A bteilung I A -499/2007 {T 0/2} U rteil vom 20. Septem ber 2007 M itw irkung: R ichter André M oser (Vorsitz); R ichterin Florence Aubry G irardin; R ichter Jürg Kölliker; G erichtsschreiberin Susanne Kuster Zürcher. A._______ vertreten durch G erhard H auser-Schönbächler Beschw erdeführerin, gegen Eidgenössisches Finanzdepartem ent EFD , Bundesgasse 3, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend A uflösung des A rbeitsverhältnisses. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. A._______ w ar seit dem 1. Januar 2002 bei der Eidgenössischen Zollver- w altung (EZV) im G renzw achtkom m ando (G W K) X._______ in Y._______ im Personalbereich tätig, anfänglich m it befristeter Anstellung als Perso- nalassistentin in Lohnklasse 8 und ab O ktober 2002 in unbefristeter An- stellung als Bürochefin Personalgew innung in der Lohnklasse 16. Ihre Ar- beitsleistungen w urden m it den Zw ischenzeugnissen vom 26. Septem - ber 2003 und vom 25. N ovem ber 2005 jew eils gut bew ertet. In den Jahren 2003, 2004 und 2005 erhielt A._______ zudem Einsatzpräm ien unter aus- drücklicher Verdankung der von ihr erbrachten Leistungen, des besonde- ren Engagem ents und der positiven Einstellung zum G W K. B. Per 1. Januar 2006 w urden im R ahm en eines Projekts «N euorganisation H R » infolge der Aufgabenverzichtsplanung im Bereich Logistik die Perso- naldienste der G renzw achtkom m andi m it jenen der Kreisdirektionen in neuen H um an-R esources-Zentren (H R -Zentren) zusam m engelegt. A._______ w urde im H inblick auf diese R eorganisation ein neuer Arbeits- vertrag als H R -Sachbearbeiterin in Lohnklasse 17 im H R -Zentrum Y._______ angeboten. Bei dieser Zuordnung handelte es sich um eine so- genannte «Juniorklasse» für M itarbeitende ohne den Abschluss als Perso- nalfachperson m it eidgenössischem Fachausw eis. Es w ar vorgesehen, dass A._______ nach Abschluss der entsprechenden Ausbildung in die «Seniorklasse» 19 eingereiht w erden sollte. C . A._______ lehnte in der Folge den angebotenen Arbeitsvertrag m it Lohn- klasse 17 ab und verlangte eine Zuordnung ihrer Stelle zur Lohnklasse 19. N achdem die EZV den entsprechenden Antrag abgelehnt hatte, A._______ hingegen w eiterhin daran festhielt und daher den neuen Arbeitsvertrag nicht unterzeichnete, stellte die O berzolldirektion (O ZD ) ihr am 15. Februar 2006 die Kündigung infolge m angelnder Bereitschaft zur Verrichtung einer zum utbaren Arbeit in Aussicht. Am 30. M ärz 2006 verfügte die O ZD aller- dings die N euunterstellung von A._______ in das H R -Zentrum Y._______ m it Lohnklasse 16 und bei gleichbleibendem Lohn im Sinne des bisherigen Arbeitsvertrages unter gleichzeitigem R ückzug des Junior-Arbeitsvertrags. A._______ erhob gegen diese Verfügung am 12. M ai 2006 Beschw erde beim Eidgenössischen Finanzdepartem ent (EFD ), w elche am 5. D ezem ber 2006 abgew iesen w urde. M it Eingabe vom 18. Januar 2007 führt A._______ dagegen Beschw erde w egen Lohndiskrim inierung beim Bun- desverw altungsgericht. D ieses Verfahren w ird separat unter der Verfah- rensnum m er A-500/2007 geführt. D . D as neue H R -Zentrum Y._______ nahm seine Tätigkeit per 1. Janu- ar 2006 auf, die Arbeitsplätze der früheren Personalsachbearbeitenden des G W K X._______ verblieben jedoch vorerst noch in den bisherigen R äum lichkeiten. A._______ w ar sodann vom 20. Januar 2006 bis zum 12. Februar 2006 sow ie vom 4. April 2006 bis zum 6. April 2006 zu 100% krank geschrieben. Am 12. M ai 2006 eröffnete der Leiter des H R -Zentrum s Y._______ A._______, dass am 2. Juni 2006 der U m zug der Arbeitsplätze 3 und der Büros in die neuen R äum lichkeiten erfolgen w erde. E. Seit dem 15. M ai 2006 ist A._______ durchgehend zu 100 Prozent krank geschrieben. Am 7. Juli 2006 bestätigte der von der EZV beigezogene M edical Service eine Erkrankung aus dem psychischen Form enkreis. D erzeit sei eine R ückkehr an den neuen Arbeitsplatz nicht oder nur be- schränkt m öglich. F. Am 18. Juli 2006 inform ierte die EZV A._______ darüber, dass sie gedenke, das Arbeitsverhältnis w egen m angelnder Tauglichkeit zur Ver- richtung der im Arbeitsvertrag vereinbarten Arbeit aufzulösen. A._______ nahm dazu am 29. August 2006 ablehnend Stellung. G . M it Verfügung vom 7. Septem ber 2006 kündigte die EZV das Arbeitsver- hältnis m it A._______ per Ende D ezem ber 2006 w egen U ntauglichkeit; einer allfälligen Beschw erde w urde die aufschiebende W irkung entzogen. H . A._______ w andte sich am 22. Septem ber 2006 an das Eidgenössische Finanzdepartem ent (EFD ) und beantragte die W iederherstellung der auf- schiebenden W irkung. N achdem das EFD A._______ m itgeteilt hatte, dass die Behandlung ihres Begehrens eine ausreichend begründete Beschw er- de in der H auptsache voraussetze, reichte A._______ am 9. O ktober 2006 beim EFD eine Beschw erde gegen die Kündigungsverfügung ein. G lei- chentags erhob sie auch Einsprache bei der EZV und m achte die N ichtig- keit der Kündigung geltend. D araufhin verlangte die EZV am 16. O ktober 2006 beim EFD die Feststellung der G ültigkeit der Kündigung vom 7. Sep- tem ber 2006. I. D as EFD vereinigte das Beschw erde- und das Einspracheverfahren am 27. O ktober 2006 zu einem einzigen Verfahren. M it Entscheid vom 5. D e- zem ber 2006 w ies es in der Folge die Beschw erde von A._______ ab und hiess das G esuch der O ZD um Feststellung der G ültigkeit der Kündigung gut. Zudem w urde einer allfälligen Beschw erde die aufschiebende W irkung entzogen. J. G egen den Entscheid des EFD hat A._______ (Beschw erdeführerin) am 18. Januar 2007 beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde einlegen lassen. Sie verlangt die W iederherstellung der aufschiebenden W irkung sow ie die Aufhebung des Entscheids des EFD (Vorinstanz) vom 5. D ezem ber 2006 unter Erklärung der N ichtigkeit der Kündigung. Eventu- ell sei der Entscheid aufzuheben und festzustellen, dass die Kündigung (erst) per 31. Januar 2008 gültig sei. Sinngem äss bringt die Beschw erde- führerin im W esentlichen vor, es liege keine U ntauglichkeit für die verein- barte Arbeitsleistung vor. Zudem habe sich die R echtslage seit dem Erlass des angefochtenen Entscheids insofern verändert, als sie seit Ende N o- vem ber schw anger sei. D eshalb sei die Kündigung nichtig bzw . unw irk- sam . K. D ie Vorinstanz beantragt in ihrer Stellungnahm e vom 15. Februar 2007 die Abw eisung der Beschw erde w ie auch des G esuchs um W iederherstellung der aufschiebenden W irkung. Insbesondere m acht die Vorinstanz geltend, der Beschw erdeführerin könne keine zum utbare andere Stelle innerhalb 4 der EZV angeboten w erden. Im Zusam m enhang m it der neuen Tatsache der Schw angerschaft der Beschw erdeführerin inform iert die Vorinstanz darüber, dass die EZV der Beschw erdeführerin den U nterbruch der laufenden Kündigungsfrist m itgeteilt habe und ihr daher bis 16 W ochen nach der N iederkunft w eiterhin Lohn zahle. L. D ie Beschw erdeführerin bekräftigt m it Schreiben vom 4. M ärz (recte: April) 2007 ihre Beschw erdeanträge, präzisiert den Eventualantrag aber in- sofern, als die angefochtene Verfügung aufzuheben und festzustellen sei, dass die Kündigung auf Ende des M onats gültig sei, in w elchem der 112. Tag nach der G eburt liege. Bezüglich m öglicher W eiterbeschäftigung w iderspricht die Beschw erdeführerin der Vorinstanz, indem sie vorbringt, die EZV gehe gem äss einer M itteilung vom 11. Januar 2007 davon aus, dass die Beschw erdeführerin ihre Tätigkeit in einem anderen Personalteil- bereich der EZV w ieder aufnehm en könne. M . M it Schreiben vom 1. M ai 2007 hält die Vorinstanz an ihrem Antrag auf Be- schw erdeabw eisung fest. Ein Einsatz als H R -Sachbearbeiterin in einem H R -C enter sei der Beschw erdeführerin ganz offensichtlich nicht m ehr m ög- lich und es stehe entgegen der Ansicht der Beschw erdeführerin auch keine zum utbare andere Stelle zur Verfügung. Es sei der Beschw erdeführerin aber nicht verw ehrt, bis zum Ablauf der Kündigungsfrist auf einer tiefer klassierten, anders gearteten Stelle zu arbeiten. N . Auf w eitere Vorbringen der Parteien und sich bei den Akten befindliche Schriftstücke w ird, sow eit erforderlich, in den nachfolgenden Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. Beschw erden gegen Entscheide des EFD im Bereich des Personalrechts w erden, abgesehen vom Tatbestand nach Art. 32 Abs. 1 Bst. c des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32), vom Bundesverw altungsgericht beurteilt (vgl. Art. 31 VG G i.V.m . Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , SR 172.021] und Art. 33 Bst. d VG G sow ie Art. 36 Abs. 1 des Bundespersonalgesetzes vom 24. M ärz 2000 [BPG , SR 172.220.1]). D a der erw ähnte Ausnahm etatbestand vorliegend nicht gegeben ist, ist das Bundesverw altungsgericht für die Beurteilung der Beschw erde gegen den Entscheid des EFD vom 5. D ezem ber 2006 zuständig. 2. D as Verfahren richtet sich gem äss Art. 37 VG G nach dem Vw VG , sow eit das VG G nichts anderes bestim m t. 3. Zur Beschw erde ist nach Art. 48 Abs. 1 Bst. a-c Vw VG befugt, w er vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenom m en hat oder keine M öglichkeit zur Teilnahm e erhalten hat, durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt ist und ein schutzw ürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat. D ie Beschw erdeführerin ist als Adressatin, die vor der Vor- instanz m it ihrem R echtsbegehren nicht durchgedrungen ist, ohne w eiteres 5 zur Beschw erde legitim iert. D a Eingabeform und -frist (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Vw VG ) gew ahrt und auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschw erde einzutreten. 4. M it Arztzeugnis vom 26. D ezem ber 2006, also kurz vor Ablauf der Kündi- gungsfrist am 31. D ezem ber 2006, ist bei der Beschw erdeführerin eine Schw angerschaft ärztlich bestätigt w orden. Als voraussichtlicher G eburts- term in ist der 2. Septem ber 2007 errechnet w orden. Es stellt sich aus die- sem G rund die Frage, inw iefern sich diese gegenüber dem vorinstanzli- chen Verfahren neue Tatsache verfahrensrechtlich ausw irkt. 4.1 D ie Beschw erdeführerin m acht geltend, m it der M itteilung der Schw anger- schaft an ihre Arbeitgeberin im D ezem ber 2006 habe sie sinngem äss die N ichtigkeit der Kündigung gem äss Art. 14 Abs. 1 BPG geltend gem acht. D eshalb m üsste der Arbeitgeber nun grundsätzlich erneut die Beschw er- deinstanz (Vorinstanz) gem äss Art. 14 Abs. 2 BPG anrufen. D a diese die Kündigung m it Entscheid vom 5. D ezem ber 2006 bereits bestätigt habe, m üsse die Frage der N ichtigkeit nun vom G ericht beurteilt w erden. D ie Vorinstanz bringt in diesem Zusam m enhang vor, es sei verfahrensrechtlich nicht m öglich, in einem laufenden Beschw erdeverfahren ein neues Ein- spracheverfahren zu lancieren. 4.2 N ach Art. 14 Abs. 1 Bst. c BPG kann eine Arbeitnehm erin oder ein Arbeit- nehm er innert 30 Tagen nach Kenntnisnahm e eines m utm asslichen N ich- tigkeitsgrundes beim Arbeitgeber schriftlich geltend m achen, die Kündi- gung sei nichtig, w eil sie zur U nzeit nach Art. 336c des O bligationenrechts vom 30. M ärz 1911 (O R , SR 220) erfolgt sei. Verlangt der Arbeitgeber sodann gem äss Art. 14 Abs. 2 BPG nicht innert 30 Tagen nach Eingang der geltend gem achten N ichtigkeit die Feststellung der G ültigkeit der Kündigung, so ist diese nichtig und die betroffene Person w ird m it der bisherigen oder einer anderen zum utbaren Arbeit w eiterbeschäftigt. Art. 14 Abs. 1 BPG beinhaltet dem zufolge einen provisorischen Kündi- gungsschutz, der jedoch dahinfällt, sobald der Arbeitgeber seinerseits im Sinne von Art. 14 Abs. 2 BPG tätig w ird. Ab diesem Zeitpunkt sind die M öglichkeiten dieses besonderen Einspracheverfahrens erschöpft und die Kündigung ist im üblichen R ahm en eines Beschw erdeverfahrens zu über- prüfen (U rteil des Bundesverw altungsgerichts A-385/2007 E. 4.1.2 vom 29. M ärz 2007; Zw ischenentscheide der Eidgenössischen Personalrekurs- kom m ission [PR K] PR K 2006-026 E. 3.a.bb vom 24. O ktober 2006 sow ie PR K 2006-033 E. 1.c vom 12. D ezem ber 2006). D as Einspracheverfahren gem äss Art. 14 Abs. 2 BPG und das anschliessende Verfahren zur Fest- stellung der G ültigkeit der Kündigung sind hier bereits abgeschlossen. So- m it ist die Frage der N ichtigkeit der angefochtenen Kündigung im vorlie- genden Beschw erdeverfahren vom Bundesverw altungsgericht zu beant- w orten. D ie Beschw erdeführerin bestreitet die entsprechende Zuständigkeit auch nicht grundsätzlich. Es ist hier aber klarzustellen, dass einerseits neue Tatsachen im R ahm en des Streitgegenstandes jederzeit, also auch im laufenden Verfahren, vorgebracht w erden können (ALFR E D KÖ LZ/ISAB ELLE H ÄN ER , Verw altungsverfahren und Verw altungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, R z. 615; AN D R É M O SE R , in André 6 M oser/Peter U ebersax, Prozessieren vor eidgenössischen R ekurskom m is- sionen, Basel 1998, R z. 2.80). Andererseits w äre ein neues Einsprache- verfahren infolge des G rundsatzes von Art. 54 Vw VG , w onach die Behand- lung der Sache, die G egenstand der m it Beschw erde angefochtenen Ver- fügung bildet, m it Einreichung der Beschw erde auf die Beschw erdeinstanz übergeht, auch gar nicht zulässig. 5. D as Bundesverw altungsgericht überprüft die bei ihm angefochtenen Verfü- gungen und Entscheide m it uneingeschränkter Kognition. G erügt w erden kann nicht nur die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich Ü berschrei- tung oder M issbrauch des Erm essens (Art. 49 Bst. a Vw VG ) oder die un- richtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver- halts (Art. 49 Bst. b Vw VG ), sondern auch die U nangem essenheit der an- gefochtenen Verfügung oder des Entscheides (Art. 49 Bst. c Vw VG ). D ie Beschw erdeinstanz überprüft dem nach nicht nur, ob die Verw altung bei ih- rem Entscheid im R ahm en ihres Erm essens geblieben ist, sondern grund- sätzlich auch, ob sie eine dem Sachverhalt angem essene Lösung getrof- fen hat, m ithin nicht bloss rechtlich, sondern ebenfalls sachlich richtig ent- schieden hat (FR ITZ G YG I, Bundesverw altungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1984, S. 315; KÖ LZ/H ÄN E R , a.a.O ., R z. 633 ff.). Bei der Prüfung der Angem essenheit auferlegt sich das Bundesverw altungsgericht – w ie zuvor auch die PR K – indes eine gew isse Zurückhaltung, sow eit es um die Leistungsbeurteilung von Bediensteten, um verw altungsorganisatorische Fragen oder um Problem e der betriebsinternen Zusam m enarbeit und des Vertrauensverhältnisses geht. Es entfernt sich insofern im Zw eifel nicht von der Auffassung der Vorinstanz und setzt nicht an deren Stelle sein eigenes Erm essen (vgl. Entscheid der PR K vom 24. N ovem ber 1999, veröffentlicht in Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 64.39 E.3a; M O SE R , a.a.O , R z. 2.62 m it H inw eisen; U LR IC H ZIM M E R LI/W ALTE R KÄLIN /R EG IN A KIEN ER , G rundlagen des öffentlichen Verfahrensrechts, Bern 2004, S. 93). 6. N ach dem zuvor Ausgeführten (E.4) ist zu prüfen, w ie sich die neue Tatsa- che der Schw angerschaft der Beschw erdeführerin in m ateriellrechtlicher H insicht auf den Bestand der Kündigung ausw irkt. 6.1 D ie Beschw erdeführerin bringt vor, dass die Kündigung m it der Schw angerschaft nichtig gew orden sei und som it zu gegebener Zeit w iederholt w erden m üsste. N ach Art. 14 Abs. 1 Bst. c BPG sei eine Kündigung nichtig, w enn sie zur U nzeit (im Sinne von Art. 336c O R ) erfolgt sei, w eshalb einer Arbeitnehm erin w ährend der Schw angerschaft und in den 16 W ochen nach der N iederkunft nicht gekündigt w erden dürfe. Im U nterschied zum O bligationenrecht unterscheide das Bundespersonalrecht bei den R echtsfolgen allerdings nicht zw ischen Kündigungen, die vor und solchen, die w ährend der Sperrfrist ausgesprochen w orden seien. Auch w enn in der Literatur die Ansicht vertreten w erde, dass die im privatrechtlichen Arbeitsverhältnis geltende U nterscheidung zw ischen N ichtigkeit und einer blossen Verlängerung der Sperrfrist (Art. 336c Abs. 2 O R ) auch für das BPG Anw endung finden m üsse, gebiete das im öffentlichrechtlichen R echt streng angew andte Legalitätsprinzip in jedem Fall die N ichtigkeit der Kündigung. 7 6.2 D ie Vorinstanz m acht dem gegenüber geltend, m it dem Eintritt der Schw angerschaft w erde die bereits viel früher ausgesprochene Kündigung keinesw egs nichtig. D ie laufende Kündigungsfrist w erde durch die Schw angerschaft nur unterbrochen und die Kündigung bleibe gültig. Lediglich das Ende der Kündigungsfrist w erde dadurch hinausgeschoben. Es bestehe kein G rund für eine vom O R abw eichende R egelung, denn Art. 14 Abs. 1 Bst. c BPG verw eise auf die R echtsfolgen von Art. 336c O R . Zum selben Ergebnis führe Art. 6 Abs. 2 BPG , der das O R für anw endbar erkläre, sow eit der G esetzgeber nichts Abw eichendes vorgesehen habe. Eine Spezialregelung sei vorliegend jedoch nicht gegeben. 6.3 Zu klären ist som it die Bedeutung von Art. 14 Abs. 1 Bst. c BPG für Fälle, in denen eine Kündigung vor Beginn einer Sperrfrist im Sinne von Art. 336c Abs. 1 O R , insbesondere dessen Bst. c, ausgesprochen w orden ist. D er W ortlaut von Art. 14 Abs. 1 Bst. c BPG hält fest, dass die Arbeit- nehm enden gegenüber ihren Arbeitgebern geltend m achen können, eine Kündigung sei nichtig, w eil sie «zur U nzeit nach Artikel 336c O R erfolgt ist.» Art. 336c O R regelt jedoch nicht nur die Fälle von N ichtigkeit, sondern sieht in Abs. 2 verschiedene R echtsfolgen vor, falls eine Kündigung in ir- gendeiner Form m it einer der in Abs. 1 genannten Sperrfristen zusam m en- trifft: Eine Kündigung w ährend einer der Sperrfristen ist nach dem O bligationenrecht nichtig, eine Kündigung hingegen, die vor Beginn einer Sperrfrist ausgesprochen w orden ist, führt nur zu einer U nterbrechung der Kündigungsfrist und nach Beendigung der Sperrfrist zu deren Fortsetzung (BG E 128 II 212 E. 3a, BG E 113 II 259 E. 2a; vgl. auch U LLIN STR E IFF/ AD R IAN VO N KAEN EL, Arbeitsvertrag, Praxiskom m entar zu Art. 319-362 O R , 6. Aufl., Zürich/Basel/G enf 2006, N 10 zu Art. 336c O R ; JÜ R G BR Ü H W ILE R , Kom m entar zum Einzelarbeitsvertrag, 2. Aufl., Bern/Stuttgart/W ien 1996, Ziff. I zu Art. 336c O R ; M AN FR ED R EH BIN D ER , in: Berner Kom m entar, R z 6 ff. zu Art. 336c O R ). In der Literatur w ird nun teilw eise die M einung vertreten, Art. 14 Abs. 1 Bst. c BPG sehe diese von Art. 336c O R vorgesehene U nterscheidung in Bezug auf die R echtsfolgen einer Kündigung zur U nzeit nicht vor. Eine Kündigung sei nach dem W ortlaut von Art. 14 Abs. 1 Bst. c BPG auch dann nichtig, w enn sie vor Beginn einer Sperrfrist ausgesprochen w orden und die Kündigungsfrist bis dahin noch nicht abgelaufen sei (H AR R Y N Ö TZLI, D ie Beendigung von Arbeitsverhältnissen im Bundespersonalrecht, Bern 2005, R z. 233 f. m it Verw eis auf W O LFG AN G PO R TM AN N , Ü berlegungen zum bundespersonalrechtlichen Kündigungsschutz, LeG es – G esetzgebung & Evaluation 2002/2, S. 55 ff.). D ieser Ansicht kann nicht gefolgt w erden: Aus dem W ortlaut von Art. 14 Abs. 1 Bst. c BPG kann nicht geschlossen w erden, dass eine Kündigung zur U nzeit im Sinne von Art. 336c O R im öf- fentlichen D ienstrecht in jedem Falle die N ichtigkeit zur Folge haben soll. D ie Vorschrift erm öglicht es dem Arbeitnehm enden w örtlich nur – aber im - m erhin – das in Art. 14 Abs. 1 BPG vorgesehene besondere Einsprache- verfahren einzuleiten, sofern aus seiner Sicht ein von Art. 336c O R defi- nierter N ichtigkeitsfall vorliegt. Aus Art. 14 Abs. 1 Bst. c BPG lässt sich je- doch nicht herauslesen, dass die von Art. 336c Abs. 2 (2. Teilsatz) O R vor-8 gesehene Bedingung für einen N ichtigkeitsfall, näm lich das Aussprechen einer Kündigung w ährend einer der beschriebenen Sperrfristen, im Bun- despersonalrecht nicht erfüllt sein m üsste. Som it m uss auch im öffentlich- rechtlichen Arbeitsverhältnis nach BPG der N ichtigkeitsgrund bereits im Zeitpunkt der Kündigung bestanden haben. Eine Kündigung vor Beginn ei- ner Sperrfrist stellt dem gegenüber eine Konstellation m it einer anderen R echtsfolge als die N ichtigkeit – die U nterbrechung der Kündigungsfrist – dar. D iese ist von Art. 14 Abs. 1 BPG nicht erfasst. Eine gegenteilige Auslegung w äre nur dann zulässig, w enn der G esetzge- ber in Art. 14 Abs. 1 Bst. c BPG im Sinne von Art. 6 Abs. 2 BPG eine vom O R abw eichende R egelung hätte treffen w ollen. Aus den M aterialien zum BPG ist kein H inw eis auf eine solche Absicht des G esetzgebers ersicht- lich, sondern im G egenteil hatte der Bundesrat in seiner Botschaft an das Parlam ent in diesem Zusam m enhang festgehalten, dass «die N ichtigkeits- gründe des O R auch für das Arbeitsverhältnis im Bund gelten» (Botschaft zum Bundespersonalgesetz [BPG ] vom 14. D ezem ber 1998, BBl 1999 II 1597, S. 1616). Zu den Fällen der blossen U nterbrechung der Kündigungs- frist hat sich der Bundesrat zw ar nicht direkt geäussert, es lässt sich aus dieser Aussage aber eindeutig schliessen, dass er für das BPG keine w ei- teren N ichtigkeitsgründe als die im O R vorgesehenen verankern w ollte. Aus den Protokollen der Eidgenössischen R äte ergibt sich ebenfalls kein Indiz für w eitergehende N ichtigkeitsgründe (vgl. insbesondere Am tliches Bulletin der Bundesversam m lung [AB] 1999 N 2072 ff., AB 1999 S 1093 f.). Som it ist im Ergebnis festzuhalten, dass Art. 14 Abs. 1 Bst. c BPG zur R echtsfolge einer Kündigung, die vor Beginn einer der Sperrfristen erfolgt ist, gar keine Aussage m acht (vgl. dazu auch den Entscheid der PR K vom 14. M ai 2004, veröffentlicht in Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 68.152 E. 6b.bb). Auf einen solchen, im BPG nicht geregelten Fall ist nach Art. 6 Abs. 2 BPG die jew eils einschlägige Bestim m ung des O R anw endbar. Vorliegend kom m t dem nach Art. 336c Abs. 2 (2. Teilsatz) O R zur Anw endung, w onach eine Kündigung vor einer gesetzlich festgelegten Sperrfrist zur Verlängerung der Kündigungsfrist führt. D ie im vorliegenden Fall nach ausgesprochener Kündigung eingetretene Schw angerschaft der Beschw erdeführerin m acht die Kündigung daher nicht nichtig, sondern die Kündigungsfrist verlängert sich nach Art. 336c Abs. 2 (2. Teilsatz) O R i.V.m . Art. 336c Abs. 1 Bst. c und Abs. 3 O R bis zum M onatsende nach der Beendigung der 16 W ochen nach der G eburt, vorliegend also voraussichtlich bis Ende Januar 2008, sofern keine ande- ren, im Folgenden zu behandelnden (vgl. E. 7) N ichtigkeitsgründe gegeben sein sollten. 7. D ie EZV w ie auch die Vorinstanz haben als Kündigungsgrund die U ntaug- lichkeit infolge lang andauernder Krankheit der Beschw erdeführerin ange- geben. Es ist im Folgenden zu prüfen, ob die Kündigung begründet ist im Sinne von Art. 14 Abs. 1 Bst. b i.V.m . Art. 12 Abs. 6 Bst. c BPG . 7.1 D ie Beschw erdeführerin m acht in diesem Zusam m enhang geltend, es sei stossend, ihr unm ittelbar nach Ablauf der bei Krankheit gem äss Art. 336c 9 Abs. 1 Bst. b O R geltenden Sperrfrist von 90 Tagen zu kündigen. Sinnge- m äss w ird vorgebracht, dass die Annahm e der U ntauglichkeit nach dieser Krankheitsdauer im öffentlichen D ienstrecht unverhältnism ässig sei. Be- sonders stossend sei, dass die Kündigung ausgesprochen w orden sei, ob- w ohl die zuständigen Ärzte einen direkten Kausalzusam m enhang zw i- schen dem Lohnstreit (vgl. Sachverhalt Bst. B und C ) und der (psychi- schen) Erkrankung der Beschw erdeführerin (vgl. Sachverhalt Bst. E) fest- gestellt hätten. Auch sei die vom vertrauensärztlichen D ienst, dem M edical Service, angeregte M ediation nicht einm al eingeleitet w orden. D ie Vorinstanz bringt dem gegenüber vor, dass die Prognosen sow ohl des M edical Service w ie auch des H ausarztes der Beschw erdeführerin im Zeit- punkt der Kündigung keine baldige R ückkehr an den Arbeitsplatz erhoffen liessen. Inzw ischen (d.h. bei Erlass des angefochtenen Entscheids am 5. D ezem ber 2006) habe sich die Prognose bestätigt, da die Beschw erde- führerin seit bald einem Jahr vollständig arbeitsunfähig sei. 7.2 Eine Angestellte ist dann nicht geeignet oder untauglich im Sinne von Art. 12 Abs. 6 Bst. c BPG , w enn sie aus objektiven G ründen, die m it ihrer Person in Zusam m enhang stehen und einen Bezug zur Arbeit haben m üs- sen, nicht oder nur ungenügend in der Lage ist, die im Arbeitsvertrag ver- einbarte Arbeit zu leisten. D abei sind etw a gesundheitliche Problem e, un- genügende Fachkom petenz, fehlende Integration und D ynam ik sow ie m an- gelnde Intelligenz deutliche Indizien einer bestehenden U ntauglichkeit oder U ngeeignetheit (N Ö TZLI, a.a.O , R z. 202). 7.2.1 G enerell dürfen m angelnde Eignung oder Tauglichkeit nicht leichthin ange- nom m en w erden, denn gem äss Art. 19 Abs. 1 BPG m uss der Arbeitgeber alle sinnvollen M öglichkeiten einer zum utbaren W eiterbeschäftigung aus- schöpfen, bevor er Angestellten ohne deren Verschulden kündigt. Som it ist der Arbeitgeber unter dem Aspekt des Verhältnism ässigkeitsprinzips (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossen- schaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101)] verpflichtet, den erst nach der Probezeit festgestellten M angel vorab etw a durch entsprechende W eiter- bildung des bzw . der Angestellten zu beheben oder das Arbeitsverhältnis so um zugestalten, dass der oder die Angestellte den Anforderungen zu ge- nügen verm ag (Botschaft BPG , a.a.O ., S. 1614; N Ö TZLI, a.a.O ., R z. 203). Erst w enn auch diese oder ähnliche M assnahm en versagen, darf der Ar- beitgeber das Arbeitsverhältnis ordentlich kündigen. 7.2.2 Aus dem G rundsatz der Verhältnism ässigkeit folgt im Besonderen auch, dass in Krankheitsfällen nur dann von einer m angelnden Tauglichkeit aus- gegangen w erden kann, w enn dieser Zustand über einen längeren Zeit- raum andauert und absehbar ist, das er innert angem essener Frist keine Besserung erfährt (Entscheid der PR K 2006-012 E. 4.b vom 20. Septem ber 2006). D ie Bundespersonalgesetzgebung definiert entgegen der M einung der Beschw erdeführerin (vgl. Stellungnahm e vom 4. April 2007, Ziff. 8) keine bestim m te Krankheitsdauer als angem essene Frist. Eine solche ist insbesondere auch nicht in der von Art. 56 Abs. 1 und 2 der Bundespersonalverordnung vom 3. Juli 2001 (BPV, 10 SR 172.220.111.3) vorgesehenen Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitge- bers bei Krankheit und U nfall von regulär insgesam t zw ei Jahren (1. Jahr: 100 % Lohn, 2. Jahr: 90 % Lohn) zu sehen. Zw ar zeigt sich in dieser Be- stim m ung einm al m ehr der bereits zuvor erw ähnte G rundsatz, dass der Ar- beitgeber Bund nicht leichthin die Annahm e treffen darf, eine Arbeitneh- m erin oder ein Arbeitnehm er sei dauerhaft nicht m ehr zur vereinbarten Ar- beitsleistung fähig (E. 7.2.1.). In den Erläuterungen des Eidgenössischen Personalam ts zur Bundespersonalverordnung w ird dazu ausserdem er- klärt, dass nach zw ei Jahren beurteilt w erden könne, ob jem and w ieder in den Arbeitsprozess integriert w erden könne (Beilage 5 der Vorakte N r. 3, vgl. auch den Entscheid der PR K vom 14. M ai 2004, veröffentlicht in VPB 68.152 E. 7a). D araus ist zu schliessen, dass die D auerhaftigkeit bzw . Langfristigkeit einer Krankheit im N orm alfall nicht vor Ablauf von zw ei Jah- ren angenom m en w erden soll. D ie Lohnfortzahlungspflicht nach Art. 56 BPV steht jedoch w ie im O bligationenrecht (vgl. Art. 324a O R ) in keinem Zusam m enhang m it den Sperrfristen nach Art. 336c Abs. 1 O R (STR E IFF/VO N KAEN EL, a.a.O ., N 11 zu Art. 336c O R ). D iese beiden Aspekte sind auch im Bundespersonalrecht nicht m iteinander koordiniert. D ies hat zur Folge, dass eine allfällige Lohnfortzahlungspflicht gem äss Art. 56 BPV durch eine Kündigung nach Ablauf einer Sperrfrist beendet w erden kann, sofern keine M issbräuchlichkeit nach Art. 336 Abs. 1 Bst. c O R vorliegt (Entscheid der PR K vom 14. M ai 2004, veröffentlicht in VPB 68.152 E. 7c.bb.; Entscheid des Bundesverw altungsgerichts A-411/2007 E. 11.2 und 11.3 vom 25. Juni 2007; BG E 113 II 259 E.3; STR E IFF/VO N KAEN EL, a.a.O ., N 34 zu Art. 324a/b O R ). D er H altung der Vorinstanz, für eine Kündigung nach Ablauf der Sperrfris- ten genüge es, w enn die U nm öglichkeit zur Leistung der Arbeit gegeben sei (angefochtene Verfügung, E. III.2), kann som it nicht beigepflichtet w er- den. Im G egenteil ist jew eils im konkreten Fall und im Lichte der Verhält- nism ässigkeit zu prüfen, ob erstens die Krankheit im Zeitpunkt der Kündi- gung tatsächlich als langandauernd einzustufen w ar, ob es zw eitens ab- sehbar w ar, dass innert einer angem essenen Frist keine Besserung eintre- ten w erde und ob drittens der Arbeitgeber alle sinnvollen M öglichkeiten ei- ner zum utbaren W eiterbeschäftigung nach Art. 19 Abs. 1 BPG ausge- schöpft hat. 7.3 G em äss dem G rundsatz der Verhältnism ässigkeit hat eine Verw altungs- m assnahm e das richtige M ittel zur Verw irklichung des im öffentlichen Inter- esse liegenden Zieles zu sein. Zudem darf der Eingriff nicht stärker sein, als der Zw eck der M assnahm e es verlangt; lässt sich das im öffentlichen Interesse liegende Ziel m it einem schonenderen M ittel erreichen, so ist dieses zu w ählen (BG E 123 II 33 E. 9; U LR IC H H ÄFELIN /G EO R G M Ü LLER /FELIX U H LM AN N , Allgem eines Verw altungsrecht, 5. Aufl., Zürich/Basel/G enf 2006, R z. 591). Auch bei der Auflösung des D ienstverhältnisses m uss der G rundsatz der Verhältnism ässigkeit beachtet w erden, d.h. die Verw altung m uss jene M assnahm e w ählen, w elche angem essen ist bzw . jene, die genügt (Entscheid der PR K vom 21. O ktober 1999, veröffentlicht in VPB 64.36 E. 4b).11 7.3.1 D er H ausarzt der Beschw erdeführerin teilte der EZV am 5. April 2006 m it, A._______ leide seit Ende 2005 an Schlafstörungen, Ängsten und diversen vegetativen Sym ptom en, die in Zusam m enhang m it der R eorgani- sation der EZV zu stellen seien. D ie Beschw erdeführerin habe auf G rund der angedrohten Versetzung einen Zusam m enbruch erlitten und sei ab so- fort «für die Arbeit im H R -Zentrum 100 % krank zu schreiben» (ergänzen- de Anm erkung: D as tags zuvor ausgestellt Arztzeugnis ist befristet bis zum 6. April 2006). D ie Beschw erdeführerin benötige eine intensive Therapie zur Bew ältigung des Burnouts, das durch «D rohungen, angsteinflössende G espräche / Briefe von Vorgesetzten und persönliche D em ütigungen» ausgelöst w orden sei. Am 26. Juni 2006 bescheinigte der H ausarzt der Beschw erdeführerin sodann w iederum eine Arbeitsunfähigkeit zu 100% , beginnend am 15. M ai 2006 bis zum 16. Juli 2007. Seither ist die volle Arbeitsunfähigkeit durch m ehrere w eitere Arztzeugnisse verlängert w orden (Zeugnisse vom 17. Juli 2006, 28. Juli 2006, 22. August 2006, 27. Septem ber 2006, 3. Januar 2007, 5. Februar 2007). M it Schreiben vom 7. Juli 2006 beurteilte der von der EZV beigezogene M edical Service die hausärztliche D arstellung einer schw erw iegenden Erkrankung der Be- schw erdeführerin aus dem psychischen Form enkreis als sehr sorgfältig. D er M edical Service teilte der EZV ferner seine Ansicht m it, dass unter den gegebenen U m ständen «derzeit eine R ückkehr an den neuen Arbeitsplatz nicht oder nur sehr schlecht m öglich» scheine. D iesem Problem liege eine einfache U rsache-W irkungs-Beziehung zu G runde, w eshalb eine M ediation zur Lösung der Situation vorgeschlagen w urde. Am 17. Juli 2006 ergänzte der M edical Service seine Einschätzung insofern, als er bestätigte, dass die Krankschreibungen der Beschw erdeführerin seit Januar 2006 dem gleichen Krankheitsfall zuzurechnen seien. D as Bundesverw altungsgericht sieht keinen Anlass, an dieser D arstellung zu zw eifeln. Auch die EZV oder die Vorinstanz bestreiten das Vorliegen einer psychischen Erkrankung der Beschw erdeführerin nicht. U nbestritten ist ebenfalls, dass für den Beginn der Sperrfrist gem äss Art. 336c Abs. 1 Bst. b O R erst der 15. M ai 2006 ausschlaggebend ist. Infolgedessen w ar die Beschw erdeführerin im Zeitpunkt der Kündigung (7. Septem ber 2006) durchgängig seit knapp vier M onaten aus psychischen G ründen zu 100 % arbeitsunfähig. Zuvor w ar die Beschw erdeführerin im Jahr 2006 einm al 24 Tage und einm al 3 Tage ebenfalls zu 100 % krank geschrieben, w as gesam thaft seit Januar 2006 gut fünf M onate Arbeitsunfähigkeit bis zur Kündigung ergibt. 7.3.2 Eine solche Krankheitsdauer ist zw ar nicht als ausgesprochen kurz zu be- zeichnen, jedoch im Vergleich etw a zur in Art. 56 BPV vorgesehenen Lohnfortzahlungspflicht von zw ei Jahren auch nicht als langandauernde Arbeitsverhinderung einzustufen. Es ist nicht plausibel, bereits nach insgesam t fünf M onaten Arbeitsunfähigkeit infolge psychischer Erkrankung davon auszugehen, dass dieser Zustand von D auer sein w erde, zum al, w ie im Folgenden (E. 7.3.3) aufgezeigt w ird, durchaus M öglichkeiten zur Verbesserung des G esundheitszustandes der Beschw erdeführerin offen gestanden hätten bzw . nach w ie vor offen stehen. 7.3.3 D ie Arbeitgeberin bestreitet den Zusam m enhang zw ischen der psychi-12 schen Erkrankung der Beschw erdeführerin und dem akuten und (auch heute noch) ungelösten Lohn- bzw . Einreihungskonflikt nicht (vgl. das hän- gige Verfahren A-500/2007). D ie EZV hat trotz dieses Konflikts keine w ei- teren Verm ittlungsm assnahm en, w ie z.B. die vom M edical Service vorge- schlagene M ediation, eingeleitet und dam it auch die für eine Konfliktlösung notw endige Zeit nicht abgew artet. Zu beachten ist diesbezüglich etw a, dass die Beschw erdeführerin vor der U m strukturierung in der EZV aner- kannterw eise gute Arbeitsleistungen erbrachte, m ithin also in keiner W eise untauglich im Sinne von Art. 12 Abs. 6 Bst. c BPG w ar, sondern sich im G egenteil unter anderem durch besonderes Engagem ent und eine positive Leistung zum G W K ausgezeichnet hatte. W eiter erachtet das Bundesverw altungsgericht die vom H ausarzt und vom M edical Service gestellten Prognosen hinsichtlich der M öglichkeit einer R ückkehr an den Arbeitsplatz bzw . über den w eiteren Krankheitsverlauf nicht als eindeutig negativ, w ie dies die Vorinstanz geltend m acht. Zw ar geht aus beiden ärztlichen D arstellungen hervor, dass die Situation nicht einfach zu lösen sein w erde, w eshalb im dam aligen Zeitpunkt («derzeit») eine R ückkehr an den Arbeitsplatz als nicht bzw . nur schw er m öglich ein- geschätzt w urde. Jedoch legen die gew ählten Form ulierungen und insbe- sondere die klare Em pfehlung des Vertrauensarztes des M edical Service für eine M ediation den Schluss nahe, dass m it einer Änderung der U m - stände im Zusam m enhang m it den durch die U m strukturierung ausgelös- ten Konflikten sehr w ohl auch eine Besserung des psychischen G esund- heitszustandes der Beschw erdeführerin eintreten könnte. Zw ar steht nicht fest, ob und w elche (positiven) W irkungen solche Konfliktlösungsm assnah- m en m it sich gebracht hätten. D ie Annahm e der Vorinstanz, es sei keine baldige R ückkehr der Beschw erdeführerin an ihren Arbeitsplatz zu erw ar- ten, erscheint dem G ericht in diesem Lichte betrachtet als zu absolut. Es kann nicht gesagt w erden, im Zeitpunkt der Kündigung sei absehbar gew e- sen, dass keine Besserung innert einer angem essenen Frist eintreten w er- de, da vorliegend entsprechende G egenm assnahm en zur Konfliktlösung zur Verfügung gestanden hätten. 7.4 D ie EZV als Arbeitgeberin hat darüber hinaus auch ihre Pflicht zum Treffen von w eiteren M assnahm en gem äss Art. 19 Abs. 1 BPG verletzt. So sind vor der Kündigung die naheliegendsten M assnahm en zur Entlastung der Beschw erdeführerin w ie beispielsw eise die rein physische U m gestaltung oder Verlegung des Arbeitsplatzes am neuen Arbeitsort oder eine vorüber- gehende Änderung des Pflichtenhefts der Beschw erdeführerin für die Tä- tigkeit im H R -Zentrum Y._______ w eder vorgeschlagen noch veranlasst w orden. O b der Beschw erdeführerin tatsächlich auch keine zum utbare an- dere Arbeit innerhalb der EZV zur Verfügung gestellt w erden konnte bzw . kann, kann unter diesen U m ständen dahingestellt bleiben. Aus den Akten ergibt sich jedenfalls kein H inw eis auf entsprechende Bem ühungen der Ar- beitgeberin. 7.5 D ie Kündigung nach fünf M onaten psychisch bedingter Arbeitsunfähigkeit w ar nach den vorstehenden Erw ägungen nicht die m ildest m ögliche M ass- nahm e und erw eist sich infolgedessen als unverhältnism ässig. Im vorlie-13 genden Fall sind som it die Voraussetzungen für die Annahm e einer U n- tauglichkeit gem äss Art. 12 Abs. 6 Bst. c BPG nicht gegeben. D am it lag die Kündigung auch nicht im zulässigen Erm essen der O ZD bzw . der Vor- instanz (vgl. oben E.5). D a die geltend gem achte U ntauglichkeit der Be- schw erdeführerin trotz der ursprünglich in Aussicht gestellten Kündigung infolge Ablehnung einer zum utbaren Arbeit (Art. 12 Abs. 6 Bst. d BPG ) den einzigen Kündigungsgrund bildete, erw eist sich die Kündigung durch die O ZD als nichtig im Sinne von Art. 14 Abs. 1 Bst. b BPG . D ie Beschw erde ist dem nach im Sinne der Erw ägungen gutzuheissen, der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Beschw erdeführerin am Ende ihres M utterschaftsurlaubes m it der bisherigen oder, w enn dies nicht m ög- lich ist, m it einer anderen zum utbaren Arbeit w eiterzubeschäftigen. 8. D er Antrag der Beschw erdeführerin auf W iederherstellung der aufschie- benden W irkung w ird m it dem vorliegenden Entscheid in der H auptsache gegenstandslos. D er Vollständigkeit halber sei darauf hingew iesen, dass der Antrag auch noch aus einem w eiteren G rund obsolet gew orden w äre: Im vorliegenden Fall w ürde die W iederherstellung der aufschiebenden W ir- kung bzw . die W eiterführung des rechtlichen und tatsächlichen Zustandes vor der Kündigung insbesondere den Anspruch der Beschw erdeführerin auf w eitere Lohnzahlungen bedeuten. D urch die noch w ährend der Kündi- gungsfrist eingetretene Schw angerschaft der Beschw erdeführerin hat sich die Sach- bzw . die R echtslage nun aber insofern entscheidend verändert, als die EZV aufgrund der Schw angerschaft der Beschw erdeführerin w eiter- hin Lohn bezahlt, w ozu sie auch verpflichtet ist (Art. 336c Abs. 1 Bst. c i.V.m . Art. 324a Abs. 3 O R ). D am it ist das Ziel des Antrags auf W iederher- stellung der aufschiebenden W irkung bereits erfüllt. 9. In personalrechtlichen Angelegenheiten ist das Beschw erdeverfahren vor dem Bundesverw altungsgericht unabhängig vom Verfahrensausgang kostenlos, ausser bei M utw illigkeit (Art. 34 Abs. 2 BPG ). Es sind daher keine Verfahrenskosten zu erheben. 10. D er in der H auptsache obsiegenden und anw altlich vertretenen Beschw er- deführerin ist von Am tes w egen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erw achsene notw endige und verhältnism ässig hohe Kosten zuzuspre- chen (Art. 64 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 7 ff. des R eglem ents vom 11. D e- zem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver- w altungsgericht [VG KE; SR 173.320.2]). D er Anw alt der Beschw erdeführe- rin hat eine Kostennote im Betrage von Fr. 4'828.50 (inkl. M ehrw ertsteuer [M W ST]) eingereicht. Aus der ebenfalls eingereichten detaillierten Kostenaufstellung geht nicht eindeutig hervor, w elche Aufw endungen sich auf das vorliegende Verfahren und w elche sich auf das noch hängige Verfahren A-500/2007 beziehen. D aher erscheint im vorliegenden Fall eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inkl. M W ST) als angem essen. D iese ist der Beschw erdeführerin durch die Vorinstanz zu entrichten.14 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D er Antrag auf W iederherstellung der aufschiebenden W irkung der Be- schw erde w ird als gegenstandslos gew orden abgeschrieben. 2. D ie Beschw erde w ird im Sinne der Erw ägungen gutgeheissen und der Entscheid des EFD vom 5. D ezem ber 2006 aufgehoben. 3. Für das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht w erden keine Kosten erhoben. 4. D er Beschw erdeführerin w ird eine durch die Vorinstanz zu entrichtende Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inkl. M W ST) zugesprochen. 5. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (m it G erichtsurkunde) - der O ZD (per Einschreiben) - der Vorinstanz (R ef-N r. 653.2 C J/sr, m it G erichtsurkunde) D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: André M oser Susanne Kuster Zürcher R echtsm ittelbelehrung Entscheide des Bundesverw altungsgerichts auf dem G ebiet der öffentlich-rechtlichen Ar- beitsverhältnisse können m it Beschw erde beim Bundesgericht angefochten w erden, so- fern es um eine verm ögensrechtliche Angelegenheit geht, bei w elcher der Streitw ert m in- destens 15'000 Franken beträgt oder bei der sich eine R echtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (vgl. Art. 85 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 [Bundesgerichtsgesetz, BG G ]; SR 173.110). Bei einer nicht verm ögensrechtlichen Angelegenheit ist die Beschw erde nur zulässig, w enn sie die G leichstellung der G eschlechter betrifft (vgl. Art. 83 Bst. g BG G ). Steht die Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen, so ist sie innert 30 Tagen seit der Ausfertigung des angefochtenen U rteils zu erheben. D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Anga- be der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. Sie m uss spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen H anden der Schw eize- rischen Post oder einer schw eizerischen diplom atischen oder konsularischen Vertretung übergeben w erden (vgl. Art. 42, 48, 54 und 100 BG G ). Versand am :