A bteilung I A -1679/2006 {T 0/2} U rte il v o m 2 6 . S e p te m b e r 2 0 0 7 R ichterin Salom e Zim m erm ann (Vorsitz), R ichter Thom as Stadelm ann (Kam m erpräsident), R ichter Pascal M ollard, G erichtsschreiber Johannes Schöpf. X._______, ..., Beschw erdeführerin, gegen O berzolldirektion (O ZD ), H auptabteilung R echt und Abgaben, M onbijoustrasse 40, 3003 Bern, Vorinstanz. M ineralölsteuer (VR U -R ückerstattung; D epot A._______). B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandA -1679/2006 Sachverhalt: A . D ie X._______ ist eine Aktiengesellschaft m it dem Sitz in .... D ie am 18. O ktober 1993 im H andelsregister eingetragene G esellschaft bezw eckt die Produktions- und H andelstätigkeit in der Energiew irtschaft, insbesondere die Forschung nach, die Produktion, die R affinierung, die Verarbeitung und den Transport von sow ie den H andel m it M ineralöl und G as, daraus hergestellten Produkten und U nter-Produkten sow ie chem ischen Erzeugnissen und anderen verw andten G ütern; sie kann sich bei anderen U nternehm ungen beteiligen sow ie U nternehm ungen erw erben oder errichten. B . D ie X._______ betrieb in A._______ ein Tanklager für M ineralöl (Lager N r. ...). In diesem Tanklager w ird eine Benzinrückverflüssigungsanlage (VR U [Vapour R ecovery U nit]) betrieben. M it dieser Anlage kann verm ieden w erden, dass Benzin-/Luft-D äm pfe in die Atm osphäre gelangen. D ie D äm pfe aus dem Benzinum schlag w erden zurückgew onnen und in der VR U zur Verflüssigung zugeführt. D ie X._______ hat regelm ässig seit 1997 eine R ückerstattung der M ineralölsteuer laut A rt. 52 ff. der M ineralölsteuerverordnung vom 20. N ovem ber 1996 (M inöStV, SR 641.611) geltend gem acht. Anläss- lich einer Ü berprüfung durch die Eidgenössische Zollverw altung w urde festgestellt, dass im genannten Lager die Benzingase statt in die VR U in die Kesselw agen zurückgependelt w urden. D ie G ase w urden nicht im Lager abgearbeitet und verflüssigt, sondern m it den (entleerten) Kesselw agen ins Ausland transportiert. Am 6. Februar 2004 erliess die O berzolldirektion (O ZD ) eine Ver- fügung, m it der von der X._______ ein Betrag von Fr. ... zurückgefordert w urde, w as einer M enge von ... Liter (15 G rad C elsius) entspricht. Am 9. M ärz 2004 erhob die X._______ dagegen fristgerecht Einsprache und führte aus, bei der M ineralölsteuer handle es sich um eine Verbrauchssteuer. D er Versteuerung unterliege einzig die dem Verbrauch zugeführte M enge. W eil jedoch Benzindäm pfe, die ins Ausland exportiert w ürden, in der Schw eiz nie verbraucht w orden seien, dürfe darauf keine M ineralölsteuer erhoben w erden. C . M it Einspracheentscheid vom 10. M ai 2004 w ies die O ZD die Ein- S eite 2A -1679/2006 sprache der X._______ ab. Zur Begründung führte die Verw altung insbesondere aus, die Steuerbegünstigungen (Steuerbefreiungen und Steuerrückerstattungen) seien in A rt. 17 und 18 des M ineral- ölsteuergesetzes vom 21. Juni 1996 (M inöStG , SR 641.61, in der Fassung gem äss AS 1996 3380) abschliessend geregelt. N ur w enn gasförm ige Kohlenw asserstoffe aus dem Treibstoffum schlag, die zw ecks W iedergew innung flüssiger Treibstoffe in ein zugelassenes Lager rücküberführt w ürden, könne die M ineralölsteuer rückerstattet w erden. D ie X._______ habe die G ase nicht in ein zugelassenes Lager rücküberführt und som it dort auch nicht zur W iedergew innung flüssiger Treibstoffe verw endet; die gesetzlichen Voraussetzungen für die Steuerrückerstattung seien daher nicht erfüllt. D . M it Eingabe vom 7. Juni 2004 bzw . Verbesserung vom 14. Juni 2004 erhebt die X._______ (Beschw erdeführerin) Beschw erde gegen den Einspracheentscheid der O ZD vom 10. M ai 2004 m it folgendem R echtsbegehren: „D er Entscheid der O berzolldirektion (O ZD ), Abteilung M ineralölsteuer, vom 10. M ai 2004 sei aufzuheben und die von X._______ unter Vorbehalt geleistete Zahlung von C H F ... sei im Anschluss daran m it Vergütungszins w ieder zurückzuzahlen.“ Zur Begründung führte die Beschw erdeführerin insbesondere aus, sie beziehe einen grossen Anteil Benzin aus dem Ausland. D ie Produkte w ürden im Zeitpunkt der Beladung der C am ions und Kesselw agen zur Feinverteilung im Inland besteuert. Anschliessend w ürden die im R ahm en der Produkt-Feinverteilung im Inland in C am ions und Kesselw agen zurückgeführten, versteuerten Benzingase in die Tankanlagen zurückgeführt (zurückgependelt) und gasförm ig (nicht verflüssigt) in die Tankanlagen des D epots A._______ zurück gelangen. D ie Bezingase w ürden bei der Entladung der aus dem Ausland kom m enden Bahnkesselw agen im D epot A._______ direkt aus dem Lager in diese gependelt. Anschliessend w ürden die ent- leerten Bahnkesselw agen, in denen sich die Benzingase befinden w ürden, w ieder ins Ausland zurückfahren. D er Export von M ineralöl- produkten unterliege nicht der M ineralölsteuer. D em entsprechend könne auch die Ausfuhr von zurückgew onnenen Benzingasen nicht der M ineralölsteuer unterliegen, bzw . sei diese Steuer auf den versteuer- ten, exportierten Benzingasen zurückzuerstatten. E. In der Vernehm lassung vom 23. August 2008 schliesst die O ZD auf S eite 3A -1679/2006 kostenpflichtige Abw eisung der Beschw erde. D ie Verw altung hält ins- besondere fest, die R ückerstattung der M ineralölsteuer sei nur unter Beachtung von A rt. 52 ff. der M ineralölsteuerverordnung vom 20. N ovem ber 1996 (M inöStV, SR 641.611) m öglich. D ie Benzingase w ürden durch die Beschw erdeführerin nicht im Lager in einer Benzin- rückverflüssigungsanlage abgearbeitet und zur W iedergew innung flüssiger Treibstoffe verw endet. Vielm ehr w ürden die betreffenden G ase m it Kesselw agen ins Ausland transportiert; dam it bestehe kein Anspruch auf Steuerrückerstattung m ehr. D as M ineralölsteuerrecht kenne im U nterschied zum Zollrecht keine Bestim m ung über die steuerlich begünstigte Behandlung sogenannter R etourw aren (W aren, die w ieder eingeführt respektive w ieder ausgeführt w erden); für den Bereich der M ineralölsteuer sei die Frage der Steuerrückerstattung ab- schliessend geregelt. F. N achdem die ZR K per Ende 2006 die Verfahrensakten an das Bundes- verw altungsgericht (BVG er) zur Beurteilung der Sache übertragen hatte, teilte dieses den Parteien m it Schreiben vom 30. Januar 2007 m it, dass es das hängige Beschw erdeverfahren übernom m en hat. Auf die w eiteren Begründungen der Eingaben w ird – sow eit entscheid- w esentlich – im R ahm en der nachstehenden Erw ägungen einge- gangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Bis zum 31. D ezem ber 2006 unterlagen Einsprache- oder Be- schw erdeentscheide der O ZD in M ineralölsteuersachen der Be- schw erde an die ZR K (A rt. 36 M inöStG ) D as BVG er übernim m t, sofern es zuständig ist, die am 1. Januar 2007 bei der ZR K hängigen R echts- m ittel. D ie Beurteilung erfolgt nach neuem Verfahrensrecht (A rt. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesver- w altungsgericht [Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 173.32]). So- w eit das VG G nichts anderes bestim m t, richtet sich gem äss A rt. 37 VG G das Verfahren nach den Bestim m ungen des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , S eite 4A -1679/2006 SR 172.021). Beschw erden an das Bundesverw altungsgericht sind zu- lässig gegen Verfügungen im Sinne von A rt. 5 Vw VG (A rt. 31 VG G ). Beschw erdeentscheide der O ZD betreffend die R ückerstattung von M i- neralölsteuer unterliegen der Beschw erde an das Bundesverw altungs- gericht (A rt. 33 Bst. d VG G ). D ieses ist som it zur Beurteilung der Beschw erde sachlich w ie funktionell zuständig (vgl. U rteil des BVG er A-1686/2006 vom 25. Juni 2007 E. 1.1). Auf die form - und fristgerecht eingereichte Beschw erde ist einzutreten. 1.2 D as Bundesverw altungsgericht kann den angefochtenen Entscheid grundsätzlich in vollem U m fang überprüfen. D ie Beschw erdeführerin kann neben der Verletzung von Bundesrecht (A rt. 49 Bst. a Vw VG ) und der unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheb- lichen Sachverhaltes (A rt. 49 Bst. b Vw VG ) auch die R üge der U nan- gem essenheit erheben (A rt. 49 Bst. c Vw VG ; vgl. AN D R É M O SE R in André M oser/Peter U ebersax, Prozessieren vor Eidgenössischen R ekurs- kom m issionen, Basel und Frankfurt am M ain 1998, R z. 2.59 ff.). Im Verw altungsbeschw erdeverfahren gilt die U ntersuchungsm axim e, w o- nach der Sachverhalt von Am tes w egen festzustellen ist (A rt. 12 Vw VG ; vgl. zum G anzen: U LR IC H H ÄFELIN /G EO R G M Ü LLE R /FELIX U H LM AN N , Allgem eines Verw altungsrecht, 5. Auflage, Zürich 2006, R z. 1623 ff. und 1758 f.; ALFR ED KÖ LZ, Prozessm axim en im schw eizerischen Verw al- tungsprozess, Zürich 1974, S. 93 ff.) und der G rundsatz der R echtsan- w endung von Am tes w egen (A rt. 62 Abs. 4 Vw VG ). D as Bundesver- w altungsgericht ist verpflichtet, auf den festgestellten Sachverhalt die richtige R echtsnorm anzuw enden (H ÄFELIN /M Ü LLER /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 1632). 2. 2.1 D er Bund erhebt gem äss A rt. 131 der Bundesverfassung der Schw ei- zerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) beson- dere Verbrauchssteuern, unter anderem auf Erdöl, anderen M ineral- ölen, Erdgas und den aus ihrer Verarbeitung gew onnenen Produkten sow ie auf Treibstoffen (Abs. 1 Bst. e). Er kann auf der Verbrauchs- steuer auf Treibstoffen einen Zuschlag erheben (A rt. 131 Abs. 2 BV). D ie Erhebung der M ineralölsteuer und des M ineralölsteuerzuschlags erfolgt unter anderem auf Treibstoffen (A rt. 1 M inöStG ). Steuerobjekt bildet die Einfuhr solcher Treibstoffe ins Inland (A rt. 3 Abs. 1 Bst. b S eite 5A -1679/2006 M inöStG ). Steuerpflichtige Personen sind unter anderem die Im por- teure sow ie Personen, die unversteuerte W aren abgeben, verw enden oder verw enden lassen (A rt. 9 Bst. a und d M inöStG ; vgl. U rteil des BVG er A-1690/2006 vom 13. April 2007 E. 2.1). 2.2 D ie M ineralölsteuer w ird für gasförm ige Kohlenw asserstoffe aus dem Treibstoffum schlag gem äss A rt. 18 Abs. 1 Bst. a M inöStG rückerstattet, die zw ecks W iedergew innung flüssiger Treibstoffe in ein zugelassenes Lager rücküberführt w erden. Eine R ückerstattung der M ineralölsteuer gem äss A rt. 18 Abs. 1 Bst. b M inöStG ist für versteuerte W aren vorge- sehen, die in ein zugelassenes Lager rücküberführt w erden, w enn der Lagerinhaber innerhalb von 30 Tagen nach Fälligkeit der Steuer einen R ückerstattungsantrag stellt. O hne R ückerstattung w äre im Preis der verflüssigten Treibstoffe die Verbrauchssteuer zw eim al enthalten. D ie Steuer für die zurückgeführten G ase w ird nur dann rückerstattet, w enn diese im zugelassenen Lager auch tatsächlich verflüssigt w erden (vgl. Botschaft vom 5. April 1995 des Bundesrates betreffend das M ineralöl- steuergesetz, BBl 1995 III 155, insbesondere zum dam aligen A rt. 21 über die Steuerrückerstattung). 