<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00086</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204419&amp;W10_KEY=4467140&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00086</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.08.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 02.03.2005 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Wasseranschlussgebühren</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Abgaberecht: massgeblicher Gebäudewert für die Berechnung der Wasseranschlussgebühren bei einer Gesamtüberbauung.<br/><br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1).<br/>Rechtsgrundlagen für die Erhebung und Berechnung von Wasseranschlussgebühren in der Stadt Zürich (E. 2).<br/>Die kommunalen Vorschriften beruhen auf einer ausreichenden kantonalen gesetzlichen Grundlage und stellen selbst eine ausreichende gesetzliche Grundlage dar (E. 2.1).<br/>Umstritten ist die Berechnung von Wasseranschlussgebühren bei einer Gesamtüberbauung. Massgeblich für die Anschlussgebühr ist die volle Versicherungssumme gemäss den Werten der Gebäudeversicherung. Bei Gesamtüberbauungen ist der Einzelobjektzuschlag nicht von der Versicherungssumme abzuziehen. Entscheidend ist nicht die Gegenüberstellung von heutigem realem und künftigem hypothetischem Gebäudewert, sondern die Versicherungssumme (E. 2.3.1).<br/>Keine Verletzung des Äquivalenzprinzips (E. 2.3.2.). Insbesondere deshalb nicht, weil für den Ersatz bzw. Neubau nach einem freiwilligen Abbruch eines Einzelobjektes der Gesamtüberbauung eine (neue) Anschlussgebühr nur dann erhoben wird, wenn die Nenngrösse des Wasserzählers erhöht wird und kumulativ der Gebäudewert gesteigert wird. <br/>Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANSCHLUSSGEBÃHR">ANSCHLUSSGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃQUIVALENZPRINZIP">ÃQUIVALENZPRINZIP</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINZELOBJEKTZUSCHLAG">EINZELOBJEKTZUSCHLAG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBÃUDEVERSICHERUNGSBERECHNUNG">GEBÃUDEVERSICHERUNGSBERECHNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBÃUDEVERSICHERUNGSWERT">GEBÃUDEVERSICHERUNGSWERT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBÃHRENBEMESSUNG">GEBÃHRENBEMESSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBÃHRENBERECHNUNG">GEBÃHRENBERECHNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBÃHRENERHEBUNG">GEBÃHRENERHEBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESAMTÃBERBAUUNG">GESAMTÃBERBAUUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STADT ZÃRICH">STADT ZÃRICH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSICHERUNGSWERT">VERSICHERUNGSWERT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WASSERABGABE">WASSERABGABE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WASSERABGABEREGELEMENT">WASSERABGABEREGELEMENT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WASSERABGABETARIF">WASSERABGABETARIF</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WASSERANSCHLUSSGEBÃHR">WASSERANSCHLUSSGEBÃHR</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">WAR ZÃ¼rich</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Die Stiftung A (im Folgenden: Stiftung) erstellte im Jahr 2001 auf ihren GrundstÃ¼cken an der L-Strasse in ZÃ¼rich eine neue WohnÃ¼berbauung mit 247 Wohneinheiten. FÃ¼r den Anschluss der Liegenschaften an das Wasserversorgungsnetz erhob die Wasserversorgung der Stadt ZÃ¼rich gestÃ¼tzt auf den von der kantonalen GebÃ¤udeversicherung ermittelten Versicherungswert (Fr. 51'489'000.-) eine AnschlussgebÃ¼hr von Fr. 209'317.20. Weil sich die Stiftung weigerte, die Abgabe zu bezahlen, erliess der Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe am 9. Dezember 2002 eine entsprechende formelle GebÃ¼hrenauflage samt der Verpflichtung, den Betrag von Fr. 209'317.20 ab 10. Oktober 2002 zu 5 % zu verzinsen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Einsprache an den Stadtrat beantragte die Stiftung die Reduktion der WasseranschlussgebÃ¼hr auf Fr. 168'822.95. Der Stadtrat wies die Einsprache am 5. MÃ¤rz 2003 ab und bestÃ¤tigte die angefochtene VerfÃ¼gung.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Stiftung rekurrierte hiergegen an den Bezirksrat des Bezirkes ZÃ¼rich. Dieser hiess das Rechtsmittel am 15. Januar 2004 gut, hob den angefochtenen Beschluss auf und setzte die umstrittene GebÃ¼hr auf Fr. 168'802.60, zuzÃ¼glich Zins von 5 % seit 10. Oktober 2002, fest.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Stadtrat von ZÃ¼rich erhob gegen den Rekursentscheid des Bezirksrats am 18. Februar 2004 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Er beantragte, der angefochtene Beschluss sei vollumfÃ¤nglich aufzuheben, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat reichte die Akten ein und erklÃ¤rte Verzicht auf Vernehmlassung. Die Stiftung beantragte auf die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu lasten der Stadt ZÃ¼rich.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="MsoNormal">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Aufgrund des Streitwerts ist der Fall von der Kammer zu behandeln (§ 38 VRG). Die Stadt ZÃ¼rich ist gemÃ¤ss § 21 lit. b VRG ohne weiteres zur Beschwerde legitimiert. Auf die rechtzeitig und formrichtig eingereichte Beschwerde ist einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>GemÃ¤ss Art. 3 Abs. 1 des Reglements Ã¼ber die Abgabe von Wasser durch die Wasserversorgung ZÃ¼rich vom vom 25. Januar 1961, letztmals geÃ¤ndert am 6. Dezember 1995 (WasserabgabeR), erhebt die Wasserversorgung eine AnschlussgebÃ¼hr, die sich nach der LeistungsfÃ¤higkeit des Anschlusses und nach dem GebÃ¤udewert richtet. Die HÃ¶he der GebÃ¼hr wird im Erlass Ã¼ber die Wassertarife festgesetzt. GemÃ¤ss Ziff. 4.1 lit. b des Wasserabgabetarifs vom 5. Juli 1989, letztmals geÃ¤ndert am 1. Dezember 2000, betrÃ¤gt die nach dem GebÃ¤udewert berechnete AnschlussgebÃ¼hr 0,397 Prozent der Versicherungssumme gemÃ¤ss den Werten der GebÃ¤udeversicherung (ohne MwSt). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vorliegend ist zu Recht unbestritten, dass diese kommunalen Vorschriften auf einer ausreichenden kantonalen Gesetzesgrundlage beruhen und selbst eine ausreichende gesetzliche Grundlage der umstrittenen GebÃ¼hr darstellen. Ebenfalls zu Recht unbestritten ist, dass es zulÃ¤ssig ist, die AnschlussgebÃ¼hr auf der Grundlage des GebÃ¤udeversicherungswertes zu berechnen (vgl. Adrian HungerbÃ¼hler, GrundsÃ¤tze des Kausalabgabenrechts, ZBl 104/2003, S. 505 ff., 524 mit Hinweisen; siehe auch BGE 125 I 1 E. 2b/bb). Im Streit liegt allein die Ermittlung der fÃ¼r die GebÃ¼hrenberechnung massgeblichen Versicherungs­summe.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>In FÃ¤llen wie dem vorliegenden, in welchen eine Ãberbauung als GesamtÃ¼berbauung erstellt wird, berechnet die GebÃ¤udeversicherung zunÃ¤chst ausgehend von den Erstellungskosten einen GebÃ¤udewert fÃ¼r jedes einzelne Objekt. Diesen ergÃ¤nzt sie mit einem so genannten Einzelobjektzuschlag, der die Mehrkosten berÃ¼cksichtigt, die entstanden wÃ¤ren, wenn das fragliche Objekt nicht (kostengÃ¼nstiger) im Rahmen einer GesamtÃ¼berbauung, sondern als Einzelobjekt erstellt worden wÃ¤re. Das Ergebnis bildet die Versicherungssumme. Durch diesen Zuschlag wird erreicht, dass das GebÃ¤ude voll versichert ist, auch wenn im Schadenfall nur ein einzelnes Objekt und nicht die gesamte Ãberbauung beschÃ¤digt oder zerstÃ¶rt wird.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Rekursverfahren hatte die heutige Beschwerdegegnerin geltend gemacht, mit GebÃ¤udewert im Sinne des WasserabgabeR und des Wasserabgabetarifs sei der reale Erstellungswert gemeint. Wenn bei GebÃ¤uden, die im Rahmen einer GesamtÃ¼berbauung erstellt worden sind, ein rein versicherungstechnisch bedingter Einzelobjektzuschlag vorgenommen werde und der so ermittelte Wert massgeblich fÃ¼r die AnschlussgebÃ¼hr sei, so entstehe eine das Ãquivalenzprinzip verletzende Ungleichbehandlung gegenÃ¼ber den EigentÃ¼mern von EinzelÃ¼berbauungen, bei denen allein die effektiven Erstellungskosten massgeblich fÃ¼r die GebÃ¼hr seien.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat hat diese Argumentation im Wesentlichen Ã¼bernommen. Er erwog, die AnschlussgebÃ¼hr berechne sich bei einer EinzelÃ¼berbauung nach dem approximativ ermittelten heutigen Wert des GebÃ¤udes. Bei einer GesamtÃ¼berbauung richte sie sich dagegen nach den Kosten, die entstÃ¼nden, wenn spÃ¤ter einmal die GebÃ¤ude einzeln â als Folge eines individuellen Elementarschadens â wieder aufgebaut werden mÃ¼ssten. In diesem Fall sei indessen gestÃ¼tzt auf Ziff. 4.2 Wasserabgabetarif eine neue AnschlussgebÃ¼hr geschuldet, welche die dannzumaligen Erstellungskosten berÃ¼cksichtige. Dies umfasse auch die zusÃ¤tzlichen Kosten, welche beim Wiederaufbau eines Einzelobjekts anfielen. Es sei daher systemwidrig, diese hypothetischen Kosten bereits heute zu berÃ¼cksichtigen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Dieser Betrachtungsweise kann nicht gefolgt werden. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.1 </span></b><span>Massgeblich fÃ¼r die AnschlussgebÃ¼hr ist nach dem klaren Wortlaut von Ziff. 4.1 lit. b Wasserabgabetarif die Versicherungssumme gemÃ¤ss den Werten der GebÃ¤udeversicherung. Die Versicherungssumme ist bei GesamtÃ¼berbauungen ein Betrag, der wie erwÃ¤hnt den Einzelobjektzuschlag einschliesst. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass ein Schadensereignis, das die GesamtÃ¼berbauung zerstÃ¶rt oder beschÃ¤digt, wesentlich unwahrscheinlicher ist als eines, welches nur ein einzelnes oder einige wenige GebÃ¤ude der GesamtÃ¼berbauung trifft. Als Versicherungssumme gilt daher nicht der Anlagewert, sondern der hÃ¶here Wert, der in diesem Fall zu ersetzen wÃ¤re, da die Wiederherstellung des Einzelobjektes relativ (pro m<sup>3</sup> umbauten Raums) aufwÃ¤ndiger ist als die Erstellung der GesamtÃ¼berbauung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Unzutreffend ist somit die Auffassung der Beschwerdegegnerin, die einen Gegensatz zwischen effektiven Erstellungskosten bei EinzelÃ¼berbauungen und hypothetischem Wert (mutmassliche Kosten eines kÃ¼nftigen individuellen Wiederaufbaus) bei GesamtÃ¼berbauungen konstruiert. Entscheidend ist nicht diese GegenÃ¼berstellung von heutigem realem und kÃ¼nftigem hypothetischem Wert, sondern die Versicherungssumme, die in beiden FÃ¤llen die Kosten eines Wiederaufbaus nach ZerstÃ¶rung decken soll und tatsÃ¤chlich auch deckt, unabhÃ¤ngig vom Zeitpunkt eines solchen Schadensfalls.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.2 </span></b><span>Vom Wortlaut des Wasserabgabetarifs abzuweichen bestÃ¼nde nur dann Anlass, wenn bei seiner konsequenten Anwendung das Ãquivalenzprinzip verletzt wÃ¼rde. Dieses Prinzip konkretisiert das Gleichbehandlungsgebot, den VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsgrundsatz und das WillkÃ¼rverbot fÃ¼r den Bereich der Kausalabgaben. Es besagt, dass eine Kausalabgabe nicht in einem offensichtlichen MissverhÃ¤ltnis zum objektiven Wert der bezogenen Leistung oder des abgegoltenen Vorteils stehen darf und sich in vernÃ¼nftigen Grenzen bewegen muss (HungerbÃ¼hler S. 522 mit Hinweisen; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 2641 ff.). Es ist jedoch zulÃ¤ssig, AnschlussgebÃ¼hren und -beitrÃ¤ge nach schematischen, aufgrund der Durchschnittserfahrung aufgestellten MassstÃ¤ben festzulegen. Die Bemessung der GebÃ¼hr muss dabei allerdings an taugliche Kriterien anknÃ¼pfen und darf keine Unterscheidungen treffen, fÃ¼r die ein vernÃ¼nftiger Grund nicht ersichtlich ist. Die AnknÃ¼pfung an den Versicherungs- oder Steuerwert ist wie bereits erwÃ¤hnt verfassungsrechtlich haltbar (BGr, 1. Mai 1998, ZBl 104/2003 S. 548 E. 6b mit Hinweisen).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat sah das Ãquivalenzprinzip wie angefÃ¼hrt vor allem deshalb fÃ¼r verletzt an, weil nach einem kÃ¼nftigen Schadensfall, nach welchem das zerstÃ¶rte GebÃ¤ude wieder aufgebaut wird, gestÃ¼tzt auf Ziff. 4.2 Wasserabgabetarif eine neue AnschlussgebÃ¼hr fÃ¤llig werde. Diese Annahme trifft jedoch nicht zu. Ziff. 4.2 Wasserabgabetarif betrifft nur den Fall des freiwilligen Abbruchs und Neubaus. DemgegenÃ¼ber regelt Ziff. 4.3 Wasserabgabetarif einerseits Um- und Erweiterungsbauten und anderseits Neubauten nach unfreiwilliger ZerstÃ¶rung eines GebÃ¤udes. Letzteres ist â neben TeilschÃ¤den â genau der Fall, in welchem die GebÃ¤udeversicherung zum Tragen kommt. Eine AnschlussgebÃ¼hr fÃ¼r den Ersatz- bzw. Neubau wird nur erhoben, wenn die NenngrÃ¶sse des WasserzÃ¤hlers erhÃ¶ht und der GebÃ¤udewert (ausgedrÃ¼ckt als Versicherungssumme) gesteigert wird, wobei diese Voraussetzungen nach der Praxis der Stadt â wie diese in ihrer Beschwerde unwidersprochen ausfÃ¼hrt â kumulativ erfÃ¼llt sein mÃ¼ssen. Die AnschlussgebÃ¼hr wird zudem hier nur auf der Differenz der Versicherungssumme (abzÃ¼glich eines Freibetrags) erhoben. Im Regelfall fÃ¼hrt der Wiederaufbau eines durch hÃ¶here Gewalt zerstÃ¶rten GebÃ¤udes mithin nicht zur erneuten Erhebung einer AnschlussgebÃ¼hr, was durchaus als sachgerecht erscheint (vgl. RB 1986 Nr. 113 E. 1b/bb).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Auch sonst kann nicht gesagt werden, ein Abstellen auf die Versicherungssumme statt auf die Gestehungskosten fÃ¼hre dazu, dass im Einzelfall ein vernÃ¼nftiges VerhÃ¤ltnis zwischen dem Wert der staatlichen Leistung und der GebÃ¼hr nicht mehr gegeben sei. Im Ergebnis wird durch das Abstellen auf die Versicherungssumme lediglich erreicht, dass jene, die im Rahmen einer GesamtÃ¼berbauung relativ kostengÃ¼nstig bauen kÃ¶nnen, hinsichtlich der AnschlussgebÃ¼hr gleich (und nicht etwa besser) behandelt werden wie die Erstellerinnen und Ersteller von Einzelobjekten, die keine entsprechenden MÃ¶glichkeiten der Kosteneinsparung haben. Darin liegt keine AnknÃ¼pfung an ein unsachliches Kriterium oder eine nicht vernÃ¼nftig begrÃ¼ndbare Unterscheidung, und zwar auch dann nicht, wenn die Behauptung der Beschwerdegegnerin zutreffen sollte, dass bei der Bestimmung des mietrechtlich zulÃ¤ssigen HÃ¶chstzinses nicht auf die Versicherungssumme, sondern auf die Gestehungskosten abgestellt wird.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat hat daher zu Unrecht angenommen, die WasseranschlussgebÃ¼hr sei nicht auf der vollen Versicherungssumme gemÃ¤ss SchÃ¤tzung der GebÃ¤udeversicherung zu berechnen. Der angefochtene Beschluss ist aufzuheben und die umstrittene VerfÃ¼gung des Departements der Industriellen Betriebe der Stadt ZÃ¼rich ist zu bestÃ¤tigen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG), der eine ParteientschÃ¤digung nicht zusteht. Auch die BeschwerdefÃ¼hrerin, die nicht anwaltlich vertreten war und zu deren Ã¼blicher VerwaltungstÃ¤tigkeit auch die FÃ¼hrung von Verfahren der vorliegenden Art gehÃ¶rt, hat keinen Anspruch auf eine ParteientschÃ¤digung (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss <span>entscheidet die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der angefochtene Beschluss wird aufgehoben und die VerfÃ¼gung des Departements der Industriellen Betriebe der Stadt ZÃ¼rich vom 9. Dezember 2002 wird bestÃ¤tigt.</p> <p class="Einzug2">2. Die Rekurskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">4. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">5. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</p> <p class="MsoNormal">6. â¦</p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>