<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00199</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107301&amp;W10_KEY=13013572&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00199</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 30.07.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 05.02.2004 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Familiennachzug</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Der erleichtert eingebürgerte Beschwerdeführer 1 möchte seine ausländische Tochter (Beschwerdeführerin 4, geboren 1984), deren Nachzugsgesuch bereits rechtskräftig vom Bundesgericht abgewiesen worden ist, sowie seine beiden ausländischen Söhne (Beschwerdeführer 2 und 3, beide geboren 1987), unter Berufung auf das Freizügigkeitsabkommen, das Diskriminierungsverbot gemäss Art. 8 Abs. 2 BV und Art. 14 EMRK sowie die analoge Anwendung von Art. 17 Abs. 2 ANAG in die Schweiz nachziehen. Eintreten auf die Beschwerde der Beschwerdeführer 2 und 3 (E. 1). Aufgrund der Einbürgerung des Beschwerdeführers 1 und des Inkrafttretens des Freizügigkeitsabkommens hat sich für die Beschwerdeführerin 4 weder direkt aus dem Freizügigkeitsabkommen (E. 2b/aa) noch indirekt aus dem Diskriminierungsverbot gemäss Art. 8 Abs. 2 BV (E. 2b/bb) und Art. 14 EMRK (E. 2b/cc) ein Nachzugsanspruch ergeben, weshalb auf ihre Beschwerde nicht einzutreten ist (E. 2c). Zusammenfassung der Praxis zum Nachzug minderjähriger Kinder durch einen einzelnen Elternteil (E. 3a). Im konkreten Fall fehlt es an der vorrangigen Beziehung der Beschwerdeführer 2 und 3 zum Beschwerdeführer 1, ist eine Verlagerung der Beziehungintensität zum Beschwerdeführer 1 nicht dargetan, fehlt es an ausreichenden Angaben zur angeblichen Abwendung der Mutter der Beschwerdeführer 2 und 3 von diesen und sprechen die eingeschränkten Integrationschancen der Beschwerdeführer 2 und 3 gegen deren Nachzug in die Schweiz (E. 3b+c). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DISKRIMINIERUNGSVERBOT">DISKRIMINIERUNGSVERBOT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: FAMILIENNACHZUG">FAMILIENNACHZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREIZÃGIGKEITSABKOMMEN (FZA)">FREIZÃGIGKEITSABKOMMEN (FZA)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLEICHBEHANDLUNG">GLEICHBEHANDLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTEGRATION">INTEGRATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTEGRATIONSCHANCEN">INTEGRATIONSCHANCEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHZUGSANSPRUCH">NACHZUGSANSPRUCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOTWENDIGKEIT">NOTWENDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORRANGIGKEIT">VORRANGIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERWÃGUNG">WIEDERERWÃGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 17 lit. II ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 lit. II BV</span><br/><span class="gerade">Art. 14 EMRK</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 lit. I Anhang I FZA</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A. A, StaatsangehÃ¶riger von X, reiste 1988 illegal in die Schweiz ein und ersuchte um Asyl. Mit VerfÃ¼gung vom 28. August 1992 wies das Bundesamt fÃ¼r FlÃ¼chtlinge (BFF) das Asylgesuch ab. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde von der Schweizerischen Asylrekurs­kommission (ARK) am 27. Januar 1993 ebenfalls abgewiesen. Nachdem ihm das BFF am 3. Februar 1993 eine Frist bis 15. Mai 1993 zum Verlassen der Schweiz angesetzt hatte, galt er ab letzterem Da­tum als verschwunden. Am 21. Januar 1997 soll A wiederum illegal in die Schweiz eingereist sein; er ersuchte erneut um Asyl. Mit VerfÃ¼gung vom 28. Februar 1997 wies das BFF dieses Asylgesuch ab und mit Urteil vom 13. Mai 1997 trat die ARK auf die dagegen erhobene Beschwerde nicht ein. Mit Schreiben vom 20. Mai 1997 setzte ihm das BFF eine Frist bis zum 15. Juni 1997 zum Verlassen der Schweiz. Am 26. Mai 1997 schloss er in ZÃ¼rich die Ehe mit der Schweizer BÃ¼rgerin F. Aufgrund der Heirat wurde ihm eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei der Ehefrau im Kanton ZÃ¼rich erteilt. Am 11. Februar 2002 wurde A als Ehegatte einer Schwei­zerin erleichtert eingebÃ¼rgert.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. In erster Ehe war A verheiratet mit G. Aus dieser Verbin­dung gingen C, geboren 1984, und die beiden SÃ¶hne B und D, beide geboren 1987, hervor. Die Ehe wurde mit Urteil des 8. Bezirksge­richts Y 1995 geschieden und das Sorgerecht fÃ¼r die drei Kinder ohne weitere BegrÃ¼ndung A zugesprochen. Die drei Kinder lebten seit ihrer Geburt bei ihrer Mutter in X und verblieben auch nach der Scheidung vorerst bei dieser.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Gesuch vom 30. Juni 2000 stellte A das Begehren um Nachzug seiner Tochter C. Da C in X vollstÃ¤ndig integriert sei, ihre vorrangige Beziehung â trotz aller Schwierigkeiten â zu ihrer Mutter G bestehe und zudem die Indizien auf eine zweckwidrige Geltendmachung des Familiennachzugs hin­deuteten, wies die Direk­tion fÃ¼r Soziales und Sicherheit (Fremdenpolizei) das Gesuch mit VerfÃ¼gung vom 3. Oktober 2000 ab. Dieser Entscheid wurde vom Verwaltungsgericht am 24. Oktober 2001 (VB.2001.00201) und vom Bundesgericht am 8. Mai 2002 (2A.550/2001, www.bger.ch) geschÃ¼tzt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Eingabe an die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit (Migrationsamt) vom 21. Au­gust 2002 berief sich A auf das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen zwischen der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Schweizerischen Eidgenossenschaft anderseits Ã¼ber die FreizÃ¼gigkeit vom 21. Juni 1999 (FreizÃ¼gigkeitsabkommen, FZA) und leitete aus diesem Abkommen und dem Diskriminierungsverbot gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) einen Anspruch auf Nachzug seiner Tochter C ab, weshalb der abweisende Entscheid der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit (Migrationsamt) wieder zu erwÃ¤gen sei. Diese trat mit VerfÃ¼gung vom 27. Januar 2003 auf das WiedererwÃ¤gungsgesuch nicht ein, da keine wesentlichen neuen Tatsachen geltend gemacht worden seien und sich ein Familiennachzug zu einem im Inland lebenden Schweizer weder direkt noch indirekt auf das FreizÃ¼gigkeitsabkommen abstÃ¼tzen lasse.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>C. Am 17. Mai 2001 beantragte A den Familiennachzug fÃ¼r seine beiden SÃ¶hne B und D. Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit (Migrationsamt) wies dieses Gesuch am 10. September 2001 ab. Sie erwog im Wesentlichen, A halte sich schon wÃ¤hrend lÃ¤ngerer Zeit in der Schweiz auf und habe keine enge Beziehung zu seinen in X wohnhaften Kindern. Zudem dÃ¼rften die Bestimmungen Ã¼ber den Familiennachzug nicht fÃ¼r den Nachzug von Jugendlichen wegen besserer Ausbildungs- und ErwerbsmÃ¶glichkeiten in der Schweiz missbraucht werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen die VerfÃ¼gung vom 10. September 2001 erhoben A, B und D am 10. Oktober 2001 Rekurs an den Regierungsrat und beantragten, unter Kos­ten- und EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit, die ange­fochtene VerfÃ¼gung aufzuheben und B und D die Bewilligung der Einreise zum Verbleib bei ihrem Vater A zu erteilen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gegen die NichteintretensverfÃ¼gung vom 27. Januar 2003 erhoben A und C am 27. Februar 2003 Rekurs an den Regierungsrat. Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit (Migrationsamt) sei unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen anzuweisen, das WiedererwÃ¤gungsgesuch vom 21. August 2002 an die Hand zu nehmen; eventuell sei C die Niederlassungsbewilligung zu erteilen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Regierungsrat vereinigte die beiden Rekurse und wies sie am 23. April 2003 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Am 30. Mai 2003 liessen A, B, D und C durch ihren ge­meinsamen Rechtsvertreter Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben und folgende An­trÃ¤ge stellen:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. Der Entscheid des Regierungsrates des Kantons ZÃ¼rich vom 23. April 2003 sei aufzuheben.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. Es sei das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich anzuweisen, das Gesuch um wiedererwÃ¤gungsweise Erteilung einer Niederlassungsbewilligung fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin 4 vom 21. August 2002 an die Hand zu nehmen, ev. sei das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich anzuweisen, ihr eine Niederlassungsbewilligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich zu erteilen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. Das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich sei anzuweisen, den Beschwer­defÃ¼hrern 2 und 3 die Einreise und den Aufenthalt zum Verbleib bei ihrem Vater im Kanton ZÃ¼rich zu bewilligen und ihnen einen Niederlassungsbewilligung zu erteilen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Beschwer­de­gegnerin."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Staatskanzlei schloss in der am 18. Juni 2003 im Auftrag des Regierungsrats er­statteten Vernehmlassung auf Abweisung der Beschwerde. Die Direktion fÃ¼r Sozi­­ales und Sicherheit (Migrationsamt) erstattete keine Beschwerdeantwort.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist auf dem Gebiet der Fremden­po­li­zei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht (§ 43 Abs. 1 lit. h und Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Dies ist der Fall bei Entscheiden betreffend Auf­enthalts- und Niederlassungsbewil­ligungen, auf deren Erteilung die auslÃ¤ndische Person ei­nen Anspruch hat (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspfle­ge­gesetzes vom 16. Dezember 1943).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrer 2 und 3 waren zum hier massgeblichen Zeitpunkt der Gesuchseinreichung noch deutlich jÃ¼nger als 18 Jahre, weshalb ihnen grundsÃ¤tzlich ein Nachzugsrecht analog zu Art. 17 Abs. 2 Satz des Gesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder (ANAG) zusteht (vgl. BGE 118 Ib 153 E. 1b), dessen Be­grÃ¼ndetheit im Rahmen der materiellen ÃberprÃ¼fung zu untersuchen ist (hinten 3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die fristgerecht ein­gereichte Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrer 1, 2 und 3 einzutreten.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) BezÃ¼glich des Nachzugsgesuchs der BeschwerdefÃ¼hrerin 4, die zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung das achtzehnte Altersjahr bereits vollendet hatte, gingen Be­schwer­degegnerin und Vorinstanz von einem fehlenden Nachzugsanspruch aus: Weder die EinbÃ¼rgerung des BeschwerdefÃ¼hrers 1 noch das Inkrafttreten des FreizÃ¼gigkeitsabkommens legten es nahe, auf die vom Bundesgericht bestÃ¤tigte Abweisung des Nachzugsgesuchs zurÃ¼ck zu kommen. Fehlt es an einem (neu entstandenen) Anspruch, so mangelt es auch an einer Eintretensvoraussetzung fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren (vorn 1 Abs. 1).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) Die BeschwerdefÃ¼hrenden kÃ¶nnen sich nicht direkt auf das FreizÃ¼gigkeitsabkom­­men berufen, da sich dieses nach Systematik und Wortlaut einzig auf das Nach­zugs­recht von AngehÃ¶rigen eines Vertragsstaates bezieht, die Ã¼ber ein Aufenthaltsrecht im Ziel­staat verfÃ¼gen, mithin â aus schweizerischer Sicht â nur auf das Nachzugsrecht von Staats­angehÃ¶rigen eines EG- oder EFTA-Staates mit Aufenthaltsrecht in der Schweiz (Anhang I Art. 3 Abs. 1 FZA, vgl. etwa BGE 129 II 249 E. 4.2 sowie BGr, 18. Januar 2003, 2A.226/2002, E. 4.2, www.bger.ch/rechtsprechung).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Die BeschwerdefÃ¼hrenden berufen sich zudem auf das Diskriminierungsverbot ge­mÃ¤ss Art. 8 Abs. 2 BV, da Schweizerinnen und Schweizer gegenÃ¼ber StaatsangehÃ¶rigen von EG-Staaten diskriminiert wÃ¼rden, wenn sie bezÃ¼glich des Familiennachzugs schlechter gestellt wÃ¤ren. Die Vorinstanz hat diesbezÃ¼glich zu Recht auf die beiden Entscheide des Bun­desgerichts vom 18. Januar 2003 verwiesen, in welchen in Ã¤hnlich gelagerten FÃ¤llen die Herleitung eines Ã¼ber die analoge Anwendung von Art. 17 Abs. 2 ANAG hinausgehenden Anspruchs aus dem FreizÃ¼gigkeitsabkommen verneint wurde. Es bestehe zwar eine teil­weise Ungleich- bzw. Schlechterbehandlung der nachzugswilligen Schweizer, doch sei diese de lege lata hinzunehmen (BGE 129 II 249 E. 4.3 f., E. 5.4 f.; 18. Januar 2003, 2A.226/2002, E. 4.3 f., E. 5.3, www.bger.ch; siehe auch VGr, 29. Januar 2003, VB.2002.000294, E. 6, www.vgrzh.ch/rechtsprechung, Regest in ZBl 104/2004, S. 277).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Weiter stÃ¼tzten die BeschwerdefÃ¼hrenden ihren Anspruch auf Art. 14 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK), der den diskriminierungsfreien Genuss der in der EMRK anerkannten Rechte und Freiheiten gewÃ¤hrleiste. Das Diskriminierungsverbot von Art. 14 EMRK erstrecke sich auf den Geltungsbereich aller Bestimmungen, selbst wenn im Einzelfall kein Recht und keine Freiheit verletzt sei. Durch den vom Bundesgericht anerkannten Vorrang des VÃ¶lkerrechts vor dem nationalen Recht kÃ¶nnten die BeschwerdefÃ¼hrer auf jeden Fall aus Art. 14 in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 EMRK ein Nachzugsrecht einfordern, das demjenigen der EG- und EFTA-AuslÃ¤nder entspreche.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es trifft zu, dass Art. 14 EMRK zwar nur akzessorisch zu den in der EMRK gewÃ¤hr­leisteten Rechten und Freiheiten greift, in diesen FÃ¤llen aber selbst dann zur Anwendung kommt, wenn keine dieser Garantien verletzt ist (vgl. Jens Meyer-Ladewig, EMRK, Handkommentar, Baden-Baden 2003, Art. 14 N. 5 ff.; Mark E. Villiger, Handbuch der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention [EMRK], 2. A., ZÃ¼rich 1999, N. 658 ff.). Die Staaten sind jedoch grundsÃ¤tzlich frei, die Einreise, den Aufenthalt und die Ausweisung von AuslÃ¤ndern zu regeln. Sie kÃ¶nnen nach der Rechtsprechung der Strassburger Organe auch AuslÃ¤nder bestimmter LÃ¤nder bei der Einreise bevorzugen, solange das aus sachlichen GrÃ¼nden geschieht und nicht, um eine rein rassistische Politik zu verfolgen (siehe etwa Meyer-Ladewig, Art. 14 N. 18, mit Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ziel und Zweck des FreizÃ¼gigkeitsabkommens liegt in der Erleichterung der PersonenmobilitÃ¤t innerhalb der EG- und EFTA-Staaten, also im freien grenzÃ¼berschreitenden "Zug". Im Gegensatz dazu steht die ResidenzbevÃ¶lkerung, welche, sowohl in der Schweiz wie auch in den EG-Vertrags­staa­ten, nicht unter das FreizÃ¼gigkeitsabkommen fÃ¤llt, sondern unter das massgebliche Landesrecht des Residenz­staats. Der mit dem Abkommen ver­folgte Zweck, in einem gewachsenen Rechts- und Wirtschaftsraum den GrenzÃ¼bertritt und Aufenthalt zu erleichtern, kann mit einer gewissen Vereinfachung und Schema­tisie­rung der Regeln fÃ¼r die WanderbevÃ¶lkerung verbunden sein. AllfÃ¤llige unterschiedliche Regelungen gegenÃ¼ber der "sesshaften" BevÃ¶lkerung kÃ¶nnen sich damit auf einen sach­lichen Grund ab­stÃ¼tzen. Weiter lÃ¤sst sich die "Schlechterstellung" der SchweizerbÃ¼rger gegenÃ¼ber EU- und EFTA-AuslÃ¤ndern, die ein Kind mit auslÃ¤ndischer StaatsangehÃ¶rigkeit nachziehen wollen, mit dem wohlverstandenen Kindesinteresse der nachzuziehenden Kin­der rechtfertigen, denn die restriktiven Voraussetzungen des Nachzugs bereits Ã¤lterer Kinder durch einen ein­zelnen Elternteil dienen nicht zuletzt auch den Interessen des in einem anderen Umfeld so­zi­alisierten Kindes (siehe dazu VGr, 29. Januar 2003, VB.2002.00294, E. 6d+h, www.vgrzh.ch/recht­sprechung, Regest in ZBl 104/2003, S. 277).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Insgesamt beruhen die unterschiedlichen Nachzugsvoraussetzungen auf genÃ¼genden sachlichen GrÃ¼nden im Sinne der Praxis zu Art. 14 EMRK, zumal die Strassburger Organe den EMRK-Mitgliedstaaten einen weiten Beurteilungsspielraum belassen (vgl. Meyer-Ladewig, Art. 14 N. 9; Villiger, N. 662). Auch aus Art. 14 in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 EMRK vermÃ¶gen die BeschwerdefÃ¼hrenden damit nichts zu ihren Gunsten abzulei­ten (vgl. auch BGr, 12. Mai 2003, 2A.198/2003, E. 2.2.2, www.bger.ch).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Das Inkrafttreten des FreizÃ¼gigkeitsabkommens vermittelt den BeschwerdefÃ¼hren­den damit weder direkt noch indirekt einen Nachzugsanspruch. Aufgrund des fehlen­den Anspruchs auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ist auf die Beschwerde der Beschwer­defÃ¼hrerin 4 nicht einzutreten (vgl. VGr, 12. MÃ¤rz 2003, VB.2002.00419, E. 1d, bestÃ¤tigt in BGr, 12. Mai 2003, 2A.198/2003, www.bger.ch).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Indem fÃ¼r die Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrerin 4 vom Fehlen eines bundes- oder vÃ¶lkerrechtlichen Be­willigungsanspruchs ausgegangen wird, ist auch zur Frage der Zu­lÃ¤ssigkeit der Verwal­tungsgerichts­beschwerde an das Bundesgericht bereits vernei­nend Stellung bezogen. Dessen ungeachtet wÃ¤re aber die allfÃ¤llige Verletzung eines (be­haup­te­ten) Anspruchs auf Fami­liennachzug im Verfahren der Verwaltungs­ge­richts­be­schwer­de gel­tend zu machen (vgl. BGE 127 II 161 E. 2b).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Soweit der Nachzugsanspruch der BeschwerdefÃ¼hrer 2 und 3 zu beurteilen ist, lÃ¤sst sich fÃ¼r Sachverhalt und rechtliche ErÃ¶rterungen vorab zustimmend auf den angefoch­te­nen Entscheid ver­weisen (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Die zum Schei­tern verurteilte Be­schwerde bringt im Vergleich zum Rekurs im Wesentlichen nichts Neues vor, was die Vorinstanz nicht bereits zutreffend entkrÃ¤ftet hÃ¤tte. Es genÃ¼gen deshalb folgende ErgÃ¤nzungen:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Das Bundesgericht hat erst jÃ¼ngst seine stÃ¤ndige Praxis zum Nachzug minderjÃ¤hrige Kinder mit auslÃ¤ndischer StaatsangehÃ¶rigkeit durch einen Schweizer Elternteil bestÃ¤tigt (BGE 129 II 249 E. 2.1, auch zum Folgenden). Diese Praxis setzt voraus, dass das Kind zu dem in der Schweiz lebenden Elternteil die vorrangige familiÃ¤re Beziehung unterhÃ¤lt. Dabei kommt es nicht nur auf die bisherigen VerhÃ¤ltnisse an, sondern es kÃ¶nnen auch nachtrÃ¤glich eingetretene oder gar kÃ¼nftige UmstÃ¤nde wesentlich werden. Namentlich kann nicht entscheidend sein, in welchem Land das Kind bisher seinen Lebensmittelpunkt hatte, bliebe doch sonst ein Nachzugsrecht praktisch immer wirkungslos. Zu berÃ¼cksichtigen ist aber, bei welchem Elternteil das Kind bisher gelebt hat bzw. wem die elterliche Gewalt zu­kommt; wenn sich das Kindesinteresse in der Zwischenzeit geÃ¤ndert hat, so ist fÃ¼r eine An­pas­sung der familienrechtlichen VerhÃ¤ltnisse in der Regel zunÃ¤chst der privatrechtliche Weg zu beschreiten. Vorbehalten bleiben FÃ¤lle, in denen klare Anhaltspunkte fÃ¼r neue fami­liÃ¤re AbhÃ¤ngigkeiten oder fÃ¼r eine wesentliche Verlagerung der BeziehungsintensitÃ¤ten bestehen, wie etwa beim Hinschied desjenigen Elternteils, der das Kind bisher betreut hat (BGE 125 II 585 E. 2a; 124 II 361 E. 3a; 118 Ib 153 E. 2b).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Ãbrigen wird das gesetzgeberische Ziel von Art. 17 Abs. 2 ANAG, das familiÃ¤re Zusammenleben zu ermÃ¶glichen und rechtlich abzusichern, nicht erreicht, wenn ein Schwei­­zerbÃ¼rger mit auslÃ¤ndischen Nachkommen oder ein in der Schweiz nieder­gelas­sener AuslÃ¤nder jahrelang von seinem Kind getrennt lebt und dieses erst kurz vor dem Erreichen des achtzehnten Altersjahrs in die Schweiz holt. Eine Ausnahme kann nur gelten, wenn die Familiengemeinschaft in der Schweiz aus guten GrÃ¼nden erst nach Jahren hergestellt wird; solche GrÃ¼nde mÃ¼ssen sich aus den UmstÃ¤nden des Einzelfalls ergeben (BGE 125 II 585 E. 2a; 119 Ib 81 E. 3a; 115 Ib 97 E. 3a). Es werden dabei hohe Beweisanforderungen gestellt (BGE 124 II 361 E. 4c). Die Verweigerung einer Be­willi­gung lÃ¤sst sich jedenfalls dann nicht beanstanden, wenn die Familientrennung von den Betroffenen ursprÃ¼nglich selbst freiwillig herbeigefÃ¼hrt worden ist, fÃ¼r die Ãnderung der bisherigen VerhÃ¤ltnisse keine Ã¼berwiegenden familiÃ¤ren Interessen bestehen bzw. sich ein Wechsel nicht als zwingend erweist und die FortfÃ¼hrung und Pflege der bisherigen familiÃ¤ren Beziehungen nicht behÃ¶rdlich verhindert wird (BGE 129 II 11 E. 3.1.3; 124 II 361 E. 3a, mit Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) Es ist unbestritten, dass die BeschwerdefÃ¼hrer 2 und 3 bislang keine enge Be­ziehung zu ihrem in der Schweiz lebenden Vater unterhielten, mithin also keine vorrangige Beziehung zu ihm bestand. Wie die BeschwerdefÃ¼hrer 2 und 3 jedoch selbst geltend machen, wÃ¤re ihnen an einer nÃ¤heren Beziehung zu ihrem Vater gelegen, zumal sich die Beziehung zu ihrer Mutter verschlechtert habe. Der Wunsch, kÃ¼nftig die vorrangige familiÃ¤re Beziehung zum Vater zu unterhalten, reicht jedoch praxisgemÃ¤ss nicht aus, um eine Verlagerung der BeziehungsintensitÃ¤t zu bewirken. Nach der dargelegten Praxis werden klare Anhaltspunkte fÃ¼r neue familiÃ¤re AbhÃ¤ngigkeiten oder fÃ¼r eine wesentliche Verlagerung der BeziehungsintensitÃ¤ten gefordert. Solche er­geben sich â entgegen der beschwerdefÃ¼hrerischen Behauptung â aus den Akten jedoch nicht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Der Umzug der BeschwerdefÃ¼hrer 2 und 3 zu ihrem Onkel war fÃ¼r diese sowie jenen und seine Familie zwar mit Schwierigkeiten verbunden, doch ergibt sich aus dem im Recht liegenden Schreiben der BeschwerdefÃ¼hrer 2 und 3, dass sie es selbst vorgezogen haben, bei ihrem Onkel zu leben, weil sie angeblich den neuen Lebensge­fÃ¤hrten und spÃ¤teren Ehemann ihrer Mutter nicht akzeptieren konnten. Der blosse Wunsch der Kinder wiederum, an ihrer Betreuungssituation etwas zu verÃ¤ndern, genÃ¼gt nach der Praxis nicht, um eine Verlagerung der BeziehungsintensitÃ¤t zu bewirken.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Ob und wie sich die Mutter aus ihren Betreuungsaufgaben zurÃ¼ckgezogen hat, wird nicht mit der nÃ¶tigen Deutlichkeit dargelegt. Es erscheint wenig plausibel, dass die Mut­ter, die bisher eine gute Beziehung zu ihren Kindern pflegte und als Hausfrau, die eine 3-Zimmer-Wohnung zu versorgen hat und keiner BerufstÃ¤tigkeit nachgeht, sich plÃ¶tzlich aus der Verantwortung zurÃ¼ckziehen und ein neues Leben beginnen mÃ¶ch­te. Auf diesen Umstand wurde bereits im verwaltungsgerichtlichen Verfahren betreffend die BeschwerdefÃ¼hrerin 4 hingewiesen (E. 2g+j). Die diesbezÃ¼glichen Darlegungen der BeschwerdefÃ¼hrer genÃ¼gen auch im gegenwÃ¤rtigen Verfahren den hohen Beweisanforderungen nicht, die an das Vorliegen guter GrÃ¼nde fÃ¼r den spÃ¤ten Familiennachzug durch einen einzelnen Elternteil gestellt werden. Das letztgenannte Argument wiegt gerade auch deshalb besonders schwer, weil die BeschwerdefÃ¼hrer 1, 2 und 3 trotz der AusfÃ¼hrungen im angefÃ¼hrten verwaltungsgerichtlichen Entscheid die GrÃ¼nde fÃ¼r die angebliche Verlagerung der BeziehungsintensitÃ¤t nur in ungenÃ¼gendem Mass dargelegt haben. Damit liegt der Schluss nahe, dass der Umzug zum Onkel sowie die Behauptung, die Mutter habe sich von der Betreuung der Kinder zurÃ¼ckgezogen, einzig mit dem Ziel des Nachzugs der Kinder zum Vater in die Schweiz vorgenommen bzw. vorgebracht worden ist. Dagegen lÃ¤sst sich auch nicht einwenden, dass der Sozialbericht vom 13. August 2001 von einer aussenstehen­den Person, der Sozialarbeiterin H, verfasst worden ist, da dieser ausschliesslich auf der Befragung der Betroffenen sowie einem Augenschein der bewohnten RÃ¤umlichkeiten beruht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) SinngemÃ¤ss gelten die letzteren AusfÃ¼hrungen auch fÃ¼r das Schreiben vom 25. Juni 2002 des Bruders des BeschwerdefÃ¼hrers 1, der ultimativ eine VerÃ¤nderung der Si­tuation fordert, weil er nicht weiter bereit sei, fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrenden 2, 3 und 4 zu sorgen. Ein solches, innerhalb der Familie gestelltes Ultimatum, vermag an der objektivierten Beurteilung der Vorrangigkeit der Beziehung nichts zu verÃ¤ndern. Sie vermag auch nicht die Notwendigkeit des Nachzugs der BeschwerdefÃ¼hrer 2 und 3 in die Schweiz zu belegen, da aus den Akten wie dargelegt keine schlÃ¼ssigen GrÃ¼nde hervorgehen, die gegen ihre weitere Betreuung durch ihre Mutter sprechen (vorn cc).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Schliesslich ist auch â wie bereits im Verfahren betreffend die BeschwerdefÃ¼hrerin 4 â auf das Alter der BeschwerdefÃ¼hrer 2 und 3 hinzuweisen. Diese waren zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung durch den BeschwerdefÃ¼hrer 1 zwar erst knapp Ã¼ber 14 Jahre alt und damit klar unter der hier analog anwendbaren Grenze von 18 Jahren gemÃ¤ss Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG, doch hatten sie zum Zeitpunkt des Gesuchs bereits den grÃ¶s­seren Teil ihrer Schulzeit sowie den prÃ¤genden Teil ihrer Jugend in ihrer Heimat verbracht. Neben der einschneidenden VerÃ¤nderung, die das Verlassen ihrer bisherigen Umgebung fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrer 2 und 3 mit sich bringen wÃ¼rde, wÃ¤re in der Schweiz mit erheblichen Integrationsschwierigkeiten zu rechnen, zumal nur noch ein kleiner Teil der obligatorischen Schulzeit zurÃ¼ckzulegen wÃ¤re. Die Integrationsaussichten wiederum sind praxisgemÃ¤ss bei der Beurteilung der Nachzugsnotwendigkeit in die AbwÃ¤gung einzubeziehen (vgl. BGE 129 II 249 E. 2.2 a.E. und 2.3; 129 II 11 E. 3.3.2 und 3.4; BGr, 29. Ok­tober 1998, 2A.92/1998, nicht publiziert; siehe Bundesamt fÃ¼r AuslÃ¤nderfragen [heute: IMES], Weisungen und ErlÃ¤uterungen, Stand April 2000, Ziffer 656.2). Sie sprechen hier deutlich fÃ¼r einen Verbleib der BeschwerdefÃ¼hrer 2 und 3 in ihrer angestammten Umgebung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Insgesamt lÃ¤sst der aus den Akten hervorgehende Sachverhalt weder den Schluss zu, dass die Beziehung zum Vater vorrangig gewesen ist, noch dass sie es durch die behaup­teten Ereignisse geworden ist. Es sind keine GrÃ¼nde ersichtlich, welche den Nachzug der BeschwerdefÃ¼hrer 2 und 3 notwendig erscheinen lassen. Die Beschwerde betreffend die BeschwerdefÃ¼hrer 2 und 3 ist deshalb abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten den BeschwerdefÃ¼hrenden je zu einem Viertel unter solidarischer Haftung fÃ¼reinander aufzuerlegen (vgl. RB 1996 Nr. 9) und bleibt ihnen eine ParteientschÃ¤digung versagt (§ 70 in Verbin­dung mit § 13 Abs. 2 und § 14 VRG sowie § 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"></a><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Kosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden zu je einem Viertel auferlegt, unter soli­darischer Haftung fÃ¼reinander.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen <a id="Dropdown3">diesen</a> <a id="Dropdown4">Entscheid</a> kann betreffend die BeschwerdefÃ¼hrer 2 und 3 innert <a id="Dropdown5">30</a> Tagen, von <a id="Dropdown1">der</a> Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>6. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>