<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE - Archiv</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2015</span> <span class="title">Strafprozessrecht</span> <span class="page_no">29</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <span class="ft4"><b>2</b></span> <span class="ft4"><b>Art. 122 StPO</b></span><br/> <span class="ft4"><b>Vertragliche Ansprüche fallen nicht unter Art. 122 StPO.</b></span><br/> <span class="ft6">Aus dem Entscheid des Obergerichts, 1. Strafkammer, vom 12. November</span><br/> <span class="ft6">2015, i.S. Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten gegen M.J. (SST.2015.156).</span><br/> <span class="ft8"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <span class="ft1">5.2</span><br/> <span class="ft1">5.2.1.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2015</span> <span class="title">Obergericht, Abteilung Strafgericht</span> <span class="page_no">30</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">Die Vorinstanz hat X (Privatkläger 2) eine Zivilforderung von</span><br/> <span class="ft1">Fr. 1'400.00 zugesprochen, obwohl sie den Beschuldigten im damit</span><br/> <span class="ft1">zusammenhängenden Strafpunkt freigesprochen hat (vorinstanzliches</span><br/> <span class="ft1">Urteil, S. 62 f.). Dem liegt folgender Sachverhalt zu Grunde: Der Be-</span><br/> <span class="ft1">schuldigte hat X ein Auto verkauft, wobei der Kaufpreis vorab</span><br/> <span class="ft1">geleistet worden ist. Zur versprochenen Fahrzeugübergabe kam es</span><br/> <span class="ft1">dann aber nicht und der Beschuldigte verkaufte das Fahrzeug an je-</span><br/> <span class="ft1">mand anderen. In strafrechtlicher Hinsicht verneinte die Vorinstanz</span><br/> <span class="ft1">einen Betrug, weil es am Motivationszusammenhang zwischen dem</span><br/> <span class="ft1">bei X hervorgerufenen Irrtum über den Vertragsleistungswillen des</span><br/> <span class="ft1">Beschuldigten und seiner Vermögensdisposition gefehlt habe (vor-</span><br/> <span class="ft1">instanzliches Urteil, S. 16). In zivilrechtlicher Hinsicht wertete die</span><br/> <span class="ft1">Vorinstanz diesen Sachverhalt als nachträgliche subjektive Unmög-</span><br/> <span class="ft1">lichkeit, welche dem Privatkläger 2 einen Anspruch auf Schadener-</span><br/> <span class="ft1">satz gemäss Art. 97 Abs. 1 OR gewähre. In der Folge prüfte sie die</span><br/> <span class="ft1">Voraussetzungen von Art. 97 OR und bejahte diese.</span><br/> <span class="ft1">5.2.2.</span><br/> <span class="ft1">Zu prüfen ist indes, ob ein solcher (vertraglicher) Anspruch des</span><br/> <span class="ft1">Privatklägers X überhaupt dem Adhäsionsverfahren zugänglich ist.</span><br/> <span class="ft1">Das Bundesgericht hat bislang offen gelassen, ob im Strafverfahren</span><br/> <span class="ft1">vertragliche Ansprüche oder Ansprüche aus ungerechtfertigter Berei-</span><br/> <span class="ft1">cherung adhäsionsweise geltend gemacht werden können (Urteil des</span><br/> <span class="ft1">Bundesgerichts 6B_1160/2014 vom 19. August 2015 E. 8.4). Die</span><br/> <span class="ft1">Lehre ist diesbezüglich gespalten. Einerseits wird die Ansicht vertre-</span><br/> <span class="ft1">ten, dass grundsätzlich auch ein vertraglicher Anspruch adhäsionsfä-</span><br/> <span class="ft1">hig sei (M</span><span class="ft6">AZUCCHELLI</span><span class="ft1">/P</span><span class="ft6">OSTIZZI</span><span class="ft1">, in: Basler Kommentar, Schweizeri-</span><br/> <span class="ft1">sche Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 8 zu Art. 119 StPO;</span><br/> <span class="ft1">LIEBER, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung,</span><br/> <span class="ft1">2. Aufl. Zürich 2014, N. 5a zu Art. 122 StPO; DROESE, Die Zivil-</span><br/> <span class="ft1">klage nach der schweizerischen Strafprozessordnung, HAVE 2011,</span><br/> <span class="ft1">S. 45). Eine andere Lehrmeinung ist demgegenüber gegenteiliger An-</span><br/> <span class="ft1">sicht (DOLGE, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozess-</span><br/> <span class="ft1">ordnung, 2. Aufl. 2014, N. 70 zu Art. 122 StPO).</span><br/> <span class="ft1">Die Mehrheit der Lehre weist auf den offenen Wortlaut von</span><br/> <span class="ft1">Art. 119 und 122 StPO hin. Der Anspruch müsse zwar aus einem</span><br/> <span class="ft1">Verhalten abgeleitet werden, das auch strafrechtlich relevant sein</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2015</span> <span class="title">Strafprozessrecht</span> <span class="page_no">31</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">könne und deshalb Gegenstand des Strafverfahrens bilde. Eine</span><br/> <span class="ft1">vollständige Kongruenz zwischen schadensstiftendem Verhalten und</span><br/> <span class="ft1">strafbarer Handlung sei aber nicht notwendig: Wer beispielsweise bei</span><br/> <span class="ft1">einer fahrlässigen Körperverletzung auch noch Sachschaden</span><br/> <span class="ft1">anrichte, könne dafür adhäsionsweise in Anspruch genommen</span><br/> <span class="ft1">werden, auch wenn eine Sachbeschädigung nur bei Vorsatz strafbar</span><br/> <span class="ft1">sei (vgl. DROESE, a.a.O., S. 44).</span><br/> <span class="ft1">5.2.3.</span><br/> <span class="ft1">Ausgangspunkt jeder Auslegung bildet zunächst der Wortlaut</span><br/> <span class="ft1">der massgeblichen Norm. Ist der Text nicht ganz klar und sind ver-</span><br/> <span class="ft1">schiedene Interpretationen möglich, so muss nach der wahren Trag-</span><br/> <span class="ft1">weite der Bestimmung gesucht werden, wobei alle Auslegungsele-</span><br/> <span class="ft1">mente zu berücksichtigen sind (Methodenpluralismus). Dabei kommt</span><br/> <span class="ft1">es namentlich auf den Zweck der Regelung, die dem Text zugrunde</span><br/> <span class="ft1">liegenden Wertungen sowie auf den Sinnzusammenhang an, in dem</span><br/> <span class="ft1">die Norm steht. Die Entstehungsgeschichte ist zwar nicht unmittelbar</span><br/> <span class="ft1">entscheidend, dient aber als Hilfsmittel, um den Sinn der Norm zu</span><br/> <span class="ft1">erkennen. Namentlich bei neueren Gesetzen kommt ihr eine beson-</span><br/> <span class="ft1">dere Bedeutung zu, weil veränderte Umstände oder ein gewandeltes</span><br/> <span class="ft1">Rechtsverständnis eine andere Lösung weniger nahelegen. Vom</span><br/> <span class="ft1">Wortlaut darf abgewichen werden, wenn triftige Gründe dafür beste-</span><br/> <span class="ft1">hen, dass er nicht den wahren Sinn der Regelung wiedergibt. Sind</span><br/> <span class="ft1">mehrere Auslegungen möglich, ist jene zu wählen, die der Ver-</span><br/> <span class="ft1">fassung am besten entspricht. Allerdings findet auch eine ver-</span><br/> <span class="ft1">fassungskonforme Auslegung ihre Grenzen im klaren Wortlaut und</span><br/> <span class="ft1">Sinn einer Gesetzesbestimmung (BGE 138 IV 232 E. 3 mit Hin-</span><br/> <span class="ft1">weisen).</span><br/> <span class="ft1">5.2.4.</span><br/> <span class="ft1">Art. 122 Abs. 1 StPO bestimmt, dass die geschädigte Person</span><br/> <span class="ft1">zivilrechtliche Ansprüche aus der Straftat adhäsionsweise geltend</span><br/> <span class="ft1">machen könne. Gemäss Art. 115 Abs. 1 StPO gilt als geschädigte</span><br/> <span class="ft1">Person, wer durch eine Straftat in seinen Rechten unmittelbar verletzt</span><br/> <span class="ft1">worden ist. Art. 119 Abs. 2 lit. b StPO berechtigt die geschädigte Per-</span><br/> <span class="ft1">son sodann zur adhäsionsweisen Geltendmachung privatrechtlicher</span><br/> <span class="ft1">Ansprüche, die aus der Straftat abgeleitet werden.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2015</span> <span class="title">Obergericht, Abteilung Strafgericht</span> <span class="page_no">32</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">Entgegen der z.T. in der Lehre vertretenen Auffassung ist der</span><br/> <span class="ft1">Wortlaut in der StPO nicht weit, sondern eng gefasst. Erfasst sind</span><br/> <span class="ft1">nicht sämtliche privatrechtlichen Ansprüche, sondern nur solche,</span><br/> <span class="ft1">welche sich aus der Straftat (déduites de l'infraction bzw. desunte</span><br/> <span class="ft1">dal reato) ableiten lassen. Sodann ist nicht jedermann zur</span><br/> <span class="ft1">Konstituierung als Zivilkläger berechtigt, sondern nur der Geschä-</span><br/> <span class="ft1">digte, mithin derjenige, der durch die Straftat in seinen Rechten un-</span><br/> <span class="ft1">mittelbar verletzt worden ist (Art. 115 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 122</span><br/> <span class="ft1">Abs. 1 StPO). Wer (ausschliesslich) einen vertraglichen Anspruch</span><br/> <span class="ft1">gegenüber seinem Vertragspartner hat, wurde nicht unmittelbar durch</span><br/> <span class="ft1">eine Straftat in seinen Rechten verletzt und ist entsprechend nicht als</span><br/> <span class="ft1">Geschädigter im Sinne der Strafprozessordnung zu qualifizieren. Der</span><br/> <span class="ft1">Wortlaut von Art. 122 StPO i.V.m. Art. 115 StPO spricht demnach</span><br/> <span class="ft1">gegen die Ansicht, dass vertragliche Ansprüche Gegenstand des</span><br/> <span class="ft1">Adhäsionsverfahrens sein könnten. Damit in Einklang zu bringen ist</span><br/> <span class="ft1">auch Art. 126 Abs. 1 lit. b StPO, wonach das Gericht über die an-</span><br/> <span class="ft1">hängig gemachte Zivilklage entscheide, wenn es den Beschuldigten</span><br/> <span class="ft1">freispreche und der Sachverhalt spruchreif sei. Als Beispiele werden</span><br/> <span class="ft1">hier insbesondere Konstellationen angeführt, in denen der Beschul-</span><br/> <span class="ft1">digte zwar einen Tatbestand objektiv und subjektiv erfüllt, indes we-</span><br/> <span class="ft1">gen mangelnder Schuldfähigkeit freizusprechen ist (DOLGE, a.a.O.,</span><br/> <span class="ft1">N. 22 zu Art. 126 StPO). Sofern das Gericht indes - wie vorliegend -</span><br/> <span class="ft1">den objektiven Tatbestand einer Strafnorm verneint, kann es nicht</span><br/> <span class="ft1">gleichzeitig die Adhäsionsklage beurteilen und gutheissen. Diese</span><br/> <span class="ft1">wäre vielmehr auf den Zivilweg zu verweisen gewesen, da dem Be-</span><br/> <span class="ft1">schuldigten offenbar zwar ein vertragswidriges, indes kein Handeln,</span><br/> <span class="ft1">welches sich aus einer Straftat ableitet, vorzuwerfen ist.</span><br/> <span class="ft1">5.2.5.</span><br/> <span class="ft1">In den Gesetzesmaterialien finden sich weder Hinweise für die</span><br/> <span class="ft1">eine, noch für die andere Lösung, so dass eine historische Auslegung</span><br/> <span class="ft1">keine weiteren Erkenntnisse liefert. Immerhin ist darauf hinzuwei-</span><br/> <span class="ft1">sen, dass nach dem früheren kantonalen Strafprozessrecht eine Beur-</span><br/> <span class="ft1">teilung der Zivilansprüche nicht stattfand, wenn das Strafverfahren</span><br/> <span class="ft1">eingestellt oder der Beklagte freigesprochen wurde (vgl. z.B. § 165</span><br/> <span class="ft1">Abs. 2 StPO/AG; § 193 Abs. 1 StPO/ZH; Art. 310 Abs. 2 StrV/BE).</span><br/> <span class="ft1">Es ist aus den Gesetzesmaterialien nicht ersichtlich, dass der Gesetz-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2015</span> <span class="title">Strafprozessrecht</span> <span class="page_no">33</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">geber mit der Einführung der eidgenössischen Strafprozessordnung</span><br/> <span class="ft1">in Abweichung dazu die adhäsionsweise Geltendmachung auch nicht</span><br/> <span class="ft1">aquilianischer Ansprüche hätte zulassen wollen.</span><br/> <span class="ft1">Nichts ergibt sich sodann aus der systematischen Einbettung der</span><br/> <span class="ft1">Art. 122 ff. StPO im 3. Kapitel über die Parteien und andere Verfah-</span><br/> <span class="ft1">rensbeteiligte.</span><br/> <span class="ft1">Bei der teleologischen Auslegung ist zwar zu berücksichtigen,</span><br/> <span class="ft1">dass es dem Privatkläger - sollten vertragliche Ansprüche dem Adhä-</span><br/> <span class="ft1">sionsprozess nicht zugänglich sein - unbenommen ist, später einen</span><br/> <span class="ft1">Zivilprozess anzuheben. Dies steht der Verfahrensökonomie nicht</span><br/> <span class="ft1">entgegen (so DROESE, a.a.O., S. 45), denn es geht bei vertraglichen</span><br/> <span class="ft1">oder bereicherungsrechtlichen Ansprüchen einerseits und ausserver-</span><br/> <span class="ft1">traglichen Ansprüchen andererseits zwar regelmässig um den glei-</span><br/> <span class="ft1">chen Gegenstand, ansonsten liegt aber eben gerade kein identischer</span><br/> <span class="ft1">Lebenssachverhalt vor. Zudem prüft der Strafrichter die Zivilsache</span><br/> <span class="ft1">überhaupt erst näher, wenn ein aus der Straftat herrührender</span><br/> <span class="ft1">zivilrechtlicher Anspruch substanziert behauptet und beziffert wird.</span><br/> <span class="ft1">Demgegenüber beurteilt der Zivilrichter den Sachverhalt unter</span><br/> <span class="ft1">Einbezug der zivilrechtlichen Verfahrensmaximen, so dass ein Urteil</span><br/> <span class="ft1">über den Zivilpunkt nach einem Verfahren in geordneten Bahnen zu</span><br/> <span class="ft1">erwarten ist.</span><br/> <span class="ft1">Der vom Adhäsionsverfahren angestrebte Effizienzgewinn ist</span><br/> <span class="ft1">mehr als fraglich, wenn der Strafrichter trotz eines Freispruches über</span><br/> <span class="ft1">den Bestand eines vertraglichen Anspruches zu befinden hätte. Er</span><br/> <span class="ft1">hätte sich zwar im Rahmen des Schuldpunktes bereits mit dem Sach-</span><br/> <span class="ft1">verhalt befasst, indes wären für den vertraglichen Anspruch regel-</span><br/> <span class="ft1">mässig auch andere Sachverhaltselemente zentral als im Strafver-</span><br/> <span class="ft1">fahren. Während bei einer Erfüllung eines Straftatbestandes der</span><br/> <span class="ft1">Beschuldigte offenkundig auch widerrechtlich i.S.v. Art. 41 OR</span><br/> <span class="ft1">gehandelt hat und dementsprechend bereits eine Voraussetzung des</span><br/> <span class="ft1">zivilrechtlichen deliktischen Schadenersatzes erfüllt ist, sind keiner-</span><br/> <span class="ft1">lei Effizienzgewinne oder andere Vorteile zu erwarten, wenn das</span><br/> <span class="ft1">Strafgericht auch vertragliche Ansprüche zu behandeln hätte.</span><br/> <span class="ft1">Auch aus Sicht der Parteien sind keine Vorteile erkennbar, wenn</span><br/> <span class="ft1">der Strafrichter vertragliche Ansprüche zu prüfen hätte, zumal unklar</span><br/> <span class="ft1">ist, inwiefern die dem Zivilprozess immanenten Verfahrensgrund-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2015</span> <span class="title">Obergericht, Abteilung Strafgericht</span> <span class="page_no">34</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">sätze sowie die entsprechend damit zusammenhängenden Behaup-</span><br/> <span class="ft1">tungs- und Substantiierungslasten Anwendung zu finden hätten.</span><br/> <span class="ft1">Liegt ein vertraglicher Anspruch im Streit, ist den Parteien nicht ge-</span><br/> <span class="ft1">dient, wenn ein Strafgericht als Nebenpunkt in einem Strafverfahren</span><br/> <span class="ft1">quasi kursorisch darüber befindet.</span><br/> <span class="ft1">Insgesamt sind die übrigen Auslegungselemente neutral zu wer-</span><br/> <span class="ft1">ten, wobei die teleologische Auslegung eher darauf hindeutet, dass</span><br/> <span class="ft1">eben gerade nur solche Ansprüche adhäsionsweise geltend gemacht</span><br/> <span class="ft1">werden können, die in unmittelbarem Zusammenhang mit einem tat-</span><br/> <span class="ft1">sächlich erfüllten Straftatbestand stehen.</span><br/> <span class="ft1">5.2.6.</span><br/> <span class="ft1">Nach dem Gesagten fallen vertragliche Ansprüche nicht unter</span><br/> <span class="ft1">Art. 122 StPO. Entsprechend hätte die Vorinstanz X keinen Schaden-</span><br/> <span class="ft1">ersatz gestützt auf Art. 97 OR zusprechen dürfen, sondern die Klage</span><br/> <span class="ft1">wäre auf den Zivilweg zu verweisen gewesen. Die Berufung des</span><br/> <span class="ft1">Beschuldigten ist in diesem Punkt, wenn auch mit anderer als der</span><br/> <span class="ft1">von ihm vorgebrachten Begründung, gutzuheissen.</span><br/></div> </div> </body> </html>