<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2000.00074</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105997&amp;W10_KEY=4467149&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2000.00074</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.03.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzungen 1996 und 1997</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Einschätzungsvorschlag: Tragweite von dessen Unterzeichnung<br/><br/>Ein zu Recht mit der Schlussrechnung gemäss § 126 Abs. 4 StG mitgeteilter Entscheid entfaltet die gleichen Wirkungen wie ein "normaler" Einschätzungsentscheid und kann gemäss § 140 Abs. 1 StG ohne Angabe von Gründen mit Einsprache angefochten werden (E. 3).<br/>Einschätzungsvorschläge (Verständigungen) sind nur (aber immerhin) Instrumente bürgernaher Verwaltung. Eine aufgrund eines Einschätzungsvorschlags erfolgte Einschätzung kann deshalb ohne weiteres auf dem Rechtsmittelweg weitergezogen werden, ohne dass dafür besondere Gründe geltend gemacht werden müssten (E. 4; Bestätigung der Rechtsprechung).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: EinschÃ¤tzungs-,Rekurs- und Beschwerdeverfahren ST: EINSCHÃTZUNGSVERFAHREN">EINSCHÃTZUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINSCHÃTZUNGSVORSCHLAG">EINSCHÃTZUNGSVORSCHLAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINSPRACHEVORAUSSETZUNG">EINSPRACHEVORAUSSETZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHLUSSRECHNUNG">SCHLUSSRECHNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSTÃNDIGUNG">VERSTÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTIMMUNGSERKLÃRUNG">ZUSTIMMUNGSERKLÃRUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 126 lit. I StG</span><br/><span class="gerade">§ 126 lit. IV StG</span><br/><span class="ungerade">§ 139 lit. I StG</span><br/><span class="gerade">§ 140 StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 1 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>1. Die Eheleute A.1 und A.2 wurden vom Steuerkommis­sÃ¤r gestÃ¼tzt auf von deren damaliger Vertreterin anerkannte EinschÃ¤tzungsvorschlÃ¤ge fÃ¼r die Steuerjahre 1996 und 1997 unter anderem mit einem ReinvermÃ¶gen von Fr. 15'590'000.- (ZÃ¼rich) und Fr. 16'043'000.- (Gesamt) bzw. Fr. 16'142'000.- (ZÃ¼rich) und Fr. 16'561'000.- (Gesamt) eingeschÃ¤tzt. Die derart zustande gekommenen EinschÃ¤tzungen, in denen insbe­sondere die Steuerwerte von (nÃ¤her bezeichneten) Wertschriften abweichend von den von den Pflichti­gen deklarierten Werten festgelegt worden waren, wurden den Pflichtigen am 15. Novem­ber 1999 mittels Steuerrechnungen erÃ¶ffnet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dagegen erhoben die Pflichtigen, mittlerweile durch die heutige Vertreterin vertre­ten, am 25. November 1999 Einsprache, die das kantonale Steueramt nach materieller Be­handlung des von den Pflichtigen Vorgebrachten am 9. MÃ¤rz 2000 abwies. Im Einsprache­entscheid korrigierte das kantonale Steueramt zudem ein Versehen und schÃ¤tzte die Pflich­tigen fÃ¼r die Steuerjahre 1996 und 1997 neu mit einem ReinvermÃ¶gen von Fr. 16'033'000.- (ZÃ¼rich) und Fr. 16'487'000.- (Gesamt) bzw. Fr. 16'550'000.- (ZÃ¼rich) und Fr. 16'971'000.- (Gesamt) ein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Den dagegen gerichteten Rekurs wies die Steuerrekurskommission II am 22. Au­gust 2000 ab. Dabei ging diese auf die von den Pflichtigen gemachten AusfÃ¼hrungen, wes­halb die von der Abteilung Wertschriftenbewertung des kantonalen Steueramts ermittelten Steuerwerte der genannten Wertschriften unzutreffend seien, nicht ein, da sie aus (nÃ¤her dar­gelegten) GrÃ¼nden zum Schluss kam, die Pflichtigen mÃ¼ssten sich auf den im EinschÃ¤t­zungsverfahren gemachten ZustimmungserklÃ¤rungen behaften lassen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Dagegen erhoben die Pflichtigen am 29. September 2000 Beschwerde an das Verwaltungsgericht, dem sie Folgendes beantragen liessen:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. Die BeschwerdefÃ¼hrenden seien fÃ¼r das Steuerjahr 1996 mit einem ReinvermÃ¶gen von Fr. 6'634'000 (Gesamt) und Fr. 6'271'000.- (ZÃ¼­rich) und fÃ¼r das Steuerjahr 1997 mit einem ReinvermÃ¶gen von Fr. 6'947'000 (Gesamt) und Fr. 6'612'000.- (ZÃ¼rich) einzuschÃ¤tzen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. Eventualiter seien die BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r das Steuerjahr 1996 mit einem ReinvermÃ¶gen von Fr. 8'222'000 (Gesamt) und Fr. 7'834'000.- (ZÃ¼rich) und fÃ¼r das Steuerjahr 1997 mit einem Rein­vermÃ¶gen von Fr. 8'873'000 (Gesamt) und Fr. 8'511'000.- (ZÃ¼rich) einzuschÃ¤tzen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. Subeventualiter sei das Verfahren an die Steuerrekurskommission II zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>4. Die Verfahrenskosten seien dem Staat ZÃ¼rich aufzuerlegen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>5. Der Staat ZÃ¼rich sei zu verpflichten, den BeschwerdefÃ¼hrenden eine angemessene ParteientschÃ¤digung zu bezahlen."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Steuerrekurskommission II schloss auf Abweisung der Beschwerde, derweil das kantonale Steueramt beantragte, "die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gutzuheissen und das Verfahren an die Steuerrekurskommission II zurÃ¼ckzuweisen".</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das neue Steuergesetz vom 8. Juni 1997 (StG) ist seit dem 1. Januar 1999 in Kraft (§ 285 StG). Formellrechtlich entfaltet es ab diesem Datum Wirkung und dessen Ver­fahrensvorschriften gelangen umgehend und uneingeschrÃ¤nkt zur Anwendung, und zwar auch dann, wenn wie im vorliegenden Fall materiellrechtlich gemÃ¤ss § 269 Abs. 1 StG die Ordnung des auf den 1. Januar 1999 aufgehobenen alten Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 zur Anwendung gelangt. ZulÃ¤ssigkeit bzw. Anforderungen an die von den Pflichtigen am 25. November 1999 erhobene Einsprache sowie die Tragweite der von diesen bzw. von deren damaliger Vertreterin am 19. November 1998 [richtig: 19. Oktober 1999] bzw. am 19. Oktober 1999 unterzeichneten ZustimmungserklÃ¤rungen beurteilen sich damit nach dem StG.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die Pflichtigen bringen vor, die Rekurskommission habe durch die Weigerung, die Streitsache in materieller Hinsicht zu prÃ¼fen, unter anderem ihren Anspruch auf rechtli­ches GehÃ¶r verletzt. Erweist sich diese RÃ¼ge als zutreffend, so ist der angefochtene Ent­scheid ohne weiteres aufzuheben (BGE 125 I 113 E. 3; BGE 124 I 49 E. 3e), weshalb Ã¼ber diese Frage formeller Natur vorab zu entscheiden ist (BGE 126 I 15 E. 2).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Das Veranlagungsverfahren wird mit dem EinschÃ¤tzungsentscheid abgeschlos­sen, in dem gemÃ¤ss § 139 Abs. 1 StG die Steuerfaktoren und der Steuertarif festgesetzt werden. Dieser Entscheid wird dem Pflichtigen separat mitgeteilt (vgl. § 126 Abs. 1 StG), es sei denn, es liege einer der in § 126 Abs. 4 StG geregelten FÃ¤lle vor: Entspricht nÃ¤mlich der EinschÃ¤tzungsentscheid der vom Steuerpflichtigen eingereichten SteuererklÃ¤rung oder einer von diesem im Lauf des EinschÃ¤tzungs- oder Einspracheverfahrens unterschriftlich aner­kannten EinschÃ¤tzung (sogenannter EinschÃ¤tzungsvorschlag, vgl. § 44 der Verordnung zum Steuergesetz vom 1. April 1998 [Vo StG]), so wird dieser Entscheid durch die Schluss­­rech­nung angezeigt. Ein zu Recht mit der Schlussrechnung im Sinn von § 126 Abs. 4 StG mit­geteilter Entscheid entfaltet also die gleichen Wirkungen wie ein EinschÃ¤tzungsentscheid im Sinn von § 139 Abs. 1 StG (in Verbindung mit § 126 Abs. 1 StG) und ist diesem gleich zu setzen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Gegen den EinschÃ¤tzungsentscheid des kantonalen Steueramts oder â in den FÃ¤llen, in denen aufgrund der Regelung in § 126 Abs. 4 StG auf die Zustellung eines solchen verzichtet werden kann (vgl. E. 3a) â gegen die Schlussrechnung des Gemeinde­steuer­amts kann gemÃ¤ss § 140 Abs. 1 StG innert 30 Tagen nach Zustellung beim kantonalen Steuer­amt schriftlich Einsprache erhoben werden. GÃ¼ltigkeitsvoraussetzungen sind bei dieser neben der Einhaltung der Frist wie bei jedem anderen Rechtsmittel der schriftlich, vorbe­halts- und bedingungslos erklÃ¤rte Wille, den EinschÃ¤tzungsentscheid des kantonalen Steu­eramts anzufechten sowie die eigenhÃ¤ndige Unterzeichnung. Weitere Voraussetzungen be­stehen nicht; insbesondere braucht die Einsprache mit Ausnahme des in § 140 Abs. 2 StG genannten Falles nicht begrÃ¼ndet zu werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass die Pflichtigen ihre Einsprache ge­gen die Schlussrechnung des Steueramts der Stadt ZÃ¼rich fristgerecht eingereicht und schriftlich, vorbehalts- und bedingungslos erklÃ¤rt haben, der im Sinn von § 126 Abs. 4 StG mitgeteilte EinschÃ¤tzungsentscheid des kantonalen Steueramts sei (in genau bezeichneter Weise) abzuÃ¤ndern. Dieses ist denn auch ohne weiteres auf die Einsprache eingetreten und hat sich mit dem materiell Vorgebrachten auseinandergesetzt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgegenÃ¼ber ist die Rekurskommission zwar auf den fristgerechten Rekurs ein­getreten, hat diesen aber mit der BegrÃ¼ndung abgewiesen, dass sich die Pflichtigen auf den im EinschÃ¤tzungsverfahren gemachten ZustimmungserklÃ¤rungen behaften lassen mÃ¼ssten, da sie im Einspracheverfahren nicht geltend gemacht hÃ¤tten, Ã¼ber "irgendwelche neuen Er­kenntnisse zu verfÃ¼gen, die ein ZurÃ¼ckkommen auf die VerstÃ¤ndigung als geboten er­schei­nen liessen". Unter diesen UmstÃ¤nden erscheine es als treuwidrig, wenn sich die Pflich­ti­gen nicht mehr an die von ihrer damaligen Vertreterin abgegebene Zustimmungser­klÃ¤rung gebunden betrachteten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Auffassung der Rekurskommission erweist sich als unzutreffend. Der bis­weilen auch VerstÃ¤ndigung genannte EinschÃ¤tzungsvorschlag ist fÃ¼r das kantonale Steuer­amt ein mÃ¶glicher Weg, um zu einem EinschÃ¤tzungsentscheid zu gelangen (vgl. § 44 Vo StG sowie der nahezu gleichlautende § 53 der Vollziehungsverordnung zum Steuerge­setz vom 26. November 1951 [VV StG]). Anspruch auf Erlass eines EinschÃ¤tzungsvor­schlags besteht nicht; dieser ist lediglich (aber immerhin) ein Instrument der bÃ¼rgernahen Verwaltung, dessen Einsatz sich in bestimmten Situationen aus GrÃ¼nden der VerhÃ¤lt­nis­mÃ¤s­sigkeit und der Verfahrenswirtschaftlichkeit anbietet, etwa dann, wenn die der Veran­lagung zugrundeliegenden Tatsachen nicht oder nur unter unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig grossen Schwierigkeiten abgeklÃ¤rt werden kÃ¶nnen (RB 1992 Nr. 30). Weitere Wirkungen entfaltet er nicht. Insbesondere kann die Unterzeichnung des EinschÃ¤tzungsvorschlags auch nicht dem Verzicht auf Erhebung eines Rechtsmittels gleichgesetzt werden, der nur unter einge­schrÃ¤nkten Voraussetzungen widerrufen werden kann (vgl. dazu RB 1985 Nr. 55). Demzu­folge kann eine aufgrund eines EinschÃ¤tzungsvorschlags erfolgte EinschÃ¤tzung nach stÃ¤n­diger Rechtsprechung ohne weiteres auf dem Rechtsmittelweg weitergezogen werden (RB 1996 Nr. 39), ohne dass etwa ein Willensmangel bei der Unterzeichnung der Zustim­mungserklÃ¤rung geltend gemacht werden mÃ¼sste. Davon geht denn auch das Steueramt gemÃ¤ss stÃ¤ndig geÃ¼bter Praxis zu Recht aus. Weshalb diese "jedenfalls im Lichte des neuen Rechts unzutreffend" sein soll, ist nicht ersichtlich. Insbesondere kann fÃ¼r die Auffassung der Rekurs­kommission auch nichts aus § 44 Vo StG abgeleitet werden, der im Ãbrigen <br/> â wie dies die Rekurskommission ja selbst richtig festgehalten hat â nahezu gleich lautet wie § 53 VV StG. Ebensowenig fÃ¼hrt die genannte Rechtsprechung (RB 1996 Nr. 39) zu ungleich langen Spiessen von Steueramt und Pflichtigen. Auch die SteuerbehÃ¶rde kann nÃ¤mlich auf den unterbreiteten und von den Pflichtigen unterzeichneten EinschÃ¤tzungsvor­schlag zurÃ¼ckkommen, solange die EinschÃ¤tzung nicht durch Zustellung der Schlussrech­nung im Sinn von § 126 Abs. 4 StG erÃ¶ffnet wurde. Dem Gedanken der Rechtssicherheit wird genÃ¼gend damit Rechnung getragen, dass ein ZurÃ¼ckkommen auf die VerstÃ¤ndigung von beiden Seiten nicht unbeschrÃ¤nkt lange mÃ¶glich ist. Die Auffassung der Rekurskom­mission wÃ¼rde im Ãbrigen schliesslich bezÃ¼glich der ZulÃ¤ssigkeit von Einsprachen gegen aufgrund eines unterzeichneten EinschÃ¤tzungsvorschlags mit Schlussrechnung im Sinn von § 126 Abs. 4 StG mitgeteilten EinschÃ¤tzungsentscheids dazu fÃ¼hren, dass fÃ¼r die Erhebung der Einsprache ein zusÃ¤tzliches Kriterium erfÃ¼llt sein mÃ¼sste, wofÃ¼r angesichts der klaren Regelung in § 140 Abs. 1 StG kein Raum besteht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Somit hat sich die Rekurs­kommission (aus ihrer Sicht zwar konsequenterweise, aber) zu Unrecht mit den materiellen Vorbringen der Pflichtigen nicht auseinandergesetzt und diesen so das rechtliche GehÃ¶r verweigert. Die Beschwerde ist demzufolge teilweise gutzuheissen und die Sache ist bezÃ¼glich der Beurteilung der Bewertung der Wertpapiere an die Rekurskommission zur allfÃ¤lligen weiteren Untersuchung und zur FÃ¤llung eines neuen Entscheids zurÃ¼ckzuweisen. Dabei kann die Tatsache, dass die Pflichtigen einen Ein­schÃ¤tzungsvorschlag unterzeichneten und damit die diesem zugrundeliegenden Bewer­tungen zum damaligen Zeitpunkt anerkannten, im Rahmen der materiellrechtlichen WÃ¼rdi­gung einbezogen werden sowie bezÃ¼glich der Kostenverlegung eine Rolle spielen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei diesem Resultat kann im Ãbrigen offenbleiben, ob in der hier vorliegenden Kon­­stellation aus GrÃ¼nden von Treu und Glauben eine PraxisÃ¤nderung erst hÃ¤tte ange­kÃ¼ndigt werden dÃ¼rfen und erÃ¼brigen sich AusfÃ¼hrungen zu den von den Pflichtigen aufgeworfenen materiellen Fragen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Sache wird zur allfÃ¤l­ligen weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Steuerrekurs­kom­mission II zurÃ¼ck­gewiesen.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>