<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00145</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203959&amp;W10_KEY=4467142&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00145</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.02.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Parteientschädigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Parteientschädigung im Rekursverfahren (zugrunde liegend Räumungsbefehl für einen Betreiber eines Abbruchauto-Umschlagplatzes)<br/><br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1.1). Rechtsgrundlagen für die Zusprechung (E. 2.1) und die Bemessung (E. 2.2) der Parteientschädigung. Kognition des Verwaltungsgerichts (E. 2.3). Das Rekursverfahren wurde als gegenstandslos geworden abgeschrieben, weil die erstinstanzlich verfügende Behörde nach Eingang des Rekurses den Räumungsbefehl wiedererwägungsweise aufgehoben hatte. Es steht ein erhebliches wirtschaftliches Interesse auf dem Spiel (E. 4.1). Der Rechtsvertreter musste sich in seiner Rekursschrift mit schwierigen Rechtsfragen auseinander setzen (E. 4.2). Die von der Rekursbehörde auf Fr. 500.- angesetzte Parteientschädigung ist zu niedrig. Als angemessen erweisen sich Fr. 2'200.-. Der vom Rechtsvertreter pauschal mit Fr. 6'900.- angegebenen Anwaltskosten erscheinen angesichts des Fehlens einer Honorarnote oder einer Aufschlüsselung des Zeitaufwands als ausserordentlich hoch (E. 4.5).<br/>Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REKURSVERFAHREN">REKURSVERFAHREN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 17 Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Mit Beschluss vom 4. Februar 2003 forderte der Gemeinderat X drei Betreiber von Abbruchauto-UmschlagplÃ¤tzen, darunter A, auf, die auf dem Areal an der L-Strasse in X befindlichen Schrottautos auf eigene Kosten fachgerecht bis spÃ¤testens 28. Februar 2003 zu entsorgen. Ausserdem wurden die Betreiber aufgefordert, innert der gleichen Frist Be­scheinigungen beizubringen, wie der verunreinigte Boden saniert werde. Einem allfÃ¤lligen Rekurs entzog der Gemeinderat die aufschiebende Wirkung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Gegen diesen Beschluss erhob A am 28. Februar 2003 Rekurs beim Bezirksrat Y. Er bean­tragte im Wesentlichen, der Beschluss des Gemeinderats X sei aufzuheben, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Gemeinderats X. Ausserdem sei die aufschiebende Wirkung unverzÃ¼glich wieder herzustellen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Innerhalb der Vernehmlassungsfrist beschloss der Gemeinderat X am 18. MÃ¤rz 2003, den ursprÃ¼nglichen Beschluss vom 4. Februar 2003 wiedererwÃ¤gungsweise aufzuheben. FÃ¼r das weitere Vorgehen wÃ¼rden Fachexperten eines UmweltingenieurbÃ¼ros sowie des kanto­nalen Amts fÃ¼r Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) beigezogen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>In der Folge schrieb der Bezirksrat Y am 25. MÃ¤rz 2003 das Rekursverfahren gegen den Beschluss des Gemeinderats X vom 4. Februar 2003 zufolge WiedererwÃ¤gung als gegen­standslos geworden ab (Disp.-Ziff. I). Er verpflichtete den Gemeinderat, dem Be­schwerde­fÃ¼hrer nach Eintritt der Rechtskraft des Beschlusses eine ParteientschÃ¤digung von pauschal Fr. 500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu entrichten (Disp.-Ziff. II). Die GebÃ¼h­ren und Kosten wurden auf die Staatskasse genommen (Disp.-Ziff. III).</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 17. April 2003 erhob A Beschwerde gegen den Beschluss des Bezirksrats vom 25. MÃ¤rz 2003. Er beantragte, dessen Dispositiv-Ziffer II sei aufzuheben und es sei eine angemessene ParteientschÃ¤digung festzusetzen, eventuell das GeschÃ¤ft zur Zuspre­chung einer angemessenen ParteientschÃ¤digung zurÃ¼ckzuweisen, unter Kosten- und Ent­schÃ¤di­gungsfolgen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat Y verzichtete auf eine Stellungnahme, wÃ¤hrend der Gemeinderat X in seiner Beschwerdeantwort beantragte, die Beschwerde abzuweisen, eventualiter die Partei­entschÃ¤digung auf Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu erhÃ¶hen.</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span> zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span> Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht gegen Entscheide Ã¼ber EntschÃ¤digungen ist zulÃ¤ssig, wenn die Beschwerde in der Hauptsache gegeben ist (e contrario § 43 Abs. 3 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959, VRG; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 43 N. 2).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Aufgrund der wiedererwÃ¤gungsweisen Aufhebung des Beschlusses des Gemeinderats X vom 4. Februar 2003 blieb die Frage ungeklÃ¤rt, ob als verfÃ¼gende BehÃ¶rde tatsÃ¤chlich der Gemeinderat oder â wie vom BeschwerdefÃ¼hrer in der Rekursschrift ausgefÃ¼hrt â das AWEL zustÃ¤ndig sei, jedenfalls soweit die Massnahmen auf die kantonale GewÃ¤sser­schutz- oder Abfallschutzgesetzgebung abgestÃ¼tzt sei. Ebenfalls musste die vom Be­schwerdefÃ¼hrer aufgeworfene Frage nicht beantwortet werden, ob gegenÃ¼ber dem gemeinderÃ¤tlichen Beschluss der Bezirksrat oder wegen des baurechtlichen Bezugs die Baurekurskommission die zustÃ¤ndige Rekursinstanz sei.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Weil der Inhalt der Anordnung nicht unter den Ausschlusskatalog nach § 43 Abs. 1 VRG fÃ¤llt, ist das Verwaltungsgericht in jedem Fall letzte kantonale Rechtsmittelinstanz, unab­hÃ¤ngig davon, ob der Instanzenzug vorgÃ¤ngig von der Gemeinde zum Bezirksrat oder zur Baurekurskommission bzw. vom AWEL zur Direktion fÃ¼hrt (§ 19 Abs. 1 in Verbindung mit § 10 des Gesetzes Ã¼ber die Bezirksverwaltung vom 10. MÃ¤rz 1983 oder § 329 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 [PBG] bzw. § 13 Abs. 2 des Gesetzes betr. die Organisation und GeschÃ¤ftsordnung des Regierungsrates â¦ vom 26. Fe­bruar 1899; § 19b Abs. 1, § 19c Abs. 2 VRG). Dementsprechend ist das Verwaltungs­gericht funktionell und sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span> Angesichts des Streitwerts von unter Fr. 20'000.- fÃ¤llt die Beurteilung in die einzel­richterliche Kompetenz (§ 38 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><i><span> </span></i></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span> Nach § 17 Abs. 2 lit. a VRG kann im Rekursverfahren und im Verfahren vor Verwaltungsgericht die unterliegende Partei oder Amtsstelle zu einer angemessenen Ent­schÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe ihres Gegners verpflichtet werden, namentlich wenn die rechts­genÃ¼gende Darlegung komplizierter Sachverhalte und schwieriger Rechtsfragen be­son­deren Aufwand erforderte oder den Beizug eines Rechtsbeistands rechtfertigte. Eine ParteientschÃ¤digung ist nicht nur geschuldet, wenn ein Entscheid in der Sache selbst er­geht, sondern auch wenn das Verfahren zufolge Gegenstandslosigkeit formell erledigt wird (RB 2002 Nr. 7; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 25 mit Hinweisen).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dass es im Rekursverfahren angebracht war, einen Rechtsvertreter beizuziehen, und dass die Voraussetzungen fÃ¼r die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Rekursver­fahren zulasten der Beschwerdegegnerin 1 erfÃ¼llt waren, ist unbestritten. Streitig ist die HÃ¶he der zuzusprechenden ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span> GemÃ¤ss § 12 Abs. 1 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997 wird die ParteientschÃ¤digung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen bemessen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 37). § 17 Abs. 2 VRG sieht lediglich eine "angemessene" EntschÃ¤digung der Umtriebe vor. Das bedeutet, dass dem Berechtigten nicht jeder erdenkliche, sondern grundsÃ¤tzlich nur ein Teil des aufgrund der UmstÃ¤nde des Falls notwendigen Rechtsverfolgungs­auf­wands nach freiem (aber pflichtgemÃ¤ssem) Ermessen der Rechtsmittelinstanz zu ent­schÃ¤­digen ist (RB 1998 Nr. 8 = ZBl 99/1998, S. 524, mit Hinweisen, insbesondere auf Martin Bernet, Die ParteientschÃ¤digung in der schweizerischen Verwaltungsrechtspflege, ZÃ¼rich 1986, S. 147, 158, 161). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span> Im Beschwerdeverfahren Ã¼berprÃ¼ft das Verwaltungsgericht Rechtsfragen und die Feststellung des Sachverhaltes frei. Dies schliesst eine Kontrolle von Ermessens­miss­brauch und ErmessensÃ¼berschreitung ein; hingegen ist die RÃ¼ge der Unangemessen­heit unzulÃ¤ssig (§ 50 Abs. 2 lit. c und Abs. 3 VRG). Weil die Bemessung der Parteient­schÃ¤di­gung einen Er­messensentscheid darstellt, ist somit die Befugnis des Verwaltungs­gerichts, Ã¼ber deren HÃ¶he zu befinden, eingeschrÃ¤nkt. Dem Gericht steht keine freie Er­messens­Ã¼berprÃ¼fung zu; es kann nur bei rechtsverletzenden Ermessensfehlern eingreifen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span> Der BeschwerdefÃ¼hrer lÃ¤sst ausfÃ¼hren, ein pauschale ParteientschÃ¤digung von Fr. 500.- (inkl. Mehrwertsteuer) sei nicht angemessen. Einerseits sei er, der nach seiner Darstellung auf legale Weise sein GrundstÃ¼ck fÃ¼r den Autohandel nutze, durch die plÃ¶tz­liche RÃ¤umungsanordnung zum Rekursverfahren gezwungen worden. Anderseits sei der vor­instanzliche Entscheid sowohl materiell als auch in zeitlicher Hinsicht (Frist­ansetzung, Entzug der aufschiebenden Wirkung) unhaltbar gewesen, weshalb die Vor­instanz diesen wiedererwÃ¤gungsweise wieder aufgehoben habe. Die Einreichung des Rekurses sei fÃ¼r ihn dringlich und in wirtschaftlicher Hinsicht besonders wichtig gewesen. Dies habe umfangreiche AbklÃ¤rungen erforderlich gemacht. Die tatsÃ¤chlichen Anwalts­kosten fÃ¼r das Rekursverfahren hÃ¤tten sich auf Fr. 6'900.- zuzÃ¼glich 2 % fÃ¼r Barauslagen und 7,6 % Mehrwertsteuer belaufen. Die Rekursinstanz hÃ¤tte die Honorarnote des Rechts­vertreters verlangen sollen. Es sei ihm nicht mÃ¶glich gewesen, aus eigenem Antrieb die Note einzu­reichen, da er von der wiedererwÃ¤gungsweisen Aufhebung des Beschlusses der Beschwer­degegnerin 1 erst verspÃ¤tet zusammen mit dem Abschreibungsbeschluss der Vor­instanz erfahren habe.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span> Die Beschwerdegegnerin 1 rÃ¤umt gewisse formelle MÃ¤ngel ein, welche schliesslich zur wiedererwÃ¤gungsweisen Aufhebung des Beschlusses vom 4. Februar 2003 gefÃ¼hrt hÃ¤tten. Es sei aber nicht nachvollziehbar, dass die Anwaltskosten Fr. 6'900.- betragen haben sollten. Das Rekursverfahren habe keine existenzielle Bedeutung fÃ¼r den Beschwer­defÃ¼hrer gehabt. Eventualiter sei die ParteientschÃ¤digung unwesentlich, hÃ¶chstens aber auf Fr. 1'000.-, zu erhÃ¶hen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span> Auch wenn der zugrunde liegenden Streitsache (RÃ¤umungsbefehl) kein Streitwert im Sinn von § 38 Abs. 2 VRG zukommt, so ist dem BeschwerdefÃ¼hrer dennoch beizupflichten, dass ein erhebliches wirtschaftliches Interesse auf dem Spiel steht. Die im Beschluss des Gemeinderats X vom 4. Februar 2003 statuierte Verpflichtung, die auf dem GrundstÃ¼ck des BeschwerdefÃ¼hrers befindlichen Schrottautos auf eigene Kosten fach­gerecht zu entsorgen, ist nÃ¤mlich unmittelbar mit einem Verbot der bisherigen Grund­stÃ¼cksnutzung verbunden. Da der BeschwerdefÃ¼hrer das GrundstÃ¼ck vermietet hat, muss er mit AusfÃ¤llen bei den Mietzinseinnahmen und mit allfÃ¤lligen Schadenersatz­forderungen rechnen, die er in der Beschwerdeschrift nÃ¤her quantifiziert.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span> Im Rekursverfahren hatte sich der Vertreter des BeschwerdefÃ¼hrers mit schwierigen Rechtsfragen auseinander zu setzen: So thematisierte er die ZustÃ¤ndigkeit des Gemeinde­rats und die Form der Anordnung, die sich gegen die drei Betreiber der Abbruchauto-Um­schlagplÃ¤tze wende, ohne Unterschiede in der tatsÃ¤chlichen Nutzung zu berÃ¼cksichtigen. Auch habe der Beschluss den Anspruch des BeschwerdefÃ¼hrers auf rechtliches GehÃ¶r ver­letzt, weil sich die BehÃ¶rde ohne dessen Wissen auf eine Expertise gestÃ¼tzt habe, die inhaltlich unrichtig sei. Die Anordnung beeintrÃ¤chtige in unzulÃ¤ssiger Weise Grundrechte des BeschwerdefÃ¼hrers. Ausserdem wandte sich der Vertreter gegen den Entzug der aufschiebenden Wirkung des Rekurses.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Aus den Akten geht zwar nicht klar hervor, was genau den Gemeinderat X bewogen hat, die ursprÃ¼ngliche Anordnung wiedererwÃ¤gungsweise aufzuheben. Auf jeden Fall haben die AusfÃ¼hrungen in der Rekursschrift mit dazu beigetragen, dass der Gemein­derat an der RechtmÃ¤ssigkeit des Beschlusses zweifelte und gewisse formelle MÃ¤ngel einrÃ¤umte. Die Rekursschrift mit insgesamt 25 eher locker beschrif­teten Seiten kann daher nicht als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig umfangreich bezeichnet werden. Zu berÃ¼ck­sichtigen ist zudem, dass der Vertreter des BeschwerdefÃ¼hrers auch den Sachverhalt zurÃ¼ck bis ins Jahr 1996 auf­zuarbeiten hatte, als die Bewilligung fÃ¼r die Nutzung des GrundstÃ¼ckes fÃ¼r den Handel mit Occasionsfahrzeugen erteilt wurde.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span> Es trifft zwar zu, dass sich der Vertreter des BeschwerdefÃ¼hrers nach dem Entzug der aufschiebenden Wirkung des Rekurses zu sofortigem Handeln veranlasst sehen musste. Die Dringlichkeit beeinflusst allerdings die HÃ¶he des Arbeitsaufwands nur insofern, als er in der Rekursschrift zusÃ¤tzlich zur Problematik der aufschiebenden Wirkung Stellung zu beziehen hatte. Im Ãbrigen bleibt der Bearbeitungsaufwand so oder anders gleich.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.4 </span></b><span> Eine vorgÃ¤ngige Aufforderung zur Einreichung der Honorarnote ist im Verwaltungs­prozessrecht nicht vorgesehen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 42). Allerdings ist einzu­rÃ¤umen, dass der Vertreter im Rekursverfahren nicht direkt und nicht vorgÃ¤ngig Ã¼ber den weiteren Verlauf unterrichtet worden ist. Er hat offenbar von der WiedererwÃ¤gung und der damit verbundenen Abschreibung des Rekursverfahrens erst nachtrÃ¤glich Kenntnis erhal­ten (Schreiben des Gemeinderats an den BeschwerdefÃ¼hrer persÃ¶nlich vom 21. MÃ¤rz 2003, Verfahrensabschreibung des Bezirksrats vom 25. MÃ¤rz 2003). Aufgrund dieser ver­fahrens­mÃ¤ssigen Abwicklung wurde eine Anzeige des Abschlusses der Sachverhalts­ermittlungen (§ 27a Abs. 1 Satz 2 VRG) hinfÃ¤llig, was den Vertreter des Beschwerde­fÃ¼hrers noch zu einer selbstÃ¤ndigen Einreichung einer Honorarnote hÃ¤tte veranlassen kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.5 </span></b><span> In WÃ¼rdigung aller UmstÃ¤nde erweist sich die Festsetzung der ParteientschÃ¤digung auf pauschal Fr. 500.- â also einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer â als klar zu niedrig und deshalb als rechtsverletzende ErmessensausÃ¼bung. Auch die Beschwerdegegnerin 1 rÃ¤umt mit ihrem Eventualantrag ein, dass die ParteientschÃ¤digung allenfalls hÃ¶her festzusetzen sei.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>ProzessÃ¶konomische GrÃ¼nde rechtfertigen es vorliegend, die Streitsache zur Festsetzung einer hÃ¶heren ParteientschÃ¤digung nicht an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. Vielmehr hat das Verwaltungsgericht gestÃ¼tzt auf § 63 Abs. 1 VRG selbst zu entscheiden. Der Be­schwerde­fÃ¼hrer beziffert die Anwaltskosten mit Fr. 6'900.- (zuzÃ¼glich Barauslagen und Mehrwert­steuer). Ein Honorarnote oder eine AufschlÃ¼sselung des Zeitaufwands, welche die Kosten nachvollziehbar machen wÃ¼rde, liegt jedoch der Beschwerde nicht bei. Deshalb hat das Gericht die ParteientschÃ¤digung nach Ermessen festzusetzen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 42). Ins Gewicht fallen einerseits die Bedeutung des Rechtsstreits fÃ¼r den Be­schwerdefÃ¼hrer und die Schwierigkeit der Rechtsfragen (E. 4.1 und 4.2). Anderseits erscheinen die deklarierten Anwaltskosten von Fr. 6'900.- als ausserordentlich hoch. Ange­sichts dessen, dass lediglich eine <i>angemessene </i>ParteientschÃ¤digung zuzusprechen ist (E. 2.2), rechtfertigt sich eine Festsetzung auf Fr. 2'200.- (inkl. Mehrwertsteuer).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen und Dispositiv-Ziffer II des Beschlusses des BezirksratsY vom 25. MÃ¤rz 2003 aufzuheben. Die Beschwerdegegnerin 1 ist zu ver­pflichten, dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Rekursverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'200.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens der Beschwerdegegnerin 1 als unterliegender Partei aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Ausserdem ist sie zu verpflichten, dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Gerichtsverfahren eine ParteientschÃ¤digung zu entrichten (§ 17 Abs. 2 VRG). Als angemessen erweisen sich Fr. 500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer).</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet <span>der Einzelrichter</span>:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und Dispositiv-Ziffer II des Beschlusses des Bezirksrats Y vom 25. MÃ¤rz 2003 aufgehoben.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">Die Beschwerdegegnerin 1 wird verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Rekursverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'200.- (inklusive Mehrwertsteuer) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 800.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 890.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin 1 auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Die Beschwerdegegnerin 1 wird verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Gerichts­verfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 500.- (inklusive Mehrwertsteuer) zu be­zahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Urteilstext">5. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>