<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2003 116 S.468</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2003</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">468</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> [...]<br/> <br/> <span class="ft2"><b>116 Taxiwesen; Anforderung an die Vergabe von Standplätzen</b></span><br/> <br/> <span class="ft3">Entscheid des Departements des Innern vom 22. September 2003 in Sachen</span><br/> <span class="ft3">I. B. gegen den Gemeinderat A.</span><br/> <br/> <span class="ft4"><i>Sachverhalt</i></span><br/> <br/> <span class="ft1">I. B., Inhaber der Einzelunternehmung Top Taxi, S., mit Be-</span><br/> <span class="ft1">triebsbewilligung B der Stadt A., richtete - nachdem er erfahren</span><br/> <span class="ft1">hatte, dass die Firma Bahnhof Taxi, A., mit Betriebsbewilligung A,</span><br/> <span class="ft1">ihren Betrieb einstellen musste - am 2. August 2002 ein Schreiben an</span><br/> <span class="ft1">den Gemeinderat A., worin er um die Erteilung der Betriebsbewilli-</span><br/> <span class="ft1">gung A und um die Zuteilung der vier frei werdenden Standplätze der</span><br/> <span class="ft1">Firma Bahnhof Taxi am Bahnhof A. nachsuchte.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2003</span> <span class="title">Gemeinderecht</span> <span class="page_no">469</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">Mit Verfügung vom 2. Dezember 2002 teilt der Gemeinderat A.</span><br/> <span class="ft1">I. B. mit, dass die vier frei gewordenen Standplätze am Bahnhof A.</span><br/> <span class="ft1">den Taxiunternehmen P., A., S. und A. zugeteilt wurden. Da zurzeit</span><br/> <span class="ft1">keine freien Taxistandplätze zur Verfügung stehen würden, müsse</span><br/> <span class="ft1">sein Gesuch zum heutigen Zeitpunkt abgelehnt werden.</span><br/> <span class="ft1">Mit Eingabe vom 24. Dezember 2002 reicht Rechtsanwalt Dr.</span><br/> <span class="ft1">M. B., namens und mit Vollmacht von I. B., Top Taxi, Beschwerde</span><br/> <span class="ft1">gegen diesen Entscheid des Gemeinderats ein und stellt folgende</span><br/> <span class="ft1">Rechtsbegehren:</span><br/> <span class="ft3">" 1.</span> <span class="ft3">Es sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 2. Dezember 2002</span><br/> <span class="ft3">aufzuheben.</span><br/> <span class="ft5">2.</span> <span class="ft3">Es seien dem Beschwerdeführer eine Betriebsbewilligung für min-</span><br/> <span class="ft3">destens vier feste Taxistandplätze am Bahnhof A. gemäss Art. 3 des</span><br/> <span class="ft3">Reglements über das Taxiwesen des Gemeinderates von A. zu erteilen.</span><br/> <span class="ft5">3.</span> <span class="ft3">Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerde-</span><br/> <span class="ft3">gegnerin."</span><br/> <span class="ft1">Zur Begründung wird im Wesentlichen vorgebracht, dass der</span><br/> <span class="ft1">Beschwerdeführer das einzige Taxiunternehmen in der Stadt A. be-</span><br/> <span class="ft1">treibe, welches über keinen von der Stadt zugeteilten festen Stand-</span><br/> <span class="ft1">platz verfügen könne. Die Erteilung der Betriebsbewilligung A sei</span><br/> <span class="ft1">ihm verweigert worden, obwohl er alle hierzu erforderlichen Voraus-</span><br/> <span class="ft1">setzungen gemäss Art. 4 Abs. 1 lit. a-d des Reglements über das Ta-</span><br/> <span class="ft1">xiwesen der Stadt A. erfülle. Er wisse weder aus faktischen noch aus</span><br/> <span class="ft1">rechtlichen Gründen, weshalb ihm keine Betriebsbewilligung A er-</span><br/> <span class="ft1">teilt worden sei und weshalb die frei gewordenen vier Standplätze</span><br/> <span class="ft1">ausgerechnet unter den bisherigen Standplatzinhabern aufgeteilt</span><br/> <span class="ft1">worden seien. Die angefochtene Verfügung enthalte dazu keinerlei</span><br/> <span class="ft1">Begründung. Auch hätte er vor Erlass der Verfügung angehört wer-</span><br/> <span class="ft1">den müssen, da ihm jetzt Nachteile erwachsen seien, die durch die</span><br/> <span class="ft1">nachträgliche Aufhebung der Verfügung nicht wieder beseitigt wer-</span><br/> <span class="ft1">den könnten. Der angefochtene Hoheitsakt sei deshalb bereits aus</span><br/> <span class="ft1">formellen Gründen von der Rechtsmittelinstanz aufzuheben.</span><br/> <span class="ft1">Schliesslich verletze die Zuteilung der Standplätze an die bisherigen</span><br/> <span class="ft1">Standplatzinhaber die Wirtschaftsfreiheit und den Grundsatz der</span><br/> <span class="ft1">Gleichbehandlung von direkten Konkurrenten. Auch sei zu prüfen,</span><br/> <span class="ft1">ob bei der Neuverteilung der frei gewordenen Standplätze nicht das</span><br/> <span class="ft1">Submissionsdekret hätte angewendet werden müssen.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2003</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">470</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft4"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft1">2. a) Gemäss § 106 Abs. 1 der Verfassung des Kantons Aargau</span><br/> <span class="ft1">(KV) vom 25. Juni 1980 sind die Gemeinden im Rahmen von Ver-</span><br/> <span class="ft1">fassung und Gesetz befugt, sich selbst zu organisieren, ihre Behörden</span><br/> <span class="ft1">und Beamten zu wählen, ihre Aufgaben nach eigenem Ermessen zu</span><br/> <span class="ft1">erfüllen und ihre öffentlichen Sachen selbständig zu verwalten. Nach</span><br/> <span class="ft1">höchstrichterlicher Rechtsprechung ist eine Gemeinde in einem</span><br/> <span class="ft1">Sachbereich autonom, wenn das kantonale Recht diesen Bereich</span><br/> <span class="ft1">nicht abschliessend ordnet, sondern ihn ganz oder teilweise der Ge-</span><br/> <span class="ft1">meinde zur Regelung überlässt und ihr dabei eine relativ erhebliche</span><br/> <span class="ft1">Entscheidungsfreiheit einräumt (BGE 122 I 279; 120 Ia 203, 204;</span><br/> <span class="ft1">119 Ia 285, 294). Ob und wieweit eine Gemeinde in einem gewissen</span><br/> <span class="ft1">Bereich autonom ist, bestimmt sich also nach dem kantonalen Ver-</span><br/> <span class="ft1">fassungs- und Gesetzesrecht. Dieses enthält über das Taxiwesen</span><br/> <span class="ft1">keine Vorschriften. Insofern fällt die Reglementierung des Taxiwe-</span><br/> <span class="ft1">sens in den Kompetenzbereich der Gemeinden.</span><br/> <span class="ft1">b) Das Taxiwesen in der Stadt A. wird im Reglement über das</span><br/> <span class="ft1">Taxiwesen der Stadt A. (TaxiR) vom 28. September 1981 geordnet.</span><br/> <span class="ft1">Für die gewerbsmässige Personenbeförderung mit Taxifahrzeugen</span><br/> <span class="ft1">bedarf es demnach einer Betriebsbewilligung (Art. 1 TaxiR). Auch</span><br/> <span class="ft1">wenn dies nicht eindeutig aus dem Reglement hervorgeht, besteht</span><br/> <span class="ft1">Einigkeit darüber, dass zwischen Betriebsbewilligungen A und Be-</span><br/> <span class="ft1">triebsbewilligungen B unterschieden wird. Feste Standplätze auf öf-</span><br/> <span class="ft1">fentlichem Grund werden nur den Inhabern von Betriebsbewilligun-</span><br/> <span class="ft1">gen A zugeteilt (Art. 2 und 3 TaxiR). Die Betriebsbewilligung A be-</span><br/> <span class="ft1">rechtigt aber nicht - wie etwa in anderen Städten üblich - sämtliche</span><br/> <span class="ft1">dieser speziell gekennzeichneten Standplätze auf öffentlichem Grund</span><br/> <span class="ft1">zu benützen. Stattdessen werden die einzelnen Standplätze fix auf die</span><br/> <span class="ft1">Inhaber von Betriebsbewilligungen A verteilt. Die Stadt A. verfügt</span><br/> <span class="ft1">über insgesamt 16 solcher festen Standplätze. Um überhaupt eine</span><br/> <span class="ft1">Betriebsbewilligung A erlangen zu können, müssen die Bewerber die</span><br/> <span class="ft1">Voraussetzungen nach Art. 4 Abs. 1 lit. a-d TaxiR erfüllen. Sie haben</span><br/> <span class="ft1">sich somit auszuweisen, über einen Wohn- und Geschäftssitz in der</span><br/> <span class="ft1">Gemeinde A., wobei in begründeten Fällen der Gemeinderat Aus-</span><br/> <span class="ft1">nahmen bewilligen kann (lit. a), über ein guten Leumund und Hand-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2003</span> <span class="title">Gemeinderecht</span> <span class="page_no">471</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">lungsfähigkeit (lit. b), über genügende Betriebsmittel und Räumlich-</span><br/> <span class="ft1">keiten zur Unterbringung der Taxifahrzeuge (lit. c), sowie über die</span><br/> <span class="ft1">Befähigung, den Betrieb im Hauptberuf ordnungsgemäss zu führen</span><br/> <span class="ft1">(lit. d). Da die festen Standplätze auf unbeschränkte Zeit vergeben</span><br/> <span class="ft1">werden und der Entzug der Betriebsbewilligung gemäss Reglement</span><br/> <span class="ft1">einzig in bestimmten Fällen vorgesehen ist, besteht normalerweise</span><br/> <span class="ft1">nur dann die Möglichkeit eine Betriebsbewilligung A zu erlangen,</span><br/> <span class="ft1">wenn entweder bereits vergebende Standplätze wieder frei oder zu-</span><br/> <span class="ft1">sätzlich neue Standplätze geschaffen werden.</span><br/> <span class="ft1">3. a) Am 14. Oktober 2002 entzog der Gemeinderat A. gestützt</span><br/> <span class="ft1">auf Art. 6 TaxiR der Bahnhof-Taxi AG die Betriebsbewilligung zur</span><br/> <span class="ft1">Führung eines Taxibetriebes in der Stadt A. Dadurch sind am Bahn-</span><br/> <span class="ft1">hof A. vier Standplätze frei geworden. Für diese freien Plätze sind</span><br/> <span class="ft1">zwischen Juni und September 2002, also bereits vor dem effektiven</span><br/> <span class="ft1">Entzug der Betriebsbewilligung der Bahnhof-Taxi AG, Gesuche von</span><br/> <span class="ft1">9 Bewerbern eingegangen. In der Folge entschied der Gemeinderat</span><br/> <span class="ft1">anlässlich seiner Sitzung vom 2. Dezember 2002 über die Neuzutei-</span><br/> <span class="ft1">lung der vier Standplätze, wobei allerdings der Protokollauszug die-</span><br/> <span class="ft1">ses Beschlusses den Gesuchstellern nicht bekannt gegeben wurde.</span><br/> <span class="ft1">Stattdessen erhielten diese jeweils eine separate Verfügung, worin</span><br/> <span class="ft1">ihnen lediglich das Ergebnis der Zuteilung eröffnet wurde. Diese</span><br/> <span class="ft1">Einzelverfügungen - wovon der Beschwerdeführer eine mit einem</span><br/> <span class="ft1">abschlägigen Entscheid erhielt - sind offensichtlich mit einem Man-</span><br/> <span class="ft1">gel behaftet. Durch die vollständige Abkoppelung der Einzelver-</span><br/> <span class="ft1">fügungen vom eigentlichen Gemeinderatsbeschluss sowie der feh-</span><br/> <span class="ft1">lenden Übernahme von Erwägungen in die separaten Einzelver-</span><br/> <span class="ft1">fügungen, fehlt diesen schlichtweg die Begründung. Dabei kann es</span><br/> <span class="ft1">keineswegs genügen, wenn den mit abschlägigem Entscheid be-</span><br/> <span class="ft1">dachten Gesuchstellern einfach mitgeteilt wird, dass die zu verteilen-</span><br/> <span class="ft1">den Standplätze an andere Mitbewerber verteilt wurden. Es ist so-</span><br/> <span class="ft1">wohl zu begründen, nach welchen Kriterien die Verteilung vorge-</span><br/> <span class="ft1">nommen wurde, als auch im Besonderen weshalb gerade der jewei-</span><br/> <span class="ft1">lige Verfügungsadressat nicht berücksichtigt werden konnte (U. Hä-</span><br/> <span class="ft1">felin/G. Müller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3.</span><br/> <span class="ft1">Auflage, Zürich 1998, Rz. 1294; Reinhold Hotz, Die schweizerische</span><br/> <span class="ft1">Bundesverfassung, St. Galler Kommentar, Art. 29 Rz. 35). Die ange-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2003</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">472</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">fochtene Verfügung lässt keine Rückschlüsse auf die Vergabepraxis</span><br/> <span class="ft1">der Stadt A. zu und ist demnach für die Verfügungsadressaten nicht</span><br/> <span class="ft1">verständlich.</span><br/> <span class="ft1">b) Die hier vom Gemeinderat A. praktizierte Vorgehensweise,</span><br/> <span class="ft1">das Ergebnis eines Zuteilungsverfahrens den Gesuchstellern in Ein-</span><br/> <span class="ft1">zelverfügungen zuzustellen, hat einen gravierenden Nachteil. Es ist</span><br/> <span class="ft1">nicht auszuschliessen, dass damit voneinander abhängige oder jeden-</span><br/> <span class="ft1">falls in einem engen Bezug zueinander stehende Verfügungen, ein</span><br/> <span class="ft1">unterschiedliches Schicksal teilen. Da naturgemäss einzig die mit</span><br/> <span class="ft1">negativem Entscheid bedachten Verfügungsadressaten ein Interesse</span><br/> <span class="ft1">daran haben, ihre Verfügungen anzufechten, werden unterdessen die</span><br/> <span class="ft1">anderen Verfügungen, insbesondere jene, mit welchen die Zuteilung</span><br/> <span class="ft1">der Standplätze effektiv vollzogen wird, rechtskräftig. Der Gemein-</span><br/> <span class="ft1">derat schafft damit Fakten, die in einem nachfolgenden Rechtsmit-</span><br/> <span class="ft1">telverfahren den Handlungsspielraum unnötigerweise einschränken.</span><br/> <span class="ft1">Er entzieht damit auch der Beschwerdeinstanz die Möglichkeit, die</span><br/> <span class="ft1">ganze Angelegenheit zur Wiederholung des gesamten Verfahrens an</span><br/> <span class="ft1">die Vorinstanz zurückzuweisen oder an deren Stelle selbst eine Zu-</span><br/> <span class="ft1">teilung der zu vergebenden Standplätze vorzunehmen. Die Stadt A.</span><br/> <span class="ft1">trägt damit das Risiko, sollte sich die Vergabe im Nachhinein als</span><br/> <span class="ft1">nicht rechtmässig und die Zuweisung von weiteren Standplätzen als</span><br/> <span class="ft1">nicht möglich erweisen, in Rechte bisheriger Standplatzinhaber ein-</span><br/> <span class="ft1">greifen zu müssen oder allenfalls gegenüber den unrechtmässig ab-</span><br/> <span class="ft1">gewiesenen Gesuchstellern schadenersatzpflichtig zu werden.</span><br/> <span class="ft1">4. Nachdem nun mit dem nachträglich eingereichten Protokoll-</span><br/> <span class="ft1">auszug des Gemeinderatsbeschlusses vom 2. Dezember 2002 eine</span><br/> <span class="ft1">Begründung für die angefochtene Verfügung vorliegt, ist das Zutei-</span><br/> <span class="ft1">lungsverfahren durch die Beschwerdeinstanz zu überprüfen.</span><br/> <span class="ft1">a) Hierzu gilt es zunächst festzustellen, dass die Vergabe in kei-</span><br/> <span class="ft1">nem normierten Verfahren durchgeführt wurde. Das Taxireglement</span><br/> <span class="ft1">sieht lediglich vor, dass die Zuteilung durch den Gemeinderat erfolgt</span><br/> <span class="ft1">(Art. 3 TaxiR), ohne ein spezielles Verfahren vorzusehen. Das Ver-</span><br/> <span class="ft1">gabeverfahren untersteht auch nicht dem Submissionsdekret vom 26.</span><br/> <span class="ft1">November 1996. Da die Standplätze grundsätzlich auf unbestimmte</span><br/> <span class="ft1">Zeit vergeben werden, wird das Thema Neuverteilung von Stand-</span><br/> <span class="ft1">plätzen eigentlich nur dann aktuell, wenn nach Art. 6 TaxiR einem</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2003</span> <span class="title">Gemeinderecht</span> <span class="page_no">473</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">Standplatzinhaber die Betriebsbewilligung entzogen wird, was zwei-</span><br/> <span class="ft1">fellos eine ausserordentliche Situation darstellt. Unter diesem Ge-</span><br/> <span class="ft1">sichtspunkt und um die Chancengleichheit von potentiellen Kandi-</span><br/> <span class="ft1">daten zu gewährleisten, wäre es somit angebracht gewesen, die Ver-</span><br/> <span class="ft1">gabe öffentlich bekannt zu machen. Besonders auch weil in der Stadt</span><br/> <span class="ft1">A. keine Warteliste von Interessenten geführt wird. Immerhin sind</span><br/> <span class="ft1">von der Neuzuteilung ein Viertel sämtlicher festen Standplätze be-</span><br/> <span class="ft1">troffen. In einem förmlichen Verfahren hätten jedenfalls die Voraus-</span><br/> <span class="ft1">setzungen, welche die Bewerber zu erfüllen hätten, detailliert um-</span><br/> <span class="ft1">schrieben werden können.</span><br/> <span class="ft1">b) Da die Zuteilung ausserhalb eines geregelten Verfahrens er-</span><br/> <span class="ft1">folgte, stellt sich die Ausgangslage ganz anders dar. Sämtliche Ge-</span><br/> <span class="ft1">suchsteller haben sich aufgrund interner Kenntnisse beworben. So</span><br/> <span class="ft1">handelt es sich im Einzelnen um die fünf bisherigen Taxiunterneh-</span><br/> <span class="ft1">men mit Betriebsbewilligungen A und B und um vier bei diesen Un-</span><br/> <span class="ft1">ternehmen angestellte Taxifahrer und Taxifahrerinnen. Die fünf ab-</span><br/> <span class="ft1">schlägig beantworteten Gesuche, wurden alle aus dem gleichen</span><br/> <span class="ft1">Grunde, nämlich dem fehlenden Wohn- und Geschäftssitz in A., ab-</span><br/> <span class="ft1">gewiesen. Dies war für die Betroffenen, darunter der Beschwerde-</span><br/> <span class="ft1">führer, aber nicht vorhersehbar. Entgegen den Ausführungen der Vor-</span><br/> <span class="ft1">instanz waren die eingereichten Gesuchsakten für eine solch ab-</span><br/> <span class="ft1">schliessende Behandlung nicht vollständig. Eine Anhörung wäre</span><br/> <span class="ft1">deshalb zwingend erforderlich gewesen.</span><br/> <span class="ft1">aa) Die Gesuche erweisen sich bei näherer Betrachtung als von</span><br/> <span class="ft1">sehr unterschiedlicher Qualität. Teilweise sind sie sehr schlicht abge-</span><br/> <span class="ft1">fasst und äussern sich kaum zu den nach Art. 4 TaxiR geforderten</span><br/> <span class="ft1">Voraussetzungen. Ein Bewerber bezeichnet etwa seine Eingabe als</span><br/> <span class="ft1">provisorisches Gesuch und bittet um Mitteilung, zu welchem Zeit-</span><br/> <span class="ft1">punkt und mit welchen Unterlagen er ein definitives Gesuch stellen</span><br/> <span class="ft1">könne. Auch ist nicht nachvollziehbar, wie der Gemeinderat anhand</span><br/> <span class="ft1">der vorgelegten Unterlagen geprüft hat, dass bei den Bewerbern, de-</span><br/> <span class="ft1">nen er dann einen Standplatz zuteilte, die übrigen Voraussetzungen</span><br/> <span class="ft1">nach Taxireglement erfüllt sind (beispielsweise der Nachweis der ge-</span><br/> <span class="ft1">nügenden Betriebsmittel und Räumlichkeiten für zusätzliche Taxi-</span><br/> <span class="ft1">fahrzeuge).</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2003</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">474</span></div> <div class="page" id="S7"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">bb) Es ist zwar zutreffend, dass alle abgewiesenen Gesuchstel-</span><br/> <span class="ft1">ler zum Zeitpunkt der effektiv vorgenommenen Zuteilung am 2. De-</span><br/> <span class="ft1">zember 2002 keinen Wohn- und Geschäftssitz in der Gemeinde A.</span><br/> <span class="ft1">aufwiesen. Diese sind jedoch nie auf diesen Umstand hingewiesen</span><br/> <span class="ft1">worden, womit ihnen die Möglichkeit genommen wurde, diese Vor-</span><br/> <span class="ft1">aussetzung zwischenzeitlich noch zu erfüllen. Auch hat sich der Ge-</span><br/> <span class="ft1">meinderat A. nicht dazu geäussert, ob es nicht möglich gewesen</span><br/> <span class="ft1">wäre, eine Bewilligung A zu erteilen, unter der Bedingung, dass der</span><br/> <span class="ft1">betreffende Bewilligungsinhaber seinen Wohn- und Geschäftssitz in</span><br/> <span class="ft1">A. nähme. Zumindest ein Bewerber hatte sich in seinem Gesuch aus-</span><br/> <span class="ft1">drücklich dazu verpflichtet. Der Beschwerdeführer hat sich dazu in</span><br/> <span class="ft1">seinen Eingaben in diesem Verfahren ebenfalls bereit erklärt.</span><br/> <span class="ft1">cc) Der Gemeinderat A. übersieht zudem, dass dem Erfordernis</span><br/> <span class="ft1">der Wohnsitznahme in A. keine absolute Geltung zukommt. Das Ta-</span><br/> <span class="ft1">xireglement selbst sieht vor, dass in begründeten Fällen Ausnahmen</span><br/> <span class="ft1">bewilligt werden können (Art. 4 Abs. 1 lit. a, 2. Satz TaxiR). Die</span><br/> <span class="ft1">Ausnahmebestimmung kann aber nur dahingehend verstanden wer-</span><br/> <span class="ft1">den, dass es den Gesuchstellern möglich sein muss, zu begründen,</span><br/> <span class="ft1">weshalb bei ihnen eine Ausnahme zu machen ist. Dem Beschwerde-</span><br/> <span class="ft1">führer hätte demnach eine solche Gelegenheit eingeräumt werden</span><br/> <span class="ft1">müssen.</span><br/> <span class="ft1">dd) Schliesslich musste der Beschwerdeführer auch nicht mit</span><br/> <span class="ft1">einer sofortigen Abweisung seines Gesuches (wegen fehlendem</span><br/> <span class="ft1">Wohn- und Geschäftssitz in A.) rechnen, ohne zumindest dazu vor-</span><br/> <span class="ft1">gängig angehört worden zu sein, da ihm bekannt war, dass der Ge-</span><br/> <span class="ft1">meinderat bereits früher eine derartige Ausnahme zugelassen hat und</span><br/> <span class="ft1">einer Taxiunternehmerin eine Betriebsbewilligung A zusprach, ob-</span><br/> <span class="ft1">wohl sie über keinen Wohn- und Geschäftssitz in A. verfügte.</span><br/> <span class="ft1">5. Das Zuteilungsverfahren hat das rechtliche Gehör des Be-</span><br/> <span class="ft1">schwerdeführers gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom</span><br/> <span class="ft1">18. April 1999 in zweifacher Weise verletzt. So fehlt der angefochte-</span><br/> <span class="ft1">nen Verfügung eine hinreichende Begründung. Dazu hätte dem Be-</span><br/> <span class="ft1">schwerdeführer im Sinne von § 15 Abs. 1 VRPG vor Erlass der Ver-</span><br/> <span class="ft1">fügung Gelegenheit gegeben werden müssen, sich zum Thema des</span><br/> <span class="ft1">fehlenden Wohn- und Geschäftssitzes zu äussern. Damit ist die ange-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2003</span> <span class="title">Gemeinderecht</span> <span class="page_no">475</span></div> <div class="page" id="S8"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">fochtene Verfügung in einem nicht rechtmässigen Verfahren zustande</span><br/> <span class="ft1">gekommen.</span><br/> <span class="ft1">6. a) Der Gemeinderat A. begründet die im Jahre 2000 gestützt</span><br/> <span class="ft1">auf die Ausnahmebestimmung des Taxireglements an J. F. erteilte</span><br/> <span class="ft1">Betriebsbewilligung A mit den fehlenden Mitbewerbern. Diese Aus-</span><br/> <span class="ft1">sage ist nicht richtig. Damals musste die F.-Taxi GmbH ihren Betrieb</span><br/> <span class="ft1">einstellen, wodurch vier Standplätze neu zu vergeben waren (Bahn-</span><br/> <span class="ft1">hof 2, WSB 1, Schlossplatz 1). Die A. Taxi hatte das konkursite Un-</span><br/> <span class="ft1">ternehmen aufgekauft und die Übertragung sämtlicher frei geworde-</span><br/> <span class="ft1">nen Standplätze auf sich beantragt. Obwohl damit nur ein Bewerber</span><br/> <span class="ft1">mit Wohn- und Geschäftssitz in A. vorhanden war, hatte man J. F.</span><br/> <span class="ft1">eine Betriebsbewilligung A erteilt und ihr einen Standplatz am</span><br/> <span class="ft1">Bahnhof zugewiesen. Die darauf erhobene Beschwerde der A. Taxi</span><br/> <span class="ft1">ist mit Entscheid des Departements des Innern (Gemeindeabteilung)</span><br/> <span class="ft1">vom 25. Mai 2001 abgewiesen worden. Im damaligen Verfahren hat</span><br/> <span class="ft1">der Gemeinderat A. noch damit argumentiert, dass auch andere</span><br/> <span class="ft1">Überlegungen, wie etwa das Anciennitätsprinzip oder die Verhinde-</span><br/> <span class="ft1">rung einer Monopolstellung es rechtfertigen würden, ausnahmsweise</span><br/> <span class="ft1">vom Wohn- und Geschäftssitzerfordernis abzuweichen. Dieselben</span><br/> <span class="ft1">Kriterien und derselbe Massstab hätten aber auch auf das jetzige Zu-</span><br/> <span class="ft1">teilungsverfahren angewendet werden müssen.</span><br/> <span class="ft1">b) Der Gemeinderat A. hat J. F. auch im Zuteilungsverfahren</span><br/> <span class="ft1">vom 2. Dezember 2002, wohl wiederum gestützt auf die Ausnahme-</span><br/> <span class="ft1">bestimmung des Taxireglements, mit einem weiteren Standplatz be-</span><br/> <span class="ft1">dacht. Auch dieses Mal waren wieder Bewerber vorhanden (A.- &amp; P.</span><br/> <span class="ft1">Taxi), die sämtliche Standplätze für sich beansprucht haben. Der</span><br/> <span class="ft1">Gemeinderat hat mit dem neuerlichen Abweichen vom Wohn- und</span><br/> <span class="ft1">Geschäftssitzerfordernis klar zum Ausdruck gebracht, dass er weiter-</span><br/> <span class="ft1">hin Ausnahmen bewilligen will. Es ist deshalb auch beim Beschwer-</span><br/> <span class="ft1">deführer zu prüfen, ob dieser nicht gleichermassen unter die Aus-</span><br/> <span class="ft1">nahmeregelung fällt. Da I. B. seit langem als Taxichauffeur in A. tä-</span><br/> <span class="ft1">tig ist (14 Jahre bei verschiedenen Taxiunternehmen in A.) und seit</span><br/> <span class="ft1">über einem Jahr nun ein eigenes Taxiunternehmen führt (mit Be-</span><br/> <span class="ft1">triebsbewilligung B der Stadt A.), seinen Wohn- und Geschäftssitz in</span><br/> <span class="ft1">der angrenzenden Nachbargemeinde hat und zudem über einen eige-</span><br/> <span class="ft1">nen festen Standplatz auf dem Grundstück des Kantonsspitals A. ver-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2003</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">476</span></div> <div class="page" id="S9"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">fügt, ist er sowohl aus persönlichen wie auch aus sachlichen Gründen</span><br/> <span class="ft1">prädestiniert, unter die Ausnahmeregelung zu fallen. Es ist bei ihm</span><br/> <span class="ft1">deshalb gleich wie bei J. F. vom Wohn- und Geschäftssitzerfordernis</span><br/> <span class="ft1">in der Gemeinde A. abzusehen.</span><br/> <span class="ft1">7. a) Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass wer</span><br/> <span class="ft1">zur Ausübung eines Gewerbes öffentliche Sachen zum gesteigerten</span><br/> <span class="ft1">Gemeingebrauch beansprucht - wie dies mit der Besetzung der öf-</span><br/> <span class="ft1">fentlichen Standplätze am Bahnhof der Fall ist - sich auf die Wirt-</span><br/> <span class="ft1">schaftsfreiheit berufen darf (BGE 101 Ia 473 ff.). Der Staat darf bei</span><br/> <span class="ft1">der Benützung öffentlichen Grundes einzelnen Gewerbetreibenden</span><br/> <span class="ft1">gegenüber ihren direkten Konkurrenten keine ungerechtfertigten</span><br/> <span class="ft1">wirtschaftlichen Vorteile verschaffen (BGE 121 I 129, 135). Da</span><br/> <span class="ft1">grundsätzlich jedermann das gleiche Recht auf die Benützung des öf-</span><br/> <span class="ft1">fentlichen Grundes hat, entspricht eine breite Streuung der Betriebs-</span><br/> <span class="ft1">bewilligungen A nach objektiven Kriterien dem Gehalt der Wirt-</span><br/> <span class="ft1">schaftsfreiheit besser, als eine Häufung der Bewilligungen A in einer</span><br/> <span class="ft1">Hand oder in der Hand von wenigen (BGE 102 Ia 438, 444).</span><br/> <span class="ft1">b) In der Stadt A. vollzieht sich das Taxiwesen in einem relativ</span><br/> <span class="ft1">abgeschlossenen System, da die festen Standplätze auf unbestimmte</span><br/> <span class="ft1">Zeit vergeben werden. Das Reglement über das Taxiwesen sieht kein</span><br/> <span class="ft1">Regulativ vor, welches es einem neuen Bewerber ermöglichen</span><br/> <span class="ft1">würde, einen Standplatz auf öffentlichem Grund zu erlangen. Gerade</span><br/> <span class="ft1">aus diesem Grunde ist in erster Linie auf das Anciennitätsprinzip ab-</span><br/> <span class="ft1">zustellen, wenn ausserordentlicher Weise Standplätze neu zu verge-</span><br/> <span class="ft1">ben sind. Danach sollen frei werdende Bewilligungen an diejenigen</span><br/> <span class="ft1">Bewerber erteilt werden, die am längsten den Beruf des Taxifahrers</span><br/> <span class="ft1">oder des Taxihalters ohne Unterbruch und Beanstandung ausgeübt</span><br/> <span class="ft1">haben, und die nicht schon im Besitze einer Betriebsbewilligung A</span><br/> <span class="ft1">sind (Beat Zürcher, Das Taxigewerbe aus verwaltungsrechtlicher</span><br/> <span class="ft1">Sicht, Diss. Zürich 1978, S. 59). Werden die Standplätze wie in A. fix</span><br/> <span class="ft1">zugeteilt, so ist die Anwendung des Prinzips insofern einzu-</span><br/> <span class="ft1">schränken, als neuen Unternehmen nicht mehr Standplätze zugeteilt</span><br/> <span class="ft1">werden können, wie den bisherigen Bewilligungsinhabern bereits</span><br/> <span class="ft1">zugewiesen