Beschluss vom 24. Januar 2014 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, Andreas J. Keller und Patrick Robert-Nicoud, Gerichtsschreiber Stefan Graf Parteien 1. A. SA, vertreten durch Advokat Dieter Gysin, 2. B., vertreten durch Rechtsanwalt Stefan Rechstei- ner und Advokatin Yvonne Pieles, Beschwerdeführer gegen BUNDESANWALTSCHAFT, Beschwerdegegnerin Gegenstand Hausdurchsuchung (Art. 244 f. StPO); Beschlagnahme (Art. 263 ff. StPO) B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l Geschäftsnummer n: BB.2013.173 , BB.2013.174 - 2 - Sachverhalt: A. Mit Eingabe vom 30. Oktober 2013 erhob der Verein C. bei der Bundesan- waltschaft eine Strafanzeige gegen die A. SA (act. 1.13), worauf die Bu n- desanwaltschaft am 1. November 2013 gegen den Vize -Präsidenten der A. SA, B., und gegen unbekannte Täterschaft, sub sidiär gegen die A. SA, eine Strafuntersuchung eröffnete (Akten BA, pag. 01 -00-0001). Gegen- stand der Untersuchung bilden der Verdacht der Geldwäscherei (Art. 305 bis Ziff. 2 StGB im Zusammenhang mit Kriegsverbrechen) und der Gehilfe n- schaft zu Kriegsverbrechen durch Plünderung ( Art. 108 und 109 der bis 31. Dezember 2010 geltenden Fassung d es Militärstrafgesetzes vom 13. Juni 1927 [MStG; SR 321.0]) i.V.m. Art. 4 Abs. 2 lit. g des Zusatzproto- kolls zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 über de n Schutz der Opfer nicht internationaler bewaffneter Konflikte; SR 0.518.522). Die A. SA wird hierbei beschuldigt, in den Jahren 2004 und 2005 Golderz in der Schweiz eingeschmolzen und verarbeitet zu haben, welches Rebellen im Norden der Demokratischen Rep ublik Kongo im Rahmen des bewaffneten Konflikts durch Plünderungen von Goldminen erlangt haben sollen (vgl. Ak- ten BA, pag. 01-00-0001). B. Mit Durchsuchungs - und Beschlagnahmebefehl vom 1. November 2013 beauftragte die Bundesanwaltschaft die Bundeskriminalpolizei mit der Vo r- nahme einer Hausdurchsuchung am Sitz der A. SA, der Durchsuchung von Aufzeichnungen und der Beschlagnahme von Beweismitteln (act. 1.2). Die entsprechende Hausdurchsuchung wurde am 4. November 2013 vorg e- nommen. Hierbei wurde eine Reihe von Unterlagen und elektronischen Da- ten sichergestellt (vgl. zum Ganzen act. 5.1). Mit Eingabe vom 8. Nove m- ber 2013 ersuchten die Verteidiger von B. die Bundesanwaltschaft um voll- umfängliche Gewährung der Verteidigungsrechte, insbesondere die umfa s- sende Einsicht in die verfahrensrelevanten Akten (Akten BA, pag. 16 -01- 0001 f.). Am selben Tag lie ss die Bundesanwaltschaft B. die dem Verfa h- ren zu Grunde liegende Strafanzeige (ohne Beilagen) zugehen (act. 1.12). C. Am 14. November 2013 erhoben die A. SA und B. bei d er Beschwerd e- kammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde und beantragen Folgendes (act. 1): - 3 - "Rechtsbegehren: 1. Es sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 1. November 2013 aufzuheben. 2. Demgemäss sei die Beschlagnahme aufzuheben und seien die anlässlich der Hau s- durchsuchung vom 4. November 2013 bei der Beschwerdeführerin 1 beschlagnahmten G e- genstände an diese herauszugeben. 3. Unter o/e-Kostenfolge. Verfahrensantrag: Es sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, das Verfahren Nr. […] unverzüglich einzustel- len." In ihrer Beschwerdeantwort vom 29. November 2013 schliesst die Bunde s- anwaltschaft auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde, soweit auf diese eingetreten werden könne (act. 4). Gleichzeitig übermachte die Bundesa n- waltschaft der Beschwerdekammer die Verfahrensakten, machte dabei aber darauf aufmerksam, dass die Beilagen zur Strafanzeige den Beschu l- digten im Strafverfahren in Anwendung von Art. 101 StPO noch nicht zur Einsichtnahme offen stünden. Die Bundesanwaltschaft ersuchte diesbezüg- lich vor einer allfälligen Aktenöffnung um Kontaktnahme, sollte es unmö g- lich sein, diese Beilagen im Beschwerdeverfahren geheim zu halten (act. 4, S. 3). Mit Verfügung vom 5. Dezember 2013 schickte die Beschwerdekammer der Bundesanwaltschaft die ein gereichten Anzeigebeilagen zurück und räumte ihr die Gelegenheit ein, selektiv diejenigen Aktenstücke, welche den Beschwerdeführern auch im Beschwerdeverfahren offen gelegt werden können, und eine diesbezüglich ergänzte Beschwerdeantwort einzureichen (act. 6). Die entsprechend angepasste Be schwerdeantwort datiert vom 11. Dezember 2013 (act. 9). Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels halten die Parteien an ihren bisherigen Anträgen fest (act. 13, 15 und 17). Die Duplik der Bundesanwaltschaft wu rde den Besch werdeführern am 7. Januar 2014 zur Kenntnis gebracht (act. 18). Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, s o- weit erforderlich, in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen eingega n- gen. - 4 - Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft kann bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde nach den Vorschriften der Art. 393 ff. StPO erhoben werden (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG ). Zur Beschwerde berechtigt ist jede Partei oder jeder andere Verfahrensbeteiligte, welche oder welcher ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheides haben (Art. 382 Abs. 1 StPO; Botschaft vom 21. Dezembe r 2005 zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts, BBl 2006 S. 1308). Die Beschwerde gegen schriftlich oder mündlich eröf f- nete Entscheide ist innert zehn Tagen schriftlich und begründet einzure i- chen (Art. 396 Abs. 1 StPO). Mit ihr gerügt werden können gemäss Art. 393 Abs. 2 StPO Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Mis s- brauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung (lit. a), die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) sowie die Unangemessenheit (lit. c). 1.2 1.2.1 Ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides und damit eine für das Vorliegen der Beschwerdelegitimation erforderliche Beschwer ist nur dann zu bejahen, wenn der Beschwerdefü h- rer selbst in seinen eigen en Rechten unmittelbar und direkt betroffen ist (vgl. zum Ganzen ausführlich GUIDON, Die Beschwerde gemäss Schweize- rischer Strafprozessordnung, Berner Diss., Zürich/St. Gallen 2011, N. 23 2 ff.; SCHMID, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 2. Au fl., Zürich/St. Gallen 2013, N. 1458; siehe auch die Urteile des Bundesgerichts 1B_669/2012 vom 12. März 201 3 und 1B_657/2012 vom 8. März 201 3, je- weils in E. 2.3.1 in fine; 1B_94/2012 vom 2. April 2012, E. 2.1). 1.2.2 Die vorliegend angefochtenen Zwangsmassnahmen betreffen ausschliess- lich die Beschwerdeführerin 1. In deren Räumlichkeiten wurde die Hau s- durchsuchung vorgenommen, anlässlich welcher Teile ihrer Geschäftsu n- terlagen beschlagnahmt wurden. Der Beschwerdeführer 2 dagegen ist von diesen Mass nahmen selbst in seinen eigenen Rechten nicht betroffen, weshalb es ihm an der zur Beschwerdeführung i n eigenem Namen erfor- derlichen Beschwer fehlt. Eine solche ergibt sich auch nicht aus seiner Stellung als Vize -Präsident der Beschwerdeführerin 1 (vgl. hierzu GUIDON, a.a.O., N. 235 m.w.H.). Soweit die vorliegende Beschwerde im Namen des Beschwerdeführers 2 erhoben worden ist, ist auf diese nicht einzutreten. - 5 - 1.3 1.3.1 Das Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides gemäss Art. 382 Abs. 1 StPO hat nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zudem ein aktuelles und praktisches zu sein (Urteil e des Bundesgerichts 1B_669/2012 vom 12. März 2013 und 1B_657/2012 vom 8. März 2013, je- weils E. 2.3.1). 1.3.2 Die mit vorliegender Beschwerde ebenfalls angefochtene Hausdurchs u- chung ist jedoch bereits abgeschlossen, weshalb es der Beschwerdeführ e- rin 1 an einem aktuellen und praktischen Int eresse an der Aufhebung oder Änderung der Anordnung der Hausdurchsuchung fehlt (BGE 118 IV 67 E. 1c; TPF 2004 34 E. 2.2 ; Beschluss des Bundesstrafgerichts BB.2012.158 vom 7. Juni 2013, E. 1.2.1 ). Eine ausnahmsweise Überpr ü- fung der Hausdurchsuchung drängt s ich vorliegend nicht auf, da die ang e- fochtene Zwangsmassnahme nicht von grundsätzlicher Bedeutung ist und an deren Beurteilung kein hinreichendes öffentliches Interesse besteht (TPF 2004 34 E. 2.2). Die von verschiedenen Autoren geäusserten Zweifel an der Vereinbarkeit dieser Rechtsprechung mit konventions - und verfas- sungsrechtlichen Normen (OBERHOLZER, Grundzüge des Strafprozes s- rechts, 3. Aufl., Bern 2012, N. 1071; KELLER, Kommentar zur Schweizer i- schen Strafprozessordnung [StPO], Zürich/Basel/Genf 2010, Art. 244 StPO N. 15 f.) führen im vorliegenden Fall zu keinem anderen Ergebnis. Die Rechtsweggarantie zu Gunsten der Beschwerdeführerin 1 ist gewahrt, da es dieser als beschuldigter Person gemäss Art. 431 Abs. 1 StPO auch o h- ne einen Freispruch oder eine Einstellung zustehen würde, später noch die Ausrichtung einer Entschädigung bzw. einer Genugtuung für rechtswidrige Zwangsmassnahmen zu beantragen (vgl. zum Ganzen KELLER, a.a.O., Art. 244 StPO N. 16). Nach dem Gesagten ist auf die im Namen der B e- schwerdeführerin 1 erhobene Beschwerde nicht einzutreten, soweit mit dieser die Aufhebung der Verfügung auf Hausdurchsuchung beantragt wird. 1.4 Nicht einzutreten ist vorliegend auch auf den im Rahmen der Beschwerde gestellten Verfahrensantrag der Beschwerdeführerin 1, mi t welchem diese die Einstellung des gegen sie eröffneten Strafverfahrens beantragt. Vorli e- gend kommt dieser Antrag unmittelbar nach Eröffnung des Strafverfahrens wohl der Anfechtung von dessen Eröffnung gleich. Eine solche wäre jedoch ohnehin unzulässig, schliesst das Gesetz doch explizit den Eröffnungsen t- scheid der Staatsanwaltschaft von der Beschwerde aus (vgl. Art. 309 Abs. 3 StPO). Selbst bei gegebener Beschwerdefähigkeit aber wäre ein derartiger Antrag zuerst der Beschwerdegegnerin als der verfahrensle iten-- 6 - den Behörde des Strafverfahrens (siehe Art. 61 lit. a StPO) zu unterbreiten gewesen. 1.5 Ohne weiteres beschwert ist die Beschwerdeführerin 1 aber durch die e r- folgte Beschlagnahme diverser Aufzeichnungen aus ihren Geschäftsrä u- men. Diesbezüglich ist auf di e im Übrigen frist - und formgerecht erhobene Beschwerde einzutreten. 2. Vorliegend zu Bemerkungen Anlass gibt der Umstand, dass die Beschwe r- degegnerin im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens der B e- schwerdekammer Anzeigebeilagen übermachte, in welche die Beschwe r- deführer nach Ansicht der Beschwerdegegnerin gerade nicht Einsicht ne h- men sollten. Die frühere Praxis der Beschwerdekammer zur BStP liess es nicht zu, dass diese von Aktenstücken Kenntnis nimmt, welche einer Partei nicht o ffen gelegt werden sollen (vg l. hierzu den Leitentscheid TPF 2005 209 E. 3.4). An dieser Praxis ist auch unter dem Geltungsbereich der ne u- en Strafprozessordnung festzuhalten ( siehe den Beschluss des Bunde s- strafgerichts BB.2011.78 vom 5. Dezember 2011, E. 1 m.w.H.). Entspr e- chend wurden die der Beschwerdekammer eingereichte n Anzeigebeilagen von dieser ohne Kenntnisnahme deren Inhalts an die Beschwerdegegnerin retourniert, zur allfälligen Neueinreichung nur jener Anzeigebeilagen, we l- che auch den Beschwerdeführern offen gelegt werden konnten. 3. 3.1 Die Beschwerdeführerin 1 rügt weiter eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör. Eine solche erblickt sie einerseits im Umstand, dass ihr bisher noch keine (vollumfängliche) Einsicht in die verfahrensrelevante n Akten gewährt worden ist (act. 1, Rz. 44 und 50) , sowie in einer nur unge- nügenden Begründung der angefochtenen Beschlagnahmeverfügung (act. 1, Rz. 51; act. 15, Rz. 9 ff.). 3.2 Diesbezüglich ist festzuhalten, dass – sofern sich die Rüge der Beschwe r- deführerin 1 gegen die teilweise Verweigerung der Akteneinsicht als solche richtet – sie eine solche separat mittels Beschwerde anzufechten hat. Die Frage, ob die der Beschwerdeführerin 1 bis dato und auch im Beschwerd e- verfahren offen gelegten Akten einen hinreichenden Tatverdacht zu b e- gründen vermögen , beschlägt nicht eine Frage des rechtlichen Gehörs, sondern der Begründetheit der angefochtenen Beschlagnahme. Dasselbe gilt auch für den Vorwurf der Beschwerdeführerin 1, die Beschwerdegegne- rin habe die Beschlagnahmeverfügung nur ungenügend begründet. Sowohl - 7 - in der angefochtenen Verfügung selbst (act. 1.2, S. 2) als auch im Rahmen des Beschwerdeverfahrens (act. 4, S. 2) umschrieb die Beschwerdegegne- rin in Kürze den Gegenstand der an die Adresse der Beschwerde führerin 1 erhobenen Vorwürfe. Ob diese Ausführungen eine ausreichende Begrü n- dung darstellen, ist verknüpft mit der Frage, ob sie inhaltlich zu überzeugen vermögen. Sie betrifft damit zugleich die materielle Überprüfung der ang e- fochtenen Massnahme. Wie nachfolgend (E. 4.2.2 – 4.2.4) dargelegt wird, ist dies der Fall, weshalb sich die Rügen betreffend Gehörsverletzungen als unbegründet erweisen. 4. 4.1 Gemäss Art. 263 Abs. 1 lit. a StPO können Gegenstände einer beschuldi g- ten Person oder einer Drittperson beschlagnahmt werden, wenn diese vor- aussichtlich als Beweismittel gebraucht werden. Bei der Beweismittelb e- schlagnahme handelt es sich um eine provisorische strafprozessuale Massnahme zur Beweissicherung und Beweiserhaltung, mit dem mittelb a- ren Ziel, eine s trafrechtlich oder strafprozessual bedeutsame Tatsache z u- lasten oder zugunsten der beschuldigten Person nachzuweisen ( BOM- MER/GOLDSCHMID, Basler Kommentar, Basel 2011, Art. 263 StPO N. 9 ; vgl. auch HEIMGARTNER, Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO], Zürich/Basel/Genf 2010, Art. 263 StPO N. 7) . Es genügt eine g e- wisse Wahrscheinlichkeit, dass das Beweisobjekt unmittelbar oder mittelbar mit der strafbaren Handlung in Zusammenhang steht (Urteil des Bundesge- richts 1B_103/2012 vom 5. Juli 2012, E. 2.1 m.w.H.; vgl. HEIMGARTNER, a.a.O., Art. 263 StPO N. 15; SCHMID, a.a.O., N. 1111; OBERHOLZER, a.a.O., N. 1124 ). Als gesetzlich vorgesehene Zwangsmassnahme kann die B e- weismittelbeschlagnahme nur ergriffen werden, wenn ein hinreichender Tatverdacht vorliegt, die damit angestrebten Ziele nicht durch mildere Massnahmen erreicht werden können und die Bedeutung der Straftat die Zwangsmassnahme rechtfertigt (vgl. Art. 197 Abs. 1 StPO ). Schliesslich dürfen der Beschlagnahme keine Beschlagnahmeverbote entge gen stehen (BOMMER/GOLDSCHMID, a.a.O., Art. 263 StPO N. 22 ; HEIMGARTNER, a.a.O., Art. 263 StPO N. 14; SCHMID, a.a.O., N. 1120 ff.). Zur Begründung eines hinreichenden Tatverdachts bedarf es zweier El e- mente: Erstens muss ein Sachverhalt ausreichend detailliert umschrieben werden, damit eine Subsumtion unter einen oder allenfalls (auch alternativ) unter mehrere Tatbestände des Strafrechts überhaupt nachvollziehbar vo r- genommen werden kann. Zweitens müssen ausreichende Beweismittel oder Indizien angegeb en und vorgelegt werden, die diesen Sachverhalt stützen. In Abgrenzung zum dringenden setzt der hinreichende Tatverdacht - 8 - gerade nicht voraus, dass Beweise oder Indizien bereits für eine erhebliche oder hohe Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung sprechen. D er hinreichen- de Tatverdacht unterscheidet sich damit vom dringenden vor allem durch ein graduelles Element hinsichtlich der Beweislage, wobei der Strafbehörde auch in der Sachverhaltsdarstellung ein geringerer Konkretisierungsgrad zugebilligt werden muss (vgl. zum hinreichenden Tatverdacht und zu de s- sen Überprüfung durch die Rechtsmittelbehörde zuletzt das Urteil des Bu n- desgerichts 1B_713/2012 vom 21. Mai 2013, E. 3.1 ; siehe auch den Be- schluss des Bundesstrafgerichts BB.2012. 66 vom 5. Februar 2013, E. 4.2 m.w.H.). 4.2 4.2.1 Im Rahmen der angefochtenen Verfügung hält die Beschwerdegegnerin fest, es bestehe der hinreichende Verdacht, die Beschwerdeführerin 1 habe in den Jahren 2004 und 2005 in der Schweiz Golderz eingeschmolzen und verarbeitet, welches Rebellen im Nor dkongo durch Plünderungen von Goldminen im Rahmen des bewaffneten Konflikts erlangt hatten (act. 1.2, S. 2). Im Rahmen der Beschwerdeantwort führt die Beschwerdegegnerin diesbezüglich aus, eine ausführliche Strafanzeige mit umfangreichen Be i- lagen bilde die Grundlage des vorliegenden Strafverfahrens (act. 4, S. 2). 4.2.2 Die Strafanzeige schildert einleitend den jahrelang anhaltenden, bewaffn e- ten Konflikt in der an Uganda angrenzenden Provinz Ituri (Demokratische Republik Kongo). Die Provinz Ituri ist reich an Bo denschätzen wie Gold. Der Kampf um diese Bodenschätze sowie ethnische Spannungen gelten als Hauptgründe der auch im Jahr 2005 immer noch anhaltenden Ause i- nandersetzungen zwischen verfeindeten Milizen. Ebenso erwähnt wird der Umstand, dass verschiedene dieser Milizen die Kriegsführung mittels ille- galen Abbaus von Bodenschätzen finanziert haben. Die Strafanzeige beruft sich diesbezüglich und hinsichtlich der angeprangerten Verstösse gegen das humanitäre Völkerrecht u. a. auf eine Reihe von allgemein zugängl i- chen Dokumenten wie Berichten an und Resolutionen des Sicherheitsrates der UNO sowie auf Berichte verschiedener Organisationen wie Human Rights Watch und Ärzte ohne Grenzen (vgl. act. 1.13, S. 1 ff. und Anzeig e- beilagen 2 bis 20). Die Miliz namens "Front des nationalistes et intégratio n- nistes" (nachfolgend "FNI") habe hierbei von Mai 2003 bis mindestens April 2005 das Gebiet um die Stadt Mongbwalu kontrolliert und aus dem wide r- rechtlichen Abbau von Gold in den lokalen M inen beträchtliche Erlöse er- zielt, welche zur Beschaffung von Waffen eingesetzt worden seien (act. 1.13, S. 8 ff. ; vgl. hierzu beispielsweise den Bericht der UNO - Expertenkommission vom 23. Dezember 2005 in Anzeigebeilage 27 Rz. 89 ff.). Das illegal abgebau te Gold sei in der Folge ebenfalls illegal nach - 9 - Uganda exportiert und dort an die Gesellschaft D. Ltd. verkauft worden (vgl. hierzu act. 1.13, S. 12 – 14; vgl. u. a. Anzeigebeilage 32). Die D. Ltd. ihrerseits habe das Gold der E. Ltd. mit Sitz in Jersey weiterver- kauft (act. 1.13, S. 15 f. ; Anzeigebeilage 13, Rz. 126 ); für Letzere sei das Gold schliesslich durch die Beschwerdeführerin 1 zu Feingold verarbeitet worden (act. 1.13, S. 17 ff.) . In der Strafanzeige wird unter Bezugnahme auf die den Beschwerdeführern nicht offen gelegte und auch im Beschwe r- deverfahren nicht vorliegende Anzeigebeilage 31 geltend gemacht , dass in den Unterlagen zu den Geschäften zwischen der D. Ltd. und der E. Ltd. enthaltene Referenzcodes die illegale Herk unft des von der D. Ltd. an E. Ltd. verkauften Goldes belegen würden (vgl. act. 1.13, S. 15 ff.) . Ver- schiedene Angestellte von E. Ltd. se ien zudem spätestens im Okt o- ber 2004 durch eine Vertreterin der UNO ausdrücklich über die illegale Herkunft des Goldes in Kenntnis gesetzt worden (act. 1.13, S. 16). Die Be- schwerdeführerin 1 wiederum sei von E. Ltd. zur Verarbeitung des Goldes herangezogen worden, nachdem die bisher für die E. Ltd. tätige Raffinierie in Südafrika ihre Tätigkeit für die E. Ltd. eingestellt habe, angeblich weil Letztere ihr aus illegaler Herkunft stammendes Gold zur Verfügung gestellt habe (act. 1.13, S. 17 mit wiederum mehrfacher Bezugnahme auf die nicht vorliegende Anzeigebeilage 31). In den Begleitdokumenten zu den Goldlie- ferungen aus Ugan da an die Beschwerdeführerin 1 sei die Herkunft des Goldes ebenfalls klar ersichtlich gewesen (act. 1.13, S. 18). In der Strafan- zeige wird der Beschwerdeführerin 1 daher sinngemäss vorgeworfen, sie habe um die illegale Herkunft des von ihr verarbeiteten Go ldes wissen müssen (act. 1.13, S. 25 mit Hinweis auf die ebenfalls noch nicht offen ge- legten Anzeigebeilagen 46 bis 54 sowie mit Blick auf die schon in den Ja h- ren vor dem hier interessierenden Zeitraum erfolgte Presseberichtersta t- tung in der Schweiz und im Ausland zum Konflikt in der Demokratischen Republik Kongo und seinen Zusammenhängen mit dem Geschäft mit Edelmetallen [vgl. Anzeigebeilagen 65 ff.]). 4.2.3 Zu Beginn eines Strafverfahrens kann eine substantiierte Strafanzeige zur Begründung eines hinreichenden Tatverdachts genügen (vgl. den En t- scheid des Bundesstrafgerichts BE.2009.21 vom 14. Januar 2010, E. 3.3 m.w.H.). Dies ist hier der Fall. Demzufolge bestehen vorliegend nach dem oben Ausgeführten hinreichend konkrete Elemente, welche den Verda cht zu begründen vermögen, dass die Beschwerdeführerin 1 Gold verarbeitet hat, welches während kriegerischer Auseinanders etzungen in der Dem o- kratischen Republik Kongo illegal abgebaut worden ist. Die entsprechen- den Angaben in der Strafanzeige zur Zulieferkette sind plausibel und stü t- zen sich auf verschiedene Quellen, welche nicht von vornherein als u n-- 10 - glaubwürdig bezeichnet werden können . Nicht zuletzt ist es auch die B e- schwerdeführerin 1 selbst, welche Art und Inhalt ihrer Geschäftsbeziehung mit E. Ltd. eingesteht (act. 1, Rz. 19). Ebenso räumt sie ein, dass sie noch vor der Aufnahme der entsprechenden Geschäftsbeziehung zum Schluss gekommen sei, das Rohmaterial stamme von der in Uganda domizilierten D. Ltd. (act. 1, Rz. 21; act. 1.22). 4.2.4 Mit Blick auf den zu untersuchenden Tatbestand der Geldwäscherei b e- steht somit – entgegen de n pauschalen Bestreitungen durch die B e- schwerdeführerin 1 (siehe act. 1, Rz. 55) – der hinreichend konkretisierte Verdacht, dass es sich bei dem von der Beschwerdeführerin 1 verarbeit e- ten Gold um aus einem Verbrechen herrührende Vermögenswerte handeln könnte (nämlich der Plünderung im Sinne von Art. 108 und 109 der bis 31. Dezember 2010 geltenden Fassung MStG i.V.m. Art. 4 Abs. 2 lit. g des Zusatzprotokolls zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 über den Schutz der Opfer nicht internationaler bewaffneter Konflikte; SR 0.518.522). Deren Verarbeitung zu Feingold durch die Beschwerdeführerin 1 stellt ebenso eine zur Geldwäscherei geeignete Handlung dar. Dass sie – wie geltend gemacht (act. 1, Rz. 55) – ihren Dokumentations- und Meldepflich- ten nachgekommen sei, vermag den Tatverdacht ebenfalls nicht zu beseit i- gen. Zentraler Punkt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens aber auch der von der Beschwerdegegnerin weiter voranzutreibenden Straf untersuchung wird es sein, festzustellen, ob die Beschwerdeführerin 1 um die mögliche r- weise verbrecherische Herkunft des Goldes wusste oder aber eine solche hätte annehmen müssen. Die Beschwerdeführerin 1 macht diesbezüglich geltend, sie sei ihren Sorgfalt spflichten jederzeit nachgekommen (act. 1, Rz. 55) und habe die Geschäftsbeziehung zu E. Ltd. im Juni 2005 umg e- hend sistiert und danach abgebrochen, sobald sich an der Legalität der Herkunft des verarbeiteten Goldes Zwei fel ergeben hätten (act. 1, Rz. 23 ff.). Die hierzu gemachten Ausführungen und die entsprechenden von der Beschwerdeführerin 1 vorgelegten Unterlagen vermögen jedoch allfällige Verdachtsmomente nicht aus der Welt zu schaffen. So ist es beispielsweise widersprüchlich, wenn die Beschwerdeführe rin 1 ausführt, das ihr angeli e- ferte Gold lasse keine Rückschlüsse auf das jeweilige Herkunftsland zu (act. 1, Rz. 19), sie aber die E. Ltd. am 8. Juni 2005 (soweit ersichtlich erstmals) ausdrücklich nach der Herkunft des Goldes seit dessen Abbau fragte (act. 1.41). Der wohl entscheidende Punkt der Strafuntersuchung be- trifft letztlich die Frage nach dem subjektiven Tatbestand, welcher zu B e- ginn des Strafverfahrens naturgemäss kaum je erstellt bzw. schon nur in ir- gendeiner Form abgeklärt sein, aber auch nicht ausgeschlossen werden - 11 - kann. Dies gilt in besonderem Masse für einen Tatbestand wie die Geldwä- scherei, bei welchem das Wissen um die Vortat als zentraler Teil des su b- jektiven Tatbestandes sich nicht sogleich aus dem objektiven Tatbestand ableiten lässt, sondern meist gerade einen wesentlichen Gegenstand der Untersuchung bildet. Allein aus dem beweismässig noch offenen subjekt i- ven Tatbestand heraus das Vorliegen eines hinreichenden Tatverdachts zum Vornherein zu verneinen, würde im Ergebnis dazu führen, dass Straf- untersuchungen wegen Geldwäscherei vielfach gar nicht eingeleitet werden könnten. Die Anforderungen an den hinreichenden Tatverdacht sind für den subjektiven Tatbestand bei Geldwäscherei deshalb insofern zu relativieren, als dieser anzunehmen ist, sofern er nicht aufgrund der Beweislage ausz u- schliessen ist. Diesbezüglich fällt vorliegend auf, dass das bisher der Beschwerdeführ e- rin 1 noch vorenthaltene Beweismaterial – sofern den Ausführungen in der Strafanzeige gefolgt werden kann – insbesondere und gerade die Frage nach allfälligem Wissen(müssen) der Beschwerdeführerin 1 betreffen. Die Beschwerdegegnerin ist deshalb im Verlaufe der weiteren Untersuchung gehalten, die Beschwerdeführerin 1 bzw. die mutmasslich verantwortlichen Personen mit den noc h zurück behaltenen Sachbeweisen zu konfrontieren und so die Verdachtslage hinsichtlich des subjektiven Tatbestandes zu kl ä- ren. 4.2.5 Nicht stichhaltig ist der Einwand der Beschwerdeführerin 1, wonach sie aus den Geschäften mit E. Ltd. lediglich einen Erlös in der Höhe von rund USD 37'000.-- erzielt habe, deshalb keine qualifizierte Geldwäscherei im Sinne von Art. 305 bis Ziff. 2 lit. c StGB vorliege und die Tat somit ohnehin verjährt wäre (act. 1, Rz. 55) . Für den Tatbestand der qualifizier ten Geld- wäscherei massgeblich ist nicht der von der Beschwerdeführerin 1 erzielte Gewinn, sondern der Gesamtwert der – gemäss den Angaben der B e- schwerdeführerin 1 rund 2'950 kg des inkriminierten Goldes. Dieser beträgt vorliegend mehrere Millionen USD (vgl. act. 1 , Rz. 22), weshalb sehr wohl ein Fall qualifizierter Geldwäscherei zur Diskussion steht. An der Sache vorbei gehen weiter die Ausführungen der Beschwerdeführerin 1, wonach die an ihre Adresse gerichteten Vorwürfe bereits abgeklärt und im Jahr 2007 zu Recht fallen gelassen worden seien (act. 1, Rz. 10 – 41; act. 15 Rz. 18). Insbesondere bildet den Gegenstand des vorliegenden Verfahrens nicht die Frage, ob die Beschwerdeführerin 1 gegen für die Schweiz erst im November des Jahres 2005 in Kraft getretene UNO -Sanktionen verstossen habe, sondern ob sie eben während der Fortdauer ihrer Geschäftsbezi e- hung mit E. Ltd. bis Juni 2005 bereits um die möglicherweise verbrecher i- sche Herkunft des von ihr verarbeiteten Goldes hätte wissen müssen. Die - 12 - von ihr in Zweifel gezogene Verwertbarkeit von der Strafanzeige beigele g- ten Beweismitteln (siehe act. 15, Rz. 17) wird abschliessend durch den Sachrichter zu beurteilen sein. Im Gegensatz zu diesem hat die Beschwe r- dekammer sich bei der Überprüfung der Verwertbarkeit von Beweismi tteln Zurückhaltung aufzuerlegen (Urteil des Bundesgerichts 1B_179/2012 vom 13. April 2012, E. 2.4 ). Die Verwertbarkeit von Beweismitteln ist im B e- schwerdeverfahren deshalb nur in völlig klaren Fällen zu verneinen (verti e- fend dazu der Beschluss des Bundess trafgerichts BB.2012.148 vom 10. April 2013, E. 2.1 und 2.2). 4.2.6 Nach dem Gesagten besteht vorliegend angesichts des frühen Verfahrens- standes ein die Beschlagnahme rechtfertigender hinreichender Tatve r- dacht. Die Beschwerde der Beschwerdeführerin 1 erweist si ch in diesem Punkt als unbegründet. 4.3 Die Beschwerdeführerin 1 macht schliesslich geltend, die angefochtenen Zwangsmassnahmen seien nicht zweckmässig und schon gar nicht erfo r- derlich gewesen (act. 1, Rz. 58 ff.). Dem ist entgegenzuhalten, dass die Beschlagnahme von Unterlagen der Beschwerdeführerin 1 im Zusammen- hang mit deren Geschäftsbeziehung mit der E. Ltd. im Hinblick auf die A b- klärung der im Raum stehenden Vorwürfe sehr wohl von Bedeutung sind. Dies ist nämlich auch der Fall, wenn sich unter den beschlagnahmten U n- terlagen tatsächlich keine belastenden, sondern nur entlastende Bewei s- mittel befinden sollten. Soweit die Beschwerdeführerin 1 vorbringt, sie habe sich im Rahmen der seinerzeitigen Abklärungen du rch die UNO stets k o- operativ gezeigt, weshalb das Verhältnismässigkeitsprinzip vorliegend g e- boten hätte, die fraglichen Unterlagen mittels Editionsaufforderung herau s- zugeben, lässt sie ausser Acht , dass sie als beschuldigte Person keine Herausgabepflicht trifft (Art. 265 Abs. 2 lit. a StPO), was die Eignung einer Editionsaufforderung relativiert. Zudem ist auf Grund der auf dem Spiel stehenden Interessen das Bestehen einer Kollusionsgefahr nicht von der Hand zu weisen, womit auch nicht ausgeschlossen werden kann, die vo r- gängige Aufforderung zur Herausgabe hätte den Zweck der Massnahme vereitelt (Art. 265 Abs. 4 StPO). 4.4 Abschliessend ist festzuhalten, dass sich die Beschwerdeführerin 1 nicht ganz widerspruchsfrei verhält. Einerseits signalisiert sie nachträgl ich hi n- sichtlich einer Edition Kooperationsbere itschaft (act. 1, Rz. 62), verlangt aber formell die Rückgabe der beschlagnahmten Akten. In ihrer Replik b e- fürwortet sie andererseits wieder die rasche Sichtung der beschlagnahmten Unterlagen durch die Beschwe rdegegnerin, letztlich zur im Interesse aller Beteiligten liegenden Klärung des Sachverhalts (act. 15, Rz. 23). Diesbe-- 13 - züglich unverständlich bleibt andererseits allerdings die Äusserung der Be- schwerdegegnerin, wonach sie aus prozessökonomischen Gründen kei ne Akten sichte, deren Gerichtsverwertbarkeit in einem Beschwerdeverfahren umstritten sei (act. 17, S. 2). Nachdem die Beschwerdeführerin 1 der Durchsuchung der Unterlagen ausdrücklich zugestimmt bzw. ausdrücklich auf einen Antrag auf Siegelung der Unterla gen verzichtet hat, ist – auch im Sinne des Beschleunigungsgebotes (Art. 5 Abs. 1 StPO) – nicht nachvoll- ziehbar, was zum jetzigen Zeitpunkt einer Sichtung der Unterlagen und damit einer weiteren Klärung des Sachverhalts im Rahmen des Strafverfah- rens entgegen stehen sollte. 5. Das Bestehen von Beschlagnahmeverboten wird von der Beschwerdefü h- rerin 1 nicht geltend gemacht; solche sind auf Grund der vorliegenden A k- ten auch nicht ersichtlich. Auf Grund des oben stehend Ausgeführten er- weist sich die Beschwerde der Beschwerdeführerin 1 somit als unbegrü n- det. Soweit auf sie überhaupt einzutreten ist, ist sie abzuweisen. 6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Beschwerdeführer je zur Hälfte und – gestützt auf Art. 418 Abs. 2 StPO – unter solidarischer Haf t- barkeit die Gerichtskosten zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Gericht s- gebühr ist auf Fr. 2'000.-- festzusetzen (Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigu ngen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]). - 14 - Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 1. Die Beschwerde der A. SA wird abgewiesen, soweit auf sie einzutreten ist. 2. Auf die Beschwerde von B. wird nicht eingetreten. 3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- wird den Beschwerdeführern je zur Hälf- te und unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt. Bellinzona, 24. Januar 2014 Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: Zustellung an - Advokat Dieter Gysin - Rechtsanwalt Stefan Rechsteiner und Advokatin Yvonne Pieles - Bundesanwaltschaft Rechtsmittelbelehrung Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden (Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). Das Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).