<h2>SubmittedText<h2><p>Am 6. Februar 2020 drang Wasser in den Lötschberg-Basistunnel ein. Weitere für Passagiere gefährliche Einbrüche - insbesondere auf der 21 km langen Einspurstrecke - sind nicht auszuschliessen. Der Betrieb würde tagelang stillstehen.</p><p>a. Der beschlossene Doppelspurausbau ist auch aus Sicherheitsgründen dringlich.</p><p>Welche Massnahmen werden getroffen, damit der Ausbau beschleunigt vorangetrieben wird?</p><p>b. Welche Massnahmen werden beim Ausbau getroffen, um weitere Wassereinbrüche zu verhindern?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>a. Mit dem vom Parlament beschlossenen Ausbauschritt 2035 kann die im Rohbau bereits ausgebrochene Weströhre des Lötschberg-Basistunnels zwischen Mitholz und Ferden bahntechnisch ausgerüstet werden. Derzeit läuft das verwaltungsinterne Vernehmlassungsverfahren unter Einbezug der Kantone Bern und Wallis sowie der Fachstellen des Bundes. Danach soll die öffentliche Planauflage erfolgen. Der Ausbau der Weströhre ist aus Kapazitätsgründen erforderlich und verbessert die Verfügbarkeit. Aus Sicherheitsgründen ist der Ausbau nicht erforderlich. </p><p>b. Ein Bahntunnel wird auf eine Lebensdauer von 100 Jahren ausgelegt. Dies bedingt eine entsprechende Konstruktion und eine funktionierende Entwässerung. Mit einer Gewölbe-Drainage wird verhindert, dass sich ein zu hoher Wasserdruck aufbaut, der zu Schäden an der Tunnelinfrastruktur führen kann. Die beiden Basistunnels am Lötschberg und am Gotthard verwendeten Systeme haben sich bewährt. Bei jedem Vorhaben wird aufgrund der geologischen und hydrologischen Situation geprüft, welches Abdichtungs- und Entwässerungssystem den Anforderungen über die gesamte Lebensdauer genügt. Die heutige Weströhre ist lediglich mit einer Spritzbetonschicht versehen. Mit dem beschlossenen Ausbau wird die Röhre mit einem Innengewölbe versehen. Aufgrund der Erfahrungen mit dem Wassereinbruch vom 6. Februar 2020 wird die Art des Abdichtungssystems für die Weströhre nochmals überprüft.</p>