Kantonsgericht Schwyz Verfügung vom 29. September 2021 STK 2021 44 Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident lic. iur. Stefan Weber. In Sachen Staatsanwaltschaft, 3. Abteilung, Postfach 128, Bahnhofstrasse 4, 8832 Wollerau, Anklagebehörde und Berufungsführerin, vertreten durch Staatsanwalt A.________, gegen 1. B.________, Beschuldigter und Berufungsgegner, erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt C.________, 2. D.________, Privatklägerin und Berufungsgegnerin, 3. E.________ AG, Privatklägerin und Berufungsgegnerin, Ziff. 2 und 3 vertreten durch Rechtsanwalt F.________, betreffend Veruntreuung, ungetreue Geschäftsbesorgung, Urkundenfälschung, Erschlei- chen einer falschen Beurkundung, Einziehung (Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts Schwyz vom 27. Januar 2021, SGO 2020 11);- hat der Kantonsgerichtsvizepräsident,Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben und in Erwägung: - dass u.a. die Staatsanwaltschaft gegen das im Dispositiv eröffnete Urteil des Strafgerichts Schwyz vom 27. Januar 2021 fristgerecht Berufung anmel- dete (vgl. Art. 399 Abs. 1 StPO) und ihr das begründete Urteil am 27. August 2021 zugestellt wurde; - dass die Staatsanwaltschaft in ihrer Stellungnahme vom 13. September 2021 in Aussicht stellte, auf eine selbständige Erklärung der Berufung zu ver- zichten, im Falle der Berufungserklärung durch eine andere Partei aber die Anschlussberufung zu erklären (vgl. KG-act. 7); - dass innert der zwanzigtägigen Frist von Art. 399 Abs. 3 StPO keine Berufungserklärung der Staatsanwaltschaft einging; - dass die Befristungen für Berufungsanmeldung und -erklärung Gültig- keitsvorschriften sind, sodass zur gültigen Einlegung einer Berufung der dies- bezügliche Wille zweimal zu erklären ist, abgesehen vom Fall, in welchem ein Urteil direkt begründet zugestellt wird (BGE 138 IV 157 E. 2.1 f.); - dass damit die Berufung zwar angemeldet, aber nicht erklärt wurde, was auf einen nachträglichen Verzicht hinausläuft, weshalb praxisgemäss nicht nach Art. 403 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 StPO zu verfahren, sondern die Beru- fung im Verfahren nach §§ 40 Abs. 2 i.V.m. 41 Abs. 1 JG präsidial abzu- schreiben ist (vgl. Art. 386 StPO und STK 2012 22 vom 7. Mai 2012); - dass die Gerichtskosten der zweiten Instanz bei diesem Ausgang zu Lasten des Staates gehen und Entschädigungen mangels Aufwands nicht zu sprechen sind;-Kantonsgericht Schwyz 3 verfügt: 1. Die Berufung wird als durch Verzicht auf Berufungserklärung erledigt abgeschrieben. 2. Die zweitinstanzlichen Gerichtskosten von Fr. 300.00 gehen zu Lasten des Staates. 3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Massgabe von Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. 4. Zufertigung an den Verteidiger (2/R) und an den Vertreter der Privatklä- gerinnen (3/R), je unter Beilage von KG-act. 7, die Staatsanwaltschaft (1/A an die 3. Abteilung sowie 1/R an die Amtsleitung/zentraler Dienst), die Vorinstanz (1/ü) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/ES, zum Vollzug und an die KOST) und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv). Der Kantonsgerichtsvizepräsident Versand 29. September 2021 kau