Postulat Bircher 536 N 19 mars 1982 4. II seralt également opportun de prévoir une planification à moyen et à long termes de la statistique officielle, afin que l'allocation des ressources pour les divers domaines se fasse de façon équilibrée. Cette planification présuppose toutefois la mise sur pied d'un système cohérent de docu- mentation sur l'ensemble des données statistiques disponi- bles. 5. La concentration des enquêtes statistiques auprès d'un Office spécialisé serait également positive du point de vue de la protection des données individuelles et de la neutralité de la statistique. Les enquêtes seraient assurés que leurs données recueillies à des fins statistiques seraient concen- trées en un seul et même lieu et que les risques d'une utili- sation autre que celle indiquée seraient pratiquement nuls. La récente mise en cause de l'indice des prix à la consom- mation est un exemple qui montre combien il serait néces- saire de confier la production d'informations statistiques importantes à un office qui n'est pas, de par sa nature, impliqué dans la politique économique de notre pays. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat. Überwiesen - Transmis #ST# 81.921 Postulat Bircher Raumplanung in den Kantonen. Durchsetzung Aménagement du territoire. Application dans les cantons Wortlaut des Postulates vom 18. Dezember 1981 Der Bundesrat wird eingeladen, im Rahmen der Realisie- rung der Raumplanung gemäss den Zielen und Grundsät- zen im Sinne von Artikel 1 und 3 des Raumplanungsgeset- zes vom 22. Juni 1979 die Gebietsausscheidung (Siedlungs- gebiet, Landwirtschaftsgebiet, Wald, Schutzgebiet, Gefah- rengebiet, weitere Gebiete) bereits in den Richtplänen der Kantone deutlich zu verlangen. Texte du postulat du 18 décembre 1981 Au titre de la mise en œuvre de l'aménagement du terri- toire, conformément aux objectifs et principes fixés aux articles 1er et 3 de la loi du 22 juin 1979 sur l'aménagement du territoire, le Conseil fédéral est invité à exiger expressé- ment que les cantons délimitent dans leurs plans directeurs déjà les différentes zones d'affectation de leur territoire (territoires urbanisés, terres agricoles, forêts, territoires à protéger, zones de danger, autres territoires). Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Ganz, Morf, Muheim, Neukomm (5) Schriftliche Begründung - Développement par écrit 1. Gemäss RPG dienen die Richtpläne den Kantonen als Grundlage, wie sich ihr Gebiet räumlich entwickeln soll. Diese Pläne sind für die Behörden verbindlich, sie dienen auch der Koordination der räumlichen Entwicklung zwi- schen Gemeinden, Regionen, Kantonen und den Sachpla- nungen des Bundes (Art. 6, 8 und 9 des RPG). Damit die Richtpläne für die im Gesetz vorgesehenen Zwecke (Grundlage und Koordination) dienen können, ist die genannte Gebietsausscheidung unumgänglich und im RPG auch vorgesehen. Demgegenüber stellen wir fest, dass in der vom Bundesrat am 26. August 1981 erlassenen Verordnung über die Raum- planung diese Gebietsausscheidung nicht klar verlangt wird (vgl. Art. 3 und 4 der Verordnung). Die Folge kann sein, dass auf diese Weise Koordination und Konfliktbereinigung nur teilweise stattfinden. Es wäre zum Beispiel denkbar, dass (wie früher in den Richtplänen) nur die Belange von Siedlung und Verkehr berücksichtigt wür- den, hingegen die für die Zukunft elementaren Anliegen etwa der Landwirtschaft und des Landschaftsschutzes ver- nachlässigt blieben. Die Praxis lässt nämlich je nach Kanton bereits jetzt erkennen, dass den postulierten Anliegen bei der Erarbeitung der Richtpläne nur sehr unterschiedlich nachgelebt wird. 2. Würde etwa der Inhalt der Richtpläne von Kanton zu Kanton anders definiert, so bestünde die Gefahr, dass die Richtpläne für Koordination und Konfliktbereinigung nicht genügen könnten. Damit wäre aber eine wesentliche Auf- gabe der Raumplanung nicht lösbar - ein wichtiges Ziel nicht erreicht! 3. Das RPG vom 22. Juni 1979 ist eine gute und taugliche Grundlage für die Realisierung einer wirkungsvollen Raum- planung in unserer föderalistischen Schweiz. Es kann aber nur zum Tragen kommen und seine Wirkungen entfalten, wenn Ziele und Massnahmen gemäss RPG umfassend und nachhaltig beachtet und die wesentlichen Instrumente im Sinne des Gesetzes angewendet werden. Dazu gehört aber die dargelegte Gebietsausscheidung in den Richtplänen, damit die Aufgabe gemäss Artikel 8 des RPG überhaupt erfüllt werden können. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral Artikel 1 Absatz 2 Buchstabe a und d und Artikel 3 Absatz 2 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die Raumpla- nung (RPG) machen deutlich, dass das Bundesrecht die Anliegen von Landwirtschaft und Landschaftsschutz hoch einschätzt. Deshalb verlangt Artikel 6 RPG, dass die Kan- tone schon im Rahmen der Richtplanung unter anderem feststellen, welche Gebiete sich für die Landwirtschaft eig- nen oder besonders schön, wertvoll, für die Erholung oder als natürliche Lebensgrundlage bedeutsam sind (Art. 6 Abs. 2 Bst. a und b RPG). Die Kantone sind gehalten, kraft solcher Untersuchungen in den Grundzügen zu bestimmen, wie sich ihr Gebiet räumlich entwickeln soll (Art. 6 Abs. 1 RPG). Das Bundesgesetz äussert sich aber nicht zur Dichte dieser Zukunftsvorstellungen; es lässt den Kantonen die Freiheit, sich mit einem allgemeinen Zielrahmen zu begnü- gen oder geschlossene Leitbilder mit klaren Ansichten über die erwünschte Gebietsausscheidung zu fertigen. Diese «Grundlagen» - so der Titel von Artikel 6 RPG - dürfen dem Gesetzesaufbau zufolge nicht dem Richtplan gleichgehal- ten werden: Die Kantone erarbeiten sie «für die Erstellung ihrer Richtpläne» (Art. 6 Abs. 1 RPG); der Richtplan ist ein gewerteter und verarbeiteter Auszug aus diesen Grundla- gen. Ob der Richtplan Aussagen macht und mit welchen Einzelheiten er das tut, hängt davon ab, wo und mit wel- chem Mass an Bestimmtheit raumwirksame Aufgaben auf- einander abgestimmt werden müssen und abgestimmt wer- den können (Art. 8 Bst. a RPG; Art. 3f der Verordnung vom 26. August 1981 über die Raumplanung). Ausserdem gehört die Ausscheidung von Bau-, Landwirtschafts- und Schutzzonen sowie von weiteren Zonen und Gebieten auf die Stufe der Nutzungsplanung (Art. 14 bis 18 RPG) und ist damit überwiegend Sache der Gemeinden, nicht der Kan- tone. Die Freiheit, die die Gemeinden dabei geniessen (Art. 2 Abs. 3 RPG), ist allerdings beschränkt: Ihre Nut- zungspläne müssen Ziele und Grundsätze der Raumpla- nung beachten (Art. 1 und 3 RPG) und mit den vom Bun- desrat genehmigten Richtplänen übereinstimmen (Art. 26 Abs. 2 RPG). Es trifft zu, dass der Richtplan Koordination und Konflikt- bereinigung um so leichter herstellen kann, je sorgfältiger die Grundlagen dafür bereitgestellt werden. Aus den19. März 1982 N 537 Postulat Uchtenhagen genannten Gründen kann der Bundesrat aber eine das ganze Kantonsgebiet bestreichende Gebietsausscheidung nicht im Richtplan verlangen; er würde den Rahmen des Gesetzes verlassen. Er wird bei Genehmigung der kantona- len Richtpläne hingegen prüfen, ob die Grundlagen über alle in Artikel 6 RPG genannten Sachbereiche erstellt wor- den sind, ob der Richtplan alle Konfliktpunkte zu Gemein- den, Nachbarkantonen und Bund aufführt, die sich aus den Grundlagen ergeben, und ob die Koordinationsabsprachen im Richtplan unter anderem den Zielen und Grundsätzen der Raumplanung (Art. 1 und 3 RPG) genügen. Gegenstand der bundesrätlichen Genehmigung ist aber einzig der Richt- plan nach Artikel 8 RPG (Art. 11 Abs. 1 RPG); die Grundla- gen unterliegen höchstens vorfrageweise, aber nicht als solche einer bundesrätlichen Prüfung. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 81.448 Postulat Uchtenhagen Zinspolitik und Inflationsbekämpfung Politique des taux d'intérêt et lutte contre l'inflation Wortlaut des Postulates vom 21. September 1981 Die erneute Anhebung der Leitzinssätze der Nationalbank führen zu einer weiteren Erhöhung des Zinsniveaus in der Schweiz. Die damit verknüpften Auswirkungen auf Miet- zinse, Landwirtschaftskosten, aber auch auf Investitionen in Produktivkapital und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft lassen es immer fraglicher erscheinen, ob das Ziel der Inflationsbekämpfung ausschliesslich mit monetä- ren Massnahmen erreicht werden kann und soll. Der Bundesrat wird daher eingeladen, neben einer Politik des knappen Geldes weitere inflationshemmende und das Zinsniveau stabilisierende Massnahmen zu prüfen, und zwar auch solche, die erst mittel- oder längerfristig wirksam werden. Neben einer allgemeinen Preis- und Hypothekar- zinsüberwachung könnten solche Massnahmen etwa sein: - Ausbau des Pfandbriefinstrumentes und der Festgeld- hypotheken; - Schaffung eines «Ausgleichsfonds» zur Stabilisierung der Hypothekarzinse; - Teilindexierung von Sparguthaben und Hypotheken; - Amortisationspflicht für Hypotheken; - Lockerung von Zinskartellen; - Massnahmen zur Bremsung des Geldabflusses ins Aus- land ; - Prüfung einer verstärkten europäischen Zusammenarbeit im Bereich der Währungs- und Zinspolitik sowie im Bestre- ben, einen wachsenden Anteil des Aussenhandels, insbe- sondere der Ölkontrakte, in europäischen Währungen abzu- wickeln. Texte de postulat du 21 septembre 1981 Le dernier relèvement des taux d'intérêt directeurs par la Banque nationale entraîne une nouvelle hausse des taux d'intérêt en Suisse. Les répercussions de cette mesure sur les loyers, les coûts agricoles, mais aussi sur les investisse- ments dans des biens de production et la compétitivité de notre économie nous amènent de plus en plus à nous demander s'il est possible, voire souhaitable, de mener à bien la lutte contre l'inflation au moyen des seules mesures monétaires. J'invite par conséquent le Conseil fédéral à envisager, paral- lèlement à une politique de resserrement de liquidités, des nouvelles mesures destinées à freiner l'inflation et stabiliser les taux d'intérêt, sans oublier celles dont l'efficacité ne se révélerait qu'à moyen ou à long terme. Outre la surveillance générale des prix et des taux hypothécaires, l'on pourrait prendre les mesures suivantes: - Recours accru à la lettre de gage et aux hypothèques à terme fixe; - Création d'un «fonds régulateur» destiné à stabiliser les taux hypothécaires; - Indexation partielle des avoirs en comptes d'épargne et des hypothèques; - Obligation d'amortir les hypothèques; - Assouplissement des ententes à caractère cartellale en vue de la fixation des taux d'intérêt; - Mesures visant à freiner l'exode des capitaux vers l'étran- ger; - Etudes sur le renforcement éventuel de la collaboration entre pays européens en matière de politique monétaire et de taux d'intérêt, notamment les efforts visant à effectuer une portion croissante des opérations commerciales inter- nationales en devises européennes (tout particulièrement pour les accords pétroliers). Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Bircher, Borei, Braunschweig, Bundi, Christinat, Deneys, Ganz, Gerwig, Gloor, Hubacher, Jaggi, Morel, Morf, Muheim, Müller-Bern, Nauer, Neukomm, Reiniger, Renschler, Robbiani, Rothen, Rubi, Vannay, Wagner, Weber-Arbon (26) Begründung - Développement Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Stellungnahme. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Präsidentin: Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entge- genzunehmen. Allenspach: Schon anlässlich der Wintersession ist dieses Postulat auf der Traktandenliste gestanden. Ich habe schon damals den Antrag gestellt, dieses Postulat abzulehnen. Ich wiederhole den Ablehnungsantrag. Dabei ist davon auszu- gehen, dass dieses Postulat von Frau Uchtenhagen nicht begründet worden ist. Es gibt also keine Auslegung, keine Einschränkungen. Wir wissen nicht genau, was mit diesem Postulat im Speziellen angestrebt ist. Wir wissen nur, was im Text des Postulates steht und wir haben uns bei der Beurteilung ausschliesslich auf den Text des Postulates zu beziehen. Deshalb wäre in Erinnerung zu rufen, was in die- sem Postulat alles verlangt wird. Präsidentin: Herr Allenspach, darf ich vorschlagen, dass die Behandlung dieses Postulates verschoben wird? Zustimmung - AdhésionSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Bircher Raumplanung in den Kantonen. Durchsetzung Postulat Bircher Aménagement du territoire. Application dans les cantons In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1982 Année Anno Band II Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 81.921 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 19.03.1982 - 08:00 Date Data Seite 536-537 Page Pagina Ref. No 20 010 355 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.