<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00320</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205324&amp;W10_KEY=4467137&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00320</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.09.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG/vorsorgliche Massnahmen</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Vorsorgliche Massnahme für die Dauer des Rekursverfahrens vor Regierungsrat<br/>(Betrieb eines Hundevermittlungsheims; Beschränkung auf 15 Hunde)<br/><br/>Zwischenentscheide sind mit Beschwerde weiterziehbar, wenn sie für den Betroffenen einen Nachteil zur Folge haben, der sich später voraussichtlich nicht mehr beheben lässt (E. 2.1). Die Verfügung der Regierungsratspräsidentin stellt einen solchen Zwischenentscheid dar, weil die vorläufige Beschränkung der Anzahl Hunde auf 15 möglicherweise Entscheide voraussetzt, welche die Zukunft des Hundevermittlungsheims präjudizieren können (E. 2.3).<br/>Der Anspruch auf Gewährung des rechtlichen Gehörs ist nicht verletzt, weil die erst im Verlauf des Rekursverfahrens gestellten Anträge der Nachbarn auf Erlass vorsorglicher Massnahmen inhaltlich bereits bei Einreichung des Nachbarrekurses bekannt waren. Dazu nahmen sie in ihrer Rekursantwort Stellung. Der Verzicht auf eine weitere Anhörung der Beschwerdeführenden ist nicht rechtsverletzend (E. 3).<br/>Rechtsgrundlagen zur aufschiebenden Wirkung des Rekurses und zu vorsorglichen Massnahmen (E. 4.1). Auswirkungen der aufschiebenden Wirkung und der angeordneten vorsorglichen Massnahme auf die Verfahrensbeteiligten (E. 4.3.1). Die lärmmässigen Besonderheiten des Hundegebells machen es nachvollziehbar, dass das Bellen stark störend wirken kann. Deshalb ist dringliches Handeln angezeigt, und es liegen somit besondere Gründe für den Erlass einer vorsorglichen Massnahme vor. Die Verringerung der Anzahl Hunde erweist sich angesichts der gewichtigen Interessen der Nachbarn nach einer Lärmreduktion als verhältnismässig (E. 4.3.2 f.).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSCHIEBENDE WIRKUNG">AUFSCHIEBENDE WIRKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: AUFSCHIEBENDE WIRKUNG UND VORSORGLICHE MASSNAHMEN">AUFSCHIEBENDE WIRKUNG UND VORSORGLICHE MASSNAHMEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HUND">HUND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HUNDEGEBELL">HUNDEGEBELL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HUNDEHALTUNG">HUNDEHALTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORSORGLICHE MASSNAHME">VORSORGLICHE MASSNAHME</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWISCHENENTSCHEID">ZWISCHENENTSCHEID</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 24 RPG</span><br/><span class="gerade">§ 6 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 8 Abs. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 25 Abs. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 26 Abs. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 48 Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">A und B sind EigentÃ¼mer des GrundstÃ¼cks Kat.-Nr. 01 an der X-Strasse 02 in der Gemeinde Y. Auf dem GrundstÃ¼ck stehen ein ehemaliges Schulhaus und NebengebÃ¤ude. Sie betreiben darauf seit April 2004 ein Hundevermittlungsheim. Die beiden EigentÃ¼mer reichten am 21. September 2004 bei der Gemeinde Y ein Baugesuch ein, womit sie um (nachtrÃ¤gliche) Bewilligung der Umnutzung der Liegenschaft zur Einrichtung eines Hundeheims nachsuchten. Das Projekt umfasst auch die bereits erstellten Einfriedungen, zwei ebenfalls schon aufgestellte Baucontainer als âHundehÃ¤userâ und die neue Regelung der ZufahrtsverhÃ¤ltnisse.</p> <p class="Urteilstext"><span>Die Baudirektion erteilte am 1. Dezember 2004 unter Auflagen und Bedingungen die strassenpolizeiliche Bewilligung (Tiefbauamt) und am 20. Dezember 2004 eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (Amt fÃ¼r Raumordnung und Vermessung). Im Rahmen von betrieblichen EinschrÃ¤nkungen wurden Zeiten festgelegt, wÃ¤hrend derer sich die Hunde im Freien aufhalten dÃ¼rfen, und die maximale Anzahl der Hunde auf 15 fixiert. Der Gemeinderat Y erteilte am 27. Januar 2005 unter Auflagen die baurechtliche Bewilligung und Ã¼bernahm dabei die betrieblichen EinschrÃ¤nkungen von der VerfÃ¼gung der Baudirektion.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Am 3. MÃ¤rz 2005 erhoben neun Anwohner bzw. Anwohnerehepaare Rekurs beim Regierungsrat. Sie beantragten die Aufhebung der raumplanerischen und der baurechtlichen Bewilligung, eventuell die RÃ¼ckweisung an die Vorinstanzen zum neuen Entscheid. In prozessualer Hinsicht forderten sie die Feststellung, dass der Betrieb des Hundevermittlungsheims aufgrund der aufschiebenden Wirkung des Rekurses bis zum Vorliegen einer formell rechtskrÃ¤ftigen Baubewilligung oder einer entsprechenden vorsorglichen Massnahme verboten sei. Mit Eingabe vom 13. Juni 2005 stellten die Anwohner ein Begehren um Erlass vorsorglicher Massnahmen. Sie beantragten, es sei den EigentÃ¼mern der Betrieb des Hundevermittlungsheims, eventuell das Halten von mehr als 14 Hunden, wÃ¤hrend der Dauer des Rekursverfahrens zu verbieten und der Aufenthalt der Tiere im Freien sei gemÃ¤ss den betrieblichen BeschrÃ¤nkungen der erstinstanzlichen Bewilligungen zu regeln. Subeventuell sei die Anzahl der Hunde nach Ermessen des Regierungsrats zu beschrÃ¤nken.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 4. MÃ¤rz 2005 reichten auch die beiden EigentÃ¼mer des GrundstÃ¼cks Rekurs beim Regierungsrat ein. Sie wandten sich gegen die in den Bewilligungen festgelegte maximale Anzahl der Hunde und die betrieblichen EinschrÃ¤nkungen und verlangten eine Ausdehnung der Zeitspannen, wÃ¤hrend derer die Hunde sich im Freien aufhalten dÃ¼rfen.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Die PrÃ¤sidentin des Regierungsrats bewilligte mit VerfÃ¼gung vom 7. Juli 2005 fÃ¼r die Dauer des Rekursverfahrens das Halten von maximal 15 Hunden entsprechend den Auflagen gemÃ¤ss Dispositiv 4 der kommunalen baurechtlichen Bewilligung vom 27. Januar 2005.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 29. Juli 2005 erhoben A und B gegen die VerfÃ¼gung der RegierungsratsprÃ¤sidentin Beschwerde beim Verwaltungsgericht und forderten deren Aufhebung, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Anwohner (Beschwerdegegnerschaft I). Diese ersuchten in ihrer Beschwerdeantwort um Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrenden. Die Staatskanzlei beantragte, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten. Die Beschwerdeantwort der Baukommission Y wurde verspÃ¤tet der Post Ã¼bergeben.