BRKE I Nr. 264/1995 vom 25. August 1995 in BEZ 1995 Nr. 36 6.b) Gemäss heute gültiger Bau- und Zonenordnung der Gemeinde X. bestehen für Bauten in der Zone W 1.3 m3/m2 keine Geschosszahlbeschränkungen mehr. Die Bau- und Zonenordnung schreibt lediglich vor, dass Bauten in der betreffenden Z o- ne eine Gebäudehöhe von maximal 6,5 m und eine Firsthöhe von maximal 4 m au f- weisen dü rfen. Zudem ist gemäss Ziff. 221 bis BZO die Aufteilung der Nutzung auf Dach-, Unter- und Vollgeschosse innerhalb der Gebäude - und Firsthöhe frei. Damit erübrigt es sich auch, die vorliegend geplante Aufstockung einer bestimmten G e- schosskategorie zuzuteilen. Als Folge der liberalisierten kommunalen Vorschriften, welche grundsätzlich innerhalb der Höhenprofile eine freie Geschosskonfiguration und Nutzungsverteilung zulassen, kann nämlich im Falle von Flachdachbauten nicht mehr verlangt werden, dass Gebäud eteile, welche über die für die Gebäudehöhe gültige Profilli nie hinaus in den - theoretischen - Profilbereich eines maximal zulä s- sigen Satteldaches ragen, deutlich als Dac hgeschosse erkennbar sein müssen. Dies hat zur Folge, dass Flachdachbauten inne rhalb des für Bauten mit Satteldach zulä s- sigen Profils grundsätzli ch frei gestaltet werden können. c) Das streitbetroffene Gebäude ist eine Flachdachbaute an Hanglage. Die pr o- jektierte Aufstockung beschlägt die bergseitige Hälfte des darunter liegenden G e- schosses. An der rückwärtig gelegenen Nordfassade wird - wie auch an den beiden Seitenfassaden - die zulässige Gebäudehöhe von 6,5 m eingehalten. Der südliche Teil der Aufstockung ragt jedoch über die für die Gebäudehöhe gültige Profillinie hinaus. Da die - theoretische - Profillinie für ein Satteldach indessen ohne weite res gewahrt wird, ist das Projekt aus den vorgenannten Gründen nicht zu beanstanden. Davon abgesehen weist die - der Hanglage angepasste - in den Plänen eingezeic h- nete Dachprofillinie durchwegs Neigungswinkel von weniger als 45° auf, so dass das Projekt se lbst dann nicht zu beanstanden wäre, wenn derjenige Teil der Aufst o- ckung, welcher die Gebäudehöhe überschreitet, - gleichsam als Attikageschoss - un- terhalb eines Dachprofiles mit 45°- Winkel liegen müsste (VB 93/0077).