<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE - Archiv</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">ZwangsmassnahmenimAusländerrecht</span> <span class="page_no">367</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><span class="ft3"><b>80</b></span> <span class="ft3"><b>Ausschaffungshaft; Haftdauer; Dublin-Verfahren; Verfristung</b></span><br/> <span class="ft3"><b>Eine Haft darf nur so lange angeordnet werden, als eine Rückführung in</b></span><br/> <span class="ft3"><b>den Zielstaat zulässig ist (E. II./2.3.).</b></span><br/> <span class="ft3"><b>Eine Rückführung in einen Dublin-Staat (Zielstaat) gestützt auf die Dub-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>lin II-Verordnung ist nur innert bestimmter Fristen möglich (E. II./2.3.1.)</b></span><br/> <span class="ft3"><b>Bei der ersten Haftüberprüfung ist die maximal zulässige Haftdauer auf-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>grund objektiver Angaben und unter Beizug der notwendigen Unterlagen</b></span><br/> <span class="ft3"><b>zu überprüfen und festzulegen, ob sich eine Inhaftierung unter Berück-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>sichtigung der zulässigen Haftdauer und der konkreten Rückführungs-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>möglichkeiten rechtfertigen lässt (E. II./2.3.2.).</b></span><br/> <span class="ft3"><b>Kann die maximal zulässige Rückführungsfrist nicht zuverlässig berech-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>net werden und steht deshalb nicht zweifelsfrei fest, wie lange ein Betrof-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>fener in Haft genommen werden kann, ist die Ausschaffungshaft nicht zu</b></span><br/> <span class="ft3"><b>bestätigen (E. II./3.).</b></span><br/> <br/> <span class="ft4">Entscheid des Präsidenten des Rekursgerichts im Ausländerrecht vom</span><br/> <span class="ft4">2. Juli 2009 in Sachen Migrationsamt des Kantons Aargau gegen Y.O. betref-</span><br/> <span class="ft4">fend Haftüberprüfung (1-HA.2009.79).</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">RekursgerichtimAusländerrecht</span> <span class="page_no">368</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft1"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft2">II. 2.3. Gemäss Art. 80 Abs. 6 lit. a AuG ist die Haft zu been-</span><br/> <span class="ft2">den, wenn sich erweist, dass der Vollzug der Wegweisung aus recht-</span><br/> <span class="ft2">lichen oder tatsächlichen Gründen undurchführbar ist.</span><br/> <span class="ft2">Es sind keine Anzeichen vorhanden, die an der Ausschaffungs-</span><br/> <span class="ft2">möglichkeit in tatsächlicher Hinsicht Zweifel aufkommen lassen</span><br/> <span class="ft2">würden.</span><br/> <span class="ft2">Bezüglich der rechtlichen Hindernisse ist festzuhalten, dass die</span><br/> <span class="ft2">Haft nur so lange angeordnet werden darf, als eine Rückführung in</span><br/> <span class="ft2">den Zielstaat zulässig ist.</span><br/> <span class="ft2">2.3.1. Für die Rückführung nach Griechenland sind die auch für</span><br/> <span class="ft2">die Schweiz geltende Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom</span><br/> <span class="ft2">18. Februar 2003 (Dublin II-Verordnung; ABl. L 50 vom 25.2.2003,</span><br/> <span class="ft2">S. 1 ff.) sowie die dazu gehörenden Ausführungsbestimmungen, ins-</span><br/> <span class="ft2">besondere die Verordnung (EG) Nr. 1560/2003 der Kommission vom</span><br/> <span class="ft2">2. September 2003 (Dublin II-Durchführungsverordnung; ABl. L 222</span><br/> <span class="ft2">vom 5.9.2003, S. 3 ff.) massgebend (vgl. Abkommen vom 26. Okto-</span><br/> <span class="ft2">ber 2004 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der</span><br/> <span class="ft2">Europäischen Gemeinschaft über die Kriterien und Verfahren zur Be-</span><br/> <span class="ft2">stimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem</span><br/> <span class="ft2">Mitgliedstaat oder in der Schweiz gestellten Asylantrags</span><br/> <span class="ft2">[SR 0.142.392.68]).</span><br/> <span class="ft2">Anders als bei Rückführungen in den Heimatstaat ist eine Rück-</span><br/> <span class="ft2">führung in einen Dublin-Staat (Zielstaat) gestützt auf die Dublin II-</span><br/> <span class="ft2">Verordnung nur innert bestimmter Fristen möglich. Massgebend für</span><br/> <span class="ft2">die Fristberechnung ist insbesondere, wann der Betroffene illegal in</span><br/> <span class="ft2">den Zielstaat eingereist ist (Art. 10 Abs. 1 der Dublin II-Verordnung),</span><br/> <span class="ft2">welchen Status der Betroffene im Zielstaat hatte (Art. 16 Abs. 1 lit. a</span><br/> <span class="ft2">und b oder Art. 16 Abs. 1 lit. c bis e Dublin II-Verordnung), wann das</span><br/> <span class="ft2">Gesuch um Rückübernahme gestellt wurde (Art. 17 Abs. 1 der Dub-</span><br/> <span class="ft2">lin II-Verordnung), ob um dringliche Antwort ersucht wurde (Art. 17</span><br/> <span class="ft2">Abs. 2 der Dublin II-Verordnung), ob das Gesuch um Rücküber-</span><br/> <span class="ft2">nahme gestützt auf einen Eurodac-Treffer gestellt wurde (Art. 20</span><br/> <span class="ft2">Abs. 1 lit. b und c der Dublin II-Verordnung) und ob der Zielstaat das</span><br/> <span class="ft2">Rückübernahmegesuch beantwortet hat (Art. 18 Abs. 7 bzw. Art. 20</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">ZwangsmassnahmenimAusländerrecht</span> <span class="page_no">369</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft2">Abs. 1 lit. c der Dublin II-Verordnung). In allen Fällen hat die Rück-</span><br/> <span class="ft2">führung - vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung im Sinne von</span><br/> <span class="ft2">Art. 19 Abs. 3 bzw. Art. 20 Abs. 1 lit. d oder einer Verlängerung nach</span><br/> <span class="ft2">Art. 20 Abs. 2 der Dublin II-Verordnung - innert sechs Monaten seit</span><br/> <span class="ft2">Zustimmung zur Rückübernahme zu erfolgen (Art. 19 Abs. 3 bzw.</span><br/> <span class="ft2">Art. 20 Abs. 2 der Dublin II-Verordnung).</span><br/> <span class="ft2">Ausgangspunkt für jede Rückführung im Rahmen der Dub-</span><br/> <span class="ft2">lin II-Verordnung ist das Gesuch um Rückübernahme an den Ziel-</span><br/> <span class="ft2">staat. Diesem ist zu entnehmen, gestützt auf welche gesetzliche</span><br/> <span class="ft2">Grundlage die Rückführung in den Zielstaat erfolgen soll und ob um</span><br/> <span class="ft2">dringliche Antwort ersucht wird. Antwortet der Zielstaat nicht innert</span><br/> <span class="ft2">der erforderlichen Frist, wird angenommen, dass der Rückübernahme</span><br/> <span class="ft2">zugestimmt wird (so genannte Verfristung). Die sechsmonatige</span><br/> <span class="ft2">Rückführungsfrist beginnt diesfalls mit ungenutztem Ablauf der Ant-</span><br/> <span class="ft2">wortfrist zu laufen. Antwortet der Zielstaat innerhalb der Frist, be-</span><br/> <span class="ft2">ginnt die sechsmonatige Rückführungsfrist mit Annahme des Antra-</span><br/> <span class="ft2">ges. Keine ausdrückliche Regelung kann der Dublin II-Verordnung</span><br/> <span class="ft2">entnommen werden für den Fall, in welchem der Zielstaat erst nach</span><br/> <span class="ft2">Ablauf der Frist antwortet. Es ist davon auszugehen, dass die Rück-</span><br/> <span class="ft2">führungsfrist in einer solchen Konstellation bereits mit Ablauf der</span><br/> <span class="ft2">Antwortfrist beginnt und die verspätete Antwort lediglich eine Bestä-</span><br/> <span class="ft2">tigung des Zielstaates darstellt, dass die Verfristung eingetreten ist</span><br/> <span class="ft2">und die Rückübernahme akzeptiert wird (Entscheid des Rekursge-</span><br/> <span class="ft2">richts im Ausländerrecht vom 19.</span> <span class="ft2">Juni 2009, 1-HA.2009.75,</span><br/> <span class="ft2">E. II/2.3, S. 7). Offen gelassen werden kann an dieser Stelle, ob es</span><br/> <span class="ft2">dem Zielstaat frei steht, eine längere Frist als die vertraglich statuier-</span><br/> <span class="ft2">ten sechs Monate für die Rückübernahme einzuräumen. Prima vista</span><br/> <span class="ft2">ist dem nichts entgegen zu halten, zumal die genannten Fristen wohl</span><br/> <span class="ft2">einzig der zwischenstaatlichen Zuständigkeitsklärung dienen und</span><br/> <span class="ft2">nicht als Schutznormen für die Betroffenen gedacht sind (vgl. hierzu</span><br/> <span class="ft2">auch den Entscheid des Bayrischen Verwaltungsgerichts Würzburg</span><br/> <span class="ft2">vom 28. April 2009, W 6 K 08.30170, E. II/1. b, S. 10 [online einseh-</span><br/> <span class="ft2">bar unter www.fluechtlingsrat-nrw.de, Dublin II &gt; Rechtsprechung</span><br/> <span class="ft2">zur Dublin II-Verordnung &gt; Überstellungsfristen, aufgerufen am</span><br/> <span class="ft2">8. Juli 2009).</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">RekursgerichtimAusländerrecht</span> <span class="page_no">370</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft2">2.3.2. Einmal mehr ist im Hinblick auf die Berechnung der</span><br/> <span class="ft2">Rückübernahmefrist festzuhalten, dass dem Wegweisungsentscheid</span><br/> <span class="ft2">des BFM vom 16. Juni 2009 keine entsprechenden Angaben zu ent-</span><br/> <span class="ft2">nehmen sind, obschon dies gemäss Art. 19 Abs. 2 bzw. Art. 20 Abs. 1</span><br/> <span class="ft2">lit. e der Dublin II-Verordnung geboten wäre und es nicht Aufgabe</span><br/> <span class="ft2">des Haftrichters ist, erstmals die Frist der maximal zulässigen Rück-</span><br/> <span class="ft2">führung zu berechnen (vgl. Entscheid des Rekursgerichts im Auslän-</span><br/> <span class="ft2">derrecht vom 15. Juni 2009, 1-HA.2009.71, E. II/2.4, S. 8). Auch das</span><br/> <span class="ft2">Bundesverwaltungsgericht hielt in seinem Urteil vom 24. Juni 2009</span><br/> <span class="ft2">(E-3805/2009, S. 8) fest, dass in den Entscheiden des BFM betref-</span><br/> <span class="ft2">fend Wegweisung gestützt auf die Dublin II-Verordnung der letzt-</span><br/> <span class="ft2">mögliche Zeitpunkt für die Durchführung der Überstellung an-</span><br/> <span class="ft2">zugeben sei und die Frist insbesondere in ausländerrechtlichen Haft-</span><br/> <span class="ft2">verfahren weitreichende Konsequenzen zeitigen könne. Mit Ent-</span><br/> <span class="ft2">scheid vom 26. Juni 2009 (1-HA.2009.78), welcher am 1. Juli 2009</span><br/> <span class="ft2">versandt wurde, hielt der Präsident des Rekursgerichts fest, das</span><br/> <span class="ft2">Migrationsamt werde erneut angewiesen, inskünftig bereits in seiner</span><br/> <span class="ft2">Haftanordnung darzulegen, bis wann die Rückübergabe maximal</span><br/> <span class="ft2">zulässig sei und entsprechende Belege spätestens anlässlich der</span><br/> <span class="ft2">mündlichen Haftüberprüfungsverhandlung vorzulegen. Zudem wur-</span><br/> <span class="ft2">de das Migrationsamt mit Verfügung vom 1. Juli 2009 aufgefordert,</span><br/> <span class="ft2">die erforderlichen Belege einzureichen.</span><br/> <span class="ft2">Zwar äussert sich die Haftanordnung zur maximal zulässigen</span><br/> <span class="ft2">Rückführung. Belege, die der Berechnung zu Grunde gelegt wurden,</span><br/> <span class="ft2">hat das Migrationsamt jedoch keine eingereicht, womit die Berech-</span><br/> <span class="ft2">nung nicht überprüfbar ist. Den Vorakten liegt lediglich der Nichtein-</span><br/> <span class="ft2">tretensentscheid des BFM vom 16. Juni 2009 bei. In diesem Ent-</span><br/> <span class="ft2">scheid wird - ohne Verweis auf irgendwelche Aktenstücke - ausge-</span><br/> <span class="ft2">führt, es sei am 13. März 2009 ein Rückübernahmegesuch an die</span><br/> <span class="ft2">griechischen Behörden gestellt worden, welches diese bis am</span><br/> <span class="ft2">15. Mai 2009 nicht beantwortet hätten.</span><br/> <span class="ft2">2.3.3. Da die Berechnung der Rückführungsfrist - wie oben ge-</span><br/> <span class="ft2">zeigt wurde (E. II/2.3.1) - äusserst komplex ist und diverse poten-</span><br/> <span class="ft2">tielle Fehlerquellen bestehen, geht es im Bereich ausländerrechtlicher</span><br/> <span class="ft2">Zwangsmassnahmen nicht an, einzig auf eine unbelegte Datumsan-</span><br/> <span class="ft2">gabe in einem BFM-Entscheid abzustellen, um den spätest mögli-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">ZwangsmassnahmenimAusländerrecht</span> <span class="page_no">371</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft2">chen Rückführungstermin und damit die maximal zulässige Haft-</span><br/> <span class="ft2">dauer festzulegen. Vielmehr entspricht es der richterlichen Sorgfalts-</span><br/> <span class="ft2">pflicht, bereits bei der ersten Haftüberprüfung die maximal zulässige</span><br/> <span class="ft2">Haftdauer aufgrund objektiver Angaben und unter Beizug der not-</span><br/> <span class="ft2">wendigen Unterlagen zu überprüfen und festzulegen, ob sich eine In-</span><br/> <span class="ft2">haftierung unter Berücksichtigung der zulässigen Haftdauer und der</span><br/> <span class="ft2">konkreten Rückführungsmöglichkeiten rechtfertigen lässt. Es geht</span><br/> <span class="ft2">nicht an, die Haft gestützt auf eine mutmasslich zulässige Haftdauer</span><br/> <span class="ft2">zu bewilligen, wenn weder ein Rückübernahmegesuch der Schweiz</span><br/> <span class="ft2">noch eine Antwort des Zielstaates bzw. eine Verfristungsanzeige</span><br/> <span class="ft2">vorliegen. Dies umso weniger, als es den zuständigen Bundesbehör-</span><br/> <span class="ft2">den problemlos möglich wäre, die für die korrekte Fristberechnung</span><br/> <span class="ft2">notwendigen Unterlagen zu edieren. Jedenfalls wurde seitens des</span><br/> <span class="ft2">BFM zu Recht nicht vorgebracht, die Edition der Dokumente sei aus</span><br/> <span class="ft2">zeitlichen Gründen nicht möglich oder mit unverhältnismässigem</span><br/> <span class="ft2">administrativem Aufwand verbunden, nachdem in einem anderen</span><br/> <span class="ft2">Verfahren (1-HA.2009.74) auf telefonisches Ersuchen des Präsiden-</span><br/> <span class="ft2">ten des Rekursgerichts innert Stunden sowohl der Antrag auf Rück-</span><br/> <span class="ft2">übernahme als auch die Verfristungsanzeige per Fax übermittelt wer-</span><br/> <span class="ft2">den konnten. Festzuhalten bleibt, dass es - entgegen der Auffassung</span><br/> <span class="ft2">des BFM - nicht darum geht, den Asylentscheid zu überprüfen, son-</span><br/> <span class="ft2">dern einzig darum, die maximal zulässige Rückübernahmefrist, über</span><br/> <span class="ft2">die der BFM-Entscheid eigentlich zwingend Auskunft geben müsste,</span><br/> <span class="ft2">und daraus abgeleitet, die maximal zulässige Haftdauer zu ermitteln.</span><br/> <span class="ft2">3. Da es aufgrund der fehlenden Unterlagen nicht möglich ist,</span><br/> <span class="ft2">die maximal zulässige Rückführungsfrist zuverlässig zu berechnen</span><br/> <span class="ft2">und somit nicht zweifelsfrei feststeht, wie lange der Gesuchsgegner</span><br/> <span class="ft2">in Haft genommen werden kann, ist die Ausschaffungshaft nicht zu</span><br/> <span class="ft2">bestätigen und der Gesuchsgegner aus der Haft zu entlassen. Eine</span><br/> <span class="ft2">bloss teilweise Bestätigung der Ausschaffungshaft für eine kürzere</span><br/> <span class="ft2">als die vom Migrationsamt angeordnete Dauer kommt schliesslich</span><br/> <span class="ft2">ebenfalls nicht in Betracht. Aufgrund der ausdrücklichen Weigerung</span><br/> <span class="ft2">des BFM, die für die Berechnung der maximal zulässigen Haftdauer</span><br/> <span class="ft2">erforderlichen Unterlagen zu edieren, kann nicht damit gerechnet</span><br/> <span class="ft2">werden, dass sich die zuständigen kantonalen Behörden in absehba-</span><br/> <span class="ft2">rer Zukunft Klarheit darüber verschaffen können, bis zu welchem</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">RekursgerichtimAusländerrecht</span> <span class="page_no">372</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft2">Zeitpunkt im vorliegenden Fall die Haft angeordnet bzw. bestätigt</span><br/> <span class="ft2">werden dürfte.</span><br/></div> </div> </body> </html>