<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 0/2] </div> <div class="para">5C.275/2001/sch </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Z I V I L A B T E I L U N G ******************************* </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sitzung vom 20. Juni 2002 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es wirken mit: Bundesrichter Bianchi, Präsident der </div> <div class="para">II. Zivilabteilung, Bundesrichter Raselli, Bundesrichterin </div> <div class="para">Nordmann, Bundesrichter Meyer, Bundesrichterin Hohl und Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">--------- </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Sachen </div> <div class="para">X.________, Kläger und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Martin Michel, Zürcherstrasse 49, Postfach 333, 8853 Lachen SZ, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. A.________, vertreten durch Rechtsanwalt Walter </div> <div class="para">Hofstetter, Hanfländerstrasse 67, Postfach 1539, </div> <div class="para">8640 Rapperswil SG, </div> <div class="para">2. B.________, </div> <div class="para">3. C.________, </div> <div class="para">4. D.________, </div> <div class="para">5. E.________, </div> <div class="para">6. F.________, </div> <div class="para">7. G.________, </div> <div class="para">8. H.________, </div> <div class="para">2. - 8. vertreten durch H.________, </div> <div class="para">9. I.________, </div> <div class="para">10. J.________, </div> <div class="para">11. K.________, </div> <div class="para">12. L.________, </div> <div class="para">13. M.________, </div> <div class="para">14. N.________, </div> <div class="para">15. O.________, </div> <div class="para">16. P.________, </div> <div class="para">17. Q.________, </div> <div class="para">18. R.________, </div> <div class="para">19. S.________, 9. - 19. vertreten durch K.________, </div> <div class="para">20. T.________, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">21. U.________, </div> <div class="para">22. V.________, </div> <div class="para">23. W.________, 20. - 23. vertreten durch W.________, Beklagte und Berufungsbeklagte, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">betreffend </div> <div class="para">Auslegung eines Testamentes, hat sich ergeben: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.- Y.________ (geb. 1899) war Eigentümer der landwirtschaftlichen Liegenschaft "Aeffenberg". Am 29. März 1962 verfügte er letztwillig, dass seiner Schwester Z.________ seine Liegenschaft zum Ertragswert samt lebendem und totem landwirtschaftlichem Inventar zu Eigentum zukomme, während seine übrigen Geschwister ihr Erbbetreffnis in Geld erhalten sollen. Ferner wünschte er, dass Z.________ die Liegenschaft weder ganz noch teilweise veräussere, so dass nach ihrem Ableben seine anderen Geschwister oder deren Nachkommen in deren Besitz kommen würden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Y.________ verstarb am 12. Juni 1973. Während die Erbteilung hinsichtlich der übrigen Erbschaftsgegenstände vorgenommen wurde, unterblieb die notarielle Überschreibung der Liegenschaft auf Z.________, da die Zustimmung hierzu nicht von allen Erben erlangt werden konnte. Indessen waltete Z.________ in der Folge über die landwirtschaftliche Liegenschaft wie eine Eigentümerin. Am 4. Juli 1989 errichtete sie ein öffentliches Testament, das wie folgt lautet: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">"1. Ich hinterlasse keine pflichtteilsgeschützten </div> <div class="para">Erben. Ich bestimme, dass mein Gesamteigentum an </div> <div class="para">der Liegenschaft meines 1973 verstorbenen Bruders </div> <div class="para">Y.________, Herrn X.________ zu Eigentum, zufallen </div> <div class="para">soll. Für diese Verfügung sind folgende </div> <div class="para">Gründe massgebend: Von Geburt an, seit bald </div> <div class="para">neunzig Jahren, wohne ich auf dem Aeffenberg. </div> <div class="para">Haus und Land sind mir deshalb als Heimat ans </div> <div class="para">Herz gewachsen. Zusammen mit meinem Bruder habe </div> <div class="para">ich immer zum Heimwesen Sorge getragen. Sein und </div> <div class="para">mein Wunsch war und ist es, dass die Liegenschaft </div> <div class="para">nicht zu Spekulationszwecken verkauft wird. Es </div> <div class="para">schmerzt mich, wenn Nachbarliegenschaften, wie </div> <div class="para">zur Zeit das Land Bubental, überbaut werden. </div> <div class="para">Unserem schönen Aeffenberg soll dieses Schicksal </div> <div class="para">nicht widerfahren! Es ist deshalb mein Wunsch, </div> <div class="para">dass meine langjährige Pächterfamilie, zum jetzigen </div> <div class="para">Zeitpunkt X.________, die Liegenschaft zum </div> <div class="para">Ertragswert übernehmen kann. Da sein Hof Grütfeld </div> <div class="para">an den Aeffenberg angrenzt, ist die Zusammenlegung </div> <div class="para">der beiden Heimwesen ideal für eine gesicherte </div> <div class="para">Existenz. Mein Anliegen ist es, dass er </div> <div class="para">weiterhin Sorge trägt zu den Gebäuden, zum Land </div> <div class="para">und zu den Bäumen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Ich hoffe, dass nach meinem Ableben diese letztwillige </div> <div class="para">Verfügung erfüllt wird, und dass die Erbteilung </div> <div class="para">friedlich vorgenommen wird. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. Ich sehe zurzeit davon ab, über mein übriges </div> <div class="para">Nachlassvermögen testamentarisch zu verfügen.. " </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Z.________ verstarb am 8. September 1993. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">X.________ (geb. 1951) beansprucht die Liegenschaft Aeffenberg als eingesetzter Erbe. Die landwirtschaftliche Liegenschaft umfasst nach dem Verkauf eines im Baugebiet liegenden Teils total 45'661 m2 mit Wiese und Stall und zusätzlich 1'036 m2 Haus und Hofraum. Sie liegt vollständig in der Landwirtschaftszone und ist unbestrittenermassen ein Grundstück im Sinne von <span class="artref">Art. 6 des Bundesgesetzes über das bäuerliche Bodenrecht vom 4. Oktober 1991 (BGBB; SR 211. 412.11)</span>. </div> <div class="para">Sie ist seit über 30 Jahren an die Familie des X.________ verpachtet. Zunächst war W.________, seit 1982 ist X.________ Pächter. Gegen den von X.________ geltend gemachten Anspruch opponierte der Erbe A.________ (geb. 1927). Seiner Auffassung nach wurde X.________ nicht als Erbe eingesetzt. Es handle sich vielmehr um ein Vermächtnis. Infolgedessen könne X.________ weder die Teilung noch im Teilungsverfahren die Zuweisung des landwirtschaftlichen Teils der Liegenschaft gestützt auf das BGBB verlangen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.- Am 23. Juni 1998 klagte X.________ beim Bezirksgericht March gegen die Erben von Y.________ und Z.________ mit folgenden Rechtsbegehren: </div> <div class="para">"1. Der Nachlass von Y.________ und Z.________ sei zu </div> <div class="para">teilen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. Dem Kläger sei die landwirtschaftlich genutzte </div> <div class="para">Liegenschaft GB 171 KTN 389 Altendorf gemäss Testament </div> <div class="para">vom 4. Juli 1989 zum doppelten Ertragswert </div> <div class="para">zu Alleineigentum zuzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. Das Grundbuchamt March sei anzuweisen, die Liegenschaft </div> <div class="para">GB 171 KTN 389 Altendorf von den Erben </div> <div class="para">des Y.________ auf X.________, geb. 1951, als Alleineigentümer infolge Erbteilung zu übertragen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. Es sei Vormerk zu nehmen, dass bei einer vollständigen </div> <div class="para">Gutheissung des Zuweisungsanspruches </div> <div class="para">gemäss Ziffer 2 die Zuweisung in Abweichung zum </div> <div class="para">Testament zu den im klägerischen Schreiben vom 21. Januar 1997 offerierten Bedingungen erfolgt; </div> <div class="para">nämlich zum doppelten Ertragswert, mit Einverständnis </div> <div class="para"> </div> <div class="para">zur Abparzellierung und zum freien Verkauf </div> <div class="para">der Parzelle (KTN 1654) im Ausmass von </div> <div class="para">1'036 m2 mit Wohnhaus, sowie unter Verzicht auf </div> <div class="para">eine Entschädigung aus dem Verkauf von KTN 1653 </div> <div class="para">in Ausmass von 3'674 m2. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">5. Es sei ferner Vormerk zu nehmen, dass gewisse </div> <div class="para">Beklagte der Zuweisung an den Kläger zu den genannten </div> <div class="para">Bedingungen zustimmen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten </div> <div class="para">der nicht zustimmenden Beklagten.. " </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Während die Beklagten Nrn. 2-23 in ihrer Klageantwort ausdrücklich die klägerischen Rechtsbegehren anerkannten und der Zuweisung der Liegenschaft an den Kläger zum doppelten Ertragswert zustimmten, stellte sich der Beklagte Nr. 1, A.________, mit folgenden Anträgen dagegen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">"1. Die klägerischen Rechtsbegehren auf Teilung der </div> <div class="para">Nachlässe von Y.________ und Z.________ sowie auf </div> <div class="para">Zuweisung und Übertragung der landwirtschaftlichen </div> <div class="para">Liegenschaft KTN 389, Altendorf, an den </div> <div class="para">Kläger seien abzuweisen. </div> <div class="para">2. Es sei dem Beklagten A.________ die landwirtschaftliche </div> <div class="para">Liegenschaft KTN 389, Altendorf, zum </div> <div class="para">doppelten Ertragswert zu Alleineigentum zuzuweisen, </div> <div class="para">und es sei das Grundbuchamt March anzuweisen, </div> <div class="para">die entsprechende Handänderung von den Erben </div> <div class="para">des Y.________ auf den Beklagten A.________ vorzunehmen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten </div> <div class="para">des Klägers.. " </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Am 24. Mai 2000 fällte das Bezirksgericht March ein Vorurteil folgenden Inhalts: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">"1. Es wird festgestellt, dass der Kläger im Verfahren </div> <div class="para">BZ 98 68 aktivlegitimiert ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. Die Kosten des Vorentscheides bleiben bei der </div> <div class="para">Hauptsache. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. (Rechtsmittelbelehrung). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. (Mitteilungen).. " </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C.- Dagegen legte A.________ am 16. November 2000 kantonale Berufung ein mit den Anträgen, das Vorurteil des Bezirksgerichtes March vom 22. Mai 2000 sei aufzuheben und die klägerischen Rechtsbegehren um Teilung der Nachlässe von Y.________ und Z.________ sowie um Zuweisung und Übertragung der landwirtschaftlichen Liegenschaft an den Kläger seien abzuweisen (1); unter Kosten- und Entschädigungsfolgen für beide Instanzen zulasten des Klägers und Berufungsbeklagten (2). Der Kläger beantragte die Abweisung der Berufung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Urteil vom 10. Juli 2001 erkannte das Kantonsgericht des Kantons Schwyz wie folgt: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">"1. In teilweiser Gutheissung der Berufung wird das </div> <div class="para">angefochtene Vorurteil aufgehoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. Das klägerische Begehren auf Teilung des Nachlasses </div> <div class="para">von Y.________ und Z.________ (Klagebegehren </div> <div class="para">Ziff. 1) wird abgewiesen. </div> <div class="para">3. Die Kosten des Berufungsverfahrens von </div> <div class="para">Fr. 2'866. 10, bestehend aus den Gebühren von </div> <div class="para">Fr. 2'746. 30 und den Auslagen von Fr. 119. 80, </div> <div class="para">werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Kosten von Fr. 2'866. 10 werden aus dem Kostenvorschuss </div> <div class="para">des Appellanten von Fr. 3'000.-- bezogen und der Appellat ist verpflichtet, dem </div> <div class="para">Appellanten seinen Kostenanteil von Fr. 1'433. 05 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">zu ersetzen. Der Rest aus dem Kostenvorschuss ist </div> <div class="para">dem Appellanten zurückzuvergüten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. Die Parteikosten vor Kantonsgericht werden gegenseitig </div> <div class="para">wettgeschlagen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">5. (Rechtsmittelbelehrung). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">6. (Mitteilungen).. " </div> <div class="para"> </div> <div class="para">D.- Mit Berufung vom 25. Oktober 2001 verlangt der Kläger X.________ die Aufhebung der Ziff. 1, 3 und 4 des Urteils des Kantonsgerichtes (Ziff. 1) sowie die Bestätigung des Vorurteils des Bezirksgerichtes March, wonach er als Erbe gelte (Ziff. 2). Mit Berufungsantwort vom 25. Januar 2002 beantragt der Beklagte A.________ die Abweisung der Berufung, sofern darauf einzutreten sei. Die übrigen Beklagten "anerkennen" in ihrer Eingabe vom 19. Januar 2002 die Berufungsbegehren des Klägers. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- a) In seinem ersten Rechtsbegehren richtet sich der Kläger nur gegen Ziff. 1, 3 und 4 des Urteils des Kantonsgerichts des Kantons Schwyz, was darauf schliessen lassen könnte, die Abweisung seines Teilungsbegehrens durch das Kantonsgericht sei nicht Gegenstand der Berufung. In einem zweiten Begehren verlangt er aber die Bestätigung des Vorurteils des Bezirksgerichts March, in welchem er als Erbe angesehen und seine Aktivlegitimation für das Teilungsbegehren bejaht worden ist. Ziff. 2 des Urteils des Kantonsgerichts muss deshalb implizit als mitangefochten gelten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) In formeller Hinsicht führt der Kläger aus, das angefochtene Urteil stelle einen Zwischenentscheid gemäss <span class="artref">Art. 50 Abs. 1 OG</span> dar. Mit Gutheissung der Berufung könne sofort ein Endentscheid herbeigeführt werden, da er als Erbe einen unbestrittenen Zuweisungsanspruch hätte und sich ein aufwändiges Beweisverfahren erübrigen würde. Der Beklagte Nr. 1 stellt sich auf den Standpunkt, kantonal sei mit einem Vor- oder Zwischenentscheid lediglich über die Aktivlegitimation des Klägers entschieden worden. Da er mit Widerklage die Zuteilung des Grundstücks an sich selbst verlangt habe, könnte das Bundesgericht auch bei Bejahung der Erbenqualität des Klägers kein Endurteil herbeiführen, weshalb die Voraussetzungen von <span class="artref">Art. 50 Abs. 1 OG</span> nicht gegeben seien. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der angefochtene Entscheid beantwortet nicht bloss eine einzelne Vorfrage, wie dies der erstinstanzliche Richter durch Bejahung der Aktivlegitimation des Klägers getan hat; vielmehr verneint es den Teilungsanspruch des Klägers definitiv. </div> <div class="para">Es handelt sich deshalb um ein Teilurteil. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Weil die Streitlage zwischen den Parteien nicht definitiv bereinigt wird, stellen Teilurteile keine Endentscheide im Sinne von <span class="artref">Art. 48 Abs. 1 OG</span> dar (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=20.06.2002&amp;to_date=09.07.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-III-140%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page140">BGE 123 III 140</a> E. 2a S. 141) und sind im Grundsatz nicht anfechtbar, weil sich das Bundesgericht mit dem gleichen Rechtsstreit nur einmal beschäftigen soll. Die Praxis lässt ausnahmsweise eine selbständige Anfechtung zu, wenn die davon erfassten Begehren zum Gegenstand eines gesonderten Prozesses hätten gemacht werden können, ihre Beurteilung für den Vollentscheid von präjudizieller Bedeutung ist und durch die vorgezogene Anfechtung ein so bedeutender Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren erspart werden kann, dass sich die gesonderte Anrufung des Bundesgerichts rechtfertigt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=20.06.2002&amp;to_date=09.07.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-III-140%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page140">BGE 123 III 140</a> E. 2a S. 141; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=20.06.2002&amp;to_date=09.07.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-III-406%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page406">124 III 406</a> E. 1a S. 409 f.). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">c) Im vorliegenden Fall sind die genannten Voraussetzungen nicht gegeben; namentlich ist nicht ersichtlich, inwiefern ein bedeutender Aufwand an Zeit oder Kosten erspart werden könnte. Unter Berufung auf die Meinung Beeler (Bruno Beeler, Bäuerliches Erbrecht, Diss. Zürich 1998, S. 151 und 333) hat der Kläger bereits vor erster Instanz den Eventualstandpunkt vertreten, er habe auch als Vermächtnisnehmer einen Zuweisungsanspruch. Die erste Instanz hat auf die entsprechende Kontroverse in der Literatur hingewiesen, jedoch über den Eventualstandpunkt nicht entschieden. Das Kantonsgericht hat in seinen Erwägungen zum weiteren Prozessverlauf ausgeführt, die Vorinstanz werde darüber noch zu entscheiden haben. Diese Tatsache spiegelt sich zwar nicht im Dispositiv, aber es ist davon auszugehen, dass das Bezirksgericht March in einem nächsten Schritt über diese Frage materiell zu entscheiden haben wird. Da sie rechtlicher Natur ist, kann sie ohne grossen Zeitaufwand und insbesondere ohne Beweisverfahren entschieden werden. Es würde sich nicht rechtfertigen, jetzt das Teilurteil zu überprüfen, wenn die kantonalen Instanzen noch über diesen Eventualstandpunkt zu entscheiden haben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Zusammenfassend ergibt sich, dass auf die Berufung nicht einzutreten ist. Bei diesem Verfahrensausgang ist dem Kläger eine reduzierte Gerichtsgebühr aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 156 Abs. 1 OG</span>) und er hat dem Beklagten Ziff. 1 eine reduzierte Parteientschädigung zu leisten (<span class="artref">Art. 159 Abs. 2 OG</span>). </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Auf die Berufung wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird dem Kläger auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Der Kläger hat den Beklagten Nr. 1 für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 1'000.-- zu entschädigen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4.- Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht des Kantons Schwyz schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">________________ </div> <div class="para">Lausanne, 20. Juni 2002 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. Zivilabteilung des </div> <div class="para">SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>