200 16 958 IV SCJ/ZID/SEE Verwaltungsgericht des Kantons Bern Sozialversicherungsrechtliche Abteilung Urteil vom 14. Februar 2017 Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident Verwaltungsrichter Kölliker Gerichtsschreiber Zimmermann A.________ Beschwerdeführerin gegen IV-Stelle Bern Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern Beschwerdegegnerin betreffend Verfügung vom 6. September 2016 Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Feb. 2017, IV/16/958, Seite 2 Sachverhalt: A. Die 1989 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherte bzw. Beschwer- deführerin) meldete sich im Mai 2015 unter Hinweis auf schwache Beine und Rückenschmerzen nach einem Treppensturz im Juli 2013 bei der Eid- genössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend: IVB bzw. Beschwerdegegnerin], Antwort- beilage [AB] 1; vgl. auch AB 5). Nach erwerblichen und medizinischen Ab- klärungen (AB 7 ff.) liess die IVB die Versicherte auf Empfehlung des Regi- onalen Ärztlichen Dienstes (RAD; AB 29) bidisziplinär begutachten (rheu- matologisches Gutachten vom 17. Mai 2016 [AB 39.1]), psychiatrisches Gutachten vom 8. Juni 2016 [inklusive Konsensbesprechung; AB 40.1]). Mit Vorbescheid vom 23. Juni 2016 (AB 41) stellte die IVB die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht, da bei einem Invaliditätsgrad von 5 % kein Rentenanspruch bestehe. Mittels Einreichung eines aktuellen Arztberichts erhob die Versicherte Einwand (AB 45 ff.). Am 6. September 2016 verfügte die IVB wie im Vorbescheid in Aussicht gestellt (AB 49). B. Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 7. Oktober 2016 Be- schwerde und beantragte sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Ausrichtung einer Rente. Zur Begründung machte sie im Wesentlichen geltend, vor dem Unfall immer gesund gewesen zu sein und gearbeitet zu haben, seither aber unter Gesundheitsproblemen zu leiden. Am 21. Oktober 2016 ging eine Eingabe des zuständigen Sozialdienstes ein, worin gestützt auf den Nachweis einer sozialhilferechtlichen Unter- stützung sinngemäss um unentgeltliche Rechtspflege nachgesucht wurde. Mit Beschwerdeantwort vom 24. November 2016 ersuchte die Beschwer- degegnerin um Nichteintreten auf die Beschwerde, eventualiter um deren Abweisung.Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Feb. 2017, IV/16/958, Seite 3 Erwägungen: 1. 1.1 1.1.1Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche- rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ- gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi- cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Auch die Bestimmungen über die Frist (Art. 60 ATSG) sind eingehalten. 1.1.2Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin (Beschwerde, S. 2 lit. C Ziff. 6) genügt die Beschwerde – wenn auch knapp – den Anfor- derungen an die Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]), ergibt sich doch daraus sinngemäss ein Antrag auf Zusprechung einer Rente sowie eine zumindest rudimentäre Begründung dieses Antrages. Damit ist auf die Beschwerde einzutreten. 1.2Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 6. September 2016 (AB 49). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Rente der Invalidenversicherung. 1.3Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier- besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Feb. 2017, IV/16/958, Seite 4 1.4Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 2. 2.1Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau- ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er- werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand- lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er- werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar- beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar- beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe- reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er- werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge- glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig- keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli- chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 2.1.1Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän- kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab- wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). 2.1.2Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Vermutung, wonach eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung oder ein vergleichbarer Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Feb. 2017, IV/16/958, Seite 5 ätiologisch unklarer syndromaler Zustand mit zumutbarer Willensanstren- gung überwindbar ist, aufgegeben (E. 3.5). Unverändert ist jedoch auch in Zukunft dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrachtungs- weise von der grundsätzlichen "Validität" der versicherten Person auszu- gehen ist (E. 3.7.2). 2.1.3Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so- wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be- fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti- gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 281 E. 2.1 S. 285). 2.2Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe- reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz- lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali- ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. 2.3Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein- kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede- rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Feb. 2017, IV/16/958, Seite 6 Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein- kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). 2.4Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha- ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg- lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 3. 3.1Zum Gesundheitszustand bzw. zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin lässt sich den Akten im Wesentlichen das Folgen- de entnehmen: 3.1.1Im Rahmen einer ambulanten Behandlung in der medizinischen Klinik D.________ vom 23. August 2013 (AB 17/21 ff.) wurden eine immo- bilisierende Lumbago mit Ausstrahlung in den medialen Oberschenkel und die Leiste rechts, ein Status nach Sacrum-Kontusion nach Sturz im Juli 2013 und der Verdacht auf eine psychische Überlagerung bei vorbeste- hender Psychopharmakatherapie diagnostiziert. Bei der Beschwerdeführe- rin seien seit ca. 2007 chronische lumbale Rückenschmerzen bekannt; seit ca. ein bis zwei Wochen bestehe nun eine Exazerbation. Es seien seit der Jugend verschiedene Male Synkopen aufgetreten, welche in ... mit dysau- tonomer Ätiologie erklärt worden seien. Sie nehme seit dem 19. Lebensjahr Psychopharmaka, welche immer wieder dosismässig angepasst worden seien. Ob eine psychiatrische oder psychologische Betreuung stattgefun- den habe, sei nicht klar. Vor drei Tagen habe sie die Psychopharmakathe- rapie selbstständig abgesetzt. Laborchemisch zeigten sich keine relevanten Entzündungsparameter. Wegen des Verdachts auf eine psychische Über-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Feb. 2017, IV/16/958, Seite 7 lagerung werde die weiterführende psychiatrische ambulante Betreuung empfohlen. 3.1.2Dr. med. B.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, diagnostizierte in den Be- richten vom 12. und 18. Februar 2014 (AB 12.2/23 ff.) ein lumboradikuläres Schmerzsyndrom S1 links mit/bei kleiner Diskusprotrusion mit rezessaler Wurzelreizung S1 links auf Höhe L5/S1 links sowie eine aktivierte ISG- Arthrose beidseits, rechtsbetont. Es handle sich um einen harmlosen Be- fund; auf März 2014 werde sie die Arbeit wieder zu 100 % aufnehmen. 3.1.3Dr. med. C.________, Fachärztin für Neurochirurgie FMH, stellte im Bericht vom 12. März 2014 (AB 17/19 f.) einerseits die Diagnose eines Lumbovertebralsyndroms mit Lumboischialgie links bei links mediolateraler Diskushernie L5/S1 sowie Diskopathie und andererseits die Nebendiagno- se einer aktivierten ISG-Arthrose beidseits, rechtsbetont. Im angestammten Beruf als ... sei sie seit etwa zwei Monaten arbeitsunfähig geschrieben. 3.1.4Im Bericht der medizinischen Klinik D.________ vom 31. Juli 2014 (AB 17/12 ff.) wurde was folgt festgehalten: Diagnosen: 1. Unklares Abdomen, DD funktionell, Colon irritabile, psychisch überla- gert 2. Rezidivierende Lumbago 3. Verdacht auf psychische Störung Nebendiagnose: - Status nach Sacrum-Kontusion nach Sturz im Juli 2013 Ein chirurgisches Konsil interpretierte die Beschwerden am ehesten als Obstipationsbeschwerden. Im Rahmen eines gynäkologischen Konsils zeigte sich ein unauffälliger Status. Anlässlich einer ambulanten Behandlung vom 18. Dezember 2014 (AB 17/6 ff.) konnte sonographisch eine tiefe Unterschenkelvenenthrombo- se der Fibularis- und Vastus lateralis-Gruppe nachgewiesen werden. 3.1.5Der Hausarzt Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, nahm in den Berichten vom 7. August 2014 (AB 12.2/13 f.) und 5. Juli 2015 (AB 17/1 ff.) Bezug auf einen Sturz der Beschwerdeführe-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Feb. 2017, IV/16/958, Seite 8 rin auf das Gesäss am 2. (falsch wohl im gleichen Bericht: 20.) Juli 2013 (AB 17/2 Ziff. 1.4 f.) bzw. im August 2013 (AB 12.2/13), wodurch sie sich eine Kontusion der LWS und des Sacrums zugezogen habe. In der Folge habe sich ein chronisches Schmerzsyndrom entwickelt, welches mehrfach untersucht und behandelt worden sei. Verschiedene Ansätze von Infiltratio- nen und andere schmerztherapeutische Massnahmen hätten keine Besse- rung gebracht. Dieses Schmerzsyndrom habe sich auf dem Boden einer wahrscheinlich vorbestehenden psychischen Erkrankung entwickelt und weise kaum noch ein Korrelat mit dem ursprünglichen Trauma bzw. den festzustellenden objektiven Beschwerden im Bereich des Achsenskelettes auf. Immer wieder sei es ausserdem zu Bauchbeschwerden, Synkopen ohne entsprechende Korrelate und vor allem zu einer massiven Gewichts- zunahme gekommen. Im Dezember 2014 sei ausserdem eine tiefe Venen- thrombose (TVT) im linken Unterschenkel aufgetreten, welche mit einer Antikoagulation habe behandelt werden müssen (vgl. Bericht der medizini- schen Klinik D.________ vom 18. Dezember 2014 [AB 17/6 ff.]). Aufgrund des Schmerzsyndroms habe die Beschwerdeführerin ihre Arbeitsfähigkeit seit dem Sturz am 2. Juli 2013 (AB 17/2 Ziff. 1.5) bzw. seit 21. August 2013 (AB 12.2/13) nicht wieder erlangt. 3.1.6Der behandelnde Dr. med. F.________, Facharzt für Anästhesiolo- gie, diagnostizierte in den Berichten vom 23. Februar (AB 12.2/4 ff.) und 25. November 2015 (AB 25) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine degenerative Discopathie L5/S1 mit links paramedianer Diskushernie, radi- kulärem LWS-Syndrom mit linksseitiger Abstrahlung in die Dermatome L5/S1, aktivierter ISG-Arthrose beidseits und Meralgia parästhetica. Die Beschwerdeführerin habe berichtet, seit vielen Jahren rezidivierende Schmerzen zu haben und bereits in ... behandelt worden zu sein; im Januar 2014 sei es dann zu einer Exazerbation der Beschwerden gekommen, worauf sie in ihrem angestammten Beruf als ... für arbeitsunfähig befunden worden sei. Die Prognose sei grundsätzlich gut; die Beschwerdeführerin könne sicherlich nach Durchführung eines multimodalen Programms und einer Umschulung in einem körperlich weniger belastenden Job tätig wer- den. Geistige und psychische Einschränkungen bestünden nicht.Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Feb. 2017, IV/16/958, Seite 9 3.1.7Im Rahmen ambulanter Hospitalisationen in der medizinischen Kli- nik D.________ wurden mehrfach thromboembolische Ereignisse diagnos- tiziert, welche mit Xarelto antikoaguliert wurden: TVT der Fibularis- und Vastus-lateralis-Gruppe links gemäss Bericht vom 18. Dezember 2014 (AB 17/6 ff.; vgl. bereits E. 3.1.5 hiervor) und periphere Lungenembolie beidseits gemäss Bericht vom 8. März 2016 (AB 39.2/1 ff.). Am 20. April 2016 erfolgte eine Thrombophilie-Abklärung im Spital G.________ (vgl. entsprechender Bericht vom 11. Mai 2016 [Akten der Beschwerdeführerin, Beschwerdebeilage [BB] 4). Demnach bestand ein hohes Risiko für erneute venöse Thrombosen bzw. Lungenembolien, wo- gegen Hinweise auf ein erhöhtes Blutungsrisiko nicht vorlagen. Es wurde zu einer dauerhaften Antikoagulation (Wechsel auf Marcoumar) geraten. 3.1.8Der rheumatologische Gutachter Dr. med. H.________, Facharzt für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin FMH, diagnostizierte im rheumatologischen Gutachten vom 17. Mai 2016 (AB 39.1) mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches Lumbovertebralsyndrom mit/bei links- seitiger Diskushernie L5/S1 und ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein Ganzkörperschmerzsyndrom ohne organische Ursache, eine Adipositas, einen Status nach peripheren Lungenembolien (März 2016), einen Status nach tiefer Venenthrombose linker Unterschenkel (Dezember 2014), einen Verdacht auf Carpaltunnelsyndrom beidseits und Eisenmangel (S. 27 Ziff. 4). Gemäss Akten bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab dem 21. August 2013 (S. 27 Ziff. 5.1.1). Heute dominiere klar ein weichteilrheu- matisches Schmerzsyndrom, welches der Psychiater – bei Vorliegen der psychiatrischen Kriterien – als somatoforme Scherzstörung bezeichnen würde. Die Problematik einer möglicherweise hereditären Disposition einer vermehrten Thromboseneigung habe längerfristig in Bezug auf die Arbeits- fähigkeit keine Relevanz (S. 30). Laborserologisch fänden sich keine Ursa- che für die beklagten Schmerzen (S. 31). Aufgrund der Diskopathie L5/S1 seien der Beschwerdeführerin körperliche Schwerarbeiten oder dauernde mittelschwere Tätigkeiten nicht mehr zumutbar. So sei die bisherige Tätig- keit im Sinne einer dauernd mittelschweren bis schweren Tätigkeit seit 21. August 2013 und auf Dauer zu 100 % nicht mehr möglich. Für eine kör- perlich leichte bis gelegentlich mittelschwere Tätigkeit, bei welcher sie nicht Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Feb. 2017, IV/16/958, Seite 10 dauernd sitzend, stehend oder in Zwangsstellungen arbeiten müsse, be- stehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 % (bezogen auf ein Ganztagespen- sum). Zweifelsohne habe am Anfang eine akute lumbovertebrale Situation, wahrscheinlich auch mit vorübergehender radikulärer Reizsituation auf der linken Seite bestanden. Bei adäquater Behandlung sei eine derartige Epi- sode in der Regel spätestens nach sechs Monaten, allenfalls auch einmal nach neun Monaten abgeklungen. Entsprechend sei für eine Verweistätig- keit entsprechend dem eben formulierten Verweisprofil ab 21. August 2013 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für die Dauer von sechs bis neun Mo- naten anzunehmen, wogegen spätestens nach neun Monaten wieder eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden habe (S. 31 f. Ziff. 5.2 und 5.3). Es beste- he ein subjektiv erhebliches Schmerzempfinden; dieses könne organisch nicht nachvollzogen werden und sei auf psychogenem Hintergrund zu se- hen. Es bestehe zudem eine erhebliche Selbstbehinderungsüberzeugung (S. 35 Ziff. 5.8). 3.1.9Im psychiatrischen Gutachten vom 8. Juni 2016 (AB 40.1) stellte der Gutachter Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera- pie FMH, keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit; ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erwähnte er eine (geringgradig ausge- prägte) chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fak- toren (ICD-10: F45.41; S. 9 f. Ziff. 7). Die Beschwerdeführerin habe im Vor- feld des Sturzes nicht unter psychosozialen Belastungen gelitten. Sie klage zwar über starke Schmerzen, nehme aber nur gelegentlich ein Schmerzmit- tel ein. Trotz ihrer Klagen gestalte sie den Alltag relativ aktiv (S. 9 Ziff. 6). Sie befinde sich nicht in psychiatrischer Behandlung, werde auch nicht an- tidepressiv behandelt. Im Rahmen der psychiatrischen Untersuchung hät- ten keine depressiven Symptome festgestellt werden können. Die Be- schwerdeführerin habe sich in ... vorübergehend nach dem Tod des Gross- vaters wegen Depressionen während einigen Monaten in ambulanter psychiatrischer Behandlung befunden. Es fänden sich keine Hinweise dafür, dass die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht jemals einge- schränkt gewesen sei (S. 14 Ziff. 13). 3.1.10Nach erfolgter Konsensbesprechung (AB 40.1/14 Ziff. 15) attestier- ten die Gutachter aus bidisziplinärer Sicht ab Mai 2014 eine Arbeits- und Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Feb. 2017, IV/16/958, Seite 11 Leistungsfähigkeit von 100 % in einer adaptierten, körperlich leichten bis gelegentlich mittelschweren Tätigkeit. 3.2Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge- ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1). 3.2.1Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu- chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt- nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus- schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her- kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352). 3.2.2Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeu- tisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amt- lich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits lässt es nicht zu, ein medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stel- len und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behan- delnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher In- terpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Be- gutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1).Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Feb. 2017, IV/16/958, Seite 12 In Bezug auf Atteste von Hausärzten darf und soll jedoch das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu- gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353; SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3). Dies gilt nicht nur für den allgemein prakti- zierenden Hausarzt, sondern ebenso für den behandelnden Spezialarzt und erst recht für den schmerztherapeutisch tätigen Arzt mit seinem be- sonderen Vertrauensverhältnis und dem Erfordernis, den geklagten Schmerz zunächst bedingungslos zu akzeptieren (Entscheid des EVG vom 20. März 2006, I 655/05, E. 5.4). 3.3Mit Blick darauf, dass angesichts der Anmeldung vom 27. Mai 2015 (AB 1) ein Rentenanspruch gestützt auf Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens ab November 2015 entstehen kann, kann vorliegend offen bleiben, ob sich der Sturz der Beschwerdeführerin im Juli (so auch der psychiatrische Gutachter in AB 40.1/1 und 40.1/4, je unten) oder August 2013 (so auch der rheuma- tologische Gutachter in AB 39.1/17) ereignet hat (vgl. dazu E. 3.1.5 hiervor) und warum in diesem Zusammenhang im Juli 2013 bloss für den 3. und 4. dieses Monats und alsdann wieder ab 21. August 2013 eine Arbeitsun- fähigkeit attestiert worden ist (vgl. AB 15/9), ebenso wie viele Tage die Be- schwerdeführerin alsdann trotzdem im September und Dezember 2013 gearbeitet hat (vgl. AB 40.1/4 f. Ziff. 3.2; vgl. auch AB 15/2 Ziff. 2.7). 3.4Die angefochtene Verfügung vom 6. September 2016 (AB 49) stütz- te sich im Wesentlichen auf das bidisziplinäre Gutachten vom 17. Mai (AB 39.1; vgl. E. 3.1.8 hiervor)/8. Juni 2016 (AB 40.1; vgl. E. 3.1.9 f. hier- vor). Dieses erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert medizinischer Berichte gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2.1 hiervor). Es ist nachvollziehbar sowie schlüssig begründet und wurde in Berücksichtigung und Würdigung sämtlicher medizinischer Vorakten er- stellt. Die gutachterliche Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit deckt sich im Wesentlichen mit derjenigen durch die Dres. med. B.________ (AB 12.2/23 ff.; vgl. E. 3.1.2. hiervor), C.________ (AB 17/19 f.; vgl. E. 3.1.3 hiervor) und F.________ (AB 12.2/4 ff., 25; vgl. E. 3.1.6 hiervor), nicht hingegen mit derjenigen des Hausarztes Dr. med. E.________ (AB 12.2/13 f., 17.1 ff.; vgl. E. 3.1.5 hiervor). Diese Abwei-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Feb. 2017, IV/16/958, Seite 13 chung erweist sich insofern als erklärbar, als sich der Hausarzt mehr auf anamnestische Angaben der Beschwerdeführerin denn auf eigene Befunde und zudem auf die blosse Annahme einer vorbestehenden psychischen Erkrankung stützte (vgl. auch E. 3.2.2 hiervor), was sich in der Folge nicht bestätigen sollte (vgl. E. 3.1.9 hiervor). Mit Blick auf das bidisziplinäre Gut- achten der Dres. med. H.________ und I.________ ist somit davon auszu- gehen, dass die Beschwerdeführerin seit Mai 2014 für eine angepasste Tätigkeit voll arbeitsfähig ist. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin in der Beschwerde ist unerheblich, ob ihre Rückenbeschwerden auf den Unfall vom Juli 2013 zurückzuführen sind oder nicht (gleicher Meinung übrigens der behandeln- de Dr. med. F.________ im Bericht vom 12. Juli 2016 [AB 45/2 f.]). Sodann spielt keine Rolle, ob die thromboembolischen Ereignisse erblich bedingt sind oder nicht. Entscheidend ist, wie dies die Beschwerdegegnerin schon in der Beschwerdeantwort, S. 3 Ziff. 8, vorbringt, einzig, dass das Zumut- barkeitsprofil dadurch nicht entscheidend beeinträchtigt wird. 3.5Eine über die gutachterlich attestierte Einschränkung (vgl. E. 3.1.8 ff.) hinausgehende Arbeitsunfähigkeit bzw. deren Überwindbarkeit beurteilt sich gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG. Bei der Beurteilung dieser juristi- schen Frage ist ebenfalls auf das bidisziplinäre Gutachten vom 17. Mai/ 8. Juni 2016 (AB 39.1 f.; vgl. E. 3.1.8 ff. hiervor) abzustellen (vgl. E. 3.4 hiervor). Mit Blick darauf erweist sich der medizinische Sachverhalt als genügend abgeklärt. Die Beschwerdeführerin macht denn auch nicht gel- tend, dass die medizinische Situation ungenügend abgeklärt worden wäre und es ergeben sich auch aufgrund der Akten keine Anhaltspunkte für eine entsprechende Annahme. 4. Der gestützt auf die medizinischen Vorgaben erstellte Einkommensver- gleich (vgl. E. 2.3 hiervor) ergibt einen Invaliditätsgrad (AB 49/2), welcher weit unter der rentenbegründenden Grenze von 40 % (vgl. E. 2.2. hiervor) liegt. Damit erweist sich die angefochtene Verfügung vom 6. September Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Feb. 2017, IV/16/958, Seite 14 2016 (AB 49) als rechtens und die Beschwerde ist als offensichtlich unbe- gründet abzuweisen. 5. 5.1Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen. Angesichts ihres Unterliegens hat die Beschwerdeführerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, grundsätzlich zu tragen (vgl. Art. 108 Abs. 1 VRPG). Indessen hat die nicht vertretene Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgelt- lichen Rechtspflege hinsichtlich der Verfahrenskosten ersucht. Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist aufgrund der ausgewiese- nen sozialhilferechtlichen Unterstützung sowie der – gerade noch – fehlen- den Aussichtslosigkeit der Beschwerde gutzuheissen. Entsprechend ist der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung betreffend Verfahrenskosten zu gewähren und sie ist vorläufig von der Bezahlung derselben zu befreien. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272). 5.2Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG).Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Feb. 2017, IV/16/958, Seite 15 Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung betreffend Verfahrens- kosten wird gutgeheissen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nach- zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit. 4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 5. Zu eröffnen (R): - A.________ - IV-Stelle Bern - Bundesamt für Sozialversicherungen - Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 3001 Bern Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Feb. 2017, IV/16/958, Seite 16 Rechtsmittelbelehrung Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün- dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf- fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun- desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge- führt werden.