<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2024.00538</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=224739&amp;W10_KEY=13045530&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2024.00538</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 26.02.2025</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist am Bundesgericht noch hÃ¤ngig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Widerruf der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Widerruf der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA / freizügigkeitsrechtliches Verbleiberecht [Der Beschwerdeführer mit griechischer Staatangehörigkeit erhielt nach seinen Einreisen in den Jahren 2014 und 2015 jeweils eine Kurzaufenthaltsbewilligung zwecks Erwerbstätigkeit, bevor ihm eine fünf Jahre gültige Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA erteilt wurde, welche zuletzt im Oktober 2020 um weitere fünf Jahre verlängert wurde. Seit Dezember 2020 ist er auf Sozialhilfeleistungen angewiesen und macht eine dauernde, vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit geltend. Das Migrationsamt hat seine Aufenthaltsbewilligung widerrufen, weil er seit Ende Oktober 2019 keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgehe und sein Aufenthaltsrecht gestützt auf Art. 61a Abs. 4 AIG erloschen sei. Zudem habe er seine letzte Anstellung nicht aufgrund einer dauernden Arbeitsunfähigkeit â welche im Übrigen nicht nachgewiesen sei â aufgegeben, weshalb er sich auch nicht auf ein Verbleiberecht berufen könne.] Der Beschwerdeführer hat seinen freizügigkeitsrechtlichen Arbeitnehmerstatus sechs Monate nach letztmaligem Erhalt von Arbeitslosenentschädigung verloren (E. 4.2). Das Verbleiberecht nach Art. 4 Abs. 2 Anhang I FZA in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 lit. b Satz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1251/70 setzt zusätzlich zu einem zweijährigen ständigen Aufenthalt in der Schweiz und einem vorhandenen Arbeitnehmerstatus voraus, dass eine Beschäftigung im Lohn- oder Gehaltsverhältnis aufgrund dauernder Arbeitsunfähigkeit aufgegeben wurde. Der Verlust des Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung fällt nicht unter eine solche Erwerbsaufgabe (E. 4.4.3). Der Beschwerdeführer hat seine letzte Anstellung Ende Oktober 2019 nicht zufolge Arbeitsunfähigkeit verloren (E. 4.4.5). Die Anwendung des besagten Verbleiberechts auf vereinbarte Anstellungen in der Zukunft, welche aufgrund dauernder Arbeitsunfähigkeit nicht angetreten werden konnten (wie im Fall des Beschwerdeführers), ist im Rahmen der Auslegung der Bestimmung zu verneinen (E. 4.4.7). Da der Beschwerdeführer seine letzte, verbleiberechtlich relevante Beschäftigung nicht wegen dauernder Arbeitsunfähigkeit aufgegeben hat, muss nicht weiter geprüft werden, ob eine solche Arbeitsunfähigkeit vorliegt (E. 4.5). Der Beschwerdeführer begründet auch keinen anderweitigen Aufenthaltsanspruch; so liegt aufgrund des erheblichen Sozialhilfebezugs sowie der diesbezüglich negativen Prognose ein Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 lit. e AIG vor, weshalb insbesondere ein Anspruch auf Erteilung einer Niederlassungsbewilligung zu verneinen ist (E. 7.6). Der Widerruf erscheint insbesondere mangels Vorliegens persönlicher Interessen des Beschwerdeführers gesamthaft betrachtet als verhältnismässig (E. 9.2). Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITNEHMEREIGENSCHAFT">ARBEITNEHMEREIGENSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSUNFÃHIGKEIT">ARBEITSUNFÃHIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFEABHÃNGIGKEIT">SOZIALHILFEABHÃNGIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERBLEIBERECHT">VERBLEIBERECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 34 Abs. II AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 61a AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 62 Abs. I lit. e AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 8 EMRK</span><br/><span class="ungerade">Art. 4 FZA</span><br/><span class="gerade">Art. 4 Anhang I FZA</span><br/><span class="ungerade">Art. 6 Abs. I Anhang I FZA</span><br/><span class="gerade">Art. 23 Abs. I VFP</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=69745" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2024.00538</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom 26. Februar 2025</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei (Vorsitz), Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, Gerichtsschreiber Thomas Grossen. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Widerruf der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Der 1966 in Ãgypten geborene griechische StaatsangehÃ¶rige A (nachfolgend: der BeschwerdefÃ¼hrer) reiste am 26. MÃ¤rz 2014 von Athen (Griechenland) aus zwecks Antritts einer befristeten Anstellung in die Schweiz ein und erhielt in der Folge eine bis Ende Oktober 2014 gÃ¼ltige Kurzaufenthaltsbewilligung EU/EFTA. Nach erneuter Einreise wurde ihm am 18. MÃ¤rz 2015 wiederum gestÃ¼tzt auf einen befristeten Arbeitsvertrag eine weitere Kurzaufenthaltsbewilligung EU/EFTA erteilt, diesmal gÃ¼ltig bis Ende Oktober 2015. Am 21. September 2015 erhielt der BeschwerdefÃ¼hrer eine bis Ende Oktober 2020 gÃ¼ltige Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA. Am 9. Oktober 2020 ersuchte er um VerlÃ¤ngerung dieser Aufenthaltsbewilligung und reichte dabei unter anderem einen unterzeichneten Arbeitsvertrag ein, gemÃ¤ss welchem per 1. Dezember 2020 eine unbefristete Anstellung als Servicemitarbeiter in einem Restaurant vereinbart wurde. Infolgedessen wurde seine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zuletzt bis am 31. Oktober 2025 verlÃ¤ngert.</p> <p class="Urteilstext">Am 20. Januar 2022 ging beim Migrationsamt eine Meldung der Sozialen Dienste der Stadt H ein, gemÃ¤ss welcher der BeschwerdefÃ¼hrer seit Dezember 2020 mit Sozialhilfeleistungen unterstÃ¼tzt werde. Im Rahmen der darauffolgenden AbklÃ¤rungen brachte das Migrationsamt unter anderem in Erfahrung, dass der BeschwerdefÃ¼hrer per Ende November 2023 im Umfang von insgesamt Fr. 97'544.90 durch die Sozialen Dienste H unterstÃ¼tzt werden musste und sein Gesuch um Ausrichtung von Leistungen der Invalidenversicherung mit VerfÃ¼gung der IV-Stelle (Sozialversicherungsanstalt des Kantons ZÃ¼rich [SVA ZÃ¼rich]) vom 5. Mai 2023 abgelehnt wurde. </p> <p class="Urteilstext">Mit Schreiben vom 13. Dezember 2023 kÃ¼ndigte das Migrationsamt dem BeschwerdefÃ¼hrer den Widerruf seiner Aufenthaltsbewilligung mit der BegrÃ¼ndung an, dass er seit Oktober 2019 keiner ErwerbstÃ¤tigkeit mehr nachgehe und sein Aufenthaltsrecht deshalb gestÃ¼tzt auf Art. 61a Abs. 4 AIG erloschen sei. Zudem bestehe auch sonst kein Aufenthaltsanspruch, insbesondere gestÃ¼tzt auf ein Verbleiberecht nach Art. 4 Anhang I FZA, da er seine ErwerbstÃ¤tigkeit nicht aufgrund seiner Erkrankung aufgegeben habe und ausserdem auch keine dauernde ArbeitsunfÃ¤higkeit aufweise. Nach erfolgter Stellungnahme seitens des BeschwerdefÃ¼hrers im Rahmen des rechtlichen GehÃ¶rs widerrief das Migrationsamt seine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA mit VerfÃ¼gung vom 2. April 2024 und wies ihn aus der Schweiz weg, unter Ansetzung einer Ausreisefrist bis zum 30. Juni 2024. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion am 11. Juli 2024 ab und setzte dem BeschwerdefÃ¼hrer eine neue Frist zum Verlassen der Schweiz bis zum 11. Oktober 2024. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Beschwerde vom 14. September 2024 liess der BeschwerdefÃ¼hrer dem Verwaltungsgericht beantragen, es sei das Migrationsamt in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids anzuweisen, ihm die Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zu belassen, eventualiter das hÃ¤ngige IV-Verfahren abzuwarten. Zudem ersuchte er um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und um Bestellung von RechtsanwÃ¤ltin B als unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin sowie um Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung. </p> <p class="Sachverhalt2">WÃ¤hrend die Sicherheitsdirektion auf eine Vernehmlassung verzichtete, liess sich das Migrationsamt nicht vernehmen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer </span><span>erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>GemÃ¤ss Art. 2 Abs. 2 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG) gilt dieses Gesetz fÃ¼r StaatsangehÃ¶rige eines Mitgliedstaats der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft (heute EuropÃ¤ische Union [EU]) nur so weit, als das <span>FreizÃ¼gigkeitsabkommen vom 21. Juni 1999</span> (FZA) keine abweichenden Bestimmungen enthÃ¤lt oder das AIG gÃ¼nstigere Bestimmungen vorsieht. Vom FZA unberÃ¼hrt bleiben nach Art. 12 in Verbindung mit Art. 22 FZA staatsvertragliche Regelungen, welche einen weitergehenden Anspruch auf Aufenthalt verschaffen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund seiner griechischen StaatsangehÃ¶rigkeit auf das FZA berufen kann, ist unbestritten.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.1 </b><span>FreizÃ¼gigkeitsrechtliche Verbleiberechte bestehen insbesondere fÃ¼r EU-/EFTA-StaatsangehÃ¶rige, die in der Schweiz einer unselbstÃ¤ndigen oder selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit nachgehen (vgl. Art. 4 FZA in Verbindung mit Art. 6 und 12 Anhang I FZA). Personen, die keine ErwerbstÃ¤tigkeit ausÃ¼ben, mÃ¼ssen gemÃ¤ss Art. 24 Abs. 1 lit. a Anhang I FZA unter anderem Ã¼ber ausreichende finanzielle Mittel verfÃ¼gen, sodass sie zur Finanzierung ihres Aufenthalts keine Sozialhilfe in Anspruch nehmen mÃ¼ssen (BGE 135 II 265 E. 3.3).</span></p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.2 </b><span>GemÃ¤ss Art. 4 FZA in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 und Art. 6 Abs. 1 Anhang I FZA erhÃ¤lt eine Arbeitnehmerin bzw. ein Arbeitnehmer, die bzw. der die StaatsangehÃ¶rigkeit einer Vertragspartei innehat und mit einer Arbeitgeberin bzw. einem Arbeitgeber des Aufnahmestaats ein ArbeitsverhÃ¤ltnis mit einer Dauer von mindestens einem Jahr eingeht, eine Aufenthaltserlaubnis mit einer GÃ¼ltigkeitsdauer von fÃ¼nf Jahren, gerechnet ab dem Zeitpunkt der Erteilung der Erlaubnis (Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA). Diese wird automatisch um mindestens fÃ¼nf Jahre verlÃ¤ngert. Bei der ersten VerlÃ¤ngerung kann die GÃ¼ltigkeitsdauer beschrÃ¤nkt werden, wenn die auslÃ¤ndische Person seit mehr als zwÃ¶lf aufeinanderfolgenden Monaten unfreiwillig arbeitslos ist; die Dauer der BewilligungsverlÃ¤ngerung darf ein Jahr nicht unterschreiten.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.3 </b><span>War eine ursprÃ¼nglich unfreiwillig arbeitslos gewordene auslÃ¤ndische Person wÃ¤hrend einer gewissen Zeit arbeitslos und hatte sie einen allfÃ¤lligen Anspruch auf Arbeitslosengelder ausgeschÃ¶pft, ging die frÃ¼here Rechtsprechung dabei regelmÃ¤ssig von fehlenden Aussichten auf eine neue Stelle aus (vgl. BGE 147 II 1 E. 2.1.3; BGr, 2. August 2022, 2C_114/2022, E. 4.4; VGr, 8. Mai 2023, VB.2022.00652, E. 3.2, auch zum Folgenden). Mit Art. 61a AIG wurde diese Praxis im nationalen Recht kodifiziert. Art. 61a Abs. 1 Satz 2 AIG bestimmt insofern, dass das Aufenthaltsrecht von StaatsangehÃ¶rigen der Mitgliedstaaten der EU und der EFTA mit einer Aufenthaltsbewilligung bereits sechs Monate nach unfreiwilliger Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses erlischt, wenn dieses vor Ablauf der ersten zwÃ¶lf Monate des Aufenthalts endet. Wird nach Ablauf der sechs Monate weiterhin ArbeitslosenentschÃ¤digung ausbezahlt, so erlischt das Aufenthaltsrecht mit dem Ende der EntschÃ¤digung (Art. 61a Abs. 2 AIG). Bei unfreiwilliger Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses nach den ersten zwÃ¶lf Monaten des Aufenthalts erlischt das Aufenthaltsrecht von StaatsangehÃ¶rigen der Mitgliedstaaten der EU und der EFTA mit einer Aufenthaltsbewilligung sechs Monate nach der Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses (Art. 61a Abs. 4 Satz 1 AIG). Wird nach Ablauf der sechs Monate weiterhin ArbeitslosenentschÃ¤digung ausbezahlt, so erlischt das Aufenthaltsrecht sechs Monate nach dem Ende der EntschÃ¤digung (Art. 61a Abs. 4 Satz 2 AIG). Die Ordnung von Art. 61a Abs. 1â4 AIG gilt nicht bei Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses aufgrund vorÃ¼bergehender ArbeitsunfÃ¤higkeit infolge Krankheit, Unfall oder InvaliditÃ¤t und auch nicht fÃ¼r Personen, die sich auf ein freizÃ¼gigkeitsrechtliches Verbleiberecht (vgl. Art. 4 Anhang I FZA) berufen kÃ¶nnen (vgl. Art. 61a Abs. 5 AIG).