<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00099</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106776&amp;W10_KEY=4467146&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00099</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.08.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nachträgliche Baubewilligung für eigenmächtige Nutzungsänderungen<br/><br/>Verschiedene, voneinander unabhängige eigenmächtige Nutzungsänderungen müssen nicht in einem einheitlichen (nachträglichen) Baubewilligungsverfahren beurteilt werden (E. 1b). In casu keine Rechtsverzögerung infolge Untätigbleibens der Baubehörde trotz Hinweisen aus der Nachbarschaft (E. 1b/cc). Es ist grundsätzlich Sache der kommunalen Baubehörde, die gebotenen Massnahmen zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands anzuordnen (E. 2).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUMSCHULE">BAUMSCHULE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINHEIT DER BAUBEWILLIGUNG">EINHEIT DER BAUBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHTRÃGLICH">NACHTRÃGLICH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NUTZUNGSÃNDERUNG">NUTZUNGSÃNDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSVERZÃGERUNG">RECHTSVERZÃGERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMNUTZUNG, EIGENMÃCHTIGE">UMNUTZUNG, EIGENMÃCHTIGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: VERWALTUNGSZWANG, VOLLSTRECKUNG">VERWALTUNGSZWANG, VOLLSTRECKUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERHERSTELLUNG">WIEDERHERSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 2 lit. c PBG</span><br/><span class="gerade">§ 341 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 357 Abs. I PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2002 Nr. 47</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Der Stadtrat X erteilte H am 13. August 2001 unter Auflagen die nachtrÃ¤gliche bau­rechtliche Bewilligung fÃ¼r den gewerblichen Betrieb einer Baumschule auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 01 an der P-strasse in X. Das GrundstÃ¼ck liegt nach der heute geltenden Bau- und Zonenordnung der Stadt X vom 28. MÃ¤rz 1996 (BZO) am westlichen Rand der Bauzone in der Wohnzone W1. Es wurde bis Mitte der 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts land­wirtschaftlich genutzt und ist mit einem Ã¤lteren Bauernhaus, bestehend aus einem Wohn- und einem Ãkonomieteil, Ã¼berstellt. Die Baumschule befindet sich auf dem nÃ¶rdlichen Teil der Parzelle und beschlÃ¤gt eine FlÃ¤che von ca. 1'000 m<sup>2</sup>. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diese Baubewilligung liessen A, B, C, D, E und F am 17. September 2001 gemeinsam Rekurs erheben. Sie beantragten, die nachgesuchte Baubewilligung sei zu verweigern und dem privaten Rekursgegner sowie der J AG ausserdem eine angemessene Frist anzusetzen, um die Nutzung des streitbetroffenen GrundstÃ¼cks als gewerbliche Baum­schule bzw. als gewerblicher Werk- und Lagerplatz einzustellen; eventuell sei der Stadtrat X einzuladen, die zur Herstellung des rechtmÃ¤s­sigen Zustands gebotenen Massnahmen anzuordnen. Ferner verlangten die Rekurrenten die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins, den fÃ¶rmlichen Einbezug der J AG ins Rekursverfahren sowie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission I hiess den Rekurs am 22. Februar 2002 gut, soweit sie darauf eintrat, und hob den Beschluss des Stadtrats X vom 13. August 2001 auf. Die Verfahrenskosten wurden den Rekurrenten zu je 1/24 unter solidarischer Haftung eines je­den Rekurrenten fÃ¼r ¼ der Kosten auferlegt. Ausserdem wurden die Rekurrenten einzeln und unter Solidarhaftung verpflichtet, der J AG eine UmtriebsentschÃ¤digung von je Fr. 100.- (insgesamt Fr. 600.-, Mehrwertsteuer inbegriffen) auszurichten. Die Baurekurskommission I erwog zusammengefasst, Gegenstand des Rekursverfahrens kÃ¶nne nur sein, was auch Gegenstand der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung gewesen sei bzw. nach richtiger Gesetzesauslegung hÃ¤tte sein sollen. Der angefochtene Beschluss befasse sich zu Recht nicht mit der von den Rekurrenten beanstandeten Nutzung als Lager- und Werkplatz, da diese nicht Gegenstand des Baugesuchs bildete. Allein der Umstand, dass auf dem streitbetroffenen GrundstÃ¼ck gegebenenfalls noch weitere baurechtlich relevante Nutzungen bestÃ¼nden, mache es noch nicht erforderlich, dass diese von der kommunalen BehÃ¶rde zwingend zusammen mit der nunmehr bewilligten Baumschule in einem einzigen baurechtlichen Verfahren geprÃ¼ft werden mÃ¼ssten. Soweit sich die Rekurrenten mit ihren Vorbringen gegen den angeblichen Lager- und Werkplatz richteten, sei auf den Rekurs mangels Anfechtungsgegenstandes nicht einzutreten. Damit sei auch gesagt, dass die Rekurrenten offensichtlich zu Unrecht den Einbezug der J AG in das Rekursverfahren verlangt hÃ¤tten, habe diese doch mit dem Betrieb der Baumschule unbestrittenermassen nichts zu tun. Diesem Umstand sei bei der Regelung der EntschÃ¤digungsfolgen Rechnung zu tragen. â Die Vorinstanz habe die streitige Baumschule zu Unrecht nach Massgabe von § 357 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975/1. September 1991 (PBG) beurteilt, zumal die Nutzung des streit­­betroffenen GrundstÃ¼cks vor der ErÃ¶ffnung der Baumschule dem Zonenzweck entspro­chen habe. Die BewilligungsfÃ¤higkeit des fraglichen Betriebs sei mithin nach den Neu­bauvorschriften zu beurteilen, wovon nunmehr auch die Vorinstanz auszugehen scheine. Bei der streitbetroffenen Baumschule handle es sich offensichtlich weder von seiner Funktion noch von seinem Wesen her um einen zonenkonformen Gewerbebetrieb im Sinn von Art. 20 BZO. Ebensowenig passe der rund 1'000 m<sup>2</sup> grosse, mit 2-3 m hohen BÃ¤umen und StrÃ¤uchern bewachsene Betrieb in der MassstÃ¤blichkeit seiner baulichen Erscheinung in die Wohnzone W1, wie dies Art. 20 lit. c BZO verlange. Mit der Bewilligung der Baumschule habe die Vorinstanz das ihr bei der Anwendung von Art. 20 BZO zustehende Ermessen Ã¼ber­schritten, weshalb der Rekurs insoweit gutzuheissen sei. â Soweit die Rekurrenten be­antragten, H eine angemessene Frist zur Einstellung der rechtswidrigen Nut­zung des RekursgrundstÃ¼cks als Baumschule anzusetzen, sei auf den Rekurs nicht einzutre­ten. Im Rekursverfahren sei Ã¼ber die Frage der Beseitigung des strittigen Betriebs im Sinn von § 341 PBG nicht zu befinden; es sei Sache der Vorinstanz zu prÃ¼fen, ob die diesbezÃ¼glichen Voraussetzungen erfÃ¼llt seien.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit rechtzeitiger Beschwerde vom 28. MÃ¤rz 2002 liessen A, B, C, D, E sowie F dem Verwaltungsgericht folgende AntrÃ¤ge stellen:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. Es sei Ziff. I des angefochtenen Entscheids insoweit aufzuheben, als damit nicht auf den Rekurs eingetreten wurde.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. Es sei festzustellen, dass die gewerbliche Nutzung des BaugrundstÃ¼cks durch die J AG als Lager- und Werkplatz nicht bewilligungsfÃ¤hig ist; </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> Eventuell sei die Sache an die Vorinstanz zur PrÃ¼fung der BewilligungsfÃ¤higkeit dieser Nutzung und zur weiteren materiellen Behandlung zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span><span> </span></span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. Es sei der Stadtrat X einzuladen, die zur Herstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustandes gebotenen Massnahmen anzuordnen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>4. Es sei Ziff. II des angefochtenen Entscheids aufzuheben, und seien die BeschwerdefÃ¼hrer von jeglichen Verfahrenskosten fÃ¼r das Rekursverfahren zu entlasten.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>5. Es sei Ziff. III des angefochtenen Entscheids insoweit aufzuheben, als damit den Rekurrenten lediglich eine reduzierte UmtriebsentschÃ¤digung von Fr. 900.- zugesprochen wurde (Absatz 1) und die Rekurrenten erst noch verpflichtet wurden, der Rekursgegnerin Nr. 3 eine UmtriebsentschÃ¤digung von Fr. 600.- zu bezahlen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>6. Alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der privaten Beschwerdegegner."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die J AG beantragte am 2. Mai 2002 die Abweisung der Beschwerde, soweit Ã¼berhaupt darauf einzutreten sei, unter Zusprechung einer angemessenen UmtriebsentschÃ¤digung. Denselben Antrag liess H mit Beschwerdeantwort vom 4. Juni 2002 stellen. Der Stadt­rat X verzichtete mit Schreiben vom 22. April 2002 auf eine Stellungnahme. Die Baurekurs­kommission I beantragte in ihrer Eingabe vom 9. April 2002, die Beschwerde sei in­soweit gutzuheissen, als die Beschwer­defÃ¼hrer zu Unrecht verpflichtet worden seien, der J AG eine UmtriebsentschÃ¤digung von Fr. 600.- zu bezahlen; im Ãbrigen sei die Beschwer­de abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien in ihren Rechtsschriften wie auch die AusfÃ¼hrungen der Baurekurskommission I in der Vernehmlassung werden - soweit erforderlich - nachste­hend wiedergegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die BeschwerdefÃ¼hrer machen vorab geltend, die Rekurskommission habe sich zu Unrecht nicht mit dem Lager- und Werkplatz auseinander gesetzt, den die J AG auf dem BaugrundstÃ¼ck betreibe. Es sei unbestritten und aktenmÃ¤ssig erstellt, dass auf dem Bau­grundstÃ¼ck nicht nur eine gewerbliche Baumschule betrieben werde, sondern hier auch die J AG gewerbliche TÃ¤tigkeiten ausÃ¼be. FÃ¼r die Einrichtung von gewerblichen LagerrÃ¤u­men bzw. die Umnutzung bestehender RÃ¤ume lÃ¤ge indessen weder eine Bewilligung vor, noch kÃ¶nne eine solche erteilt werden, da eine derartige Nutzweise aufgrund ihrer LÃ¤rmemissionen nicht mit dem Zonenzweck zu vereinbaren sei; angesichts der eindeutigen Rechts­lage erÃ¼brige sich von vornherein die DurchfÃ¼hrung eines nachtrÃ¤glichen Baubewilligungsverfahrens. Die gewerbliche Nutzung des BaugrundstÃ¼cks als Baumschule und die­jenige als Werk- und Lagerplatz seien sowohl sachlich als auch personell derart eng mitein­ander verhÃ¤ngt, dass es eigentlich nicht mÃ¶glich sei, sie und die dafÃ¼r Verantwortlichen klar auseinander zu halten (was nÃ¤her ausgefÃ¼hrt wird). Demzufolge wÃ¤re der Stadtrat X verpflichtet gewesen, im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens auch Ã¼ber die ZulÃ¤ssigkeit der Nutzung als Werk- und Lagerplatz zu entscheiden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission hÃ¤lt in ihrer Vernehmlassung vom 9. April 2002 fest, es habe keinerlei Anlass bestanden, sich im angefochtenen Entscheid auch mit dem Lager- und Werkplatz auseinanderzusetzen, welcher von der J AG gemÃ¤ss bestrittener Darstellung be­trieben werde. Der Stadtrat X hatte das ihm vor­gelegte Baugesuch zu beurteilen, dessen al­leiniger Gegenstand die Baumschule bildete. Die Frage der (angeblichen) Nutzung des Bau­grundstÃ¼cks als Lager- und Werkplatz sei da­von unabhÃ¤ngig. Die Rekurrenten hÃ¤tten erst im Beschwerdeverfahren den Standpunkt ein­genommen, zwischen Baumschule und Lager-/ Werk­­platz bestehe ein derart enger Sachzusammenhang, dass die fraglichen Nutzungen nur gemeinsam in einem einzigen Bewilligungsverfahren hÃ¤tten Ã¼berprÃ¼ft werden kÃ¶nnen; angesichts von § 52 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) sei dieses Vor­bringen neuer Tatsachen unbeachtlich. - Die Beschwerdegegnerin Nr. 2 fÃ¼hrt in ihrer Be­schwer­de­antwort aus, es sei sehr wohl mÃ¶glich und geradezu zwingend, die Nutzung zur Einlagerung von GÃ¤rtnereiartikeln und kleineren GÃ¤rtnereimaschinen durch sie von der Nut­zung als Baum­schule durch den Beschwerdegegner Nr. 1 klar auseinander zu hal­ten, da die beiden Nut­zungen weder sachlich noch personell noch finanziell miteinander verbunden seien. Die BewilligungsfÃ¤higkeit der von ihr (d.h. der Beschwerdegegnerin Nr. 2) betriebenen Nutzung und die Frage, ob ein nachtrÃ¤gliches Bewilligungsverfahren durchzufÃ¼h­ren sei, gehÃ¶re nicht zum Prozessgegenstand. Der GÃ¼terumschlag erfolge im Ãbrigen nur mittels Lieferwagen (bis 3,5 t) und in einem Umfang von maximal einer Hin- und RÃ¼ckfahrt pro Arbeitstag, was zumutbar und mit dem Zonenzweck zu vereinbaren sein dÃ¼rfte. Der Be­schwerdegegner Nr. 1 schliesslich Ã¤ussert sich ebenfalls dahingehend, dass die Rekurskommission zu Recht zwischen ihm und der J AG (Beschwerdegegnerin Nr. 2) unterschieden habe. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) Es ist zu prÃ¼fen, ob die kommunale BaubehÃ¶rde, neben der Baumschule auch den Lager- und Werkplatz in das nachtrÃ¤gliche Baubewilligungs­verfahren hÃ¤tte einbeziehen mÃ¼ssen. Dazu ist zu sagen, dass die BaubehÃ¶rde sich im Bewilligungsverfahren grundsÃ¤tzlich auf das ihr vorgelegte Baugesuch beschrÃ¤nken darf und muss. Insbesondere liegt in einer derartigen BeschrÃ¤nkung kein Verstoss gegen den Grundsatz der Einheit der Baubewilligung. Dieser Grundsatz wÃ¤re nur dann verletzt, wenn die ein Vorhaben beschlagende Bewilligung aufgespalten und der Entscheid Ã¼ber bestimm­te, dieses konkrete Vorhaben betreffende Fragen in ein separates Verfahren verwiesen wÃ¼r­de (dazu RB 1980 Nr. 128 = ZBl 81/1980, S. 544; VGr, 5. Dezem­ber 1986, BEZ 1987 Nr. 4; RB 1989 Nr. 83; VGr, 3. April 1991, VB 90/0211; VGr, 6. Juni 2001, VB.2001.00082). Ein solcher Sachverhalt liegt hier nicht vor. Die Bewilligung betreffend die Baumschule ist nicht aufgespalten worden. Die Frage der Bewilligungspflicht und -fÃ¤higkeit der bereits frÃ¼her vor­­genommenen Umnut­zung der streitbetroffenen Liegenschaft als Lager- und Werkplatz ist davon unabhÃ¤ngig. Sie stand und steht ausserhalb des Themas des Baubewilligungsverfahrens betreffend die Baumschule. Die Nutzung als Lager- und Werkplatz und der Betrieb der Baumschule bedingen einander nicht gegenseitig. Die beiden Nutzungsarten lassen sich selb­­stÃ¤ndig verwirklichen und kÃ¶nnen ohne weiteres in getrennten Verfahren Ã¼berprÃ¼ft werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Daran Ã¤ndert nichts, dass hier beide Umnutzungen eigenmÃ¤chtig vorge­nommen wor­den sind. Die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde ist nicht gehalten, verschiedene, voneinander unab-</span></p> <p class="Einzug1"><span>hÃ¤ngige eigenmÃ¤chtig vorgenommene NutzungsÃ¤nderungen im Rahmen eines einheitlichen nachtrÃ¤glichen Baubewilligungsverfahrens gemeinsam zu beurteilen. Hat ein Bauherr eigen­­mÃ¤chtig Bauarbeiten ausgefÃ¼hrt oder Umnutzungen vorgenommen, so ist damit zwar der Gegenstand der PrÃ¼fung gegeben; dies heisst jedoch nicht, dass im Fall mehrerer eigen­mÃ¤chtiger VerÃ¤nderungen diese zwingend gemeinsam zu beurteilen wÃ¤ren. Eine Aufspaltung des nachtrÃ¤glichen Baubewilligungsverfahren wÃ¤re nur (aber immerhin) dann unzulÃ¤s­sig, wenn eine spÃ¤tere eigenmÃ¤chtig vorgenommene Ãnderung auf einer frÃ¼heren aufbaut bzw. von dieser abhÃ¤ngig ist und deshalb eine GesamtÃ¼berprÃ¼fung unter Einbezug der frÃ¼heren, ebenfalls eigenmÃ¤chtig vorgenommenen Ãnderung zu erfolgen hat. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es ist sodann auch ohne Belang, dass die Beschwerdegegnerin Nr. 2, welche den Lager- und Werkplatz betreibt, wirtschaftlich vom Sohn des BeschwerdefÃ¼hrers Nr. 1, der fÃ¼r die Baumschule zumindest mitverantwortlich ist, beherrscht wird. Selbst wenn fÃ¼r beide Nut­zungsarten dieselbe Person verantwortlich wÃ¤re, mÃ¼ssten sie im (nachtrÃ¤glichen) Bau­bewilligungsverfahren nicht zwingend gemeinsam beurteilt werden. Somit braucht nicht mehr entschieden zu werden, ob das Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrer bezÃ¼glich des angeblichen engen sachlichen und persÃ¶nlichen Zusammenhangs zwischen der Baumschu­le und dem Lager- und Werkplatz angesichts von § 52 Abs. 2 VRG Ã¼berhaupt zu hÃ¶ren ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Es kann sodann auch nicht gesagt werden, der Stadtrat X und die Baurekurs­kom­mission I hÃ¤tten mit ihrem Beschluss bzw. Entscheid das bundesrechtliche Koordinationsgebot verletzt. GemÃ¤ss Art. 25a Abs. 1 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979/ 6. Oktober 1995 (RPG) ist dann fÃ¼r eine ausreichende Koordination zu sorgen, wenn die Errichtung oder Ãnderung einer Baute oder Anlage VerfÃ¼gungen mehrerer BehÃ¶rden er­fordert. Ãberdies wird eine Koordinationspflicht grund­sÃ¤tzlich auch fÃ¼r den Fall bejaht, dass mehrere VerfÃ¼gungen derselben BehÃ¶rde erfor­derlich sind (Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, Band I, 3. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 792; Arnold Marti in: Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber die Raum­planung, ZÃ¼rich 1999, Art. 25a Rz. 20). In beiden FÃ¤llen ist aber selbstverstÃ¤ndlich voraus­ge­setzt, dass es um ein und dasselbe Bauvorhaben geht. An dieser Voraussetzung fehlt es hier. Die Baumschule ist wie dar­­gelegt un­abhÃ¤ngig von der Nutzung als Lager- und Werkplatz. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Kann dem Stadtrat somit kein Vorwurf gemacht werden, die beiden voneinander unabhÃ¤ngigen NutzungsÃ¤nderungen nicht gemeinsam behandelt zu haben, ist zu prÃ¼fen, ob er aufgrund der bei den kommunalen BehÃ¶rden eingegangenen Interventionen zu einem TÃ¤tigwerden (auch hinsichtlich des Lager- und Werkplatzes) verpflichtet gewesen wÃ¤re. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BaubehÃ¶rde ist grundsÃ¤tzlich angehalten, gegen Baurechtswidrigkeiten einzuschreiten, und muss deshalb auch Anzeigen von Privaten, die auf solche VerhÃ¤ltnisse hinweisen, nachgehen (Magdalena Ruoss Fierz, Massnahmen gegen illegales Bauen, ZÃ¼rich 1999, S. 68, auch zum Folgenden). Handelt es sich beim Anzeiger um einen Nachbar und werden seine geschÃ¼tzten Nachbarinteressen durch baurechtswidrige, eigenmÃ¤chtig erstell­te Bauten beeintrÃ¤chtigt, hat er einen Anspruch auf das Einschreiten der BaubehÃ¶rde mit re­­pressiven Mitteln, sofern kein stÃ¤rkerer oder wenigstens gleich starker Belang fÃ¼r den Bau­herrn und gegen ein Einschreiten spricht. Der beeintrÃ¤chtigte Nachbar kann diesen Anspruch mittels Rechtsverweigerungsbeschwerde durchsetzen, wenn die BehÃ¶rde trotz dieses Anspruchs passiv bleibt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Den ErwÃ¤gungen zur Baubewilligung vom 13. August 2001 ist zu entnehmen, dass die bisher nicht bewilligte gewerbliche Nutzung aufgrund des LÃ¤rms Anlass zu Klagen aus der Nachbarschaft gegeben habe, welche sich hauptsÃ¤chlich auf das HolzfrÃ¤sen, den An- und Abtransport, das Holzspalten etc. bezÃ¶gen. In seiner Rekursantwort vom 22. Oktober 2001 fÃ¼hrte der Stadtrat X aus, der BaubehÃ¶rde sei bekannt, dass die Nachbarn immer wieder Ã¼ber LÃ¤rmbelÃ¤stigungen durch FrÃ¤sen, Spalten und HÃ¤ckseln von Holz, An- und Abtransport von Torfmull usw. geklagt hÃ¤tten. Dokumentiert ist sodann auch ein Schrei­ben des Rechtsvertreters der BeschwerdefÃ¼hrer an den Stadtrat X vom 3. April 2001, mit welchem sowohl auf die Nutzung als Baumschule wie auch auf diejenige als Lager- und Werk­platz hingewiesen wird. Schliesslich liegt eine als "Chronik des Q" bezeichnete Liste einer Nachbarin in den Akten, welche Ã¼ber die Be­eintrÃ¤chtigungen und nachbarlichen Interventionen Auskunft gibt, wobei allerdings die ge­schilderten Ã¼bermÃ¤ssigen LÃ¤rmemissionen von der privaten Beschwerdegegnerschaft schon im Rekursverfahren (pauschal) bestritten wurden. In dieser "Chronik" wurden fÃ¼r die Zeit von Februar 1996 bis Februar 2000 keine LÃ¤rmbeeintrÃ¤chtigungen registriert. "Irgendwann" seien (neben den bereits frÃ¼her gepflanz­ten Rhododendren) Blautannen im hinteren Teil der Liegenschaft gepflanzt worden und im Februar 2000 habe der - bereits fÃ¼r die Zeit von 1993 bis Februar 1996 dokumentierte - SÃ¤­gereilÃ¤rm wieder angefangen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da die in der "Chronik des Q" fÃ¼r die Zeit seit Februar 2000 erwÃ¤hnten Beanstandun­gen vorab die Pflanzungen sowie den damit zusammenhÃ¤ngenden SÃ¤gerei- und BewÃ¤sserungslÃ¤rm betreffen und auch im Ãbrigen nicht klar ist, ob die Reklamationen aus der Nachbarschaft auch den Lager- und Werkplatz miteinschlossen oder allein die mit der Baum­schule zusammenhÃ¤ngenden LÃ¤rmbeeintrÃ¤chtigungen betrafen, kann den kommunalen BehÃ¶rden keine ungebÃ¼hrliche RechtsverzÃ¶gerung vorgeworfen werden, wenn sie bisher allein mit Bezug auf die Baumschule und nicht auch hinsichtlich des Lager- und Werkplatzes tÃ¤tig geworden sind. Immerhin ist festzuhalten, dass sich der Beschluss vom 13. Au­­gust 2001 mit den Hauptursachen der nachbarlichen Beanstandungen befasste, nÃ¤mlich mit dem Spalten, SÃ¤gen und HÃ¤ckseln, den Transporten von Holz, Torf und HÃ¤ckselgut sowie mit dem Handel mit Pflanzen und Torfmull ab GrundstÃ¼ck. Erst mit dem Schreiben vom 3. April 2001 wurde die kommunale BaubehÃ¶rde auch bezÃ¼glich des Lager- und Werkplatzes unmissverstÃ¤ndlich zum Handeln aufgefordert. Die seit der Intervention vom 3. April 2001 bis zur VerfÃ¼gung vom 13. August 2001 verstrichene Zeitspanne ist aber re­lativ kurz und reicht jedenfalls nicht aus, um eine RechtsverzÃ¶gerung zu begrÃ¼nden. Auch ist angesichts des hÃ¤ngigen Verfahrens nicht zu beanstanden, wenn die kommunale BaubehÃ¶rde wÃ¤hrend des Rekurs- und Beschwerdeverfahrens kein nachtrÃ¤gliches Bewilligungsverfahren einleitete. Somit kann die Frage offen bleiben, ob durch ein Ã¼berlanges UntÃ¤tigbleiben der BaubewilligungsbehÃ¶rde eine VerfÃ¼gung zu fingieren wÃ¤re, welche bei der Re­kurskommission angefochten werden kÃ¶nnte, oder ob ein Nichteinschreiten mittels Aufsichtsbeschwerde bei der AufsichtsbehÃ¶rde (mithin bei der Baudirektion) zu beanstanden wÃ¤re (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 49). Klar ist hingegen, dass sich der Stadtrat X im Anschluss an das Verfahren vor Verwaltungsgericht mit der nie bewilligten Nutzung als Lager- und Werkplatz wird befassen und gegebenenfalls die gebotenen Massnahmen zur Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands wird anordnen mÃ¼ssen. Dies ergibt sich bereits aus § 341 PBG.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass der Stadtrat X bisher mit Bezug auf den Lager- und Werkplatz (noch) kein nachtrÃ¤gliches Baubewilligungsverfahren bzw. geeignete Massnahmen gegen die eigenmÃ¤chtig vorgenommene Umnutzung eingelei­tet hat. Demzufolge hat sich auch die Baurekurskommission I zu Recht nicht nÃ¤her damit befasst. Dasselbe gilt umso mehr fÃ¼r das Beschwerdeverfahren; es kÃ¤me einer groben Verletzung der Kompetenzordnung und des Instanzenzugs gleich, wenn das Verwaltungsgericht als erste BehÃ¶rde Ã¼ber die RechtmÃ¤ssigkeit des Lager- und Werkplatzes entscheiden wÃ¼rde. Auch eine RÃ¼ckweisung an die Vorinstanz zur PrÃ¼fung der BewilligungsfÃ¤higkeit dieser Nutzung, wie es die BeschwerdefÃ¼hrer eventualiter beantragen, fÃ¤llt unter den gegebenen UmstÃ¤nden ausser Betracht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Die BeschwerdefÃ¼hrer machen sodann geltend, sie hÃ¤tten mit ihrem Rekurs be­antragt, der privaten Rekursgegnerschaft sei eine angemessene Frist anzusetzen, um die rechtswidrige GrundstÃ¼cksnutzung einzustellen. Im Sinn eines Eventualantrags sei verlangt worden, den Stadtrat X einzuladen, die zur Herstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands gebote­nen Massnahmen anzuordnen. Die Rekurskommission sei auf den Hauptantrag nicht einge­treten und habe den Eventualantrag weder behandelt noch Ã¼berhaupt erwÃ¤hnt, was eine Rechtsverweigerung darstelle. Richtig sei zwar, dass in erster Linie die kommunale Bau­behÃ¶rde die gebotenen Massnahmen zur Herstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands zu tref­fen habe. Da indessen vorliegend einzig die sofortige Einstellung des widerrechtlichen Betriebs und der widerrechtlichen Nutzung in Frage komme, verfalle die RechtsmittelbehÃ¶r­de keiner Kompetenzanmassung, wenn sie selbst diese Massnahme anordne. Zumindest aber hÃ¤t­te die Baurekurskommission I dem Eventualbegehren stattgeben mÃ¼ssen, zumal es ange­sichts des LegalitÃ¤tsprinzips nicht im Ermessen der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde liege, ob sie Massnahmen zur Herstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands treffen wolle oder nicht. Dem Stadt­rat fehle es am Willen, dem Recht zum Durchbruch zu verhelfen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission I hÃ¤lt diesen Einwand fÃ¼r unbegrÃ¼ndet. Nach ihrer Auffassung hÃ¤tte es eine schwerwiegende Verletzung der funktionellen ZustÃ¤ndigkeitsordnung bedeutet, wenn sie sich im angefochtenen Entscheid mit der Frage der Beseitigung der strit­tigen Baumschule im Sinn von § 341 des Planungs- und PBG auseinandergesetzt und ge­gebenenfalls die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands angeordnet bzw. den Stadt­rat X im Sinn des rekurrentischen Eventualantrags eingeladen hÃ¤tte, die zur Her­stel­lung des rechtmÃ¤ssigen Zustands gebotenen Massnahmen anzuordnen. Es sei erstinstanzlich Sache der kommunalen BaubehÃ¶rde, zu prÃ¼fen, ob die Voraussetzungen fÃ¼r eine Beseitigung im Sinn von § 341 PBG erfÃ¼llt seien. Es wÃ¤re hÃ¶chstens zulÃ¤ssig gewesen, die Vorinstanz im Dispositiv des angefochtenen Entscheids einzuladen, die Frage einer Beseitigung der strittigen Baumschule zu prÃ¼fen. Werde allerdings in Betracht gezogen, dass sich die Vorinstanz angesichts des Rekursverfahrensausgangs ohne Zweifel mit der Beseiti­gung der Baumschule werde befassen mÃ¼ssen, so sei nicht zu beanstanden, dass die Baurekurskommission I im Dispositiv ihres Entscheids auf eine solche Anordnung verzichtet habe. â Der Beschwerdegegner Nr. 1 fÃ¼hrt in seiner Beschwerdeantwort aus, praxisgemÃ¤ss sei die verfÃ¼gende BehÃ¶rde fÃ¼r die Vollstreckung zustÃ¤ndig. GrÃ¼nde, die ein Abweichen von dieser Praxis rechtfertigten, wÃ¼rden weder von den BeschwerdefÃ¼hrern genannt, noch seien solche ersichtlich.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nach § 341 PBG hat die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde ohne RÃ¼cksicht auf Strafverfahren und Bestrafung den rechtmÃ¤ssigen Zustand herbeizufÃ¼hren. § 341 PBG verlangt seinem Wort­laut entsprechend ohne Vorbehalt, also in allen FÃ¤llen die Anordnung der Wiederherstel­lung des rechtmÃ¤ssigen Zustands. Ein Ermessen, ob die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde tÃ¤tig werden oder ob sie die Sache auf sich beruhen lassen soll, besteht damit grundsÃ¤tzlich nicht (VGr, 13. April 2000, VB.2000.00033; Christian MÃ¤der, Das Baubewilligungsverfahren, ZÃ¼rich 1991, Rz. 665; FranÃ§ois Ruckstuhl, Ãffentlichrechtliche BaumÃ¤ngel, in: Peter MÃ¼nch/Peter Karlen/Thomas Geiser [Hrsg.], Beraten und Prozessieren in Bausachen, Basel 1998, S. 586, N. 14.63 ff., je auch zum Folgenden). Gleichwohl ist ein Wiederherstellungs­befehl nach stÃ¤n­diger Rechtsprechung dann unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, wenn die Abweichung vom ge­setz­mÃ¤s­sigen Zustand gering ist und die berÃ¼hrten allgemeinen Interessen den Scha­den, der dem Ei­gentÃ¼mer durch den Abbruch entstÃ¼nde, nicht zu rechtfertigen vermÃ¶gen (BGE 111 Ib 213 E. 6b; VGr, 12. Juni 1987, ZBl 89/1988, S. 262; Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs‑, Bau- und Umweltrecht, Bd. I, 3. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 865 ff.). Liegt eine bedeutendere, also eine erhebliche Ab­weichung von den materiellen Bauvorschrif­ten vor, kÃ¶nnen GrÃ¼nde des Ver­­trauens­schut­zes zu einem Verzicht auf die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands fÃ¼hren (RB 1985 Nr. 118 = BEZ 1986 Nr. 22 mit Hinweisen; Haller/Karlen, Rz. 873 ff.). Insofern be­steht gleichwohl ein gewisser Ermessens­spielraum bei der PrÃ¼fung der Frage, ob Ã¼berhaupt eine Zwangsmassnahme der Situation adÃ¤quat ist. Schliesslich steht der kommunalen BehÃ¶rde auch im Zusammenhang mit der Bemessung der Wiederherstellungsfrist Ermessen zu. Dieses Ermessen ist durch die kraft § 2 lit. c PBG erstinstanzlich zur Gesetzesanwendung berufenen kommunale BaubehÃ¶rde (pflichtgemÃ¤ss) auszuÃ¼ben. Nur im Fall eines ungebÃ¼hrlichen UntÃ¤tigbleibens wÃ¤re es Sache der Aufsichts- oder allenfalls der RechtsmittelbehÃ¶rden, die gebotenen Massnahmen selber anzuordnen oder die kommunalen BehÃ¶rden verbindlich hierzu aufzufordern. Dass die Baurekurskommission I darauf verzich­tete, in Umgehung der funktionalen ZustÃ¤n­digkeitsordnung selber die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands anzuordnen bzw. die kommunale BehÃ¶rde zu entsprechenden Massnahmen aufzufordern, ist demzufolge nicht zu beanstanden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Erst mit dem Rekursentscheid vom 22. Februar 2002 wurde (entgegen der frÃ¼heren Ansicht des Stadtrats X) klargestellt, dass die Baumschule nicht bewilligungsfÃ¤hig ist. Erst infolge dieses Entscheids also ist der Stadtrat verpflichtet, Massnahmen zur Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands Ã¼berhaupt zu prÃ¼fen. FÃ¼r den von den Beschwer­de­fÃ¼hrern geÃ¤usserten Verdacht, der Stadtrat X sei nicht gewillt, dem Recht zum Durch­bruch zu verhelfen, bestehen demzufolge keine Anhaltspunkte. Jedenfalls kann dem Stadtrat X kein un­gebÃ¼hrliches UntÃ¤tigbleiben vorgeworfen werden und es be­steht keine Ver­anlassung, ihn - unter Vorwegnahme der dargestellten ErmessensausÃ¼bung - im Beschwerde­entscheid verbindlich zur Ergreifung von geeigneten Massnahmen aufzufordern. Wie oben erwÃ¤hnt, kann dem Stadtrat X auch keine RechtsverzÃ¶gerung im Zusammenhang mit dem Lager- und Werk­platz vorgeworfen werden. Eine RechtsverzÃ¶gerung wÃ¤re aber Voraussetzung, um im Beschwerdeentscheid die kommunale BaubehÃ¶rde zu verpflichten, diesbezÃ¼glich die gebotenen Massnahmen zur Herstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands anzuordnen. Soweit derartiges beantragt wird (Beschwerdeantrag Ziffer 3), ist die Beschwerde abzuweisen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Sodann beanstanden die BeschwerdefÃ¼hrer die AusfÃ¼hrungen im angefochtenen Rekursentscheid (ErwÃ¤gung Ziffer 5), wonach die J AG "unbestrittenermassen" mit dem Be­trieb der Baumschule nichts zu tun habe. HÃ¤t­­te die Bau­rekurskommission I den beantragten Augenschein vorgenommen, hÃ¤tte sie sich vom Ge­genteil Ã¼berzeugen kÃ¶nnen. Selbst der Stadt­rat X sei in den ErwÃ¤gungen seines Beschlusses vom 13. August 2001 davon ausgegan­gen, dass die Baumschule durch die J AG betrieben werde. Bei dieser Sachlage erscheine auch der Vorwurf der Rekurskommission, die Rekurrenten hÃ¤tten offensicht­lich zu Unrecht den Einbezug der J AG in das Verfahren verlangt, als Ã¼bereilt und keineswegs begrÃ¼ndet. Die J AG, wel­che bereits vom Stadtrat X ins Recht gefasst worden sei, hÃ¤tte ohnehin von der Baurekurskommission I von Amtes wegen in das Rekursverfahren miteinbezogen werden mÃ¼s­sen. Wo mehrere StÃ¶rer existierten, sprÃ¤chen sodann auch PraktikabilitÃ¤tsgrÃ¼nde dafÃ¼r, alle StÃ¶rer solidarisch ins Recht zu fassen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission I anerkennt in ihrer Vernehmlassung ihre Feststellung in ErwÃ¤gung Ziffer 5 des Rekursentscheids, wonach die Rekurrenten zu Unrecht den Beizug der J AG in das Rekursverfahren verlangt hÃ¤tten, als falsch. Sie sei irrtÃ¼mlich davon ausge­gangen, die J AG habe mit dem Betrieb der Baumschule nichts zu tun. DemgemÃ¤ss seien die Rekurrenten zu Unrecht zur Ausrichtung einer UmtriebsentschÃ¤digung an diese Gesellschaft verpflichtet worden. - DemgegenÃ¼ber bestreitet die Beschwerdegegnerin Nr. 2, ir­gend­etwas mit der Baumschule zu tun zu haben. Die Baumschule gehÃ¶re einzig und allein H, d.h. dem Beschwerdegegner Nr. 1, und stehe unter dessen Verantwortlichkeit. Auch be­stehe kein Sachzusammenhang zwischen der vom Beschwerdegegner Nr. 1 betriebenen Baumschule und der BenÃ¼tzung der Liegenschaft fÃ¼r Einlagerungen durch die Beschwerde­gegnerin Nr. 2. Es erscheine als offensichtlich, dass die BeschwerdefÃ¼hrer zu Unrecht den Einbezug der J AG in das Verfahren ver­langt hÃ¤tten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) In der baurechtlichen Bewilligung vom 13. August 2001 wurde allein H (d.h. der Beschwerdegegner Nr. 1) als Bauherr erwÃ¤hnt. In lit. e der ErwÃ¤gungen steht indessen, "soweit bekannt ist" werde die Baumschule durch die J AG betrieben (vgl. auch S. 2 des Baubewilligung vom 13. August 2001, wo unter dem Titel Vorgeschichte ausgefÃ¼hrt wird, die Baumschule werde durch einen "Sohn des EigentÃ¼mers" betrieben). Sodann wurde die J AG in Dispositiv Ziffer 2 des Beschlusses vom 13. August 2001 ausdrÃ¼cklich "als Betreiberin der Baumschule ins Recht gefasst". Daraus er­hellt, dass nach Ansicht der Stadtrats X die Beschwerdegegnerin Nr. 2 am Ausgang des Be­willigungsverfahrens materiell interessiert war und die angeordneten Betriebs- und Bewirtschaftungsauflagen (auch) ihr als VerhaltensstÃ¶rerin gegenÃ¼ber Geltung erlangen soll­ten. Unter diesen UmstÃ¤nden hÃ¤tte die Beschwerdegegnerin Nr. 2 schon von Amtes wegen zum Rekursverfahren beigeladen werden kÃ¶nnen bzw. mÃ¼ssen (vgl. RB 1998 Nr. 42) und darf demzufolge ein entsprechender Antrag der damaligen Rekurrenten und heutigen Beschwerde­fÃ¼hrern diesen nicht zum Nach­teil gereichen. Aufgrund der ErwÃ¤gungen sowie aufgrund Dispositiv Ziffer 2 des Stadtratsbeschlusses vom 13. August 2001 sahen sich die damaligen Rekurrenten in guten Treuen da­zu veranlasst, im Rekursverfahren den Einbezug der Beschwer­degegnerin Nr. 2 zu verlangen. Daran Ã¤ndert nichts, dass die Beschwerdegegnerin Nr. 2 in ihrer Rekursantwort vom 21. November 2001 jegliche Verbindung zur streitigen Baumschule bestritt und demzufolge den Einbezug in das Rekursverfahren ablehnte. Zif­fer III Abs. 2 des angefochtenen Rekursentscheids, mit welcher die BeschwerdefÃ¼hrer zu einer UmtriebsentschÃ¤digung an die Beschwerdegegnerin Nr. 2 verpflichtet wurden, ist dem­zu­folge ersatzlos aufzuheben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Zusammenfassend ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und Ziffer III Abs. 2 des angefochtenen Rekursentscheids aufzuheben. Im Ãbrigen ist die Beschwerde ab­zuwei­sen. Die Baurekurskommission I ist zu Recht auf den Rekurs teilweise nicht einge­treten, wes­halb es sich - unter BerÃ¼cksichtigung des der Rekurskommission zustehenden Er­messens - rechtfer­tigte, die Rekurskosten zu insgesamt einem Viertel den heutigen BeschwerdefÃ¼hrern auf­zuerlegen und diesen nur eine reduzierte ParteientschÃ¤digung zuzusprechen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>AusgangsgemÃ¤ss haben die BeschwerdefÃ¼hrer entsprechend ihrem Unterliegen die Verfahrenskosten zu drei Vierteln zu tragen und steht ihnen von vornherein keine Parteient­­­schÃ¤digung zu. Im Ãbrigen sind die Gerichtskosten auf die Gerichtskasse zu nehmen, da der Rekursentscheid, soweit er aufzuheben ist, an einem von keiner Partei zu vertretenden Mangel leidet (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 27). Die Voraussetzungen zur Entrichtung von ParteientschÃ¤digungen an die private Beschwerdegegnerschaft sind nicht erfÃ¼llt, zumal sich der anwaltlich vertretene Beschwerdegegner Nr. 1 auf weniger als einer A4-Seite zur Beschwerde vernehmen liess und sich die Beschwerdegegnerin Nr. 2 nicht erkennbar vertreten liess bzw. sie den von ihr erwÃ¤hnten Beizug eines Rechtsbeistands in keiner Weise doku­­mentierte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und Ziffer III Abs. 2 des angefochtenen Rekursentscheids aufgehoben. Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>