A bteilung IV D -5753/2006 {T 0/2} U rteil vom 4. A pril 2007 M itw irkung: R ichter G alliker, D ubey, Lang G erichtsschreiberin Zürcher Z._______, geboren _______, Türkei, vertreten durch _______, Beschw erdeführerin gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 20. Januar 2006 i. S. A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie Beschw erdeführerin, eine türkische Staatsangehörige kurdischer Ethnie aus _______ bei _______, verliess ihren H eim atstaat nach eigenen Angaben am 16. D ezem ber 2005 und reiste über Bosnien und H erzegow ina sow ie Italien am 19. D ezem ber 2005 unter U m gehung der G renzkontrollen in die Schw eiz ein, w o sie gleichentags ein Asylgesuch stellte. Am 23. D ezem ber 2005 w urde sie im Em pfangszentrum _______ sum m arisch befragt und am 12. Januar 2006 gestützt auf Art. 29 Abs. 4 AsylG vom BFM angehört. M it Zw ischenverfügung vom 23. Januar 2006 w urde sie für die D auer des Asylverfahrens dem Kanton _______ zugew iesen. Im W esentlichen m achte die Beschw erdeführerin geltend, sie habe m it ihren Eltern, ihrem Bruder und zw ei Schw estern zusam m en gelebt. D ie ganze Fam ilie habe die Ziele der D em okratischen Volkspartei (D EH AP) unterstützt und der Bruder sei Kreisstadtpräsident der Partei in _______. W egen seines politischen Engagem ents w erde er seit Jahren von der Polizei belästigt, beschattet und im m er w ieder zum Verhör abgeführt. Sie selbst engagiere sich seit dem 19. Lebensjahr sporadisch für die D EH AP, sei nicht deren M itglied, habe indessen regelm ässig an deren Verantstaltungen teilgenom m en und Flugblätter für D EH AP-Kundgebungen verteilt. Ausserdem habe sie Patienten der Partei im Krankenhaus besucht und im Jahr 2003 als W ahlbeobachterin geholfen. W egen ihrer politischen Aktivitäten sei sie w iederholt bei Anlässen - N ew roz oder öffentlichen Veranstaltungen - von Polizisten beschim pft und aufgefordert w orden, sich von der D EH AP fernzuhalten. Als sie eines N achts allein das fam ilieneigene Kaffeehaus gereinigt habe, hätten zw ei Polizisten in Zivil das Kaffeehaus betreten und ihr erneut nahegelegt, sich von der D EH AP fernzuhalten. Ausserdem habe m an sie als Spitzel gew innen w ollen, w as sie abgelehnt habe. D abei sei ihr m it der Inhaftierung oder Tötung des Bruders gedroht und sie sei sexuell belästigt w orden. D ie ganze Fam ilie, das W ohnhaus und die Kaffeestube seien w ährend einiger Zeit von der Polizei beschattet w orden. Eine W oche nach den W ahlen im Jahr 2003 hätten ihr drei Polizisten in Zivil befohlen, in ein Auto zu steigen. Anschliessend seien sie m it ihr zum Friedhof gefahren, w o ihr die Polizisten w egen ihrer Aktivitäten für die D EH AP m it einer Vergew altigung gedroht hätten. M an habe ihr auf den Kopf geschlagen und sie sexuell belästigt. Am 30. August 2005 sei ihr anlässlich einer von ihrem Bruder geleiteten D EH AP-Veranstaltung eine Frau vorgestellt w orden, die sich als Angehörige der G uerilla erw iesen habe, w as sie vom Bruder m it H inw eis auf die Verschw iegenheitspflicht erfahren habe. D ie Frau habe w ährend zw ei bis drei Tagen im H aus ihrer Eltern der Beschw erdeführerin gew ohnt und sie habe sich um deren W ohl geküm m ert. Am folgenden Tag habe sie zusam m en m it der Frau im D EH AP-Lokal die Friedenstagkundgebung vorbereitet und am 1. Septem ber 2005 habe sie am W eltfriedenstag teilgenom m en. D abei sei sie von einem Polizisten verbal belästigt w orden. Am folgenden Tag sei die Frau nach D iyarbakir w eitergereist, w ährend sie sich am 3. Septem ber 2005 zu ihrer Schw ester nach _______ begeben habe. N ach einer W oche habe ihr die M utter telefonisch 3 m itgeteilt, dass sie von der Polizei gesucht w erde, w eil die in D iyarbakir verhaftete Frau sie als G astgeberin in _______ angegeben habe. D as Elternhaus sei durchsucht, die M utter und Schw ester seien belästigt, der Vater sei auf den Posten gebracht und später w ieder freigelassen w orden. D ie Eltern hätten sich w egen ihrer politischen Aktivitäten w ütend gezeigt. Ausserdem seien alle Fam ilienm itglieder in _______ w ieder beschattet w orden und es hätten w eitere H ausdurchsuchungen im Elternhaus stattgefunden. Auf G eheiss der Eltern habe sie sich bei der Schw ester in _______ versteckt und schliesslich die Türkei verlassen. Sie befürchte, dass sie gefunden und – w ie ihr O nkel – w ährend Jahren inhaftiert w erde. D ie Beschw erdeführerin reichte im erstinstanzlichen Verfahren eine türkische Identitätskarte, die Kopie eines türkischen Führerscheins, einen W ahlbeobachterausw eis der D EH AP, ein Schreiben des Q uartiervorstehers, eine H aftbestätigung des O nkels und einen Fam ilienregisterauszug zu den Akten. B. M it Verfügung vom 20. Januar 2006 stellte das BFM fest, die Beschw erdeführerin erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. G leichzeitig verfügte es die W egw eisung aus der Schw eiz und deren Vollzug. Zur Begründung führte das BFM an, dass die Vorbringen der Beschw erdeführerin insgesam t den Anforderungen an die G laubhaftm achung nach Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG ; SR 142.31) infolge fehlender N achvollziehbarkeit und W idersprüchlichkeit nicht genügten. Insbesondere könne nicht nachvollzogen w erden, dass die Beschw erdeführerin in der von ihr vorgebrachten W eise verfolgt w orden sein solle, w ährend die übrigen Fam ilienm itglieder w eiterhin im Elternhaus hätten verbleiben können. Zudem w ürden eher der Vater oder Bruder der Beschw erdeführerin als G astgeber zur Verantw ortung gezogen, zum al es naheliegender gew esen sei, den politisch aktiveren und bekannten Bruder, der leitender D EH AP-Politiker sei, zu belangen. D abei könne die Angabe der Beschw erdeführerin, die G uerilla-Frau habe ihren N am en preisgegeben, nicht überzeugen, zum al es offensichtlich sei, dass ihr Bruder für die Beherbergung der Frau