<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2017.00363</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichter Vogel<br/>Ersatzrichterin Bänninger Schäppi<br/>Gerichtsschreiberin Muraro</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 31. Oktober 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Kaspar Saner</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">schadenanwaelte.ch AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Alderstrasse 40, Postfach, 8034 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die 1981 geborene </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> war vom 1. Mai 2011 bis am 31. März 2014 bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einem Telekommunikationsanbieter als Call-Center-Mitarbeiterin in einem Vollzeitpensum angestellt. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. Juli 2014 (Eingangsdatum) meldete sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unter Hinweis auf eine psychische Dekompensation mit psychosomatischen Au</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirkungen bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Urk. 8/12). Die IV-Stelle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> tätigte Abklärungen bezüglich der erwerblichen und medizinischen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hält</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisse und zog die Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 8/26/1-72). Mit Vorbescheid vom 11. November 2014 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 8/29), wogegen die Versicherte mit Eingabe vom 5. Dezember 2014 Einwand erhob (Urk. 8/31). Mit Verfügung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom 19. Januar 2015 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren wie vorbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ab (Urk. 8/36). Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 14. Februar 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 8/41) „Rekurs“ bei der IV-Stelle; diese überwies die Eingabe nach Rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprache mit der Versicherten am 20. Februar 2015 als Beschwerde an das hiesig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e Gericht (Urk. 8/43-45). Nachdem die IV-Stelle in ihrer Vernehmlassung vom 5. Mai 2015 (Beschwerdeantwort) im Sinne einer teilweisen Gutheissung der Beschwerde eine Rückweisung der Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen beantragt hatte (Urk. 8/55), wurde die Beschwerde vom hiesigen Gericht mit Urteil vom 26. Mai 2015 in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung vom 19. Januar 2015 aufgehoben und die Sache zur erneuten An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prüfung an die IV-Stelle zurückgewiesen wurde (Urk. 8/56). Die IV-Stelle nahm in der Folge weitere Abklärungen vor und veranlasste eine psychia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trische Begutachtung der Versicherten (Urk. 8/83). Dr. med. G. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt FMH</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete sein Gutachten am 1. Dezem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2016 (Urk. 8/105/1-114). Hierzu nahm die Versicherte mit Eingabe vom 6. Dezember 2016 Stellung (Urk. 8/109). Nach durchgeführtem Vorbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahren (Vorbescheid vom 12. Dezember 2016 [Urk. 8/113]; Einwand vom 19. Januar 2017 [Urk. 8/119]) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 22. Februar 2017 einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 2 [= Urk. 8/122]). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob die Versicherte am 27. März 2017 Beschwerde und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Zusprechung der geset</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">z</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Leistungen, namentlich die Zusprechung einer Rente der Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung; eventuell sei eine Begutachtung durch das Gericht zu veranlassen oder die Sache an die Beschwerdegegnerin zur weiteren Abklärung zurückzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weisen. Subeventuell sei die Angelegenheit zur Abklärung und Durchführung beruflicher Massnahmen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zessualer Hinsicht beantragte die Beschwerdeführerin die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels sowie die Gewährung der unentgeltlichen Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflege (Urk. 1 S. 2 f.). Mit Beschwerdeantwort vom 16. Mai 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 7). Der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin wurde mit Verfügung vom 18. Mai 2017 die unentgeltliche Prozess</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führung gewährt und Rechtsanwalt Dr. Kaspar Saner als unentgeltlicher Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vertreter bestellt; die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels wurde nicht als erforderlich erachtet. Sodann wurde der Beschwerdeführerin die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">antwort der Beschwerdegegnerin zugestellt (Urk. 9). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span id="XX006"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s Leiden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wert besteht, welche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er 2015 E. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_616/2014 vom 25. Februar 2015 E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. Novem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">markt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E. 4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX075"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nnen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span id="XX009"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für die verlässliche Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes und se</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">iner Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sind in der Regel psychiatrische Fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ärzte beizuziehen (BGE 130 V 352 E. 2.2.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_989/2010 vom 16. Februar 2011 E. 4.4.2 mit weiteren Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_880/2015 vom 30. März 2016 E. 4.2.4). Wichtigste Grundlage gutachterlicher Schlussfolgerungen bildet – gegebenenfalls neben standardisierten Tests – die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung (Urteil des Bundesgerichts 8C_47/2016 vom 15. März 2016 E. 3.2.2 mit Hinweis). Bezüglich der Wahl der Untersuchungsmethoden kommt der Expertin oder dem Experten ein weiter Ermessensspielraum zu, und es ist nicht zwingend notwendig, dass fremd</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nestische Angaben eingeholt oder Zusatzuntersuchungen angeordnet werden (Urtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">le des Bundesgerichts 8C_660/2013 vom 15. Mai</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2014 E. 4.2.3, 8C_602/2013 vom 9. April 2014 E. 3.2 und 9C_275/2014 vom 21. August 2014 E. 3). Rechtsprechungsgemäss gibt es keine verbindliche Mindestdauer für eine psychiatrische Exploration, sondern es wird lediglich verlangt, dass die Exper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tise inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist, wobei der für eine psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chiatrische Untersuchung zu betreibende zeitliche Aufwand der Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie angemessen sein muss (Urteile des Bundesgerichts 8C_660/2013 vom 15. Mai 2014 E. 4.2.3, 8C_602/2013 vom 9. April 2014 E. 3.2 und 8C_47/2016 vom 15. März 2016 E. 3.2.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="VV042"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">falls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span id="XX026"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beruht die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lation, liegt regelmässig keine versicherte Gesundheitsschädigung vor (siehe Meyer-Blaser, Der Rechtsbegriff der Arbeitsunfähigkeit und seine Bedeutung in der Sozialversicherung, namentlich für den Einkommensvergleich in der Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liditätsbemessung, Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Schmerz und Arbeitsunfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit, St. Gallen 2003, S. 92 f.). Eine solche Ausgangslage ist etwa gegeben, wenn:</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht; intensive Schmerzen ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geben werden, deren Charakterisierung jedoch vage bleibt; keine medizinische Behandlung und Therapie in Anspruch genommen wird; demonstrativ vorge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tragene Klagen auf den Sachverständigen unglaubwürdig wirken; schwere Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkungen im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist (siehe Kopp/Willi/Klippstein, Im Graubereich zwischen Körper, Psyche und sozialen Schwierigkeiten, in: Schweizerische Medizinische Wochenschrift 1997, S.1434, mit Hinweis auf eine grundlegende Untersuchung von Winckler und Foerster; BGE 131 V 51).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span id="XX021"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahme der Invalidität nach Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkrankungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">handen sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der sozio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">selb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">funde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, indem sie einen verselbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad seiner – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirken (Urteil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid, das Gutachten von Dr. Y.___ sei beweiskräftig. Gestützt darauf sei der Beschwerdeführerin eine ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">passte Tätigkeit in vollem Umfang zumutbar. Für die berufliche Einglie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derung sei die Regionale Arbeitsvermittlung zuständig (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber brachte die Beschwerdeführerin vor, es werde bestritten, dass das Gutachten von Dr. Y.___ verwertbar sei und dass kein rentenbegründender Gesundheitsschaden vorliege (Urk. 1 S. 6). Die Behandelbarkeit eines psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Leidens sage für sich alleine betrachtet nichts Abschliessendes über dessen invalidisierenden Charakter aus (Urk. 1 S. 7 f.). Es liege sodann eine verselbständigte depressive Störung vor, welche bereits chronifiziert sei (Urk. 1 S. 8 f.). Das Gutachten von Dr. Y.___ sei nicht verwertbar. Es enthalte Fehler beziehungsweise Fehleinschätzungen (wie falsche Jahreszahlen, unvollständig erfasste Allergien, wenig taugliche Medikamentierungsvorschläge), welche die Beschwerdeführerin im Gutachten markiert habe. Am schwersten wiege der Vorwurf, anlässlich der Begutachtung sei aggraviert worden. Auf die Einwände dagegen sei die Beschwerdegegnerin nicht eingegangen, weshalb das rechtliche Gehör verletzt worden sei (Urk. 1 S. 10). Die Beurteilung des Regionalen Ärzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Dienstes (RAD) vermöge ebenfalls nicht zu überzeugen, da die Ärztin als Chirurgin fachfremd sei (Urk. 1 S. 11). Die im Gutachten genannte Literatur sei verschiedentlich veraltet und der Gutachter habe sich nicht mit der genetisch bedingten Vulnerabilität der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt (Urk. 1 S. 11 f.). Der Gutachter habe keine Abgrenzung zwischen Verdeutlichung und Aggravation vorgenommen und seinen Vorwurf nicht auf genügende Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en gestützt (Urk. 1 S. 12 f.). Wenn denn trotzdem auf das Gutachten ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gestellt werde, sei von einer 20%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen, was einen Anspruch auf berufliche Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmen begründe (Urk. 1 S. 14 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Y.___ erhob in seinem psychiatrischen Gutachten vom 1. Dezember 2016 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einen psychopathologischen Befund gemäss den AMDP-Richtlinien. In der detai</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">l</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lierten Befundungstabelle stellte er die Ausprägung und Schwere der objektiven Befunde in der Untersuchungssituation dar (Urk. 8/105/62-65). Darin wurden „Bewusstseins- und Orientierungsstörungen“ (je 4 Kategorien), „formale Denk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störungen“ (12 Kategorien), „Wahn“ (14 Kategorien), „Sinnestäuschungen“ (6 Kategorien), „Ich-Störungen“ (6 Kategorien) und „Circadiane Besonderheiten“ (3 Kategorien) allesamt verneint. „Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen“ wurden – mit Ausnahme von Konzentrationsstörungen, welche als mittelgradig </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geprägt beurteilt wurden – ebenfalls verneint (Auffassungsstörungen, Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dächt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störungen, Konfabulationen und Paramnesien; zu den Merkfähigkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störungen wurde keine Angabe gemacht). „Befürchtungen und Zwänge“ wurden sodann ebenfalls weitgehend verneint (Misstrauen, Hypochondrie, Zwangsge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ken, Zwangsimpulse und Zwangshandlungen), Einzig die Ausprägung von Phobien wurde als leichtgradig angegeben. Bei den „Störungen der Affektivität“ wurde angegeben, es liege eine mittelgradige Ausprägung von Deprimiertheit, Hoffnungslosigkeit, Ängstlichkeit, Affektlabilität und Insuffizienzgefühlen vor. Der Gutachter beurteilte die Beschwerdeführerin sodann als leichtgradig klag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sam/jammerig. Das Vorhandensein sämtlicher übriger 15 Kategorien der Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen der Affektivität (ratlos, Gefühl der Gefühllosigkeit, affektarm, Störung der Vitalgefühle, euphorisch, dysphorisch, gereizt, innerlich unruhig, gesteigerte Selbstwertgefühle, Schuldgefühle, Verarmungsgefühle, ambivalent, Parathymie, affektinkontinent, affektstarr) wurde verneint. Sodann wurden auch „Antriebs- und psychomotorische Störungen“ fast ausnahmslos verneint (antriebsgehemmt, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">antriebsgesteigert, motorisch unruhig, Parakinesen, manieriert/bizarr, theatra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">li</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sch, mutistisch, logorrhoisch); die Beschwerdeführerin wurde einzig als leicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gradig antriebsarm beschrieben. Des Weiteren wurden unter den „Anderen Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen“ ein mittelgradiger sozialer Rückzug und eine schwergradig ausgeprägte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Suizidalität aufgeführt. Im Übrigen wurden sämtliche Kategorien (weitere sieben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) verneint (Urk. 8/105/64 f.). Der Gutachter führte zusätzlich aus, die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin habe angegeben, täglich suizidale Gedanken zu haben, von der Brücke oder vor einen fahrenden Zug springen zu wollen. Eine akute Gefährdung sei aus der Gutachtenssituation heraus jedoch nicht ableitbar. Die objektive psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pathologische Befundung zeige vor allem Auffälligkeiten im affektiven Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">reich, die überwiegend als mittelschwer einzuordnen seien. Zudem gebe die Versicherte an, Suizidgedanken und auch Ausführungspläne grundsätzlich zu haben. Es bestünden sodann Zukunftsängste. Bezüglich der hier genannten psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chopathologischen Befundung sei eine anderweitig testpsychologisch festge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aggravationsneigung noch nicht berücksichtigt (Urk. 8/105/65). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Der Gutachter erhob sodann einen psychopathologischen Befund nach der Hamil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ton-Depressions-Skala (HAMD). Er führte aus, die Beschwerdeführerin erreiche auf der Skala einen Score-Wert von 18 Punkten, was einer aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">prägten Depression entspreche (unauffällige Werte erreichen 0-6 Punkte, eine leichte Depression 7-17 Punkte, eine ausgeprägte Depression 18-24 Punkte und eine besonders schwere Depression über 24 Punkte). Aspekte von Aggravation seien bei diesem Test definitionsgemäss nicht berücksichtigt (Urk. 8/105/66 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Dr. Y.___ stellte die Diagnose einer rezidivierenden mittelgradigen depressiven Episode (Urk. 8/105/86). Dazu merkte er an, in der Untersuchung sei vom Schweregrad her eine im Grenzbereich zwischen mittelgradiger und schwerer Depression liegende klinische Symptomatik begutachtet worden. Unter Berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sichtigung der festgestellten Aggravation (die nach Vorgaben der Invalidenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sicherung in die Beurteilung mit eingerechnet werden müsse) sei gutachter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">licherseits bei der Beschwerdeführerin eine mittelgradige rezidivierende de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">pressive Episode zuordenbar. Rezidivierend deshalb, weil in den Vorbefunden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">bereits depressive Erkrankungen bei der Beschwerdeführerin beschrieben worden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> seien, die aber auch zur Remission gebracht worden seien. Die Auslöser lägen im sozialen Kontext mit hoch wahrscheinlich multipler Trauerreaktion, die im Prinzip zunächst als Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion nach ICD-10 codiert werden müsse, allerdings nur für maximal zwei Jahre auf der Zeitachse. Deshalb sei aktuell der Begriff einer rezidivierenden depressiven Erkrankung zutreffend (Urk. 8/105/89). Eine wesentliche Ursache der rezidivierenden de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">pressiven Erkrankung sei in einer verlängerten Trauerreaktion sowie in Unregel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">mässigkeiten im Umgang eines Arbeitgebers mit der Beschwerdeführerin zu sehen. Diese depressive Symptomatik sollte, wie auch nach der in der Aktenlage ersichtlichen phasenweisen Remission der depressiven Symptomatik, bei adä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">quater psychotherapeutischer und psychopharmakologischer Behandlung auch zukünftig wieder remissiv therapiert werden können (Urk. 8/105/100). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Dr. Y.___ hielt sodann fest, in der Begutachtungssituation hätten nach Angaben der Beschwerdeführerin nicht alle Kriterien für eine somatoforme autonome Funktionsstörung bestätigt werden können. Speziell fehle der Nachweis von mindestens zwei vegetativen Symptomen. Zudem sei die Symptomatik der so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">toformen autonomen Funktionsstörung bezüglich des Gastrointestina</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ltrak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tes von der Beschwerdeführerin in der Begutachtungssituation nicht überzeugend dargestellt worden. Dies obwohl ausreichend Raum gewesen sei, die Sympto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">matik zu beschreiben (Urk. 8/105/86 f.). Darüber hinaus sei eine Laktosein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">to</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">leranz nachgewiesen worden, welche zu Durchfällen und Unregelmässigkeit in der Stuhlabgabe und der Stuhlfrequenz, auch in Abhängigkeit von der Nah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rungszufuhr, führen könne. Insofern bestehe aus psychiatrischer Sicht eine erhöhte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> überwiegende Wahrscheinlichkeit, dass derartige Beschwerden des Gas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">intestinaltraktes zum Grossteil einer Laktoseintoleranz zuzuordnen seien (Urk. 8/105/88 f.). Dr. Y.___ verneinte im Übrigen auch eine in den Akten pos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lierte andauernde Persönlichkeitsstörung nach Extrembelastung (Urk. 8/105/89 ff</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">.) und eine Panikstörung (Urk. 8/105/91 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Der Gutachter schlug sodann eine Verbesserung der medikamentösen Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lung vor; es bestehe noch Therapiepotential (Urk. 8/105/96 f.). Es bestehe sodann weiteres Remissionspotenzial durch stationäre intensivierte Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lungen im Fall einer Verschlechterung der depressiven psychischen Sympto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">matik. Die behandelnde Psychiaterin habe in ihrem Bericht vom 1. September 2015 allerdings erwähnt, dass die Beschwerdeführerin einer tagesklinisch oder stationären psychiatrischen Behandlung verschlossen sei (Urk. 8/105/104). Dr. Y.___ gelangte ferner zum Schluss, aufgrund der Beurteilung des Aktivitäts- und Partizipationsniveaus seien der Beschwerdeführerin Eingliederungsmass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nahmen grundsätzlich zumutbar (Urk. 8/105/98). Die Beschwerdeführerin habe in der Vergangenheit im Erwachsenenalter deutliche psychosoziale Belastungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">situationen, wie den Suizid des Vaters oder den Verlust des Lebenspartners durch ein Malignom, den Verlust der Grossmutter in Italien oder eine Mobbing</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">situation am Arbeitsplatz, erlebt. Diese Belastungssituationen hätten im Wesent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lichen zu einer depressiven Symptomatik geführt. Die Beschwerdeführerin habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">jedoch ausserhalb dieser Phasen in der Vergangenheit eine ordentliche Anstren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">g</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ungsbereitschaft für den Arbeitsmarkt gezeigt, was auch die positiven Zeug</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nisse, auch im Bereich der Telekommunikation, zeigten. Zum Begutachtungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">zeitpunkt habe das Aktivitätsniveau gemäss den Parametern des Mini-ICF bei circa 80 % gelegen, was mit einer Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">einbar sei (Urk. 8/105/103). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Der Gutachter gelangte zum Schluss, die bisherige letzte Tätigkeit als Callcenter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Mitarbeiterin sei der Beschwerdeführerin nicht mehr zu empfehlen (Urk. 8/105</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">/104). In einer angepassten Tätigkeit mit vorwiegend Routineauf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gaben, ohne Nachtschichten, begrenztem Kundenkontakt und klar definierten Aufgabenbereichen, mit Jobcoaching bei möglichen Schwierigkeiten im Team und initial, sei der Beschwerdeführerin mittelfristig eine angepasste Tätigkeit zu 80-100 % zumutbar. Die teils 20%ige Einschränkung ergebe sich aus Schwan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">kungen der klinischen Symptomatik im Bereich der affektiven Störung (Urk. 8/105/110). Da die Beschwerdeführerin seit zumindest 2011 nicht mehr (voll) gearbeitet habe, sei ein Beginn der Tätigkeit mit 50 % zumutbar. Dieses Arbeitspensum könne dann mit den formulierten Anpassungen im Verlauf von einem Jahr aus versicherungsmedizinischer Sicht auf 80-100 % gesteigert werden (Urk. 8/105/111). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Einwand der Beschwerdeführerin, es seien nicht alle Daten im Gutachten korrekt erhoben worden (Urk. 1 S. 10), ist berechtigt. Nach Angaben der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführerin verstarb ihre Grossmutter nicht im Jahr 2013, sondern im Jahr 2015 (Urk. 8/118/61). Ausserdem war die Beschwerdeführerin nicht schon ab dem Jahr 2011 nicht mehr (voll) arbeitstätig, sondern erst ab dem Jahr 2014 (Urk. 8/118/111). Inwiefern die von der Beschwerdeführerin beklagten redaktio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nellen Mängel die Unverwertbarkeit des Gutachtens zur Folge haben sollten, ist allerdings nicht nachvollziehbar. Dasselbe gilt für möglicherweise unvollständig erfasste Allergien (Urk. 8/118/60), welche für die psychiatrische Beurteilung praktisch nicht von Relevanz sind, oder für einen allenfalls untauglichen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">besserungsvorschlag – einen von vielen – zur medikamentösen Behandlung (Urk. 8/118/97).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin machte des Weiteren geltend, das psychiatrische Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten genüge den Qualitätsleitlinien für versicherungspsychiatrische Gutachten nicht und stütze sich auf veraltete Grundlagen (Urk. 1 S. 11). Weder Gesetz noch Rechtsprechung schreiben den Psychiatern eine Begutachtung nach den entsprechenden Richtlinien vor. Ob das seitens der Beschwerdegegnerin einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">holte psychiatrische Gutachten den Qualitätsleitlinien der Schweizerischen Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie SGPP für versicherungspsy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trische Gutachten vom 16. Juni 2016 entspricht, bedarf daher im vorliegenden Fall keiner vertieften Prüfung; insbesondere verliert es (auch) bei Verneinung seine Beweiskraft nicht (Urteile des Bundesgerichts 8C_105/2017 vom 6. Juni 2017 E. 4.4 und 9C_715/2016 vom 24. Januar 2017, E. 3.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Massgebend ist, ob das Gutachten sorgfältig erarbeitet wurde. Der Gutachter erhob eine ausführliche Anamnese (Urk. 8/105/56 ff.), berücksichtigte die ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">klag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ten Beschwerden und stellte die Befunde ausführlich dar (Urk. 8/105/62 ff.). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Gestützt darauf stellte er die Diagnose und begründete diese (Urk. 8/105/86 ff.). Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> setzte sich sodann eingehend mit Inkonsistenzen auseinander (Urk. 8/105/98 f.) und legte die funktionellen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit begründet und nachvollziehbar dar (Urk. 8/105/104 ff.), dies auch unter Berücksichtigung des analysierten Mini-ICF (Urk. 8/105/100 ff.). Dass einlässliche gutachterliche Überlegungen zum Schweregrad der psychischen Störung fehlen würden (Urk. 1 S. 11), trifft nicht zu (vgl. E. 3 und Urk. 8/105/89). Der Gutachter erstellte zudem – entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 12) – für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit ein nega</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tives Anforderungsprofil und ein positives Anforderungsprofil für eine ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">passte Arbeitstätigkeit. Er führte konkret aus, unter Berücksichtigung vor allem der rezidivierenden depressiven Symptomatik und der gastrointestinalen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">schwerden sei die bisherige Tätigkeit aus gutachterlicher Sicht ohne Anpassung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">en für die Beschwerdeführerin nicht mehr zu empfehlen (Urk. 8/105/104). In einer angepassten Tätigkeit mit vorwiegend Routineaufgaben, ohne Nacht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">schich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ten, begrenztem Kundenkontakt und klar definierten Aufgabenbereichen, mit Jobcoaching bei möglichen Schwierigkeiten im Team und initial, sei der Beschwerdeführerin eine angepasste Tätigkeit zu 80-100 % zumutbar. Die teils 20%ige Einschränkung ergebe sich aus Schwankungen der klinischen Sympto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">matik im Bereich der affektiven Störung (Urk. 8/105/110). Eine angepasste Tätigkeit könne beispielsweise Aufgaben in einem Büroumfeld als Sachbear</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">terin, mit begrenztem Kundenkontakt, umfassen. Im Prinzip kämen auch leichte körperliche Arbeiten für die Beschwerdeführerin in Betracht, beispielsweise in einem produktiven Betrieb (Urk. 8/105/110 f.).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Das p</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sychiatrische Gutachten von Dr. Y.___ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">1. Dezember 2016 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">(Urk.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> 8/105</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">erweist sich somit als grundsätzlich beweistauglich.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei der Befundung ordnete Dr. Y.___ die Auffälligkeiten im psychopatho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gischen Befund einer mittelschweren Symptomatik zu und zwar sowohl gemäss den AMDP-Richtlinien als auch der Hamilton Depressions-Skala (E. 3). Bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hamilton Depressions-Skala erreichte die Beschwerdeführerin einen Wert von 18</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, welcher am untersten Rand der Skala ausgeprägter Depressionen liegt. Bei einem score von 17 Punkten ist lediglich noch von einer leichten Depression auszugehen. Es ist deshalb nicht nachvollziehbar, weshalb Dr. Y.___ vor diesem Hintergrund festhielt, in der Untersuchung sei vom Schweregrad her eine im Grenzbereich zwischen mittelgradiger und schwerer Depression liegende klini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Symptomatik begutachtet worden. Einzig das Kriterium der Suizidalität wurde als schwergradig eingestuft. Allerdings vermag dies allein die Einstufung des Schweregrades nicht zu erklären, ging Dr. Y.___ doch nicht von einer aku</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Gefährdung aus (E. 3). Vom Befund her liegt somit eher eine mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwere depressive Symptomatik im Grenzbereich zu den leichten Depressionen vor. Unter Berücksichtigung des von Dr. Y.___ festgestellten aggravatorischen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haltens der Beschwerdeführerin ist daher bloss von einer leichtgradigen rezidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vierenden depressiven Episode auszugehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Inwiefern sich Dr. Y.___ ausführlicher mit einer möglichen genetischen Kom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ponente der psychischen Erkrankung beziehungsweise einer Vulnerabilität oder Prädisposition der Beschwerdeführerin hätte auseinandersetzen sollen (Urk. 1 S. 12), erhellt sich nicht. Die Vorbelastung der Beschwerdeführerin war dem Gutachter bekannt (Urk. 8/105/56), er konnte diese selbstredend jedoch nicht als einzige massgebende Komponente für seine Beurteilung berücksichtigen. Viel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">mehr musste er auch die Persönlichkeit der Beschwerdeführerin miteinbeziehen und eine umfassende Prüfung vornehmen. Dies tat er denn auch. Er erhob zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nächst einen psychopathologischen Befund und führte anschaulich aus, dass die Beschwerdeführerin grundsätzlich über einige Ressourcen verfüge. Ihr werde die Fähigkeit, Fachwissen zu erwerben, bescheinigt. Gleiches gelte für die Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">set</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">zung in die Praxis, beispielsweise im Bereich der Entgegennahme und Bear</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tung von telefonischen Anfragen in einem Telekommunikationsunter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">neh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">men. Sie sei auch fähig, den Arbeitsaufwand gemäss den Zielsetzungen abzustimmen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Einhaltung von Vorgaben erscheine ihr über längere Zeit möglich. Sie könne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> konzentriert arbeiten und insgesamt auf dem ersten Arbeitsmarkt gute Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">en erbringen, was aus den Zeugnissen hervorgehe. Es bestehe demnach eine überdurchschnittlich gut ausgeprägte Anpassungsfähigkeit an berufliche Situa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tionen und Aufgaben. Auch habe sie gezeigt, dass sie verantwortungsbewusst arbeiten könne. Ihr Verhalten werde als freundlich und hilfsbereit gewertet und es bestehe auch eine gute Teamfähigkeit, aus ressourcenorientierter Sicht. Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">dem werde von den Behandlerinnen die Ressource der guten Kommunikations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">fähigkeit gewürdigt, was auch in der Gutachtenssituation festzustellen sei (Urk. 8/105/78).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin brachte sodann vor, der Vorwurf der Aggravation sei unbegründet (Urk. 1 S. 13) und werde vehement bestritten (Urk. 1 S. 10). Das Vorgehen des Gutachters erweise sich überdies als methodisch fehlerhaft (Urk. 1 S. 12). Wie bereits gesagt, schreiben </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weder Gesetz noch Rechtsprechung den Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chiatern eine Begutachtung nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Qualitätsleitlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie SGPP für versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">psychia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trische Gutachten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vor (E. 4.2)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Ebensowenig kann dem Gutachter unter Hinweis auf den Forschungsbericht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4/08</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> des Bundesamtes für Sozialversicherungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bericht im Rahmen des mehrjährigen Forschungsprogramms </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu Invalidität und Behinderung [</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">FoP-IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">], </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Einsatz von</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdevalidierungstests</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in der IV-Abklärung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) ein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">methodisch fehlerhaftes Vorgehen vorgeworfen werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ging der Gutachter lege artis vor und wandte zunächst zwei Verfahren (Strukturierter Fragebogen Simulierter Symptome [SFSS] und ein sprachfreies Verfahren) an (Urk. 8/105/66). Sodann gelangte er gestützt auf die eigenen Beobachtungen zum Schluss, es liege ein aggravatorisches Verhalten vor.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">as Vorbringen der Klagen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">durch die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">deführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">wirke teilweise appellativ. Die Schilderung der Symptomatik sei über weite Bereiche unpräzise. Die Problematik des Magen-Darmtraktes, welche nach Aktenlage vorhanden sei, werde von der Beschwerdeführerin trotz ausreichenden zeitlichen Raums kaum erwähnt. Das Funktionsniveau der All</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tags</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">bewältigung scheine über weite Bereiche intakt beziehungsweise Routine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">aufgaben im Haushalt schienen überwiegend selbständig durchgeführt zu werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">8/105/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">75). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Diese gutachterliche Einschätzung erweist sich als schlüssig, eine weitergehende Auseinandersetzung mit der Abgrenzungsproblematik zur Verdeutlichung ist daher nicht erforderlich. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Zusammenhang mit der gutachterlich festgestellten Aggravation brachte die Beschwerdeführerin sodann vor, die Beschwerdegegnerin habe sich nicht mit den Einwänden im Vorbescheidverfahren auseinandergesetzt (Urk. 1 S. 10) und bloss Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), Dr. A.___, Fachärztin für orthopädische Chirurgie und Traumatologie, genommen. Mit diesem Vorgehen verletze die Beschwerdegegnerin die Begründungspflicht und das rechtliche Gehör (Urk. 1 S. 11). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Im angefochtenen Entscheid vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">22. Februar 2017 (Urk. 2) wurden die Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">legun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gen genannt, von denen sich die Beschwerdegegnerin in ihrem Entscheid hat leiten lassen und auf die sich der Entscheid s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tützt. Auch ging die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">schwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gegnerin im Wesentlichen auf die Einwände der Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">vom 19. Januar 2017 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Urk.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">8/119</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> ein; dabei muss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">te sie sich nicht mit jedem ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">zelnen Einwand auseinandersetzen.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Sie hielt im Wesentlichen fest, es seien keine neuen, bisher unberücksichtigten medizinischen Sachverhalte mitgeteilt worden. Aufgrund dessen werde am Entscheid festgehalten (Urk. 2 S. 2). Vor die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sem Hintergrund ist keine Verletzung des rechtlichen Gehörs festzustellen. Doch selbst wenn eine solche vorläge, würde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> diese nicht schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> wiegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">. Denn die Beschwerdeführerin vermochte den Entscheid sachgerecht anzufechten und konnte ihr Anliegen vor einer Beschwerdeinstanz vortragen, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei ü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">berprüft (vgl. BGE 127 V 431 E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> 3d/aa S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">437). Eine allfällige Verletzung wäre daher jedenfalls als geheilt zu betrach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 9) sind überdies psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chosoziale Faktoren in erheblichem Ausmass auszumachen. In ihrer An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meldung vom 9. Juli 2014 gab die Beschwerdeführerin an, es sei im Jahr 2013 zu einer psychischen Dekompensation mit psychosomatischen Auswirkungen gekommen (Urk. 8/12/5). Ausgelöst wurde diese Dekompensation durch eine Mobbingsituation am Arbeitsplatz. Konkret ging es um den betriebsinternen Versand einer geschmacklosen E-Mail über die Beschwerdeführerin an rund 700 Mitarbeiter des Telekommunikationsunternehmens, wo die Beschwerdeführerin angestellt war (vgl. den Austrittsbericht der B.___ AG vom 7. Mai 2014 [Urk. 8/11/3]; den Case Management Zwischenbericht vom 16. April 2014, in welchem festgehalten wurde, die heutige, aktuelle Arbeitsunfähigkeit könne deutlich und klar auf die Situation beim ehemaligen Arbeitgeber zurückgeführt werden [Urk. 8/11/8] sowie das Gutachten von Dr. Y.___ [Urk. 8/105/56]). Einen zusätzlichen, für die Beschwerdeführerin sehr belastenden Faktor stellte sodann der Umstand dar, dass sie in der Vergangenheit mehrere nahestehende Personen verloren hatte: Ihr Vater suizidierte sich im Jahr 2004, ihr Lebenspartner verstarb im Januar 2015 an Krebs und die Grossmutter im Juni 2015. Die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin gab an, sie habe den Tod des Lebenspartners und den Tod der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Grossmutter noch nicht verarbeitet (Urk. 8/105/56 beziehungsweise Urk. 8</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/118/56). Sie unternahm am 3. Januar 2015 auf dem Friedhof, wo das Grab ihres Vaters liegt, einen Suizidversuch (Urk. 8/33). Vor diesem Hintergrund gelangte Dr. Y.