<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2013.00486</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=213622&amp;W10_KEY=4467109&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2013.00486</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 18.12.2013</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Zulässigkeit der Nichterteilung einer Aufenthaltsbewilligung aufgrund einer lediglich aus einem ausländischen Strafregisterauszug ersichtlichen Vorstrafe<br/><br/>[Der seit 2007 mit einer hier niedergelassenen Landsfrau verheiratete Beschwerdeführer ist gemäss Zentralregisterauszug des deutschen Bundesamts für Justiz 2004 zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 1 1/2 Jahren verurteilt worden und hat während seines hiesigen Aufenthalts weitere minderschwere Delikte begangen. Infolge Ehetrennung wurde 2009 die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers rechtskräftig widerrufen und der Beschwerdeführer verliess die Schweiz. Nachdem sich die Ehegatten wieder angenähert hatten, beantragte der Beschwerdeführer eine Einreise- und Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner hier niedergelassenen Ehefrau, welche aufgrund der früheren Delinquenz des Beschwerdeführers verweigert wurde.]<br/><br/>Beschwerdegegenstand bilden vorliegend allein die abgewiesenen Gesuche um Bewilligung der Einreise und des Aufenthalts, nicht jedoch der vorangegangene und bereits rechtskräftige Bewilligungswiderruf infolge der Trennung der Ehegatten. Kein Vertrauensschutz aufgrund früherer Bewilligungserteilungen nach der primär wegen der Ehetrennung und nicht wegen der früheren Delinquenz des Beschwerdeführers erfolgten Widerrufung der Aufenthaltsbewilligung 2009 (E. 2.3.3). Mit der Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft lebt der Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung grundsätzlich wieder auf (Art. 43 Abs. 1 AuG, Art. 8 Abs. 1 EMRK, Art. 13 Abs. 1 BV), soweit keine Widerrufsgründe nach Art. 62 AuG vorliegen, insbesondere keine Verurteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe (lit. b) gegeben ist. Letzteres ist bei einer durch ein ausländisches Gericht ausgesprochenen Strafe von mehr als einem Jahr anzunehmen, falls das ausländische Urteil rechtsstaatlichen Grundsätzen genügt und das infrage stehende Delikt nach schweizerischer Rechtsordnung als Verbrechen oder Vergehenaufzufassen wäre, für welches auch in der Schweiz eine überjährige Strafe auszusprechen gewesen wäre (E. 2.3.1). Selbst wenn die Rechtsstaatlichkeit des ausländischen Verfahrens und die Authentizität der eingereichten Belege ausser Frage steht, darf eine im Ausland ausgesprochene Verurteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe jedoch höchstens dann allein anhand des (ausländischen) Strafregisterauszugs angenommen werden, wenn die erforderliche Tatschwere bereits aufgrund der aus dem Auszug ersichtlichen Delikte und der ausgesprochenen Strafen augenfällig ist und ein begründetes Urteil oder weitere aussagekräftige Dokumente wie z.B. eine Anklageschrift oder Einvernahmeprotokolle nicht vorhanden oder auch unter zumutbarer Mitwirkung des Beschwerdeführers (Art. 90 AuG und § 7 Abs. 2 VRG) nicht erhältlich sind. Da der in den Akten liegende Zentralregisterauszug keine verlässliche Qualifikation der Delikte zulässt, die Taten bereits einige Zeit zurück liegen, die ausgesprochenen Strafen nicht massiv über der bundesgerichtlichen Einjahresgrenze liegen und unter ausländischer Jurisdiktion ausgefällt wurden, rechtfertigt sich die Rückweisung an die Vorinstanz zur weiteren Sachverhaltserstellung. Insbesondere ist zu klären, ob eine Urteilsbegründung oder eine dem Urteil zugrundeliegende Anklageschrift vorhanden und â allenfalls unter Mitwirkung des Beschwerdeführers â beschaffbar gewesen wäre (E. 2.3.4). Kostenauflage und Abweisung des UP/URB-Gesuchs mangels ausreichender Substanziierung der Mittellosigkeit (E. 3 und 4). Rechtsmittelbelehrung (E. 5). Teilweise Gutheissung und Rückweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLÃNDISCHES URTEIL">AUSLÃNDISCHES URTEIL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃNGERFRISTIGE FREIHEITSSTRAFE">LÃNGERFRISTIGE FREIHEITSSTRAFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHZUGSANSPRUCH">NACHZUGSANSPRUCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFREGISTER">STRAFREGISTER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBSTANTIIERUNGSPFLICHT">SUBSTANTIIERUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBSTANZIIERUNGSPFLICHT">SUBSTANZIIERUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHE RECHTSPFLEGE (UP/URB)">UNENTGELTLICHE RECHTSPFLEGE (UP/URB)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSUCHUNGSPFLICHT">UNTERSUCHUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERRUF DER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">WIDERRUF DER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 43 Abs. I AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 51 Abs. II lit. b AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 62 lit. b AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 90 AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 93 BGG</span><br/><span class="gerade">Art. 13 Abs. I BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/><span class="gerade">Art. 6 Abs. I EMRK</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 Abs. I EMRK</span><br/><span class="gerade">§ 7 Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 16 Abs. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 70 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=21393" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2013.00486</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">18. Dezember 2013</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Felix Blocher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. B, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText">beide vertreten durch FÃ¼rsprecher C, </p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Aufenthaltsbewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Der 1980 geborene A StaatsangehÃ¶riger von N wurde am 2. November 2004 durch das Amtsgericht E (Deutschland) wegen Raubs mit KÃ¶rperverletzung und Diebstahls mit KÃ¶rperverletzung zu einer bedingten Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt, nachdem er bereits am 30. April und 29. Juli 1999 (Datum der Rechtskraft) durch das Amtsgericht F (Deutschland) wegen mehrfachen Diebstahls geringwertiger Sachen und vorsÃ¤tzlichen Gebrauchs eines Fahrzeugs ohne Haftpflichtversicherungsvertrag zu Geldstrafen von 15 bzw. 20 TagessÃ¤tzen zu je DM 20.- und einem Monat Fahrverbot verurteilt wurde. Die Freiheitsstrafe wurde spÃ¤ter von der Staatsanwaltschaft E (Deutschland) zur Vollstreckung ausgeschrieben. </p> <p class="Sachverhalt2">Danach hielt sich A illegal in der Schweiz auf und wurde deswegen am 11. April 2007 in G von der Polizei verhaftet, am 13. April 2007 wegen des Verstosses gegen Art. 23 Abs. 1 des Bundesgesetzes Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder vom 26. MÃ¤rz 1931 (ANAG) mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft H mit einer Freiheitsstrafe von 30 Tagen bestraft und â nachdem die deutschen BehÃ¶rden auf eine Auslieferung verzichtet hatten â tags darauf nach O ausgeschafft.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 27. April 2007 heiratete A in N die im Kanton ZÃ¼rich niedergelassene Landsfrau B, und reiste am 7. August 2007 erneut in die Schweiz ein, worauf ihm am 16. August 2007 eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner hier niedergelassenen Ehefrau erteilt und in der Folge mehrmals verlÃ¤ngert wurde. Im 2007 ging aus der Ehe die Tochter D hervor, welche wie ihre Mutter die Niederlassungsbewilligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich besitzt.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft I vom 6. November 2008 wurde A wegen Hehlerei, Fahrens in fahrunfÃ¤higem Zustand (qualifizierte Blutalkoholkonzentration) und trotz FÃ¼hrerausweisentzugs schuldig befunden und mit einer bedingten Geldstrafe von 90 TagessÃ¤tzen zu je Fr. 80.- und einer Busse von Fr. 1'500.- bestraft sowie deswegen am 17. Dezember 2008 auslÃ¤nderrechtlich verwarnt. Mit weiteren Strafbefehlen genannter Staatsanwaltschaft wurde er am 7. August 2009 wegen NÃ¶tigung mit 240 Stunden gemeinnÃ¼tziger Arbeit und einer Busse von Fr. 600.- sowie am 25. November 2009 mit 360 Stunden gemeinnÃ¼tziger Arbeit wegen versuchten Diebstahls, SachbeschÃ¤digung und Hausfriedensbruchs bestraft. Es folgten weitere Strafbefehle der Staatsanwaltschaft P vom 13. Januar 2010 und der Staatsanwaltschaft J vom 24. MÃ¤rz 2011 wegen Fahrens in fahrunfÃ¤higem Zustand (qualifizierte Blutalkoholkonzentration) bzw. trotz Entzugs des FÃ¼hrerscheins, mit verhÃ¤ngten Strafen von 360 Stunden gemeinnÃ¼tziger Arbeit bzw. Geldstrafe von 20 TagessÃ¤tzen zu je Fr. 70.-.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>AnlÃ¤sslich einer am 6. Oktober 2009 durchgefÃ¼hrten Eheschutzverhandlung wurde vom Einzelrichter des Bezirksgerichts K von der bereits am 15. Juli 2009 erfolgten Trennung der Ehegatten Vormerk genommen. Aufgrund der Trennung und seiner strafrechtlichen Verfehlungen widerrief das Migrationsamt mit unangefochten gebliebener und rechtskrÃ¤ftig gewordener VerfÃ¼gung vom 22. Dezember 2009 die Aufenthaltsbewilligung von A und wies ein am 10. MÃ¤rz 2010 gestelltes WiedererwÃ¤gungsgesuch ab, worauf A im MÃ¤rz 2010 aus der Schweiz ausreiste. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>E. </b>Nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer am 29. November 2010 ohne das erforderliche Visum in die Schweiz einreiste und selbentags in L verhaftet wurde, wurde er am 26. Januar 2011 erneut aus der Schweiz weggewiesen und aufgefordert, das Land nach Beendigung seines Strafvollzugs unverzÃ¼glich zu verlassen. Ein am 18. Januar 2011 gestelltes Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich wurde hierbei bis zum Nachweis seiner erfolgten Ausreise sistiert und ein hiergegen eingereichter Rekurs am 14. Februar 2011 von der Sicherheitsdirektion abgewiesen. Nach seiner erneuten Ausreise aus der Schweiz beantragte A am 16. August 2012 (von ihm datiert mit 2. August 2012) bei der Schweizer Vertretung in M eine Einreisebewilligung zum Verbleib bei seiner im Kanton ZÃ¼rich niedergelassenen Ehefrau. Beide Gesuche wurden mit VerfÃ¼gung des Migrationsamts vom 11. Januar 2013 abgewiesen. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Ein hiergegen von </span>A<span> und B erhobener Rekurs wurde mit Entscheid vom 27.</span> <span>Mai 2013 durch die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion abgewiesen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 27.</span> <span>Juni 2013 liessen </span>A<span> und B dem Verwaltungsgericht beantragen, es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und A die Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, eventualiter sei die Streitsache zur weiteren AbklÃ¤rung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. Weiter beantragten sie </span>die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und die Bestellung ihres Rechtsvertreters im Beschwerdeverfahren als unentgeltlichen Rechtsbeistand sowie <span>die Zusprechung einer durch die Vorinstanz zu leistenden EntschÃ¤digung von Fr.</span> <span>1'800.-, eventualiter sei den BeschwerdefÃ¼hrenden </span>(auch) <span>fÃ¼r das vorinstanzliche Verfahren die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung bzw. unentgeltliche Rechtsvertretung zu gewÃ¤hren. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>WÃ¤hrend sich das Migrationsamt nicht vernehmen liess, verzichtete die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion auf eine Vernehmlassung.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen nur Rechtsverletzungen und fÃ¼r den Entscheid erhebliche, unrichtige oder ungenÃ¼gende Sachverhaltsfeststellungen gerÃ¼gt werden (§ 50 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. a und b des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Die Handhabung des Ermessens durch die Vorinstanz Ã¼berprÃ¼ft das Verwaltungsgericht lediglich auf Ãber- oder Unterschreitung sowie Missbrauch (§ 50 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. a VRG; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 50 N. 70 ff.).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden beantragen, dass sie zur Verschaffung eines persÃ¶nlichen Eindrucks und zur Belegung ihrer aktuellen LebensverhÃ¤ltnisse persÃ¶nlich zu befragen seien. Weil das Verfahren vor Verwaltungsgericht im Regelfall schriftlich ist (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 7 N. 18), sich ein Anspruch auf mÃ¼ndliche AnhÃ¶rung auch nicht aus Art. 29 Abs. 2 der Schweizerischen Bundesverfassung (BV) oder Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) ergibt (vgl. BGE 134 I 140 E. 5) und sich die BeschwerdefÃ¼hrenden bereits im vorinstanzlichen Verfahren und im Rahmen ihrer Beschwerdeschrift hinreichend schriftlich Ã¤ussern konnten, ist eine persÃ¶nliche respektive mÃ¼ndliche Befragung nicht notwendig.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen zusammenfassend geltend, dass der Widerruf respektive die Nichterteilung der Aufenthaltsbewilligung unzulÃ¤ssig respektive unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig gewesen sei, da die meisten Straftaten geringfÃ¼giger Natur gewesen und vor den damaligen LebensumstÃ¤nden zu wÃ¼rdigen seien. Die bedingte Freiheitsstrafe des Amtsgerichts E </span>(Deutschland) <span>vom 2.</span> <span>November 2004 kÃ¶nne nicht als massgebend betrachtet werden, habe sie doch weder bei der Erteilung noch beim Widerruf der Aufenthalts</span>­<span>bewilligung eine massgebliche Rolle gespielt. </span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Da der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung vom 22. Dezember 2009 unangefochten geblieben und in Rechtskraft erwachsen ist, bilden allein die mit VerfÃ¼gung vom 11. Januar 2013 abgewiesenen Gesuche um Bewilligung der Einreise und Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei der Ehefrau vom 18. Januar 2011 und 2. August 2012 (recte: 16. August 2012) und nicht der vorangegangene Bewilligungswiderruf Verfahrensgegenstand. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der auslÃ¤ndische Ehegatte einer hier niedergelassenen Person hat Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn diese mit ihm zusammenwohnt (Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder vom 16. Dezember 2005 [AuG]). Ein entsprechender Anspruch lÃ¤sst sich bei tatsÃ¤chlich gelebter und intakter familiÃ¤rer Beziehung zu Personen mit gefestigtem hiesigen Anwesenheitsrecht zudem auch aus dem durch Art. 8 Abs. 1 EMRK und dem inhaltlich gleichwertigen Art. 13 Abs. 1 BV geschÃ¼tzten Recht auf Familienleben ableiten (vgl. BGE 130 II 281 E. 3.1)</p> <p class="Urteilstext"><span>Nachdem sich die Ehegatten zunÃ¤chst getrennt und Scheidungsabsichten geÃ¤ussert haben, haben sie sich gemÃ¤ss Ã¼bereinstimmenden Angaben wieder angenÃ¤hert, so dass derzeit wieder von einer gelebten Ehegemeinschaft auszugehen ist. Damit besteht grundsÃ¤tzlich (wieder) ein Recht auf Ehegattennachzug.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.1 </b>Der entsprechende Anspruch auf Familiennachzug erlischt gemÃ¤ss Art. 51 Abs. 2 lit. b AuG jedoch unter anderem, wenn WiderrufsgrÃ¼nde nach Art. 62 AuG vorliegen. Insbesondere kann eine Aufenthaltsbewilligung widerrufen (respektive muss nicht verlÃ¤ngert oder erteilt werden), wenn die AuslÃ¤nderin oder der AuslÃ¤nder zu einer lÃ¤ngerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde (Art. 62 lit. b AuG). Eine solche ist grundsÃ¤tzlich dann gegeben, <span>wenn</span> die auslÃ¤ndische Person zu einer Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr verurteilt wurde (BGE 135 II 377 E. 4.2; BGE 137 II 297 E. 2). </p> <p class="Erwgung3">Hierbei spielt es grundsÃ¤tzlich keine Rolle, ob die entsprechende Strafe durch ein in- oder auslÃ¤ndisches Gericht ausgesprochen wurde, sofern das infrage stehende Delikt auch nach schweizerischer Rechtsordnung als Verbrechen oder Vergehen aufzufassen wÃ¤re, das auslÃ¤ndische Urteil rechtsstaatlichen GrundsÃ¤tzen genÃ¼gt und insbesondere die Verteidigungsrechte geachtet wurden sowie anzunehmen ist, dass fÃ¼r vergleichbare Taten auch in der Schweiz eine Ã¼berjÃ¤hrige Strafe ausgesprochen worden wÃ¤re (vgl. BGr, 13. MÃ¤rz 2012, 2C_817/2011, E. 3.1.1). </p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.2 </b>Es ist unbestritten und durch einen Auszug aus dem Zentralregister des deutschen Bundesamts fÃ¼r Justiz vom 13. Dezember 2012 belegt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer am 2. November 2004 vom Amtsgericht E (Deutschland) zu einer Ã¼berjÃ¤hrigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Die Bewilligungsverweigerung durch die Vorinstanzen wurde sodann auch massgeblich â wenngleich nicht ausschliesslich â mit der in Deutschland ausgesprochenen Freiheitsstrafe begrÃ¼ndet. Diese Freiheitsstrafe war der BewilligungsbehÃ¶rde jedoch bereits beim Zulassungsentscheid vom 16. August 2007 und den nachfolgenden VerlÃ¤ngerungsentscheiden bekannt und spielte selbst beim Bewilligungswiderruf vom 22. Dezember 2009 hÃ¶chstens eine untergeordnete Rolle. Es stellt sich deshalb die Frage, inwieweit die vom Amtsgericht E (Deutschland) ausgesprochene Strafe fÃ¼r die hier zu beurteilende Bewilligungsverweigerung noch massgebend sein darf.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.3 </b>GrundsÃ¤tzlich begrÃ¼ndet die vormalige Erteilung oder VerlÃ¤ngerung einer Aufenthaltsbewilligung noch kein schutzwÃ¼rdiges Vertrauen, dass eine solche auch zukÃ¼nftig erteilt oder verlÃ¤ngert werde (vgl. BGr, 22. September 2011, 2C_760/2011, E. 2.3 und altrechtlich BGE 126 II 377 E. 3). Auch die letztendlich ebenfalls auf VertrauensschutzÃ¼berlegungen fussende Praxis, wonach ein nachtrÃ¤glicher Widerruf ausgeschlossen ist, wenn eine Bewilligung trotz Kenntnis eines "fragwÃ¼rdigen Verhaltens" der gesuchstellenden Person erteilt wurde (vgl. Silvia Hunziker in: Martina Caroni/Thomas GÃ¤chter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG], Bern 2010, Art. 62 N. 21; Marc Spescha in: ders. et al., Migrationsrecht, 3. A., ZÃ¼rich 2012, Art. 62 AuG N. 5), ist auf das vorliegende Verfahren nicht unmittelbar anwendbar: Der Bewilligungswiderruf vom 22. Dezember 2009 erfolgte primÃ¤r aufgrund des Wegfalls der Bewilligungsvoraussetzungen nach Art. 43 Abs. 1 AuG infolge der Trennung der Ehegatten sowie des Fehlens nachehelicher Aufenthaltsrechte im Sinn von Art. 50 AuG und nicht wegen der in Deutschland begangenen Delikte, welche allein zur BegrÃ¼ndung eines Eingriffs in das Recht auf Achtung des Familienlebens gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 EMRK beigezogen wurden. Ohnehin ist vorliegend nicht zu beurteilen, inwieweit die BewilligungsbehÃ¶rde bei einem spÃ¤teren Bewilligungswiderruf auch Vorstrafen berÃ¼cksichtigen durften, welche ihnen schon bei der Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung bekannt waren. Vielmehr ist zu beurteilen, ob die BewilligungsbehÃ¶rde bei der erneuten Erteilung einer zwischenzeitlich erloschenen Aufenthaltsbewilligung auf die in Deutschland erwirkten und ihr bereits bekannten Vorstrafen zurÃ¼ckkommen durfte. Da ein allfÃ¤lliges Vertrauen in den Fortbestand der Aufenthaltsbewilligung spÃ¤testens mit der Rechtskraft des Widerrufsentscheids vom 22. Dezember 2009 zerstÃ¶rt worden war, kÃ¶nnen sich die BeschwerdefÃ¼hrenden im zu beurteilenden Verfahren bezÃ¼glich (erneuter) Erteilung der Aufenthaltsbewilligung infolge Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft von vornherein nicht mehr auf Vertrauensschutz berufen. Ein schutzwÃ¼rdiges Vertrauen in den Fortbestand der frÃ¼her bereits einmal erteilten, jedoch aus anderen GrÃ¼nden rechtskrÃ¤ftig widerrufenen Aufenthaltsbewilligung, konnte damit nicht (mehr) verletzt werden (anders hingegen der ansonsten Ã¤hnlich gelagerte Entscheid VGr, 12. September 2012, VB.2012.00378, E. 2). Der Umstand, dass der BeschwerdefÃ¼hrer vormals bereits einmal im Besitz einer Aufenthaltsbewilligung war, wÃ¤re allenfalls bei der fremdenpolizeilichen ErmessensausÃ¼bung mitzuberÃ¼cksichtigen (vgl. BGE 126 II 377 E. 3).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.4 </b>Auch wenn die auslÃ¤ndische Verurteilung zu einer Ã¼berjÃ¤hrigen Freiheitsstrafe unbestritten und belegt ist, fehlen in den Akten sowohl eine Kopie als auch das Original des entsprechenden Urteils des Amtsgerichts E (Deutschland) vom 2. November 2004. Aus dem in den Akten befindlichen deutschen Zentralregisterauszug sind zumindest die Rechtskraft des Entscheids, die begangenen Delikte, das Datum der letzten Tat und die ausgesprochenen Strafen ersichtlich. Hingegen fehlen sowohl Anklageschrift als auch eine allenfalls vorhandene UrteilsbegrÃ¼ndung. Es bleibt deshalb zu prÃ¼fen, ob bereits anhand der rudimentÃ¤ren Angaben aus dem deutschen Zentralregister auf eine lÃ¤ngerfristige Freiheitsstrafe im Sinn von Art. 62 lit. b AuG geschlossen werden darf. </p> <p class="Erwgung4"><b>2.3.4.1 </b>AuslÃ¤ndische Dokumente, welche Ã¼ber die anwendbaren Strafbestimmungen und die Strafzumessung nur unzureichend oder nicht verlÃ¤sslich Auskunft geben, lassen in der Regel keine Subsumtion unter den Begriff der lÃ¤ngerfristigen Freiheitsstrafe im Sinn von Art. 62 lit. b AuG zu (vgl. VGr, 12. September 2012, VB.2012.00378, E. 2 in Bezug auf ein in weiten Teilen unleserliches, auslÃ¤ndisches Haftentlassungsdokument). PraxisgemÃ¤ss entscheidet jedoch primÃ¤r Straftat, -art und -hÃ¶he Ã¼ber die Qualifikation als lÃ¤ngerfristige Freiheitsstrafe<span> (vgl. BGr, 25. Mai 2010, 2C_784/2009, E. 3.4)</span>, weshalb auch nicht grundsÃ¤tzlich auszuschliessen ist, dass ausnahmsweise bereits anhand eines auslÃ¤ndischen Strafregisterauszugs auf eine Verurteilung zu einer lÃ¤ngerfristigen Freiheitsstrafe im Sinn genannter Bestimmung geschlossen werden kann: Dies dÃ¼rfte insbesondere dann gelten, wenn die Rechtstaatlichkeit des auslÃ¤ndischen Verfahrens und die AuthentizitÃ¤t der eingereichten Belege ausser Frage steht, die Tatschwere bereits aufgrund der aus dem Auszug ersichtlichen Delikte und der HÃ¶he der ausgesprochenen Strafe augenfÃ¤llig ist und ein begrÃ¼ndetes Urteil oder weitere aussagekrÃ¤ftige Dokumente â wie z.<span> </span>B. eine Anklageschrift oder Einvernahmeprotokolle â nicht vorhanden oder nicht erhÃ¤ltlich sind. Wenn hingegen entsprechende Dokumente mit zumutbarem Aufwand beschafft werden kÃ¶nnten und die bundesgerichtliche Einjahresgrenze im auslÃ¤ndischen Entscheid nicht massiv Ã¼berschritten wird, rechtfertigt sich das blinde Abstellen auf (auslÃ¤ndische) StrafregisterauszÃ¼ge und den daraus ersichtlichen Strafen ohne Einsichtnahme in an sich greifbare Dokumente nicht. Bei der Beschaffung entsprechender Unterlagen trifft den betroffenen AuslÃ¤nder eine gewisse Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 90 AuG und § 7 Abs. 2 VRG), weshalb er insbesondere auch die bei ihm befindlichen Dokumente zu edieren und allenfalls bei der Beschaffung weiterer Unterlagen im Ausland mitzuwirken hat. </p> <p class="Erwgung4"><b>2.3.4.2 </b>Die vorinstanzlichen Entscheide stÃ¼tzen sich weitgehend auf die lediglich aus dem Zentralregisterauszug des deutschen Bundesamts fÃ¼r Justiz ersichtliche Verurteilung des Amtsgerichts E (Deutschland) vom 2. November 2004. Weitere AbklÃ¤rungen zum dazumaligen Tatablauf wurden nicht vorgenommen, insbesondere wurde auch der BeschwerdefÃ¼hrer nie dazu aufgefordert, weitere Unterlagen einzureichen. Der genannte Zentralregisterauszug lÃ¤sst jedoch nur bedingt eine verlÃ¤ssliche Qualifikation der Delikte zu: So ist beispielsweise die konkrete Tatrolle des BeschwerdefÃ¼hrers, die Schwere der begangenen KÃ¶rperverletzung, die Deliktssumme und â bis auf die im Register vermerkte (letzte) Tat â der zeitliche Ablauf der verschiedenen Straftaten nicht ersichtlich. Gerade weil die Taten bereits einige Zeit zurÃ¼ck und die ausgesprochene Strafe nicht massiv Ã¼ber der vom Bundesgericht festgelegten Einjahresgrenze liegen sowie unter auslÃ¤ndischer Jurisdiktion ausgefÃ¤llt wurden, rechtfertigt sich die RÃ¼ckweisung an die Vorinstanz zur weiteren Sachverhaltserstellung, zumal das Migrationsamt und die Vorinstanz ihrer Untersuchungspflicht gemÃ¤ss § 7 Abs. 1 VRG nicht ausreichend nachgekommen sind. Insbesondere wÃ¤re zu klÃ¤ren gewesen, ob eine UrteilsbegrÃ¼ndung oder zumindest eine dem Urteil zugrundeliegende Anklageschrift vorhanden und beschaffbar gewesen wÃ¤re, wobei der BeschwerdefÃ¼hrer im Rahmen seiner Mitwirkungspflichten allenfalls auch hÃ¤tte verpflichtet werden kÃ¶nnen, bei der Dokumentenbeschaffung im zumutbaren Ausmass mitzuhelfen. </p> <p class="Erwgung4">Dem erst nach genannten AbklÃ¤rungen eruierbaren Ã¶ffentlichen Fernhalteinteresse ist sodann noch das private Interesse der BeschwerdefÃ¼hrenden und ihrer gemeinsamen Tochter, namentlich die Auswirkungen einer allfÃ¤lligen Bewilligungsverweigerung auf deren Leben, vertieft gegenÃ¼ber zu stellen und nÃ¶tigenfalls nÃ¤her abzuklÃ¤ren.</p> <p class="Erwgung4">Dies fÃ¼hrt zu einer teilweisen Gutheissung und RÃ¼ckweisung der Beschwerde. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Weil der Ausgang des Verfahrens offen ist, mithin keine Partei obsiegt oder unterliegt, sind die Gerichtskosten dem Beschwerdegegner zur HÃ¤lfte und den BeschwerdefÃ¼hrenden â unter solidarischer Haftung fÃ¼reinander â zu je einem Viertel aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 und Abs. 14 VRG) und ist fÃ¼r das Beschwerdeverfahren keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG; vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 32). Ãber die Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen des Rekursverfahrens wird die Rekursinstanz im Neuentscheid zu befinden haben.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2">Schliesslich ist zu prÃ¼fen, ob die Voraussetzungen fÃ¼r die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes erfÃ¼llt sind. GemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 16 Abs. 1 VRG ist Privaten, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtlos erscheint, auf entsprechendes Ersuchen hin die Bezahlung von Verfahrenskosten und KostenvorschÃ¼ssen zu erlassen. </p> <p class="Urteilstext"><span>Da die Beschwerde teilweise gutzuheissen und zur weiteren SachverhaltsabklÃ¤rung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen ist, liegt keine offensichtliche Aussichtslosigkeit vor. Zufolge ihrer gesetzlichen Mitwirkungspflicht ist es jedoch Sache der Gesuchsteller, den Nachweis ihrer Mittellosigkeit zu erbringen (vgl. §</span> <span>7 Abs.</span> <span>2 lit.</span> <span>a VRG). Ihnen obliegt es, ihre Einkommens- und VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse sowie Lebenshaltungskosten umfassend darzustellen und soweit mÃ¶glich auch zu belegen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 29). An die Mitwirkungspflicht der Gesuchsteller werden praxisgemÃ¤ss hohe Anforderungen gestellt (VGr, 20. August 2008, <span>VB.2008.00249, E. 3.4; </span>Marc Forster, Der Anspruch auf unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung in der neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung, ZBl 93/1992 S. 457 ff., 460). So mÃ¼ssen sie ihre finanzielle Situation detailliert aufzeigen und belegen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die anwaltlich vertretenen BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼hren aus, dass der BeschwerdefÃ¼hrer nichts zu den anfallenden Verfahrens- und Anwaltskosten beisteuern kÃ¶nne und auch seine ebenfalls beschwerdefÃ¼hrende Ehefrau aktuell Ã¼ber kein nennenswertes Einkommen verfÃ¼ge, um diese zu bestreiten. Als Beweis wird hierbei lediglich</span><span> </span><span>die Nachreichung von Steuerunterlagen der BeschwerdefÃ¼hrerin offeriert. Mit dieser BegrÃ¼ndung sind die BeschwerdefÃ¼hrenden ihren Mitwirkungspflichten nicht ausreichend nachgekommen</span>, zumal die in den Akten liegenden Belege zur finanziellen Situation der BeschwerdefÃ¼hrerin unvollstÃ¤ndig bzw. teilweise nicht mehr aktuell sind und diese gemÃ¤ss den Angaben ihres Rechtsvertreters gegenwÃ¤rtig "eigenfinanzierungsfÃ¤hig" ist. Ãber die aktuelle Einkommens- und VermÃ¶genssituation des BeschwerdefÃ¼hrers ist nichts bekannt, jedoch war er gemÃ¤ss den AusfÃ¼hrungen in der Beschwerdeschrift zumindest in der Lage, seine Schulden abzubauen. Damit ist die Mittellosigkeit der BeschwerdefÃ¼hrenden anhand der Aktenlage nicht erstellt und <span>die blosse Offerte </span>der Nachreichung von Steuerunterlagen der BeschwerdefÃ¼hrerin reicht nicht aus, diese zu belegen. Es wÃ¤re den anwaltlich vertretenen BeschwerdefÃ¼hrenden zumutbar gewesen, durch rechtzeitige Einreichung weiterer Unterlagen ihre aktuelle Einkommens-, VermÃ¶gens-, und Bedarfssituation nÃ¤her darzulegen. </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und unentgeltlichen Rechtsbeistand ist daher </span>sowohl fÃ¼r das Beschwerde- als auch fÃ¼r das vorinstanzliche Verfahren mangels ausreichender Substanziierung der Mittellosigkeit <span>abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Beim vorliegenden RÃ¼ckweisungsentscheid handelt es sich um einen Zwischenentscheid gemÃ¤ss Art. 93 des Bundesgesetzes Ã¼ber das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG). Die Beschwerde an das Bundesgericht kann deshalb nur erhoben werden, wenn der Zwischenentscheid einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kÃ¶nnte oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeifÃ¼hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit und Kosten fÃ¼r ein weitlÃ¤ufiges Beweisverfahren ersparen wÃ¼rde. </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und unentgeltlichen Rechtsbeistand wird abgewiesen;</span></p> <p class="Urteilstext">und erkennt:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid der Sicherheitsdirektion vom 27. Mai 2013 wird aufgehoben und die Sache wird zur weiteren SachverhaltsabklÃ¤rung und zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Sicherheitsdirektion zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden zur HÃ¤lfte dem Beschwerdegegner und zu je einem Viertel den BeschwerdefÃ¼hrenden, unter solidarischer Haftung fÃ¼r die HÃ¤lfte der Kosten, auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:â¦</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>