B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-6509/2013 U r t e i l v o m 2 7 . A u g u s t 2 0 1 4 Besetzung Richterin Marianne Ryter (Vorsitz), Richter Christoph Bandli, Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot, Gerichtsschreiber Stephan Metzger. Parteien A. _______, vertreten durch lic. iur. Christian Jaeggi, Rechtsanwalt, Monbijoustrasse 34, Postfach 7222, 3001 Bern, Beschwerdeführer, gegen SBB AG, Human Resources, Rue de la Carrière 2a, 1701 Fribourg, Vorinstanz. Gegenstand Auflösung des Arbeitsverhältnisses. A-6509/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. A. _______ war seit 1. September 2010 für die Schweizerischen Bundes- bahnen SBB in der Division (…) tätig, zunächst als (…), zuletzt seit 1. März 2012 als Fachspezialist Controlling (Funktionsbezeichnung), Se- nior Controller (Beschäftigungsbezeichnung). B. Am 25. Januar 2011 erlitt A. _______ eine Hirnverletzung, welche ihn in der Folge in seiner Arbeitsfähigkeit einschränkte. Zunächst war er zu 100% krankgeschrieben. Am 20. März 2011 erfolgte die Anmeldung bei der Invalidenversicherung , am 29. März 2011 erstellte die SBB einen Reintegrationsplan. Ab Sommer 2011 wurde mit der beruflichen Rei n- tegration begonnen. B.a Zunächst machte sich A. _______ wieder mit Abläufen und Anw en- dungen im Controlling vertraut . Im November 2011 wurde beschlossen, dass A. _______ nach der Reorganisation des Berei chs Controlling im Sinne eines Versuches einfachere, wiederkehrende Controllingtätigkeiten zugewiesen bekommen solle. B.b Von März bis November 2012 war A. _______ einem neuen Team bei SBB (…) zugeordnet, wobei die bisherige positive Entwicklung in der b e- rufliche Reintegration durch veränderte Rahmenbedingungen negativ b e- einflusst wurde. Im August 2012 wurde festgestellt, das s die Ausübung der Funktion des Junior-Controllers bei SBB (…) unter diesen Rahme n- bedingungen nicht möglich ist. In Zusammenarbeit mit der Invalidenversi- cherung X. _______ (nachfolgend: IV X. _______) wurde eine Begleitung (Jobcoaching) zugesprochen. B.c Eine Möglichkeit für einen Arbeitseinsatz mit selbständig zu erled i- genden wiederkehrenden Tätigkeiten wurde im Bereich Finanzen Debit o- ren gefunden, wo A. _______ ab Dezember 2012 mit einer Präsenzzeit von 50% arbeitete. Diese konnte bis zum Abschluss dieses Arbeitseinsat- zes Ende August 2013 auf 80% gesteigert werden. B.d Im September 2013 fand auf Wunsch von A. _______ und auf Ersu- chen der IV X. _______ ein vierwöchiges Arbeitstraining im Bereich Cont- rolling bei SBB (…) statt mit dem Ziel, A. _______ ein Feedback über dessen Fähigkeiten im Bereich Controlling zu geben. A-6509/2013 Seite 3 C. Am 15. März 2013 bestätigte der Medical Service der SBB AG (nachfo l- gend: Medical Service) die definitive mangelnde medizinische Tauglic h- keit für die angestammte Tätigkeit von A. _______ als Senior Controller. In der Folge teilte die SBB am 23. August 2013 diesem ihre Absicht mit, das Arbeitsverhältnis aufzulösen. D. Mit Einsprache vom 2. bzw. 26. September 2013 wandte sich A. _______ gegen diese Absicht und ersuchte um Fortsetzung des Arbei tsverhältnis- ses sowie die Durchführung einer korrekten beruflichen Reintegration bzw. um eine differenzierte Beurteilung der medizinischen Tauglichkeit. E. Am 21. Oktober 2013 wies die SBB diese Begehren ab und verfügte die Auflösung des Arbeitsverhältnisse s wegen mangelnder medizinischer Tauglichkeit unter Einhaltung der drei monatigen Kündigungsfrist per 31. Januar 2014. Ausserdem wurde festgestellt, dass der Anspruch auf Lohnfortzahlung per 30. September 2013 endete. Der Entscheid wurde im Wesentlichen damit begründet, dass die hohen beruflichen Anforderungen an die Funktion eines Fachspezialisten Con - trolling/Senior Funktionscontroller nach Einschätzungen des Medical Se r- vices nicht voll erfüllt werden könnten . Verschiedene umfassende Rei n- tegrationsbestrebungen seien getroffen worden, um eine Wiedereingli e- derung in den Arbeitsprozess zu ermöglichen, doch seien diese Bes tre- bungen ohne Erfolg geblieben. D eshalb sei eine Rückkehr von A. _______ in seine angestammte Funktion aufgrund der mangelnden medizinischen Tauglichkeit nicht mehr möglich. F. Gegen diese Verfügung erhebt A. _______ (nachfolgend: Beschwerd e- führer) mit Eingabe vom 20. November 2013 Beschwerde beim Bunde s- verwaltungsgericht. Er beantragt sinngemäss, die Sache sei zur Neua b- klärung an die Vorinstanz zurückzuweisen, eventualiter sei die Vorinstanz zu verpflichten, den Beschwerdeführer weiter zu beschäftigen und sub e- ventualiter sei die Vorinstanz zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine angemessene Entschädigung auszurichten. Im Weiteren beantragt e r die Gewährung der unentgeltliche Rechtspflege. Er begründet seine Begeh- ren im Wesentlichen damit, es sei nicht klar, auf welcher Grundlage der Medical Service eine mangelnde medizinische T auglichkeit erkenne, A-6509/2013 Seite 4 schliesslich sei der Bericht des Spitals Z. _______ vom 4. Dezember 2012 nicht echtzeitlich und deshalb nicht geeignet, den Entscheid vom 21. Oktober 2013 zu begründen. Hingegen halte nämlich ein Bericht der Rehaklinik Y . _______ vom 14. Mai 2013 fest, dass neben leichten kogni- tiven Defiziten im Ber eich Informationen erfassen bzw. reduzierter sprachlicher Ausdrucksfähigkeit auch erhebliche Verbesserungen zu e r- kennen seien. G. Mit Schreiben vom 5. Dezember 2013 zieht der Beschwerdeführer das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege zurück. H. Mit Vernehmlassung vom 15. Januar 2014 beantragt die SBB (nachfo l- gend: Vorinstanz), die Beschwerde sei vollständig abzuweisen und ver- weist zur Begründung ihres Antrags im Wesentlichen auf die Verfügung vom 21. Oktober 2013. Aus den Ar ztberichten gehe im Ü brigen herv or, dass die verbliebenen kognitiven Fähigkeiten der Funktion des Senior Controller resp. der angestammten Funktion des Beschwerdeführers nicht mehr genügen würden . Ausserdem habe sie die Lohnfortzahlungs- pflicht zweimal verlängert und das Möglic he getan, um den Beschwerd e- führer zu reintegrieren. I. In seiner Replik vom 14. März 2014 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest und führt sinngemäss aus, der Entscheid, es fehle an der medizinischen Tauglichkeit, sei nicht aufgrund einer ärztlich en Unters u- chung ergangen und die Reintegrationsmassnahmen seien nicht mit den notwendigen Anstrengungen durchgeführt worden. Ausserdem reicht er einen psychologischen Bericht der Rehaklinik Y . _______ vom 13. Febru- ar 2014 zu den Akten. J. Mit ihrer Duplik vom 4. April 2014 hält die Vorinstanz an ihrem Antrag fest und ergänzt, es sei alleinige Aufgabe des Medical Service, über die man- gelnde medizinische Tauglichkeit zu befinden. A-6509/2013 Seite 5 K. In seinen Schlussbemerkungen vom 8. Mai 2014 hält der Beschwerd e- führer an seinen Anträgen und Ausführungen fest und verweist insbeson- dere darauf, dass vor dem Entscheid, das Arbeitsverhältnis aufzulösen, kein tauglicher Arbeitsversuch in der angestammten Tätigkeit durchg e- führt worden sei. L. Auf die weiteren Vorbringen d er Parteien sowie bei den Akten liegenden Schriftstücke wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Die Bestimmungen über das Dienstverhältnis des Bundespersonals finden auch auf das Personal der SBB Anwendung (Art. 15 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 1998 über die Schweizerischen Bunde s- bahnen [SBBG, SR 742.31] und Art. 2 Abs. 1 Bst. d des Bundespersonal- gesetzes vom 24. März 2000 [BPG, SR 172.220.1]). Entsprechend kommt den SBB bei arbeitsrechtlichen Streitigkeiten gegenüber Ang e- stellten Verfügungsbefugnis zu (Art. 34 Abs. 1 BPG). Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 des Verwa l- tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwer- den gegen Verfügu ngen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D e- zember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), s o- fern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist und eine Vorinstanz im Sinne von Art. 33 VGG entschieden hat. Die SBB als spezialgesetzl i- che Aktiengesellschaft (vgl. Art. 2 Abs. 1 SBBG) sind eine Vorinstanz g e- mäss Art. 33 lit. h VGG und es besteht im vorliegend zur Beurteilung st e- henden Bereich des Bundespersonalrechts keine Ausnahme nach Art. 32 VGG. Gemäss Art. 36 Abs. 1 BPG können Verfügungen des Arbeitgebers mit Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht angefochten werden. Damit ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden B e- schwerde gegen den Entscheid der Vorinstanz vom 21. Oktober 2013 zu- ständig. A-6509/2013 Seite 6 1.2 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat, durch die angefochtene Ve r- fügung besonders berührt ist und ein aktuelles schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Der Beschwerdeführer ist fo r- meller und materieller Verfügungsadressat und hat ein aktuelles schut z- würdiges Interesse an der Aufhebung oder Abänderung der angefocht e- nen Verfügung. Er ist daher zur Beschwerde legitimiert. 1.3 Auf die im Übrigen frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 und 52 VwVG) ist daher einzutreten. 2. Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet mit uneingeschränkter Kogn i- tion und überprüft die angefochtene Verfügung auf Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger und unvollständiger Feststellung des rechtse r- heblichen Sachverhalts – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG). Es auferlegt sich allerdings dann eine gewisse Zurückhaltung, wenn der Entscheid besondere Fachkenntnisse voraussetzt, denen es nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen hat, und die Vorinstanz ihren Entscheid gestützt auf die Berichte von Fachbehörden gefällt hat. In solchen Fällen hat das Bundesverwaltungsgericht primär zu klären, ob alle berührten I n- teressen ermittelt und beurteilt sowie ob bei der Entscheidfindung die möglichen Auswirkungen berücksichtigt wurden. Es untersucht daher l e- diglich, ob sich die Vorinstanz von sachgerechten Erwägungen hat leiten lassen und weicht nicht leichthin von deren Auffassung ab. Vorausse t- zung für diese Zurückhaltung ist allerdings, dass es im konkreten Fal l keine Anhaltspunkte für eine unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gibt und davon ausgegangen werden kann, dass die Vorinstanz die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfassend vorgeno m- men hat (BGE 133 II 35 E. 3, mit Hinweisen; Urteile des Bundesverwa l- tungsgerichts A-5859/2012 vom 15. Mai 2013 E. 2, A -134/2012 vom 13. Juli 2012 E. 2, A-734/2011 vom 11. Juli 2011 E. 5.1, A-8233/2010 vom 27. Dezember 2011 E. 2, A-438/2009 vom 1. März 2011 E. 19.7 s owie A- 2424/2007 vom 4. April 2008 E. 4.4; ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwa l- tungsgericht, 2. Aufl., Basel 20 13, Rz. 2.160, ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl ., Züri ch 2010, Rz. 446c f.). A-6509/2013 Seite 7 3. 3.1 Gemäss dem allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsatz ist in der Regel dasjenige materielle Recht massgeblich, das im Zeitpunkt der Verwirklichung des streitigen Sachverhalts Geltung hat. Das Bundesve r- waltungsgericht überprüft die Rechtmässigkeit eines angefochtenen Ve r- waltungsakts deshalb in der Regel anhand der bei dessen Ergehen ge l- tenden materiellen Rechtslage (vgl. BGE 129 II 497 E. 5.3.2 m.w.H.; Ur- teil des Bundesgerichts 2C_559/2011 vom 20. Januar 2012 E. 1.4 m.w.H.; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-5381/2013 vom 8. Mai 2014 E. 3.1 und A-5333/2013 vom 19. Dezember 2013 E. 3). 3.2 Die angefochtene Verfügung erging am 21. Oktober 2013, mithin nach Inkrafttreten der Revision des Bundespersonalrechts per 1. Juli 2013. Bezüglich dieser besteht – vom hier nicht massgeblichen Art. 116e der Bundespersonalverordnung vom 3. Juli 2001 ( BPV, SR 172.220.111.3) abgesehen – keine Übergangsregelung. Die ang e- fochtene Verfügung ist demnach entsprechend der vorstehend dargele g- ten allgemeinen intertemporalrechtlichen Regel grundsätzlich anhand des massgeblichen revidierten Bundespersonalrechts zu überprüfen (vgl. PE- TER HELBLING, in: Wolfgang Portmann/Felix Uhlmann [Hrsg.], Stämpflis Handkommentar zum Bundespersonalgesetz [BPG], Bern 2013 [nachfol- gend: Handkommentar BPG], Art. 41 Rz. 6). Dieses unterscheidet sich hinsichtlich der hier im Zentrum des Interesses stehenden Gründe für die ordentliche Kündigung eines unbefristeten Arbeitsverh ältnisses insofern vom bisherigen Recht, als zusätzlich zu den bisherigen, weiterhin gelte n- den Kündigungsgründen (vgl. Art. 10 Abs. 3 Bst. a-f BPG bzw. Art. 12 Abs. 6 Bst. a-f BPG in der Fassung vom 24. März 2000 [AS 2001 894 ]) eine Kündigung auch aus ande ren sachlich hinreichenden Gründen in Frage kommt (vgl. Art. 10 Abs. 3 BPG; siehe auch Botschaft des Bundes- rates vom 31. August 2011 zu einer Änderung des BPG, in: Bundesblatt [BBl] 2011 6703, 6714 [nachfolgend: Botschaft zum BPG]). 4. 4.1 Die Vorinstanz beruft sich auf den Kündigungsgrund von Ziff. 182 Bst. c i.V.m. Ziff. 140 Abs. 1 des Gesamtarbeitsvertrages SBB 2011 vom 21. Dezember 2010 (nachfolgend: GAV SBB ), welcher sich auf die in Art. 10 Abs. 3 Bst. c BPG festgelegte Regelung stützt. Demnach kann der Arbeitgeber das unbefristete Arbeitsverhältnis wegen mangelnder Ei g- nung, Tauglichkeit oder Bereitschaft, die im Arbeitsvertrag vereinbarte Ar-A-6509/2013 Seite 8 beit zu verrichten, ordentlich künd igen. Sie bringt zur Begründung vor, ihr Vertrauensarzt (Medical Service) habe festgestellt, dass der Beschwerde- führer auch nach zweijähriger Therapie nicht mehr in der Lage sei, das von der Funktion des Senior Controller geforderte Anforderungsprofil zu erfüllen. Die Vorinstanz führt weiter aus, es sei alleinige Aufgabe des Me- dical Service aufgrund der Arztberichte über die mangelnde medizinische Tauglichkeit zu befinden. Bei ihrem Entscheid ford ere sie nie eine detail- lierte Begründung der Empfehlung des Medical Service, da dies im W i- derspruch zum Arztgeheimnis stehen würde, und stütze sich stattdessen auf die entsprechenden Gutachten und Empfehlungen des Medical Servi- ce. Da ihr der Einblick in die medizinischen Akten verwehrt geblieben sei, habe sie auch nicht mit den medizinischen Gründen und der Diagnose für den Befund der mangelnden medizinischen Tauglichkeit vertieft argumen- tieren können. Im Weiteren habe sie sich b ei ihrem Entscheid auf die Be- richte aus den Arbeitsversuchen gestützt. 4.2 Der Beschwerdeführer macht demgegenüber sinngemäss geltend, der Medical Service habe seine Bestät igung der mangelnden medizini- schen Tauglichkeit vorgenommen, ohne ihn einer direkten Untersuchung zu unterziehen , und ausserdem seien die verwendeten Arztberichte zu wenig zeitnah, als dass sie als Grundlage für den Entscheid dienen könn- ten. Die Vorinstanz sei somit ihrer Obliegenheit, den Kündigungsgrund nachzuweisen, nicht nachgekommen. Im Übrigen habe keine medizin i- sche Auseinandersetzung mit den Anforderungen an die Funktion und die Tätigkeiten des Controllers stattgefunden. 4.3 Als Angestellter der SBB untersteht der Beschwerdeführer grundsätz- lich dem Bundespersonalgesetz (vgl. E. 1.1). Die SBB regeln das Arbeits- verhältnis durch den GAV SBB näher (Art. 6 Abs. 3 i.V.m. Art. 38 BPG; Art. 15 Abs. 2 SBBG). Gemäss Ziff. 127 GAV SBB kann die SBB die A b- klärung der gesundheitlichen Situation durch ihren Vertrauensarzt verla n- gen, wenn der Gesundheitszustand eines Mitarbeiters die Tauglichkeit, Einsetzbarkeit oder Sicherheit beeinflusst. Dessen Feststellungen bilden die Grundlage für die Anwendung der arbeitsrechtl ichen Bestimmungen. Beurteilt der Vertrauensarzt die Arbeitsfähigkeit anders als der behan- delnd Arzt, ist für die SBB die Beurteilung des Vertrauensarztes massg e- bend (Ziff. 128 GAV SBB). Unter den Begriff der fehlenden Eignung bzw. Tauglichkeit gemäss Art. 10 Abs. 3 Bst. c BPG fallen all jene objektiven, nicht vom Arbeitnehmer ver- schuldeten Gründe, die mit dessen Person in Zusammenhang stehen, A-6509/2013 Seite 9 und ihn nicht oder nur ungenügend in die Lage versetzen, die vereinbarte Arbeit zu leisten. Gesundheitliche Probleme können ein deutliches Indiz einer bestehenden Untauglichkeit oder Ungeeignetheit sein. Aus dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit folgt inde s, dass in K rankheitsfällen nur dann von einer mangelnden Tauglichkeit ausgegangen werden kann, wenn dieser Zustand über längere Zeit andauert und eine Besserung i n- nert angemessener Frist nicht absehbar ist. Wie sich diese Frist b e- stimmt, ist allerdings dem BPG nicht zu entnehmen und darf auch nicht aus der Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers von zwei Jahren abg e- leitet werden. Die mangelnde Eignung, aber auch die mangelnde medizi- nische Tauglichkeit, sind objektive, nicht vom Arbeitnehmer verschulde te Hinderungsgründe. Sie dürfen nicht leichthin angenommen werden, muss der Arbeitgeber gemäss Art. 19 Abs. 1 BPG doch alle Möglichkeiten einer zumutbaren Weiterbeschäftigung ausschöpfen, bevor er einem Angestell- ten ohne dessen Verschulden kündigt. Der Angestellte wurde schliesslich im Hinblick auf eine spezifische Tätigkeit, für welche er entsprechende Voraussetzungen mitzubringen hat, angestellt. Zeigt sich ein Mangel erst nach abgelaufener Probezeit, während deren Dauer der Arbeitgebe r den Arbeitnehmer hinreichend beurteilen konnte, so ist dieser zunächst durch geeignete Weiterbildung oder Umgestaltung des Arbeitsverh ältnisses zu beheben (BVGE 2007/34 E. 7.2; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-4973/2012 vom 5. Juni 2013 E. 7.1, A-6543/2012 vom 22. April 2013 E. 3.3.3 und A-2907/2011 vom 1. Dezember 2011 E. 6.1 je mit Hinweisen; NÖTZLI, in: Handkommentar BPG, Art. 12 Rz. 35 f.). 