<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 0/2] </div> <div class="para">1P.336/2001/bmt </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. OEFFENTLICHRECHTLICHE ABTEILUNG </div> <div class="para">********************************** </div> <div class="para"> </div> <div class="para">25. September 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es wirken mit: Bundesgerichtsvizepräsident Aemisegger, </div> <div class="para">Präsident der I. öffentlichrechtlichen Abteilung, Bundesrichter </div> <div class="para">Nay, Bundesrichter Aeschlimann und Gerichtsschreiber Störi. </div> <div class="para">--------- </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Sachen </div> <div class="para">W.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Urs Peter Zelger, Alter Postplatz 2, Postfach, 6371 Stans, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">Einfache Gesellschaft B.________, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Joseph Iten, Seestrasse 40, 6052 Hergiswil, Politische Gemeinde Stans, vertreten durch den Gemeinderat, Baudirektion des Kantons Nidwalden, Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden, Verwaltungsabteilung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">betreffend </div> <div class="para"><span class="artref"><artref id="CH/101/9" type="start"></artref>Art. 9 und 29 BV</span><artref id="CH/101/29" type="end"></artref> (Gestaltungsplan "Hansmatt"), hat sich ergeben: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.- Am 19. Juni 1997 reichte G.________ dem Gemeinderat Stans den Gestaltungsplan Hansmatt, Parzelle Nr. 390, GB Stans, zur Behandlung und Bewilligung ein. Am 18. Juli 1997 liess der Gemeinderat Stans diesen im Amtsblatt öffentlich auflegen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Am 14. August 1997 erhob W.________ Einsprache, wobei er unter anderem beantragte, den Gestaltungsplan nur unter der Auflage zu genehmigen, dass: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">"1.1. die Ein- und Ausfahrt der geplanten Tiefgaragen, </div> <div class="para">die Gebäudesektoren A1,A2,B1,B2,D,C,E1 </div> <div class="para">und E2 sowie die oberirdischen Besucher-Parkplätze </div> <div class="para">via Hansmatt(-strasse) u n d Fronhofstrasse </div> <div class="para">erschlossen werden; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.2.eine genügende Einspurstrecke von Stansstad in </div> <div class="para">die Hansmatt(-strasse) erstellt und die Einspurstrecke </div> <div class="para">von Stans her ausgebaut wird; " </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Am 21. September 1998 hiess der Gemeinderat Stans die Einsprache von W.________ teilweise gut, lehnte sie jedoch in Bezug auf die Ziff. 1.1. und 1.2 ab bzw. trat darauf mangels Zuständigkeit nicht ein. Im Übrigen bewilligte er den Gestaltungsplan Hansmatt unter Bedingungen und Auflagen. </div> <div class="para">Die Baudirektion des Kantons Nidwalden wies die Beschwerde W.________s gegen diesen Entscheid am 17. August 1999 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden wies die Verwaltungsgerichtsbeschwerde W.________s gegen den Entscheid der Baudirektion am 13. November 2000 ab. </div> <div class="para">B.- Mit staatsrechtlicher Beschwerde wegen Verletzung von <span class="artref">Art. 9 und <artref id="CH/101/29" type="start"></artref>Art. 29 BV</span><artref id="CH/101/9" type="end"></artref> beantragt W.________, das verwaltungsgerichtliche Urteil aufzuheben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C.- Die Gemeinde Stans und das Verwaltungsgericht verzichten auf Vernehmlassung. Die Einfache Gesellschaft B.________ beantragt mit eingehender Begründung, die Beschwerde abzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">D.- Auf Anfrage des Instruktionsrichters hin teilt die Baudirektion mit, der Gestaltungsplan Hansmatt sei noch nicht genehmigt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Nach <span class="artref">Art. 84 Abs. 1 OG</span> kann gegen kantonale Erlasse und Verfügungen (Entscheide) staatsrechtliche Beschwerde erhoben werden. Ein solcher anfechtbarer Hoheitsakt liegt vor, wenn dadurch die Rechtsstellung des Bürgers in verbindlicher Weise festgelegt wird. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der vorliegend umstrittene Gestaltungsplan Hansmatt ist ein Nutzungsplan (Art. 12 Ziff. 2 des Nidwaldner Baugesetzes vom 24. April 1988; BG), welcher der Genehmigung durch die zuständige Direktion bedarf (Art. 28 Abs. 2 BG) und mit dieser Genehmigung in Kraft tritt (Art. 100 Abs. 4 BG; <span class="artref"><artref id="CH/700/26/3" type="start"></artref><artref id="CH/700/26/1" type="start"></artref>Art. 26 Abs. 1 und 3 RPG</span><artref id="CH/700/26/3" type="end"></artref><artref id="CH/700/3" type="end"></artref>). Diese liegt noch nicht vor. </div> <div class="para">Rechtsmittelentscheide über Nutzungspläne, die, wie der angefochtene, vor deren Genehmigung ergingen, sind keine Endentscheide im Sinne von <span class="artref">Art. 84 Abs. 1 OG</span>, sondern lediglich Schritte auf dem Weg zur rechtsverbindlichen Festsetzung des Nutzungsplanes und damit Zwischenentscheide. Von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen, die sich aus den Besonderheiten der kantonalen Rechtsmittelordnung bzw. </div> <div class="para">unterschiedlichen Auffassungen der kantonalen Rechtsmittel- und Genehmigungsinstanzen darüber ergeben können, bewirken sie für die Betroffenen keinen nicht wiedergutzumachenden Nachteil im Sinne von <span class="artref">Art. 87 Abs. 2 OG</span> und sind daher mit staatsrechtlicher Beschwerde nicht anfechtbar (Entscheid des Bundesgerichts vom 22. November 2000 in ZBl 102/2001 S. 383 zu einem Urteil des Zürcher Verwaltungsgerichts vom 11. Februar 1999 in ZBl 100/1999 S. 491; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=8&amp;from_date=13.09.2001&amp;to_date=02.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F120-IA-19%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page19">BGE 120 Ia 19</a> E. 2a; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=8&amp;from_date=13.09.2001&amp;to_date=02.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F118-IA-165%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page165">118 Ia 165</a> E. 2a). Auf die Beschwerde ist daher nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt der Beschwerdeführer die Kosten (<span class="artref">Art. 156 Abs. 1 OG</span>). Ausserdem hat er die privaten Beschwerdegegnerschaft für das bundesgerichtliche Verfahren angemessen zu entschädigen (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/159/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/159/1" type="start"></artref>Art. 159 Abs. 1 und 2 OG</span><artref id="CH/173.110/159/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Auf die staatsrechtliche Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Der Beschwerdeführer hat der Einfachen Gesellschaft B.________ für das bundesgerichtliche Verfahren eine Entschädigung von Fr. 500.-- zu bezahlen. </div> <div class="para">4.- Dieses Urteil wird den Parteien, der Politischen Gemeinde Stans, der Baudirektion und dem Verwaltungsgericht (Verwaltungsabteilung) des Kantons Nidwalden schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">______________ </div> <div class="para">Lausanne, 25. September 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS </div> <div class="para">Der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>