Abkommen vom 23. Juni 2004 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Demokratischen Volksrepublik Algerien über den grenzüberschreitenden Personen- und Güterverkehr auf der Strasse <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2005/418/20050530/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2005/418/20050530"/><FRBRdate date="2005-05-30" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2004-06-23" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2005-05-30" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.741.619.127"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord du 23 juin 2004 entre le Conseil fédéral suisse et le Gouvernement de la République algérienne démocratique et populaire relatif aux transports internationaux par route des personnes et des marchandises" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo del 23 giugno 2004 tra il Consiglio federale svizzero e il Governo della Repubblica algerina democratica e popolare relativo ai trasporti internazionali su strada di persone e merci" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 23. Juni 2004 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Demokratischen Volksrepublik Algerien über den grenzüberschreitenden Personen- und Güterverkehr auf der Strasse" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2005/418/20050530/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2005/418/20050530/de"/><FRBRdate date="2005-05-30" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2004-06-23" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2005-05-30" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2005/418/20050530/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2005/418/20050530/de/xml"/><FRBRdate date="2005-05-30" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2004-06-23" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2005-05-30" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.741.619.127 </docNumber></p><p> AS <b>2005 </b>2457</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung<i><authorialNote><p> Übersetzung des französischen Originaltextes (RO <b>2005</b> 2457)</p></authorialNote></i></p><p><docTitle>Abkommen<br/>zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung <br/>der Demokratischen Volksrepublik Algerien über den <br/>grenzüberschreitenden Personen- und Güterverkehr auf der Strasse</docTitle></p><p>Abgeschlossen am 23. Juni 2004<br/>In Kraft getreten durch Notenaustausch am 30. Mai 2005</p><p> (Stand am 21. Juni 2005)</p></preface><preamble><p>Der Schweizerische Bundesrat<br/>und<br/>die Regierung der Demokratischen Volksrepublik Algerien,</p><p>nachstehend die Vertragsparteien genannt, im Bestreben, die Personen- und Güterbeförderungen auf der Strasse zwischen den beiden Staaten und im Transit durch ihr Gebiet zu erleichtern,</p><p>haben Folgendes vereinbart:</p></preamble><body><title eId="tit_I"><num>Titel I: </num><heading>Anwendungsbereich und Begriffsbestimmungen</heading><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Geltungsbereich</heading><paragraph eId="art_1/para"><content><p>Die Bestimmungen des vorliegenden Abkommens sind anwendbar auf Personen- und Güterbeförderungen, die vom oder ins Staatsgebiet der einen Vertragspartei oder im Transit durch dieses Gebiet mit Fahrzeugen ausgeführt werden, die im Staatsgebiet der anderen Vertragspartei zum Verkehr zugelassen sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Begriffsbestimmungen</heading><paragraph eId="art_2/para_1"><num>1</num><content><p> Der Begriff «Unternehmer» bezeichnet eine natürliche oder juristische Person, die entweder in der Schweiz oder in Algerien gemäss den in diesem Staat geltenden Vorschriften berechtigt ist, Personen oder Güter auf der Strasse zu befördern.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_2"><num>2</num><content><p> Der Begriff «Fahrzeug» bezeichnet ein Strassenfahrzeug mit mechanischem Antrieb sowie gegebenenfalls dessen Anhänger oder Sattelanhänger, die für die Beförderung</p><blockList><item eId="art_2/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>von mehr als 9 sitzenden Reisenden, Fahrer eingeschlossen,</p></item><item eId="art_2/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>von Gütern mit einem höchstzulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen</p></item></blockList><p>zugelassen sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_3"><num>3</num><content><p> Der Begriff «Genehmigung» jede Bewilligung, Konzession oder Genehmigung, die gemäss den nationalen Vorschriften der Staaten der Vertragsparteien verlangt wird.</p></content></paragraph></article></title><title eId="tit_II"><num>Titel II: </num><heading>Personenbeförderungen auf der Strasse</heading><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Genehmigungen und Ausnahmen</heading><paragraph eId="art_3/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_3/para_1/listintro"> Die gelegentlichen Personenbeförderungen, die unter den nachfolgenden Voraussetzungen ausgeführt werden, sind von der Genehmigungspflicht ausgenommen:</listIntroduction><item eId="art_3/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>die Beförderung von gleichen Personen mit demselben Fahrzeug während der gesamten Reise, deren Ausgangs- und Endpunkt in dem Staat gelegen sind, in dem das Fahrzeug zum Verkehr zugelassen ist, sofern unterwegs oder bei Halten ausserhalb dieses Landes Personen weder aufgenommen noch abgesetzt werden (Rundfahrten mit geschlossenen Türen); oder </p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>die Beförderung einer Personengruppe von einem Ort des Staates, in dem das Fahrzeug zum Verkehr zugelassen ist, an einen Ort im Staatsgebiet der anderen Vertragspartei, sofern das Fahrzeug dieses Gebiet leer wieder verlässt; oder</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>die Beförderung einer Personengruppe von einem Ort im Staatsgebiet der anderen Vertragspartei an einen Ort des Staates, in dem das Fahrzeug zugelassen ist, sofern dieser Dienstleistung eine Leerfahrt vorausgegangen ist und die Reisenden</p><blockList><item eId="art_3/para_1/lbl_c/bull_u1"><num>– </num><p>vor der Ankunft im Gebiet, in dem sie aufgenommen werden, mit Beförderungsverträgen in Gruppen zusammengefasst werden; oder</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_c/bull_u2"><num>– </num><p>vorher von demselben Verkehrsunternehmer nach den unter b genannten Bedingungen in den Vertragsstaat, in dem sie aufgenommen werden, befördert worden sind und jetzt in ein anderes Land befördert werden; oder</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_c/bull_u3"><num>– </num><p>eingeladen werden, sich in das Gebiet der anderen Vertragspartei zu begeben, wobei der Einladende die Beförderungskosten trägt. Die Reisenden müssen einen zusammengehörenden Personenkreis bilden, der nicht nur zum Zweck der Fahrt zusammengestellt wurde;</p></item></blockList></item><item eId="art_3/para_1/lbl_d"><num>d. </num><p>Transitfahrten durch das Staatsgebiet der anderen Vertragspartei.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>2</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_3/para_2/listintro"> Die regelmässigen Personentransporte, die unter den nachfolgenden Voraussetzungen ausgeführt werden, sind von der Genehmigungspflicht ausgenommen:</listIntroduction><item eId="art_3/para_2/bull_u1"><num>– </num><p>die Pendelfahrten mit Unterbringung im Transit oder ins Staatsgebiet der anderen Vertragspartei; sowie</p></item><item eId="art_3/para_2/bull_u2"><num>– </num><p>die Leerfahrten der Fahrzeuge, die in Zusammenhang mit den Pendelfahrten durchgeführt werden.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_3"><num>3</num><content><p> Bei den unter Ziffer 1 und 2 dieses Artikels erwähnten Beförderungen sind ein Fahrtenblatt und eine Passierliste mitzuführen.</p><p>Die Vorlage für das oben erwähnte Fahrtenblatt wird von der in Artikel 13 vorgesehenen Gemischten Kommission erstellt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_4"><num>4</num><content><p> Andere als die unter Ziffer 1 und 2 dieses Artikels erwähnten Beförderungen (Linienverkehre) sind nach Massgabe des nationalen Rechts der Staaten der Vertragsparteien genehmigungspflichtig. Die Genehmigungen werden unter Wahrung der Gegenseitigkeit erteilt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_5"><num>5</num><content><p> Die Genehmigungsgesuche sind der zuständigen Behörde des Staates zu unterbreiten, in dem das Fahrzeug zum Verkehr zugelassen ist; diese übermittelt das Gesuch der zuständigen Behörde der anderen Vertragspartei. <span>Das Verfahren der Genehm</span><span>i</span><span>gungsausstellung und andere diesbezügliche Fragen werden von der in Artikel 13 vorgesehenen Gemischten Kommission geregelt.</span></p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_6"><num>6</num><content><p> Die zuständige Behörde der Vertragspartei, die eine Genehmigung erteilt hat, unterrichtet hierüber die zuständige Behörde der anderen Vertragspartei durch Zustellung einer Kopie der erteilten Genehmigung.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Erforderliche Dokumente</heading><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1</num><content><p> Von Fall zu Fall sind die Genehmigungen oder die Fahrtenblätter und die Passagierlisten im Fahrzeug mitzuführen und auf Verlangen der Kontrollorgane vorzuzeigen. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2</num><content><p> Wird ein entsprechender Beweis vorgelegt, bedürfen Fahrzeuge, die als Ersatz für beschädigte oder in Panne geratene Fahrzeuge bestimmt sind, keiner im Voraus erteilten Leereinfahrtsgenehmigung. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_3"><num>3</num><content><p> Bei Leertransitfahrten hat der Unternehmer nachzuweisen, dass er das Gebiet der anderen Vertragspartei leer durchfährt.</p></content></paragraph></article></title><title eId="tit_III"><num>Titel III: </num><heading>Güterbeförderungen auf der Strasse</heading><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Zugangsbedingungen</heading><paragraph eId="art_5/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_5/para_1/listintro"> Unter der Voraussetzung einer Bewilligung ist jeder Unternehmer einer Vertragspartei berechtigt, vorübergehend ein leeres oder beladenes Fahrzeug in das Staatsgebiet der anderen Vertragspartei einzuführen, um Güter zu befördern:</listIntroduction><item eId="art_5/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>zwischen einem Ort im Staatsgebiet der einen Vertragspartei und einem Ort im Staatsgebiet der anderen Vertragspartei; oder</p></item><item eId="art_5/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>im Transit durch das Staatsgebiet der anderen Vertragspartei; oder</p></item><item eId="art_5/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>von einem Drittstaat ins Staatsgebiet der anderen Vertragspartei.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>2</num><content><p> Die in Artikel 13 vorgesehene Gemischte Kommission kann weitere Massnahmen zur Befreiung von der Bewilligungspflicht vorsehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_3"><num>3</num><content><p> Die Gemischte Kommission setzt das Bewilligungskontingent fest und bestimmt die Modalitäten für die Erteilung und die Gültigkeitsdauer der Genehmigungen (für die Fahrt oder zeitlich beschränkt) sowie für die Fälle, die von der Bewilligungspflicht ausgenommen sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Fahrzeugkombinationen</heading><paragraph eId="art_6/para"><content><p>Bei Beförderungen mittels Anhänger- und Sattelzügen, die aus Fahrzeugen von unterschiedlicher Nationalität bestehen, sind die Bestimmungen des Abkommens nur dann auf den ganzen Zug anwendbar, sofern das Zugfahrzeug im Gebiet einer Vertragspartei zum Verkehr zugelassen ist.</p></content></paragraph></article></title><title eId="tit_IV"><num>Titel IV: </num><heading>Allgemeine Bestimmungen</heading><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Anwendung des nationalen Rechts</heading><paragraph eId="art_7/para"><content><p>In allen Belangen, die dieses Abkommen nicht regelt, haben die Unternehmer und die Fahrzeugführer einer Vertragspartei bei Fahrten im Staatsgebiet der anderen Vertragspartei die Bestimmungen der dort geltenden Gesetze und Vorschriften, die nicht diskriminierend angewendet werden, einzuhalten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Verbot landesinterner Beförderungen</heading><paragraph eId="art_8/para"><content><p>Die Kabotagebeförderungen von Personen und Gütern sind nicht erlaubt. Die in Artikel 13 vorgesehene Gemischte Kommission kann diesbezüglich Sonderregelungen einführen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Zuständige Behörden</heading><paragraph eId="art_9/para"><content><p>Die zuständigen Behörden der Vertragsparteien für die Umsetzung des Abkommens sind:</p><p>Für die Schweiz:</p><p>Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation</p><p>Bundesamt für Verkehr</p><p>CH-3003 Bern</p><p>Für Algerien:</p><p>Ministère chargé des transports </p><p>Direction des transports terrestres</p><p>119, Rue Didouche Mourad</p><p>Alger (Algérie)</p><p>Diese Behörden können direkt miteinander in Kontakt treten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><heading>Masse und Gewichte der Fahrzeuge</heading><paragraph eId="art_10/para_1"><num>1</num><content><p> In Bezug auf die Masse und Gewichte der Strassenfahrzeuge verpflichtet sich jede Vertragspartei, Fahrzeuge, die im Gebiet der anderen Vertragspartei zum Verkehr zugelassen sind, keinen strengeren Bedingungen zu unterstellen als Fahrzeuge, die im eigenen Gebiet zum Verkehr zugelassen sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_2"><num>2</num><content><p> Für den Fall, dass die Fahrzeuge die Masse und Gewichte übersteigen, die im nationalen Recht jeder Vertragspartei festgesetzt sind, finden die folgenden Verfahren Anwendung:</p><p>Für die Schweiz:</p><p>Fahrzeuge, die in Algerien zum Verkehr zugelassen sind, dürfen mit einer Bewilligung, die entweder vom schweizerischen Zollamt oder vom Bundesamt für Strassen, CH-3003 Bern, ausgestellt wird, in die vom Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation festgelegte Grenzzone der Schweiz einfahren. </p><p>Für Beförderungen über diese Grenzzone hinaus erteilt das Bundesamt für Strassen, CH-3003 Bern, Spezialbewilligung nur für ein unteilbares Gut, sofern die Strassenbedingungen die Erteilung der Bewilligung gestatten. Die Gesuche sind dieser Behörde vorgängig zu unterbreiten.</p><p>Das im Fahrzeugausweis eingetragene Gesamtgewicht darf auf keinen Fall überschritten werden.</p><p>Für Algerien:</p><p>Gesuche für Spezialbeförderungen müssen beim Wali des Wilaya, in dem die Landesgrenze überquert wird, eingereicht werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><heading>Zoll</heading><paragraph eId="art_11/para_1"><num>1</num><content><p> Brenn- und Treibstoffe und Schmieröle, die sich in den normalen Fahrzeugtanks der vorübergehend eingeführten Fahrzeuge befinden, sowie die persönlichen Gegenstände des Personals werden frei von Einfuhrabgaben und ohne Einfuhrverbote und Einfuhrbeschränkungen zugelassen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>2</num><content><p> Ersatzteile, die zur Instandsetzung eines bestimmten, bereits vorübergehend eingeführten Fahrzeuges dienen, werden frei von Einfuhrabgaben und ohne Einfuhrverbote und Einfuhrbeschränkungen zur vorübergehenden Einfuhr zugelassen. Die Vertragsparteien können für diese Ersatzteile die Abfertigung mit Ausweis für die vorübergehende Einfuhr vorsehen. <span>Die ersetzten Teile sind zu verzollen, auszufü</span><span>h</span><span>ren oder unter Zollaufsicht zu vernichten.</span></p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><heading>Widerhandlungen</heading><paragraph eId="art_12/para_1"><num>1</num><content><p> Die zuständigen Behörden sorgen dafür, dass die Bestimmungen dieses Abkommens von den Unternehmern eingehalten werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_2"><num>2</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_12/para_2/listintro"> Gegen Unternehmer und Fahrzeugführer, die auf dem Staatsgebiet der anderen Vertragspartei Bestimmungen des Abkommens oder der dort geltenden Gesetze und Vorschriften über die Strassenbeförderungen oder den Strassenverkehr verletzt haben, können auf Verlangen der zuständigen Behörden dieses Staates folgende Massnahmen angeordnet werden, die durch die Behörden des Staates, in dem das Fahrzeug zum Verkehr zugelassen ist, zu vollziehen sind:</listIntroduction><item eId="art_12/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>Vorwarnung;</p></item><item eId="art_12/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>befristeter, teilweiser oder vollständiger Entzug der Berechtigung, Beförderungen auf dem Staatsgebiet der Vertragspartei, in dem die Widerhandlung begangen wurde, auszuführen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_3"><num>3</num><content><p> Die Behörde, die eine solche Massnahme getroffen hat, unterrichtet hierüber die zuständige Behörde der anderen Vertragspartei.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_4"><num>4</num><content><p> Vorbehalten bleiben Sanktionen, die gestützt auf das nationale Recht von den Gerichten oder zuständigen Behörden des Staates der Vertragspartei ergriffen werden können, auf deren Gebiet solche Widerhandlungen begangen wurden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><heading>Gemischte Kommission</heading><paragraph eId="art_13/para_1"><num>1</num><content><p> Die Vertragsparteien setzen für Fragen betreffend den Vollzug dieses Abkommens eine Gemischte Kommission ein, die sich aus Vertretern der Vertragsparteien zusammensetzt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_2"><num>2</num><content><p> Diese Kommission trifft sich abwechslungsweise in der Schweiz und in Algerien, wenn eine der Vertragsparteien dies verlangt. </p></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><heading>Anwendung auf das Fürstentum Liechtenstein</heading><paragraph eId="art_14/para"><content><p>Dem Wunsch des Fürstentums Liechtenstein entsprechend, erstreckt sich das Abkommen auch auf das Fürstentum Liechtenstein, solange dieses durch einen Zollanschlussvertrag mit der Schweiz verbunden ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><heading>Inkrafttreten und Geltungsdauer</heading><paragraph eId="art_15/para_1"><num>1</num><content><p> Dieses Abkommen tritt in Kraft, sobald jede Vertragspartei die andere auf diplomatischem Weg davon in Kenntnis gesetzt hat, dass die erforderlichen innerstaatlichen Voraussetzungen erfüllt sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_2"><num>2</num><content><p> Das Abkommen gilt für eine unbestimmte Dauer; es kann von jeder Vertragspartei auf diplomatischem Weg gekündigt werden. In diesem Fall verliert das Abkommen seine Gültigkeit sechs Monate, nachdem die andere Vertragspartei die Kündigung erhalten hat.</p></content></paragraph></article></title><signature><p>Zu Urkund dessen haben die von ihren Regierungen gehörig Bevollmächtigten dieses Abkommen unterzeichnet.</p><p>Geschehen in Algier, am 23. Juni 2004, in zwei Originalen in französischer und arabischer Sprache, wobei jeder Wortlaut gleichermassen verbindlich ist. </p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Für den<br/>Schweizerischen Bundesrat:</p></td><td><p>Für die<br/>Demokratische Volksrepublik Algerien:</p></td></tr><tr><td><p>Franz von Däniken </p></td><td><p>Hocine Meghlaoui</p></td></tr></table></signature></body></act></akomaNtoso>