<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Heading1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2015.00546</span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span>Sozialversicherungsrichterin Grünig, VorsitzendeSozialversicherungsrichter SpitzSozialversicherungsrichterin Maurer ReiterGerichtsschreiberin Tanner Imfeld</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil</span><span class="Normal Heading2"> vom </span><span id="ENTSCHEIDDATUM"></span><span class="Normal Heading2">14. Februar 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><br/></p></div><div><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Christos Antoniadis</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Antoniadis Advokaturbüro</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Badenerstrasse 89, 8004 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1978, gelernte Coiffeuse, war seit dem 1. Juli 2010 arbeitslos und arbeitete im Zwischenverdienst bei A.___ SA, als sie am 14. September 2010 auf einer Treppe ausrutschte und auf das Gesäss und die linke Hüfte fiel (Urk. 6/4, 6/10/1, 6/11, 6/13, 6/14). In der Folge traten Schmer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zen und muskuläre Verspannungen im Bereich der ganzen Wirbelsäule, vor allem linksseitig und im Bereich der Hüfte und des Beckens links auf (Urk. 6/12/3). Die Versicherte war vollständig arbeitsunfähig (vgl. Urk. 6/13). Der zuständige Unfallversicherer erbrachte seine Leistungen bis zum 27. Okto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2010 (Urk. 6/3/6-8). Im Verlauf wurde eine psychiatrische Behandlung ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geleitet (Urk. 6/12/3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 3. März 2011 beziehungsweise im April 2011 (Eingang bei der IV-Stelle am 13. April 2011) meldete die Versicherte sich bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, für die Berufliche Integration und für eine Rente an (Urk. 6/4). Die IV-Stelle holte bei den behandelnden Ärzten Berichte ein (Urk. 6/12, 6/14, 6/16, 6/22, 6/26). Vom 1. Juni 2011 datiert ein Bericht von Dr. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, über ein versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsmedizinisches psychiatrisches Konsilium, welches vom zuständigen Tag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geldversicherer veranlasst worden war (Urk. 6/21). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 10. Oktober 2011 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass im aktuellen Zeitpunkt keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien und der Rentenanspruch geprüft werde. Die IV-Stelle veranlasste eine Begutachtung bei der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) C.___, welches Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten am 26. September 2012 erstattet wurde (Urk. 6/39). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach einem anonymen Hinweis vom 13. September 2012 und dem Vorliegen des MEDAS-Gutachtens veranlasste die IV-Stelle sodann eine Überwachung der Versicherten, welche in den Zeiträumen Januar/Februar 2013 und Juni/Juli 2013 erfolgte (Urk. 6/36, 6/44, 7/1/1-2; vgl. zur Eröffnung an die Versicherte vom 2. Mai 2014 Urk. 6/64, 6/65; vgl. auch die rechtskräftig beurteilten Genug</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tuungsansprüche: Urteil des Bundesgerichts 9C_236/2017 vom 3. April 2017 und Urteile des Sozialversicherungsgerichts IV.2015.00532 und IV.2015.00697 vom 31. Januar respektive 8. Februar 2017). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Schreiben vom 19. Januar 2015 wurde die Versicherte durch die IV-Stelle auf ihre Mitwirkungspflicht aufmerksam gemacht und darauf hingewiesen, dass ihr Gesundheitszustand mit einer traumaspezifischen Therapie wesentlich ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bessert werden könne. Falls an den entsprechenden Massnahmen nicht teilge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nommen werde, könne dies dazu führen, dass bei einer erneuten Anmeldung auf das Leistungsgesuch nicht eingetreten oder ein allfälliger Leistungsanspruch abgelehnt werde (Urk. 6/70). Nach der Durchführung des Vorbescheidverfahrens (vgl. Urk. 6/71) verneinte die IV-Stelle das Bestehen eines Rentenanspruchs mit Verfügung vom 14. April 2015 (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen diese Verfügung richtet sich die Beschwerde vom 15. Mai 2015 mit dem Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten eine ganze Rente auszurichten (Urk. 1 S. 2). In prozessualer Hinsicht wurde die Durchführung einer öffentlichen Verhandlung beantragt. Die Beschwerdegegnerin schloss in der Beschwerdeantwort vom 15. Juni 2015 auf Abweisung (Urk. 4). An der am 27. Oktober 2016 durchgeführten Hauptver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">handlung hielten beide Parteien in Replik und Duplik an ihren Anträgen fest (Protokoll S. 3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschluss vom 21. November 2016 ordnete das Gericht eine Ergänzung des psychiatrischen Teils des Gutachtens der MEDAS C.___ vom 26. September 2012 an (Urk. 12), und mit Beschluss vom 15. Dezember 2016 wurde die MEDAS</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> beauftragt und über die Fragestellung defini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiv entschieden (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">16). Am 13. April 2017 erfolgte die Gutachtenserteilung und die Ernen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nung des Gutachters D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">23). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das ergänzende psychiatrische Teilgutachten vom 12. Oktober 2017 (Urk. 28) wurde den Parteien zur Stellungnahme zugestellt. Die Beschwerdeführerin liess auf eine Stellungnahme zum fundierten Gutachten verzichten (Urk. 33). Die Beschwerdegegnerin äusserte sich mit Eingabe vom 29. November 2017 (Urk. 34). Die Parteien wurden am 8. Dezember 2017 gegenseitig über ihre Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gaben in Kenntnis gesetzt (Urk. 35).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ATSG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX006"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1). </span></p><p><span> </span><span>Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fach</span><span>ärztlich festgestellte psychische K</span><span>rankheit ist jedoch nicht ohne W</span><span>eiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objekti</span><span>vierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. BGE 127 V 294 E. 4c; 139 V 547 E. 5.2; zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts 8C_841/2016 vom 30. November 2017 E. 4.2.1).</span></p><p><span> </span><span>Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosoma</span><span>tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsäch</span><span>liche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE 141 V 281). Mit zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorgesehenem Urteil 8C_130/2017 vom 30. November 2017 hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweis</span><span>verfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krank</span><span>heitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7). </span></p><p><span> </span><span>Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):</span></p><p><span>Funktioneller Schweregrad</span></p><p><span>- </span><span>Gesundheitsschädigung</span></p><p><span>-</span><span>Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde</span></p><p><span>-</span><span>Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz</span></p><p><span>-</span><span>Komorbiditäten</span></p><p><span>- </span><span>Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen</span></p><p><span>- </span><span>sozialer Kontext</span></p><p><span>Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)</span></p><p><span>- </span><span>gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichba</span><span>ren Lebensbereichen</span></p><p><span>- </span><span>behandlungs- und eingliederungs</span><span>anamnestisch</span><span> ausgewiesener Leidens</span><span>druck</span></p><p><span> </span><span>Diese</span><span> Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern</span><span>der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Res</span><span>sourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschät</span><span>zen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_2</span><span>60/2017 vom 1. Dezember 2017 E. </span><span>4.2.3). </span><span>Die Anerkennung eines renten</span><span>begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus</span><span>wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbe</span><span>lastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; 141 V 547 E. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span id="XX072"></span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem zur Publikation in der amtlichen Sammlung bestimmten Urteil des Bundesgerichts 8C_841/2016 vom 30. November 2017 können Rentenleistungen nicht allein aus dem Grund verweigert werden, weil es einem Gesundheitsscha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den an der Therapieresistenz fehlt; vielmehr sind die funktionellen Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen der Krankheit objektiv abzuklären und zu beurteilen (E. 4.4). Verlauf und Ausgang von Therapien bilden jedoch wichtige Schweregradindikatoren. Ist eine Störung gut therapierbar, so ist es Aufgabe des medizinischen Sachver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ständigen aufzuzeigen, weshalb im Einzelfall funktionelle Leistungseinschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen resultieren, die sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken (Urteil des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 8C_841/2016 vom 30. November 2017 E. 4.5.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="XX077"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men), in Bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eiden hypo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">thetischen Erwerbsein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5.1</span><span> </span><span id="VV037"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">folgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span id="VV041"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei Gerichtsgutachten weicht das Gericht nach der Pra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">xis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen Fachleute ab, deren Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen (BGE 125 V 351 E. 3b/aa).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit haben sich sowohl die medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zinischen Sachverständigen als auch die Organe der Rechtsanwendung bei ihrer Einschätzung des Leistungsvermögens an den normativen Vorgaben zu orien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tieren; die Gutachter im Idealfall gemäss der entsprec</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hend formulierten Frage</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbeson</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dere daraufhin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tsunfähigkeit schliessen lassen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Im Rahmen der Beweiswürdigung obliegt es den Rechtsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wendern zu überprüfen, ob in concreto ausschliesslich funktionelle Ausfälle bei der medizinischen Einschätzung berücksichtigt wurden und ob die Zumutbar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keitsbeurteilung auf einer ob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">jektivierten Grundlage erfolgte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Eine rentenbegrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dende Invalidität ist nur dann anzunehmen, wenn funktionelle Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt sind und somit den versicherungsmedizinischen Vorgaben Rechnung getragen wurde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Urteil des Bundesgerichts 8C_260/2017 vom 1. Dezember 2017 E. 4.2.4 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gelangt der Rechtsanwender nach dieser Beweiswürdigung zum Schluss, ein Gutachten erfülle sowohl die mit BGE 141 V 281 definierten versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">medizinischen Massstäbe wie auch die allgemeinen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechtlichen Beweisanforde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, ist es beweiskräftig und die darin formulierten Stellungnahmen zur Arbeitsfähigkeit sind zu übernehmen. Eine davon losgelöste juristische Parallel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">überprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens soll nicht stattfinden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Urteil des Bundesgerichts 8C_260/2017 vom 1. Dezember 2017 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 4.2.5 mit Hinweisen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 14. April 2015 davon aus, im Hinblick auf die Biographie der Versicherten, die in ihrer sozialen wie auch beruflichen Entwicklung über Jahrzehnte hinweg nicht einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkt gewesen sei, sei die im MEDAS-Gutachten erwähnte Retraumatisierung und Entwicklung einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) als nicht überwiegend wahrscheinlich zu betrachten. Die Foerster-Kriterien seien sodann nicht erfüllt (Urk. 2 S. 2). In der Beschwerdeantwort und in der Duplik hielt die Beschwerdegegnerin fest, die Diagnose PTBS sei erstmals während der psychiat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rischen Begutachtung in der MEDAS C.___ gestellt worden und dies zwei Jahre nach dem Sturzereignis. In den medizinischen Vorakten gebe es diesbezüglich keinerlei Hinweise. Das Gutachten stelle vollumfänglich auf die subjektiven Angaben der Versicherten ab (Urk. 4). Weder die Diagnose der somatoformen Schmerzstörung noch diejenige der PTBS seien nachvollziehbar begründet. Beide Störungen seien sodann therapeutisch angehbar und der Leidensdruck sei im Hinblick auf die mangelnde Medikamentencompliance fraglich (Urk. 11). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Stellungnahme zum vom Gericht eingeholten ergänzenden Gutachten vom 12. Oktober 2017 hielt die IV-Stelle zudem fest, sie sei weiterhin der Ansicht, dass die gemäss ICD-10 geforderten Kriterien für eine posttraumatische Störung nicht erfüllt seien. Die Angaben zum Trauma seien vage. Auch Anga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben zu den weiteren typischen Merkmalen fehlten. Es mangle an sämtlichen objektivierbaren Anhaltspunkten für die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung (Urk. 34 S. 2). Für die Diagnose stütze sich der Gutachter auf allgemeine medizinische Ausführungen sowie eigene Mutmassungen. Er stelle erneut ohne kritische Würdigung vollumfänglich auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin ab (Urk. 34 S. 2). Selbst wenn die posttraumatische Belastungsstörung lege artis diagnostiziert wäre, vermöchte diese wie auch die übrigen Leiden keine vollständige Arbeitsunfähigkeit zu begründen (Urk. 34 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">S. 2). Namentlich seien die Behandlungsoptionen noch nicht vollständig ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schöpft. Da die Versicherte sich nicht in einer traumaspezifischen Therapie befinde und keine entsprechenden Medikamente einnehme, bestehe kein ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiesener Leidensdruck (Urk. 34 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin liess in der Beschwerde demgegenüber geltend machen, die Gutachter der MEDAS C.___ hätten verschiedene Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt und sie hätten die Foerster-Kriterien als erfüllt beurteilt. Sodann seien die Erkenntnisse des Gutachtens durch die Ergebnisse der durchgeführten Observation bestätigt worden (Urk. 1 S. 4 f. und S. 6 f.). Die Gutachter hätten explizit dargelegt, dass die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin durch die Vergewaltigung als damals Achtjährige traumatisiert worden sei und dass dies sie zwar nicht in der Leistungsfähigkeit, jedoch in ihrer Bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hungsgestaltung und in anderen sozialen Kontakten eingeschränkt habe. Es gebe keinen Grund, von der von den Gutachtern festgehaltenen Arbeitsunfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit abzuweichen (Urk. 1 S. 9). Auch die neu massgeblichen Indikatoren seien als erfüllt zu betrachten (Protokoll S. 4 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist somit, ob auf das Gutachten der MEDAS C.___ beziehungsweise auf dessen vom Gericht eingeholte Ergänzung abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellt werden kann, und ob dementsprechend von einem psychischen Leiden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auszugehen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte befand sich vom 27. Oktober bis 5. November 2010 in der Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation des Stadtspitals E.___ (Urk. 6/14/2, 6/12/7). Bei Eintritt habe sich die Versicherte mit stärksten Schmerzen im Bereich der gesamten Wirbelsäule präsentiert. Die durchgeführten Untersuchun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen hätten keine relevanten Befunde ergeben, die die subjektiven Schmerzen und Einschränkungen vollständig erklären könnten (Urk. 6/12/7). Die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin gab gegenüber den Ärzten an, schon immer unter Rücken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schmerzen gelitten zu haben. Nach dem Stolpersturz auf der Treppe sei es zu einer deutlichen Schmerzexazerbation gekommen. Die Schmerzen nähmen zu bei Bewegung, bei schnellem Gehen sowie auch nachts mit mehrmaligem Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wachen. Sodann bestehe ein Dauerschmerz und eine allgemeine Schwäche und Müdigkeit (Urk. 6/14/2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ab dem 15. November bis zum 13. Dezember 2010 nahm die Versicherte sodann am interdisziplinären Behandlungsprogramm für Patienten mit chro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nischen Schmerzen in der Rehaklinik F.___ teil (Urk. 6/12/9 = 6/23). Die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte sei motiviert gewesen und habe bei allen Therapien mitgemacht. Trotz intensiver Rehabilitation hätten weder der Schmerzzustand noch die Belastbar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit der Versicherten verbessert werden können (Urk. 6/12/10). G.___, Psychologin, hielt fest, zu Beginn des stationären Aufenthalts hätten sich Kränkungen, psychische Verletzungen und ein Gefühl von nicht ernst genommen gezeigt. Belastende Erfahrungen am früheren und am jetzigen Arbeitsplatz, erlebter Stress und Zukunftssorgen hätten immer wieder im Zent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rum gestanden (Urk. 6/12/11; vgl. auch Urk. 6/28). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. H.___, Facharzt für Innere Medizin, diagnostizierte im Bericht vom 20. April 2011 ein akutes generalisiertes myofasciales Schmerzsyndrom panver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tebral mit Exazerbation nach dem Treppensturz vom 14. September 2010, mit dysfunktionaler Schmerzverarbeitung und depressiver Verstimmung (Urk. 6/12). Er habe die Versicherte wegen der persistierenden Beschwerden nach der inten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siven Therapie in der Rehaklinik F.___ dem Zentrum I.___ überwiesen (Urk. 6/12/3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach den Angaben der Ärzte des Zentrums I.___ vom 30. März 2011 lagen bei der Beschwerdeführerin ein reaktiv-depressives Syndrom (ICD-10 F 32.9), ein Augenlid-Tic (ICD-10 F 95.8) sowie chronische Rückenschmerzen vor. Es fänden regelmässige psychotherapeutische Sitzungen in ein bis zweiwöchentlichen Abständen sowie eine psychopharmakologische Behandlung der depressiven Symptomatik statt. Die fehlende Belastbarkeit mit verminderter Anpassungsfähigkeit, bedingt durch die psychischen Beschwerden und die chronischen Rückenschmerzen, ergäben aktuell eine 100%ige Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfähigkeit. Wegen der seit neun Jahren andauernden Rückenschmerzen und der begleitenden depressiven Entwicklung bestehe eine ungünstige Prognose (Urk. 6/16/2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach den Angaben von Dr. B.___ vom 1. Juni 2011 liege nach Vorgeschichte, Beschwerdeschilderung, bisherigem Krankheitsverlauf und aktuellem Befund eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F 45.4) vor. Hinweise für eine affektive Erkrankung mit einem episodenartigen Verlauf fänden sich nicht (Urk. 6/21/5). Die ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit von zuletzt 100 Prozent als Coiffeuse beziehungsweise Aushilfsverkäuferin sei aus psychiatrischer Sicht dem Krankheitsbild und dessen klinischer Ausprägung bislang angemessen gewesen. Aufgrund der jetzigen Befundlage sei anzunehmen, dass bei der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten eine Arbeitsunfähigkeit nur noch für einen begrenzten Zeitraum bestehe. Ab September 2011 sei die Versicherte aus aktueller Sicht wieder in vollem Umfang arbeitsfähig (Urk. 6/21/5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ärzte der Klinik J.___ hielten in ihrem Bericht vom 22. Juni 2011 fest, die Versicherte sei zur weiteren Beurteilung und Behandlung bei seit neun Jah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren bestehenden Rückenbeschwerden zugewiesen worden. Unter Berücksichti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung der degenerativen Veränderungen bei Spondylarthrosen lumbal sowie bei auch leichtgradigen Diskopathien ohne Anhaltspunkte für eine Neurokompres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sion empfahlen sie die Fortführung der konservativen Therapie (Urk. 6/22/7). Die bisherige Tätigkeit als Coiffeuse sei der Versicherten noch zumutbar (Urk. 6/22/8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In ihrem Bericht vom 6. Juli 2011 diagnostizierten die Ärzte des Zentrums I.___ eine gemischte Persönlichkeitsstörung, Cluster B mit schizoiden Zügen (ICD-10 F 61.0), und eine rezidivierende depressive Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung, gegenwärtig in Remission (ICD-10 F 33.4). Als Diagnosen ohne Auswir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung auf die Arbeitsfähigkeit führten sie einen Augenlid-Tic (ICD-10 F 95.8) und chronische Rückenschmerzen auf (Urk. 6/26/3). Durch eine mangelhafte Aufmerksamkeitsspanne über die Zeit und durch Konzentrationsstörungen könnten Fehler bei der Arbeitsausführung entstehen. Die soziale Kompetenz sei bereits seit der Kindheit eingeschränkt (Urk. 6/26/4). Eine Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt scheine im Moment nicht gegeben (Urk. 6/26/4). Da es sich um eine chronisch rezidivierende depressive Entwicklung und chronische Rückenschmerzen handle, die sich beide bis zum heutigen Zeitpunkt als sehr schwer behandelbar erwiesen hätten, schätzten sie die Wiedererlangung einer Arbeitsfähigkeit aus ärztlicher Sicht zum heutigen Zeitpunkt als eher schlecht ein (Urk. 6/26/1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen eines Gesprächs mit der Berufsberatung der IV-Stelle gab die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte am 6. Oktober 2011 an, sie möchte, dass man sie in Ruhe lasse, am besten gehe es ihr zu Hause. Sie fühle sich nicht in der Lage, unter Leute zu gehen, sie gehe nur täglich kurz mit dem Hund nach draussen (Urk. 6/29/4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der MEDAS C.___ wurde die Versicherte im Juni 2012 internistisch, rheumatologisch und psychiatrisch abgeklärt. Im Rahmen der somatischen Untersuchungen wurden keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit gestellt (Urk. 6/39/22). Das generalisierte Schmerzsyndrom sei ohne rheu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">matologisches Korrelat und wahrscheinlich mit sekundärer muskulärer Dekondi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tionierung (Urk. 6/39/29). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei der Befragung durch von Dr. K.___, Facharzt für Innere Medizin, und seiner Frage an die Beschwerdeführerin, wann das Augenzucken begonnen habe, habe die Versicherte zu weinen begonnen und bestätigt, dass in der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gangenheit etwas Schweres vorgefallen sei. Ihr behandelnder Psychiater sei seit zwei Konsultationen darüber in Kenntnis (Urk. 6/39/15). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Über diesen Umstand informierte Dr. K.___ den untersuchenden Psychiater. Die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ser diagnostizierte in seinem Bericht vom 26. Juli 2012 eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F 43.1), eine anhaltende somatoforme Schmerzstö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung (ICD-10 F 45.40) und eine Agoraphobie und Phobie vor engen Räumen (ICD-10 F 40.0 und F 40.2). Diese Diagnosen wirkten sich auf die Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit aus. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien ein Verdacht auf Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liegen einer Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD-10 F 62.0), höchstwahrscheinlich ab Oktober 2012 zutreffend und dann mit starkem Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fluss auf die Arbeitsfähigkeit, abhängige Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z 73.0) und ein Augenlid-Tic (ICD-10 F 95.8; Urk. 6/39/40; vgl. auch Urk. 6/39/21-22). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen der Untersuchung habe sich gezeigt, dass die Versicherte mit acht Jahren durch eine Vergewaltigung traumatisiert worden sei. Sie habe dieses Erlebnis sehr lange Zeit für sich behalten. Es habe sie über sehr lange Zeit offenbar wenig in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt, jedoch lebenslang in ihrer Beziehungsgestaltung und in anderen sozialen Kontakten. Ein weiteres belastendes Thema sei die früh gestörte Beziehung zum Vater, der dann, als die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">se besser geworden sei, verstorben sei. Der Treppensturz im September 2010 habe für sich keine eigene traumatische Reaktion ausgelöst. Es habe aber über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiegend wahrscheinlich eine Retraumatisierung stattgefunden, da der Explo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">randin nach dem Sturz die gleichen Körperregionen geschmerzt hätten wie damals bei der Vergewaltigung. Diese Prozesse seien häufig zu beobachten. Patienten hätten vor langer Zeit ein Trauma erlebt, das noch bewusst sein kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ne, aber nicht müsse. Kämen sie dann Jahre später in eine Situation, in der nur ein Aspekt sehr ähnlich der Situation bei der Traumatisierung sei, reiche dies aus, dass Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung aktiviert wür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den. Dies sei bei der Beschwerdeführerin zu beobachten. Während sie recht problemlos vom Treppensturz berichten könne, habe sie deutliche, oben beschriebene Auffälligkeiten, die von innerer Betroffenheit und Aufgewühltheit zeugten (Urk. 6/39/42). Die Kriterien nach ICD-10 für eine posttraumatische Belastungsstörung seien stark erfüllt. Die Versicherte habe negative Träume, lebendige Erinnerungen und sie vermeide in der Beziehung oft intime Annähe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung. Sexualität könne sie nicht geniessen. Sie habe Durchschlafstörungen und sei manchmal reizbar (ohne Medikation). Zudem bestünden Konzentrations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwierigkeiten. Darüber hinaus dränge sich der Verdacht auf eine anhaltende Persönlichkeitsänderung auf, die jedoch aufgrund des Zeitkriteriums von zwei Jahren noch nicht erfüllt sei, wenn man vom Retraumatisierungsdatum im Sep</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tember 2010 ausgehe (Urk. 6/39/42). Die Phobien seien überwiegend wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheinlich ebenfalls Folge der Traumatisierung. Sie hätten eine Relevanz für Arbeit in engen Räumen oder mit vielen Menschen (Urk. 6/39/42). Auch die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung sei weiterhin gegeben. Mit der PTBS liege eine deutliche Komorbidität vor und in kurzer Zeit wahrscheinlich auch mit einer andauernden Persönlichkeitsänderung. Die Diagnose somatofor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">me Schmerzstörung sei somit mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu werten. Frühestens nach einem Jahr mache es nach adäquater Psychotherapie Sinn, eventuelle Veränderungen festzustellen (Urk. 6/39/43). Die Versicherte sei sowohl als Coiffeuse wie auch als Verkäuferin nicht mehr arbeitsfähig. Aktuell sei sie zudem in keiner ausserhäuslichen Tätigkeit arbeitsfähig (Urk. 6/39/22).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">RAD-Arzt Dr. L.___, Arzt für Neurologie und Psychiatrie und Psychothe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rapie, hielt am 6. Dezember 2012 fest, dass die Versicherte in der Kindheit ein Trauma im Rahmen eines sexuellen Missbrauchs erlitten habe, sei nachvollzieh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar. Jedoch sei das Trauma einmalig und nur von kurzer Dauer gewesen. Dass dadurch eine erhöhte Anfälligkeit für psychische Störungen entstanden sei, erscheine möglich. Nicht nachvollziehbar sei jedoch, dass der Treppensturz eine Retraumatisierung hervorgerufen habe. Auch sei die Diagnose einer PTBS zu wenig begründet. Dass das Trauma die Ursache der Schmerzverarbeitungsstö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung darstelle, sei möglich. Warum es bei einem einmaligen kurzen lang zurückliegenden Trauma bereits zu einer schweren Persönlichkeitsänderung gekommen sei, sei ebenfalls nicht ausreichend begründet (Urk. 6/68/2-3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Circa im Januar oder Februar 2013 war die Versicherte drei- bis viermal bei Dr. M.___ am Universitätsspital N.___ in Behandlung (vgl. Urk. 6/58, 6/60). Im Anschluss wechselte sie wieder ins Zentrum I.___ (vgl. Urk. 6/58). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der in der Zeit zwischen dem 21. Januar und dem 25. Februar 2013 und zwischen dem 29. Juni und 3. Juli 2013 durchgeführten Observation hatten gemäss den Angaben des Observators keine gravierenden Widersprüche zum MEDAS-Gutachten festgestellt werden können (Urk. 7/1/1 S. 6 und 7/1/2 S. 5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Durchführung der Observation hielt RAD-Arzt Dr. L.___ am 17. Juli 2013, alles in allem bestätigten die Observationen die Befunde des Gutachtens und die Aussagen der Versicherten (Urk. 6/68/4). Es sei weiterhin auf die Anga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben im MEDAS-Gutachten abzustellen. Jedoch sollte eine Revision in zwölf Monaten erfolgen (Urk. 6/68/4, vgl. auch Urk. 6/69/8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.10</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach den Angaben der Ärzte des Zentrums I.___ vom 20. Januar 2014 leidet die Versicherte an einer posttraumatischen Belas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungsstörung (seit 1986, ICD-10 F 43.1), einer andauernden Persönlichkeitsän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derung nach Extrembelastung (seit 2010, ICD-10 F 62.0) mit abhängigen Zügen, einer Somatisierungsstörung (seit 2010, ICD-10 F 45), einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F 33.1) sowie unter einer Agoraphobie ohne Angabe einer Panikstörung (seit 2010, ICD-10 F 40.0). Diese Leiden wirkten sich auf die Arbeitsfähigkeit aus. Die Versicherte habe angegeben, dass sie am 14. September 2010 auf einer Treppe auf den Rücken gestürzt sei und seither an Schmerzen leide. Im Alter von acht Jahren sei sie von einem Unbekannten vergewaltigt worden. Seitdem leide sie unter gedrückter Stimmung, Angstzuständen, sozialem Rückzug, Schuld- und Scham</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gefühlen, Gedankengrübeln, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen und einer Augenlid-Tic-Erkrankung. In den letzten sieben bis acht Jahren hätten diese Symptome stark zugenommen (Urk. 6/63/3). Die Ärzte hielten fest, als Befunde bestünden Intrusionen, Flash-Backs und partielle Amnesie (Urk. 6/63/3). Aus medizinischer Sicht sei von einer ungünstigen Prognose </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zugehen, da der Krankheitsverlauf lang und ohne wesentliche Besserung sei und zudem eine Persönlichkeitsstörung als Komorbidität vorhanden sei (Urk. 6/63/3). Es bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 6/63/4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.11</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der durch O.___ von der IV-Stelle erfolgten Eröffnung der Observation an die Versicherte am 2. Mai 2014 habe die Versicherte ausgeführt, sie könne sich vorstellen, von wem die anonyme Meldung stamme. Daraufhin sei sie in sehr heftiges Weinen ausgebrochen, habe angefangen zu zittern, stossweise zu amten und zu schluchzen. An ein Gespräch mit der Versicherten sei in der Folge nicht mehr zu denken gewesen (Urk. 6/66/1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.12</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 23. August 2017 gab die Beschwerdeführerin gegenüber D.___ an, in Bezug auf eine Arbeit seien für sie die Schmerzen am meisten einschränkend. Sodann ertrage sie es nicht, die ganze Zeit Menschen um sich herum zu haben. Sie brauche einfach viel Ruhe. Die Vorstellung, sich in einem Raum mit vier weiteren Personen aufzuhalten, mache sie nervös. Mit dem Trep</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pensturz 2010 habe alles angefangen. Immer wenn sie die Treppe bei sich run</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terlaufe, komme ihr das Bild vom Sturz vor Augen und es schleiche sich eine Angst ein. Auch sonst könne der Sturz immer wieder in ihre Gedanken kommen (Urk. 28 S. 7). Der Gutachter gab an, die Versicherte habe sich schluchzend und weinend hinter ihrem Taschentuch versteckt, als er sie auf die als Achtjährige erlebte Vergewaltigung angesprochen habe, und habe sich kaum beruhigen können (Urk. 28 S. 7). Nach einer 25-minütigen Pause hätten sie vereinbart, auf das Thema Vergewaltigung nicht mehr einzugehen. Die Versicherte habe sodann angegeben, dass sie in der in zweiwöchigen Abständen durchgeführten Therapie auch schaue, dass die Vergewaltigung dort nicht so oft vorkomme (Urk. 28 S. 8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D.___ diagnostizierte im Ergänzungsgutachten vom 12. Oktober 2017 eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F 45.40), eine post</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">traumatische Belastungsstörung (ICD-10 F 43.1) und eine Agoraphobie und Phobie vor engen Räumen (ICD-10 F 40.0 und F 40.2). Diese Diagnosen wirkten sich auf die Arbeitsfähigkeit aus. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien die abhängigen Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z 73.0), der Augenlid-Tic (ICD-10 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">F 95.8) und der Verdacht auf Entwicklung einer andauernden Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keitsän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derung nach Extrembelastung (ICD-10 F 62.0; Urk. 28 S. 13).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es scheine, dass keine traumaspezifische Therapie durchgeführt worden sei. Es sei jedoch nicht erkennbar, dass sich die Versicherte einer solchen Therapie verweigert hätte. Nicht über das Trauma reden zu wollen, sei keine Verweige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung, sondern zeige, dass sie diesbezüglich bei Weitem nicht genügend stabil gewesen sei (Urk. 28 S. 13). Es sei höchstens insofern von einem Erfolg der Therapien auszugehen, als die Versicherte über die letzten fünf Jahre nicht kompensiert sei. Die Psychotherapie scheine zu unspezifisch, und zumindest im Zeitpunkt der Untersuchung bei der MEDAS habe die Versicherte zu wenig Wirkstoffe der Medikamente Duloxetin und Quetiapin im Blut gehabt. Immerhin könne beim Duloxetin festgehalten werden, dass sie es nehme, das Quetiapin sei nicht nachweisbar gewesen. In Zukunft seien hier mehrmals pro Jahr Blutspie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gelkontrollen durchzuführen, um allenfalls die Compliance zu klären. Insgesamt zeige der Psychostatus allenfalls eine leichte Verschlechterung im Vergleich zum Jahr 2012. Aufgrund der Videoaufnahmen erscheine es, dass sie in einem Schutz aus Angehörigen und zumindest mit einer Tendenz zu innerer Dissozia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion gewisse Alltagsaktivitäten ausführen könne (Urk. 28 S. 14). Jedoch zeigten insbesondere die schriftlichen Angaben der observierenden Firma, dass die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherte an den Observationstagen kaum ihre Wohnung verlassen habe, was die Angaben zum sozialen Rückzug stütze (Urk. 28 S. 14). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es sei eine adäquate Psychotherapie durchzuführen, die die Traumatisierung, die Phobien, die somatoforme Störung und die Zukunft zum Thema habe, und es sei die medikamentöse Behandlung zu klären. Unter adäquater Therapie seien Verbesserungen möglich, wenn die Chronifzierung auch fortgeschritten sei. Die genaue Entwicklung unter Therapieoptimierung sei nicht seriös vorhersagbar. Jährliche Kontrollen seien zu empfehlen (Urk. 28 S. 14 f. und S. 18). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Weiterhin sei er der Ansicht, dass es beim Treppensturz zu einer Retraumatisie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung gekommen sei. Es habe sehr spürbar gewirkt und nur schwer steuerbar, wie die Explorandin bereits schon beim Ansprechen des Traumas dekompensiert und nur sehr schwer zu beruhigen gewesen sei, weswegen er auf eine weitere Exploration zu diesem Thema verzichtet habe, um eine weitere Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung zu vermeiden (Urk. 28 S. 16). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der bestehenden Einschränkungen insbesondere wegen der schweren Beeinträchtigung von Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, der Widerstands- und Durchhaltefähigkeit und der Selbstbehauptungsfähigkeit und der weiteren mittelschwer oder leicht beeinträchtigten Fähigkeiten seien die angestammten Tätigkeiten nicht mehr zumutbar (Urk. 28 S. 17). Eine angepasste Tätigkeit dürf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te nicht in engen Räumen und/oder mit vielen anderen Personen auszuüben sein. Die Anwesenheit von Angehörigen wäre notwendig, um das Angstniveau reduziert zu halten. Arbeit zu Hause wäre zu bevorzugen. Es dürften keine kör</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">perlich belastenden Tätigkeiten sein. Sie müsste jederzeit Pausen machen und sich zurückziehen dürfen. Zeitlicher und insbesondere kritischer Leistungsdruck dürften nicht gegeben sein. Die Aufgaben dürften keine Entscheidungsleistung von der Beschwerdeführerin fordern und Veränderungen müssten vermieden werden. Während der Anwesenheit von Angehörigen könnte die Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit dann bei einer körperlich nicht belastenden Heimarbeit ohne relevante Ansprüche an die Konzentration phasenweise bei 50 % liegen. Insgesamt erscheine so jedoch eine Arbeitsfähigkeit in der freien Wirtschaft als nicht gegeben. Berufliche Massnahmen und dergleichen seien aktuell nicht zumutbar (Urk. 28 S. 17 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Schmerzen verstärkten einerseits die depressive Affektivität und umgekehrt nehme die PTBS starken negativen Einfluss auf das Schmerzerleben und die Stimmungslage. Die Phobien seien weiterhin eine Folge der Traumatisierung und gemäss ICD-10 als eigene Störungen zu führen. Hinweise für eine Aggra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vation bestünden keine (Urk. 28 S. 20). Die abhängigen Persönlichkeitszüge könnten die Entwicklung der anderen Störungen wie auch die Chronifizierung derselben (mit-)erklären. Seit dem Jahr 2010 sei es zu einer relevanten Verände</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung der Persönlichkeit gekommen, die die Versicherte erheblich beeinträchtig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te. Die Beeinträchtigungen bestünden in einem Grundmisstrauen, einem starken sozialen Rückzug, in Leere und Hoffnungslosigkeit, in sichtbarer Nervosität und einem Fremdheitsgefühl unter Menschen (Urk. 28 S. 20). Der aktuelle Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kontext seit 2010 halte kaum oder nur wenige Ressourcen bereit (Urk. 28 S. 21). Ob in Bezug auf die Medikamenteneinnahme eine krankheitsbedingte Unfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit zur Therapieadhärenz bestehe, müsste noch geprüft werden (Urk. 28 S. 21).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorab ist festzuhalten, dass sich die von der Beschwerdegegnerin im Hinblick auf künftige Anmeldungen erfolgte Auferlegung einer Schadenminderungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflicht im vorliegenden Verfahren nicht auswirken kann (vgl. Urk. 6/70; vgl. Art. 21 Abs. 4 ATSG und Art. 7b IVG). Zu überprüfen ist die Rechtmässigkeit der einen Rentenanspruch verneinenden Verfügung vom 14. April 2015 (Urk. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sowohl das MEDAS-Gutachten vom 26. September 2012 (Urk. 6/39) als auch das ergänzende psychiatrische Teilgutachten vom 12. Oktober 2017 (Urk. 28) beruhen auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen und den Vorakten. Ein somatisches Leiden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit besteht nach der überzeugenden gutachterlichen Einschätzung, womit auch die Parteien übereinstimmen, nicht. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auch die von D.___ diagnostizierten psychischen Leiden, namentlich die somatoforme Schmerzstörung - werden - mit Ausnahme der posttraumatischen Belastungsstörung, worauf nachfolgend einzugehen ist – von den Parteien zu Recht nicht (mehr) in Frage gestellt (vgl. Urk. 34). Das Bestehen einer somatoformen Schmerzstörung beziehungsweise eines vergleichbaren Lei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dens geht denn auch aus den verschiedenen ärztlichen Berichten deutlich her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vor. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach den Angaben von D.___ war die Versicherte durch eine im Alter von acht Jahren erlittene Vergewaltigung traumatisiert worden. Beim Treppensturz vom 14. September 2010 sei sie, da dabei die gleichen Körper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">regionen geschmerzt hätten, retraumatisiert worden. Es liege eine posttrauma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tische Belastungsstörung vor (Urk. 6/39/20, 6/39/42, 28 S. 15 f.). Die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">degegnerin zweifelt das Bestehen der diagnostizierten posttraumatischen Belas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungsstörung an (vgl. Urk. 34). Zu prüfen ist vorab, ob dieses Leiden als ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiesen zu betrachten ist (vgl. BGE 142 V 346 E. 5.2.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das für die diagnostizierte posttraumatische Belastungsstörung verantwortliche Trauma erlitt die Beschwerdeführerin im Alter von acht Jahren und damit in der Zeit von 1986. Im Zeitpunkt des Treppensturzes am 14. September 2010 lag es bereits 24 Jahre zurück. Die erlittene Vergewaltigung ist allein durch die sub</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">jektiven Angaben der Beschwerdeführerin, welche nicht einmal die Eltern davon in Kenntnis zu setzen vermocht habe (vgl. Urk. 6/39/34), belegt. Der Beweis für dieses Trauma lässt sich somit nicht ohne Weiteres erbringen (vgl. BGE 142 V 346 E. 5.2.2 mit Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 9C_687/2013 vom 24. Juni 2014 E. 4.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen der ersten Untersuchung in der MEDAS C.___ beschrieb die Versicherte die Vergewaltigung und den daran anschliessenden Verlauf (Urk. 6/39/34-35). Entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin ist damit nicht völlig unklar, was passiert war (vgl. Urk. 34). Bei der zweiten Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">suchung vom 23. August 2017 vermochte die Beschwerdeführerin sich nicht mehr zu den Umständen der Vergewaltigung zu äussern (Urk. 28 S. 7 f.). Wäh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rend der ersten Untersuchung beobachtete D.___, dass der Augenlid-Tic beim Berichten über das Trauma stärker auftrat als sonst während der Untersuchung (Urk. 6/39/34). Die Versicherte habe während der Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">suchung wiederholt geweint (Urk. 6/39/35, 6/39/40, 6/39/42). Bei der zweiten Untersuchung vom 23. August 2017 habe die Versicherte sich hinter ihrem Taschentuch versteckt und unter Schluchzen und Weinen angegeben, über die Vergewaltigung rede sie nicht gerne. In der Folge sei es zu einer Reaktion mit starker Erregung, Zittern, Weinen und Hyperventilieren gekommen, und die Untersuchung habe unterbrochen werden müssen und in diesem Punkt nicht fortgesetzt werden können (Urk. 28 S. 7 f.). Aufgrund der Schilderungen der Beschwerdeführerin und der dabei beobachteten psychophysischen Symptomen wie der Verstärkung des Augenlid-Tics und dem (intensiven) Weinen bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hungsweise dem Dekompensieren erachteten die Gutachter, insbesondere D.___, die Angaben der Versicherten als glaubhaft (Urk. 6/39/15, 6/39/34 f., 6/39/40). Entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin (vgl. Urk. 34 S. 2) waren für die Gutachter, insbesondere für D.___, somit nicht nur die (subjektiven) Angaben der Beschwerdeführerin relevant, sondern auch die bei der Untersuchung beobacht- und feststellbaren Symptome. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Sozialversicherungsgericht führte im Urteil vom 31. Januar 2017 (Verfahren IV.2015.00532 betreffend Genugtuung) aus, es sei grundsätzlich nachvollzieh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar, wenn eine versicherte Person ein traumatisches Erleben vorerst auch im Rah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men einer Behandlung verschweige. Im Zeitpunkt der Begutachtung in der MEDAS C.___ im Juni 2012 habe die Versicherte bereits seit einein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halb Jahren in psychiatrischer Behandlung gestanden. Angesichts des längeren Verschweigens des bestimmenden Traumas, welches dazu führte, dass nicht rechtzeitig eine geeignete Therapie durchgeführt werden konnte, sei von einer gewissen Inkonsistenz im Verhalten der Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in auszugehen gewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen (E. 6.3). Dieser gewissen Inkonsistenz im Verhalten der Beschwerdeführerin, die angab, sich nicht vorher getraut zu haben, über das Trauma zu erzählen (vgl. Urk. 6/39/34), kommt bei im Weiteren wahrheitsgetreuen Angaben vorlie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gend keine entscheidende Bedeutung zu. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wie die Versicherte gegenüber den Ärzten der MEDAS C.___ im Juni 2012 angab, entstand im Nachgang zu diesem traumatischen Ereignis der Augenlid-Tic (Urk. 6/39/15, 6/39/34-35). Bereits gegenüber den Ärzten des Zentrums I.___ hatte die Versicherte angegeben, seit dem achten Lebensjahr an der Augenlid-Tic-Erkrankung zu leiden, damals noch ohne von der Vergewaltigung zu berichten (Bericht vom 15. Juli 2011, Urk. 6/26/2). Die Aussagen zum Zeitpunkt der erlittenen Vergewaltigung bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hungsweise zum Auftreten des Augenlid-Tics sind somit kohärent. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Angesichts der nachvollziehbaren Einschätzungen der Gutachter, insbesondere von D.___, und der im Übrigen wahrheitsgetreuen Angaben ist das erlittene Trauma grundsätzlich als ausreichend nachgewiesen zu betrachten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Entgegen den Angaben der Beschwerdegegnerin (vgl. Urk. 34) lagen sodann die für die posttraumatische Belastungsstörung typischen Nachhallerinnerungen, Flashbacks oder Träume und auch die weiteren Symptome vor (vgl. ICD-10, Internationale Klassifikation psychischer Störungen, 10. Auflage, Bern 2015, </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">S. 207). Namentlich gab die Versicherte gegenüber D.___ an, beim Erzählen des belastenden Ereignisses gehe es ihr schlecht. Es kämen ihr die Bilder hoch, als sie klein gewesen sei. Das mache sie nervös. Aber die Bilder kämen auch sonst, wenn man sie nicht speziell darauf ansprechen würde. Es laufe auch immer wieder ein Film ab (Urk. 6/39/34-35). Zustände wie beim Ansprechen der Vergewaltigung am 23. August 2017 habe sie mindestens zweimal die Woche (Urk. 28 S. 7). Die Versicherte beschrieb sodann auch, dass Bilder vom Treppensturz vor ihre Augen kämen (Urk. 6/39/36, 28 S. 7). D.___ bejahte entsprechend das Vorliegen der für eine PTBS relevanten Symptome (vgl. Urk. 28 S. 15). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Latenzzeit zwischen initialer Belastung und Auftreten der PTBS bedarf dort einer eingehenderen Begründung, wo ausnahmsweise ein späterer Beginn - als wenige Wochen bis sechs Monate – berücksichtigt werden soll (vgl. BGE 142 V 346 E. 5.2.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D.___ ging - wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.7) - von einer beim Treppensturz vom 14. September 2010 erfolgten Auslösung der PTBS aus. Die Fachliteratur beschreibe, dass das traumatische Gedächtnis bereits durch senso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rische Einzelreize, die mit der ursprünglichen Traumasituation in einer (mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">licherweise auch nur zufälligen) räumlichen oder zeitlichen Kontingenz gestan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den hätten, in seiner Gesamtheit ausgelöst werden könne (vgl. Urk. 28 S. 16). Die Versicherte habe problemlos vom Treppensturz berichten können, habe dabei aber Symptome gezeigt, die von innerer Betroffenheit und Aufgewühltheit gezeugt hätten (vgl. Urk. 6/39/42). Die Informationen zur Vergewaltigung seien deutlich nach den Informationen zum Treppensturz erhoben worden (Urk. 6/39/35). Diese Beurteilung ist entgegen den ersten Ausführungen von RAD-Arzt Dr. L.___ nachvollziehbar (vgl. Urk. 6/68/2-3; vgl. aber auch Urk. 6/68/4 und 6/69/8). Auch die somatischen Gutachter der MEDAS C.___ beschrieben das Unfallereignis als massiven Einschnitt. Es habe sich um eine Bagatelle gehandelt, die aber massivste Schmerzen ausgelöst habe, derge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stalt, dass die Versicherte drei Tage lang habe stationär abgeklärt werden müs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen und diversen weitgehenden Untersuchungen unterzogen worden sei (Urk. 6/39/19). Auch die Versicherte beschrieb den Treppensturz als für die Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkungen massgebendes Ereignis (Urk. 6/39/36-37). Die PTBS wird zudem häufig übersehen, namentlich bei lange zurückliegender Traumatisierung im Kindesalter oder bei der Komorbidität mit Angst und Somatisierung (Hausotter, Psychiatrische und psychosomatische Begutachtung für Gerichte, Sozial- und private Versicherungen, Frankfurt 2016, S. 247). Damit kann aus dem Umstand, dass die nach dem Treppensturz zuerst behandelnden Psychiater und Psychiate</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rinnen des Zentrums I.___ keine entsprechende Diagnose gestellt haben, nicht auf das Fehlen der PTBS geschlossen werden. D.___ legte zudem dar, dass die Versicherte nach der Vergewalti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung stets in ihrer Beziehungsgestaltung und in anderen sozialen Kontakten beeinträchtigt gewesen war (Urk. 6/39/20). Zum selben Schluss waren auch die Ärztinnen und Ärzte des Zentrums I.___ gekommen, welche von einer seit der Kindheit eingeschränkten sozialen Kompetenz berich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tet hatten (vgl. Urk. 6/26/4). Es trifft damit nicht zu, dass die Versicherte vor der Retraumatisierung eine gänzlich unbelastete Biographie aufgewiesen hatte, welche eine PTBS unwahrscheinlich mache (vgl. Urk. 34 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auch wenn im Zeitpunkt des Treppensturzes durch die bestehende Arbeitslosig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit eine psychosoziale Belastungssituation bestand, ist gesamthaft betrachtet und insbesondere aufgrund der nachvollziehbaren und einleuchtenden Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung von D.___ die Diagnose der PTBS als nachgewiesen zu betrachten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Selbst wenn aber aufgrund des langen Zeitraums zwischen Trauma und Auftre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten der PTBS die diagnostische Zuordnung als posttraumatische Belastungsstö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung als zweifelhaft zu betrachten wäre, so läge mit der als Kind erlebten Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gewaltigung zumindest ein erheblicher Belastungsfaktor vor (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_195/2015 vom 24. November 2015 E. 3.3.3, 3.4 und 4.1.1). Eine Vergewaltigung stellt, auch wenn es sich um ein einmaliges Vorkommnis gehandelt hat, eine erhebliche Belastung dar; nach den Angaben von D.___ berge eine Vergewaltigung gemäss der Literatur ein 49%iges Risiko für das Auftreten einer PTBS (Urk. 28 S. 15). Zudem gab die Versicherte an, den Täter bis ins Alter von zwölf Jahren, das heisst bis 1990, dem Jahr ihrer Einreise in die Schweiz noch mehrmals gesehen zu haben (Urk. 6/39/34-35), so dass anzunehmen ist, dass die Belastungssituation in gewisser Weise andauerte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zu prüfen ist, ob die Gutachter der MEDAS C.___, insbesondere der Psychiater D.___, sich im Rahmen ihrer Beurteilungen an die normativen Rahmenbedingungen gehalten haben, und ob und in welchem Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf eine Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_260/2017 vom 1. Dezember 2017 E. 4.2.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Gutachten vom 26. Juli 2012 hielt D.___ fest, die Kriterien für eine PTBS seien stark erfüllt (Urk. 6/39/42). Sodann bestehe der Verdacht auf eine anhaltende Persönlichkeitsänderung. Hier würden dann auch die dissozia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tiven, psychotischen und depressionsnahen Elemente erfasst. Sodann bestehe die somatoforme Schmerzstörung (Urk. 6/39/42). Im ergänzenden Gutachten vom 12. Oktober 2017 führte er insoweit aus, es liege bei der Versicherten wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terhin eine PTBS vor. Bereits beim Ansprechen des Traumas sei die Versicherte dekompensiert und sie sei nur schwer zu beruhigen gewesen. Die Versicherte sei sodann durch das Schmerzerleben beeinträchtigt. Auch die Videoaufnahmen bestätigten, dass die Versicherte jegliches Heben und Tragen schwerer Gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stände vermeide (Urk. 28 S. 19). Bei der Versicherten sei sodann eine Änderung der Persönlichkeit feststellbar, die zwar nicht zu einer eigenen Diagnose führe, die Versicherte jedoch stark beeinträchtige (Urk. 28 S. 20). D.___ beschrieb die Einschränkungen als erheblich. Die Versicherte sei bei verschiede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Aktivitäten mittel- bis schwer beeinträchtigt und eine angepasste Tätigkeit wäre nur eine Tätigkeit, die in Anwesenheit von Angehörigen, am besten zu Hause ausgeübt werden könnte (Urk. 28 S. 17 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit wurde durch D.___ ein Leiden von erheblichem Schwere</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grad plausibel darlegt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zum Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –resistenz führte D.___ im Ergänzungsgutachten vom 12. Oktober 2017 aus, es sei höchstens insoweit ein Erfolg der Therapien eingetreten, dass die Versicherte über die letz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten fünf Jahre nicht dekompensiert sei (Urk. 28 S. 14). Es sei eine adäquate Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chotherapie durchzuführen, die die Traumatisierung, die Phobien, die somato</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">forme Schmerzstörung und die Zukunftsrichtung zum Thema habe. Eine erfah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rene Therapeutenperson, die der Versicherten für lange Zeit zur Verfügung stehe, sollte in Verbindung mit guter Medikamenteneinnahme noch Verände</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen bei der jungen Frau erreichen können. Wieweit diese gehen werden, sei nicht seriös vorauszusagen. Jährliche Kontrollen seien sinnvoll (Urk. 28 S. 14). Die Chronifizierung sei fortgeschritten (Urk. 28 S. 15). In welchem Rahmen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">besserungen des psychischen Befindens dann positiven Einfluss auf die Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungs- und Arbeitsfähigkeit haben könnten, könne frühestens nach Eintreten erster feststellbarer Verbesserungen eingeschätzt werden (Urk. 28 S. 18, vgl. auch S. 19). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt auf diese Ausführungen von D.___ kann nicht von der Therapieresistenz des Leidens ausgegangen werden. Ebenso wenig kann aber angenommen werden, das Leiden der Versicherten sei gut therapierbar (vgl. das zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorgesehene Urteil des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts 8C_841/2016 vom 30. November 2017 E. 4.5.2); vielmehr beurteilte D.___ das Erreichen arbeitsunfähigkeitsrelevanter Verbesserungen als vorderhand nicht einschätzbar. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unter diesen Umständen ist die Schlussfolgerung von D.___, welcher trotz bestehender Behandlungsoptionen eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit annahm, nachvollziehbar. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Somatisch begründete Komorbiditäten liegen keine vor und wurden seitens der Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht. Dies ergaben die im Nachgang zum Treppensturz erfolgten Abklärungen sowie das Ergebnis der Begutachtung in der MEDAS C.___. In psychiatrischer Hinsicht stellte D.___ verschiedene Diagnosen. Er hielt fest, die Schmerzen verstärkten einer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seits die depressive Affektivität und umgekehrt nehme die PTBS starken nega</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tiven Einfluss auf das Schmerzerleben und die Stimmungslage (Urk. 28 S. 19 f.). Die Leiden beeinflussen sich somit gegenseitig negativ. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bereits die Ärzte des Zentrums I.___ beschrieben die Persönlichkeit der Versicherten im Bericht vom 6. Juli 2011 als auffällig bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hungsweise diagnostizierten eine Persönlichkeitsstörung (Urk. 6/26/1). Der Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achter D.___ beschrieb die Persönlichkeit der Versicherten als abhängig. Die akzentuierten Persönlichkeitszüge könnten sowohl die Ent-wick</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lungen der anderen Störungen wie auch die Chronifizierung derselben (mit-)erklären (Urk. 28 S. 20). Sodann sei von einer stark beeinträchtigenden Persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeitsänderung auszugehen. Diese bestehe in einem Grundmisstrauen, einem starken sozialen Rückzug, Leere und Hoffnungslosigkeit, sichtbarer Nervosität und einem Fremdheitsgefühl unter Menschen (Urk. 28 S. 20). Insgesamt wurden durch D.___ damit erhebliche Hemmnisse deutlich gemacht, die sich aus der Persönlichkeit der Beschwerdeführerin ergeben. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Versicherte gab an, bezüglich sozialer Kontakte seit ihrer Jugend eher zurückhaltend gewesen zu sein (Urk. 6/26/2, 6/63/2). Aktuell beschränkten sich die Kontakte der Versicherten auf die Kernfamilie, die Mutter und die Schwie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">germutter und die Geschwister (Urk. 6/39/37, 28 S. 9). D.___ hielt fest, ihr aktuelles soziales Netzwerk sei nur noch die enge Familie und das Therapeutensystem. Es liege ein sozialer Rückzug vor (Urk. 28 S. 21). Nach der nachvollziehbaren Einschätzung von D.___ ergeben sich aus dem sozialen Kontext nur geringe Ressourcen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen der Überwachung wurden keine Inkonsistenzen festgestellt. Die Versicherte vermied es namentlich, (schwere) Gewichte zu tragen, und begab sich nur selten und in der Regel in Begleitung ausser Haus (Urk. 7/1/1-2). Sowohl RAD-Arzt Dr. L.___ als auch D.___ beschrieben die Versicherte aufgrund der Observationsunterlagen als unsicher, als sie allein unterwegs gewesen sei. Auch in Begleitung habe sie zwar weniger ängstlich, aber dennoch mimisch verarmt gewirkt (vgl. Urk. 6/68 S. 4 und 28 S. 14). D.___ schloss daraus, dass die Versicherte im Schutz von Angehörigen gewisse Alltagsaktivitäten ausführen könne (vgl. Urk. 28 S. 14). Entsprechend nahm er auch an, dass die Anwesenheit von Angehörigen Voraussetzung für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit wäre (Urk. 28 S. 18). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Versicherte gab an, im Haushalt nur wenige Aufgaben übernehmen zu kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen und eigentlich nichts zu haben, womit sie sich gerne beschäftige (Urk. 28 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">S. 9). In Bezug auf die Einschränkung des Aktivitätenniveaus in vergleichbaren Lebensbereichen ist keine Ungleichmässigkeit ersichtlich.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bereits im Dezember 2010, zwei Monate nach dem Treppensturz, wurde eine psychiatrische Behandlung eingeleitet (Urk. 6/39/13). Die Anmeldung bei der Invalidenversicherung erfolgte demgegenüber im April 2011 (Urk. 6/4). Es ist damit nicht anzunehmen, dass die Aufnahme der fachärztlichen Therapie durch das Versicherungsverfahren veranlasst wurde. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die durchgeführte psychotherapeutische Behandlung war nach der Beurteilung von D.___ nicht adäquat (Urk. 28 S. 14). Auch die medikamen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tösen Therapieoptionen sind aufgrund des Ergebnisses der Medikamentenspie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gelbestimmung nicht ausgeschöpft, was auch im Rahmen der ersten Begutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung festgestellt worden war (Urk. 6/39/21, 28 S. 14). Entgegen den Ausführun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen der Beschwerdegegnerin trifft es dagegen nicht zu, dass gar keine entspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chenden Medikamente eingenommen werden (vgl. Urk. 34 S. 2). Die Versicherte setzte die im Dezember 2010 aufgenommene psychiatrische Behandlung regel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mässig fort. Nach dem Abbruch der nur vorübergehenden Therapie bei Dr. M.___ suchte die Versicherte die bisherigen Therapeuten des Zentrums I.___ wieder auf (vgl. Urk. 6/58/1). Die konsequente Fortführung der Therapie – auch wenn diese nicht optimal ausgestaltet war – spricht für einen bestehenden Leidensdruck. Auch D.___ bejahte einen ausgewiesenen Leidensdruck (Urk. 28 S. 21). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Gutachter hielt die Angaben und das Verhalten der Versicherten sodann ausdrücklich für konsistent. Durch den Observationsbericht, die Observations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">videos, die Angaben in den Unterlagen der IV-Stelle (zum Beispiel zur Eröff</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nung der Observation) und durch den Bericht des Universitätsspitals N.___ von 2014 zeigten sich keine Widersprüche zu den von der Versicherten gemachten Angaben. Diese am 23. August 2017 gemachten Angaben seien auch weitest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehend konsistent zu den 2012 gemachten Angaben (Urk. 28 S. 14). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Insgesamt erlauben das MEDAS-Gutachten und insbesondere die Beurteilung von D.___ eine schlüssige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Lichte der massgeblichen Indikatoren. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer schweren und - trotz fehlender Therapieresistenz - einer Beeinträchtigung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (100%ige Arbeitsunfähigkeit) auszugehen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der 100%igen Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente ab 1. Oktober 2011, das heisst sechs Monate nach der im April 2011 erfolgten Anmeldung (Art. 29 Abs. 1 IVG). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin wird mit der Rentenzusprechung die Auferlegung schadenmindernder Massnahmen zu prüfen haben. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerde ist gutzuheissen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist bei Strei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leistungen kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG). Die Kosten sind auf Fr. 1‘000.-festzusetzen und der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ausgangsgemäss steht der Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung, welche ermessensweise auf Fr. 3'500.- (inklusive Barauslagen und Mehrwert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">steuer) festzulegen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> erkennt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 14. April 2015 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin ab 1. Oktober 2011 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 1‘000.- </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rech</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text4"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span id="Text2"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 3'500.- </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">(inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Christos Antoniadis</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigTanner Imfeld</p><p></p></div> </div></body></html>