Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 23. Januar 2015 (810 15 13) ____________________________________________________________________ Rechtspflege Fristberechnung bei Zustellung mittels "A-Post-Plus" Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, G erichtsschreiber Stefan Suter Parteien A.____ , Beschwerdeführer , vertr eten durch B.____ gegen Kindes - und Erwachsenenschutzbehörde C.____ , Beschwerdegegnerin Beigeladene D.____ , vertreten durch Claudia Sigel , Advok ati n E.____ Betreff Regelung des persönlichen Verkehrs bei behö rdlicher Platzierung (Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Leimental vom 18. Dezember 2014) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Das Kantonsgericht hat i n E r w ä g u n g , dass die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ die Besuchs- und Ferienregelung für den im Jugendheim F.____ in G.____ fremdplatzierten A .____, geboren am xx.xx.2001, mit Entscheid vom 18. Dezember 2014 für die Zeit ab Entsch eiddatum bis zum 1. August 2015 neu regelte, dass der Kindsvater dagegen mit Eingabe vom 19. Januar 2015 Beschwerde beim Kantonsge- richt Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwal tungsrecht (Kantonsgericht), erho- ben hat und beantragt, der Entscheid sei aufzuheben un d die bisherige Besuchs- und Ferienre- gelung beizubehalten, dass die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde ge- stützt auf § 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über die E inführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 gegeben ist, dass nach Art. 450b Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzb uches (ZGB) vom 10. Dezember 1907 die Beschwerde innert 30 Tagen nach deren Mittei lung schriftlich beim Kantonsgericht einzureichen ist, dass für die Fristberechnung das kantonale Verwaltungspr ozessrecht anwendbar ist (vgl. § 66 Abs. 2 EG ZGB), dass die Frist eingehalten ist, wenn die Eingabe spätes tens am letzten Tag der Frist der schweizerischen Post übergeben wird, wobei sich die Frist auf den nächstfolgenden Werktag verlängert, wenn der letzte Tag der Frist ein Samstag, ein Sonntag oder ein staatlich anerkann- ter Feiertag ist (vgl. § 46 Abs. 2 und 3 des Gesetzes übe r die Organisation der Gerichte [Ge- richtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 2001), dass der vorliegend angefochtene Entscheid vom 18. Dezembe r 2014 der damaligen Rechts- vertreterin des Beschwerdeführers gemäss Track & Trace-Auszug der Post als "A-Post-Plus"- Sendung am Samstag, 20. Dezember 2014 via Postfach zugestellt wurde, dass die 30-tägige Beschwerdefrist nach dem Ausgeführte n mit der Mitteilung am 20. Dezember 2014 ausgelöst wurde und die Fristrechnun g gemäss § 46 Abs. 1 GOG am da- rauffolgenden Tag, dem 21. Dezember 2014, begann, dass der Umstand, dass die Anwaltskanzlei den Entscheid mi t einem Eingangsstempel vom Montag, 22. Dezember 2014 versah, daran nichts ändert, dass der letzte Tag der Frist auf Montag, 19. Januar 201 5 fiel, wobei dieser Tag kein staatlich anerkannter Feiertag war, weshalb die Beschwerdefrist an diesem Tag ablief, Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht dass die Beschwerdeeingabe vom 19. Januar 2015 datiert, gemäss Poststempel auf dem Cou- vert allerdings erst am Abend des 20. Januar 2015 der Post übergeben wurde, dass damit die Beschwerdefrist entgegen der Ansicht des Be schwerdeführers, der sich das Wissen und Handeln seiner früheren Rechtsvertretung zur echnen lassen muss, nicht eingehal- ten wurde und daher auf die Beschwerde vom 19. Januar 2015 zufolge Verspätung gestützt auf § 5 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwalt ungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 nicht eingetreten werden kann, dass für den vorliegenden Entscheid gestützt auf § 1 Ab s. 3 lit. e VPO das Präsidium des Kan- tonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, zuständig ist, dass aufgrund des geringen Aufwands im vorliegenden Verf ahren entsprechend § 4 Abs. 2 der Verordnung über die Gebühren der Gerichte (Gebührent arif, GebT) vom 15. November 2010 auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist und i m Übrigen die Parteikosten wettzu- schlagen sind, dass sich eine Beschwerde als aussichtslos erweist, wenn die Be schwerdefrist verpasst wurde, weshalb das vom Beschwerdeführer gestellte Gesuch um Gewäh rung der unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen ist, e r k a n n t : ://: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Das Gesuch des Beschwerdeführers um Bewilligung der unentgeltli- chen Prozessführung und Verbeiständung wird abgewiesen. 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Präsidentin Gerichtsschreiber