<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2024.00145</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=224611&amp;W10_KEY=13045530&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2024.00145</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.01.2025</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Lohnrückforderung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Der Beschwerdeführer verfügt über eine ägyptische Ausbildung als Sportlehrer und war als solcher in einer Zürcher Gemeinde angestellt. Das Volksschulamt stellte im Jahr 2017 nachträglich fest, dass die Ausbildung des Beschwerdeführers aufgrund eines fehlenden Sprachdiploms nicht anerkannt ist, und verfügte seine provisorische Zulassung als Lehrperson bei 80% des Jahresgrundlohns für das Schuljahr 2017/18 unter Auflage der Beibringung des entsprechenden Sprachdiploms. Hiergegen erhob der Beschwerdeführer Rekurs. Das Rekursverfahren dauerte mehr als viereinhalb Jahre, während derer der Beschwerdeführer weiterhin angestellt war und weiterhin 100% des Jahresgrundlohns erhielt. Nachdem die Bildungsdirektion den Rekurs abgewiesen hatte und dieser Entscheid rechtskräftig geworden war, verpflichtete das Volksschulamt den Beschwerdeführer, den während des laufenden Verfahrens und im Anschluss daran bis zum 31. Juli 2022 zu viel erhaltenen Lohn zurückzuzahlen.] Dem Rekurs kommt aufschiebende Wirkung zu. Die in der angefochtenen Verfügung angeordneten Rechtsfolgen treten nach negativem Entscheid über das Rechtsmittel grundsätzlich rückwirkend auf den Zeitpunkt ein, in dem die erstinstanzliche Anordnung ergangen ist. Die Besonderheiten des Einzelfalls sowie die jeweilige Interessenlage können jedoch eine differenzierte Betrachtung erfordern (E. 3.4). Der Beschwerdeführer unterrichtet seit 2005 als Sportlehrer in der Schweiz und seine fachliche und didaktische Befähigung steht ausser Frage. Ausserdem benötigte die Bildungsdirektion mehr als viereinhalb Jahre für die Behandlung seines Rekurses, was geradezu trölerisch ist. Sie traf keine verfahrensleitenden Anordnungen, währenddem dem Beschwerdeführer der Lohn weiterhin vorbehaltlos ausbezahlt wurde. Unter diesen Umständen ist dem Beschwerdeführer eine Rückerstattung der Lohndifferenz über fünf Jahre nicht zumutbar (E. 3.5). Gutheissung. Abweichende Meinung einer Kammerminderheit.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSCHIEBENDE WIRKUNG">AUFSCHIEBENDE WIRKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: ÃBRIGES ÃFFENTLICHES DIENSTRECHT">ÃBRIGES ÃFFENTLICHES DIENSTRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZULASSUNG ZUR LEHRTÃTIGKEIT">ZULASSUNG ZUR LEHRTÃTIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 16a LPV</span><br/><span class="ungerade">§ 25 Abs. 1 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=69490" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2024.00145</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">9. Januar 2025</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Reto HÃ¤ggi Furrer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Marco Donatsch, Verwaltungsrichter Martin Bertschi, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Dumenig Stiffler.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Kanton ZÃ¼rich, <br/> </span><span>vertreten durch Volksschulamt des Kantons ZÃ¼rich, Abteilung Lehrpersonal,<a id="BT_Z_PLZ_N"></a></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend LohnrÃ¼ckforderung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A verfÃ¼gt Ã¼ber eine Ã¤gyptische Ausbildung als Sportlehrer. GemÃ¤ss Schreiben der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) vom 7. Mai 2015 kann diese Ausbildung als gleichwertig zu einem Lehrdiplom fÃ¼r die Sekundarstufe I anerkannt werden unter der Voraussetzung, dass der Betreffende â nach dem Besuch bestimmter Kurse â einen Sprachnachweis Deutsch auf dem Niveau C2 erbringe.</p> <p class="Sachverhalt2">A wurde auf Beginn des Schuljahres 2016/2017 (1. August 2016) von der Schulpflege B unbefristet als Lehrperson fÃ¼r die Primar- und Sekundarstufe angestellt. Mit VerfÃ¼gungen vom 9. bzw. 12. September 2016 des Volksschulamtes (VSA) erfolgte die Lohnfestsetzung fÃ¼r A als Lehrperson Sekundarstufe bzw. als Lehrperson 1.â3. Primarstufe.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit Schreiben vom 15. Februar 2017 teilte das VSA A mit, dass aufgrund fehlender Anerkennung seiner Ausbildung durch die EDK die erfolgte Lohnausrichtung rÃ¼ckwirkend ab 1. August 2016 zu korrigieren sei. </p> <p class="Sachverhalt2">Zugleich verfÃ¼gte das VSA am 15. Februar 2017, dass A aufgrund fehlenden Lehrdiploms bis Ende Schuljahr 2017/2018 provisorisch als Lehrperson zugelassen werde, und zwar bei einem Lohn von 80 % des Jahresgrundlohnes. Zudem wurde A die Auflage erteilt, bis Sommer 2018 den Sprachnachweis in Deutsch (C2) zu erbringen.</p> <p class="Sachverhalt2">Am 15. MÃ¤rz 2017 teilte das VSA A mit, dass es auf eine rÃ¼ckwirkende Lohnkorrektur fÃ¼r das Schuljahr 2016/2017 verzichte.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Gegen die VerfÃ¼gung des VSA vom 15. Februar 2017 rekurrierte A an die Bildungsdirektion. Diese wies den Rekurs mit Entscheid vom 26. November 2021 ab.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Nach dem Vorliegen des Rekursentscheids der Bildungsdirektion vom 26. November 2021 forderte das VSA A auf, seine EDK-Anerkennung nachzuweisen. Auch wies das VSA A darauf hin, dass ohne eine definitive EDK-Anerkennung die Schulpflege B das AnstellungsverhÃ¤ltnis per 31. Juli 2022 kÃ¼ndigen mÃ¼sse, was auf Aufforderung des VSA vom 1. MÃ¤rz 2022 hin auch erfolgte.</p> <p class="Sachverhalt2">Mit VerfÃ¼gung vom 6. Dezember 2022 verpflichtete das VSA A zur RÃ¼ckerstattung der in der Zeit vom 1. August 2017 bis 31. Juli 2022 zu viel erhaltenen Lohnzahlungen in der HÃ¶he von Fr. 67'108.50.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Gegen die VerfÃ¼gung des VSA vom 6. Dezember 2022 rekurrierte A an die Bildungsdirektion. Mit Rekursentscheid vom 6. Februar 2024 wies diese den Rekurs ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Am 14. MÃ¤rz 2024 erhob A Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen (inkl. MWST) die Aufhebung des Rekursentscheids der Bildungsdirektion vom 6. Februar 2024 und der AusgangsverfÃ¼gung des VSA vom 6. Dezember 2022.</p> <p class="Sachverhalt2">Das VSA beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2. April 2024 die Abweisung der Beschwerde. Die Bildungsdirektion verzichtete am 9. April 2024 auf Vernehmlassung. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach §§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) zustÃ¤ndig fÃ¼r Beschwerden gegen Rekursentscheide der Bildungsdirektion Ã¼ber Anordnungen des Volksschulamts gegenÃ¼ber Lehrpersonen. Da auch die weiteren Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Der Streitwert betrÃ¤gt mehr als Fr. 20'000.-, sodass Ã¼ber die Angelegenheit in Dreierbesetzung zu entscheiden ist (§ 38 Abs. 1 in Verbindung mit § 38b Abs. 1 lit. c e contrario VRG). </span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b><span>GemÃ¤ss § 11 Abs. 2 und § 12 Abs. 1 des Gesetzes Ã¼ber die PÃ¤dagogische Hochschule vom 25. Oktober 1999 (PHG, LS 414.41) setzt die Zulassung zum Schuldienst an der Volksschule des Kantons ZÃ¼rich grundsÃ¤tzlich ein von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) anerkanntes Lehrdiplom voraus (vgl. auch § </span>7 <span>Abs. 2 des Lehrpersonalgesetzes vom 10. Mai 1999 [</span>LPG<span>, LS 412.31]). Die fÃ¼r das Bildungswesen zustÃ¤ndige Direktion kann weitere Lehrdiplome anerkennen, sofern die dazu fÃ¼hrenden Ausbildungen in inhaltlicher und qualitativer Hinsicht den zÃ¼rcherischen Lehrdiplomen entsprechen (§ 12 Abs. 2 PHG), oder im Einzelfall eine gleichwertige Ausbildung oder eine berufsspezifische Aus- und Weiterbildung in Kombination mit Berufserfahrung als genÃ¼gende Ausbildung anerkennen (§ 12 Abs. 3 PHG). DarÃ¼ber hinaus kann sie im Einzelfall einer Person die Zulassung zu einer UnterrichtstÃ¤tigkeit in einem Teilbereich erteilen, sofern sie die fÃ¼r diese TÃ¤tigkeit notwendigen Voraussetzungen erfÃ¼llt; die betreffende Zulassung kann befristet und provisorisch erteilt sowie mit Auflagen und Bedingungen verbunden werden (§ 12 Abs. 4 PHG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b><span>Die Anstellung von Lehrpersonen, welche wie der BeschwerdefÃ¼hrer im Lehrplan vorgesehene FÃ¤cher unterrichten, erfolgt durch die Gemeinde (§ 1 Abs. 1 und § 7 Abs. 1 LPG). Nach § </span>14 <span>Abs. 1 </span>LPG<span> nimmt hingegen die fÃ¼r das Bildungswesen zustÃ¤ndige Direktion die Lohneinstufung der einzelnen Lehrpersonen vor. Die EntlÃ¶hnung der Lehrpersonen regelt die Verordnung (§ 13 Abs. 1</span> <span>LPG) und der Lohn wird vom Kanton ausgerichtet (§ 15 Abs. 1 LPG). Lehrpersonen ohne Lehrdiplom fÃ¼r die Volksschule erhalten nach § 16a Lehrpersonalverordnung vom 19. Juli 2000 (LPVO, LS 412.311) den monatlichen Lohn zu 100 % mit Lehrdiplom fÃ¼r die Sekundarstufe II (lit. a), zu 90 % nach erfolgreichem Abschluss des Basisstudiums als Volksschullehrperson und positiver Beurteilung der Eignung (lit. b) bzw. zu 80 % in den Ã¼brigen FÃ¤llen (lit. c).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Dem BeschwerdefÃ¼hrer wurde zwischen dem 1. August 2017 und dem 31. Juli 2022 (d.<span> </span>h. der Beendigung des AnstellungsverhÃ¤ltnisses) der Lohn auf der Basis von 100 % des Jahresgrundlohnes entrichtet. Mit der AusgangsverfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 6. Dezember 2022 wird der BeschwerdefÃ¼hrer verpflichtet, die Differenz zwischen dem ausbezahlten Lohn und 80 % des Jahresgrundlohnes zurÃ¼ckzuerstatten. Denn gemÃ¤ss dem Rekursentscheid der Bildungsdirektion vom 26. November 2021 bestehe nur ein Lohnanspruch in der HÃ¶he von 80 % des Jahresgrundlohnes.</p> <p class="Erwgung2">Die Vorinstanz erwÃ¤gt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund der aufschiebenden Wirkung des Rekurses gegen die VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 15. Februar 2017 so gestellt war, als wÃ¤re noch kein Sachentscheid getroffen worden, womit er weiterhin als Lehrperson mit Anspruch auf 100 % des Jahresgrundlohnes beschÃ¤ftigt gewesen sei. Auch sei der Beschwerdegegner aufgrund des Suspensiveffekts wÃ¤hrend des hÃ¤ngigen Rekursverfahrens weder verpflichtet noch berechtigt gewesen, fÃ¼r die Schuljahre nach Ende des Schuljahres 2017/2018 weitere befristete VerfÃ¼gungen mit einem Jahresgrundlohn von 80 % zu erlassen. Die Rechtswirksamkeit der Reduktion der Lohnzahlung von 100 % auf 80 % des Jahresgrundlohnes sei mit dem (rechtskrÃ¤ftigen) Rekursentscheid vom 26. November 2021 rÃ¼ckwirkend auf den Zeitpunkt der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung vom 15. Februar 2017 bzw. per 1. August 2017 (Beginn des Schuljahres 2017/2018) eingetreten. Der BeschwerdefÃ¼hrer sei daher im Umfang der Differenz zwischen 80 % und 100 % des Jahresgrundlohnes ungerechtfertigt bereichert. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>In der VerfÃ¼gung vom 15. Februar 2017 ordnete der Beschwerdegegner Folgendes an: Der BeschwerdefÃ¼hrer "wird gestÃ¼tzt auf § 11 PHG fÃ¼r die TÃ¤tigkeit als Lehrperson auf der Primarstufe mit den in Ziffer II getroffenen Auflagen befristet bis Ende Schuljahr 2017/18 zugelassen. Der Lohn wird zu 80 % des Jahresgrundlohnes ausgerichtet" (Disp.-Ziffer I). Und dem BeschwerdefÃ¼hrer "wird auferlegt, den ausstehenden Sprachnachweis auf dem Niveau C2 bis spÃ¤testens Sommer 2018 zu erbringen" (Disp.-Ziffer II). Die Bildungsdirektion erwog dazu im (rechtskrÃ¤ftigen) Rekursentscheid vom 26. November 2021, Streitgegenstand bilde die befristete Zulassung des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼r die TÃ¤tigkeit an der Primarstufe und fÃ¼r die TÃ¤tigkeit an der Sekundarstufe inklusive der HÃ¶he des Lohnes fÃ¼r die jeweiligen Anstellungen sowie die Auflage, den Sprachnachweis Deutsch Niveau C2 zu erbringen (ebd., E. 3e).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Dem Rekurs kommt gemÃ¤ss § 25 Abs. 1 VRG aufschiebende Wirkung zu. Das Einreichen eines Rechtsmittels mit aufschiebender Wirkung hat zur Folge, dass die in der VerfÃ¼gung angeordnete Rechtsfolge vorlÃ¤ufig nicht eintritt. Der rechtliche und tatsÃ¤chliche Zustand, wie er vor Erlass des angefochtenen Entscheids galt, soll fÃ¼r die Dauer des Rechtsmittelverfahrens aufrechterhalten bleiben. Der Verfügungsadressat wird so gestellt, wie wenn kein Sachentscheid getroffen worden wäre: Von einer begÃ¼nstigenden Anordnung darf er vorderhand nicht Gebrauch machen, einer belastenden Anordnung muss er keine Folge leisten. Im Ergebnis wird somit sichergestellt, dass die Wirkungen einer Anordnung nicht einsetzen, bevor sie rechtskräftig feststehen (zum Ganzen Regina <span>Kiener, in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 25 N. 2 ff.).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die aufschiebende Wirkung zeitigt grundsÃ¤tzlich umfassende Wirkung, d.</span><span> </span><span>h. sie erfasst die gesamte VerfÃ¼gung (Kiener, § 25 N. 20). So Ã¼bersieht die Vorinstanz, dass der BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¤hrend der Dauer des Rekursverfahrens nicht verpflichtet war, den Deutschnachweis auf dem Niveau C2 zu erbringen. Die Vorinstanz hÃ¤tte daher dem BeschwerdefÃ¼hrer im Rekursentscheid vom 26. November 2021 eine neue Frist zur ErfÃ¼llung dieser Auflage ansetzen mÃ¼ssen. Zudem ist die Zulassungs- und LohnfestsetzungsverfÃ¼gung des VSA vom 15. Februar 2017 auf Ende </span>Schuljahr 2017/2018 <span>befristet</span>. Die darauffolgenden Schuljahre werden damit davon nicht erfasst und der Beschwerdegegner wÃ¤re entgegen der Vorinstanz berechtigt gewesen, wÃ¤hrend des hÃ¤ngigen Rekursverfahrens fÃ¼r das Schuljahr 2017/2018 fÃ¼r die kommenden Schuljahre wiederum eine Anordnung zu treffen. Schliesslich hÃ¤tte sich im Rekursverfahren die Frage gestellt, ob der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund der aufschiebenden Wirkung des Rekurses, welche auch die befristete Zulassung als Lehrperson ohne Lehrdiplom fÃ¼r die Volksschule, mithin eine positive Anordnung, erfasste, Ã¼berhaupt zur LehrtÃ¤tigkeit berechtigt war oder ob hierfÃ¼r die Vorinstanz (von Amtes wegen) eine vorsorgliche Massnahme hÃ¤tte treffen mÃ¼ssen (vgl. Kiener, § 25 N. 20 und § 6 N. 22). Wie es sich damit verhÃ¤lt, kann offengelassen werden: FÃ¼r die Vorinstanz und den Beschwerdegegner stand die Berechtigung des BeschwerdefÃ¼hrers zur LehrtÃ¤tigkeit ausser Frage, wurde diesem doch der Lohn fÃ¼r seine LehrtÃ¤tigkeit gemÃ¤ss den VerfÃ¼gungen des Beschwerdegegners vom 9. September bzw. 12. September 2016 (vorne I. A.) entsprechend seinem BeschÃ¤ftigungsgrad zu 100 % des Jahresgrundlohnes wÃ¤hrend des Rekursverfahrens ausgerichtet.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Die aufschiebende Wirkung bezweckt nicht, denjenigen Zustand herbeizufÃ¼hren, der durch das Rechtsmittel erst erreicht werden soll (RB 1997 Nr. 11). Die unterliegende beschwerdefÃ¼hrende Partei soll daher aus dem Schwebezustand keinen unberechtigten Nutzen ziehen; die in der angefochtenen VerfÃ¼gung angeordneten Rechtsfolgen treten daher grundsätzlich rückwirkend auf den Zeitpunkt ein, in dem die erstinstanzliche Anordnung ergangen ist. Dies gilt vor allem bei Streitigkeiten um die RechtmÃ¤ssigkeit finanzieller Leistungen (<span>HansjÃ¶rg Seiler, in: Bernhard Waldmann/Patrick L. Krauskopf [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 3. A., ZÃ¼rich etc. 2023, Art. 55 N. 71 mit weiteren Hinweisen; kritisch </span>Isabelle HÃ¤ner, Vorsorgliche Massnahmen im Verwaltungsverfahren und Verwaltungsprozess, ZSR 1997 II, S. 253 ff., S. 385 f.). Zugleich ist aber anerkannt, dass die Besonderheiten des Einzelfalls sowie die jeweilige Interessenlage eine differenzierte Betrachtung erfordern kÃ¶nnen (Kiener, § 25 N. 45), etwa wenn eine nachtrÃ¤gliche Korrektur einer Geldzahlung praktisch nicht zumutbar wÃ¤re (Seiler, Art. 55 N. 74; vgl. auch VGr, 16. Dezember 2009, VB.2009.00581, E. 3.2 f.). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts liegt etwa bei einer Lohnfortzahlung Ã¼ber den KÃ¼ndigungstermin hinaus keine ungerechtfertigte Bereicherung vor, wenn eine arbeitnehmende Person wÃ¤hrend der Dauer der aufschiebenden Wirkung ihre Arbeit weiterhin ausÃ¼bt oder einer anderen ihr zugeteilten BeschÃ¤ftigung nachgeht, wenn sie von der Arbeit freigestellt worden ist oder wenn sie aus anderen GrÃ¼nden unverschuldet an der Erbringung ihrer Arbeitsleistung verhindert ist (BGE 140 II 134 E. 4.2.3).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Soweit aus den Verfahrensakten ersichtlich ist, unterrichtete der BeschwerdefÃ¼hrer seit dem Jahr 2005 als Sportlehrer in der Schweiz. Seine fachliche und didaktische BefÃ¤higung steht ausser Frage. Mit VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 15. Februar 2017 wurde ihm lediglich die Auflage erteilt, den Sprachnachweis Deutsch Niveau C2 zu erbringen. Mit Rekursentscheid vom 26. November 2021 hat es die Bildungsdirektion wie aufgezeigt versÃ¤umt, eine neue Frist zur ErfÃ¼llung dieser Auflage anzusetzen. Zudem benÃ¶tigte die Bildungsdirektion fÃ¼r die Rekurserledigung mehr als viereinhalb Jahre. Es besteht von Verfassungs wegen ein Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist (vgl. Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [BV, SR 101]). Die Grenze der zulÃ¤ssigen Verfahrensdauer ist unter BerÃ¼cksichtigung der spezifischen UmstÃ¤nde des Einzelfalls festzulegen. Dabei wird vorab auf den Umfang und die Schwierigkeit des Falls, die Wichtigkeit der Angelegenheit fÃ¼r die Betroffenen, das Verhalten derselben und der BehÃ¶rden sowie die fÃ¼r die Sache spezifischen EntscheidungsablÃ¤ufe abgestellt (BGE 135 I 265 E. 4.4; 130 I 312 E. 5.2). Die VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 15. Februar 2017 hatte neben der erwÃ¤hnten Auflage die befristete Zulassung und die HÃ¶he der EntlÃ¶hnung des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼r das Schuljahr 2017/2018 zum Gegenstand. Eine Verfahrensdauer von mehr als viereinhalb Jahren ist aufgrund der Interessenlage des BeschwerdefÃ¼hrers (KlÃ¤rung der Zulassung und der LohnhÃ¶he) und zumal es sich um eine einfache Streitsache handelt, geradezu trÃ¶lerisch.</p> <p class="Erwgung2">Unter BerÃ¼cksichtigung all der genannten UmstÃ¤nde lÃ¤sst es sich nicht rechtfertigen, gestÃ¼tzt auf den Rekursentscheid vom 26. November 2021 eine RÃ¼ckerstattungspflicht fÃ¼r die streitbetroffene Lohndifferenz abzuleiten. Aufgrund der vom Beschwerdegegner wÃ¤hrend der gesamten Verfahrensdauer (vorbehaltlos) entrichteten Lohnzahlungen, fehlender verfahrensleitender Anordnungen der Vorinstanz fÃ¼r die Dauer des Rekursverfahrens und fehlender Anordnungen fÃ¼r die Schuljahre 2018/2019 bis 2021/2022 ist dem BeschwerdefÃ¼hrer die RÃ¼ckerstattung fÃ¼r einen Zeitraum von fÃ¼nf Jahren nicht zumutbar. Bei dieser InteressenabwÃ¤gung zugunsten des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¤llt ebenso ins Gewicht, dass den vom Beschwerdegegner geleisteten Lohnzahlungen tatsÃ¤chlich verrichtete Arbeitsleistungen des BeschwerdefÃ¼hrers gegenÃ¼berstehen. Die vom Beschwerdegegner zu Unrecht verlangte RÃ¼ckerstattung hÃ¤tte mithin nicht die LohnansprÃ¼che als solche, sondern lediglich die Festlegung der LohnhÃ¶he (80 % anstatt 100 % des Jahresgrundlohnes entsprechend der erfolgten Lohneinstufung) betroffen. Ob in einer solchen Konstellation die im Verwaltungsrecht analog<span> zu </span>Art. 62 ff. des Obligationenrechts (OR, SR 220) als<span> allgemeiner Rechtsgrundsatz anerkannte Rechtspflicht anwendbar ist, dass Zuwendungen zurÃ¼ckzuerstatten sind, die aus einem nicht verwirklichten oder nachtrÃ¤glich weggefallenen Rechtsgrund erfolgen, braucht bei diesem Ergebnis nicht (mehr) geprÃ¼ft zu werden.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen. Der angefochtene Rekursentscheid der Vorinstanz vom 6. Februar 2024 und die AusgangsverfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 6. Dezember 2022 sind vollstÃ¤ndig aufzuheben.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Weil der Streitwert mehr als Fr. 30'000.- betrÃ¤gt, ist das Verfahren kostenpflichtig (§ 65a Abs. 3 VRG). AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem Beschwerdegegner aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Zudem hat der Beschwerdegegner dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren eine angemessene ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 5'000.- (inkl. Mehrwertsteuer) zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Da der Streitwert mehr als Fr. 15'000.- betrÃ¤gt, ist als Rechtsmittel auf die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) zu verweisen (Art. 85 Abs. 1 lit. b BGG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss <a id="Text31">erkennt</a> <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Rekursentscheid der Bildungsdirektion vom 6. Februar 2024 sowie die AusgangsverfÃ¼gung des Volksschulamtes vom 6. Dezember 2022 werden aufgehoben. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 5'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 5'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren insgesamt eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 5'000.- zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien, an den BeschwerdefÃ¼hrer durch Publikation des Dispositivs im Amtsblatt;<br/> b) die Bildungsdirektion.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><u><span>Abweichende Meinung einer Minderheit der Kammer:</span></u></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>(§ 71 VRG in Verbindung mit § 124 des Gesetzes Ã¼ber die Gerichts- und BehÃ¶rdenorganisation im Zivil- und Strafprozess vom 10. Mai 2010 [LS 211.1])</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Nach Auffassung einer Kammerminderheit ist die Beschwerde abzuweisen:</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer verfÃ¼gte zu keinem Zeitpunkt Ã¼ber eine Zulassung zum Schuldienst im Sinn von § 7 Abs. 2 LPG. Er hÃ¤tte deshalb nach § 7 Abs. 4 LPG nur befristet und lÃ¤ngstens fÃ¼r die Dauer eines Jahres angestellt werden dÃ¼rfen (§ 16 lit. c LPVO). FÃ¼r Lehrpersonen ohne Zulassung zum Schuldienst betrÃ¤gt der Lohn nach § 16 lit. c LPVO 80 % des Lohnes einer gleich eingestuften Lehrperson.</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer war in Missachtung dieser gesetzlichen Vorgaben unbefristet und mit einem Lohn in der HÃ¶he desjenigen fÃ¼r Lehrpersonen mit Lehrdiplom angestellt worden. Die VerfÃ¼gung vom 15. Februar 2017 widerrief die Lohneinstufung, setzte den Lohn auf korrekter HÃ¶he fest, erteilte die notwendige Zustimmung zur Anstellung des BeschwerdefÃ¼hrers trotz fehlender Zulassung bis Ende des Schuljahrs 2017/2018 und machte die weitere Anstellung des BeschwerdefÃ¼hrers abhÃ¤ngig vom Erwerb eines Sprachdiploms bis Sommer 2018. Diese Auflage hat entgegen der Kammermehrheit keinen Zusammenhang mit der LohnhÃ¶he, die bis zur Zulassung zum Schuldienst von Rechts wegen nur 80 % des Lohnes einer zugelassenen Lehrperson betragen durfte.</p> <p class="Urteilstext">Die aufschiebende Wirkung des gegen die VerfÃ¼gung vom 15. Februar 2017 erhobenen Rekurses bewirkte, dass der BeschwerdefÃ¼hrer einerseits einstweilen ohne Befristung unterrichten durfte und er anderseits weiterhin einen Lohn von 100 % bezog. Entgegen der Kammermehrheit war der Beschwerdegegner vor diesem Hintergrund nicht berechtigt, den Lohn des BeschwerdefÃ¼hrers bereits wÃ¤hrend des Verfahrens auf 80 % zu kÃ¼rzen. Ebenso Ã¼bersieht die Kammermehrheit, dass aufgrund der unbefristeten Anstellung die aufschiebende Wirkung Ã¼ber das Ende des Schuljahrs 2017/2018 hinauswirkte. Dem Beschwerdegegner kann deshalb nicht vorgehalten werden, er habe den Lohn danach mit weiteren AnstellungsverfÃ¼gungen weiterhin zu 100 % festgelegt und die befristete Zulassung zum Schuldienst verlÃ¤ngert. Letzteres geschah offenkundig sowohl im Interesse des BeschwerdefÃ¼hrers als auch der Schule, bei der er angestellt war: Ohne die befristete VerlÃ¤ngerung der Zulassung wÃ¤re die Anstellung des BeschwerdefÃ¼hrers nÃ¤mlich mit dem Tag der Rechtskraft des Rekursentscheids rechtswidrig geworden und hÃ¤tte der BeschwerdefÃ¼hrer sofort nicht mehr unterrichten dÃ¼rfen.</p> <p class="Urteilstext">Aufgrund des Rekursentscheids vom 26. November 2021 steht rechtskrÃ¤ftig fest, dass der BeschwerdefÃ¼hrer zu keinem Zeitpunkt die rechtlichen Voraussetzungen erfÃ¼llte, um einen Lohn in der HÃ¶he desjenigen fÃ¼r zugelassene Lehrpersonen zu erhalten. Der BeschwerdefÃ¼hrer wusste ab dem Zeitpunkt der VerfÃ¼gung vom 15. Februar 2017, dass ihm nach Auffassung des Beschwerdegegners nur 80 % des ihm bis dahin ausbezahlten Lohnes zusteht. Zugleich profitierte er von der aufschiebenden Wirkung insofern, als er trotz fehlender Zulassung bis Ende des Schuljahrs 2021/2022 unterrichten durfte. In den ihm fÃ¼r diese UnterrichtstÃ¤tigkeit zustehenden Lohn greift die AusgangsverfÃ¼gung nicht ein. Damit besteht hinsichtlich der LohnhÃ¶he keine Veranlassung, vom Grundsatz abzuweichen, dass die angeordneten Rechtfolgen rÃ¼ckwirkend auf den Zeitpunkt eintreten, in dem die erstinstanzliche Anordnung ergangen ist. Im Gegenteil fÃ¼hrt der Entscheid der Kammermehrheit zu einer ungerechtfertigten Besserstellung des BeschwerdefÃ¼hrers gegenÃ¼ber anderen Lehrpersonen ohne Zulassung zum Schuldienst.</p> <p class="Urteilstext">Ob die RÃ¼ckzahlung der Lohndifferenz fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer zu einer unzumutbaren HÃ¤rte fÃ¼hrte und ihm diese Schuld deshalb zu erlassen wÃ¤re, ist nicht im vorliegenden Verfahren zu prÃ¼fen.</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>