Loi sur les forêts 1790 2 octobre 1991 #ST# Zwölfte Sitzung - Douzième séance Mittwoch, 2. Oktober 1991, Vormittag Mercredi 2 octobre 1991, matin 08.00h Vorsitz - Présidence: Herr Bremi Präsident: Ich darf zu Beginn der Sitzung Herrn Kollege Nuss- baumer ganz herzlich zu seinem 60. Geburtstag gratulieren. (Beifall) #ST# 88.048 Waldgesetz Loi sur les forêts Differenzen - Divergences Siehe Seite 1524 hiervor - Voir page 1524 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 26. September 1991 Décision du Conseil des Etats du 26 septembre 1991 Art. 12,23 Abs. 4 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Art. 12,23 al. 4 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats M. Houmard, rapporteur: Après la deuxième lecture de la loi sur les forêts, six divergences subsistaient. Lors de sa séance du 26 septembre, le Conseil des Etats nous a suivis pour qua- tre objets. L'article 9, qui traite de la compensation lors d'octrois d'autori- sations de défrichement est maintenu dans notre version. L'article 15, alinéa 3, le fameux article barrière, est également maintenu. L'article 38, alinéa 2, a été mis au point. Il s'agissait d'une question de rédaction du texte allemand. Le complé- ment de la lettre d de ce deuxième alinéa demandant que la desserte respecte la forêt en tant que biocénose naturelle est maintenu dans la version du Conseil national. En revanche, l'article 12 a été nettement allégé par le Conseil des Etats. Comme vous le constatez sur le dépliant, le Conseil des Etats supprime la référence aux plans directeurs et limite la portée de cet article uniquement aux plans d'affectation. On évite donc de parler spécialement des plans directeurs à cet article. Si l'on accepte ce principe, on peut, comme l'a fait le Conseil des Etats, biffer les alinéas 1 et 3 de cet article et main- tenir uniquement l'alinéa 2 qui fait référence à la zone d'affec- tation. On maintient donc l'essentiel de cet article en précisant que l'insertion de forêts dans une zone d'affectation est subor- donnée à une autorisation de défricher. Ainsi, tout ce qui concerne l'étude de base de l'aménagement du territoire, c'est-à-dire le plan directeur, est réglé selon les articles 6 et suivants de la loi sur l'aménagement du territoire. En revanche, le fait de maintenir l'alinéa 2 démontre la volonté de subordonner l'insertion des forêts dans une zone d'affecta- tion à une autorisation de défricher. C'est donc l'essentiel de l'article qui subsiste. La décision du Conseil des Etats a été prise à l'unanimité. Notre commision qui s'est réunie propose également à l'unanimité moins une abstention d'en faire de même. La deuxième divergence concerne l'article 23. En deuxième lecture, notre conseil avait maintenu la forme imperative quant à la délimitation des réserves forestières. Nous avions biffé par contre la deuxième phrase traitant de l'indemnité avec le pro- priétaire en cas de restriction de la propriété équivalant à une expropriation. Le Conseil des Etats retient notre version, mais propose à l'unanimité la formule potestative, la «Kann-For- mel». Notre commission remarque que l'essentiel est main- tenu dans cet article. D'une part, on précise le but des réser- ves, c'est-à-dire celui de préserver la conservation de la diver- sité des espèces animales et végétales, et, d'autre part, on de- mande que les surfaces prévues aient une certaine ampleur. Forte de ces constatations, la commission vous propose à l'unanimité, moins une abstention également, d'accepter la version du Conseil des Etats. Arrivé au terme de la discussion de la loi sur les forêts, je tiens à remercier les membres de la commission, l'administration, la direction des forêts et le chef du département de l'esprit dans lequel cette loi a finalement été revisée. Nous avons évité de traiter cette loi sous le coup d'une trop forte émotion. Le résul- tat est bon. Nous sommes arrivés à concilier le plus efficace- ment possible les intérêts relatifs aux trois fonctions de laforêt. Ainsi, la loi sur la police des forêts a été avantageusement ac- tualisée, tout en laissant aux cantons une marge de manoeu- vre permettant une adaptation aux conditions régionales. Si vous acceptez de suivre votre commission en confirmant la version du Conseil des Etats aux articles 12 et 23, nous au- rons, onze ans après le dépôt de ma motion demandant la ré- vision de cette loi, réussi à la mettre.sous toit. Bircher Silvio, Berichterstatter: Von ursprünglich sechs Diffe- renzen hat der Ständerat bei vier Differenzen nachgegeben. Es verbleiben uns heute also noch zwei Punkte, die sowohl bei uns als auch beim Ständerat sehr umstritten waren. Die erste Differenz ist bei Artikel 12, bei uns gerne als Schick- salsartikel bezeichnet, weil er wie das Trojanische Pferd den Schutzgedanken des Gesetzes unterlaufen könnte. So wurde immer wieder argumentiert. In der Fassung des Ständerates ist nun Artikel 12 eindeutig entschärft worden. Er lautet schlicht und einfach: «Die Zuweisung von Wald zu einer Nut- zungszone bedarf einer Rodungsbewilligung.« In seiner ursprünglichen Form sah dieser Artikel vor, dass Wald via kantonale Richtpläne in eine Nutzungszone umgeteilt werden kann. Neu wird nun auf diesen Richtplan verzichtet. Jetzt hat die Interessenabwägung, ob Wald im konkreten Fall genutzt werden darf, auf dem Niveau des Nutzungsplanes stattzufinden. Dazu ist eine Rodungsbewilligung nötig, und die Bedingungen, unter denen eine solche Rodungsbewilli- gung konkret erteilt werden kann, sind ja bekanntlich in Arti- kel 6 sehr detailliert geregelt; das Beschwerderecht kommt hier ebenfalls zur Anwendung. Ich glaube, dass damit eine Fassung gefunden werden konnte, die dem Ziel der Walder- haltung, aber auch dem Schutz des Waldes gerecht wird. Wir beantragen Zustimmung zur Fassung des Ständerats. Wir beantragen auch Zustimmung bei Artikel 23 - der zweiten Differenz -, in welchem die Waldreservate geregelt sind. Der Nationalrat hätte hier gerne einen verpflichtenden Auftrag an die Kantone zur Ausscheidung von Waldreservaten gegeben. Der Ständerat aber entschied sich für die Kann-Formel. Wir schliessen uns deshalb an, weil wir die klare gesetzliche Regelung begrüssen - sie ist in diesem Artikel immerhin ent- halten - und weil auch gesagt wird, wozu die Ausscheidung von Reservaten zu erfolgen habe, nämlich zur Erhaltung der Artenvielfalt von Flora und Fauna; für diesen Zweck sind auch die Finanzhilfen vorgesehen und klar geregelt. Es darf auch er- wartet werden, dass die Kantone diese Kompetenz wirklich ausschöpfen. Schliesslich ist es sehr zu begrüssen, dass wir dieses Gesetz noch in dieser Legislatur verabschieden können. Die Verord- nung scheint bereit zu sein. Man will mit der Ausgestaltung un- serer neuen gesetzlichen Bestimmungen beginnen. Es hat nun fast neunzig Jahre gedauert, bis das alte, zum Teil über- holte Forstpolizeigesetz durch ein neues, moderneres, auf ökonomische und ökologische Gesichtspunkte abgestütztes Waldgesetz ersetzt werden konnte.2. Oktober 1991 N 1791 Hochschulförderung. Kredite 1992-1995 In diesem Sinn danken wir auch den Räten und dem Departe- ment, dass sie hier diesen letzten Schlussspurt so effizient mit- gemacht haben, damit jetzt in dieser Herbstsession das Ge- setz verabschiedet werden kann. Von Seiten der Kommission beantragen wir fast einstimmig, bei diesen zwei letzten Differenzen nachzugeben. Ich bitte Sie, das gleiche zu tun. Bundespräsident Cotti: Wie schon einige Male hier betont, war Artikel 12 für den Bundesrat eigentlich nie der Schicksals- artikel, von dem man oft gesprochen hat. Zentral - das war unsere Argumentation - ist die Rodungsbe- willigungspflicht beim Einbezug einer Waldfläche in einen Nut- zungsplan. Und diese zentrale Aussage bleibt in Artikel 12 ent- halten, so dass ich hier das Einverständnis des Bundesrates mitteilen kann, genauso wie zum Beschluss des Ständerates zu Artikel 23. Ich möchte auch die Gelegenheit benützen, um festzustellen, dass das Parlament mit dieser Arbeit ein fast hundertjähriges Gesetz ablöst, und zwar- nach Meinung des Bundesrates - in bester Art und Weise ablöst. Ich teile die Auffassung des Kom- missionspräsidenten: Es ist hier gelungen, eine gute, objek- tive Konziliation zwischen verschiedenen Bedürfnissen herzu- stellen. Lassen Sie mich die zwei Hauptbedürfnisse erwäh- nen: das wirtschaftliche und das ökologische. Ich möchte der Kommission und insbesondere den beiden Berichterstattern bestens danken. Angenommen -Adopté An den Ständerat-Au Conseil des Etats #ST# 91.040 Hochschulförderung. Kredite 1992-1995 Aide aux universités. Crédits 1992-1995 Botschaft und Beschlussentwürfe vom 3. Juni 1991 (BBIII11009) Message et projets d'arrêté du 3 juin 1991 (FFII11025) Kategorie III, Art. 68 GRN-Catégorie III, art. 68 RCN Antrag der Kommission Eintreten Proposition de la commission Entrer en matière Fierz, Berichterstatter: Wir haben hier die «Botschaft über die Kredite nach dem Hochschulförderungsgesetz in den Jahren 1992-1995 und über Sondermassnahmen zur Förderung des akademischen Nachwuchses» vor uns. Es liegen uns fünf Be- schlussentwürfe vor. Ich möchte vorausschicken, dass diese in der Kommission beinahe nichts zu reden gaben. Ich werde mich deshalb sehr kurz fassen und allfällige Erläuterungen noch dem Herrn Bundespräsidenten überlassen, wenn Fra- gen auftauchen. Beschluss A regelt die Beiträge an die kantonalen Hochschu- len nach dem neuen Hochschulförderungsgesetz, das wir sel- ber verabschiedet haben. Es konkretisiert also im wesentlichen die Zielsetzungen, die Zielvorgaben, diewirselberunlängstfor- muliert haben. Insofern gibt es hier nichts zu diskutieren. Eine Diskussion entspann sich lediglich über die Frage der Koordi- nation unter den Hochschulen. Auf diese Frage wird im Rah- men eines Minderheitsantrages zurückzukommen sein. Die Grundbeiträge und die Investitionsbeiträge an unsere kan- tonalen Hochschulen machen zusammen 2,2 Milliarden Fran- ken in vier Jahren aus. In Beschluss B werden 106 Millionen Franken für die Nach- wuchsförderung im universitären Bereich anbegehrt. Das Ziel ist einerseits, dass wir den Mittelbau gezielt verstärken kön- nen, um das Betreuungsverhältnis für die Studentinnen und Studenten, das teilweise in eine katastrophale Dimension ge- rutscht ist, zu verbessern; andererseits wollen wir damit den Nachwuchs für die Hunderte von Professorenstellen sichern, die es bis zum Jahr 2000 zu besetzen gilt. Man hört hin und wieder, dass es Mühe mache, im eigenen Land geeignete Kandidaten für diese Stellen zu finden. Die Vorlage will hier so- mit wenigstens das Finanzielle tun, um diese Zustände zu ver- bessern. Eine Zielsetzung ist auch die Frauenförderung. Ein Drittel der durch diese Massnahmen zu schaffenden Stellen soll mit Frauen besetzt werden. Der Beschluss C spricht mit ähnlicher Zielsetzung 20 Millio- nen Franken für die Nachwuchsförderung im ETH-Bereich. Auch dort sollen die Frauen gefördert werden, in ähnlicher Weise wie in Beschluss B. Hier möchte ich einen Einschub bezüglich Frauenförderung machen: Es wurde in der Kommission gesagt, man höre die Töne wohl, aber es fehle etwas der Glaube; bei der Frauenför- derung sei es nicht allein mit der Zusprechung von finanziellen Mitteln getan. Es ist in der Botschaft ebenfalls die Rede davon, dass man die überlangen Ausbildungszeiten an unseren Hochschulen raffen und straffen sollte. Es ist mir erst letzthin aufgefallen - ich möchte mir diese Bemerkung erlauben -, dass die Straffung der Ausbildungszeiten sehr viel mit Frauen- förderung zu tun hat. Wenn eine Frau eine Matur und eine Hochschulausbildung machen und noch etwas Praxis erwer- ben kann, bevor sie eine Familie hat, dann ist später ihr Wie- dereinstieg einigermassen gesichert, weil sie schon in der Pra- xis gestanden hat; das erleichtert ihr den Wiedereinstieg sehr. Wenn wir jetzt die Ausbildungszeiten so lange machen, dass die Leute beinahe vergreisen, bevor sie ins Berufsleben kom- men, dann können die Frauen die praktischen Erfahrungen nicht mehr sammeln, die ihnen später den Wiedereinstieg er- möglichen würden. Ich darf doch hier, damit es nicht leere Töne bleiben, auf diesem Befund insistieren. Der Beschluss D verlangt 20 Millionen Franken für die Verbes- serung der Wohnsituation der Studenten an den ETH. Wir ha- ben auch in diesem Rat lange Diskussionen über die Wohnsi- tuation der Studenten geführt, und es blieb unbestritten und wurde grossmehrheitlich unterstützt, dass wir zur Erleichte- rung dieser Situation etwas zu tun haben. Dies ist also auch ein Beschluss, der unbestritten blieb. Der Beschluss E ist eine reine Formsache. Es gab Institutio- nen, die früher durch das Hochschulförderungsgesetz sub- ventioniert wurden und die neu durch das Forschungsgesetz subventioniert werden. Da das Hochschulförderungsgesetz jetzt ein Jahr früher als ursprünglich angenommen in Kraft tre- ten kann, besteht für gewisse Institutionen eine Finanzie- rungslücke von 6 Millionen Franken, die eine Anpassung der Grundbeiträge für die Beitragsperiode veranlasst. Auch dieser Bundesbeschluss blieb in der Kommission unbestritten. M. Borei, rapporteur: Les crédits proposés le sont pour les quatre prochaines années. Il s'agit, en chiffres ronds, de 1,8 milliard de subventions de base pour les universités, de 308 millions d'investissements universitaires classiques (bâti- ments, etc.), de 112 millions pour les foyers d'étudiants, dont 92 millions destinés aux étudiants des universités, et 20 millions à ceux des polytechnicums et, enfin, de 130 millions à l'encouragement à la relève, environ 80 pour cent étant destinés aux universités et 20 pour cent aux Ecoles polytechniques. Il y a peu de commentaires à faire sur les subventions de base aux universités, car nous ne faisons qu'appliquer les principes généraux que nous avons décidés récemment en adoptant une modification de la loi sur l'aide aux universités. On peut cependant signaler quelques points, en rappelant tout d'abord que ces subventions de base aux universités, qui re- présentaient 18,8 pour cent des dépenses universitaires en 1979, ne représentaient plus que 14,6 pour cent en 1991. L'érosion a été stoppée et, pour la période à venir, la subven-Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Waldgesetz Loi sur les forêts In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1991 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 12 Séance Seduta Geschäftsnummer 88.048 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 02.10.1991 - 08:00 Date Data Seite 1790-1791 Page Pagina Ref. No 20 020 345 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. 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