A bteilung III C -604/2006 {T 0/2} U rteil vom 15. A ugust 2007 M itw irkung: R ichterin Beutler; R ichterin Avenati-C arpani; R ichter Trom m er; G erichtsschreiber Segessenm ann. 1. A ._______, 2. B ._______, 3. X._______, 4. Y._______, 5. Z._______, Beschw erdeführer, alle vertreten durch Fürsprecher R ainer W eibel, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Vorinstanz, betreffend A usdehnung der kantonalen W egw eisung. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. A._______ (im Folgenden: Beschw erdeführer 1), geboren am 15. Februar 1966, stam m t aus Serbien (Kosovo). G em äss eigenen Angaben reiste er im Jahre 1991 erstm als in die Schw eiz ein und hielt sich in den folgenden Jahren w iederholt illegal hier auf. B. Am 6. D ezem ber 1996 heiratete er eine Schw eizer Bürgerin und w urde ge- stützt auf diese H eirat am 31. M ai 2001 erleichtert eingebürgert. W ährend dieser Ehe zeugte er zusam m en m it seiner heutigen Ehefrau B._______ (im Folgenden: Beschw erdeführerin 2), geboren am 10. Septem ber 1972, w elche ebenfalls aus Serbien stam m t, die beiden Kinder X._______ (im Folgenden: Beschw erdeführerin 3), geboren am 12. M ai 1998, und Y._______ (im Folgenden: Beschw erdeführerin 4), geboren am 31. Januar 2001. Am 7. Septem ber 2002 liess sich der Beschw erdeführer 1 von der Schw eizer Bürgerin scheiden, heiratete am 24. Septem ber 2002 die Beschw erdeführerin 2 und liess in der Folge seine Fam ilie in die Schw eiz nachziehen. Am 17. O ktober 2003 w urde das dritte Kind Z._______ (im Folgenden: Beschw erdeführer 5) geboren. C . M it Verfügung vom 2. Juli 2004 erklärte das dam alige Bundesam t für Zu- w anderung, Integration und Ausw anderung (IM ES; heute: Bundesam t für M igration [BFM ]) die erleichterte Einbürgerung für nichtig. G egen diese Verfügung erhob er Beschw erdeführer 1 beim Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartem ent (EJPD ) Beschw erde, auf w elche jedoch infolge verspä- teter Einreichung m it Entscheid vom 20. Septem ber 2004 nicht eingetreten w urde. D . Am 10. April 2005 verw eigerte das Am t für Bevölkerung und M igration des Kantons Freiburg den Beschw erdeführern die Erteilung bzw . Verlängerung der Aufenthaltsbew illigung und verfügte die W egw eisung aus der Schw eiz. D ie dagegen eingereichte Beschw erde w ies das Verw altungsgericht des Kantons Freiburg m it U rteil vom 23. Juni 2005 ab. E. M it Verfügung vom 18. O ktober 2005 dehnte die Vorinstanz die W egw ei- sung auf kantonalen Antrag hin auf die ganze Schw eiz sow ie das Fürsten- tum Liechtenstein aus und entzog einer allfälligen Beschw erde die auf- schiebende W irkung. D ie Ausreisefrist w urde auf den 30. N ovem ber 2005 festgesetzt. Zur Begründung der Verfügung hielt das BFM im W esentlichen fest, auf G rund der kantonalen W egw eisungsverfügung rechtfertige sich der w eitere Aufenthalt der Beschw erdeführer in der Schw eiz nicht m ehr. Im W eiteren seien den Akten keine H inw eise zu entnehm en, w onach sich der Vollzug der W egw eisung als unzulässig, unzum utbar oder unm öglich erw eisen könnte. Im Ü brigen lebe der Beschw erdeführer 1 zw ar bereits seit rund 10 Jahren in der Schw eiz, verfüge jedoch noch im m er über enge Beziehungen zu seinem H eim atland. D ie Beschw erdeführer 2 - 5 w ürden sich sodann erst seit April 2003 in der Schw eiz aufhalten. D ie D auer die- ses Aufenthalts sei nicht geeignet, derart starke Beziehungen m it der Schw eiz zu begründen, dass eine R ückkehr eine persönliche H ärte dar- stellen w ürde.3 F. G egen diese Verfügung erhoben die Beschw erdeführer am 24. N ovem ber 2005 beim Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartem ent (EJPD ) Be- schw erde. D arin beantragen sie die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfü- gung. In verfahrensrechtlicher H insicht w urde darum ersucht, das Be- schw erdeverfahren bis zum rechtskräftigen Entscheid über die noch einzu- reichenden G esuche um R evision des N ichteintretensentscheids des EJPD bzw . um W iedererw ägung der N ichtigerklärung der erleichterten Ein- bürgerung bzw . um vorläufige Aufnahm e (sic!) durch das Am t für Bevölke- rung und M igration des Kantons Freiburg zu sistieren. G . M it Zw ischenverfügung vom 30. N ovem ber 2005 w ies das EJPD den An- trag auf Sistierung des Beschw erdeverfahrens ab. H . In der Vernehm lassung vom 25. Januar 2006 beantragt die Vorinstanz die Abw eisung der Beschw erde. D as Ausdehnungsverfahren könne nicht die Frage der R echtm ässigkeit der kantonalen W egw eisung zum G egenstand haben. D ie in der Beschw erde in Aussicht gestellten Verfahren betreffend N ichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung bzw . um Erteilung einer kantonalen Aufenthaltsbew illigung gem äss Art. 13 Bst. f der Verordnung vom 6. O ktober 1986 über die Begrenzung der Zahl der Ausländer (BVO , SR 823.21) verm öchten deshalb den Entscheid nicht zu ändern. I. Am 7. Februar 2006 gingen beim BFM zw ei ärztliche Berichte vom 3. Feb- ruar 2006 bzw . vom 20. D ezem ber 2005 betreffend den G esundheitszu- stand des Beschw erdeführers 1 ein und w urden in der Folge vom EJPD zu den Beschw erdeakten genom m en. J. M it R eplik vom 13. M ärz 2006 halten die Beschw erdeführer an ihrem R echtsm ittel fest. In der ergänzenden Begründung w eisen sie insbesonde- re darauf hin, dass sie m it Eingabe vom gleichen Tag beim Kanton Frei- burg ein G esuch um Erteilung einer H ärtefallbew illigung gestellt haben. K. G em äss telefonischer Auskunft vom 15. N ovem ber 2006 hat das Am t für Bevölkerung und M igration des Kantons Freiburg das besagte H ärtefallge- such vom 13. M ärz 2006 nicht an die H and genom m en und die Beschw er- deführer nochm als aufgefordert, die Schw eiz zu verlassen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht unter Vorbehalt der in Art. 32 VG G genannten Ausnahm en Beschw erden gegen Verfü- gungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), w elche von einer in Art. 33 VG G aufgeführten Behörde erlassen w urden. D arunter fallen die Verfügungen des BFM betreffend Ausdehnung der kan- tonalen W egw eisung (Art. 12 Abs. 3 und Art. 20 Abs. 1 des Bundesgeset- zes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer 4 [AN AG , SR 142.20]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Be- urteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei den Beschw erdediensten der D epartem en- te hängigen R echtsm ittel und w endet das neue Verfahrensrecht an (Art. 53 Abs. 2 VG G ). G em äss Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht nach dem Vw VG , sow eit das G esetz nichts an- deres bestim m t. 1.3 Als Verfügungsadressaten sind die Beschw erdeführer zur Anfechtung der vorinstanzlichen Verfügung legitim iert (Art. 48 Abs. 1 Vw VG ). Auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde ist daher einzutreten (Art. 49 ff. Vw VG ). 2. 2.1 G em äss Art. 12 Abs. 3 AN AG kann die eidgenössische Behörde die Pflicht zur Ausreise aus einem Kanton auf das ganze G ebiet der Schw eiz aus- dehnen. Art. 17 Abs. 2 der Vollziehungsverordnung vom 1. M ärz 1949 zum Bundesgesetz über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer (AN AV; SR 142.201) präzisiert diese Bestim m ung, indem die Ausdehnung der W egw eisung zur R egel erklärt w ird, von der nur abzuw eichen ist, w enn der Ausländerin oder dem Ausländer aus besonderen G ründen G elegenheit gegeben w erden soll, in einem anderen Kanton um Bew illigung nachzusu- chen. D ie Ausdehnung ist som it nur noch der konsequente Vollzug eines rechtskräftigen kantonalen Entscheides und w ird daher nur in seltenen Ausnahm efällen unterbleiben (vgl. U rteile des Bundesverw altungsgerichtes C -595/2006 vom 18. Juni 2007 E. 2.2 und C -598/2006 vom 16. April 2007 E. 3 f., ferner Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 62.52 E. 9 m it H inw eisen). 2.2 Zum Verständnis der R egelung ist vorw eg auf Art. 1a AN AG hinzuw eisen. D anach ist eine ausländische Person dann zur Anw esenheit in der Schw eiz berechtigt, w enn sie über eine Aufenthalts- oder N iederlassungs- bew illigung verfügt oder nach dem G esetz keiner solchen bedarf (zum Letzteren vgl. Art. 2 AN AG und Art. 1 AN AV). Besitzt sie keine Bew illigung und kann sie sich auch nicht auf ein gesetzliches Bleiberecht berufen, so ist ihr Aufenthalt illegal und sie ist von G esetzes w egen verpflichtet, die Schw eiz zu verlassen (vgl. Art. 18 i.V.m . Art. 12 AN AG , ferner den Tatbe- stand des illegalen Aufenthaltes im Sinne von Art. 23 Abs. 1 AN AG , sow ie: N IC O LAS W ISA R D , Les renvois et leur exécution en droit des étrangers et en droit d’asile, Basel/Frankfurt am M ain 1997, S. 102). D ie durch den zustän- digen Kanton verfügte W egw eisung ist vor diesem H intergrund kein Ein- griff in ein irgendw ie geartetes Anw esenheitsrecht, sondern eine exekuto- rische M assnahm e zur Beseitigung eines rechtsw idrigen Zustandes (vgl. AN D R EA S ZÜ N D , Beendigung der Anw esenheit, Entfernung und Fernhaltung, in: U ebersax/M ünch/G eiser/Arnold [H rsg.], Ausländerrecht. Ausländerin- nen und Ausländer im öffentlichen R echt, Privatrecht, Strafrecht, Steuer- recht und Sozialrecht der Schw eiz, Basel/G enf/M ünchen 2002, R z. 6.53 m it H inw eisen) und zugleich dessen logische und nicht in Frage zu 5 stellende Konsequenz (Art. 12 Abs. 3 Satz 2 AN AG verleiht der Behörde kein Entschliessungserm essen; vgl. dazu W ISA R D , a.a.O ., S. 130). D ie W egw eisung kann in dieser Konstellation nam entlich nicht dadurch in Frage gestellt w erden, dass die Ausreisepflicht them atisiert w ird, beispiels- w eise indem geltend gem acht w ird, es bestehe ein überw iegendes privates Interesse am w eiteren Verbleib in der Schw eiz. D erartige Vorbringen sind im kantonalen Bew illigungsverfahren oder - nach Verw eigerung einer Bew illigung - in dem dafür vorgesehene R echtsm ittelverfahren geltend zu m achen; vorbehalten bleiben Vollzugshindernisse im Sinne von Art. 14a AN AG . 