 7. M ärz 2007 einbezahlt. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G ; SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG ; SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vor- liegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG ; SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsge- setzes vom 17. Juni 2005 [BG G ; SR 173.110]). 1.2 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 1.3 Ü ber offensichtlich unbegründete Beschw erden w ird in einem vereinfachten Ver- fahren entschieden. W ie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführer sind legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw er- de ist m ithin einzutreten. 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim at- staat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer poli- tischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gel- ten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken; den frauenspezifischen 4 Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum in- dest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vor- handensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeb- lich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D as BFM lehnte die Asylgesuche der Beschw erdeführer ab, da ihre Vorbringen w eder den Anforderungen an die G laubhaftigkeit gem äss Art. 7 AsylG noch denje- nigen an die Flüchtlingseigenschaft gem äss Art. 3 AsylG zu genügen verm öchten. D ie Beschw erdeführer hätten geltend gem acht, sie seien im M ärz nach Albanien geflüchtet und im August 1999 in ihr D orf zurückgekehrt, w o sie bis zur Ausreise im Juni 2005 gelebt hätten, w as aber nicht m it dem Abklärungsergebnis der deut- schen Behörden korrespondiere, w onach sie am 7. Septem ber 1998 (Beschw erde- führer) respektive am 21. M ai 1999 (Beschw erdeführerin) in D eutschland einge- reist seien und der Fortzug am 20. Juni 2005 erfolgt sei. Ferner gehe aus dem Ab- klärungsbericht des Schw eizerischen Verbindungsbüros in Prishtina hervor, die M utter des Beschw erdeführers habe ausgesagt, sie und ihr Ehem ann hätten gute Kontakte m it den albanischen N achbarn gehabt und seien selbst w ährend des Krieges nie behelligt w orden. Für den Beschw erdeführer sei die Situation schw ie- riger gew esen, w eil er aufgrund seiner engen Kontakte m it Serben der Kollaborati- on m it dem Feind verdächtigt w orden sei, w eshalb er den Kosovo im Jahre 1998 verlassen habe. Vor diesem H intergrund seien die geltend gem achten Problem e m it der lokalen albanischen Bevölkerung vollum fänglich unglaubhaft. Im W eiteren hätten die Beschw erdeführer nie geltend gem acht, der Beschw erdeführer sei w e- gen enger Kontakte m it Serben der Kollaboration m it dem Feind verdächtigt w or- den. D a schliesslich vom Schutzw illen und der w eitgehenden Schutzfähigkeit der Sicherheitskräfte im Kosovo auszugehen sei und die Beschw erdeführer aus einem Bezirk käm en, w o die Sicherheitslage nicht als problem atisch eingstuft w erden m üsse, bestehe keine begründete Furcht vor Verfolgung aufgrund der ethnischen Zugehörigkeit. 4.2 Aus der R echtsm itteleingabe ergibt sich als R üge die Verletzung von Bundesrecht, indem das BFM den Beschw erdeführern zu U nrecht kein Asyl gew ährt habe. D ie unsubstanziierten Ausführungen in der Beschw erde sind jedoch offensichtlich nicht geeignet, die vorinstanzlichen Erw ägungen zu entkräften. So beschränken sich die Beschw erdeführer im W esentlichen lediglich darauf, zu behaupten, sie seien bei einer R ückkehr in den Kosovo gefährdet, w eil der Beschw erdeführer einen engen Kontakt m it seinem O nkel gehabt habe, der tatsächlich m it den Serben zusam m en gearbeitet habe, ohne dies jedoch zu belegen oder konkreter auszuführen. Im Ü b- rigen w iederholen sie nur die Erw ägungen der Vorinstanz und w eisen auf die an- gespannte Lage im Kosovo hin. Eine Prüfung der vorliegenden Akten lässt das Bundesverw altungsgericht zum Schluss kom m en, dass die Vorinstanz den Be- schw erdeführern zu R echt und m it zutreffender Begründung nicht Asyl gew ährt hat. Es kann daher vollum fänglich auf die zutreffenden Erw ägungen des BFM ver-5 w iesen w erden (Art. 109 Abs. 3 BG G i.V.m . Art. 6 AsylG ), ohne näher auf die Aus- führungen in der Beschw erde einzugehen, w elche am Ergebnis auch nichts zu än- dern verm ögen. D ie erhobene R üge erw eist sich nach dem G esagten als unbe- gründet. 4.3 Zusam m enfassend ist som it festzustellen, dass die Beschw erdeführer keine Ver- folgung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft m achen oder nachw eisen und sie nicht als Flüchtlinge anerkannt w erden können. M angels erfüllter Flüchtlingseigen- schaft ist ihnen zu R echt das nachgesuchte Asyl nicht gew ährt w orden. 5. 5.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; da- bei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zu- m utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetz- lichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG ; SR 142.20]). 5.2 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zuläs- sig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Aus- länders in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 5.3 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). 5.4 G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossen- schaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D e- zem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedri- gende Behandlung oder Strafe (FoK; SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Kon- vention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K; SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder ernied- rigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 5.5 D ie Beschw erdeführer verfügen w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthalts- bew illigung noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. D ie W egw eisung w urde dem nach zu R echt angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; Entscheidungen und M itteilungen der AR K [EM AR K ] 2001 N r. 21). 5.6 D ie Vorinstanz w ies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingsei- genschaft erfüllen (vgl. M . G attiker, D as Asyl- und W egw eisungsverfahren, Bern 1999, S. 89). D a es den Beschw erdeführern nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G efährdung nachzuw eisen oder glaubhaft zu m achen, kann das in Art. 6 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen N on-refoulem ents im vorlie- genden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ückkehr der Beschw erdeführer in ihren H eim atstaat ist dem nach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtm ässig. 5.7 Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen der Beschw erdeführer noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Ausschaffung in ihren H eim atstaat dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w ären. G em äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti-Fol- terausschusses m üssten die Beschw erdeführer eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihnen im Fall einer R ückschiebung Fol- ter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. EM AR K 2001 N r. 16, S. 122, m .w .H .). D ie allgem eine M enschenrechtssituation in Serbien lässt den W eg- w eisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt auch für Angehörige der Ethnie der Ägyp- ter nicht als unzulässig erscheinen. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W eg- w eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig. 5.8 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ück- kehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allge- m einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situati- on allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise einer notw endigen m edizinischen Behandlung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). 5.9 Eine Situation, w elche die Beschw erdeführer als G ew alt- oder de-facto-Flüchtlinge qualifizieren w ürde, lässt sich aufgrund der heutigen allgem einen politischen Lage in Serbien nicht in genereller Form bejahen. D ie M enschenrechtslage hat sich ge- rade in Bezug auf die M inderheiten in den letzten Jahren, insbesondere seit den gew alttätigen ethnischen Auseinandersetzungen im M ärz 2004, w esentlich verbes- sert und stabilisiert. W enn vereinzelte Ü bergriffe von Privatpersonen auf Ägypter und auch behördliche Schikanen und D iskrim inierungen auch nicht völlig auszu- schliessen sind, so erreichen sie doch nach Auffassung des Bundesverw altungs- gerichts im Allgem einen nicht eine solche Intensität, dass der Vollzug der W egw ei- sung in jedem Fall als unzum utbar erschiene (vgl. dazu EM AR K 2006 N r. 10 E. 5.4. S. 107 ff.). D ie m it der Beschw erde eingereichten Bew eism ittelbeilagen in Be- zug auf den künftigen Status des Kosovo sind nicht geeignet, zu einem anderen Ergebnis zu führen. 5.10 D arüber hinaus ist festzustellen, dass auch keine individuellen U nzum utbarkeits- kriterien vorliegen. Es steht den Beschw erdeführern offen und ist ihnen zuzum u- ten, sich w ieder im Kosovo niederzulassen. W ie die Abklärungen vor O rt ergeben haben, dürfte sich zw ar die w irtschaftliche Situation der Beschw erdeführer gerade zu Beginn als schw ierig herausstellen, da sie von Seiten der engsten Fam ilie des Beschw erdeführers (Eltern und Bruder des Beschw erdeführers) kaum finanzielle U nterstützung erw arten können, da diese in F_______ selbst in engen und arm en Verhältnissen leben m üssen. Im m erhin können die Beschw erdeführer in ihrer H ei-7 m at, vornehm lich in F_______, aber auf ein fam iliäres Beziehungsnetz zurückgreifen. Zudem ergibt sich aus dem Abklärungsbericht des Schw eizerischen Verbindungsbüros in Prishtina vom 16. M ai 2006, dass ein in D eutschland lebender Bruder des Beschw erdeführers bereits heute regelm ässige G eldbeträge in seine H eim at schicken lässt und so die Fam ilie finanziell unterstützt. Ü berdies sind bei den Beschw erdeführern auch keine gravierenden gesundheitlichen Problem e aktenkundig, aufgrund derer ein W egw eisungsvollzug als unzum utbar erachtet w erden m üsste. D arüber hinaus hat der Beschw erdeführer eigenen Angaben zufolge eine H andelsschule R ichtung Verkauf besucht, w as ihm den Einstieg in das Berufsleben erleichtern dürfte. Es bestehen som it keine H inw eise, w onach die Beschw erdeführer bei einer R ückkehr in ihren H eim atstaat in eine existenzielle N otlage geraten w ürden. Zudem stellen blosse soziale und w irtschaftliche Schw ierigkeiten, w ie nam entlich der M angel an W ohnungen und Arbeitsstellen, nach konstanter R echtsprechung keine existenzbedrohende Situation dar, w elche den Vollzug der W egw eisung in den H eim atstaat eines be- troffenen Ausländers als unzum utbar erscheinen liesse (vgl EM AR K 2003 N r. 24 E. 5e S. 159, 1994 N r. 19 E. 6b S. 149; die Praxis w ird vom Bundesverw altungsge- richt als w eiterhin zutreffend erachtet). In diesem Zusam m enhang ist schliesslich auch auf die M öglichkeit der individuellen R ückkehrhilfe im Sinne von Art. 93 Abs. 1 Bst. c AsylG hinzuw eisen. 5.11 N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung som it auch als zum utbar zu bezeichnen. 5.12 Schliesslich obliegt es den Beschw erdeführern, sich bei der zuständigen Vertre- tung ihres H eim atstaates die für eine R ückkehr notw endigen R eisedokum ente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), w eshalb der Vollzug der W egw eisung auch als m öglich zu bezeichnen ist. 5.13 Insgesam t ist die durch die Vorinstanz verfügte W egw eisung zu bestätigen. D ie Vorinstanz hat deren Vollzug zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erach- tet. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (Art. 14a Abs. 1 - 4 AN AG ). 6. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G e- sagten abzuw eisen. 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Beschw erdeführern auf- zuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ) und auf insgesam t Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Ent- schädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE]). Sie sind m it dem am 7. M ärz 2007 in gleicher H öhe geleisteten Kosten- vorschuss zu verrechnen. (D ispositiv nächste Seite)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden den Beschw erdeführern auferlegt und m it dem in gleicher H öhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 3. D ieses U rteil geht an: - die R echtsvertreterin der Beschw erdeführer, 2 Expl. (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N ) - das Am t für M igration des Kantons G _______ (Beilage: Identitätsausw eis ) D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: R obert G alliker G abriela Freihofer Versand am :