<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00240</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203836&amp;W10_KEY=4467143&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00240</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.10.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Spitaltaxen</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Spitaltaxen: Tragung der Taxen für halbprivate Behandlung durch den Patienten nach Ablauf des Versicherungsschutzes während des Spitalaufenthalts<br/><br/>Spitaltaxen sind Benutzungsgebühren. Allfällige Schadenersatzansprüche sind bei Zivilgerichten geltend zu machen (E. 2b).<br/>Die Aufklärungspflicht des P a t i e n t e n umfasst die Information über bestehende Versicherungen (E. 2c 2. Teil).<br/>Die Aufklärungspflicht des A r z t e s umfasst auch eine Information über die voraussichtlichen Behandlungskosten und den Versicherungsschutz. Diese Aufklärung in wirtschaftlicher Hinsicht bildet bloss eine leistungsbegleitende Nebenpflicht. Wenn sich diese Pflicht gebührenmässig wie vorliegend nicht einzelnen Taxpositionen zuordnen lässt, sondern über die Taxpositionen für die Hauptleistung der ärztlichen Behandlung gedeckt wird, könnte eine Verletzung der Aufklärungspflicht in wirtschaftlicher Hinsicht letztlich nur zu einer geringfügigen Reduktion der geschuldeten Gebühren führen (E. 2c 1. Teil, 2d).<br/>Das Spital hat die Aufklärungspflicht konkret nicht verletzt; auch konnte ihm vom Ende der Versicherungsdeckung während des Spitalaufenthalts nichts bekannt sein (E. 3a 1. Teil). Fraglich, ob das Spital während der Behandlung auftretenden Zweifeln am ausreichenden Versicherungsschutz nachzugehen hat (E. 3a 1. Teil, b, c 1. Teil).<br/>Der Patient hätte das Spital über den kurz nach Eintritt ablaufenden Versicherungsschutz unterrichten müssen, zumal ihm zum vornherein bekannt war, dass der Spitalaufenthalt länger als der Versicherungsschutz dauern würde (E. 3a 2. Teil, c 2. Teil).<br/>Keine Hinweise auf fehlende Urteilsfähigkeit des Patienten im Zeitpunkt des Spitaleintritts (E. 4a).<br/>Gegen den Rechnungsbetrag lässt sich konkret nicht einwenden, während der Behandlung auf der Intensivstation dürften nur die Taxen für in der Allgemeinabteilung behandelte Patienten verlangt werden. Keine Anhaltspunkte, wonach die Leistungen, auf die ein halbprivat versicherter Patient Anspruch hat, nicht erbracht worden sind (E. 4b). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFKLÃRUNGSPFLICHT">AUFKLÃRUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BENÃTZUNGSGEBÃHR">BENÃTZUNGSGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HALBPRIVAT">HALBPRIVAT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KLASSENWECHSEL">KLASSENWECHSEL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KRANKENVERSICHERUNGSKOSTEN">KRANKENVERSICHERUNGSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PATIENTENERKLÃRUNG">PATIENTENERKLÃRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPITALTAXE">SPITALTAXE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Gesundheit ST: ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT">ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSATZVERSICHERUNG">ZUSATZVERSICHERUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 4 Abs. II PRV</span><br/><span class="ungerade">§ 8 Abs. II PRV</span><br/><span class="gerade">§ 19 lit. a TaxO</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. A trat am 22. Dezember 1997 zur Behandlung einer chronischen EntzÃ¼ndung der BauspeicheldrÃ¼se ins Kantonsspital N ein. Dabei gab er an, bei der X-Krankenversiche­rung grundversichert und bei der Y-Krankenversicherung zusatzversichert zu sein, und wÃ¼nschte eine halbprivate Behandlung. Er verpflichtete sich unterschriftlich, fÃ¼r die Kosten des Spitalaufenthaltes aufzukommen, sofern keine vollumfÃ¤ngliche Gutsprache einer Krankenkasse oder Versicherung vorliege. Die X-Krankenversicherung leistete in der Folge am 5. Januar 1998 eine Kostengutsprache fÃ¼r die Allgemeine Abteilung. Mit gleichem Datum erfolgte auch eine Kostengutsprache von Seiten der Y-Krankenversicherung fÃ¼r die halbprivate Behandlung. Da A die Zusatzversicherung jedoch per 31. Dezember 1997 gekÃ¼ndigt hatte, war diese Kostengutsprache bis Ende des Jahres limitiert. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Nach der Operation am 23. Dezember 1997 traten Komplikationen auf, so dass A am 31. Dezember 1997 erneut operiert werden musste. Infolge eines anschliessenden lÃ¤ngeren Komas konnte er erst am 13. Januar 1998 von der Intensivstation auf die Halbprivat-Abteilung verlegt werden. Am 9. MÃ¤rz 1998 wurde er schliesslich aus dem Spital entlassen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Von den insgesamt aufgelaufenen Spitalkosten Ã¼ber Fr. 134'114.65 stellte das Kantonsspital N dem Patienten A fÃ¼r die Zeit vom 1. Januar bis zum 9. MÃ¤rz 1998 direkt Rech­nung Ã¼ber Fr. 60'368.85 und verpflichtete ihn nach erfolgloser Mahnung und Betreibung am 5. August 2002 fÃ¶rmlich zur Bezahlung dieses Betrages zuzÃ¼glich 5 % Zins seit dem 10. September 1999.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Den gegen diese VerfÃ¼gung erhobenen Rekurs hiess die Gesundheitsdirektion am 22. Mai 2003 und anschliessend in korrigierter Version (betreffend Zustellung an den Rechtsvertreter) am 30. Mai 2003 teilweise gut, hob die angefochtene VerfÃ¼gung auf und wies die Sache an das Kantonsspital N zur Korrektur der Rechnung zurÃ¼ck. Sie wies das Spital an, die Forderung um die Arzthonorare, welche auf dem Zivilweg geltend zu machen seien, zu kÃ¼rzen. Im Ãbrigen wies sie den Rekurs ab.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Gegen diesen Rekursentscheid erhob A am 30. Juni 2003 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte, es sei in Aufhebung der VerfÃ¼gung des Kantons­spitals N festzustellen, dass er den Betrag von Fr. 60'368.85 nicht zu bezahlen habe, eventuell sei die Taxforderung angemessen zu reduzieren.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das Kantonsspital N beantragte mit Beschwerdeantwort vom 11. August 2003 die Abweisung der Beschwerde. Den gleichen Antrag stellte die Gesundheitsdirek­tion in ihrer Vernehmlassung vom 18. August 2003. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1.a) Das Verwaltungsgericht ist nach § 19 Abs. 1 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Aufgrund des Streitwerts ist die Beschwerde durch die Kammer zu behandeln (§ 38 Abs. 1 und 2 VRG). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die Gesundheitsdirektion hat ihre ursprÃ¼nglich am 22. Mai 2003 getroffene VerfÃ¼gung dem Rekurrenten persÃ¶nlich zugestellt, obwohl dieser durch einen Rechtsanwalt vertreten war. Auf diesen Zustellungsfehlers aufmerksam gemacht, korrigierte sie die Ver­fÃ¼gung am 30. Mai 2003 durch Ãnderung des Mitteilungssatzes in Disp.-Ziff. VII, setzte ein neues VerfÃ¼gungsdatum ein und stellte die neue VerfÃ¼gung nunmehr dem Rechtsvertreter zu. Bezogen auf diese korrigierte VerfÃ¼gung ist die Beschwerdefrist von 30 Tagen gewahrt. Da die Gesundheitsdirektion ihre ursprÃ¼nglich getroffene VerfÃ¼gung mit ihrem Vorgehen ersetzte, kann offen bleiben, ob die Beschwerdefrist auch bezogen auf die VerfÃ¼gung vom 22. Mai 2003 gewahrt gewesen wÃ¤re.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Mit dem angefochtenen Rekursentscheid wurde die Sache zur korrigierten Rechnungsstellung zurÃ¼ckgewiesen. Der darin liegende Zwischenentscheid kann nach der Praxis des Verwaltungsgerichts wie ein Endentscheid angefochten werden (vgl. Alfred KÃ¶lz/ JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 48 N. 16 mit Hinweisen).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. a) Der BeschwerdefÃ¼hrer hat wÃ¤hrend des fraglichen Zeitraums vom 1. Januar bis 9. MÃ¤rz 1998 taxpflichtige Leistungen des Kantonsspitals N empfangen. Aufgrund seiner bei Spitaleintritt abgegebenen ErklÃ¤rung wurde er als Halbprivat-Patient behandelt und untergebracht. Die erhobenen Taxen stÃ¼tzen sich auf die massgebende Taxordnung der kantonalen KrankenhÃ¤user vom 1. April 1992 (TaxO).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Gegen die erhobenen Spitaltaxen wendet der BeschwerdefÃ¼hrer im Wesentlichen ein, er habe infolge ungenÃ¼gender AufklÃ¤rung durch das Spital nicht damit rechnen mÃ¼ssen, dass ihm aus der Behandlung als Halbprivat-Patient Kosten im gegebenen Umfang erwachsen wÃ¼rden. Das Spital habe von der ab 1. Januar 1998 fehlenden Versicherungs­deckung fÃ¼r die halbprivate Behandlung gewusst oder zumindest wissen mÃ¼ssen. Man hÃ¤tte daher bei seiner Ehefrau anfragen mÃ¼ssen, ob dennoch eine halbprivate Behandlung erwÃ¼nscht sein.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Bei den strittigen Spitaltaxen handelt es sich um die fÃ¼r die Nutzung einer<br/> Ã¶ffentlich-rechtlichen Anstalt geschulde­ten BenutzungsgebÃ¼hren aufgrund eines Ã¶ffentlich-rechtlichen SonderstatusverhÃ¤ltnisses ohne vertragliche Kom­po­nente (vgl. Tomas Poledna/Brigitte Berger, Ãffentliches Gesundheitsrecht, Bern 2002, Rz. 105 ff.; Tobias Jaag, Verwaltungsrecht des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 3122 ff.; RB 1982 Nr. 161; Klaus A. Vallender, GrundzÃ¼ge des Kausalabgabenrechts, Bern 1976, S. 55; VGr, 8. Dezember 2000, VB.2000.00250 E. 3b; 14. Dezember 2001, VB.2001.00322 E. 2 f.; beide unter www.vgrzh.ch). Voraussetzung fÃ¼r den rechtmÃ¤ssigen Bestand der GebÃ¼hrenschuld ist daher im Wesentlichen neben der tatsÃ¤chlichen Erbringung bzw. Inanspruchnahme der Spitalleistung eine gesetz­liche Grundlage fÃ¼r die GebÃ¼hr, ein (bei Spitaltaxen ohne weiteres zu bejahendes) Ã¶ffentliches Interesse und die Einhaltung des Kostendeckungs- und<br/> Ãquivalenzprinzips.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Verletzung spitalseitiger Pflichten kann die GebÃ¼hrenschuld gemÃ¤ss TaxO ganz oder teilweise in Frage stellen. Die fÃ¼r Ã¶ffentlichrechtliche SpitÃ¤ler massgebenden GebÃ¼hrenordnungen definieren nÃ¤mlich von vornherein nur die fÃ¼r mÃ¤ngelfrei erbrachte Leistungen geschuldeten GebÃ¼hren. Daher kann argumentiert werden, es fehle an einer gesetzlichen Grundlage fÃ¼r die Verrechnung nur mangelhaft erbrachter Leistungen oder Teilleistungen. Selbst wenn davon ausgegangen wÃ¼rde, die GebÃ¼hrenpflicht entstÃ¼nde vorerst unabhÃ¤ngig von der QualitÃ¤t der Spitalleistungen aufgrund der Taxordnung, hielte eine formal der Taxordnung entsprechende GebÃ¼hr fÃ¼r eine nur mangelhaft erbrachte Leistung infolge des MissverhÃ¤ltnisses zwischen Leistung und GebÃ¼hr letztlich vor dem Ãquivalenzprinzip nicht stand. Insofern lÃ¤sst sich das VerhÃ¤ltnis zwischen Ã¶ffentlichrechtlichem Spital und Patient durchaus mit der Situation im privatrechtlichen Arztvertrag vergleichen, wo der Honoraranspruch des Beauftragten bei SchlechterfÃ¼llung seines Auftrags ebenfalls ganz oder teilweise entfÃ¤llt (BGE 124 III 423 = Pra 88/1999 Nr. 22). Diese Auffassung liegt auch verschiedenen Entscheiden des Verwaltungsgerichts zugrunde, in denen die Reduktion einer Spitaltaxforderung wegen mangelhafter Spitalleistung geprÃ¼ft und teilweise bejaht wurde (VGr, 5. Februar 2003, VB.2002.00308; 16. November 2001, VB.2001.00199; 29. Mai 2001, VB.2001.00119, alle unter <span class="MsoHyperlink"><span>www.vgrzh.ch;</span></span> VGr, 27. Januar 2003, VB.2002.00080; VGr, 23. September 1997, VB.1996.00214).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Soweit die Pflichtverletzungen eines Spitals jedoch neben der Reduktion bzw. dem Verlust von GebÃ¼hrenansprÃ¼chen auch einen Schadenersatzanspruch begrÃ¼nden, vergleichbar etwa dem privatrechtlichen Ersatzanspruch nach Art. 97 oder 398 des Obligationenrechts (OR) wegen eines Kunstfehlers, ist dieser nach § 19 Abs. 1 des Haftungsgesetzes vom 14. September 1969 (HaftungsG) und § 2 VRG nicht im Verwaltungsprozess, sondern beim Zivilrichter geltend zu machen (vgl. Jaag, Rz. 2113 und 3137; BGE 115 Ib 175 E. 2; vgl. auch VGr, 14. Dezember 2001, VB.2001.00322, www.vgrzh.ch). Auch eine diesbezÃ¼gliche Verrechnung mit der Taxforderung ist gemÃ¤ss Art. 125 Ziff. 3 OR ohne Zustimmung des Spitals nicht zulÃ¤ssig. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Die Pflicht des Arztes, den Patienten vor einem Ã¤rztlichen Eingriff in angemessener Weise aufzuklÃ¤ren, gehÃ¶rt zu den allgemeinen Berufspflichten des Arztes unabhÃ¤ngig davon, ob er im Rahmen eines privatrechtlichen VertragsverhÃ¤ltnisses oder als Angestellter des Staates handelt (BGE 117 Ib 197 E. 2a; Antoine Roggo, AufklÃ¤rung des Patienten, Bern 2002, S. 75). Diese AufklÃ¤rung beinhaltet auch eine minimale wirtschaftliche AufklÃ¤rung. Es obliegt daher dem Arzt oder Spital, den Patienten Ã¼ber die voraussichtlichen Kosten einer Behandlung aufzuklÃ¤ren und ihn insbesondere darauf aufmerksam zu machen, wenn keine ausreichende Versicherungsdeckung besteht oder darÃ¼ber zumindest Zweifel herrscht (BGE 119 II 456 E. 2 = Pra 84/1995 Nr. 72; Roggo, S. 118 ff.). Auch nach § 4 Abs. 2 der kantonalen Patientenrechtverordnung vom 28. August 1991 (PRV) sind die Patienten in geeigneter Weise Ã¼ber ihre Rechte und Pflichten zu orientieren. Inhalt und Form der (wirtschaftlichen) AufklÃ¤rung hÃ¤ngen jedoch vom Einzelfall ab, so etwa von der Dringlichkeit des Eingriffs oder der HÃ¶he der mutmasslichen Kosten und haben dem Bildungsgrad und der Erfahrung des Adressaten zu entsprechen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Auf der anderen Seite trifft den Patienten gemÃ¤ss § 8 Abs. 2 PRV die Pflicht, auf Verlangen wahrheitsgemÃ¤ss die fÃ¼r die Untersuchung und Behandlung notwendigen oder nÃ¼tzlichen Angaben Ã¼ber seine Person, seine Familie und seine Umgebung zu machen. Dazu gehÃ¶rt grundsÃ¤tzlich auch die Pflicht, Ã¼ber bestehende VersicherungsvertrÃ¤ge wahrheitsgemÃ¤ss Auskunft zu geben. Auch im privatrechtlichen VerhÃ¤ltnis hat der Patient die Pflicht, die Fragen des Arztes vollstÃ¤ndig und gewissenhaft zu beantworten und bei der Wahl der richtigen Behandlung, welche auch unter wirtschaftlichen bzw. versicherungsrechtlichen Aspekten angemessen ist, zu kooperieren (vgl. Christian Conti, Die Pflichten des Patienten im Behandlungsvertrag, Bern 2000, S. 124 f. und 130 f.). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Die wirtschaftliche AufklÃ¤rung bildet nicht Hauptpflicht des Spitals, sondern<br/> lediglich eine leistungsbegleitende Nebenpflicht. Inwieweit die Verletzung einer derartigen Nebenpflicht die SpitalgebÃ¼hr zu reduzieren vermag, ist fraglich. Soweit die massgebende Taxordnung einen bestimmten Leistungsteil separat erfasst, kommt bei Mangelhaftigkeit der Teilleistung ein vollstÃ¤ndiger Verlust der diesbezÃ¼glichen Taxe in Frage. Soweit jedoch ein Leistungsteil nicht separat, sondern nur Ã¼ber andere, fÃ¼r Hauptleistungen des Spitals geschuldete GebÃ¼hren gedeckt wird, beschrÃ¤nkt sich die mÃ¶gliche GebÃ¼hrenreduktion von vornherein auf den zu bestimmenden Anteil, den die Nebenleistung an der gebÃ¼hrenpflichtigen Gesamtleistung einnimmt. Bezogen auf die Verletzung der wirtschaftlichen AufklÃ¤rungspflicht, welcher sich keine einzelne Taxposition zuordnen lÃ¤sst, bedeutet dies, dass deren Verletzung letztlich nur eine relativ geringfÃ¼gige Reduktion der hauptsÃ¤chlich fÃ¼r die einwandfrei erbrachten Pflegeleistungen des Spitals geschuldeten GebÃ¼hren zur Folge haben kann. Einer derart reduzierten GebÃ¼hr kÃ¶nnte aber allenfalls ein Schadenersatzanspruch in gleicher HÃ¶he entgegen gehalten werden. Dieser Anspruch wÃ¤re jedoch, wie dargelegt, grundsÃ¤tzlich vor den Zivilgerichten zu erstreiten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. a) Der BeschwerdefÃ¼hrer gab bei Spitaleintritt an, Ã¼ber eine Grund- und eine Zusatzversicherung fÃ¼r die halbprivate Behandlung zu verfÃ¼gen. BezÃ¼glich letzterer machte er keinerlei EinschrÃ¤nkungen hinsichtlich des Versicherungszeitraums, obwohl er selber die Versicherung auf Ende Jahr gekÃ¼ndigt hatte. Aufgrund dieser Angaben durfte das Spital davon ausgehen, die halbprivate Behandlung werde von der Grund- und Zusatzversicherung des Patienten voll gedeckt, und es hatte vorerst gar keinen Anlass dazu, Berechnungen Ã¼ber mutmassliche Behandlungskosten anzustellen oder ein Depot vom BeschwerdefÃ¼hrer zu verlangen. Dennoch wies die vom BeschwerdefÃ¼hrer unterschriebene ErklÃ¤rung auf die Bestandteile der Mehrkosten der Halbprivat-Behandlung (Zusatztaxe, diagnostische, therapeutische und Ã¤rztliche Leistungen sowie Medikamente und Materialien) hin und war mit einem Auszug aus der Taxordnung versehen. Damit kam der Beschwerdegegner seiner wirtschaftlichen AufklÃ¤rungspflicht vorerst genÃ¼gend nach.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BegrÃ¼ndung des BeschwerdefÃ¼hrers, weshalb er selber die KÃ¼ndigung nicht erwÃ¤hnt habe, rechtfertigt keinen anderen Schluss. Zu Unrecht bringt er hierzu vor, die Informationen des Spitals Ã¼ber die Behandlungsdauer hÃ¤tten seine Annahme bestÃ¤tigt, dass diese noch im Jahr 1997 abgeschlossen sein wÃ¼rde. Nach dem AufklÃ¤rungsprotokoll vom 22. Dezember 1997 wurde der BeschwerdefÃ¼hrer darÃ¼ber informiert, dass er nach der Operation vom 23. Dezember 1997 vorerst in der Intensivstation Ã¼berwacht und anschliessend voraussichtlich 10 Tage auf der Abteilung behandelt werden mÃ¼sse. Bei dieser Planung wÃ¤re daher eine Spitalentlassung im aller gÃ¼nstigsten Fall erst am 3. Januar 1998 in Frage gekommen. Bereits dieser Umstand hÃ¤tte den BeschwerdefÃ¼hrer dazu veranlassen mÃ¼ssen, die zeitliche BeschrÃ¤nkung der Versicherungsdeckung beim Spitaleintritt zu erwÃ¤hnen. Um so mehr hat dies zu gelten, als der BeschwerdefÃ¼hrer im gleichen GesprÃ¤ch auch darÃ¼ber aufgeklÃ¤rt wurde, dass bei Komplikationen eine erneute Operation notwendig werden kÃ¶nnte, wodurch sich die mutmassliche Behandlungsdauer selbstverstÃ¤ndlich wesentlich verlÃ¤ngert hÃ¤tte. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer glaubte, infolge eines geschÃ¤tzten minimalen Spitalaufenthalts die beschrÃ¤nkten Kosten fÃ¼r die Zeit nach dem 1. Januar 1998 selber tragen zu kÃ¶nnen, kann er den ungÃ¼nstigen Verlauf der Behandlung nicht dem Spital anlasten. HÃ¤tte er selber von Anfang an pflichtgemÃ¤ss Ã¼ber die KÃ¼ndigung informiert, so wÃ¤re von ihm vermutlich ein Depot fÃ¼r die Mehrkosten des Klassenwechsels ab 1. Januar 1998 verlangt worden. Als sich in der Folge noch im Verlaufe des Dezembers 1997 abzeichnete, dass ein erneutes Ãffnen der BauchhÃ¶hle notwendig war, musste dem BeschwerdefÃ¼hrer bewusst sein, dass die Spitalbehandlung tatsÃ¤chlich bis weit ins Jahr 1998 hinein fortdauern werde. Er hÃ¤tte daher noch vor dem zweiten operativen Eingriff auf das Fehlen einer Zusatzversicherung ab 1998 hinweisen kÃ¶nnen und mÃ¼ssen, um damit den Entscheid Ã¼ber einen allfÃ¤lligen Klassenwechsel nach bester AbschÃ¤tzung der mÃ¶glichen wirtschaftlichen Folgen treffen zu kÃ¶nnen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Entgegen dem DafÃ¼rhalten des BeschwerdefÃ¼hrers enthalten die Akten keine Hinweise darauf, dass der Beschwerdegegner von der KÃ¼ndigung der Zusatzversicherung bzw. von der ab 1. Januar 1998 ungenÃ¼genden Versicherungsdeckung tatsÃ¤chlich wusste. Im Gegenteil ging das Spital noch bei der Rechnung vom 15. Juli 1998 davon aus, die<br/> Y-Krankenversicherung werde die Zusatzkosten der halbprivaten Behandlung ganz Ã¼bernehmen. Auch aus der vom BeschwerdefÃ¼hrer angerufenen handschriftlichen Notiz auf der Kostengutsprache der X-Krankenversicherung vom 5. Januar 1998 ergibt sich nichts anderes. GemÃ¤ss dieser Notiz informierte die X-Krankenversicherung darÃ¼ber, dass der Patient nur allgemein versichert sei, und zwar seit dem 1. Juli 1997. Die derart wiedergegebene Auskunft kann sich aber naturgemÃ¤ss nur auf die Versicherungsdeckung bei der<br/> X-Krankenversicherung selber beziehen, ansonsten der Zusatz "seit 1. Juli 1997" auch keinen Sinn ergÃ¤be. Zudem datiert die Notiz ohnehin erst vom 24. Juli 1998 und war<br/> offenbar auf das Schreiben der Y-Krankenversicherung vom 21. Juli 1998 hin veranlasst worden, wo diese erstmals Ã¼ber die KÃ¼ndigung der Zusatzversicherung auf Ende 1997 informiert hatte. Infolge dieses zeitlichen Ablaufs lÃ¤sst sich aus dieser Notiz jedenfalls nichts Ã¼ber das Wissen des Spitals im massgeblichen Zeitraum der Spitalbehandlung ableiten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt schliesslich vor, der Beschwerdegegner hÃ¤tte aufgrund der limitierten Kostengutsprache der Y-Krankenversicherung vom 5. Januar 1998 von der KÃ¼ndigung wissen bzw. zumindest Zweifel Ã¼ber die Versicherungsdeckung haben mÃ¼ssen. Der Beschwerdegegner macht dazu geltend, dass zeitliche Limitierungen von Kostengutsprachen aufgrund einer mutmasslichen Behandlungsdauer auch ohne das Vorliegen einer KÃ¼ndigung durchaus Ã¼blich seien. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Am 23. Dezember 1997 ersuchte das Spital die Y-Krankenversicherung um Kostengutsprache und gab als voraussichtliche Dauer der Hospitalisierung den Zeitraum von zwei bis vier Wochen an, was â ausgehend vom ebenfalls genannten Spitaleintritt am 22. Dezember 1997 â einem Spitalaufenthalt bis zum 5. bzw. 19. Januar 1998 entsprochen hÃ¤tte. Am 5. Januar 1998 (Eingang am 7. Januar 1998) gab die Y-Krankenversicherung die ersuchte Kostengutsprache mit einer GÃ¼ltigkeit bis 31. Dezember 1997 ab. Auch wenn Limitierungen von Kostengutsprachen der Krankenversicherer im Allgemeinen nicht ungewÃ¶hnlich sein mÃ¶gen, so konnte diese Limitierung auf einen Zeitpunkt vor Ablauf der kÃ¼rzest mÃ¶glichen Behandlungsdauer entgegen dem DafÃ¼rhalten des Beschwerdegegners nicht mit dem blossen Hinweis auf die mutmassliche Behandlungsdauer erklÃ¤rt werden. Trotz dieser Ungereimtheit nahm der Beschwerdegegner jedoch keine weitere diesbezÃ¼gliche AbklÃ¤rung vor, noch wurde je um eine VerlÃ¤ngerung der Kostengutsprache bei der<br/> Y-Krankenversicherung ersucht. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Es ist fraglich, ob zur spitalÃ¤rztlichen AufklÃ¤rungspflicht auch die Pflicht gehÃ¶rt, allfÃ¤lligen erst wÃ¤hrend einer Behandlung auftretenden Zweifeln am Fortbestand einer Versicherungsdeckung nachzugehen. Die Frage kann jedoch offen bleiben. Wenn der BeschwerdefÃ¼hrer die ihn treffenden wirtschaftlichen Folgen des Spitalaufenthaltes bzw. des Klassenwechsels nicht realistisch eingeschÃ¤tzt hat, so ist dies weit weniger auf die Unterlassung des Spitals, als auf das eigene Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers zurÃ¼ckzufÃ¼hren. Er selber hat eine KostenabschÃ¤tzung und Depotforderung von Seiten des Spitals durch seine unvollstÃ¤ndigen Angaben bei Spitaleintritt verhindert. Im Gegensatz zum Spital wusste er von der eigenen KÃ¼ndigung und musste daher von Anfang an mit der zeitlichen Limitierung der Kostengutsprache durch die Y-Krankenversicherung rechnen. Er macht denn auch nicht etwa einen Irrtum Ã¼ber den Umfang der tatsÃ¤chlichen Versicherungsdeckung geltend. Schliesslich hÃ¤tte es der BeschwerdefÃ¼hrer auch nach dem voraussehbaren Ablauf der Versicherungsdeckung jederzeit in der Hand gehabt, selber oder mittels seiner Ehefrau genauere AuskÃ¼nfte Ã¼ber mutmassliche Mehrkosten einzuholen und allenfalls die Verlegung in die allgemeine Abteilung zu verlangen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Unter diesen UmstÃ¤nden kann dem Beschwerdegegner keine Verletzung der wirtschaftlichen AufklÃ¤rungspflicht vorgeworfen werden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. a) Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt sodann vor, bei der Unterschrift der ErklÃ¤rung vom 22. Dezember 1997 nicht im vollem Besitz seiner kÃ¶rperlichen und geistigen KrÃ¤fte gewesen zu sein. Damit bezweifelt er offenbar seine eigene UrteilsfÃ¤higkeit bei der Abgabe der ErklÃ¤rung und bestreitet damit deren Massgeblichkeit. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der Einwand ist unbegrÃ¼ndet. Der BeschwerdefÃ¼hrer hatte bei seinem Spitaleintritt zwar offensichtlich zunehmende Beschwerden, weshalb auch die ursprÃ¼nglich erst auf den 8. Januar 1997 vorgesehene Operation vorverlegt werden musste. Jedoch war er am 22. Dezember 1997 bei vollem Bewusstsein und entschied sich durchaus in Kenntnis seiner VersicherungsverhÃ¤ltnisse fÃ¼r die Halbprivat-Behandlung. So fÃ¼hrt er selber aus, er habe sich bei Spitaleintritt zu Recht als Halbprivat-Patient gemeldet, im Wissen, dass eine Operation/Hospitalisation bis Ende 1997 beendet sein wÃ¼rde. DemgemÃ¤ss bestehen keine Anhaltspunkte dafÃ¼r, weshalb die grundsÃ¤tzlich zu vermutende UrteilsfÃ¤higkeit des BeschwerdefÃ¼hrers im Zeitpunkt der fraglichen ErklÃ¤rung nicht vorhanden gewesen sein sollte. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Gegen den Rechnungsbetrag als solchen bringt der BeschwerdefÃ¼hrer einzig vor, auf der Intensivstation sei ihm die gleiche Behandlung zuteil geworden wie den in der Allgemein-Abteilung behandelten Patienten, weshalb er fÃ¼r diese Zeit keine zusÃ¤tzlichen Kosten Ã¼bernehmen mÃ¼sse. Der Einwand geht fehlt. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die TaxO unterscheidet weder bei den je nach Behandlungsart (allgemein, halbprivat oder privat) differenzierten Grundtaxen noch bei den Zusatztaxen danach, ob ein Patient in der Intensivstation oder in einer Abteilung behandelt wird. Halbprivat-Patienten haben im Unterschied zu allgemein versichterten Patienten nicht nur Anspruch auf Unterbringung in der Halbprivat-Abteilung sondern auch auf Behandlung durch den Chefarzt oder dessen Stellvertreter. Da sie von diesem Vorteil auch bei der Operation und der nachfolgenden Betreuung in der Intensivstation profitieren, sind hÃ¶here Grund- und Zusatz­taxen fÃ¼r die gesamte Dauer des Spitalaufenthaltes gerechtfertigt. Zwar mag es zutreffen, dass ein Chefarzt bei einem besonders schwierigen Eingriff auch einen allgemein versicherten Patienten behandelt, jedoch besteht bei dieser Versicherung eben kein Anspruch auf eine solche Behandlung. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Bereits im Rekursverfahren hatte der Beschwerdegegner dargetan, dass alle Untersuchungen, Operationen sowie tÃ¤glichen Besuche und Verordnungen wÃ¤hrend des gesamten Spitalaufenthaltes durch ChefÃ¤rzte oder leitende Ãrzte des Spitals erbracht worden seien. Diese besondere Behandlung bestreitet der BeschwerdefÃ¼hrer, indem er erstmals im Beschwerdeverfahren das Fehlen von Protokollen der angeblich durch Chef- oder Ober­Ã¤rzte erfolgten Besuche auf der Intensivabteilung beklagt. Diese RÃ¼ge erscheint als reine Schutzbehauptung und verdient mangels nÃ¤herer Substanziierung keiner weiteren AbklÃ¤rung. Der BeschwerdefÃ¼hrer bzw. wÃ¤hrend dessen Bewusstlosigkeit seine Ehefrau hatten ohne Zweifel Kenntnis davon, wer den Patienten wÃ¤hrend des rund zwei Wochen dauernden Aufenthalts auf der Intensivstation tatsÃ¤chlich betreute. TrÃ¤fe die Behauptung des Spitals zur Betreuung nicht zu, so hÃ¤tte der BeschwerdefÃ¼hrer sicherlich schon im Rekursverfahren substanziiert vorgebracht, welcher Arzt die Betreuung in der Intensivstation seines Wissens nach tatsÃ¤chlich besorgt hat, zumal ihm auch jederzeit das Recht zustand, Einsicht in die zur Krankengeschichte gehÃ¶renden Unterlagen zu verlangen (§ 14 PRV). Diese Substanziierung hat der BeschwerdefÃ¼hrer aber nicht einmal im Beschwerdeverfahren vorgenommen. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">5. Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens wird der BeschwerdefÃ¼hrer kostenpflichtig (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihm daher von vornherein nicht zu. Der Beschwerdegegner seinerseits hat keine solche verlangt.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"></a>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">4. Es werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal">5. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>