Seite 1 http://www.bl.ch/kantonsgericht Beschluss des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 14. August 2018 (470 18 232) ____________________________________________________________________ Strafprozessrecht Verfahrenseinstellung Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richter Daniel Häring, Richter Markus Mattle; Gerichtsschreiberin i.V. Katja Knechtli Parteien A.____ , Beschwerdeführer gegen Staatsanwaltschaft Basel -Landschaft , Allgemeine Hauptabtei- lung, Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz, Beschwerdegegnerin Gegenstand Verfahrenseinstellung Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwalt- schaft Basel-Landschaft vom 12. Juni 2018 A. A.____ wurde vorgeworfen, am Samstag, 17. Februar 2018, um 11:30 Uhr, seinen 15- jährigen Sohn B.____ anlässlich eines verbalen Stre its bezüglich seiner schulischen Leistung tätlich angegangen zu haben und ihm dabei einfache Verletzungen zugefügt zu haben, indem er ihn zweimal mittels eines Zeremonienstocks auf d en Oberschenkel geschlagen habe. Mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft v om 12. Juni 2018 wurde das Strafverfah- ren gegen A.____ wegen einfacher Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 2 StGB) und wegen Tätlich- keiten (Art. 126 Abs. 2 lit. a StGB) eingestellt. D es Weiteren wurden ihm die Verfahrenskosten in der Höhe von insgesamt CHF 1‘406.00 (inklusive G ebühr von CHF 200.00 für den Einstel- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht lungsbeschluss) auferlegt und es wurde ihm weder ei ne Entschädigung noch eine Genugtuung zugesprochen. B. Mit Beschwerdeschrift vom 25. Juni 2018 (Postaufgab e 3. Juli 2018) gelangte A.____ (nachfolgend Beschwerdeführer) an das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht. Er führte aus, dass er die Auferlegung der Verfahre nskosten in der Höhe von CHF 1‘406.00 nicht nachvollziehen könne und er „allgemein“ gegen das Strafverfahren sei, welches die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft gegen ihn eingeleitet habe. C. Mit Verfügung vom 4. Juli 2018 ordnete das Kantonsg ericht Basel-Landschaft, Abtei- lung Strafrecht, das schriftliche Verfahren an und stellte die Beschwerdeschrift vom 25. Juni 2018 zur Stellungnahme innert peremptorischer Frist bis 16. Juli 2018 der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft (nachfolgend Beschwerdegegnerin) zu. D. Mit Stellungnahme vom 11. Juli 2018 beantragte die Beschwerdegegnerin, dass auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventualiter die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen sei, sowie die Verfahrenskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen seien. E. Mit Verfügung vom 13. Juli 2018 leitete das Kanton sgericht Basel-Landschaft, Abtei- lung Strafrecht, die Stellungnahme der Beschwerdege gnerin an den Beschwerdeführer zur Kenntnisnahme. Zudem wurde der Schriftenwechsel geschlossen und die schriftliche Eröffnung des Entscheides angekündigt. Erwägungen 1. Die Zuständigkeit der Dreierkammer des Kantonsgeric hts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, als Beschwerdeinstanz zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde ergibt sich aus Art. 20 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 StPO sowie aus § 15 Abs. 2 EG StPO. Nach Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO ist die Beschwerde zulässig gegen die Verfügun gen und die Verfahrenshandlungen von Polizei, Staatsanwaltschaft und Übertretungsstrafbe hörden. Gemäss Abs. 2 von Art. 393 StPO können mit der Beschwerde gerügt werden: Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermessens, Rechtsverweigerung un d Rechtsverzögerung (lit. a); die un- vollständige oder unrichtige Feststellung des Sachv erhaltes (lit. b); sowie Unangemessenheit (lit. c). Nach Art. 322 Abs. 2 StPO und Art. 396 Ab s. 1 StPO ist die Beschwerde gegen schrift- lich oder mündlich eröffnete Entscheide innert zehn Tagen schriftlich und begründet bei der Beschwerdeinstanz einzureichen. Die 10-tägige Besch werdefrist bildet eine gesetzliche Frist, die gemäss Art. 89 Abs. 1 StPO nicht erstreckt werd en kann. Die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft vom 12. Juni 2018 wurde dem Besc hwerdeführer nachweislich am 16. Juni 2018 zugestellt. Die zehntägige Beschwerdefrist beg ann somit am 17. Juni 2018 zu laufen (Art. 90 Abs. 1 StPO) und endete entsprechend am 26 . Juni 2018. Die Beschwerde, welche zwar vom 25. Juni 2018 datiert, wurde jedoch erst a m 3. Juli 2018 der Post übergeben. Sie er- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht weist sich somit klarerweise als verspätet, weshalb auf sie nicht einzutreten ist. Damit erübrigt sich eine materielle Prüfung der Beschwerde. 2. Die ordentlichen Kosten für das kantonsgerichtlic he Beschwerdeverfahren werden ge- stützt auf § 13 Abs. 1 GebT i.V.m. § 14 Abs. 2 lit. a GebT pauschal auf CHF 250.00 festgesetzt. Die Parteien tragen nach Art. 428 Abs. 1 StPO die K osten des Rechtsmittelverfahrens nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Als unt erliegend gilt auch die Partei, auf deren Rechtsmittel nicht eingetreten wird. Entsprechend g ehen die Verfahrenskosten in Anwendung von Art. 428 Abs. 1 StPO zu Lasten des unterliegenden Beschwerdeführers. Demnach wird erkannt: ://: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die ordentlichen Kosten des Beschwerdeverfahren s in der Höhe von pauschal CHF 250.00 gehen zu Lasten des Beschwerdeführers. 3. Dieser Beschluss wird den Parteien schriftlich eröffnet. Präsident Dieter Eglin Gerichtsschreiberin i.V. Katja Knechtli