Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 7. Januar 2016 (720 15 275 / 05) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Einkommensvergleich bei einem selbständigerwerbenden Versicherten: Wahl der Me- thode; Schadenminderungspflicht: Berufswechsel wird als zumutbar erachtet Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Yve s Thommen, Kantonsrich- ter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli Parteien A.____ , Beschwerdeführer , vertreten durch Roman Felix , Advokat , Hauptstrasse 8, Postfach 732, 4153 Reinach gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. A.____, geboren 1957, betreibt als Selbständiger werbender ein Radio- und TV- Geschäft. Am 13. Februar 2012 meldete er sich bei d er Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kanto ns Basel-Landschaft (IV-Stelle) klärte in der Folge die gesundheitlichen und erwerblichen Ver hältnisse ab. Mit Verfügung vom 10. Juli 2015 sprach sie ihm nach Durchführung von beruflichen Massnahmen und des Vorbescheidver- fahrens vom 1. August 2012 bis 30. September 2013 e ine halbe IV-Rente basierend auf einem Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht IV-Grad von 50 % zu. Da der IV-Grad ab dem 1. Juli 20 13 weniger als 40 % betrug, wurde die Rente bis 30. September 2013 befristet. B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Roman Felix, mit Eingabe vom 31. August 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaf t, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht und beantragte, es sei die Verfügung vom 10. Juli 2015 aufzuheben und die Be- schwerdegegnerin sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leist ungen zu erbringen; unter o/e- Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin. In der Beg ründung wurden die medizinischen Abklärungen als ungenügend gerügt und geltend gemacht , dass der Invaliditätsgrad falsch be- rechnet worden sei. C. Mit Vernehmlassung vom 9. September 2015 beantragt e die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde des Versicherten vom 31. August 201 5 ist demnach einzutreten. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittli ch mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 2.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussicht lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie k ann im IV-Bereich Folge von Geburts- gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IV G). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommende n allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver- stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des V orliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 200 8 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über- windbar ist (Satz 2). 2.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Gr ad der Invalidität wie folgt abge- stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 2.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten – auch von Selb- ständigerwerbenden – ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invali- ditätsgrad aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimm en. Dazu wird das Erwerbsein- kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der In validität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Bezie- hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat i n der Regel in der Weise zu erfol- gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffe rnmässig möglichst genau ermit- telt und einander gegenübergestellt werden. Aus der E inkommensdifferenz lässt sich der Invali- ditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommen svergleichs; BGE 128 V 29 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b). Insoweit die fraglichen Erwer bseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und sind die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. 2.5 Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkomm en nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Method e für nicht erwerbstätige Versi- cherte (Art. 28a Abs. 2 IVG) ein Betätigungsvergleich a nzustellen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen (BGE 128 V 29 E. 1). Der grundsätzliche Unterschied des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens zur spezifischen Meth ode gemäss Art. 28a Abs. 2 IVG besteht darin, dass die Invalidität nicht unmittelba r nach Massgabe des Betätigungsver- gleichs als solchem bemessen wird. Vielmehr ist zunächst anha nd des Betätigungsvergleichs die leidensbedingte Behinderung festzustellen; sodann aber ist diese im Hinblick auf ihre er- werbliche Auswirkungen besonders zu gewichten. Eine bestimmte Einschränkung im funktionel- len Leistungsvermögen eines Erwerbstätigen kann zwar, brau cht aber nicht notwendigerweise, eine Erwerbseinbusse gleichen Umfangs zur Folge zu haben . Wollte man bei Erwerbstätigen ausschliesslich auf das Ergebnis des Betätigungsvergleichs ab stellen, so wäre der gesetzliche Grundsatz verletzt, wonach bei dieser Kategorie von Versich erten die Invalidität nach Massga- be der Erwerbsunfähigkeit zu bestimmen ist (ausserordentli ches Bemessungsverfahren; BGE 128 V 30 f. E. 1 mit Hinweisen). Umfasst die Arbeit d er versicherten Person mehrere Teiltätig- keiten, sind diese nicht nur nach Massgabe des zeitlichen A ufwands, sondern zusätzlich ge- stützt auf dem jeweiligen Bereich entsprechende Lohnan sätze zu gewichten (BGE 128 V 29 E. 4). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrade s bildet die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheit lichen Beeinträchtigungen arbeitsun- fähig ist. 3.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die du rch eine Beeinträchtigung der körper- lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, vo lle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbei t zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Ber uf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 3.3 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterl agen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei- ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen S tellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, we lche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Perso n auf dem allgemeinen, ausgegliche- nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarer- weise noch verrichtet werden können (U LRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi- alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 3.4 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vg l. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 3.5 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzu stellen (vgl. die ausführlichen Zusam- menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein- geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte , welche aufgrund eingehender Be- obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in d ie Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen ge langen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indi zien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 4.1 Die Beschwerdegegnerin holte zur Abklärung des Gesun dheitszustandes und der Ar- beitsfähigkeit des Beschwerdeführers ein rheumatologisch es Gutachten bei Dr. med. B.____, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, Sportmedizin SGSM, ein. Dr. B.____ diagnostiziert mit Gutachten vom 26. März 2014 als Leiden mit Auswirkung en auf die Arbeitsfähigkeit ein re- siduelles sensibles lumbales Reizsyndrom L4/5 rechts (ICD M51 .1) mit/bei: Status mit Dis- kusprotrusionen mit foraminaler Einengung L4/5 und L5/ S1, Chondrosen L1-L3 und L4-S1, Spondylarthrosen auf mehreren Etagen, Status nach extraf oraminaler Entfernung einer intrafo- raminalen Diskushernie L4/5 rechts im November 2011, Status nach mikrochirurgischer Fenest- ration L5/S1 rechts mit Rezesso- und Foraminotomie L5 r echts am 3. Januar 2013, persistie- rendem sensiblem Ausfallsyndrom sowie persistierender Atr ophie der rechten unteren Extremi- tät; eine diskret beginnende Omarthrose rechts und AC-G elenksarthrose rechts (ICD-10 M19.11) mit/bei: Status nach dreifacher Schulterluxatio n und subacromialer Einengung (Acro- miontyp Neer III); eine medialbetonte und beginnend e femorpatellare laterale Gonarthrose rechts (ICD-10 M17.1) mit/bei: Status nach Femurfraktur ca. 1978, Status nach mehrfachen arthroskopischen Meniskektomien und Débridement rechts un d Status nach supracondylärer Femurvalgisationsosteotomie rechts und folgender Metallentfernung ca. 1988 – 1990. In der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit führt Dr. B .____ aus, dass die an Rücken, im rechten Bein und am rechten Knie geltend gemachten Beschwerden glaubhaft seien, da sie objektivier- bar seien. Trotz im MRI verbesserter Situation lumbal bestünden eine persistierende Atrophie der Muskulatur am rechten Bein und ein sensibles Ausfallsyn drom L4/5, welches sich nicht er- holt habe. Die Gonarthrose sei aufgrund der klinischen und radiologischen Befunde objektivier- bar. Es liege keine Aggravierungstendenz vor. Insgesamt mü sse eine reduzierte Belastungsfä- higkeit für sämtliche körperlich schweren Arbeiten mit Heben und Tragen von Lasten, Besteigen von Leitern, Arbeiten in ungünstigen Körperpositione n, vor allem rückenbezogen, postuliert werden. Arbeiten auf Leitern oder auf dem Dach seien zu riskant und könnten nicht mehr aus- geführt werden. Für die angestammte Tätigkeit als TV- Elektriker selbständig erwerbend mit Bü- roarbeit, Verkaufstätigkeit und Montagearbeiten beste he eine Arbeitsfähigkeit von maximal 70 % (50 % für Büro/Verkauf und 20 % für leichte Mon tagearbeiten ohne Heben und Tragen schwerer Lasten sowie ohne Arbeiten auf Leitern und Däch ern). Ab Juni 2011 hätten unter- schiedliche Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit bestanden, bedingt durch die krankheitsbe- dingten Ausfälle und Operationen, so dass für den Zeit raum von Juni 2011 bis Juni 2013 die Angaben durch die behandelnden Ärzte mit wechselnder Arbeitsfähigkeit gelten würden. Die eigene Einschätzung betreffe den Zeitraum ab Juli 20 13. Alternative, wechselbelastende Tätig- keiten mit regelmässiger sitzender Arbeit und Arbeit ohn e körperliche Belastungen seien zu 80 % zumutbar. Die Einschränkung um 20 % ergebe sich aufgrund einer reduzierten Leistungs- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht fähigkeit (bedingt durch das residuelle Ausfallsyndrom L 4/5 rechts und die progrediente Gon- arthrose rechts). Auch diese Einschätzung gelte ab Juli 2013. 4.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteil ung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vollumfän glich auf die Ergebnisse, zu denen Dr. B.____ in seinem Gutachten vom 26. März 2014 gelangt ist. 4.3 Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu bean standen. Das Gutachten von Dr. B.____ weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist – wie dies vom Bundesge- richt verlangt wird (vgl. Erwägung 3.3f. hiervor) – für die streitigen Belange umfassend, es be- ruht auf allseitigen Untersuchungen, es berücksichtigt d ie geklagten Beschwerden, es ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zu- sammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situa tion ein. Insbesondere nimmt es – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers – eine sch lüssige Beurteilung der Arbeitsfä- higkeit vor und setzt sich mit der abweichenden ärztlichen Einschätzung von Dr. med. C.____, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, auseinander. Dr. C.____ attestiert seinem Patienten mit Bericht vom 5. Juni 2013 eine Arbeitsunfähigkeit von 75 % ab 1. März 2013 bis auf weiteres. Im Bericht vom 2. Dezember 2013 hält er fest, dass es nur eine geringe Veränderung gegeben habe. Er habe den Patienten nach dessen Einschätzung der gegenwärtigen beruflichen Leis- tung gefragt. Dieser habe gesagt, dass er mit grösster Mühe auf höchstens 50 % seines Leis- tungsumfanges gemessen am Zustand vor Eintritt des Gesundheitsschadens käme. In Ziffer 7.5 des Gutachtens nimmt Dr. B.____ Bezug auf die Berichte von Dr. C.____. Er führt dazu aus, dass seine Einschätzung eines Pensums von 70 % im angestammten Beruf für ideale, adaptier- te Arbeitsbedingungen gelten würde. Diese seien wohl – aus Sicht von Dr. C.____ – im eigenen Betrieb nicht vorhanden. Insofern ist hier keine Differe nz zwischen den ärztlichen Einschätzun- gen auszumachen, weshalb die Beweistauglichkeit des Gut achtens von Dr. B.____ nicht in Frage zu stellen ist. Der Umstand, dass im Betrieb keine i dealen Bedingungen vorhanden sind, damit der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit o ptimal ausschöpfen könnte, bedeutet nicht einen Mangel der medizinischen Einschätzung, sonde rn ist eine Frage der Schadenmin- derungspflicht. Dr. C.____ seinerseits begründet seine Auffassung nicht näher und macht auch keine Unterschiede betreffend die Teilbereiche der bishe rigen Arbeitstätigkeit des Beschwerde- führers. Seine Einschätzung fällt somit zu pauschal aus u nd vermag die Beurteilung von Dr. B.____ nicht in Zweifel zu ziehen. 4.4 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, dass de r Gutachter nicht begründet habe, weshalb von einer 70 %-igen Arbeitsfähigkeit ab Juli 2 013 auszugehen sei. Dieser Zeitpunkt stehe zudem im Widerspruch zur Einschätzung von Dr. med . D.____, Facharzt für Orthopädi- sche Chirurgie, RAD, der noch in der Stellungnahme vom 18. Oktober 2013 von einem instabi- len Zustand ausgegangen sei. Aus dem Bericht des Spitals Z.____ vom 15. Mai 2013 geht hervor, dass keine erneute Opera- tionsindikation bestehe und eine Schmerztherapie durchg eführt werde. Dr. C.____ hält im Be- richt vom 2. Dezember 2013 fest, dass sich der Zustand nur wenig verändert habe. Die Schlussfolgerung von Dr. B.____, dass ab Juli 2013 von einem stabilen Zustand auszugehen Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht ist, erscheint im Lichte der Berichte der behandelnden Ärzte als nachvollziehbar. Ein Indiz, das gegen den Beweiswert des Gutachtens spricht, liegt nicht vor. 4.5 Gestützt auf die Beurteilung von Dr. B.____ ist der medizinische Sachverhalt somit hinreichend abgeklärt. Deshalb kann in antizipierter B eweiswürdigung (BGE 126 V 130 E. 2a) auf zusätzliche medizinische Abklärungen verzichtet werden. Mit der Beschwerdegegnerin ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer nach Ablauf des Wartejahres per Juli 2012 aus medizinisch-theoretischer Sicht eine Tätigkeit in Ad ministration und Verkauf zu 50 % und ab Juli 2013 die bisherige Tätigkeit im Umfang von ma ximal 70 % und eine leichte, den Leiden adaptierte Tätigkeit im Umfang von 80 % zugemutet werden können. 5.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen d ieser Einschränkungen. Für die Vornahme des Einkommensvergleichs ist grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des hypothetischen Rentenbeginns, vorliegend auf das Jahr 2012, abzustellen (BGE 129 V 222 E. 4.3.1). Strittig und zu prüfen ist, welche Methode der Invaliditätsbemessung im vorliegenden Fall anzuwenden ist. 5.2 Dem Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende vom 30. Juli 2014 – gegen dessen Beweiskraft der Beschwerdeführer nichts Grundsätzliches vorb ringt – ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer vor Eintritt des Gesundheitsschaden s in den Jahren 2007 bis 2010 ein jährliches Durchschnittseinkommen von Fr. 26‘191.-- erzi elte (Ziff. 5.7, basierend auf den Ge- schäftsabschlüssen). Nach Eintritt der gesundheitlichen B eschwerden betrug das Jahresein- kommen im Jahr 2013 Fr. 34‘649.--. Die Abklärungsperso n stellt weiter fest, dass die Ge- schäftsergebnisse von invaliditätsfremden Umständen beeinflusst worden sind. Weiter geht aus dem Bericht hervor, dass der Sohn und die Ehefrau seit Eintritt der gesundheitlichen Einschrän- kungen des Beschwerdeführers unentgeltliche Mehrarbeit l eisten. In Anbetracht der konkreten Zahlen und der Umstände erscheint die Feststellung der Abklärungsperson, dass ein Einkom- mensvergleich aufgrund der Geschäftsabschlüsse nicht mögli ch ist, nachvollziehbar. Daher kann weder von der konkreten Erwerbseinbusse auf den IV- Grad geschlossen werden noch ist ein Einkommensvergleich gestützt auf die Geschäftsabschlüsse möglich. 5.3 Die Beschwerdegegnerin ging stattdessen für die Be rechnung des Valideneinkommens von der im Abklärungsbericht vorgenommenen Aufteilung d er im Gesundheitsfall ausgeführten selbständigen Erwerbstätigkeit (30 % Verkauf und Beratu ng, 60 % Lieferung und Montage so- wie 10 % Administration) aus. Das entsprechende Einkommen ermittelte sie unter Einbezug der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruktur erhebungen für das Jahr 2010 (LSE 2010, für Verkauf und Beratung sowie Lieferung und Montage: TA1, Sektor 47, Anforde- rungsniveau 3, Männer, und für den Teilbereich Admin istration: TA7, Sektor 23, Anforderungs- niveau 4, Männer). Angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden und die Nominallohnentwicklung der Jahre 2011/2012 von 1.8 % ergibt sich – im Gegensatz zu den Zahlen der Beschwerdegegnerin – ein leicht höhere s Valideneinkommen von Fr. 64‘288.-- (Fr. 57‘904.-- für den Teilbereiche Verkauf, Beratung , Lieferung und Montage [90 %] + Fr. 6‘384.-- für den Teilbereich Administration [10 %]). Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.4.1 Zu prüfen ist, wie das Invalideneinkommen zu erm itteln ist. Für die Zeitspanne ab Ren- tenbeginn bis Eintritt der stabilen Phase ab Juli 2013 ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer eine Tätigkeit i n der Administration und im Verkauf zu einem Pensum von 50 % (Aufteilung: 40 % Verkauf und 10 % Administration) zumutbar war. Gestützt auf die in Erwägung 5.3 hiervor erwähnten stat istischen Lohnangaben der LSE 2010, angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Jahr 2012 und an die bis ins Jahr 2012 erfolgte Nominallohnentwicklung ist von einem Inva lideneinkommen von Fr. 32‘116.-- (Fr. 25‘732.-- für den Teilbereich Verkauf [40 %] + Fr. 6‘384.-- für den Teilbereich Administration [10 %]) auszugehen. 5.4.2 Für die Zeitspanne ab Eintritt der stabilen Ph ase stellt sich die Frage, ob dem Be- schwerdeführer die Aufgabe der selbständigen Erwerbstäti gkeit zugemutet werden kann. Nach der Rechtsprechung kann die Aufnahme einer unselbständi gen Erwerbstätigkeit als zumutbar erscheinen, wenn davon eine bessere erwerbliche Verwer tung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann und der berufliche Wechsel unter Berücksichti gung der gesamten Umstände (Al- ter, Aktivitätsdauer, Ausbildung, Art der bisherigen Tä tigkeit, persönliche Lebensumstände) als zumutbar erscheint (Urteil des Bundesgerichts vom 14. No vember 2014, 9C_356/2014, E. 3.1 mit weiteren Hinweisen). Wird die Zumutbarkeit der Au fgabe der Selbständigkeit bejaht, kann die Frage, ob die Formel gemäss BGE 128 V 29 im vorlie genden Fall anzuwenden ist, offen gelassen werden. 5.4.3 Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angef ochtenen Verfügung auf den Stand- punkt, dass dem Beschwerdeführer die Aufnahme einer un selbständigen Erwerbstätigkeit zu- zumuten sei. Es sei nicht wahrscheinlich, dass er auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt keine dem Gesundheitsschaden adäquate Arbeit finden könne. Das Alter (57 Jahre) sowie die Ausbil- dung als TV-Elektriker würden die Vermittelbarkeit erle ichtern. Die objektive und subjektive Zu- mutbarkeit des Berufswechsels sei folglich zu bejahen. Da Berufswechsel heute häufiger, ja alltäglich seien, sei eine eher strenge Beurteilung d ieser Frage gerechtfertigt. Daran vermöge auch die Tatsache nichts zu ändern, dass in einer angepassten Tätigkeit lediglich eine um 10 % höhere Arbeitsfähigkeit als in der angestammten Tätigkeit resultiere. 5.4.4 Der Beschwerdeführer vertritt die Auffassung, dass ihm ein Berufswechsel nicht zu- mutbar sei. Die Beschwerdegegnerin setze sich mit den pe rsönlichen Umständen des Be- schwerdeführers, die bei der Frage der Zumutbarkeit de s Berufswechsels gestellt werden müssten, nicht auseinander. Sie gehe zu Unrecht davon au s, dass er eine Ausbildung als TV- Elektriker absolviert habe. Er habe direkt nach dem Schu labschluss mit 16 Jahren ohne Lehre im Laden des Vaters zu arbeiten begonnen. Seither habe er nie eine andere Tätigkeit ausgeübt. Er habe den Betrieb im Jahr 2002 vom Vater übernommen . Das Unternehmen sei seit Jahr- zehnten in X.____ verwurzelt. Er sei im Zeitpunkt der Verfügung bereits 58 Jahre alt gewesen und habe 40 Jahre in derselben Tätigkeit weitgehend s elbständig gearbeitet. Die Familie des Beschwerdeführers arbeite im Betrieb mit. Der Sohn s ei vor ca. 10 Jahren eingestiegen und arbeite aufgrund der Krankheit des Beschwerdeführers in einem Pensum von über 100 %. Da- bei sei auch zu würdigen, dass er aufgrund der angeschlag enen Gesundheit in alternativen Tä- tigkeiten nur Hilfsarbeiten ausführen könne, was auch einen sozialen Abstieg bedeute. Eine Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Anstellung in einem Radio/TV Geschäft sei äusserst unwah rscheinlich, da er über keine Ausbil- dung verfüge. 5.4.5 Dem Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende vo m 30. Juli 2014 ist zu entneh- men, dass der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigke it im eigenen Betrieb nicht mehr voll ausschöpfen kann (Ziff. 6.2). Dazu ist er jedoch auf G rund des im Sozialversicherungsrecht geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ge halten. Gegen die Aufgabe der Selb- ständigkeit spricht hauptsächlich die langjährige Tätigkeit als Selbständigerwerbender, was den Wechsel in einen unselbständigen Erwerb nicht einfach macht. Es ist aber zu berücksichtigen, dass er erst ab dem Jahr 2002 im eigentlichen Sinne selb ständig erwerbstätig war. Vorher hat er wohl vom Vater einen Lohn erhalten, da dieser Inhaber des Geschäfts war. Der Beschwerde- führer führt im Rahmen seiner Firma lediglich seinen Sohn als Mitarbeiter, weshalb bei einem Wechsel in eine unselbständige Tätigkeit nicht von einem unzumutbaren Abstieg in eine unter- geordnete Anstellungsposition gesprochen werden kann. Au fgrund der vorhandenen Ressour- cen und der grossen beruflichen Erfahrung stünde ihm zu dem noch ein relativ breiter Fächer möglicher Tätigkeiten auf dem als ausgeglichen unterstel lten Arbeitsmarkt offen, der auch Teil- zeitstellen umfasst. Die noch verhältnismässig lange Aktivitä tsdauer des 1957 geborenen Be- schwerdeführers lässt einen Berufswechsel zudem nicht als un zumutbar erscheinen. In Anbe- tracht des Umstands sodann, dass der Sohn bereits seit gerau mer Zeit im Betrieb mitarbeitet und grosse Chancen bestehen, dass er diesen dereinst übernehmen wird, ist ein Berufswechsel ebenfalls eher zumutbar. Der Beschwerdeführer steht nic ht vor der Aufgabe, in schwierigen Zeiten das Geschäft verkaufen zu müssen. Weiter ist zu berücksi chtigen, dass er als selbstän- dig Erwerbender grosse Erfahrung hat sammeln können. Er hat zwar keine Berufsausbildung, aus den Akten ist aber ersichtlich, dass er sich weiter gebi ldet hat. Somit liegen keine Gründe vor, die dem Beschwerdeführer die Annahme einer unselbst ändigen Erwerbstätigkeit unzumut- bar machen würden. Zu betonen bleibt in diesem Zusamme nhang noch einmal, dass vom Be- schwerdeführer nicht erwartet wird, dass er tatsächlich ei nen Berufswechsel vornimmt. Auf Grund der ihm obliegenden Schadenminderungspflicht mu ss er sich unter den geschilderten Umständen aber im Rahmen des Einkommensvergleichs als Invalideneinkommen jene Einkünf- te anrechnen lassen, die er in einer leidensadaptiert en Tätigkeit zumutbarerweise erzielen könnte. 5.4.6 Somit ist das Invalideneinkommen ab Juli 2013 gest ützt auf die Restarbeitsfähigkeit in einer alternativen wechselbelastenden Tätigkeit mit r egelmässiger sitzender Arbeit und Arbeit ohne körperlicher Belastung im Pensum von 80 % zu berechn en. Die Höhe des Invalidenein- kommens hat die Vorinstanz zutreffend mit Fr. 42‘442.-- ermittelt; es kann auf die diesbezügli- chen Ausführungen in der Verfügung verwiesen werden. Der von der Vorinstanz vorgenomme- ne leidensbedingte Abzug vom Tabellenlohn von 15 % kan n als eher grosszügig bemessen bezeichnet werden, ist jedoch im Rahmen der Angemessenh eitskontrolle und mit Blick auf ver- gleichbare Fälle nicht zu beanstanden (BGE 126 V 81 E. 5 und 6). 5.5 Verglichen mit dem Valideneinkommen von Fr. 64‘28 8.-- resultiert für die Zeitspanne vom 26. Juli 2012 bis 30. Juni 2013 bei einem Invalid eneinkommen von Fr. 32‘116.-- ein Invali- ditätsgrad von 50 %. Für die Zeitspanne ab 1. Juli 2013 resultiert bei einem Invalideneinkom- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht men von Fr. 42‘442.-- ein Invaliditätsgrad von 33 %. Damit hat der Beschwerdeführer, wie von der Beschwerdegegnerin festgelegt, ab August 2012 Anspr uch auf eine halbe Rente. In Anbe- tracht des Umstands, dass ab 1. Juli 2013 der Invaliditätsgrad weniger als 40 % beträgt, hat die Beschwerdegegnerin die halbe Rente zu Recht auf den 30 . September 2013 befristet. Die Be- schwerde gegen die Verfügung vom 10. Juli 2015 ist deshalb abzuweisen. 6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um di e Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von 200-1000 Franken festgelegt. Bei F ällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskos- ten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf 600 Franken fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwe rdeführer unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihm zu auferlegen sind. 6.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgan g entsprechend wettzuschla- gen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- w erden dem Be- schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Koste nvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- verrechnet. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. http://www.bl.ch/kantonsgericht