2.3 A rt. 52 ff. M inöStV regelt das Verfahren der R ückerstattung der M i- neralölsteuer. G em äss A rt. 53 M inöStV m üssen für die R ückerstattung folgende Voraussetzungen erfüllt sein: (a) das Benzin m uss in Tank- fahrzeuge oder Kesselw agen verladen w orden sein; (b) es m uss ver- steuert w orden sein; (c) die gasförm igen Kohlenw asserstoffe aus den Tankfahrzeugen oder Kesselw agen m üssen in die R ückgew innungs- anlage geleitet w erden; (d) die R ückgew innung m uss gew ährleistet sein. A rt. 54 Abs. 1 M inöStV sieht vor, dass der R ückerstattungsbetrag ohne R ücksicht auf den Anlagetyp nach festen N orm sätzen aufgrund des Verladevolum ens berechnet w ird. G em äss A rt. 55 Abs. 1 M inöStV m uss der zugelassene Lagerinhaber den R ückerstattungsantrag gleichzeitig m it der periodischen Steueranm eldung schriftlich bei der O ZD einreichen; er zieht auf der Steueranm eldung die rücker- stattungsberechtigte M enge vom steuerbaren Volum en ab. A rt 55 Abs. 2 M inöStV bestim m t, dass keine R ückerstattung gew ährt w ird, w enn die R ückgew innung w ährend des Verlades nicht gew ährleistet ist. D er zugelassene Lagerinhaber m uss über die Betriebszeiten der R ückgew innungsanlage eine Kontrolle zuhanden der Steuerbehörden führen (A rt. 56 M inöStV). S eite 6A -1679/2006 3. 3.1 Im vorliegenden Fall hat die Beschw erdeführerin unbestrittenerm assen als Im porteurin Treibstoffe in das Inland eingeführt und diese in der Schw eiz an D ritte abgegeben. D aher ist sie unter dem R egim e der M i- neralölsteuer als Steuerpflichtige zu bezeichnen. Ebenso nicht bestritten ist der U m stand, dass die Beschw erdeführerin die G ase aus dem Treibstoffum schlag zw ar in das zugelassene Lager A._______ rücküberführt, aber nicht der Benzinrückverflüssigungs- anlage (VR U ) zugeleitet und dam it nicht zur W iedergew innung flüssi- ger Treibstoffe verw endet hat. D ie Benzin-/Luft-D äm pfe w urden von ihr m it den entleerten Bahnkesselw agen w ieder in das Ausland transpor- tiert. M it den W orten von A rt. 18 Abs. 1 Bst. a M inöStG w urden die G ase nicht „zw ecks W iedergew innung flüssiger Treibstoffe“ in ein zu- gelassenes Lager rücküberführt, sondern zw ecks Ausfuhr m ittels der Bahnkesselw agen. 3.2 A rt. 18 Abs. 1 Bst. b M inöStG sieht vor, dass eine R ückerstattung der M ineralölsteuer für gasförm ige Kohlenw asserstoffe aus dem Treib- stoffum satz nur dann m öglich ist, w enn diese in ein zugelassenes Lager rücküberführt w erden. D ie Absicht des G esetzgebers ist es, dass aus U m w eltschutzgründen die Benzin-/Luft-D äm pfe beim Treib- stoffum schlag nicht m ehr in die Atm osphäre gelangen, sondern viel- m ehr zurückgew onnen und verflüssigt w erden. N ach dem W ortlaut dieser gesetzlichen Bestim m ung und nach der Botschaft hat die W ie- derverflüssigung im zugelassenen Lager zu erfolgen. D ie Beschw erde- führerin hat jedoch die fraglichen G ase – w ie bereits erw ähnt – zw ar in ein zugelassenes Lager rücküberführt aber dort nicht zur W ieder- gew innung flüssiger Treibstoffe in einer VR U -Anlage verw endet. D ie gesetzlichen Voraussetzungen für die Steuerrückerstattung w urden daher von ihr nicht erfüllt. 3.3 D er Bundesrat hat die gesetzlichen Bestim m ungen betreffend die R ückerstattung der M ineralölsteuer in der M ineralölsteuerverordnung präzisiert (A rt. 52 ff. M inöStV). D as G ericht beschränkt sich in solchen Fällen auf die Prüfung der Frage, ob die Verordnung den R ahm en der dem Bundesrat im G esetz delegierten Kom petenzen offensichtlich sprengt oder aus anderen G ründen gesetz- oder verfassungsw idrig ist S eite 7A -1679/2006 (vgl. BG E 131 II 566 E. 3.2; BG E 129 II 263 E. 5.4, m it H inw eisen; U r- teil des Bundesverw altungsgerichts A-1686/2006 vom 25. Juni 2007 E. 3.2, m it w eiteren H inw eisen). A rt. 53 Bst. c M inöStV bestim m t, dass die gasförm igen Kohlenw asser- stoffe aus den Tankanlagen und Kesselw agen in die R ückgew innungs- anlage geleitet w erden m üssen. A rt. 53 Bst. d M inöStV sieht vor, dass die R ückgew innung gew ährleistet sein m uss; ist die R ückgew innung w ährend des Verlades nicht gew ährleistet, so w ird keine R ücker- stattung gew ährt (A rt. 55 Abs. 2 M inöStV). U m die W iederverflüssigung der D äm pfe aus dem Benzinum schlag sicherzustellen und auch über- prüfen zu können, ob diese Arbeiten tatsächlich durchgeführt w erden, w urde in der Verordnung bestim m t, dass diese Tätigkeit in einem zu- gelassenen Lager im Inland zu geschehen hat; zusätzlich hat der Be- treiber des Lagers nach A rt. 56 M inöStV eine Kontrolle zuhanden der Steuerbehörden zu führen. D ie O ZD hat nur dann die M öglichkeit zur Verifikation, w enn alle diese Tätigkeiten in der Schw eiz vorgenom m en w erden. D ie Beschw erdeführerin transportiert jedoch nach eigenen Angaben die Benzin-/Luft-D äm pfe m it den (leeren) Kesselw agen in das Ausland. Für die O ZD besteht im Ausland keine M öglichkeit, die W iederverflüssigung zu überprüfen. Ihr stehen ausserhalb der Schw eiz keine (am tlichen) Kontrollm öglichkeiten zur Verfügung, sie kann ausserhalb der Landesgrenzen keine Zw angsm assnahm en setzen. D ie von der Verw altung in der M ineralölsteuerverordnung vorgenom m ene U m setzung des gesetzlichen Auftrages ist in Bezug auf den zu prüfen- den Anw endungsfall zutreffend erfolgt und nicht zu beanstanden. 3.4 Eine echte G esetzeslücke liegt nach der R echtsprechung dann vor, w enn der G esetzgeber etw as zu regeln unterlassen hat, w as er hätte regeln sollen, und dem G esetz w eder nach seinem W ortlaut noch nach dem durch Auslegung erm ittelten Inhalt eine Vorschrift entnom m en w erden kann. Von einer unechten oder rechtspolitischen Lücke ist dem gegenüber die R ede, w enn dem G esetz zw ar eine Antw ort, aber keine befriedigende, zu entnehm en ist, nam entlich w enn die vom kla- ren W ortlaut geforderte Subsum ption eines Sachverhaltes in der R echtsanw endung teleologisch als unhaltbar erscheint. Echte Lücken zu füllen, ist dem R ichter aufgegeben, unechte zu korrigieren, ist ihm nach traditioneller Auffassung grundsätzlich verw ehrt, es sei denn, die Berufung auf den als m assgeblich erachteten W ortsinn der N orm stelle einen R echtsm issbrauch dar. Zu beachten ist indessen, dass m it dem S eite 8A -1679/2006 Lückenbegriff in seiner heutigen schillernden Bedeutungsvielfalt leicht die G renze zw ischen zulässiger richterlicher R echtsfindung gegen den W ortlaut, aber nach der ratio legis, und grundsätzlich unzulässiger richterlicher G esetzeskorrektur verw ischt w ird (BG E 132 III 707, 128 I 34 E. 3b und 121 III 219 E. 1d/aa; vgl. auch U rteil des Bundesverw altungsgerichts A-1677/2006 vom 20. August 2007 E. 4.2). D er G esetzgeber hat eine Andersbehandlung von zurückgependelten und in einer VR U -Anlage in der Schw eiz verflüssigten G asen gegen- über Anlagen im Ausland m it Absicht vorgesehen, indem er eine R ück- erstattung von Fiskalabgaben nur bei der Verflüssigung durch inländi- sche Anlagen gew ährt. N ur bei im Inland gelegenen zugelassenen La- gern hat die Verw altung die M öglichkeit, Auflagen zu erteilen bzw . Ü berprüfungen vorzunehm en, sodass eine G ew ähr für die ordnungs- gem ässe Verflüssigung gegeben ist. D aher befinden sich in der M i- neralölsteuergesetzgebung keine Bestim m ungen über den Export sol- cher Benzin-/Luft-D äm pfe und eine daran anknüpfende R ückerstattung von Fiskalabgaben. D ie von der Beschw erdeführerin gesehene echte Lücke liegt daher nicht vor. 3.5 D ie Beschw erdeführerin w endet schliesslich ein, die von der O ZD praktizierte Anw endung des M ineralölsteuergesetzes w erde den tat- sächlichen w irtschaftlichen G egebenheiten nicht gerecht, der Export von Benzingasen w erde unzulässigerw eise besteuert. Als Verbrauchs- steuer dürfe die M ineralölsteuer nur auf den im Inland dem Verbrauch zugeführten W aren erhoben w erden. W ürden Benzingase exportiert, seien diese nicht für den Verbrauch in der Schw eiz bestim m t und könnten daher nicht der M ineralölsteuer unterliegen. Von der Beschw erdeführerin w ird nicht beachtet, dass die von ihr be- hauptete Ausfuhr der Benzin-/Luft-D äm pfe in den entleerten Kessel- w agen nicht durch zollam tliche Ausfuhrpapiere beim Export aus der Schw eiz bzw . durch zollam tliche Einfuhrpapiere des Im portlandes nachgew iesen ist. Aus diesem G rund ist die Beschw erdeführerin gar nicht in der Lage, die R ücküberführung der fraglichen G ase in das Ausland nachzuw eisen. N ach einem auf diese A rt und W eise vorge- nom m enen Transport in das Ausland kann die W iedergew innung von Treibstoffen in einer Benzinrückverflüssigungsanlage (VR U ) durch die O ZD – w ie bereits erw ähnt – im Ausland nicht m ehr überprüft w erden. D erartige Kontrollen sind aber erforderlich, um die Sicherheit zu S eite 9A -1679/2006 haben, dass aus G ründen des U m w eltschutzes die fraglichen G ase tatsächlich verflüssigt w orden sind bzw . M issbräuche ausgeschlossen w erden können. D iese erw ähnten ökologischen Ü berlegungen gehen den w irtschaftlichen Interessen vor. D er von der Beschw erdeführerin vorgenom m ene Transport der Benzin-/Luft-D äm pfe m it Bahnkessel- w agen in das Ausland ist daher nicht geeignet, eine R ückerstattung der M ineralölsteuer auszulösen. 3.6 D ie Beschw erdeführerin hat die Berechnung des an die Verw altung zu bezahlenden Betrages an M ineralölsteuer nicht bem ängelt. D aher sieht auch das Bundesverw altungsgericht keinen Anlass, diese Be- rechnung neuerlich einer Ü berprüfung zu unterziehen. 4. Zusam m enfassend ist die Beschw erde in allen Punkten abzuw eisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschw erdeführerin nach A rt. 63 Abs. 1 Vw VG die Verfahrenskosten zu tragen. D iese w erden in Anw endung des A rt. 4 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht (VG KE, SR 173.320.2) auf Fr. 3'000.-- festgesetzt und m it dem von der Beschw erdeführerin geleisteten Kostenvorschuss in gleicher H öhe ver- rechnet. Eine Parteientschädigung an die Beschw erdeführerin kom m t unter diesen U m ständen nicht in Frage (A rt. 64 Abs. 1 Vw VG sow ie A rt. 7 Abs. 1 VG KE, je e contrario). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 3'000.-- w erden der Beschw erdeführerin auferlegt. Sie w erden m it dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- verrechnet. 3. Es w ird keine Parteientschädigung ausgerichtet. S eite 10A -1679/2006 4. D ieses U rteil geht an: - die Beschw erdeführerin (G erichtsurkunde) - die Vorinstanz (G erichtsurkunde) D er Kam m erpräsident: D er G erichtsschreiber: Thom as Stadelm ann Johannes Schöpf R echtsm ittelbelehrung: G egen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschw erde in öffentlich-recht- lichen Angelegenheiten geführt w erden (A rt. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Be- gehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U n- terschrift zu enthalten. D er angefochtene Entscheid und die Bew eis- m ittel sind, sow eit sie der Beschw erdeführer in H änden hat, beizu- legen (vgl. A rt. 42 BG G ). Versand: S eite 11