<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird damit beauftragt, einen Bericht darüber vorzulegen, was er zur Bekämpfung von Menschenhandel in der Schweiz in den letzten Jahren unternommen hat. Es soll darin nicht nur darum gehen, Bilanz zu ziehen, was die beiden nationalen Aktionspläne betrifft, sondern auch darum, die künftige Strategie des Bundesrates zu erläutern, wobei die jüngsten Entwicklungen, die in der Begründung dieses Postulats erwähnt werden, sowie die Elemente des zweiten Berichts der Expertengruppe des Europarats für die Bekämpfung des Menschenhandels (GRETA) über die Schweiz ebenfalls dargelegt werden sollen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Gesamtstrategie der Schweiz gegen Menschenhandel ist in den beiden Nationalen Aktionsplänen (NAP) gegen Menschenhandel von 2012 und 2017 beschrieben. Diese gewährleisten eine national koordinierte Bekämpfung des Menschenhandels unter Einbezug aller relevanten Akteure. Kernelemente der Strategie sind die Umsetzung der internationalen Übereinkommen gegen Menschenhandel in der Schweiz, die Übernahme von internationalen Standards und Best Practices und deren Anpassung an Schweizer Verhältnisse. Die Aktionen der NAP sind eine Antwort auf den jeweiligen aktuellen Handlungsbedarf.</p><p>Die Evaluation der Tätigkeiten gegen Menschenhandel findet auf verschiedene Weise statt:</p><p>Erstens hat das Bundesamt für Polizei (fedpol) die Universität Neuenburg beauftragt, einen Bericht über die Bemühungen der Kantone in der Bekämpfung von Menschenhandel zu erstellen. Der Bericht wird unter anderem darüber Auskunft geben, wie die Kantone Menschenhandelsopfer identifizieren und welche spezialisierte Strukturen für die Hilfe und den Schutz der Opfer vorhanden sind. Zweitens wird die Umsetzung des NAP 2017-2020 nach dessen Beendigung durch eine noch zu bestimmende Stelle evaluiert. Beide Berichte werden öffentlich zugänglich gemacht werden. Drittens wird die Schweiz laufend von verschiedenen internationalen Organisationen und den USA mit ihrem jährlichen Trafficking in Persons (TIP) Report des State Departments über die Fortschritte in der Bekämpfung des Menschenhandels evaluiert. Im TIP-Bericht vom letzten Jahr wird die Schweiz positiv beurteilt. Die entsprechenden Berichte sind öffentlich. Der vom Postulanten erwähnte zweite Bericht der Expertengruppe des Europarates zur Bekämpfung des Menschenhandels (GRETA) ist im Oktober 2019 verabschiedet worden. Die darin enthaltenen Empfehlungen werden zurzeit von fedpol analysiert und bei der Erarbeitung des nächsten NAP berücksichtigt werden.</p><p>Die erwähnten Berichte tragen dem Anliegen des Postulanten nach Transparenz und hinsichtlich der Evaluierung der ersten beiden NAP hinreichend Rechnung. Der dritte NAP wird wiederum in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen beim Bund, den Kantonen und den relevanten Akteuren der Zivilgesellschaft erarbeitet werden. Damit ist im Sinne des Postulanten auch gesichert, dass der künftige NAP breit abgestützt sein wird. Ein Postulatsbericht würde keine zusätzlichen Erkenntnisse liefern.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.