A bteilung IV D -4872/2007 gar/frr/ {T 0/2} U rteil vom 23. Juli 2007 M itw irkung: R ichter G alliker, Schürch, Bovier G erichtsschreiberin Frey A._______, G hana, vertreten durch M artin Ilg, B._______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 6. Juli 2007 i.S. N ichteintreten auf A sylgesuch und W egw eisung / C ._______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass der Beschw erdeführer eigenen Angaben zufolge sein H eim atland G hana am 6. M ai 2007 per Auto R ichtung Togo verliess, von dort auf dem Luftw eg in ein ihm unbekanntes Land gelangte, seine R eise in die Schw eiz per Auto fortsetzte und am 7. M ai 2007 ille- gal in die Schw eiz einreiste, w o er am darauffolgenden Tag ein Asylgesuch stellte, dass er im R ahm en der Erstbefragung vom 14. M ai 2007 im D ._______ und der direkten Anhörung durch das BFM vom 4. Juli 2007 angab, am 28. Januar 2007 seien bew affnete Arm eeangehörige in ihr H aus eingedrungen und hätten seinen Bruder m itgenom m en, dass die Arm eeangehörigen auf das Flehen seiner M utter nicht reagiert und auch nicht erklärt hätten, w eshalb sie seinen Bruder abführten, dass sein Bruder in der Folge unauffindbar geblieben sei und er von seinem C ousin gerüchtew eise erfahren habe, sein Bruder sei festgenom m en w orden, da er gem einsam m it Freunden einen Staatsstreich geplant habe, dass zu einem späteren Zeitpunkt auch sein C ousin verschw unden sei und ihm seine M utter gesagt habe, er (der Beschw erdeführer) m üsse fliehen, da sie von Arm eeange- hörigen unter D rohung zur Bekanntgabe seines Aufenthaltsortes aufgefordert w orden sei und um sein Leben gefürchtet habe, da bereits ihr erster Sohn und ein C ousin ver- schw unden seien, dass seine Ausreise von seinem O nkel organisiert und bezahlt w orden sei, dass das BFM m it Verfügung vom 6. Juli 2007 - eröffnet am 10. Juli 2007 - in Anw en- dung von Art. 34 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) auf das Asyl- gesuch des Beschw erdeführers nicht eintrat, die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie den Vollzug anordnete, dass das BFM zur Begründung des N ichteintretens auf das Asylgesuch im W esentlichen anführte, der Bundesrat habe G hana m it Beschluss vom 5. O ktober 1993 als verfol- gungssicheren Staat (safe country) im Sinne vom Art. 34 AsylG bezeichnet, dass es sich hierbei um die Verm utung einer relativen Verfolgungssicherheit handle, w elche im Einzelfall aufgrund von H inw eisen auf eine asylrelevante Verfolgung um ge- stossen w erden könne, dass indessen im vorliegenden Fall derartige H inw eise, w elche die Verm utung der Ver- folgungssicherheit gem äss Art. 34 AsylG zu w iderlegen verm öchten, aus den Akten nicht ersichtlich seien, dass die Vorbringen des Beschw erdeführers in keiner W eise nachvollziehbar seien, so erkläre der Beschw erdeführer, nach dem Verschw inden seines Bruders sei ein Anw alt konsultiert w orden und trotz der von ihm behaupteten M itbetroffenheit in der Angelegenheit sei er w eder im Stande gew esen, die Anschrift des Anw alts bekannt zu geben, noch der Vorinstanz zu erklären, w elche Schritte der Anw alt in dieser Angele- genheit unternom m en habe, dass der Beschw erdeführer zudem w eder den R ang noch die m ilitärische Einheit seines 3 Bruders habe nennen können, zum al er dies w issen m üsste, w enn er tatsächlich ernsthaft nach seinem verschw undenen Bruder gesucht haben sollte, dass er auch nicht w isse, ob zw ischen dem Verschw inden seines Bruders und dem Ver- schw inden seines C ousins ein Zusam m enhang bestehe und aus den Akten keine H in- w eise zu entnehm en seien, m it w elcher M otivation das M ilitär den Beschw erdeführer, dessen C ousin sow ie seinen Bruder unter dem Verdacht eines Staatstreiches hätten verhaften und verschw inden lassen sollen, w enn dazu offensichtlich kein Anlass bestan- den habe, dass die Vorinstanz nicht davon ausgehe, die vom Beschw erdeführer geschilderten Er- eignisse hätten sich tatsächlich zugetragen, dass der Beschw erdeführer m it Eingabe vom 17. Juli 2007 (Poststem pel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde erhob und dabei beantragte, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben und zur m ateriellen Prüfung zurückzuw eisen, dem Beschw erdeführer sei Asyl zu gew ähren, eventualiter sei ihm die vorläufige Aufnahm e zu gew ähren, dass die vorinstanzlichen Akten am 18. Juli 2007 beim Bundesverw altungsgericht eintra- fen (Art. 109 Abs. 2 AsylG ), und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , SR 172.021]) des BFM auf dem G ebiet das Asyls entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m . Art. 31 - 34 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetz vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]) , dass der Beschw erdeführer legitim iert ist, w eshalb auf die frist- und form gerecht einge- reichte Beschw erde - unter Vorbehalt der nachfolgenden Erw ägungen - einzutreten ist (Art. 108a AsylG sow ie Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 Vw VG ), dass m it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundes- recht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver- halts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG ), dass die Beurteilung von Beschw erden gegen N ichteintretensentscheide praxisgem äss auf die Ü berprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asyl- gesuch nicht eingetreten ist, dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschw erdeinstanz bei N ichteintretensentschei- den gem äss Art. 34 AslyG darauf beschränkt ist, bei Begründetheit des R echtsm ittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (Entscheidungen und M itteilungen der Schw eize- rischen Asylrekurskom m ission / EM AR K 2004 N r. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass die Vorinstanz dem gegenüber die Frage der W egw eisung sow ie deren Vollzugs m ateriell geprüft hat, w eshalb dem Bundesverw altungsgericht einzig diesbezüglich volle 4 Kognition zukom m t, dass deshalb auf die vorliegende Beschw erde nicht einzutreten ist, sow eit darin beantragt w ird, dem Beschw erdeführer sei Asyl zu gew ähren, dass das Bundesverw altungsgericht über offensichtlich unbegründete Beschw erden in einem vereinfachten Verfahren entscheidet und die vorliegende Beschw erde, w ie nach- folgend aufgezeigt, offensichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w ird und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ), dass das BFM den vorliegend angefochtenen N ichteintretensentscheid auf der G rundla- ge von Art. 34 AsylG getroffen hat, dass gem äss Absatz 2 dieser Bestim m ung auf G esuche oder Beschw erden von Asyl- suchenden aus verfolgungssicheren Staaten (sog. "safe countries") nicht eingetreten w ird, ausser es gebe H inw eise auf eine Verfolgung, dass der Beschw erdeführer nach eigenen Angaben ghanaischer Staatsangehöriger ist, dass er lediglich einen in Kopie vorhandenen G eburtsschein und kein zur Identifizierung genügendes D okum ent zu den Akten gereicht hat (vgl. dazu das zur Publikation vorgesehene U rteil BVG E D -2279/2007 vom 11. Juli 2007 E. 6), indes aufgrund der Akten keine Veranlassung besteht, an der von ihm angegebenen Staatsangehörigkeit zu zw eifeln, dass gem äss Art. 34 Abs. 1 AsylG der Bundesrat Staaten bezeichnen kann, in w elchen nach seinen Feststellungen Sicherheit vor Verfolgung besteht (safe countries), w obei er entsprechende Beschlüsse periodisch überprüft, dass der Bundesrat m it Beschluss vom 5. O ktober 1993 G hana zum "safe country" er- klärt hat und seither im R ahm en der periodischen Prüfung nicht auf diese Einschätzung zurückgekom m en ist, dass som it vorliegend die form elle Bedingung für den Erlass eines N ichteintretensent- scheides auf der G rundlage von Art. 34 AsylG erfüllt ist, dass sodann die m aterielle Bedingung des Fehlens von Verfolgungshinw eisen zu prüfen ist, w obei gem äss Praxis derselbe w eite Verfolgungsbegriff w ie in Art. 18, Art. 23 Abs. 3, und Art. 33 Abs. 3 Bst. b AsylG zur Anw endung gelangt (vgl. EM AR K 2004 N r. 35 E. 4.3. S. 247), w elcher nicht bloss ernsthafte N achteile nach Art. 3 AsylG , sondern auch die von M enschenhand verursachten W egw eisungshindernisse im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m . Art. 14a Abs. 3 und 4 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer (AN AG , SR 142.20) um fasst (vgl. EM AR K 2004 N r. 5 E. 3c.aa S. 35 f., 2004 N r. 35 E. 4.3. S. 247), dass ein gegenüber der G laubhaftm achung reduzierter Bew eism assstab anzuw enden ist und auch bei Asylsuchenden aus einem verfolgungssicheren Staat das Erfüllen der Flüchtlingseigenschaft geprüft w erden m uss, sobald in den Akten H inw eise auf Verfol- gung (im soeben erläuterten Sinn) zu verzeichnen sind, deren U nglaubhaftigkeit nicht schon auf den ersten Blick erkannt w erden kann (EM AR K 2005 N r. 2 E. 4.3. S. 16 f.), dass das BFM zutreffend und m it hinreichender Begründung das Vorliegen von H inw ei- sen auf eine Verfolgung verneint hat, 5 dass der Beschw erdeführer aussagte, bis zum 28. Januar 2007 w eder Problem e m it dem M ilitär, der Polizei noch anderen Behörden gehabt zu haben (vgl. A1/9, S. 5), und geplant habe, eines Tages selbst der Arm ee oder der Polizei beizutreten, dass deshalb nicht nachvollziehbar ist, dass der sich für Arm ee und Polizei interessierende Beschw erdeführer, dessen Interesse gem äss eigenen Angaben durch seinen m ilitärdienstleistenden Bruder gew eckt w orden sein soll, w eder Angaben zur Einheit noch zum m ilitärischen R ang seines Bruders m achen konnte (vgl. A1/9, S. 5 und A12/8, S. 5), dass die Schilderung der angeblichen Festnahm e seines Bruders und seines C ousins sow ie die Schilderung seiner persönlichen G efährdungssituation insgesam t äusserst un- substanziiert und vage ausgefallen ist und nicht den Eindruck erw eckt, es berichte die im M ittelpunkt stehende Person aus ihrer Erinnerung heraus über einschneidende, nur w enige Zeit zurückliegende Erlebnisse, dass die pauschalen und unsubstanziierten Einw endungen in der Beschw erde den feh- lenden G ehalt der Aussagen des Beschw erdeführers nicht nachvollziehbar erscheinen lassen können, dass in der Beschw erde gerügt w ird, die lapidare Begründung des BFM , dass sich der Sachverhalt nicht gem äss den Schilderungen des Beschw erdeführers ereignet habe, sei w ohl kaum Ergebnis einer sorgfältigen Prüfung, dass die R üge der unsorgfältigen Prüfung durch die Vorinstanz in den Akten keine Stütze findet, zudem es der Beschw erdeführer unterlässt, sich m it den Erw ägungen der Vorinstanz in fundierter Art und W eise auseinanderzusetzen, und som it die pauschale und unsubstanziierte R üge nicht ansatzw eise geeignet ist, die vorinstanzlichen Erw ä- gungen zu entkräften, beziehungsw eise die Angaben des Beschw erdeführers in einem glaubhafteren Licht erscheinen zu lassen, dass sich sodann die nicht näher begründeten und standardisierten Einw ände in der Be- schw erde, w onach das BFM keine rechtsgenüglichen Abklärungen getroffen und durch dieses tadelige Verhalten den U ntersuchungsgrundsatz in schw erer W eise verletzt habe, der N ichteintretensentscheid die G rundsätze zum rechtlichen G ehör beziehungs- w eise Art. 8, 9 und 29 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), die O ffizialm axim e und das G ebot des "fair trial" ver- letze, als unbegründet erw eisen, dass sich aufgrund der Akten die vorinstanzlichen Erw ägungen als zutreffend erw eisen und die Schlussfolgerung des BFM in der angefochtenen Verfügung, w onach der Be- schw erdeführer die Verm utung fehlender Verfolgung nicht habe w iderlegen können, zu bestätigen ist, dass das BFM dem nach in Anw endung von Art. 34 AsylG zu R echt auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetreten ist, dass das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz zur Folge hat, vorliegend der Beschw erdeführer w eder eine Aufenthaltsbew illi- gung besitzt noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, w eshalb die verfügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und zu bestätigen ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG , Art. 32 Bst. a AsylV 1; vgl. EM AR K 2001 N r. 21), dass zu prüfen bleibt, ob es G ründe gibt, die dem Vollzug der W egw eisung entgegen-6 stehen, da im Fall eines unzulässigen, unzum utbaren oder unm öglichen Vollzugs das Anw esenheitsverhältnis nach den Bestim m ungen des AN AG über die vorläufige Aufnah- m e zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung des Beschw erdeführers unter Berücksichtigung der völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schw eiz (Art. 3 EM R K, Art. 33 Abs. 1 FK) und der Bestim m ungen von Art. 25 Abs. 2 und 3 BV zulässig ist, da ihm angesichts der U nglaub- haftigkeit seiner Vorbringen keine M enschenrechtsverletzungen drohen und die Flücht- lingseigenschaft offensichtlich nicht besteht, dass in G hana keine Situation allgem einer G ew alt herrscht und der Beschw erdeführer keine individuellen U nzum utbarkeitsaspekte glaubhaft zu m achen verm ag, dass sich den Akten ausreichende G arantien entnehm en lassen, der junge und - sow eit aktenkundig - gesunde Beschw erdeführer gerate im Falle einer R ückkehr ins H eim at- land nicht in eine existenzbedrohende Situation, zum al er über eine ausreichende Bil- dung und über Berufserfahrung sow ie über verw andtschaftliche Beziehungen verfügt, dass der Vollzug der W egw eisung som it auch als zum utbar zu erachten ist (Art. 14a Abs. 4 AN AG ), dass sich aufgrund der Akten schliesslich keine H inw eise auf das Vorliegen technischer Vollzugshindernisse ergeben, w eshalb der Vollzug auch als m öglich erscheint (Art. 14a Abs. 2 AN AG ), dass es dem Beschw erdeführer dem nach nicht gelungen ist darzutun, inw iefern die an- gefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich- tig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (Art. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde abzuw eisen ist, sow eit darauf einzutreten ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 1,2 und 3 VG KE) dem nach dem Beschw erdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite)7 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit darauf eingetreten w ird. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichtskasse zu über- w eisen. 3. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers (eingeschrieben; 2 Expl.; Beilage: Einzahlungsschein) - die Vorinstanz, D ._______ (vorab per Telefax; R ef.-N r. C ._______) - den E._______ (per Telefax) D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: R obert G alliker R egula Frey