400 22 201 Seite 7 von 13 Verfahren angesichts der in Griechenland hängigen Schei dungsklage nur noch um vorsorg- liche Massnahmen gehen könne, wobei ein entsprechender Antrag dafür benötigt werde. Die Vertreterin der Ehefrau hat daraufhin explizit vorsor gliche Massnahmen beantragt (vgl. erst- instanzliches Protokoll der Verhandlung vom 22. Juni 2022 , S. 2). Damit steht – entgegen der Darstellung des Ehemanns – fest, dass die Ehefrau im erstinstanzlichen Verfahren einen Antrag auf Erlass vorsorglicher Massnahmen im Sinne von Art. 276 ZPO gestellt hat. Zu prü- fen ist demnach nur noch, ob darüber hinaus ein weit erer Antrag auf Konversion des Ehe- schutzverfahrens in ein Verfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen im Scheidungsver- fahren notwendig gewesen wären. 2.4 Der Ehemann ist der Ansicht, dass die Konversion im Licht e der Dispositionsmaxime nicht zulässig gewesen sei, weil vorsorgliche Massnahmen gem äss Art. 276 ZPO nur auf entsprechenden Parteiantrag erlassen werden dürften. Es trifft zu und wird von der Gegen- seite auch gar nicht bestritten, dass für die Anordnung v orsorglicher Massnahmen im Schei- dungsverfahren grundsätzlich der Dispositionsgrundsatz gi lt und diese Massnahmen mithin beantragt werden müssen. Davon sind Anordnungen betre ffend die Kinderbelange ausge- nommen. Im vorliegenden Fall hat die Ehefrau – wie o ben ausgeführt – erwiesenermassen einen Antrag auf Erlass von vorsorglichen Massnahmen geste llt, wobei ihr Antrag um Erhö- hung der Unterhaltsbeiträge für die beiden gemeinsam en Kinder zweifellos die Kinderbelan- ge betrifft. Sie hat demnach ihr Gesuch um Eheschutzmassn ahmen resp. Abänderung von Eheschutzmassnahmen in ein Gesuch um vorsorgliche Massnahmen im Scheidungsverfah- ren umgewandelt. Damit hat sie aber gleichzeitig die Weiterführung des laufenden Ehe- schutzverfahrens als Verfahren betreffend vorsorgliche Massna hmen gemäss Art. 276 ZPO beantragt. Der Antrag der Ehefrau kann nicht anders verstanden werden, weil die Art der von ihr beantragten vorsorglichen Massnahmen üblicherweise i m Rahmen eines Scheidungsver- fahrens erlassen werden. Die gegenteilige Auffassung des Ehemanns, wonach nebst dem Antrag betreffend vorsorgliche Massnahmen ein weiterer A ntrag um Konversion erforderlich sei, erweist sich hingegen als überspitzt formalistisch. Diesbezüglich kann vollumfänglich auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. Ziff. 1.1 erstinstanzli- cher Entscheid). Die Ehefrau hätte ihr Gesuch vom 5. M ai 2022 im Übrigen ohne Weiteres an der erstinstanzlichen Verhandlung angebrachtermassen zurückziehen können, um unmit- telbar danach den Erlass vorsorglicher Massnahmen gemäss Ar t. 276 ZPO zu beantragen. Wenn sie so vorgegangen wäre, hätte sich der Ruf nach ein em weiteren Antrag bezüglich der Konversion kaum gestellt. Das Eheschutzverfahren wäre diesfalls vielmehr anlässlich der Verhandlung vom 22. Juni 2022 abgeschrieben und zeitglei ch ein neues Verfahren betref- fend vorsorgliche Massnahmen im Scheidungsverfahren eröffnet worden.