<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2022-02-24-5D_29-2022.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5D_29/2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 24. Februar 2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Herrmann, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Schlichtungsbehörde Bern-Mittelland, Effingerstrasse 34, 3008 Bern, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Rechtsverweigerungsbeschwerde, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, 2. Zivilkammer, vom 9. Februar 2022 (ZK 21 492). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">Anlässlich der Schlichtungsverhandlung vom 21. April 2016 schlossen die (damals je anwaltlich vertretenen) Parteien einen Vergleich, worin sich der rubrizierte Beschwerdegegner verpflichtete, dem heutigen Beschwerdeführer Fr. 7'000.-- zu bezahlen und sich dieser im Gegenzug mit dem Verbleib der Solaranlage auf dem benachbarten Grundstück einverstanden erklärte, unter Einräumung eines Näherbaurechtes. </div> <div class="para">Mit einem Revisionsgesuch machte der Beschwerdeführer erfolglos eine Übervorteilung geltend. Zwei weitere Revisionsgesuche blieben bis vor Bundesgericht ohne Erfolg (Urteile 5D_180/2020 vom 28. Juli 2020 und 5D_119/2021 vom 24. Juni 2021). </div> <div class="para">Vorliegend geht es um das vierte Revisionsgesuch, welches die Schlichtungsbehörde wegen Rechtsmissbräuchlichkeit gestützt auf <span class="artref">Art. 132 Abs. 3 ZPO</span> zurückwies. Die hiergegen erhobene Rechtsverweigerungsbeschwerde wies das Obergericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 9. Februar 2022 ab, soweit es darauf eintrat. Hiergegen hat der Beschwerdeführer am 21. Februar 2022 beim Bundesgericht eine subsidiäre Verfassungsbeschwerde eingereicht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid betreffend Rechtsverweigerung im Zusammenhang mit einem Revisionsgesuch bezüglich einer Zivilsache (<span class="artref">Art. 72 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/90" type="start"></artref>Art. 90 BGG</span><artref id="CH/173.110/72/1" type="end"></artref>). Der Streitwert beträgt weniger als Fr. 30'000.-- (vgl. <span class="artref">Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG</span>). Damit ist der für eine Beschwerde in Zivilsachen erforderliche Mindeststreitwert nicht erreicht und es steht einzig die subsidiäre Verfassungsbeschwerde offen (<span class="artref">Art. 113 BGG</span>). Mit dieser kann nur die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden (<span class="artref">Art. 116 BGG</span>), für welche das strenge Rügeprinzip gilt (Art. 106 Abs. 2 i.V.m. <span class="artref">Art. 117 BGG</span>; zu den betreffenden Rügeanforderungen vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=23&amp;from_date=15.02.2022&amp;to_date=06.03.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-264%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page264">BGE 140 III 264</a> E. 2.3 S. 266; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=23&amp;from_date=15.02.2022&amp;to_date=06.03.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-364%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page364">142 III 364</a> E. 2.4 S. 368). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Obergericht hielt fest, dass der Beschwerdeführer sich in seiner wirren und schwer verständlichen Eingabe im Zusammenhang mit der geltend gemachten Willkür, Verletzung von Treu und Glauben sowie Reformatio in peius nicht mit dem Entscheid der Schlichtungsbehörde auseinandersetze, sondern zusammenhanglos diverse Artikel verschiedenster Gesetze zitiere, pauschal auf ehemalige Rechtsbegehren verweise und seinen Unmut über den vorinstanzlichen Entscheid kundtue. Sinngemäss mache er geltend, dass die Schlichtungsbehörde auf sein Revisionsgesuch hätte eintreten müssen. Dieses sei aber rechtsmissbräuchlich; sodann sei in Anbetracht der langen Prozessgeschichte sowie der vorangegangenen abschlägigen Entscheide die Aussichtslosigkeit für den Beschwerdeführer auch erkennbar gewesen. Das Vorgehen der Schlichtungsbehörde nach <span class="artref">Art. 132 Abs. 3 ZPO</span> sei mithin nicht zu beanstanden und es liege keine Rechtsverweigerung vor. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Inwiefern diese Erwägungen verfassungsverletzend sein sollen, tut der Beschwerdeführer nicht dar. In seiner Beschwerde, welche aus einem bunten Mix von Zitaten aus früheren Rechtsschriften und diversen Gesetzen sowie von Sachverhaltsbehauptungen, Statements und Polemik besteht, werden zwar u.a. auch diverse Verfassungsbestimmungen erwähnt. Eine konkrete Bezugnahme auf die Erwägungen des obergerichtlichen Entscheides ist aber nicht auszumachen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und der Präsident im vereinfachten Verfahren entscheidet (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, B.________ und dem Obergericht des Kantons Bern, 2. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 24. Februar 2022 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Herrmann </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>