<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2003.00074</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204533&amp;W10_KEY=4467140&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2003.00074</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.10.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 2001</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Doppelbesteuerung/Monteurklausel<br/><br/>Der Pflichtige hatte seinen Wohnsitz bis am 31. August 2001 in Grossbritannien, hielt sich jedoch von Januar bis August 2001 während insgesamt 106 Tagen in der Schweiz auf und bezog von seiner in Grossbritannien ansässigen Arbeitgeberin ein Salär. Nach der sogenannten Monteur-Klausel im Doppelbesteuerungsabkommen mit Grossbritannien steht dem Wohnsitzstaat das Besteuerungsrecht für Einkünfte aus unselbständiger Erwerbstätigkeit für einen im anderen Vertragsstaat ansässigen Arbeitgeber dann zu, wenn sich der Arbeitnehmer während des betreffenden Steuerjahrs weniger als 183 Tage im Tätigkeitsstaat aufgehalten hat. Die 183-Tage-Regel macht nur bezogen auf eine Referenzperiode von 365 Tagen Sinn, welche mit dem betreffenden Steuerjahr identisch ist und vorliegend die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2001 umfasst. Die Vorinstanz hat es indessen unterlassen, diejenigen Tatsachen abzuklären, welche die genaue Bestimmung des Eintritts in die unbeschränkte zürcherische Steuerpflicht erlauben. Weiter ist sie durch die Bemessung des Einkommens nach eigenem Ermessen in Willkür verfallen, da die vom Steuerkommissär nach pflichtgemässem Ermessen vorgenommene Einschätzung nicht allein deshalb offensichtlich unrichtig sein kann, weil sie die von der Oberinstanz als angemessen erachteten Steuerfaktoren in einem bestimmten prozentualen Ausmass überschreitet. Teilweise Gutheissung der Beschwerde und Rückweisung an die Rekurskommission zu neuer Untersuchung und zum Neuentscheid im Sinn der Erwägungen.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSORTPRINZIP">ARBEITSORTPRINZIP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DOPPELBESTEUERUNG">DOPPELBESTEUERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINKOMMENSSTEUER">EINKOMMENSSTEUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSENSEINSCHÃTZUNG">ERMESSENSEINSCHÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GROSSBRITANNIEN">GROSSBRITANNIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITWIRKUNGSPFLICHT">MITWIRKUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MONTEURKLAUSEL">MONTEURKLAUSEL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOVENVERBOT">NOVENVERBOT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OFFENSICHTLICHE UNRICHTIGKEIT">OFFENSICHTLICHE UNRICHTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERHOHEIT">STEUERHOHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERJAHR">STEUERJAHR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNSELBSTÃNDIGERWERBENDE/-R">UNSELBSTÃNDIGERWERBENDE/-R</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSTÃNDIGUNGSVERFAHREN">VERSTÃNDIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WILLKÃR">WILLKÃR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHNSITZSTAAT">WOHNSITZSTAAT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHNSITZVERLEGUNG">WOHNSITZVERLEGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 15 Ziff. I DBA-UK</span><br/><span class="gerade">Art. 15 Ziff. II DBA-UK</span><br/><span class="ungerade">§ 3 Abs. I StG</span><br/><span class="gerade">§ 3 Abs. III StG</span><br/><span class="ungerade">§ 139 Abs. II StG</span><br/><span class="gerade">§ 140 Abs. II StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2004 Nr. 86 S. 169</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>A1 und A2 hatten ihren Wohnsitz bis am 31. August 2001 in Grossbritannien. Der steuerpflichtige Ehemann hatte sich jedoch schon ab 24. Januar 2000 mit gewissen UnterbrÃ¼chen in der Schweiz aufgehalten und bezog von der im Vereinigten KÃ¶nigreich ansÃ¤ssigen Arbeitgeberin ein SalÃ¤r. FÃ¼r die Steuerperiode 2000 reichte die Firma E AG, ZÃ¼rich, namens und mit Vollmacht des Pflichtigen eine nicht ausgefÃ¼llte SteuererklÃ¤rung ein. In einer Beilage zu dieser Steuerdeklaration wurde ein "Steuerbefreiungsantrag" gestellt und damit begrÃ¼ndet, A1 sei von Mitte Januar bis Ende Dezember 2000 in der Schweiz fÃ¼r seine in England domizilierte Arbeitgeberin tÃ¤tig gewesen und habe sich hierzulande weniger als 183 Tage aufgehalten. GemÃ¤ss dem Doppelbesteuerungsabkommen mit Grossbritannien und Irland vom 8. Dezember 1977 (DBA-GB; SR 0.672.936.712) entfalle daher eine Besteuerung des diesbezÃ¼glichen Einkommens aus unselbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit. AntragsgemÃ¤ss sah der SteuerkommissÃ¤r davon ab, den Pflichtigen fÃ¼r die Steuerperiode 2000 der zÃ¼rcherischen Steuerpflicht zu unterwerfen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Per 1. September 2001 meldeten sich die Eheleute A in der Stadt ZÃ¼rich an. Anfangs 2002 stellte das Steueramt der Stadt ZÃ¼rich der Firma E AG eine auf die Zugezogenen lautende SteuererklÃ¤rung 2001 zu. Trotz Fristerstreckung und Mahnung vom 20. Januar 2003 reichten diese die Deklaration jedoch nicht ein. In der Folge schÃ¤tzte der SteuerkommissÃ¤r sie am 12. Juni 2003 fÃ¼r die Steuerperiode 2001 gestÃ¼tzt auf § 139 Abs. 2 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 210'000.- und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. 0.- ein. Dabei nahm er gemÃ¤ss Beiblatt folgende Aufteilung vor:</span></p> <p class="KKP-Normal"><span> </span></p> <p class="KKP-Normal"><span>Besoldung aus dem Ausland 1.1. - 31.8.2001:</span></p> <p class="KKP-Normal"><span> </span></p> <p class="KKP-Normal"><span>Steuerbares Einkommen Fr. 140'000.-</span></p> <p class="KKP-Normal"><span>Satzbestimmendes Einkommen Fr. 210'000.-</span></p> <p class="KKP-Normal"><span> </span></p> <p class="KKP-Normal"><span>NachtrÃ¤gliche Veranlagung 1.9. - 31.12.2001:</span></p> <p class="KKP-Normal"><span> </span></p> <p class="KKP-Normal"><span>Steuerbares Einkommen Fr. 70'000.-</span></p> <p class="KKP-Normal"><span>Satzbestimmendes Einkommen Fr. 210'000.-</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Der EinschÃ¤tzungsentscheid war direkt an die pflichtigen Eheleute gerichtet.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Dem widersetzten die Pflichtigen sich am 8. Juli 2003 durch Einsprache, verfasst durch eine mittlerweile neu bestellte Vertreterin, und beantragten, sie seien gemÃ¤ss im Einspracheverfahren vorgelegter SteuererklÃ¤rung 2001 fÃ¼r die Dauer der Steuerpflicht vom 1. September bis 31. Dezember 2001 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 50'800.- (zum Satz von Fr. 160'600.-) und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. 7'000.- (zum Satz von Fr. 185'000.-) einzuschÃ¤tzen. Zur BegrÃ¼ndung trugen sie vor, der pflichtige Ehemann habe sich bis zum 31. August 2001 nicht mehr als 183 Tage in der Schweiz aufgehalten, weshalb er hier bis zu diesem Zeitpunkt wie im Vorjahr weiterhin nicht steuerpflichtig sei. Ab 1. September 2001 sei er von der Firma E AG, Schweiz, angestellt gewesen und daher insofern steuerpflichtig. Die nicht fristgerechte Einreichung der SteuererklÃ¤rung 2001 wurde damit erklÃ¤rt, dass die Firma E AG als Folge verschiedener Skandale in den USA die operative TÃ¤tigkeit eingestellt habe und von andern Gesellschaften Ã¼bernommen worden sei. Erst mit direkter Zustellung des EinschÃ¤tzungsentscheids seien sich die Pflichtigen der versÃ¤umten Handlungen bewusst geworden.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Das kantonale Steueramt verwarf die Einsprache am 28. Juli 2003 und Ã¼berbÃ¼rdete den Pflichtigen wegen Verfahrenspflichtverletzung die Verfahrenskosten von Fr. 400.-. Die BehÃ¶rde erwog, die ErmessenseinschÃ¤tzung sei rechtens und in quantitativer Hinsicht nicht als unrichtig nachgewiesen worden, sei doch im Einspracheverfahren nicht dargetan worden, dass sich der pflichtige Ehemann im Jahr 2001 nicht lÃ¤nger als 183 Tage in der Schweiz aufgehalten habe. Aus diesem Grund sei auch nicht nachgewiesen, dass A1 bis Ende August 2001 der unbeschrÃ¤nkten Steuerpflicht in Grossbritannien unterstanden habe.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Mit Rekurs vom 28. August 2003 erneuerten die Pflichtigen ihre EinspracheantrÃ¤ge und verlangten sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung. In der Sache brachten sie neuerdings unter anderem vor, die 183-Tage-Regel des DBA-GB sei nur fÃ¼r den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. August 2001 auf den vorliegenden Streitfall anwendbar. Denn seit der Wohnsitzverlegung der Pflichtigen in die Schweiz per 1. September 2001 seien Wohn- und Arbeitsort identisch und verbiete es sich, den Zeitraum vom 1. September bis 31. Dezember 2001 in die Berechnung der 183 Tage miteinzubeziehen. In der Periode vom 1. Januar bis 31. August 2001 habe sich der pflichtige Ehemann nur wÃ¤hrend 106 Tagen in der Schweiz aufgehalten und sei er hier nur an 81 Tagen erwerbstÃ¤tig gewesen. Dementsprechend habe er fÃ¼r den Zeitraum von Januar bis August 2001 nachweislich Einkommenssteuern in England bezahlt. Alsdann habe die Vorinstanz die nachgereichte SteuererklÃ¤rung nicht berÃ¼cksichtigt und damit das rechtliche GehÃ¶r des Pflichtigen verletzt, ferner dasjenige der rekurrierenden Ehefrau insoweit, als die angefochtene EinschÃ¤tzung ungeachtet dessen, als diese der Firma E AG im Gegensatz zu ihrem Ehemann keine schriftliche Vollmacht erteilte habe, auch auf die Gattin laute. Schliesslich seien die Voraussetzungen fÃ¼r die Auflage der Kosten des Einspracheverfahrens nicht gegeben.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>In seiner Rekursantwort vom 18. September 2003 beantragte das kantonale Steueramt Abweisung des Rechtsmittels.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Die Rekurskommission verneinte die im vorliegenden Verfahren nicht mehr behaupteten Verletzungen des rechtlichen GehÃ¶rs der Rekurrenten, folgte aber in der Hauptsache deren Argumentation. Vorab stellte die Rekurskommission nach Darlegung der GrundsÃ¤tze der EinschÃ¤tzung nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen (§ 139 Abs. 2 StG) fest, die vom SteuerkommissÃ¤r ohne vorherige Untersuchung getroffene Annahme, die Eheleute A seien von Januar bis August 2001 in der Schweiz steuerpflichtig gewesen, sei als Rechtsfolgebehauptung einer Ermessenstaxation gar nicht zugÃ¤nglich. Der SteuerkommissÃ¤r habe deshalb (unter anderem) in gravierender Weise seine Untersuchungspflicht verletzt, doch kÃ¶nne von einer an sich gebotenen VerfahrensrÃ¼ckweisung zum Neuentscheid auf verbesserter Grundlage abgesehen werden, da der durch die Akten belegte Sachverhalt "die hiesige Steuerpflicht der Pflichtigen vor dem 1. September 2001 insgesamt nicht zu begrÃ¼nden" vermÃ¶ge. Denn zwar besage Art. 15 Ziff. 2 lit. a DBG-GB (so genannte Monteurklausel), dass der Wohnsitzstaat die im anderen Staat (TÃ¤tigkeitsstaat) erarbeiteten EinkÃ¼nfte des Steuerpflichtigen unter bestimmten Ã¼brigen Voraussetzungen (Art. 15 Ziff. 2 lit. b und c) nur dann besteuern dÃ¼rfe, wenn der letztere "im betreffenden Steuerjahr" sich nicht mehr als 183 Tage im TÃ¤tigkeitsstaat aufgehalten habe. Als "Steuerjahr" falle aber nur derjenige Zeitraum in Betracht, in welchem eine aktuelle oder virtuelle Doppelbesteuerung Ã¼berhaupt existiere. Eine solche sei im vorliegenden Fall mit der Wohnsitznahme beider Ehegatten in der Schweiz am 1. September 2001 entfallen, weil ab diesem Zeitpunkt "hinsichtlich der ErwerbseinkÃ¼nfte keine konkurrenzierende Steuerhoheit mit Grossbritannien mehr" bestehe und "das DBG-GB damit insofern gar nicht mehr zur Anwendung" komme. Zum gleichen Befund gelangte man selbst dann, wenn angesichts des beschrÃ¤nkten Aufenthalts ab 1. September das angebrochene Steuerjahr im Sinn von Art. 15 Ziff. 2 DBA-GBA pro rata temporis<i> </i>auf (183 : 12 x 8 =) 122 gekÃ¼rzt wÃ¼rde. Denn unstreitig habe sich der Pflichtige im Zeitraum vom 1. Januar bist 31. August 2001 nur wÃ¤hrend 106 Tagen in der Schweiz aufgehalten und kÃ¶nne offen bleiben, ob er sich hiervon bloss diejenigen 81 Tage anrechnen lassen mÃ¼sste, an welchen er hier einer ErwerbstÃ¤tigkeit nachgegangen zu sein behaupte. Mit Bezug auf die pflichtige Ehefrau gebreche es von vornherein an einer persÃ¶nlichen oder wirtschaftlichen ZugehÃ¶rigkeit zur Schweiz vor dem 1. September 2001.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Die ErmessenseinschÃ¤tzung 2001 (ab 1. September) sei zu Recht ergangen, da die Pflichtigen trotz Mahnung keine SteuererklÃ¤rung eingereicht hÃ¤tten. Das Verhalten ihrer Vertreterin hÃ¤tten sie sich anrechnen zu lassen, und es komme nicht darauf an, ob die letztere ein Verschulden treffe. Ob die Rekurrenten sinngemÃ¤ss das Gesuch um Wiederherstellung der versÃ¤umten Frist zur Einreichung einer SteuererklÃ¤rung 2001 gestellt hÃ¤tten, kÃ¶nne dahinstehen, da das Institut der Fristwiederherstellung nur fÃ¼r FÃ¤lle gedacht sei, wo die Geltendmachung eines versÃ¤umten Rechts in Frage stehe. Hier gehe es aber um die Pflicht zur Einreichung einer Steuerdeklaration.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Mit der im Einspracheverfahren produzierten SteuererklÃ¤rung 2001 samt Beilagen hÃ¤tten die Rekurrenten den ihnen obliegenden Unrichtigkeitsnachweis schon darum nicht erbracht, ja nicht einmal gehÃ¶rig angetreten, weil sie die Deklaration nicht eigenhÃ¤ndig unterzeichnet hÃ¤tten. Zudem seien verschiedene Einkommens- bzw. VermÃ¶gensbestandteile nicht hinreichend belegt worden. Somit bleibe nur noch zu prÃ¼fen, ob die EinschÃ¤tzung in quantitativer Hinsicht offensichtlich unrichtig sei. Aus (nÃ¤her dargelegten) GrÃ¼nden rechtfertige es sich, das steuerbare Einkommen "leicht hÃ¶her als deklariert zu schÃ¤tzen, und zwar auf Fr. 55'000.-" statt auf Fr. 50'800.-. Daraus resultiere eine Differenz zu den vom SteuerkommissÃ¤r geschÃ¤tzten Fr. 70'000.- von Ã¼ber 20 %, was die Veranlagung als offensichtlich unrichtig erscheinen lasse. Das satzbestimmende deklarierte Einkommen sei von Fr. 160'600.- auf Fr. 170'000.- zu schÃ¤tzen, also dementsprechend tiefer als das vom SteuerkommissÃ¤r mit Fr. 210'000.- offensichtlich ebenfalls zu hoch eingeschÃ¤tzte satzbestimmende Einkommen. Beim steuerbaren VermÃ¶gen sei dem Antrag auf HÃ¶hereinschÃ¤tzung von Fr. 0.- auf Fr. 7'000.- (zum Satz von Fr. 185'000.-) zu folgen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>GestÃ¼tzt auf diese zusammengefassten ErwÃ¤gungen hiess die Steuerrekurskommission I den Rekurs mit Entscheid vom 30. Oktober 2003 "(teilweise)" gut und erkannte sie (Dispositiv Ziff. 1): "Der Rekurrent wird fÃ¼r die Steuerperiode 1999 wie folgt eingeschÃ¤tzt (Tarif gemÃ¤ss § 35 Abs. 1 bzw. § 47 Abs. 1 StG; Grundtarif):</span></p> <p class="KKP-Normal"><span> </span></p> <p class="LKK-Normal"><span> </span><span>Steuerperiode Einkommen VermÃ¶gen</span></p> <p class="LKK-Normal"><span> </span><span>Fr. Fr.</span></p> <p class="LKK-Normal"><span> </span><span>2001 (ab 1.9.) steuerbar 55'000.- 7'000.-</span></p> <p class="LKK-Normal"><span> satzbestimmend 170'000.- 185'000.-</span>"</p> <p class="KKP-Normal"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Ausserdem hob die Steuerrekurskommission die Kostenauflage des kantonalen Steueramts von Fr. 400.