<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2004.00044</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204639&amp;W10_KEY=4467140&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2004.00044</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.11.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 02.05.2005 formell erledigt.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzungen 1999 und 2000</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Wiedereingebrachte Abschreibungen<br/><br/>Die in Frage stehenden Aufwendungen der Mieter für Einbauten in der veräusserten Geschäftsliegenschaft beschlagen Fenster, Elektroinstallationen, Lüftungsanlagen, etc., die unstreitig Bestandteil der Liegenschaft bilden. Es ist offenkundig, dass diese Einbauten objektiv geeignet waren, den Marktwert der Liegenschaft zu erhöhen. Die Mietereinbauten sind daher als wertvermehrend im Sinn von § 221 Abs. 1 lit. a StG zu würdigen und die entsprechenden Kosten bei den Anlagekosten und damit bei der Bestimmung des Gewinns nach § 18 Abs. 5 StG als wiedereingebrachte Abschreibungen zu berücksichtigen. Gutheissung der Beschwerde des kantonalen Steueramts.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANLAGEKOSTEN">ANLAGEKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINKOMMENSSTEUER">EINKOMMENSSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHÃFTSLIEGENSCHAFT">GESCHÃFTSLIEGENSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRUNDSTÃCKGEWINN">GRUNDSTÃCKGEWINN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KAUFPREISGESTALTUNG">KAUFPREISGESTALTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MARKTWERT">MARKTWERT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MIETEREINBAUTE">MIETEREINBAUTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WERTVERMEHRENDE AUFWENDUNGEN">WERTVERMEHRENDE AUFWENDUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDEREINGEBRACHTE ABSCHREIBUNGEN">WIEDEREINGEBRACHTE ABSCHREIBUNGEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 18 Abs. V StG</span><br/><span class="ungerade">§ 221 Abs. I lit. a StG</span><br/><span class="gerade">Art. 671 ZGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>A ist mit seinem Bruder D zur HÃ¤lfte an der E beteiligt. Diese verÃ¤usserte am 17. August 1999 die in der Stadt G gelegene GeschÃ¤ftsliegenschaft H-Strasse (Kat.-Nr. 1) zum Preis von Fr. â¦ an die F AG.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das kantonale Steueramt schÃ¤tzte die Eheleute A und B mit EinschÃ¤tzungsentscheid vom 17. Juli 2003 bzw. Einspracheentscheid vom 27. Januar 2004 fÃ¼r die Steuerperioden 1999 und 2000 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ bzw. Fr. â¦ und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ bzw. Fr. â¦ ein.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Steuerrekurskommission I hiess den Rekurs der pflichtigen Eheleute mit Entscheid vom 30. April 2004 gut. Sie veranlagte diese fÃ¼r die Steuerperioden 1999 und 2000 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ bzw. Fr. â¦ und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ bzw. Fr. â¦. Anders als das kantonale Steueramt gelangte sie zum Schluss, dass der Betrag von Fr. â¦ fÃ¼r Mietereinbauten in der verÃ¤usserten GeschÃ¤ftsliegenschaft in G nicht als wiedereingebrachte Abschreibungen zu wÃ¼rdigen sei und daher nicht der Einkommenssteuer unterliege.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 2. Juni 2004 beantragte das kantonale Steueramt dem Verwaltungsgericht, der Einspracheentscheid sei wiederherzustellen und es seien die Pflichtigen fÃ¼r die Steuerperioden 1999 und 2000 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ bzw. Fr. â¦ einzuschÃ¤tzen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Steuerrekurskommission I und die Pflichtigen schlossen auf Abweisung der Beschwerde, letztere mit dem Antrag auf Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen nach § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</span></p> <p class="Erwgung1"><span>Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachverhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Re­kurskommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemessen­heit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekursinstanz zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessensÃ¼berschreitung und auf Ermessensmissbrauch.</span></p> <p class="Erwgung1"><span>Ihr Ermessen Ã¼berschreitet die BehÃ¶rde, wenn sie den Rahmen des ihr gesetzlich zustehenden Ermessens verlÃ¤sst, indem sie nach Ermessen entscheidet, obwohl ihr das Gesetz kein solches einrÃ¤umt. Ein Ermessensmissbrauch liegt vor, wenn die BehÃ¶rde das Ermessen zwar im gesetzlich vorgegebenen Rahmen ausÃ¼bt, dieses aber unter sachfremden Gesichtspunkten oder in Missachtung allgemeiner Rechtsprinzipien betÃ¤tigt; das ist insbesondere der Fall, wenn die ErmessensbetÃ¤tigung als unhaltbar, als willkÃ¼rlich und rechtsungleich erscheint (RB 1999 Nr. 147).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Gewinne auf GrundstÃ¼cken des GeschÃ¤ftsvermÃ¶gens werden gemÃ¤ss § 18 Abs. 5 StG in dem Umfang den steuerbaren EinkÃ¼nften zugerechnet, in dem Erwerbspreis und wertvermehrende Aufwendungen, einschliesslich der Baukreditzinsen, den Einkommenssteuerwert Ã¼bersteigen. Mit Ausnahme solcher "wiedereingebrachter Abschreibungen" fallen Gewinne aus der VerÃ¤usserung von GeschÃ¤ftsgrundstÃ¼cken kraft § 216 StG unter die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die Parteien gehen Ã¼bereinstimmend von einem Einkommenssteuerwert der streitbetroffenen GeschÃ¤ftsliegenschaft in G von Fr. â¦ aus. Im Gegensatz zur Vorinstanz und zu den Pflichtigen stellt sich das beschwerdefÃ¼hrende kantonale Steueramt auf den Standpunkt, die betragsmÃ¤ssig unbestrittenen Kosten von Fr. â¦ fÃ¼r Mietereinbauten in der verÃ¤usserten Liegenschaft seien fÃ¼r die Bestimmung des nach § 18 Abs. 5 StG mit der Einkommenssteuer zu besteuernden GrundstÃ¼ckgewinns als wertvermehrende Aufwendungen zu wÃ¼rdigen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b><span>Wertvermehrend im Sinn von § 221 Abs. 1 lit. a StG sind Aufwendungen fÃ¼r "Bauten, Umbauten, Meliorationen und andere dauernde Verbesserungen des GrundstÃ¼cks". Massgebend</span> fÃ¼r die Beurteilung, ob eine Aufwendung im Sinn von § 221 Abs. 1 lit. a StG den Wert eines GrundstÃ¼cks vermehre, ist nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts eine "technisch-" bzw. "rechtlich-objektive" Betrachtungsweise. Gefragt wird nach der VerÃ¤nderung des Marktwerts (Verkehrswerts), den das VermÃ¶gensobjekt durch die betreffende Aufwendung erfÃ¤hrt. Ob das Objekt zufolge der Aufwendung wirtschaftlich fÃ¼r den Berechtigten einen hÃ¶heren Wert aufweist oder nicht, ist somit unerheblich. Das Verwaltungsgericht hat die Ãbernahme einer solchen, vom Bundesgericht fÃ¼r die direkte Bundessteuer vertretenen "subjektiv-wirtschaftlichen" Sicht (vgl. ASA 57, 654; StE 1991 B 27.2 Nr. 11) ausdrÃ¼cklich abgelehnt (RB 1997 Nr. 47, 1994 Nr. 56 = StE 1994 B 44.13.7 Nr. 7 = StR 49, 499 = ZStP 1994, 209; RB 1981 Nr. 55).</p> <p class="Erwgung2"><span>Sind Aufwendungen im dargelegten Sinn objektiv geeignet, einen hÃ¶heren Marktwert des GrundstÃ¼cks herbeizufÃ¼hren, sind sie in vollem Umfang anrechenbar, und zwar unbekÃ¼mmert darum, ob sie tatsÃ¤chlich einen hÃ¶heren GrundstÃ¼ckwert bewirken (RB 1982 Nr. 108).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Schliesslich kommt es auch nicht darauf an, ob eine als wertvermehrend zu wÃ¼rdigende Aufwendung vom GrundstÃ¼ckeigentÃ¼mer selber oder von Dritten â z.B. vom Mieter â finanziert worden ist. Entscheidend fÃ¼r die gewinnmindernde Anrechnung ist nur, dass die Aufwendung geeignet ist, objektiv einen Mehrwert des GrundstÃ¼cks zu schaffen (RB 1972 Nr. 43).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b><span>Die in Frage stehenden Aufwendungen der Mieter fÃ¼r Einbauten im streitbetroffenen GrundstÃ¼ck beschlagen Fenster, Elektroinstallationen, LÃ¼ftungsanlagen, SanitÃ¤rinstallationen, KÃ¼cheneinrichtungen und dergleichen, die unstreitig Bestandteil der Liegenschaft bilden. Es ist offenkundig, dass diese Einbauten objektiv geeignet waren, den Marktwert der Liegenschaft zu erhÃ¶hen.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die Rekurskommission spricht diesen Aufwendungen den wertvermehrenden Charakter einzig darum ab, weil die GrundstÃ¼ckeigentÃ¼mer den Mietern, welche diese Aufwendungen finanziert haben, fÃ¼r die fraglichen Investitionen mietrechtlich zwingend entsprechende EntschÃ¤digungen zu leisten hÃ¤tten, die insbesondere auch in einem niedrigeren Mietzins bestehen kÃ¶nnten. Deshalb vermÃ¶chten die Mietereinbauten bei Rohbaumieten keinen hÃ¶heren Ertragswert und somit keinen hÃ¶heren Verkehrswert zu bewirken.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Indessen knÃ¼pfen diese Ãberlegungen schon im Grundsatz zu Unrecht an allfÃ¤llige Schuldverpflichtungen zwischen den GrundeigentÃ¼mern als Vermieter und den Mietern an; im Ãbrigen ist anzumerken, dass derartige Verpflichtungen entgegen der Vorinstanz nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ohnehin nicht bestehen, weil die EntschÃ¤digungspflicht des Vermieters vorliegend in allen MietvertrÃ¤gen wegbedungen wurde (vgl. BGE 124 III 149). Die Rekurskommission orientiert sich dergestalt nicht am objektiven Wert des GrundstÃ¼cks als Wirtschaftsaktivum, sondern stellt auf eine im Licht von § 221 Abs. 1 lit. a StG nicht massgebliche subjektiv-wirtschaftliche Betrachtungsweise ab. So hÃ¤ngt der Ertragswert von GrundstÃ¼cken von den objektiv erzielbaren und nicht von den tatsÃ¤chlich erzielten MietertrÃ¤gen ab (vgl. RB 2003 Nr. 109), welche aufgrund besonderer rechtlicher Beziehungen zwischen Mieter und Vermieter unter dem Marktwert liegen kÃ¶nnen. Ausserdem betrifft eine allenfalls vom GrundstÃ¼ckverÃ¤usserer als Vermieter den Mietern fÃ¼r deren Einbauten zu entrichtende EntschÃ¤digung lediglich die Finanzierung bestehender wertvermehrender Aufwendungen, was â sowenig wie die Aufnahme eines Hypothekardarlehens bei einer Bank â den Marktwert des GrundstÃ¼cks nicht beeinflusst (RB 1994 Nr. 56 = StE 1994 B 44.13.7 Nr. 7 = StR 49, 499 = ZStP 1994, 209).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die Kosten von Fr. â¦ fÃ¼r die fraglichen Mietereinbauten in der verÃ¤usserten Liegenschaft sind somit als wertvermehrend im Sinn von § 221 Abs. 1 lit. a StG zu wÃ¼rdigen. Die Vorinstanz ist jedoch davon ausgegangen, dass die KÃ¤uferin diese Einbauten mit dem Kaufpreis nicht abgegolten habe.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Um die Besteuerung des GrundstÃ¼ckgewinns als "unverdienten" Wertzuwachs zu gewÃ¤hrleisten, verlangt der von Lehre und Rechtsprechung entwickelte Grundsatz der vergleichbaren VerhÃ¤ltnisse, dass sich ErlÃ¶s und Anlagekosten auf das umfÃ¤nglich und inhaltlich gleiche GrundstÃ¼ck zu beziehen haben. Hat sich dessen tatsÃ¤chliche oder rechtliche Beschaffenheit wÃ¤hrend der massgebenden Besitzesdauer wesentlich geÃ¤ndert, so sind durch Zu- oder Abrech­nungen am Erwerbspreis vergleichbare VerhÃ¤ltnisse herzustellen (RB 1999 Nr. 156 = StE 2000 B 44.1 Nr. 7 = ZStP 1999, S. 342, auch zum Folgenden).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Bezugspunkt fÃ¼r den Vergleich der VerhÃ¤ltnisse beim Verkauf ist der Zustand des GrundstÃ¼cks, der Grundlage fÃ¼r die Kaufpreisgestaltung bei der VerÃ¤usserung gebildet hat. Es kommt also nicht darauf an, was aufgrund des Grundbucheintrags dinglich auf den Erwerber zu Eigentum Ã¼bergeht. Massgebend ist nur das, was an liegenschaftlichen Werten verkauft und zum Gegenstand der vertraglichen Preisbestimmung gemacht worden ist (RB 1993 Nr. 29 = StE 1993 B 44.12.2 Nr. 2). LÃ¤sst sich dem rechtsgeschÃ¤ftlichen Willen der Vertragsparteien nichts anderes entnehmen, ist vermutungsweise davon auszugehen, der Kaufpreis erstrecke sich auf sÃ¤mtliche dinglich Ã¼bertragenen Werte und gebe den Verkehrswert all dieser Werte wieder (RB 1976 Nr. 67). Haben die Vertragsparteien ein Ã¼berbautes GrundstÃ¼ck verÃ¤ussert, dann mÃ¼ssen auch die GebÃ¤udekosten gewinnmindernd berÃ¼cksichtigt werden. Ist jedoch aus dem Gesichtswinkel der Kaufpreisfestsetzung lediglich Bauland oder ein Rohbau verkauft worden, kann bloss der Landpreis bzw. der Preis fÃ¼r den Rohbau angerechnet werden. Aufwendungen fÃ¼r Bauten, die nach dem rechtsgeschÃ¤ftlichen Willen der Vertragsparteien nicht als verÃ¤ussert gelten und daher nicht mit dem Kaufpreis abgegolten werden, sind infolgedessen nicht als Anlagekosten anrechenbar (vgl. RB ORK 1955 Nr. 92).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die Rekurskommission hat ihren Standpunkt, die KÃ¤uferschaft der streitbetroffenen Liegenschaft habe die fraglichen Mietereinbauten nicht mit dem Kaufpreis abgegolten, lediglich mit Ãberlegungen zur Rendite des Kaufpreises aufgrund der bestehenden MietvertrÃ¤­ge begrÃ¼ndet. Ob diese Ãberlegungen von der KÃ¤uferschaft auch wirklich angestellt wor­den sind und sie in die Kaufpreisgestaltung Eingang gefunden haben, steht nicht fest, sondern beruht auf Mutmassungen der Vorinstanz. Somit ist die auf Art. 9 des Zivilgesetzbuchs (ZGB) beruhende Vermutung, der Ã¶ffentlich beurkundete Kaufpreis erstrecke sich auf sÃ¤mtliche dinglich Ã¼bertragenen Werte und gebe den Verkehrswert all dieser Werte wieder, nicht schlÃ¼ssig widerlegt worden.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Sind die Mietereinbauten aber mit dem Kaufpreis abgegolten worden, mÃ¼ssen deren Kosten unter dem Gesichtswinkel des Grundsatzes der vergleichbaren VerhÃ¤ltnisse als Anlagekosten berÃ¼cksichtigt werden. Ob die Ãbernahme allfÃ¤lliger mietrechtlicher EntschÃ¤digungspflichten eine weitere, den grundstÃ¼ckgewinnsteuerrechtlich massgebenden ErlÃ¶s im Sinn von § 222 StG erhÃ¶hende Leistung der KÃ¤uferin darstellt, wie die Vorinstanz erwogen hat, ist im vorliegenden Verfahren ohne Belang. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.5 </span></b><span>Der Unterschiedsbetrag zwischen den Anlagekosten von Fr. â¦, einschliesslich der im Streit liegenden Mietereinbauten, fÃ¼r die verÃ¤usserte, dem GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen der E zugehÃ¶rige Liegenschaft und deren Einkommenssteuerwert von Fr. â¦ ist demzufolge kraft § 18 Abs. 5 StG als GrundstÃ¼ckgewinn bei der Einkommenssteuer der Pflichtigen hÃ¤lftig zu besteuern.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Zu Unrecht wenden die Pflichtigen im Einklang mit der Vorinstanz ein, die von den Mietern finanzierten Einbauten hÃ¤tten handelsrechtlich nicht aktiviert werden dÃ¼rfen. Diese Einbauten wurden unstreitig Bestandteile der Liegenschaft und damit gemÃ¤ss Art. 671 ZGB Eigentum der E. Sie durften folglich in der GeschÃ¤ftsbuchhaltung mit den hiervor aufgewendeten Kosten aktiviert werden. Da in den GeschÃ¤ftsbÃ¼chern der Gesellschaft fÃ¼r eine allfÃ¤llige EntschÃ¤digungspflicht offenkundig keine RÃ¼ckstellungen verbucht worden sind, fÃ¤llt deren einkommensmindernde BerÃ¼cksichtigung ausser Betracht (vgl. § 27 Abs. 2 lit. b StG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.6 </span></b><span>Nach alldem ist die Beschwerde gutzuheissen. Die Pflichtigen sind fÃ¼r die Steuerperioden 1999 und 2000 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ bzw. einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ einzuschÃ¤tzen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten des Rekurs- und Beschwerdeverfahrens der Beschwerdegegnerschaft aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG) und steht dieser weder fÃ¼r das Rekurs- noch fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit § 152 und § 153 Abs. 4 StG).</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die Beschwerdegegner werden fÃ¼r die Steuerperioden 1999 und 2000 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ bzw. Fr. â¦ und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ bzw. Fr. â¦ eingeschÃ¤tzt.</p> <p class="Einzug2">2. Die Rekurskosten werden den Beschwerdegegnern je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼r die gesamten Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. â¦; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. â¦ Zustellungskosten,<br/> Fr. â¦ Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">4. Die Gerichtskosten werden den Beschwerdegegnern je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼r die gesamten Kosten.</p> <p class="Einzug2">5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">6. Mitteilung an â¦</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>