<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2022-08-04-8C_336-2022.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>8C_336/2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 4. August 2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. sozialrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Wirthlin, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Maillard, Abrecht, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Grünvogel. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Rolf Bühler, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, 6002 Luzern, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Unfallversicherung (psychisches Leiden; Kausalzusammenhang), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Luzern vom 12. Mai 2022 (5V 21 289/5U 21 105). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para">Mit Einspracheentscheid vom 27. Juli 2021 bestätigte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) ihre Verfügung vom 22. April 2021, wonach dem 1976 geborenen A.________ für die Folgen des am 8. August 2018 erlittenen Unfalles keine Invalidenrente, aber eine Integritätsentschädigung auf der Basis einer Integritätseinbusse vom 10 % zustehe. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht Luzern mit Urteil vom 12. Mai 2022 ab, soweit es darauf eintrat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para">A.________ lässt am 15. Juni 2022 (Poststempel) Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen mit dem Antrag, ihm sei in Aufhebung des Einspracheentscheids und des vorinstanzlichen Urteils eine "ganze Invalidenrente" und eine höhere Integritätsentschädigung zuzusprechen. Sodann lässt er um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ersuchen. </div> <div class="para">Es wird kein Schriftenwechsel durchgeführt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gemäss <span class="artref"><artref id="CH/173.110/95" type="start"></artref>Art. 95 und 96 BGG</span><artref id="CH/173.110/96" type="end"></artref> erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (<span class="artref">Art. 106 Abs. 1 BGG</span>). Dennoch prüft es - offensichtliche Fehler vorbehalten - nur die in seinem Verfahren hinreichend gerügten Rechtsmängel (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/42/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/42/1" type="start"></artref>Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/42/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=25.07.2022&amp;to_date=13.08.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F145-V-57%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page57">BGE 145 V 57</a> E. 4.2 mit Hinweis). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>). Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Unfallversicherung besteht keine Bindung an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 97 Abs. 2 i.V.m. <span class="artref">Art. 105 Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das kantonale Gericht hat die massgebenden Rechtsgrundlagen richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen (<span class="artref">Art. 109 Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Streitig ist, ob das kantonale Gericht Bundesrecht verletzt hat, indem es in Bestätigung des Einspracheentscheids vom 27. Juli 2021 einen über die Integritätsentschädigung für eine Integritätseinbusse von 10 % hinausgehende Ansprüche auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung verneinte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.1.</b> Die Vorinstanz hat mit überzeugender Begründung - worauf ebenfalls verwiesen wird - erkannt, dass der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 8. August 2018 und den beklagten psychischen Beschwerden nicht gegeben ist. Sie führte unter Verweis auf die einschlägige Rechtsprechung aus, weshalb ein mittelschweres im Grenzbereich zu den leichten Unfällen einzustufendes Unfallgeschehen vorliegt. Sodann prüfte das kantonale Gericht die einzelnen Adäquanzkriterien, ohne mindestens deren vier oder eines in ausgeprägter Form als erfüllt zu erachten. Bezüglich der unfallbedingten somatischen Arbeitsunfähigkeit stellte es auf den Bericht des Kreisarztes med. pract. B.________ vom 30. März 2021 ab und bestimmte die erwerblichen Auswirkungen nach der Methode des Einkommensvergleichs (<span class="artref">Art. 16 ATSG</span>). Bei der Bemessung des Invalideneinkommens schloss es einen 15 % übersteigenden Abzug vom Tabellenlohn aus, was zu einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad führte. Ferner bestätigte die Vorinstanz den von der Suva bestimmten Integritätsschaden und legte näher dar, weshalb auf den Antrag auf berufliche Massnahmen bzw. einer Umschulung nicht einzutreten sei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.2.</b> Der Beschwerdeführer geht auf das im angefochtenen Urteil Erwogene nur sehr oberflächlich ein und beschränkt sich in weiten Teilen auf pauschal vorgetragene Behauptungen und Forderungen. Ob er damit überhaupt den minimalen Anforderungen an eine sachbezogene Beschwerdebegründung gemäss <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> genügt, ist fraglich. So oder anders verschliesst sich dem Bundesgericht, inwiefern die entscheidwesentlichen vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen unrichtig im Sinne von <span class="artref">Art. 97 Abs. 2 BGG</span> (E. 1.2 hiervor) und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollen, zumal sich die Adäquanzbeurteilung nach objektiven Kriterien und nicht nach dem subjektiven Empfinden der betroffenen Person richtet. Überdies finden die beiden aufgelegten, erst nach dem vorinstanzlichen Urteilsdatum erstellten Arztberichten im bundesgerichtlichen Verfahren keine Berücksichtigung (<span class="artref">Art. 99 Abs. 1 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=25.07.2022&amp;to_date=13.08.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-V-19%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page19">BGE 143 V 19</a> E. 1.2 mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.3.</b> Die Beschwerde erweist sich - soweit darauf überhaupt einzutreten ist - als offensichtlich unbegründet, weshalb das vereinfachte Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG</span> zur Anwendung gelangt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend hat der Beschwerdeführer die Gerichtskosten zu tragen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren kann wegen Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren nicht stattgegeben werden (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 800.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht Luzern und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 4. August 2022 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Wirthlin </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Grünvogel </div> </div></body></html>