<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00093</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206386&amp;W10_KEY=13013559&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00093</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.12.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 25.05.2007 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Ansetzung der Dachprofillinien bei Attikageschossen. Intertemporalrechtliche Anwendung der entsprechenden Vorschrift in der BZO. Lage und Gestaltung der Abstellplätze. Attikageschosse müssen eine hypothetische Dachprofillinie einhalten, die (ohne Berücksichtigung eines Kniestocks) bei der Schnittlinie von Fassade und Geschossdecke ansetzt. Eine entsprechende Vorschrift in der BZO, die erst während des Rechtsmittelverfahrens in Kraft getreten ist, ist auf einen Dauerverwaltungsakt (mithin auf die zu beurteilende Baubewilligung) anwendbar, sofern der Streitgegenstand nicht verändert und keine neuen Ermessenfragen aufgeworfen werden (E. 2). Die Parkplatzzahl liegt innerhalb des nach der (kommunalen) Parkplatzverordnung zulässigen Maxiumus. Die Verpflichtung zur unterirdischen oder überdeckten Anlage bezieht sich nicht auf Besucherparkplätze. Bei der im Freien angelegten 4 statt 2 Parkplätze liegt weder eine Verletzung von § 244 Abs. 3 noch von § 238 Abs. 3 PBG vor. Die Parkplätze stellen auch keine den Baulinienzweck in Frage stellenden Anlagen dar; sie können praxisgemäss gestützt auf § 100 Abs. 3 PBG unter sichernden Nebenbestimmungen bewilligt werden (E. 3.2). Gutheissung (VB.2005.00093); Abweisung (VB.2005.00110). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABSTELLPLATZ">ABSTELLPLATZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ATTIKAGESCHOSS">ATTIKAGESCHOSS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESUCHERPARKPLATZ">BESUCHERPARKPLATZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DAUERVERWALTUNGSAKT">DAUERVERWALTUNGSAKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FLACHDACH">FLACHDACH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESTALTUNG">GESTALTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTERTEMPORALES RECHT">INTERTEMPORALES RECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LAGE">LAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARKPLATZ">PARKPLATZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARKPLATZZAHL">PARKPLATZZAHL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PROFILLINIEN">PROFILLINIEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 100 Abs. III PBG</span><br/><span class="gerade">§ 244 Abs. III PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 292 lit. b PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 7a BZO ZÃ¼rich</span><br/><span class="ungerade">Art. 5 Parkplatzverordnung ZÃ¼rich</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Beschluss vom 9. November 2003 erteilte die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich der A AG die Baubewilligung fÃ¼r ein Mehrfamilienhaus auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01, L in ZÃ¼rich.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Einen hiergegen von C und D als EigentÃ¼mer von zwei NachbargrundstÃ¼cken erhobenen Rekurs hiess die Baurekurskommission I am 28. Januar 2005 im Sinne der ErwÃ¤gungen teilweise gut; sie ergÃ¤nzte die Baubewilligung mit der Auflage, dass das Attikageschoss innerhalb eines am tatsÃ¤chlichen Schnittpunkt Dach/Fassade angesetzten Profils eines entsprechenden SchrÃ¤gdaches zu liegen habe, wozu vor Baubeginn entsprechende AbÃ¤nderungsplÃ¤ne zur Genehmigung einzureichen seien.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Mit vorsorglich eingereichter Beschwerde vom 26. Februar 2005 liess die A AG dem Verwaltungsgericht Aufhebung des Rekursentscheids bezÃ¼glich der zusÃ¤tzlich angeordneten Auflage sowie die Sistierung des Verfahrens beantragen. Zur BegrÃ¼ndung des Sistierungsantrags wies sie insbesondere darauf hin, dass eine Ãnderung der Bau- und Zonenordnung der Stadt ZÃ¼rich (BZO) im Gang sei, nach welcher die umstrittene Gestaltung des Attikageschosses zulÃ¤ssig sein wÃ¼rde.</p> <p class="Sachverhalt2">Das in der Folge sistierte Verfahren wurde am 14. Juni 2006 wieder aufgenommen. Die Vorinstanz reichte am 29. Juni 2006 unter Verzicht auf Vernehmlassung ihre Akten ein. Die Mitbeteiligte schloss am 22. August 2006 auf Gutheissung der Beschwerde. Die Beschwerdegegner beantragten am 25. September 2006, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventuell sei sie abzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrerin.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Gegen den Rekursentscheid vom 28. Januar 2005 erhoben am 3. MÃ¤rz 2005 auch C und D Beschwerde und beantragten dem Verwaltungsgericht, der Rekursentscheid und die Baubewilligung seien unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen aufzuheben.</p> <p class="Sachverhalt2">Auch dieses Verfahren wurde sistiert und am 12. Juni 2006 wieder aufgenommen.</p> <p class="Sachverhalt2">Die Vorinstanz am 29. Juni und die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich am 22. August 2006 schlossen auf Abweisung der Beschwerde. Die private Beschwerdegegnerin beantragte am 27. September 2006, die Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig zur Behandlung der Beschwerden gegen den angefochtenen Entscheid der Baurekurskommission I.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Beide Beschwerden betreffen das am 28. Januar 2005 bewilligte Mehrfamilienhaus auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01, L, und den nÃ¤mlichen Rekursentscheid; sie sind zweckmÃ¤ssigerweise zu vereinigen.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Die EinwÃ¤nde der Beschwerdegegnerschaft im Verfahren VB.2005.00093 gegen die Sistierung des Verfahrens sind unbegrÃ¼ndet; es verstÃ¶sst gegen keine Rechtsvorschriften, ein Verfahren bis zum Abschluss einer laufenden Revision des massgeblichen Rechts zu sistieren (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 4â31 N. 29). Dem Umstand, dass ohne eine solche RechtsÃ¤nderung das Verfahren einen anderen Ausgang genommen hÃ¤tte, ist bei der Regelung der Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen Rechnung zu tragen.</p> <p class="Erwgung2">Ebenfalls unbegrÃ¼ndet ist der Antrag der Beschwerdegegnerschaft, es sei auf die vorsorglich eingereichte Beschwerde mangels BegrÃ¼ndung nicht einzutreten. Die gemÃ¤ss § 54 VRG erforderliche BegrÃ¼ndung der Beschwerde ist genÃ¼gend, wenn erkennbar ist, was den BeschwerdefÃ¼hrer zur Stellung seines Antrags bewogen hat (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 54 N. 6); ob die BegrÃ¼ndung zutrifft, ist eine Frage der materiellen Beurteilung. </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Wie die Baurekurskommission zutreffend erkannt hat, ist bei der Anwendung von § 292 lit. b des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) die Profillinie des hypothetischen SchrÃ¤gdachs bei der tatsÃ¤chlichen Schnittlinie von Fassade und Geschossdecke anzulegen und darf kein Kniestock berÃ¼cksichtigt werden. Das Verwaltungsgericht und die Baurekurskommissionen haben diese, von der BaubehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich kritisierte Rechtsauffassung in verschiedenen Entscheiden bestÃ¤tigt (RB 1993 Nr. 42; BRK in BEZ 1997 Nr. 19 und BEZ 2001 Nr. 40). Bereits in RB 1993 Nr. 42 hat das Verwaltungsgericht aber darauf hingewiesen, dass § 292 PBG seit der Revision vom 1. September 1991 eine abweichende kommunale Regelung zulasse und es der Stadt ZÃ¼rich deshalb frei stehe, fÃ¼r ihre von den Rechtsmittelinstanzen auf Grund des kantonalen Rechts nicht geschÃ¼tzte Praxis eine Grundlage im kommunalen Recht zu schaffen. Wie sich bereits im Rekursverfahren abzeichnete, hat die Stadt ZÃ¼rich mittlerweile diese RechtsÃ¤nderung vorgenommen. Der seit dem 27. Mai 2006 in Kraft stehende neue Art. 7a BZO lautet wie folgt:</p> <p class="EinzugZitat"><sup><span> </span></sup><span>"<sup>1 </sup></span><span>Dachgeschosse Ã¼ber FlachdÃ¤chern (Attikageschosse) mÃ¼ssen mit Ausnahme der nach § 292 PBG zulÃ¤ssigen Dachaufbauten ein Profil einhalten, das auf den fiktiven Traufseiten unter Einhaltung der zulÃ¤ssigen GebÃ¤udehÃ¶he maximal einen Meter Ã¼ber der Schnittlinie zwischen der Aussenkante der Fassade und der Oberkante des fertigen Fussbodens des Attikageschosses unter 45</span><sup><span>o </span></sup><span>angelegt wird.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span><sup><span>2</span></sup><span> In den 2- und 3-geschossigen Wohnzonen darf das Attikageschoss hangseitig fassadenbÃ¼ndig angeordnet werden, wenn auf dieser Seite unter Einbezug des Attikageschosses die zulÃ¤ssige GebÃ¤udehÃ¶he eingehalten wird und seine FlÃ¤che nicht grÃ¶sser wird als die eines Attikageschosses gemÃ¤ss Abs. 1.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span><sup><span>3</span></sup><span> BrÃ¼stungen von Dachterrassen sind von den BreitenbeschrÃ¤nkungen fÃ¼r Dachaufbauten ausgenommen, sofern sie die zulÃ¤ssige GebÃ¤udehÃ¶he nicht Ã¼berschreiten."</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Ob wÃ¤hrend des Rechtsmittelverfahrens eingetretene Ãnderungen der Rechtslage zu berÃ¼cksichtigen sind, ist zunÃ¤chst eine Frage des materiellen Rechts. Ist eine geÃ¤nderte Norm intertemporalrechtlich unzweideutig auf den zur Beurteilung stehenden Streitgegen­stand anwendbar, so ist prozessrechtlich ihre BerÃ¼cksichtigung angezeigt, sofern dadurch nicht der Streitgegenstand verÃ¤ndert wird und nicht neue Ermessensfragen aufgeworfen werden; bei ÃberprÃ¼fung von Dauerverwaltungsakten ist daher in der Regel das neue Recht anwendbar (RB 1982 Nr. 7 = ZBl 84/1983, S. 41 = ZR 82 Nr. 18; KÃ¶lz/Bosshart/ RÃ¶hl, § 52 N. 18).</p> <p class="Erwgung2">Hier sind keine GrÃ¼nde ersichtlich, welche gegen die Anwendung des neuen Rechts sprechen; insbesondere wird weder der Streitgegenstand verÃ¤ndert noch werden neue Ermessensfragen aufgeworfen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Wie die Mitbeteiligte in ihrer Beschwerdeantwort vom 22. August 2006 vorbringt, entspricht das umstrittene Attikageschoss den neuen kommunalen Bestimmungen von Art. 7a Abs. 1 und 3 BZO. Auch die Beschwerdegegner erheben diesbezÃ¼glich keine EinwÃ¤nde. Der auf Grund des bisher massgeblichen kantonalen Rechts von der Baurekurskommission angeordneten Auflage ist damit die Grundlage entzogen, weshalb die Beschwerde VB.2005.00093 gutzuheissen ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrenden im Verfahren VB.2005.00110 rÃ¼gen eine ungenÃ¼gende Einordnung des Bauvorhabens in seine bauliche Umgebung, einen Verstoss gegen die Vorschrift von § 244 Abs. 3 PBG betreffend die Anlage von ParkplÃ¤tzen, MÃ¤ngel