<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00365</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203998&amp;W10_KEY=4467142&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00365</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.02.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Befehl</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Legitimation; Beiladung der Beschwerdeführenden vor Vorinstanz<br/><br/>Beschwerdelegitimation gemäss § 338a Abs. 1 PBG bejaht, da die Beschwerdeführenden durch das streitige Bauvorhaben in qualifizierter Weise in ihren Interessen berührt werden (E. 1). Anspruch der Beschwerdeführenden, die den baurechtlichen Entscheid im Sinne von § 315 Abs. 1 PBG rechtzeitig verlangt haben, auf Beiladung im Rekursverfahren. Gehörsverletzung durch Rekursinstanz (E. 2). Rückweisung (E. 3). Teilweise Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEILADUNG">BEILADUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEHÃRSVERWEIGERUNG">GEHÃRSVERWEIGERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHBAR">NACHBAR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMITTELBEFUGNIS">RECHTSMITTELBEFUGNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REKURSVERFAHREN">REKURSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Artikel 8, 9, 29 ff BV ST: ÃBRIGES ZU ART. 8,9,29 FF. BV">ÃBRIGES ZU ART. 8,9,29 FF. BV</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/><span class="ungerade">§ 315 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 338a Abs. I PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 18. Februar 2003 verweigerte der Gemeinderat X C un D die baurechtliche Bewil­ligung fÃ¼r die in Abweichung von der Erschliessungsbewilligung vom 16. Februar 1999 erstellte StÃ¼tzmauer auf den GrundstÃ¼cken Kat.-Nrn.01 und 02, L-Strasse 10, und befahl er die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Den gegen diesen Beschluss von C und D erhobenen Rekurs hiess die Baurekurskom­mission II nach DurchfÃ¼hrung eines Delegationsaugenscheins am 2. September 2003 gut; der angefochtene Beschluss wurde aufgehoben und der Gemeinderat zur nachtrÃ¤glichen Erteilung der Bewilligung unter den allenfalls gebotenen Nebenbestimmungen eingeladen. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen diesen Entscheid erhoben A und B als EigentÃ¼mer der Liegenschaft L-Strasse 11, welche dem GrundstÃ¼ck L-Strasse 10 direkt gegenÃ¼ber liegt, Beschwerde an das Verwal­tungsgericht mit dem Antrag, den Rekursentscheid aufzuheben und den Beschluss des Gemeinderats X wieder herzustellen. Zur BegrÃ¼ndung machten sie sinngemÃ¤ss geltend, die Vorinstanz habe die BeeintrÃ¤chtigung der Verkehrssicherheit durch die streitbetroffene StÃ¼tzmauer falsch eingeschÃ¤tzt und nicht berÃ¼cksichtigt, dass die Mauer, so wie sie seinerzeit bewilligt worden sei, nur mit Zustimmung der damaligen EigentÃ¼merin der angrenzenden Wegparzelle Kat.-Nr. 03, der Erbengemeinschaft F, habe erstellt werden kÃ¶nnen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin A habe als Mitglied der Erbengemeinschaft F nur der seinerzeit bewilligten und nicht der in der Folge gebauten StÃ¼tzmauer zugestimmt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Vorinstanz beantragte am 11. November 2003 Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdegegner liessen gleichentags beantragen, die Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen abzuweisen, soweit Ã¼berhaupt darauf einzutreten sei. Der Gemein­derat X als Mitbeteiligter liess sich nicht vernehmen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts ist gemÃ¤ss § 41 des Verwaltungs­rechts­pflege­gesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) gegeben und mit dem Rekursentscheid, der die Bauverweigerung des Gemeinderats X vom 18. Februar 2003 aufgehoben hat, liegt eine gemÃ¤ss § 48 Abs. 1 VRG anfechtbare Anordnung vor. Die Beschwerde­fÃ¼hrenden haben im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens rechtzeitig die Zustellung des baurechtlichen Entscheids im Sinn von § 315 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. Sep­tember 1975 (PBG) verlangt, sodass ihnen gemÃ¤ss § 316 PBG der Zugang zum Rechtsmittel­verfahren grundsÃ¤tzlich offen steht. Umstritten ist dagegen ihre Legitimation zur Anfech­tung des Rekursentscheids; die Beschwerdegegner anerkennen wohl eine genÃ¼gend enge nachbarliche Raumbeziehung, machen jedoch geltend, die Anfechtenden hÃ¤tten es unter­lassen darzulegen, inwiefern sie der Entscheid in konkreten eigenen Interes­sen beein­trÃ¤chtige.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Nach § 338a Abs. 1 PBG ist zu Rekurs und Beschwerde berechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an ihrer Aufhebung oder Ãnderung hat. Nach der Rechtsprechung hÃ¤ngt die Rechtsmittelbefugnis des Nach­barn in Bausachen davon ab, ob fÃ¼r ihn einerseits eine hinreichend enge nachbarliche Raumbeziehung zum BaugrundstÃ¼ck besteht und ob er anderseits durch die Erteilung der Baubewilligung mehr als irgendjemand anders oder die Allgemeinheit in eigenen Interes­sen berÃ¼hrt ist (RB 1995 Nr. 9; RB 1980 Nrn. 7 und 8; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 21 N. 41; FranÃ§ois Ruckstuhl, Der Rechtsschutz im zÃ¼rcherischen Planungs- und Baurecht, ZBl 86/1985, 295 f.).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Eine hinreichend enge rÃ¤umliche Beziehung zum BaugrundstÃ¼ck ist gegeben, wenn sich das streitige Bauvorhaben im Sinn des geltend gemachten Anfechtungsinteresses auszu­wirken vermag (RB 1982 Nrn. 17, 18 und 19). In eigenen Interessen qualifiziert berÃ¼hrt ist der Nachbar dann, wenn der Ausgang des Verfahrens, in das er sich einschalten will, seine InteressenssphÃ¤re zu beeinflussen vermag, er mithin einen praktischen Nutzen aus der erfolgreichen Anfechtung zÃ¶ge bzw. einen Nachteil abzuwenden vermÃ¶chte, den der ange­fochtene Verwaltungsakt fÃ¼r ihn zur Folge hÃ¤tte. Ein schutzwÃ¼rdiges Anfechtungsinteresse hat der Nachbar nur, falls die Auswirkungen des bekÃ¤mpften Bauvorhabens auf seine Liegenschaft nach Art und IntensitÃ¤t so beschaffen sind, dass sie auch bei objektivierter Betrachtungsweise als Nachteil empfunden werden mÃ¼ssen (RB 1985 Nr. 8; BGr, 2. Novem­ber 1983, ZBl 85/1984, 379).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wie fÃ¼r jede andere Prozessvoraussetzung muss auch fÃ¼r die Rekurs‑ und Beschwerde­befugnis von Amtes wegen geprÃ¼ft werden, ob sie ausgewiesen sei (RB 1980 Nr. 8; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 29). Die PrÃ¼fung von Amtes wegen entbindet den Anfechtenden aber nicht davon, sich um die Substanziierung der SachumstÃ¤nde zu kÃ¼m­mern, welche seine Legitimation begrÃ¼nden (RB 1980 Nr. 8; RB 1982 Nr. 19 = BEZ 1982 Nr. 40; RB 1989 Nr. 10; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 29 und 41; Ruckstuhl, S. 297). An den Nachweis eigener Interessen dÃ¼rfen aber dann keine hohen Anforderungen gestellt werden, wenn aufgrund der bestehenden Sach‑ und Rechtslage ohne weiteres ersichtlich ist, dass die Bewilligung der streitigen Baute in ihrer konkreten Ausgestaltung den Nachbarn unmittelbar berÃ¼hrt (RB 1995 Nr. 9; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 35 und 41). Trifft das nicht zu, so ist es nicht Aufgabe der Rechtsmittelinstanz, nach allfÃ¤lligen Beein­trÃ¤chtigungen des Rekurrenten zu forschen. Vielmehr bleibt es diesem Ã¼berlassen, die fÃ¼r die BegrÃ¼ndung der Legitimation erforderliche enge rÃ¤umliche Beziehung und schutz­wÃ¼rdigen Interessen aufzuzeigen (RB 1986 Nr. 10, 1980 Nr. 8; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 41; Ruckstuhl, S. 297).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden sind nicht nur EigentÃ¼mer einer Liegenschaft, welche direkt an den als verkehrsgefÃ¤hrlich gerÃ¼gten EinmÃ¼ndungsbereich anstÃ¶sst, sondern die BeschwerdefÃ¼hrerin A ist auch Mitglied der Erbengemeinschaft F, die gemÃ¤ss Darstellung in der Rekursschrift EigentÃ¼merin der Strassenparzelle Kat.-Nr. 04 ist. In diese Strassen­parzelle mÃ¼ndet der Zufahrtsweg Kat.-Nr. 03 ein, und es ist dieser EinmÃ¼ndungs­bereich, in welchem nach Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrenden die Verkehrssicherheit wegen der streitbetroffenen StÃ¼tzmauer nicht mehr gewÃ¤hrleistet ist. Auf Grund dieser Aktenlage ist offenkundig, dass zumindest die BeschwerdefÃ¼hrerin A als Mitglied der Gesamteigen­tÃ¼merin an der Strassenparzelle Kat.-Nr. 04 durch die befÃ¼rchtete Beein­trÃ¤chtigung der Verkehrssicherheit im EinmÃ¼ndungsbereich zu dieser Strasse in besonderer Weise betroffen ist. Auf die Beschwerde ist deshalb einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht hat sich in RB 1997 Nr. 5 mit der Frage des Einbezugs des Nachbarn in ein Rekursverfahren, in welchem eine Bauverweigerung angefochten wird, eingehend auseinander gesetzt. Es ist zusammenfassend zum Schluss gekommen, dass der Nachbar, der den baurechtlichen Entscheid rechtzeitig verlangt hat, seine Rechte bereits im Rekursverfahren gegen die Bauverweigerung mÃ¼sse geltend machen kÃ¶nnen, und dass er deshalb einen Anspruch auf Beiladung habe; da der Nachbar diesen Anspruch nur wahrnehmen kÃ¶nne, wenn er Ã¼berhaupt vom Rekursverfahren Kenntnis habe, sei ihm mÃ¶glichst frÃ¼h von der Rechtsmittelerhebung Kenntnis zu geben, nÃ¤mlich zweckmÃ¤ssiger­weise durch die Zustellung der EingangsverfÃ¼gung, wodurch die potenziell Rechtsmittel­befugten die MÃ¶glichkeit erhielten, ein Beiladungsgesuch zu stellen. In RB 1984 Nr. 15 ist entschieden worden, dass auf diese Mitteilung ausnahmsweise verzichtet werden kann, wenn die Gesuchsteller bereits im Zustellungsgesuch ihre EinwÃ¤nde vorgebracht haben, diese Stellungnahmen der Rekursinstanz vorliegen und die Gesuchsteller selber keine Verfahrensbeteiligung wÃ¼nschen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 111).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Wie sich auf Grund der Rekursakten ergibt, sind die BeschwerdefÃ¼hrenden in keiner Weise in das Rekursverfahren mit einbezogen worden und erhielten sie zu keinem Zeit­punkt die Gelegenheit, dem Verfahren beizutreten. Es sind den Akten auch keinerlei Hin­weise darauf zu entnehmen, dass sie bereits im Zustellungsgesuch ihre EinwÃ¤nde vor­gebracht und/oder ausdrÃ¼cklich oder konkludent auf eine Verfahrensbeteiligung verzichtet haben. Damit ist im Rekursverfahren ihr Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999) verletzt worden, weshalb der dergestalt zustande gekommene Rekursentscheid ohne weiteres aufzuheben ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wurde zu Unrecht auf eine Sache nicht eingetreten, so ist gemÃ¤ss § 64 Abs. 1 VRG die Angelegenheit in der Regel an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 64 N. 2). Dasselbe muss gelten, wenn eine Partei zu Unrecht nicht ins Rekursverfahren beigeladen wurde. Die Akten sind deshalb an die Baurekurskommission II zurÃ¼ckzu­weisen, die der BeschwerdefÃ¼hrerin Gelegenheit zur Beteiligung am Rekursverfahren wird geben mÃ¼ssen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Da bei diesem Ausgang keine Partei vollstÃ¤ndig obsiegt, sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu je ¼ den BeschwerdefÃ¼hrenden 1.1 und 1.2 sowie den Beschwerdegegnern 1.1 und 1.2 (jeweils unter solidarischer Haftung fÃ¼r ½) aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 VRG). Ãber die Verlegung der Rekurskosten wird die Baurekurskommission im zweiten Rechtsgang zu entscheiden haben. ParteientschÃ¤digungen sind bei diesem Ausgang des Verfahrens nicht zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid der Baurekurskommission II wird aufgehoben und die Akten werden zu neuer Entscheidung im Sinne der ErwÃ¤gungen an die Baurekurskommission II zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'090.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden zu je ¼ den BeschwerdefÃ¼hrenden 1.1 und 1.2 sowie den Beschwerdegegnern 1.1 und 1.2 (jeweils unter solidarischer Haftung fÃ¼r ½) auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>5. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>