<h2>SubmittedText<h2><p>Artikel 3 des Bundesgesetzes über Waffen, Waffenzubehör und Munition (WG) schreibt ein Recht auf Waffenerwerb, Waffenbesitz und Waffentragen fest. Die schweizerische Gesetzgebung kennt weder ein Recht auf Arbeit noch ein Recht auf eine intakte Umwelt. Diese Rechte würden Geld kosten. Das Recht auf Waffen kostet vordergründig nichts; es kostet aber immer wieder Menschenleben.</p><p>In Anbetracht der zunehmenden Unfälle und Verbrechen mit Waffen und dem grossen gerechtfertigten Bedürfnis nach Sicherheit ist ein Recht auf Waffen in der Gesetzgebung völlig deplaziert. Artikel 3 WG gehört gestrichen.</p><p>Ich bitte den Bundesrat, das WG so zu ändern, dass kein Recht mehr besteht auf Waffenerwerb, Waffenbesitz und Waffentragen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement mit Beschluss vom 16. März 2001 beauftragt, eine Botschaft zur Revision des Bundesgesetzes über Waffen, Waffenzubehör und Munition (WG; SR 514.54) auszuarbeiten. Zu diesem Zweck wurde unter der Leitung des Bundesamtes für Polizei eine Expertenkommission zusammengestellt, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern der betroffenen Departemente, der Kantone und verschiedener interessierter Verbände zusammensetzt.</p><p>Die Expertenkommission nahm am 26. April 2001 ihre Arbeit auf. Sie wird auch zu überprüfen haben, ob Artikel 3 WG (Recht auf Waffenerwerb, Waffenbesitz und Waffentragen) heute noch seine Berechtigung hat. Dieser Artikel hat in erster Linie deklaratorischen Charakter. Wie weit das Recht auf Waffenerwerb, Waffenbesitz und Waffentragen effektiv geht, bestimmt sich nach den einschlägigen Bestimmungen über den Erwerb, den Besitz und das Tragen von Waffen. Es ist vorgesehen, das Vernehmlassungsverfahren Anfang nächsten Jahres durchzuführen.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.