<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, ein Rahmengesetz auf Bundesebene für Mütter- und Väterberatung auszuarbeiten, das folgende Schwerpunkte beinhaltet:</p><p>- Qualitätssicherung der Mütter- und Väterberatung auf kantonaler Ebene;</p><p>- Forderung flächendeckender Angebote;</p><p>- Beratungsangebot bei Kindern von 0 bis 5 Jahren in allen Kantonen;</p><p>- Festlegung der Ausbildungsstandards für die Fachpersonen in der Mütter- und Väterberatung.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Wie der Bundesrat bereits in seiner Stellungnahme vom 26. August 2009 auf die gleichlautende Motion Glanzmann 09.3615 ausgeführt hat, teilt er die Ansicht, dass die Mütter- und Väterberatung ein wirksames und notwendiges Beratungsangebot im Frühbereich ist. Als universelles Präventions- und Gesundheitsförderungsangebot richtet sich die Mütter- und Väterberatung an alle Mütter und Väter mit Säuglingen und Kleinkindern. Im Rahmen des Berichts des Bundesrates "Jugend und Gewalt" in Erfüllung der Postulate Leuthard 03.3298, Amherd 06.3646 und Galladé 07.3665 sowie des Berichtes "Gewalt in Paarbeziehungen" in Erfüllung des Postulates Stump 05.3694 hat der Bundesrat die Bedeutung dieser Angebote auch für die Gewaltprävention im familiären Umfeld unterstrichen.</p><p>Die Mütter- und Väterberatung wird schon heute in der ganzen Schweiz angeboten und ist in der Regel für die Eltern kostenlos. Die Aus- und Weiterbildung der Beratungspersonen ist ein wichtiges Anliegen der entsprechenden Verbände. Die Kantone, in deren Verantwortung die Mütter- und Väterberatung liegt, haben die Kompetenzen, um das Angebot und die Qualität der Beratung sicherzustellen. Diese Zuständigkeitsordnung entspricht insbesondere im Bereich der niederschwelligen Beratungsangebote den Grundsätzen der Subsidiarität, was zu lokal angepassten Lösungen führt. Neben dem Ausbau der klassischen Mütter- und Väterberatung gibt es auch neue Angebote, wie z. B. das Projekt "Primano" in der Stadt Bern, wo Eltern von kleinen Kindern von Beraterinnen aus ihrem eigenen Kulturkreis besucht und im Umgang mit dem Kind angeleitet werden. Sollten tatsächlich bei Beratungsangeboten Anpassungen erforderlich sein, sind die Kantone durchaus in der Lage, diese eigenständig vorzunehmen.</p><p>Eine Intervention des Bundes in diesem Bereich ist somit nicht angezeigt, und ein Rahmengesetz des Bundes ist nicht erforderlich. Zudem sieht der Entwurf des Bundesgesetzes über Prävention und Gesundheitsförderung (09.076, BBl 2009 7189), der zurzeit vom Zweitrat beraten wird, vor, dass die Kantone zielgruppenspezifische Präventions-, Gesundheitsförderungs- und Früherkennungsmassnahmen für alle Altersgruppen ergreifen sollen (Art. 11 Abs. 3). Darunter fallen gemäss den Ausführungen in der Botschaft des Bundesrates auch die Mütter- und Väterberatungsstellen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.