</span></p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.4 </b>Bei dauernder ArbeitsunfÃ¤higkeit besteht ein bedingungsloses Verbleiberecht, wenn StaatsangehÃ¶rige der EU oder EFTA wegen eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit dauernd arbeitsunfÃ¤hig geworden sind und Anspruch auf eine Rente eines schweizerischen VersicherungstrÃ¤gers haben oder nach zweijÃ¤hrigem stÃ¤ndigem Aufenthalt in der Schweiz aus einem anderen Grund dauerhaft arbeitsunfÃ¤hig werden (Art. 4 Abs. 2 Anhang I FZA in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 lit. b der Verordnung (EWG) Nr. 1251/70 bzw. Art. 2 Abs. 1 lit. b der Richtlinie 75/34/EWG; ZÃ¼nd/Hugi Yar, S. 191 mit Hinweisen). GemÃ¤ss den genannten Bestimmungen muss die unselbstÃ¤ndige bzw. selbstÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit gerade "infolge dauernder ArbeitsunfÃ¤higkeit" aufgegeben worden sein, was nicht der Fall ist, wenn die Erwerbsaufgabe auf andere GrÃ¼nde zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist bzw. der Arbeitnehmerstatus bei Eintritt der ArbeitsunfÃ¤higkeit bereits entfallen war (vgl. BGE 141 II 1 E. 4.2.3). In Analogie zum Sozialversicherungsrecht liegt eine derartige "dauernde ArbeitsunfÃ¤higkeit" erst vor, wenn gesundheitliche GrÃ¼nde die Aufnahme einer angepassten TÃ¤tigkeit ausserhalb des angestammten Berufsumfelds dauerhaft verhindern und in diesem Sinn eine dauernde ErwerbsunfÃ¤higkeit vorliegt (BGE 146 II 89 E. 4; vgl. auch die Differenzierung zwischen Arbeits- und ErwerbsunfÃ¤higkeit in Art. 6 f. des Bundesgesetzes Ã¼ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 [ATSG]). Wer sich auf ein Verbleiberecht im Sinn der genannten Bestimmungen berufen kann, behÃ¤lt seine als selbstÃ¤ndig oder unselbstÃ¤ndig ErwerbstÃ¤tiger erworbenen Rechte und hat insbesondere auch Anspruch auf Sozialhilfe bzw. ErgÃ¤nzungsleistungen (vgl. BGE 141 II 1 E. 4.1). FÃ¼r den Eintritt der dauernden ArbeitsunfÃ¤higkeit ist auf die Ergebnisse im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren abzustellen (BGr, 16. Februar 2018, 2C_262/2017, E. 3.6.2).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.5 </b>Nach Art. 23 Abs. 1 der Verordnung Ã¼ber den freien Personenverkehr zwischen der Schweiz und der EuropÃ¤ischen Union und deren Mitgliedstaaten, zwischen der Schweiz und dem Vereinigten KÃ¶nigreich sowie unter den Mitgliedstaaten der EuropÃ¤ischen Freihandelsassoziation vom 22. Mai 2002 (Verordnung Ã¼ber den freien Personenverkehr [VFP]) und Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG kann eine Aufenthaltsbewilligung sodann unter anderem widerrufen oder nicht mehr verlÃ¤ngert werden, wenn eine mit der VerfÃ¼gung verbundene Bedingung nicht (mehr) eingehalten wird. Als Bedingung im vorgenannten Sinn gilt auch der Aufenthaltszweck, wie er gemÃ¤ss Art. 33 Abs. 2 AIG mit jeder Aufenthaltsbewilligung verbunden wird (Silvia Hunziker in: Martin Caroni/Daniela Thurnherr [Hrsg.], AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetz [AIG], 2. A., Bern 2024, Art. 62 N. 91; VGr, 22. August 2019, VB.2019.00381, E. 2). Der Verlust der Arbeitnehmereigenschaft bzw. die Aufgabe der selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit fÃ¼hrt damit in der Regel zum Verlust der darauf basierenden freizÃ¼gigkeitsrechtlichen Aufenthaltsrechte, insbesondere wenn die betroffene Person in der Folge von der Sozialhilfe oder mit ErgÃ¤nzungsleistungen unterstÃ¼tzt werden muss und somit auch freizÃ¼gigkeitsrechtliche AufenthaltsansprÃ¼che im Sinn von Art. 24 Abs. 1 Anhang I FZA entfallen und der Bewilligungswiderruf auch verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheint (vgl. Art. 96 AIG; VGr, 6. Juli 2022, VB.2021.00774, E. 2.1; VGr, 9. Januar 2019, VB.2018.00624, E. 2.1.3 [nicht auf www.vgrzh.ch verÃ¶ffentlicht]; in Bezug auf ErgÃ¤nzungsleistungen vgl. BGE 135 II 265 E. 3.7).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Wie den vorliegenden Akten â insbesondere dem Auszug aus dem individuellen Konto der zustÃ¤ndigen Ausgleichskasse (IK-Auszug) â zu entnehmen ist, war der BeschwerdefÃ¼hrer seit seiner erstmaligen Einreise in die Schweiz Ende MÃ¤rz 2014 im Rahmen von befristeten Anstellungen wiederholt fÃ¼r das Unternehmen C und den Gastronomiebetrieb D GmbH tÃ¤tig. Zudem ist im IK-Auszug noch ein (AHV-beitragspflichtiges) Einkommen in Bezug auf den Arbeitgeber "E" und den Monat MÃ¤rz 2020 verzeichnet. Ab dem Jahr 2017 bezog der BeschwerdefÃ¼hrer wiederholt ArbeitslosenentschÃ¤digungen. GemÃ¤ss einem beidseitig unterzeichneten, undatierten Arbeitsvertrag zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und dem Restaurant F wurde per 1. Dezember 2020 eine unbefristete Stelle als Servicemitarbeiter vereinbart, welche er jedoch gemÃ¤ss eigenen Angaben aufgrund einer kurz zuvor diagnostizierten Krebserkrankung nicht antreten konnte. Seit dem 1. Dezember 2020 wird der BeschwerdefÃ¼hrer von den Sozialen Diensten der Stadt H mit wirtschaftlicher Hilfe unterstÃ¼tzt. GemÃ¤ss den aktenkundigen hausÃ¤rztlichen und psychiatrischen Zeugnissen wird dem BeschwerdefÃ¼hrer ab dem 22. November 2020 (mit Ausnahme des Monats April 2023) durchgehend eine 100%ige ArbeitsunfÃ¤higkeit attestiert. Am 25. November 2021 erfolgte seinerseits eine Anmeldung bei der IV-Stelle, SVA ZÃ¼rich, welche mit VerfÃ¼gung vom 5. Mai 2023 einen Anspruch auf Ausrichtung einer Invalidenrente ablehnte. GemÃ¤ss EingangsbestÃ¤tigung der IV-Stelle vom 26. MÃ¤rz 2024 reichte der BeschwerdefÃ¼hrer am 21. Februar 2024 ein "Zusatzgesuch" ein, welches zur Aufnahme medizinischer AbklÃ¤rungen seitens der Versicherung fÃ¼hrte. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer geht seit der Beendigung seiner letzten Anstellung beim Unternehmen C Ende Oktober 2019 keiner ErwerbstÃ¤tigkeit mehr nach, welche einen freizÃ¼gigkeitsrechtlichen Arbeitnehmerstatus begrÃ¼ndet hÃ¤tte. GemÃ¤ss Angaben des BeschwerdefÃ¼hrers endete die Ausrichtung von ArbeitslosenentschÃ¤digung Ende November 2020, was sich mit den Angaben in seinem IK-Auszug sowie dem Umstand deckt, dass er seit Anfang Dezember 2020 Sozialhilfeleistungen bezieht. Somit hat der BeschwerdefÃ¼hrer seinen freizÃ¼gigkeitsrechtlichen Arbeitnehmerstatus Ende Juni 2021 (sechs Monate nach letztmaligem Erhalt von ArbeitslosenentschÃ¤digung; Art. 61a Abs. 4 AIG), jedenfalls bereits geraume Zeit vor Erlass des migrationsamtlichen Entscheids vom 2. April 2024, verloren. Demnach ist in Ãbereinstimmung mit der Vorinstanz festzustellen, dass er gestÃ¼tzt auf eine unselbstÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit im Sinn von Art. 1 lit. a FZA in Verbindung mit Art. 6 Anhang I FZA keinen Bewilligungsanspruch mehr begrÃ¼ndet. Vielmehr ist sein Aufenthaltsrecht zufolge Verlusts seiner Arbeitnehmereigenschaft erloschen (Art. 61a Abs. 4 AIG), sofern er sich nicht auf ein Verbleiberecht berufen kann (Art. 61a Abs. 5 AIG), was es im Folgenden zu prÃ¼fen gilt.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Mit seiner Beschwerde beruft sich der BeschwerdefÃ¼hrer hinsichtlich seines weiteren Aufenthaltsanspruchs auf das Verbleiberecht nach Art. 4 Abs. 2 Anhang I FZA in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 lit. b der Verordnung (EWG) Nr. 1251/70. Weil weder ersichtlich ist noch vom BeschwerdefÃ¼hrer geltend gemacht wird, dass die von ihm behauptete dauernde ArbeitsunfÃ¤higkeit auf einen Arbeitsunfall oder auf eine Berufskrankheit mit einem entsprechenden Rentenanspruch eines schweizerischen VersicherungstrÃ¤gers zurÃ¼ckfÃ¼hren ist (Art. 2 Abs. 1 lit. b Satz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1251/70), gilt es vorliegend zu prÃ¼fen, ob die Voraussetzungen gemÃ¤ss Art. 2 Abs. 1 lit. b Satz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1251/70 erfÃ¼llt sind. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.4 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.1 </b>Nebst einem zweijÃ¤hrigen stÃ¤ndigen Aufenthalt in der Schweiz setzt das genannte Verbleiberecht eine bestehende Arbeitnehmereigenschaft im Zeitpunkt des Eintritts der dauernden ArbeitsunfÃ¤higkeit voraus. <i>Zudem</i> ist erforderlich, dass der Arbeitnehmer die BeschÃ¤ftigung im Lohn- oder GehaltsverhÃ¤ltnis aufgrund der ArbeitsunfÃ¤higkeit aufgegeben hat (BGE 147 II 35 E. 3.3; BGE 144 II 121 E. 3.2; BGr, 16. Februar 2018, 2C_262/2017, E. 3.2; je mit Hinweis auf BGE 141 II 1 E. 4.3.2 S. 13). </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.2 </b>Soweit ersichtlich macht der BeschwerdefÃ¼hrer mit seiner Beschwerde geltend, seit einem operativen Eingriff am 25. November 2020 dauernd und vollumfÃ¤nglich arbeitsunfÃ¤hig zu sein. Im Zeitpunkt des Eintritts der attestierten ArbeitsunfÃ¤higkeit habe er noch Ã¼ber den Arbeitnehmerstatus verfÃ¼gt, was zur BegrÃ¼ndung eines Verbleiberechts nach Art. 4 Abs. 2 Anhang I FZA in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 lit. b der Verordnung (EWG) Nr. 1251/70 genÃ¼ge. Ausserdem habe er die per 1. Dezember 2020 vereinbarte Anstellung beim Restaurant F aufgrund der zuvor erlittenen Erkrankung nicht antreten kÃ¶nnen, was mit der Aufgabe einer ErwerbstÃ¤tigkeit wegen ArbeitsunfÃ¤higkeit gleichzusetzen sei.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤lt sich spÃ¤testens seit seiner (zweiten) Einreise im MÃ¤rz 2015 stÃ¤ndig in der Schweiz auf, womit die zweijÃ¤hrige Karenzfrist erfÃ¼llt ist. Ausserdem ist ihm zuzustimmen, dass er im Zeitpunkt des Eintritts der von ihm behaupteten ArbeitsunfÃ¤higkeit Ende November 2020 (also noch vor seiner Aussteuerung) nach wie vor Ã¼ber einen freizÃ¼gigkeitsrechtlichen Arbeitnehmerstatus verfÃ¼gte (vgl. oben E. 4.2; BGE 141 II 1 E. 4.3.2 S. 13). Allerdings scheint er zu verkennen, dass zusÃ¤tzlich vorausgesetzt wird, dass eine ErwerbstÃ¤tigkeit infolge dauernder ArbeitsunfÃ¤higkeit aufgegeben wurde, was nicht der Fall ist, wenn die Erwerbsaufgabe â wie vorliegend (vgl. dazu nachfolgend E. 4.4.5) â auf andere GrÃ¼nde zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist. Die ArbeitsunfÃ¤higkeit muss demnach ursÃ¤chlich fÃ¼r die Aufgabe der ErwerbstÃ¤tigkeit sein. Entgegen der Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers genÃ¼gt es nicht, dass die betroffene Person im Zeitpunkt des Eintritts der dauernden ArbeitsunfÃ¤higkeit Ã¼ber die Arbeitnehmereigenschaft verfÃ¼gt. In dem von ihm in diesem Zusammenhang zitierten Bundesgerichtsurteil wurde festgestellt, dass die Aufenthaltsdauer nicht an einen bestimmten Status geknÃ¼pft sei und daher von der BeschÃ¤ftigungsdauer zu unterscheiden sei. Das Verbleiberecht nach Art. 2 Abs. 1 lit. b der Verordnung Nr. 1251/70 setze somit einen Aufenthalt von zwei Jahren voraus, hingegen keine MindestbeschÃ¤ftigungsdauer. Es genÃ¼ge deshalb, wenn der Wanderarbeitnehmer diesen Status bei Eintritt dauernder ArbeitsunfÃ¤higkeit habe (BGE 147 II 35 E. 3.5.3). Diese Rechtsprechung Ã¤ndert jedoch nichts daran, dass als zusÃ¤tzliches Kriterium die Aufgabe einer BeschÃ¤ftigung im Lohn- oder GehaltsverhÃ¤ltnis aufgrund dauernder ArbeitsunfÃ¤higkeit verlangt wird (worauf auch das eben zitierte Bundesgerichtsurteil hinweist; vgl. E. 3.2). Auch wenn der Bezug von ArbeitslosenentschÃ¤digung den Arbeitnehmerstatus grundsÃ¤tzlich fortbestehen lÃ¤sst, stellt er keine BeschÃ¤ftigung dar, welche unter Art. 2 Abs. 1 lit. b der Verordnung Nr. 1251/70 fÃ¤llt. Sofern sich der BeschwerdefÃ¼hrer hinsichtlich des Verbleiberechts auf den Untergang seines Anspruchs auf ArbeitslosenentschÃ¤digung zufolge dauernder ArbeitsunfÃ¤higkeit stÃ¼tzt â sozusagen analog zu einer Erwerbsaufgabe â, erweist sich dies als unbegrÃ¼ndet.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.4 </b>Nach dem Gesagten gilt es im Folgenden zu prÃ¼fen, ob der BeschwerdefÃ¼hrer seine letzte, verbleiberechtlich relevante ErwerbstÃ¤tigkeit aufgrund der von ihm behaupteten ArbeitsunfÃ¤higkeit aufgegeben hat:</p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.5 </b>GemÃ¤ss IK-Auszug war der BeschwerdefÃ¼hrer von MÃ¤rz bis Oktober 2019 beim Unternehmen C beschÃ¤ftigt und erzielte in diesem Zeitraum ein (AHV-beitragspflichtiges) Einkommen in der HÃ¶he von insgesamt Fr. 25'259.-. Zwar ist weder ein entsprechender Arbeitsvertrag noch sind sonstige Belege im Zusammenhang mit den UmstÃ¤nden der Beendigung dieses ArbeitsverhÃ¤ltnisses aktenkundig. Allerdings informierte der BeschwerdefÃ¼hrer das Migrationsamt im Rahmen von dessen AbklÃ¤rungen hinsichtlich seines Bewilligungsanspruchs mit Schreiben vom 3. Februar 2022, dass seine letzte Anstellung vertraglich befristet gewesen sei und im Oktober 2019 geendet habe. Die Anstellung sei an die Sommersaison gebunden gewesen. Wegen der Pandemie sei ihm im Jahr 2020 keine Anstellung mehr angeboten worden. Nach Ende des ersten Lockdowns im Sommer 2020 sei er krank geworden. Im Bericht des Spitals G vom 21. Oktober 2020 wurde im Rahmen der Sozialanamnese zudem festgehalten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer im damaligen Zeitpunkt pandemiebedingt arbeitslos war ("[â¦] aktuell aufgrund Corona beim RAV."). Demzufolge endete die damalige Anstellung Ende Oktober 2019 zufolge vertraglicher Befristung â wie dies gemÃ¤ss den aktenkundigen ArbeitsvertrÃ¤gen des Unternehmens C auch in den Saisons 2014 bis 2017 der Fall war â und nicht aufgrund dauernder ArbeitsunfÃ¤higkeit. Diese Feststellung ergibt sich auch aufgrund des anschliessenden Bezuges von ArbeitslosenentschÃ¤digung wÃ¤hrend eines Jahres, da dieser im Rahmen der dafÃ¼r vorausgesetzten VermittlungsfÃ¤higkeit vom BeschwerdefÃ¼hrer grundsÃ¤tzlich eine volle ArbeitsfÃ¤higkeit verlangte (Art. 15 Abs. 1 des Bundesgesetzes Ã¼ber die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die InsolvenzentschÃ¤digung vom 25. Juni 1982 [AVIG]; vgl. AVIG-Praxis, ALE, B223). Entgegen der vorinstanzlichen Feststellung hatte der BeschwerdefÃ¼hrer im Rahmen des Leistungsbezugs per Ende September 2020 seinen arbeitsversicherungsrechtlichen Anspruch auf maximal 44 Krankentaggelder bereits vollstÃ¤ndig ausgeschÃ¶pft. Allerdings grÃ¼ndete dieser Anspruch lediglich auf einer vorÃ¼bergehenden ArbeitsunfÃ¤higkeit (vgl. Art. 28 Abs. 1 AIVG) und spricht deshalb nicht fÃ¼r eine â vorliegend relevante â dauernde ArbeitsunfÃ¤higkeit. Im Ãbrigen macht der BeschwerdefÃ¼hrer im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens auch nicht geltend, seine Anstellung beim Unternehmen C Ende Oktober 2019 aufgrund dauernder ArbeitsunfÃ¤higkeit aufgegeben zu haben. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.6 </b>Hingegen stellt er sich auf den Standpunkt, dass er ein Verbleiberecht nach Art. 4 Abs. 2 Anhang I FZA in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 lit. b der Verordnung (EWG) Nr. 1251/70 begrÃ¼nde, weil er â in ErfÃ¼llung des zweijÃ¤hrigen stÃ¤ndigen Aufenthalts sowie im Besitz des Arbeitnehmerstatus â die per 1. Dezember 2020 vereinbarte Anstellung beim Restaurant F aus gesundheitlichen GrÃ¼nden erst gar nicht habe antreten kÃ¶nnen. Sofern er das Nichtantreten einer Arbeitsstelle mit der Aufgabe einer solchen â jeweils aufgrund dauernder ArbeitsunfÃ¤higkeit â gleichstellt, ist ihm aus folgenden GrÃ¼nden nicht beizupflichten:</p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.7 </b>Der klare Wortlaut von Art. 2 Abs. 1 lit. b der Verordnung (EWG) Nr. 1251/70 erlaubt keine Ausdehnung des Verbleiberechts auf zukÃ¼nftige Anstellungen, welche aufgrund einer dauernden ArbeitsunfÃ¤higkeit nicht angetreten werden konnten, auch wenn solche â wie im vorliegenden Fall â schriftlich vereinbart wurden. GemÃ¤ss den jeweiligen Titeln regeln sowohl die Verordnung (EWG) Nr. 1251/70 als auch die Richtlinie 75/34/EWG ausdrÃ¼cklich das Recht, "<i>nach Beendigung</i> einer BeschÃ¤ftigung" bzw. "<i>nach Beendigung</i> der AusÃ¼bung einer selbstÃ¤ndigen TÃ¤tigkeit im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats zu verbleiben". Zudem lÃ¤sst auch eine systematische Betrachtungsweise von Art. 2 Abs. 1 lit. b der Verordnung (EWG) Nr. 1251/70 keinen anderen Schluss zu, als dass der Eintritt einer dauernden ArbeitsunfÃ¤higkeit wÃ¤hrend einer bereits aufgenommenen BeschÃ¤ftigung vorausgesetzt wird. Denn gemÃ¤ss dem zweiten Satz der Bestimmung setzt das Verbleiberecht keine Karenzfrist (zweijÃ¤hriger Aufenthalt) voraus, wenn die dauernde ArbeitsunfÃ¤higkeit durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit (mit einhergehendem Rentenanspruch) eintritt. Eine solche Ursache kann begriffsimmanent grundsÃ¤tzlich nur wÃ¤hrend eines laufenden BeschÃ¤ftigungsverhÃ¤ltnisses auftreten und fÃ¤llt somit hinsichtlich einer noch nicht angetretenen Stelle gÃ¤nzlich ausser Betracht. Des Weiteren vermag die Aufgabe einer BeschÃ¤ftigung ohne Arbeitnehmerstatus begrÃ¼ndenden Charakter ein Verbleiberecht nach Art. 2 Abs. 1 lit. b der Verordnung (EWG) Nr. 1251/70 grundsÃ¤tzlich nicht zu begrÃ¼nden. Auch wenn keine MindestbeschÃ¤ftigungsdauer vorausgesetzt wird (BGE 144 II 121 E. 3.5.3), muss dennoch quantitativ wie qualitativ eine echte und tatsÃ¤chliche wirtschaftliche TÃ¤tigkeit vorliegen (bzw. muss eine solche zufolge dauernder ArbeitsunfÃ¤higkeit aufgegeben worden sein), was gestÃ¼tzt auf objektive Kriterien im Rahmen einer Gesamtbewertung zu beurteilen ist (BGE 141 II 1 E. 2.2.4). Eine solche Beurteilung ist in Bezug auf eine noch nicht ausgeÃ¼bte ErwerbstÃ¤tigkeit erst gar nicht zugÃ¤nglich. Demnach kann eine zukÃ¼nftige Anstellung grundsÃ¤tzlich auch nicht als verbleiberechtlich relevant qualifiziert werden. Daran Ã¤ndert auch der Umstand nichts, dass â wie im vorliegenden Fall â vertragliche Rahmenbedingungen vereinbart wurden. Schliesslich darf auch nicht unberÃ¼cksichtigt bleiben, dass eine Ausdehnung von Art. 2 Abs. 1 lit. b der Verordnung (EWG) Nr. 1251/70 auf dauernde ArbeitsunfÃ¤higkeiten, welche vor einem vertraglich vereinbarten Stellenantritt eingetreten sind, eine gewisse AnfÃ¤lligkeit fÃ¼r mÃ¶gliche "Schein-" oder "GefÃ¤lligkeitsanstellungen" aufweisen wÃ¼rde. Demzufolge begrÃ¼ndete der Abschluss des Arbeitsvertrages mit dem Restaurant F â selbst bei allfÃ¤lligem Vorliegen einer dauernden ArbeitsunfÃ¤higkeit â kein Verbleiberecht nach Art. 4 Abs. 2 Anhang I FZA in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 lit. b der Verordnung (EWG) Nr. 1251/70.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.8 </b>Wie dem IK-Auszug des BeschwerdefÃ¼hrers zu entnehmen ist, verzeichnete er in Bezug auf den Monat MÃ¤rz 2020 und den Monat Februar 2021 ein AHV-beitragspflichtiges Einkommen in der HÃ¶he von Fr. 294.- (E) bzw. Fr. 5'383.- (Unternehmen C). Zu diesen beiden Einkommen bzw. zu den entsprechenden ErwerbstÃ¤tigkeiten finden sich in den vorliegenden Akten keinerlei Belege. Auch Ã¤ussert sich der BeschwerdefÃ¼hrer in seiner Beschwerde nicht dazu. Lediglich im Rahmen des rechtlichen GehÃ¶rs vor dem migrationsamtlichen Bewilligungswiderruf liess der BeschwerdefÃ¼hrer â ebenfalls mit Verweis auf seinen IK-Auszug â gegenÃ¼ber dem Migrationsamt ausfÃ¼hren, dass er ab MÃ¤rz 2020 bei E und ab Februar 2021 wieder bei seinem frÃ¼heren Arbeitgeber Unternehmen C gearbeitet habe. Sofern der BeschwerdefÃ¼hrer im Februar 2021 nochmals fÃ¼r das Unternehmen C gearbeitet haben sollte â was der von ihm geltend gemachten vollumfÃ¤nglichen ArbeitsunfÃ¤higkeit ab Ende November 2020 widersprechen wÃ¼rde â war diese BeschÃ¤ftigung angesichts der kurzen Dauer (von maximal einem Monat), der vorgÃ¤ngigen langen Periode der Arbeitslosigkeit sowie des Sozialhilfebezugs zuvor und danach nicht geeignet, um seinen Arbeitnehmerstatus zu reaktivieren (vgl. BGr, 10. April 2014, 2C_390/2013, E. 4.4) bzw. den Verlust desselben hinauszuzÃ¶gern. Gleiches gilt nur schon angesichts des geringen Einkommensbetrags von Fr. 294.- fÃ¼r eine allfÃ¤llige BeschÃ¤ftigung bei E im MÃ¤rz 2020 (vgl. BGr, 6. August 2015, 2C_1137/2014, E. 4.3 f.). Somit weisen diese beiden (mutmasslichen) BeschÃ¤ftigungen vorliegend keinerlei verbleiberechtliche Relevanz auf. Im Ãbrigen macht der BeschwerdefÃ¼hrer in diesem Zusammenhang auch nichts geltend. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Demzufolge hat der BeschwerdefÃ¼hrer seine letzte, verbleiberechtlich relevante BeschÃ¤ftigung im Lohn- oder GehaltsverhÃ¤ltnis nicht aufgrund dauernder ArbeitsunfÃ¤higkeit aufgegeben, womit ihm die Berufung auf ein Verbleiberecht nach Art. 4 Abs. 2 Anhang I FZA in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 lit. b der Verordnung (EWG) Nr. 1251/70 misslingt. Folglich muss auch nicht weiter geprÃ¼ft werden, ob der BeschwerdefÃ¼hrer im Sinn der genannten Bestimmung eine dauernde ArbeitsunfÃ¤higkeit aufweist, und es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz diese Frage offengelassen hat. Insofern ist auch der Ausgang des mit Zusatzgesuch vom 26. MÃ¤rz 2024 anhÃ¤ngig gemachten (zweiten) IV-Verfahrens nicht relevant, weshalb dessen Ausgang nicht abzuwarten ist. Damit erweist sich auch der Eventualantrag des BeschwerdefÃ¼hrers als unbegrÃ¼ndet. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2">Angesichts der UmstÃ¤nde, dass der BeschwerdefÃ¼hrer eine Ende November 2020 eingetretene vollstÃ¤ndige ArbeitsunfÃ¤higkeit geltend macht und seit Anfang Dezember 2020 auf Sozialhilfeleistungen angewiesen ist, fÃ¤llt ein allfÃ¤lliger Bewilligungsanspruch als SelbstÃ¤ndigerwerbender gestÃ¼tzt auf Art. 1 lit. a FZA in Verbindung mit Art. 12 Anhang I FZA nicht in Betracht. </p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2">Zudem verfÃ¼gt der BeschwerdefÃ¼hrer offensichtlich auch nicht Ã¼ber die erforderlichen finanziellen Mittel, um einen Bewilligungsanspruch ohne ErwerbstÃ¤tigkeit gestÃ¼tzt auf Art. 24 Abs. 1 Anhang I FZA zu begrÃ¼nden. </p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>GemÃ¤ss Art. 34 Abs. 2 AIG kann AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤ndern die Niederlassungsbewilligung erteilt werden, wenn sie sich insgesamt mindestens zehn Jahre mit einer Kurzaufenthalts- oder Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz aufgehalten haben und sie wÃ¤hrend der letzten fÃ¼nf Jahre ununterbrochen im Besitz einer Aufenthaltsbewilligung waren (lit. a), keine WiderrufsgrÃ¼nde nach Art. 62 und Art. 63 Abs. 2 AIG vorliegen (lit. b) und sie integriert sind. </p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>Die Schweiz hat mit einer Reihe von Staaten Niederlassungsvereinbarungen abgeschlossen. Zu diesen zÃ¤hlt auch der Briefwechsel vom 12. MÃ¤rz 1992 zwischen der Schweiz und Griechenland Ã¼ber die administrative Stellung der StaatsangehÃ¶rigen aus einem der beiden LÃ¤nder im andern nach einem ordnungsgemÃ¤ssen und ununterbrochenen Aufenthalt von fÃ¼nf Jahren (Briefwechsel). GestÃ¼tzt auf Art. 1 Abs. 2 des Briefwechsels haben griechische StaatsangehÃ¶rige nach einem ordnungsgemÃ¤ssen und ununterbrochenen Aufenthalt von fÃ¼nf Jahren in der Schweiz Anspruch auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung im Sinn des AIG.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.3 </b>Das Bundesgericht erwog in Bezug auf eine analoge staatsvertragliche Regelung mit Deutschland, diese erleichtere den Erhalt der Niederlassungsbewilligung insofern, als sie lediglich einen fÃ¼nfjÃ¤hrigen Aufenthalt in der Schweiz voraussetze. Zudem rÃ¤ume sie der Gesuchstellerin bzw. dem Gesuchsteller â bei gegebenen Voraussetzungen â einen Anspruch auf die Niederlassungsbewilligung ein. Die staatsvertragliche Regelung fÃ¼hre indes nicht dazu, dass die weiteren Voraussetzungen von Art. 34 Abs. 2 AIG fÃ¼r den Erhalt der Niederlassungsbewilligung entfallen wÃ¼rden. Vielmehr verweise die staatsvertragliche Regelung ausdrÃ¼cklich auf die entsprechende Regelung im Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931<sup> </sup>Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder (ANAG) resp. auf den heute gÃ¼ltigen Art. 34 AIG (BGr, 6. August 2015, 2C_1144/2014, E. 4.4; vgl. auch BGr, 9. Mai 2022, 2C_881/2021, E. 4.2 f.; VGr, 16. Dezember 2021, VB.2020.00812, E. 4.1, und 26. August 2021, VB.2021.00406, E. 2.3; vgl. ferner VGr, 26. September 2019, VB.2019.00416, E. 2.2, betreffend eine spanische StaatsangehÃ¶rige).</p> <p class="Erwgung2"><b>7.4 </b>Auch der Briefwechsel zwischen der Schweiz und Griechenland verweist auf die Regelung im ANAG bzw. auf die heutige Regelung im AIG. Dementsprechend setzt die Erteilung einer Niederlassungsbewilligung an eine griechische StaatsangehÃ¶rige bzw. einen griechischen StaatsangehÃ¶rigen neben einem ordnungsgemÃ¤ssen und ununterbrochenen Aufenthalt von fÃ¼nf Jahren voraus, dass kein Widerrufsgrund gemÃ¤ss Art. 62 oder Art. 63 Abs. 2 AIG vorliegt und sie bzw. er integriert ist (Art. 34 Abs. 2 lit. b und c AIG). Integriert ist sie bzw. er gemÃ¤ss Art. 60 Abs. 1 der <span>Verordnung Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit vom 24. Oktober 2007 (VZAE)</span>, wenn die Integrationskriterien nach Art. 58a AIG erfÃ¼llt sind. </p> <p class="Erwgung2"><b>7.5 </b>Der Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 lit. e AIG ist erfÃ¼llt, wenn die oder der Betreffende Ã¼ber einen lÃ¤ngeren Zeitraum hinweg hohe finanzielle FÃ¼rsorgeleistungen erhalten hat und konkret die Gefahr einer fortgesetzten SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit besteht; blosse finanzielle Bedenken genÃ¼gen nicht. Ausschlaggebend ist eine Prognose zur voraussichtlichen Entwicklung der finanziellen Situation in BerÃ¼cksichtigung der realisierbaren Einkommensaussichten (BGr, 31. Oktober 2019, 2C_324/2018, E. 4.2, und 9. August 2019, 2C_291/2019, E. 4.1 mit Hinweis).</p> <p class="Erwgung2"><b>7.6 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤lt sich spÃ¤testens seit Mitte MÃ¤rz 2015 ordnungsgemÃ¤ss und ununterbrochen in der Schweiz auf und erfÃ¼llt damit die zeitlichen Voraussetzungen fÃ¼r die Erteilung einer Niederlassungsbewilligung. Seit dem 1. Dezember 2020 bezieht er Sozialhilfeleistungen, welche sich per 30. November 2023 auf insgesamt Fr. 97'544.90 beliefen. Seit Ende November 2020 wird ihm hausÃ¤rztlich sowie psychiatrisch eine 100%ige ArbeitsunfÃ¤higkeit attestiert. GemÃ¤ss dem Bericht der fallverantwortlichen Sozialarbeiterin vom 25. April 2024 sei seitens der Sozialen Dienste aus diversen GrÃ¼nden nicht aktiv auf eine Eingliederung des BeschwerdefÃ¼hrers im ersten Arbeitsmarkt hingearbeitet worden. GemÃ¤ss eigenen Angaben habe sich der Gesundheitszustand des BeschwerdefÃ¼hrers nach dem IV-Entscheid vom 5. Mai 2023 verschlechtert, weshalb er Ende Februar 2024 ein Zusatzgesuch eingereicht habe. Angesichts dieser UmstÃ¤nde kann nicht damit gerechnet werden, dass der BeschwerdefÃ¼hrer sich in absehbarere Zeit von der Sozialhilfe wird ablÃ¶sen kÃ¶nnen. Zudem hat er im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens nicht ansatzweise dargelegt, inwiefern sich sein Gesundheitszustand seit Erlass der abschlÃ¤gigen IV-VerfÃ¼gung verschlechtert hat. Eine solche VerÃ¤nderung wird in erheblicher Weise fÃ¼r die revisionsweise ÃberprÃ¼fung eines rechtskrÃ¤ftigen IV-Entscheids jedoch vorausgesetzt (vgl. Art. 17 Abs. 2 des Bundesgesetzes Ã¼ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes Ã¼ber die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 sowie Art. 87 Abs. 2 der Verordnung Ã¼ber die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961). Es rechtfertigt sich im Rahmen der vorliegenden PrÃ¼fung eines Anspruchs auf Erteilung einer Niederlassungsbewilligung deshalb nicht, den Ausgang des kurz vor Erlass des migrationsamtlichen Bewilligungswiderrufs neuerlich anhÃ¤ngig gemachten IV-Verfahrens abzuwarten. Der Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 lit. e AIG ist aufgrund der innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren bezogenen Sozialhilfeleistungen (vgl. BGr, 13. Januar 2023, 2C_536/2022, E. 3.3 mit weiteren Hinweisen) sowie der negativen Zukunftsprognose zu bejahen (vgl. BGr, 4. September 2024, 2C_430/2023, E. 5.3.3). Die Frage, inwieweit den BeschwerdefÃ¼hrer angesichts der von ihm geltend gemachten dauernden ArbeitsunfÃ¤higkeit ein Verschulden an der SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit trifft, ist nicht im Rahmen der Beurteilung des Widerrufsgrunds, sondern der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit zu prÃ¼fen (vgl. nachfolgend E. 9; BGr, 4. September 2024, 2C_430/2023, E. 3.4). Die Voraussetzungen fÃ¼r die Erteilung einer Niederlassungsbewilligung sind somit nicht gegeben. Eine PrÃ¼fung der diesbezÃ¼glich zu erfÃ¼llenden Integrationskriterien nach Art. 58a AIG erÃ¼brigt sich. </p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Erwgung2">Wie nachfolgend aufgezeigt wird, lÃ¤sst die Integration des BeschwerdefÃ¼hrers insgesamt zu wÃ¼nschen Ã¼brig (vgl. E. 9), weshalb er keinen Aufenthaltsanspruch gestÃ¼tzt auf das Recht auf Achtung des Privatlebens nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK zu begrÃ¼nden vermag (vgl. BGE 144 I 266 E. 3.9).</p> <p class="Erwgung1"><b>9. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>9.1 </b>Die Nichterteilung der Niederlassungsbewilligung bzw. die NichtverlÃ¤ngerung einer Aufenthaltsbewilligung ist auch bei Vorliegen eines Widerrufsgrunds nur zulÃ¤ssig, wenn sich dies als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erweist (Art. 96 Abs. 1 AIG; Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [SR 101]; vgl. BGr, 18. Februar 2021, 2C_937/2020, E. 6). Vorliegend ist deshalb eine AbwÃ¤gung vorzunehmen zwischen dem Ã¶ffentlichen Interesse an der NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA des BeschwerdefÃ¼hrers und an dessen Wegweisung einerseits und den privaten Interessen an seinem Verbleib andererseits.</p> <p class="Erwgung2"><b>9.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤lt sich seit Ende MÃ¤rz 2014 in der Schweiz auf, wobei spÃ¤testens seit Mitte MÃ¤rz 2015 von einem ununterbrochenen Aufenthalt auszugehen ist. WÃ¤hrend dieser Zeit war er bis Ende Oktober 2019 Ã¼berwiegend erwerbstÃ¤tig. Seither gelang es ihm jedoch nicht mehr, eine (lÃ¤ngerfristige) Anstellung zu finden, weshalb er bis Ende November 2020 ArbeitslosenentschÃ¤digung bezogen hat. Seit Anfang Dezember 2020 ist er in erheblichem Umfang auf Sozialhilfeleistungen angewiesen. Der BeschwerdefÃ¼hrer macht seither eine vollstÃ¤ndige, dauernde ArbeitsunfÃ¤higkeit geltend und seitens der zustÃ¤ndigen SozialbehÃ¶rde wird auf berufliche Integrationsmassnahmen verzichtet. Die umfassende UnterstÃ¼tzungsbedÃ¼rftigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers droht lÃ¤ngerfristig fortzubestehen. Es ist somit ein gewichtiges Ã¶ffentliches Interesse an seiner Wegweisung gegeben. DemgegenÃ¼ber sind in den vorliegenden Akten â abgesehen von einem bald 10-jÃ¤hrigen Aufenthalt â erst gar keine UmstÃ¤nde ersichtlich, welche aus Sicht des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼r seinen Verbleib in der Schweiz sprechen wÃ¼rden. Auch seiner Beschwerde ist diesbezÃ¼glich nichts zu entnehmen. GemÃ¤ss den Berichten des Spitals G von Ende Oktober/Anfang November 2020 gab der BeschwerdefÃ¼hrer an, in Griechenland seit zwanzig Jahren eine Freundin zu haben, in der Schweiz allein zu sein und weder Familie noch Freunde zu haben. Somit fehlt es dem BeschwerdefÃ¼hrer nebst beruflichen Perspektiven auch an einem sozialen Umfeld in der Schweiz, welches einer Aufenthaltsbeendigung entgegenstehen kÃ¶nnte. DarÃ¼ber hinaus konnte er sich auch sprachlich nicht integrieren, war doch eine VerstÃ¤ndigung mit dem BeschwerdefÃ¼hrer sowohl im Rahmen des IV-Verfahrens wie auch des Sozialhilfebezugs ohne Dolmetscher nicht mÃ¶glich. Und selbst wenn davon ausgegangen wÃ¼rde, dass der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund von (nachgewiesenen) gesundheitlichen EinschrÃ¤nkungen sowie weiteren GrÃ¼nden (wie insbesondere seinem fortgeschrittenen Alter) realistischerweise nicht mehr in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden kÃ¶nnte, womit ihm die SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit migrationsrechtlich nicht vorzuwerfen wÃ¤re, ist nicht ersichtlich â und wird von ihm auch nicht dargelegt â, inwiefern er unter diesen UmstÃ¤nden persÃ¶nlich ein Interesse an einem weiteren Verbleib in der Schweiz hÃ¤tte. Des Weiteren bestehen keinerlei Anhaltspunkte, welche gegen eine RÃ¼ckkehr des BeschwerdefÃ¼hrers, welcher erst im Alter von knapp 48 Jahren in die Schweiz einreiste, nach Griechenland sprechen wÃ¼rden. Dass eine RÃ¼ckkehr insbesondere in medizinischer Hinsicht zumutbar ist, wurde mit vorinstanzlichem Entscheid bereits zutreffend festgestellt. Seither sollte sich der diesbezÃ¼gliche Sachverhalt fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer sogar insofern noch begÃ¼nstigend verÃ¤ndert haben, als er sich gemÃ¤ss eigenen Angaben in der Schweiz inzwischen einer Lebertransplantation unterziehen konnte.</p> <p class="Erwgung2"><b>9.3 </b>Im Rahmen einer Gesamtbetrachtung Ã¼berwiegt das Ã¶ffentliche Interesse an einer Wegweisung des BeschwerdefÃ¼hrers und die NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA erweist sich als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig; a<span>ngesichts der bereits vorgenommenen InteressenabwÃ¤gung besteht kein Raum</span> fÃ¼r die PrÃ¼fung eines schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefalls im Sinn von Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG (und Art. 20 VFP). Vollzugshindernisse im Sinn von Art. 83 AIG sind weder ersichtlich noch werden solche substanziiert bzw. Ã¼berhaupt dargetan.</p> <p class="Erwgung2">Die Beschwerde ist daher sowohl im Haupt- wie auch im Eventualantrag abzuweisen. </p> <p class="Erwgung1"><b>10. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>10.1 </b>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen; eine ParteientschÃ¤digung steht ihm nicht zu (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a Abs. 2 sowie § 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>10.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt mit seiner Beschwerde die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und eines unentgeltlichen Rechtsbeistands. Aufgrund seiner SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit ist die prozessuale Mittellosigkeit weiterhin gegeben. Ausserdem erweist sich die vorliegende Beschwerde nach dem Dargelegten nicht als offensichtlich aussichtslos und die Notwendigkeit einer Rechtsvertretung ist zu bejahen. Die Voraussetzungen nach § 16 Abs. 1 und 2 VRG sind somit erfÃ¼llt, weshalb dem Gesuch zu entsprechen ist und die Gerichtskosten einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen sind. Zudem ist dem BeschwerdefÃ¼hrer RechtsanwÃ¤ltin B als unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin zu bestellen. </p> <p class="Erwgung2"><b>10.3 </b>Die Rechtsvertreterin weist in ihrer Kostennote vom 17. Februar 2025 einen zeitlichen Aufwand von 5 Stunden und 50 Minuten sowie Spesen von pauschal 3 % bzw. Fr. 38.50 zuzÃ¼glich Mehrwertsteuer aus, was einer EntschÃ¤digung von gesamthaft Fr. 1'429.- entspricht. Dieser zeitliche Aufwand erscheint fÃ¼r das vorliegende Verfahren als angemessen (Stundenansatz von Fr. 220.- gemÃ¤ss § 9 Abs. 1 GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 23. August 2010 [GebV VGr] i.<span> </span>V.<span> </span>m. § 3 Verordnung Ã¼ber die AnwaltsgebÃ¼hren vom 8. September 2010 [AnwGebV]).</p> <p class="Erwgung2"><b>10.4 </b>Es gilt den BeschwerdefÃ¼hrer auf § 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 16 Abs. 4 VRG aufmerksam zu machen, wonach eine Partei, der unentgeltliche Rechtspflege gewÃ¤hrt wurde, Nachzahlung leisten muss, sobald sie dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjÃ¤hrt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens.</p> <p class="Erwgung1"><b>11. </b> </p> <p class="Erwgung2">Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht wird, ist die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) zulÃ¤ssig (BGr, 2. November 2017, 2C_260/2017, E. 1.1). Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen (siehe Art. 83 lit. c Ziff. 2 und 4 BGG). Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung wird gutgeheissen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird in der Person von RechtsanwÃ¤ltin B eine unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin bestellt. </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt, jedoch einstweilen zufolge GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung auf die Gerichtskasse genommen. Die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers nach § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. RechtsanwÃ¤ltin B wird fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren mit Fr. 1'429.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) aus der Gerichtskasse entschÃ¤digt. Die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers nach § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>9. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion;<br/> c) die Kasse des Verwaltungsgerichts (zur Anweisung der EntschÃ¤digung).</span></p> <p class="Urteilstext"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>