<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00031</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205575&amp;W10_KEY=13013563&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00031</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.12.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 13.11.2006 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Quartierplan</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Quartierplan (Ein Grundeigentümer wehrt sich gegen die Festsetzung eines amtlichen Quartierplans in einer Gemeinde in der Umgebung des Flughafens, weil die lärmschutzrechtlichen Voraussetzungen für die mit der Festsetzung verbundenen Erschliessungsmassnahmen nicht erfüllt seien.) Rechtsgrundlagen. Die Zulässigkeit des Quartierplans ist danach zu beurteilen, ob dieser zur Erschliessung einer nicht erschlossenen Bauzone führt und ob der Fluglärm die Planungswerte überschreitet oder nicht (E. 1.1). Es widerspricht der gesetzlichen Zuständigkeitsordnung, wenn die Gemeinde diese Fragen nicht selber prüft, weil sie davon ausgeht, diese Beurteilung könne angesichts der Komplexität nur die Baudirektion als übergeordnete Aufsichtsbehörde vornehmen (E. 1.2). Auf eine Rückweisung ist zu verzichten, weil inzwischen die lärmrechtliche Beurteilung vorliegt und die Parteien dazu Stellung nehmen konnten (E. 1.3). Die Planungswerte sind h e u t e eingehalten (E. 2.1). Die z u k ü n f t i g e Lärmentwicklung ist ungewiss. Dies genügt nicht, um generell alle Erschliessungsmassnahmen in der Umgebung des Flughafens zu verbieten. Dafür müssten die Änderungen der Verhältnisse mit hinreichender Gewissheit bevorstehen, was vorliegend nicht zutrifft (E. 2.2). Abweisung und Neuregelung der Nebenfolgen im Rekursverfahren (E. 3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)">ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FLUGHAFEN">FLUGHAFEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FLUGLÃRM">FLUGLÃRM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRM">LÃRM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: LÃRMSCHUTZ">LÃRMSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLANUNGSWERT">PLANUNGSWERT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUARTIERPLAN">QUARTIERPLAN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: SONDERNUTZUNGSPLÃNE">SONDERNUTZUNGSPLÃNE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 30 LSV</span><br/><span class="gerade">Art. 36 Abs. II LSV</span><br/><span class="ungerade">§ 130 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 24 Abs. II USG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2005 Nr. 79 S. 182</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss vom 7. Juni 2004 setzte der Gemeinderat Eglisau den amtlichen Quartierplan Nr. 9 âLeeâ fest. Dieser erstreckt sich im Norden der Gemeinde Ã¼ber ein rund 300 m langes, zwei Bautiefen umfassendes Gebiet, welches hauptsÃ¤chlich zwischen der Wilerstrasse und der parallel dazu verlaufenden Leestrasse liegt. Die GrundstÃ¼cke entlang der Wilerstrasse sind mehrheitlich Ã¼berbaut, wÃ¤hrend die zweite Bautiefe entlang der Leestrasse weitgehend nicht Ã¼berbaut ist. Das Quartierplangebiet liegt teilweise in den Wohnzonen W1 und W2C (beide Empfindlichkeitsstufe II) sowie in der Kernzone KC (Empfindlichkeitsstufe III); nÃ¶rdlich der Leestrasse schliesst die kantonale Landwirtschaftszone an. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diese Festsetzung erhob A als EigentÃ¼mer des im Quartierplangebiet gelegenen GrundstÃ¼ckes Kat.-Nr. 01 Rekurs. Er beantragte die Aufhebung des Beschlusses und die einstweilige Sistierung des Verfahrens. Zur BegrÃ¼ndung machte er geltend, infolge des vom Flughafen ZÃ¼rich ausgehenden LÃ¤rms wÃ¼rden die Planungswerte Ã¼berschritten, und es sei abzuwarten, ob die aufgrund des neuen Betriebskonzepts zu ermittelnden FluglÃ¤rmkurven ebenso zu einer Ãberschreitung der massgebenden Belastungsgrenzwerte fÃ¼hren wÃ¼rden. </p> <p class="Urteilstext">Die Baurekurskommission IV wies den Rekurs am 25. November 2004 ab. Sie erwog, dass es angesichts der bestehenden grossen Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Flughafen ZÃ¼rich und zur sinnvollen Koordination angezeigt sei, dass nicht die Gemeinde darÃ¼ber entscheide, ob die FluglÃ¤rmbelastung dem Vollzug des Quartierplanes entgegenstehe. Diese Frage werde vielmehr der Regierungsrat im Rahmen der Genehmigung prÃ¼fen mÃ¼ssen. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen den Rekursentscheid erhob A am 18. Januar 2005 Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte dessen Aufhebung. Die Baurekurskommission IV beantragte am 24. Februar 2005 ohne weitere Bemerkungen die Abweisung der Beschwerde. Der Gemeinderat Eglisau liess sich am 30. MÃ¤rz 2005 vernehmen und beantragte, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werde.</p> <p class="Urteilstext">Auf Einladung des Verwaltungsgerichtes hin genehmigte die Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich den Quartierplan am 3. Oktober 2005, nahm jedoch den dritten Abschnitt in Kapitel âneue Anmerkungen, Bereinigung der Anmerkungenâ auf Seite 3 im Anhang 2 des Technischen Berichtes von der Genehmigung aus. </p> <p class="Urteilstext">Der Gemeinderat Eglisau schloss sich in seiner Eingabe vom 26. Oktober 2005 der VerfÃ¼gung der Baudirektion an und verzichtete auf eine Stellungnahme dazu. Der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¤usserte sich zur GenehmigungsverfÃ¼gung am 25. November 2005 im ablehnenden Sinn und hielt an seiner Beschwerde fest.</p> <p class="Urteilstext"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Werden die Planungswerte in einer bestehenden, aber noch nicht erschlossenen Bauzone fÃ¼r WohngebÃ¤ude oder andere GebÃ¤ude, die dem lÃ¤ngeren Aufenthalt von Personen dienen, Ã¼berschritten, so sind sie gemÃ¤ss Art. 24 Abs. 2 des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 (USG) einer weniger lÃ¤rmempfindlichen Nutzung zuzufÃ¼hren, sofern nicht durch planerische, gestalterische oder bauliche Massnahmen im Ã¼berwiegenden Teil dieser Zone die Planungswerte eingehalten werden kÃ¶nnen. Diese Bestimmung wird von Art. 30 <span>der LÃ¤rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV)</span> dahingehend prÃ¤zisiert, dass nicht erschlossene Bauzonen fÃ¼r GebÃ¤ude mit lÃ¤rmempfindlichen RÃ¤umen nur so weit erschlossen werden dÃ¼rfen, als die Planungswerte eingehalten sind oder durch eine Ãnderung der Nutzungsart oder durch planerische, gestalterische oder bauliche Massnahmen eingehalten werden kÃ¶nnen. Daraus wird klar, dass es in Art. 24 Abs. 2 USG in erster Linie darum geht, dass bei einer Ãberschreitung der Planungswerte keine zusÃ¤tzliche Erschliessung erlaubt ist (vgl. Robert Wolf in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, ZÃ¼rich 2000, Art. 24 N. 29). </p> <p class="Urteilstext">Unter lÃ¤rmschutzrechtlichen Gesichtspunkten hÃ¤ngt die ZulÃ¤ssigkeit des vorliegend strittigen Quartierplans demnach davon ab, ob dieser im konkreten Fall zur Erschliessung einer nicht erschlossenen Bauzone fÃ¼hrt und ob der vom Flughafen ZÃ¼rich ausgehende LÃ¤rm im fraglichen Gebiet die Planungswerte Ã¼berschreitet. Bei Bejahung beider Fragen wÃ¤re weiter zu prÃ¼fen, ob die Ãberschreitung allenfalls nur einen kleinen Teil der Bauzone betrifft, so dass die VollzugsbehÃ¶rde gestÃ¼tzt auf Art. 24 Abs. 2 USG und Art. 30 Satz 2 LSV eine Ausnahme vom Erschliessungsverbot gewÃ¤hren kann. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Der Beschwerdegegner hat diese fÃ¼r die ZulÃ¤ssigkeit des Quartierplanes entscheidwesentlichen Fragen Ã¼berhaupt nicht geprÃ¼ft in der Meinung, diese Beurteilung kÃ¶nne angesichts der komplexen und Ã¼berkommunalen FluglÃ¤rmproblematik koordiniert nur von der kantonalen GenehmigungsbehÃ¶rde vorgenommen werden. </p> <p class="Urteilstext">Dieses Vorgehen widerspricht der gesetzlichen ZustÃ¤ndigkeitsordnung. Die QuartierplÃ¤ne im amtlichen Verfahren werden vom Gemeinderat aufgestellt (§ 130 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975, PBG). Dabei sind sÃ¤mtliche massgebenden Bestimmungen des Bundesrechts und des kantonalen Rechts zu beachten. Die Genehmigung durch die Baudirektion bzw. der Regierungsrat erfolgt nach Eintritt der Rechtskraft des Festsetzungsbeschlusses (§ 159 Abs. 1 in Verbindung mit § 2 PBG). Diese gesetzliche Ordnung ist verbindlich und kann grundsÃ¤tzlich nicht einzelfallweise ausgeschaltet werden. Jedenfalls wird von keiner Seite vorgebracht, die genannten Bestimmungen widersprÃ¤chen dem Ã¼bergeordneten Recht und seien deshalb nicht anzuwenden. Die Baurekurskommission IV rechtfertigt das Vorgehen einzig damit, dass dieses sinnvoll sei, nachdem der Beschwerdegegner die Sistierung des Quartierplans entgegen der Empfehlung der Baudirektion abgelehnt habe. Diese Argumentation Ã¼berzeugt nicht. Eine BehÃ¶rde darf sich nicht, nur weil es sinnvoll erscheinen mag, einer ihr gesetzlich zugewiesenen Aufgabe entledigen und diese einer anderen â wenn auch Ã¼bergeordneten BehÃ¶rde â Ã¼berlassen. </p> <p class="Urteilstext">Der Gemeinderat hÃ¤tte daher die lÃ¤rmrechtliche Beurteilung vornehmen mÃ¼ssen. Bei diesbezÃ¼glichen Unsicherheiten hÃ¤tte er bei der Baudirektion um eine neuerliche VorprÃ¼fung, welche den seit der VorprÃ¼fung im Jahre 2001 eingetretenen VerÃ¤nderungen Rechnung getragen hÃ¤tte, ersuchen kÃ¶nnen. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Da die lÃ¤rmrechtliche Beurteilung von Seiten der Baudirektion inzwischen vorliegt, sich die Parteien dazu auch Ã¤ussern konnten und da sich keine Ermessensfragen stellen, kann das Verwaltungsgericht trotz des Verfahrensfehlers auf eine RÃ¼ckweisung der Sache an die Vorinstanz verzichten (vgl. § 64 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959, VRG). FÃ¼r weitere FÃ¤lle bleibt jedoch vorbehalten, dass ein Quartierplan, bei welchem entscheidwesentliche Fragen unter Hinweis auf das Genehmigungsverfahren ausgeklammert wurden, zur eigenstÃ¤ndigen Beurteilung an die QuartierplanbehÃ¶rde zurÃ¼ckgewiesen wird. </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Massgebend sind im Gebiet des Quartierplans âLeeâ die Planungswerte der ES II von 57 dB tagsÃ¼ber, von 50 dB zwischen 22 und 23 Uhr bzw. von 47 dB zwischen 23 und 24 Uhr sowie zwischen 5 und 6 Uhr und der ES III von 60 dB tagsÃ¼ber, von 50 dB zwischen 22 und 24 Uhr sowie zwischen 5 und 6 Uhr (LSV Anhang 5, Ziff. 221 und 222). Es ist vorab umstritten, ob der vom Flughafen ZÃ¼rich ausgehende bzw. zu erwartende FluglÃ¤rm diese Planungswerte einhÃ¤lt. GemÃ¤ss den LÃ¤rmkurven der UVP Dock Midfield (Schallschutzkonzept 98), auf welche der BeschwerdefÃ¼hrer abstellen mÃ¶chte, werden die massgebenden Planungswerte in der ersten Nachtstunde von 22 bis 23 Uhr um 5 dB Ã¼berschritten; in der Ã¼brigen Zeit werden sie eingehalten. Nach den LÃ¤rmkurven des vom Bundesamt fÃ¼r Zivilluftfahrt genehmigten VorlÃ¤ufigen Betriebsreglementes (VBR 2005), welches die Baudirektion fÃ¼r massgebend erachtet, kÃ¶nnen die Planungswerte vollstÃ¤ndig eingehalten werden. </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer scheint zu anerkennen, dass die heute bestehende FluglÃ¤rmbelastung im Quartierplangebiet vom derzeit massgebenden VBR 2005 bestimmt wird und dass demnach heute die Planungswerte eingehalten werden kÃ¶nnen. Strittig ist jedoch, ob eine kÃ¼nftige BetriebsÃ¤nderung zu einer vermehrten LÃ¤rmbelastung und damit zu einer Ãberschreitung der Planungswerte fÃ¼hrt. Bei der Ermittlung der tatsÃ¤chlichen AussenlÃ¤rmimmissionen hat die VollzugbehÃ¶rde gemÃ¤ss Art. 36 Abs. 2 LSV auch kÃ¼nftige Ãnderungen zu berÃ¼cksichtigen. Zu beachten sind namentlich Ãnderungen der Immissionen wegen der Errichtung, Ãnderung oder Sanierung ortsfester Anlagen, insbesondere wenn die Projekte im Zeitpunkt der Ermittlung bereits bewilligt oder Ã¶ffentlich aufgelegt sind (lit. a). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Nach der vom BeschwerdefÃ¼hrer eingereichten Medienmitteilung des Bundesamtes fÃ¼r Zivilluftfahrt (BAZL) geht das VBR 2005 auf das Ende 2003 eingereichte Gesuch der Flughafen ZÃ¼rich AG (Unique) zurÃ¼ck, welches die verschiedenen primÃ¤r aufgrund der deutschen Verordnung notwendigen provisorischen Ãnderungen seit Oktober 2001 zusammenfasste. Das VBR 2005 soll so lange GÃ¼ltigkeit haben, bis nach Abschluss des im Jahr 2004 wieder angestossenen Koordinationsprozesses fÃ¼r den Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) ein definitives Betriebsreglement erlassen werden kann. Wie der Betrieb des Flughafens ZÃ¼rich langfristig aussehen soll, wird bis Ende 2007 definiert sein. Darin werden auch die Ergebnisse der GesprÃ¤che Ã¼ber eine ausgewogene Verteilung der An- und AbflÃ¼ge zwischen den Verkehrsministern der Schweiz und Deutschland einfliessen. DemgemÃ¤ss erscheint die kÃ¼nftige LÃ¤rmentwicklung um den Flughafen ZÃ¼rich heute Ã¤usserst ungewiss. Das ausstehende definitive Betriebsreglement, welches Grundlage fÃ¼r ein neues Schallschutzkonzept bilden wird, ist vÃ¶llig offen. Im Rahmen des neuen SIL-Prozesses sollen alle technisch mÃ¶glichen Betriebsvarianten zur Sprache kommen (Adrian Walpen, Bau und Betrieb von zivilen FlughÃ¤fen, ZÃ¼rich 2005, S. 14 ff., 204 f.). </p> <p class="Urteilstext">Diese Ungewissheit allein genÃ¼gt indessen nicht, um generell alle Erschliessungsmassnahmen in der nÃ¤heren und weiteren Umgebung des Flughafens gestÃ¼tzt auf Art. 24 Abs. 2 USG zu verbieten. Der blosse Umstand, dass irgendeine kÃ¼nftige Betriebsvariante nicht auszuschliessen ist, macht diese noch keineswegs beachtlich. Angesichts der einschneidenden Folgen eines Erschliessungsverbotes muss vielmehr verlangt werden, dass eine bevorstehende Ãnderung der LÃ¤rmbelastung einigermassen konkretisiert ist und mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch realisiert werden wird. Art. 36 Abs. 2 LSV verlangt zwar nicht zwingend bereits das Vorliegen einer Bewilligung oder einer Ã¶ffentlichen Auflage, sondern zÃ¤hlt diese MÃ¶glichkeiten nur mit dem Zusatz âinsbesondereâ illustrierend auf. Nach dem Sinn der Bestimmung muss die Ãnderung aber dennoch mit einer hinreichenden Gewissheit bevorstehen (vgl. Wolf, Art. 24 N. 18 und 22 N. 20; Walpen, S. 287; vgl. auch die Rechtsprechung zur planungsrechtlichen Baureife, RB 1994 Nr. 81). Davon kann im vorliegenden Fall keine Rede sein. </p> <p class="Urteilstext">Aus diesem Grunde kommt es entgegen dem DafÃ¼rhalten des BeschwerdefÃ¼hrers nicht darauf an, ob das Schallschutzkonzept 1998 als denkbare Betriebsvariante heute noch im Spiel ist oder ob diese Variante infolge der nÃ¤chtlichen Sperrzeiten gemÃ¤ss der deutschen Verordnung ganz weggefallen ist. Ob und inwieweit die kantonale Fachstelle LÃ¤rmschutz bei der Beurteilung von Baugesuchen und raumplanerischen Vorhaben neben dem VBR 2005 jeweils auch das Schallschutzkonzept 1998 berÃ¼cksichtigt, braucht ebenfalls nicht weiter untersucht zu werden. </p> <p class="Urteilstext">Da sich der Quartierplan âLeeâ damit im Ergebnis als rechtens erweist, ist die Beschwerde in der Hauptsache abzuweisen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Unter diesen UmstÃ¤nden erÃ¼brigt es sich zu prÃ¼fen, ob das fragliche Quartierplangebiet im Sinne von Art. 24 Abs. 2 USG praktisch vollstÃ¤ndig erschlossen ist und ob allenfalls eine Ausnahme gemÃ¤ss Art. 30 Satz 2 LSV gewÃ¤hrt werden kÃ¶nnte. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Bei diesem Verfahrensausgang ist der BeschwerdefÃ¼hrer, welcher trotz zwischenzeitlicher Genehmigung des Quartierplanes an seiner Beschwerde festgehalten hat, fÃ¼r das Beschwerdeverfahren kostenpflichtig (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG). </p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r das Rekursverfahren rechtfertigt sich hingegen eine andere Regelung, da im damaligen Zeitpunkt das VBR 2005 noch nicht erlassen war und der Beschwerdegegner das Rekursverfahren dadurch mitverursacht hat, dass er entgegen der gesetzlichen ZustÃ¤ndigkeitsordnung auf eine Beurteilung der lÃ¤rmrechtlichen Fragen verzichtet hat. Disp.-Ziff. II des Rekursentscheides ist demnach dahingehend zu Ã¤ndern, dass die Kosten des Rekursverfahrens dem Beschwerdegegner aufzuerlegen sind. </p> <p class="Urteilstext">Dieses Prozessergebnis rechtfertigt gesamthaft keine ParteientschÃ¤digungen (vgl. § 17 Abs. 2 VRG). Insofern ist Disp.-Ziff. III des Rekursentscheides, wonach der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤tte Fr. 800.- an den Beschwerdegegner bezahlen mÃ¼ssen, aufzuheben. </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird in der Hauptsache abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Kosten des Rekursverfahrens Ã¼ber Fr. 2'358.- werden dem Beschwerdegegner zulasten der Quartierplanrechnung auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'100.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. FÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen. DemgemÃ¤ss wird Disp. Ziff. III des Rekursentscheides aufgehoben.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">7. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>