___ zum Schluss, durch einen Wegfall der psychosozialen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">las</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsfaktoren könne die psychische Störung grundsätzlich zur Remission ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bracht werden, insbesondere durch eine weitere adäquate Behandlung und Bear</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitung der Verluste/der Trauerreaktion und der stattgehabten Mobbingsi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tuation (Urk. 8/105/111).</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Dass Dr. Y.___ das Vorliegen eines sich verselbständigten psychischen Leidens verneinte (Urk. 8/105/111), erscheint daher durchaus nachvollziehbar. Es ist des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">halb nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin unter Berücksich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tigung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (E. 1.6) von keinem invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">renden psychischen Gesundheitsschaden ausging (Urk. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Vorbringen der Beschwerdeführerin, das Vorliegen eines austherapierten Dauerleidens sei nicht Voraussetzung für das Gewähren einer Invalidenrente (Urk. 1 S. 7), geht vor diesem Hintergrund an der Sache vorbei. Es trifft zwar zu, dass Dr. Y.___ eine Verbesserungsmöglichkeit in der med</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ikamentösen Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und zusätzlich bestehendes </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Therapiepotential</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erkannte, nicht zuletzt auch deshalb, da die Beschwerdeführerin gemäss Bericht der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">behandelnde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Psychia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in vom 1. September 2015 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einer tagesklinisch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> oder stationären psychia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trischen Behandlung verschlossen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewesen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. 3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Die Ablehnung eines Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsanspruchs wurde aber nicht mit einer fehlenden Therapieresistenz begründet, obgleich im Sinne der aktuellen bundesgerichtlichen Rechtsprechung (Urteil des Bundesgerichts 8C_222/2017 vom 6. Juli 2017, E. 5.2 mit weiteren Hinweisen) davon auszugehen wäre. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine bis zu 20%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründete Dr. Y.___ schliesslich mit Schwankungen der klinischen Symptomatik im Bereich der affektiven Störung (Depression). Vor dem Hintergrund, dass er von keinem ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">selbständigten psychischen Leiden ausgegangen war und damit kein versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter Gesundheitsschaden vorliegt (E. 4.4), kann nicht von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. Dr. Y.___ erachtete eine angepasste Tätigkeit von 80-100 % sodann bloss mittelfristig, das heisst nach Ablauf von ungefähr einem Jahr, als zumutbar.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Davor sei ein Einstieg in den Arbeitsmarkt mit 50 % vorzunehmen (Urk. 8/105/110 f.). Der Vorschlag eines schrittweisen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stiegs lässt sich darauf zurückführen, dass Dr. Y.___ von einer länger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fris</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigen Absenz der Beschwerdeführerin vom Arbeitsmarkt ausging. Die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin wies aber zu Recht darauf hin, dass sie erst ab dem Jahr 2014 nicht mehr erwerbstätig war und nicht bereits ab dem Jahr 2011 (E. 4.1). Angesichts dieser doch erst kurzen Absenz vom Arbeitsmarkt erscheint ein schrittweiser Einstieg ins Berufsleben indes nicht notwendig. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Sinne des Gesagten ist auf das beweiskräftige Gutachten abzustel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">len. Weitere Abklärungen in medizinischer Hinsicht sind somit nicht erforderlich. Grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sätzlich würde sich ein Einkommensvergleich erübrigen, da nicht von einem invalidisierenden Gesundheitsschaden (E. 4.4) auszugehen ist. Selbst wenn aber auf die gutachterliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abgestellt würde, resul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tierte bei einem Einkommensvergleich kein rentenbegründender Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grad, was nachfolgend zu zeigen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span id="XX077"></span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bei aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalidenein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">), in Bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eiden hypothetischen Erwerbsein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">täts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).</span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Auszug aus dem individuellen Konto vom 22. August 2014 erzielte die Beschwerdeführerin in ihrer Tätigkeit als Call-Center-Mitarbeiterin im Jahr 2012 ein Bruttojahreseinkommen von Fr. 71‘663.-- (Urk. 8/17/3). Darauf ist abzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">len. Das Einkommen im Jahr 2013 ist nicht massgebend, da es ab dem 4. Juni 2013 zu Arbeitsunterbrüchen kam. Auch auf die Angabe im undatierten Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geberfragebogen (Eingang bei der Beschwerdegegnerin am 2. September 2014 [Aktenverzeichnis]) ist nicht abzustellen. Darin wurde ein Jahreseinkommen von Fr. 64‘417.50 ab dem 1. April 2012 angegeben (Urk. 8/18/2). In diesem Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kommen sind jedoch nicht sämtliche Zusatzleistungen enthalten (vgl. Urk. 8/18/12). Angepasst an die Nominallohnentwicklung ergibt sich im Jahr </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2015 (frühestmöglicher Rentenbeginn nach der Anmeldung im Juli 2014 [Art. 29</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abs. 1 IVG]) somit ein Valideneinkommmen von Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">73</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">‘</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">18</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-- (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Indexstand 2630 [2012] auf 2686 [2015]; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vgl. Bundesamt für Statistik, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schweizerischer Lohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">index</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Landesindex der Konsumentenpreise, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">T</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 39, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Entwicklung der Nominal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">löhne, der Konsumentenpreise un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">d der Reallöhne, 1976-2016, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nominallöhne </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Frauen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">I</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n einer angepassten Tätigkeit mit vorwiegend Routineaufgaben, ohne Nacht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schichten, begrenztem Kundenkontakt und klar definierten Aufgabenbereichen, mit Jobcoaching bei möglichen Schwieri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gkeiten im Team und initial, ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Beschwerdeführerin eine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> angepasste Tätigkeit zu 80-100 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">% zumutbar. Die t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eils 20%ige Einschränkung ergibt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sich aus Schwankungen der klinischen Sympto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">matik im Bereich der affektiven Störung (Urk.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8/105/110).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Durchschnittlich ist somit maximal von einer 10%igen Einschränkung und damit von einer Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit von 90 % auszugehen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Da der Beschwerdeführerin die bisherige Arbeitstätigkeit nicht mehr zumutbar ist, sind zur Bemessung des Invalideneinkommens </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">die Tabellenlöhne der Schwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">zerischen Lohnst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rukturerhebung (LSE) 2014 heranzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ziehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Beschwerdeführerin verfügt zwar nicht über eine abgeschlossene Berufs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lehre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">, sie hat aber gute bis sehr gute lohnwirksame Kenntnisse in drei Landes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sprachen (Deutsch, Italientisch und Französisch) und verfügt über profunde EDV-Kennt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nisse (vgl. Urk. 8/104/1-5 und Urk. 8/18/12). Ausserdem wurden ihr in sämt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">li</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">chen Arbeitszeugnissen sehr gute Leistungen bescheinigt (Urk. 8/104/5-12). Diese Faktoren wirken sich lohnerhöhend aus. Abzustellen ist daher auf das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">standardisierte monatliche Einkommen für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">weibliche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">kräfte (LSE 2014, TOTAL in der Tabell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">e TA1) im Kompetenzniveau 2 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Prak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tische Tätigkeiten wie Verkauf/Pflege/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Datenv</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">erarbeitung und Administration/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Bedienen von Maschi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nen und elektronischen Geräten/Sicherheitsdienst/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Fahrdienst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">von Fr. 4‘808.--. Dieses monat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">liche Einkommen ist unter Berücksichtigung der durchschnittli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">chen Arbeitszeit im Jahr 2015 von 41,7 Stunden pro Woche (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">bteilungen [NOGA 2008], in Stun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">den pro Woche, 2004-2015, A-S 01-96) sowie der Nominallohnent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">wick</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lung bi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">s ins Jahr 2015 (Indexstand 2673</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> [2014]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">auf 2686 [2015]; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">vgl. Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">amt für Statistik, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Schweizerischer Lohnindex</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Landesindex der Konsumenten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">preise, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">T</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> 39, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">d der Reallöhne, 1976-2016, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Nominallöhne </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Frauen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">) au</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">f ein Jahreseinkommen für eine 9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">0%ige Tätigkeit hochzurechnen. Es resultiert somit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> ein Invalideneinkommen von Fr. 54‘397</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">--</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Fr. 4‘808.-- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">x</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> 12 : 40 x 41,7: 2673 x </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">2686</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> x 9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">0 %).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Ein zusätzlicher leidensbedingter Abzug rechtfertigt sich nicht, da in der 20%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Schwankungen im Bereich der affek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tiven Störung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> bereits berücksichtigt wurden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die aus dem Einkommensvergleich resultierende Erwerbseinbusse beträgt dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">18</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">‘</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">792</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.--</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Valideneinkommen von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">73</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">‘</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">18</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">abzügl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ich Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen von Fr. 54‘397</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">--</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">), was einem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rentenausschliessenden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grad von gerundet </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">26 % ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spricht.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin beantragte berufliche Massnahmen für den Fall, dass ihr keine Invalidenrente zugesprochen werde (Urk. 1 S. 14 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) unmittelbar bedrohte Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherte haben Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern, und die Voraussetzungen auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (Art. 8 Abs. 1 IVG). Die Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art bestehen in Berufsbera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung, erstmaliger beruflicher Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung und Kapitalhilfe (Art. 8 Abs. 2 lit. b IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei jeder beruflichen Massnahme wird die subjektive Eingliederungsfähigkeit vorausgesetzt. Vor dem Hintergrund der ausgeprägten und anhaltenden Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">überzeugung der Beschwerdeführerin (vgl. ihre gegenüber dem Gutachter gemachten Angaben, Urk. 8/105/84) ist diese fraglich. Bezeichnenderweise unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lässt sie denn auch jegliche Ausführungen zu allenfalls gewünschten und eingliederungswirksamen Massnahmen. Insbesondere ist auch nicht ersichtlich, inwiefern sie durch die gesundheitliche Beeinträchtigung bei der Stellensuche eingeschränkt sein sollte. Entsprechend ist es nicht zu beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin im Verfügungszeitpunkt einen Anspruch auf berufliche Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahmen verneinte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.-- festzulegen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 69 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zufolge Bewilli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung der unentgeltlichen Prozessführung in der Verfügung vom 18. Mai 2017 (Urk. 9) jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsanwalt Kaspar Saner machte mit seiner Honorarnote vom 24. Mai 2017 einen Aufwand von 13.10 Stunden und Barauslagen von Fr. 117.90 geltend (Urk. 11). </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Rechtsanwalt Kaspar Saner </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">waren die Akten bereits aus dem Verwaltungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">fahren bekannt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">; er vertrat die Beschwerdeführerin zudem schon im letzten Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">schwerdeverfahren (IV.2015.00236). Aufgrund der Aktenkenntnis sowie des Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">stands, dass die Beschwerdeschrift teilweise der Stellungnahme zum Gutachten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">vom 6. Dezember 2016 (Urk. 8/109) und teilweise der Einsprache vom 19. Janu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">r 2017 (Urk. 8/119) entspricht, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sind für das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Aktenstudium und das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">fassen der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Beschwerdeschrift </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">anstelle der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> insgesamt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> geltend gemachten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">8.7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Stunden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ledig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Stunden zu entschädigen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Zudem sind </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">in der Honorarnote</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> auch Posi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">aufgeführt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">, welche grundsätzlich nicht entschädigt werden (vgl. das Merk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">blatt Amtliche Mandate der Oberstaatsanwaltschaft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> des Kantons Zürich, Version 1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Januar 2016, welches weitgehend den früher massgebenden Richtlinien des Büros für amtliche Mandate des Bezirksgerichts Zürich entspricht). So werden administrative Arbeiten, welche vom Sekretariat verrichtet werden können, wie beispielsweise Schreibarbeiten, Terminabsprachen, Bestellung/Verpacken/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">dung von Akten, Adressnachforschungen, Aktenablage, Erstellung der Hono</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rechnung, Verfassen administrativer Schreiben, Aktenverkehr und der zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">liche Aufwand zur Erstellung von Fotokopien nicht entschädigt. Dasselbe gilt für soziale Betreuung, minimale Aufwände wie beispielsweise Kenntnisnahme von Vorladungen, Bemühungen in parallelen Verfahren und Rechtsstudium.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">liegend wurden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">folgende </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Positionen aufgeführt, welche grundsätzlich nicht entschädigt werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">: „Schreiben an Klientin betreffend UP-Formular usw. zur Erledigung“ (0.2 Std), „E-Mail von Klientin betr. Sozialhilfebezug usw. (0.1 Stunde) und „Eingabe an Sozialversicherungsgericht d. Kt. Zürich betr. Hono</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rar“ (0.2 Stunde). Demgegenüber kann e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ine Stunde Aufwand </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">(anstelle der gel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tend gemachten 0.5 Stunde „Studium Urteil/Erörterung mit Klientschaft“) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">aner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">kannt werden, wenn berücksichtigt wird, dass der Re</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">chtsvertreter das Urteil mit der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> noch zu besprechen hat.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Zu entschädigen ist somit ein Gesamtaufwand von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">10.4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Stunden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> (13.10 Std. abzüglich 2.7 Std.)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">, was unter Berücksichtigung des gerichtsüblichen Ansatzes von Fr. 220.-- ein Hono</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rar von Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">‘</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">288</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">.-- ergibt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Entschädigt werden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">bloss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">notwendige, effektive (nicht pau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">schale) Barauslagen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">(vgl. das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">vorgenannte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Merkblatt Amtliche Mandate).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Die geltend gemachten Auslagen von Fr. 117.90 sind nicht ausgewiesen, weshalb Rechtsanwalt Kaspar Saner die mutmasslichen Auslagen für die Einreichung der Beschwerdeschrift von Fr. 5.30 sowie Telefonkosten von circa Fr. 5.-- zu vergüten sind. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Rechtsanwalt Kaspar Saner ist deshalb mit Fr. 2‘482.15 (Honorar von </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Fr. 2‘288.--</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">plus Barauslagen von Fr. 10.30</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">, zuzügl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ich Mehrwertsteuer von 8 % [Fr. 183.85</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">]) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin ist auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherungsgericht (GSVGer) hinzuweisen, wonach sie zur Nachzahlung der Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtskosten und der Entschädigung an Rechtsanwalt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kaspar Saner </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span id="Text2"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kasse genommen. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdeführerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text7"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der unentgeltliche Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt Dr. Kaspar Saner, Zürich,</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird mit Fr. </span><span id="Text3"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2'482.15</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gerichts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kasse entschädigt. </span><span id="Text5"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdeführerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Dr. Kaspar Saner</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">zustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstMuraro</p><p></p></div> </div></body></html>