A bteilung IV D -4949/2006 {T 0/2} U rteil vom 6. Juli 2007 M itw irkung: R ichter Fulvio H aefeli, R ichterin N ina Spälti G iannakitsas, R ichter R obert G alliker G erichtsschreiberin G abriela Freihofer A._______, Afghanistan, vertreten durch D r. iur. R eza Shahrdar, G esuchsteller gegen Schw eizerische A sylrekurskom m ission (A R K ), neu: B undesverw altungsgericht, Postfach, 3000 Bern 14, G esuchsgegner betreffend B eschw erdeurteil vom 17. M ai 2006 i. S. Vollzug der W egw eisung (R evision) / N B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D as vom G esuchsteller am 22. N ovem ber 2000 gestellte Asylgesuch lehnte das Bundesam t für Flüchtlinge (BFF; seit dem 1. Januar 2005 Bundesam t für M igration, BFM ) m it Verfügung vom 25. April 2003 ab und verfügte die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie deren Vollzug. D ie vom G esuchsteller m it Eingabe vom 26. M ai 2003 in Bezug auf den W egw eisungsvollzug erhobene Beschw erde w urde m it U rteil der AR K vom 17. M ai 2006 abgew iesen. B. M it Eingabe vom 29. Juni 2006 liess der G esuchsteller um R evision des Beschw erdeurteils vom 17. M ai 2006 ersuchen und beantragen, er sei als Flüchtling anzuerkennen und die W egw eisungsverfügung sei zu sistieren. M it der R evisionseingabe w urden vom R echtsvertreter die folgenden D okum ente eingereicht: "1. Arztzeugnis betreffend Bruder m eines M andanten (z.Z. im G efängnis). 2. Eine Bittschrift der Schw ester m eines M andanten. 3. Ein Antw ortschreiben der afghanischen M enschenrechtskom m ission." C . M it Zw ischenverfügung vom 7. Juli 2006 stellte der dam als zuständige Instruktionsrichter der AR K vorw eg fest, dass das vorliegende R evisionsverfahren ausschliesslich auf die Frage der D urchführbarkeit des W egw eisungsvollzugs beschränkt sei, da das ordentliche Beschw erdeverfahren nur diese Frage zum G egenstand gehabt habe. Zudem w urde das G esuch um einstw eilige Aussetzung des Vollzugs der W egw eisung gutgeheissen und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet. D . M it Eingabe vom 12. Juli 2006 liess der G esuchsteller durch seinen R echtsvertreter die folgenden D okum ente zu den Akten reichen: "1. Vier Bilder von Verw andten bzw . Fam ilie m eines M andanten in ihrem langjährigen W ohnort in B._______/Iran aufgenom m en vor den bekannten historischen G ebäuden etc. 2. Zw ei Bilder vom G rab des Vaters m eines M andanten (C ._______. gestorben am ) im Friedhof D ._______ in B._______. 3. R echnung des Friedhofs (O riginal). 4. Ein Arztrezept für den verstorbenen Vater. 5. D iverse w eitere m edizinische Belege im Zusam m enhang m it dem verstorbenen Vater (Krankengeschichte, an E._______ gestorben). 6. Schulzeugnisse der Kinder F._______, G ._______ und H ._______ von I._______ Schule in B._______ (sam t detaillierter N oten). 7. Bestätigung für G ._______ von "Tekw ando" Vereinigung (m .W . eine koreanische Kam pfsportart). 8. D as Schreiben der Schw ester und Antw ortschreiben der afghanischen O rganisation für M enschenrechte (O riginal, bereits eingereicht)." E. M it Zw ischenverfügung vom 15. Januar 2007 forderte der zuständige Instruktionsrichter des Bundesverw altungsgerichts den G esuchsteller auf, die eingereichten frem dsprachigen Bew eism ittel in eine Am tssprache übersetzen zu lassen.3 F. M it Eingabe vom 1. Februar 2007 w urden die Ü bersetzungen vom G esuchsteller nachgereicht. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht ist seit dem 1. Januar 2007 zuständig zur Behandlung von R evisionsgesuchen gegen Beschw erdeurteile, w elche – w ie vorliegend - von der AR K gefällt w urden (vgl. Koordinationsentscheid des Plenum s des Bundesverw altungsgerichts vom 25. Juni 2007). D abei entscheidet es in der R egel in der Besetzung m it drei R ichtern oder R ichterinnen (Art. 21 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht [VG G , SR 173.32]), sofern das R evisionsgesuch nicht in die Zuständigkeit des Einzelrichters beziehungsw eise der Einzelrichterin fällt (vgl. Art. 23 VG G , Art. 111 Abs. 2 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG , SR 142.31]). 1.2 D er G esuchsteller hat ein schutzw ürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des Beschw erdeurteils und ist daher zur Einreichung eines R evisionsgesuches legitim iert (Art. 48 Abs. 1 Bst. c des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , SR 172.021] in analogiam ; vgl. U R SIN A BEER LI-BO N O R AN D , D ie ausserordentlichen R echtsm ittel des Bundes und der Kantone, Zürich 1985, S. 65 ff.). 1.3 D a in casu das BG G nicht zur Anw endung gelangt (vgl. Art. 45 VG G e contrario), gelten für den vorliegenden Fall die Bestim m ungen von Art. 66 ff. Vw VG (vgl. den vorgenannten Entscheid des G erichtsplenum s vom 25. Juni 2007). 1.4 D er G esuchsteller ruft den R evisionsgrund von Art. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG an und zeigt ausserdem die R echtzeitigkeit des R evisionsbegehrens auf. D ie Eingabe erw eist sich dam it als hinreichend begründet. Auf das im Ü brigen frist- und form gerecht eingereichte (vgl. Art. 67 Abs. 3 Vw VG i.V.m . Art. 52 Vw VG ) R evisionsgesuch ist deshalb – vorbehältlich der nachfolgenden Erw ägung – einzutreten. 1.5 D ie Beschw erde vom 26. M ai 2003 richtete sich lediglich gegen den vom BFF m it Verfügung vom 25. April 2003 angeordneten W egw eisungsvollzug, w om it das Beschw erdeverfahren auf die Prüfung des Vollzugs der W egw eisung beschränkt w ar. D araus ergibt sich, dass sich auch das vorliegende R evisionsverfahren nur den W egw eisungsvollzug beschlagen kann. Auf das m it dem R evisionsbegehren gestellte G esuch um Anerkennung des G esuchstellers als Flüchtling ist daher nicht einzutreten. 2. 2.1 M it dem ausserordentlichen R echtsm ittel der R evision w ird die U nabänderlichkeit und M assgeblichkeit eines rechtskräftigen Beschw erdeentscheides angefochten, 4 im H inblick darauf, dass die R echtskraft beseitigt w ird und über die Sache neu entschieden w erden kann (vgl. FR ITZ G YG I, Bundesverw altungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 229 f.). 2.2 G em äss Art. 66 Abs. 2 Vw VG zieht die Beschw erdeinstanz ihren Beschw erdeentscheid auf Begehren einer Partei in R evision, w enn neue erhebliche Tatsachen oder Bew eism ittel vorgebracht w erden (Bst. a), und w enn nachgew iesen w ird, dass sie aktenkundige erhebliche Tatsachen oder bestim m te Begehren übersehen (Bst. b) oder gew isse verfahrensrechtliche Bestim m ungen verletzt hat (Bst. c). 2.3 G em äss Art. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG m üssen die zur Stützung eines R evi- sionsgesuches geltend gem achten Tatsachen und eingereichten Bew eism ittel neu und erheblich sein. R evisionsw eise geltend gem achte Tatsachen gelten lediglich dann als neu, w enn sie zur Zeit der Erstbeurteilung der Sache bereits vorhanden w aren, jedoch erst nachträglich in Erfahrung gebracht w erden konnten. Erheblich im Sinne von Art. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG sind neue Tatsachen dann, w enn sie geeignet sind, die tatbeständliche G rundlage des angefochtenen Entscheides zu verändern und bei zutreffender rechtlicher W ürdigung zu einem anderen, für die gesuchstellende Partei günstigeren Ergebnis zu führen, m it anderen W orten, w enn sie den Ausgang des Verfahrens beeinflussen können. R evisionsw eise eingereichte Bew eism ittel sind nur dann als neu und erheblich zu qualifizieren, w enn sie entw eder neue erhebliche Tatsachen erhärten oder geeignet sind, dem Bew eis von Tatsachen zu dienen, die zw ar im früheren Verfahren bekannt gew esen, aber zum N achteil der gesuchstellenden Partei unbew iesen geblieben sind, resp. w enn sie bei Vorliegen im ordentlichen Verfahren verm utlich zu einem anderen Entscheid geführt hätten. Bew eism ittel m üssen selber - im G egensatz zu geltend gem achten neuen Tatsachen - nicht notw endigerw eise aus der Zeit vor dem Beschw erdeentscheid stam m en, um neu im revisionsrechtlichen Sinn zu sein (vgl. zum G anzen Entscheidungen und M itteilungen der AR K [EM AR K] 2002 N r. 13 E. 5a, S. 113 f. m it H inw eisen auf D oktrin und Praxis). 2.4 G ründe im Sinne von Art. 66 Abs. 2 Vw VG gelten nicht als R evisionsgründe, w enn die Partei sie im Verfahren, das dem Beschw erdeentscheid voranging, geltend m achen konnte (Art. 66 Abs. 3 Vw VG ). So bilden sow ohl neue Tatsachen als auch neue Bew eism ittel nur dann einen R evisionsgrund, w enn die gesuchstellende Partei sie auch bei zum utbarer Sorgfalt im erstinstanzlichen Verfahren oder im ordentlichen R echtsm ittelverfahren nicht kennen oder beibringen konnte oder sie aus entschuldbaren G ründen nicht vorgebracht hat (EM AR K 2002 N r. 13 E. 5a und b S. 113 f.). 3. 3.1 D er G esuchsteller ruft den R evisionsgrund der neuen und erheblichen Tatsachen und Bew eism ittel an. D azu reicht er im Verlaufe des R evisionsverfahrens verschiedene D okum ente zu den Akten, w elche in der Folge auf entsprechende Aufforderung hin ins D eutsche übersetzt w urden. H iezu w ird im W esentlichen geltend gem acht, die Aussagen des G esuchstellers anlässlich des ordentlichen Verfahrens w ürden dam it bew iesen. D azu kom m e, dass die Fam ilie im Iran und nicht in Afghanistan lebe, w eshalb eine W egw eisung nach Afghanistan w egen des fehlenden Beziehungsnetzes nicht in Frage kom m e.5 3.2 Ein grosser Teil der eingereichten D okum ente datiert dabei vor Erlass des Beschw erdeurteils, so verschiedene ärztliche Belege der U niversität für für m edizinische W issenschaften, G esundheit und heilende D ienstleistungen der Provinz B._______, des Laboratorium s K._______ in B._______, des Laboratorium s für m edizinische D iagnostik, der Klinik für R adiologie und Sonographie in L._______, des Laboratorium s des M ._______-Spitals in B._______, des m edizinischen Laboratorium s des N ._______ in B._______, des Laboratorium s für m edizinische W issenschaft in B._______, des M inisterium s für G esundheitspflege, H eilung und personelle Angelegenheiten, alle aus den Jahren 2001 und 2002 datierend und den Vater des G esuchstellers betreffend sow ie ein D okum ent der Vereinigung der grundm edizinischen D ienstleistungen aus dem Jahre 2005 den Bruder des G esuchstellers betreffend, Schulzeugnisse aus dem Schuljahr 2000 – 2001 w ie auch ein Zeugnis der Tew ando-Föderation vom 10. D ezem ber 2005. H iezu ist festzuhalten, dass sich w eder den Akten entnehm en lässt noch in der R evisionseingabe dargelegt w ird, w eshalb es dem G esuchsteller w eder m öglich noch zum utbar gew esen sein sollte, diese - teilw eise Jahre vor Erlass des Beschw erdeurteils entstandenen - D okum ente nicht bereits im Verlaufe des ordentlichen Verfahrens zu beschaffen und beizubringen, zum al Asylgesuchsteller erfahrungsgem äss bestrebt sind, alle ihre Asylgründe dokum entierenden und als tauglich erscheinenden Bew eism ittel zu den Akten zu reichen. Zudem obliegt es einem G esuchsteller im R ahm en seiner M itw irkungspflicht w ährend des ordentlichen Verfahrens, allfällige Bew eism ittel vollständig zu bezeichnen und beizubringen (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. d AsylG ). D iese vor dem Beschw erdeurteil datierenden D okum ente sind som it als verspätet eingereicht im Sinne von Art. 66 Abs. 3 Vw VG zu betrachten. Verspätete Vorbringen sind nur dann revisionsrechtlich beachtlich, w enn aufgrund dieser Vorbringen offensichtlich w ird, dass dem G esuchsteller im H eim at- oder H erkunftsstaat Verfolgung oder m enschenrechtsw idrige Behandlung droht. D abei genügt es nicht, dass die neuen Tatsachen oder Bew eism ittel geeignet sein können, zu einem anderen Ergebnis als im vorangegangenen ordentlichen Asylverfahren zu führen, sondern sie m üssen derart sein, dass sie bei recht- zeitigem Bekanntw erden zu einem anderen Beschw erdeentscheid, und zw ar zu einer G utheissung zum indest bezüglich der Frage der Zulässigkeit des W egw ei- sungsvollzugs geführt hätten (vgl. EM AR K 1995 N r. 9 E. 7g S. 89 f.). D iese Voraussetzung ist vorliegend nicht gegeben, zum al sich die oben erw ähnten, als Bew eism ittel eingereichten und vor Erlass des Beschw erdeurteils datierenden D okum ente einerseits auf Lebensum stände der angeblichen Fam ilienm itglieder des G esuchstellers beziehen, w elche im Iran w ohnen sollen. Andererseits w urde im Beschw erdeurteil der AR K auch auf U nglaubhaftigkeit der geltend gem achten Inhaftierung des Bruders des G esuchstellers sow ie auf dessen W ohnsitz in Kabul geschlossen (vgl. U rteil der AR K vom ). D ie in diesem Zusam m enhang m it der R evisionsgeingabe eingereichte, das Jahr 2005 betreffende, ärztliche Bestätigung ist ihrem Inhalt nach nicht geeignet, die geltend gem achte Inhaftierung des Bruders m it überw iegender W ahrscheinlichkeit zu belegen, zum al dieser nicht zu entnehm en ist, der Bruder des G esuchstellers w ürde sich im G efängnis befinden. Es lässt sich allein m it diesem Arztzeugnis nicht w iderlegen, dass sich der Bruder des G esuchstellers und/oder andere Fam ilienangehörige in O ._______ aufhalten 6 w ürden, kam doch die an den G esuchsteller gerichtete Post ausschliesslich aus O ._______. Indessen ist dies vorliegend nicht von Belang, zum al die Frage des W ohnsitzes der Fam ilie des G esuchstellers nicht die hier interessierende Zulässigkeit des W egw eisungsvollzugs beschlägt. So w ird näm lich dam it nicht ersichtlich, inw iefern der geltend gem achte U m stand der angeblich im Iran lebenden Fam ilienm itglieder den G esuchsteller bei einer R ückkehr in sein H eim atland einer konkreten G efahr einer gegen die EM R K verstossenden Behandlung aussetzen w ürde. D iese D okum ente sind m ithin auch unter diesem Aspekt revisionsrechtlich nicht beachtlich. 3.3 Sodann reichte der G esuchsteller diverse D okum ente ein, w elche entw eder nach dem Beschw erdeurteil entstanden sind, so drei Zeugnisse der kulturellen Bildungsinstitution vom 5. Juni 2006, oder m angels D atierung keinem genauen Zeitpunkt zugeordnet w erden können (ein Schreiben der Bezirksorganisation für G esundheit und H eilung der Provinz B._______, ein D okum ent des Iran- Laboratorium s für m edizinische D iagnostik, ein Bericht der U niversität für m edizinische W issenschaften B._______ sow ie vier Zeugnisse der kulturellen Bildungsinstitution für das Schuljahr 2005 - 2006) sich aber auf im ordentlichen Verfahren unbew iesen gebliebene Tatsachen beziehen und deshalb nach Ansicht des G esuchstellers revisionsrechtlich erheblich sein sollen. D arüber hinaus w erden zw ei vor Erlasse des Beschw erdeurteils datierende D okum ente zu den Akten gereicht, näm lich ein Bericht der M enschenrechtsorganisation vom 13. M ai 2006 sow ie eine Bittschrift der Schw ester des G esuchstellers vom 10. M ai 2006, w elche als revisionsrechtlich neu zu bezeichnen, jedoch – w ie die oben erw ähnten w eiteren D okum ente auch – nicht als erheblich zu betrachten sind. D enn selbst w enn es sich bei den auf den Arzt- und Schulzeugnissen angeführten Personen tatsächlich um Fam ilienangehörige des G esuchstellers handeln sollte, führt dieser U m stand zu keiner für den G esuchsteller anderen Beurteilung unter dem Blickw inkel der U nzulässigkeit und U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs, zum al der G esuchsteller einerseits als Einzelperson in seinem H eim atland Afghanistan nicht m it U nterhaltspflichten für seine Fam ilienangehörigen belastet w äre und andererseits bei der R eintegration in sein H eim atland auf die H ilfe seines in O ._______ lebenden Bruders – dessen Inhaftierung, w ie oben angeführt w ird – unglaubhaft ist, zählen könnte. N icht relevant ist zudem , dass die Schw ester des Beschw erdeführers allenfalls nicht in O ._______ lebt. D eren Klageschrift vom sow ie das Antw ortschreiben der afghanischen O rganisation für M enschenrechte und U m w eltschutz vom 13. M ai 2006 verm ögen die behauptete Inhaftierung des Bruders des G esuchstellers nicht zu belegen, da aus dem genannten Schreiben der M enschenrechtsorganisation nicht hervorgeht, dass sich jener tatsächlich w ie behauptet im G efängnis befindet. Schliesslich verm ögen die sechs eingereichten Fotografien, w elche die Fam ilienm itglieder im Iran zeigen sollen, an der Sachlage auch nichts zu ändern. So ist nicht klar, w ann die Fotografien aufgenom m en w urden. Abgesehen davon w ird dam it nicht belegt, dass die Fam ilie tatsächlich im Iran lebt. Aber auch w enn dies der Fall sein sollte, w ürde ein W egw eisungsvollzug des G esuchstellers dadurch auch nicht unzulässig oder unzum utbar, w ie oben dargelegt w urde. D ie Fotografien sind daher ebenfalls als revisionsrechtlich unerheblich zu bezeichnen.7 4. Zusam m enfassend ist festzuhalten, dass kein revisionsrechtlich relevanter Sachverhalt dargetan ist. D as G esuch um R evision des U rteils der AR K vom 17. M ai 2006 ist dem zufolge abzuw eisen, sow eit darauf einzutreten ist. 5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von insgesam t Fr. 1'200.-- dem G esuchsteller aufzuerlegen (Art. 37 VG G i.V.m . Art. 63 Abs. 1 Vw VG ; Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]). (D ispositiv nächste Seite)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D as R evisionsgesuch w ird abgew iesen, sow eit darauf eingetreten w ird. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 1'200.--, w erden dem G esuchsteller auferlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichtskasse zu überw eisen. 3. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des G esuchstellers, 2 Expl. (eingeschrieben; Beilagen: die im R evisionsverfahren eingereichten O riginaldokum ente und Fotografien, Einzahlungsschein) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N ) - das M igrationsam t des Kantons D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: Fulvio H aefeli G abriela Freihofer Versand am :