<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00024</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205810&amp;W10_KEY=4467136&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00024</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.04.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baumschutz</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verweigerung von vorsorglichen Massnahmen zum Schutz von Bäumen mangels Schutzwürdigkeit. Nichteintretensbeschluss des Bezirksrats gegen den hiergegen erhobenen Rekurs:<br/><br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts. Der Beschwerdeführer ist vom angefochtenen Nichteintretensbeschluss, welcher ihm die Rekurslegitimation abspricht, berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung (E.1). Das Begehren um Erlass vorsorglicher Massnahmen war gegenstandslos geworden, da die infrage stehenden Bäume und Hecken bereits beseitig worden sind. Diesbezüglich erweist sich der vorinstanzliche Nichteintretensbeschluss als richtig. Sinngemäss zielte das Gesuch des Beschwerdeführers aber auch auf eine Inventarisierung und/oder Unterschutzstellung (E.2). Die massgeblichen gesetzlichen Grundlagen befinden sich in § 209-213 PBG (E.3). Ein Anspruch auf Mitwirkung im Inventarisationsverfahren ist auch in jenen Fällen zu verneinen, in denen eine Privatperson gestützt auf § 209 PBG den Erlass einer vorsorglichen Massnahme verlangt und damit die Inventarisierung und/oder Unterschutzstellung von Schutzobjekten anstrebt (E.4). Der vorinstanzliche Nichteintretensbeschluss wäre auch deswegen zu schützen, weil sich die darin enthaltenen Erwägungen zur Rekurslegitimation ebenfalls als zutreffend erweisen (E.5). Abweisung der Beschwerde und Kostenfolge (E.7).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUMSCHUTZ">BAUMSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INVENTARISIERUNG">INVENTARISIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Natur- und Heimatschutz ST: NATUR- UND LANDSCHAFTSSCHUTZ">NATUR- UND LANDSCHAFTSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NICHTEINTRETENSENTSCHEID">NICHTEINTRETENSENTSCHEID</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSCHUTZSTELLUNG">UNTERSCHUTZSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORSORGLICHE SCHUTZMASSNAHME">VORSORGLICHE SCHUTZMASSNAHME</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 209 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 210 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 213 PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2006 Nr. 29 S. 22</span><br/><span class="gerade">RB 2006 Nr. 63</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">A, EigentÃ¼mer des GrundstÃ¼cks Kat.-Nr. 01, ersuchte den Gemeinderat Hombrechtikon am 13. April 2005, der C AG sei im Sinn einer vorsorglichen Massnahme gestÃ¼tzt auf § 210 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) zu verbieten, auf deren GrundstÃ¼cken Kat.-Nrn. 02, 03, 04, 05 und 06 Baum- und Strauchgruppen oder einzelstehende BÃ¤ume und StrÃ¤ucher zu beseitigen und GelÃ¤ndeverÃ¤nderungen vorzunehmen. Der Gemeinderat Hombrechtikon liess hierauf die SchutzwÃ¼rdigkeit der BÃ¤ume und Hecken auf den genannten GrundstÃ¼cken durch die quadra gmbh abklÃ¤ren. Diese gelangte in ihrem Bericht vom 18. April 2005 zum Schluss, die fraglichen BÃ¤ume und Hecken seien aus der Sicht des Natur- und des Landschaftsschutzes nicht erhaltenswert.</p> <p class="Urteilstext">Der Gemeinderat Hombrechtikon schloss sich dieser Auffassung an; er beschloss am 26. April 2005, auf eine vorsorgliche Schutzmassnahme zu verzichten. Er teilte dies gleichentags A brieflich mit, unter Hinweis darauf, dass der am 14. April 2005 im Einvernehmen mit der GrundeigentÃ¼merin angeordnete vorlÃ¤ufige Stopp mit sofortiger Wirkung wieder aufgehoben werde. Am 27. April 2005 ersuchte A den Gemeinderat darum, den Rodungsstopp sofort wieder zu verfÃ¼gen und ihm dies in einer anfechtbaren Anordnung zu erÃ¶ffnen. Der Gemeinderat teilte gleichentags in Briefform mit, dass er diesem Begehren nicht entspreche. Er wies darauf hin, dass er das Begehren bewusst nicht in Form einer anfechtbaren VerfÃ¼gung abgelehnt habe bzw. ablehne, weil die infrage stehenden BÃ¤ume und Hecken weder im Inventar aufgenommen noch unter Schutz gestellt seien; bei dieser Sach- und Rechtslage habe der Gesuchsteller keinen Anspruch auf eine Unterschutzstellung oder Inventarisierung der BÃ¤ume und Hecken. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">A erhob am 26. Mai 2005 Rekurs an die Baurekurskommission II mit dem Antrag, <span>"die angefochtene VerfÃ¼gung des Gemeinderates Hombrechtikon vom 27. April 2005" sei aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. Die Baurekurskommission II trat mit Beschluss vom 22. November 2005 auf den Rekurs nicht ein. Sie liess dabei offen, ob es sich beim Schreiben des Gemeinderats Hombrechtikon vom 26. April 2005 Ã¼berhaupt um eine anfechtbare VerfÃ¼gung im Sinn von § 19 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) handle. Jedenfalls sei der Rekurrent nach § 21 lit. a VRG und § 338a Abs. 1 PBG zum Rekurs gegen den ablehnenden Bescheid des Gemeinderats nicht legitimiert. Der Rekurrent habe nicht hinreichend dargelegt, inwiefern er durch diesen Bescheid in seiner persÃ¶nlichen InteressenssphÃ¤re berÃ¼hrt sei und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an der angestrebten Unterschutzstellung habe. Abschliessend wies die Rekursinstanz darauf hin, dass eine materielle Behandlung des Rekurses ohnehin deswegen nicht mÃ¶glich gewesen wÃ¤re, weil die fraglichen BÃ¤ume und Hecken bereits beseitig worden seien.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Hiergegen gelangte A am 12. Januar 2006 mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Er beantragt die Aufhebung der vorinstanzlichen Entscheide. Zudem sei die Wiederherstellung der Bestockung mit BÃ¤umen und Hecken auf den GrundstÃ¼cken Kat.-Nrn. 02, 03, 04, 05, 06 zulasten der Beschwerdegegnerschaft anzuordnen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge. </p> <p class="Urteilstext">Die Gemeinde Hombrechtikon beantragte am 1. Februar 2006, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, eventualiter sei sie abzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers. Zudem ersuchte sie sinngemÃ¤ss um eine UmtriebsentschÃ¤digung auch fÃ¼r das vorinstanzliche Verfahren. Die Baurekurskommission beantragte am 7. Februar 2006 Abweisung der Beschwerde. Die C AG beantragte am 16. Februar 2006, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, eventualiter sei sie abzuweisen, unter Kosten und EntschÃ¤digungsfolge zulasten des Beschwerde­fÃ¼hrers.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 Abs. 1 VRG zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist im Sinn von § 21 lit. a VRG und § 338a PBG vom angefochtenen Nichteintretensbeschluss, welcher ihm die Rekurslegitimation nach § 338a Abs. 1 PBG abspricht, berÃ¼hrt und hat ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an dessen Aufhebung; er ist demnach zur Beschwerdeerhebung legitimiert (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechts­pflege­gesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 98). Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. Streitgegenstand bildet somit einzig die Frage, ob die Baurekurskommission zu Recht auf den Rekurs nicht eingetreten ist. WÃ¤re der vorinstanzliche Nichteintretensbeschluss aufzuheben, so wÃ¤re die Sache zur materiellen Beurteilung an die Baurekurskommission oder an den Gemeinderat Hombrechtikon zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Die infrage stehenden BÃ¤ume und Hecken auf den GrundstÃ¼cken der privaten Beschwerdegegnerin sind nach den vorliegenden Akten bereits beseitigt worden, bevor der BeschwerdefÃ¼hrer am 26. Mai 2005 Rekurs erhoben hat. Mit der Beseitigung der Bepflanzung ist das ursprÃ¼ngliche Begehren des BeschwerdefÃ¼hrers um Erlass einer vorsorglichen Massnahme gegenstandslos geworden. Soweit sich der Rekurs gegen die Ablehnung dieses Begehrens richtete, erscheint der Nichteintretensbeschluss der Baurekurskommission schon aus diesem Grund im Ergebnis als richtig. Allerdings zielte das Gesuch vom 13. April 2005 auf eine Inventarisierung und/oder Unterschutzstellung ab und hat der Gemeinderat mit seinem Antwortschreiben vom 26. April 2005 auch zum Ausdruck gebracht, dass er â nach diesbezÃ¼glichen AbklÃ¤rungen â eine Inventarisierung und/oder Unterschutzstellung ablehne. So betrachtet wÃ¼rde es zu kurz greifen, den vorinstanzlichen Nichteintretensbeschluss einzig deswegen zu schÃ¼tzen, weil das ursprÃ¼ngliche Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers bereits vor Erhebung des Rekurses gegenstandslos geworden ist. Dies gilt um so mehr, als der BeschwerdefÃ¼hrer in seinem Rekurs â zumindest sinngemÃ¤ss â auch die Wiederherstellung des bisherigen â seiner Auffassung nach rechtmÃ¤ssigen â Zustands verlangte.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Planungs- und Baugesetz regelt in den §§ 209 und 210 den Erlass vorsorglicher Schutzmassnahmen sowie in § 213 den Anspruch des GrundeigentÃ¼mers auf einen allfÃ¤llige definitive Schutzmassnahmen betreffenden Entscheid. GemÃ¤ss § 209 PBG bewirkt die schriftliche Mitteilung an den GrundeigentÃ¼mer Ã¼ber die Aufnahme seines GrundstÃ¼cks in ein Inventar das Verbot, am bezeichneten Objekt ohne Bewilligung der anordnenden BehÃ¶rde tatsÃ¤chliche VerÃ¤nderungen vorzunehmen (Abs. 2). Das VerÃ¤nderungsverbot fÃ¤llt dahin, wenn nicht innert Jahresfrist seit der schriftlichen Mitteilung eine dauernde Anordnung getroffen wird (Abs. 3). Sodann kÃ¶nnen gemÃ¤ss § 210 PBG vorsorgliche Schutzmassnahmen im gleichen Verfahren und mit gleichen Rechtswirkungen auch ohne Inventarisierung angeordnet werden. Nach § 213 PBG ist jeder GrundeigentÃ¼mer jederzeit berechtigt, vom Gemeinwesen einen Entscheid Ã¼ber die SchutzwÃ¼rdigkeit seines GrundstÃ¼cks und Ã¼ber den Umfang allfÃ¤lliger Schutzmassnahmen zu verlangen, wenn ein aktuelles Interesse glaubhaft gemacht wird (Abs. 1). Das Begehren ist schriftlich beim Gemeinderat einzureichen (Abs. 2). Das zustÃ¤ndige Gemeinwesen trifft seinen Entscheid spÃ¤testens innert Jahresfrist, wobei es in AusnahmefÃ¤llen vor Fristablauf dem GrundeigentÃ¼mer anzeigen kann, die Behandlungsdauer erstrecke sich um ein weiteres Jahr; liegt vor Fristablauf kein Entscheid vor, kann eine Schutzmassnahme nur bei wesentlich verÃ¤nderten VerhÃ¤ltnissen angeordnet werden (Abs. 3). Die Regelung von § 209 f. einerseits sowie jene in § 213 PBG anderseits haben nicht zwei verschiedene Verfahren zum Gegenstand, vielmehr kommt beiden bezÃ¼glich des gleichen Verfahrens je eine eigene Zielsetzung zu. § 209 f. PBG zielt auf den (vorsorglichen) Schutz des Objektes ab, wÃ¤hrend § 213 PBG das Interesse des GrundeigentÃ¼mers berÃ¼cksichtigt, auf entsprechendes (<span>"</span>Provokations<span>"</span>-)Begehren hin binnen nÃ¼tzlicher Frist Klarheit Ã¼ber allfÃ¤llige Schutzmassnahmen zu haben (vgl. Dominik Bachmann, AusgewÃ¤hlte Fragen zum Denkmalrecht, PBG aktuell 1/2000, S. 5 ff.).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Der Gemeinderat Hombrechtikon hat dem BeschwerdefÃ¼hrer am 26. April 2005 mitgeteilt, dessen Begehren vom 13. April 2005 um Erlass einer vorsorglichen Massnahme werde nicht entsprochen. Am 27. April 2005 hat es der Gemeinderat abgelehnt, diesbezÃ¼glich eine formelle, mit Rekurs anfechtbare VerfÃ¼gung zu treffen, da die infrage stehenden Hecken und BÃ¤ume weder im Inventar verzeichnet noch unter Schutz gestellt seien. Zu prÃ¼fen ist in erster Linie, ob der Gemeinderat Hombrechtikon den Erlass einer anfechtbaren VerfÃ¼gung zu Recht abgelehnt hat. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei der Beurteilung dieser Frage ist an die Rechtsprechung anzuknÃ¼pfen, die das Verwaltungsgericht zur Rekurs- und Beschwerdelegitimation von Natur- und HeimatschutzverbÃ¤nden im Sinn von § 338a Abs. 2 PBG entwickelt hat. Danach verschafft der behÃ¶rdliche Verzicht auf eine Unterschutzstellung den VerbÃ¤nden den Zugang zum Rekursverfahren in der Regel nur dann, wenn es sich dabei um ein gestÃ¼tzt auf § 203 Abs. 2 PBG inventarisiertes Objekt handelt (RB 1990 Nrn. 10 und 11, 1996 Nr. 13). Sodann gilt die Aufnahme eines Schutzobjekts in ein Inventar als verwaltungsinterne Anordnung ohne VerfÃ¼gungscharakter, die nicht mit Rekurs und Beschwerde angefochten werden kann; die zur Verbandsbeschwerde berechtigten Vereinigungen haben deshalb auch keinen Anspruch auf Mitwirkung im behÃ¶rdlichen Inventarisationsverfahren (RB 1992 Nr. 8).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ein Anspruch auf Mitwirkung im Inventarisationsverfahren ist auch in jenen FÃ¤llen zu verneinen, in denen wie hier eine <i>Privatperson</i> gestÃ¼tzt auf § 209 PBG den Erlass einer vorsorglichen Massnahme verlangt und damit die Inventarisierung und/oder definitive Unterschutzstellung von Objekten anstrebt, die allenfalls als Schutzobjekte im Sinn von § 203 Abs. 1 lit. a-g PBG sowie §§ 13 und 19 der kantonalen Natur- und Heimatschutzverordnung vom 20. Juli 1977 in Betracht fallen. Hat es demnach der Gemeinderat Hombrechtikon zu Recht abgelehnt, hinsichtlich der anbegehrten vorsorglichen Massnahme sowie Inventarisierung und/oder Unterschutzstellung der infrage stehenden BÃ¤ume und Hecken eine anfechtbare VerfÃ¼gung zu treffen, so erweist sich der Nichteintretensbeschluss der Baurekurskommission bereits aus diesem Grund als rechtmÃ¤ssig, und zwar auch insoweit, als sich der Rekurs gegen die Ablehnung einer Inventarisierung und/oder Unterschutzstellung richtete. Daran vermag der Umstand, dass der Gemeinderat auf das Gesuch vom 13. April 2005 hin zunÃ¤chst AbklÃ¤rungen zur SchutzwÃ¼rdigkeit der Hecken und BÃ¤ume getroffen hat, nichts zu Ã¤ndern. Ebenso unerheblich ist im vorliegenden Zusammenhang, dass die kommunale Verordnung Ã¼ber den Natur- und Landschaftsschutz vom 11. August 1987 die im Anhang bezeichneten Gebiete und Objektgruppen nicht nur als kommunales Inventar der Naturschutzobjekte bezeichnet, sondern sie gleichzeitig als unter Schutz gestellt erklÃ¤rt. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Wie anzumerken ist, wÃ¤re der vorinstanzliche Nichteintretensbeschluss auch deswegen zu schÃ¼tzen, weil sich die darin enthaltenen ErwÃ¤gungen (die nicht wie die vorstehenden an die GrundsÃ¤tze betreffend die Anfechtbarkeit nicht inventarisierter Objekte, sondern an die allgemeinen Voraussetzungen der Rekurslegitimation â BerÃ¼hrtsein in eigenen schutzwÃ¼rdigen Interessen â anknÃ¼pfen) ebenfalls als zutreffend erweisen. Diese ErwÃ¤gungen werden durch die Beschwerdevorbringen nicht entkrÃ¤ftet. Wenn der Gemeinderat im Anschluss an das Begehren vom 13. April 2005 die SchutzwÃ¼rdigkeit der infrage stehenden Bepflanzung nÃ¤her abklÃ¤ren liess, so hat er damit dem BeschwerdefÃ¼hrer entgegen dessen Auffassung keine <span>"</span>Parteistellung<span>"</span> in dem Sinn eingerÃ¤umt, dass in der Folge allein deswegen die Rekurslegitimation nach § 21 lit. a VRG und § 338a Abs. 1 PBG zu bejahen gewesen und der BeschwerdefÃ¼hrer davon entbunden gewesen wÃ¤re, in der Rekursschrift darzulegen, dass und weshalb der Verzicht auf eine Unterschutzstellung ihn in eigenen schutzwÃ¼rdigen Interessen berÃ¼hre. </p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Gemeinde verlangt fÃ¼r das vorinstanzliche Verfahren eine UmtriebsentschÃ¤digung zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers. Dieser Antrag ist unzulÃ¤ssig. Die Beschwerdeantwort hat sich nÃ¤mlich auf die Verteidigung und die Darlegung des eigenen Rechtsstandpunkts zu beschrÃ¤nken (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 26 N. 20). WÃ¤re die Gemeinde der Ansicht gewesen, dass ihr eine solche UmtriebsentschÃ¤digung zusteht, hÃ¤tte sie hierzu selber Beschwerde gegen den vorinstanzlichen Entscheid erheben mÃ¼ssen. Die Beschwerdefrist war aber zum Zeitpunkt der Beschwerdeantwort bereits abgelaufen. </p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerle­gen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG); eine ParteientschÃ¤digung steht ihm von vornherein nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Hingegen ist eine solche der privaten Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der Gemeinde ist keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen. Die Beantwortung von Rechtsmitteln gehÃ¶rt zum angestammten Aufgabenbereich eines Gemeinwesens, was eine ParteientschÃ¤digung zu dessen Gunsten zwar nicht von vornherein ausschliesst, jedoch nur dann als gerechtfertigt erscheinen lÃ¤sst, wenn die Beantwortung des Rechtsmittels mit einem ausserordentlichen Aufwand verbunden war (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 19 mit Hinweisen). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Der BeschwerdefÃ¼hrer wird verpflichtet, der privaten Beschwerdegegnerin binnen dreissig Tagen nach Rechtskraft dieses Urteils eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 500.- (inklusive Mehrwertsteuer) zu bezahlen. </span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>