<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2015-04-22-1C_552-2014.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1C_552/2014 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 22. April 2015</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Fonjallaz, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Karlen, Kneubühler, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Pedretti. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">1. A.A.________ und B.A.________, </div> <div class="para">2. C.A.________, </div> <div class="para">3. D.A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gemeinderat Altendorf, Postfach, 8852 Altendorf, </div> <div class="para">Amt für Wald und Naturgefahren, </div> <div class="para">Postfach 1184, 6431 Schwyz, </div> <div class="para">Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 6430 Schwyz, </div> <div class="para">Tiefbauamt des Kantons Schwyz, </div> <div class="para">Postfach 1251, 6431 Schwyz, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Flurgenossenschaft E.________. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Verkehrsanordnung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid vom 24. September 2014 des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz, Kammer III. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Das Amt für Wald und Naturgefahren des Kantons Schwyz (AWN) beantragte am 7. Mai 2013 beim Gemeinderat Altendorf die Signalisation eines Fahrverbots auf gewissen Waldstrassen in Altendorf. </div> <div class="para">Mit Beschluss des Gemeinderats vom 3. Juni 2013 wurde folgende Verkehrsanordnung verfügt: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">"Verbot für Motorwagen, Motorräder und Motorfahrräder" (SSV-Signal 2.14) mit Zusatztafeln "Waldstrasse" und "Ausgenommen Berechtigte" in Altendorf an folgenden Waldstrassen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- Autisstrasse, Signalstandort Nr. 229 [...] </div> <div class="para">- Unter Zauggenweg, Signalstandort Nr. 256 [...] </div> <div class="para">- Bleikenweg, Signalstandort Nr. 257 [...] </div> <div class="para">- Rundgübelweg, Signalstandort Nr. 258 [...] </div> <div class="para">- Chlosstrasse, Signalstandort Nr. 259 [...] </div> <div class="para">[Auflage; Rechtsmittelbelehrung] </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Dieser Beschluss wurde am 23. Juli 2013 vom Tiefbauamt des Kantons Schwyz genehmigt und im Amtsblatt publiziert. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die gegen die Signalstandorte "Unter Zauggenweg" (Nr. 256) und "Bleikenweg" (Nr. 257) erhobene Beschwerde von A.A.________, Besitzer des Berghofs F.________ in Altendorf, wies der Regierungsrat des Kantons Schwyz am 11. März 2014 ab. Die gegen diesen Beschluss geführte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz am 24. September 2014 ab, soweit darauf eingetreten werden konnte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Mit Beschwerde vom 18. November 2014 gelangen A.A.________ und B.A.________, C.A.________ und D.A.________ an das Bundesgericht und beantragen die Aufhebung des Entscheids des Verwaltungsgerichts vom 24. September 2014, die Aufhebung des Beschlusses des Regierungsrats vom 11. März 2014, die Aufhebung der Signalstandorte der Fahrverbotstafeln Nr. 256 und Nr. 257 und den Verzicht auf die Einführung von Fahrbewilligungskarten. </div> <div class="para">Der Regierungsrat und das Tiefbauamt beantragen die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne. Das Amt für Wald und Naturgefahren schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Der Gemeinderat und das Verwaltungsgericht verzichten auf eine Vernehmlassung. Die Flurgenossenschaft E.________ hat sich nicht vernehmen lassen. </div> <div class="para">Die Beschwerdeführer halten in der Replik sinngemäss an ihren Anträgen fest. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Das angefochtene Urteil stellt einen kantonal letztinstanzlichen Endentscheid über ein öffentlich-rechtliches Fahrverbot auf gewissen Waldstrassen in Altendorf dar. Dagegen steht die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach <span class="artref">Art. 82 ff. BGG</span> grundsätzlich offen. </div> <div class="para">A.A.________ ist als Inhaber des Hofs F.________ von der Verkehrsanordnung und dem damit verbundenen Fahrkartensystem betroffen und hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, weshalb er beschwerdelegitimiert ist (<span class="artref">Art. 89 Abs. 1 BGG</span>). Demgegenüber haben sich seine Frau B.A.________, sein Sohn C.A.________ und sein Cousin D.A.________ nicht am Verfahren der Vorinstanz beteiligt, obwohl sie die Möglichkeit dazu gehabt hätten. Sie sind deshalb nicht zur Beschwerdeführung legitimiert (<span class="artref">Art. 89 Abs. 1 lit. a BGG</span>). </div> <div class="para">Nach <span class="artref">Art. 100 Abs. 1 BGG</span> ist die Beschwerde innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen. Diese gesetzliche Frist ist nicht erstreckbar (<span class="artref">Art. 47 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> Der angefochtene Entscheid ist dem Beschwerdeführer gemäss Sendungsverfolgung der Schweizerischen Post am 18. Oktober 2014 zugestellt worden. Die 30-tägige Frist lief bis Montag, den 17. November 2014. Die Beschwerde wurde am 18. November 2014 eingereicht und ist somit verspätet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Gemäss <span class="artref">Art. 50 Abs. 1 BGG</span> wird eine versäumte Frist wiederhergestellt, wenn der Gesuchsteller nachweist, dass er oder sein Vertreter durch ein unverschuldetes Hindernis abgehalten worden ist, innerhalb der Frist zu handeln, und binnen 30 Tagen nach Wegfall des Hindernisses unter Angabe des Grundes die Wiederherstellung verlangt und die versäumte Rechtshandlung nachholt. Ein unverschuldetes Hindernis im Sinne der genannten Gesetzesbestimmung liegt vor, wenn der Partei (und gegebenenfalls ihrem Vertreter) kein Vorwurf gemacht werden kann (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=26&amp;from_date=13.04.2015&amp;to_date=02.05.2015&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F112-V-255%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page255">BGE 112 V 255</a> E. 2a S. 255 f.). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.</b> Die Ehefrau des Beschwerdeführers räumt mit Schreiben vom 17. April 2015 ein, das Zustellungsdatum des vorinstanzlichen Entscheids verwechselt zu haben. Als Begründung führt sie auf, sie habe damals viel um die Ohren gehabt, auf dem Betrieb sei aufgrund des bevorstehenden Wintereinbruchs noch vieles zu erledigen gewesen und ihr Mann sei zeitweise wegen Rückenbeschwerden im Bett und im Spital gelegen. Damit wird jedoch nicht aufgezeigt, inwiefern es dem Beschwerdeführer unverschuldeterweise nicht möglich war, innerhalb der Beschwerdefrist zu handeln. Genannt werden bloss Gründe, welche zur Verwechslung des massgebenden Zustellungszeitpunkts Anlass gegeben haben. Die Schuldlosigkeit des Beschwerdeführers an der Säumnis wird nicht dargelegt. Dass dieser vorübergehend an Rückenproblemen litt, lässt nicht auf eine Erkrankung schliessen, welche es ihm verunmöglicht haben sollte, die Frist zu wahren. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Auf die Beschwerde kann folglich wegen Verspätung nicht eingetreten werden. Bei diesem Verfahrensausgang tragen die Beschwerdeführer die Gerichtskosten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>) und ihnen steht keine Parteientschädigung zu (<span class="artref">Art. 68 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden den Beschwerdeführern auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Beschwerdeführern, dem Gemeinderat Altendorf, dem Amt für Wald und Naturgefahren, dem Regierungsrat, dem Tiefbauamt, dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz, Kammer III, der Flurgenossenschaft E.________ und dem Bundesamt für Umwelt schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 22. April 2015 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Fonjallaz </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Pedretti </div> </div></body></html>