B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-1566/2013/mel U r t e i l v o m 2 7 . M ä r z 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Hans Schürch, mit Zustimmung von Richter Gérald Bovier; Gerichtsschreiberin Eva Zürcher. Parteien A._______, geboren (…), Pakistan, vertreten durch lic. iur. Serif Altunakar, Rechtsberatung, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 14. März 2013 / N (…). D-1566/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer, ein pakistanischer Staatsangehöriger, eige- nen Angaben zufolge seinen Heimatstaat im Jahr 2011 mit der Hilfe eines Schleppers verliess und legal in B._______ reiste, wo er während einiger Zeit als Pilger war, bis er danach über C._______ nach Z._______ weiter- reiste, wo er sich während eineinhalb Jahren aufhielt und eine Wegwe i- sungsverfügung erhielt, dass er anschliessend über D._______, E._______ und F._______ am 24. Januar 2013 unter Umgehung der Grenzkontrollen in die Schweiz g e- langte, wo er am gleichen Tag ein Asylgesuch einreichte, dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs - und Verfahrenszen- trum G._______ vom 31. Januar 2013 sowie der direkten Bundesanh ö- rung vom 19. Februar 2013 zur Begründung seines Asylgesuchs im W e- sentlichen geltend machte, er gehöre der Ethnie der Hazara an, sei schi i- tischen Glaubens und in H._______ beziehungsweise I._______ aufge- wachsen, dass er einen pakistanischen Reisepass und eine pakistanische Ident i- tätskarte besitze, welche er indessen beim Schlepper in C._______ zu- rückgelassen habe, dass er zwar Kopien dieser Dokumente beschaffen könne, indessen nicht an die Originale herankomme, dass er ferner versuche, bei der pakistanischen Botschaft einen neuen Reisepass zu beschaffen, nachdem ihm sein Vater die Nummer des bi s- herigen Ausweispapieres mitgeteilt habe, dass er sein Heimatland wegen der unsicheren Lage verlassen habe, da er deswegen seine Ausbildung nicht habe fortsetzen können und ausse r- dem sein Cousin sowie zwei Nachbarn von Feinden umgebracht worden seien, dass er in der Schweiz Ingenieur werden wolle und zur Zeit des Ramadan ausgereist sei, weil zu dieser Zeit Pilgervisa ausgestellt worden seien, dass er in seinem Heimatland weder mit den staatlichen Behörden noch mit Privatpersonen konkre te Probleme gehabt habe, nie im Gefängnis D-1566/2013 Seite 3 oder vor Gericht gewesen sei, und sich weder politisch noch religiös en- gagiert habe, dass die Leute jedoch versuchten, ihn als Schiiten umzubringen, und es ihm nicht erlaubt sei, Geschäfte zu machen, dass es immer wieder zu Schlägereien und Auseinandersetzungen zw i- schen Sunniten und Schiiten komme, dass dem Beschwerdeführer persönlich indessen bisher nichts passiert sei, er aber Angst habe, in Zukunft Opfer dieser Auseinandersetzungen zu werden, dass ihm seine Elte rn deshalb geraten hätten, ins Ausland zu gehen und sich dort eine Zukunft aufzubauen sowie Geld zu verdienen, dass der Beschwerdeführer bei seiner Ankunft im Verfahrenszentrum s o- wie anlässlich der Befragungen aufgefordert wurde, Identitätspapiere ein- zureichen, was er indessen unterliess, dass er lediglich Kopien seines Reisepasses und seiner Identitätskarte durchfaxen liess, dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetz es vom 26. Juni 1998 (Asyl G, SR 142.31) mit Verfügung vom 14. März 2013 nicht eintrat und die We g- weisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug anordnete, dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, es lägen keine entschuldbaren Gründe vor, die es dem Beschwerdeführer verunmöglich- ten, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen, dass es nicht genüge, Kopien von Identitätsausweisen vorzulegen, da de- ren Beweiswert geringer sei, zumal Kopien leichter gefälscht werden könnten, und die vorliegend abgegebenen Kopien zudem von einer schlechten Qualität seien, dass unter diesen Umständen die Identität des Beschwerdeführers nicht feststehe, dass der Beschwerdeführer es zudem unterlassen habe, sich um den E r- halt von echten Identitätspapieren im Original zu bemühen, obwohl ihm D-1566/2013 Seite 4 als Antragsteller bewusst sein müsse, dass er sich im Asylland auszuwei- sen habe, dass sein Einwand, jemand habe ihm gesagt, er müsse erst Kopien se i- ner Identitätspapiere einreichen, nachdem er transferiert worden sei, nicht gehört werden könne, dass der B eschwerdeführer zudem die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und aufgrund der Aktenlage keine zusät z- lichen Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungshindernisses erforderlich seien, dass die G laubensgemeinschaft der Schiiten in Pakistan staatlich ane r- kannt und deren Religionsausübung gewährleistet sei, Angehörige dieser Glaubensgemeinschaft keinen staatlichen Verfolgungsmassnahmen au s- gesetzt seien und die Schiiten aufgrund ihrer zahlenmässigen Vertretung auf das politische, religiöse und gesellschaftliche Leben in Pakistan Ei n- fluss ausüben würden, dass Gesetzesübertretungen durch sunnitische und schiitische Fanatiker im Zusammenhang mit gegenseitigen Feindseligkeiten von den Polize i- behörden im Rahmen der lokalen Gegebenheiten und der Strafverfo l- gungsmöglichkeiten geahndet würden, dass der Beschwerdeführer bloss mögliche Verfolgungsmassnahmen g e- genüber seiner Person vorgebracht habe, wobei er diesbezüglich weder eine konkrete Gefährdung noch spez ifische Gruppierungen oder Pers o- nen erwähnt habe, dass es somit an konkreten und substanziierten Hinweisen für eine mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit eintretende und flüchtlingsrechtlich rel e- vante Benachteiligung des Beschwerdeführers in absehbarer Zeit fehle, dass er seine Vorbringen zudem unverbindlich, plakativ und detailarm vorgetragen habe, dass er schliesslich zugegeben habe, er sei in die Schweiz gekommen, um hier zu studieren und Geld zu verdienen, ohne dass es weitere Grü n- de gebe, dass der Beschw erdeführer unter diesen Umständen die Flüchtlingse i- genschaft offensichtlich nicht erfülle und keine zusätzlichen Abklärungen D-1566/2013 Seite 5 zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvol l- zugshindernisses erforderlich seien, dass das BFM den Vollzug der Wegweisung als zulässig, zumutbar und möglich betrachtete, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 25. März 2013 gegen di e- sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben , das BFM sei anzuweisen, auf das Asylgesuch einzutreten und eventualiter sei i n- folge fehlender Zulässigkeit oder allenfalls Zumutbarkeit des Wegwe i- sungsvollzugs die vorläufige Aufnahme anzuordnen, dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Erlass des Koste nvorschus- ses beziehungsweise um Verzicht auf Verfahrenskosten ersuchte, dass zur Begründung auf die Beschwerde verwiesen wird, dass die vorinstanzlichen Akten am 2 6. März 2013 beim Bundesverwa l- tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfa h- rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferu ngsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse a n deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), D-1566/2013 Seite 6 dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver halts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu übe r- prüfen (Art. 32 – 35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerde- instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5 S. 116), dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintr e- tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen mat e- riellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die S a- che zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73), dass indessen im Falle des Nic hteintretens auf ein Asylgesuch gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen der Flücht- lingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.), dass dementsprechend in einem diesbezü glichen Beschwerdeverfahren ungeachtet der vorzunehmenden Überprüfung eines formellen Nichtei n- tretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73), dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mat e- riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eine s zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), D-1566/2013 Seite 7 dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass vorliegend der Beschwerdeführer innerhalb vom 48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuchs keine Identitäts - oder Reisepapiere im Si n- ne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG abgab, dass er dazu geltend machte, er habe seinen Reisepass und seine Identi- tätskarte dem Schlepper abgegeben und könne diese Dokumente nicht wieder beschaffen, dass er hingegen Kopien beibringen könne, wobei er dies ers t nach dem Transfer tun wolle, dass er zudem bei der pakistanischen Botschaft neue Identitätsau sweise ausstellen lassen könne, dass er auf Drängen der befragenden Person anlässlich der Anhörung mit Angehörigen im Heimatland telefonierte, worauf diese Kopien von heimat- lichen Identitätsausweisen an das BFM faxten, dass indessen – wie das BFM zu Recht feststellte – Kopien von Ident i- tätspapieren den Anforderungen an Art. 1 a Bst. c der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) nicht zu genügen vermögen, dass grundsätzliche Zweifel am Wahrheitsgehalt der Aussage des Be- schwerdeführers, er habe die Originale seiner Identitätspapiere dem Schlepper abgegeben, bestehen, da es sich bei diesem Erklärungsve r- such um eine der üblichen Einwendungen von Asylsuchenden handelt, die ihre Identitätspapiere den schweizerischen Asylbehörden nicht abg e- ben wollen, dass darüber hinaus das Verhalten des Beschwerdeführers in der Schweiz hinsichtlich seiner Reise - und Identitätspapiere ebenfalls darauf schliessen lässt, er wolle seine Identitätsdokumente bewusst nicht abg e- ben, um den Wegweisungsvollzug zu verhindern oder zu verzögern (vgl. dazu BVGE 2010/2 E. 6 S. 27 ff. und BVGE 2007/8 E. 3.2 S. 74), dass er nämlich gemäss eigenen Aussagen durch zahlreiche Länder g e- reist sein will und nach einem fünftägigen Aufenthalt in E._______ nach D._______ zurückgeschoben worden sei, was ohne gültige Identitätsp a- piere nicht möglich gewesen wäre, weshalb davon auszugehen ist, er h a-D-1566/2013 Seite 8 be in diesem Zeitpunkt über Identitätspapiere aus seinem Heimatland verfügt, dass somit seine Aussage, er habe davor in C._______ seinen Pass und seine Identitätskarte dem Schlepper gegeben, wenig Sinn ergibt und s o- mit auch aus diesem Grund nicht zu überzeugen vermag, dass ferner die Aussagen des Beschw erdeführers anlässlich der Anh ö- rung, eine Frau habe ihm gesagt, e s sei nicht nötig, ein Identitätspapier abzugeben, weder im Erstprotokoll festgehalten wurde noch dem übl i- chen Vorgehen der Asylbehörden entspricht, weshalb auch diese Auss a- ge nicht geglaubt werden kann, dass entgegen diesen Behauptungen im Erstprotokoll zu lesen ist, der Beschwerdeführer sei ausdrücklich darauf hingewiesen worden, dass or i- ginale Identitätsdokumente benötigt würden (vgl. Akte A7/15 S. 7), nac h- dem er zuvor zugegeben hat, nichts bezüglich der Beschaffung von he i- matlichen Identitätspapieren unternommen zu haben und dabei die Frage stellte, ob das denn wirklich nötig sei (vgl. Akte A7/15 S. 7), dass somit die in der Anhörung vorgetragene Version tatsachenwidrig ist und gegen die Glaubhaftigkeit der Vorbringen spricht, dass der Beschwerdeführer ferner in der Beschwerdeschrift angab, er habe mehrmals über seine Verwandten versucht, an die beim Schlepper zurückgelassenen Identitätspapiere zu kommen, was ihm aber nicht ge- lungen sei, dass er indessen weder entsprechende Belege noch andere Beweismittel für seine Bemühungen einreichte, weshalb auch Zweifel an dieser Au s- sage angebracht erscheinen, dass er schliesslich unmissverständlich zum Ausdruck brachte, er werde erst Kopien der Identit ätspapiere zu den Akten reichen, nachdem er transferiert worden sei (vgl. Akte A12/12 S. 2 Antworten 4 und 6) , womit er den Asylbehörden zu drohen versucht, was auch die persönliche Glaubwürdigkeit seiner Person grundsätzlich in Frage stellt, dass er sich ferner – entgegen seinen Äusserungen anlässlich der Ers t- befragung – nicht bei der pakistanischen Botschaft um den Erhalt neuer Identitätspapiere gekümmert hat, sondern im Rahmen der Anhörung die befragende Person aufforderte, selber bei der Botschaft anzu fragen (vgl. D-1566/2013 Seite 9 Akten A7/15 S. 7 und A12/12 S. 3 Antwort 9), womit er die ihm gemäss Gesetz obliegende Mitwirkungspflicht nach Art. 8 AsylG verletzt hat, z u- mal es Aufgabe der asylsuchenden Person – und nicht der Asylbehörden – ist, sich zwecks Feststellung de r Identität um den Erhalt von heimatl i- chen Reise- und Identitätspapieren zu bemühen, dass mit diesen Aussagen seine Unwilligkeit zur Abgabe von heimatlichen Identitätsdokumenten deutlich zum Ausdruck kommt und dagegen spricht, er habe solche aus entschuldbaren Gründen nicht abgeben kön- nen, dass aus dem unkooperativen Verhalten bezüglich der Beschaffung von heimatlichen Identitätsdokumenten und den unglaubhaften Angaben über deren Verbleib anzunehmen ist, der Beschwerdeführer habe für die Reise heimatliche Identitätspapiere benutzt, die er den Asylbehörden in der Schweiz nicht abgeben will, wie die Vorinstanz zutreffend feststellte, wes- halb ihm auch nicht geglaubt werden kann, er besitze keine Identitäts - oder Reisepapiere, dass die Vorinstanz unter diesen Umständen zu Recht zum Schluss kam, es würden keine entschuldbaren Gründe vorliegen, die es dem B e- schwerdeführer verunmöglicht hätten, den Behörden innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuchs Dokumente über seine Ide n- tität einzureichen, dass die in der Beschwerde dargelegte Argumentation nicht zu einer a n- dern Einschätzung zu führen vermag, dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Befragungen zu Recht weder die Flüchtlingseigenschaft festgestellt noch zusätzliche A b- klärungen zu der en Feststellung beziehungsweise derjenigen von We g- weisungshindernissen als erforderlich erachtet hat, dass die Vorinstanz die Asylvorbringen des Beschwerdeführers zu Recht nicht als erheblich im Sinne des Asylgesetzes qualifizierte, dass – um unnötige Wiederholungen zu vermeiden – auf die zutreffende Argumentation in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist, dass insbesondere die Aussagen des Beschwerdeführers , er sei zwecks Ausbildung und zum Geldverdienen in die Schweiz gekommen, gegen e i-D-1566/2013 Seite 10 ne Gefährdung oder Verfolgung im Heimatland im Sinne des Asylgese t- zes spricht, dass ferner die vom Beschwerdeführer dargelegten Befürchtungen keine konkrete, gegen seine Person gerichtete, sich in absehbarer Zeit und mit hoher Wahrscheinlichkeit verwirklichende Verfolgung darzustellen vermö- gen, dass er im Übrigen – wie das BFM ebenfalls zu Recht feststellte – nur all- gemeine, substanzlose, detailarme und nicht konkretisierte Angaben zu Protokoll gab, was ebenfalls gegen eine Gefährdung seiner Person spricht, dass zudem Pakistan über eine Infrastruktur zur Strafverfolgung – sei dies die Gesetzgebung, die Ausgestaltung des Polizeiwesens oder das Rechts- und Justizsystem – verfügt, weshalb vom Vorhandensein eines adäquaten staatlichen Schutzes ausgegangen werden darf, der auch dem Beschwerdeführer im Fall von zukünftigen Problemen mit Angehör i- gen des sunnitischen Glaubens grundsätzlich zugänglich ist, dass zudem keine konkreten Hinweise ersichtlich sind, wonach ihm als Angehörigen des schiitischen Glaubens der erwähnte Schu tzwille nicht gewährt und die Schutzfähigkeit des pakistanischen Staates in seinem Fall versagen würde, dass es ihm folglich zuzumuten ist, sich bei allfälligen Schwierigkeiten mit Drittpersonen an die zuständigen Sicherheitsbehörden zu wenden, dass gestützt auf die Aktenlage und die vorstehenden Erwägungen das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG – und wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der Wegwe i- sung ergibt – das Fehlen von Wegweisungshindernissen offenkundi g er- scheinen und sich aus den Akten keine Anhaltspunkte für die Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss summarische materielle Prü- fung vorgenommen oder zusätzliche Abklärungen getroffen, dass das BFM somit zu Recht keine weiteren Abklärungen vorn ahm und der Sachverhalt rechtsgenüglich festgestellt wurde, dass in der Beschwerdeschrift und aus den beigelegten Internetkopien zudem keine neuen Erkenntnisse oder Tatsachen vorgebracht wurden, D-1566/2013 Seite 11 welche an den zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen etwas zu än- dern vermöchten, dass das BFM somit zu Recht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der B e- schwerdeführer weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen A n- spruch auf Erteilung einer solchen hat, weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom BFM zu Recht angeordnet wurde, dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegwe i- sung entgegenstehen, da im Fall eines unzulässigen, unzumutbaren oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis des Beschwerdefü h- rers nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) über die vorläufige Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass - geblichen völker - und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da der Beschwerdeführer keine Hinweise auf eine Verfolgung oder eine b e- gründete Furcht vor Nachtei len darzulegen vermag, wel che geeignet wä- re, seine Flüchtlingseigen schaft zu begründen, und auch keine An - haltspunkte für eine andere menschenrechtswidrige Be handlung er - sichtlich sind, die ihm in seinem Heimat - oder Herkunftsstaat droht (vgl. Art. 83 Abs. 3 AuG), dass zudem weder die allgemeine Lage im Heimatland noch individuelle Gründe gegen di e Zumut barkeit des Wegweisungsvollzugs des B e- schwerdeführers sprechen, dass der – gestützt auf die Aktenlage ungebundene, gesunde und junge – Beschwerdeführer darlegte, er habe vor der Ausreise in seinem Heima t- land bei seine n nahen Angehörigen gelebt, womit er offensichtlich über ein familiäres Beziehungsnetz verfügt, welches ihm bei der Wiederei n- gliederung in seinem Heimatland behilflich sein kann, dass somit der Vollzug der Wegweisung nach Pakistan auch als zumutbar zu erachten ist, D-1566/2013 Seite 12 dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in seinen He r- kunftsstaat schliesslich möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da es ihm o b- liegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG), dass nach dem Gesagten der vom BFM verfügte Vollzug der Wegwei- sung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG), dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt ode r unan- gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass die Beschwerde aufgrund der voranstehenden Erwägungen als aussichtslos zu qualifizieren und deshalb das gestellte Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten, das als Gesuch um Gewährung der unentgeltl i- chen Rechtspflege zu betrachten ist, abzuweisen ist, dass angesichts des direkten Entscheides das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses hinfällig ge worden ist und de s- halb gegenstandlos ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600. – (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-1566/2013 Seite 13 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ist abz u- weisen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gun s- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Hans Schürch Eva Zürcher Versand: