Abkommen vom 9. November 1995 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Slowenien über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Investitionen <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1998/2700_2700_2700/19970320/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1998/2700_2700_2700/19970320"/><FRBRdate date="1997-03-20" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1995-11-09" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1997-03-20" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.975.269.1"/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 9. November 1995 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Slowenien über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Investitionen" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo del 9 novembre 1995 tra la Confederazione Svizzera e la Repubblica di Slovenia concernente la promozione e la protezione reciproche degli investimenti" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord du 9 novembre 1995 entre la Confédération suisse et la République de Slovénie concernant la promotion et la protection réciproque des investissements" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1998/2700_2700_2700/19970320/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1998/2700_2700_2700/19970320/de"/><FRBRdate date="1997-03-20" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1995-11-09" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1997-03-20" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1998/2700_2700_2700/19970320/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1998/2700_2700_2700/19970320/de/xml"/><FRBRdate date="1997-03-20" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1995-11-09" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1997-03-20" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.975.269.1 </docNumber></p><p> AS <b>1998 </b>2700</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Originaltext</p><p><docTitle>Abkommen<br/>zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Slowenien über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Investitionen</docTitle></p><p>Abgeschlossen am 9. November 1995</p><p>In Kraft getreten durch Notenaustausch am 20. März 1997</p><p> (Stand am 20. März 1997)</p></preface><preamble><p fedlex:role="heading">Präambel</p><p>Die Schweizerische Eidgenossenschaft<br/>und<br/>die Republik Slowenien</p><p>(nachgenannt «Vertragsparteien»),</p><p>vom Wunsche geleitet, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten zum beiderseitigen Nutzen zu verstärken,</p><p>im Bestreben, günstige Bedingungen für Investitionen von Investoren der einen Vertragspartei auf dem Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei zu schaffen und zu erhalten,</p><p>in der Erkenntnis, dass Förderung und Schutz von Investitionen zur Mehrung des wirtschaftlichen Wohlstandes in beiden Staaten beitragen,</p><p>haben folgendes vereinbart:</p></preamble><body><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Begriffsbestimmungen</heading><paragraph eId="art_1/para_u1"><content><p>Für die Zwecke dieses Abkommens:</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_1"><num>(1)</num><content><p>bezieht sich der Begriff «Investor» hinsichtlich beider Vertragsparteien auf</p><blockList><item eId="art_1/para_1/lbl_a"><num>(a) </num><p>natürliche Personen, die gemäss der Gesetzgebung der betreffenden Vertragspartei als ihre Staatsangehörigen betrachtet werden;</p></item><item eId="art_1/para_1/lbl_b"><num>(b) </num><p>juristische Personen, die nach dem Rechte der betreffenden Vertragspartei konstituiert oder sonst wie rechtmässig organisiert sind und im Hoheitsgebiet derselben Vertragspartei wesentliche wirtschaftliche Tätigkeiten entfalten;</p></item><item eId="art_1/para_1/lbl_c"><num>(c) </num><p>juristische Personen, die nicht nach dem Recht der betreffenden Vertragspartei gegründet sind, und</p><blockList><item eId="art_1/para_1/lbl_c/lbl_i"><num>(i) </num><p>die zu mehr als 50 Prozent im wirtschaftlichen Eigentum von Personen der betreffenden Vertragspartei stehen; oder</p></item><item eId="art_1/para_1/lbl_c/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>wenn bezüglich diesen juristischen Personen andere Personen der betreffenden Vertragspartei befugt sind, die Mehrheit der Geschäftsführer zu benennen oder ihre Tätigkeit auf andere Weise rechtlich zu bestimmen.</p></item></blockList></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_2"><num>(2)</num><content><p>umfasst der Begriff «Investitionen» alle Arten von Vermögenswerten und Guthaben, insbesondere</p><blockList><item eId="art_1/para_2/lbl_a"><num>(a) </num><p>bewegliche und unbewegliche Vermögenswerte sowie sämtliche dinglichen Rechte wie Dienstbarkeiten, Hypotheken und Pfandrechte;</p></item><item eId="art_1/para_2/lbl_b"><num>(b) </num><p>Aktien, Anteile und andere Formen der Beteiligung an Gesellschaften;</p></item><item eId="art_1/para_2/lbl_c"><num>(c) </num><p>Forderungen auf Geld oder auf irgendwelche Leistungen, die einen wirtschaftlichen Wert aufweisen;</p></item><item eId="art_1/para_2/lbl_d"><num>(d) </num><p>Urheberrechte, gewerbliche Eigentumsrechte (wie Patente, Gebrauchsmuster, gewerbliche Muster und Modelle, Fabrik‑, Handels- und Dienstleistungsmarken, Handelsnamen, Ursprungsbezeichnungen), «Know-how» und «Goodwill»;</p></item><item eId="art_1/para_2/lbl_e"><num>(e) </num><p>öffentlich-rechtliche Konzessionen, einschliesslich solcher zur Prospektion, Gewinnung und Verwertung von natürlichen Ressourcen, sowie sämtliche anderen Rechte, die durch Gesetz, Vertrag oder Entscheid einer Behörde in Anwendung des Gesetzes verliehen werden.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_3"><num>(3)</num><content><p>bezeichnet der Begriff «Ertrag» die Beträge, die eine Investition erbringt, und umfasst insbesondere, aber nicht ausschliesslich Gewinne, Zinsen, Kapitalgewinne, Dividenden, Lizenz- und andere Gebühren.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_4"><num>(4)</num><content><p>umfasst der Begriff «Hoheitsgebiet» die an den betreffenden Staat angrenzenden Seezonen, über die er die Soveränitätsrechte oder die Gerichtsbarkeit gemäss Völkerrecht ausüben kann.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Anwendung</heading><paragraph eId="art_2/para_1"><num>(1)</num><content><p>Dieses Abkommen ist anwendbar auf Investitionen im Hoheitsgebiet einer Vertragspartei, die in Übereinstimmung mit deren Gesetzen und übrigen Rechtsvorschriften von Investoren der andern Vertragspartei vor oder nach Inkrafttreten dieses Abkommens getätigt wurden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_2"><num>(2)</num><content><p>Investoren gemäss Artikel 1 Absatz 1 Buchstabe (c) können gestützt auf dieses Abkommen keine Ansprüche geltend machen, falls sie in derselben Angelegenheit bereits Bestimmungen eines anderen Investitionsabkommens angerufen haben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Förderung, Zulassung</heading><paragraph eId="art_3/para_1"><num>(1)</num><content><p>Jede Vertragspartei fördert auf ihrem Hoheitsgebiet nach Möglichkeit Investitionen von Investoren der anderen Vertragspartei und lässt diese Investitionen in Übereinstimmung mit ihren Gesetzen, Verordnungen und übrigen Rechtsvorschriften zu.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>(2)</num><content><p>Hat eine Vertragspartei auf ihrem Hoheitsgebiet eine Investition zugelassen, so erteilt sie die im Zusammenhang mit der Investition erforderlichen Bewilligungen, einschliesslich solcher für die Durchführung von Lizenzverträgen über technische, kommerzielle oder administrative Unterstützung. Jede Vertragspartei ist bestrebt, die Bewilligungen zu erteilen, die gegebenenfalls für die Tätigkeit von Beratern und anderen qualifizierten Personen fremder Staatsangehörigkeit erforderlich sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Schutz, Behandlung</heading><paragraph eId="art_4/para_1"><num>(1)</num><content><p>Investitionen von Investoren einer Vertragspartei erfahren im Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei jederzeit eine gerechte und billige Behandlung und geniessen vollen Schutz und volle Sicherheit.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>(2)</num><content><p>Keine der Vertragsparteien gewährt in ihrem Hoheitsgebiet Investitionen eines Investors der anderen Vertragspartei oder mit diesen Investitionen zusammenhängenden Erträgen eine weniger günstige Behandlung als Investitionen ihrer eigenen Investoren oder Investitionen von Investoren eines Drittstaates oder mit solchen Investitionen zusammenhängenden Erträgen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_3"><num>(3)</num><content><p>Keine Vertragspartei gewährt in ihrem Hoheitsgebiet Investoren der anderen Vertragspartei in Bezug auf die Verwaltung, den Unterhalt, den Gebrauch, die Nutzung oder die Veräusserung ihrer Investition eine weniger günstige Behandlung als ihren eigenen Investoren oder Investoren eines Drittstaates.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_4"><num>(4)</num><content><p>Gewährt eine Vertragspartei den Investoren eines Drittstaates besondere Vorteile aufgrund eines Abkommens zur Gründung einer Freihandelszone, einer Zollunion, eines gemeinsamen Marktes, eines Abkommens zur Erleichterung des Grenzverkehrs oder aufgrund eines Doppelbesteuerungsabkommens, so ist sie nicht verpflichtet, solche Vorteile den Investoren der anderen Vertragspartei einzuräumen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Freier Transfer</heading><paragraph eId="art_5/para_1"><num>(1)</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_5/para_1/listintro">Jede Vertragspartei gewährt den Investoren der anderen Vertragspartei den Transfer ohne Verzögerung in frei konvertierbarer Währung von Zahlungen im Zusammenhang mit diesen Investitionen, namentlich von:</listIntroduction><item eId="art_5/para_1/lbl_a"><num>(a) </num><p>Erträgen; </p></item><item eId="art_5/para_1/lbl_b"><num>(b) </num><p>Rückzahlungen von Darlehen;</p></item><item eId="art_5/para_1/lbl_c"><num>(c) </num><p>Beträgen, die zur Deckung der Kosten der Investitionsverwaltung bestimmt sind;</p></item><item eId="art_5/para_1/lbl_d"><num>(d) </num><p>Lizenzgebühren und anderen Zahlungen für Rechte, die in Artikel 1 Absatz (2) Buchstaben (c), (d) und (e) dieses Abkommens aufgezählt sind;</p></item><item eId="art_5/para_1/lbl_e"><num>(e) </num><p>zusätzlichen Kapitalleistungen, die für den Unterhalt oder die Ausweitung der Investitionen erforderlich sind;</p></item><item eId="art_5/para_1/lbl_f"><num>(f) </num><p>Erlösen aus dem Verkauf oder der teilweisen oder vollständigen Liquidation einer Investition, einschliesslich allfälliger Wertzunahmen;</p></item><item eId="art_5/para_1/lbl_g"><num>(g) </num><p>Entschädigungen gemäss Artikel 6 dieses Abkommens.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>(2)</num><content><p>Als ohne Verzögerung durchgeführt gilt ein Transfer, der innerhalb einer Frist erfolgt, wie sie normalerweise zur Erfüllung der Transferförmlichkeit erforderlich ist. Die besagte Frist beginnt am Tag, an dem der entsprechende Antrag eingereicht wurde, und darf unter keinen Umständen zwei Monate überschreiten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Besitzesentziehung, Entschädigung</heading><paragraph eId="art_6/para_1"><num>(1)</num><content><p>Keine Vertragspartei darf direkt oder indirekt Enteignungs- oder Verstaatlichungsmassnahmen oder irgendwelche andere Massnahmen von derselben Art oder derselben Wirkung gegenüber Investitionen treffen, die Investoren der anderen Vertragspartei gehören, es sei denn, solche Massnahmen erfolgten im öffentlichen Interesse und seien nicht diskriminierend und entsprächen den gesetzlichen Vorschriften, und vorausgesetzt, dass eine wertentsprechende und tatsächlich verwertbare Entschädigung vorgesehen ist. Der Entschädigungsbetrag einschliesslich Zinsen ist in einer frei konvertierbaren und vom Investor akzeptierten Währung zu zahlen und dem Berechtigten unverzüglich und unabhängig von seinem Wohn- oder Geschäftssitz zu überweisen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>(2)</num><content><p>Investoren einer Vertragspartei, deren Investitionen als Folge eines Krieges oder eines anderen bewaffneten Konfliktes, einer Revolution, eines Ausnahmezustandes oder einer Rebellion auf dem Gebiet der anderen Vertragspartei Schaden genommen haben, haben Anspruch darauf, von der letzteren hinsichtlich Rückerstattung, Entschädigung, Abfindung oder anderer Gegenleistungen gemäss Artikel 4 dieses Abkommens behandelt zu werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Andere Verpflichtungen</heading><paragraph eId="art_7/para_1"><num>(1)</num><content><p>Sofern rechtliche Vorschriften einer Vertragspartei oder Verpflichtungen des internationalen Rechts Investitionen von Investoren der anderen Vertragspartei eine günstigere Behandlung zuerkennen, als jene, die in diesem Abkommen vorgesehen ist, so gehen solche Bestimmungen oder Verpflichtungen, soweit sie günstiger sind, diesem Abkommen vor.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>(2)</num><content><p>Jede Vertragspartei erfüllt alle Verpflichtungen, die sie hinsichtlich Investitionen durch Investoren der anderen Vertragspartei eingegangen ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Subrogationsprinzip</heading><paragraph eId="art_8/para"><content><p>Hat eine der Vertragsparteien für Investitionen, die durch einen Investor auf dem Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei getätigt wurden, eine finanzielle Garantie gegen nichtkommerzielle Risiken gewährt und wurde aufgrund dieser Garantie eine Zahlung geleistet, so anerkennt die andere Vertragspartei aufgrund des Subrogationsprinzips den Übergang der Rechte des Investors auf die erste Vertragspartei.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Meinungsverschiedenheiten zwischen einer Vertragspartei und einem Investor der anderen Vertragspartei</heading><paragraph eId="art_9/para_1"><num>(1)</num><content><p>Zur Lösung von Meinungsverschiedenheiten über Investitionen zwischen einer Vertragspartei und einem Investor der anderen Vertragspartei finden zwischen den betroffenen Parteien Beratungen im Hinblick auf eine gütliche Einigung statt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>(2)</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_9/para_2/listintro">Führen diese Beratungen innerhalb von sechs Monaten nach dem Zeitpunkt, zu dem das Konsultationsbegehren gestellt wurde, nicht zu einer Lösung, kann der Investor die Meinungsverschiedenheit folgenden Stellen zum Entscheid vorlegen:</listIntroduction><item eId="art_9/para_2/lbl_a"><num>(a) </num><p>dem Internationalen Zentrum für die Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (ICSID), das unter dem Washingtoner Übereinkommen zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten zwischen Staaten und Angehörigen anderer Staaten vom 18. März 1965<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1968/982_1022_938" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.975.2</b></ref></p></authorialNote> errichtet wurde (nachgenannt «Übereinkommen»); oder</p></item><item eId="art_9/para_2/lbl_b"><num>(b) </num><p>einem Ad-hoc-Schiedsgericht, das, vorbehältlich einer abweichenden Verein-barung der Streitparteien, nach den Schiedsregeln der Kommission für Internationales Handelsrecht der Vereinten Nationen (UNCITRAL) gebildet wird.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_3"><num>(3)</num><content><p>Jede Vertragspartei willigt hiermit in die Beurteilung einer Investitionsstreitigkeit durch ein internationales Schiedsgericht oder eine internationale Schlichtungsstelle ein.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_4"><num>(4)</num><content><p>Die am Streit beteiligte Vertragspartei kann in keinem Zeitpunkt des Verfahrens sich auf ihre Immunität berufen oder den Einwand erheben, der Investor habe aufgrund eines Versicherungsvertrags eine Entschädigung für einen Teil oder die Gesamtheit des entstandenen Schadens erhalten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_5"><num>(5)</num><content><p>Eine Gesellschaft, die gemäss den auf dem Hoheitsgebiet der Vertragspartei geltenden Gesetzen gegründet oder errichtet wurde und die vor dem Entstehen der Streitigkeit von Staatsangehörigen oder Gesellschaften der anderen Vertragspartei beherrscht wird, gilt im Sinne von Artikel 25 (2) (b) des Washingtoner Übereinkommens als Gesellschaft der anderen Vertragspartei.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_6"><num>(6)</num><content><p>Keine Vertragspartei wird einen der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit unterbreiteten Streitfall auf diplomatischem Wege weiterverfolgen, es sei denn, die andere Vertragspartei befolge den Schiedsspruch nicht.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><heading>Meinungsverschiedenheiten zwischen Vertragsparteien</heading><paragraph eId="art_10/para_1"><num>(1)</num><content><p>Meinungsverschiedenheiten zwischen den Vertragsparteien bezüglich Auslegung oder Anwendung der Bestimmungen dieses Abkommens sind auf diplomatischem Wege beizulegen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_2"><num>(2)</num><content><p>Falls die beiden Vertragsparteien sich nicht innerhalb von zwölf Monaten nach Ausbruch der Streitigkeit verständigen können, ist sie auf Ersuchen der einen oder anderen Vertragspartei einem aus drei Mitgliedern bestehenden Schiedsgericht zu unterbreiten. Jede Vertragspartei bezeichnet einen Schiedsrichter; diese beiden Schiedsrichter ernennen einen Angehörigen eines Drittstaates zum Vorsitzenden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_3"><num>(3)</num><content><p>Falls eine Vertragspartei ihren Schiedsrichter nicht bezeichnet und der Aufforderung der anderen Vertragspartei, innerhalb von zwei Monaten diese Bezeichnung vorzunehmen, nicht nachkommt, so wird der Schiedsrichter auf Ersuchen der letzteren Vertragspartei vom Präsidenten des Internationalen Gerichtshofes ernannt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_4"><num>(4)</num><content><p>Können sich die beiden Schiedsrichter nicht innerhalb von zwei Monaten nach ihrer Bezeichnung auf die Wahl des Vorsitzenden einigen, so wird dieser auf Verlangen einer der beiden Vertragsparteien vom Präsidenten des Internationalen Gerichtshofes ernannt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_5"><num>(5)</num><content><p>Ist der Präsident des Internationalen Gerichtshofes in den in Absatz (3) und Absatz (4) erwähnten Fällen an seiner Mandatsausübung verhindert oder ist er Staatsangehöriger einer der beiden Vertragsparteien, so werden die Ernennungen vom Vizepräsidenten vorgenommen. Ist auch dieser verhindert oder Staatsangehöriger einer der beiden Vertragsparteien, so werden die Ernennungen durch das amtsälteste Mitglied des Gerichtshofes vorgenommen, das nicht Staatsangehöriger einer Vertragspartei ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_6"><num>(6)</num><content><p>Sofern die Vertragsparteien nichts anderes bestimmen, regelt das Schiedsgericht sein Verfahren selber.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_7"><num>(7)</num><content><p>Die Entscheide des Schiedsgerichts sind für die Vertragsparteien endgültig und bindend.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><heading>Schlussbestimmungen</heading><paragraph eId="art_11/para_1"><num>(1)</num><content><p>Das vorliegende Abkommen tritt am Tage in Kraft, an dem sich die beiden Regierungen mitteilen, dass die rechtliche Vorschriften für das Inkrafttreten dieses Abkommens erfüllt sind, und gilt für die Dauer von zehn Jahren. Wird es nicht durch schriftliche Anzeige sechs Monate vor Ablauf dieses Zeitraumes gekündigt, verlängert sich seine Laufzeit um jeweils weitere fünf Jahre.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>(2)</num><content><p>Im Falle der Kündigung dieses Abkommens werden für Investitionen, die vor seiner Kündigung getätigt wurden, die in den Artikeln 1 bis 10 enthaltenen Bestimmungen noch während der Dauer von zehn Jahren angewandt.</p></content></paragraph></article><signature><p><i>Zu Urkund dessen</i> haben die jeweiligen Bevollmächtigten das Abkommen unterzeichnet.</p><p>Geschehen zu Ljubljana, am 9. November 1995, in zwei Originalen, in Deutsch, Slowenisch und Englisch, wobei jeder Text gleichermassen verbindlich ist. Im Falle von Abweichungen geht der englische Text vor.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Für die<br/>Schweizerische Eidgenossenschaft:</p><p>Jean-Pascal Delamuraz</p></td><td><p>Für die<br/>Republik Slowenien:</p><p>Janko Dezelak</p></td></tr></table></signature></body></act></akomaNtoso>