Rahmenabkommen vom 28. August 2023 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Republik von Slowenien über die Umsetzung des zweiten Schweizer Beitrags an ausgewählte Mitgliedstaaten der Europäischen Union zur Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten in der Europäischen Union <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2023/797/20240126/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2023/797/20240126"/><FRBRdate date="2023-08-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2023-08-28" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2024-01-26" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Rahmenabkommen vom 28. August 2023 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Republik von Slowenien über die Umsetzung des zweiten Schweizer Beitrags an ausgewählte Mitgliedstaaten der Europäischen Union zur Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten in der Europäischen Union" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord-cadre du 28 août 2023 entre le Conseil fédéral suisse et le Gouvernement de la République de Slovénie sur la mise en œuvre de la deuxième contribution de la Suisse en faveur de certains États membres de l’Union européenne visant à réduire les disparités économiques et sociales au sein de l’Union européenne" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo quadro del 28 agosto 2023 tra il Consiglio federale svizzero e il Governo della Repubblica di Slovenia concernente l’attuazione del secondo contributo svizzero ad alcuni Stati membri dell’Unione europea per la riduzione delle disparità economiche e sociali nell’Unione europea" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2023/797/20240126/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2023/797/20240126/de"/><FRBRdate date="2023-08-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2023-08-28" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2024-01-26" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2023/797/20240126/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2023/797/20240126/de/xml"/><FRBRdate date="2023-08-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2023-08-28" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2024-01-26" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.973.269.12</docNumber></p><p> AS <b>2023</b> 797</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung</p><p><docTitle>Rahmenabkommen<br/>zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Republik Slowenien über die Umsetzung des zweiten Schweizer Beitrags an ausgewählte Mitgliedstaaten der Europäischen Union zur Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten in der Europäischen Union</docTitle></p><p>Abgeschlossen am 28. August 2023 <br/>Vorläufig angewendet ab dem 28. August 2023 <br/>In Kraft getreten durch Notenaustausch am 26. Januar 2024<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2024/50" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2024</b> 50</ref></p></authorialNote></p><p> (Stand am 26. Januar 2024)</p></preface><preamble><p>Der Schweizerische Bundesrat <br/><inline name="man-font-style-normal">(nachfolgend als «Schweiz» bezeichnet) </inline><inline name="man-font-style-normal"><br/></inline>und <br/>die Regierung der Republik Slowenien <br/><inline name="man-font-style-normal">(nachfolgend als «Slowenien» bezeichnet) </inline><inline name="man-font-style-normal"><br/>nachfolgend gemeinsam als «Parteien» und einzeln als «Partei» bezeichnet,</inline></p><p>in Anbetracht der Solidarität der Schweiz mit den Anstrengungen der Europäischen Union (EU) zur Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten innerhalb der EU;</p><p>entschlossen, die wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten innerhalb der EU und in Slowenien weiter zu verringern;</p><p>auf der Grundlage der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen den Parteien während des Transitionsprozesses von Slowenien im Hinblick auf dessen Beitritt zur EU und im Rahmen des Schweizer Beitrags an die erweiterte EU;</p><p>die Grundwerte der Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit und des politischen Pluralismus teilend und fördernd;</p><p>in Achtung und Verteidigung der Menschenrechte, der Menschenwürde und der Grundfreiheiten;</p><p>unter Hinweis auf die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen;</p><p>mit Blick auf die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Parteien;</p><p>im Bestreben, diese Beziehungen und die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen den Parteien weiter zu stärken;</p><p>Unter Hinweis auf die am 30. Juni 2022 unterzeichnete Vereinbarung zwischen der Europäischen Union und der Schweiz über einen Beitrag der Schweiz zur Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten und zur Zusammenarbeit <br/>im Bereich Migration in der Europäischen Union über einen Gesamtbetrag von 1 302 000 000 Schweizer Franken (eine Milliarde dreihundertzwei Millionen Schweizer Franken) an ausgewählte EU-Mitgliedstaaten für die Zusammenarbeit in den Bereichen Kohäsion und Migration (nachfolgend als «zweiter Beitrag der Schweiz» bezeichnet);</p><p>in Anbetracht der Zusammenarbeit im Bereich Migration in der Höhe von bis zu 200 000 000 Schweizer Franken (zweihundert Millionen Schweizer Franken) im Rahmen des zweiten Beitrags der Schweiz;</p><p>mit Blick auf die Zusammenarbeit im Bereich Kohäsion in der Höhe von bis zu 1 102 000 000 Schweizer Franken (eine Milliarde einhundertzwei Millionen Schweizer Franken) im Rahmen des zweiten Schweizer Beitrags;</p><p>sind wie folgt übereingekommen:</p></preamble><body><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Begriffsbestimmungen</heading><paragraph eId="art_1/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_1/para/listintro">Für die Zwecke dieses Rahmenabkommens bezeichnet der Ausdruck:</listIntroduction><item eId="art_1/para/bull_u1"><num>– </num><p>«Beitrag» den von der Schweiz im Rahmen dieses Rahmenabkommens gewährten, nicht rückzahlbaren finanziellen Beitrag an Slowenien;</p></item><item eId="art_1/para/bull_u2"><num>– </num><p>«länderspezifische Vereinbarung» (Anhang<authorialNote><p> Der Inhalt dieses Anhangs wird in der AS und in der SR nur durch Verweis veröffentlicht. Er kann abgerufen werden unter <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2023/797">https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2023/797</ref> &gt; Allgemeine Informationen &gt; Umfang der Veröffentlichung &gt; Veröffentlichung eines Textteils durch Verweis.</p></authorialNote>) die vereinbarte thematische und geografische Aufteilung des Beitrags und die spezifischen Regeln zwischen der Schweiz und Slowenien sowie die Zuweisung von Zuständigkeiten und Aufgaben an Einrichtungen, die an der Umsetzung des schweizerisch-slowenischen Zusammenarbeitsprogramms bzw. an Unterstützungsmassnahmen beteiligt sind;</p></item><item eId="art_1/para/bull_u3"><num>– </num><p>«Vereinbarung» die am 30. Juni 2022 unterzeichnete Vereinbarung zwischen der Europäischen Union und der Schweiz über einen Beitrag der Schweiz zur Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten und zur Zusammenarbeit im Bereich Migration in der Europäischen Union über einen Gesamtbetrag von 1 302 000 000 Schweizer Franken (eine Milliarde dreihundertzwei Millionen Schweizer Franken) an ausgewählte EU-Mitgliedstaaten für die Zusammenarbeit in den Bereichen Kohäsion und Migration;</p></item><item eId="art_1/para/bull_u4"><num>– </num><p>«Nationale Koordinationsstelle» die nationale öffentliche Behörde von Slowenien, die für die Umsetzung des schweizerisch-slowenischen Zusammenarbeitsprogramms zuständig ist;</p></item><item eId="art_1/para/bull_u5"><num>– </num><p>«Programm» ein kohärentes Paket von Programmkomponenten, die im Einklang mit den nationalen Prioritäten, Politiken und Strategien von Slowenien mithilfe des Beitrags umgesetzt werden und einen einzigen umfassenden Durchführungs- und Haushaltsrahmen mit übergeordneten Zielen bilden; die Programme können von einem politischen Dialog begleitet werden;</p></item><item eId="art_1/para/bull_u6"><num>– </num><p>«Projekt» eine Gesamtheit von Aktivitäten, die mithilfe des Beitrags durchgeführt werden, um vereinbarte Ziele und Ergebnisse zu erreichen, und die nicht Teil eines Programms sind;</p></item><item eId="art_1/para/bull_u7"><num>– </num><p>«Regelwerk» die von der Schweiz erlassenen Bestimmungen zur Umsetzung des zweiten Schweizer Beitrags im Bereich Kohäsion, die die allgemeinen Vorschriften und Verfahren für die Umsetzung des schweizerisch-slowenischen Zusammenarbeitsprogramms umfassen;</p></item><item eId="art_1/para/bull_u8"><num>– </num><p>«Unterstützungsmassnahme» einen Oberbegriff für ein spezifisches Projekt oder Programm bzw. eine technische Hilfe im Rahmen des schweizerisch-slowenischen Zusammenarbeitsprogramms;</p></item><item eId="art_1/para/bull_u9"><num>– </num><p>«Abkommen über Unterstützungsmassnahmen» ein Abkommen zwischen den Parteien und gegebenenfalls weiteren Vertragsparteien über die Durchführung einer Unterstützungsmassnahme;</p></item><item eId="art_1/para/bull_u10"><num>– </num><p> «schweizerisch-slowenisches Zusammenarbeitsprogramm» das bilaterale Programm zur Umsetzung dieses Rahmenabkommens;</p></item><item eId="art_1/para/bull_u11"><num>– </num><p>«technische Hilfe» den Teil des Beitrags, der im Rahmen des Zusammenarbeitsprogramms für die Vorbereitung von Unterstützungsmassnahmen und die effiziente und wirksame Durchführung des Zusammenarbeitsprogramms bereitgestellt wird.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Rechtsrahmen</heading><paragraph eId="art_2/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_2/para_1/listintro">Dieses Rahmenabkommen bildet zusammen mit den folgenden Dokumenten den rechtlichen Rahmen für die Umsetzung des zweiten Schweizer Beitrags im Bereich der Kohäsion:</listIntroduction><item eId="art_2/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>das Regelwerk und seine späteren Änderungen;</p></item><item eId="art_2/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>die Abkommen über Unterstützungsmassnahmen oder andere Vereinbarungen zwischen den Parteien, die sich aus dem Rahmenabkommen ergeben; und</p></item><item eId="art_2/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>alle von der Schweiz nach Anhörung von Slowenien beschlossenen operativen Verfahren oder Leitlinien.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_2"><num>2.</num><content><p>Im Falle von Konflikten oder Widersprüchen zwischen den Bestimmungen dieser Rechtsakte gilt die vorgenannte Rangfolge.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Ziele und Grundsätze</heading><paragraph eId="art_3/para_1"><num>1.</num><content><p>Das übergeordnete Ziel des schweizerisch-slowenischen Zusammenarbeitsprogramms ist es, zur Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten innerhalb der EU und in Slowenien beizutragen und dabei auf den bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU sowie deren Mitgliedstaaten aufzubauen und sie weiter zu stärken.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_3/para_2/listintro">Die Parteien wählen Unterstützungsmassnahmen aus, die zur Erreichung des übergeordneten Ziels und, mit Ausnahme der technischen Hilfe, zu mindestens einem der fünf Ziele des zweiten Schweizer Beitrags beitragen, das heisst:</listIntroduction><item eId="art_3/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>Förderung des Wirtschaftswachstums und der Sozialpartnerschaft, Verringerung der (Jugend-)Arbeitslosigkeit;</p></item><item eId="art_3/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>Migrationsmanagement und Unterstützung der Integration; Erhöhung der öffentlichen Sicherheit;</p></item><item eId="art_3/para_2/lbl_c"><num>c) </num><p>Umwelt- und Klimaschutz;</p></item><item eId="art_3/para_2/lbl_d"><num>d) </num><p>Stärkung der Sozialsysteme;</p></item><item eId="art_3/para_2/lbl_e"><num>e) </num><p>Bürgerengagement und Transparenz.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Unterstützungsmassnahmen werden mit Ausnahme der technischen Hilfe und sofern die Parteien nichts anderes vereinbaren, mindestens einem der im Regelwerk festgelegten thematischen Kooperationsbereichen zugeordnet. Die Parteien legen einen thematischen Schwerpunkt für den Beitrag fest. Zu diesem Zweck bestimmen die Parteien gemeinsam eine begrenzte Zahl von Themenbereichen, die im Rahmen des schweizerisch-slowenischen Zusammenarbeitsprogramms gemäss der länderspezifischen Vereinbarung unterstützt werden sollen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Parteien fördern Partnerschaften und den Wissensaustausch zwischen Akteuren aus der Schweiz und Slowenien.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_5"><num>5.</num><content><p>Die Unterstützungsmassnahmen müssen der sozialen Inklusion Rechnung tragen und ökologische Nachhaltigkeit gewährleisten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_6"><num>6.</num><content><p>Alle Aktivitäten im Rahmen des schweizerisch-slowenischen Zusammenarbeitsprogramms werden im Einklang mit den Zielen, Grundsätzen, Strategien sowie geografischen und thematischen Schwerpunkten durchgeführt, die in der länderspezifischen Vereinbarung und im Regelwerk festgelegt sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Finanzrahmen</heading><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Schweiz gewährt Slowenien einen Beitrag in der Höhe von bis zu 16 000 000 Schweizer Franken (sechzehn Millionen Schweizer Franken) unter Bezugnahme auf die vereinbarten Themenbereiche und die vereinbarte geografische Aufteilung sowie entsprechend der vorläufigen Aufteilung gemäss der länderspezifischen Vereinbarung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Beitrag nach Absatz 1 umfasst nicht die Aufwendungen der Schweiz für die Verwaltung des schweizerisch-slowenischen Zusammenarbeitsprogramms und den Schweizer Expertise- und Partnerschaftsfonds Kohäsion. Dieser von der Schweiz verwaltete Fonds dient dazu, ausgewählten EU-Mitgliedstaaten Schweizer Fachwissen zur Verfügung zu stellen, die Qualität und Nachhaltigkeit der Unterstützungsmassnahmen sicherzustellen, die bilateralen Beziehungen zu stärken und Partnerschaften zwischen der Schweiz und Slowenien zu fördern.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Zeitraum, in dem Ausgaben für die Durchführung von Unterstützungsmassnahmen gemäss Kapitel 6 des Regelwerks geltend gemacht werden können, endet mit dem 3. Dezember 2029. Mittel, die bis zu diesem Zeitpunkt nicht verwendet wurden, stehen Slowenien nicht länger zur Verfügung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_4"><num>4.</num><content><p>Der Beitrag im Rahmen des schweizerisch-slowenischen Zusammenarbeitsprogramms sollte mit Ausnahme der für den Schweizer Verwaltungsaufwand und den Schweizer Expertise- und Partnerschaftsfonds Kohäsion reservierten Beträge in Form von nicht rückzahlbaren Zuschüssen oder Finanzierungsinstrumenten mit Vorzugsbedingungen wie Kreditlinien, Garantien, Kapital- und Schuldenbeteiligungen sowie Darlehen geleistet werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_5"><num>5.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_4/para_5/listintro">Die Finanzmittel aus dem Beitrag dürfen 60 Prozent der zuschussfähigen Ausgaben der Unterstützungsmassnahme nicht übersteigen; dies gilt nicht für:</listIntroduction><item eId="art_4/para_5/lbl_a"><num>a) </num><p>Projekte oder Programme, die im Übrigen von öffentlichen Stellen auf nationaler, regionaler oder lokaler Ebene aus Haushaltsmitteln finanziert werden; in diesem Fall kann er bis zu 85 Prozent der Gesamtkosten betragen;</p></item><item eId="art_4/para_5/lbl_b"><num>b) </num><p>Projekte oder Programme, die von nichtstaatlichen Organisationen durchgeführt werden; sie können zu mehr als 60 Prozent oder vollständig aus dem Beitrag finanziert werden;</p></item><item eId="art_4/para_5/lbl_c"><num>c) </num><p>die technische Hilfe, die zu mehr als 60 Prozent oder vollständig aus dem Beitrag finanziert werden kann;</p></item><item eId="art_4/para_5/lbl_d"><num>d) </num><p>Unterstützungsmassnahmen in Form von Kreditlinien, Garantien, Kapital- und Schuldenbeteiligungen sowie Darlehen an den Privatsektor, die zu mehr als 60 Prozent oder vollständig aus dem Beitrag finanziert werden können.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_6"><num>6.</num><content><p>Slowenien gewährleistet die Einhaltung der für staatliche Beihilfen und das öffentliche Beschaffungswesen geltenden Vorschriften.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Grundsätze für Unterstützungsmassnahmen</heading><paragraph eId="art_5/para_1"><num>1.</num><content><p>Unterstützungsmassnahmen werden im Einklang mit den Bestimmungen von Artikel 2 umgesetzt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_5/para_2/listintro">Slowenien ist verantwortlich für die Bestimmung von Unterstützungsmassnahmen, die:</listIntroduction><item eId="art_5/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>relevant sind und im Einklang mit den nationalen Prioritäten stehen;</p></item><item eId="art_5/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>dem ermittelten Bedarf gerecht werden;</p></item><item eId="art_5/para_2/lbl_c"><num>c) </num><p>durchführbar sind und effizient umgesetzt werden können;</p></item><item eId="art_5/para_2/lbl_d"><num>d) </num><p>geeignet sind, Wirkung zu entfalten;</p></item><item eId="art_5/para_2/lbl_e"><num>e) </num><p>auf einen nachhaltigen Nutzen abzielen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_3"><num>3.</num><content><p>Slowenien vermeidet Doppelspurigkeiten und/oder Überschneidungen mit Komponenten einer Unterstützungsmassnahme, die aus anderen Struktur- und/oder Kohäsionsmitteln, wie dem Europäischen Fonds, dem Finanzierungsmechanismus des Europäischen Wirtschaftsraums oder dem Norwegischen Finanzierungsmechanismus, gefördert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_4"><num>4.</num><content><p>Jede Unterstützungsmassnahme wird zuerst von Slowenien und dann von der Schweiz genehmigt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_5"><num>5.</num><content><p>Für jede Unterstützungsmassnahme wird ein entsprechendes Abkommen abgeschlossen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_6"><num>6.</num><content><p>Die Parteien messen dem Monitoring, der Evaluierung und der Rechnungsprüfung der Unterstützungsmassnahmen und des Beitrags eine hohe Bedeutung bei. Jede Partei teilt der anderen Partei alle von ihr angeforderten nützlichen Informationen unverzüglich mit. Die Parteien gewährleisten die wirksame Koordination und Überwachung des schweizerisch-slowenischen Zusammenarbeitsprogramms.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_7"><num>7.</num><content><p>Die Schweiz oder Drittparteien, die in ihrem Auftrag ein Mandat ausführen, können bei sämtlichen Aktivitäten und Verfahren im Zusammenhang mit der Durchführung von Unterstützungsmassnahmen Besuche durchführen, Monitoring-Aufgaben wahrnehmen oder Überprüfungen, Audits und Evaluationen vornehmen, wenn die Schweiz dies für erforderlich hält. Slowenien stellt jegliche Informationen, Unterstützung und Unterlagen bereit, die für die Ausübung dieses Rechts durch die Schweiz erforderlich und relevant sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_8"><num>8.</num><content><p>Zur Sicherstellung einer wirksamen Durchführung des schweizerisch-slowenischen Zusammenarbeitsprogramms halten die zuständigen Behörden gemäss Artikel 6 jährliche Treffen ab. Zweck dieser Treffen ist es, die im Rahmen des schweizerisch-slowenischen Zusammenarbeitsprogramms erzielten Fortschritte zu überprüfen, gegebenenfalls notwendige Massnahmen zu vereinbaren und ein Forum für die Erörterung von Fragen von bilateralem Interesse bereitzustellen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Zuständige Behörden</heading><paragraph eId="art_6/para_1"><num>1.</num><content><p>Slowenien hat eine nationale öffentliche Stelle ermächtigt, in seinem Namen als Nationale Koordinationsstelle zu handeln (siehe länderspezifische Vereinbarung). Die Nationale Koordinationsstelle trägt die Gesamtverantwortung für die Erreichung der Ziele des schweizerisch-slowenischen Zusammenarbeitsprogramms und für dessen Umsetzung im Einklang mit diesem Rahmenabkommen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Schweiz hat das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten, vertreten durch die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), und das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung, vertreten durch das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), ermächtigt, im Rahmen der Durchführung des schweizerisch-slowenischen Zusammenarbeitsprogramms in ihrem Namen zu handeln. Die Unterstützungsmassnahmen werden entsprechend den Zuständigkeitsbereichen der DEZA oder dem SECO zugewiesen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Haftung</heading><paragraph eId="art_7/para"><content><p>Die Verantwortung der Schweiz in Bezug auf das schweizerisch-slowenische Zusammenarbeitsprogramm beschränkt sich auf die Bereitstellung von Mitteln im Einklang mit den einschlägigen Abkommen über Unterstützungsmassnahmen. Die Schweiz übernimmt keine Haftung gegenüber Slowenien, gegenüber öffentlichen oder privaten Einrichtungen, die an einer Unterstützungsmassnahme beteiligt sind, oder gegenüber Dritten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Gemeinsames Anliegen</heading><paragraph eId="art_8/para"><content><p>Zwischen den Parteien besteht Konsens betreffend die Prävention und Bekämpfung von Korruption, da diese einer guten Regierungsführung im Wege steht, den zweckdienlichen Einsatz der für die Entwicklung notwendigen Ressourcen behindert und zudem den freien, auf Qualität und Preis basierenden Wettbewerb hemmt. Die Parteien vereinbaren, Korruption gemeinsam zu bekämpfen, und kommen namentlich überein, dass alle Angebote, Geschenke, Zahlungen, Vergütungen und Vorteile jeglicher Art, die jemandem direkt oder indirekt angeboten werden, um einen Auftrag oder einen Vertrag im Rahmen dieses Rahmenabkommens oder während dessen Umsetzung zu erhalten, als widerrechtliche Handlung oder Korruptionspraxis ausgelegt werden. Jedes Verhalten dieser Art ist hinreichender Grund für die Auflösung dieses Rahmenabkommens, des entsprechenden Abkommens über Unterstützungsmassnahmen, der Beschaffung und der erfolgreichen Auftragsvergabe oder zum Ergreifen anderer im anwendbaren Recht vorgesehenen Korrekturmassnahmen. Die Parteien informieren sich gegenseitig unverzüglich, sobald begründeter Verdacht auf eine widerrechtliche Handlung oder Korruptionspraxis besteht.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Änderungen</heading><paragraph eId="art_9/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Änderung dieses Rahmenabkommens erfolgt schriftlich und im gegenseitigen Einvernehmen der Parteien.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>2.</num><content><p>Unbeschadet von Absatz 1 kann die länderspezifische Vereinbarung von den zuständigen Behörden nach Artikel 6 im gegenseitigen Einvernehmen durch einen Briefwechsel geändert werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><heading>Schlussbestimmungen</heading><paragraph eId="art_10/para_1"><num>1.</num><content><p>Die länderspezifische Vereinbarung (Anhang) bildet einen integralen Bestandteil dieses Rahmenabkommens.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_2"><num>2.</num><content><p>Dieses Rahmenabkommen tritt nach seiner Unterzeichnung am Tag des Eingangs der letzten schriftlichen Notifikation in Kraft, die bestätigt, dass die jeweiligen Genehmigungsverfahren der beiden Parteien erfolgreich durchlaufen wurden. Es bleibt in Kraft, bis beide Parteien alle ihre Verpflichtungen erfüllt haben. Die Parteien wenden dieses Rahmenabkommen und seinen Anhang ab dem Tag der Unterzeichnung durch beide Parteien vorläufig an.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_3"><num>3.</num><content><p>Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Anwendung dieses Rahmenabkommens sind auf diplomatischem Weg zu lösen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_4"><num>4.</num><content><p>Dieses Rahmenabkommen kann jederzeit von einer der beiden Parteien mit einer sechs Monate vor der Auflösung verfassten schriftlichen Mitteilung beendet werden. Bevor eine solche Entscheidung getroffen wird, führen die Parteien Konsultationen über die Kündigungsgründe.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_5"><num>5.</num><content><p>Im Falle seiner Auflösung gelten die Bestimmungen dieses Rahmenabkommens weiterhin für die jeweiligen Abkommen über Unterstützungsmassnahmen, die vor der Beendigung dieses Rahmenabkommens abgeschlossen wurden. Die Parteien entscheiden in gegenseitigem Einvernehmen über weitere Folgen der Beendigung.</p><p>Unterzeichnet in Ljubljana am 28. August 2023 in zwei Ausfertigungen in englischer Sprache.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Für den <br/>Schweizerischen Bundesrat:</p><p>Ignazio Cassis</p></td><td><p>Für die <br/>Regierung der Republik Slowenien:</p><p>Aleksander Jevšek</p></td></tr></table></content></paragraph></article></body></act></akomaNtoso>