B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-1828/2011 U r t e i l v o m 2 6 . A u g u s t 2 0 1 3 Besetzung Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), Richter Vito Valenti, Richterin Elena Avenati-Carpani, Gerichtsschreiber Matthias Burri-Küng. Parteien A._______, vertreten durch Advokatin Alinda Neidhart, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenversicherung, Leistungsgesuch. C-1828/2011 Seite 2 Sachverhalt: A. Der am (…) 1957 geborene, in Deutschland wohnhafte deutsche Staat s- angehörige A._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer) arbeitete vom 1. März 1982 bis am 28. Februar 1983 als Hilfsmaler in der Schweiz bei der B._______ (IV-act. 3). Danach war er in Deutschland erwerbstätig; zuletzt war er vom 30. Juli 2003 bis am 31. Juli 2004 bei der Firma C.________ angestellt und arbeitete daselbst als Rohrleitungsbauer bis am 28. Mai 2004 während wöchentlich rund 45 Stunden (IV-act. 10). Am 25. Oktober 2005 meldete er sich bei der Deutschen Rentenversiche- rung D._______ zu Handen der Eidgenössischen Invalidenversicherung, IV-Stelle für Versicherte im Ausland ( im Folgenden : IVSTA oder Vori n- stanz) zum Bezug von Leistungen der schweizerischen Inva - lidenversicherung (IV) an (IV-act. 1, S. 9). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren wies die IVSTA das Lei s- tungsgesuch des Beschwerdeführers m it Verfügung vom 3. November 2006 ab (IV-act. 23 f.). Gegen diese Verfügung liess der Besch werdeführer am 11. Dezember 2006 Beschwerde bei der damals zuständigen Eidgenössischen Rekur s- kommission der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung für die im Ausland wohnenden Personen erheben. Er beantragte die Aufhebung der Verfügung sowie di e Ausrichtung einer ganzen Rente der Invalide n- versicherung (IV-act. 30). Am 1. Januar 2007 ging das Beschwerdeverfahren auf das Bundesve r- waltungsgericht (BVGer) über (IV-act. 34). Mit Vernehmlassung vom 16. April 2007 beantragte die IVSTA die teilwei- se Gutheissung der Beschwerde. Es sei dem Beschwerdeführer mit Wi r- kung ab 1. Juni 2005 bis 31. Januar 2006 eine Viertelsrente , ab 1. Febru- ar 2006 bis zum 30. Juni 2006 eine halbe Rente der Invalidenversich e- rung zuzusprechen (IV-act. 47). Mit Urteil C -3149/2009 vom 19. Januar 2009 hiess das Bundesverwa l- tungsgericht die Beschwerde teilweise gut und wies die Streitsache zur retrospektiven Beurteilung der (Rest -) Arbeitsfähigkeit und anschliesse n- der neuer Verfügung an die Vorinstanz zurück (IV -act. 61). Zur Begrü n- dung wurde im Wesentlichen ausgeführt, es sei aufgrund der Unterlagen C-1828/2011 Seite 3 nicht möglich, mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit festzustellen, in welchem Au s- mass der Beschwerdeführer ab dem 1. Juni 2004 (Arbei tsaufgabe) bzw. ab 25. Oktober 2004 (12 Monate vor der Anmeldung zum Leistungsb e- zug) invalid gewesen sei. Die Vorinstanz habe den rechtserheblichen Sachverhalt somit ungenügend abgeklärt. B. In der Folge ersuchte die Vorinstanz die Deutsche Rentenversicherun g D._______ am 17. Juni 2009 eine neue orthopädische und allgemeinm e- dizinische Untersuchung zu veranlassen . Zudem seien ihr Auszüge und Berichte aus der Krankengeschichte des Beschwerdeführers für den Zeit- raum ab 2004 bis dato zuzustellen (IV-act. 66). Am 10. Juli 2009 teilte die Deutsche Rentenversicherung D._______ der Vorinstanz mit, sie habe die Begutachtung des Beschwerdeführers bei der Deutschen Rentenversicherung E.________ veranlasst (IV-act. 68). Ferner informierte sie die Vorinstanz am 7. Septemb er 2009, dass dem Beschwerdeführer mit Bescheid vom 3. September 2009 mit Wirkung ab 1. Juni 2009 der Anspruch auf eine Rente der Deutschen Rentenvers i- cherung anerkannt worden sei (IV -act. 72). Sodann liess sie der Vori n- stanz diverse medizinische Unterlagen zukommen (IV-act. 76 ff.). C. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren sprach die Vorinstanz dem Beschwerdeführer mit zwei Verfügungen vom 21. Februar 2011 mit Wi r- kung ab 1. Juni 2005 bis 31. März 2006 eine Viertelsrente und mit Wi r- kung ab 1. April 2006 bis 31. Juli 2006 eine halbe Rente der Invalidenver- sicherung zu. Einen darüber hinausgehenden Rentenanspruch verneinte sie (IV-act. 115 f.). D. Gegen diese Verfügungen liess der Beschwerdeführer am 25. März 2011 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgerich t erheben. Die Verfügungen vom 21. Februar 2011 seien teilweise aufzuheben und dem Beschwerd e- führer mit Wirkung ab November 2009 eine ganze Rente der Invalide n- versicherung zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache zu weiteren A b- klärung an die Vorinstanz zurückzuweisen (act. BVGer 1). C-1828/2011 Seite 4 E. In ihrer Vernehmlassung vom 25. März 2011 beantragte die Vorinstanz die Aufhebung der angefochtenen Verfügungen und Rückweisung der Streitsache zu weiteren medizinischen Abklärungen betreffend den Sach- verhalt ab November 2009 (act. BVGer 5). F. In seiner Replik vom 11. August 2011 hielt der Beschwerdeführer im W e- sentlichen an seinen Beschwerdeanträgen fest. Eventualiter, für den Fall, dass das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss kommen sollte, es seien weitere medizinische Abklä rungen notwendig, sei ein Gerichtsgu t- achten einzuholen. Subeventualiter, sollte das Bundesverwaltungsgericht wider Erwarten weder über das Leistungsgesuch entscheiden noch ein Gerichtsgutachten anordnen, seien die Verfügungen vom 21. Februar 2011 teilweise aufzuheben und die Angelegenheit im Sinn des Antrags der Vorinstanz zur weiteren Sachverhaltsabklärung an die Verwaltung zu- rückzuweisen (act. BVGer 7). G. Mit Duplik vom 18. August 2011 hielt die Vorinstanz im Wesentlichen an ihrem Rückweisungsantrag fest (act. BVGer 9). H. Auf die Ausführungen der Parteien und die vorgelegten Beweismittel ist – soweit erforderlich – in den folgenden Erwägungen näher einzugehen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Das Bundesverwaltungsgericht prüft von Amtes weg en, ob die Prozess - voraussetzungen erfüllt sind und ob auf eine Beschwerde ein zutreten ist (BVGE 2007/6 E. 1 mit Hinweisen). 1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs ver- fahren (VwVG, SR 172.021), soweit das Verwaltungsgerichtsgesetz vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 Bst. d bis VwVG bleiben in sozialversiche rungs-C-1828/2011 Seite 5 rechtlichen Verfahren die besonderen Bestimmungen de s Bundes ge- setzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialver - sicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) vorbehalten. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Be stimmungen dieses Gesetzes auf die bundesgesetzlich ge - regelten Sozial versicherungen anwen dbar, wenn und soweit die einze l- nen Sozialversicherungsgesetze es vorsehen. Nach Art. 1 des Bunde s- gesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invali denversicherung [IVG, SR 831.20] sind die Bestimmungen des ATSG auf die IV anwendbar (Art. 1 a bis 70 IVG), sow eit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach den allgemeinen intertemporalrechtl i- chen Regeln in formell rechtlicher Hin sicht mangels anderslautender Übergangsbestimmungen grundsätz lich diejenigen Rechtssätze Anwe n- dung, welche im Zeitpunkt der Be schwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be - schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Zu den an fechtbaren Verfügungen gehören jene der IVSTA, welche eine Vorinstanz des Bu n- desverwaltungsgerichts darstellt (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG). Eine Ausnahme, was das Sachgebiet angeht, ist in casu nicht gegeben (Art. 32 VGG). 1.3 Die Beschwerde wurde frist - und formgerecht eingere icht (vgl. Art. 22a VwVG in Verbindung mit Art. 60 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Als Adressat ist der Beschwerdeführer durch die angefochtene n Verfü- gungen berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufh e- bung oder Änderung (vgl. Art. 59 ATSG), sodass auf die Beschwerde ein- getreten werden kann. 2. 2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts erheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG; Kognition, vgl. BENJAMIN SCHINDLER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Zürich 2008, Rz. 1 ff. zu Art. 49). 2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist g emäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der B e- gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Im Rahmen seiner C-1828/2011 Seite 6 Kognition (E. 2.1 hiervor) kann es die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212; vgl. BGE 128 II 145 E. 1.2.2, BGE 127 II 264 E. 1b). 3. Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren anwendbaren Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen. 3.1 3.1.1 Der Beschwerdeführerin besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft und wohnt in Deutschland, so dass vorliegend das Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft andererseits über die Freizügigkeit vom 21. Juni 1999 (Freizügigkeitsabkommen, im Folgen den: FZA, SR 0.142.112.681) a n- wendbar ist (Art. 80 a IVG). Das FZA setzt die verschiedenen bis dahin geltenden bilateralen Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidg e- nossenschaft und den einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Union insoweit aus, als darin derselbe Sachbereich geregelt wird (Art. 20 FZA). Gemäss Art. 8 Bst. a FZA werden die Syst eme der sozialen Sicherheit koordiniert, um insbesondere die Gleichbehandlung aller Staatsangehör i- gen der Vertragsstaaten zu gewährleisten. Nach Art. 3 Abs. 1 der Verord- nung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 ( im Folgenden: Verordnung 1408/71) haben die Per sonen, die im Gebiet eines Mitglie d- staates wohnen, für die diese Verordnung gilt, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaates wie die Staatsangehörigen dieses Staates selbst, soweit be sondere Bestimmun- gen dieser Verordnung nichts anderes vorsehen. Dabei ist im Rahmen des FZA und der Verordnung auch die Schweiz als "Mitgliedstaat" zu b e- trachten (Art. 1 Abs. 2 von Anhang II des FZA). Demnach richten sich die Bestimmung der Invalidität, die Berechnung des Invaliditätsgrades und der Rentenhöhe auch nach dem Inkrafttreten des FZA nach schweizer i- schem Recht (BGE 130 V 253 E. 2.4; vgl. auch Art. 2 Abs. 1, Art. 3 Abs. 1 Bst. c und Art. 4 der Verordnung 1408/71), vorliegend also ins besondere dem IVG, der IVV , dem ATSG sowie der entspre chenden Verordnung vom 11. September 2002 (ATSV, SR 830.11). Noch keine Anwendung finden vorliegend die am 1. April 2012 in Kraft gesetzten neuen Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 des Euro päischen C-1828/2011 Seite 7 Parlaments und Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit sowie (EG) Nr. 977/2009 des Euro päischen Par- laments und Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modali - täten für die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Systeme der sozialen Sicherheit. Ferner sind die rechtsanwendenden Behörden in der Schweiz nicht an Feststellungen und Entscheide ausländischer Versicherungsträger, Kran - kenkassen, Behörden und Ärzte bezüglich Invaliditätsgrad und An - spruchsbeginn gebunden (vgl. B GE 130 V 253 E. 2.4; AHI -Praxis 1996, S.179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E.2). Vielmehr unterstehen auch aus dem Ausland stammende Beweismittel der freien Beweiswürdigun g des Gerichts (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, seit dem 1. J anuar 2007: Bundesgericht] vom 11. Dezember 1981 i.S. D; zum Grundsatz der freien Beweiswürdigung: BGE 125 V 351 E. 3a). 3.1.2 Die Sache beurteilt sich nach denjenigen materiellen Rechtssätzen, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Ge l- tung hatten (vgl. BGE 130 V 329). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl. BGE 130 V 445). 3.1.3 Damit finden grundsätzlich jene schweizerischen Rechtsvorschriften Anwendung, die bei Erlass der angefochtenen Verfügungen vom 21. Feb- ruar 2011 in Kraft standen; weiter aber auch solche Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die B e- urteilung eines allenfalls früher entstandenen Rentenanspruchs von Belang sind (für das IVG insbesondre: ab dem 1. Januar 2004 in der Fas- sung vom 21. März 2003 [AS 2003 3837; 4. IV -Revision] und ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 5129; 5. IV-Revision]; die Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invaliden - versicherung [IVV, SR 831.201] in den entsprechenden Fassungen der 4. und 5. IV-Revision). 3.1.4 Weiter sind das ATSG und die Verordnung vom 11. September 2002 über den Allgemein en Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) anwendbar. Die im ATSG enthaltenen Formulierungen der Ar - beitsunfähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und des Einkommensvergleichs (Art. 16) entsprechen den bisherigen von der Rechtsprechung zur Invalidenversicherung entwickelten Begriffen und C-1828/2011 Seite 8 Grundsätzen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1 ff.). Daran hat sich auch nach Inkrafttreten der 5. IV -Revision nichts geändert, weshalb im Folgenden auf die dortigen Begriffsbestimmungen verwiesen wird. 3.2 3.2.1 Nach den Vorschriften der 4. IV -Revision entsteht der Rentenan - spruch frühestens zu dem Zeitpunkt, in dem die versicherte Person min - destens zu 40 % bleibend erwerbsunfähig (Art. 7 ATSG) geworden ist oder während eines Jahres ohne wesentl ichen Unterbruch durch - schnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen ist (Art. 29 Abs. 1 Bst. a und b IVG in der von 2004 bis Ende 2007 gültig ge - wesenen Fassung). Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu b e- tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder he r- stellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich wäh- rend eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mi n- destens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c). 3.2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig gewesenen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertel s- rente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei e i- nem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertel s- rente. Hieran hat die 5. IV-Revision nichts geändert (Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab 2008 geltenden Fassung). 3.2.3 Laut Art. 28 Abs. 1ter IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig ge - wesenen Fassung) bzw. Art. 29 Abs. 4 IVG (in der ab 2008 geltenden Fassung) werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz ha- ben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine abweichende R e- gelung vorsehen. Nach der Recht sprechung des EVG stellt diese Reg e- lung nicht eine blosse Auszah lungsvorschrift, sondern e ine be sondere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c). Eine – vorliegend zutreffende – Ausnahme von diesem Prinzip gilt aufgrund des FZA und der anwendbaren europäischen Ver ordnungen seit dem 1. Juni 2002 für C-1828/2011 Seite 9 Schweizer Bürger und Staatsangehörige der Europäischen Gemeinschaft (EU), denen bereits ab einem Invaliditätsgrad von 40% eine Rente aus - gerichtet wird, wenn sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben. 3.2.4 Im Falle einer rückwirkenden Rentenfestsetzung ist es unter U m- ständen notwendig, den Invaliditätsgrad für verschiedene zurückliegende Zeitabschnitte nach Massgabe der jeweiligen Erwerbsunfähigkeit unte r- schiedlich hoch zu bemessen (vgl. BGE 106 V 16; BGE 109 V 125). Bei der rückwirkenden stufenweisen Rentenzusprechung richtet sich der Zeitpunkt einer Rentenherabsetzung oder -aufhebung ausschliesslich nach Art. 88a Abs. 1 IVV. Art. 88bis Abs. 2 IVV findet keine Anwendung (BGE 106 V 16). Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist die anspruchsbeeinflusse n- de Änderung bei einer Verbesserung der Erwerbsfä higkeit für die Hera b- setzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berüc k- sichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nac h- dem sie ohne wesentliche Unter brechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. 3.2.5 Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begeh- ren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Satz 1) . Das Gesetz weist dem Durch - führungsorgan die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Untersuchungsgrundsatz abzuklären, so dass gestützt darauf die Verfügung über die in Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 ATSG; SUSANNE LEUZINGER-NAEF, Die Auswahl der medizinischen Sach - verständigen im Sozialversicherungsverfahren [Art. 44 ATSG], in: Riemer- Kafka/Rumo-Jungo [Hrsg.], Soziale Sicherheit – Soziale Un sicherheit, Bern 2010, S. 413 f.). Auf dem Gebiet der Invalidenversicherung obliegen diese Pflichten der (zuständigen) Invalidenversiche rungsstelle (Art. 54 - 56 in Verbindung mit Art. 57 Abs. 1 lit. c - g IVG). 3.2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen , die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund - heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar - beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichti ge Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der C-1828/2011 Seite 10 versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). 3.2.7 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unte r- suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei- lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der m e- dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des E x- perten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund- sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeic h- nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung nahmen als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a). 4. 4.1 Der Beschwerdeführer beantragt primär die Ausrichtung einer ganzen Rente ab November 2009. Demgegenüber hat die Vorinstanz mit Ve r- nehmlassung vom 25. März 2011 diesbezüglich die Rückweisung zu wei- teren medizinischen Abklärungen und damit die teilweise Gutheissung der Beschwerde beantragt. Zwischen den Parteien unbestritten ist die rückwirkende abgestufte befristete Rentenzusprache mit Wirkung ab 1. Juni 2005 bis 31. Juli 2006 sowie die Verneinung eines Rentenanspruchs ab 1. August 2006 bis 30. September 2008. 4.2 Die Vorinstanz hat den Entscheid über die rückwirkend abgestufte be- fristete Rentenzusprache und über einen darüber hinausgehenden Re n- tenanspruch in zwei Verfügungen vom 21. Februar 2011 aufgeteilt. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bildet die rückwirkende abg e- stufte Rentenzusprache ein einheitliches Rechtverhältnis, sodass der Rentenanspruch für die gesamten Bezugszeiten der Überprüfung unte r- liegen (BGE 125 V 413). Dementsprechend ist es im Fall einer rückwi r- kenden abgestuften Rentenzusprache grundsätzlich nicht zulässig für be- stimmte Perioden je getrennt zu verfügen (vgl. BGE 131 V 164 ff. E. 2.3). Die zwei Verfügungen vom 21. Februar 2011 sind deshalb als Teil ein und derselben Rentenverfügung zu betrachten, welche gleichzeitig das A n- fechtungsobjekt bildet ( im Folgenden: Verfügung vom 21. Februar 2011 oder angefochtene Verfügung). Die verschiedenen Perioden mit unte r- schiedlichem (allfälligem) Rentenanspruch bilden Teilaspekte eines ei n- heitlichen Anspruchs, die nicht durch teilweise Anfechtung auf einen be- schränkten Streitgegenstand reduziert werden können (vgl. BGE 125 V 413 E. 2b mit Hinweisen). C-1828/2011 Seite 11 Nach dem Gesagten ist somit nicht zwischen einem nicht angefochtenen und damit formell rechtskräftigen Teil (Rentenanspruch ab 1. Juni 2005 bis 31. Juli 2006) und einem str ittigen Teil (allfälliger Rentenanspruch ab 1. November 2008) zu unterscheiden. Streitgegenstand der angefoch - tenen Verfügung – und somit gerichtlich überprüfbar – ist daher der Ren- tenanspruch ab 1. Juni 2005 bis zu deren Erlass am 21. Februar 2011. 5. Bereits im vorangegangen Beschwerdeverfahren C -3149/2006 ging die Vorinstanz davon aus, dass dem Beschwerdeführer eine befristete Rente zuzusprechen sei. Sie stellte dabei auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung von IV-Arzt Dr. med. F._______ ab, welcher in seiner S tellungnahme vom 29. März 2007 festhielt, im bisherigen Beruf bestehe ab Juni 2004 eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % bzw. ab Februar 2005 und bis auf weiteres eine solche von 70 %. In Verweistätigkeiten sei der Beschwerdeführer ab Februar 2005 zu 20 %, ab November 2005 zu 70 %, und ab Januar 2006 zu 30 % arbeitsunfähig gewesen. Ab April 2006 bestehe eine volle A r- beitsfähigkeit (IV-act. 45). 5.1 5.1.1 Dr. med. F._______ stützte sich bei seiner Arbeitsfähigkeits- einschätzung insbesondere auf folgende medizinischen Berichte. 5.1.2 Dr. med. G.________ , Facharzt für Ort hopädie, diagnostizierte am 13. März 2005 eine Frozen Shoulder links (Einsteifungsphase). De r Be- schwerdeführer berichte über seit Mai 2004 zunehmende Schmerzen im linken Schultergelenk mit zunehmender Bewegun gseinschränkung. Ende März 2004 werde eine Schulter -Mobilisation in Na rkose stattfinden (IV - act. 13). 5.1.3 Am 18. April 2005 führte Dr. med. G.________ den geplanten Mobi- lisationsversuch des lin ken Schultergelenks d urch, welche r offenbar frustran verlief. In se inem Bericht vom 26. April 2005 nannte er nunmehr folgende OP-Diagnosen: Sekundäre Schultersteife links bei umschrieb e- nem dorsalen Knorpeldefekt am Humeruskopf (OD); sekundäre Om - arthrose II°, erhebliche Bridenbildung am unteren Gelen krecessus, gros- ser freier Gelenkskörper (IV-act. 15). Vom 22. Juni 2005 bis 26. Juli 2005 weilte der Beschwerdeführer im G e- sundheitszentrum H.________ zur Rehabilitation (IV-act. 19.1). Im ärztli- chen Entlassungsbericht vom 28. Juli 2005 hielten die Ärzte des Gesun d-C-1828/2011 Seite 12 heitszentrums fest, die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Rohrleitungsbauer und Schweisser werde dauerhaft nicht mehr durchführbar sein, die A r- beitsfähigkeit in diesen Tätigkeiten betrage weniger als drei Stunden. Die Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten, leichten bis mittelschweren Tätigkeit, schätzten die Ärzte auf sechs Stunden und mehr ein, hielten je- doch gleichzeitig fest, der Beschwerdeführer werde zunächst noch als weiter arbeitsunfähig für den allgemeinen Arbeitsmarkt entlassen. 5.1.4 In der Folge wurde e ine weitere Sch ulteroperation notwendig. Am 3. November 2005 erfolgte die Implantation einer DUROM CUP Prothese linker Oberarmkopf sowie eine a usgedehntes Kapselrelease durch Dr. med. G.________ (IV-act. 18). Vom 30. November 2005 bis 4. Januar 2006 weilte der Beschwerdeführer erneut zur Rehabilitation, diesmal im Reha-Zentrum I.________. Die Ärz- te der Reha -Klinik I.________ bestätigten im ärztlichen Entla ssungsbe- richt vom 10. Januar 2006 im Wesentlichen die Einschätzung des G e- sundheitszentrums H._______ betreffend die Arbeitsfähigkeit in der z u- letzt ausgeübten bzw. einer leidensangepassten Tätigkeit. Der Beschwer- deführer sei als Rohrleitungsarbeiter und Schweisser unter drei Stun den arbeitsfähig. In einer leichten bis mittelschweren leidensangepassten T ä- tigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von sechs Stunden und mehr. Es sei von einer Rekonv aleszenzdauer bis ca. vier Monate postoperativ ausz u- gehen (IV-act. 19). 5.1.5 Dr. med. J.________ , Arzt für Chirurgie, Sozialmedizin, attestierte dem Beschwerdeführer im Berich t vom 26. Januar 2006 in der bisher ausgeübten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von unter drei Stunden seit J u- ni 2004. In einer leidensangepassten, leichten bis mittelschweren Täti g- keit bestehe ein Leistungsvermögen von sechs Stunden und mehr ( IV- act. 37). 5.1.6 Im Ausführlichen Ärztlichen Bericht E 213 von Dr. med. K._______, Vertrauensarzt der Deutschen Rentenve rsicherung E._______ vom 24. April 2006, hielt dieser zusammenfassen fest, der Beschwerdeführer könne aufgrund der erheblichen fortbestehenden Bewegungseinschrä n- kung im linken Schultergelenk die angelernte Tätigkeit als Rohrleitung s- bauer nicht mehr ausführen. Eine leichte Tät igkeit, die einen regelmäss i- gen Einsatz des linken Armes nicht erfordere und der Erfahrung und Aus- bildung angemessen sei, könne jedoch vollschichtig geleistet werden (IV- act. 38). C-1828/2011 Seite 13 5.2 5.2.1 Im Nachgang an das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-3149/2006 vom 1 9. Januar 2009 , m it welchem die Verfügung vom 3. November 2006 aufgehoben und die Sache zur retrospektiven Beurtei- lung der (Rest -) Arbeitsfähigkeit zurückgewiesen worden war , liess die Deutsche Rentenversicherung D._______ der Vorinstanz insbesondere folgende neue medizinische Unterlagen zukommen (IV-act. 76 ff.). 5.2.2 Am 30. Mai 20 05 berichtete Prof. Dr. med. L._______ , Facharzt für Radiologie, über das gleichentags durchgeführte MRT des linken Schu l- tergelenks (IV-act. 77). 5.2.3 Dr. med. M._______ verfasste am 29. Juli 2005 einen stichwortart i- gen Kurzbericht. Weitere stichwortartige Kurzberichte zu Handen von Dr. med. N._______ verfasste Dr. med. G._______ am 2. Februar 2006, am 24. April 2006, am 10. August 2006, am 12. Januar 2007, am 13. April 2007 und am 30. Juli 2007 ( IV-act. 78 f.). Sodann verfasste Dr. med. N._______ am 23. August 2007 einen Bericht zu Handen des Sozialg e- richts O._______. Darin führte er im Wesentlichen aus, trotz zweimaliger Operation der linken Schulter sei es kaum zu einer Besserung geko m- men. Die Bewegung sei stark eingeschränkt und häufig schmerzhaft. Die Situation habe sich weder verbessert noch verschlechtert. Dr. med. G._______ verfasste am 16. Oktober 2007 seinerseits einen Bericht zu Handen des Sozialgerichts O._______ (IV-act. 85). Darin nannte er die Diagnose Omarthrose links, Zustand nach Implantation einer Oberar m- kopf-Kappenprothese 11/05. Die Befunde hätten sich weder verbessert noch verschlechtert, neue Leiden seien nicht hinzugekommen. Hinsich t- lich der Arbeitsunfähigkeit verwies er auf die Drs. P_______, welche auch eine Arbeitsunfähigkeit "ausgestellt" hätten. 5.2.4 Am 17. März 2008 wurde der Beschwerdeführer orthopädisch b e- gutachtet. Im Gutachten von Dr. med. Q._______ , Facharzt für Orthop ä- die, Sozialmedizin, Manuell e Medizin, medizinischer Sachverstän diger (cpu), vom 31. März 2008 zu Handen des Sozialgerichts O._______ wur- den folgende Diagnosen genannt (IV-act. 86): Arthrose linkes Schulterge- lenk bei Zustand nach TEP -Implantation, M19.9 und Z96.6; Rotatore n- syndrom rechtes Schultergelenk, M75.1; Degeneratives Lumbalsyndrom bei Osteochondrose und Spondylarthrose der LWS, M51.3; Th orakal- syndrom, M54.6; Gonarthrose rechts, M17.9. Hinsichtlich der Arbeitsf ä- higkeit des Beschwerdeführer s kam der Gutachter im Wesentlichen zum C-1828/2011 Seite 14 Schluss, es verbleibe die Möglichkeit qualitativ geeignete, leichte körpe r- liche Arbeiten zu verrichten. Solche qualitativ geeignete Tätigkeiten könn- ten dem Beschwerdeführer ohne Begrenzung, das heisse, m indestens sechs Stunden täglich und mehr zugemutet w erden. Dieses festgestellte Leistungsvermögen bestehe seit dem 4. Januar 2006. Vom 21. Oktober 2005 (Stellung des Rentenantrags) bis zum 4. Januar 2006 sei aufgrund der am 3. November 2005 implantierten Schulter -TEP von einer Arbeits- unfähigkeit im Sinn der gesetzlichen Krankenversi cherung auszugehen (IV-act. 86, S. 24 ff.). 5.2.5 Am 6. August 2009 erstellte Dr. med. R._______ , Chirurg, Sozia l- medizin, Gutachter der Deutschen Rentenversicherung E._______, einen ausführlichen ärztlichen Bericht E 213 (IV-act. 87). Darin führte er aus, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich seit der U n- tersuchung durch Dr. med. Q._______ vom 17. März 2008 verschlechtert. Am 30. Juli 2009 sei von Dr. med. G._______ ein arthro skopisches Kapselrelease der rechten Schulte r bei Partialruptur der Supra - spinatussehne durchgeführt worden. Der Beschwerdeführer sei in der z u- letzt ausgeübten Tätigkeit vollständig invalid. Angepasste Tätigkeiten könne er ebenfalls nicht mehr verrichten. Diese Einsatzbeschränkung gel- te ab dem Datum der Untersuchung. Es könne allenfalls eine Verbesse- rung des Gesundheitszustands erzielt werden. Angesichts des derzeit noch unklaren Endzustands der Funktionsbeschränkung des rechten Schultergelenks sei im August 2010 eine Nachuntersuchung durchzufü h- ren. Die Prognose sei allerdings ungünstig. 5.2.6 Am 11. Juli 2 010 erstatte Dr. med. G._______ einen ärztlichen B e- fundbericht, wobei er sich jedoch nicht zur Arbeitsfähigkeit des B e- schwerdeführers äusserte (IV-act. 97). 5.2.7 Im weiteren ausführlichen ä rztlichen Bericht E 213 von Dr. med. R.________ über die Untersuchung vom 23. November 2010 (IV -act. 108), gab dieser an, im Vergleich zum Vorgutachten (6. August 2009) hät- ten sich die Funktionseinschränkungen insgesamt nicht verändert. Der Beschwerdeführer könne nach wie vor keine angepasste Arbeit mehr ver- richten. Es könne keine Verbesserung des Gesundheitszustands mehr erzielt werden. 5.3 5.3.1 Mit Stellungnahmen vom 31. Oktober 2009 (IV -act. 91), 20. Se p- tember 2010 (IV-act. 102) und 2. Januar 2011 (IV -act. 112) äusserte sich C-1828/2011 Seite 15 IV-Arzt Dr. med. F.________ zu den von der Deutschen Rentenversiche- rung neu eingereichten medizinischen Unterlagen. Zusammenfassend führte er im Wesentlichen aus, gestützt auf das Gu t- achten von Dr. med. Q.________ könne davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer ab Januar 2006 für angepasste Verweistäti g- keiten praktisch voll arbeitsfähig gewesen sei. Betreffend die Arbeitsf ä- higkeit ab 2004 äussere sich Dr. med. Q.________ nicht. Als Beginn der Arbeitsunfähigkeit sei auf das Datum des Rentenantrags in De utschland abzustellen. Über den Verlauf ab 2004 könne er nur auf seine eigenen Einschätzungen vom 29. März 2007 verweisen (IV-act. 45). Sodann sei der Bericht von Dr. med. R.________ über die Untersuchung vom 6. August 2009 aufgrund der im Juli 2009 durchgeführten Imping e- mentoperation hinsichtlich der funktionellen Einschränkungen mit Auswi r- kung auf die Arbeitsfähigkeit in Verweistätigkeiten nicht aussagekräftig. Nicht nachvollziehbar sei, dass Dr. med. R.________ im Bericht über die Untersuchung vom 23. November 2010 ausführe, der Beschwerdeführer könne überhaupt keiner Arbeit mehr nachgehen (IV -act. 112). Nach der erfahrungsgemäss maximal notwendigen Heilphase nach einer Arthroskopie/Acromioplastik müsse spätestens ab Januar 2010 wieder von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Verweistätigkeit entsprechend dem Zustand gemäss dem Gutachten von Dr. med. Q.________ vom 31. März 2008 ausgegangen werden (IV-act. 102, 112). Es frage sich, ob vorliegend nicht nochmals eine unabhängige orthopädi- sche Begutachtung durchgeführt werden müsse. 5.3.2 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens holte die Vorinstanz hi n- sichtlich des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers ab Juli 2009 (Zeitpunkt der Operation) am 27. Juni 2011 eine Zweitmein ung ein (IV-act. 121). Dr. med. S.________ , Spezialarzt Innere Medizin FMH, führte am 2. Juli 2011 in Übereinstimmung mit Dr. med. F.________ aus, es sei nicht nachvollziehbar, dass der aktuelle Zustand nach abgeschlo s- sener Rehabilitation seit der Operation der rechten Schulter vom 3. Juli 2009 und ohne zwischenzeitliches Auftreten neuer relevanter gesundheit- licher Probleme, nicht im Wesentlichen der Arbeitsfähigkeit gemäss der Beurteilung von Dr. med. Q.________ vom 31. März 2008 entsprechen sollte. Der S achverhalt sei diesbezüglich durch eine erneute orthopäd i- sche Untersuchung klären zu lassen (IV-act. 122). C-1828/2011 Seite 16 5.4 5.4.1 Die von der Deutschen Rentenversicherung im Nachgang an das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C -3179/2009 vom 19 Januar 2009 eingereichten medizinischen Unterlagen (vgl. vorstehende E. 5.2.) liefern betreffend die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Zeitraum 1. Juni 2004 bzw. 1. Juni 2005 (Ablauf des Wartejahrs) bis Ende April 2006 (Zeit- punkt der Begutachtung durch Dr. med. K._______, IV -act. 38) keine neuen Erkenntnisse. Insbesondere enthalten die von Dr. med. M._______ und Dr. med. G._______ echtzeitlich verfassten Kurzberichte weder au s- führliche Befunderhebungen noch Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit. Aufgrund dieser Aktenlage ist e ine verlässlichere retrospektive Arbeitsfä- higkeitseinschätzung betreffend die (Rest-) Arbeitsfähigkeit im vorgenann- ten Zeitraum als diejenige von Dr. med.F.________ von weiteren medizi- nischen Abklärun gen nicht zu erwarten (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 122 V 157 E. 1d). Sodann erscheint die Arbeitsfähigkeitsschätzung von IV -Arzt Dr. med. F.________ auch nicht offensichtlich unrichtig zu sein. Dass der B e- schwerdeführer während des Wartejahrs in seiner angestammten Täti g- keit durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig war (die Arbeitsun- fähigkeit im Wartejahr bezieht sich bei Erwerbstätigen auf die funktionelle Einschränkung im bisherigen Beruf; vgl. BGE 105 V 159 E. 2a, m.w.H. BGE 130 V 97 E.3), erscheint nachvollziehbar, zumal die Ärzte im Entlas- sungsbericht des Gesundheitszentrums H.________ vom 28. Juli 2005 angaben, der Beschwerdeführer sei in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit seit sechs und mehr Monaten unter drei Stunden arbeitsunfähig gewesen (IV-act. 19.1). Davon ging auch Dr. med. J._______ _ aus, der dem B e- schwerdeführer im Bericht vom 26. Januar 2006 in der angestammten Tä- tigkeit eine Arbeitsfähigkeit von u nter drei Stunden seit Juni 2004 attes- tierte (IV-act. 37). Was die Arbeitsfähigkeit in leidensangepassten Tätigkeiten betrifft, ist der Zeitraum nach ab Ablauf des Wartejahrs im Juni 2005 entscheidend. An- gesichts des einmonatig en Rehabilitationsaufenthalts im Gesundheit s- zentrum H._________ ab Juni 2005 sowie der Operation vom 3. Novem- ber 2005 mit anschliessendem Rehabilitationsaufenthalt bis Januar 2006, erscheinen die von IV -Arzt Dr. F.________ angenommenen Arbeitsunfä- higkeiten in leidensangepassten Tätigkeiten von 20 % ab Juni 2005 (bzw. gemäss Dr. med. F.________ bereits ab Februar 2005), von 70 % ab No- vember 2005, und von 30 % ab Januar 2006 plausibel, zumal auch au f-C-1828/2011 Seite 17 grund den echtzeitlichen Berichten des Gesundheitszentrums H._______ der Reha-Klinik I.________ noch von einer gewissen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in leidensangepassten Tätigkeiten aus gegangen werden kann. Gestützt auf den echtzeitlichen Bericht von Dr. med. K._______ (IV- act. 38) ist zudem nachvollziehbar , dass der Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit spätestens ab Ap ril 200 6 voll arbeitsfähig war. Nach dem Gesagten muss unter Berücksichtigung des im Sozialversiche- rungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 129 V 177 E. 3.1 m.H.) auf die Arbeitsfähigkeitsschätzungen von IV-Arzt Dr. med. Lüthi abgestellt werden. 5.4.2 Zur Invaliditätsbemessung im fraglichen Zeitraum von 2005 bis 2006 hat die Vorinstanz einen Einkommensvergleich nach Art. 16 ATSG vorgenommen (IV-act. 106), wobei sie zur Festsetzung der Vergleichsein- kommen auf den gleichen Arbeitsmarkt abgestellt hat (BGE 110 V 277 E. 4b). Auf Seiten des Valideneinkommens ist die Vorinstanz zurecht vom zuletzt erzielten Einkommen von € 2'414.50 ausgegangen. A ngepasst an die Nominallohnentwicklung bis 2008 hat sie ein Valideneinkommen von € 2'587.90 ermittelt. Für die Bestimmung des Inv alideneinkommen hat die Vorninstanz ein Durchschnittseinkommen aufgrund verschiedener in Frage kommender adaptierter Tätigkeiten von € 1'943.60 berechnet. Unbeachtlich ist im E r- gebnis, dass bei de Vergleichseinkommen auf dem Lohnniveau 2008 b a- sieren, denn es kann davon ausgegangen werden, dass sich das Validen- und Invalideneinkommen in etwa gleich entwickeln. Auf Seiten des Invali- deneinkommens hat sie zudem einen sogenannten Leidensabzug von 10 % berücksichtigt (zum Leidensabzug vgl. BGE 126 V 78 E. 5a/bb). Da der Beschwerdeführer nur noch Teilzeiterwerbsfähig war, ist dieser nicht zu beanstanden (zum Teilzeitabzug bei Männern vgl. die Urteile des Bun- desgerichts 9C_833/07 E. 3.5 und 9C_617/10 E. 4.3). Ausgehend von einer Arbeitsunfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten von 20 % bzw. 30 % berechnete die Vorinstanz einen rentenbegründenden Invaliditätsgrad von 45.92 % bzw. 52.86 %. Bei einer vollen Arbeitsfähi g- keit in leidensangepassten Tätigkeiten ab April 2006 resultierte sodann ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 32.14 %. C-1828/2011 Seite 18 5.4.3 Dementsprechend erweist sich die Zusprache einer Viertelsrente ab dem 1. Juni 2005 (Ab lauf des Wartejahrs) als korrekt. In Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV, wonach eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichti gen ist , sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauerte hat, besteht allerdings entgegen der Auffassung der Vorinstanz bereits mit Wirkung ab dem 1. Februar 2006 Anspruch auf eine halbe Rente. Die Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist bereits im November 2005 eingetreten (vorübergehend während zwei Monaten eine Arbeitsunfähigkeit von 70 %, dann ab Januar 2006 eine solche von 30 %) und dauerte bis April 2006 . Sodann ist die Aufhebung der Rente nach Verbesserung der Arbeitsfähigkeit in Anwendung Art. 88a Abs. 1 IVV festzulegen, sodass der Rentenanspruch am 31. Juli 2006 endete. 6. Der Beschwerdeführer beantragt allerdings die Ausrichtung einer ganzen Rente mit Wi rkung ab 1. November 2009 . Zur Begründung macht er im Wesentlichen geltend, gestützt auf die Ar ztberichte von Dr. med. R._______ vom 6. August 2009 und 23. November 2010 sei ab 30. Juli 2009 von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % in leidensangepassten T ä- tigkeiten auszugehen. 6.1 Aufgrund der Aktenlage steht fest, dass der medizinische Sachverhalt sich nach der B egutachtung durch Dr. med. K.________ am 26. April 2006 dahingehend verändert hat, als das beim Beschwerdeführer neu insbesondere Beschwerden in der rechten Schulter sowie zunehmende Beschwerden im rechten Kniegelenk aufgetreten sind. Dr. med. Q.________ nannte im Gutachten vom 31. März 2008 erstmals die Diagnosen Rotatorensyndrom rechtes Schultergelenk, M75.1 und Gonarthrose rechts, M17.7 (IV -act. 86, S. 20). Es sei auch am rech ten Schultergelenk zu Beschwerden gekommen, die auf eine Gleitfunktions- störung zurückzuführen seien . Kernspintomographisch sei eine Konti - nuitätstrennung der Supraspinatussehne nachgewiesen worden. Es lie ge ein sogenanntes "Impingementsyndrom" vor (IV-act. 86, S. 22). Dr. med. R.________ führte im ersten ausführlichen ärztlichen Bericht E 213 vom 6. August 2009 aus, die Beweglichkeit der linken Schulter habe sich seit 2006 nicht bessern lassen. Verschlechtert hätten sich die Funkti- onen von HWS und LWS sowie der rechten Schulter und des rechten Kniegelenks bei bildtechnisch nachgewiesenen Verschleissveränderu n- gen. Auch im Vergleich zum orthopädischen Gutachten von Dr. med. C-1828/2011 Seite 19 Q.________ aus dem Jahr 2008 lasse sich eine deutliche Zuna hme der funktionellen Beeinträchtigungen feststellen (IV-act. 87, S. 6). Am 30. Juli 2009 sei von Dr. med. G._______ ein arthroskopisches Kapselrelease der rechten Schulter bei Partialruptur der Supraspinatussehne durchg e- führt worden (IV-act. 87, S. 2). Di e Funktion der rechte n Schulter sei a n- gesichts des eine Woche zurückliegenden arthroskopischen Eingriffs nicht untersucht worden (IV -act. 87, S. 4). Die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit liege seit 6. August 2009 unter zwei Stunden tä g- lich (IV-act. 87, S. 7). Im ausführlichen ärztlichen Bericht vom 24. November 201 0 (IV-act. 108) führte Dr. med. R._______ aus, im Vergleich zum Vorgutachten vom 6. August 2009 habe sich die Funktion der rechten Schulter unter inte nsiver Physiotherapie etwas gebe ssert, allerdings könne der Arm aktiv nicht über die Horizontale gehoben werden. Der Befund am übrigen Stütz - und Bewegungsapparat sei im Wesentlichen gleich geblieben. Die Funktion s- störungen der Lendenwirbelsäule hätten sich eher etwas verschlechtert. Radikuläre Störungen würden nicht bestehen. Eine Verbesserung des derzeitigen Gesundheitszustands und der Leistungsfähigkeit könne nicht erzielt werden. Eine angepasste Tätigkeit könne der Beschwerdeführer nicht mehr verrichten (IV-act. 108, S. 5 ff.). 6.2 IV-Arzt Dr. med. F.________ ist dahingehend zuzustimmen, dass der Arztbericht E 312 von Dr. med. R.________ vom 6. August 2009 hinsicht- lich einer längerfristigen Arbeitsfähigkeitsschätzung in einer leidensang e- passten Tätigkeit aufgrund der kurz zuvor (am 30. Juli 2009) durchgeführ- ten Operation der rechten Schulter noch nicht aussagekräftig ist. Die Funktion der rechten Schulter – wie Dr. med. R.________ selber au s- führt – habe daher nicht untersucht werden können. Dr. med. R._______ ging indessen davon aus, dass durch ambulante Physiotherapie und aus- reichend Schmerzmittelmedikation eine Verbesserung des Gesundheit s- zustands erzielt werden könne (IV -act. 87, S. 8). Mehr als ein Jahr nach der Operation der rechten Schulter hielt Dr. med. R._______ eine leichte Verbesserung der rechten Schulter, ein im Wesentlich en gleichgebliebe- nen Befund im Ü brigen Stütz- und Bewegungsapparat sowie eher etwas verschlechterte Funktionsstörungen der Lendenwirbelsäulen fest. Insg e- samt hätten sich die Funktionseinschränkungen im Vergle ich zur Voru n- tersuchung vom 6. August 2009 nicht geändert (IV-act. 108, S. 5.). Es ist vorliegend nicht auszuschliessen, dass der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sich relevant verschlechtert hat, sodass späte s-C-1828/2011 Seite 20 tens ab dem Zeitpunkt der Operation de r rechten Schulter vom 30. Juni 2009 eine volle Arbeitsunfähigkeit auch in leidensangepassten Tätigkeiten bestehen könnte. Der Bericht von Dr. med. R._______ vom 24. Nove m- ber 2010 legt eine solche Verschlechterung jedoch nicht substantiiert dar. Insbesondere liefert er keine Begründung, weshalb nach der Operation der rechten Schulter der voroperative Zustand nicht wieder erreicht we r- den konnte. Sowohl Dr. med. F._______ als auch Dr. med. S.________ gehen davon aus, dass dies nach erfolgter Heilphase grundsä tzlich wie- der der Fall sein sollte . Mangels Hinweise im Arztbericht von Dr. med. R.________ vom 24. November 2010, die gegen den im Regelfall zu e r- wartenden Heilverlauf sprechen, ist die Einschät zung, der Beschwerd e- führer sei seit 6. August 2009 auch in le idensangepassten Tätigkeiten zu 100 % arbeitsunfähig, nicht nachvollziehbar. Bezüglich der gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers nach der Schulteroperation vom 30. Juni 2009 kann daher nicht auf den Bericht E 213 von Dr. med. R._______ vom 24. November 2010 abgestellt we r- den. Der Sachverhalt erweist sich somit in dieser Hinsicht als nicht rechtsgenüglich abgeklärt, sodass diesbezüglich in Übereinstimmung mit Dr. med. F.________ und Dr. med. S._______ weitere fachärztliche o r- thopädische Abklärungen angezeigt erscheinen. 7. 7.1 Der Beschwerdeführer hat für den Fall weiterer medizinischen Abkl ä- rungen die Einholung eines Gerichtsgutachtens beantragt. Er stützt sich dabei auf den Standpunkt, auch bei einer Rückweisung zu weiteren medizinischen Abklärungen sei in jedem Fall ein Gerichtsgutachten ei n- zuholen. 7.2 Gemäss neuer bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die So - zialversicherungsgerichte nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Strei t- sache zu weiteren medizinischen Abklärungen an die Verwaltung zurüc k- weisen. Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst ein G e- richtsgutachten einzuholen, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren a n- derweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklärung s- bedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertis e in einem rechtse r- heblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Eine Rückweisung an die IV-Stelle bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung e i- ner bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist oder wenn ledi g- lich eine Klarstellun g, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 ff, E. 4.4.1 ff.). C-1828/2011 Seite 21 7.3 Vorliegend erscheint eine Rückweisung der Streitsache an die IVSTA im Lichte der dargelegten neuen Rechtsprechung entgegen der Auffa s- sung des Beschwerdeführers als gerechtfertigt. Es handelt sich dabei um eine Vervollständigung des Sachverhalts insbesondere hinsicht lich des Gesundheitszustands im Zusammenhang mit der rechten Schulter sowie auch der na ch Ansicht von Dr. med. R._______ verschlimmerten Funkti- onsstörungen der Lendenwi rbelsäule. Wie auch Dr. med. S._______ sinngemäss ausführt (IV-act. 122), bedarf es diesbezüglich einer Klarstel- lung bzw. Ergänzung des Sachverhalts. Insbesondere ist Frage, weshalb nach der Operation der rechten Schulter keine Verbesserung des G e- sundheitszustands erreicht werden konnte, bis anhin gutachterlich vol l- umfänglich ungeklärt geblieben. Von der Anordnung eines Gerichtsgu t- achtens kann somit abgesehen werden. 8. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer mit Wi r- kung ab dem 1. Juni 2005 bis zum 31. Januar 2006 Anspruch auf ein Viertelsrente und mit Wirkung ab dem 1. Februar 2006 bis zum 31. Juli 2006 Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung hat. Hin- sichtlich eines allfälligen Rentenanspruchs nach der Schulteroperation rechts im Juli 2009 rechtfertigt es sich, die Streitsache zur weiteren fac h- ärztlichen orthopädischen Abklärung im Sinn der Erwägungen an die Vor- instanz zurückzuweisen. In diesem Sinn ist die Beschwerde teilweise gut- zuheissen. 9. Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Partei - entschädigung. 9.1 Die Verfahrenskosten sind in der Regel von der unterliegenden Partei zu tragen. Da eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der be - schwerdeführenden Partei gilt, sind dem Beschwerdeführer keine Ver - fahrenskosten aufzuerlegen. Ebenso wenig sind bei der Vorinstanz Ve r- fahrenskosten zu erheben (vgl. Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG; BGE 132 V 215 E. 6.1). 9.2 Der obsiegende, vertretene Beschwerdeführer hat gemäss A rt. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Feb - ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes - verwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine Partei - entschädigung zu Lasten der Vorinstanz. Diese ist unter Berücksichtigung C-1828/2011 Seite 22 des aktenkundigen Aufwands und des Umstands, dass vor liegend keine Mehrwertsteuer geschuldet ist (vgl. beispielsweise Urteil des Bundesve r- waltungsgerichts C-6983/2009 vom 12. April 2010 E. 3.2) , auf Fr. 2'800.- (inkl. Auslagen) festzulegen. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschw erde wird die Verfügung vom 21. Februar 2011 insoweit aufgehoben, als ein Rentenanspruch ab N o- vember 2009 verneint wurde, und die Streitsache wird zur weiteren Abklä- rung im Sinn der Erwägungen und anschliessender neuer Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen. 2. Weitergehend wird die Beschwerde abgewiesen und es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer mit Wirkung ab dem 1. Juni 2005 Anspruch auf eine Viertelsrente und mit Wirkung ab dem 1. Februar 2006 bis zum 31. Juli 2006 Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung hat. 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 4. Die Vorinstanz wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'800.- zu bezahlen. 5. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr._______) – das Bundesamt für Sozialversicherungen Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. C-1828/2011 Seite 23 Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Stefan Mesmer Matthias Burri-Küng Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, soweit die Voraussetzungen von Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgeri chtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) erfüllt sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: