B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-2781/2012 U r t e i l v o m 1 4 . D e z e m b e r 2 0 1 2 Besetzung Richter Frank Seethaler (Vorsitz), Richter Francesco Parrino, Richter Ronald Flury, Gerichtsschreiber Beat König. Parteien A._______, Beschwerdeführerin, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenrente (Rentenanspruch). B-2781/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. Die am (…) 1964 geborene, verheiratete deutsche Staatsangehörige A._______ lebt in Deutschland. Sie arbeitete seit August 2005 als Grenz- gängerin in der Schweiz, und zwar teilzeitlich als angestellte Verkäuferin (IV-act. 2 und 5). Am 22. Dezember 2008 stellte sie bei der IV-Stelle des Kantons Zürich (im Folgenden: IV-Stelle ZH) einen Antrag auf Ausrichtung einer Invalidenrente (IV -act. 5). Die IV -Stelle ZH wies das Leistungsb e- gehren mit Verfügung vom 14. Juli 2011 ab (IV -act. 58). Das Sozialvers i- cherungsgericht des Ka ntons Zürich hiess mit Urteil vom 15. November 2011 eine hiergegen erhobene Beschwerde von A._______ in dem Sinne gut, als die angefochtene Verfügung aufgehoben und die Sache der IV - Stelle für Versicherte im Ausland (im Folgenden: IVSTA) zur Anspruch s- prüfung überwiesen wurde (IV-act. 62). Mit Verfügung vom 19. April 2012 wies die IVSTA (im Folgenden: Vori n- stanz) das Begehren von A._______ um Ausrichtung einer Invalidenrente ab (IV-act. 73 = Beschwerdebeilage 1). B. Am 18./19. Mai 2012 reichte A._______ (im Folgenden: Beschwerdefü h- rerin) bei der Vorinstanz eine gegen die Verfügung vom 19. April 2012 ge- richtete Beschwerde ein, mit welcher sie sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und die Zusprechung einer Invalidenrente beantragte. In ver fahrensrechtlicher Hinsicht verlangte sie die Einholung eines Gutachten eines Rheumatologen. Zur Begründung führte sie insbe- sondere aus, sie sei seit langer Zeit aufgrund ihres sich ständig ve r- schlechternden Gesundheitszustandes nicht mehr in der Lage, zu arbei- ten. Die Vorinstanz leitete das irrtümlich bei ihr eingereichte Rechtsmittel der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 21. Mai 20 12 an das Bundesver- waltungsgericht weiter. C. Mit Vernehmlassung vom 13. Juli 2012 beantragte die Vorinstanz die A b- weisung der Beschwerde und die Bestätigung der angefochtenen Verf ü- gung, wobei sie einem entsprechenden Antrag der IV -Stelle ZH vom 9. Juli 2012 folgte. Die IV-Stelle ZH hatte in diesem Antrag namentlich auf Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 8. April B-2781/2012 Seite 3 und 8. Juli 2011 verwiesen, wonach bei der Beschwerdeführerin eine A r- beitsfähigkeit von mindestens 80 % bestehe. D. Mit einem als "Beschwerde gegen Zwischenverfügung vom 18.07.2012" bezeichneten, an das Bundesgericht adressierten, aber beim Bund es- verwaltungsgericht eingereichten Schreiben vom 17. /18. August 2012 hielt die Beschwerdeführerin unter Einreichung verschiedener Unterlagen insbesondere an ihrem Antrag auf Einholung eines Gutachtens eines Rheumatologen fest. Sie machte überdies geltend, die Vorinstanz habe sich aus verschiedenen Gründen zu Unrecht auf ein Gutachten des B._______ vom 18. September 2010 gestützt (wird näher ausgeführt). Die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 17. /18. August 2012 wurde als Replik entgegengenommen und samt einzelnen der nicht in den Vorakten vorfindlichen, neuen Unterlagen der Vorinstanz zur Kenntnis gebracht (Zwischenverfügungen vom 20. und 27. August 2012). E. Mit Duplik vom 19. September 2012 verzichtete die Vorinstanz auf eine Stellungnahme. F. Auf die weitere n Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten B e- weismittel wird, soweit erforderlich, in den folgenden Erwägungen eing e- gangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Nach Art. 31 des Bundesgesetzes über das Bundesver wal- tungsgericht vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 lit. d VGG und Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Aus land g e- gen Verfügungen der IVSTA. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 1.2 Gemäss Art. 3 Bst. dbis des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet das VwVG keine Anwendung in Sozialversicher ungssachen, soweit das Bundesg e- setz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversich e-B-2781/2012 Seite 4 rungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG fin- den die Vorschriften des ATSG auf die In validenversicherung (Art. 1a bis 26bis IVG und 28 bis 70 IVG) Anwendung, soweit das IVG nicht ausdrück- lich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. 1.3 Die Beschwerdeführerin ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änd e- rung. Folglich ist sie im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdelegitimiert. 1.4 Die angefochtene Verfügung trägt das Datum vom 19. April 2012. Ge- langt eine Partei rechtzeitig an eine unzuständige Behörde, so gilt die Frist als gewahrt (Art. 39 Abs. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 60 Abs. 2 ATSG; vgl. auch Art. 21 Abs. 2 VwVG). Die am 19. Mai 2012 der schwe i- zerischen Post übergebene, irrtümlich an die Vorinstanz gesandte B e- schwerde wurde somit fristgemäss im Sinn von Art. 60 Abs. 1 ATSG (vgl. auch Art. 50 Abs. 1 VwVG) eing ereicht. Auch sind die Formerforder- nisse erfüllt (vgl. Art. 38 ff. und Art. 60 ATSG, vgl. auch Art. 52 VwVG) und wurde der einverlangte Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet. Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 2. 2.1 Da die Beschwerdeführerin deutsche S taatsangehörige ist, kommt vorliegend das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweize - rischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemein - schaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681), insbesondere dessen Anhang II betreffend Koordinie- rung der Systeme der sozialen Sicherheit zur Anwendung ( vgl. auch Art. 80a IVG). Nach Art. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Abschnitt A dieses Anhangs in der bis am 31. März 2012 gültig gewesenen Fassung wenden die Vertrags- parteien untereinander insbesondere die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familiena n- gehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu - und abwandern ( AS 2004 121), und die Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 über die Durchführung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 über die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Fam ilienangehörige, die innerhalb der G e- meinschaft zu- und abwandern ( AS 2005 3909 ), oder gleichwertige Vo r-B-2781/2012 Seite 5 schriften an. Gemäss Art. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Abschnitt A dieses Anhangs in der am 1. April 2012 in Kraft getretenen Fassung (vgl. den Beschluss Nr. 1/2012 des Gemischten Ausschusses vom 31. März 2012 zur Ersetzung des Anhangs II dieses Abkommens über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit [AS 2012 2345]) wenden die Ve r- tragsparteien untereinander namentlich – unter Vorbehalt hier ni cht inte- ressierender Anpassungen – die Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koord i- nierung der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.1; geän- dert durch die Verordnung [EG] Nr. 988/2009 des Europäischen Parl a- ments und des Rates vom 16. September 2009 [ABl. L 284 S. 43]) sowie die Verordnung (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der Verordnung (EG ) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.11) an. Die genannten Verordnungen (EWG) Nr. 1408/71 und (EWG) Nr. 574/72 sind laut Art. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Abschnitt A Ziff. 3 und 4 der seit 1. April 2012 in Kraft stehenden Fassung des Anhangs II zum FZA unter de n Vertragsparteien anwendbar, soweit in den Veror d- nungen (EG) Nr. 883/2004 oder (EG) Nr. 987/2009 darauf Bezug g e- nommen wird oder Fälle aus der Vergangenheit betroffen sind (vgl. auch Art. 87 Abs. 1 der Verordnung [EG] Nr. 883/2004). Im Rahmen des FZA ist auch die Schweiz als "Mitgliedstaat" im Sinne der erwähnten Koordinierungsverordnungen zu betrachten (vgl. Art. 1 Abs. 2 Anhang II des FZA in der früher geltenden und in der am 1. April 2012 in Kraft getretenen Fassung). Fallen Personen in den persönlichen Anwendungsbereich der Verordnung (EG) Nr. 883/2004, wie dies namentlich bei Staatsangehörigen eines Mit- gliedstaats, Staatenlosen und Flüchtlingen mit Wohnort in einem Mitglied- staat, für welche die Rechtsvorschriften eines oder mehrerer Mitgliedstaa- ten gelten oder galten, der Fall ist (vgl. Art. 2 Abs. 1 der Verordnung), ha- ben sie nach Art. 4 der Verordnung aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staats - angehörigen dieses Staates. Entsprechendes galt nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71. 2.2 Soweit das FZA bzw. die auf dieser Grundlage anwendbaren gemein- schafts- (bzw. heute unions-)rechtlichen Rechtsakte keine abweichenden Vorschriften vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens – unter Vorbehalt der Grundsätze der Gleichwertigkeit und der Effektivität – B-2781/2012 Seite 6 sowie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen einer schweizerischen Invalidenrente grundsätzlich nach der in nerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4). Dementsprechend ist der geltend gemachte A n- spruch der Beschwerdeführerin auf eine Rente der Invalidenversicherung ausschliesslich nach dem in nerstaatlichen schweizerischen Recht, ins - besondere nach dem IVG sowie der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) zu beurteilen. Laut Art. 46 Abs. 3 der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 ist eine vom Träger eines Mitgliedstaats getroffene Entscheidung über den Grad der Invalid i- tät eines Antragstellers für den Träger jedes ander en in Betracht ko m- menden Mitgliedstaats verbindlich, wenn die in den Rechtsvorschriften dieser Mitgliedstaaten festgelegten Definitionen des Grads der Invalidität in Anhang VII dieser Verordnung als übereinstimmend anerkannt sind. Letzteres ist mit Bezug a uf das Verhältnis zwischen Deutschland und der Schweiz (ebenso wie das Ver hältnis zwischen den übrigen EU - Mitgliedstaaten und der Schweiz) nicht der Fall. Eine entsprechende Re- gelung sah Art. 40 Abs. 4 und Anhang V der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 vor. Der Träger eines Mitgliedstaats hat jedoch gemäss Art. 49 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 987/2009 bzw. nach Art. 40 der Verordnung (EWG) Nr. 574/72 die von den Trägern der anderen Mitgliedstaaten erhaltenen ärztlichen Unterlagen und Berichte sowie die verwa ltungsmässigen Aus- künfte ebenso zu berücksichtigen, als wären sie in seinem eigenen Mi t- gliedstaat erstellt worden. Jeder Träger behält indessen die Mög lichkeit, die antragstellende Person durch einen Arzt oder eine Ärztin sei ner Wahl untersuchen zu l assen. Es besteht hingegen keine Pflicht zur Durchfü h- rung einer solchen Untersuchung. 3. 3.1 Im Rahmen des Beschwerde verfahrens kann die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder u nvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie Unangemessen heit des En t- scheids gerügt werden (Art. 49 VwVG). 3.2 Das Sozialversicherungsgericht stellt nach der Rechtsprechung bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Entscheides eingetretenen Sach verhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Tatsachen, welche jenen Sachverhalt B-2781/2012 Seite 7 seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung bilden (BGE 121 V 362 E. 1b). 3.3 In zeitlicher Hinsicht sind sodann grundsätzlich diejenigen Rechtssä t- ze massgebend, welche bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung hatten (BGE 132 V 220 E. 3.1.1, 131 V 11 E. 1). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen sowie ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). Am 1. Januar 2008 sind im Rahmen der 5. IV -Revision Änderungen des IVG und anderer Erlas se wie des ATSG in Kraft getreten. Somit ist der Leistungsanspruch für die Zeit bis zum 31. Dezember 2007 aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (BGE 130 V 445). Trat hingegen der Versicherungsfall – wie hier – vor dem 1. Januar 2008 ein, so gilt das alte Recht (vgl. Urteil des Bundesg e- richts 8C_606/2011 vom 13. Januar 2012 E. 3.2). Demnach finden im vor- liegenden Verfahren in materieller Hinsicht grundsätzlich jene Vorschriften Anwendung, die bei Eintritt des Versich erungsfalles (vorliegend frühe s- tens dem Zeitpunkt, ab welchem die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Erwerbstätigkeit in der Schweiz versichert war bzw. AHV-/IV-Beiträge ent- richtete), spätestens jedoch bei Erlass der Verfügung vom 19. April 2012 in Kraft standen; weiter aber auch solche Vorschriften, die zu jenem Zei t- punkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung des allenfalls früher entstandenen Rentenanspruchs von Belang sind (das IVG ab dem 1. Januar 2004 in de r Fassung vom 21. M ärz 2003 [AS 2003 3837; 4. IV -Revision], ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 5129; 5. IV -Revision] und ab dem 1. J a- nuar 2012 in der Fassung vom 16. März 2011 [AS 2011 5659; erstes Massnahmepaket der 6. IV -Revision]; die IVV in den entsprechenden Fassungen der 4. und 5. IV-Revision [AS 2003 3859 und 2007 5155]). In verfahrensrechtlicher Hinsicht sind unter Vorbehalt abweichender, spe- zialgesetzlicher Übergangsbestimmungen in der Regel diejenigen Rechtssätze massgebend, die im Ze itpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 4. Zunächst ist zu prüfen, ob die IVSTA die zuständige Verfügungsbehörde war (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-1217/2012 vom 5. Sep- tember 2012 E. 3; THOMAS FLÜCKIGER, in: Wal d-B-2781/2012 Seite 8 mann/Weissenberger [Hrsg.], Praxisko mmentar VwVG, Zürich 2009, Art. 7 N 24). 4.1 In der Regel richtet sich die örtliche Zuständigkeit der IV -Stelle nach dem Wohnsitz des Versicherten im Zeitpunkt der Anmeldung (Art. 55 IVG). Zuständig zur Entgegennahme und Prü fung der Anmeldung von Grenzgängern ist die IV-Stelle, in deren Tätigkeitsgebiet der Grenzgänger eine Erwerbstätigkeit ausübt. Dies gilt auch für ehemalige Grenzgänger, sofern sie bei der Anmeldung ihren ordentlichen Wohnsitz noch in der be- nachbarten Grenzzone haben und der Gesundheitsschaden auf die Zeit ihrer Tätigkeit als Grenzgänger zurückgeht. Die Verfügungen werden von der IV-Stelle für Versicherte im Ausland erlassen (Art. 40 Abs. 2 IVV). 4.2 Die Beschwerdeführerin war Grenzgängerin und hatte ihre letzte Ar- beitsstelle im Kanton Zürich; zudem wohnt sie noch im Grenzgebiet (I._______). Vorliegend hat demnach zu Recht die IV -Stelle ZH die An- meldung entgegengenommen, geprüft und mit Verfügung vom 7. Februar 2012 einen Vorbescheid erlassen. Auch war die IVSTA die zum Erlass der angefochtenen Verfügung zuständige Behörde. 5. 5.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist In- validität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde gan ze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von G eburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit ist gemäss Art. 7 ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Ge sundheit ver- ursachte und nach zumutbarer Behandlung und Ein gliederung verble i- bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperli chen, geistigen oder psych i- schen Gesundheit bedingte, volle oder teil weise Unfähigkeit, im bishe ri- gen Beruf oder Aufgaben bereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tä tigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 5.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stel len haben. Aufgabe des Arztes im schweizerischen Invalidenverfahren ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu S tellung zu nehmen, in we l- chem Umfang und gegebenenfalls bezüglich welcher Tätigkeiten der Ver-B-2781/2012 Seite 9 sicherte arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind sodann eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistu n- gen dem Versicherten konkret noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, 115 V 134 E. 2; AHI-Praxis 2002, S. 62, E. 4b/cc). 5.2.1 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweis mittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs - und Be schwerdever- fahren gilt d er Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach ha ben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, das heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie um fassend und pflichtge- mäss zu würdigen. Dies bedeutet für das Gericht, dass es alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unter lagen eine zuverlässige Beu r- teilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Ins besondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Be richten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweis material zu wür digen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere m e- dizinische These abstellt. 5.2.2 Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist en tscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un- tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei- lung der medizinischen Zu sammenhänge und in der Beurtei lung der m e- dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der E x- perten begründet sind. Ausschlaggebend für den Be weiswert ist grun d- sätzlich somit weder die Herkunft des Be weismittels noch die Bezeic h- nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be- richt oder als Gutachten (vgl. dazu das Urteil des Bundesgerichts [BGer] I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2 mit Hin weis auf BGE 125 V 352 E. 3a). Gleichwohl erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweis würdigung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut achten auf- zustellen (vgl. hierzu BGE 125 V 352 E. 3b; AHI 2001 S. 114 E. 3b; Urteil des BGer I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärzte, welche aufgrund ein gehender Beobach tungen und Untersuchungen s o- wie nach Einsicht in die Akten Bericht erstat ten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdi-B-2781/2012 Seite 10 gung volle Beweiskraft zuzuerken nen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Experti se sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb, mit weiteren Hinweisen). Be richte der behandelnden Ärzte schliesslich sind aufgrund deren auf tragsrechtlicher Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein prakti zierenden Hausarz t wie auch für den be - handelnden Spezialarzt (Urteil des BGer I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. aber Urteil des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2). 5.2.3 Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt B e- weiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be - gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien ge gen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der be fragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht , lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangen heit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss trauen in die Un- parteilichkeit der Beurteilung objektiv als be gründet erscheinen las sen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen). 5.3 Versicherte haben Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mi n- destens 40 Prozent invalid sind, bei einem Invaliditätsgrad von minde s- tens 50 Prozent besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei minde s- tens 60 Prozent auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 1 IVG [4. IV -Revision] bzw. Art. 28 Abs. 2 IVG [5. IV -Revision]). Gemäss Art. 28 Abs. 1ter IVG (in der in der bis zum 31. Dezember 2007 gültig en Fassung) bzw. Art. 29 Abs. 4 IVG [5. IV-Revision] werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 Prozent entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausge richtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben. Anders verhält es sich nur, soweit völkerrechtliche Ver- einbarungen eine ab weichende Regelung vorsehen, was für Staaten der EU der Fall ist. 5.4 Vor der Berechnung des Invaliditätsgrades muss jeweils beurteilt werden, ob die versicherte Person als (teil -)erwerbstätig oder nichter - werbstätig einzustufen ist, was entsprechenden Einfluss auf die anzu - wendende Methode der Invaliditätsgradbemessung hat (allgemeine M e- thode des Einkommensvergleichs, gemischte Methode, spezifische M e- thode des Betätigungsvergleichs, vgl. Art. 16 ATSG in Verbindung mit B-2781/2012 Seite 11 Art. 28 Abs. 2 ter IVG [4. IV -Revision] bzw. Art. 28a Abs. 3 IVG [5. IV - Revision]). 5.4.1 Zu prüfen ist, was die versicherte Person bei im Übrigen unver - änderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchti gung bestünde. So sind insbesondere bei im Haushalt tätigen Versicherten die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Ver hältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs - und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die pe r- sönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Die Statusfra- ge beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsf all ausgeübten (Teil -)Er- werbstätigkeit der im Sozialversi cherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausreicht (vgl. BGE 133 V 504 E. 3.3, 133 V 477 E. 6.3, 125 V 146 E. 2c, je mit Hinweisen). Sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufg a- benbereich (z.B. im Haushalt) bestimmt, wird die Invalidität im Bereich der Erwerbstätigkeit aufgrund des Einkommensvergleichs ermittelt und im Bereich der üblichen Tätigkeit im Haushalt anhand des Betätigungsve r- gleichs bemessen. Der Invaliditätsgrad ergibt sich schliesslich aus einer Addition der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten Teilinvalid i- täten (sog. gemischte Methode, vgl. BGE 130 V 393 E. 3.3). 5.4.2 Beim Einkommensvergleich wird das Erwerbseinkom men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegli chener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenannte s Invalidenein kommen), in Beziehung g e- setzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in- valid geworden wäre (sogenanntes Va lideneinkommen). Der Einko m- mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermi t- telt und einander gegenüber gestellt werden, worauf sich aus der Ei n- kommensdifferenz der Invalidi tätsgrad bestimmen lässt (all gemeine Me- thode des Einkommensver gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). Für den Einkom mensvergleich sind die Ver hältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenan spruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erh e- ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen B-2781/2012 Seite 12 bis zum Verfügungserlass respektive bis zum Einspracheentscheid zu be- rücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4). Für die Ermittlung des Einkommens, welches der Versicherte ohne In - validität erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was er im fraglichen Zeitpunkt nach dem im Sozialversicherungsrecht allgemein gül- tigen Beweisgrad der überwie genden Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 126 V 360 E. 5b, BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen) als Gesunder tatsächlich verdient h ätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der rea len Einkommensent - wicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsscha den fortge- setzt worden wäre. Ausnahmen von die sem Grundsatz müssen ebenfalls mit überwiegender Wahrscheinlich keit erwiesen sein, damit sie berüc k- sichtigt werden können. Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitstätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 124 V 321 E. 3b bb; SVR 2007 IV Nr. 11 S. 41 E. 3.2; RKUV 2003 U 494 S. 390 E. 4.2.3). 6. Der abweisenden Verfügung vom 19. April 2012 lag folgender medizin i- scher Sachverhalt und folgende Würdigung durch den RAD zugrunde: 6.1 Die Ärzte des B._______ hielten in ihrem für die IV -Stelle ZH im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens erstellten Gutachten vom 17. September 2010 fest, bei der Beschwerdeführerin liege ein (wieder- holt als solcher diagnostizierter) Morbus Behçet mit oralen und genitalen Ulzerationen sowie papulopustulösen Effloreszenzen vor . Bei der Unter- suchung habe man derzeit nur ein en mukokutanen Befall gefunden und es könnten klinisch-rheumatologisch keine funktionseinschränken de Ge- lenksentzündungen diagnostiziert werden. Ebenso wenig könnten klinisch fassbare neurologische Einschränkungen oder periphere oder zentrale Durchblutungsstörungen festgestellt werden. Unter der Annahme und dem Vorbehalt, dass die ergänzende neurologische, k ardiologische und ophthalmologische Untersuchung keine pathologischen Resultate ergibt, hielten die Ärzte des B._______ aus rheumatologisch -orthopädischer Sicht eine Einschränkung der Leistungs- bzw. Arbeitsfähigkeit von höchs-B-2781/2012 Seite 13 tens 20 % für ausgewiesen. Bei Annahme einer schmerzbedingten Ei n- schränkung sei im Rahmen der früheren Tätigkeit als (…)-verkäuferin bei G._______ bei etwas vermehrten Pausen mit einer Leistungseinbusse von maximal 20 %, also einer resultierenden Arbeitsfähigkeit von 80 % auszugehen. Eine solche Einschränkung sei frühestens seit Eintreten e i- ner diagnosefähigen Krankheitsmanifestation im Jahr 2002 als gegeben interpretierbar. Auch für eine anderweitige leichte bis mittelschwere Tätig- keit "in einer schmerzbedingten Leistungseinbusse" bestehe eine Arbeits- fähigkeit zu 80 % (IV -act. 41, insbesondere S. 9). Die Ärzte empfahlen schliesslich zusätzlich zur rheumatologisch -somatischen Abklärung eine psychiatrische Begutachtung. 6.2 In einem von der I V-Stelle ZH in Auftrag gegebenen psychiatrischen Gutachten vom 1. April 2011 stellten med. pract. J._______ und Dr. med. K._______ insbesondere die Diagnose einer undifferenzierten Somatisie- rungsstörung und einer leichten depressiven Verstimmung im Sinne einer Dysthymia nach den Kriterien des ICD -10. Dabei hielten sie ausdrücklich fest, dass keine psychiatrischen Diagnosen mit Auswirkung auf die A r- beitsfähigkeit vorlägen und bei der Beschwerdeführerin aus psychiatr i- scher Sicht noch nie eine andauernde Arbeitsunfähigkeit von mehr als 20 % vorgelegen habe (IV-act. 48, insbesondere S. 10 und S. 13 f.). 6.3 Gestützt auf die hiervor genannten beiden Gutachten kam der RAD zum Schluss, es liege gesamthaft betrachtet eine Einschränkung der A r- beitsfähigkeit in bisheriger und angepasster Tätigkeit von höchstens 20 % seit 2002 aufgrund der rheumatologischen Di agnosen vor (IV -act. 51 S. 6). 6.4 Ein Arztbericht von Dr. med. C._______, Arzt für Allgemeinmedizin, Innere Medizin und Reisemedizin , vom 15. Juni 2011 bestätigt, dass die Beschwerdeführerin an einem Morbus "Behect" (recte: Behçet) mit rezidi- vierenden Schüben leidet. Die Krankheit sei aktiv und mehrere Basism e- dikamente seien bisher nicht vertragen worden. Zudem bestehe eine e r- hebliche Überlagerung im Sinne einer somatoformen Störung. Aus diesen Gründen sei die Beschwerdeführerin auf absehbare Zeit nicht arbeitsfähig (IV-act. 54 S. 1). Nach Einschätzung des RAD nennt dieser Arztbericht ke ine neuen medi- zinischen Befunde und wurden in den umfassenden psychiatrischen und rheumatologischen Gutachten alle von der Be schwerdeführerin beschrie- benen Beschwerden und Symptome sowie sämtliche Akten berücksic h-B-2781/2012 Seite 14 tigt, so dass weiterhin auf Letztere abgeste llt werden könne (IV -act. 57 S. 2). 6.5 Mit einem weiteren, von der Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Arztbericht der D._______-Klinik (Deutschland) vom 16. Februar 2012 werden folgende Diagnosen gestellt: 1) Progredienter Mikrokalk rechts bei 9 Uhr , 2) Mastopathieareal rechts bei 8 – 9 Uhr, und 3) Fibroadenom mit gewöhnlicher duktaler Epthelh y- perplasie in einem intraduktalen Papillom links bei 6 Uhr (B3 -Läsion). Dieser Arztbericht enthält keine Angaben zur Frage, inwieweit diese D i- agnosen die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin einschränken (vgl. zum Ganzen IV-act. 67 S. 2 f.). Der RAD führte zu l etzterem Arztzeugnis aus, es beziehe sich auf die weiteren Abklärungsschritte in der Brustsprechstunde und attestiere keine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 72 S. 2). 7. Die im Rahmen des Beschwerdeverfahrens von der Beschwerdeführerin neu eingereichten medizinischen Unterlagen umfassen eine Medikame n- tenverordnung vom 10. August 2012 sowie eine von Prof. Dr. med. E._______, F._______-Klinik (Deutschland), verfasste Notiz zu einem Pa- tientengespräch vom 11. Mai 2012 (Beilagen 6 f. zur Eing abe der B e- schwerdeführerin vom 17./18. August 2012). In letzterer Notiz wird insbe- sondere festgehalten, dass die Beschwerdeführerin seit 2007 aufgrund eines Morbus Behçet in Behandlung sei und auch ak tuell eine Aktivität des Behçet bestehe, welche mit einer Arbeitsunfähigkeit einhergehe. 8. 8.1 Es sprechen vorliegend keine konkreten Indizien gegen die Zuverlä s- sigkeit des ausführlichen und nachvollziehbaren Gutachtens des B._______ vom 17. September 2010. Jedenfalls soweit es um die Dia g- nose des Morbus Behçet und die damit verbundene Einschränkung der Arbeitsfähigkeit geht , beruht dieses Gutachten auf umfassenden Unte r- suchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden sowie verschiede- ne ältere Arztberichte zur Anamnese und erscheint in der Beurteilung der medizinischen Diagnosen sowie der Auswirkungen auf die Erwerbsfähi g- keit als plausibel. 8.2 Die Beschwerdeführerin macht zwar geltend, es könne nicht auf di e- ses Gutachten abgestellt werden, weil es ihren Gesundheitszustand u n-B-2781/2012 Seite 15 zutreffend sowie im Widerspruch zu den Attesten von Dr. C._______ vom 15. Juni 2011 und der F._______-Klinik (Deutschland) vom 11. Mai 2012 beschreibe, im Begleitschreiben an die IV -Stelle ZH von einem "Herr A._______" und nicht von der Beschwerdeführerin die Rede sei, und sie das Gutachte n erst vor zwei Wochen ohne vorgängige Mö g- lichkeit der Einsichtnahme erhalten habe. Diese Vorbringen überzeugen indes nicht. 8.2.1 Zum einen ist das in diesem Zusammenhang ins Recht gelegte ärztliche Attest von Dr. C._______ vom 15. Juni 2011 – entsprechend dem vorn in E. 5.2.2 Ausgeführten – mit Vorbehalt zu w ürdigen, da es sich um ein Z eugnis des behandelnden Arztes handelt. Der Umstand, dass in diesem ärztlichen Attest – anders als im Gutachten des B._______ vom 17. September 2010 – ohne Einschränkung festgehalten ist, die Beschwerdeführerin sei nicht arbeitsfähig, fällt umso weniger zu ihren Gunsten ins Gewicht, als es im Vergleich zum Gutachten äussert knapp ausgefallen ist, indem es insbesondere die Krankheitsgeschichte nur umrisshaft wiedergibt und k eine Hinweise zu den angewendeten di a- gnostischen Methoden enthält. 8.2.2 Zum anderen vermag auch die im Beschwerdeverfahren neu einge- reichte Notiz eines Patientengesprächs vom 11. Mai 2012, welche von der Beschwerdeführerin als ärztliches Attest bezeichnet wird, trotz der darin enthaltenen, (jedenfalls sinngemäss) abweichenden Beurteilung bezüglich der mit dem Morbus Behçet verbundenen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit das Gutachten des B._______ nicht in Frage zu stellen . Denn auch diese Gesprächsnotiz wu rde von einem behandelnden Arzt verfasst und kann daher nicht vorbehaltlos herangezogen werden. Hinzu kommt, dass diese Notiz die Frage der Arbeitsfähigkeit eher beiläufig e r- wähnt, wogegen beim Gutachten des B._______ die Evaluation der funk- tionellen Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin einen zentralen U n- tersuchungsgegenstand bildete. 8.2.3 Der Umstand, dass in dem an die IV -Stelle ZH gerichteten Beglei t- schreiben zum Gutachten des B._______ vom 17. September 2010 von einem "Herr A._______" die Rede ist , stellt die Beweiskraft dieses Gu t- achtens nicht ernsthaft in Frage. Es dürfte sich hierbei nicht um eine Ve r- wechslung, sondern lediglich um einen Schreibfehler handeln, der umso weniger ins Gewicht fällt, als im Gutachten selbst der Name der B e- schwerdeführerin korrekt erwähnt ist und jeweils von "der Versicherten" gesprochen wird. B-2781/2012 Seite 16 8.2.4 Schliesslich ist auch nicht substantiiert dargetan, dass die B e- schwerdeführerin vor Erlass der angefochtenen Verfügung keine Mö g- lichkeit hatte, in das Gutachten des B._______ vom 17. September 2010 Einsicht zu nehmen. Nachdem die Beschwerdeführerin von der IV -Stelle ZH am 4. August 2010 telefonisch zur Untersuchung durch das B._______ am 12./13. August 2010 aufgeboten worden war, sie zu dieser Untersuchung erschienen war und danach eine Ermächtigung zur Weiter- leitung von Angaben über die durchgeführte funktionsorientierte medizin i- sche Abklärung unterzeichnet hat te (vgl. IV-act. 40 –42), musste ihr b e- kannt sein, dass ein entsprechendes Gutachten oder ein ä rztlicher Unter- suchungsbericht vorlieg t und bei der Prüfung ihres Leistungsbegehrens mitberücksichtigt wird. Es bestehen zudem keine Anhaltspunkte für die Annahme, dass das Gutachten der Beschwerdeführer in von der IV-Stelle ZH oder von der Vorinstanz vorenthalten wurde. Zwar gewährleistet der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101], Art. 42 Satz 1 ATSG) insbesondere das Recht der in ihrer Rechtsstellung betroffenen Person, vo r Erlass des Entscheid es Ein- sicht in die Akten zu nehmen (vgl. BGE 132 V 368 E. 3.1). Nach dem Er- wogenen kann hinsichtlich des Gutachtens des B._______ vom 17. Sep- tember 2010 indes nicht von einer Verletzung dieses Akteneinsichtsrechts ausgegangen werden. Die Beschwerdeführerin macht somit ohne Erfolg einen Verfahrensfehler geltend. 9. 9.1 Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, sie leide zunehmend an den täglich in grossen Mengen erforderlichen Medikamenten bzw. den damit verbundenen Nebenwirkungen (vgl. Beschwerde, S. 1). Es ist zwar nicht ernstlich zu bestreiten, dass der Beschwerdeführerin verhältnismässig grosse Mengen an verschiedenen Medikamenten ve r- ordnet wurden (vgl. dazu insbesondere die Beilagen 5 f. zur Eingabe der Beschwerdeführerin vom 17./18. August 2012). Freilich setzt sich das Gutachten des B._______ vom 17. September 2010 nachvollziehbar mit den seitens der Beschwerdeführerin beklagten Nebenwirkungen ausei n- ander (vgl. IV -act. 41 S. 5 und 7). Insbesondere wird darin festgehalten, es sei – wie schon anlässlich einer früheren Untersuchung in H._______ – eine Diskrepanz namentlich zwischen den beklagten mannigfaltigen Nebenwirkungen und den klinisch fassbaren Befunden festzustellen (IV - act. 41 S. 7). Vor diesem Hintergrund kann davon ausgegange n werden, B-2781/2012 Seite 17 dass die Nebenwirkung en der Medikation vom B._______ bei der Beu r- teilung der Arbeitsfähigkeit hinreichend berücksichtigt wurden. 9.2 Die neben dem Gutachten des B._______ vom 17. September 2010 aktenkundigen weiteren Arztberichte un d medizinisch en Gutachten (vgl. dazu insbesondere hiervor E. 6.2 –6.5) attestieren der Beschwerd e- führerin keine zusätzliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit durch a n- dere Erkrankungen als dem vom B._______ diagnostizierten Morbus Behçet. Die Beschwerdeführerin macht denn auch im Beschwerdeverfah- ren zu Recht nicht geltend, sie sei infolge anderer Leiden (wie etwa einer psychischen Erkrankung) arbeitsunfähig. 10. Nach dem Ausgeführten kann als erstellt gelten, dass die Beschwerd e- führerin entsprechend den Angaben im Gutac hten des B._______ vom 17. September 2010 sowohl i m angestammten wie auch im angepassten Tätigkeitsbereich zu 80 % arbeitsfähig ist. Insofern kann der Vorinstanz, welche sich auf das genannte Gutachten gestützt hat, gefolgt werden. 11. Auf der Basis der von d er Vorinstanz zutreffend getroffenen Annahme, dass der Beschwerdeführerin ihre bisherige oder eine angepasste Täti g- keit zu 80 % zumutbar ist, bleibt noch der Invaliditätsgrad zu ermitteln. 11.1 Die Vorinstanz ermittelte für den Erwerbsbereich und den Hau s- haltsbereich einen Teilinvaliditätsgrad von je 0 %. Dabei basierte der Ein- kommensvergleich auf der Annahme, dass die Beschwerdeführerin ohne ihre Erkrankung ihre bisherige Tätigkeit zu einem Pensum von 54 % for t- führen würde. Mit Bezug auf den Haushaltsbere ich ging die Vorinstanz davon aus, dass keine hohe Arbeitsunfähigkeit vorliegt. Der im Zusammenhang mit dem Teilinvaliditätsgrad im Erwerbsbereich vorgenommene Einkommensvergleich wird von der Beschwerdeführerin insoweit bestritten, als sie geltend macht, sie würde bei voller Gesundheit und Arbeitsfähigkeit nicht lediglich zu 54 %, sondern zu 100 % arbeiten. Es sei nämlich geplant gewesen, dass sie ab Februar 2011 bei G._______ zu 100 % arbeite (Beschwerde, S. 1). 11.2 Der Einwand der Beschwerdeführerin ver fängt nicht. Wie hiervor aufgezeigt, ist auf das Einkommen abzustellen, das die Versicherte im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Ge sunde tatsächlich verdient hätte, und ist dabei B-2781/2012 Seite 18 regelmässig am zuletzt erzielten (erforderlichenfalls der Teuerung und der realen Einkommensent wicklung angepassten) Verdienst anzuknüpfen (vorn E. 5.4.2). Weil der Hinweis der Beschwerdeführerin auf die geplante vollzeitliche Anstellung bei G._______ weder näher substantiiert no ch durch Anhaltspunkte in den Akten bestätigt wird, kann nicht als mit übe r- wiegender Wahrscheinlichkeit erwiesen gelten, dass die Beschwerdefü h- rerin ihre bisherige Tätigkeit ohne Erkrankung zu einem höheren Pensum als 54 % fortgesetzt hätte. Daran kann auc h nichts ändern, dass die B e- schwerdeführerin vorbringt, sie habe vor ihrer Anstellung bei G._______ von 2001 bis 2005 zu 100 % gearbeitet (vgl. Beschwerde, S. 1). Die Vo r- instanz hat somit ihren Einkommensvergleich zu Recht auf der Basis der Annahme durchgeführt, dass die Beschwerdeführerin ohne gesundheitl i- che Beeinträchtigung zu 54 % arbeiten würde. 11.3 Die Bestimmung des Teilinvaliditätsgrades im Erwerbsbereich ist im Übrigen unbestritten und gibt aufgrund der Akten auch zu keinen Bea n- standungen Anlass. Ebenso wenig durch die Aktenlage in Frage gestellt ist die von der Vorinstanz bei der Bestimmung des Teilinvaliditätsgrades im Haushaltsbereich getroffene Annahme, dass keine hohe Arbeitsunf ä- higkeit im Haushaltsbereich vorliegt. Zwar machte Beschwerdeführerin in ihrem Einwand vom 6. März 2012 geltend, sie könne auch einfache Hausarbeiten praktisch nicht mehr ausführen (IV -act. 68 S. 1). Diese B e- hauptung erscheint indes nicht als hinreichend substantiiert, zumal sie durch keine entsprechenden Anhaltspunkte in den Akten gestützt wird. Die beiden Teilinvaliditätsgrade ergeben zusammen einen Gesamtinval i- ditätsgrad von 0 %, was keinen Anspruch auf eine Invalidenrente begrü n- det. 12. Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwa l- tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Übe r- zeugung, ein bestimmter Sachverhalt habe sich verwirklicht und weitere Beweismassnahmen könnten an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (sog. antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BVGE 2008/24 E. 7.2, mit Hi n- weisen; UELI KIESER, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversich e- rung, Zürich 1999, S. 212). Nach dem vorstehend in E. 2 –11 Ausgeführten muss vorliegend davon ausgegangen werden, dass nach der gesamten Aktenlage kein Anspruch B-2781/2012 Seite 19 auf eine Invalidenrente einräumender Tatbestand vorliegt . Folglich sind keine wesentlichen neuen Erkenntnisse aus der Einholung eines weiteren Gutachtens eines Rheumatologen zu erwarten. Dem entsprechend en Beweisantrag ist somit nicht stattzugeben. 13. Nach dem Ausgeführten ist die Beschwerde unbegründet und abzuwe i- sen. 13.1 Die Verfahrenskosten sind bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV -Leistungen nach dem Verfahrensaufwand un d unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 –1'000 Franken festzule- gen (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Für das vorliegende Verfahren sind die Verfah- renskosten auf Fr. 400. - festzusetzen, der Beschwerdeführerin als unter- legene Partei aufzuerlegen und mit dem gele isteten Kostenvorschuss zu verrechnen. 13.2 Die unterliegende Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf Par- teikostenersatz (Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] e contrario). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 40 0.– werden der Beschwerdeführerin au f- erlegt. Sie werden nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 400.– verrechnet. 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) B-2781/2012 Seite 20 – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Frank Seethaler Beat König Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und h at die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 8. Januar 2013