<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00046</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106641&amp;W10_KEY=4467146&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00046</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.04.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Interkantonale sozialhilferechtliche Zuständigkeit bei einem dauernd fremdplazierten Kind<br/><br/>Legitimation: Der im Dispositiv des Beschlusses der Fürsorgebehörde verwendeten Formulierung, wonach "mangels fürsorgerechtliche Zuständigkeit" die Sozialhilfeleistungen der Gemeinde eingestellt würden, kommt der Charakter einer Feststellungsverfügung gleich. Die Eltern sind zur Anfechtung legitimiert (E. 2).<br/><br/>Zuständigkeit: Ermittlung im i n t e r kantonalen Verhältnis nach dem Zuständigkeitsgesetz (ZUG), im i n n e r kantonalen nach dem Sozialhilfegesetz (SHG) (E. 3a/b). Der Umzug der Eltern in den Kanton Thurgau ändert nichts an der sozialhilferechtlichen Zuständigkeit der früheren Zürcher Gemeinde: Das d a u e r n d fremdplazierte Kind hat und behält nämlich den sozialhilferechtlichen Wohnsitz in der Gemeinde, wo die Eltern im Zeitpunkt der Fremdplazierung ihren Unterstützungswohnsitz hatten (E. 4).<br/>Abweisung einer Beschwerde der Gemeinde.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FESTSTELLUNGSVERFÃGUNG">FESTSTELLUNGSVERFÃGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREMDPLATZIERUNG">FREMDPLATZIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OBHUTSENTZUG">OBHUTSENTZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSTÃTZUNGSWOHNSITZ">UNTERSTÃTZUNGSWOHNSITZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHNSITZ">WOHNSITZ</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 37 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 21 lit. a VRG</span><br/><span class="ungerade">Art. 310 ZGB</span><br/><span class="gerade">Art. 7 ZUG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2002 Nr. 62 S. 156</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A, geboren am 10. September 1992, wohnte mit seinen Eltern in X. Weil er an er­heblichen EntwicklungsstÃ¶rungen litt, wurde fÃ¼r ihn und seine jÃ¼ngere behinderte Schwes­ter mit Beschluss der VormundschaftsbehÃ¶rde X vom 21. Januar 1997 gestÃ¼tzt auf Art. 308 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) eine Beistandschaft angeordnet. Ab 3. Januar 2000 wurde er mit Zustimmung der Eltern in ein Kinder- und Jugendheim im Kanton ZÃ¼­rich untergebracht. Er besuchte von dort aus die Ã¶ffentliche Volksschule und verbrachte das Wochenende jeweils bei den Eltern in X. FÃ¼r die Kosten dieser Fremdplazierung leis­te­te die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X gemÃ¤ss BeschlÃ¼ssen vom 17. November 1999 und vom 19. April 2000 gestÃ¼tzt auf § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) subsidiÃ¤re Kos­ten­gutsprache (Fr. 139.- Pensionskosten pro Tag sowie Nebenkosten).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ende Juli 2000 zogen die Eltern nach Q (Kanton Thurgau), wo­bei sie den Wunsch Ã¤us­serten, die Fremdplazierung Aâs zu beenden und ihn mit sich an den neuen Wohnort zu nehmen. Das veranlasste den Beistand, bei der VormundschaftsbehÃ¶rde X den Entzug der Obhut gemÃ¤ss Art. 310 Abs. 1 ZGB zu beantragen, da­mit A im Heim bleiben kÃ¶nne. Dem entsprach die VormundschaftsbehÃ¶rde mit Be­schluss vom 13. Juni 2000. Der Bezirksrat be­stÃ¤tigte diesen Beschluss am 27. Ok­tober 2000; den dagegen von den Eltern erhobenen Rekurs wies die II. Zivilkammer des Obergerichts am 12. Januar 2001 ab. Nach vollzogenem Wohnortswechsel Ã¼bernahm die VormundschaftsbehÃ¶rde Q mit Beschluss vom 14. De­­zember 2000 die Beistandschaft fÃ¼r A und seine Schwester.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die mit A befassten sozialpÃ¤dagogischen Fachleute kamen in der Folge zum Schluss, dass die bestehende Situation nicht optimal fÃ¼r seine Entwicklung sei; erforderlich sei eine Umplazierung in eine Institution mit integrierter Sonderschule, welche son­der­pÃ¤dagogische Massnahmen anbiete. GestÃ¼tzt auf diese Beurteilung wurde A am 13. August 2001 in einem Sonderschulheim im Kanton Thurgau plaziert. Die Kosten dieser Fremdplazierung werden von der Invalidenversicherung (IV) Ã¼bernommen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X beschloss am 27. Juni 2001, die Sozialhilfeleis­tun­gen fÃ¼r A wÃ¼rden ab Eintritt in das Sonderschulheim im Kanton Thurgau mangels fÃ¼rsorgerechtlicher ZustÃ¤ndigkeit eingestellt. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde er­wog, A sei aus <i>schulischen</i> GrÃ¼nden in das Sonderschulheim umplaziert worden; eine FÃ¼rsorgebedÃ¼rftigkeit der Eltern bestehe nicht mehr, weil die Kosten der Fremd­plazierung nunmehr von der IV finanziert wÃ¼rden; die Eltern hÃ¤tten lediglich einen ge­ringen Kostenbeitrag von Fr. 200.- pro Monat zu leisten, wozu sie in der Lage seien. WÃ¤ren sie dazu nicht imstande, mÃ¼sste die SchulbehÃ¶rde prÃ¼fen, ob sie auf den Kostenbeitrag der Eltern verzichte; deren Ãbernahme sei jedenfalls nicht Sache der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde. Selbst wenn aber davon auszugehen wÃ¤re, die Ãbernahme von (von der Sozialversicherung) nicht getragenen Kosten der Fremdplazierung sei Sache der FÃ¼rsorge- und nicht der SchulbehÃ¶rden, treffe diese UnterstÃ¼tzungspflicht nicht mehr die FÃ¼rsorgehehÃ¶rde X. Weil A die Wochenende regelmÃ¤ssig zu Hause bei den Eltern in Q verbringe, liege keine <i>dauernde</i> Fremdplazierung vor und sei damit Art. 7 Abs. 3 lit. c des Bun­desgesetzes Ã¼ber die ZustÃ¤ndigkeit fÃ¼r die UnterstÃ¼tzung BedÃ¼rftiger vom 24. Juni 1977 (ZustÃ¤ndigkeitsgesetz, ZUG) nicht anwendbar. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Dagegen erhoben die Eltern am 17. Juli 2001 Rekurs an den Bezirksrat mit den AntrÃ¤gen, in Aufhebung des angefochtenen Beschlusses festzustellen, dass der Ein- bzw. Ãbertritt in das Sonderschulheim im Kanton Thurgau den eigenen UnterstÃ¼tzungswohnsitz von A nach Art. 7 Abs. 3 lit. c ZUG nicht zu beenden vermÃ¶ge und dass A daher seinen fÃ¼r­sorgerechtlichen UnterstÃ¼tzungswohnsitz weiterhin in X habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat hiess den Rekurs am 19. Dezember 2001 gut. Im Disposi­tiv seines Entscheids stellte er fest, dass sich der fÃ¼rsorgerechtliche UnterstÃ¼tzungswohnsitz von A in der Gemeinde X befinde, solange der Obhutsentzug gemÃ¤ss Art. 310 Abs. 1 ZGB bzw. die gestÃ¼tzt darauf vorgenommene Fremdplazierung von A andauere.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 16. Januar 2001 beantragte die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X dem Verwaltungsgericht die Aufhebung des Feststellungsentscheids des Bezirksrats.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat beantragte ohne weitere AusfÃ¼hrungen zur Sache Abweisung des Re­­kurses. Die Eheleute als Beschwerdegegner sowie die als Mitbeteiligte in das Verfahren einbezogene Stadt Q verzichteten auf Beschwerdeantwort.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 in Verbindung mit § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Sachurteilsvoraussetzungen er­fÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Durch den Beschluss der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X vom 27. Juni 2001, die Sozialhilfe­leistungen ab dem Zeitpunkt der Umplazierung ihres Sohnes A einzustellen, wurden die heutigen Beschwerdegegner insofern nicht unmittelbar beschwert, als die bisher gewÃ¤hrte Sozialhilfe ausschliesslich der Finanzierung der Fremdplazierung Aâs im Heim im Kanton ZÃ¼rich gedient hatte und diese Finanzierung mit der Umplazierung von A in das Thurgauer Heim ab August 2001 im Sinn einer Sonderschulmassnahme von der IV Ã¼bernommen wurde. Es fragt sich daher vorab, ob der Bezirksrat die Rekurslegitimation nach § 21 lit. a VRG und damit zugleich auch ein schÃ¼tzenswertes Interesse der Rekurrierenden an dem von ihnen mit Rekurs anbegehrten Feststellungsentscheid zu Recht bejaht habe. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Beschluss der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X stÃ¼tzt sich auf zwei alternativ zu ver­­stehende GrÃ¼nde: Zum einen wird ausgefÃ¼hrt, die Umplazierung erfolge aus schulischen und nicht mehr aus sozialen GrÃ¼nden, weshalb ein allfÃ¤lliger durch die IV nicht gedeckter KostenÃ¼berschuss, sofern er nicht von den Eltern getragen wÃ¼rde, nicht mehr von den FÃ¼rsor­ge­behÃ¶rden, sondern von den SchulbehÃ¶rden zu Ã¼bernehmen wÃ¤re. Sodann erwog die FÃ¼r­sorgebehÃ¶rde, beim Schulheim im Kanton Thurgau handle es sich um ein sogenann­tes Wocheninternat; A werde die Wochenenden jeweils bei seinen Eltern in Q verbringen; deswegen habe die Fremdplazierung in diesem Heim nicht dauernden Charak­ter im Sinn von Art. 7 Abs. 3 lit. c ZUG und habe A keinen selbstÃ¤ndigen Unter­stÃ¼tzungswohnsitz im Sinn dieser Bestimmung in X begrÃ¼ndet. Wenn laut Dispositiv Ziffer 1 des genannten Beschlusses "die Sozialhilfeleistungen fÃ¼r A ... ab Eintritt ins Sonderschulheim im Kanton Thurgau mangels fÃ¼rsorgerechtlicher ZustÃ¤ndigkeit eingestellt" werden, so kann sich diese Anordnung sowohl auf die erste wie auch die zweite der genannten BegrÃ¼ndungen stÃ¼tzen. Dabei kommt sie angesichts der verwendeten Formulierung "mangels fÃ¼rsorgerechtlicher ZustÃ¤ndigkeit" bereits einem Fest­stellungsentscheid gleich. Es war demnach zulÃ¤ssig und folgerichtig, wenn die Rekurrierenden im gegen diesen Entscheid erhobenen Rechtsmittel ihren Rekursantrag als Feststellungsbegehren formuliert haben, nÃ¤mlich als Begehren, in Auf­hebung des angefochtenen Beschlusses sei festzustellen, dass der Ein- bzw. Ãbertritt in das Thurgauer Sonderschulheim den eigenen UnterstÃ¼tzungswohnsitz von A nach Art. 7 Abs. 3 lit. c ZUG nicht zu beenden vermÃ¶ge und dass A daher seinen fÃ¼rsorgerechtlichen UnterstÃ¼tzungswohnsitz weiterhin in X habe. Bei der gegebenen prozessualen Lage verstiess dies namentlich nicht gegen den Grundsatz, dass ein schutzwÃ¼rdiges Feststellungsinte­resse dort zu verneinen ist, wo der Gesuchsteller in der betreffenden Angelegenheit eine GestaltungsverfÃ¼gung verlangen kann, und dass ein Feststellungsbegehren nicht der Umgehung der Rechtskraft einer GestaltungsverfÃ¼gung dienen darf (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Boss­hart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 19 N. 62). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Hieraus ergibt sich, dass der Bezirksrat ein schÃ¼tzenswertes Interesse sowohl an der Rekurserhebung wie auch an einem im Rahmen des Rekursverfahrens zu treffenden Feststel­lungsentscheid zu Recht bejaht hat. Insbesondere hat er zutreffend darauf hingewiesen, dass sich sowohl die finanzielle Situation der Eltern wie auch die Indikation fÃ¼r die Fremd­pla­zie­rung von A (fÃ¼rsorgerische oder schulische GrÃ¼nde) in Zukunft Ã¤ndern kÃ¶nn­ten; damit kÃ¶nne die Frage einer fÃ¼rsorgerechtlichen UnterstÃ¼tzung wieder aktuell werden, wobei ein diesbezÃ¼glicher Feststellungsentscheid im heutigen Zeitpunkt dazu beitrage, lang­wier­i­ge ZustÃ¤n­digkeitskonflikte der involvierten GemeindebehÃ¶rden von Q und X zu vermeiden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Welcher Kanton fÃ¼r die UnterstÃ¼tzung eines BedÃ¼rftigen, der sich in der Schweiz aufhÃ¤lt, zustÃ¤ndig ist, wird im ZustÃ¤ndigkeitsgesetz geregelt (Art. 1 ZUG). Art. 7 ZUG regelt den UnterstÃ¼tzungswohnsitz unmÃ¼ndiger Kinder. Das unmÃ¼ndige Kind teilt grundsÃ¤tzlich den UnterstÃ¼tzungswohnsitz der Eltern oder jenes Elternteils, unter dessen Gewalt es steht (Abs. 1) bzw. bei getrenntem zivilrechtlichem Wohnsitz der Eltern den Unter­stÃ¼tzungswohnsitz jenes Elternteils, bei dem es wohnt (Abs. 2). In besonderen FÃ¤llen (Abs. 3) hat es einen eigenen UnterstÃ¼tzungswohnsitz, nÃ¤mlich am Sitz der Vormundschafts­behÃ¶rde, unter deren Vormundschaft es steht (lit. a), im Wohnortkanton, wenn es er­werbstÃ¤tig ist und fÃ¼r seinen Lebensunterhalt selber aufkommen kann (lit. b), am letzten UnterstÃ¼tzungswohnsitz nach den Abs. 1 und 2, wenn es dauernd nicht bei den Eltern oder einem Elternteil wohnt (lit. c) sowie an seinem Aufenthaltsort in den Ã¼brigen FÃ¤llen (lit. d). Art. 7 Abs. 3 lit. c ZUG enthÃ¤lt eine gegenÃ¼ber Abs. 3 lit. a und b subsidiÃ¤re Regelung; sie gilt fÃ¼r wirtschaftlich unselbstÃ¤ndige, nicht bevormundete, aber dauernd bei keinem der El­tern lebenden Kinder (Werner Thomet, Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber die ZustÃ¤ndigkeit fÃ¼r die UnterstÃ¼tzung BedÃ¼rftiger, 2. A., ZÃ¼rich 1994, N. 125 ff.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im innerkantonalen VerhÃ¤ltnis enthÃ¤lt § 37 SHG fÃ¼r die Bestimmung der ZustÃ¤ndigkeit der hilfepflichtigen Gemeinde (vgl. § 41 SHG) eine Regelung, die mit jener von Art. 7 ZUG inhaltlich identisch ist. In der Praxis wird namentlich § 37 Abs. 3 lit. c SHG gleich aus­­­gelegt wie der gleichlautende Art. 7 Abs. 3 lit. c ZUG. ZustÃ¤ndig ist die Gemeinde, in der das Kind im Zeitpunkt der Fremdplazierung seinen â von den Eltern abgeleiteten â UnterstÃ¼t­­­­zungswohnsitz nach Abs. 1 bzw. Abs. 2 hatte. Diese Gemeinde bleibt solange UnterstÃ¼tzungswohnsitz des Kindes, als es fremdplaziert ist bzw. von den Eltern getrennt lebt. Umpla­z­ierungen des Kindes und Wohnsitzwechsel der Eltern Ã¤ndern an dieser ZustÃ¤ndigkeitsordnung nichts (Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch, herausgegeben von der Abteilung Ãffentliche FÃ¼r­sorge des Sozialamtes des Kantons ZÃ¼rich, Ziff. 4.4 S. 3). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Das Sozialhilfegesetz regelt die persÃ¶nliche und wirtschaftliche Hilfe an Perso­nen, die sich in Not befinden (vgl. §§ 1, 11 ff., 14 ff.). DemgegenÃ¼ber regelt das Gesetz Ã¼ber die Jugendhilfe (Jugendhilfegesetz) vom 14. Juni 1981 die generelle und individuelle Hilfe an Kinder und Jugendliche unter Einbezug der Familie, insbeson­dere durch Beratung und Betreuung etc. (§ 1 Abs. 1). Vorbehalten bleiben die besonderen Bestimmungen, nament­­lich im Bereich der Schule, der Berufsbildung, der ausserfamiliÃ¤ren Unterbringung von Kindern und Jugendlichen, der Jugendstrafrechtspflege und des Vor­mundschafts­we­sens (§ 1 Abs. 2). Ist das Wohl des Kindes gefÃ¤hrdet und sorgen die Eltern nicht von sich aus fÃ¼r Abhilfe oder sind sie dazu ausserstande, so trifft die Vormund­schafts­behÃ¶rde die ge­eigneten Massnahmen zum Schutz des Kindes (Art. 307 Abs. 1 ZGB). Laut Art. 310 ZGB hat die Vormundschaftsbe­hÃ¶rde das Kind den Eltern wegzunehmen und in angemessener Weise unterzubringen, wenn einer GefÃ¤hrdung des Kindes nicht anders begegnet wer­den kann (Abs. 1); die glei­che Anordnung trifft die VormundschaftsbehÃ¶rde auf Begehren der Eltern oder des Kindes, wenn das VerhÃ¤ltnis so schwer gestÃ¶rt ist, dass das Verblei­ben des Kindes im gemeinsa­men Haushalt unzumutbar geworden ist und nach den UmstÃ¤n­den nicht anders geholfen werden kann (Abs. 2).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Betreffend die "Fremdplazierung von schulpflichtigen Kindern; Kostentragung bei Aufenthalten in Heimen oder in Pflegefamilien" wird im Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch aus­gefÃ¼hrt (Ziff. 2.5.1/§ 15/3 SHG):</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> "A) Grundsatz<br/> <br/> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> a) Wird ein schulpflichtiges Kind in einem Heim untergebracht, so kommt es fÃ¼r die Kostenfrage darauf an, aus welchen GrÃ¼nden diese Fremdplazierung erfolgt ist. In analoger Weise gilt dies auch fÃ¼r den Aufenthalt von schulpflichtigen Kindern in Pflegefamilien.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> b) Nicht anders erhÃ¤ltliche Unterbringungskosten mÃ¼ssen nur dann durch die Ãffentliche FÃ¼rsorge Ã¼bernommen werden, wenn das Kind sich nicht aus schulischen GrÃ¼nden (und selbstverstÃ¤ndlich auch nicht auf­grund einer jugendstrafrechtlichen Massnahme), sondern aus sozialen GrÃ¼nden in einem Heim oder in einer Pflegefamilie aufhÃ¤lt.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> B) Unterbringung aus schulischen GrÃ¼nden</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> a) Ist das Kind (in der Regel von einer SchulbehÃ¶rde) aus schulischen GrÃ¼nden in ein Heim eingewiesen worden, so sind die Aufenthalts­kosten nicht aus FÃ¼rsorgegeldern, sondern durch die zustÃ¤ndige SchulbehÃ¶rde zu Ã¼bernehmen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> b) Die schulrechtliche ZustÃ¤ndigkeit liegt normalerweise am zivilrechtli­chen Wohnsitz des Kindes, kann sich ausnahmsweise aber auch an seinem stÃ¤ndigen Aufenthaltsort (vor allem bei Unterbringung in einer Pflegefamilie) befinden.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> c) Schulische GrÃ¼nde sind vor allem dann vorhanden, wenn das Kind dem Unterricht in Normal‑ und Sonderklassen aufgrund einer Behin­derung nicht zu folgen vermag und es deshalb auf eine Sonderschu­lung in einem Heim angewiesen ist. Dabei handelt es sich um eigentli­che Schulheime (Heime mit primÃ¤r schulischem Auftrag bzw. interner Sonderschulung).</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> d) Bei aus schulischen GrÃ¼nden in ein Heim eingewiesenen Kindern sind die Schulgemeinden berechtigt, von den Eltern angemessene Verpfle­gungsbeitrÃ¤ge zu erheben. Deren HÃ¶chstansÃ¤tze werden durch die Er­ziehungsdirektion festgesetzt (vgl. § 32 der Schulleistungsverordnung und § 38 des Sonderklassenreglements). Wenn die Eltern nicht in der Lage sind, solche (im pflichtgemÃ¤ssen Ermessen der SchulbehÃ¶rden liegenden) BeitrÃ¤ge zu leisten, so mÃ¼ssen die Schulgemeinden darauf verzichten. Es ist also nicht Sache der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde (am UnterstÃ¼t­zungswohnsitz der Eltern oder des Kindes), diese BeitrÃ¤ge zu Ã¼ber­neh­men. </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> e) Liegen schulische GrÃ¼nde vor, so sind fÃ¼r die Kostenfrage nur diese massgeblich. Ist also eine Heimeinweisung schulisch erforderlich ge­wesen, so spielt es keine Rolle, ob sie daneben auch unter sozialen Gesichtspunkten sinnvoll wÃ¤re.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> C) Unterbringung aus sozialen GrÃ¼nden</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> a) Erfolgt die Heimunterbringung oder der Aufenthalt in einer Pflegefa­mi­lie aus sozialen GrÃ¼nden (vor allem wegen schweren innerfamiliÃ¤­ren Problemen), so ist nicht (oder zumindest nicht vollumfÃ¤nglich) die SchulbehÃ¶rde kostenpflichtig.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> b) Soziale GrÃ¼nde dÃ¼rften vor allem bei Einweisungen durch Vormund­schaftsbehÃ¶rden (im Rahmen des Kindesschutzes) oder bei Plazierun­gen durch FÃ¼rsorgebehÃ¶rden vorliegen. Zudem kann dies auch bei pri­vat bzw. ohne behÃ¶rdliche Mitwirkung erfolgten Massnahmen der Fall sein. Dabei handelt es sich meistens um sogenannte Normalheime mit (externem) Besuch der Ã¶ffentlichen Schule oder aber um Pflegefami­lien.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> c) Soweit der elterliche Beitrag an die Fremdplazierungskosten nicht aus­reicht, sind unter UmstÃ¤nden FÃ¼rsorgeleistungen auszurichten. ...</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> d) Fallen bei einer sozial bedingten Fremdplazierung schulische Kosten an, so sollte abgeklÃ¤rt werden, ob die zustÃ¤ndige Schulpflege aufgrund des jeweiligen kantonalen Schulrechts verpflichtet oder wenigstens frei­­willig bereit ist, diese Auslagen zu Ã¼bernehmen oder zumindest ei­nen Beitrag zu leisten. ...</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> e) Bei ausserkantonalen Fremdplazierungen ist die Heimvereinbarung zu beachten. (Bei schulischen GrÃ¼nden muss allenfalls das Sonderschul­abkommen EDK-Ost berÃ¼cksichtigt werden.) Nach der Heimvereinbarung vergÃ¼ten die Vereinbarungskantone einander anteilmÃ¤ssig die Be­triebsdefizite fÃ¼r in einem Heim ausserhalb des Kantons Untergebrachte. ..."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Mit der Unterscheidung zwischen Fremdplazierung aus sozialen und aus schulischen GrÃ¼nden hat sich das Verwaltungsgericht schon verschiedentlich bei der Beurteilung von Streitigkeiten zwischen (fÃ¼r das FÃ¼rsorgewesen zustÃ¤ndigen) politischen Gemeinden und Schulgemeinden Ã¼ber die diesbezÃ¼gliche Kostentragungspflicht befasst (vgl. VGr, 20. Oktober 1999, VK.1999.00003, 3. November 1999, VK.1999.00001, beide teilweise pub­liziert in RB 1999 Nr. 37). Im vorliegenden Verfahren ist nicht entscheidungswesentlich, ob die Unterbringung Aâs zunÃ¤chst in das Heim im Kanton ZÃ¼rich (ab 3. Ja­nuar 2000) sowie spÃ¤ter in das Heim im Kanton Thurgau (ab 13. August 2001) im Lichte der dargelegten Unterscheidung schwergewichtig aus schulischen oder aus sozialen GrÃ¼nden erfolgt ist. Denn es geht nicht darum, ob fÃ¼r die Kosten dieser Fremdplazierung eine Schulgemeinde oder eine politische Gemeinde aufzukommen haben. Wie allerdings an­gemerkt werden kann, ist die Unterbringung im ZÃ¼rcher Heim offenkundig in erster Linie aus sozialen GrÃ¼nden erfolgt (vgl. Beschluss der VormundschaftsbehÃ¶rde X vom 13. Juni 2000; dazu auch VGr, 20. Oktober 1999, VK.1999.00003, E. 4c S. 11 f.), wÃ¤hrend fÃ¼r die Umplazierung in das Thurgauer Heim nach insofern Ã¼bereinstimmender Dar­stellung der Parteien schulische GrÃ¼nde massgebend waren. Wenn und solange eine Leis­tungspflicht der SchulbehÃ¶rde bzw. der Schulgemeinde besteht, trifft diese Pflicht nach zÃ¼r­cherischem Recht â d.h. im innerkantonalem VerhÃ¤ltnis â nicht die Schulgemeinde, in der sich der UnterstÃ¼tzungswohnsitz im Sinn § 37 Abs. 3 lit. c SHG befindet, sondern die Schul­ge­meinde, in der sich der gesetzliche Wohnsitz des Kindes befindet (§ 31 der Verordnung zum Schulleistungsgesetz (Schulleistungsverordnung) vom 10. September 1986 in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 und Art. 26 ZGB; vgl. VGr, 3. November 1999, VK.1999.00001, </span></p> <p class="Einzug1"><span>E. 3a S. 15). Wie es sich diesbezÃ¼glich im interkantonalen VerhÃ¤ltnis verhÃ¤lt, braucht hier nicht entschieden zu werden. Denn streitig ist nicht, welche Schulgemeinde fÃ¼r die Finanzierung schulisch bedingter Kosten der Fremdplazierung (sofern diese nicht durch die IV getragen wÃ¼rden) zustÃ¤ndig wÃ¤re. Zu beurteilen im vorliegenden Verfahren ist einzig, welches der <i>sozialhilferechtliche</i> UnterstÃ¼tzungswohnsitz der Beschwerdegegner ist. Dieser kommt allerdings nur zum Zug, sofern die gegenwÃ¤rtige schulische Indikation wegfallen und â bei andauernder Fremdplazierung â wieder durch eine soziale Indikation ersetzt wÃ¼rde. Dieser Umstand berÃ¼hrt jedoch nicht die Bestimmung des fÃ¼rsorgerechtlichen UnterstÃ¼t­zungswohnsitzes, sondern die Frage, ob an der fÃ¶rmlichen Feststellung dieses UnterstÃ¼t­­zungswohnsitzes ein aktuelles schutzwÃ¼rdiges Interesse besteht, was nach dem Gesagten (E. 2) ungeachtet der gegenwÃ¤rtigen schulischen Indikation, die fÃ¼r die Unterbringung im Heim im Kanton Thurgau ab August 2001 massgebend war, zu bejahen ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Bis zum Wegzug der Beschwerdegegner nach Q im Juli 2000 befand sich der UnterstÃ¼tzungswohnsitz von A aufgrund der damals ausschliesslich massgebenden innerkantonalen Regelung von § 37 SHG jedenfalls in X. Das gilt unabhÃ¤ngig davon, ob der Eintritt in das Heim im Kanton ZÃ¼rich im Januar 2000 bereits als <i>dauernde</i> Fremd­pla­zie­rung gewÃ¼rdigt wird. Verneinendenfalls war X UnterstÃ¼tzungswohnsitz nach § 37 Abs. 1 SHG, bejahendenfalls befand sich der UnterstÃ¼tzungswohnsitz kraft § 37 Abs. 3 lit. c SHG ebenfalls in jener Gemeinde. Streitig ist so betrachtet einzig, ob mit dem <i>Wegzug</i> der Beschwerdegegner von X der dortige UnterstÃ¼tzungswohnsitz weggefallen sei. Dies ist angesichts des neuen ausserkantonalen Wohnsitzes aufgrund der interkantonalen Regelung von Art. 7 ZUG zu beurteilen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Art. 7 Abs. 3 lit. c ZUG sollte interkantonal â wie auch mit § 37 Abs. 3 lit. c SHG innerkantonal â eine klare Regelung fÃ¼r jene FÃ¤lle geschaffen werden, in denen die Eltern den Wohnort nach der dauernden Fremdplazierung des unmÃ¼ndigen Kindes wechseln (Thomet, N. 127). UnterstÃ¼tzungswohnsitz des Kindes bleibt in diesen FÃ¤llen die Gemeinde, in der es unmittelbar vor der Fremdplazierung gemeinsam mit den Eltern oder einem Elternteil gelebt hat. Daran hat die Gesetzesrevision vom 14. Dezember 1990, in Kraft seit 1. Juli 1992) nichts geÃ¤ndert (Thomet, N. 128-131; vgl. auch BGE vom 9. MÃ¤rz 2000, teilweise publiziert in ZeSo 97/2000, S. 179; Entscheid des EidgenÃ¶ssischen Justiz- und Polizeidepartements vom 5. Mai 1993, VPB 58/1994 Nr. 84). Massgebend ist daher im vorliegenden Fall, ob A im Zeitpunkt des Wegzugs der Eltern im Sommer 2000 <i>dauernd</i> fremdplaziert war. Nur wenn in jenem Zeitpunkt, d.h. mit dem damaligen Aufenthalt im Heim im Kanton ZÃ¼rich eine als dauerhaft zu wÃ¼rdigende Plazierung bestand, ist X trotz des Wohnortwechsels der Beschwerdegegner UnterstÃ¼tzungswohnsitz â nunmehr als selbstÃ¤ndiger Wohnsitz des Kindes im Sinn von Art. 7 Abs. 3 lit. c ZUG â geblieben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat ist davon ausgegangen, dass die bereits im Januar 2000 erfolgte Un­ter­bringung von A im ZÃ¼rcher Heim jedenfalls seit dem von der Vormund­schaftsbe­hÃ¶r­de am 13. Juni 2000 verfÃ¼gten Obhutsentzug den Charakter einer dauern­den Fremdplazierung angenommen habe. Mit dem Ãbertritt ins Sonderschulheim im Kanton Thurgau sei die dau­er­nde Fremdplazierung fortgefÃ¼hrt worden. Daran vermÃ¶ge der Umstand, dass A die Wochenende regelmÃ¤ssig bei seinen Eltern in Q verbringe, nichts zu Ã¤ndern, handle es sich doch bei dem heute noch wirksamen Obhutsentzug um eine gegen den Willen der Eltern an­ge­ordnete Kindesschutzmassnahme nach Art. 310 Abs. 1 ZGB. - Dieser Beurteilung ist beizupflichten. Der Bezirksrat hat denn auch die Trag­weite seines gestÃ¼tzt darauf getroffenen fÃ¶rmlichen Feststellungsentscheid beschrÃ¤nkt, indem er feststellte, "dass sich der UnterstÃ¼tzungswohnsitz von A in der Gemeinde X befindet, solange der Obhutsentzug gemÃ¤ss Art. 310 Abs. 1 ZGB bzw. die gestÃ¼tzt darauf vorgenommene Fremdplazierung von A andauert."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Was die BeschwerdefÃ¼hrerin hiergegen vorbringt, vermag diesen Feststellungsentscheid nicht zu entkrÃ¤ften. Der am 13. Juni 2000 verfÃ¼gte Obhutsentzug erfolgte, weil die Beschwerdegegner den Aufenthalt im ZÃ¼rcher Heim beenden und A mit sich nach Q nehmen wollten, womit der Beistand Aâs nicht einverstanden war. Das kommt auch darin zum Ausdruck, dass die VormundschaftsbehÃ¶rde in Dispositiv Ziff. 1 des Beschlusses vom 13. Juni 2000 nicht nur den Obhutsentzug, sondern auch die Unterbringung Aâs im Heim fÃ¶rmlich angeordnet hat, obwohl sich A bereits seit Januar 2000 â damals noch mit Zustim­mung der Eltern â in diesem Heim aufhielt. Zwischen dem vormundschaftlich verfÃ¼gten Ob­hutsentzug und dem weiteren Verbleib Aâs im Heim im Kanton ZÃ¼rich besteht daher ein enger sachlicher Zusammenhang. Es ist nicht rechtsverletzend, wenn der Bezirksrat angesichts dieser familiÃ¤ren Situation und des deswegen erfolgten Obhutsentzugs den weiteren Verbleib Aâs im ZÃ¼rcher Kinderheim als dauernde Fremdplazierung gewÃ¼rdigt hat. Mit der Umplazierung Aâs ins Heim im Kanton Thurgau im August 2001 ist der dauernde Charakter des Fremdaufenthalts nicht ver­loren gegangen. Der Umstand, dass A â wie schon zuvor wÃ¤hrend seines Aufenthalts im ZÃ¼rcher Heim und des elterlichen Wohnsitzes in X â die Wochenenden bei den Eltern (nunmehr in Q) verbringt, spricht nach zutreffender Beurteilung des Be­zirks­rats bei der hier gegebenen familiÃ¤ren Situation nicht gegen die Annahme einer dauern­den Fremd­plazierung; dass Thomet in seinem AusfÃ¼hrungen unter N. 132 einen blos­­sen Wochenaufenthalt im Heim als gegenteiliges Indiz fÃ¼r einen lediglich befris­te­ten Fremd­auf­enthalt wÃ¼rdigt (worauf die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X in ihrem Beschluss vom 27. Ju­­ni 2001 offenbar Bezug nehmen wollte), vermag hieran nichts zu Ã¤ndern; der genann­te Au­tor bezieht sich dabei auf FÃ¤lle, in denen die Eltern das Kind selber in einem Heim untergebracht haben. Entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin kommt es im vorliegenden Zusammenhang auch nicht darauf an, dass die Umplazierung in das Thurgauer Heim im August 2001 aus schulischen GrÃ¼nden erfolgt ist; diese neue Indikation Ã¤ndert nichts daran, dass der Heimaufenthalt unter dem Gesichtswinkel der Regelung in Art. 7 ZUG eine dauernde Fremdplazierung geblieben ist, welche einen selbstÃ¤ndigen UnterstÃ¼tzungswohnsitz des Kindes im Sinn von Abs. 3 lit. c dieser bundesrechtlichen Bestimmung begrÃ¼ndet (vgl. vorstehend E. 3c).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>