<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, dafür zu sorgen, dass in der gesamten Bundesverwaltung in der Regel Recyclingpapier (RP) oder im Falle von Frischfaserpapier FSC-zertifiziertes Papier eingesetzt wird.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Mittels der Weisung über den Gebrauch von Recyclingpapier in der Bundesverwaltung fordert der Bundesrat seit 1990 und in einer revidierten Form seit 1994, dass Akten ohne dauernden Wert grundsätzlich auf Recyclingpapier kopiert oder gedruckt werden sollen, soweit dies aus technischen und wirtschaftlichen Gründen möglich oder sinnvoll ist.</p><p>Der Bundesrat vertritt weiterhin die Auffassung, dass eine generelle Pflicht zur Verwendung von Recyclingpapier in der Bundesverwaltung unter Berücksichtigung der anwendungsspezifischen und technischen Anforderungen sowie dem Gedanken der Wirtschaftlichkeit nicht möglich ist. </p><p>Da alle Stellen der Bundesverwaltung der allgemeinen Archivierungspflicht unterstehen, müssen die archivwürdigen Unterlagen mit alterungsbeständigem Papier erstellt werden. Eine durchgängige Verwendung von Recyclingpapier hätte zeitlich verschoben enorme Folgekosten (Papiererhaltung, Konversion der Unterlagen usw.) sowie andere Umweltbelastungen zur Folge; im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung ist deshalb der generelle Einsatz von Recyclingpapier auch unter diesem Aspekt weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll. </p><p>Die Beschaffungsstelle des Bundes beschafft für die Bundesverwaltung bereits heute ausschliesslich nachhaltiges Papier. Die Verwendung dieser Papierart führt zu deutlich weniger Erschwernissen und trägt sowohl dem Gedanken der anwendungsspezifischen technischen Anforderungen wie auch demjenigen der Wirtschaftlichkeit Rechnung.</p><p>Der Bundesrat hält im Weiteren fest, dass die Beschaffungsstelle des Bundes Kenntnis hat über das Vorhandensein von FSC-zertifiziertem Papier, das einen definierten Faseranteil aus umwelt- und sozialverträglicher Waldwirtschaft aufweist und damit im Einklang steht zur in der Bundesverwaltung angestrebten nachhaltigen Beschaffung. Die Beschaffungsstelle des Bundes wird bei der nächsten Ausschreibung von Frischfaserpapier prüfen, wie weit die Anforderungen eines FSC-Zertifikates mit den Anforderungen der ISO-Norm 9706 (Definition alterungsbeständigen Papiers) in Einklang gebracht und unter dem geltenden Beschaffungsrecht in die Zuschlagskriterien aufgenommen werden können.</p><p>Da der Bundesrat eine generelle Pflicht zur Verwendung von Recyclingpapier in der Bundesverwaltung aufgrund der Ausführungen nicht unterstützen kann und bezüglich des Einsatzes von FSC-zertifiziertem Papier zunächst zu prüfen ist, ob unter dem geltenden Beschaffungsrecht die Anforderungen eines FSC-Zertifikates in die Zuschlagskriterien bei einer Beschaffung aufgenommen werden können, ist die Motion zu einschränkend abgefasst. Um für Lösungen mehr Spielraum zu schaffen, schlägt der Bundesrat vor, die Motion in Form eines Postulates zu überweisen.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.