<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.1999.00335</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105270&amp;W10_KEY=13013583&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.1999.00335</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.01.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Beseitigungsbefehl bzw. Aufforderung zur Einreichung eines Baugesuchs</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Baubewilligungspflicht für Fahrnisbaute (Gartenhaus) ausserhalb der Bauzone. Die Alternantivverpflichtung, entweder ein Baugesuch einzureichen oder die streitige Baute zu beseitigen, ist rechtmässig, wenn es jede einzelne Verpflichtung für sich allein auch ist (E. 1). Der Regierungsrat als Vorinstanz hat das streitige Gartenhaus auf Rädern zu Recht als Fahrnisbaute qualifiziert (E. 2a-c). Der Befehl zur Beseitigung einer Baute setzt deren Baurechtswidrigkeit voraus. Reicht der Bauherr zu deren Prüfung kein Baugesuch ein, so hat die Bewilligungsbehörde aufgrund der Akten zu entscheiden und die notwendigen Erhebungen auf Kosten des Pflichtigen vorzunehmen (E. 3). Die Überweisung der Akten an das Statthalteramt wegen Verstössen gegen das PBG ist nicht zu beanstanden (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUBEWILLIGUNGSPFLICHT">BAUBEWILLIGUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESEITIGUNGSBEFEHL">BESEITIGUNGSBEFEHL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAHRNISBAUTE">FAHRNISBAUTE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GARTENHAUS">GARTENHAUS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: VERWALTUNGSZWANG, VOLLSTRECKUNG">VERWALTUNGSZWANG, VOLLSTRECKUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 309 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 326 PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Am 2. November 1998 forderte der Gemeinderat D. A. B.-C. auf, das ohne Bau­be­willigung auf seinem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. ...1 in D. erstellte Gartenhaus innert Monats­frist zu beseitigen oder innert der gleichen Frist ein Baugesuch einzureichen. Gleichzeitig wurde ein wiederholter und vorsÃ¤tzlicher Verstoss gegen § 326 und § 340 des Planungs‑ und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) festgestellt und der Grundei­gen­tÃ¼mer beim Statthalteramt D. verzeigt. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Gegen diesen Beschluss wandte sich A. B.-C. an die Baurekurskommis­sion II mit dem Antrag, der angefochtene Beschluss sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass die §§ 326 und 340 PBG nicht anwendbar seien, ausserdem sei ihm eine Genugtuung von Fr. 150.‑ zulasten der Gemeindekasse zuzusprechen. Der PrÃ¤sident der Baure­kurs­kom­mission II trat am 15. Dezember 1998 auf den Rekurs nicht ein und Ã¼berwies ihn zu­stÃ¤n­dig­keitshalber an den Regierungsrat zur Behandlung. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit Beschluss vom 22. September 1999 wies der Regierungsrat das Rechtsmittel ab. Er erwog im Wesentlichen, bei der streitbetroffenen Holzbaute handle es sich um ein bewillligungspflichtiges GebÃ¤ude und nicht etwa um ein landwirtschaftliches Fahrzeug. Das GebÃ¤ude stehe in der Landwirtschaftszone, weshalb die Baudirektion Ã¼ber die Bewil­ligungsfÃ¤higkeit zu entscheiden haben werde. Vor deren Entscheid sei die Aufforderung zur Beseitigung des Gartenhauses zwar an sich verfrÃ¼ht, jedoch werde die Aufforderung erst rechtswirksam, wenn der Rekurrent nicht innert Frist ein Baugesuch einreiche. Weiter sei auch die Ãberweisung der Akten an das Statthalteramt nicht zu beanstanden, da der Re­kurrent eine formelle Baurechtswidrigkeit begangen und der Gemeinderat den Verstoss im Zusammenhang mit frÃ¼heren VerstÃ¶ssen als schwer beurteilt habe. Die Voraussetzun­gen fÃ¼r die Zusprechung einer Genugtuung, worunter der Rekurrent den Aufwand fÃ¼r Um­triebe und Unkosten verstehe, seien nicht gegeben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Gegen diesen Rekursentscheid erhob A. B.-C. am 25./26. Oktober 1999 Be­schwerde beim Verwaltungsgericht und verlangte die Aufhebung des angefochtenen Ent­scheids. Die Staatskanzlei namens des Regierungsrats am 11. November 1999 und der Gemeinderat D. am 22. November 1999 beantragten die Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Streitgegenstand bildet eine Alternativverpflichtung, wonach der Beschwerde­fÃ¼hrer entweder ein Baugesuch einzureichen oder aber die streitbetroffene Baute zu besei­tigen habe. Eine solche Anordnung ist rechtmÃ¤ssig, wenn die Voraussetzungen fÃ¼r jede Verpflichtung einzeln gegeben sind. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Bei der Rechtsanwendung ist das Verwaltungsgericht im Beschwerdeverfahren auf die Rechtskontrolle beschrÃ¤nkt. Reine Ermessensfragen, soweit nicht ein eigentlicher Er­messensmissbrauch oder eine Ãberschreitung des Ermessens vorliegt, entziehen sich seiner Beurteilung (§ 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997; VRG). Mit Bezug auf den Sachverhalt kann jede fÃ¼r den Entscheid erhebliche unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung angefochten werden (§ 51 VRG). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. a) Der Regierungsrat bejahte die GebÃ¤udequalitÃ¤t der streitbetroffenen Holzbaute und dementsprechend die Pflicht des BeschwerdefÃ¼hrers zur Einreichung eines Baugesuchs unter Berufung auf die im Raumplanungsgesetz vom 22. Juni 1979 (RPG) verankerte und in § 309 PBG sowie § 1 der Allgemeinen Bauverordnung vom 22. Juni 1977 (ABV) nÃ¤her umschriebene Baubewilligungspflicht. Auf diese zutreffenden rechtlichen ErÃ¶rterungen kann verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG). GemÃ¤ss der Praxis des Bundesgerichts unterliegen auch Fahrnisbauten, die Ã¼ber nicht unerhebliche ZeitrÃ¤ume orts­fest verwendet werden, der Baubewilligungspflicht (BGE 123 II 256 E. 3, mit Hinwei­sen).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) In tatsÃ¤chlicher Hinsicht ging der Regierungsrat davon aus, dass die streitbetrof­fene Holzbaute mit SchrÃ¤gdach eine BodenflÃ¤che von mehr als 2 m<sup>2</sup> und eine grÃ¶sste HÃ¶he von mehr als 1,5 m aufweise und vom 1. November 1998 bis zum 26. November 1998 auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. ...1, von da an bis mindestens Ende MÃ¤rz 1999 auf dem Grund­stÃ¼ck Kat.Nr. ...2 und hernach bis zum Rekursentscheid wiederum auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. ...1 gestanden habe, welches als GemÃ¼se‑ und Blumengarten genutzt werde und teilweise eingezÃ¤unt sei. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Diese Feststellungen werden vom BeschwerdefÃ¼hrer nicht bestritten. Er macht auch nicht geltend, er hÃ¤tte seinen Ansitz in der Zwischenzeit von seinem Standort weggebracht. Demnach kann heute davon ausgegangen werden, dass die fragliche Holzbaute seit Ã¼ber einem Jahr ununterbrochen einen Standort ausserhalb der Bauzone beansprucht, wovon wÃ¤hrend mindestens vier Monaten einen solchen auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. ...2 und an­schliessend einen solchen auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. ...1. Weiter lÃ¤sst sich den Akten entnehmen, dass die streitbetroffene Holzbaute ein frÃ¼heres, ebenfalls ohne Bewilligung an derselben Stelle errichtetes Gartenhaus ersetzte, welches auf Aufforderung des Gemeinde­rats abgebrochen werden musste. Unter diesen UmstÃ¤nden durften der Beschwerdegegner und der Regierungsrat zu Recht annehmen, die Baute werde Ã¼ber einen nicht unerheblichen Zeitraum hinweg ortsfest verwendet. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der BeschwerdefÃ¼hrer wendet sich gegen die ErwÃ¤gung des Regierungsrats, wo­nach das Gartenhaus offensichtlich der Gartenbewirtschaftung diene. Er macht geltend, er nutze die Holzbaute zur Vogeljagd; hierfÃ¼r sei er auf den fraglichen Standort angewiesen, der GartenpÃ¤chter hingegen nutze seinen Ansitz nicht. Dieser Einwand erweist sich ohne weiteres als unmassgeblich, da die tatsÃ¤chliche Nutzung der Holzbaute einzig die Frage der BewilligungsfÃ¤higkeit, nicht jedoch die vorliegend zu beurteilende Frage der Bewilli­gungs­pflicht beschlÃ¤gt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Weiter beanstandet der BeschwerdefÃ¼hrer die vorinstanzliche Feststellung, wonach die Baute kein landwirtschaftliches Fahrzeug sei, weil sie nicht Ã¼ber den nach Art. 7 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1958 notwendigen eigenen Antrieb verfÃ¼ge. Er legt dar, dass das den Verkehr auf Ã¶ffentlichen FlÃ¤chen regelnde Strassenverkehrsgesetz nicht zur Anwendung gelange, da er mit seinem mobilen Ansitz auf verschiedene Grund­stÃ¼cke gelangen kÃ¶nne, ohne Ã¶ffentliche Strassen zu benÃ¼tzen. Auch dieser Einwand sticht nicht. Die Frage, ob der mobile Ansitz des BeschwerdefÃ¼hrers einer Baubewilligung bedarf ist nach den einschlÃ¤gigen baurechtlichen Bestimmungen und unabhÃ¤ngig von der Qualifi­kation des Fahrzeugs nach dem Strassenverkehrsgesetz zu beurteilen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Schliesslich bringt der BeschwerdefÃ¼hrer vor, das ganze Verfahren hÃ¤tte nicht stattfinden mÃ¼ssen, wenn der Beschwerdegegner ihm vorgÃ¤ngig ein paar Fragen Ã¼ber diese Baute gestellt hÃ¤tte. Das rechtliche GehÃ¶r mÃ¼sse auch im Verkehr zwischen BehÃ¶rden und BÃ¼rgern gewÃ¤hrt werden. Auch dieser Einwand ist unbegrÃ¼ndet. Nach seinen eigenen An­gaben hat der BeschwerdefÃ¼hrer ein im FrÃ¼hjahr 1996 unrechtmÃ¤ssig auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. ...1 erstelltes Gartenhaus samt Pergola auf Anordnung des Beschwerdegegners am 30. September 1997 durch Brandstiftung beseitigt und nunmehr an dieser Stelle seinen mobilen Ansitz parkiert. Aufgrund dieser Vorgeschichte und seiner Ortskennt­nis konnte der Beschwerdegegner seiner Anordnung den massgebenden Sachverhalt ohne weitere SachverhaltsabklÃ¤rung und insbesondere auch ohne Befragung des BeschwerdefÃ¼h­rers als GrundeigentÃ¼mers zugrunde legen. DemgegenÃ¼ber hÃ¤tten sich die ergÃ¤nzenden An­ga­ben des BeschwerdefÃ¼hrers, insbesondere diejenigen zur Nutzung der Baute, nur auf die hier noch nicht interessierende Frage der BewilligungsfÃ¤higkeit beziehen kÃ¶nnen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss ist der Regierungsrat zutreffend von der Bewilligungspflicht der streit­betroffenen Baute ausgegangen und hat er die angefochtene Aufforderung zur Einreichung eines Baugesuchs zu Recht geschÃ¼tzt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Zu prÃ¼fen bleibt die RechtmÃ¤ssigkeit der alternativ verfÃ¼gten Beseitigung der Holz­baute. Der Rekursentscheid bezeichnet die entsprechende Aufforderung des Be­schwer­de­gegners an sich als verfrÃ¼ht, ohne diese deswegen aber aufzuheben. Demgegen­Ã¼ber hatte die Baudirektion in ihrer Rekursvernehmlassung vom 2. MÃ¤rz 1999 ausgefÃ¼hrt, die Beseitigungsaufforderung ohne DurchfÃ¼hrung eines Baubewilligungsverfahrens sei nicht haltbar. Der Beschwerdegegner sei einzuladen, ein solches ‑ nÃ¶tigenfalls auf dem Weg der Ersatzvornahme und auf Kosten des Rekurrenten ‑ einzuleiten und der Baudirek­tion zum Entscheid einzureichen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Aus GrÃ¼nden der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit setzt der Befehl zur Beseitigung einer ohne formelle Bewilligung errichteten Baute deren materielle Baurechtswidrigkeit voraus. Diese Baurechtswidrigkeit festzustellen, obliegt einem formellen Bewilligungsverfahren, welches nachtrÃ¤glich unter Mitwirkung des Bauherrn durchzufÃ¼hren ist. Kommt der Grundeigen­tÃ¼­mer seiner Mitwirkungspflicht nicht oder nur ungenÃ¼gend nach, so ist Ã¼ber die Bewilli­gungs­fÃ¤higkeit in erster Linie aufgrund der Akten zu entscheiden. Falls erforderlich, sind ersatzweise die notwendigen weiteren Erhebungen auf Kosten des Pflichtigen vorzuneh­men. Gleichwohl kann aber die Verweigerung etwa von Angaben zur Nutzung oder zur in­neren Ausstattung durchaus zu tatsÃ¤chlichen Annahmen zu Ungunsten des Bauherrn fÃ¼h­ren (vgl. Christian MÃ¤der, Das Baubewilligungsverfahren, ZÃ¼rich 1991, N. 650; VGr, 1. April 1999, VB.99.00030). Erst wenn Ã¼ber die BewilligungsfÃ¤higkeit entschieden wor­den ist (wo­zu angesichts der Lage des Gartenhauses ausserhalb der Bauzone in erster Linie die Baudirektion zustÃ¤ndig ist), kann ‑ sofern die BewilligungsfÃ¤higkeit verneint wird ‑ die Beseitigung angeordnet werden, fÃ¼r welche Anordnung die kommunale BaubehÃ¶rde zu­stÃ¤ndig ist (vgl. RB 1998 Nr. 122 = BEZ 1998 Nr. 22). Der vom Beschwerdegegner ver­fÃ¼gte Beseitigungsbefehl erweist sich somit im heutigen Zeitpunkt tatsÃ¤chlich als verfrÃ¼ht. Entsprechend ist der BeschwerdefÃ¼hrer zu verpflichten, dem Bauamt D. ein Bauge­such fÃ¼r das auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. ...1 erstellte Gartenhaus einzureichen, und ist ihm im SÃ¤umnisfall ein Entscheid Ã¼ber die BewilligungsfÃ¤higkeit aufgrund der Akten und die Vornahme der notwendigen Erhebungen auf seine Kosten in Aussicht zu stellen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Soweit der Rekursentscheid die vom BeschwerdefÃ¼hrer verlangte negative Fest­stellung verweigert und die angefochtene Ãberweisung der Akten an den Statthalter schÃ¼tzt, setzt sich der BeschwerdefÃ¼hrer damit nicht auseinander. Es kann daher ohne weiteres auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen des Regierungsrats in diesem Punkt verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG). Nicht zu prÃ¼fen ist unter diesen Um­stÃ¤nden auch die Frage, inwieweit die entsprechende Anordnung des Beschwerdegegners Ã¼berhaupt rekursfÃ¤hig war.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. ...</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. DemgemÃ¤ss wird der BeschwerdefÃ¼hrer verpflichtet, dem Bauamt D. innert 30 Tagen ab Zustellung dieses Beschlusses ein Bau­gesuch fÃ¼r das auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. ...1 erstellte Gartenhaus einzurei­chen. Kommt der BeschwerdefÃ¼hrer dieser Aufforderung innert Frist nicht nach, so wird Ã¼ber die BewilligungsfÃ¤higkeit aufgrund der Akten entschieden oder werden die not­wendigen Erhebungen auf Kosten des BeschwerdefÃ¼hrers vorgenommen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">...</p> <p class="Einzug2"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>