<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>ZL.2016.00043</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichter Spitz<br/>Ersatzrichter Wilhelm<br/>Gerichtsschreiber Fraefel</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 31. Oktober 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch den Sohn Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Amtshaus Werdplatz</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Strassburgstrasse 9, Postfach, 8036 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1941, bezieht seit Dezember 2002 Zusatzleistun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen zur Invaliden- beziehungsweise Altersrente in Form von Ergänzungsleis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungen, kantonalen Beihilfen und Gemeindezuschüssen (Urk. 2). Aufgrund von Ermittlungen durch das Inspektorat der Stadt Zürich wurde im Frühjahr 2015 ein von der Versicherten nicht deklarierter Vermögenswert entdeckt, nämlich ein 25%igen Miteigentumsanteil an einer in Griechenland gelegenen Liegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaft, welchen die Versicherte im Zuge des gesetzlichen Erbschaftsanfalls ihres am 9. Juli 1999 verstorbenen Ehemannes erworben hatte (Ermittlungsbericht vom 17. April 2015 [Urk. 9/2/62] mit Beilagen [Urk. 9/2/57-61]; Urk. 9/2/55). Mit Verfügungen vom 5. und 6. Mai respektive vom 12. Juni 2015 forderte daher das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV der Stadt Zür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ich (AZL) von der Versicherten die ab 1. Dezember 2002 bis zum 30. April 2010 ausgerichteten Ergänzungsleistungen, kantonalen Beihilfen und Gemeindezuschüsse von ins</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesamt Fr. 35‘319.- sowie die ab 1. Mai 2010 bis zum 31. Mai 2015 ausgerich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teten Ergänzungsleistungen, kantonalen Beihilfen und Gemeindezuschüsse von insgesamt 34‘680.- als unrechtmässig bezogene Leistungen zurück (Urk. 9/2/V19-22, Urk. 9/2/71). In teilweiser Gutheissung der erhobenen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprache vom 30. Juni und 9. September 2015 (Urk. 9/2/72 und 9/2/74) redu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zierte es die Rückerstattungssumme für die Zeit ab 1. Dezember 2002 bis zum 30. April 2010 auf Fr. 24‘550.- und für diejenige ab 1. Mai 2010 bis zum 31. Mai 2015 auf Fr. 17‘704.-, unter gleichzeitiger Verrechnung des Rückfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derungsbetrages mit den laufenden Leistungen (Entscheid vom 11. Februar 2016, Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen liess die Versicherte durch ihren Sohn Y.___ am 30. März 2016 Beschwerde erheben (Urk. 1) mit dem Antrag, in Aufhebung des ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fochtenen Entscheids sei die Rückerstattungsforderung für die Zeit bis zum 30. April 2010 aufzuheben und die restliche für die Zeit bis zum 31. Mai 2015 herabzusetzen. In der Beschwerdeantwort vom 19. August 2016 schloss das AZL auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Art. 9 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) entspricht die jährliche Ergän-zungsleistung dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die anrechenba-ren Einnahmen übersteigen. Die kantonalen Beihilfen basieren auf dem gleichen System wie die Ergänzungsleistungen (vgl. § 15 des kantonalen Zusatzleis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsgesetzes, ZLG). Ferner verweist Art. 12 der Zusatzleistungsverordnung der Stadt Zürich (VVOZLG) auf das Zusatzleistungsgesetz.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unrechtmässig bezogene Zusatzleistungen sind vom Bezüger oder der Bezügerin zurückzuerstatten (Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kennt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtung der einzelnen Leistung (Art. 25 Abs. 2 Satz 1 ATSG). Wird der Rücker</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stattungsanspruch aus einer strafbaren Handlung hergeleitet, für welche das Strafrecht eine längere Verjährungsfrist vorsieht, so ist diese Frist massgebend (Art. 25 Abs. 2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Satz 2 ATSG). Bei den genannten Fristen han</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delt es sich um Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirkungsfristen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil des Bundesgerichts 9C_245/2012 vom 29. Oktober 2012 E. 5.1.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Zu Unrecht bezogene Geldleistungen können nur zurückgefordert wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel) bestehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Voraussetzungen im Sinne von Art. 53 ATSG erfüllt sind (BGE 129 V 110 E. 1). Bei der Neuberechnung von Zusatzleistungen zur Ermittlung des Rücker</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stattungsbetrages ist von den Verhältnissen auszugehen, wie sie im Rückerstat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungszeitraum tatsächlich bestanden haben (BGE 122 V 24 ff. E. 5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss den Akten steht fest und ist unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin nach Entdeckung des nicht deklarierten 25%igen Miteigentumsanteils der Beschwerdeführerin an einer Liegenschaft in Griechenland im Sinne einer pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zessualen Revision rückwirkend eine Neuberechnung durchführen und die zu Unrecht ausgerichteten Zusatzleistungen grundsätzlich zurückfordern durfte. Ebenfalls steht unbestrittenermassen fest, dass die einjährige Verwirkungsfrist gewahrt wurde. Streitig ist dagegen, ob der Rückerstattungsanspruch aus einer strafbaren Handlung mit einer entsprechend längeren Verwirkungsfrist herge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leitet werden kann, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sowie die Höhe der Rückerstattungsforderung. Zunächst ist auf die Frage der Verwirkungsfrist einzugehen (E. 2), sodann auf die Höhe der Rückerstattungsforderung (E. 3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fehlt es an einem Strafurteil, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haben </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Verwaltung und gegebenenfalls das Sozialversicherungsgericht vorfrageweise selber darüber zu befinden, ob sich die Rückforderung aus einer strafbaren Handlung herleite</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und der Täter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bzw. die Täterin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dafür strafbar wäre. Dabei gelten die gleichen beweisrechtlichen Anforderungen wie im Strafverfahren, so dass der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sonst im Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsrecht geltende Beweisgrad der überwiegenden Wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheinlichkeit nicht ausreicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BGE 138 V 74 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. 6.1). Vorliegend kommen diesbezüglich Art. 146 Abs. 1 des Schweizerischen Strafgesetzbuchs (StGB; Betrug) und Art. 31 Abs. 1 lit. d ELG in Betracht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wer die ihm nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">31 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 ATSG obliegende Meldepflicht verletzt, wird, sofern nicht ein mit höherer Strafe bedrohtes Verbrechen oder Vergehen vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liegt, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">laut Art. 31 Abs. 1 lit. d ELG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Geldstrafe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis zu 180 Tagessätzen bestraft. Gemäss Art. 31 Abs. 1 ATSG haben die Bezügerinnen und Bezüger, ihre Angehörigen oder Dritte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, denen die Leistung zukommt, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">j</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ede wesentliche Ände</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung in den für eine Leistung massgebenden Verhältnissen dem Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsträger oder dem jeweils zuständig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en Durchführungsorgan zu melden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">146 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 StGB macht sich des Betruges schuldig, wer in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführt oder ihn in einem Irrtum arglistig bestärkt und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder eine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n andern am Vermögen schädigt. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Tatbestand des Betruges zeichnet sich als "Beziehungsdelikt" dadurch aus, dass der Täter das Opfer durch motivierende, kommunikative Einwirkung dazu veranlasst, sich selbst durch die Vornahme einer Vermögensverfügung zuguns</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten des Täters oder eines Dritten zu schädigen. Das Opfer trägt folglich zur </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eigenen Vermögensschädigung bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Angriffsmittel des Betruges ist die Täu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schung. Als solche gilt jedes Verhalten, das darauf gerichtet ist, bei einem andern eine von der Wirklichkeit abweichende Vorstellung hervorzurufen. Die Täuschung ist eine unrichtige Erklärung über Tatsachen, mit der auf die Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">g eines anderen eingewirkt wird</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die Erfüllung des Tatbestandes erfordert darüber hinaus Arglist. Betrügerisches Verhalten ist strafrechtlich nur relevant, wenn der Täter mit einer gewissen Raffinesse oder Durchtriebenheit täuscht. Dieses Erfordernis ist erfüllt, wenn er ein ganzes Lügengebäude errichtet oder sich besonderer Machenschaften oder Kniffe bedient. Einfache falsche Angaben sind arglistig, wenn deren Überprüfung nicht oder nur mit besonderer Mühe möglich oder nicht zumutbar ist und wenn der Täter das Opfer von der mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Überprüfung abhält oder er nach den Umständen voraussieht, dass jenes die Überprüfung der Angaben aufgrund eines besonderen Vertrauens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verhält</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisses unterlassen werde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Arglist scheidet aus, wenn das Täuschungsopfer den Irrtum mit einem Mindestmass an Aufmerksamkeit hätte vermeiden können. Wie es sich damit verhält, beurteilt sich unter Berücksichtigung der jeweiligen Lage und Schutzbedürftigkeit des Täuschungsopfers im Einzelfall. Der Tatbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stand erfordert aber in keinem Fall, dass das Täuschungsopfer die grösstmög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Sorgfalt walten lässt und alle erdenklichen Vorkehren zu seinem Schutz trifft. Arglist scheidet nur aus, wenn es leichtfertig die grundlegendsten Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichtsmassnahmen nicht beachtet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Täuschung muss beim Verfügungsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechtigten ferner einen Irrtum hervorrufen oder ihn in einem solchen bestärken. Schliesslich setzt der Tatbestand eine irrtumsbedingte Vermögensverfügung des Getäuschten voraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, wodurch dieser sich selbst beziehungsweise</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> das seiner tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sächlichen Verfügung unterliegende Vermögen eines Dritten unmittelbar schä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digt. In subjektiver Hinsicht erfordert der Tatbestand Vorsatz und Handeln in unrec</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">htmässiger Bereicherungsabsicht (Urteil des Bundesgerichts 6B_1231/2016 vom 22. Juni 2017 E. 7.1-4, mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Täuschung kann nicht nur durch ausdrückliche Erklärung, sondern auch durch konkludentes Verhalten erfolgen, wenn der Täter die Unwahrhe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">it implizit zum Ausdruck bringt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Voraussetzung ist, dass dem Verhalten nach der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kehrsanschauung ein bestimmter Erklärungswert zukommt. Ob de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m so ist, und welcher Sinn- beziehungsweise</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Bedeutungsgehalt dem Verhalten gegebenenfalls beizulegen ist, ist durch Auslegung unter Berücksichtigung vo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n Treu und Glau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben zu ermitteln</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Der Umstand, dass aus einem bestimmten Verhalten irgend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">welche Schlüsse gezogen werden können, erlaubt die Annahme einer konklu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erklärung für sich allein nicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. In Fällen blossen Schweigens liegt eine konkludente Täuschung nur vor, wenn das Schweigen als stillschwe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">igende Zustimmung zu werten ist. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Liegt im Schweigen kein Erklärungswert, kann der Tatbestand des Betruges nur unter den Voraussetzungen eines unechten Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lassungsdelikts erfüllt werden. Den Täter muss mithin eine ges</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teigerte Verant</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wortlichkeit beziehungsweise</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine inhaltlich besonders qualifizierte Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflicht treffen, den Irrenden über seine Selbstschädigung bewirkende Fehlvor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellung aufzuklären</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Garantenpflicht). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Täter muss aufgrund der konkreten Rechtsbeziehung verpflichtet sein, falschen oder fehlenden Vorstellungen des Opfers über vermögensrelevante Tatsachen durch Aufklärung entgegenzutreten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urteil des Bundesgerichts 6B_1231/2016 vom 22. Juni 2017 E. 7.5 und E. 8.2.3 mit Hinweisen)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Für die Abgrenzung des Tatbestandes der Meldepflichtverletzung (E.2.1.2) von jenem des Betrugs ist nach dem Gesagten insbesondere entscheidend, ob das Verhalten der beschuldigten Person als blosse Unterlassung oder als aktives Tun zu werten ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_680/2016 vom 14. Juni 2017 E. 2.3). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Äussert sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beispielsweise </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Leistungsbezüger auf Nachfragen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rers </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht wahrheitsgemäss und legt er seine Verhältnisse nicht offen, geht es nicht mehr um </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ein blosses </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unterlassen. Der Leistungsbezüger täuscht diesfalls aktiv (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BGE 140 IV 11 E. 2.4.6). Ferner ist bei dieser Abgrenzung die Frage nach einer Garantenstellung zu beachten. Betrug </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">durch Unterlassen ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nach dem Gesagten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nur unter den Voraussetzungen eines unechten Unterlassungsdelikts strafbar und mithin nur durch denjenigen Täter möglich, den gegenüber dem Geschädigten eine qualifizierte Rechtspflicht zum Handeln im Sinne einer Garantenpf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">licht trifft. Die V</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erletzung der Meldepflicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellt grundsätzlich keine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Täuschung durch konkludentes Verhalten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dar, und es kann daraus keine Garantenstellung abgeleitet werden (BGE </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">140 IV 11 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. 2.4.5 mit Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vor der Beantwortung der Streitfrage ist zunächst der Ablauf der Ereignisse kurz darzulegen:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 9. Juli 1999 verstarb der Ehemann der Beschwerdeführerin (Urk. 9/2/55). Im Zuge der gesetzlichen Erbfolge wurden die Beschwerdeführerin und die beiden Kinder Miteigentümer einer in Z.___, Griechenland, gelegenen Liegenschaft (Grundstück mit einem einstöckigem Wohnhaus) des verstorbenen Ehemannes, und zwar die Beschwerdeführerin zu einem Viertel und die beiden Kinder zu je drei Achteln (vgl. zu dieser Erbfolge auch das Schreiben des Grundbuchamtes Z.___ vom 27. März 2015 betreffend den Eintrag der Erbschaftsannahmeurkunde Nr. 2996 vom 28. Januar 2000 in die Transskriptionsbücher des Grundbuchamtes Z.___ [Urk. 9/2/59, Urk. 9/2/62]; von der Versicherten mit der Beschwerde eingereichte [griechische] Erben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bescheinigung vom 20. März 2001 [Urk. 3/1, Urk. 3/11]). Bei ihrer Vorsprache bei der Beschwerdegegnerin am 28. März 2000 gab die Beschwerdeführerin jedoch an, die Wohnung in Griechenland würde drei Brüdern in Griechenland gehören und stehe für sie bloss zur Ferienbenützung zur Verfügung (Protokoll vom 28. März 2000, Urk. 9/2/105a). Bezug nehmend auf diese Angabe forderte die Beschwerdegegnerin von ihr mit Schreiben vom 24. November 2000 und 12. Dezember 2002 eine schriftliche Bestätigung dafür, dass weder sie noch ihr verstorbener Ehemann (Mit-)Eigentümer von Liegenschaften in Griechenland sind oder waren (Urk. 9/1/22, Urk. 9/1/19). Mit dem Antwortschreiben vom 29. Dezember 2002 reichte die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin darauf eine Bestätigung des Grundbuchamtes Z.___ vom 16. August 2002 ein - gemäss welcher sie keine Grundstücke besitze (Urk. 9/2/82, Urk. 9/2/56) -, verbunden mit der Bemerkung, sie habe die mit dem Brief vom 12. Dezember 2002 gewünschten Unterlagen beschaffen können; darauf werde bestätigt, dass auf ihren Namen X.___ weder Grundstücke noch Liegenschaften in Grie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chenland „auffindbar“ seien. Auch im nachfolgenden Zeitraum verneinte die Beschwerdeführerin in den Formularen betreffend den Anspruch auf Zusatz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leistungen trotz entsprechender Hinweise auf die Wahrheits- und Meldepflicht jeweils unterschriftlich die Frage nach dem Besitz von Grundeigentum (Formu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lare vom 23. Januar 2003 [Urk. 9/1/3], 7. Juli 2004 [Urk. 9/1/44], 2. November 2008 [Urk. 9/2/26], 21. November 2011[Urk. 9/2/41]. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss den oben erwähnten erbrechtlichen Belegen erfolgte die Erbschaftsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme durch die Beschwerdeführerin spätestens Anfang des Jahres 2000. Dies wird von der Beschwerdeführerin nicht substantiiert bestritten, gab sie doch im Gegenteil selber an, ihre Erbschaftsannahme sei am 28. Januar 2000 im Grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">buchamt Z.___ vorgemerkt respektive eingetragen worden (Urk. 1). Spätestens seit damals und erst Recht seit der Erbenbescheinigung vom 20. März 2001 wusste die Versicherte somit von ihrem geerbten Eigentumsanteil an der Lie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genschaft des verstorbenen Ehemannes. Dieses Wissen unterdrückte sie jedoch gegenüber der Beschwerdegegnerin, und zwar zunächst bei ihrer Vorsprache vom 28. März 2000 und in der Folge vor allem in ihrem Schreiben vom 29. Dezember 2002. Diese Unterdrückung stellt eine aktive Täuschung im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB dar. Die Beschwerdeführerin machte sich bei dieser Täuschung die beschränkte Aussagekraft der von ihr vorgelegten Grundbuch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bestätigung zunutze. Ob diese beschränkte Aussagekraft durch eine offenbar verzögerte Überschreibung des (erbrechtlich angenommenen) Liegenschafts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anteils aus den Transskriptionsbüchern in das betreffende Grundbuch verursacht wurde – wofür die vorliegenden Akten sowie der Umstand sprechen, dass sich das Grundbuch in Griechenland damals grundsätzlich in einer Aufbauphase befand -, oder ob es dafür andere Gründe gibt, kann offen bleiben. Denn in jedem Fall steht fest, dass die Beschwerdeführerin mit ihrem Vorgehen die Beschwerdegegnerin aktiv getäuscht hat. Diese Täuschung verstärkte sie noch mit ihren Bemerkungen im Begleitschreiben vom 29. Dezember 2002, insbeson</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dere mit dem Hinweis, wonach in Griechenland kein Grundstück von ihr (oder ein Anteil daran) „auffindbar“ sei. Denn mit diesem Hinweis erweckte sie den Eindruck, dass man selbst bei einer aktiven Suche kein (anteilsmässiges) Grundstück von ihr „auffinden“ würde. Insgesamt stellt dieses Vorgehen der Beschwerdeführerin ein eigentliches Lügengebäude dar, weshalb das Vorliegen einer Arglist nach Art. 146 Abs. 1 StGB zu bejahen ist. Arglist ist auch deshalb zu bejahen, weil es sich um eine einfache falsche Angabe (kein Liegenschafts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">besitz in Griechenland) handelte, deren Überprüfung für die Beschwerdegegne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin nur mit besonderer Mühe und mit einem nicht zumutbaren Aufwand mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich gewesen wäre, wobei die Versicherte die damals unterlassene Überprüfung ihrer falschen Angaben aufgrund der gesamten Umstände vorausgesehen res</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pektive damit gerechnet hat. Der Einwand der Beschwerdeführerin, wonach sie ihren Anteil an der Liegenschaft als wertlos und deshalb dessen Deklaration als nicht für notwendig erachtet habe (Urk. 9/2/74), greift schon deshalb nicht, weil ihre täuschenden Erklärungen gegenüber der Beschwerdegegnerin die Frage betrafen, ob sie überhaupt Eigentümerin eines Liegenschaftsanteils sei oder nicht, und nicht die Frage nach dem Wert eines allfälligen Eigentumsanteils. Zudem handelt es sich bei dieser Liegenschaft um eine gepflegte Wohnung, welche die Miteigentümer in der Zeit ab Juli 2010 für einen Betrag von Euro 140‘000.- zum Verkauf ausgeschrieben hatten (Urk. 9/2/57-58, Urk. 9/2/62, Urk. 9/2/72, Urk. 9/2/77, Urk. 9/2/79-80). Auch vor diesem Hintergrund erweist sich ihr Einwand, sie habe gutgläubig von der Wertlosigkeit ihres Liegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaftsanteils ausgehen dürfen (Urk. 1), als blosse Schutzbehauptung. Im Übri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen folgt aus den Vorbringen der Versicherten unmittelbar, dass ihr Verschwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen des Liegenschaftsanteils auf einem bewussten und klaren gedanklichen Vorgang beruhte. Diese Umstände lassen daher entgegen ihrer Auffassung kei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen anderen Schluss zu als denjenigen auf ein bewusstes und damit vorsätz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liches Täuschungsmanöver. Dieses Täuschungsmanöver setzte die Versicherte auch nach Ende des Jahre 2002 fort, indem sie in den entsprechenden Formu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">laren einen Eigentumsanteil an einer Liegenschaft verneinte. Auch für sich betrachtet stellen diese Verneinungen aktive Irreführungen dar (Urteil des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">desgerichts 6B_542/2012 vom 10. Januar 2013 E. 1.3). Da auch die übrigen Tatbestandsvoraussetzungen von Art. 146 Abs. 1 StGB erfüllt sind, ist das Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liegen eines Betrugs im massgebenden Zeitraum zu bejahen. Die Verjährungs- respektive Verwirkungsfrist für die Rückforderung beträgt somit 15 Jahre (Art. 25 Abs. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 146 Abs. 1 StGB und Art. 97 Abs. 1 lit. b StGB).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Art. 17 Abs. 4 der Verordnung über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELV) ist der Liegenschaftsanteil bei der Rückerstattungsforderung nach dem Verkehrswert zu berechnen, was unbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stritten ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diesbezüglich legte die Versicherte zwei aktuelle Verkehrswertschätzungen von örtlichen Unternehmungen vor, welche einen Verkehrswert der Liegenschaft von Euro 75‘000.- (Schätzung der Immobilienagentur A.___ vom 20. Juli 2015, Urk. 9/2/76) respektive von (gerundet) Euro 70‘000.- (Schätzung der Firma B.___ vom Juli 2015, Urk. 9/2/78) ermittelten, wobei die Firma B.___ daraus noch einen Verkehrswert des 25%igen Miteigentumsanteils von Euro 14‘000.- abgeleitet hat, berechnet aus einem 20%igen Abschlag vom Liegenschaftswert von Euro 70‘000.- (0,8 x Euro 70‘000.- = Euro 56‘000.-) res</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pektive einem Viertel davon (Euro 56‘000.-/4 = Euro 14‘000.-). Dabei begrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dete sie den Abschlag mit einer Verminderung der „Werthaltigkeit“ beim Mitei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gentumsanteil.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging bei ihrer Berechnung des Rückerstattungsbetrages in Anlehnung an die Schätzung der Firma B.___ von einem Verkehrswert des 25%igen Miteigentumsanteils von Euro 17‘500.- aus (Euro 70‘000.-/4), ohne den in der Schätzung vorgenommenen Abschlag auf Euro 14‘000.- zu berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichtigen. Aufgrund einer in Schweizerfranken umgerechneten jährlichen Anrechnung des Vermögensbetrages von Euro 17‘500.- ermittelte sie sodann im massgebenden Zeitraum die Rückerstattungsbeträge von Fr. 24‘550.- für die Zeit vom 1. Dezember 2002 bis zum 30. April 2010 sowie von Fr. 17‘704.- für die Zeit vom 1. Mai 2010 bis zum 31. Mai 2015 (Urk. 2). Gegen dieses Vorgehen wendet die Beschwerdeführerin einzig ein (Urk. 1 S. 2), die Beschwerdegegnerin habe nicht begründet, weshalb sie den von der Firma B.___ geschätzten Verkehrswert ihres Miteigentumsanteils von Euro 14‘000.- nicht akzeptiert habe.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einig sind sich die Parteien darin, dass der Verkehrswert des Miteigentumsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teils grundsätzlich gestützt auf die (ausführlichere) Schätzung der Firma B.___ festzulegen ist. Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden, zumal die beiden geschätzten Verkehrswerte (Euro 70‘000.- und 75‘000.-) nahe beieinan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der liegen, wobei der geschätzte Betrag von Euro 70‘000.- auch aufgrund der übrigen Akten zumindest für die Zeit nach Ausbruch der Finanzkrise in Griechenland als zuverlässige Einschätzung des Verkehrswertes zu betrachten ist. Für die Zeit vor Ausbruch der Finanzkrise ist zwar davon auszugehen, dass sich das Vorgehen der Beschwerdegegnerin zugunsten der Beschwerdeführerin auswirkt. Gleichwohl besteht diesbezüglich kein Anlass zu Weiterungen, schon allein deshalb nicht, weil eine Verkehrswertschätzung für die Zeit vor Eintritt der Finanzkrise rein praktisch unter zumutbarem Aufwand kaum durchführbar wäre beziehungsweise jedenfalls daraus mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine zuverlässigeren und genaueren Bewertungen zu erwarten wären, als sie mit den beiden eingereichten Schätzungen bereits vorliegen. Was nun den umstrittenen Abschlag auf Euro 14‘000.- betrifft, ist das Vorgehen der Beschwerdegegnerin korrekt: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Denn grundsätzlich ist davon auszugehen, dass der Wert eines 25%igen Mitei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gentumsanteils einer Liegenschaft entsprechend diesem Anteil eben ein Viertel des Wertes der gesamten Liegenschaft beträgt. Zwar ist im Einzelfall nicht völ</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lig ausgeschlossen, dass aufgrund konkreter Umstände ein Miteigentumsanteil an einem Vermögensobjekt wertmässig nicht seinem prozentualen Anteil am Gesamtwert des Objektes entspricht. Für die Annahme eines solchen Minder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wertes müssen aber konkrete Umstände vorliegen, welche auf einen solchen Minderwert schliessen lassen. Solche konkreten Umstände sind vorliegend nicht ersichtlich. So steht gemäss den Akten eine Veräusserung der Wohnung durch die Miteigentümer im Vordergrund (Urk. 9/2/74, Urk. 9/2/77). Es ist jedoch nicht ersichtlich, weshalb die Beschwerdeführerin bei der angestrebten Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">äusserung gegenüber den beiden übrigen Miteigentümern wertmässig einen Nachteil erleiden sollte. Das Gleiche gilt auch für den Fall, dass sie ihren Anteil zum Beispiel an die beiden übrigen Miteigentümer übertragen würde. Mangels solcher konkreten Umstände besteht deshalb kein Anlass für einen Abschlag auf Euro 14‘000.-, umso weniger, als auch im Bericht der Firma B.___ der Abschlag auf Euro 14‘000.- nicht nachvollziehbar hergeleitet sondern bloss mit dem abstrakten und wenig aussagekräftigen Begriff „Werthaltigkeit“ überdeckt wird. Im Übrigen blieben die Berechnung der Rückerstattungsbeträge respektive der angefochtene Entscheid (Urk. 2) unbestritten, und es sind diesbezüglich keine Anhaltspunkte für Fehler ersichtlich.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diese Erwägungen führen zur Bestätigung des angefochtenen Entscheids und zur Abweisung der Beschwerde. </span></p><p></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Y.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sicherheitsdirektion Kanton Zürich</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu entha</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">l</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigFraefel</p></div> </div></body></html>