<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, gründlich zu untersuchen, wie sich Fastfood auf unsere Erbanlagen auswirkt, wobei ein besonderer Fokus auf Kinder und Jugendliche zu setzen ist. Ein Bericht zum Thema ist vorzulegen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung ist eine wichtige Voraussetzung für eine gute Gesundheit. Bei einem übermässigen Verzehr von Fertigmahlzeiten ist es möglich, dass von den Konsumentinnen und Konsumenten unbewusst zu viel Salz, Zucker und Fette aufgenommen werden. Aus diesem Grund liegt der Fokus der Schweizer Ernährungsstrategie einerseits auf der Stärkung der Ernährungskompetenzen der Bevölkerung in der Schweiz und andererseits auf der Verbesserung der Zusammensetzung von Lebensmitteln und Mahlzeiten.</p><p>Die Medienmitteilung zu der vom Postulanten erwähnten Studie der Universität Bonn könnte zu falschen Schlussfolgerungen führen, denn die zitierte Studie wurde nicht mit Personen, sondern in einem Mausmodell durchgeführt. Den Mäusen wurde eine fett-, zucker- und salzreiche Diät und kein "Fastfood" verabreicht. Für einige Analysen benutzten die Forschenden zudem isolierte menschliche Blutzellen. Ob und inwiefern aus der Studie gewonnene Erkenntnisse auf den Menschen übertragbar sind, bleibt daher offen.</p><p>Grundlagenstudien wie die zitierte Studie der Universität Bonn sind jedoch eine wichtige Voraussetzung für eine faktenbasierte Ernährungsstrategie. Daher unterstützt der Bund verschiedene nationale und internationale Forschungsprogramme zu den Auswirkungen der Ernährung auf die menschliche Gesundheit. Entsprechende Forschung findet zum Beispiel im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms 69, "Gesunde Ernährung und nachhaltige Lebensmittelproduktion", statt und im Rahmen der sogenannten Joint-Programming-Initiativen zusammen mit der EU im Programm "A Healthy Diet for a Healthy Life". So wird beispielsweise erforscht, wie Genbausteine auf eine sehr energiereiche, aber auch auf eine kalorienarme Ernährung reagieren.</p><p>Schlussberichte der laufenden Forschungsprogramme mit einer Synthese der Resultate, den daraus gewonnenen Empfehlungen und dem Aufzeigen von allfälligem weiterem Handlungsbedarf sind auf Mitte 2019 zu erwarten. Dem Bundesrat erscheint es daher als nicht angebracht, einen weiteren Bericht in Auftrag zu geben und die bereits laufenden Forschungsarbeiten dadurch zu duplizieren.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.