17. September 1985 N 1347 Erbschaftssteuerabkommen mit Schweden man gelegentlich abschaffen kann. Würden wir diese Auf- fassung vertreten, wäre es zweifellos richtig, wenn wir nichts als Provisorien schaffen würden. Insgesamt glaube ich, dass es nützlich ist, einmal eine definitive Ordnung zu schaffen. Diese definitive Ordnung ist Voraussetzung dafür, dass eine Lösung gefunden werden kann, die auch das Problem der Taxe occulte etwas redu- ziert. Ich möchte immerhin festhalten, dass die Taxe occulte erst durch die Diskussion um die Mehrwertsteuer die Auf- merksamkeit erlangte. Vorher hat niemand in diesem Land von einer Taxe occulte gesprochen. Die Belastung durch die Taxe occulte beträgt übrigens nur 1 Prozent. Sie ist also im Verhältnis zu anderen Kostenfaktoren wie Wechselkurs- schwankungen relativ klein. Man sollte dementsprechend die Sache nicht zu sehr dramatisieren. Die Kommission Heimann hat bekanntlich verschiedene Vorschläge zum Ausgleich der Taxe occulte unterbreitet. Wenn man aber diese Liste mit allen Stellungnahmen zu den einzelnen Vorschlägen mit Befürwortern und Gegnern anschaut, dann kann man sich relativ leicht ausrechnen, wenn wir eine solche Vorlage unterbreiten, dass wir unge- fähr die gleiche Diskussion haben wie heute; denn es ist ganz selbstverständlich, dass beispielsweise auch die Energiesteuer wieder darin ist. Wenn man heute gesagt hat, es sei sehr schwierig, die Umsatzsteuer bei der Energie zu erheben, muss man sagen: Es wird auch nachher trotzdem möglich sein. Man muss sich auch bewusst sein, dass wir vor 1958 auch eine Besteuerung der Energie durch die Warenumsatzsteuer gehabt haben; auch damals ging es. Herr Ammann hat dargelegt, die Taxe occulte würde die Arbeitsplätze in der Schweiz gefährden. Ich habe bereits dargelegt, dass die Belastung durch die Taxe occulte im einzelnen nicht so gravierend ist, selbst wenn sie eine Inve- stitionssteuer ist. Umgekehrt muss man heute feststellen, dass für die Schaffung von Arbeitsplätzen sehr viel Kapital notwendig ist. Wichtiger als diese Taxe occulte ist dement- sprechend der Zinssatz. Wenn wir nun einen geordneten Haushalt anstreben, haben wir auch die Grundlagen dafür gelegt, dass wir in der Schweiz einen tiefen Zinssatz für Darlehen haben können. Aus diesem Grund muss die Haus- haltsanierung trotz allem prioritär sein. Bevor wir die Taxe occulte beseitigen, ist diese Verfassungs- revision vorzunehmen, obwohl die heutige Finanzordnung noch bis 1994 gilt. Es ist nicht meine Auffassung, dass man so lange mit diesen Problemen zuwarten sollte. Zum anderen ist es für mich etwas erstaunlich, wenn man hier diese Vorlage aus dem einfachen Grund bekämpft, weil man für eine Energiesteuer gewesen wäre oder für eine Lenkungssteuer. Wenn es einem mit dem Umweltschutz ernst ist, müsste man eigentlich dieser Vorlage zustimmen, denn durch die Belastung der Energie mit einer Steuer wird zweifellos tendenziell mehr gespart werden. Damit leisten wir sicher einen Dienst an unserer Umwelt und abgesehen davon auch für die Finanzen. Die Belastung der Haushalte durch eine solche Steuer ist ebenfalls angekreidet worden. Man kann aber keine indirek- ten Steuern einführen, die keine Belastung bringen. Es ist einigermassen erstaunlich, Herr Dirren, wenn man hier von der zusätzlichen Belastung spricht. Ich erinnere mich sehr gut, dass das Parlament bei den Wasserzinsen weit über die Vorschläge des Bundesrates hinausgegangen ist. Das hat auch Konsequenzen für den Haushalt und für die Industrie. Dort hat man offenbar nicht gefunden, das sei eine beson- dere Belastung, sondern man könne sie ohne weiteres akzeptieren. Erstaunt bin ich auch etwas darüber, wenn man dauernd davon spricht, der Anteil der direkten Steuern sei verhältnismässig zu hoch; man müsse mehr indirekte Steu- ern erheben. Wenn der Bundesrat aber eine solche Vorlage bringt, dann stimmt und votiert man dagegen. So ist es schwierig, einen Weg zu finden, der zu einem vernünftigen Ziel führen kann. Abschliessend möchte ich Sie bitten, auf diese Vorlage einzutreten und den Rückweisungsantrag abzulehnen, denn wenn wir die Taxe occulte ausgleichen wollen, hat das mit diesem Geschäft nichts mehr zu tun: Es ist ein mittelfristiges Problem. Kurzfristig wird sich der Bundesrat und insbeson- dere das Finanzdepartement im Falle der Ablehnung zwei- fellos etwas anderes einfallen lassen müssen. Präsident: Sie haben zu entscheiden. Ich stelle zunächst den Nichteintretensantrag der Kommission dem Antrag des Bundesrates und von Herrn Steffen auf Eintreten gegen- über. Falls Sie Eintreten beschliessen, stimmen wir nachher über den Rückweisungsantrag von Herrn Basler ab. Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission (Nichteintreten) 103 Stimmen Für Eintreten 36 Stimmen An den Ständerat - Au Conseil des Etats #ST# 79.035 Erbschaftssteuerabkommen mit Schweden Convention en matière d'impôts sur les successions avec la Suède Botschaft und Beschlussentwurf vom 23. Mai 1979 (BBI II, 277) Message et projet d'arrêté du 23 mai 1979 (FF II, 285) Beschluss des Ständerates vom 10. Juni 1985 Décision du Conseil des Etats du 10 juin 1985 M. Borei soumet, au nom de la Commission des affaires économiques, le rapport écrit suivant: Le 6 septembre 1979, la convention en matière d'impôts sur les successions, avec la Suède, a été soumise à la Commis- sion du commerce extérieur du Conseil des Etats, en même temps qu'un protocole modifiant la convention suédo- suisse en matière d'impôts sur le revenu et sur la fortune. Donnant suite à une proposition du chef du Département fédéral des finances, cette commission renvoya l'ensemble du projet pour permettre l'ouverture de nouvelles négocia- tions avec la Suède, quand bien même la convention en matière d'impôts sur les successions n'était pas contestée, à l'époque déjà. Comment en est-on arrivé à cette situation singulière? Lors- que le protocole portant modification de la convention avec la Suède en matière d'impôts sur le revenu et sur la fortune a été signé, l'administration n'était pas renseignée sur la réglementation ci-après: en Suède, il n'est pas possible d'imposer a posteriori les pensions et les rentes des salariés dont les employeurs entretiennent eux-mêmes une caisse de pensions et de rentes. On peut imposer en revanche le revenu des assurés (c'est-à-dire 60 pour cent des intéressés) qui sont affiliés à l'établissement suédois semi-étatique de pensions et de rentes. Dans ces conditions, le protocole aurait abouti à un traitement inégal, voire inéquitable de ces deux catégories d'assurés. Les nouvelles négociations ont amené la Suède à renoncer au protocole en question. La convention en matière d'impôts sur les successions: La présente convention est destinée à remplacer celle de 1948. Voici en résumé les points principaux: - La double imposition est désormais éliminée au moyen de l'imputation (des impôts suisses sur les impôts suédois) et non plus par la méthode de l'exonération, précédemment en vigueur. - Les biens immobiliers situés en Suisse des ressortissants suisses décédés en Suède restent exonérés de l'impôt sué- dois. - Par analogie à la convention de 1965 en matière d'impôt sur le revenu et sur la fortune, un droit subsidiaire d'imposi-Interpellation Villiger 1348 N 17 septembre 1985 tion, limité dans le temps (à cinq ans), a été concédé à la Suède pour les successions de ressortissants suédois qui avaient transféré leur domicile en Suisse, à condition que ceux-ci aient également eu un domicile en Suède dans les cinq ans précédant le décès. - La convention révisée ne s'applique pas non plus aux donations entre vifs. - Comme c'était le cas précédemment déjà, la fortune mobilière d'exploitation des établissements stables d'une entreprise est imposable dans l'Etat où cet établissement stable est situé. Ce principe est étendu, dans la nouvelle convention, à la fortune mobilière qui appartient à une base fixe servant à l'exercice d'une profession libérale. - La convention révisée ne contient pas de clause pré- voyant l'échange d'informations. - Les conséquences financières de la convention révisée ne diffèrent guère de celles qui résultent de l'ancienne. Antrag der Kommission Die einstimmige Kommission beantragt, auf die Vorlage einzutreten und dem Bundesbeschlussentwurf über ein neues Erbschaftssteuerabkommen mit Schweden zuzu- stimmen. Proposition de la commission La commission propose, à l'unanimité, d'entrer en matière sur ce projet et d'adopter le projet d'arrêté fédéral approu- vant une convention en matière d'impôts sur les succes- sions avec la Suède. Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière Detailberatung - Discussion par articles Titel und Ingress, Art. 1 und 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Titre et préambule, art. 1 et 2 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Angenommen - Adopté Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für die Annahme des Beschlussentwurfes 132 Stimmen (Einstimmigkeit) An den Bundesrat - Au Conseil fédéral #ST# 85.007 Warenkontrollen an den Grenzen. Übereinkommen Contrôles des marchandises aux frontières. Convention Botschaft und Beschlussentwurf vom 20. Februar 1985 (BBI l, 1213) Message et projet de loi du 20 février 1985 (FF l, 1193) Beschluss des Ständerates vom 10. Juni 1985 Décision du Conseil des Etats du 10 juin 1985 Antrag der Kommission Eintreten und Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Proposition de la commission Entrer en matière et adhérer à la décision du Conseil des Etats M. Borei présente, au nom de la Commission des affaires économiques, le rapport écrit suivant: Une étude de la Commission économique de l'ONU pour l'Europe est à l'origine de la Convention internationale sur l'harmonisation des contrôles des marchandises aux fron- tières, laquelle vise à harmoniser les conditions d'exercice des contrôles douaniers, ainsi qu'à faciliter le commerce international et à éliminer des obstacles aux frontières. Comme il s'agit en l'occurrence d'une convention-cadre, elle pourrait aussi à un stade ultérieur servir le cas échéant, de base légale pour l'élaboration d'autres conventions bila- térales ou multilatérales. Le champ d'application n'est pas limité aux pays de la Commission économique pour l'Eu- rope; peuvent aussi adhérer à cet instrument de portée mondiale tous les Etats ainsi que les organisations régio- nales d'intégration économique. La Hongrie, la Suisse, puis les Etats membres de la Communauté économique euro- péenne, la Communauté elle-même et la Yougoslavie ont été les premiers signataires de la convention. A ce jour, la Hongrie et l'Espagne ont déposé respectivement leurs ins- truments de ratification et d'adhésion. La Suisse a de tout temps attaché une grande importance aux mesures prises au niveau international ayant pour objectif de faciliter le commerce international et d'éliminer les obstacles aux frontières. C'est pourquoi elle a participé activement aux travaux d'élaboration de cette convention. Quand bien même, au cours de la discussion, un certain scepticisme s'est fait jour au sein de la commission quant aux chances qu'a cette convention de passer dans les faits, la commission unanime a néanmoins déc:dé d'entrer en matière sur le projet d'arrêté fédéral concernant l'adoption de ce document et de recommander à votre conseil de l'approuver. Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière Detailberatung - Discussion par articles Titel und Ingress, Art. 1 und 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Titre et préambule, art. 1 et 2 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Angenommen - Adopté Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Beschlussentwurfes 142 Stimmen (Einstimmigkeit) An den Bundesrat - Au Conseil fédéral #ST# 84.928 Interpellation Villiger. Finanzplatz Schweiz. Rahmenbedingungen Place financière suisse. Conditions générales Siehe Seite 1289 hiervor- Voir page 1289 ci-devant Diskussion - Discussion Villiger: Im Anschluss an die Übernahme einer englischen Broker-Firma durch eine schweizerische Grossbank habe ich den Bundesrat nach seiner Beurteilung der Rahmenbe-Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Erbschaftssteuerabkommen mit Schweden Convention en matière d'impôts sur les successions avec la Suède In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1985 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 02 Séance Seduta Geschäftsnummer 79.035 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 17.09.1985 - 08:00 Date Data Seite 1347-1348 Page Pagina Ref. No 20 013 675 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.