<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2020.00161</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=221402&amp;W10_KEY=13013474&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2020.00161</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 01.07.2021</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kostentragung für Heimaufenthalt</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Kostentragung für Heimaufenthalt, gesetzliche Grundlage. Streitgegenstand (E. 1.2). Dem JugendheimeG sind alle Einrichtungen unterstellt, die dazu bestimmt sind, mehr als fünf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zum vollendeten 22. Altersjahr während mindestens fünf Tagen und Nächten in der Woche zur Erziehung, Betreuung, Beobachtung oder Erholung aufzunehmen (E. 3.1). Die IVSE steht einer innerkantonalen Regelung, welche eine teilweise oder vollständige Rückforderung der vom Kanton übernommenen Platzierungskosten bei den Unterhaltspflichtigen vorsieht, nicht entgegen (E. 3.2). Nach § 3b JugendheimeG tragen heute der Staat und die Eltern die Kosten für die inner- und ausserkantonale Unterbringung von Kindern mit Wohnsitz im Kanton Zürich. Die Eltern beteiligen sich an den Kosten mit einem angebotsspezifischen Beitrag (Versorgertaxe; E. 3.3). Soweit Kosten für den Heimaufenthalt des Kindes gestützt auf § 3b JugenheimeG den Unterhaltspflichtigen auferlegt werden sollen, handelt es sich dabei um staatliche Abgaben. Diese bedürfen einer gesetzlichen Grundlage. Die allgemeine Unterhaltsregelung nach Art. 276 ZGB genügt nicht (E. 3.4). Auf die Festlegung der Höhe der Gebühr im formellen Gesetz kann zwar unter Umständen verzichtet werden, wenn die staatliche Dienstleistung einen Handels- oder Marktwert aufweist, so dass die Abgabenhöhe nach marktwirtschaftlichen Mechanismen regulierbar ist; das bedeutet aber nicht, dass auf jegliche formell-gesetzliche Grundlage immer dann verzichtet werden kann, wenn eine Gebühr anhand des Kostendeckungs- und des Äquivalenzprinzips überprüfbar ist. Der Staat kann sich aus bestimmten Gründen zum Ziel setzen, gewisse Aufgaben zu erfüllen, ohne dafür einen marktgerechten Preis zu verlangen, insbesondere im Bestreben, diese Leistungen für alle Bevölkerungsschichten erschwinglich zu gestalten. Ob und wie weit dies der Fall sein soll, ist eine durch den demokratisch legitimierten Gesetzgeber zu beantwortende Frage (E. 3.5). § 3b JugendheimeG enthält keine Bemessungsgrundlage für die Bemessung der Versorgertaxe, sondern delegiert deren Festlegung an die Bildungsdirektion. Indem sich der Kanton in einem solchen Ausmass am Betrieb und der Finanzierung von Jugendheimen beteiligt, hat er sich zum Ziel gesetzt, die Aufgabe der Betreuung und Erziehung durch Jugendheime zu erfüllen, ohne dafür einen marktgerechten Preis zu verlangen, insbesondere im Bestreben, diese Leistungen für alle Bevölkerungsschichten erschwinglich zu gestalten. Mit der Versorgertaxe wird auch auf die Erhebung von kostendeckenden Gebühren verzichtet, weshalb vorliegend weder das Kostendeckungs- noch das Äquivalenzprinzip greift. Die Frage, welcher Anteil des staatlichen Aufwands durch Gebühren der Eltern zu decken sei, ist eine wesentliche sozialpolitische Wertungsfrage, die angesichts ihrer Tragweite vom formellen Gesetzgeber beantwortet werden muss. Demgemäss hätte die Bemessungsgrundlage bzw. die Höhe der Abgabe in einem Gesetz im formellen Sinn erfolgen, zumindest hätten aber weitere eingrenzende Kriterien für deren höhenmässige Fixierung festgelegt werden müssen. Dies ist jedoch vorliegend nicht der Fall (E. 3.6). Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABGABE">ABGABE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃQUIVALENZPRINZIP">ÃQUIVALENZPRINZIP</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEMESSUNGSGRUNDLAGE">BEMESSUNGSGRUNDLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESETZLICHE GRUNDLAGE">GESETZLICHE GRUNDLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: JUGENDHEIM">JUGENDHEIM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENBEITRAG">KOSTENBEITRAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENDECKUNGSPRINZIP">KOSTENDECKUNGSPRINZIP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STREITGEGENSTAND">STREITGEGENSTAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERHALTSPFLICHT">UNTERHALTSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSTÃTZUNGSPFLICHT">UNTERSTÃTZUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSORGERTAXE">VERSORGERTAXE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/><span class="ungerade">Art./§ 19 IVSE</span><br/><span class="gerade">Art./§ 22 Abs. II IVSE</span><br/><span class="ungerade">§ 1 Abs. I JugendheimeG</span><br/><span class="gerade">§ 3b Abs. I JugendheimeG</span><br/><span class="ungerade">§ 3b Abs. II JugendheimeG</span><br/><span class="gerade">§ 3b Abs. III JugendheimeG</span><br/><span class="ungerade">§ 2 Abs. I JugendheimeV</span><br/><span class="gerade">Art. 126 KV</span><br/><span class="ungerade">Art. 276 ZGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=53157" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2020.00161</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 3. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">1. Juli 2021</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Rudolf Bodmer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter AndrÃ© Moser, Verwaltungsrichter Matthias Hauser, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Nicole Rubin. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="RU_AUTOTEXT_DRITT_N"><span>1.<b> </b>A,</span></a></p> <p class="MsoNormal"><span>2. B,</span></p> <p class="MsoBodyText"> </p> <p class="MsoBodyText">beide vertreten durch RA C,</p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Gemeinde D, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch den Gemeinderat,</span></p> <p class="MsoBodyText">dieser vertreten durch RA E,</p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin, </span></b></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="Zwischentitel">und</p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>Bildungsdirektion des Kantons ZÃ¼rich,<b><br/> </b>Amt fÃ¼r Jugend und Berufsberatung<b>, </b>Rechtsabteilung,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Mitbeteiligte, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Kostentragung fÃ¼r Heimaufenthalt,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A und B sind die Eltern von F, geboren 2015. F kam mit einem schweren Geburtsgebrechen in Form einer komplexen Hirnfehlbildung zur Welt. Vom 21. MÃ¤rz 2016 bis 6. November 2018 hielt sich F im Kinderheim K in G, Kanton H auf. Per 7. November 2018 zog F in ein spezialisiertes Heim nach Deutschland, wo er 2019 verstarb. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit Beschluss vom 8. MÃ¤rz 2016 erteilte der Gemeinderat D fÃ¼r die aufgrund der nicht behÃ¶rdlich angeordneten ausserfamiliÃ¤ren Platzierung/Betreuung von F im Kinderheim K in G, Kanton H anfallende Versorgertaxe von Fr. 245.-/Tag eine ab 21. MÃ¤rz 2016 fÃ¼r zwei Monate gÃ¼ltige subsidiÃ¤re Kostengutsprache. Mit Vereinbarung vom 11. MÃ¤rz 2016 zwischen dem Gemeinderat D und A und B wurde ein Elternbeitrag von Fr. 130.-/Tag ab 21. MÃ¤rz 2016 festgesetzt. Nach Ablauf der befristeten subsidiÃ¤ren Kostengutsprache am 20. Mai 2016 fÃ¼hrte der Gemeinderat D diese mangels ZustÃ¤ndigkeit nicht weiter. In Nachachtung des Grundsatzentscheids des Verwaltungsgerichts vom 18. November 2015 (VB.2015.00607) Ã¼bernahm im Zeitraum vom 8. April 2016 (Rechtskraft des verwaltungsgerichtlichen Urteils VB.2015.00607) bis 31. Dezember 2017 (Inkafttreten einer neuen gesetzlichen Regelung zur Heimfinanzierung) der Kanton die Versorgertaxen fÃ¼r den Aufenthalt in einem ausserkantonalen Heim.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Mit Beschluss vom 5. Dezember 2017 erteilte der Gemeinderat D fÃ¼r die Dauer von sechs Monaten subsidiÃ¤re Kostengutsprache fÃ¼r die Versorgertaxe von Fr. 245.-/Tag ab 1. Januar 2018 aufgrund der ausserfamiliÃ¤ren Platzierung von F. Die subsidiÃ¤re Zahlung erfolge unter ausdrÃ¼cklichem Vorbehalt der RÃ¼ckforderung gegenÃ¼ber der Bildungsdirektion des Kantons ZÃ¼rich (Dispositivziffer 1). Die Versorgertaxe von Fr. 245.-/Tag werde den Eltern gestÃ¼tzt auf § 3b des Gesetzes Ã¼ber die Jugendheime und die PflegekinderfÃ¼rsorge monatlich weiter verrechnet (Dispositivziffer 2). Sollten die Eltern von F nicht in der Lage sein, die Kosten vollumfÃ¤nglich zu tragen, sei mit der Gemeindeverwaltung Kontakt aufzunehmen (Dispositivziffer 3). AllfÃ¤llige Sozialversicherungsleistungen gingen der wirtschaftlichen Hilfe vor und seien durch die Eltern von F geltend zu machen (Dispositivziffer 4). Ein Gesuch um VerlÃ¤ngerung der Kostengutsprache sei rechtzeitig vor Ablauf der Kostengutsprache durch die Eltern oder die Bildungsdirektion zu stellen (Dispositivziffer 5). Es werde davon Kenntnis genommen, dass die Nebenkosten vom Kinderheim K den Eltern direkt in Rechnung gestellt wÃ¼rden (Dispositivziffer 6). Es werde weiter davon Kenntnis genommen, dass die bereits bezahlten Versorgertaxen fÃ¼r den Zeitraum vom 8. April 2016 bis zum 20. Mai 2016 bei der Bildungsdirektion zurÃ¼ckgefordert wÃ¼rden und anschliessend die RÃ¼ckabwicklung des Elternbeitrags an die Eltern erfolge (Dispositivziffer 7). </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen den Beschluss des Gemeinderats D vom 5. Dezember 2017 erhoben A und B am 9. Januar 2018 Rekurs beim Bezirksrat I und beantragten, der angefochtene Beschluss sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass ihnen fÃ¼r die Unterbringung ihres Sohns F im Kinderheim K nur der Unterhaltsbeitrag gemÃ¤ss Art. 22 IVSE auferlegt werden kÃ¶nne. Der Gemeinderat D sei zu verpflichten, die von ihnen in der Vergangenheit Ã¼berhÃ¶ht eingeforderten ElternbeitrÃ¤ge in der HÃ¶he von Fr. 5'600.- zuzÃ¼glich Zins zu 5 % seit 1. MÃ¤rz 2017 zurÃ¼ckzuerstatten. </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss vom 6. Februar 2020 wies der Bezirksrat I den Rekurs ab und auferlegte die Verfahrenskosten A und B. Es wurden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 11. MÃ¤rz 2020 beantragten A und B dem Verwaltungsgericht, der Beschluss des Bezirksrats I vom 6. Februar 2020 und der Beschluss des Gemeinderats D vom 5. Dezember 2017 seien aufzuheben und es sei festzustellen, dass ihnen fÃ¼r die Unterbringung ihres Sohns F wÃ¤hrend des Zeitraums vom 1. Januar 2018 bis 6. November 2018 im Kinderheim K keine Versorgertaxe auferlegt werden kÃ¶nne. Der Gemeinderat D sei mit Aufhebung von Dispositivziffer 7 des Beschlusses vom 5. Dezember 2017 zu verpflichten, die von A und B in der Vergangenheit Ã¼berhÃ¶ht eingeforderten ElternbeitrÃ¤ge in der HÃ¶he von Fr. 5'600.- zuzÃ¼glich Zins zu 5 % seit 1. MÃ¤rz 2017 zurÃ¼ckzuerstatten. Eventualiter sei der Beschluss des Bezirksrats I vom 6. Februar 2020 aufzuheben und die Angelegenheit zur Neubeurteilung gemÃ¤ss den gerichtlichen ErwÃ¤gungen an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. Alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen (auch fÃ¼r das vorinstanzliche Verfahren) zulasten des Beklagten. </p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat I verwies mit Eingabe vom 23. MÃ¤rz 2020 auf die BegrÃ¼ndung des angefochtenen Entscheids und verzichtete im Ãbrigen auf eine Vernehmlassung. Die Bildungsdirektion des Kantons ZÃ¼rich liess sich am 16. April 2020 vernehmen und beantragte neben anderem mit Bezug auf die RÃ¼ckforderung von ElternbeitrÃ¤gen fÃ¼r die Zeit vor dem 8. April 2016 die Sistierung des Verfahrens. Die Gemeinde D beantragte mit Beschwerdeantwort vom 4. Mai 2020, die Beschwerde sei unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrenden vollumfÃ¤nglich abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kÃ¶nne. A und B replizierten am 19. Mai 2020. Die Bildungsdirektion und die Gemeinde D reichten am 3. bzw. 8. Juni 2020 ihre Duplik zu den Akten. Daraufhin ergingen keine weiteren Stellungnahmen. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) fÃ¼r die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Der Streitwert liegt Ã¼ber Fr. 20'000.-, weshalb die Kammer zum Entscheid berufen ist (§ 38 in Verbindung mit § 38b Abs. 1 lit. c VRG). </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>1.2.1 </b>Der Streitgegenstand des Rekurs- bzw. Beschwerdeverfahrens bestimmt sich zum einen danach, was Gegenstand der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung war bzw. nach richtiger Gesetzesauslegung hÃ¤tte sein sollen. GegenstÃ¤nde, Ã¼ber welche die erste Instanz zu Recht nicht entschieden hat, fallen nicht in den Kompetenzbereich der RekursbehÃ¶rden bzw. des Verwaltungsgerichts; sonst wÃ¼rde in die funktionelle ZustÃ¤ndigkeit der erstinstanzlich verfÃ¼genden BehÃ¶rde eingegriffen. Zum andern bestimmt sich der Streitgegenstand nach der im Rekurs- bzw. Beschwerdeantrag verlangten Rechtsfolge (Martin Bertschi in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], Vorbemerkungen zu §§ 19â28a N. 45 und 48). </p> <p class="Erwgung3"><b>1.2.2 </b>Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist unbestrittenermassen die Frage, ob die BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r den Heimaufenthalt von F vom 1. Januar 2018 bis 6. November 2018 (263 Tage) fÃ¼r die Versorgertaxe von Fr. 245.-/Tag aufzukommen haben (Beschwerdeantrag 1.1). Fraglich ist, inwieweit daneben die RÃ¼ckerstattung der von den BeschwerdefÃ¼hrenden im Zeitraum vom 21. MÃ¤rz 2016 bis 20. Mai 2016 Ã¼berhÃ¶ht eingeforderten ElternbeitrÃ¤ge in der HÃ¶he von Fr. 5'600.- zuzÃ¼glich Zins zu 5 % seit 1. MÃ¤rz 2017 Streitgegenstand bildet (Beschwerdeantrag 1.2). </p> <p class="Erwgung3"><b>1.2.3 </b>In Nachachtung des Urteils VB.2015.00607 des Verwaltungsgerichts vom 18. November 2015 Ã¼bernahm im Zeitraum vom 8. April 2016 (Rechtskraft des verwaltungsgerichtlichen Urteils VB.2015.00607) bis 31. Dezember 2017 der Kanton die Versorgertaxen fÃ¼r den Aufenthalt in einem ausserkantonalen Heim. Seit dem 1. Januar 2018 haben sich gemÃ¤ss dem mit GesetzesÃ¤nderung vom 23. Januar 2017 (OS 72, 504) neu eingefÃ¼gten § 3b des Gesetzes Ã¼ber die Jugendheime und PflegekinderfÃ¼rsorge vom 1. April 1962 (JugendheimeG) die Eltern an den Kosten fÃ¼r die inner- oder ausserkantonale Unterbringung von Kindern in Jugendheimen im Rahmen der Versorgertaxe zu beteiligten. </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin forderte die Mitbeteiligte deshalb mit Schreiben vom 26. Juli 2016 und 16. September 2016 auf, ihr die geleistete Versorgertaxe, abzÃ¼glich des Beitrags der Unterhaltspflichtigen von Fr. 30.-/Tag fÃ¼r den ausserkantonalen Heimaufenthalt von F im Zeitraum vom 21. MÃ¤rz 2016 bis 20. Mai 2016 zurÃ¼ckzuerstatten. Die Mitbeteiligte teilte der Beschwerdegegnerin daraufhin mit, dass der Kanton ZÃ¼rich die Versorgertaxe unter Vorbehalt einer erwarteten rÃ¼ckwirkend in Kraft tretenden GesetzesÃ¤nderung rÃ¼ckwirkend ab 1. April 2016 (da der Verwaltungsgerichtsentscheid VB.2015.00607 am 8. April 2016 rechtskrÃ¤ftig wurde) Ã¼bernehmen wÃ¼rde. Die Versorgertaxe fÃ¼r die ausserfamiliÃ¤re Platzierung bis 31. MÃ¤rz 2016 sei dagegen durch die Eltern bzw. subsidiÃ¤r durch die Beschwerdegegnerin zu tragen. </p> <p class="Urteilstext">In der Folge erwog die Beschwerdegegnerin in ihrer VerfÃ¼gung vom 5. Dezember 2017, gestÃ¼tzt auf den Verwaltungsgerichtsentscheid VB.2015.00607 sei fÃ¼r den Zeitraum vom 8. April 2016 bis 31. Dezember 2017 die Mitbeteiligte fÃ¼r die Ãbernahme der Versorgertaxe zustÃ¤ndig. Die Gemeinde habe deshalb die bereits bezahlten Versorgertaxen wÃ¤hrend der Zeit vom 8. April 2016 bis 20. Mai 2016 bei der Mitbeteiligten zurÃ¼ckzufordern. Sobald der RÃ¼ckforderungsbetrag der Gemeinde vorliege, erfolge die RÃ¼ckabwicklung des Elternbeitrags an die BeschwerdefÃ¼hrenden. Davon wurde denn auch im Dispositiv Kenntnis genommen (Dispositivziffer 7). Die RÃ¼ckforderung der von den BeschwerdefÃ¼hrenden geleisteten ElternbeitrÃ¤ge fÃ¼r den Heimaufenthalt von F vom 8. April 2016 bis 20. Mai 2016 war damit unbestrittenermassen Streitgegenstand der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung. Mittlerweile hat die Beschwerdegegnerin den BeschwerdefÃ¼hrenden die fÃ¼r diesen Zeitraum zu Unrecht erhobenen ElternbeitrÃ¤ge von Fr. 3'900.- zuzÃ¼glich Zins von Fr. 351.55 denn auch zurÃ¼ckbezahlt. In diesem Umfang ist die Beschwerde daher als gegenstandslos geworden abzuschreiben und sind die diesbezÃ¼glichen GehÃ¶rsrÃ¼gen nicht mehr zu prÃ¼fen. </p> <p class="Erwgung3"><b>1.2.4 </b>DemgegenÃ¼ber blieb eine allfÃ¤llige RÃ¼ckzahlung der von den BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r den Zeitraum vom 21. MÃ¤rz 2016 bis 7. April 2016 erhobenen ElternbeitrÃ¤ge in der beschwerdegegnerischen VerfÃ¼gung vom 5. Dezember 2017 unerwÃ¤hnt und ist damit nicht Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens. In diesem Umfang ist daher auf die Beschwerde nicht einzutreten. Die BeschwerdefÃ¼hrenden hatten allerdings grundsÃ¤tzlich auch die RÃ¼ckerstattung dieser BetrÃ¤ge verlangt, wobei sie bisher von der Beschwerdegegnerin darauf vertrÃ¶stet worden waren, dass die BetrÃ¤ge gezahlt wÃ¼rden, sobald sie vom Kanton an die Gemeinde zurÃ¼ckerstattet wÃ¼rden. DemgemÃ¤ss ist davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin bewusst nicht Ã¼ber diese BetrÃ¤ge entschieden hat und ein solcher Entscheid noch aussteht. Es bleibt die Beschwerdegegnerin daher an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass sie formell Ã¼ber den RÃ¼ckerstattungsanspruch der BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r den Zeitraum vom 21. MÃ¤rz 2016 bis 7. April 2016 zu verfÃ¼gen hat. Ob die BeschwerdefÃ¼hrenden als Unterhaltspflichtige die Versorgertaxen bzw. die ElternbeitrÃ¤ge fÃ¼r die Zeit vom 21. MÃ¤rz 2016 bis 7. April 2016 zu tragen haben, ist sodann auch nicht Gegenstand des Verfahrens zwischen der Beschwerdegegnerin und der Mitbeteiligten. Eine Sistierung des Verfahrens, wie sie die Mitbeteiligte und die Beschwerdegegnerin verlangt haben, erscheint deshalb obsolet, ebenso erÃ¼brigen sich Weiterungen wie eine Frist zu weiteren Stellungnahmen zu dieser Frage.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Soweit die BeschwerdefÃ¼hrenden um selbstÃ¤ndige Feststellung ersuchen, dass ihnen fÃ¼r die Unterbringung ihres Sohns wÃ¤hrend des Zeitraums vom 1. Januar 2018 bis 6. November 2018 im Kinderheim K keine Versorgertaxe auferlegt werden kÃ¶nne, ist Folgendes festzuhalten: Feststellungsbegehren setzen ein spezifisches schutzwÃ¼rdiges Interesse voraus. Ein solches ist gegeben, wenn der Bestand, Nichtbestand oder Umfang Ã¶ffentlich-rechtlicher Rechte und Pflichten unklar ist. Kein schutzwÃ¼rdiges Feststellungsinteresse besteht jedoch, wenn der Gesuchsteller das mit dem Feststellungsbegehren bezweckte Ziel auch mit einem Leistungs- oder Gestaltungsbegehren erreichen kÃ¶nnte; insofern sind Feststellungsbegehren subsidiÃ¤r (VGr, 28. Mai 2020, VB.2019.00280, E. 1.4).</p> <p class="Urteilstext">Der Entscheid Ã¼ber den Antrag, wonach der vorinstanzliche Entscheid und der Beschluss der Beschwerdegegnerin aufzuheben seien, bedingt bereits die Auseinandersetzung mit der Frage, ob den BeschwerdefÃ¼hrenden eine Versorgertaxe auferlegt werden durfte. Der mit der Beschwerdeerhebung verfolgten Absicht ist damit GenÃ¼ge getan. Auf das Feststellungsbegehren ist daher mangels eines schutzwÃ¼rdigen Feststellungsinteresses nicht einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>In formeller Hinsicht machen die BeschwerdefÃ¼hrenden eine Verletzung der BegrÃ¼ndungspflicht durch die Vorinstanz geltend, weil diese sich mit verschiedenen RÃ¼gen nicht auseinandergesetzt habe. So sei das Vorliegen der umstrittenen Gesetzesdelegation in § 3b JugendheimeG gÃ¤nzlich ungeprÃ¼ft geblieben. Die fehlende PrÃ¼fung der finanziellen VerhÃ¤ltnisse der BeschwerdefÃ¼hrenden sei alleine mit dem Vorwurf begrÃ¼ndet worden, die BeschwerdefÃ¼hrenden hÃ¤tten in ihrem Rekurs nicht geltend gemacht, nicht in der Lage zu sein, Fr. 8'250.- monatlich zu tragen. Dies hÃ¤tten die BeschwerdefÃ¼hrenden aber sehr wohl geltend gemacht; ohnehin verlange die Auferlegung der Versorgertaxen die PrÃ¼fung der Tragbarkeit von Amtes wegen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Aus dem Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) fliesst das Recht der von einem Entscheid in ihrer Rechtsstellung betroffenen Person, dass die BehÃ¶rde deren Vorbringen auch tatsÃ¤chlich hÃ¶rt, prÃ¼ft und in der Entscheidfindung berÃ¼cksichtigt. Entsprechend ist die BehÃ¶rde verpflichtet, ihren Entscheid zu begrÃ¼nden. Dabei muss sie sich indes nicht mit allen Parteistandpunkten einlÃ¤sslich auseinandersetzen und jedes Vorbringen ausdrÃ¼cklich widerlegen, sondern kann sich auf die wesentlichen Punkte beschrÃ¤nken. Der BegrÃ¼ndungspflicht ist GenÃ¼ge getan, wenn sich die betroffene Person Ã¼ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die hÃ¶here Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinn mÃ¼ssen wenigstens kurz die Ãberlegungen genannt werden, von denen sich die BehÃ¶rde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stÃ¼tzt (vgl. zum Ganzen BGE 138 I 232 E. 5.1, 136 I 229 E. 5.2, 134 I 83 E. 4.1; ausfÃ¼hrlich zur BegrÃ¼ndungspflicht Michele Albertini, Der verfassungsmÃ¤ssige Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r im Verwaltungsverfahren des modernen Staates, Bern 2000, S. 402 ff. mit zahlreichen Hinweisen). </p> <p class="Urteilstext">Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r kann geheilt werden, wenn sie nicht besonders schwer wiegt und die unterlassene GehÃ¶rsgewÃ¤hrung in einem Rechtsmittelverfahren nachgeholt wird, das eine PrÃ¼fung im gleichen Umfang wie durch die Vorinstanz gestattet (vgl. etwa BGE 133 I 201 E. 2.2, 126 I 68 E. 2). Dies gilt vor allem dann und selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung, wenn eine RÃ¼ckweisung der Sache zur GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs lediglich einen formalistischen Leerlauf darstellen und zu einer unnÃ¶tigen VerfahrensverlÃ¤ngerung fÃ¼hren wÃ¼rde (Albertini, S. 459; vgl. auch Griffel, § 8 N. 38; BGr, 4. MÃ¤rz 2009, 8C_845/2008, E. 4.2.1; VGr, 2. September 2009, VB.2009.00083, E. 4.3).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Vorinstanz verwies betreffend die Gesetzesdelegation zur BegrÃ¼ndung auf die Stellungnahme der Bildungsdirektion. Diese hielt fest, da die Eltern gestÃ¼tzt auf Art. 276 des Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 (ZGB) zur Zahlung des Unterhalts ihres Kinds verpflichtet seien und § 3b JugendheimeG bloss eine Reduktion dieser Pflicht vorsehe, werde keine neue Abgabe begrÃ¼ndet. Die Delegation an die Bildungsdirektion fÃ¼r die Bestimmung der Versorgertaxe sei sodann in einem formellen Gesetz geregelt, weshalb eine genÃ¼gende gesetzliche Grundlage bestehe. Diese BegrÃ¼ndung vermag den genannten Anforderungen gerade noch zu genÃ¼gen. </p> <p class="Urteilstext">Wie sich nachfolgend zeigen wird, ist die Beschwerde bezÃ¼glich der mangelhaften gesetzlichen Grundlage gutzuheissen, sodass offenbleiben kann, ob die Vorinstanz das rechtliche GehÃ¶r der BeschwerdefÃ¼hrenden in Bezug auf ihre RÃ¼ge, die wirtschaftliche Tragbarkeit sei nicht geprÃ¼ft worden, verletzt hat und dies vorliegend geheilt werden kann. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Im Kanton ZÃ¼rich ist die ausserfamiliÃ¤re Unterbringung von Kindern im Gesetz Ã¼ber die Jugendheime und PflegekinderfÃ¼rsorge (JugendheimeG) vom 1. April 1962 geregelt. <span>Jugendheime sind Heime, die dazu bestimmt sind, mehr als fÃ¼nf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zum vollendeten 22. Altersjahr zur Erziehung und Betreuung aufzunehmen</span> (Art. 1 Abs. 1 JugendheimeG)<span>.</span> Dies wird in Art. 2 Abs. 1 Verordnung Ã¼ber die Jugendheime vom 4. Oktober 1962 [JugendheimeV] konkretisiert, wonach dem JugendheimeG <span class="SC2631"><span>alle Einrichtungen unterstellt sind, die dazu bestimmt sind, mehr als fÃ¼nf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zum vollendeten 22. Altersjahr wÃ¤hrend mindestens fÃ¼nf Tagen und NÃ¤chten in der Woche zur Erziehung, Betreuung, Beobachtung <i>oder</i> Erholung aufzunehmen (Art. 2 Abs. 1 JugendheimeV). Sofern die BeschwerdefÃ¼hrenden geltend machen, das JugendheimeG erfasse nur die Unterbringung zum Zweck der Erziehung <i>und</i> Betreuung; nicht aber rein pflegerisch motivierte Heimaufenthalte, ist ihnen deshalb nicht zuzustimmen. Unbestrittenermassen diente der Heimaufenthalt von F nicht erzieherischen Zwecken, sondern primÃ¤r seiner (medizinischen) Pflege und Betreuung; da das JugendheimeG aber wie gesehen auch diese Bereiche erfasst, ist das Gesetz vorliegend anwendbar.</span></span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>GemÃ¤ss § 9a Abs. 1 JugendheimeG kann der Regierungsrat mit anderen Kantonen Vereinbarungen Ã¼ber die Beteiligung an den Kosten von Kinder- und Jugendheimen treffen. Im Sinn dieser Bestimmung ist der Kanton ZÃ¼rich mit Regierungsratsbeschluss vom 14. November 2007 (OS 62, 502 ff.) der Interkantonalen Vereinbarung fÃ¼r soziale Einrichtungen vom 13. MÃ¤rz 2002 (IVSE, LS 851.5) beigetreten. Die IVSE bezweckt, die Aufnahme von Personen mit besonderen Betreuungs- und FÃ¶rderungsbedÃ¼rfnissen in geeigneten Einrichtungen ausserhalb ihres Wohnkantons ohne Erschwernisse zu ermÃ¶glichen (Art. 1 Abs. 1 IVSE). Nach Art. 19 Abs. 1 IVSE sichert der Wohnkanton der Einrichtung des Standortkantons mittels KostenÃ¼bernahmegarantie die Leistungsabgeltung fÃ¼r die entsprechende Periode zu. Die Einrichtung des Standortkantons hat gegenÃ¼ber den zahlungspflichtigen Stellen und Personen des Wohnkantons ein direktes Forderungsrecht (Art. 19 Abs. 2 IVSE); welches Gemeinwesen innerhalb eines Kantons kostenpflichtig ist, wird in der IVSE demgegenÃ¼ber nicht geregelt.</p> <p class="Erwgung2">Nach Art. 22 Abs. 1 IVSE kÃ¶nnen den Unterhaltspflichtigen BeitrÃ¤ge in HÃ¶he der mittleren Tagesaufwendungen fÃ¼r Kost und Logis fÃ¼r eine Person in einfachen VerhÃ¤ltnissen verrechnet werden. Leistet der Unterhaltspflichtige diese BeitrÃ¤ge nicht, kÃ¶nnen sie nach Art. 22 Abs. 2 IVSE direkt der Sozialhilfe verrechnet werden. Aus dieser Regelung folgt, dass die Leistungsabgeltung gegenÃ¼ber dem Heim im Ãbrigen durch BeitrÃ¤ge aus dem Wohnkanton erfolgt, wobei nur der Beitrag der Unterhaltspflichtigen bei deren ZahlungsunfÃ¤higkeit der Sozialhilfe belastet und damit der Gemeinde am UnterstÃ¼tzungswohnsitz verrechnet werden kann (Konferenz der kantonalen Sozialdirektoren, Kommentar zur Interkantonalen Vereinbarung fÃ¼r soziale Einrichtungen [IVSE], S. 13, www.sodk.ch). </p> <p class="Erwgung2">Die IVSE hat unter Vorbehalt des direkt von den UnterstÃ¼tzungspflichtigen zu zahlenden Beitrags nur die Kostenverteilung zwischen einweisendem Kanton und Standortkanton des Heims zum Gegenstand. Das Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich hielt mit Urteil VB.2015.00607 vom 18. November 2015 deshalb fest, dass die Bestimmungen der IVSE einer innerkantonalen Regelung, welche eine teilweise oder vollstÃ¤ndige RÃ¼ckforderung der vom Kanton Ã¼bernommenen Platzierungskosten bei den Unterhaltspflichtigen vorsieht, nicht entgegenstÃ¼nden, sofern die Unterhaltspflichtigen ihren Wohnsitz ebenfalls im Kanton ZÃ¼rich haben (E. 2.4.2 f.). DemgemÃ¤ss ist die RÃ¼ge des Verstosses der kantonalen Regelung gemÃ¤ss § 3b JugendheimeG gegen die IVSE nicht stichhaltig.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Das JugendheimeG hÃ¤lt in dem am 1. Januar 2018 in Kraft gesetzten § 3b im Hinblick auf die Kosten fÃ¼r die Unterbringung fest, dass d<span>er Staat und die Eltern die Kosten fÃ¼r die inner- oder ausserkantonale Unterbringung von Kindern und Jugendlichen mit Wohnsitz im Kanton ZÃ¼rich in Jugendheimen tragen (Abs. 1).</span> <span>Sind Kinder und Jugendliche mit Wohnsitz im Kanton ZÃ¼rich in Jugendheimen innerhalb oder ausserhalb des Kantons ZÃ¼rich untergebracht, beteiligen sich die Eltern an den Kosten im Umfang des von der fÃ¼r das Bildungswesen zustÃ¤ndigen Direktion verfÃ¼gten angebotsspezifischen Beitrags (Versorgertaxe). Sind die Eltern wirtschaftlich dazu nicht in der Lage, trÃ¤gt die gemÃ¤ss Sozialhilfegesetzgebung zustÃ¤ndige Gemeinde die Kosten (Abs. 2). Bei einer Unterbringung in gemÃ¤ss der IVSE anerkannten Jugendheimen ausserhalb des Kantons ZÃ¼rich beteiligt sich der Staat im Umfang der die Versorgertaxe Ã¼bersteigenden Ausgaben an den Kosten (Abs. 3 lit. b). </span>Die Verordnung der Bildungsdirektion Ã¼ber die Versorgertaxen in beitragsberechtigten Sonderschulen, Schulheimen, Kinder- und Jugendheimen sowie Spitalschulen vom 12. April 2018 sieht fÃ¼r die Vollbetreuung in einem Kleinkinderheim eine Versorgertaxe von Fr. 245.- pro Tag vor (§ 4). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Das Kinderheim K gehÃ¶rt zur Stiftung J, Kanton H und ist eine von der Kommission fÃ¼r soziale Einrichtungen gemÃ¤ss dem Gesetz Ã¼ber soziale Einrichtungen (SEG, SRL Nr. 894) des Kantons H anerkannte soziale Einrichtung. Sie wird hauptsÃ¤chlich durch den Kanton sowie die Gemeinden des Kantons H finanziert (§ 28 SEG). Da es sich beim Kinderhaus um eine IVSE-anerkannte Einrichtung handelt, hat der Kanton ZÃ¼rich mittels KostenÃ¼bernahmegarantie die Leistungsabgeltung zugunsten der Person fÃ¼r die zu garantierende Periode zuzusichern (Art. 19 Abs. 1 IVSE). Dies fÃ¼r den Fall, dass die gemÃ¤ss (kantonalem) Recht zahlungspflichtigen Stellen und Personen des Wohnkantons (Abs. 2) ihrer Verpflichtung nicht nachkommen kÃ¶nnen. Der Kanton ist daher subsidiÃ¤r nach den vom kantonalen Gesetz bestimmten Stellen bzw. Personen leistungspflichtig. Nach § 3b JugendheimeG tragen heute der Staat und die Eltern die Kosten fÃ¼r die inner- und ausserkantonale Unterbringung von Kindern mit Wohnsitz im Kanton ZÃ¼rich. Die Eltern beteiligen sich an den Kosten mit einem angebotsspezifischen Beitrag (Versorgertaxe). Der Staat Ã¼bernimmt die die Versorgertaxe Ã¼bersteigenden Ausgaben. Soweit Kosten fÃ¼r den Heimaufenthalt von F gestÃ¼tzt auf § 3b JugendheimeG den Unterhaltspflichtigen auferlegt werden sollen, handelt es sich dabei um staatliche Abgaben. Diese bedÃ¼rfen einer gesetzlichen Grundlage (vgl. E. 3.5 nachfolgend). Wie das Bundesgericht in BGE 142 V 271 E. 8.2 festhielt, genÃ¼gt dabei die allgemeine Unterhaltsregelung nach Art. 276 ZGB nicht.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Nach Art. 38 Abs. 1 lit. d der Kantonsverfassung des Kantons ZÃ¼rich vom 27. Februar 2005 (KV) sind alle wichtigen RechtssÃ¤tze des kantonalen Rechts in der Form des Gesetzes zu erlassen, wozu auch die wesentlichen Bestimmungen Ã¼ber die Voraussetzungen und Bemessungsgrundlagen von Steuern und anderen Abgaben, mit Ausnahme von GebÃ¼hren in geringer HÃ¶he gehÃ¶ren. Nach Art. 126 KV legt das Gesetz die GrundsÃ¤tze fÃ¼r die Erhebung weiterer Abgaben fest. Es bestimmt insbesondere die Art und den Gegenstand der Abgabe, die GrundsÃ¤tze der Bemessung sowie den Kreis der abgabepflichtigen Personen. Diese Formulierung in der Kantonsverfassung schliesst nicht aus, dass das Kostendeckungs- und das Ãquivalenzprinzip bei gegebenen Voraussetzungen die Funktion des formellen Gesetzes zur Limitierung der AbgabehÃ¶he Ã¼bernehmen (Michael Beusch in: Isabelle HÃ¤ner/Markus RÃ¼ssli/Evi Schwarzenbach [Hrsg.], Kommentar zur ZÃ¼rcher Kantonsverfassung, ZÃ¼rich etc. 2007, Art. 126 N. 16). </p> <p class="Erwgung2">Die Einhaltung des Kostendeckungs- und des Ãquivalenzprinzips vermag nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts die Anforderungen an die gesetzliche Festlegung der Abgabenbemessung zu lockern, aber nicht eine formell-gesetzliche Grundlage vÃ¶llig zu ersetzen. Auf die Festlegung der HÃ¶he der GebÃ¼hr im formellen Gesetz kann zwar unter UmstÃ¤nden verzichtet werden, wenn die staatliche Dienstleistung einen Handels- oder Marktwert aufweist, sodass die AbgabenhÃ¶he nach marktwirtschaftlichen Mechanismen regulierbar ist (BGE 121 I 230 E. 3g S. 238 f., mit Hinweisen; 118 Ia 320 E. 4c S. 326; 103 Ib 324 E. 5d S. 333), das bedeutet aber nicht, dass auf jegliche formell-gesetzliche Grundlage immer dann verzichtet werden kann, wenn eine GebÃ¼hr anhand des Kostendeckungs- und des Ãquivalenzprinzips Ã¼berprÃ¼fbar ist (Lukas Widmer, Das LegalitÃ¤tsprinzip im Abgaberecht, Diss. ZÃ¼rich 1988, S. 109). Der Staat erbringt viele Dienstleistungen, fÃ¼r welche er keine oder jedenfalls nicht kostendeckende GebÃ¼hren erhebt. Darunter befinden sich Leistungen, welche an sich auch durch Private angeboten werden und fÃ¼r welche ein Marktwert feststellbar wÃ¤re. Der Staat kann sich jedoch aus bestimmten GrÃ¼nden gerade zum Ziel setzen, gewisse Aufgaben zu erfÃ¼llen, ohne dafÃ¼r einen marktgerechten Preis zu verlangen, insbesondere im Bestreben, diese Leistungen fÃ¼r alle BevÃ¶lkerungsschichten erschwinglich zu gestalten. Ob und wie weit dies der Fall sein soll, ist eine durch den demokratisch legitimierten Gesetzgeber zu beantwortende Frage (Widmer, S. 88 f., 167). Dass der Staat aufgrund eines gesetzlichen Auftrags gewisse Aufgaben wahrnimmt, erlaubt deshalb noch nicht den Schluss, dass er dafÃ¼r kostendeckende GebÃ¼hren verlangen kann. Die Anforderungen an die Bestimmtheit der formell-gesetzlichen GebÃ¼hrenbemessung kÃ¶nnen vielmehr nur dann mit dem Hinweis auf die Marktgerechtigkeit gelockert werden, wenn aus dem formellen Gesetz hervorgeht, dass die Abgabe nach marktwirtschaftlichen GrundsÃ¤tzen bemessen werden soll, bzw. dass eine kostendeckende GebÃ¼hrenbemessung dem Zweck und Charakter der Abgabe entspricht (BGE 123 I 254 E. 2b/aa).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>Beim JugendheimeG handelt es sich um ein Gesetz im formellen Sinn (vgl. § 13 JugendheimeG). GemÃ¤ss § 3b beteiligen sich die Eltern von Kindern und Jugendlichen mit Wohnsitz im Kanton ZÃ¼rich, welche ausserhalb des Kantons untergebracht sind, an den Kosten im Umfang des von der fÃ¼r das Bildungswesen zustÃ¤ndigen Direktion verfÃ¼gten angebotsspezifischen Beitrags (Versorgertaxe). Diese Bestimmung enthÃ¤lt keine Bemessungsgrundlage fÃ¼r die Bemessung der Versorgertaxe, sondern delegiert deren Festlegung an die Bildungsdirektion. FÃ¼r Jugendheime im Kanton ZÃ¼rich sieht das JugendheimeG vor, dass der Kanton diese mit BeitrÃ¤gen wesentlich unterstÃ¼tzt (§ 7 JugendheimeG) und die Heime im Gegenzug der Aufsicht des Kantons unterstehen (§ 4 ff. JugendheimeG). Im interkantonalen Bereich hat der Kanton die IVSE mit dem Ziel unterzeichnet, dass soziale Einrichtungen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Wohnsitz in einem anderen Kanton offenstehen sollen, und in Anbetracht, dass die hierfÃ¼r nÃ¶tige Angebotsoffenheit nur spielen kann, wenn die KostenÃ¼bernahme zwischen den Kantonen auf der Grundlage einheitlicher Berechnungsmethoden gesichert ist sowie dass eine enge interkantonale Zusammenarbeit im Bereich der sozialen Einrichtungen anzustreben ist (vgl. PrÃ¤ambel IVSE). Indem sich der Kanton in einem solchen Ausmass am Betrieb und der Finanzierung von Jugendheimen beteiligt, hat er sich zum Ziel gesetzt, die Aufgabe der Betreuung und Erziehung durch Jugendheime zu erfÃ¼llen, ohne dafÃ¼r einen marktgerechten Preis zu verlangen, insbesondere im Bestreben, diese Leistungen fÃ¼r alle BevÃ¶lkerungsschichten erschwinglich zu gestalten. Mit der Versorgertaxe wird auch auf die Erhebung von kostendeckenden GebÃ¼hren verzichtet, weshalb vorliegend weder das Kostendeckungs- noch das Ãquivalenzprinzip greift. Die Frage, welcher Anteil des staatlichen Aufwands durch GebÃ¼hren der Eltern zu decken sei, ist eine wesentliche sozialpolitische Wertungsfrage, die angesichts ihrer Tragweite vom formellen Gesetzgeber beantwortet werden muss. DemgemÃ¤ss hÃ¤tte die Bemessungsgrundlage bzw. die HÃ¶he der Abgabe im Gesetz im formellen Sinn erfolgen, zumindest aber weitere eingrenzende Kriterien fÃ¼r deren hÃ¶henmÃ¤ssige Fixierung festgelegt werden mÃ¼ssen. Dies ist jedoch vorliegend nicht der Fall. § 3b JugendheimeG macht keinerlei Angaben dazu, in welchem Umfang bzw. bezÃ¼glich welcher Kostenpositionen und Kriterien sich die Eltern zu beteiligen haben, und belÃ¤sst dem Verordnungsgeber damit praktisch einen uneingeschrÃ¤nkten Regelungsspielraum. Namentlich lÃ¤sst sich auch nicht im Umkehrschluss auf die HÃ¶he der von den Eltern zu Ã¼bernehmenden Versorgertaxe schliessen: Nach der Konzeption von § 3b Abs. 3 JugendheimeG ist es gerade nicht so, dass die Versorgertaxe die nach Abzug gesetzlich festgelegter kantonaler Kostenbeteiligungen verbleibenden Restkosten wÃ¤re, sondern der Kanton Ã¼bernimmt die Kosten im Umfang der die Versorgertaxe Ã¼bersteigenden Ausgaben. Die Beteiligung an den Kosten durch den Kanton hÃ¤ngt mithin ihrerseits von der HÃ¶he der Versorgertaxe ab und begrenzt diese nicht. FÃ¼r die Festlegung der HÃ¶he der Versorgertaxe fehlt es damit an einer genÃ¼gend bestimmten gesetzlichen Grundlage. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.7 </b>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. In Bezug auf die RÃ¼ckerstattungsforderung fÃ¼r den Zeitraum vom 8. April 2016 bis 20. Mai 2016 ist die Beschwerde als gegenstandslos geworden abzuschreiben. In Bezug auf die RÃ¼ckerstattungsforderung vom 21. MÃ¤rz 2016 bis 7. April 2016 sowie das Feststellungsbegehren ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Mit Bezug auf die Frage, ob die BeschwerdefÃ¼hrenden im Zeitraum vom 1. Januar bis 6. November 2018 eine Versorgertaxe von Fr. 245.- pro Tag zu leisten hÃ¤tten, fehlt es fÃ¼r deren Festsetzung an der nÃ¶tigen gesetzlichen Grundlage, weshalb insofern die Beschwerde gutzuheissen ist. Ist von den Eltern keine Versorgertaxe im Sinn von § 36 Abs. 2 Satz 1 JugendheimeG geschuldet, besteht auch kein Anlass fÃ¼r eine subsidiÃ¤re Kostengutsprache fÃ¼r diese Taxe gestÃ¼tzt auf Satz 2 der genannten Bestimmung. Infolgedessen sind die Dispositivziffern 1â6 des Beschlusses der Gemeinde D vom 5. Dezember 2017 ganz und der Beschluss des Bezirksrats I vom 6. Februar 2020 entsprechend aufzuheben. Die Kostenverteilung fÃ¼r das Rekursverfahren ist in dem Sinn neu festzulegen, dass die Rekurskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens der zum grÃ¶ssten Teil unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihr bei diesem Ergebnis nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG), vielmehr ist sie zu verpflichten, den BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 VRG). Als angemessen erscheint eine solche von insgesamt Fr. 4'000.-.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist und sie nicht als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist. Die Dispositivziffern 1â6 des Beschlusses der Gemeinde D vom 5. Dezember 2017 werden aufgehoben. Der Beschluss des Bezirksrats I vom 6. Februar 2020 wird entsprechend aufgehoben, und die Rekurskosten von Fr. 961.80 werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 5'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 305.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 5'805.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, den BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 4'000.- zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Urteils.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>