<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE - Archiv</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2012</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">206</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> [...]<br/> <br/> <span class="ft2"><b>30</b></span> <span class="ft2"><b>Kostenersatz für Lehrmittel und Schulmaterial beim Privatschulbesuch</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Die Bestimmung von § 16 Abs. 1 des Schulgesetzes, wonach die Ge-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>meinden den Schülern die Lehrmittel und das Schulmaterial unent-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>geltlich zur Verfügung stellen, bezieht sich auf die öffentliche Volksschule</b></span><br/> <span class="ft2"><b>und verleiht Besuchern einer Privatschule keinen Anspruch auf Übernah-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>me von Kosten durch die Gemeinde. Die verfassungskonforme Auslegung</b></span><br/> <span class="ft2"><b>unter Berücksichtigung des Anspruchs auf unentgeltlichen Grundschul-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>unterricht und der Rechtsgleichheit führt zu keinem andern Ergebnis.</b></span><br/> <br/> <span class="ft3">Urteil des Verwaltungsgerichts, 4. Kammer, vom 29. Februar 2012 in Sa-</span><br/> <span class="ft3">chen A. und B. gegen Einwohnergemeinde C. (WKL.2011.1).</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2012</span> <span class="title">Schulrecht und Ausbildungsbeiträge</span> <span class="page_no">207</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft4"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft1">1.</span><br/> <span class="ft1">1.1.</span><br/> <span class="ft1">Der Anspruch auf ausreichenden und unentgeltlichen Grund-</span><br/> <span class="ft1">schulunterricht ist durch die Bundesverfassung gewährleistet (Art. 19</span><br/> <span class="ft1">BV). Im Kanton Aargau ist der Unterricht an öffentlichen Schulen</span><br/> <span class="ft1">und Bildungsanstalten für Kantonseinwohner unentgeltlich (§ 34</span><br/> <span class="ft1">Abs. 1 KV). Dieser Grundsatz wird im Schulgesetz konkretisiert: Für</span><br/> <span class="ft1">Kinder und Jugendliche mit Aufenthalt im Kanton ist der Unterricht</span><br/> <span class="ft1">an den öffentlichen Volksschulen unentgeltlich (§ 3 Abs. 3 SchulG).</span><br/> <span class="ft1">1.2. (...)</span><br/> <span class="ft1">2.</span><br/> <span class="ft1">Vorliegend besuchen die Kläger eine Privatschule und kommen</span><br/> <span class="ft1">für das Schulgeld und die Transportkosten selber auf. Gegenstand</span><br/> <span class="ft1">ihrer Klage ist die Forderung nach Übernahme der Kosten für</span><br/> <span class="ft1">Schulmaterial und Lehrmittel für die Jahre 2009 und 2010 durch die</span><br/> <span class="ft1">Beklagte.</span><br/> <span class="ft1">Sie leiten den Anspruch auf Kostenübernahme für Schulmate-</span><br/> <span class="ft1">rial und Lehrmittel durch die Beklagte aus § 16 Abs. 1 SchulG ab.</span><br/> <span class="ft1">Die Differenzierung zwischen Kindern, welche öffentliche Schulen</span><br/> <span class="ft1">besuchen, und solchen, die in eine Privatschule gehen, verstosse</span><br/> <span class="ft1">gegen den Wortlaut von § 16 Abs. 1 SchulG. Sinn und Zweck des</span><br/> <span class="ft1">gesetzlichen Anspruchs auf Lehrmittel und Schulmaterial könne</span><br/> <span class="ft1">nicht die Privilegierung der Volksschüler an öffentlichen Schulen</span><br/> <span class="ft1">sein; die Schulpflicht solle allen Verpflichteten möglichst wenige</span><br/> <span class="ft1">Aufwendungen verursachen. (...)</span><br/> <span class="ft1">3. (...)</span><br/> <span class="ft1">4.</span><br/> <span class="ft1">4.1.</span><br/> <span class="ft1">Eine Leistungspflicht des Gemeinwesens erfordert eine Grund-</span><br/> <span class="ft1">lage in der Verfassung oder im Gesetz (vgl. vorne Erw. 1).</span><br/> <span class="ft1">Gemäss § 16 Abs. 1 SchulG stellen die Gemeinden den Schü-</span><br/> <span class="ft1">lern die Lehrmittel und das Schulmaterial unentgeltlich zur Verfü-</span><br/> <span class="ft1">gung. Aus dem Wortlaut dieser Bestimmung ergibt sich in der Tat</span><br/> <span class="ft1">nicht unmittelbar, dass die Unentgeltlichkeit auf das Schulmaterial</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2012</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">208</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">und die Lehrmittel auf die Schüler einer öffentlichen Schule be-</span><br/> <span class="ft1">schränkt ist und § 16 Abs. 1 SchulG beim Besuch einer Privatschule</span><br/> <span class="ft1">nicht zur Anwendung kommt.</span><br/> <span class="ft1">Das Gesetzesverständnis muss sich aber vom Gedanken leiten</span><br/> <span class="ft1">lassen, dass nicht der reine Wortlaut das Gesetz darstellt, sondern in</span><br/> <span class="ft1">der Rechtsanwendung der "wahre Rechtssinn", der sich aus der Be-</span><br/> <span class="ft1">achtung des Kontextes einer Norm, des Willens des Gesetzgebers</span><br/> <span class="ft1">und dem Zweck einer Regelung erschliesst, massgebend ist (vgl.</span><br/> <span class="ft1">dazu Art. 1 ZGB; BGE 135 II 195, Erw. 6.2; 127 III 415, Erw. 2 je</span><br/> <span class="ft1">mit Hinweisen; Heinrich Honsell, Basler Kommentar, Zivilgesetz-</span><br/> <span class="ft1">buch I, Art. 1-456 ZGB, 4. Aufl., 2010, Art. 1 N 2; Ernst A. Kramer,</span><br/> <span class="ft1">Juristische Methodenlehre, Bern 1998, S. 161 f. und 169 f.). Schon</span><br/> <span class="ft1">die sog. grammatikalische Auslegung beschränkt sich nicht auf den</span><br/> <span class="ft1">blossen Wortlaut des Gesetzestextes. Der Titel sowie die Sachüber-</span><br/> <span class="ft1">schriften und Randtitel (Marginalien) sind (sprach-) logische Be-</span><br/> <span class="ft1">standteile des Textes und müssen daher mitberücksichtigt werden.</span><br/> <span class="ft1">Ein massgebliches Element der Auslegung ist der systematische</span><br/> <span class="ft1">Aufbau eines Gesetzes (vgl. Ulrich Häfelin/Walter Haller/Helen</span><br/> <span class="ft1">Keller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 8. Aufl., Zürich 2010,</span><br/> <span class="ft1">N 94 ff.).</span><br/> <span class="ft1">4.2.</span><br/> <span class="ft1">§ 16 Abs. 1 SchulG ist unter dem Titel "2. Schulen" und den</span><br/> <span class="ft1">Untertiteln "2.2. Volksschule" und "2.2.1. Gemeinsame Bestimmun-</span><br/> <span class="ft1">gen" aufgeführt. Der 2. Titel des Schulgesetzes regelt nebst der</span><br/> <span class="ft1">Volksschule die "Besonderen Förder- und Stützmassnahmen (Unter-</span><br/> <span class="ft1">titel 2.3) sowie die Mittelschulen (Untertitel 2.4). Auch § 2 SchulG</span><br/> <span class="ft1">stellt klar, dass Volksschulen als öffentliche Schulen gelten und dem</span><br/> <span class="ft1">Schulgesetz unterstehen. Die Regelung der Privatschulen und priva-</span><br/> <span class="ft1">ter Schulung finden sich demgegenüber separat im Schulgesetz unter</span><br/> <span class="ft1">dem Titel "4. Trägerschaft durch Gemeinden und Private". Dieser</span><br/> <span class="ft1">Abschnitt des Schulgesetzes wird mit den Titeln "4.1. Öffentliche</span><br/> <span class="ft1">Schulen" und "4.2. Privatschulen und private Schulung" unterteilt.</span><br/> <span class="ft1">Im letzteren, separaten Abschnitt (§ 58 bis § 58c SchulG) werden die</span><br/> <span class="ft1">Privatschulen behandelt. § 58b Abs. 1 SchulG bestimmt, dass die</span><br/> <span class="ft1">schulpflichtigen Kinder einer Privatschule mit Wohnsitz im Aargau</span><br/> <span class="ft1">unter den gleichen Bedingungen Zugang zum Instrumentalunterricht</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2012</span> <span class="title">Schulrecht und Ausbildungsbeiträge</span> <span class="page_no">209</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">und zu den Therapien und Schuldiensten haben wie die Kinder an</span><br/> <span class="ft1">öffentlichen Schulen. Lehrmittel und Schulmaterial sind nicht er-</span><br/> <span class="ft1">wähnt.</span><br/> <span class="ft1">Die grammatikalische Auslegung und die systematische Stel-</span><br/> <span class="ft1">lung von § 16 Abs. 1 SchulG in der Normenhierarchie des Schulge-</span><br/> <span class="ft1">setzes ergeben eindeutig, dass sich die Unentgeltlichkeit für Lehr-</span><br/> <span class="ft1">mittel und Schulmaterial auf die (öffentliche) Volksschule beschränkt</span><br/> <span class="ft1">und für Schülerinnen und Schüler, welche eine Privatschule besu-</span><br/> <span class="ft1">chen, nicht zur Anwendung gelangt. Dies entspricht auch der ver-</span><br/> <span class="ft1">fassungsrechtlichen Lage. Die Unentgeltlichkeit gemäss § 19 BV</span><br/> <span class="ft1">(vgl. auch § 62 BV) und § 34 KV gilt grundsätzlich nur für den Un-</span><br/> <span class="ft1">terricht an öffentlichen Schulen (vorne Erw. 1; Jörg P. Müller/Markus</span><br/> <span class="ft1">Schefer, Grundrechte in der Schweiz, 4. Aufl., Bern 2008, S. 792 mit</span><br/> <span class="ft1">Hinweisen; BGE 133 I 156, Erw. 3.1; AGVE 2003, S. 95; 2001,</span><br/> <span class="ft1">S. 155 f. je mit Hinweisen). Nach der älteren Verfassungslehre waren</span><br/> <span class="ft1">die Kosten für die Lehrmittel, das Schulmaterial und Kosten für zu-</span><br/> <span class="ft1">sätzliche Veranstaltungen der Schule von der Garantie von Art. 19</span><br/> <span class="ft1">BV und § 34 KV nicht erfasst und konnten durch die kantonale Ge-</span><br/> <span class="ft1">setzgebung geregelt werden (vgl. Kurt Eichenberger, Verfassung des</span><br/> <span class="ft1">Kantons Aargau, Textausgabe mit Kommentar, Aarau/Frankfurt</span><br/> <span class="ft1">a.M./Salzburg 1986, Rz. 3 zu § 34; Bernhard Ehrenzeller/Markus</span><br/> <span class="ft1">Schott, St. Galler Kommentar zur BV, 2. Aufl., 2008, Art. 62 N 35).</span><br/> <span class="ft1">Gemäss § 53 Abs. 2 SchulG beschaffen die Gemeinden die Lehr-</span><br/> <span class="ft1">mittel für die Volksschule (vgl. § 52 SchulG).</span><br/> <span class="ft1">4.3.</span><br/> <span class="ft1">§ 16 Abs. 1 SchulG konkretisiert die Verfassungsordnung mit</span><br/> <span class="ft1">dem Anspruch auf ausreichenden und unentgeltlichen Grundschul-</span><br/> <span class="ft1">unterricht und einer Leistungspflicht des Gemeinwesens auf unent-</span><br/> <span class="ft1">geltliche Abgabe von Schulmaterial und Lehrmitteln an der öffentli-</span><br/> <span class="ft1">chen Volksschule. Für die Privatschulen kommt § 16 Abs. 1 SchulG</span><br/> <span class="ft1">nicht zur Anwendung.</span><br/> <span class="ft1">Nur beim Vorliegen wichtiger Gründe hat das Gemeinwesen für</span><br/> <span class="ft1">Schulkosten des Besuchs einer Privatschule aufzukommen. Gründe,</span><br/> <span class="ft1">die eine Ausnahmesituation begründen können, werden von den</span><br/> <span class="ft1">Klägern nicht vorgetragen.</span><br/> <br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2012</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">210</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">5.</span><br/> <span class="ft1">5.1.</span><br/> <span class="ft1">Die unentgeltliche Abgabe von Schulmaterial und Lehrmitteln</span><br/> <span class="ft1">an der Volksschule erfolgt in Erfüllung des staatlichen Leistungsauf-</span><br/> <span class="ft1">trags und dient der Erfüllung des Lehrplans (vgl. § 13 SchulG). Sie</span><br/> <span class="ft1">trägt damit zur Qualitätssicherung an den öffentlichen Schulen bei.</span><br/> <span class="ft1">Der Regierungsrat legt die obligatorischen Lehrmittel für die Volks-</span><br/> <span class="ft1">schule fest (§ 16 Abs. 3 SchulG) und sie unterliegen einer Qualitäts-</span><br/> <span class="ft1">kontrolle (vgl. Botschaft des Regierungsrates des Kantons Aargau an</span><br/> <span class="ft1">den Grossen Rat vom 15. Mai 2002, 02.135, S. 17). Die Auffassung</span><br/> <span class="ft1">der Kläger, wonach die Lehrmittel von der Schule unabhängig sind</span><br/> <span class="ft1">und auch nicht die Qualität des Unterrichts beeinflussen, beschränkt</span><br/> <span class="ft1">sich zu Unrecht auf die reine Kostenfrage.</span><br/> <span class="ft1">Privatschulen erfüllen keinen staatlichen Leistungsauftrag. Der</span><br/> <span class="ft1">Besuch einer Privatschule ist auch nicht unentgeltlich und es besteht</span><br/> <span class="ft1">kein gesetzlicher Anspruch auf Aufnahme bei einer solchen Institu-</span><br/> <span class="ft1">tion. Privatschulen haben in Bezug auf die Bildungsziele, den Lehr-</span><br/> <span class="ft1">plan, die Ausbildung der Lehrpersonen und die räumlichen Anforde-</span><br/> <span class="ft1">rungen den öffentlichen Schulen zu entsprechen (vgl. § 44a der Ver-</span><br/> <span class="ft1">ordnung über die Volksschule vom 29. April 1985 [SAR 421.311]),</span><br/> <span class="ft1">sind aber bei der Ausgestaltung des Lehrplanes autonom. Sie haben</span><br/> <span class="ft1">erhebliche Freiheiten und sind insbesondere bei der Wahl der Lehr-</span><br/> <span class="ft1">mittel und des Schulmaterials frei. Eine Abgabe von Lehrmitteln,</span><br/> <span class="ft1">welche an den staatlichen Schulen verwendet werden, wird von den</span><br/> <span class="ft1">Klägern denn auch nicht verlangt.</span><br/> <span class="ft1">5.2.</span><br/> <span class="ft1">Die gesetzliche Pflicht der Gemeinden, Lehrmittel und Schul-</span><br/> <span class="ft1">material nur den Schülerinnen und Schülern der (öffentlichen)</span><br/> <span class="ft1">Volksschulen unentgeltlich zur Verfügung zu stellen, ist Teil des</span><br/> <span class="ft1">öffentlichen Bildungsauftrages des Gemeinwesens. Der Ausschluss</span><br/> <span class="ft1">der Schülerinnen und Schüler einer Privatschule vom unentgeltlichen</span><br/> <span class="ft1">Zugang zu Schulmaterial und Lehrmitteln ist angesichts der unter-</span><br/> <span class="ft1">schiedlichen Aufgaben, der Ausrichtung und Lernziele sowie der</span><br/> <span class="ft1">Trägerschaft einer Privatschule sachlich und rechtlich begründet. Die</span><br/> <span class="ft1">Differenzierung in der Anspruchsberechtigung verletzt die Rechts-</span><br/> <span class="ft1">gleichheit nach Art. 8 Abs. 1 BV und § 10 Abs. 1 KV daher nicht.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2012</span> <span class="title">Schulrecht und Ausbildungsbeiträge</span> <span class="page_no">211</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">Bei den Verbrauchsmaterialien fällt diese Unterscheidung zwar na-</span><br/> <span class="ft1">turgemäss nicht besonders ins Gewicht. Die Entgeltlichkeit des</span><br/> <span class="ft1">Schulmaterials an einer Privatschule ist aber sowohl Bestandteil wie</span><br/> <span class="ft1">auch Folge der grundsätzlichen Entgeltlichkeit des Privatschulbe-</span><br/> <span class="ft1">suchs. Ob die Privatschule für das Schulmaterial gesondert Rech-</span><br/> <span class="ft1">nung stellt oder diese Kosten in das Schulgeld einrechnet, steht in</span><br/> <span class="ft1">ihrem Ermessen. Aus dem Abrechnungssystem der Schule kann auch</span><br/> <span class="ft1">mit Blick auf die Rechtsgleichheit kein Leistungsanspruch begründet</span><br/> <span class="ft1">werden. Die Entgeltlichkeit von Schulmaterial bleibt Teil des ent-</span><br/> <span class="ft1">geltlichen Privatschulbesuchs.</span><br/> <span class="ft1">6.</span><br/> <span class="ft1">Zusammenfassend erweisen sich die Rechtsbegehren der Kläger</span><br/> <span class="ft1">als unbegründet und die Klage ist abzuweisen.</span><br/></div> </div> </body> </html>