<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Heading1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2016.00507</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender</p><p>Sozialversicherungsrichter Bachofner</p><p>Sozialversicherungsrichterin Sager</p><p>Gerichtsschreiberin Schüpbach</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 8. November 2016</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gesetzlich vertreten durch die Eltern Y.___ und Z.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">diese vertreten durch Procap Schweiz</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Advokatin Karin Wüthrich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1999, leidet am Geburtsgebrechen Nr. 390 (ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">borene cerebrale Lähmungen; Urk. 8/18). Für dessen Behandlung sprach die Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, verschiedene me</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Massnahmen, Hilfsmittel und bauliche Massnahmen zu.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im August 2014 wechselte die Versicherte von der Sekundarschule ins Gymna</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sium (Kantonsschule). Bis zur Beendigung des obligatorischen 9. Schul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jahres im Sommer 2015 wurden die behinderungsbedingt notwendigen Transport</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kosten von der Gemeinde übernommen. Mit Mitteilung vom 19. August 2015 erteile die IV-Stelle sodann eine Kostengutsprache für behinde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bedingte Mehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kosten der erstmaligen beruflichen Ausbildung vom 17. August 2015 bis 5. Fe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bruar 2016 im Umfang von Fr. 1‘710.-- pro Monat (Urk. 8/491). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Januar 2016 stellte der Vater der Versicherten der IV-Stelle das Schreiben der Kantonsschule A.___, vom 29. Januar 2016 zusammen mit dem Notenblatt des Herbstsemesters 2015/2016 zu, worin festgehalten wurde, dass die Versicherte die Probezeit bestanden habe und definitiv in der Gym</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nasi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">al</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klasse aufgenommen sei (Urk. 8/507-509). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Mitteilung vom 23. Februar 2016 (Urk. 8/510) zeigte die IV-Stelle an, dass die Voraussetzungen für eine Kostengutsprache für behinderungsbedingte Mehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kosten bei der erstmaligen beruflichen Ausbildung erfüllt seien. Sie gewährte die Transportkosten bis zur Matura (22. Februar 2016 bis 19. Sep</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2019) in der Höhe von Fr. 55‘620.-- in Form einer Austausch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">befugnis und führte an, dass sich die Versicherte für die schulische Weiter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führung und den Abschluss der Matura entschieden und somit gegen eine Berufslehre ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schieden habe. Mit einer Berufslehre könne innerhalb der gleichen Zeitdauer ein Berufsabschluss und ein selbständiges Einkommen erzielt werden. Im Fall der Versicherten werde mit Erreichung der Matura die erstmalige berufliche Ausbil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dung abgeschlossen und weiterführende berufliche Massnahmen würden nicht von der Invalidenversicherung übernommen werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Schreiben vom 15. März 2016 (Urk. 8/514) nahmen die Eltern der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Stellung und ersuchten um den Erlass eines Vorbescheides.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 24. März 2016 (Urk. 8/516 = Urk. 2) hielt die IV-Stelle an ihrem Standpunkt fest und teilte mit, dass Kostengutsprache für behinderungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bedingte Mehrkosten bei der erstmaligen beruflichen Ausbildung bis zur Matura </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in Form einer Austauschbefugnis für Transportkosten von gesamthaft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Fr. 55‘620.-- gewährt werde. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen die Verfügung vom 24. März 2016 (Urk. 2) erhob die Versicherte am 2. Mai 2016 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, die Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr Kostengutsprache für die Transportkosten im Rahmen der erstmaligen beruflichen Ausbildung bis zur Matura im Umfang von mindestens Fr. 55‘620.-- zu gewähren (S. 2 Ziff. 2), eventuell sei die Angelegenheit zu weiteren Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (S. 2 Ziff. 3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 6. Juni 2016 (Urk. 6) die teilweise Gutheissung der Beschwerde im Sinne einer Rückweisung zu weiteren Abklärungen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Eingabe vom 11. Juli 2016 (Urk. 11) führten die Beschwerdeführenden aus, sie könne sich dem vorgeschlagenen Vorgehen der IV-Stelle nicht anschliessen. Selbst wenn eine Rückweisung erfolgen und sich dabei die Eingliederungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirksamkeit herausstellen würde, so bleibe die Frage nach der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Berufswahl, der erstmaligen Berufsbildung und ob diese mit der Maturität abgeschlossen sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, offen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. In prozessualer Hinsicht wäre mit einer Rückweisung die Streitfrage nicht entschieden, womit in der gleichen Sache erneut der Gerichtsweg beschritten werden müsste.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 20. Juli 2016 (Urk. 13) reichte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführenden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ein Semester</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeug</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nis zu den Akten (Urk. 14). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 22. August 2016 (Urk. 16) wurde der Schriftenwechsel geschlossen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalide o</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der von einer Invalidität (Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) bedroht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e Versicherte haben gemäss Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Abs. 1)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n Massnahmen erfüllt sind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahmen (lit. a), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> berufli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che Eingliederung (lit. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">malige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsverm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Abgabe von Hilfsmitteln (lit.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">d).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Art. 16 Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG haben Versicherte, die noch nicht erwerbstätig waren und denen infolge Invalidität bei der erstmaligen beruflichen Ausbildung in wesentlichem Umfange zusätzliche Kosten entstehen, Anspruch auf Ersatz dieser Kosten, sofern die Ausbildung den Fähigkeiten der versicherten Person entspricht. Als erstmalige berufli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che Ausbildung gilt gemäss Art. 5 Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVV </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die berufliche Grundbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBG) sowie, nach Abschluss der Volks- oder Sonderschule, der Besuch einer Mittel-, Fach- oder Hochschule und die berufliche Vorbereitung auf eine Hilfsarbeit oder auf die Tätigkeit in einer geschützten Werkstätte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unter erstmaliger beruflicher Ausbildung im Sinne von Art. 16 Abs. 1 IVG ist die gezielte und planmässige Förderung in beruflicher Hinsicht zu verstehen, mit anderen Worten, der Erwerb oder die Vermittlung spezifisch beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten (AHI 2002 S. 176 E. 3b.aa mit Hinweis). Als derar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tige Ausbildung gelten Massnahmen erst dann, wenn sie nach getroffener Berufs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wahl zur Vorbereitung auf die eigentliche Berufsausbildung notwendig werden. Die schulischen Vorkehrungen müssen abgeschlossen, die Berufswahl getroffen und die vorgesehenen Massnahmen als integrierende Bestandteile des Berufszieles formuliert worden sein. Vorbereitende Massnahmen fallen dann unter Art. 16 IVG, wenn sie nach getroffener Berufswahl als gezielte Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">berei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung auf die eigentliche Berufsausbildung notwendig werden. In der Regel besteht nur ein Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Umständen bestmöglichen Vorkehren (BGE 110 V 99). Denn das Gesetz will die Eingliederung lediglich so weit sicherstellen, als diese im Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zelfall notwendig, aber auch genügend ist (BGE 124 V 108 E. 2a mit Hinweisen; AHI 2003 S. 213 E. 2.3, 2002 S. 106 E. 2a). Eine Eingliederungsmassnahme hat neben den in Art. 8 Abs. 1 IVG ausdrücklich genannten Erfordernissen der Geeignetheit und Notwendigkeit auch demjenigen der Angemessenheit (Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hältnismässigkeit im engeren Sinne) als drittem Teilgehalt des Verhältnismäs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sigkeitsgrundsatzes zu genügen. Sie muss demnach unter Berücksichtigung der gesamten tatsächlichen und rechtlichen Umstände des Einzelfalles in einem angemessenen Verhältnis zum angestrebten Eingliederungsziel stehen. Dabei lassen sich vier Teilaspekte unterscheiden, nämlich die sachliche, die zeitliche, die finanzielle und die persönliche Angemessenheit. Danach muss die Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahme prognostisch ein bestimmtes Mass an Eingliederungswirksamkeit auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen; sodann muss gewährleistet sein, dass der angestrebte Eingliederungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erfolg voraussichtlich von einer gewissen Dauer ist; des Weiteren muss der zu erwartende Erfolg in einem vernünftigen Verhältnis zu den Kosten der konkre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Eingliederungsmassnahme stehen; schliesslich muss die konkrete Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahme dem Betroffenen auch zumutbar sein (BGE 132 V 215 ff. E. 3.2.2 und 4.3.1, 130 V 488 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_812/2007 vom 6. Oktober 2008 E. 2.3; Meyer-Blaser, Zum Verhältnismässigkeitsgrundsatz im staatlichen Leistungsrecht, Diss. Bern 1985, S. 77 ff., insbes. S. 83 ff.; Jürg Maeschi, Kommentar zum Bundesgesetz über die Militärversicherung [MVG] vom 19. Juni 1992, Bern 2000, N 18 f. zu Art. 33). Wird eine zwar grundsätz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich geeignete, zur Eingliederung aber nicht unerlässliche Ausbildung gewählt, hat die versicherte Person für die dabei entstehenden Mehrkosten selber aufzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen. Auch wenn die subjektiven Neigungen, Fähigkeiten und Begabungen der versicherten Person bei der primär nach objektiven Gesichtspunkten zu beurteilenden Frage, ob eine notwendige und geeignete Eingliederungsmass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahme beruflicher Art gegeben ist, mitzuberücksichtigen sind, ist in erster Linie ausschlaggebend, welche erwerblichen Möglichkeiten ihr aufgrund einer bestimmten beruflichen Eingliederungsmassnahme konkret offen stehen (er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wähn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tes Urteil I 256/02, E. 3.2.1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als invalid im Sinne von Art. 16 IVG gilt, wer aus gesundheitlichen Gründen bei einer seinen Fähigkeiten entsprechenden Ausbildung erhebliche Mehrkosten auf sich nehmen muss.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Einer versicherten Person entstehen aus der erstmaligen beruflichen Ausbildung oder Weiterbildung in wesentlichem Umfange zusätzliche Kosten, wenn ihre Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wendungen für die Ausbildung wegen der Invalidität jährlich um Fr. 400.-- höher sind, als sie ohne Invalidität gewesen wären (Art. 5 Abs. 2 IVV). Die zusätz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Kosten werden ermittelt, indem die Kosten der Ausbildung der Invaliden den mutmasslichen Aufwendungen gegenübergestellt werden, die bei der Ausbildung einer Gesunden zur Erreichung des gleichen beruflichen Zieles notwendig wären. Hatte die Versicherte vor Eintritt der Invalidität schon eine Ausbildung begonnen oder hätte sie ohne Invalidität offensichtlich eine weniger kostspielige Ausbildung erhalten, so bilden die Kosten dieser Ausbildung die Vergleichsgrundlage für die Berechnung der invaliditätsbedingten zusätzlichen Aufwendungen (Art. 5 Abs. 3 IVV).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anrechenbar im Rahmen von Art. 5 Abs. 3 IVV sind die Aufwendungen für die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vermittlung der erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten, die Kosten für persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Werkzeuge und Berufskleider sowie die Transportkosten (Art. 5 Abs. 4 IVV). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) davon aus, dass sich die Versicherte für die schulische Weiterführung und den Abschluss der Matura entschieden habe und somit gegen eine Berufslehre. Mit einer Berufslehre könnten innerhalb der gleichen Zeitdauer ein Berufsabschluss und ein selbständiges Einkommen erzielt werden. Im Falle der Versicherten werde mit Erreichen der Matura die erstmalige berufliche Ausbildung abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlossen. Weiterführende berufliche Massnahmen würden nicht mehr von der Invalidenversicherung übernommen. Die Berufswahl stehe der Versicherten zwar frei, jedoch behalte sich die Invalidenversicherung das Recht vor, einen Beruf beziehungsweise eine Ausbildung als eingliederungswirksam einzustufen oder nicht. Im Falle der Versicherten sei davon auszugehen, dass die Matura nicht verwertet werden könne. Sie sei stets auf eine Betreuung im Massstab eins zu eins angewiesen. Diese werde bei einer universitären Ausbildung nicht gewähr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leistet werden können. Zusätzliche Prüfungszeit bei schriftlichen und mündlichen Prüfungen werde nur bedingt von einer Universität/Hochschule zur Verfügung gestellt werden können (S. 1). Es sei deshalb davon auszugehen, dass die gewählte erstmalige berufliche Ausbildung in Form des Gymnasiums und Erlangen der Matura nicht eingliederungswirksam sein würden. Aus diesem Grund würden nur die Mehrkosten für den Transport während des Gymnasiums bis zur Matura übernommen (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), in erster Linie sei zu bemängeln, dass die Beschwerdegegnerin kein Vorbescheidver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahren durchgeführt habe. Dies führe zu einer Verletzung des rechtlichen Gehörs. Bereits aus diesen verfahrensrechtlichen Gründen sei die Verfügung aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuheben (S. 4 f.). Die angefochtene Verfügung stehe sodann unter der Prä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">misse, es sei eine Berufslehre anzustreben. Dies stelle einen unzulässigen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">griff in die freie Berufswahl dar und verstosse gegen das verfassungsmässige Gleichheitsgebot und das Behindertengleichstellungsgesetz (S. 5). Die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegnerin stelle mit der angefochtenen Verfügung ein Präjudiz für sie auf, dass ihre erstmalige berufliche Ausbildung mit Erreichen der Maturität abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlossen sei und fortan ein Invalideneinkommen angerechnet würde. Dadurch sei sie beschwert.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Besuch eines Gymnasiums, wie sie das tue, gehöre zur erstmaligen berufli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Ausbildung, wobei diese mit der Matura nicht abgeschlossen sei. Fehl gingen daher die Ausführungen der Beschwerdegegnerin, wonach der Schulab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schluss mit Matura bereits Anlass wäre, ein Invalideneinkommen zu bemessen und notwendige, gesetzlich vorgesehene berufliche Massnahmen nicht mehr finanzieren zu wollen. Das Erfordernis der Einfachheit und Zweckmässigkeit der Massnahme beziehe sich nicht auf das Ausbildungsniveau, sondern auf die Art der Verwirklichung der Ausbildung, die so auszugestalten sei, dass der Beschwerdegegnerin nicht unnötige Kosten entstehen würden. Es bedeute aber nicht, dass sich eine Person auf ein unter ihren Fähigkeiten liegendes Ausbil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dungsniveau beschränken müsse. Im vorliegenden Fall entspreche der gewählte Besuch der Kantonsschule im Hinblick auf die Erlangung der Maturität zwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">felsohne ihren schulischen und intellektuellen Fähigkeiten. Es seien dies insbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sondere ihre Ressourcen im Hinblick auf die berufliche Eingliederung. Dies werde auch von der behandelnden Ärztin des B.___ bestätigt (S. 6 f.). Zur Behauptung der Beschwerdegegnerin, die Berufswahl sei nicht eingliederungswirksam, bleibe festzuhalten dass dem IV-Dossier keinerlei Angaben zu entnehmen seien, inwiefern sich die Beschwerdegegnerin mit der Thematik der Berufswahl überhaupt befasst habe. Es werde in diesem Zusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">menhang eine ungenügende Abklärung beanstandet. Es stelle sich überdies die Frage, wie denn eine Berufslehre eingliederungswirksam wäre, wenn – wie die Beschwerdegegnerin ausführe – eine Betreuung im Massstab eins zu eins not</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wendig sei (S. 7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig ist vorliegend die Übernahme der behinderungsbedingten Mehrkosten im Rahmen der erstmaligen beruflichen Ausbildung an der Kantonsschule.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus formaler Sicht ist zuerst festzuhalten, dass das</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Vorgehen der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesetzlichen Regelung des Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bescheidverfahrens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> widerspricht. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 74</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> lit. b IVV kann zwar das Verfahren betreffend beruflicher Massnahmen mit einer formlosen Mitteilung und unter Hinweis darauf, dass eine anfechtbare Verfügung verlangt werden kann (Art. 74</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">quater</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVV), abgeschlossen werden. Doch steht dieses der Verfahrensökonomie dienende verein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fachte Verfahren unter dem Vorbehalt, dass die Anspruchsvoraussetzungen offensichtlich erfüllt sind beziehungsweise dass den Begehren der versicherten Person vollumfänglich entsprochen wird (Art. 74</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abs. 1 IVV). Mithin recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fertigt sich eine formlose Mitteilung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, wenn die Versicherten damit aller Voraussicht nach vollständig einverstanden sind. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Mitteilung vom 23. Februar 2016 eröffnete die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine Kostengutsprache für behinderungsbedingte Mehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kosten bei der erstmaligen beruflichen Ausbildung in Form einer Austauschbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fugnis. Gleichzeitig führte sie in den kurzen Erwägungen aus, vorliegend werde mit der Erreichung der Matura die erstmalige berufliche Ausbildung abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlossen. Weiterführende Massnahmen würden nicht von der Invalidenversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherung übernommen werden (Urk. 8/510). Mit Schreiben vom 15. März 2016 tat die Versicherte unmissverständlich kund, dass sie mit der Kosten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gutsprache in Form einer Austauschbefugnis nicht einverstanden sei (Urk. 8/514). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bereits damit war klar, dass die Beschwerdegegnerin dem Begehren der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten nicht entsprochen hatte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. In dieser Situation hätte die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin zur Wahrung des rechtlichen Gehörs der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vor Erlass der Verfügung das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorbescheidverfahren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> durchführen müssen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urs Müller, Das Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsverfahren in der Invalidenversicherung, Bern 2010,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">S. 415, Rz 2125). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diese Verfahrensvorschriften und namentlich auch das Durchlaufen des Vorbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahrens sind zwingend. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Indem die Beschwerdegegnerin kein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Vorbescheidverfahren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> durchgeführt hat, hat sie das rechtliche Gehör der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> schwerwiegend verletzt, was einer Heilung grundsätzlich nicht zugänglich ist (vgl. BGE 126 V 130 E. 2b). Ausser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem fällt eine ausnahmsweise Heilung dieser schwerwiegenden Verlet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grundsätzlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht in Betracht, da bei der daraus folgenden Rückweisung an die Beschwerdegegnerin nicht auf einen formalistischen Leerlauf geschlossen wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den kann, zumal die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> grundsätzlich Anspruch auf Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung des Instanzenzuges hat.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Die Versicherte führte in ihrer Stellung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">11. Juli 2016 (Urk. 11) aus, sie könne sich dem vorgeschla</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genen Vorgehen der IV-Stelle zu einer Rückweisung der Sache nicht anschliessen und begründete dies damit, dass selbst wenn eine Rückweisung erfolgen und sich dabei die Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gliede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirksamkeit herausstellen würde, trotzdem die Frage nach der Berufswahl, der erstmaligen Berufsbildung und ob diese mit der Maturität abgeschlossen sei, offen bleiben würde. In prozessualer Hinsicht wäre mit einer Rückweisung die Streitfrage nicht entschieden, womit in der gleichen Sache erneut der Gerichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weg beschritten werden müsste.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach den Ausführungen der Versicherten kann deshalb davon ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gangen werden, dass vorliegend die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Voraussetzungen für eine ausnahmsweise Heilung auch im Interesse der Versicherten und somit als erfüllt zu betrachten sind. Die Versicherte konnte im gerichtlichen Verfahren ihre Einwände nochmals vollum</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fänglich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vorbringen und eingehend zu den geltend gemachten Ansprüchen Stellung nehmen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die angefochtene Verfügung ist damit hinsichtlich des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nspruchs materiell zu über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prüfen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die von der Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 24. März 2016 (Urk. 2) gewährte Kostengutsprache für behinderungsbedingte Mehrkosten bei der erst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">maligen beruflichen Ausbildung „in Form einer Austauschbefugnis“ kann nur so verstanden werden, dass die Beschwerdegegnerin vorliegend die erstmalige berufliche Ausbildung der Versicherten mit dem Erreichen der Matura als abgeschlossen betrachtet, weil sich die Versicherte gegen eine Berufslehre ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schieden habe. Die Argumentation der Beschwerdegegnerin, wonach mit einer Berufslehre innerhalb der gleichen Zeitdauer ein Berufsab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schluss und ein selb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständiges Einkommen erzielt werden könnte und die Versicherte die Matura gesundheitsbedingt nicht verwerten könne, ist weder nachvollziehbar noch kann ihr gefolgt werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">So ist gemäss Art. 16 Abs. 1 IVG unter erstmaliger Berufsausbildung eine gezielte und planmässige Förderung in beruflicher Hinsicht zu verstehen, das heisst der Erwerb oder die Ermittlung spezifischer beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten. Der Besuch eines Gymnasiums gehört zweifelsohne zur erstmaligen beruflichen Ausbildung, wobei diese mit der Matura nicht abgeschlossen ist (vgl. vorstehend E. 1.2-1.3). Betreffend die Wahl der beruflichen Ausbildung bezieht sich das Erfordernis der Einfachheit und Zweckmässigkeit der Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme nicht auf das Ausbildungsniveau, sondern auf die Art der Verwirkli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chung der Ausbildung. Diese ist so auszugestalten, dass der Invalidenversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung nicht unnötige Kosten entstehen. Dies bedeutet aber keinesfalls, dass sich eine Person auf ein unter ihren Fähigkeiten liegendes Ausbildungsniveau beschränken muss (vgl. vorstehend E. 1.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorliegend wechselte die Versicherte im August 2014 von der Sekundar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schule ins Gymnasium, wo sie die Gelegenheit hat, die Matura zu erlangen. In Bezug auf die Frage, ob die Versicherte gegenüber der Invalidenversicherung Anspruch auf Übernahme der behinderungsbedingten Mehrkosten für die gymnasiale Ausbildung hat, ist zunächst auf den Begriff beziehungsweise den Sinn und Zweck der Matura einzugehen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diese vermittelt noch keine eigentliche Berufs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausbildung, sondern das Ziel ist, dass die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Schüle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rinnen und Schüler zu jener persönlichen Reife</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gelangen, die Voraussetzung für ein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hochschulstudium ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl. dazu Art. 5 Abs. 1 der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verordnung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rates/Reglement der EDK</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">über </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Anerkennung von gymnasialen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Maturitäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausweisen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> MAR</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Januar/1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 1995</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Eine Berufsausbildung wird mit anderen Worten erst mit einem Hochschulabschluss erlangt. Zur Beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teilung der Eingliede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungswirksamkeit der von der Versicherten anbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehrten beruflichen Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme ist vorliegend damit nicht nur entscheidend, inwieweit diese in der Lage erscheint, die Matura als solche zu bestehen. Es ist vielmehr auch im Sinne einer Prognose danach zu fragen, ob sie über die Fähigkeiten verfügt, ein Hoch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schulstudium erfolgreich zu absolvieren und die dadurch erlangte Ausbildung in der Folge auf dem Arbeitsmarkt zu verwerten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte bestand die Probezeit mit Erfolg, woraufhin sie defini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiv ins Gym</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nasium aufgenommen wurde (vgl. Urk. 8/509). Nachdem sie defini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiv ins Gymnasium übergetreten war, wies sie sowohl im Herbstsemester 2015/2016 (Urk. 8/508) wie auch im Frühlingssemester 2016 ein genügendes Zeugnis mit guten bis sehr guten Noten aus (Urk. 14). Gestützt auf ihre Zeug</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisse kann davon ausgegangen werden, dass die Versicherte den zent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ralen Anliegen und Zielsetzungen einer gymnasialen Ausbildung gerecht zu werden vermag. So belegen die Noten das Begabungspotenzial der Versicherten und es kann gar von Fortschritten - zum Beispiel in der Mathematik - berichtet werden. Die Eig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nung der Versicherten für die Absolvierung der gymnasialen Matura erscheint in Bezug auf die Leistungsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprüche und die Komplexität als gegeben. Zudem sind bei der Versicherten im Frühlingssemester 2016 lediglich Absenzen von 6 Lektionen zu verzeichnen, was ebenfalls belegt, dass die gesundheitliche Situa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion die Versicherte in keiner Weise hindert, das Gymnasium regelmässig zu besuchen. Weiter ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wie von der Versicherten bereits ausgeführt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichtigen, dass zahl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reiche Nachteilsausgleichsmassnahmen zur Verfügung stehen und von ihr auch bereits genutzt werden. So wird sie heute während des Gymnasiums von einer Betreuungsperson begleitet und hat Anspruch auf einen Assistenzbeitrag (vgl. Urk. 1 S. 7). Des Weiteren wird auch von der behandel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Ärztin des B.___ am 13. Juli 2015 (Urk. 8/488 = Urk. 3/3) bestätigt, dass die Versicherte an einer dystonen Cerebralparese leidet und ihre Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkungen in erster Linie motorischer Art seien, weshalb sie auf den Rollstuhl und auf Hilfe in Tätigkeiten des täglichen Lebens angewiesen sei. Die Versicherte habe nor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">male, sogar sehr gute kognitive Fähigkeiten. Sie zeige eine hohe Motivation und grossen Einsatz und habe deshalb in das Gymnasium übertreten können. Im Sinne eines Nachteilsausgleichs brauche sie dort Assistenz, um ihre guten kog</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nitiven Fähigkeiten auch umsetzen und zeigen zu können. Sie erfülle die Anfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derungen des Gymnasiums. Aus medizinischer Sicht sei sie fähig, das Gym</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nasium zu besuchen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss den vorstehenden Erwägungen erscheint zum aktuellen Zeitpunkt auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund der konkreten Umstände klar, dass die Versicherte in der Lage sein wird, die gymnasiale Vorbereitung zur Matura an der Kantonsschule erfolgreich zu absolvieren. So entspricht der gewählte Besuch der Kantonsschule zweifelsohne ihren schulischen und intellektuellen Fähigkeiten. Was die Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gliede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">samkeit der Matura anbelangt, ist wie erwähnt entscheidend, ob die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte über die Fähigkeiten verfügt, ein Hochschulstudium erfolgreich zu absol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vieren und die dadurch erlangte Ausbildung in der Folge auf dem Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">markt zu verwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten. In den Akten sind keine Hinweise ersichtlich, welche einer guten Prognose entgegenstehen würden. So deutet nichts darauf hin, dass sich die Versicherte in einem kommunika</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiv und strukturell komplexen Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">alltag, wie er an einer Universität oder einer Fachhochschule anzutreffen ist, nicht selbständig würde bewegen können. Es ist davon auszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehen, dass die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">si</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherte die Anpassungsfähigkeit (Aufnahme neuer Stoffe während Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lesungen) wie auch die Selbständigkeit und Selbstorganisa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion (etwa beim kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zipieren und Schreiben von Arbeiten), welche ein Studium erfordert, mit ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechenden Hilfsmassnahmen mit sich bringen wird. Dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nach liegen aus medizinischer Sicht keine Anhaltspunkte für eine fehlende Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gliede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirksamkeit der Massnahme vor, zumal gar die behandelnde Ärztin den weite</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren Schulbesuch nicht nur als möglich, sondern dem Gesundheitszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stand als zuträglich ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schätzte. Es spricht somit nichts gegen die Studierfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit, die ihr mit dem Aushändigen einer Maturität von Rech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tes wegen zuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">billigt wird. Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin, wonach eine Berufslehre ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gliede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungswirksamer wäre, eröffnet die Matura der Versicherten die Chance, allen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">falls ein ihrer Behinderung angemessenes, eventuell gar spezialisiertes Fachstu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dium in Angriff zu nehmen. Letztlich stehen die Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichten der Versicherten, erfolgreich ein Studium zu absolvieren und die betreffende Berufsausbildung anschliessend auf dem Arbeitsmarkt zu ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">werten gut, womit die Eingliede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungswirksamkeit der gymnasialen Vorbereitung zur Matura vorliegend gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach dem Gesagten besteht daher kein Anlass, die Ausbildung "Vorbereitung Gymnasiale Matur" als den Fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keiten der Versicherten unangemessen zu betrachten. Da die Versicherte unbestrittenermassen Anspruch auf Vergütung der invaliditätsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dingten Mehrkosten für die erstmalige berufliche Ausbildung hat, hat die Beschwerdegegnerin für die Mehrkosten für die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">endi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung der angefangenen Ausbildung mindestens im Umfang der dafür noch erforderlichen Semester von mindestens Fr. 55‘620.-- aufzukommen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.6 </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerde ist daher gutzuheissen, und die Beschwerdegegnerin ist zu ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflichten, die invaliditätsbedingten Mehrkosten für die Ausbildung „Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">berei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung Gymnasiale Matur“ im Umfang von mindestens Fr. 55‘620.-- zu über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmen. Mit der Aufhebung der angefochtenen Verfügung wird zugleich klar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gestellt, dass der Anspruch als solcher und nicht unter dem Titel der Austausch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">befugnis besteht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufwand unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG). Sie sind vorliegend auf Fr. 900.-- anzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der unterliegenden Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach § 34 Abs. 1 GSVGer hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der vorliegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Angelegenheit erscheint eine Prozessentschädigung von Fr. 2‘700.-- (inkl. MWSt und Barauslagen) als ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">messen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">die Verfügung der Sozialver</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">siche</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">rungsanstalt </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 24. März 2016 aufgehoben und festgestellt wird, dass die Beschwerdeführerin Anspruch auf Übernahme der inva</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">li</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">di</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">tätsbedingten Mehrkosten der erstma</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">ligen beruflichen Ausbildung im Umfang von mindestens Fr. 55‘620.-- hat.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">900</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.--</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin auferlegt. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rech</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">-</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schä</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">digung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 2</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">‘700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.--</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Procap Schweiz, Advokatin Karin Wüthrich</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">hal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannSchüpbach</p><p></p></div> </div></body></html>