Abkommen vom 8. April 2004 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Vereinigten Republik Tansania über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Investitionen <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2006/488/20060406/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2006/488/20060406"/><FRBRdate date="2004-04-08" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2006-04-06" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2006-04-06" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.975.273.2"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord du 8 avril 2004 entre la Confédération suisse et la République-Unie de Tanzanie concernant la promotion et la protection réciproque des investissements" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo dell' 8 aprile 2004 tra la Confederazione Svizzera e la Repubblica Unita della Tanzania concernente la promozione e la protezione reciproca degli investimenti" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 8. April 2004 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Vereinigten Republik Tansania über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Investitionen" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2006/488/20060406/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2006/488/20060406/de"/><FRBRdate date="2004-04-08" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2006-04-06" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2006-04-06" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2006/488/20060406/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2006/488/20060406/de/xml"/><FRBRdate date="2004-04-08" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2006-04-06" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2006-04-06" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.975.273.2 </docNumber></p><p> AS <b>2006</b> 3235</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung<i><authorialNote><p> Übersetzung des französischen Originaltextes.</p></authorialNote></i></p><p><docTitle>Abkommen<br/>zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Vereinigten Republik Tansania über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Investitionen</docTitle></p><p>Abgeschlossen am 8. April 2004</p><p>In Kraft getreten durch Notenaustausch am 6. April 2006</p><p> (Stand am 6. April 2006)</p></preface><preamble><p>Die Regierungen der Schweizerischen Eidgenossenschaft <br/>und <br/>der Vereinigten Republik Tansania,</p><p>im Folgenden als die «Vertragsparteien» bezeichnet,</p><p>vom Wunsche geleitet, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen der beiden Staaten zu verstärken,</p><p>im Bestreben, günstige Bedingungen für Investitionen von Investoren der einen Vertragspartei auf dem Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei zu schaffen und zu erhalten,</p><p>in der Erkenntnis, dass die Förderung und der gegenseitige Schutz solcher Investitionen zur Belebung wirtschaftlicher Initiativen beitragen und somit die Mehrung des wirtschaftlichen Wohlstandes auf dem Hoheitsgebiet beider Vertragsparteien begünstigen,</p><p>haben Folgendes vereinbart:</p></preamble><body><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Begriffsbestimmungen</heading><paragraph eId="art_1/para_u1"><content><p>Für die Zwecke dieses Abkommens:</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_1"><num>(1)</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_1/para_1/listintro">umfasst der Begriff «Investition» alle Arten von Vermögenswerten und insbesondere:</listIntroduction><item eId="art_1/para_1/lbl_a"><num>(a) </num><p>bewegliche und unbewegliche Vermögenswerte sowie sämtliche anderen dinglichen Rechte wie Dienstbarkeiten, Grundlasten, Grund- und Fahrnispfandrechte sowie Nutzniessungen;</p></item><item eId="art_1/para_1/lbl_b"><num>(b) </num><p>Aktien, Anteile und andere Formen der Beteiligung an Gesellschaften;</p></item><item eId="art_1/para_1/lbl_c"><num>(c) </num><p>Forderungen auf Geld oder auf irgendwelche Leistungen, die einen wirtschaftlichen Wert aufweisen;</p></item><item eId="art_1/para_1/lbl_d"><num>(d) </num><p>Urheberrechte, gewerbliche Eigentumsrechte (wie Patente, Gebrauchsmuster, gewerbliche Muster und Modelle, Handels- und Dienstleistungsmarken, Handelsnamen, Herkunftsangaben), «Know-how» und «Goodwill»;</p></item><item eId="art_1/para_1/lbl_e"><num>(e) </num><p>öffentlich-rechtliche Konzessionen, einschliesslich Konzessionen zur Prospektion, Gewinnung und Verwertung von natürlichen Ressourcen, sowie sämtliche anderen Rechte, die durch Gesetz oder durch Vertrag oder Entscheid einer Behörde in Anwendung des Gesetzes verliehen werden. </p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_2"><num>(2)</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_1/para_2/listintro">bezieht sich der Begriff «Investor» hinsichtlich jeder Vertragspartei auf:</listIntroduction><item eId="art_1/para_2/lbl_a"><num>(a) </num><p>natürliche Personen, die nach dem Recht der betreffenden Vertragspartei als deren Staatsangehörige betrachtet werden;</p></item><item eId="art_1/para_2/lbl_b"><num>(b) </num><p>juristische Gebilde, einschliesslich Gesellschaften, Körperschaften, wirtschaftlicher Vereinigungen und anderer Organisationen, die nach dem Recht der betreffenden Vertragspartei konstituiert oder sonst wie rechtmässig organisiert sind, ihren Sitz auf dem Hoheitsgebiet derselben Vertragspartei haben und dort echte wirtschaftliche Tätigkeiten entfalten;</p></item><item eId="art_1/para_2/lbl_c"><num>(c) </num><p>juristische Gebilde, die nicht nach dem Recht der betreffenden Vertragspartei konstituiert sind, jedoch von natürlichen Personen gemäss Buchstabe (a) oder von juristischen Gebilden gemäss Buchstabe (b) tatsächlich kontrolliert werden.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_3"><num>(3)</num><content><p>umfasst der Begriff «Erträge» diejenigen Beträge, die eine Investition erbringt, und schliesst insbesondere Gewinne, Zinsen, Kapitalgewinne, Dividenden, Lizenz- und andere Gebühren ein.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_4"><num>(4)</num><content><p>schliesst der Begriff «Hoheitsgebiet» die an die Küste des betreffenden Staates angrenzenden Seezonen ein, soweit dieser Staat gemäss Völkerrecht souveräne Rechte oder Gerichtsbarkeit über sie ausüben kann.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Anwendungsbereich</heading><paragraph eId="art_2/para"><content><p>Dieses Abkommen ist anwendbar auf Investitionen auf dem Hoheitsgebiet einer Vertragspartei, die in Übereinstimmung mit deren Gesetzen und übrigen Rechtsvorschriften von Investoren der anderen Vertragspartei vor oder nach dem Inkrafttreten des Abkommens getätigt worden sind. Es ist jedoch nicht anwendbar auf Forderungen oder Streitigkeiten, die sich aus Ereignissen ergeben, welche vor seinem Inkrafttreten entstanden sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Förderung und Zulassung</heading><paragraph eId="art_3/para_1"><num>(1)</num><content><p>Jede Vertragspartei fördert auf ihrem Hoheitsgebiet nach Möglichkeit Investitionen von Investoren der anderen Vertragspartei und lässt diese Investitionen in Übereinstimmung mit ihren Gesetzen und übrigen Rechtsvorschriften zu.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>(2)</num><content><p>Hat eine Vertragspartei auf ihrem Hoheitsgebiet eine Investition zugelassen, so erteilt sie, in Übereinstimmung mit ihren Gesetzen und übrigen Rechtsvorschriften, die erforderlichen Bewilligungen im Zusammenhang mit einer solchen Investition.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_3"><num>(3)</num><content><p>Vorbehaltlich ihrer Gesetze und übrigen Rechtsvorschriften gewährleistet jede Vertragspartei dem Personal in Schüsselpositionen, das von einem Investor der anderen Vertragspartei im Zusammenhang mit dessen Investition benötigt wird, Einreise und Aufenthalt auf ihrem Hoheitsgebiet, unbesehen der Nationalität des betreffenden Personals.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Schutz und Behandlung</heading><paragraph eId="art_4/para_1"><num>(1)</num><content><p>Investitionen und Erträge von Investoren jeder Vertragspartei sind auf dem Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei jederzeit gerecht und billig zu behandeln und geniessen dort vollen Schutz und Sicherheit. Keine Vertragspartei behindert auf irgendeine Weise durch ungerechtfertigte oder diskriminierende Massnahmen die Verwaltung, den Unterhalt, den Gebrauch, die Nutzung, die Erweiterung oder die Veräusserung solcher Investitionen und Erträge.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>(2)</num><content><p>Jede Vertragspartei gewährt auf ihrem Hoheitsgebiet Investitionen und Erträgen von Investoren der anderen Vertragspartei eine nicht weniger günstige Behandlung als jene, welche sie Investitionen und Erträgen ihrer eigenen Investoren oder Investitionen und Erträgen von Investoren irgendeines Drittstaates angedeihen lässt, je nachdem welche für den betroffenen Investor günstiger ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_3"><num>(3)</num><content><p>Jede Vertragspartei gewährt auf ihrem Hoheitsgebiet Investoren der anderen Vertragspartei hinsichtlich Verwaltung, Unterhalt, Gebrauch, Nutzung oder Veräusserung ihrer Investitionen eine nicht weniger günstige Behandlung als jene, welche sie ihren eigenen Investoren oder den Investoren irgendeines Drittstaates angedeihen lässt, je nachdem welche für den betroffenen Investor günstiger ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_4"><num>(4)</num><content><p>Gewährt eine Vertragspartei den Investoren eines Drittstaates besondere Vorteile aufgrund eines Abkommens zur Gründung einer Freihandelszone, einer Zollunion oder eines gemeinsamen Marktes oder aufgrund eines Doppelbesteuerungsabkommens, so ist sie nicht verpflichtet, solche Vorteile den Investoren der anderen Vertragspartei einzuräumen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_5"><num>(5)</num><content><p>Besondere Anreize, welche die Vereinigte Republik Tansania im Rahmen ihrer Entwicklungspolitik ihren eigenen Investoren gewährt, um die Schaffung lokaler Industrien zu fördern, werden mit diesem Artikel als vereinbar betrachtet, soweit sie die Investitionen oder die Tätigkeiten von Schweizer Investoren nicht erheblich beeinträchtigen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Transfers</heading><paragraph eId="art_5/para_1"><num>(1)</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_5/para_1/listintro">Jede Vertragspartei, auf deren Hoheitsgebiet Investitionen von Investoren der anderen Vertragspartei getätigt worden sind, gewährt diesen Investoren den uneingeschränkten und unverzüglichen Transfer in einer frei konvertierbaren Währung von Beträgen im Zusammenhang mit solchen Investitionen, insbesondere von:</listIntroduction><item eId="art_5/para_1/lbl_a"><num>(a) </num><p>Erträgen;</p></item><item eId="art_5/para_1/lbl_b"><num>(b) </num><p>Zahlungen in Bezug auf Darlehen oder andere vertragliche Verpflichtungen, welche hinsichtlich der Investition eingegangen wurden;</p></item><item eId="art_5/para_1/lbl_c"><num>(c) </num><p>Beträgen zur Deckung von Auslagen im Zusammenhang mit der Verwaltung der Investition;</p></item><item eId="art_5/para_1/lbl_d"><num>(d) </num><p>Zahlungen, die sich aus den in Artikel 1 Absatz (1) Buchstabe (d) dieses Abkommens aufgezählten Rechten ergeben;</p></item><item eId="art_5/para_1/lbl_e"><num>(e) </num><p>Erlösen aus der teilweisen oder vollständigen Veräusserung oder Liquidation der Investition, einschliesslich allfälliger Wertzunahmen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>(2)</num><content><p>Sofern nicht anders mit dem Investor vereinbart, erfolgen Transfers zum Wechselkurs, der am Tag des Transfers gemäss den geltenden Wechselkursbestimmungen derjenigen Vertragspartei anwendbar ist, auf deren Hoheitsgebiet die Investition getätigt wurde.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_3"><num>(3)</num><content><p>Ausser bei Transfers im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit, wie sie in Absatz (1) Buchstaben (b), (c) und (d) aufgeführt sind, kann eine Vertragspartei verlangen, dass steuerliche Verpflichtungen im Zusammenhang mit einer Investition erfüllt werden, bevor ein Transfer gemäss diesem Artikel erfolgt. Ein solches Erfordernis darf nicht dazu benützt werden, den Zweck dieses Artikels zu vereiteln.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Enteignung undEntschädigung</heading><paragraph eId="art_6/para_1"><num>(1)</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_6/para_1/listintro">Keine Vertragspartei trifft direkt oder indirekt Enteignungs- oder Verstaatlichungsmassnahmen oder irgendwelche andere Massnahmen derselben Art oder Wirkung gegenüber Investitionen von Investoren der anderen Vertragspartei, es sei denn, die folgenden Bedingungen sind erfüllt:</listIntroduction><item eId="art_6/para_1/lbl_a"><num>(a) </num><p>die Massnahmen werden im öffentlichen Interesse getroffen, sind nicht diskriminierend und erfolgen in einem ordentlichen Verfahren; und</p></item><item eId="art_6/para_1/lbl_b"><num>(b) </num><p>eine umgehende, tatsächlich verwertbare und wertentsprechende Entschädigung ist vorgesehen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>(2)</num><content><p>Diese Entschädigung hat dem Marktwert der enteigneten Investition unmittelbar vor dem Zeitpunkt zu entsprechen, als die enteignende Massnahme getroffen oder öffentlich bekannt wurde, je nachdem welcher Fall früher eingetreten ist. Der Entschädigungsbetrag schliesst Zinsen zu einem handelsüblichen Satz ein, vom Zeitpunkt der Enteignung bis zu demjenigen der Zahlung gerechnet, wird in einer frei konvertierbaren Währung festgelegt sowie unverzüglich gezahlt und ist frei transferierbar.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_3"><num>(3)</num><content><p>Der betroffene Investor hat das Recht, gemäss der Rechtsordnung der enteignenden Vertragspartei seinen Fall und die Bewertung der Investition in Übereinstimmung mit den in diesem Absatz aufgestellten Grundsätzen umgehend durch eine richterliche oder eine andere unabhängige Behörde dieser Vertragspartei überprüfen zu lassen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_4"><num>(4)</num><content><p>Enteignet eine Vertragspartei Vermögenswerte einer gemäss dem in irgendeinem Teil ihres Hoheitsgebiets geltenden Recht gegründeten oder konstituierten Gesellschaft, an welcher Investoren der anderen Vertragspartei Anteile besitzen, so gewährleistet sie, im erforderlichen Umfang und unter Berücksichtigung ihrer Rechtsvorschriften, dass den betroffenen Investoren eine Entschädigung gemäss den Absätzen (1) und (2) dieses Artikels geleistet wird.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Entschädigung für Verluste</heading><paragraph eId="art_7/para"><content><p>Investoren jeder Vertragspartei, die hinsichtlich ihrer Investitionen auf dem Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei Verluste erlitten haben als Folge eines Krieges oder eines anderen bewaffneten Konfliktes, eines nationalen Ausnahmezustandes, einer Rebellion, eines Aufstandes oder von Unruhen, wird hinsichtlich Rückerstattung, Entschädigung, Vergütung oder einer sonstigen Regelung eine nicht weniger günstige Behandlung als jene gewährt, welche die letztere Vertragspartei ihren eigenen Investoren oder den Investoren irgendeines Drittstaates angedeihen lässt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Subrogationsprinzip</heading><paragraph eId="art_8/para"><content><p>Hat eine Vertragspartei in Bezug auf eine Investition eines ihrer Investoren auf dem Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei eine finanzielle Garantie gegen nichtkommerzielle Risiken geleistet, so anerkennt die letztere Vertragspartei aufgrund des Subrogationsprinzips die Rechte der ersten Vertragspartei auf die Rechte des Investors, wenn aufgrund dieser Garantie eine Zahlung durch die erste Vertragspartei vorgenommen wurde.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Streitigkeiten zwischen einer Vertragspartei und einem Investor der anderen Vertragspartei</heading><paragraph eId="art_9/para_1"><num>(1)</num><content><p>Zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen einer Vertragspartei und einem Investor der anderen Vertragspartei über Investitionen finden, unbeschadet von Artikel 10 dieses Abkommens (Streitigkeiten zwischen den Vertragsparteien), Beratungen zwischen den betroffenen Parteien statt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>(2)</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_9/para_2/listintro">Führen diese Beratungen innerhalb von sechs Monaten seit dem schriftlichen Begehren, solche aufzunehmen, nicht zu einer Lösung, so kann der Investor die Streitigkeit entweder den Gerichten beziehungsweise den Verwaltungsgerichten derjenigen Vertragspartei, auf deren Hoheitsgebiet die Investition getätigt wurde, oder internationaler Schiedsgerichtsbarkeit unterbreiten. Im letzteren Fall hat der Investor die Wahl zwischen:</listIntroduction><item eId="art_9/para_2/lbl_a"><num>(a) </num><p>dem Internationalen Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (ICSID), welches durch das am 18. März 1965<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1968/982_1022_938" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.975.2</b></ref></p></authorialNote> in Washington zur Unterzeichnung aufgelegte Übereinkommen zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten zwischen Staaten und Angehörigen anderer Staaten geschaffen wurde (im Folgenden das «ICSID-Übereinkommen»); und</p></item><item eId="art_9/para_2/lbl_b"><num>(b) </num><p>einem <i>Ad-hoc</i>-Schiedsgericht, welches, sofern von den Streitparteien nicht anders vereinbart, gemäss den Schiedsregeln der UNO-Kommission für internationales Handelsrecht (UNCITRAL) geschaffen wird.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_3"><num>(3)</num><content><p>Jede Vertragspartei erteilt hiermit ihre Zustimmung, Streitigkeiten über Investitionen der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit zu unterbreiten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_4"><num>(4)</num><content><p>Eine Gesellschaft, die gemäss den auf dem Hoheitsgebiet einer Vertragspartei geltenden Rechtsvorschriften gegründet oder konstituiert wurde und die vor dem Entstehen der Streitigkeit von Investoren der anderen Vertragspartei kontrolliert wurde, gilt im Sinne von Artikel 25 (2) (b) des ICSID-Übereinkommens als Gesellschaft der anderen Vertragspartei.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_5"><num>(5)</num><content><p>Die am Streit beteiligte Vertragspartei macht in keinem Zeitpunkt während des Verfahrens als Einwand ihre Immunität geltend oder den Umstand, dass der Investor aufgrund eines Versicherungsvertrages eine Entschädigung für die Gesamtheit oder einen Teil des erlittenen Schadens erhalten hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_6"><num>(6)</num><content><p>Keine Vertragspartei verfolgt eine der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit unterbreitete Streitigkeit auf diplomatischem Wege weiter, es sei denn, die andere Vertragspartei befolge den Schiedsspruch nicht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_7"><num>(7)</num><content><p>Der Schiedsspruch ist endgültig und für die Streitparteien bindend und wird unverzüglich gemäss dem Recht der betroffenen Vertragspartei vollzogen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><heading>Streitigkeiten zwischen den Vertragsparteien</heading><paragraph eId="art_10/para_1"><num>(1)</num><content><p>Streitigkeiten zwischen den Vertragsparteien in Bezug auf die Auslegung oder die Anwendung der Bestimmungen dieses Abkommens werden nach Möglichkeit auf diplomatischem Wege beigelegt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_2"><num>(2)</num><content><p>Können sich die beiden Vertragsparteien innerhalb von sechs Monaten nach Entstehen der Streitigkeit nicht verständigen, so ist diese auf Begehren einer Vertragspartei einem aus drei Mitgliedern bestehenden Schiedsgericht zu unterbreiten. Jede Vertragspartei ernennt einen Schiedsrichter; diese beiden Schiedsrichter bestimmen einen Angehörigen eines Drittstaates zum Vorsitzenden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_3"><num>(3)</num><content><p>Hat eine Vertragspartei ihren Schiedsrichter nicht ernannt und ist sie der Einladung der anderen Vertragspartei, innerhalb von zwei Monaten diese Ernennung vorzunehmen, nicht nachgekommen, so wird der Schiedsrichter auf Begehren der letzteren Vertragspartei vom Präsidenten des Internationalen Gerichtshofes ernannt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_4"><num>(4)</num><content><p>Können sich die beiden Schiedsrichter nicht innerhalb von zwei Monaten nach ihrer Ernennung auf die Wahl des Vorsitzenden einigen, so wird dieser auf Begehren einer Vertragspartei vom Präsidenten des Internationalen Gerichtshofes ernannt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_5"><num>(5)</num><content><p>Ist der Präsident des Internationalen Gerichtshofes in den in den Absätzen (3) und (4) dieses Artikels erwähnten Fällen verhindert, die besagte Aufgabe wahrzunehmen, oder ist er Staatsangehöriger einer Vertragspartei, so wird die Ernennung vom Vizepräsidenten vorgenommen. Ist auch dieser verhindert oder Staatsangehöriger einer Vertragspartei, so wird die Ernennung durch das amtsälteste Mitglied des Gerichtshofes vorgenommen, das kein Staatsangehöriger einer Vertragspartei ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_6"><num>(6)</num><content><p>Vorbehaltlich der von den Vertragsparteien getroffenen Vereinbarungen regelt das Schiedsgericht sein Verfahren selber. Jede Vertragspartei trägt die Kosten für ihr Mitglied des Schiedsgerichts und für ihre Vertretung im Schiedsverfahren. Die Kosten des Vorsitzenden und die übrigen Kosten werden von den Vertragsparteien zu gleichen Teilen getragen, sofern das Schiedsgericht nicht anders entscheidet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_7"><num>(7)</num><content><p>Die Entscheide des Schiedsgerichts sind für die Vertragsparteien endgültig und bindend.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><heading>Andere Verpflichtungen</heading><paragraph eId="art_11/para_1"><num>(1)</num><content><p>Erkennen Vorschriften in der Gesetzgebung einer Vertragspartei oder Verpflichtungen des Völkerrechts Investitionen von Investoren der anderen Vertragspartei eine günstigere Behandlung zu als jene, die in diesem Abkommen vorgesehen ist, so gehen solche Vorschriften oder Verpflichtungen, in dem Masse als sie günstiger sind, diesem Abkommen vor.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>(2)</num><content><p>Jede Vertragspartei hält alle Verpflichtungen ein, die sie in Bezug auf Investitionen auf ihrem Hoheitsgebiet von Investoren der anderen Vertragspartei eingegangen ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><heading>Inkrafttreten, Dauer und Beendigung</heading><paragraph eId="art_12/para_1"><num>(1)</num><content><p>Dieses Abkommen tritt am Tage in Kraft, an dem beide Regierungen sich mitgeteilt haben, dass sie die rechtlichen Erfordernisse für das Inkrafttreten von internationalen Abkommen erfüllt haben, und gilt für die Dauer von zehn Jahren. Danach bleibt es in Kraft, bis eine Vertragspartei der anderen ihre Absicht schriftlich mitteilt, das Abkommen in sechs Monaten zu beenden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_2"><num>(2)</num><content><p>Im Falle der Kündigung dieses Abkommens werden die in den Artikeln 1–11 enthaltenen Bestimmungen während weiteren zehn Jahren auf Investitionen angewandt, die vor der Kündigung getätigt wurden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_3"><num>(3)</num><content><p>Dieses Abkommen ersetzt das «Abkommen zwischen der Regierung der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Regierung der Vereinigten Republik Tansania betreffend Förderung und gegenseitigen Schutz der Investitionen», unterzeichnet in Bern am 3. Mai 1965<authorialNote><p> [<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1965/853_861_855" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1965</b> 853</ref>]</p></authorialNote>, in Kraft getreten am 16. September 1965.</p></content></paragraph></article><signature><p><i>Zu Urkund dessen</i> haben die von ihren Regierungen gehörig dazu ermächtigten Unterzeichneten dieses Abkommen unterschrieben.</p><p>Geschehen zu Dar es Salaam am 8. April 2004, im Doppel je in Französisch und Englisch, wobei jeder Text gleichermassen verbindlich ist. Im Falle von Abweichungen geht der englische Text vor.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Für den <br/>Schweizerischen Bundesrat:</p><p>Thomas Füglister</p></td><td><p>Für die<br/>Regierung der Vereinigten Republik Tansania:</p><p>Jakaya Mrisho Kikwete</p></td></tr></table></signature></body></act></akomaNtoso>