<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2015-11-12-6B_1085-2015.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_1085/2015 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 12. November 2015</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Denys, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Oberholzer, </div> <div class="para">Bundesrichterin Jametti, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber C. Monn. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8090 Zürich, </div> <div class="para">2. Y.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Till Gontersweiler, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Üble Nachrede, Beschimpfung, Willkür, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Strafkammer, vom 8. September 2015. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Das Bundesgericht zieht in Erwägung:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin sandte am 24. August 2013 dem Arbeitgeber ihres früheren Ehemanns, einer Schule, einen Brief, in welchem sie den Ehemann bezichtigte, bei seinem Arbeitgeber das Formular um Beantragung der Kinderzulagen falsch ausgefüllt und sich damit der Urkundenfälschung schuldig gemacht zu haben. Sodann bezeichnete sie ihn im gleichen Schreiben als "kriminellen Sauhund" und "verwahrloste Drecksau" und behauptete, er sei schon mehrmals im Gefängnis gewesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Obergericht des Kantons Zürich verurteilte die Beschwerdeführerin im Berufungsverfahren am 8. September 2015 wegen übler Nachrede sowie Beschimpfung zu einer Geldstrafe von 25 Tagessätzen zu Fr. 200.--. Der Vollzug der Geldstrafe wurde aufgeschoben und die Probezeit auf drei Jahre festgesetzt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin wendet sich ans Bundesgericht und beantragt, das Urteil des Obergerichts vom 8. September 2015 sei aufzuheben und sie von Schuld und Strafe freizusprechen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">In Bezug auf die im fraglichen Schreiben geäusserte Behauptung, der Beschwerdegegner 2 sei unfähig, Schulunterricht zu geben, führt die Vorinstanz aus, diese Äusserung betreffe ihn als Berufsmann und stelle deshalb "keinen relevanten Ehrbegriff" dar (Urteil S. 8 E. 3). Nachdem die Beschwerdeführerin in diesem Punkt somit nicht schuldig gesprochen wurde, sind ihre Vorbringen insoweit nicht zu hören, da sie kein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids hat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Vorinstanz stellt unter anderem fest, die Information des Arbeitgebers über eine angebliche Urkundenfälschung sowie des mehrfachen Gefängnisaufenthaltes des Beschwerdegegners 2 sei weder aufgrund von Wahrung öffentlicher Interessen noch aus begründeter Veranlassung erfolgt, sondern vornehmlich in der Absicht, ihm Übles vorzuwerfen, weshalb die Beschwerdeführerin nicht zum Entlastungsbeweis zuzulassen sei (vgl. Urteil S. 10/11 E. 5b). Die Begriffe "krimineller Sauhund" und "verwahrloste Drecksau" habe sie ebenfalls mit reiner Beleidigungsabsicht verwendet, weshalb sie auch insoweit nicht zum Entlastungsbeweis zugelassen werde (vgl. Urteil S. 11 E. 6). Die von ihr beantragte Einvernahme des gemeinsamen Sohnes vermöge schliesslich am Ergebnis nichts zu ändern. Ihre Begründung, der Sohn könne bestätigen, dass er ins Heim gehen musste, weil der Vater der Mutter kein Geld schicken will, habe mit dem vorliegenden Verfahren nichts zu tun, da es vorliegend nur darum gehe, ob die konkreten Äusserungen der Beschwerdeführerin im Schreiben an den Arbeitgeber ehrverletzend und strafbar waren (vgl. Urteil S. 11/12 E. 8). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin äussert sich vor Bundesgericht zur Zulassung zum Entlastungsbeweis und zur Einvernahme des gemeinsamen Sohnes. Indessen legt sie nicht dar, dass die Feststellungen der Vorinstanz offensichtlich unrichtig im Sinne von <span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span> wären, noch vermag sie darzutun, dass und inwieweit der angefochtene Entscheid sonst gegen das Recht verstossen könnte. Dazu sind insbesondere die erneuten Vorwürfe gegen den Beschwerdegegner 2 nicht geeignet. Soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann, ist die Beschwerde als offensichtlich unbegründet im Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span> abzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Dem Beschwerdegegner 2 ist keine Entschädigung auszurichten, weil er vor Bundesgericht keine Umtriebe hatte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 12. November 2015 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Denys </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: C. Monn </div> </div></body></html></html>