Zusatzprotokoll vom 16. Mai 1972 zum Europäischen Übereinkommen über Staatenimmunität <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1985/634_634_634/19870501/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1985/634_634_634/19870501"/><FRBRdate date="1987-05-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1985-05-22" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1972-05-16" name="jolux:dateDocument"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.273.11"/><FRBRname xml:lang="de" value="Zusatzprotokoll vom 16. Mai 1972 zum Europäischen Übereinkommen über Staatenimmunität" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Protocollo addizionale del 16 maggio 1972 alla Convenzione europea sull'immunità degli Stati" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Protocole additionnel du 16 mai 1972 à la Convention européenne sur l'immunité des Etats" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1985/634_634_634/19870501/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1985/634_634_634/19870501/de"/><FRBRdate date="1987-05-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1985-05-22" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1972-05-16" name="jolux:dateDocument"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1985/634_634_634/19870501/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1985/634_634_634/19870501/de/xml"/><FRBRdate date="1987-05-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1985-05-22" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1972-05-16" name="jolux:dateDocument"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.273.11</docNumber></p><p> AS <b>1985</b> 634; BBl <b>1981</b> II 977</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung</p><p><docTitle>Zusatzprotokoll<br/>zum Europäischen Übereinkommen <br/>über Staatenimmunität</docTitle></p><p>Abgeschlossen in Basel am 16. Mai 1972</p><p>Von der Bundesversammlung genehmigt am 18. Dezember 1981<authorialNote><p> Art. 1 Abs. 1 Bst. b des BB vom 18. Dez. 1981 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1982/1790_1790_1790" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1982</b> 1790</ref>).</p></authorialNote></p><p>Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 6. Juli 1982</p><p>In Kraft getreten für die Schweiz am 22. Mai 1985</p><p> (Stand am 1. Mai 1987)</p></preface><preamble><p>Die Mitgliedstaaten des Europarats, die dieses Protokoll unterzeichnet haben,</p><p>im Hinblick auf das Europäische Übereinkommen über Staatenimmunität<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1982/1792_1792_1792" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.273.1</b></ref></p></authorialNote> – im folgenden als «Übereinkommen» bezeichnet – und namentlich auf seine Artikel 21 und 34,</p><p>in dem Wunsch, das Vereinheitlichungswerk auf dem vom Übereinkommen erfassten Gebiet dadurch weiter auszubauen, dass das Übereinkommen durch Bestimmungen ergänzt wird, die ein europäisches Verfahren zur Beilegung von Streitigkeiten vorsehen,</p><p>haben folgendes vereinbart:</p></preamble><body><title eId="tit_I"><num>Teil I</num><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><paragraph eId="art_1/para_1"><num>1.</num><content><p>Ist gegen einen Staat, der Vertragspartei des Übereinkommens ist, eine Entscheidung ergangen und erfüllt er diese nicht, so kann die Partei, die sich auf die Entscheidung beruft, eine Feststellung darüber verlangen, ob die Entscheidung nach Artikel 20 oder 25 des Übereinkommens erfüllt werden muss, indem sie anruft</p><blockList><item eId="art_1/para_1/lbl_a"><num>(a) </num><p>nach Artikel 21 des Übereinkommens das zuständige Gericht dieses Staates oder</p></item><item eId="art_1/para_1/lbl_b"><num>(b) </num><p>das nach Teil III errichtete Europäische Gericht, sofern der Staat diesem Protokoll angehört, aber nicht die in Teil IV vorgesehene Erklärung abgegeben hat.</p></item></blockList><p>Die Wahl zwischen diesen beiden Möglichkeiten ist endgültig.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_2"><num>2.</num><content><p>Beabsichtigt der Staat, unter den Voraussetzungen des Artikels 21 Absatz 1 des Übereinkommens ein eigenes Gericht anzurufen, so hat er dies der Partei mitzuteilen, zu deren Gunsten die Entscheidung ergangen ist; er kann sein Gericht erst anrufen, wenn sich die Partei nicht innerhalb von drei Monaten nach Empfang der Mitteilung an das Europäische Gericht gewendet hat. Nach Ablauf dieser Frist kann die Partei, zu deren Gunsten die Entscheidung ergangen ist, das Europäische Gericht nicht mehr anrufen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_3"><num>3.</num><content><p>Vorbehaltlich der Artikel 20 und 25 des Übereinkommens darf das Europäische Gericht die Entscheidung in der Sache selbst nicht nachprüfen.</p></content></paragraph></article></title><title eId="tit_II"><num>Teil II</num><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><paragraph eId="art_2/para_1"><num>1.</num><content><p>Zwischen zwei oder mehreren Staaten, die Vertragsparteien des Übereinkommens und dieses Protokolls sind, entstehende Streitigkeiten über die Auslegung oder die Anwendung des Übereinkommens sind auf Antrag eines der an der Streitigkeit beteiligten Staaten oder im gegenseitigen Einvernehmen dem nach Teil III dieses Protokolls errichteten Europäischen Gericht vorzulegen. Die diesem Protokoll angehörenden Staaten verpflichten sich, eine solche Streitigkeit keinem anderen Verfahren zur Beilegung zu unterwerfen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_2"><num>2.</num><content><p>Hat die Streitigkeit eine Frage zum Gegenstand, die bereits in einem vor dem Gericht eines Mitgliedstaats des Übereinkommens gegen einen anderen Mitgliedstaat des Übereinkommens eingeleiteten Verfahren oder in einem Verfahren nach Artikel 21 des Übereinkommens vor einem Gericht eines Mitgliedstaats des Übereinkommens aufgeworfen worden ist, so kann das Europäische Gericht nicht angerufen werden, bevor in dem betreffenden Verfahren endgültig entschieden worden ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_3"><num>3.</num><content><p>Das Europäische Gericht darf nicht wegen einer Streitigkeit angerufen werden, die sich auf eine Entscheidung bezieht, über die es aufgrund des Teiles I bereits befunden oder noch zu befinden hat.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><paragraph eId="art_3/para"><content><p>Dieses Protokoll darf nicht so ausgelegt werden, dass es das Europäische Gericht daran hindert, über Streitigkeiten zu befinden, die zwischen zwei oder mehreren Mitgliedstaaten des Übereinkommens über dessen Auslegung oder Anwendung entstehen und ihm im gegenseitigen Einvernehmen vorgelegt werden, selbst wenn diese Staaten oder einzelne unter ihnen diesem Protokoll nicht angehören.</p></content></paragraph></article></title><title eId="tit_III"><num>Teil III</num><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1.</num><content><p>Es wird ein Europäisches Gericht für Staatenimmunität errichtet, dessen Aufgabe es ist, über die ihm gemäss den Teilen I und II unterbreiteten Angelegenheiten zu entscheiden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2.</num><content><p>Das Europäische Gericht besteht aus den Mitgliedern des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und, für jeden diesem Protokoll beigetretenen Nichtmitgliedstaat des Europarats, aus einer Persönlichkeit, die die für Mitglieder des genannten Gerichtshofs erforderliche Befähigung hat und mit Zustimmung des Ministerkomitees des Europarats von der Regierung dieses Staates für die Dauer von neun Jahren ernannt ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_3"><num>3.</num><content><p>Präsident des Europäischen Gerichts ist der Präsident des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><paragraph eId="art_5/para_1"><num>1.</num><content><p>Wird das Europäische Gericht wegen einer Angelegenheit nach Teil I angerufen, so wird eine Kammer gebildet, die aus sieben Mitgliedern besteht. Von Amts wegen gehören dieser Kammer das Mitglied des Europäischen Gerichts an, das Angehöriger des Staates ist, gegen den die Entscheidung ergangen ist, sowie das Mitglied, das Angehöriger des Gerichtsstaats ist, oder in Ermangelung des einen oder des anderen eine von der Regierung des betreffenden Staates bestimmte Persönlichkeit, die als Mitglied der Kammer tätig werden soll. Die Namen der fünf anderen Mitglieder der Kammer werden vom Präsidenten des Europäischen Gerichts in Anwesenheit des Sekretärs des Gerichts durch das Los ermittelt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>2.</num><content><p>Wird das Europäische Gericht wegen einer Angelegenheit nach Teil II angerufen, so wird in der in Absatz 1 vorgesehenen Weise verfahren. Jedoch gehören dieser Kammer von Amts wegen die Mitglieder des Europäischen Gerichts an, die Angehörige eines der an der Streitigkeit beteiligten Staaten sind, oder in Ermangelung eines solchen Mitglieds eine von der Regierung des betreffenden Staates bestimmte Persönlichkeit, die als Mitglied der Kammer tätig werden soll.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_3"><num>3.</num><content><p>Stellt sich in dem von der Kammer anhängigen Verfahren eine schwerwiegende, die Auslegung des Übereinkommens oder dieses Protokolls betreffende Frage, so kann die Kammer die Sache jederzeit an die Plenarversammlung des Europäischen Gerichts zur Entscheidung überweisen. Die Sache muss überwiesen werden, wenn die Entscheidung über eine solche Frage zu einem Widerspruch mit einer früheren Entscheidung einer Kammer oder der Plenarversammlung des Europäischen Gerichts führen könnte. Die Überweisung ist endgültig. Die Entscheidung über die Überweisung bedarf keiner Begründung.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><paragraph eId="art_6/para_1"><num>1.</num><content><p>Das Europäische Gericht entscheidet über jede Einrede, mit der seine mangelnde Zuständigkeit geltend gemacht wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Verhandlungen des Europäischen Gerichts sind öffentlich, sofern es nicht wegen aussergewöhnlichen Umständen etwas anderes beschliesst.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Entscheidungen des Europäischen Gerichts werden mit der Mehrheit der Stimmen der anwesenden Mitglieder erlassen, mit Gründen versehen und in öffentlicher Verhandlung verkündet. Bringt die Entscheidung im Ganzen oder in einzelnen Teilen nicht die übereinstimmende Ansicht des Europäischen Gerichts zum Ausdruck, so hat jedes Mitglied das Recht, eine Darlegung seiner eigenen Ansicht beizufügen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Entscheidungen des Europäischen Gerichts sind endgültig und für die Parteien verbindlich.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><paragraph eId="art_7/para_1"><num>1.</num><content><p>Das Europäische Gericht gibt sich seine Geschäftsordnung und bestimmt die Verfahrensvorschriften.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Aufgaben des Sekretariats des Europäischen Gerichts werden vom Sekretär des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte wahrgenommen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><paragraph eId="art_8/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Kosten für die Tätigkeit des Europäischen Gerichts werden vom Europarat getragen. Die Nichtmitgliedstaaten des Europarats, die dem Protokoll beigetreten sind, beteiligen sich daran in dem vom Ministerkomitee im Einvernehmen mit ihnen festzusetzenden Ausmass.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Mitglieder des Europäischen Gerichts erhalten für jeden Arbeitstag eine Entschädigung, deren Höhe vom Ministerkomitee festzusetzen ist.</p></content></paragraph></article></title><title eId="tit_IV"><num>Teil IV</num><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><paragraph eId="art_9/para_1"><num>1.</num><content><p>Jeder Staat kann bei der Unterzeichnung dieses Protokolls oder bei der Hinterlegung seiner Ratifikations‑, Annahme‑ oder Beitrittsurkunde durch eine an den Generalsekretär des Europarats gerichtete Notifikation erklären, dass er nur durch die Teile II bis V des Protokolls gebunden ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>2.</num><content><p>Eine solche Notifikation kann jederzeit zurückgenommen werden.</p></content></paragraph></article></title><title eId="tit_V"><num>Teil V</num><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><paragraph eId="art_10/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Protokoll liegt für die Mitgliedstaaten des Europarats, die das Übereinkommen unterzeichnet haben, zur Unterzeichnung auf. Es bedarf der Ratifikation oder der Annahme. Die Ratifikations‑ oder Annahmeurkunden werden beim Generalsekretär des Europarats hinterlegt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_2"><num>2.</num><content><p>Dieses Protokoll tritt drei Monate nach Hinterlegung der fünften Ratifikations‑ oder Annahmeurkunde in Kraft.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_3"><num>3.</num><content><p>Für jeden Unterzeichnerstaat, der das Protokoll später ratifiziert oder annimmt, tritt es drei Monate nach Hinterlegung seiner Ratifikations‑ oder Annahmeurkunde in Kraft.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_4"><num>4.</num><content><p>Ein Mitgliedstaat des Europarats kann dieses Protokoll nicht ratifizieren oder annehmen, ohne das Übereinkommen ratifiziert oder angenommen zu haben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><paragraph eId="art_11/para_1"><num>1.