B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-4533/2014 U r t e i l v o m 2 1 . O k t o b e r 2 0 1 5 Besetzung Einzelrichterin Esther Marti, mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas; Gerichtsschreiber Peter Jaggi. Parteien A._______, geboren am (…), Pakistan, vertreten durch Bernhard Zollinger, Rechtsanwalt, (…), Beschwerdeführer, gegen Staatssekretariat für Migration (SEM; zuvor Bundesamt für Migration, BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 14. Juli 2014 / N (…). E-4533/2014 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer, ein Angehöriger der (…) Glaubensrichtung aus dem (...), eigenen Angaben zufolge Pakistan im (…) verliess und am 17. Mai 2010 in die Schweiz gelangte, wo er gleichentags um Asyl nach- suchte, dass das BFM mit Verfügung vom 24. September 2010 in Anwendung von aArt. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch des Be- schwerdeführers nicht eintrat und die Wegweisung nach Griechenland so- wie den Vollzug anordnete, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 28. September 2010 an das Bundesverwaltungsgericht gelangte und in materieller Hinsicht beantragte, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben und das Asylgesuch sei zur materiellen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, dass das BFM im Rahmen des Schriftenwechsels mit Verfügung vom 18. Februar 2011 den angefochtenen Entscheid wiederwägungsweise auf- hob und anführte, angesichts der anhaltend unbefriedigenden Situation in Griechenland werde das nationale Asylverfahren in der Schweiz wieder aufgenommen und gemäss den gesetzlichen Vorschriften durchgeführt, dass das Bundesverwaltungsgericht mit Abschreibungsbeschluss vom 22. Februar 2011 die Beschwerde als gegens tandslos geworden ab- schrieb, dass der Beschwerdeführer anlässlich der Kurzbefragung im B._______ vom 19. Mai 2010 und der Anhörung zu seinen Asylgründen vom 5. März 2013 zur Begründung seines Asylgesuchs anführte, er stamme aus C._______ im (...), wo er se it (…) oder (…) gelebt und das Gymnasium besucht habe, wo die beiden verfeindeten Partei gruppen Muslim League Quaid-e-Azam (ML-Q) einerseits und die Muslimliga Nawaz Sharifs (ML- N) aktiv gewesen seien, dass er im Jahr (…) Mitglied der ML-Q-Partei geworden sei und später in der Parteiführung mitgewirkt habe, dass die Polizei ihn wegen seinen Aktivitäten für die Partei im (…) oder (…) 2008 festgenommen und nach (…) oder (…) wieder freigelassen habe, E-4533/2014 Seite 3 dass Mitglieder der ML-N-Partei ihn im (…) zuerst (…) und später Anzeige gegen ihn erstattet hätten, woraufhin er polizeilich gesucht worden sei, dass er Anfang (…) nach D._______ zu einem Bekannten des Parteifüh- rers gereist und im (…) für (…) zurück nach C._______ gegangen sei, um sich vor seiner Ausreise von sein en Familienangehörigen zu verabschie- den, dass die Polizei ihn nach seinem Weggang mehrere Male zu Hause ge- sucht und beim letzten Mal , ungefähr Ende (…), seine Reisepapiere be- schlagnahmt habe, dass der Beschwerdeführer im erstinstanzlichen Verfahren eine Kopie sei- ner pakistanischen Identitätskarte zu den Akten reichte, dass das BFM mit am 16. Juli 2014 eröffneter Verfügung vom 14. Juli 2014 feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, sein Asylgesuch vom 17. Mai 2010 ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass es zur Begründung anführte, die Vorbringen des Beschwerdeführers vermöchten den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit nicht standzuhalten, weshalb deren Asylrelevanz nicht geprüft werden müsse, dass er sich insbesondere in verschiedene Widersprüche verwickelt habe, indem er zu Beginn der Kurzbefragung zuerst geltend gemacht habe, bis Anfang (…) in C._______ gelebt zu haben, und im weiteren Verlauf sowie bei der Anhörung diesbezüglich ausgesa gt habe, von (…) bis (…) in D._______ gewesen zu sein, dass seine auf Vorhalt hin gemachte Erklärung, er sei nicht danach gefragt worden, nicht zu erklären vermöge, weshalb er zuerst angegeben habe, von (…) oder (…) bis Anfang (…) in C._______ gelebt zu haben, dass er zudem als Dauer seines (…) bei der Erstbefragung einige Tage und bei der Anhörung lediglich einen Tag angegeben habe, weshalb seine diesbezüglichen Angaben bezweifelt werden müssten, dass in Ergänzung zu den aufgezeigten Unstimmigkeiten festzustellen sei, dass die Ausführungen des Beschwerdeführers in weiten Teilen realitäts- fremd seien und teilweise jeglicher Logik menschlichen Handelns wider- sprechen würden, E-4533/2014 Seite 4 dass es beispielsweise angesichts seiner Aussage bei der Anhörung, er habe gewusst, dass er gesucht werde, weil er (…) worden sei, jeglicher Logik widerspreche, dass er sich nach der (…) noch bis zu seiner Reise nach D._______ zu Hause aufgehalten habe, dass in dieser Hinsicht auch nicht nachvollziehbar sei, dass er nach seinem (…) Aufenthalt in D._______ erneut einmal nach C._______ zurückgegan- gen sei, obwohl er Angst um sein Leben gehabt und bei der Anhörung zu Protokoll gegeben habe, während seines Aufenthal tes in D._______ (…) zu Hause in C._______ polizeilich gesucht worden zu sein, dass vor diesem Hintergrund zu erwarten gewesen wäre, dass er sich von seinen Familienangehörigen an einem anderen Ort verabschiedet hätte, sollte er tatsächlich Angst um sein Leben gehabt haben, dass eine solche Vorgehensweise nicht derjenigen einer tatsächlich ver- folgten Person entspreche, dass es des Weitern jeglicher Logik widerspreche, dass die Polizei den Beschwerdeführer wiederholt zu Hause gesucht und erst ungefähr Ende (…), also über (…) Jahre nach der angeblichen Anzeige gegen ihn, seine Reisepapiere beschlagnahmt habe, dass die Polizei nämlich seine Reisepapiere viel früher beschlagnahmt hätte, wenn sie ein Interesse daran gehabt hätte, dass er das Land nicht verlasse, dass dem Beschwerdeführer angesichts dieser Sachlage nicht geglaubt werden könne, er werde in seinem Heimatland gesucht, dass hinzu komme, dass seine Schilderungen zu zentralen Elementen sei- ner Fluchtgründe vage und unsubstanziiert ausgefallen seien und zu kei- nem Zeitpunkt den Eindruck erweckt hätten, er habe das Erzählte tatsäch- lich erlebt, dass er beispielsweise auf die Frage, wo er gewesen sei, als er zum ersten Mal gesucht worden sei, erklärt habe, er sei unterwegs gewesen, und auf erneute Nachfrage ausgeführt habe, er habe gehört, dass er in Gefahr sei, weshalb er unterwegs (…) gewesen sei, E-4533/2014 Seite 5 dass er aber in der Folge nicht imstande gewesen sei, anzugeben, woher er dies wisse, sondern plakativ ausgesagt habe, er habe das selber ge- wusst, dass er zudem in B ezug auf seine Festnahme lediglich ausgesagt habe, es sei ihm vorgeworfen worden, Unruhe zu stiften, ohne indessen weitere Angaben zu den Haftgründen und zum Haftablauf machen zu können, dass dem Beschwerdeführer angesichts seiner widersprüchlichen, reali- tätsfremden und unsubstanziierten Aussagen weder die geltend gemachte Haft noch der Übergriff auf ihn und die anschliessende polizeiliche Suche nach ihm geglaubt werden könnten, dass er aufgrund der Ablehnung seines Asylgesuchs zur Ausreise ver- pflichtet und der Vollzug der Wegweisung durchführbar sei, dass die Vorinstanz zur Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs anführte, weder die im Heimatstaat herrschende politische Situation noch andere Gründe würden gegen die Zumutbarkeit der Rückführung nach Pakistan sprechen, dass sich der junge und gesunde Beschwerdeführer nach seiner Rückkehr auf ein tragfähiges Beziehungsnetz stützen könne, zumal in C._______ (…) und weitere (…) leben würden, dass er über eine gute Ausbildung verfüge und angesichts seiner Reise in die Schweiz auf beträchtliche finanzielle Mittel zurückgreifen könne, dass er somit in Pakistan auf eine gesicherte Wohnsituation treffen werde und die Möglichkeit habe, sich eine wirtschaftl iche Lebensgrundlage auf- zubauen, dass der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter mit Rechtsmitte- leingabe vom 14. August 2014 an das Bundesverwaltungsgericht gelangte und unter Aufhebung dieser Verfügung die Gewährung von Asyl, eventua- liter das Absehen von einer Wegweisung, subeventualiter die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz beantragte, dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, es sei ihm die unent- geltliche Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG und ein unent- geltlicher Rechtsbeistand in der Person seines Rechtsvertreters gestützt auf Art. 110a Abs. 1 AsylG (SR 142.31) zu bewilligen, E-4533/2014 Seite 6 dass er zur Stützung seiner Vorbringen mehrere fremdsprachige Doku- mente zu den Akten reichte, dass auf die Begründung der Rechtsbegehren und die eingereichten Do- kumente, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Er- wägungen eingegangen wird, dass das Gericht dem Beschwerdeführer am 21. August 2014 den Eingang seiner Beschwerde bestätigte, dass die Instruktionsrichterin dem Beschwerdeführer mit Zwischenverfü- gung vom 18. September 2014 mitteilte, er dürfe den Ausgang des Verfah- rens in der Schweiz abwarten, dass sie ihn gleichzeitig aufforderte, bis zum 3. Oktober 2014 entweder einen Kostenvorschuss von Fr. 600.– zu Gunsten der Gerichtskasse ein- zuzahlen oder eine Fürsorgebestätigung einzureichen und die fremdspra- chigen Dokumente in eine Amtssprache des Bundes übersetzt einzu- reichen, widrigenfalls das Verfahren aufgrund der Akten weitergeführt werde, dass der Kostenvorschuss am 1. Oktober 2014 fristgerecht bezahlt wurde, dass die Instruktionsrichterin mit Verfügung vom 23. Dezember 2014 nach Gutheissung mehrerer Gesuche um Erstreckung der Frist für die Überset- zung der fremdsprachigen Dokumente ein er neutes Fristerstreckungsge- such des Rechtsvertreters vom 23. Dezember 2014 ablehnte, dass sie den Beschwerdeführer aufgrund seiner am 21. April 2015 vor dem Zivilstandsamt E._______ erfolgten Eheschliessung mit einer Schweizer Bürgerin mit Verfügung vom 7. Juli 2015 einlud, sich bis zum 22. Juli 2015 dazu zu äussern, ob er an seiner Beschwerde festhalte oder diese zurück- ziehe, dass im Falle eines Beschwerderückzugs ausnahmsweise und ohne Aner- kennung einer präjudiziellen Wirkung die Abschreibung des Verfahren s ohne Kostenauferlegung und die Rückzahlung des geleisteten Kostenvor- schusses von Fr. 600.– in Aussicht gestellt werden könne, dass sie ihn für den Fall des Festhaltens an der Beschwerde aufforderte, innert gleicher Frist einen Beleg über die Erteilung einer Aufenthaltsbewil- ligung beziehungsweise über das Einreichen eines Gesuchs um Erteilung E-4533/2014 Seite 7 einer Aufenthaltsbewilligung bei der zuständigen kantonalen Ausländerbe- hörde zu den Akten zu reichen, und festhielt, bei ungenutzter Frist werde davon ausgegangen, er verzichte auf die Geltendmachung eines allfälligen aus der Eheschliessung resultierenden Wegweisungshindernisses, dass die Instruktionsrichterin mit Verfügung vom 28. Juli 2015 das Gesuch des Beschwerdeführers vom 23. Juli 2015 (Datum Poststempel) um Erstre- ckung der Frist für eine allfällige Rückzugserklärung bis zum 22. August 2015 ablehnte, und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entschei- det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Ände- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei- ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb E-4533/2014 Seite 8 der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften- wechsel verzichtet wurde, dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be- gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent- lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver- fälschte Beweismittel abgestützt werden, dass das Gericht zum Schluss gelangt, dass die gesuchbegründenden Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderungen an die Glaubhaf- tigkeit in der Tat nicht zu genügen vermögen, dass zur Vermeidung von Wiederholungen vollumfänglich auf die zutref- fenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann, dass sich die Ausführungen in der Beschwerde darauf bes chränken, die mündlichen Aussagen des Beschwerdeführers zur Begründung seines Asylgesuchs zu wiederholen und deren Authentizität zu bekräftigen, ohne indessen auch nur ansatzweise zu den Erwägungen in der angefochtenen Verfügung Stellung zu nehmen, dass sich das Vorbringen, der Beschwerdeführer sei aufgrund seiner poli- tischen Aktivitäten mehrmals von der Polizei in Haft gesetzt worden, nicht mit seiner mündlichen Aussage bei der Anhörung, er sei einmal von der E-4533/2014 Seite 9 Polizei mitgenommen und für (…) oder (…) festgehalten worden (Akten SEM A34/14 S. 7), vereinbaren lässt, dass es der Beschwerdeführer trotz entsprechender Aufforderung und mehrmaliger Gewährung einer Fristerstreckung in Verletzung seiner Mit- wirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 2 AsylG) unterlassen hat, Übersetzungen der gleichzeitig mit der Rechtsmitteleingabe eingereichten fremdsprachi- gen Dokumente in eine Amtssprache des Bundes einzureichen, und er we- der Ausführungen zum Inhalt noch dazu macht, wie er in deren Besitz ge- langt ist, dass festzustellen ist, dass die Schriftstücke lediglich in Kopie eingereicht worden sind, weshalb ihnen angesichts der damit verbundenen Manipula- tionsmöglichkeiten ohnehin kein Beweiswert zukommt, dass der Beschwerdeführer zudem aus den englischsprachigen Dokumen- ten nichts für sich abzuleiten vermag, zumal er weder im vom (…) datierten Schriftstück noch in demjenigen vom (…) namentlich erwähnt wird, dass unbesehen davon eine Durchsicht der vom Zivilstandsamt E._______ am (…) im Rahmen des Ehevorbereitungsverfahrens zuhanden des SEM sichergestellten Dokumente (worunter ein pakistanischer Reisepass) ergibt, dass die pakistanischen Behörden dem Beschwerdeführer vor sei- ner Ausreise am (…) einen Reisepass ausstellten, was sich nicht mit der angeblichen polizeilichen Suche nach ihm vereinbaren lässt, dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen- schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, wes halb das Staatssekretariat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 AsylG) und vorliegend – soweit aus den Akte n ersichtlich – der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat, dass es der Beschwerdeführer unterlassen hat, der Aufforderung in der Verfügung vom 7. Juli 2015 nachzukommen, im Falle des Festhaltens an der Beschwerde einen Beleg über die Erteilung ei ner Aufenthaltsbewilli- gung beziehungsweise über das Einreichen eines Gesuchs um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung bei der zuständigen kantonalen Ausländerbe- hörde zu den Akten zu reichen, weshalb praxisgemäss davon auszugehen E-4533/2014 Seite 10 ist, er verzichte auf die Geltendmachung eines allfälligen aus der Ehe- schliessung resultierenden Wegweisungshindernisses (vgl. EMARK 2001 Nr. 21, BVGE 2013/37 E. 4.4.2), dass deshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Staatssekretariat zu Recht ange- ordnet wurde, dass das Staatssekretariat das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli- chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Voll- zug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]), dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge- mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste- hen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung v orliegend in Beachtung dieser mass- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erheblich e Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet, dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter E-4533/2014 Seite 11 und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Be handlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon- kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass vorab festzustellen ist, dass sich das SEM entgegen der nicht weiter begründeten Behauptung in der Beschwerde in rechtsgenüglicher Weise mit der allgemeine Situation in Pakistan auseinander gesetzt hat, weshalb der diesbezügliche Rückweisungsantrag abgewiesen wird, dass in Pakistan grundsätzlich keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht, aber der pakistanische Staat Minderheiten wie beispielsweise An- gehörige der Ethnie der (…), insbesondere in der Provinz (…), nicht oder nur gänzlich unzulänglich vor religiös motivierter Gewalt sunnitischer Ext- remisten zu schützen vermag (vgl. BVGE 2014/32 E.6), dass der Beschwerdeführer indessen nicht einer ethnischen beziehungs- weise religiösen Minderheit angehört, dass auch sonst keine individuellen Gründe auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle seiner Rückkehr schliessen lassen, und diesbezüglich zur Vermeidung von Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann, dass sich der Vollzug der Wegweisung somit auch als zumutbar erweist, dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat- staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be- schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), dass nach dem Gesagten der vom Staatssekretariat verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt , den rechts- erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist , weshalb die Be- schwerde abzuweisen ist, E-4533/2014 Seite 12 dass die Anträge auf unentgeltliche Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG und auf Bestellung eines amtlichen Rechtsbeistandes in der Person des Rechtsvertreters im Sinne von Art. 110a Abs. 1 AsylG abzu- weisen sind, weil die prozessuale Bedürftigkeit angesichts des bezahlten Kostenvorschusses nicht belegt ist und die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägungen er gibt – als aussichtslos zu bezeichnen sind, weshalb die Voraussetzungen nicht erfüllt sind, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), und der am 1. Oktober 2014 einbezahlte Kostenvorschuss wird für deren Bezah- lung verwendet. (Dispositiv nächste Seite) E-4533/2014 Seite 13 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Anträge auf unentgeltliche Prozessführung und auf Bestellung eines amtlichen Rechtsbeistandes in der Person des Rechtsvertreters werden abgewiesen. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwer- deführer auferlegt, und der einbezahlte Kostenvorschuss wird für deren Bezahlung verwendet. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale Migrationsbehörde. Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: Esther Marti Peter Jaggi Versand: