<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2016-09-22-6B_615-2016.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_615/2016 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 22. September 2016</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Denys, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Oberholzer, </div> <div class="para">Bundesrichterin Jametti, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Briw. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwältin Veronica Kuonen-Martin, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstrasse 10, 3011 Bern, </div> <div class="para">2. A.________ SA, </div> <div class="para">3. Versicherung B.________, </div> <div class="para">2 + 3 vertreten durch Rechtsanwalt Oliver Krüger, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerinnen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Gewerbsmässiger Betrug; Beweisantragsrecht, Strafzumessung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern, Strafabteilung, 2. Strafkammer, vom 19. Januar 2016. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> Das Regionalgericht Bern-Mittelland bestrafte am 16. März 2015 X.________ wegen gewerbsmässigen (Versicherungs-) Betrugs mit 21 Monaten Freiheitsstrafe mit bedingtem Vollzug sowie zur Zahlung von Schadenersatz und Parteientschädigungen. </div> <div class="para">Das Obergericht des Kantons Bern verurteilte im Berufungsverfahren am 19. Januar 2016 X.________ wegen gewerbsmässigen (Versicherungs-) Betrugs zu 28 Monaten Freiheitsstrafe, wovon es 6 Monate für vollziehbar erklärte und den Vollzug der Teilstrafe von 22 Monaten mit einer Probezeit von 2 Jahren aufschob. Es verpflichtete ihn zur Zahlung von Fr. 333'875.35 Schadenersatz an eine Zivilklägerin (verwies die Zivilklage im Übrigen auf den Zivilweg) sowie zu erst- und oberinstanzlichen Parteientschädigungen an die Zivilklägerinnen. </div> <div class="para">Das Obergericht bestrafte Y.________ wegen (gewerbsmässiger) Gehilfenschaft zu gewerbsmässigem Betrug mit einer bedingt aufgeschobenen Geldstrafe von 300 Tagessätzen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> X.________ beantragt mit Beschwerde in Strafsachen, das vorinstanzliche Urteil aufzuheben, die Sache zur Neubeurteilung, respektive geeigneter Veranlassung im Sinne der bundesgerichtlichen Erwägungen an die Erstinstanz und eventualiter an die Vorinstanz zurückzuweisen und die Zivilklagen vollumfänglich abzuweisen; eventualiter sei das erstinstanzliche Urteil zu bestätigen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> In der Beschwerde ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> sowie Art. 97 Abs. 1 i.V.m. <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>). Dabei ist auf die Motivation des Urteils einzugehen und daran die geltend gemachte Bundesrechtsverletzung im Einzelnen darzulegen (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=25&amp;from_date=14.09.2016&amp;to_date=03.10.2016&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2). Auf eine bloss appellatorische Beschwerdeführung ist nicht einzutreten (<a class="bgeref_id" href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=25&amp;from_date=14.09.2016&amp;to_date=03.10.2016&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-IV-249%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page249">BGE 141 IV 249</a> E. 1.3.1, 317 E. 5.4, 369 E. 6.3; <a class="bgeref_id" href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=25&amp;from_date=14.09.2016&amp;to_date=03.10.2016&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-264%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page264">140 III 264</a> E. 2.3). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Der Beschwerdeführer begründet sein Rechtsbegehren auf Abweisung der Zivilklagen nicht. Darauf ist nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.</b> Der Beschwerdeführer rügt eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts. Die Erstinstanz stelle massgeblich auf die Aussagen der Mitbeschuldigten ab, "ohne zuvor in Wahrung von <span class="artref">Art. 6 Abs. 2 StPO</span> auf greifbare Beweismittel zurückzugreifen". Die Vorinstanz habe die Beweisanträge erneut abgewiesen. Alle Behörden hätten entlastende Umstände nicht untersucht. Die Komplexität der Sache hätte eine umfassendere Abklärung erfordert. Das Vorgehen der Staatsanwaltschaft komme einer Vorverurteilung und damit einer Verletzung der Unschuldsvermutung gleich. </div> <div class="para">Die Vorinstanz lehnte die Beweisanträge des Beschwerdeführers mit begründetem Beschluss ab (Urteil S. 8 mit Hinweis auf die kantonalen Akten, act. 972 f.). Der Beschwerdeführer erneuerte die Beweisanträge an der vorinstanzlichen Verhandlung nicht (Urteil S. 8; zur Beweisergänzung vgl. <span class="artref">Art. 389 StPO</span>). Die Vorinstanz führt neben den objektiven die subjektiven Beweismittel auf, nämlich die Aussagen der beiden Mitangeklagten und von sechs weiteren Personen (Urteil S. 14 und tatsächliche Würdigung S. 20-29). </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer geht auf die vorinstanzlichen Erwägungen nicht ein und begründet mit keinem Wort die Relevanz seiner Beweisanträge, weshalb darauf nicht einzutreten ist (vgl. Urteile 6B_503/2015 vom 24. Mai 2016 E. 7 und 6B_859/2013 vom 2. Oktober 2014 E. 2.1). </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern die Untersuchungsmaxime verletzt sein sollte. Dass "entlastende Umstände" nicht untersucht worden seien, ist eine schlichte appellatorische Behauptung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.4.</b> Der Beschwerdeführer macht im Rahmen seines Eventualantrags auf Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils eine Verletzung von <span class="artref">Art. 50 StGB</span> infolge des vorinstanzlichen Verweisens auf die Erstinstanz geltend, ohne sich mit der Strafzumessung auseinanderzusetzen. </div> <div class="para">Weil auf die Beschwerde im Hauptantrag nicht einzutreten ist, ist auf den Eventualantrag nicht mehr einzutreten (zur grundsätzlich zulässigen Verweisung auf den erstinstanzlichen Entscheid vgl. <span class="artref">Art. 82 Abs. 4 StPO</span> sowie <a class="bgeref_id" href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=25&amp;from_date=14.09.2016&amp;to_date=03.10.2016&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-IV-244%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page244">BGE 141 IV 244</a>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde ist nicht einzutreten. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Strafabteilung, 2. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 22. September 2016 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Denys </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Briw </div> </div></body></html></html>