<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2010.00068</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=209744&amp;W10_KEY=4467122&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2010.00068</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.06.2010</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 20.09.2011 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Bildung</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Privatunterricht</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Privatunterricht/Erfordernis der abgeschlossenen Lehrerausbildung <br/><br/>Das Erfordernis einer Bewilligung für Privatschulen, an denen die Schulpflicht erfüllt wird, ist als verfassungs- und völkerrechtskonform zu qualifizieren (E. 4.1). Das Erfordernis, dass ein länger als ein Jahr dauernder Privatunterricht nur von Personen mit abgeschlossener Lehrerausbildung erteilt werden kann, liegt im Interesse der Unterrichtsqualität und damit im öffentlichen Interesse (E. 4.2.2). Eine Alternative mit periodischen Kontrollen, allenfalls kombiniert mit Prüfungen, würde aufwendige Kontroll- und Begleitmassnahmen nahelegen, welche dem Staat als Aufsichtsbehörde einen grossen Aufwand bereiten würden (E. 4.2.3). Das Gesetz sieht für besondere Umstände die Zulässigkeit von Privatunterricht durch Personen ohne Lehrerausbildung bis zur Dauer von einem Jahr vor. Bei besonderen zwingenden Konstellationen sind weitere Ausnahmen denkbar (E. 4.2.4). Der Unterricht muss wohl nicht in allen Teilen durch eine Person mit abgeschlossener Lehrerausbildung geführt werden, die Ausbildung muss aber bei der verantwortlichen Hauptlehrperson vorhanden sein (E. 4.2.5). Es bestehen keine Hinweise, dass die ausländischen Fernschulen, durch welche die Kinder (zusätzlich) unterrichtet wurden, um eine Privatschulbewilligung ersucht hätten (E. 5.1). Besondere Umstände, welche ein Abweichen vom Erfordernis der abgeschlossenen Lehrerausbildung nahelegen würden, sind nicht ersichtlich (E. 5.2). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKZESSORISCHE NORMENKONTROLLE">AKZESSORISCHE NORMENKONTROLLE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ERZIEHUNG, BILDUNG, WISSENSCHAFT">ERZIEHUNG, BILDUNG, WISSENSCHAFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATSCHULE">PRIVATSCHULE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATUNTERRICHT">PRIVATUNTERRICHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 36 BV</span><br/><span class="gerade">§ 68 Abs. I VSG</span><br/><span class="ungerade">§ 69 Abs. III VSG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 1 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=11356" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2010.00068</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Entscheid</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">3. Juni 2010</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Lukas Widmer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Maja SchÃ¼pbach Schmid, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>GerichtssekretÃ¤rin Alexandra Altherr MÃ¼ller. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b> <a id="Anonym_Ruolo_BESF_1_1_3">A1,</a> </b><br/> <br/> </p> <p class="MsoNormal"><a id="Anonym_Ruolo_BESF_2_2_8"><b> A2,</b></a><b> </b><br/> </p> <p class="MsoBodyText">beide vertreten durch <a id="Anonym_Ruolo_VRTR_1_3_13">Rechtsanwalt B</a><a id="Anonym_ORT_3_17">,</a> </p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrende</b>, </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><a id="Anonym_Ruolo_BESG_1_4_19"><b>Bildungsdirektion des Kantons ZÃ¼rich,</b></a><b> </b><br/> </p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegnerin</b>, </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Privatunterricht,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Das Volksschulamt des Kantons ZÃ¼rich teilte A1und A2 am 3. Januar 2008 mit, dass der von A1 ihren vier noch schulpflichtigen Kindern erteilte Privatunterricht ab dem Schuljahr 2008/2009 aufgrund des ihr fehlenden Lehrdiploms nicht mehr fortgefÃ¼hrt werden dÃ¼rfe. Hierauf stellten A1 und A2 ein Gesuch um eine Ausnahmebewilligung zur WeiterfÃ¼hrung des Privatunterrichts wÃ¤hrend sechs Jahren. </p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 21. April 2008 wies das Volksschulamt das Gesuch ab und begrÃ¼ndete dies im Wesentlichen damit, dass Privatunterricht, der lÃ¤nger als ein Jahr dauere, gemÃ¤ss dem neu geltenden § 69 Abs. 3 des Volksschulgesetzes vom 7. Februar 2005 (VSG, LS 412.100) von einer Person mit abgeschlossener Lehrerausbildung zu erteilen sei, welche wÃ¤hrend der Unterrichtszeiten anwesend sein mÃ¼sse; das Absolvieren eines Fernstudiums kÃ¶nne die ausgebildete Lehrperson nicht ersetzen. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Den dagegen von A1 und A2 erhobenen Rekurs wies die Bildungsdirektion am 22. Juli 2008 ab und auferlegte die Kosten den Rekurrierenden.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>A1 und A2 gelangten hiergegen am 12. August 2008 mit Beschwerde ans Verwaltungsgericht und beantragten, den Entscheid der Bildungsdirektion aufzuheben. </p> <p class="Urteilstext">Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts wÃ¤re es Sache der Bildungsdirektion gewesen, Ã¼ber die ZulÃ¤ssigkeit des Privatunterrichts als erste Instanz zu entscheiden. Folglich trat es auf die Beschwerde mit Entscheid vom 22. Oktober 2008 nicht ein und leitete sie an den Regierungsrat zur Behandlung als Rekurs weiter. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Bereits am 28. Juli 2008 hatte die Bildungsdirektion sodann verfÃ¼gt, dass die Ausbildung von A1 nicht als abgeschlossene Lehrerausbildung im Sinne von § 69 Abs. 3 VSG anerkannt werde; der Privatunterricht der vier noch schulpflichtigen Kinder wurde deshalb per 15. August 2008 untersagt.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Auch gegen diese VerfÃ¼gung rekurrierten A1 und A2 an den Regierungsrat und beantragten, die Nichtigkeit der VerfÃ¼gung festzustellen; eventualiter sei sie aufzuheben.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Staatskanzlei vereinigte die beiden vor Regierungsrat hÃ¤ngigen Rekursverfahren am 13. Januar 2009 und leitete den Schriftenwechsel ein. Mit Beschluss vom 23. Dezember 2009 hiess der Regierungsrat die Rekurse insoweit gut, als sie Dispositiv-Ziffer II der VerfÃ¼gung der Bildungsdirektion vom 22. Juli 2008 (das heisst die Kostenauflage) ersatzlos aufhob. Im Ãbrigen wies er die Rekurse ab, soweit sie nicht gegenstandslos waren.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>IV. </b> </p> <p class="Urteilstext">A1 und A2 gelangten gegen diesen Beschluss mit Beschwerde vom 8. Februar 2010 an das Verwaltungsgericht. Sie beantragten, den angefochtenen Beschluss sowie die VerfÃ¼gungen der Bildungsdirektion vom 22. und 28. Juli 2008 aufzuheben, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge.</p> <p class="Sachverhalt2">Mit Eingaben vom 8. bzw. 9. MÃ¤rz 2010 ersuchten Bildungsdirektion und Staatskanzlei um Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Das Verwaltungsgericht beurteilt unter anderem Beschwerden gegen letztinstanzliche Anordnungen von VerwaltungsbehÃ¶rden, soweit das Gesetz keine abweichende ZustÃ¤ndigkeit vorsieht oder eine Anordnung als endgÃ¼ltig bezeichnet (§ 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). FÃ¼r die Beschwerde gegen den vorliegenden Rekursentscheid des Regierungsrats ist das Verwaltungsgericht somit zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrenden stellen ein Ausstandsbegehren gegen sÃ¤mtliche Personen, die beim Beschluss des Verwaltungsgerichts vom 22. Oktober 2008 mitgewirkt haben oder auf andere Weise daran beteiligt gewesen seien. </p> <p class="Urteilstext">Da nur die von den BeschwerdefÃ¼hrenden genannten Personen am Beschluss vom 22. Oktober 2008 beteiligt waren und der vorliegende Entscheid ohne deren Mitwirkung ergeht, erweist sich das Begehren als gegenstandslos.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Im Streit liegt die Ausbildung der schulpflichtigen Kinder der BeschwerdefÃ¼hrenden. Sie wurden bisher durch ihre Mutter, der BeschwerdefÃ¼hrenden A1, zu Hause unterrichtet; dabei absolvierten sie auch das Fernschulprogramm auslÃ¤ndischer Schulen. Mit Blick auf das Inkrafttreten des neuen Volksschulgesetzes vom 7. Februar 2005 untersagten die kantonalen BildungsbehÃ¶rden diese UnterrichtsfÃ¼hrung ab dem Schuljahr 2008/2009. Dagegen richtet sich die Beschwerde.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Obschon die Bundesverfassung vom 19. April 1999 (BV) keine ausdrÃ¼ckliche Bestimmung dazu enthÃ¤lt, gelten das Betreiben und der Besuch privater BildungsstÃ¤tten als grundrechtlich geschÃ¼tzt. Angerufen werden kÃ¶nnen etwa die persÃ¶nliche Freiheit, das Recht auf Achtung des Privatlebens, die Glaubens- und Gewissensfreiheit, die MeinungsÃ¤usserungsfreiheit, die Vereinigungsfreiheit oder die Wirtschaftsfreiheit (vgl. Giovanni Biaggini in: Isabelle HÃ¤ner/Markus RÃ¼ssli/Evi Schwarzenbach, Kommentar zur ZÃ¼rcher Kantonsverfassung, ZÃ¼rich 2007, Art. 15 N. 4). Art. 15 der Verfassung des Kantons ZÃ¼rich vom 27. Februar 2005 (KV, LS 101) gewÃ¤hrleistet unter dem Marginale "Schulfreiheit" sodann explizit das Recht auf GrÃ¼ndung, Organisation und Besuch privater BildungsstÃ¤tten. Diese Bestimmung dÃ¼rfte trotz des Wortlauts auch den sogenannten Privatunterricht einschliessen (vgl. Biaggini, Art. 15 N. 8 Anm. 20; Markus RÃ¼ssli, in HÃ¤ner/derselbe/Schwrzenbach, Art. 117 N. 10; ferner Pius Gebert, Das Recht auf Bildung nach Art. 13 des UNO-Paktes Ã¼ber wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, St. Gallen 1996, S. 555 ff., S. 594 f.). Sodann umfasst Art. 13 Abs. 3 und 4 des UNO-Paktes Ã¼ber wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte vom 16. Dezember 1966 (SR 0.103.1) das Recht der Eltern, ihre Kinder auch in nichtÃ¶ffentlichen Bildungseinrichtungen unterrichten zu lassen, sowie die Freiheit, eine Privatschule zu grÃ¼nden und zu fÃ¼hren (vgl. auch Gebert, S. 605 ff.; Markus RÃ¼ssli, Rechtsstellung und Bedeutung der Privatschulen im Kanton ZÃ¼rich, in Thomas GÃ¤chter/Tobias Jaag [Hrsg.], Das neue ZÃ¼rcher Volksschulrecht, ZÃ¼rich/St. Gallen 2007, S. 35 ff., S. 41).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die Bundesverfassung sieht allerdings auch vor, dass alle Kinder in den Genuss ausreichenden Grundschulunterrichts kommen mÃ¼ssen; der Grundschulunterricht ist obligatorisch und untersteht staatlicher Leitung oder Aufsicht (Art. 62 Abs. 2 BV). Im Kanton ZÃ¼rich besteht eine allgemeine Schulpflicht fÃ¼r die Dauer von in der Regel elf Jahren (2-jÃ¤hrige Kindergartenstufe, 6-jÃ¤hrige Primarstufe, 3-jÃ¤hrige Sekundarstufe I); wer das 16. Altersjahr vollendet hat, wird aus der Schulpflicht entlassen (Art. 3 ff. VSG).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Privatschulen, welche die gleichen Aufgaben wie die Ã¶ffentliche Volksschule erfÃ¼llen, sind bewilligungspflichtig und unterstehen staatlicher Aufsicht (Art. 117 Abs. 1 KV). Die Gesetzgebung konkretisierte diese Bewilligungspflicht wie folgt: Privatschulen, an denen die Schulpflicht erfÃ¼llt werden kann, benÃ¶tigen eine Bewilligung der Direktion. Diese wird erteilt, wenn die dort angebotene Bildung gleichwertig ist wie die Bildung an der Ã¶ffentlichen Schule (§ 68 Abs. 1 VSG). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Als Privatunterricht gelten Einzelunterricht und der Unterricht in einer Gruppe bis zu fÃ¼nf SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼lern (Art. 69 Abs. 1 VSG; vgl. dazu auch Bruno Mascello, Elternrecht und Privatschulfreiheit, St. Gallen 1995, S. 125 f.). GemÃ¤ss § 69 Abs. 3 VSG in Verbindung mit § 9 Abs. 2 der Ãbergangsordnung zum Volksschulgesetz vom 28. Juni 2006 [LS 412.100.2] darf ein lÃ¤nger als ein Jahr dauernder Privatunterricht ab dem Schuljahr 2008/2009 nur von Personen mit abgeschlossener Lehrerausbildung erteilt werden (vgl. dazu auch § 73 Abs. 3 der Volksschulverordnung vom 28. Juni 2006 [LS 412.101]). Diese Regelungen sind per 20. August 2007 in Kraft getreten; es kann dazu auf die zutreffenden AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz verwiesen werden (§ 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>Die dargelegten kantonalen Gesetzesbestimmungen schrÃ¤nken die Eltern in der Wahl, ob und wie sie ihre Kinder schulen lassen wollen, ein. Es ist im Sinn einer akzessorischen PrÃ¼fung zu entscheiden, ob und inwieweit diese Eingriffe in die Schul- und Unterrichtsfreiheit zulÃ¤ssig sind (zur akzessorischen PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts: Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 50 N. 117 ff.). </p> <p class="Urteilstext">Erweisen sich die gesetzlichen Regelungen als zulÃ¤ssig, ist deren Anwendung auf die vorliegende Streitsache zu prÃ¼fen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.7 </b>Als Eingriffe in die Schulfreiheit oder allfÃ¤llige andere verfassungsmÃ¤ssige Rechte mÃ¼ssen fÃ¼r die formellgesetzlichen Vorschriften von § 68 und § 69 VSG ein Ã¶ffentliches Interesse bestehen und die Regelung verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein (Art. 36 Abs. 2 und 3 BV). Dabei verlangt der Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit, dass die in ein Grundrecht eingreifende Massnahme geeignet ist, das angestrebte Ergebnis herbeizufÃ¼hren, und dass dieses nicht durch eine mildere Massnahme erreicht werden kann. Er verbietet alle EinschrÃ¤nkungen, die Ã¼ber das angestrebte Ziel hinausgehen, und erfordert ein vernÃ¼nftiges VerhÃ¤ltnis zwischen diesem und den betroffenen Ã¶ffentlichen und privaten Interessen (BGE 135 I 209 E. 3.3.1; Ulrich HÃ¤felin/Walter Haller/Helen Keller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 7. A., ZÃ¼rich etc. 2008, Rz. 321 ff; Rainer J. Schweizer in: Bernhard Ehrenzeller et al. [Hrsg.], Die Schweizerische Bundesverfassung, Kommentar, 2. A., ZÃ¼rich etc. 2008, Art. 36 N. 22 ff.). </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen geltend, dass ihre Kinder von zwei auslÃ¤ndischen Fernschulen unterrichtet werden, nÃ¤mlich von den Schulen G und M. Im Verlauf des Verfahrens haben sie sich deshalb (auch) auf den Standpunkt gestellt, die Form der Stoffvermittlung stelle eine innovative und bewÃ¤hrte Form einer verfassungsrechtlich geschÃ¼tzten Privatschule dar; die Kinder wÃ¼rden von ausgebildeten Lehrern von Privatschulen unterrichtet, die mehr als fÃ¼nf SchÃ¼ler betreuten. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.1.1 </b>Mit der Erteilung der Privatschulbewilligung Ã¼bertrÃ¤gt der Kanton Privaten eine Ã¶ffentliche Aufgabe, die grundsÃ¤tzlich ihm obliegt; er hat von Verfassung wegen fÃ¼r einen ausreichenden obligatorischen Grundschulunterricht unter staatlicher Leitung oder Aufsicht zu sorgen (Art. 62 BV; vgl. Bernhard Ehrenzeller/Markus Schott in: Ehrenzeller et al., Art. 62 N. 29 ff.). Dabei ist es zulÃ¤ssig, Bewilligungen Personen und Organisationen vorzubehalten, von denen er die redliche ErfÃ¼llung der ihnen Ã¼bertragenen Aufgaben vertrauensvoll erwarten kann (BGr, 28. April 2003, 2P.296/2002, E. 4.1.2 mit Hinweisen, www.bger.ch). </p> <p class="Urteilstext">Eine sinnvolle BeschrÃ¤nkung der Elternrechte bei der Wahl der Schulbildung ist auch aus vÃ¶lkerrechtlicher Sicht zulÃ¤ssig (vgl. Gebert, S. 558 f.). </p> <p class="Erwgung3"><b>4.1.2 </b>Vor diesem Hintergrund ist das Erfordernis einer Bewilligung fÃ¼r Privatschulen, an denen die Schulpflicht erfÃ¼llt wird (§ 68 Abs. 1 VSG), ohne weiters als verfassungs- und vÃ¶lkerrechtskonform zu qualifizieren. Dasselbe gilt fÃ¼r das aus der Bewilligungspflicht fliessende Verbot, Kinder an nicht zugelassenen privaten Schulen ausbilden zu lassen. Besuchen schulpflichtige Kinder eine unbewilligte bzw. eine nicht anerkannte private Institution, kÃ¶nnen die BehÃ¶rden dieselben Anordnungen treffen, wie wenn das Kind Ã¼berhaupt nicht zum Unterricht geht (Herbert Plotke, Schweizerisches Schulrecht, 2. A., Bern etc. 2003, S. 682). </p> <p class="Erwgung3"><b>4.1.3 </b>Im grundsÃ¤tzlichen Erfordernis einer Bewilligung lÃ¤sst sich auch kein Verstoss gegen die Wirtschaftsfreiheit erblicken. Ob einer Schule die Bewilligung zu Unrecht verweigert wurde und deshalb eine Rechtsverletzung vorliegt, ist einzelfallabhÃ¤ngig. </p> <p class="Erwgung3">Die Regelung von § 68 Abs. 1 VSG erweist sich damit als verfassungs- und vÃ¶lkerrechtskonform. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Ist die Schulung der Kinder hingegen als Privatunterricht zu werten, so stellt sich die Frage nach der Verfassungs- und VÃ¶lkerrechtsmÃ¤ssigkeit von § 69 Abs. 3 VSG. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.1 </b>Wie bei den Privatschulen gilt auch hier, dass die getroffene Regelung des Privatunterrichts von § 69 Abs. 3 VSG im Ã¶ffentlichen Interesse liegen und verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein muss.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.2 </b>Die Unterrichtung schulpflichtiger Kinder durch Fachpersonen liegt offensichtlich im Interesse der UnterrichtsqualitÃ¤t und damit im Ã¶ffentlichen Interesse. Dass fÃ¼r die AusÃ¼bung der LehrtÃ¤tigkeit eine entsprechende Ausbildung verlangt wird, erscheint ohne weiteres als eine geeignete Massnahme im Interesse der UnterrichtsqualitÃ¤t.</p> <p class="Urteilstext">Wenn Eltern ihre Kinder selbst unterrichten, lÃ¤sst es sich denn auch als selbstverstÃ¤ndlich bezeichnen, dass die Eltern Ã¼ber eine entsprechende LehrbefÃ¤higung und -bewilligung verfÃ¼gen mÃ¼ssen (vgl. Plotke, S. 477). </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.3 </b>Den BeschwerdefÃ¼hrenden schwebt als Alternative periodische Kontrollen, allenfalls kombiniert mit PrÃ¼fungen, vor. </p> <p class="Urteilstext">Eine zuverlÃ¤ssige Beurteilung von unterrichtenden Laien wÃ¼rde aufwendige Kontroll- und Begleitmassnahmen nahelegen, welche dem Staat als AufsichtsbehÃ¶rde einen grossen Aufwand bereiten wÃ¼rden. </p> <p class="Urteilstext">Eine periodische PrÃ¼fung der Kinder gibt sodann nur sehr bedingt Aufschluss Ã¼ber die FÃ¤higkeiten einer unterrichtenden Person: Bekanntlich ist die Bandbreite in jeder Schulklasse gross â trotz ein und derselben Lehrperson hat es regelmÃ¤ssig Kinder mit sehr guten Leistungen, jedoch auch solche mit bloss genÃ¼genden oder gar ungenÃ¼genden Leistungen. Mithin hÃ¤ngt die Leistung von Kindern nur teilweise mit der QualitÃ¤t des Unterrichts zusammen. Die Beurteilung der LehrtÃ¤tigkeit anhand der Leistungen der SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼ler mag ein zusÃ¤tzliches Kriterium sein, kann das objektive Kriterium einer entsprechenden Ausbildung aber nicht gleichwertig ersetzen.</p> <p class="Urteilstext">Die von den BeschwerdefÃ¼hrenden vorgeschlagenen Alternativmassnahmen wÃ¤ren zwar mÃ¶glicherweise milder als das Erfordernis der abgeschlossenen Lehrerausbildung. Angesichts des damit fÃ¼r das Gemeinwesen verbundenen Mehraufwandes fehlt es indessen an der PraktikabilitÃ¤t. Das Erfordernis der abgeschlossenen Lehrerausbildung ist daher fÃ¼r den Privatunterricht â ebenso wie beim Normalklassenunterricht â im Grundsatz ein rechtmÃ¤ssiges Zulassungskriterium. Im Erfordernis der abgeschlossenen Lehrerausbildung liegt denn auch keine verbotene Ungleichbehandlung oder gar Diskriminierung von Personen ohne Ausbildung. Das Kriterium der Ausbildung rechtfertigt im vorliegenden Zusammenhang offenkundig eine unterschiedliche Behandlung.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.4 </b>Es gibt stets FÃ¤lle, in welchen wegen besonderer UmstÃ¤nde Privatunterricht auch durch Personen ohne Ausbildung zugelassen werden muss. FÃ¼r solche FÃ¤lle sieht das Gesetz die ZulÃ¤ssigkeit bis zur Dauer von einem Jahr vor. Unter BerÃ¼cksichtigung dessen erscheint die Regelung grundsÃ¤tzlich als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Besondere zwingende Konstellationen mÃ¶gen mit Blick auf Art. 36 Abs. 3 BV weitere Ausnahmen im Einzelfall zulassen. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.5 </b>Anzumerken ist ferner, dass der Unterricht wohl nicht in allen Teilen durch eine Person mit abgeschlossener Ausbildung gefÃ¼hrt werden muss. Der Gesetzestext ist aber dahingehend zu verstehen, dass die Lehrerausbildung jedenfalls bei der verantwortlichen Hauptlehrperson vorhanden sein muss. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.6 </b>In diesem Sinne ausgelegt, erweist sich die Bestimmung von § 69 Abs. 3 VSG als verfassungs- und vÃ¶lkerrechtskonform.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2">Es ist somit zu prÃ¼fen, ob die Anordnungen der BildungsbehÃ¶rden im konkreten Fall rechtmÃ¤ssig sind.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Soweit die Kinder der BeschwerdefÃ¼hrenden SchÃ¼ler der oben erwÃ¤hnten deutschen Fernschulen sind, gilt Folgendes: Es bestehen keine Hinweise darauf, dass die beiden Schulen um eine Bewilligung der Direktion im Sinn von § 68 Abs. 1 VSG ersucht hÃ¤tten. Wenn die genannten Schulen aber kein Gesuch um eine Bewilligung oder Anerkennung gestellt haben, ist nicht ersichtlich, weshalb eine Missachtung staatsvertraglicher Verpflichtungen oder ein unzulÃ¤ssiger Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit vorliegen sollte. Die BeschwerdefÃ¼hrenden sprachen im ersten Beschwerdeverfahren zwar von einer behÃ¶rdlichen Anerkennung in der Schweiz. Sie bezogen sich dazu aber bloss auf das schweizerische Bundesamt fÃ¼r Kultur, welches auf die Schulen hinweist; daraus lÃ¤sst sich nicht auf eine Anerkennung als Privatschule durch eine schweizerische BehÃ¶rde schliessen.</p> <p class="Erwgung2">Vor diesem Hintergrund kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Kinder eine zugelassene Privatschule im Sinn von § 68 Abs. 1 VSG besuchen. Die Teilnahme am Fernunterricht der beiden genannten Schulen ist deshalb nicht geeignet, die Kinder von der ordentlichen Schulpflicht zu befreien.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Sodann stellt sich die Frage nach der ZulÃ¤ssigkeit des privaten Unterrichts durch die BeschwerdefÃ¼hrende A1. </p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.1 </b>Nachdem die genannten Fernkurse keinen Besuch einer von der Direktion zugelassenen Privatschule bedeuten, erscheint die BeschwerdefÃ¼hrende A1 als die verantwortliche Lehrperson im Sinne von § 69 Abs. 3 VSG (vgl. dazu auch oben 4.2.5).</p> <p class="Erwgung3">Mit der Beschwerde wird nicht geltend gemacht, die BeschwerdefÃ¼hrende A1 wÃ¼rde Ã¼ber eine abgeschlossene Lehrerausbildung im Sinn von § 69 Abs. 3 VSG verfÃ¼gen. Die Vorinstanz hat denn auch zutreffend dargelegt, dass der absolvierte Kurs an einer Bibelschule nicht als abgeschlossene Lehrerausbildung gilt; es lÃ¤sst sich darauf verweisen (§ 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG). </p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.2 </b>Besondere UmstÃ¤nde, welche ein Abweichen vom Erfordernis der abgeschlossenen Lehrerausbildung nahelegen wÃ¼rden, sind nicht ersichtlich. Weder bei den Eltern noch bei den Kindern wird ein besonderes Interesse am Privatunterricht substantiiert behauptet oder ist ein solches ersichtlich. Dass die BeschwerdefÃ¼hrende A1 bereits ihre Ã¤lteren Kinder privat unterrichtet hat, dass sie deshalb schon eine gewisse Unterrichtserfahrung hat und dass der Unterricht unter der frÃ¼heren Rechtslage positiv beurteilt worden war kann dazu nicht ausreichen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2">Es bleibt zu prÃ¼fen, ob die erhÃ¶hten Anforderungen im neuen Volksschulgesetz im vorliegenden Fall mit Blick auf den Vertrauensschutz unbeachtlich bleiben mÃ¼ssen.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Das Prinzip des Vertrauensschutzes steht einer Ãnderung des geltenden Rechts grundsÃ¤tzlich nicht entgegen. Die Privaten mÃ¼ssen mit GesetzesÃ¤nderungen rechnen. Der Vertrauensgrundsatz kann immerhin angerufen werden, wenn die Privaten durch eine unvorhergesehene RechtsÃ¤nderung in schwer wiegender Weise in ihren Dispositionen getroffen werden und kaum eine MÃ¶glichkeit der Anpassung an die neue Rechtslage haben. In solchen FÃ¤llen kann sich ein Anspruch auf eine angemessene Ãbergangsregelung ergeben (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. A., ZÃ¼rich etc. 2006, Rz. 642). </p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Es ist vorliegend nicht ersichtlich, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden schwer wiegend in ihren Dispositionen betroffen wÃ¤ren. Es spricht nichts Entscheidendes dagegen, ihre noch schulpflichtigen Kinder fÃ¼r den Rest der obligatorischen Schulzeit in einer Ã¶ffentlichen oder privaten Schule unterrichten zu lassen. Zudem hatte der Regierungsrat eine angemessene Ãbergangsregelung von rund zwei Jahren vorgesehen (vgl. § 9 Abs. 2 der Ãbergangsordnung zum Volksschulgesetz). Ein Anspruch auf FortfÃ¼hrung der bisherigen Unterrichtsform ist somit auch unter BerÃ¼cksichtigung der frÃ¼heren Regelung nicht gegeben.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b>Daran wÃ¼rde auch nichts Ã¤ndern, wenn die Bildungsdirektion im Rahmen der Beratungen zum Volksschulgesetz geÃ¤ussert hÃ¤tte, bisheriger Hausunterricht werde weiterhin gewÃ¤hrleistet sein. Zum einen musste den Adressaten einer solchen Ãusserung klar sein, dass die Bildungsdirektion bei der kÃ¼nftigen Gestaltung des Volksschulgesetzes nur mitwirken, nicht aber entscheiden konnte. Sodann bleibt es auch im Fall einer Zusicherung dabei, dass keine Dispositionen zum Schaden der BeschwerdefÃ¼hrenden ersichtlich sind (vgl. HÃ¤felin/MÃ¼ller/Uhlmann, Rz. 686).</p> <p class="Erwgung2"><b>6.4 </b>In diesem Zusammenhang bleibt schliesslich zu erwÃ¤hnen, dass auf Seiten der BeschwerdefÃ¼hrenden keine Besitzstandsgarantie oder wohlerworbene Rechte vorliegen, welche die GesetzesÃ¤nderung Ã¼berdauern wÃ¼rden. </p> <p class="Erwgung2"><b>6.5 </b>Zusammengefasst vermÃ¶gen die BeschwerdefÃ¼hrenden aus dem Vertrauensgrundsatz nichts zu ihren Gunsten abzuleiten.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2">Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen schliesslich geltend, die Bildungsdirektion behandle nicht alle FÃ¤lle von "Homeschooling" gleich. Insbesondere bei Fahrenden und Schaustellern gelte eine andere, liberale Praxis.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>Wie oben ausgefÃ¼hrt, ist die Regelung von § 69 Abs. 3 VSG dahingehend auszulegen, dass bei Vorliegen besonderer zwingender Konstellationen auf eine abgeschlossene Lehrerausbildung verzichtet werden kann. Unter diesem Aspekt sind allfÃ¤llige Ausnahmen im Bereich von fahrenden Personen nicht zu beanstanden. Die BeschwerdefÃ¼hrenden, bei welchen keine aussergewÃ¶hnlichen LebensumstÃ¤nde ersichtlich sind, vermÃ¶gen daraus nichts zu ihren Gunsten abzuleiten.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>Dasselbe gilt selbstredend fÃ¼r den Umstand, dass in der Gemeinde Z ein Schulversuch stattfindet, der von den Kindern eine besondere SelbstÃ¤ndigkeit verlangt. Es liegt weder eine Fernschule vor, noch erfolgt der Unterricht durch Lehrpersonen ohne abgeschlossene Lehrerausbildung.</p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Erwgung2">Der Regierungsrat hat das Verfahren betreffend die Schulung von D als gegenstandslos abgeschrieben, weil dieser wÃ¤hrend des Rekursverfahrens 16-jÃ¤hrig geworden war und damit seine Schulpflicht erfÃ¼llt hatte. Diese BegrÃ¼ndung erweist sich als zutreffend und wird mit der BeschwerdebegrÃ¼ndung nicht beanstandet.</p> <p class="Erwgung1"><b>9. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zusammengefasst ist die Beschwerde demnach abzuweisen. AusgangsgemÃ¤ss sind die Verfahrenskosten den BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte unter solidarischer Haftung aufzuerlegen (§ 13 in Verbindung mit § 70 VRG). Als unterliegende Partei steht ihnen ferner keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte unter solidarischer Haftung auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. </p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>