<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="file:///L:/LOGO/DOPPLEU3.BMP"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2005.01220</span></p><p><br/></p><p><span> </span></p><p></p></td></tr></table><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Annaheim als Einzelrichterin</p><p>Gerichtssekretär Vogel</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 10. Mai 2006</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span><span class="Standard StandardFett RubrumFett">, geb. 1988</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gesetzlich vertreten durch den Vater </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Y.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA)</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der 1988 geborene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> leidet unter okulär-kutanem Albinismus und ist seit Geburt hochgradig sehbehindert (Geburtsgebrechen Ziff. 417 gemäss An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hang zur Verordnung über Geburtsgebrechen [</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GgV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">]), weswegen er seit dem 2. Oktober 1991 Leistungen der Invalidenversicherung bezog (medizinische Massnahmen, Massnahmen pädagogisch-therapeutischer Art, Sonderschulung, Pflegebeiträge, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hilfsmittel; vgl. Urk. 7/7 - 62, 7/65 sowie 7/79 - 82). Ab 14. August 1995 besuchte der Versicherte die Schule </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 7/40); er wird diese Schule voraussichtlich bei Beendigung des Schuljahres 2006/2007 verlassen (Urk. 7/10).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Unterstützung der Sonderschulung übernahm die Invalidenversicherung ab 1. Mai 1998 die Kosten einer ambulanten Psychotherapie (Urk. 7/11, 7/16, 7/17, 7/26 und 7/34). Mit Schreiben vom 7. Juli 2005 stellte Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Kinderärztin FMH, bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, ein Gesuch um Übernahme der Kosten der begonnenen Psychotherapie für ein weiteres Schuljahr (Urk. 7/67). Mit Verfügung vom 25. Juli 2005 lehnte die IV-Stelle die weitere Übernahme der Kosten einer Psychotherapie mit der Begründung ab, dass es sich um eine Störung mit offener Prognose mit Dauer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">charakter handle, welche nicht in einem nachweisbaren direkten Zusammen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hang mit der Sehbehinderung und Sonderschulung stehe, und deshalb nicht mehr im Zusammenhang mit der Sonderschulung übernommen werden könne; da es sich überdies um eine Dauerbehandlung handle, könne die Psychotherapie auch nicht als medizinische Massnahme im Sinne von Art. 12 des Bundesgeset</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zes über die Invalidenversicherung (IVG) zugesprochen werden (Urk. 7/8 [= 3/1]).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gegen die leistungsverweigernde Verfügung vom 25. Juli 2005 erhob der Vater des Versicherten mit Eingabe vom 14. September 2005 Einsprache (Urk. 7/6) und reichte damit einen Bericht der Schule </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 9. September 2005 (Urk. 7/7 S. 1 Vorderseite [= 7/5 = 3/2]) sowie einen Bericht des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dienstes B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 13. September 2005 (Urk. 7/7 S. 1 Rückseite [= 3/3]) ein. Mit Entscheid vom 30. September 2005 wies die IV-Stelle die Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprache ab (Urk. 2 [= 7/1].</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gegen diesen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> führt der Vater des Versicherten mit Eingabe vom 29. Oktober 2005 Beschwerde mit dem Antrag auf Aufhebung des ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fochtenen Entscheids und Übernahme der Kosten der Psychotherapie (Urk. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die IV-Stelle beantragt mit Beschwerdeantwort vom 5. Dezember 2005 Abwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sung der Beschwerde (Urk. 6). Mit Verfügung vom 7. Dezember 2005 wurde das Doppel der Beschwerdeantwort dem Beschwerdeführer zugestellt und der Schriftenwechsel als geschlossen erklärt (Urk. 8).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gangen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Streitwert Fr. 20'000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">]).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln sind grundsätzlich die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">jenigen Rechtssätze massgebend, die bei Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts galten. Im vorliegenden Fall ist zu prüfen, ob der mit Gesuch vom 7./11. Juli 2005 geltend gemachte Anspruch auf Übernahme der Kosten einer ambulanten Psychotherapie besteht; entsprechend sind die auf den 1. Januar 2003 in Kraft getretenen Normen des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ASTG) und dessen Ausführungsver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ordnung sowie die per 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderungen des IVG vom 21. März 2003 und der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 21. März 2003 (4. IV-Revision) samt der damit einhergehenden Anpassun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen des ATSG anwendbar (BGE 130 V 445 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span id="IV059"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Art. 12 IVG und Art. 2 Abs. 1 IVV besteht ein Anspruch auf Übernahme medizinischer Massnahmen durch die Invalidenversicherung, wenn durch diese Vorkehr stabile oder wenigstens relativ stabilisierte Folgezustände von Geburts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gebrechen, Krankheit oder Unfall - im Einzelnen: Beeinträchtigungen der Kör</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">perbewegung, der Sinneswahrnehmung oder der Kontaktfähigkeit - behoben oder gemildert werden, um die Erwerbsfähigkeit dauernd und wesentlich zu verbessern oder vor wesentlicher Beeinträchtigung zu bewahren (BGE 120 V 279 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 3a; AHI 2003 S. 104 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2; SVR 1995 IV Nr. 34 S. 89 f. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 1a).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nicht erwerbstätige Personen vor dem vollendeten 20. Altersjahr gelten als in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">valid, wenn die Beeinträchtigung ihrer körperlichen oder geistigen (seit 1. Januar 2004: oder psychischen) Gesundheit voraussichtlich eine ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit zur Folge haben wird (Art. 5 Abs. 2 IVG, seit 1. Januar 2003: in Verbindung mit Art. 8 Abs. 2 ATSG). Vom strikten Erforder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nis der Korrektur stabiler Funktionsausfälle oder Defekte ist im Falle von Min</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derjährigen gegebenenfalls abzusehen (vgl. Art. 5 Abs. 2 IVG; vgl. fortan auch Art. 8 Abs. 2 ATSG). Hier können medizinische Vorkehren schon dann überwie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gend der beruflichen Eingliederung dienen und trotz des einstweilen noch labi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">len Charakters des Leidens von der Invalidenversicherung übernommen werden, wenn ohne diese Vorkehren eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Heilung mit Defekt oder ein anderer stabili</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sierter Zustand einträte, welcher die Berufsbildung oder die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich beeinträchtigen würde. Die entsprechenden Kosten werden bei Minderjährigen also von der Invalidenversicherung getragen, wenn das Leiden mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu einem schwer korrigierbaren, die spä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tere Ausbildung und Erwerbsfähigkeit erheblich behindernden stabilen patholo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gischen Zustand führen würde (BGE 131 V 21 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 4.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span id="IV061"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Kosten der psychiatrischen Behandlung von Versicherten vor dem vollende</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten 20. Altersjahr werden von der Invalidenversicherung getragen, wenn das psychische Leiden mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu einem schwer korri</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gierbaren, die spätere Ausbildung und Erwerbsfähigkeit erheblich behindernden oder gar verunmög</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichenden stabilen pathologischen Zustand führen würde. Umgekehrt kommen medizinische Massnahmen der Invalidenver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicherung auch bei solchen Versicherten nicht in Betracht, wenn sich solche Vorkehren gegen psychische Krankheiten richten, welche nach heutiger Erkenntnis der medizini</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Wissen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schaft ohne kontinuierliche Behandlung nicht dauerhaft gebessert werden können. Dies trifft unter anderem bei Schizophrenien zu (BGE 105 V 20 mit Hinweisen; AHI 2000 S. 64 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Handelt es sich - wie vorliegend - um einen Komplex von Massnahmen ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schiedener Art, deren vorwiegender Eingliederungszweck ohne gleichzeitig durchgeführte akzessorische medizinische Behandlung gefährdet wäre, kann auch die medizinische Behandlung als Eingliederungsmassnahme gewertet wer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den. So hat die Invalidenversicherung beispielsweise die Kosten einer Psycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">therapie bei Minderjährigen zu übernehmen, bei welchen Massnahmen für die Sonderschulung durch eine psychische Störung behindert oder verunmöglicht werden. Es muss sich dabei um eine die Sonderschulmassnahmen ergänzende Massnahme handeln, wobei die Behandlung des Leidens deutlich im Hinter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grund steht. Die Kosten einer Psychotherapie, die unabhängig von der Schulung hätte durchgeführt werden müssen, sind von der Invalidenversicherung nicht zu übernehmen (Kreisschreiben über die medizinischen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung [KSME], </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 76 und 645-647.7 in der ab 1. November 2005 gültigen Fassung).</span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beim Versicherten handelt es sich um einen hochgradig sehbehinderten Jugend</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen, welcher deswegen eine Sonderschulung in der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Internat) benötigt. Da die Sonderschulung durch verschiedene Verhaltensauf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fälligkeiten erschwert worden war (Urk. 7/63 und 7/64), übernahm die Invali</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">denversicherung seit 1. Mai 1998 die Kosten einer ambulanten Psychotherapie zur Ermöglichung des weiteren Besuchs der Sonderschule (Urk. 7/11, 7/16, 7/17, 7/26 und 7/34).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Verfügung vom 15. April 2005 sprach die IV-Stelle dem Beschwerdeführer Beiträge an die Kosten der Sonderschulung für zwei weitere Schuljahre, nämlich vom 1. August 2005 bis 31. Juli 2007 zu (Urk. 7/10), obwohl ihr bekannt war, dass der Besuch der Sonderschule nur mit einer begleitenden ambulanten Psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chotherapie möglich ist. Bei dieser Sachlage tritt der Umstand, dass die psychi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sche Störung des Versicherten möglicherweise auch ohne Besuch der Sonder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schule psychotherapeutisch hätte behandelt werden müssen, aber völlig in den Hintergrund. Nach Auffassung der behandelnden Ärzte und der betreuenden Personen der Schule manifestieren sich die psychischen Schwierigkeiten vor al</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lem im Bereich der sozialen Interaktionen und des Zusammenlebens im Klas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">senverband und in der Wohngruppe (Urk. 7/7). Wenn ein Verbleib in der Son</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derschule deswegen aber nur bei gleichzeitig durchgeführter Psychotherapie möglich ist, hätte die IV-Stelle die beantragte Kostenübernahme für medizini</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sche Massnahmen nicht ablehnen dürfen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten ist der angefochtene Entscheid aufzuheben und dem Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführer sind die beantragten Leistungen nach seinem Begehren bis 31. Juli 2006 zuzusprechen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Die Einzelrichterin erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird der </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> der Sozialversicherungs</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 30. September 2005 aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, die Kosten für eine ambulante Psychotherapie nach ärztlicher Verordnung zur Ermöglichung des Sonderschulbesuchs vom 1. August 2005 bis 31. Juli 2006 nach IV-Tarif zu übernehmen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Y.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherung</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> seit der Zustellung beim Eidgenössi</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">schen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhof</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">quai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">mittel und die Unterschrift der </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">beschwerdeführenden</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug"> Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, so</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">weit die </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">beschwerdeführende</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug"> Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die EinzelrichterinDer Gerichtssekretär</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>AnnaheimVogel<span id="_GoBack"></span></p></div> </div></body></html>