<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00231</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203840&amp;W10_KEY=13013571&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00231</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.10.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 30.09.2004 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Ausnahmebewilligung nach Art. 24; Rodungsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Pferdeställe im Waldgebiet Voraussetzungen für Bewilligungen von Bauten im Wald (E. 2a). Konkret liegen die Ställe im Waldgebiet und dienen nicht forstlichen Zwecken; sie bedürfen daher einer Bewilligung nach Art. 24 RPG (in der bis 31.8.2000 geltenden Fassung) (E. 2b). Voraussetzungen für die Rodungsbewilligung (E. 2c). Die streitbetroffenen Pferdeställe können angesichts der beanspruchten Fläche von 370 m2 (inkl. Umgebung) n i c h t als Kleinbauten im Sinn der Waldgesetzgebung bezeichnet werden, bei denen eine Rodungsbewilligung nicht notwendig ist. Ob tatsächlich Bäume gefällt werden müssen, ist kein entscheidendes Kriterium (E. 5). Begriff der Standortgebundenheit. Die konkrete Lage lässt nicht auf eine negative Standortgebundenheit schliessen und die betrieblichen Verhältnisse nicht auf eine positive Standortgebundenheit (E. 6a). Die Interessenabwägung fällt zuungunsten des Standorts im Waldgebiet aus (E. 6b/c). Wiederherstellung: Es ist nicht unverhältnismässig, die Beseitigung der Bauten zu verlangen (E. 7). Die Wiederherstellungsfrist von 3 Monaten ab Rechtskraft ist für die Suche eines bewilligungsfähigen Ersatzstandortes zu kurz; Verlängerung auf 6 Monate (E. 8). Teilweise Gutheissung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: FORSTRECHT">FORSTRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTERESSENABWÃGUNG">INTERESSENABWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PFERDESTALL">PFERDESTALL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RODUNG">RODUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STANDORTGEBUNDENHEIT">STANDORTGEBUNDENHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WALD">WALD</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERHERSTELLUNG">WIEDERHERSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERHERSTELLUNGSFRIST">WIEDERHERSTELLUNGSFRIST</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 24 RPG</span><br/><span class="gerade">Art. 4 WaG</span><br/><span class="ungerade">Art. 5 Abs. II WaG</span><br/><span class="gerade">Art. 11 Abs. I WaG</span><br/><span class="ungerade">Art. 4 lit. a WaV</span><br/><span class="gerade">Art. 14 Abs. II WaV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Erben A sind EigentÃ¼mer des GrundstÃ¼cks Kat. Nr. 01 an der L-Strasse in X. GemÃ¤ss Bau- und Zonenordnung vom 22. Juni 2000 (BZO) liegt der sÃ¼dwestliche Teil in der Wohnzone W2B und ist mit einem unter Denkmalschutz gestellten Reitstall Ã¼berbaut. Die Ã¼brige GrundstÃ¼ckflÃ¤che befindet sich in der Erholungszone C (Sport und Freizeit­anlagen); sie ist im nordwestlichen Teil mit einer Reitbahn und inliegender Reithalle Ã¼berstellt sowie im Ã¶stlichen Teil mit Wald bestockt. Die EigentÃ¼mer erstellten im Jahre 2000 drei neue Pferdestallungen. Die StÃ¤lle 1 und 2 mit GrundflÃ¤chen von rund 72 m² (14,0 x 5,2 m) bzw. 80 m² (13,9 x 5,8 m), GebÃ¤udehÃ¶hen von 4,47 bzw. 4,0 m, umfassend drei bzw. vier Pferdeboxen, liegen im Wald­gebiet; der Stall 3 befindet sich im Waldab­standsbereich. Nachdem die Baukommission der Gemeinde X davon Kenntnis erhalten und zusammen mit Vertretern des Kreisforstamtes M und der kantonalen Amtsstelle Wald am 5. Juli 2000 zur KlÃ¤rung des Sachverhalts einen Augenschein vorgenommen hatte, forderte sie die EigentÃ¼mer am 13. Juli 2000 auf, die im Wald liegenden StÃ¤lle 1 und 2 abzubrechen oder zwecks KlÃ¤rung der BewilligungsfÃ¤higkeit umgehend ein (nachtrÃ¤g­liches) Baugesuch einzureichen. Ein solches Gesuch, verbunden mit dem Begehren, die Rodung von 370 m² Wald zu bewilligen, wurde am 31. Oktober 2000 eingereicht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Volkswirtschaftsdirektion (Amt fÃ¼r Landschaft und Natur/Abteilung Wald) verweigerte am 23. Januar 2001 sowohl die Rodungsbewilligung wie auch die raum­pla­nungsrechtliche Ausnahmebewilligung. Sie verpflichtete die EigentÃ¼mer (bzw. den formell als Gesuchsteller aufgetretenen Vertreter der EigentÃ¼mer), die beiden widerrechtlich erstellten Bauten binnen drei Monaten nach Eintreten der Rechtskraft dieser VerfÃ¼gung abzubrechen und alles Material, einschliesslich den Teerbelag, zu entfernen; der Wald­boden sei so herzurichten, dass sich das zweckentfremdete Waldareal wiederbewalden kÃ¶nne. DemgegenÃ¼ber bewilligte die Direktion die Unterschreitung des gesetzlichen Waldabstands fÃ¼r den Pferdestall 3 unter Nebenbestimmungen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In gleicher Weise beschloss die Baukommission der Gemeinde X am 10. Dezember 2001, eine nachtrÃ¤gliche Baubewilligung werde bezÃ¼glich der StÃ¤lle 1 und 2 verweigert, bezÃ¼glich des im Waldabstandsbereich liegenden Stalles 3 unter Nebenbestimmungen erteilt. Die kantonale VerfÃ¼gung vom 23. Januar 2001 wurde den Gesuchstellern gleich­zeitig mit der kommunalen VerfÃ¼gung vom 10. Dezember 2001 erÃ¶ffnet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Den dagegen erhobenen Rekurs vom 11. Januar 2002 wies der Regierungsrat am 14. Mai 2003 ab; die Rekurskosten auferlegte er den Rekurrierenden, deren Begehren um Zusprechen einer ParteientschÃ¤digung er abwies.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 23. Juni 2003 beantragten die EigentÃ¼mer dem Verwal­tungsgericht, den Rekursentscheid des Regierungsrats aufzuheben und dessen Vorinstan­zen einzuladen, die raumplanungsrechtliche Ausnahmebewilligung und die kommunale Baubewilligung sowie â sofern nÃ¶tig â die waldrechtliche Rodungsbewilligung fÃ¼r die streitbetroffenen Pferdeboxen zu erteilen; eventuell sei bloss die Beseitigung des Teerbelags rund um die beiden Pferdestallungen zu befehlen; subeventuell sei fÃ¼r die Beseitigung der Bauten eine Frist von sechs statt von bloss drei Monaten ab Rechtskraft des Beschwerdeentscheids zu gewÃ¤hren. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins sowie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung verlangt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Volkswirtschaftsdirektion, die Baukommission der Gemeinde X sowie namens des Regierungsrats die Staatskanzlei beantragten Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde nach § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Bauten im Wald kÃ¶nnen nach Art. 22 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG, SR 700) bewilligt werden, sofern sie forstlichen Zwecken dienen, d.h. "zonenkonform" sind (wobei sich von ZonenkonformitÃ¤t allerdings nur im Ã¼bertragenen Sinn sprechen lÃ¤sst; vgl. Art. 18 Abs. 3 RPG). Die forstliche Natur von Bauten und Anlagen ist dann zu bejahen, wenn sie Zwecken des Walds dienen und fÃ¼r dessen Bewirtschaftung erforderlich sind (Peter HÃ¤nni, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 4. A., Bern 2002, S. 420; Stefan Jaissle, Der dynamische Waldbegriff und die Raumplanung, ZÃ¼rich 1994, S. 278 ff.). Wie das Bundesgericht in BGE 123 II 499 E. 2 klargestellt hat, entsprechen selbst forstliche Bauten und Anlagen der im Wald geltenden Nutzungsordnung nur, wenn sie fÃ¼r die zweckmÃ¤ssige Bewirtschaftung des Walds am vorgesehenen Standort notwendig und nicht Ã¼berdimensioniert sind und ausserdem keine Ã¼berwiegenden Ã¶ffentlichen Interessen gegen ihre Errichtung vorliegen. Alle anderen Bauten im Wald (forstliche, welche die genannten Voraussetzungen nicht erfÃ¼llen, sowie nichtforstliche) bedÃ¼rfen einer Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG (Art. 11 Abs. 1 des Waldgesetzes vom 4. Oktober 1991, WaG, SR 921.0; Art. 14 der Waldverordnung vom 30. November 1992, WaV, SR 921.01). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Sodann bedÃ¼rfen Bauten und Anlagen im Wald, die den Waldboden dauernd oder vorÃ¼bergehend zweckentfremden (Art. 4 WaG) einer Rodungsbewilligung (Art. 5 Abs. 2 WaG). Nicht als Rodung gilt und dementsprechend keiner Rodungsbewilligung bedarf nach Art. 4 lit. a WaV die Beanspruchung von Waldboden fÃ¼r forstliche Bauten und Anlagen sowie fÃ¼r nichtforstliche Kleinbauten und -anlagen. Handelt es sich um nichtforstliche Kleinbauten und -anlagen, so macht diese Qualifikation zwar eine Rodungsbewilligung entbehrlich, nicht aber eine raumplanungsrechtliche Ausnahme­bewilligung nach Art. 24 RPG (vgl. Art. 14 Abs. 2 WaV). Zudem ist fÃ¼r solche Kleinbauten und -anlagen, sofern sie die Funktion oder die Bewirtschaftung des Waldes gefÃ¤hrden oder beeintrÃ¤chtigen, eine forstrechtliche Ausnahmebewilligung nach Art. 16 Abs. 2 WaG erforderlich (§ 9 des kantonalen Waldgesetzes vom 7. Juni 1998, WaldG, LS 921.1). GemÃ¤ss dieser kantonalen Bestimmung ist es verboten, nichtforstliche Kleinbauten und -anlagen im Wald zu errichten, zu erweitern oder ihrem Zweck zu entfremden (Abs. 1). FÃ¼r standortgebundene Einrichtungen kann eine Ausnahmebewilligung erteilt werden (Abs. 2). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die streitbetroffenen StÃ¤lle liegen in einem Waldgebiet, welches nach drei Seiten von der kommunalen Erholungszone C (Sport- und Freizeitanlagen) umgeben, jedoch weder dieser noch einer anderen Nutzungszone zugeschieden ist; vielmehr wird es im kommunalen Zonenplan von den daran anschliessenden Zonen EC und W2B abgegrenzt, was dem Grundsatz entspricht, dass der Wald der Nutzungsplanung entzogen bleibt (vgl. Art. 12 WaG und dazu Jaissle, S. 122 und 227 ff.). Unter diesen UmstÃ¤nden liegen die zwei StÃ¤lle jedenfalls "ausserhalb der Bauzonen" im Sinn von Art. 24 RPG, d. h. sie fallen in den Anwendungsbereich dieser Bestimmung, und zwar unabhÃ¤ngig davon, ob die Erholungszone C eine Bauzone oder Nichtbauzone darstellt. Wie es sich mit der Anwendbarkeit von Art. 24 RPG verhielte, wenn die Erholungszone C nicht durch (vom Nutzungsplan abgegrenzten) Wald Ã¼berlagert wÃ¤re, braucht hier nicht nÃ¤her geklÃ¤rt zu werden (vgl. zu dieser Frage RB 1996 Nr. 70 und 1999 Nr. 108, Leitsatz, mit weiteren Hinweisen in der unpublizierten E. 2a/bb). Es ist sodann unbestritten, dass die beiden StÃ¤lle nicht forstlichen Zwecken dienen. Sie bedÃ¼rfen demnach einer Ausnahme­bewilligung nach Art. 24 RPG. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Stallungen wurden kurze Zeit vor Inkrafttreten der RPG-Revisionsvorlage (in Kraft seit 1. September 2000) errichtet. Bei nachtrÃ¤glichen Baubewilligungsverfahren kommt nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung dasjenige Recht zur Anwendung, welches bei der baulichen Ãnderung in Kraft stand; das neue Recht ist nur anwendbar, soweit es fÃ¼r die Bauherrschaft gÃ¼nstiger ist (Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, 3. A., ZÃ¼rich 1999, N. 862; Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 2. A., ZÃ¼rich 2000, S. 583). Hier ist das neue Recht (Art. 24 â 24d RPG in der Fassung vom 20. MÃ¤rz 1998, in Kraft seit 1. September 2000) nicht gÃ¼nstiger als das alte Recht (Art. 24 RPG in der ursprÃ¼nglichen Fassung), weshalb Letzteres anwendbar bleibt. GemÃ¤ss Art. 24 Abs. 1 RPG kann fÃ¼r zonenwidrige Bauten ausserhalb der Bauzonen eine Ausnahmebewilligung erteilt werden, wenn der Zweck der Bauten und Anlagen einen Standort ausserhalb der Bauzonen erfordert (lit. a) und keine Ã¼ber­wiegenden Interessen entgegenstehen (lit. b).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Eine Rodungsbewilligung (deren Erforderlichkeit hier allerdings streitig ist, indem die BeschwerdefÃ¼hrenden die betroffenen Stallungen als forstliche Kleinbauten im Sinn von Art. 4 lit. a WaV gewÃ¼rdigt haben wollen) darf nach Art. 5 Abs. 2 WaG nur erteilt werden, wenn der Gesuchsteller nachweist, dass fÃ¼r die Rodung wichtige GrÃ¼nde bestehen, die das Interesse an der Walderhaltung Ã¼berwiegen; zudem muss das Werk, fÃ¼r das gerodet werden soll, auf den vorgesehenen Standort angewiesen sein (lit. a), die Voraus­setzungen der Raumplanung sachlich erfÃ¼llen (lit. b), und die Rodung darf zu keiner erheblichen GefÃ¤hrdung der Umwelt fÃ¼hren (lit. c).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Zur Sicherstellung der bundesrechtlich gebotenen Verfahrenskoordination hat diejenige BehÃ¶rde, die Ã¼ber ZonenkonformitÃ¤t einer Baute im Wald nach Art. 22 RPG bzw. deren BewilligungsfÃ¤higkeit nach Art. 24 RPG zu entscheiden hat, auch darÃ¼ber zu befinden, ob eine Rodungsbewilligung erforderlich sei und ob gegebenenfalls eine solche erteilt werden kÃ¶nne. Das ist im Kanton ZÃ¼rich das Amt fÃ¼r Landschaft und Natur (vgl. Ziff. 1.2.2 des Anhangs zur Bauverfahrensverordnung vom 3. Dezember 1997, LS 700.6).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die Volkswirtschaftsdirektion hat in ihrer VerfÃ¼gung vom 23. Januar 2001 erwogen, eine Rodungsbewilligung kÃ¶nne nicht erteilt werden, weil die streitbetroffenen StÃ¤lle nicht standortgebunden seien und die dafÃ¼r angefÃ¼hrten privaten Interessen betrieblich-finanziell motiviert seien, weshalb sie keine wichtigen GrÃ¼nde fÃ¼r eine Rodung darstellten oder jedenfalls das Ã¶ffentliche Interesse an der Walderhaltung nicht Ã¼berwiegen wÃ¼rden. Mangels Standortgebundenheit sei auch die erforderliche Ausnahmebewilligung nach Art. 24 Abs. 1 RPG zu verweigern.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Regierungsrat erwog, die beiden PferdestÃ¤lle seien nicht standortgebunden, zumal sie auf dem gleichen GrundstÃ¼ck ausserhalb des Waldes in kurzer Gehdistanz zum Hauptstall erstellt werden kÃ¶nnten; eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 Abs. 1 RPG komme daher nicht in Betracht (E. 6). Entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrenden handle es sich bei den beiden StÃ¤llen nicht um nichtforstliche Kleinbauten im Sinn von Art. 4 lit. a und 14 Abs. 2 WaV, fÃ¼r welche eine Rodungsbewilligung nach Art. 5 WaG entbehrlich wÃ¤re. Mit GrundflÃ¤chen von 72 m² bzw. 80 m² kÃ¶nne nicht mehr von Kleinbauten gesprochen werden, zumal auch die geteerten FlÃ¤chen und somit rund 370 m² in die Beurteilung einzubeziehen seien (E. 7). Die Voraussetzungen fÃ¼r die Erteilung einer Rodungsbewilligung seien hier nicht erfÃ¼llt. Mit ihren AusfÃ¼hrungen darÃ¼ber, dass der Standort im Wald wegen der rÃ¤umlichen NÃ¤he zum Hauptstall gewÃ¤hlt worden sei, weil nur so die Ãberwachung der Pferde und die korrekte Entsorgung des anfallenden Mistes gewÃ¤hrleistet sei, vermÃ¶chten die Rekurrierenden keine wichtigen, das Ã¶ffentliche Interesse an der Walderhaltung Ã¼berwiegenden GrÃ¼nde im Sinn von Art. 5 Abs. 2 WaG darzutun (E. 8). Mit ihren AusfÃ¼hrungen darÃ¼ber, dass ein anderer Standort wegen der formellen Unterschutzstellung des Reitstalles und der vorgelagerten Parkanlage und wegen der unmittelbar angrenzenden, lÃ¤rm- und geruchsempfindlichen Wohnzone nicht mÃ¶glich sei, kÃ¶nnten die Rekurrierenden keine Standortgebundenheit im Sinn von Art. 5 Abs. 2 lit. a WaG dartun, zumal mit bei der Unterschutzstellung des Reitstalles kein auch die benachbarte Reithalle mit gedecktem Reitumgang umfassender Ensembleschutz begrÃ¼ndet worden sei (E. 9). Der angeordneten Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands stÃ¼nden entgegen der Auffassung der Rekurrierenden keine GrÃ¼nde des Vertrauens­schutzes entgegen (E. 10). Aufgrund der dargelegten ErwÃ¤gungen, welche die erstellten Bauten bereits "aus rechtlichen GrÃ¼nden" als nicht bewilligungsfÃ¤hig erscheinen liessen, habe auf den beantragten Augenschein verzichtet werden kÃ¶nnen (E. 11). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden rÃ¼gen vorab, dass ihnen die Rekursinstanz mit dem Verzicht auf DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins das rechtliche GehÃ¶r verweigert habe. Sie beantragen schon deswegen die Aufhebung des Rekursentscheids, ohne jedoch ihre RÃ¼ge der GehÃ¶rsverweigerung explizit mit einem Antrag auf RÃ¼ckweisung der Sache an den Regierungsrat zu verbinden (Beschwerdeschrift Ziff. II/2). Sie halten daran fest, dass es sich bei den streitbetroffenen PferdestÃ¤llen um nichtforstliche Kleinbauten handle, die keiner Rodungsbewilligung bedÃ¼rften (Beschwerdeschrift Ziff. II/3). Selbst wenn jedoch von einer diesbezÃ¼glichen Bewilligungspflicht ausgegangen werde, seien die Voraus­setzungen fÃ¼r die Bewilligungserteilung nach Art. 5 Abs. 2 WaG entgegen der Auffassung des Regierungsrats erfÃ¼llt (Beschwerdeschrift Ziff. II/4). Gleiches gelte mit Bezug auf die unbestrittenermassen erforderliche Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG (Beschwer­deschrift Ziff. II/5). Sodann erweise sich der Abbruchbefehl jedenfalls als unverhÃ¤ltnis­mÃ¤ssig, soweit er nicht nur die Beseitigung des Teerbelags, sondern die Entfernung der beiden PferdestÃ¤lle verlange, zumal diese anstelle von vorbestehenden Bauten sowie ohne FÃ¤llen von BÃ¤umen errichtet worden seien (Beschwerdeschrift Ziff. II/7). UnverhÃ¤ltnis­mÃ¤ssig sei schliesslich auch die zu kurz bemessene Beseiti­gungsfrist von drei Monaten (Beschwerdeschrift Ziff. II/8).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Ein Augenschein wÃ¤re hÃ¶chstens dann erforderlich, wenn sich die Einwendungen der BeschwerdefÃ¼hrenden, die beiden im Wald errichteten PferdestÃ¤lle seien nicht­forstliche Kleinbauten im Sinn von Art. 4 lit. a WaV und sie seien standortgebunden im Sinn von Art. 24 Abs. 1 RPG sowie â falls sie nicht als Kleinbauten gewÃ¼rdigt wÃ¼rden â im Sinn von Art. 5 Abs. 1 lit. a WaG, aufgrund der vorliegenden Akten nicht beurteilen liessen. Dies trifft jedoch, wie sich aus den nachstehenden ErwÃ¤gungen ergibt, nicht zu. Die RÃ¼ge der GehÃ¶rsverweigerung ist daher unbegrÃ¼ndet, und ebenso wenig besteht fÃ¼r das Verwaltungsgericht Grund, einen Augenschein vorzunehmen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Die beiden PferdestÃ¤lle weisen GrundflÃ¤chen von 72 m² und 80 m² auf. Zusam­men mit dem ebenfalls erstellten Teerbelag in der Umgebung wird, wie am Augenschein vom 5. Juli 2000 festgestellt wurde eine FlÃ¤che von rund 370 m² Waldboden beansprucht. Wenn der Regierungsrat, ausgehend davon, dass angesichts der rÃ¤umlichen NÃ¤he der beiden StÃ¤lle auch bezÃ¼glich der streitigen Qualifikation als Kleinbauten eine Gesamt­wÃ¼rdigung vorzunehmen sei, das Vorliegen solcher Kleinbauten und -anlagen verneint hat, so ist dies nicht rechtsverletzend. In der Botschaft des Bundesrats zum Waldgesetz werden als Beispiele nichtforstliche Kleinbauten "bescheidene RastplÃ¤tze, Feuerstellen, Sport- und Lehrpfade, erdverlegte Leitungen und Kleinantennenanlagen" genannt (BBl 1988 III 191). Aus dem von ihnen angerufenen Bundesgerichtsentscheid Nr. 1A.277/1999 vom 25. Mai 2000 kÃ¶nnen die BeschwerdefÃ¼hrenden nichts zu ihren Gunsten ableiten. Das Bundes­gericht hat in jenem Urteil offen gelassen, ob es sich beim streitbetroffenen Bienenhaus, das zusammen mit Umgebungsanlagen eine FlÃ¤che von ca. 250 m² beanspruchte, um eine Kleinbaute im Sinn von Art. 4 lit. a WaV handle, weil jedenfalls die nach Art. 24 RPG erforderliche Baubewilligung zu Recht verweigert worden sei. Der dort beurteilte Sachverhalt lÃ¤sst sich schon vom Ausmass der betroffenen FlÃ¤che her nicht mit dem vorliegenden Fall vergleichen. Obgleich dies aufgrund der nachstehenden ErwÃ¤gungen mÃ¶glich wÃ¤re, besteht im vorliegenden Fall fÃ¼r das Verwaltungsgericht kein Anlass, die Frage der Rodungsbewilligungspflicht offen zu lassen. Mit dem Regierungsrat ist festzuhalten, dass Bauten und Anlagen im hier betroffenen Ausmass von insgesamt rund 370 m² nicht mehr als Kleinbauten und -anlagen gewÃ¼rdigt werden kÃ¶nnen. Der vorlie­gende Sachverhalt lÃ¤sst sich auch nicht mit SchrebergartenhÃ¤uschen vergleichen, wobei anzumerken ist, dass der von den BeschwerdefÃ¼hrenden in diesem Zusammenhang angerufene Bundesgerichts­entscheid Nr. 1A.135/1999 vom 8. MÃ¤rz 2000 ohnehin nicht auf die Waldgesetzgebung Bezug nimmt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden bringen in anderem Zusammenhang vor, die streitigen Bauten seien anstelle vorbestehender Bauten sowie ohne FÃ¤llung von BÃ¤umen errichtet worden. Aus diesem Umstand kann jedenfalls nicht abgleitet werden, eine Rodungs­bewilligung nach Art. 5 WaG sei entbehrlich. Die dauernde oder vorÃ¼bergehende Zweckentfremdung von Waldboden gilt unabhÃ¤ngig davon als Rodung im Sinn von Art. 4 WaG, ob sie mit einer FÃ¤llung von BÃ¤umen verbunden ist (Jaissle, S. 115), und die Waldgesetzgebung sieht keine Besitzstandsgarantie in dem Sinn vor, dass abgebrochene Bauten im Wald wieder aufgebaut werden dÃ¼rften (vgl. Jaissle, S. 132 f. mit Hinweisen auf die Recht­sprechung).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es ist demnach mit den Vorinstanzen davon auszugehen, dass die streitigen PferdestÃ¤lle neben einer Ausnahmebewilligung nach Art. 24 Abs. 1 RPG auch einer Rodungs­bewilligung bedÃ¼rfen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. a) Standortgebunden im Sinn von Art. 24 Abs. 1 lit. a RPG sind Bauten, wenn sie aus technischen oder betrieblichen GrÃ¼nden oder wegen der Bodenbeschaffenheit auf eine bestimmte Lage ausserhalb der Bauzonen angewiesen sind (positive Standortgebundenheit) oder wenn sie sich aus besonderen GrÃ¼nden in einer Bauzone nicht verwirklichen lassen (negative Standortgebundenheit). An die Standortgebundenheit sind strenge Anfor­derun­gen zu stellen, wobei jedoch eine relative Standortgebundenheit in dem Sinne genÃ¼gt, als der beanspruchte Standort gegenÃ¼ber solchen innerhalb der Bauzone aus gewichtigen GrÃ¼nden erheblich vorteilhafter erscheint; nicht gefordert ist der (kaum zu erbringende) Nachweis, dass sich beim gewÃ¤hlten Standort um den einzig mÃ¶glichen handelt (HÃ¤nni, S. 207 ff.). Diese GrundsÃ¤tze gelten sinngemÃ¤ss auch hinsichtlich der Standort­gebun­denheit im Sinn von Art. 5 Abs. 2 lit. a WaG (HÃ¤nni, S. 415 f.; Jaissle, S. 139). Anders als bei landwirtschaftlichen bzw. forstlichen Bauten, bei denen Standort­gebundenheit und ZonenkonformitÃ¤t im Wesentlichen Ã¼bereinstimmende Fragen aufwerfen (BGE 123 II 499 E. 3b/cc S. 508), kann bei nichtforstlichen Bauten im Wald wie bei nichtland­wirt­schaftlichen Bauten in der Landwirtschaft eine Standortgebundenheit zu bejahen sein, obwohl sie notwendigerweise nicht zonenkonform sind (BGr, 25. Mai 2000, 1A.277/1999). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Was die BeschwerdefÃ¼hrenden vor Regierungsrat und vor Verwaltungsgericht zur BegrÃ¼ndung der Standortgebundenheit der beiden StÃ¤lle vorgebracht haben, zeigt nicht in substanziierter Weise auf, dass sie auf den gewÃ¤hlten Standort im Wald angewiesen sind. Weder aus der Sicht des Umweltschutzes noch aus jener des Denkmalschutzes liegen gewichtige GrÃ¼nde vor, die den Standort im Wald als den einzig vertretbaren und zumutbaren scheinen liessen. Aufgrund der vorliegenden Akten lÃ¤sst sich nicht bezweifeln, dass auf dem weitrÃ¤umigen GrundstÃ¼ck, das grÃ¶sstenteils der Erholungszone C zugeteilt ist, ein Standort ausserhalb des Waldes gefunden werden kann. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der sich in der Erholungszone C befindende Teil der gesamten Reitanlage (Reit­bahn mit inliegender Reithalle) ist nicht unter Schutz gestellt, weil ein Ensembleschutz als nicht erforderlich und unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig erachtet wurde. In jenem Bereich des Grund­stÃ¼cks stehen daher, wie schon die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, denkmal­schÃ¼tzerische GrÃ¼nde einer Platzierung von PferdestÃ¤llen ausserhalb des Walds nicht entgegen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ebenso wenig bestehen Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass in jenem GrundstÃ¼ckbereich (innerhalb der Erholungszone C, ausserhalb des Waldes) die Errichtung von StÃ¤llen infolge LÃ¤rm- und Geruchsimmissionen wegen der sÃ¼dlich anstossenden Zone W2B und nordÃ¶stlich anstossenden Zone W1B unzulÃ¤ssig wÃ¤ren. Die Beurteilung der Geruchs­immissionen richtet sich mangels spezifischer Grenzwerte nach den allgemeinen Vorschriften von Art. 14 lit. b des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 (USG, SR 814.01) und Art. 2 Abs. 5 lit. b der Luftreinhalte-Verordnung vom 16. Dezember 1985 (LRV, SR 814.318.142.1). Geruchsimmissionen sind gemÃ¤ss diesen Vorschriften unzulÃ¤ssig, wenn sie nach dem Stand der Wissenschaft oder der Er­fahrung die BevÃ¶lkerung in ihrem Wohlbefinden erheblich stÃ¶­ren bzw. wenn aufgrund einer Erhebung feststeht, dass sie einen wesentlichen Teil der BevÃ¶lkerung in seinem Wohlbefin­den erheblich stÃ¶ren (VGr, 20. Dezember 1990, VB.1990.00120). Mit Bezug auf LÃ¤rmim­missionen gilt sowohl in der hier betroffenen Erholungszone C wie auch in den angrenzenden Zonen W2B und W1B gemÃ¤ss Art. 2 Ziff. 3 BZO sowie dem zugehÃ¶rigen Zonenplan die Empfindlichkeitsstufe II, welche gemÃ¤ss Art. 43 der LÃ¤rmschutz-Verord­nung vom 15. Dezember 1986 (LSV, 814.41) nicht stÃ¶rende Betriebe zulÃ¤sst. Dazu gehÃ¶ren auch Pferdeboxen (Fritzsche/BÃ¶sch, S. 107). Zu beachten ist in diesem Zusam­menhang, dass sich in dem in der Zone W2B liegenden, unter Schutz gestellten GebÃ¤ude Vers.Nr. 02 bereits Stallungen befinden; ferner gehen von dem in der Erholungszone C liegenden Teil der Reitanlage (Reitbahn mit inliegender Reithalle) zweifellos bereits gewisse LÃ¤rm- und Geruchsimmissionen aus; es bestehen keinerlei Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass durch die Platzierung von sieben neuen Pferdeboxen das in den als Standort in Betracht fallenden Zonen EC und W2B zutrÃ¤gliche Mass an LÃ¤rm- und Geruchs­immissionen Ã¼berschritten wÃ¼rde. Schliesslich befindet sich an der K-Strasse innerhalb der Ã¶stlich an das GrundstÃ¼ck der BeschwerdefÃ¼hrenden angren­zenden Zone W1B ebenfalls ein Betrieb mit Reitstallungen. Es kann demnach keine Rede davon sein, dass die von den BeschwerdefÃ¼hrenden befÃ¼rchteten LÃ¤rm- und Geruchs­immissionen fÃ¼r die beiden streitbetroffenen StÃ¤lle eine negative Standortgebundenheit an ihrem jetzigen Standort im Wald begrÃ¼nden wÃ¼rden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden halten sodann an ihrem Einwand fest, dass die Boxen "eine gewisse NÃ¤he" zum restlichen Betrieb aufweisen mÃ¼ssten, damit die Pferde optimal betreut werden kÃ¶nnten und deren Sicherheit auch nachts gewÃ¤hrleistet sei. Diese allgemeinen AusfÃ¼hrungen vermÃ¶gen eine (positive) Standortgebundenheit der beiden StÃ¤lle an ihrem jetzigen Standort im Wald nicht hinreichend darzutun. Dass unter dem damit geltend gemachten betrieblichen Gesichtspunkt ein Standort auf dem gleichen GrundstÃ¼ck ausserhalb des Waldes ausser Betracht fallen wÃ¼rde, lÃ¤sst sich dabei schon aufgrund der bei den Akten liegenden PlÃ¤ne ausschliessen, so dass auch in dieser Hinsicht ein Augenschein nicht erforderlich ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die nach Art. 5 WaG und nach Art. 24 RPG erforderliche InteressenabwÃ¤gung lÃ¤sst sich wie erwÃ¤hnt nicht gÃ¤nzlich von dem nach beiden Bestimmungen massgebenden Kriterium der (relativen) Standortgebundenheit trennen; das Erfordernis der Standort­gebundenheit nach Art. 5 Abs. 2 lit. a WaG und Art. 24 Abs. 1 lit. a RPG ist eng mit der Frage verbunden ist, ob fÃ¼r die Rodung wichtige, das Interesse an der Walderhaltung Ã¼berwiegende GrÃ¼nde bestehen bzw. dem Standort ausserhalb der Bauzone keine Ã¼ber­wiegenden Interessen entgegenstehen. Aus den vorstehenden ErwÃ¤gungen ergibt sich daher zugleich, dass es fÃ¼r die Erteilung der Rodungsbewilligung und der raumplanungs­rechtlichen Ausnahmebewilligung auch an den Voraussetzungen von Art. 5 Abs. 2 Halbsatz 1 WaG und von Art. 24 Abs. 1 lit. b RPG fehlt. Der Regierungsrat hat mithin auch insofern rechtmÃ¤ssig entscheiden, als er zum Schluss gelangt ist, es lÃ¤gen keine wichtigen, das Interesse an der Walderhaltung Ã¼berwiegenden GrÃ¼nde fÃ¼r eine Rodung vor bzw. es stÃ¼nden dem bereits ausgefÃ¼hrten Vorhaben Ã¼berwiegende Ã¶ffentliche Interessen entgegen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Es kann angemerkt werden, dass die InteressenabwÃ¤gung selbst dann zuungunsten der BeschwerdefÃ¼hrenden ausfallen wÃ¼rde, wenn davon auszugehen wÃ¤re, dass sich auf ihrem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 01 ausserhalb des Waldes kein bewilligungs­fÃ¤higer Standort fÃ¼r die beiden StÃ¤lle finden liesse. Unter dieser Annahme fallen ihre unter dem Gesichtspunkt des Denkmalschutzes geÃ¤usserten Bedenken von vornherein weg. Zur Vermeidung unzulÃ¤ssiger LÃ¤rm- und Geruchsimmissionen sind die BeschwerdefÃ¼hrenden nach dem Gesagten (E. 6a) nicht zwingend auf einen Standort auf diesem GrundstÃ¼ck (weder innerhalb noch ausserhalb des Waldes) angewiesen. Dass sie fÃ¼r die streitigen Pferdeboxen aus betrieblichen Ãberlegungen einen Standort mÃ¶glichst in der NÃ¤he der bestehenden Reitanlage anstreben, ist verstÃ¤ndlich. Ob dies unter der getroffenen Annahme sogar eine Standortgebundenheit am jetzigen Standort im Wald begrÃ¼nden wÃ¼rde, kann offen bleiben; jedenfalls wÃ¤ren diese privaten Interessen geringer zu gewichten als das Ã¶ffentliche Interesse an der Walderhaltung. Damit fehlte es auch unter dieser Annahme an Ã¼berwiegenden GrÃ¼nden fÃ¼r eine Rodung im Sinn von Art. 5 Abs. 2 Halbsatz 1 WaG, und es lÃ¤gen zugleich Ã¼ber­wiegende Ã¶ffentliche Interessen im Sinn von Art. 24 Abs. 1 lit. b RPG vor, die gegen den jetzigen Standort im Wald sprechen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> 7. Eventualiter beantragen die BeschwerdefÃ¼hrenden, der in Disp. Ziff. III der VerfÃ¼gung der Volkswirtschaftsdirektion vom 23. Januar 2001 getroffene Wiederher­stellungsbefehl sei in dem Sinn einzuschrÃ¤nken, als lediglich der Teerbelag rund um die betroffenen Pferdestallungen zu beseitigen sei. Zur BegrÃ¼ndung bringen sie vor, eine solche Anordnung genÃ¼ge fÃ¼r die Wiederherstellung des "ursprÃ¼nglichen Zustands", weil die streitigen Pferdeboxen anstelle von vorbestehenden Bauten sowie ohne FÃ¤llung von BÃ¤umen errichtet worden seien. Zudem beanspruchten die Pferdestallungen eine bedeutend geringere GrundflÃ¤che als der Teerbelag. Der Befehl zur Beseitigung der PferdestÃ¤lle verstosse unter diesen UmstÃ¤nden gegen die Eigentumsgarantie und das VerhÃ¤ltnis­mÃ¤ssigkeitsprinzip (Art. 26 und 36 der Bundesverfassung vom 18. April 1999, BV). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Beide Einwendungen sind nicht geeignet, den Abbruch der PferdestÃ¤lle als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssige Massnahme erscheinen zu lassen. Wiederherzustellen ist nicht der ursprÃ¼ngliche, sondern der rechtmÃ¤ssige Zustand. Wie dargelegt (E. 5), gilt die dauernde oder vorÃ¼bergehende Zweckentfremdung von Waldboden unabhÃ¤ngig davon als Rodung im Sinn von Art. 4 WaG, ob sie mit einer FÃ¤llung von BÃ¤umen verbunden ist (Jaissle, S. 115), und sieht die Waldgesetzgebung keine Besitzstandsgarantie in dem Sinn vor, als abgebrochene Bauten im Wald wieder aufgebaut werden dÃ¼rften. Bei dieser Rechtslage ist es trotz des geltend gemachten Umstandes auch nicht unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, die Beseitigung aller neu erstellen Bauten und Anlagen zu verlangen. Ebenso unerheblich ist der Umstand, dass die PferdestÃ¤lle im Vergleich zum Teerbelag nur eine geringe FlÃ¤che beanspruchen; das gilt um so mehr, als unter finanziellen Gesichtspunkten die Entfernung des Teerbelags weniger ins Gewicht fallen dÃ¼rfte als die Beseitigung der StÃ¤lle.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>8. Subeventualiter beantragen die BeschwerdefÃ¼hrenden, fÃ¼r die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands eine Frist von sechs statt von drei Monaten zu gewÃ¤hren. Das Ã¶ffentliche Interesse an der Walderhaltung steht diesem Anliegen nicht entgegen, zumal nach ihrer von der Beschwerdegegnerschaft nicht bestrittenen Darstellung die streitigen StÃ¤lle anstelle vorbestehender Bauten und ohne FÃ¤llung von BÃ¤umen erstellt worden sind. Anderseits haben sie ein erhebliches Interesse daran, bis zum Zeitpunkt des Abbruches der rechtswidrigen StÃ¤lle einen Ersatzstandort zu finden, der sich nicht nur als geeignet, sondern auch als bewilligungsfÃ¤hig erweist. Dazu erscheint die angesetzte Frist von drei Monaten unter dem Gesichtswinkel des VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzipes als zu knapp, weshalb ihrem Begehren auf Ansetzung einer sechsmonatigen Frist zu entsprechen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>9. Demnach ist die Beschwerde insoweit gutzuheissen, als den Beschwerde­fÃ¼hrenden fÃ¼r die Beseitigung der widerrechtlichen Bauten samt Teerbelag eine Frist von sechs Monaten ab Rechtskraft dieses Urteils angesetzt wird. Im Ãbrigen ist die Beschwer­de abzuweisen. Weil die BeschwerdefÃ¼hrenden damit grÃ¶sstenteils unterliegen, rechtfertigt es sich, ihnen die Gerichtskosten vollumfÃ¤nglich aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihnen nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"></a><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als den BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r die Beseitigung der widerrechtlichen Bauten samt Teerbelag eine Frist von sechs Monaten ab Rechtskraft dieses Urteils angesetzt wird. Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'090.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden zu je einem FÃ¼nftel mit solidarischer Haftung fÃ¼r die restlichen Kosten auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen <a id="Dropdown3">diesen</a> <a id="Dropdown4">Entscheid</a> kann innert <a id="Dropdown5">30</a> Tagen, von <a id="Dropdown1">der</a> Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>6. â¦</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>