<h2>SubmittedText<h2><p>Liegen dem Bundesrat Indizien dafür vor, wonach die Brandkatastrophe von 1986 im Werk Schweizerhalle der Sandoz (heute Novartis) von Geheimdiensten des damaligen Ostblocks angestiftet worden ist, um von der Tschernobylkatastrophe abzulenken?</p><p>Was hat er unternommen, um diesbezügliche - aus ehemaligem Stasikreis in Umlauf gesetzten - Behauptungen zu überprüfen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November 1986 brach in der Sandoz-Lagerhalle 656 in Muttenz/BL ein Feuer aus, das sich rasant zu einem Grossbrand ausbreitete. Der Brand verursachte hohe wirtschaftliche und ökologische Schäden.</p><p>Aus dem Untersuchungsbericht des Wissenschaftlichen Dienstes der Stadtpolizei Zürich geht hervor, dass in der Lagerhalle 656 frisch mit Kunststoff eingeschweisste Paletten mit einem "Berliner-Blau" genannten Farbstoff wegen der Hitze, die beim Einschweissvorgang entstand, geruch- und rauchlos zu glimmen begannen und später den offenen Brand verursachten.</p><p>Das Resultat dieses Gutachtens wurde vom Statthalteramt Arlesheim an der Pressekonferenz vom 5. Juni 1987 der Öffentlichkeit bekannt gegeben.</p><p>Die damaligen Untersuchungen lagen in der Kompetenz des Kantons Basel-Landschaft und wurden umfassend durchgeführt. Der Bundesrat verfügt über  keinerlei Beweise für eine andere Brandursache als die oben genannte.</p><p>Indizien für eine Anstiftung von Geheimdiensten des damaligen Ostblocks liegen  dem Bundesrat ebenfalls keine vor. Die von einem privaten US-Bürger stammenden  Vermutungen über den Grund des Brandes bei der Sandoz wurden überprüft. Die zuständige amerikanische Behörde verfügt über keinerlei Informationen, die diese Vermutungen bekräftigen würden.</p>  Antwort des Bundesrates.