<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00270</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105722&amp;W10_KEY=13013580&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00270</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.10.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Assistenzbewilligung für Arztpraxis</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Assistenzbewilligung für eine Ärztin mit ausländischem Diplom Ein 2. Schriftenwechsel ist mangels Nova in der Beschwerdevernehmlassung nicht durchzuführen (E. 2). Die Beschäftigung von Assistenzärzten bedarf einer Bewilligung der GD (E. 4a). Das Erfordernis eines eidgenössischen Diploms liegt im öffentlichen Interesse. Ein Widerspruch zu übergeordnetem Recht ist nicht ersichtlich (E. 4b). Die ungleiche Behandlung von staatlichen Spitälern und Privatpraxen ist gerechtfertigt (E. 4c). Ob eine Unterversorgung besteht, ist nur bei der selbständigen Tätigkeit relevant (E. 4d). Auch Praxisvertreter benötigen ein eidgenössisches Diplom (E. 4e). Die Zulassung als Leistungserbringer nach KVG garantiert nicht die Zulassung nach kantonalem Gesundheitsrecht (E. 4f). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARZT">ARZT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARZTDIPLOM">ARZTDIPLOM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ASSISTENZARZT">ASSISTENZARZT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ASSISTENZBEWILLIGUNG">ASSISTENZBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Gesundheit ST: BERUFSAUSÃBUNG">BERUFSAUSÃBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DIPLOM">DIPLOM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIDGENÃSSISCHES DIPLOM">EIDGENÃSSISCHES DIPLOM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERVERSORGUNG">UNTERVERSORGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 8 Abs. II aGesundheitsG</span><br/><span class="gerade">§ 8 Abs. III aGesundheitsG</span><br/><span class="ungerade">§ 7 lit. I ÃrzteV</span><br/><span class="gerade">§ 10 lit. I ÃrzteV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 5 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Am 27. Juni 2000 ersuchte X, Inhaber einer Arztpraxis in Y, die Gesundheitsdi­rektion des Kantons ZÃ¼rich um die Bewilligung, C, Inhaberin eines polnischen Arztdi­ploms, als Praxisassistentin zu beschÃ¤ftigen. Die Gesundheitsdirektion lehnte das Gesuch vorerst formlos und auf Verlangen des Gesuchstellers am 28. Juli 2000 mittels fÃ¶rmlicher VerfÃ¼gung ab. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Hiergegen gelangte X am 14. August 2000 an das Verwaltungsgericht und bean­tragte, die angefochtene VerfÃ¼gung sei aufzuheben und dem Gesuch zu entsprechen. In formeller Hinsicht verlangte er die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels und ergÃ¤nzte seine Beschwerde am 22. August 2000.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Gesundheitsdirektion beantragte am 11. September 2000 die Abweisung der Beschwerde. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Streitgegenstand bildet vorliegend die Bewilligung zur AusÃ¼bung eines Berufs der Gesundheitspflege. DiesbezÃ¼gliche erstinstanzliche Anordnungen der Direktionen und Ãmter kÃ¶nnen gemÃ¤ss § 19a Abs. 2 Ziff. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) direkt mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht ange­fochten werden. Die sachliche und funktionelle ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts ist damit gegeben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Die BeschwerdeergÃ¤nzung vom 22. August 2000 erging noch innerhalb der Be­schwerdefrist und ist daher ohne Weiteres entgegenzunehmen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das Verwaltungsgericht entscheidet in der Regel aufgrund eines einmaligen Schriftenwechsels (vgl. § 58 VRG). Da die Gesundheitsdirektion die vorliegend strittige VerfÃ¼gung in ihrer Vernehmlassung verteidigt, ohne diesbezÃ¼glich neue Verweigerungs­grÃ¼nde anzufÃ¼hren, ist ein zweiter Schriftenwechsel nicht angezeigt. Auch die Hoffnung des BeschwerdefÃ¼hrers, im Zeitpunkt der Erstattung der Replik im Besitz neuer relevanter Unterlagen zu sein, rechtfertigt keine Weiterung. Es bleibt dem BeschwerdefÃ¼hrer jederzeit vorbehalten, eine relevante VerÃ¤nderung des massgebenden Sachverhalts zur Grundlage eines neuerlichen Gesuchs um Zulassung einer AssistenzÃ¤rztin zu erheben. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Mit der Direktbeschwerde im Sinn von § 19a Abs. 2 VRG kann neben der Rechtsverletzung auch die Unangemessenheit der angefochtenen VerfÃ¼gung geltend ge­macht werden (§ 50 Abs. 2 und 3 VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. a) Nach § 7 Abs. 1 lit. a des Gesundheitsgesetzes vom 4. November 1962 (Ge­sundheitsG) ist eine Bewilligung der Gesundheitsdirektion erforderlich, um gegen Entgelt oder berufsmÃ¤ssig Krankheiten, Verletzungen oder sonstige gesundheitliche StÃ¶rungen festzustellen und zu behandeln oder Ã¼berhaupt medizinische Verrichtungen vorzunehmen. Die Bewilligung wird gemÃ¤ss § 8 Abs. 1 GesundheitsG erteilt, wenn der Gesuchsteller die durch dieses Gesetz verlangten fachlichen Anforderungen erfÃ¼llt, vertrauenswÃ¼rdig ist und nicht an einem geistigen oder kÃ¶rperlichen Gebrechen leidet, das ihn zur BerufsausÃ¼bung offensichtlich unfÃ¤hig macht. WÃ¤hrend die Voraussetzungen fÃ¼r die AusÃ¼bung der selb­stÃ¤ndigen Ã¤rztlichen TÃ¤tigkeit in § 16 GesundheitsG selber geregelt sind, Ã¼berlÃ¤sst § 8 Abs. 3 GesundheitsG die Regelung der Zulassung von Assistenten und Vertretern dem Regierungsrat auf dem Verordnungsweg. GemÃ¤ss § 7 Abs. 1 der Verordnung Ã¼ber die Ãrz­tinnen und Ãrzte vom 6. Mai 1998 (ArztV) erteilt die Gesundheitsdirektion die Bewilli­gung zur unselbstÃ¤ndigen Ã¤rztlichen TÃ¤tigkeit. Die §§ 8 und 9 regeln alsdann die Voraus­setzungen der Assistenz in KrankenhÃ¤usern, Pflegeheimen, Polikliniken und ambulanten gemeinnÃ¼tzigen Institutionen, wÃ¤hrend sich § 10 ArztV mit der Assistenz in Privatpraxen befasst. Nach dessen Abs. 1 Satz 1 darf die praxisberechtigte Person hÃ¶chstens vier eidge­nÃ¶ssisch diplomierte Ãrztinnen und Ãrzte als AssistenzÃ¤rztinnen und AssistenzÃ¤rzte be­schÃ¤ftigen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die Gesundheitsdirektion verweigerte dem BeschwerdefÃ¼hrer die ersuchte Be­willigung gestÃ¼tzt auf die letztgenannte Bestimmung, da die vorgesehene Assistentin nicht im Besitz eines eidgenÃ¶ssischen Arztdiploms sei. Die Verordnung sehe keine Ausnahmen fÃ¼r die Zulassung auslÃ¤ndisch diplomierter AssistenzÃ¤rztinnen und âÃ¤rzte in Privatpraxen vor, dementsprechend seien solche Bewilligungen von der Gesundheitsdirektion auch nie erteilt worden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der BeschwerdefÃ¼hrer macht allgemein geltend, das heute in Kraft stehende kanto­nale Gesundheitsrecht genÃ¼ge verfassungsrechtlichen AnsprÃ¼chen nicht mehr, es sei daher nicht mehr anzuwenden oder zumindest nach Massgabe der GrundsÃ¤tze des Revisionsent­wurfes auszulegen. Die enge Auslegung der Vorinstanz sei sach- und verfassungswidrig. Dieser pauschale Einwand ist verfehlt. Die von der Gesundheitsdirektion vorgenommene Auslegung von § 10 ArztV stÃ¼tzt sich auf deren klaren Wortlaut und eine diesbezÃ¼glich durchgehende Praxis. Dieser Bestimmung des geltenden kantonalen Rechts kÃ¶nnte die Anwendung nur dann versagt werden, wenn sie Ã¼bergeordnetem Recht widersprÃ¤che. Ein solcher Widerspruch ist nicht ersichtlich und wird vom BeschwerdefÃ¼hrer auch nicht nÃ¤her substanziiert. Das Erfordernis eines eidgenÃ¶ssischen Arztdiploms auch fÃ¼r die unselbstÃ¤n­dige Ã¤rztliche TÃ¤tigkeit liegt grundsÃ¤tzlich im Ã¶ffentlichen Interesse der Patientensicherheit und prÃ¤sentiert sich als adÃ¤quates Mittel zur Durchsetzung eines gewissen QualitÃ¤tsstan­dards Ã¤rztlicher Leistung. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Der BeschwerdefÃ¼hrer macht weiter geltend, es sei verfassungsrechtlich nicht zu rechtfertigen, dass die Bedingungen fÃ¼r die Assistentenzulassung in Kliniken weiter seien als in Privatpraxen. Der Unterschied besteht im wesentlichen darin, dass Ã¶ffentliche â nicht aber private - Kliniken auch nicht eidgenÃ¶ssisch diplomierte Assistenten beschÃ¤ftigen dÃ¼r­fen, wenn sich keine geeigneten eidgenÃ¶ssisch diplomierten um die Stelle bewerben oder wenn auslÃ¤ndische Ãrzte zur Ausbildung gegen schweizerische ausgetauscht werden (§ 8 Abs. 1 und 3 ArztV). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Gesundheitsdirektion begrÃ¼ndet diese Unterscheidung damit, dass die staatli­chen Institutionen im stationÃ¤ren Bereich einen Versorgungsauftrag zu erfÃ¼llen hÃ¤tten, wo­fÃ¼r genÃ¼gend Ãrzte zur VerfÃ¼gung gestellt werden mÃ¼ssten. Damit wird nach den ver­schiedenen Aufgabenstellungen und BedÃ¼rfnissen in den beiden Bereichen der Patienten­versorgung â stationÃ¤r und ambulant - unterschieden, was ohne Weiteres als gerechtfertigt erscheint. Eine sachfremde oder gar willkÃ¼rliche Unterscheidung zwischen der Assistenz­bewilligung in Ã¶ffentlichen Kliniken und in Privatpraxen liegt daher nicht vor. Im Bereich der ambulanten Patientenversorgung selber unterscheidet die Verordnung nicht zwischen Privatpraxen und gemeinnÃ¼tzigen Instituten und verwehrt auslÃ¤ndisch diplomierten Assi­stenten die Zulassung an beiden Orten (vgl. § 9 ArztV). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Nach Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers besteht im Kanton ZÃ¼rich und speziell im Einzugsgebiet seiner Praxis eine Unterversorgung mit Ãrzten und Einrichtungen, wel­che medizinische Behandlung nach den Regeln der HomÃ¶opathie offerieren. Auf diesen Umstand kommt es jedoch fÃ¼r die fragliche Bewilligung nicht an. Die MÃ¶glichkeit, bei einer medizinischen Unterversorgung der BevÃ¶lkerung auch auslÃ¤ndisch diplomierte Be­rufsangehÃ¶rige mit gleichwertigen Diplomen zur BerufsausÃ¼bung zuzulassen, bezieht sich nur auf die im Gesetz selber als bewilligungspflichtig erklÃ¤rten BerufstÃ¤tigkeiten (§ 8 Abs. 2 GesundheitsG). Bei der Ã¤rztlichen TÃ¤tigkeit ist dies ausschliesslich die selbstÃ¤ndige, nicht aber die unselbstÃ¤ndige BerufsausÃ¼bung. Im Ãbrigen ist darauf hinzuweisen, dass die fragliche Bestimmung eine generelle Ã¤rztlich-ambulante Unterversorgung und nicht nur eine solche in einem spezifischen Fachbereich voraussetzt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">e) Weiter bringt der BeschwerdefÃ¼hrer vor, wenn die Gesundheitsdirektion auslÃ¤n­disch diplomierte Ãrzte als voll verantwortliche Praxisvertreter zulasse, mÃ¼sse sie diese umso mehr auch als Assistenten unter fremder Verantwortung zulassen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">GemÃ¤ss § 3 Abs. 1 lit. a ArztV bildet das eidgenÃ¶ssische Arztdiplom auch fÃ¼r die Vertretung einer vorÃ¼bergehend verhinderten praxisberechtigten Person Zulassungsvoraus­setzung. Mit der Behauptung, selber bereits mehrere Vertretungsbewilligungen von aus­lÃ¤ndisch diplomierten Ãrzten gesehen zu haben, wirft der BeschwerdefÃ¼hrer der Gesund­heitsdirektion demnach eine gesetzwidrige Praxis vor und erhebt fÃ¼r sich Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht. Nachdem die Gesundheitsdirektion eine derartige gesetz­widrige Praxis betr. Praxisvertretungen jedoch in Abrede stellt und der BeschwerdefÃ¼hrer seine diesbezÃ¼gliche Behauptung weder substanziiert noch einen konkreten Fall einer der­artigen Bewilligung benennt, kann auf den Einwand nicht eingegangen werden. Zum Hin­weis des BeschwerdefÃ¼hrers in seiner zweiten Eingabe, es seien im Kanton ZÃ¼rich auslÃ¤n­dische Ãrzte im Bereich der KomplementÃ¤rmedizin, insbesondere der Akupunktur, tÃ¤tig, ist anzumerken, dass diese allenfalls nicht als Ãrzte, sondern als AngehÃ¶rige eines anderen medizinischen Berufs zugelassen sind; hat doch das Bundesgericht einen diesbezÃ¼glichen Entscheid des Verwaltungsgerichts aufgehoben und den Kanton ZÃ¼rich zur Erteilung von Bewilligungen zur selbstÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung an <i>nichtÃ¤rztliche</i> Akupunkteure ver­pflichtet (RB 1998 Nr. 75; BGE 125 I 35). Im Ãbrigen wÃ¤re ohnehin fraglich, ob eine al­lenfalls systematische gesetzwidrige Zulassung auslÃ¤ndisch diplomierter Ãrzte als Praxis­vertreter auch einen Anspruch auf eine andere gesetzwidrige Zulassung als AssistenzÃ¤rztin verleihen kÃ¶nnte.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">f) Entgegen der Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers garantiert auch die Zulassung als Leistungserbringer gemÃ¤ss Bundesgesetz Ã¼ber die Krankenversicherung vom 18. MÃ¤rz 1994 (KVG) keineswegs die Zulassung zur unselbstÃ¤ndigen Ã¤rztlichen TÃ¤tigkeit nach dem kantonalen Gesundheitsgesetz. Beide Erlasse schÃ¼tzen grundsÃ¤tzlich unterschiedliche RechtsgÃ¼ter. Die Kantone werden vom KVG weder zur polizeilichen Zulassung der vom Gesetz anerkannten Leistungserbringer verpflichtet, noch vermag das Gesetz die verfas­sungsrechtlich den Kantonen zugewiesene ZustÃ¤ndigkeit im Bereich des Gesundheitsrechts ausser Kraft zu setzen (VGR, 14. September 2000, VB.2000.00220). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. ...</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">...</p> <p class="Einzug2"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>