verantw ortlich gew esen sei. Zudem sei auch die geltend gem achte W ut des Vaters, der gew usst habe, w er die Frau sei und ihre Beherbergung trotzdem zugelassen habe, nicht nachvollziehbar. Schliesslich habe die Beschw erdeführerin den Vorfall der D rohung und sexuellen Belästigung im Kaffeehaus unterschiedlich datiert. An der Einschätzung des BFM könnten die eingereichten Bew eism ittel nichts ändern, da die eingereichte H aftbestätigung einen O nkel m ütterlicherseits betreffe und die U nglaubhaftigkeit der Vorbringen nicht zu w iderlegen verm öge. D em Vorw urf, die D olm etscherin habe sich unkorrekt verhalten, w idersprach die Vorinstanz. D ie Zulässigkeit, Zum utbarkeit und M öglichkeit des W egw eisungsvoll- zuges bejahte das BFM . C . M it Eingabe vom 16. Februar 2006 an die Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) beantragte die Beschw erdeführerin, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, sie sei als Flüchtling anzuerkennen und es sei ihr Asyl zu gew ähren, eventuell sei die U nzulässigkeit und U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzuges festzustellen sow ie in verfahrensrechtlicher H insicht sei die unentgeltliche 4 R echtspflege gem äss Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG ; SR 172.021) zu gew ähren. Zur Begründung w urde im W esentlichen vorgebracht, dass der Sachverhalt nicht vollständig festgestellt und der fam iliäre H intergrund zuw enig berücksichtigt w orden seien. D ie Beschw erdeführerin stam m e aus einer bekannten politischen Fam ilie, w eshalb von einem hohen R epressionsrisiko ausgegangen w erden m üsse. Zudem habe in der H erkunftsregion der Beschw erdeführerin der D ruck auf die kurdische O pposition seit 1999 generell zugenom m en. D am als seien zahlreiche Aktivisten der D em okratischen Partei des Volkes (H AD EP) zu m ehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt w orden, w as zu einer Fluchtw elle geführt habe. In der Schw eiz seien m ehrere verurteilte G eflüchtete als Flüchtlinge anerkannt w orden. D ie Antw orten der Beschw erdeführerin seien insgesam t detailreich und logisch ausgefallen. D ie Beschw erdeführerin w erde auch heute noch gesucht und ihre Angehörigen w ürden belästigt. Ihre Angaben, gem äss w elchen sie in den Augen der Sicherheitskräfte als Verantw ortliche für die Beherbergung der G uerilla-Angehörige gelte und deshalb als verdecktes M itglied der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) erscheine, könnten – entgegen der Argum entation der Vorinstanz – durchaus zutreffen. Infolge der in _______ bestehenden langjährigen Tradition von kurdischen Frauenbew egungen w ürden gezielte Ü berw achungen und Kontrollen durch die Sicherheitskräfte durchgeführt, w ie es im Fall der Beschw erdeführerin geschehen sei. Entgegen den Ausführungen der Vorinstanz sei auch ihr Bruder behelligt w orden. Für die Sicherheitskräfte sei indessen die Beschw erdeführerin als unterstützende Sym pathisantin der G uerilla-Frau erschienen. Zudem m üsse diese U nterstützung im R ahm en der langjährigen Fam ilientradition gesehen w erden und die Beschw erdeführerin gelte für die türkischen Sicherheitskräfte nicht als unbeschriebenes Blatt, auch w enn sie noch nie in ein politisches Strafverfahren verw ickelt w orden sei. U nter diesen U m ständen könne sie – entgegen der Ansicht der Vorinstanz – nicht unbehelligt in ihr H eim atland zurückkehren, sondern w erde auch in Zukunft nicht in R uhe gelassen. Zudem hätten die jahrelangen behördlichen Schikanierungen und U nterdrucksetzungen einen unerträglichen psychischen D ruck bew irkt. D ie Beschw erdeführerin habe sich von der D olm etscherin unter D ruck gesetzt gefühlt, w as bereits am 16. Januar 2006 schriftlich kritisiert w orden sei und die U rsache des vorgew orfenen W iderspruchs bezüglich des unterschiedlich datierten Ereignisses darstelle. Auch andere Asylbew erber hätten sich über diese D olm etscherin, w elcher Beziehungen zur türkischen D iplom atie nachgesagt w ürden, beklagt. Zudem habe die Beschw erdeführerin w ährend des zw eiten Interview s an einem H arnw eginfekt gelitten und unter dem Einfluss von starken M edikam enten m it Erinnerungsschw ierigkeiten gekäm pft. D ie unterschiedliche D atierung sei deshalb auf ein M issverständnis zurückzuführen. Im Fall der Beschw erdeführerin sei ausserdem die G efahr einer R eflexverfolgung zu beachten, zum al ihr C ousin Vorsitzender der H AD EP-Sektion _______ gew esen sei, ein w eiterer C ousin als gefallener G uerilla der PKK gelte und der Bruder dieser C ousins sich als anerkannter Flüchtling in der Schw eiz aufhalte. Es m üsse auch berücksichtigt w erden, dass das Kaffeehaus der Fam ilie der Beschw erdeführerin als Treffpunkt der kurdischen O pposition gelte, überw acht w erde und die Fam ilie der Beschw erdeführerin desw egen stadtbekannt sei. Zudem sei die 5 Beschw erdeführerin zusam m en m it andern nahen Fam ilienangehörigen für die PKK aktiv gew esen. Ihre Fam ilie habe überdies enge Kontakte zu andern patriotischen Fam ilien, w elche kurdische O ppositionsparteien unterstützten und deren M itglieder Aktivisten des türkischen M enschenrechtsvereins (IH D ) seien. Einige Fam ilienangehörige w ürden sich als Flüchtlinge in der Schw eiz oder andern w esteuropäischen Ländern befinden. D ie Beschw erdeführerin m üsse som it schon w egen ihres Fam iliennam ens m it R epressionen rechnen und infolge ihrer ungem eldeten Abw esenheit w erde verm utet, dass sie sich der G uerilla der PKK angeschlossen habe. D er Beschw erde lagen eine Fürsorgebestätigung und Fotos bei. D . M it Zw ischenverfügung der AR K vom 2. M ärz 2006 w urde der Beschw erdeführerin m itgeteilt, dass sie den Ausgang des Beschw erdeverfahrens in der Schw eiz abw arten könne. D as G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege nach Art. 65 Abs. 1 und 2 Vw VG w urde infolge Aussichtslosigkeit der Beschw erdebegehren abgew iesen und die Beschw erdeführerin zur Bezahlung eines Kostenvorschusses innert Frist aufgefordert. E. M it Eingabe vom 15. M ärz 2006 ersuchte die Beschw erdeführerin w iedererw ägungsw eise um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege. D azu reichte sie als neue Bew eism ittel Kopien eines Schreibens ihres türkischen Anw alts, R eferenzschreiben von Führungsm itglieder der H AD EP respektive der D EH AP und diverse persönliche Bestätigungsschreiben von anerkannten Flüchtlingen aus _______ in Kopie ein. D ie N achreichung der O riginale w urde in Aussicht gestellt. D ie Beschw erdeführerin m achte geltend, die Bew eism ittel könnten ihre Schw ierigkeiten infolge ihrer politischen Aktivitäten und den Bekanntheitsgrad ihrer Fam ilie in _______ belegen. F. M it Zw ischenverfügung vom 27. M ärz 2006 w ies die AR K das erneute G esuch um unentgeltliche R echtspflege ab und forderte die Beschw erdeführerin auf, innert der ihr angesetzten N otfrist den bereits verlangten Kostenvorschuss zu bezahlen. Zur Begründung w urde dargelegt, dass die nachträglich eingereichten Bew eim ittel nicht geeignet sein dürften, die Vorbringen in einem glaubhaften Licht erscheinen zu lassen. Zudem w urde die Beschw erdeführerin aufgefordert, innert Frist die türkisch-sprachigen Bew eism ittel zu übersetzen. G . Am 29. M ärz 2006 w urde der Kostenvorschuss bezahlt. H . M it Eingabe vom 12. April 2006 w urden die verlangten Ü bersetzungen nachgereicht. Zudem w urde ein w eiteres R eferenzschreiben m it einer Ü bersetzung in die deutsche Sprache und eine von zahlreichen Flüchtlingen aus _______ verfasste Stellungnahm e in Kopie zu den Akten gegeben. Am 18. April 2006 w urde das Zustellcouvert nachgesandt. I. In ihrer Vernehm lassung vom 11. August 2006 hielt die Vorinstanz vollum fänglich 6 an ihren Erw ägungen fest und beantragte die Abw eisung der Beschw erde. D ie Vernehm lassung w urde der Beschw erdeführerin am 15. August 2006 ohne R eplikrecht zur Kenntnis gegeben. J. M it Eingabe vom 27. Septem ber 2006 w urde die Kopie eines R eferenzschreibens des Bruders der Beschw erdeführerin m it deutscher Ü bersetzung zu den Akten gegeben. K. M it Schreiben der AR K vom N ovem ber 2006 w urde der Beschw erdeführerin m itgeteilt, dass ihre hängige Beschw erde am 1. Januar 2007 vom Bundesverw altungsgericht übernom m en w ird. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G ; SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 Vw VG , sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das AsylG ; das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G ; SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, ab 1. Januar 2007 die Beurteilung der bei der ehem aligen AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführerin ist legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete 7 Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gelten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum indest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vorhandensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeblich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D ie Argum entation der Vorinstanz, w onach die Ausführungen der Beschw erdeführerin m angels N achvollziehbarkeit nicht geglaubt w erden könnten, ist nach Prüfung der Akten durch das Bundesverw altungsgericht vollum fänglich zu bestätigen. 4.1.1 D ie Beschw erdeführerin legte dar, sie sei kein M itglied der D EH AP gew esen, habe indessen für diese Partei Flugblätter verteilt, die Kranken im Spital besucht und R osen verschenkt. Zudem habe sie an Veranstaltungen zum N ew roz-Fest teilgenom m en und als W ahlbeobachterin die W ahlen m itverfolgt. Sie habe für die D EH AP nichts Verbotenes getan (Akte A1/S. 5 f. und A14/S. 6 und 12 f.). D iese von ihr erw ähnten Tätigkeiten für die D EH AP lassen nicht auf ein erhöhtes aktives Engagem ent für die Partei schliessen, w as das von ihr vorgebrachte seit Jahren im m er w iederkehrende und trotz ihrer Ausreise im m er noch bestehende behördliche Interesse an ihrer Person nicht erklären lässt. Zudem fielen ihre Auskünfte über die Partei, deren Anfänge und Zukunftsperspektiven derart m arginal, substanzlos und vage aus, dass offensichtlich keine tiefe Verbundenheit m it der D EH AP besteht. Insbesondere konnte die Beschw erdeführerin nur ungefähre Angaben über den Anfang und das Ende der Partei angeben, indem sie ausführte, die H AD EP habe als Vorgängerpartei der D EH AP zw ischen 1999 und 2000 existiert (Akte A14/S. 13). Abgesehen davon, dass diese Angaben w enig aussagekräftig und schon aus diesem G rund nicht überzeugend sind, lassen sie sich auch nicht m it ihren Aussagen, sie sei im Alter von 19/20 Jahren – m ithin seit 1998/99 – für die D EH AP tätig gew orden (Akte A1/S. 6 und A14/S. 12), vereinbaren. Indessen sind diese Aussagen der Beschw erdeführerin als tatsachenw idrig zu betrachten, da die H AD EP w esentlich früher – näm lich im Jahr 1994 – in der Parteienlandschaft der Türkei auftrat (vgl. beispielsw eise dazu: Kurdistan-R undbrief N r. 1, 15. Februar 2003) und die D EH AP im Jahr 2003 die H AD EP ablöste, w as sich m it ihren Aussagen nicht vereinbaren lässt. Von der Beschw erdeführerin, die – w ie sie zum Ausdruck bringt – in einem politischen fam iliären U m feld aufgew achsen sein w ill, kann berechtigterw eise erw artet w er- den, dass sie w eiss, bei w elcher Partei sie im Alter von 19 oder 20 Jahren ihre politische Tätigkeit aufgenom m en hat. Zudem w ar der Beschw erdeführerin, w elche am 16. D ezem ber 2005 ihr H eim atland verlassen hat (Akte A1/S. 9), nicht klar, ob im Zeitpunkt der direkten Bundesanhörung vom 12. Januar 2006 die D EH AP noch 8 existierte, indem sie ausführte, sie glaube, die Partei existiere nicht m ehr, da U m strukturierungen im G ang gew esen seien (Akte A14/S. 13). Aus diesen Aussagen der Beschw erdeführerin w ird deutlich, dass sie offensichtlich nicht einm al im Bild w ar über die in den M edien publizierten Entscheidungen der Partei, für w elche sie in einer Art aktiv gew esen sein w ill, w elche das M issfallen der Behörden erregt haben soll. D ie D EH AP teilte näm lich M itte August 2005 – kurz bevor die Beschw erdeführerin gem äss ihren Angaben im Auftrag der Partei eine Angehörige der G uerilla beherbergt haben w ill – öffentlich m it, dass sie sich der Bew egung für dem okratische G esellschaft (D TH ) anschliessen w olle. In der zw eiten H älfte N ovem ber 2005 löste sich die D EH AP auf (vgl. U lrike D ufner, "Ausreiseverbot für den Vorstand der D EH AP", Politischer Jahresbericht Türkei 2005/2006, H einrich Böll Stiftung, online auf der W ebseite "N ützliche N achrichten 3/2005"). D iese für die Parteitätigkeit w ichtigen und m arginalen Vorkom m nisse hätten der Beschw erdeführerin, w elche die Schw ester eines Kreisstadtvorsitzenden der Partei ist und sich für die Partei engagiert haben w ill, präsent sein sollen. Ihr fehlendes W issen über den Fortbestand der D EH AP lässt sich deshalb nicht m it der von ihr dargelegten behördlichen Suche infolge politischer Aktivität in Einklang bringen. 4.1.2 W ie die Vorinstanz auch zutreffend darlegte, kann nicht nachvollzogen w erden, dass die Beschw erdeführerin, w elche nicht einm al M itglied der D EH AP w ar und aussagte, sie habe für die D EH AP nichts Verbotenes getan (Akte A14/S. 13), von den türkischen Behörden infolge der Beherbergung einer Angehörigen der G uerilla gesucht w orden sein soll, w ährend m an ihrem Bruder – als Kreisstadtvorsitzenden der ehem aligen D EH AP – abgesehen von Beschattungen diesbezüglich keine N achteile zugefügt habe. D er Einw and der Beschw erdeführerin, ihr N am e sei preisgegeben w orden und sie sei in der Ö ffentlichkeit m it der Frau gesehen w orden, verm ag nicht zu überzeugen. Indirekt versucht die Beschw erdeführerin m it diesem Erklärungsversuch die Asylbehörden davon zu überzeugen, dass die türkischen Sicherheitskräfte nur auf die Aussagen der festgenom m enen G uerilla- Angehörigen abstellen und w eder die H intergründe dieser Aussagen noch die m it diesen Aussagen in Verbindung stehenden H andlungsw eisen einer näheren Prüfung unterziehen w ürden. D ies ist indessen m it Sicherheit nicht der Fall, zum al auch den türkischen Behörden klar ist, dass Aussagen bisw eilen auch im H inblick auf die Vertuschung von tatsächlichen G egebenheiten erfolgen, um beispielsw eise andere Personen zu schützen. Vorliegend dürfte auch den türkischen Sicherheitskräften aufgefallen sein, dass die festgenom m ene G uerilla-Angehörige – im H inblick auf die identische Adresse der Beschw erdeführerin m it derjenigen ihres bei der D EH AP tätigen Bruders – in erster Linie als G ast des Bruders zu sehen ist, auch w enn die Beschw erdeführerin sich um den G ast geküm m ert haben soll. Vor dem H intergrund dieser Einschätzung kann nicht nachvollzogen w erden, dass der Bruder der Beschw erdeführerin im Zusam m enhang m it der Beherbergung dieses G astes keinen relevanten N achteilen ausgesetzt gew esen sein soll, w ährend die Beschw erdeführerin desw egen hätte behördlich gesucht w orden sein sollen. Zudem dürfte den türkischen Sicherheitskräften aufgrund der geltend gem achten Beschattungen bekannt sein, dass die Beschw erdeführerin nur im R ahm en von Sym pathien für die D EH AP respektive H AD EP tätig w ar und som it die Beherbergung einer G uerilla-Angehörigen nicht in erster Linie zu verantw orten 9 hätte, zum al ihr als Sym pathisantin kaum direkte Beziehungen zu G uerilla- Angehörigen nachgesagt w erden dürften. Entsprechende Andeutungen in der Beschw erdeschrift – näm lich die Beschw erdeführerin habe die PKK-G uerilla unterstützt – sind schon aus diesem G rund nicht glaubhaft. D arüber hinaus können sie auch nicht geglaubt w erden, w eil die Beschw erdeführerin in den Befragungen keinen entsprechenden Sachverhalt geltend m achte, sondern vielm ehr ausführte, sie habe nichts Verbotenes für die D EH AP getan (Akte A14/S. 13). Som it kann davon ausgegangen w erden, dass selbst im Fall der Bekanntgabe des N am ens der Beschw erdeführerin durch die festgenom m ene G uerilla-Angehörige den m it den G egebenheiten vor O rt vertrauten türkischen Behörden klar w ar, w er für die Beherbergung die Verantw ortung trug. D er diesbezügliche Sachvortrag der Beschw erdeführerin w irkt deshalb konstruiert und realitätsfrem d. An dieser Einschätzung verm ag auch der Einw and in der Beschw erdeschrift, das von der Beschw erdeführerin dargelegte Verhalten der türkischen Sicherheitskräfte könne nicht als M assstab für die Beurteilung der G laubhaftigkeit ihrer Vorbringen dienen, nichts zu ändern. Im vorliegenden Fall liegt das von der Beschw erdeführerin vorgebrachte Verhalten der türkischen Behörden ausserhalb jeglicher R ealität, w eshalb die fehlende N achvollziehbarkeit offensichtlich ist. Auch der Einw and, nicht nur die Beschw erdeführerin, sondern ebenfalls ihr Bruder sei – entgegen der Argum entation der Vorinstanz – polizeilichen M assnahm en ausgesetzt gew esen, überzeugt nicht. Einerseits w ird nicht näher ausgeführt, w orin diese Behelligungen bestanden haben sollen, w eshalb die diesbezügliche Argum entation nicht geglaubt w erden kann; andererseits w iderspricht sie den Ausführungen der Beschw erdeführerin, w elche in der freien Erzählung von sich aus keine Behelligungen ihres Bruders erw ähnte, sondern nur von denjenigen ihrer Schw estern und ihres Vaters sprach (Akte A14/S. 7 ff.) sow ie – im Zusam m enhang m it der Beherbergung der G uerilla-Angehörigen – einzig Beschattungen des Bruders vorbrachte (Akte A14/S. 10). An dieser Einschätzung verm ag auch das m it Eingabe vom 27. Septem ber 2006 nachgereichte R eferenzschreiben des Bruders, in w elchem er "D ruck und Folter" gegen sich äusserte, nichts zu ändern, zum al auch hier – abgesehen von Schreien, Fluchen und Beleidigungen durch die Sicherheitskräfte – nur vage Andeutungen vorgebracht w erden und das Schreiben erst einging, nachdem die AR K bereits die Aussichtslosigkeit der Beschw erde festgestellt hatte. Som it ist gestützt auf die Aktenlage nicht von relevanten behördlichen M assnahm en gegenüber dem Bruder auszugehen, w eshalb die Vorbringen der Beschw erdeführerin nicht nachvollziehbar und som it unglaubhaft sind. 4.1.3 Auch vor dem H intergrund, dass die Beschw erdeführerin keine besonderen Tätigkeiten für die D EH AP erw ähnt, erscheint ihr Vorbringen, sie sei m it der Beherbergung und der Betreuung der G uerilla-Angehörigen beauftragt w orden, nicht nachvollziehbar, zum al Angehörige der G uerilla aufgrund ihrer verdeckten Tätigkeit nur vertrauensw ürdigen Personen, die sich bereits in anderer W eise als loyal und zuverlässig erw iesen haben, anvertraut w erden. Zudem bedarf die Betreuung von Personen, die im Versteckten handeln, gew isse Sicherheitsvorkehrungen, w as die Beschw erdeführerin in ihrem Sachvortrag nicht einm al ansatzw eise erw ähnte. Auch dies spricht gegen die G laubhaftigkeit ihrer Vorbringen.10 4.1.4 Im H inblick auf diese Erw ägungen überzeugen die Angaben der Beschw erdeführerin, sie w erde als Verantw ortliche für die Beherbergung und Betreuung einer Angehörigen der G uerilla behördlich gesucht, nicht. D arüber hinaus sprechen noch w eitere nicht nachvollziehbare Aussagen der Beschw erdeführerin gegen die G laubhaftigkeit ihrer Angaben: Insbesondere lässt sich ihr Verhalten im H inblick auf die geltend gem achte Furcht vor einer polizeilichen Suche infolge politischer Tätigkeiten und dem dam it verbundenen R isiko einer Strafverfolgung oder Verurteilung nicht dam it vereinbaren, dass sie sich w ährend M onaten bei ihrer Schw ester in _______ aufgehalten und regelm ässig telefonischen Kontakt m it ihrer M utter gepflegt haben w ill. D a allgem ein bekannt ist, dass in der Türkei die Telefone von verdächtigen Personen abgehört w erden und die türkischen Sicherheitskräfte gesuchte Personen auch bei ihren Verw andten aufspüren, kann nicht nachvollzogen w erden, dass die Beschw erdeführerin das R isiko eingegangen sein soll, auf diese W eise entdeckt zu w erden, w äre sie in der Tat – w ie vorgebracht – aus politischen G ründen behördlich gesucht gew esen. 4.2 Ferner ist übereinstim m end m it der Vorinstanz festzuhalten, dass die Beschw erdeführerin den Vorfall, bei w elchem sie im fam ilieneigenen Kaffeehaus sexuell belästigt und m it dem Tod bedroht w orden sei, in zeitlicher H insicht w idersprüchlich geschildert hat, w obei es sich im vorliegenden Fall um einen m assiven und klaren W iderspruch handelt, w ie die Vorinstanz zutreffend feststellte. D em gegenüber verm ögen die Einw ände in der Beschw erde nicht zu überzeugen. 4.2.1 W eiter ist festzuhalten, dass w eder den Protokollen selbst noch dem Beiblatt der H ilfsw erksvertretung entnom m en w erden kann, dass sich die dolm etschende Person in irgendeiner W eise unkorrekt verhalten hätte. Auf dem Beiblatt der H ilfsw erksvertretung w urden keine Einw ände vorgebracht und die H ilfsw erksvertretung hatte am Schluss der Anhörung keine zusätzlichen Fragen. Zudem sind aus dem Ablauf der beiden Befragungen keine M issverstände ersichtlich und die Beschw erdeführerin ihrerseits hatte w eder in der sum m arischen Befragung im Em pfangszentrum noch in der direkten Bundesanhörung Einw ände oder zusätzliche Bem erkungen anzubringen. Zudem unterzeichnete sie die beiden Protokolle vorbehaltlos. M it ihrer U nterschrift unter die Protokolle gab sie zu vertstehen, dass deren Inhalt ihren Aussagen entspricht und er ihr vorgelesen und übersetzt w urde. Zudem gab sie in beiden Befragungen an, die D olm etscherin gut verstanden zu haben und die Frage nach Zusatzbem erkungen blieb unbeantw ortet. Som it sind die Einw ände gegen die dolm etschenden Personen im vorliegenden Beschw erdeverfahren nicht stichhaltig und die Beschw erdeführerin m uss sich ihre Aussagen anrechnen lassen. 4.2.2 Auch der Einw and in der Beschw erdeschrift, die Beschw erdeführerin habe anlässlich der Anhörung unter dem Einfluss von starken M edikam enten gestanden und deshalb m it Erinnerungsschw ierigkeiten gekäm pft, hält einer genauerer Prüfung nicht stand. Sie w iederholte näm lich zunächst das in der Erstbefragung angegebene D atum des Ereignisses im ersten Teil der Anhörung (Akte A1/S. 8 und A14/S. 14), um erst später in der Anhörung eine dazu und auch zur Erstbefragung w idersprüchliche Zeitangabe vorzubringen (Akte A14/S. 17). Später 11 dem entierte sie die anlässlich der Erstbefragung und des ersten Teils der Anhörung zu Protokoll gegebenen Aussagen und sagte, dass die zuletzt erw ähnte zeitliche Angabe zutreffend sei (Akte A14/S. 17 f.). D en Akten kann indessen nicht entnom m en w erden, dass die Beschw erdeführerin auch in der Erstbefragung unter dem Einfluss von starken M edikam enten stand und ihre Erklärung, es sei ihr dam als psychisch nicht gut gegangen, verm ag – insbesondere im H inblick auf die W iederholung im ersten Teil der Anhörung – als Erklärungsversuch nicht zu überzeugen. 4.2.3 D a es sich vorliegend bei der w idersprüchlichen Zeitangabe um ein w ichtiges Ereignis handelt, der zeitliche U nterschied nicht gering ist, sondern drei Jahre beträgt und es von grösster Bedeutung ist, ob sich dieses zentrale Ereignis der Vorbringen m ehr als drei Jahre vor der Ausreise oder einige M onate zuvor ereignete, ist die w idersprüchliche Angabe nicht als N ebensächlichkeit, die vernachlässigt w erden kann, zu betrachten. D ie Angaben der Beschw erdeführerin können som it auch deshalb nicht geglaubt w erden. 4.2.4 Zudem m achte die Beschw erdeführerin geltend, sie habe w eder diesen Vorfall noch die M itnahm e im Auto zum Friedhof bei der D EH AP gem eldet und um H ilfe oder U nterstützung ersucht (Akte A14/S. 15), w as angesichts der in Frage stehenden Straftatbestände – die Beschw erdeführerin soll sexuell belästigt und bedroht w orden sein – und der für die Beschw erdeführerin dank der Stellung ihres Bruders bestehenden Einflusses bei der D EH AP nicht nachvollziehbar ist. 4.3 In der Beschw erdeschrift w urde überdies dargelegt, die Beschw erdeführerin stam m e aus einer bekannten politischen Fam ilie, deren Angehörige unter äusserst hohem D ruck der türkischen Sicherheitskräfte stünden. D ie Beschw erdeführerin sei deshalb schon w ährend der Schulzeit ins Visier der Behörden gelangt. D ie U nterstützung der G uerilla-Angehörigen m üsse im R ahm en einer langjährigen Fam ilientradition gesehen w erden. Schon aufgrund ihres fam iliären U m feldes könne m it überw iegender W ahrscheinlichkeit davon ausgegangen w erden, dass sie einer asylrelevanten G efahr ausgesetzt sei. D azu ist Folgendes festzuhalten: 4.3.1 In der R echtssprechung w ird in konstanter Praxis davon ausgegangen, dass in der Türkei staatliche R epressalien gegen Fam ilienangehörige von politischen Aktivisten angew andt w erden, die als so genannte R eflexverfolgung flüchtlingsrechtlich erheblich im Sinne von Art. 3 AsylG sein können. D ie W ahrscheinlichkeit, O pfer einer R eflexverfolgung zu w erden, ist nach der Praxis der AR K, w elche für das Bundesverw altungsgericht w eiterhin G ültigkeit hat, vorallem dann gegeben, w enn nach einem flüchtigen Fam ilienm itglied gefahndet w ird und die Behörde Anlass zur Verm utung hat, dass jem and m it der gesuchten Person in engem Kontakt steht. D iese W ahrscheinlichkeit erhöht sich, w enn ein nicht unbedeutendes politisches Engagem ent der reflexverfolgten Person für illegale politische O rganisationen hinzukom m t oder ihr seitens der Behörden unterstellt w ird (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K ] 2005 N r. 21 E. 10 S. 195 ff. und dort zit. U rteile). D abei hängen die W ahrscheinlichkeit einer R eflexverfolgung und deren Intensität stark von den konkreten U m ständen des Einzelfalles ab, w obei zur Zeit besonders diejenigen Personen von einer R eflexverfolgung bedroht sind, die sich offen für 12 politisch aktive Verw andte einsetzen, sei dies als M itglied einer G efangenenhilfsorganisation oder im R ahm en einer Beschw erde an den Europäischen G erichtshof für M enschenrechte. Indessen kann hinter einer R eflexverfolgung auch nur die Absicht liegen, die gesam te Fam ilie für Taten eines Fam ilienm itglieds zu bestrafen oder sie einzuschüchtern, dam it sie sich von oppositionellen kurdischen G ruppierungen fernhalten. 4.3.2 D ie Beschw erdeführerin reichte die Kopie einer H aftbestätigung ein und erklärte, diese betreffe ihren O nkel m ütterlicherseits, der aus politischen G ründen zu einer m ehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt w orden sei. Indessen unterliess sie es, die verw andtschaftlichen Verhältnisse zu belegen und w eitere überzeugende D okum ente w ie eine Anklageschrift oder ein U rteil abzugeben. Zudem erw ähnte sie diesen O nkel in den Befragungen nur nebenbei, ohne im D etail anzugeben, inw iefern sie – abgesehen von der in Bezug auf die Ü berprüfung der Asylvorbringen nicht relevanten Verw eigerung des Besuchsrechts im G efängnis – seinetw egen N achteile erlitten habe (Akte A14/S. 7 f.). Aufgrund ihrer übrigen unglaubhaften Angaben steht deshalb nicht m it überw iegender W ahrscheinlichkeit fest, dass sie infolge der Verurteilung eines O nkels aus politischen G ründen m it Behelligungen durch die türkischen Sicherheitskräften konfrontiert w ar und im Fall ihrer R ückkehr in die Türkei erneut w äre. An dieser Einschätzung verm ag auch das im erstinstanzlichen Verfahren abgegebene Schreiben des Q uartiervorstehers vom 30. April 2002, w elches das Verw andtschaftsverhältnis zw ischen der Beschw erdeführerin und dem erw ähnten O nkel bestätigt, nichts zu ändern. 4.3.3 G estützt auf den eingereichten Fam ilienregisterauszug hat die Beschw erdeführerin einen Bruder, von dem sie sagte, er sei Kreisstadtvor- sitzender der D EH AP in _______. Sie reichte jedoch kein Bew eism ittel ein, das diesen Sachverhalt belegt, w as nicht nachvollzogen w erden kann, zum al es für die Beschw erdeführerin einfach gew esen w äre, von ihrem Bruder eine entsprechende Bestätigung auf offiziellem Papier der D EAH P zu erhalten, da sie gestützt auf die Aktenlage m it ihren Fam ilienangehörigen telefonischen Kontakt aus der Schw eiz pflegt (Akte A14/S. 5 und 10) und nichts dagegen spricht, dass der Bruder eine solche ausgestellt hätte. D as von ihr m it Eingabe vom 27. Septem ber 2006 nachgereichte R eferenzschreiben des Bruders w urde w eder auf offiziellem Papier der D EH AP oder ihrer N achfolgepartei verfasst noch bestätigt der Bruder, Kreisvorsitzender der D EAH P zu sein oder gew esen zu sein, w eshalb das geltend gem achte politische Engagem ent des Bruders nicht überzeugt. Som it ist auch diesbezüglich einer allfälligen R eflexverfolgung jede G rundlage entzogen. 4.3.4 D ie Beschw erdeführerin bezeichnet _______, der als Vorsitzender der H AD EP- Sektion _______ gew ählt w orden sei, als ihren C ousin. D essen Bruder _______ sei im Jahr 1985 als Angehöriger der G uerilla von den türkischen Sicherheitskräften getötet w orden. Ein w eiterer Bruder (_______) lebe als anerkannter Flüchtling in der Schw eiz. Auch diesbezüglich brachte die Beschw erdeführerin keine Bew eism ittel bei, obw ohl ihr dies aufgrund des bestehenden Kontakts zu ihren Angehörigen in der Türkei zum utbar und m öglich gew esen w äre. Som it bleibt auch dieser Teil des Sachvortrags unbew iesen und ist infolge der insgesam t unglaubhaften Angaben ebenfalls zu bezw eifeln. Indessen könnte selbst im Fall einer bestehenden verw andtschaftlichen Beziehung der Beschw erdeführerin zu _______ und dessen Brüder nicht von einer 13 R eflexverfolgung ausgegangen w erden, zum al den Aussagen der Beschw erdeführerin in den Befragungen keine nähere Beziehung – und insbesondere keine Beziehung auf der G rundlage einer politischen Tätigkeit zu den erw ähnten C ousins – und keine Problem e infolge der politischen Tätigkeit dieser C ousins geltend gem acht w urde. H ätte sie näm lich in der Tat aufgrund des verw andtschaftlichen Verhältnisses und der politischen Tätigkeit ihrer C ousins asylrelevante N achteile erlitten oder zu befürchten, w äre dies im R ahm en der Befragungen auch zum Ausdruck gekom m en. Som it kann die Beschw erdeführerin allein aus der verw andtschaftlichen Beziehung zu ihren C ousins keine G efahr einer allfälligen R eflexverfolgung für sich persönlich ableiten. 4.3.5 D ie im Ü brigen zu andern politisch tätigen Fam ilien in der U m gebung ihrer H erkunft vorgebrachten Kontakte verm ögen – gestützt auf die oben erw ähnte Praxis – keine R eflexverfolgung zu begründen, auch w enn einige M itglieder dieser Fam ilien in w esteuropäischen Staaten als anerkannte Flüchtlinge leben m ögen. 4.3.6 Som it ist im vorliegenden Fall – entgegen den Ausführungen der Beschw erdeführerin – nicht von einer R eflexverfolgung, w elche die Erfordernisse von Art. 3 AsylG erfüllen w ürde, auszugehen. 4.4 An dieser Einschätzung verm ögen auch die zahlreichen übrigen Bestätigungsschreiben nichts zu ändern, w ie die nachfolgenden Erw ägungen zeigen: 4.4.1 W as das von Anw alt _______ eingereichte Bestätigungsschreiben betrifft, bestehen grundsätzliche Zw eifel am W ahrheitsgehalt dessen Inhaltes, w eil die Beschw erdeführerin im R ahm en der Befragungen erklärte, sie habe in der Türkei keinen Anw alt engagiert (Akte A14/S. 15), w as sich m it den Aussagen des erw ähnten Bestätigungsschreibens nicht vereinbaren lässt. M it den Vorbringen der Beschw erdeführerin und der R ealität nicht in Einklang zu bringen ist überdies die Aussage im Schreiben, ihr Bruder sei zw ischen 2002 und 2004 Leiter des D EH AP- O rtsverbandes im Zentralbezirk _______ gew esen, da die D EH AP erst seit dem Jahr 2003 existiert und aus den Aussagen der Beschw erdeführerin zu schliessen ist, dass ihr Bruder im August/Septem ber 2005 im m er noch als Vorsitzender der D EH AP tätig gew esen sein soll. Zudem bestehen auch Zw eifel an der Authentizität der Bestätigung, zum al das Schreiben offensichtlich nicht auf echtem G eschäftspapier des Anw altes – das einen entsprechenden Briefkopf enthielte – erstellt w urde. Aufgrund der inhaltlichen U nvereinbarkeiten und der form ellen M ängel kom m t diesem D okum ent kein Bew eisw ert zu. Insbesondere verm ag es nicht einen Sachverhalt, der aus andern G ründen bereits als unglaubhaft zu qualifizieren ist, zu stützen. 4.4.2 D ie von den drei Kadern der D EH AP- resp. der Partei der D em okratischen G esellschaft (D TP) _______, _______ und _______ unterzeichneten Bestätitungsschreiben sind als Bew eism ittel ebenfalls unbeachtlich. Sie bestätigen, dass die Beschw erdeführerin in der Jugend- und Frauenabteilung der D EH AP Aufgaben übernom m en habe, ohne indessen detailliert anzugeben, um w elche konkreten Tätigkeiten es sich gehandelt hat. D ie Beschw erdeführerin ihrerseits brachte in den Befragungen nicht vor, sie habe in der Jugend- und Frauenabteilung der D EH AP Aktivitäten ausgeführt. Ausserdem w ird von _______ 14 bestätigt, dass der Bruder der Beschw erdeführerin w ährend der Am tszeit von _______ Bezirksvor-sitzender der D EH AP gew esen sei. D a dies – gestützt auf das Schreiben – bis längstens im M ärz 2004 gew esen sein kann, stim m en diese Angaben ebenfalls nicht m it denjenigen der Beschw erdeführerin betreffend die politische Tätigkeit ihres Bruders überein. D ie in den Schreiben bestätigten R epressalien w urden nicht näher beschrieben, w eshalb sie nicht geeignet sind, den von der Beschw erdeführerin geltend gem achten Sachverhalt zu bestätigen. Schliesslich w erden im Schreiben von _______ verschiedene Festnahm en erw ähnt, w as die Beschw erdeführerin ebenfalls nicht vorbrachte. 4.4.3 D es w eiteren w urden zahlreiche andere Bestätigungen eingereicht. D as von verschiedenen anerkannten Flüchtlingen unterzeichnete R eferenzschreiben, w elches m it Eingabe vom 12. April 2006 zugestellt w urde, bestätigt, dass die Beschw erdeführerin in der Jugend- und Frauensektion einer kurdenfreundlichen Parte (H AD EP, D EH AP oder D TP) eingesetzt habe, w as indessen – w ie bereits unter Ziff. 4.4.2 erw ähnt – m it den Vorbringen der Beschw erdeführerin selbst nicht vereinbar ist. Som it ist das R eferenzschreiben schon aus diesem G rund nicht von Bedeutung. D ie übrigen, m it Eingabe vom 15. M ärz 2006 eingereichten türkisch- sprachigen Bestätigungsschreiben von _______, w urden trotz Aufforderung zur Ü bersetzung (m it Zw ischenverfügung vom 27. M ärz 2006) nicht übersetzt und können som it als Bew eism ittel nicht berücksichtigt w erden. 4.4.4 Auch die im Beschw erdeverfahren eingereichten Fotografien sind nicht geeignet, die Vorbringen der Beschw erdeführerin zu unterm auern, zum al die Fotos allein die Teilnahm e an M assenveranstaltungen belegen. 4.4.5 Insgesam t sind die eingereichten Bew eism ittel nicht geeignet, die Vorbringen der Beschw erdeführerin, w elche infolge zahlreicher U nvereinbarkeiten, nicht nachvollziehbaren Abläufen und W idersprüchlichkeiten als unglaubhaft zu qualifizieren sind, in einem andern Licht erscheinen zu lassen. 