der Einfahrt zu ParkplÃ¤tzen und Unterniveaugarage, unzulÃ¤ssigen Schattenwurf sowie vorschriftswidrige Abgrabungen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Vorinstanz hat die Einordnung zutreffend nach § 238 Abs. 1 PBG und den von der Rechtsprechung zu dieser Bestimmung entwickelten GrundsÃ¤tzen beurteilt sowie den massgeblichen Sachverhalt durch Aktenbeizug sowie einen Augenschein beim BaugrundstÃ¼ck festgestellt. Sie hat sich mit den EinwÃ¤nden der BeschwerdefÃ¼hrenden auseinandergesetzt und diese mit zutreffenden ErwÃ¤gungen verworfen; darauf ist gemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG zu verweisen. Die BeschwerdefÃ¼hrenden, die sich im Wesentlichen auf eine Wiederholung der im Rekursverfahren vorgebrachten Argumente beschrÃ¤nken, bringen nichts vor, was die Beurteilung der Vorinstanz als rechtsverletzend im Sinne der BeschwerdegrÃ¼nde von § 50 VRG erscheinen lÃ¤sst. Die Beschwerde ist insoweit unbegrÃ¼ndet.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>GemÃ¤ss § 244 Abs. 3 Satz 2 PBG mÃ¼ssen die nicht fÃ¼r Besucher vorgesehenen ParkplÃ¤tze unterirdisch angelegt oder Ã¼berdeckt werden, wenn dadurch die Nachbarschaft wesentlich geschont werden kann, die VerhÃ¤ltnisse es gestatten und die Kosten zumutbar sind. Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts hat diese Bestimmung in lÃ¤rmschutzrechtlicher Hinsicht neben dem Umweltschutzrecht des Bundes keine selbstÃ¤ndige Bedeutung mehr, behÃ¤lt sie aber, soweit verkehrs- und siedlungsplanerische Ziele verfolgt werden (RB 1996 Nr. 80).</p> <p class="Erwgung2">FÃ¼r das Bauvorhaben sind unbestrittenermassen 9 PflichtabstellplÃ¤tze erforderlich, wovon einer als Besucherparkplatz an leicht zugÃ¤nglicher Lage vorzusehen ist. Das Bauvorhaben sieht 8 PlÃ¤tze in der Tiefgarage sowie zwei BesucherparkplÃ¤tze und zwei weitere ParkplÃ¤tze im Freien vor. Diese Parkplatzzahl liegt ohne weiteres innerhalb des gemÃ¤ss Art. 5 der (kommunalen) Verordnung vom 11. Dezember 1996 Ã¼ber FahrzeugabstellplÃ¤tze (Parkplatzverordnung) zulÃ¤ssigen Maximums.</p> <p class="Erwgung2">Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, bezieht sich die Verpflichtung zur unterirdischen oder Ã¼berdeckten Anlage von vornherein nicht auf BesucherparkplÃ¤tze und es ist innerhalb der zulÃ¤ssigen Maximalzahl zulÃ¤ssig, weitere BesucherparkplÃ¤tze als nur die minimal vorgeschriebenen vorzusehen. Die Frage der Ã¼berdeckten bzw. unterirdischen Anlage stellt sich somit nur hinsichtlich der zwei weiteren im Freien angelegten ParkplÃ¤tze.</p> <p class="Erwgung2">Wenn die Vorinstanzen insofern eine Verletzung von § 244 Abs. 3 PBG verneint haben, so kann ihnen keine Rechtsverletzung vorgeworfen werden. Die Anlage von 4 statt 2 ParkplÃ¤tzen fÃ¤llt unter verkehrs- und siedlungsplanerischen Gesichtspunkten nicht ins Gewicht. Das BaugrundstÃ¼ck lÃ¤sst auch mit den zwei zusÃ¤tzlichen ParkplÃ¤tzen eine befriedigende Gestaltung des Umschwungs zu; insbesondere bleibt eine § 238 Abs. 3 PBG genÃ¼gende BegrÃ¼nung des Vorgartenbereichs mÃ¶glich. Auch betreffend LÃ¤rm und Luftreinhaltung ist, wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat, gegen die im Freien geplanten ParkplÃ¤tze nichts einzuwenden.</p> <p class="Erwgung2">Ebenso ist die RÃ¼ge unbegrÃ¼ndet, die ParkplÃ¤tze stellten eine unzulÃ¤ssige Beanspruchung des Baulinienbereichs dar. ParkplÃ¤tze gehÃ¶ren zu den Anlagen, die den Baulinienzweck nicht in Frage stellen und nÃ¶tigenfalls ohne besondere Schwierigkeiten beseitigt werden kÃ¶nnen; sie kÃ¶nnen praxisgemÃ¤ss gestÃ¼tzt auf § 100 Abs. 3 PBG unter sichernden Nebenbestimmungen bewilligt werden (Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 4. A., ZÃ¼rich 2006, S. 12-23).</p> <p class="Erwgung2">Soweit geltend gemacht wird, (auch) die Zufahrt zu den oberirdischen ParkplÃ¤tzen verfÃ¼ge Ã¼ber unzureichende Einlenkerradien, ist dieser Einwand neu und deshalb gemÃ¤ss § 52 Abs. 2 VRG nicht zu hÃ¶ren.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gen erneut, dass die Ãberdachung der Einfahrtsrampe in die Tiefgarage den Grenzabstand nicht einhalte und die Zufahrt Ã¼ber unzureichende Einlenkerradien verfÃ¼ge. Die Baurekurskommission ist auf diese EinwÃ¤nde mit der BegrÃ¼ndung nicht eingetreten, diese MÃ¤ngel betrÃ¤fen die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht und kÃ¶nnten Ã¼berdies mit fÃ¼r diese bedeutungslosen Nebenbestimmungen behoben werden, weshalb sie nicht zu der angestrebten Aufhebung der Baubewilligung fÃ¼hren wÃ¼rden.</p> <p class="Erwgung2">Die BeschwerdefÃ¼hrenden halten dieser Betrachtungsweise in erster Linie entgegen, sie seien als EigentÃ¼mer des der Einfahrt unmittelbar gegenÃ¼berliegenden GrundstÃ¼cks von der mangelhaften Einfahrt betroffen. Im Rekursverfahren haben die BeschwerdefÃ¼hrenden indessen lediglich geltend gemacht, sie wÃ¼rden durch den Neubau als solchen betroffen; inwiefern sich allein die Zufahrt zur Tiefgarage fÃ¼r sie nachteilig auswirke, haben sie dagegen nicht dargelegt und war auf Grund der Ã¼brigen Rekursvorbringen auch nicht ersichtlich. Eine fehlende Darlegung der legitimationsbegrÃ¼ndenden SachumstÃ¤nde kann im Beschwerdeverfahren nicht nachgeholt werden (RB 1980 Nr. 8). Die Vorinstanz ist somit zutreffend davon ausgegangen, dass die Abstandsunterschreitung der RampenÃ¼berdachung gegenÃ¼ber einem nicht den BeschwerdefÃ¼hrenden gehÃ¶renden NachbargrundstÃ¼ck und die ungenÃ¼genden Einlenkerradien fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrenden keinen legitimationsbegrÃ¼ndenden Nachteil zur Folge haben.</p> <p class="Urteilstext">In zweiter Linie machen die BeschwerdefÃ¼hrenden geltend, entgegen der Annahme der Vorinstanz hÃ¤tten die gerÃ¼gten MÃ¤ngel nicht auflageweise behoben werden kÃ¶nnen, sondern zur Aufhebung der sie belastenden Baubewilligung gefÃ¼hrt. Dieser Einwand ist unbegrÃ¼ndet. Die Baurekurskommission hat zutreffenderweise erwogen, dass der Mangel bezÃ¼glich der RampenÃ¼berdachung mit einem NÃ¤herbaurecht oder mit geringfÃ¼gigen, die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht betreffenden ProjektÃ¤nderungen behoben werden kann. Eine allenfalls erforderliche Beheizung des nicht Ã¼berdachten Rampenbereichs ist zulÃ¤ssig, soweit sie mit erneuerbaren Energien erfolgt. Sodann kann die Einfahrt in die Ã¶ffentliche Strasse ohne weiteres leicht gegen Norden verlegt werden, was die geforderten grÃ¶sseren Einlenkerradien ermÃ¶glicht. Die gerÃ¼gten MÃ¤ngel kÃ¶nnen deshalb nicht zu der von den BeschwerdefÃ¼hrenden angestrebten Aufhebung der Baubewilligung fÃ¼hren, weshalb die Vorinstanz rechtens insofern auf die Beschwerde nicht eingetreten ist (RB 1987 Nr. 3).</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde erweist sich auch insofern als unbegrÃ¼ndet.</p> <p class="Erwgung2"><span class="MsoPageNumber"><b>3.4 </b></span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden stellen die ErwÃ¤gungen der Vorinstanz, dass der auf der Ostseite vorspringende GebÃ¤udeteil die massgeblichen Abstandsvorschriften einhÃ¤lt, nicht begrÃ¼ndet in Frage. Sie machen lediglich geltend, er fÃ¼hre zu einem fÃ¼r ihre Liegenschaften nachteiligen Schattenwurf. Mit diesem Einwand verkennen sie, dass <span class="MsoPageNumber">Abstandsvorschriften und weitere Baubegrenzungsnormen abschliessend bestimmen, welche Auswirkungen durch Lichtentzug und Schattenwurf auf ein NachbargrundstÃ¼ck zulÃ¤ssig sind; einen weitergehenden Schutz gegen Schattenwurf und Lichtentzug durch Nachbarbauten bietet das Baurecht nicht (RB 1990 Nr. 75 [Leitsatz] = BEZ 1990 Nr. 28).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Schliesslich rÃ¼gen die BeschwerdefÃ¼hrenden erneut Art. 10 BZO verletzende Abgrabungen an der SÃ¼dwest-, der SÃ¼dost und der Ostfassade. Die Vorinstanz hat zutreffend ausgefÃ¼hrt, dass das umstrittene Projekt lediglich Abgrabungen an der SÃ¼dost- und SÃ¼dwestseite im Bereich der Zufahrtsrampe bzw. des Hauszugangs vorsehe, was gemÃ¤ss Art. 10 Abs. 1 BZO zulÃ¤ssig sei. Inwiefern diese ErwÃ¤gungen nicht zutreffen, legen die BeschwerdefÃ¼hrenden, welche lediglich auf ihre Vorbringen im Rekursverfahren verweisen, nicht dar und ist auch nicht ersichtlich.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>Damit erweist sich die von den Nachbarn erhobene Beschwerde VB.2005.00110 in jeder Hinsicht als unbegrÃ¼ndet.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zusammenfassend ergibt sich somit, dass in Gutheissung der Bauherrenbeschwerde VB.2005.00093 der Rekursentscheid insoweit aufzuheben ist, als die Baubewilligung durch eine Auflage zur Anpassung des Attikageschosses ergÃ¤nzt wurde, und dass die Nachbarbeschwerde VB.2005.00110 abzuweisen ist.</p> <p class="Urteilstext">Bei der Regelung der Nebenfolgen ist zu berÃ¼cksichtigen, dass die Gutheissung der Bauherrenbeschwerde auf die RechtsÃ¤nderung innerhalb der von der Bauherrschaft beantragten Sistierung des Verfahrens zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist. Es entspricht deshalb dem Gebot der Billigkeit, die Kosten dieser Beschwerde trotz Obsiegens der Bauherrschaft aufzuerlegen und dieser insofern auch keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen. Aus dem nÃ¤mlichen Grund besteht kein Anlass zur Ãnderung des Rekursentscheids in Bezug auf die Nebenfolgen. Hingegen sind die Kosten der von den Nachbarn angestrengten Beschwerde entsprechend dem Unterliegerprinzip aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 VRG) und sind diese zu einer ParteientschÃ¤digung an die auch insofern obsiegende Bauherrschaft zu verpflichten (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerden VB.2005.00093 und VB.2005.00110 werden vereinigt;</span></p> <p class="Urteilstext">und entscheidet:</p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die Beschwerde VB.2005.00093 wird gutgeheissen. DemgemÃ¤ss wird Dispositiv-Ziffer I.a) des Entscheids der Baurekurskommission I vom 28. Januar 2005 aufgehoben.</span></p> <p class="Einzug2"><span> b) Die Beschwerde VB.2005.00110 wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 8'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 300.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 8'300.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden zur HÃ¤lfte der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 und zu je einem Viertel unter solidarischer Haftung fÃ¼r einen Zweitel den BeschwerdefÃ¼hrenden Nrn. 2.1 und 2.2 auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrenden Nrn. 2.1 und 2.2 werden solidarisch zu einer ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 1'500.- an die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 verpflichtet, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft des Entscheids.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>