21. März 1991 N 699 Motion der LdU/EVP-Fraktion #ST# 90.778 Motion Reimann Fritz Langfristige Finanzierung von Hypotheken Titrisation des hypothèques Wortlaut der Motion vom 3. Oktober 1990 Der Bundesrat wird beauftragt, den eidgenössischen Räten die gesetzlichen Grundlagen vorzuschlagen, die es ermögli- chen, Hypotheken über langfristig gebundene Papiere (Obli- gationen, Pfandbriefe usw.) stabiler zu finanzieren sowie Hy- pothekarforderungen in Wertpapiere umzuwandeln. Texfe de la motion du 3 octobre 1990 Le Conseil fédéral est chargé de proposer aux Chambres fédé- rales les bases légales permettant de financer les hypothè- ques de manière plus stable par le biais de titres à long terme (obligations, lettres de gage, etc.), ainsi que de titriser les créances hypothécaires. Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann, Bäumlin Ursula, Béguelin, Bircher Silvio, Bodenmann, Braunschweig, Bundi, Danuser, Eggenberg-Thun, Eggenberger Georges, Fankhau- ser, Haering Binder, Hafner Ursula, Haller, Hubacher, Jean- prêtre, Lanz, Ledergerber, Leuenberger-Solothurn, Leuenber- ger Moritz, Matthey, Mauch Ursula, Neukomm, Ott, Pitteloud, Stappung, Uchtenhagen, Ulrich, Vollmer, Züger (30) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Hypothekarzinsschwankungen wirken sich besonders nach- teilig auf die Wohnungsmieten aus. In der Regel werden Hypo- thekarzinserhöhungen vom Hausbesitzer auf die Mietzinse geschlagen, während umgekehrt die Senkung der Hypothe- karzinsen in der Regel nicht an die Mieter weitergegeben wird. Die Folge davon ist ein ständig ansteigendes Mietzinsniveau. Die Wohnkosten sind in der Schweiz ohnehin besonders hoch. Besonders die Wohnungen von Neubauten sind für Mie-. ter mit mittlerem Einkommen kaum mehr zu bezahlen. Um so mehr sollten die mietzinstreibenden Hypothekarzinsschwan- kungen vermieden werden durch ein langfristiges Finanzie- rungssystem. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 13. Februar 1991 Rapport écrit du Conseil fédéral du 13 février 1991 Ob und inwieweit die vom Motionär vorgeschlagenen Mass- nahmen zur langfristigen Stabilisierung und Verbesserung der Hypothekarfinanzierung beitragen würden, ist vorläufig eine offene Frage. Der Bundesrat ist bereit, den ganzen Komplex des Hypothekarmarktes einer Ueberprüfung zu unterziehen. Er hat zu diesem Zweck bereits eine Studiengruppe einge- setzt, die sich auch der langfristigen Refinanzierung des Hypo- thekarkredits sowie der Verbriefungsproblematik widmen wird. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- deln. Ueberwiesen als Postulat-Transmis comme postulat #ST# 90.785 Motion der LdU/EVP-Fraktion Amortisationspflicht für Hypotheken Motion du groupe Adl/PEP Obligation d'amortir les hypothèques Wortlaut der Motion vom 3. Oktober 1990 Der Bundesrat wird beauftragt, den eidgenössischen Räten eine Vorlage zuzuleiten, wonach 1. im ordentlichen Recht eine Höchstbelastungsgrenze für nichtlandwirtschaftliche Liegenschaften vorgesehen wird; 2. eine minimale jährliche Amortisation eines Teils der Hypo- theken vorgeschrieben wird; 3. eine Umgehung der Bestimmungen über die minimale Amortisation durch wirtschaftlich nicht begründete Neuver- schuldung verhindert wird. Texte de la motion du 3 octobre 1990 Le Conseil fédéral est chargé de présenter aux Chambres fé- dérales une proposition visant à: 1. Prévoir dans le droit ordinaire une limite de charge maxi- male pour les immeubles non agricoles; 2. Prescrire un amortissement annuel minimal d'une partie des hypothèques; 3. Empêcher que des dispositions concernant l'amortisse- ment minimal soient contournées par de nouvelles dettes contractées sans justification économique. Sprecher-Porte-parole: Kühn Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 13. Februar 1991 Rapport écrit du Conseil fédéral du 13 février 1991 Der Bundesrat ist bereit, die Frage einer Amortisationspflicht für Hypotheken durch eine von ihm ernannte Studiengruppe für Hypothekarmarktfragen untersuchen zu lassen. Dazu ge- hört auch die Ueberprüfung der Zweckmässigkeit gesetzli- cher Belehnungsgrenzen sowie der Problematik der artfrem- den Verwendung von Hypothekarkrediten. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- deln. Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulatSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion der LdU/EVP-Fraktion Amortisationspflicht für Hypotheken Motion du groupe Adl/PEP Obligation d'amortir les hypothèques In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1991 Année Anno Band II Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 90.785 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 21.03.1991 - 15:00 Date Data Seite 699-699 Page Pagina Ref. No 20 019 731 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. 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