<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2000 5 S.34</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2000</span> <span class="title">Obergericht</span> <span class="page_no">34</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <span class="ft1"><b>B. Sachenrecht</b></span><br/> <br/> <span class="ft2"><b>5</b></span> <span class="ft2"><b>Art. 694 ZGB; Notwegrecht.</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Ist die notwegsbelastete Parzelle überbaut, hat sich der Notwegsberech-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>tigte grundsätzlich in den von ihm beanspruchten Grundstücksteil einzu-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>kaufen (E. 5).</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Analoge Anwendung der enteignungsrechtlichen Kostenverteilungsregeln</b></span><br/> <span class="ft2"><b>im erstinstanzlichen Notwegprozess (Erw. 6).</b></span><br/> <br/> <span class="ft3">Aus dem Entscheid des Obergerichts, 1. Zivilkammer, vom 1. Oktober 1999</span><br/> <span class="ft3">in Sachen St. E. gegen B.Sch.</span><br/> <br/> <span class="ft4"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft5">5. a) Mit der Einräumung des Notwegrechts ist der Beklagte</span><br/> <span class="ft5">verpflichtet, alles zu unterlassen, was die Ausübung der Dienstbar-</span><br/> <span class="ft5">keit verhindert oder erschwert (Art. 737 Abs. 3 ZGB), insbesondere</span><br/> <span class="ft5">ist er zur permanenten Freihaltung der Wegfläche verpflichtet. Da-</span><br/> <span class="ft5">durch wird dem Beklagten die Servitutsfläche entlang der Grund-</span><br/> <span class="ft5">stückgrenze der individuellen Nutzung entzogen.</span><br/> <span class="ft5">b) Gemäss Art. 694 Abs. 1 ZGB hat der durch das Notwegrecht</span><br/> <span class="ft5">belastete Grundeigentümer Anspruch auf volle Entschädigung.</span><br/> <span class="ft5">Massgebend für die Berechnung der Entschädigung sind die Nach-</span><br/> <span class="ft5">teile des Notwegbelasteten im Zeitpunkt der Einräumung des Not-</span><br/> <span class="ft5">wegs (Meier-Hayoz, Berner Kommentar, N 78 zu Art. 694 ZGB).</span><br/> <span class="ft5">Wegen der Ähnlichkeit der Stellung des Notwegberechtigten mit</span><br/> <span class="ft5">derjenigen eines Exproprianten hat das Bundesgericht für die</span><br/> <span class="ft5">Berechnung der Entschädigung nach Art. 694 Abs. 1 ZGB die</span><br/> <span class="ft5">Heranziehung der Grundsätze der Enteignung anerkannt. Danach</span><br/> <span class="ft5">entspricht die Entschädigung grundsätzlich der Differenz zwischen</span><br/> <span class="ft5">dem Verkehrswert des unbelasteten und demjenigen des mit dem</span><br/> <span class="ft5">Notweg belasteten Grundstück, wobei die Schätzung bei einem</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2000</span> <span class="title">Zivilrecht</span> <span class="page_no">35</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">überbauten Grundstück in Abweichung von der globalen Ermittlung</span><br/> <span class="ft5">der Wertdifferenz mit Vorteil auf die Wertdifferenz des vom</span><br/> <span class="ft5">Notwegrecht konkret beanspruchten Grundstückteils allein zu</span><br/> <span class="ft5">beschränken ist, mit der Folge, dass sich der Notwegberechtigte am</span><br/> <span class="ft5">Verkehrswert der von ihm beanspruchten Fläche durch Einkauf</span><br/> <span class="ft5">angemessen zu beteiligen hat (BGE 120 II 423 f. mit Hinweisen auf</span><br/> <span class="ft5">Literatur und Rechtsprechung).</span><br/> <span class="ft5">c) Die Vorinstanz hat dem Beklagten für die Einräumung des</span><br/> <span class="ft5">Notwegrechts eine Entschädigung von Fr. 30'000.-- zugesprochen.</span><br/> <span class="ft5">Dabei ist sie von einer Servitutsfläche von 29,25 m2 und gestützt auf</span><br/> <span class="ft5">eine telefonische Auskunft des Kreisschätzers von einem relativen</span><br/> <span class="ft5">Landwert bei überbauten Grundstücken von Fr. 500.-- pro m2 ausge-</span><br/> <span class="ft5">gangen. Den so ermittelten Verkehrswert von gerundet Fr. 15'000.--</span><br/> <span class="ft5">hat sie nicht nur teilweise im Sinne eines Einkaufs, sondern gänzlich</span><br/> <span class="ft5">dem Kläger überbunden. Zusätzlich hat sie eine Entschädigung von</span><br/> <span class="ft5">Fr. 15'000.-- für die Beeinträchtigung der ungestörten Nutzung der</span><br/> <span class="ft5">Liegenschaft des Beklagten sowie für die zu erwartenden Immissio-</span><br/> <span class="ft5">nen festgesetzt.</span><br/> <span class="ft5">Der Beklagte rügt in der Appellation grundsätzlich zu Recht die</span><br/> <span class="ft5">Verletzung seiner Parteirechte, da die Vorinstanz für den relativen</span><br/> <span class="ft5">Landwert auf eine telefonische Auskunft abgestellt hat, statt ein for-</span><br/> <span class="ft5">melles Expertiseverfahren durchzuführen. Vor Obergericht hat sich</span><br/> <span class="ft5">der Beklagte zum Landwert äussern können, wodurch die Verletzung</span><br/> <span class="ft5">seines rechtlichen Gehörs in erster Instanz geheilt ist. Von einer Ex-</span><br/> <span class="ft5">pertise über den Verkehrswert des Grundstücks kann aber abgesehen</span><br/> <span class="ft5">werden, weil für den Beklagten auf keinen Fall eine höhere Entschä-</span><br/> <span class="ft5">digung als die von der Vorinstanz zugesprochene und vom Kläger</span><br/> <span class="ft5">akzeptierte Entschädigung in der Höhe von Fr. 30'000.-- resultiert.</span><br/> <span class="ft5">Der Beklagte teilte in seiner Eingabe vom 23. August 1999 mit, dass</span><br/> <span class="ft5">nach eigenen Erkundigungen der Verkehrswert für Grundstücke in</span><br/> <span class="ft5">der fraglichen Lage Fr. 650.--/m2 betrage. Die von der Vorinstanz auf</span><br/> <span class="ft5">Fr. 15'000.-- festgelegte "Grundentschädigung" für die der</span><br/> <span class="ft5">Grundstücksgrenze entlang verlaufende Dienstbarkeitsfläche von</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2000</span> <span class="title">Obergericht</span> <span class="page_no">36</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">unbestrittenermassen 29.25 m2 kommt einem Einkauf zu knapp über</span><br/> <span class="ft5">Fr. 500.-- pro Quadratmeter gleich, was bei einem relativen Landwert</span><br/> <span class="ft5">von Fr. 650.-- einem Einkauf von rund 75% entspricht. Selbst im</span><br/> <span class="ft5">Vergleich mit einem absoluten Landwert von gerichtsnotorisch klar</span><br/> <span class="ft5">unter Fr. 1'000.-- entspricht der Einkauf über 50% des Werts; für eine</span><br/> <span class="ft5">prozentual höhere Beteiligung des Klägers an der beanspruchten</span><br/> <span class="ft5">Grundstücksfläche besteht kein Anlass.</span><br/> <span class="ft5">Im Übrigen erscheint die Zulässigkeit des von der Vorinstanz</span><br/> <span class="ft5">festgesetzten "Zuschlags" für Immissionen und <i>Beeinträchtigung der</i></span><br/> <span class="ft4"><i>ungestörten Nutzung</i> höchst fragwürdig. Denn der Einkauf in den mit</span><br/> <span class="ft5">der Dienstbarkeit zu belastenden Grundstücksteil tritt grundsätzlich</span><br/> <span class="ft4"><i>anstelle</i> der Differenzberechnung im Sinne eines Vergleichs des</span><br/> <span class="ft5">Werts des Gesamtgrundstücks vor und nach der Belastung mit der</span><br/> <span class="ft5">Servitut, dies weil die letztere "klassische" Differenzberechnung vor</span><br/> <span class="ft5">allem bei überbauten Grundstücken aleatorische Züge aufweist (BGE</span><br/> <span class="ft5">120 II 424). Dies trifft gerade im Fall der Parteien des vorliegenden</span><br/> <span class="ft5">Verfahrens zu, wo dem Kläger lediglich ein Fussweg- und auf Fahr-</span><br/> <span class="ft5">zeuge mit Elektromotoren beschränktes Fahrwegrecht eingeräumt</span><br/> <span class="ft5">worden ist, weshalb Lärmimmissionen vernachlässigbar sind, und</span><br/> <span class="ft5">wo das entlang der Grundstücksgrenze verlaufende Wegrecht an der</span><br/> <span class="ft5">Garage und dem Garten des Beklagten vorbeiführt, weshalb die Be-</span><br/> <span class="ft5">einträchtigung der Privatsphäre im Wesentlichen in einer exponierte-</span><br/> <span class="ft5">ren Gartennutzung besteht.</span><br/> <span class="ft5">[...]</span><br/> <span class="ft5">6. Die Vorinstanz hat die Gerichtskosten den Parteien je zur</span><br/> <span class="ft5">Hälfte auferlegt und die Parteikosten wettgeschlagen. Demgegenüber</span><br/> <span class="ft5">beantragt der Beklagte in der Appellation, es seien die gesamten</span><br/> <span class="ft5">Prozesskosten dem Kläger aufzuerlegen, denn dieser sei mit seinem</span><br/> <span class="ft5">Begehren nur teilweise durchgedrungen und es sei das gute Recht</span><br/> <span class="ft5">des Beklagten gewesen, sich gegen den erheblichen Eingriff in einen</span><br/> <span class="ft5">Teil seines Privatlebens zur Wehr zu setzen.</span><br/> <span class="ft5">Beim Notweganspruch handelt es sich um eine Legalservitut,</span><br/> <span class="ft5">die sich im Ergebnis für den Notwegverpflichteten gleich auswirkt,</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2000</span> <span class="title">Zivilrecht</span> <span class="page_no">37</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">wie wenn ihm in einem Enteignungsverfahren eine Dienstbarkeit</span><br/> <span class="ft5">auferlegt wird. So wie der Enteignete zur Feststellung der Enteig-</span><br/> <span class="ft5">nungsvoraussetzungen und der Höhe der Enteignungsentschädigung</span><br/> <span class="ft5">grundsätzlich ohne Kostenrisiko jedenfalls das erstinstanzliche Ent-</span><br/> <span class="ft5">eignungsverfahren beanspruchen kann, so soll es auch der Notweg-</span><br/> <span class="ft5">verpflichtete ohne Kostenfolge zumindest für das erstinstanzliche</span><br/> <span class="ft5">Verfahren auf einen Prozess ankommen lassen dürfen. Lehre und</span><br/> <span class="ft5">Rechtsprechung vertreten deshalb die Auffassung, dass die enteig-</span><br/> <span class="ft5">nungsrechtlichen Kostenverteilungsregeln im Notwegprozess analog</span><br/> <span class="ft5">anzuwenden sind (BGE 85 II 402; AGVE 1974 S. 36 Erw. 3; Meier-</span><br/> <span class="ft5">Hayoz, a.a.O., N 69 zu Art. 694 ZGB; Bühler/Edelmann/Killer,</span><br/> <span class="ft5">Kommentar zur aargauischen Zivilprozessordnung, Aarau 1998,</span><br/> <span class="ft5">N 11 zu § 113; Caroni-Rudolf, Der Notweg, Diss. Bern 1969,</span><br/> <span class="ft5">S. 115).