<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 0] </div> <div class="para">C 264/00 Vr </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Präsident Borella, Bundesrichter Rüedi und Bundesrichterin </div> <div class="para">Leuzinger; Gerichtsschreiberin Riedi Hunold </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 28. August 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para">B.________, 1966, Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Aargau, Rain 53, 5000 Aarau, Beschwerdegegner, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para">Versicherungsgericht des Kantons Aargau, Aarau </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 27. April 2000 stellte das Industrie-, Gewerbe- und Arbeitsamt des Kantons Aargau (heute: </div> <div class="para">Amt für Wirtschaft und Arbeit; nachfolgend: AWA) B.________ (geboren 1966) wegen Nichtbefolgens der Weisungen des Arbeitsamtes in der Anspruchsberechtigung für 38 Tage ein. </div> <div class="para">Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom 8. August 2000 ab. </div> <div class="para">B.________ führt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Antrag, ihr Verschulden sei nicht als schwer zu beurteilen und das "Strafmass" entsprechend zu reduzieren. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Grundsätze über die Pflicht zur Annahme jeder zumutbaren Arbeit (<span class="artref">Art. 16 Abs. 1 und <artref id="CH/837.0/17/3" type="start"></artref>Art. 17 Abs. 3 AVIG</span><artref id="CH/837.0/16/1" type="end"></artref>), den Begriff der zumutbaren Arbeit (<span class="artref">Art. 16 Abs. 2 AVIG</span>), die Einstellung in der Anspruchsberechtigung bei Nichtbefolgung der Weisungen des Arbeitsamtes (<span class="artref">Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=19&amp;from_date=24.08.2001&amp;to_date=12.09.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-V-34%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page38">BGE 122 V 38</a> Erw. 3b mit Hinweisen; ARV 1999 Nr. 33 S. 195 Erw. 2, 1978 Nr. 7 S. 16, 1961 Nr. 49 S. 127) und die Dauer der Einstellung (<span class="artref">Art. 30 Abs. 3 AVIG</span>, <span class="artref"><artref id="CH/837.02/45/3" type="start"></artref><artref id="CH/837.02/45/2" type="start"></artref>Art. 45 Abs. 2 und 3 AVIV</span><artref id="CH/837.02/45/3" type="end"></artref><artref id="CH/837.02/3" type="end"></artref>) zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- a) Es ist unbestritten, dass es sich bei der zugewiesenen Stelle um eine zumutbare Arbeit gehandelt hat. </div> <div class="para">Streitig ist hingegen die Einstellung in der Anspruchsberechtigung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Am 6. April 2000 wurde die Versicherte vom Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) angewiesen, sich bei der Firma X.________ um eine Stelle als kaufmännische Angestellte zu bewerben. In ihrem Bewerbungsschreiben vom 7. April 2000 liess die Beschwerdeführerin die Firma X.________ wissen, dass man ihr mitteilen solle, was sie zum Vorstellungsgespräch anzuziehen habe. Ihr Stundenhonorar betrage Fr. 300.- bis Fr. 600.- exkl. Reisespesen. </div> <div class="para">Bei Bekleidungssonderwünschen sei ihr ein Barcheck im Voraus zuzustellen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Auf Grund dieser überhöhten Forderungen der Versicherten hat der potenzielle Arbeitgeber sie gar nicht zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Die Beschwerdeführerin hat demnach mit ihrem Verhalten eine mögliche Anstellung verhindert und gegen die Schadenminderungspflicht sowie die Pflicht zur Annahme jeder zumutbaren Tätigkeit verstossen (<span class="artref">Art. 16 Abs. 1 und <artref id="CH/837.0/17/3" type="start"></artref>Art. 17 Abs. 3 AVIG</span><artref id="CH/837.0/16/1" type="end"></artref>). Ob tatsächlich eine Anstellung seitens der Firma X.________ erfolgt wäre, ist vorliegend ebenso unbeachtlich wie der Umstand, dass sie sich anderweitig genügend um Arbeit bemüht hat. Für die Einstellung in der Anstellungsberechtigung genügt es, dass die versicherte Person den Anlass dazu gab, dass es bei einer zugewiesenen Arbeitsstelle zu keinem Vorstellungsgespräch und allfälliger späterer Anstellung kam (ARV 1999 Nr. 33 S. 195 Erw. 2, 1978 Nr. 7 S. 16, 1961 Nr. 49 S. 127). Die Einstellung erfolgte demnach zu Recht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">c) Gemäss <span class="artref">Art. 45 Abs. 3 AVIV</span> stellt die Ablehnung einer zumutbaren Stelle ohne entschuldbaren Grund ein schweres Verschulden dar, weshalb die Einstellung für 31 bis 60 Tage vorgesehen ist (<span class="artref">Art. 45 Abs. 2 lit. c AVIV</span>; vgl. auch ARV 1999 Nr. 33 S. 196 Erw. 3a). Das AWA hat sich in seiner Verfügung vom 27. April 2000 im unteren Bereich der möglichen Einstellungsdauer bewegt. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung ist auch in dieser Hinsicht nicht zu beanstanden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Da die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offensichtlich unbegründet ist, wird sie im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> erledigt. </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II.Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para">III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau, der Arbeitslosenkasse SYNA und dem Staatssekretariat für Wirtschaft zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 28. August 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der IV. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: </div> </div></body></html>