Kantonsgericht Schwyz Beschluss vom 31. August 2020 BEK 2020 60 Mitwirkend Kantonsgerichtspräsident Dr. Urs Tschümperlin, Kantonsrichterinnen Clara Betschart und lic. iur. Ilaria Beringer, a.o. Gerichtsschreiberin MLaw Cécile Annen. In Sachen A.________, Gesuchsteller und Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, gegen Republik Usbekistan, 5 Mustaqillik Maydoni, House of Government, UZ-700078 Tashkent, Gesuchsgegnerin und Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwältin D.________, betreffend provisorische Rechtsöffnung (Beschwerde gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht Ma- rch vom 20. April 2020, ZES 2018 590);- hat die Beschwerdekammer,Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben und in Erwägung: 1. Der Beschwerdeführer ersuchte am 18. Oktober 2018 um provisorische Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. xx des Betreibungskreises Altendorf- Lachen für den Betrag von Fr. 154‘375.00 zuzüglich 5 % Zins seit 1. Januar 2009 (Vi-act. 1). Die Beschwerdegegnerin beantragte in der Beschwerdeant- wort vom 12. November 2018 die Sistierung des Rechtsöffnungsverfahrens bis zum Abschluss des parallel laufenden Arresteinspracheverfahrens (Vi- act. 3). Der Beschwerdeführer hiess den Antrag gut (Vi-act. 5), woraufhin die Vorinstanz das Verfahren sistierte (Vi-act. 6). Nach rechtskräftiger Abweisung der Arresteinsprache (vgl. Bezirksgericht March, Verfügung ZES 2018 268 vom 9. Januar 2019; BEK 2019 11 vom 29. Juli 2019), nahm die Vorinstanz das Verfahren wieder auf (Vi-act. 7). Am 16. Januar 2020 reichte der Be- schwerdeführer eine Replik ein (Vi-act. 10) und die Beschwerdegegnerin nahm am 3. März 2020 dazu Stellung (Vi-act. 14). Eine weitere Stellungnah- me des Beschwerdeführers datiert vom 26. März 2020 (Vi-act. 20). Mit Verfügung vom 20. April 2020 wies die Vorinstanz das Gesuch um provi- sorische Rechtsöffnung ab, auferlegte dem Beschwerdeführer die Gerichts- kosten und verpflichtete ihn zur Zahlung einer Parteientschädigung an die Beschwerdegegnerin. Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 28. April 2020 fristgerecht Beschwerde und beantragte unter Kosten- und Entschädi- gungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin die Aufhebung der angefochte- nen Verfügung, die Beseitigung des Rechtsvorschlags sowie die Erteilung der provisorischen Rechtsöffnung für den Betrag von Fr. 154‘375.00 zuzüglich 5 % Zins seit 1. Januar 2009 (KG-act. 1). Am 7. Mai 2020 erstattete die Be- schwerdegegnerin eine Beschwerdeantwort und beantragte die kostenpflichti- ge Abweisung der Beschwerde (KG-act. 7). 2. a) Der Beschwerdeführer rügt eine unrichtige Rechtsanwendung der Vorinstanz (KG-act. 1, Rz. 3). Er bringt vor, im provisorischen Rechtsöff-Kantonsgericht Schwyz 3 nungsverfahren gelte gemäss Art. 82 Abs. 2 SchKG für beide Parteien das Beweismass der Glaubhaftmachung (KG-act. 1, Rz. 8 f.). Die Vorinstanz habe die Vertretungsbefugnis von E.________ als glaubhaft erachtet, die Rechtsöffnung aber mangels eines urkundlichen Nachweises abgewiesen. Insofern habe sie die Form des Beweismittels mit dem Beweismass in un- zulässiger Weise überlagert (KG-act. 1, Rz. 11). Aufgrund der glaubhaft ge- machten Vertretungsbefugnis sei eine rechtsgültige Forderungsabtretung im erforderlichen Beweismass erbracht, weshalb die provisorische Rechtsöffnung zu erteilen sei (KG-act. 1, Rz. 12). Das Kantonsgericht habe die Vertretungs- befugnis von E.________ sodann in früheren Arrestverfahren als glaubhaft befunden und festgehalten, die Befugnis sei unbefristet gewährt worden (KG- act. 1, Rz. 13). b) Die Beschwerdegegnerin macht im Wesentlichen geltend, Art. 82 Abs. 2 SchKG richte sich nicht an den Betreibenden, sondern regle das Beweismass für Einwendungen des Betriebenen gegen die Schuldanerkennung (KG-act. 7, Rz. 5). Die Aktivlegitimation habe der Rechtsöffnungsrichter hingegen von Amtes wegen zu prüfen. Bei behaupteter Abtretung setze die Erteilung der Rechtsöffnung nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung und ein- helliger Meinung der Lehre einen urkundlichen Nachweis des Übergangs der Forderung und die Vorlage der Zession als Bestandteil des Titels voraus (KG- act. 7, Rz. 6 und 9 ff.). Dabei dürfe die Rechtsöffnung nur erteilt werden, wenn die Zession liquide im Sinne von zweifelsfrei nachgewiesen sei (KG-act. 7, Rz. 13), was dem Beschwerdeführer nicht gelinge (KG-act. 7, Rz. 16 und 22). 3. Gegenstand des Beschwerdeverfahrens ist die Rechtsgültigkeit der Zession der in Betreibung gesetzten Forderung an den Beschwerdeführer. E.________ unterschrieb unbestrittenermassen den Abtretungsvertrag vom 16. Dezember 2015 im Namen der Zedentin F.________. Fraglich ist aber seine Vertretungsbefugnis, weil er am 30. November 2015 und damit vor Ver- tragsschluss als kollektivzeichnungsberechtigter Verwaltungsrat der Kantonsgericht Schwyz 4 F.________ ausschied (vgl. Vi-act. 1/51 f.). Zwei eingereichte Bestätigungs- schreiben des ehemaligen Verwaltungsrats und Liquidators der F.________ G.________ sollen die Vertretungsbefugnis von E.________ glaubhaft darle- gen (vgl. Vi-act. 1/20 f.). a) Nach Art. 82 Abs. 1 SchKG kann der Gläubiger provisorische Rechtsöff- nung verlangen, wenn die Forderung auf einer durch öffentliche Urkunde fest- gestellten oder durch Unterschrift bekräftigten Schuldanerkennung beruht. Der Richter erteilt diese, sofern der Betriebene nicht Einwendungen, welche die Schuldanerkennung entkräften, sofort glaubhaft macht (Art. 82 Abs. 2 SchKG). aa) Der Rechtsöffnungsrichter prüft von Amtes wegen ob ein Rechtsöff- nungstitel vorliegt und die drei Identitäten gewahrt sind. Dabei ist unter ande- rem die Identität zwischen dem Betreibenden und dem auf dem Rechtsöff- nungstitel genannten Gläubiger erforderlich (BGer, Urteil 5A_46/2018 vom 4. März 2019, E. 3.1; Staehelin, in: Staehelin/Bauer/Staehelin [Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, Bd. I, 2. A., 2010, N 67 zu Art. 82 SchKG). Bei einem Gläubigerwechsel nach Entstehung der Schuldanerkennung kann der neue Gläubiger Rechtsöffnung verlangen, sofern er die Zession urkundlich nachweisen kann (BGE 140 III 372, E. 3.3.3; BGE 132 III 140 = Pra 95 (2006) Nr. 133, E. 4.1.1 f.; BGer, Urteil 5A_46/2018 vom 4. März 2019, E. 3.1; Staehelin, a.a.O., N 73 zu Art. 82 SchKG; Vock/ Aepli-Wirz, in: Kren Kostkiewicz/Vock [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 4. A., 2017, N 9 zu Art. 82 SchKG). Das Bundesgericht führte aus, der Nachweis der Rechtsnachfolge müsse liquide i.S.v. zweifelsfrei sein (BGE 140 III 372, E. 3.3.3). Sodann schützte es einen Entscheid des Obergerichts Zürich, wonach bei einer Forderungsabtretung durch eine juristische Person die Vertretungsbefugnis ebenfalls nachgewiesen sein muss, wenn sie nicht aus dem Handelsregister hervorgeht (vgl. BGer, Kantonsgericht Schwyz 5 Urteil 5A_408/2019 vom 20. November 2019, E. 2.3.2; vgl. auch Staehelin, a.a.O., N 59 zu Art. 82 SchKG). bb) Inwiefern der Beschwerdeführer aus Art. 82 Abs. 2 SchKG ableiten will, das Beweismass des Glaubhaftmachens gelte für das gesamte Rechtsöff- nungsverfahren, ist nicht ersichtlich, da sich Art. 82 Abs. 2 SchKG klarerweise nur auf die Einwendungen des Betriebenen bezieht. Grundsätzlich ist auch im summarischen Verfahren der strikte bzw. volle Beweis zu erbringen, soweit sich aus dem Gesetz nichts Gegenteiliges ergibt (BGE 140 III 610, E. 4.3.1; Klingler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. A., 2016, N 4 zu Art. 254 ZPO; Ma- zan, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. A., 2017, N 9 f. zu Art. 254 ZPO). cc) Angesichts der erwähnten Rechtsprechung und Literatur ist der erforder- liche urkundliche Nachweis der Rechtsnachfolge als Beweisen und nicht ledig- lich als Glaubhaftmachen zu verstehen. In diesem Sinne entschied auch das Obergericht des Kantons Zürich, der Rechtsöffnungsgesuchsteller habe eine Forderungsabtretung bzw. seine Rechtsnachfolge zu beweisen (Obergericht des Kantons Zürich, Urteile RT190035-O/U vom 1. April 2019, E. 2.c1 und RT170070-O/U vom 6. Dezember 2017, E. III.8). Folglich hat der Rechtsöff- nungsgesuchsteller den vollen Beweis seiner Berechtigung lückenlos durch Urkunden zu erbringen. b) Die Vorinstanz erwog, die Vertretungsbefugnis von E.________ sei auf- grund der eingereichten Bestätigungsschreiben höchstens glaubhaft gemacht, jedoch nicht urkundlich nachgewiesen, weshalb keine Rechtsöffnung zu ertei- len sei (angef. Verfügung, E. 3.D.b). Demzufolge wandte die Vorinstanz das richtige Beweismass an. Der Beschwerdeführer behauptet sodann aber selber nicht, die Vertretungsbefugnis von E.________ sei aufgrund der Schreiben von G.________ bewiesen. Er zeigt nicht auf, inwiefern diese Bestätigungs-Kantonsgericht Schwyz 6 schreiben die Vertretungsbefugnis nicht nur glaubhaft darlegen, sondern be- weisen sollen, zumal der Zeitpunkt der Erteilung der Vollmacht, die vollmacht- gebende Person und deren Befugnisse sowie der Umfang der Vollmacht wei- terhin unklar sind. Der Verweis des Beschwerdeführers auf andere Entscheide des Kantonsgerichts, wonach dieses die Vertretungsbefugnis von E.________ als glaubhaft bzw. unbefristet gewährt beurteilt habe, erweist sich insofern als unbehelflich, als Glaubhaftmachen im Rechtsöffnungsverfahren – im Unter- schied zum Arrestverfahren (vgl. Art. 272 Abs. 1 SchKG) – nicht mehr aus- reicht (vgl. E. 3.a). Insoweit genügen die Bestätigungsschreiben (Vi- act. 1/20 f.) nicht, um die Vertretungsbefugnis von E.________ im Zeitpunkt der Unterzeichnung der Zessionserklärung (Vi-act. 1/14) bzw. des Abtretungs- vertrages (Vi-act. 1/51) zu beweisen. 4. Zu prüfen bleibt, ob die Bestätigungsschreiben von G.________ vom 30. März 2016 (Vi-act. 1/20) und vom 11. August 2016 (Vi-act. 1/21) eine nachträgliche Genehmigung der Zession i.S.v. Art. 38 Abs. 1 OR darstellen. Der Rechtsöffnungsrichter prüft den vom Gläubiger vorgelegten Rechtsöff- nungstitel im Sinne einer Rechtsanwendung von Amtes wegen (vgl. E. 3.a.aa; BGer, Urteil 5A_46/2016 vom 4. März 2019, E. 3.1). Dies entbindet die Partei- en aber nicht von der Behauptungslast bzw. vom Rügeprinzip. Folglich prüft die Beschwerdeinstanz von den Parteien nicht aufgeworfene Rechtsfragen lediglich, sofern aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Ak- ten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass dazu besteht (BGE 110 V 48, E. 4.a; vgl. BGer, Urteil 5A_672/2013 vom 3. April 2013, E. 6.1 f.). a) Die Vorinstanz äusserte sich in ihrem Entscheid vom 20. April 2020 nicht zur Frage einer nachträglichen Genehmigung des Abtretungsvertrags. Der Beschwerdeführer und die Beschwerdegegnerin gingen deshalb in ihren Be- schwerdeschriften ebenfalls nicht (mehr) auf die Thematik einer nachträgli- chen Genehmigung des Abtretungsvertrags ein (vgl. KG-act. 1 und 7). Aller- dings finden sich sowohl im Gesuch um provisorische Rechtsöffnung (vgl. Vi-Kantonsgericht Schwyz 7 act. 1, Rz. 51) als auch in der Stellungnahme zu diesem Gesuch (vgl. Vi- act. 3, Rz. 40-44), in der Replik (Vi-act. 10, Rz. 13 f.) und in der Stellungnah- me zur Replik (vgl. Vi-act. 14, Rz. 49-54) Ausführungen zu einer möglichen nachträglichen Genehmigung der Zession. Sodann liegen zwei Bestätigungs- schreiben im Recht, die eine solche Genehmigung darstellen könnten (vgl. Vi- act. 1/20 f.). Insofern rechtfertigt es sich, Art. 38 OR von Amtes wegen zu prü- fen. b) Die Bestätigungsschreiben von G.________ vermögen, wie vorstehend erwogen (vgl. E. 3.b), eine Vertretungsbefugnis von E.________ nicht zu be- weisen, weshalb von einem Handeln ohne Ermächtigung auszugehen ist. Nach Art. 38 Abs. 1 OR kann der Vertretene jedoch einen solchen Vertrag nachträglich genehmigen. Dem Schreiben vom 30. März 2016 kann nichts Diesbezügliches entnommen werden (vgl. Vi-act. 1/20). Allerdings findet sich in der Bestätigung vom 11. August 2016 folgender Satz: „Folglich erfolgte die Abtretung vom 16.12.2015, womit Forderungen im Umfang von CHF 701‘855.00 zzgl. Zins an A.________ zediert wurden, rechtsgültig“ (Vi-act. 1/21). G.________ bestätig- te und genehmigte damit mittels Urkunde den Abtretungsvertrag vom 16. De- zember 2015, in welchem auch die in Betreibung gesetzte und diesem Rechtsöffnungsverfahren zugrunde liegende Forderung von Fr. 154‘375.00 an den Beschwerdeführer abgetreten wurde (vgl. Vi-act. 1/51; vgl. auch Watter, in: Honsell/Vogt/Wiegand [Hrsg.], Basler Kommentar, Obligationenrecht Bd. I, 6. A., 2015, N 6 zu Art. 38 OR). Im Weiteren geht aus dem in den Akten liegenden Handelsregisterauszug hervor, dass G.________ als „adm. liquidateur“ mit Einzelzeichnungsberechti- gung eingetragen ist (Vi-act. 1/52). Gemäss Ziffer 33 erfolgte am 14. April 2016 eine Änderung, jedoch keine Löschung. Anhand des damit korrespon- dierenden Tagebucheintrag Nr. 1207 ergibt sich aus der Publikation im SHAB Kantonsgericht Schwyz 8 vom ________, dass G.________ als Liquidator mit fortbestehender Einzel- zeichnungsberechtigung amtet. Dieser Umstand kann als offenkundige Tatsa- che berücksichtigt werden, auch wenn der Beschwerdeführer dies nicht be- hauptete (BGer, Urteil 4A_195/2014, 4A_197/2014 vom 27. November 2014, nicht in BGE 140 III 602 publ. E. 7.3.1; vgl. BEK 2017 114 vom 12. März 2018, E.2.c). Insofern war G.________ zum Zeitpunkt der Ausstellung des Bestäti- gungsschreibens vom 11. August 2016 einzelzeichnungsberechtigt und zur Abgabe der Genehmigungserklärung befugt. Die Beschwerdegegnerin machte in der Stellungnahme zum Rechtsöffnungs- gesuch geltend, G.________ hätte mit einer nachträglichen Genehmigung seine Befugnisse als Liquidator überschritten, weil der Abtretungsvertrag nicht zu Gunsten der F.________ ausfalle (Vi-act. 3, Rz. 44). Die F.________ be- findet sich zwar gemäss Handelsregisterauszug seit 14. April 2016 in Liquida- tion (Vi-act. 1/52). Allerdings fand der Abschluss des Abtretungsvertrages be- reits am 15. Dezember 2015 und damit vor der Liquidation statt. Sodann er- scheint der Abtretungsvertrag zumindest im Rahmen einer summarischen Prüfung nicht als derart einseitig zu Lasten der F.________, zumal eine Kos- tentragung der Zedentin bei Aberkennung der Forderung (vgl. Vi-act. 1/51, Ziff. 6) bzw. eine Beteiligung des Zessionars und die Kostentragung der Ze- dentin im Erfolgsfall (vgl. Vi-act. 1/51, Ziff. 9) nicht derart unüblich ist. Inwie- fern sich eine allfällige Überschreitung der Befugnisse von G.________ als Liquidator auf die nachträgliche Genehmigung des Abtretungsvertrags bzw. die Zession an sich auswirken soll, legt die Beschwerdegegnerin im Wei- teren nicht näher dar. c) Insgesamt erbrachte der Beschwerdeführer mit dem Schreiben vom 11. August 2016 den Beweis der nachträglichen Genehmigung des Abtre- tungsvertrages vom 16. Dezember 2015 und damit seiner Rechtsnachfolge.Kantonsgericht Schwyz 9 d) Die übrigen Voraussetzungen für die Rechtsöffnung sind ohne weiteres zu bejahen. In der im Recht liegenden Schuldanerkennung sind die Forderung im Betrag von Fr. 154‘375.00 sowie Zinsen von 5 % seit 1. Januar 2009 expli- zit erwähnt und von H.________ im Namen der Republik Usbekistan unter- schriftlich bestätigt (Vi-act. 1/17 und 20/60 [im Original]). Die Schuldanerken- nung stimmt im Weiteren mit der im Zahlungsbefehl genannten Forderung überein (vgl. Vi-act. 1/3). Sodann kann bezüglich der zu bejahenden Vertre- tungsbefugnis von H.________ zur Unterzeichnung der Schuldanerkennung auf die Ausführungen in E. 2.d des Entscheids BEK 2019 11 vom 29. Juli 2019 des Kantonsgerichts Schwyz verwiesen werden. 5. a) Zusammenfassend ist die Beschwerde gutzuheissen, die angefochte- ne Verfügung aufzuheben und dem Beschwerdeführer in der Betreibung Nr. xx des Betreibungsamtes Altendorf-Lachen für den Betrag von Fr. 154‘375.00 zuzüglich 5 % Zins seit 1. Januar 2009 die provisorische Rechtsöffnung zu erteilen. b) Abschliessend ist über die Kosten- und Entschädigungsfolgen sowohl für das erstinstanzliche Verfahren als auch für das Beschwerdeverfahren zu befinden. Die Beschwerdegegnerin unterliegt vollumfänglich, weshalb ihr die Gerichtskosten sowohl des erstinstanzlichen Verfahrens als auch des Be- schwerdeverfahrens aufzuerlegen sind. Überdies hat sie den Beschwerdefüh- rer für beide Verfahren angemessen zu entschädigen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Das Gericht spricht die Parteientschädigung gemäss Art. 105 Abs. 2 ZPO nach den Vorschriften des Gebührentarifs für Rechtsanwälte zu (Art. 96 ZPO; § 1 Abs. 2 GebTRA sowie § 81 Abs. 2 JG). Reicht eine Partei keine spezifi- zierte Kostennote ein, wird die Vergütung nach pflichtgemässem Ermessen festgesetzt (vgl. § 6 Abs. 1 und Abs. 3 lit. a GebTRA). Innerhalb des Tarifrah- mens bestimmt sich die Höhe des Honorars nach der Wichtigkeit der Streitsa-Kantonsgericht Schwyz 10 che, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleistung sowie dem notwendigen Zeitaufwand (§ 2 Abs. 1 GebTRA). Im summarischen Verfahren beträgt das Honorar Fr. 300.00 bis Fr. 4‘800.00 (§ 10 GebTRA). In Berücksichtigung des im erstinstanzlichen Verfahren für die Ausarbeitung des Rechtsöffnungsgesuchs und der Replik angefallenen Auf- wands sowie des umfangreichen Rechtsöffnungsverfahrens erscheint eine Entschädigung von pauschal Fr. 3‘200.00 (inkl. Auslagen und 7,7 % MWST; vgl. § 2 Abs. 2 GebTRA) für das erstinstanzliche Verfahren angemessen. Im Beschwerdeverfahren beträgt das Honorar Fr. 180.00 bis Fr. 2‘400.00 (§ 12 GebTRA). In Anbetracht der Beschwerdeschrift und der Beschränkung des Beschwerdeverfahrens auf die Frage der rechtsgültigen Zession ist die Entschädigung ermessensweise auf Fr. 1‘500.00 (inkl. Auslagen und 7,7 % MWST; vgl. § 2 Abs. 2 GebTRA) festzusetzen. 6. Die Beschwerdegegnerin wird darauf hingewiesen, dass sie innert 20 Tagen ab Zustellung des vorliegenden Entscheids beim Bezirksgericht Ma- rch auf Aberkennung der Forderung klagen kann (Art. 83 Abs. 2 und 3 SchKG; Art. 198 lit. e ZPO; § 12 f. EGzSchKG);-Kantonsgericht Schwyz 11 beschlossen: 1. In Gutheissung der Beschwerde werden die Dispositivziffern 1 bis 3 der Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht March vom 20. April 2020 aufgehoben und wie folgt ersetzt: 1. Dem Gesuchsteller wird in der Betreibung Nr. xx des Betreibungskreises Altendorf-Lachen im Betrag von Fr. 154‘375.00 zuzüglich Zins von 5 % seit 1. Januar 2009 provisorische Rechtsöffnung erteilt. 2. Die Gerichtskosten (Rechtsöffnungskosten) von Fr. 900.00 werden der Gesuchsgegnerin auferlegt. 3. Die Gesuchsgegnerin ist verpflichtet, dem Gesuchsteller eine Parteien- tschädigung von Fr. 3‘200.00 (inkl. Auslagen und MWST) zu bezahlen. 2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1‘500.00 werden der Beschwerdegegnerin auferlegt und aus dem vom Beschwerdeführer ge- leisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe bezogen. Die Beschwerde- gegnerin ist verpflichtet, dem Beschwerdeführer unter dem Titel Ge- richtskostenersatz den Betrag von Fr. 1'500.00 zurückzuerstatten. 3. Die Beschwerdegegnerin ist verpflichtet, den Beschwerdeführer für das Beschwerdeverfahren mit Fr. 1‘500.00 (inkl. Auslagen und MWST) zu entschädigen. 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Art. 72 ff. BGG Beschwerde in Zivilsachen beim Bundesgericht in Lau- sanne eingereicht werden. Die Beschwerdeschrift muss den Anforde- rungen von Art. 42 BGG entsprechen. Der Streitwert beträgt Fr. 154‘375.00.Kantonsgericht Schwyz 12 5. Zufertigung an Rechtsanwalt B.________ (2/R), Rechtsanwältin D.________ (2/R) und die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledi- gung an die Vorinstanz (1/R, mit den Akten) und die Kantonsgerichts- kasse (1/ü, im Dispositiv). Namens der Beschwerdekammer Der Kantonsgerichtspräsident Die a.o. Gerichtsschreiberin Versand 3. September 2020 kau