<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2021.00199</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=221278&amp;W10_KEY=13013475&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2021.00199</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.05.2021</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Widerruf der Niederlassungsbewilligung (Rückstufung)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Die Vorinstanz wies das Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsvertretung für das Verfahren vor dem Migrationsamt ab.] Angesichts seines Gesundheitszustands war es für den Beschwerdeführer bereits im erstinstanzlichen Verfahren nicht möglich, seiner Mitwirkungspflicht nachzukommen. Da ihm auch ein starker Eingriff in seine Rechtspositionen drohte, war es insgesamt angezeigt, dass er sich anwaltlich vertreten liess. Damit hatte der Beschwerdeführer bereits im Verfahren vor dem Migrationsamt Anspruch auf einen unentgeltlichen Rechtsvertreter (E. 2). Gegenstandslosigkeit UP/Gutheissung URB. Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=52805" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2021.00199</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der Einzelrichterin</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">17. Mai 2021</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Christoph Raess. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung (RÃ¼ckstufung)</span></b><b>,</b><span><br/> <br/> </span></p> <span><br/> </span> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>hat sich ergeben: </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>A ist ein 1959 geborener kosovarischer StaatsangehÃ¶riger. Er lebt seit 1995 in der Schweiz, wo er seit 15. November 2000 Ã¼ber die Niederlassungsbewilligung verfÃ¼gt. Am 14. MÃ¤rz 2019 forderte das Migrationsamt A auf, zur ÃberprÃ¼fung seines Aufenthalts in der Schweiz verschiedene Fragen zu beantworten und entsprechende Dokumente einzureichen. In der Folge erfuhr das Migrationsamt, dass A und seine Familie von 2004 bis 2019 Sozialhilfe in der HÃ¶he von rund Fr. 300'000.- bezogen hatten, weshalb es A am 6. September 2019 zur Beantwortung 20 weiterer Fragen in Zusammenhang mit seiner SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit aufforderte. Am 4. November 2019 reichte der Rechtsvertreter von A, Rechtsanwalt B, eine Stellungnahme ein und beantragte, das Verfahren zur PrÃ¼fung eines Widerrufs der Niederlassungsbewilligung sei ohne Weiterungen einzustellen; eventualiter sei vom Widerruf der Niederlassungsbewilligung abzusehen. In prozessualer Hinsicht beantragte er zudem seine Bestellung als der unentgeltliche Rechtsbeistand von A fÃ¼r das laufende Verfahren. Das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung wurde vom Migrationsamt in der Folge und auch im Rahmen der das erstinstanzliche Verfahren abschliessenden VerfÃ¼gung vom 12. Mai 2020, mit welcher das Migrationsamt die Niederlassungsbewilligung von A widerrief und ihm eine Aufenthaltsbewilligung erteilte, nicht behandelt. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 22. Juni 2020 erhob A Rekurs an die Sicherheitsdirektion und beantragte in der Hauptsache die Aufhebung der angefochtenen VerfÃ¼gung des Migrationsamts vom 12. Mai 2020. Zudem beantragte er, ihm sei fÃ¼r das erstinstanzliche Verfahren mit Wirkung ab 4. November 2019 ein unentgeltlicher Rechtsbeistand in der Person von Rechtsanwalt B zu bestellen. </p> <p class="Urteilstext">Die Sicherheitsdirektion hiess den Rekurs mit Entscheid vom 28. Januar 2021 teilweise gut, hob die angefochtene VerfÃ¼gung auf und beliess A die Niederlassungsbewilligung (Dispositiv-Ziff. I). Das Rekursbegehren bezÃ¼glich Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands im erstinstanzlichen Verfahren wurde abgewiesen (Dispositiv-Ziff. II), die Kosten des Rekursverfahrens auf die Staatskasse genommen (Dispositiv-Ziff. III), das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege wurde gutgeheissen, soweit es nicht als gegenstandslos geworden abgeschrieben wurde (Dispositiv-Ziff. IV), und das Begehren um Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung wurde als gegenstandslos geworden abgeschrieben (Dispositiv-Ziff. V).