<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2015.00715</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=216189&amp;W10_KEY=13013513&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2015.00715</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.04.2016</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Vergabe von Gleisabbruch- und Werkleitungsarbeiten durch die VBZ: Überprüfung von Ausschlussgründen sowie der Bewertung der Zuschlagskriterien. Bei der Beurteilung von Mängeln, welche gemäss § 4a Abs. 1 IVöB-BeitrittsG zum Ausschluss eines Angebots aus dem Vergabeverfahren führen können, ist im Interesse der Vergleichbarkeit der Angebote und des Gleichbehandlungsgrundsatzes ein strenger Massstab anzulegen. Die Rechtsfolge des Ausschlusses ist allerdings nur dann adäquat, wenn es sich um einen wesentlichen Mangel handelt; einen überspitzten Formalismus gilt es zu vermeiden. Dies gilt auch gegenüber Offerten mit Vorbehalten (E. 3.2). Die strittigen Ausführungen der Zuschlagsempfängerin im technischen Bericht betreffen vorliegend keinen wesentlichen Punkt, welcher einen Ausschluss ihres Angebots erfordert hätte (E. 3.3). Erläuterungen eines Anbieters, welche auf Anfrage der Vergabebehörde nachträglich ergehen, dürfen nicht dazu dienen, den Inhalt des zu vergebenden Angebots nach Offertöffnung zu ändern, sondern müssen sich auf die Interpretation des bereits vorliegenden Angebots beschränken. Unklarheiten in der Offertstellung könnten sonst dazu missbraucht werden, bestimmte Leistungsinhalte absichtlich offenzulassen, um das Angebot nachträglich, in Kenntnis der Konkurrenzofferten, anzupassen (E. 3.4.1). Da strittigen Ausführungen keine Auswirkung auf das Preis-/Leistungsverhältnis haben, erweist sich der Verzicht darauf nicht als eine unzulässige Anpassung des Angebots (E. 3.4.3). Wie auch hinsichtlich der Zuschlagskriterien gilt, ist die Vergabebehörde an die in der Ausschreibung festgelegten Eignungskriterien gebunden. Allerdings können die Anforderungen - wie vorliegend zulässigerweise erfolgt - vor dem Eingabetermin im Rahmen der Fragenbeantwortung noch konkretisiert bzw. präzisiert werden, sofern die Auskünfte allen Anbietenden gleichzeitig erteilt werden (E. 3.5). Beide strittigen Referenzprojekte der Mitbeteiligten übersteigen die geforderte minimale Auftragssumme von Fr. 100'000.- pro Jahr. Da die Ausschreibungsunterlagen dazu keine Vorgaben enthielten, lag es im Ermessen der Vergabebehörde, bei ihrer Beurteilung unberücksichtigt zu lassen, ob die Mehrwertsteuer in der angegebenen Auftragssumme enthalten ist oder nicht. Die Vergabebehörde darf sich entsprechend den Ausschreibungsunterlagen mit Referenzen begnügen, welche einen deutlich kleineren Umfang als die nachgefragte Leistung aufweisen. Massgebend ist, dass die Vergabebehörde aus den angeführten Referenzen schliessen konnte, ob die Anbieterin fähig ist, die nachgefragten Arbeiten zu erbringen, was vorliegend der Fall ist. Bei der Beurteilung der Referenzen durfte sich die Vergabebehörde auf die Referenzangaben der Mitbeteiligten verlassen (E. 3.5.3). Die Bewertung der Zuschlagskriterien erweist sich als nachvollziehbar (E. 4). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃNDERUNG DER AUSSCHREIBUNGSUNTERLAGEN">ÃNDERUNG DER AUSSCHREIBUNGSUNTERLAGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃNDERUNG DES ANGEBOTS">ÃNDERUNG DES ANGEBOTS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHLUSS AUS DEM VERFAHREN">AUSSCHLUSS AUS DEM VERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERTUNG DER ZUSCHLAGSKRITERIEN">BEWERTUNG DER ZUSCHLAGSKRITERIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGNUNG">EIGNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRAGEN">FRAGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFERENZAUSKÃNFTE">REFERENZAUSKÃNFTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFERENZOBJEKT">REFERENZOBJEKT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBUNTERNEHMEN">SUBUNTERNEHMEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORBEHALT">VORBEHALT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 4a Abs. I IVÃ¶B-BeitrittsG</span><br/><span class="ungerade">§ 17 SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 24 Abs. IV SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>1. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=29926" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2015.00715</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 1. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">7. April 2016</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Lukas Widmer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Maja SchÃ¼pbach Schmid, Verwaltungsrichterin Sandra Wintsch, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Laura Diener.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="RU_AUTOTEXT_DRITT_N"><span>A AG,<b> </b>vertreten durch RA B, </span></a></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Stadt ZÃ¼rich,<b> </b>vertreten durch Verkehrsbetriebe ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin, </span></b></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="Zwischentitel">und</p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>C AG,<b> </b>vertreten durch RA D, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Mitbeteiligte, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Submission,</b></p> <span><br/> </span> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die Verkehrsbetriebe der Stadt ZÃ¼rich (im Folgenden VBZ) erÃ¶ffneten mit Ausschreibung vom 5. Juni 2015 ein offenes Submissionsverfahren betreffend die Vergabe von maschinellen Gleisabbruch- und Werkleitungsbauarbeiten. Innert Frist gingen zwei Angebote ein. Die A AG offerierte die Arbeiten fÃ¼r Fr. 14'461'202.90 und die C AG fÃ¼r Fr. 14'039'971.- (jeweils inkl. MWST). Die Zuschlagserteilung erfolgte auf Beschluss des Stadtrats vom 21. Oktober 2015 am 5. November 2015 fÃ¼r die Jahre 2016â2018 zum Betrag von Fr. 12'999'974.- (exkl. MWST) sowie fÃ¼r die Option fÃ¼r zwei VertragsverlÃ¤ngerungen fÃ¼r die Jahre 2019 und 2020 zum Betrag von Fr. 8'666'650.- an die C AG.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Dagegen gelangte die A AG mit Beschwerde vom 16. November 2015 an das Verwaltungsgericht und beantragte, die ZuschlagsverfÃ¼gung vom 5. Novem­ber 2015 aufzuheben und den Zuschlag an sie zu erteilen. Eventuell sei die Ausschreibung zu wiederholen, alles unter EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. In prozessualer Hinsicht verlangte sie, der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu erteilen sowie Einsicht in die Akten zu gewÃ¤hren. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 18. November 2015 wurde der Beschwerdegegnerin einstweilen, bis zum Entscheid Ã¼ber das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung, der Vertragsschluss untersagt.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit Beschwerdeantwort vom 10. Dezember 2015 beantragten die VBZ, die Beschwerde vollumfÃ¤nglich abzuweisen und den Zuschlag an die Mitbeteiligte zu bestÃ¤tigen, unter EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. Sodann sei der Beschwerde keine aufschiebende Wirkung zu erteilen. Eventuell seien sie zu ermÃ¤chtigen, bis zum Wegfall der aufschiebenden Wirkung Ã¼ber anstehende Gleisabbruch- und Werkleitungsarbeiten mit der BeschwerdefÃ¼hrerin oder der Mitbeteiligten VertrÃ¤ge abzuschliessen. Den Beteiligten sei zudem in die Offerten des anderen keine bzw. eingeschrÃ¤nkte Einsicht zu gewÃ¤hren.</p> <p class="Sachverhalt2">Am Vortag hatte die mitbeteiligte C AG ebenfalls Beschwerdeantwort eingereicht mit dem Antrag, die Beschwerde abzuweisen, eventuell die ZuschlagsverfÃ¼gung aufzuheben und das Vergabeverfahren zu wiederholen. Ferner verlangte sie eine ParteientschÃ¤digung. In ihrer BegrÃ¼ndung sprach sie sich ebenfalls gegen die Erteilung der aufschiebenden Wirkung aus. Ferner machte sie ein Geheimhaltungsinteresse an ihrer Offerte geltend, insbesondere bezÃ¼glich der Angaben im Fragenkatalog und der Preiskalkulation.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 14. Dezember 2015 wurde den VBZ bis zum Entscheid Ã¼ber das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung weiterhin untersagt, den Vertrag abzuschliessen. Gleichzeitig wurde das Akteneinsichtsbegehren der A AG teilweise gutgeheissen. </p> <p class="Sachverhalt2">Letztere hielt mit Replik vom 7. Januar 2016 an den gestellten materiellen AntrÃ¤gen fest und konkretisierte ihr Akteneinsichtsbegehren um den Antrag, ihr sei Einsicht in die Angaben der Mitbeteiligten im Fragekatalog zu den Referenzprojekten und in die LebenslÃ¤ufe der SchlÃ¼sselpersonen zu gewÃ¤hren. Am 29. Januar 2016 reichten die VBZ ihre Duplik mit unverÃ¤nderten Rechtsbegehren ein. Mit Duplik vom 3. Februar 2016 hielt die C AG ebenfalls an den gestellten AntrÃ¤gen fest. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Am 8. Februar 2016 wurde der Beschwerde zwar die aufschiebende Wirkung erteilt, die VBZ aber zugleich ermÃ¤chtigt, einstweilen Ã¼ber die bis 15. Mai 2016 anfallenden Arbeiten VertrÃ¤ge abzuschliessen.</p> <p class="Urteilstext">Am 1. MÃ¤rz 2016 erging die Triplik der A AG mit dem erneuerten prozessualen Begehren, die Mitbeteiligte zu verpflichten, die Abrechnungen zu ihren Referenzprojekten in E zu edieren sowie ihr in die E-Mail-Korrespondenz zwischen der Beschwerdegegnerin und der Mitbeteiligten betreffend Vorbehalte vollumfÃ¤nglich Einsicht zu gewÃ¤hren. Dieses Begehren wurde mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 4. MÃ¤rz 2016 gutgeheissen.</p> <p class="Sachverhalt2">Die VBZ sowie C AG nahmen am 16. bzw. 17. MÃ¤rz 2016 unter Festhalten an den gestellten Rechtsbegehren erneut Stellung, ebenso die A AG mit Stellungnahme vom 4. April 2016.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggebender kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 (IVÃ¶B) sowie die §§ 2 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. September 2003 (IVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nicht berÃ¼cksichtigte Anbietende sind zur Beschwerde gegen einen Vergabeentscheid legitimiert, wenn sie bei deren Gutheissung eine realistische Chance haben, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen, oder wenn die Gutheissung der Beschwerde zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens fÃ¼hrt, in welchem sie ein neues Angebot einreichen kÃ¶nnen; andernfalls fehlt ihnen das schutzwÃ¼rdige Interesse an der BeschwerdefÃ¼hrung (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11; § 21 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b><span>Das Angebot der ZuschlagsempfÃ¤ngerin wurde mit 478,5 und das Angebot der beschwerdefÃ¼hrenden zweiten Anbieterin mit 474,6 Punkten von insgesamt 500.00 erreichbaren Punkten bewertet. Letztere rÃ¼gt das Vorgehen der Beschwerdegegnerin bei der Vergabe sowie die Bewertung der beiden Angebote in mehrfacher Hinsicht und bringt insbesondere vor, das Angebot der ZuschlagsempfÃ¤ngerin hÃ¤tte aus mehreren GrÃ¼nden vom Verfahren ausgeschlossen werden mÃ¼ssen. WÃ¼rde sie mit ihren RÃ¼gen durchdringen, hÃ¤tte </span>sie eine realistische Chance, den Zuschlag zu erhalten. Ihre Legitimation ist daher zu bejahen. Die weiteren Sachurteilsvoraussetzungen sind ebenfalls erfÃ¼llt.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt im Wesentlichen drei GrÃ¼nde vor, weshalb das Angebot der Mitbeteiligten vom Verfahren hÃ¤tte ausgeschlossen werden mÃ¼ssen: Zum einen habe die Mitbeteiligte in ihrem Logistikkonzept in Ziff. 6.1 des Technischen Berichts verschiedene Vorbehalte angebracht. Sodann habe sie, indem sie auf Aufforderung der Beschwerdegegnerin diese Vorbehalte zurÃ¼ckzog, ihr Angebot abgeÃ¤ndert. Drittens erfÃ¼lle die Mitbeteiligte das Eignungskriterium der fachlichen LeistungsfÃ¤higkeit nicht, da sie keine mit der vorliegenden Beschaffung vergleichbare Referenzprojekte vorzuweisen vermÃ¶ge.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b><span>GemÃ¤ss § 4a Abs. 1 IVÃ¶B-BeitrittsG werden Anbietende aus dem Vergabeverfahren ausgeschlossen, wenn sie die Voraussetzungen fÃ¼r die Teilnahme nicht oder nicht mehr erfÃ¼llen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn sie die von der Vergabestelle festgelegten Kriterien zur Beurteilung der Eignung oder die Anforderungen der Vergabestelle an die Angaben und Nachweise nicht erfÃ¼llen (§ 4a Abs. 1 lit. a und c IVÃ¶B-BeitrittsG). GemÃ¤ss § 4a Abs. 1 lit. b IVÃ¶B-BeitrittsG </span>werden Anbietende von der Teilnahme unter anderem auch dann ausgeschlossen, wenn sie wesentliche Formerfordernisse missachtet haben, insbesondere durch Nichteinhaltung der Eingabefrist, UnvollstÃ¤ndigkeit des Angebots oder Ãnderung der Ausschreibungsunterlagen. <span>Bei der Beurteilung solcher MÃ¤ngel ist im Interesse der Vergleichbarkeit der Angebote und des Gleichbehandlungsgrundsatzes ein strenger Massstab anzulegen. Die Rechtsfolge des Ausschlusses ist allerdings nur dann adÃ¤quat, wenn es sich um einen wesentlichen Mangel handelt; einen Ã¼berspitzten Formalismus gilt es zu vermeiden (VGr, 6. November 2014, VB.2014.00396, E. 5.1 mit Hinweisen). Dies gilt auch gegenÃ¼ber Offerten mit Vorbehalten (VGr, 4. Juli 2014, VB.2014.00240, E. 3.1 mit Hinweis).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Das von der Mitbeteiligten eingereichte Logistikkonzept enthÃ¤lt fÃ¼r die Arbeiten NPK 151/237 unter dem Titel "Installation" folgende AusfÃ¼hrungen:</p> <p class="Urteilstext"><span> "Je nach Lage des Gleisschlags werden die GerÃ¤te am Freitag bzw. am Samstagmorgen bereitgestellt. Bei Bereitstellung vor der Sperrung muss bauseits entsprechend Platz zur VerfÃ¼gung gestellt werden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>GemÃ¤ss Submissionen werden sÃ¤mtliche Materialien (RÃ¶hren, Deckel, Beton etc.) bauseits geliefert. Wir gehen davon aus, dass sÃ¤mtliches bauseits geliefertes Material unmittelbar im Gleisschlag-Perimeter bereitgestellt wird. Ebenfalls gehen wir davon aus, dass jederzeit genÃ¼gend Materialien bzw. verarbeitbarer Beton vorhanden ist. Bei den Muldenstandorten fÃ¼r den Beton etc. muss genÃ¼gend Platz fÃ¼r das LadegerÃ¤t (Pneubagger) und Transportmittel zur Einbaustelle (Kleindumper) zur VerfÃ¼gung stehen. Diese Mulden- bzw. Materialstandorte mÃ¼ssen von der Logistikspur aus direkt zugÃ¤nglich sein. Wir gehen ebenfalls davon aus, dass keine ausfÃ¼hrungsrelevanten Behinderungen durch Absperrungen etc. vorhanden sind.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wir gehen davon aus, dass entlang des Gleisschlags bauseits eine abgesperrte Logistikspur zur VerfÃ¼gung gestellt wird (Ausnahme Ersatzbusse VBZ)."</span></p> <p class="Erwgung2">Die zitierten AusfÃ¼hrungen der Mitbeteiligten enthalten mehrfach die Formulierung "Wir gehen davon aus, dass â¦", welche jeweils eine Annahme einleiten, wie die logistisch zu bewÃ¤ltigenden Situationen auf der Baustelle aussehen werden. Allerdings findet sich in den AusfÃ¼hrungen auch die Wendung, es "mÃ¼sse" etwas bereit- bzw. zur VerfÃ¼gung gestellt werden, was auf Vorbehalte hindeutet, indem die Mitbeteiligte vonseiten der VBZ eine Leistung erwartet. Auch wies die Beschwerdegegnerin die Mitbeteiligte mit E-Mail vom 26. August 2015 darauf hin, sie habe in Ziff. 1.6 des Technischen Berichts verschiedene Annahmen getroffen bzw. Vorbehalte gemacht, welche aus ihrer Sicht einer ErlÃ¤uterung bedÃ¼rften. Um unzulÃ¤ssige Vorbehalte in dem Sinn, als dass die Mitbeteiligte die GÃ¼ltigkeit ihres Angebots auf das Vorliegen der beschriebenen Situationen beschrÃ¤nkt hÃ¤tte, handelt es sich vorliegend jedoch â entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrerin â nicht (anders etwa in <span>VGr, 4. Juli 2014, VB.2014.00240, E. 3.1.1</span>). Vielmehr beschreiben die Annahmen jeweils den unproblematischen Normalfall, welcher als Grundlage fÃ¼r eine grobe Beschreibung des (Standard-)Logistikonzepts dient. In ihrem Schreiben vom 27. August 2015 erklÃ¤rte die Mitbeteiligte, dass die gesamte Logistik in Zusammenarbeit mit den zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden erarbeitet werden mÃ¼sse. Darauf hatte sie bereits in ihrer Offerte hingewiesen. Dort fÃ¼hrte sie unter dem Titel Logistikkonzept als Erstes aus, dass der An- und Abtransport der GerÃ¤te gemÃ¤ss vorgÃ¤ngiger Absprache mit dem Amt fÃ¼r Verkehr erfolge, wobei Transportwege, Platzbedarf sowie Zeitpunkte festgelegt werden mÃ¼ssten. Sodann wurde aufgefÃ¼hrt, welche SchuttgÃ¼ter auf der Strasse abtransportiert werden und erklÃ¤rt, dass dies auf den vom Amt fÃ¼r Verkehr freigegebenen Transportrouten erfolgen wÃ¼rde. Im Schreiben vom 27. August 2015 bestÃ¤tigte sie sodann, sÃ¤mtliche mit den beschriebenen Situationen verbundenen Aufwendungen, Vorkehrungen, Arbeiten und Erschwernisse in den offerierten Einheitspreisen miteingerechnet zu haben. Dass dies zutrifft, bestÃ¤tigen die Offertunterlagen, worin sich kein Hinweis darauf finden lÃ¤sst, dass Abweichungen von den beschriebenen Situationen Auswirkung auf den angebotenen Preis hÃ¤tten. Die strittigen AusfÃ¼hrungen betreffen daher <span>keinen wesentlichen Punkt, welcher einen Ausschluss des Angebots der Mitbeteiligten aus dem Verfahren erfordert hÃ¤tte.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>In ihrer E-Mail vom 26. August 2015 bat die Beschwerdegegnerin die Mitbeteiligte sodann, ihr bis zum 28. August 2015 ausdrÃ¼cklich zu bestÃ¤tigen, dass die von ihr offerierten Einheitspreise und damit das Total der Offertsumme gemÃ¤ss Leistungsverzeichnis vom 16. Juli 2015 unter Verzicht auf sÃ¤mtliche Vorbehalte und Annahmen in Ziffer 6.1 des Technischen Berichts gelten wÃ¼rden. Dieser Aufforderung kam die Mitbeteiligte mit Schreiben vom 27. August 2015 nach. Strittig ist, ob diese ErklÃ¤rung zu einer unzulÃ¤ssigen Ãnderung des Angebots gefÃ¼hrt hat. Als Erstes ist jedoch zu Ã¼berprÃ¼fen, ob das Vorgehen der BehÃ¶rde ihrerseits zulÃ¤ssig war.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.1 </b>Der Vergabestelle steht beim Entscheid, ob sie vorhandene Unklarheiten durch entsprechende RÃ¼ckfragen beseitigen will, ein gewisser Ermessensspielraum zu (vgl. VGr, 21. August 2014, VB.2014.00211, E. 6.1 und 6.2 mit Hinweisen). Dass die zitierten AusfÃ¼hrungen Fragen aufwarfen, ist naheliegend. Es lag daher im Ermessen der VergabebehÃ¶rde, diesbezÃ¼glich ErlÃ¤uterungen einzuholen. Eine verpÃ¶nte Abgebotsrunde fand dadurch nicht statt, da sie keine preisliche Anpassung, sondern â im Gegenteil â das Festhalten am offerierten Preis gefordert hat. Im Ãbrigen weist die Beschwerdegegnerin darauf hin, dass sie die Mitbeteiligte aufgrund deren Annahmen lediglich auf UmstÃ¤nde hingewiesen hÃ¤tte, welche der BeschwerdefÃ¼hrerin als bisheriger Vertragspartnerin bereits bekannt waren. Das Vorgehen der BehÃ¶rde hatte jedenfalls keine Ungleichbehandlung oder Bevorzugung der Mitbeteiligten zur Folge. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.2 </b>GemÃ¤ss § 24 Abs. 4 <span>der Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 (</span>SubmV) dÃ¼rfen die Angebote nach Ablauf der Frist nicht mehr geÃ¤ndert werden. NachtrÃ¤gliche ErgÃ¤nzungen sind nur im engen Rahmen von Berichtigungen und ErlÃ¤uterungen nach den §§ 29 Abs. 1 und § 30 SubmV zulÃ¤ssig. ErlÃ¤uterungen eines Anbieters, welche auf Anfrage der VergabebehÃ¶rde nachtrÃ¤glich ergehen, dÃ¼rfen nicht dazu dienen, den Inhalt des zu vergebenden Angebots nach OffertÃ¶ffnung zu Ã¤ndern. Unklarheiten in der Offertstellung kÃ¶nnten sonst dazu missbraucht werden, bestimmte Leistungsinhalte absichtlich offenzulassen, um das Angebot nachtrÃ¤glich, in Kenntnis der Konkurrenzofferten, anzupassen. Aus diesem Grund kommt eine nachtrÃ¤gliche PrÃ¤zisierung eines Angebots nur infrage, wenn es sich um untergeordnete Nebenpunkte handelt oder ein Missbrauch aufgrund der UmstÃ¤nde nicht denkbar ist. ErlÃ¤uterungen mÃ¼ssen sich auf die Interpretation des bereits vorliegenden Angebots beschrÃ¤nken und dÃ¼rfen nicht zu nachtrÃ¤glichen Ãnderungen des Leistungsinhalts fÃ¼hren (<span>VGr, 4. Juli 2014, VB.2014.00240, E. 3.2.1 mit Hinweisen</span>).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.3 </b>Vorliegend kÃ¶nnte zwar insofern eine AbÃ¤nderung angenommen werden, als die Mitbeteiligte nachtrÃ¤glich auf die in ihrem Angebot getroffenen Annahmen verzichtet und der Inhalt der Offerte damit nicht mehr mit dem ursprÃ¼nglichen Angebot identisch ist. Dass die Mitbeteiligte auf die Aufforderung der Beschwerdegegnerin den angebotenen Gesamtpreis bestÃ¤tigte und nicht etwa erhÃ¶hte, ist naheliegend. Doch diente das Vorgehen hier der Klarstellung des Angebots. Aus den Ausschreibungsunterlagen geht hervor, dass sÃ¤mtliche sich aus den Ausschreibungsunterlagen, insbesondere auch aus dem beigelegten Vertrag, dem Fragenkatalog sowie dem Leistungsverzeichnis ergebenden Aufwendungen im Angebotspreis einzurechnen sind. Zudem wurden die Anbietenden in der Ausschreibung ausdrÃ¼cklich darauf hingewiesen, dass sie sich fÃ¼r die Preisermittlung Ã¼ber die Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse selbst informieren mÃ¼ssten und die angebotenen Preise fÃ¼r sÃ¤mtliche Leistungen bindend seien. Mit der Unterzeichnung des Angebots hat die Mitbeteiligte diese Bedingungen anerkannt. Das finanzielle Risiko von nicht einkalkulierten Leistungen lÃ¤ge bei solchen Pauschalangeboten ohnehin bei der Anbieterin. Da vorliegend keine Auswirkung der strittigen AusfÃ¼hrungen auf den Angebotspreis feststellbar ist (vgl. dazu oben E. 3.3), erweist sich der Verzicht darauf nicht als eine unzulÃ¤ssige Anpassung des Angebots. Es bleibt daher zu prÃ¼fen, ob die Mitbeteiligte wegen fehlender Eignung vom Verfahren hÃ¤tte ausgeschlossen werden mÃ¼ssen und ob die Beschwerdegegnerin in diesem Zusammenhang die Eignungskriterien unzulÃ¤ssigerweise abgeÃ¤ndert hat.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b><span>Die VergabebehÃ¶rde legt die fÃ¼r die jeweilige Beschaffung erforderlichen Eignungskriterien im Hinblick auf deren Besonderheiten fest, bestimmt die zu erbringenden Nachweise und gibt diese in den Ausschreibungsunterlagen bekannt. Bei deren Festlegung steht ihr ein weiter Ermessensspielraum zu, in den das Verwaltungsgericht, </span>dem keine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit des Entscheids zusteht, <span>nicht eingreift (Art. 16 Abs. 2 IVÃ¶B, § 50 Abs. 2 VRG; VGr, 15. Januar 2015, VB.2014.00417, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). </span>Zu prÃ¼fen ist dagegen eine allfÃ¤llige Ãberschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens (Art. 16 Abs. 1 lit. a IVÃ¶B; vgl. § 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. a VRG).</p> <p class="Erwgung2"><span>Wie auch hinsichtlich der Zuschlagskriterien gilt, ist die VergabebehÃ¶rde an die in der Ausschreibung festgelegten Eignungskriterien gebunden (VGr, 22. Oktober 2014, VB.2014.00202, E. 3.3; Peter Galli/AndrÃ© Moser/Elisabeth Lang/Marc Steiner, Praxis des Ã¶ffentlichen Beschaffungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich etc. 2013, N. 628). Allerdings kÃ¶nnen die Anforderungen vor dem Eingabetermin im Rahmen der Fragenbeantwortung noch konkretisiert bzw. prÃ¤zisiert werden, sofern die AuskÃ¼nfte allen Anbietenden gleichzeitig erteilt werden (§ 17 SubmV; Galli et al., N. 806).</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.5.1 </span></b>Zur Beurteilung der fachlichen LeistungsfÃ¤higkeit als Teilkriterium der Eignung wurden drei Referenzen Ã¼ber vom Anbieter ausgefÃ¼hrte AuftrÃ¤ge verlangt, welche mit dem ausgeschriebenen Beschaffungsgegenstand vergleichbar sind. Davon musste sich eine Referenz auf den Werkleitungsbau beziehen, welche jedoch auch von einem Subunternehmer abgegeben werden durfte. Mit zwei Referenzen war sodann die Erfahrung mit dem Abbruch von Gleisanlagen in fester Fahrbahn mit grossen Kubaturen und Aushub zu belegen, wovon eine im stÃ¤dtischen Umfeld ausgefÃ¼hrt worden sein musste. Weiter durften die Referenzprojekte nicht Ã¤lter als fÃ¼nf Jahre sein und die Auftragssumme musste Fr. 100'000.- bzw. beim Werkleitungsbau Fr. 50'000.- Ã¼bersteigen. Die innerhalb der dafÃ¼r vorgesehenen Frist gestellte Frage der Mitbeteiligten, worauf sich die HÃ¶he der Auftragssumme beziehe, beantwortete die Beschwerdegegnerin damit, die Referenzangaben kÃ¶nnten fÃ¼r einen gesamten Jahresauftrag angegeben werden.</p> <p class="Urteilstext">Entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼hrte die Antwort der VergabebehÃ¶rde nicht zu einer unzulÃ¤ssigen Ãnderung des Eignungskriteriums. Das Minimum der Auftragssumme von Fr. 100'000.- ist bereits in der Ausschreibung genannt worden. Die ergÃ¤nzende Antwort, dass diese auch auf einen gesamten Jahresauftrag bezogen sein kÃ¶nne, diente lediglich der Konkretisierung dieses Erfordernisses. Die VergabebehÃ¶rde brachte damit zum Ausdruck, dass ein Referenzprojekt auch dann zum Nachweis der Eignung geeignet ist, wenn sich die Leistungserbringung Ã¼ber eine lÃ¤ngere Zeit erstreckt hatte, was aus den Ausschreibungsunterlagen nicht hervorgegangen war. Ein widersprÃ¼chliches oder intransparentes Verhalten der VergabebehÃ¶rde ist in diesem Vorgehen nicht zu erblicken.</p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.5.2 </span></b>Die Mitbeteiligte nannte als erstes Referenzprojekt fÃ¼r den Gleisabbruch in stÃ¤dtischem Umfeld den Gleisersatz an der F-Strasse und an der G-Gasse in E mit einem Auftragsvolumen von Fr. 105'000.-. Sie gab an, im Juli und September 2011 dort die bestehenden Gleisanlagen abgebrochen zu haben. Dabei hÃ¤tte sie die Schienen "geschÃ¤lt" und gleichzeitig den Oberbeton bzw. die BelÃ¤ge ausgebaut. Der Abbruch sei in drei Etappen ausgefÃ¼hrt worden und habe bei der G-Gasse vier Weichen und drei Kreuzungen sowie gut 800 Schienenmeter bei der F-Strasse beinhaltet, wobei insgesamt 7'200 m<sup>2</sup> Belag abgebrochen worden seien.</p> <p class="Erwgung3">Als zweite Referenz gab die Mitbeteiligte den Gleisersatz bei der Tramwendeschlaufe H-Platz im Juni/Juli 2014 und an der I-Strasse im September 2014, ebenfalls in E, an. Bei diesem Projekt mit einem Auftragsvolumen von total Fr. 103'000.- hÃ¤tte zusÃ¤tzlich zu den oben genannten Arbeiten auch der Unterbeton zerkleinert werden mÃ¼ssen. Die AusfÃ¼hrung sei ebenfalls in mehreren Etappen erfolgt und habe insgesamt Ã¼ber 2'000 m Geleise sowie knapp 4'000 m<sup>2</sup> BelÃ¤ge umfasst. <span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bezeichnet diese beiden Referenzen als ungenÃ¼gend.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>3.5.3 </b>Der VergabebehÃ¶rde steht nicht nur bei der Festlegung der Eignungskriterien, sondern auch bei der Bewertung derselben ein grosses Ermessen zu. Dies gilt namentlich auch beim Entscheid darÃ¼ber, ob eine Referenzarbeit mit der ausgeschriebenen Arbeit als vergleichbar erachtet wird (VGr, 30. Juli 2015, VB.2015.00365, E. 4.1; Galli et al., S. 241 f., Rz. 565).</p> <p class="Urteilstext">Beide angegebenen Referenzprojekte Ã¼bersteigen die von der Beschwerdegegnerin geforderte minimale Auftragssumme von Fr. 100'000.- pro Jahr und deren AusfÃ¼hrung liegt nicht weiter als fÃ¼nf Jahre zurÃ¼ck. Da die Ausschreibungsunterlagen dazu keine Vorgaben enthielten, lag es im Ermessen der VergabebehÃ¶rde, bei ihrer Beurteilung unberÃ¼cksichtigt zu lassen, ob die Mehrwertsteuer in der angegebenen Auftragssumme enthalten ist oder nicht. § 2 Abs. 1 SubmV, wonach die Mehrwertsteuer bei der Berechnung des Auftragswerts nicht zu berÃ¼cksichtigen ist, steht dem nicht entgegen, da hier nicht die Schwellenwertberechnung infrage steht. Ebenso wenig wurden konkrete EinschrÃ¤nkungen bezÃ¼glich der im Auftragswert enthaltenen Kosten gemacht. Wie hoch die darin enthaltenen Transportkosten ausgefallen waren, ist folglich fÃ¼r das Erreichen des Grenzwerts nicht relevant. Weitere Beweisabnahmen, wie sie die BeschwerdefÃ¼hrerin bezÃ¼glich detaillierten Abrechnungen zu den Referenzobjekten verlangt, sind daher entbehrlich. Die Beschwerdegegnerin hat mit der PrÃ¤zisierung, dass die Auftragssumme auch auf einen gesamten Jahresauftrag bezogen sein kÃ¶nne, zum Ausdruck gebracht, dass die Referenz auch mehrere Bauetappen bzw. die wiederholte Leistungserbringung bei derselben Auftraggeberin umfassen darf. Dass die beiden in den Jahren 2011 bzw. 2014 ausgefÃ¼hrten Referenzprojekte je zwei Ã¶rtlich und zeitlich getrennte Gleisbaustellen umfassen, steht daher der ErfÃ¼llung der gestellten Rahmenbedingungen ebenfalls nicht entgegen. </p> <p class="Urteilstext">Dass die verlangte Mindestauftragssumme der Referenzprojekte bei weitem nicht an die ausgeschriebenen Arbeiten herankommt, hat auf die Beurteilung der Eignung keinen Einfluss. Die VergabebehÃ¶rde darf sich durchaus mit Referenzen begnÃ¼gen, welche einen kleineren Umfang als die nachgefragte Leistung aufweisen. Im Gegenteil wÃ¤re es allenfalls problematisch gewesen, hÃ¤tte sie Referenzen mit einem den ausgeschriebenen Arbeiten Ã¤hnlich hohen Auftragswert verlangt. Denn dadurch wÃ¤re ein wirksamer Wettbewerb verunmÃ¶glicht worden, da lediglich die BeschwerdefÃ¼hrerin als bisherige Vertragspartnerin innerhalb der letzten fÃ¼nf Jahre solche hÃ¤tte vorweisen kÃ¶nnen (vgl. dazu VGr, 30. Juli 2015, VB.2015.00365, E. 4.1 mit weiteren Hinweisen). Massgebend ist, dass die VergabebehÃ¶rde aus den angefÃ¼hrten Referenzen schliessen konnte, ob die Anbieterin fÃ¤hig ist, die nachgefragten Arbeiten zu erbringen, was vorliegend der Fall ist. Bei ihrer Beurteilung <span>durfte sie sich im Rahmen ihres Ermessens auf die Referenzangaben der Mitbeteiligten verlassen. Es besteht grundsÃ¤tzlich weder eine Pflicht, die Richtigkeit der Referenzangaben zu Ã¼berprÃ¼fen, noch sich bei den Referenzgebern nach der Leistung zu erkundigen (VGr, 8. August 2013, VB.2012.00858, E. 9.1). </span>Im Ãbrigen dÃ¼rfte sie nach der Rechtsprechung grundsÃ¤tzlich auch Erfahrungen aus einem frÃ¼heren AuftragsverhÃ¤ltnis in die Bewertung miteinbeziehen (VGr, 10. Dezember 2015, VB.2015.00513, E. 5.2 mit Hinweisen).</p> <p class="Urteilstext">Entgegen dem Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrerin beinhalteten die ausgefÃ¼hrten Arbeiten sodann nicht nur den RÃ¼ckbau der Gleise. Gleichzeitig wurden auch die BelÃ¤ge und der Oberbeton, sowie in einem Fall auch der Unterbeton, im Umfang von mehreren Tausend Quadratmetern abgebrochen und zerkleinert. Auch wenn der Umfang in Quadrat- und nicht in Kubikmetern angegeben wurde, ist nicht nachvollziehbar, inwiefern es sich dabei nicht um "etwas Dreidimensionales" handeln sollte. Sodann waren der Verlad und Abtransport des Aushubmaterials, die Kieseinbringung und die Erstellung der Planie fÃ¼r den Nachweis der Eignung nicht gefordert. Ebenso wenig wurde dafÃ¼r verlangt, dass die gesamten Bauleistungen aus einer Hand zu erbringen wÃ¤ren. Im Gegenteil durfte fÃ¼r Werkleitungsbau gemÃ¤ss Ausschreibung auch die Referenz eines Subunternehmens angegeben werden. Verlangt wurde gemÃ¤ss Vertragsentwurf hingegen, dass die Anbieterin die gesamte Verantwortung Ã¼bernimmt. Die Bildung von Arbeitsgemeinschaften war daher ausgeschlossen. Dies war indessen fÃ¼r die Beurteilung der Eignung nicht relevant. Dass die Beschwerdegegnerin die angefÃ¼hrten Arbeiten als ausreichende Erfahrung mit dem Abbruch von grossen Kubaturen bzw. Aushub genÃ¼gen liess und die Eignung der Mitbeteiligten bejahte, ist daher insgesamt nicht zu beanstanden. Sie hat bei ihrer Beurteilung den ihr zustehenden Ermessensspielraum nicht Ã¼berschritten.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Angebot der Mitbeteiligten weder aufgrund von Vorbehalten noch einer nachtrÃ¤glichen Ãnderung oder mangels Eignung vom Verfahren hÃ¤tte ausgeschlossen werden mÃ¼ssen. Es ist damit im Weiteren zu prÃ¼fen, ob sich die RÃ¼gen der BeschwerdefÃ¼hrerin hinsichtlich der Bewertung als berechtigt erweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Im Folgenden ist auf die Bewertung der Offerten soweit einzugehen, als sie von der BeschwerdefÃ¼hrerin beanstandet wird. Dabei ist allerdings zu beachten, dass der VergabebehÃ¶rde beim Urteil darÃ¼ber, welches Angebot anhand der Zuschlagskriterien das wirtschaftlich gÃ¼nstigste sei, ein erheblicher Beurteilungsspielraum zusteht (VGr, 7. Mai 2015, VB.2014.00521, E. 3.5; 28. August 2014, VB.2014.00300, E. 6.4). In dieses Ermessen greift das Verwaltungsgericht, dem keine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit des Entscheids zusteht (Art. 16 Abs. 2 IVÃ¶B; § 50 Abs. 2 VRG), nicht ein. Zu prÃ¼fen ist dagegen eine allfÃ¤llige Ãberschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens (Art. 16 Abs. 1 lit. a IVÃ¶B; vgl. § 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. a VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>GemÃ¤ss Ausschreibungsunterlagen erfolgte die Bewertung anhand der Zuschlagskriterien "Gesamtpreis" (55 %), "Technischer Bericht" (35 %) und "Ausbildung und Referenzen der SchlÃ¼sselpersonen" (10 %). </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.1 </b>Im Zuschlagskriterium "<i>Technischer Bericht</i>" wurde das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin mit 171.11 und dasjenige der Mitbeteiligten mit 157,5 Punkten von total 175 Punkten bewertet. Mit dem Technischen Bericht sollten gemÃ¤ss Ausschreibungsunterlagen der Zugang zur gestellten Aufgabe sowie die gemachten Angaben auf ihre PlausibilitÃ¤t Ã¼berprÃ¼ft werden. AnlÃ¤sslich des Debriefings gab die Beschwerdegegnerin bekannt, dieses Zuschlagskriterium anhand folgender Unterkriterien bewertet zu haben:</p> <p class="Urteilstext"><span>- Technischer Bericht</span></p> <p class="Urteilstext"><span>- Eingesetztes RÃ¼ckbausystem</span></p> <p class="Urteilstext"><span>- Ressourcen</span></p> <p class="Urteilstext"><span>- AusfÃ¼hrungstermine</span></p> <p class="Urteilstext"><span>- Logistikkonzept</span></p> <p class="Urteilstext"><span>- Bestimmen der PlaniehÃ¶he</span></p> <p class="Urteilstext"><span>- Schnittstellen</span></p> <p class="Urteilstext"><span>- QualitÃ¤tssicherung und Arbeitssicherheit</span></p> <p class="Urteilstext"><span>- Umgang mit Technologiewandel</span></p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r diese Unterkriterien wurden je maximal 5 Punkte vergeben. Die jeweils erreichten Punktzahlen zeigte die Beschwerdegegnerin beim Debriefing anhand eines Balkendiagramms auf, in welchem die beiden Angebote gegenÃ¼bergestellt wurden. Die RÃ¼ge der BeschwerdefÃ¼hrerin, ihr sei die genaue Bewertung und Gewichtung dieser Unterkriterien sowie die exakten Punktzahlen vorenthalten worden, erweist sich nach GewÃ¤hrung der Einsicht in den Report der Resultatedetails, wo diese im Einzelnen aufgefÃ¼hrt werden, als hinfÃ¤llig.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt vor, die identische Bewertung ihres Angebots im Unterkriterium "Schnittstellen" mit demjenigen der Mitbeteiligten sei willkÃ¼rlich. Diese erbringe die Arbeiten im Gegensatz zu ihr nicht aus einer Hand, sondern lasse den Werkleitungsbau durch eine Subunternehmerin ausfÃ¼hren.</p> <p class="Urteilstext">Der Report nennt als Anforderung in diesem Kriterium die Definition der wichtigsten Schnittstellen zur Auftraggeberin wÃ¤hrend der Bauphase bezÃ¼glich des Informationsaustauschs. Entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrerin wurden in diesem Unterkriterium demzufolge nicht die Schnittstellen zwischen Gleisabbruch und Werkleitungsbau beurteilt. Das Vorbringen der Beschwerdegegnerin lÃ¤uft daher ins Leere. Die BegrÃ¼ndung der Beschwerdegegnerin, wonach die Schnittstellen bezÃ¼glich des Informationsaustausches zwischen ihr und den Anbieterinnen jeweils gleich ausgestaltet seien und Ã¼ber das SchlÃ¼sselpersonal erfolge, erweist sich als nachvollziehbar. Die Gleichbewertung ist damit nicht zu beanstanden.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Im Zuschlagskriterium "<i>SchlÃ¼sselpersonen</i>" erzielte das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin 45 und dasjenige der Mitbeteiligten 46 von insgesamt 50 erreichbaren Punkten. Die Beschwerdegegnerin fÃ¼hrt zu ihrer Bewertung aus, beide Anbieterinnen hÃ¤tten als Referenzobjekte die fÃ¼r sie in der Vergangenheit ausgefÃ¼hrten GleisabbrÃ¼che bezeichnet. Die jeweiligen SchlÃ¼sselpersonen beider Anbieterinnen seien ihr bestens bekannt und sie habe mit diesen sehr gute Erfahrungen gemacht. Beide verfÃ¼gten zudem Ã¼ber jahrzehntelange Erfahrung im Gleisabbruch. Den hÃ¶heren Abzug beim Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin erklÃ¤rt sie mit dem fehlenden BaufÃ¼hrerdiplom der SchlÃ¼sselperson. Die BeschwerdefÃ¼hrerin kritisiert diese Bewertung als willkÃ¼rlich und bringt vor, es gebe keine weiteren BaufÃ¼hrer, welche Ã¼ber mehr Erfahrung verfÃ¼gten und besser mit dem Beschaffungsgegenstand vertraut seien, als die in der Offerte angegebenen.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.1 </b>Die Bewertung des Zuschlagskriteriums "SchlÃ¼sselpersonen" erfolgte anhand der Unterkriterien berufliche Aus- und Weiterbildung, Dauer der TÃ¤tigkeit in der Baubranche und im Unternehmen sowie Nennung eines Referenzprojekts samt Leistungsumfang und Funktion bzw. Aufgaben der SchlÃ¼sselperson. Der BaufÃ¼hrer und dessen Stellvertreter wurden anhand dieser fÃ¼nf Unterkriterien mit je 5 Punkten bewertet und konnten damit insgesamt je 25 Punkte erreichen.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.2 </b>Der BaufÃ¼hrer der Mitbeteiligten ist seit 29 Jahren in der Baubranche tÃ¤tig, seit 14 Jahren im Unternehmen und weist eine 19-jÃ¤hrige Berufserfahrung als BaufÃ¼hrer vor. DemgegenÃ¼ber verfÃ¼gt der BaufÃ¼hrer der BeschwerdefÃ¼hrerin mit 14 Jahren Ã¼ber etwas weniger Erfahrung als BaufÃ¼hrer und ist mit 25 Jahren auch etwas weniger lang in der Baubranche tÃ¤tig, dagegen bereits seit 19 Jahren im Unternehmen. Deren Gleichbewertung im Unterkriterium Dauer der TÃ¤tigkeit in der Baubranche und im Unternehmen ist bei dieser Sachlage, wo beide BaufÃ¼hrer Ã¼ber eine derart lange Erfahrung verfÃ¼gen, das die Differenz von wenigen Jahren nicht mehr ins Gewicht fÃ¤llt, nachvollziehbar und liegt im Ermessen der BehÃ¶rde.</p> <p class="Urteilstext">Dasselbe gilt auch fÃ¼r die (Gleich-)Bewertung der stellvertretenden BaufÃ¼hrer in diesem Unterkriterium: Die Mitbeteiligte setzt hier einen BaufÃ¼hrer ein, welcher eine Berufserfahrung von 25 Jahren und 38 Jahren TÃ¤tigkeit in der Baubranche und in ihrem Unternehmen vorweisen kann. Der stellvertretende BaufÃ¼hrer der Mitbeteiligten, J, verfÃ¼gt gar Ã¼ber 32 Jahre Berufserfahrung und 41 Jahre TÃ¤tigkeit in der Baubranche, davon 29 Jahre im Unternehmen. Der Einwand der BeschwerdefÃ¼hrerin, J arbeite nicht mehr im Unternehmen, erscheint zwar auf den ersten Blick berechtigt. Er ist in der Tat auf der im Internet publizierten Liste der Ansprechpersonen nicht mehr aufgefÃ¼hrt und seit dem 2. September 2015 gemÃ¤ss Schweizerischem Handelsamtsblatt auch nicht mehr zeichnungsberechtigt. Mit Jahrgang 1951 wird er zudem noch in diesem Jahr das Pensionsalter erreichen. Die Mitbeteiligte und die Beschwerdegegnerin fÃ¼hrten jedoch glaubhaft aus, dass J auch darÃ¼ber hinaus fÃ¼r die Mitbeteiligte arbeiten und im streitbetroffenen Auftrag eingesetzt wÃ¼rde. Dazu reichte die Mitbeteiligte einen von diesem am 23. Juli 2015 â also kurz nach Ablauf der Eingabefrist am 16. Juli 2015 â unterzeichneten Beleg ins Recht. Darin bestÃ¤tigt er, auch nach seinem Pensionierungsdatum fÃ¼r Abschlussarbeiten oder bei EngpÃ¤ssen auf Stundenlohnbasis BaufÃ¼hrerarbeiten auszufÃ¼hren. Damit ist es nicht zu beanstanden, wenn die VergabebehÃ¶rde auf die Angabe der Mitbeteiligten zur Referenzperon "stellvertretender BaufÃ¼hrer" abstellt. Sie durfte zulÃ¤ssigerweise davon ausgehen, dass J bereit sei, die stellvertretende Funktion weiterhin zu Ã¼bernehmen.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.3 </b>Dass der BaufÃ¼hrer der BeschwerdefÃ¼hrerin nie ein Diplom zum BaufÃ¼hrer erworben hat, ist zu Recht unbestritten geblieben. In den Akten befindet sich denn auch lediglich das Diplom des stellvertretenden BaufÃ¼hrers. Der Abzug von einem Punkt bei der Person des BaufÃ¼hrers im Unterkriterium der beruflichen Aus- und Weiterbildung ist daher zu Recht erfolgt. Dass er Ã¼ber eine sehr grosse Berufserfahrung verfÃ¼gt, wurde bereits im Unterkriterium Dauer der TÃ¤tigkeit berÃ¼cksichtigt. Das Argument, dass eine langjÃ¤hrige Erfahrung ein fehlendes Diplom wettmachen wÃ¼rde, verfÃ¤ngt daher nicht. Die Beschwerdegegnerin hat diesen Umstand zu Recht in diesem Kriterium nicht erneut berÃ¼cksichtigt, sondern allein den Ausbildungsstand bewertet.</p> <p class="Urteilstext">Hingegen ist im Unterkriterium der beruflichen Aus- und Weiterbildung auch beim stellvertretenden BaufÃ¼hrer der Mitbeteiligten ein Punkt abzuziehen. In der Offerte hatte die Mitbeteiligte beim BaufÃ¼hrer aufgefÃ¼hrt, dass dieser im Jahr 1996 ein BaufÃ¼hrerdiplom erworben habe. Indessen gab sie fÃ¼r ihren stellvertretenden BaufÃ¼hrer unter Ausbildung lediglich "BaufÃ¼hrer" an. Im zweiten Schriftenwechsel fÃ¼hrte die Beschwerdegegnerin aus, dies Ã¼bersehen zu haben. Die Mitbeteiligte selbst hat dazu keine Stellung genommen. Doch stellt ein fehlendes Diplom auch ihrer Ansicht nach einen sachlichen Grund fÃ¼r eine Schlechterbewertung dar. </p> <p class="Urteilstext">Die Angebote beider Anbieterinnen sind demzufolge im Kriterium "SchlÃ¼sselpersonen" mit je 45 Punkten zu bewerten. Insgesamt erreicht das Angebot der Mitbeteiligten damit noch 477,5 Punkte. Dagegen bleibt die Bewertung des Angebots der BeschwerdefÃ¼hrerin mit 474,6 Punkten unverÃ¤ndert.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Zusammengefasst erweist sich die Bewertung der Zuschlagskriterien in allen gerÃ¼gten Punkten als nachvollziehbar. Einzig beim Angebot der Mitbeteiligten ist das Zuschlagskriterium "SchlÃ¼sselpersonen" um einen Punkt tiefer zu bewerten. Insgesamt liegt das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin jedoch nach wie vor hinter demjenigen der Mitbeteiligten zurÃ¼ck. GrÃ¼nde, welche zu dessen Ausschluss hÃ¤tten fÃ¼hren mÃ¼ssen, bestehen nach dem Gesagten nicht. Die Erteilung des Zuschlags an die Mitbeteiligte ist daher nicht zu beanstanden. Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die BeschwerdefÃ¼hrerin kostenpflichtig (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihr von vornherein nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Hingegen ist sie zu einer EntschÃ¤digung an die Beschwerdegegnerin zu verpflichten (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG), wobei zu berÃ¼cksichtigen ist, dass diese mit der Beschwerdeantwort teilweise nur die ihr obliegende BegrÃ¼ndung des Vergabeentscheids nachgeholt hat. Ebenso hat sie </span>die Mitbeteiligte fÃ¼r deren Aufwendungen angemessen zu entschÃ¤digen.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>Der Auftragswert Ã¼bersteigt den im Staatsvertragsbereich massgeblichen Schwellenwert (Art. </span><span>1 lit. c der Verordnung des WBF vom 23. November 2015 Ã¼ber die Anpassung der Schwellenwerte im Ã¶ffentlichen Beschaffungswesen fÃ¼r die Jahre 2016 und 2017 [SR 172.056.12]</span><span>). Gegen diesen Entscheid ist daher die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) zulÃ¤ssig, sofern sich eine Rechtsfrage von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellt (Art. 83 lit. f BGG); andernfalls steht nur die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 20'000.-; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 250.- Zustellkosten,<br/> Fr. 20'250.- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. <span>Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>4. <span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, der Beschwerdegegnerin eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'000.- und der Mitbeteiligten eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 4'000.- zu entrichten, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Urteils.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellt, Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Sofern diese nicht zulÃ¤ssig ist, kann subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerden sind innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>