<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2020-07-16-1C_179-2020.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1C_179/2020</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 16. Juli 2020</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Chaix, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Pfäffli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">Helvetia Nostra, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Rudolf Schaller, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Einwohnergemeinde Arlesheim, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, </div> <div class="para">handelnd durch die Bau- und Umweltschutzdirektion </div> <div class="para">des Kantons Basel-Landschaft, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. Gesellschaft A.________, </div> <div class="para">2. B.________, </div> <div class="para">3. C.________ AG, </div> <div class="para">4. Institut D.________. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">vorsorgliche Massnahmen (Aufnahme von Grundstücken </div> <div class="para">in das Inventar der geschützten Naturobjekte, </div> <div class="para">Antrag auf Nichtigerklärung der Quartierpläne </div> <div class="para">Schwinbach Süd und Uf der Höchi II, </div> <div class="para">Widerruf der bereits erteilten Baubewilligungen), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts </div> <div class="para">Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und </div> <div class="para">Verwaltungsrecht, vom 25. März 2020 (810 20 64). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Helvetia Nostra erhob gegen den Beschluss des Regierungsrats des Kantons Basel-Landschaft vom 18. Februar 2020 betreffend Aufnahme von Grundstücken in das Inventar der geschützten Naturobjekte und Antrag auf Nichtigerklärung der Quartierpläne "Schwinbach Süd" und "Uf der Höchi II" sowie Widerruf der bereits erteilten Baubewilligungen Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft. Die Präsidentin des Kantonsgerichts Basel-Landschaft wies mit Verfügung vom 25. März 2020 den Antrag der Beschwerdeführerin auf Erlass von vorsorglichen Massnahmen ab und hob das mit Verfügung vom 5. März 2020 superprovisorisch erlassene Veränderungsverbot auf. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Helvietia Nostra führt mit Eingabe vom 3. April 2020 Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen die Verfügung des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 25. März 2020 und ersucht um Erlass von vorsorglichen Massnahmen. </div> <div class="para">Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft und sinngemäss auch die Gemeinde Arlesheim stellen den Antrag, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten. Die übrigen Verfahrensbeteiligten haben auf eine Stellungnahme verzichtet bzw. haben sich nicht vernehmen lassen. Mit Eingabe vom 2. Juli 2020 nahm Helvetia Nostra zu den eingegangenen Vernehmlassungen Stellung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist zulässig gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen (<span class="artref">Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG</span>). </div> <div class="para">Die Präsidentin des Kantonsgerichts verwies in der Rechtsmittelbelehrung der angefochtenen Verfügung auf die Möglichkeit einer Einsprache innert fünf Tagen beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, gestützt auf § 7 Abs. 2 lit. f des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO). Gemäss dieser Bestimmung kann gegen verfahrensleitende Verfügungen bei der Kammer der jeweiligen Abteilung innert 5 Tagen Einsprache erhoben werden, wenn die Kammer zum Endentscheid zuständig ist und die verfahrensleitenden Verfügungen zum Gegenstand haben: (lit. f) vorsorgliche Massnahmen sowie die Erteilung und den Entzug der aufschiebenden Wirkung. </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin ist der Auffassung, dass § 7 Abs. 3 VPO diese Einsprachemöglichkeit ausschliesst. Gemäss dieser Bestimmung hat die Einsprache gegen verfahrensleitende Verfügungen gemäss § 7 Abs. 2 lit. f VPO keine aufschiebende Wirkung. Abweichende Anordnungen trifft die präsidierende Person endgültig. Inwiefern diese Bestimmung die Einsprachemöglichkeit ausschliessen sollte, ist nicht ersichtlich. § 7 Abs. 3 besagt lediglich, dass einer Einsprache von Gesetzes wegen keine aufschiebende Wirkung zukommt. Aufgrund des klaren Wortlauts von § 7 VPO und der entsprechenden Rechtsmittelbelehrung handelt es sich bei der angefochtenen Verfügung der Präsidentin des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 25. März 2020 nicht um einen Entscheid einer letzten kantonalen Instanz im Sinne von <span class="artref">Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG</span>. Die Beschwerde erweist sich als offensichtliche unzulässig (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG</span>). Auf sie ist im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin hat denn auch nach eigenen Ausführungen innert der Frist von fünf Tagen eine Einsprache beim Kantonsgericht eingereicht. Somit erübrigt sich eine förmliche Überweisung der Beschwerde an das zuständige Kantonsgericht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Parteientschädigungen werden keine zugesprochen. Mit dem vorliegenden Entscheid in der Sache selbst wird das Gesuch um Erlass von vorsorglichen Massnahmen gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Einwohnergemeinde Arlesheim, dem Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft, B.________, der C.________ AG, dem Klinisch-Therapeutischen Institut und dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 16. Juli 2020 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Chaix </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Pfäffli </div> </div></body></html>