<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: RG.2024.00002</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=224221&amp;W10_KEY=13045540&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>RG.2024.00002</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.07.2024</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Niederlassungsbewilligung (Revision des Urteils VB.2016.00512 vom 21. Dezember 2016)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Revision des Urteils des Verwaltungsgerichts (VB.2016.00512): Die Niederlassungsbewilligung des Gesuchstellers wurde rechtskräftig wegen Straffälligkeit widerrufen und er wurde aus der Schweiz weggewiesen. In der Folge wurde bei ihm eine paranoide Schizophrenie diagnostiziert und das SEM verfügte die vorläufige Aufnahme, weil ihm in Gabun eine unmenschliche Behandlung (Art. 3 EMRK) drohe.] Das Verwaltungsgericht hielt in seinem Urteil (VB.2016.00512) fest, dass es sich beim Gesuchsteller um einen Gewohnheitsverbrecher handle, der sich weder von jugendstrafrechtlichen Sanktionen, 22 Verurteilungen, einer ambulanten Therapie noch von vier migrationsrechtlichen Verwarnungen von weiterer Delinquenz habe abhalten lassen. Seine gesundheitlichen Probleme (kombinierte Persönlichkeitsstörung mit dissozialen und schizoiden Anteilen und ein Abhängigkeitssyndrom von Cannabinoiden) würden nicht zu einer Unzumutbarkeit der Wegweisung führen. Der Widerruf erweise sich als verhältnismässig (E. 2.1). Mit der Verfügung des SEM steht fest, dass dem Gesuchsteller im Falle einer Rückkehr eine konkrete Gefahr einer durch Art. 3 EMRK verbotenen Strafe oder Behandlung droht und die Wegweisung des Gesuchstellers unzulässig ist. Es ist aufgrund der neu eingereichten Beweismittel auch davon auszugehen, dass der Gesuchsteller bereits im Zeitpunkt des in Revision zu ziehenden Urteils des Verwaltungsgerichts an einer (noch unentdeckten) paranoiden Schizophrenie gelitten hat und sich die Situation in Gabun seither nicht verschlechtert hat. Die Wegweisung des Gesuchstellers war unzulässig und damit unverhältnismässig. Die Niederlassungsbewilligung ist zu Unrecht widerrufen worden (E. 2.3). Gutheissung des Revisionsgesuchs. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=67163" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">RG.2024.00002</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">17. Juli 2024</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Gesuchsteller,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Gesuchsgegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Niederlassungsbewilligung<br/> (Revision des Urteils VB.2016.00512 vom 21. Dezember 2016),</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A, geboren 1980, StaatsangehÃ¶riger von Gabun, reiste am 4. November 1987 zum Verbleib bei seinen Pflegeeltern in die Schweiz ein. Am 18. Oktober 1988 wurde ihm die Aufenthaltsbewilligung und am 18. Oktober 1993 die Niederlassungsbewilligung erteilt. Er ist ledig und hat keine Kinder. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>A ist in der Schweiz mehrfach straffÃ¤llig geworden: </p> <p class="Sachverhalt2"><span>-<span> </span></span>Mit Urteil des Jugendgerichts ZÃ¼rich vom 22. April 1999 wurde er wegen Diebstahls, geringfÃ¼gigen Diebstahls, geringfÃ¼giger SachbeschÃ¤digung, mehrfacher Ãbertretung des BetÃ¤ubungsmittelgesetzes vom 3. Oktober 1951 (BetmG) sowie wegen unvollendeten versuchten Raubs schuldig gesprochen und in ein Erziehungsheim fÃ¼r Jugendliche eingewiesen.</p> <p class="Sachverhalt2"><span>-<span> </span></span>Mit Strafbefehl des Bezirksstatthalteramts ZÃ¼rich vom 25. September 2001 wurde er wegen Hausfriedensbruchs schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von drei Tagen verurteilt. </p> <p class="Sachverhalt2"><span>-<span> </span></span>Mit StrafverfÃ¼gung des Untersuchungsrichteramts des Kantons Schaffhausen vom 27. Mai 2003 wurde er wegen geringfÃ¼gigen Diebstahls, Ãbertretung des BetmG sowie Verstosses gegen das Transportgesetz vom 4. Oktober 1985 (TG) schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von sieben Tagen sowie einer Busse von Fr. 360.- verurteilt.</p> <p class="Sachverhalt2"><span>-<span> </span></span>Mit Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft Winterthur vom 29. August 2003 wurde er wegen Gewalt und Drohung gegen BehÃ¶rden und Beamte, Hausfriedensbruchs, geringfÃ¼giger SachbeschÃ¤digung sowie Ãbertretung des BetmG schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von 60 Tagen verurteilt. </p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Mit Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft ZÃ¼rich vom 1. Oktober 2003 wurde er wegen mehrfachen Hausfriedensbruchs schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von 45 Tagen verurteilt. </p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>Mit Urteil des Bezirksgerichts ZÃ¼rich vom 21. Juni 2004 wurde er wegen Beschimpfung </span>schuldig gesprochen und <span>zu einer Freiheitsstrafe von 20 Tagen verurteilt. </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>-<span> </span></span>Mit Urteil und VerfÃ¼gung des Bezirksgerichts ZÃ¼rich vom 6. Dezember 2004 wurde er wegen mehrfachen Hausfriedensbruchs, Sachentziehung, mehrfachen Diebstahls, teilweise in geringfÃ¼gigem Wert, versuchten Diebstahls, einfacher KÃ¶rperverletzung sowie mehrfacher Ãbertretung des BetmG schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt<span>. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ZÃ¼rich-Sihl vom 10. Februar 2005 wurde er wegen mehrfachen Vergehens gegen das BetmG, mehrfacher Ãbertretung des BetmG, Hehlerei, Hausfriedensbruchs sowie TÃ¤tlichkeiten schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von drei Monaten verurteilt.</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ZÃ¼rich-Sihl vom 31. Mai 2005 wurde er wegen geringfÃ¼gigen Diebstahls sowie mehrfacher Ãbertretung des BetmG schuldig gesprochen und zu einer Busse von Fr. 500.- verurteilt.</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ZÃ¼rich-Sihl vom 9. Februar 2006 wurde er wegen einfacher KÃ¶rperverletzung, geringfÃ¼gigen Diebstahls und TÃ¤tlichkeiten schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von zehn Tagen verurteilt.</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>Mit Urteil und Beschluss des Bezirksgerichts ZÃ¼rich vom 24. Januar 2007 wurde er wegen Raubs sowie </span>Ãbertretung des BetmG<span> schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten und einer Busse von Fr. 100.- </span>verurteilt<span>.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>Mit BussenverfÃ¼gung des Untersuchungsrichteramts St. Gallen vom 11. Februar 2008 wurde er wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das TG schuldig gesprochen und zu einer Busse von Fr. 300.- verurteilt. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>Mit Urteil und Beschluss des Bezirksgerichts Hinwil vom 18. August 2009 wurde er wegen mehrfacher einfacher KÃ¶rperverletzung, mehrfachen Diebstahls, mehrfachen </span>geringfÃ¼gigen Diebstahls, <span>mehrfachen versuchten Diebstahls, Gewalt und Drohung gegen BehÃ¶rden und Beamte, Drohung, SachbeschÃ¤digung, mehrfachen Hausfriedensbruchs, mehrfachen TÃ¤tlichkeiten, sexueller BelÃ¤stigung, mehrfachen Vergehens gegen das BetmG sowie mehrfacher Ãbertretung des BetmG schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von zwÃ¶lf Monaten und einer Busse von Fr. 1'200.- verurteilt; der Vollzug der Freiheitsstrafe wurde zum Zweck einer ambulanten Behandlung im Sinn von Art. 63 des Schweizerischen Strafgesetzbuches vom 21. Dezember 1937 (StGB) aufgeschoben.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 25. MÃ¤rz 2010 wurde er wegen Gewalt und Drohung gegen BehÃ¶rden und Beamte sowie Vergehens gegen das BetmG schuldig gesprochen und zu einer Geldstrafe von 90 TagessÃ¤tzen zu Fr. 30.- verurteilt.</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ZÃ¼rich-Sihl vom 10. April 2010 wurde er wegen Drohung und TÃ¤tlichkeiten zu insgesamt 256 Stunden gemeinnÃ¼tziger Arbeit </span>verurteilt<span>.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>Mit Urteil des Bezirksgerichts ZÃ¼rich vom 19. Oktober 2010 wurde er wegen einfacher KÃ¶rperverletzung schuldig gesprochen und zu 360 Stunden gemeinnÃ¼tziger Arbeit </span>verurteilt<span>.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 8. August 2012 wurde er wegen Gewalt und Drohung gegen BehÃ¶rden und Beamte schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von 14 Tagen verurteilt.</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ZÃ¼rich-Sihl vom 21. November 2012 wurde er wegen Hausfriedensbruchs schuldig gesprochen und zu einer Geldstrafe von 10 TagessÃ¤tzen zu Fr. 30.- verurteilt. </p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ZÃ¼rich-Sihl vom 9. September 2013 wurde er wegen sexueller BelÃ¤stigung schuldig gesprochen und zu einer Busse von Fr. 400.- verurteilt.</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Mit Urteil und Beschluss des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 24. Oktober 2013 wurde er wegen mehrfacher einfacher KÃ¶rperverletzung, Gewalt und Drohung gegen BehÃ¶rden und Beamte, Vergehens gegen das BetmG sowie mehrfacher Ãbertretung des BetmG schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von 15 Mo­naten sowie zu einer Busse von Fr. 500.- verurteilt. Die mit Urteil des Bezirksgerichts Hinwil vom 18. August 2009 angeordnete ambulante Massnahme wurde aufgehoben und die Freiheitsstrafe von zwÃ¶lf Monaten fÃ¼r vollziehbar erklÃ¤rt. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wurde zugunsten einer stationÃ¤ren Massnahme aufgeschoben.</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Mit Strafbefehl des Statthalteramts Bezirk ZÃ¼rich vom 12. November 2013 wurde er wegen mehrfacher vorsÃ¤tzlicher TÃ¤tlichkeiten schuldig gesprochen und zu einer Busse von Fr. 600.- verurteilt.</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ZÃ¼rich-Sihl vom 20. Juni 2014 wurde er wegen Ãbertretung des BetmG schuldig gesprochen und zu einer Busse von Fr. 100.- verurteilt. </p> <p class="Urteilstext"><span>Am 25. November 2003, am 3. Juni 2005, am 28. MÃ¤rz 2007 und am 10. Juni 2010 wurde </span>A wegen seiner StraffÃ¤lligkeit auslÃ¤nderrechtlich verwarnt. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 12. Oktober 2015 widerrief das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich die Niederlassungsbewilligung von A, wies ihn aus der Schweiz weg und ordnete an, er habe das schweizerische Staatsgebiet unverzÃ¼glich nach Beendigung der Massnahme zu verlassen. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich am 11. Juli 2016 ab, soweit er nicht gegenstandslos geworden war, und stellte fest, dass A die Schweiz nach der Entlassung aus dem Massnahmenvollzug unverzÃ¼glich zu verlassen habe. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Das Verwaltungsgericht wies eine dagegen erhobene Beschwerde von A mit Urteil vom 16. Dezember 2016 rechtskrÃ¤ftig ab (VB.2016.00512).</p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Mit Eingabe vom 9. April 2024 ersuchte </span>A <span>um Revision und Aufhebung des Urteils des Verwaltungsgerichts vom 16. Dezember 2016. Es sei der Entscheid der </span>Rekursabteilung <span>der Sicherheitsdirektion vom 11. Juli 2016 aufzuheben und ihm die Niederlassungsbewilligung zu belassen. Weiter sei ihm fÃ¼r das Beschwerdeverfahren VB.2016.00512 eine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. Eventualiter sei ihm fÃ¼r das vorliegende Revisionsverfahren die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren und in der Person von RechtsanwÃ¤ltin B eine unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin beizugeben. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 10. April 2024 setzte der AbteilungsprÃ¤sident RechtsanwÃ¤ltin B eine Nachfrist von 15 Tagen zur Einreichung einer im Original unterzeichneten VollmachtserklÃ¤rung von </span>A, welche das VertretungsverhÃ¤ltnis bestÃ¤tige. Weiter sei innert nÃ¤mlicher Frist eine ZustimmungserklÃ¤rung der BeistÃ¤ndin von A zur FÃ¼hrung dieses Prozesses einzureichen, ansonsten angenommen werde, dass das behauptete VertretungsverhÃ¤ltnis nicht bestehe, auf das Revisionsgesuch nicht eingetreten wÃ¼rde und der vollmachtlos handelnden Vertreterin die Verfahrenskosten auferlegt wÃ¼rden. </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Eingabe vom 22. April 2024 und 3. Mai 2024 reichte B die geforderten Unterlagen ein.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die Revision rechtskrÃ¤ftiger Anordnungen von VerwaltungsbehÃ¶rden, Rekurskommissionen und vom Verwaltungsgericht kann gemÃ¤ss § 86a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) von den am Verfahren Beteiligten verlangt werden, wenn im Rahmen eines Strafverfahrens festgestellt wird, dass ein Verbrechen oder ein Vergehen sie beeinflusst hat (lit. a), oder sie neue erhebliche Tatsachen erfahren oder Beweismittel auffinden, die sie im frÃ¼heren Verfahren nicht beibringen konnten (lit. b). RechtsanwendungsmÃ¤ngel, die sich nicht auf die Ermittlung des massgebenden Sachverhalts beziehen, bilden keinen Revisionsgrund nach § 86a lit. b VRG. Die Revision dient nicht dazu, eine andere Rechtsauffassung durchzusetzen oder eine neue rechtliche WÃ¼rdigung bereits bekannter Fakten herbeizufÃ¼hren (siehe Martin Bertschi in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 86a N. 14â18, § 86b N. 1â4; VGr, 20. August 2008, VB.2008.00204, E. 4; VGr, 23. MÃ¤rz 2011, VB.2010.00415, E. 4.2 Abs. 2 und E. 4.6; VGr, 2. Juli 2012, RG.2012.00006, E. 3.1.1 Abs. 2). </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>GemÃ¤ss § 86b Abs. 1 VRG ist ein Revisionsgesuch unzulÃ¤ssig, wenn die RevisionsgrÃ¼nde im Verfahren, das der Anordnung vorausging, oder mit Rekurs oder Beschwerde gegen die Anordnung hÃ¤tten geltend gemacht werden kÃ¶nnen. Das Revisionsgesuch ist bei der BehÃ¶rde, welche die Anordnung getroffen hat, innert 90 Tagen seit Entdeckung des Revisionsgrunds bzw. im Anwendungsfall von § 86a lit. b VRG spÃ¤testens bei Ablauf von zehn Jahren seit Mitteilung der Anordnung einzureichen (§ 86b Abs. 2 VRG). Das Revisionsgesuch muss die RevisionsgrÃ¼nde angeben und die fÃ¼r den Fall einer neuen Anordnung in der Sache gestellten AntrÃ¤ge enthalten; Beweismittel sollen beigelegt oder, soweit dies nicht mÃ¶glich ist, genau bezeichnet werden (§ 86c Abs. 1 VRG). Der vom Revisionsgesuch betroffene Entscheid muss in formelle Rechtskraft erwachsen sein, darf also keinem ordentlichen Rechtsmittel mehr unterliegen (Martin Bertschi, Kommentar VRG, Vorbemerkungen zu §§ 86aâ86d N. 6, § 86a N. 2).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Im Verfahren <span>VB.2016.00512 </span>hatte das Verwaltungsgericht zu beurteilen, ob die Niederlassungsbewilligung des Gesuchstellers gestÃ¼tzt auf Art. 62 lit. b in Verbindung mit Art. 63 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder ([aAuG]; heute das AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 [AIG]) aufgrund des Vorliegens eines Widerrufsgrunds (lÃ¤ngerfristige Freiheitsstrafe) zu widerrufen ist. </p> <p class="Erwgung4">Das Verwaltungsgericht hielt in seinem Urteil fest, dass der Gesuchsteller den Widerrufsgrund einer lÃ¤ngerfristigen Freiheitsstrafe erfÃ¼lle. GemÃ¤ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung gelte als lÃ¤ngerfristige Freiheitsstrafe eine solche von mehr als einem Jahr (BGE 135 II 377). Der Gesuchsteller sei am 24. Oktober 2013 zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten verurteilt worden. Weiter fÃ¼hrte es aus, dass das Vorliegen eines Widerrufsgrunds nicht zwingend zum Widerruf der Niederlassungsbewilligung fÃ¼hre. Der Widerruf mÃ¼sse sich Ã¼berdies als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erweisen (Art. 96 Abs. 1 aAuG).<span> Dabei seien die Schwere des Delikts und das Verschulden des Betroffenen, der seit der Tat vergangene Zeitraum, das Verhalten des AuslÃ¤nders wÃ¤hrend diesem, der Grad seiner Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die ihm und seiner Familie drohenden Nachteile zu berÃ¼cksichtigen (BGE 139 I 145; BGE 135 II 377). Ausgangspunkt fÃ¼r das migrationsrechtliche Verschulden sei â im Fall des Widerrufsgrunds der lÃ¤ngerfristigen Freiheitsstrafe nach Art. 62 lit. b aAuG â die vom Strafgericht ausgesprochene Strafe </span>(BGE 134 II 10 E. 4.<span>2; </span>BGE 129 II 215 E. 3.1). Das Strafmass von 15 Monaten Freiheitsstrafe indiziere ein mittleres <span>migrationsrechtliches </span>Verschulden, welches jedoch durch die Art, Anzahl und Frequenz der vom Gesuchsteller begangenen Delikte massiv erhÃ¶ht wird. Der Gesuchsteller sei seit seinem 19. <span>Lebensjahr durchwegs negativ aufgefallen und</span> sei 22 Mal strafrechtlich zu insgesamt Ã¼ber vier Jahren und drei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der das Verfahren auslÃ¶senden Verurteilung lÃ¤gen gemÃ¤ss dem begrÃ¼ndeten Urteil des Bezirksgerichts ZÃ¼rich vom 24. Oktober 2013 folgende erstellte Sachverhalte zugrunde: Der Gesuchsteller habe am 1. Januar 2011 im "Migrolino" Sachschaden angerichtet, indem er einige Glasflaschen Bier umgestossen habe. Als der GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer (GeschÃ¤digter) ihn am Verlassen des GeschÃ¤fts ohne Begleichung des Schadens habe hindern wollen, habe ihn der Gesuchsteller heftig angerempelt, indem er zunÃ¤chst frontal und mit grosser Wucht in ihn hineinlief. Sodann habe er den Mann mit einer Hand vorne am Hals gepackt und ihn rÃ¼ckwÃ¤rts auf den Boden gestossen, sodass dieser infolge des Aufpralls Verletzungen am Hinterkopf und am Becken erlitten habe. Der Gesuchsteller habe den rÃ¼cklings auf dem Boden liegenden GeschÃ¤digten weiterhin mit einer Hand am Hals festgehalten und ihn mehrmals ins Gesicht geschlagen.<span> Da sich der </span>Gesuchsteller <span>weder von jugendstrafrechtlichen Sanktionen, 22 Verurteilungen (zu Bussen, Geld- und Freiheitsstrafen), einer ambulanten Therapie noch von vier migrationsrechtlichen Verwarnungen von weiterer Delinquenz habe abhalten lassen, entstehe von ihm das Bild eines uneinsichtigen, gewalttÃ¤tigen Gewohnheitsverbrechers, der die ihm gewÃ¤hrten Chancen nicht habe zu nutzen vermocht, und bei welchem die in einem Rechtsstaat zur VerfÃ¼gung stehenden Sanktionen wirkungslos seien und blieben. Bei dieser Sachlage sei ein weiteres Verbleiben des </span>Gesuchstellers <span>in der Schweiz grundsÃ¤tzlich ausgeschlossen, und es bestehe damit ein gewichtiges Ã¶ffentliches Interesse an seiner Wegweisung. </span></p> <p class="Erwgung2">DemgegenÃ¼ber stellte das Verwaltungsgericht fest, dass auch wenn die privaten Interessen des Gesuchstellers an einem weiteren Verbleib in der Schweiz gross seien und ihn die Wegweisung hart treffe, die sicherheitspolizeilichen Interessen, seinen Aufenthalt aufgrund der Schwere seiner Taten zu beenden, Ã¼berwiegen wÃ¼rden. Der Gesuchsteller leide gemÃ¤ss dem Zwischenbericht der Psychiatrischen Klinik C vom 18. August 2016 an einer kombinierten PersÃ¶nlichkeitsstÃ¶rung mit dissozialen und schizoiden Anteilen (ICD-10: F61.0), und einem AbhÃ¤ngigkeitssyndrom von Cannabinoiden, gegenwÃ¤rtig abstinent in beschÃ¼tzender Umgebung (ICD-10: F12.21) und Status nach psychotischer StÃ¶rung durch Cannabinoide, vorwiegend wahnhaft, inzwischen remittiert (ICD-10: F12.51). G<span>emÃ¤ss dem medizinischen Consulting beim Staatssekretariat fÃ¼r Migration (SEM) vom 23. Juni 2016 sei die psychologische und psychiatrische Gesundheitsversorgung in Gabun unzureichend. Es gebe keine Psychologen und ausgebildeten Psychiater, weshalb im ganzen Land keine Psychotherapie angeboten werde. Es existiere ein einziges psychiatrisches Spital, das Melen Psychiatric Hospital, welches auf stationÃ¤re Patienten ausgerichtet sei. Damit sei zwar davon auszugehen, dass der Gesuchsteller in seinem Heimatland keinen Zugang zu einem Therapeuten mehr haben werde. </span>Der <span>Gesuchsteller </span>stÃ¼nde in Gabun indes <span>nicht anders da als die Landsleute, die an den gleichen Beschwerden leiden und dennoch kein Anwesenheitsrecht in der Schweiz verlangen kÃ¶nnten. Die gesundheitlichen Probleme des Gesuchstellers seien nicht derart, dass </span>bei einer RÃ¼ckkehr ins Heimatland mit einer raschen und lebensgefÃ¤hrdenden BeeintrÃ¤chtigung des Gesundheitszustands zu rechnen ist und vermÃ¶gten damit keine Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs im Sinn der Rechtsprechung zu begrÃ¼nden <span>(vgl. BGr, 27. MÃ¤rz 2015, 2C_396/2014, E. 4.5; BGr, 15. Mai 2008, 2C_187/2008, E. 2.3). </span>Der Gesuchsteller habe sÃ¤mtliche ihm bisher gebotenen Chancen nicht zu nutzen vermocht, sodass sich die beanstandete aufenthaltsbeendende Massnahme trotz seiner langen Anwesenheit dennoch rechtfertige, weshalb auch eine blosse Verwarnung (Art. 96 Abs. 2 aAuG) nicht mehr zur Diskussion stehen kÃ¶nne. Bei einer Gesamtbetrachtung der genannten UmstÃ¤nde erscheine ein Widerruf der Niederlassungsbewilligung als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der Gesuchsteller macht geltend, dass er infolge des Entscheids des Verwaltungsgerichts per Entlassung aus der stationÃ¤ren Massnahme nach Gabun weggewiesen worden sei. Er sei im FrÃ¼hsommer 2017 aus der stationÃ¤ren Massnahme entlassen worden. Trotz anhaltender TherapiebedÃ¼rftigkeit sei aufgrund des Wegweisungsentscheids auf ein Ãbergangsmanagement verzichtet worden und er sei ohne psychiatrische Nachbetreuung oder medikamentÃ¶se Nachbehandlung in die Notunterkunft entlassen worden. Da in Gabun eine medizinische Behandlung nicht vorhanden sei, habe man bereits in der Schweiz auf die weitere medikamentÃ¶se Behandlung verzichtet und keine psychiatrische Nachbetreuung gewÃ¤hrleistet. Die Ausschaffung nach Gabun habe nicht zeitnah durchgefÃ¼hrt werden kÃ¶nnen. Es sei zu einem Wiederaufflammen der Symptomatik gekommen und damit einhergehend zu neuen (krankheitsbedingten) Delikten. Mit Urteil des Bezirksgerichts ZÃ¼rich vom 19. April 2019 sei erneut eine stationÃ¤re Massnahme angeordnet worden, auf die Aussprache einer Landesverweisung sei verzichtet worden. Im Rahmen dieses Strafverfahrens sei eine neuerliche Begutachtung erfolgt und es habe sich ein verÃ¤nderte Diagnosestellung ergeben. Es sei erstmals eine paranoide Schizophrenie diagnostiziert worden und daher eine neue Massnahme zur Behandlung der nunmehr diagnostizierten paranoiden Schizophrenie, dissozialen PersÃ¶nlichkeitsstÃ¶rung und CannabisabhÃ¤ngigkeit angeordnet worden. Es sei erstmals erkannt worden, dass sich die VerhaltensauffÃ¤lligkeiten nicht mit einer PersÃ¶nlichkeitsstÃ¶rung erklÃ¤ren lassen, sondern mit einer seit Jahren unbehandelt gebliebenen schizophrenen Erkrankung. Entgegen den bisherigen Gutachten sei nunmehr eine wahnhafte Symptomatik erkannt worden, welche nicht bloss durch den Cannabiskonsum hervorgerufen worden sei. Sodann sei im Gegensatz zu frÃ¼heren Gutachten nunmehr eine erhebliche Verminderung der SteuerungsfÃ¤higkeit festgestellt worden, wobei der Gutachter fÃ¼r den Grossteil der angeklagten Delikte von einer schweren Minderung der SchuldfÃ¤higkeit ausgegangen sei. Es handle sich beim Gesuchsteller gemÃ¤ss Strafgericht nicht um einen "Gesinnungsverbrecher", sondern um einen psychisch Kranken, dessen Delikte mit der psychischen Erkrankung im Zusammenhang stehe. Eine entsprechende Behandlung sei zwingend notwendig, um RÃ¼ckfÃ¤lle zu vermeiden. Notwendig sei eine langfristige und ausreichend dosierte antipsychotische Medikation und Psychotherapie. Das Strafgericht habe deshalb auf eine Landesverweisung verzichtet. Weiter habe das Strafgericht festgehalten, dass beim Gesuchsteller bei erfolgreichem Abschluss der Massnahme eine positive Legalprognose gestellt werden kÃ¶nne und dann kein Interesse an einer Landesverweisung mehr bestehe. Seit dem 19. August 2019 befinde sich der Gesuchsteller im Massnahmenvollzug. Im Rahmen der Behandlung sei es erneut zu einer nicht unerheblichen Verschiebung der Diagnose gekommen. Die Ãrzte wÃ¼rden nunmehr nur noch von einer paranoiden Schizophrenie und CannabisabhÃ¤ngigkeit ausgehen, die dissoziale PersÃ¶nlichkeitsstÃ¶rung sei verworfen werden.</p> <p class="Urteilstext">Im MÃ¤rz 2022 habe der Gesuchsteller ein Asylgesuch eingereicht, da er aufgrund seiner psychischen Erkrankung in seinem Heimatland Gabun zu einer bestimmten sozialen Gruppe gehÃ¶re und damit aufgrund eines asylrelevanten Verfolgungsmotivs ernsthaften Nachteilen ausgesetzt wÃ¼rde. Am 3. MÃ¤rz 2023 sei er dem erweiterten Verfahren zugeteilt worden. Mit VerfÃ¼gung der SVA ZÃ¼rich vom 15. MÃ¤rz 2023 sei beim Gesuchsteller eine 100%-InvaliditÃ¤t festgestellt worden. Es sei zudem festgestellt worden, dass die InvaliditÃ¤t schon vor seinem 18. Lebensjahr bestanden habe. Es bestehe deshalb keine Aussicht darauf, dass der Gesuchsteller seine ErwerbstÃ¤tigkeit oder auch nur die FÃ¤higkeit, sich im Aufgabenbereich zu betÃ¤tigen, verbessern oder gar wiederherstellen kÃ¶nne. Mit Beschluss vom 27. Juni 2023 habe die KESB eine Beistandschaft fÃ¼r den Gesuchsteller angeordnet. Dabei hielt sie fest, dass der Gesuchsteller Hilfe in verschiedenen Lebensbereichen benÃ¶tige. Er sei aus gesundheitlichen GrÃ¼nden nicht in der Lage, seine Angelegenheiten zu besorgen, insbesondere bezÃ¼glich Wohnsituation, medizinischer Betreuung, sozialem Wohl, Erledigen der administrativen Angelegenheiten sowie der Verwaltung von allfÃ¤lligem Einkommen und VermÃ¶gen. Weder nahestehende Personen noch die BevollmÃ¤chtigung Privater oder private oder Ã¶ffentliche Dienste wÃ¼rden zu seinem Schutze und der Wahrung seiner Interessen ausreichen. </p> <p class="Erwgung2">Am 9. Januar 2024 habe das SEM die FlÃ¼chtlingseigenschaft und das Asylgesuch zwar angelehnt, jedoch habe das SEM festgestellt, dass dem Gesuchsteller in Gabun eine unmenschliche Behandlung gemÃ¤ss Art. 3 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) drohe und ein Wegweisungsvollzug daher unzulÃ¤ssig sei (menschenrechtliches Non-Refoulement). Infolgedessen habe das SEM eine vorlÃ¤ufige Aufnahme verfÃ¼gt. Mit der VerfÃ¼gung des SEM vom 9. Januar 2024 sei erstellt, dass ihm in Gabun eine unmenschliche Behandlung drohe. Es stehe deshalb fest, dass der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die infolgedessen verfÃ¼gte Wegweisung rechtswidrig gewesen sei bzw. auf einer falschen Sachverhaltsfeststellung beruht habe. Die Frage, ob dem Gesuchsteller bei einer RÃ¼ckfÃ¼hrung in sein Heimatland eine unmenschliche Behandlung drohe, sei Teil der Sachverhaltsfeststellung. Diese Tatsache sei bereits in der Beschwerdeschrift vom 8. September 2016 sinngemÃ¤ss behauptet worden, indes vom Verwaltungsgericht nicht anerkannt bzw. entsprechend festgestellt worden. Mit seinem Entscheid vom 9. Januar 2024 habe das SEM, in ihrem Kerngebiet, nÃ¤mlich der Lage- und GefÃ¤hrdungsbeurteilung in den HerkunftslÃ¤ndern, nun verbindlich festgestellt, dass eine unmenschliche Behandlung drohe und diese Tatsache demnach vorliege. Die UmstÃ¤nde in Gabun hÃ¤tten sich seit dem in Revision zu ziehenden Urteil des Verwaltungsgerichts sogar eher noch verbessert, sicher aber nicht verschlechtert. Das Verwaltungsgericht sei davon ausgegangen, dass der Gesuchsteller in Gabun keinen Zugang zu einem Therapeuten haben werde. Das Gutachten von Prof. Dr. D vom 5. MÃ¤rz 2022 gehe davon aus, dass es zwar wenig Aussicht auf eine psychologische UnterstÃ¼tzung in Gabun gebe, diese aber grundsÃ¤tzlich verfÃ¼gbar sei. Indem sich das SEM unter anderem auf dieses Gutachten stÃ¼tze, welches von einer minimalen Verbesserung der Lage im Vergleich zu 2016 ausgehe, stehe fest, dass dem Gesuchsteller bereits im Jahr 2016 eine unmenschliche Behandlung gedroht habe. Dies gelte umso mehr, als dass sich auch der gesundheitliche Zustand des Gesuchstellers und seine FÃ¤higkeit, den Alltag zu bewÃ¤ltigen, seit dem Jahr 2016 durch die nunmehr endlich auf der richtigen Diagnose beruhenden Behandlung und die edukativen Anteile der stationÃ¤ren Behandlung klar verbessert hÃ¤tten. Es sei zu Unrecht keine VÃ¶lkerrechtswidrigkeit der Wegweisung festgestellt worden, weshalb die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung zuungunsten des Gesuchstellers ausgefallen sei. Hinzu komme, dass sich die psychiatrischen Diagnosen, auf welche sich das Verwaltungsgerichtsurteil vom 21. Dezember 2016 abstÃ¼tze, ebenfalls als nachtrÃ¤glich falsch herausgestellt hÃ¤tten. Es sei gutachterlich festgestellt worden, dass der Gesuchsteller bereits damals an einer (unentdeckten) Schizophrenie gelitten habe, welche seine SchuldfÃ¤higkeit zu einem erheblichen Masse eingeschrÃ¤nkt habe. Er kÃ¶nne deshalb nicht (mehr) als unbelehrbar bezeichnet werden, wie dies noch im Verwaltungsgerichtsurteil aus dem Jahr 2016 geschehen sei, sondern es mÃ¼sse mit dem Bezirksgerichtsurteil vom 10. April 2019 davon ausgegangen werden, dass es sich bei ihm nicht um einen ''Gewohnheitsverbrecher'' handle, sondern um einen psychisch Kranken, bei welchem entsprechend von einer Landesverweisung abgesehen wurde. Auch die AusfÃ¼hrungen zur (verfehlten) wirtschaftlichen Integration des Gesuchstellers wÃ¼rden sich daher ex tunc als unzutreffend erweisen. Mit VerfÃ¼gung vom 15. MÃ¤rz 2023 sei beim Gesuchsteller eine 100%-InvaliditÃ¤t festgestellt worden. In der genannten VerfÃ¼gung sei festgestellt worden, dass bei ihm bereits vor seinem 18. Lebensjahr eine InvaliditÃ¤t bestanden habe. Dementsprechend sei seine SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit nicht selbstverschuldet gewesen und werde zukÃ¼nftig mit Auszahlung einer IV-Rente auch keine SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit mehr bestehen.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b>Es ist unbestritten, dass mit dem rechtskrÃ¤ftigen Verwaltungsgerichtsurteil vom 21. Dezember 2016 <span>(VB.2021.00512) </span>ein Anfechtungsobjekt vorliegt und der Gesuchsteller als seinerzeitiger Verfahrensbeteiligter legitimiert ist, dessen Revision zu beantragen. Das Revisionsgesuch enthÃ¤lt die fÃ¼r den Fall einer neuen Anordnung in der Sache gestellten AntrÃ¤ge, und die Beweismittel wurden beigelegt oder bezeichnet. Die VerfÃ¼gung des SEM vom 9. Januar 2024 wurde der Rechtsvertreterin am 16. Januar 2024 zugestellt. Mit dem Revisionsgesuch vom 9. April 2024 wurde die 90-tÃ¤gige Revisionsfrist somit eingehalten. Strittig und damit zu prÃ¼fen ist, ob neu entdeckte Tatsachen (unechte Noven), die im frÃ¼heren Verfahren oder mit einem daran anschliessenden Rechtsmittel nicht vorgebracht werden konnten, das Verwaltungsgerichtsurteil vom 21. Dezember 2016 <span>(VB.2016.00512) in Bezug auf den Sachverhalt als ursprÃ¼nglich fehlerhaft erscheinen lassen. </span></p> <p class="Erwgung3"><span>Nach der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention haben die Mitgliedstaaten zwar das Recht, die Einreise, den Aufenthalt und die Aufenthaltsbeendigung, insbesondere die Weg- und Ausweisung von AuslÃ¤ndern zu regeln (BGE 139 I 330 E. 2). GemÃ¤ss Art. 3 EMRK bzw. Art. 25 Abs. 3 BV sind indessen Wegweisungen unzulÃ¤ssig, wenn nachweisbar ernsthafte GrÃ¼nde dafÃ¼r sprechen, dass die betroffene Person im Falle der Wegweisung bzw. deren Vollzugs tatsÃ¤chlich Gefahr lÃ¤uft, sich im Aufnahmeland einer Behandlung ausgesetzt zu sehen, die gegen Art. 3 EMRK bzw. Art. 25 Abs. 3 BV verstÃ¶sst. Wurde ein solches Risiko mit stichhaltigen GrÃ¼nden konkret und ernsthaft glaubhaft gemacht ("real risk"), ist die Wegweisung bzw. ihr Vollzug vÃ¶lker- und verfassungsrechtlich unzulÃ¤ssig; die Vollstreckung der aufenthaltsbeendenden Massnahme stellt in diesem Fall selber eine unmenschliche Behandlung dar (vgl. </span>BGr, 28. September 2018, 2C_108/2018, E. 5.4.4; <span>BGr, 23. Juni 2017, 2C_868/2016 2C_869/2016, E. 5.2.2). </span>Nach der wegweisungsrechtlichen Rechtsprechung hat die BehÃ¶rde im Zeitpunkt ihrer Entscheidung die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der Ausweisung oder des Bewilligungswiderrufs zu prÃ¼fen. Sie hat zu prÃ¼fen, ob sich der Widerruf der Niederlassungsbewilligung angesichts des Gesundheitszustands als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erweist. Sie kann hinsichtlich der PrÃ¼fung des Non-Refoulement-Prinzips oder anderer zwingender Normen (Art. 83 AIG) nicht lediglich auf die VollzugsbehÃ¶rde verweisen. Die Frage, ob die RÃ¼ckkehr in den Heimatstaat als zumutbare HÃ¤rte angesehen werden kann, ist somit bei der vorzunehmenden InteressenabwÃ¤gung vollumfÃ¤nglich zu berÃ¼cksichtigen und es ist nicht zulÃ¤ssig, diesbezÃ¼glich auf ein allfÃ¤lliges Wegweisungsvollzugsverfahren zu verweisen (vgl. BGE 145 IV 455 E. 9.4). </p> <p class="Erwgung1">Mit der VerfÃ¼gung des SEM vom 8. Januar 2024 steht fest, dass dem Gesuchsteller im Falle einer RÃ¼ckkehr eine konkrete Gefahr einer durch Art. 3 EMRK verbotenen Strafe oder Behandlung droht. Es ist aufgrund der neu eingereichten Beweismittel auch davon auszugehen, dass der Gesuchsteller bereits im Zeitpunkt des in Revision zu ziehenden Urteils des Verwaltungsgerichts an einer (noch unentdeckten) paranoiden Schizophrenie gelitten hat und sich die Situation in Gabun seither nicht verschlechtert hat. Die mit VerfÃ¼gung des SEM vom 9. Januar 2024 festgestellte UnzulÃ¤ssigkeit der Wegweisung ist revisionsrechtlich als neue erhebliche Tatsache zu werten. Es ist nach dem Gesagten festzustellen, dass die Wegweisung des Gesuchstellers unzulÃ¤ssig und damit unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig war. Das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 21. Dezember 2016 (VB.2016.00512) ist deshalb revisionsweise aufzuheben und festzustellen, dass die Niederlassungsbewilligung zu Unrecht widerrufen worden ist. </p> <p class="Erwgung2">Dies fÃ¼hrt zur Gutheissung des Revisionsgesuchs.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Infolge der Gutheissung des Revisionsgesuchs und der damit verbundenen Aufhebung des Urteils des Verwaltungsgerichts vom 21. Dezember 2016 (VB.2016.00512) sind die Kosten und die Bemessung des Honorars der unentgeltlichen Rechtsvertretung im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren (VB.2016.00512) und im vorangegangen Rekursverfahren (Nr. 2015.0893) neu zu regeln. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen des kantonalen Verfahrens beurteilen sich grundsÃ¤tzlich nach Massgabe des Verfahrensausgangs (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a sowie § 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Die Kosten des Rekurs- und Beschwerdeverfahrens (Nr. 2015.0893 und VB. 2016.00512)<span> sind ausgangsgemÃ¤ss</span> dem <span>Gesuchsgegner </span>aufzuerlegen und steht dem Gesuchsteller fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung zu <span>(§ 17 Abs. 2 lit. a und b VRG)</span>. <span>Diese ist nach gerichtsÃ¼blichen AnsÃ¤tzen fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren auf je Fr. 1'500.- (inklusive Mehrwertsteuer) festzusetzen.</span> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>GemÃ¤ss § 16 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) und Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung (BV) ist Privaten, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, auf Ersuchen die Bezahlung von Verfahrenskosten und KostenvorschÃ¼ssen zu erlassen sowie ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst genÃ¼gend zu wahren. </p> <p class="Erwgung2">Der Gesuchsteller hatte fÃ¼r das Rekursverfahren (Nr. 2015.0893) um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und fÃ¼r das Beschwerdeverfahren (VB.2016.00512) um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und Bestellung einer unentgeltlichen RechtsbeistÃ¤ndin in der Person von RechtsanwÃ¤ltin E ersucht. Durch die Kostenbelastung des <span>Gesuchsgegners </span>werden die Gesuche um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren gegenstandslos.<span> </span>Im Beschwerdeverfahren (VB.2016.00512) wurde dem Gesuchsteller in der Person von RechtsanwÃ¤ltin E eine unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin bestellt. RechtsanwÃ¤ltin E wurde mit Fr. 3'843.70 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschÃ¤digt. Die ParteientschÃ¤digung ist mit der bereits geleisteten EntschÃ¤digung als unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin im Beschwerdeverfahren (VB.2016.00512) zu verrechnen. Die Nachzahlungspflicht des Gesuchstellers reduziert sich in diesem Umfang auf Fr. 2'343.50.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Es wird ausdrÃ¼cklich darauf hingewiesen, dass eine Partei, welcher die unentgeltliche Rechtspflege gewÃ¤hrt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald diese dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjÃ¤hrt zehn Jahre nach Verfahrensabschluss (§ 16 Abs. 4 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten des Revisionsverfahrens dem Gesuchsgegner aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 teilweise in Verbindung mit § 65a Abs. 2 VRG). Desgleichen hat dieser der Rechtsvertreterin des Gesuchstellers eine angemessene ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Revisionsverfahren zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). Diese ist auf Fr. 1'500.- (inklusive Mehrwertsteuer) festzusetzen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Der Gesuchsteller ersucht um unentgeltliche Rechtspflege.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.1 </b>Die BedÃ¼rftigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers ist unbestritten. Ebenso erweist sich sein Begehren als nicht aussichtslos und ist er aufgrund der KomplexitÃ¤t der Angelegenheit auf fachkundige Vertretung angewiesen. Durch die Kostenbelastung des <span>Gesuchsgegners </span>wird das Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung gegenstandslos, jedoch ist dem Gesuch um Bestellung einer unentgeltlichen RechtsbeistÃ¤ndin zu entsprechen. Es ist ihm in der Person von RechtsanwÃ¤ltin B eine unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin zu bestellen.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.2 </b>Die RechtsbeistÃ¤ndin des Gesuchstellers weist in ihrer Kostennote vom 4. Juli 2024 einen zeitlichen Aufwand von 16,5 Stunden aus, woraus sich inklusive Mehrwertsteuer eine EntschÃ¤digung von Fr. 3'984.90 ergibt. Die geltend gemachten Aufwendungen erscheinen angemessen und die ParteientschÃ¤digung ist an die der unentgeltlichen RechtsbeistÃ¤ndin zu leistende EntschÃ¤digung anzurechnen, womit die Rechtsvertreterin noch im Mehrbetrag von Fr. 2'484.90 aus der Gerichtskasse zu entschÃ¤digen ist. In Bezug auf den von der Gerichtskasse zu bezahlenden Betrag ist der Gesuchsteller gestÃ¼tzt auf § 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 16 Abs. 4 VRG darauf aufmerksam zu machen, dass er Nachzahlung leisten muss, sobald er dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjÃ¤hrt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Der vorliegende Entscheid kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. <span>Das Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Das Gesuch um unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung wird gutgeheissen und dem Gesuchsteller in der Person von RechtsanwÃ¤ltin B eine unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin bestellt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Das Revisionsgesuch wird gutgeheissen. Der Entscheid der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion vom 11. Juli 2016 (Nr. 2015.0893) und das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 21. Dezember 2016 (VB.2016.00512) werden aufgehoben. <span>Das Migrationsamt wird im Sinn der ErwÃ¤gungen angewiesen, dem Gesuchsteller die Niederlassungsbewilligung zu erteilen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>4. <span>Die Kosten des Rekursverfahrens </span>(Nr. 2015.0893) in der HÃ¶he von insgesamt Fr. 1'830.- <span>werden dem Gesuchsgegner auferlegt.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Das Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung fÃ¼r das Rekursverfahren (Nr. 2015.0893) wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, dem Gesuchsteller fÃ¼r das Rekursverfahren (Nr. 2015.0893) eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. <span>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens </span>(VB.2016.00512) in der HÃ¶he von insgesamt Fr. 2'060.- <span>werden dem Gesuchsgegner auferlegt.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Das Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren (VB.2016.00512) wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.</span></p> <p class="Einzug2"><span>9. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, dem Gesuchsteller fÃ¼r das Beschwerdeverfahren (VB.2016.00512) eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- zu bezahlen. Die ParteientschÃ¤digung wird mit der bereits geleisteten EntschÃ¤digung im Beschwerdeverfahren (VB.2016.00512) verrechnet.</span></p> <p class="Einzug2"><span>10. Die GerichtsgebÃ¼hr <span>des Revisionsverfahrens</span> wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>11. D<span>ie Gerichtskosten des Revisionsverfahrens werden dem Gesuchsgegner auferlegt.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>12. Der <span>Gesuchsgegner </span>wird verpflichtet, dem Gesuchsteller fÃ¼r das Revisionsverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>13. <span>RechtsanwÃ¤ltin B ist fÃ¼r das des Revisionsverfahren im Mehrbetrag von </span>Fr. 2'484.90 <span>(Mehrwertsteuer inbegriffen) aus der Gerichtskasse zu entschÃ¤digen. Die Nachzahlungspflicht des Gesuchstellers gemÃ¤ss § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>14. Gegen dieses Urteil kann <span>im Sinn der ErwÃ¤gungen </span>Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>15. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion;<br/> c) das Staatssekretariat fÃ¼r Migration (SEM);<br/> d) die Kasse des Verwaltungsgerichts (zur Anweisung der EntschÃ¤digung).</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>