<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2016.00921</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Gerichtsschreiberin Lienhard</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 30. November 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Bernhard Zollinger</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rämistrasse 5, Postfach 462, 8024 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1964, war von September 2000 bis Januar 2004 bei der Y.___ AG, als Callcenter Agent angestellt (Urk. 10/10). Am 10. Januar 2005 meldete er sich wegen einer Diskushernie und chronischen Schmerzen bei der Invalidenversicherung an (Urk. 10/2). Die Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und veranlasste eine psychiatrische Begutachtung (Gutachten vom 30. Mai 2005; Urk. 10/16). Mit Schreiben vom 9. Juni 2005 (Urk. 10/18) aufer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">legte die IV-Stelle dem Versicherten eine Schadenminderungspflicht in Form einer Psychotherapie und Psychopharmatherapie. Sodann sprach sie dem Versicherten mit Verfügung vom 13. Oktober 2005 (Urk. 10/29) bei einem IV-Grad von 100 % eine ganze Rente ab 1. Dezember 2004 zu. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Im Rahmen der im Februar 2006 (Urk. 10/35) veranlassten Revision liess die IV-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Stelle den Versicherten orthopädisch begutachten (Gutachten vom 16. Juli 2007</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">; Urk. 10/47) und auferlegte mit Schreiben vom 31. Juli 2007 eine weitere Scha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">denminderungspflicht in Form einer operativen Behandlung der Diskushernie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">(Urk. 10/49). Sodann teilte sie dem Versicherten ebenfalls am 31. Juli 2007 (Urk. 10/50</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">) mit, sein Rentenanspruch sei unverändert. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Im Jahr 2008 (Urk. 10/52) und 2012 (Urk. 10/69) veranlasste Revisionen erga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">n ebenfalls einen unveränderten Rentenanspruch (Mitteilung vom 13. Mai 2008; Urk. 10/60; sowie vom 13. Juni 2012; Urk. 10/73).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gestützt auf den vom Versicherten am 25. August 2015 ausgefüllten Revi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sionsfragebogen (Urk. 10/78) veranlasste die IV-Stelle weitere erwerbliche und medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nische Abklärungen und liess den Versicherten durch den Regionalen Ärzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Dienst (RAD) untersuchen (Urk. 10/84-85). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 10/87-89) hob die IV-Stelle die bisherige Rente mit Verfügung vom 8. Juli 2016 auf (Urk. 10/94 = Urk. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen die Verfügung vom 8. Juli 2016 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 31. August 2016 Beschwerde mit dem Antrag auf Aufhebung des angefoch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenen Entscheides und Weiterausrichtung der Rente, eventuell Veranlassung weiterer Abklärungen oder Rückweisung der Sache zur Neubeurteilung (Urk. 1 S. 2). Am 12. September 2016 (Urk. 6) reichte er einen weiteren Arztbericht (Urk. 7) zu den Akten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Eingabe vom 10. Oktober 2016 (Urk. 9) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer mit Gerichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfügung vom 7. Dezember 2016 (Urk. 11) zur Kenntnis gebracht. Gleichzeitig wurde sein Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde (vgl. Urk. 1 S. 2) abgewiesen. Mit Verfügung vom 12. Januar 2017 (Urk. 16) wurden antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 2) die unentgeltliche Prozessfüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung und Rechtsvertretung gewährt. Am 4. April 2017 (Urk. 21/2) reichte der Beschwerdeführer weitere Arztberichte (Urk. 19/1-7) ein, welche der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin am 13. April 2017 zur Kenntnis gebracht wurden (Urk. 22). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundesgesetzes über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Invalidenversicherung, IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span id="XX100"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2009 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">standes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sionsgrund im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einspra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2.3; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.1 mit Hinwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span id="UV053"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid (Urk. 2) wie folgt: Gestützt auf die RAD-Beurteilung sei davon auszugehen, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers verbessert habe. Angepasste Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keiten seien ihm zu 100 % zumutbar. Die letzte Tätigkeit in einem Callcenter entspreche dem Belastungsprofil, weshalb auch in der angestammten Tätigkeit volle Arbeitsfähigkeit bestehe (S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem hielt der Beschwerdeführer entgegen (Urk. 1), nach Einschätzung des RAD-Orthopäden bestehe im angestammten Beruf eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, was auch sein Hausarzt bestätige. Seine angestammte Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Auch die Einschätzung des RAD-Psychiaters sei nicht nachvollzieh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bar. Es sei keine Verbesserung eingetreten und damit kein Revisionsgrund gegeben (S. 4 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitig und zu prüfen ist, ob im Vergleich zur medizinischen Sachlage, wie sie sich im Jahr 2007 - als letztmals eine materielle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">messung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vorgenommen wurde (vgl. vorstehend E. 1.3) – zeigte, eine revi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">relevante Veränderung eingetreten ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vor Mitteilung des unveränderten Anspruchs am 31. Juli 2007 (Urk. 10/50) präsentierte sich die medizinische Aktenlage wie folgt: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ärzte der Z.___ Klinik, Wirbelsäulenzentrum, führten mit Bericht vom 8. März 2006 (Urk. 10/36/6) aus, die Situation auf den neuen MRI-Bildern sei im Vergleich mit der älteren Bildgebung besser geworden, es bestehe keine Dis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hernie mehr und die degenerativen Veränderungen seien nicht fortge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. A.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stellte mit Bericht vom 1. April 2006 (Urk. 10/36) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 2): </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronifizierende Lumboischialgien bei degenerativen Veränderungen der Bandscheibe L4/L5 und L5/S1 mit lokal engem Kanal L4/L5 und Facettengelenksarthrose L4/L5</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Diskushernie L4/L5</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronische Depression</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Progredienz eines Zervikalsyndroms</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Der Beschwerdeführer sei infolge der lumbalen Beschwerden zu 100 % arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">unfähig. Diese Beschwerden hätten sich seit drei Monaten verstärkt mit Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">strah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lung in das linke Bein. Das Zervikalsyndrom habe sich ebenfalls verschlechtert. Im MRI vom 6. März 2006 bestehe ein lokal enger Spinalkanal bei Diskusprotrusion L4/L5. Die Diskushernie L4/L5 links sei verschwunden (Ziff. 3). Die psychiatrische Behandlung sei alle ein bis zwei Wochen durchgeführt worden. Es erfolge eine antidepressive medikamentöse Behandlung. Die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">unfähigkeit sei unverändert; hinsichtlich des Verlaufs der psychischen Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">heit sei der behandelnde Psychiater zu konsultieren (Urk. 10/36/3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tizierte mit Bericht vom 5. Juni 2007 (Urk. 10/39/2-3 = Urk. 10/40/1-2) eine seit mindestens 2005 bestehende reaktive depressive Störung, welche Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers habe (lit. A). Als kaufmännischer Angestellter sei er zu 100 % arbeitsunfähig (lit. B). Der Schmerzausdruck wirke völlig adäquat, es bestehe nicht der geringste Verdacht der Aggravation. Dass der Beschwerdeführer seine Verantwortung nicht mehr wahrnehmen könne, be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">laste ihn am meisten. Die Prognose hänge von der somatischen Entwicklung ab (lit. D Ziff. 5 und 7). Ergänzend hielt Dr. B.___ fest, der Gesundheitszustand müsse primär somatisch beurteilt werden; die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">psychischen Probleme seien klar sekundär</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Keine psychopharmakologische Medikation werde die Schmerzen wesentlich reduzieren können. Eine intensive Psychotherapie sei kontraindiziert, weil keine die Schmerzen verstärkende psychische Konstellation bestehe (Urk. 10/39/4 = Urk. 10/40/3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. C.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, stellte in seinem Gutachten vom 16. Juli 2007 (Urk. 10/47) folgende Diagnosen (S. 6):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches leichtes Zervikal-Syndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronifizierte Lumbo-Ischialgie links bei Diskushernie (Massenprolaps)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">aktuell subakutes ischialgiformes Schmerzsyndrom links mit Verdacht auf Nervenwurzelkompression </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Bei der Untersuchung habe sich ein grossgewachsener leptosomer Versicherter mit einer spontan grotesken Schiefhaltung und einer massiv eingeschränkten Gehleistung bei antalgischer Skoliose und stark eingeschränkter Wirbelsäulen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">beweglichkeit mit einer radikulären Symptomatik L5/S1 links gezeigt. Insgesamt bestehe das Vollbild einer subakuten bis akuten Diskushernie mit Nerven</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">wurzelkompression L5/S1 links. Damit sei selbstverständlich aktuell keine Arbeitsfähigkeit zumutbar. Dringend indiziert erscheine jetzt die neurochirur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gische Intervention im Sinne der Dekompression, eventuell verbunden mit einer Spondylodese. Nach erfolgreicher Operation könne etwa zwei bis drei Monate später mit Wiederaufnahme einer Arbeit gerechnet werden, welche dann stufen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">weise gesteigert werden könne (S. 7). Es bestehe auch keine Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit (S. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt auf diese Aktenlage teilte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer am 31. Juli 2007 (Urk. 10/50) mit, sein Anspruch sei unverändert. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vor Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung (Urk. 2) ergingen die fol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Arztberichte. </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Dr. med. D.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stellte mit Bericht vom 4. März 2008 (Urk. 10/53/1-6) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronifizierende lumboischialgiale Veränderungen der Bandscheibe L4/L5 und L5/S1 mit lokal engem Kanal L4/L5 und Facetten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">lenks</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">arthrose L4/L5</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Diskushernie L4/L5</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Der Beschwerdeführer sei in der angestammten Tätigkeit seit 2003 zu 100 % arbeitsunfähig (Ziff. 2). Es sei keine Tätigkeit zumutbar (Ziff. 5.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. E.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, RAD, hielt am 6. Mai 2008 (Urk. 10/59/2) fest, aus versicherungsmedizinischer Sicht sei die Auferlegung einer Schadenminderungspflicht im Sinne einer operativen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">handlung der Diskushernie nicht zumut- und durchsetzbar, auch wenn sie aus rein medizinischer Sicht weiterhin sinnvoll wäre. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Dies führte zur Mitteilung einer unveränderten Rente (vgl. Urk. 10/60). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. F.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie für Nierenkrankheiten, wiederholte mit Bericht vom 26. Mai 2012 (Urk. 10/71) die von Dr. D.___ (vorstehend E. 4.1) genannten Diagnosen (Ziff. 1.1) und hielt fest, der Beschwerdeführer sei in der angestammten Tätigkeit bis auf weiteres zu 100 % arbeitsunfähig (Ziff. 1.6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dem folgte Dr. E.___ in seiner Beurteilung vom 11. Juni 2012 (Urk. 10/72/2). Darauf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hin teilte die Beschwerdegegnerin am 13. Juni 2012 dem Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer mit, sein Anspruch sei unverändert (Urk. 10/74). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine bildgebende Untersuchung vom 10. Dezember 2015 ergab im Halswirbel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">körper 6/7 eine Diskusextrusion mit beidseitiger neuroforaminaler Stenosierung und möglicher Wurzelkompression C7 beidseits. Bezüglich der Lendenwirbel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">körper 4 und 5 bestehe eine residuelle Diskusprotrusion, im Verlauf regredient, weiter lägen leichte beidseitige rezessale Stenosen sowie eine mögliche Wurzel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">reizung L5 beidseits vor (Urk. 10/82/5-6 = Urk. 10/89/3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Auf diese Befunde verwies Dr. F.___ (undatierter Bericht; Urk. 10/82/1-4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 5. April 2016 wurde der Beschwerdeführer vom RAD untersucht. Med. pract.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> G.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, stellte in seinem Bericht vom 14. April 2016 (Urk. 10/84) keine psychiatrischen Diagnosen (S. 5). Die frühere psychosoziale Belastung in Form von ehelichen Schwierigkeiten scheine geklärt und die im Jahr 2005 gestellte Prognose einer Agoraphobie habe sich erfreulicherweise nicht bewahrheitet. Im Vergleich zum Befund von 2005 zeigten sich Verbesserungen, indem der Beschwerdeführer während des Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprächs nicht mehr herumgehen, aufstehen oder gar das Gespräch hockend führen müsse. Auch erwähne er von sich aus keine Angst vor einer Lähmung. Diese Besserung werde durch ein besseres Funktionsbild unterstrichen: Er könne fast täglich zu Fuss einkaufen, mit dem öffentlichen Verkehr reisen, oft spazie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren gehen und jährlich seine Mutter in Marokko besuchen. Differential</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nostisch wäre eine somatoforme Schmerzstörung zu prüfen; der dafür nachzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisende anhaltende, schwere und quälende Schmerz finde sich aber nicht. Es fänden sich auch keine Hinweise auf eine Angststörung; der Beschwerdeführer könne einkaufen, den öffentlichen Verkehr nutzen, Lift fahren und mit Zug und Flugzeug reisen (S. 4). Die beobachteten und berichteten Besserungen korres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dierten mit dem Fehlen einer psychiatrischen Behandlung und Medikation (S. 5 oben). Aus psychiatrischer Sicht sei der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsfähig (S. 6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gleichentags fand eine orthopädische/rheumatologische Untersuchung durch RAD-Arzt Dr. H.___, Facharzt für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Allgemeine Chirurgie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> statt. Dr. H.___ stellte in seinem Bericht vom 14. April 2016 (Urk. 10/85) die folgen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 3 unten f.):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schmerzhafte Bewegungs- und Belastungseinschränkung der LWS</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Status nach Diskushernie L4/5 links mit Kontakt zur Nervenwurzel L5 hin</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">fragliche muskuläre Schwäche linker Arm und linkes Bein (kein Kenn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">muskel-Bezug)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">fragliche Hypästhesie linker Arm und gesamtes linkes Bein (kein Der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">matom-Bezug)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Eine operative Sanierung der radiologisch nachgewiesenen Diskushernien sei nach Angaben des Beschwerdeführers im Moment nicht aktuell (S. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Rücken- und Nackenmuskulatur sei weich gewesen und habe keinerlei Hart</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">spann gezeigt. Auch das An- und Auskleiden und Schuhebinden sei in flüssigen Bewegungen mit Beugung des Rückens erfolgt. Bei der körperlichen Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">su</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">chung habe sich im Vergleich zur Beurteilung durch Dr. C.___ eine Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">besserung der Flexibilität im Rücken gezeigt. Ebenso habe der Finger-Boden-Abstand verbessert werden können, was auf eine erhöhte und normalisierende Flexibilität der Wirbelsäule hinweise. Unverständlich sei, dass der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">führer trotz starker Schmerzsymptomatik weder pharmakologisch, physiothera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">peutisch noch orthopädisch/neurochirurgisch eine Verbesserung seines subjektiv desolaten Schmerzzustandes anstrebe, um wieder in ein normales Leben zurück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">zukommen. In einzelnen Fällen wirke auch das Verhalten des Exploranden inkongruent mit der angegebenen Schmerzsymptomatik, so dass der gesamt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">heitliche Eindruck einer Aggravation entstanden sei (S. 4 unten f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der Konsensbeurteilung kamen die beiden RAD-Ärzte zum Schluss, es sei aktuell kein eindeutiger somatischer Gesundheitsschaden ausgewiesen, der die Arbeitsfähigkeit beeinträchtige. Ebenso finde sich aus versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">psychia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trischer Sicht keine IV-relevante Gesundheitsstörung. In der bisherigen Tätigkeit als Call-Center-Agent bestehe seit 2003 keine Arbeitsfähigkeit mehr. In einer angepassten Tätigkeit mit körperlich leichter wechselbelastender Tätigkeit ohne regelmässige Hebe- und Tragebelastung über 10 kg, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne häufige wirbelsäulen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">belas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tende und hüftgelenks-kniegelenksbelastende Zwangshaltungen und Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten (Bücken, Hocken, Knien, Überkopfarbeiten, Arbeiten in Armvorhalt), ohne häu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">figes Gehen auf unebenem Gelände, ohne andauernde Vibrationsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lastungen und Nässe-/Kälteexposition bestehe seit April 2016 eine volle Arbeitsfähigkeit. Der Gesundheitszustand habe sich hinsichtlich der Rückenbeschwerden ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bessert (S. 5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. F.___ hielt mit Bericht vom 24. Mai 2016 (Urk. 10/89) fest, es sei an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lässlich der im Dezember 2015 durchgeführten radiologischen Untersuchung eine Verschlechterung festgestellt worden. Der Beschwerdeführer sei infolge der Schmerzen nicht in der Lage, länger als etwa 15 Minuten zu stehen, zu laufen oder zu sitzen, so dass er nicht in der Lage sei zu arbeiten. Er könne kaum schlafen und habe Konzentrationsstörungen. Aus hausärztlicher Sicht sei er zu 100 % arbeitsunfähig. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span id="VV006"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialversicherungsgericht die Gesetz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mässigkeit des angefochtenen Entscheids in der Regel nach dem Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verhalt, der zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 131 V 242 E. 2.1, 121 V 362 E. 1b).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die vom Beschwerdeführer im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten weiteren medizinischen Berichte (Urk. 7; Urk. 19/1-7) ergingen alle nach Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung und sind deshalb grundsätzlich nicht zu berücksichtigen. Zudem enthält keiner der genannten Berichte Angaben zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, weshalb sie zur vorliegend strittigen Frage nichts beizutragen vermögen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In somatischer Hinsicht bestand im Frühjahr 2006 und auch noch im Sommer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2007 gemäss Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> eine starke Beeinträchtigung des Beschwe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführers infolge der lumbalen Beschwerden (vgl. vorstehend E. 3.3 und 3.5). Anlässlich der Begutachtung durch Dr. C.___ zeigte sich eine massiv ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geschränkte Gehleistung sowie eine stark eingeschränkte Wirbelsäulenbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit mit einer radikulären Symptomatik L5/S1 links. Dr. C.___ stellte das Vollbild einer subakuten bis akuten Diskushernie mit Nervenwurzel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pression</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">L5/S1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> links fest (vgl. vorstehend E. 3.5). Anlässlich der bildgebenden Untersuchung vom 10. Dezember 2015 (vorstehend E. 4.5) wurde bezüglich der Lendenwirbelkörper 4 und 5 eine residuelle, im Verlauf regrediente Diskuspro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tru</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sion sowie hinsichtlich L5 eine lediglich mögliche Wurzelreizung beidseits festgestellt. Bei der RAD-Untersuchung im April 2016 bestand zwar immer noch eine schmerzhafte Bewegungs- und Belastungseinschränkung der Lenden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirbel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">säule, jedoch war der Beschwerdeführer - im Gegensatz zur Untersuchung durch Dr. C.___ im Sommer 2007 - nun fähig, sich flüssig mit Beugung des Rückens zu bewegen. Dr. H.___ stellte fest, dass sich nun eine Verbesserung der Flexibilität im Rücken sowie des Finger-Boden-Abstands zeige und damit eine erhöhte und normalisierende Beweglichkeit der Wirbelsäule einherging. Dies stellt eine klare Verbesserung dar. Entsprechend den verbleibenden Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigungen wurde seitens des RAD ein genaues Belastungsprofil dargelegt (vgl. vorstehend E. 4.8). Nicht gefolgt werden kann jedoch der Angabe, wonach die angestammte Tätigkeit als Callcenter Agent nicht mehr zumutbar sei, denn diese entspricht einer angepassten Tätigkeit gemäss Belastungsprofil. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In psychischer Hinsicht ist ebenfalls eine Verbesserung eingetreten. Ging Dr. B.___ im Juni 2007 noch von einer reaktiven depressiven Störung aus (vgl. vorstehend E. 3.4) - wobei er bereits damals die psychischen Probleme als klar sekundär zu den somatischen Beeinträchtigungen einordnete und von der somatischen Entwicklung abhängig machte -, so vermochte med. pract. G.___ im April 2016 keine psychiatrische Diagnose mehr zu stellen. Er führte dies nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vollziehbar auf den Umstand zurück, dass sich die psychosoziale Belastung durch die Eheschwierigkeiten verringert habe und der Beschwerdeführer nun über ein besseres Funktionsbild verfüge, indem er fast täglich zu Fuss ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kaufen, mit dem öffentlichen Verkehr reisen und oft spazieren gehen könne. Für einen geringen Leidensdruck spreche auch die fehlende psychiatrische Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung. Damit hat sich die Prognose von Dr. B.___, dass der psychische Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stand des Beschwerdeführers von seiner somatischen Situation beeinflusst werde,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bestätigt: Es ist auch in dieser Hinsicht eine Verbesserung eingetreten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span id="XX212"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG). Nach Art. 49 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">it jenem externer medizinischer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 134 V 231</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifika</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tionen verfügt (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 137 V 210</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">si</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hören </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">– nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 225</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">135 V 465</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 4.4 und E. 4.7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der RAD-Bericht genügt den Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (vgl. vorstehend E. 1.4): Er beinhaltet eine Abklärung der psychischen und soma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Beeinträchtigungen und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers und ist damit für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">su</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, wurde in Kenntnis der Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">akten verfasst und ist genügend begründet. Zudem verfügen sowohl Dr. H.___ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">als auch med. pract. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">G.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> über einen Facharzttitel (vgl. </span><a href="http://www.medregom"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fehler! Hyperlink-Referenz ungültig.</span> </a><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">admin.ch) und damit über die notwendige fachliche Qualifikation. Es bestehen keine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zweifel an </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ihrer Expertise. Dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegenüber fehlt es den behandelnden Ärzten Dr. D.___ (vorstehend E. 4.1) und Dr. F.___ (vorstehend E. 4.3) an der notwendigen fachärztlichen Qualifi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ka</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion zur Beurteilung der somatischen Beeinträchtigung des Beschwerdeführers, sind doch beide Fachärzte für Allgemeine Innere Medizin. Auf ihre Berichte kann deshalb nicht abgestellt werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass im Vergleich zur medizinischen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sachlage im Jahr 2007 von einer Verbesserung auszugehen ist; der Beschwe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer ist sowohl in der angestammten wie auch in einer behinde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">an-gepassten Tätigkeit wieder zu 100 % arbeitsfähig. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei voller Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit in der angestammten Tätigkeit besteht ohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e weiteres kein Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_786/2013 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Jan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">uar 2014 E. 4.2), wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halb auf die Durchführung eines Einkommensvergleichs verzichtet werden kann.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Der angefochtene Entscheid ist somit rechtens. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Strei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wert festzulegen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chend dem Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gang des Verfahrens sind sie dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> u</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nterliegenden Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> aufzuerlegen, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Nachdem Rechtsanwalt Bernhard Zollinger keine Honorarnote eingereicht hat, ist die Entschädigung nach Ermessen festzusetzen (vgl. Urk. 16 Dispositiv-Ziffer 2). In Berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung der vorstehend genannten Kriterien </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ist die Entschädigung von Rechtsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">walt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bernhard Zollinger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bei Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">0.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) auf Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2‘300.--</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (inklusive Baraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist auf § 16 Abs. 4 GSVGer hinzuweisen, wonach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zur Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung verpflichtet werden kann, sofern </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> dazu in der Lage ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span id="Text2"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kasse genommen. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der Beschwerdeführer wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text7"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Bernhard Zollinger, Zürich,</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird mit </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text3"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2'300</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gerichts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kasse entschädigt. </span><span id="Text5"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der Beschwerdeführer wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Bernhard Zollinger</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannLienhard</p><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>