<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">9C_909/2009 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 26. November 2009 </div> <div class="para">II. sozialrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter U. Meyer, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Seiler, Bundesrichterin Pfiffner Rauber, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Dormann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">I.________ AG, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Hans Hess, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Ausgleichskasse Nidwalden, </div> <div class="para">Stansstaderstrasse 54, 6370 Stans, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Alters- und Hinterlassenenversicherung </div> <div class="para">(Beitragspflicht; Abzugsfähigkeit von Leistungen </div> <div class="para">an die berufliche Vorsorge), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Nidwalden </div> <div class="para">vom 9. Juni 2009. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Erwägung, </div> <div class="para">dass die I.________ AG in den Jahren 2002 bis 2005 Einkaufssummen in die berufliche Vorsorge ihres Arbeitnehmers zahlte, ohne sie der Ausgleichskasse Nidwalden als massgebenden Lohn im Sinne von <span class="artref">Art. 5 Abs. 2 AHVG</span> zu melden, </div> <div class="para">dass die Ausgleichskasse mit Nachzahlungs- und Verzugszinsverfügungen vom 16. Juli 2007 die I.________ AG verpflichtete, Sozialversicherungsbeiträge und Verwaltungskosten sowie Verzugszinsen im Gesamtbetrag von Fr. 47'249.- zu bezahlen, was sie mit Einspracheentscheid vom 10. Dezember 2007 bestätigte, </div> <div class="para">dass die I.________ AG dagegen Beschwerde erheben liess, welche das Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden mit Entscheid vom 9. Juni 2008 (versandt am 23. September 2009) abwies, </div> <div class="para">dass die I.________ AG Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen und beantragen lässt, sie sei unter Aufhebung des Entscheids vom 9. Juni 2008 und der Nachzahlungsverfügungen vom 16. Juli 2007 zu verpflichten, Sozialversicherungs- und Verwaltungskostenbeiträge für die Jahre 2003 bis 2005 im Betrag von Fr. 14'816.35 zuzüglich Zins zu 5 % seit 17. Juli 2007 zu bezahlen; eventualiter sei die Sache zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen, </div> <div class="para">dass, soweit die streitigen Beiträge die auf kantonalem Recht beruhenden Familienzulagen (FAK-Beiträge) betreffen, keine zulässigen Rügen (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>) erhoben werden und darauf nicht weiter einzugehen ist, </div> <div class="para">dass für die Qualifikation der von der Arbeitgeberin an die Vorsorgeeinrichtung erbrachten Einkaufssummen als massgebender Lohn (<span class="artref">Art. 5 Abs. 2 AHVG</span>) oder davon ausgenommene Leistung (<span class="artref">Art. 8 lit. a AHVV</span>; SR 831.101) der Sachverhalt bei der allfälligen Entstehung von Beitragspflicht und -schuld (vgl. Urteil H 52/05 vom 8. August 2005 E. 3.2 und 3.3 mit Hinweisen) - mithin in den Jahren 2002 bis 2005 resp. im Zeitpunkt der jeweiligen Zahlung der Einlagen - massgeblich ist, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass die Vorinstanz, entgegen den Vorbringen auf S. 7 f. der Beschwerde, nicht offensichtlich unrichtig und daher für das Bundesgericht verbindlich (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/105/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/105/1" type="start"></artref>Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/105/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>) festgestellt hat, der undatierte Anhang zum Anschlussvertrag berufliche Vorsorge vom 1. August 1999, welcher die Übernahme von mindestens 50 % der "Einkaufssummen/Einmaleinlagen gemäss Art. 15 des Kassenreglements" durch die Arbeitgeberin vorsieht, habe im massgebenden Zeitraum noch nicht existiert bzw. erst später seine Gültigkeit entfaltet, </div> <div class="para">dass das kantonale Gericht daher bei der Beurteilung der streitigen Beitragspflicht zu Recht von freiwillig geleisteten Einlagen ausgegangen ist, woran eine nachträglich getroffene Vereinbarung zwischen der Beschwerdeführerin und der Vorsorgeeinrichtung, welche rückwirkend eine zwingende Verpflichtung der Arbeitgeberin zur (teilweisen) Übernahme von Einkaufssummen festlegt, nichts ändert, zumal auch eine bereits rechtskräftige, mit dieser neuen Sachlage nicht mehr übereinstimmende Beitragsverfügung nicht in Revision (<span class="artref">Art. 53 Abs. 1 ATSG</span>) zu ziehen wäre (UELI KIESER, ATSG Kommentar, 2. Aufl. 2009, N. 4 und 12 zu <span class="artref">Art. 53 ATSG</span>), weshalb die Berufung auf "den übereinstimmenden wirklichen Willen der Parteien" gemäss <span class="artref">Art. 18 Abs. 1 OR</span> (Beschwerde, S. 8 f.) nicht durchdringt, </div> <div class="para">dass die Vorinstanz in Bezug auf die Einkaufssummen in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung (AHI 2004 S. 253, H 32/04 E. 4.2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=5&amp;from_date=10.11.2009&amp;to_date=29.11.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-V-556%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page556">BGE 133 V 556</a> E. 7.4 und 7.6 S. 560 ff.; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=5&amp;from_date=10.11.2009&amp;to_date=29.11.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-V-563%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page563">133 V 563</a> E. 2.4 S. 566; SZS 2009 S. 402, 9C_387/2008 E. 4.2) die Anwendbarkeit von <span class="artref">Art. 8 lit. a AHVV</span> verneint und die Beitragspflicht bestätigt hat, </div> <div class="para">dass das Bundesgericht bei Selbstständigerwerbenden zwar auch statutarisch oder reglementarisch bloss ermöglichte, mithin freiwillig erbrachte Einlagen als Abzug im Sinn von <span class="artref">Art. 9 Abs. 2 lit. e AHVG</span> zulässt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=5&amp;from_date=10.11.2009&amp;to_date=29.11.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-V-563%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page563">BGE 133 V 563</a> E. 2.4.5 S. 568), was indessen nicht Anlass für eine Änderung der Rechtsprechung betreffend Unselbstständigerwerbende gibt (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=5&amp;from_date=10.11.2009&amp;to_date=29.11.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-72%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page72">BGE 134 V 72</a> E. 3.3 S. 76 mit Hinweisen), zumal im zitierten Entscheid ausführlich begründet wurde (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=5&amp;from_date=10.11.2009&amp;to_date=29.11.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-V-563%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page563">BGE 133 V 563</a> E. 2. S. 565 ff.), weshalb die Abzugsfähigkeit an unterschiedliche Voraussetzungen geknüpft ist, </div> <div class="para">dass im Übrigen die Bemessung der Beiträge und Verzugszinsen ausdrücklich nicht angefochten wird, weshalb der beantragten Rückweisung nicht stattzugeben ist, </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin als unterliegende Partei die Gerichtskosten zu tragen hat (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'300.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden, Abteilung Versicherungsgericht, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 26. November 2009 </div> <div class="para">Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Meyer Dormann </div> </div></body></html>