<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">6B_268/2012 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 18. Mai 2012 </div> <div class="para">Strafrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Mathys, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari, </div> <div class="para">Bundesrichter Schöbi, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber C. Monn. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn, Franziskanerhof, Barfüssergasse 28, 4502 Solothurn, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Bussenumwandlung (Widerhandlung gegen das SVG), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts </div> <div class="para">des Kantons Solothurn, Strafkammer, vom 29. Februar 2012. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Im angefochtenen Entscheid wies die Vorinstanz ein Gesuch des Beschwerdeführers um Sistierung des Vollzugs einer Ersatzfreiheitsstrafe und Gewährung einer verlängerten Zahlungsfrist ab, weil dieser die Veränderung seiner wirtschaftlichen Lage seit dem Bussenurteil nicht hinreichend dargelegt hatte (vgl. angefochtenen Entscheid S. 4 lit. d). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Da das Verfahren gemäss Art. 67 StPO und dem im Kanton Solothurn geltenden Gesetz über die Gerichtsorganisation auf Deutsch geführt wurde, der Beschwerdeführer indessen nur Französisch und Italienisch versteht, rügt er vor Bundesgericht eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Rüge ist unbegründet. Die Vorinstanz setzte dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 28. Oktober 2011 eine Frist bis 11. November 2011, um unter anderem Beweisanträge zu stellen und Unterlagen einzureichen, die die Verschlechterung seiner wirtschaftlichen Lage seit dem Bussenurteil und seine Schuldlosigkeit an der jetzigen Situation darlegen sollten. Da er die Verfügung nicht verstand, rief er am 10. November 2011 bei der Vorinstanz an und erkundigte sich nach dem Inhalt. Der Gerichtsschreiber übersetzte die Verfügung auf Französisch und teilte dem Beschwerdeführer zudem ebenfalls auf Französisch den Inhalt von <span class="artref">Art. 36 Abs. 3 StGB</span> mit (Aktennotiz vom 10. November 2011). In der Folge reichte der Beschwerdeführer am 11. November 2011 eine Stellungnahme ein, der er eine deutsche Übersetzung beifügte. Darin stellt er ausdrücklich fest, "j'ai compris que je dois répondre à deux questions" (S. 1), und "la deuxième question est d'apporter d'autres éléments qui prouvent ma situation actuelle d'indigence" (S. 2; Übersetzungen auf S. 3). Wie er bei dieser Sachlage den Vorwurf einer Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör erheben kann, ist unerfindlich. Wenn er es, obwohl ihm die Fragestellung klar war, unterlassen hat, seine aktuelle finanzielle Situation darzulegen, hat er die Folgen dieses Versäumnisses zu tragen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Beschwerde ist im Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span> abzuweisen. Mit dem Entscheid in der Sache ist das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos geworden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Strafkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 18. Mai 2012 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Mathys </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Monn </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> </div></body></html></html>