<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00386</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204832&amp;W10_KEY=4467139&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00386</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.02.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Ein- und Ausfahrt für Lagerplatz und Lagerhalle im Bereich einer Strassenverzweigung. Verkehrssicherheit.<br/><br/>Wenn die Vorinstanz im Rahmen der Auslegung von § 5 Abs. 1 VerkehrssicherheitsV erwogen hat, dass der Kreuzungsbereich mindestens so weit wie die Einlenkerradien reiche und die Distanz von 5 m ab der Querfahrbahn umfasse, innerhalb welcher laut Art. 18 Abs. 2 lit. d VRV nicht angehalten werden darf, so ist dies offenkundig nicht rechtsverletzend. Nach dem Wortlaut der Bestimmung, welche den Kreuzungsbereich nicht näher umschreibt, ist es aber auch zulässig, diesen Bereich im Einzelfall weiter zu fassen, wenn dies aus Gründen der Verkehrssicherheit erforderlich ist (E. 2.2).<br/>Es erweist sich als vertretbar, die geplante Einfahrt, die 8 m von der Querfahrbahn entfernt in den L-Weg einmündet, noch dem Kreuzungsbereich zuzurechnen, weil Lastzüge und Sattelschlepper, die vom Baugrundstück wegfahren, auch noch im Bereich der Einlenkerradien des L-Wegs die Gegenfahrbahn beanspruchen und damit eine erhöhte Verkehrsgefährdung verbunden ist (E. 2.3).<br/>Der festgestellte Mangel der geplanten Ausfahrt lässt sich entgegen der Ansicht der Vorinstanz ohne grössere Schwierigkeiten durch eine Verschiebung der Einfahrt beheben. Da dies mit einer Nebenbestimmung im Sinn von § 321 Abs. 1 PBG angeordnet werden kann, ist die Aufhebung der Baubewilligung unverhältnismässig (E. 3).<br/><br/>Teilweise Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSFAHRT">AUSFAHRT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINLENKER(RADIUS)">EINLENKER(RADIUS)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KREUZUNGSBEREICH">KREUZUNGSBEREICH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRASSENVERZWEIGUNG">STRASSENVERZWEIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSSICHERHEIT">VERKEHRSSICHERHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: WEITERE BAUVORSCHRIFTEN (NUTZUNGSDICHTE, ABSTÃNDE ETC.)">WEITERE BAUVORSCHRIFTEN (NUTZUNGSDICHTE, ABSTÃNDE ETC.)</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 240 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">Art. 18 Abs. II lit. d VRV</span><br/><span class="gerade">Art. 5 Abs. I VerkehrssicherheitsV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss vom 30. Juni 2003 erteilte der Bauausschuss der Stadt Winterthur A die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r eine StÃ¼tzmauer, eine provisorische Lagerhalle sowie fÃ¼r TerrainverÃ¤nderungen und ein provisorisches Materialdepot (Lagerplatz) auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 an der L-Strasse in Winterthur. Am 8. August 2003 wurde im Anzeigeverfahren eine ProjektÃ¤nderung bewilligt und nebenbestimmungsweise festgelegt, dass die Baubewilligung auf sechs Jahre, jedoch spÃ¤testens bis zum 31. Dezember 2009 befristet sei. Mit einer weiteren VerfÃ¼gung vom 23. Februar 2004 wurde eine Ãnderung der Ausfahrt bewilligt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen die Stammbewilligung vom 30. Juni 2003 und die Ãnderungsbewilligung vom 23. Februar 2004 erhob C als EigentÃ¼mer einer Nachbarliegenschaft Rekurs an die Baurekurskommission IV. Diese vereinigte die Verfahren und hiess die Rekurse am 8. Juli 2004 gut; demgemÃ¤ss hob sie die beiden angefochtenen Anordnungen auf.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Hiergegen liess A am 20. September 2004 Beschwerde erheben und in inhaltlicher Hinsicht beantragen, den Rekursentscheid unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen aufzuheben sowie die Anordnungen der kommunalen BaubehÃ¶rden wiederherzustellen.</p> <p class="Urteilstext">Der Bauausschuss der Stadt Winterthur reichte am 22. Oktober 2004 den Bericht zum am 10. September 2003 festgesetzten Quartierplan "E" ein. Die Baurekurskommission schloss gleichentags auf Abweisung der Beschwerde. C liess am 25. November 2004 Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen beantragen.</p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die Vernehmlassungen der Gegenparteien sind dem BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼bungsgemÃ¤ss zugestellt worden. Der entsprechende Antrag ist gegenstandslos.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Der Bauausschuss der Stadt Winterthur hat den Quartierplanbericht in der fÃ¼r die Festsetzung des Quartierplans "E" massgebenden Fassung eingereicht. Auf dieser Grundlage lÃ¤sst sich die kÃ¼nftige Verkehrsbedeutung der M-Strasse hinreichend abschÃ¤tzen. Der beantragte Beizug der (vollstÃ¤ndigen) Quartierplanakten ist unnÃ¶tig.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Die massgeblichen tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse lassen sich aufgrund der Akten und den vom Referenten der Baurekurskommission anlÃ¤sslich des Augenscheins vom 9. Januar 2004 aufgenommenen Fotografien beurteilen; der vom BeschwerdefÃ¼hrer beantragte Augenschein durch das Verwaltungsgericht ist nicht erforderlich.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss § 240 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) dÃ¼rfen durch Bauten, Anlagen, Bepflanzungen und sonstige GrundstÃ¼cknutzungen weder der Verkehr behindert oder gefÃ¤hrdet noch der Bestand und die Sicherheit des StrassenkÃ¶rpers beeintrÃ¤chtigt werden. In § 5 Abs. 1 der Verkehrssicherheitsverordnung vom 15. Juni 1983 (VerkehrssicherheitsV; LS 722.15) wird diese Bestimmung dahingehend konkretisiert, dass Ausfahrten im Bereich von Strassenverzweigungen in der Regel nicht zulÃ¤ssig sind.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Baurekurskommission hat ausgehend von dieser zutreffenden Rechtsgrundlage erwogen, dass im Einzelfall zu entscheiden sei, was als im "Bereich von Strassenverzeigungen" liegend zu gelten habe. Der Kreuzungsbereich sei von den rechtsanwendenden BehÃ¶rden nach den jeweiligen Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnissen zu bestimmen, wobei jedenfalls derjenige Bereich als zur Verzweigung gehÃ¶rig zu betrachten sei, der von den Kurvenradien erfasst werde und somit dem Einlenken bzw. Abbiegen der Fahrzeuge diene. Auch mÃ¼ssten FussgÃ¤ngerÃ¼bergÃ¤nge miteinbezogen werden und in analoger Anwendung von Art. 18 Abs. 2 lit. d der Verkehrsregelnverordnung vom 13. November 1962 (VRV; SR 741.11), wonach bei Strassenverzweigungen nÃ¤her als 5 m von der Querfahrbahn nicht freiwillig angehalten werden darf, sei es "sachlogisch", in diesem Bereich auch keine Ausfahrten zuzulassen. Hier liege zwar die nÃ¶rdliche Begrenzung der 10 m breiten Ausfahrt rund 8 m von der Querfahrbahn (N-Strasse) entfernt; dennoch rechtfertige es sich, die streitige Ausfahrt als im Kreuzungsbereich liegend zu betrachten, da sie unmittelbar an den Einlenkerradius grenze und die aus dem BaugrundstÃ¼ck hinausfahrenden Fahrzeuge, insbesondere Lastwagen und Sattelschlepper, noch im Fahrbahnbereich zwischen den Einlenkerradien und damit nÃ¤her als 5 m zur Querfahrbahn die Gegenfahrbahn beanspruchen mÃ¼ssten.</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer wendet gegen diese ErwÃ¤gungen ein, dass § 5 Abs. 1 VerkehrssicherheitsV Ausfahrten im Kreuzungsbereich nur im Regelfall verbiete, weshalb im Einzelfall die Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse zu wÃ¼rdigen seien. Diese kÃ¶nnten am besten von der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde beurteilt werden, in deren Beurteilungsermessen die Vorinstanz unbegrÃ¼ndetermassen eingegriffen habe.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Wie die Baurekurskommission zutreffend erwogen hat, reicht der Kreuzungsbereich mindestens so weit wie die Einlenkerradien und umfasst die Distanz von 5 m ab der Querfahrbahn, innerhalb welcher laut Art. 18 Abs. 2 lit. d VRV nicht angehalten werden darf. Diese Auslegung von § 5 Abs. 1 VerkehrssicherheitsV ist offenkundig nicht rechtsverletzend. Nach dem Wortlaut der Bestimmung, welche den Kreuzungsbereich nicht nÃ¤her umschreibt, ist es aber auch zulÃ¤ssig, diesen Bereich im Einzelfall weiter zu fassen, wenn dies aus GrÃ¼nden der Verkehrssicherheit erforderlich ist. Diese Betrachtungsweise findet ihre Grundlage in § 240 Abs. 1 PBG, wonach durch Bauten und Anlagen der Verkehr weder behindert noch gefÃ¤hrdet werden darf.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die Baurekurskommission hat die geplante Ausfahrt, die 8 m von der Querfahrbahn entfernt in die L-Strasse einmÃ¼ndet, noch dem Kreuzungsbereich zugerechnet, weil LastzÃ¼ge und Sattelschlepper, die vom BaugrundstÃ¼ck wegfahren, auch noch im Bereich der Einlenkerradien der L-Strasse die Gegenfahrbahn beanspruchen. Diese vom BeschwerdefÃ¼hrer nicht bestrittene Feststellung stÃ¼tzt sich auf den ErgÃ¤nzungsplan vom 23. Januar 2004, auf dem die fÃ¼r FahrmanÃ¶ver beanspruchten FlÃ¤chen eingezeichnet sind.</p> <p class="Urteilstext">Unter den gegebenen UmstÃ¤nden erscheint die Auffassung der Baurekurskommission, die sich durch einen Augenschein Ã¼ber die Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse ins Bild gesetzt hat, als vertretbar. Wenn in dem durch die Einlenkerradien umschriebenen Kreuzungsbereich grÃ¶ssere Fahrzeuge, mit denen nach der Zweckbestimmung des GrundstÃ¼cks zu rechnen ist, fÃ¼r das Befahren der Ausfahrt die Gegenfahrbahn beanspruchen mÃ¼ssen, so ist damit eine erhÃ¶hte VerkehrsgefÃ¤hrdung verbunden, die angesichts der nicht unerheblichen Erschliessungsfunktion der L-Strasse (vgl. Quartierplanbericht, S. 28) mit guten GrÃ¼nden als unakzeptabel gewÃ¼rdigt werden kann. Jedenfalls kann der Baurekurskommission nicht vorgeworfen werden, sie habe mit dieser Beurteilung von dem ihr gemÃ¤ss § 20 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustehenden Ermessen einen unzulÃ¤ssigen Gebrauch gemacht. Nachdem sich die VerfÃ¼gung des Baupolizeiamts vom 23. Februar 2004, mit welcher die geÃ¤nderte Zufahrt im Anzeigeverfahren bewilligt wurde, mit keinem Wort zur Frage der Verkehrssicherheit geÃ¤ussert hat, liegt auch kein unzulÃ¤ssigerweise Eingriff in den Beurteilungsspielraum der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde vor (vgl. RB 1991 Nr. 2; VGr, 19. April 2002, BEZ 2002 Nr. 18 E. 5a).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Ob die Ausfahrt am geplanten Ort auch deshalb nicht bewilligungsfÃ¤hig ist, weil die SichtverhÃ¤ltnisse nicht genÃ¼gen, braucht unter diesen UmstÃ¤nden nicht geprÃ¼ft zu werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">KÃ¶nnen inhaltliche oder formale MÃ¤ngel des Bauvorhabens ohne besondere Schwierigkeiten behoben werden oder sind zur Schaffung oder Erhaltung des rechtmÃ¤ssigen Zustands Anordnungen nÃ¶tig, so sind gemÃ¤ss § 321 Abs. 1 PBG mit der Bewilligung die gebotenen Nebenbestimmungen zu verknÃ¼pfen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Baurekurskommission hat ohne weitere BegrÃ¼ndung die ungenÃ¼gende Verkehrssicherheit der projektierten Ausfahrt als nicht durch eine Nebenbestimmung heilbar bezeichnet. Der Beschwerdegegner hÃ¤lt dem entgegen, die Ausfahrt lasse sich so verengen oder nach SÃ¼den verschieben, dass der notwendige Abstand zum Kreuzungsbereich eingehalten sei. Der private Beschwerdegegner wiederum macht geltend, eine Verengung der Zufahrt hÃ¤tte zur Folge, dass zum Einbiegen stÃ¤rker auf die Gegenfahrbahn ausgeschwenkt werden mÃ¼sste, und eine Verlegung nach SÃ¼den wÃ¼rde sie in den Kurvenbereich der L-Strasse bringen, wo sie der Einfahrt zur bestehenden Gewerbeliegenschaft des BeschwerdefÃ¼hrers direkt gegenÃ¼berliegen und damit zu Mehrverkehr verleiten wÃ¼rde.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der von der Baurekurskommission in erster Linie festgestellte Mangel der geplanten Ausfahrt, dass diese zu nahe an der EinmÃ¼ndung der L-Strasse in die N-Strasse liegt, lÃ¤sst sich offenkundig durch eine Verschiebung nach SÃ¼den erreichen. Aufgrund der PlÃ¤ne, die im dortigen Bereich einen grossen Vorplatz vorsehen, ist eine solche Ãnderung ohne grÃ¶ssere Schwierigkeiten zu bewerkstelligen und erfordert insbesondere keine umfassende Neuprojektierung, die neue baurechtliche Fragen aufwerfen kÃ¶nnte. Sodann sind keine GrÃ¼nde ersichtlich, welche die nahe liegende Verschiebung der Ausfahrt von vornherein als nicht bewilligungsfÃ¤hig erscheinen liessen. Die Tatsache allein, dass zum Einbiegen in eine Zufahrt von grÃ¶sseren Fahrzeugen die Gegenfahrbahn beansprucht werden muss, macht eine solche Zufahrt nicht baupolizeiwidrig. Auch sind Ein- und Ausfahrten im Kurvenbereich nicht allgemein unzulÃ¤ssig, und es gibt keine Vorschrift, die es verbietet, dass der EigentÃ¼mer zweier beidseits einer Ã¶ffentlichen Strasse gelegenen GrundstÃ¼cke die Zufahrten so anlegt, dass sie sich direkt gegenÃ¼berliegen. Sodann ist aufgrund der Akten anzunehmen, dass sich die Zufahrt so ausgestalten lÃ¤sst, dass die im Anhang der Verkehrssicherheitsverordnung festgehaltenen technischen Anforderungen, insbesondere die vorgeschriebenen Sichtweiten, eingehalten werden. Ob dies zutrifft, hÃ¤ngt weit gehend auch von der Umgebungsgestaltung auf dem BaugrundstÃ¼ck und davon ab, dass nicht durch das Lagern von Baumaterialien die Sicht auf die Strasse beeintrÃ¤chtigt wird. Aus diesem Grund wird der BeschwerdefÃ¼hrer einen Umgebungsplan einzureichen haben, dem sich neben der GrundstÃ¼cksgestaltung auch die vorgesehenen ManÃ¶vrier- und LagerflÃ¤chen entnehmen lassen.</p> <p class="Erwgung2">Damit sind die Voraussetzungen fÃ¼r die Heilung durch eine entsprechende Nebenbestimmung erfÃ¼llt und erweist sich die vollstÃ¤ndige Aufhebung der Baubewilligungen als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die Beschwerde ist deshalb teilweise gutzuheissen. Der Rekursentscheid ist insofern aufzuheben, als die angefochtenen Baubewilligungen vom 30. Juni 2003 und 23. Februar 2004 vollstÃ¤ndig aufgehoben wurden; die genannten Bewilligungen sind mit folgender Nebenbestimmung zu ergÃ¤nzen:</p> <p class="EinzugZitat">"Die nÃ¶rdliche Begrenzung der Ein-/Ausfahrt zum BaugrundstÃ¼ck gemÃ¤ss ErgÃ¤nzungsplan vom 23. Januar 2004 ist um mindestens 5 m nach SÃ¼den zu verlegen.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">Vor Baubeginn hat die Bauherrschaft einen Umgebungsplan zur Bewilligung einzureichen, mit welchem die Einhaltung der Anforderungen fÃ¼r Ausfahrten gemÃ¤ss Anhang zur Verkehrssicherheitsverordnung nachgewiesen wird."</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Diesem Ausgang entsprechend sind die Kosten des Rekurs- und des Beschwerdeverfahrens je zu einem Drittel den privaten Parteien und der Stadt Winterthur aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG). Seit Aufhebung der Sonderregelung fÃ¼r zÃ¼rcherische Amtsstellen (§ 13 Abs. 3 VRG in der frÃ¼heren, bis Ende 1997 geltenden Fassung) lÃ¤sst sich die Fortsetzung der frÃ¼heren Praxis, wonach bei Gutheissung eines Nachbarrekurses die Kosten des Rechtsmittelverfahrens in der Regel ausschliesslich der Bauherrschaft auferlegt wurden, nicht mehr mit dem Verursacherprinzip begrÃ¼nden. Es ist vielmehr sachgerecht, dass sich die Amtsstelle, welche ein Baugesuch auf seine Ãbereinstimmung mit den massgeblichen Vorschriften zu prÃ¼fen hat (und dafÃ¼r der Bauherrschaft nicht unerhebliche GebÃ¼hren in Rechnung stellt), an den Kosten des Rechtsmittelverfahrens beteiligen muss, wenn sich herausstellt, dass sie das Gesuch ungenÃ¼gend geprÃ¼ft und die Bewilligung zu Unrecht erteilt hat (VGr, 9. Februar 2005, VB.2004.00481, E. 4, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Urteilstext">Da keine Partei Ã¼berwiegend obsiegt, sind keine ParteientschÃ¤digungen zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 17 N. 32).</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Rekursentscheid wird insofern aufgehoben, als damit die angefochtenen Baubewilligungen vom 30. Juni 2003 und 23. Februar 2004 vollstÃ¤ndig aufgehoben wurden; die beiden genannten Bewilligungen sind mit folgender Nebenbestimmung zu ergÃ¤nzen:</p> <p class="EinzugZitat">"Die nÃ¶rdliche Begrenzung der Ein-/Ausfahrt zum BaugrundstÃ¼ck gemÃ¤ss ErgÃ¤nzungsplan vom 23. Januar 2004 ist um mindestens 5 m nach SÃ¼den zu verlegen.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">Vor Baubeginn hat die Bauherrschaft einen Umgebungsplan zur Bewilligung einzureichen, mit welchem die Einhaltung der Anforderungen fÃ¼r Ausfahrten gemÃ¤ss Anhang zur Verkehrssicherheitsverordnung nachgewiesen wird."</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'590.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Kosten des Rekurs- und des Beschwerdeverfahrens werden den privaten Parteien und der Stadt Winterthur zu je einem Drittel auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>