B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-2747/2013 U r t e i l v o m 2 3 . M a i 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichterin Gabriela Freihofer, mit Zustimmung von Richter Walter Lang; Gerichtsschreiberin Chantal Schwizer. Parteien A._______, geboren am (…), Algerien, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 13. Mai 2013 / N (…). E-2747/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer a m 12. Mai 2011 unter dem Namen A._______, geboren am (…), erstmals in der Schweiz um Asyl nachsuch- te, dass der Beschwerdeführer gleichentags schriftlich aufgefordert wurde, dem BFM innert 48 Stunden rechtsgenügliche Identitäts - beziehungswei- se Reisepapiere einzureichen, dass der Beschwerdeführer dieser Aufforderung keine Folge leistete, dass der Beschwerdeführer am 6. Juni 2011 im Empfangs - und Verfah- renszentrum (EVZ) B._______ summarisch zum Reiseweg und zu den Gründen für das Verlassen seines Heimatlandes befragt wurde, dass dem Beschwerdeführer aufgrund seiner ungereimten Angaben zu seinen Aufenthalten in diversen Ländern, dazu und zu einem Eurodac - Treffer in Deutschland das rechtliche Gehör gewährt wurde, dass der Beschwerdeführer seinen Aufenthalt in Deutschland im Jahre 2006 bestätigte und anfügte, er sei während des Asylgesuches in Deutschland mit einem von den deutschen Behörden ausgestellten Re i- sedokument nach Algerien zurückgeflogen, weil seine Mutter krank g e- wesen sei, dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge bis im Jahr 2010 in Algerien geblieben sei, dass ein Informationsersuchen des BFM an die deutschen Behörden e r- gab, dass der Beschwerdeführer in Deuts chland unter der Identität C._______, geboren am (…), um Asyl nachgesucht hatte, das Asylverfah- ren jedoch negativ entschieden und er am (…) von Deutschland abg e- schoben wurde, dass ein weiteres Ersuchen an die französischen, belgischen, spanischen und ital ienischen Behörden ergab, dass der Beschwerdeführer am 21. April 2011 in Italien daktyloskopisch erfasst und des Landes verwi e- sen wurde, E-2747/2013 Seite 3 dass der Beschwerdeführer der Anhörung zu den Asylgründen vom 23. April 2012 unentschuldigt fernblieb, woraufhin das BFM mit Verfügung vom 28. Juni 2012 in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. c des Asylgeset- zes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das erste Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz verfü g- te und den Vollzug der Wegweisung anordnete, dass das Bundesverwaltungsgericht eine vom Beschwerdeführer dag e- gen erhobene Beschwerde mit Urteil E-3697/2012 vom 17. Juli 2012 a b- wies, dass der Beschwerdeführer seit dem 9. August 2012 bei den schweizer i- schen Asylbehörden als verschwunden galt, dass der Beschwerdeführer am 5. September 2012 verhaftet wurde und am 6. September 2012 von der Staatsanwaltschaft D._______ wegen Widerhandlung gegen das Ausländergesetz zu einer bedingten Geldstr a- fe verurteilt wurde, da er sich in der Zeit vom 31. Juli 2012 bis zu seiner Verhaftung am 5. September 2012 illegal in der Schweiz aufgehalten ha- be, dass er am 18. Oktober 2012 von der Staatsanwaltschaft E._______ we- gen mehrfacher Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte sowie mehrfacher Beschimpfung erneut zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt wurde, dass der Beschwerdeführer am 26. März 2013 zwar unter demselben Namen wie beim ersten Asylgesuch, aber mit Geburtsdatum vom (…) im Empfangs- und Verfahrenszentrum (E VZ) B._______ zum zweiten Mal um Asyl nachsuchte, dass er anlässlich der summarischen Befragung vom 26. März 2013 im EVZ B._______ im Wesentlichen geltend machte, dieselben Ausreise- gründe zu haben, die er bereits anlässlich der ersten Asylgesuchseinre i- chung deponiert habe, er habe viele Probleme mit den Behörden und der Polizei gehabt, dass er 15 Monate im Gefängnis gewesen sei, dass er von einer Gruppe namens Alghihad gesucht werde, da diese über seine Probleme mit den Behörden Bescheid wisse, E-2747/2013 Seite 4 dass die Alghihad auch wisse, dass er aus armen Familienverhältnissen stamme, und sie ihm Geld angeboten hätten, wenn er für die Aufständ i- schen in Mali arbeiten würde, dass der Beschwerdeführer anlässlich der Befragung erneut schriftlich dazu aufgefordert wurde, dem BFM innert 48 Stunden rechtsgenügliche Identitäts- beziehungsweise Reisepapiere einzureichen, er dieser Auffo r- derung bis heute jedoch keine Folge leistete, dass das BFM den Beschwerdeführer am 13. Mai 3013 zu den Asylgrü n- den anhörte, dass der Beschwerdefüh rer dabei geltend machte, einige seiner anläss- lich der summarischen Befragung geltend gemachten Angaben seien nicht korrekt übersetzt worden, er sei nie in Haft gewesen, sondern sei zu einer 15 -monatigen Haft in Form einer Bewährungsstrafe verurteilt wo r- den, weil er Probleme mit zwei Polizisten, die selbst kriminell gewesen seien, gehabt habe, dass er ansonsten keine Probleme mit der Polizei oder staatlichen B e- hörden gehabt habe, auch wenn er als (…) nicht über die erforderliche Bewilligung verfügt habe, dass er früher hingegen Probleme mit anderen Sippenführern gehabt h a- be, die untereinander verkracht gewesen seien, dass er vor diesem Hintergrund und aufgrund der schwierigen Leben s- umstände nicht nach Algerien zurückkehren könne und dort weder eine Unterkunft noch zu Essen habe, dass er mit dem Vorsatz in die Schweiz gekommen sei, nach einer Arbeit zu suchen und sein Leben zu verbessern, dass bezüglich des weiteren Inhalts der Aussagen des Beschwerdefü h- rers auf die Protokolle bei den Akten verwiesen werden kann, dass das BFM mit Verfügung vom 13. Mai 2013 – mündlich eröffnet am gleichen Tag – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und den Vollzug der Wegweisung anordnete, E-2747/2013 Seite 5 dass es zudem die Aushändigung editionspflichtiger Akten gemäss A k- tenverzeichnis verfügte, dass das BFM zur Begründung des Nichteintretens auf das Asylgesuch zusammenfassend festhielt, der Beschwerdeführer habe innert 48 Stu n- den nach Gesuchs einreichung ohne plausible Gründe keine Reise - oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG und Art. 7 AsylG nicht und zusätzliche Abklärungen zur Fest- stellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungs vollzugshin- dernisses seien aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich, dass der Wegweisungsvollzug zudem zulässig, zumutbar und möglich sei, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 13. Mai 2013 – Datum Poststempel: 14. Mai 2013 – gegen diese Verfügung beim Bundesverwal- tungsgericht Beschwerde erhob und beantragte, der angefochtene En t- scheid des BFM sei aufzuheben, es sei seine Flüchtlingseigenschaft a n- zuerkennen und ihm sei Asyl zu gewähren, dass er ferner beantragte, es sei festzustellen, dass der Wegwe isungs- vollzug unzulässig, unzumutbar und unmöglich sei und es sei die vorlä u- fige Aufnahme anzuordnen, dass er in prozessualer Hinsicht beantragte, es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sei zu verzichten, eventualiter sei die aufschiebende Wirkung der B e- schwerde wiederherzustellen und die Vollzugsbehörden seien anzuwe i- sen, die Kontaktaufnahme mit dem Heimat- oder Herkunftsstaat sowie je- de Weitergabe von Daten an denselben bis zum Endentscheid über diese Beschwerde zu unterlassen, subeventualiter sei eine eventuell bereits e r- folgte Datenweitergabe an den Heimatstaat offen zulegen, und der B e- schwerdeführer sei in einer separaten Verfügung darüber zu informieren, dass die vorinstanzlichen Akten am 15. Mai 2013 vollständig beim Bu n- desverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), E-2747/2013 Seite 6 und zieht in Erwägung, dass das Bund esverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG]) des BFM en t- scheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Sta a- tes, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde – un- ter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen – einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass in der angefochtenen Verfügung einer allfälligen Beschwerde dag e- gen die aufschiebende Wirkung nicht entzogen wurde, weshalb auf das Begehren, die aufschiebende Wirkung der Beschwerde sei wiederherz u- stellen, nicht einzutreten ist, dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu übe r- prüfen (Art. 32 – 35a AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwe r- deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5 S. 116), dass auf das Begehren um Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und um Gewährung von Asyl somit nicht einzutreten ist, E-2747/2013 Seite 7 dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintr e- tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen mat e- riellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die S a- che zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73 m.H.a. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwe i- zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass indessen im Falle des Nichteintretens auf ein Asylgesuch gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG ü ber das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.), dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfahren ungeachtet der vorzunehmenden Überprüfung eines fo rmellen Nichteintretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73), dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mat e- riell prüft, wesh alb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (A rt. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif ten- wechsel verzichtet wurde, dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG), dass die Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG jedoch keine A n- wendung findet, wenn Asylsuchende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder sich auf Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur E-2747/2013 Seite 8 Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvol l- zugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), dass der Beschwerdeführer innert der gesetzlichen Frist von 48 Stunden nach Einreichung seines Asylgesuchs unbestrittenermassen keine Papie- re eingereicht hat, womit die Grundvoraussetzung für einen Nichteintr e- tensentscheid in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG erfüllt ist, dass das BFM in der angefochtenen Verfügung – nach Prüfung der A k- ten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts – überzeugend dar- gelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise - oder Identitätspa- pieren keine entschuldbaren respektive plausiblen Gründe vorliegen, dass gemäss den zutreffenden Erwägungen des BFM in der angefocht e- nen Verfügung klar erkennbar ist, der Beschwerdeführer sei nicht gewillt, seine wahre Identität offenzulegen, dass im Übrigen a usgeschlossen werden kann, dass es dem Beschwe r- deführer angesichts strenger Flughafen - und Grenzkontrollen in den Schengen-Vertragsstaaten und der für seine Reise notwendigen Transit- länder möglich gewesen wäre, ohne Ausweispapiere und ohne jemals kontrolliert worden zu sein, in diese Länder zu gelangen (vgl. Akten BFM B8/11 S. 4), dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der tatsachenwidrigen Aus- führungen des Beschwerdeführers sowie der gesamten Aktenlage davon ausgeht, er habe bei seiner Einreis e in die Schweiz authentische Reis e- papiere besessen, welche er jedoch innert 48 Stunden und bis heute in Verletzung seiner gesetzlichen Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweizerischen Asylbehörden nicht aushändigte, dass an dieser Beurteilung auch die Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er keine Ausweispapiere und den Führerausweis verloren habe, nichts an der Sachlage ändert, dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu Recht die Flüchtlingseigenschaft verneint und zusätzliche Abklärungen zu deren Feststellung beziehungsweise derjenigen von Wegweisungsvol l- zugshindernissen als nicht erforderlich erachtet hat, dass mit der Vorinstanz übereinstimmend festzuhalten ist, der Beschwe r- deführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, E-2747/2013 Seite 9 dass der Beschwerdeführer angab, ausser der Probleme mit zwei Polizis- ten, habe er in Algerien keine Probleme (vgl. B13/15 S. 3), dass sich damit der Einwand in der Beschwerdeschrift, wonach er wegen der Probleme mit der algerischen Polizei nicht in sein Heimatland zurüc k- kehren könne und er um sein Leben fürchte, als wenig plausibel erweist, dass der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang auch nicht geltend machte, dass er nach seiner Abschiebung aus Deutschland nach Algerien im Jahre 2006 mit der algerischen Polizei erneut Probleme gehabt habe, dass die weiteren Ausführungen des Beschwerdeführers in seiner B e- schwerdeschrift, wonach er wegen der schwierigen Lebensbedingungen in Algerien in der Schweiz leben möchte, nic ht geeignet sind, um zu e i- nem anderen Schluss zu kommen, dass aufgrund dieser Aussage und aufgrund der gesamten Aktenlage da- von auszugehen ist, der Beschwerdeführer habe sein Heimatland aus wirtschaftlichen Gründen verlassen, dass im Übrigen zur Vermeidun g von Wiederholungen auf die zutreffe n- den Erwägungen des BFM zu verweisen ist, dass gestützt auf die Aktenlage und die vorstehenden Erwägungen das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und Art. 7 AsylG und – wie sich aus den nachfolgenden E rwägungen zum Vollzug der Wegweisung ergibt – das Fehlen von Wegweisungshindernissen offe n- kundig ist, dass die Vorinstanz damit zu Recht keine weiteren Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG vornahm und demnach zu Recht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdefü h- rers nicht eingetreten ist, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewill i- gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen b e- steht (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.1 S. 502, EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmu n- gen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, E-2747/2013 Seite 10 dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsg erichts der gleiche B e- weisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist und andernfalls wenigs- tens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 S. 502), dass der Vollzug der Wegwei sung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsr echtlichen Non - Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und ke i- ne Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgeno s- senschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinko m- mens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, u n- menschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) er- sichtlich sind, die dem Beschwerdeführer in Algerien droht, E-2747/2013 Seite 11 dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder die allgemeine Lage in Algerien noch individuelle Gründe auf eine kon krete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, dass der Beschwerdeführer in seinem Heimatland nach wie vor über F a- milienangehörige, einen Freundeskreis und Berufskollegen verfügen dürf- ten, auf deren Unterstützung er sicherlich zählen kann, dass auch keine Gründe ersichtlich sind, weshalb es dem Beschwerd e- führer angesichts seines jungen Alters sowie der Berufserfahrung und der Hilfe seines sozialen Beziehungsnetzes nicht zumutbar ist, s ich in seiner Heimat beziehungsweise Herkunftsregion eine wirtschaftliche Existenz aufzubauen, dass der Beschwerdeführer schliesslich auch keine medizinische Notlage geltend macht, dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführe rs in den He i- matstaat auch möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), dass nach dem Gesagt en der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1 - 4), dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuwei- sen ist, soweit darauf einzutreten ist, dass der Antrag, die Vollzugsbehörden seien anzuweisen, die Kontak t- aufnahme mit dem Heimat - oder Herkunftsstaat des Beschwerdeführers sowie jede Weitergabe von Daten an denselben bis zum Endentscheid über die Beschwerde zu unterlassen, mit vorliegendem Direktentscheid gegenstandslos geworden ist, E-2747/2013 Seite 12 dass das BFM hingegen anzuweisen ist, dem Beschwerdefüh rer im Rahmen von Art. 26 ff. VwVG eine eventuell bereits erfolgte Weitergabe von Personendaten im Sinne von Art. 97 Abs. 3 Bstn. a - c AsylG an die zuständige ausländische Behörde offenzulegen, dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvors chus- ses mit vorliegendem Urteil ohne vorgängige Instruktion gegenstandslos geworden ist, dass das Verfahren aufgrund der vorstehenden Erwägungen als au s- sichtslos zu bezeichnen ist und das Gesuch um Gewährung der unen t- geltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG somit abz u- weisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600. - (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bu n- desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) E-2747/2013 Seite 13 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Das BFM wird angewiesen, dem Be schwerdeführer der zuständigen aus- ländischen Behörde eventuell wei tergegebene Personendaten offenzu le- gen. 3. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen. 4. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 5. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: Gabriela Freihofer Chantal Schwizer Versand: