BRKE II Nr. 0051/2008 vom 1. April 2008 in BEZ 2009 Nr. 11 Die Festsetzung einer Grenzbereinigung war unter anderem mit dem Vorbrin- gen angefochten worden, anstelle des Grenzbereinigungsverfahrens hätte ein Teil- quartierplanverfahren durchgeführt werden müssen. Aus den Erwägungen: 5.1 Anders als im alten Baugesetz für Ortschaften mit städtischen Verhältnissen vom 23. April 1893 (BauG) ist die Grenzbereinigung nach Planungs - und Baugesetz vom 7. September 1975 (PBG) nicht ausschliesslich auf den Landabtausch zwi- schen zwei Grundstücken beschränkt (§ 18 BauG; P. W iederkehr, Das zürcherische Quartierplanrecht, 1972, S. 86 f.). W ie sich aus der Gesetzessystematik ergi bt, stellt die Grenzbereinigung nach heute geltendem Recht vielmehr eine besondere, verei n- fachte Form des Quartierplan- b zw. des Teilquartierplanverfahrens dar. Sie beruht auf den gleichen für das Quartierplanverfahren festgelegten materiellen Grundsät- zen, u nd die Bestimmungen über das amtliche Quartierplanverfahren sind sinng e- mäss anwendbar (§ 185 PBG). Die Dauer des Verfahrens ist gegenüber dem orden t- lichen Quartierplanplanverfahren wesentlich kürzer und die Festsetzung durch die Behörde – d ie im G esetz bezeichnenderweise «Quartierplankommission» genannt wird (vgl. § 182 PBG) – erfolgt längstens innert zwei Monaten nach Vorliegen des Entwurfes (§ 183 Abs. 1 PBG). Eine klare Trennung zwischen der Grenzbereinigung und dem Quartier- bzw. Teilquartierplanverfa hren ist somit schon von Gesetzes w e- gen nicht gegeben; der Übergang zwischen den Verfahren ist fliessend. Die Grenz- bereinigung stellt letztlich nichts anderes als die vereinfachte Form eines Teilquar- tierplanverfahrens dar. Dass im R ahmen einer Grenzbereinigung auch eine damit zusammenhängende Servitutsbereinigung und hierfür eine finanzielle Abgeltung nach § 145 PBG statuiert wird, ist demgemäss nicht unzulässig. Ebenso ist es nicht unzulässig, wenn wie vorliegend im R ahmen eines Grenzbereinigungsverfahrens gar keine Grundstücksgrenze verschoben wird, sondern nur Wegrechtsservitute er- richtet werden.