<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2002 143 S.624</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2002</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">624</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> [...]<br/> <br/> <span class="ft2"><b>143</b></span> <span class="ft2"><b>Hundehaltung; Zulässigkeit des Leinenzwangs bei lästigen Hunden</b></span><br/> <br/> <span class="ft3">Entscheid des Departements des Innern vom 15. April 2002 in Sachen J.S.</span><br/> <span class="ft3">gegen die Einwohnergemeinde B.</span><br/> <br/> <span class="ft4"><i>Sachverhalt</i></span><br/> <br/> <span class="ft1">Der Beschwerdeführer hält eine Riesenschnauzerhündin na-</span><br/> <span class="ft1">mens E.. Seit dem 13.10.2000 sind bei der Stadtpolizei verschiedene</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2002</span> <span class="title">Gemeinderecht</span> <span class="page_no">625</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">Meldungen eingegangen, wonach sich Anwohner durch das Verhal-</span><br/> <span class="ft1">ten der Hündin bedroht fühlten. Nachdem die Interventionen der</span><br/> <span class="ft1">Stadtpolizei beim Halter erfolglos blieben, wurde beim erneuten</span><br/> <span class="ft1">Vorfall vom 27.07.2001 durch die Stadtpolizei Strafanzeige gestellt.</span><br/> <span class="ft1">In der Folge erliess der Stadtrat B. am 14. November 2001 folgende</span><br/> <span class="ft1">Verfügung:</span><br/> <span class="ft5">"1.Herr J.S. wird verpflichtet, seinen Hund auf dem Gebiet der Stadt</span><br/> <span class="ft5">B. an der Leine zu führen. Er hat dafür zu sorgen, dass diese Massnahme</span><br/> <span class="ft5">auch von den Personen befolgt wird, die den Hund spazieren führen.</span><br/> <span class="ft5">2. Auf Antrag von Herrn S. wird eine allfällige Aufhebung des Lei-</span><br/> <span class="ft5">nenzwanges frühestens auf Beginn des Jahres 2003 überprüft.</span><br/> <span class="ft5">3. Herrn S. wird die Beseitigung des Hundes E. angedroht, falls sich</span><br/> <span class="ft5">trotz des Leinenzwanges weitere Zwischenfälle mit Fussgängern ereignen</span><br/> <span class="ft5">sollten.</span><br/> <span class="ft5">4. Einer allfälligen Beschwerde wird gemäss § 44 VRPG die auf-</span><br/> <span class="ft5">schiebende Wirkung entzogen.</span><br/> <span class="ft5">5. Falls diese Verfügung missachtet wird, behält sich der Stadtrat die</span><br/> <span class="ft5">Einreichung einer Strafanzeige beim Bezirksamt vor."</span><br/> <span class="ft1">Mit Eingabe vom 23. November 2001 reicht lic. iur. T. G. na-</span><br/> <span class="ft1">mens und mit Vollmacht seines Mandanten vorsorglich Beschwerde</span><br/> <span class="ft1">ein. Mit Schreiben vom 29. November 2001 stellt er folgendes</span><br/> <span class="ft1">Rechtsbegehren:</span><br/> <span class="ft5">"Es sei die Verfügung vom 14.11.2001 aufzuheben und Herrn S. die</span><br/> <span class="ft5">Erlaubnis zu erteilen, seinen Hund ab sofort wieder ohne Leinenzwang</span><br/> <span class="ft5">auszuführen."</span><br/> <span class="ft1">Mit Eingabe vom 7. Dezember 2001 stellt er zusätzlich den</span><br/> <span class="ft1">Antrag:</span><br/> <span class="ft1">"Es sei ein Kynologe beizuziehen, welcher in Bezug auf die</span><br/> <span class="ft1">Vorwürfe das Verhalten der Hündin E. prüft."</span><br/> <span class="ft1">Zur Begründung wird im Wesentlichen vorgebracht, dass die</span><br/> <span class="ft1">Hündin bei Prüfungen durch die Schweizerische Kynologische Ge-</span><br/> <span class="ft1">sellschaft stets ausgezeichnet abgeschnitten habe. Es sei bei ihr kein</span><br/> <span class="ft1">aggressives oder sonst wie störendes Verhalten festgestellt worden.</span><br/> <span class="ft1">Auch habe sie nie irgend jemanden gebissen oder jemandem Scha-</span><br/> <span class="ft1">den zugefügt. Der Beschwerdeführer sei bis anhin nie gebüsst wor-</span><br/> <span class="ft1">den. Die Verfügung stelle auf einen sehr allgemein gehaltenen Be-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2002</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">626</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">richt der Stadtpolizei ab. Sämtliche darin geltend gemachten Rekla-</span><br/> <span class="ft1">mationen bezögen sich auf das unangeleinte laufen lassen der Hün-</span><br/> <span class="ft1">din, welches aber erlaubt sei. Für eine Anwendung von § 17 Abs. 1</span><br/> <span class="ft1">des Polizeireglements müsste neben der Belästigung zusätzlich noch</span><br/> <span class="ft1">eine Gefährdung oder Schädigung im Sinne einer kumulativen Vo-</span><br/> <span class="ft1">raussetzung vorliegen. Unter diesen Umständen erscheine ein mehr</span><br/> <span class="ft1">als einjähriger Leinenzwang als völlig unverhältnismässig.</span><br/> <br/> <span class="ft4"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft1">2. a) Die Vollziehungsverordnung zum Gesetz über das Halten</span><br/> <span class="ft1">und Besteuern der Hunde vom 19. März 1915 sieht für bösartige,</span><br/> <span class="ft1">wutverdächtige und herrenlose Hunde als Massnahme einen Maul-</span><br/> <span class="ft1">korbzwang oder falls notwendig die Beseitigung vor (§ 7 Abs. 1 und</span><br/> <span class="ft1">2). Diese Bestimmung kann hier nicht zur Anwendung gelangen, da</span><br/> <span class="ft1">die Hündin E. unbestrittenermassen von ihrer Grundveranlagung her</span><br/> <span class="ft1">weder böse noch aggressiv ist. Indessen sind die möglichen Mass-</span><br/> <span class="ft1">nahmen zur Gewährung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit der</span><br/> <span class="ft1">Bürgerinnen und Bürger in der genannten Verordnung nicht</span><br/> <span class="ft1">abschliessend aufgeführt. Vielmehr kann der Gemeinderat gestützt</span><br/> <span class="ft1">auf die polizeiliche Generalklausel von § 37 Abs. 2 lit. f GG auch</span><br/> <span class="ft1">ohne spezialgesetzliche Grundlage zum Schutze der Polizeigüter</span><br/> <span class="ft1">gewisse Verfügungen oder Anordnungen treffen. Die polizeiliche</span><br/> <span class="ft1">Generalklausel hat dabei subsidiären Charakter, soweit also andere</span><br/> <span class="ft1">geeignete gesetzliche Grundlagen vorhanden sind, hat sich der Ge-</span><br/> <span class="ft1">meinderat auf diese zu berufen (vgl. Andreas Baumann, Die Kom-</span><br/> <span class="ft1">petenzordnung im aargauischen Gemeinderecht, Aarau 2001, S. 255</span><br/> <span class="ft1">f.). Die Stadt B. hat von der in § 37 Abs. 2 lit. f GG statuierten Kom-</span><br/> <span class="ft1">petenz Gebrauch gemacht und ein kommunales Polizeireglement</span><br/> <span class="ft1">erlassen. In erster Linie sind demnach die Bestimmungen zur Tier-</span><br/> <span class="ft1">haltung des Polizeireglements heranzuziehen, soweit diese nicht</span><br/> <span class="ft1">ausreichen die polizeiliche Generalklausel.</span><br/> <span class="ft1">b) Das allgemeine Polizeireglement (PR) der Stadt B. regelt</span><br/> <span class="ft1">unter dem Titel C. Schutz der öffentlichen Ordnung und Sicherheit in</span><br/> <span class="ft1">§ 17 die Tierhaltung. Gemäss § 17 Abs. 1 sind Tiere so zu halten,</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2002</span> <span class="title">Gemeinderecht</span> <span class="page_no">627</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">dass niemand belästigt wird und weder Menschen noch Tiere und</span><br/> <span class="ft1">Sachen gefährdet werden oder zu Schaden kommen. Nach § 17 Abs.</span><br/> <span class="ft1">3 ist es verboten, Hunde unbeaufsichtigt laufen zu lassen und auf</span><br/> <span class="ft1">verkehrsreichen Strassen und Plätzen sind Hunde an der Leine zu</span><br/> <span class="ft1">führen. Widerhandlungen gegen diese Vorschriften werden vom Ge-</span><br/> <span class="ft1">meinderat mit Verwarnung oder Geldbusse geahndet (§ 21 f. PR).</span><br/> <span class="ft1">Die Anordnung von verwaltungsrechtlichen Massnahmen anstelle</span><br/> <span class="ft1">einer Strafe ist zwar nicht explizit vorgesehen, da aber subsidiär die</span><br/> <span class="ft1">polizeiliche Generalklausel herangezogen werden kann, besteht für</span><br/> <span class="ft1">die Anordnung eines Leinenzwanges eine genügende gesetzliche</span><br/> <span class="ft1">Grundlage.</span><br/> <span class="ft1">c) Die Problematik mit der Hündin des Beschwerdeführers ist</span><br/> <span class="ft1">gemäss dem Journalauszug der Stadtpolizei B. seit dem 13.10.2000</span><br/> <span class="ft1">aktenkundig. Seither haben sich mehrere ähnlich gelagerte Vorfälle</span><br/> <span class="ft1">ereignet. Bemängelt wurde insbesondere, dass der Beschwerdeführer</span><br/> <span class="ft1">seine nichtangeleinte Hündin unbeaufsichtigt laufen lasse und damit</span><br/> <span class="ft1">naturgemäss nicht jederzeit auf sie einwirken könne. Selbst unter</span><br/> <span class="ft1">Aufsicht habe sie nicht immer auf Anhieb auf die Befehle des Halters</span><br/> <span class="ft1">reagiert. Ein solches Verhalten des Besitzers ist um so bedenklicher,</span><br/> <span class="ft1">als die Hündin - wie aus den rapportierten Vorfällen geschlossen</span><br/> <span class="ft1">werden muss - offenbar die Angewohnheit hat, auf andere Hunde</span><br/> <span class="ft1">zuzurennen und an Menschen emporzuspringen, ohne dass der Halter</span><br/> <span class="ft1">in der Lage wäre, dies zu unterbinden. Auffällig ist dabei, dass die</span><br/> <span class="ft1">Hündin gerade anlässlich des Kontrollganges der Stadtpolizei eben</span><br/> <span class="ft1">dieses bemängelte Verhalten gezeigt hat. Aufgrund der Aktenlage</span><br/> <span class="ft1">ergeben sich keine ins Gewicht fallenden Anhaltspunkte, welche</span><br/> <span class="ft1">dartun würden, dass die faktische Lage durch die Vorinstanz falsch</span><br/> <span class="ft1">beurteilt worden wäre. So basieren die Vorwürfe auf den Aussagen</span><br/> <span class="ft1">von mehreren Personen in verschiedenen von einander unabhängigen</span><br/> <span class="ft1">Ereignissen. Persönliche Aversionen mögen zwar eine Rolle spielen,</span><br/> <span class="ft1">doch vermag die unterschwellige Unterstellung, es liege eine Intrige</span><br/> <span class="ft1">vor, bei der sich selbst die Stadtpolizei beteiligt hätte, nicht zu über-</span><br/> <span class="ft1">zeugen. Ebenso wenig vermag die separate Stellungnahme des Be-</span><br/> <span class="ft1">schwerdeführers, in welcher einfach sämtliche zu seinen Ungunsten</span><br/> <span class="ft1">auszulegenden Ereignisse kategorisch in Abrede gestellt werden, die</span><br/> <span class="ft1">Plausibilität der Vorfälle zu beeinträchtigen. Es kann deshalb durch-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2002</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">628</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">aus auf den von der Vorinstanz erstellten Sachverhalt, dass der Be-</span><br/> <span class="ft1">schwerdeführer den nichtangeleinten Hund nicht jederzeit unter</span><br/> <span class="ft1">Kontrolle hält, abgestellt werden. Damit erübrigt sich auch der Bei-</span><br/> <span class="ft1">zug eines Kynologen. Das von der Hündin gezeigte Verhalten ist</span><br/> <span class="ft1">unzweifelhaft als lästig im Sinne des § 17 Abs. 1 PR zu bezeichnen.</span><br/> <span class="ft1">Die Argumentation des Beschwerdeführers bezüglich dem Nichtvor-</span><br/> <span class="ft1">handensein der kumulativen Voraussetzungen dieses Paragraphen ist</span><br/> <span class="ft1">hier fehl am Platze. § 17 PR statuiert eine Verhaltensvorschrift, wie</span><br/> <span class="ft1">Tiere zu halten sind. Selbstverständlich sind Tiere so zu halten, dass</span><br/> <span class="ft1">sie weder jemanden belästigen noch gefährden bzw. schädigen. Der</span><br/> <span class="ft1">Beschwerdeführer kann nicht ernsthaft der Ansicht sein, seine Hün-</span><br/> <span class="ft1">din dürfe andere Personen nach Belieben belästigen, solange diese</span><br/> <span class="ft1">dabei nur nicht verletzt werden oder anderweitig zu Schaden kom-</span><br/> <span class="ft1">men. Das Verhalten der Hündin ist zudem nicht bloss lästig, sondern</span><br/> <span class="ft1">unter objektiven Gesichtspunkten auch als bedrohlich einzustufen.</span><br/> <span class="ft1">Sicher kann nicht einfach auf ein subjektives Empfinden einzelner</span><br/> <span class="ft1">Anwohner oder Spaziergänger abgestellt werden. Wenn aber eine</span><br/> <span class="ft1">grosse Hündin auf jemanden zu und an ihm emporspringt, stellt dies</span><br/> <span class="ft1">für den Betroffenen zunächst einmal eine abstrakte Bedrohung dar.</span><br/> <span class="ft1">Dabei ist es unerheblich, dass anschliessend keine konkrete Gefahr</span><br/> <span class="ft1">vom Tier ausgeht und er also nicht gebissen wird. Für den ahnungs-</span><br/> <span class="ft1">losen Betroffenen ist es eine Zumutung, wenn er ein solches Verhal-</span><br/> <span class="ft1">ten tolerieren müsste. Die Ansicht des Beschwerdeführers, es handle</span><br/> <span class="ft1">sich dabei um reine Bagatellen, wird schon dadurch widerlegt, dass</span><br/> <span class="ft1">die Vorfälle eben der Polizei gemeldet und somit für die Betroffenen</span><br/> <span class="ft1">von Bedeutung waren, oder von der Polizei selbst wahrgenommen</span><br/> <span class="ft1">worden und damit aktenkundig geworden sind. Daraus kann nur</span><br/> <span class="ft1">gefolgert werden, dass er seine ihm als Hundehalter obliegenden</span><br/> <span class="ft1">Sorgfaltspflichten nicht mit dem genügenden Ernst wahrnimmt. Die</span><br/> <span class="ft1">einzelnen Vorfälle sind in ihrer Gesamtheit zu werten. Es liegt des-</span><br/> <span class="ft1">halb im öffentlichen Interesse, wenn der Stadtrat hier nicht einfach</span><br/> <span class="ft1">eine Busse verhängt, sondern zum Schutze der öffentlichen Ordnung</span><br/> <span class="ft1">und Sicherheit eine verwaltungsrechtliche Massnahme anordnet.</span><br/> <span class="ft1">d) Wie in allen Gebieten des öffentlichen Rechts hat der Stadtrat</span><br/> <span class="ft1">bei der Anordnung einer verwaltungsrechtlichen Massnahme das</span><br/> <span class="ft1">Verhältnismässigkeitsprinzip zu beachten. Gemäss bundesgerichtli-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2002</span> <span class="title">Gemeinderecht</span> <span class="page_no">629</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">cher Praxis besagt das genannte Prinzip, dass polizeiliche Eingriffe</span><br/> <span class="ft1">nicht schärfer sein dürfen, als es der Zweck der Massnahme erfor-</span><br/> <span class="ft1">dert, und dass sie unzulässig sind, wenn ein geringerer Eingriff zum</span><br/> <span class="ft1">Ziele führt (Imboden/Rhinow, Schweizerische Verwaltungsrecht-</span><br/> <span class="ft1">sprechung, 5. Auflage, Nr. 58 B. I.). Mit anderen Worten verlangt der</span><br/> <span class="ft1">Grundsatz der Verhältnismässigkeit, dass eine Einschränkung nicht</span><br/> <span class="ft1">über das hinausgeht, was notwendig ist, um den Zweck zu erfüllen,</span><br/> <span class="ft1">welchem sie dient. Da die Ermahnungen durch die Stadtpolizei er-</span><br/> <span class="ft1">folglos geblieben sind und der Beschwerdeführer seine diesbezügli-</span><br/> <span class="ft1">che Selbstverantwortung nicht wahrgenommen hat, sich im Gegen-</span><br/> <span class="ft1">teil weiterhin uneinsichtig zeigt, ist der angeordnete Leinenzwang</span><br/> <span class="ft1">sicherlich das geeignete Mittel um das Verhalten der Hündin zu un-</span><br/> <span class="ft1">terbinden. Auch wird vom Beschwerdeführer weder dargelegt, worin</span><br/> <span class="ft1">die Unverhältnismässigkeit des Leinenzwanges bestehen soll noch</span><br/> <span class="ft1">welche andere weniger einschneidende Massnahme allenfalls in Be-</span><br/> <span class="ft1">tracht käme. Da davon auszugehen ist, dass sich das Verhalten des</span><br/> <span class="ft1">Hundehalters nicht ändern wird, ist die Anordnung eines Leinen-</span><br/> <span class="ft1">zwanges notwendig und damit auch verhältnismässig.</span><br/> <br/></div> </div> </body> </html>