B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-2620/2012 U r t e i l v o m 2 4 . M a i 2 0 1 2 Besetzung Einzelrichterin Regula Schenker Senn, mit Zustimmung von Richter Hans Schürch; Gerichtsschreiberin Simona Risi. Parteien A._______, B._______, C._______, D._______, E._______, Kosovo, alle vertreten durch Dr. Luzia Vetterli, Rechtsanwältin, Beschwerdeführende, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 7. Mai 2012 / N (…). E-2620/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass eigenen Angaben zufolge der Beschwerdeführer am 25. Februar 2012 und die Beschwerdeführerin mit den Kindern am 20. März 2012 i h- ren Heimatstaat verliessen und am 29. Februar 2012 beziehungsweise am 25. März 2012 in die Schweiz einreisten, wo sie jeweils gleichentags im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Kreuzlingen um Asyl nac h- suchten, dass der Beschwerdeführer anlässlich der Befragung zur Person vom 8. März 2012 und der Anhörung vom 19. März 2012 zur Begründung se i- nes Asylgesuchs im Wesentlichen geltend mache, er habe am 26. August 2009 vom Islam zum Katholizismus konvertiert , woraufhin er seine A r- beitsstelle verloren habe und ihm drei Muslime 24 Stunden gegeben hä t- ten, um wieder den muslimischen Glauben anzunehmen, ansonsten sie ihn, seine Familie und sein Haus in Pristina in Brand stecken würden, dass vier Tage später jemand das Haus mit Steinen beworfen und er von drei anderen Muslimen zu Hause bedroht worden sei, ein Mitarbeiter der UNMIK (United Nations Interim Administration Mission) ihm aber vorüber- gehend geholfen habe, indem dieser regelmässig bei ihm (Beschwerde- führer) zu Hause vorbeigekommen sei, dass ihn ein Muslim drei Monate später auf dem Markt tätlich angegriffen, kurz darauf der Sohn von der Schule entführt, nach Hause gebracht und der Muslim in Aussicht gestellt habe, er könne die Familie jederzeit auslö- schen, dass sie ( die Beschwerdeführenden) danach vorübergehend bei Ve r- wandten Schutz gesucht und nach einem Jahr Aufenthalt in verschiede- nen Dörfern sieben Monate lang unbehelligt in Ferizaj hätten leben kön- nen, dass der Muslim, welcher ihn (Beschwerdeführer) tätlich angegriffen h a- be, ihn in Ferizaj aus der Kirche habe kommen sehen und ihm sowie sei- ner Familie mit dem Tod gedroht habe, wor aufhin er bei einem Onkel in F._______ seine Ausreise vorbereitet habe, dass er ansonsten keinerlei Probleme gehabt habe, insbesondere nicht aufgrund seiner ethnischen Zugehörigkeit zu den Ashkali, E-2620/2012 Seite 3 dass der Beschwerdeführer keine Identitätsdokumente zu den Akten gab, jedoch ausführte, seine Frau werde seine UNMIK-Identitätskarte mitbrin- gen, dass die Beschwerdeführerin am 3. April 2012 summarisch befragt und am 25. April 2012 eingehend angehört wurde und zur Begründung ihres Asylgesuchs insbesondere ausführte, sie habe am 23. Januar 2010 eben- falls zum Katholiz ismus konvertiert und sei anschliessend einmal von zwei Muslimen darauf hingewiesen worden, sie sei eine muslimische Frau und solle sich entsprechend verhüllen und fünf Mal täglich beten, dass sie im Übrigen die durch den Beschwerdeführer erwähnten Vorfäll e – allerdings in anderer chronologischer Reihenfolge – vorbrachte, dass die Beschwerdeführerin einen sie betreffenden Geburtsschein vom 27. Dezember 2005 , aber weder ihre eigene noch die UNMIK -ID ihres Mannes abgab und hierzu ausführte, der Schlepper habe ihr die Papiere abgenommen, weil sie die Reisekosten nicht in vollem Umfang habe b e- gleichen können, dass das BFM mit Verfügung vom 7. Mai 2012 – eröffnet am 11. Mai 2012 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, S R 142.31) auf die Asylgesuche nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass es zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Beschwer defüh- renden hätten trotz schriftlicher und mündlicher Aufforderung keine rechtsgenüglichen Identitäts- beziehungsweise Reisepapiere eingereicht und hätten nicht glaubhaft machen können, dass sie dazu aus entschul d- baren Gründe nicht in der Lage gewesen seien, dass der Beschwerdeführer bei der Befragung zur Person einerseits vo r- gebracht habe, er sei derart überstürzt ausgereist, dass er keine Dok u- mente habe mitnehmen können und andererseits in widersprüchlicher Weise angegeben habe, er habe seine Ausreise während eines einw ö- chigen Aufenthalts bei seinem Onkel vorbereitet, um schli esslich bei der Anhörung zu erklären, der Schlepper habe ihm von der Mitnahme von Papieren abgeraten, dass diese Aussagen eine Hinhaltetaktik erkennen liessen und dieser Eindruck durch die Aussagen der Beschwerdeführerin – der Schlepper habe die Papier beh alten, weil sie die Reisekosten nicht vollständig be-E-2620/2012 Seite 4 zahlt habe, werde diese aber mitbringen, wenn er die in Kosovo verblie- bene Tochter der Beschwerdeführenden in die Schweiz bringe – bestätigt werde, dass die Beschwerdeführenden überdies die Flüchtlingseig enschaft ge- mäss Art. 3 und 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht erfüllen würden und aufgrund der Aktenlage keine zusätzl i- chen Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses erforderlich seien, dass der Beschwerdeführer seine Motivation für den – gemäss eigenen Angaben nach neun Jahren reiflicher Überlegung erfolgten – Religions- wechsel nicht nachvollziehbar dargelegt habe, nur über rudimentärste und teilweise falsche Kenntnisse der christlichen Religion, des Kathol i- zismus und dessen Hierarchien und Strukturen verfüge und auf dem Per- sonalienblatt noch angegeben hatte, Muslim zu sein, dass die Beschwerdeführerin ihren neuen Glauben mit der fadenschein i- gen Begründung, sie habe alles der Reihe nach erzählen wollen, erst g e- gen Ende der Befragung zur Person geltend gemacht und zunächst ebenfalls behauptet habe, Muslimin zu sein, wobei auch die Begründung ihres Glaubenswechsels und die Schilderung ihrer Taufe unsubstantiiert ausgefallen seien, dass das BFM den Vollzug der Wegweisung als zulässig, zumutbar und möglich erachtete, dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 14. Mai 2012 durch ihre Rechtsvertreterin Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erho ben und die Aufhebung der Verfügung des BFM, den Eintritt auf und die Gu t- heissung der Asylgesuche und eventualiter die Anordnung der vorläufigen Aufnahme beantragen lassen, dass sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltl i- chen Prozessführung sowie der unentgeltlichen R echtsverbeiständung gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) ersuchen, dass die Beschwerdeführenden zur Begründung insbesondere ausführen, die Konvertierung sei aus innerer Überzeugung erfolgt u nd daher glau b- haft, wobei sie auf die anlässlich der Befragungen zur Person und der Anhörungen vorgebrachten Vorfälle verweisen, E-2620/2012 Seite 5 dass sie aufgrund der wiederholten Drohungen und der Entführung ihres Sohnes in begründeter Weise Anlass zur Befürchtung hätte n, ihr Leben und jenes der Kinder sei gefährdet und somit die Flüchtlingseigenschaft erfüllen würden beziehungsweise dass es mindestens notwendig sei, hin- sichtlich der Flüchtlingseigenschaft weitere Abklärungen zu tätigen, ins- besondere betreffend die politischen Lage im Kosovo sowie die Situation der dort ansässigen Christen, dass die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführenden schliesslich au s- führte, es könne aufgrund der kurzfristigen Mandatierung derzeit keine einlässlichere Beschwerde erfolgen, weshalb sie darum ersuche, die B e- schwerde nach Einsicht in die Akten detailliert zu begründen oder zurück- zuziehen, dass die vorinstanzlichen Akten – zwei Arbeitstage vor Ablauf der Rechtsmittelfrist – am 16. Mai 2012 beim Bundesverwaltungsgericht ei n- trafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), dass die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführenden am 21. Mai 2012 eine von diesen unterzeichnete Vollmacht vom 15. Mai 2012 zu den A k- ten reichte, dass das Bundesverwaltungsgericht am 22 . Mai 2012 den Ei ngang der Beschwerde bestätigte und verfügte, die Beschwerdeführenden könnten den Ausgang des Verfahrens einstweilen in der Schweiz abwarten, und erwägt, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei- det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bund esgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilg e- nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), E-2620/2012 Seite 6 dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde – vor- behältlich nachstehender Erwägungen – einzutreten ist (Art. 108 Abs . 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über - prüfen (Art. 32 – 35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerde- instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz z u Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5 S. 116), dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nich teintre- tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen mat e- riellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sa - che zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73 m.H.a. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei - zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass demzufolge auf den Antrag, den Beschwerdeführenden sei Asyl zu gewähren, nicht eingetreten werden kann, dass indessen im Falle des Nichteintretens auf ein Asylgesuch gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen der Flücht- lingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit dies im Rahme einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.), dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfahren ungeachtet der vorzunehmenden Überpr üfung eines formellen Nichtei n- tretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73), dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mat e- riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es E-2620/2012 Seite 7 sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriften wechsel ver- zichtet wurde, dass hinsichtlich des Ersuchens um Einreichung einer einlässlichen B e- gründung beziehungsweise um Möglichkeit zum Beschwerderückzug zu bemerken ist, dass den Beschwerdeführenden unbestrittenermassen gleichzeitig mit dem Entscheid die editionspflichtigen Akten au sgehändigt wurden und auf Beschwerdeebene kein Gesuch um Akteneinsicht gestellt wurde, dass die Rechtsmittelfrist am 21. Mai 2012 abgelaufen ist und die B e- schwerdeführenden bis dato – abgesehen von der Nachreichung der Vollmacht – weder weitere Eingaben gemacht noch die Beschwerde zu- rückgezogen haben, dass die Beschwerde ausreichend begründet ist (Art. 52 Abs. 1 VwVG), weshalb den Beschwerdeführenden keine Nachfrist zur Beschwerdeb e- gründung gemäss Art. 52 Abs. 2 und 3 VwVG anzusetzen war, dass die Beschwerdeführenden unbestrittenermassen und ohne en t- schuldbare Gründe keine rechtsgenüglichen Identitätspapiere zu den A k- ten reichten und auch keine Anstrengungen zur Beibringung solcher Do- kumente innert 48 Stunden unternahmen, wobei diesbezüglich auf die zu- treffende Erwägung I/1 der Vorinstanz verwiesen werden kann, der vol l- umfänglich beigepflichtet wird, dass das Bundes verwaltungsgericht nach Prüfung der Akten die Ansicht der Vorinstanz teilt, wonach die Beschwerdeführenden die Gründe und die Umstände ihrer angebliche Konvertierung nicht nachvollziehbar da r- zulegen vermochten (vgl. vorinstanzliche Akten A12 F83 -103; A19 Ziff. 7.01 S. 8 ; A27 F72 -87 und F110 f. ), zumal sie nur über minimalste und teilweise falsche Kenntnisse der christlichen Religion verfüge n (vgl. A 6 Ziff. 7.02 S. 11 f.; A12 F62, 67, 69, 119, 123, 125 ff. und F138; A27 F92- 97) und zunächst beide angegeben hatten, dem Islam anzugehören (vgl. A1; A19 Ziff. 1.13), wobei dies mit ihrer angeblichen Angst vor Muslimen im EVZ (A12 F73 f.) beziehungsweise der chronologischen Erzählung der Geschehnisse (A19 Ziff. 7.02 S. 10) nicht glaubhaft erklärt werden kann, E-2620/2012 Seite 8 dass die Beschwe rdeführerin zudem die angeblich religiös motivierten Vorfälle in Kosovo in anderer chronologischer Reihenfolge darstellte als der Beschwerdeführer, beziehungsweise manche Vorkommnisse gar nicht erwähnte (vgl. A6 Ziff. 7.01 S. 8 f.; A19 Ziff. 7.01 S. 8), dass die Vorbringen der Beschwerdeführenden insgesamt unglaubhaft sind und sie die Flüchtlingseigenschaft offensichtli ch nicht erfüllen, we s- halb weder diesbezüglich noch hinsichtlich des Vorliegens eines Wegwei- sungshindernisses (vgl. zum Begriff BVGE 2009/50 E. 8.4 S. 732 f.) zu- sätzlichen Abklärungen nö tig sind , namentlich nicht betreffend die Lage der Christen in Kosovo, dass sich die Beschwerde im Übrigen in appellatorischer Kritik erschöpft , welche am Ausgang des Verfahrens nichts zu ändern vermag, weshalb es sich erübrigt, näher darauf einzugehen, dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG zu Recht auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht eingetreten ist, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Ka nton keine Aufenthaltsbewill i- gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen b e- steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 ), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche B e- weisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls w e- nigstens glaubhaft zu machen (vgl. W ALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebe r- sax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel, Rz. 11.148), E-2620/2012 Seite 9 dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Lan d gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebl i- che Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non - Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Si n- ne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidg e- nossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) , von Art. 3 FoK und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die den Beschwerdeführenden im Heimat- oder Herkunftsstaat droht, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen u nd Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass die Beschwerdeführenden angaben, zur Ethnie der Ashkali zu gehö- ren und das Bundesverwaltungsgericht den Vollzug der Wegweisung von albanischsprachigen Ashkali grundsätzlich als zumutbar erachtet, sofern eine Einzelfallabklärung ergeben hat, dass eine ausreichende Leben s- grundlage gesichert erscheint (vgl. BVGE 2007/10 E. 5.3 S. 111 f.), dass praxisgemäss auch ohne solche Erhebungen vor Ort der für die A n- ordnung des Wegweisungsvollzugs wesentliche Sachverhalt als hinre i- chend erstellt erachtet werden kann, wenn alle von der Rechtsprechung verlangten Kriterien (Berücksichtigung des Alters, des Gesundheitsz u- standes, der beruflichen Ausbildung und des Vorhandenseins eines s o- zialen oder verwandtschaftlichen Beziehungsnetzes) gestützt auf die A k-E-2620/2012 Seite 10 ten hinreichend substantiiert eruiert werden können (vgl. das Urteil E - 7359 des Bundesverwaltungsgerichts vom 23. April 2012), was vorli e- gend der Fall ist, dass die Beschwerdeführenden trotz ihrer angeblichen ethnischen He r- kunft keinerlei Probleme aufgrund der Zugehörigkeit zu den Ashkali ge l- tend machten, sondern im Gegenteil ausführten, sie hätten vor dem Rel i- gionswechsel weder mit Serben noch mit Albanern Probleme gehabt (vgl. A19 Ziff. 7.01 S. 8), es gebe kaum Unterschiede zwischen Ashkali und Albanern und sie hätten in Pristina und in Ferizaj in einem " gemischten Gebiet" gelebt (vgl. A12 F42-52; A27 F47-59), dass der B eschwerdeführer vorbrachte, in sei ner Heimat als (…) tätig gewesen zu sein und die Beschwerdeführerin angab, sie hätten in ihrem Heimatstaat in guten wirtschaftlichen Verhältnissen gewohnt, in Pristina ein eigenes Haus und keinerlei finanzielle Schwierigkeiten gehabt, dass die Beschwerdeführenden bei einer Rückkehr mutmasslich weiter- hin auf die bisherigen Ressourcen werden zurückgreifen können, bei gu- ter Gesundheit sind, gemeinsam mit ihrer dort verbliebenen Tochter schon immer in Kosovo gelebt haben und über ein tragfähiges verwandt- schaftliches Beziehungsnetz verfügen, dass somit weder die allgemeine Lage i n Kosovo noch individuelle Grün- de auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen la s- sen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, dass der Vollzug der Wegweisung auch unter dem Gesichtspunkt des Kindeswohls zumutbar ist, da angesichts de s Aufenthalts von nur zwei Monaten nicht von einer Assimilierung der drei Kinder in der Schweiz b e- ziehungsweise von einer Entwurzelung in ihrer Heimat gesprochen we r- den kann, dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführenden schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG) und es den Beschwerdeführenden obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG), dass nach dem Gesagten der von der Vorinstanz verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den recht s-E-2620/2012 Seite 11 erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollstä ndig feststellt oder una n- gemessen ist, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass au fgrund obiger Erwägungen den Beschwerdebegehren keine ernsthaften Erfolgsaussichten beschieden waren, weshalb das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im S inne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG unabhängig von der Frage der prozessualen Bedür f- tigkeit der Beschwerdeführenden abzuweisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600. - (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kost en und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) E-2620/2012 Seite 12 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG werden abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von CHF 600. — werden den B eschwerdeführen- den auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Versand des Urteils der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführenden, das BFM und die zuständige kantonale Behörde. Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Regula Schenker Senn Simona Risi Versand: