Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Geschäfts-Nr.: LB120019-O/U.doc Mitwirkend: Die Oberrichter Dr. G. Pfister, Vorsitzender, und lic. iur. M. Spahn, Ersatzoberrichterin lic. iur. R. Blesi Keller sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. G. Ramer Jenny. Beschluss vom 14. Juni 2012 in Sachen A._____, Beklagter und Berufungskläger vertreten durch Rechtsanwälte Dr. iur. X._____ und lic. iur. Y._____ gegen B._____ AG, Klägerin und Berufungsbeklagte vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Z._____ betreffend Forderung Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Pfäffikon, 1. Abteilung, vom 28. Dezember 2011 (CG070025) - 2 - Rechtsbegehren (Urk. 1 S. 2): "Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin CHF 90'000.– nebst 5 % Zins seit dem 8. August 2006 zu bezahlen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beklag- ten." Erwägungen: I. 1. Mit Urteil vom 28. Dezember 2011 verpflichtete die Vorinstanz den B e- klagten und Berufungskläger (fortan Beklagter), der Klägerin und Berufungsbe- klagten (f ortan Klägerin) Fr. 30'000. – nebst 5% Zins seit 1. November 2006 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wies sie die Klage ab (Urk. 101). 2. Gegen das ihm am 1. Februar 2012 zugestellte Urteil erhob der Beklagte am 2. März 2012 fristgerecht Berufung mit den Anträgen (Urk. 99/1, Urk. 100): "1. Es sei Ziff. 1 des Dispositivs des Urteils des Bezirksgerichts Pfäf- fikon vom 28. Dezember 2011 aufzuheben und die Klage vollum- fänglich abzuweisen. 2. Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen. 3. Es seien in Abweichung von Ziff. 3 des Dispositivs des Urteils des Bezirksgerichts Pfäffikon vom 28. Dezember 2011 die Kosten vollumfänglich der Berufungsbeklagten aufzuerlegen. 4. Es sei in Abweichung von Ziff. 4 des Dispositivs des Urteils des Bezirksgerichts Pfäffikon vom 28. Dezember 2011 die Berufungs- beklagte zu verpflichten, dem Berufungskläger eine volle Pro- zessentschädigung (zzgl. MwSt.) zu bezahlen. 5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten der Berufungsbeklagten." Der Beklagte leist ete fristgerecht einen Kostenvorschuss von Fr. 3'950. – (Urk. 104, Urk. 105). - 3 - 3. Während laufender Frist zur Erstattung der Berufungsantwort (Urk. 106) schlossen die Parteien am 4. / 6. Juni 2012 folgende Vereinbarung (Urk. 108): "Im Interesse einer einv ernehmlichen Regelung des hängigen Forde- rungsprozesses im Kanton Zürich (Bezirksgericht Pfäffikon, Geschäfts - Nr.: CG070025 und Obergericht Zürich, Geschäfts -Nr.: LB120019) zwi- schen den Parteien vereinbaren sie was Folgt: 1. Die Klägerin und Berufungsbeklagte reduziert die eingeklagte For- derung auf CHF 15'000 brutto und verzichtet auf die Geltendm a- chung des Mehrbetrages. 2. Der Beklagte und Berufungskläger anerkennt die Forderung im Betrag von CHF 15'000 brutto, zahlbar per 31. Juli 2012. 3. Die Parteien akzeptieren die Kostenregelung (Gerichtskosten) gemäss Urteil des Bezirksgerichts Pfäffikon vom 28. Dezember 2011 (Geschäfts-Nr.: CG070025). 4. Die Klägerin und Berufungsbeklagte verpflichtet sich, die G e- richtskosten im Berufungsverfahren vor Obergericht Zürich zu tragen (Geschäfts-Nr. LB120019). 5. Die Parteien verzichten gegenseitig auf Parteientschädigungen für das bezirksgerichtliche und das obergerichtliche Verfahren. 6. Mit Erfüllung dieser Vereinbarung erklären sich die Parteien als per Saldo aller Ansprüche vollständig auseinandergesetzt zu sein. [Ort, Datum, Unterschriften]" II. Ein Vergleich hat die Wirkung eines rechtskräftigen Entscheides (Art. 241 Abs. 2 ZPO). Der Prozess ist demzufolge abzuschreiben (Art. 241 Abs. 3 ZPO), unter vereinbarungsgemässer Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen. Die Gerichtskosten für das Berufungsverfahren sind mit dem vom Beklagten ge- leisteten Kostenvorschuss zu verrechnen, sind diesem aber von der Klägerin zu er- setzen (Art. 111 Abs. 1 und 2 ZPO). - 4 - Es wird beschlossen: 1. Das Verfahren wird abgeschrieben. 2. Die Gerichtsgebühr für das erstinstanzliche Verfahren von Fr. 15'000.– wird bestätigt. Die weiteren Kosten betragen Fr. 600.– (Zeugeneinvernahmen). 3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 2'000.– festgesetzt. 4. Die Gerichtskosten für das erstinstanzliche Verfahren werden zu 2/3 der Klägerin und zu 1/3 dem Beklagten auferlegt, unter jeweiliger Anrechnung der bezahlten Kostenvorschüsse (seitens der Klägerin Fr. 3'200.– und sei- tens des Beklagten Fr. 1'600.–). 5. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Klägerin auferlegt. Sie werden mit dem vom Beklagten geleisteten Kostenvorschuss verrechnet, sind diesem aber von der Klägerin zu ersetzen. 6. Vom gegenseitigen Verzicht auf Parteientschädigungen für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren wird Vormerk genommen. 7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beklagten unter Beilage einer Kopie von Urk. 107, an die Klägerin unter Beilage des Doppels von Urk. 109, sowie – unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten – an das Bezirksge- richt Pfäffikon, je gegen Empfangsschein. 8. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. - 5 - Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 30'000.–. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. Die Anfechtung einer Parteierklärung (Vergleich, Anerkennung oder Rückzug des Be- gehrens) hat nicht mit Beschwerde an das Bundesgericht, sondern mit Revision beim Obergericht zu erfolgen (Art. 328 ff. ZPO). Zürich, 14. Juni 2012 Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Die Gerichtsschreiberin: lic. iur. G. Ramer Jenny versandt am: mc