Abteilung III C-2646/2008/kui {T 0/2} U r t e i l v o m 2 4 . F e b r u a r 2 0 1 0 Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), Richter Alberto Meuli, Richterin Madeleine Hirsig, Gerichtsschreiberin Ingrid Künzli. B._______, Beschwerdeführerin, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. IV, Beschwerde gegen Verfügung vom 1. April 2008. B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandC-2646/2008 Sachverhalt: A. Die am _______ 1951 geborene B._______ (im Folgenden: Be- schwerdeführerin) reichte am 31. Mai 2006 (Datum der Entgegen- nahme der Anmeldung durch den deutschen Versicherungsträger) ein Ge such um Gewährung von Leistungen der schweizerischen Invali- denversicherung ein (IV-Akten, act. 9). Sie lebt in Deutschland und ist Staatsangehörige der Schweiz und Deutschlands. Gemäss dem Aus- zug aus dem individuellen Konto der Schweizerischen Ausgleichs- kasse (IV-Akten, act. 8) hat sie in der Zeit von 1969 bis 1979 mit Unterbrüchen in der Schweiz gearbeitet oder war aufgrund der Ver- sicherteneigenschaft ihres damaligen Ehegatten in der Schweiz ver- sichert. Im Laufe des Gesuchsverfahrens wurden umfangreiche medizinische Unterlagen eingereicht, aus welchen verschiedene orthopädische Be- schwerden, insbesondere der beiden Kniegelenke, des rechten Fus- ses, der Lendenwirbelsäule und der Hüftgelenke, hervorgingen (IV- Akten, act. 34 - 54). B. Mit Vorbescheid vom 26. Februar 2008 (IV-Akten, act. 57) stellte die Eidgenössische Invalidenversicherung (IV), IV Stelle für Versicherte im Ausland (im Folgenden: IVSTA oder Vorinstanz) die Abweisung des Leistungsgesuches in Aussicht. Sie hielt fest, aus den Akten ergebe sich, dass keine gemäss den gesetzlichen Bestimmungen ausreichen- de durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres vorliege. Trotz der Gesundheitsbeeinträchtigung sei eine Betätigung im bisheri- gen Aufgabenbereich sowie eine dem Gesundheitszustand angepass- te gewinnbringende Teilzeit-Tätigkeit noch immer in rentenausschlies- sender Weise zumutbar. C. In ihrer Eingabe vom 10. März 2008 (IV-Akten, act. 60) wandte sich die Beschwerdeführerin gegen den Vorbescheid und reichte den Bescheid des Landesratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Versorgungsamt, vom 5. Septem ber 2007 (IV-Akten, act. 59) ein, wonach in Ausführung der Anerkenntnis des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 11. Juli 2007 (IV-Akten, act. 61) der Behinderungsgrad auf 50% festgelegt wurde. Seite 2C-2646/2008 D. Mit Verfügung vom 1. April 2008 wies die IVSTA das Leistungsgesuch der Beschwerdeführerin ab (IV-Akten, act. 63). Sie wiederholte die be- reits im Vorbescheid angeführten Abweisungsgründe und führte ergän- zend aus, die Eingabe vom 10. März 2008 mit Beilagen vermöge an der Richtigkeit des Vorbescheides nichts zu ändern. Die Anerkennung einer bleibenden Invalidität durch die deutschen Behörden, basierend auf einer Arbeitsunfähigkeit von 50%, sei für die schweizerischen Be- hörden in keiner Weise bindend. Der Invaliditätsgrad bemesse sich nach schweizerischem Recht nicht nur aufgrund der Gesundheitsbe- einträchtigung als solche, sondern nach deren Auswirkungen auf die Erwerbsfähigkeit. E. Gegen diese Verfügung reichte die Beschwerdeführerin am 22. April 2008 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde ein und beantragte sinngemäss, die Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr eine ihrer Invalidität entsprechende Invalidenrente zuzusprechen. F. Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 12. August 2008 die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie im We- sentlichen auf die Stellungnahme des medizinischen Dienstes der IVSTA (im Folgenden: medizinischer Dienst, IV-Akten, act. 56). Weiter hielt sie fest, für die Invaliditätsbemessung seien – mangels einer ab- weichenden gemeinschafts- bzw. abkommensrechtlichen Regelung – allein die schweizerischen Rechtsnormen massgebend. Es bestehe keine Bindung an die Beurteilung durch ausländische Versicherungs- träger; vielmehr unterlägen die eingereichten Dokumente der freien Würdigung durch die Organe der schweizerischen Invalidenversiche- rung. G. In ihrer Replik vom 27. August 2008 bestätigte die Beschwerdeführerin sinngemäss ihre Beschwerdebegehren und reichte weitere medizini- sche Unterlagen ein. H. Der mit Verfügung vom 19. August 2008 einverlangte Verfahrens- kostenvorschuss von Fr. 400.- ging beim Bundesverwaltungsgericht am 2. September 2009 ein. Seite 3C-2646/2008 I. Die Vorinstanz hielt in ihrer Duplik vom 24. September 2008 am Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest. Sie habe die neu eingereichten Unterlagen dem medizinischen Dienst vorgelegt (IV-Akten, act. 65); dieser habe jedoch im Bericht vom 21. September 2008 an seiner Ein- schätzung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin festgehalten. J. Nachdem der Beschwerdeführerin am 3. November 2008 eine Kopie der Stellungnahme des medizinischen Dienstes zur Kenntnis gebracht worden war, beantragte sie mit Eingabe vom 18. November 2008 sinn- gemäss erneut die Gewährung einer halben IV-Rente. K. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die Entscheidfindung notwendig – im Rahmen der nach- folgenden Erwägungen näher eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. De zember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Die eidgenössische IV-Stelle für Versicherte im Ausland ist eine Vorinstanz im Sinne von Art. 33 Bst. d VGG. Die Zuständigkeit des Bundesverwal- tungsgerichts zur Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen dieser IV-Stelle ist zudem in Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) ausdrücklich vorgesehen. Angefochten ist eine Verfügung der IV-Stelle für Versicherte im Aus- land. Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zur Beurteilung der Be- schwerde zuständig. Seite 4C-2646/2008 1.2 Nach Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) ist zur Beschwerdeführung vor dem Bundesverwaltungsgericht legitimiert, wer durch die angefochtene Verfügung berührt ist und ein schutz- würdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG). Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren als Partei teilgenommen. Sie ist als Adressatin durch die an- gefochtene Verfügung besonders berührt, und hat an ihrer Aufhebung bzw. Änderung ein schutzwürdiges Interesse. Nachdem der einver- langte Verfahrenskostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde, ist auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten (Art. 60 ATSG; vgl. auch Art. 20 Abs. 1 und 3, Art. 50 und Art. 52 VwVG). 2. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im We- sentlichen nach den Vorschriften des VGG, des VwVG (vgl. Art. 37 VGG) sowie des ATSG (vgl. Art. 3 Bst. dbis VwVG). Dabei finden nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln diejenigen Rechts- sätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2; vgl. auch Art. 53 Abs. 2 VGG). 2.1 Mit der Beschwerde kann gerügt werden, die vorinstanzliche Ver- fügung verletze Bundesrecht (einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs von Ermessen), beruhe auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). 2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be- gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be- schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut- heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be- gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ G YGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212). 3. Da die Beschwerdeführerin das Schweizer Bürgerrecht besitzt, ist bei der Beurteilung des geltend gemachten Anspruchs auf IV-Leistungen trotz ihres Wohnsitzes in Deutschland ausschliesslich schweizerisches Recht anwendbar. Seite 5C-2646/2008 3.1 Die Beschwerdeführerin macht zunächst sinngemäss geltend, der Um stand, dass sie in Deutschland als zu 50 % behindert gelte und sie eine entsprechende deutsche Invalidenrente erhalte, belege ihren An- spruch auf eine Invalidenrente in der Schweiz. Es könne nicht sein, dass Ärzte in zwei Ländern zu derart unterschiedlichen Ergebnissen gelangten. 3.2 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin lässt sich aus dem Umstand, dass ihr in Deutschland eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung zuerkannt wurde, für das vorliegende Verfahren nichts zu ihren Gunsten ableiten, denn nach ständiger Rechtspre- chung, wie von der Vorinstanz korrekt ausgeführt, präjudiziert die Ge- währung von Leistungen durch ein ausländisches Versicherungsorgan die invalidenversicherungsrechtliche Beurteilung nach schweizeri- schem Recht nicht (BGE 130 V 253 E. 2.4, Urteil des Bundesverwal- tungsgerichts C-6130/2007 vom 24. Juni 2008 E. 7). Dies muss umso mehr gelten, als sich nach Deutschem Recht die Anspruchsvoraus- setzungen nicht nach den gleichen Kriterien beurteilen wie im schwei- zerischen Recht. Hingegen sind die dem Entscheid des deutschen Ver- sicherungsträgers zugrunde gelegenen Arztberichte auch im vorlie- genden Verfahren heranzuziehen, um die Arbeitsfähigkeit der Be- schwerdeführerin zu beurteilen. 4. Im folgenden sind die für die Beurteilung der Streitsache wesentlichen schweizerischen (materiellen) Rechtssätze und die von der Rechtspre- chung dazu entwickelten Grundsätze darzustellen. 4.1 Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung (hier: 1. April 2008) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Weiter sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung hatten (BGE 130 V 329). Vorliegend sind – pro rata temporis – insbesondere auch die Änderungen des IVG und des ATSG vom 6. Ok tober 2006 (5. IV-Revision, AS 2007 5129, in Kraft seit 1. Januar 2008) im vorliegenden Verfahren zu beachten, da die angefochtene Verfügung nach Inkrafttreten der entsprechenden Bestimmungen ergangen ist (vgl. auch U ELI KIESER , ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich Basel Genf 2009, Art. 82 Rz. 5 und 6). Seite 6C-2646/2008 4.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG (in der seit dem 1. Januar 2008 gültigen Fassung) haben Versicherte Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid sind, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 % auf eine ganze Rente. Laut Abs. 29 Abs. 4 IVG (in Kraft seit dem 1. Ja- nuar 2008) werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben. Eine – vorliegend anwendbare – Ausnahme von diesem Prinzip gilt für Schweizer Bürger und Staatsangehörige der Europäischen Gemein schaft, denen bei einem Invaliditätsgrad ab 40% eine Rente ausgerichtet wird, wenn sie in einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemein schaft Wohnsitz haben (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.3). Weiter hat nach der seit dem 1. Januar 2008 gültigen Fassung von Art. 36 Abs. 1 IVG nur Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenver- sicherung, wer bei Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenver- sicherung (AHV/IV) geleistet hat. 4.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau- ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Un- fall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein- trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver- bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG, in Kraft sei 1. Januar 2008). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beein- trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgaben- bereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Der Begriff der Invalidität ist demnach nicht nach medizinischen Kriterien definiert, sondern nach der Unfähigkeit, Erwerbseinkommen Seite 7C-2646/2008 zu erzielen (BGE 110 V 275 E. 4a, BGE 102 V 166). Dabei sind die Erwerbs- bzw. Arbeitsmöglichkeiten nicht nur im angestammten Beruf bzw. der bisherigen Tätigkeit, sondern – wenn erforderlich – auch in zumutbaren Verweisungstätigkeiten zu prüfen. Der Invaliditätsgrad ist also nach wirtschaftlichen und nicht nach medizinischen Grundsätzen zu ermitteln. Bei der Bemessung der Invalidität kommt es somit einzig auf die objektiven wirtschaftlichen Folgen einer funktionellen Behinde- rung an, und nicht allein auf den ärztlich festgelegten Grad der funktio- nellen Einschränkung (BGE 110 V 275; ZAK 1985 S. 459). 4.4 Trotzdem ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätig- keiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge- mu tet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI- Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). Die rein wirtschaftlichen und rechtlichen Be urteilungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Bestimmung der Erwerbsfähigkeit, obliegen dagegen der Verwaltung und im Be- schwerdefall dem Gericht. 4.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entschei- dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf all- seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be- rücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Be urteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der einge- reichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 157 E. 1c). 4.6 Vor der Berechnung des Invaliditätsgrades muss jeweils beurteilt werden, ob eine versicherte Person als ganztägig, teilzeitig oder nicht erwerbstätig einzustufen ist – was je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung führt (Einkommensvergleich, ge- mischte Methode, Betätigungsvergleich). Seite 8C-2646/2008 4.6.1Zu prüfen ist dabei, was die versicherte Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beein- trächtigung bestünde. So sind insbesondere bei im Haushalt tätigen Versicherten die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufga- ben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfü- gung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversi- cherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich- keit ausreicht (vgl. BGE 125 V 146 E. 2c, BGE 133 V 477 E. 6.3, BGE 133 V 504 E. 3.3, je mit Hinweisen). 4.6.2Laut bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für Hausfrauen, die vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens teilzeitig erwerbstätig waren, die sogenannte gemischte Methode anzuwenden (vgl. BGE 130 V 393 mit Hinweisen). Dabei wird die Invalidität im Bereich der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten auf Grund des Einkommensvergleichs bestimmt, im Bereich der üblichen Tätigkeit im Haushalt jedoch anhand des Betätigungs- vergleichs bemessen (Art. 28 Abs. 2ter IVG). Danach wird zunächst der Anteil der Erwerbstätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufga- benbereich (so unter anderem im Haushalt) bestimmt, wobei sich die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitli- che Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, mit Rücksicht auf die gesam - ten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozialen und erwerb- lichen Verhältnisse, beurteilt. Der Invaliditätsgrad ergibt sich schliess- lich aus einer Addition der in beiden Bereichen ermittelten und ge- wichteten Teilinvaliditäten. 5. Im Folgende ist die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerde- führerin durch die Vorinstanz zu überprüfen, die sich im Wesentlichen auf die Beurteilung ihres medizinischen Dienstes stützt. 5.1 Für den medizinischen Dienst hat Dr. E._______ die zahlreichen im Laufe des Verfahrens vorgelegten, teilweise sehr ausführlichen Arztberichte und Gutachten gewürdigt. Er stützte seine Beurteilung Seite 9C-2646/2008 hauptsächlich auf die zwei fachärztliche Gutachten und eine sozialme- dizinische Beurteilung, welche er folgendermassen zusammen fasste: - Dr. B._______, Chirurg, vom 31. Juli 2006 (IV-Akten, act. 44): post- traumatische Veränderung beider Kniegelenke, Cervicobrachial- syndrom mit peripherer Parästhesie, Abnutzungsschaden der Beckenwirbelsäule und Lendenwirbelsäule mit Skoliose, Ab- nutzungsschaden der Hüftgelenke. Zumutbar seien leichte körper- liche Arbeiten, überwiegend im Sitzen, wenig Stehen und Gehen. - Dr. C._______, Orthopäde, vom 25. März 2007 (IV-Akten, act. 53): Zustand nach Kniegelenksendoprothese links ohne Patellagleit- flächenersatz mit Schmerzsymptomatik retropatellar, ausgeprägte mediale und retropatellare Arthrose im rechten Knie mit Schmerz- syndrom ohne gravierende Funktionsbeeinträchtigung, Wirbel- säulenschaden mit geringgradiger Funktionseinschränkung. - Sozialmedizinische Beurteilung vom 30. Juli 2007 (IV-Akten, act. 48, 49): leichte körperliche Tätigkeiten überwiegend im Sitzen, ohne Tragen von Lasten über 5 kg sei eine Tätigkeit von drei bis sechs Stunden zumutbar. Im Vordergrund der Beschwerden sei die Minderbelastung beider Kniegelenke. Diese Leistungseinschrän- kung bestehe seit dem 6. September 2006. 5.2 Aufgrund dieser einleuchtenden und nachvollziehbaren Gutachten, die sich auf eine umfassende Anamnese stützen und die geklagten Leiden vollumfänglich würdigen, kommt Dr. E._______ in seinem Bericht vom 17. Februar 2008 (IV-Akten, act. 56) im Wesentlichen zum Schluss, es bestehe ein beidseitiger Knieschaden, links finde sich eine Knietotalprothese mit Schmerzen und Flexionseinschränkung auf 90 Grad, rechts sei eine Gonarthrose festgestellt worden. Aufgrund dieser gesundheitlichen Beeinträchtigung könne der Beschwerdeführerin nur eine überwiegend sitzende Bürotätigkeit zugemutet werden, was ihrer bisherigen Tätigkeit entspreche. Gemäss der sozialmedizinischen Beurteilung sei eine Arbeitszeit von drei bis sechs Stunden zumutbar, er gehe somit von einer zumutbaren Arbeitszeit von 4.5 Stunden pro Tag oder einer Arbeitsunfähigkeit von 46% aus. Vor Eintritt des Ge- sundheitsschadens habe die Beschwerdeführerin halbtags im Büro gearbeitet. Im Haushalt sei die Arbeitsunfähigkeit geringer, da die Mitarbeit des Partners zumutbar sei und die Versicherte, gemäss Selbstdeklaration, viele Arbeiten selbständig ausübe. Sie betrage in diesem Tätigkeitsbereich 25%. Seite 10C-2646/2008 5.3 Die von Dr. E._______ für den medizinischen Dienst vorgenommene Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ist nachvollziehbar und in der Würdigung der medizinischen Situation einleuchtend. Es kann mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin in einer überwiegend sitzenden Bürotätigkeit 4.5 Stunden pro Tag arbeiten könnte und in dieser Hinsicht aus medizinischer Sicht zu 46% arbeitsunfähig ist. Ebenso wurde einleuchtend dargelegt, dass sie im Haushalt zu 25% eingeschränkt ist. Auch die im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten und erneut von Dr. E._______ begutachteten Unterlagen lassen die medizinische Beurteilung als umfassend und widerspruchsfrei erscheinen. Insoweit sind die Abklärungen der Vorinstanz nicht zu beanstanden. Jedoch ist darauf hinzuweisen, dass Dr. E._______ bei seiner Bestimmung der Arbeitsfähigkeit anscheinend von einer (vollschichtigen) Wochenarbeitszeit von 42 Stunden ausging ([5 x 4.5] x 100 / 42 = 53.57%), während die IVSTA in ihrer Berechnung des Invaliditätsgrades von eine wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden zu Grunde legte (IV-Akten, act. 58). Im Rahmen der Berechnung des Invaliditätsgrades wird diese Unstimmigkeit zu korrigieren sein. 6. Im weiteren ist die Methode der Invaliditätsbemessung zu bestimmen. 6.1 Die Vorinstanz – wie auch der medizinische Dienst – ging davon aus, dass die sogenannt gemischte Methode Anwendung finde (IV- Akten, act. 55). Sie hielt dabei fest, die Beschwerdeführerin erledige seit dem 1. Mai 2003 20 Stunden leichte Büroarbeiten, in den Jahren 2004 bis 2006 habe sie jedoch wegen verschiedener Operationen am Knie ihre Tätigkeit mehrmals unterbrechen müssen. In der Berechnung des Invaliditätsgrades setzte die IVSTA eine Normalarbeitszeit von 40 Stunden pro Woche für ganztags Erwerbstätige im betreffenden Er- werbszweig ein und gewichtete demnach ihre Tätigkeit im Haushalt mit 50% (IV-Akten, act. 58). 6.2 Gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin und im Frage- bogen für den Arbeitgeber (IV-Akten, act. 25, 26 und 30) war die Be- schwerdeführerin seit dem 1. Mai 2003 bei der T._______ GmbH, _______ mit einem Pensum von je vier Stunden während fünf Tagen die Woche beschäftigt. Augenscheinlich handelt es sich dabei um den Betrieb des zweiten Ehegatten, mit welchem sie seit 1999 verheiratet Seite 11C-2646/2008 ist. Die Beschwerdeführerin hat festgehalten, wegen ihrer Krankheit könne sie maximal vier Stunden pro Tag arbeiten. Seit der Operation (gemeint ist wohl die Implantation eines künstlichen Kniegelenkes [TEP] links am 27. September 2006) sei sie krank geschrieben. Aus den Akten der Vorinstanz geht weiter hervor, dass die Be- schwerdeführerin ab 1979 nicht mehr in der Schweiz arbeitete (Auszug aus dem individuellen Konto, IV-Akten, act. 8). Die Beschwerdeführerin hat zwei Kinder, welche 1972 und 1977 geboren wurden. Gemäss der Bescheinigung des Versicherungsverlaufes in Deutschland (IV-Akten, act. 18) arbeitete sie ab Juni 1987 bis März 1996 bei verschiedenen Arbeitgebern in Deutschland, wobei sich mehrere Unterbrüche in der Erwerbstätigkeit – teilweise aus gesundheitlichen Gründen, teilweise infolge Arbeitslosigkeit – aus dem Versicherungsverlauf ergeben. Im Oktober 1988 hatte die Beschwerdeführerin – als sie als LKW-Fahrerin arbeitete – einen Verkehrsunfall mit Trümmerfraktur beider Knie- gelenke und weiteren Verletzungen erlitten. Für die Zeit zwischen März 1996 und Mai 2003 bestehen keine ausgewiesenen Versicherungs- zeiten. 6.3 Aufgrund der vorliegenden Unterlagen, erscheint es als über- wiegend wahrscheinlich, dass die 59-jährige, seit 1999 wieder ver- heiratete Beschwerdeführerin im Beurteilungszeitpunkt, auch ohne gesundheitliche Einschränkung, nicht Vollzeit arbeiten, sondern sich einen Teil ihrer Zeit der Pflege ihres 5-Zimmer-Hauses und des Gartens widmen würde. Es dürfte daher zur Bestimmung des Invalidi- tätsgrades die gemischte Methode Anwendung finden (vgl. allerdings E. 6.4 2. Absatz hiernach). 6.4 In den Akten finden sich jedoch keinerlei Angaben dazu, wie hoch der Beschäftigungsgrad der Beschwerdeführerin im ehelichen Betrieb oder in einer anderen leichten Tätigkeit ohne gesundheitliche Ein- schränkungen wäre. Für die Vornahme der Gewichtung der Anteile häuslicher und beruflicher Tätigkeit fehlen die massgeblichen An- gaben. Aufgrund der Akten lässt es sich nicht eruieren, in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin bei im Übrigen unveränderten Um- ständen beruflich arbeitstätig wäre, wenn keine gesundheitliche Beein- trächtigung bestünde. Die Beschwerdeführerin meldete sich zwar erst am 31. Mai 2006 bei der Invalidenversicherung an, jedoch macht sie seit längerer Zeit bestehende gesundheitliche Probleme geltend. Bereits im Arztbericht von Dr. med. D._______ vom 29. März 1993 (IV- Seite 12C-2646/2008 Akten, act. 34) wurde ein deutlicher retropatellarer Knorpelschaden mit Nebenbefund einer Chondropathie zweiten Grades am medialen Femurcondylus festgehalten, welche operativ behandelt wurde. Am 6. August 2002 (IV-Akten, act. 46) berichtete er über Gonarthrose links und rechts, Kniebeschwerden nach Patellafraktur beidseits sowie Grundgelenksarthrose D2 im rechten Fuss bei Zustand nach Morbus Köhler Typ II. Eine Arbeit als LKW-Fahrerin sei ihr wegen der Zwangs- haltung beim Fahren nicht zumutbar, da dies unweigerlich zu Be- schwerden in den Kniegelenken führe. Seit 1993 sind verschiedene operative Eingriffe zur Behandlung der Knieprobleme ausgewiesen (IV- Akten, act. 34 – 54). Am 27. September 2006 wurde links eine Knie- endoprothese (TEP) implantiert (IV-Akten, act. 48). Das Bundesverwaltungsgericht kann angesichts dieser seit längerem bestehenden Leiden nicht ausschliessen, dass die Beschwerde- führerin ohne gesundheitliche Beeinträchtigung heute vollschichtig oder doch zumindest zu einem wesentlich grösseren Anteil einer Er- werbstätigkeit nachgehen würde, als von der Vorinstanz angenommen. Mangels ausreichender Beweislage ist daher das potentielle Valideneinkommen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest- zulegen. 6.5 Nach Art. 61 Abs. 1 VwVG entscheidet die Beschwerdeinstanz grundsätzlich in der Sache selbst; nur ausnahmsweise weist sie die Streitsache mit verbindlichen Weisungen an die Vorinstanz zurück. Ein solcher Ausnahmefall ist im vorliegenden Verfahren wegen der in ent- scheidenden Punkten unvollständigen Aktenlage gegeben. Die Vor- instanz ist wesentlich besser als das Bundesverwaltungsgericht in der Lage, die erforderlichen zusätzlichen Beweise zu erheben bzw. aus- reichend abzuklären, zu welchem Prozentsatz die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Einschränkungen zum Zeitpunkt der Beurteilung erwerbstätig wäre. 7. Die Beschwerde ist demnach teilweise gutzuheissen und die Verfü- gung vom 1. März 2008 aufzuheben. Die Sache ist im Sinne der obi- gen Erwägungen zur weiteren Sachverhaltsabklärung zurückzuweisen. Die Vorinstanz wird angewiesen abzuklären, in welchem Umfang die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Einschränkungen zum Zeit- punkt der Beurteilung erwerbstätig wäre. Anschliessend hat sie den Invaliditätsgrad neu zu berechnen und neu zu verfügen. Seite 13C-2646/2008 8. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteientschädigung. 8.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Die Rückweisung gilt praxisgemäss als (teilweises) Obsiegen der Be- schwerde führenden Partei (BGE 132 V 215 E. 6). Der Beschwerde- führerin ist der geleistete Kostenvorschuss zurück zu erstatten. Der Vorinstanz sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 8.2 Mangels verhältnismässig hoher Kosten ist der anwaltlich nicht vertretenen Beschwerdeführerin keine Parteientschädigung zuzuspre- chen (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 4 und Art. 8 des Regle- ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die haupt- sächlich unterliegende Vorinstanz hat als Bundesbehörde ohnehin keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die Verfügung der IV- Stelle für Versicherte im Ausland vom 1. April 2008 aufgehoben. Die Sache wird an die Vorinstanz zurückgewiesen mit der Anweisung, den Sachverhalt im Sinne der Erwägungen vollständig zu erheben und zu würdigen, um anschliessend neu zu verfügen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der geleistete Kosten- vorschuss von Fr. 400.- wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 4. Dieses Urteil geht an: Seite 14C-2646/2008 - die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein) - die Vorinstanz (Ref-Nr. _______) - Bundesamt für Sozialversicherungen Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Stefan Mesmer Ingrid Künzli Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). Versand: Seite 15