<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2023-05-26-1F_11-2023.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1F_11/2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 26. Mai 2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Kneubühler, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Chaix, Haag, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Störi. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Gesuchsteller, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden, Obere Plessurstrasse 1, 7000 Chur, </div> <div class="para">Gesuchsgegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 1C_606/2022 vom 15. Dezember 2022. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Mit Urteil 1C_606/2022 vom 15. Dezember 2022 trat das Bundesgericht auf eine Beschwerde von A.________ gegen das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden nicht ein mit der Begründung, er habe den angefochtenen Entscheid innert der ihm dafür angesetzten Frist nicht eingereicht. </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 25. Dezember 2022 ersucht A.________ das Bundesgericht, sein Urteil vom 15. Dezember 2022 in Wiedererwägung zu ziehen. </div> <div class="para">Vernehmlassungen wurden keine eingeholt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Urteile des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft (<span class="artref">Art. 61 BGG</span>) und können nicht mit Beschwerde angefochten werden. Hingegen kann die Revision eines Bundesgerichtsurteils verlangt werden, wenn die ersuchende Partei nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismittel auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnte, unter Ausschluss der Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem Entscheid entstanden sind (<span class="artref">Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG</span>). Die Revision kann auch verlangt werden, wenn das Bundesgericht einzelne Anträge unbeurteilt liess (<span class="artref">Art. 121 lit. c BGG</span>) oder in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigte (<span class="artref">Art. 121 lit. d BGG</span>). </div> <div class="para">Der Gesuchsteller bringt vor, er habe den im Verfahren 1C_606/2022 angefochtenen Entscheid des Verwaltungsgerichts nicht beilegen können, weil es auf seine Klage gegen die Gemeinde Flims nicht eingegangen sei. Daraus ergibt sich nicht eindeutig, ob das Verwaltungsgericht gar keinen Entscheid fällte, den er hätte einreichen können, oder ob es ohne materielle Prüfung der Sache aus prozessualen Gründen auf die "Klage" des Gesuchstellers nicht eingetreten war. So oder so hätte er die Frist, die ihm vom Bundesgericht unter der Androhung, bei Säumnis auf die Beschwerde nicht einzutreten, angesetzt worden war, nicht unbenutzt ablaufen lassen dürfen, sondern hatte Gelegenheit und Anlass, dem Bundesgericht innert Frist den angefochtenen Entscheid zuzustellen oder ihm gegebenenfalls mitzuteilen, dass das Verwaltungsgericht in dieser Sache keinen Entscheid gefällt hatte. Der Gesuchsteller begründet sein Revisionsgesuch damit nicht mit einer erheblichen Tatsache, die er erst nachträglich erfahren hat und deswegen im Verfahren 1C_606/2022 nicht geltend machen konnte. Er beruft sich damit nicht - was einzig zulässig ist - auf einen Revisionsgrund, weshalb auf das Gesuch nicht einzutreten ist. Auf die Erhebung von Gerichtskosten kann verzichtet werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller und dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 26. Mai 2023 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Kneubühler </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Störi </div> </div></body></html>