<h2>SubmittedText<h2><p>Mehr als eine Million PCR-Testkits hatte der Bund laut der "NZZ am Sonntag" im Frühling 2020 als Notreserve gekauft. Da PCR-Tests wegen ihrer biochemischen Bestandteile nicht unbegrenzt haltbar sind und dies erst spät festgestellt wurde, muss der Bund knapp 14 Millionen Franken abschreiben.</p><p>a. Warum wurde keine aktive Lagerverwaltung geführt?</p><p>b. Weshalb wurde dem Verfalldatum keine Beachtung geschenkt?</p><p>c. Wurden Tests vernichtet?</p><p>d. Welche Konsequenzen werden aus diesem Schaden gezogen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In der ersten Welle im März und April 2020 war die Versorgung mit Tests nicht sichergestellt. Die PCR-Tests wurden vorsorglich gekauft, um solche Versorgungsprobleme zu vermeiden. Die Lagerhaltung der Tests in so grossen Mengen ist eine Herausforderung. Die Ware war auf mehrere Standorte verteilt und jedes Kit enthält mehrere Komponenten mit unterschiedlichem Verfallsdatum. Die Inventarisierung war entsprechend anspruchsvoll und hat rückblickend dazu geführt, dass keine optimale Lagerverwaltung sichergestellt werden konnte. Mittlerweile ist der Markt sehr gut versorgt, sodass die Labore keinen Bedarf mehr für die vom Bund bestellten und bei der Armeeapotheke gelagerten PCR-Tests haben. Die Reserven wurden in der Folge für die Bewirtschaftung freigegeben und es fand eine aktive Vermarktung bei den Labors und dem zivilen Gesundheitswesen statt. Das Ziel ist, eine Lösung zu finden, damit kein Testmaterial vernichtet werden muss. Die Beschaffung von Testmaterial wird im Rahmen der Evaluation zur Krisenbewältigung untersucht. Darauf basierend werden die notwendigen Schlussfolgerungen gezogen.</p>