<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2016.01408</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Annaheim<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Gerichtsschreiber Sonderegger</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 23. Februar 2018</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die 1970 geborene und als Putzfrau/Wäschereiangestellte tätig gewesene X.___ meldete sich am 22. Oktober 2015 unter Hinweis auf einen Unfall am 4. Februar 2010, Arthrose im Knie und Depression bei der Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung für Berufliche Integration/Rente an (Urk. 6/7). Die Sozialversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen, zog den IK-Auszug sowie die Akten des Unfallversicherers bei (Urk. 6/16) und lud die Versicherte zum Gespräch über die berufliche Situation ein (Urk. 6/25). Die verlangte Arbeitsvermittlung (so auch Urk. 6/20) wurde mit Mitteilung vom 11. Mai 2016 abgeschlossen (Urk. 6/47). Auf Einwand der Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten hin (Urk. 6/50) wurde in der Folge ein entsprechender Anspruch mit Verfügung vom 22. Juni 2016 verneint (Urk. 6/54), denn die Versicherte werde diesbezüglich bereits durch die Organisation IPT-Integration für alle, Zürich, be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">treut, habe an verschiedenen Massnahmen/Kursen der Arbeitslosenversicherung teilnehmen können und ab 1. Februar 2016 eine Teilzeitstelle angetreten. Weiter verfügte die IV-Stelle am 6. Dezember 2016 nach durchgeführtem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorbescheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 6/56) auch die Abweisung des Anspruchs auf eine Invalidenren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te, dies mit der Begründung, die Versicherte sei ab 13. Juni 2013 wieder voll ar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähig und könne ihrer Teilzeittätigkeit nachgehen (Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen die Verfügung vom 6. Dezember 2016 erhob die Versicherte am 16. Dezember 2016 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte sinngemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Aufhe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bung der angefochtenen Verfügung und die Zuspr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">echung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der gesetzlichen Leis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungen. Die IV-Stelle schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">26. Januar 2017 (Urk. 5) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auf Abweisung der Beschwerd</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e, was der Beschwerdeführerin zur Kenntnis gebracht und zugleich ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet wurde (Urk. 7). Innert angesetzter Frist ging keine Replik ein (Urk. 9).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eingliederungsmassnahmen wieder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dreiviertelsren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">te</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG.</span><span id="XX099"></span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D</span><span id="_GoBack"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ie Wartezeit im Sinne </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">von Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. b IVG gilt in jenem Zeitpunkt als eröffnet, in welchem eine deutliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">getreten ist. Als erheblich in diesem Sinne gilt bereits eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % (AHI 1998 S. 124 E. 3c; Urteil des Bundesgerichts I 10/05 vom 14. Juni</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2005 E. 2.1.1 in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Hinweisen). Unter relevanter Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">un</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit im Sinne dieser Bestimmung ist eine Einbusse an funktionellem Leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu verstehen. Das heisst, es muss ar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beitsrechtlich in Erscheinung treten, dass die versicherte Person an Leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vermögen eingebüsst hat, so etwa durch einen Abfall der Leistungen mit ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprechender Feststellung oder gar Ermahnung des Arbeitsgebers oder durch ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">häufte, aus dem Rahmen fallende gesundheitlich bedingte Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ausfälle. Mit anderen Worten: Die Leistungseinbusse muss in aller Regel dem seinerzeitigen Arbeitgeber aufgefallen sein. Eine erst nach Jahren rückwirkend festgelegte me</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht. Umge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kehrt ist eine in der beruflichen Tätigkeit im Vergleich zu einer gesunden Per</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">son tatsächlich nur reduziert erbrachte Leistung für sich allein gesehen in aller Regel ebenso wenig ausreichend für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit im Sinne des Gesetzes. Vielmehr bedarf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">es dazu regelmässig zusätzlich einer (überzeugenden) medizini</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Einschätzung, die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ordentlicherweise</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> echtzeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">licher Natur ist. Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit nachgewiesen sein. Dieser Nachweis darf nicht durch nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trägliche erwerbliche oder medizinische Annahmen und spekulative Über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">le</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen ersetzt werden (Urteil des Bundesge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">richts 8C_204/2012 vom 19. Juli 2012 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX077"></span><span id="XX022"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">men), in Bezie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">valid geworden wäre (sog. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Valideneinkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Der Einkom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eiden hypo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">thetischen Erwerbsein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="XX075"></span><span id="UV053"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die versicherte Person arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ch zugemutet werden kön</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.5.</span><span> </span><span id="VV001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gung beziehungsweise eines </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheids</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin verneinte den Rentenanspruch de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit der Begründung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass wieder eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe und die Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführerin bereits einer Teilzeit-Tätigkeit nachgehe (Urk. 2). In der Beschwerdeantwort führte sie weiter aus, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">massgebender</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Sachverhalt sei derjenige zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses. In diesem Zeitpunkt sei die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin ihrer Teilzeitstelle als Reinigungsmitarbeiterin nachge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gangen; Ende April 2016 habe sie einen Arbeitsunfall gehabt, der zu einer vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">übergehenden Arbeitsunfähigkeit von einigen Wochen geführt habe. Mit Arzt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeugnis vom 15. Juni 2016 habe der Hausarzt ihr ab dem 13. Juni 2016 eine volle Arbeitsfä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit attestiert. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Stellungnahme des Regionalen ärztli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Dienstes (RAD) sei die Beschwerdeführerin aus orthopädischer Sicht in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig. Eine aktuelle </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bescheinigung einer Arbeitsunfä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit sei seitens der Beschwerdeführerin nicht vorgelegt und auch nicht gel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tend gemacht worden. Daraus resultiere, dass das Wartejahr </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Art. 28 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. b IVG nicht erfüllt sei und damit ein Rentenanspruch nicht habe ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehen können. Bezüglich dem neuen Gesuch vom 6. Januar 2017 um Unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stützung mit beruflichen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Massnahmen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 6/60) rechtfertige es sich aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin, sie warte auf einen Termin für weitere Abklärungen und die Terminierung beidseitiger Knieoperationen, den gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitlichen Status abzuwarten, bevor weitere Schritte unternommen wür</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den, und das Schreiben der Beschwerdeführerin einstweilen als Zusatzgesuch entgegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zunehmen (Urk. 5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber stellt sich d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in in der Beschwerdeschrift auf den</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Standpunkt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation sei es ihr nicht mehr möglich, in der Reinigung tätig zu sein. Zudem habe sich ihre Situation ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlechtert (Urk. 1; siehe auch Urk. 6/60, Urk. 10 und 11). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht vom 25. November 2015 (Urk. 6/17) zu Händen der IV-Stelle stellte Dr. med. Y.___, Allgemeine Medizin FMH, Hausarzt der Beschwerdeführerin seit dem Jahr 2000, die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">genwärtig mittelgradige Episode (ICD: F33.10), bestehend seit 2010, sowie einer medialen Gonarthrose links, aktiviert nach Kniedistorsion am 4. Februar 2010 (zum Unfall siehe auch Urk. 6/16/15 und 16). Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine Adipositas (BMI 47.6), mindestens seit 2010. Er gab an, die Patientin sei bis zur Kniedistorsion 2010 beschwerdefrei und voll leistungsfähig gewesen. Seither immer wieder Schwellung linkes, in der letzten Zeit auch rechtes Knie. Abklärung 2013 durch Dr. med. Z.___, FMH Orthopädie A.___, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">welcher eine mittelschwere Gonarthrose, vor allem links, diagnostiziert habe. Seither sei die Gehbelastung deutlich eingeschränkt, sowohl geradeaus, wie auch beim Treppensteigen; das Knien sei nicht möglich. Die Ar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beit als Putzfrau sei in der Folge sehr belastend geworden, und da die Patientin langsamer geworden sei, habe sie die Putzstellen jeweils nicht lange Zeit behal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten können. Die Prüfung einer beruflichen Umstellung aus medizinischer Sicht befürwortete er und hielt eine behinderungsangepasste Tätigkeit 30-40 Stunden pro Woche seit dem 20. September 2015 für zumutbar (siehe dazu auch Ziff. 5.1: Medizinische Beurteilung der physischen und psychischen Ressourcen der Versicherten). Ergänzend fügte er an: «Normal gearbeitet bis 4.6.2013, an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schliessend Arbeitseinsätze von RAV: zu 50 % 27.11.14 - 16.3.15, zu 100 % 18.3.15 – 30.5.15 und 13.7.15 -19.9.2015. Seit 20.9.2015 nicht mehr gearbeitet».</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Seinen Ausführungen legte Dr. Y.___ einen Bericht von Dr. Z.___ vom 16. Juli 2013 bei (Urk. 6/17/8-9). In einem weiteren Schreiben vom 27. August 2013 (Überschrift «Betrifft Zumutbarkeit der Arbeit») an Dr. Y.___ (Urk. 6/38) hielt Dr. Z.___ fest, aus orthopädischer Sicht sei die Beschwerdefüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rerin in einer angepassten Tätigkeit 100 % arbeitsfähig. Sie könne eine haupt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sächlich gehende Tätigkeit durchführen, wobei längere Gehdistanzen zu ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den seien, ebenso Gehen auf unebenem Boden oder viel Treppengehen. Eine dauernd sitzende oder auch hauptsächlich stehende Tätigkeit sei der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin zumutbar. Regelmässige Hebebelastungen bis 10 kg seien ebenfalls zumutbar, höhere Lasten entscheidend eingeschränkt. Bezüglich Hantieren mit Werkzeugen sei die Beschwerdeführerin bei gesunden Armgelenken gut einsetz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bar, aufgrund der Kraft nicht für schwer grob manuelle Tätigkeiten.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 30. Mai 2016 beantwortete Dr. Y.___ die ihm von der IV-Stelle gestell</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten Fragen (Urk. 6/51/1-7). Er führte im entsprechenden Bericht aus, die Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführerin sei am 23. April 2016 auf die rechte Körperseite gestürzt und habe eine massive Kontusion mit Hämatom vor allem über dem Trochanter rechts erlitten. Keine Fraktur. Sie sei aktuell deswegen zu 100 % arbeitsunfähig. Die Beschwerdeführerin sei in einer delegierten Psychotherapie gewesen wäh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rend der Jahre 2002-2010. Aktuell sei eine Überweisung an einen Psychiater er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">folgt (dieser habe jedoch keine neuen Patienten angenommen, aktuell scheine die Beschwerdeführerin einen Psychiater gefunden zu haben). Es sei mehrmals über eine Gewichtsreduktion gesprochen und die Beschwerdeführerin auch mehrmals diätetisch beraten worden. Das Erreichen eines Gewichts von 80 kg wäre nur mit einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Magenbypassoperation</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erreichbar, was aber der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin sicher nicht vorgeschrieben werden könne.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Er stellte weiter die Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Störung, ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wärtig leichtgradige Episode (ICD: F33.0) seit 2002 und einer medialen Gon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">arthrose links, aktiviert nach einer Kniedistorsion am 4. Februar 2010. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er erneut Adiposi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tas.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Als Befund stellte er eine Schwellung beider Knie mit leichtem Kniegelenkser</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">guss fest. Radiologisch bestünden schwere Arthrosen, links stärker als rechts. Psychisch sei die Beschwerdeführerin noch oft traurig, aber nicht eigentlich freudlos und hoffnungslos. Zur Prognose gab er an, sie sollte eine geeignete Arbeit nach Abheilen des aktuellen Unfalls wieder durchführen können. Betref</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fend die Arbeitsfähigkeit hielt er fest, die Beschwerdeführerin sei bis zum 23. April 2016 zu circa 25 % arbeitsfähig gewesen, seither bestehe eine 100%ige Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit. Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht noch 4-5 Stun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den zumutbar, wobei eine verminderte Leistungsfähigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bei schwerer kör</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">per</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">li</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cher Arbeit bestehe. Aktuell sie die Beschwerdeführerin nicht arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähig, aber eine 50 % Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit sollte ab circa dem 10. Juni 2016 möglich sein.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Y.___ hielt im Arztzeugnis vom 15. Juni 2016 (Urk. 6/53) zu Händen der Arbeitslosenversicherung fest, die Beschwerdeführerin sei wegen Unfall vom 23. April bis 12. Juni 2016 100 % arbeitsunfähig. Ab 13. Juni 2016 sei sie wie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der voll arbeitsfähig. Sie könne keine schweren körperlichen Tätigkeiten aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">füh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ren, nicht über 1 km gehen, keine Lasten über 20 kg tragen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">RAD-Arzt Dr. med. B.___, Facharzt für Chirurgie, hielt in seiner Stellung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nahme vom 30. Juni 2016 (Urk. 6/55/3-4) als Diagnosen mit dauerhafter Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine mediale Gonarthrose links, aktiviert nach Kniedistorsion am 4. Februar 2010 (Arztbericht Dr. Y.___) fest. Als Diagno</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sen ohne dauerhafte Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er Adipositas, rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichtgradige Episode ICD-10 F33.0 seit 2002 (Arztbericht Dr. Y.___). Ein fachpsychiatrischer Arztbericht mit Befundung und Therapie liege nicht vor. Versicherungsmedizinisch liege aber kein IV-relevanter Gesundheitsschaden vor.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Betreffend Einschränkungen in Bezug auf die bisherige Tätigkeit als Wäsche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rei/Reinigungs-Mitarbeiterin hielt er fest, bei Schädigung des linken Kniegelen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kes bestehe aus medizinisch-theoretischer Sicht eine verminderte Belastbarkeit für regelmässiges mittelschweres und schweres Heben, Tragen und Transportie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ren von Lasten, für Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, für ausschliesslich ste</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hende Tätigkeiten, für häufiges Bücken sowie für Tätigkeiten in körperlichen Zwangshaltungen wie Knien, Kriechen, Hocken, für Arbeiten mit erhöhten An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">forderungen an die Stand- und Gangsicherheit und für dauerhaftes Gehen und Stehen auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unebenem Grund. Als angepasste Tätigkeit («Belastungsprofil») kön</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ne eine überwiegend sitzend ausgeübte Arbeit mit leichter Wechselbelastung, teils sitzend, teils ebenerdig gehend, auch mit gelegentlichem Heben und Tragen von Lasten bis 10 kg körpernah medizinisch-theoretisch weiterhin zugemutet werden. Auch könne eine hauptsächlich gehende Tätigkeit, wobei längere Geh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">distanzen zu vermeiden seien, durchgeführt werden. Zu vermeiden sei Gehen auf unebenem Boden oder viel Treppengehen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In der bisherigen Tätigkeit in der Wäscherei/Reinigung sei die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin vom 20. September 2015 bis 23. April 2016 75 %, ab 24. April bis 12. Juni 2016 100 % arbeitsunfähig gewesen. Ab 13. Juni 2016 sei sie 100 % arbeitsfä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hig (Dr. Y.___). In einer angepassten Tätigkeit gemäss Belastungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">profil sei die Beschwerdeführerin aus orthopädischer Sicht 100 % arbeitsfähig in ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">passter Tätigkeit – siehe Bericht vom 27. August 2013 (Dr. Z.___).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eine wesentliche Änderung des Gesundheitszustandes sei nicht wahrscheinlich. Die Gonarthrose werde sich auf Dauer weiter verschlechtern und eine protheti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sche Versorgung notwendig werden. Allerdings gelte dann auch weiterhin das oben genannte Belastungsprofil. Als weitere medizinische Massnahmen nannte er die Fortsetzung der medizinischen Massnahmen und eine Gewichtsabnahme.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span id="CURSOR"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span id="XX212"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Feststellungsblatt für den Beschluss (Urk. 6/55/4-5) hielt die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin gestützt auf die erwähnten Angaben von RAD-Arzt Dr. B.___ (E. 3.4) fest, dass die Wartezeit am 20. September 2015 zu eröffnen sei, wobei aber bereits ab 12. Juni 2016 wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit «ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stammt» be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stehe. Es trifft zu, dass Dr. B.___ ab 20. September 2015 bis 12. Juni 2016 die Beschwerdeführerin als arbeitsunfähig - bis 23. April 2016 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zu 75%, dann zu 100% - erachtete. Er wiederum stützte sich auf die ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chenden An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gaben von Dr. Y.___ (E. 3.2. und 3.3), welche er vollumfänglich übernahm. Nachdem sich die Beschwerdeführerin am 22. Oktober 2015 bei der IV-Stelle angemeldet hat, wäre der frühestmögliche Zeitpunkt zur Auszahlung einer Ren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">te der 1. April 2016 gewesen. In jenem Zeitpunkt war aber die Beschwerdefüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rerin noch nicht während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen (Art. 28 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. b IVG; E. 1.2). Angesichts des Umstandes, dass die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin für die Zeit von September 2013 bis Dezember 2014 Taggelder der Arbeitslosenversicherung - bei einer von ihr angegebenen 100%igen Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mittlungsfähigkeit (Urk. 6/27, vgl. auch IK-Auszug Urk. 6/11) - bezog und ab November 2014 bis September 2015 diverse RAV-Arbeitseinsätze – anfänglich im Umfang von 50 %, dann ab 18. März 2015 zu 100 % (vgl. E. 3.1) – machte, fehlen Anhaltspunkte für einen früheren Beginn der Wartezeit. Solange aber die gesetzlich vorgeschriebene Wartezeit nicht erfüllt ist, kann auch kein Anspruch auf eine Rente entstehen. Das Fazit, dass die Beschwerdegegnerin auf ihrem Feststellungsblatt für den Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schluss zog, nämlich «Abweisung, WZ (=Wartezeit) nicht erfüllt», ist demzufolge korrekt. Die angefochtene Verfügung vom 6. Dezember 2016 (mit einem beige</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">legten Auszug über die relevanten gesetz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Grundlagen, unter anderem Art. 28 IVG), in welcher sie zur Hauptsache ausführte, es sei infolge wiederer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">langter voller Arbeitsfähigkeit kein Anspruch auf eine IV-Rente entstanden, er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weist sich somit als rechtens. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nachdem lediglich der (abgelehnte) Anspruch auf eine Rente der Invalidenversi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherung Gegenstand der angefochtenen Verfügung vom 6. Dezember 2016 bil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dete und dieser Zeitpunkt rechtsprechungs- und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">praxisgemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auch die zeitliche Schranke der richterlichen Überprüfung bildet, ist hier </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weder auf das Schreiben der Beschwerdeführerin vom 6. Januar 2017, welches die Beschwerdegegnerin einst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weilen als Zusatzgesuch entgegennahm (siehe E. 2.1), noch auf die weitere dem Gericht im Verlauf des Beschwerdeverfahrens überwiesene Korrespondenz (Urk. 10 und 11) näher einzugehen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 5.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">69 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und ermessensweise auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. 7</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie vo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liegenden Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zu tragen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. 7</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">00.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">gestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubSonderegger</p><p></p></div> </div></body></html>