<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE - Archiv</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2014</span> <span class="title">Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">176</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <span class="ft1"><b>29</b></span> <span class="ft1"><b>Kostenauflage in erstinstanzlichen Baugesuchssachen nach Massgabe</b></span><br/> <span class="ft1"><b>eines kommunalen Reglements, das sich auf § 5 Abs. 2 BauG abstützt.</b></span><br/> <span class="ft3">-</span> <span class="ft1"><b>Auslegung von § 5 Abs. 2 BauG: Der Begriff "Entscheid über Bauge-</b></span><br/> <span class="ft1"><b>suche" ist in einem weiten Sinn zu verstehen. Von der Bestimmung</b></span><br/> <span class="ft1"><b>kann auch Aufwand erfasst sein, der im Zusammenhang mit der</b></span><br/> <span class="ft1"><b>Prüfung bereits erstellter Bauten und Anlagen erforderlich ist, wenn</b></span><br/> <span class="ft1"><b>die Abklärungen Baurechtswidrigkeiten aufzeigen, die von der Bau-</b></span><br/> <span class="ft1"><b>herrschaft im Zuge der Abklärungen dann jedoch freiwillig behoben</b></span><br/> <span class="ft1"><b>bzw. vom Nachbarn toleriert werden (Erw. 1.2.1. und 1.2.2.).</b></span><br/> <span class="ft3">-</span> <span class="ft1"><b>Die umstrittenen Kosten können im konkreten Anwendungsfall so-</b></span><br/> <span class="ft1"><b>dann dem kommunalen Gebührenreglement zur BNO zugeordnet</b></span><br/> <span class="ft1"><b>werden (Erw. 2.2.).</b></span><br/> <span class="ft5">Urteil des Verwaltungsgerichts, 3. Kammer, vom 19. September 2014 in Sa-</span><br/> <span class="ft5">chen A. und B. gegen Gemeinderat C. sowie Departement Bau, Verkehr und</span><br/> <span class="ft5">Umwelt (WBE.2014.50).</span><br/> <span class="ft7"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <span class="ft9">1.</span><br/> <span class="ft9">1.1.</span><br/> <span class="ft9">Die Beschwerdeführer vertreten die Auffassung, für die vom</span><br/> <span class="ft9">Gemeinderat verfügte Kostenauferlegung fehle es an einer gesetzli-</span><br/> <span class="ft9">chen Grundlage: § 5 Abs. 2 BauG erlaube eine Abweichung von der</span><br/> <span class="ft9">allgemeinen Regel von § 31 VRPG nur für Entscheide über Baugesu-</span><br/> <span class="ft9">che und Enteignungen. Nur schon vom Wortlaut her könnten keine</span><br/> <span class="ft9">erstinstanzlichen Gebühren für die Kosten des Nachführungsgeome-</span><br/> <span class="ft9">ters, der ohne hängiges Baugesuch und ohne Wissen der Beschwer-</span><br/> <span class="ft9">deführer tätig geworden sei, erhoben werden. Dies entspreche auch</span><br/> <span class="ft9">der Absicht des Gesetzgebers. Auch sonst bestünden keine Anhalts-</span><br/> <span class="ft9">punkte, dass gestützt auf § 5 Abs. 2 BauG Gebühren ausserhalb von</span><br/> <span class="ft9">Baugesuchen festgelegt werden dürften.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2014</span> <span class="title">Bau-, Raumentwicklungs- und Umweltschutzrecht</span> <span class="page_no">177</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft9">(...)</span><br/> <span class="ft9">1.2.</span><br/> <span class="ft9">1.2.1.</span><br/> <span class="ft9">Ausgangspunkt jeder Auslegung bildet der Wortlaut. Ist der</span><br/> <span class="ft9">Text nicht klar und sind verschiedene Interpretationen möglich, muss</span><br/> <span class="ft9">nach seiner wahren Tragweite gesucht werden unter Berücksichti-</span><br/> <span class="ft9">gung aller Auslegungselemente. Abzustellen ist dabei namentlich auf</span><br/> <span class="ft9">die Entstehungsgeschichte, auf den Zweck der Norm, die ihr zu-</span><br/> <span class="ft9">grunde liegenden Wertungen und ihre Bedeutung im Kontext mit</span><br/> <span class="ft9">anderen Bestimmungen. Die Materialien sind zwar nicht unmittelbar</span><br/> <span class="ft9">entscheidend, dienen aber als Hilfsmittel, um den Sinn der Norm zu</span><br/> <span class="ft9">erkennen. Das Bundesgericht hat sich bei der Auslegung von Erlas-</span><br/> <span class="ft9">sen stets von einem Methodenpluralismus leiten lassen und nur dann</span><br/> <span class="ft9">allein auf das grammatikalische Element abgestellt, wenn sich daraus</span><br/> <span class="ft9">zweifelsfrei die sachlich richtige Lösung ergab (statt vieler: BGE 137</span><br/> <span class="ft9">V 376; 135 II 81; AGVE 2003, S. 191 f., je mit Hinweisen).</span><br/> <span class="ft9">1.2.2.</span><br/> <span class="ft9">Nach § 31 Abs. 1 VRPG ist das erstinstanzliche Verfahren</span><br/> <span class="ft9">unentgeltlich; abweichende Bestimmungen sind jedoch vorbehalten.</span><br/> <span class="ft9">Ein solcher Vorbehalt enthält § 5 Abs. 2 BauG: Danach können für</span><br/> <span class="ft9">Entscheide über Baugesuche und Enteignungen auch von der ersten</span><br/> <span class="ft9">Instanz Gebühren und Kosten auferlegt werden.</span><br/> <span class="ft9">Umstritten ist, ob die den Beschwerdeführern auferlegten, der</span><br/> <span class="ft9">Gemeinde entstandenen Kosten (insbesondere für den Geometer)</span><br/> <span class="ft9">überhaupt im Rahmen eines "Entscheids über Baugesuche" angefal-</span><br/> <span class="ft9">len sind. Entsprechend dem Wortlaut fallen unter den Begriff "Ent-</span><br/> <span class="ft9">scheid über Baugesuche" vorab die Baubewilligungsentscheide (vgl.</span><br/> <span class="ft9">§§ 59 ff. BauG), d.h. Entscheide darüber, ob gestützt auf ein einge-</span><br/> <span class="ft9">reichtes Baugesuch eine Baubewilligung erteilt werden kann oder</span><br/> <span class="ft9">nicht. Unter den Wortlaut lassen sich aber durchaus auch Entscheide</span><br/> <span class="ft9">subsumieren, die sich mit der Frage auseinandersetzen, ob im Falle</span><br/> <span class="ft9">bereits erstellter Bauten oder Anlagen ein nachträgliches Baugesuch</span><br/> <span class="ft9">eingereicht werden muss. Auch in solchen Fällen geht es letztlich -</span><br/> <span class="ft9">wenn auch in einem etwas weiteren Sinn - um "Entscheide über</span><br/> <span class="ft9">Baugesuche".</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2014</span> <span class="title">Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">178</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft9">Eine zweckgerichtete Auslegung von § 5 Abs. 2 BauG ergibt</span><br/> <span class="ft9">sodann, dass von der Bestimmung auch Aufwand erfasst sein kann,</span><br/> <span class="ft9">der zur Abklärung der Frage, ob ein nachträgliches Baugesuchs-</span><br/> <span class="ft9">verfahren durchzuführen ist, erforderlich ist. So muss eine Kosten-</span><br/> <span class="ft9">auflage zu Lasten des Bauherrn (oder Grundeigentümers) z.B. im</span><br/> <span class="ft9">Zusammenhang mit der Überprüfung bereits erstellter Bauten und</span><br/> <span class="ft9">Anlagen möglich sein, jedenfalls dann, wenn sich herausstellt, dass</span><br/> <span class="ft9">eine bauliche Vorkehr von vornherein nicht bewilligungsfähig ist</span><br/> <span class="ft9">oder wenn sich ergibt, dass in einem (nachträglichen) Baugesuchs-</span><br/> <span class="ft9">verfahren geprüft werden muss, ob die Vorkehr bewilligt werden</span><br/> <span class="ft9">kann. Auch in Fällen wie dem vorliegenden, wo teilweise Baurechts-</span><br/> <span class="ft9">widrigkeiten festgestellt wurden, welche von der Bauherrschaft dann</span><br/> <span class="ft9">jedoch freiwillig behoben bzw. vom Nachbarn toleriert wurden (wes-</span><br/> <span class="ft9">halb kein nachträgliches Baubewilligungsverfahren eingeleitet bzw.</span><br/> <span class="ft9">keine weiteren Massnahmen ergriffen werden mussten), erscheint es</span><br/> <span class="ft9">nicht sachgerecht, wenn die entstandenen Kosten von der Gemeinde</span><br/> <span class="ft9">nicht weiterverrechnet werden dürfen. Sinn und Zweck von § 5</span><br/> <span class="ft9">Abs. 2 BauG gebieten, gleiche bzw. vergleichbare Tatbestände auch</span><br/> <span class="ft9">gleich zu behandeln. Anders zu entscheiden würde bedeuten, dass</span><br/> <span class="ft9">namentlich eine Bauherrschaft, die eigenmächtig bauliche Vorkehren</span><br/> <span class="ft9">trifft, welche behördliche Interventionen und Beanstandungen nach</span><br/> <span class="ft9">sich ziehen, kostenmässig privilegiert werden. Das widerspricht einer</span><br/> <span class="ft9">sinnvollen Anwendung von § 5 Abs. 2 BauG. Es rechtfertigt sich</span><br/> <span class="ft9">deshalb nicht, § 5 Abs. 2 BauG derart eng an den Wortlaut gebunden</span><br/> <span class="ft9">auszulegen, dass davon einzig Aufwand durchgeführter Baugesuchs-</span><br/> <span class="ft9">verfahren erfasst wäre.</span><br/> <span class="ft9">Gegenteiliges lässt sich auch den Materialien zum Baugesetz</span><br/> <span class="ft9">1993 nicht entnehmen: Aus der von den Beschwerdeführern zitierten</span><br/> <span class="ft9">Fundstelle ergibt sich einzig, dass es nicht Absicht des Gesetzgebers</span><br/> <span class="ft9">war, eine Grundlage für die Erhebung von Gebühren für Einsprachen</span><br/> <span class="ft9">zu schaffen, sondern dass es um Gebühren für das Baugesuch gehe</span><br/> <span class="ft9">(Protokoll der grossrätlichen "Spezialkommission Baugesetzrevi-</span><br/> <span class="ft9">sion" betreffend die Beratung des BauG 1993, 1. Lesung, S. 332).</span><br/> <span class="ft9">Die hier interessierende spezielle Frage, ob von § 5 Abs. 2 BauG ins-</span><br/> <span class="ft9">besondere auch Aufwand erfasst ist, der z.B. zur Abklärung der</span><br/> <span class="ft9">Frage, ob ein nachträgliches Baugesuchsverfahren durchzuführen ist,</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2014</span> <span class="title">Bau-, Raumentwicklungs- und Umweltschutzrecht</span> <span class="page_no">179</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft9">erforderlich ist, wurde im Rahmen des Gesetzgebungsprozesses nicht</span><br/> <span class="ft9">explizit diskutiert. Die Baugesetzkommentare (sowohl zum neuen als</span><br/> <span class="ft9">auch zum alten BauG) enthalten dazu ebenfalls keine ausdrücklichen</span><br/> <span class="ft9">Überlegungen (siehe M</span><span class="ft5">ARTIN</span> <span class="ft9">G</span><span class="ft5">OSSWEILER</span><span class="ft9">, in: Kommentar zum</span><br/> <span class="ft9">Baugesetz des Kantons Aargau, Bern 2013, § 5 N 9 und 16; E</span><span class="ft5">RICH</span><br/> <span class="ft9">Z</span><span class="ft5">IMMERLIN</span><span class="ft9">, Baugesetz des Kantons Aargau vom 2. Februar 1971,</span><br/> <span class="ft9">2. Auflage, Aarau 1985, § 3 N 10a und b). Für die Beurteilung von</span><br/> <span class="ft9">§ 5 Abs. 2 BauG helfen für die vorliegende Konstellation demnach</span><br/> <span class="ft9">weder die Materialien noch die Literatur weiter.</span><br/> <span class="ft9">Aufgrund dieser Erwägungen ist der in § 5 Abs. 2 BauG</span><br/> <span class="ft9">verwendete Begriff "Entscheid über Baugesuche" in einem weiten</span><br/> <span class="ft9">Sinn zu verstehen. Von der Bestimmung kann mitunter auch Auf-</span><br/> <span class="ft9">wand erfasst sein, der im Zusammenhang mit der Prüfung bereits er-</span><br/> <span class="ft9">stellter Bauten und Anlagen erforderlich ist, wenn die Abklärungen -</span><br/> <span class="ft9">wie hier - Baurechtswidrigkeiten aufzeigen, die von der Bauherr-</span><br/> <span class="ft9">schaft im Zuge der Abklärungen dann jedoch freiwillig behoben bzw.</span><br/> <span class="ft9">vom Nachbarn toleriert werden.</span><br/> <span class="ft9">1.2.3. (...)</span><br/> <span class="ft9">2.</span><br/> <span class="ft9">2.1. (...)</span><br/> <span class="ft9">2.2.</span><br/> <span class="ft9">Gestützt auf § 5 Abs. 2 BauG, § 24 des Gesetzes über den vor-</span><br/> <span class="ft9">beugenden Brandschutz vom 21. Februar 1989 (Brandschutzgesetz;</span><br/> <span class="ft9">SAR 585.100) und § 53 der geltenden Bau- und Nutzungsordnung</span><br/> <span class="ft9">der Gemeinde C. vom 30. Mai 1997, 26. Mai 2006, 27. November</span><br/> <span class="ft9">2009 / 28. Oktober 1997, 16. August 2006, 24. März 2010 (BNO) er-</span><br/> <span class="ft9">liess die Einwohnergemeindeversammlung C. am 25. November</span><br/> <span class="ft9">2011 das "Gebührenreglement zur BNO". Gemäss § 1 Abs. 1 Ingress</span><br/> <span class="ft9">des Gebührenreglements zur BNO erhebt der Gemeinderat "für seine</span><br/> <span class="ft9">Leistungen in Bausachen - z.B. Entscheide, Vorentscheide, Beant-</span><br/> <span class="ft9">wortung von Voranfragen, Beratungen und Auskünfte - vom Bean-</span><br/> <span class="ft9">sprucher bzw. Verursacher eine Gebühr" und nach § 3 Abs. 1 Gebüh-</span><br/> <span class="ft9">renreglement zur BNO hat der "Bauherr bzw. Verursacher" die dort</span><br/> <span class="ft9">aufgeführten Kosten zu übernehmen. Da § 1 Abs. 1 Ingress des</span><br/> <span class="ft9">Gebührenreglements zur BNO nur eine beispielhafte Aufzählung der</span><br/> <span class="ft9">Leistungen in Bausachen enthält ("z.B."), steht grundsätzlich nichts</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2014</span> <span class="title">Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">180</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft9">im Wege, darunter auch Sachverhaltsabklärungen und Kontrolltätig-</span><br/> <span class="ft9">keiten zu subsumieren. Nach lit. a - e ist dafür (wie auch für die in</span><br/> <span class="ft9">Abs. 1 Ingress explizit genannten Beratungen und Auskünfte) zwar</span><br/> <span class="ft9">keine Gebühr geschuldet. Hingegen können solche Kosten nach § 3</span><br/> <span class="ft9">Gebührenreglement zur BNO dem Bauherrn bzw. Verursacher</span><br/> <span class="ft9">weiterverrechnet werden (Abs. 1); dazu gehören auch Kosten, die</span><br/> <span class="ft9">von der Gemeinde an Dritte bezahlt worden sind (Abs. 2).</span><br/> <span class="ft9">Nach § 3 Abs. 1 lit. d Gebührenreglement zur BNO hat der</span><br/> <span class="ft9">Bauherr bzw. Verursacher u.a. Kosten für Mehraufwand, der auf</span><br/> <span class="ft9">mangelhafte Baugesuche oder darauf zurückzuführen ist, dass</span><br/> <span class="ft9">Bauordnung und/oder Baubewilligung nicht eingehalten werden und</span><br/> <span class="ft9">dadurch ausserordentliche Aufwendungen, Besichtigungen, Kontrol-</span><br/> <span class="ft9">len etc. notwendig sind, zu übernehmen. Dabei geht es um typischen</span><br/> <span class="ft9">Aufwand ausserhalb eines Baugesuchsverfahrens. § 4 Gebühren-</span><br/> <span class="ft9">reglement zur BNO weist ebenso darauf hin, dass solcher Aufwand</span><br/> <span class="ft9">kostenpflichtig ist: Danach ist der Gemeinderat nämlich lediglich</span><br/> <span class="ft9">"ermächtigt", unentgeltlich Auskunft und Beratung zu erteilen;</span><br/> <span class="ft9">umgekehrt formuliert erfolgen Auskunft und Beratung in der Regel</span><br/> <span class="ft9">jedoch entgeltlich. Der Gemeinderat bestätigt zudem, das Baugebüh-</span><br/> <span class="ft9">renreglement sei in der Absicht erlassen worden, die Bewilligungs-,</span><br/> <span class="ft9">Überwachungs- und Kontrolltätigkeit im Bauwesen möglichst</span><br/> <span class="ft9">kostendeckend weiterverrechnen zu können, was z.B. auch für den</span><br/> <span class="ft9">Aufwand betreffend Abklärungen über die Baubewilligungspflicht</span><br/> <span class="ft9">gelte.</span><br/> <span class="ft9">Die vorliegend umstrittenen Kosten können vor diesem Hinter-</span><br/> <span class="ft9">grund ohne weiteres § 3 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 Gebührenreglement</span><br/> <span class="ft9">zur BNO zugeordnet werden: Die Kosten entstanden für Abklärun-</span><br/> <span class="ft9">gen, ob ein nachträgliches Baubewilligungsverfahren durchgeführt</span><br/> <span class="ft9">werden muss. Insofern entstand der Gemeinde Mehraufwand. Zu</span><br/> <span class="ft9">weiteren Massnahmen kam es zudem nur deshalb nicht, weil die teil-</span><br/> <span class="ft9">weise festgestellten Baurechtswidrigkeiten von den Beschwerdefüh-</span><br/> <span class="ft9">rern freiwillig behoben bzw. vom Nachbarn toleriert wurden. Dies</span><br/> <span class="ft9">führt jedoch nicht dazu, dass die entstandenen Kosten nicht dem</span><br/> <span class="ft9">Bauherrn bzw. Verursacher weiterverrechnet werden könnten.</span><br/></div> </div> </body> </html>