<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>ZL.2016.00111</span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Ersatzrichterin Lienhard<br/>Gerichtsschreiberin Meierhans</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 16. Mai 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch die Beiständin Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Stadt Dietikon, Mandatszentrum Erwachsenenschutz</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Bremgartnerstrasse 22, 8953 Dietikon</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Zusatzleistungen zur AHV/IV</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1945, bezieht von der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Zusatzleistungen zur AHV/IV (Durchführungsstelle), Zusatz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leistungen zu seiner Altersrente (vgl. Urk. 8/17; Urk. 8/25; Urk. 8/31; Urk. 8/36;</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Urk. 8/50; Urk. 8/67).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Rückerstattungsverfügung vom 19. Februar 2016 (Urk. 8/78) verpflich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tete die Durchführungsstelle den Versicherten infolge rückwirkender Anrech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nung der vier verpachteten Grundstücke und des Pachtzinses zur Rücker</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stattung von Zusatzleistungen in der Höhe von insgesamt Fr. 59‘738.-- für die Zeit vom 1. Mai 2013 bis 29. Februar 2016. Die dagegen vom Versicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten erhobene Einsprache (Urk. 8/111) wies die Durchführungsstelle mit Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spracheentscheid vom 12. Juli 2016 (Urk. 8/118 = Urk. 2) ab.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte erhob am 11. August 2016 Beschwerde gegen den Einspra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cheentscheid vom 12. Juli 2016 (Urk. 2) und beantragte, dieser sei aufzuhe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben und es seien die massgeblichen Bestimmungen des Bundesgesetzes über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB) einzuhalten sowie die Rückforderung auf der Basis der aktuellen Schätzungen des Zürcher Bauernverbands über den Wert der Grundstücke aus dem Jahr 2016 festzulegen (Urk. 1 S. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die von der Durchführungsstelle mit Beschwerdeantwort vom 17. Oktober 2016 (Urk. 7) beantragte Sistierung des Verfahrens wurde mit Verfügung vom 28. Oktober 2016 (Urk. 9) abgewiesen. Gleichzeitig wurde der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführer aufgefordert, sich unter Beilage entsprechender Belege zur land</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirtschaftlichen Nutzung respektive Qualifikation gemäss Art. 2 und Art. 6 BGBB zu äussern und das in den Akten erwähnte Schätzungsgutachten von Z.___ einzureichen. Am 24. November 2016 reichte der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer seine Stellungnahme sowie mehrere Belege ein (vgl. Urk. 11-12/1-7). Hierzu nahm die Beschwerdegegnerin am 8. Dezember 2016 (Urk. 14) sowie 27. Januar 2017 (Urk. 16) Stellung und beantragte die Gutheissung der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerde in dem Sinne, dass sie sich mit der Anrechnung des aktuellen vom Amt für Landschaft und Natur (ALN) genehmigten Verkaufspreises für die in Frage stehenden Pachtgrundstücke einverstanden erkläre. Mit Schreiben vom 5. Mai 2017 (Urk. 20) schloss sich der Beschwerdeführer diesem Antrag an.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Die Unrechtmässigkeit des Bezugs von Ergänzungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en ergibt sich dadurch, dass die Berechnungsgrundlagen rückwirkend so angepasst werden, dass aus der Neuberechnung ein tieferer Anspruch resul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiert als ursprünglich ausgerichtet (Carigiet/Koch, Ergänzungsleistungen zur </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">AHV/IV, 2. überarbeitete und ergänzte Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">98</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Rechtsprechungsgemäss ist für die Rückforderung von formell rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kräftig ausgerichteten Leistungen jedoch erforderlich, dass entweder die Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aussetzungen für eine Wiedererwägung oder die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG) erfüllt sind (BGE 129 V 110 E. 1.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung (Art. 25 Abs. 2 Satz 1 ATSG). Es handelt sich bei diesen Fristen um Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirkungsfristen (BGE 139 V 6 E. 2). Wird der Rückerstattungsanspruch aus einer strafbaren Handlung hergeleitet, für welche das Strafrecht eine längere Verjährungsfrist vorsieht, so ist diese </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Frist massgebend (Art. 25 Abs. 2 Satz 2 ATSG). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die aner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bundesgesetz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">es</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und Invalidenversicherung, ELG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die anrechenbaren Einnahmen werden nach Art. 11 ELG ermittelt. Als Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmen anzurechnen sind nach Art. 11 Abs. 1 ELG unter anderem Einkünfte aus beweglichem und unbeweglichem Vermögen (lit. b) sowie bei Alters</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rentnern ein Zehntel des Reinvermögens, soweit es bei alleinstehenden Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sonen Fr. 37‘500.-- übersteigt. Gehört dem Bezüger oder einer Person, die in die Berechnung der Ergänzungsleistung eingeschlossen ist, eine Liegenschaft, die mindestens von einer dieser Personen bewohnt wird, so ist nur der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fr. 112‘500.-- übersteigende Wert der Liegenschaft beim Vermögen zu berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichtigen (lit. c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Für in Heimen oder Spitälern lebende Personen können die Kantone den Vermögensverzehr abweichend von Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG festlegen, wobei sie diesen auf höchstens einen Fünftel erhöhen können (Art. 11 Abs. 2 ELG). Von dieser Kompetenz hat der Kanton Zürich in § 11 Abs. 3 des Gesetzes über die Zusatzleistungen zur eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ZLG) Gebrauch gemacht und den Vermögensverzehr für Altersrentner in Heimen und Spitälern auf das Maximum von einem Fünftel erhöht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gestützt auf Art. 9 Abs. 5 lit. b ELG hat der Bundesrat in Art. 17 der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ordnung über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELV) nähere Bestimmungen zur Vermögensbewertung erlassen. Danach ist das anrechenbare Vermögen nach den Grundsätzen der Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzgebung über die direkte kantonale Steuer für die Bewertung des Vermögens im Wohnsitzkanton zu bewerten (Abs. 1). Dienen Grundstücke allerdings dem Bezüger oder einer Person, die in der EL-Berechnung ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geschlossen ist, nicht zu eigenen Wohnzwecken, so sind diese zum Verkehrs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wert einzusetzen (Abs. 4). Bei der Anwendung von Art. 17 Abs. 4 ELV ist den Zielen des bäuerlichen Bodenrechts Rechnung zu tragen (vgl. hierzu Stauffer/Cardinaux [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ELG, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015, Rz 364 zu Art. 11). Von der in Art. 17 Abs. 6 ELV den Kantonen gewährten Möglichkeit, anstelle des Verkehrs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wertes einheitlich den für die interkantonale Steuerausscheidung massge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">benden Repartitionswert anzuwenden, hat der Kanton Zürich keinen Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">brauch gemacht (vgl. Weisung des Kantonalen Sozialamtes zum Vollzug der Zusatzleistungen zur AHV/IV vom 27. März 2013, Stand 1. Januar 2017, S. 10 Ziff. 2.2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Verkehrswert entspricht dem Marktwert, das heisst dem mutmasslichen Erlös, der auf dem freien Markt erzielbar wäre. Wie der Verkehrswert zu ermitteln ist, wird in der Gesetzgebung nicht vorgeschrieben. Nach der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">waltungspraxis ist dieser Wert in Anlehnung an einen amtlich festgesetzten oder sonst wie anerkannten Wert oder nötigenfalls durch eine Schätzung zu ermitteln (vgl. Carigiet/Koch, a.a.O., S. 171; vgl. auch Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richts 8C_849/2008 vom 16. Juni 2009 E. 6.3.4). Der Verkehrswert gelangt nicht zur Anwendung, wenn von Gesetzes wegen ein Rechtsanspruch auf den Erwerb zu einem tieferen Wert besteht. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn Anspruch auf die Übernahme eines landwirtschaftlichen Gewerbes zum Ertragswert oder eines landwirtschaftlichen Grundstückes zum doppelten Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragswert besteht (vgl. 44 BGBB; Wegleitung über die Ergänzungsleis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en zur AHV und IV, WEL, gültig ab 1. April 2011, Stand 1. Januar 2016, Rz 3444.04).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Den Akten lässt sich entnehmen, dass die Rückforderung infolge rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kender Anrechnung von vier verpachteten Grundstücken verfügt wurde, welche der Beschwerdeführer gemeinsam mit seinen zwei Brüdern als Erben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemeinschaft bereits seit längerem besitzt. Dies ergab sich erst im Rahmen der im Jahr 2015 eingeleiteten periodischen Leistungsüberprüfung (vgl. Urk. 8/52-55; Urk. 8/58; Urk. 8/60; Urk. 8/78 S. 3). Die Rechtmässigkeit der rückwirkenden Anpassung der Berechnungsgrundlagen und eines allfälliges Rückforderungsanspruchs (vgl. hierzu vorstehend E. 1.1) ist zwischen den Par</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teien nicht umstritten. Strittig sind einzig die bei der Berechnung zu berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichtigenden Vermögenswerte dieser Grundstücke.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin stellte bei der Berechnung des Rückforderungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruchs als Berechnungsgrundlage für die Vermögenswerte der vier Grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stücke auf den Verkehrswert zum Zeitpunkt der Erbteilung respektive auf die Verkehrswertschätzung der Zürcher Kantonalbank aus dem Jahr 1993 ab, wonach sich der Verkehrswert der vier Grundstücke auf insgesamt Fr. 404‘660.