<h2>SubmittedText<h2><p>Hält der Bundesrat angesichts der Auswirkungen der gegenwärtigen Finanzmarktkrise auf die schweizerischen Pensionskassen Massnahmen für erforderlich, um auch mittelfristig die Renten der zweiten Säule zu sichern?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Vorsorgeeinrichtungen werden immer wieder mit Schwankungen an den Finanzmärkten konfrontiert. Zu erinnern ist beispielsweise an die Krise der Jahre 2001 und 2002. Um die Sicherheit der Erfüllung des Vorsorgezweckes zu gewährleisten, haben die Vorsorgeeinrichtungen Schwankungsreserven zu bilden. Diese werden aufgrund der marktspezifischen Risiken gebildet, welche den Vermögensanlagen zugrunde liegen.</p><p>Gemäss der Studie "Schweizer Pensionskassen" von Swisscanto wiesen die privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen per Ende 2007 im Durchschnitt einen Deckungsgrad von 114,6 Prozent auf (gleichgewichtet). Der BVG-Index 25 von Pictet, welcher eine Aktienquote von 25 Prozent enthält und oft als Benchmark für Anlagen im Bereich der beruflichen Vorsorge dient, wies im Jahre 2008 bis 16. September eine Performance von minus 4,72 Prozent auf. Selbst wenn davon auszugehen ist, dass eine Vorsorgeeinrichtung eine Rendite von etwa 4 Prozent pro Jahr benötigt, können die existierenden Wertschwankungsreserven demnach die bisherige negative Entwicklung der Märkte absorbieren, auch wenn Vorsorgeeinrichtungen existieren, welche aufgrund eines unterdurchschnittlichen Deckungsgrades in Unterdeckung fallen.</p><p>Die aktuell laufenden Reformen im Rahmen der Strukturreform wie auch die Anpassung der Anlagevorschriften der beruflichen Vorsorge dürften die Sicherheit der Vorsorgeeinrichtungen weiter erhöhen. Auch die vorgeschlagene Senkung des Umwandlungssatzes trägt dazu bei. Weitere Massnahmen sind vorerst nicht geplant, doch verfolgt der Bundesrat die Situation aufmerksam, und er wird gegebenenfalls weitere Schritte veranlassen.</p>