B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-1687/2011 U r t e i l v o m 1 2 . A u g u s t 2 0 1 3 Besetzung Richter Michael Peterli (Vorsitz), Richter Stefan Mesmer, Richter Daniel Stufetti, Gerichtsschreiberin Sandra Tibis. Parteien X._______ AG, vertreten durch Arbenz + Partner AG, Herr Hannes Arbenz, Hungerbüelstrasse 22, 8501 Frauenfeld, Beschwerdeführerin, gegen Suva, Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern, Vorinstanz. Gegenstand Einreihung in den Prämientarif BUV und NBUV 2011. C-1687/2011 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a Die X._______ AG mit Sitz in Winterthur betätigt sich gemäss Ha n- delsregistereintrag im Handel mit allen Arten von Treib - und Brennstoffen sowie Schmierölen; sie kann ferner Transporte für Dritte ausführen, sich an anderen Unternehmungen beteiligen sowie Liegenschaften und Wer t- schriften erwerben, verwalten und veräussern. Die Arbeitnehmenden der X._______ AG, der Y ._______ AG und der Z._______ AG waren als Gruppe unter der Z._______ AG bei der Schweizersichen Unfallversiche- rungsanstalt (nachfolgend: Suva oder Vorinstanz) für das Berufs - und Nichtberufsunfallrisiko versichert. A.b Die betrieblichen Tätigkeiten aus der Z._______ AG wurden per 1. Januar 2011 bei der X._______ AG zusammengefasst, weshalb die X._______ AG der Suva am 15. November 2010 eine neue Betriebsb e- schreibung einreichte (S uva-act. 2 bis 5). Die Suva erstellte in der Folge für die X._______ AG eine eigene Kundennummer und reihte jene m it Verfügungen vom 22. November 2010 (S uva-act. 6 und 7) per 1. Januar 2011 bezüglich Nichtberufsunfallversicherung (NBUV) neu in den Pr ä- mientarif der Klasse 45G, Stufe 091 (Nettoprämiensatz 1,615%, Brutt o- prämiensatz 1,94%) und bezüglich Berufsunfallversicherung (BUV) in den Prämientarif der Klasse 45G, Unterklassenteil D0, Stufe 096 (Nettopr ä- miensatz 2,061%, Bruttoprämiensatz 2,5556%) ein. B. Gegen di e Einreihung en in den Prämientarif erhob die X._______ AG, vertreten du rch die Arbenz + Partner AG, mit E-Mail vom 25. November 2010 (Suva -act. 11) und Schre iben vom 14. Dezember 2010 (Suva - act. 13) Einsprache bei der S uva. Sie beantragte die Aufhebung der Ve r- fügungen und die Überprüfung der Neueinreihung en. Zur Begründung führte sie aus, das Tätigkeitsgebiet der X._______ AG habe sich nicht verändert; das Unternehmen betreibe – wie schon seit Jahrzehnten – schwergewichtig Handel mit Brenn- und Treibstoffen; die Einreihung in ei- ne neue Tarifklasse sei deshalb nicht gerechtfertigt. C. Mit Einspracheents cheid vom 17. Februar 2011 (Suva -act. 17) wies die Suva die Einsprache ab. C-1687/2011 Seite 3 D. Gegen de n Einspracheentscheid vom 17. Februar 2011 erhob die X._______ AG (nachfolgend: Beschwerdeführerin), vertreten durch die Arbenz + Partner AG, mit Eingabe vom 18. März 2011 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht (BVGer-act. 1). Sie beantragte die Aufhebun g des Einspracheentscheids und die Beibehaltung der Einreihung in der Klasse 52A, Unterklassenteil L0; alles unter Kosten- und Entschädigungs- folge. Zur Begründung führte sie aus, der überwiegende Lohnanteil von 77%, bestehend aus Lagerung, Umschlag und Adm inistration sei der Klasse 52A (Handels - und Lagerbetrieb), Unterklasse L0 (Brenn - und Treibstoffhandel) zuzuordnen. Es sei deshalb nicht nachvollziehbar, wieso nun der gesamte Betrieb der Klasse 45G (Sanitär - Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik; Bauspen gler; Kaminfeger), Unterklasse D0 (Tankrev i- sion) zugeordnet werde, zumal die handelsfremden betrieblichen Täti g- keiten (hier: Tankrevisionen) nur 23% der Lohnsumme ausmachten. Im Übrigen, so die Beschwerdeführerin, sei sie nicht als Neubetrieb zu b e- trachten, da sie bereits in der Gruppe der Z._______ AG als eigenständi- ge Einheit geführt worden sei und sich die betrieblichen Verhältnisse nicht geändert hätten, sondern lediglich die bisherigen betrieblichen Tätigkeiten neu zusammengefasst worden seien. E. Am 21. April 2011 ist der mit Zwischenverfügung vom 23. März 2011 ein- verlangte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- beim Bundesver- waltungsgericht eingegangen (BVGer-act. 4). F. Mit Vernehmlassung vom 4. Juli 2011 (BVGer-act. 8) beantragte die Vo r- instanz die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie aus, die Beschwerdeführerin sei früher als Subnummer der Z._______ AG ge- führt worden und jetzt unter einer eigenen Betriebsnummer erfasst. Zu- folge Auflösung der gemeinsamen Einreihung mit der Z._______ AG sei die Beschwerdeführerin neu eingereiht worden. Da für Subnummern l e- diglich separate Rechnungen gestellt würden aber keine eigene Risik o- statistik geführt werde, müsse die Beschwerdeführerin als Neubetrieb b e- handelt werden. In Bezug a uf die P rämienbemessung führte s ie aus, dass die Beschwerdeführerin nicht mehr als Handelsbetrieb zu qualifizi e- ren sei, da der Anteil ihrer gewerblichen Tätigkeiten 20% übersteige. Weil der grösste T eil der von der Beschwerdeführerin ausgeübten gewerbl i- chen Tätigkeiten die Tankrevision sei, sei der Betrieb der Klasse 45G z u- zuordnen. C-1687/2011 Seite 4 G. Mit Replik vom 7. September 2011 (BVGer-act. 10) hielt die Beschwerde- führerin an ihren bisherigen Anträgen fest. H. Mit Duplik vom 31. Oktober 2011 (BVGer -act. 14) hielt auch die Vori n- stanz an ihrem Antrag fest. I. Mit Eingaben vom 22. November 2011 (BVGer -act. 16) und vom 2. Dezember 2011 (BVGer-act. 18) äusserte sich die Beschwerdeführerin zur Duplik und hielt an ihren bisherigen Ausführungen fest. J. Auf die weiteren Vorbringen der Parteie n und die eingereichten Bewei s- mittel ist – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nachfo l- genden Erwägungen einzugehen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwer den gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelt en die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Die Suva ist eine Vor instanz im Sinne von Art. 33 lit. e VGG. Die Zuständigkeit des Bundes verwaltungsgerichts zur Beurteilung von Beschwer den gegen Einspra cheentscheide über die Zuteilung der Betriebe und de r Versicherten zu den Klassen und Stufen der Prämientarife ist in Art. 109 lit. b UVG ausdrücklich geregelt und vo r- liegend gegeben. 1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Vorbehalten bleiben gemäss Art. 3 lit. dbis VwVG die besonderen Bestim - mungen des Bundesge setzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgeme i- nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1). C-1687/2011 Seite 5 1.3 Die Beschwerde wurde frist - und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 38 ff. und Art. 60 ATSG, Art. 52 VwVG). Als Adressatin des Ein spra- cheentscheides ist die Beschwer deführerin durch die ange fochtene Ver- fügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung (vgl. Art. 59 ATSG, Art. 48 Abs. 1 VwVG). Da auch der Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde, ist auf die Beschwerde ein- zutreten. 2. 2.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerdeve r- fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Mis s- brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder u n- vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unangemessenheit des Entscheides beanstanden (Art. 49 VwVG). 2.2 Nach der Rechtsprechung hat auch eine Rechtsmittelbehörde, der volle Kognition zusteht, in Ermessensfragen einen Entscheidungsspie l- raum der Vorinstanz zu respektieren. Sie hat eine unangemessene En t- scheidung zu korrigieren, kann aber der Vorinstanz die Wahl unter mehre- ren angemessenen Lösungen überlassen (BGE 133 II 35 E. 3). Das Bun- desverwaltungsgericht hat daher nur den Entscheid der unteren Instanz zu überprüfen und sich nicht an deren Stelle zu setzen (vgl. BGE 126 V 75 E. 6). Insbesondere dann, wenn die Ermessensausübung, die Anwendung unbestimmter Rechtsbegriffe oder die Sachverhaltswür- digung hochstehende, spezialisierte technische, wissenschaftliche oder wirtschaftliche Kenntnisse erfordert, ist eine Zurückhaltung des Gerichts bei der Überprüfung vorinstanzlicher Bewertungen angezeigt (vgl. BGE 135 II 296 E. 4.4.3, 133 II 35 E. 3, 128 V 159 E. 3b/cc). Es stellt d a- her keine unzulässige Kognitionsbeschränkung dar, wenn das Gericht − das nicht als Fachgericht ausgestaltet ist − nicht ohne Not von der Au f- fassung der Vorinstanz abweicht, soweit es um die Beurteilung techn i- scher, wirtschaftlicher oder wissenschaftlicher Spezialfragen geht, in d e- nen die Vorinstanz über ein besonderes Fachwissen verfügt (vgl. BGE 135 II 296 E. 4.4.3, 133 II 35 E. 3 mit Hinweisen; siehe zum Ganzen auch YVO HANGARTNER, Behördenrechtliche Kogniti onsbeschränkungen in der Verwaltungsrechtspflege, in: Bovay/Nguyen [Hrsg.], Mélanges en l'honneur de Pierre Moor, Bern 2005, S. 319 ff.; RETO FELLER/MARKUS MÜLLER, Die Prüfungszuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts – Probleme in der praktischen Umsetzung, Schweizerisches Zentralblatt für Staats- und Verwaltungsrecht [ZBl] 110/2009 S. 442 ff.). C-1687/2011 Seite 6 2.3 Im Bereich der Prämientarife besteht die Überprüfungsbefugnis des Bundesverwaltungsgerichts einerseits darin, die richtige Anwendung des Tarifs zu kontrollieren; andererseits kann es – im Rahmen der konkreten Normenkontrolle − die der Verfügung zu Grunde liegenden Tarifpositionen auf ihre Gesetz- und Verfassungsmässigkeit überprüfen. Dem Unfallversicherer steht bei der Festsetzung des Prämientarifs für die Berufsunfallversicherung ein weiter Ermessensspielraum zu. In diesen greift das Gericht nur mit grosser Zurückhaltung ein; in der Regel ledi g- lich, wenn die Anwendung einer Tarifposition mit dem Gleichbehan d- lungsgebot (Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]) unvereinbar ist, dem Gedanken der Risikogerechtigkeit (Art. 92 Abs. 1 UVG) widerspricht oder wenn der Tarif sich nicht von objektiven Überlegungen leiten lässt (vgl. BGE 126 V 344 E. 4a; RKUV 1998 Nr. U 294 S. 230 E. 1c). Es darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass bei der Festsetzung von Tarifen unter Umständen komplexe und allenfalls in der Zielrichtung widersprüchliche Aspekte auf einen Nenner zu bringen sind. Das kann zur Folge habe n, dass eine bestimmte Tarifposition, die für sich allein genommen diskut a- bel erscheint, im Kontext des Tarifs trotzdem nicht zu beanstanden ist (Ur- teil des Bundesgerichts [BGer] U 240/03 vom 2. Juni 2004 E. 3.2.2). Eine Tarifposition darf deshalb nicht lo sgelöst von den übrigen Tarifbesti m- mungen gewürdigt werden, sondern ist im Gesamtzusammenhang zu beurteilen (BVGE 2007/27 E. 3.2; Urteil der Eidgenössischen Rekur s- kommission für die Unfallversicherung [nachfolgend: Rekurskommission] vom 13. Dezember 2004, publiziert in VPB 69.73 E. 3). 2.4 Das Bundesverwaltungsgericht überprüft ansonsten den angefocht e- nen Entscheid frei, dies unter Berücksichtigung der vorgebrachten R ü- gen. Die Beschwerdeinstanz hat mithin nicht zu untersuchen, ob sich die angefochtene Verfügung unter schlechthin allen in Frage kommenden Aspekten als korrekt erweist, sondern untersucht im Prinzip nur die vo r- gebrachten Beanstandungen. Von den Verfahrensbeteiligten nicht aufg e- worfene Rechtsfragen werden nur geprüft, wenn hierzu aufgrund der Par- teivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 119 V 347 E. 1a; ALEXANDRA RUMO- JUNGO, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherung s- recht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Aufl., Zürich 2003, S. 348). C-1687/2011 Seite 7 3. Zunächst ist zu prüfen, ob die Vorinstanz bei der Beschwerdeführerin zu Recht von einer Veränderung der Betriebsverhältnisse ausgegangen ist und eine Neueinreihung demzufolge grundsätzlich angezeigt war. 3.1 Gemäss Art. 92 Abs. 2 UVG wer den für die Bemessung der Prämien in der Berufsunfallversicherung die Betriebe nach ihrer Art und ihren Ve r- hältnissen in Klassen des Prämientarifs und innerhalb dieser in Stufen eingereiht. Massgebend sind dabei insbesondere die Unfallgefahr und der Stand der Unfallverhütung. Änderungen in der Betriebsart und in den Betriebsverhältnissen sind dem zuständigen Versicherer innert 14 Tagen anzuzeigen. Bei erheblichen Änderungen (namentlich bei Verschiebun- gen der prozentualen Anteile der betrieblichen Tätigkeit ; vgl. Prämien - Wegleitung für das Jahr 2011 [Betriebserfassung/Betriebsbeschreibung]) kann der Versicherer die Zuteilung zu den Klassen und Stufen des Pr ä- mientarifs ändern, gegebenenfalls rückwirkend (Art. 92 Abs. 4 UVG). Auf- grund der Risikoerfahrungen kann der Versicherer von sich aus oder auf Antrag von Betriebsinhabern die Zuteilung bestimmter Betriebe zu den Klassen und Stufen des Prämientarifs jeweils auf den Beginn des Rec h- nungsjahres ändern (Art. 92 Abs. 5 UVG). 3.2 Die Beschwerdeführerin machte diesbezü glich geltend, es lägen w e- der erhebliche Änderungen in der Betriebsart noch in den Betriebsve r- hältnissen vor. Bisherige Tätigkeiten seien neu zusammengefasst wo r- den, was jedoch insgesamt keine wesentlichen Änderungen zur Folge gehabt habe. 3.3 Die Vorinstanz führte aus, die Beschwerdeführerin sei bis Ende 2010 als Subnummer der Z._______ AG erfasst gewesen; nun hätten sich die Verhältnisse durch die Neuaufteilung der betrieblichen Tätigkeiten verän- dert und eine Neueinreihung sei notwendig geworden. Für Sub nummern würden praxisgemäss – basierend auf deren Lohnsummen – zwar sepa- rate Rechnungen gestellt, indes würden für jene keine eigenen Risikost a- tistiken geführt, weshalb vorliegend eine Neueinreihung zum Basissatz, ohne Berücksichtigung früherer Risikostati stiken, vorgenommen worden sei. 3.4 Die Beschwerdeführerin hat te bei der Vorinstanz am 15. November 2010 eine neue Betriebsbeschreibung eingereicht. Ferner bestätigte sie mit ihren Ausführungen, dass die betrieblichen Tätigkeiten neu aufgeteilt worden seien und sich deshalb die Verhältnisse verändert hätten . Aus ei-C-1687/2011 Seite 8 ner Aktennotiz der Vorinstanz (Suva -act. 15) ist ferner ersichtlich, dass sich durch die Neuaufteilung der betrieblichen Tätigkeiten die prozentuale Aufteilung der durch die Beschwerdeführerin ausgeü bten Tätigkeiten und die darauf entfallende Lohnsumme verändert ha t. Die Beschwerdeführ e- rin bestritt im Rahmen des Beschwerdeverfahrens denn auch nicht, dass sich die Verhältnisse verändert hätten, aber sie stellte in Abrede, dass deshalb eine Neueinreihun g in eine neue Klasse gerechtfertigt sei. Auf- grund der Akten ist davon auszugehen, dass sich die betrieblichen Ve r- hältnisse der Beschwerdeführerin tatsächlich verändert haben, und dass die Überprüfung der Einreihung deshalb grundsätzlich angezeigt war. 4. Nachfolgend ist somit zu prüfen, ob nach der Überprüfung der Einreihung die Neueinteilung der Beschwerdeführerin in die Klasse 45G, Unterklasse D0 gestützt auf die neue Betriebsbeschreibung korrekt war. Zunächst ist auf die bei der Prämientarifgestaltung und der Einreihung der Betriebe in diesen Tarif zu beachtenden wichtigsten gesetzlichen B e- stimmungen und massgebenden Grundsätze einzugehen. 4.1 Für die Bemessung der Prämien in der Nichtberufsunfallversicherung können Tarifklassen gebildet werden. Die Prämien dürfen nicht nach dem Geschlecht der versicherten Personen abgestuft werden (Art. 92 Abs. 6 UVG). 4.2 Die Betriebe oder Betriebsteile sind so in Klassen und Stufen des Prämientarifs einzureihen, dass die Kosten der Berufsunfälle und Beruf s- krankheiten einer Risik ogemeinschaft voraussichtlich aus den Nettopr ä- mien bestritten werden können (Art. 113 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 [UVV, SR 832.202]). Die Be- triebe oder Betriebsteile sind folglich nach Massgabe ihres Risikos in d ie Klassen und Stufen des Prämientarifs einzuteilen (Grundsatz der risik o- gerechten Prämien). 4.2.1 Bei der Suva bestehen die Risikogemeinschaften in der BUV aus Klassen, Unterklassen und Unterklassenteilen. Klassen sind Risikog e- meinschaften, in welchen zum Zweck der langfristigen Finanzierung U n- terklassen desselben Wirtschaftszweigs zusammengefasst werden. In der Risikogemeinschaft Unterklasse werden zum Zweck der statistischen Auswertung Unterklassenteile derselben Branchen zusammengefasst. Unterklassenteile sind Risikogemeinschaften, in welchen zum Zweck der C-1687/2011 Seite 9 Prämienbemessung gleichartige Betriebe und Betriebsteile mit gleichart i- gem Unfallrisiko zusammengefasst werden (vgl. Art. 13 des Prämientarifs der Suva [Reglement des Verwaltungsrates der Suva vom 14. November 2008 betreffend Einreihungsregeln zu r Prämienbemessung in der oblig a- torischen Unfallversicherung, gültig ab 1. Januar 2011; nachfolgend: Prämientarif, Einreihungsregeln]). 4.2.2 Die Zuweisung einer Risikoeinheit zur Klasse, zur Unterklasse und zum Unterklassenteil erfolgt aufgrund der erhobenen Betriebsmerkmale. Eine Risikoeinheit besteht − abgesehen von hier n icht massgebenden Ausnahmefällen − grundsätzlich in der Gesamtheit aller Arbeitnehmenden eines Betriebes. In der Regel sind für die Zuweisung diejenigen Merkmale massgebend, die exklusive Administration überwiegende Anteile haben. Weist ein Betrieb mehrere Klassen, Unterklassen oder Unterklassenteile betreffende Merkmale auf, so wird er in der Regel der Klasse und dem Unterklassenteil zugewiesen, der beziehungsweise dem der überwiege n- de Teil der Merkmale entspricht. Dabei werden die betrieblichen Beso n- derheiten anteilmässig als besondere Betriebsverhältnisse berücksichtigt. Daraus kann ein von der Regel abweichender Basissatz (Mischsatz) r e- sultieren (Art. 18 Abs. 2 und Art. 24 Prämientarif, Einreihungsregeln; vgl. auch Prämien-Wegleitung der Suva [nachfolgend: Prämien -Wegleitung] für das Jahr 20 11, Tarifierung/Grundsätze/Berufsunfallversicherung BUV/ Einreihungsregeln). 4.2.3 Massgebend für die Bestimmung des anw endbaren Prämienm o- dells ist die Basisprämie einer Risikoeinheit. Diese berechnet sich aus der Lohnsumme der Risikoeinheit innerhalb der letzten sechs Jahre und dem Basissatz im Bemessungsjahr (Art. 20 Prämientarif, Einreihungsregeln). Eine Risikoeinheit wi rd zum Basissatz eingereiht, wenn sie neu ist und die Spezialbestimmungen gemäss den Art. 42 bis 44 nicht zur Anwe n- dung gelangen (Art. 21 lit. a Prämientarif, Einreihungsregeln). Wenn zwei oder m ehrere Betriebe fusionieren, ein Betrieb aufgeteilt oder ein Ko n- zern restrukturiert wird, ohne dass sich die Lohnsumme und die Art und Verhältnisse insgesamt ändern, werden die Nettoprämiensätze der neuen Betriebe oder Betriebsteile so festgelegt, dass die Neueinreihung insg e- samt prä mienneutral erfolgt. Bei der Aufteilung der Nettoprämiensätze sind die Lohnsummenanteile sowie die Art der risikorelevanten Tätigke i- ten massgebend. Betriebe, auf die voraussichtlich inskünftig der Basi s- satz zur Anwendung gelangt, werden zum Basissatz einge reiht (Art. 43 Prämientarif, Einreihungsregeln). C-1687/2011 Seite 10 4.3 Bei der Prämienb emessung ist weiter das in Art. 61 Abs. 2 UVG vo r- gesehene Prinzip der Gegenseitigkeit zu berücksichtigen. Dieses Prinzip verlangt, dass die Suva einerseits keine Gewinne aus dem Versich e- rungsgeschäft erzielt, andererseits finanziell autonom sein soll. 4.4 Neben diesen, im Gesetz explizit geregelten Prinzipien, müssen sich die Versicherer bei der Aufstellung der Tarife an die allgemeinen Grun d- sätze halten, welche aus dem Sozialversicherungsrecht des Bundes, dem Verwaltungsrecht und der Bundesverfassung fliessen. 4.4.1 Unter die allgemeinen Prinzipien, welche bei der Tarifgestaltung zu berücksichtigen sind, fällt namentlich der Grundsatz der Solidarität. De m- nach muss das Unfallrisiko durch eine grosse Zahl von Versicherten ge- tragen werden (BGE 112 V 316 E. 5c). In eine ähnliche Richtung geht das Versicherungsprinzip, wonach das Risiko durch eine Mehrzahl von Vers i- cherten zu tragen ist. Weiter ist der Grundsatz der Verwaltungsökonomie zu beachten (Urteil der Rekurskommission vom 28. Juni 1996, publiziert in VPB 61.23A_I E. 4d), sollen doch die Prämieneinnahmen nicht durch übermässige Verwaltungsaufwendungen geschmälert werden. 4.4.2 Ein Prämientarif hat sodann den Grundsätzen der Verfassung zu entsprechen, insbesondere dem Prinzip der Gleichbehandlung (Art. 8 BV) und dem Willkürverbot (Art. 9 BV). Nach ständiger Rechtsprechung ist der Grundsatz der rechtsgleichen Behandlung verletzt, wenn rechtliche Unterscheidungen getroffen werden, für die ein vernünftiger Grund i n den zu regelnden Verhältnissen nicht ersichtlich ist, oder wenn Untersche i- dungen unterlassen werden, welche sich aufgrund der Verhältnisse au f- drängen. Die Rechtsgleichheit wird insbesondere dann verletzt, wenn Gleiches nicht nach Massgabe seiner Gleichhe it gleich oder Ungleiches nicht nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich behandelt wird. Vo r- ausgesetzt ist, dass sich die ungerechtfertigte Gleich - bzw. Ungleichbe- handlung auf eine we sentliche Tatsache bezieht (BGE 131 V 107 E. 3.4.2). Willkürlich ist ei ne Bestimmung, wenn sie sich nicht auf erns t- hafte Gründe stützen lässt oder wenn sie sinn - oder zwecklos ist (BGE 132 I 157 E. 4.1; siehe auch BGE 133 V 42 E. 3.1 mit Hinweisen). 4.4.3 Das Bundesgericht hat im Übrigen festgestellt, dass im Bereich der Prämientarifgestaltung das Gleichbehandlungsgebot und das Prinzip der Risikogerechtigkeit deckungs gleich sind (vgl. RKUV 1998 Nr. U 294 S. 228 E. 1c). Lässt sich also für eine Betriebsart oder einen Betrieb ein gegenüber anderen Betriebsarten unterschiedliches Risik o feststellen, so C-1687/2011 Seite 11 gebietet dieser Unterschied, die verschiedenen Betriebsarten ungleich zu behandeln. Bei gleichen Verhältnissen müssen auch gleiche Leistungen beziehungsweise Prämien resultieren (BGE 112 V 291 E. 3b mit Hinwe i- sen), wobei unter Gleichheit nicht Identität zu verstehen ist. 4.5 Einzelne der hier dargelegten Grundsätze können sich widerspr e- chen. So sind das Prinzip der Solidarität und jenes der Risikogerechti g- keit einander entgegengesetzt. Grösstmögliche Solidarität wäre durch e i- ne für alle Betrie be geltende Einheitsprämie zu erreichen, während grösstmögliche Risikogerechtigkeit eine für jeden Betrieb individuell b e- stimmte Prämie bedingen würde. Die Ausgestaltung des Prämientarifs hat sich zwischen diesen zwei Polen zu bewegen. Aus dem Gegensatz di e- ser zwei Grundsätze fliesst denn auch, dass das Gleichbehandlungsg e- bot nicht zur Folge haben kann, dass für jeden einzelnen Betrieb ein ind i- vidueller Risikosatz bestimmt wird, es fliessen zwangsläufig Faktoren a n- derer − nicht identischer − Betriebe für di e Einreihung mit ein, sei dies im Rahmen der Zuteilung zu den Klassen oder bei der Berücksichti gung von Vergleichswerten (BVGE 2007/27 E. 5.6). 5. 5.1 Die Beschwerdeführerin machte geltend, es sei nicht nachvollziehbar, dass sie mit einem überwiegenden Lohnanteil von 77% (Lagerung, U m- schlag und Administration) aus der Klasse 52A "Handels - und Lagerbe- trieb", Unterklasse L0 "Brenn- und Treibstoffhandel" gesamthaft der Klas- se 45G "Sanitär -, Heizungs -, Lüftungs - und Klimatechnik; Bauspengler; Kaminfeger", Un terklasse D0 "Tankrevision" zugeteilt werden solle. Der Lohnsummenanteil der handelsfremden, betrieblichen Tätigkeiten (vorli e- gend Tankrevisionen) betrage lediglich 23%; die Betriebsmerkmale "L a- ger- und Umschlagsarbeiten und Auslieferung" (37%) und die daz ugehö- rende betriebsbedingte Administration (40%) seien mit grösseren Anteilen vertreten. Es widerspreche jeglicher Logik, dass die Beschwerdeführerin ausgerechnet in der Klasse eingereiht werden solle, in welcher sie a n- teilmässig am wenigsten tätig sei. Ferner wies die Beschwerdeführerin darauf hin, dass sogar die Durchführung von Tankrevisionen, die von der Vorinstanz als betriebsfremde Tätigkeit eingestuft worden ist, eine b e- triebsbezogene Tätigkeit sei, weil die Tätigkeit als zusätzliche Dienstleis- tung i m Kontext mit der Haupttätigkeit, dem Handelsgeschäft, ausgeübt werde. C-1687/2011 Seite 12 5.2 Die Vorinstanz führte aus, gemäss Weki-Regel Nr. 354 dürfe für die Zuteilung eines Handelsbetriebs zur Klasse 52A der Anteil der gewerbl i- chen Tätigkeiten 20% nicht übersteigen; damit solle sichergestellt we r- den, dass in dieser Klasse nur Betriebe zusammengefasst seien, die typi- sche Lager- und Handelsbetriebe darstellten. Vorliegend liege der Anteil der gewerblichen Tätigkeiten der Beschwerdeführerin bei 23% (Tankrev i- sionen) und die bei den übrigen Bereiche betrügen zusammen nur 77%, weshalb eine Einreihung in der Klasse 52A nicht in Frage komme. 5.3 Die Beschwerdeführerin bezweckt gemäss Eintrag im Handelsregister im Wesentlichen den Handel mit allen Arten von Treib - und Brennstoffen sowie S chmierölen; auch dem Internetauftritt der Beschwerdeführerin (www.[...].ch) kann nichts Gegenteiliges entnommen werden . Für die Ar- gumentation der Beschwerdeführerin spricht vorliegend, dass ihre Haup t- tätigkeiten (ohne Berücksichtigung der Administration) i m Wesentlichen aus Lager - und Umschlagsarbeiten und Auslieferung (Anteil von 37%) bestehen. Demzufolge wäre die Beschwerdeführerin nach Art. 18 Abs. 2 Prämientarif, Einreihungsregeln in die Klasse der Handels - und Lagerbe- triebe (52A) Unterklasse Brenn - und Treibstoffhandel (L0) einzureihen. Die Vorinstanz führte zwar aus, dass dies nicht möglich sei, da die g e- werblichen Tätigkeiten (Tankrevisionen) vorliegend einen Anteil von mehr als 20% ausmachten; sie stützte sich dabei auf die Weki -Regel Nr. 354, ohne jedoch bekannt zu geben, um w as für ein Regelwerk es sich dabei handelt, auf welche (Rechts -) Grundlage es sich stützt, wer es erlassen hat und wie es greifbar ist. Die Vorinstanz hat es somit einerseits unter- lassen, detailliert auszuführen, welche Regeln bei dieser Einreihung zu r Anwendung kommen , und andererseits stützte sie sich auf interne, der Öffentlichkeit unbekannte Regeln. Ferner unterliess es die Vorinstanz auszuführen, weshalb sie die Grenze genau bei einem Anteil gewerbl i- cher Tätigkeiten von 20% zieht respektive woraus sie diesen Grenzwert ableitet. Aus diesem Grund war die Beschwerdeführerin nicht in der Lage zu verstehen, weshalb sie von der Vorinstanz neu in die Klasse 45G Un- terklasse D0 eingereiht worden ist. Im Rahmen des Beschwerdeverfa h- rens hat die Vorinstanz zwar Bildschirmausdrucke der Berechnungen des Regelwerks Weki eingereicht, aber diesen Unterlagen ist nicht zu en t- nehmen, nach welchen Kriterien das Programm die Regeln anwendet und die Einreihungen vornimmt. Auch ist das Programm nicht selbsterklä- rend, zumal es – wie im vorliegenden Fall – Ergebnisse liefert, welche Art. 18 Abs. 2 Prämientarif, Einreihungsregeln , widersprechen. Dies ist zwar nicht per se unzulässig, aber die Vorinstanz wäre verpflichtet gew e- sen, dieses Abweichung zu be gründen, was sie jedoch unterlassen hat. C-1687/2011 Seite 13 Darin ist eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, insbesondere der B e- gründungspflicht zu erblicken (vgl. dazu die Urteile des Bundesverwa l- tungsgerichts [BVGer] C-881/2010 vom 8. April 2013 E. 11.2 und C-585/2009 vom 14. Juni 2011 E. 5.3.3). 5.4 Zu prüfen sind die Rechtsfolgen der festgestellten Gehörsverletzung. 5.4.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst führt eine G e- hörsverletzung zur Aufhe bung der angefochtenen Verfügung Nach der Rechtsprechung kann eine – nicht besonders schwerwiegende – Verlet- zung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn die betroffene Pe r- son die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprüfen kann. Die Heilung eines allfälligen Mangels soll aber die Ausnahme ble i- ben (BGE 127 V 431 E. 3d/aa, BGE 126 V 130 E. 2b mit Hinweisen). Ausnahmsweise kann im Beschwerdeverfahren selbst eine sch werwie- gende Gehörsverletzung geheilt werden, um – im Interesse der Verfa h- rensökonomie – eine überlange Ve rfahrensdauer zu vermeiden (BGE 132 V 387 E. 5.1). 5.4.2 In Weiterführung der Rechtsprechung der Rekurskommission hat das Bundesverwaltungsgericht bereits w iederholt festgehalten, dass der Begründungspflicht bei Einreihungen in den Prämientarif eine hohe B e- deutung zukommt, insbesondere wenn es um die Berücksichtigung von besonderen Betriebsverhältnissen geht (BVGE 2007/27 E. 9, Urteile des BVGer C -376/2008 v om 27. November 2009 E. 6.2, C-3132/2008 vom 17. August 2010 E. 3 und C-235/2009 vom 13. Mai 2011 E. 7). Es mü s- sen die im konkreten Fall anwendbaren generell -abstrakten Regeln da r- gelegt werden, wann und wie besondere Betriebsverhältnisse zu berüc k- sichtigen sind, damit der betroffene Betrieb nachprüfen kann, ob die massgebenden Regeln in seinem Fall korrekt angewendet worden sind. 5.4.3 Eine Heilung im Beschwerdeverfahren ist vorliegend nicht möglich, da die Vorinstanz die massgeblichen Eckwerte zur Bere chnung der Pr ä- miensätze in der BUV und in der NBUV weder im Verwaltungsverfahren noch im Beschwerdeverfahren hinreichend bekannt gegeben hat und e i- ne Überprüfung durch das Bundesverwaltungsgericht trotz gegebener Kognition (vgl. E. 2.2 hiervor) aufgrund der Akten und der Prämienweglei- tung somit nicht möglich ist. C-1687/2011 Seite 14 Die Beschwerde ist daher wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs gu t- zuheissen, und der angefochtene Einspracheentscheid vom 1 7. Februar 2011 ist aufzuheben. Die Sache ist an die Vorinstanz zurückzu weisen, damit diese sämtliche berücksichtigten Prämienbemessungsgrundlagen mit den entspreche n- den Erläuterungen im Sinn der Erwägungen der Beschwerdeführerin zur Kenntnis bringt und ihr Gelegenheit gibt, sich dazu zu äussern; a n- schliessend hat die Vorinstanz neu zu verfügen. 6. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par- teientschädigung. 6.1 Gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG sind die Verfahrenskosten der unterli e- genden Partei aufzuerlegen. Eine Rückweisung gilt praxisgemäss als Obsiegen, weshalb der Beschwerdeführerin keine Verfahrenskosten au f- erlegt werden. Der bereits geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Entscheids auf ein von ihr bekannt zu gebendes Konto zurückzuerstatten. 6.2 Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwac h- sene notwendige und verhältnismäss ig hohe Kosten zusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 des R eglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwa l- tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Entschädigung des Vertreters der Beschwerdeführerin wird mangels Einreichung einer Kostennote u n- ter Berücksichtigung des gebotene n und aktenkundigen Anwaltsaufwa n- des, der zur Gutheissung geführt hat, auf pauschal Fr. 2' 000.-- (inkl. Aus- lagen und Me hrwertsteuer) festgesetzt (Art. 14 VGKE) und ge mäss Art. 64 Abs. 2 VwVG der Vorinstanz auferlegt. C-1687/2011 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der angefochtene Einsprach e- entscheid vom 17. Februar 2011 wird aufgehoben . Die Sache wird zum weiteren Vorgehen im Sinn der Erwägung 5 an die Vorinstanz zurückg e- wiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der von der Beschwerdefüh- rerin geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- wird ihr nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 3. Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteien t- schädigung in der Höhe von Fr. 2'000.-- zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular Zahl - adresse) – die Vorinstanz (Ref-Nr. …; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Gesundheit, Dienstbereich Kranken - und Unfal l- versicherung Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Michael Peterli Sandra Tibis C-1687/2011 Seite 16 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ang e- fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, sowei t sie der Beschwe r- deführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: