<h2>SubmittedText<h2><p>- Wie lange dauert ein durchschnittlicher Arbeitstag erfahrungsgemäss für einen Soldaten der Kampftruppen, einen Zivilschutzleistenden und einen Zivildienstleistenden?<br>- Wie viele Arbeitsstunden fallen dabei geschätzt bei allen drei Dienstmodellen während der gesamten Dienstpflicht an?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><div><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:18pt"><span style="font-family:Arial; font-size:12pt">Die folgenden Angaben stellen ausdrücklich Erfahrungswerte und erste Schätzungen aufgrund dieser Frage dar.</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:18pt"><span style="font-family:Arial; font-size:12pt; -aw-import:ignore">&#xa0;</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:18pt"><span style="font-family:Arial; font-size:12pt">Nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen haben Soldatinnen und Soldaten insgesamt 245 Diensttage zu leisten. Diese teilen sich auf eine 18-wöchige Rekrutenschule als Grundausbildung und anschliessend sechs dreiwöchige Wiederholungskurse auf. Im Rahmen der Rekrutenschule leisten Soldatinnen und Soldaten der Kampftruppen erfahrungsgemäss mehr als 10 Stunden pro Arbeitstag (im Regelfall von Sonntagabend bis Samstagmorgen). In den sechs Wiederholungskursen werden durchschnittlich 11 Arbeitsstunden pro Arbeitstag geleistet. Weil nicht jeder Diensttag so viele Arbeitsstunden hat wie ein Arbeitstag, werden während der gesamten Dienstleistung rund 2100 «Arbeitsstunden» geleistet. Die effektive Präsenzzeit in der Kaserne oder bei der Truppe umfasst aber deutlich mehr Stunden.</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:18pt"><span style="font-family:Arial; font-size:12pt; -aw-import:ignore">&#xa0;</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:18pt"><span style="font-family:Arial; font-size:12pt">Zivildiensteinsätze werden im Vollzeitpensum geleistet und müssen den Arbeitszeiten im jeweiligen für die Führung der Zivildienstleistenden zuständigen Einsatzbetrieb entsprechen. Ein Arbeitstag dauert, bei der Annahme von einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 41 Stunden, 8.2 Stunden. Zivildienstleistende, die keine RS absolviert und folglich 365 Diensttage zu leisten haben, leisten über die ganze Dauer ihrer Dienstpflicht folglich rund 2100 Arbeitsstunden. Dabei ist berücksichtigt, dass Samstag/Sonntag Diensttage, aber in der Regel keine Arbeitstage sind.</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:18pt"><span style="font-family:Arial; font-size:12pt; -aw-import:ignore">&#xa0;</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:18pt"><span style="font-family:Arial; font-size:12pt">Für die Planung und Durchführung der Einsätze des Zivilschutzes sind grundsätzlich die Kantone verantwortlich. Durchschnittlich leistet ein Zivilschutzangehöriger rund 85 Diensttage; die Obergrenze liegt bei 245 Diensttagen für Zivilschutzangehörige auf Stufe Mannschaft und Unteroffiziere. Im Zivilschutz hängen die Arbeitsstunden davon ab, ob es sich um einen Ausbildungsdienst oder einen Einsatz im Falle einer Katastrophe oder Notlage handelt. Ein Arbeitstag bei einem Ausbildungsdienst dauert in der Regel 8.5 Stunden. Bei einem Einsatz im Falle einer Katastrophe oder Notlage können es jedoch je nach Situation und Ausmass des Ereignisses deutlich mehr Stunden sein. Deshalb hängen die geleisteten Arbeitsstunden eines Zivilschutzangehörigen während der gesamten Dienstpflichtdauer stark davon ab, wie viele Einsätze neben den Ausbildungsdiensten für wie lange geleistet werden. Ein Zivilschutzangehöriger wird also während seiner gesamten Dienstzeit in der Summe circa 750 Arbeitsstunden leisten. Falls ein Zivilschutzangehöriger das Maximum von 245 Diensttagen absolviert, würde er rund 2100 Arbeitsstunden leisten.</span></p></div>