4.4 Dass der Beschwerdeführer Ende Januar 2011 einen Schlaganfall er- litt, aufgrund dessen er zu 100% krankgeschrieben werden musste und der den gemäss Ziff. 154 ff. GAV SBB vorgesehenen Reintegrationspro- zess auslöste, ist unbestritten. Hingegen rügt der Beschwerdeführer, der Medical Service habe den für die Feststellung der mangelnden medizin i- schen Tauglichkeit – und somit für die Grundlage zur Auflösung des A r- beitsverhältnisses – massgeblichen Sachverhalt in ungenügender Weise abgeklärt. 4.4.1 Gemäss Verfügung vom 21. Oktober 2013 stützte d er Medical Ser- vice seinen per 15. März 2013 (interne Bestätigung der mangelnden me- dizinischen Tauglichkeit gegenüber dem Case Manager) gefällten resp. am 11. Juni 2013 mit dem Beschwerdeführer mündlich besprochenen und am 23. August 2013 schriftlich ausgefertigten Entscheid auf die Arztbe- richte des S pitals Z. _______ vom 4. Dezember 2012 betreffend A b-A-6509/2013 Seite 10 schlussuntersuchung sowie auf die Berichte der Rehaklinik Y . _______ vom Mai 2011 resp. Mai 2013. 4.4.2 Es darf als allgemein bekannt bezeichnet werden, dass die Thera- pie von Schlaganfallpatienten ein langer – oft Jahre dauernder – Prozess ist, in dessen Verlauf sich Fortschritte oft nur sehr langsam einstellen. Ebenso gilt als bekannt, dass die se Fortschritte in einer Therapie Schwankungen unterworfen sind, jedoch nie absolut als beendet erklärt werden können. Dies belegt auch die vom Beschwerdeführer beigebrach- te t abellarische Darstellung des testpsychologischen Befundes der R e- haklinik Y . _______, welcher s ich im Anhang des Psychologischen B e- richts vom 13. Februar 2014 findet und betreffend der gesundheitlichen Entwicklung des Beschwerdeführers Schlüsse in zeitlicher Hinsicht z u- lässt. 4.4.3 Der Arztbericht vom 4. Dezember 2012 war im Zeitpunkt de r Emp- fehlung des Medical Service vom 15. März 2013 gut drei Monate alt. In Anbetracht dessen, dass Veränderungen im Gesundheitszustand von Schlaganfallpatienten Zeit beanspruchen und über längere Zeitabschnitte beurteilt werden müssen, kann der erwähnte Abschlussbericht als ausrei- chend zeitnah bezeichnet werden. Ausserdem muss angenommen we r- den, dass d ie Empfehlung des Medical Service auch mit einem neueren Arztbericht kaum anders ausgefallen wäre. Der Medical Service durfte demnach diesen Bericht zu Recht in seine Einschät zung des Gesun d- heitszustandes einbeziehen. Hingegen ist es nicht nachvollziehbar, wenn die Vorinstanz auch den Bericht der Rehaklinik Y . _______ vom Mai 2013 als Grundlage für den Entscheid aufführt. Vielmehr dürfte dieser nach Bedarf zur mündlichen Erläuterung des Entscheides vom Juni 2013 sowie dessen schriftliche Bestätigung durch HR Shared Source Center vom 23. August 2013 beigezogen worden sein. Jedenfalls kann er nicht als Basis des am 15. März 2013 gefassten Grundsatzentschluss es bezeich- net werden. 4.4.4 Trotzdem kann – auch vor dem Hintergrund der intensiven Begle i- tung des Beschwerdeführers durch das Case Management der Vori n- stanz, welche zu einer umfangreichen Berichterstattung aus dessen th e- rapeutischem Umfeld geführt hat – die Berichtslage als aktuell und schlüssig bezeichnet werden. Im Weiteren gilt es als wahrscheinlich, dass diese Fachberichte zu einem zuverlässigeren Bild der Sachlage beigetr a- gen haben, als dies durch eine direkte Untersuchung des Beschwerd e- führers durch de n Medical Service möglich gewesen wäre, zuma l ve r-A-6509/2013 Seite 11 trauensärztliche Dienste meist nicht über dieselben vertieften und detai l- lierten Fachkenntnisse in derart komplexen Bereichen, wie vorliegend be- troffen, verfügen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A- 4807/2011 vom 15. März 2012 E. 6.5). Insofern erweist sich die Rüge, die Vorinstanz habe ihren Entscheid auf einen ungenügend abgeklärten Sachverhalt gestützt, als unbegründet. 4.5 Demgegenüber ist den Akten allerdings nicht zu ent nehmen, wie der Medical Service zu seinem Schluss gelangte oder diesen gegenüber dem Beschwerdeführer schriftlich näher begründet hätte. Dieses Vorgehen er- klärt die Vorinstanz damit, dass der Medical Service das Arztgeheimnis zu wahren habe und deshalb unter Berücksichtigung von Beri chten ve r- schiedener Fachstellen eine Empfehlung zugunsten des Entscheids der Vorinstanz abgebe. Diese Vorgehensweise kann nur insofern gebilligt werden, als eine Empfehlung des Vertrauensarztes gegenüber dem B e- troffenen nachträglich auch tatsächlich von der zuständigen HR -Stelle schriftlich begründet wird. 4.5.1 Dem Beschwerdeführer wurde mit Schreiben vom 23. August 2013 durch das HR Shared Service Center der Entscheid der Arbeitgeberin, das Arbeitsverhältnis wegen mangelnder medizinischer Tauglichkeit auf- zulösen, mitgeteilt und gleichzeitig das rechtliche Gehör gewährt . Auch diesem Schreiben sind allerdings kaum sachliche Argumente, geschwei- ge denn Erwägungen, zu entnehmen, welche es dem Beschwerdeführer ermöglichen würden, den Entscheid nachzuvollziehen, weshalb er den Anforderungen der angestammten Funktion nicht mehr genüge . Zwar ist dieser Einschätzung der Vorinstanz zu folgen: Das Anforderungsprofil des Senior Controllers (vgl. Stellenbeschriebe Nr. 5421011 und 5421012) ver- langt beispielsweise ein bemerkenswertes Mass an konzeptionellem Denken und die Fähigkeit, zu planen sowie Probleme zu lösen; Eige n- schaften also, welche der Beschwerdeführer auch heute gemäss seinem nachträglich vorgelegten Gutachten der Rehaklinik Y . _______ vom 13. Februar 2014 nur teilweise oder nur unterdurchschnittlich zu erfüllen vermag. Doch wird im Entscheid vom 23. August 2013 nur minimal ausgeführt, dass das berufliche Profil für die Funktion des Fachspezialisten (Senior) Controlling und die medizinische Situation des Be schwerdeführers nicht mehr deckungsgleich seien, weshalb der Medical Service a n der Bestäti- gung der mangelnden Tauglichkeit für die angestammte Funktion festha l-A-6509/2013 Seite 12 te. Die Gründe für die mangelnde medizinische Tauglichkeit und damit für die angestrebte Auflösu ng des Arbeitsverhältnisses werden mit diesen Ausführungen jedoch nur unzureichend dargelegt (vgl. Urteile des Bu n- desverwaltungsgerichts A -6100/2013 vom 5. Juni 2014 E . 4.4, A - 4807/2011 vom 15. März 2012 E. 6.1 ), was der Beschwerdeführer mit seiner Einsprache vom 2. September 2013 gegen diesen Entscheid denn auch geltend machte. Es ist zu prüfen, ob die Vorinstanz ihre Begrü n- dungspflicht verletzt hat , selbst wenn der Beschwerdeführer dies vorlie- gend nicht explizit geltend macht. 4.5.2 Die Pflicht einer Behörde, i hren Entscheid zu begründen, leitet das Bundesgericht aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör ab (vgl. z.B. BGE 133 I 270 E. 3.1, 129 I 232 E. 3.2 ), zumal dieser Grundsatz nicht nur zur Anhörung einer Partei, sondern auch zur sorgfältigen und ernsthaften Prüfung deren Vorbringen verpflichtet. Die Begründung muss derart ve r- fasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheides klar wird und dass er dessen Rechtsgrundlagen sowie die wesentlichen Argumente der verfügenden Behörde kennt, um di e Verfügung sachg e- recht anfechten zu können (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_922/2013 vom 19. Mai 2014 E. 3.1) . Im Rahmen der Begründung müssen deshalb jene massgeblichen Überlegungen wenigstens kurz aufgeführt werden, von welchen sich die Behörde bei ih rem Entscheid leiten liess. Die B e- gründungspflicht wird dabei nicht bereits dadurch verletzt, dass sich die Behörde nicht mit jedem einzelnen Parteistandpunkt eingehend ause i- nandersetzt und jedes Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Die verfügende Behörde darf sich bei der Begründung ihres Entscheids auf die wesentl i- chen Gesichtspunkte beschränken (vgl. BGE 134 I 83 E. 4.1) . Die Frage, welches die wesentlichen Gesichtspunkte einer Entscheidung sind, muss für jeden Einzelfall individuell bestimmt werden. Insbe sondere bei schwe- ren Eingriffen und bei ausgeprägten Ermessensentscheiden sind die A n- forderungen erhöht (vgl. zum Ganzen FELIX UHLMANN/ALEXANDRA SCHWANK, Art. 35, in: Waldmann/Weis senberger [Hrsg.], Praxiskomme n- tar VwVG, Zürich 2009, Rz. 17 ff. mit zahlre ichen Hinweisen auf die Rechtsprechung; RENÉ RHINOW/HEINRICH KOLLER/CHRISTINA KISS/DA- NIELA THURNHERR/DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 2. Aufl., Basel 2010, Rz. 343 ff.; RENÉ WIEDERKEHR/PAUL RICHLI, Praxis des allgemeinen Verwaltungsrechts, Band I, Bern 2012, Rz. 1361 ff.). 