<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 1/2] </div> <div class="para">1P.675/2000/boh </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. OEFFENTLICHRECHTLICHE ABTEILUNG </div> <div class="para">********************************** </div> <div class="para"> </div> <div class="para">19. Dezember 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es wirken mit: Bundesrichter Aemisegger, Präsident der </div> <div class="para">I. öffentlichrechtlichen Abteilung, Bundesrichter Nay, </div> <div class="para">Bundesrichter Féraud und Gerichtsschreiber Steinmann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">--------- </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Sachen </div> <div class="para">- Swami Omkarananda,- Heidrun Eckert, p.A. Susanna Rentsch, Anton Graff- Strasse 65, Winterthur, Gesuchsteller, beide vertreten durch Dr. Heidrun Eckert, p.A. Susanna Rentsch, Anton Graff-Strasse 65, Winterthur, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">Kassationsgericht des Kantons Zürich, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">betreffend </div> <div class="para">Revision des Bundesgerichtsurteils vom 2. September 1992 </div> <div class="para">(1P. 106/1991), hat sich ergeben: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Swami Omkarananda wurde vom Bundesstrafgericht am 22. Mai 1979 zu einer Freiheitsstrafe von 14 Jahren Zuchthaus und zu 15 Jahren Landesverweisung verurteilt. Nach Verbüssung von zwei Dritteln der Strafe wurde er am 8. November 1985 nach Indien ausgeschafft. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Am 29. Juni 1988 erhob Swami Omkarananda beim Bezirks-gericht Winterthur zivilrechtliche Klage gegen Eugen Thomann, damaliger Stabschef der Kantonspolizei Zürich, wegen widerrechtlicher Verletzung in seinen persönlichen Verhältnissen. Das Bezirksgericht trat auf die Klage nicht ein. Das Obergericht des Kantons Zürich trat auf einen Rekurs von Swami Omkarananda mangels Prozessfähigkeit nicht ein. In der Folge wies das Kassationsgericht des Kantons Zürich eine Nichtigkeitsbeschwerde von Swami Omkarananda, Heidrun Eckert und Angelika Ammann ab, soweit darauf einzutreten war (Verfahren Nr. 90/093 Z). Es bestätigte darin die obergerichtliche Annahme der Prozessunfähigkeit von Swami Omkarananda. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die gegen den Entscheid des Kassationsgerichts erhobene staatsrechtliche Beschwerde (1P. 106/1991) wies das Bundesgericht am 2. September 1992 ab, soweit darauf einzutreten war. Das Bundesgericht bejaht seinerseits die Prozessunfähigkeit von Swami Omkarananda. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 29. Oktober 2000 ersucht Heidrun Eckert in eigenem Namen und im Namen von Swami Omkarananda um Revision des bundesgerichtlichen Urteils vom 2. September 1992. </div> <div class="para">Sie verlangt, das genannte Urteil wegen neuer erheblicher Tatsachen im Sinne von <span class="artref">Art. 137 lit. b OG</span> aufzuheben und den Untersuchungsbericht, den alt Bundesgerichtspräsident Egli dem Eidg. Justiz- und Polizeidepartement am 11. September 2000 erstattete, beizuziehen. Schliesslich ersucht sie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit dem Urteil vom 2. September 1992 ist das Bundesgericht insoweit, als Heidrun Eckert staatsrechtliche Be-schwerde geführt hatte, auf das Rechtsmittel mangels einer hinreichenden Begründung zur Anfechtung einer allenfalls vom Kassationsgericht begangenen formellen Rechtsverweigerung nicht eingetreten (E. 1). In Bezug auf diesen Nichteintretensentscheid bringt Heidrun Eckert keine neuen Tatsachen vor. Ihr Revisionsersuchen ist daher abzuweisen, soweit überhaupt darauf eingetreten werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Swami Omkarananda ist anfangs dieses Jahres verstorben. </div> <div class="para">In seinem Namen kann daher von vornherein nicht um Revision ersucht werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Revisionsbegehren erweist sich damit als aussichtslos im Sinne von <span class="artref">Art. 152 OG</span>. Es rechtfertigt sich indessen, von der Erhebung einer Gerichtsgebühr abzusehen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 143 Abs. 1 OG</span>: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Das Revisionsbegehren wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Dieses Urteil wird Heidrun Eckert und dem Kassationsgericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">______________ </div> <div class="para">Lausanne, 19. Dezember 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS </div> <div class="para">Der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>