B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-2028/2019 U r t e i l v o m 1 3 . J u n i 2 0 1 9 Besetzung Einzelrichterin Muriel Beck Kadima, mit Zustimmung von Richter Walter Lang Gerichtsschreiberin Regina Seraina Goll. Parteien A._______, geboren am (…), Sri Lanka, vertreten durch Gabriel Püntener, Rechtsanwalt, Beschwerdeführer, gegen Staatssekretariat für Migration (SEM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung (Mehrfachgesuch und Beschwerde gegen Wiedererwägungsentscheid); Verfügung des SEM vom 19. März 2019 / N (…). E-2028/2019 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a Der Beschwerdeführer verliess Sri Lanka gemäss eigenen Angaben am (…) 2015. Am (…) 2015 reiste er in die Schweiz ein und suchte am (…) 2015 um Asyl nach. Anlässlich der Befragung zur Person (BzP) vom 24. November 2015 und seiner Anhörung vom 5. Mai 2017 machte er im Wesentlichen Folgendes geltend: Er habe von seiner Geburt an bis im Jahr 2009 in B._______ gelebt. We- gen des Krieges sei seine Familie im selben Jahr nach C._______, ge- bracht worden. Danach habe er bis im (…) 2013 in D._______ gelebt. Von dort sei er nach E._______ gegangen und von (…) 2014 bis zur Ausreise habe er sich wieder in D._______ aufgehalten. Sein (…) F._______ sei Mitglied der Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) gewesen. Dieser habe nach dem Krieg die Rehabilitation durchlau- fen und sei im (…) 2011 aus der Rehabilitationshaft entlassen worden. An- schliessend habe der (…) mit ihm und seiner Familie in D._______ gelebt. Da er wiederholt befragt und belästigt worden sei, sei er im Jahr 2012 nach G._______ ausgereist. Ihn selbst (Beschwerdeführer) hätten die LTTE im Jahr 2009 zwangsrekrutieren wollen. Ihm sei jedoch bereits nach einem Tag die Flucht gelungen. Nach der Ausreise des (…) seien Angehörige des Criminal Investigation Department (CID) jeden Monat zu ihm und seiner Familie nach Hause gekommen und hätten wissen wollen, wo sich sein aufhalte. Er sei verdächtigt worden, seinen (…) beim Aufbau der LTTE in G._______ beziehungsweise in Sri Lanka zu unterstützen. Nachdem sein Vater informiert worden sei, dass der Beschwerdeführer demnächst fest- genommen werden sollte, habe ihn der Vater zu (…) nach E._______ ge- bracht. Dort seien am (…) 2014 diverse Personen unter dem Vorwurf, Pla- kate der Armee heruntergerissen zu haben, festgenommen worden. Der (…) habe ihn daraufhin zurück zu seiner Mutter nach B._______ gebracht. Am selben Abend sei er zu einer (…) nach D._______ gereist und habe sich dort versteckt gehalten. In der darauffolgenden Zeit sei er überall ge- sucht worden, weshalb er schliesslich ausgereist sei. A.b Mit Verfügung vom 23. Au gust 2017 verneinte die Vorinstanz die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers, lehnte das Asylgesuch ab und verfügte die Wegweisung aus der Schweiz. Den zuständigen Kanton beauftragte sie mit dem Vollzug der Wegweisung. E-2028/2019 Seite 3 Die Vorinstanz gelangt in der angefochtenen Verfügung zum Schluss, die Vorbringen des Beschwerdeführers hielten weder den Anforderungen an das Glaubhaftmachen gemäss Art. 7 AsylG noch denjenigen an die Flücht- lingseigenschaft nach Art. 3 AsylG stand. A.c Das Bundesverwaltungsgericht teilte diese Auffassung und wies mit Urteil E-5434/2017 vom 16. November 2017 die vom Beschwerdeführer gegen die vorinstanzliche Verfügung erhobene Beschwerde ab. B. Mit Eingabe vom 4. Februar 2018 ersuchte der Beschwerdeführer bei der Vorinstanz erneut um Asyl, da er aufgrund bereits geltend gemachter und weiterer bisher verschwiegener Asylgründe befürchte, bei einer Rückkehr nach Sri Lanka in asylrechtlich relevanter Weise verfolgt zu werden. So habe er bisher verschwi egen, dass weitere nahe Verwandte für die LTTE tätig und in Rehabilitationshaft gewesen und in der Folge geflohen seien. Da ihm bei der Anhörung mit Unwillen und Unglauben begegnet wor- den sei, habe er sich nicht gewagt, die weiteren Verwandten anzugeben. Es handle sich dabei um seinen (…) H._______  ehemaliges, kämpfen- des Mitglied der LTTE, das nach der Rehabilitationshaft nach I._______ gezogen sei und Asyl erhalten habe , seinen (…) K._______  ehemali- ges, kämpfendes Mitglied der LTTE, das ebenfalls in Rehabilitationshaft gewesen sei  sowie seine (…) K._______, ebenfalls kämpfendes Mitglied der LTTE, das im Kampf gestorben sei. Neu bringt er vor, er sei exilpolitisch tätig gewesen. So habe er am Helden- gedenktag vom (…) teilgenommen. Im Weiteren verweist er auf ein Urteil des High Court Vavuniya vom Juli 2017 sowie auf ein Verfahren vor dem High Court Colombo und schliesst daraus auf eine neue Struktur der Verfolgung von LTTE -Unterstützern. Ausserdem würden neue Gefährdungselemente durch die neueste Lage- entwicklung in Sri Lanka sowie die Papierbe schaffungsmassnahmen ge- schaffen. Die Vorinstanz habe durch das Beantragen von Ersatzreisepa- pieren einen Backgroundcheck mit der Konsultation aller möglichen Daten- sammlungen in Sri Lanka beim CID und der Terrorist Investigation Division (TID) ausgelöst, weshalb bei der Rückkehr nach Sri Lanka eine asylrele- vante Verfolgung drohe. Zudem diene ein Teil der Informationen, die ge- stützt auf das Migrationsabkommen zwischen der Schweiz und Sri Lanka (SR 0.142.117.121) an die sri -lankischen Behörden übermittelt würde n, E-2028/2019 Seite 4 nicht dem Zweck der Identifizierung der rückzuführenden Personen, son- dern der Verfolgung. Als neuer asylrelevanter Sachverhalt brachte der Be- schwerdeführer zudem die aktuellen Entwicklungen der Sicherheits- sowie Menschenrechtslage in Sri Lanka (unter Beilage eines vom Rechtsvertreter verfassten Lageberichts) vor. C. Am 22. Februar 2018 ersuchte die Vorinstanz das Amt für Inneres in Trogen vom Wegweisungsvollzug einstweilen abzusehen und Vorbereitungshand- lungen (inklusive Papierbeschaffung) zu sistieren. D. Mit Verfügung vom 19. März 2019  eröffnet am 28. März 2019  qualifi- zierte die Vorinstanz das Gesuch als Mehrfachgesuch und qualifiziertes Wiedererwägungsgesuch. Sie stellte fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, wies beide Gesuche ab, soweit es darauf ein- trat, verfügte die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete deren Vollzug an. Darüber hinaus lehnte sie die formellen Anträge sowie den Antrag um erneute Anhörung ab und erhob eine Gebühr in der Höhe von Fr. 900. . Den einstwe iligen Vollzugsstopp und die Sistierung der Vorbereitungs- handlungen inklusive Papierbeschaffung vom 22. Februar 2018 hob es auf. E. Mit Eingabe vom 29. April 2019 erhob der Beschwerdeführer beim Bundes- verwaltungsgericht Beschwerde. Er beantragt, die angefochtene Verfü- gung sei wegen der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör, even- tualiter wegen der Verletzung der Begründungspflicht aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen. Eventualiter sei die Sache zur Feststellung des vollstä ndigen und richtigen rechtserheblichen Sachver- halts und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Eventua- liter sei seine Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihm in der Schweiz Asyl zu gewähren. Eventualiter seien die Ziffern 4 und 5 der angefochtenen Verfügung aufzuheben und die Unzulässigkeit oder Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen. Ausserdem sei die Widerrechtlichkeit der Übermittlung der Personendaten des Beschwerdeführers an die sri - lankischen Behörden festzustellen. In prozessualer Hinsicht beantragt er, ihm sei der Spruchkörper bekannt- zugeben und mitzuteilen, ob dieser zufällig ausgewählt worden sei. An- dernfalls seien die objektiven Kriterien anzugeben, nach welchen die Ge- richtspersonen ausgewählt worden seien. Das vorliegende Verfahren sei E-2028/2019 Seite 5 angesichts der am 21. April 2019 erfolgten Anschläge auf christliche Kir- chen und Luxushotels zu sistieren. Im Sinne einer vorsorglichen Mass- nahme sei dem Beschwerdeführer zu gestatten, den Entscheid über das vorliegende Beschwerdeverfahren in der Schweiz abzuwarten. Der Kanton (…) sei anzuweisen, von Vollzugshandlungen abzusehen. Für den Fall, dass das Bundesverwaltungsgericht materiell entscheiden sollte, stellte er die Beweisanträge, er müsse erneut angehört werden und es sei eine an- gemessene [Frist] zur Beibringung weiterer Beweismittel bezüglich seiner Verwandtschaftsverhältnisse anzusetzen. Mit der Beschwerde reichte der Beschwerdeführer überdies eine CD-ROM mit den in der Beschwerde aufgeführten Beweismitteln Nr. 2 bis 92 zu den Akten. Des Weiteren führte er mit separater Eingabe vom selben Tag an, es werde ohne ausdrücklichen Gegenbericht davon ausgegangen, dass die Beilagen in elektronischer Form auf der CD -ROM als vollwertige Be- weismittel akzeptiert würden und auf die Einrei chung dieser Beilagen in Papierform verzichtet werden könne. Die Nummerierung auf der CD-ROM folge der Nummerierung in der Beschwerde. Ausserdem legte der Beschwerdeführer seiner Eingabe Fotografien bei, welche ihn anlässlich des Heldentages der LTTE vom (…) zeigen würden (Beilage 93). Als Beilage 94 brachte der Beschwerdeführer überdies ein „Dossier Behördenvorsprache“ bei, welches eine CD-ROM mit zwei Videos einer Überwachungskamera beinhaltet, eine Kopie der Rechnung für die Überwachungskamera, zwei Fotos der Überwachungskamera am Eltern- haus des Beschwerdeführers sowie ein Foto, welches fünf nicht näher be- zeichnete Männer abbildet. F. Mit elektronischer Mitteilung vom 1. Mai 2019 ordnete die zuständige In- struktionsrichterin einen einstweiligen Vollzugsst opp im Sinne einer vor- sorglichen Massnahme gestützt auf Art. 56 VwVG an. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. März 2019 ist die Teilrevision (AS 2016 3101) des Asylgesetzes in Kraft getreten. Für das vorliegende Verfahren gilt das bisherige Recht (vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des AsylG vom 25. September 2015). E-2028/2019 Seite 6 1.2 Am 1. Januar 2019 wurde das Ausländergesetz vom 16. Dezember 2005 (AuG, SR 142.20) teilrevidiert (AS 2018 3171) und in Ausländer- und Integrationsgesetz (AIG) umbenannt. Die vorliegend anzuwendenden Ge- setzesartikel (Art. 83 und 106) sind unverändert vom AuG ins AIG über- nommen worden, weshalb das Gericht nachfolgend die neue Gesetzesbe- zeichnung verwenden wird. 1.3 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwalt ungsgericht Be- schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver- waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei- det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel  so auch vorliegend  endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 1.4 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VwVG und Art. 6 AsylG). 1.5 Die Beschwerde ist frist - und formgerecht eingereicht worden. Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz- würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und aArt. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be- schwerde ist unter Vorbehalt der nachfolgenden Ausführung einzutreten. 2. Auf den Antrag auf Mitteilung betreffend die Bildung des Spruchkörpers ist nicht einzutreten (vgl. Teilurteil des BVGer D-1549/2017 vom 2. Mai 2018 E. 4.3 [zur Publikation vorgesehen]). 3. Der Antrag auf Bekanntgabe des Spruchgremiums wird mit Erlass des vor- liegenden Urteils gegenstandslos. 4. Mit elektronischer Mitteilung vom 1. Mai 2019 ordnete die zuständige In- struktionsrichterin einen einstweiligen Vollzugsstopp an, womit dem An- trag, es sei dem Beschwerdeführer zu gestatten, den Entschei d in der Schweiz abzuwarten, gegenstandslos geworden ist. E-2028/2019 Seite 7 5. Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus- länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 6. Die Vorinstanz qualifizierte die Vorbringen des Beschwerdeführers und seine neu eingereichten Beweismittel in Anwendung der massgebenden Gesetzesbestimmungen über ausserordentliche Rechtsmittel und Mehr - fachgesuche zu Recht differenziert als Mehrfachgesuch respektive zweites Asylgesuch und (qualifiziertes) Wiedererwägungsgesuch. Erhöhte Former- fordernisse sind im Rahmen von ausserordentlichen Rechtmitteln zulässig respektive vom Gesetzgeber ausdrücklich so gewollt (vgl. BVGE 2014/39 E. 4.5). 7. Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei- ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste- hend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, wes halb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet. 8. Der Beschwerdeführer stellt unter Hinweis auf die Sicherheitslage in sei- nem Heimatstaat den Antrag auf Sistierung seines Verfahrens. Am Oster- sonntag 2019 erfolgten in Sri Lanka gewalttätige Angriffe auf Kirchen und Hotels, worauf der Ausnahmezustand ausgerufen wurde (vgl. Neue Zür- cher Zeitung [NZZ] vom 23. April 2019: Sri Lanka sieht Jihadisten am Werk; NZZ vom 29. April 2019: Sri Lanka fürchtet neue Anschläge und NZZ vom 2. Mai 2019: Sri Lanka: Kirchen in Colombo bleiben wegen Hinweisen auf weitere Anschläge geschlossen: https://www.nzz.ch/international/kirchen- in-colombo-bleiben-wegen-hinweisen-auf-weitere-anschlaege-geschlos- sen- ld.1479002 sowie New York Times [NYT] vom 29. April 2019: Sri Lanka Authorities Were Warned, in Detail, 12 Days Before Attack : https://www.nytimes.com/2019/04/29/world/asia/sri-lanka-attack-warning. html und vom 24. April 2019: Sri Lanka Attacks: What we Know and Don’t Know: https://www.nytimes.com/2019/04/24/world/asia/sri-lanka-easter-bo mbing-attacks.html, alle abgerufen am 11. Juni 2019). E-2028/2019 Seite 8 Das Bundesverwaltungsgericht verfolgt die Lage in Sri Lanka aufmerksam und widmet insbesondere der Situation von Angehörigen muslimischer und christlicher Glaubensgemeinschaften sowie von Personen, die sich im Rahmen muslimischer und christlicher Organisationen engagieren, ein be- sonderes Augenmerk. Trotz der gewalttät igen Angriffe in Negombo, Co- lombo und in Batticaloa ist aktuell nicht von einer im ganzen Land herr- schenden Situation allgemeiner Gewalt auszugehen. Das Bundesverwal- tungsgericht sieht zurzeit keine Veranlassung, die Behandlung von sri - lankischen Asylbeschwerdeverfahren generell auszusetzen. Wie nachste- hend aufgezeigt (E. 19.4.2), gehört der Beschwerdeführer nicht zu einer Personengruppe, die nach den genannten Vorfällen an Ostern einem er- höhten Risiko ausgesetzt ist, Opfer von weiteren Anschlägen zu werden . Aus den dargelegten Gründen wird deshalb der Sistierungsantrag abge- lehnt und es kann in der Sache selbst entschieden werden. 9. 9.1 In den Beschwerdeeingaben werden verschiedene Rügen im Zusam- menhang mit der Reisepapierbeschaffung auf der Grundlage des Migrati- onsabkommens zwischen der Schweiz und Sri Lanka und damit zusam- menhängenden Datenschutzbestimmungen erhoben. 9.2 So wird unter anderem geltend gemacht, die Übermittlung von Perso- nendaten des Beschwerdeführers an die sri -lankischen Behörden stelle eine Verletzung von Art. 6 DSG sowie Art. 97 AsylG dar, da Sri Lanka kei- nen dem Schweizer Schutzniveau entsprechenden Datenschutz aufweise und die übermittelten Daten zweckentfremdet würden. Da die ihn betref- fenden Personendaten bereits an die sri -lankischen Behörden übermittelt worden seien, sei die Widerrechtlichkeit dieser Übermittlung gemäss Art. 25 Abs. 1 Bst. c DSG festzustellen. Im Rahmen seines neuen Asyl - gesuchs habe er zudem beantragt, dass die Schweizer Behörden gestützt auf Art. 6 und 8 DSG ihr aus Art. 16 Bst. g Migrationsabkommen erwach- sendes Recht und ihre Pflicht wahrzunehmen und sich bei den zuständigen sri-lankischen Behörden danach zu erkundigen hätten, inwiefern die ihn betreffenden und übermittelten Daten verwendet, wo diese und zu wel- chem Zweck gespeichert seien, welche Behörden zu diesen Informationen Zugang hätten und welche Ergebnisse damit erzielt würden. Diese Infor- mationen seien in der notwendigen Übersetzung offenzulegen. Diese An- träge seien mit einer völlig unzulänglichen Begründung abgewiesen wor- den. Auch habe das SEM zu Unrecht, die in diesem Zusammenhang ge- stellten Beweisanträge abgewiesen. E-2028/2019 Seite 9 9.3 Das Bundesverwaltungsgericht bezog in BVGE 2017 VI/6 Stellung zu den entsprechenden Rügen im Zusammenhang mit dem Migrationsab- kommen Schweiz  Sri Lanka betreffend die Datenweitergabe und damit möglicherweise verbundene Verpflichtungen der Schweizer Migrationsbe- hörden. Darauf ist zu verweisen (vgl. BVGE 2017/VI/6 E. 2.5). Auch eine Verletzung von Art. 6 DSG ist zu verneinen, da das Asylgesetz die Bekannt- gabe von Personendaten an den Heimat - oder Herkunftsstaat in Art. 97 AsylG spezialgesetzlich regelt und Art. 6 DSG damit vorgeht (vgl. Urteile des BVGer D-5100/2017 vom 12. April 2018 E. 5.2 und E-4293/2018 vom 8. August 2018 E. 8). Demzufolge ist der Antrag des Beschwerdeführers auf Feststellung der Widerrechtlichkeit (Art. 25 Abs. 1 Bst. c DSG) der Übermittlung seiner Personendaten an die sri-lankischen Behörden abzu- weisen. Damit liegt keine Verle tzung der Begründungspflicht vor und hat das SEM die Beweisanträge zu Recht abgewiesen. 9.4 Aus diesen Feststellungen ergibt sich ferner, dass die Frage, inwiefern die sri-lankische Gesetzgebung dem schweizerischen Datenschutzniveau entspricht, für vorliegende s Verfahren offenbleiben kann (vgl. auch Urteil des BVGer D-1042/2018 vom 23. April 2018 E. 4.2). 10. 10.1 In der Beschwerdeschrift werden der Vorinstanz Verletzungen des rechtlichen Gehörs, der Begründungspflicht sowie eine unvollständige und unrichtige Abklärun g des rechtserheblichen Sachverhalts vorgeworfen. Diese formellen Rügen sind vorab zu prüfen, da sie allenfalls geeignet sein könnten, eine Kassation der erstinstanzlichen Verfügung zu bewirken (vgl. BVGE 2013/34 E. 4.2; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes; 3. Aufl. 2013, Rz. 1043 ff. m.w.H.). 10.2 Gemäss Art. 29 VwVG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör, welches als Mitwirkungsrecht alle Befugnisse umfasst, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (vgl. BGE 144 I 11 E. 5.3; BVGE 2009/35 E. 6.4.1). Mit dem Gehörsanspruch korreliert die Pflicht der Behörden, die Vorbringen tatsächlich zu hören, ernsthaft zu prüfen und in ihrer Entscheidfindung angemessen zu berücksichtigen. Nicht erforderlich ist, dass sich die Begründung mit allen Parteistandpunkten einlässlich aus- einandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt (vgl. BGE 143 III 65 E. 5.2). E-2028/2019 Seite 10 Die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sach- verhalts in Verletzung der behördlichen Untersuchungspflicht bildet einen Beschwerdegrund (Art. 106 Abs. 1 Bst. b AsylG). Unrichtig ist die Sachver- haltsfeststellung, wenn der Verfügung ein falscher und aktenwidriger Sach- verhalt zugrunde gelegt wird oder Beweise falsch gewürdigt worden sind; unvollständig ist sie, wenn nicht alle für den Entscheid rechtswesentlichen Sachumstände berücksichtigt werden (vgl. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwal- tungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., 2013, Rz. 1043). 10.3 10.3.1 Unter dem Titel des rechtlichen Gehörs und unter Berufung auf Art. 16 Bst. g Migrationsabkommen sowie Art. 6 und Art. 8 DSG moniert der Beschwerdeführer zunächst, die Vorinstanz habe in der angefochtenen Verfügung seine Anträge, es sei bei den sri-lankischen Behörden abzuklä- ren, welchen Gebrauch sie von den durch die Schweizer Behörden über- mittelten Daten gemacht hätten, welche Ergebnisse damit erzielt worden seien und welche Behörden in Sri Lanka nun Zugang zu den entsprechen- den Informationen hätten, und diese Informationen seien ihm offenzule- gen, mit unzureichender Begründung abgelehnt. Indessen wurden diese Anträge in der angefochtenen Verfügung durchaus gewürdigt und  wie bereits dargelegt (E. 9)  von der Vorinstanz zu Recht und mit zutreffender Begründung abgewiesen. In diesem Zusammenhang ist zudem auf zahl- reiche andere von seinem Rechtsvertreter geführte Verfahren zu verwei- sen, in welchen darauf hingewiesen wurde, dass eine Berufung auf Art. 16 Bst. g Migrationsabkommen nicht möglich ist (vgl. beispielsweise Urteile des BVGer D -5586/2018 vom 24. Oktober 2018 E. 9.5 und E -2050/2018 vom 10. Juli 2018 E. 6.1.5). Die Vorinstanz hat unter Ziffer 1.3 f. ihrer Ver- fügung vom 19. März 2019 die geltend gemachte Datenübertragungsprob- lematik eingehend thematisiert und hat erklärt, weshalb die Anträge abzu- weisen seien, soweit überhaupt darauf einzutreten sei. Die diesbezügliche Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs erweist sich als unbegründet. 10.3.2 Sein Anspruch auf rechtliches Gehör sei überdies verletzt worden, da die Vorinstanz ihn trotz entsprechenden Antrags nicht erneut zu seinen Asylgründen angehört habe. Dazu ist festzuhalten, dass die Vorinstanz nicht verpflichtet war, den Be- schwerdeführer abermals anzuhören. Das zweite Asylgesuch wurde nach dem rechtskräftigen Abschluss des ersten Asylverfahrens innerhalb der Fünfjahresfrist von Art. 111c AsylG eingereicht. Bei dieser Konstellation ist E-2028/2019 Seite 11 eine Anhörung gemäss Art. 29 AsylG grundsätzlich nicht vorge sehen (vgl. BVGE 2014/39 E. 4.3). Aufgrund der dem Beschwerdeführer oblie- genden Mitwirkung (vgl. Art. 8 AsylG) war er verpflichtet, seine (neuen) Asylgründe bei der Einreichung des Mehrfachgesuchs schriftlich substan- tiiert darzutun und mit entsprechenden Beweismitteln zu belegen. Dies hat der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer in seinem 31 Seiten (exkl. Bei- lagenverzeichnis) umfassenden Gesuch vom 4. Februar 2018 getan und seine Vorbringen zwischenzeitlich in seiner Beschwerdeschrift vom 29. Ap- ril 2019  auf 76 Seiten (exkl. Beilagenverzeichnis)  ausgeführt. Im Übri- gen handelt es sich beim Rechtsvertreter des Beschwerdeführers um ei- nen patentierten Rechtsanwalt mit langjähriger Erfahrung auf dem Gebiet des Asylrechts, mithin ist ihm bewusst und wurde ihm vom Gericht bereits in vielen von ihm geführten Verfahren dargelegt, dass Mehrfachgesuche schriftlich zu begründen sind und grundsätzlich kein Anspruch auf eine nochmalige Anhörung besteht. Die Rüge erweist sich als unbegründet. 10.4 Der Beschwerdeführer monie rt weiter, die Vorinstanz habe die Be- gründungspflicht verletzt, da die vorinstanzlichen Ausführungen zum Ver- fahren betreffend die Ersatzreisepapierbeschaffung aktenwidrig und objek- tiv falsch seien. So handle es sich bei den geltend gemachten Sachver - haltselementen um Risikofaktoren, welche er unbestrittenermassen auf- weise und welche von der Vorinstanz vor den aktuell verfügbaren Länder- hintergrundinformationen hätten diskutiert werden müssen. Auch beziehe sich die Vorinstanz bei der Beurteilung der politischen und menschenrecht- lichen Situation in Sri Lanka auf keinerlei Länderhintergrundinformationen oder lege dies zumindest nicht offen. Dabei vermengt er formelle Mängel eines Entscheides mit der materiellen Würdigung der Vorbringen. Die Vorinstanz hat in der angefochtenen Ver- fügung die wesentlichen Überlegungen genannt, von denen es sich hat lei- ten lassen. Wie die vorliegende Beschwerde zeigt, war eine sachgerechte Anfechtung der vorinstanzlichen Verfügung möglich. Daran vermag auch der Verweis auf ein e Vernehmlassung der Vorinstanz vom 8. November 2017 im Verfahren D-4794/2017 (Beilage 12 [recte: 3 und 8]) nichts zu än- dern. Die Rüge geht fehl. 10.5 Dasselbe gilt auch für die Ausführungen unter dem Titel der unvoll- ständigen und unrichtigen Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts. Der Beschwerdeführer macht eine ungenügenden Sachverhaltsfeststel- lung geltend, die Vorinstanz habe seine familiäre n Verbindungen zu den LTTE, sein exilpolitisches Engagement und seine Herkunft aus dem Vanni-E-2028/2019 Seite 12 Gebiet nicht genügend abgeklärt. Ausserdem habe sie die aktuelle Situa- tion in Sri Lanka unvollständig und unkorrekt abgeklärt , und das von ihr erstellte Lagebild vom 16. August 2016 genüge den Anforderungen an kor- rekt erhobene Länderinformationen nicht. Die Vorinstanz habe weiter nicht korrekt thematisiert, dass die zu erwartende Vorsprache auf dem sri-lanki- schen Generalkonsulat zwecks Papierbeschaffung eine Vorbereitung für einen Background Check sei. 10.5.1 Gemäss Art. 111c AsylG sind Mehrfachgesuche schriftlich und be- gründet einzureichen, mithin bestehen erhöhte Anforderungen an die Mit- wirkungspflicht (BVGE 2014/39 E. 4.3). Damit hatte die Vorinstanz keinen Anlass, weitere Abklärungen zu den Vorbringen des Beschwerdeführers zu tätigen, zumal sie davon ausgehen durfte, dass diese in seiner schriftlichen Eingabe vom 4. Februar 2018 zur Genüge dargetan werden konnten. Auch wurde die Herkunft aus dem Vanni-Gebiet im ersten Asylverfahren nicht in Zweifel gezogen, weshalb schon aus diesem Grund diesbezüglich kein An- lass bestand, weitere Ab klärungen zu tätigen. Alleine der Umstand, dass die Vorinstanz aus sachlichen Gründen zu einer anderen Würdigung der Vorbringen gelangt, als vom Beschwerdeführer verlangt, spricht nicht für eine ungenügende Sachverhaltsfeststellung. 10.5.2 Auch dass die Vorinstanz in ihrer Länderpraxis zu Sri Lanka einer anderen Linie folgt, als vom Beschwerdeführer vertreten, spricht nicht für eine ungenügende Sachverhaltsfeststellung. Die Vorinstanz hat unter Zif- fer 1.3 der angefochtenen Verfügung ausführlich begründet, dass dem sri- lankischen Generalkonsulat lediglich Personendaten bekannt gegeben würden, die dem Zweck der Ersatzreisepapierbeschaffung dienen würden. Dieser Datenübermittlung komme daher keine asylrelevante Bedeutung zu. Dies bestätigte das Bund esverwaltungsgericht im Grundsatzurteil BVGE 2017 VI/6 E. 4.3.3. Nichts Gegenteiliges ergibt sich im Übrigen aus der angerufenen Vernehmlassung des SEM vom 8. November 2017 im Verfahren D-4794/2017. 10.5.3 Was das Begehren um Feststellung der Fehlerhaftigkeit de s Lage- bilds des SEM zu Sri Lanka betrifft, so wurde in diesem Zusammenhang bereits in mehreren vom nämlichen Rechtsvertreter geführten Verfahren (vgl. etwa Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D-6503/2018 vom 29. Ja- nuar 2019 E. 5.1, mit Hinweisen) festgestellt, dass diese länderspezifische Lageanalyse des SEM öffentlich zugänglich ist. Darin werden neben nicht namentlich genannten Gesprächspartnern und anderen nicht offengeleg-E-2028/2019 Seite 13 ten Referenzen überwiegend sonstige öffentlich zugängliche Quellen zi- tiert. Damit ist trotz der teilweise nicht im Einzelnen offengelegten Referen- zen auch dem Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör ausreichend Genüge getan. Die Frage, inwiefern sich ein Bericht auf ver- lässliche und überzeugende Quellen abstützt, ist ebenfa lls keine formelle Frage, sondern ist gegebenenfalls im Rahmen der materiellen Würdigung der Argumente der Parteien durch das Gericht zu berücksichtigen. 10.5.4 Soweit der Beschwerdeführer schliesslich vorbringt, die Lage in Sri Lanka habe sich mit der Funktion Mahinda Rajapaksas als Oppositionsfüh- rer im Parlament verändert und es ergebe sich damit eine unmittelbare Be- drohungslage für Regimekritiker, vermengt er auch hier die Frage der Fest- stellung des Sachverhalts mit der Frage der rechtlichen Würdigung der Sa- che. Die Vorinstanz hat die allgemeine Lage in Sri Lanka berücksichtigt, auch wenn es nicht explizit auf die Rolle von Mahinda Rajapaksa einging. Mangels direktem Zusammenhang mit der individuellen Situation des Be- schwerdeführers bestand dazu auch kein Anlass. 10.6 Die formellen Rügen erweisen sich insgesamt als unbegründet, wes- halb keine Veranlassung besteht, die Sache aus formellen Gründen aufzu- heben und an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die diesbezüglichen Rechtsbegehren sind somit abzuweisen. 11. 11.1 Der Beschwerdeführer stellt für den Fall einer materiellen Beurteilung seiner Beschwerde durch das Bundesverwaltungsgericht den Beweisan- trag, er sei erneut zu seinen gesamten Asylgründen anzuhören. Ausser- dem sei ihm eine angemessene [Frist] zur Beibringung weiterer Bewei s- mittel bezüglich seiner Verwandtschaftsverhältnisse anzusetzen. 11.2 Eine erneute Anhörung erübrigt sich, da der Sachverhalt, wie vorste- hend dargelegt, hinreichend erstellt wurde. Ferner besteht  wie bereits erwähnt  im Rahmen eines Mehrfachgesuches kein Ans pruch auf eine erneute Anhörung (vgl. BVGE 2014/39 E. 4.3). 11.3 Der Beschwerdeführer hatte bis zum Urteilszeitpunkt hinreichend Ge- legenheit und im Rahmen der ihm obliegenden Mitwirkungspflicht (Art. 8 AsylG) auch die Obliegenheit, weitere Beweismittel einzureichen. Dies hat er offensichtlich nicht getan. Es besteht demnach keine Veranlassung, eine Frist zur Einreichung weiterer, nicht näher spezifizierter Beweismittel anzu- setzen. Der entsprechende Beweisantrag ist abzulehnen. E-2028/2019 Seite 14 12. 12.1 Wird nach einem erfolglos durchl aufenen Asylverfahren ein Gesuch um Feststellung der Flüchtlingseigenschaft aufgrund einer nachträglichen Veränderung der Sachlage eingereicht, ist dieses als neues Asylgesuch unter den Voraussetzungen des Art. 111 c AsylG zu prüfen (vgl. BVGE 2014/39 E. 4. 6). Ein Wiedererwägungsverfahren wird eingeleitet, wenn sich die nachträgliche Veränderung der Sachlage (nur) auf den Wegwei- sungsvollzugspunkt bezieht. 12.2 Werden indessen nach Abschluss des ordentlichen Beschwerdever- fahrens neue Beweismittel nachgereicht, die erst nach dem Urteil erstellt wurden, mit denen aber vorbestandene Tatsachen belegt werden sollen, können diese einen Anspruch auf Wiedererwägung begründen (zum soge- nannten «qualifizierten Wiedererwägungsgesuch» vgl. BVGE 2013/22 E. 5.4 und E. 11.4. f. m. w.H.). Massgeblich ist in diesem Fall Art. 66 Abs. 2 Bst. a VwVG. 12.3 Die Vorinstanz hat das Gesuch vom 4. Februar 2018 zu Recht mehr- heitlich als Mehrfachgesuch im Sinne von Art. 111 c AsylG behandelt, da damit hauptsächlich Vorbringen dargelegt werden, die ein e neue Beurtei- lung der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG betreffen und das Gesuch zudem die formellen Voraussetzungen (schriftliche, begründete Eingabe innert fünf Jahren nach Eintritt der Rechtskraft, vgl. dazu: BVGE2014/39 E. 4.3 und E. 5.5) erfüllt. 13. 13.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be- gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 13.2 Nach Art. 54 AsylG (subjektive Nachfluchtgründe) wird Flüchtlingen kein Asyl gewährt, wenn sie erst durch ihre Ausreise aus dem Heimat- oder Herkunftsstaat oder wegen ihres Verhaltens nach der Ausreise Flüchtlinge im Sinne von Art. 3 AsylG wurden. Personen mit subjektiven Nachflucht- gründen erhalten zwar kein Asyl, werden jedoch als Flüchtlinge vorläufig E-2028/2019 Seite 15 aufgenommen. Massgebend ist dabei einzig, ob die heimatlichen Behör- den das Verhalten des Asylsuchenden als staatsfeindlich einstufen und dieser deswegen bei einer Rückkehr in den Heimatstaat eine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG befürchten muss. Es bleiben damit die Anforde- rungen an den Nachweis einer begründeten Furcht massgeblich (Art. 3 und 7 AsylG; vgl. zum Ganzen auch BVGE 2009/29 E. 5.1 und 2009/28 E. 7.1). 13.3 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa- chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 14. 14.1 Die Vorinstanz hielt in der angefochtenen Verfügung hinsichtlich der neu geltend gemachten Vorbringen fest, dass die Vorfluchtgründe bezüg- lich des (…) des Beschwerdeführers, der für die LTTE gekämpft und in (…) gewesen und nach G._______ geflüchtet sei, sowohl vom SEM als auch vom Bundesverwaltungsgericht als unglaubhaft eingeschätzt worden seien. Auf dieser Grundlage und weil er die weitergehende verwandtschaft- liche Verflechtung mit den LTTE erst jetzt nachschiebe, seien Zweifel am Wahrheitsgehalt dieser neuen Vorbringen anzumerken. Dies umso mehr, da in seinem Gesuch der Zusammenhang seiner angeblichen Gefährdung und den Vorbringen betreffend seine Verwandten nicht genügend substan- ziiert worden sei. Es gehe demnach nicht hervor, inwiefern diese Personen etwas mit seinen bisherigen unglaubhaften Vorbringen zu tun gehabt hät- ten und in welchem Verhältnis beziehungsweise Kontakt er zu diesen Per- son gestanden habe. Letztlich sei das Verwandtschaftsverhältnis zu diesen Personen nicht erstellt. Die nachgeschobenen Angaben und insbesondere die daraus resultierenden Verfolgungsmassnahmen könnten ihm daher nicht geglaubt werden. Im Übrigen seien die Vorbringen nicht asylrelevant, da sie rehabilitierte und entfernte Verwandte von ihm betreffen und keine gegen ihn zielgerichteten Verfolgungen beinhalten würden. Es mangle so- mit an objektiven Anzeichen dafür, dass ihm aufgrund dieser Personen, bei einer Rückkehr nach Sri Lanka persönliche ernsthafte Nachteile im Sinne von Art. 3 AsylG drohen würden. Hinsichtlich der exilpolitischen Aktivitäten des Beschwerdeführers hielt die Vorinstanz fest, dass eine (einmalige) Teilnahme am Heldengedenktag E-2028/2019 Seite 16 noch nicht ausreichend sei, eine qualifizierte exilpolitische Exponierung im Sinne von subjektiven Nachfluchtgründen und einer begründenden Furcht vor ernsthaften Nachteilen zu begründen. Im Sinne der bundesverwal- tungsgerichtlichen Rechtsprechung sei davon auszugehen, dass der Nachrichtendienst Sri Lankas blosse „Mitläufer“ von Massenveranstaltun- gen als solche erkennen und daher nicht als Gefahr wahrnehmen würden. Die zwei eingereichten Fotos der Teilnahme am Heldengedenktag sowie seine Angaben, würden darauf hinweisen, dass er ein einfacher Teilnehmer gewesen sei und diesen bezeichnenderweise nach dem abgewiesenen Ur- teil des Bundesverwaltungsgerichts vom 16. November 2017 aufgesucht habe. Dies genüge nicht um eine qualifizierte Exponierung im Sinne der Rechtsprechung zu begründen. Die Vorinstanz hielt hinsichtlich der Beantragung von Ersatzreisepapieren in der angefochtenen Verfügung fest, im Rahmen des standardisierten und langjährig erprobten Verfahrens der Papierbeschaffung übermittle es dem sri-lankischen Generalkonsulat die Pers onalien der betroffenen Person und beantrage die Ausstellung eines sri -lankischen Ersatzreisepapiers. Dem Generalkonsulat würden ausschliesslich Personendaten bekannt ge- geben, die dem Zweck der Ersatzreisepapierbeschaffung dienen würden. Die Datenschutzbestimmungen nach Art. 97 AsylG und Art. 106 AIG wür- den vollumfänglich eingehalten. Die Übermittlung von Daten schaffe keine neuen Gefährdungselemente. Weder Art. 97 Abs. 3 AsylG noch Art. 16 Bst. c Migrationsabkommen enthalte eine abschliessende Aufzählung j e- ner Informationen, die zwecks Organisation der Rückkehr der betroffenen Person, an die ausländischen Behörden übermittelt würden. Das Vorliegen einer begründeten Furcht vor Verfolgungsmassnahmen wegen der Ersatz- reisepapierbeschaffung sei somit zu verneinen. Bezüglich der vom Beschwerdeführer vorgebrachten Verschlechterung der Sicherheits- und Menschenrechtslage sei festzuhalten, dass die zur Unter- mauerung dieses Vorbringens eingereichten Berichte allgemeiner Natur seien und es sich bei den genannten Situa tionen um Einzelfälle ohne Be- zug zum Beschwerdeführer handle. 14.2 Auf Beschwerdeebene bringt der Beschwerdeführer vor, er habe die familiäre Verbindung zu den LTTE umfassend belegt und absolut brisante Dokumente betreffend die fraglichen Familienmitglieder be ibringen kön- nen. Diese würden belegen, dass er zu diesen Personen ein familiäres Vertrauensverhältnis haben müsse, zumal diese ansonsten nicht bereit ge- wesen wären, ihm solche Unterlagen zur Verfügung zu stellen. Ausserdem E-2028/2019 Seite 17 habe er begründet, weshalb er diese Vorbringen erst zu diesem Zeitpunkt vollständig habe offenlegen können. Gemäss Einschätzung des Bundes- verwaltungsgerichts stelle die Verbindung zu (ehemaligen) Mitgliedern und Anhängern der LTTE einen der Hauptrisikofaktoren dar. Die Intensität der Verbindung sei dabei nicht ausschlaggebend. Die asylrelevante Gefähr- dung von Personen mit sozialen Beziehungen zu LTTE-Mitgliedern ergebe sich ausserdem aus Berichten diverser unabhängiger Beobachterorgani- sationen. Bezüglich seiner exilpolitischen Tätigkeit brachte er vor, dass seine gefal- lene (…) am Heldengedenktag jeweils gewürdigt würde. Das exilpolitische Engagement von Personen mit Verbindungen zu solchen LTTE-Mitgliedern werde von den sri-lankischen Behörden ganz anders gesehen, als bei Per- sonen ohne entsprechende Verbindungen. Indem er eine gefallene LTTE- Heldin weiterhin hochhalte, beweise er seinen überzeugten Aktivismus für das Ziel der Wiederbelebung des tamilischen Separatismus. Seine Teil- nahme am Heldengedenktag vom (…) sei vor diesem Hintergrund daher völlig anders zu bewerten, als dies die Vor - instanz getan habe. Ein Grundverdacht gegenüber Tamilen, den LTTE nahe zu stehen, ergebe sich ausserdem aufgrund seiner Herkunft und Sozialisierung im Vanni-Ge- biet. Weiter habe die Vorinsta nz in seinem Entscheid nicht thematisiert, dass standardmässige behördliche Background -Checks bei Rückkehrern regelmässig zu asylrelevanter Verfolgung führten. Neu brachte er auf Beschwerdeebene vor, seine in Sri Lanka verbliebene Familie werde anhaltend von sri-lankischen Sicherheitskräften behelligt. Es würden regelmässig Angehörige des CID beim Elternhaus vorsprechen und sich nach seinem Verbleib erkundigen. Dabei sei den Eltern eine Fo- tografie von ihm an einer exilpolitischen Veranstaltung in der Schweiz vor- gelegt worden. Aus diesem Grund habe sich die Familie letztes Jahr eine Überwachungskamera gekauft (vgl. Beilage 94). Weiter bestehe sehr wohl eine direkte Ver bindung zwischen seinen Asyl- vorbringen und der heutigen allgemeinen Lage in Sri Lanka. Wie sich im Verlauf der letzten eineinhalb Jahre gezeigt habe, habe der sri -lankische Staat zunehmend Gebrauch von fragwürdigen Mitteln zur Verfolgung  Ge- brauch der Anti-Terrorgesetzgebung, willkürliche Rechtspraxis nach dem Vavuniya-Urteil von Juli 2017  von angeblich regimefeindlichen Gegnern E-2028/2019 Seite 18 gemacht. Ausserdem sei infolge der aktuellen politischen Krise eine Akzen- tuierung der Bedrohungslage für ethnische Minderheiten zu beobachten. Seit dem Ausbruch der Krise am 26. Oktober 2018 sei die Lage sehr volatil und nicht vorhersehbar. Mahinda Rajapaksa sei zwar nicht mehr im Amt, seine Macht sei damit jedoch nicht geschmälert. Ausserdem habe sein Nachfolger, Präsident Maithripala Sirisena, die Todesstrafe wieder einge- führt. Auch die separatistische tamilische Gemeinschaft im Exil habe sich gespalten. Eine Gruppe sehe in der aktuellen chaotischen Situation die ideale Ausgangslage für den Beginn von neuen Anschlägen, die andere Gruppe wolle unter keinen Umständen eine erneute militärische Konfron- tation in Sri Lanka. Die Bedrohungslage für Oppositionelle, Menschen- rechtsaktivisten, Journalisten und Angehörige religiöser und ethnischer Minderheiten  insbesondere Tamilen  spitze sich zu. Im Zusammenhang mit der Gefährdungslage von tamilischen Rückkehrern würden im Urtei l E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 verschiedene Risikofaktoren definiert. Der Beschwerdeführer erfülle die Risikofaktoren der persönlichen Verbindun- gen zu den LTTE, der früheren Behelligungen durch die sri-lankischen Si- cherheitskräfte, der exilpolitischen Aktivitäten, der fehlenden gültigen Iden- titätspapiere und des langen Auslandaufenthaltes in der tamilischen Diaspora. Ausserdem gehöre er der bestimmten sozialen Gruppen der ab- gewiesenen tamilischen Asylsuchenden, den vermeintlichen oder tatsäch- lichen LTTE-Unterstützer sowie der Gruppe von Personen, welche sich exilpolitisch betätigen an. Bei einer Rückkehr nach Sri Lanka hätte er daher mit asylrelevanten Nachteilen zu rechnen. Es müsse zudem mitberücksich- tigt werden, dass die einzelnen Risikofaktoren vor dem Hintergrund der ak- tuellen Krise verstärkt Geltung hätten. 15. 15.1 Im Urteil E -1866/2015 hat das Bundesverwaltungsgericht eine aktu- elle Analyse der Situation von Rückkehrenden nach Sri Lanka vorgenom- men (vgl. a.a.O., E. 8) und festgestellt, dass aus Europa respektive der Schweiz zurückkehrende tamilische Asylsuchende nich t generell einer ernstzunehmenden Gefahr von Verhaftung und Folter ausgesetzt seien (vgl. a.a.O., E. 8.3). Das Gericht orientiert sich bei der Beurteilung des Ri- sikos von Rückkehrern, Opfer ernsthafter Nachteile in Form von Verhaftung und Folter zu werden, an verschiedenen Risikofaktoren. Dabei handelt es sich um das Vorhandensein einer tatsächlichen oder vermeintlichen, aktu- ellen oder vergangenen Verbindung zu den LTTE, um Teilnahme an exil- politischen regimekritischen Handlungen und um Vorliegen früherer V er- haftungen durch die sri -lankischen Behörden, üblicherweise im Zusam- menhang mit einer tatsächlichen oder vermuteten Verbindung zu den LTTE E-2028/2019 Seite 19 (sog. stark risikobegründende Faktoren, vgl. a.a.O., E. 8.4.1-8.4.3). Einem gesteigerten Risiko, genau befragt und ü berprüft zu werden, unterliegen ausserdem Personen, die ohne die erforderlichen Identitätspapiere nach Sri Lanka einreisen wollen, die zwangsweise nach Sri Lanka zurückgeführt werden oder die über die Internationale Organisation für Migration (IOM) nach Sri Lanka zurückkehren, sowie Personen mit gut sichtbaren Narben (sog. schwach risikobegründende Faktoren, vgl. a.a.O., E. 8.4.4 und 8.4.5). Das Gericht wägt im Einzelfall ab, ob die konkret glaubhaft gemach- ten Risikofaktoren eine asylrechtlich relevante Gef ährdung der betreffen- den Person ergeben. Dabei zieht es in Betracht, dass insbesondere jene Rückkehrer eine begründete Furcht vor ernsthaften Nachteilen im Sinne von Art. 3 AsylG haben, denen seitens der sri-lankischen Behörden zuge- schrieben wird, dass sie bestrebt sind, den tamilischen Separatismus wie- deraufleben zu lassen (vgl. a.a.O. E. 8.5.1). Obige Analyse hat zudem auch vor dem Hintergrund der in der Beschwerde geltend gemachten Krise seit den Kommunalwahlen 2018 weiterhin Gültigkeit. 15.2 Die Vorfluchtgründe des Beschwerdeführers (versuchte Zwangsrek- rutierung durch die LTTE und die Verfolgung im Zusammenhang mit sei- nem (…) und weiteren Verwandten ) wurden bereits rechtskräftig für un- glaubhaft befunden (vgl. Urteil E -5434/2017 vom 16. November 2017 E. 7.2). Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist somit einzig, ob die nun- mehr neuen  nach dem letzten rechtskräftigen Urteil vom 16. November 2017 entstandenen  Sachverhalte und dazu gehörige Beweismittel (wei- tere familiäre Verbindungen zu den LTTE, Risikoprofil bei der Rückkehr aufgrund der neuen politischen Lage im Heimatland, die Papierbeschaf- fungsmassnahmen und sein exilpolitisches Engagement) zur Bejahung der Flüchtlingseigenschaft führen. 15.2.1 Die Beweismittel, welche das Verwandtschaftsverhältnis zu seinen (…) und seiner (…) belegen sollen, sind vor dem erstinstanzlichen bundes- verwaltungsgerichtlichen Urteil entstanden. Aus der Beschwerde geht nicht hervor, wann der Beschwerdeführer diese erhältlich machen konnte. In die- sem Fall kann jedoch offenbleiben, ob die Vorinstanz die Begehren korrek- terweise als Mehrfachgesuch entgegengenommen hat, zumal aus den vor- gebrachten Dokumenten nicht hervorgeht, dass wegen diesem angebli- chen Verwandtschaftsverhältnis eine (neue) Gefährdungslage vorliegt. Al- lein die Tatsache, dass der Beschwerdeführer in den Besitz dieser Unter- lagen gelangt ist, beweist überdies nicht, dass er tatsächlich mit den ange- gebenen Personen verwandt ist. Die Vorinstanz hält daher zu Recht fest, dass weder das Verwandtsch aftsverhältnis noch dessen Auswirkung auf E-2028/2019 Seite 20 eine angebliche Gefährdung des Beschwerdeführers substanziiert darge- legt worden sind. Selbst wenn eine verwandtschaftliche Beziehung vorlie- gen sollte, geht aus den Akten nicht hervor, wie intensiv die Beziehung zu seinen Verwandten gewesen ist, um daraus eine (neue) flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung glaubhaft zu machen. Ausserdem gilt es zu betonen, dass der eine rehabilitierte (…) offenbar weiterhin unbehelligt in Sri Lanka leben kann. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer in seiner erstinstanzlichen Beschwerdeschrift seine Aussagen bereits mit mehreren verwandtschaftlichen LTTE -Verbindungen untermauert hatte. Das Argument, er habe sich nicht getraut, weitere diesbezügliche Vorbrin- gen zu machen, geht daher fehl. 15.2.2 In Bezug auf sein exilpolitisches Engagement gilt es festzuhalten, dass der Beschwerdeführer lediglich in sehr niederschwelliger Weise in Er- scheinung getreten ist, wenn denn die vereinzelten exilpolitischen Aktivitä- ten überhaupt als regimekritisch zu taxieren sind. Zur Präzisierung auf Be- schwerdeebene, er habe an den Heldengedenktagen jeweils seine (…) eh- ren wollen und stehe daher besonders im Visier der sri-lankischen Behör- den, ist anzumerken, dass er sich auf den Fotografien der Heldengedenk- tage vom (…) und (…) (vgl. B2, Beilage 6 sowie Beilage 93 zur Beschwer- deschrift) zwar vor Gedenktafeln ablichten lassen hat, jedoch nicht vor der- jenigen seiner (…), was zu erwarten gewesen wäre . Ausserdem ist nicht davon auszugehen, dass  selbst bei Vorliegen eines entsprechenden Zu- sammenhangs  die sri-lankischen Behörden ihn als Gefahr für die nach dem Krieg wiedergewonnene Einheit des Landes wahrnehmen würden (vgl. auch E-1866/2015 E. 8.5.4). Aus den exilpolitischen Aktivitäten resul- tiert deshalb gesamthaft gesehen keine wesentliche Schärfung des Profils. 15.2.3 Soweit der Beschwerdeführer geltend machte, er sei aufgrund der Datenweitergabe im Zusammenhang mit dem Migrationsabkommen bei ei- ner Rückkehr einer asylrelevanten Gefährdung ausgesetzt , ist festzustel- len, dass das Bundesverwaltungsgericht sich in BVGE 2017 VI/6 zur Frage geäussert hat, ob (allein) aufgrund einer Datenweitergabe im Zusammen- hang mit dem Migrationsabkommen von einer Gefährdung auszugehen sei. Es hielt fest, dass es sich be i Art. 97 Abs. 3 AsylG und Art. 16 Bst. c Migrationsabkommen um eine nicht abschliessende Aufzählung der Daten handle, die einer ausländischen Behörde für die Organisation der Ausreise der betroffenen Person übermittelt werden dürften. Bei der Ersatzreisepa- pierbeschaffung handelt es sich um ein standardisiertes, lang erprobtes und gesetzlich geregeltes Verfahren, bei welchem nur die zulässigen, zur E-2028/2019 Seite 21 Identifikation des Beschwerdeführers notwendigen Daten übermittelt wer- den. Es ist nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer deshalb in den Fokus der sri -lankischen Behörden geraten sein soll. Die vom Be- schwerdeführer gemachten Vorbringen sind denn auch weitgehend als Mutmassungen einzustufen, die er nicht ansatzweise zu belegen vermag. Nichts Gegenteiliges ergibt sich im Übrigen aus der angerufenen Vernehm- lassung des SEM vom 8. November 2017 im Verfahren D-4794/2017. 15.2.4 Auch unter Berücksichtigung der nach Abschluss des letzten Asyl- verfahrens entstandenen, auf der eingereichten CD-ROM abgespeicherten Beweismittel (welche sich im Wesentlichen auf die allgemeine Situation in Sri Lanka beziehen, ohne dabei einen konkreten Bezug zum Beschwerde- führer erkennen zu lassen) bestehen keine stichhaltigen Gründe zur An- nahme, dass der Beschwerdeführer einer der im Referenz urteil E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 genannten Risikogruppen zuzurechnen ist. An dieser Schlussfolgerung vermag auch der schwach risikobegründende Faktor der Herkunft aus dem Norden des Landes nichts zu ändern. Es sind aufgrund der derzeitigen Aktenlage ke ine massgeblichen Hinweise dafür ersichtlich, dass er ins Visier der sri -lankischen Behörden geraten könnte und diese ein potenzielles Verfolgungsinteresse an ihm haben könnten. Der am 26. Oktober 2018 begonnene Machtkampf zwischen Maithripala Sirisena, Mahinda Rajapaksa und Ranil Wickremesinghe vermag daran nichts zu ändern. Die aktuelle Lage in Sri Lanka ist zwar als volatil  und nach den verheerenden Anschlägen vom 21. April 2019 zweifellos auch als sehr angespannt  zu beurteilen, jedoch ist aufgrund dessen nicht auf eine generell erhöhte Gefährdung von zurückkehrenden tamilischen Staatsan- gehörigen zu schliessen, auch nicht wenn sie christlichen Glaubens sind . Insofern ist an der Lageeinschätzung im Urteil E -1866/2015 vom 15. Juli 2016 weiterhin festzuhalten. 15.3 Im Übrigen kann auf die zutreffenden und ausführlichen Erwägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden. 16. 16.1 In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist festzustellen, dass die Be- weismittel zum Urteil des High Court Vavuniya sowie eine Vielzahl der ein- gereichten Berichte, welche nach dem Urteil des Bundesverwaltungsge- richts E-5434/2017 vom 16. November 2017 entstanden beziehungsweise zugegangen sind, aber eine Gefährdung des Beschwerdeführers zum Ur- teilszeitpunkt aufzeigen sollen, als qualifiziertes Wiedererwägungsgesuch nach Art. 111b Abs. 1 AsylG zu behandeln sind. Es kann offenbleiben, ob E-2028/2019 Seite 22 mit der Eingabe vom 4. Februar 2018 die Frist von 30 Tagen nach Entde- ckung des Wiedererwägungsgrundes eingehalten wurde, sind die entspre- chenden Tatsachen und Beweismittel doch nicht als erheblich zu qualifizie- ren und vermögen  unabhängig von der Rechtzeitigkeit der Einreichung  nicht zu einer Änderung der bisherigen Einschätzung zu führen. Es ist keine drohende Verfolgung oder menschenrechtswidrige Behandl ung er- sichtlich, zumal ein individueller Bezug, welcher eine Gefährdung des Be- schwerdeführers aufzeigen würde, zu verneinen ist. 16.2 Die neu vorgebrachten Beweismittel betreffend den Kauf einer Über- wachungskamera sollen das Fortbestehen einer bereits vor der Flucht be- gonnenen Verfolgung durch das CID darlegen. Auf den entsprechenden Videos (Beilage 94) ist allerdings lediglich zu sehen, wie zwei Männer in Zivil in einen Hof laufen. Diese sind zum Beweis für die angebliche Suche des Beschwerdeführers durch den CID untauglich. 17. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer die Flücht- lingseigenschaft nicht erfüllt und das SEM auch sein zweites Asylgesuch sowie Wiedererwägungsgesuch zu Recht abgelehnt hat, soweit es darauf eintrat. 18. 18.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 AsylG). 18.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer sol- chen. Die Wegw eisung wurde demnach zu Recht angeordnet ( Art. 44 AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 19. 19.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, E-2028/2019 Seite 23 wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 19.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, es sei mit überwiegender Wahr- scheinlichkeit davon ausz ugehen, dass jeder nach Sri Lanka zurückge- schaffte tamilische Asylgesuchsteller jederzeit Opfer einer Verhaftung und von Verhören unter Anwendung von Folter werden könne. Da er mit seiner Vorgeschichte in diese bestimmte Gruppe falle, wäre auch bei ihm von ei- ner solchen überwiegenden Gefahr auszugehen, weshalb die Unzulässig- keit des Wegweisungsvollzugs festzustellen sei. Das Risiko von Behelli- gungen, Belästigungen, Misshandlungen durch Behörden oder durch pa- ramilitärische Gruppierungen bestehe auch nach ein er Einreise, weshalb der Wegweisungsvollzug vorliegend auch unzumutbar sei. Aufgrund der Papierbeschaffung durch das sri -lankische Konsulat in Genf würden die Behörden bei seiner Rückkehr nach Sri Lanka sofort Kenntnis darüber er- halten, dass er sich währen d seines längeren Aufenthalts in der Schweiz exilpolitisch betätigt und damit einen Wiederaufbau der LTTE angestrebt habe. Aufgrund seiner LTTE-Verbindungen und der bereits erfolgten Ver- folgung bestehe bei den standardisierten Verhören der sri -lankischen Be- hörden, denen er sich nicht entziehen könne, eine akute Gefahr für Leib und Leben. 19.3 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflicht ungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens v om 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand- lung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf nie- mand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Be- handlung unterworfen werden. Der Vollzug der Wegweisung durch Rückschaffung nach Sri Lanka ist unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig, weil der Beschwerdeführer  wie zuvor dargelegt  dort keinen Nachteilen im Sinne von Art. 3 AsylG ausge-E-2028/2019 Seite 24 setzt wäre. Aus den Vorbringen des Beschwerdeführers ergeben sich aus- serdem auch keine konkreten und gewichtigen Anhaltspunkte für die An- nahme, dass er im Falle einer Ausschaffung nach Sri Lanka mit be achtli- cher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, 2001 Nr. 17 S. 130 f.; aus der Praxis des EGMR etwa die Urteile i.S. Bensaid, Rep. 2001-I, S. 303, sowie i.S. Saadi vom 28. Februar 2008 [Grosse Kam- mer], Beschwerde Nr. 37201/06, Ziff. 124 ff., jeweils m.w.N.). Auch die all- gemeine Menschenrechtssituation in Sri Lanka lässt den Wegweisungs- vollzug nach Einschätzung des Bundesverwaltungsgerichts nicht als unzu- lässig erscheinen (BVGE 2011/24 E. 10.4). Ebenso hat der EGMR wieder- holt festgestellt, dass nicht generell davon auszugehen sei, Rückkehrern drohe in Sri Lanka eine unmenschliche Behandlung, sondern dass jeweils im Einzelfall eine Risikoeinschätzung vorzunehmen sei (vgl. Urteil R.J. ge- gen Frankreich vom 19. September 2013, Beschwerde Nr. 10466/11, Ziff. 37). Dies gilt auch unter Berücksichtigung des Vorbringens, die seit dem 26. Oktober 2018 anhaltende politische Krise sei bei der Beurteilung der Situation des Beschwerdefüh rers zu berücksichtigen. Es besteht kei- nerlei konkreter Grund zur Annahme, die erwähnten allgemeinen politi- schen Entwicklungen in Sri Lanka könnten sich zum heutigen Zeitpunkt in entscheidwesentlicher Weise auf den Beschwerdeführer auswirken. Der Vollzug der Wegweisung ist somit zulässig. 19.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf- grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me- dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG  die vorläufige Aufnahme zu gewähren. 19.4.1 Das Bundesverwaltungsgericht hat zuletzt im länderspezifischen Referenzurteil E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 zur Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs abgewiesener Asylsuchender aus Sri Lanka insbesondere tamilischer Ethnie eine Lageanalyse vorgenommen (a.a.O., E. 13.213.4). Hinsichtlich der Nordprovinz, aus welcher der Beschwerde- führer stammt, wurde dabei zusammenfassend festgestellt, dass der Weg- weisungsvollzug dorthin zumutbar ist, sofern das Vorliegen der individuel- len Zumutbarkeitskriterien  insbesondere die Existenz eines tragfähigen familiären oder anderweitigen sozialen Beziehungsnetzes sowie Aussich- ten auf eine gesicherte Einkommens- und Wohnsituation  bejaht werden E-2028/2019 Seite 25 kann (a.a.O., E. 13.3). An dieser Einschätzung vermögen die jüngsten Un- ruhen Ende 2018 rund um den Posten des Ministerpräsidenten in Sri Lanka nichts zu ändern, wobei sich die Situation mit der Wiedereinsetzung des Ministerpräsidenten im Dezember 2018 ohnehin wieder beruhigt hat. Auch die neusten Gewaltvorfälle in Sri Lanka am 21. April 2019 und der gleichen- tags von der sri -lankischen Regierung verhängte Ausnahmezustand (vg l. E. 8) vermögen daran nichts zu ändern. 19.4.2 Dass der Beschwerde der christlichen Glaubensgemeinschaft an- gehört, ist vorliegend nicht relevant, da er nicht geltend macht, sich in einer christlichen Organisation betätigt zu haben beziehungsweise aus einer Hochburg einer christlicher Glaubensgemeinschaft zu stammen und dort- hin zurückkehren zu müssen. Es liegen daher auch diesbezüglich keine Hinweise vor, dass er bei einer Rückkehr nach Sri Lanka einem erhöhten Risiko ausgesetzt wäre. 19.4.3 Der Wegweisungsvollzug wurde im Übrigen bereits im ersten Asyl- verfahren als zumutbar erachtet. Mangels gegenteiliger Angaben in der Be- schwerde ist davon auszugehen, dass weiterhin diverse Verwandte in Sri Lanka leben und der Beschwerdeführer keine gesundheitlichen Beschwer- den hat. Somit wird er nach seiner Rückkehr in sein Heimatland sowohl auf die Unterstützung s einer Angehörigen zählen können und eine Unter- kunftsmöglichkeit vorfinden, als auch in der Lage sein, sich dank seiner beruflichen Erfahrungen wirtschaftlich wieder zu integrieren. 19.4.4 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar. 19.5 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi- gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei- sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 19.6 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 14 AIG). 20. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung E-2028/2019 Seite 26 Bundesrecht nicht verletzt , den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so- wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und  soweit diesbezüglich überprüfbar  angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 21. 21.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten zufolge der sehr umfangreichen Beschwerde mit zahlreichen Beilagen, die überwiegend keinen individuellen Bezug zum Beschwerdeführe r aufweisen, auf insgesamt Fr. 1ꞌ500.  festzusetzen (Art. 13 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 21.2 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers stellte im vorliegenden Fall zum wiederholten Mal Rechtsbegehren, über die bereits in anderen Verfahren mehrfach befunden wurde (Bestätigung der Zufälligkeit bezie- hungsweise Offenlegung der objektiven Kriterien der Zusammensetzung des Spruchkörpers sowie Rechtsbegehren im Zusammenhang mit dem Migrationsabkommen Schweiz  Sri Lanka und dem Datenschutzgesetz). Somit sind dem Rechtsvertreter  wie schon mehrfach angedroht  diese unnötig verursachten Kosten persönlic h aufzuerlegen und auf Fr. 200. festzusetzen (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 66 Abs. 3 BGG; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 5D_56/2018 vom 18. Juli 2018 E. 6; Urteil des BVGer E - 5142/2018 vom 13. November 2018 E. 6.1). Dieser Betrag ist von den Ge- samtverfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1ꞌ500. in Abzug zu bringen. 21.3 Im Übrigen sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘300. dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. (Dispositiv nächste Seite) E-2028/2019 Seite 27 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Dem Beschwerdeführer werden Verfahre nskosten in der Höhe von Fr. 1ꞌ300. auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Ur- teils zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Rechtsanwalt Gabriel Püntener werden Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 200. persönlich auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale Migrationsbehörde. Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: Muriel Beck Kadima Regina Seraina Goll Versand: