Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 28. November 2019 (725 18 402 / 302) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Würdigung des medizinischen Sachverhalts hinsichtlic h der Höhe der UVG- Invalidenrente und der Integritätsentschädigung; Verneinung der adäquaten Kausalität in Bezug auf die geltend gemachten psychischen Beschwerden. Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Christof Enderle, Kantonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Katja Wagner Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch D r. Nicola Moser, Advo- kat, LEXPARTNERS, Kirchplatz 16, Postfach 916, 4132 Muttenz gegen Suva , Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde- gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Advokatur am Bahnhof GmbH, Güterstrasse 106, Postfach 109, 4018 Basel Betreff Leistungen A. Der 1985 geborene A.____ arbeitete als Schichtfüh rer bei der B.____ AG und war in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicher ungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen ve rsichert. Gemäss Schadenmeldung UVG vom 10. Dezember 2014 wurde der Versicherte von ei nem Gabelstapler angefahren, wo- bei er sich eine mediale Malleolarfraktur sowie eine Kniekontusion beidseits zuzog. Die Suva Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte in der F olge die gesetzlichen Leistungen (Tag- gelder und Heilungskosten). Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnis- se sprach die Suva mit Verfügung vom 21. August 2018 dem Versicherten aufgrund der Unfall- restfolgen eine UVG-Invalidenrente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 12% sowie eine Integritätsentschädigung aufgrund einer Integritätseinbusse von 5% zu. Daran hielt sie auch auf Einsprache des Versicherten mit Einspracheentscheid vom 14. November 2018 fest. B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicher te, vertreten durch Dr. Nicola Moser, Advokat, mit Eingabe vom 14. Dezember 2018 Beschw erde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin bean- tragte er, in Aufhebung des angefochtenen Einsprache entscheids vom 14. November 2018 sei ihm ab 1. Oktober 2018 eine Invalidenrente von minde stens 70% und eine Integritätsentschädi- gung von mindestens 15% zuzusprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit zur vollständigen Abklärung des medizinischen Sachverhalts, insbesondere de r Erwerbsfähigkeit, an die Vo- rinstanz zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. In verfa hrensrechtlicher Hinsicht beantragte er die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokat Moser als Rechtsvertreter. Zur Begründung brachte er im Wesentli chen vor, dass die der Verfügung zu- grundeliegenden medizinischen Unterlagen, namentlich di e Kreisarztbeurteilungen vom 13. März 2017 und 7. August 2018, nicht über den erfor derlichen Beweiswert verfügen würden. Damit sei auch nicht erstellt, dass ihm infolge der Unfal lrestfolgen eine ganztägige Erwerbstä- tigkeit zumutbar sei. Ferner verkenne die Beschwerdegegne rin mit Blick auf die Adäquanzprü- fung, dass er mehrere Kriterien erfüllen würde, welch e die Unfallkausalität auch für die psychi- schen Beschwerden eintreten liessen. Dessen ungeachtet er weise sich die für die Ermittlung des Invaliditätsgrades getroffene Auswahl der DAP-Tabell en als unzutreffend. Schliesslich sei auch die Integritätsentschädigung zu tief festgesetzt worden. C. Mit prozessleitender Verfügung vom 20. Dezember 2018 bewilligte die instruierende Präsidentin dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Pr ozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokat Moser als Rechtsvertreter. D. In ihrer Vernehmlassung vom 1. März 2019 schloss die S uva auf Abweisung der Be- schwerde. E. Zur Vervollständigung der Akten zog das Kantonsgerich t in der Folge bei der IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) das IV-Dossier des Versiche rten bei und räumte den Parteien Ge- legenheit ein, zu den beigezogenen IV-Akten Stellung zu nehmen, wovon die Beschwerdegeg- nerin mit Eingabe vom 28. Mai 2019 Gebrauch machte. F. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten so wohl der Beschwerdeführer mit Replik vom 31. Juli 2019 als auch die Beschwerdegegneri n mit Duplik vom 1. Oktober 2019 an ihren Anträgen und Standpunkten fest. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gerich t und im Weiteren form- und frist- gerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 2.1 Die Beschwerdegegnerin teilte dem Beschwerdeführe r mit Schreiben vom 8. August 2018 mit, dass der Fall grundsätzlich abgeschlossen und d ie vorübergehenden Versicherungs- leistungen per Ende September 2018 eingestellt würden . Gleichzeitig wies sie ihn darauf hin, dass man zur Prüfung der Frage übergehe, ob weitere Versicherungsleistungen (Invalidenrente, Integritätsentschädigung) ausgerichtet werden könnten . Mit Verfügung vom 21. August 2018 bzw. mit Einspracheentscheid vom 14. November 2018 sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer eine UVG-Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 12% so- wie eine Integritätsentschädigung aufgrund einer Inte gritätseinbusse von 5% zu. Mit der vorlie- genden Beschwerde beantragt der Beschwerdeführer die Zusprechung einer Invalidenrente von mindestens 70% und eine Integritätsentschädigung von 1 5%, der von der Beschwerdegegnerin angeordnete Fallabschluss wird seitens des Beschwerdeführers nicht beanstandet und ist somit nicht streitig. Auch aus den Akten ergeben sich keine Hin weise, die gegen die Rechtmässigkeit dieses Vorgehens sprechen würden. Streitig und im Folge nden zu prüfen sind demnach die Ansprüche auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung. Massgebend ist dabei der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass des angefochtenen Ei nspracheentscheids vom 14. No- vember 2018 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet recht sprechungsgemäss die zeitliche Gren- ze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, sind jedoch insoweit zu berücksichtigen, al s sie mit dem Streitgegenstand in en- gem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beu rteilung im Zeitpunkt des Erlasses des Verwaltungsaktes zu beeinflussen (vgl. Urteil des Bun desgerichts vom 10. August 2009, 9C_136/2009, E. 2.5). 2.2 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vo m 25. September 2015 revidier- ten Bestimmungen des UVG in Kraft getreten. Zu den g eänderten Normen gehört auch die Be- stimmung von Art. 18 Abs. 1 UVG, welche den Anspruch auf eine Invalidenrente regelt. Laut Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des UVG v om 25. September 2015 werden jedoch Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten Bestimmungen zugetragen haben, und für Berufskrankheit en, die vor diesem Zeitpunkt ausge- brochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. So verhält es sich auch im vorliegenden Fall, weshalb nachfolgend auf das bisherige Recht und die daz u ergangene Rechtsprechung Bezug genommen wird. 3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer i n der obligatorischen Unfallversi- cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs- unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behan dlung der Unfallfolgen (Heilbe- handlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfall es voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeits- unfähigkeit 80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruc h entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeits- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht fähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Inva lidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid ist. Der Ren tenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem R entenbeginn fallen die Heilbe- handlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung d er körperlichen, geistigen oder psychi- schen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Ans pruch auf eine angemessene Integri- tätsentschädigung. Diese wird mit der Invalidenrente f estgesetzt oder, falls kein Rentenan- spruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 3.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt als erstes voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetret enen Schaden (Krankheit, Arbeits- unfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein na türlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürl ichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene E rfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit ei ngetreten gedacht werden kann. Ent- sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des nat ürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Stö- rungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Pe rson beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitli- che Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinwe isen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natür licher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde − die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht − im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherung srecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinli chkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründ ung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Im Falle der B eweislosigkeit fällt der Entscheid zu Las- ten der versicherten Person aus, die aus dem unbewiesen gebliebenen natürlichen Kausalzu- sammenhang als anspruchsbegründender Tatsache Rechte ab leiten wollte (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b). 3.3 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im W eiteren voraus, dass zwischen dem versicherten Unfallereignis und dem eingetretenen S chaden ein adäquater Kausalzusam- menhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lau f der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizufüh- ren, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Erei gnis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammen- hangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzu ng zu (BGE 125 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen ein es natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Ka usalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwicke lten Regeln vom Gericht zu beurtei- len ist (BGE 112 V 33 E. 1b). 4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche u nd gegebenenfalls auch andere Fach- leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arzte s oder der Ärztin ist es, den Gesund- heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 1 32 V 93 E. 4 mit weiteren Hinwei- sen). 4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vg l. Art. 61 lit. c ATSG) − wie alle an- deren Beweismittel − frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, so wie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widersprech enden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Be- weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherung sträger alleine nicht schon auf man- gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Be- richten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht gering e Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5. Zunächst ist zu prüfen, in welchem Ausmass der Beschwe rdeführer unfallbedingt ar- beitsunfähig ist. Dabei sind einzig die organisch objek tiv ausgewiesenen Beschwerden zu be- rücksichtigen. Diesbezüglich hat die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht im Anschluss an das Unfallereignis anerkannt und die vorübergehenden ge setzlichen Leistungen bis zum 30. September 2018 erbracht (vgl. E. 2.1 hiervor). Was die vom Beschwerdeführer geltend ge- machten psychischen Beeinträchtigungen anbelangt, so fehl t es diesbezüglich – wie nachfol- gend in Erwägung 8 aufzuzeigen sein wird – bereits an der für die Leistungspflicht des Unfall- versicherers erforderlichen Adäquanz des Kausalzusammenhan gs zum Unfallereignis vom 10. Dezember 2014. 6.1 Für die Beurteilung des medizinischen Sachverhaltes stehen zahlreiche medizinische Akten zur Verfügung, welche allesamt vom Gericht gewür digt wurden. In der Folge werden in- dessen lediglich entscheidrelevante Arztberichte und Gutachten wiedergegeben: 6.2 Im Bericht des Spitals C.____ vom 10. Dezember 201 4, wo der Versicherte im An- schluss an das Unfallereignis behandelt worden war, wurde eine mediale Malleolarfraktur diag- nostiziert, welche am 16. Dezember 2014 operiert wurde. In der Folge wurde der Versicherte im Rahmen von Verlaufskontrollen wiederholt arbeitsunfähig geschrieben. 6.3 Am 17. Juli 2015 erfolgte eine erste kreisärztliche U ntersuchung. Darin führte Dr. med. D.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Tra umatologie des Bewegungsapparates, aus, dass der Versicherte objektiv eine noch endgradig eingeschränkte Beweglichkeit des rech- ten oberen Sprunggelenkes (OSG) zeige. Bezogen auf di e Tätigkeit als Maschinenführer sei der Versicherte aktuell zu 100% arbeitsunfähig. Die Zum utbarkeit auf dem allgemeinen Ar- beitsmarkt sehe eine ganztägige Tätigkeit, mittelschwer und wechselbelastend vor. Kein Be- steigen von Leitern und Gerüsten, keine absturzgefährd eten Positionen und kein Gehen in un- ebenem Gelände. Nach Vorlage weiterer Röntgenbilder sei über einen Aufenthalt in der Rehaklinik E.____ zu entscheiden. 6.4 Im Austrittsbericht der Rehaklinik E.____ vom 23. Okto ber 2015 (stationärer Aufenthalt vom 10. September bis 15. Oktober 2015) wurde festgeha lten, dass aktuell belastungsabhängi- ge Schmerzen im Fussrücken-Sehnenbereich und am Malleolu s medialis rechts sowie eine eingeschränkte Beweglichkeit des oberen Sprunggelenke s rechts bestünden. Zusätzlich wür- den nach langem Stehen auch Beschwerden im rechten Knie angegeben. Das MRI des rechten Sprunggelenkes zeige eine posttraumatische osteochondral e Läsion an der medialen Taulus- schulter und eine korrespondierende osteochondrale Läsi on an der medialen distalen Tibia mit angrenzender, kleiner intraartikulärer Stufe, die am ehesten für die vom Patienten geltend ge- machten Beschwerden am rechten Fuss verantwortlich sein dürften. Die angestammte Tätigkeit als Maschinenführer sei aufgrund der unfallbedingten V erletzungsfolgen am oberen Sprungge- lenk nicht mehr zumutbar, weshalb eine Arbeitsunfähigkei t von 100% zu attestieren sei. Eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit (Stehen/Gehen am Stück maximal während etwa einer Stunde) ohne Arbeit in der Hocke und/oder auf den Kn ien sowie ohne häufiges Treppen und/oder Leitern steigen sei ganztags zumutbar. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.5 Im Rahmen einer weiteren Kreisarztbeurteilung vom 15. Dezember 2015 berichtete Dr. D.____, dass eine Indikation zur Metallentfernung der Schrauben im Bereich des Innenknö- chels gegeben sei. Ebenfalls bestehe eine Indikation zu r Arthroskopie des rechten oberen Sprunggelenkes. Hierzu soll sich der Versicherte am 19. Januar 2016 operativ behandeln las- sen. 6.6 Nachdem am 19. Januar 2016 die entsprechende Arthr oskopie durchgeführt worden war, konnte Dr. med. F.____, FMH Orthopädische Chirur gie und Traumatologie des Bewe- gungsapparates, mit Bericht vom 2. Mai 2016 einen pl anmässigen Heilungsverlauf feststellen, wobei von einem weiteren operativen Vorgehen abgera ten und vielmehr die Wiedereingliede- rung in den Arbeitsprozess mit Umschulungsmöglichkeit empfohlen wurde. 6.7 In der kreisärztlichen Beurteilung vom 13. März 2017 konnte Dr. D.____ eine leichte valgische Abweichung feststellen, eindeutige Hinweise auf eine Tibialis posterior- Sehneninsuffizienz konnten jedoch nicht ausgemacht wer den. Es bestünden Taubheitsgefühle im Bereich des Innenknöchels rechts. Ansonsten hätten ke ine Anhaltspunkte für objektivierbare peripher sensomotorische Defizite ausgemacht werden können. Es bestehe keine Indikation zu einem erneuten operativen Vorgehen, aufgrund der ch ronifizierten Beschwerden seien die Er- folgsaussichten bei operativen Eingriffen denkbar gering. Ein medizinischer Endzustand bezüg- lich des rechten oberen Sprunggelenkes sei derzeit noch n icht erreicht, es sollte weiterhin eine Verbesserung der Schmerzsituation erfolgen. Hinsichtlich der Zumutbarkeit formulierte er das gleiche Anforderungsprofil wie schon in seiner Beurteilung vom 17. Juli 2015, wonach dem Ver- sicherten bezogen auf das rechte obere Sprunggelenk eine ganztägige Tätigkeit, mittelschwer und wechselbelastend, ohne Besteigen von Leitern und Ge rüsten, ohne absturzgefährdete Po- sitionen, ohne Gehen in unebenem Gelände sowie ohne kauernde Positionen oder Zwangshal- tungen, zumutbar sei. 6.8 Nachdem am 19. Januar 2018 ein weiterer operative r Eingriff in Form eines leichten Entrapments des rechten Nervus tibialis erfolgt war, wurd e am 7. August 2018 eine kreisärztli- che Abschlussuntersuchung veranlasst. Nach Auffassung von Dr. med. G.____, FMH Chirurgie (D), hätten die zusätzlich zu den operativen Eingriffen durchgeführten konservativen schmerz- therapeutischen Massnahmen die Schmerzsymptomatik im Bereich des oberen Sprunggelen- kes nicht positiv beeinflussen können. In der heutigen Untersuchung seien durch den Versicher- ten weiterhin persistierende Schmerzen im Bereich des M alleolus medialis angegeben worden. Klinisch fände sich eine Bewegungseinschränkung des recht en Sprunggelenkes im Vergleich zu links. Die belastungsabhängigen Beschwerden seien auf d ie posttraumatische Arthroseent- wicklung zurückzuführen. Aufgrund der Bewegungseinschränkung , welche unverändert zur kreisärztlichen Voruntersuchung vom 13. März 2017 vorhande n sei, gelte weiterhin das dort definierte Zumutbarkeitsprofil. Diesbezüglich werde von weiteren Behandlungen keine namhafte Besserung des Zumutbarkeitsprofils mehr erwartet. Der m edizinische Endzustand liege vor. Bezüglich des entschädigungspflichtigen Integritätsschadens werde auf eine separate Beurtei- lung verwiesen. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 7.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteil ung des medizinischen Sachver- halts und der zumutbaren Arbeitsfähigkeit in erster Li nie auf die Ergebnisse, zu denen die Kreisärzte Dres. D.____ und G.____ in ihren Beurteilu ngen vom 13. März 2017 sowie vom 7. August 2018 gelangt waren. Sie ging demzufolge dav on aus, dass dem Versicherten auf- grund der organisch ausgewiesenen unfallbedingten Restf olgen am rechten Fuss sowie am Knie, die angestammte Tätigkeit als Maschinenführer nicht mehr zumutbar sei. In einer leidens- adaptierten wechselbelastenden, mittelschweren Tätigkeit, ohne Besteigen von Leitern und Ge- rüsten, ohne absturzgefährdete Positionen und ohne Gehe n in unebenem Gelände, bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit. 7.2 Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu bea nstanden. Nach der Rechtspre- chung kommt zwar den Berichten beratender Ärzte des Versi cherungsträgers nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 AT SG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten, ein solcher Bericht ist aber soweit zu berücksichtigen, als keine − auch nur geringe − Zweifel an der Richtigkeit seiner Schlussfolge- rungen bestehen (vgl. E. 4.3 hiervor). Vorliegend be steht kein Anlass, an der Richtigkeit der Feststellungen von Dres. D.____ und G.____ zu zweifeln. Es ist vielmehr festzuhalten, dass sie sich hinreichend mit den wesentlichen medizinischen Unterlagen auseinandersetzen und insge- samt ein vollständiges Bild des Gesundheitszustands des Besch werdeführers vermitteln. Als- dann nehmen die Dres. D.____ und G.____ gestützt auf i hre eingehende persönliche Untersu- chung und Befunderhebung eine schlüssige Beurteilung de r Kausalitätsfrage bzw. der unfallbe- dingten Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit vor. Ih re Beurteilungen stehen auch im Einklang mit dem Gesundheitszustand, wie er in den vorhandenen m edizinischen Unterlagen dokumen- tiert wird. 7.3 Der Beschwerdeführer stellt die Zumutbarkeit der kr eisärztlich attestierten ganztägigen mittelschweren Erwerbstätigkeit in Abrede, wobei er hi erzu auf die Ergebnisse des Arbeitstrai- nings verweist, im Rahmen dessen eine Leistungsfähigkeit von lediglich 40 bis 50% ausgewie- sen worden sei. In pflichtgemässer Würdigung der medizinischen Aktenlage fällt zunächst auf, dass sowohl hin- sichtlich der Diagnosen sowie insbesondere auch in Bezu g auf die daraus resultierenden funk- tionellen Einschränkungen keine wesentlich divergierenden Einschätzungen durch die involvier- ten Fachpersonen auszumachen sind. Unter Berücksichtigung de s vorstehend Dargelegten ist sodann darauf hinzuweisen, dass die Dres. D.____ und G.____ in Würdigung der objektivierba- ren Beschwerden überzeugend zum Ergebnis gelangen, da ss das vorliegende Diagnosebild keine weitergehende Beeinträchtigung der Arbeitsfähig keit zu begründen vermag. Entgegen den Darlegungen des Beschwerdeführers trifft es gerade nicht zu, dass diese Feststellungen in den Akten keine Stütze finden. So wurde bereits im Aust rittsbericht der Rehaklinik E.____ vom 23. Oktober 2015 hinsichtlich einer leichten, wechselbe lastenden Tätigkeit eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit ausgewiesen, wobei schon damals eine S ymptomausweitung ausgemacht wer- den konnte. Gleichermassen verhält es sich hinsichtlich de r Berichte von Dr. F.____, bei dem der Versicherte von Beginn weg in Behandlung gestanden hatte und der am 25. Oktober 2017 das kreisärztliche Zumutbarkeitsprofil bestätigte. Soweit der Beschwerdeführer ferner geltend Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht macht, Dr. F.____ habe in seinem Bericht vom 21. Dezem ber 2017 diese Erwerbsfähigkeitsein- schätzung nicht erneut bestätigt, verkennt er, dass sich Dr . F.____ in diesem Bericht gar nicht zur Zumutbarkeitsfrage äussert, zumal er keine zwischenzeit lichen, wesentlichen Veränderun- gen feststellen konnte (vgl. Suva-act. 203). Dessen ungea chtet sind weder gestützt auf diese Beurteilung noch sonst Hinweise ersichtlich, weshalb dem Versicherten eine mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit, welche die Einschränkungen vonseiten der Füsse und des Rü- ckens berücksichtigt, nicht vollschichtig zumutbar sein soll. Dies umso weniger, als der Be- schwerdeführer denn auch weder solche Aspekte benennt no ch diese mit divergierenden ärztli- chen Berichten untermauert. Jedenfalls stehen eine chr onifizierte Schmerzproblematik und die Tatsache, dass die Erfolgsaussichten für weitere operative Massnahmen gering eingeschätzt werden einer vollumfänglichen Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit nicht entge- gen. Zumal die Beschwerdegegnerin das Vorhandensein unf allbedingter Restbeschwerden nicht bestreitet, wurde diesen fortbestehenden funktione llen Einbussen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aber in den fachärztlichen Beurteilun gen der Dres. D.____ und G.____ durch ein entsprechend eingeschränktes Zumutbarkeitsprofil voll umfänglich Rechnung getragen. Wie sich schliesslich aus dem Austrittbericht der Klinik H.____ vom 10. Januar 2018 (vgl. Suva-act. 100) entnehmen lässt, spielen bei der Aufrechterhaltun g der Beschwerden mittlerweile insbe- sondere psychische Ursachen eine gewichtige Rolle. 8.1 Die Frage, ob allfällige vom Beschwerdeführer g eltend gemachte psychische Be- schwerden natürlich kausal durch das Unfallereignis verursacht worden sind, hat die Beschwer- degegnerin nicht weiter geklärt, sondern offengelassen, da sie davon ausging, dass eine Leis- tungspflicht mangels adäquaten Kausalzusammenhangs ohneh in entfalle. Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden. Nach der Rechtsprechung kann die Frage nach dem natürlichen Kau- salzusammenhang bei psychischen Beschwerden in jenen Fälle n offengelassen werden, in welchen der für die Bejahung einer Leistungspflicht erf orderliche adäquate Kausalzusammen- hang ohnehin verneint werden muss, was vorliegend − wie sogleich darzulegen sein wird − der Fall ist (SVR 1995 U 23 S. 68 E. 3c; ebenso: Urteil d es Bundesgerichts vom 2. Juli 2010, 8C_182/2010, E 3.2). 8.2 Bei der Beurteilung der Adäquanz von organisch ni cht (hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgeschäden, ohne dass die versicherte Person ein Schleudertrauma der HWS oder ei- nen äquivalenten Verletzungsmechanismus erlitten hat, er folgt die Adäquanzbeurteilung psy- chischer Unfallfolgen nach den in BGE 115 V 133 ff. entwickelten Kriterien (vgl. zu den Anforde- rungen an die Objektivierbarkeit von organischen Leiden : nicht publizierte E. 2 des Urteils BGE 135 V 465, in: SVR 2010 UV Nr. 6 S. 25 [8C_216/ 2009]). Nach dieser Rechtsprechung setzt die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwi schen einem Unfallereignis bzw. einer unfallähnlichen Körperschädigung und einer anschl iessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung im Einzelfall voraus, dass dem fraglichen E reignis für die Entstehung der psy- chisch bedingten Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit eine m assgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn es objektiv eine gewisse Schwe re aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 115 V 141 E. 7 mit Hinweisen). Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 8.3 Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfall ereignis anzuknüpfen, wobei − aus- gehend vom augenfälligen Geschehensablauf − folgende Einteilung der Unfälle in drei Gruppen zweckmässig erscheint: banale bzw. leichte Unfälle einerseit s, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der dazwischenliegende mittlere Bereich (vgl. BG E 115 V 138 E. 6). Während bei leichten bzw. banalen Unfällen der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel ohne weiteres verneint werden kann, weil auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Ein- bezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Un- fall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundhei tsschaden zu verursachen, ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und Folgen bei schweren Unfällen in der Regel zu be- jahen. Denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfah- rung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psych ische Gesundheitsschäden zu bewir- ken. Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich di e Frage, ob zwischen Unfall und Fol- gen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht au f Grund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte oder indirekte Folge davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien si nd nach der Rechtsprechung (vgl. BGE 115 V 140 E. 6c/aa) zu nennen: besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verlet zungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; körperliche Dauerschmerzen; ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 133 E. 6c/aa). Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die G esamtwürdigung ist nicht in jedem Fall er- forderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des adäquaten Kausal- zusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Das trifft einerseits dann zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, der zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich oder sogar als Grenz- fall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist. And erseits kann im gesamten mittleren Be- reich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in beson ders ausgeprägter Weise erfüllt ist. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes bzw. ausschlagge bendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbezogene Kriterien herangezogen werde n. Handelt es sich beispielsweise um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Gren zbereich zu den leichten der Unfällen zu- zuordnen ist, müssen die weiteren zu berücksichtigenden K riterien in gehäufter oder auffallen- der Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht wird. Diese Würdigung des Unfalls zusammen mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten Kausalzusam- Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht menhangs. Damit entfällt die Notwendigkeit, nach ande ren Ursachen zu forschen, die möglich- erweise die psychische Fehlreaktion mitbegünstigt haben kö nnten (vgl. BGE 115 V 140 E. 6c/bb). 8.4.1 Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitu mstände ist objektiv zu beurteilen und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens bzw. des Ang stgefühls der versicherten Person (vgl. statt vieler BGE 140 V 356 E. 5.6 ). Der Schadenmeldung UVG vom 12. Dezember 2014 zufolge wurde der Beschwerdeführer beim Durchqueren einer Halle von einem Stapler angefah- ren, wobei das rechte Bein vom Fuss bis zum Knie involvi ert gewesen sei. Diesem Ereignis kann in subjektiver Hinsicht zwar unstreitig eine gewisse Eindrücklichkeit entnommen werden. Objektiv betrachtet und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass jedem mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit innewohnt (Urteil des Bund esgerichts vom 20. November 2008, 8C_39/2008, E. 5.2), kann das Unfallereignis aber, so wie es sich vorliegend insgesamt zuge- tragen hatte, nicht als besonders dramatisch oder eindrü cklich im Sinne der massgebenden bundesgerichtlichen Rechtsprechung bezeichnet werden, wom it dieses Kriterium zu verneinen ist. 8.4.2 Schwere Verletzungen oder solche, die erfahrung sgemäss geeignet sind, eine psychi- sche Fehlentwicklung auszulösen, zog sich der Beschwerdeführer durch den Unfall nicht zu. Er erlitt bei diesem Unfall eine mehrfache mediale Mal leolarfraktur. Der medizinischen Aktenlage zufolge ist die Fraktur komplikationslos konsolidiert. Zwa r führte der Fussschaden zu einer voll- ständigen Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf, e ine hinreichende medizinische Erklä- rung aus somatischer Perspektive, wonach dem Versicherten eine leidensadaptierte Tätigkeit mit den entsprechenden Einschränkungen nicht zumutbar se in soll, konnte jedoch nicht ausge- macht werden (vgl. E. 7.3 hiervor). Da auch keine weite ren strukturell objektivierbaren unfallbe- dingten Veränderungen erhoben wurden, kann die Fraktur nicht als geeignet betrachtet werden, eine psychische Fehlentwicklung zu begünstigen. Damit ist auch dieses Kriterium zu verneinen. 8.4.3 Was das Kriterium der ungewöhnlich langen Daue r der ärztlichen Behandlung angeht, so ist zunächst darauf hinzuweisen, dass dieses Kriterium nicht allein nach einem zeitlichen Massstab zu beurteilen ist. Von Bedeutung sind auch Art u nd Intensität der Behandlung sowie inwieweit noch eine Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten ist. Es muss, gesamt- haft betrachtet, eine kontinuierliche, mit einer gew issen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete ärztliche Behandlung vo n ungewöhnlich langer Dauer vorliegen. Manualtherapeutische Massnahmen zur Erhaltung des Zustandes und medikamen- töse Schmerzbekämpfung allein genügen diesen Anforderun gen nicht (Urteil des Bundesge- richts vom 9. Februar 2015, 8C_765/2014, E. 11.3). Im Bericht des Spitals C.____ vom 29. April 2015 wird bereits rund vier Monate nach dem Unfaller eignis berichtet, dass der Verlauf zufrie- denstellend und regelrecht sei (vgl. Suva-act. 28). Sei t Februar 2015 stand im weiteren Verlauf der ärztlichen Behandlungen die Durchführung von Physioth erapie im Vordergrund, wobei schon im Bericht der Rehaklinik E.____ vom 23. Oktober 201 5 von einer Symptomausweitung berichtet wurde, welche sich mit den objektivierbaren pa thologischen Befunden und dem ver- gleichsweise guten radiologischen Befund nur teilweise erklären liess. Der am 18. Januar 2019 durchgeführte, weitere operative Eingriff war sodann eine objektiv nicht zwingend erforderliche Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht Massnahme (vgl. E. 6.6 und 6.7). Angesichts dieser Tatsa chen sowie insbesondere aufgrund der mehrfach festgestellten Diskrepanz zwischen dem Ausmass d es (chronifizierten) Schmerzsyndroms und dem verhältnismässig guten radiologisc hen Befund, kann somit nicht von einer mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Ver besserung des Gesundheitszustandes gerichteten ärztlichen Behandlung von ungewöhnlich lang er Dauer gesprochen werden. Dem- nach kann auch dieses Kriterium nicht bejaht werden. 8.4.4 Seit dem Zeitpunkt des komplikationslos verlaufene n Osteosyntheseverfahrens am 16. Dezember 2014 klagt der Beschwerdeführer über persi stierende Schmerzen. Wie bereits dargelegt, lassen sich diese aber nicht vollumfänglich obj ektivieren und sie stehen insbesonde- re in einem Missverhältnis zu den objektivierbaren pathol ogischen Befunden und den bildge- benden Abklärungen. Unter Berücksichtigung, dass im Rahmen des Kriteriums der körperlichen Dauerschmerzen nur physisch bedingte bzw. organisch nachw eisbare Beschwerden zu beach- ten sind, ist auch dieses Kriterium vorliegend nicht erfüllt. 8.4.5 Auch das Kriterium der ärztlichen Fehlbehandlu ng, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, ist unbestrittenermassen nicht erfüllt. 8.4.6 Aus der ärztlichen Behandlung und allfälligen e rheblichen Beschwerden kann nicht schon auf ein Erfüllen des Kriteriums des schwierigen Hei lungsverlaufes und der erheblichen Komplikationen geschlossen werden. Es bedarf hierzu besond erer Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt haben (Urteil des Bundesgerichts vom 21 . November 2014, 8C_496/2014, E. 4.6). Solche Gründe sind vorliegend nicht ersichtlich . Wie bereits dargelegt, geht aus den medizinischen Unterlagen vielmehr hervor, dass die Frak tur komplikationslos konsolidiert ist und das chronifizierte Schmerzsyndrom und die Bewegungseinsch ränkungen, welche die Durchführung von Physiotherapie bedingen, zentrale Bestan dteile der weiteren ärztlichen Un- tersuchungen bildeten. 8.4.7 Schliesslich ist hinsichtlich des Kriteriums des Grads und der Dauer der physisch be- dingten Arbeitsunfähigkeit festzuhalten, dass dem Besch werdeführer bereits im Zeitpunkt sei- nes Austritts aus der Rehaklinik E.____ am 15. Oktober 2 015 eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit (Stehen/Gehen am Stück maximal während etwa einer Stunde), ohne Arbeit in der Hocke und/oder auf den Knien sowie ohne häufiges Trepp en und/oder Leitern steigen, ganz- tags zumutbar war. Auch in den darauffolgenden kreisär ztlichen Beurteilungen wird bezüglich leichter Tätigkeiten eine vollumfängliche Arbeitsfähi gkeit attestiert. Demnach ist auch dieses Kriterium nicht erfüllt. 8.5 Somit ist festzuhalten, dass keines der Adäquanzkriteri en nach der massgebenden Rechtsprechung erfüllt ist. Unter diesen Umständen kann denn auch eine Auseinandersetzung mit der Frage unterbleiben, ob der unbestritten als mittelschwer zu qualifizierende Unfall im Grenzbereich zu den leichten oder im mittleren Bere ich anzusiedeln ist. Im Ergebnis hat die Beschwerdegegnerin den adäquaten Kausalzusammenhang zwi schen dem Unfallereignis vom 10. Dezember 2014 und den anhaltend geklagten, organ isch nicht hinreichend nachweisbaren Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht Beschwerden, zu Recht verneint. Entsprechend kann auch die Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang bezüglich dieser Beschwerden offengelassen werden. 9.1 Nach Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Inva liditätsgrades das Erwerbsein- kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der In validität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Bezie- hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat i n der Regel in der Weise zu erfol- gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffe rnmässig möglichst genau ermit- telt und einander gegenübergestellt werden. Aus der E inkommensdifferenz lässt sich der Invali- ditätsgrad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1). 9.2 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entschei dend, was die versicherte Person nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrsche inlichkeit als gesunde Person tat- sächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom letzten Lohn, den die versichert e Person vor Eintritt des Gesund- heitsschadens erzielt hat, auszugehen ist (Urteil I. des damaligen Eidgenössischen Versiche- rungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtlic he Abteilungen] vom 26. November 2002, I 491/01, E. 2.3.1 mit zahlreichen Hinweisen). Vorliegend war der Versicherte bis zu sei- nem Unfall im Dezember 2014 als Maschinen- und Schichtführer bei der B.____ AG tätig, womit die Beschwerdegegnerin das Valideneinkommen zu Recht auf der Grundlage des zuletzt erziel- ten Verdienstes festgesetzt hat. Der unter Berücksichtigu ng der Nominallohnentwicklung ermit- telte Betrag von Fr. 71'563.-- ist nicht zu beanstanden und wird denn auch vom Beschwerdefüh- rer nicht in Frage gestellt. 9.3.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nac h der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – beson- ders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzun ehmen ist, dass sie die ihr verbleiben- de Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Sozia llohn, gilt grundsätzlich der tatsäch- lich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkom- men gegeben, namentlich weil die versicherte Person nac h Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue E rwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung entweder die Tabellenlöh ne der Schweizerischen Lohnstruk- turerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik oder die von der Suva geschaffene Dokumen- tation von Arbeitsplätzen (DAP-Zahlen) herangezogen w erden (BGE 139 V 592 E. 4.2.1 mit Hinweisen). 9.3.2 Im Entscheid BGE 129 V 472 ff. befasste sich das Bu ndesgericht ausführlich mit der DAP und stellte fest, dass die für die Invaliditätsbeme ssung herangezogenen DAP-Profile im konkreten Einzelfall repräsentativ sein müssen. Es genügt daher nicht, wenn lediglich ein einzi- ger oder einige wenige zumutbare Arbeitsplätze angeg eben werden, weil es sich dabei sowohl Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht hinsichtlich der Tätigkeit als auch des bezahlten Lohnes um Sonder- oder Ausnahmefälle han- deln kann. Vielmehr muss der Unfallversicherer mindesten s fünf DAP-Blätter auflegen, damit die Repräsentativität der DAP-Profile als gegeben bet rachtet werden kann. Zusätzlich sind An- gaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung der versi- cherten Person in Frage kommenden dokumentierten Arbei tsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jew eils verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe. Dadurch wird eine hinreichende Überprüfung des dem Unfallversiche- rer bei der Auswahl der DAP-Blätter zustehenden Ermesse ns ermöglicht. Sind die erwähnten verfahrensmässigen Anforderungen nicht erfüllt, kann nicht auf den DAP-Lohnvergleich abge- stellt werden (vgl. zitiertes Urteil, E. 4.2.2; vgl. auch BGE 139 V 595 f. E. 6.3). 9.3.3 Zur Ermittlung des Invalideneinkommens wählte di e Beschwerdegegnerin fünf DAP- Arbeitsplätzen aus: DAP-Nr. 410117 (Maschinenbediener) , Nr. 12895360 (Schleifer), Nr. 9587 (Hilfsarbeiter; Handeinpackung), Nr. 340789 (Hilfsarbe iter; Einlegerei) und Nr. 4337 (Montage- arbeiter; Kleinmontage). Die fünf DAP-Blätter ergeben ein durchschnittliches Jahreseinkommen von Fr. 62'865.--. Diesen Betrag hat die Beschwerdegeg nerin in der Folge ihrem Einkommens- vergleich als hypothetisches Invalideneinkommen zugrunde gelegt. 9.3.4 Dieses von der Suva ermittelte Invalideneinkommen ist nicht zu beanstanden. Insbe- sondere erfüllt das von der Suva gewählte Vorgehen di e vorstehend wiedergegebenen (vgl. E. 9.3.2 hiervor) formellen und inhaltlichen Anforde rungen, welche die Rechtsprechung an die Berechnung des Invalideneinkommens anhand von DAP-Profilen stellt. Dies wird in grundsätzli- cher Hinsicht auch vom Beschwerdeführer nicht in Abrede gestellt. 9.3.5 Er macht indessen mehrere Gründe geltend, welche sich gegen die Rechtmässigkeit der herangezogenen fünf DAP-Blätter richten. Dabei b eanstandet er insbesondere die Verein- barkeit derselben mit dem ärztlich attestierten Zumutb arkeitsprofil. Ferner erachtet er die Mitar- beit in der Einlegerei (DAP-Nr. 340789) aufgrund de r erforderlichen Deutschkenntnisse als un- geeignet. Wie oben dargelegt (vgl. E. 7.3 hiervor), kann der Versicherte unter Rechnungtragung der unfallkausalen Beschwerden den übereinstimmenden Z umutbarkeitsbeurteilungen der Suva-Kreisärzte und der behandelnden Ärzte zufolge – e ntgegen seiner Auffassung – in einer leidensadaptierten wechselbelastenden, mittelschweren Tä tigkeit, ohne Besteigen von Leitern und Gerüsten, ohne absturzgefährdete Positionen und ohne Gehen in unebenem Gelände, eine volle Leistungsfähigkeit erbringen. Damit dürften sich b ereits die Einwände, wonach eine Ver- stärkung seiner Beschwerden im Verlaufe des Tages mit de n Schichtarbeiten, welche die Aus- übung der Tätigkeit als Maschinenbediener (DAP-Nr. 410117 ) bedinge, nicht vereinbar sei, und bei dieser Stelle keine Teilzeitarbeit geleistet werde n könne, als unbegründet erweisen. Wie es sich mit diesen sowie auch den weiteren Einwänden im Det ail verhält, braucht vorliegend aber nicht abschliessend beantwortet zu werden. Wie aus den n achfolgenden Ausführungen erhellt, resultierte für den Versicherten auch kein höherer Invali ditätsgrad, wenn dieser nicht gestützt auf die DAP-Lohnangaben, sondern stattdessen anhand d er LSE-Tabellenlöhne ermittelt wür- de. Laut Tabelle TA1 der LSE 2014 belief sich der Zentralwert für die mit einfachen und repetiti- ven Aufgaben (Anforderungsniveau 1) beschäftigten Männe r im privaten Sektor im Jahr 2014 auf Fr. 5’312.--. Nach Anpassung an die betriebsüblich e Arbeitszeit von 41.7 Wochenstunden Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht sowie unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung (0 .3% 2015, 0.7% 2016 und 0.4% 2017) resultierte ein monatliches Einkommen von Fr. 5'610.-- bzw. ein entsprechendes Jahres- einkommen von Fr. 67'320.--. Da der Versicherte in eine r leidensadaptierten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig ist, würde sich das ihm zumutbare Invalide neinkommen auf den genannten Betrag von Fr. 67'320.-- belaufen, was bei einer Gegenüberste llung mit dem Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 71'563.-- einen Invaliditätsgrad von run d 7% und damit kein Anspruch auf eine UVG-Invalidenrente ergäbe. 10. Anhand der Gegenüberstellung der im Einspracheent scheid vom 14. November 2018 veranschlagten Vergleichseinkommen von Fr. 71'563.-- un d Fr. 62'865.-- resultiert der von der Beschwerdegegnerin ermittelte Invaliditätsgrad von 12 %, was nach dem Dargelegten nicht zu beanstanden ist. 11.1 Zu prüfen bleibt die Höhe der dem Versicherten zugesprochenen Integritätsentschädi- gung. Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Perso n Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall ein e dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleid et. Nach Art. 36 Abs. 1 UVV gilt ein Integritätsschaden als dauernd, wenn er voraussichtlich währ end des ganzen Lebens mindes- tens in gleichem Umfang besteht (Satz 1); er ist erheb lich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigk eit, augenfällig oder stark beeinträch- tigt wird (Satz 2). Laut Art. 25 Abs. 1 UVG wird die Integritätsentschädigung in Form einer Kapi- talleistung gewährt. Sie wird entsprechend der Schwer e des Integritätsschadens abgestuft, wo- bei sie den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des ver sicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen darf. Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der B undesrat die Bemessung der Entschädi- gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebr auch gemacht. Gemäss Abs. 2 dieser Vorschrift gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Darin hat der Bundesrat in einer als gesetzmässig erkannte n, nicht abschliessenden Skala (BGE 113 V 219 E. 2a; RKUV 1988 Nr. U 48 S. 236 E. 2a mit Hinweisen) häufig vorkommende und typische Schäden prozentual gewichtet. 11.2 Für die im Anhang 3 zur UVV genannten Integritä tsschäden entspricht die Entschädi- gung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höc hstbetrages des versicherten Ver- dienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für speziel le oder nicht aufgeführte Integritätsschä- den wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert ab geleitet (Ziff. 1 Abs. 2 Satz 1). In die- sem Zusammenhang hat die SUVA in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbeitet. Diese in den Mitteilungen der Medizi- nischen Abteilung der SUVA Nr. 57 bis 59 herausgegebene n Tabellen (teilweise geändert und ergänzt in den nachfolgenden Mitteilungen) sind, sowei t sie lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährl eistet werden soll, mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c, 116 V 157 E. 3a mit Hinweis). 11.3 Bei der Bestimmung des Schweregrades einer gesun dheitlichen Beeinträchtigung handelt es sich um eine Tatfrage, für deren Beantwortu ng Verwaltung und Gerichte ebenfalls auf fachärztliche Mithilfe angewiesen sind. Dem Gericht ist es nicht möglich, die Beurteilung Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht aufgrund der aktenkundigen Diagnosen selber vorzunehme n, da die Ausschöpfung des in den Tabellen offen gelassenen Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt und von einem medizinischen Laien keine zuverlässige Zuordn ung erwartet werden kann. Die Beurteilung der einzelnen Integritätseinbussen oblieg t somit den ärztlichen Sachverständigen (Urteil des Bundesgerichts vom 23. April 2007, U 121/06, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). 11.4 Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 14. Novemb er 2018 sprach die Suva dem Beschwerdeführer für die verbliebene Beeinträchtigung aus dem erlittenen Unfallereignis eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritä tseinbusse von 5% zu, wobei sie sich diesbezüglich auf die Beurteilung von Dr. G.____ vom 7 . August 2018 stützte. Demgegenüber vertritt der Beschwerdeführer die Auffassung, dass der Schwere des Integritätsschadens damit nicht entsprochen würde und ihm vielmehr eine Integri tätsentschädigung auf der Grundlage einer Einbusse von 15% zuzusprechen sei. So seien insbesondere auch die Tabellen 6 "Integri- tätsschaden bei Gelenkinstabilitäten" sowie 19 "Integri tätsschaden bei psychischen Folgen" zu prüfen gewesen. 11.5 Zunächst gilt es hinsichtlich dieser Einwände zu ber ücksichtigen, dass die Tabelle 19 für Integritätsschäden bei psychischen Folgen aufgrund de r fehlenden Adäquanz der psychi- schen Beeinträchtigungen von vornherein ausser Betrach t fällt. Was die somatischen Folgen am rechten Fuss anbelangt, so führt die Kreisärztin in i hrer Beurteilung vom 7. August 2018 aus, dass sich gemäss kreisärztlicher Abschlussuntersuchung ein e persistierende Belastungs- einschränkung und Schmerzsymptomatik im Bereich des medi alen Malleolus mit einer vermin- derten OSG-Beweglichkeit rechts im Vergleich zu links m it Flexion/ Extension rechts 50/0/10° und links 60/0/15° zeige und radiologisch eine beginne nde posttraumatische OSG-Arthrose dokumentiert sei, welche überwiegend wahrscheinlich für die Beschwerdesymptomatik verant- wortlich sei. Aufgrund der beginnenden OSG-Arthrose r echtfertige sich gemäss Tabelle 5, wel- che eine Integritätseinbusse von 5-15% vorsehe, eine Bewe rtung des Integritätsschadens mit 5%. Diese Beurteilung erweist sich auch mit Blick auf d ie medizinische Aktenlage als sachge- recht, zumal auch Dr. F.____ lediglich eine beginnend e Arthrose ausmachen konnte und ferner im Rahmen des im vorliegenden Verfahren beigezogenen o rthopädischen Gutachtens zuhan- den der IV-Stelle vom 9. Januar 2019 auf der Grundlag e neuester Bildgebungen von einer mässigen unfallbedingen Abnützung zwischen der Innenseit e am Sprungbein und dem Innen- knöchel rechts berichtet wird. Der Beschwerdeführer beanstandet in seiner Beschwerde bzw. in seiner Replik die Höhe der zugesprochenen Integritätsen tschädigung ohne näher zu begrün- den, weshalb die Beurteilung von Dr. G.____ nicht zut reffen sollte bzw. ohne seine Ausführun- gen mit fachärztlichen Berichten zu untermauern, welch e Hinweise für die Zusprache einer hö- heren Integritätsentschädigung enthalten würden. Desse n ungeachtet lassen sich auch den übrigen Akten keine Anhaltspunkte entnehmen, die im Rahmen der Rechtsanwendung von Am- tes wegen ein Abweichen von der beweiskräftigen kreisärztlichen Beurteilung rechtfertigen wür- den, zumal ferner − entgegen einem weiteren Vorbringen des Beschwerdefüh rers − auch keine Instabilität vorliegt, welche die Anwendung der Tabel le 6 rechtfertigen würde. Somit ist die Festsetzung des Integritätsschadens im Umfang von 5% aber nicht zu beanstanden. Seite 17 http://www.bl.ch/kantonsgericht 12. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist der ang efochtene Einspracheentscheid vom 14. November 2018 nicht zu beanstanden und die da gegen erhobene Beschwerde ist ab- zuweisen. 13.1 Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Beschwerdeve rfahren vor dem kantonalen Ge- richt für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 13.2 Dem Prozessausgang entsprechend hat der Beschwerdefüh rer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegner in. Dieser wiederum ist ebenfalls keine Parteientschädigung zuzusprechen; sie hat zwar obsieg t und sie ist anwaltlich vertreten, Art. 61 lit. g ATSG schränkt den Anspruch auf eine Part eientschädigung jedoch ausdrücklich auf die Beschwerde führende Person ein. 13.3 Dem Beschwerdeführer ist mit Verfügung vom 20. Deze mber 2018 die unentgeltliche Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter bewilligt w orden, weshalb dieser für seine Bemü- hungen aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Ver- beiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Der Rechtsvertrete r des Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 21. Oktober 2019 für das vorliegende V erfahren einen Zeitaufwand von 20 Stunden und 30 Minuten ausgewiesen. Dieser Aufwand er scheint im Hinblick auf die sich stel- lenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als zu hoch, zumal der Rechtsvertreter den Beschwer- deführer bereits im Einspracheverfahren vertreten hat te und damit insbesondere ein vertieftes Aktenstudium entfällt. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsp rechung sind Synergieeffekte bei der Beurteilung der Honorarnote insofern zu berücksichtigen, als diese bei der Vertretung durch denselben Anwalt im Verwaltungsverfahren zur Kürzung d er Honorarnote führen (Urteil des Bundesgerichts vom 13. Dezember 2013, 9C_637/2013, E. 5 .3, und vom 14. Januar 2010, 8C_723/2009, E. 4.3). Im Weiteren enthält die Repli k vom 31. Juli 2019 viele Übereinstimmun- gen mit der vorliegenden Beschwerde. Unter diesen Umstä nden erscheint es als angemessen, den notwendigen zeitlichen Aufwand im Beschwerdeverfah ren auf 14 Stunden und 30 Minuten zu kürzen. Hinsichtlich der in der Honorarnote ausgewiesen en Auslagen von Fr. 462.30 gilt es sodann zu beachten, dass der Auslagenersatz für Massenkopien gemäss § 15 Abs. 2 der Tarif- ordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. Nov ember 2003 lediglich Fr. 0.50 beträgt, weshalb die Auslagenentschädigung ebenfalls entsprechend zu kürzen ist. Dem Rechtsvertre- ter ist deshalb ein Honorar in der Höhe von Fr. 3'387 .50 (14,5 Stunden à Fr. 200.-- + Auslagen von Fr. 245.30 zuzüglich 7,7% Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. Seite 18 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständun g wird dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von Fr. 3'387.50 (inkl. Auslagen und 7.7% Mehrwertsteuer) aus der Ge- richtskasse ausgerichtet. http://www.bl.ch/kantonsgericht