</span><br/> <span class="ft5">Die enteignungsrechtlichen Kostenregeln sehen zweierlei Aus-</span><br/> <span class="ft5">nahmen vom Grundsatz vor, dass der Enteigner sowohl die Verfah-</span><br/> <span class="ft5">renskosten als auch die Parteikosten des Enteigneten zu tragen hat:</span><br/> <span class="ft5">- Der Enteignete hat missbräuchliche Begehren, namentlich of-</span><br/> <span class="ft5">fensichtlich unbegründete oder übersetzte Forderungen gestellt</span><br/> <span class="ft5">(Art. 114 Abs. 2 und Art. 115 Abs. 3 EntG; § 26 Abs. 2 des Dekrets</span><br/> <span class="ft5">über das Verfahren vor der Schätzungskommission nach Baugesetz</span><br/> <span class="ft5">und Gewässerschutzgesetz vom 22. Februar 1972).</span><br/> <span class="ft5">- Die Begehren des Enteigneten werden ganz oder zum grössten</span><br/> <span class="ft5">Teil abgewiesen (Art. 115 Abs. 2 und Art. 116 Abs. 1 Satz 2 EntG).</span><br/> <span class="ft5">Für diese beiden Ausnahmefälle ist im Enteignungsrecht vorge-</span><br/> <span class="ft5">sehen, dass dem Enteigneten die Verfahrenskosten ganz oder teilwei-</span><br/> <span class="ft5">se auferlegt werden können und ihm eine Parteientschädigung nicht</span><br/> <span class="ft5">nur verweigert, sondern auch die Ausrichtung einer Parteientschädi-</span><br/> <span class="ft5">gung an den Enteigner auferlegt werden kann. Es soll damit verhin-</span><br/> <span class="ft5">dert werden, dass übertriebene Begehren des Enteigneten, mit denen</span><br/> <span class="ft5">er die Rechtsfindung erschwert, keinerlei Kostennachteile nach sich</span><br/> <span class="ft5">ziehen und er dafür vom Enteigner noch honoriert werden muss</span><br/> <span class="ft5">(Hess/Weibel, Kommentar zum Enteignungsrecht des Bundes,</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2000</span> <span class="title">Obergericht</span> <span class="page_no">38</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">Art. 114 N 6 und Art. 115 N 6). Dabei wird allerdings nicht aus-</span><br/> <span class="ft5">schliesslich auf den Prozessausgang, sondern wesentlich darauf ab-</span><br/> <span class="ft5">gestellt, ob die Begehren des Enteigneten mutwillig oder miss-</span><br/> <span class="ft5">bräuchlich waren oder ob er sich uneinsichtig gezeigt hat (BGE 108</span><br/> <span class="ft5">Ib 498 Erw. 7, 98 Ib 432; Hess/Weibel, a.a.O., Art. 116 N 3).</span><br/> <span class="ft5">Die Vorinstanz ist bei ihrem Kostenentscheid zutreffend vom</span><br/> <span class="ft5">enteignungsähnlichen Charakter des Notwegrechts ausgegangen, hat</span><br/> <span class="ft5">aber von einer einseitigen Kostenauflage zu Lasten des Klägers ab-</span><br/> <span class="ft5">gesehen, weil offensichtlich eine Wegnot des klägerischen Grund-</span><br/> <span class="ft5">stücks bestehe, die schon seit Jahrzehnten über die Liegenschaft des</span><br/> <span class="ft5">Beklagten gelindert worden sei; es sei deshalb nicht zu verstehen,</span><br/> <span class="ft5">dass der Beklagte nicht wenigstens zu einer Lösung wie der vom</span><br/> <span class="ft5">Gericht gefundenen Hand geboten habe. Die tatsächliche Benutzung</span><br/> <span class="ft5">eines Weges wie auch die Duldung eines Zugangs auf Zusehen hin</span><br/> <span class="ft5">präjudizieren jedoch das Notwegrecht bei verschiedenen möglichen</span><br/> <span class="ft5">Notwegverbindungen nicht (Meier-Hayoz, a.a.O., N 31 zu Art. 694</span><br/> <span class="ft5">ZGB), so dass der Standpunkt des Beklagten, die Wegnot könne</span><br/> <span class="ft5">durch Ausdehnung des bestehenden Fusswegrechts über die nördli-</span><br/> <span class="ft5">chen Nachbargrundstücke behoben werden, nicht als mutwillig be-</span><br/> <span class="ft5">zeichnet werden kann.</span><br/> <span class="ft5">Dennoch ist der vorinstanzliche Kostenentscheid wegen der of-</span><br/> <span class="ft5">fensichtlich übersetzten Entschädigungsforderung des Beklagten zu</span><br/> <span class="ft5">schützen. § 21 ZPO statuiert für Streitigkeiten über Bestand und</span><br/> <span class="ft5">Umfang von Dienstbarkeiten und nachbarrechtliche Eigentumsbe-</span><br/> <span class="ft5">schränkungen - in Abweichung vom Grundsatz von § 16 ZPO, wo-</span><br/> <span class="ft5">nach das Klagebegehren den Streitwert bestimmt -, dass das grössere</span><br/> <span class="ft5">der beiden (geldwerten) Interessen der Parteien massgebend ist. Mit-</span><br/> <span class="ft5">hin ist der Grundeigentümer, dessen Grundstück nach der Auffassung</span><br/> <span class="ft5">eines klagenden Nachbarn mit einer Dienstbarkeit belastet werden</span><br/> <span class="ft5">soll, nicht gehalten, ein eigentliches Widerklageeventualbegehren zu</span><br/> <span class="ft5">stellen. Der Beklagte hat sein Interesse an einem vom eingeklagten</span><br/> <span class="ft5">Fahrwegrecht freien Grundstück in der Klageantwort auf rund</span><br/> <span class="ft5">Fr. 200'000.-- beziffert (vgl. auch Streitwert gemäss zweitinstanzlich</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2000</span> <span class="title">Zivilrecht</span> <span class="page_no">39</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">eingeholter Kostennote). Ausgehend von der bundesgerichtlichen</span><br/> <span class="ft5">Rechtsprechung, wonach - aus überzeugenden Gründen - bei einem</span><br/> <span class="ft4"><i>überbauten</i> Grundstück grundsätzlich ein angemessener <i>Einkauf</i> in</span><br/> <span class="ft5">den von der Servitut belasteten Grundstücks<i>teil,</i> d.h. nicht ein</span><br/> <span class="ft5">Abkauf, zu erfolgen hat (vgl. Erwägung 5b vorstehend), sowie vom</span><br/> <span class="ft5">Umstand, dass Grundstückpreise von mehr als Fr. 1'000.--/m2 in der</span><br/> <span class="ft5">fraglichen Gegend nicht erzielt werden, muss die vom Beklagten</span><br/> <span class="ft5">verlangte Entschädigungsforderung als klar übersetzt betrachtet</span><br/> <span class="ft5">werden. Die Wettschlagung der Parteikosten durch die Vorinstanz ist</span><br/> <span class="ft5">daher nicht zu beanstanden. Mangels einer Anfechtung des</span><br/> <span class="ft5">vorinstanzlichen Urteils im Kostenpunkt durch den Kläger kann</span><br/> <span class="ft5">dahingestellt bleiben, ob sich gar gerechtfertigt hätte, den Beklagten</span><br/> <span class="ft5">zu verpflichten, dem Kläger die erstinstanzlichen Parteikosten teil-</span><br/> <span class="ft5">weise oder ganz zu ersetzen.</span><br/></div> </div> </body> </html>