<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2024-11-25-7B_656-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>7B_656/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 25. November 2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Abrecht, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Kölz, </div> <div class="para">nebenamtliche Bundesrichterin Schär, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Mango-Meier. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, </div> <div class="para">Stauffacherstrasse 55, Postfach, 8036 Zürich, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Sicherheitsleistung bei Ehrverletzungsdelikten, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 14. Mai 2024 (UH240066-O/U/AEP&gt;GRO). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para">Am 8. Februar 2024 erstattete A.________ bei der Kantonspolizei Zürich Strafanzeige bzw. stellte Strafantrag gegen B.________ wegen Verleumdung, Beschimpfung und Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen. </div> <div class="para">Die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat setzte am 19. Februar 2024 A.________ eine Frist von 20 Tagen an für die Bezahlung einer Sicherheitsleistung in der Höhe von Fr. 2'100.--. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">A.________ erhob Beschwerde gegen die Verfügung vom 19. Februar 2024. Das Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, wies die Beschwerde am 14. Mai 2024 ab, soweit es darauf eintrat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para">A.________ erhob am 13. Juni 2024, ergänzt am 15. Juni 2024, Beschwerde in Strafsachen gegen den Beschluss des Obergerichts vom 14. Mai 2024 und beantragte, der angefochtene Beschluss sei "für ungültig zu erklären" und die darin enthaltenen "Forderungen" seien "als nichtig zu betrachten". Er sei von der Auflage zu befreien, eine Kaution zu leisten. Weiter sei das rechtskräftige Urteil CG220036-L/U zu vollstrecken respektive die Strafverfolgung gegen B.________ voranzutreiben. Schliesslich sei er durch die Staatsanwaltschaft für seinen Einsatz, seine Mühen und die erlittenen Unannehmlichkeiten im kantonalen Verfahren zu entschädigen. </div> <div class="para">Am 20. Juni 2024 stellte A.________ ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung für das bundesgerichtliche Verfahren. </div> <div class="para">Es wurden die kantonalen Akten, jedoch keine Vernehmlassungen eingeholt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> In der verfahrensgegenständlichen Angelegenheit steht die Beschwerde in Strafsachen nach Art. 78 bis 81 BGG grundsätzlich offen. Allerdings schliesst der angefochtene Beschluss das Strafverfahren nicht ab und betrifft weder die Zuständigkeit noch ein Ausstandsbegehren im Sinne von <span class="artref">Art. 92 BGG</span>. Demnach ist er gemäss <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG</span> nur dann unmittelbar mit Beschwerde an das Bundesgericht anfechtbar, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann. Beim drohenden, nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne dieser Bestimmung muss es sich um einen solchen rechtlicher Natur handeln. Ein lediglich tatsächlicher Nachteil, wie die Verteuerung oder Verlängerung des Verfahrens, genügt nicht. Nicht wieder gutzumachend bedeutet, dass der Nachteil auch mit einem für die beschwerdeführende Partei günstigen Endentscheid nicht oder nicht vollständig behoben werden kann (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=16.11.2024&amp;to_date=05.12.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-IV-155%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page155">BGE 148 IV 155</a> E. 1.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=16.11.2024&amp;to_date=05.12.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-IV-321%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page321">144 IV 321</a> E. 2.3; je mit Hinweisen). Woraus sich der nicht wieder gutzumachende Nachteil ergeben soll, ist in der Beschwerdeschrift darzulegen, sofern dies nicht offensichtlich ist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=16.11.2024&amp;to_date=05.12.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F149-II-170%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page170">BGE 149 II 170</a> E. 1.3; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=16.11.2024&amp;to_date=05.12.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-IV-284%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page284">141 IV 284</a> E. 2.3, 289 E. 1.3; je mit Hinweis[en]; zum Ganzen: Urteil 7B_233/2024 vom 12. April 2024 E. 1.1). </div> <div class="para">Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts muss der Beschwerdeführer, der einen Entscheid bezüglich eines Kostenvorschusses oder einer Sicherheit für die Parteientschädigung anficht, die im Gesetz vorgesehen sind, und der sich darauf beruft, der Zugang zum Gericht sei ihm verwehrt, in der Beschwerdebegründung aufzeigen, dass ihm dieser Nachteil tatsächlich droht, da er finanziell nicht in der Lage ist, den Kostenvorschuss oder die Sicherheiten zu leisten (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=16.11.2024&amp;to_date=05.12.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-798%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page798">BGE 142 III 798</a> E. 2 mit Hinweisen; Urteil 7B_847/2023 vom 24. Mai 2024 E. 1.3). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, dass ihm ein nicht wieder gutzumachender Nachteil drohe und er ausser Stande sei, die von der Staatsanwaltschaft einverlangte Sicherheitsleistung zu bezahlen. Dies ist auch nicht offensichtlich. Der Beschwerdeführer hat vor Bundesgericht nicht dargetan, dass er bei der Staatsanwaltschaft um unentgeltliche Rechtspflege ersucht habe. Auch hat er seine Beschwerde im eingereichten Verfahren nicht damit begründet, er sei mittellos. Den eingereichten Akten lässt sich kein Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege im Beschwerdeverfahren entnehmen. Dass er für das bundesgerichtliche Verfahren nachträglich ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung stellt, ändert am Ergebnis nichts, da der Beschwerdeführer auch damit nicht darlegt, dass er die Sicherheitsleistung nicht habe bezahlen können. Demnach liegt kein anfechtbarer Zwischenentscheid im Sinne von <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG</span> vor, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit diese die einverlangte Sicherheitsleistung betrifft. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Auf die weiteren Anträge betreffend Urteilsvollstreckung respektive Strafverfolgung wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung trat die Vorinstanz mit der Begründung nicht ein, diese lägen ausserhalb des Anfechtungsobjekts. Diesbezüglich zeigt der Beschwerdeführer nicht konkret auf, weshalb eine formelle Rechtsverweigerung im Sinne von <span class="artref">Art. 29 Abs. 1 BV</span> vorliegen sollte. Die Beschwerde erfüllt in diesem Punkt weder die allgemeinen noch die qualifizierten Begründungsanforderungen (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>; <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>). Abgesehen davon ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die vorinstanzliche Erwägung unzutreffend sein soll, wonach die gestellten Anträge nicht vom Streitgegenstand erfasst seien. Denn Gegenstand der angefochtenen Verfügung war lediglich die Frage der Rechtmässigkeit der eingeforderten Sicherheitsleistung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Im Ergebnis ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Damit erübrigt sich eine Auseinandersetzung mit den übrigen Vorbringen des Beschwerdeführers sowie dem sinngemässen Antrag um Zusprechung einer Entschädigung oder Genugtuung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.1.</b> Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist wegen offensichtlicher Aussichtslosigkeit der Begehren abzuweisen (<span class="artref">Art 64 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.2.</b> Soweit der Beschwerdeführer um die Beigabe eines (unentgeltlichen) Rechtsanwalts ersucht, ist darauf hinzuweisen, dass es im bundesgerichtlichen Verfahren grundsätzlich an der rechtsuchenden Partei liegt, für eine Rechtsvertretung besorgt zu sein. Das BGG kennt das Rechtsinstitut der notwendigen Verteidigung nicht. Die Beigabe eines Anwalts nach <span class="artref">Art. 41 Abs. 1 BGG</span> kommt nur in Betracht, wenn die betroffene Person offensichtlich nicht imstande ist, ihre Sache selbst zu führen. Das ist vorliegend nicht der Fall, kann der Beschwerdeführer doch verständlich machen, was er mit dem Verfahren erreichen will. Aufgrund der bereits erwähnten Aussichtslosigkeit der Beschwerde fällt auch die Beigabe eines (unentgeltlichen) Rechtsanwalts nach <span class="artref">Art. 64 Abs. 2 BGG</span> ausser Betracht. Den finanziellen Verhältnissen des Beschwerdeführers ist bei der Bemessung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (<span class="artref">Art. 65 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 25. November 2024 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Abrecht </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Mango-Meier </div> </div></body></html>