Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 25. Januar 2018 (720 17 281 / 30) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Medizinische Massnahme / Dauerhaftigkeit des Eingliederungserfolgs bei minderjährigen Versicherten Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsri chter Markus Mattle, Kan- tonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Markus Schäfer Parteien KPT Krankenkasse AG , Rechtsdienst , Postfach , 3001 Bern , Be- schwerdeführerin gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Beigeladene A.____, vertreten durch B.____ und C.__ __ Betreff Medizinische Massnahmen für A.____ A. Die 2001 geborene A.____ leidet an verschiedenen gesundheitlichen Beeinträchtigun- gen. Nachdem ihre Eltern, B.____ und C.____, sie im März 2007 ein erstes Mal bei der Eidge- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht nössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug ange meldet hatten, sprach ihr die IV-Stelle Basel-Landschaft in den folgenden Jahren v erschiedene Leistungen zu (u.a. eine Hilf- losenentschädigung wegen mittlerer Hilflosigkeit). Zudem erteilte sie A.____ mehrmals eine Kostengutsprache für ambulante Ergotherapie nach ärztli cher Verordnung als medizinische Massnahme der IV (letztmals mit Mitteilung vom 19. März 2013 für den Zeitraum vom 1. Febru- ar 2013 bis 31. Januar 2014). Mit Schreiben vom 29. Juli 2016 ersuchte Dr. med. D.___ _, Kinder- und Jugendmedizin, spez. Neuropädiatrie FMH, die IV-Stelle darum, die Kosten der Ergotherapie von A.____ (erneut) als medizinische Massnahme der IV zu übernehmen. Nach durchgef ührtem Vorbescheidverfahren lehnte die IV-Stelle dieses Leistungsbegehren mit Verf ügung vom 7. August 2017 ab. Zur Be- gründung machte sie im Wesentlichen geltend, die Ergoth erapie sei zwar unbestritten notwen- dig, sie diene aber primär dazu, die Bereiche des täg lichen Lebens und nicht den schulischen Fähigkeitsbereich zu fördern. Zudem diene sie - bedi ngt durch die längere Therapiedauer - vorwiegend der Behandlung des Leidens an sich. Schliesslich liege, da die Versicherte an einer Intelligenzminderung leide, ein schwerwiegender Neben befund vor, welcher den Eingliede- rungserfolg beeinträchtige. B. Gegen diese Verfügung erhob die KPT Krankenkasse AG als obligatorischer Kranken- versicherer von A.____ am 12. September 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantr agte sie, es sei die angefochtene Ver- fügung aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu r Übernahme der Kosten der Ergo- therapie von A.____ gemäss dem Kostenübernahmegesuch von Dr. D.____ vom 29. Juli 2016 zu verpflichten. Eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung und Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. C. Mit Verfügung vom 21. September 2017 lud das Kanto nsgericht die Versicherte A.____, vertreten durch ihre Eltern B.____ und C.____ , zum vorliegenden Beschwerdeverfah- ren bei. D. In ihrer Vernehmlassung vom 20. November 2017 bean tragte die IV-Stelle die Abwei- sung der Beschwerde. Zudem legte sie ihren Ausführungen eine Beurteilung von E.____, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychothe rapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) beider Basel, vom 8. November 2017 bei. E. Mit Eingabe vom 3. Dezember 2017 teilten B.____ u nd C.____namens der Beigelade- nen A.____ mit, dass sie sich dem Antrag und der Beschwer debegründung der KPT Kranken- kasse AG anschliessen und auf weitere Ausführungen verzichten würden. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes ü ber die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 1.2 Zur Beschwerde berechtigt ist gemäss Art. 59 ATSG ne bst der versicherten Person auch, wer durch die angefochtene Verfügung oder den E inspracheentscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderun g hat. Die KPT Krankenkasse AG erfüllt diese Voraussetzungen, denn die angefochtene V erfügung tangiert ihre Leistungspflicht als obligatorischer Krankenversicherer der Beigeladenen. Auf die - im Übrigen frist- und formge- recht erhobene - Beschwerde der KPT Krankenkasse AG vom 12 . September 2017 ist dem- nach einzutreten. 1.3 Die Versicherte selber hat gegen die Verfügung d er IV-Stelle vom 7. August 2017 keine Beschwerde erhoben. Da sie jedoch vom Ausgang des Prozesses mitbetroffen ist, hat das Kan- tonsgericht sie mit Verfügung vom 21. September 2017 zum vorliegenden Beschwerdeverfah- ren beigeladen. 2.1 Die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernim mt gemäss Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) vom 18. März 1994 die Kosten für die Leistungen, die der Diagnose oder Behandlung einer K rankheit und ihrer Folgen dienen. Nach Art. 12 Abs. 1 IVG haben Versicherte bis zum vollendete n 20. Altersjahr Anspruch auf medizini- sche Massnahmen, die nicht auf die Behandlung des Leiden s an sich, sondern unmittelbar auf die Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgab enbereich gerichtet und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufga benbereich zu betätigen, dauernd und wesentlich zu verbessern oder vor wesentlicher Beeinträchtigung zu bewahren. 2.2 Art. 12 IVG bezweckt namentlich, die Aufgabenbereich e der Invalidenversicherung einerseits und der sozialen Kranken- und Unfallversicher ung anderseits gegeneinander abzu- grenzen. Diese Abgrenzung beruht auf dem Grundsatz, d ass die Behandlung einer Krankheit oder einer Verletzung ohne Rücksicht auf die Dauer des L eidens primär in den Aufgabenbe- reich der Kranken- und Unfallversicherung gehört. Nach der Rechtsprechung sind nur solche Vorkehren von der Invalidenversicherung zu übernehmen, die nicht auf die Heilung oder Linde- rung labilen pathologischen Geschehens gerichtet sind. Wäh rend dies bei Erwachsenen ohne Weiteres gilt, sind bei Jugendlichen - ihrer körperliche n und geistigen Entwicklungsphase Rechnung tragend - medizinische Vorkehren trotz des ein stweilen noch labilen Leidenscharak- ters von der Invalidenversicherung zu übernehmen, wenn o hne diese in absehbarer Zeit eine Heilung mit Defekt oder ein sonst wie stabilisierter Zu stand einträte, wodurch die Berufsbildung oder die Erwerbsfähigkeit oder beide beeinträchtigt w ürden. Die Invalidenversicherung hat da- her bei Jugendlichen nicht nur unmittelbar auf die Be seitigung oder Korrektur stabiler Defektzu- stände oder Funktionsausfälle gerichtete Vorkehren zu üb ernehmen, sondern auch dann Leis- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht tungen zu erbringen, wenn es darum geht, mittels geeigneter Massnahmen einem die berufliche Ausbildung oder die künftige Erwerbsfähigkeit beeintr ächtigenden Defektzustand vorzubeugen (Urteil A. des Bundesgerichts vom 7. Mai 2015, 9C_912/2014, E. 1.2 mit Hinweisen). 2.3 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist der Ei ngliederungserfolg bei jünge- ren Versicherten als dauernd zu betrachten, wenn er wa hrscheinlich während eines bedeuten- den Teils der konkreten Aktivitätserwartung, welche ihr erseits nicht wesentlich herabgesetzt sein darf, erhalten bleiben wird. Bestehen Nebenbefun de, welche geeignet sind, die Aktivitäts- erwartung trotz der medizinischen Massnahme wesentlich hera bzusetzen, ist die Dauerhaf- tigkeit des Eingliederungserfolgs zu verneinen. Ob der Eingliederungserfolg dauerhaft sein wird, ist prognostisch zu beurteilen. Massgebend ist der medizini sche Sachverhalt vor Durchführung der Massnahme in seiner Gesamtheit (Urteil A. des Bund esgerichts vom 27. April 2017, 9C_842/2016, E. 4.2 mit Hinweisen). 3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren un d der Sozialversicherungs- prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständ ige Feststellung des rechtserhebli- chen Sachverhaltes zu sorgen. Die Verwaltung als verfügend e Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiese n annehmen, wenn sie von ihrem Be- stehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat die rechtsanwendende Behörde ihren Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes v orsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sach- verhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Verwalt ung und Gericht haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen mög lichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen (BGE 138 V 218 E. 6 mit Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast be griffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügenden Verwa ltungsstelle) ist, für die Zusam- mentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofer n, als im Falle der Beweislosigkeit der Ent- scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem u nbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift aller dings erst Platz, wenn es sich als unmög- lich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes au fgrund einer Beweiswürdigung ei- nen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 218 E. 6 mit Hinweisen). 3.2 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistu ngsansprüche bedarf es verlässli- cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 23 1 E. 5.1). Das Gericht hat diese nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grund satz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismi ttel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozi- alversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterl agen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf e s bei einander widersprechen- den medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf di e eine und nicht auf die andere medi- zinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a). Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürd igung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Ri chtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusammenstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 4 65 E. 4.4 und 4.5). So kommt bei- spielsweise Berichten und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Be- weiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fach- personen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall oh ne Einholung eines externen Gutach- tens entschieden werden soll. Bestehen auch nur gering e Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellu ngen, so sind ergänzende Abklä- rungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 am Ende, mi t Hinweis; Urteil A. des Bundesge- richts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 4. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die Be igeladene gestützt auf Art. 12 IVG Anspruch auf Ergotherapie als medizinische Massnahme der IV hat. 4.1 Die IV-Stelle anerkennt, dass vorliegend die Notwen digkeit einer ergotherapeutischen Behandlung durch die medizinischen Akten ausgewiesen ist, liegen bei der Versicherten doch, wie dem Bericht von Dr. D.____ vom 29. Juli 2016 entno mmen werden kann, nach wie vor eine ausgeprägte Feinmotorikstörung, eine Dyspraxie und eine Wahrnehmungsstörung vor. Im Wei- teren stellt die Beschwerdegegnerin nicht in Frage, da ss die Versicherte aufgrund der bisheri- gen ergotherapeutischen Behandlung Fortschritte erzielt hat. Von weiteren Erörterungen zu den genannten Aspekten kann daher an dieser Stelle abgese hen werden. Die Beschwerdegegnerin ist aber dennoch der Auffassung, dass der beantragten Kos tenübernahme für weitere ergothe- rapeutische Behandlungen nicht entsprochen werden könne. Sie stützt diese Beurteilung in der angefochtenen Verfügung vom 7. August 2017 im Wesentl ichen auf drei Argumentationslinien, auf die im Folgenden näher einzugehen ist. 4.2 Die IV-Stelle macht vorab geltend, dass mit der Er gotherapie bisher primär die Berei- che des täglichen Lebens gefördert worden seien, die B ehandlung sei hingegen nicht vorwie- gend und ausschliesslich auf den schulischen Fähigkeitsbereich ausgerichtet gewesen. Dieser Argumentation der IV-Stelle kann nun allerdings nicht beigepflichtet werden. So weist etwa Dr. med. F.____, Allgemeine Medizin FMH, in ihrem Be richt vom 10. Mai 2017 darauf hin, dass die Versicherte durch die Ergotherapie deutliche Fort schritte in der selbständigen Fortbewe- gung erzielt und die für ihre Stabilität notwendigen Muskeln aufgebaut habe, was für die berufli- che Eingliederung unabdingbar sei. Die Beschwerdeführ erin macht in diesem Zusammenhang zu Recht geltend, dass durch die Ergotherapie die Körp erkontrolle und die eigenständige Fort- bewegung weiter gefördert würden und dass diese Fakto ren für eine Eingliederung ins Berufs- leben wesentlich seien. Durch die Verbesserung der Feinmotorik eröffne sich für die Versicherte zudem, so die Beschwerdeführerin weiter, ein grösseres Spektrum an Arbeitsmöglichkeiten und durch die bessere Körperbeherrschung gewinne sie im Umgang mit ihren Mitmenschen ausser- dem mehr an Selbstvertrauen. Auch diesbezüglich zeige si ch die Auswirkung der Therapie auf Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht die Eingliederung ins Erwerbsleben. Diesen Ausführun gen der Beschwerdeführerin ist zuzu- stimmen und es ist deshalb mit ihr davon auszugehen, dass die strittige Ergotherapie durchaus auf die Eingliederung der Versicherten ins Berufsleben gerichtet ist. 4.3 Soweit die IV-Stelle geltend macht, die Ergother apie diene - bedingt durch die längere Behandlungsdauer - vorliegend in erster Linie der Beh andlung des Leidens an sich, kann ihr ebenfalls nicht gefolgt werden. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 2.2 hiervor), können bei Minderjäh- rigen medizinische Vorkehren schon dann überwiegend der beruflichen Eingliederung dienen und trotz des einstweilen noch labilen Leidenscharakters von der Invalidenversicherung über- nommen werden, wenn es darum geht, mittels geeigneter Massnahmen einem die berufliche Ausbildung oder die künftige Erwerbsfähigkeit beeint rächtigenden Defektzustand vorzubeugen. Aufgrund dieser Sonderregelung für Minderjährige ist vorliegend die Ergotherapie auch dann von der IV-Stelle zu übernehmen, wenn man den Zustand der Versicherten noch nicht als stabil oder als relativ stabil ansieht, muss doch davon ausgegange n werden, dass bei der Versicher- ten ohne die Ergotherapie eine dauerhafte Beeinträch tigung der motorischen Fähigkeiten und der selbständigen Fortbewegung bestehen bliebe. Dies wi ederum hätte, wie die Beschwerde- führerin zutreffend geltend macht, eine wesentliche Reduktion der möglichen Erwerbstätigkeiten zur Folge. 4.4 Weiter vertritt die IV-Stelle in der angefochten en Verfügung vom 7. August 2017 die Auffassung, dass bei der Versicherten ein schwerwiegender Nebenbefund in Form einer Intelli- genzminderung vorliege, welcher den Eingliederungserfolg beeinträchtige und somit Leistungen nach Art. 12 IVG ausschliesse. Von Seiten der Beschwerdefü hrerin wird nicht in Frage gestellt, dass die Versicherte an einer Intelligenzminderung leid et. Sie weist jedoch darauf hin, dass es sich dabei um eine leichte Intelligenzminderung im Sinne der ICD-Codierung “IC D-10 F70.0“ handle. Dass diese Präzisierung zutreffend ist, ergibt sich denn auch aus den Angaben von Dr. med. G.____, Kinder- und Jugendpsychiatrie FMH, i m Bericht vom 8. Dezember 2010 oder der RAD-Ärztin E.____ in den Stellungnahmen vom 3. M ai 2017 und 8. November 2017. Ju- gendliche mit einer leichten Intelligenzminderung (im Sinne der ICD-Codierung “ICD-10 F70.0“) seien nun aber, so die Beschwerdeführerin weiter, in d er Regel in der Lage, einen Anlernberuf und manuelle Arbeiten zu erlernen bzw. auszuüben. Hält man sich diesen zutreffenden Hinweis vor Augen, so kann mit der Beschwerdeführerin bei einer leichten Intelligenzminderung nicht von einem schwerwiegenden Nebenbefund gesprochen werden , welcher seinerseits die Er- werbsfähigkeit - trotz der medizinischen Massnahme - wesentlich beeinträchtigt. Die Ablehnung des Leistungsbegehrens der Versicherten lässt sich demnach - entgegen der von der IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vertretenen Auffassung - nicht mit dem Hinweis auf den bei der Versicherten bestehenden Nebenbefund einer (leichten) Intelligenzminderung begründen. 4.5 In ihrer Vernehmlassung vom 20. November 2017 macht die IV-Stelle nunmehr neu geltend, dass bei der Versicherten zusätzlich zu dieser In telligenzminderung deutliche motori- sche Einbussen im Sinne einer ausgeprägten Feinmotorikst örung, eine Dyspraxie sowie eine Wahrnehmungsstörung vorhanden seien. Auch habe die Versi cherte zwischenzeitlich noch re- levante kinder- und jugendpsychiatrische Erkrankungen wie e ine spezifische Phobie und eine soziale Phobie ausgebildet. Somit würden mehrere schwer wiegende, eingliederungsrelevante Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Nebenbefunde vorliegen, die in ihrer Kombination Le istungen nach Art. 12 IVG zurzeit aus- schliessen würden. Zudem gelte es in diesem Zusammenhang zu beachten, dass die Versi- cherte aktuell eine Hilflosenentschädigung mittleren Gr ades mit Einschränkungen in fünf allge- meinen Lebensverrichtungen beziehe, was das eingliederun gsrelevante Ausmass der vorhan- denen Einbussen deutlich mache. 4.6 Der IV-Stelle ist insofern beizupflichten, dass bei d er Versicherten die vorstehend er- wähnten gesundheitlichen Beeinträchtigungen diagnostiziert worden sind (vgl. etwa die Berichte von Dr. med. H.____, Facharzt für Kinder- und Jugendpsych iatrie und -psychotherapie, vom 17.Januar 2017 und von Dr. D.____ vom 29. Juli 2016) . In Bezug auf diese Diagnosen gilt es allerdings vorab klarzustellen, dass es sich bei den im Beri cht von Dr. D.____ festgehaltenen Leiden (ausgeprägte Feinmotorikstörung, Dyspraxie, Wahrne hmungsstörung) im vorliegenden Zusammenhang nicht um Nebenbefunde handelt, aufgrund derer die Erwerbsfähigkeit - trot z der medizinischen Massnahme - allenfalls zusätzlich beeinträchtigt wird, denn die strittige Ergo- therapie bezweckt ja gerade die Behandlung und Linder ung dieser Beeinträchtigungen. Bei der Beurteilung des hier zur Diskussion stehenden Leistungsansp ruchs der Versicherten stellen diese Beeinträchtigungen vielmehr die Hauptbefunde dar , die therapeutisch angegangen wer- den sollen. Bei den anderen, von Dr. H.____ festgehalt enen Diagnosen einer sozialen Phobie (ICD-10 F40.1) und einer spezifischen Phobie (ICD-10 F40.2) handelt es sich hingegen - wie bei der bereits früher diagnostizierten leichten Intel ligenzminderung - um solche zusätzlich zu den erwähnten Hauptbefunden vorhandene, bei der Beu rteilung der Dauerhaftigkeit des Ein- gliederungserfolgs allenfalls mit zu berücksichtigende Neb enbefunde. Diese dürften nun aller- dings, sofern man jede für sich alleine betrachtet, kaum derart schwerwiegend sein, dass sie ihrerseits die Erwerbsfähigkeit der Versicherten wesentlich beeinträchtigen. 4.7 Fragen kann man sich indessen, ob sich die Kombination der bei der Versicherten di- agnostizierten Nebenbefunde in ihrer Gesamtheit derart schwerwiegend auswirkt, da ss sie zu einer eingliederungsrelevanten Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit führt. Die IV-Stelle bejaht dies in ihrer Vernehmlassung, wobei sie diese Auffassung offensichtlich auf die abschliessende Stellungnahme der RAD-Ärztin E.____ vom 8. November 20 17 stützt. Die Beschwerdeführerin ihrerseits hat sich im Rahmen des vorliegenden Beschwerde verfahrens noch nicht zu dieser neuen, erstmals in der Vernehmlassung vom 20. November 2017 vorgebrachten Argumentation der IV-Stelle äussern können. Es stellt sich deshalb die Frage, ob das Verfahren heute auszu- stellen und der Beschwerdeführerin diesbezüglich nachträglich das rechtliche Gehör zu gewäh- ren ist. Von einem solchen Schritt kann nun aber ausn ahmsweise abgesehen werden, da die angefochtene Verfügung, wie im Folgenden zu zeigen sein wird, ohnehin - wie in der Be- schwerde eventualiter beantragt - aufzuheben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung an die IV-Stelle zurückzuweisen ist. 4.8 Wie soeben erwähnt, stützt sich die IV-Stelle bei i hrer Argumentation auf die Stellung- nahme der RAD-Ärztin E.___ vom 8. November 2017. Dari n hält die genannte Ärztin fest, dass es „mitnichten nur das Vorliegen einer Intelligenzminderung alleine“ sei, welche einen eingliede- rungsrelevanten Nebenbefund darstelle. Es sei zu berücksi chtigen, dass zusätzlich weiterhin deutliche motorische Einbussen im Sinne einer ausgeprägten Feinmotorikstörung, eine Dyspra- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht xie und eine Wahrnehmungsstörung sowie eine soziale und eine spezifische Phobie vorliegen würden. Die Kombination aus diesen Diagnosen sowie die Tatsache, dass die Versicherte ak- tuell eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades beziehe, mache das eingliederungsrelevante Ausmass der vorliegenden Einbussen deutlich. In der gesamthaften Würdigung der gesundheit- lichen Situation, so das Fazit der RAD-Ärztin, müsse desha lb aus versicherungsmedizinischer Sicht daran festgehalten werden, dass eingliederungsrel evante Nebenbefunde vorliegen wür- den, welche Leistungen nach Ar. 12 IVG aktuell ausschliessen würden. 4.9 Dieser Beurteilung der RAD-Ärztin kann - jedenfal ls in der vorliegenden Form - nicht beigepflichtet werden. Abgesehen davon, dass es sich bei der ausgeprägten Feinmotorikstö- rung, der Dyspraxie und der Wahrnehmungsstörung im vorlie genden Zusammenhang nicht um Nebenbefunde, sondern vielmehr um die therapeutisch an zugehenden Hauptbefunde handelt (vgl. E. 4.6 hiervor), unterlässt es die Ärztin nämlich we itestgehend, ihre Schlussfolgerungen aus fachmedizinischer Sicht zu begründen. Insbesondere kann sie mit ihrem Hinweis, wonach die Versicherte aktuell eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades beziehe, „was das einglie- derungsrelevante Ausmass der vorliegenden Einbussen deutlich macht“, nichts Entscheidendes für den vorliegend zu beurteilenden Anspruch auf medizinische Massnahmen ableiten. Der Ver- sicherten ist die betreffende Hilflosenentschädigung nämlich zweifellos nicht nur wegen der hier interessierenden Nebenbefunde, sondern wohl in erster Linie aufgrund der vorhandenen deutli- chen (fein-) motorischen Defizite und Störungen zugespro chen worden. Insgesamt handelt es sich deshalb beim Fazit der RAD-Ärztin, wonach aus der Ko mbination der bei der Versicherten erhobenen Diagnosen schwerwiegende Nebenbefunde resultieren, die zu einer eingliederungs- relevanten Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit der Versicherten führen, letztlich lediglich um eine nicht näher belegte medizinische These. Damit auf diese abgestellt werden könnte, hätte die RAD-Ärztin detaillierter aufzeigen müssen, wie sich die einzelnen Nebenbefunde (leichte Intelligenzminderung, soziale und spezifische Phobie), die jeder für sich allein einer beruflichen Eingliederung nicht entgegenstehen, in ihrer Gesamth eit konkret auf die Erwerbsfähigkeit der Versicherten auswirken. In einem nächsten Schritt wäre soda nn aufzuzeigen gewesen, ob und gegebenenfalls weshalb die betreffenden Beeinträchtigungen effektiv auch als „schwerwiegend“ zu qualifizieren sind, denn nur unter dieser Voraussetzung ist nach dem oben Gesagten (vgl. E. 2.3 hiervor) die Dauerhaftigkeit des Eingliederung serfolgs der strittigen medizinischen Mass- nahme zu verneinen. Da die Stellungnahme der RAD-Ärzt in sich mit diesen relevanten Aspek- ten nur unzureichend befasst, erweist sich deren Beurteil ung als unvollständig, sodass darauf nicht abgestellt werden kann. In diesem Zusammenhang is t überdies auch in Erinnerung zu rufen, dass Berichten versicherungsinterner Fachpersonen oh nehin nicht derselbe Beweiswert zukommt wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eing eholten Gutachten externer Fachper- sonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuver- lässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergän- zende Abklärungen vorzunehmen (vgl. E. 3.2 hiervor). Eine solche Konstellation liegt hier nach dem eben Gesagten vor. Die angefochtene Verfügung ist deshalb aufzuheben und es sind wei- tere medizinische Abklärungen vorzunehmen. Die Angelege nheit ist zu diesem Zwecke an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird die Frage, ob sich die Kombination der bei der Versicherten diagnostizierten Nebenbefunde in ihrer Gesamtheit derart schwerwiegend auswirkt, dass sie zu einer eingliederungsrelevanten Beein trächtigung der Erwerbsfähigkeit Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht führt, durch ein versicherungsexternes fachärztliches Gutachten abklären zu lassen haben. An- schliessend wird die IV-Stelle gestützt auf die Ergebniss e der Aktenergänzung über den Leis- tungsanspruch der Versicherten neu zu befinden haben. Die vorliegende Beschwerde ist in die- sem Sinne gutzuheissen. 5. Abschliessend bleibt über die Kosten des Beschwerdever fahrens zu befinden. 5.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grund- sätzlich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kanto nsgericht eine bei ihm angefoch- tene Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwä- gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV -Stelle zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als un- terliegende Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). 5.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verwei- gerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Verfah- renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Reg el in angemessenem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hätte deshalb die IV-Stelle als unterliegende Partei grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen. In diesem Z usammenhang ist allerdings zu be- achten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstan zen - vorbehältlich des hier nicht inte- ressierenden § 20 Abs. 4 VPO - keine Verfahrenskosten auf erlegt werden. Dies hat zur Folge, dass für den vorliegenden Prozess keine Verfahrenskosten er hoben werden. Der Beschwerde- führerin ist der geleistete Kostenvorschuss zurückzuerstatten. 5.3.1 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Be schwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Der Wortlaut der genannten Bestimmung schränkt den Anspruch somit auf die Beschwerde führende Person ein. Es stellt sich deshalb die Frage, ob damit einzig die Beschwerde führende versicherte Person gemeint ist oder ob auch ein obsiegender Beschwer- de führender Sozialversicherer eine Parteientschädigung zu Lasten des unterliegenden Versi- cherungsträgers beanspruchen kann. Nach Lehre und Rechtsprechung ist Art. 61 lit. g ATSG in Übereinstimmung mit Art. 68 Abs. 3 des Bundesgesetzes üb er das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 auszulegen (UELI KIESER , ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 61 Rz.199 f.; Sozialversicherungsrecht - Rechtsprechu ng und Verwaltungspraxis [SVR] 2009 IV Nr. 33). Die letztgenannte Bestimmung sieht vo r, dass Bund, Kantonen und Gemein- den sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen in der Regel keine Par- teientschädigung zugesprochen wird, wenn sie in ihrem a mtlichen Wirkungskreis obsiegen. So- zialversicherer gehören zu den im Sinne von Art. 68 Abs. 3 BGG mit öffentlich-rechtlichen Auf- gaben betrauten Organisationen (U ELI KIESER , a.a.O., Art. 61 Rz. 200). Daraus folgt, dass vor- liegend die obsiegende KPT Krankenkasse AG als Beschwerde führender, in seinem amtlichen Wirkungskreis tätiger Krankenversicherer keine Parteientschädigung zu Lasten der unterliegen- den Invalidenversicherung beanspruchen kann. 5.3.2 Wenn eine Beiladung erfolgt, kann der beigelad enen versicherten Person bei Obsiegen ein Anspruch auf Ersatz der Parteikosten zustehen. Diese Kosten sind grundsätzlich vom unter- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht liegenden Versicherungsträger zu übernehmen (U ELI KIESER , a.a.O., Art. 61 Rz. 201 mit Hin- weis). Zu den Parteikosten zählen insbesondere die Kosten, die einer versichert en Person im gerichtlichen Verfahren für den Beizug einer Rechtsanw ältin bzw. eines Rechtsanwaltes ent- standen sind. Vorliegend hat die Beigeladene zwar obsiegt, da sie bzw. ihre Eltern - als gesetz- liche Vertreter - die Angelegenheit jedoch selber vor Gericht vertreten haben, entfällt ein An- spruch auf Ersatz der Parteikosten im Sinne der genannten Bestimmung. 5.3.3 Aus dem Gesagten folgt, dass die ausserordentlichen Kosten des vorliegenden Be- schwerdeverfahrens wettgeschlagen werden können. 6.1 Gemäss Art. 90 BGG ist die Beschwerde in öffentlich- rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig gegen Entscheide, die das Verfah ren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind - mit Ausnahme der Zwisch enentscheide über die Zustän- digkeit und über Ausstandsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich- rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bede utenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde ( Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bun- desgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich bei ein em Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehre- ren materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) bean twortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 6.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen- entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den i n Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo- raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet d as Bundesgericht. Die nachstehen- de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen , als die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 7. August 2017 aufge- hoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Basel-Landschaft zurückgewiesen wird. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschu ss in der Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. http://www.bl.ch/kantonsgericht