</num><content><p>Jeder Staat, der dem Übereinkommen beigetreten ist, kann diesem Protokoll beitreten, nachdem es in Kraft getreten ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Beitritt geschieht durch Hinterlegung einer Beitrittsurkunde beim Generalsekretär des Europarats und wird drei Monate nach der Hinterlegung wirksam.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><paragraph eId="art_12/para"><content><p>Vorbehalte zu diesem Protokoll sind nicht zugelassen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><paragraph eId="art_13/para_1"><num>1.</num><content><p>Jeder Vertragsstaat kann dieses Protokoll durch eine an den Generalsekretär des Europarats gerichtete Notifikation für sich kündigen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Kündigung wird sechs Monate nach Eingang der Notifikation beim Generalsekretär wirksam. Das Protokoll bleibt jedoch auf die vor Ablauf dieser Frist nach seinen Bestimmungen eingeleiteten Verfahren anwendbar.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Kündigung des Übereinkommens bewirkt zugleich die Kündigung dieses Protokolls.</p></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><paragraph eId="art_14/para"><content><p>Der Generalsekretär des Europarats notifiziert den Mitgliedstaaten des Rates und jedem Staat, der dem Übereinkommen beigetreten ist,</p><blockList><item eId="art_14/para/lbl_a"><num>(a) </num><p>jede Unterzeichnung dieses Protokolls;</p></item><item eId="art_14/para/lbl_b"><num>(b) </num><p>jede Hinterlegung einer Ratifikations‑, Annahme‑ oder Beitrittsurkunde;</p></item><item eId="art_14/para/lbl_c"><num>(c) </num><p>jeden Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Protokolls nach den Artikeln 10 und 11;</p></item><item eId="art_14/para/lbl_d"><num>(d) </num><p>jede nach Teil IV eingegangene Notifikation und die Zurücknahme einer solchen Notifikation;</p></item><item eId="art_14/para/lbl_e"><num>(e) </num><p>jede nach Artikel 13 eingegangene Notifikation und den Zeitpunkt, zu dem die Kündigung wirksam wird.</p></item></blockList></content></paragraph></article></title><signature><p><i>Zu Urkund dessen</i> haben die hierzu gehörig bevollmächtigten Unterzeichneten dieses Protokoll unterschrieben.</p><p>Geschehen zu Basel am 16. Mai 1972 in englischer und französischer Sprache, wobei jeder Wortlaut gleichermassen verbindlich ist, in einer Urschrift, die im Archiv des Europarats hinterlegt wird. Der Generalsekretär des Europarats übermittelt allen Unterzeichnerstaaten und allen beitretenden Staaten beglaubigte Abschriften.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">(Es folgen die Unterschriften)</p></signature></body><components><component eId="scope_u1"><doc name="scope"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1985/634_634_634/19870501/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1985/634_634_634/19870501"/><FRBRdate date="1987-05-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1985-05-22" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1972-05-16" name="jolux:dateDocument"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.273.11"/><FRBRname xml:lang="de" value="Zusatzprotokoll vom 16. 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Mai 1987</block></container></preface><mainBody><table border="1"><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Vertragsstaaten</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Ratifikation</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Inkrafttreten</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><td/><td/><td/><td/><td/></tr><tr><td><p>Belgien</p></td><td><p>27. Oktober</p></td><td><p>1975</p></td><td><p>22. Mai</p></td><td><p>1985</p></td></tr><tr><td><p>Luxemburg</p></td><td><p>11. Dezember</p></td><td><p>1986</p></td><td><p>12. März</p></td><td><p>1987</p></td></tr><tr><td><p>Niederlande</p></td><td><p>21. Februar</p></td><td><p>1985</p></td><td><p>22. Mai</p></td><td><p>1985</p></td></tr><tr><td><p>Österreich</p></td><td><p>10. Juli</p></td><td><p>1974</p></td><td><p>22. Mai</p></td><td><p>1985</p></td></tr><tr><td><p>Schweiz</p></td><td><p> 6. Juli</p></td><td><p>1974</p></td><td><p>22. Mai</p></td><td><p>1985</p></td></tr><tr><td><p>Zypern</p></td><td><p>10. März</p></td><td><p>1976</p></td><td><p>22. Mai</p></td><td><p>1985</p></td></tr></table></mainBody></doc></component></components></act></akomaNtoso>