A bteilung III C -3181/2006 /fas {T 0/2} U rte il v o m 1 8 . S e p te m b e r 2 0 0 7 R ichter Johannes Frölicher (Vorsitz), R ichterin Franziska Schneider, R ichter Francesco Parrino, G erichtsschreiberin Susanne Fankhauser. X._______ A G , Beschw erdeführerin, gegen SU VA Schw eizerische U nfallversicherungs-A nstalt, Fluhm attstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern, Vorinstanz. U nterstellung SU VA (Einspracheentscheid vom 21. M ärz 2006). B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandC -3181/2006 Sachverhalt: A . D ie X._______ AG , Brenn- und Treibstoffe (nachfolgend: X._______ AG ), m it Sitz in C ._______ hat gem äss H andelsregistereintrag nam entlich den Zw eck des Im portes von und des H andels m it Brenn- und Treibstoffen, technischen O elen, Fetten und Schm ierm itteln, der Lagerhaltung, des Betriebs eines Tankstellennetzes, der Beteiligung an gleichartigen oder artverw andten U nternehm en, der Verw ertung von M arkenrechten, der Planung, Erstellung, R evision und R einigung von Tankanlagen, sow ie der D urchführung von Brennerservice und Entkalkung. Ihre Arbeitnehm enden sind bei der Schw eizerischen U nfallversicherungsanstalt (nachfolgend SU VA) gegen Berufs- und N ichtberufsunfälle versichert. D ie X._______ AG w ird dabei seit Jahren zusam m en m it der D ._______ AG in den Präm ientarif für die Berufs- und N ichtberufsunfallversicherung eingereiht. B . Im R ahm en von zw ei, die Präm ieneinreihungen des Jahres 2005 betreffenden Beschw erdeverfahren vor der dam als zuständigen R ekurskom m ission für die U nfallversicherung (nachfolgend: R ekurs- kom m ission U V), w elche einerseits durch die X._______ AG (Verfahren R EKU 617/05) w ie auch durch die D ._______ AG (Verfahren R EKU 613/04) angestrengt w orden w aren, ergab sich die N otw endigkeit der Klärung der betrieblichen Verbindungen und Interdependenzen zw ischen der D ._______ AG und der X._______ AG . M it Entscheid vom 10. M ärz 2005 w urde die Beschw erde der X._______ AG insow eit gutgeheissen, als die Sache zur N eubeur- teilung der Einreihung an die SU VA zurückgew iesen w urde. C . Am 27. O ktober 2005 w urden der X._______ AG die Versicherungsausw eise für die obligatorische U nfallversicherung zugestellt. D ie X._______ AG w urde dabei rückw irkend per 1. Januar 2005 von der D ._______ AG getrennt und ihrerseits dem Tätigkeitsbereich der SU VA unterstellt. M it Schreiben vom 28. N ovem ber 2005 erhob die X._______ AG dagegen fristgerecht Einsprache und w ehrte sich gegen die U nterstellung. D ie von der SU VA unternom m enen Versuche, die betrieblichen Verhältnisse abzuklären, scheiterten m angels M itw irkung. S eite 2C -3181/2006 D . Am 21. Februar 2006 gelangte die X._______ AG an die R ekurskom m ission U V und leitete ein Verfahren w egen R echtsverw eigerung ein (Verfahren R EKU 653/06). D ieses Verfahren w urde m it Verfügung vom 25. April 2006 abgeschrieben, nachdem die SU VA m it D atum vom 21. M ärz 2006 den Einspracheentscheid betreffend die streitige U nterstellungsfrage erlassen hatte. G leichzeitig entschied die R ekurskom m ission UV, die Eingabe der Beschw erdeführerin vom 13. April 2006 als Beschw erde entgegenzunehm en. In ihrem Einspracheentscheid hatte die SU VA bestätigt, dass die X._______ AG für die obligatorische U nfallversicherung ihrer Arbeitnehm enden der SU VA unterstellt sei. Sie begründete ihren Entscheide dam it, dass die X._______ AG einen H andel m it Lager für Brenn- und Treibstoffe führe und eine Tankstelle bew irtschafte. Zudem führe sie gem einsam m it Partnerfirm en Tankreinigungen und Tankrevisionen durch. D ie gesetzlichen U nterstellungsm erkm ale seien deshalb in m ehrfacher H insicht erfüllt. E. In der als Beschw erde entgegengenom m enen Eingabe vom 13. April 2006 bestritt die Beschw erdeführerin, dass die gesetzlichen Voraus- setzungen zur U nterstellung der X._______ AG erfüllt seien, w eil die Büro- und Kioskangestellten m it den im G esetz aufgeführten Stoffen nicht in Berührung käm en. Am 30 M ai 2006 reichte die X._______ AG eine zusätzliche Stellungnahm e ein. Sie präzisierte, dass sie die Entlassung des Betriebes aus dem O bligatorium beantrage. D ie X._______ AG sei keine U nternehm ung, die G rund- und Feinchem ikalien, chem isch- technische Produkte, Lacke und Farben sow ie feuer- und explosionsgefährliche Stoffe herstelle, im G rossen verw ende, lagere oder transportiere. Bei der X._______ AG w erde kein Benzin gelagert oder um geschlagen, die Transporte w ürden direkt ab dem Lager E._______ durch die D ._______ AG durchgeführt. D ie X._______ AG besitze des Ü brigen auch keine Tankfahrzeuge. D ie W eigerung zur Zusam m enarbeit m it der SU VA w ird dam it begründet, dass die Verhältnisse bereits hinlänglich bekannt gew esen seien und im R ahm en eines laufenden Verfahrens solches auch nicht angebracht gew esen sei. In Bezug auf die Tätigkeiten der U nternehm ungen S eite 3C -3181/2006 X._______ AG und D ._______ AG führt sie aus, dass die C hauffeure bei der D ._______ AG angestellt seien, die X._______ AG befasse sich in den R äum lichkeiten in C ._______, etw a vier Kilom eter von der Tankstelle entfernt, m it vier Angestellten zu Bürozeiten m it rein adm inistrativen Arbeiten. W eiter beschäftige die X._______ AG Verkäuferinnen an ihrem Tankstellen-Kiosk. D ie Verkäuferinnen seien nur für den Verkauf im Kiosk zuständig und hätten keine (m anuellen oder technischen) Aufgaben in Zusam m enhang m it den Benzintanks. Am 26. Juli und 9. August 2006 reichte die X._______ AG U nterlagen ein, aus w elchen hervorgeht, dass sie gegen die SU VA eine Betreibung eingeleitet hat. F. Am 14. August 2006 reichte die SU VA ihre Beschw erdeantw ort ein. Sie beantragte die Abw eisung der Beschw erde, unter Kosten- und Ent- schädigungsfolge. Sie führte aus, dass es sich vorliegend um einen ungegliederten Betrieb handle. W eiter verw ies sie auf die R echt- sprechung, w onach die Angestellten von Tankstellenshops in den Tätigkeitsbereich der SU VA fallen w ürden. Aus der H om epage der X._______ AG gehe hervor, dass ein Tanklager und eine Benzintankstelle betrieben w ürden und die U nternehm ung auch Tankw agen besitze. Aber selbst w enn nur die Angestellten des Tankstellen-Kiosks für die X._______ AG arbeiten w ürden, w äre das U nterstellungsm erkm al erfüllt. G . Am 30. August 2006 beantragte die X._______ AG , die Frist zur Einreichung der R eplik sei so lange zu erstrecken, bis die Abrechnung der ihrer Ansicht nach zu U nrecht eingeforderten Präm ien nicht korrekt erfolgt sei. Sie stellte sich dabei auf den Standpunkt, die Präm ienberechnung beruhe gem äss dem Entscheid der R ekurskom m ission U V vom 10. M ärz 2005 auf einer illegalen Zusam m enlegung der Betriebe D ._______ AG und X._______ AG und sei deshalb falsch gew esen. M it Zw ischenverfügung vom 15. Septem ber 2006 w ies die R ekurs- kom m ission U V das Begehren um Sistierung des Verfahrens ab und setzte eine w eitere Frist zur Einreichung einer R eplik. In ihrer Eingabe vom 17. O ktober 2006 bestätigte die X._______ AG den Antrag auf Entlassung aus dem Versicherungsobligatorium . D as Büro in S eite 4C -3181/2006 C ._______ befinde sich in einem Einfam ilienhaus, w eit w eg von der Tankstelle bzw. dem Treibstofflager. An der Tankstelle w ürden lediglich zw ei Kioskverkäuferinnen und Aushilfen beschäftigt. Andere Kioskbesitzer m üssten ihr Personal nicht bei der SU VA versichern. D ie Tätigkeit einer Kioskverkäuferin bei der X._______ AG unterscheide sich aber nicht von der Tätigkeit anderer Kioskverkäuferinnen, insbesondere bestehe kein U nterschied, ob diese nun Zeitungen, R aucherw aren, Benzin oder Essw aren verkaufe. D ie SU VA verzichtete am 15. N ovem ber 2006 auf die Einreichung einer D uplik. H . Am 1. Januar 2007 ging das vorliegende Beschw erdeverfahren auf das Bundesverw altungsgericht über, w elches den Parteien am 16. Februar 2007 m itteilte, die Angelegenheit w erde unter der neuen Verfahrens- num m er C -3181/2006 an die H and genom m en. G leichzeitig gab es die Besetzung des Spruchkörpers der Abteilung III bekannt. D agegen w urden keine Einw ände erhoben. I. Am 8. M ai und 4. Juni 2007 reichte die X._______ AG zusätzliche Eingaben ein, in w elchen sie das Vorgehen der SU VA und die U nterstellung des Betriebes kritisierte. J. D ie übrigen Elem ente des Sachverhalts und die w eiteren rechtlichen und tatsächlichen Vorbringen der Parteien ergeben sich, sow eit sie für die U rteilsfindung von Bedeutung sind, aus den nachfolgenden rechtlichen Erw ägungen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei den Beschw erdediensten der D epartem ente hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht S eite 5C -3181/2006 ist anw endbar (vgl. A rt. 53 Abs. 2 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]). 1.2 G em äss A rt. 31 VG G beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach A rt. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach A rt. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in A rt. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D ie Schw eizerische U nfallversicherungsanstalt (SU VA) ist eine Vor- instanz im Sinne von A rt. 33 Bst. e VG G . D ie Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht ist jedoch unzulässig, w enn ein anderes Bundesgesetz eine kantonale Behörde als zuständig erklärt (A rt. 32 Abs. 2 Bst. b VG G ). 1.3 D ie sachliche Zuständigkeit zur Beurteilung von Beschw erden gegen Verfügungen der SU VA w ird grundsätzlich durch A rt. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. M ärz 1981 über die U nfallversicherung (U VG , SR 832.20) in Verbindung m it A rt. 58 Abs. 1 des Bundesge- setzes vom 6. O ktober 2000 über den Allgem einen Teil des Sozialver- sicherungsrechts (ATSG , SR 830.1) geregelt. D em nach ist das kantonale Versicherungsgericht zuständig, w enn das G esetz über die U nfallversicherung nicht ausdrücklich eine andere R egelung vorsieht. Eine solche besondere R egelung der Zuständigkeit enthält A rt. 109 U VG . G em äss Bst. a dieser Bestim m ung beurteilt das Bundes- verw altungsgericht – in Abw eichung von A rt. 58 Abs. 1 ATSG – Beschw erden gegen Einspracheentscheide über die Zuständigkeit der SU VA zur Versicherung der Arbeitnehm enden eines Betriebes. D ie Zuständigkeit des Bundesverw altungsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Streitsache ist deshalb zu bejahen, richtet sich die Beschw erde doch gegen einen Einspracheentscheid über die Zuständigkeit der SU VA im genannten Sinn. 2. D as Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht (w ie schon vor der R ekurskom m ission U V) richtet sich nach dem Verw altungsver- fahrensgesetz, sow eit das Verw altungsgerichtsgesetz nichts anderes bestim m t (A rt. 37 VG G ; aA rt. 109 Abs. 2 U VG ). 2.1 D ie Beschw erde w urde frist- und form gerecht eingereicht (vgl. A rt. 49 ff. Vw VG ), hielt doch die Beschw erdeführerin, nach Erlass der von ihr im R echtsverw eigerungsverfahren vor der R ekurskom m ission S eite 6C -3181/2006 beantragten Entscheidung, in inhaltlicher Sicht an ihrem Antrag fest, sie sei aus dem Versicherungsobligatorium zu entlassen. 2.2 Als von der U nterstellung unter die SU VA direkt betroffener Betrieb hat die Beschw erdeführerin ein schützenswertes Interesse an der Aufhebung oder Abänderung des angefochtenen Einsprache- entscheids. Sie ist auch form ell beschw ert und som it zur Beschw erde legitim iert (A rt. 48 Abs. 1 Vw VG ). 2.3 D ie Beschw erdeführerin kann im R ahm en des Beschw erdever- fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des M iss- brauchs oder der Ü berschreitung des E rm essens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts sow ie die U nangem es- senheit des Entscheids beanstanden (A rt. 49 Vw VG ). D as Bundes- verw altungsgericht m uss aber nur den Entscheid der unteren Instanz überprüfen, es darf sich nicht an deren Stelle setzen. Insbesondere dann, w enn die Erm essensausübung, die Anw endung unbestim m ter R echtsbegriffe oder die Sachverhaltsw ürdigung hoch stehende, spezialisierte technische oder w issenschaftliche Kenntnisse erfordert, ist eine Zurückhaltung des Bundesverw altungsgerichts bei der Ü ber- prüfung vorinstanzlicher Bew ertungen angezeigt (vgl. BG E 133 II 35 E. 3.3, 130 II 449 E. 4.1, 126 II 43 E. 4c, 121 II 384 E. 1, 108 V 130 E. 4c/dd; vgl. auch Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 67.31 E. 2, 68.133 E. 2.4; Sozialversicherungsrecht – R echtsprechung [SVR ] 1994 KV N r. 3 E. 3b; BEATR IC E W AG N ER PFEIFFER , Zum Verhältnis von fachtechnischer Beurteilung und rechtlicher W ürdigung im Verw al- tungsverfahren, in: ZSR , N F 116, I. H albbd., S. 442 f.). D as Bundesverw altungsgericht überprüft ansonsten den angefoch- tenen Entscheid frei, dies unter Berücksichtigung der vorgebrachten R ügen. D ie Beschw erdeinstanz hat m ithin nicht zu untersuchen, ob sich die angefochtene Verfügung unter schlechthin allen in Frage kom m enden Aspekten als korrekt erw eist, sondern untersucht im Prinzip nur die vorgebrachten Beanstandungen. Von den Verfahrens- beteiligten nicht aufgew orfene R echtsfragen w erden nur geprüft, w enn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BG E 119 V 347 E. 1a; ALEXAN D R A R U M O -JU N G O , R echtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die U nfallversiche- rung, 3. Aufl., Zürich 2003, hiernach: R echtsprechung U VG , S. 348). S eite 7C -3181/2006 3. Streitig und im vorliegenden Verfahren zu prüfen ist, ob die SU VA zu R echt verfügt hat, dass der Beschw erde führende Betrieb in ihren Tätigkeitsbereich fällt und dem zufolge seine Beschäftigten obligato- risch bei der SU VA gegen U nfall zu versichern sind. 3.1 D ie U nfallversicherung w ird je nach Versichertenkategorien durch die SU VA oder durch andere zugelassene Versicherer und eine von diesen betriebene Ersatzkasse durchgeführt (A rt. 58 U VG ). A rt. 66 Abs. 1 U VG bestim m t im R ahm en einer abschliessenden und zw ingen- den Auflistung (Kranken- und U nfallversicherung, R echtsprechung und Verw altungspraxis [R KU V] 1987 N r. U 29 S. 427 E. 2b), w elche Betrie- be von G esetzes w egen bei der SU VA versichert sind. D abei ist in Anw endung der höchstinstanzlichen R echtsprechung entscheidend, ob es sich bei einem Beschw erde führenden U nternehm en um einen gegliederten oder ungegliederten Betrieb handelt (BG E 113 V 327 E. 5). Falls ein gegliederter Betrieb vorliegt, ist das Verhältnis der verschiedenen Betriebsteile zueinander näher zu untersuchen, um das Ausm ass der U nterstellung festzulegen (vgl. A rt. 66 Abs. 2 Bst. a-c U VG in Verbindung m it A rt. 88 der Verordnung über die U nfallver- sicherung vom 20. D ezem ber 1982 [U VV, SR 832.202]). Liegt hinge- gen ein ungegliederter Betrieb vor und ist eines (oder m ehrere) der in A rt. 66 Abs. 1 U VG genannten U nterstellungskriterien erfüllt, erfolgt die U nterstellung direkt aufgrund dieses M erkm als, w obei das Ausm ass einzelner für die U nterstellung ausschlaggebender Tätigkeiten keine R olle m ehr spielt (vgl. insbesondere R KU V 1999 N r. U 338 S. 285 ff.; vgl. auch ALEXA N D R A R U M O -JU N G O , R echtsprechung U VG , S. 307). 3.1.1 N ach der R echtsprechung des Eidgenössischen Versicherungs- gerichts liegt ein ungegliederter Betrieb vor, w enn sich das U nterneh- m en im W esentlichen auf einen einzigen zusam m enhängenden Tätigkeitsbereich beschränkt, dieses som it einen einheitlichen oder vorw iegenden Betriebscharakter aufw eist und im W esentlichen nur Arbeiten ausführt, die in den üblichen Tätigkeitsbereich eines Betriebs dieser A rt fallen (R KU V 2004 N r. U 498 S. 162 f. E. 4.2 und 4.3; BG E 113 V 327 E. 5b, 113 V 346 E. 3b; U rteil der R ekurskom m ission U V vom 18. Juli 2003, VPB 68.39; ALFR ED M AU R ER , Bundessozialversiche- rungsrecht, Basel 1993, S. 329). 3.1.2 Vorliegend sind diese Voraussetzungen erfüllt: G em äss dem H andelsregistereintrag befasst sich die Beschw erdeführerin m it dem S eite 8C -3181/2006 Im port von und dem H andel m it Brenn- und Treibstoffen, technischen O elen, Fetten und Schm ierm itteln, der Lagerhaltung, dem Betrieb eines Tankstellennetzes, der Beteiligung an gleichartigen oder artver- w andten U nternehm en, der Verw ertung von M arkenrechten, der Pla- nung, Erstellung, R evision und R einigung von Tankanlagen, sow ie der D urchführung von Brennerservice und Entkalkung. D araus ist grund- sätzlich zu schliessen, dass keine der durch die Beschw erdeführerin ausgeübten Tätigkeiten untypisch für einen Betrieb ihrer A rt w äre. D ie von ihr effektiv ausgeführten Arbeiten (Adm inistration im Zusam m en- hang m it dem oben genannten Betriebszw eck und Betrieb eines Tank- stellenshops) sind jedenfalls als zusam m enhängende Tätigkeiten zu betrachten, w om it die Beschw erdeführerin einen einheitlichen C harak- ter aufw eist. In diesem Zusam m enhang ist darauf hinzuw eisen, dass das Eidgenössische Versicherungsgericht das Vorliegen eines unge- gliederten Betriebes bei einem Tankstellenshop, dessen Personal den Verkauf von W aren des allgem einen Lebensbedarfs und die Tankstelle zu betreuen hatte, bejaht hat; zw ischen Shop und Tankstelle bestehe bei diesem Betriebstyp ein enger Zusam m enhang, indem sich die angebotenen D ienstleistungen gegenseitig vervollständigten (R KU V 1999 N r. U 338 S. 285 E. 4). D ies w urde im Ü brigen bei einem Sach- verhalt so entschieden, bei dem der Zw eck des U nternehm ens noch viel m ehr durch den Verkauf von W aren charakterisiert w ar und der H andel m it Brenn und Treibstoffen bzw . der Betrieb eines Tankstellen- netzes nicht – w ie im vorliegenden Fall – im Betriebszw eck enthalten w ar. O hne Bedeutung ist, dass das Verkaufspersonal des Shops nicht direkt die technische W artung der Tankstelle übernim m t, sondern lediglich das Inkasso für die Benzinbezüge vornim m t (vgl. dazu U rteil der R ekurskom m ission U V vom 4. Juli 1997, R EKU 275/96, E. 4). W ie das Eidgenössische Versicherungsgericht festgestellt hat, ergibt sich aus der bei Tankstellenshops beabsichtigten Einheit der Tätigkeit zw angsläufig, dass die Arbeitnehm er, w enn auch w egen der Selbst- bedienung durch die Kunden nur in Ausnahm efällen, m it den feuer- und explosionsgefährlichen Treibstoffen in Kontakt kom m en. Es sei eine w esentliche Aufgabe des Personals, für einen reibungslosen Ablauf des Benzinverkaufs besorgt zu sein. Ein G efährdungspotential sei dieser Arbeit inhärent (R KU V 1999 N r. U 338 S. 285 E. 4). Es handelt sich som it bei der Beschw erdeführerin zw eifellos um einen ungegliederten Betrieb. S eite 9C -3181/2006 3.2 W eiter bleibt zu prüfen, ob eines der U nterstellungsm erkm ale gem äss A rt. 66 Abs. 1 U VG gegeben ist. 3.2.1 Im vorliegenden Fall steht die Anw endung von A rt. 66 Abs. 1 Bst. f U VG in Verbindung m it A rt. 77 Bst. a U VV in Frage. D iese Bestim m ungen haben folgenden W ortlaut: A rt. 66 U VG (Tätigkeitsbereich) Bei der SU VA sind die Arbeitnehm er folgender Betriebe und Verw altungen obligatorisch versichert: (...) f. Betriebe, in denen feuer- oder explosionsgefährliche Stoffe oder Stoffe, die Berufskrankheiten hervorrufen können (A rt. 9 Abs. 1) erzeugt, im G rossen verw endet oder im G rossen gelagert w erden; A rt. 77 U VV (Betriebe zur Erzeugung, Verw endung und Lagerung gefährlicher Stoffe) Als Betriebe im Sinne von A rtikel 66 Absatz 1 Buchstabe f des G esetzes, in denen gefährliche Stoffe erzeugt, im G rossen verw endet oder gelagert w erden, gelten: a. Betriebe, die G rund- und Feinchem ikalien, chem ischtechnische Produkte, Lacke und Farben sow ie feuer- und explosionsgefährliche Stoffe her- stellen, im G rossen verw enden, lagern oder transportieren; (...) 3.2.2 Treibstoff ist unbestreitbar ein feuer- und explosionsgefährlicher Stoff. D ie U nterstellung unter die SU VA erfolgt jedoch gem äss A rt. 66 Abs. 1 Bst. f U VG nur, w enn solche Stoffe "im G rossen" verw endet oder gelagert w erden. W eder das G esetz noch die Verordnung präzi- sieren die M enge, die es braucht, dam it eine Lagerung oder Verw en- dung "im G rossen" gegeben ist. D em gegenüber w ird beispielsw eise der U nterstellungstatbestand von A rt. 66 Abs. 1 Bst. h U VG , betreffend H andelsbetriebe, die m it H ilfe von M aschinen schw ere W aren in gros- ser M enge lagern, durch die Ausführungsbestim m ung (A rt. 79 Abs. 2 U VV) konkretisiert: als grosse M enge gilt ein G esam tgew icht von m indestens 20 Tonnen ständig gelagerter schw erer W are. Für den vorliegenden Fall kann jedenfalls festgestellt w erden, dass eine Tank- stelle über solche M engen an Treibstoff verfügen m uss, w elche dieses Kriterium zw eifellos erfüllt (vgl. dazu U rteil der R ekurskom m ission U V vom 4. Juli 1997, R EKU 275/96, E.6). W eiter ist festzuhalten, dass der Ausdruck "verw enden" den W arenum - schlag in all seinen Erscheinungsform en und auch den W iederverkauf der betreffenden Substanz in unverändertem Zustand um fasst (vgl. unveröffentlichter Entscheid des Bundesam tes für Sozialversicherung S eite 10C -3181/2006 vom 16. D ezem ber 1991 i.S. P. B.), w obei der W arenum schlag durch eine Selbstbedienungsanlage auch unter den Begriff Verkauf fallen m uss. D as G esetz schränkt näm lich das "Verw enden" nicht in der H insicht ein, als dies durch das Personal direkt selbst vorgenom m en w erden m üsste, w om it auch die Zuhilfenahm e von technischen H ilfsm itteln (w ie z.B. einer autom atischen Abfüllanlage) in diesem Begriff enthalten ist (vgl. dazu U rteil der R ekurskom m ission U V vom 4. Juli 1997, R EKU 275/96, E.7). 3.2.3 Abschliessend ist die Beschw erdeführerin darauf hinzuw eisen, dass es nur für die Beurteilung der Frage, ob eine bestim m te Tätigkeit für eine Betriebsart allgem ein branchenüblich ist und som it, ob überhaupt ein ungegliederter Betrieb vorliegt, auf den überw iegenden Betriebscharakter des konkreten U nternehm ens ankom m t. Steht indessen einm al fest, dass ein ungegliederter Betrieb gegeben ist, erfolgt die U nterstellung direkt aufgrund des einheitlichen oder vorw iegenden Betriebscharakters, w ährend bei einem gegliederten Betrieb vorerst zu prüfen ist, ob die Betriebsteile zueinander im Verhältnis von H aupt- und H ilfs- bzw. N ebenbetrieben stehen oder ob eine M ehrzahl von Betriebseinheiten ohne sachlichen Zusam m enhang untereinander vorliegt (BG E 113 V 327 E. 7a). Bei ungegliederten Betrieben spielt das Ausm ass einzelner für die U nterstellung nach A rt. 66 U VG ausschlaggebender Tätigkeiten keine R olle, w eil die verschiedenen Arbeitsgattungen in diesem Fall begriffsnotw endig nicht in verschiedenen Betriebseinheiten – im Sinne von H ilfs- und N ebenbetrieben oder einer M ehrzahl von Betriebseinheiten im R ahm en eines gem ischten Betriebes – getätigt w erden, sondern eben im R ahm en der allgem einen Betriebsorganisation im Sinne eines einzigen, zusam m enhängenden Tätigkeitsbereichs. Als für die Vollen- dung des angebotenen Produktes unerlässliche und dam it branchenübliche Vorkehren bilden diese Bestandteil der typischen Betriebstätigkeit und w erden vom Begriff des Betriebscharakters m it erfasst. M assgebend für die Erfüllung des U nterstellungskriterium s ist bei einem solchen Betrieb daher nur, dass dieser eine Tätigkeit im Sinne des A rt. 66 Abs. 1 U VG ausübt, nicht jedoch, dass diese Tätigkeit den überw iegenden Anteil an der G esam ttätigkeit ausm acht (R KU V 2004 N r. U 498 S. 159 E. 6.1 m it H inw eisen; vgl. auch R KU V 2005 N r. U 534 S. 44 E. 5.2; U rteil des Bundesgerichts U 412/06 vom 26. Januar 2007, E. 4.2). S eite 11C -3181/2006 3.2.4 D ie Beschw erdeführerin ist dem nach ein Betrieb, der im R ahm en seiner Tätigkeit m it seinem Personal, w enn auch bloss in eingeschränkter A rt und W eise, m it der Lagerung und dem Verkauf von Benzin zu tun hat. D ass dies der Fall ist, geht offensichtlich aus dem Betriebszw eck sow ie aus der Beschäftigung ihres Personals auf dem Areal der Tankstelle hervor. D aher ist zu bestätigen, dass die Beschw erdeführerin als ungegliederter Betrieb im Sinne von A rt. 66 Abs. 1 Bst. f U VG dem Versicherungsobligatorium der SU VA unterstellt ist. 3.3 An diesem Ergebnis verm ag auch die R üge, andere Kioskinhaber könnten ihr Personal bei der Privatassekuranz versichern, nichts zu ändern. D er Anspruch auf R echtsgleichheit gebietet, G leiches nach M assgabe der G leichheit gleich und U ngleiches nach M assgabe der U ngleichheit ungleich zu behandeln. D as R echtsgleichheitsgebot (A rt. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenos- senschaft vom 18. April 1999 [BV], SR 101) w ird insbesondere ver- letzt, w enn gleiche Sachverhalte ohne sachliche G ründe ungleich behandelt w erden (BG E 127 I 202 E. 3f/aa; vgl. auch BG E 133 V 42 E. 3.1). W ie sich aus den vorstehenden Erw ägungen ergibt, kann die Annah- m e der Beschw erdeführerin, dass es im H inblick auf eine Versiche- rungsunterstellung nicht darauf ankom m e, ob das Personal Essw aren oder Benzin verkaufe, nicht zutreffen. D as m assgebende U nterschei- dungskriterium ist bereits durch das G esetz vorgegeben (zur M ass- geblichkeit von Bundesgesetzen vgl. A rt. 190 BV) und zw eifellos sach- lich gerechtfertigt. Eine Verletzung der R echtsgleichheit liegt som it nicht vor. 3.4 Aus diesen G ründen ist die Beschw erde betreffend die verfügte U nterstellung unter die SUVA abzuw eisen und der angefochtene Einspracheentscheid zu bestätigen. 4. 4.1 Laut A rt. 63 Abs. 1 Vw VG sind die Verfahrenskosten der unter- liegenden Partei aufzuerlegen, w obei der geleistete Kostenvorschuss zu berücksichtigen ist. D a die Beschw erdeführerin unterlegen ist, hat sie die Verfahrenskosten zu tragen. D iese bem essen sich nach U m fang und Schw ierigkeit der Streitsache, A rt der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien (vgl. A rt. 2 Abs. 1 des R eglem ents S eite 12C -3181/2006 vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). D ie Verfah- renskosten sind vorliegend auf Fr. 2'000.-- festzulegen. 4.2 D er obsiegenden Partei kann von Am tes w egen oder auf Begeh- ren eine Entschädigung für ihr erw achsene notw endige und verhält- nism ässig hohe Kosten zugesprochen w erden (A rt. 64 Abs. 1 Vw VG ). D ie Beschw erdegegnerin hat als m it einer öffentlichen Aufgabe betraute O rganisation jedoch keinen Anspruch auf Parteientschä- digung (vgl. A rt. 7 Abs. 3 VG KE sow ie BG E 128 V 124 E. 5b). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 2'000.- w erden der Beschw erdeführerin auferlegt. Sie w erden m it dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'000.- verrechnet. 3. D ieses U rteil geht an: - die Beschw erdeführerin (G erichtsurkunde) - die Vorinstanz (R ef-N r. ...; G erichtsurkunde) - das Bundesam t für G esundheit, Abteilung U nfallversicherung und -verhütung Für die R echtsm ittelbelehrung w ird auf die nächste Seite verw iesen. D er vorsitzender R ichter: D ie G erichtsschreiberin: Johannes Frölicher Susanne Fankhauser S eite 13C -3181/2006 R echtsm ittelbelehrung: G egen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schw eizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt w erden (A rt. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echtsschrift hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. D er angefochtene Entscheid und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der Beschw erdeführer in H änden hat, beizulegen (vgl. A rt. 42 BG G ). Versand: S eite 14