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 15. MÃ¤rz 2021 erhob A Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte, unter EntschÃ¤digungsfolgen sei Dispositiv-Ziff. II des angefochtenen Entscheids aufzuheben und ihm fÃ¼r das erstinstanzliche Verfahren mit Wirkung ab 4. November 2019 in der Person von Rechtsanwalt B ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen. Sodann sei die Angelegenheit zur Festsetzung der HÃ¶he der EntschÃ¤digung an das Migrationsamt zurÃ¼ckzuweisen. In prozessualer Hinsicht beantragte er die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege fÃ¼r das Beschwerdeverfahren. Die Sicherheitsdirektion verzichtete am 25. MÃ¤rz 2021 ausdrÃ¼cklich auf Vernehmlassung, das Migrationsamt stillschweigend auf Beantwortung der Beschwerde. Am 10. Mai 2021 reichte Rechtsanwalt B seine Honorarnote ein.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Einzelrichterin</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r Beschwerden gegen Rekursentscheide der Sicherheitsdirektion Ã¼ber Anordnungen des Migrationsamts auf dem Gebiet des AuslÃ¤nderrechts zustÃ¤ndig (§§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG, LS 175.2]). Dies gilt auch, wenn wie vorliegend nur die Weigerung der GewÃ¤hrung der unentgeltlichen RechtsverbeistÃ¤ndung fÃ¼r das erstinstanzliche Verfahren angefochten ist (§ 44 Abs. 3 e contrario VRG; vgl. </span><span>Kaspar PlÃ¼ss,</span><span> in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 16 N. 122). Die Beschwerde ist angesichts des die Schwelle von Fr. 20'000.- nicht Ã¼berschreitenden Streitwerts gerichtsintern durch die Einzelrichterin zu erledigen (§ 38 Abs. 1 lit. c VRG). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b><span>Zu prÃ¼fen ist vorliegend nur, ob die Vorinstanz das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung im Verfahren vor dem Beschwerdegegner zu Recht abwies. </span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b><span>Nach § 16 Abs. 2 VRG haben Private, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, Anspruch auf die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren. </span>Die Notwendigkeit der unentgeltlichen Rechtsvertretung setzt voraus, dass das Verfahren die Interessen der bedÃ¼rftigen Partei in schwerwiegender Weise betrifft und dass es in tatsÃ¤chlicher und rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten bietet, die den Beizug einer Rechtsvertretung erforderlich machen. Diese Schwierigkeiten sind vor dem Hintergrund der KomplexitÃ¤t der sich im konkreten Fall stellenden Rechtsfragen und der UnÃ¼bersichtlichkeit des Sachverhalts zu beurteilen. Zu berÃ¼cksichtigen ist auch die FÃ¤higkeit der betroffenen Person, ihre Interessen im Verfahren auf sich allein gestellt wirksam wahrzunehmen (PlÃ¼ss, § 16 N. 80 f.; vgl. VGr, 3. MÃ¤rz 2021, VB.2020.00768, E. 2.4).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer war im Verfahren vor dem Beschwerdegegner mittellos, und seine Begehren waren nicht offensichtlich aussichtslos. Damit bleibt zu prÃ¼fen, ob er in der Lage war, seine Rechte im Verfahren selber zu wahren.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b><span>Die Vorinstanz fÃ¼hrte aus, im vorinstanzlichen Verfahren sei es im Wesentlichen um eine AbklÃ¤rung des Sachverhalts gegangen. Der seit 25 Jahren in der Schweiz lebende BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¤re trotz seinem angeschlagenen Gesundheitszustand und der Ã¤rztlich bescheinigten (vollumfÃ¤nglichen) ArbeitsunfÃ¤higkeit durchaus in der Lage gewesen, die erforderlichen Dokumente beizuziehen und die entsprechenden Fragen zu beantworten. Dies gelte umso mehr, als er zusammen mit einem erwachsenen Sohn und dessen Familie im gleichen Haushalt wohne. Die FamilienangehÃ¶rigen hÃ¤tten ihm beim Verfassen der entsprechenden Stellungnahme behilflich sein kÃ¶nnen. Dass der BeschwerdefÃ¼hrer aus gesundheitlichen bzw. kognitiven GrÃ¼nden nicht in der Lage gewesen wÃ¤re, die erforderlichen Angaben zu machen, sei jedenfalls weder im vorinstanzlichen noch im Rekursverfahren rechtsgenÃ¼gend belegt worden. Entsprechendes gelte auch fÃ¼r das Verfassen einer Stellungnahme im Rahmen der GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs zur beabsichtigten RÃ¼ckstufung. Deshalb sei ein Anspruch auf unentgeltliche Rechtsvertretung im erstinstanzlichen Verfahren zu verneinen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt dagegen vor, am 4. November 2019 habe ihm der Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung aus der Schweiz gedroht, was ihn angesichts seines langen Aufenthalts in der Schweiz, seines Alters und seines in mehrfacher Hinsicht angeschlagenen Gesundheitszustands besonders hart getroffen hÃ¤tte. Sodann sei zu berÃ¼cksichtigen, dass er seit vielen Jahren an multiplen kÃ¶rperlichen und psychischen Krankheiten leide. Er sei aus psychiatrischer sowie aus somatischer Sicht zu 100 % arbeitsunfÃ¤hig. Sodann seien auch die sich stellenden Rechtsfragen relativ komplex und der Sachverhalt angesichts des erheblichen Umfangs der Akten nicht einfach zu Ã¼berschauen gewesen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.6 </b>Einem Verlaufsbericht der interdisziplinÃ¤ren Schmerzbehandlung der Praxis C vom 28. November 2020, der sich neben eigenen medizinischen Untersuchungen auch auf die gesamten IV- und Unfallakten des BeschwerdefÃ¼hrers stÃ¼tzt, kann entnommen werden, dass der BeschwerdefÃ¼hrer gesundheitlich stark beeintrÃ¤chtigt ist. Der BeschwerdefÃ¼hrer sei aus psychiatrischer, orthopÃ¤disch-chirurgischer sowie neurologischer Sicht vollstÃ¤ndig arbeitsunfÃ¤hig. </p> <p class="Urteilstext">Angesichts seines Gesundheitszustands und der damit verbundenen BeeintrÃ¤chtigung seiner KonzentrationsfÃ¤higkeit kann davon ausgegangen werden, dass es fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer bereits im erstinstanzlichen Verfahren nicht mÃ¶glich war, seiner auslÃ¤nderrechtlichen Mitwirkungspflicht (Art. 90 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 [SR 142.20]) vollumfÃ¤nglich nachzukommen, was ihm im weiteren Verlauf des Verfahrens erheblich hÃ¤tte schaden kÃ¶nnen. Dazu kommt, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund des Widerrufs seiner Niederlassungsbewilligung und der damit verbundenen Wegweisung in den Kosovo, womit wohl auch sein Recht auf Privat- und (Familien-)leben nach Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (SR 0.101) beeintrÃ¤chtigt worden wÃ¤re, ein starker Eingriff in seine Rechtsposition drohte. Somit betraf das erstinstanzliche Verfahren die Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers erheblich und war er nicht in der Lage, seine Rechte zu wahren und seinen Pflichten nachzukommen. Deshalb war es angezeigt, dass er sich anwaltlich vertreten liess.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.7 </b>Damit hat der BeschwerdefÃ¼hrer vom 4. November 2019 bis zum Erlass der das erstinstanzliche Verfahren abschliessenden VerfÃ¼gung am 12. Mai 2020 durch den Beschwerdegegner nach § 16 Abs. 2 VRG Anspruch auf einen unentgeltlichen Rechtsbeistand. AntragsgemÃ¤ss ist die Sache zur Festlegung der EntschÃ¤digung des unentgeltlichen Rechtsbeistands an den Beschwerdegegner zurÃ¼ckzuweisen, da Letzterem dabei ein Ermessen zukommt.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen und Dispositiv-Ziff. II des vorinstanzlichen Entscheids aufzuheben. Das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen RechtsverbeistÃ¤ndung ab 4. November 2019 bis am 12. Mai 2020 ist gutzuheissen. Dem BeschwerdefÃ¼hrer ist (auch) fÃ¼r diesen Zeitraum Rechtsanwalt B als unentgeltlicher Rechtsbeistand beizugeben. Der Beschwerdegegner wird eingeladen, die EntschÃ¤digungshÃ¶he festzusetzen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdegegner aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Desgleichen hat dieser dem Rechtsvertreter des BeschwerdefÃ¼hrers eine angemessene ParteientschÃ¤digung von Fr. 500.- (zzgl. Mehrwertsteuer) fÃ¼r das Beschwerdeverfahren zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ersucht fÃ¼r das Beschwerdeverfahren um GewÃ¤hrung unentgeltlicher Rechtspflege nach § 16 Abs. 1 und 2 VRG. Durch die Kostenbelastung des Beschwerdegegners wird das Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung gegenstandslos. Da die Beschwerdeerhebung begrÃ¼ndet war und sich die Rechtsvertretung angesichts der sich stellenden Rechtsfragen als notwendig erweist, ist das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung gutzuheissen und dem BeschwerdefÃ¼hrer in der Person seines Rechtsvertreters ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>GemÃ¤ss § 9 Abs. 1 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 3. Juli 2018 (LS 175.252) wird der unentgeltlichen Rechtsvertretung der notwendige Zeitaufwand nach den StundenansÃ¤tzen des Obergerichts fÃ¼r die amtliche Verteidigung entschÃ¤digt, wobei die Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses berÃ¼cksichtigt und Barauslagen separat entschÃ¤digt werden. Die EntschÃ¤digung betrÃ¤gt nach § 3 der Verordnung (des Obergerichts) Ã¼ber die AnwaltsgebÃ¼hren vom 8. September 2010 (LS 215.3) seit dem 1. Januar 2015 in der Regel Fr. 220.- pro Stunde.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Rechtsvertreter des BeschwerdefÃ¼hrers macht fÃ¼r das Beschwerdeverfahren insgesamt einen Aufwand von 7 Stunden und 55 Minuten sowie Spesen im Betrag von Fr. 3.50 geltend. Er hat den BeschwerdefÃ¼hrer allerdings bereits im Verwaltungsverfahren vertreten und war mit dem Sachverhalt demnach vertraut. Zudem war im verwaltungsgerichtlichen Verfahren nur noch Ã¼ber die Nebenfolgen der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung zu befinden. Der geltend gemachte Aufwand ist deshalb zu hoch. Insgesamt ist ein Aufwand von 5 Stunden zu entschÃ¤digen. Der Rechtsvertreter ist demnach fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren mit insgesamt Fr. 1'188.50 zu entschÃ¤digen. Nach Anrechnung der ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren von Fr. 538.50 (inkl. Mehrwertsteuer) verbleibt ein aus der Gerichtskasse auszurichtender Betrag von Fr. 650.- (inkl. Mehrwertsteuer).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b><span>Abschliessend gilt es, den BeschwerdefÃ¼hrer auf § 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 16 Abs. 4 VRG aufmerksam zu machen, wonach eine Partei, der unentgeltliche Rechtspflege gewÃ¤hrt wurde, Nachzahlung leisten muss, sobald sie dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjÃ¤hrt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen dieses nur die NichtgewÃ¤hrung der unentgeltlichen RechtsverbeistÃ¤ndung betreffende Urteil steht das gleiche Rechtsmittel zur VerfÃ¼gung, wie wenn es (auch noch) um die Hauptsache ginge, das heisst, es kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) erhoben werden. Da der Streitwert des vorliegenden Verfahrens weniger als Fr. 15'000.- betrÃ¤gt, wÃ¤re die Beschwerde jedoch nur zulÃ¤ssig, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellte (Art. 85 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Abs. 2 BGG). Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen. Sollten beide Rechtsmittel ergriffen werden, mÃ¼sste dies in derselben Rechtsschrift erfolgen (Art. 119 Abs. 1 BGG). </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Einzelrichterin</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Dispositiv-Ziff. II des vorinstanzlichen Entscheids wird aufgehoben. Das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung fÃ¼r das erstinstanzliche Verfahren ab 4. November 2019 wird gutgeheissen und ihm in der Person von Rechtsanwalt B ein unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt. Der Beschwerdegegner wird eingeladen, die EntschÃ¤digung von Rechtsanwalt B festzusetzen, wobei die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers vorbehalten bleibt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 570.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben, dasjenige um unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung gutgeheissen und ihm in der Person von Rechtsanwalt B fÃ¼r das Beschwerdeverfahren ein unentgeltlicher Rechtsbeistand beigegeben.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, Rechtsanwalt B fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 500.- (zzgl. Mehrwertsteuer) zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Rechtsanwalt B wird mit Fr. 650.- (inkl. Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschÃ¤digt. Die Nachzahlungspflicht bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde erhoben werden. Sie ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, <span>1000 Lausanne 14.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>