<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00088</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106227&amp;W10_KEY=4467148&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00088</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.07.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bauverweigerung aufgrund mangelnder Gestaltung und Einordnung in die bauliche Umgebung.<br/>Keine Verletzung der Begründungspflicht (E. 1). Unmöglichkeit einer Korrektur über Nebenbestimmungen, da die Bewilligungsfähigkeit aufgrund der gestalterischen Mängel und der fehlenden Einordnung nicht gegeben ist (E. 2).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGRÃNDUNG">BEGRÃNDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESTALTUNG">GESTALTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: GESTALTUNG UND EINORDNUNG">GESTALTUNG UND EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMGEBUNG">UMGEBUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 238 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 50 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 50 lit. II c VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. Am 20. MÃ¤rz 2000 verweigerte die BaubehÃ¶rde X Herrn A die bau­rechtliche Be­willigung fÃ¼r ein Mehrfamilienhaus auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 01 an­stelle des be­stehen­den Wohnhauses G-strasse in X.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Den gegen diese Bewilligung von A erhobenen Rekurs wies die Baurekurs­kom­mission II nach einem Augenschein beim BaugrundstÃ¼ck am 6. Februar 2001 ab und be­stÃ¤tigte den Beschluss der BaubehÃ¶rde "im Ã¼berprÃ¼ften Umfang und im Sinne der Er­wÃ¤gungen". Aus diesen ist festzuhalten: Soweit die BaubehÃ¶rde gestÃ¼tzt auf § 238 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) dem Bauvor­haben die Be­willigung versagt habe, weil das grosse Bauvolumen anders als auf den Nach­bar­grundstÃ¼­cken nicht gegliedert sondern in einem einzigen grossen BaukÃ¶rper im unteren Grund­stÃ¼cksteil massiert werde, habe sie das ihr bei der Anwendung dieser Bestimmung zuste­hende Beurteilungsermessen Ã¼berschritten. Hingegen verlange die exponierte Lage des BaugrundstÃ¼cks und die besondere Stellung innerhalb der baulichen Umgebung, dass auch ein eigenstÃ¤ndig konzipiertes Projekt fÃ¼r sich ausreichend gut gestaltet werde und nicht nur durch sein Volumen und seine Stellung, sondern auch hinsichtlich der QualitÃ¤t sei­ner Ar­chitektur einen angemessenen Bezug zur baulichen Umgebung schaffe. In dieser Hinsicht bemÃ¤ngle die Vorinstanz zu Recht, dass das Projekt eine Vielzahl zusammenge­wÃ¼rfelter, kaum aufeinander abgestimmter Stilelemente aufweise und einen architektoni­schen Ge­staltungswillen vermissen lasse. Dies betreffe sowohl den BaukÃ¶rper, als auch die Dach- und Fassadengestaltung mit den unmotiviert geformten Balkonen, insbesondere aber auch den Abschluss gegenÃ¼ber der G-strasse, dessen Gestaltung aus den PlÃ¤nen nicht ein­mal klar ersichtlich sei. Dieser Mangel betreffe die Baute als Ganzes und kÃ¶nne nur im Rah­men einer grundlegenden Ãberarbeitung des Projektes behoben werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 13. MÃ¤rz 2001 liess A dem Verwaltungsge­richt bean­tra­gen, den Rekursentscheid aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zur Be­willigungs­er­tei­lung anzuweisen, eventuell das Verfahren an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuwei­sen zur PrÃ¼fung der BewilligungsfÃ¤higkeit des Bauvorhabens allenfalls unter Nebenbe­stimmungen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin; die Vernehmlas­sun­gen von Gegenpartei und Vorinstanz seien dem BeschwerdefÃ¼hrer zur Stellung- bzw. Kenntnisnahme zuzustellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zur BegrÃ¼ndung wurde vorgebracht, der Rekursentscheid entbehre einer hinrei­chen­den BegrÃ¼ndung. Nachdem bereits die BegrÃ¼ndung der BaubehÃ¶rde bezÃ¼glich des Ein­ordnungsmangels Ã¤usserst knapp ausgefallen sei, hÃ¤tte die BegrÃ¼ndung des Rekursent­scheids die Bauherrschaft in die Lage versetzen mÃ¼ssen, die Kritik an der Gestaltung des Bauvorhabens auf ihre Berechtigung hin zu prÃ¼fen und gestÃ¼tzt darauf zu entscheiden, ob der Entscheid anzufechten oder aber inwiefern das Bauvorhaben abzuÃ¤ndern sei. Sodann sei die Kritik an der Gestaltung des Bauprojekts absolut unzutreffend, wie der Beschwerde­fÃ¼hrer bereits in der Rekursschrift dargelegt habe. Mit diesen AusfÃ¼hrungen, auf welche verwiesen werde, habe sich die Vorinstanz nicht auseinandergesetzt. Was die einzelnen EinwÃ¤nde betreffe, so sei unerklÃ¤rlich inwiefern der BaukÃ¶rper § 238 PBG nicht zu genÃ¼­gen vermÃ¶ge; allfÃ¤llige MÃ¤ngel kÃ¶nnten hÃ¶chstens untergeordneter Natur sei und wÃ¤ren mit­tels Nebenbestimmungen heilbar. Die Fassadenansichten seien unprÃ¤tentiÃ¶s und ehrlich in dem Sinne, dass sie leicht die innere Raumaufteilung erkennen liessen. Die Befensterung sei regelmÃ¤ssig und schlicht; das Dachgeschoss werde Ã¼ber Dachaufbauten und Fenster in den Giebelfassaden belichtet. Die Ausladung der Balkone entspreche heutigen AnsprÃ¼chen und deren Form sei nicht ungewÃ¶hnlich. Die Dachgestaltung falle durch keinerlei unpro­por­tionale Elemente auf. Auch allfÃ¤llige MÃ¤ngel der Dach- und Fassadengestaltung kÃ¶nn­ten somit bloss untergeordneter und damit heilbarer Art sein; das gelte besonders fÃ¼r GrÃ¶s­se und Gestaltung der Balkone. Der Abschluss gegenÃ¼ber der G-strasse sei fÃ¼r die Bewil­ligungsfÃ¤higkeit nicht ausschlaggebend; insofern kÃ¶nne hÃ¶chstens gefordert werden, dass ein detaillierter Umgebungsplan zur Bewilligung einzureichen sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission II am 4. April 2001 und die BaubehÃ¶rde X am 16. Mai 2001 beantragten Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Parteivorbringen im Einzelnen werden â soweit erforderlich â im Rahmen der nachfolgenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. </span>Der BeschwerdefÃ¼hrer wirft der Vorinstanz in erster Linie eine unzureichende Be­grÃ¼ndung des Rekursentscheids vor. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Laut § 28 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (in der Fassung vom 8. Juni 1997; VRG) umschreibt der Rekursentscheid kurz den Sachverhalt und fasst die ErwÃ¤gungen zusammen; soweit der Darstellung des Tatbestandes und den ErwÃ¤gungen der Vorinstanz zugestimmt wird, kann auf sie verwiesen werden. Inhalt und Umfang der BegrÃ¼ndung des Rekursentscheids richten sich nach § 10 VRG <span>(Alfred KÃ¶lz/ JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. Aufl. 1999, § 28 N. 4). BezÃ¼glich der Aus­fÃ¼hr­­lichkeit einer BegrÃ¼ndung lassen sich keine allgemeinen Regeln aufstellen, sondern die Anforderungen richten sich nach den UmstÃ¤nden des Einzelfalls und den Interessen des Betroffenen. Die BegrÃ¼ndung einer An­ordnung erscheint als angemessen, wenn sie so ab­gefasst ist, dass sich der Betroffene Ã¼ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft zu geben und allenfalls in voller Kenntnis der GrÃ¼nde ein Rechtsmittel zu ergreifen vermag; in diesem Sinn mÃ¼ssen wenigstens kurz die Ãberlegungen genannt sein, von denen sich die BehÃ¶rde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stÃ¼tzt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 39 mit Hinweisen). Bei einem Rechtsmittel­entscheid ist grundsÃ¤tzlich eine einlÃ¤sslichere BegrÃ¼ndung erforderlich; verweist die Re­kursinstanz gemÃ¤ss § 28 Abs. 1 VRG auf die von ihr als zutreffend befundenen ErwÃ¤gun­gen der Vorinstanz, so kann sie sich jedoch darauf beschrÃ¤nken, die neuen Parteivorbrin­gen zu wÃ¼rdigen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 43).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Entgegen der Darstellung in der Beschwerdeschrift hat sich bereits die Ã¶rtliche Bau­behÃ¶rde in den ErwÃ¤gungen zur Bauverweigerung eingehend mit der Gestaltung des Bauvorhabens auseinandergesetzt. Die Rekurskommission hat zwar diese ErwÃ¤gungen in­sofern verworfen, als die BaubehÃ¶rde bereits im grossen Baukubus und der Massierung des Bauvolumens im unteren GrundstÃ¼cksteil einen Einordnungsmangel erblickte. DarÃ¼ber hinaus hielt aber die BaubehÃ¶rde dem Bauvorhaben zahlreiche weitere GestaltungsmÃ¤ngel entgegen, so das "dominante Auftreten", seine im Vergleich mit den Nachbarbauten "amor­phe" Wirkung, die "unmotivierte" leichte Drehung des BaukÃ¶rpers zu den Nachbarbauten und zur Strasse, die unbefriedigende Gestaltung des Untergeschosses in Verbindung mit der AufschÃ¼ttung fÃ¼r die Terrasse der Wohnung im Parterre, wodurch der Eindruck einer erzwungenen "Kellerwohnung" hervorgerufen werde, die dominante Wirkung der Ã¼ber­gros­sen Terrassen, welche den Eindruck der UnmassstÃ¤blichkeit verstÃ¤rkten, die unbefrie­digende Gestaltung des Daches und insgesamt der Eindruck einer zufÃ¤lligen Kombination von Elementen. Schliesslich wurden die quartierfremden Blocksteinmauern zur Strasse ge­rÃ¼gt, welche den bisher harmonisch und grosszÃ¼gig wirkenden Strassenraum beeintrÃ¤chtig­ten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission hat zwar nicht ausdrÃ¼cklich, immerhin aber dem Sinn nach auf diese ErwÃ¤gungen verwiesen, wenn sie ausgefÃ¼hrt hat, die Vorinstanz bemÃ¤ngle zu Recht, dass das Projekt eine Vielzahl kaum aufeinander abgestimmter Stilelemente auf­weise und einen architektonischen Gestaltungswillen vermissen lasse, was sowohl den BaukÃ¶rper, als auch die Dach und die Fassadengestaltung mit den unmotiviert geformten Balkonen und insbesondere auch den Abschluss gegenÃ¼ber der G-strasse betreffe. Diese knappen AusfÃ¼hrungen kÃ¶nnen in Anbetracht der ausfÃ¼hrlichen ErwÃ¤gungen der ange­fochtenen Bauverweigerung als noch hinreichende BegrÃ¼ndung gelten; das gilt umso mehr, als die Beschwerdegegnerin in ihrer Rekursvernehmlassung ihre Ã¤stheti­sche WÃ¼rdigung eingehend erlÃ¤utert und ergÃ¤nzt hat. Insgesamt und im Zusammenhang mit den Akten lÃ¤sst sich den ErwÃ¤gungen der Vorinstanz mit hinreichender Klarheit ent­neh­men, dass und aus welchen GrÃ¼nden sie das Projekt als Ganzes fÃ¼r eine misslungene LÃ¶­sung der architek­to­ni­schen Aufgabe hÃ¤lt, an exponierter Lage einen grossen Baukubus in die dortige bauliche Um­gebung einzufÃ¼gen; das ist ausreichend fÃ¼r die von der Recht­sprechung geforderte Be­urteilung der Ã¤sthetischen Aspekte nach mÃ¶glichst objektivierten Kriterien (BGr, 21. Mai 1997, ZBl 99/1998, S. 175; RB 1998 Nr. 16). Sodann war, wie seine Eingabe zeigt, dem BeschwerdefÃ¼hrer die sachgemÃ¤sse Anfechtung ohne weiteres mÃ¶glich, und auch das Ver­waltungsgericht kann die angefochtene Anordnung auf ihre Kon­sistenz, RationalitÃ¤t und RechtmÃ¤ssigkeit Ã¼berprÃ¼fen. Wenn fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer nicht ersichtlich ist, wie er das Projekt Ã¤ndern soll, so liegt das nicht an der BegrÃ¼ndung der Bauverweigerung und des Rekursentscheids, sondern an der Art der dem Projekt vorge­wor­fenen gestalterischen MÃ¤n­gel, deren Behebung gegebenenfalls eine vollstÃ¤ndige Neu­konzeption erfordern wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">2. a) Die Baurekurskommission II hat die zu § 238 (Abs. 1) PBG entwickelten Grund­sÃ¤tze zutreffend dargelegt. Auf die betreffenden AusfÃ¼hrungen ist daher zu verwei­sen (§ 28 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit § 70 VRG). PrÃ¤zisierend ist anzufÃ¼gen, dass zwar allein gestÃ¼tzt auf § 238 PBG nicht generell der Verzicht auf ein nach der Bau- und Zonenordnung zulÃ¤ssiges Geschoss oder die zonengemÃ¤sse AusnÃ¼tzung verlangt oder be­stimmte Dachformen oder eine einheitliche Ausrichtung der Bauten durchgesetzt werden kÃ¶nnen; <span>nur in AusnahmefÃ¤llen, nÃ¤mlich wenn der Widerspruch zur baulichen Umgebung klar und krass ist, kann ein Verzicht auf die Realisierung des auf dem betreffenden Grund­stÃ¼cks zulÃ¤ssigen Volumens verlangt werden (RB 1990 Nr. 78; VGr, 6. Februar 1992, VB 91/0115; vgl. auch BGE 114 Ia 346 E. 4b). HierfÃ¼r sind besonders triftige GrÃ¼nde er­forderlich, wie eine besondere QualitÃ¤t der bestehenden Ãberbauung, eine weitherum zu­rÃ¼ckhaltend ausgeschÃ¶pfte AusnÃ¼tzung oder eine qualifizierte landschaftliche Empfindlich­keit. Auch wenn keine solchen GrÃ¼nde gegeben sind, kann aber die durch § 238 Abs. 1 PBG geforderte RÃ¼cksichtnahme eine auf die bauliche Umgebung abgestimmte Gliederung des zulÃ¤ssigen Bauvolumens verlangen oder ist ein GebÃ¤ude, das aufgrund seines Volu­mens sich aus dieser Umgebung heraushebt, besonders sorgfÃ¤ltig zu gestalten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">In verfahrensmÃ¤ssiger Hinsicht ist der Baurekurskommission beizupflichten, dass ihr zwar die Ermessenskontrolle zusteht, dass sie sich insofern jedoch ZurÃ¼ckhaltung auf­erlegt, wenn die Beurteilung der Einordnung durch die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde auf einer ver­tretbaren WÃ¼rdigung der massgeblichen SachumstÃ¤nde beruht. DemgegenÃ¼ber ist die Kog­nition des Verwaltungsge­richts von Gesetzes wegen eingeschrÃ¤nkt. Das Gericht kann nur rechtsverletzende Er­messensfehler korrigieren (§ 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 Abs. 2 lit. c VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>b) Bergseits der G-strasse steht nordwestlich des BaugrundstÃ¼cks eine grÃ¶s­sere Ãber­bauung mit zusammengebauten EinfamilienhÃ¤usern; die HÃ¤user orientieren sich zur Strasse hin und tragen SatteldÃ¤cher mit quer zum Hang verlaufenden Firsten; die Ãber­bauung ist stark gegliedert und erscheint damit als kleinmassstÃ¤blich; ihre architektonische QualitÃ¤t liegt, worauf die Beschwerdegegnerin in der Rekursvernehmlassung zutreffend hingewiesen hat, in der sorgfÃ¤ltigen Anordnung der BaukÃ¶rper um einen zentralen Aussen­raum. SÃ¼dÃ¶stlich des BaugrundstÃ¼cks finden sich je zwei Doppeleinfami­lienhÃ¤user; die WÃ¼r­digung dieser Bauten durch die Beschwerde­gegnerin als betreffend der Grundrisse und des rÃ¤umlichen GefÃ¼ges "qualitativ sehr hoch­stehend" ist ohne weiteres nachvollziehbar: Die Anordnung der klar gegliederten Baukuben nimmt sowohl auf die Topographie des BaugrundstÃ¼cks als auch auf die hangwÃ¤rts der G-strasse gelegene TerrassenÃ¼berbauung RÃ¼cksicht. Diese wiederum wird zu Recht als gutes Beispiel fÃ¼r eine Terrassensiedlung mit guter Integration in das Landschafts- und Siedlungsgebiet bezeichnet (Bauverwei­gerungs­be­schluss vom 20. MÃ¤rz 2000, Erw. 1a). Auf der vom BaugrundstÃ¼ck aus gesehen gegen­Ã¼berliegenden Seie der G-strasse findet sich sodann eine unauffÃ¤llige Satteldachbaute mit quer zum Hang verlaufendem First. Die bergwÃ¤rts der G-strasse nord­westlich und sÃ¼dÃ¶st­lich an das BaugrundstÃ¼ck angrenzenden Ãberbauungen halten gegen­Ã¼ber der Strasse einen Abstand von mindestens 12 m ein, sodass der Stras­senraum unge­achtet der bergseitigen StÃ¼tzmauern eine gewisse Offenheit gewinnt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie sich aufgrund des im Verfahren eingereichten Modells ohne weiteres erkennen lÃ¤sst, beansprucht die projektierte Baute mit der Massierung der zulÃ¤ssigen Baumasse im unteren GrundstÃ¼cksteil, mit der zur Strasse hin orientierten hohen Giebelfassade und ih­rem Hineinragen in den von den Nachbarbauten gewahrten Vorgartenraum im Kontext der bestehenden angrenzenden Bauten eine dominierende Stellung, aus der sich insbesondere auch angesichts der zumindest guten gestalterischen QualitÃ¤t der baulichen Umgebung ein entsprechender Anspruch an ihre Gestaltung ergibt. Diesem Anspruch wird das Projekt des BeschwerdefÃ¼hrers, wie die Baurekurskommission zutreffend erkannt und die Ã¶rtliche Bau­­behÃ¶rde eingehend dargetan haben, bei weitem nicht gerecht. Die kaum gegliederte Bau­masse erscheint im Rahmen der bestehenden Bebauung als Ã¼bergrosser FremdkÃ¶rper, welche Wirkung durch die leichte Drehung gegenÃ¼ber der Strassenachse noch verstÃ¤rkt wird. Im Gegensatz zu der in der Umgebung vorherrschenden sorgfÃ¤ltigen und auf das Ter­rain RÃ¼cksicht nehmenden Gliederung der BaukÃ¶rper erscheint die projektierte Baute als Klotz, dessen Ã¤ussere Gestalt als zufÃ¤llig erscheint. So wurde von der Beschwerdegegnerin zu Recht auf die sich in zahlreichen Vor- und RÃ¼cksprÃ¼ngen der Fassade Ã¤ussernde Kon­zeptlosigkeit des Volumens und die zufÃ¤llig wirkende Kombination von Gestaltungsele­men­ten hingewiesen, wie beispielsweise der einseitige Knick der DachflÃ¤che, die beliebige Formung und Anordnung der Balkone oder die Unterbrechung der DachflÃ¤che durch in unterschiedlicher HÃ¶he und GrÃ¶sse eingestreute Dachaufbauten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dieser wohl begrÃ¼ndeten Ã¤sthetischen Kritik vermag der BeschwerdefÃ¼hrer nichts Entscheidendes entgegenzuhalten. Wenn er geltend macht, es gebe keinerlei volumetrische WidersprÃ¼che, so Ã¤ndert das nichts daran, dass die Nord-Ost- und die Nord-West-Fassade den Eindruck eines zweiteiligen, die SÃ¼d-West- und die SÃ¼d-Ost-Fassade hingegen den Ein­­druck eines einteiligen BaukÃ¶rpers vermitteln. Seine AusfÃ¼hrungen zur Dach- und Fas­sadengestaltung bestÃ¤tigen nur, dass dafÃ¼r ZweckmÃ¤ssigkeitsÃ¼berlegungen den Ausschlag gaben; inwieweit ein gestalterisches Konzept verfolgt worden ist, womit dem Vorwurf der ZufÃ¤lligkeit der Verwendung von Gestaltungselementen entgegengetreten werden kÃ¶nnte, wird nicht dargelegt. Schliesslich trifft es zu, dass die Regelung von Nebenpunkten, die fÃ¼r die BewilligungsfÃ¤higkeit nicht von ausschlaggebender Bedeutung sind, in ein spÃ¤teres Ver­fahren verwiesen werden kÃ¶nnen. Um einen solchen Nebenpunkt geht es jedoch beim von der Vorinstanz gerÃ¼gten Abschluss zur G-strasse nicht: Weil das projektierte Ge­bÃ¤ude mit der ohnehin hohen Giebelseite nahe an die Strasse heranrÃ¼ckt und schon damit den Strassenraum dominiert (was durch die weit auskragenden Balkone noch verstÃ¤rkt wird), ist die Gestaltung des Vorgartens und der Einfahrt in die Tiefgarage fÃ¼r die Beurtei­lung der Einordnung von erheblicher Bedeutung; angesichts der geringen zur VerfÃ¼gung stehenden Vorgartentiefe ist es denn auch schwer vorstellbar, dass ein Abschluss gefunden werden kann, der den Eindruck eines von der G-strasse her Ã¼bermÃ¤chtigen GebÃ¤udes nicht noch verstÃ¤rkt. Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer auf seine bereits im Rekursverfahren erhobenen weiteren EinwÃ¤nde verweist, so Ã¼bersieht er, dass die projektierte Baute, wenn sie sich wie geplant durch Stellung und Volumen von der baulichen Umgebung abheben soll, diesem Anspruch auch in gestalterischer Hinsicht genÃ¼gen muss; ein Projekt das in dieser Hinsicht bestenfalls durchschnittliche QualitÃ¤ten aufweist, genÃ¼gt dafÃ¼r nicht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Ã¤sthetischen WÃ¼rdigungen des Bauvorhabens durch die Vorinstanzen erweisen sich jedenfalls nicht als rechtsverletzend. Die Beschwerde ist damit als unbegrÃ¼ndet abzu­weisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2.<span> </span></span><span>...<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>