Interpellation von Feiten 2538 N 17 décembre 1993 #ST# 93.3475 Interpellation Pini Internationales Uebereinkommen über die Rechte des Kindes. Ratifizierung Interpellanza Pini Convenzione internazionale dei diritti del bambino. Ratifica Interpellation Pini Convention internationale des droits de l'enfant. Ratification Wortlaut der Interpellation vom 6. Oktober 1993 Im Hinblick auf das bevorstehende Internationale Jahr der Fa- milie halte ich es für nötig, das erwähnte Uebereinkommen - übrigens eine sehr verdienstvolle Leistung der Unicef - bis zum Ende des Jahres 1994 vorbehaltlos zu ratifizieren. Daher frage ich den Bundesrat: Kann er bestätigen, dass dies ge- schehen wird, und gleichzeitig das Parlament über den derzei- tigen Stand des Verfahrens informieren? Testo dell'interpellanza del 6 ottobre 1993 II sottoscritto interrogante, in previsione dell'Anno internazio- nale della famiglia, ritiene necessario che la sopracitata con- venzione, fra l'altro uno dei fiori all'occhiello dell'Unicef, venga ratificata, senza riserve, entro l'anno prossimo, 1994! Chiedo pertanto al Consiglio federale se può confermare questo obiet- tivo informando parallelamente il Parlamento federale sull'at- tuale progressione procedurale in merito. Texte de l'interpellation du 6 octobre 1993 Le soussigné juge nécessaire, en prévision de l'Année interna- tionale de la famille, que la convention susmentionnée, un des fleurons de l'Unicef, soit ratifiée sans réserve avant la fin de 1994. Je demande donc au Conseil fédéral s'il peut confirmer cet objectif et informer le Parlement de l'avancement de la pro- cédure à cet effet. Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires: Keine - Nes- suno-Aucun Schriftliche Begründung - Motivazione scritta - Développement par écrit L'autore rinuncia alla motivazione e desidera una risposta scritta. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 3. November 1993 Risposta scritta del Consiglio federale del 3 novembre 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 3 novembre 1993 II Consiglio federale ha già espresso a più riprese la propria in- tenzione di ratificare la Convenzione dei Nazioni Unite dei di- ritti del bambino (vedere in particolare la risposta del Consiglio federale del 20 settembre 1993 all'interpellanza Rychen rela- tiva al piano d'azione dell'Unicef a tutela dell'infanzia). La con- venzione è stata firmata dalla Svizzera il 1° maggio 1991. Dato l'esito positivo della procedura di consultazione, il Consiglio federale ha incaricato il Dipartimento federale degli affari esteri di elaborare un messaggio ai fini della nostra adesione alla convenzione; i relativi lavori sono tuttora in corso. Il messaggio tratterà anche la ripartizione delle competenze tra la Confede- razione ed i Cantoni ai fini dell'applicazione della convenzione in questione e dovrebbe essere presentato al Parlamento pre- sumibilmente nel primo semestre 1994 affinchè i dibattiti parla- mentari possano ancora aver luogo durante l'anno prossimo, anno della famiglia. Erklärung des Interpellanten: befriedigt Déclaration de l'interpellateur: satisfait #ST# 93.3473 Interpellation von Feiten Gute Dienste der Schweiz zwischen Kuba und den USA Bons offices de la Suisse entre Cuba et les Etats-Unis Wortlaut der Interpellation vom 6. Oktober 1993 Im Jahre 1962 verhängten die Vereinigten Staaten ein totales, politisch motiviertes (Monroe-Doktrin) Wirtschafts-, Handels- und Finanzembargo gegen Kuba. Dieses Embargo wurde mit dem «Cuban Democracy Act» (Lex Torricelli) im letzten Jahr noch verschärft, indem es nicht nur amerikanischen Firmen verbietet, mit Kuba Handel zu betreiben, sondern versucht, das Embargo weltweit durchzusetzen, indem es jedem Staat und jedem Unternehmen mit Sanktionen in den USA droht, falls sie mit Kuba Handel treiben. Dieser exterritoriale Charak- ter des US-Gesetzes ist in seiner Art einmalig in der jüngeren Geschichte und völkerrechtlich höchst umstritten. Viele Län- der lehnen es - auch als Präzedenzfall - strikte ab. Kuba hat nach dem Erlass des Embargos von 1962 seine Wirt- schaft voll auf den Markt des ehemaligen Ostblocks ausge- richtet. Nachdem diese Märkte verlorengegangen sind, erge- ben sich für die kubanische Volkswirtschaft grösste Probleme, die wie immer in solchen Embargofällen zuallererst und haupt- sächlich die Zivilbevölkerung treffen. Kommt dazu, dass Kuba in diesem Jahr von Naturkatastrophen (Wirbelstürme und Ueberschwemmungen), aber auch einer Neuropathie-Epide- mie heimgesucht worden ist, was die Uno (WHO) zum Beispiel dazu veranlasste, die internationale Gemeinschaft zur konkre- ten Hilfe aufzufordern. Die 47. Session der Uno-Vollversammlung hat nun 1992 eine Resolution verabschiedet, die fordert, dem US-Embargo ein Ende zu setzen. Das Europäische Parlament hat am 16. September 1993 ebenfalls eine Resolution angenommen, in der die Lex Torri- celli als «der internationalen Gesetzgebung widersprechende Massnahme» bezeichnet wird und die US-Regierung und die internationale Gemeinschaft aufgefordert werden, das Em- bargo mit sofortiger Wirkung aufzuheben. Die Schlussdokumente sowohl der Uno-Menschenrechtskon- ferenz als auch des ibero-amerikanischen Gipfeltreffens von 1993 verlangen ebenfalls die sofortige Aufhebung des Embargos. Nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwi- schen den USA und Kuba beauftragte Washington die Schweiz 1961 mit der Wahrnehmung seiner Interessen in Kuba, seit 1991 vertritt die Schweiz auch die Interessen Kubas in den USA Die Situation des beiderseitigen Vertrauens prä- destiniert die Schweiz zu einer Vermittlungstätigkeit zwischen den USA und Kuba im Rahmen einer aktiven Aussenpolitik und der Entspannung. Die Mittlerdienste Norwegens zwi- schen Israel und der PLO sind nur das herausstechendste Bei- spiel einer solchen erfolgreichen Vermittlung. Ich frage deshalb den Bundesrat an: 1. Teilt er die Einschätzung der Uno, des Europäischen Parla- mentes und der Uno-Menschenrechtskonferenz, was das Kuba-Embargo, insbesondere auch die Lex Torricelli betrifft? 2. Welche Auswirkungen hat dieses Gesetz auf die Schweiz? 3. Welche Anstrengungen unternimmt er, um in dieser Frage zwischen Kuba und den USA zu vermitteln?Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Pini Internationales Uebereinkommen über die Rechte des Kindes. Ratifizierung Interpellation Pini Convention internationale des droits de l'enfant. Ratification Interpellanza Pini Convenzione internazionale dei diritti del bambino In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1993 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 93.3475 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 17.12.1993 - 08:00 Date Data Seite 2538-2538 Page Pagina Ref. No 20 023 534 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.