<h2>SubmittedText<h2><p>Die Tageskarte Gemeinde erfährt im Rahmen der angekündigten Tarifmassnahmen im öffentlichen Verkehr neben einer Preiserhöhung auch eine Nutzungseinschränkung (zeitliche Einschränkung der Gültigkeit unter der Woche: ab 9 Uhr). Das trifft vor allem die Nutzer und Nutzerinnen der Tageskarte Gemeinde in den Randregionen, weil sie nicht an den Hauptachsen des öffentlichen Verkehrs liegen und oft mit einem eingeschränkten Fahrplanangebot konfrontiert sind.</p><p>Ist der Bundesrat bereit, sich dafür einzusetzen, dass die Nutzungseinschränkung bei der Tageskarte Gemeinde nicht realisiert wird?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs bauten ihre Angebote und den Service laufend aus. Damit die steigenden Kosten für den Betrieb gedeckt und die zukünftigen Investitionen gesichert werden können, sind die Transportunternehmungen zwingend auf mehr Erträge angewiesen. Gemäss Transportunternehmen ist die Ertragssituation bei den Tageskarten generell schwierig und muss verbessert werden.</p><p>Deshalb ist für das Tageskartensortiment eine differenzierte Preiserhöhung vorgesehen.</p><p>Der Preis der Tageskarte Gemeinde wird dabei um 15 Prozent erhöht, sie ist neu an Wochentagen erst ab 9 Uhr gültig, am Wochenende weiterhin ohne Einschränkungen.</p><p>Die Tageskarte Gemeinde ist ohne Halbtaxabonnement erhältlich. Im Vergleich zum Preis der normalen Tageskarte ist sie immer noch wesentlich günstiger (34 statt 58 Franken der 9-Uhr-Tageskarte).</p><p>Gemäss heutiger Gesetzgebung liegt die Kompetenz der Tarifgestaltung im öffentlichen Verkehr bei den Transportunternehmen. Deshalb haben sie die Kompetenz, die Tarife anzupassen.</p><p>Der Bundesrat sieht aus den genannten Gründen keine Möglichkeit und auch keinen Anlass, hier Einfluss zu nehmen.</p>