- auf und verpflichtete sie den Rekursgegner, den Rekurrenten eine ParteientschÃ¤digung von je Fr. 250.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Dem widersetzte sich das kantonale Steueramt mit Beschwerde vom 10. Dezember 2003, indem es dem Verwaltungsgericht beantragte:</span></p> <p class="KKP-Normal"><span> </span></p> <p class="KKP-Normal"><span>"</span><span>I. Der Entscheid der Steuerrekurskommission I des Kantons ZÃ¼rich vom 30. Oktober 2003 sei aufzuheben und die Beschwerdegegner seien in BestÃ¤tigung des Einspracheentscheides des Kantonalen Steueramts ZÃ¼rich vom 28. Juli 2003 fÃ¼r die Steuerperiode 2001 mit einem steuerbaren Einkommen von CHF 210'000.- (satzbestimmend CHF 210'000.-) einzuschÃ¤tzen. Das steuerbare VermÃ¶gen sei, wie von den Steuerpflichtigen beantragt, mit CHF 7'000.- (satzbestimmend CHF 185'000.-) einzuschÃ¤tzen.</span></p> <p class="KKP-Normal"><span> </span></p> <p class="KKP-Normal"><span>II. Unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdegegner.</span><span>"</span></p> <p class="KKP-Normal"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Beschwerdegegnerschaft und die Steuerrekurskommission beantragten Abweisung der Beschwerde, wobei die Beschwerdegegnerschaft zusÃ¤tzlich eine ParteientschÃ¤digung verlangte.</span></p> <p class="KKP-Normal"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="KKP-Normal"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 StG alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachverhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Rekurskommission in <span>Ã¼</span>bereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemessenheit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekursinstanz zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessensÃ¼berschreitung und auf Ermessensmissbrauch.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Ihr Ermessen Ã¼berschreitet die BehÃ¶rde, wenn sie den Rahmen des ihr gesetzlich zustehenden Ermessens verlÃ¤sst, indem sie nach Ermessen entscheidet, obwohl ihr das Gesetz kein solches einrÃ¤umt. Ein Ermessensmissbrauch liegt vor, wenn die BehÃ¶rde das Ermessen zwar im gesetzlich vorgegebenen Rahmen ausÃ¼bt, dieses aber unter sachfremden Gesichtspunkten oder in Missachtung allgemeiner Rechtsprinzipien betÃ¤tigt; das ist insbesondere der Fall, wenn die ErmessensbetÃ¤tigung als unhaltbar, als willkÃ¼rlich und rechtsungleich erscheint (RB 1999 Nr. 147).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Im Beschwerdeverfahren gilt das Novenverbot. FÃ¼r das Verwaltungsgericht ist somit die gleiche Aktenlage massgebend wie fÃ¼r die Rekurskommission. Tatsachen oder Beweismittel, die nicht (spÃ¤testens) im Rekursverfahren behauptet bzw. vorgelegt oder angerufen worden sind, dÃ¼rfen infolgedessen im Beschwerdeverfahren grundsÃ¤tzlich nicht nachgebracht werden (vgl. RB 1999 Nr. 150, auch zum Folgenden). Vom Novenverbot ausgenommen sind dagegen echte Noven, namentlich neue tatsÃ¤chliche Behauptungen und Beweismittel, die auf einem Revisions- oder Nachsteuergrund (§ 155 bzw. § 160 StG) beruhen oder der StÃ¼tzung von geltend gemachten Rechtsverletzungen dienen, die ihrer Natur nach neuer tatsÃ¤chlicher Vorbringen oder Beweismittel bedÃ¼rfen. Neue, erstmals vor Verwaltungsgericht gestellte Begehren sind schliesslich allgemein zulÃ¤ssig, sofern sie sich nicht auf Tatsachen und Beweismittel stÃ¼tzen, welche unter das Novenverbot fallen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Aus dem erwÃ¤hnten Novenverbot ergibt sich sodann ohne weiteres, dass der Nachweis der Unrichtigkeit einer EinschÃ¤tzung nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen vor Verwaltungsgericht nicht mehr erbracht werden kann. Dieses hat sich somit in aller Regel darauf zu beschrÃ¤nken, den Aktenstand, wie er der Rekurskommission vorgelegen hat, auf Rechtsverletzungen hin und deren SchÃ¤tzung auf WillkÃ¼r zu Ã¼berprÃ¼fen. WillkÃ¼rlich ist eine SchÃ¤tzung dann, wenn sie sich nach den Akten als geradezu unmÃ¶glich, als sachlich nicht begrÃ¼ndbar erweist (RB 1963 Nr. 62 = ZBl 65, 384 = ZR 65 Nr. 13).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Die Rekurskommission hat die (Ã¼brigen) rechtlichen Grundlagen des Streitverfahrens umfassend und zutreffend dargelegt. Auf diese ErwÃ¤gungen kann vorab verwiesen werden, soweit sie nicht im Folgenden zu ergÃ¤nzen sein werden (vgl. § 161 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976; vgl. E. 5).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Der Pflichtige hat sich unbestrittenermassen von Januar bis August 2001 wÃ¤hrend insgesamt 106 Tagen in der Schweiz aufgehalten, wobei er an 81 Tagen einer hiesigen unselbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit nachgegangen sein will. Ungeachtet der damit verbundenen Abwesenheiten ist er demnach gemÃ¤ss § 3 Abs. 1 bzw. Abs. 3 StG infolge qualifizierten Aufenthalts im Kanton ZÃ¼rich steuerpflichtig. Die sich aus zÃ¼rcherischem Recht ergebende Steuerhoheit wird im VerhÃ¤ltnis zum Ausland allenfalls durch vom Bund abgeschlossene Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) eingeschrÃ¤nkt. Das DBA-GB, welches das VorlÃ¤uferabkommen vom 30. September 1954 (SR 0.672.936.711) ersetzte (vgl. die bundesrÃ¤tliche Botschaft in BBl 1978 I, 209), ist das erste schweizerische Doppelbesteuerungsabkommen, welches weitgehend dem Musterabkommen der OECD von 1977 folgt (vgl. ASA 47 [1978], 497 ff.). Hinsichtlich der hier interessierenden Bestimmung von Art. 15 Ziff. 1 brachte es jedoch keine bedeutsamen Neuerungen (vgl. Art. 14-16 DBA-GB; vgl. BBl 1978 I, 218).</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Nach Art. 15 Ziff. 1 DBA-GB kÃ¶nnen EinkÃ¼nfte aus unselbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit grundsÃ¤tzlich nur im Wohnsitzstaat besteuert werden (Wohnsitzprinzip), es sei denn, die Arbeit wird im anderen Vertragsstaat ausgeÃ¼bt (Arbeitsortsprinzip). Wird die Arbeit dort ausgeÃ¼bt, so kÃ¶nnen die dafÃ¼r bezogenen VergÃ¼tungen im anderen Staat besteuert werden (vgl. StRK I ZH, 15. Dezember 2000, in: StR 2001 S. 403, betr. VergÃ¼tungen mit Bonus-Charakter). Die so genannte Monteurklausel/183-Tage-Regelung von Art. 15 Ziff. 2 DBA-GB statuiert jedoch eine Ausnahme (von der Ausnahme): Danach steht das Besteuerungsrecht nÃ¤mlich gleichwohl dem Wohnsitzstaat zu, wenn die unselbstÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit fÃ¼r einen ausserhalb der Schweiz ansÃ¤ssigen Arbeitgeber ausgeÃ¼bt wird (lit. b), wenn ferner (kumulativ) der Arbeitnehmer sich wÃ¤hrend weniger als 183 Tagen "wÃ¤hrend des betreffenden Steuerjahrs" (im TÃ¤tigkeitsstaat; vgl. VGr, 22. November 1995, SB.94.00045; vgl. demgegenÃ¼ber Art. XI Abs. 1 lit. a bzw. Abs. 2 lit. a des DBA-GB von 1954: "...im Laufe dieses Jahres wÃ¤hrend insgesamt nicht mehr als 183 Tagen ... "; vgl. ferner Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann, Handkommentar zum DBG, ZÃ¼rich 2003, Art. 5 N. 19, wonach in gewissen DBA das Kalenderjahr oder eine Periode von 12 Monaten massgebliche Zeitspanne bildet) in der Schweiz aufhÃ¤lt (lit. a) und die VergÃ¼tungen nicht von einer in der Schweiz gelegenen BetriebsstÃ¤tte des Arbeitgebers getragen werden (vgl. Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, ZÃ¼rich 1999, § 4 N. 29). Damit soll die so genannte "BrÃ¼cke", nÃ¤mlich die ArbeitsausÃ¼bung wÃ¤hrend je 5 1/2 Monaten in zwei aufeinanderfolgenden Jahren, ohne dass der Staat des Arbeitsorts zum Zuge kommt, unterbunden werden (vgl. Peter Locher, EinfÃ¼hrung in das Internationale Steuerrecht der Schweiz, Bern 1996, S. 409 f.). Die 183-Tage-Regel macht somit nur bezogen auf eine Referenzperiode von (2 x 182.5 =) 365 Tagen Ã¼berhaupt Sinn. Nach der frÃ¼heren strengen Praxis der EidgenÃ¶ssischen Steuerverwaltung zur Monteurklausel wurde der Beurteilungszeitraum gar Ã¼ber ein Kalenderjahr hinaus erweitert. Als Ã¤ussersten Fall eines bloss vorÃ¼bergehenden Aufenthalts in der Schweiz wurde eine Aufenthaltsdauer von einem Jahr angenommen, aber nur unter der Voraussetzung, dass sich der Aufenthalt gleichmÃ¤ssig auf zwei Kalenderjahre verteilte. Dauerte der Aufenthalt jedoch beispielsweise vom 1. April eines bestimmten Jahres bis zum 30. April des Ã¼bernÃ¤chsten Jahres, so konnte nach schweizerischer Auffassung fÃ¼r die vier Monate des dritten Aufenthaltsjahres Freistellung aufgrund der 183-Tage-Regel nicht in Anspruch genommen werden (vgl. Handelskammer Deutschland-Schweiz, DBA Deutschland-Schweiz, Kommentar von Hans Joachim Meyer-Marsilius/D. Hangartner, Bd. 5, Art. 15, 4., S. 5 f.; vgl. Kurt Locher/Walter Meier/Rudolf von Siebenthal/Andreas Kolb, Doppelbesteuerungsabkommen Schweiz-Deutschland 1971 und 1978, Bd. 5, B 15.2 Nr. 2). Auch wenn diese Praxis durch die neuere bundesgerichtliche Rechtsprechung obsolet geworden ist (BGr, 22. Juni 1990, ASA 60, 373 = StE 1991 A 31.4 Nr. 2 E. 3b a.E.), folgt aus dem Gesagten, dass in FÃ¤llen von der Art des vorliegenden die Einhaltung der HÃ¶chstaufenthaltsdauer von 183 Tagen immer unter Bezugnahme auf denjenigen Zeitraum von "insgesamt" 365 Tagen zu prÃ¼fen ist, welcher mit dem "betreffenden Steuerjahr" im Sinn von Art. 15 Ziff. 2 lit. a DBA-GB identisch ist.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Mithin kann keine Rede davon sein, dass das DBA-GB wegen und ab WohnsitzbegrÃ¼ndung per 1. September 2001 "gar nicht mehr zur Anwendung gelangt". Dieser Befund ist kurzschlÃ¼ssig, denn wohl fielen beim Pflichtigen Arbeits- und Wohnort nur fÃ¼r einen Teil "des betreffenden Steuerjahrs" auseinander. Was dies fÃ¼r die Abgrenzung der Steuerhoheiten im internationalen VerhÃ¤ltnis bedeutet, ist aber gerade durch Auslegung der Norm zu ermitteln, d.h. als Ergebnis ihrer Anwendung.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Es ist unbestritten, dass der pflichtige Ehemann â und nur er â sich "insgesamt", nÃ¤mlich bezogen auf das vom 1. Januar bis 31. Dezember 2001 dauernde "betreffende Steuerjahr 2001" mehr als 183 Tage in der Schweiz aufgehalten hat. Der Sinn und Zweck von Art. 15 Ziff. 2 DBA-GB, nÃ¤mlich die Umgehung der BesteuerungsansprÃ¼che des Arbeitsortsstaats durch entsprechende zeitliche Gestaltung der Aufenthalte (vgl. E. 3.1 hiervor), wÃ¼rde ins Gegenteil verkehrt, wenn die Wohnsitznahme per 1. September 2001 dazu fÃ¼hrte, dass die Besteuerung des Erwerbseinkommens, fÃ¼r welche eine internrechtliche Grundlage gemÃ¤ss § 3 Abs. 3 StG besteht, ausgerechnet als Folge davon entfallen mÃ¼sste, dass der Pflichtige seine bisher bloss wirtschaftliche ZugehÃ¶rigkeit durch Wohnsitznahme noch massgeblich intensiviert hat, wÃ¤hrend bei Verzicht auf BegrÃ¼ndung eines schweizerischen Wohnsitzes im Jahr 2001 die schweizerische Besteuerungsbefugnis mit Bezug auf das Einkommen aus unselbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit bezÃ¼glich des ganzen Zeitraums gegeben gewesen wÃ¤re. Ein solches paradoxes Ergebnis liesse sich um so weniger begrÃ¼nden, als der Begriff "Aufenthalt" im Sinn von Art. 15 Ziff. 2 lit. a DBA-GB nur gerade physische PrÃ¤senz meint (unter Ausschluss einzig von Ferien ausserhalb des TÃ¤tigkeitsstaats sowie von Transitaufenthalten; vgl. Locher, S. 410). Es wÃ¤re daher nicht nur falsch, sondern geradezu widersinnig, den Aufenthalt zu Wohnsitzzwecken â als stÃ¤rkstmÃ¶gliche Form persÃ¶nlicher ZugehÃ¶rigkeit zu einem SteuerhoheitstrÃ¤ger â nicht als Aufenthalt im Sinn dieser Norm zu wÃ¼rdigen. Dabei kann offen bleiben, ob der Pflichtige nicht bereits vor dem 1. September 2001 mit der Absicht dauernden Verbleibens in die Schweiz eingereist ist, weil das hierfÃ¼r beweispflichtige Steueramt dergleichen nicht einmal behauptet hat.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.4 </span></b><span>Der Pflichtige hat unbestrittenermassen zusammen mit seiner Ehefrau per 1. September 2001 in der Schweiz Wohnsitz genommen. Weil dies definitionsgemÃ¤ss in der Absicht dauernden Verbleibens geschehen sein muss (vgl. StE 1998 B 22.3 Nr. 65; BGr, 29. September 1999 = Pra 2000 Nr. 7), wÃ¤re der einmal begrÃ¼ndete steuerrechtliche Wohnsitz selbst durch einen Unterbruch von weniger als zwei Jahren nicht suspendiert worden (vgl. Richner/Frei/Kaufmann<span>,</span> Handkommentar zum DBG, Art. 3 N. 11 mit Hinweisen), so dass die Behauptung des Pflichtigen, er habe im Zeitraum von September bis Dezember 2001 nur einen "steuerlich massgebenden" Aufenthalt von 95 Tagen in der Schweiz zu verzeichnen, schon im Ansatzpunkt verfehlt ist, ganz abgesehen davon, dass diese Behauptung neu und mithin unzulÃ¤ssig (vgl. E. 1.2 hiervor) und erst noch in keiner Weise substantiiert worden ist. Unter dem Gesichtswinkel von Art. 15 Ziff. 2 lit. a DBA-GB ist demnach kraft unwiderlegbarer Vermutung davon auszugehen, der Pflichtige habe sich, zusammen mit seiner Ehefrau, im Zeitraum vom 1. September bis 31. Dezember 2001 an 122 Tagen in der Schweiz aufgehalten. Damit steht selbst dann, wenn der Aufenthalt des Pflichtigen von Januar 2001 bis August 2001 nur 81 statt 106 Tage angedauert haben sollte, fest, dass dieser insgesamt mehr als 183 Tage in der Schweiz verbracht hat. Daraus folgt, dass das vom 1. Januar bis 31. Dezember 2001 bei der in England domizilierten Arbeitgeberin erzielte Arbeitseinkommen des pflichtigen Ehemanns vollumfÃ¤nglich, und nicht erst ab 1. September, im Kanton ZÃ¼rich steuerbar ist, nÃ¤mlich vor der Wohnsitznahme per 1. September gestÃ¼tzt auf § 3 Abs. 3 StG und ab Wohnsitznahme gestÃ¼tzt auf § 3 Abs. 1 StG. Steuerbar sind bereits ab BegrÃ¼ndung eines qualifizierten Aufenthalts im Sinn von § 3 Abs. 3 StG aber auch alle Ã¼brigen EinkÃ¼nfte (§ 5 Abs. 1 StG) sowie das gesamte VermÃ¶gen des Pflichtigen mit Ausnahme der Liegenschaft in Grossbritannien und des darauf entfallenden Ertrags (§ 5 Abs. 1 StG in Verbindung mit Art. 6 DBA-GB). Sollte der Pflichtige fÃ¼r den Zeitraum von Januar bis und mit August 2001 infolge unbeschrÃ¤nkter Steuerpflicht in England tatsÃ¤chlich bereits Einkommenssteuern auf den fraglichen, der schweizerischen Steuerhoheit unterliegenden EinkÃ¼nften aus unselbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit bezahlt haben, worauf die Akten hindeuten, und sollten diese in der Schweiz nochmaliger Besteuerung unterworfen werden, stÃ¼nde es dem Pflichtigen frei, allenfalls eine VerstÃ¤ndigungslÃ¶sung im Sinn von Art. 24 DBA-GB anzustreben (vgl. zu den EinschrÃ¤nkungen bezÃ¼glich des VerstÃ¤ndigungsverfahrens im VerhÃ¤ltnis mit der Schweiz und Grossbritannien Locher, S. 538). VerstÃ¤ndigungslÃ¶sungen gelten im Ãbrigen von Bundesrechts wegen als Revisionsgrund (vgl. VGr, 18. Januar 1984, StE 1984 A 31.1 Nr. 1, Fall 42; vgl. ferner Richner/Frei/Kaufmann, Handkommentar zum DBG, Art. 147 N. 31 mit Hinweisen).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.5 </span></b><span>Indessen ist eine AbklÃ¤rung derjenigen Tatsachen, welche die genaue Bestimmung des Eintritts in die unbeschrÃ¤nkte zÃ¼rcherische Steuerpflicht kraft qualifizierten Aufenthalts im Sinn von § 3 Abs. 3 StG erlauben, bis zum heutigen Tag unterblieben (zur Problematik der Bestimmung des Beginns der Steuerpflicht bei steuerrechtlichem Aufenthalt vgl. Richner/Frei/Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, § 3 N. 44; vgl. ferner dieselben Autoren, Handkommentar zum DBG, Art. 3 N. 45 ff.). Die Sache ist daher zur gehÃ¶rswahrenden Behebung dieses Mangels und zum Neuentscheid an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Da Dispositivziffer 1 des angefochtenen Entscheids somit ohnehin aufzuheben ist, kann offen bleiben, ob der angefochtene Entscheid diesbezÃ¼glich (Ã¼berhaupt noch) der ErlÃ¤uterung von Amts wegen (vgl. Richner/Frei/Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, § 139 N. 13; RB 1982 Nr. 83) zugÃ¤nglich gewesen wÃ¤re. Beide Parteien haben nÃ¤mlich anscheinend keinen Anstoss daran genommen, dass die Rekurskommission im Dispositiv "den Rekurrenten fÃ¼r die Steuerperiode 1999" eingeschÃ¤tzt hat, was in doppelter Hinsicht offensichtlich unrichtig ist. Denn einerseits lag vor Rekurskommission nicht das Steuerjahr 1999, sondern einzig der im Einspracheverfahren ergangene EinschÃ¤tzungsentscheid 2001 im Streit, und andererseits hat es die Vorinstanz versÃ¤umt, die in den UrteilsgrÃ¼nden fÃ¼r den Zeitraum ab 1. September 2001 als unbeschrÃ¤nkt steuerpflichtig bezeichnete Ehefrau in die Entscheidung miteinzubeziehen. Dies ist im zweiten Rechtsgang vor Rekurskommission nachzuholen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Hat der Steuerpflichtige trotz Mahnung seine Verfahrenspflichten nicht erfÃ¼llt oder kÃ¶nnen die Steuerfaktoren mangels zuverlÃ¤ssiger Unterlagen nicht einwandfrei ermittelt werden, nimmt das kantonale Steueramt laut § 139 Abs. 2 StG die EinschÃ¤tzung nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen vor.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span>Das Steuergesetz regelt die Verfahrenspflichten des Steuerpflichtigen in den Bestimmungen von §§ 133 bis 135 StG. GemÃ¤ss letzterer Vorschrift muss der Pflichtige "alles tun, um eine vollstÃ¤ndige und richtige EinschÃ¤tzung zu ermÃ¶glichen".</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Das Gesetz unterscheidet demnach nicht danach, ob die Mitwirkung steuerbegrÃ¼ndende und -mehrende oder aber steueraufhebende und -mindernde Tatsachen betrifft oder danach, welche am SteuerrechtsverhÃ¤ltnis beteiligte Partei â der Steuerpflichtige oder die SteuerbehÃ¶rde â die Beweislast fÃ¼r die in Frage stehende beweisbedÃ¼rftige Tatsache trÃ¤gt. Denn Ziel der Sachverhaltsermittlung ist nach dem Grundsatz von § 132 StG stets, die fÃ¼r eine vollstÃ¤ndige und richtige Besteuerung massgebenden tatsÃ¤chlichen und rechtlichen VerhÃ¤ltnisse festzustellen. So gesehen kann es kein Verfahrensrecht des Steuerpflichtigen geben, das in dessen Belieben stellte, an der Feststellung des rechtlich massgeblichen Sachverhalts mitzuwirken oder nicht, auch wenn die Mitwirkung steueraufhebende <br/> und -mindernde Tatsachen beschlÃ¤gt, die den Steuerpflichtigen begÃ¼nstigen. Die frÃ¼here gegenteilige Rechtsprechung zum aufgehobenen Steuergesetz vom 8. Juli 1951, welche die Mitwirkung des Steuerpflichtigen als Verfahrenspflicht auf steuerbegrÃ¼ndende <br/> und -mehrende Tatsachen beschrÃ¤nkte (vgl. dazu ausfÃ¼hrlich Martin Zweifel, Die Sachverhaltsermittlung im Steuerveranlagungsverfahren, ZÃ¼rich 1989, S. 47 ff.), kann jedenfalls unter dem geltenden Recht nicht lÃ¤nger aufrechterhalten werden.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>HinfÃ¤llig geworden ist dementsprechend auch die unter dem alten Steuergesetz von der Rechtsprechung vorgenommene Unterscheidung zwischen ErmessenseinschÃ¤tzung und "gewÃ¶hnlicher SchÃ¤tzung", welche Differenzierung davon abhing, ob die SÃ¤umnis des Steuerpflichtigen bei der Mitwirkung an der Sachverhaltsermittlung steuerbegrÃ¼ndende und -mehrende oder steueraufhebende und -mindernde Tatsachen betroffen hatte (vgl. Zweifel, S. 121 f. und S. 144 ff.; ferner Felix Richner/Walter Frei/Barbara Weber/Hans R. BrÃ¼tsch, Kurzkommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, 2.A., ZÃ¼rich 1997, § 75 N. 69 ff. und § 87 N. 7). Kraft § 139 Abs. 2 StG ist eine EinschÃ¤tzung nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen immer dann vorzunehmen, wenn infolge fehlerhafter Mitwirkung des Steuerpflichtigen oder aus anderen GrÃ¼nden die Steuerfaktoren mangels zuverlÃ¤ssiger Unterlagen nicht einwandfrei ermittelt werden kÃ¶nnen (VGr, 21. Mai 2003, StE 2004 B 92.3 Nr. 13).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>Die Steuerrekurskommission hat zu Unrecht erwogen, eine Verletzung von Verfahrenspflichten auch im Rekursverfahren sei darin zu erblicken, dass lediglich die Vertreterin der Pflichtigen, nicht aber diese selber gemeinsam, die nachgereichte SteuererklÃ¤rung 2001 unterschrieben hÃ¤tten. Denn abgesehen davon, dass insoweit nicht eine Verletzung (der blossen Ordnungsvorschrift) von § 123 Abs. 2 StG, sondern vorab ein Verstoss gegen § 133 Abs. 2 StG vorliegt, wonach die SteuererklÃ¤rung "persÃ¶nlich" zu unterzeichnen ist, kÃ¶nnte dieser Mangel allein nur nach vorgÃ¤ngiger Auflage und Mahnung zum Anlass einer Ermessenstaxation genommen werden (vgl. Richner/Frei/Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, § 133 N. 24). Hierzu ist es aber auch im Rekursverfahren nicht gekommen. Hingegen hat die Rekurskommission zu Recht das Fehlen diverser Belege sowohl fÃ¼r steuermehrende als auch fÃ¼r steuermindernde Tatsachen beanstandet (vgl. E. 5.1 hiervor) und bemÃ¤ngeln die Pflichtigen zu Unrecht, solche Dokumente hÃ¤tten im Rekursverfahren von Amts wegen "mittels Auflagen nachgefordert" werden mÃ¼ssen. Denn wenn der Steuerpflichtige seiner Mitwirkungspflicht nicht nachkommt, erlÃ¶scht die Untersuchungspflicht der Steuer(justiz)behÃ¶rden (vgl. RB 1987 Nr. 35), wie bereits die Rekurskommission festhielt (vgl. E. 5c des angefochtenen Entscheids).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Die Rekurskommission hat, wozu sie grundsÃ¤tzlich befugt war (vgl. RB 1989 Nr. 36), das steuerbare Einkommen der Pflichtigen aufgrund der im Rekursverfahren nachgereichten SteuererklÃ¤rung nebst unvollstÃ¤ndigen Beilagen nach eigenem Ermessen auf Fr. 55'000.- (statt wie deklariert auf Fr. 50'800.-) geschÃ¤tzt, jedoch in einem zweiten Schritt mit der auf Fr. 70'000.- lautenden SchÃ¤tzung des SteuerkommissÃ¤rs verglichen und erwogen, diese weiche von der rekursinstanzlichen um mehr als 20 % nach oben ab und sei aus diesem Grund offensichtlich unrichtig im Sinn von § 140 Abs. 2 StG (E. 6b/aa des angefochtenen Entscheids). Mit identischer BegrÃ¼ndung hat die Rekurskommission das vom SteuerkommissÃ¤r auf Fr. 210'000.- geschÃ¤tzte satzbestimmende Einkommen als unhaltbar bezeichnet und es nach eigenem Ermessen auf Fr. 170'000.- bemessen.</span></p> <p class="Erwgung1"><span>Indessen ist die Rekurskommission freilich selber in WillkÃ¼r verfallen, denn es ist offensichtlich, dass eine nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen erfolgte EinschÃ¤tzung nicht allein deshalb "offensichtlich unrichtig" sein kann, weil sie die von der Oberinstanz als angemessen erachteten Steuerfaktoren in einem bestimmten prozentualen Ausmass Ã¼berschreitet (oder â umgekehrt â nicht erreicht). Jedenfalls mit dieser BegrÃ¼ndung lÃ¤sst sich die SchÃ¤tzung des beschwerdefÃ¼hrenden Steueramts beim Stand der Akten nicht als "geradezu unmÃ¶glich, als sachlich nicht begrÃ¼ndbar", dartun (VGr, 10. September 2003, SB.2003.00028). Auch bei kleineren und mittleren Einkommen (bzw. Teileinkommen) in der GrÃ¶ssenordnung von Fr. 70'000.- ist eine HÃ¶herschÃ¤tzung im Rahmen von Fr. 15'000.- nicht schlechterdings, d.h. in jedem Fall, pflichtwidrig. Die von der Rekurskommission aufgestellte 20 %-Regel gemahnt an die â verfassungswidrige (vgl. Ernst KÃ¤nzig/Urs R. Behnisch, Die direkte Bundessteuer, 2.A., III. Teil, Bd. 4b, Basel 1992, Art. 92 Rz. 51) â RechtsmittelbeschrÃ¤nkung von Art. 92 Abs. 1 des per 1. Januar 1995 durch das Bundesgesetz Ã¼ber die direkte Bundessteuer (DBG) ersetzten Bundesratsbeschlusses vom 9. Dezember 1940 Ã¼ber die Erhebung einer direkten Bundessteuer (BdBSt), wonach die Erhebung eines Rechtsmittels gegen eine Ermessenstaxation ausgeschlossen war, wenn im Rahmen derselben "die der letztvorangegangenen rechtskrÃ¤ftigen Veranlagung des Steuerpflichtigen zugrunde liegenden Steuerfaktoren um nicht mehr als 20 % erhÃ¶ht" worden waren. Derlei Faustregeln sind, wie immer sie lauten mÃ¶gen, grundsÃ¤tzlich untauglich, wenn es darum geht, einen Untersuchungsnotstand im konkreten Fall durch gesetzmÃ¤ssige Wahrscheinlichkeitsvermutungen zu beheben. </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Die Rekurskommission wird im wiederaufzunehmenden Rekursverfahren eine neuerliche AngemessenheitsprÃ¼fung im Licht dieser ErwÃ¤gungen vorzunehmen haben.</span></p> <p class="Erwgung1"><span>Diese ErwÃ¤gungen fÃ¼hren zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>7. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Beim letztlich unentschiedenen Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Parteien je zur HÃ¤lfte aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG) und ist der Beschwerdegegnerschaft keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit § 152 StG und § 153 Abs. 4 StG).</span></p> <p class="KKP-Normal"><span> </span></p> <p class="KKP-Normal"><span> </span></p> <p class="KKP-Normal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="KKP-Normal"><span> </span></p> <p class="KKP-Normal"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Sache wird zu neuer Untersuchung und zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Steuerrekurskommission I zurÃ¼ckgewiesen</p> <p class="Einzug2">2. Ãber die Rekurskosten hat die Steuerrekurskommission I im Neuentscheid zu befinden.</p> <p class="Einzug2">3. Die Auflage der Einsprachekosten wird bestÃ¤tigt.</p> <p class="Einzug2">4. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'500.-- ; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'560.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">5. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer zur HÃ¤lfte und den Beschwerdegegnern je zu einem Viertel, unter solidarischer Haftung fÃ¼r die HÃ¤lfte der Kosten, auferlegt.</p> <p class="Einzug2">6. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">7. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2">8. Mitteilung anâ¦.</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>