<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00134</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105584&amp;W10_KEY=4467150&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00134</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.05.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einbürgerung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Einbürgerung:<br/><br/>In der Schweiz geborene Personen ausländischer Staatsangehörigkeit haben unter den gesetzlich umschriebenen Voraussetzungen einen Anspruch auf Erteilung des k o m m u n a l e n Bürgerrechts. Dies begründet auch die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1).<br/>Bei andauernder Abhängigkeit von Sozialhilfeleistungen ist die Fähigkeit zur wirtschaftlichen Erhaltung als Voraussetzung zur Erteilung des kommunalen Bürgerrechts nicht gegeben (E. 2).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLAND">AUSLAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BÃRGERRECHT">BÃRGERRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINBÃRGERUNG">EINBÃRGERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FÃRSORGEABHÃNGIGKEIT">FÃRSORGEABHÃNGIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ÃBRIGES BESONDERES VERWALTUNGSRECHT">ÃBRIGES BESONDERES VERWALTUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT">ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Kantonale Verwaltungsgerichtsbeschwerde ST: ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS">ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 5 BÃRGERRV</span><br/><span class="ungerade">§ 22 lit. I BÃRGERRV</span><br/><span class="gerade">§ 29a BÃRGERRV</span><br/><span class="ungerade">§ 21 GemeindeG</span><br/><span class="gerade">§ 22 GemeindeG</span><br/><span class="ungerade">§ 43 lit. I b VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 24. November 1998 beschloss die BÃ¼rgerliche Abteilung des Gemeinderates <b>B</b>, dass <b>A</b>, geboren 1939, nicht in das GemeindebÃ¼rgerrecht aufgenommen werde, weil die Voraussetzung der FÃ¤higkeit zur wirtschaftlichen Erhaltung nicht vorliege (act--).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Ein dagegen erhobener Rekurs wies der Bezirksrat <b>C</b> mit Beschluss vom 10. MÃ¤rz 2000 ab (act--).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Am 7. April 2000 erhob <b>A</b> Beschwerde beim Verwal­tungsgericht mit dem sinngemÃ¤ssen Antrag, den vorinstanzlichen Beschluss aufzuheben und ihm das kommunale BÃ¼rgerrecht zu verleihen (act.--). Mit Eingabe vom 17. April 2000 verzichtete die BÃ¼rgerli­che Abteilung des Gemeinderates <b>B</b> auf eine Be­schwerdeantwort (act--), und die Vorin­stanz beantragte gleichentags Abweisung der Be­schwerde (act--).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit von Amtes wegen (§ 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 [VRG]). GemÃ¤ss § 43 Abs. 1 lit. l VRG ist die Beschwerde an das Verwaltungsge­richt Ã¼ber den Erwerb des BÃ¼rgerrechts unzulÃ¤ssig, sofern kein Anspruch auf EinbÃ¼rgerung besteht. FÃ¼r die Frage der verwaltungsgerichtlichen ZustÃ¤ndigkeit ist deshalb entscheidend, ob ein solcher Anspruch besteht oder nicht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) In der Schweiz geborene Personen auslÃ¤ndischer StaatsangehÃ¶rigkeit werden im Recht auf <i>kommunale </i>EinbÃ¼rgerung den Schweizer BÃ¼rgern und BÃ¼rgerinnen gleichge­stellt (§ 21 Abs. 2 Satz 1 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 [GemeindeG]; vgl. auch § 22 Abs. 1 Satz 1 der Kantonalen BÃ¼rgerrechtsverordnung vom 25. Oktober 1978 [BÃ¼r­gerrechtsV]). Danach sind die politischen Gemeinden verpflichtet, jede mindestens seit zwei Jahren in der Gemeinde wohnende gesuchstellende Person auf ihr Verlangen in das BÃ¼rgerrecht der Gemeinde aufzunehmen, sofern sie sich und ihre Familie selber zu erhalten vermag, genÃ¼gende Ausweise Ã¼ber ihre bisherige Heimats- und FamilienverhÃ¤ltnisse und Ã¼ber einen unbescholtenen Ruf beibringt und eine EinkaufsgebÃ¼hr entrichtet (§ 21 Abs. 1 Satz 1 GemeindeG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Der Anspruchscharakter der massgeblichen gesetzlichen Bestimmung zeigt sich bereits im Wortlaut. § 21 Abs. 1 Satz 1 GemeindeG spricht ausdrÃ¼cklich davon, dass die Gemeinden zur EinbÃ¼rgerung <i>verpflichtet </i>sind. Dieser Norminhalt wird Ã¼berdies unterstri­chen durch die systematische Stellung im Gemeindegesetz: Dieses unterscheidet nÃ¤mlich beim Erwerb des kommunalen BÃ¼rgerrechts zwischen der "Pflicht [der Gemeinden] zur Aufnahme" ins BÃ¼rgerrecht in § 21 und dem "Recht [der Gemeinden] zur Aufnahme" in § 22. Letztere Bestimmung bezieht sich auf die nicht nach § 21 privilegierten gesuchstel­lenden Personen. In Ã¤hnlicher Weise nimmt § 29a Abs. 1 BÃ¼rgerrechtsV in der Fassung vom 3. September 1997 die Differenzierung vor: Einerseits die gesuchstellenden Personen, die einen "Anspruch auf Aufnahme" gemÃ¤ss § 22 Abs. 1 BÃ¼rgerrechtsV haben und bei denen die Ablehnung der kommunalen EinbÃ¼rgerung zu begrÃ¼nden ist, anderseits die Ã¼bri­gen gesuchstellenden Personen, bei denen die Aufnahme ins BÃ¼rgerrecht ohne BegrÃ¼ndung verweigert werden kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In den Materialien zur Ãnderung von § 21 GemeindeG vom 8. Juni 1997 (erleich­terte EinbÃ¼rgerung jugendlicher AuslÃ¤nder und AuslÃ¤nderinnen) wird bei der Darstellung der damals geltenden Rechtslage hervorgehoben, dass die in der Schweiz geborenen ge­suchstellenden Personen auslÃ¤ndischer StaatsangehÃ¶rigkeit einen "Rechtsanspruch auf EinbÃ¼rgerung" hÃ¤tten (Weisung des Regierungsrates vom 17. April 1996, ABl 1996, 945 f.). Dass ein solcher Rechtsanspruch bereits der Intention des historischen Gesetzge­bers bei Erlass des Gemeindegesetzes entsprach, zeigt Zaccaria Giacometti auf (Das Staats­recht der schweizerischen Kantone, ZÃ¼rich 1941, S. 119 f.): Er weist auf den gesetzlichen Anspruch auf kommunale EinbÃ¼rgerung hin und sieht eine ErklÃ¤rung darin, dass damals Kantone mit GrossstÃ¤dten eine solche Erleichterung fÃ¼r die EinbÃ¼rgerung auslÃ¤ndischer Personen als Integrationsmassnahme vorgesehen hÃ¤tten ("Waffe gegen Ãberfremdung"; a.a.O., Anm. 72). ‑ Die aufgezeigte Rechtslage wird auch im aktuellen Schrifttum bestÃ¤tigt (Hans Rudolf Thalmann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 2. A., WÃ¤dens­wil 1991, § 21 N. 2.3 ["EinbÃ¼rgerungspflicht, wie sie fÃ¼r die Gemeinden gilt"]; Tobias Jaag, Verwaltungsrecht des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 1308).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) An dieser Betrachtungsweise Ã¤ndert auch der Umstand nichts, dass sich die schweizerische StaatsbÃ¼gerschaft letztlich zwingend aus drei BÃ¼rgerrechten zusammensetzt (Bund, Kanton, Gemeinde) und es nicht mÃ¶glich ist, nur eines oder zwei BÃ¼rgerrechte in­nezuhaben (Art. 37 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [BV]; Botschaft des Bundesrates vom 20. November 1996, BBl 1997 I 1 ff., 222; Ulrich HÃ¤felin/Walter Haller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 1998, N. 524). Ein kommunales BÃ¼rger­recht ist somit zwar erforderlich, aber nicht hinreichend, um das Schweizer BÃ¼rgerrecht zu erlangen. Wer sich auf einen Anspruch auf ein kommunales BÃ¼rgerrecht beruft, kann nicht ohne weiteres einen Anspruch auf das kantonale oder eidgenÃ¶ssische BÃ¼rgerrecht geltend machen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Entscheidend ist, dass die jeweiligen Voraussetzungen unterschiedlich geregelt und deren ErfÃ¼llen in verschiedenen Verfahren geprÃ¼ft werden. Die fÃ¼r das kommunale BÃ¼rger­recht zu erfÃ¼llenden Bedingungen (vgl. E. 1 b/aa) werden von den GemeindebehÃ¶rden be­urteilt (§ 23 GemeindeG; §§ 28 f. BÃ¼rgerrechtsV in der Fassung vom 11. August 1999), wÃ¤hrend die Direktion der Justiz und des Innern das kantonale BÃ¼rgerrecht erteilt und die entsprechenden Voraussetzungen prÃ¼ft (vorhandenes GemeindebÃ¼rgerrecht; keine Ableh­nungsgrÃ¼nde aufgrund weiterer AbklÃ¤rungen der Direktion; sachliche Vertretbarkeit des kommunalen Aufnahmebeschlusses; §§ 32 und 33 Abs. 1 BÃ¼rgerrechtsV in der Fassung vom 11. August 1999). Deshalb ist auch die Frage, ob ein Anspruch auf EinbÃ¼rgerung und damit eine verwaltungsgerichtliche ÃberprÃ¼fungsmÃ¶glichkeit besteht, je einer getrennten Betrachtungsweise zu unterziehen (a.M. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 43 N. 45, welche die Er­teilung des kommunalen und des kantonalen BÃ¼rgerrechts als miteinander verknÃ¼pft zu betrachten scheinen). In diesem Verfahren geht es allein um das GemeindebÃ¼rgerrecht. Weitere AusfÃ¼hrungen zur Erteilung des kantonalen BÃ¼rgerrechts erÃ¼brigen sich somit. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Zudem gebietet der mit der Revision des Verwaltungsrechtspflegegesetzes voll­zogene Wechsel zur grundsÃ¤tzlichen ZulÃ¤ssigkeit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde (Generalklausel mit Ausnahmekatalog; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 41 N. 1) keine extensive Auslegung der im Gesetz genannten Ausnahmen. Das Verwaltungsgericht hat dazu festge­halten (VGr, 26. August 1998, VB.98.00222 betr. ZulassungsbeschrÃ¤nkungen fÃ¼r das Me­dizinstudium, E. 1 f), dass bei einem allfÃ¤lligen unklaren Auslegungsergebnis davon aus­zugehen sei, dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde zulÃ¤ssig sei. Dadurch werde dem Gedanken Rechnung getragen, der dem Generalklauselprinzip zugrunde liege, nÃ¤mlich den rechtsunterworfenen Personen einen mÃ¶glichst umfassenden Rechtsschutz zu gewÃ¤hren und dadurch dem Rechtsstaatsprinzip vermehrt zum Durchbruch zu verhelfen (Bea Rotach Tomschin, Die Revision des ZÃ¼rcher Verwaltungsrechtspflegegesetzes ZBl 1997, 433 ff., 449; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrecht, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 1469).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Haben somit Personen auslÃ¤ndischer StaatsangehÃ¶rigkeit, die in der Schweiz ge­boren sind, unter den gesetzlich normierten Voraussetzungen einen Anspruch auf kommu­nale EinbÃ¼rgerung, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Die Vorinstanz fÃ¼hrt zur BegrÃ¼ndung ihres Beschlusses aus, es sei erstellt, dass der Gesuchsteller sich seit lÃ¤ngerer Zeit nicht selber zu erhalten vermÃ¶ge und deshalb die Voraussetzungen zur EinbÃ¼rgerung nicht erfÃ¼lle. Deshalb sei die Verweigerung der EinbÃ¼rgerung durch die BÃ¼rgerliche Abteilung des Gemeinderates <b>B</b> rechtens.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt sich in seiner Beschwerdeschrift auf den Stand­punkt, die BÃ¼rgerliche Abteilung des Gemeinderates <b>B</b> habe zu Unrecht seine BemÃ¼hungen um Arbeitssuche nicht berÃ¼cksichtigt. Er habe sich seit 1994 stÃ¤ndig um Ar­beit bemÃ¼ht. Bereits seit 1992, als er einen selber gefÃ¼hrten Gastronomie-Betrieb aufgege­ben habe, lebe er einkommenslos bei seiner Freundin. Als SelbstÃ¤ndigerwerbender kÃ¶nne er keine Lei­stungen der Arbeitslosenversicherung beziehen. Ab Dezember 1994 erhalte er Sozialhilfe­leistungen in unterschiedlicher HÃ¶he. Kurzfristig habe er 1995/96 einen Gastro­nomie-Betrieb Ã¼bernehmen kÃ¶nnen, der aber keinen Verdienst gebracht habe. Aufgrund der er­niedrigenden Behandlung durch die BehÃ¶rden habe er ab Oktober 1998 auf die Unter­stÃ¼t­zung durch Sozialhilfeleistungen verzichtet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) aa) § 21 Abs. 1 Satz 1 GemeindeG verlangt fÃ¼r die Aufnahme ins BÃ¼rgerrecht der Gemeinde neben anderen Voraussetzungen, dass die gesuchstellende Person sich und ihre Familie selber zu erhalten vermag. Nach § 5 BÃ¼rgerrechtsV ist die FÃ¤higkeit zur wirt­schaftlichen Erhaltung gegeben, wenn die Lebenskosten und Unterhaltsverpflichtungen voraussichtlich in angemessenem Umfang durch Einkommen, VermÃ¶gen und Rechtsan­sprÃ¼che gegen Dritte gedeckt sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Wie aus den Akten hervorgeht und vom BeschwerdefÃ¼hrer auch nicht bestritten wird, verfÃ¼gt dieser jedenfalls seit seiner Wohnsitznahme in der Gemeinde <b>B</b> im Jahr 1994 Ã¼ber keine ErwerbstÃ¤tigkeit (mit Ausnahme einer kurzfristigen pachtweisen Ãbernahme eines Restaurants, die aber keinen Gewinn abwarf) (act. --). GemÃ¤ss den Steuerdaten hatte er in den Jahren 1995 bis 1997 weder Einkommen noch VermÃ¶gen (act--). Bis zu seinem Verzicht auf weitere Sozialhilfeleistungen im Oktober 1998 unterstÃ¼tzte ihn die Gemeinde <b>B</b> mit insgesamt Fr. 71'625.15 (act--).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Es ist somit erstellt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer derzeit ganz offensichtlich nicht in der Lage ist, seine Lebenskosten durch eigenes Einkommen oder VermÃ¶gen zu decken. Die Hinweise des BeschwerdefÃ¼hrers, wonach die Arbeitssuche durch nicht beeinflussbare Faktoren erschwert war (Lebensalter, schlechte Wirtschaftslage), vermÃ¶gen nicht zu Ã¼ber­zeugen. So hat sich der BeschwerdefÃ¼hrer teils auf TÃ¤tigkeiten als SelbstÃ¤ndigerwerbender (FÃ¼hrung eines Gastronomie-Betriebes) ausgerichtet, die angesichts mangelnden Startka­pitals von vornherein mit einem grossen Risiko behaftet waren. Teils hat er es unterlassen, sich nach einer ErwerbstÃ¤tigkeit umzusehen, die im Hinblick auf seine FÃ¤higkeiten eine realistischere Aussicht fÃ¼r einen erfolgreichen Wiedereinstieg ins Arbeitsleben geboten hÃ¤tte. Eine Optimierung seiner Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat der BeschwerdefÃ¼hrer zudem insofern nicht aus eigenem Antrieb zu erreichen versucht, als er eine Umschulung (EDV-Bereich) bislang nicht in Betracht zog und auch seine Bewerbungsunterlagen ‑ trotz mehrmaligen Hinweisen auf die MÃ¤ngel (act. --) ‑ nicht verbesserte. Die Sozialhilfe­lei­stungen wurden denn auch nicht mehr vorbehaltlos erbracht, sondern mit Auflagen und Weisungen verbunden (act. -- mit der ErwÃ¤hnung, dass die GewÃ¤hrung der Sozialhilfe unter Hinweis auf §§ 21 und 24 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 erfolgte).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die Verweigerung des GemeindebÃ¼rgerrechts durch die kommunale Instanz und die RekursbehÃ¶rde ist deshalb nicht zu beanstanden: Weder ist die Auslegung der Voraus­setzung der FÃ¤higkeit zur wirtschaftlichen Erhaltung noch die AusÃ¼bung des Ermessens in rechtsverletzender Weise erfolgt. Auch die Kosten des Rekursverfahrens von insgesamt Fr. 214.20 wurden dem Verfahrensausgang entsprechend zu Recht dem Rekurrenten auf­erlegt. Die Beschwerde ist abzuweisen. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. ...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>