<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, ein Grundset von Minimalstandards als Basis einer minimalen Harmonisierung der Grundvoraussetzungen für Einbürgerungen in Kantonen und Gemeinden zu formulieren und dem Parlament einen entsprechenden Gesetzesvorschlag zu unterbreiten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Einbürgerungsbehörden der Kantone und Gemeinden haben im Rahmen des ordentlichen Einbürgerungsverfahrens nicht nur die Einbürgerungsvoraussetzungen des Bundes, sondern auch allfällig weitere kantonale und kommunale Einbürgerungserfordernisse zu prüfen. Allfällige unterschiedliche Standards sind daher in unserem dreistufigen Einbürgerungssystem begründet. Eine völlige Vereinheitlichung der Praxis der Kantone ist aufgrund des geltenden Verfassungsrechts nicht möglich. Der Bund prüft jedoch zurzeit, ob im Rahmen der in Artikel 38 Absatz 2 BV vorgesehenen Kompetenz, Mindestvorschriften zu erlassen, gewisse Minimalstandards als Basis einer minimalen Harmonisierung der Grundvoraussetzungen für Einbürgerungen festgelegt werden können. </p><p>Das Anliegen der Motionärin ist also Gegenstand diverser laufender Prüfungsarbeiten auf Bundesebene. So wird etwa gegenwärtig zugunsten einer einheitlichen Anwendung der Bundesvorgaben geprüft, ob und inwieweit der Integrationsbegriff auch im Bürgerrechtsgesetz präzisiert werden muss. Das Anliegen der Motionärin soll demnach nicht für sich allein, sondern im Gesamtzusammenhang mit anderen Revisionspunkten geprüft werden. Der Bundesrat beantragt deshalb die Ablehnung der Motion.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.