B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-3113/2013 U r t e i l v o m 1 6 . A p r i l 2 0 1 4 Besetzung Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), Richter Jérôme Candrian, Richterin Kathrin Dietrich, Gerichtsschreiber Lars Birgelen. Parteien A._______, vertreten durch Dr. iur. Julius Effenberger, Rechtsanwalt, Beschwerdeführer, gegen Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich), vertreten durch B._______, Prorektor Lehre, c/o Studienad- ministration, HG FO 22.1, Rämistrasse 101, 8092 Zürich, Beschwerdegegnerin, ETH-Beschwerdekommission, Postfach 6061, 3001 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Ausschluss aus dem Bachelor-Studiengang (…). A-3113/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. A._______ immatrikulierte sich im Herbst -/Wintersemester 1999/2000 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich [ETHZ]). Nach Ausschluss aus den beiden Studiengängen (...) sowie (...) wegen zweimaligen Nichtbestehens der jeweiligen ersten Vordiplompr ü- fung wechselte er auf das Herbst -/Wintersemester 2006/2007 hin zum Studiengang (...). Mit einem undatierten Schreiben (Eingang: 13. Januar 2012) sowie mit Schreiben vom 23. Februar 2012 ersuchte er die St u- dienadministration der ETHZ um eine Verlängerung seiner Studienzeit für den Bachelor-Studiengang (...) um ein Semester. Seiner zweiten Eingabe legte er eine n Studienplan bei, welche r den Abschluss des Ba chelor- Studiums innerhalb von zwei zusätzlichen Semestern vorsah. B. Mit Entscheid vom 5. März 2012 wies der Prorektor Lehre der ETHZ das Gesuch von A._______ um Verlängerung der Studienzeit um zwei S e- mester ab. Als Begründung führte er unter anderem an, es erscheine auf- grund seines bisherigen Studienverlaufs unrealistisch , dass er die noch fehlenden 85 Kreditpunkte in zwei zusätzlichen Semestern er werben und das Bachelor-Studium in (...) erfolgreich abschliessen werde. Unter "An- merkung bet r. Rechtmittelbelehrung" machte er A._______ darauf au f- merksam, dass der Studiendelegierte als Folge dieses Entscheides den "Ausschluss ohne Abschluss" verfügen und die Rechtsmittelbelehrung dieser Verfügung massgebend sein werde. C. Am 12. März 2012 stellte der Studiendelegierte des Departementes (...) der ETHZ A._______ den "Leistungsausweis ohne Abschluss" zu und verfügte Folgendes: "Weil in der maximalen Studienfrist (bis Herbstsemester 2011) die erforderlichen Kreditpunkte nicht mehr erreicht werden könn en, kann Herr A._______ das Bachelor-Diplom in (...) nicht erwerben. In Anwendung von Art. 38 des Studienreglementes für den Bachelor -Studiengang (...) vom (…) wird Herr A._______ von diesem Studiengang ausgeschlossen." D. Gegen die Ablehnung seines Gesuches um Studienzeitverlängerung und die Ausschlussverfügung vom 12. März 2012 erhob A._______ am 10. April 2012 Beschwerde bei der ETH-Beschwerdekommission. A-3113/2013 Seite 3 E. Da es A._______ unterlassen hatte, sich für das Herbst -/Wintersemester 2012 fristgemäss einzuschreiben, wurde er mit Verfügung vom 5. November 2012 per Ende des Frühli ng-/Sommersemesters 2012 (31. August 2012) durch das Rektorat der ETHZ vom Studium an der ETHZ exmatrikuliert. Diese Verfügung blieb unangefochten. F. Mit Urteil vom 23. April 2013 wies die ETH -Beschwerdekommission (nachfolgend: Vorinstanz) die Beschwerde ab . Als Begründung führte sie an, die Studienberatungsstelle habe A._______ keine inhaltlich präzise, vorbehaltlose Auskunft erteilt, dass sein Gesuch um Verlängerung der Studienzeit bewilligt werde, und falls doch, wäre sie zur Erteilung einer solchen, den Vertrauensschutz begründenden Auskunft erkennbar gar nicht zuständig gewesen. Für eine Verlängerung der Studiendauer über das reglementarische Maximum hinaus seien triftige Gründe erforderlich, welche jedoch bei A._______ nicht vorlägen. Dieser sei im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung bei seinem Vorhaben, die ihm fehlenden 85 Kreditpunkte innert nützlicher Frist nachzuholen, von unrea- listischen Annahmen ausgegangen. So hätte er nach seinem eigenen Plan ab Frühl ingsemester 2012 mindeste ns drei annähernd normal ve r- laufende Semester benötigt, um das Studienziel zu erreichen. Das Erre i- chen von rund 30 Kreditpunkte pro Semester vorab in den qualifiziere n- den Fächern der ersten Studienphase müsse unter den vorlieg enden Umständen als kaum reali sierbar bezeichnet werden. Der Studienau s- schluss sei vorliegend verhältnismässig, da der Eingriff trotz seiner schwerwiegenden Folgen für A._______ als geeignet, notwendig sowie als den gesamten Umständen angemessen zu erachten sei. Schliesslich könne ihm auch nicht aufgrund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigu n- gen eine Verlängerung der Studiendauer gewährt werden. G. Gegen dieses Urteil lässt A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 30. Mai 2013 beim Bundesverwaltungsgericht Be- schwerde füh ren und beantragen, es sei ihm eine Nachfrist zur B e- schwerdeergänzung zu gewähren, die angefochtene Verfügung vom 12. März 2012 der ETHZ betreffend Ausschluss vom Bachelor - Studiengang (...) sei aufzuheben und die Studiendauer um zwei Jahre, eventualiter um zwei Semester, zu verlängern. Weiter sei davon abzuse- hen, seine Identität im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens öffentlich bekannt zu machen. Es sei willkürlich und rechtsungleich und A-3113/2013 Seite 4 verletze Bundesrecht, wenn ihm das Jahr, während dem er durch die schwere Krankheit seiner Mutter in seiner Leis tungsfähigkeit eing e- schränkt gewesen sei , sowie die länger andauernde psychisch - medizinische Bee inträchtigung bis Frühjahr 2012 an die reguläre St u- diendauer angerechnet werde. Indem die Vorinstanz ihn trotz der grund- sätzlichen Möglichkeit, pro Semester 30 Kreditpunkte zu erreichen, vom Studium definitiv ausschliesse, greife sie den Tatsachen vor und füge ihm einen schweren, nicht wieder gutzumachenden Schaden zu. Er habe auf- grund der Auskünfte der Studienko ordinatorin und -beraterin des Depa r- tements (...) sowie der psychologischen Beratungsstelle beider Zürcher Hochschulen auf eine Gewährung der Studienzeitverlängerung vertrauen dürfen. H. Mit Zwischenverfügung vom 4. Juni 2013 gewährte der Instruktionsrichter dem Beschwerdeführer die von ihm anbegehrte Nachfrist zur Einreichung einer ergänzenden Beschwerdebegründung. I. Mit ergänzender Eingabe vom 2. Juli 2013 hält der Beschwerdeführer an seinen bisherigen Ausführungen fest und stellt neu den Subeventuala n- trag, die Verfügung vom 12. März 2012 sei in Bezug auf den Studienaus- schluss aufzuheben , so dass darin lediglich festgestellt werde, dass er die maximale reguläre Studiendauer mit dem Ende des Herbstsemesters 2011 erreicht habe. Der zuständige Prorektor Lehre der ETHZ habe ihn erst am 5. April 2012, d.h. nach Erlass der angefochtenen Verfügung, empfangen und angehört und damit seinen Anspruch auf rechtliches G e- hör verletzt, ohne dass dieser Mangel im Rechtsmittelverfahren geheilt werden könne. Es lägen bei ihm sehr wohl triftige Gründe für eine Verlän- gerung der maximal zulässigen Studiendauer vor: Seine Studierfähigkeit sei während seiner Immatrikulation wegen der Krankheit seiner Mutter erwiesener- und anerkanntermassen eingeschränkt gewesen. Ferner sei die reguläre Studienlaufbahn wegen den falschen Anleitungen der ETHZ in Bezug auf die Relevanz der Prüfung "(...)" nach dem Reglementswech- sel und wegen eines zu Unrecht gewährten Ausla ndaufenthaltes wesent- lich beeinträchtigt worden. Wenn ihm die zuständigen Stellen der ETHZ vorgängig zu einem Wechsel gera ten hätten, wäre er spätestens auf E n- de des Herbstsemesters 2011 aus der ETHZ ausge treten und nicht – wie durch die angefochtene Verfügung nun geschehen – aus der ETHZ und damit von jed em universitären (...)studium endgültig ausgeschlossen worden. Er habe sich bereits aus der ETHZ exmatrikulieren lassen, so A-3113/2013 Seite 5 dass ein Weiterstudium an der ETHZ nicht zur Diskussion stehe. Mit der Gutheissung seines Subeventualantrages werde ihm nicht unnöti g und unverhältnismässig die wissenschaftliche Zukunft verbaut. J. Mit Beschwerdeantwort vom 19. August 2013 schliesst die ETHZ, vertr e- ten durch den Prorektor Lehre (nachfolgend: Beschwerdegegnerin), auf Abweisung der Beschwerde. Die Sachlage und deren Rechtsfolgen seien von Anfang an sowohl für sie als auch für den Beschwerdeführer klar g e- wesen, weshalb eine zusätzliche Anhörung des Beschwerdeführers vor Erlass ihrer Verfügung vom 12. März 2012 nicht erforderlich gewesen sei. Das später erfolgte Gespräch zwischen dem Prorektor Lehre und dem Beschwerdeführer sei nicht als Anhörung, sondern als blosse Geste und zusätzliche Unterstützung seitens des Prorektors Lehre zu verstehen g e- wesen. Bei den vom Beschwerdeführer angesprochenen Falschauskünf- ten habe es sich lediglich um Hinweise und Empfe hlungen gehandelt. Es sei in seiner Verantwortung gelegen und es sei sein Entscheid gewesen, ob er die Prüfung im Fach "(...)" habe ablegen bzw. das Auslandsemester habe antreten wollen oder nicht. Ohnehin habe der Umstand, dass er nach Absolvieren der erw ähnten Prüfung nur noch eine Wiederholung s- möglichkeit gehabt habe, keinen Einfluss auf seine "reguläre Studienlau f- bahn" gehabt. Das Auslandsemester habe sich für ihn sogar positiv aus- gewirkt, habe er doch mit diesem mehr Kreditpunkte erwerben können, als er nach dem Basisjahr an der ETHZ je erzielt hab e. Der Beschwerde- führer hätte die maximal vorgesehene Studienzeit, welche bereits Unvo r- hersehbares bzw. allfällige Beeinträchtigungen berücksichtige, trotz Schmälerung seiner Leistungsfähigkeit während der Kra nkheit seiner Mutter einhalten können. Für den Entscheid über eine allfällige Studie n- zeitverlängerung sei der bisherige St udienverlauf ebenfalls relevant ; die- ser sei beim Beschwerdeführer daher (mit -) berücksichtigt worden. Dem subeventualiter gestellten Antrag sei nicht stattzugeben: Die Feststellung, dass die maximale Studiendauer erreicht worden sei, hätte aufgrund der geltenden Regelungen automatisch zur Folge, dass der Beschwerdefü h- rer weder an der ETH noch an einer and eren Universität (...) studieren könne, demnach faktisch vom Studiengang (...) ausgeschlossen sei. K. Mit Schreiben vom 19. August 2013 beantragt die Vorinstanz mit Verweis auf die Begründung in ihrem Urteil vom 23. April 2013 die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. A-3113/2013 Seite 6 L. Mit Zwischenverfügung vom 21. August 2013 erklärte der Instruktionsrich- ter die Angelegenheit als spruchreif. Mit unaufgeforderter Eingabe vom 7. November 2013 erklärte der Beschwerdeführer den Verzicht auf die Einreichung einer Replik. M. Auf weitergehende Ausführungen der Parteien und die sich bei den Akten befindlichen Schriftstücke wird – soweit entscheidrelevant – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Entscheide der ETH -Be- schwerdekommission s ind beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbar (Art. 37 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 über die Ei d- genössischen Technischen Hochschulen [ETH -Gesetz, SR 414.110] i.V.m. Art. 33 Bst. f VGG; ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEU- BÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl., Basel 2013, Rz. 1.34 Fn. 98). Eine Ausnahme, was das Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben (Art. 32 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht ist daher für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Das V erfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 1.2 Der Beschwerdeführer beantragt in seiner fristgerecht eingereichten Beschwerde vom 30. Mai 2013 die Aufhebung der Verfügung der B e- schwerdegegnerin vom 12. März 2012 betreffend Ausschluss vom Bache- lor-Studiengang (...) sowie die Verlängerung der Studiendauer um zwei Jahre, eventualiter um zwei Semester. In seiner Beschwerdeergänzung vom 2. Juli 2013 stellt er zusätzlich den Subeventualantrag, die Verf ü- gung vom 12. März 2012 sei in Bezug auf den Studienausschluss aufz u- heben, so dass darin lediglich festgestellt werde , dass er die maximale reguläre Studiendauer mit dem Ende des Herbstsemesters 2011 erreicht habe. A-3113/2013 Seite 7 1.2.1 Im Beschwerdeverfahren sind – gestützt auf die Eventualmaxi me – sämtliche Haupt- und Eventualbegehren in der Beschwerdeschrift vorz u- bringen. Die vom Beschwerdeführer innerhalb der (nicht erstreckbaren) Beschwerdefrist gestellten Begehren legen mithin den Streitgegenstand des Beschwerdeverfahrens fest und können nach Ablauf der Beschwe r- defrist nicht erweitert und ergänzt, sondern höchstens präzisiert, eing e- engt oder fallengelassen werden (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.215 sowie Rz. 2.218; FRANK SEETHALER/FABIA BOCHSLER, in: Ber n- hard Waldmann/Philippe Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, Z ürich/Basel/Genf 2009 [nachfolgend: Praxiskommentar VwVG], N. 40 ff. zu Art. 52; JÉRÔME CANDRIAN, Introduction à la procédure adm i- nistrative fédérale, Bâle 2013, N 184). Art. 53 VwVG sieht seinerseits le- diglich vor, dass die Beschwerdeinstanz dem darum nachsuchenden B e- schwerdeführer bei aussergewöhnlichem Umfang oder bei besonderer Schwierigkeit einer Beschwerdesache gestattet, deren Begründung innert einer angemessenen Nachfrist zu ergänzen. Es wird ihm daher mit der Nachfristgewährung einzig ermöglicht, die in der Beschwerdeschrift b e- reits angeführte Begründung zu ergänzen und zu vertiefen (SEETHA- LER/BOCHSLER, Praxiskommentar VwVG , N. 11 zu Art. 53), nicht aber, neue Rechtsbegehren zu stellen. Ob der Beschwerde führer mit seinem im Rahmen der Beschwerdeergänzung erstmals gestellten Subeventual- antrag den durch seine beiden ursprünglichen Rechtsbegehren vorgeg e- benen Streitgegenstand nur einschränkt und nicht etwa ein unzulässiges neues (Feststellungs-) Begehren stellt, ist zumindest zweifelhaft. Eine ab- schliessende Beurteilung dieser Eintretensfrage erübrigt sich jedoch, ist doch das Subeventualbegehren bereits aus materiellrechtlichen Gründen abzuweisen (vgl. E. 12.3). 1.2.2 Der Streitgegenstand des Rechtsmitt elverfahrens darf nicht ausse r- halb des Verfügungsgegenstandes liegen. Gegenstände, über welche die Vorinstanz nicht entschieden hat, soll die obere Instanz nicht beurteilen, da sonst in die funktionelle Zuständigkeit der Vorinstanz eingegriffen wü r- de. Es ist den Parteien daher grundsätzlich verwehrt, vor der nächsthöhe- ren Instanz neue Begehren zu stellen oder ihre Begehren und damit den Streitgegenstand zu erweitern. Nur ausnahmsweise werden Antragsände- rungen und -erweiterungen, die im Zusammenhang mit dem Streitge- genstand stehen, aus prozessökonomischen Gründen zugelassen, wenn einerseits ein (sehr) enger Bezug zum bisherigen Streitgegenstand b e- steht und andererseits die Verwaltung im Laufe des Verfahrens Gelege n- heit hatte, sich zu dieser neuen Streitfrage zu äussern ( MO- SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.208 ff.). A-3113/2013 Seite 8 Der Beschwerdeführer hat mit Eingabe vom 23. Februar 2012 bei der Studienadministration der ETHZ im Ergebnis um eine Verlängerung se i- ner Studienzeit für den Bachelor -Studiengang (...) um zwei Semester er- sucht. Im Verfahren vor der ETH -Beschwerdekommission beantragte er im Rahmen seiner Beschwerde vom 10. April 2012 de facto eine Verlä n- gerung um drei Semester (inkl. des bereits in Angriff genommenen Som- mersemesters 2012), im Rahme n seiner Stell ungnahme vom 23. Januar 2013 zur Duplik der Beschwerdegegnerin erstmals ausdrücklich eine Ver- längerung "um ein oder möglichst zwei Jahre". Die Vorinstanz ihrerseits äusserte sich im Rahmen ihrer Erwägungen im an gefochtenen Entscheid zur Durchführbarkeit eines Studienabschlusses binnen drei er Semester (vgl. E. 11). Auf seinen Eventualantrag um Verlängerung der Studiendau- er um zwei Semester ist demnach ohne weiteres einzutreten. Fraglich er- scheint jedoch , ob sein Hauptantrag, ihm sei eine Studienzeitverlän ge- rung um zwei Jahre zu gewähren, prozessual zulässig ist , nachdem er diesen Antrag erst spät im vorinstanzlichen Verfah ren gestellt hat (zur Unerheblichkeit solcher nachträglicher Begehren vgl. bereits E. 1.2.1) und er damit im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht den Erwerb der für den Studienabschluss noch fehlenden Kreditpunkte wesentlich realis- tischer ges taltet. Wie nachfolgend aufzuzeigen ist (vgl. E. 10 ff.), kann diese Frage jedoch ebenfalls offen bleiben, da ihm in materiellrechtlicher Hinsicht auch eine maximale Studienzeitverlängerung um drei Semester nicht zu gewähren ist. 1.2.3 Anfechtungsobjekt im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht bildet einzig der vorinstanzliche Entscheid, nicht auch allfällige Entsche i- de unterer Instanzen. Da diese durch die Entscheide der Beschwerdein- stanz ersetzt worden sind, ist ihre selbständige Beanstandung ausg e- schlossen (sog. Devolutiveffekt; vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.7; CANDRIAN, a.a.O., N 147). Anfechtungsobjekt im vorliegenden Beschwerdeverfahren ist somit lediglich das Ur teil der ETH - Beschwerdekommission vom 23. April 20 13. Nachfolgend ist zu prüfen, ob diese die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 12. März 2012 (Ausschluss aus dem Bachelor -Studiengang […] ) bzw. deren (implizit vom Beschwerdeführer mit angefochtene) Verfügung vom 5. März 2012 (Ablehnung des Gesuchs um Verlängerung der Studienzeit für den B a- chelor-Studiengang [...]) zu Recht bestätigt und die Beschwerde des Be- schwerdeführers abgewiesen hat. 1.3 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Tei l-A-3113/2013 Seite 9 nahme erhalten hat, durch die angefochtene Verfügung besonders b e- rührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ä n- derung hat. Zwar führt der Be schwerdeführer aus, er habe sich in der Zwischenzeit aus der ETHZ exmatrikulieren lassen und ein Weiterstudium stehe nicht zur Diskussion (vgl. Beschwerdeergänzung vom 2. Juli 2013 Rz. 41); dennoch wird ihm mit dem von der Beschwerdegegnerin als Fol- ge der Verweigerung der Studienzeitverlängerung verfügten definitiven Ausschluss aus d em Bachelor -Studiengang (...) an der ETHZ künftig auch der Zugang zu einem (...)studium an einer anderen Schweizer Uni- versität verwehrt (vgl. E. 12 ff.). Zudem will sich der Beschwerdeführer of- fenbar doch noch die Möglichkeit offen lassen, später ein Gesuch um (er- neute) Zulassung zum Studium an der ETHZ einzurei chen (vgl. B e- schwerdeergänzung vom 2. Juli 2013 Rz. 43). Er ist daher nicht nur fo r- meller Adressat der angefochtenen Verfügung, sondern durch diese auch materiell be schwert. Er ist somit zur Erhebung der vorliegenden B e- schwerde legitimiert. 2. Das Bundes verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalt es und Rechtsfehler bei der Ausübung des Ermessens – sowie auf Ang emessenheit hin (Art. 49 VwVG). 3. Da der zur Klärung der Streitfragen entscheidwesentliche Sachverhalt be- reits genügend aus den Akten hervorgeht und die rechtliche Überzeugung des Bundesverwaltungsgerichtes durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde (vgl. E. 6 ff.), erübrigt sich die Durchführung der vom Be- schwerdeführer wiederholt beantragten Parteibefragung und die Abnah- me seiner zusätzlichen Beweisofferten (antizipierte Beweiswürdi gung; BGE 136 I 229 E. 5.3; 134 I 140 E. 5.3; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.144; CANDRIAN, a.a.O., N 61). 4. 4.1 Auf den Beginn des Herbstsemesters 2008 trat das Studienreglement 2008 für den Bachelor -Studiengang (...) des Departements (...) vom (…) (Studienreglement 2008, RSETHZ […] ) in Kraft. Dessen Art. 44 Abs. 3 A-3113/2013 Seite 10 sieht als Übergangsregelung vor, dass, wer vor dem Herbstsemester 2009 in das zweite Studienjahr oder vor dem Herbstsemester 2010 in das dritte Studienjahr eintritt, den Bachelor -Studiengang (...) noch gemäss den Bestimmungen des Studienreglementes 2003 für den Bachelor - Studiengang (...) des Departements (...) vom (…) (Studienreglement 2003, RS ETHZ […] ) absolviert. In der Praxis wurde Studierenden wie dem Beschwerdeführer, welche im Herbst 2009 bei der Einführung des neuen zweiten Bachelor -Studienjahres das zweite Studienjah r bereits teilweise nach dem alten Studienr eglement 2003 absolviert hatten, die Wahl gelassen, im alten Studiengang zu verbleiben und die noch fehle n- den Kreditpunkte zu erwerben oder den Übertritt in das neue Studienreg- lement 2008 vorzunehmen (vgl. Stellungnahme des Departements [...] der ETHZ vom 12. August 2012 [recte: 12. August 2013], Ziff. 2). Der Be- schwerdeführer nahm für sich die Möglichkeit eines Reglement swechsels in An spruch (vgl. Anhang 1 zur Stellungnah me vom 12. August 2013 ); dieser wurde anschliessend im Oktober 2009 vorgenom men. Es ist auf ihn daher – entgegen der Auffassung der Vorinstanz – das (neue) Stu- dienreglement 2008 anwendbar. 4.2 Am 1. August 2012 ist zudem die Verordnung vom 22. Mai 2012 der ETH Zürich über Lerneinheiten und Leistungskontrollen an der ETH Z ü- rich ( Leistungskontrollenverordnung ETH Zürich , SR 414.135.1 ) in Kraft getreten. Diese enthält keine intertemporalrechtliche Rege lung. Deshalb ist aufgrund allgemeiner Prinzipien über das anwendbare Recht zu en t- scheiden. Das Interesse am Schutz des Vertrauens der Betroffenen auf Weitergeltung des bisherigen Recht es und an der Rechtssicherheit wird am besten gewahrt, wenn das im Zeitpunkt der Einleitung des Verfahrens geltende Recht angewendet wird. Das Interesse daran, das neue Recht möglichst rasch und umfassend wirksam werden zu lassen, verl angt da- gegen, dass Änderungen des Rechts auch dann berücksichtigt werden, wenn sie erst während des Verfahrens eingetreten sind ( ULRICH HÄFE- LIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, N. 325). In Abwägung dieser Interessen sind nach d er Rechtsprechung bei materiell rechtlichen Vorschrifte n im Allgemeinen jene Bestimmungen auf hängige Verfahren anzuwenden, die im Zeitpunkt der Verwirklichung des Sachverhaltes Geltung haben, wobei nur auf jenen Tatbestand abz ustellen ist, der rechtlich zu würdigen ist oder der zu Rechtsfolgen führt (BGE 130 V 329 E. 2.2; 129 V 1 E. 1.2; Urteil des BVGer A-1700/2013 vom 13. Mai 2013 E. 3; HÄFE- LIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., N. 326). Übertragen auf den vorliegenden Fall beurteilt sich dieser materiellrechtlich nach der bis am 31. Juli 2012 in A-3113/2013 Seite 11 Kraft stehenden Allgemeinen Verordnung vom 10. September 2002 über Leistungskontrollen an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zü- rich (AVL ETHZ, AS 2003 3069), da die Nichtgenehmigung des Gesuchs um Studienzeitverlängerung und der anschliessende Studienausschluss vor Inkrafttreten des neuen Rechts stattfanden. 5. Gemäss Art. 27 AVL ETHZ können Verfügungen des Rektors, eines D e- partementsvorstehers oder eines Verantwortlichen für den Studiengang, die gestützt auf diese Verordnung oder die Studienreglemente ergehen, mit Verwaltungsbeschwerde beim ETH -Rat angefochten werden. Diese verfahrensrechtliche Bestimmung verstösst jedoch gegen übergeordnetes Recht, sieht doch Art. 37 Abs. 3 ETH-Gesetz vor, dass gegen Verfügu n- gen der ETH und der Forschungsanstalten bei der ETH - Beschwerdekommission Beschwerde geführt werden kann. Die Vori n- stanz ist somit zu Recht auf die Beschwerde vom 10. April 2012 eingetre- ten (vgl. auch Art. 30 der Leistungskontrollenverordnung ETH Zürich, welche neu richtigerweise die ETH -Beschwerdekommission als zuständi- ge Beschwerdeinstanz bezeichnet). 6. 6.1 Der Beschwerdeführer rügt vorab eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör. Der zuständige Prorektor Lehre habe ihn erst am 5. April 2012, d.h. nachdem der Studienausschluss am 12. März 2012 verfügt worden war, persönlich empfangen und angehört. Seine schriftl i- chen Eingaben vor Verfügungserlass ersetzten die erforderliche mündl i- che Anhörung durch den Prorektor Lehre nicht, da der Studiengang ind i- viduell und persönlichkeits abhängig gestaltet werden müsse. Die bega n- gene Gehörsverletzung könne im Rechtsmittelverfahren auch nicht g e- heilt werden. 6.2 Die Beschwerdegegnerin wendet dagegen ein, die Sachlage und d e- ren Rechtsfolgen seien von Anfang an für beide Seiten klar gewesen. Insbesondere habe der Beschwerdeführer wegen der Überschreitung der maximalen Studiendauer mit dem Ausschluss aus dem Bachelor - Studiengang (...) nicht nur aufgrund der ihm bekannten reglementar i- schen Vorgaben, sondern auch aufgrund der Ablehnung seines Gesuchs um Verlängerung der Studienfrist vom 5. März 2012 rechnen müssen. Ei- ne zusätzliche Anhörung des Beschwerdeführers vor Erlass der Verf ü- gung vom 12. März 2012 sei daher nicht nötig gewesen. Das im Nachh i-A-3113/2013 Seite 12 nein durchgeführte Gespräch zwischen dem Beschwerdeführer und dem Prorektor Lehre sei nicht als Anhörung im Sinne der Gewährung des A n- spruchs auf rechtliches Gehör, sondern als Geste und zusätzliche Unte r- stützung seitens des Prorektors Lehre erfolgt. 6.3 In einem Verfahren, das durch Gesuch eingeleitet wird, ist es grun d- sätzlich nicht notwendig, dem Betroffenen vor dem Entscheid ein vorgä n- giges, spezifisches Anhörungsrecht einzuräumen, darf doch von ihm nach Treu und G lauben erwartet werden, dass er in seiner Eingabe die ihm wesentlich erscheinenden Aspekte aufzeigt. Zudem braucht die Gelege n- heit zur Äusserung nicht immer im aktuellen Verfahren eingeräumt zu werden; konnte sich eine Partei zur tatsächlichen Grundlage ein er ko n- kreten Frage bereits in einem anderen Verfahren äussern, muss ihr dazu in einem neuen Verfahren, das sich auf die im andern Verfahren erhob e- nen Akten stützt, nicht nochmals Gelegenheit gegeben werden, sofern sich die Verhältnisse inzwischen nicht ver ändert haben (BERNHARD WALDMANN/JÜRG BICKEL, Praxiskommentar VwVG, N. 32 ff. zu Art. 30). Der Beschwerdeführer hat in seinen beiden Gesuchen um Verlänge rung der Bachelor -Studienfrist (...) gegenüber der Studienadministration der ETHZ eingehend dargelegt, wesha lb es in seinem Studium zu Verzöge- rungen gekommen und weshalb ihm eine V erlängerung der regulären Studienzeit zu gewähren sei. Der Prorektor Lehre der ETHZ w ar daher nicht verpflichtet, ihn vor seinem negativen Entscheid vom 5. März 2012 erneut anzuhören. Der eine Woche später am 12. März 2012 durch den Studiendelegierten des Departementes (...) der ETHZ verfügte und im Rahmen des Entsch eides vom 5. März 2012 bereits angekündigte Aus- schluss aus dem Bachelor-Studiengang (...) war schliesslich nur die Fo l- ge der nicht gewährten Studienzeitverlängerung und bedurfte – da er sich auf die gleichen tatsächlichen Grundlagen abstützte – ebenfalls keiner erneuten vorgängigen Anhörung des Beschwerdeführers mehr. 6.4 Im Verwaltungsverfahren geschieht die Anhörung in der Regel schrift- lich, d.h. es besteht grundsätzlich kein Anspruch auf mündliche Stellun g- nahme. Eine mündliche Anhörung kann indessen im Einzelfall etwa gebo- ten sein, wenn der Charakter oder d ie Persönlichkeit, allenfalls auch die Lebensweise einer Person entscheidrelevant sind. Der Betroffene hat je- doch seinen Anspruch auf mündliche Anhörung ausdrücklich geltend zu machen, ansonsten die Behörde auf einen Verzicht der persönlichen A n- hörung schl iessen darf (WALDMANN/BICKEL, Praxiskommentar VwVG, N. 37 ff. zu Art. 30). A-3113/2013 Seite 13 Der Beschwerdeführer hat in seinen beiden Eingaben an die Studienad- ministration der ETHZ keine mündliche Anhörung verlangt und das Ge- sprächsangebot, welches ihm der Prorektor Lehre anlässlich der Verf ü- gung vom 5. März 2012 unterbreitete, erst mit Mail vom 13. März 2012 angenommen. Dieses Gespräch, welches am 5. April 2012 stattfand, stellte denn auch keine ( verspätete) Gewährung des rechtlichen Gehörs dar, sondern war wohl von Seiten des Prorektors Lehre eher als mündli- che Erläute rung seines negativen Entscheides gedacht. Hat der B e- schwerdeführer aber vor Erlass und Erhalt der beiden Verfügungen vom 5. März bzw. vom 12. März 2012 nicht um ein p ersönliches Gespräch nachgesucht, muss ni cht weiter geprüft werden , ob er überhaupt ein en Anspruch darauf gehabt hätte. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtli- ches Gehör (Art. 29 VwVG) liegt demnach nicht vor. 7. 7.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass er bei einem definitiven Ausschluss aus dem Bachelor -Studiengang (...) durch die ihm verbaute Möglichkeit einer akademischen Ausbildung und Berufsausübung als (…) einen erheblichen immateriellen und materiellen Schaden erleide, dessen Ursache im enttäuschten berechtigten Vertrauen in seine Anleitung durch die kompetenten Stellen der ETHZ läge. Er habe von der Studienkoord i- nation des Departementes (...) der ETHZ, deren Aufgabe es sei, die St u- denten im Hinblick auf ihre Studienplanung zu beraten, bis an fangs 2012 regelmässig die Auskunft erhalten, er könne damit rechnen, dass ihm e i- ne Verlängerung der Studiendauer wie üblich um ein Semes ter auf B e- währung gewährt werde. Er könne das entsprechende Gesuch jedoch erst im letzten Semester der regulären Studienzeit einrei chen. Sie habe ihn sogar ausdrücklich dazu ermun tert, das Studium an der ETHZ fortz u- setzen. Auch die Psychologische Beratungsstelle der ETHZ habe ihm be- schieden, dass die Verlängerung der Studiendauer eine reine Formsache sei. Er habe daher auf die Erteilung einer Verlängerung vertrauen sowie davon absehen dürfen, zu einem früheren Zeitpunkt sein (...)studium zu unterbrechen oder gar zu Gunsten eines anderen Studiums abzubrechen. Erst ganz k urz vor de r Prüfu ngssession im Januar 2012 habe ihm die Studienkoordination völlig überraschend mitgeteilt, die Praxis des Prore k- torates sei im Vergleich zu früher nun strenger und eine Studienzeitve r- längerung werde nicht mehr so ohne weiteres gewährt. Wenn ihm frühzei- tig zu einem Wechsel des Studiums geraten worden wäre, dann wäre er spätestens auf Ende des Herbstsemesters 2011 aus der ETHZ ausgetr e-A-3113/2013 Seite 14 ten und nicht – wie nun geschehen – aus der ETHZ und damit aus jedem akademischen (...)studium ausgeschlossen worden. 7.2 Die Beschwerdegegnerin bestreitet nicht, dass sich der Beschwerd e- führer innerhalb der ETH Z von verschiedenen Stellen habe beraten las- sen. Obwohl an diesen Gesprächen Alternativen zum Studium an der ETHZ aufgezeigt worden seien, habe der Beschwerd eführer an einem ETH-Studienabschluss festhalten wollen. Es treffe nicht zu, dass die St u- dienkoordination ihn angewiesen habe, das Gesuch um Verlängerung der maximalen Studienfrist erst im letzten Semester einzureichen. Dem B e- schwerdeführer sei in früheren Gesprächen von der Studienkoordination geraten worden, er solle sich auf das zweite Studienjahr konzentrieren, da ein Fristverlängerungsgesuch erst als aussichtsreich angesehen we r- den könne, wenn die Fächer des zweiten Studienjahres, d.h. die obligato- rischen Fächer mit sel ektivem Charakter, abgeschlossen seien. Die Stu- dienkoordination sowie die Psychologische Beratungsstelle, welche der Beschwerdeführer kontaktiert habe, seien beide bloss beratend tätig und hätten keinerlei Weisungsbefugnis, sondern gäben nur Empfehlungen ab. Es sei allgemein bekannt, dass für die Behandlung des Verlängerungsge- suches ausschliesslich der Rektor zuständig sei, und der Beschwerdefüh- rer habe gewusst, dass die Auskünfte der Beratungsstellen zu den E r- folgsaussichten seines Ges uches nicht bindend seien. Von einer Praxi s- änderung könne keine Rede sein, würden doch Fristverlängerungsges u- che immer aufgrund der Gesamtsi tuation des betreffenden Studierenden und der Aussicht auf den mit der Verlängerung beabsichtigten Erfolg b e- urteilt. Die Behauptung des Beschwerdeführers, er sei aufgrund von Be- teuerungen und falschen Auskünften ihrer Beratungss tellen in seinem Vertrauen verletzt worden, gehe so mit fehl. Es sei vielmehr in seiner Ei- genverantwortung gelegen, sein Studium zu gestalten und die nötigen Entscheidungen zu treffen. 7.3 Der in Art. 5 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Ei d- genossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) verankerte Grundsatz von Treu und Glauben gebietet ein loyales und vertrauenswürdiges Ve r- halten im Rechtsverkehr. Im Verwaltungsrecht wirkt sich dieser Grundsatz unter anderem in Form des sogenannten Vertrauensschutzes aus, d.h. er verleiht den Privaten einen Anspruch darauf, in ihrem berechtig ten Ver- trauen in behördl iche Zusicherungen oder in anderes, bestimmte Erwa r- tungen begründendes Verhalten der Behörden geschützt zu werden (vgl. Art. 9 BV; statt vieler: HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 622 ff. mit Hinweisen). Eine un richtige behördliche Auskunft wird von Lehre und A-3113/2013 Seite 15 Rechtsprechung nur dann als Grundlage des Vertrauensschutzes ane r- kannt, wenn sie eine gewisse inhaltliche Bestimmtheit aufweist und vor- behaltlos erteilt worden ist, die Amtsstelle, welche sie gegeben hat , zur Auskunftserteilung zuständig war oder ihr Adressat in guten Treuen deren Zuständigkeit annehmen durfte, ihre Unrichtigkeit für ihn nicht ohne weite- res erkennbar war und er gestützt auf sie eine Disposition getroffen oder unterlassen hat, die er nicht oder jedenfalls nicht ohne Schaden rückgä n- gig machen oder nachholen kann. Z udem ist die Auskunft nur in Bezug auf den Sachverhalt verbindlich, wie er der Behörde zur Kenntnis g e- bracht wurde. Selbst wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, bleibt j e- weils abzuwägen, ob ausnahmsweise das öffentliche Interesse an der richtigen Rechtsanwendung nicht dennoch dem Vertrauensschutz vorz u- gehen hat (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 668 ff.). 7.3.1 Mit Mail vom 30. April 2012 stellte das Sekretariat Rechtsfälle Leh r- betrieb der ETHZ der Coaching -Stelle "Studienorientierung & Coaching (SOC)" der ETHZ, dem Leiter der Psychologischen Beratungsstelle für Studierende Universität Zürich und ETHZ (PBS) sowie der Studienkoor- dinatorin und Studienberaterin des Departementes (...) der ETHZ je einen (identischen) Fragenkatalog zu. Mit Antwortmail vom 3. Mai 2012 teilte die SOC dem Sekretariat Re chtsfälle Lehrbetrieb mit, der Beschwerde- führer habe mit ihr im Zeitraum vom 2. Februar bis 23. März 2012 insge- samt drei Mal in Kontakt gestanden , wobei sie ihn für Fragen im Zusa m- menhang mit einer allfälligen Verlängerung der Studiendauer und den Er- folgsaussichten eines entsprechenden Gesuches an die Leiterin Studien- administration der ETHZ und an die Studienkoordinatorin weiterverwiesen habe. Am 4. Mai 2012 liess der Leiter der PBS das Sekretariat Rechtsfäl- le Lehrbetri eb wissen, dass mit dem Beschwerdeführer vom 7. Februar bis am 13. März 2012 insgesamt vier Beratungs gespräche durchgeführt worden seien, wobei dieser die Problematik des verzögerten Voranko m- mens im Studium jeweils nur in allgemeiner Weise erwähnt habe (vgl. aber immerhin Attest vom 13. Februar 2012, mit wel chem die PBS eine Verlängerung der Studiendauer des Beschwerdeführers "unterstützt") . Die Studienkoordinatorin ihrerseits sprach in ihrem Antwortmail vom 16. Mai 2012 von rund fünf Beratungsgesprächen, welche sie mit dem Beschwerdeführer ab Frühling 2010 bis und m it Januar 2012 durchg e- führt habe. Anlässlich ihres letzten Gespräches im Januar 2012 habe sie ihm mitgeteilt, dass sie die Erfolgsaussichten für eine Verlängerung se i- nes Studiums als eher gering einstufe, da das zweite Studienjahr als nicht abgeschlossen betrachtet werden könne. Bereits in früheren Gesprächen habe sie ihn jeweils dazu gedrängt, sich auf das zweite Studienjahr zu A-3113/2013 Seite 16 konzentrieren; im Allgemeinen befürworte sie eine Verlängerung des Stu- diums nur, wenn das zweite Studienjahr als abgeschlossen gewertet wer- den könne, worauf sie die Studenten hinweise. Im Rahmen der Stellung- nahme des Departementes (…) der ETHZ vom 12 . August 2013 wies sie zusammen mit dem Studiendelegierten und der Studien sekretärin ergän- zend darauf hin, dass sie dem Beschwerdeführer – nachdem er während den sieben Semester n, die er in den obligatorischen Fächer n einge- schrieben war, die Prüfungen mehrfach verschoben und bei abgelegten Prüfungen meistens ungenügende Leistung en erzielt hatte – anlässlich ihrer gemeinsamen Gespräche mögliche Alternativen zu einem ETH - Abschluss aufgezeigt, dieser sich aber nicht dafür interessiert habe . Ob der definitive Ausschluss aus dem Bachelor-Studiengang (...) und dessen Folgen bei anhalte ndem Studienmisserfolg Gegenstand ihrer Gespräche gewesen sei, sei zwar wahrscheinlich, könne jedoch nicht mehr zweifel s- frei ermittelt werden. Während seines letzten Semesters (Herbstsemester 2011) hätte der Beschwerdeführer jederzeit ein Gesuch um Studien zeit- verlängerung einreichen können; nachdem er untätig geblieben se i, habe sie ihn anläss lich ihres Gesprächs im Januar 2012 auf die Dringlichkeit der Angelegenheit aufmerksam gemacht. 7.3.2 Die Ausführungen des Leiters der PBS sowie der Studienkoordina- torin bestätigen nicht die vom Beschwerdefüh rer aufgestellte Behau p- tung, die Verlängerung der Studienzeit sei ihm gegenüber als "blosse Formsache" bezeichnet worden (PBS) bzw. es sei ihm bis anfangs 2012 in Aussicht gestellt worden, eine solche "werde in der Regel gewährt" und er könne mit einer Verlängerung "wie üblich" um ein Semester auf B e- währung rechnen (Studienkoordination). Viel mehr deuten insbesondere die Stellungnahmen der Studienkoordinatorin darauf hin , dass ihm die gängige Praxis des Departementes (...), die Bewilligung einer Studie n- zeitverlängerung vom erfolgreichen Bestehen der obligatorischen Fächer des zweiten Studienjahres abhängig zu machen, vermittelt worden war. Es erscheint somit höchst fraglich, ob die Beratungsstellen gegenüber dem Beschwerdeführer überhaupt eine Vertrauensgrundla ge geschaffen und bei i hm berechtigte Erwartungen auf Gewährung einer Studienzei t- verlängerung ausgelöst haben. Dies gilt umso mehr für die Auskünfte der SOC sowie der P BS, welche ihm erst erteilt wurden, nachdem er (trotz der kritischen Haltung der Studien koordinatorin) am 13. Januar 2012 bei der Studienadministration ein Gesuch um Studienzeitverlängerung einge- reicht hatte. Wie es sich damit genau verhält, braucht jedoch – wie nach- folgend aufgezeigt wird (vgl. sogleich E. 7.3.3) – nicht abschliessend be- urteilt zu werden. A-3113/2013 Seite 17 7.3.3 Nach Art. 11 Abs. 3 Studienreglement 2008 kann der Rek tor auf Gesuch hin die maximal zulässige Studiendauer verlängern (vgl. auch Art. 24 Abs. 3 i.V.m. Abs. 2 Bst. a AVL ETHZ). Die nach Auffassung des Beschwerdeführers unrichtige Auskunft erfolgte von der Studienko ordina- torin bzw. der PBS und nicht vom Rektorat als der für die Beurteilung von Verlängerungsgesuchen allein zuständigen Stelle. Der Beschwerdeführer macht nicht etwa geltend, er habe die Studienkoordination und -beratung bzw. die PBS als eigentliche Genehmigungsbehörde angesehen; davon durfte er – angesichts deren ausdrücklichen Bezeichnung als Beratungs- stellen – in guten Treuen auch nicht ausgehen. Es fehlt somit bereits an der Erteilung einer verbindlichen Auskunft durch die zuständige Stelle und der Beschwerdeführer kann aus den von ihm behaupteten Falschaus- künften nichts zu seinen Gunsten ableiten. 8. Gemäss Art. 24 Abs. 1 AVL ETHZ beantragt, wer die erforderliche Anzahl Kreditpunkte gemäss Studienreglement erworben hat, bei dem oder der Verantwortlichen für den Studiengang die Erteilung des Bachelor - oder des Maste rdiploms. Dabei muss die Antrag stellung für das Bachelo r- diplom innerhalb von fünf Jahren ab Studienbe ginn auf der Bachelorstufe erfolgen (Art. 24 Abs. 2 Bst. a AVL ETHZ). Diese Frist kann der Rektor oder die Rektorin in Ausnahmefällen auf begründetes Gesuch hin verlä n- gern (Art. 24 Abs. 3 AVL ETHZ). Des Weiteren äussert sich auch das Studienreglement 2008 zur Studien- dauer: Die Regelstudienzeit beträgt drei, die maximal zulässige Studie n- dauer fünf Jahre (Art. 11 Abs. 2 und Abs. 3 Studienreglement 2008; siehe auch deren Fn. 8, gemäss welcher die maximal zulässige Studiendauer von fünf Jahren für Studierende g ilt, die im Herbstsemester 2010 oder später in diesen Studiengang eintreten, während für alle anderen Studi e- renden, die nach diesem Studienreglement studieren, die maximal zulä s- sige Studiendauer fünfeinhalb Jahre beträgt). Bei Vorliegen triftiger Grü n- de kann der Rektor/die Rektorin auf Gesuch hin die Studiendauer verlä n- gern (Art. 11 Abs. 3 Studienreglement 2008; vgl. auch Art. 36 Abs. 1 Stu- dienreglement 2008). 8.1 Art. 11 Abs. 3 sowie Art. 36 Abs. 1 Studienreglement 2008 halten ein- zig fest, dass aus "triftigen" Gründen die Studiendauer verlängert werden kann. Bei den "triftigen" Gründen handelt es sich um einen unbestimmten Rechtsbegriff, der unter Berücksichtigung der konkreten Umstände des Einzelfalles auszulegen ist. Nach diesen beiden Bestimmungen sowie A-3113/2013 Seite 18 Art. 24 Abs. 3 AVL ETHZ besteht überdies kein Anspruch auf eine solche Verlängerung der Studiendauer; vielmehr "kann" diese (bei Vorliegen tri f- tiger Gründe) verlängert werden. Dem Wortlaut nach ist der Beschwerde- gegnerin daher – trotz der grundsätzlich umfassenden Kognition, die dem Bundesverwaltungsgericht zukommt (vgl. E. 2) – aufgrund ihrer besonde- ren Vertrautheit mit den tatsächlichen Verhältnissen des Falles und der of- fenen Normierung ein erheblicher Ermessenspielraum zuzugestehen (vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.155a mit weiteren Hinweisen; Urteile des BVGer A-4941/2013 vom 5. März 2014 E. 4.3.2 sowie A-1700/2013 vom 13. Mai 2013 E . 4.3). Eine Studiendauerverlängerung muss dabei stets die Ausnahme bleiben (vgl. Art. 24 Abs. 3 AVL ETHZ). 8.2 Das Departement (...) der ETHZ zeigt in seiner Stellungnahme vom 12. August 2013 seine Praxis für die Behandlung von Gesuchen um Ver- längerung der Studienzeit für den Bachelor -Studiengang (...) auf: Nach dieser wird eine Studienzeitverlängerung um ein Semes ter von seiner Seite her in der Regel ohne weiteres befürwortet , wenn das zweite B a- chelorstudienjahr als abgeschlossen gilt, d.h. die minimale Anzahl Kredi t- punkte von 43 in den obligatorischen Fächern erreicht wur de. Je mehr Kreditpunkte im zweiten Jahr noch fehlen und je weniger Semester zum Erreichen der Kreditpunkte noch zur Verfügung stehen, desto kritischer wird eine mögliche Studienzeitverlängerung beurteilt. Dem Beschwerde- führer fehlten gemäss dem Leistungsausweis ohne Ab schluss vom 12. März 2012 im Zeitpunkt des Verfügungserlasses (5. März 2012) noch 85 der insgesamt erforderlichen 180 Kreditpunkte und er hatte von den obligatorischen Fächern des zweiten Studienjahres erst eines bestanden und dafür nur sieben Kreditpunkte erworben . Er erfüllte somit die vom Departement (...) der ETHZ definierten und vom Prorektor Lehre zu b e- rücksichtigenden einheitlichen Bedingungen für die Gewährung einer Studienzeitverlängerung, welche die rechtsgleiche Behandlung aller Stu- dierenden sicherstellen sollen, bei weitem nicht. 9. Nachfolgend ist zu prüfen, ob im konkreten Einzelfall wichtige und beso n- dere Umstände vorliegen, welche ein Abweichen von der vom Depart e- ment für (...) der ETHZ entwickelten Praxis ausnahmsweise rechtferti g- ten. Dabei gilt es zu berü cksichtigen, dass die massgeblichen Besti m- mungen zwar keine Beschränkung der Studienzeit verlängerung in zeitl i- cher Hinsicht vorsehen. Es versteht sich jedoch von selbst, dass ein Stu- dium nicht über Jahre hinweg verlängert werden kann, steht doch die Ver- längerung der maximal zulässigen Studiendauer in Frage, welche als sol-A-3113/2013 Seite 19 che bereits um zwei Jahre – im Fall des Beschwerdefüh rers sogar um zweieinhalb Jahre – länger bemessen ist als die vorgesehene Regelst u- dienzeit von drei Jahren (Art. 11 Abs. 2 und Abs. 3 St udienreglement 2008). Eine Verlängerung der Studiendauer hat sich mithin – wenn über- haupt – im Höchstfall auf die Anzahl Semester zu beschränken, in wel- chen der Beschwerdeführer aus triftigen Gründen bzw. aufgrund beso n- derer Umstände sein Studium nicht vorantreiben konnte . Aber auch dann ist eine Fristverlängerung nur zu gewähren, wenn ein Studienerfolg i n- nerhalb der erstreckten Frist überhaupt realistisch erscheint. 9.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, Beschwerdegegnerin und Vo r- instanz würden anerkennen, dass seine Studier - und Leistungsfähigkeit aufgrund der schweren Erkrankung seiner Mutter für zwei Semester bzw. davon unabhängig für eine längere Dauer, eventuell bis Frühjahr 2012, eingeschränkt gewesen sei. Es sei willkürlich und rechtsungleich und ver- letze Bundesrecht, wenn ihm diese (verlorenen) Jahr e an die reguläre Studienzeit angerechnet würden. Ferner sei sein Studiengang wegen den falschen Anleitungen der Beschwerdegegnerin in Bezug auf die Anre- chenbarkeit der von ihm abgelegt en Prüfung im Fach " (...)" nach erfolg- tem Reglementswechsel sowie aufgrund des Auslandsemesters in (…), welches ihm die Beschwerdegegnerin aufgrund des Standes seines St u- diums nicht hätte bewilligen dürfen, wesentlich beeinträchtigt und verz ö- gert worden. Ohne dass er von der Studienkoordination darauf hingewi e- sen worden sei, sei en ihm unter dem neuen Studien reglement nicht alle in (…) erworbenen Kreditpunkte angerechnet worden. Eine Zukunft s- prognose, wie er sich während der verlängerten Studienfrist verhalt en würde, stehe der Beschwerdegegnerin nicht zu, zumal diese sich dabei auf die Studienzeit abstütze, während der er anerkanntermassen in se i- ner Studierfäh igkeit eingeschrä nkt gewesen und in seinem regulären Studiengang wesentlich behindert worden sei . Zudem stehe die negative Prognose im Widerspruch zu derjenigen der PBS und seiner Psychothe- rapeutin. All diese Umstände würden eine Studienzeitverlängerung um zwei Jahre, eventualiter zwei Semester, rechtfertigen. 9.2 Die Beschwerdegegnerin bestreitet zwar nicht, dass der Beschwerde- führer aufgrund der Krankheit seiner Mutter während zwei Semestern nicht voll leistungsfähig war, vertritt aber die Auffassung, dass er die m a- ximal vorgesehene Studienzeit trotzdem hätte einhalten können. Über die Dauer der Krankheit seiner Mutter hinausgehend sehe sie seine Studie r- fähigkeit nicht als eingeschränkt an. Es treffe zu, dass im Fach " (...)" – entgegen ihrer ersten Auskunft – der erste (nicht bestandene) Prüfung s-A-3113/2013 Seite 20 versuch des Beschwerdeführers nach dem Reglementswechsel gle ich- wohl gezählt habe. Die Bedeutung dieses Faches sei jedoch insofern zu relativieren, als der Beschwerdeführer mit dem erfolgreichen Be stehen der Prüfung nur sieben der insgesamt 180 benötigten Kreditpunkte hätte erwerben können; zudem hätte er die Prüfun g danach trotz Überschne i- dung der Lehrveranstaltung mit dem Kurs "(...)" problemlos nochmals ab- legen können. Dem Beschwerdeführer sei versehentlich das Austausch- semester an der Universität in (…) bewilligt worden, obwohl er zum d a- maligen Zeitpunkt zu wenig Kreditpunkte aufgewiesen habe. Obschon sie ihn unmittelbar, nachdem sie ihr Versehen bemerkt habe, darüber infor- miert und ihm vom Austausch abgeraten habe, habe er das Auslands e- mester gleichwohl angetreten. Dieses habe sich für ihn positiv ausg e- wirkt, habe er doch mehr Kreditpunkte erzielen können, als er nach dem Basisjahr je an der ETHZ erwor ben hatte; überdies habe er selber best ä- tigt, dass dieser Aufenthalt sicher nicht der Grund gewesen sei, weshalb er die reguläre Studienzeit nicht habe einhalten können. Um in Ausna h- mefällen eine Verlängerung der Studienfrist in Betracht zu ziehen und a l- lenfalls gewähren zu können, sei der bisherige Studienverlauf für den Entscheid sehr wohl relevant. 10. 10.1 Auf das Herbstsemester 2008 hin fand der Wechsel des Studie n- reglementes 2003 auf das Studienreglement 2008 statt. Der Beschwerde- führer entschied sich in der Folge für einen Übertritt ins Studienreglement 2008, welcher auf Oktober 2009 erfolgte (vgl. E. 4.1), und kam dadurch in den Genuss der Übergangsregelungen (Annullierung von vier nicht b e- standenen Prüfungen in den obligatorischen Fächern und zwei erneute Prüfungsversuche in diesen Fächern, Verlängerung der maximalen Stu- diendauer von fünf auf fünfeinhalb Jahre). Zwar hat die B eschwerdegeg- nerin ihn im Zusammenhang mit diesem Wechsel teilweise falsch info r- miert, in dem sie seinen ersten (erfolglosen) Prüfungsversuch im Fach "(...)" entgegen früherer Aussagen unter dem neuen Studienreglement 2008 doch gezählt hat . Dieser erlittene Nachteil wurde jedoch durch die ihm übergangsrechtlich eingeräumten Vorteile mehr als ausgeglichen. Darüber hinaus ist nicht ersichtlich, inwiefern sein Studiengang durch die Falschauskunft über Gebühr verzögert worden sein sollte, war es ihm doch ohne wei teres möglich, die Lehrveranstaltung "(...)" (erneut) zu b e- legen und anschliessend die Prü fung ein zweites Mal abzulegen. Einer Überschneidung mit dem Kurs "(...)" konnte er entgegenwirken, indem er den Besuch dieser Lehrveranstaltung um ein Jahr verschob (vgl. zum A-3113/2013 Seite 21 Ganzen auch: Stellungna hme des Departementes […] der ETHZ vom 12. August 2013, Ziff. 2). Die Prüfung in "(...)" hat er denn auch als einz i- ges obligatorisches Fach im Sommersemester 2011 bestanden (vgl. Leis- tungsüberblick vom 4. Oktober 2012 ), während er sich für die Prüfung "(...)" mehrfach an- und jeweils wieder abgemeldet hat. Schliesslich wur- den ihm nach dem Reglementswechsel – so zumindest gemäss dem Leistungsausweis ohne Abschluss vom 12. März 2012 – einundzwanzig und nicht bloss achtzehn der im Austauschsemester erworbenen Kr edit- punkte (dahingehend die Auffassung des Departementes […] der ETHZ in seiner Stellungnahme vom 12. August 2013, Ziff. 2.2) angerechnet, so dass ihm auch in dieser Hinsicht kein Schaden erwachsen ist. 10.2 Kurz vor seiner am 17. September 2009 geplanten Abreise nach (…) teilte die Leiterin der Mobilitätsstelle der ETHZ dem Beschwerdeführer mit Mail vom 4. September 2009 mit, dass er nicht am ERASMUS - Austauschprogramm teilnehmen könne, weil er die dafür erforderliche Anzahl Kreditpunk te bisher nicht er reicht habe. Ihr e Kontrolle finde zu diesem späten Zeitpunkt statt, um auch die im Früh lingsemester 2 009 abgelegten Prüfungen noch berücksichtigen zu können . Nach heftigen Protesten des Beschwerdeführers liess ihn das Rekto rat mit Mail vom 8. September 2009 wissen, dass ihm das Austauschsemester zwar fälschlicherweise bewilligt worden sei, er