<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2021-07-07-1C_361-2021.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1C_361/2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 7. Juli 2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Kneubühler, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Pfäffli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt </div> <div class="para">des Kantons Bern, </div> <div class="para">Schermenweg 5, Postfach, 3001 Bern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Vorsorglicher Entzug des Führerausweises für Motorfahrzeuge sowie des Lernfahrausweises, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Präsidenten der Rekurskommission des Kantons Bern für Massnahmen gegenüber Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführern vom 28. April 2021 (300.2021.50). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">A.________ stellte am 19. Mai 2020 beim Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons Bern ein Gesuch um Erteilung des Lernfahrausweises für die Kategorie C1/118. Das Gesuch enthielt Hinweise auf einen verkehrsrelevanten Cannabiskonsum von A.________, weshalb das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt ihn aufforderte, ein ärztliches Zeugnis einzureichen, in dem zu seiner Fahreignung Stellung genommen werde. Laut Arztzeugnis vom 4. August 2020 ergab die Urinprobe vom 27. Juli 2020 ein positives Resultat auf Cannabis. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt eröffnete am 19. August 2020 ein Administrativverfahren gegen A.________ und forderte ihn auf, innert 30 Tagen ein weiteres ärztliches Zeugnis mit den Resultaten dreier u.a. auf Cannabis getesteten Urinproben einzureichen. Laut ärztlichen Zeugnis vom 11. September 2020 waren die Urinproben vom 10., 17. und 31. August 2020 positiv auf Cannabis. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 24. September 2020 liess das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt A.________ für die Kategorie C1/118 zum motorisierten Verkehr zu, beliess ihm den Führerausweis für die übrigen Kategorien und verband dies mit der Auflage einer Cannabisabstinenz, inkl. Verzicht auf CBD-haltige Produkte, während mindestens sechs Monaten, nachgewiesen durch monatliche Urinkontrollen, erstmals im Oktober 2020. Laut ärztlichen Zeugnis vom 31. Januar 2021 waren die Urinprobe vom 30. Oktober 2020 negativ, die Urinproben vom 4. Dezember 2020 und 13. Januar 2021 dagegen positiv auf Cannabis. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt entzog A.________ mit Verfügung vom 4. März 2021 den Führerausweis für Motorfahrzeuge und den Lernfahrausweis für die Kategorie C1/118 vorsorglich bis zur Abklärung seiner Fahreignung und knüpfte seine Wiederzulassung zum motorisierten Strassenverkehr an die lückenlose Einhaltung einer Cannabisabstinenz, inkl. Verzicht auf CBD-haltige Produkte, während mindestens sechs Monaten, nachgewiesen durch monatliche Urinkontrollen bei einem Arzt seiner Wahl. A.________ erhob dagegen am 22. März 2021 Beschwerde, welche die Rekurskommission des Kantons Bern für Massnahmen gegenüber Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführern mit Entscheid vom 28. April 2021 abwies. Sie führte zur Begründung zusammenfassend aus, A.________ habe gegen die in der rechtskräftigen Verfügung vom 24. September 2020 angeordnete Auflage der mindestens sechsmonatigen Cannabisabstinenz, einschliesslich des Verzichts auf CBD-haltige Produkte, verstossen. Da A.________ der ihm obliegende Nachweis der angeordneten Abstinenz nicht gelungen sei, liege bei ihm der Verdacht auf einen verkehrsrelevanten Cannabiskonsum nahe. Es sei deshalb nicht zu beanstanden, dass ihm der Führerausweis vorsorglich entzogen worden sei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">A.________ gelangte gegen diesen Entscheid mit undatierter Eingabe an die Rekurskommission des Kantons Bern für Massnahmen gegenüber Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführern (eingegangen am 28. Mai 2021). Die Rekurskommission fragte ihn mit Schreiben vom 31. Mai 2021 an, ob die Eingabe als Beschwerde ans Bundesgericht weiterzuleiten sei. Nachdem A.________ einer Überweisung ans Bundesgericht zugestimmt hatte, liess die Rekurskommission die Beschwerde mit Schreiben vom 9. Juni 2021 zuständigkeitshalber dem Bundesgericht zukommen. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Nach <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von <span class="artref">Art. 95 ff. BGG</span> nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt der in <span class="artref">Art. 106 Abs. 1 BGG</span> verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht; insofern besteht eine qualifizierte Rügepflicht (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=5&amp;from_date=20.06.2021&amp;to_date=09.07.2021&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-I-49%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page49">BGE 136 I 49</a> E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). Es obliegt dem Beschwerdeführer namentlich darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen Grundrechte verstossen soll. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer setzt sich nicht mit der Begründung des angefochtenen Entscheids auseinander, die zur Bestätigung des vorsorglichen Führerausweisentzugs führte. Er vermag mit der Darstellung seine Sicht der Dinge nicht im Einzelnen und konkret aufzuzeigen, inwiefern die Begründung der Rekurskommission bzw. deren Entscheid selbst rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Die Beschwerde genügt den gesetzlichen Formerfordernissen offensichtlich nicht, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 BGG</span> nicht einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Angesichts der Aussichtslosigkeit des Verfahrens ist dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht zu entsprechen (<span class="artref">Art. 64 BGG</span>). Auf eine Kostenauflage ist indessen zu verzichten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons Bern und dem Präsidenten der Rekurskommission des Kantons Bern für Massnahmen gegenüber Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführern schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 7. Juli 2021 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Kneubühler </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Pfäffli </div> </div></body></html>