<h2>SubmittedText<h2><p>Viele Anzeichen deuten darauf hin, dass im Jahr 1997 bei den Lehrstellen für Schulabgänger, besonders in den Städten und in einzelnen Berufsfeldern, ähnliche oder noch grössere Engpässe auftauchen wie 1996. In den nächsten Jahren nimmt die Zahl der Schulabgänger ständig zu, während die Betriebe mit Lehrstellen zurückhaltender werden.</p><p>Welche Sofortmassnahmen für Frühjahr/Sommer 1997 sieht der Bundesrat vor, um die Wirtschaft und die öffentlichen Verwaltungen zur vermehrten Bereitstellung von Lehrstellen zu bewegen? Ist er bereit, einen entsprechenden Appell an die Wirtschaft zu richten?</p><p>Ist er bereit, an alle Firmen und Verwaltungen (z. B. an die 270 000 Betriebe, die bei der Mehrwertsteuer abrechnungspflichtig sind und deren Adressen beim Bund zur Verfügung stehen) ein Schreiben mit einem Lehrstellenappell zu richten?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Biga wird bis Ende Februar 1997 zusammen mit den Branchenverbänden die ausbildenden Lehrbetriebe bitten, ihre Ausbildungsplätze auch im neuen Lehrjahr zur Verfügung zu stellen.</p><p>Das Biga koordiniert eine Aktion, in der die Kantone und die lokalen Branchenverbände in den Monaten Mai und Juni 1997 die Betriebe anschreiben, die noch keine Jugendlichen ausbilden.</p><p>In den Monaten Februar, April und Juni 1997 wird das Biga in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Statistik die Lage auf dem Lehrstellenmarkt erheben. Die Ergebnisse werden veröffentlicht.</p><p>Sollte sich die Lage im Vergleich zu 1996 verschlechtern, so wird der Chef EVD oder der Bundesrat in Ergänzung zu den oben geschilderten Aktivitäten einen entsprechenden Aufruf erlassen oder andere, der tatsächlichen Lage angepasste Massnahmen veranlassen.</p><p>Da sich die Situation auf dem Lehrstellenmarkt in bezug auf die Regionen und die Wirtschaftsbranchen auch 1997 sehr unterschiedlich präsentieren wird, sieht der Bundesrat davon ab, alle Betriebe anzuschreiben.</p>  Antwort des Bundesrates.