4.5.3 Im angefochtenen Entscheid vom 21. Oktober 2013 verweist die Vorinstanz lediglich auf den Entscheid vom 23. August 2013 zur Begrü n- dung der mangelnden medizinischen Tauglichkeit. Immerhin umreisst sie A-6509/2013 Seite 13 in der Folge das Anford erungsprofil der Funktion des Fachspezialisten Controlling / Senior Funktionscontrollers und setzt diese in Beziehung zur medizinischen Situation des Beschwerdeführers. Sie stellt aufgrund der dokumentierten Testergebnisse der behandelnden Fachstellen eine n po- sitiven Verlauf in dessen Gesundheitsentwicklung fest, nennt demgege n- über aber auch die verbleibenden Einschränkungen, z.B. die verminderte Fähigkeit, Informationen vollständig und korrekt aufzunehmen , oder ein eingeschränktes verbales Abstraktionsvermögen. Die Vorinstanz legt dar, die der Einschätzung des Medical Service zugrunde gelegten Fachberich- te seien schlüssig und würden es diese m erlauben, die festgestellten Be- funde im Kontext mit den Anforderungen an die Funktion des Fachspezia- listen Controlling / Senior Funktionscontrollers zu sehen, um einen En t- scheid betreffend die medizinische Tauglichkeit fällen zu können. So müsse der Inhaber dieser Funktion ein guter Kommunikator und in der Lage sein, Informationen rasch und im richtigen Kontext aufzuneh men sowie zu verarbeiten, um diese dem Management zur Steuerung des Ge- schäfts weitergeben zu können. Im Weiteren müsse ein Senior Funkti- onscontroller in der Lage sein, ein Team zu führen sowie die Prozess - und Fachführung wahrzunehmen. Die Vorinstanz führt weiter aus, dass der Beschwerdeführer diese wichtigen Anforderungen nur eingeschränkt erfüllen könne, was auch von den Fachstellen bestätigt werde. Selbst die Auswertung des Arbeitsversuchs im Bereich Controlling Finanzen vom September 2013 führe erneut z u diesen gemachten Erkenntnissen, was den Jobcoach von (...) dazu bewegt habe, dem Beschwerdeführer eine Beschäftigung im Bereich Junior -Controller bzw. Controlling ohne tiefg e- hende konzeptionelle Anforderungen zu empfehlen. 4.5.4 Diese Ausführungen zeigen, das s – selbst angesichts der knapp gehaltenen Begründung der mangelnden medizinischen Tauglichkeit – sich die Vorinstanz mit dem konkret zu beurteilenden Sachverhalt ausei- nandergesetzt hat. Immerhin nennt der angefochtene Entscheid kurz die Überlegungen, von denen sich die Vorinstanz leiten liess und auf welche sie ihren Entscheid stützte. Sein Detaillierungsgrad erlaubte es dem B e- schwerdeführer somit, sich ein Bild über die Tragweite des Entscheids zu machen und diesen schliesslich sachgerecht anzufechten (vg l. MO- SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.106 , RHINOW/KOLLER/KISS/ THURNHERR/BRÜHL-MOSER, a.a.O., Rz. 343 ff. ). Jedenfalls ist die Vorg e- hensweise der Vorinstanz insofern als rechtmässig und GAV SBB - konform zu beurteilen, als sie die medizinische Tauglichke it des B e- schwerdeführers allein auf die Anforderungen dessen angestammter Funktion als Senior Controller hin überprüfte . Nichtsdestotrotz darf bei A-6509/2013 Seite 14 derart gelagerten Fällen sowohl vom Vertrauensarzt als auch von der Vor- instanz im Rahmen der schriftlichen Be kanntgabe ihres Entscheides eine höhere Begründungdichte erwartet werden: Immerhin betrifft ihr – weitge- hend auf Ermessen beruhender Entscheid – den Verlust einer Arbeitsstel- le, welche den Betroffenen in seinem Fortkommen gravierend trifft. 4.5.5 Insofern als der Medical Service bei seiner Bestätigung und die Vor- instanz im Entscheid vom 23. August 2013 mit ihren Ausführungen nicht den Anforderungen an die Begründungspflicht genügen, liegt eine Verle t- zung des rechtlichen Gehörs vor. Allerdings ist diese nicht al s schwer zu qualifizieren. Zumal die Begründung im Rahmen der Erwägungen zum vorliegend angefochtenen Entscheid vom 21. Oktober 2013 nachgeholt wurde, hat die Verletzung ohnehin als geheilt zu gelten (vgl. Urteil d es Bundesverwaltungsgerichts A-4807/2011 vom 15. März 2012 E. 4.2; MO- SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.110 ff. ; LORENZ KNEUBÜHLER, in: Christoph Auer/Markus Müller/Benjamin Schindler [Hrsg.], Komme ntar zum Bundesgesetz über das V erwaltungsverfahren VwVG, Z ü- rich/St.Gallen 2008, Art. 35 Rz. 20). 4.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die de r Empfehlung des Medical Service zugrunde gelegten Arzt - und Fachstellenberichte zeitlich eine ausreichende Nähe zu dessen Einschätzung aufweisen und dass der Sachverhalt aufgrund der verwendeten Fachberichte hinreichend er- hoben wurde. Hingegen hat der Medical Service seine Begründungso b- liegenheit verletzt. Erst die Vorinstanz hat sich mit der Begründung der mangelnden medizinischen Tauglichkeit auseinandergesetzt sowie die gewonnenen Erkenntnisse ihrem Entscheid zugrunde gelegt. Die Prüfung der medizinischen Tauglichkeit durch die Vorinstanz kann somit als genü- gend bezeichnet werden. 5. Im Weiteren stellt sich die Frage, ob die Vorinstanz die berufliche Rein- tegration des Beschwerdeführers gesetzeskonform durchführte. 5.1 Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, die Reintegra- tionsmassnahmen hätten sich nicht auf das Controlling bezogen und es seien die gesundheitlichen Fortschritte zu wenig berücksichtigt worden. So seien denn auch nicht die allenfalls verbleibenden Defizite differenziert erfasst und in Bezug zu den einzelnen Tätigkeiten des Controllers gesetzt worden. Die diversen Arbeitsversuche seien nämlich nicht aufgrund ma n- gelnder Fähigkeiten erfolglos geblieben, sondern durch äussere Umstän-A-6509/2013 Seite 15 de, wie veränderten Rahmenbedingungen seitens des Unternehmens, die Intensität und Art der übertragenen Aufgaben sowie die zeitliche Planung der Arbeitsversuche, negativ beeinflusst worden. Es sei deshalb gar nicht möglich gewesen, schlüssige Erkenntnisse bezügli ch des verbleibenden Potentials zu gewinnen. Im Übrigen sei es unverständlich, dass die Vorin- stanz nicht eine angepasste Tätigkeit innerhalb des Konzerns gesucht und gefunden habe. Insgesamt hätten die Bemühungen der Vorinstanz keiner planmässig durchgefüh rten Reintegration in den früheren Täti g- keitsbereich entsprochen und seien nicht mit den notwendigen Anstre n- gungen angegangen worden. 5.2 Die Vorinstanz macht sinngemäss geltend, die ihrem Entscheid zu Grunde gelegten Berichte würden prognostizieren, dass der Beschwerde- führer mit alleiniger Verantwortung für eine Abteilung mit hohen kognitiven Anforderungen nicht mehr arbeitsfähig sei , da die festgestellten Ei n- schränkungen in den Bereichen verbales Gedächtnis, Rechnen und ko g- nitive Fähigkeiten mit der Funktion des Senior Controller resp. der ang e- stammten Funktion des Beschwerdeführers nicht vereinbar seien. Eine Weiterbeschäftigung des Beschwerdeführers komme deshalb nicht mehr in Frage, da er nicht mehr die an Controllingfunktionen gestellten konzep- tionellen und analytischen Anforderungen erfülle . Ausserdem fehle es an vakanten Stellen. Im Übrigen werde ihre Wahrnehmung sozialer Veran t- wortung dadurch belegt, dass sie trotz kurzer Anstellungsdauer die zwe i- jährige Lohnfortzahlungspflicht zweimal um mehrere Monate verlängert und gemäss dem im GAV SBB vorgesehenen Reintegrationsprozess während zweier Jahre verschiedene Versuche unternommen habe, den Beschwerdeführer zurück in sein angestammtes Arbeitsumfeld zu bri n- gen. 5.3 Gemäss Ziff. 133 GAV SBB besteht bei Arbeitsver hinderung ein A n- spruch auf Lohnfortzahlung während zwei Jahren, längstens bis zum E n- de des Arbeitsverhältnisses. Die SBB bietet die Möglichkeit zur berufl i- chen Reintegration, welche bei jeder Einschränkung der Arbeitsleistung beginnt (Ziff. 154 ff. GAV SBB). Spätestens drei Monate nach Beginn der Reintegration wird mit dem Mitarbeiter ein Reintegrationsplan vereinbart und der Beginn der zweijährigen Anspruchsfrist mitgeteilt. Wird bei Ablauf der Anspruchsfrist mangelnde medizinische Tauglichkeit festgestell t und ist die berufliche Reintegration möglich und absehbar, wird die A n- spruchsfrist verlängert (Ziff. 134 Abs. 3 GAV SBB). War die Reintegration erfolgreich, wird das Arbeitsverhältnis auf Ende der Frist angepasst (Ziff. 139 GAV SBB). Wenn jedoch bis zum Ende der Anspruchsfrist keine A-6509/2013 Seite 16 Reintegration möglich oder absehbar ist, löst die SBB das Arbeitsverhäl t- nis wegen mangelnder medizinischer Tauglichkeit auf (Ziff. 140 GAV SBB). Verliert ein Mitarbeiter wegen mangelnder medizinischer Tauglic h- keit die Stelle, wird er gemäss Ziff. 154 Abs. 4 GAV SBB unverzüglich über den Stellenverlust schriftlich verständigt. Eine solche ordentliche Kündigung ist gemäss Gesetzgebung und in A n- betracht der bestehenden Fürsorgepflicht des Arbeitgebers (vgl. nachfo l- gend E. 5.4) indessen als ultima ratio zu verstehen (vgl. BVGE 2007/34 vom 20. September 2007 E. 7.2.1; NÖTZLI, in: Handkommentar BPG, Art. 12 Rz. 36, Art. 19 Rz. 3). 5.4 Die nach GAV SBB vorgesehenen Lohnfortzahlung und Reintegration sind Ausdruck der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers gegenüber seinen Ar- beitnehmern. 5.4.1 Diese Fürsorgepflicht ergibt sich aus Art. 4 Abs. 2 Bst. g BPG sowie Art. 6 Abs. 2 BPG i.V.m. Art. 328 des Obligationenrechts vom 30. März 1911 (OR, SR 220) . Demnach hat der Arbeitgeber zum Schutz von L e- ben, Gesundheit und persönlicher Integrität der Arbeitnehmer jene Mass- nahmen zu treffen, die nach der Erfahrung notwendig, nach dem Stand der Technik anwendbar und den Verhältnissen des Betriebes oder Hau s- haltes angemessen sind, soweit es ihm mit Rücksicht auf das einzelne Arbeitsverhältnis und die Natur der Arbeitsleistung billigerweise zugem u- tet werden kann. Ergreift er nicht alle zumutbaren Schutzmassnahmen zu Gunsten der Gesundheit eines Arbeitnehmers oder auch etwa zur Lösung eines Konflikts, die es er möglichen würden, das Arbeitsverhältnis fortz u- setzen, und spricht er stattdessen die Kündigung aus, ist diese nicht rechtmässig (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes A -5146/2011 vom 1. Oktober 2012 E. 7.3 mit Hinweis). Diese Fürsorgepflicht – und insbesondere die Verhältnismässigkeit der in Verbindung mit ihr im Ra h- men der Auflösung des Arbe itsverhältnisses zu ergreifenden Massnah- men – geht im Weiteren aus Art. 19 BPG hervor. 5.4.2 Gemäss dieser Bestimmung hat der Arbeitgeber alle Möglichkeiten einer zumut baren Weiterbeschäftigung auszuschöpfen, bevor er einer angestellten Person ohne deren Verschulden kündigt (Art. 19 Abs. 1 BPG). Kündigt er ihr dennoch, unterstützt er ihr berufliches Fortkommen (Art. 19 Abs. 2 BPG). A-6509/2013 Seite 17 Wird das Arbeitsverhältnis aus einem G rund nach Art. 10 Abs. 3 Bst. a-d oder Abs. 4 BPG oder aus einem anderen sachlichen Grund, an dem die angestellte Person das Verschulden trägt, durch den Arbeitgeber aufg e- löst, gilt die Auflösung als verschuldet (Art. 31 Abs. 1 Bst. a BPV). Aus wichtigen Gründen kann die zuständige Stelle in den Fällen nach Art. 10 Abs. 3 Bst. c BPG indes bestimmen, dass die Kündigung als unverschu l- det gilt (Art. 31 Abs. 2 BPV). Die Frage, ob die Untauglichkeit des Beschwerdeführers vorliegend aus wichtigen Gründen als unv erschuldet gilt , muss vorliegend nicht vertieft werden: Die von der Vorinstanz festgestellte mangelnde medizinische Tauglichkeit des Beschwerdeführers aufgrund einer Hirnverletzung ist o f- fensichtlich unverschuldet. Die Krankheit, wie sie der Beschwerdeführ er erfahren hat, stellt ein wichtiger Grund i.S. v. Art. 31 Abs. 2 BPV dar und es bleibt zu prüfen, ob die Vorinstanz vor der ordentlichen Kündigung alle Möglichkeiten einer zumutbaren Weiterbeschäftigung gemäss Art. 19 Abs. 1 BPG ausgeschöpft hat. 5.5 Die Für sorgepflicht des Arbeitgebers bildet den Grundgedanken für die Reintegrationsmassnahmen, wie sie vom GAV SBB (vgl. Ziff. 154 f. GAV SBB) vorgesehen sind . Solche Massnahmen sind zu ergreifen, wenn ein Arbeitnehmer ohne Verschulden längere Zeit – z.B. aufgru nd von Krankheit oder Unfall – aus dem Arbeitsprozess gerissen wurde. Sie sollen verhindern, dass ein Arbeitnehmer ohne Not seine Beschäftigung verliert, d.h. es soll versucht werden, die (verbleibenden) Fähigkeiten und Möglichkeiten des betroffenen Arbeitnehmers im Rahmen einer zumutb a- ren und geeigneten Beschäftigung einzubringen. 5.5.1 Eine berufliche Reintegration beginnt gemäss Ziff. 154 Abs. 2 GAV SBB mit jeder krankheits - oder unfallbedingten Einschränku ng der A r- beitsleistung. Basis dafür bildet ein gemäss Ziff. 155 GAV SBB vorges e- hener Reintegrationsplan. Er wird spätestens nach Ablauf von drei Mon a- ten seit Beginn der beruflichen Reintegration mit dem Mitarbeiter verei n- bart und ist der laufenden Entwickl ung anzupassen. In diesem Plan we r- den die Reintegrationsmassnahmen festgelegt. Er trägt den Fähigkeiten, dem Alter, den persönlichen Verhältnissen und dem Gesundheitszustand der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters Rechnung (Ziff. 155 Abs. 2 GAV SBB). Sinn und Zweck eines solchen Reintegrationsplanes ist darin zu sehen , die Zeit während der zweijährigen Lohnfortzahlungsverpflichtung optimal A-6509/2013 Seite 18 zu nutzen, um einen beruflichen Wiedereinstieg des Mitarbeiters zu b e- günstigen. Dazu muss auch die Festlegung resp. Pl anung von möglichen konkreten Arbeitsversuchen zählen, welche selbstredend periodisch in Berücksichtigung des Gesundheitszustandes und der Fähigkeiten des Mitarbeiters zu überprüfen und evtl. anzupassen sind. 5.5.2 Mit Datum vom 29. März 2011 wurde ein erster Reintegrationsplan für den Beschwerdeführer aufgestellt. Dieser Plan nennt als Ziel der b e- ruflichen Reintegration die raschmöglichste Rückkehr des Mitarbeiters oder der Mitarbeiterin in den Arbeitsalltag. Sollte dies in der angestam m- ten Tätigkeit nur noch teilweise oder gar nicht mehr möglich sein, wird e i- ne angepasste Tätigkeit innerhalb oder ausserhalb des Unternehmens der Vorinstanz gesucht. Schliesslich nennt der Reintegrationsplan die Auflösung des Arbeitsverhältnisses wegen mangelnder medizinischer Tauglichkeit. Weiter werden Ziele und Massnahmen in verschiedenen Bereichen auf- geführt, u.a. – und vorliegend von Bedeutung – auch im Bereich Arbeit und Beruf, wobei eine "optimale Betreuung der Mitarbeitenden in der b e- ruflichen Reintegration" unter "regelmäs siger Betreuung der Mitarbeite n- den durch GM bzw. HR-BER" vorgesehen wurde. Angesichts der gewähl- ten Formulierung handelt es sich um standardisierte Textbausteine ohne individuellen Charakter. Auf eine Planung von beabsichtigten Massna h- men zur Reintegration in den Arbeitsprozess wird – selbst in groben Z ü- gen – verzichtet. In einer Ergänzung des Planes wurde am 14. Januar 2013 festgelegt, zur Bestimmung der Arbeits - und Erwerbsfähigkeit bei der Abteilung (…) ein Arbeitstraining bis spätestens Ende Mai 2013 durchzuführen. Insgesamt ist der Reintegrationsplan als mangelhaft zu bezeichnen. Es ergeben sich aus ihm weder beabsichtigtes Vorgehen noch konkrete Vorschläge oder Möglichkeiten i.S. eines Programms , um zu versuchen, den Beschwerdeführer insbesondere wiede r in seine a n- gestammte Funktion zu reintegrieren. 5.5.3 Immerhin wurde eine Reihe von Institutionen mobilisiert, welche sich in einer sog. Helferkonferenz koordinierten, ein engagiertes Vorg e- hen demonstrierten und in periodischen Sitzungen den Standort bestimm- ten sowie das weitere Vorgehen beschloss en (vgl. Personalakten des Beschwerdeführers). Insofern wird der Mangel des Reintegrationsplanes relativiert. Es stellt sich jedoch weiterhin die Frage, ob die ergriffenen Massnahmen dem Anspruch von Art. 19 Abs. 1 BPG genügten. Dies ist A-6509/2013 Seite 19 u.a. anhand der durchgeführten Arbeitsversuche und deren Beurteilung zu untersuchen: 5.5.3.1 Im Sommer 2011 wurde damit begonnen, den Beschwerdeführer mit den Anwendungen und Abläufen im Controlling wieder vertraut zu machen. Begünstigt durch die intensive Begleitung des Vorgesetzten konnte er nach kurzer Einarbeitungszeit wieder einzelne einfachere Au f- gaben selbständig ausführen. Im November 2011 wurde von den veran t- wortlichen Stellen geprüft, welche Aufgaben dem Beschwerdeführer nach einer Zu sammenlegung der Controllertätigkeiten mit dem Bereich SBB (…) zugewiesen werden könnten. 5.5.3.2 Ab März 2012 arbeitete der Beschwerdeführer in e inem neuen Team bei SBB (…), wo er die im Sinne eines Versuches für ihn vorges e- henen einfacheren wiederkehrenden Contr ollingtätigkeiten ausführte. Die veränderten Rahmenbedingungen (Wechsel Vorgesetzter, neues Team, neuer Arbeitsort, etc.) beeinflussten jedoch die positive Entwicklung in der Reintegration negativ. Anlässlich eines Standortgesprächs vom 29. A u- gust 2012 wur de festgehalten, dass im Bereich IT -Controlling eine schwierige Personalsituation vorherrsche, weshalb dem Beschwerdefü h- rer aufgrund der instabilen Lage nicht die notwendige Aufmerksamkeit gewidmet werden konnte. Es wurde indessen auch – wie der angefochte- nen Verfügung entnommen werden kan n, jedoch aus dem Protokoll des Standortgesprächs nicht ersichtlich wird – festgestellt, dass die geplante Entwicklung in das Aufgabengebiet des Junior -Controllers bei SBB (…) unter diesen Rahmenbedingungen nicht möglich s ei. Aufgrund der Ne u- strukturierung des Bereichs fielen gemäss Protokoll der Sitzung vom 17. Oktober 2012 vermehrt Aufgaben betreffend Aufbau und Projekte, hing e- gen weniger wiederkehrende Aufgaben an, sodass der Beschwerdeführer nicht ausgelastet werden kon nte (vgl. auch Protokoll vom 12. Dezember 2012). Die von ihm erledigten repetitiven Aufgaben wurden jedoch als sehr gut erledigt eingestuft. Der Arbeitsversuch wurde im November 2012 beendet. 5.5.3.3 In Zusammenarbeit mit der IV X. _______ wurde dem Beschwer- deführer ein Jobcoaching zugesprochen, wobei eine Leistungserprobung mit selbständig zu erledigenden wiederkehrenden Tätigkeiten beschlos- sen wurde. Ab Dezember 2012 leistete der Beschwerdeführer einen A r- beitseinsatz im Bereich Debitoren, in dessen Verlauf die Pr äsenzzeit von 50% laufend auf 80% gesteigert werden konnte . Der Beschwerdeführer erwies sich – bei vergleichsweise langsa merem Arbeitstempo und A-6509/2013 Seite 20 Schwierigkeiten angesichts steigender Komplexität der Aufgaben – als sehr zuverlässiger Mitarbeiter, der die ihm zugewiesenen Aufgaben sehr gut, genau und beinahe fehlerfrei erledigte (vgl. Protokoll e vom 14. Janu- ar 2013, 5. März 2013, 28. März 2013). Der Arbeitseinsatz endete im Au- gust 2013. Das Beurteilungsformular vom 19. August 2013 zeigt auf, dass der Beschwerdeführer die beurteilten Punkte mehrheitlich ganz erfüllt oder teilweise erfüllt. Beim Erfassen von Sammelrechnungen sowie A b- schreibungsbelegen übertraf er die Erwartungen, wobei keiner der bewer- teten Punkte gänzlich nicht erfüllt wurde. Insbesonde re zeigten sich die Defizite bei der Merkfähigkeit und der Arbeitsgeschwindigkeit. 5.5.3.4 Im September 2013 fand auf Wunsch des Beschwerdeführers und auf Ersuchen der IV X. _______ ein Arbeitstraining im Bereich Controlling bei SBB (…) statt. Ziel dieses Arbeitstrainings war es, dem Beschwerd e- führer ein Feedback betreffend seine Fähigkeiten im Bereich Controlling zu geben. Mit Datum vom 1. Oktober 2013 verfasste der Jobcoach von (...) seine Empfehlungen zur beruflichen Entwicklung des Beschwerdeführers aus seiner Sicht. Er schätzt dessen Fähigkeiten im Wesentlichen dahing e- hend ein, dass er verschiedene Computersysteme sowie Anwenderpr o- gramme ohne Schwierigkeiten bedienen kann und sich auch nach mehr- monatigem Unterbruch nach kurzer Instruktion wieder in den verschi ede- nen Funktionen zurechtfindet. Insbesondere konnten bei den Einsätzen im Controlling die fortgeschrittenen Fähigkeiten und Kenntnisse betre f- fend das Anwendungsprogramm Excel erkannt werden. Letztendlich habe der Arbeitsversuch aber auch gezeigt, dass sich der Beschwerdeführer im Arbeitsgebiet des Controlling sehr wohl fühlt und gute Leistungen erbri n- gen kann, weshalb die Empfehlung abgegeben wurde, die künftige beruf- liche Ausrichtung auf Funktionen wie Junior Controller oder Key -User im Controlling sowie auf die Tätigkeiten im allgemeinen Controlling ohne tiefgreifende konzeptionelle Anforderungen zu konzentrieren. Selbst komplexere oder konzeptionelle Arbeitsinhalte seien nicht ausgeschlo s- sen, hätten aber aufgrund der beschränkten Dauer in diesem Arbeitsv er- such nicht getestet werden können. 5.5.4 Diese Aufstellung zeigt, dass die Vorinstanz bedeutende Anstren- gungen unternommen hat, um den Beschwerdeführer in den Arbeitspr o- zess zurück zu bringen. Es wurde die Zusammenarbeit mit Fachstellen gesucht und eine Betreu ung durch einen Case Manager sowie der Be i- zug eines Jobcoaches veranlasst. Von einer intensiven Betreuung ze u-A-6509/2013 Seite 21 gen die zahlreichen Sitzungen, deren Protokolle die gesundheitliche Ent- wicklung sowie die Resultate der Arbeitseinsätze festhalten. Dabei wird deutlich, dass die Reintegrationsaufgabe ernst genommen und seriös a n- gegangen wurde. Aus den Akten geht hervor, dass auf Veranlassung der Arbeitgeberin drei verschiedene Arbeitseinsätze durchgeführt wurden. Dabei verlief der erste Einsatz posit iv, wurde jedoch durch Umstrukturi e- rungsmassnahmen beendet. Diese schufen offenbar ungünstige Bedi n- gungen, welche die positive Entwicklung behinderten und den zweiten Arbeitseinsatz in ungünstigem Umfeld negativ beeinflussten . Der dritte Arbeitseinsatz zeitigte hingegen wiederum positive Resultate und belegte Fähigkeiten des Beschwerdeführers, welche es ihm ermöglichen würden, in diesem Bereich zu arbeiten. Unverständlicherweise wurde jedoch bereits im März 2013 durch den Medical Service eine mangelnde medizinische Tauglichkeit bestätigt, wo- mit der Entscheid, das Arbeitsverhältnis aufzulösen, richtungsweisend beeinflusst wurde, ohne die Resultate des Arbeitseinsatzes abzuwarten und allfällige positive Entwicklungen in den Entscheid einzubeziehen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-6100/2013 vom 5. Juni 2014 E. 4.3). Bereits mit Schreiben vom 24. April 2013 wurde dem Beschwer- deführer der Stellenverlust in Aussicht gestellt. D er Entscheid vom 23. August 2013 erweckt sodann den Eindruck, den im März 2013 g e- fassten Beschluss lediglich der Form halber schriftlich zu bestätigen . Im Wesentlichen wiederholt er nämlich lediglich bereits gemachte Festste l- lungen, ohne diese jedoch zu begr ünden. Die positiven Resultate dieses bis August 2013 dauernden Arbeitseinsatzes fanden keine Beachtung mehr und vermochten die bereits gefällten Entscheide nicht mehr zu b e- einflussen. Dabei ist zwar zu berücksichtigen, dass der Vertrauensarzt die Einschätzung betreffend mangelnder medizinischer Tauglichkeit allein in Bezug auf die angestammte Funktion des Senior Controllers vornahm, dass damit aber auch der Entscheid der Auflösung des Arbeitsverhältni s- ses entschieden wurde, ohne weitere Möglichkeiten der Weiterbeschäfti- gung gemäss Art. 19 Abs. 1 BPG in Betracht zu ziehen. 5.5.5 Die Vorgehensweise der Vorinstanz bei der Durchführung der Rei n- tegrationsmassnahmen ist deshalb insoweit zu beanstanden, als der zweite Arbeitsversuch in einem für den Beschwerdeführer erkennbar u n- günstigen Umfeld durchgeführt wurde und dass der Entscheid zur Kündi- gung des Arbeitsverhältnisses bereits zu einem Zeitpunkt gefällt wurde, als noch kaum fundierte Erkenntnisse betreffend die Entwicklung der F ä- higkeiten des Beschwerdeführers im Arbeitsprozess vorlagen , d.h. bevor A-6509/2013 Seite 22 überhaupt der Arbeitsversuch im Bereich Debitoren mit handfesten Resul- taten – welche sich sodann später als mehrheitlich positiv erwiesen – aufwarten konnte. Ebenfalls ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerde- führer einen bemerkenswerten Willen an den Tag legte, zurück in eine Beschäftigung im Bereich des Controllings zu finden. Die gemäss Fac h- berichten und ärztlichen Einschätzungen gemachten Fortschritte, vorha n- denen Fähigkeiten des Beschwerdeführers und dessen erbrachten Lei s- tungen durften bei der Evaluierung von Möglichk eiten für eine zumutbare Weiterbeschäftigung nicht unbeachtet bleiben . Stattdessen liess es die Vorinstanz mit den Ergebnissen der Arbeitsversuche zwischen Sommer 2011 und Mitte März 2013 bewenden, wobei davon etwa die Hälfte auf ein ungünstiges Arbeitsumfeld im Umbruch entfiel. Unter Berücksichtigung dieser Tatsachen sind die Anstrengungen der Vor- instanz selbst bei einer zurückhaltenden Beurteilung (vgl. E. 2) nicht als genügend zu qualifizieren, um eine Rückkehr des Beschwerdeführer in sein angestammtes Arbeitsumfeld des Controllings – welches einen wei- teren Kreis von Aufgaben mit einer Abstufung von Anforderungen bietet – zu fördern. 5.5.6 Es erscheint ausserdem in diesem Zusammenhang nicht glaubwür- dig, dass die Vorinstanz in ihrem Unternehmen keine zumutbare Aufgabe finden konnte, um den Beschwerdeführer zu beschäftigen. Immerhin wird ihm ein Arbeitseinsatz von bis zu 80% zugestanden und die Berichte aus den Arbeitsversuchen zeugen von einer positiven Arbeitshaltung, grosser Leistungsbereitschaft sowie mehrheitlich guten Leistungen , was im Übr i- gen auch aus dem Bericht betreffend das Arbeitstraining vom September 2013 hervorgeht. Dass sich die gesundheitlichen Entwicklungen positiv fortsetzen, bestätigt ausserdem auch der psychologische Bericht der R e- haklinik Y . _______ vom 13. Februar 2014, welcher grundsätzlich eine gute Prognose – auch für eine Tätigkeit im Bereich des Controlling – stellt. In Anbetracht dieser Faktenlage – insbesondere auch angesichts der Grösse des Unternehmens – hätte es der Arbeitgeberin sehr wohl ge- lingen müssen, eine zumutbare Weiterbeschäftigung für den Beschwe r- deführer zu finden. 5.5.7 Indem die Vorinstanz das Arbeitsverhältnis aufgrund einer ma n- gelnden medizinischen Tauglichkeit für die angestammte Funktion kündig- te, ohne sämtliche Möglichkeiten einer zumutbaren Weiterbeschäftigung innerhalb oder ausserhalb des Unternehmens aus zuschöpfen, hat sie ih- re Fürsorgepflicht gegenüber dem Beschwerdeführer verletzt (vgl. NÖTZLI, A-6509/2013 Seite 23 in: Handkommentar BPG, Art. 12 Rz. 36). Jedenfalls sind den Akten keine Unterlagen zu entnehmen, welche solchen Anstrengungen dokumenti e- ren würden. Zwar hat die Vorinstanz in verschiedener Weise auf die Rein- tegration hin gewirkt, doch erscheinen die Wahl sowie die Durchführung der Arbeitsversuche nicht hinreichend geeignet, um Erkenntnisse betre f- fend der Fähigkeiten des Beschwerdeführers zu gewinnen und das Au f- finden einer Arbeitsstelle innerhalb des Unternehmens zielführend zu u n- terstützen. So erwies sich insbesondere die zweiten Stelle von März 2012 bis November 2012 als ungeeignet und es wurde darauf verzichtet, die Ergebnisse des dritten Arbeitsversuches vor dem Beschluss der Künd i- gung im März 2013 abzuwarten und in den Entscheid einzubeziehen. 5.6 Zusammenfassend ist deshalb festzuhalten, dass die Vorinstanz nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat, um den Beschwerdeführer weiter in ihrem Unternehmen mit einer zumutbaren Arbeit zu beschäftigen. Damit hat si e ihre Fürsorgepflicht verletzt . Die ordentliche Kündigung erweist sich als unverhältnismässig und wurde zu Unrecht ausgesprochen. Die Beschwerde ist diesbezüglich gutzuheissen. 6. Der Beschwerdeführer beantragt, es sei die Sache zur Neuabklärung und Neuverfügung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG entscheidet das Bundesverwaltungsgericht in der Sache selbst oder weist diese ausnahmsweise mit verbindlichen Weisungen an die Vorinstanz zurück. Bei der Wahl zwischen den beiden Entscheidarten steht dem Gericht ein weiter Ermessensspielraum zu. Liegen sachliche Gründe vor, ist eine Rückweisung regelmässig m it dem Untersuchungsgrundsatz und dem Prinzip eines einfachen und raschen Verfahrens vereinbar (vgl. BGE 131 V 407 E. 2.1.1; Urteil des Bunde s- verwaltungsgerichts A-770/2013 vom 8. Januar 2014 E. 1.3). Zur Rüc k- weisung führt insbesondere eine mangelhafte Abk lärung des Sachve r- halts durch die Vorinstanz, die ohne eine aufwändigere Beweiserhebung nicht behoben werden kann (vgl. BVGE 2012/21 E. 5.1; MOSER/BEUSCH/ KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.194). Vorliegend wurde der Sachverhalt ausreichend dargelegt (vgl. E. 4.4). Die Voraussetzungen für eine Rückweisung sind nicht erfüllt. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen. A-6509/2013 Seite 24 7. Der Beschwerdeführer beantragt sinngemäss, eventualiter sei die Vori n- stanz zu verpflichten, den Beschwerdeführer weiterzubeschäftigen. 7.1 Bezüglich der Rechtsfolgen bei ungerechtfertigter Kündigung hat mit der Einführung des neuen Bundespersonalrechts am 1. Juni 2013 ein e i- gentlicher Paradigmenwechsel stattgefunden. So soll ein Anspruch auf Weiterbeschäftigung nunmehr bei Aufhebung einer Kündigung be stehen, wenn ein schwerwiegender Verstoss gegen geltendes Recht i.S.v. Art. 34c Abs. 1 Bst. a -d BPG vorliegt. Dies ist der Fall, wenn ein Arbeit- nehmer in guten Treuen eine bei seiner amtlichen Tätigkeit festgestellte und von Amtes wegen verfolgte Straftat zur Anzeige bringt oder als Zeuge aussagt (Bst. a), wenn die Kündigung sich als missbrä uchlich erweist (Bst. b), wenn die Kündigung zur Unzeit ausgesprochen wurde (Bst. c) oder wenn sich die Kündigung als diskriminierend erweist (Bst. d). In An- betracht der Sachlage drängt es sich vorliegend auf, die Fälle von Bst. b und c einer kurzen Prüfung zu unterziehen. 7.1.1 Art. 336 OR führt eine Reihe von Kündigungsgründen auf, welche eine Auflösung des Arbeitsverhältnisses als missbräuchlich qualifizieren (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-5381/2013 vom 8. Mai 2014 E. 10.1). Dabei wird der allgemeine Rechtsgrundsatz von Treu und Glau- ben konkretisiert. So kann sich eine Kündigung insbesondere dann als missbräuchlich erweisen , wenn sie beispielsweise wegen persö nlicher Eigenschaften erfolgt, wenn ver fassungsmässige Rechte ausgeübt we r- den oder wenn die Kündigung aus Rache erfolgt. Wenn bei Fällen der missbräuchlichen Kündigung z.B. ein krasses Missverhältnis der Intere s- sen, die Verletzung des Gebots schonender Rec htsausübung oder die Ausnutzung eines eigenen rechtswidrigen Verhaltens festgestellt wird, so soll damit gezeigt werden, dass die Bestimmung schwere Fälle des Miss- brauchs erfassen will, wobei die Aufzählung im Gesetz nicht abschlies- send ist. Zwar zählen auch Krankheiten, welche sich auf die Erfüllung der Arbeitspflicht ausüben können, zu den erwähnten persönlichen Eige n- schaften, doch gilt es in diesen Fällen als zulässig, eine Kündigung nach Ablauf der Sperrfrist auszusprechen (vgl. WOLFGANG PORTMANN, in: Hon- sell/Vogt/Wiegand [Hrsg.], Basler Kommen tar zum Obligationenrecht, Art. 1-529 OR, 5. Aufl., Basel 2011, Art. 336 Rz. 4 ff .; ULLIN STREIFF/ADRIAN VON KAENEL/ROGER RUDOLPH, Arbeitsvertrag, Praxi s- kommentar zu Art. 319-362 OR, 7. Aufl., Zürich 2012, Art. 336 Rz. 2 f.). A-6509/2013 Seite 25 7.1.2 Eine Kündigung zur Unzeit liegt gemäss Art. 336c Abs. 1 OR so- dann vor, wenn einer der vier genannten Fälle vorliegt. D.h. wenn eine Kündigung ausgesprochen wird während der Arbeitnehmer schweizer i- schen obligatorischen Militärdienst, Schutzdien st oder schweizerischen Zivildienst leistet (Bst. a), während Schwangerschaft oder Mutterschaft (Bst. c) oder während der Arbeitnehmer mit Zustimmung des Arbeitgebers an einer von der zuständigen Bundesbehörde angeordneten Dienstlei s- tung für eine Hilfsakti on im Ausland teilnimmt (Bst. d). Sodann regelt Bst. b die Sperrfristen bei Krankheit oder Unfall. Diese Aufzählung ist ab- schliessend (STREIFF/VON KAENEL/RUDOLPH, a.a.O., Art. 336c Rz. 5). 7.2 Durch die Beschränkung auf die genannten Fälle von Art. 34c Abs. 1 Bst. a -d BPG wird der Anspruch eines gekündigten Arbeitnehmers auf Weiterbeschäftigung im Falle der Gutheissung seiner Beschwerde stark eingeschränkt. Selbst eine ordentliche Kündigung , welche nicht durch e i- nen sachlichen Grund ge mäss Art. 10 Abs. 3 BPG gerechtfertigt ist und somit unrechtmässig erfolgte, hat keinen Weiterbeschäftigungsanspruch zur Folge. Vielmehr entfaltet die Kündigung in diesen Fällen ihre Wirkung (vgl. Botschaft zum BPG, BBl 2011 6703 6705 6708 f. ; IVO HARTMANN, Die aufschiebende Wirkung der Beschwerde bei Anfechtung einer Künd i- gungsverfügung nach dem neuen Bundespersonalgesetz, in: Schweizer i- sche Vereinigung für Verwaltungsorganisationsrecht [Hrsg.], Verwa l- tungsorganisationsrecht – Staatshaftungsrecht – öffentliches Dienstrecht, Jahrbuch 2013, Bern 2014, S. 101 ff.). 7.3 Vorliegend wurde die ordentliche Kündigung wegen einer mangel n- den medizinischen Tauglichkeit i.S. von Art. 10 Abs. 3 Bst. c BPG ausg e- sprochen. Die Voraussetzungen für diese Kündigung waren nicht vollends erfüllt (vgl. E. 5.5.7), weshalb sie ungerechtfertigt erfolgte. Zumal die Vor- instanz ihrer Pflicht , Reintegrationsmassnahmen durchzuführen nachg e- kommen ist, diese jedoch weniger an der Quantität als vielmehr an der Qualität scheiterten (vgl. E . 5.5.4 f.), kann – mit Blick auf die Stossric h- tung des Art. 34c Abs. 1 Bst. a -d BPG – nicht von einem schwerwiege n- den Verstoss gegen geltendes Recht i.S. des Gesetzes gesprochen wer- den. E ine Weiterbeschäftigung des Beschwerdeführers kommt deshalb nicht in Frage , der Antrag des Beschwerdeführers auf Weiterbeschäft i- gung ist abzulehnen und die Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen. A-6509/2013 Seite 26 8. Der Beschwerdeführer beantragt im Weiteren, es sei ihm subeventualiter eine angemessene Entschädigung auszurichten. 8.1 Aufgrund des Paradigmenwechsels i m Bundespersonalrecht wird e i- ne ungerechtfertigte Kündigung mit einer Entschädigung sanktioniert (vgl. Botschaft zum BPG, BBl 2011 6708 f.; HARTMANN, a.a.O., S. 109 f.). Ge- mäss Art. 34b Abs. 1 Bst. a BPG ist dem Beschwerdeführer eine En t- schädigung zuzusprechen, wenn die Beschwerde gegen eine Verfügung über die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber gu t- geheissen und die Sache nicht ausnahmsweise an die Vorinstanz z u- rückgewiesen wird. Voraussetzung ist allerdings, dass sachlich hinre i- chende Gründe für die ordentliche Kündigung oder wichtige Gründe für die fristlose Kündigung fehlen oder wenn Verfahrensvorschriften verletzt worden sind. Sodann wird eine Entschädigung von der Beschwerdei n- stanz unter Würdigung aller Umstände festgelegt und beträgt in der Regel mindestens sechs Monatslöhne, höchstens jedoch einen Jahreslohn (Abs. 2 ; vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -5381/2013 vom 8. Mai 2014 E. 10.1). Diese Regelung soll eine Kompensation für eine mängelbehaftete Kündigung erlauben, wobe i die Folgen einer solchen Kündigung prohibitiv wirken sollen: Es soll verhindert werden, dass es sich für den Arbeitgeber "lohnt", einer angestellten Person ohne rechtlich genügenden Grund oder mittels eines fehlerhaften Verfahrens zu künd i- gen (vgl. Botschaft zum BPG, BBl 2011 6724). Gemäss der Idee des Ge- setzgebers soll demnach ein Verhalten des Arbeitgebers sanktioniert werden, welches sich beispielsweise durch Nachlässigkeit, Gleichgülti g- keit oder Leichtfertigkeit auszeichnet oder wenn nicht die notwend ige Energie an den Tag gelegt wird, eine unnötige Härte für den Arbeitnehmer zu verhindern (vgl. i.d.S. auch NÖTZLI, in: Handkommentar BPG, Art. 12 Rz. 36). 8.2 Vorliegend wurde der Entscheid, das Arbeitsverhältnis aufzulösen ge- fällt, ohne einschlägige Ergeb nisse eines vielversprechenden und vor a l- lem aussagekräftigen Arbeitsversuches abzuwarten. Er erging somit ge- stützt auf eine unvollendete Faktenlage und überaus rasch nach Ablauf der zweijährigen Sperrfrist von Ziff. 133 Abs. 1 i.V.m. 134 Abs. 1 GAV SBB. Zudem wurde der Entscheid, die mangelnde medizinische Tauglich- keit zu bestätigen, in einer Art und Weise gefällt, ohne dass sich der M e- dical Service ausgiebig mit einer Begründung seines Entscheides b e- schäftigt hätte. Erst mittels Verfügung vom 21. Oktober 2013 konnte die A-6509/2013 Seite 27 erforderliche Begründungsdichte erreicht werden, um der gesetzlichen Pflicht von Art. 35 Abs. 1 VwVG zu genügen (vgl. E. 4.5). Hingegen ist auch in Betracht zu ziehen, dass die Vorinstanz, insbeso n- dere der zugeteilte Case Manager, den Beschwerdeführer ab Eintritt der Krankheit eng betreute, die an der Therapie und Arbeitsversuchen bete i- ligten Personen koordinierte und immer wieder Helferkonferenzen durc h- führte, um ein umfassendes Bild des gesundheitlichen Fortschrittes des Beschwerdeführers zu generieren sowie weitere Schritte zu organisieren. Ausserdem hat die Arbeitgeberin die Lohnfortzahlung über ihre Pflicht hinaus zweimal erstreckt. Angesichts dieser Gegebenheiten kann nicht behauptet werden, die Arbeitgeberin hätte ihre sozialen Pflichten gänzlich vernachlässigt. 8.3 Der Beschwerdeführer stand bei Eintritt der Krankheit kurz vor Vollendung seines vierzigsten Altersjahr es und steht heute mitten im E r- werbsalter. Sein Tatendrang ist gross und wiederholt äusserte er seinen Willen und den Wunsch, wieder in das Arbeitsumfeld des Controlling ei n- zusteigen, da er hier seine Berufung sieht. Die Ergebnisse der Arbeit s- versuche haben mehrheitlich gezeigt, dass trotz vorhandener Defizite zahlreiche Fähigkeiten, auf welche der Beschwerdeführer im Beruf salltag zurückgreifen kann, vorhanden sind. Im Übrigen sehen ärztliche und th e- rapeutische Meinungen die Chancen für die Wiederaufnahme einer pra k- tische Tätigkeit mit anspruchsvolleren und komplexeren Aufgaben intakt (vgl. Psychologischer Bericht der Rehaklinik Y . _______ vom 13. Februar 2013 sowie Empfehlungen zur beruflichen Entwicklung aus Sicht Job - Coach vom 1. Oktober 2013). Das unzweckmässige Vorgehen der Vorinstanz, welches zur Fehlerha f- tigkeit der Kündigung geführt hat, wiegt mittelschwer, doch erwe isen sich deren Auswirkungen für den Beschwerdeführer als gravierend, hätte doch eine Weiterbeschäftigung bei der Vorinstanz über Jahre seines Erwerb s- lebens hinweg für ihn eine grosse Bedeutung. In Anbetracht dessen, dass der Beschwerdeführer zwar erst kurze Zeit bei der Arbeitgeberin tätig war, dass er jedoch ein Alter hat, welches eine Reintegration erlauben würde, dass hingegen seine Chancen, im Arbeitsmarkt wieder Fuss zu fassen, gering sein dürften, erscheint – in Gutheissung des entsprechenden Eventualantrages – der Zuspruch einer Entschädigung an den B e- schwerdeführer i.S.v. Art. 34b Abs. 2 BPG in der Höhe von 10 Monatsge- hältern (Basis Bruttolohn bei Eintritt der Krankheit, d.h. Januar 2011) als angemessen. A-6509/2013 Seite 28 9. Aufgrund dieser E rwägungen ist die Beschwerde insgesamt teilweise gutzuheissen. 10. 10.1 Das Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht ist in personalrechtlichen Angelegenheiten unabhängig vom Ausgang des Ve r- fahrens, ausser bei Mutwilligkeit, kostenlos (Art. 34 Abs. 2 BPG). Es sind deshalb keine Verfahrenskosten zu erheben. 10.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei ist von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für die ihr erwachsenen notwe n- digen Kosten zuzusprechen , welche bei teilweisem Obsiegen entspr e- chend zu kürzen ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 f. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die En t- schädigung umfasst die Kosten der Vertretung sowie allfä llige weitere Auslagen der Partei (vgl. Art. 8 ff. VGKE). Der Stunden ansatz für die an- waltliche Vertretung beträgt mindestens Fr. 200.-- und höchstens Fr. 400.- (vgl. Art. 10 Abs. 2 VGKE). Das Gericht setzt die Entschädigung auf Grund der Kostennote fest (vgl. Art. 14 Abs. 2 VGKE). 10.3 Der Beschwerdeführer macht für die anwaltliche Vertre tung Kosten in der Höhe von total Fr. 8' 676.70.-- (darin enthalten Fr. 642.70 Meh r- wertsteuer) geltend. Im Weiteren macht der Beschwerdeführer Kosten für ein Gutachten der Rehaklinik Y . _______ in der Höhe von Fr. 403.80 (inkl. Mehrwertsteuer) geltend. 10.3.1 Der veranschlagte Zeitaufwand erscheint gerechtfertigt und ve r- hältnismässig. Der Betrag von Fr. 8'676.70 (inkl. Mehrwertsteuer und B a- rauslagen) wird im Verhältnis des Unterl iegens von 1/4 entsprechend ge- kürzt und ist demzufolge der Vorinstanz in der Höhe von Fr. 6'507.55 zur Bezahlung aufzuerlegen (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 2 und 8 Abs. 1 i.V.m. Art. 10 VGKE). 10.3.2 Ebenso werden die Kosten des Gutachtens von Fr. 403.80 als Ba- rauslagen der Partei i.S.v. Art. 9 Abs. 1 Bst. b VGKE qualifiziert (vgl. MO- SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 4.80) und im Umfang de s Obsie- gens in der Höhe von 3/4 entschädigt. Der Betrag von Fr. 302.85 ist der Vorinstanz aufzuerlegen. A-6509/2013 Seite 29 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. 2. Die Vorinstanz wird verpflicht et, dem Beschwerdeführer eine En tschädi- gung in der Höhe von 10 Monatsgehältern (Basis Januar 2011, Bruttos a- lär) zu bezahlen. 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 4. Die Vorinstanz hat den Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils für seine entstandenen Kosten für die Vertretung (inkl. Ausla- gen und MwSt.) sowie weitere Bara uslagen in der Höhe von Fr . 6'810.40 zu entschädigen. 5. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Gerichtsurkunde) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: Marianne Ryter Stephan Metzger A-6509/2013 Seite 30 Rechtsmittelbelehrung: Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebiet der öffen t- lich-rechtlichen Arbeitsverhältnisse können beim Bundesgericht ang e- fochten werden, sofern es um eine vermögensrechtliche Angelegenheit geht, bei welcher der Streitwert mindestens Fr. 15'000.– beträgt oder bei der sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (vgl. Art. 85 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Bei einer nicht vermögensrechtlichen Angelegenheit ist die Beschwerde nur zulässig, w enn sie die Gleichste l- lung der Geschlechter betrifft (vgl. Art. 83 Bst. g BGG). Steht die B e- schwerde in öffentlich -rechtlichen Angelegenheiten offen, kann sie innert 30 Tagen nach Eröffnung dieses Entscheids beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Bewei s- mittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, be i- zulegen (Art. 42 BGG). Versand: