<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00383</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106669&amp;W10_KEY=13013576&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00383</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.05.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Feststellung der rechtmässigen Abstellplätze + Befehl</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Feststellung der rechtmässigen Abstellplätze in der Winterthurer Altstadt: Legitimation (E. 1). Kein aufsichtsrechtliches Einschreiten (E. 2). Hinreichende Begründung (E. 3). Keine Bestandesgarantie infolge neubauähnlicher Umgestaltung und damaliger materieller Rechtswidrikeit der Abstellplätze (E. 4a-c). Fehlende Voraussetzungen für ein Ausnahmebewilligung (E. 4d). Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands und Verhältnismässigkeit (E. 5). Das Unterschreiten der Normgrösse duch einen rechmässig bestehenden Parkplatz führt für sich alleine nicht zu einem behebungspflichtigen Übelstand im Sinne von § 243 Abs. 2 PBG. Teilweise Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ALLGEMEINVERFÃGUNG">ALLGEMEINVERFÃGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGRÃNDUNGSPFLICHT">BEGRÃNDUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BESTANDESGARANTIE">BESTANDESGARANTIE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTMÃSSIGER ZUSTAND">RECHTMÃSSIGER ZUSTAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSWIDRIGKEIT">RECHTSWIDRIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMNUTZUNG">UMNUTZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: WEITERE BAUVORSCHRIFTEN (NUTZUNGSDICHTE, ABSTÃNDE ETC.)">WEITERE BAUVORSCHRIFTEN (NUTZUNGSDICHTE, ABSTÃNDE ETC.)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERHERSTELLUNG">WIEDERHERSTELLUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 341 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 342 Abs. II PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2002 Nr. 46</span><br/><span class="ungerade">RB 2002 Nr. 80</span><br/><span class="gerade">RB 2002 Nr. 85</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 3. Januar 2001 erliess der Bauausschuss der Stadt Winterthur einen Beschluss betreffend die "Feststellung der rechtmÃ¤ssigen AbstellplÃ¤tze in der Winterthurer Altstadt". In Dispositiv Ziffer I und II des Beschlusses wurden die rechtmÃ¤ssigen bzw. diejenigen Ab­­stellplÃ¤tze aufgefÃ¼hrt, fÃ¼r welche noch der Nachweis einer rechtsgenÃ¼genden Zufahrt zu erbringen sei. In Ziffer III wurde festgestellt, dass mit diesen Aufstellungen die AbstellplÃ¤t­ze fÃ¼r jedes GrundstÃ¼ck in der Altstadt verbindlich festgestellt seien; jene GrundstÃ¼cke, die nicht aufgefÃ¼hrt seien bzw. fÃ¼r welche der Nachweis gemÃ¤ss Ziffer II nicht rechtzeitig erbracht werde, verfÃ¼gten Ã¼ber keine ParkierungsmÃ¶glichkeit auf dem GrundstÃ¼ck. In Dispositiv Ziffer VII wurde angeordnet, dass bei allen als MotorfahrzeugabstellplÃ¤tze genutzten FlÃ¤chen, die ge­mÃ¤ss Dispositiv Ziffern I bis III nicht als rechtmÃ¤ssig anerkannt seien, allfÃ¤llige Markierun­gen bzw. Tafeln zu beseitigen seien; die neue Parkordnung werde nach Ablauf von 6 Monaten nach Eintritt der Rechtskraft durchgesetzt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diesen Beschluss gelangten zahlreiche GrundeigentÃ¼mer an die Baurekurs­kommission IV, darunter mit gemeinsamer Rekurseingabe vom 1. MÃ¤rz 2001 die B AG, die C AG und D.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission IV entschied am 25. Oktober 2001 in der Hauptsache wie folgt (Dispositiv Ziffer I):</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> "Die Rekurse werden gutgeheissen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>DemgemÃ¤ss wird Dispositiv-Ziffer I des Beschlusses des Bauausschus­ses der Stadt Winterthur vom 3. Januar 2001 um je einen Abstellplatz auf den GrundstÃ¼cken Kat.Nrn. 1, 2 und 3 ergÃ¤nzt. Mit Bezug auf das GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 1 wird der Bauausschuss eingeladen, die Frage der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit einer Beseitigung der strittigen beiden FahrzeugeinstellplÃ¤tze zu prÃ¼fen und der Rekurrentin Nr. 1 (B AG) das Ergebnis dieser PrÃ¼fung mittels eines begrÃ¼ndeten Entscheids zu erÃ¶ffnen."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Sodann beschloss die Rekurskommission die Ãberweisung der Rekursakten an die Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich als AufsichtsbehÃ¶rde in Bausachen (Dispositiv Ziffer II).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen den Rekursentscheid liess die Stadt Winterthur am 29. November 2001 Beschwer­de an das Verwaltungsgericht erheben mit dem Antrag, den Rekursentscheid aufzuheben und den Beschluss des Bauausschusses der Stadt Winterthur vom Januar 2001 voll­umfÃ¤nglich zu be­stÃ¤tigen, unter Kosten und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Gegenparteien. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz beantragte am 17. Januar 2002 Abweisung der Beschwerde unter Kos­tenfolge. Die B AG, die C AG und D liessen am 25. Februar beantragen, den Rekursentscheid vollumfÃ¤nglich zu schÃ¼tzen und die RechtmÃ¤s­sigkeit der AbstellplÃ¤tze auf den GrundstÃ¼cken Kat.Nr. 1, der B AG und Kat.Nr. 4, von D festzustellen, unter Kosten und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. Entsprechend dem Beschluss der Baurekurskommission seien die Akten an die Baudirektion zu Ã¼berweisen und das Verfahren bis zu deren Entscheid zu sistieren. Sodann sei vom Ausscheiden der Beschwerdegegnerin Nr. 2 ohne Kostenfolge Vormerk zu nehmen und schliess­lich seien die Akten aller Ã¼brigen im Zusammenhang mit dem angefochtenen Beschluss des Bauausschusses angehobenen Rekursverfahren beizuziehen zwecks WÃ¼rdigung unter dem Gesichtswinkel der Rechtsgleichheit.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BegrÃ¼ndung des Rekursentscheids und die Parteivorbringen werden soweit erforderlich im Rahmen der nachfolgenden EntscheidungsgrÃ¼nde wiedergegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) GemÃ¤ss § 21 lit. b in Verbindung mit § 70 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) sind Gemeinden zu Rekurs und Beschwerde berechtigt zur Vertretung der von ihnen vertretenen schutzwÃ¼rdigen Interessen. Da Art. 8 Abs. 1 der stÃ¤dtischen Verordnung Ã¼ber die FahrzeugabstellplÃ¤tze vom 27. Oktober 1986 (AbstellplatzV 86) die Altstadt "zum Schutz des Stadtbildes" von AbstellplÃ¤tzen frei halten will, betrifft die vorliegende Streitigkeit Ã¼ber die RechtmÃ¤ssigkeit bestehender ParkplÃ¤tze spezifische kommunale Interessen, zu deren Wahrnehmung die BeschwerdefÃ¼hrerin legiti­miert ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die C AG lÃ¤sst ausfÃ¼hren, sie habe eine Baubewilligung fÃ¼r ein Bauvorhaben erwirkt, das die FlÃ¤che des umstrittenen Abstellplatzes Ã¼berstellen werde, weshalb sie kein Interesse mehr am Verfahren habe. Damit ist das Beschwerdeverfahren betreffend die Recht­mÃ¤ssigkeit des (dritten) Abstellplatzes auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 2, der C AG durch Verzicht auf die umstrittene Nutzung gegenstandslos geworden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt die vollstÃ¤ndige Aufhebung des Rekursentscheids und mithin auch von Dispositiv Ziffer II, wonach die Akten nach Rechtskraft des Entscheids an die Baudirektion zur PrÃ¼fung aufsichtsrechtlicher Massnahmen zu Ã¼berweisen sind. Diese AktenÃ¼berweisung regelt keine Rechtsbeziehungen und stellt deshalb keine anfechtbare VerfÃ¼gung dar; auf die Beschwerde ist insofern nicht einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Sodann wollen die Beschwerdegegner das Verfahren bis zum Entscheid der Baudirektion Ã¼ber aufsichtsrechtliche Massnahmen sistiert haben. Diesem Antrag ist nicht stattzugeben. Abgesehen davon, dass Ã¤usserst fraglich ist, ob wegen eines allfÃ¤lligen Verstosses gegen die BegrÃ¼ndungpflicht die strengen Voraussetzungen fÃ¼r ein aufsichtsrechtliches Ein­schreiten gegen in Rechtskraft erwachsene Anordnungen erfÃ¼llt sind (vgl. Alfred KÃ¶lz/ JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2.A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 39), betrifft die AktenÃ¼berweisung andere GrundstÃ¼cke und hÃ¤ngt die Behandlung der vorliegenden Beschwerde in keiner Weise vom Ausgang einer allfÃ¤lligen aufsichtsrechtlichen PrÃ¼fung bezÃ¼glich jener GrundstÃ¼cke ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Schliesslich ist auch der Antrag der Beschwerdegegner abzuweisen, von der Vorinstanz die Akten der Ã¼brigen Rekursverfahren beizuziehen, welche ParkplÃ¤tze in der Winterthurer Altstadt betreffen. Inwiefern ein solcher Aktenbeizug unter dem Gesichtswinkel der Rechtsgleichheit von Bedeutung sein kÃ¶nnte, wird nicht dargetan. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Wie die Baurekurskommission zutreffend erwogen hat, stellt der angefochtene Beschluss des Bauausschusses der Stadt Winterthur vom 3. Januar 2001, weil er sich an einen individuell bestimmten Personenkreis richtet, keine AllgemeinverfÃ¼gung dar. GemÃ¤ss § 10 Abs. 1 VRG musste der Beschluss den betroffenen GrundeigentÃ¼mern schriftlich mitgeteilt und gemÃ¤ss Abs. 2 dieser Bestimmung begrÃ¼ndet werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die Baurekurskommission hat erwogen, die BaubehÃ¶rde sei ihrer BegrÃ¼ndungspflicht insofern nicht nachgekommen, als sie zwar die massgeblichen Rechtsgrundlagen und die fÃ¼r die Anerkennung der RechtmÃ¤ssigkeit bestehender ParkplÃ¤tze massgeblichen Kriterien dargelegt, es aber versÃ¤umt habe, die VerfÃ¼gung bezÃ¼glich der einzelnen GrundstÃ¼cke individuell zu begrÃ¼nden. Angesichts des dem Erlass der VerfÃ¼gung vorangehenden Verfahrens, in welchem den GrundeigentÃ¼mern mit Schreiben vom 6. Oktober 1998 unter Nennung der GrÃ¼nde das Ergebnis einer ersten grundstÃ¼ckspezifischen Beurteilung der Ab­stellplatzsituation mitgeteilt und ihnen Gelegenheit geboten worden sei, gegen diese Beurteilung beim Bauausschuss Einwendungen zu erheben, wiege dieser Mangel aber nicht schwer; es sei den betroffenen GrundeigentÃ¼mern gleichwohl mÃ¶glich gewesen, den Beschluss des Bauausschusses sachgerecht anzufechten. UngenÃ¼gend begrÃ¼ndet sei der angefochtene Beschluss jedoch hinsichtlich der Beseitigung der als unrechtmÃ¤ssig erkannten Park­plÃ¤tze, da insofern ErwÃ¤gungen zur VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit einer solchen Anordnung voll­stÃ¤ndig fehlten, was die betroffenen EigentÃ¼mer in ihrer Interessenwahrnehmung behindert habe, so namentlich auch die B AG, in deren Garage auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 1 nur 10 von 12 AbstellplÃ¤tzen rechtmÃ¤ssig seien.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤lt dem entgegen, sie habe in der angefochtenen VerfÃ¼gung unter dem Titel "Wiederherstellung" auf die massgebliche Bestimmung von § 341 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) verwiesen und erwogen fÃ¼r das HerbeifÃ¼hren des rechtmÃ¤ssigen Zustands sei eine Frist von 6 Monaten angemessen, da damit das Finden neuer ParkierungslÃ¶sungen oder die fristgerechte KÃ¼ndigung allfÃ¤lliger MietverhÃ¤ltnisse gewÃ¤hrleistet sei. Zudem seien vorgÃ¤ngig die ausnahmsweise Bewilligung der fraglichen ParkflÃ¤chen geprÃ¼ft und in diesem Zusammenhang die einander entgegenstehenden Interessen gewÃ¼rdigt sowie erwogen worden, die Anerkennung der in den meisten Eingaben geltend gemachten wirtschaftlichen und betrieblichen GrÃ¼nde wÃ¼rden das zum Schutz des Stadtbildes erlassene Verbot von AbstellplÃ¤tzen in der Altstadt in seinem Kerngehalt untergraben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) BezÃ¼glich der Aus­fÃ¼hr­lichkeit einer BegrÃ¼ndung lassen sich keine allgemeinen Regeln aufstellen, sondern die Anforderungen richten sich nach den UmstÃ¤nden des Einzelfalls und den Interessen des Betroffenen. Die BegrÃ¼ndung einer Anordnung erscheint als angemessen, wenn sie so ab­gefasst ist, dass sich der Betroffene Ã¼ber die Tragweite des Ent­scheids Rechenschaft zu geben und allenfalls in voller Kenntnis der GrÃ¼nde ein Rechts­mit­tel zu ergreifen vermag; in diesem Sinn mÃ¼ssen wenigstens kurz die Ãberlegungen genannt sein, von denen sich die BehÃ¶rde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stÃ¼tzt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 39 mit Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diesen Anforderungen genÃ¼gt die angefochtene Anordnung entgegen der Auffassung der Baurekurskommission ohne weiteres, und zwar auch hinsichtlich der Frage der Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands. Dabei gilt es insbesondere zu berÃ¼cksichtigen, dass der umstrittenen Anordnung ein AnhÃ¶rungsverfahren vorausgegangen ist, das den Betroffenen die grundstÃ¼ckbezogene Darlegung ihrer tatsÃ¤chlichen und rechtlichen Ein­wÃ¤nde ermÃ¶glichte. Die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der Parkplatzaufhebung ergibt sich, wie die BeschwerdefÃ¼hrerin zutreffend geltend macht, aus dem AbwÃ¤gen zwischen dem mit Art. 8 Abs. 1 AbstellplatzV 86 angestrebten Schutz des Stadtbildes und den fÃ¼r die Beibehaltung der vorhandenen AbstellplÃ¤tze geltend gemachten wirtschaftlichen und betrieblichen GrÃ¼nden sowie aufgrund der fÃ¼r die Wiederherstellung eingerÃ¤umten Frist. Mit diesen Fragen hat sich die BeschwerdefÃ¼hrerin im angefochtenen Beschluss hinreichend auseinan­der­gesetzt. Eine auf jeden einzelnen Abstellplatz bezogene Wiederholung dieser Argumen­te wÃ¼rde die Frage der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit nicht in einem anderen Licht erscheinen lassen. Zudem hat die Beschwerdegegnerin Nr. 1 weder im Rahmen der AnhÃ¶rung durch die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde noch im Verlauf des spÃ¤teren Verfahrens bezÃ¼glich der betroffenen beiden ParkplÃ¤tze UmstÃ¤nde geltend gemacht, welche im Rahmen der von der BaubehÃ¶rde vorgenommenen InteressenabwÃ¤gung nicht bereits berÃ¼cksichtigt worden waren. Ebenso hat die Baurekurskommission weder im angefochtenen Entscheid noch in ihrer Vernehmlassung vom 17. Januar 2002 auch nur beispielhaft UmstÃ¤nde zu nennen vermocht, die im Zusammenhang mit der Frage der Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands grundstÃ¼cksbezogen noch zusÃ¤tzlich hÃ¤tten geprÃ¼ft werden mÃ¼ssen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Entgegen der Auffassung der Baurekurskommission verfÃ¼gt somit der angefochtene Beschluss des Bauausschusses auch bezÃ¼glich der Aufhebung der zwei AbstellplÃ¤tze auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 1 der Beschwerdegegnerin Nr. 1 Ã¼ber eine hinreichende Be­grÃ¼ndung und leidet nicht an einem formellen Mangel. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) BezÃ¼glich der AbstellplÃ¤tze auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 1 der Beschwer­de­gegnerin Nr. 1 hat die Baurekurskommission IV entschieden, dass fÃ¼r denjenigen an der K‑gasse zwar wegen des Gesamtumbaus der dortigen Liegenschaften in den Jahren 1982 bis 1984 das Bestandesprivileg verloren gegangen sei, dass er aber seit 30 Jahren unangefochten als Parkplatz genutzt werde, so dass der Anspruch auf Beseitigung dieser Nut­zung verwirkt sei. Polizeiliche MissstÃ¤nde, die gleichwohl eine Aufhebung rechtfertigten, seien nicht dargetan. Nicht rechtmÃ¤ssig seien dagegen die beiden zusÃ¤tzlichen AbstellplÃ¤tze in der fÃ¼r 10 Fahrzeuge bewilligten Einstellhalle.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf die ErwÃ¤gung der Baurekurskommission, es fehle bezÃ¼glich der Beseitigung der PlÃ¤tze in der Einstellhalle an einer hinreichenden BegrÃ¼ndung, und die damit begrÃ¼ndete RÃ¼ckweisung der Akten an die BeschwerdefÃ¼hrerin ist bereits in der vorstehenden ErwÃ¤gung 3b eingegangen worden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, der Platz an der K-gasse sei in den seinerzeitigen Bewilligungsverfahren nie erwÃ¤hnt und deshalb zutreffend als nicht von der Be­standesgarantie erfasst gewÃ¼rdigt worden. Weil sich am angrenzenden GebÃ¤ude aber ein Ausgang befinde, der aus feuerpolizeilichen GrÃ¼nden nicht verstellt werden dÃ¼rfe, beanspru­che ein dort abgestelltes Motorfahrzeug zwingend die FlÃ¤che der Ã¶ffentlichen K-gasse. Das Recht hierzu kÃ¶nne nicht ersessen werden und eine entsprechende Sondernutzungskonzession sei vom zustÃ¤ndigen Stadtrat nie erteilt worden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerdegegnerin Nr. 1 bestreitet, dass die Nutzung des Abstellplatzes Ã¶ffentlichen Grund beanspruche. Die FlÃ¤che sei seit jeher als Parkplatz genutzt worden. Zudem sei die FlÃ¤che seit den 60er Jahren, spÃ¤testens seit 1971 durch ein einzelrichterlich ver­fÃ¼gtes Parkverbot zur Nutzung als privater Parkplatz gesichert gewesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>BezÃ¼glich der beiden PlÃ¤tze in der Einstellgarage macht die Beschwerdegegnerin geltend, die Beschwerde sei insofern schon deshalb abzuweisen, weil auch fÃ¼r diese PlÃ¤tze die Besitzstandsgarantie gelte. Zudem rÃ¼gt sie die Aufhebung als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Beschwerdegegnerin hat in den Jahren 1983/84 einen umfassenden Umbau und eine tiefgreifende Umnutzung ihrer Liegenschaft Kat.Nr. 1 vorgenommen, den die Bau­rekurskommission ohne Rechtsverletzung als neubauÃ¤hnliche Umgestaltung wÃ¼rdi­gen konnte. Die Beschwerdegegnerin bringt nichts vor, was diese WÃ¼rdigung in Frage stel­len wÃ¼rde. Durch eine solche neubauÃ¤hnliche Umgestaltung wird das Bestandesprivileg fÃ¼r den Vorschriften widersprechende, bestehende AbstellplÃ¤tze beseitigt, sofern diese mit dem umgestalteten Objekt eine rechtliche und wirtschaftliche Einheit bilden (Bundesgericht, 18. Januar 1990, ZBl 91/1990, S. 354, E. 3c/bb). Letzteres trifft auf den auf einer vor­platzartigen FlÃ¤che gelegenen Abstellplatz an der K-gasse ohne weiteres zu. Zudem war der Parkplatz bereits damals materiell rechtswidrig, da schon der zur Zeit der Bewilligung des Umbaus geltende Art. 8 Abs. 1 der Verordnung Ã¼ber die FahrzeugabstellplÃ¤tze vom 24. November 1980 (AbstellplatzV 80) in der Altstadt nur AbstellplÃ¤tze "fÃ¼r einen besonders ausgewiesenen Eigenbedarf fÃ¼r Wohnungen" zuliess. Dass seinerzeit ein solcher Eigen­bedarf Ã¼ber die 10 in der Einstellgarage bewilligten PlÃ¤tze hinaus nachgewiesen wurde, lÃ¤sst sich den Akten nicht entnehmen und wird von der Beschwerdegegnerin Nr. 1 auch nicht geltend gemacht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Sodann wurde gemÃ¤ss Baubewilligung vom 18. Juni 1982 eine Autoeinstellhalle fÃ¼r 10 Motorfahrzeuge bewilligt; die Parkierung von zwei weiteren Fahrzeugen ist deshalb un­zu­lÃ¤ssig. Wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin vorbringen lÃ¤sst, in der bewilligten Halle liessen sich ohne weiteres 12 Fahrzeuge unterbringen, so Ã¼bersieht sie erneut, dass bereits nach dem damals geltenden Recht nur AbstellplÃ¤tze "fÃ¼r einen besonders ausgewiesenen Eigenbedarf fÃ¼r Wohnungen" zugelassen waren. Damit sollte offenkundig die Zahl der zur Altstadt zufahrenden Fahrzeuge begrenzt werden und kann es deshalb nicht darauf ankommen, ob sich auf den damals bewilligten Parkfeldern statt einem grÃ¶sseren Fahrzeug zwei Klein­wagen aufstellen lassen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Das Vorliegen besonderer GrÃ¼nde, welche gemÃ¤ss § 220 PBG die ausnahmsweise Bewilligung der ParkplÃ¤tze zulassen kÃ¶nnten, haben sowohl die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde als auch die Vorinstanz mit zutreffenden ErwÃ¤gungen verneint. Darauf kann gemÃ¤ss § 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG verwiesen werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Erweisen sich somit alle drei umstrittenen AbstellplÃ¤tze der Beschwerdegegnerin Nr. 1 als rechtswidrig, so ist gemÃ¤ss § 341 PBG der rechtmÃ¤ssige Zustand herbeizufÃ¼hren. Wie vorstehend dargelegt wurde, ist die Anordnung der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde auch insofern hinreichend begrÃ¼ndet, als die Aufhebung der beiden Ã¼berzÃ¤hligen ParkplÃ¤tze in der Einstellgarage der Beschwerdegegnerin Nr. 1 in Frage steht. Damit hat die von der Baurekurskommission angeordnete RÃ¼ckweisung zu unterbleiben und kann das Verwaltungsgericht, da es sich dabei um eine Rechtsfrage handelt, gemÃ¤ss § 63 Abs. 1 VRG auch insofern Ã¼ber die ZulÃ¤ssigkeit der verfÃ¼gten Parkplatzaufhebung entscheiden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>BezÃ¼glich des Fahrzeugabstellplatzes an der K-gasse hÃ¤lt die Baurekurskommission den Anspruch auf Wiederherstellung fÃ¼r verwirkt, weil der Parkplatz mehr als 30 Jahre un­an­gefochten als solcher genutzt worden sei. Damit Ã¼bersieht die Vorinstanz, dass mit der neu­bauÃ¤hnlichen Umgestaltung der Liegenschaft Kat.Nr. 1 das Bauvorhaben insgesamt dem neuen Recht zu entsprechen hatte; durch eine neubauÃ¤hnliche Umgestaltung geht nicht nur die Bestandesgarantie sondern jeder Anspruch auf FortfÃ¼hrung baurechtswi­dri­ger ZustÃ¤nde verloren. Abgesehen davon, hÃ¤tte eine Berufung auf die Verwirkung des Be­sei­ti­gungs­anspruchs jedenfalls zusammen mit den Baueingaben fÃ¼r das Umbauvorhaben geltend gemacht werden mÃ¼ssen. Nachdem aber der Parkplatz an der K-gasse in den sei­ner­zeitigen Baueingaben und Parkplatzberechnungen nicht verzeichnet war und auch im Beschwerdeverfahren kein entsprechender Nachweis angeboten wird (vgl. Beschwerdeschrift S. 14 unten), kann sich die Beschwerdegegnerin auch aus diesem Grund nicht mehr auf den unangefochtenen Fortbestand dieser Nutzung berufen. Dass fÃ¼r den Abstellplatz ein einzelrichterliches Parkierungsverbot bestand, kann daran nichts Ã¤ndern.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat in der angefochtenen Anordnung dargelegt, dass fast alle GrundeigentÃ¼mer der Aufhebung der ParkplÃ¤tze wirtschaftliche und betriebliche GrÃ¼n­de entgegengehalten hÃ¤tten; die teilweise einschneidenden Wirkungen der Aufhebung von AbstellplÃ¤tzen in der Altstadt habe der Gesetzgeber aber bewusst in Kauf genommen. Sie kÃ¶nnten deshalb auch nicht in EinzelfÃ¤llen berÃ¼cksichtigt werden, da andernfalls das Verbot von AbstellplÃ¤tzen in der Altstadt mehr oder weniger aufgehoben wÃ¼rde. Mit einer An­passungsfrist von 6 Monaten ab Rechtskraft sei Ã¼berdies gewÃ¤hrleistet, dass neue Parkierungs­lÃ¶sungen gefunden oder allfÃ¤llige MietverhÃ¤ltnisse rechtzeitig aufgelÃ¶st werden kÃ¶nn­ten. Die Beschwerdegegnerin Nr. 1 hat sich im Rekurs- und im Beschwerdeverfahren im Wesentlichen darauf beschrÃ¤nkt, Argumente vorzutragen, welche allgemein gegen das Verbot von AbstellplÃ¤tzen in der Altstadt sprechen, sich jedoch kaum mit der Frage der Ver­hÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der Aufhebung der betroffenen 3 AbstellplÃ¤tze auf ihrem GrundâstÃ¼ck auseinandergesetzt. Wenn sie geltend macht, die Aufhebung von 3 der bisher 13 ParkplÃ¤tze stelle einen einschneidenden Eingriff dar, so ist ihr entgegenzuhalten, dass sie mit 10 ParkplÃ¤tzen Ã¼ber weitaus bessere ParkmÃ¶glichkeiten verfÃ¼gt, als die meisten anderen EigentÃ¼mer in der Altstadt. Andere GrÃ¼nde, welche einer Aufhebung der 3 ParkplÃ¤tze entgegenstehen kÃ¶nnten, werden nicht geltend gemacht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Damit erweist sich die Beschwerde bezÃ¼glich der AbstellplÃ¤tze auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 1 der Beschwerdegegnerin Nr. 1 sowohl bezÃ¼glich der Frage der Recht­mÃ¤s­sigkeit dieser FahrzeugabstellplÃ¤tze als auch bezÃ¼glich der Wiederherstellung des recht­mÃ¤ssigen Zustands als begrÃ¼ndet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. In dem durch die Liegenschaften Kat.Nr. 4 der Beschwerdegegnerin Nr. 3 (D) sowie Kat.Nrn. 5, 6 und 3 umfassten Hofraum befinden sich 3 AbstellplÃ¤tze, die, wie die Baurekurskommission unwidersprochen festgestellt hat, Bestandesgarantie geniessen. Zwei davon, nÃ¤mlich je einen auf den GrundstÃ¼cken Kat.Nr. 3 und 4, hat die BeschwerdefÃ¼hrerin als rechtmÃ¤ssig anerkannt, wÃ¤hrend sie den dazwischenliegenden dritten Platz, der zwar auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 6 liegt, jedoch aufgrund privater Absprachen dem GrundstÃ¼ck der Beschwerdegegnerin Nr. 3 dient, mangels normaliengerechter GrÃ¶sse und aus feuerpolizeilichen GrÃ¼nden aufheben will.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) GemÃ¤ss § 243 Abs. 2 kann bei bestehenden Bauten und Anlagen ohne Zusammen­hang mit Ãnderungen die Schaffung oder Aufhebung von AbstellplÃ¤tzen verlangt werden, wenn der bisherige Zustand regelmÃ¤ssig VerkehrsstÃ¶rungen oder andere ÃbelstÃ¤nde bewirkt oder wenn die BeschÃ¤ftigtenparkplÃ¤tze die festgesetzte Gesamtzahl erheblich Ã¼berschreiten; die Verpflichtung muss nach den UmstÃ¤nden technisch oder wirtschaftlich zumut­bar sein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie die Baurekurskommission zutreffend erkannt hat, geht diese speziellere Bestimmung der allgemeinen Vorschrift von § 358 PBG Ã¼ber von Amtes wegen anzuordnende Verbesserungen vorschriftswidriger Bauten und Anlagen vor. Wenn § 243 Abs. 2 PBG die Aufhebung von AbstellplÃ¤tzen zulÃ¤sst, welche "andere ÃbelstÃ¤nde" bewirken, so betrifft dies entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin auch die Behebung feuerpolizeilicher MÃ¤ngel. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) WÃ¤hrend die Vorinstanz das Vorkommen regelmÃ¤ssiger VerkehrsstÃ¶rungen oder anderer ÃbelstÃ¤nde im Sinn der vorgenannten Bestimmung verneint hat, macht die Beschwer­defÃ¼hrerin geltend, die zur VerfÃ¼gung stehende Breite von 4,0 bis 4,5 m lasse auch bei versetzter Parkierung das normgerechte Parkieren von drei Fahrzeugen nicht zu. Ãberdies werde der Hauszugang verstellt, was auch von feuerpolizeilicher Bedeutung sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Behauptung der BeschwerdefÃ¼hrerin, es stehe fÃ¼r die drei AbstellplÃ¤tze bloss eine Breite von 4,0 bis 4,5 m zur VerfÃ¼gung ist aktenwidrig. Wie sich aufgrund der PlÃ¤ne ergibt, betrÃ¤gt die Breite des Hofraums zwischen den Liegenschaften Kat.Nrn. 3 und 4 gut 7 m. Die BeschwerdefÃ¼hrerin verkennt sodann, dass das Unterschreiten der Norm­­grÃ¶sse fÃ¼r ParkplÃ¤tze nicht zwingend zu VerkehrsstÃ¶rungen fÃ¼hrt und fÃ¼r sich allein keinen Ãbelstand im Sinn von § 243 Abs. 2 PBG darstellt. VerkehrsstÃ¶rungen kÃ¶nnen auf Grund der Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse von vornherein ausgeschlossen werden. Sodann mag es zu­treffen, dass durch das Abstellen von drei Fahrzeugen im Innenhof der Zugang zu den rÃ¼ckwÃ¤rtigen HauszugÃ¤ngen etwas behindert wird. Inwiefern damit ein feuerpolizeilicher Ãbel­stand bewirkt wird, legt die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht dar und ist angesichts der stras­senseitigen Er­schliessung der betroffenen Liegenschaften auch nicht ersichtlich. Die Beschwerde erweist sich insofern als unbegrÃ¼ndet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Somit ist die Beschwerde, soweit darauf einzutreten und sie nicht gegenstandslos geworden ist, teilweise gutzuheissen. DemgemÃ¤ss sind auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 1 der Beschwerdegegnerin Nr. 1 10 AbstellplÃ¤tze als rechtmÃ¤ssig zu anerkennen und sind ent­spre­chend der Parkplatz an der K-gasse und zwei der 12 PlÃ¤tze in der Tiefgarage auf­zu­heben. Im Ãbrigen ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Vom Verzicht der Beschwerdegegnerin Nr. 2 auf die Benutzung der streitbetroffenen FlÃ¤che als Abstellplatz wird Vormerk genommen und demgemÃ¤ss das Beschwerdeverfahren als gegenstandslos abgeschrieben.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> Die der Beschwerdegegnerin Nr. 2 fÃ¼r das Rekursverfahren zugesprochene Umtriebs­entschÃ¤digung wird aufgehoben.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten, soweit sie sich gegen Dispositiv Ziffer II des Rekursentscheids (Ãberweisung der Rekursakten an die Baudirektion) richtet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug1"><i><span> </span></i></p> <p class="Einzug1"><i><span> </span></i></p> <p class="Einzug2"><span>1.<i> </i>Im Ãbrigen<i> </i>wird die Beschwerde teilweise gutgeheissen. DemgemÃ¤ss werden auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 1 der Beschwerdegegnerin Nr. 1 zehn AbstellplÃ¤tze als recht­mÃ¤s­sig anerkannt und sind der Parkplatz an der K-gasse und zwei der zwÃ¶lf PlÃ¤tze in der Tiefgarage aufzuheben. Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>