B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-4348/2012 U r t e i l v o m 2 7 . A u g u s t 2 0 1 4 Besetzung Richter Daniel Riedo (Vorsitz), Richter David Weiss, Richter Pascal Mollard, Gerichtsschreiber Marc Winiger. Parteien A._______, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenversicherung, Rentenanspruch und Anspruch auf berufliche Massnahmen (Verfügung vom 16. Juli 2012). A-4348/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. Der (…) 1963 geborene tschechische Staat sangehörige A._______ (nachfolgend: der Versicherte) lebt in Tschechien. In den Jahren 2000 bis 2011 war er verschiedentlich in der Schweiz erwerbstätig und entrichtete dabei während insgesamt 105 Monaten Beiträge an die s chweizerische Alters-, Hinterbliebenen - und Invalidenversicherung (AHV/IV). Er ist g e- lernter "Schiffsmaschinist" bzw. Schiffsmechaniker und hat diese Funktion mehrere Jahre berufsmässig ausgeübt. Zuletzt arbeitete er als "techni- scher Assistent" auf dem Rheinkursschiff "[…]". Am 22. August 2009 erlitt er einen Arbeitsunfall. B. Am 14. Juni 2010 ging das vom Versicherten am 7. Juni 2010 ausgefüllte Anmeldeformular zum Bezug von Leistungen der schweizerischen Inval i- denversicherung ("berufliche Integration/Rente") bei der IV -Stelle für Ver- sicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA) ein (act. IVSTA 1). C. Mit Verfügung der Schwei zerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) vom 20. Januar 2011 wurde dem Versicherten für die Unfallrestfolgen ab dem 1. Februar 2011 eine Invalidenrente für die Beeinträchtigung der E r- werbsfähigkeit von 13% zugesprochen. Aufgrund der ärztlichen Beurte i- lung wurde ausserdem eine Integritätsentschädigung von 10% zugespr o- chen (act. IVSTA 15). D. Mit Anfrage vom 28. Juni 2011 fragte die Sektion Leistungsgesuche II den Arzt der IV-Stelle an, welche medizinischen Unterlagen für die abschlie s- sende Beurteilung zusät zlich eingeholt werden müssten (act. IVSTA 23). Mit Antwortschreiben vom 19. Juli 2011 verlangte Dr. B._______ vom ärztlichen Dienst der IVSTA einen aktuellen orthopädischen Bericht. Unter Hinweis auf ein Schreiben des Versicherten vom 10. Februar 2011 wur de zudem die Anforderung eines psychiat rischen Berichts verlangt (act. IVSTA 24). E. Nach Sichtung der vom Beschwerdeführer eingereichten bzw. von der IVSTA eingeforderten Unterlagen gab Dr. B._______ am 5. Dezember 2011 eine (erste) medizinische Stellungnah me zum vorliegenden Fall ab (act. IVSTA 43): A-4348/2012 Seite 3 Weder der umfassende Bericht der Sozialversicherung noch das Form u- lar E 213 erwähne eine psychiatrische Diagnose, so dass die Angaben des Versicherten bezüglich seines psychiatrischen Zustands als Befin d- lichkeitsstörung, nicht aber als für die Arbeitsfähigkeit relevante psychia t- rische Erkrankung zu betrachten seien. Das Einholen eines psychiatr i- schen Berichts erübrige sich somit. Mit Blick auf die ihm vorliegenden medizinischen Akten, namentlich in Übereinstimmun g mit dem von Dr. med. C._______ im Auftrag der tschechischen Sozialversicherung e r- statteten umfassenden "Gutachten über die Invalidität" vom 28. Juli 2011 (act. IVSTA 31, 69), komme er zum Schluss, dass beim Versicherten in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Schiffsmechaniker bzw. -techniker seit dem 29. Juni 2011 eine Arbeitsunfähigkeit von 40% beste- he. Nach wie vor zu 100% arbeitsfähig sei der Versicherte hingegen i n körperlich leichte n bis mittelschwere n Verweist ätigkeiten, sitzend und/oder mit Positionenwechsel, in den Bereichen Industrie (nicht qualif i- zierter Arbeiter/Hilfsarbeiter in einem [r] Werk/Fabrik/Produktionsstätte), allgemeine und persönliche Dienstleistungen (Museumswächter, Par k- wächter) sowie im Verwaltungs- und Bürobereich (einfache Tätigkeiten ohne spezielle Qualifikati onserfordernisse wie Registrieren, Klassieren, Archivieren, Empfang/Rezeption, Telefonvermittlung/Telefonist, Datene r- fassung/Scannage). Dasselbe gelte in Bezug auf körperlich leichte Tätig- keiten in den Bereichen Grosshandel (kleine Lieferungen mit einem Fahr- zeug, Verkauf auf dem Korrespondenzweg/via Tele fon/Internet) und De- tailhandel (Verkäufer allgemein, Reparatur von Kleingeräten/Haushalts - artikeln, Kassierer, Billetverkäufer). Verweistätigkeiten mit längeren Geh- strecken, mit schwerem Heben und Tragen sowie mit häufigem Niede r- knien/Aufstehen seien langfristig dagegen ungeeignet. F. Am 9. Januar 2012 führte die IVSTA einen Einkommensvergleich durch (act. IVSTA 45) . Dieser ergab, dass der Versicherte bei vollschichtiger Ausübung einer gemäss vorgenannter Stellungnahme von Dr. B._______ zumutbaren Verweistätigkeit eine gesundheitlich bedingte Erwerbsei n- busse von 12% (= Invaliditätsgrad) erleiden würde. G. Mit Schreiben vom 19. Januar 2012 bat die IVSTA Dr. B._______ um Be- urteilung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten ab Unfalldatum bzw. für den Zeitraum vom 22. August 2009 bis 29. Juni 2011. A-4348/2012 Seite 4 H. In der entsprechenden Stellungnahme vom 28. Januar 2012 (act. IVSTA 55) teilte Dr. B._______ der IVSTA mit, seine Einschätzung eine r (lang- andauernden) 40%igen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit und einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in Verweistätigkeiten gemäss Ste l- lungnahme vom 5. Dezember 2011 gelte grundsätzlich auch für den Zei t- raum vom 22. August 2009 bis 29. Juni 2011. Vom 22. August 2009 bis 31. Oktober 2009 ( Unfall) sowie vom 8. Januar 2010 bis 31. März 2010 (Rehabilitation nach Tibiaosteotomie) habe freilich (vorübergehend) eine volle Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten bestanden. I. Daraufhin stellt e die IVS TA dem Versicherten m it Vorbescheid vom 11. Juni 2012 (act. IVSTA 66) die Abweisung seines Leistungsbegehrens betreffend berufliche Massnahmen und Invalidenrente in Aussicht. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, d ie Erwerbseinbusse bzw. der Inval iditätsgrad des Versicherten liege bei 12%. Anspruch auf berufliche Massnahmen (Umschulung) bestehe jedoch nur, wenn die dauernde, invaliditätsbedingte Erwerbseinbusse in einer zumutbaren T ä- tigkeit mindestens 20% betrage. Für den Anspruch auf eine Invalidenren- te sei ferner ein Invaliditätsgrad von mindestens 40% vorausgesetzt. J. Hiergegen brachte der Versicherte mit Schreiben vom 6 . Juli 2012 (act. IVSTA 68) seine Einwendungen vor und be antragte (sinngemäss), ihm sei eine Invalidenrente zuzusprechen sowie ein Anspruch auf berufli- che Massnahmen zuzuerkennen. Er machte geltend, d ie Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (S U- VA) habe ihn für den Zeitraum vom 26. August 2009 bis 31. Januar 2011 als zu 100% arbeits- und erwerbsunfähig qualifiziert, und zwar so wohl in seiner bisherigen Tätigkeit als Schiffsm echaniker und -techniker als auch in Verweistätigkeiten. Dasselbe gelte gemäss dem Unfallversicherer "[…]" für den Zeitraum vom 1. Februar 2011 bis 26. August 2011. Im Weiteren habe ihn die tschechische Sozialversicherung mit Gutachten vom 28. Juli 2011 als zu 40% und mit Gutachten vom 25. Juni 2012 sogar als zu 50% "invalid" befunden. A-4348/2012 Seite 5 K. Mit Verfügung vom 16. Juli 2012 (act. IVSTA 70) wies die IVSTA (nachfol- gend: Vorinstanz) das Leistungsbegehren des Versicherten vom 7. Juni 2010 mangels anspruchsbegründender Invalidität ab. In Bestätigung ihres Vorbescheids vom 11. Juni 2012 führte sie zur B e- gründung aus, Anspruch auf berufliche Massnahmen (Umschulung) b e- stehe nur, wenn die dauernde, invaliditäts bedingte Erwerbseinbusse in einer zumutbaren Verweistätigkeit mindestens 20% betrage. Für den A n- spruch auf eine Invalidenrente sei sodann eine dauernde Erwerbseinbu s- se bzw. ein Invaliditätsgrad von mindestens 40% vorausgesetzt. Vorli e- gend betrage die Erwer bseinbusse jedoch lediglich 12%. Dieser Wert e r- gebe sich, wenn der Versicherte eine körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit sitzend und/oder mit Positionenwechsel (z.B. in den Bereichen Industrie [nicht qualifizierter Arbeiter/Hilfsarbeiter ], allgem eine und pe r- sönliche Dienstleistungen [Museumswächter, Parkwächter] oder im Ve r- waltungs- und Bürobereich [einfache Tätigkeiten ohne spezielle Qualifika- tionserfordernisse wie Registrieren, Klassieren, Archivieren, Empfang/Re- zeption, Telefonvermittlung/Telefonist, Datenerfassung/Scannage ]) oder eine körperlich leichte Tätigkeit sitzend und/oder mit Positionenwechsel (z.B. in den Bereichen Grosshandel [kleine Lieferungen mit einem Fah r- zeug, Verkauf auf dem Korrespondenzweg/via Telefon/Internet ] oder De- tailhandel [Verkäufer allgemein, Reparatur von Kleingeräten/Haushalts - artikeln, Kassierer, Billetverkäufer]) vollschichtig ausübe , was ihm jede n- falls seit dem 1. April 2010 zumutbar sei. Insofern der Beschwerdeführer im Übrigen geltend mache, die tschechische Soz ialversicherung habe ihm eine "bleibende vollständige Invalidität basierend auf einer Arbeitsu n- fähigkeit von 50%" zuerkannt, sei er darauf hinzuweisen, dass Entscheide ausländischer Behörden für die schweizerische Invalidenversicherung nicht bindend seien. L. Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwer- deführer) mit Eingabe vom 20. August 2012 (act. BVGer 1) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er beantragt sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Zusprechung einer Invalidenrente so- wie die Anerkennung eines Anspruchs auf berufliche Massnahmen. Zur Begründung führt er erneut an, nach Einschätzung der Ärztin der tschechischen Sozialversicherung im "Gutachten über die Invalidität" vom 25. Juni 2012 (Beilagen act. BVGer 1) sei er seit dem 28. Mai 2012 zu A-4348/2012 Seite 6 50% "invalid". Bei einem solchen Invaliditätsgrad sei ein Anspruch auf ei- ne Invalidenrente sowie auf berufliche Massnahmen gegeben. Falls die- ses tschechische Gutachten für die schweizerische Invalidenversicherung nicht verbindlich sein sollte, sei (sinngemäss eventualiter) eine ärztliche Begutachtung in der Schweiz durchzuführen. Es sei jedenfalls nicht sachgerecht, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung ledi g- lich auf den SUVA-Kreisarztbericht von Dr. med. D._______ vom 20. Oktober 2010 (Beilagen act. BVGer 1) abstelle. Sein Gesundheitszu- stand habe sich seither nämlich weiter verschlechtert. Neben dem zwar schon im vorinstanzlichen Verfahren erwähnten (s. Bst. H), offenbar aber erst im vorliegenden Beschwerdeverfahren erstmals eingereichten (zweiten) "Gutachten über die Invalidität" (vgl. das erste solche Gutachten der tschechischen Sozialversicherung vom 28. Juli 2011 [act. IVSTA 31, 69 ]) und dem erwähnten SUVA- Kreisarztbericht lag der Beschwerde (u .a.) auch ein Arztbericht von Dr. med. E._______ vom 28. Mai 2012 (Beilagen act. BVGer 1) bei. M. Dr. B._______ vom ärztlichen Dienst der IVSTA gab auf entsprechende Aufforderung hin mit Datum vom 22. Oktober 2012 folgende Stellung- nahme zu den genannten, mit der Beschwerde neu eingereichten, medi- zinischen Unterlagen ab (act. IVSTA 75): Im Arztbericht von Dr. E._______ vom 18. Mai 2012 (recte: 28. Mai 2012) werde zusätzlich zur bekannten Pathologie an beiden Kniegelenken eine schwerwiegende beidseitige Coxarthrose mit dadurch bedingter schmerz- hafter Flexionsstellung der Hüftgelenke diagnostiziert. Allerdings sei nur schwer nachvollziehbar, wie sich in so kurzer Zeit eine erhebliche Arthro- se der Hüftgelenke habe einstellen können, nachdem nur zehn Monate vorher, anlässlich der Begutachtung durch die Ärztin der tschechischen Sozialversicherung am 28. Juli 2011, noch keinerlei Anzeichen für eine solche Problematik vorgelegen hätten. Ein Röntgenbefund, der die Co x- arthrose bestätigen würde, liege im Übrigen nicht vor. Was das tschechi- sche Gutachten vom 5. September 2012 (recte: 25. Juni 2012) betreffe, so sei dieses in Abwesenheit des Beschwerdeführers nur anhand der medizinischen Akten erstellt worden. Die zwei orthopädischen Diagnosen, d.h. der Status nach Valg isationsosteotomie beidseits wegen Varusg o- narthrose und die bilaterale Coxarthrose , würden darin übernommen. Aufgrund der zusätzlichen Pathologie an den Hüftgelenken ( Coxarthrose mit Flexionsstellung) erhöhe die Ärztin der tschechischen Sozialversich e-A-4348/2012 Seite 7 rung den Grad der Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers von bisher (gemäss tschechischem Gutachten vom 28. Juli 2011) 40% auf nunmehr 50% seit der Diagnose der Flexionsstellung durch Dr. E._______ am 28. Mai 2012. Diese Einschätzung beziehe sich auf die bisherige Tätigkeit des Beschwerdeführers als Schiffsmechaniker bzw. -techniker. Weiter werde im Gutachten vom 25. Juni 2012 ausgeführt, dass der Beschwe r- deführer fähig sei, "eine ständige Erwerbstätigkeit nur mit wesentlich klei- neren Ansprüchen auf die körperliche Fähigkeit" auszuüben. Dies e For- mulierung sei dahingehend zu interpretieren, dass körperlich belastende Tätigkeiten, insbesondere solche, mit denen längeres Gehen sowie das Heben und Tragen von Lasten verbunden sei, dem Beschwerdeführer nicht zumutbar seien. Ferner werde im fraglichen Gutachten festgestellt, dass der Beschwerdeführer "mit bestimmten Massnahmen fähig [sei], in geeigneten Professionen auch weiterhin zu arbeiten". Insgesamt sei das Gutachten vom 25. Juni 2012 demnach so zu verstehen, dass in leidens- angepassten Tätigkeiten weiterhin eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe. Unter Berücksichtigung der neu diagnostizierten bilateralen Coxarthrose – von der er trotz der angesprochenen Unklarheiten ausgehe – ergebe sich im Vergleich zu seinen Stellungnahmen vom 5. Dezember 2011 und 28. Januar 2012 folgende Änderung: Neu sei beim Beschwerdeführer in der bisherigen Tätigkeit als Schiffsmechaniker bzw. -techniker ab Datum des Arztberichts vom 18. Mai 2012 (recte: 28. Mai 2012) von einer A r- beitsunfähigkeit von 50% (sta tt wie bisher 40%) auszugehen. Nach wie vor v ollschichtig z umutbar seien körperlich leichte Tätigkeiten, sitzend und/oder mit Positionenwechsel, in den Bereichen Grosshandel (Verkauf auf dem Ko rrespondenzweg/via Telefon/Internet) und Detailhandel (Ve r- käufer allgemein, Reparatur von Kleingeräten/Haushaltsartikeln, Kassi e- rer, Billetverkäufer) sowie körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ohne spezielle Qualifikation in der Verwaltung oder im Bürobereich (R e- gistrieren, Klassieren, Archivieren, Empfang/Rezeption, Telefonvermit t- lung/Telefonist, Datenerfassung/Scannage). N. Mit Vernehmlassung vom 22. Oktober 2012 (act. BVGer 6) beantragt die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde. Sie stellt sich auf den Stan d- punkt, die letzte Beurteilung von Dr. B._______, wonach sich die Arbeits- unfähigkeit des Beschwerdeführers in der angestammten Tätigkeit ab dem 18. Mai 2012 (recte: 28. Mai 2012) von 40% auf 50% erhöht habe, ändere an der im Einkommensvergleich vom 9. Januar 2012 berechneten Erwerbseinbusse von 12% nichts. Durch eine Erhöhung der Arbeitsunf ä-A-4348/2012 Seite 8 higkeit in der angestammten Tätigkeit würden nämlich weder das Validen- einkommen noch die Arbeitsfähigkeit in Verweistätigkeiten und damit das Invalideneinkommen tangiert. O. In seiner Replik vom 26. November 2012 (act. BVGer 11) macht der B e- schwerdeführer – ähnlich wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren mit Einwendung vom 6. Juli 2012 (s. Bst. H) – geltend, die SUVA habe ihn für den Zeitraum vom 26. August 2009 bis 31. Januar 2011 gestützt auf die vorliegenden ärztlichen Berichte als zu 1 00% arbeitsunfähig qualifiziert; ebenso die " […]" für den Zeitraum vom 1. Februar 2011 bis 26. August 2011. Die Arbe itsunfähigkeitseinschätzung des IVSTA-Arztes Dr. B._______ in dessen letzter Stellungnahme vom 22. Oktober 2012 sei vor diesem Hintergrund nicht nachvollziehbar. Zudem stelle sich die Fr a- ge, ob ein Arzt der IVSTA überhaupt eine objektive medizinische Beurtei- lung abgeben könne bzw. nicht vielmehr befangen sei. P. In der unaufgefordert eingereichte n Eingabe vom 7. Januar 2013 (act. BVGer 13) teilt der Beschwerdeführer zudem mit, dass er von der SUVA eine monatliche Invalidenrente in der Höhe von Fr. 407.-- beziehe, welche sich als zu t ief erweise. Die von ihm zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Schiffsmechaniker bzw. "technischer Assistent" im Bereich der Schif f- fahrt sei bei der Berechnung des Valideneinkommens vom Anforderungs- niveau her in die Kategorie 2 ("Verrichtung selbständiger und qualifizierter Arbeiten") oder zumindest in die Kategorie 3 ("Berufs - und Fachkenntnis- se vorausgesetzt") der Tabelle TA1 der Schweizerischen Lohnstrukture r- hebung 2008 (LSE 2008) einzuordnen. Was den Wirtschaftszweig betref- fe, sei entweder die Sparte 50–52 "Handel; Reparatur" oder die Sparte 61 "Schifffahrt" der LSE 2008 einschlägig. Schliesslich beantrage er (sin n- gemäss), es sei ihm eine Integritätsentschädigung bzw. eine Genug- tuungsleistung ( "Abfindungszahlung für die Verminderung der gesel l- schaftlichen Geltung") zuzusprechen. Q. In ihrer Duplik vom 7. Januar 2013 (act. BVGer 14) führt die Vorinstanz aus, dass sich Dr. B._______ aufgrund der ausführlichen medizinischen Dokumentation im vorliegenden Fall ein deutliches Bild von den gesun d- heitlichen Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers habe verschaffen können und insgesamt schlüssige Aussagen hinsichtlich dessen verble i- bender Arbeitsfähigkeit getroffen habe. Weiter sei der Beschwerdeführer A-4348/2012 Seite 9 darauf hinzuweisen, dass nach schweizerischem Recht der Invalidität s- grad nicht zwingend mit dem ärztlich festgestellten Grad der Arbeitsunf ä- higkeit übereinstimme. Im Übrigen werde auf die Ausführungen in der Vernehmlassung vom 22. Oktober 2012 verwiesen. R. Mit Schreiben vom 30. Januar 2013 (act. BVGer 16) teilte die Vorinstanz mit, von der ( unaufgefordert eingereichten) Eingabe des Beschwerdefüh- rers vom 7. Januar 2013 Kenntnis genommen zu haben. Sie weise in die- sem Zusammenhang darauf hin, dass das IVG (SR 831.20) das Institut der Integritätsentschädigung, wie es im UVG (SR 832.20) verankert sei, nicht kenne. Einer "Abfindungszahlung" oder Genugtuung könne daher nicht entsprochen werden. Ferner beziehe sich die vom Beschwerdefü h- rer als zu niedrig gerügte Invalidenrente in der Höhe von Fr. 407.-- auf Leistungen der Unfallvers icherung und bilde daher (sinngemäss) nicht Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens, das die Inva- lidenversicherung betreffe. Sie halte daher an ihren mit Vernehmlassung vom 22. Oktober 2012 sowie Duplik vom 7. Januar 2013 gestellten Anträ- gen fest. Auf die Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird weiter – soweit dies für die Entscheidfindung notwendig ist – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 VGG in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG, Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG und Art. 5 VwVG beurteilt das Bundesverwaltungsg e- richt Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der Vor- instanz. Eine Ausnahme im Sinn von Art. 32 VGG liegt nic ht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zur Beurteilung der vorliegenden B e- schwerde zuständig. Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG), und in Sozialversiche- rungssachen nicht das ATSG (SR 830.1) zur Anwendung gelangt (Art. 3 Bst. dbis VwVG). Im Übrigen ist der Beschwerdeführer zur Erhebung der vorliegenden Beschwerde berechtigt (vgl. Art. 59 ATSG) und hat diese frist- und formgerecht eingereicht (Art. 60 ATSG; Art. 52 Abs. 1 VwVG). A-4348/2012 Seite 10 Auf die Beschwerde ist daher – mit nachfolgender Einschränkung (E. 1.2) – einzutreten. 1.2 Streitgegenstand des Beschwerdeverfahrens kann nur sein, was b e- reits im vorinstanzlichen Verfahren strittig war. Rechtspositionen, über welche die Vorinstanz nicht entschieden hat, und über die sie nach richt i- ger Gesetzesauslegung auch nicht hätte entscheiden müssen, sind aus Gründen der funktionellen Zuständigkeit durch die zweite Instanz nicht zu beurteilen (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1, 130 V 501 E. 1.1; Urteil des Bu n- desverwaltungsgerichts B-623/2012 vom 28. April 2014 E. 1.2). In seiner (unaufgefordert eingereichten) Eingabe vom 7. Januar 2013 be- antragt der Beschwerdeführer, ihm sei eine Integritätsentschädigung bzw. eine Genugtuung ("Abfindungszahlung für die Verminderung der ges ell- schaftlichen Geltung") zuzusprechen. Darauf ist nach dem Vorstehenden schon deshalb nicht einzutreten, weil das vorliegende Verfahren die Inv a- lidenversicherung betrifft, welche weder das Institut der Integritätsen t- schädigung noch jenes der Genugtuung ke nnt; solche Forderungen w a- ren denn auch nicht Gegenstand des vorinstanzlichen Entscheids. 1.3 Gemäss Art. 19 Abs. 3 VGG sind die Richter und Richterinnen des Bundesverwaltungsgerichts zur Aushilfe in anderen Abteilungen verpflich- tet. Die Abteilung I des Bu ndesverwaltungsgerichts hat das vorliegende Beschwerdeverfahren im Zuge einer – auf einer abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit basierenden – Entlastungsmassnahme gegenüber der Abteilung III übernommen. Die ursprüngliche Verfahrensnummer C-4348/2012 wurde daher auf A-4348/2012 geändert. 2. 2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 2.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht unbeschränkt. Er findet sein Korrelat insbesondere in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, 122 V 157 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen). A-4348/2012 Seite 11 2.3 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, so - fern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweis - grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Mö g- lichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlich s- te würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). 2.4 Die Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht zeitigt bei Gu t- heissung grundsätzlich reformatorische Wirkung. Mit anderen Worten entscheidet das Gericht diesfalls in der Regel selbst. Es kann sich aber auch auf die Kassation der angefochtenen Verfügung beschränken und die Sache mit verbindlichen Weisungen an die Vorinstanz zurückweisen (vgl. Art. 61 Abs. 1 VwVG; ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEU- BÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl., Basel 2013, N 3.191 und 3.195). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann das Gericht etwa von der Einholung eines Gerichtsgutachtens a b- sehen und die Sache an d ie Vorinstanz zurückzuweisen, wenn (zumi n- dest) eine entscheidwesentliche Frage im Verwaltungsverfahren vollstä n- dig ungeklärt geblieben ist oder lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4). 3. Im Folgenden ist vorab festzulegen, welche Rechtsnormen im vorliege n- den Verfahren zur Anwendung gelangen. 3.1 Der Beschwerdeführer ist tschechischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Tschechien, so dass vorliegend das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681), insbesondere dessen Anhang II betreffend Koordinierung der Sy steme der sozialen Sicherheit, anzuwenden ist (Art. 80a IVG). Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 (SR 0.831.109.268.1) zur A n- wendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie der en Familienangehörige, die innerhalb der G e- meinschaft zu - und abwandern, haben die in den persönlichen Anwe n- dungsbereich der Verordnung fallenden, in einem Mitgliedstaat wohnha f- ten Personen aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats A-4348/2012 Seite 12 grundsätzlich die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staatsangehör i- gen dieses Staates. 3.2 Soweit das FZA beziehungsweise die auf dieser Grundlage anwen d- baren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichenden B e- stimmungen vorsehen – was vorliegend der Fall ist –, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens sowie die Prüfung der Anspruchsvorau s- setzungen einer schweizerischen Invalidenrente grundsätzlich nach der innerstaatlichen Rechtsordnung ( vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4). Entspr e- chend bestimmt sich der fragliche Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen bzw. eine Rente der schweizerischen Invalide n- versicherung ausschliesslich nach dem innerstaatlichen schweizeri schen Recht. 3.3 In tatsächlicher Hinsicht stellt das Soz ialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1, 129 V 1 E. 1.2). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verän dert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung bilden (BGE 121 V 362 E. 1b). Weiter sind in zeitli- cher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung hat- ten (BGE 132 V 220 E. 3.1.1, 131 V 11 E. 1). Ein allfälliger Leistungsa n- spruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). Daher ist vorliegend grundsätzlich auf die materiellen Bestimmungen des IVG und der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenvers i- cherung (IVV, SR 831.201) in der Fassung gemäss den am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Änderungen (5. IV-Revision [AS 2007 5129 und AS 2007 5155 ]) abzustellen. Soweit Ansprüche ab dem 1. Januar 2012 zu prüfen sind, sind – soweit einschlägig – in zeitlicher Hinsicht ausser- dem die mit dem ersten Massnahmenpaket der 6. IV-Revision am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen Änderungen d es IVG und der IVV (IV - Revision 6a; IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659], IVV in der Fassung vom 16. November 2011 [AS 2011 5679]) zu beachten. A-4348/2012 Seite 13 4. Weiter sind die zur Beurteilung der vorliegenden Streitsache massgebe n- den gesetzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickel- ten Grundsätze darzulegen. 4.1 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist und beim Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge an die AHV/IV geleistet hat (vgl. Art. 36 Abs. 1 IVG). 4.2 4.2.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit ist gemäss Art. 7 ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit ve r- ursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verble i- bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psych i- schen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisher i- gen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 4.2.2 Der Begriff der Invalidität ist nach dem Vorstehenden nicht nach dem Ausmass der gesundheitlichen Beeinträchtigung definiert, sondern nach der daraus folgenden Unfähigkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 110 V 275 E. 4a, 102 V 166) oder sich im bisherig en Aufgabenbe- reich zu betätigen. Dabei sind die Erwerbs - bzw. Arbeitsmöglichkeiten nicht nur im angestammten Beruf bzw. der bisherigen Tätigkeit, sondern – wenn erforderlich – auch in zumutbaren anderen beruflichen Tätigkeiten (sog. Verweistätigkeiten) zu prüfen. Der Invaliditätsgrad ist also grun d- sätzlich nach wirtschaftlichen und nicht nach medizinischen Grundsätzen zu ermitteln. Das heisst, dass es bei der Bemessung der Invalidität einzig und allein auf die objektiven wirtschaftlichen Folgen der funktion ellen Be- hinderung ankommt, welche nicht unbedingt mit dem vom Arzt festgele g- ten Grad der funktionellen Einschränkung übereinstimmen müssen (BGE 110 V 275; ZAK 1985 S. 459). Die rein wirtschaftlichen und rechtlichen Beurteilungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Bestimmung der Erwerbsfähigkeit, obliegen der Verwaltung und im Beschwerdefall dem A-4348/2012 Seite 14 Gericht (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts B -194/2013 vom 22. Juli 2013 E. 4.4, C-4190/2010 vom 10. Januar 2013 E. 3.2, je mit Hinweisen). Trotzdem sind die r echtsanwendenden Behörden auf Unterlagen ang e- wiesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Ve r- fügung gestellt haben. Aufgabe der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und b e- züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4, 125 V 256 E. 4). 4.3 4.3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, und ein solcher auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invalidi- tätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und ein Invaliditätsgrad von mindestens 40% berechtigt zu einer Viertelsrente. Laut Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50% entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine abwei- chende Regelung vorsehen. Eine Ausnahme von diesem Prinzip gilt seit dem 1. Juni 2002 für Schweizer Bürger und – was auf den Beschwerd e- führer zutrifft – Staatsangehörige der Europäischen Union (EU), denen bereits ab einem Invaliditätsgrad von 40% eine Rente ausgerichtet wird, wenn sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben. 4.3.2 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Ei n- kommensvergleichs zu bestimmen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen B e- handlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr z u- mutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkom- men, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei V a- liden- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222, 1 28 V A-4348/2012 Seite 15 174; SVR 2003 IV Nr. 11 E. 3.1.1). Der Rentenanspruch entsteht frühe s- tens nach Abla uf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Lei s- tungsanspruchs (Art. 29 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 29 Abs. 1 ATSG). 4.3.3 Für die Ermittlung des Valideneinkommens wird in der Regel am zu- letzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Ein kommensent- wicklung angepassten Verdienst angeknüpft. Ein Abweichen von diesem Regelfall kommt erst dann in Frage, wenn – unter anderem – der tatsäch- lich erzielte Verdienst deutlich (mindestens um 5%) unter dem branchen- üblichen Tabellenlohn gemäss der LSE liegt (vgl. zu dieser sog. Parallel i- sierung der Vergleichseinkommen: BGE 135 V 297 E. 6.1.1 ff. und 134 V 322 E. 4.1 ; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B -1363/2012 vom 13. Mai 2014 E. 9.1 mit Hinweisen). Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist prim är von der be - ruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Ge - sundheitsschadens keine oder jede nfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so sind nach der Rechtspre - chung grundsätzlich die gesamtschweizerischen Tabellenlöhne gemäss der LSE heranzuziehen (vgl. BGE 126 V 75 E. 3b/bb mit Hinweisen; Urteil des Bundesverwal tungsgerichts B -1363/2012 vom 13. Mai 2014 E. 9.2 mit Hinweisen). 4.3.4 Die IV -Stellen und die Unfallversicherer haben die Invaliditätsb e- messung in jedem Einzelfall je selbstständig vorzunehmen. Keinesfalls dürfen sie sich ohne weitere eigene Prüfung mit d er blossen Übernahme des Invaliditätsgrads des Unfallversicherers bzw. der IV -Stelle begnügen (BGE 126 V 288 E. 2d). Nach dem Urteil des Bundesgerichts vom 13. Januar 2004 (publiziert in AHI 2004 S. 186) und BGE 131 V 362 en t- faltet die Invaliditätsschätzung der Invalidenversicherung gegenüber dem Unfallversicherer grundsätzlich keine Bindungswirkung; dasselbe gilt auch in umgekehrter Richtung (BGE 133 V 549 E. 6; zum Ganzen: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-3277/2012 vom 20. Mai 2014 E. 4.5.2). 5. 5.1 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs - und Beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versich e-A-4348/2012 Seite 16 rungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würd i- gen. Dies bedeutet für das Gericht, dass es alle Beweismittel, unabhä n- gig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entsc hei- den hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismateri al zu würdigen und die Grü n- de anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizin i- sche These abstellt (statt vieler: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-3669/2012 vom 26. Mai 2014 E. 4.5). Auch folgt aus dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung (und der unter E. 3.1.2 festgestellten Anwen- dung des schweizerischen Rechts), dass für die rechtsanwendenden Be- hörden in der Schweiz keine Bindung an Feststellungen und Entscheide ausländischer Versicherungsträger, Krankenkassen, Behörden oder Ärzte bezüglich Invaliditätsgrad und Anspruchsbeginn besteht (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; zum Grundsatz der freien Beweiswürdigung: BGE 125 V 351 E. 3a; AHI-Praxis 1996 S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E. 2). 5.2 Bezüglich des Beweiswerts eines Arztbericht s ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unte r- suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei- lung der medizinischen Zusa mmenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind. Ausschlagg e- bend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder als Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a). 5.3 Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt B e- weiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begrü n- det sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Z u- verlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in e i- nem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die U n- parteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen). Indes kann auch auf Stellun g- nahmen des RAD oder der ärztlichen Dienste nur abgestel lt werden, wenn sie den dargestellten allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen A-4348/2012 Seite 17 an einen ärztlichen Bericht genügen . Zudem müssen solche Ärztinnen und Ärzte über die im Einzelfall erforderlichen persönlichen und fachl i- chen Qualifikationen verfügen (Urtei le des Bundesgerichts 9C_736/2009 vom 26. Januar 2010 E. 2.1 und 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1). Nicht zwingend erforderlich ist, dass die versicherte Person persönlich untersucht wird (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1 und I 1094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1.1, je mit Hinweisen). 6. Im vor liegenden Fall hat der Beschwerdeführer in den Jahren 2000 bis 2011 unbestrittenermassen während insgesamt 105 Monaten Beiträge an die AHV/IV entrichtet. Die zeitliche Voraussetzung für den Anspruch auf eine ordentliche Invalidenrente ist demnach erfüllt (E. 4.1). Strittig und zu prüfen ist hingegen, ob die Vorinstanz das Leistungsbegehren des B e- schwerdeführers vom 7. Juni 2010 betreffend berufliche Massnahmen und Invalidenrente zu Recht mangels anspruchsbegründender Invalidität abgewiesen hat. Der Beschwerdeführer rügt in erster Linie , die Vorinstanz habe den (rechtserheblichen) medizinischen Sachverhalt unrichtig festgestellt (vgl. E. 2.1). Nach Einschätzung der Ärztin der tschechischen Sozialve r- sicherung in deren "Gutachten über die Invalidität" vom 25. Juni 2012 sei er nämlich seit dem 28. Mai 2012 zu 50% "in valid". Weiter habe ihn die SUVA für den Zeitraum vom 26. August 2009 bis 31. Januar 2011 als zu 100% arbeits - und erwerbsunfähig qualifiziert, und zwar sowohl in der bisherigen Tätigkeit als Schi ffsmechaniker bzw. -techniker als auch in Verweistätigkeiten. Dasselbe gelte gemäss dem Unfallversicherer "[…]" für den Zeitraum vom 1. Februar 2011 bis 26. August 2011. Jedenfalls könne unter diesen Umständen die vorinstanzliche Annahme in der ange- fochtenen Verfügung, er sei in Verweistätigkeiten zu 100% a rbeitsfähig, sachverhaltlich nicht als nachgewiesen bzw. überwiegend wahrscheinlich gelten (vgl. E. 2.3). 6.1 Der Beschwerdeführer ist in diesem Zusammenhang zunächst darauf hinzuweisen, dass die Invaliditätsbemessung (nach dem hier einzig a n- wendbaren schweizerischen Recht [E. 3.1.2]) nicht den Ärzten obliegt. Der Invaliditätsgrad ist vielmehr von der Verwaltung und im Be schwerde- fall vom Gericht nach wirtschaftlichen und rechtlichen Grundsätzen zu ermitteln. Aufgabe der Ärzte ist es dagegen, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-A-4348/2012 Seite 18 lich welcher Tätigkeiten die versicherte Person noch arbeitsfähig bzw. ar- beitsunfähig ist (E. 4.2.2). Folglich ist bezüglich jener vorliegenden Arzt- berichte, in denen – wie im vorgebrachten tschechischen "Gutachten über die Invalidität" vom 25. Juni 2012 – ausdrücklich oder sinngemäss von ei- ner "Invalidität" des Beschwerdeführers die Rede ist, festzuhalten, dass es sich dabei von vornherein nicht um eine hier massgebliche "Invalidität" im schweizerischen Rechtssinn handeln kann, sondern nur (aber imme r- hin) um eine im Rahmen der freien Beweiswürdi gung (E. 5.1) zu berück- sichtigende Einschätzung der Arbeits unfähigkeit des Beschwerdeführers aus ärztlicher bzw. medizinischer Sicht. 6.2 Weiter ist zu bemerken, dass die Invaliditätsschätzung en der Unfall- versicherer für die Invalidenversicherung grundsät zlich keine Bindung s- wirkung entfalten. Die IV-Stellen und die Unfallversicherer haben die Inva- liditätsbemessung in jedem Einzelfall je selbstständig vorzunehmen (vgl. E. 4.3.4). Der Beschwerdeführer kann daher vorliegend aus den entspre- chenden Angaben der SUVA und der "[…]" nichts Entscheidendes zu sei- nen Gunsten ableiten. 6.3 Ebenfalls nicht entscheidend ist, ob der Beschwerdeführer allenfalls von der tschechischen Sozialversicherung bereits eine IV -Rente bezieht oder nicht. Denn f ür die rechtsanwende nden Behörden in der Schweiz besteht keine Bindung an Feststellungen und Entscheide ausländischer Behörden bezüglich Invaliditätsgrad und Anspruchsbeginn (E. 5.1). Viel- mehr unterstehen die aus dem Ausland stammenden Beweismittel, wie grundsätzlich alle im Recht liegenden Akten, der freien Beweiswürdigung (E. 5.1). 6.4 Zu prüfen bleibt, ob anderweitig eine unrichtige bzw. unvollständige Feststellung des rechtserheblichen (medizinischen) Sachverhalts vorliegt (vgl. E. 2.1). 6.4.1 Hinsichtlich der aktenkundigen somatischen Beschwerden stellt sich die Vorinstanz auf den Standpunkt, dass dadurch die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in Verweistätigkeiten nicht eingeschränkt sei (vgl. E. 2.3, 3.1.3). Sie beruft sich dabei im Wesentlichen auf die S tel- lungnahme von Dr. B._______ vom 22. Oktober 2012 (act. IVSTA 75) . Dieser weist darin zunächst darauf hin, dass im Arztbericht von Dr. E._______ vom 18. Mai 2012 (recte: 28. Mai 2012) zusätzlich zur be- kannten Pathologie an beiden Kniegelenken eine schwerwiegende beid- seitige Coxarthrose mit dadurch bedingter schmerzhafter Flexionsstellung A-4348/2012 Seite 19 der Hüftgelenke beim Beschwerdeführer diagnostiziert werde. Allerdings sei nur schwer nachvollziehbar, wie sich in so kurzer Zeit eine erhebliche Arthrose der Hüftgelenke habe einstellen können, nachdem nur zehn Monate vorher, anlässlich der Begutachtung durch die Ärztin der tsch e- chischen Sozialversicherung am 28. Juli 2011, noch keinerlei Anzeichen für eine solche Problematik vorgelegen hätten. Ein Röntgenbefund, der die beiden Coxarthrosen bestätigen würde, liege zudem nicht vor. Trotz dieser Unklarheiten wolle er die im genannten Bericht von Dr. E._______ diagnostizierte und im (zweiten) tschechischen "Gutachten über die Inv a- lidität" vom 25. Juni 2012 übernommene bilaterale Coxarthrose bei seiner Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers jedoch berück- sichtigen. Er komme daher zum Schluss, dass beim Beschwerdeführer (neu) ab Datum des Berichts von Dr. E._______ vom 18. Mai 2012 (recte: 28. Mai 2012) von einer Arbeitsunfähigkeit von 50% (statt wie bisher 40%) in der bisherigen Tätigkeit als Schiffsmechaniker bzw. -techniker auszugehen sei. Verweistätigkeiten seien jedoch nach wie vor vollschich- tig zumutbar. 6.4.1.1 Die Stellungnahme von Dr. B._______ vermag mit Blick auf die beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht nicht zu überzeugen, so dass vorliegend nicht darauf abgestellt werden darf (vgl. E. 5.2 f.) . Aufgrund der aktuellen Aktenlage – insbesondere ohne aussagekräftige Röntgenbilder – ist nicht nachvollziehbar, wie Dr. B._______ das Ausmass der Gelenkspaltverschmälerungen bei den beiden Coxarthrosen zuverlässig einschätzen und korrekt in die üblichen Stadien geringfügig, mässig oder schwer einteilen will. Ferner kann bei der vorliegenden Aktenlage auch keine verlässliche Aussage darüber g e- troffen werden, ob die Coxarthrosen mittels einer konservativen Therapie behandelt werden sollen oder ob mittels einem beidseitigen endoprotheti- schen Hüftgelenksersatz allenfalls eine massgebliche Beschwerdeab- nahme und eine entsprechende Steigerung der Arbeits fähigkeit erreicht werden kann. 6.4.1.2 Im Übrigen erweisen sich d as ( erste) tschechische "Gutachten über die Invalidität" vom 28. Juli 2011 sowie der SUVA-Kreisarztbericht vom 20. Oktober 2010 vorliegend schon deshalb nicht als aussagekräftig, weil darin d ie Diagno se der bei dseitigen Coxarthrose überhaupt nicht aufgelistet ist und demgemäss bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auch nicht berücksichtigt werden konnte. Betreffend den fraglichen SU- VA-Kreisarztbericht ist ausserdem zu berücksichtigen, dass die SUVA darin die Beschwerden an der Wirbelsäule und am linken Knie als unfal l-A-4348/2012 Seite 20 fremd eingestuft hat. Der Kreisarzt hat in seiner versicherungsmedizin i- schen Beurteilung sinngemäss ausgeführt, die Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in Bezug auf die Leiden an der Wirbelsäule sei au f- grund fehlender Bildgebung nur eingeschränkt beurteilbar. Er habe sich bei der entsprechenden Beurteilung lediglich an der klinischen Situation orientiert. Eine ko rrekte Beurteilung in Kenntnis der Vorakten kann aber nur erfolgen, wenn diese Vorakten auch vorliegen und ausgewertet we r- den können, was bezüglich der Beschwerden an der Wirbelsäule jedoch nicht der Fall ist. 6.4.1.3 Mit Blick auf die somatischen Beschwerden kann als Zwischene r- gebnis somit festgehalten werden, dass weder für die Rückenbeschwe r- den noch für die beiden Coxarthrosen die relevanten Röntgenbilder in den Akten vorhanden oder in Auftrag gegeben worden sind. Eine zuve r- lässige ärztliche Beurteilung der erwerblichen Auswirkungen ist daher nicht möglich. 6.4.2 Hinsichtlich der psychischen Beschwerden hält Dr. B._______ im Schreiben vom 19. Juli 2011 (act. IVSTA 24) zunächst fest, der B e- schwerdeführer mache in seinem Schreiben v om 10. Februar 2011 ge l- tend, "er sei psychisch noch schlimmer dran als körperlich". Psychiatr i- sche Berichte, welche psychische Beschwerden belegen würden, lägen indes nicht bei den Akten. Es sei daher ein aktueller psychiatrischer B e- richt einzuholen. Das von Dr. B._______ erwähnte Schreiben des Beschwerdeführers b e- findet sich zwar nicht bei den eingereichten Vorakten der IVSTA und kann deshalb nicht beurteilt werden. Ausserdem stellt sich Dr. B._______ in der Stellungnahme vom 5. Dezember 2011 letztlich doch auf den Standpunkt, die Einholung eines psychiatrischen Berichts erübrige sich, zumal weder im (ersten) Bericht der tschechischen Sozialversicherung noch im Formu- lar E 213 eine psychische Problematik erwähnt sei, und die Angaben des Beschwerdeführers bezüglich seines psychischen Zustands daher als Be- findlichkeitsstörung und nicht als für die Arbeitsfähigkeit relevante psych i- atrische Erkrankung zu betrachten seien. Dazu ist indes zu bemerken, dass es sich bei Dr. B._______ nicht um ei nen Facharzt für Psych iatrie handelt. Er verfügt somit nicht über die von der Rechtsprechung im Ein- zelfall geforderten fachlichen Qualifikationen, um eine zuverlässige Ei n- schätzung zur psychischen Verfassung des Beschwerdeführer s abgeben zu können (vgl. E. 5.3). Ausserdem hat der Beschwerdeführer psychische Probleme nicht nur im angeblichen (nicht aktenkundigen) Schreiben vom A-4348/2012 Seite 21 10. Februar 2011 geltend gemacht, sondern auch in der (aktenkundigen) Eingabe vom 6. Juli 2012 (act. IVSTA 68). Er weist dort auf "andauernde Schmerzen der Knie und Hüften, durch Schmerzen unterbrochener Schlaf, Abhängigkeit von Medikamenten gegen Schmerzen, psychische Verfassungen [wohl: Beschwerden] und grauenhafte Gedanken bei dem sich langsam verschlechternden Gesundheitszustand" hin. Daher und aufgrund des multiplen Beschwerdebildes kann eine zusätzliche psych i- sche Beeinträchtigung nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aus- geschlossen werden. Ob beim Beschwerdeführer eine relevante psychi- sche Beeinträchtigung vorliegt, ist durch den Facharzt für P sychiatrie ab- zuklären. 6.4.3 Da nach dem Vorstehenden der medizinische Sachverhalt bzw. die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht als rechtsgenügend (mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit [E. 2.3]) festgestellt gelten kann und sich aus den Akten verschiedenart i- ge, teilweise ineinander übergreifende psychische und physische B e- schwerdebilder ergeben, erweist sich vorliegend die Durchführung einer polydisziplinären Begutachtung in orthopädischer, radiologischer und psychiatrischer Hinsicht in der Schweiz als notwendig. Die Fachgutachter werden dabei auch dazu Stellung nehmen müssen, welche Verweistäti g- keiten dem Beschwerdeführer allenfalls noch zumutbar sind. Da entscheidwesentliche Fragen im Verfahren vor der Vorinstanz unge- klärt geblieben sind, rechtfertigt es sich vorliegend, die Sache an die Vo r- instanz zurückzuweisen, damit diese eine polydisziplinäre Begutachtung des Beschwerdeführers in der Schweiz veranlasse und anschliessend neu in der Sache verfüge (vgl. E. 2.4). Nach Vorliegen der Ergebnisse dieser Begutachtung hat die Vorinstanz gegebenenfalls ergänzende A b- klärungen hinsichtlich der Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit des B e- schwerdeführers in die Wege zu leiten und einen neuen Einkommensve r- gleich durchzuführen. 7. Abschliessend bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parte i- entschädigung zu befinden: 7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ve r- weigerung von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht koste n- pflichtig. Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt die Verfahrenskosten in A-4348/2012 Seite 22 der Regel der unterliegenden Partei (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG). Da eine Rückweisung zu neuem Entscheid praxisgemäss als voll es Obsiegen der beschwerdeführenden Partei gilt (BGE 132 V 215 E. 6), sind dem B e- schwerdeführer vorliegend keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. Der einbezahlte Kostenvorschuss von Fr. 400.-- ist ihm nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückzuerstatten. Der Vorinstanz sind als Bundesbehörde ebenfalls keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 7.2 Da dem obsiegenden , berufsmässig nicht vertretenen Beschwerde- führer keine verhältnismässig hohen Kosten entstanden sind, und er denn auch keinen entsprechenden Antrag gestellt hat, ist von der Zusprechung einer Parteientschädigung abzusehen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG in Ve r- bindung mit Art. 7 Abs. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite. A-4348/2012 Seite 23 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird – soweit darauf eingetreten wird – insofern gutge- heissen, als die Verfügung vom 16 . Juli 2012 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgter pol y- disziplinärer Begutachtung des Beschwerdeführers in der Schweiz über den Leistungsanspruch im Sinn der Erwägungen neu verfüge. 2. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. Der vom Beschwerdeführer einbezahlte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400. -- wird ihm nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) – die Vorinstanz (Ref-Nr. …; Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Daniel Riedo Marc Winiger Die Rechtsmittelbelehrung befindet sich auf der nächsten Seite. A-4348/2012 Seite 24 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un- terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Bewei smittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: