B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-4793/2012 U r t e i l v o m 1 . J u l i 2 0 1 4 Besetzung Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), Richter Daniel Stufetti, Richter Beat Weber, Gerichtsschreiber Yves Rubeli. Parteien A._______, vertreten durch lic. iur. Pascal Riedo, Advokat, Advokaturbüro Albrecht & Riedo, Hauptstrasse 54, 4132 Muttenz, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenrente, Verfügung IVSTA vom 16. Juli 2012. C-4793/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. Der am 1968 geborene und in seiner Heimat wohnhafte deutsche Staats- angehörige A._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer) arbeitete als Grenzgänger in der Schweiz (IV-act. 2 S. 11). Zuletzt war er als Bauhilfs- arbeiter bei der B._______ AG, Basel, voll erwerbstätig gewesen (IV- act. 5 und 8), als er sich am 21. September 2009 beim Sturz von eine r 80 cm hohen Dreitrittleiter multiple Kontusionen (an der Brust [BWS]- und an der Lendenwirbelsäule [LWS], am linken Ellbogen, am linken Knie und am Becken links) sowie eine Distorsion des linken oberen Sprunggelenks (OSG) Grad 1 zuzog (vgl. Polizeirapport vom 21. September 2009 und Bericht der erstbehandelnden Ärzte der Notfallstation des Universitätsspi- tals C._______ vom 21. September 2009 [IV-act. 9.3 und 9.32 ]). Vom 10. Dezember 2009 bis 7. Januar 2010 hielt sich der Beschwerdeführer in der Rehaklinik D._______ auf (Austrittsbericht vom 15. Januar 2010, IV- act. 9.18). Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) e r- brachte die gesetzlichen Leistungen. Am 10. Mai 2010 meldete sich der Beschwerdeführer unter Hinweis auf die Unfallfolgen zum Bezug einer Rente der Invalidenversicherung an (IV- act. 2). Die IV-Stelle Basel-Stadt traf erwerbliche und medizinische Abklä- rungen. Insbesondere zog sie die Akten der SUVA bei und holte ein poly- disziplinäres Gutachten des E._______ vom 14. Januar 2011 ein (IV - act. 24). Darauf und nach Einholung einer Stellungnahme von Dr. med. F._______, Facharzt für Allgemeinmedizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), vom 31. Januar 2011 (IV-act. 25) stellte die IV-Stelle Basel- Stadt dem Beschwerdeführer mit Vorbescheid vom 2. Februar 2011 (IV- act. 27) rückwirkend ab 1. November 2010 bis 31. Dezember 2010 eine befristete halbe Rente der Invalidenversicherung in Aussicht (nach Mass- gabe eines Invaliditätsgra des von 57 %). Nach Kenntnisnahme des d a- gegen erhobenen Einwands (IV-act. 29, 35) und nach Einholung von er- gänzenden Stellungnahmen des E._______ vom 27. April 2011 ( IV- act. 40) und von RAD -Arzt Dr. F._______ vom 11. Mai 2011 (IV -act. 42) verfügte die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA, nachfolge nd auch Vorinstanz) am 16. Juli 2012 im angekündig ten Sinne ( Invaliditäts- grad: 58 % bzw. nach Verbesserung der Arbeitsfähigkeit 6 % [IV-act. 52]). C-4793/2012 Seite 3 B. Mit Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Basel Stadt im unfallversicherungsrechtlichen Verfahren R._______ vom 29. November 2011 (IV-act. 50.25) wurde die Beschwerde des Beschwerdeführers g e- gen den Einspracheentscheid der SUVA vom 9. Februar 2011 ( IV- act. 33.6), mit welchem diese ihre Versicherungsleistungen per 31. August 2010 einstellte (s iehe auch Verfügung vom 20. August 2010, IV-act. 33.13), abgewiesen. Das Gericht erwog, dass gemäss der zuve r- lässigen medizinischen Aktenlage kein organisch objektiv ausgewiesenes Substrat bestehe, welches die im Zeitpunkt der Leistungseinstellung noch geklagten gesundheitlichen Beschwerden zu erklären vermöchte. Die aufgrund der festgestellten Dominanz der psychischen Beschwerden vo r- genommene besondere Adäquanzprüfung (sog. Psychopraxis) ergab, dass der adäquate Kausalzusammenhang nicht bejaht werden konnte. C. Gegen die Verf ügung der Vorinstanz vom 16. Juli 2012 liess der B e- schwerdeführer, vertreten durch Advokat Pascal Riedo, Muttenz, am 13. September 2012 Be schwerde erheben und beantragen, es sei ihm eine ganze Rente zuzusprechen, eventualiter sei die Ange legenheit zu weiteren medizinischen Abklärungen und zur Neubeurteilung an die Vo r- instanz zurückzuweisen ; unter Kosten - und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz. In prozessualer Hinsicht liess der Beschwerdefü h- rer um Gewährung der unentgeltlichen P rozessführung und unentgeltl i- chen Rechtsverbeiständung nachsuchen (BVGer-act. 1). Zudem liess er eine Abklärungsbestätigung betreffend ein noch nicht abgeschlossenes Gutachtensverfahren in Deutschland einreichen (vgl. Mitteilung von Dr. med. G._______, BVGer-act. 1 Beilage 4). Die Vorinstanz beantragte mit Be schwerdeantwort vom 15. November 2012 die teilweise Guthei s- sung der Be schwerde ( mit Vernehmlassungsbegründung der IV-Stelle Basel-Stadt vom 13. November 201 2 [BVGer-act. 3]). Mit Zu schrift vom 9. Januar 2013 liess der Beschwerdeführer ein Arbeitsunfähigkeitszeug- nis von Hausarzt Dr. med. H._______ , Facharzt für Innere und Allg e- meinmedizin, vom 21. Dezember 2012 einreichen (BVGer-act. 7). D. Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wi rd, so- weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. C-4793/2012 Seite 4 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im We- sentlichen nach den Vorschriften des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32), des Bundesge - setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021 [vgl. auch Art. 37 VGG]) sowie des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1 [vgl. auch Art. 3 Bst. d bis VwVG]). Dabei finden nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln diejenigen Verfahrens - regeln Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeur teilung in Kraft stehen (BGE 130 V 1 E. 3.2; vgl. auch Art. 53 Abs. 2 VGG). 1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht B e- schwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG, sofern – wie vorliegend – keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Als Vori n- stanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Zu diesen gehört auch die IV -Stelle für Versicherte im Ausland, die mit Verfügungen über Leistungen der IV befindet (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenvers i- cherung [IVG, S R 831.20]). Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 1.3 Nach Art. 59 ATSG ist zur Beschwerdeführung vor dem Bundesve r- waltungsgericht legitimiert, wer durch die angefochtene Verfügung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG). Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren als Partei tei l- genommen. Als Verfügungsadressat ist er durch die angefochtene Verf ü- gung besonders berührt und hat an deren Aufhebung bzw. Änderun g ein schutzwürdiges Interesse, weshalb auf die im Übrigen form - und fristge- recht eingereichte Beschwerde eingetreten werden kann (vgl. Art. 60 ATSG, Art. 21 Abs. 3, 52 Abs. 1 VwVG). 1.4 Gemäss Art. 40 Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) ist bei Grenzgän gern die IV - Stelle, in deren Tätigkeitsgebiet diese eine Erwerbstätigkeit ausüben, zur Entgegennahme und Prüfung der Anmeldungen zuständig. Dies gilt auch für ehemalige Gr enzgänger, sofern sie bei der Anmeldung ihren ordentl i-C-4793/2012 Seite 5 chen Wohnsitz noch in der benachbarten Grenzzone haben und der G e- sundheitsschaden auf die Zeit ihrer Tätigkeit als Grenzgänger zurückgeht. Die Verfügungen werden von der IVSTA erlassen. Da der Beschwer deführer bei Eintritt des geltend gemachten Gesun d- heitsschadens als Grenzgänger mit Wohnsitz in Deutschland im Kanton Basel-Stadt einer Arbeit nachging und zum Anmeldungszeitpunkt (nach wie vor) in I._______ Wohnsitz hatte, war die IV-Stelle Basel-Stadt für die Entgegennahme und Prüfung der Anmeldung zuständig und wurde die angefochtene Verfügung vom 16. Juli 2012 zu Recht von der IVSTA e r- lassen. 2. 2.1 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens können die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts sowie die Unangemessenheit des Entscheids gerügt we r- den (Art. 49 VwVG). 2.2 Die Vorinstanz begründete die zugesprochene halbe Rente damit, dass ge mäss dem E.____ ___-Gutachten vom 14. Januar 2011 die A r- beitsfähigkeit des Beschwerdeführers nach Ablauf der einjährigen Warte- frist beziehungsweise sechs Monate nach Ablauf der Geltendmachung des Anspruchs von Mai 2010 bei 50 % gelegen habe. Dabei resultiere aus dem Einkommensvergleich mit dem LSE-Tabellenlohn bei Rentenbe- ginn ein Invaliditätsgrad von 58 % (IV-act. 52). Die Rentenbefristung b e- ziehungsweise -aufhebung be gründete die Vorinstanz damit, dass sich der Gesundheitszustand beziehungsweise die Arbeitsfähigkeit des Be- schwerdeführers deutlich verbessert habe. Der Beschwerdeführer, dem seit 13. Dezember 2010 die bisherige Tätigkeit als Bauhilfsarbeiter oder eine andere Tätigkeit voll schichtig zumutbar sei, könne ab diesem Zei t- punkt ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen (Invaliditätsgrad: 6 %), weshalb ab Verbesserung der Arbeitsfähigkeit kein Rentenanspruch mehr bestehe (IV-act. 52). In ihrer Vernehmlassung beantragte die Vori n- stanz, es sei in teilweiser Gutheissung der Beschwerde festzustellen, dass der Anspruch auf eine halbe Rente bis 28. Februar 2011 bestanden habe, im Übrigen sei die Beschwerde als unbegründet abzuweisen (BVGer-act. 3). C-4793/2012 Seite 6 2.3 Demgegenüber stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass nicht auf das E._______-Gutachten abgestellt werden könne. So- dann habe keine Auseinandersetzung der RAD -Ärzte mit seinen Argu- menten im Vorbescheidverfahren stattgefunden. Er leide seit Jahren an körperlichen und psychischen Beschwerden, aufgrund welcher er andau- ernd vollständig arbeitsunfähig sei. Hierbei verweist der Beschwerdefü h- rer auf die Berichte seiner behandelnden Ärzte (BVGer-act. 1). 2.4 Zu beurteilen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Streitig ist dabei sowohl die Zusprache der halben Rente (Rentenhöhe) als auch die Rentenaufhebung per Ende Dezember 2010. 3. 3.1 Vorweg zu prüfen ist die geltend gemachte Verletzung des rechtlichen Gehörs. Der Beschwerdeführer kritisierte (BVGer-act. 1 S. 4 Ziff. 4), die Vorinstanz habe die Begründungspflicht ungenügend wahrge nommen. Der RAD habe (nach Erhalt der begründeten Einwanderhebung vom 4. April 2011 [IV-act. 35]) am 2. Mai 2011 (IV-act. 42) lediglich die Aussa- gen des E._______ im Bericht vom 27. April 2011 (IV-act. 40) mit einem kurzen Satz bestätigt und sich selbst mit keinem Wor t mit den Argume n- ten des Beschwerdeführers auseinandergesetzt. Auch der E._______- Bericht vom 27. April 2011 April nehme nicht zu den Argumenten des Be- schwerdeführers Stellung. 3.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesver - fassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101], Art. 42 ATSG) gewährleistet der vom Entscheid in ihrer Recht s- stellung betroffenen Person insbesondere das Recht, sich vor Erlass des Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizub ringen, Ein- sicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwi r- ken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflusse n (BGE 132 V 368 E. 3.1). Der Gehörsanspruch verpflichtet die Behörde, die Vorbringen der betroffenen Person auch tatsächlich zu hören, zu prüfen und in der Entscheidfindung zu berücksichtigen, weshalb sie ihren Entscheid zu begründen hat (BGE 134 I 83 E. 4.1). Die Pflicht der Behörde, ihre Verfügungen – sofern sie den Begehren der Parteien nicht voll entsprechen (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 ATSG) – zu begründen, bezweckt insbesondere, die betroffene Person in die Lage zu versetzen, eine Verfügung gegebenenfalls sachgerecht an-C-4793/2012 Seite 7 fechten zu können (BGE 124 V 180 E. 1a, vgl. auch BGE 134 I 83 E. 4.1 mit Hinweisen). Gemäss Art. 57a Abs. 1 IVG hat die IV-Stelle der versicherten Person den vorgesehenen Endentscheid über ein Leistungsbegehren mittels Vorb e- scheid mitzuteilen und ihr das rechtliche Gehör zu gewähren. Weiter hat sie sich in ihrer Verfügung mit den im Vorbescheidverfahren vorgebrac h- ten, relevanten Einwänden auseinanderzusetzen (Art. 74 Abs. 2 IVV). Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Deshal b führt dessen Verletzung ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung (BGE 127 V 431 E. 3d/aa, BGE 126 I 19 E. 2d/bb). Nach der Rechtsprechung kann jedoch eine Verletzung des Gehörsanspruchs dann geheilt werden, wenn die unterbliebene Gewährung des rechtlichen Gehörs in einem Recht s- mittelverfahren nachgeholt wird, in dem die Beschwerdeinstanz mit der gleichen Prüfungsbefugnis entscheidet wie die untere Instanz. Die He i- lung ist aber ausgeschlossen, wenn es sich um eine besonders schwe r- wiegende Verletzung der Parteirechte handelt. Zudem darf den B e- schwerdeführenden kein Nachteil erwachsen und die Heilung soll die Ausnahme bleiben (BGE 129 I 129 E. 2.2.3, BGE 126 V 130 E. 2b, BGE 126 I 68 E. 2). Bei Verstössen gegen die Begründungspflicht wird der Mangel als behoben erachtet, wenn die Rechtsmittelbehörde eine hinre i- chende Begründung liefert oder wenn die unterinstanzliche Behörde im Rahmen des Beschwerdeverfahren s eine genügende Begründung nac h- schiebt. Von einer Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtl i- chen Gehörs an die Verwaltung ist jedoch im Sinne einer Heilung des Mangels selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer beförderl i- chen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären ( BGE 116 V 182 E. 3d; zum Ganzen ausführlich Urteil des Eidgenössischen Versich e- rungsgerichts I 193/04 vom 14. Juli 2006 sowie Urteil des Bundesverwal- tungsgerichts C-2714/2008 vom 16. August 2010 E. 4.2 f.). 3.3 Entgegen dem Vorbringen des Beschw erdeführers in seiner B e- schwerde und entsprechend den zutreffenden Ausführungen der Vorin- stanz in ihrer Vernehmlass ung (BVGer-act. 3) hat sich der medizinische Leiter des E._______, we lchem die Vorinstanz das Einwandschreiben vom 4. April 2011 samt Beilage vorlegte, hinreichend mit den Argumenten C-4793/2012 Seite 8 des Beschwerdeführers im Vorbescheidverfahren auseinandergesetzt. In der E._______-Gutachtenergänzung vom 27. April 2011 wurde diesbe- züglich festgehalten, die von der Anwältin des Beschwerdeführers vorg e- brachten medizinischen Gründe seien nicht stichhaltig respektive wide r- sprüchlich, weshalb am E._______-Gutachten festzuhalten sei. D ie in den Berichten der behandelnden Ärzte genannten Diagnosen seien nicht begründet und insbesondere der Hausarzt Dr. H._______ habe ohne Be- gründung fest gehalten, dass die depressive Störung im Rahmen einer posttraumatischen Belastungsstö rung zu sehen sei. In seiner Stellun g- nahme vom 2. Mai 2011 (IV -act. 42) erklärte sich der RAD mit der Ei n- schätzung in der eingeholten E._______-Gutachtenergänzung einve r- standen. Beide Stellungnahmen wurden dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 12. September 2012 zugestellt (IV-act. 53). Damit ist die Vorinstanz ihrer aus dem Grundsat z des rechtlichen Gehörs folgenden Begründungspflicht genügend nachgekommen, weshalb die Sache mat e- riell zu prüfen ist. 4. 4.1 Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsangehörige r, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zw i- schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Eur o- päischen Gemeinschaft und ihrer Mitgliedsstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) zu beachten ist. 4.2 Nach Art. 1 Abs. 1 des auf der Grundlage des Art. 8 FZA ausgearbe i- teten und Bestandteil des Abkommens bildenden (Art. 15 FZA) Anhangs II ("Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit") des FZA in Ve r- bindung mit Abschnitt A dieses Anhangs wenden die Vertragsparteien un- tereinander unter anderem die am 1. April 2012 fü r die Schweiz in Kraft getretene Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der so- zialen Sicherheit (nachfolgend: Verordnung 883/2004), geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 988/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 zur Ä nderung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit und zur Festlegung des Inhalts ihrer Anhänge an (AS 2012 2345). Die Ve r- ordnung 883/2004 ersetzt die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern. Laut Randziffer 1010.1, C-4793/2012 Seite 9 4/12 des Kreisschreibens über das Verfahren zur Leistungsfestsetzung in der AHV/IV (KSBIL) , welches sich auf die bilateralen Abkommen Schweiz-EU und die Abkommen mit der EFTA bezieht, werden Lei s- tungsansprüche, über die nach dem Inkraft treten der Verordnung 883/2004 verfügt wird, auf der Grundlage dieser neuen Verordnung fes t- gestellt. Da die Vorinstanz erst nach Inkrafttreten der Verordnung 883/2004 verfügt hat, ist diese anwendbar. 4.3 Art. 6 der Verordnung 883/2004 bestimmt, dass falls die dreijährige Mindestbeitragsdauer (Art. 36 Abs. 1 IVG) mittels schweizerischen Vers i- cherungszeiten nicht erfüllt ist, für die Erfüllung der dreijährigen Mindes t- beitragsdauer Beitragszeiten mitberücksichtigt werden, die in einem an- deren Mitgliedstaat zurück gelegt worden sind (vgl. auch KSBIL Rz. 3001.3 4/12). Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen während mehr al s drei Jahren Beiträge geleistet (vgl. Versicherungsverlauf der Deutschen Re n- tenversicherung J._______ [IV-act. 4] und IK -Zusammenruf vom 21. Mai 2019 [IV-act. 6]), so dass die Voraussetzung der Mindestbeitragsdauer für den Anspruch auf eine ordentliche Invalidenrente gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG erfüllt ist. 4.4 Nach Art. 46 Abs. 3 der Verordnung Nr. 883/2004 ist die vom Träger eines Staates getroffe ne Entscheidung über die Invalidität eines A n- tragstellers für den Träger eines anderen betroffenen Staates nur dann verbindlich, wenn die in den Rechtsvorschriften dieser Staaten festgele g- ten Tatbestandsmerkmale der Invalidität in Anhang VII dieser Verordnung als übereinstimmend anerkannt sind – was für die schweizerischen bzw. deutschen Rechtsvorschriften nicht zutrifft. Demnach bestimmt sich die Frage, ob und gegebenenfalls ab wann Anspruch auf Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung besteht, allein aufgrund der schweizerischen Rechtsvorschriften und es besteht für die rechtsan - wendenden Be hörden in der Schweiz keine Bindung an Feststellungen und Entscheide ausländischer Versicherungsträger, Kranken kassen, Be- hörden und Ärzte bezüglich Invalid itätsgrad und An spruchsbeginn (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI -Praxis 1996, S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E. 2). Vielmehr unterstehen die aus dem Ausland stammenden B e- weismittel der freien Beweiswürdigung durch das Gericht (vgl . Urteil des EVG vom 11. Dezember 1981 i.S. D.; BGE 125 V 351 E. 3a). C-4793/2012 Seite 10 5. In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen füh renden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 220 E. 3.1.1 und 131 V 11 E. 1). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Recht s- wechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den ne u- en Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2.1). Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung (hier: 16. Juli 2012) einge- tretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). 6. 6.1 In materiell-rechtlicher Hinsicht ist auf jene Bestimmungen des IVG und der IVV respektive des ATSG und der ATSV abzustellen, die für die Beur- teilung eines Rentenanspruchs jeweils relevant waren und in Kraft stan- den. Vorliegend ist der Anspruch auf einen Invalidenrente ab November 2010 strittig (vgl. E. 2.2 und 9.3) , weshalb insbesondere das IVG in der Fassung vom 6. Oktober 2006 (5. IV-Revision; AS 2007 5129) sowie vom 18. März 2011 (6. IV-Revision, erstes Massnahmenpaket; AS 2011 5659) und die IVV ( in den entsprechenden Fassungen der 5. und 6. IV - Teilrevision) massgebend sind. Ferner sind das ATSG und die Veror d- nung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialve r- sicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) anwendbar. 6.2 Die 5. IV-Revision brachte für die Invaliditätsbemessung keine su b- stanziellen Änderungen gegenüber der bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Rechtslage, sodass die zur altrechtlichen Regelung ergang e- ne Rechtsprechung weiterhin massgebend ist (vgl. Urteil des Bundesg e- richts 8C_373/2008 vom 28. August 2008 E. 2.1). Ebensowenig brachte die 6. IV-Revision – mit Ausnahme der auf die Schlussbestimmungen der Änderung vom 18. März 2011 gestützten Rentenrevisionen - substantielle Änderungen bei der Bemessung der Invalidität. 7. 7.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invali-C-4793/2012 Seite 11 dität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der kö r- perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder tei l- weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betra cht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerb s- unfähigkeit liegt zudem nur vo r, wenn sie aus objektiver Sicht nicht übe r- windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 7.2 7.2.1 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Fo l- gen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenvers i- cherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbs- fähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Wi l- lens, die verbleibe nde Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden kön n- te; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer E r- werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als ange- nommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versicherten Person sozial -praktisch n icht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen). 7.2.2 Eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende somat o- forme Schmerzstörung begründet als solche noch keine Invalidität. Vie l- mehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstöru ng oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall a n- hand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbiditä t von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere Faktoren, so: chronische C-4793/2012 Seite 12 körperliche Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger, chronifizierter Kran k- heitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne lä n- gerdauernde Rückbildung; ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer inne r- seelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlaste n- den Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewin n; "Flucht in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeut i- schen Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechen- den Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraus- setzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352). Diese im Bereich der somatoformen Schmerzstörungen en t- wickelten Grundsä tze werden rechtsprechungsgemäss bei der Würd i- gung des invalidisierenden Charakters von Fibromyalgien (BGE 132 V 65 E. 4 S. 70), dissoziativen Sensibilitäts - und Empfindungsstörungen (SVR 2007 IV Nr. 45 S. 150, I 9/07 E. 4 am Ende), Chronic Fatigue Syndrom e (CFS; chronisches Müdigkeitssyndrom) und Neurasthenie (Urteile 9C_662/2009 vom 17. August 2010 E. 2.3; 9C_98/2010 vom 28. April 2010 E. 2.2.2 und I 70/07 vom 14. April 2008 E. 5), bei dissoziativen B e- wegungsstörungen (Urteil 9C_903/2007 vom 30. April 200 8 E. 3.4), bei einer HWS-Verletzung (Schleudertrauma) ohne organisch nachweisbare Funktionsfälle (BGE 136 V 279) sowie bei nicht organischer Hypersomnie (BGE 137 V 64 E. 4.1 und 4.2 mit Hinweisen) analog angewendet. Eine analoge Anwendung greift rechtsprechungsgemäss namentlich auch bei Anpassungsstörungen Platz (vgl. etwa Urteile des Bundesgerichts 9C_408/2010 vom 22. November 2010 E. 5.2 sowie 8C_1055/2010 vom 17. Februar 2011 E. 4.3). 8. 8.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen h a- ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be- züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistu n-C-4793/2012 Seite 13 gen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 8.2 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist en t- scheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die gekla g- ten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psych i- schen Fehlentwicklungen nötig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ei n- leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Pers on sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszurä u- mende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3 a, 122 V 157 E. 1c; zum Bewei s- wert von Expertisen der MEDAS das in BGE 137 V 210 publizierte Grundsatzurteil 9C_243/2010 vom 28. Juni 2011). 8.3 Rechtsprechungsgemäss darf das Gericht Gutachten externer Spez i- alärzte, welche von Versicherungsträgern im Verfahre n nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden und den einschlägigen Anforderungen entspr e- chen, vollen Beweiswert zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien g e- gen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Demgegenüber stehen die behandelnden Ärztinnen und Ärzte i n einem auftragsrechtlichen Ve r- hältnis zur versicherten Person und haben sich zudem in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren. Ihre Berichte verfolgen daher nicht den Zweck einer den abschliessenden Entscheid über die Versicherungsa n- sprüche erlau benden objektiven Beurteilung des Gesundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum je die materiellen Anforderungen an ein Gu t- achten gemäss BGE 125 V 352 E. 3a. Aus diesen Gründen und aufgrund der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte - beziehungsweise regelmässig behandelnde Spezialärzte (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 551/06 vom 2. April 2007 E. 4.2) - mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ve r- trauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, wird im Streitfall eine direkte Leistungszusprache einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte kaum je in Frage ko m- men (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_1055/2010 vom 17. Februar 2011 E. 4.1 mit Hinweisen). C-4793/2012 Seite 14 8.4 Aufgabe des begutachtenden Arztes oder der begutac htenden Ärztin im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei Vorliegen einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (oder eines vergleichbaren ätiologisch unklaren syndromalen Zustandes) ist es, sich dazu zu äussern, ob eine psychische Komorbidität oder weitere Umstände gegeben sind, welche die Schmerzbewältigung im Hinblick auf eine erwerbliche Tätigkeit behi n- dern (vgl. E. 7 .2.2). Gestützt darauf haben die rechtsanwendenden B e- hörden zu entscheiden, ob der Gesundheitsschaden invalidisierend ist, das heisst zu pr üfen, ob eine festgestellte psychische Komorbidität hi n- reichend erheblich ist und ob einzelne oder mehrere der festgestellten weiteren Kriterien in genügender Intensität und Konstanz vorliegen, um gesamthaft den Schluss auf eine im Hinblick auf eine erwerb liche Tätig- keit nicht mit zumutbarer Willensanstrengung überwindbare Schmerzst ö- rung zu erlauben (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_482/2010 vom 21. September 2010 E. 4.3). 9. 9.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicher- te, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von minde s- tens 60 Prozent auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 9.2 Viertelsrenten werden allerdings gemäss Art. 29 Abs. 4 IVG nur an Versicherte ausbezahlt, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Sinn von Art. 13 ATSG in der Schweiz haben. Nach der Rechtsprechung des Ei d- genössischen Versicherungsgerichts (EVG, heute: Bundesgericht) st ellt C-4793/2012 Seite 15 Art. 29 Abs. 4 IVG eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar (vgl. BGE 121 V 264 E . 6c). Gestützt auf das FZA können indessen Angehöri- ge von EU -Staaten sowie dort lebende Schweizer Bürgerinnen und Bü r- ger ebenfalls eine Viertelsrente beanspruchen. 9.3 Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsa n- spruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (Abs. 1). Die Rente wird vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (Abs. 3). 10. Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zuspr e- chung der Leistung und anderers eits deren Aufhebung oder Herabse t- zung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweise n) Art. 88a IVV festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/dd mit Hinweis). Nach Art. 88a Abs. 1 IVV kann die Herabse t- zung oder Aufhebung einer Rente vorgenommen werden, wenn eine Ver- besserung der Erwerbsfähigkeit anzunehmen ist und diese voraussich t- lich längere Zeit andauern wird; sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Ob eine für den Renten- anspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrade s eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung bzw. Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinwei sen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). 11. 11.1 In medizinischer Hinsicht stü tzte sich die Vorinstanz bei ihrer A n- nahme, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Zeitpunkt des Rentenbeginns in jeder Tätigkeit bei 50 % gelegen und sich der G e- sundheitszustand des Beschwerdeführers ab 13. Dezember 2010 deut- lich verbessert habe (volle Arbeitsfähigkeit) , auf das E._______-C-4793/2012 Seite 16 Gutachten vom 14. Januar 2011 (IV-act. 24, mit Ergänzung vom 27. April 2011 [IV -act. 40]) sowie auf die Stellungnah men von RAD -Arzt Dr. F._______ vom 31. Januar 2011 (IV -act. 25) und vom 11. Mai 2011 (IV-act. 42). In dem auf medi zinischen Vorakten - darunter etwa der Austrittsbericht der Rehaklinik D._______ vom 15. Januar 2010 über den Aufenthalt vom 10. Dezember 2009 bis 7. Januar 2010 ( IV-act. 9.18), die Psychosomati- schen Konsilien der Rehaklinik D._______ vom 25. Januar 2010 (IV- act. 9.17) und vom 24. März 2010 (IV-act. 9.13), der Bericht von Hausarzt Dr. H._______ vom 26. August 2010 (IV -act. 19) - sowie eigenen Unter- suchungen vom 30. November 2010, 13. Dezember 2010 und 3. Januar 2011 beruhenden Gutachten hielten die Dres. med. K._______, Facharzt für Allgemeinmedizin, L._______ , Facharzt für Psychiatrie und Psych o- therapie, und M._______, Facharzt für Rheumatologie, folgende Diagno- sen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest (IV-act. 24 S. 27): – Posttraumatisches Lumbovertebralsyndrom bei Kontusion des Rückens infolge Sturz von einer Leiter am 21. September 2009 mit zusätzl i- chen Kontusionen des linken Ellbogens, des linken Beines und Distorsion des linken OSG (ICD-10 M54.5) – Status nach Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2) Als Diagnosen ohn e Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannten die E._______-Gutachter: – Verdacht auf Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen (ICD-10 F68.0) – Mögliche hypochondrische Störung (ICD-10 F45.2) – Deutliche Zeichen eines sogenannt vermehrten Schmerzgebarens und von funktionellen Defiziten in der Beweglichkeit der Wirbelsäule, der peripheren Gelenke sowie der Kraft in den Beinen mit Selbstlimitierung, nicht einem rheumatologischen Krankheitsbild entsprechend – Ansatztendinotische Beschwerden am medialen Beckenkamm links – Genua vara – Anlagebedingt enger ossärer Spinalkanal – Mehrsegmentale Diskusprotrusionen In ihrer Beurteilung gaben die E._______-Gutachter an (IV-act. 24 S. 28 f.), der Beschwerdeführer sei aufgrund seiner beim Unfall erlittenen Verletzungen bis zu seinem Austritt aus der Re haklinik D._______ am C-4793/2012 Seite 17 7. Januar 2010 (IV -act. 9.18) vollständig a rbeitsunfähig gewesen. Aus rheumatologischer Sicht habe ab 8. Januar 2010 keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr bestanden, auch nicht in der zuletzt ausgeübten vollzeitlichen Tätigkeit für die Firma B._______. In psychiatrischer Hi n- sicht sei der Beschwerdeführer seit der psychiatrischen E._______- Untersuchung vom 13. Dezember 2010 uneingeschränkt arbeitsfähig . Davor - ab Hospitalisation in der R ehaklinik D._______ - habe aufgrund der dort festgestellten Anpassungsstörung (vgl. IV-act. 9.18 S. 1) eine vol- le und ab der zweiten Beurteilung durch die Abteilung Psychosomatik der Rehaklinik D._______ im März 2010 (Psychosomatisches Konsilium von Dr. med. N._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 24. März 2010, IV-act. 9.13) noch eine höchstens 50%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestanden. Zusammengefasst sei ab Unfalldatum bis März 2010 eine vollschichtige A rbeitsunfähigkeit anzunehmen. Von März 2010 bis Mitte Dezember 2010 habe in jeglicher Tätigkeit noch höchstens eine 50%ige Ein schränkung bestanden. Seit Mitte Dezem ber 2010 sei der Versicherte in jeglicher Tätigkeit vollschichtig arbeitsfähig. In se iner psychiatrischen Beurteilung hielt der E._______-Gutachter Dr. L._______ fest (IV-act. 24 S. 18 ff.), seit dem Sturz von einer Lei ter am 20. (richtig: 21.) September 2009 leide der Beschwerdeführer unter einem persistierenden linksseitigen Schmerzsyndrom und fühle sich nicht mehr in der Lage, einer Arbeit nachzugehen. Es seien verschiedene The- rapiemassnahmen erfolgt, auch eine stationäre Behandlung in der R e- haklinik D._______, bei welcher eine sehr hohe Selbstlimitierung festge- stellt worden sei . Es seien damals die Diagnosen Anpassungsstörung, hypochondrische Störung, Verdacht auf somatoforme Schmerzstörung mit dissoziativen Anteilen und Verdacht auf dysfunktionales Verhalten s- muster angegeben worden (vgl. IV-act. 9.18). Vorwiegend aufgrund des psychischen Zustandsbildes sei eine volle Arbeitsunfähigkeit attestier t worden. I m März 2010 sei eine erneute psychosomatische Beurteilung durch die Rehaklinik D._______ erfolgt, anlässlich welcher eine Somati- sierungsstörung (nach ICD-10 F45.0) und eventuell eine gemischte Kon- versionsstörung (nach ICD -10 F44.7) diagnostiziert worden sei en (vgl. auch Psychosomatisches Konsilium von Dr. N._______ vom 24. März 2010, IV -act. 9.13). Im We iteren hielt der E._______-Psychiater Dr. L._______ fest (IV-act. 24 S. 19 Mitte) , der Beschwerdeführer habe angegeben, sich tagsüber passiv zu verhalten, viel zu liegen, allen falls einige Schritte im Zimmer hin und her zu gehen. Sozial würden nur weni- ge Kontakte im familiären Rahmen bestehen. Nachts leide er unter Durchschlafstörungen und schlechten Träumen. Eine hintergründige Ner-C-4793/2012 Seite 18 vosität könne er verstecken. Er habe Angst vor allen möglichen Dingen. Dr. L._______ hielt ferner fest, dass der Beschwerdeführer in der psychi- atrischen E._______-Untersuchung auffällig und demonstrativ gewirkt habe und stimmungsmässig nicht sonderlich beeinträchtigt gewesen sei. Es sei ihm auch gelungen zu lächeln und Spässe zu machen. Der Be- schwerdeführer sei kognitiv und psychomotorisch sowie affektiv in keiner Weise eingeschränkt gewesen. Er stehe in einer am bulanten psychiatri- schen Behandlung, die er einmal monatlich aufsuche. Es erfolge eine niedrig dosierte antidepressive Therapie mit Amitrypti lin 10 mg, welches Medikament eher als schlafanstossen des Mittel zu betrachten sei . Der behandelnde Psychiater Dr. O._______ habe ein chronifiziertes multifoka- les Schmerzsyndrom und eine schwere depressive Episode sowie eine Angststörung angegeben. Zur Arbeits fähigkeit sei jedoch nicht Stellung bezogen worden. Der behandelnde Hausarzt Dr. H._______ habe auf ei- ne posttr aumatische Belastungsstörung hin gewiesen, welche Diagnose vorliegend aber nicht gestellt werden könne. Denn beim fraglichen Unfall habe es sich um einen Bagatellunfall gehandelt , a uch habe der Be- schwerdeführer ohne vegetative Begleitaktionen über den Unfall berichtet und es würden bei ihm auch keine flashback-artigen Erinnerungen beste- hen (IV-act. 24 S. 19 f.). 11.2 RAD-Arzt Dr. F._______ beurteilte in der Folge das E._______- Gutachten als für die Anspruchsbeurteilung zuverlässig ( Stellungnahme vom 31. Januar 2011, IV-act. 25), weshalb von 24. März 2010 (Datum des Psychiatrischen Konsiliums von Dr. N._______, Rehaklinik D._______, [vom 24. März 2010 , IV-act. 9.13]) bis 12. Dezember 2010 von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit und ab 13. Dezember 2010 (Datum der Unter- suchung durch den psychiatrischen E._______-Gutachter Dr. L._______) von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. 11.3 In seiner ergänzenden Stellungnahme vom 27. April 2011 (IV - act. 40) hielt der E._______-Gutachter Dr. K._______ unter anderem fest, in den Berichten der behandelnden Ärzte würden die medizinischen D i- agnosen ni cht begründ et. I nsbesondere habe Dr. H._______ in seinem Schreiben vom 27. August 2010 ohne Begründung angegeben, dass die depressive Störung im Rahmen einer posttraumatischen Belastungsstö- rung zu sehen sei. 11.4 Der Beschwerdeführer stützt sich dagegen bei seiner Annahme, dass er andauernd vollständig arbeitsunfähig sei und sich sein Gesun d-C-4793/2012 Seite 19 heitszustand bis zur Aufhebung der Rente nicht verbessert habe, nament- lich auf die Berichte des behandelnden Hausarztes Dr. H._______. Dr. H._______ hielt in seinem Bericht vom 15. September 2010 insbe- sondere fest (IV-act. 35 S. 17 f), beim Beschwerdeführer habe sich im Spätjahr 2009 nach einem Sturz (von einem Baugerüst) eine depressive Störung in Form einer posttraumatischen Belastungsstörung manifestiert (vgl. auch den früheren Bericht von Dr. H._______ vom 26. August 2010, in welchem dieser unter anderem die Diagnosen Asthma und Gastritis als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bezeichnet hatte [IV- act. 19 S. 2 bis 6 ], sowie seinen späteren Bericht vom 24. Februar 2011 [IV-act. 35 S. 19]). In seinem letzten Bericht vom 21. Dezember 2012 er- klärte Dr. H._______ (Ärztliches Zeugnis, BVGer -act. 7), der Beschwe r- deführer sei seit 26. September 2009 durchge hend bis heute zu 100 % arbeitsunfähig erkrankt, und führte aus, ursprünglich sei der Beschwerde- führer wegen Schmerzen und Brennen in den Bein en krankgeschrieben gewesen. Dann sei ei ne Prellung der LWS hinzugekommen. Die neuro- pathischen Schmerzen in den Beinen seien bis heute noch aktuell. Z u- sätzlich seien beim Beschwerdeführer auch eine COPD sowie als Folge der Exazerbationen der COPD ein Lungenproblem bekannt. Insgesamt sei ein Ende der Arbeitsunfähigkeit noch nicht absehbar. 12. Das polydisziplinäre E._______ Gutachten vom 14. Januar 2011 sowie die Stell ungnahmen von RAD -Arzt Dr. F._______, auf welche sich die Vorinstanz abstützte, erfüllen die von der Rechtsprechung an medizin i- sche Berichte geste llten Anforderungen (vgl. E. 8.2 hiervor). Sie sind nachvollziehbar, berücksichtigen die geklagten Beschwerden und ber u- hen auf eigenen Untersuchungen beziehungsweise wurden in Kenntnis zuverlässiger medizinischer Vorakten erstattet. Dabei besteht in psychischer Hinsicht nach der E._______-Beurteilung diagnostisch ein Status nach Anpassungsstörung, welche Beurteilung schlüssig ist. Dagegen handelt es sich bei der vom Beschwerdeführer geltend gemachten (vgl. BVGer-act. 1 S. 3 Ziff. 3) posttraumatischen Be- lastungsstörung gemäss der massgeblichen Klassifikation (ICD-10 F43.1) um eine verzögerte oder protrahierte Reaktion auf ein belastendes Erei g- nis oder eine Situation aussergewöhnlicher Bedrohung oder katastr o- phenartigen Ausmasses, die bei fast jedem eine tiefe Verz weiflung her- vorrufen würde. Hierzu gehören eine durch Naturereignisse oder von Menschen verursachte Katastrophe, eine Kampfhandlung, ein schwerer C-4793/2012 Seite 20 Unfall oder Zeuge des gewaltsamen Todes anderer oder selbst Opfer von Folterung, Terrorismus, Vergewaltigung oder anderen Verbrechen zu sein. Der Verlauf der Störung ist wechselhaft, in der Mehrzahl der Fälle kann jedoch eine Heilung erwartet werden (vgl. ICD -10 F43.1; vgl. Di l- ling/Mombour/Schmidt [Hrsg.], von der Weltgesundheitsorganisation [WHO] herausgegebene Internationale Klassifikation psychischer Störu n- gen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch -diagnostische Leitlinien, 7. Aufl., Bern 2010, S. 1 83). Der psychiatrische E._______-Gutachter Dr. L._______ begründete nachvollziehbar, weshalb keine posttraumatische Bela s- tungsstörung vorliegt (IV-act. 24 S 19 f., vgl. auch die entsprechende Be- urteilung der U nfallschwere beziehungsweise des [verneinten] Adä- quanzkriteriums der besonderen Eindrücklichkeit im unfallversicherung s- rechtlichen Gerichtsverfahren [ IV-act. 50.25 S. 11 Ziff. 5.2.2 und 5.3.2] sowie die entsprechende Einschätzung von Dr. med. M. P ._______, Facharzt für Neurologie, in seinem Bericht vom 16. September 2010 [IV- act. 35 S. 20]). Demnach ist die vom Beschwerdeführer geltend gemac h- te posttraumatische Belastungsstörung (mit Auswirkung auf die Arbeitsfä- higkeit) nicht nachvollziehbar und kann nicht angenommen werden. In Bezug auf die im Austrittsbericht der Rehaklinik D._______ (vom 15. Januar 2010, IV -act. 9.18) angegebene Anpassungsstörung (bzw. auch di e im Psychosoma tischen Konsilium von Dr. N._______ [vom 24. März 2010 ] festgehaltene Somatisierungsstörung [ IV-act. 9.13 S. 6 und 8]), auf welche die im Bereich der somatoformen Schmerzstörungen bzw. der pathogenetisch (ätiologisch) unklaren syndromalen Zu stände entwickelten Grundsätze analog anzuwen den sind (E. 7.2.2 hievor), ist gestützt auf die vorliegenden ärztlichen Stellungnahmen die (andauern- de), nur ausnahmsweise gegebene Unüberwindbarkeit zu verneinen. Ei- ne psychische Komorbidität (von erheblicher Schwere, Intensität und Ausprägung) liegt aufgrund der ärztlichen Stellungnahmen nicht vor. S o- dann besteht insbesondere auch kein sozialer Rückzug in allen Be langen des Lebens, nachdem Kontakte im familiären Rahmen bestehen (IV- act. 24 S. 19 Mitte). Wesentliche körperliche Begleiterkrankungen best e- hen ebenfalls nicht. Die Behandlungsbemühungen werden sodann durch die ausgeprägte subjektive Krankheitsüberzeugung des Beschwerdefü h- rers behindert (vgl. IV-act. 24 S. 22), welcher kein Krankheitswert z u- kommt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_285/2009 vom 7. August 2009 E. 3.3.2). Mithin ist vorliegend nicht auf eine nur ausnahmsweise gege- bene Unüberwindbarkeit einer etwaigen Schmerzproblematik zu schlie s- sen. C-4793/2012 Seite 21 Die Stellungnahmen zu r Arbeitsfähigkeit der E._______-Gutachter und von RAD -Arzt Dr. F._______, nach welchen vom 24. März 2010 bis 12. Dezember 2010 eine 50%ige Arbeits(un)fähigkeit und ab 13. Dezember 2010 eine verbesserte volle Arbeitsfähigkeit in jeglicher Tä- tigkeit bestanden hat , erweisen sich als pl ausibel. Soweit sich der B e- schwerdeführer auf die erwähnten anderslautenden Einschätzungen des Hausarztes Dr. H._______ beruft, vermag dies das E._______-Gutachten nicht in Frage zu stellen. Vielmehr ist festzustellen, dass die E._______- Gutachter die von Hausarzt Dr. H._______ beschriebene Situation des Beschwerdeführers in ihrem Gutachten vollumfänglich erfasst sowie sorg- fältig und nachvollziehbar gewürdigt hatten. Dagegen ist die Beurteilung des behandelnden Hausarztes, welcher nicht Psychiater ist, weshalb sei- nen Äusserungen zu psychiatrischen Fragen geringerer Beweiswert z u- kommt, nur oberflächlich begründet. Dasselbe gilt für die Berichte des Neurologen Dr. Weber (vgl. Stellungnahmen vom 1. Dezember 2009 [IV- act. 9.2 S. 2], vom 26. April 2010 [IV -act. 9.6], vom 16. September 2010 [IV-act. 35 S. 20] und vom 3. März 2011 [IV-act. 35 S. 21]). Demnach ist in physischer und psychischer Hinsicht der medizinische Sachverhalt als erstellt zu betra chten. Von mit Eventualbegehren bea n- tragten weiteren Abklärun gen (vgl. BVGer -act. 1 S. 2 ) sind keine en t- scheidwesentlichen neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung, BGE 124 V 94 E. 4b; 122 V 162 E. 1d). Entsprechend müssen auch die Ergebnisse der notabene im September 2012 in Aussicht gestellten medizinischen Abklärung in Deutschland (gemäss Mitteilung von Dr. G._______ [BVGer-act. 1 Beil a- ge 4]) nicht abgewartet werden. Damit ist im Zeitpunkt des Rentenbeginns (1. November 2010) von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen und - bei Vergleich der relevanten Sachverhalte (vgl. E. 10 hievor) - ab Ende März 2011 (drei Monate nach Eintritt der Verbesserung des Gesundheitszustandes von Dezember 2010 [vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV beziehungsweise auch Vernehmlassung der Vor- instanz [BVGer-act. 3]) von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. 13. 13.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und al l-C-4793/2012 Seite 22 fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invali- deneinkommen), in Beziehu ng gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Vali- deneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffer n- mässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber gestellt we r- den, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 und 128 V 29 E. 1). Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beru f- lich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des G e- sundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtspr e- chung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) heran gezogen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/aa und bb, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom s o genannten Zentralwert (Median) ausz u- gehen ist. 13.2 Beim Einkommensvergl eich ging die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid (IV-act. 52 S. 11) von einem in masslicher Hinsicht unbestritt e- nen (vgl. BVGer-act. 1, IV-act. 35 S. 2 Ziff. 2) auf dem Lohn bei der Firma B._______ AG beruhenden und der Nominallohnentwicklung bis 2010 angepassten Valideneinkommen von Fr. 65'306.– und für die Ermittlung des Invalideneinkommens von einem massgebenden, der Nominalloh n- entwicklung bis 2010 angepassten, für Männer des Anforde rungsniveaus 4 in Tabelle TA1 der LSE 2008 erhobenen Durchschnitts wert von Fr. 61'414.– respektive Fr. 30'707.30 bei einem Pensum von 50 % aus (vgl. IV-act. 52 S. 10 f.). Der von der Vorinstanz bei Rentenbeginn am 1. November 2010 zuge- standene behinderungsbedingte Abzug (zum Ganzen vgl. BGE 126 V 75) von 10 % für die Teilzeitbeschäftigung (bis zur Verbesserung des G e- sundheitszustands beziehungsweise der Arbeitsfähigkeit) ist als ange- messen zu beurteilen. Weitere Nachteile sind beim Versicherten nicht zu C-4793/2012 Seite 23 ersehen. Dafür, dass der Versicherte wegen seiner ausländischen Nati o- nalität und dem Status als Grenzgänger auf dem Arbeitsmarkt eine Loh n- einbusse hinnehmen müsste, sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, en t- sprach doch sein Einkommen bei der Firma B._______ AG vor Eintritt der Invalidität durchaus branchenüblichen Ansätzen, die auch für Schweizer Geltung hatten (vgl. LSE 2008 S. 26 TA1 Ziff. 45 [Baugewerbe] Anforde- rungsniveau 4 [Fr. 5'150.–]). Das Merkmal Alter (Jahrgang 1968 ) spielt beim Anforderungsniveau 4 eine ebenso geringe Rolle wie dasjenige der Dienstjahre (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 654/05 vom 22. November 2006 E. 10.2.1 f.). Ein höherer als der von der Vorinstanz mit (maximal) 58 % (beim im Zeitpunkt des Rentenbeginns reduzi erten zumutbaren Leistungspensum von 50 %) bzw. 6 % (nach Verbesserung des Gesund- heitszustands beziehungsweise der Arbeitsfähigkeit) bemessene Invalidi- tätsgrad ist somit nicht ausgewiesen. 14. Nach dem Gesagten besteht vorliegend Anspruch auf eine befristete hal- be Rente von November 2010 bis März 2011 und danach keine renten- begründende Invalidität mehr. Demnach ist die angefochtene Verfügung vom 16. Juli 2012 in teilweiser Gutheissung der Beschwerde insoweit abzuändern, als festzustellen ist, dass der Beschwerdeführer vom 1. November 2010 - über Ende Dezem- ber 2010 hinaus - bis 31. März 2011 Anspruch auf eine halbe Rente hat. 15. 15.1 Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par- teientschädigung. 15.2 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleis- tungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzul e- gen (Art. 69 Abs. 2 IVG) und auf Fr. 400.– anzusetzen. Der Beschwerdeführer hat g emessen an seinem Antrag (ganze und un- befristete Invalidenrente) nur in einem kleinen Mass obsiegt. In Anbe t- racht dessen sin d ihm die Gerichtskosten zu zwei Dritt eln aufzuerlegen. Da die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind (vgl. zur Mittell o- sigkeit: Unterstützungsbe stätigung des Q._______ vom 15. März 2012 [BVGer-act. 1 Beilage 6 ]), ist dem Beschwerdeführer antragsgemäss die C-4793/2012 Seite 24 unentgeltliche Prozessführung zu gewähren ( Art. 65 Abs. 1 VwVG ) und sind die ihm auferlegten Gerichtskosten (Fr. 267.–) demzufolge a uf die Gerichtskasse zu nehmen. Der Vorinstanz sind keine Verfahrenskost en aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 15.3 Der durch einen schweizerischen Anwalt vertretene Beschwerdefüh- rer hat Anspruch auf eine (reduzierte) Parteientschädigung, die von der Vorinstanz zu leisten ist (Art. 64 Abs. 1 und 2 VwVG i.V.m. Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Da keine Kostennote eingereicht wurde, ist die Entschädigung aufgrund der Akten festzusetzen (14 Abs. 2 VGKE). Nachdem der Beschwerdeführer nur zu einem kleinen Teil obsiegt, rechtfertigt es sich, ihm eine reduzierte Pr o- zessentschädigung zuzusprechen. Für im Ausland wohnende Personen, welche die Dienste eines in der Schweiz ansässige n Rechtsvertreters in Anspruch nehmen, ist keine Mehrwertsteuer geschuldet und zu entsch ä- digen (vgl. Art. 1 Abs. 2 Bst. a des Bundesgesetzes vom 2. September 1999 über die Mehr wertsteuer [MWSTG, SR 641.20] i.V.m. Art. 8 Abs. 1 MWSTG und Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE [vgl. Urteil des Bundesverwa l- tungsgerichts C-7742/2009 vom 9. August 2012]). Unter Berücksichtigung des gebotenen und aktenkundigen Aufwandes des a nwaltlichen Vertre- ters ist die reduzierte Parteienschädigung auf Fr. 833.-- (inklusive Ausla- genersatz, ohne Mehrwertsteuer) festzusetzen. Da im Übrigen auch die Voraussetzungen für die Gewährung der unen t- geltlichen Rechtsvertretung erfüllt sind, ist dem Beschwerdeführer Advo- kat Pascal Riedo als unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestel len (Art. 65 Abs. 2 VwVG) und dieser aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Die Entschädigung ist auf Fr. 1'667.– (inkl. Barauslagen, ohne Mehrwertsteu- er [MWSt]) festzusetzen. Die ebenfalls teilweise obsiegende Vorinstanz hat keinen Anspruch auf eine Entschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 3 VGKE). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der IVS TA C-4793/2012 Seite 25 vom 16. Juli 2012 aufgehoben und es wird fest gestellt, dass der B e- schwerdeführer vom 1. November 2010 bis 31. März 2011 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente hat. Im übrigen wird die Beschwerde abgewi e- sen. 2. In Bewilligung des Gesuchs vom 13. September 2012 wird dem B e- schwerdeführer die unentgeltlich e Prozessführung gewährt, und es wird ihm Advokat Pascal Riedo, Muttenz, als unentgeltlicher Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren bestellt. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 400.– werden dem Beschwerdeführer zu zwei Dritteln in der Höhe von Fr. 267. -- auferlegt und zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozess führung auf die Gerichts kasse genommen. Der Vorinstanz werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. Die Vorinstanz wird verpflichtet, dem unentgeltlichen Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Advokat Pascal Riedo , eine reduzierte Parteien t- schädigung von Fr. 833.– (inkl. Barauslagen, ohne MWSt) zu bezahlen. Der Rechtsvertreter d es Beschwerdeführers wird zudem mit Fr. 1'667.– (inkl. Barauslagen, ohne MWSt) aus der Gerichtskasse entschädigt. Der Beschwerdeführer wird auf Art. 65 Abs. 4 VwVG hingewiesen. 5. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular Zahladresse) – die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: C-4793/2012 Seite 26 Maurizio Greppi Yves Rubeli C-4793/2012 Seite 27 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [ BGG, SR 173.110 ]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der B e- weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel s ind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: