<h2>SubmittedText<h2><p>Die WBK beauftragt den Bundesrat, für den schweizerischen ICT-Bereich umgehend ein System mit Weiterbildungsmodulen, Qualitätsentwicklungen und Know-how-Zertifizierungen zu verwirklichen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat begrüsst alle Anstrengungen zur Förderung der berufsorientierten Weiterbildung, auch solche, die einen modularen Aufbau besitzen. Er stellt mit Genugtuung fest, dass das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement in den letzten Jahren etliche von Organisationen der Arbeitswelt erarbeitete und zur Genehmigung eingereichte Reglemente mit modularem Aufbau für Berufsprüfungen und höhere Fachprüfungen in Kraft setzen konnte; als Beispiele können die Berufsprüfungen für Automatiker, Prozessfachleute oder die höheren Fachprüfungen für Schreiner dienen. Etliche solche Reglemente sind in Vorbereitung, z. B. für Fertigungsfachleute, Technikredaktion und - im vorliegenden Zusammenhang - für Informatikerinnen und Informatiker der Stufe Berufsprüfung und höhere Fachprüfung.</p><p>Gegenwärtig erfolgt die Vorbereitung auf diese erwähnten Berufs- bzw. höheren Fachprüfungen weitgehend modular. Für jedes absolvierte Modul wird als Nachweis ein Zertifikat ausgestellt. Wer die erforderlichen Nachweise erbringen kann, wird zu einer reduzierten Schlussprüfung zugelassen. Wer diese besteht, erhält den eidgenössischen Fachausweis bzw. das eidgenössische Diplom.</p><p>Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie hat zudem soeben eine Vernehmlassung zu Richtlinien für die modulare Berufsbildung ausgewertet und wird diese allernächstens in Kraft setzen. Ein Artikel dieser Richtlinien ermöglicht den Erwerb eines eidgenössischen Fachausweises bzw. Diploms allein aufgrund erfolgreich absolvierter Module, also auch ohne Schlussprüfung. Zur Anwendung gelangen kann dieser Artikel allerdings erst, wenn das neue Berufsbildungsgesetz in Kraft getreten ist.</p><p>Wie eingangs angetönt, muss die Initiative für modulare Prüfungen auf der Stufe der berufsorientierten Weiterbildung von den Organisationen der Arbeitswelt ausgehen und nicht etwa vom Bundesrat. Dieses Vorgehen garantiert, dass die Prüfungen den Anforderungen der Arbeitswelt entsprechen.</p><p>Auch der Entwurf zu einem neuen Berufsbildungsgesetz (nBBG) geht von diesem Prinzip aus. Es liegt also nicht am Bundesrat selbst, ein System mit Weiterbildungsmodulen, Qualitätsentwicklungen und Know-how-Zertifizierungen zu verwirklichen, sondern der Bundesrat hat zu ermöglichen, dass die Organisationen der Arbeitswelt ein solches realisieren können. Dass der Bundesrat dazu gewillt ist, belegt sein Entwurf zum nBBG, welcher dazu alle Möglichkeiten bietet.</p><p>Wenn der Bundesrat die vorliegende Motion zur Ablehnung empfiehlt, tut er dies also nicht, weil er die vorgebrachten Anliegen, sondern den Weg dazu ablehnt. Der Bundesrat und das Parlament ermöglichen, die Organisationen der Arbeitswelt verwirklichen das gewünschte System.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.