<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>IV.2023.00365</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>V. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichterin Philipp, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichterin Curiger<br/>Sozialversicherungsrichter Kübler<br/>Gerichtsschreiberin R. Müller</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">30. August 2024</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sa</span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span><span class="Standard StandardEinzug">chen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Dr. </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Kreso</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Glavas</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Advokatur </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Glavas</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> AG</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Markusstrasse 10, 8006 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der 1962 geborene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> war seit dem 1. April 2009 als </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nuanceur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> bei der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> AG tätig (Urk. 8/5/4). Am 20. April 2018 (Posteingang) meldete er sich unter Hinweis auf Rückenprobleme nach einem Autounfall erstmals bei der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zum Leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bezug an (Urk. 8/2). Letztere tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen. Nachdem der Versicherte die bisherige Tätigkeit am 10. September 2018 in einem Pensum von 80 % wieder aufgenommen hatte (Urk. 8/9/5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">0-52</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">), verneinte die IV-Stelle nach durchgeführtem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorbescheidverfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Verfügung vom 2. November 2018 einen Anspruch des Versicherten auf Leistungen der Invali</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">denversicherung (Urk. 8/12).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bis zu seiner Kündigung per Ende August 2022 war der Versicherte weiterhin bei der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> AG tätig, wobei er ab dem 16. Februar 2022 vollumfänglich krank</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geschrieben war (Urk. 8/23/3 f., Urk. 8/24/1 f.). Am 6. Juli 2022 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine psychische Störung erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 8/15). Die IV-Stelle zog die Akten des Kranken</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">taggeldversicherers bei (Urk. 8/23, 25) und holte Berichte der behandelnden Ärzte ein (Urk. 8/30, 34). Mit Vorbescheid vom 27. Februar 2023 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Abweisung seines Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 8/36), wogegen der Versicherte Einwand erhob (Urk. 8/43). Am 12. Juni 2023 verfügte die IV-Stelle wie vorbeschieden (Urk. 8/47 = Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob der Versicherte am 10. Juli 2023 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung vom 12. Juni 2023 sei aufzuheben und die Streitsache sei an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese nach Vornahme von not</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wendigen weiteren Abklärungen neu entscheide. Eventualiter sei vom Gericht eine medizinische Abklärung in Auftrag zu geben, woraufhin neu zu entscheiden sei (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 12. Oktober 2023 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 16. Oktober 2023 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9). Mit Eingabe vom 6. November 2023 ersuchte der Beschwerdeführer sodann um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsvertretung (Urk. 10). Daraufhin wurde ihm mit Verfügung vom 8. November 2023 das Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit zugestellt und es wurde ihm eine Frist von 30 Tagen ab Erhalt der Verfügung angesetzt, um das Formular vollständig und wahrheitsgetreu ausgefüllt sowie unter Beilage sämtlicher Belege zur </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">finanziellen Situation dem Gericht einzureichen (Urk. 11). Dazu liess sich der Beschwerdeführer nicht vernehmen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung (IVV) in Kraft getreten.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Renten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anspruch entstanden ist. Steht ein erst nach dem 1. Januar 2022 entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende Recht Anwendung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_452/2023 vom 24. Januar 2024 E. 3.2.1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auf Grund </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der im Juli 2022 anhängig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gemachten Neuanmeldung bei der Invalidenversicherung könnten allfällige Leistungen frühestens ab </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dezember 2022 ausger</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ichtet werden (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In dieser übergangsrechtlichen Konstellation ist die seit 1. Januar 2022 geltende Rechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lage massgebend, die im Folgenden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> soweit nichts anderes vermerkt ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet wird.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ausschliesslich die Folgen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX006"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ützte Diagnose </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.1, 130 V 396 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E. 5.3 und E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ist jedoch nicht ohne W</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Ar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.7, 13</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="XX075"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 140 V 193 E. 3.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span id="VV102"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin, die Arbeitsunfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit des Beschwerdeführers sei durch Belastungen im Zusammenhang mit seinem alten Arbeitsplatz ausgelöst worden. Aus medizinischer Sicht seien die ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">standenen Beschwerden zwar nachvollziehbar, diese begründeten jedoch keine langandauernde Arbeitsunfähigkeit. Die Beschwerden seien durch psychosoziale Belastungsfaktoren ausgelöst, welche nicht bei der Invalidenversicherung versichert seien (Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen ihrer Vernehmlassung führte die Beschwerdegegnerin ergänzend aus, der Beschwerdeführer sei im Zeitpunkt der ersten Verfügung vom 21. September 2018 zu 80 % arbeitsfähig gewesen. Bereits am 8. Oktober 2018 habe die Arbeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geberin darüber informiert, dass der Beschwerdeführer wieder zu 100 % arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tätig sei. Dem Arbeitgeberfragebogen sei denn auch zu entnehmen, dass der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführer bis zu seinem letzten Arbeitstag am 15. Februar 2023 in einem Vollzeitpensum tätig gewesen sei. Auf einen Einkommensvergleich könne sodann verzichtet werden, sofern die bisherige Tätigkeit noch zumutbar sei (Urk. 7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber macht der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, er leide bereits seit seinem Unfall vom 10. Oktober 2017 an Rückenbeschwerden. Zudem leide er aktuell an Schlafstörungen, starkem Schwindel, Tinnitus, allgemeinen Schwächen, Depressionsangstzuständen, Erschöpfung, fehlender Konzentration, etc. und könne die alltäglichen administrativen Aufgaben nur erschwert erledigen. Die Behandler würden die bisherige Tätigkeit als körperlich zu streng erachten und seien der Meinung, dass er nicht in der Lage sei, eine Wieder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eingliederung anzufangen. Die Beschwerdegegnerin habe es unterlassen, diese massive Problematik abzuklären. Es hätte sich zwingend eine medizinische, mindestens </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bidisziplinäre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abklärung (Rücken und Psyche), aufgedrängt. Zudem sei kein Einkommensvergleich durchgeführt worden (Urk. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Arztzeugnis vom 14. März 2022 zuhanden der Krankentaggeldversicherung nannte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine akute Belastungsreaktion (ICD-10 F 43.0) als Diagnose. Er attestierte dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 16. Februar 2022 (Urk. 8/23/3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Bericht vom 29. April 2022 zuhanden der Krankentaggeldversicherung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beschrieb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">therapie, Konzentrations- und Auffassungsschwierigkeiten, eine gedrückte Stimmung, ein ausgeprägtes </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Meideverhalten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, massive subjektive Alltagsbeeinträchtigung sowie ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> reduzierte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Antrieb als Ursachen der Arbeitsunfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit. Das genannte Leiden sei schleichend aufgetreten, wobei der Beschwerdeführer im März den ersten Termin bei ihm gehabt habe (Urk. 8/25/14). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 15. Oktober 2022 berichtete Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, der Beschwerdeführer stehe seit dem 29. März 2022 in seiner ambulanten Behandlung, wobei Konsultationen in ein- bis zweiwöchentlichen Abständen erfolgen würden (Urk. 8/30/2). Als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine Anpassungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung (ICD-10 F 43.2), Erstdiagnose zu Behandlungsbeginn (Urk. 8/30/3). Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> führte aus, der Beschwerdeführer habe im 2017 einen schweren Auto</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfall gehabt, weswegen er bei der Arbeit ein Jahr ausgefallen sei. Nachdem er wieder gearbeitet habe, habe der Chef ihn schikaniert. Der Beschwerdeführer hab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> es bis Ende 2021 ausgehalten und habe gedacht, er könne damit umgehen. Dann habe er Magenprobleme bekommen. Ende November 2021 sei er gekündigt und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ende Februar 2022 in ein anderes Team versetzt worden. Er sei zusammen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebrochen und in der Folge durch den Hausarzt krankgeschrieben und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an ihn,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> überwiesen worden (Urk. 8/30/2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu den objektiven Befunden hielt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> fest, der Beschwerdeführer zeige sich im Kontaktverhalten zugewandt, angenehm und unsicher (er sei schwerhörig). Zudem sei er wach, bewusstseinsklar und zu allen Qualitäten vollständig orientiert. Drei von drei Begriffen würden nach 10 Minuten erinnert, es bestünden jedoch Konzentrationsstörungen und die Auffassung im Gespräch sei reduziert. Im formalen Denken zeigten sich Grübeln, Gedankenabreissen und eine Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">engung auf ein belastendes Lebensereignis. Es bestünden weder Sinnes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">täuschungen noch inhaltliche Denkstörungen, jedoch Depersonalisations- und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Derealisationserleben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Zudem beklage der Beschwerdeführer Zukunftsängste, ein ausgeprägtes </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Meideverhalten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und eine massive Alltagsbeeinträchtigung. Es bestünden keine Zwänge. Die Stimmung sei gedrückt und die affektive Schwingungsfähigkeit sei mittelschwer reduziert. Auch Antrieb und Interesse seien jeweils reduziert. Psychomotorisch bestünden keine Auffälligkeiten. Zudem bestünden keine Suizidgedanken und -intentionen (Urk. 8/30/3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Seit dem 29. März 2022 (Datum der Erstbehandlung) bis auf Weiteres bestehe eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit für alle Tätigkeiten (Urk. 8/30/2). Die Prognose sei ernst. Aufgrund des Verlaufs müsse eine Tendenz zur Chronifi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zierung festgestellt werden. Psychiatrische und psychologische Psychotherapie blieben indiziert. Es könne keine weitere Verbesserung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit erwartet werden (Urk. 8/30/3 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen einer Fallbesprechung mit Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Fachärztin FMH für Psychiatrie, äusserte sich diese dahingehend, dass die Situation und die gesundheitliche Beeinträchtigung des Beschwerdeführers nach Erhalt der Kündigung nach einer 12-jährigen Betriebszugehörigkeit nachvollziehbar </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Jedoch sei gemäss medizinischer Berichte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Behandler</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine Anpassungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung kein langandauernder Gesundheitsschaden. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en Angaben des Behandlers </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zufolge </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei keine weitere psychische Diagnose vorhanden (Urk. 8/35/3 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Soweit die Beschwerdegegnerin sich auf den Standpunkt stellt, die psychischen Beschwerden des Beschwerdeführers</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> würden keine langandauernde Arbeitsun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit begründen, scheint sie sich auf die dahingehende Einschätzung der RAD-Ärztin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu stützen, welche unter Bezugnahme auf die vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">behandelnden Facharzt diagnostizierte Anpassungsstörung festhielt, diese begründe keinen langandauernden Gesundheitsschaden (E. 3.4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bezüglich der Anpassungsstörung trifft es zwar zu, dass nach den Klassifika</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tionskriterien unter F43.2 Störungen erfasst werden, deren Symptome meist nicht länger als sechs Monate anhalten. Die Anpassungsstörung ist also medizinisch gesehen per definitionem ein zeitlich begrenztes Phänomen (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dilling</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mombour</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/Schmidt [Hrsg.], </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Internationale</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10, Kapitel V [F], 10. Auflage 2015, F43.2 S. 209), weshalb sie als langdauernde und damit potentiell invalidisierende Krankheit im Regelfall ausser Betracht fällt. Anders verhält es sich jedoch bei den Anpassungsstörungen mit längerer depressiver Reaktion F43.21 (Urteil des Bundesgericht 9C_436/2022 vom 26. Januar </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2022 E. 3.2.1). Letztere wurde vorliegend vom behandelnden Facharzt Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zwar nicht gestellt, indes hielt er in seinem Bericht vom 15. Oktober 2022 fest, dass die Prognose ernst sei und wies auf eine Tendenz zur Chronifi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zierung hin (Urk. 8/32/5). Vor dem Hintergrund, dass der vorgenannte Bericht rund ein halbes Jahr nach der Erstdiagnose und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">noch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vor Ablauf der einjährigen Wartefrist (Art. 28 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. b IVG) verfasst wurde, greift die Beurteilung von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, wonach kein langandauernder Gesundheitsschaden vorliege, zu kurz. Bei dieser Aktenlage hätte die Beschwerdegegnerin nicht darauf abstellen dürfen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dies gilt umso mehr, als </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sie die vorliegend angefochtene Verfügung erst im Juni 2023 – und damit über ein halbes Jahr nach dem letzten Bericht von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> – erliess, ohne einen weiteren (Verlaufs-)Bericht des behandelnden Facharztes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(vgl. auch Urk. 8/43/2, wonach sich der Beschwerdeführer nunmehr in anderweitiger Behandlung befindet; vgl. auch Urk. 8/34/6)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einzuholen, wozu sie in Nachachtung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) indes gehalten gewesen wäre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mangels aussagekräftiger medizinischer Angaben kann auch nicht abschliessend darüber befunden werden, ob, wie die Beschwerdegegnerin vorbringt, das klinische Beschwerdebild einzig in Beeinträchtigungen besteht, welche von belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, was einem invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden entgegenstünde (BGE 127 V 294. E. 5a).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach dem Gesagten erweist sich die Aktenlage in psychiatrischer Hinsicht als unzureichend. Es ist in erster Linie Aufgabe des Versicherungsträgers, von Amtes </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wegen die notwendigen Abklärungen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vorzunehmen, um den rechtserheblichen Sachverhalt vollständig festzustellen (vgl. BGE 149 V 218 E. 5.7). Die ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fochtene Verfügung vom 12. Juni 2023 ist demnach aufzuheben und die Sache zur Durchführung weiterer Abklärungen und zu neuem Entscheid über den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Leistungsanspruch des Beschwerdeführers an die Beschwerdegegnerin zurück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuweisen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der guten Ordnung halber ist in Bezug auf die gesundheitliche Situation in somatischer Hinsicht auf Folgendes hinzuweisen: Ausweislich der Akten attestierten die Ärzte der Rehaklinik </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> dem Beschwerdeführer nach dessen Aufenthalt vom 29. März bis 3. Mai 2018 ab dem 7. Mai 2018 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit, wobei sie eine Steigerung im weiteren Verlauf (z.B. 25 % Arbeitsunfähigkeit nach vier Wochen und volle Arbeitsfähigkeit nach weiteren vier Wochen) prognostizierten (Urk. 8/9/11 f.). Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> berichtete sodann am 2. September 2018 über eine seit dem 8. August 2018 bestehende 75%ige Arbeitsfähigkeit (Urk. 8/9/44). Gemäss eigenen Angaben des Beschwerdeführers arbeitete er nach Rücksprache mit Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ab dem 10. September 2018 zu 80 % (Urk. 8/9/50) und ab dem 8. Oktober 2018 attestierte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ihm schliesslich eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit (vgl. Unfallschein, Urk. 8/13/12). Mithin bestand im Zeitpunkt der ersten Verfügung vom 2. November 2018 (Urk. 8/12) eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit. In den Akten sind sodann keine weiteren Arbeitsunfähigkeiten aus somatischen Gründen dokumentiert und auch die Neuanmeldung des Beschwerdeführers erfolgte lediglich unter Hinweis auf psychische Beschwerden (Urk. 8/15). Soweit der Beschwerdeführer beschwerdeweise vorbringt, die Beschwerdegegnerin hätte den Sachverhalt auch in Bezug auf die Rückenbeschwerden eingehender abklären müssen, ist ihm entgegenzuhalten, dass sich aus den Akten kein Hinweis auf eine seit der letzten Verfügung diesbezüglich eingetretene Verschlechterung ergibt. So führte weder Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die mit Arztzeugnis vom 14. März 2022 attestierte Arbeitsunfähigkeit auf Rückenbeschwerden zurück (Urk. 8/23/3) noch wies Nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">folger Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, im Schreiben vom 7. Dezember 2022 auf solche hin (Urk. 8/34/6). Vor diesem Hintergrund verzichtete die Beschwerdegegnerin diesbezüglich zurecht auf weitere Abklärungen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG). Im vorliegenden Verfahren sind sie ermessensweise auf Fr. 600.-- anzusetzen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Verfügung als vollständiges Obsiegen, unabhängig davon, ob sie beantragt oder ob das Begehren im Haupt- oder Eventualantrag gestellt wird (BGE 141 V 281 E. 11.1, 137 V 210 E. 7.1, 137 V 57 E. 2.2). Folglich sind die Gerichtskosten der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Antrag des Beschwerdeführers auf unentgeltliche Prozessführung (Urk. 10) erweist sich damit als gegenstandslos. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der vertretene Beschwerdeführer hat sodann Anspruch auf eine Prozess</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">entschädigung (§ 34 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">]). Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). In Anwendung dieser Grundsätze ist die Prozessentschädigung auf Fr. 1'</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">steuer) festzusetzen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Antrag auf Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters (Urk. 10) erweist sich damit als gegenstandslos.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 12. Juni 2023 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit sie nach ergänzenden Abklärungen im Sinne der Erwägungen über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">600</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">gestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text4"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> eine Partei</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">entschädigung von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> 1’300</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWST) zu bezahlen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Dr. </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Kreso</span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"> </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Glavas</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">der </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">beschwerdeführenden</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> Partei oder ihrer Rechtsvertretung</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>PhilippR. Müller</p><p><br/></p><div><p> </p></div><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>