<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00238</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106376&amp;W10_KEY=4467147&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00238</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.11.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Altstoff-Sammelstelle</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die sich wegen unterschiedlicher Parteibezeichnungen stellende Frage eines allfälligen Parteiwechsels bzw. der Zulässigkeit eines solchen kann hier als Grenzfall offen gelassen werden, da an der Behandlung der aufgeworfenen Fragen zum Lärmrecht ein öffentliches Interesse besteht und die Beschwerde ohnehin abzuweisen ist. Eine Altstoff-Sammelstelle ist mit den von Anhang 6 LSV erfassten industriellen, gewerblichen oder landwirtschaftlichen Anlagen nicht vergleichbar und deshalb gemäss Art. 40 Abs. 3 LSV direkt nach Art. 15 USG zu beurteilen.<br/>Zur Eintretensfrage (E. 1). In Änderung der früheren Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts ist Anhang 6 LSV auf Altstoff-Sammelstellen nicht mehr anzuwenden (E. 2). Die streitige Altstoff-Sammelstelle erfüllt die lärmrechtlichen Anforderungen von Art. 25 Abs. 1 USG (E. 3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ALTSTOFFSAMMELSTELLE">ALTSTOFFSAMMELSTELLE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTSORGUNG">ENTSORGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: LÃRMSCHUTZ">LÃRMSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIBEZEICHNUNG">PARTEIBEZEICHNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: PARTEIEN">PARTEIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIWECHSEL">PARTEIWECHSEL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SAMMELSTELLE">SAMMELSTELLE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 166 GVG</span><br/><span class="ungerade">Art. 7 lit. II LSV</span><br/><span class="gerade">Art. 40 lit. III LSV</span><br/><span class="ungerade">§ 316 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 11 Abs. II USG</span><br/><span class="ungerade">Art. 15 USG</span><br/><span class="gerade">Art. 25 Abs. II USG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2001 Nr. 79</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><a id="Text2"><span>I. Die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons ZÃ¼rich genehmigte mit VerfÃ¼gung vom 20. Mai 1996 das Projekt der Gemeinde X betreffend die Errichtung einer Altstoff-Nebensammelstelle auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 1 an der P-strasse im Ortsteil Y hinsichtlich der lÃ¤rmschutzrechtlichen Aspekte. Mit Beschluss vom 30. Mai 1996 erteilte darauf die Baukommission X die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r die Errichtung dieser Sammelstelle. Rechtzeitig hatte die "A-Gesellschaften / Lie­genschaften-Verwaltung" ein Begehren um Entscheidzustellung gemÃ¤ss § 315 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) gestellt.</span></a></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Eingabe vom 19. Juni 1996 rekurrierte die "A-Gesellschaften" gegen die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r die Errichtung der "Wertstoff-Sammelstelle" an die Baurekurskommission. Diese trat auf die lÃ¤rmrechtlichen EinwÃ¤nde der Rekurrentin nicht ein mit dem Hinweis, dass die erst nachtrÃ¤glich zugestellte VerfÃ¼gung der Volkswirtschaftsdirektion beim Regierungsrat angefochten werden kÃ¶nne; im Ãbrigen wies sie den Rekurs mit Entscheid vom 3. Dezember 1996 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gegen die VerfÃ¼gung der Volkswirtschaftsdirektion vom 20. Mai 1996, die ihr am 11. September 1996 zugestellt worden war, erhob die "A-Gesellschaften" am 13. Sep­tem­ber 1996 Rekurs an den Regierungsrat. Im MÃ¤rz 1997 wurden im Hinblick auf die Vornah­me konkreter LÃ¤rmmessungen Container aufgestellt, die am 1. Oktober 1997 wieder entfernt wurden. Die Vollmacht vom 1. Juli 1997 an den nachtrÃ¤glich beigezogenen Rechtsvertreter der Rekurrentin nannte als Partei die "S. B-Gesellschaft, v.d. A-Gesellschaften, Liegenschaftenabteilung".</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Regierungsrat wies den "Rekurs der A-Gesellschaften gegen die VerfÃ¼gung der Volkswirtschaftsdirektion vom 20. Mai 1996" am 24. Mai 2000 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 3. Juli 2000 liess die "âAâ B-Gesellschaft" dem Verwaltungsgericht beantragen, den Rekursentscheid vom 24. Mai 2000 und die VerfÃ¼gung der Volkswirtschaftsdirektion vom 20. Mai 1996 aufzuheben, die Verfahrenskosten auf die Staatskasse zu nehmen und ihr fÃ¼r Rekurs- und Beschwerdeverfahren eine angemessene ParteientschÃ¤digung zuzusprechen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>FÃ¼r die Volkswirtschaftsdirektion beantragte das Amt fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit am 15./19. September 2000 Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Die mit­­beteiligte Gemeinde X liess dem Verwaltungsgericht am 17./19. Oktober 2000 beantragen, die Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwer­de­fÃ¼h­rerin abzuweisen. Der Regierungsrat liess sich nicht vernehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da im Laufe des Verfahrens unterschiedliche Parteibezeichnungen vorgekommen waren, setzte das Verwaltungsgericht der BeschwerdefÃ¼hrerin am 6. Juni 2001 Frist an, um ihre aktuelle Parteibezeichnung klarzustellen und sich zur Frage eines allfÃ¤lligen Parteiwechsels bzw. zur ZulÃ¤ssigkeit eines solchen zu Ã¤ussern und entsprechende Belege einzureichen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin liess innerhalb der erstreckten Frist am 3. September 2001 Stellung nehmen. Bei der Bezeichnung "A-Gesellschaften" handle es sich um eine Sammelbezeichnung, die zulÃ¤ssigerweise mit "âAâ B-Gesellschaft" prÃ¤zisiert worden sei; die Liegenschaften an der P-strasse seien seit ihrer Erstellung im Jahr 1966 im Eigentum der "âAâ B-Gesellschaft", die im Mai 1998 in "AB" umfirmiert worden sei. Von dieser Umfirmierung und der Sitzverlegung von der Q-strasse an die R-strasse sei im Protokoll Vormerk zu nehmen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>WÃ¤hrend die Volkswirtschaftsdirektion mit Eingabe vom 11. September 2001 auf eine Stellungnahme zur Frage der Parteibezeichnung verzichtete, liess die beteiligte Gemei­nde X vorbringen, dass auf die Rekurse nicht hÃ¤tte eingetreten werden dÃ¼rfen und dass die bewusste Verwendung einer Sammelbezeichnung fÃ¼r mehrere Firmen Unklarheit beispielsweise darÃ¼ber zur Folge habe, gegen wen ein Kostendispositiv zu vollstrecken wÃ¤re.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AntrÃ¤ge der BeschwerdefÃ¼hrerin zum Verfahren, die ErwÃ¤gungen der Vor­in­stan­zen sowie die weiteren AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit erforderlich, nachfolgend wiedergegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die Prozessvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prÃ¼fen (</span>Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechts­pflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 91 ff.)<span>. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Nicht bestritten ist, dass die dem geplanten Standort der Altstoff-Nebensammel­stelle benachbarten Wohnliegenschaften an der P-strasse in X im Eigentum der "âAâ B-Gesellschaft" stehen, die heute "AB" heisst. Das Rubrum ist (samt neuer Adresse) bereits entsprechend angepasst. Ebenso wenig steht in Frage, dass die Beschwer­defÃ¼hrerin aufgrund der Lage ihrer Liegenschaften durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Ãnderung oder Aufhebung hat (§ 21 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]): Die GebÃ¤ude befinden sich in unmittelbarer NÃ¤he der geplanten Altstoff-Nebensammelstelle und werden dadurch ohne Zweifel zusÃ¤tzlichen LÃ¤rmeinwirkungen ausgesetzt sein (vgl. Isabelle HÃ¤ner, Die Beteiligten im Verwaltungsverfahren und Verwaltungsprozess, ZÃ¼rich 2000, Rz. 719). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Hingegen ist die Parteistellung der BeschwerdefÃ¼hrerin nÃ¤her zu prÃ¼fen. Denn die vorliegende Verwaltungsgerichtsbeschwerde wurde von der "âAâ B-Gesellschaft" eingereicht, wÃ¤hrend im Verfahren vor Regierungsrat die "A-Gesellschaften" als Rekurrentin aufgetreten war. Diese beiden und weitere in den Ver­fahren vor den verschiedenen Instanzen benÃ¼tzte Gesellschaftsbezeichnungen stimmen nicht Ã¼berein. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Wer AnsprÃ¼che aus dem Planungs- und Baugesetz wahrnehmen will, muss gemÃ¤ss § 315 Abs. 1 PBG innert 20 Tagen seit der Ã¶ffentlichen Bekanntmachung bei der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde schriftlich die Zustellung des oder der baurechtlichen Entscheide verlangen. Wer dies unterlÃ¤sst, verwirkt nach § 316 Abs. 1 PBG das Rekursrecht. Das Verwaltungsgericht hat kurz nach der als VerschÃ¤rfung konzipierten Revision von § 315 PBG entschieden, dass ein allfÃ¤lliges VertretungsverhÃ¤ltnis, jedenfalls soweit es sich nicht um ein gesetzliches handelt, bereits im schriftlichen Begehren zum Ausdruck kommen muss. Ist dies â wenn beispielsweise ein Anwalt im eigenen Namen handelt â nicht der Fall, so verlieren die Vertretenen gemÃ¤ss § 316 PBG ihr Rekursrecht (RB 1993 Nr. 53 = ZBl 95/ 1994, S. 184). Allerdings wÃ¤re es Ã¼berspitzter Formalismus, wenn allein wegen des nicht speziell erwÃ¤hnten VertretungsverhÃ¤ltnisses auf eine Verwirkung des Rekursrechts erkannt werde; ergebe es sich aus den UmstÃ¤nden des konkreten Sachverhalts und kÃ¶nne der Bauherr erkennen, welche natÃ¼rliche oder juristische Person potenzieller Rekurrent sei, so <br/> dÃ¼rfe ein ausdrÃ¼cklicher Hinweis darauf unterbleiben (VGr, 25. November 1994, VB.1994.00161, und 6. Oktober 1995, VB 1995.00055; Christian MÃ¤der, Die Anfechtung baurechtlicher Entscheide durch Nachbarn unter besonderer BerÃ¼cksichtigung der neueren Rechtsprechung des ZÃ¼rcher Verwaltungsgerichts, PBG aktuell 3/1997, S. 8 ff.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im vorliegenden Fall hatte die Liegenschaften-Verwaltung der "A-Gesellschaften" das Zustellungsbegehren gestellt. Die Formulierung auf dem Briefpapier â "Gesellschaften" in der Mehrzahl â legt den Schluss nahe, dass die Liegenschaften-Verwaltung administrative Aufgaben im Auftrag verschiedener Gesellschaften der "A"-Gruppe erledigt. Insofern ist offenkundig, dass es sich um ein VertretungsverhÃ¤ltnis handelt. Der Ansprechpartner innerhalb der "A"-Gruppe kann zwar aufgrund der weiteren UmstÃ¤nde, namentlich Ã¼ber den Grundbucheintrag, ermittelt werden, womit das Erfordernis von § 315 Abs. 1 PBG als erfÃ¼llt betrachtet werden kann. Allerdings fÃ¼hrt das (auch spÃ¤ter) verwendete Briefpapier am unteren Rand die "'A' S. Gesellschaft" auf; damit wird zumindest der Anschein erweckt, dass die Liegenschaften-Verwaltung diese speziell erwÃ¤hnte Gesellschaft vertritt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Vertreter der BeschwerdefÃ¼hrerin betont, dass die "âAâ S. Gesellschaft" unter der Nummer CH-2 im Handelsregister eingetragen und nicht identisch mit der Bezeichnung "A-Gesellschaften" sei, die nur fÃ¼r eine auch als Marke verwendete Sammelbezeichnung stehe. Die EigentÃ¼merin der Liegenschaften an der P-strasse, die "AB", ist ihrerseits im Handelsregister unter der Nr. CH-3 eingetragen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Sowohl der Rekurs an die Baurekurskommission wie auch derjenige an den Regierungsrat wurden wiederum durch die "A-Gesellschaften / Liegenschaften-Verwaltung" erhoben. Obwohl die Vollmacht an den im Laufe des Verfahrens vor Regierungsrat beigezogenen Rechtsanwalt als Partei die "S. B-Gesellschaft, v.d. A-Gesellschaften, Liegenschaftenabteilung" nannte, hat auch die Vorinstanz fÃ¼r die Rekurrentin die Bezeichnung "A-Gesellschaften" verwendet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Der Vertreter der BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, mit der Beschwerdeerhebung durch die "âAâ B-Gesellschaft" habe kein Parteiwechsel stattgefunden; es sei nur die frÃ¼her verwendete Sammelbezeichnung "A-Gesellschaften" prÃ¤zisiert worden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GemÃ¤ss § 71 VRG in Verbindung mit § 166 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976 sind offenkundige Versehen "wie Schreibfehler, RechnungsirrtÃ¼mer und <br/> irrige Bezeichnungen der Parteien ... vom Kanzleibeamten im EinverstÃ¤ndnis mit dem PrÃ¤sidenten und unter Mitteilung an die Parteien" zu berichtigen. Irrig kann eine Parteibezei­chnung allerdings nur sein, wenn die IdentitÃ¤t der Partei gewahrt bleibt (RB 1966 Nr. 3). Wird das Verfahren von Beginn weg von der falschen Partei eingeleitet, kommt eine Berichtigung hingegen nicht in Frage, sondern es liegt ein unzulÃ¤ssiger Parteiwechsel vor (vgl. BGE 116 V 335 E. 4b S. 344; HÃ¤ner, Rz. 381; OGr, 9. Februar 1982, ZR 81/1982 Nr. 103 mit Nachweisen zur Situation im Zivilprozessrecht). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Bezeichnung "A-Gesellschaften" steht fÃ¼r keine parteifÃ¤hige juristische Person; unter diesem Namen ist insbesondere keine Gesellschaft im Handelsregister eingetragen. Die Bezeichnung der Partei ist demnach unklar. In Lehre und Praxis werden verschiedene Beispiele fÃ¼r die Berichtigung von Parteibezeichnungen erwÃ¤hnt (exemplarisch die AufzÃ¤hlung in ZR 81/1982 Nr. 103; vgl. auch SGGVP 1993 Nr. 59: "Modeboutique X-Y" statt "Boutique X AG"). Allerdings ist es meistens eine Gegenpartei, die unklar bezeichnet wird. Dass im vorliegenden Fall nicht nur einmal, sondern mehrfach nicht unter der korrekten Bezeichnung aufgetreten wurde, dass zudem der im Laufe des Verfahrens vor Regierungsrat beigezogene Vertreter der BeschwerdefÃ¼hrerin ebenfalls unterschiedliche Bezeichnungen verwendete und auch nicht von sich aus einen Berichtigungsantrag stellte, muss als auffÃ¤llige HÃ¤ufung von Versehen bezeichnet werden. Aufgrund der mehrfachen Verwendung des auf die "'A' S. Gesellschaft" hinweisenden Briefpapiers ist auch ein Parteiwechsel nicht von vornherein auszuschliessen. Allerdings haben auch die Vorinstanzen die notwendige KlÃ¤rung nicht veranlasst. Ob die Einheit des Verfahrens gewahrt wurde, ist zumindest fraglich.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da es sich um einen Grenzfall handelt, an der Behandlung der durch die Beschwerde aufgeworfenen Rechtsfragen ein Ã¶ffentliches Interesse besteht und die Beschwerde wie noch zu zeigen ohnehin abzuweisen ist, rechtfertigt es sich, die Eintretensfrage offen zu lassen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 94). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der Streit dreht sich um die Frage, ob die geplante Altstoff-Nebensammelstelle den lÃ¤rmschutzrechtlichen Anforderungen des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 (USG) genÃ¼gt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die Vorinstanz setzte sich mit dieser Frage ausfÃ¼hrlich auseinander und prÃ¼fte insbesondere die Einhaltung der Planungswerte fÃ¼r neue Anlagen gemÃ¤ss Anhang 6 zur LÃ¤rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV). Auf der Grundlage von LÃ¤rmmessungen des Arbeitsinspektorats kam sie zum Schluss, dass die gesetzlichen Anforderungen erfÃ¼llt seien. Zwar werde der Planungswert fÃ¼r Industrie- und GewerbelÃ¤rm in der Empfindlichkeitsstufe II gemÃ¤ss Anhang 6 LSV um 1,5 dB(A) Ã¼berschritten. Diese Ãberschreitung gehe allerdings ausschliesslich auf den LÃ¤rm durch die Leerung der Container zurÃ¼ck: "Ohne dieses Ereignis wird der Planungswert durch den Be­trieb der Anlage weit unterschritten. Die StÃ¶rwirkung des LÃ¤rms der Container-Leerung ist ... geringer als ihr rechnerischer Anteil". Unter den konkret gegebenen VerhÃ¤ltnissen erweise sich die von der Volkswirtschaftsdirektion gewÃ¤hrte Erleichterung bezÃ¼g­lich der Einhaltung der Planungswerte durch die im Ã¼berwiegenden Ã¶ffentlichen Interesse liegende Sammelstelle als vereinbar mit Art. 25 Abs. 2 USG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 2 LSV und damit als rechtmÃ¤ssig. ZusÃ¤tzlich wird ausgefÃ¼hrt, dass auch bei einer wÃ¶chent­lichen statt der berechneten zweiwÃ¶chentlichen Leerung der Immissionsgrenzwert, der gemÃ¤ss Art. 25 Abs. 2 USG auf jeden Fall einzuhalten ist, nicht Ã¼berschritten wÃ¼rde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Sowohl die Erst- wie auch die Vorinstanz beurteilten die Altstoff-Nebensam­melstelle im Sinn der publizierten Rechtsprechung verschiedener kantonaler Instanzen am Mass­­stab der Belastungsgrenzwerte von Anhang 6 LSV (VGr, 28. Februar 1990, VB.1990.00002, URP 1990, S. 372; VGr, 20. Dezember 1993, VB.1993.00102 und VB.1993.00119, URP 1994, S. 167 und 172; VGr AG, 23. Oktober 1990, URP 1991, S. 151). Der Eigenheit der LÃ¤rmbelastung durch solche Sammelstellen trugen sie insofern Rechnung, als sie fÃ¼r die Errichtung der Anlage im Sinn von Art. 25 Abs. 2 USG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 2 LSV eine Erleichterung gewÃ¤hrten. Denn das im Durchschnitt alle vierzehn Tage bei der Leerung der Container auftretende besonders laute Einzelereignis gÃ¤nzlich zu vermeiden, das in Anwendung der Vorgaben von Anhang 6 LSV allein zur Ãberschreitung des Planungswertes fÃ¼hre, wÃ¼rde zu einer unverhÃ¤ltnismÃ¤ssigen Belastung des Projekts fÃ¼hren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Diese Argumentation steht wohl im Einklang mit der Systematik des Umweltschutzgesetzes und insbesondere dessen Art. 25, beruht aber auf einer Gleichsetzung von Alt­stoff-Sammelstellen mit industriellen und gewerblichen Anlagen, die in einem kÃ¼rzlich ergangenen hÃ¶chstrichterlichen Entscheid (BGr, 5. Dezember 2000, URP 2001, S. 147, E. 5d/aa) gerade ausgeschlossen wird. Das Bundesgericht kam zum Schluss, dass der Bundes­rat speziell fÃ¼r Altstoff-Nebensammelstellen ("Ã©co-points") keine Belastungsgrenzwerte erlassen habe und dass solche Sammelstellen weder mit den industriellen, gewerblichen oder landwirtschaftlichen Anlagen gemÃ¤ss Anhang 6 LSV noch mit anderen in den AnhÃ¤ngen 3 ff. LSV definierten Anlagenarten vergleichbar seien. Die VollzugsbehÃ¶rde mÃ¼sse des­halb die LÃ¤rmimmissionen gemÃ¤ss Art. 40 Abs. 3 LSV direkt nach Art. 15 USG beurteilen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Entgegen der frÃ¼heren Praxis des Verwaltungsgerichts ist im Sinn des neuen Bundes­­gerichtsentscheid daher Anhang 6 LSV auf Altstoff-Nebensammelstellen nicht mehr anzu­wenden, sondern im Sinn von Art. 40 Abs. 3 LSV der Einzelfall direkt anhand der gesetz­lichen Vorgaben zu beurteilen und eine Wertung im konkreten Fall vorzunehmen. Dieses Vorgehen erlaubt insbesondere, das Glas­einwerfen und das Einzelereignis der Con­tai­nerleerung je auf ihre spezifische StÃ¶rwirkung hin zu beurteilen. Nicht gemÃ¤ss den Beur­teilungsschemata der LSV-AnhÃ¤nge beurteilt wird der LÃ¤rm im Ãbrigen u.a. bei Restaurants und Ã¤hnlichen Betrieben, Sportanlagen sowie verschiedenen Anlagen mit Tieren (BGE 126 II 300 E. 4c, mit Hinweisen auf die Praxis; </span>Christoph ZÃ¤ch/Robert Wolf in: Kom­­mentar zum Umweltschutzgesetz, ZÃ¼rich Mai 2000, <span>Art. 15 N. 41 f.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Als neue Anlage (Art. 25 Abs. 1 USG) muss die Sammelstelle den Anforderungen von Art. 23 in Verbindung mit Art. 15 und 13 Abs. 2 USG genÃ¼gen, wonach die LÃ¤rm­belastung â spÃ¼rbar â unter dem Niveau liegen muss, das die BevÃ¶lkerung in ihrem Wohlbefinden erheblich stÃ¶ren wÃ¼rde. Massgeblich ist eine objektivierte LÃ¤rmempfindlichkeit, die zwar auch besonders empfindliche BevÃ¶lkerungsgruppen berÃ¼cksichtigt, aber nicht allein auf das Empfinden einzelner Nachbarn abstellt. In jedem Fall sind die technisch und betrieblich mÃ¶glichen und wirtschaftlich tragbaren Massnahmen zur Emissionsbegrenzung im Sinn von Art. 11 Abs. 2 USG zu treffen (ZÃ¤ch/Wolf, Art. 15 N. 40 f.; </span>Robert Wolf in: Kommen­tar zum Umweltschutzgesetz, ZÃ¼rich Mai 2000,<span> Vorbem. zu Art. 19-25 N. 32, Art. 25 N. 14, 30 und 33). Bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen kÃ¶nnen gemÃ¤ss Art. 25 Abs. 2 USG indessen auch bei neuen Anlagen Erleichterungen gewÃ¤hrt werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Als Grundlage fÃ¼r die Beurteilung des LÃ¤rms der Nebensammelstelle dienten der Vorinstanz die vom Arbeitsinspektorat vorgenommenen Messungen (Glas) sowie Berechnungen (Metall) gemÃ¤ss Anhang 6 LSV. Sie wurden vor Ort â bei den HÃ¤usern P-strasse â am 18. Juni 1997 zu einem Zeitpunkt vorgenommen, als die Container aufgestellt waren, und kÃ¶nnen deshalb grundsÃ¤tzlich zur Erhebung des Sachverhalts beitragen. So liefern die Messungen der im Sinn von Art. 42 USG zustÃ¤ndigen und sachkundigen kantonalen Umweltschutzfachstelle objektivierte Grundlagen fÃ¼r die Beurteilung. Die Vorgaben von Anhang 6 LSV kÃ¶nnen zwar wie erwÃ¤hnt nicht direkt ange­wendet und die ermittelten LÃ¤rmwerte deshalb nicht einfach Ã¼bernommen werden. Immer­hin kÃ¶nnen dabei Analogien zu anderen LÃ¤rmarten berÃ¼cksichtigt werden (ZÃ¤ch/Wolf, Art. 15 N. 41). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der Empfindlichkeitsstufe II gilt fÃ¼r die meisten LÃ¤rmarten tagsÃ¼ber ein Planungs­­wert Lr von 55 dbA. Da die Sammelstelle nur zwischen 7 und 19 Uhr benÃ¼tzt werden darf, fallen Nachtwerte nicht in Betracht. Der LÃ¤rm ist nach Art. 39 Abs. 1 LSV jeweils in der Mitte der offenen Fenster lÃ¤rmempfindlicher RÃ¤ume zu ermitteln. Damit ist bereits be­rÃ¼ck­sichtigt, dass am umstrittenen Standort Schlaf- und WohnrÃ¤ume auf der gegen die LÃ¤rm­quelle liegenden Seite angeordnet sind. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Allerdings stellte die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Stellungnahme zu den AbklÃ¤rungen des Arbeitsinspektorats verschiedene Verfahrens- und insbesondere BeweisantrÃ¤ge. Auf zwei von ihnen ist vorweg einzugehen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) FÃ¼r den Fall, dass die Beschwerde nicht bereits auf der Grundlage der LÃ¤rmberechnungen des Arbeitsinspektorats gutgeheissen werden sollte, beantragt die BeschwerdefÃ¼hrerin, dass diese einem unabhÃ¤ngigen Experten zur PrÃ¼fung und Beurteilung zu unterbreiten seien. AbklÃ¤rungen wie jene des Arbeitsinspektorats als Fachstelle im Sinn von Art. 42 USG sind indessen keine Parteivorbringen, sondern kommen inhaltlich einem Gutachten gleich (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 7 N. 30, mit Hinweisen). Dass sich der Vertreter der BeschwerdefÃ¼hrerin ausserstande sieht, gestÃ¼tzt auf die Angaben des Arbeitsinspektorats die LÃ¤rmbelastung zu errechnen, und dass er vermutet, auch die Mitglieder des Regierungsrats hÃ¤tten persÃ¶nlich das entsprechende Fachwissen nicht, ist kein genÃ¼gender Grund fÃ¼r die Anordnung einer Oberexpertise. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht namentlich keine spezifischen inhaltlichen Vorbehalte gegenÃ¼ber den LÃ¤rmmessungen und -berech­nun­­gen geltend. Anhaltspunkte fÃ¼r fachliche MÃ¤ngel sind keine ersichtlich. Der Antrag ist deshalb abzuweisen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 7 N. 25). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) In formeller Hinsicht beanstandet der Vertreter der BeschwerdefÃ¼hrerin zudem, dass die LÃ¤rmmessungen ohne deren Beisein durchgefÃ¼hrt wurden. Da die Stellungnahme des Arbeitsinspektorats vom 4. Juli 1997, wonach die (damals noch nicht anwaltlich vertretene) "A-Gesellschaften" am 11. Juni 1997 Ã¼ber die DurchfÃ¼hrung von LÃ¤rmmessungen am 18. Juni 1997 informiert worden sei, unbestritten blieb, ist auf diese RÃ¼ge ebenfalls nicht weiter einzugehen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der durch die umstrittene Altstoff-Nebensammelstelle erzeugte LÃ¤rm lÃ¤sst sich in drei Gruppen unterteilen: LÃ¤rm der EinwÃ¼rfe, LÃ¤rm der Anlieferungen durch Autos, LÃ¤rm im Zusammenhang mit der Leerung der Container. Das Arbeitsinspektorat stellte am 18. Juni 1997 100 EinwÃ¼rfe sowie fÃ¼nf motorisierte Anlieferungen pro Tag fest und stellte eine Leerung der Container alle vierzehn Tage in Rechnung. Die BeschwerdefÃ¼hrerin will diese Zahlen nicht gelten lassen. Sie hat zum einen bereits im vorinstanzlichen Verfahren BeweisantrÃ¤ge gestellt, die abgewiesen wurden, und macht zum anderen gel­tend, es sei auch das vorhandene kÃ¼nftige StÃ¶rpotential zu berÃ¼cksichtigen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Die <i>EinwÃ¼rfe von Glas (oder Metall etc.) in die Container</i> sind bei Altstoff-Ne­ben­sammelstellen die weitaus hÃ¤ufigsten LÃ¤rmereignisse. Am gegebenen Ort betrÃ¤gt die da­­durch verursachte mittlere LÃ¤rmbelastung Leq 39 dbA. Um die spezifische StÃ¶rwirkung zu ermitteln, sind zudem Pegelkorrekturen in Rechnung zu stellen (vgl. Wolf, Vorbem. zu Art. 19-25 N. 18). Das Arbeitsinspektorat addierte als Pegelkorrektur K 1 die nach Anhang 6 Ziff. 33 LSV maximalen 5 dbA (fÃ¼r Gewerbe). Der Tongehalt (K 2) und der Impulsgehalt (K 3) wurden als schwach hÃ¶rbar beurteilt und Pegelkorrekturen in der HÃ¶he von jeweils 2 dbA eingesetzt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im vorliegenden Fall sind die Pegelkorrekturen im Einzelfall zu bestimmen. In einer Wohnzone ohne stÃ¶rende Betriebe (Empfindlichkeitsstufe II) kÃ¶nnen EinwÃ¼rfe in die Container bezÃ¼glich Tongehalt und Impulsgehalt unter UmstÃ¤nden deutlich hÃ¶rbar sein. Die Beurteilung des Arbeitsinspektorats trÃ¤gt dieser Tatsache mit den erwÃ¤hnten Pegelkorrekturen Rechnung. Selbst wenn man bezÃ¼glich des bei einer Altstoff-Nebensammelstelle grÃ¶ssten LÃ¤rmanteils fÃ¼r diese beiden Faktoren Pegelkorrekturen von jeweils 4 dbA einsetzen wÃ¼rde, bliebe der Beurteilungspegel Lr mit 52 dbA sogar dann klar unter dem Wert von 55 dbA, wenn wie beim LÃ¤rm gewerblicher Anlagen gemÃ¤ss Anhang 6 LSV eine allgemeine Pegelkorrektur K 1 von 5 dbA in Rechnung gestellt wÃ¼rde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Wert von 55 dbA ist sodann auch eingehalten, wenn statt 100 EinwÃ¼rfen pro Tag deren 150 zu verzeichnen sind. Erst unter Annahme der doppelten Einwurfzahl, bei 200 EinwÃ¼rfen pro Tag, wÃ¼rde mit einer Steigerung um 3 dbA der Wert von 55 dbA gerade erreicht. Solange die geplante Nebensammelstelle nicht in einem Ausmass benÃ¼tzt wird, das weit Ã¼ber den vom Arbeitsinspektorat im Juni 1997 ermittelten Rahmen hinausgeht, stehen deshalb dem Projekt hinsichtlich der Glas­einwÃ¼rfe keine lÃ¤rmrechtlichen Hindernisse im Weg. Auch besteht kein Anlass, weitere Beweismittel beizuziehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Die im vorliegenden Fall durch <i>Anlieferungen mit</i> <i>Autos </i>(5 pro Tag) verursachte LÃ¤rmbelastung in Leq (Mittelwert Ã¼ber eine bestimmte Zeitperiode) betrÃ¤gt 31 dbA; auch eine Verdoppelung bzw. Verdreifachung der Anlieferungen wÃ¼rde nur zu einer Zunah­me um 3 dbA bzw. 5 dbA fÃ¼hren (Wolf, Vorbem. zu Art. 19-25 N. 7). Bei dieser Ausgangslage kann die BerÃ¼cksichtigung der spezifischen StÃ¶rwirkung durch die im Quartier zusÃ¤tzlich zirkulierenden Motorfahrzeuge (Pegelkorrekturen namentlich aufgrund der Tonhaltigkeit und Impulshaltigkeit; Wolf, Vorbem. zu Art. 19-25 N. 18) den LÃ¤rmpegel jedenfalls nicht auf Ã¼ber 55 dbA erhÃ¶hen. ZusÃ¤tzliche Beweismittel erÃ¼brigen sich.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Platzierung der in Frage stehenden Sammelstelle ist im Ãbrigen nicht auf Anlieferungen mit Autos zugeschnitten, sondern auf die Quartierbewohner, die zu Fuss kommen. Die Gemeinde ist nach Ziff. 8 und 9 der VerfÃ¼gung der Volkswirtschaftsdirektion zur Ãberwachung der Sammelstelle und nÃ¶tigenfalls zu weiteren betrieblichen Massnahmen (z.B. Sperrzeiten) verpflichtet. Sie hat insbesondere sicherzustellen, dass Fahrzeuge nicht rechtswidrig bei den Containern anhalten. Damit genÃ¼gt die angefochtene VerfÃ¼gung auch in dieser Hinsicht den gesetzlichen Vorgaben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Wie oft die LÃ¤rmbelastung durch die <i>Containerleerung </i>(inkl. der zugehÃ¶rigen Lastwagenbewegungen) bei der in Frage stehenden Nebensammelstelle auftrat bzw. auftreten wÃ¼rde, ist umstritten. Das Arbeitsinspektorat ging von einer Containerleerung im Zweiwochenrhythmus aus. Den Akten ist zu entnehmen, dass die Leerung zuerst regelmÃ¤s­sig und unabhÃ¤ngig von der effektiven Sammelmenge stattfand. Auf jene Zeit beziehen sich auch die von der BeschwerdefÃ¼hrerin zum Betrieb der Sammelstelle an­gebotenen Aus­sagen von Zeugen aus der Nachbarschaft. Im Verlaufe des Sommers 1997 ging die Ge­mein­de indessen dazu Ã¼ber, Leerungen nur noch nach der effektiven Notwendig­­keit â auf Abruf â zu veranlassen. In der Folge ergaben sich zwischen dem 21. August und 1. Ok­to­ber 1997 nur noch zwei Leerungen, wobei die Container im Durchschnitt nicht zu mehr als drei Vierteln gefÃ¼llt waren. Es gibt keinen Anhaltspunkt dafÃ¼r, dass die Contai­ner hÃ¤ufiger als alle zwei oder drei Wochen geleert werden mÃ¼ssten. Gerade auch die von der Beschwer­defÃ¼hrerin gerÃ¼gte grosszÃ¼gig bemessene Containerzahl trÃ¤gt dazu bei, dass das be­son­ders laute LÃ¤rmereignis nicht allzu hÃ¤ufig stattfindet; das LÃ¤rmpotential der Nebensam­melstelle wird durch die grÃ¶ssere Containerzahl verkleinert und nicht vergrÃ¶s­sert.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Volkswirtschaftsdirektion hatte es im vorliegenden Fall fraglich gefunden, ob die Leerung der Container Ã¼berhaupt dem "allgemeinen BetriebslÃ¤rm" zuzurechnen sei. Als Einwirkungen im Sinn von Art. 7 Abs. 1 USG gelten u.a. LÃ¤rmbelastungen, "die durch den Bau und Betrieb von Anlagen" erzeugt werden. Indessen ist aller LÃ¤rm, der direkt mit einer Anlage verbunden ist und sich fÃ¼r die Nachbarn als schÃ¤dlich oder lÃ¤stig erweisen kann, den immissionsschutzrechtlichen Vorschriften von Art. 11 ff. USG unterworfen, soweit er durch die normale, zweckgemÃ¤sse Nut­zung der Anlage hervorgerufen wird (BGE 123 II 74 E. 3b = URP 1997, S. 122; BGE 123 II 325 E. 4a/bb = URP 1997, S. 484; VGr, 15. Dezember 1999, VB.1999.00099, URP 2000, S. 242, E. 4b; Wolf, Art. 25 N. 35). Bei Altstoff-Neben­sammelstellen ist das Einzel­ereignis der Containerleerung â weil mit dem Betrieb der Anlage zwingend verbunden â zwei­fellos zu berÃ¼cksichtigen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei einem Mittelungspegel Leq von 46 dbA ergibt sich fÃ¼r die einzelne Leerung eine hohe StÃ¶rwirkung, die bei Anwendung der Formel von Anhang 6 LSV denn auch fÃ¼r die eigentliche Leerung (nicht aber die damit zusammenhÃ¤ngenden LastwagenmanÃ¶ver) zu einem Lr von 54,7 dbA fÃ¼hrt. Da dieser Anteil des LÃ¤rms nach Anhang 6 LSV mit zwei Drit­­teln besonders stark zu gewichten wÃ¤re, ergÃ¤be sich nach den Berechnungen des Arbeitsinspektorats fÃ¼r alle LÃ¤rmereignisse insgesamt ein Lr von 56,5 dbA. Wegen dieser Ãberschreitung des Planungswertes hatten die Vorinstanzen Erleichterungen gewÃ¤hrt. Die Anwendung von Anhang 6 LSV hat das Bundesgericht aber zu Recht als nicht adÃ¤quat beurteilt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wird das Einzelereignis der Containerleerung unabhÃ¤ngig von Anhang 6 LSV beurteilt, ist allerdings offensichtlich, dass diese Spitzenbelastung bezÃ¼glich des LÃ¤rms von Altstoff-Nebensammelstellen nicht den kritischen Punkt darstellt. Sie kommt jeweils nur ungefÃ¤hr alle zwei Wochen fÃ¼r sehr kurze Zeit vor und liegt sogar noch unter dem Wert von 55 dbA. FÃ¼r den mit der Leerung der Container verbundenen LÃ¤rm mÃ¼ssen deshalb keine Erleichterungen im Sinn von Art. 25 Abs. 2 USG gewÃ¤hrt werden. Da gemÃ¤ss der VerfÃ¼gung der Volkswirtschaftsdirektion solche lÃ¤rmigen Arbeiten Ã¼ber Mittag nicht durch­gefÃ¼hrt werden dÃ¼rfen, ist der Empfindlichkeitsstufe II angemessen Rechnung getragen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Aus diesen ErwÃ¤gungen ergibt sich, dass die strittige Altstoff-Nebensammel­stelle die lÃ¤rmrechtlichen Anforderungen von Art. 25 Abs. 1 USG an neue Anlagen erfÃ¼llt, ohne dass Erleichterungen zu gewÃ¤hren wÃ¤ren. Dieses Ergebnis steht im Einklang mit dem Entscheid des Bundesgerichts vom 5. Dezember 2000, wonach der (dort nicht in dbA ermit­telte) LÃ¤rm der Nebensammelstelle angesichts ihrer Funktion und begrenzten KapazitÃ¤t wÃ¤hrend des Tages â im konkreten Fall von 6 bis 21 Uhr â von einem nur sechs Meter entfernt Wohnenden in einer urbanen Zone akzeptiert werden muss (URP 2001, S. 147, Sachverhalt und E. 5d/bb).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zur Frage der Eignung des fÃ¼r die Sammelstelle vorgesehenen Standortes an der P-strasse und der sich anbietenden Ersatzstandorte in der nÃ¤heren Umgebung wird ein Augenschein verlangt. Da jedoch keine Erleichterungen gewÃ¤hrt werden mÃ¼ssen, fÃ¤llt die PrÃ¼fung von Alternativstandorten von vornherein ausser Betracht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>ee) Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt sodann, dass die Sammelstelle auch ausserhalb der Betriebszeiten benÃ¼tzt werde. Wie auch das Bundesgericht festgehalten hat (BGr, 5. Dezem­ber 2000, URP 2001, S. 147, E. 5d/cc), muss die BehÃ¶rde fÃ¼r die <i>Respektierung der BenÃ¼tzungsregeln der Sammelstelle</i> sorgen. Diese ist allerdings nicht im Baubewilligungsverfahren durchzusetzen, da sie nicht die GesetzmÃ¤ssigkeit der Bewilligung in Frage stellt. Immerhin ist die Gemeinde erneut darauf zu verpflichten, die in der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung angeordneten Massnahmen konsequent zu kontrollieren, namentlich bezÃ¼glich der BenÃ¼tzungszeiten und des Abstellens von Fahrzeugen, und nÃ¶tigenfalls weitere Massnahmen anzuordnen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. â¦</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>