<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00931</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Gerichtsschreiberin Neuenschwander-Erni</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 24. November 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch lic. iur. O.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsauskunftsstelle Zürcher Oberland RZO</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Bahnhofstrasse 10, Postfach 1329, 8620 Wetzikon ZH</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1970, war von Januar 1991 bis Ende März 2001 bei der Z.___ AG als Hilfsarbeiter für Autoreparaturen tätig, wobei der letzte Arbeitstag am 11. September 2000 war (Urk. 9/3)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Am 23. Januar 2001 meldete sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Versicherte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei der Invalidenversicherung zum Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bezug an (Urk. 9/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, verneinte mit Verfügung vom 28. Januar 2002 einen Leistungsanspruch (Urk. 9/16).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 29. Januar und am 11. April 2016 meldete sich der Versicherte erneut zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Hilflosenentschädigung Hilfsmittel, Urk. 6/25; berufliche Integration Rente: Urk. 6/33). Die IV-Stelle auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erlegte dem Versicherten mit Schreiben vom 27. Juli 2016 eine Schadenmin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derungspflicht betreffend Durchführung einer Massnahme zur Erhaltung des Gesundheitszustandes (5%ige Gewichtsreduktion pro Jahr, Urk. 9/43). Mit Vorbescheid vom selben Tag stellte sie die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 9/45). Nachdem der Versicherte Einwand erhoben hatte (Urk. 9/49; Urk. 9/55), holte die IV-Stelle bei der Medas A.___ ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am 12. Juni 2017 erstattet wurde (Urk. 9/69/2-25). In der Folge wies sie das Leistungsbegehren des Versicherten mit Verfügung vom 13. Juli 2017 ab (Urk. 9/74 = Urk. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherte erhob am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. September 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegen die Verfügung vom 13. Juli 2017 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine halbe Invalidenrente zuzusprechen. In formeller Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1 S. 1 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 18. Oktober 2017 (Urk. 8) die Abweisung der Beschwerde. Eventuell sei die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen zurückzuweisen (S. 1 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid (Urk. 2) gestützt auf das MEDAS-Gutachten von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rers in einer angepassten Tätigkeit aus. Sie stellte einem Valideneinkommen von Fr. 61‘219.12 ein Invalidenein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kommen von Fr. 47‘218.29 gegenüber und errechnete einen rentenaus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlies</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Invaliditätsgrad von 23 % (S. 2 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen der Beschwerdeantwort (Urk. 8) hielt sie fest, dass ihr RAD-Arzt die Textpassage zur Arbeitsfähigkeit im Gutachten wohl missverstanden habe. Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund der Erklärung im E-Mail werde dem Beschwerdeführer für angepasste Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von rund 50 % attestiert. Trotzdem werde die Abweisung der Beschwerde aufgrund einer Substitution der Motive beantragt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(S. 1 unten). Die Beschwerdegegnerin verwies auf das Gutachten, wonach diver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e medizinische Massnahmen für notwendig befunden worden seien, und hielt fest, dass grundsätzlich kein Rentenanspruch entstehen könne, solange zumut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bare therapeutische und andere schadenmindernde Vorkehren nicht ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schöpft würden (S. 2 oben). Der Beschwerdeführer sei im Rahmen seiner Schadenmin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungspflicht nun vorab angehalten, die zumutbaren Behandlungen konsequent durchzuführen. Eine Ablehnung der IV-Leistungen im jetzigen Zeitpunkt sei somit im Endergebnis korrekt (S. 2 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer beanstandete in der Beschwerde (Urk. 1), dass die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdegegnerin von einer 70%igen (statt 50%igen) Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen sei, was dem Ergebnis des Gutachtens klar </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">widerspreche (S. 2 unten). Ausgehend von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ergebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sich ein Invaliditätsgrad von 53.2 % und damit Anspruch auf eine halbe Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lidenrente (S. 4 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">57a </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) teilt die IV-Stelle der versicherten Person den vorgesehenen Endentscheid über ein Leistungsbegehren oder den Entzug oder die Herabsetzung einer bisher gewährten Leistung mittels Vorbescheid mit. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Parteien können innerhalb einer Frist von 30 Tagen bei der IV-Stelle münd</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich oder schriftlich Einwände zum Vorbescheid vorbringen (Art. 73</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV). An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schliessend entscheidet die IV-Stelle über die Leistungsbegehren, wobei sie sich mit den für den Beschluss relevanten Einwänden der Parteien auseinander</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzen hat (Art. 74 Abs. 1 und 2 IVV).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die von den kantonalen IV-Stellen erlassenen Verfügungen sind sodann – in Abweichung von Art. 52 und Art. 58 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) – ohne vorgängiges Einsprachever</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahren direkt beim Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar (Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 29 Abs. 2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Bundesverfassung (BV) sowie Art. 42 ATSG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das rechtliche Gehör dient einer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung einer Person eingreift. Dazu gehört insbesondere deren Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erheb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 36</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 E. 3.1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung des recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Gehörs führt ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Es kommt mit ande</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren Worten nicht darauf an, ob die Anhörung im konkreten Fall für den Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gang der materi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">el</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">len Streitentscheidung von Bedeutung ist, das heisst die Behörde zu einer Änderung ihres Entscheides veranlasst wird oder nicht (BGE 132 V 387 E. 5.1; 127 V 431 E. 3d/aa).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Vorbescheid vom 27. Juli 2016 (Urk. 9/45) hielt die Beschwerdegegnerin fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass aufgrund des gesundheitlichen Zustandes keine langfristige Beeinträch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigung der Erwerbsfähigkeit ausgewiesen sei. Nachdem der Beschwerdeführer Einwand erhoben hatte (Urk. 9/49; Urk. 9/55), holte die Beschwerdegegnerin bei der Medas A.___ ein polydisziplinäres Gutachten ein, welches am 12. Juni 2017 erstattet wurde (Urk. 9/69/2-25). Die Gutachter kamen darin zum Schluss, dass in der bisherigen Tätigkeit eine 30%ige Arbeitsfähigkeit bestehe (S. 22 Ziff. 5.1). In einer angepassten Tätigkeit wurde die Arbeitsfähigkeit auf 50 % bemessen, was primär durch die rheumatologischen Einschränkungen be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gründet sei. Bei einer geschätzten Leistungseinschränkung von 25 % könne eine tägliche Arbeit von sechs Stunden zugemutet werden (S. 23 Ziff. 5.2). Gestützt auf dieses Gutachten gab RAD-Arzt Dr. med. Dr. rer. pol. B.___, Facharzt für Innere Medizin, mit Stellungnahme vom 27. Juni 2017 an, dass eine Arbeitsfähigkeit von sechs Stunden pro Tag in einer angepassten Tätigkeit bestehe (Urk. 9/72/4). Mit Verfügung vom 13. Juli 2017 wies die Beschwerdegegnerin das Leistungsbegehren ab, wobei sie von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausging (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin gab dem Beschwerdeführer keine Möglichkeit zur Stellungnahme zum Gutachten der Medas A.___ vom 12. Juni 2017, sondern erliess direkt die angefochtene Verfügung. Dies stellt eine schwere Verletzung des rechtlichen Gehörs dar.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Sinn und Zweck des Vorbescheidverfahrens besteht darin, die Akzeptanz des Entscheids bei den Versicherten zu verbessern. Die IV-Stelle darf sich daher nicht darauf beschränken, die von der versicherten Person vorgebrachten Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wände tatsächlich zur Kenntnis zu nehmen und zu prüfen. Sie hat ihre Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">legungen dem Betroffenen gegenüber auch namhaft zu machen und sich dabei ausdrücklich mit den (entscheidwesentlichen) Einwänden auseinanderzusetzen, oder aber zumindest die Gründe anzugeben, weshalb sie gewisse Gesichtspunkte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht berücksichtigen kann. Das Vorbescheidverfahren geht über den verfas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechtlichen Mindestanspruch auf rechtliches Gehör hinaus, indem es Gele</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genheit gibt, sich nicht nur zur Sache, sondern auch zum vorgesehenen Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheid zu äussern. Ob die Verwaltung, wenn sie auf die Einwände der ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten Person gegen den Vorbescheid hin weitere Abklärungen vornimmt, nochmals ein Vorbescheidverfahren durchzuführen hat, hängt von den Umstän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den des Einzelfalles ab, unter anderem von der inhaltlichen Bedeutung der Sachverhaltsvervollständigung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil des Bundesgerichts 9C_606/2014 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dezember 2014</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E. 2.1 mit Hinweisen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine polydisziplinäre Begutachtung stellt eine gewichtige Abklärung dar. Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gend ging die Beschwerdegegnerin im Vorbescheid noch davon aus, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keine gesundheitliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. Im neu einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">holten Gutachten wurde eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen sowie eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit festgestellt. Somit kam dem Gutachten unbestrittenermassen auch inhaltlich eine wesentliche Bedeutung zu. Angesichts dessen ist nicht nur Gelegenheit zur Stellungnahme zum Gutachten einzuräumen, sondern ein neuer Vorbescheid zu erlassen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da es sich bei der hier verfügten Abweisung des Leistungsbegehrens fraglos um einen erheblichen Eingriff in die Rechtsstellung de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> handelt, stellt der Erlass der Verfügung ohne vorherige Anhörung eine schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs dar. Die Sache ist daher zur Gehörsge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wäh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in Form des Vorbescheides</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen der Beschwerdeantwort (Urk. 8) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ersucht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> um Abweisung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Beschwerde; dies mit der neuen Begründung, dass der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer im Rahmen seiner Schadenminderungspflicht vorab die zumut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">baren Behandlungen konsequent durchzuführen habe. Sie begründete dies damit,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> dass die Gutachter diverse medizinische Massnahmen für notwendig erachtet hätten: Eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Therapieanpassung im Sinner einer antiinflammatorischen Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ein Fortsetzen der antiobstruktiven</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> COPD-Therapie,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> eine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> drastische Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">reduktion,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Nikotinstopp,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Muskel- un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">d Ausdauertraining, eine Erhöh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ung der Einstellung der oberen Drucklimite bei der CPAP-Therapie sowie gegebenenfalls auch eine ambulante pulmonale Rehabilitation (S. 2 Mitte; mit Verweis auf das Gutachten der Medas A.___, Urk. 9/69/2-25 S. 18 f.)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dazu ist festzuhalten, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die versicherte Person</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ach dem Grundsatz der Selbsteingliederung von sich aus das ihr Zumutbare zur Verbesserung der Erwerbsfähigkeit beizutragen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> hat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, in erster Linie durch Ausschöpfung sämtlicher medizinischer Behandlungs- und weiterer therapeutischer Möglichkeiten. Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">21 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4 ATSG die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">folgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urteil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgeric</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hts I 22/05 vom 6. Juni 2006 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.1.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine noch bestehende Behandlungsmöglichkeit führt jedoch grundsätzlich (mit Ausnahme der leicht- bis höchstens mittelgradigen depressiven Episode und teil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise auch der psychosomatischen Beschwerden) nicht dazu, dass ein Rentenanspruch nicht entstehen kann (vgl. dazu etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_395/2014 E. 4.5). Eine nicht ausgeschöpfte Behandlungsmöglichkeit ist nicht unter dem Aspekt einer Anspruchsvoraussetzung, sondern unter jenem der Schadenminderung zu betrachten. Wenn sich die Erwerbsfähigkeit durch eine noch nicht ausgeschöpfte medizinische Behandlung weiter verbessern lässt, be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">darf es einer entsprechenden Auflage und eines Mahn- und Bedenkzeitver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahrens, bevor eine (Renten-)Leistung verweigert werden kann (Patrick Fässler, Schadenminderungsauflagen und Leistungsverweigerung im Abklärungsverf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ahren? in: SZS 02/2017 S. 137 ff., S. 157).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es ist darauf hinzuweisen, dass in Bezug auf die in der Vernehmlassung ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprochenen Massnahmen noch kein Mahn- und Bedenkzeitverfahren stattge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den hat (mit Ausnahme der Auflage betreffend Gewichtsreduktion, Urk. 9/43). Unter dem Titel der Leistungsverweigerung wegen Verweigerung der Mitwir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kung darf der Rentenanspruch daher nicht verneint werden. Des Weiteren setzt eine Schadenminderungspflicht voraus, dass die gesundheitliche Schädigung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ohne Schadenminderung eine Leistungspflicht der Invalidenversicherung begrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">det. Bevor die IV-Stelle zu diesem Zweck eine Massnahme zur Selbstein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">glie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derung auferlegt, muss daher feststehen, dass ohne Schadenminderung ein Leistungsanspruch besteht (Fässler, a.a.O., S. 158). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dies wird die Beschwerdegegnerin im anschliessenden Verwaltungsverfahren zu berücksichtigen haben. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gerichtskosten gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">69 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG sind ermessensweise auf Fr. 6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">legen. Damit erweist sich das Gesuch de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> um unentgeltliche Prozessführung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4) als gegenstandslos.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Prozessentschädigung wird vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">34 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 des Gesetzes über das Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gericht). Beim praxisgemässen Stundenansatz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> für Juristinnen und Juristen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. 185</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ist vorliegend eine Entschädigung von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. 1‘500</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen, welche entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der unterliegenden Beschwerdegeg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nerin aufzuerlegen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gesuch um unentgeltliche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsvertret</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> erweist sich damit als gegenstandslos.</span></p><p></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen,</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> dass</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> die angefochtene Verfügung </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">vom 13. Juli 2017 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Zürich,</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese im Sinne der Erwägungen verfahre</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">600</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt. Rechnung</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 1‘500</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">lic. iur. O.___ unter Beilage einer Kopie von Urk. 8</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">zustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannNeuenschwander-Erni</p><p></p></div> </div></body></html>