Vertrag vom 9. Oktober 1858 betreffend Verbesserung des Seeabflusses in Luzern <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/VI/142_141_127/18581009/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/VI/142_141_127/18581009"/><FRBRdate date="1858-10-09" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1858-10-09" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1858-10-09" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="721.313"/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 9 ottobre 1858 sulla correzione dell'emissario del lago a Lucerna" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Vertrag vom 9. Oktober 1858 betreffend Verbesserung des Seeabflusses in Luzern" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 9 octobre 1858 touchant l'amélioration des conditions d'écoulement du lac à Lucerne" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/VI/142_141_127/18581009/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/VI/142_141_127/18581009/de"/><FRBRdate date="1858-10-09" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1858-10-09" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1858-10-09" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/VI/142_141_127/18581009/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/VI/142_141_127/18581009/de/xml"/><FRBRdate date="1858-10-09" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1858-10-09" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1858-10-09" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>721.313 </docNumber></p><p><docTitle>Vertrag <br/>betreffend Verbesserung des Seeabflusses in Luzern</docTitle></p><p>vom 9. Oktober 1858 (Stand am 9. Oktober 1858)</p><p>von der Bundesversammlung genehmigt am 26. Januar 1859<authorialNote><p> Ziff. 1 des BB vom 26. Jan. 1859 (BS <b>4</b> 964)</p></authorialNote></p></preface><preamble><p>Zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft, den Uferkantonen des Vierwaldstättersees: Luzern, Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden, und der Gesellschaft der schweizerischen Zentralbahn<authorialNote><p> Die schweizerische Zentralbahn wurde vom Bund erworben (Art. 2 Abs. 2 Ziff. 2 des BG vom 15. Okt. 1897 betreffend die Erwerbung und den Betrieb von Eisenbahnen für Rechnung des Bundes und die Organisation der Verwaltung der SBB [AS <b>16</b> 553, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/37/229_229_247" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>37</b> 229</ref>. <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1998/2847_2847_2847" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>742.31</b> </ref>Art. 22 Abs. 2 Bst. a]).</p></authorialNote>, alle vertreten durch die endesunterzeichneten<br/>Abgeordneten, ist zum Zwecke der Verbesserung des Seeabflusses in Luzern und<br/>einer dadurch herbeizuführenden Tieferlegung des höhern Seewasserstandes</p><p>folgender Vertrag abgeschlossen worden:</p></preamble><body><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><paragraph eId="art_1/para_1"><num>1</num><content><p> Es soll, unter Wegreissung eines Teils des bisherigen geschlossenen Wehres in Luzern, ein Schleusenwehr angelegt werden, und zwar nach demjenigen Projekte, welches die vom Bundesrate ernannten Sachverständigen, Herren Oberst Müller, Oberst Göldlin und Oberingenieur Pressel, in ihrem Gutachten mit Planbeilagen vom 18. September 1858 unter Nummer II (sogenanntes reines Nadelwehr) in Vorschlag bringen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_2"><num>2</num><content><p> Das Werk soll in der von den Sachverständigen in erster Linie vorgeschlagenen grössern, einen Kostenvoranschlag von 97 000 Franken bedingenden Breite ausgeführt werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2_5"><num><b>Art. 2–5</b><authorialNote><p> Gegenstandslos gewordene Bestimmungen über die Kostenverteilung, die Ausführung und die Kollaudation.</p></authorialNote></num></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><paragraph eId="art_6/para"><content><p>Den Unterhalt des Werkes sowie das zur Regulierung des Seewasserstandes nötige Öffnen und Schliessen der Schleusen übernimmt der Kanton Luzern.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><paragraph eId="art_7/para_1"><num>1</num><content><p> Über das Öffnen und Schliessen der Schleusen wird die Regierung des Kantons Luzern, im Einverständnis mit den Regierungen der übrigen Uferkantone, seiner Zeit ein Reglement aufstellen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>2</num><content><p> Findet diesfalls eine Verständigung nicht statt, so entscheidet über die streitigen Punkte der Bundesrat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_3–4"><num>3–4</num><content><p> ...<authorialNote><p> Gegenstandslose UeB.</p></authorialNote></p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_5"><num>5</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_7/para_5/listintro"> In dem aufzustellenden Reglement sind unter anderm folgende Grundsätze in vollem Masse zu berücksichtigen:</listIntroduction><item eId="art_7/para_5/lbl_1"><num>1. </num><p>Der bisherige niedrigste Wasserstand soll auch für die Zukunft beibehalten werden. Derselbe ist durch die Höhe eines festen Pfahles bezeichnet, welcher in dem dermalen bestehenden Wehr gesetzt sich befindet und dessen Spitze mit einem runden Knopf versehen ist.</p></item><item eId="art_7/para_5/lbl_2"><num>2. </num><p>Bei Regulierung der Schwellwerke am Seeausflusse soll als Regel gelten, die Seestände möglichst tief zu halten. Daher soll vom Momente an, wie der See über den festgesetzten niedrigen Stand zu steigen beginnt, das Öffnen der Schleusen im angemessenen Masse beginnen und der Wasserabfluss nach Bedürfnis hergestellt werden; dieses aber immerhin innert solchen Grenzen, dass in Folge der neuen Reussabfluss-Einrichtungen dem unterhalb gelegenen Uferlande im Gebiete des Kantons Luzern keine grössern Nachteile erwachsen, als denen es unter jetzt bestehenden Verhältnissen ausgesetzt war.</p></item><item eId="art_7/para_5/lbl_3"><num>3. </num><p>Im Falle, dass das aus dem See abfliessende Wasserquantum noch durch eine Anschwellung der Emme so wesentlich vermehrt wird, dass eine Gefährde für die untern Reussgegenden sichtlich zu besorgen ist, so soll, in Übereinstimmung mit der im Expertengutachten vom 18. September 1858 ausgesprochenen Ansicht, die Regierung von Luzern berechtigt sein, während der gewöhnlich kurzen Dauer der Hochwasserstände der Emme mittels des Wehrs den Seeausfluss im erforderlichen Masse zu beschränken. Diese Einschränkung soll im Maximum jedoch 4000 Kubikfuss per Sekunde nicht überschreiten und jeweilen nicht länger als 24 Stunden dauern.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><paragraph eId="art_8/para_1"><num>1</num><content><p> Die Regierung des Kantons Luzern soll darüber wachen, dass an dem Seeausflusse und dem Reussbette in Luzern keine Bauten oder sonstige Veränderungen vorgenommen werden, welche einen Einfluss von bemerkenswertem Nachteil auf den Seeabfluss üben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_2"><num>2</num><content><p> Wenn den Vorstellungen der übrigen Uferkantone gegen solche Bauten und Veränderungen nicht Rechnung getragen wird, so entscheiden darüber die kompetenten Bundesbehörden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><paragraph eId="art_9/para_1"><num>1</num><content><p> Die Regierungen der Kantone Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden geben gegenüber der schweizerischen Zentralbahnverwaltung<authorialNote><p> Siehe Fussn. 2 auf Seite 1.</p></authorialNote> die Erklärung ab, dass sie keine Einwendung erheben, wenn allfällig infolge Verkommnisses zwischen benannter Eisenbahngesellschaft und der Regierung von Luzern, oder infolge kompetenten Entscheides, eine Verlängerung des Bahndammes vorgenommen werden wollte.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>2</num><content><p> Jedoch darf durch eine solche Dammverlängerung diejenige Rücksicht nicht verletzt werden, welche im vorhergehenden Artikel 8 vorbehalten ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_3"><num>3</num><content><p> Würden über letztere Frage sich Anstände erheben, so entscheidet darüber der Bundesrat.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><paragraph eId="art_10/para"><content><p>Die Regierung des Kantons Luzern gestattet der Zentralbahnverwaltung<authorialNote><p> Siehe Fussn. 2 auf Seite 1.</p></authorialNote>, die laut genehmigtem Plane (Profil) projektierte Höhenlage des Bahnhofes, der Zuleitungsstrassen usw. um 2 Fuss tiefer zu halten, so dass die Höhenquote dieser Anlage statt 638 Fuss bloss 636 Fuss sein darf.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><paragraph eId="art_11/para_1"><num>1</num><content><p> Die Uferkantone und die Gesellschaft der schweizerischen Zentralbahn haben die Ratifikation dieses Vertrages bis spätestens 15. November nächstkünftig dem Bundesrate einzusenden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>2</num><content><p> Unter Vorbehalt der Ratifikation ihrer Vollmachtgeber also vereinbart und unterzeichnet.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">(Es folgen die Unterschriften)</p></content></paragraph></article></body></act></akomaNtoso>