<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2021.00088</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=222593&amp;W10_KEY=13013463&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2021.00088</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.08.2022</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Staats- und Gemeindesteuern 2017</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Staats- und Gemeindesteuern 2017. [Umstritten ist, ob der Pflichtige seinen Wohnsitz bereits 2017 in den Kanton Zürich verlegt hat und ab wann die Eigenmietwertbesteuerung beginnt.] Natürliche Personen sind im Kanton Zürich aufgrund persönlicher Zugehörigkeit steuerpflichtig, wenn sie ihren steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt in diesem Kanton haben. Einen steuerrechtlichen Wohnsitz im Kanton hat eine natürliche Person, wenn sie sich hier mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält (E. 2.1 und 2.2). Im Bereich der harmonisierten Steuern obliegt der steuerpflichtigen Person der Beweis für die von ihr behauptete subjektive Steuerpflicht an einem neuen Ort, wenn die von der Veranlagungsbehörde angenommene bisherige subjektive Steuerpflicht als sehr wahrscheinlich gilt. Meint die Veranlagungsbehörde, es habe ein Zuzug stattgefunden, stellt dies eine steuerbegründende Tatsache dar, die von ihr zu beweisen ist (E.2.4 und 2.5). Ein Amtsbericht erweist sich als ungeeignet und untauglich, den strittigen Zeitpunkt des Zuzugs des Beschwerdeführers zu eruieren. Vielmehr ist dieser Antrag allgemeiner aufsichtsrechtlicher Natur. Da das Verwaltungsgericht indessen nicht Aufsichtsinstanz über das kantonale Steueramt ist (vgl. § 110 StG), ist auf diesen Antrag nicht einzutreten (E. 3.3). Grundsätzlich liegt es im Ermessen der Veranlagungsbehörde, welche Untersuchungsmittel sie zur Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts einsetzen will. Die Untersuchungshandlungen der Veranlagungsbehörde müssen jedoch verhältnismässig, d.h. zur Abklärung des von ihr als massgeblich erachteten Sachverhalts geeignet, erforderlich und der mitwirkungspflichtigen Person zumutbar sein (E. 4). Dem Beschwerdeführer ist es nicht gelungen, die Vermutung des Bestands der subjektiven Steuerpflicht im Kanton Zürich umzustossen und beim Gericht begründete Zweifel am hiesigen Wohnsitz per 31. Dezember 2017 zu wecken. Zudem haben die Vorinstanzen, in Anbetracht, dass die Eigenmietwertbesteuerung grundsätzlich im Zeitpunkt der zivilrechtlichen Handänderung (Eigentumsübertragung) bzw. im allfällig späteren Zeitpunkt der Übergabe des Gebäudes (Bezugsbereitschaft) beginnt, die Eigenmietwertbesteuerung zu Recht per Anfang September 2017 festgesetzt (E. 5 und 6). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABSICHT DAUERNDEN VERBLEIBENS">ABSICHT DAUERNDEN VERBLEIBENS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEBENSMITTELPUNKT">LEBENSMITTELPUNKT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERHOHEIT">STEUERHOHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERRECHTLICHER WOHNSITZ">STEUERRECHTLICHER WOHNSITZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHNSITZ">WOHNSITZ</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 Abs. 2 BV</span><br/><span class="ungerade">§ 3 StG</span><br/><span class="gerade">§ 110 StG</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 StHG</span><br/><span class="gerade">Art. 4b StHG</span><br/><span class="ungerade">Art. 23 ZGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=59034" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">SB.2021.00088</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">24. August 2022</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Ivana Devcic. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Kanton ZÃ¼rich, vertreten durch das kantonale Steueramt, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Staats- und Gemeindesteuern 2017,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A ist EigentÃ¼mer einer 2004 erworbenen 5,5-Zimmer-Stockwerkeigentumseinheit an der C-Strasse 01 in E, Kanton F, die er auch bewohnte. Per 18. August 2016 erwarb er eine noch zu erstellende 6,5-Zimmer-Wohnung an der D-Strasse 02 in I (ZH). Die Liegenschaft in E verkaufte er mit Vertrag vom 1. MÃ¤rz 2018. Am 12. MÃ¤rz 2018 meldete sich A von E nach I ab. FÃ¼r die Steuerperiode 2017 reichte er die SteuererklÃ¤rung im Kanton F ein.</p> <p class="Urteilstext">Mit Auflage vom 21. Mai 2019 verlangte die SteuerkommissÃ¤rin von A Unterlagen zwecks ÃberprÃ¼fung des steuerrechtlichen Wohnsitzes in der Steuerperiode 2017. Nach Wiederholung der Auflage reichte A am 30. August 2019 zahlreiche Unterlagen ein. Am 26. September 2019 mahnte die SteuerkommissÃ¤rin die ErfÃ¼llung der Auflage. A antwortete am 8. November 2019. Mit Veranlagungs- bzw. EinschÃ¤tzungsentscheid vom 26. November 2019 beanspruchte das kantonale Steueramt die Steuerhoheit Ã¼ber A kraft steuerrechtlichen Wohnsitzes bereits fÃ¼r die Steuerperiode 2017 und schÃ¤tzte ihn fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern 2017 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ (zum Satz von Fr. â¦) ein.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Nach weiteren Untersuchungen und einer Besprechung im Einspracheverfahren wies das kantonale Steueramt die Einsprache von A am 4. Januar 2021 ab, unter Vornahme einer geringfÃ¼gigen Korrektur der Steuerfaktoren. Darin ging es von einer Wohnsitznahme von A im Kanton ZÃ¼rich per Ende November 2017 aus und schÃ¤tzte ihn fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern 2017 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ (zum Satz von Fr. â¦) sowie einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ (zum Satz von Fr. â¦) ein.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Steuerrekursgericht wies den Rekurs von A mit Entscheid vom 15. Juni 2021 ab, auferlegte ihm die Verfahrenskosten und verweigerte ihm eine ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 16. Juli 2021 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, das steuerbare Einkommen und VermÃ¶gen fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern 2017 sei nach den Regeln fÃ¼r ausserkantonal AnsÃ¤ssige mit Liegenschaftsbesitz in I festzusetzen, mit Eigenmietwert frÃ¼hestens ab Dezember 2017, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Staats.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend das kantonale Steueramt am 27. Juli 2021 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers beantragte, verzichtete das Steuerrekursgericht auf Vernehmlassung. Die Gemeinde I liess sich nicht vernehmen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht betreffend Staats- und Gemeindesteuern kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>GemÃ¤ss § 3 Abs. 1 StG im Einklang mit Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes Ã¼ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 (StHG) sind natÃ¼rliche Personen im Kanton ZÃ¼rich aufgrund persÃ¶nlicher ZugehÃ¶rigkeit steuerpflichtig, wenn sie ihren steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt in diesem Kanton haben. Hierbei ist im interkantonalen VerhÃ¤ltnis grundsÃ¤tzlich der steuerrechtliche Wohnsitz am Ende der fraglichen Steuerperiode massgeblich (vgl. Art. 4b Abs. 1 StHG). Der Begriff des steuerrechtlichen Wohnsitzes im Sinn von § 3 Abs. 1 und 2 StG bzw. Art. 3 Abs. 1 und 2 StHG lehnt sich im Wesentlichen an den Wohnsitzbegriff des Zivilgesetzbuchs [ZGB] an (Botschaft zum Steuerharmonisierungsgesetz, BBl 1983 III 1, 86). Laut Art. 23 Abs. 1 ZGB befindet sich der zivilrechtliche Wohnsitz an dem Ort, wo sich eine Person mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhÃ¤lt, demnach dort, wo sich der Mittelpunkt ihrer persÃ¶nlichen und wirtschaftlichen Interessen befindet (vgl. z. B. BGE 132 I 29 E. 4 = Pra 96 [2007] Nr. 5 = StR 2006, 207 = RDAF 2006 II, 164; BGE 125 I 458 E. 2b = Pra 89 [2000] Nr. 178 = ASA 70 [2001/02] 779 = StR 2000, 198; BGE 125 I 54 E. 2 = Pra 88 [1999] Nr. 18).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Nach stÃ¤ndiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist das Kriterium der Absicht dauernden Verbleibens in Art. 23 Abs. 1 ZGB und Art. 3 Abs. 2 StHG nicht so zu verstehen, dass es auf den inneren Willen des Steuerpflichtigen ankÃ¤me. Der Wohnsitz bestimmt sich vielmehr alleine nach der Gesamtheit der objektiven, fÃ¼r Dritte erkennbaren Tatsachen, in denen sich eine Absicht dauernden Verbleibens der betroffenen Person manifestiert (vgl. grundlegend BGE 97 II 1 E. 3; vgl. auch BGE 143 II 233 E. 2.5.2; 138 II 300 E. 3.2; 137 II 122 E. 3.6; 136 II 405 E. 4.3; 133 V 309 E. 3.1; 120 III 7 E. 2a). Der Wohnsitz liegt demnach dort, wo sich im Licht dieser Tatsachen objektiv betrachtet der Mittelpunkt der Lebensinteressen â der Lebensmittelpunkt â der betroffenen Person befindet. Ob sich die relevanten Ã¤usseren Tatsachen verwirklicht haben, ist eine Tatfrage; die Bestimmung des Lebensmittelpunkts und damit des Wohnsitzes auf Basis der festgestellten Tatsachen ist hingegen eine Rechtsfrage (BGE 136 II 405 E. 4.3; 120 III 7 E. 2a; 97 II 1 E. 3). Wo jemand seine Schriften hinterlegt oder seine politischen Rechte ausÃ¼bt, ist fÃ¼r die Bestimmung des steuerrechtlichen Wohnsitzes zwar eine relevante Tatsache, aber alleine nicht von entscheidender Bedeutung (BGE 132 I 29 E. 4.1; 125 I 54 E. 2).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>HÃ¤lt sich eine Person abwechslungsweise an zwei Orten auf, namentlich wenn Arbeits- und sonstiger Aufenthaltsort auseinanderfallen, ist fÃ¼r die Ermittlung des Steuerwohnsitzes darauf abzustellen, zu welchem der beiden sie stÃ¤rkere Beziehungen unterhÃ¤lt (vgl. BGE 132 I 29 E. 4.2; 125 I 54 E. 2/a; 97 II 1 E. 3; BGr, 27. Dezember 2021, 2C_247/2021, E. 3.3 m.w.H.). Der Lebensmittelpunkt bestimmt sich dabei nach der Gesamtheit der objektiven, Ã¤usseren UmstÃ¤nde, aus denen sich die Lebensinteressen erkennen lassen, nicht nach bloss erklÃ¤rten WÃ¼nschen der steuerpflichtigen Person (BGE 125 I 54 E. 2/a). Relevant sind in diesem Zusammenhang etwa der gewÃ¶hnliche Aufenthaltsort der Familienmitglieder (Ehegatten, Kinder, Eltern und Geschwister), die ausserfamiliÃ¤ren sozialen Beziehungen (z.<span> </span>B. Teilnahme am Vereinsleben), die berufliche Stellung der steuerpflichtigen Person und die WohnverhÃ¤ltnisse an den verschiedenen Orten. Die verschiedenen Kriterien sind in AbhÃ¤ngigkeit der persÃ¶nlichen Situation der betroffenen Person (z.<span> </span>B. Alter) zu gewichten und im Rahmen der gebotenen Gesamtbetrachtung gegeneinander abzuwÃ¤gen, um den steuerrechtlichen Wohnsitz per Jahresende (vgl. Art. 4b Abs. 1 StHG) zu bestimmen. Die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse zu einem frÃ¼heren oder spÃ¤teren Zeitpunkt sind zwar nicht unmittelbar relevant, kÃ¶nnen aber als Indizien berÃ¼cksichtigt werden (vgl. BGr, 27. Dezember 2021, 2C_247/2021, E. 3.3 m.w.H.). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Auch wenn im harmonisierten Steuerrecht an sich das Beweismass der vollen Ãberzeugung ("Regelbeweismass") herrscht, bedarf es keiner absoluten Gewissheit. Es genÃ¼gt, dass die VeranlagungsbehÃ¶rde nach erfolgter BeweiswÃ¼rdigung und aufgrund objektiver Gesichtspunkte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vom Vorliegen eines rechtserheblichen Sachumstands Ã¼berzeugt ist (BGr, 12. Mai 2020, 2C_926/2019, E. 2.3). Gelangt die BehÃ¶rde zu keiner derart gewichtigen Ãberzeugung, kommen die Beweislastregeln von Art. 8 ZGB zur Anwendung. Im Abgaberecht gilt demnach, dass die VeranlagungsbehÃ¶rde die Beweislast fÃ¼r die abgabebegrÃ¼ndenden und -erhÃ¶henden Tatsachen trÃ¤gt, wÃ¤hrend die abgabepflichtige Person fÃ¼r die abgabeaufhebenden und -mindernden Tatsachen beweisbelastet ist (Normentheorie; BGE 144 II 427 E. 8.3.1; BGr, 10. MÃ¤rz 2021, 2C_596/2020, E. 2.3.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Was die interkantonale oder internationale Festlegung des direktsteuerlichen Lebensmittelpunkts betrifft, hÃ¤ngen die BeweisfÃ¼hrungs- und Beweislast massgeblich davon ab, ob es sich um den (angeblichen) Wegzug (in einen anderen Kanton oder einen anderen Staat) oder den (angeblichen) Zuzug (aus einem anderen Kanton oder einem anderen Staat) handelt:</p> <p class="Urteilstext">Geht es um den (angeblichen) <i>Wegzug</i> der bislang unbeschrÃ¤nkt steuerpflichtigen natÃ¼rlichen Person in einen anderen Kanton bzw. in einen auslÃ¤ndischen Staat, so hat im Kanton oder in der Schweiz bis dahin begriffsnotwendig eine persÃ¶nliche ZugehÃ¶rigkeit bestanden. Mit dem Wegzug entfÃ¤llt zumindest die unbeschrÃ¤nkte Steuerpflicht (vgl. Art. 6 Abs. 1 DBG). Entsprechend stellt der Wegzug sich als steuermindernde oder -ausschliessende Tatsache dar und hat die steuerpflichtige Person daher die SachumstÃ¤nde nachzuweisen, aus denen hervorgeht, dass ein neuer Lebensmittelpunkt entstanden ist (BGE 138 II 300 E. 3.4 [internationales VerhÃ¤ltnis]; BGr, 10. MÃ¤rz 2019, 2C_1036/2017, E. 2.3 [interkantonales VerhÃ¤ltnis]). Die steuerpflichtige Person hat die Tatsachen aufzuzeigen, die, verglichen mit den Vorperioden, zu einer anderen WÃ¼rdigung des steuerrechtlichen Wohnsitzes fÃ¼hren (BGr, 10. MÃ¤rz 2019, 2C_473/2018, E. 4.3). Ihr obliegt der Beweis fÃ¼r die von ihr behauptete subjektive Steuerpflicht an einem neuen Ort, wenn die von der SteuerbehÃ¶rde angenommene bisherige subjektive Steuerpflicht als sehr wahrscheinlich gilt <span>und daher die natÃ¼rliche Vermutung im Raum steht, der steuerrechtliche Wohnsitz sei nicht verlegt worden</span> (<span>BGr, 12. Februar 2020, 2C_480/2019, E. 2.3.3; </span>BGr, 10. MÃ¤rz 2019, 2C_1036/2017, E. 2.3; BGr, 4. Dezember 2014, 2C_431/2014, E. 2.1).</p> <p class="Urteilstext">Im Fall des (angeblichen) <i>Zuzugs</i> einer natÃ¼rlichen Person aus einem anderen Kanton bzw. einem auslÃ¤ndischen Staat hat im Kanton oder in der Schweiz bis dahin jedenfalls keine persÃ¶nliche ZugehÃ¶rigkeit bestanden. Eine Beweislasterleichterung zugunsten der VeranlagungsbehÃ¶rde, die sich einzig deshalb rechtfertigen kÃ¶nnte, weil bislang ein steuerrechtlicher Wohnsitz in der Schweiz bzw. im Kanton bestanden hat, fehlt daher. Folglich gelten die herkÃ¶mmlichen Anforderungen an die Beweislastverteilung und das Beweismass (E. 2.2). Meint die VeranlagungsbehÃ¶rde, es habe ein Zuzug stattgefunden, stellt dies eine steuerbegrÃ¼ndende Tatsache dar, die von ihr zu beweisen ist (BGr, 12. Februar 2020, 2C_480/2019, E. 2.3.4). Freilich kÃ¶nnen dabei andere natÃ¼rliche Vermutungen zur Anwendung gelangen.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Der Pflichtige wiederholt in seiner Beschwerde den Antrag auf Erstellung eines Amtsberichts Ã¼ber die Praxis des kantonalen Steueramts, im letzten Monat eines Kalenderjahrs nur restriktiv einen interkantonalen Wegzug anzuerkennen. WÃ¤hrend der Kanton ZÃ¼rich eine strenge Wegzugspraxis verfolge, gehe er davon aus, dass im umgekehrten Fall der andere Kanton grosszÃ¼gig nachgeben und den Wegzug nicht bestreiten soll. Dies gehe vor dem Grundsatz der Rechtsgleichheit und einer willkÃ¼rfreien Praxis nicht an. Wenn nach der Praxis des Kantons ZÃ¼rich WegzÃ¼ge kurz vor dem Jahresende nur restriktiv zugelassen wÃ¼rden, solle der Kanton ZÃ¼rich den gleichen Massstab dem anderen Kanton zugestehen und die Situation im Kanton F fÃ¼r die Steuerperiode 2017 respektieren.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Vorab ist anzumerken, dass die "Situation im Kanton F fÃ¼r die Steuerperiode 2017" alles andere als bewiesen ist, zumal keine (rechtskrÃ¤ftigen) Veranlagungsentscheide des Kantons F eingereicht wurden. Die Beschwerde spricht denn auch nur von einer "latenten Doppelbesteuerung". Ebenso gut kÃ¶nnte man von einer drohenden doppelten Nichtbesteuerung sprechen, sollten beide Kantone gleichzeitig auf ihre Steuerhoheit verzichten.</p> <p class="Urteilstext">Aus einem Amtsbericht betreffend die Praxis der Anerkennung von interkantonalen <i>WegzÃ¼gen</i> kÃ¶nnte fÃ¼r den vorliegenden Fall fÃ¼r die Bestimmung des <i>Zuzugszeitpunkts</i> nichts abgeleitet werden. Ebenso wenig liesse sich daraus gestÃ¼tzt auf Art. 8 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) der Umkehrschluss ziehen, dass der Kanton ZÃ¼rich eine grosszÃ¼gige Zuzugspraxis verfolgen mÃ¼sste, um den anderen Kantonen eine â nach Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers ohnehin verpÃ¶nte â restriktive Wegzugspraxis zu ermÃ¶glichen. Die behauptete "Ungleichbehandlung" (von Zu- und WegzÃ¼gern, also von zwei unterschiedlichen Sachverhalten aus Sicht desselben Kantons) ist im Ãbrigen in der Beweislastverteilung angelegt: Bei ZuzÃ¼gern sind intensivere Untersuchungen zwecks Nachweises des steuerrechtlichen Wohnsitzes erforderlich, wÃ¤hrend der Kanton ZÃ¼rich im Fall eines Wegzugs von der Vermutung des Fortbestands des steuerrechtlichen Wohnsitzes profitieren kann (vgl. E. 2.3). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Nach dem Gesagten erweist sich ein Amtsbericht als ungeeignet und untauglich, den strittigen Zeitpunkt des Zuzugs des BeschwerdefÃ¼hrers zu eruieren. Vielmehr ist dieser Antrag allgemeiner aufsichtsrechtlicher Natur. Da das Verwaltungsgericht indessen nicht Aufsichtsinstanz Ã¼ber das kantonale Steueramt ist (vgl. § 110 StG), ist auf diesen Antrag nicht einzutreten. Auf eine Ãberweisung ist zu verzichten, zumal das Verwaltungsgericht bei nicht fristgebundenen Eingaben keine Weiterleitungspflicht nach § 5 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) trifft (Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 5 N. 54, 59).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Weiter beanstandet der BeschwerdefÃ¼hrer zahlreiche Aspekte des Untersuchungsverfahrens durch die ZÃ¼rcher SteuerbehÃ¶rden.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Angesichts des im Veranlagungsverfahren geltenden Untersuchungsgrundsatzes ist die SteuerbehÃ¶rde berechtigt und verpflichtet (Art. 46 Abs. 1 StHG), den fÃ¼r den Veranlagungsentscheid rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen abzuklÃ¤ren und ihm nur solche Tatsachen zugrunde zu legen, von deren Vorhandensein sie sich selber Ã¼berzeugt hat (BGr, 20. Oktober 2020, 2C_908/2019, E. 3.2.3; BGE 145 II 130 E. 3.3.2; BGE 143 II 646 E. 2.2.1; BGE 142 II 69 E. 5.1). Die SteuerbehÃ¶rde hat folglich von sich aus mit allen ihr gesetzlich zur VerfÃ¼gung stehenden Untersuchungsmitteln den materiell wahren Sachverhalt zu erforschen (Martin Zweifel/Hugo Casanova/Michael Beusch/Silvia Hunziker, Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, Direkte Steuern, 2. A., ZÃ¼rich 2018, § 5 N. 7). Dass sie sich Ã¼ber einen guten Steuerzahler ab der nÃ¤chsten Periode freuen sollten, wie der BeschwerdefÃ¼hrer geltend macht, Ã¤ndert an dieser gesetzlichen Verpflichtung nichts. Ebenso wenig sieht das Gesetz eine Abweichung von dieser gesetzlichen Untersuchungspflicht angesichts des "Massenfallrechts", worauf sich der BeschwerdefÃ¼hrer beruft, vor. Die Rahmenbedingungen des Massenfallrechts kÃ¶nnen zwar schon zu einer Relativierung dieses Untersuchungsgrundsatzes fÃ¼hren, allerdings nur unter bestimmten UmstÃ¤nden, namentlich bei Vorliegen natÃ¼rlicher Vermutungen oder durch antizipierte BeweiswÃ¼rdigung (vgl. Zweifel et al., § 14 N. 8). BeschrÃ¤nkt wird dadurch lediglich die Untersuchungspflicht, nicht jedoch das Untersuchungsrecht (Zweifel et al., § 14 N. 9). </p> <p class="Urteilstext">Angesichts des Untersuchungsgrundsatzes und der oben dargelegten (vgl. E. 2.3) Beweislastverteilung anlÃ¤sslich einer Wohnsitzverlegung sind die SteuerbehÃ¶rden des Zuzugskantons somit berechtigt und verpflichtet, die LebensumstÃ¤nde des BeschwerdefÃ¼hrers â d.<span> </span>h. sÃ¤mtliche Indizien, die fÃ¼r oder gegen einen Wohnsitz sprechen kÃ¶nnen (siehe E. 2.1) â zu untersuchen. Darin ist keine Ungleichbehandlung des BeschwerdefÃ¼hrers gegenÃ¼ber anderen Steuerpflichtigen zu erblicken, wie er den ZÃ¼rcher SteuerbehÃ¶rden in pauschaler Weise vorwirft. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>GrundsÃ¤tzlich liegt es im Ermessen der VeranlagungsbehÃ¶rde, welche Untersuchungsmittel sie zur AbklÃ¤rung des rechtserheblichen Sachverhalts einsetzen will. Die Untersuchungshandlungen der VeranlagungsbehÃ¶rde mÃ¼ssen jedoch verhÃ¤ltnismÃ¤ssig, d.<span> </span>h. zur AbklÃ¤rung des von ihr als massgeblich erachteten Sachverhalts geeignet, erforderlich und der mitwirkungspflichtigen Person zumutbar sein (Zweifel et al., § 14 N. 15 f.).</p> <p class="Urteilstext">Die von den ZÃ¼rcher SteuerbehÃ¶rden gewÃ¤hlten Untersuchungshandlungen, wie die Einforderung von Strom-, Wasser-, Heizungsrechnungen, Kreditkartenabrechnungen, Rechnungen von Handwerkern, erweisen sich durchaus als geeignet und erforderlich, Indizien fÃ¼r den tatsÃ¤chlichen Aufenthalt des BeschwerdefÃ¼hrers in den letzten Monaten des Jahrs 2017 zu liefern. Ausserdem ist die Einreichung dieser Dokumente, die sich in seinem Besitz befinden, ohne Weiteres zumutbar. Wie der BeschwerdefÃ¼hrer selbst durch Verweise auf Urteile des Verwaltungs- und des Steuerrekursgerichts aufzeigt, sind solche Auflagen sodann Ã¼blich und bestehen keine Anhaltspunkte fÃ¼r eine rechtsungleiche Behandlung des BeschwerdefÃ¼hrers. Entgegen der Beschwerdeschrift erweist sich die Untersuchung nicht als ausufernd, "inquisitorisch" oder unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Obschon der BeschwerdefÃ¼hrer die "minutiÃ¶se" und "ausufernde" Untersuchung rÃ¼gt, bemÃ¤ngelt er gleichzeitig, dass das Steueramt und die Vorinstanz am "Schreibtisch geblieben [seien], statt die VerhÃ¤ltnisse vor Ort zu untersuchen", und die Vorinstanz keine Wohnungsbesichtigung gemacht habe.</p> <p class="Urteilstext">Sofern der BeschwerdefÃ¼hrer damit sinngemÃ¤ss rÃ¼gen wollte, es sei zu Unrecht kein Augenschein vorgenommen worden, ist ihm entgegenzuhalten, dass der Entscheid darÃ¼ber, ob ein Augenschein angeordnet wird, im pflichtgemÃ¤ssen Ermessen der anordnenden BehÃ¶rde steht. Eine Pflicht zur DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins besteht nur dann, wenn die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse auf andere Weise Ã¼berhaupt nicht abgeklÃ¤rt werden kÃ¶nnen, wenn sie unklar sind und anzunehmen ist, die Parteien vermÃ¶chten durch ihre Darlegungen an Ort und Stelle Wesentliches zur Erhellung der sachlichen Grundlagen des Rechtsstreits beizutragen (PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 7 N. 78 f.). Vorliegend sind die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse vor Ort in den letzten Monaten des Jahrs 2017 bzw. das Zuzugsdatum des BeschwerdefÃ¼hrers in den Kanton ZÃ¼rich umstritten. Der BeschwerdefÃ¼hrer reichte seine SteuererklÃ¤rung 2017 am 31. Oktober 2018 im Kanton F ein. Die Ermittlungen zur AbklÃ¤rung der fÃ¼r die Steuerperiode 2017 massgebenden WohnsitzverhÃ¤ltnisse konnten erst im Anschluss daran beginnen. Da der BeschwerdefÃ¼hrer nach eigenen Darstellungen im MÃ¤rz 2018 nach I gezogen ist und somit Ende 2018 in I wohnte, hÃ¤tte ein Augenschein Ende 2018 den strittigen Sachverhalt per Ende 2017 nicht erhellen kÃ¶nnen, weshalb die Vorinstanzen zu Recht davon abgesehen haben.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Weiter wirft der BeschwerdefÃ¼hrer dem Steuerrekursgericht eine unsorgfÃ¤ltige und unvollstÃ¤ndige SachverhaltsabklÃ¤rung vor. Die als BegrÃ¼ndung fÃ¼r seinen Vorwurf angefÃ¼hrte KÃ¼rze der Verfahrensdauer â die Vorinstanz hat bereits nach fÃ¼nf Wochen entschieden â vermag jedoch nichts darÃ¼ber auszusagen, ob der Sachverhalt sorgfÃ¤ltig abgeklÃ¤rt wurde. Ebenso wenig erweist sich die Sachverhaltsfeststellung als unvollstÃ¤ndig, weil der Stromverbrauch in der neuen Wohnung nicht analysiert worden sei. Wie erwÃ¤hnt wird die Untersuchungspflicht durch natÃ¼rliche Vermutungen beschrÃ¤nkt (vgl. E. 4.2). So darf die SteuerbehÃ¶rde grundsÃ¤tzlich vermuten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer sÃ¤mtliche Tatsachen, die zu seinen Gunsten sprechen, von sich aus vorbringt (vgl. BGr, 27. April 2022, 2C_674/2021, E. 7.2). Dem BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤tte es freigestanden, weitere Dokumente wie Stromrechnungen etc. einzureichen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.6 </b>Dass die Vorinstanzen die vorhandenen Indizien anders als der BeschwerdefÃ¼hrer gewÃ¼rdigt haben, stellt keine ungenÃ¼gende oder unrichtige Sachverhaltsfeststellung, sondern eine andere BeweiswÃ¼rdigung dar (dazu E. 5).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.7 </b>Schliesslich rÃ¼gt der BeschwerdefÃ¼hrer mehrfach, dass die Vorinstanz nicht auf seine Argumente eingegangen sei. So sei die Vorinstanz nicht auf seine AusfÃ¼hrungen betreffend die ab September 2017 geleisteten Handwerkerarbeiten sowie den Antrag einer gerichtlichen Befragung des BeschwerdefÃ¼hrers eingegangen. Auch auf die von ihm im Rekurs vorgebrachten PrÃ¤judizien zweier paralleler Wohngelegenheiten sei die Vorinstanz mit keinem Wort eingegangen.</p> <p class="Urteilstext">Zu Recht erblickt der BeschwerdefÃ¼hrer darin keine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs (Art. 29 Abs. 2 BV). Denn die Vorinstanz ist nicht verpflichtet, sich mit sÃ¤mtlichen vorgebrachten Sachverhaltselementen, Beweismitteln und RÃ¼gen auseinanderzusetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrÃ¼cklich zu widerlegen. Vielmehr kann sie sich auf die fÃ¼r den Entscheid wesentlichen Punkte beschrÃ¤nken. Die BegrÃ¼ndung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene Ã¼ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die hÃ¶here Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne mÃ¼ssen wenigstens kurz die Ãberlegungen genannt werden, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stÃ¼tzt (BGE 143 III 65 E. 5.2; BGE 134 I 83 E. 4.1). Diesen Anforderungen genÃ¼gt der vorinstanzliche Entscheid. Im Ãbrigen setzte sich die Vorinstanz mit den aktenkundigen Dokumenten zu den Handerwerkerarbeiten sowie mit dem Umstand, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer an zwei Orten gleichzeitig Wohngelegenheiten zur VerfÃ¼gung standen, auseinander. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>In materieller Hinsicht umstritten ist, ob der BeschwerdefÃ¼hrer in der Steuerperiode 2017 im Kanton ZÃ¼rich aufgrund persÃ¶nlicher ZugehÃ¶rigkeit steuerpflichtig war. Dies ist zu <br/> bejahen, wenn sich sein steuerrechtlicher Wohnsitz am 31. Dezember 2017 (Stichtag) in I befand (E. 2.1). Ob dies der Fall war, ist gestÃ¼tzt auf eine GesamtwÃ¼rdigung der massgeblichen objektiven, Ã¤usseren UmstÃ¤nde zu beurteilen (vgl. E. 2.3).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Unbestrittenermassen ist der BeschwerdefÃ¼hrer geschieden und Vater von zwei Kindern, die jedoch zum massgeblichen Zeitpunkt (Ende 2017) nicht in seinem Haushalt lebten. Er lebte zu diesem Zeitpunkt alleine. PersÃ¶nliche Beziehungen â zu E oder zu I â, wie z.<span> </span>B. FreizeitaktivitÃ¤ten, sind keine aus den Akten ersichtlich und werden vom BeschwerdefÃ¼hrer auch nicht geltend gemacht. Aus den aktenkundigen familiÃ¤ren und sozialen Beziehungen kÃ¶nnen somit keine direkten RÃ¼ckschlÃ¼sse auf seinen Lebensmittelpunkt gezogen werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>In beruflicher Hinsicht ist der BeschwerdefÃ¼hrer in einer hohen Kaderposition bei der G AG an der H-Strasse 03 in K (ZH) tÃ¤tig. Die Vorinstanz erwog, dass die neue Wohnung mit rund 9 km Luftlinie viel nÃ¤her als die bisherige Wohnung (32 km) bei seinem Arbeitsort liege und er zudem bei seiner neuen Wohnung hÃ¤tte vorbeifahren mÃ¼ssen, um an den bisherigen Wohnort zu gelangen. Dies erachtete die Vorinstanz als lebensfremd, zumal der BeschwerdefÃ¼hrer als Kadermitglied unter einer hohen zeitlichen Belastung gestanden habe. Dagegen wendet der BeschwerdefÃ¼hrer in seiner Beschwerde nichts ein. Zur StÃ¼tzung der vorinstanzlichen WÃ¼rdigung kann hinzugefÃ¼gt werden, dass der BeschwerdefÃ¼hrer oft beruflich im Ausland unterwegs ist und I wesentlich nÃ¤her beim Flughafen ZÃ¼rich liegt.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Was die WohnverhÃ¤ltnisse betrifft, ist im Grunde genommen unbestritten, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer per 31. Dezember 2017 zwei vergleichbare Wohnungen â eine in E und eine in I â zur VerfÃ¼gung standen. Strittig ist jedoch, wann genau der BeschwerdefÃ¼hrer von E nach I umgezogen ist.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.4.1 </b>Laut eigener Auskunft des BeschwerdefÃ¼hrers vom 5. November 2019 wurde die Wohnung in I "im August 2017 fertiggestellt". Sowohl in seinem Rekurs als auch in seiner Beschwerde macht der BeschwerdefÃ¼hrer geltend, es hÃ¤tten bis November 2017 noch Handwerkerarbeiten ausgefÃ¼hrt werden mÃ¼ssen. Nach Auffassung des Steuerrekursgerichts und auch des kantonalen Steueramts handelt es sich dabei hauptsÃ¤chlich um Reparatur- und Ersatzarbeiten sowie Kontrollen. Dem ist beizupflichten, geht dies doch aus der vom BeschwerdefÃ¼hrer selbst erstellten Aufstellung vom 18. Juni 2020 hervor und sind solche Arbeiten bei Neubauten wÃ¤hrend der ersten Monate oder gar Jahre nach Fertigstellung die Regel. Zu Recht zog die Vorinstanz daher die Schlussfolgerung, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer ab September 2017 in I eine bewohnbare Wohnung zur VerfÃ¼gung stand. </p> <p class="Erwgung3"><b>5.4.2 </b>Seine bisherige Wohnung in E verkaufte der BeschwerdefÃ¼hrer am 1. MÃ¤rz 2018, nachdem sie mehrere Monate zum Verkauf ausgeschrieben war. Da die Wohnung mÃ¶bliert verkauft wurde, erÃ¼brigte sich ein Umzug im Sinne eines Transports sÃ¤mtlicher MÃ¶bel und EinrichtungsgegenstÃ¤nde von E nach I. Laut einer bei den Akten liegenden Quittung und laut Schreiben des BeschwerdefÃ¼hrers vom 17. Februar 2020 sollen am 10. Februar 2018 seine "persÃ¶nlichen GegenstÃ¤nde" abgeholt worden sein. Angesichts der WohnungsgrÃ¶ssen (5,5- bzw. 6,5-Zimmer-Wohnung) kann fÃ¼r Fr. 1'000.- in der Tat nur ein kleiner Teil der GegenstÃ¤nde transportiert worden sein.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.4.3 </b>Wann genau der BeschwerdefÃ¼hrer die Wohnung in I mÃ¶bliert hat, ist unklar, bis auf den Umstand, dass im Oktober 2017 ein Tisch, Lampen und ein TV-GerÃ¤t geliefert wurden. Aus den vorhandenen Bank- und Kreditkartenabrechnungen sind keine MÃ¶beleinkÃ¤ufe ersichtlich. Es trifft zwar zu, wie der BeschwerdefÃ¼hrer bemÃ¤ngelt, dass hierzu von ihm keine Belege eingefordert wurden. Er selbst hat von sich aus keine Belege eingereicht. Dies wÃ¤re aber angesichts der Vermutung, dass der BeschwerdefÃ¼hrer sÃ¤mtliche Tatsachen, die zu seinen Gunsten sprechen, von sich aus vorbringt (vgl. BGr, 27. April 2022, 2C_674/2021, E. 7.2), spÃ¤testens im Rechtsmittelverfahren zu erwarten gewesen, sollten die MÃ¶bel tatsÃ¤chlich erst im Jahr 2018 geliefert worden sein. Gegen diese Vermutung sprechen weder das PeriodizitÃ¤tsprinzip noch die Beweislastverteilung, die erst im Fall der Beweislosigkeit zum Tragen kommt (vgl. E. 4.5).</p> <p class="Erwgung3"><b>5.4.4 </b>Unbestritten ist sodann, dass der BeschwerdefÃ¼hrer ab Oktober 2017 einen Reinigungsdienst fÃ¼r seine Wohnung in I beauftragt hat. Er begrÃ¼ndet dies mit den Verunreinigungen durch die Handwerker. Dies wÃ¤re zwar grundsÃ¤tzlich denkbar, Ã¼berzeugt allerdings im vorliegenden Fall nicht: Die Zahlungen belaufen sich auf je Fr. â¦ fÃ¼r Oktober und November 2017 und auf Fr. â¦ fÃ¼r Dezember 2017. Im Dezember haben jedoch keine Handwerkerarbeiten mehr stattgefunden, sodass diese Zahlung nicht damit begrÃ¼ndet werden kann. Auch die Zahlungen fÃ¼r die anderen Monate scheinen angesichts des Betrags sowie der Dauer und der Art der Handwerkerarbeiten gemÃ¤ss der Aufstellung des BeschwerdefÃ¼hrers vom 18. Juni 2020 hÃ¶chstens im Mehrbetrag (im Vergleich zu Dezember) mÃ¶glicherweise durch die Handwerkerarbeiten verursacht.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.4.5 </b>Anhand der Kreditkarten- und BankkontoauszÃ¼ge stellte die Vorinstanz eine VerÃ¤nderung im Einkaufsverhalten des BeschwerdefÃ¼hrers fest. WÃ¤hrend bis Mitte Juli 2017 keine LebensmitteleinkÃ¤ufe in der Gegend von I getÃ¤tigt worden seien, habe der BeschwerdefÃ¼hrer nach Mitte Juli 2017 keine Lebensmittel mehr im Kanton F eingekauft. Aus der Aufstellung der Vorinstanz ergibt sich, dass der BeschwerdefÃ¼hrer immer seltener im Umkreis von J/Kt. F und immer Ã¶fters in der Gegend von I EinkÃ¤ufe tÃ¤tigte. Dass die Konsumationen â wie der BeschwerdefÃ¼hrer ins Feld fÃ¼hrt â betragsmÃ¤ssig praktisch gleich hoch gewesen sein sollen, spricht gar fÃ¼r I, wÃ¤re doch im Fall des Lebensmittelpunkts in E kaum nachvollziehbar, dass der BeschwerdefÃ¼hrer fast tÃ¤glich in I einen Zwischenstopp fÃ¼r kleinste EinkÃ¤ufe eingelegt hÃ¤tte. Auch wenn man die vom BeschwerdefÃ¼hrer zusÃ¤tzlich angefÃ¼hrten wenigen Restaurantbesuche berÃ¼cksichtigte, bleibt es dabei, dass er ab Mitte Juli 2017 im Umkreis von J/Kt. F keine LebensmitteleinkÃ¤ufe mehr getÃ¤tigt hat und bloss ungefÃ¤hr alle zehn Tage in jener Gegend einmal in einem Restaurant gegessen und an einer Tankstelle getankt hat.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.4.6 </b>Markant ist sodann die Abnahme des monatlichen Stromverbrauchs in der bisherigen Wohnung in E spÃ¤testens ab Oktober 2017. Wie die Vorinstanz zu Recht festhielt, vermÃ¶gen die Auslandsabwesenheiten des BeschwerdefÃ¼hrers diesen RÃ¼ckgang nicht erklÃ¤ren. Ebenso wenig ist nachvollziehbar, dass die geltend gemachten langen Arbeitstage zu einem RÃ¼ckgang in diesem Ausmass fÃ¼hren kÃ¶nnten, verbrauchen zahlreiche GerÃ¤te doch unabhÃ¤ngig von der Anwesenheit Strom. Wenn der BeschwerdefÃ¼hrer bemÃ¤ngelt, das Bild sei ohne die Stromkosten in I nicht vollstÃ¤ndig, so trifft dies nur halbwegs zu: Zum einen spricht die Abnahme der Stromkosten in E ohne schlÃ¼ssige ErklÃ¤rung fÃ¼r sich. Zum anderen hÃ¤tte es dem BeschwerdefÃ¼hrer freigestanden, die Stromkosten von I als Argument zu seinen Gunsten anzufÃ¼hren und zu belegen (vgl. E. 4.5).</p> <p class="Erwgung3"><b>5.4.7 </b>In Bezug auf die Heizkosten hielt die Vorinstanz fest, dass sie sich fÃ¼r die Wohnung in I fÃ¼r das Jahr 2017 auf etwa 1/7 der Heizkosten von 2018 belaufen, was auf eine Beheizung von knapp zwei Monaten hindeute. Der BeschwerdefÃ¼hrer wendet dagegen ein, dass die Heizkosten fÃ¼r 2017 nur 14 % der Heizkosten von 2018 ausmachten, was einer Heizperiode von sieben Wochen entspreche. Da 1/7 rund 14 % entsprechen, was aufs Jahr umgerechnet sieben Wochen oder knapp zwei Monaten entspricht, besteht zwischen den Berechnungen des BeschwerdefÃ¼hrers und den Angaben der Vorinstanz kein Unterschied. In diesem Zusammenhang ist bei der WÃ¼rdigung auch zu berÃ¼cksichtigen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer sich im Oktober wÃ¤hrend zwei Wochen im Ausland aufhielt.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.4.8 </b>Unter Berufung auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts ZÃ¼rich vom 10. Juni 2020 (SB.2020.00030) macht der BeschwerdefÃ¼hrer geltend, es seien die Aufenthaltstage eines ganzen Kalenderjahrs zu untersuchen und aus der Beibehaltung der Wohnung am alten Ort ohne Fremdvermietung ergebe sich eine natÃ¼rliche Vermutung, dass der bisherige Lebensmittelpunkt nicht aufgegeben worden sei.</p> <p class="Urteilstext">Wie das Bundesgericht festgehalten hat, sind die verschiedenen Kriterien in AbhÃ¤ngigkeit von der persÃ¶nlichen Situation der betroffenen Person zu gewichten und im Rahmen der gebotenen Gesamtbetrachtung gegeneinander abzuwÃ¤gen, um den steuerrechtlichen Wohnsitz per Jahresende (vgl. Art. 4b Abs. 1 StHG) zu bestimmen. Die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse zu einem frÃ¼heren oder spÃ¤teren Zeitpunkt sind zwar nicht unmittelbar relevant, kÃ¶nnen aber als Indizien berÃ¼cksichtigt werden (vgl. BGr, 27. Dezember 2021, 2C_247/2021, E. 3.3 m.w.H.). Im vorliegenden Fall bestand â im Unterschied zu SB.2020.00030 â eine parallele Wohngelegenheit nur fÃ¼r wenige Monate, frÃ¼hestens ab August 2017 bis 1. MÃ¤rz 2018. Eine Untersuchung der Aufenthaltstage Ã¼ber die ganze Steuerperiode 2017 erweist sich daher als obsolet, war es dem BeschwerdefÃ¼hrer doch gar nicht mÃ¶glich, vor August 2017 in I zu wohnen. </p> <p class="Urteilstext">Dasselbe gilt fÃ¼r die Vermutung der Beibehaltung des bisherigen Lebensmittelpunkts. Im erwÃ¤hnten Urteil des Verwaltungsgerichts (SB.2020.00030) war angesichts dauerhaft <br/> vorhandener paralleler Wohngelegenheiten primÃ¤r umstritten, <i>ob</i> Ã¼berhaupt eine Wohnsitzverlegung stattgefunden hat, wobei die Beibehaltung der bisherigen Wohnung ohne Fremdvermietung als Indiz gegen eine Wohnsitzverlegung gewÃ¼rdigt wurde. Im vorliegenden Fall geht es indessen darum, <i>wann</i> die Wohnsitzverlegung stattgefunden hat, wÃ¤hrend unumstritten ist, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seinen Wohnsitz nach I verlegt hat. In diesem Sinn begrÃ¼ndet die kurzfristige "Beibehaltung" der bisherigen Wohnung (bis 1. MÃ¤rz 2018) keine Vermutung dafÃ¼r, dass die Wohnung bis am 1. MÃ¤rz 2018 auch tatsÃ¤chlich von ihm bewohnt wurde und seinen Lebensmittelpunkt darstellte. Dies wÃ¤re umgekehrt eher unwahrscheinlich. Vielmehr ist es im Fall eines Umzugs durchaus Ã¼blich, vorÃ¼bergehend Ã¼ber zwei (parallele) Wohngelegenheiten zu verfÃ¼gen.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.5 </b>GestÃ¼tzt auf eine Gesamtbetrachtung der dargestellten Indizien ist der vorinstanzlichen WÃ¼rdigung beizupflichten: Angesichts des Einkaufsverhaltens des BeschwerdefÃ¼hrers, namentlich der fast tÃ¤glichen KleinsteinkÃ¤ufe in I gegenÃ¼ber der wenigen Restaurantbesuche im Kanton F, des unerklÃ¤rten abnehmenden Stromverbrauchs in E, der Heizungskosten, der wenigen Handwerkerarbeiten in I ab September 2017, der hohen Reinigungskosten fÃ¼r die Wohnung in I sowie der beruflichen Situation des BeschwerdefÃ¼hrers Ã¼berwiegen die Indizien dafÃ¼r, dass sich der Wohnsitz des BeschwerdefÃ¼hrers objektiv betrachtet am 31. Dezember 2017 in I befand.</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer macht noch geltend, die An-/Abmeldung, der Wechsel des Autokennzeichens oder die Mutation der Hausratsversicherung sei alles erst in der Periode 2018 geschehen. Wie der BeschwerdefÃ¼hrer zu Recht anfÃ¼hrt, kÃ¶nnen solche formalen Elemente ausnahmsweise hilfsweise herangezogen werden. Die formalen Elemente kÃ¶nnen nur der BestÃ¤tigung der BeweiswÃ¼rdigung dienen, entscheidende Bedeutung kommt ihnen jedoch nicht zu (vgl. statt vieler BGr, 8. MÃ¤rz 2022, 2C_323/2021, E. 2.2.3 m.w.H.). Vorliegend vermÃ¶gen sie die obige BeweiswÃ¼rdigung weder infrage zu stellen noch zu widerlegen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Die Eigenmietwertbesteuerung beginnt grundsÃ¤tzlich im Zeitpunkt der zivilrechtlichen HandÃ¤nderung (EigentumsÃ¼bertragung) bzw. im allfÃ¤llig spÃ¤teren Zeitpunkt der Ãbergabe des GebÃ¤udes (Bezugsbereitschaft; vgl. Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann/Tobias F. Rohner, Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, 4. A., ZÃ¼rich 2021, § 21 N. 65b).</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Wie oben ausgefÃ¼hrt (E. 5.4.1) und von der Vorinstanz zutreffend festgehalten wird, wurde die Wohnung in I laut eigener Auskunft des BeschwerdefÃ¼hrers vom 5. November 2019 "im August 2017 fertiggestellt". SpÃ¤ter fanden im Wesentlichen nur noch Reparaturen, kleinere Installationen und Kontrollen statt. Zu Recht setzten die Vorinstanzen die Eigenmietwertbesteuerung daher per Anfang September 2017 fest.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG) und es steht ihm keine EntschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG in Verbindung mit § 152 und § 153 Abs. 4 StG). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 7'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 140.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 7'140.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) das Steuerrekursgericht;<br/> c) das Sekretariat der GeschÃ¤ftsleitung des kantonalen Steueramts;<br/> d) das Steueramt der Gemeinde I;<br/> e) die EidgenÃ¶ssische Steuerverwaltung.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>