-- belaufe. Der anrechenbare Anteil pro Person (drei Brüder) betrage demnach Fr. 134‘886.-- (Fr. 404‘660.-- : 3; vgl. Urk. 2 S. 2, Urk. 8/78 S. 3). Demgegenüber machte der Beschwerdeführer geltend, die Verkehrs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wertschätzung aus dem Jahr 1993 sei nicht mehr aktuell und die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stim</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mungen des BGBB seien nicht eingehalten worden. Es seien die Grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schätzungen des ALN respektive des Bauernverbandes zu berücksich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigen (vgl. Urk. 1 S. 2 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte der Beschwerdeführer unter anderem ein Schreiben des ALN vom 7. November 2016 (Urk. 12/4) ein, wonach die betroffenen vier Grundstücke alle landwirtschaftlich genutzt und in den Geltungsbereich des BGBB fallen würden, der Ertragswert indessen keine Anwendung finde, da keine Nachkommen über ein landwirtschaftliches Gewerbe verfügen würden. Das bäuerliche Bodenrecht sei am 1. Januar 1994 in Kraft getreten. Im zuvor geltenden Landwirtschaftlichen Entschuldungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesetz habe die Konzeption des höchstzulässigen Preises noch nicht existiert. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Damals sei lediglich geprüft worden, ob Spekulationsabsichten vorlägen. En</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechend habe keine umfassende Preisstatistik existiert. Die Durchschnitts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">werte für Acker- beziehungsweise Wiesenland hätten ungefähr doppelt so viel betragen wie die heutigen Durchschnittswerte (S. 1 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zudem reichte er drei Verfügungen des ALN vom 22. respektive 27. Septem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2016 (Urk. 12/5) ein, wonach der Erwerb dieser vier in der Gemeinde A.___ liegenden Grundstücke gestützt auf Art. 61 Abs. 2 BGBB zu den folgenden Kaufpreisen bewilligt worden sei:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kat.-Nr. B.___ („C.___“): pauschal Fr. 22‘857.--</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kat.-Nr. D.___ („E.___“): pauschal Fr. 63‘759.--</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kat.-Nr. F.___ („G.___“) und Kat.-Nr. H.___ („I.___“): pauschal Fr. 75‘658.--</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gestützt auf diese Erkenntnisse beantragte die Beschwerdegegnerin mit Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gaben vom 8. Dezember 2016 (Urk. 14) sowie 27. Januar 2017 (Urk. 16) die Gutheissung der Beschwerde in dem Sinne, dass sie sich mit der Anrechnung der aktuellen vom ALN genehmigten Verkaufspreise für die in Frage steh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">enden Pachtgrundstücke einverstanden erkläre. Diesem Antrag schloss sich der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 5. Mai 2017 (Urk. 20) an.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nachdem nun hinsichtlich des anrechenbaren Werts der vier Grundstücke zur Bestimmung des Rückerstattungsanspruchs übereinstimmende Anträge vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen und diese mit der Akten- und Rechtslage in Einklang zu bringen sind, erweist sich die für den Zeitraum vom 1. Mai 2013 bis 29. Februar 2016 errechnete Rückforderung als unzutreffend. Die Sache ist daher zur Berech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nung des konkreten Rückforderungsbetrages unter Berücksichtigung der vom ALN ermittelten Werten (vorstehend Ziff. 2.3) an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In diesem Sinne ist die Beschwerde somit gutzuheissen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene Ein</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">spra</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">cheentscheid vom 12. Juli 2016 aufgehoben und festgestellt wird, dass zur Be</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">rechnung des Rückerstattungsanspruchs hinsichtlich des anrechenbaren Werts der vier Grundstücke auf die aktuellen vom Amt für Landschaft und Natur bewilligten Verkaufspreise im Sinne der Erwägungen abzustellen ist. </span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Sache wird an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Zusatz</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">leis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">tungen zur AHV/IV, zurückgewiesen, damit diese nach neuerlicher Berechnung des Rückforderungsanspruchs unter Berücksichtigung dieser Grundstückswerte erneut verfüge.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Y.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Zusatzleistungen zur AHV/IV, unter Beilage einer Kopie von Urk. 20</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sicherheitsdirektion Kanton Zürich</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu entha</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">l</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannMeierhans</p><p></p></div> </div></body></html>