B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-4919/2008 U r t e i l v o m 1 9 . M ä r z 2 0 1 2 Besetzung Richterin Regula Schenker Senn (Vorsitz), Richterin Gabriela Freihofer, Richter Kurt Gysi, Gerichtsschreiberin Anna Poschung. Parteien A._______, geboren am (…), B._______, geboren am (…), C._______, geboren am (…), D._______, geboren am (…), Staatsangehörigkeit unbekannt (angeblich Somalia), alle vertreten durch (…), Beschwerdeführende, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 9. Juli 2008 / N (…). E-4919/2008 Seite 2 Sachverhalt: A. Die Beschwerdeführenden verliessen ihr Heimatland gemäss eigenen Angaben am 7. Juli 2006 und reisten via Kenia, ein ihnen unbekanntes Land und Frankreich am 11. Juli 2006 in die Schweiz ein. Gleichentags suchten sie in der Schweiz im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) E._______ um Asyl nach. Anlässlich der Befragung zur Person vom 27. Juli 2006 im Transitzentrum F._______ und der einlässlichen Anhörung zu den Asylgrün den vom 9. August 2006 (erstrubrizierter Beschwerdeführer) sowie vom 14. August 2006 (zweitrubrizierte Beschwerdeführerin) machten die Beschwerdefüh- renden im Wesentlichen geltend, sie seien somalische Staatsangehörige aus Mogadischu mit letztem Wohnsitz in G._______ (Quartier H._______, Somalia) und seien beide bajunischer Volkszugehörigkeit. Der Beschwer- deführer sei bajunischer Muttersprache, spreche daneben auch Englisch, wenig Arabisch und Swahili, hingegen kein Somali. Die Muttersprache der Beschwerdeführerin sei Bajuni beziehungsweise Katchi , daneben spr e- che sie wenig Swahili . Ihr Heimatland Somalia hätten sie verlassen, weil dort Krieg herrsche und gekämpft werde. Zudem hätten sie den Zorn e i- nes Onkels der zweitrubrizierten Beschwerdeführer in – bei welchem sie seit dem Tod ihrer Mutter gelebt und welcher sie sehr schlecht behandelt habe – auf sich gezogen, weil dieser die Beschwerdeführerin an einen ä l- teren Mann habe verheiraten wollen, sie sich aber dagegen gewehrt habe und deswegen in eine Moschee geflüchtet sei. Dort habe sie den B e- schwerdeführer kennengelernt und diesen im Januar 2006 geheiratet. Der Onkel, ein einflussreicher Mann und guter Freund des Militärchefs I._______, habe sodann nach den Beschwerdeführenden gesucht und am 17. März 2006 das Haus des Beschwerdeführers in Brand gesetzt. Aus diesen Gründen hätten sie sich zur Ausreise entschlossen. Als Beweismittel gaben die Beschwerdeführenden zwei somalische Iden- titätskarten, zwei somalische Geburtsurkunden sowie ein handschriftl i- ches fremdsprachiges Schreiben zu den Akten. Reisepässe h aben sie gemäss eigenen Angaben nie besessen. B. Am 12. November 2006 wurde die Beschwerdeführerin C._______ gebo- ren. E-4919/2008 Seite 3 C. Zur Abklärung ihrer Herkunft führte das BFM am 2. Mai 2007 und 16. Oktober 2007 Lingua-Analysen mit den Beschwerdeführenden durch. Am 7. Mai 2008 gewährte es ihnen das rechtliche Gehör zu den daraus gewonnenen Erkenntnissen, wonach sie beide – entgegen ihren Anga - ben – nicht aus Somalia stammten sowie die Behörden über ihre Identität getäuscht hätten und diese verschleiern wollten. Mit Stellungnahme vom 22. Mai 2008 hielten die Besch werdeführenden an den geltend gemachten Identitäten fest . Auf deren entscheidwesentli- chen Inhalt wird in den Erwägungen eingegangen. D. Am 5. Juni 2008 reichten die Beschwerdeführenden ein ärztliches Zeu g- nis betreffend die zweitrubrizierte Beschwerdeführerin von Dr. med. J._______, Allgemeinmedizin FMH, (...), datiert vom 2. Juni 2008, zu den Akten. E. Das BFM lehnte mit Verfügu ng vom 9. Juli 2008 – Eröffnungsdatum un- bekannt – die Asylgesuche der Beschwerdeführenden ab und verfügte ih- re Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug. Auf die Begrü n- dung der Verfügung wird, soweit entscheidwesentlich, in den Erwägungen eingegangen. F. Mit Beschw erde vom 24. Juli 2008 beantrag ten die Beschwerdeführe n- den die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Zuerkennung ihrer Flüchtlingseigenschaft und die Asylgewährung. Eventualiter sei en sie vo rläufig aufzunehmen wegen Unzulässigkeit oder Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung. In prozessualer Hinsicht sei ihnen die u n- entgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs.1 zu gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten. Als Beweismit- tel reichten sie eine Bestätigung ihrer Fürsorgeabhängigkeit, vom 24. Juli 2008, zu den Akten. G. Mit Zwischenverfügung vom 21. August 2008 hiess die Instruktionsrichte- rin das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gut und verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. E-4919/2008 Seite 4 H. Die Beschwerdeführenden reichten mit Eingaben vom 1. Oktober 2008 und 19. November 2008 weitere Beweismittel, darunter zwei ärztliche Be- richte betreffend die zweitrubrizierte Beschwerdeführerin von Dr. med. J._______ vom 8. Sept ember 2008 sowie einen Abklärungsbericht von Dres. med. K._______ und L._______, Integrierte Psychiatrie (…), vom 31. Oktober 2008, zu den Akten. I. Mit Zwischenverfügung vom 24. April 2009 setzte die Instruktionsrichterin der Vorinstanz Frist zur Einreichung einer Vernehmlassung. Das BFM beantragte mit Vernehmlassung vom 7. Mai 2009, welche den Beschwerdeführenden am 8. Juni 2009 zur Stellungnahme zugestellt wurde, die Abweisung der Beschwerde. Mit Replik vom 22. Juni 2009 hielten die Beschwerdeführenden an ihrer Rechtsmitteleingabe fest. J. Am 22. Oktober 2009 wurde der Beschwerdeführer D._______ geboren. K. Mit Eingabe vom 26. Januar 2011, welche von der Instruktionsrichterin mit Schreiben vom 3. Februar 2011 beantwortet wurde, ersuchten die B e- schwerdeführenden um Auskunft über den aktuellen Verfahrensstand und reichten eine Kostennote zu den Akten. L. Mit Zwischenverfügung vom 14. September 2011 lud die Instruktionsric h- terin die Vorinstanz unter Hinweis auf die veränderten familiären Umstä n- de de r Beschwerdeführenden und die aktuelle Situation in ihrer He r- kunftsregion (Horn von Afrika) ein, sich innert Frist erneut vernehmen zu lassen. Mit Vernehmlassung vom 29. September 2011, welche den Beschwerd e- führenden am 3. Oktober 2011 zur Kenntnis zugestellt wurde, beantragte das BFM weiterhin die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führ- te es an, aus seiner Sicht rechtfertigten weder die veränderten familiären Umstände der Beschwerdeführenden noch die aktuelle Situation am Horn von Afrika eine Änderun g seines Standpunktes, da die Kinder einerseits noch nicht im schulpflichtigen Alter seien und das BFM andererseits zum Schluss gekommen sei, dass die Herkunftsregion der Beschwerdefü h- renden nicht das Horn von Afrika sei. E-4919/2008 Seite 5 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM ge- hört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Au s- nahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwa l- tungsgericht ist daher zuständig f ür die Beurteilung der vorliegenden B e- schwerde und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig , ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bunde s- gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 1.2. Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 1.3. Die Beschwerde ist frist - und formgerecht eingereicht. Die Beschwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilg e- nommen, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei- se Änderung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrec ht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). E-4919/2008 Seite 6 3. 3.1. Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen Fl uchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG). 3.2. Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für g e- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentl i- chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 4. 4.1. Das BFM führte zur Begründung seiner Verfügung im Wesentlichen an, die Vorbringen der Beschwerdeführenden würden aufgrund tats a- chenwidriger Angaben den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit nicht genügen, weshalb deren Asylrelevanz nicht geprüft werden müsse. Zur Feststellung der Identität der Beschwerdeführenden habe das BFM mehrere Lingua -Analysen erstellen lassen. Aufgrund dieser sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin Katchi als Muttersprache vo r- täusche und vorgebe, nicht Swahili (gleichbedeutend mit Kiswahili) zu sprechen, um eine Anhörung durch das BFM zu verhindern und ihre wah- re Nationalität zu verschleiern. Trotz mehrere n Versuchen des BFM, mit ihr eine Anhörung durchzuführen und ihre Muttersprache zu eruieren, sei ihre Herkunft unklar geblieben. In Bezug auf den Beschwerdeführer we r- de von einer Sozialisier ung und einem Schulbesuch in Kiswahili ausg e- gangen, was den eigenen Angaben des Beschwerdeführers widerspre- che, wonach er Kiswahili lediglich verstehen, aber nur wenig sprech en könne. Seine Englischkenntnisse liessen darauf schliessen, dass er aus Ostafrika stamme. Aufgrund des relativ hohen Niveaus seiner Englisch-E-4919/2008 Seite 7 kenntnisse sei wenig glaubhaft, dass er die Sprache über Dritte gelernt habe. Der Experte, welcher das vom Beschwe rdeführer bei einem zwe i- ten Interview gesprochene Kiswahili analysiert habe, sei zum Schluss g e- kommen, dass der Beschwerdeführer sehr gut das Kiswahili von M._______ (Kenia) spreche. Seine Bajuni -Kenntnisse seien zwar gut, aber nicht gut genug, um als Mutt ersprache zu gelten, was seinen Ang a- ben widerspreche, wonach Bajuni seine Muttersprache sei. Zweifelhaft sei sodann, dass er angeblich sein ganzes Leben in Somalia verbracht habe, ohne jemals mit der somalischen Sprache in Berührung gekommen zu sein und wenigstens ein bisschen Somali gelernt zu haben. Ein weite- rer Experte habe festgestellt, der Beschwerdeführer spreche ein perfek- tes Standard-Kiswahili und verwende manchmal Formen, die dem Bajuni zugeordnet werden könnten. Ein anderer Experte wiederum sei zu m Schluss gekommen, sein Englisch entspreche nicht demjenigen eines Kenianers, eher demjenigen eines Somaliers. Allerdings erstaune es au f- grund des Profils sehr, dass er kein Somali spreche. Zusammenfassend kam das BFM zum Schluss, gestützt auf die im Gros sen und Ganzen übereinstimmenden Angaben der Experten zu den Sprachkenntnissen der Beschwerdeführenden sei nicht glaubhaft, dass sie aus Somalia stammten. Vielmehr entstehe der Eindruck, dass sie durch ihr Verhalten ihre wahre Identität und Nationalität verschleiern und verheimlichen wol l- ten. Die am 22. Mai 2008 abgegebene Stellungnahme der Beschwerd e- führenden sei nicht geeignet, die verschiedenen Lingua-Gutachten umzu- stossen. Unklar bleibe sodann nach wie vor, in welcher Sprache die B e- schwerdeführenden u ntereinander sprechen würden. Weiter überzeuge nicht, dass der Beschwerdefüh rer nach einem über (…)-jährigen Aufent- halt in Somalia kein Wort Somali sprechen könne. Zu den abgegebenen Identitätskarten und Geburtsscheinen führte das BFM aus, dass solche Dokumente leicht käuflich erwerbbar sei en und deshalb keinen Bewei s- wert bezüglich der somalischen Identität hätten. Vor dem Hintergrund, dass die Beschwerdeführenden nicht aus Somalia stammten, entbehrten ihre Vorbringen bezüglich der Verfolgung somit jegliche r Grundlage und seien daher als offensichtlich haltlos zu bezeichnen. 4.2. Die Beschwerdeführenden mach ten in ihrer Beschwerde geltend, dass die Meinungen über den Grad der Ähnlichkeiten der Sprachen Ki s- wahili und Kibajuni auseinander gingen. Aufschlussreich da zu sei ein Ur- teil des britischen Immigration Appeal Tribunal vom 1. Februar 2002. Ge- stützt auf die sich aus diesem Urteil ergebenden Erkenntnisse – wonach Kibajuni zwar mit Kiswahili verwandt, aber doch sehr unterschiedlich zum Kiswahili sei, wie es in der Gegend von Kenia direkt unterhalb der som a-E-4919/2008 Seite 8 lisch-kenianischen Grenze gesprochen werde, obwohl es einige gemei n- same Wörter gebe – sei die Kompetenz der vom BFM hinsichtlich der Dif- ferenzierung zwischen diesen Sprachen in den Dienst genommenen Li n- gua-Experten grundsätzlich in Frage zu stellen. Aus den Akten ergebe sich, dass zwar zwei der Experten Kiswahili sprechen würden, dass i n- dessen keiner Kibajuni beherrsche . Zudem sei keiner ostafrikanischer Herkunft. Die Gutachten der vom BFM beigezogenen Experten sei en da- her nicht geeignet, um abschliessend beurteilen zu können, ob die Kib a- juni-Kenntnisse des Beschwerdeführers einer Muttersprache würdig seien und ob die Beschwerdeführenden zur Vorbereitung des Gesprächs am 16. Oktober 2007 untereinander Kiswahili oder Kibajuni gesprochen hä t- ten. Weiter rügen die Beschwerdeführenden, dass die bei der Anhörung vom 14. August 2008 mitwirkende Dolmetscherin durch ihre Bemerku n- gen zur Sprache der Beschwerdeführerin ihre Kompetenzen überschritten habe und ihr Verhalten nicht mehr als objektiv bezeichnet werden könne. Indem das BFM die Intervention der Dolmetscherin aktiv gesucht habe, habe es seinen Ermessensspielraum überschritten. Die Feststellungen der Lingua -Experten, wonach der Beschwerdeführer sehr gut Kiswahili, bezi ehungsweise jenes Kiswahili von M._______ (Ke- nia) spreche, könnten dadurch erklärt werden , dass sich der sprachb e- gabte Beschwerdeführer mehrmals zum Fischverkauf in M._______ auf- gehalten habe und sich möglicherweise diese Kenntnisse dort angeeignet habe. Dem ihm vorgehaltenen Widerspruch bezüglich seiner Angaben zu seinen Kiswahili-Kenntnissen hielt er entgegen, er habe diesen im Verlau- fe des Verfahrens von sich aus angesprochen und erklärt, er spreche Kiswahili, so dass der Vorhalt des B FM zu kurz greife. Die von diesem unausgesprochene Annahme, er sei in Kenia aufgewachsen und habe dort Englisch gelernt, werde durch die Feststellung eines Experten, w o- nach sein Englisch eher demjenigen eines Somaliers (als demjenigen e i- nes Kenianers) entspreche, deutlich in Zweifel gezogen. Zu seinen fe h- lenden Somali-Kenntnissen verwies der Beschwerdeführer auf seine Ei n- gabe vom 22. Mai 2008 und führte aus, dass er sich aus persönlichen Gründen weigere, diese Sprache zu lernen. Weiter rügen die Beschwerdeführenden, dass di e Qualifikation der vom BFM eingesetzten Experten für die Beurteilung der Frage, ob die Mutte r- sprache der Be schwerdeführerin tatsächlich Katchi sei, frag lich sei, da keiner von ihnen diese Sprache beherrsche. Die geltend gemachten Sprachkenntnisse der Beschwerdeführenden liessen sich zudem aus ih- rer Biografie nachvollziehbar erklären. Untereinander würden sie Kibajuni E-4919/2008 Seite 9 sprechen. Dass die Beschwerdeführerin auf die Aufforderung hin, zu sprechen, nur gerade ein Wort auf Kibajuni über die Lippen gebracht h a- be, könne mit auf der Anhörungs situation gründenden Einschüchterung im Zusammenhang stehen. Soweit ihre Identitätspapiere betreffend, führen die Beschwerdeführenden aus, dass sich das BFM bezüglich seiner Fälschungsvorhalte offenbar auf die Akte 16 stütze. Der Expertenstatus der darin erwähnten "somalischen Auskunftspersonen" sei indessen nicht ausgewiesen und es sei fraglich, ob diese genügende Kenntnisse habe , eine in G._______ ausgestellte Identitätskarte als fehlerhaft zu beurteilen. Ihre Einwände seien daher stark zu relativieren, umso mehr als das BFM offenbar auf ihren Geburts- urkunden keine Mängel zu den Personalien festgestellt habe. Der blosse Hinweis auf die Käuflichkeit der Identitätsdokumente ohne weitere B e- gründung halte einer seriösen Prüfung nicht Stand. Für ihre geltend g e- machte Herkunft aus G._______ sprächen im Übrigen auch ihre detaillier- ten Ortskenntnisse sowie das eingerei chte Schreiben des "Ältesten von G._______". Zusammenfassend sei somit festzustellen, dass sie zumi n- dest mit überwiegender Wahrscheinlichke it aus G._______/Somalia stammten, dort aufgewachsen seien und bis zur Ausreise gelebt hätten, und dass ihre Muttersprachen Kibajuni beziehungsweise Katchi seien. 4.3. In seiner Vernehmlassung vom 7. Mai 2009 stellte sich das BFM auf den Standpunkt, dass eine Aussage in dem von den Beschwerdeführe n- den zitierten Urteil des britischen Immigration Appeal Tribunal die Argu- mentation des BFM unterstreiche, wonach beim Beschwerdeführer das Kiswahili klar vom Kibajuni unterscheidbar sei. Weiter hielten die Expe r- ten in ihren Gutachten übereinstimmend fest, dass er in Kiswahili sozial i- siert worden sei. Um eine Unterscheidung zwis chen diesen beiden Spr a- chen machen zu können, brauche ein Experte keine aktiven Kenntnisse des Kibajuni. Den Schilderungen des Beschwerdeführers folgend, müsste zudem davon ausgegangen werden, dass er seine angegebene Mutte r- sprache Kibajuni merklich besser sprechen würde als Kiswahili, was i n- dessen gemäss den Resultaten der Lingua-Gutachten nicht der Fall sei. Weiter führte das BFM aus, dass der Umstand, wonach der Beschwerd e- führer als angeblicher Fischer von Beruf Kibajuni, Kiswahili und Englisch, dagegen aber kein Somali spreche, nicht überzeuge. Zur Abklärung der Sprachkompetenz der Beschwerdeführenden habe das BFM einen sehr grossen Aufwand betrieben. Die Beschwerdeführenden ihrerseits seien nicht kooperativ gewesen und hätten bis anhin versucht, ihre Id entität zu E-4919/2008 Seite 10 verschleiern. Zu den eingereichten Dokumenten führte das BFM unter anderem aus, dass diese etliche Fälschungsmerkmale aufwiesen. 4.4. In ihrer Stellungnahme vom 22. Juni 2009 hielten die Beschwerd e- führenden dem BFM entgegen, aufgrund des erwähnten Ur teilszitats bleibe unklar, wie unterschiedlich die Sprachen Kiswahili und Kibajuni tat- sächlich seien. Insofern sei unverzichtbar , zwecks verlässlicher Her- kunftsanalyse einen Kibajuni sprechenden Sprachexperten beizuziehen. Mit der Feststellung, dass der Be schwerdeführer zwar gute Kenntnisse des Bajuni habe, dieses jedoch nicht gut genug spreche, um als Mutte r- sprache zu gelten, hätten sich die Experten weit mehr zugemutet, als e i- ne blosse Unterscheidung zwischen dem Kiswahili und dem Kibajuni . Ohne das Kibajuni zu beherrschen, hätten sie sich die Kompetenz zug e- mutet, beurteilen zu können, wie Kibajuni als Muttersprache gesprochen werde. Angesichts der Wahrscheinlichkeit, dass sich Kibajuni eben doch ziemlich stark von Kiswahili unterscheide, erscheine das Vor gehen der Experten als Kompetenzüberschreitung und lasse berechtigte Zweifel an der grundsätzlichen Zuverlässigkeit der Analysen zu. Entsprechend sei die Übernahme dieser Resultate durch die Vorinstanz als unzulässig zu werten. Weiter machten die Beschwerd eführenden ergänzende Angaben zu den fehlenden Somali-Kenntnissen des Beschwerdeführers, hielten an ihrer gelten gemachten Herkunft fest und widersprachen dem Vorhalt, wonach sie sich nicht kooperativ gezeigt und versucht hätten, über ihre Identität zu täuschen. 4.5. 4.5.1. Nach eingehender Prüfung der Akten gelangt das Bundesverwa l- tungsgericht übereinstimmend mit der Vorinstanz zum Schluss, dass die Vorbringen der Beschwerdeführenden den Anforderungen an die Glau b- haftigkeit nicht zu genügen vermögen. Nebst den zutreffenden Ausfüh- rungen des BFM bezüglich der Sprachkenntnisse – auf welche weiter un- ten einzugehen ist (E. 4.5.2.) – und der daraus zu schliessenden U n- glaubhaftigkeit ihrer Vorbringen, sind diese auch aufgrund realitätsfre m- der und nicht nachvollziehbarer Angaben als unglaubhaft zu erachten. So ergibt sich a us den Aussagen des Beschwerdeführers , dass die Mutter der Beschwerdeführerin etwa im August 2003 gestorben sei, sich seither deren Onkel mütterlicherseits um sie gekümmert habe und für sie ver- antwortlich gewesen sei. Spätestens im August 2004 sei die Beschwerde- führerin in eine Moschee geflüchtet, um einer von ihrem Onkel für sie ge- planten Verheiratung mit einem älteren Mann zu entgehen. Später, nach-E-4919/2008 Seite 11 dem sie den Beschwerdeführer kennengelernt habe, habe sie ihrem On- kel ihre Liebe zum Beschwerdeführer gestanden. Im Januar 2006 seien sie vom Imam der Moschee verheiratet worden , was den Zorn ihres O n- kels endgültig auf sie gezogen habe , so dass er sie beide habe umbrin- gen wollen. In Berücksichtigung dieser Vorbringen und insbesondere der heimatlichen Verhältnisse erscheint es als realitätsfremd, dass der Imam der Moschee die Beschwerdeführenden verheiratet hat, zumal ihm b e- wusst war, dass diese Heirat ohne Zustimmung beziehungsweis e entge- gen dem Willen der für die Beschwerdeführerin verantwortlichen Person – ihres Onkels, welcher ein einflussreicher Mann mit Beziehungen zu wich- tigen Personen sei – erfolgte. Weiter hatte der Imam offenbar Kenntnis davon, dass sie bereits einem anderen Mann versprochen war ( vgl. A 13 S. 8). Nicht nachvollziehbar ist sodann, dass die Beschwerdeführerin von ihrem Onkel nicht aus der Moschee in die Familie zurückgeholt worden war, obwohl er bereits wenige Tage nach ihrer Flucht gewusst habe, dass sie sich dort aufgehalten habe (vgl. A 13 S. 8). Es ist davon auszugehen, dass er – beispielsweise mit Hilfe des Imam – versucht hätte, die B e- schwerdeführerin für die von ihm geplante Hochzeit wieder in ihre Familie zurückzuführen. Weiter lässt sich den Ausführungen des Beschwerdefüh- rers entnehmen, dass er weiterhin zur Arbeit gegangen sei und die Be- schwerdeführerin während dieser Zeit in die Moschee gebracht habe , damit ihr nichts passie re (vgl. A 13 S. 9). Hingegen hat sich die B e- schwerdeführerin während der arbei tsfreien Zeit des Beschwerdeführers offenbar bei diesem zu Hause aufgehalten und wäre folglich für ihren On- kel auffindbar gewesen, wusste dieser doch, wo sich das Haus des B e- schwerdeführers befand. Weiter ist die Darstellung des Beschwerdefü h- rers, die Mosc hee beziehungsweise der Imam sei – nachdem dieser die Beschwerdeführenden gegen den bekannten Willen des Onkels verheir a- tet habe – auch für die gesamten Reisekosten der Beschwerdeführenden aufgekommen, als realitätsfremd zu bewerten (vgl. A 1 S. 6). Vor diesem Hintergrund können den Beschwerdeführenden die geltend gemachte Furcht vor dem Onkel der Beschwerdeführerin sowie die dafür geltend gemachten Umstände nicht geglaubt werden. Als widersprüchlich ist schliesslich das Rechtsmittelvorbringen zu qualifizieren, wonach die B e- schwerdeführerin als Waisenkind bei ihrem Onkel aufgewachsen sei (vgl. Beschwerde S. 2 Pkt. 1 Abs. 1 relevanter Sachverhalt). Unbesehen der genauen Herkunft der Beschwerdeführenden ist somit festzuhalten, dass die von ihnen gelte nd gemachte Verfolgungssituation nicht glaubhaft ist, so dass sie auch nichts aus dem von ihnen zitierten Urteil der Schweizerischen Asylrekurskommission (Entscheidungen und E-4919/2008 Seite 12 Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2006 Nr. 18) zu ihren Gunsten abzuleiten vermögen. 4.5.2. In Übereinstimmung m it dem BFM ist sodann festzustellen, dass die Beschwerdeführenden widersprüchliche und gesamthaft unzutreffen- de Angaben zu ihren Muttersprachen und Sprachkenntnissen gemacht haben. Zwecks Vermeidung von Wiederholungen und unter Berücksichti- gung der obigen Erwägungen zur Unglaubhaftigkeit der Verfo lgungsvor- bringen erübrigt es sich, auf die diesbezüglich sehr ausführlichen und z u- treffenden Erwägungen der Vorinstanz näher einzugehen. Es kann auf die entsprechenden Erwägungen in der Verfügung und deren vorstehe n- de zusammenfassende Wiedergabe verwiesen werden. Die diesbezügl i- chen, ebenfalls einlässlichen Stellungnahmen der Beschwerdeführenden auf Beschwerdeebene vermögen nicht zu einer anderen Beurteilu ng zu führen, zumal sie die von der Vorinstanz festgestellten diversen Unge- reimtheiten (zum Beispiel erst im Verlaufe des Verfahrens eingestandene gute, aktive Kiswahilikenntnisse, gute Englisch-, keine Somalikenntnisse) nicht zu erklären vermögen. 4.5.3. Nicht m it der geltend gemachten Herkunft aus Somalia vereinbar sind sodann auch die fehlenden Kennt nisse des Beschwerdeführers zu seinem angeblichen Herkunftsort G._______ und zu den dortigen Clans (vgl. A 13 S. 5 und 10), kommt den jeweiligen Clans doch jeweils eine wesentliche Bedeutung zu und sind heute die Stadt G._______ und ihr Umland von diversen Somali -Clans und ethnischen Minderheiten b e- wohnt. Weiter erstaunt, dass der Beschwerdeführer als angeblicher F i- scher beispielsweise die Bajuni -Inseln nicht kennt ( vgl. A 13 S. 5), zumal diese kleinen Inseln entlang der Küste vor G._______ liegen und von den Bajuni bewohnt werden. 4.5.4. Schliesslich vermögen auch die von den Beschwerdeführenden eingereichten Dokumente aufgrund der vom BFM zu Recht festgestellten Mängel sowie der leichten Beschaffbarkeit ihre geltend gemachte He r- kunft nicht zu belegen. Diesbezüglich kann ebenfalls auf die zu bestäti- genden Erwägungen des BFM in der angefochtenen Verfügung sowie in der Vernehmlassung verwiesen werden. 4.5.5. Zusammenfassend kann somi t festgehalten werden, dass die B e- schwerdeführenden ihre Staatsangehörigkeit und Herkunft nicht glaubhaft machen konnten. Die geltend gemachten Verfolgungsvorbringen können zudem aufgrund der obenstehend dargelegten Ungereimtheiten nicht g e-E-4919/2008 Seite 13 glaubt werden. Das BMF hat demnach die Asylgesuche der Beschwerde- führenden zu Recht und mit zutreffender Begründung abgewiesen. Vor diesem Hintergrund erübrigt es sich, auf weitere Vorbringen, Anträge und Beweismittel einzugehen, zumal diese nicht zu einer anderen Erkenntnis führen könnten. 5. 5.1. Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ord- net den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG). 5.2. Die Beschwerdeführenden verfügen weder über eine ausländerrecht- liche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegw eisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; BVGE 2009/50 E. 9). 6. 6.1. Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Au s- ländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 üb er die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]). Bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen gilt g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche B e- weisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind z u beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenig s- tens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebe r- sax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148). 6.2. Grundsätzlich ist von Amtes wegen zu prüfen, ob der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich im Sinne von Art. 83 Abs. 2-4 AuG ist. Allerdings findet diese Untersuchungspflicht nach Treu und Glauben ihre Grenze an der Mitwirkungspflicht der asyls u- chenden Person (vgl. Art. 8 AsylG), welche im Übrigen auch die Substan- ziierungslast trägt (vgl. Art. 7 AsylG). Gemäss Rechtsprechung des Bun- desverwaltungsgerichts sind die Behörden deshalb beispielsweise bei E-4919/2008 Seite 14 fehlenden oder falschen Angaben zur Herkunft nicht gehalten, nach allfäl- ligen Wegweisungshindernissen in möglichen Heimatstaaten zu forschen (vgl. dazu EMARK 2005 Nr. 1 E. 3.2.2 S. 5 f.). 6.3. Im vorliegenden Fall machen die Beschwerdeführenden geltend, sie stammten aus Mogadischu und seien somalischer Staatsangehörigkeit. Wie vorangehend ausgeführ t, haben sie hingegen keine rechtsgenügli- chen Identitätspapiere eingereicht und die behauptete Herkunft nicht glaubhaft machen können. Vielmehr haben sie ihre gesetzliche Mitwir- kungspflicht in grober Weise ver letzt, indem sie offensichtlich gezielt ver- sucht haben , die Vorinstanz über ihre Muttersprachen und übrigen Sprachkenntnisse zu täuschen und dem BFM somit verunmöglicht haben, ihnen einen Herkunftsort zuzuordnen (vgl. oben E. 4.6.2. ff.). Die B e- schwerdeführenden haben bei dieser Sachlage – wie von der Vorinstanz zu Recht erwogen – die Folgen ihrer mangelhaften Mitwirkung bezie- hungsweise Verschleierung ihrer tatsächlichen Herkunft und Staatsange- hörigkeit zu tragen, indem vermutungsweise davon auszugehen ist, es würden einem Vollzug der Wegweisung in den tatsächlichen Heima t- staat – selbst unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Situation der Beschwerdeführerin sowie dem Wohl der beiden 5- und 2-jährigen Kinder (vgl. Art. 3 Abs. 1 des Übereinkommens vom 20. November 1989 übe die Rechte des Kindes (KRK, SR 0.107) – keine landes- oder völkerrechtli- chen Vollzugshindernisse im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 2-4 AuG entgegenstehen. 6.4. Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1 – 4 AuG). 7. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Beschwer- de ist nach dem Gesagten abzuweisen. 8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten von den B e- schwerdeführenden zu tragen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). Da ihnen mit Zwischenverfügung vom 21. August 2008 die unentgeltliche Rechtspflege E-4919/2008 Seite 15 gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG gewährt wurde, sind ihnen jedoch keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. (Dispositiv nächste Seite) E-4919/2008 Seite 16 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und die z u- ständige kantonale Behörde. Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Regula Schenker Senn Anna Poschung Versand: