A bteilung III C -619/2006 {T 0/2} U rteil vom 22. Februar 2007 M itw irkung: R ichter Trom m er (Vorsitz); R ichter Vuille; R ichter Vaudan; G erichtsschreiber Longauer. X._______, Beschw erdeführer, vertreten durch H errn M artin Ilg, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend A usdehnung der kantonalen W egw eisung. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest: dass der Beschw erdeführer, ein türkischer Staatsangehöriger, im Som m er 2003 eine in der Schw eiz niedergelassene Landsfrau heiratete, w orauf er im Kanton Zürich eine Aufenthaltsbew illigung erhielt, dass die eheliche G em einschaft zw ischen dem Beschw erdeführer und seiner Ehefrau bereits im April 2004 w ieder aufgegeben w urde, dass deshalb das M igrationsam t des Kantons Zürich m it Verfügung vom 29. N o- vem ber 2004 eine Verlängerung der Aufenthaltsbew illigung verw eigerte und den Beschw erdeführer vom Kantonsgebiet w egw ies, dass der R egierungsrat des Kantons Zürich den R ekurs des Beschw erdeführers gegen die vorgenannte Verfügung am 17. August 2005 abw ies, dass die Vorinstanz m it Verfügung vom 2. N ovem ber 2005 die kantonale W eg- w eisung auf das ganze G ebiet der Schw eiz und des Fürstentum s Liechtenstein ausdehnte, dass sie einer allfälligen Beschw erde vorsorglich die aufschiebende W irkung entzog, dass der Beschw erdeführer gegen die vorgenannte Verfügung am 5. D ezem ber 2005 beim Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartem ent (EJPD ) als der da- m als zuständigen verw altungsinternen R echtsm ittelinstanz rekurierte, dass das EJPD am 8. D ezem ber 2005 das G esuch des Beschw erdeführers um W iederherstellung der aufschiebenden W irkung ablehnte, dass die Vorinstanz in ihrer Vernehm lassung vom 5. Januar 2006 auf Abw ei- sung der Beschw erde schliesst, dass der Beschw erdeführer replikw eise an der Beschw erde festhält, dass auf die Vorbringen der Parteien, sow eit erheblich, in den Erw ägungen ein- gegangen w ird, und zieht in Erw ägung: dass Verfügungen des BFM über die Ausdehnung einer kantonalen W egw ei- sung m it Beschw erde beim Bundesverw altungsgericht angefochten w erden kön- nen (Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer; AN AG , SR 142.20), dass das Bundesverw altungsgericht die Beurteilung der in seine Zuständigkeit fallenden und zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des VG G bei einer Vorgängeror- ganisation hängigen Beschw erden übernim m t, w obei es das neue Verfahrens- recht anw endet (Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht; VG G , SR 173.32), dass der Beschw erdeführer als m aterieller Verfügungsadressat legitim iert ist, w eshalb auf seine frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten 3 ist (Art. 20 Abs. 2 AN AG , Art. 48 ff. des Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren; Vw VG , SR 172.021), dass die Vorinstanz dem Beschw erdeführer in Verletzung von Art. 30 Abs. 1 Vw VG keine G elegenheit zur Ausübung des rechtliches G ehörs vor Erlass der angefochtenen Verfügung einräum te, dass der Beschw erdeführer jedoch im R ahm en der Beschw erdeschrift und des ihm eingeräum ten R eplikrechts hinreichend G elegenheit hatte, seinen Stand- punkt ausführlich darzulegen, dass die Verletzung des rechtlichen G ehörs w eder als besonders schw erw ie- gend betrachtet w erden kann noch einer ständigen, aktuellen Praxis der Vorin- stanz entspricht und das Bundesverw altungsgericht in der vorliegenden Streitsa- che über die volle Kognition verfügt, dass die Verletzung des rechtlichen G ehörs dam it gerade noch als geheilt be- trachtet w erden kann (vgl. etw a BG E 128 I 129 E. 2.2.3 S. 135, 127 V 431 E. 3 d/aa S. 437 f.), dass die kantonale Behörde ihren negativen Bew illigungsentscheid m it einer W egw eisung aus dem Kanton verbindet, und das BFM diese W egw eisung in der R egel auf das ganze G ebiet in der Schw eiz ausdehnt (Art. 12 Abs. 3 AN AG , Art. 17 Abs. 2 der Vollziehungsverordnung vom 1. M ärz 1949 zum Bundesgesetz über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer, AN AV, SR 142.201), dass von der R egelfolge der Ausdehnung abgew ichen w erden kann, w enn dem Betroffenen aus besonderen G ründen G elegenheit gegeben w erden soll, sich vom Inland aus um eine Bew illigung in einem D rittkanton zu bem ühen (Art. 17 Abs. 2 AN AV), dass gegen den Beschw erdeführer, der über keine reellen Aussichten auf frem - denpolizeiliche R egelung in einem D rittkanton verfügt, ein rechtskräftiger Ent- scheid der Zürcher Behörden über die N ichtverlängerung seiner Aufenthaltsbe- w illigung und W egw eisung vom Kantonsgebiet vorliegt, dass deshalb in der vorliegenden Streitsache kein Anlass besteht, von der R e- gelfolge der Ausdehnung einer kantonalen W egw eisung abzuw eichen, die ange- fochtene Verfügung m ithin zu bestätigen ist, dass unabhängig von der Bestätigung der Ausdehnungsverfügung zu prüfen bleibt, ob H inderungsgründe für den Vollzug der W egw eisung bestehen (Art. 14a Abs. 2 bis 4 AN AG ) und die Vorinstanz deshalb gestützt auf Art. 14a Abs. 1 AN AG die vorläufige Aufnahm e hätte verfügen m üssen, dass sich der Beschw erdeführer unter dem G esichtspunkt von Art. 14a Abs. 3 AN AG (U nzulässigkeit des Vollzugs) ausdrücklich auf Art. 3 der Konvention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten (SR 0.101) beruft und geltend m acht, w egen politischer D issidenz sei er in der Türkei gefährdet, dass die Vorbringen des Beschw erdeführer jedoch ohne jede Substanz sind und daher w eder unter dem G esichtspunkt von Art. 14a Abs. 3 AN AG noch dem in diesem Zusam m enhang hilfw eise angerufenen Art. 14a Abs. 4 AN AG (U nzum ut-4 barkeit des Vollzugs) gehört w erden können, dass andere Vollzugshindernisse w eder erkennbar sind noch geltend gem acht w erden, eine vorläufige Aufnahm e des Beschw erdeführers m ihin nicht in Be- tracht kom m t, dass sich die angefochtene Verfügung som it als rechtm ässig erw eist (Art. 49 Vw VG ) und die Beschw erde unter Kostenfolge zu Lasten des Beschw erdefüh- rers (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ) abzuw eisen ist, dass die Kosten des Verfahrens auf Fr. 700.-- festzusetzen sind (Art. 1, 2 und 3 Bst. b des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädi- gungen vor dem Bundesverw altungsgericht, SR 173.320.2), das der vorliegende Entscheid endgültig ist (Art. 83 lit. c Ziff. 4 des Bundesge- setzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht, SR 173.110). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten im Betrag von Fr. 700.-- w erden dem Beschw erde- führer auferlegt. Sie sind durch den am 21. D ezem ber 2005 geleisteten Kostenvorschuss in gleicher H öhe gedeckt. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer - der Vorinstanz Bern, 22. Februar 2007 D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: A. Trom m er J. Longauer Versand am :