<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2022.00105</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=222934&amp;W10_KEY=13045536&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2022.00105</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.01.2023</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 19.02.2024 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Steuerhoheit (ab 01.01.2018)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Steuerhoheit: Die Beschwerdeführer haben ihren steuerrechtlichen Wohnsitz ab der Steuerperiode 2018 trotz Eigentums an einer in einem anderen Kanton gelegenen Liegenschaft erneut nach X. (ZH), verlegt.] Wenn der frühere Wohnsitzkanton für ein paar Jahre anerkennt, dass sich das Hauptsteuerdomizil in einem anderen Kanton befand, kann er zwar auf eine neue Steuerperiode hin die Besteuerungshoheit wieder in Anspruch nehmen, hat aber eine massgeblich veränderte Faktenlage zu seinen Gunsten nachzuweisen (E. 2.4.3). Durch den Bezug einer grosszügigen, zentral und in unmittelbarer Nähe zu ihren jeweiligen Arbeitsplätzen gelegenen 5-Zimmerwohnung begründeten die Beschwerdeführer einen Wohnsitz, welcher hinsichtlich der Lebensqualität mit ihrem Domizil in Y. (Z) vergleichbar ist. Unter diesen Umständen ist von einer massgeblich veränderten Faktenlage auszugehen, deren Nachweis dem Beschwerdegegner gelungen ist (E. 4.2). Es ist den Beschwerdeführern nicht gelungen, die durch zahlreiche Indizien bekräftigte Vermutung umzustossen, dass sich der Schwerpunkt ihrer Lebensinteressen und damit verbunden ihr steuerrechtlicher Wohnsitz in der Steuerperiode 2018 erneut zurück nach X. (ZH) verschoben hat. (E. 4.4.7). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=65972" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">SB.2022.00105</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">11. Januar 2023</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Lara von Arx. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. B, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText">beide vertreten durch RA C, </p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Kanton ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Steuerhoheit (ab 1.1.2018),</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Die Ehegatten A und B zogen per 1. Januar 2014 aus ihrer Mietwohnung an der D-Strasse 01 in W in eine per 11. September 2013 erworbene Liegenschaft an der E-Strasse 02 in X (Kanton G). In der Folge liessen sie diverse Um- und Ausbauten an der Liegenschaft fÃ¼r rund Fr. â¦ ausfÃ¼hren. Weitere Investitionen im Umfang von rund Fr. â¦ sind geplant. </p> <p class="Urteilstext">Per 1. Oktober 2017 mieteten die Ehegatten A/B an der H-Strasse 03 in W eine 2,5-Zimmer-Wohnung und meldeten sich als Wochenaufenthalter an. Am 15. November 2018 zogen sie gemeinsam in eine 5-Zimmer-Wohnung an der I-Strasse 04 in W um. </p> <p class="Urteilstext"><b>B. </b>Nach vorgÃ¤ngiger schriftlicher und persÃ¶nlicher Befragung des Ehepaars A/B sowie nach Einholung diverser Unterlagen, erÃ¶ffnete das kantonale Steueramt ihnen mit Vorentscheid vom 25. August 2020 die Inanspruchnahme der Steuerhoheit ab dem 1. Januar 2018. </p> <p class="Urteilstext">Die hiergegen erhobene Einsprache wies das kantonale Steueramt mit Einspracheentscheid vom 23. Juni 2021 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">Den dagegen erhobenen Rekurs wies das Steuerrekursgericht am 27. September 2022 ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 7. November 2022 liessen A und B dem Verwaltungsgericht beantragen, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass ihr steuerrechtlicher Wohnsitz nach wie vor im Kanton G liege und keine Steuerhoheit des Kantons ZÃ¼rich und der Steuergemeinde W ab der Steuerperiode 2018 bestehe. Weiter verlangten sie eine ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend das Steuerrekursgericht auf Vernehmlassung verzichtete, beantragte das kantonale Steueramt in der Beschwerdeantwort vom 28. November 2022 die Abweisung der Beschwerde sowie die Feststellung, dass sich der steuerrechtliche Wohnsitz der Ehegatten A/B nach wie vor in W befinde. Das Steueramt der Stadt W liess sich nicht vernehmen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung1"><span>Mit der Beschwerde kÃ¶nnen alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden (§ 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 [StG]). In Beschwerdeverfahren, welche die Steuerhoheit des Kantons ZÃ¼rich betreffen, beurteilt das Verwaltungsgericht Rechts- und Tatfragen frei und berÃ¼cksichtigt auch neue Tatsachen und Beweismittel (VGr, 10. Juni 2020, SB.2020.00030, E. 1, mit weiteren Hinweisen).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die vorliegende Streitigkeit dreht sich um die bundesrechtlich harmonisierte Frage der Steuerpflicht der BeschwerdefÃ¼hrenden im Kanton ZÃ¼rich kraft persÃ¶nlicher ZugehÃ¶rigkeit (vgl. Art. 3 des Bundesgesetzes Ã¼ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 [StHG] und § 3 StG). NatÃ¼rliche Personen sind aufgrund persÃ¶nlicher ZugehÃ¶rigkeit unbeschrÃ¤nkt steuerpflichtig, wenn sie ihren steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt im Kanton haben (§ 3 Abs. 1 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 StG). I<span>m interkantonalen VerhÃ¤ltnis </span>sind die VerhÃ¤ltnisse am letzten Tag der jeweiligen Steuerperiode massgeblich (§ 10 Abs. 2 StG in Verbindung mit Art. 4b Abs. 1 und Art. 15 Abs. 1 StHG). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b><span>Der Begriff des steuerrechtlichen Wohnsitzes im Sinn von § 3 Abs. 1 und 2 StG bzw. Art. 3 Abs. 1 und 2 StHG lehnt sich im Wesentlichen an den Wohnsitzbegriff des Zivilgesetzbuchs [ZGB] an (Botschaft zum Steuerharmonisierungsgesetz, BBI 1983 III 1, 86). Laut Art. 23 Abs. 1 ZGB befindet sich der zivilrechtliche </span>Wohnsitz<span> an dem Ort, wo sich eine Person mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhÃ¤lt, demnach dort, wo sich der Mittelpunkt ihrer persÃ¶nlichen und wirtschaftlichen Interessen befindet (BGE 132 I 29 E. 4; BGE 125 I 458 E. 2b; BGE 125 I 54 E. 2). Die Aufgabe des Wohnsitzes wird nicht leichthin angenommen; vielmehr muss der frÃ¼here Wohnsitz klarerweise und Ã¤usserlich erkennbar aufgegeben worden sein. Das frÃ¼here Domizil ist daher dann als fortbestehend zu betrachten, wenn der Nachweis der Wohnsitzverlegung nicht erbracht ist. Hingegen berechtigt nicht jede anhaltende Beziehung zum bisherigen steuerrechtlichen Wohnsitz zur Annahme, dass dieser Wohnsitz weiterbestehe, denn den Lebensmittelpunkt an einem Ort aufzugeben, heisst nicht, sÃ¤mtliche Bande zu diesem Ort abzubrechen. Unter dem Gesichtspunkt der Steuerhoheit bestimmt sich der Mittelpunkt der Lebensinteressen nach der Gesamtheit der objektiven, Ã¤usseren UmstÃ¤nde, die diese Interessen erkennen lassen, und nicht nach den bloss erklÃ¤rten WÃ¼nschen der (allenfalls steuerpflichtigen) Person. Auf formelle Kriterien wie die polizeiliche An- und Abmeldung etc. kommt es nicht an. Solche Elemente kÃ¶nnen allerdings bei Ungewissheit Ã¼ber die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse Indizien fÃ¼r die Absicht dauernden Verbleibens sein, wenn auch das Ã¼brige Verhalten der Person dafÃ¼rspricht (vgl. BGE 132 I 29 E. 4; VGr, 16. MÃ¤rz 2022, SB.2021.00059, E. 2.1; Martin Zweifel/Silvia Hunziker in: Martin Zweifel/Michael Beusch/Daniel de Vries Reilingh [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen </span>Steuerrecht<span>, </span>Interkantonales Steuerrecht<span>, 2. A., Basel 2021, § 6 N. 94; Felix Richner et al., Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, 4. A., ZÃ¼rich 2021, § 3 N. 11). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Wenn sich eine Person abwechslungsweise an zwei Orten aufhÃ¤lt, ist fÃ¼r die Bestimmung des Steuerwohnsitzes darauf abzustellen, zu welchem Ort sie die stÃ¤rkere Beziehung unterhÃ¤lt (BGE 132 I 29, E. 4.2). </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die bundesgerichtliche Praxis hat zu diesen GrundsÃ¤tzen typische Fallkonstellationen entwickelt. FÃ¼r verheiratete Steuerpflichtige, die tÃ¤glich oder an den Wochenenden regelmÃ¤ssig zu ihrer Familie zurÃ¼ckkehren, werden die durch persÃ¶nliche und familiÃ¤re Bande begrÃ¼ndeten Beziehungen fÃ¼r stÃ¤rker erachtet, als jene zum Arbeitsort; deswegen sind diese Steuerpflichtigen in der Regel am Aufenthaltsort der Familie zu besteuern (BGE 132 I 29, E. 4.2; BGr, 28. Dezember 2021, 2C_55/2021, E. 4.2.3). Anders zu beurteilen ist die Sachlage bei Ehegatten, die sich wÃ¤hrend der Woche gemeinsam in WohnrÃ¤umlichkeiten in der NÃ¤he des Arbeitsorts aufhalten, jedoch an den Wochenenden in eine eigene Wohnung in einen anderen Kanton zurÃ¼ckkehren; ihr steuerrechtlicher Wohnsitz befindet sich in dem Kanton, in welchem sie sich wÃ¤hrend der Arbeitswoche aufhalten (Felix Richner et al., § 3 N. 43). Ihr Hauptsteuerdomizil befindet sich regelmÃ¤ssig am Arbeitsort, da ihre materiellen und ideellen Lebensinteressen insoweit Ã¼bereinstimmen. Bei kinderlosen Ehepartnern gilt dies selbst dann, wenn ihre Beziehungen zu einem regelmÃ¤ssig aufgesuchten Wochenendaufenthaltsort intensiver sind als zu einer gewÃ¶hnlichen Zweitwohnung, z.</span><span> </span><span>B. wenn sie aus dem Ort stammen, dort regelmÃ¤ssig mit den Eltern zusammenleben und ihren gemeinsamen Freundes- und Bekanntenkreis pflegen (BGr, 8. MÃ¤rz 2022, 2C_323/2021, E. 2.3.2; BGr, 30. Oktober 2019, 2C_533/2018, E. 2.4.2).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.1 </b><span>Ãber den Lebensmittelpunkt und damit den steuerrechtlichen </span>Wohnsitz<span> kann gemeinhin kein strikter Beweis gefÃ¼hrt werden, sondern es ist aufgrund von Indizien eine Gewichtung vorzunehmen, wobei sÃ¤mtliche Berufs-, Familien- und LebensumstÃ¤nde zu berÃ¼cksichtigen sind (vgl. BGr, 8. MÃ¤rz 2022, 2C_323/2021, E. 2.2.2 f.; BGr, 1. Juli 2013, 2C_1267/2012, E. 3.2; BGr, 6. Dezember 2010, 2C_397/2010, E. 2.4.2).</span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.2 </b><span>Auch wenn im harmonisierten Steuerrecht an sich das Beweismass der vollen Ãberzeugung ("Regelbeweismass") herrscht, bedarf es keiner absoluten Gewissheit. Es genÃ¼gt, dass die VeranlagungsbehÃ¶rde nach erfolgter BeweiswÃ¼rdigung und aufgrund objektiver Gesichtspunkte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vom Vorliegen eines rechtserheblichen Sachumstands Ã¼berzeugt ist (BGr, 12. Mai 2020, 2C_926/2019, E. 2.3). Gelangt die BehÃ¶rde zu keiner derart gewichtigen Ãberzeugung, kommen die Beweislastregeln von Art. 8 ZGB zur Anwendung. Im Steuerrecht gilt demnach, dass die VeranlagungsbehÃ¶rde die Beweislast fÃ¼r die steuerbegrÃ¼ndenden und -erhÃ¶henden Tatsachen trÃ¤gt, wÃ¤hrend die steuerpflichtige Person fÃ¼r die steueraufhebenden und -mindernden Tatsachen beweisbelastet ist (Normentheorie; BGE 144 II 427 E. 8.3.1). </span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.3 </b><span>Wenn der frÃ¼here Wohnsitzkanton fÃ¼r ein paar Jahre anerkennt, dass sich das Hauptsteuerdomizil in einem anderen Kanton befand, kann er zwar auf eine neue Steuerperiode hin die Besteuerungshoheit wieder in Anspruch nehmen, hat aber eine massgeblich verÃ¤nderte Faktenlage zu seinen Gunsten nachzuweisen. Gelingt ihm dies nicht, bleibt es bei der vorherigen Domizilzuordnung. Das gilt jedenfalls dann, wenn die steuerpflichtige Person ihren Mitwirkungspflichten im Rahmen des Zumutbaren nachgekommen ist (BGr, 8. MÃ¤rz 2022, 2C_323/2021, E. 2.4.2; BGr, 17. MÃ¤rz 2020, 2C_911/2018, E. 4.2). </span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.4 </b>Die Steuerpflichtige ist gemÃ¤ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung zur Mitwirkung im Verfahren verpflichtet, wenn die Steuerhoheit des Kantons zur Diskussion steht und die SteuerbehÃ¶rde deshalb vorab einen Steuerdomizilentscheid trifft. Diesfalls ist der Streitgegenstand jedoch vorlÃ¤ufig auf die Frage der VeranlagungszustÃ¤ndigkeit beschrÃ¤nkt. Der Steuerpflichtige muss folglich nur in Bezug auf die dafÃ¼r relevanten Tatsachen und Indizien AuskÃ¼nfte erteilen und es kann von ihm in diesem Verfahrensstadium nicht erwartet werden, dass er eine SteuererklÃ¤rung ausfÃ¼llt oder anderweitig Ã¼ber seine Steuerfaktoren Rechenschaft ablegt (BGr, 8. Juni 2021, 2C_211/2021, E. 5.1.1). </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Vorinstanz begrÃ¼ndet ihren Entscheid im Wesentlichen damit, die BeschwerdefÃ¼hrenden hÃ¤tten vor 2014 ihren steuerrechtlichen Wohnsitz in W gehabt, wo sie seit dem Jahr 2016 beide in einem Vollpensum feste ArbeitsplÃ¤tze hÃ¤tten. Mit dem Kauf ihrer Liegenschaft in X (Kanton G) sei die endgÃ¼ltige LoslÃ¶sung von ihrem bisherigen Wohnsitz in W akzeptiert worden. Als die BeschwerdefÃ¼hrenden per 1. Oktober 2017 erneut gemeinsam eine 2,5-Zimmer-Wohnung in W gemietet und sich als Wochenendaufenthalter angemeldet hÃ¤tten, habe sich hieran nichts geÃ¤ndert. Mit der kontinuierlichen Zunahme ihrer faktischen Arbeitsbelastung und damit wohl auch der physischen PrÃ¤senz in W sowie dem Bezug einer vollstÃ¤ndig eingerichteten 5-Zimmer-Wohnung per 15. November 2018 habe sich die Faktenlage jedoch massgeblich zugunsten des Kantons ZÃ¼rich verÃ¤ndert. Das berufliche Engagement der BeschwerdefÃ¼hrenden habe einen hohen Stellenwert. Da sie anderswo als in W keine vergleichbaren Karriereaussichten hÃ¤tten, kÃ¶nne die Absicht eines dauernden Verbleibens in W bejaht werden. Der Wochenaufenthaltsort und Arbeitsort beider BeschwerdefÃ¼hrenden fielen vorliegend zusammen und wÃ¼rden sich beim BeschwerdefÃ¼hrer mehrheitlich decken. Die Ã¼blichen gesellschaftlichen Beziehungen wÃ¼rden zwar Ã¼berwiegend, jedoch nicht ausschliesslich am Wochenendwohnort gepflegt. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden wenden gegen den vorinstanzlichen Entscheid namentlich ein, ihr Wochenaufenthalt in W sei aufgrund einer bloss temporÃ¤r hohen Arbeits- und Ausbildungslast begrÃ¼ndet worden und die Wohnung in W sei eine blosse "Zweckwohnung" gewesen. Der Wochenaufenthalt sei zwischenzeitlich endgÃ¼ltig wieder aufgegeben worden und sie verbrÃ¤chten maximal eine Nacht pro Woche und Person in W. Ansonsten pendelten sie wieder tÃ¤glich zur Arbeit. Sie hÃ¤tten bereits im Jahr 2020 regelmÃ¤ssig im "Homeoffice" gearbeitet und im August 2021 eine HÃ¼ndin erworben, welche im Kanton G registriert sei und in X (Kanton G) lebe. Bei ihrer Liegenschaft in X (Kanton G) handle es sich um ein Liebhaberobjekt, in welchem sie einen Grossteil ihrer Freizeit verbringen und ihre Hobbies ausÃ¼ben wÃ¼rden. Aufgrund des "Homeoffice" diene die Liegenschaft zugleich als Arbeits- und Arbeitswohnort. In X (Kanton G) hÃ¤tten sie sowohl am Wochenende wie auch an den Wochentagen GeldbezÃ¼ge getÃ¤tigt. Ãberdies sei der BeschwerdefÃ¼hrer in die Finanzkommission der Gemeinde J (Kanton G) gewÃ¤hlt worden. Wichtige GegenstÃ¤nde und Dokumente wÃ¼rden in einem Schliessfach der Bank K in L (Kanton G) aufbewahrt und der gesamte Postverkehr laufe Ã¼ber ihre Adresse in X (Kanton G).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden sind in der Gemeinde X (Kanton G) EigentÃ¼mer eines dreistÃ¶ckigen Wohnhauses mit einer WohnflÃ¤che von 350 m<sup>2</sup>. Die GrundstÃ¼ckflÃ¤che, einschliesslich des Gartens, betrÃ¤gt 2'885 m<sup>2</sup>. Ihr steuerrechtlicher Wohnsitz und damit verbunden der <span>Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen </span>befand sich im Anschluss an ihren Liegenschaftserwerb in den Steuerperioden 2014 bis 2017 unbestritten in X im Kanton G. Die Annahme eines erneuten Hauptsteuerdomizils der BeschwerdefÃ¼hrenden in W setzt den Nachweis einer <span>massgeblich verÃ¤nderten Faktenlage voraus. </span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b><span>I</span>m November 2018 bezogen die BeschwerdefÃ¼hrenden eine voll eingerichtete 5-Zimmer-Wohnung mit einem monatlichen Mietzins von Fr. â¦ (inklusive Nebenkosten, ohne Parkplatz). Der Umzug aus der zuvor unter der Woche bewohnten 2,5-Zimmer-Wohnung erfolgte den Angaben der BeschwerdefÃ¼hrenden zufolge aus GrÃ¼nden der PlatzverhÃ¤ltnisse, des Standards und der PraktikabilitÃ¤t. Durch den Neubezug ihrer 5-Zimmer-Wohnung werteten die BeschwerdefÃ¼hrenden ihren Lebensstandard in W im Vergleich zu den vorherigen WohnverhÃ¤ltnissen massiv auf. Die relativ bescheidene 2,5-Zimmer-Wohnung, welche sie vorgÃ¤ngig gemietet hatten, wies den Charakter einer typischen, nahe der ArbeitsstÃ¤tte gelegenen zwecktauglichen ÃbernachtungsmÃ¶glichkeit auf, welche in ihrem Komfort deutlich unter demjenigen der Liegenschaft der BeschwerdefÃ¼hrenden in X (Kanton G) lag. Durch den Bezug einer grosszÃ¼gigen, zentral und in unmittelbarer NÃ¤he zu ihren jeweiligen ArbeitsplÃ¤tzen gelegenen 5-Zimmer-Wohnung begrÃ¼ndeten die BeschwerdefÃ¼hrenden hingegen einen Wohnsitz, welcher hinsichtlich der LebensqualitÃ¤t mit ihrem Domizil in X (Kanton G) vergleichbar ist. Unter diesen UmstÃ¤nden ist von einer <span>massgeblich verÃ¤nderten Faktenlage auszugehen, deren Nachweis dem Beschwerdegegner gelungen ist. Folglich ist der steuerrechtliche Wohnsitz der BeschwerdefÃ¼hrenden neu zu beurteilen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden sind verheiratet, kinderlos und beide in einem Vollpensum erwerbstÃ¤tig. GemÃ¤ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung wird unter diesen UmstÃ¤nden die Vermutung eines<span> am Arbeitsort gelegenen Hauptsteuerdomizils begrÃ¼ndet (vgl. E. 3.2.). </span>Diese Vermutung wird durch diverse Indizien bestÃ¤rkt<span>. </span></p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.2 </b>Beide BeschwerdefÃ¼hrenden arbeiten in W. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist seit April 2015 Teilhaber, Verwaltungsratsmitglied und Leiter Marketing bei der M AG mit Sitz in T. Bis auf einen Tag pro Woche, an welchem er in T arbeitet, arbeitet er seit dem Jahr 2016 in W, wo er an der Fachhochschule in N bis im FrÃ¼hjahr 2022 eine mehrjÃ¤hrige Weiterbildung im Bereich â¦ absolviert hat. Die BeschwerdefÃ¼hrerin arbeitet als "â¦" (vormals "â¦") und stellvertretende Direktorin fÃ¼r die Bank O in W. Im Jahr 2019 absolvierte sie ein CAS in â¦ in P und sie erwarb im Jahr 2021 an der Hochschule Q einen â¦-Abschluss. Dem beruflichen Engagement der BeschwerdefÃ¼hrenden kommt ein sehr hoher Stellenwert in ihrem Leben zu, werden sie eigenen Angaben zufolge durch ihre jeweiligen Aufgaben am Arbeitsplatz doch "voll absorbiert". Lange Arbeitszeiten sowie ein hohes Mass an FlexibilitÃ¤t bestimmen ihren beruflichen Alltag. Der BeschwerdefÃ¼hrer begrÃ¼ndete den Zweck seines Aufenthalts in W im Rahmen seiner schriftlichen Befragung vom 8. Juli 2020 unter anderem mit KundennotfÃ¤llen, welche seine physische Anwesenheit in W erfordern wÃ¼rden. Das berufliche Engagement der BeschwerdefÃ¼hrenden sowie der lange Arbeitsweg zu ihrem Domizil in X (Kanton G) bilden somit starke Indizien dafÃ¼r, dass sich der Schwerpunkt ihrer Lebensinteressen in W befindet.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.3 </b>Der Lebensstandard der BeschwerdefÃ¼hrenden wurde durch den Bezug ihrer neuen 5-Zimmer-Wohnung in W stark angehoben, was ein weiteres Indiz fÃ¼r einen erneut in W begrÃ¼ndeten Wohnsitz darstellt.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.4 </b>Beide BeschwerdefÃ¼hrenden reisen eigenen Angaben zufolge hÃ¤ufig und regelmÃ¤ssig ins Ausland sowohl aus beruflichen wie auch aus privaten und familiÃ¤ren GrÃ¼nden. Die kurze Distanz zum Flughafen W sowie die damit verbundene FlexibilitÃ¤t spricht ebenfalls fÃ¼r einen steuerrechtlichen Wohnsitz der BeschwerdefÃ¼hrenden in W. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.5 </b>Aufgrund des Besuchs von kulturellen Veranstaltungen wie Konzerten und dergleichen haben sich die BeschwerdefÃ¼hrenden unbestrittenermassen teils auch an Wochenenden in ihrem Domizil in W aufgehalten, was ebenfalls als Indiz fÃ¼r einen steuerrechtlichen Wohnsitz in W zu werten ist. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.6 </b>In der Steuerperiode 2018 sind regelmÃ¤ssig BargeldbezÃ¼ge, Zahlungen und EinkÃ¤ufe der BeschwerdefÃ¼hrenden in W erfolgt. Ein RÃ¼ckgang hiervon zu Beginn der Covid-Pandemie ist dadurch erklÃ¤rbar, dass sie sich in dieser Zeit hauptsÃ¤chlich in ihrer Liegenschaft in X (Kanton G) aufgehalten haben. Bereits ab Mai 2020 ist hingegen wieder eine Zunahme des Zahlungsverkehrs in W und der damit verbundenen gewohnten LebensfÃ¼hrung der BeschwerdefÃ¼hrenden erkennbar. Diese wenden ein, zu den Kopien der Ãbersicht des Beschwerdegegners Ã¼ber die eingereichten KontoauszÃ¼ge und KreditkartenbezÃ¼ge mangels guter QualitÃ¤t kaum Stellung nehmen zu kÃ¶nnen. Dem ist jedoch entgegenzuhalten, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden selbst die der Ãbersicht zugrundeliegenden AuszÃ¼ge eingereicht haben und im Ãbrigen unbestritten ist, dass sie in W in den besagten Zeitspannen rege BezÃ¼ge getÃ¤tigt haben. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.7 </b>Eine Vielzahl von Indizien spricht somit fÃ¼r einen steuerrechtlichen Wohnsitz der BeschwerdefÃ¼hrenden in W.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.1 </b>Auf einen steuerrechtlichen Wohnsitz der BeschwerdefÃ¼hrenden in X (Kanton G) deuten die hohen Investitionen in ihre dortige Liegenschaft hin. Allerdings liessen die BeschwerdefÃ¼hrenden noch im Rekursverfahren vorbringen, die konkrete Nutzung der Liegenschaft erfolge hauptsÃ¤chlich an Wochenenden, Ferien- und Feiertagen. Dies lÃ¤sst darauf schliessen, dass sie bloss ihre Freizeit, nicht jedoch den gelebten Alltag in X (Kanton G) verbringen. Dieser Umstand wird im in der Beschwerde genannten Zeitraum vom Oktober bis Dezember 2018 bestÃ¤tigt, da sich die BeschwerdefÃ¼hrenden in dieser Zeit einzig an Wochenenden und Ã¼ber die Weihnachtsfeiertage in der NÃ¤he ihrer Liegenschaft in X (Kanton G) aufgehalten haben. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen neu geltend, ihren Wochenaufenthalt in W zwischenzeitlich endgÃ¼ltig wieder aufgegeben zu haben. Als Nachweis hiervon reichen sie eine Vielzahl von Bahnbilletten ein. Diese beziehen sich jedoch ausschliesslich auf die Zeit ab Ende Oktober 2021 und auf das Jahr 2022. RÃ¼ckschlÃ¼sse auf vorherige Steuerperioden kÃ¶nnen hieraus nicht gezogen werden. Die Mietwohnung der BeschwerdefÃ¼hrenden in W wurde bis anhin nicht gekÃ¼ndigt. Angesichts des hohen Mietzinses spricht dieser Umstand stark gegen die behauptete, endgÃ¼ltige Aufgabe des Wochenaufenthalts in W. Ãberdies fÃ¼hrten die BeschwerdefÃ¼hrenden in ihrer Rekursschrift aus, der tÃ¤gliche Arbeitsweg von X (Kanton G) nach W sei fÃ¼r sie auf Dauer zu einer zeitlichen, kÃ¶rperlichen und seelischen Belastung geworden, weshalb fraglich ist, ob ihre PendelaktivitÃ¤t erneut von Dauer sein wird. Die behauptete Arbeit im Homeoffice in X (Kanton G) wurde bis anhin durch keinerlei schriftliche Nachweise etwa in Form entsprechender Vereinbarungen belegt. Die beantragte Befragung von Auskunftspersonen erscheint in diesem Zusammenhang nicht zweckdienlich, da die angerufenen Personen kaum Auskunft darÃ¼ber erteilen kÃ¶nnten, wann bzw. ob die BeschwerdefÃ¼hrenden effektiv in W oder X (Kanton G) gearbeitet haben. Das Ergebnis der Befragung wÃ¼rde somit voraussichtlich nichts am Beweisergebnis Ã¤ndern, weshalb auf die Befragungen in antizipierter BeweiswÃ¼rdigung verzichtet werden kann (<span>vgl. BGE 134 I 140 E. 5.3; VGr, 19. Oktober 2022, SB.2022.00040, E. 1.4)</span>. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.3 </b>Die Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrenden hinsichtlich des Erwerbs ihrer HÃ¼ndin R sind unbeachtlich, da es sich dabei um unzulÃ¤ssige Noven handelt, welche bereits vor der Vorinstanz hÃ¤tten vorgebracht werden mÃ¼ssen (vgl.<span> BGE 131 II 548</span>). Im Ãbrigen handelt es sich bei den Belegen Ã¼ber die besuchte Hundeschule, die Hundepension oder die Ã¶rtlichen Tierarztbesuche um Nachweise rein <span>formeller Natur, welche fÃ¼r eine WohnsitzbegrÃ¼ndung unbeachtlich sind. Eine persÃ¶nliche Betreuung des Hundes durch die BeschwerdefÃ¼hrenden in X (Kanton G) ist in den Akten weder ersichtlich noch wird eine solche substanziiert dargetan. Unter diesen UmstÃ¤nden erÃ¼brigt sich die offerierte Befragung der GeschÃ¤ftsfÃ¼hrerin der Hundepension.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.4 </b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden berufen sich weiter auf die TÃ¤tigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers in der Finanzkommission der Gemeinde J (Kanton G). DiesbezÃ¼glich ist jedoch einzuwenden, dass der BeschwerdefÃ¼hrer s</span>eit dem Jahr 2018 auch Leiter einer Arbeitsgruppe der "Organisation S" in T ist. In den Akten werden noch weitere VereinszugehÃ¶rigkeiten des BeschwerdefÃ¼hrers an unterschiedlichen Orten aufgefÃ¼hrt, weswegen seinem Engagement in der <span>Finanzkommission der Gemeinde J (Kanton G) bei der Wohnsitzbestimmung keine entscheidende Bedeutung zukommt.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.5 </b><span>Zum Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis der BeschwerdefÃ¼hrenden ist auszufÃ¼hren, dass die engsten Freundinnen der BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼berwiegend im Land U wohnen. Das nÃ¤chste freundschaftliche und familiÃ¤re Umfeld des BeschwerdefÃ¼hrers befindet sich ebenfalls nicht in X (Kanton G) oder in unmittelbarer NÃ¤he der Ortschaft. Gemeinsame Freunde wohnen im Ausland. DemgegenÃ¼ber werden sÃ¤mtliche mit den Berufen der BeschwerdefÃ¼hrenden verbundenen gesellschaftlichen Beziehungen in W gepflegt, was fÃ¼r einen dort gelegenen Mittelpunkt ihrer persÃ¶nlichen Interessen spricht. </span></p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.6 </b>Aus dem Ã¼ber ihre Adresse in X (Kanton G) laufenden Postverkehr kÃ¶nnen die BeschwerdefÃ¼hrenden nichts zu ihren Gunsten ableiten, da es sich dabei um ein rein formelles Kriterium handelt. Dasselbe gilt fÃ¼r die EinlÃ¶sung ihrer Fahrzeuge im Kanton G. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.7 </b>Nach dem Gesagten ist es den BeschwerdefÃ¼hrenden somit nicht gelungen, die durch zahlreiche Indizien bekrÃ¤ftigte Vermutung umzustossen, dass sich der Schwerpunkt ihrer Lebensinteressen und damit verbunden ihr steuerrechtlicher Wohnsitz in der Steuerperiode 2018 erneut zurÃ¼ck nach W verschoben hat. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden wenden in rechtlicher Hinsicht ein, ihren Wohnsitz in X (Kanton G) nie aufgegeben zu haben und dort weiterhin mit der Absicht des dauernden Verbleibens zu wohnen. Mit dieser Argumentation verkennen sie jedoch, dass sie auch in W eine solche Absicht hegen, da sie eigenen Angaben zufolge anderswo keine vergleichbaren Arbeitsstellen finden kÃ¶nnen.<span> Aufgrund ihres Wochenaufenthalts in W, liegt bei ihnen nicht bloss eine "Absicht des dauernden Arbeitens" vor. Auch setzt die Aufgabe des vorherigen steuerrechtlichen Wohnsitzes nicht den Abbruch sÃ¤mtlicher Beziehungen zu diesem Ort voraus. E</span>ntscheidend ist vielmehr der Mittelpunkt der Lebensinteressen der BeschwerdefÃ¼hrenden, welcher sich ab der Steuerperiode 2018 wieder in W befand. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Die von den BeschwerdefÃ¼hrenden angerufene Vermutung, gemÃ¤ss welcher aus einem steuerrechtlichen Wohnsitz in der Vorperiode auf den steuerrechtlichen Wohnsitz der aktuellen Steuerperiode geschlossen werden kann, gilt nicht absolut. Vielmehr ist ein hÃ¤ufiger oder gar jÃ¤hrlicher steuerrechtlicher Wohnsitzwechsel grundsÃ¤tzlich nicht ausgeschlossen, kann ein solcher doch etwa beruflich bedingt sein. Im konkreten Fall wurde die geltend gemachte Vermutung durch eine Vielzahl von Indizien widerlegt. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Schliesslich sind auch die in der Beschwerde aufgefÃ¼hrten Bundesgerichtsentscheide mangels vergleichbarer Sachverhalte nicht einschlÃ¤gig: Im einen Entscheid wurde das Wochenenddomizil unter anderem als steuerrechtlicher Wohnsitz erachtet, weil die BeschwerdefÃ¼hrenden aufgrund der Arbeitsmarktsituation gezwungen wurden den Arbeitsort zu verlegen. Die grosse Entfernung der Wohnorte erforderte ein Wochendomizil (vgl. BGr, 5. Juni 2002, 2P.26/2000, E. 3a). Im anderen Fall mietete ein Ehepaar ein im Vergleich zu ihrem Eigenheim deutlich kleineres Studio mit 1,5 Zimmern, welches kein lÃ¤ngeres gemeinsames Verweilen ermÃ¶glichte. Das Studio lag auf halbem Weg zwischen den Arbeitsorten der BeschwerdefÃ¼hrenden, an einem Ort, zu welchem diese keinerlei nÃ¤here Beziehung aufwiesen (vgl. BGr, 5. Juni 2002, 2P.26/2000, E. 3b). Diese UmstÃ¤nde sind offensichtlich nicht mit den vorliegenden vergleichbar. </p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Hinsichtlich des Verbots der interkantonalen Doppelbesteuerung kann auf die zutreffenden AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz verwiesen werden. Eine fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrenden in der Steuerperiode 2018 neu im Kanton ZÃ¼rich begrÃ¼ndete Steuerpflicht hat zur Folge, dass eine definitiv erfolgte Veranlagung im Kanton G zu revidieren wÃ¤re, wodurch eine effektive Doppelbesteuerung vermieden werden kann (vgl. § 201 ff. <span>des Steuergesetzes des Kantons G vom 15. Dezember 1998; BGE 139 II 373, E. 1.5; BGr, 5. August 2021, 2C_41/2021, E. 1.3</span>). </p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zu klÃ¤ren bleibt, fÃ¼r welche Steuerperioden der steuerrechtliche Wohnsitz der BeschwerdefÃ¼hrenden erneut in W festgelegt werden kann. Der Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens war im Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids vom 23. Juni 2021 bereits fixiert. Im Laufe des Rechtsmittelzuges konnte dieser einzig verengt, nicht aber erweitert werden (BGr, 8. MÃ¤rz 2021, 2C_922/2020, E. 2.1). Da fÃ¼r die Beurteilung der Steuerperiode 2021 die VerhÃ¤ltnisse am 31. Dezember 2021 massgebend sind, war dem Beschwerdegegner eine abschliessende Beurteilung im Einspracheentscheid noch gar nicht mÃ¶glich (vgl. E. 2.1), weshalb die Steuerperioden 2021 und 2022 nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sind. Es kann somit einzig festgestellt werden, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden <span>ihren steuerrechtlichen Wohnsitz in den Steuerperioden 2018 bis 2020 im Kanton ZÃ¼rich, in der Steuergemeinde W, hatten. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde ist im Sinn der dargelegten ErwÃ¤gungen abzuweisen. </span> </p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Erwgung1">Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten den Pflichtigen je zur HÃ¤lfte, unter solidarischer Haftung fÃ¼r die gesamten Kosten, aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG) und <span>es steht ihnen keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG in Verbindung mit § 152 und § 153 Abs. 4 StG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. <span>Es wird festgestellt, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden ihren steuerrechtlichen Wohnsitz in den Steuerperioden 2018 bis 2020 im Kanton ZÃ¼rich, Steuergemeinde W, hatten.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 140.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'640.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼r die gesamten Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Schweizerischen Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) das Steuerrekursgericht;<br/> c) das Sekretariat der GeschÃ¤ftsleitung des kantonalen Steueramts;<br/> d) das Steueramt der Stadt W;.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>