2.3 D as G esagte gilt grundsätzlich auch für die ebenfalls exekutorisch w irken- de Ausdehnungsverfügung. W urde die ausländische Person im Anschluss an einen negativen kantonalen Bew illigungsentscheid aus dem Kanton w eggew iesen und hat sie als Folge davon kein R echt auf Aufenthalt in der Schw eiz (Art. 1a AN AG ), kann sie die Ausreiseverpflichtung selbst nicht zum Them a des Verfahrens m achen; vorbehalten bleiben auch hier Voll- zugshindernisse im Sinne von Art. 14a AN AG . Es ist der Ausländerin oder dem Ausländer nam entlich verw ehrt, Interessen einzubringen, die auf den w eiteren Verbleib in der Schw eiz gerichtet sind, denn die Ausreisever- pflichtung ist die gesetzliche Folge des fehlenden Aufenthaltsrechts. Ein Aufenthaltsrecht, das notw endig w äre, um die Ausreisepflicht zu beseiti- gen, w ird durch den Verzicht auf eine Ausdehnungsverfügung nicht verm it- telt. D ies ist schon deshalb nicht m öglich, w eil die sachliche Zuständigkeit zur Legalisierung des Aufenthaltes nach der geltenden bundesstaatlichen Kom petenzausscheidung nicht beim Bund, sondern bei den Kantonen liegt. D er Bund hat w ohl die M öglichkeit, im Einzelfall eine frem denpolizeili- che R egelung durch den Kanton zu verhindern, um gekehrt besitzt er aber keine Kom petenz, einen Kanton zur frem denpolizeilichen R egelung eines Ausländers anzuhalten oder diesen auch nur zu dulden (vgl. Art. 18 AN AG ; vorbehalten bleibt das Asylrecht, das hier nicht von Bedeutung ist, sow ie die vorläufige Aufnahm e, zu Letzterer w eiter hinten). 2.4 Vor dem H intergrund der geschilderten Kom petenzordnung ist auch die R egelung des Art. 17 Abs. 2 AN AV zu verstehen, w onach auf die Ausdeh- nung verzichtet w erden kann, w enn der ausländischen Person aus beson- deren G ründen G elegenheit gegeben w erden soll, in einem anderen Kan- ton um eine Bew illigung nachzusuchen. D a auf der einen Seite der Ver- zicht auf die Ausdehnung an der Illegalität des Aufenthalts nichts ändert, und es auf der anderen Seite nicht angeht, einen rechtsw idrigen Zustand in Kauf zu nehm en, w ird Art. 17 Abs. 2 AN AV praxisgem äss in dem Sinne ausgelegt, dass von einer Ausdehnung Abstand genom m en w ird, w enn in einem D rittkanton ein Bew illigungsverfahren hängig ist und der D rittkanton dem Ausländer den Aufenthalt w ährend des Verfahrens gestattet. Eine analoge R egelung gegenüber dem w egw eisenden Kanton ist nicht notw en- dig. D enn da die Ausdehnung gegenüber der kantonalen W egw eisung ak- zessorisch ist, sie m ithin in ihrem Bestand und ihrer W irksam keit vom Be- stand und der W irksam keit der kantonalen W egw eisung abhängt, kann der w egw eisende Kanton auf seinen Entscheid zurückkom m en und der Aus-6 dehnung die G rundlage entziehen, ohne dass es hierzu einer Anordnung der Bundesbehörden bedürfte. 3. D ie Beschw erdeführer sind von einer rechtskräftigen kantonalen W egw ei- sung betroffen. D ie auf R ekursebene bezüglich der N ichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung des Beschw erdeführers 1 in Aussicht gestellten ausserordentlichen R echtsm ittel w urden offenbar nicht eingereicht. Zudem bestehen keine Anhaltspunkte, dass das Am t für Bevölkerung und M igrati- on des Kantons Freiburg bereit w äre, den Beschw erdeführern (erneut) ei- ne Aufenthaltsbew illigung zu erteilen. W ie bereits aus dem Sachverhalt hervorgeht, hat die kantonale Behörde das H ärtefallgesuch der Beschw er- deführer vom 13. M ärz 2006 nicht an die H and genom m en und sie aufge- fordert, die Schw eiz zu verlassen. Es besteht som it kein Spielraum , vom G rundsatz der Ausdehnung der kantonalen W egw eisung auf das ganze G ebiet der Schw eiz abzuw eichen. D ie Ausdehnung der kantonalen W eg- w eisung ist dam it rechtens. 4. U nabhängig von der Bestätigung der Ausdehnungsverfügung bleibt zu prü- fen, ob H inderungsgründe für den Vollzug der W egw eisung anzunehm en sind. W enn der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zum utbar ist, verfügt das BFM die vorläufige Aufnahm e. D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn die ausländische Person w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zulässig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz - insbe- sondere jene der Konvention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten (EM R K, SR 0.101) sow ie des Ab- kom m ens vom 28. Juli 1951 über die R echtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) - einer W eiterreise in den H eim at-, H erkunfts- oder D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für die Ausländerin oder den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (vgl. Art. 14a Abs. 1 - 4 AN AG ). In diesem Zusam m enhang gilt es darauf hinzuw eisen, dass die vorläufige Aufnahm e als Ersatzm assnahm e für den Vollzug der W egw eisung ausge- staltet ist. Sie tritt neben die W egw eisung, deren Bestand sie nicht antas- tet, sondern vielm ehr voraussetzt (vgl. VPB 62.52 E. 12.1 m it H inw eisen). 5. Aus den Akten ergeben sich keine H inw eise, dass sich der Vollzug der W egw eisung als unzulässig im Sinne von Art. 14a Abs. 3 AN AG erw eisen könnte. 6. 6.1 W ie w eiter oben bereits erw ähnt w urde, kann der Vollzug der W egw eisung nach Art. 14a Abs. 4 AN AG insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für die ausländische Person eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche kann angenom m en w erden w egen einer im H eim atland herrschenden poli- tischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder auf G rund anderer G efahrenm o-7 m ente, w ie beispielsw eise der N ichterhältlichkeit einer notw endigen m edi- zinischen Behandlung (vgl. Entscheide und M itteilungen der Schw eizeri- schen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2006 N r. 11 E. 6 S. 118 m it H inw ei- sen). W irtschaftliche Schw ierigkeiten, von w elchen die ansässige Bevölke- rung regelm ässig betroffen ist, w ie W ohnungsnot oder ein schw ieriger Ar- beitsm arkt, verm ögen keine konkrete G efährdung zu begründen. D agegen ist der Vollzug der W egw eisung nicht zum utbar, w enn sich die ausländi- sche Person im Falle einer zw angsw eisen R ückkehr in ihren H eim atstaat m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer existenzgefährdenden Situation ausgesetzt sähe (vgl. EM AR K 2005 N r. 12 E. 10.3 S. 114 m it H inw eisen). 6.2 Auf G rund der Akten ist davon auszugehen, dass die Beschw erdeführer der albanischen Bevölkerungsm ehrheit im Kosovo angehören. Einer R ück- kehr dieser Volksgruppe in den Kosovo stehen keine generellen Vollzugs- hindernissse entgegen (vgl. zur Situation ethnischer M inderheiten im Ko- sovo: zur Publikation vorgesehenes U rteil des Bundesverw altungsgerichts E-5823/2006 vom 27. April 2007, E. 5; EM AR K 2003 N r. 4 E. 5b; EM AR K 2002 N r. 22 E. 4d). 6.3 In individueller H insicht m achen die Beschw erdeführer insbesondere gel- tend, der Beschw erdeführer 1 leide an einer sehr schm erzhaften chroni- schen Lum balgie (Lendenschm erzen). D azu ist festzustellen, dass diese Beschw erden gem äss dem Arztbericht von D r. m ed. S._______ vom 3. Februar 2006 ohne w eiteres auch im Kosovo behandelt w erden können. Bei dieser Sachlage besteht kein Anlass zur Befürchtung, dass sich der G esundheitszustand des Beschw erdeführers 1 bei einer R ückkehr in den Kosovo erheblich verschlechtern w ürde. Im W eiteren m ag es zw ar zutreffen, dass das Leiden des Beschw erdefüh- rers 1 seine C hancen auf dem Arbeitsm arkt im Kosovo verringert, da er kaum in der Lage sein dürfte, schw ere körperliche Arbeit zu verrichten. N ach Einschätzung des Bundesverw altungsgerichts trifft es jedoch - entge- gen der entsprechenden Ausführungen der Beschw erdeführer - nicht zu, dass Personen ohne höhere Bildung ausschliesslich in diesem Sektor Ar- beit finden können. 6.4 Auf G rund der Akten ist sodann davon auszugehen, dass der Beschw erde- führer 1, der offenbar w ährend seines Aufenthalts in der Schw eiz w eiterhin starke Beziehungen zu seinem H eim atland unterhalten hat, im Kosovo heute noch über ein soziales N etz verfügt, w elches ihm und seiner Fam ilie beim Aufbau einer neuen w irtschaftlichen Existenz behilflich sein kann. 6.5 D ie Beschw erdeführerin 2 und die drei gem einsam en Kinder halten sich sodann erst seit April 2003 in der Schw eiz auf. D ass sich die Beschw erde- führerin 2 in dieser relativ kurzen Zeit in besonderer W eise in die schw ei- zerischen Verhältnisse integriert hätte, w ird auf R ekursebene nicht darge- legt. Ferner befinden sich die 6-jährige Beschw erdeführerin 4 und der 5- jährige Beschw erdeführer 5 in einem Alter, in w elchem ihre persönliche Entw icklung noch stark auf die Beziehung zu den Eltern ausgerichtet ist. D ie (R e-)Integration in die Verhältnisse im Kosovo dürfte die Beschw erde-8 führer 4 und 5 daher nicht vor grössere Problem e stellen. Etw as heikler präsentiert sich die Lage für die heute 9-jährige Beschw erdeführerin 3, w elche in der Schw eiz bereits seit m ehreren Jahren die Schule besucht. Aus den Akten ergeben sich indessen keine H inw eise auf ausserordentli- che U m stände, w elche die Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs in Fra- ge stellen w ürden (vgl. U rteil des Bundesverw altungsgerichts D -7177/2006 vom 2. April 2007 E. 4.3.2). 6.6 Im R ahm en einer G esam tw ürdigung gelangt das Bundesverw altungsge- richt daher zum Schluss, dass sich der Vollzug der W egw eisung der Be- schw erdeführer als zum utbar erw eist. 6.7 Schliesslich liegen auch keine Anhaltspunkte dafür vor, dass sich der W egw eisungsvollzug als unm öglich erw eisen könnte (vgl. Art. 14a Abs. 2 AN AG ). 7. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt; sie ist auch angem essen (Art. 49 Vw VG ). D ie Beschw erde ist daher abzuw eisen. 8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind den Beschw erdeführern die Kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D iese sind auf Fr. 600.- fest- zusetzen (Art. 2 f. des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kos- ten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]) und m it dem am 7. Januar 2006 geleisteten Kostenvorschuss in gleicher H öhe zu verrechnen. (D ispositiv nächste Seite)9 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 600.- w erden den Beschw erdeführern aufer- legt und m it dem am 7. Januar 2006 geleisteten Kostenvorschuss in glei- cher H öhe verrechnet. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - den Beschw erdeführern (eingeschrieben) - der Vorinstanz (Akten retour) D ie vorsitzende R ichterin: D er G erichtsschreiber: R uth Beutler Thom as Segessenm ann Versand am :