4.5 Zusam m enfassend kann festgehalten w erden, dass gestützt auf die Akten der Beschw erderführerin die geltend gem achte G efahr einer R eflexverfolgung als überw iegend unw ahrscheinlich zu betrachten ist. Ebenso w enig kann ihr geglaubt w erden, dass sie infolge politischer Aktivitäten für die D EH AP einer asylrelevanten Verfolgung ausgesetzt w ar oder im Fall ihrer R ückkehr sein könnte. Insgesam t ist aufgrund der fehlenden G laubhaftigkeit der Vorbringen der Beschw erdeführerin die von der Vorinstanz in ihrer Verfügung vom 20. Januar 2006 dargelegte Argum entation vollum fänglich zu bestätigen. D ie Beschw erdeführerin konnte keine G ründe nach Art. 3 AsylG nachw eisen oder glaubhaft m achen. D ie Vorinstanz hat ihr Asylgesuch zu R echt abgelehnt. 5. 5.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; dabei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zum utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den 15 gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG ; SR 142.20]). 5.2 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zulässig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Ausländers in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 5.3 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). 5.4 G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D ezem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK; SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K; SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 5.5 D ie Beschw erdeführerin verfügt w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthaltsbew illigung noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. D ie W egw eisung w urde dem nach zu R echt angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; EM AR K 2001 N r. 21). 5.6 D ie Vorinstanz w ies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. M ario G attiker, D as Asyl- und W egw eisungsverfahren, Bern 1999, S. 89). D a es der Beschw erdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G efährdung nachzuw eisen oder glaubhaft zu m achen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen N on-refoulem ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ückkehr in ihr H eim atland ist dem nach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtm ässig. 5.7 Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Ausschaffung in ihrem H eim atstaat dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w äre. G em äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti- Folterausschusses m üsste die Beschw erdeführerin eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihr im Fall einer R ückschiebung 16 Folter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. EM AR K 2001 N r. 16 S. 122, m it w eiteren H inw eisen). D as ist jedoch vorliegend nicht der Fall, da die Beschw erdeführerin keine glaubhafte Verfolgung geltend m achen konnte. Auch die allgem eine M enschenrechtssituation in ihrem H eim atstaat lässt den W egw eisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt klarerw eise nicht als unzulässig erscheinen. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig. 5.8 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ückkehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allgem einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise einer notw endigen m edizinischen Behandlung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). D ie Beschw erdeführerin stam m t aus _______, w ohin gem äss geltender Praxis eine R ückkehr als zum utbar erachtet w ird, da sich die Sicherheitslage im Südosten der Türkei in den letzten Jahren stark entspannt hat (vgl. EM AR K 2004 N r. 8, der auch für das Bundesverw altungsgericht gilt). In _______ lebte die Beschw erdeführerin gem äss ihren Aussagen im Fam ilien- verband m it ihren Eltern und einem Teil der G eschw ister. Ein Teil ihrer Fam ilie lebt nach w ie vor in der Türkei, w eshalb sie bei ihrer R ückkehr über ein ausreichendes fam iliäres Beziehungsnetz verfügt. G em äss ihren Aussagen ist die Fam ilie gut situiert. Zudem spricht die Beschw erdeführerin gem äss ihren Angaben kurdisch und türkisch, hat eine durchschnittliche Schulbildung durchlaufen, einen C om puterkurs besucht und w eist einige Erfahrungen als Sekretärin in der Textilbranche auf. D am it dürfte ihr auch die berufliche Integration in ihrem H eim atland m öglich sein. Eine R ückkehr in ihren H eim atstaat ist unter diesen U m ständen zum utbar. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung som it auch als zum utbar zu bezeichnen. 5.9 Schliesslich obliegt es der Beschw erdeführerin, sich bei der zuständigen Vertretung ihres H eim atstaates die für eine R ückkehr notw endigen R eisedokum ente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), w eshalb der Vollzug der W egw eisung auch als m öglich zu bezeichnen ist. 5.10 Insgesam t ist die durch die Vorinstanz verfügte W egw eisung zu bestätigen. D ie Vorinstanz hat deren Vollzug zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erachtet. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (Art. 14a Abs. 1 - 4 AN AG ).17 6. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esagten abzuw eisen. 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der Beschw erdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ), auf insgesam t Fr. 600.- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 1 bis 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]) und m it dem am 29. M ärz 2006 einbezahlten Kostenvorschuss zu verrechnen. (D ispositiv nächste Seite)18 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.-, w erden der Beschw erdeführerin auferlegt und m it dem am 29. M ärz 2006 bezahlten Kostenvorschuss verrechnet. 3. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter der Beschw erdeführerin: 2 Expl. (eingeschrieben; Beilage: 6 Fotos) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it deren Akten (in Kopie, R ef.-N r. N _______; über die H erausgabe der bei der Vorinstanz eingereichten Bew eism ittel entscheidet das BFM auf Anfrage) - _______ (in Kopie, Beilage: türkische Identitätskarte N r. _______) D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: R obert G alliker Eva Zürcher Versand am :