<h2>SubmittedText<h2><p>Mit dem Argument, harte Massnahmen hätten in der Westschweiz Schlimmeres verhindert, wird nun Werbung für den Teil-Lockdown gemacht.</p><p>Ist es aus wissenschaftlicher Sicht nicht unredlich zu behaupten, man könne einem Lockdown eine epidemiologische Wirkung zuschreiben, obwohl gemäss COVID Taskforce des Bundes die unterschiedlichen Infektionszahlen der Deutsch- und Westschweiz gar nicht erklärbar sind?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Westschweizer Kantone haben früher als die restliche Schweiz einen raschen Anstieg der Fallzahlen erlebt. In der Folge haben viele von ihnen einschränkende Massnahmen eingeführt. In den letzten Wochen verzeichnete die gesamte Westschweiz stark sinkende Fallzahlen. Diese Tendenz ist in den Deutschschweizer Kantonen mit wenig restriktiven Massnahmen nicht festzustellen. Im Gegenteil ist in einigen Regionen sogar ein beunruhigender Wiederanstieg der Infektionszahlen festzustellen. Das Bild ist klar: Die von den stark betroffenen Kantonen ergriffenen Massnahmen haben gewirkt und dort zu einer Trendwende geführt. Kantone mit steigenden oder über längere Zeit auf hohem Niveau stagnierenden Fallzahlen sind deshalb angehalten, ebenfalls weitergehende Massnahmen zu ergreifen.</p>