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist sachlich zustÃ¤ndig zur Beurteilung der kantonalen und kommunalen Baubewilligung im Beschwerdeverfahren (§ 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Es beurteilt deshalb auch die Anordnung einer vorsorglichen Massnahme als Zwischenentscheid (§ 43 Abs. 3 VRG e contrario).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Zwischenentscheide sind mit Beschwerde weiterziehbar, wenn sie fÃ¼r den Betroffenen einen Nachteil zur Folge haben, der sich spÃ¤ter voraussichtlich nicht mehr beheben lÃ¤sst (§ 48 Abs. 2 VRG; gleich lautend fÃ¼r das Rekursverfahren § 19 Abs. 2 VRG). Es ist kein strikter Nachweis eines solchen Nachteils erforderlich, und es genÃ¼gt ein tatsÃ¤chlicher Nachteil, an den keine hohen Anforderungen gestellt werden (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 48 N. 6, § 6 N. 32; RB 1998 Nr. 33).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die RegierungsratsprÃ¤sidentin ging in der angefochtenen VerfÃ¼gung davon aus, dass vorliegend kein solcher spÃ¤ter nicht mehr behebbarer Nachteil vorliege und die VerfÃ¼gung folglich innerkantonal nicht anfechtbar sei; auf die Angabe einer Rechtsmittelbelehrung wurde deshalb verzichtet. Diese Ansicht bekrÃ¤ftigt die Staatskanzlei in ihrer Vernehmlassung. Die BeschwerdefÃ¼hrenden seien in keiner Weise beschwert, weil ihnen fÃ¼r die Dauer des Rekursverfahrens das gestattet werde, was ihnen gemÃ¤ss den erstinstanzlichen VerfÃ¼gungen der Baudirektion bzw. der Gemeinde bewilligt worden sei. Diese Bewilligungen hÃ¤tten infolge der aufschiebenden Wirkung der eingereichten Rekurse bis zur VerfÃ¼gung der RegierungsratsprÃ¤sidentin gar keine Rechtswirkungen entfaltet.</p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrenden bringen vor, sie seien fÃ¼r eine wirtschaftliche FÃ¼hrung des Tiervermittlungsheims darauf angewiesen, 20 bis 30 Hunde zu halten. Auch eine fÃ¼r die Dauer des Rekursverfahrens beschrÃ¤nkte Reduktion auf 15 Hunde hÃ¤tte einschneidende Konsequenzen, weil insbesondere die Welpen nicht und Ã¤ltere sowie behinderte Hunde nicht sofort vermittelt werden kÃ¶nnten. Ein Grossteil der Tiere mÃ¼sste wohl eingeschlÃ¤fert werden. Die BeschwerdefÃ¼hrenden erlitten durch die angefochtene VerfÃ¼gung einen Nachteil im Sinn von § 48 Abs. 2 VRG, weshalb sie anfechtbar sei.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerschaft I sieht im Erlass der vorsorglichen Massnahme durch die RegierungsratsprÃ¤sidentin keinen spÃ¤ter voraussichtlich nicht mehr behebbaren Nachteil, vor allem weil weiter gehende AnsprÃ¼che der BeschwerdefÃ¼hrenden auf Fakten beruhten, welche diese eigenmÃ¤chtig geschaffen hÃ¤tten. Den BeschwerdefÃ¼hrenden dÃ¼rften aus der Tatsache des rechtswidrigen Bauens keine Vorteile erwachsen. Bei DurchfÃ¼hrung eines ordentlichen Baubewilligungsverfahrens kÃ¶nnte das Heim heute infolge der aufschiebenden Wirkung von Rekursen nicht betrieben werden. ÃberzÃ¤hlige Hunde mÃ¼ssten nicht zwingend eingeschlÃ¤fert werden, sondern sie kÃ¶nnten fremdplatziert werden. Mit der Erlaubnis, 15 Hunde wÃ¤hrend des Rekursverfahrens zu halten, wÃ¼rden die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht wesentlich in ihren Interessen tangiert.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Der Vollzug der angefochtenen VerfÃ¼gung hat zur Folge, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden alle Hunde Ã¼ber der Maximalzahl von 15 aus dem Hundevermittlungsheim zu entfernen haben. Entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrenden muss dies aber nicht zwingend dazu fÃ¼hren, dass ein Teil der Ã¼berzÃ¤hligen Hunde einzuschlÃ¤fern ist. Weil das Heim Ã¼ber einen grÃ¶sseren Kreis von Helfern und Spendern verfÃ¼gt, kommen fÃ¼r die Hunde durchaus Fremdplatzierungen fÃ¼r die Dauer des Rekursverfahrens in Frage. Es ist allerdings nicht von der Hand zu weisen, dass durch eine solche Verringerung des Tierbestandes bereits fÃ¼r die Zeitspanne des Rekursverfahrens die BetriebsfÃ¼hrung des Heims verÃ¤ndert werden muss und finanzielle Einbussen fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrenden eintreten kÃ¶nnen. MÃ¶glicherweise setzt eine solche Betriebsreduktion Entscheide voraus, welche die Zukunft des Hundevermittlungsheims in die eine oder andere Richtung bereits zum jetzigen Zeitpunkt zu prÃ¤judizieren vermÃ¶gen. Angesichts dessen, dass kein strikter Nachweis des nicht behebbaren Nachteils zu verlangen ist und die Beurteilung auf einer Prognose beruht, sprechen die dargelegten UmstÃ¤nde fÃ¼r die ZulÃ¤ssigkeit der Anfechtung der VerfÃ¼gung der RegierungsratsprÃ¤sidentin. An diesem Ergebnis Ã¤ndert der Einwand der Beschwerdegegnerschaft I nichts, wonach die BeschwerdefÃ¼hrenden durch die eigenmÃ¤chtige Betriebsaufnahme einen Zustand geschaffen hÃ¤tten, der nun durch die angefochtene VerfÃ¼gung geschÃ¼tzt werde, so dass die BeschwerdefÃ¼hrenden dadurch gar nicht beschwert seien. Die Vorinstanz hat nÃ¤mlich aufgrund einer summarischen PrÃ¼fung den Schluss gezogen, dass den BeschwerdefÃ¼hrenden die GutglÃ¤ubigkeit in Bezug darauf, ob eine Bewilligung erforderlich sei, nicht widerlegt werden kÃ¶nne. Ohne einer vertieften ÃberprÃ¼fung dieser Frage durch den Regierungsrat vorzugreifen, weisen die Indizien jedenfalls darauf hin, dass die Sachlage diesbezÃ¼glich nicht eindeutig ist. Deshalb ist den BeschwerdefÃ¼hrenden der Rechtsschutz nicht unter Hinweis auf ein angeblich eigenmÃ¤chtiges Vorgehen zu verweigern.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden rÃ¼gen eine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs, weil sie sich nicht zu den AntrÃ¤gen der Beschwerdegegnerschaft I vom 13. Juni 2005 auf Erlass vorsorglicher Massnahmen hÃ¤tten Ã¤ussern kÃ¶nnen. Die Beschwerdegegnerschaft I hÃ¤lt diesem Einwand entgegen, bei Dringlichkeit kÃ¶nne eine vorsorgliche Massnahme auch ohne AnhÃ¶rung erlassen werden. Die angefochtene VerfÃ¼gung entspreche dem Subeventualbegehren der Beschwerdegegnerschaft I im Rekursverfahren und den Auflagen in der Baubewilligung vom 27. Januar 2005. Die Staatskanzlei verweist in ihrer Vernehmlassung auf die mangelnde Beschwerdelegitimation, weshalb keine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs vorliege.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der Vorwurf der BeschwerdefÃ¼hrenden ist unbegrÃ¼ndet. Die Beschwerdegegnerschaft I hat bereits in ihrem Rekurs vom 3. MÃ¤rz 2005 mit einem prozessualen Antrag die Feststellung verlangt, dass der Betrieb des Hundevermittlungsheims aufgrund der aufschiebenden Wirkung des Rekurses verboten sei. Die BeschwerdefÃ¼hrenden waren somit bereits zu diesem Zeitpunkt damit konfrontiert, dass die Beschwerdegegnerschaft I eine Betriebseinstellung fÃ¼r das Rekursverfahren anstrebt. Sie nahmen dazu in ihrer Rekursantwort vom 13. Mai 2005 Stellung. Mit dem Hauptantrag in der Eingabe vom 13. Juni 2005 verfolgte die Beschwerdegegnerschaft I dasselbe Ziel Ã¼ber den Weg einer vorsorglichen Massnahme. Es ist deshalb nicht rechtsverletzend, wenn die Vorinstanz nach Eingang der Eingabe vom 13. Juni 2005 die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht nochmals zur Frage einer Betriebseinstellung und (a maiore minus) von betrieblichen BeschrÃ¤nkungen angehÃ¶rt hat.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Dem Lauf der Rekursfrist und der Einreichung eines Rekurses kommen aufschiebende Wirkung zu, wenn mit der angefochtenen Anordnung nicht aus besonderen GrÃ¼nden etwas anderes bestimmt wurde (§ 25 Abs. 1 VRG). Die VerwaltungsbehÃ¶rde trifft die notwendigen vorsorglichen Massnahmen. Bei KollegialbehÃ¶rden ist in dringenden FÃ¤llen der Vorsitzende hiezu ermÃ¤chtigt (§ 6 VRG; vgl. fÃ¼r den Regierungsrat auch § 3 Ziff. 1 der Verordnung Ã¼ber das Rekursverfahren vor dem Regierungsrat vom 3. November 1997).</p> <p class="Urteilstext">Die Anordnung vorsorglicher Massnahmen setzt das Vorliegen besonderer GrÃ¼nde voraus. Sie sind dann zulÃ¤ssig, wenn Ã¼berwiegende Interessen eines Verfahrensbeteiligten zu wahren sind und der definitive materielle Entscheid nicht sogleich getroffen werden kann. Es ist eine InteressenabwÃ¤gung vorzunehmen. Sie mÃ¼ssen notwendig sowie verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein und dÃ¼rfen die zu erlassende VerfÃ¼gung nicht prÃ¤judizieren oder verunmÃ¶glichen (vgl. zum Ganzen KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 6 N. 9 ff. mit weiteren Hinweisen; RB 1998 Nr. 37, 1983 Nr. 1).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Nach Darlegung der Rechtslage zur aufschiebenden Wirkung des Rekurses, zu den vorsorglichen Massnahmen im Rekursverfahren und zum Erfordernis einer Baubewilligung bei einer NutzungsÃ¤nderung wÃ¼rdigte die RegierungsratsprÃ¤sidentin die Darlegungen der Parteien (E. 8) und kam zum Schluss, dass nach der vollumfÃ¤nglichen Anfechtung der (nachtrÃ¤glich erteilten) Bewilligungen diese keine Rechtswirkungen entfalteten und deshalb eine formelle Baurechtswidrigkeit vorliege (E. 9a). Die Frage der materiellen RechtmÃ¤ssigkeit sei Thema des Rekursverfahrens und bedÃ¼rfe einer vertieften PrÃ¼fung (E. 9b). Weil beim Erwerb des GrundstÃ¼cks durch die BeschwerdefÃ¼hrenden Grund zur Annahme bestanden habe, der Betrieb des Hundevermittlungsheims bedÃ¼rfe keiner Baubewilligung, erscheine es als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, die formelle Rechtswidrigkeit der Nutzung zum Anlass zu nehmen, jetzt vorsorglich ein Betriebsverbot anzuordnen. Die GutglÃ¤ubigkeit der BeschwerdefÃ¼hrenden kÃ¶nne im Rahmen einer bloss summarischen PrÃ¼fung nicht widerlegt werden (E. 9c). Die RegierungsratsprÃ¤sidentin bewilligte fÃ¼r die Dauer des Rekursverfahrens das Halten von maximal 15 Hunden und entsprach somit dem Subeventualantrag der Beschwerdegegnerschaft I in deren Eingabe vom 13. Juni 2005 (Disp.-Ziff. I; E. 9e). </p> <p class="Erwgung2">Die BeschwerdefÃ¼hrenden rÃ¼gen, die mit VerfÃ¼gung vom 7. Juli 2005 angeordnete Massnahme sei nicht notwendig. Die IntensitÃ¤t der LÃ¤rmimmission durch das Bellen der sich im Freien aufhaltenden Hunde mÃ¼sse nÃ¤mlich unter BerÃ¼cksichtigung der anderen LÃ¤rmquellen (X-Strasse, Bahnlinie, Flugverkehr) und der Entfernung der privaten Beschwerdegegnerschaft I zum Hundevermittlungsheim (200 bis 300 m) beurteilt werden. Die Massnahmen seien auch nicht verhÃ¤ltnismÃ¤ssig, weil die BeschwerdefÃ¼hrenden die Liegenschaft in der erklÃ¤rten Absicht gekauft hÃ¤tten, ein Hundevermittlungsheim zu betreiben, und davon hÃ¤tten ausgehen kÃ¶nnen, es sei keine Baubewilligung erforderlich. Die InteressenabwÃ¤gung der RegierungsratsprÃ¤sidentin beruhe auf einem Irrtum. Entgegen der Annahme in der angefochtenen VerfÃ¼gung, wonach die BeschwerdefÃ¼hrenden die zahlenmÃ¤ssige BeschrÃ¤nkung der Hundehaltung nicht angefochten hÃ¤tten, sei von ihnen in ihrem Rekurs vom 4. MÃ¤rz 2005 diese Maximalzahl mit Antrag und BegrÃ¼ndung ausdrÃ¼cklich in Frage gestellt worden. Die zahlenmÃ¤ssige Limitierung stelle die Weiterexistenz des Hundevermittlungsheims in Frage. Auch Ã¶ffentliche Interessen sprÃ¤chen fÃ¼r den Weiterbestand des Heims (soziale Funktion als Treffpunkt fÃ¼r Jugendliche, die sich der Betreuung der Hunde widmen; tierschÃ¼tzerische Funktion).</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerschaft I wendet ein, das Hundegebell beeintrÃ¤chtige das Ruhe- und ErholungsbedÃ¼rfnis in hohem Mass. Das Bellen werde auch wahrgenommen, wenn sich die Hunde nicht im Freien aufhielten. Der LÃ¤rm hebe sich vom eher monotonen LÃ¤rm von Strasse und Eisenbahn ab und sei im â gegenÃ¼ber dem Heim leicht erhÃ¶hten â Wohngebiet der Beschwerdegegnerschaft I gut wahrnehmbar. Das Gebell wirke als impulsartiges, teils kurzes, teils lÃ¤nger andauerndes GerÃ¤usch massiv stÃ¶rend. Die VerfÃ¼gung der RegierungsratsprÃ¤sidentin sei dringend notwendig. Sie stelle die mildeste Massnahme gegenÃ¼ber den BeschwerdefÃ¼hrenden dar. Es komme nicht darauf an, ob sie bewusst oder unbewusst das Hundevermittlungsheim ohne Bewilligungen betrieben hÃ¤tten. Dessen Existenz sei nicht gefÃ¤hrdet, weil der ErlÃ¶s aus Hundeplatzierungen im Heim im Vergleich zu den Spendengeldern von eher marginaler Bedeutung sei. Eine bedeutende soziale Funktion als Jugendtreffpunkt kÃ¶nne dem Hundevermittlungsheim nicht zugeschrieben werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.1 </b>Wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, folgt aus der aufschiebenden Wirkung des Rekurses der Beschwerdegegnerschaft I, dass die Bewilligungen keine Wirkung entfalten konnten (vgl. VerfÃ¼gung der Staatskanzlei vom 16. MÃ¤rz 2005 [nach Eingang der Rekurse], Disp.-Ziff. V). GegenÃ¼ber der Beschwerdegegnerschaft I bewirkt die vorsorgliche Massnahme, die betreffend Hundehaltung inhaltlich mit den erstinstanzlichen Bewilligungen Ã¼bereinstimmt, dass in diesem Umfang die aufschiebende Wirkung ihres Rekurses aufgehoben ist. Die Beschwerdegegnerschaft I ist mit der angeordneten vorsorglichen Massnahme einverstanden. GegenÃ¼ber den BeschwerdefÃ¼hrenden bewirkt die angefochtene VerfÃ¼gung, dass eine weiter gehende vorsorgliche Massnahme zu ihren Gunsten (dahingehend, dass sie wÃ¤hrend des Rekursverfahrens das Hundeheim mit mehr als den 15 bewilligten Hunden betreiben dÃ¼rften) abgelehnt wurde. Dies entspricht dem Grundsatz, dass der Rekurs gegen die Verweigerung oder die EinschrÃ¤nkung einer Bewilligung keine aufschiebende Wirkung in dem Sinn entfaltet, dass wÃ¤hrend der Dauer des Rekursverfahrens die fragliche TÃ¤tigkeit ausgeÃ¼bt bzw. im Ã¼ber die EinschrÃ¤nkung hinausgehenden Umfang ausgeÃ¼bt werden dÃ¼rfte. Eine solche Folge liesse sich nur mittels einer vorsorglichen Massnahme (im <i>engeren</i> Sinn, die nicht den Entzug der aufschiebenden Wirkung beinhaltet) herbeifÃ¼hren, was die Vorinstanz mit der angefochtenen Anordnung abgelehnt hat.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.2 </b>Die Beschwerdegegnerschaft I weist zu Recht auf die lÃ¤rmmÃ¤ssigen Besonderheiten des Hundegebells hin, das anders wahrgenommen werde als herkÃ¶mmliche LÃ¤rmquellen wie VerkehrslÃ¤rm. Es ist daher nachvollziehbar, dass das Bellen in starkem Mass als stÃ¶rend empfunden werden kann und deshalb das RuhebedÃ¼rfnis von Anwohnern zu beeintrÃ¤chtigen vermag. Weil das Hundegebell tagtÃ¤glich zu hÃ¶ren ist, erweist sich ein dringliches Handeln als angezeigt. Es liegen somit besondere GrÃ¼nde vor, welche eine KlÃ¤rung der VerhÃ¤ltnisse fÃ¼r die Dauer des Rekursverfahrens mittels einer vorsorglichen Massnahme notwendig machen.</p> <p class="Urteilstext">Die Reduktion der Anzahl der Hunde bildet eine durchaus geeignete Massnahme zu einer Verringerung der LÃ¤rmimmissionen, weil weniger Hunde auch weniger Gebell verursachen. Angesichts der prozessualen Situation stehen die Interessen der BeschwerdefÃ¼hrenden der vorsorglichen Massnahme nicht entgegen: WÃ¤re nÃ¤mlich vor der Betriebsaufnahme des Heims ein Baubewilligungsverfahren eingeleitet worden, hÃ¤tten die BeschwerdefÃ¼hrenden infolge der aufschiebenden Wirkung von Anwohnerrekursen ihre TÃ¤tigkeit gar nicht aufnehmen kÃ¶nnen, wie die Beschwerdegegnerschaft I zutreffend einwendet. Durch die Aufnahme des Betriebs, die Einleitung erst eines nachtrÃ¤glichen Bewilligungsverfahrens und nun durch die Erlaubnis im Rahmen einer vorsorglichen Massnahme, das Heim mit 15 Hunden wÃ¤hrend der Dauer des Rekursverfahrens weiter zu fÃ¼hren, ziehen die BeschwerdefÃ¼hrenden einen Vorteil. Sie sind zurzeit so gestellt, wie wenn die erstinstanzlichen Bewilligungen bereits zur Anwendung gelangten. In Anbetracht der gewichtigen Interessen der Beschwerdegegnerschaft I kÃ¶nnen die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht erwarten, dass ihnen Ã¼ber den Umfang der erstinstanzlichen Bewilligungen hinaus wÃ¤hrend der Dauer des Rechtsstreits die Haltung zusÃ¤tzlicher Hunde zugebilligt werde.</p> <p class="Urteilstext">Die Frage, ob die BeschwerdefÃ¼hrenden das Hundevermittlungsheim eigenmÃ¤chtig eingerichtet haben oder ob sie darauf vertrauen konnten, dass fÃ¼r den Betrieb keine Bewilligungen notwendig seien, ist nicht entscheidend, weil so oder anders die vorab wirtschaftlichen Interessen der BeschwerdefÃ¼hrenden die entgegenstehenden Interessen der Beschwerdegegnerschaft I nicht Ã¼berwiegen. Bezogen auf die von den BeschwerdefÃ¼hrenden geforderte Anzahl von wenigstens 20 Hunden bedeutet ein Betrieb mit 15 Hunden eine Reduktion um 25 %. Zwar muss dadurch das Heim unter verÃ¤nderten Bedingungen weiter gefÃ¼hrt werden. Die Weiterexistenz des Betriebs scheint dadurch aber nicht unmittelbar gefÃ¤hrdet zu sein, sind doch fÃ¼r die Dauer des Rekursverfahrens vorÃ¼bergehende Fremdplatzierungen fÃ¼r die Hunde bei Helfern denkbar, die bereits jetzt EinsÃ¤tze im Hundevermittlungsheim leisten. Zu beachten ist auch, dass die vorsorgliche Massnahme in zeitlicher Hinsicht beschrÃ¤nkt ist bis zur rechtskrÃ¤ftigen Erledigung des Rekursverfahrens. Wenn der Regierungsrat innerhalb der von der Ordnungsvorschrift in § 27a Abs. 1 VRG vorgegebenen Frist von 60 Tagen seit Abschluss der Sachverhaltsermittlungen einen Rekursentscheid trifft, dann verringert sich die Tragweite der vorsorglichen Massnahme fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrenden. Bei den von den BeschwerdefÃ¼hrenden angefÃ¼hrten sozialen und tierschÃ¼tzerischen Funktionen des Heims handelt es sich nicht um vom Gemeinwesen direkt Ã¼bertragene Ã¶ffentliche Aufgaben. Diese Funktionen mÃ¶gen zwar durchaus mit dem Betrieb verbunden sein, doch geht es dabei nicht um eigentliche Ã¶ffentliche Interessen, die in der AbwÃ¤gung ausschlaggebend sein kÃ¶nnen.</p> <p class="Urteilstext">Keine andere Beurteilung ergibt sich aus dem von den BeschwerdefÃ¼hrenden gerÃ¼gten Umstand, dass die RegierungsratsprÃ¤sidentin in der angefochtenen VerfÃ¼gung fÃ¤lschlicherweise davon ausgegangen ist, die BeschwerdefÃ¼hrenden hÃ¤tten die Bewilligung bezÃ¼glich der zugelassenen Anzahl Hunde nicht angefochten. TrÃ¤fe diese irrtÃ¼mliche Annahme der Vorinstanz zu, so kÃ¶nnte ein schutzwÃ¼rdiges Interesse der BeschwerdefÃ¼hrenden zur Anfechtung dieser ZwischenverfÃ¼gung in der Tat verneint werden.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.3 </b>Der Erlass der vorsorglichen Massnahme durch die RegierungsratsprÃ¤sidentin beruht auf einer sorgfÃ¤ltigen AbwÃ¤gung der Interessen. Sie wahrt einerseits die Interessen der BeschwerdefÃ¼hrenden an einer vorlÃ¤ufigen WeiterfÃ¼hrung des Heims â allerdings in reduziertem Umfang â und trÃ¤gt anderseits auch dem BedÃ¼rfnis der Beschwerdegegnerschaft I nach einer BeschrÃ¤nkung der LÃ¤rmimmissionen Rechnung. Eine PrÃ¤judizierung des Rekursentscheids ist damit nicht verbunden. Die vorsorgliche Massnahme ist deshalb im Rahmen der beschrÃ¤nkten Kognition des Verwaltungsgerichts (§ 50 VRG; RB 1998 Nr. 37) nicht zu beanstanden.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist demnach abzuweisen, und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten den BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte aufzuerlegen unter solidarischer Haftung eines jeden fÃ¼r den Gesamtbetrag (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Angesichts der nicht einfachen rechtlichen Ausgangslage war die Beschwerdegegnerschaft I auf den Beizug eines Rechtsvertreters angewiesen. Die BeschwerdefÃ¼hrenden sind deshalb solidarisch zu verpflichten, der Beschwerdegegnerschaft I eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 700.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 120.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'120.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den beiden BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte auferlegt unter solidarischer Haftung eines jeden fÃ¼r den Gesamtbetrag.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrenden werden solidarisch verpflichtet, der Beschwerdegegnerschaft I innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Entscheids eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 700.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>