B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-24/2013 U r t e i l v o m 2 3 . J a n u a r 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi, mit Zustimmung von Richter Gérald Bovier; Gerichtsschreiberin Regula Frey. Parteien A._______, geboren (…), Nepal, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 7. Dezember 2012 / N._______ D-24/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 17. April 2012 aus seinem Heimatland ausreiste und mit der Hilfe eines Schleppers über B._______, C._______ und D._______ am 13. Mai 2012 illegal in die Schweiz einreiste, wo er am 14. Mai 2012 im Empfangs- und Verfahrens- zentrum (EVZ) E._______ um Asyl nachsuchte, dass er anlässlich der Kurzbefragung im EVZ E._______ vom 30. Mai 2012 sowie der direkten Anhörung vom 4. Dezember 2012 zur Begrün- dung des Asylgesuches im Wesentlichen geltend machte, er habe sowohl Freunde bei der Y CL (Young Communist League) als auch bei der NDA (Nepal Defense Army) gehabt, dass beide Gruppen ihn zu überreden versucht hätten, für sie zu arbeiten, er dies jedoch abgelehnt und lediglich Zeit mit ihnen verbracht habe, dass er den Geburtstag des Königs mitgefeiert habe, weshalb er von der YCL als Verräter bezeichnet worden sei, dass er bei der YCL zudem in Ungnade gefallen sei, weil er sich für die Stelle als (…) bei der königstreuen Polizei beworben habe, weshalb An- gehörige der YCL ihm einen Drohbrief a usgehändigt hätten, in welchem sie ihn aufgefordert hätten, die NDA zu verlassen und der YCL oder einer Bruderorganisation beizutreten, dass er seinen Kollegen bei der NDA vom Drohbrief erzählt hab e, sie ihn jedoch lediglich aufgefordert hätten , sich ihnen anzuschliessen, da sie ihm ansonsten nicht helfen könnten, dass der Beschwerdeführer die Polizei allerdings nicht über den Drohbrief informiert habe, dass er sechs Monate nach Erhalt des Drohbrief es während eines Spa- ziergangs mit einem Freund sechs Mitgli edern der YCL begegnet sei, woraufhin sie ihn gestossen hätten, dass er nach wiederholten Anspielungen seiner Kollegen auf "unbekannte Leichen" Angst bekommen habe, ebenfalls getötet zu werden, weshalb er sich schliesslich zur Flucht entschlossen habe, D-24/2013 Seite 3 dass es nach dem gefassten Entschluss noch ein Jahr bis zur definitiven Flucht gedauert habe, er allerdings arbeitsbedingt mehrmals zwischen B._______ und F._______ hin und her gereist sei, dass das BFM mit Verfügung vom 7. Dezember 2012 – eröffnet am 12. Dezember 2012 – das Asylgesuch des Beschwerdeführers ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, Befürchtungen, künftig staatlichen Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt zu s ein, seien nur dann asylrelevant , wenn begründeter Anlass zur Annahme bestehe, dass sich die Verfolgung mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in a b- sehbarer Zukunft verwirklichen werde, dass angesichts der Tatsache, dass der Beschwerdeführer, welcher durch seine königstreue Haltung wiederholt das Missfallen der YCL erweckt h a- be, nur sehr glimpflich von ihr zurecht gewiesen worden sei, seine darg e- legte subjektive Befürchtung vor sc hwerwiegenden Nachteilen objektiv als offensichtlich nicht begründet qualifiziert werden müsse, dass nämlich die YCL, hätte sie den Beschwerdeführer tatsächlich zu eliminieren beabsichtigt, ihn im Rahmen des Zusammentreffens beim Spaziergang härter angefasst hätte, dass die vom Beschwerdeführer dargelegte Furcht vor relevanten Nachteilen nicht begründet sei und ihr folglich keine Asylrelevanz z u- komme, dass gemäss dem Subsidiaritätsprinzip Personen mit einer innerstaatl i- chen Fluchtalternative nicht auf den Schutz eines Drittstaates angewi e- sen seien, dass der Beschwerdeführer angegeben habe, seit seinem sechsten A l- tersjahr in G._______ gewohnt und dort wegen seiner Beziehungen zu Angehörigen der NDA und der YCL Probleme bekommen zu haben, dass er damit eine Furcht vor Nachteilen geltend mache, die sich aus l o- kal oder regional beschränkten Verfolgungsmassnahmen ableiteten, dass es ihm zumutbar gewesen sei, sich einer Zuspitzung der Situation durch den Aufbau einer neuen Existenz in einem anderen Landesteil N e- pals zu entziehen, zumal er Verwandte in anderen Distrikten und einen in D-24/2013 Seite 4 F._______ lebenden Bruder habe, über eine gute Schulbildung verfüge, Sprachkenntnisse und Arbeitserfahrung besitze, dass der Beschwerdeführer kein politisches Profil aufweise und sich in keiner Weise herausragend engagiert habe, weshalb nicht davon ausz u- gehen sei, er werde landesweit gesucht, dass er sich allfälligen befürchteten Verfolgungsmassnahmen durch einen Wegzug in einen anderen Teil des Heimatlandes entziehen könne und nicht auf den Schutz der Schweiz angewiesen sei, dass seine Darlegungen somit nicht asylbeachtlich seien, dass abgesehen davon, erhebliche Zweifel an der Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen bestünden, zumal sie insbesondere in Bezug auf die Zei t- spanne zwischen dem E rhalt des Drohbriefes und der Begegnung mit Mitgliedern der YCL während des Spaziergangs widersprüchlich ausg e- fallen seien und der Beschwerdeführer diese Widersprüche nicht habe entkräften können, dass seine Vorbringen zudem unglaubhaft seien, weil sie in wesentlichen Punkten der allgemeinen Erfahrung oder der Logik des Handelns wide r- sprächen, zumal er nach Erhalt des Drohbriefes noch rund acht Monate in Nepal verbracht habe, was nicht dem Verhalten einer Person entspr e- che, die begründete Furcht habe, umgebracht zu werden, dass abgesehen davon die Teilnahme des Beschwerdeführers an einer königsfreundlichen Demonstration nach Erhalt des Drohbriefes darauf schliessen lasse, er sei von besagtem Brief nicht sonderlich beeindruckt gewesen, weshalb seine angeblich e Furcht vor relevanten Nachteilen auch aus diesen Gründen nicht glaubhaft sei, dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) deshalb nicht erfülle, so dass sein Asylgesuch abzulehnen sei, dass der Vollzug der Wegweisung sodann zulässig, zumutbar und mö g- lich sei, dass der Beschwerdeführer mit handschriftlich ergänzter Begründung und als Verwaltungsbeschwerde betitelter Eingabe vom 2. Januar 2013 (Post- stempel: 3. Januar 2013 ) gegen diesen Entschei d beim Bundesverwal-D-24/2013 Seite 5 tungsgericht Beschwerde erhob und dabei beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, es sei ihm die Flüchtlingseigenschaft zuzue r- kennen und Asyl zu gewähren, es sei die Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit und Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen und die vo r- läufige Aufnahme anzuordnen, dass er in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Pr o- zessführung nach Art. 65 Abs. 1 und 2 des Verwaltungsverfahrensgeset- zes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), um Verzicht auf die Erhebung ein es Kostenvorschusses und eventualiter um Wiederherste l- lung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde ersuchte, dass im Weiteren um vorsorgliche Anweisung an die Vollzugsbehörden, die Kontaktaufnahme mit den Behörden des Heimat - oder Herkunftsstaa- tes sowie jegliche Datenweitergabe an dieselben zu unterlassen, event u- aliter um Anweisung, eine allenfalls bereits erfolgte Datenweitergabe o f- fenzulegen, ersucht wurde, dass auf die Begründung der Beschwerde, soweit entscheidwesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen ist, und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei- det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG ric h- tet, soweit das AsylG nichts anderes b estimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonde rs berührt ist, ein D-24/2013 Seite 6 schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde – un- ter Vorbehalt der nachfolgende n Erwägungen – einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass auf das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung mangels Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten ist, da die Beschwerde aufschiebende Wirkung hat (vgl. Art. 55 Abs. 1 VwVG, Art. 42 AsylG) und die Vorinstanz einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung nicht entzog (vgl. Art. 55 Abs. 2 VwVG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111 a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften - wechsel verzichtet wurde, dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem He imatstaat oder im Land, in dem s ie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nati o- nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass als ernsthafte Nachteile namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglich en psychischen Druck bewirken, gelten, und den frauenspezifischen Fluch t- gründen Rechnung zu tragen ist (Art. 3 Abs. 2 AsylG), dass begründete Furcht vor Verfolgung dann vorliegt, wenn konkreter An- lass zur Annahme besteht, eine Verfolgung hätte sich – aus der Sicht im D-24/2013 Seite 7 Zeitpunkt der Ausreise – mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in a b- sehbarer Zeit verwirklicht beziehungsweise werde sich – auch aus heuti- ger Sicht – mit ebensolcher Wahrscheinlichke it in absehbarer Zukunft verwirklichen, dass eine bloss entfernte Möglichkeit künftiger Verfolgung nicht genügt; es müssen konkrete Indizien vorliegen, welche den Eintritt der erwarteten Benachteiligung als wahrscheinlich und dementsprechend die Furcht d a- vor als realistisch und nachvollziehbar erscheinen lassen (vgl. zum Ga n- zen BVGE 2011/51 E. 6.2 S. 1016 f.), dass der Beschwerdeführer geltend machte, Angst gehabt zu haben, von der YCL angegriffen zu werden und ebenfalls als "unbekannte Leiche" zu enden, dass die Vorinstanz ausführte, die subjektive Befürchtung des Beschwe r- deführers vor schwerwiegenden Nachteilen sei objektiv unbegründet, zumal ihn Mitglieder der YCL lediglich gestossen, ihn jedoch härter ang e- fasst hätten, falls sie die Absicht gehabt hätten, ihn zu eliminieren, dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe nun vorbringt, aufgrund der für April 2013 angekündigten Wahlen habe sich die Lage in Nepal zugespitzt, dass sich nicht der erstarkenden Partei der Maoisten anschliessende Personen an Leib und Leben gefährdet seien und insbesondere könig s- treue Familien unter Androhung massiver Strafen auch aus dem Heima t- land vertrieben würden, dass diese Situation einen psychischen Druck erzeuge und sich der B e- schwerdeführer gezwungen sehe , entgegen seiner Überzeugung , aber aus Sicherheitsgründen die Maoisten zu wählen, dass die lediglich pauschalen Hinweise auf die politische Situation in N e- pal in der Beschwerde die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen in- dessen nicht zu entkräften vermögen, dass die angebliche Verfolgung durch die YCL und die Maoisten in der Beschwerde nicht substanziiert dargelegt wurde und ihr somit keine kon- kreten Indizien zu entnehmen sind, die eine begründete Furcht im Sinne von Art. 3 AsylG realistisch erscheinen lassen, D-24/2013 Seite 8 dass er den geschilderten Vorfall beim Spaziergang ausserdem der Poli- zei hätte anzeigen und um Schutz ersuchen können, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers nach dem Gesagten den An- forderungen an Art. 3 AsylG nicht genügen, dass, auch wenn vorliegend keine bestehende oder drohende Verfolgung aus einem flüchtlingsrechtlich relevanten Motiv festgestellt worden ist, dennoch auf das Bestehen einer innerstaatlichen Schutzalternative hi n- zuweisen bleibt, dass sich aus dem Grundsatz der Subsidiarität des int ernationalen Schutzes ergibt, dass eine Person, die nur in einem Teil des Landes ve r- folgt wird und sich in eine andere, sichere Region begeben kann, keinen internationalen Schutz benötigt, dass, wenn sich die Benachteiligungen nur lokal, nicht aber im ganz en Staatsgebiet auswirken und der Heimatstaat in der Lage und willens ist, dem Betroffenen in anderen Landesteilen wirksamen Schutz vor Verfo l- gung zu gewähren, dem Asylsuchenden das Vorliegen einer innerstaatl i- chen Flucht - beziehungsweise Schutzalternative entgegengehalten wer- den kann (vgl. zum Ganzen BVGE 2011/51 E. 8.1 S. 1019), dass beim Bestehen einer Schutzinfrastruktur weiter zu prüfen ist, ob di e- se der von Verfolgung betroffenen Person zugänglich ist und ihr darüber hinaus zuzumuten ist, sich dort ni ederzulassen und sich eine neue Exi s- tenz aufzubauen (a.a.O. E. 8.5.2 S. 1022 f.), dass der Beschwerdeführer politisch nicht aktiv sei, weshalb davon au s- zugehen ist, dass die Parteien – entgegen den Ausführungen des B e- schwerdeführers – kein Interesse daran haben dürften, ihn zu behelligen und ihn landesweit zu verfolgen, dass er sich allfälligen weiteren bedrohlichen Situationen durch wiede r- holtes Reisen nach B._______ und andere Landesteile Nepals sowie durch ein Meiden seiner Heimatstadt G._______ entzogen habe, dass er damit manifestiert, dass die angeblich von der YCL ausgehende Gefahr lediglich lokal besteht, ihm indessen in anderen Landesteilen N e- pals keine Gefahr droht, zumal er sonst kaum während Monaten immer wieder in sein Heimatland zurückgekehrt wäre, D-24/2013 Seite 9 dass eine mehrmalige Rückkehr ins Heimatland bei befürchteter Verfo l- gung und Angst, getötet zu werden, der Logik des Handelns widerspricht, dass folglich im Einklang mit den Erwägungen der Vorinstanz von einer innerstaatlichen Schutzalternative auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer somit auf eine Schutzinfrastruktur ausserhalb seiner Heimatstadt G._______ zurückgreifen kann und es ihm zuzumuten ist, sich in einem anderen Teil Nepals niederzulassen, zumal er Verwand- te in anderen Distrikten und einen in F._______ lebenden Bruder sowie eine gute Schulbildung genossen hat, über Sprachkenntnisse und A r- beitserfahrung verfügt, dass – entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers – davon auszu- gehen ist, er könne sich in einem anderen Landesteil eine neue Existenz aufbauen, zumal er eigenen Angaben zufolge bis zu seiner Ausreise a r- beitete und für die Ausreise finanzielle Hilfe von seinem Stiefvater in A n- spruch nahm, welcher ihm auch bei einer Rückkehr unterstützend zur Seite stehen dürfte, dass er sowohl vor als auch nach seiner Ausreise mit seinen Familienmit- gliedern im Kontakt stand, er indessen nicht geltend machte, seinen A n- gehörigen drohe aufgrund seiner Flucht eine Gefahr im Sinne von Art. 3 AsylG, weshalb – entgegen den Ausführungen in der Rechtsmitteleing a- be – davon auszugehen ist, er könne den Kontakt zu seiner Familie we i- terhin aufrecht erhalten, ohne diese zu gefährden, dass der Beschwerdeführer somit in der Lage sein dürfte, sich in einer anderen Stadt als G._______ eine neue Existenz aufzubauen, ohne Ge- fahr zu laufen, verfolgt zu werden, dass er nach dem Gesagten nicht auf den Schutz der Schweiz angewi e- sen ist, sondern eine innerstaatliche Schutzalternative besteht und fol g- lich seine Vorbringen nicht asylbeachtlich sind, dass der Beschwerdeführer des Weiteren vorbringt, Nepalesen, welche im Ausland gewesen seien, würden als Verräter des Kommunismus b e- zeichnet und es drohten ihnen bei einer Rückkehr ins Heimatland grau- same Strafen, D-24/2013 Seite 10 dass er damit subjektive Nachfluchtgründe im Sinne von Art. 54 AsylG geltend macht (vgl. zu den Voraussetzungen BVGE 2009/28 E. 7.1 S. 352), dass indessen die ihm angeblich drohenden Strafen in keinster Weise substanziiert dargelegt oder mittels Berichten belegt wurden, dass sein subjektives Angstempfinden objektiv nicht nachvollziehbar ist, dass somit keine subjektive Nachfluchtgründe im Sinne von Art. 54 AsylG, welche die Flüchtlingseigenschaft zu begründen vermögen, vorliegen, dass es dem Beschwerdeführer nach dem Gesagten nicht gelingt, die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen, weshalb das Bundesamt das Asy l- gesuch zu Recht abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf E r- teilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. Ent- scheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommiss i- on [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, dass das Bundesamt das Anwes enheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegw eisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche B e- weisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, d as heisst, sie sind zu bew eisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls w e- nigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 S. 502; WAL- TER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Auslä n- derrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder D-24/2013 Seite 11 des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwung en zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen somit zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erheb- liche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in A rt. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non - Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und ke i- ne Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos- senschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinko m- mens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, u n- menschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4 . November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) e r- sichtlich sind, die im Heimatstaat droht, dass der Beschwerdeführer zwar vorbringt, in seinem Heimatland würden wöchentlich Menschen verschleppt und getötet, weil sie den Aufforderun- gen der Maoisten nicht nachkämen , und er selbst Gefahr laufe, von di e- ser Partei aufgefunden und einer massiven Strafe ausgesetzt zu werden, dass es sich hierbei lediglich um eine Vermutung handelt, die in der B e- schwerde in keiner Weise substanz iiert worden ist und folglich an der Feststellung der Zulässigkeit des Wegweisungsvollzugs nichts zu ändern vermag, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), D-24/2013 Seite 12 dass weder die allgemeine Lage in Nepal noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, dass keine weiteren persönlichen Gründe ersichtlich sind, aufgrund derer geschlossen werden könnte, der junge und gesunde Beschwerdeführer gerate im Fall der Rückkehr in sein Heimatland in eine ex istenzbedro- hende Situation, dass der Vollzug der Wegw eisung des Beschwerdeführers in den He i- matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der B e- schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfüg ung Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, dass der Antrag, im Sinne einer vorsorglichen Massnahme sei die Ko n- taktaufnahme mit dem Heimat- oder Herkunftsstaat sowie jede Weiterg a- be von Daten an denselben zu unterlassen, mit dem vorliegenden Urteil gegenstandslos geworden ist, dass den Akten keine Hinweise auf eine bereits erfolgte Datenweiter gabe durch das BFM zu entnehmen sind , weshalb der Antrag auf Offenlegung einer solchen Weitergabe mittels separater Verfügung ebenfalls gegen - standslos ist, dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist, weshalb sich der Antrag auf Verzicht der Erhebung eines Kostenvo r- schusses als gegenstandslos erweist, dass die mit der Beschwerde gestellten Gesuche um Gewährung der un- entgeltlichen Prozessführung und Rechtsverbeiständung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG abzuweisen sind, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeic h-D-24/2013 Seite 13 nen waren, weshalb die kumulativen Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht erfüllt sind, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die K osten von Fr. 600.- (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-24/2013 Seite 14 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsverbeiständung werden abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständi- ge kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Thomas Wespi Regula Frey Versand: