Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 22. Januar 2015 ( 720 14 112 / 16) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Invalidenrente, Rentenrevision, Verbesserung des Gesundheitszustandes Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsri chter Daniel Noll, Kantons- richterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin i.V. Katja Wagner Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durc h Stefan Galligani, Rechtsanwalt, Ruederstrasse 8, Postfach 423, 5040 Schöftland gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Die 1973 geborene A.____ arbeitete zuletzt von S eptember 1997 bis Ende August 2000 bei der Firma B.____ in C.____. Am 9. Oktober 2000 meldete sie sich unter Hinweis auf zwei erlittene Verkehrsunfälle bei der Eidgenössischen I nvalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerbl ichen Verhältnisse sprach die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) A.____ mit Verfügung v om 5. November 2003 in Anwendung der allgemeinen Bemessungsmethode für die Zeit vom 16. November 2000 bis 31. Mai 2003 eine ganze Rente und ab 1. Juni 2003 eine halbe Rente ge stützt auf einen Invaliditätsgrad von 57% Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht zu. Im Rahmen von Revisionen wurde die halbe Rente im Ja nuar 2007 und im März 2011 je- weils bestätigt. Infolge eines weiteren Revisionsverfahrens, welches die IV-Stelle von Amtes wegen einleitete, wurden erneut aktuelle medizinische Beurteilungen eing eholt. Gestützt darauf und nach Durch- führung eines Vorbescheidverfahrens, stellte die IV-Stelle mit Verfügung vom 18. März 2014 die Leistungen per Ende April 2014 unter Hinweis auf einen verbleibenden Invaliditätsgrad von 33% ein. Zur Begründung führte sie an, dass sich der Gesund heitszustand der Versicherten erheb- lich verbessert habe. B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten dur ch Advokat Stefan Galligani, am 10. April 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landsc haft, Abteilung Sozialversicherungs- recht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, sie sei in Aufhebung der angefochtenen Verfügung weiterhin im bisherigen Umfang zu berenten. Eventualiter seien weitere medizinische Abklärun- gen vorzunehmen. Ferner sei ihr die unentgeltliche Pr ozessführung mit Advokat Galligani als unentgeltlichem Rechtsbeistand zu bewilligen. Zur Begrü ndung liess sie im Wesentlichen vor- bringen, dass das von der IV-Stelle neu eingeholte bid isziplinäre Gutachten, auf das sich die Verfügung stütze, nicht über den erforderlichen Bewei swert verfüge, da es unvollständig und widersprüchlich sei und sich dem psychiatrischen Teilgutac hten nicht entnehmen lasse, inwie- fern eine effektive Veränderung des Gesundheitszustandes sta ttgefunden habe. Auch das rheumatologische Teilgutachten sei insofern nicht bewe iskräftig, als zwar eine Progression des degenerativen Prozesses im rechten Knie festgestellt w orden sei, dieser Tatsache aber bei der Bemessung der Arbeitsunfähigkeit keine Beachtung geschenkt werde. Überdies sei im Rahmen der Berechnung des Invaliditätsgrades beim Invalideneinkommen ein leidensbedingter Abzug in der Höhe von 25% zu berücksichtigen. C. Mit Verfügung vom 12. Mai 2014 bewilligte das Kan tonsgericht der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltli che Verbeiständung mit Advokat Stefan Galligani als Rechtsvertreter. D. Mit Vernehmlassung vom 26. Mai 2014 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Be- schwerde. E. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten sow ohl die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 4. August 2014 als auch die Beschwerdegegner in mit Eingabe vom 12. August 2014 an ihren Anträgen und Standpunkten fest. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes üb er die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. L aut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde vom 10. April 2014 ist demnach ei nzutreten. 2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die IV -Stelle die Leistungen der Beschwer- deführerin zu Recht mit Verfügung vom 18. März 2014 pe r Ende April 2014 eingestellt hat. Massgebend ist dabei der Sachverhalt, wie er sich bis zum E rlass der angefochtenen Verfü- gung vom 18. März 2014 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). 3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich m indestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes übe r den Allgemeinen Teil des Sozi- alversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die vora ussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge- burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommende n allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver- stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 3.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1). 3.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach de m Grad der Invalidität wie folgt ab- gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 6 0%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten f ür die Zukunft zu erhöhen, herab- zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesen tliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad u nd damit den Rentenanspruch zu beein- flussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine we sentliche Änderung des Gesundheitszu- standes der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente aber auch revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebe nen Gesundheitszustandes erheb- lich verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinweisen). 4.2 Die abweichende medizinische oder rechtliche Einschätz ung von im Wesentlichen un- veränderten tatsächlichen Verhältnissen führt nicht zu e iner materiellen Revision. Bloss auf ei- ner anderen Wertung beruhende, revisionsrechtlich unerhe bliche Differenzen sind daher von revisionsbegründenden tatsächlichen Veränderungen abzugr enzen. Eine ärztliche Schlussfol- gerung, die von der früheren abweicht, obwohl sich der beurteilte Gesundheitszustand effektiv nicht verändert hat, ist meist auf eine unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens (vgl. dazu BGE 137 V 253 E. 3.4.2.3) zurückzuführen (Urt eil des Bundesgerichts vom 29. August 2011, 9C_418/2010, E. 4.1 mit weiteren Hinweisen). 4.3 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer ans pruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspru chs mit rechtskonformer Sachverhalts- abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk- ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkunge n des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 133 V 114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 75 ff. E . 3.2.3). Vorliegend sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 5. November 2003 rückw irkend ab 16. November 2000 eine ganze sowie ab 1. Juni 2003 eine halbe Rente zu. In der Folge führte sie von Amtes we- gen im Januar 2007 und im März 2011 Rentenrevisionsverfa hren durch, in denen sie jeweils unveränderte Verhältnisse feststellte. Eine einlässliche m aterielle Prüfung des Rentenan- spruchs mit einer vertieften Abklärung des medizinischen Sac hverhaltes samt gestützt darauf integraler Neuberechnung des Invaliditätsgrads erfolgt e allerdings erst im Rahmen des vorlie- gend strittigen, im September 2009 eingeleiteten Revi sionsverfahrens. Im Rahmen dessen hol- te die IV-Stelle nebst weiteren ärztlichen Unterlagen bei den behandelnden Ärztinnen und Ärz- ten erstmals wieder ein umfassendes, bidisziplinäres Guta chten ein und überprüfte daraufhin insbesondere die erwerblichen Verhältnisse der Versicherte n. Gestützt auf die Ergebnisse, zu denen die Gutachter gelangt waren, stellte die IV-St elle mit Verfügung vom 18. März 2014 die Leistungen per Ende April 2014 ein. Zeitliche Vergle ichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung vo m 18. März 2014 allenfalls eine Än- derung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die eine revisionsweise Aufhebung der bis anhin ausgerichteten IV-Rente rechtfertigt, bildet demnach die Situation, wie sie gemäss Verfügung vom 5. November 2003 bestanden hatte. 5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person i st die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche u nd gegebenenfalls auch andere Fach- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund- heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vg l. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 5.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzu stellen (vgl. die ausführlichen Zusam- menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gut achten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erö rterung der Befunde zu schlüssigen Er- gebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Bew eiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 6.1 In seinem Urteil vom 29. August 2011, 9C_418/2010 , hat das Bundesgericht ergän- zend zusätzliche Anforderungen festgehalten, die es in Re visionsfällen (im Sinne von Art. 17 ATSG) bei der Erhebung und Würdigung des medizinischen Sachverhaltes zu beachten gilt. 6.2 Da die Feststellung einer revisionsbegründenden Ver änderung durch eine Gegenüber- stellung eines vergangenen und des aktuellen Zustandes e rfolgt (vgl. E. 4 hiervor), bildet Ge- genstand des Beweises das Vorhandensein einer entscheidu ngserheblichen Differenz in den den medizinischen Gutachten zu entnehmenden Tatsachen. Di e Feststellung des aktuellen ge- sundheitlichen Befunds und seiner funktionellen Auswirkungen ist zwar Ausgangspunkt der Be- urteilung; sie erfolgt aber nicht unabhängig, sonder n wird nur entscheiderheblich, soweit sie tatsächlich einen Unterschied auf der Tatsachenebene zum früheren Zustand wiedergibt. Der Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Beweiswert eines zwecks Rentenrevision erstellten Gutachten s hängt folglich wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend auf das Beweisthema – erhebliche Änderung(en) des Sachverhalts – bezieht. Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvollziehbaren und schlüssigen medi- zinischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalig e Beurteilung der Rentenberechtigung beweisend wäre (vgl. dazu BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a), mangelt es daher in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich d ie (von einer früheren abweichende) ärztliche Einschätzung nicht hinreichend darüber ausspri cht, inwiefern eine effektive Verände- rung des Gesundheitszustandes stattgefunden hat. Vorbeha lten bleiben Sachlagen, in denen es evident ist, dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich ve rändert haben (Urteil des Bundes- gerichts vom 29. August 2011, 9C_418/2010, E. 4.2). 6.3 Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtl ichen Beweisthemas und des Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderungen von bloss abweichenden Bewertungen abzugrenzen, muss deutlich werden, dass die Fakten, mit d enen die Veränderung begründet wird, neu sind oder dass sich vorbestandene Tatsachen in i hrer Beschaffenheit oder ihrem Ausmass substantiell verändert haben. Eine verlässliche Abgr enzung der tatsächlich eingetre- tenen von der nur angenommenen Veränderung ist als er forderliche Beweisgrundlage nicht erreicht, wenn bloss nominelle Differenzen diagnostischer Art bestehen. Die Feststellung über eine seit der früheren Beurteilung eingetretene tatsä chliche Änderung ist hingegen genügend untermauert, wenn die ärztlichen Sachverständigen aufzeigen, welche konkreten Gesichtspunk- te in der Krankheitsentwicklung und im Verlauf der Arbe itsunfähigkeit zu ihrer neuen diagnosti- schen Beurteilung und Einschätzung des Schweregrades der Störungen geführt haben. Ein Sachverständiger kann die betreffende Entwicklung regelm ässig nicht aus eigener Wahrneh- mung beschreiben (ausser er sei schon als Vorgutachter t ätig gewesen). Daher ist es erforder- lich, dass er sich, soweit verfügbar, mit den Fakten fundie rt auseinandersetzt, wie sie sich aus den für den früheren Entscheid massgebenden medizinischen Vorakten ergeben. Dem Gutach- ten, welches die medizinischen Vorakten unzureichend berücksi chtigt, fehlt die erforderliche Überzeugungs- und Beweiskraft selbst dann, wenn die Schlu ssfolgerungen, welche auf der Grundlage der vom Sachverständigen selber erhobenen Bef undtatsachen gezogen worden sind, an sich einleuchten und vom Rechtsanwender prüfen d nachvollzogen werden können. Diese spezifischen Anforderungen müssen sich denn auch im Rahmen der Fragestellung zu- handen des Gutachters niederschlagen (Urteil des Bundes gerichts vom 29. August 2011, 9C_418/2010, E. 4.3 mit weiteren Hinweisen). 6.4 Je mehr medizinisches Ermessen bei der Stellung ein er Diagnose und der ärztlichen Einschätzung der Funktionseinschränkungen im Spiel ist, de sto wichtiger ist es, den gutachtli- chen Befund einer Veränderung möglichst solide auf klini sche Feststellungen, gutachterliche Verhaltensbeobachtungen und anamnestische Daten zu stüt zen und diese Elemente in Bezie- hung zu den medizinischen Vorakten und den dort gesetzt en Anknüpfungstatsachen zu brin- gen. Nur so kann dem Gutachten hinreichend zuverlässig entnommen werden, dass die in den Schlussfolgerungen beschriebene Differenz nicht wesentli ch einer unterschiedlichen Wertung zuzuschreiben ist. Auf der anderen Seite darf die Notwe ndigkeit, eine bloss andere Beurteilung nicht als Anlass einer materiellen Revision gelten zu lasse n, nicht dazu führen, dass die Anfor- derungen an den Nachweis einer Veränderung so hoch ang esetzt werden, dass die ursprüngli- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht che Festlegung praktisch perpetuiert wird (Urteil des Bu ndesgerichts vom 29. August 2011, 9C_418/2010, E. 4.4 mit weiteren Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 3. Mai 2013, 9C_698/2012, E. 2.2). 7.1 Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob sich d er Gesundheitszustand der Be- schwerdeführerin seit der ursprünglichen Rentenzusprache im November 2003 in rentenan- spruchsrelevantem Ausmass verbessert und die IV-Stelle die der Beschwerdeführerin seit 1. Juni 2003 ausgerichtete halbe Rente entsprechend zu Recht per Ende April 2014 aufgeho- ben hat. 7.2.1 Im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung vo m 3. September 2003 stützte sich die IV-Stelle zur Beurteilung des Gesundheitszustande s und der Arbeitsfähigkeit der Versicher- ten auf das rheumatologische Gutachten von Dr. med. D.____, FMH Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, vom 16. März 2003 sowie auf die psy chiatrischen Gutachten von Dr. med. E.____, FMH Pschyatrie und Psychotherapie, vom 16. April 2001 und 29. Juni 2003. Dr. D.____ diagnostizierte zum damaligen Zeitpunkt mit Auswirkung a uf die Arbeitsfähigkeit ein chroni- sches cervicovertebrales und lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit unspezifischer Ausstrah- lung in beide Beine rechtsbetont, eine beginnende m ediale und femoropatelläre Gonarthrose rechts mit radiologisch deutlichen Korrelaten sowie eine beginnende klinisch asymptomatische Coxarthrose links. Aus muskuloskelettärer Sicht sei die Versich erte in körperlich leichten, ma- ximal mittelschweren Tätigkeiten, ohne relevante Überko pfarbeiten oder gebückt zu verrichten- de Tätigkeitsanteile, ohne repetitives Knien oder Treppensteigen, ohne repetitives Heben, Stos- sen oder Ziehen von Lasten mit mehr als 5-10kg und ohne dauerndes Stehen oder Gehen, sondern mit der Möglichkeit, Wechselpositionen einzunehm en, zu 80% arbeitsfähig. In seinem Gutachten vom 16. April 2001 stellte Dr. E.____ die Di agnose einer Konversionsstörung mit anhaltender somatoformer Schmerzstörung bei histrionisch er Persönlichkeitsstörung. Er hielt diesbezüglich fest, dass eine schwere psychische Fehlentwicklun g mit deutlich histrionischen Tendenzen und einem ausgesprochen auffälligen psychogenen Verhalten vorliege. Aus psychi- atrischer Sicht müsse demnach von einer vollen Arbeitsunfäh igkeit ausgegangen werden. Im Folgegutachten vom 29. Juni 2003 stellte Dr. E.____ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit Regressi onstendenz und Schmerzfixierung bei histrionischer Persönlichkeit fest. Im Vergleich zur Begutachtung vom 16. April 2001 habe sich der Gesundheitszustand der Versicherten deutlich gebe ssert. So seien keine Anzeichen mehr für ein konversionsneurotisches Verhaltensmuster mit e inem tranceartigen Sich- Gehenlassen und einem deutlichen illness behaviour auszu machen. Eine deutliche Schmerzfi- xierung bestehe aber weiterhin. Eine wesentliche Komo rbidität könne psychiatrisch nicht fest- gestellt werden. Eine posttraumatische Belastungsstörung b estehe nicht sowie Hinweise auf eine wesentliche depressive Symptomatik könnten nicht erui ert werden. Aus psychiatrischer Sicht bestünden deutliche Diskrepanzen zwischen der angebl ichen Schwere der Beschwerden und der Überzeugung, mit den Schmerzen nicht mehr arbe iten zu können, bei nicht genügen- den organischen Befunden, welche das Ausmass erklären wü rden. Es müsse eine psychogene Selbstlimitierung angenommen werden. Insgesamt sei die Beschwerdeführerin in ihrer ange- stammten Tätigkeit sowie in jeder anderen Verweistätigkeit halbtags arbeitsfähig. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 7.2.2 Gestützt auf die Ergebnisse dieser medizinischen B erichte sprach die IV-Stelle der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 5. November 2003 für die Zeit vom 16. November 2000 bis 31. März 2003 eine ganze Rente und ab 1. Juni 2003 eine halbe Rente zu. 7.3 Im Zusammenhang mit dem neu eingeleiteten Revision sverfahren holte die IV-Stelle zur Abklärung des massgeblichen medizinischen Sachverhalts ein bidisziplinäres Gutachten bei Dr. med. F.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. G.____, FMH Rheumato- logie und Innere Medizin, ein. In seinem psychiatrischen T eilgutachten vom 24. Februar 2013 stellte Dr. F.____ die Diagnose einer zurzeit remitti erten rezidivierenden depressiven Episode, eines Verdachts auf eine anhaltende somatoforme Schmerzst örung, eines Status nach einer Konversionssymptomatik und anamnestisch eines Status nach eine r posttraumatischen Belas- tungsstörung. Aufgrund der aktuellen Untersuchungsbefun de und der Aktenlage müsse festge- stellt werden, dass heute keine depressive Symptomatik, kei ne Erkrankung ängstlicher Ausprä- gung, keine Persönlichkeitsstörung, keine Konversionspro blematik und auch keine andere psy- chiatrische Erkrankung vorliege. Einzig aufgrund des in den medizinischen Akten aufgezeichne- ten Verlaufs sowie der subjektiven Angaben der Beschwerd eführerin bestehe der Verdacht auf eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Die Diagno se werde als Verdachtsdiagnose gestellt, da aktuell keine komorbide psychiatrische Erkran kung mehr festzustellen sei. Dies im Verhältnis zu früher, als noch eine psychiatrische Symptoma tik ausgemacht worden sei. Diese sei nun zwischenzeitlich abgeklungen. In Bezug auf die Fö rster-Kriterien sei festzustellen, dass seit einigen Jahren eine körperliche Begleiterkrankung b estehe, deren Krankheitsverlauf sei jedoch unverändert. Die bisherigen psychotherapeutische n Massnahmen seien nur von kurzer Dauer gewesen. Es bestehe weder ein ausgewiesener soziale r Rückzug in allen Belangen des Lebens noch eine Konfliktbewältigungsproblematik. Allen falls müsse eine somatoforme Be- gleiterkrankung postuliert werden, insofern affektive Sp annungen ins Körperliche überführt und als Schmerzen wahrgenommen würden. Gesamthaft müsse da von ausgegangen werden, dass die Förster-Kriterien nicht vollumfänglich erfüllt würd en und auch keine gravierenden Belas- tungsfaktoren bestünden, da von einem stabilen famili ären System auszugehen sei. Überdies sei auch festzustellen, dass alle pathognomischen Symptome für eine posttraumatische Belas- tungsstörung nicht mehr auszumachen seien. Aus rein psychiatr ischer Sicht bestehe unter Be- rücksichtigung der zumutbaren Willensanstrengung für jede körperlich angepasste Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit von 100%. Es liege keine p sychiatrische Symptomatologie und Be- fundlage vor, die eine Beeinträchtigung in einer ange passten Tätigkeit begründen würden. Seit wann die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht wied er gegeben sei, könne aufgrund der Aktenlage retrospektiv nicht genau zurückdatiert werden. Die Prognose sei offen, das psychi- sche Gleichgewicht sei mit grosser Wahrscheinlichkeit labil. Es könne jederzeit zu einer De- kompensation kommen. Im rheumatologischen Teilgutachten diagnostizierte Dr. G.____ mit Auswirkung auf die Arbeits- fähigkeit ein chronifiziertes lumbovertebrales und zerviko- vertebrales Schmerzsyndrom bei al- tersentsprechend leichten degenerativen Veränderungen, lumbal mehr als zervikal sowie eine beginnende mediale und femoropatelläre Gonarthrose r echts. Ohne Auswirkungen auf die Ar- beitsfähigkeit stellte er ein Widespread Pain-Syndrom , aktenanamnestisch eine beginnende Coxarthrose links und auch aktenanamnestisch eine Reizung de r Rotatorenmanschette mit Pe- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht riarthropathie an der rechten Schulter fest. Aufgrun d der aktuellen und früheren Befunderhe- bungen im Bereich der Hals- sowie der Lendenwirbelsäu le könnten nur leichte degenerative Veränderungen ohne Zunahme in einem signifikanten Ausmass festgestellt werden. Namentlich könnten die im Folgegutachten von Dr. D.____ vom 24. September 2010 erwähnten degenera- tiven Veränderungen der Halswirbelsäule auch retrospektiv nicht gesehen werden und sie stün- den auch in keinem klinischen Zusammenhang mit den präs entierten Beschwerden. Insgesamt seien diese Veränderungen nicht ausreichend, um das ge samte Schmerzbild und den demons- trierten Funktionsverlust zu erklären. Im Kniegelenkspal t rechts könne ein degenerativer Pro- zess ausgemacht werden, dennoch könne die Gesamtsymptomati k auch bezüglich der Knie- schmerzen hierdurch jedoch nicht erklärt werden. Gesamthaf t könne die somatische Beurtei- lung von Dr. D.____ vom 24. September 2010 nicht nach vollzogen werden. So habe dieser be- reits Diskrepanzen festgehalten und im Bereich der untere n Extremität eine Gegenintervention beobachtet. Der rheumatologische Untersuchungsbefund von Dr. D.____ differiere kaum mit der aktuellen Beurteilung, nur die Interpretation du rch den aktuellen Gutachter falle leicht ab- weichend aus. Aus rheumatologischer Sicht bestehe für leich te bis mittelschwere Tätigkeiten in einer leidensangepassten Verweistätigkeit sowie auch i n der angestammten Tätigkeit eine Ar- beitsfähigkeit von 80%. Eine schwere körperliche Tätigkei t sei nicht mehr möglich. Die Redukti- on der Leistungsfähigkeit von 20% werde, unter Berücksichtigung der Chronizität und der gene- ralisierten Schmerzsymptomatik, benötigt, um ein verlangsam tes Tempo sowie einen vermehr- ten Ruhebedarf zu kompensieren. 8.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Ve rfügung vom 18. März 2014 bei der Be- urteilung des medizinischen Sachverhalts und der Frage, ob seit der Zusprache der halben Rente mit Verfügung vom 5. November 2003 eine Verbe sserung des Gesundheitszustandes eingetreten ist, in erster Linie auf das von ihr veranl asste bidisziplinäre Gutachten der Dres. F.____ und G.____. Für die Beurteilung der verb leibenden zumutbaren Arbeitsfähigkeit stellte sie auf Empfehlung von Dr. med. H.____, FMH A llgemeine Innere Medizin, Regionaler Ärztlicher Dienst beider Basel (RAD), auf das Ergebnis ab, zu dem Dr. D.____ in seinem Folge- gutachten vom 24. September 2010 gelangte. Herr Dr. H.____ stützte seine Empfehlung mit der Feststellung, dass es sich bei der Beurteilung von Dr. G._ ___ bloss um eine andere Einschät- zung eines gleichgebliebenen Beschwerdebildes handle, womit es bei der Einschätzung von Dr. D.____ gemäss Folgegutachten bleibe. Gestützt auf diese A usführungen ging die IV-Stelle da- von aus, dass der Versicherten aus rheumatologischer Sicht d ie Ausübung einer leichten Tätig- keit ohne repetitives Heben, Stossen oder Ziehen von Last en, ohne kniende, gebückte oder Überkopf zu verrichtende Tätigkeitsanteile und ohne N otwendigkeit zu repetitiver Treppen, Stu- fen oder Leiterbenutzung im Umfang von 70% zumutbar sei. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.3 hiervor) ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eing eholten Gutachten externer Spezi- alärztinnen und -ärzten, welche aufgrund eingehender B eobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und b ei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indi- zien liegen keine vor. Das bidisziplinäre Gutachten ist insgesamt umfassend und die dargeleg- ten medizinischen Zusammenhänge sowie die vorgenommenen Schlussfolgerungen sind nach- vollziehbar und überzeugend. Die Gutachter haben die V ersicherte persönlich untersucht, eine Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht umfassende Anamnese erhoben und gehen einlässlich auf ihre Angaben und Beschwerden ein. Sie setzen sich zudem fundiert mit den bei den Akten lie genden, namentlich für die Verfügung vom 5. November 2003 massgebenden, medizinischen Berichten auseinander und begründen abweichende Einschätzungen in überzeugender Weise. Üb erdies wird nachvollziehbar darge- legt, dass sich der Gesundheitszustand aus psychiatrischer Si cht seit der Rentenzusprache im Jahr 2003 wesentlich gebessert hat. Im Vergleich zum dam aligen Zeitpunkt, wo Dr. E.____ aus psychiatrischer Sicht von einer Arbeitsunfähigkeit von 50% ausgegangen ist, besteht aufgrund der aktuellen Befunde aus psychiatrischer Sich keine Beeint rächtigung mehr mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Aufgrund des Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle für die vorliegend zu beur- teilende Frage auf das bidisziplinäre Gutachten abgestel lt hat. Hinsichtlich der Beurteilung der verbleibenden zumutbaren Arbeitsfähigkeit aus rheumato logischer Sicht ist, entgegen der An- sicht der IV-Stelle, ebenfalls auf die aktuelle Einschät zung von Dr. G.____ abzustellen, der sei- ne Beurteilung nachvollziehbar und schlüssig begründet. Bei grundsätzlich voller Arbeitsfähig- keit wird dem Beschwerdebild der Versicherten mit einem Belastungsprofil für leichte bis mittel- schwere Tätigkeiten und der Reduktion der Leistungsfähi gkeit von 20% genügend Rechnung getragen. 8.2.1 Was die Beschwerdeführerin vorbringt ist nicht ge eignet, die ausschlaggebende Be- weiskraft des Gutachtens der Dres. F.____ und G.____ vom 24. Februar 2013 infrage zu stel- len. 8.2.2 Hinsichtlich des psychiatrischen Teilgutachtens macht die Beschwerdeführerin zu- nächst geltend, dass es keine Ausführungen zur Frage ei ner möglichen Komorbidität im Sinne der Foerster-Kriterien aufgrund von neu aufgetretene n Beschwerden in Bezug auf die Ver- dachtsdiagnose der somatoformen Schmerzstörung enthalt e. Sie habe im Rahmen der Begut- achtung über Beschwerden wie Bluthochdruck, Schlafstörung en und starke Kopfschmerzen berichtet, welche zum Zeitpunkt der früheren Begutachtun gen nicht festgestellt worden seien. Zunächst ist diesbezüglich festzuhalten, dass es sich bei d en Schlafstörungen und den Kopf- schmerzen nicht um neu aufgetretene Beschwerden handelt, sondern diese Beschwerden be- reits aus den Gutachten aus dem Jahr 2003 zu entnehmen sind. Sodann ist mit der Beschwer- degegnerin davon auszugehen, dass es sich bei den obgenan nten Beschwerden nicht um ei- genständige Krankheiten handelt, da die Beschwerdebild er sehr diffus sind und insgesamt von einem geringen Leidensdruck auszugehen ist. Letzteres zeigt sich namentlich darin, dass die Beschwerdeführerin eine medikamentöse Behandlung der Schlafstörungen ablehnt. Da sich der Bluthochdruck überdies gut behandeln lässt, kann er ni cht als körperliche Begleiterkrankung im Sinne der Förster-Kriterien qualifiziert werden. Insgesamt zielt der Einwand der Beschwerdefüh- rerin somit ins Leere. 8.2.3 Im Weitern zweifelt die Beschwerdeführerin den Beweiswert des bidisziplinären Gut- achtens dahingehend an, als nicht hinreichend begründet werde, inwiefern eine effektive Ver- änderung des Gesundheitszustandes stattgefunden habe. S o sei Dr. F.____ bspw. einzig ge- stützt auf ihre subjektiven Angaben von einer derzeitige n Remission der Depression ausgegan- Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht gen, ohne zu berücksichtigen, dass sie über die Jahre eine g ewisse Konfliktbewältigung oder ein Vermeidungsverhalten entwickelt haben könnte. Bei der psychiatrischen Beurteilung handle es sich somit vielmehr lediglich um eine unterschiedliche Einschätzung eines unveränderten Sachverhalts, aufgrund dessen eine Revision nicht zulässig sei. Dieser Ansicht kann nicht gefolgt werden. Die Beurteilun g von Dr. F.____ stützt sich auf eine eingehende persönliche Untersuchung und Befunderhebung, auf sich bei den Akten befindliche medizinische Berichte sowie auf Angaben zum aktuellen Ge sundheitszustand der Beschwerde- führerin. Alsdann konnte er anhand dieser Grundlagen und eines Vergleichs zwischen der ak- tuellen Beurteilung und der Beurteilung im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenzusprache ledig- lich feststellen, dass die psychiatrische Symptomatik, welche im Jahr 2003 noch zu der Diagno- se einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung mit R egressionstendenz und Schmerzfi- xierung bei histrionischer Persönlichkeit führte, heute nicht mehr vorhanden ist. Wie bereits dargelegt (vgl. E. 6.4 hiervor), darf gemäss bundesgeri chtlicher Rechtsprechung die Notwen- digkeit, eine bloss andere Beurteilung nicht als materi elle Revision gelten zu lassen, nicht dazu führen, dass die Anforderungen an den Nachweis einer Veränderung so hoch angesetzt wer- den, dass die ursprüngliche Festlegung praktisch perpetui ert wird. Dies gilt insbesondere für psychiatrische Beurteilungen, bei denen praktisch immer ei n Spielraum besteht, innerhalb des- sen verschiedene medizinische Interpretationen möglich, zul ässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist (Urteil de s Bundesgerichts vom 29. August 2011, 9C_418/210, E. 4.4 mit Hinweisen). Insgesamt hat Dr. F .____ mit seinen Ausführungen eine tatsächliche Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin im Sinne der massgebenden bundesgerichtlichen Rechtsprechung hinreichend begründet. 8.2.4 Die Beschwerdeführerin macht ferner geltend, d ass das psychiatrische Gutachten ei- nen erheblichen Widerspruch aufweise, indem zum einen ei ne Remission der depressiven Symptomatik festgestellt werde, und zum anderen eine Lab ilität des psychischen Gleichge- wichts vermutet werde, welches prognostisch jederzeit zu eine r Dekompensation führen könne. Wie die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung richt ig ausführt, hat der Gutachter den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt d es Gutachtens erfasst und auf- grund des Untersuchungsbefundes, der persönlichen Angab en der Versicherten sowie der Ak- tenlage keine relevante depressive Störung feststellen kö nnen. Zudem bedingt eine gegenwär- tige Remission einer Depression nicht automatisch die Stabilität des psychischen Gleichgewich- tes. Gerade depressive Erkrankungen sind häufig durch eine n wellenförmigen Verlauf gekenn- zeichnet. Dr. F.____ hält sodann fest, dass keine gravier enden psychosozialen Belastungsfak- toren bestünden. Die Versicherte sei in ihrem Umfeld integriert und die familiäre Situation sei unbelastet. Diese Feststellung ist in Bezug auf die p sychische Labilität und die Gefahr einer Dekompensation positiv zu werten . Abgesehen davon steht die Aussage, dass das psychische Gleichgewicht labil sei aufgrund der gemachten Ausführ ungen insgesamt aber nicht im Wider- spruch zur Feststellung, dass heute keine depressive Symptomatik vorliege. 8.2.5 Schliesslich stellt die Beschwerdeführerin auch die Beweiskraft des rheumatologischen Teilgutachtens von Dr. G.____ in Frage. So sei eine P rogression von degenerativen Prozessen am rechten Knie festgestellt worden und auch bei ander en Beschwerdebildern (lumbal und zer- Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht vikal) bestünden fortschreitende Tendenzen. Gleichwohl sei diesem progredienten Krankheits- bild bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit keine Beachtung geschenkt worden. Wie bereits dargelegt (vgl. E. 7.3 hiervor), hält Dr. Gengenbache r unter Würdigung von älteren und aktuel- len Röntgenbilder fest, dass im Bereich des Achsenskeletts keine degenerativen Veränderun- gen in einem signifikanten Ausmass hätten objektiviert we rden können. Die von Dr. D.____ im Jahre 2010 beschriebenen degenerativen Veränderungen im Bereich der Halswirbelsäule könn- ten auch retrospektiv nicht gesehen werden. Im Bereich d er Lendenwirbelsäule seien zwar leichte degenerative Veränderungen zu verzeichnen, wel che insgesamt aber als nicht ausrei- chend interpretiert werden könnten, um das gesamte Schmerzbild zu erklären. In Bezug auf das Knie stellt er weiter fest, dass zwar ein degenerativer Prozess mit leichter osteophytärer Aus- ziehung sowie über die Jahre zunehmende Verschmälerung des medialen Gelenkspaltes be- stehe, die Gesamtsymptomatik jedoch auch bezüglich der Kn ieschmerzen hierdurch nicht er- klärt werden könne. Insgesamt könne die somatische Beurt eilung aus dem Folgegutachten von Dr. D.____ nicht gesamthaft nachvollzogen werden. So hab e bereits Dr. D.____ Diskrepanzen festgehalten und im Bereich der unteren Extremität ei ne Gegenintervention beobachtet. Der rheumatologische Untersuchungsbefund von Dr. D.____ differiere kaum mit der aktuellen Beur- teilung, nur die Interpretation durch den aktuellen G utachter falle leicht abweichend aus. Dr. G.____ führt aus, bei fehlenden Anzeichen einer si gnifikanten Degeneration mit Zunahme der Veränderungen im Verlauf der Jahre und deutliche übersteigertem Schmerzausmass, seien die demonstrierten Einschränkungen nicht als rheumatologische Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu klassifizieren. Gesamthaft wird nachvollziehbar dargelegt, dass die zu- mutbare Arbeitsfähigkeit unverändert geblieben ist bzw . die Beurteilung zum Folgegutachten von Dr. D.____ etwas anders ausfällt. Überdies wird be i grundsätzlich voller Arbeitsfähigkeit den leicht degenerativen Veränderungen der Lendenwir belsäule und des Knies rechts mit dem Belastungsprofil für leichte bis mittelschwere Tätigke iten und der Reduktion der Leistungsfähig- keit von 20% genügend Rechnung getragen und ist als angemessen zu betrachten. 8.3 Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist aufgrund des Gesagten festzuhalten, dass bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhaltes und der zumutbaren Arbeitsfähigkeit vollum- fänglich auf die Ergebnisse des bidisziplinären Gutachten s vom 24. Februar 2013 abgestellt werden kann. Auf die von der Beschwerdeführerin beantra gten zusätzlichen medizinischen Ab- klärungen kann verzichtet werden. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuve rlässiges Bild des relevanten Sachverhalts ergeben und dieser demnach hinreichend abge klärt ist, kann auf weitere Abklä- rungen verzichtet werden. Eine solche antizipierte Bewe iswürdigung ist nach konstanter bun- desgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (vgl. BGE 131 I 153 E. 3, 126 V 130 E. 2a, 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). Überdies ergibt sich aus den medizinischen Unterlagen, dass seit der massgeblichen Verfügung vom 5. November 2003 aus psychiatrischer Sicht tatsächlich eine Verbesserung des Gesund heitszustandes und mithin ei- ner Veränderung in der Arbeitsfähigkeit der Beschwerd eführerin eingetreten ist, womit die Vo- raussetzungen für eine Rentenrevision gemäss Art. 17 ATSG erfüllt sind. Demnach ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin sowohl in ihrer angestammten Tätigkeit als auch in einer leichten- bis mittelschweren Verweistätigkeit zu 80% arbeitsfähig ist. Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht 9.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen d er gesundheitlichen Beeinträchti- gungen. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.3 hiervor) ist gemäss Art. 16 ATSG der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommen svergleichs zu bestimmen. Die IV- Stelle hat in der angefochtenen Verfügung vom 18. März 2014 den erforderlichen Einkommens- vergleich vorgenommen. Dabei hat sie anhand der Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 45‘000.-- und des zumutbaren Invalideneinkomme ns von Fr. 30‘268.-- einen Invalidi- tätsgrad von 33% ermittelt. Für die Berechnung des In valideneinkommens ging die IV-Stelle vom Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes 4 gemäss Tabelle TA 1, Privater Sektor, Spalte Frauen aus (LSE 2010). Wie sich aus dem oben Ausgeführte n ergibt (vgl. E. 8.1 hiervor), hat die Berechnung des Invaliditätsgrades vorliegend auf de r Grundlage der aktuellsten medizini- schen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit zu erfolgen und ist für die Bestimmung des Invaliden- einkommens von einem Arbeitspensum von 80% auszugehen. A nsonsten ist der von der IV- Stelle vorgenommene Einkommensvergleich sowie auch die massgebenden Bemessungs- grundlagen nicht zu beanstanden und werden von der Beschwerdeführerin im Grundsatz – zu Recht – auch nicht bestritten. 9.2.1 Die Beschwerdeführerin macht indessen geltend, die IV-Stelle hätte ihr einen leidens- bedingten Abzug im Umfang von 25% zubilligen müssen. S ie begründet ihren Standpunkt im Wesentlichen damit, dass sie aufgrund ihrer fremden Nat ionalität und dem damit verbundenen sprachlichen Defizit, ihrer 13-jährigen Absenz vom Arbe itsmarkt sowie ihrem Belastungsprofil, welches nur leichte Tätigkeiten mit diversen Einschrän kungen umfasse, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt benachteiligt sei. 9.2.2 Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens anhan d lohnstatistischer Angaben sind praxisgemäss verschiedene Abzüge zulässig. Im Entscheid BGE 126 V 75 ff. hat das Bundes- gericht seine Rechtsprechung zu den Abzügen vom Tabelle nlohn bereinigt und weiterentwi- ckelt. Dabei hat es betont, dass die Frage, ob und in we lchem Ausmass Tabellenlöhne herab- zusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzel- falles abhängt (leidensbedingte Einschränkung, Lebensalt er, Anzahl Dienstjahre, Nationalität/ Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche nac h pflichtgemässem Ermessen ge- samthaft zu schätzen sind. Dabei ist der Abzug vom statist ischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale letztlich aber auf insgesamt höchstens 25% zu be- grenzen (BGE 126 V 80 E. 5b). Ein Abzug soll aber ni cht automatisch, sondern nur dann erfol- gen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen ei- nes oder mehrerer der genannten Merkmale ihre gesundhe itlich bedingte (Rest-)Arbeits- fähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann. Der gesamthaft vorzunehmende Abzug stel lt eine Schätzung dar. Bei deren Überprüfung kann es nicht darum gehen, dass die kontrolli erende richterliche Behörde ihr Er- messen an die Stelle desjenigen der Vorinstanz setzt. Hin gegen ist zu beurteilen, ob der zu überprüfende Entscheid, den die Behörde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen Rechtsprinzipien in einem konkreten F all getroffen hat, nicht zweckmässiger- weise anders hätte ausfallen sollen. Soll in die Ermesse nsbetätigung der Vorinstanz eingegrif- fen werden, muss sich die richterliche Behörde demnach auf Gegebenheiten abstützen können, Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht die eine abweichende Ermessensausübung als näher liege nd erscheinen lassen (BGE 126 V 81 E. 6 mit Hinweis, Entscheid des EVG vom 25. Juli 2005, U 420/04, E. 2.3). 9.2.3 Vorliegend nahm die IV-Stelle in der angefoc htenen Verfügung vom 18. März 2014 einen leidensbedingten Abzug von 10% vor. Wie sie in ih rer Vernehmlassung richtig ausführt, vermag im Anforderungsniveau 4 weder eine langjährige Absenz vom Arbeitsmarkt (Urteil des Bundesgerichts vom 24. Juni 2009, 8C_887/2008) noch die auf eine fremde Nationalität zu- rückzuführenden Sprachschwierigkeiten (Urteile des Bundesg erichts vom 4. Februar 2009, 9C_939/2008, E. 2.4 und vom 6. März 2009, 9C_492/200 8) einen Abzug vom Tabellenlohn zu rechtfertigen, da sich diese Elemente in diesem Anforde rungsniveau nicht zusätzlich lohnmin- dernd auswirken. Überdies gilt es festzuhalten, dass auch bei einem Belastungsprofil für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten, selbst bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit, noch kein Abzug von statistischen Werten gerechtfertigt ist. Dies ergibt si ch daraus, dass der Tabellenlohn im Anforderungsniveau 4 bereits eine Vielzahl von leichte n bis mittelschweren Tätigkeiten umfasst (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 30. März 2009, 9C_72/2009, E. 4 mit Hinweisen). Demnach würde sich vorliegend kein leidensbedingter Abzug rechtfertigen lassen. Abgesehen davon wird der Beschwerdeführerin gemäss Teilgutachten von Dr. G.____ in einer leichten bis mittelschwe- ren Tätigkeit grundsätzlich eine volle Arbeitsfähigkeit zugemutet, womit der eingeschränkten Leistungsfähigkeit mit der Reduktion des Arbeitspensums um 20% Prozent bereits ausreichend Rechnung getragen wird. 9.3 Setzt man im Sinne obiger Erwägungen demnach im Einkommensvergleich das Invali- deneinkommen (bei einem zumutbaren Arbeitspensum von 8 0% und ohne Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges) von Fr. 42‘706.-- dem Valideneinkommen von Fr. 45‘000.-- gegenüber, so ergibt dies eine Einkommenseinbusse von F r. 2‘294.--. Daraus resultiert ein In- validitätsgrad von rund 5% (vgl. zur Rundungspraxis BGE 130 V 121 ff.), womit kein Anspruch mehr auf eine Rente besteht. 10. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die angefochtene Verfügung der IV-Stelle vom 18. März 2014 nicht zu beanstanden ist. Die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. 11.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um di e Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgel egt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstan den ist, setzt das Gericht die Verfah- renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 600.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par- tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen si nd. Der Beschwerdeführerin ist nun allerdings mit Verfügung vom 12. Mai 2014 die unentg eltliche Prozessführung bewilligt worden. Aus diesem Grund werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht 11.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausga ng entsprechend wettzuschla- gen. Da der Beschwerdeführerin in der Verfügung vom 12 . Mai 2014 die unentgeltliche Verbei- ständung mit ihrem Rechtsvertreter bewilligt worden ist, ist diese für ihre Bemühungen aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarif ordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 (in der seit 1. Januar 2 014 geltenden Fassung) beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Der Rechtsvertreter der Be- schwerdeführerin hat in seiner Honorarnote vom 28. August 2014 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 19 Stunden und 45 Minuten gel tend gemacht. Dieser Aufwand erweist sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Re chtsfragen allerdings als zu hoch. Im Quervergleich mit ähnlich gelagerten Fällen sind die zu entgeltenden Bemühungen deshalb angemessen um vier Stunden und 45 Minuten zu kürzen und damit auf 15 Stunden festzuset- zen. Dem Rechtsvertreter ist somit ein Honorar in der Höhe von Fr. 3‘349.60 (15 Stunden à Fr. 200.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 101. 50 + 8% Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 11.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Ab s. 1 des Gesetzes über die Or- ganisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 auf merksam gemacht, wonach eine Par- tei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurd e, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- wer den der Be- schwerdeführerin auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführun g werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständun g wird dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ein Honorar in d er Höhe von Fr. 3‘349.60 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) a us der Ge- richtskasse ausgerichtet. http://www.bl.ch/kantonsgericht