sind (sofern sich diese ebenfalls um die Standplätze be-</span><br/> <span class="ft1">werben). Das Anciennitätsprinzip begünstigt die bewährten Ta-</span><br/> <span class="ft1">xichauffeure und Taxihalter, wogegen Firmen, die bereits eine Be-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2003</span> <span class="title">Gemeinderecht</span> <span class="page_no">477</span></div> <div class="page" id="S10"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">triebsbewilligung A besitzen, eher benachteiligt werden. Dies ist aber</span><br/> <span class="ft1">gerechtfertigt. So wird in einem relativ abgeschlossenen System,</span><br/> <span class="ft1">welches diejenigen bevorzugt, die bereits im Besitze von Stand-</span><br/> <span class="ft1">plätzen auf öffentlichem Grund sind, ein gewisser Ausgleich ge-</span><br/> <span class="ft1">schaffen.</span><br/> <span class="ft1">c) Werden bei einer Neuvergabe durch die Bewerber mehr</span><br/> <span class="ft1">Standplätze beansprucht, als zu vergeben sind, so ist die Zuteilung</span><br/> <span class="ft1">nach den vorgenannten objektiven Kriterien vorzunehmen. Dem</span><br/> <span class="ft1">Gemeinderat A. kommt dabei ein Ermessensspielraum zu, welchen er</span><br/> <span class="ft1">pflichtgemäss auszuüben hat. In Anbetracht dieses Verfahrens sind</span><br/> <span class="ft1">jedoch mehrere vertretbare Lösungen denkbar, die den Ansprüchen</span><br/> <span class="ft1">der Wirtschaftsfreiheit und dem Gebot der Gleichbehandlung genü-</span><br/> <span class="ft1">gen würden. Wie nun die Zuteilung im zu beurteilenden Verfahren</span><br/> <span class="ft1">vorzunehmen gewesen wäre, hängt insbesondere auch davon ab, ob</span><br/> <span class="ft1">nicht noch andere der mit abschlägigem Entscheid bedachten Ge-</span><br/> <span class="ft1">suchsteller das Wohn- und Geschäftssitzerfordernis erfüllt hätten (in-</span><br/> <span class="ft1">klusive der Möglichkeit für sich die Ausnahmeregelung in Anspruch</span><br/> <span class="ft1">zu nehmen), was im Nachhinein nicht mehr eruiert werden kann.</span><br/> <span class="ft1">Eine umfassende Beurteilung ist deshalb grundsätzlich ausgeschlos-</span><br/> <span class="ft1">sen. Da der Beschwerdeführer aber unter die Ausnahmebestimmung</span><br/> <span class="ft1">von Art. 4 Abs. 1 lit. a, 2. Satz TaxiR fällt und als Einziger von allen</span><br/> <span class="ft1">anderen potentiellen Kandidaten bereits über eine Betriebsbewilli-</span><br/> <span class="ft1">gung B der Stadt verfügt, steht ihm zuerst - sicher vor jedem der bis-</span><br/> <span class="ft1">herigen Standplatzinhaber - eine Betriebsbewilligung A mit der Zu-</span><br/> <span class="ft1">teilung eines fixen Standplatzes zu. Allerdings könnte er auch im für</span><br/> <span class="ft1">ihn günstigsten Falle nicht mehr als zwei Standplätze beanspruchen,</span><br/> <span class="ft1">da zwei der bisherigen Inhaber lediglich über einen Standplatz ver-</span><br/> <span class="ft1">fügen. Den beiden Unternehmen A. Taxi und P. Taxi AG wären unter</span><br/> <span class="ft1">diesen Umständen keine weiteren Standplätze zugestanden. So ver-</span><br/> <span class="ft1">fügten diese bereits vor der Vergabe über jeweils 5 Standplätze (3</span><br/> <span class="ft1">bzw. 2 am Bahnhof). Wobei hier offen gelassen werden kann, ob es</span><br/> <span class="ft1">sich bei diesen beiden Firmen bei ausschliesslich wirtschaftlicher</span><br/> <span class="ft1">Betrachtungsweise nicht nur um ein Unternehmen handelt. Dem Be-</span><br/> <span class="ft1">schwerdeführer hätte jedenfalls die Betriebsbewilligung A und damit</span><br/> <span class="ft1">verbunden mindestens ein fixer Standplatz zugestanden. Es ist des-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2003</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">478</span></div> <div class="page" id="S11"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">halb abschliessend festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer zu Un-</span><br/> <span class="ft1">recht kein Standplatz zugeteilt worden ist.</span><br/></div> </div> </body> </html>