<h2>SubmittedText<h2><p>Nachdem die Zustimmung des Bundesrats zum Entsorgungsnachweis erfolgt ist, wird der Bundesrat aufgefordert, bei der Elektrizitätswirtschaft darauf hinzuwirken, dass die zur Sicherstellung der schweizerischen Stromversorgung erforderlichen Kernkraftwerke ohne Verzug geplant und zur Entscheidreife gebracht werden. </p><p>Dabei ist zu berücksichtigen, dass der zu erwartende Ausbau der Wasserkraft bescheiden bleiben wird und die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen zwar erwünschte, aber nicht ausreichende Beiträge für die Schliessung der sich abzeichnenden Stromlücke liefern werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 21. Februar 2007 verschiedene energiepolitische Stossrichtungen zur Energiestrategie Schweiz festgelegt und das UVEK beauftragt, Aktionspläne zu erarbeiten. In diesem Zusammenhang prüft das UVEK auch, inwieweit die Bewilligungsverfahren im Rahmen der bestehenden gesetzlichen Grundlagen beschleunigt werden können. Dabei stellt sich insbesondere die Frage, ob eine Überlappung der Bewilligungsverfahren möglich wäre und welche zeitlichen Auswirkungen dies hätte. Für die Ausgestaltung der Bewilligungsverfahren und den ungefähren Zeitbedarf für dessen Abwicklung verweisen wir auf die Interpellation Rutschmann, Bewilligungsdauer für Kernkraftwerke (06.3759).</p><p>Voraussichtlich wird auch bei einer baldigen Entscheidung der Energiewirtschaft, neue Kernkraftwerke zu bauen, die Zeit nicht reichen, diese genügend früh in Betrieb zu nehmen, sodass ab dem Jahre 2018 keine Versorgungslücke entstehen würde. Damit muss die drohende Versorgungslücke entweder mit Strom aus Importen oder Gaskombikraftwerken gedeckt werden. Beide Varianten wurden im Rahmen der Energieperspektiven einzeln untersucht.</p><p>Gemäss Entscheid vom 21. Februar 2007 erachtet der Bundesrat den Ersatz oder Neubau von Kernkraftwerken als notwendig. Es ist indes nicht Sache des Bundesrats, die diesbezügliche Entscheidfindung der Elektrizitätswirtschaft zu beeinflussen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.