<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, bei Lebens- und Futtermitteln die Einfuhr und Verwendung von gentechnisch veränderten Rohstoffen zu dokumentieren. Mindestens einmal jährlich soll eine Statistik veröffentlicht werden, welche über die Einfuhr von gentechnisch veränderten landwirtschaftlichen Rohstoffen sowie Zutaten für Lebens- und Futtermittel Auskunft gibt. Die Veröffentlichung der Statistik wird mit einem Bericht über die Kontrollen der Bundes- und Kantonsbehörden ergänzt. Insbesondere gibt der Bericht Auskunft darüber, wie die Deklarationspflicht für gentechnisch veränderte Organismen bei Einfuhren durchgesetzt wird.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Es besteht eine Pflicht zur Kennzeichnung von Erzeugnissen im Lebens- und Futtermittelbereich, die gentechnisch veränderte Organismen (GVO) sind, enthalten oder daraus gewonnen wurden. Ausgenommen sind, wie in der EU, nur unbeabsichtigte Spuren unter dem Schwellenwert von 0,9 Massenprozenten je Zutat. Die Vollzugsbehörden ergreifen die notwendigen Massnahmen zur Sicherung der Einhaltung dieser Kennzeichnungspflicht und erstatten darüber regelmässig Bericht. Die Ergebnisse der Untersuchungen der kantonalen Behörden bei Lebensmitteln und der Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux bei Futtermitteln werden in den entsprechenden Jahresberichten veröffentlicht.</p><p>Die Bundesbehörden haben sowohl im Lebensmittel- als auch im Futtermittelbereich bereits in der Vergangenheit Angaben zur Einfuhr von GVO-Erzeugnissen erfasst und diesbezügliche Erkenntnisse mitgeteilt; sie werden dies auch in Zukunft tun. Die enge Zusammenarbeit mit den kantonalen Behörden ist ebenfalls gesichert.</p><p>Weitere Informationen zu GVO sind auf den Internetseiten des Bundesamtes für Landwirtschaft und des Bundesamtes für Gesundheit publiziert. Zusätzlich werden die Daten des Futtermittelbereiches im jährlichen Agrarbericht des Bundesamtes für Landwirtschaft publiziert. Der Bundesrat ist somit der Meinung, dass das Anliegen des Postulates erfüllt ist.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.