<h2>SubmittedText<h2><p>Der Tages-Anzeiger vom 9. März 2020 gab bekannt, dass das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) beschlossen hat, im Zusammenhang mit dem Virus COVID-19 keine Reiseempfehlungen mehr abzugeben. Der Grund dafür besteht in der Schwierigkeit, Risikozonen zu definieren. Dieser Entscheid hat grosse Auswirkungen darauf, ob eine Versicherung die Reiseannullationskosten von betroffenen Personen übernimmt, und somit auch auf den Entscheid, eine Reise abzusagen.</p><p>Müsste das EDA nicht zumindest Empfehlungen betreffend Reisen in besonders vom COVID-19 betroffene Gebiete abgeben?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Angesichts der aussergewöhnlichen Krise, mit der sich die Welt derzeit konfrontiert sieht, kann der Bundesrat diese Fragen und Anliegen gut nachvollziehen.</p><p>Die Reisehinweise des EDA sind verankert im Bundesgesetz über Schweizer Personen und Institutionen im Ausland. Sie sind auf sicherheitsrelevante Informationen in den Bereichen Politik und Kriminalität ausgerichtet. Im Gesundheitsbereich verweisen die Reisehinweise auf allfällige Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit.</p><p>Die Weltgesundheitsorganisation WHO erklärte am 11. März 2020, dass der aktuelle Ausbruch als Pandemie bezeichnet werden kann. Heute besteht in allen Regionen der Welt das Risiko einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus. Der Bundesrat rät deshalb, bis auf weiteres auf nicht-dringliche Auslandreisen zu verzichten.</p><p>Der Bundesrat ruft die Bürgerinnen und Bürger der Schweiz dazu auf, die jeweiligen Weisungen und Empfehlungen der betroffenen Staaten - insbesondere unserer Nachbarländer - zu befolgen. In den Reisehinweisen des EDA finden sich Informationen zu denjenigen Massnahmen der Staaten, welche Schweizer Staatsangehörige betreffen. Von den ausländischen Reisenden erwartet der Bundesrat umgekehrt, dass sie die Bestimmungen und Empfehlungen in der Schweiz respektieren.</p><p>Verantwortungsbewusstes Verhalten ist mit Blick auf die eigene Gesundheit wie auch diejenige der Mitmenschen zentral. Es gilt jetzt, die Gesundheitssysteme nicht unnötig zu belasten - in der Schweiz wie im Ausland.</p>