<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">5F_1/2011 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 2. März 2011 </div> <div class="para">II. zivilrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Hohl, Präsidentin, </div> <div class="para">Bundesrichter von Werdt, </div> <div class="para">nebenamtlicher Bundesrichter Geiser, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Zbinden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Rolf W. Rempfler, </div> <div class="para">Gesuchsteller, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Y.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Raphael Pironato, </div> <div class="para">Gesuchsgegner, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Obergericht des Kantons Thurgau, Promenadenstrasse 12 A, 8500 Frauenfeld. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Revision des bundesgerichtlichen Urteils 5A_445/2010, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 5A_445/2010 vom 30. November 2010. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sachverhalt: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A. </div> <div class="para">Mit Urteil vom 30. November 2010 wies das Bundesgericht die Beschwerde in Sachen X.________ gegen Y.________ kostenpflichtig ab, soweit auf das Rechtsmittel einzutreten war. In Dispositivziffer 3 verpflichtete es X.________, der Y.________ für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 4'000.- zu entschädigen (Urteil 5A_445/2010). Der Vertreter der X.________, Rechtsanwalt Rolf W. Rempfler, nahm die Gerichtsurkunde am 10. Januar 2011 entgegen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B. </div> <div class="para">Mit einem mit "Berichtigungsbegehren" bezeichneten Schreiben vom 10. Februar 2011 an das Bundesgericht weist A.________ im Namen der X.________ (Gesuchsteller) darauf hin, dass der Anwalt der Y.________ im Verfahren 5A_445/2010 eine nur auf Fr. 3'600.-- lautende Kostennote eingereicht habe. Da dem Urteil vom 30. November 2010 diesbezüglich keine Begründung zu entnehmen sei, gehe er davon aus, es handle sich bei der Festsetzung der Entschädigung auf Fr. 4'000.- um ein Versehen. </div> <div class="para">Der Y.________ (Gesuchsgegner) ist nicht zur Stellungnahme eingeladen worden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Gemäss <span class="artref">Art. 129 BGG</span> nimmt das Bundesgericht auf schriftliches Gesuch eine Berichtigung eines Dispositivs vor, wenn dieses unklar, unvollständig, zweideutig oder widersprüchlich ist oder ein Rechnungs- oder Redaktionsfehler vorliegt. Der Gesuchsteller will wohl geltend machen, es liege ein Rechnungs- oder Redaktionsfehler vor. </div> <div class="para">Dafür liegt indessen kein Anhaltspunkt vor. Das Bundesgericht hat eine entsprechende Entschädigung festgesetzt, weil es sie für angemessen angesehen hat. Es liegt kein Verschrieb vor. Es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern hätte falsch gerechnet werden können. Eine Berechtigung steht damit nicht zur Diskussion. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Eingabe kann allerdings auch als Revisionsgesuch angesehen werden und ist folglich als solches entgegenzunehmen. Als Revisionsgründe kommen vorliegend die in Art. 121 lit. b und d sowie <span class="artref">Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG</span> aufgeführten infrage. </div> <div class="para">Dabei ist zu beachten, dass ein sich auf die Revisionsgründe von <span class="artref"><artref id="CH/173.110/121/d" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/121/b" type="start"></artref>Art. 121 lit. b bis d BGG</span><artref id="CH/173.110/121/d" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/d" type="end"></artref> stützendes Revisionsgesuch innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides eingereicht werden muss. Soweit es um <span class="artref">Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG</span> geht, beträgt die Frist 90 Tage seit Entdeckung des Revisionsgrundes (<span class="artref">Art. 124 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para">Das Urteil ist dem Rechtsvertreter des Gesuchstellers am 10. Januar 2011 zugestellt worden. Die 30-tägige Frist ist somit am Mittwoch, 9. Februar 2011, abgelaufen. Die am 10. Februar 2011 der Post übergebene Eingabe ist somit verspätet. Dass dem Gesuchsteller die Kostennote, welche Ausgang seines Gesuches ist, nicht schon im Zeitpunkt ihrer Einreichung bekannt gewesen sei und damit die 90-tägige Frist gemäss <span class="artref">Art. 124 Abs. 1 lit. d BGG</span> gewahrt wäre, ist nicht dargetan. Es ist aber am Gesuchsteller die Fristwahrung nachzuweisen, soweit sie nicht offensichtlich ist. </div> <div class="para">Das Gesuch erweist sich somit als verspätet und es ist darauf nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Gemäss dem Verfahrensausgang wird der Gesuchsteller kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Eine Entschädigung an den Gesuchsgegner ist nicht geschuldet, da sich dieser nicht hat vernehmen lassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Eingabe wird als Revisionsgesuch entgegengenommen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Gesuchsteller auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 2. März 2011 </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Hohl Zbinden </div> </div></body></html>