<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2016.00783</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=217126&amp;W10_KEY=4467073&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2016.00783</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.04.2017</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 09.03.2018 gutgeheissen und den Entscheid des Verwaltungsgerichts aufgehoben.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nachbarbeschwerde gegen Bewilligung der Vergrösserung einer Aussenwirtschaft: Zumutbarkeit der prognostizierten Lärmbelastung<br/>Die durch die neue Anlage allein erzeugten Lärmimmissionen müssen die Planungs- bzw. Belastungsgrenzwerte der massgebenden Empfindlichkeitsstufe einhalten (Art. 25 Abs. 1 USG und Art. 7 Abs. 1 lit. b LSV). Da solche Werte in den Anhängen zur Lärmschutzverordnung für Aussenwirtschaften nicht verankert wurden, müssen die Immissionsgrenzwerte so festgelegt werden, dass nach dem Stand der Wissenschaft oder der Erfahrung Immissionen unterhalb dieser Werte die Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich stören. Dazu ist eine Einzelfallbeurteilung notwendig, wobei hier der Charakter des Lärms, dessen Häufigkeit, der Zeitpunkt sowie die Lärmempfindlichkeit und -vorbelastung zu berücksichtigen sind. Dabei dürfen fachlich abgestützte, private Richtlinien herangezogen werden, doch handelt es sich bei den darin genannten Werten um Richt- und nicht um Grenzwerte, welche nicht strikte anzuwenden sind, sondern im Rahmen der Einzelfallbeurteilung als Entscheidungshilfe dienen (E. 3.2.1). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Behörde zur Einholung einer Lärmprognose verpflichtet, sobald eine Überschreitung der Planungswerte nicht ausgeschlossen werden kann. Die vorinstanzliche Würdigung des Gutachtens, welches am offenen Fenster der direkt über den Sitzplätzen liegenden Wohnung Lärmimmissionen von 65 dB(A) prognostizierte, ist nicht zu beanstanden (E. 3.3). Unabhängig von der Einhaltung der Planungswerte müssen Lärmimmissionen so weit begrenzt werden, als dies technisch und betrieblich möglich sowie wirtschaftlich tragbar ist. Bei der Festlegung der Öffnungszeiten von Aussenwirtschaften wird stets ein angemessener Kompromiss zwischen dem Ruhebedürfnis der Nachbarn und den wirtschaftlichen Interessen des Betreibers angestrebt (E. 3.4.2). Das streitbetroffene Grundstück befindet sich in einer Umgebung mit diversen Restaurationsbetrieben mitauch spätabends geöffneten Aussenwirtschaften. Dies geht von vornherein mit einer erhöhten Lärmvorbelastung einher, welche von den Anwohnenden bis zu einem gewissen Grad hinzunehmen ist. Die geplanten Aussensitzplätze ergänzen daher lediglich, was in der nahen Umgebung bereits gelebt wird. Hinzu kommt, dass Aussenwirtschaften in den Wintermonaten und am Wochenanfang weniger stark frequentiert werden (E. 3.4.3). Dem Ruhebedürfnis der Anwohner wird durch die Beschränkung der Öffnungszeiten auf 22.00 Uhr zureichend Rechnung getragen. Weitere Begrenzungen würden die Wirtschaftsfreiheit der privaten Beschwerdegegnerin übermässig stark einschränken. Indem die Baubehörde lärmige Aufräum- und Reinigungsarbeiten nach 20.00 Uhr sowie den Betrieb von Lautsprecher- und Verstärkeranlagen im Freien untersagt hat, wird die Lärmbelastung zusätzlich reduziert. Zudem können bei Vorliegen berechtigter Lärmklagen die Öffnungszeiten durch die Bausektion reduziert werden (E. 3.5). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSENWIRTSCHAFT">AUSSENWIRTSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETRIEBSZEITEN">BETRIEBSZEITEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: CERCLE BRUIT">CERCLE BRUIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRENZWERTE">GRENZWERTE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GUTACHTEN">GUTACHTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: IMMISSIONEN">IMMISSIONEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRMIMMISSIONEN">LÃRMIMMISSIONEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRMPROGNOSE">LÃRMPROGNOSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLANUNGSWERTE">PLANUNGSWERTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RICHTWERTE">RICHTWERTE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMGEBUNG">UMGEBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEITSPRINZIP">VERHÃLTNISMÃSSIGKEITSPRINZIP</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORSORGEPRINZIP">VORSORGEPRINZIP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIRTSCHAFTLICHE TRAGBARKEIT">WIRTSCHAFTLICHE TRAGBARKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 1 Abs. II LSV</span><br/><span class="gerade">Art. 2 Abs. I LSV</span><br/><span class="ungerade">Art. 7 Abs. I lit. a LSV</span><br/><span class="gerade">Art. 7 Abs. I lit. b LSV</span><br/><span class="ungerade">Art. 40 Abs. III LSV</span><br/><span class="gerade">Art. 11 Abs. II USG</span><br/><span class="ungerade">Art. 15 USG</span><br/><span class="gerade">Art. 25 Abs. I USG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>1. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=33646" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2016.00783</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 1. Kammer</span><b><span> </span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">11. April 2017</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Lukas Widmer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Peter Sprenger, Verwaltungsrichterin Sandra Wintsch, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Regina Meier. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. A, </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span>2. B, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>beide vertreten durch RA C</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. D AG, c/o E AG, <br/> <br/> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. Bausektion der Stadt ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerinnen,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Baubewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Beschluss vom 15. MÃ¤rz 2016 erteilte die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich der D AG die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r den Umbau des GebÃ¤udes Assek.-Nr. 01 und die VergrÃ¶sserung der Aussenwirtschaft auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 02 an der F-Strasse 03 in ZÃ¼rich.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diese Bewilligung rekurrierten A und B als EigentÃ¼mer von an die streitbetroffene Parzelle angrenzenden GrundstÃ¼cken an das Baurekursgericht. Dieses wies den Rekurs am 11. November 2016 ab, soweit es darauf eintrat.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Genannten fÃ¼hrten mit Eingabe vom 13. Dezember 2016 Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragten, in Aufhebung des angefochtenen Urteils sei die Baubewilligung aufzuheben bzw. zu verweigern; eventuell sei das Urteil aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz, allenfalls an die Erstinstanz zur weiteren Bearbeitung zurÃ¼ckzuweisen. Subeventuell sei der angefochtene Beschluss um die Auflagen zu ergÃ¤nzen, dass der Betrieb der Aussenwirtschaft und geÃ¶ffnete Fenster zeitlich bis 19.00 Uhr zu begrenzen und an Sonntagen zu verbieten sei; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerschaft. Zudem beantragten sie die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins.</p> <p class="Urteilstext">Am 9. Januar 2017 liess sich das Baurekursgericht mit dem Schluss auf Abweisung der Beschwerde vernehmen. Die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich beantragte am 30. Januar 2017 ebenfalls die Abweisung der Beschwerde. Mit Eingabe vom 20. Februar 2017 hielten die BeschwerdefÃ¼hrer an ihren AntrÃ¤gen fest. Die D AG liess sich nicht vernehmen.</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde nach § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig. Die Ã¼brigen Sachurteilsvoraussetzungen sind ebenfalls erfÃ¼llt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt die BeschwerdefÃ¼hrerschaft die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins. Der Entscheid darÃ¼ber, ob ein Augenschein angeordnet wird, steht im Ermessen der anordnenden BehÃ¶rde. Es besteht nur dann eine Pflicht zur DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins, wenn die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse auf andere Weise nicht abgeklÃ¤rt werden kÃ¶nnen (BGr, 8. November 2010, 1C_192/2010, E. 3.3; BGr, 10. August 2010, 1C_512/2009, E. 2.3; VGr, 23. Oktober 2014, VB.2014.00290, E. 2.1). Es ist grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig, dass sich eine Rechtsmittelinstanz, insbesondere das Verwaltungsgericht, auf das Ergebnis des vorinstanzlichen Augenscheins eines Fachgerichts â im vorliegenden Fall des Baurekursgerichts â abstÃ¼tzt bzw. auf die DurchfÃ¼hrung eines eigenen Augenscheins verzichtet. Voraussetzung dafÃ¼r ist, dass sich der massgebliche Sachverhalt aus dem vor­instanzlichen Augenschein bzw. aus den Ã¼brigen Verfahrensakten mit ausreichender Deutlichkeit ergibt (Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 3. A., ZÃ¼rich 2014, § 7 N. 81).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz am Abend des 25. August 2016 einen Augenschein auf dem Lokal durchgefÃ¼hrt. Das Protokoll dieses Augenscheins inklusive Fotografien liegt dem Verwaltungsgericht vor. Bei den Akten findet sich zudem neben den ProjektplÃ¤nen und dem Katasterplan auch das Betriebskonzept. Aus diesen AktenstÃ¼cken sowie aus der Gesamtheit der Ã¼brigen Akten ergibt sich der massgebliche Sachverhalt mit hinreichender Deutlichkeit. Die BeschwerdefÃ¼hrenden bringen vor, das Baurekursgericht habe "erfunden", dass der LÃ¤rm im Verlauf des Abends zugenommen habe, und sich eine "Partymeile zusammenphantasiert". Im angefochtenen Urteil und im Augenscheinprotokoll finden sich jedoch keine Hinweise darauf, dass das Baurekursgericht seiner Beurteilung das Vorliegen einer Partymeile zugrunde gelegt hÃ¤tte. Vielmehr hat es in seinem Protokoll festgehalten, dass es zu Beginn des Augenscheins grundsÃ¤tzlich ruhig war, die Umgebung im Verlauf des Abends aber zunehmend lÃ¤rmiger wurde. Es besteht kein Anlass, an der Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz zu zweifeln. Auf die DurchfÃ¼hrung des beantragten Augenscheins kann verzichtet werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Strittig ist, ob die im Rahmen der VergrÃ¶sserung der Aussenwirtschaft geplanten SitzplÃ¤tze fÃ¼r die Nachbarschaft zu einer Ã¼bermÃ¤ssigen LÃ¤rmbelastung fÃ¼hren wÃ¼rden. Die streitbetroffene Liegenschaft F-Strasse 03 befindet sich auf dem BaugrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 02. Dieses liegt in der Quartiererhaltungszone QI5b mit einem Mindestwohnanteil von 60 % und ist der LÃ¤rmempfindlichkeitsstufe III zugeteilt. Es grenzt im Nordosten an die F-Strasse an, welche rund 52 m nordwestlich der Bauparzelle in die H-Strasse mÃ¼ndet, und ist von Ã¼berbauten GrundstÃ¼cken umgeben. Die streitbetroffene Parzelle ist mit einem GebÃ¤ude Ã¼berstellt, in welchem sowohl Wohnungen als auch ein Restaurantbetrieb mit Aussenwirtschaft untergebracht sind. Die Aussenwirtschaft befindet sich im sÃ¼dÃ¶stlichen Aussenbereich und weist 20 SitzplÃ¤tze auf; diese Zahl soll auf 72 erhÃ¶ht werden. GemÃ¤ss Bewilligung der Bausektion ist der Betrieb der Gastwirtschaft im Freien von 22.00 bis 7.00 Uhr untersagt; TÃ¼ren und Fenster der Gastwirtschaft sind wÃ¤hrend diesen Zeiten geschlossen zu halten, wie auch beim Betrieb von lÃ¤rmerzeugenden GerÃ¤ten, Musikdarbietungen und Ã¤hnlichem. LÃ¤rmige AufrÃ¤umarbeiten sind zwischen 20.00 und 7.00 Uhr untersagt; zudem dÃ¼rfen im Freien keine Lautsprecher- und VerstÃ¤rkeranlagen betrieben werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b><br/> <b>3.2.1 </b>Wie die Vorinstanz zutreffend ausgefÃ¼hrt hat, handelt es sich bei der vorliegend zu beurteilenden Aussenwirtschaft um eine (ortsfeste) Anlage im Sinn von Art. 7 Abs. 7 des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 (USG) und Art. 2 Abs. 1 der LÃ¤rmschutzverordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV). Soweit mit dem Betrieb verbundene GerÃ¤usche nach aussen dringen bzw. im Aussenbereich wahrnehmbar sind, unterliegen sie dem LÃ¤rmschutzrecht des Bundes (vgl. Art. 1 Abs. 2 lit. a LSV). </p> <p class="Erwgung2">Danach haben die durch die neue Anlage allein erzeugten LÃ¤rmimmissionen die Planungs- bzw. Belastungsgrenzwerte der massgebenden Empfindlichkeitsstufe einzuhalten (Art. 25 Abs. 1 USG und Art. 7 Abs. 1 lit. b LSV; BGr, 27. Februar 2014, 1C_161/2013 E. 3.3 sowie VGr, 16. April 2015, VB.2014.00524, E. 2.2 f., je mit Hinweisen und je auch zum Folgenden). <span>FÃ¼r Restaurationsbetriebe hat der Bundesrat keine Belastungsgrenzwerte festgesetzt. Die durch sie verursachten Immissionen sind daher von der VollzugsbehÃ¶rde unmittelbar gestÃ¼tzt auf das Gesetz, in Anwendung von Art. 15 in Verbindung mit Art. 13 Abs. 2, Art. 19 und Art. 23 USG zu beurteilen (Art. 40 Abs. 3 LSV; BGr, 9. August 2007, 1A.180/2006, E. 5.4; BGE 126 II 300 E. 4c/aa S. 307). Dabei muss </span>die Obergrenze fÃ¼r den LÃ¤rm so festgelegt werden, dass nach dem Stand der Wissenschaft oder der Erfahrung Immissionen unterhalb dieser Werte die BevÃ¶lkerung in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich stÃ¶ren (vgl. Art. 15 USG und Art. 40 Abs. 3 LSV). Massgeblich fÃ¼r die Beurteilung des LÃ¤rms einer neuen Anlage sind die am jeweiligen Immissionsort geltenden Planungswerte (BGr, 4. MÃ¤rz 2002, 1A.73/2001, E. 2.3).</p> <p class="Erwgung2">Namentlich bei Publikumseinrichtungen wird eine Einzelfallbeurteilung notwendig, wobei hier der Charakter des LÃ¤rms, dessen HÃ¤ufigkeit, der Zeitpunkt sowie die LÃ¤rmempfindlichkeit und -vorbelastung zu berÃ¼cksichtigen sind (BGE 133 II 292 E. 3.3, auch zum Folgenden). Dabei ist nicht auf das subjektive LÃ¤rmempfinden einzelner Personen abzustellen, sondern auf eine objektivierte Betrachtung unter BerÃ¼cksichtigung von Personen mit erhÃ¶hter LÃ¤rmempfindlichkeit. FÃ¼r eine derartige objektivierte Betrachtung dÃ¼rfen fachlich abgestÃ¼tzte private Richtlinien herangezogen werden. Dazu gehÃ¶rt namentlich die Vollzugshilfe zur Ermittlung und Beurteilung der LÃ¤rmbelastung durch den Betrieb Ã¶ffentlicher Lokale der Vereinigung der kantonalen LÃ¤rmschutzfachleute (Cercle Bruit) vom 10. MÃ¤rz 1999 (www.cerclebruit.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2.2 </b>Die Vollzugshilfe verweist fÃ¼r die Beurteilung der StÃ¶rungen im Zusammenhang mit den durch Kunden im Inneren verursachten GerÃ¤uschen auf die Grenzwerte fÃ¼r <span>Musik­erzeugung. Danach legt sie die Grenzwerte </span>fÃ¼r Luftschall fÃ¼r die Zeit von 7.00 bis 19.00 Uhr auf 50 dB (A) und fÃ¼r die Zeit von 19.00 bis 22.00 Uhr auf 45 dB (A) fest (Ziff. 5.1 S2 in Verbindung mit S1 Tabelle 2). <span>Zur Beurteilung der Schallquelle S6 (Kundenverhalten und Bedienung auf der Terrasse) ist nach der Vollzugshilfe bei einem Augenschein vor Ort die tatsÃ¤chliche Wahrnehmung des LÃ¤rms zu beurteilen, indem Auftreten sowie HÃ¶rbarkeit geschÃ¤tzt werden (Ziff. 4 und 5.2 der Vollzugshilfe).</span></p> <p class="Erwgung2">Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die Richtlinie nicht nur auf LÃ¤rmimmissionen von Lokalen mit Musik zugeschnitten, sondern generell auf GaststÃ¤tten, einschliesslich deren Kundenverkehr, ParkplatzlÃ¤rm und den durch Verkehr erzeugten LÃ¤rm. Daher kÃ¶nnen die bei der Beurteilung der internen Schallquellen S1 und S2 massgeblichen Grenzwerte auch bei der <span>vorliegend relevanten externen Schallquelle S6 </span>als Entscheidhilfe bei der Beurteilung der zu erwartenden LÃ¤rmsituation dienen (BGE 137 II 30 E. 3.6; BEZ 2014 Nr. 42 E. 6.2).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b><br/> <b>3.3.1 </b>Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die BehÃ¶rde zur Einholung einer LÃ¤rmprognose nach den Art. 36 ff. und den AnhÃ¤ngen 2â7 LSV verpflichtet, sobald eine Ãberschreitung der Planungswerte nicht ausgeschlossen werden kann (vgl. BGE 137 II 30 E. 3.4). In Nachachtung dieser Rechtsprechung hat die Vorinstanz ein LÃ¤rmgutachten eingeholt; dieses liegt bei den Akten. Das Gutachten orientiert sich in erster Linie an der obengenannten Vollzugshilfe des Cercle Bruit. FÃ¼r die zu beurteilende LÃ¤rmsituation wurde von einer Unterhaltung in normaler LautstÃ¤rke sowie hÃ¤ufigen ServiergerÃ¤uschen mit LÃ¤rmimmissionen von 63 dB (A) pro Person gemÃ¤ss Tabelle 2 der Ã-Norm S5012 fÃ¼r GastgÃ¤rten ohne Musikdarbietung (Praxisleitfaden Gastgewerbe des Umweltbundesamts Ãsterreich) ausgegangen. Dies fÃ¼hrt bei einer Belegung von 75 % zu einer Schallleistung von 80,3 dB (A). Sodann wurde eine Pegelkorrektur von +6 dB (A) fÃ¼r Stimmgehalt vorgenommen. Als Distanz von der Quelle zum Empfangspunkt wurden 4,5 m angenommen. Das Gutachten gelangte zum Ergebnis, dass das zu beurteilende Kundenverhalten sowie die Bedienung in der Aussenwirtschaft am offenen Fenster der darÃ¼berliegenden Wohnung im 1. OG zu einer LÃ¤rmbelastung von 65 dB (A) fÃ¼hren wÃ¼rde. Im Gutachten wurde vom Vorliegen eines Wohnviertels ausgegangen, weshalb um 5 dB (A) tiefere Richtwerte als in der Tabelle 2 der Vollzugshilfe festgehalten angenommen wurden. Damit werde der massgebende Richtwert von 45 dB (A) zwischen 7.00 und 19.00 Uhr um 20 dB (A), derjenige von 40 dB (A) zwischen 19.00 und 22.00 Uhr um 25 dB (A) und derjenige von 35 dB (A) zwischen 22.00 und 7.00 Uhr um 30 dB (A) Ã¼berschritten.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden wenden zunÃ¤chst ein, das Gutachten habe den Reflexionen, welche von den gegenÃ¼berstehenden Fassaden ausgingen, nicht Rechnung getragen. Dieser Hinweis erweist sich als zutreffend. Dies hat auch das Baurekursgericht anerkannt bzw. seinen Ãberlegungen zugrunde gelegt, weshalb das an sich zutreffende Vorbringen die vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen nicht infrage zu stellen vermag. Weiter bemÃ¤ngeln die BeschwerdefÃ¼hrenden, das Gutachten sei von einem zu tiefen Grundkoeffizienten ausgegangen, und bringen zudem vor, bei der Beurteilung sei fÃ¤lschlicherweise nicht der "StÃ¶rwert am Empfangsort" gemÃ¤ss Art. 39 LSV zugrunde gelegt worden. Es finden sich jedoch in den Akten keine Hinweise auf diesbezÃ¼gliche Fehler der Vorinstanzen.</p> <p class="Urteilstext">Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die WÃ¼rdigung des Gutachtens durch das Baurekursgericht nicht zu beanstanden ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b><br/> <b>3.4.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden sind der Ansicht, dass die prognostizierten LÃ¤rmimmissionen der BewilligungsfÃ¤higkeit der Gartenwirtschaft entgegenstehen wÃ¼rden. Sie bringen vor, die Vorinstanz habe den streitbetroffenen Einzelfall nicht berÃ¼cksichtigt und die LÃ¤rmgrenzwerte nicht richtig angewandt. Der prognostizierte Wert von 65 dB (A) liege deutlich hÃ¶her als in den "Ã¼blichen AussenwirtschaftsgerichtsfÃ¤llen".</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4.2 </b>UnabhÃ¤ngig von der Einhaltung der Planungswerte mÃ¼ssen LÃ¤rmimmissionen so weit begrenzt werden, als dies technisch und betrieblich mÃ¶glich sowie wirtschaftlich tragbar ist (Vorsorgeprinzip, Art. 11 Abs. 2 USG und Art. 7 Abs. 1 lit. a LSV). Wird einem Gewerbetreibenden untersagt, sein Lokal bzw. dessen Aussenbereich zu bestimmten Zeiten zu Ã¶ffnen, berÃ¼hrt ihn dies in seiner Wirtschaftsfreiheit. Das Verbot muss deshalb die Voraussetzungen von Art. 36 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) einhalten. Die bundesrechtlichen LÃ¤rmschutzvorschriften stellen eine genÃ¼gende gesetzliche Grundlage fÃ¼r einen Eingriff dar. Die Vermeidung von LÃ¤rm und der damit einhergehende Schutz der WohnbevÃ¶lkerung ist sodann ein zulÃ¤ssiges Ã¶ffentliches Interesse (VGr, 16. April 2015, VB.2014.00524, E. 4.1).</p> <p class="Erwgung2">Bei der AbwÃ¤gung der hier zu beurteilenden Interessen ist zu berÃ¼cksichtigen, dass der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsgrundsatz durch das Vorsorgeprinzip sowie das Erfordernis der wirtschaftlichen Tragbarkeit nicht verdrÃ¤ngt wird. Insbesondere kann das Vorsorgeprinzip Emissionen letztlich nur begrenzen, nicht aber gÃ¤nzlich verhindern (BGE 126 II 399 E. 4c). Selbst wenn eine BeschrÃ¤nkung technisch mÃ¶glich und wirtschaftlich tragbar ist, darf sie nicht in einem krassen MissverhÃ¤ltnis zum Nutzen fÃ¼r die Umwelt bzw. die Anwohner stehen (vgl. BGE 125 II 129 E. 9d; VGr, 14. September 2011, VB.2011.00055, E. 7.3 mit Hinweisen).</p> <p class="Urteilstext">Bei der Festlegung von Ãffnungszeiten von Restaurants wird nach dem Gesagten stets ein angemessener Ausgleich zwischen dem RuhebedÃ¼rfnis der Nachbarn und den wirtschaftlichen Interessen des Betreibers angestrebt (VGr, 16. April 2015, VB.2014.00524, E. 4.2, auch zum Folgenden). WÃ¤hrend das objektivierte Kriterium der wirtschaftlichen Tragbarkeit auf einen standardisierten, typisierten Modellbetrieb Bezug nimmt, sind im Rahmen der PrÃ¼fung der Zumutbarkeit gemÃ¤ss Art. 36 Abs. 3 BV sÃ¤mtliche individuellen Gesichtspunkte des konkret zu beurteilenden Falls zu gewichten.</p> <p class="Urteilstext"><b>3.4.3 </b>Das Baurekursgericht setzte sich in seinem Entscheid unter Bezugnahme auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung und die stÃ¤dtische Bewilligungspraxis ausfÃ¼hrlich mit der Problematik auseinander, wie die in der Vollzugshilfe genannten Werte zu berÃ¼cksichtigen sind. In Anwendung von § 28 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit § 70 VRG kann auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen in diesem Entscheid verwiesen werden. Namentlich ist der Vor­instanz darin zuzustimmen, dass es sich bei den in der Vollzugshilfe genannten Angaben um Richt- und nicht um Grenzwerte handelt, welche nicht strikte anzuwenden sind, sondern im Rahmen der Einzelfallbeurteilung als Entscheidungshilfe fÃ¼r eine objektivierte Betrachtung dienen.</p> <p class="Urteilstext">Die prognostizierten Ãberschreitungen der Richtwerte fliessen nach dem Gesagten lediglich als eines von mehreren Elementen in die Gesamtbeurteilung ein. Die Vollzugshilfe selbst geht in Ziff. 5.2 davon aus, dass neben der HÃ¶rbarkeit auch die Betriebszeiten sowie die Empfindlichkeitsstufe der angrenzenden Parzellen, die Art des Lokals und die vorgesehenen Schutzmassnahmen zu berÃ¼cksichtigen sind. Massgebend ist letztlich der tatsÃ¤chlich wahrgenommene LÃ¤rm (VGr, 17. Dezember 2015, VB.2015.00127, E. 3.4 und 3.5). Je nachdem, wie die LÃ¤rmprognose ausfÃ¤llt, welche (weiteren) UmstÃ¤nde vorliegen und wie diese zu gewichten sind, fallen die RichtwertÃ¼berschreitungen im Ergebnis mehr oder weniger ins Gewicht. Die prognostizierten RichtwertÃ¼berschreitungen kÃ¶nnen daher fÃ¼r sich allein nicht zur Verweigerung der Baubewilligung fÃ¼hren (VGr, 7. April 2016, VB.2015.00394, E. 3.2). Daran vermag auch das an sich zutreffende Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrenden nichts zu Ã¤ndern, dass die fraglichen Werte deutlich Ã¼berschritten werden.</p> <p class="Urteilstext">Das Baurekursgericht hat sich eingehend mit den UmstÃ¤nden des vorliegenden Falls beschÃ¤ftigt. Im angefochtenen Urteil wird erwogen, dass sich das streitbetroffene GrundstÃ¼ck in einem der belebtesten Quartiere der Stadt befindet und dass sich in der NÃ¤he mehrere Wohnungen sowie Kleingewerbebetriebe und Gastwirtschaftslokale befinden. Zudem hat das Baurekursgericht die in Ã¤hnlichen FÃ¤llen bewilligten Betriebszeiten vergleichsweise herangezogen und die vorliegend streitbetroffene Bewilligung insgesamt sorgfÃ¤ltig geprÃ¼ft. Weiter weist die Vorinstanz auf VGr, 7. April 2016, VB.2015.00394 hin. Die in diesem Entscheid zu beurteilenden LÃ¤rmwerte sind mit den vorliegenden vergleichbar; mithin ist Rechtsprechung zu gleichgelagerten "AussenwirtschaftsgerichtsfÃ¤llen" in die Urteilsfindung eingeflossen. Entgegen den beschwerdefÃ¼hrerischen Vorbringen ist das Baurekursgericht zudem gemÃ¤ss stÃ¤ndiger Rechtsprechung nicht verpflichtet, zunÃ¤chst einen verbindlichen Grenzwert festzusetzen, der nicht Ã¼berschritten werden darf, und diesen anschliessend mit dem gemessenen Schallpegel zu vergleichen.</p> <p class="Urteilstext">Die streitbetroffene Aussenwirtschaft befindet sich in einer Umgebung mit diversen Restaurationsbetrieben mit auch spÃ¤tabends geÃ¶ffneten Aussenwirtschaften (Restaurant I, Restaurant J, diverse weitere LokalitÃ¤ten an der nahe gelegenen H-Strasse). Die Umgebung ist durch die Mischung von Wohnraum und Gewerbe geprÃ¤gt. Dies geht von vornherein mit einer erhÃ¶hten LÃ¤rmvorbelastung einher, welche von den Anwohnenden bis zu einem gewissen Grad hinzunehmen ist. Die geplanten AussensitzplÃ¤tze ergÃ¤nzen lediglich, was in der nahen Umgebung bereits gelebt wird. Dadurch wird, anders als von den BeschwerdefÃ¼hrenden vorgebracht, keine gesetzlich nicht vorgesehene "Spezial-Partyzone" geschaffen. Zudem ist davon auszugehen, dass die Aussenwirtschaft in den Wintermonaten und am Wochenanfang deutlich weniger stark besucht wird als im LÃ¤rmgutachten angenommen, wo den Berechnungen eine Belegung von 75 % der SitzplÃ¤tze zugrunde gelegt wird. Mithin kann davon ausgegangen werden, dass die LÃ¤rmbelastung den im Gutachten ermittelten Wert sehr hÃ¤ufig deutlich unterschreitet.</p> <p class="Urteilstext">Es ist festzuhalten, dass dem beschwerdefÃ¼hrerischen Argument, dem Einzelfall sei nicht genÃ¼gend Rechnung getragen worden, nicht gefolgt werden kann. Die Beurteilung durch das Baurekursgericht ist nicht zu beanstanden und rechtskonform.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Dem RuhebedÃ¼rfnis der Anwohner wird durch die BeschrÃ¤nkung der Ãffnungszeiten der Aussenwirtschaft auf 22.00 Uhr zureichend Rechnung getragen. Eine weitere Begrenzung der Betriebszeiten der Aussenwirtschaft und der Zeiten fÃ¼r geÃ¶ffnete Fenster auf 19.00 Uhr sowie ein Verbot des Betriebs der Aussenwirtschaft und geÃ¶ffneter Fenster an Sonntagen, wie dies eventualiter beantragt wurde, wÃ¼rde die Wirtschaftsfreiheit der privaten Beschwerdegegnerin Ã¼bermÃ¤ssig stark einschrÃ¤nken.<i> </i>Insgesamt wird das RuhebedÃ¼rfnis der Nachbarn und Nachbarinnen durch die geplanten 72 AussensitzplÃ¤tze jedenfalls nicht in einem Masse beeintrÃ¤chtigt, welches die erteilte Baubewilligung als widerrechtlich erscheinen liesse. Die bewilligten Ãffnungszeiten tragen dem Vorsorgeprinzip ausreichend Rechnung. Indem die BaubehÃ¶rde lÃ¤rmige AufrÃ¤um- und Reinigungsarbeiten nach 20.00 Uhr sowie den Betrieb von Lautsprecher- und VerstÃ¤rkeranlagen im Freien untersagt hat, wird die LÃ¤rmbelastung zusÃ¤tzlich reduziert und dem abends erhÃ¶hten RuhebedÃ¼rfnis der Anwohner ausreichend Rechnung getragen. Die Vorinstanz hat sodann zu Recht darauf hingewiesen, dass bei Vorliegen berechtigter LÃ¤rmklagen die Ãffnungszeiten durch die Bausektion reduziert werden kÃ¶nnen (vgl. auch VGr, 7. April 2016, VB.2015.00394, E. 3.7). Dabei ist auch darauf hinzuweisen, dass sich die im vorliegenden Fall ermittelten Dezibelwerte hart an der Obergrenze des noch ZulÃ¤ssigen bewegen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>Insgesamt ist die Beschwerde vollumfÃ¤nglich abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die BeschwerdefÃ¼hrenden kostenpflichtig (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG) und steht ihnen eine ParteientschÃ¤digung von vornherein nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Vonseiten der Beschwerdegegnerschaft wurden keine ParteientschÃ¤digungen beantragt.</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 110.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 3'110.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼r den Gesamtbetrag.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>