aber – obwohl ihm davon abge- raten werde – aufgrund der Kurzfristigkeit nun doch nach (…) reisen dür- fe. Es wies ihn jedoch ausdrücklich darauf hin, dass er riskiere, in Anbet- racht seiner Studienfortschritte und der bis anhin erbrachten Leistungen die Studiendauer nicht einhalten zu kön nen und ihm aufgrund des Au s- tausches keine Fristverlängerung gewähr t werde. Mit Antwortmail vom 9. September 2009 erklärte der Beschwerdeführer, da ss er das Au s- tauschsemester antreten werde. Es sei ihm bewusst, dass bei dadurch al- lenfalls entstehenden Schwierigkeiten mit der Einhaltung der Studiendau- er ein Fristverlängerungsgesuch keine Aussicht auf Erfolg haben würde. Dieser Mailverkehr macht deutlich, dass die Kurzfristigkeit der Absage durch die Mobilitätsstelle der ETHZ zwar unglücklich war, sich aber durch das Abwarten der Prüfungsergebnisse zumindest teilweise erklären lässt. Der Beschwerdeführer seinerseits entschied sich in Kenntnis der mögl i- chen Konsequenzen für einen Aufenthalt in (…) und im Wissen, dass die- ser ihn nicht zu einer Verlängerung der Studiendauer berechtigen würde . Zudem stellte er in seinen beiden Gesuchen um Studienzeitverlängerung gegenüber der Studienadministration und in seiner Ein gabe vom 29. August 2012 gegenüber der Vorinstanz (zu Recht) selber fest, dass er A-3113/2013 Seite 22 während d es Austauschsemesters mit guten Noten und vielen Kredit- punkten sehr gut habe aufholen können und dieses nicht die Ursache für die Verzögerung gewesen sei. Ein triftiger Grund für eine Studienzeitve r- längerung liegt somit auch hier nicht vor. 10.3 In ihrem Attest vom 13. Februar 2012 bezeichnete die PBS den B e- schwerdeführer angesichts seiner grossen Sensibilität und sozialen Ve r- antwortungsbereitschaft insbesondere im Zusammenhang mit den Be- dürfnissen von Verwandten oder d er schweren Erkrankung seiner Mutter als in seinen Möglichkeiten, sich auf das Studium zu konzentrieren, ein- geschränkt. Sie unterstützte eine Verlängerung der Studien dauer, da die Chancen auf eine deutliche Leistungssteigerung dank de r beabsichtigten Psychotherapie und des weiterführenden Coachings gut ständen . Lic. phil. C._______, bei welcher der Beschwerdeführer im Sommer 2012 ei- ne Behandlung begann, diagnostizierte bei ihm (…). Typische Symptome seien (…), welche es ihm verunmöglichten zu studieren und erfolgreich zu sein (vgl. Attest vom 2. Februar 2012 [recte: 2013]). Er habe aus fami- liären Gründen und nicht vor allem, weil er seine Mutter während deren schweren Krankheit habe unterstützen müssen, das Studium nicht richtig in Angriff nehmen können. Aufgrun d einer jahrelangen Blockade sei es ihm unmöglich gewesen , dieses mit der erforderlichen Konsequenz und Disziplin voranzutreiben und er sei während dieser Zeit nur punktuell bzw. nur sehr eingeschränkt studierfähig gewesen . Er bringe jedoch die bes t- möglichen Voraussetzungen mit, um in Zukunft sein Studium zu bewält i- gen (vgl. Attest vom 12. November 2012). 10.3.1 Die Psychotherapeutin des Beschwerdeführers weist selber darauf hin, dass die angesprochene Blockade im Studium eine häufige Reakt i- onsweise von Jugendlichen sei, welche nicht gezwungen wü rden, e r- wachsen zu werden und die Wirklichkeit real istisch einzusch ätzen (vgl. Attest vom 12. November 2012 ) bzw. dass die beim Beschwerdeführer festgestellte Indikation ein häufiges Syndrom vor allem bei jungen Mä n- nern sei, welche zwar begabt seien , aber in einem Abhängigkeitsverhäl t- nis gehalten würden (vgl. Attest vom 2. Februar 2013). Ein solches Verhalten ist demnach gar nicht unüblich und ihm kann durch die Verlängerung der Regelstudienzeit um zwei bzw. zweieinhalb Jahre (vgl. Art. 11 Abs. 2 und Abs. 3 Studienreglement 2008) Rechnung getra- gen werden. Würde eine in dieser Weise "eingeschränkte" Studierfähig- keit als triftiger Grund im Sinne von Art. 11 Abs. 3 bzw. Art. 36 Abs. 1 Stu- dienreglement 2008 anerkannt, könnte l etztlich jeder Studierende , we l-A-3113/2013 Seite 23 cher sein Studium über Jahre hinweg vernachlässigt und nicht mit der gebührenden Ernsthaftigkeit bestritten hat, in den Genuss ei ner mehrjäh- rigen Verlängerung der maximal zulässigen Studiendauer gelangen. Das kann jedoch nicht im Sinne dieser Ausnahmeregelung sein. 10.3.2 Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer sich bereits im Jahr e 1999 an der ETHZ immatrikuliert hat und vor seinem Ausschluss aus dem (...)studium aus den beiden Studiengängen (...) sowie (...) ausgeschlos- sen worden ist (vgl. Bst. A). Psychologische Unterstützung nahm er – ob- gleich schon viel frü her angezeigt – erst im Frühjahr 2012 in Anspruch, nachdem die maximal zulässige Dauer seines (...)studiums abzulaufen drohte. Wenn er aber gegen seine ( nachträglich geltend gemachte) ei n- geschränkte Studier- und Leistungsfähigkeit im vollen Bewusstsein seiner anhaltenden Studienmisserfolge zuvor nie etwas un ternommen und auf jegliche therapeutische und fachärztliche Hilfestellung verzichtet hat und sich stattdessen rückwirkend von der PBS und seiner Psychotherapeutin für die gesamte bisherige Studienzeit eine beschränkte S tudierfähigkeit bescheinigen lässt , verdient sein widersprüchliches Verhalten keinen Rechtsschutz. 10.3.3 Es stellt sich noch die Frage, ob der Beschwerdeführer zumindest während der vom 20. Juli 2010 bis am 30. März 2011 dokumentierten schweren Krankheit seiner Mutter und der damit verbundenen zeitlichen und psychischen Belastung, d.h. während maximal drei Semestern, in ei- ner Art und Weise in seiner S tudierfähigkeit eingeschränkt war , welche eine Verlängerung der Studiendauer um diese Zeitspanne zu rechtfert i- gen vermöchte. Wie es sich damit verhält, kann letztlich offen bleiben. Denn zum Erreichen der im Zeitpunkt des Ausschlusses (12. März 2012) noch fehlenden 85 Kreditpunkte müsste er pro Semester durchschnittlich rund 28 Kreditpunkte unter anderem in fast al len Pflichtfächern des zwei- ten Studienjahres mit hohem Selektionsdruck und in allen obligatorischen Fächern der Vertiefung des zweiten und dritten Studienjahres erzielen. In der Vergangenheit hat er jedoch in fünfeinhalb Jahren lediglich 95 Kredit- punkte erwor ben. Überdies hat er auch während des hängigen B e- schwerdeverfahrens vor der ETH -Beschwerdekommission im Sommer 2012, als er bereit s psychologisch betreut wurde, mit Ausnahme eines Pflichtwahlfaches in (…) in den von ihm abgelegten Prüfungen in drei ob- ligatorischen Fächern des zweiten Studienjahres sowie in zwei obligatori- schen Fächern der Vertiefung (erneut) durchwegs deutlich ungenügende Leistungen erzielt (vgl. Leistungsüberblick vom 4. Oktober 2012). Selbst wenn ihm demnach diese drei zusätzlichen Semeste r zugestanden wü r-A-3113/2013 Seite 24 den, müsste ihm eine Studienfristverlängerung wegen mangelnder Au s- sicht auf einen erfolgreichen Abschluss binnen der erstreckten Frist ins- gesamt verw eigert werden (vgl. bereits E. 9). Ohnehin wäre ihm das nachträglich bereits absolvierte Sommersemester 2012 an diese drei Semester anzurechnen (sog. echtes Nova; vgl. E. 13 nachfolgend); eine Erzielung der verbleibenden 83 Kreditpunkte in zwei Semester n wäre aber erst recht unrealistisch (vgl. auch die Stellungnahmen der SOC vom 3. Mai 2012 und der Studienkoordinatorin vom 16. Mai 2012, in welchen diese den Zeitplan, 85 Kreditpunkte in zwei Semester zu erwerben, als unrealistisch bzw. als eher schwierig einschätzen , sowie die Eingaben des Beschwerdeführers im Verfahren vor der ETH - Beschwerdekommission, mit welchen er die Anzahl der erforderlichen Semester selber nach oben korrigiert [vgl. im Detail E. 1.2.2 hiervor]). 11. Als Zwischenfazit kann somit festgehalten werden, dass die Beschwe r- degegnerin den ihr durch Art. 24 Abs. 3 AVL ETHZ sowie Art . 11 Abs. 3 und Art. 36 Abs. 1 Studienreglement 2008 eingeräumte n erheblichen Er- messensspielraum nicht rechtsfehlerhaft ausgeübt und das Gesuch des Beschwerdeführers um Verlängerung der Studienzeit für den Bachelor - Studiengang (...) mit Entscheid vom 5. März 2012 zu Recht abgewiesen hat. 12. Wer die erforderliche Anzahl Kreditpunkte für das Bachelor-Diplom wegen Nichteinhaltens der maximal zulässigen Studiendauer nicht mehr erre i- chen kann, wird wegen definitiven Nichtbestehens vom Studiengang au s- geschlossen (Art. 40 Abs. 1 Bst. b i.V.m. Abs. 2 sowie Fn. 27 Studienreg- lement 2008; vgl. auch Art. 4 Abs. 2 Bst. b AVL ETHZ bzw. neu Art. 7 Abs. 2 Bst. c Leistungskontrollenverordnung ETH Zürich). Die Beschwe r- degegnerin hat demnach den Beschwerdeführer folgerichtig – nachdem er die für den Bachelor-Abschluss erforderlichen Kreditpunkte in der ma- ximalen Studienfrist nicht erreicht hatte und ihm auch keine Studienzeit- verlängerung gewährt worden war – mit Verfügung vom 12. März 2012 vom Bachelor-Studiengang (...) ausgeschlossen. 12.1 Der Beschwerdeführer beantragt subeventualiter, dass sich die Ver- fügung vom 12. März 2012 einzig mit der Feststellung begnüge, er habe die maximale reguläre Studiendauer mit dem Ende des Herbstsemesters 2011 erreicht. Die Beschwerdegegnerin habe in Beachtung des Grund- satzes der Verhältnismässigkeit seinen Ausschluss aus ihrem Bachelor -A-3113/2013 Seite 25 Studiengang (...), mit welchem er endgültig von jedem (...)studium auch an einer anderen Universität ausgeschlossen werde , rückgängig zu m a- chen. Sie habe gar kein (Re chtsschutz-) Interesse an seinem definitiven Ausschluss mehr, nachdem er sich bereits aus der ETHZ habe exmatriku- lieren lassen. Ihm hingegen werde dadurch seine wissenschaftliche Z u- kunft unnötigerweise verbaut. 12.2 Der Ausschluss aus dem Studiengang hat – wie jede Verwaltungs- massnahme – dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit zu entsprechen (Art. 5 Abs. 2 BV). Die Verfügung muss demnach im Hinblick auf das im öffentlichen Interesse angestrebte Ziel geeignet und erforderlich sein; sie hat zu unterbleiben, wenn eine gleich geeignete, aber mildere Massna h- me für den angestrebten Erfolg ausreichen würde. Ausserdem muss der angestrebte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zu den Belastungen stehen, die dem Beschwerdeführer auferlegt werden. Bei der Beurteilung dieser Frage sind die einander gegenüberstehenden öffentlichen und pr i- vaten Interessen sorgfältig gegeneinander abzuwägen. Je gewichtiger das eine und je weniger gewichtig das andere Interesse ist, desto eher fällt die Interessenabwägung zugunsten des erheblichen Interesses aus (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 581 ff.; Urteil des BVGer A-4941/2013 vom 5. März 2014 E. 5). 12.3 Das Interesse des Beschwerdeführers besteht vorliegend gemäss eigener Aussage darin, das s ihm nicht endgültig der Zugang zu einem (...)studium an einer (anderen) Universität verwehrt wird. Dagegen hat die Beschwerdegegnerin ein öffentliches Interesse daran, dass Studierende, welche den Anforderungen eines (...)studiums nicht genügen und nicht über die erforderlichen Fähigkeiten verfügen , nicht weiterhin an ihrer Hochschule oder an einer anderen Schweizer Universität den gleichen Studiengang belegen und staatliche (Ausbildungs-) Gelder in Anspruch nehmen können. Die Ausschlussverfügung vom 12. März 2012 sorgt mit- hin für Transparenz und er weist sich als geeignet und erforderlich , um diesem Ziel nachzukommen. Der Erlass einer Verfügung, mit welcher an- stelle des Ausschlusses lediglich das Erreichen der maximalen regulären Studiendauer festgestellt wird, stellt demgegenüber keine gleich geeigne- te Massnahme dar, da diese zu wenig zur Erreichung des Schutzzieles, sprich der Transparenz gegenüber anderen Lehr- und Forschungsanstal- ten, beiträgt und somit dem Zweck nicht ange messen ist. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer dadurch nichts gewinnt, weil der Studienaus- schluss bereits von Gesetzes wegen (vgl. E. 12) das Ergebnis des Errei- chens der maximal zulässigen Studiendauer ohne entsprechenden Stu-A-3113/2013 Seite 26 dienabschluss ist und selbst bei einer Anpassung des Verfügungsinhaltes im Sinne des Beschwerdeführers we der die ETH noch eine andere Schweizer Universität ihn faktisch zu einem (...)studium zulassen würde . Schliesslich ist dem Beschwerdeführer der verfügte Ausschluss ohne wei- teres zumutbar, erfolgt dieser doch nur in Umsetzung der nicht gewährten Studienzeitverlängerung, welche ihrerseits aufgrund der pflichtgemässen Ermessensausübung durch die Beschwerdegegnerin (vgl. E. 11) verhält- nismässig ist. Der Subeventualantrag des Beschwerdeführe rs ist d em- nach ebenfalls abzuweisen. 13. Anzufügen bleibt noch Folgendes: G emäss Art. 40 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Abs. 2 Studienreglement 2008 wird vom Studiengang auch ausgeschlo s- sen, wer die erforderliche Anzahl Kreditpunkte für das Bachelor -Diplom wegen Nichtb estehens von Leistungskontrollen nicht mehr erreichen kann. Art. 32 Abs. 5 Studienreglement 2008 sieht vor, dass eine nicht b e- standene Leistungskontrolle in den Kategorien "Obligatorische Fächer" und "Vertiefung" einmal und in der Regel nur nach erneuter B elegung der Lerneinheit wiederholt werden kann. Wegen der aufschiebenden Wirkung seiner Beschwerde wurde dem Beschwerdeführer die Einschreibung für das Sommersemester 2012 freigegeben. Dieser repetierte daraufhin – so zumindest gemäss dem Leistungsüberblic k vom 4. Oktober 2012 – unter anderem das obligatorische Fach " (...)" und bestand es erneut nicht. Di e- ser Sachverhaltsumstand, der sich im Laufe des Rechtsmittelverfahrens zugetragen hat, ist als echtes Nova ohne weiteres zu berücksichtigen (vgl. Urteil des BVGer A-4941/2013 vom 5. März 2014 E. 3.1 mit weiteren Hinweisen) und führt dazu, dass der Beschwerdeführer (nachträglich) e i- nen zusätzlichen Ausschlussgrund gesetzt haben dürfte. 14. Zu guter Letzt beantragt der Beschwerdeführer in prozessualer Hinsicht , es sei davon abzusehen, seine Identität im Rahmen des Beschwerdeve r- fahrens öffentlich bekannt zu machen, da er im Hinblick auf sein unbeein- trächtigtes berufliches Fortkommen und seine weitere Ausbildung ein b e- rechtigtes Interesse am Schutz seiner Persönlichkeit habe. Gemäss Art. 5 des Informationsreglement es vom 21. Februar 2008 für das Bundesverwaltungsgericht (Informationsreglement, SR 173.320.4) veröffentlicht das Bundesverwaltungsgericht seine Entscheide sowohl in einer elektronischen Entscheiddatenbank (Art. 6 Informationsreglement) als auch in einer amtlichen Entscheidsammlung (Art. 7 Informationsreg-A-3113/2013 Seite 27 lement). Die Entscheide werden grundsätzlich in anonymisierter Form veröffentlicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Informationsreglement) . Des Weiteren werden nach Art . 4 Abs. 1 Informationsreglement alle Entscheide im Dispositiv mit Rubrum während 30 Tagen nach deren Eröffnung öffentlich aufgelegt (sie he schon Art. 42 VGG). Die Entscheide werden in nicht anonymisierter Form aufgelegt, sofern eine Anonymisierung nicht z um Schutz der Persönlichkeit oder anderer privater oder öffentlicher Intere s- sen geboten ist (Art. 4 Abs. 2 Informationsreglement). In höchstpersönl i- chen Angelegenheiten – worunter auch das vorliegende Urteil fällt – wer- den die Entscheide praxisgemäss in an onymisierter Form veröffentlicht und das Urteilsdispositiv ebenfalls anonymisiert aufgelegt. Der B e- schwerdeführer hat deshalb keine Preisgabe seiner Identität zu befürch- ten. 15. Nach dem Gesagten erweist sic h die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen, soweit auf sie überhaupt eingetreten werden kann (vgl. E. 1.2). 16. 16.1 Bei diesem Verfahrensausgang gilt der Beschwerdeführer als unter- liegend. Er hat deshalb in Anwendung von Art . 63 Abs. 1 VwVG die auf Fr. 1'500.-- festzusetzenden Verfahrenskosten (vgl. Art. 1 ff. des Regl e- ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) zu tragen. Diese sind mit dem geleisteten Kostenvorschuss in derselben Hö he zu verrech- nen. 16.2 Dem unterliegenden Beschwerdeführer steht keine Parteientschädi- gung zu (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). Die obsiegende Beschwerde- gegnerin hat als Bundesbehörde ebenfalls keinen Anspruch auf eine Par- teientschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE), zumal sie nicht anwaltlich vertr e- ten ist. A-3113/2013 Seite 28 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- werden de m Beschwerdeführer auferlegt. Dieser Betrag wird mit dem geleisteten Kostenvorschuss in derselben Höhe verrechnet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Maurizio Greppi Lars Birgelen Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Frist steht still vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern (Art. 46 Abs. 1 Bst. a BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amts-A-3113/2013 Seite 29 sprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Ang a- be der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: