<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2007 86 S.319</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht</span> <span class="page_no">319</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> [...]<br/> <br/> <span class="ft2"><b>86 Ausschaffungshaft;</b></span> <span class="ft2"><b>Haftbedingungen</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Das Migrationsamt hat dafür besorgt zu sein, dass Inhaftierte in vernünf-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>tigem Rahmen Telefonate ins Ausland führen können und als Nichtrau-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>cher die Zelle nicht mit Rauchern teilen müssen (Erw. II./4.).</b></span><br/> <br/> <span class="ft3">Entscheid des Präsidenten des Rekursgerichts im Ausländerrecht vom</span><br/> <span class="ft3">22. Juni 2007 in Sachen Migrationsamt des Kantons Aargau gegen S.O. be-</span><br/> <span class="ft3">treffend Haftüberprüfung (1-HA.2007.53).</span><br/> <br/> <span class="ft4"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft1">II. 4. Bezüglich der Haftbedingungen bringt der Gesuchsgegner</span><br/> <span class="ft1">anlässlich der heutigen Verhandlung vor, er könne im Ausschaf-</span><br/> <span class="ft1">fungsgefängnis nicht mit seiner Familie telefonieren, da diese im</span><br/> <span class="ft1">Ausland lebe. Nachfragen bei der Gesuchstellerin ergaben, dass nur</span><br/> <span class="ft1">Telefonate innerhalb der Schweiz geführt werden könnten. Dafür</span><br/> <span class="ft1">sind nach Auffassung des Gerichts keine Gründe ersichtlich, weshalb</span><br/> <span class="ft1">die Gesuchstellerin angewiesen wird, Telefonate ins Ausland im ver-</span><br/> <span class="ft1">nünftigen Rahmen sicherzustellen.</span><br/> <span class="ft1">[...]</span><br/> <span class="ft1">Schliesslich erklärte der Gesuchsgegner, er sei Nichtraucher</span><br/> <span class="ft1">und müsse die Zelle mit Rauchern teilen, weshalb er in eine Einzel-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Rekursgericht im Ausländerrecht</span> <span class="page_no">320</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">zelle verlegt werden wolle. Nach Auffassung des Bezirksarztes sei</span><br/> <span class="ft1">jedoch eine Verlegung in die Einzelzelle nur angebracht, wenn der</span><br/> <span class="ft1">Gesuchsgegner seine Medikamente einnehmen würde. Inwiefern</span><br/> <span class="ft1">zwischen der Einnahme von Medikamenten und dem Bezug einer</span><br/> <span class="ft1">Einzelzelle bzw. der Zusammenlegung mit Nichtrauchern ein Zusam-</span><br/> <span class="ft1">menhang besteht, ist nicht ersichtlich. Zweifellos ist es für einen</span><br/> <span class="ft1">Nichtraucher unzumutbar, wenn er mit Rauchern die Zelle teilen</span><br/> <span class="ft1">muss. Die Gesuchstellerin wird angewiesen, sich um eine Verlegung</span><br/> <span class="ft1">des Gesuchsgegners in eine Einzelzelle zu kümmern.</span><br/> <br/></div> </div> </body> </html>