<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Lancierung und Promotion eines griffigen Labels für CO2-neutrale, klimafreundliche Wintersportorte zu prüfen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Wintersport ist sowohl Mitverursacher (hohe Energieintensität) als auch Leidtragender (abnehmende Schneesicherheit) des Klimawandels. Ein wirksamer Klimaschutz liegt daher im unmittelbaren Interesse der Wintersportdestinationen. Einzelne Tourismusorte, in jüngster Zeit z. B. die Gemeinde Davos, haben sich bereits beispielhaft mit dem verfügbaren Potenzial für Klimaschutzmassnahmen auseinandergesetzt. Zusammen mit St. Moritz und Saas-Fee gehört Davos auch zu den Schweizer Wintersportorten, die ausgesuchte Massnahmen im Energiebereich realisiert oder beschlossen haben und daher die Anforderungen des Labels "Energiestadt" erfüllen. Dieses Label ist zwar nicht speziell auf CO2-Neutralität und Klimafreundlichkeit ausgelegt; die Energiemassnahmen, die zu dessen Verleihung notwendig sind, führen aber durch ihre verbrauchsdämpfende und effizienzsteigernde Wirkung indirekt zu einer Verminderung der CO2-Emissionen. Mit dem Energiestadt-Label steht den Wintersportorten somit bereits heute ein in der Praxis bewährtes Instrument zur Verfügung, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.</p><p>Der Bundesrat geht davon aus, dass ein auf den Klimaschutz bezogenes Label, welches auf die CO2-Minderung und -Vermeidung ausgerichtet ist, grundsätzlich realisierbar ist und einen wertvollen Beitrag zur Sensibilisierung von Behörden und Öffentlichkeit leisten könnte. In Übereinstimmung mit seiner bisherigen Politik in diesem Bereich ist er aber der Ansicht, dass dem Bund bei der Entwicklung und Förderung von Labels lediglich eine subsidiäre Rolle zukommt. Die Initiative für die Lancierung und Promotion eines Labels für CO2-neutrale, klimafreundliche Wintersportorte hat primär von den Tourismusdestinationen selbst oder den relevanten Branchenorganisationen und -verbänden auszugehen. Sollten diese entsprechende Aktivitäten aufnehmen und falls von ihnen gewünscht, wäre der Bund bereit, sie im Rahmen seiner fachlichen Kompetenzen und der verfügbaren Mittel bei der Realisierung und Umsetzung eines Labels zu unterstützen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.