Postulat Muheim 334 18 juin 1984 de travail dont soutirent tous les services de l'administra- tion. Le Conseil fédéral, tout en acceptant cette motion, vous demande d'accepter l'élaboration d'un rapport synthé- tique se concentrant sur l'essentiel. Une autre solution aurait consisté à réunir, dans le rapport de gestion, sous un seul chapitre, les participations de tous les départements et offices fédéraux aux travaux du Conseil de l'Europe. Le Conseil national préfère un document séparé, ce que le Conseil fédéral accepte. Le président: La Co-nmission des affaires étrangères vous propose de prendre acte du rapport de la Délégation suisse. Il n'y a pas d'avis contraire. Il en est pris acte. La Délégation et la commission vous proposent également d'adopter la motion. Überwiesen - Transmis An den Bundesrat - Au Conseil fédéral #ST# 84.348 Postulat Muheim Friedens- und Sicherheitspolitik Politique de paix et de sécurité Wortlaut des Postulâtes vom 8. März 1984 Es gehört zu den obersten Daueraufgaben unseres Staates, zur Festlegung und Förderung des Friedens im Innern unse- res Landes und in der Völkergemeinschaft beizutragen. Es erscheint als nicht hinreichend bekannt, was die Schwei- zerische Eidgenossenschaft im politisch-staatlichen Bereich für diese Friedenspolitik bereits in vielfältiger Weise unter- nimmt und was sie in Zukunft vorzukehren gewillt ist. Nicht gering sind in der Öffentlichkeit die Meinungsunterschiede über das notwendige Zusammenwirken von militärischer Landesverteidigung und nichtmilitärischen Massnahmen im Interesse der Friederissicherung. Der Bundesrat wird caher eingeladen, den eidgenössischen Räten einen Bericht zu erstatten über seine friedenspoliti- schen Massnahmen und Aktivitäten als Teil seiner Gesamt- politik und insbesondere im Zusammenhang mit seiner Sicherheitspolitik. Es sind die heutigen und allfällig neue Leistungen der Schweiz im politisch-staatlichen Bereich darzulegen, die nach innen und nach aussen den Frieden mehren sollen. Dies im Lichte der kleinstaatlichen Gegeben- heiten sowie unter Berücksichtigung der Unabhängigkeit, der bewaffneten Neutralität unseres Landes und schliesslich der nach innen und nach aussen notwendigen Solidarität unserer Nation. Texte du postulat du 8 mars 1984 Contribuer à la consolidation et à la promotion de la paix à l'intérieur de nos frontières et dans la communauté des peuples, voilà qui fait partie des tâches permanentes les plus nobles de notre Etat II ne semble pas que soit suffisamment connu du public ce que la Confédération suisse entreprend déjà, sous diverses formes, dans le domaine de la politique générale en faveur de cette politique de paix, ni ce qu'elle se propose de faire à l'avenir. Dans l'opinion, il existe d'importantes divergences de vues sur la coordination nécessaire de la défense natio- nale armée, d'une part, et des mesures non militaires - prises dans l'intérêt du raffermissement de la paix - d'autre part. Le Conseil fédéral est donc invité à présenter aux Chambres un rapport sur les mesures prises et les activités envisagées en matière de paix et faisant partie de sa politique globale, en relation avec sa politique de sécurité notamment. Il s'agit d'exposer les services suisses actuels et nouveaux, le cas échéant, services rendus dans le domaine de la politique générale et qui doivent faire prospérer la paix à l'intérieur comme à l'extérieur de nos frontières. Le tout à la lumière des particularités d'un petit Etat tel que le nôtre et compte tenu de l'indépendance, de la neutralité armée de la Suisse et, en dernière analyse, de la nécessaire solidarité de notre peuple, qu'elle se manifeste sur le plan international ou sur le plan intérieur, Mitunterzeichner-Cosignataires: Binder, Genoud, Jelmini, Meier Josi, Schafften Schmid, Schönenberger (7) Muheim: Wenn sich ein Parlamentarier der Friedensproble- matik annimmt, ist er gehalten, sich in einer kurzen, aber gehaltvollen Begründung damit auseinanderzusetzen, gibt es doch in der langen Menschheitsgeschichte kaum ein Bemühen, das stärker und nachhaltiger wäre als jenes um den Frieden. Es gibt aber auch kaum etwas, das öfter und schwerwiegender enttäuscht wurde. Friede ist ein Begriff des europäischen Geisteslebens und gehört unzweifelhaft zu den hohen Äusserungen abendländischer Kultur. Heutzu- tage aber ist Europa durch Aktionen für den Frieden erfasst: Friedensmärsche, Proteste, Demonstrationen sind an der Tagesordnung; es gibt sogar Schmierereien an den Haus- wänden, die uns allen zum Bewusstsein bringen sollen, dass man sich um Frieden kümmern soll. Friedensbewegte haben in letzter Zeit die Problematik des Friedens für sich völlig vereinnahmt. Sie haben dieses Anliegen in blinder Einseitig- keit für sich gepachtet. Friede ist - leider - zu einem Schlagwort geworden. Das ist Anlass für mein Postulat, mit dem ich bewusst ein Gegengewicht schaffen möchte. Ich möchte wünschen, dass der verlangte Bericht des Bundesrates zur Klärung dieser vieldimensionalen Problematik beiträgt. Nicht die individuelle und personale Thematik geht uns hier im Staat direkt etwas an. Es ist Aufgabe anderer gesellschaftlicher Kräfte, die ethische Seite des Postulates Friede zu überden- ken und zu beantworten. Hier im Staat ist die politische Friedensproblematik im Spiel. Hier soll der Bundesrat seine Politik, also sein Handeln im staatlichen Raum nach innen und nach aussen, darlegen. Wenn wir diesen engeren Teil der auch dann noch weitgesteckten Fragestellung anpak- ken, dann erwarten wir Aussagen über den Zusammenhang zwischen Friedenspolitik, Sicherheitspolitik und Wehrpoli- tik. Wir wünschen ferner eine realitätsbezogene Aussage - im Gegensatz zu utopischen Friedensvorstellungen. Wir erwarten, dass auch die nun einmal gegebenen Grenzen aufgezeigt werden, etwa unsere Kleinstaatlichkeit, unsere Neutralitätspolitik, vielleicht auch unser abgestuftes Verhält- nis zu den unmittelbaren Nachbarn, zu den übrigen Völkern Europas und zur gesamten Weltfamilie. Ich weiss, dass mein Wunsch, sich in einem Bericht mit dieser Vielfalt der Aspekte zu befassen, weit über eine départementale Verantwortlichkeit hinausgeht. Es bedarf des Zusammenwirkens verschiedener Ämter und erfahrener Persönlichkeiten. Es ist aber politisch dringend notwendig, von der bundesrätlichen Warte aus Aussagen hierzu zu machen; dies erst recht, weil es heutzutage an klarer politi- scher Sicht und Einsicht sehr oft mangelt und die Sprach- verwirrung weit herum die Köpfe und Herzen beherrscht. Ich komme zum Schluss und verweise auf den ersten Satz meines Postulates, worin ich die Aussage machte: «Es gehört zur den obersten Daueraufgaben eines Staatswe- sens, für den Frieden zu sorgen.» Dieser Bericht sollte schliesslich erkennen lassen, ob es nicht doch mindestens in diesem Bereich einen nationalen Konsens geben könnte, weil die letzten staatsgrundlegenden Elemente unserer Innen- und Aussenpolitik davon wirklich zutiefst und nach- haltig betroffen sind. M. Aubert, conseiller fédéral: Je ne vais pas provoquer le suspense, Monsieur Muhein. Je vous dis tout de suite que le Conseil fédéral accepte votre postulat. J'espère seulement que vous avez conscience de l'immensité de la tâche que18.Juni 1984 335 Dringliche Interpellation Hefti vous nous demandez. Nous essaierons de l'accomplir au plus près de notre conscience. Ce sera un travail considéra- ble. Je ne sais pas encore sous quelle forme nous vous le présenterons et pour cela je vous suis reconnaissant d'avoir utilisé la forme d'un postulat et non pas d'une motion. Überwiesen - Transmis #ST# 84.435 Dringliche Interpellation Hefti Besuch des Premierministers von Südafrika Interpellation urgente Hefti Visite du premier ministre d'Afrique du Sud Wortlaut der Interpellation vom 4. Juni 1984 Letzte Woche erhielt die Schweiz den Besuch des Minister- präsidenten und des Aussenministers von Südafrika. Sie wurden von unserem Bundespräsidenten empfangen. Der Bundesrat wird angefragt, welches die Gründe gewesen sind, dass der Vorsteher unseres Departementes für auswär- tige Angelegenheiten von einer Begegnung mit diesen süd- afrikanischen Besuchern absah. Texte de l'interpellation du 4 juin 1984 Lors de la visite qu'ils ont effectuée en Suisse la semaine dernière, le premier ministre et le ministre des affaires étran- gères d'Afrique du Sud ont été reçus par le président de la Confédération. Le Conseil fédéral est invité à indiquer les raisons pour lesquelles le chef de notre Département des affaires étran- gères a renoncé à les rencontrer. Mitunterzeichner - Cosignataire: Cavelty (1 ) Hefti: Kürzlich erhielt die Eidgenossenschaft den Besuch des Premier- und des Aussenministers der Republik Süd- afrika. Diese wurden von unserem Bundespräsidenten emp- fangen, während der Vorsteher unseres Departementes für auswärtige Angelegenheiten, dem bei der Pflege der Bezie- hungen zum Ausland eine Hauptfunktion zufällt, nicht zuge- gen war. In Portugal, Grossbritannien, Deutschland und, wie ich glaube, auch Frankreich, welche von den beiden südafri- kanischen Magistraten ebenfalls besucht wurden, kamen diese jeweils nicht nur mit dem Haupt der Regierung, son- dern auch mit den betreffenden Aussenministern zu- sammen. Die vorliegende Interpellation soll dem Bundesrat bzw. dem Departement Gelegenheit bieten, kurz darzulegen, dass sich die Abwesenheit des Departementsvorstehers nicht gegen Südafrika richtete, sondern durch äussere Umstände bedingt war, die zudem meines Wissens nicht auf schweize- rischer Seite lagen. Eine solche Klarstellung scheint mir schon deshalb ange- zeigt, als Südafrika zurzeit immer noch vielfachen Anfech- tungen ausgesetzt ist, welche auf einer zu einseitigen Betrachtungsweise fussen. Zwar verfügt in Südafrika ein Teil der schwarzen Bevölkerung noch über keine politi- schen Rechte, aber die wirtschaftliche Lage dieser Bevölke- rung ist bedeutend besser als in den anderen von schwarzen Afrikanern bewohnten und geleiteten Staaten; und je länger, je mehr verfügt der südafrikanische Schwarze über wirt- schaftliche Aufstiegsmöglichkeiten wie sonst selten. Was übrigens die politischen Rechte betrifft, so bleiben solche anderenorts noch viel ausgeprägter engen Oligarchien reserviert, die zudem oft viel weniger Sinn für die allgemeine Volkswohlfahrt haben. 44-S Gewiss lässt sich die heutige politische Dominanz der Weis- sen an sich nicht vertreten und muss die Entwicklung zur Gleichheit fortschreiten. Der Preis sollte aber nicht wirt- schaftlicher Rückfall und innere Unordnung sein samt den damit verbundenen weltpolitischen Gefahren. Das erfordert mit Umsicht vollzogene Wandlungen, welche gewisse Zeit benötigen. Wozu überstürzte und extreme Lösungen füh- ren, dafür bildet unter anderem Simbabwe ein wenig einla- dendes Beispiel. Den Äusserungen und auch schon einigen Massnahmen der Repräsentanten der jetzt regierenden Partei lässt sich entnehmen, dass die Zeichen der Zeit erkannt sind, innen- politische Änderungen angestrebt werden und ein Zusam- mengehen mit den anderen Staaten des gesamten südli- chen Afrikas eingeleitet wird, wobei deren wirtschaftliche Stärkung das Ziel ist, also beste Entwicklungshilfe. Eine solche Politik, sowohl die im Inneren wie die nach aussen, schafft nicht nur die Voraussetzungen für vermehrte Gleich- berechtigung, sondern wird auch ein gewisses Stimulans für deren Durchsetzung bilden. Ich glaube, die Schweiz hat daran ein Interesse und sollte im Rahmen ihrer Möglichkeiten dafür wirken, dass die ange- führten Gesichtspunkte Beachtung finden und schliesslich zum gewünschten Erfolg führen. M. Aubert, conseiller fédéral: J'aimerais rassurer M. Hefti, en répondant simplement à sa question sans entrer dans les détails de la politique de l'Afrique du Sud. C'est le 28 février que M. Pieter Wilhelm Botha, premier ministre, a demandé à être reçu à Berne par le président de la Confédération, et non pas par le chef du Département fédéral des affaires étrangères, à l'occasion d'un voyage qu'il faisait en Europe. Pour soulager le président de la Confédération, qui était surchargé, j'ai accepté de recevoir moi-même, à sa place, M. Botha. Nous avons fixé une date: le 19 avril. J'était prêt à le recevoir, nous avions retenu la maison de Watteville où je devais lui offrir un déjeuner. M. Botha a alors annoncé qu'il avait changé d'avis et qu'il viendrait le vendredi 1er juin. Or, ce même jour, je n'étais pas disponible et le président de la Confédération a accepté de recevoir M. Botha, à déjeuner, à la maison de Watteville, de 11 h 30 à 14 heures. A 14 heures, M. Botha était lui-même pris par d'autres obligations. Il devait en particulier donner une conférence de presse au Bellevue-Palace. D'autre part, M. Botha ne voulait pas engager un dialogue bilatéral offi- ciel sur des problèmes de politique étrangère ou de politi- que économique. Le soir, une réception privée était organi- sée, à Zurich, par l'association économique Suisse-Afrique du Sud. Nous sommes donc allés au-devant des désirs de M. Botha puisqu'il souhaitait être reçu par le président de la Confédération et qu'il l'a été effectivement. Pour vous rassu- rer, je vous préciserai que j'ai moi-même reçu M. Pik Botha, le ministre des affaires étrangères, dans une séance de travail, le 8 mars 1979 et qu'en outre, nous avons toujours suivi très attentivement les développements politiques en Afrique du Sud: nous sommes en relations diplomatiques régulières avec ce pays et je me permets de vous rappeler que nous exerçons le double mandat de puissance protec- trice de l'Afrique du Sud en Israël et d'Israël en Afrique du Sud, depuis la rupture de leurs relations diplomatiques. Vous pouvez dès lors constater que les relations entre la Suisse et l'Afrique du Sud sont tout à fait normales. D'autre part, nous avons su conserver la confiance des autres pays de la région. Nous accordons à certains d'entre eux une importante aide au développement. Nous sommes mêmes intervenus en Angola à la demande de l'URSS et de la Tchécoslovaquie, afin d'obtenir la libération de citoyens soviétiques et tchèques prisonniers de l'Unità, mouvement révolutionnaire de l'Angola. Nous prenons part également à la recherche d'une solution en Namibie. Nous espérons que cet Etat pourra accéder bientôt à l'indépendance. En con- clusion, je ne pense donc pas que mon absence, le vendredi 1er juin, ait pu mettre en péril les relations entre l'Afrique du Sud et la Suisse.Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Muheim Friedens- und Sicherheitspolitik Postulat Muheim Politique de paix et de sécurité In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1984 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Ständerat Conseil Conseil des Etats Consiglio Consiglio degli Stati Sitzung 09 Séance Seduta Geschäftsnummer 84.348 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 18.06.1984 - 17:15 Date Data Seite 334-335 Page Pagina Ref. No 20 012 669 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.