B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-2328/2012 U r t e i l v o m 11 . F e b r u a r 2 0 1 3 Besetzung Richter Bendicht Tellenbach (Vorsitz), Richter Fulvio Haefeli, Richter Yanick Felley; Gerichtsschreiber Daniel Merkli. Parteien A._______, geboren (…), Kongo (Kinshasa), (…), Beschwerdeführerin, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 29. März 2012 / N (…). D-2328/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. Die Beschwerdeführerin suchte am 5. April 2011 in der Schweiz um Asyl nach. B. Anlässlich der Erstbefragung vom 12. April 2011 im B.______ und der Anhörung durch das BFM in C._______ vom 1. September 2011 machte sie im Wesentlichen geltend, sie stamme aus D._______ und habe seit 2001 in E.______ gelebt, nachdem ihre Familie in D.________ wegen ih- rer ruandischen Herkunft Probleme gehabt habe. Ihr Vater und ein Bruder seien dabei ums Leben gekommen und ein anderer Bruder und ihre Mu t- ter verhaftet worden. Sie habe mit ihrem ersten Freund F._______ zwei Kinder und mit ihrem zweiten Lebenspartner G.________ drei Kinder. G._______ mit dem sie in E.______ gelebt habe und der dort oft Ve r- sammlungen der Kirche H.________ besucht habe, sei 2009 verhaftet und im Gefängnis von I._______ festgehalten worden. Aus Furcht, selber verhaftet zu werden, sei sie 2010 nach der Geburt ihres jüngsten Kindes nach D.________ zurückgekehrt, wobei sie die vier Kinder bei der Familie von G.________ zurückgelassen habe. In D._______ habe sie ihre Ha n- delsaktivitäten wieder aufgenommen. Ende November 2010 habe sie durch eine Drittperson erfahren, dass G.________ aus dem Gefäng nis von I._______ geflohen sei. In der Folge sei G._______ zu ihr nach D.________ gekommen. Am 27. Febru ar 2010 seien sie und G._______ von der Gemeinde von E.______ vorgeladen worden (vgl. BFM-Protokoll A 5 S. 4) beziehungsweise habe sie einen Termin mit einem Journalisten gehabt, der ihr CD's habe verkaufen wollen (vgl. A13 S. 9). Sie hätten ihr Kind bei seiner Patin zurückgelassen. In der Eile habe sie dort ihre Hand- tasche vergessen. Auf dem Weg in die Gemeinde seien sie von der Pol i- zei angehalten worden, welche wegen eines gleichentags auf den Präs i- denten Kabila verübten Anschlags Personenkontrollen durchgeführt habe (vgl. A13 S. 10). Da ihre Dokumente in der Handtasche bei der Patin g e- wesen seien, hätten sie sich nicht ausweisen können. Die Polizei habe sie in die K._______ gebracht und dort festgestellt, dass G._______ aus dem Gefängnis geflohen sei. Sie seien beide getrennt in haftiert worden. Am 28. Februar 2010 habe ihr der Polizeichef mitgeteilt, dass bei einer Durchsuchung ihres Hauses eine DVD mit Darstellung eines Massakers in Nord-Kivu gefunden worden sei. Der Polizeichef habe ihr vorgeworfen, damit die Bevölkerung gegen die Regierung aufhetzen zu wollen. Darauf- hin sei sie mit verbundenen Au gen in ein anderes Gefängnis gebracht worden. Am 30. Februar 2010 sei sie von drei Personen geschla gen und D-2328/2012 Seite 3 vergewaltigt worden. Am 7. März 2010 habe sie der Polizeichef in ihrer Zelle aufgesucht und mit ihr schlafen wollen, sie indessen wegen ihres angeschlagenen gesundheitlichen Zustands in der Folge in ein Spital ge- bracht. Mit Hilfe des Ehemannes der Patin namens L._______ und dem Einverständnis des Arztes habe sie in der Folge aus dem Spital fliehen können und sei nach Kongo Brazaville zum Freund ihres Lebenspartners namens M.________ gelangt. M._______ habe jemanden gekannt, der regelmässig gegen Geld Reisen nach Europa organis iere. Er habe sich, obwohl sie kein Geld gehabt hätten, aus Mitleid dazu bereit erklärt, "sie zu sich nach Hause zu nehmen". Am 2. April 2010 habe er ihr und einer anderen Frau Pässe gegeben und sie seien mit dem Flugzeug mit unb e- kannter Zwischenlandung an einem unbekannten Ort gelangt. Nach der Landung habe der Mann sie in einem Auto zu sich nach Hause gefahren und die Pässe wieder zurückgenommen (vgl. A13 S. 7). Danach sei sie mit dem Auto illegal in die Schweiz eingereist und habe am 5. April 2010 in der Schweiz um Asyl nachgesucht. Zur Stützung ihrer Vorbringen reichte die Beschwerdeführerin eine "A t- testation de perte des pieces d'identite" ein. C. Mit Schreiben vom 16. September 2011 ersuchte das BFM die schweize- rische Vertretung in D.________ um die Vornahme von Abklärungen. Die Schweizerische Vertretung beantwortete diese Anfrage mit Bericht vom 29. November 2011. Der wesentliche Inhalt dieses Berichts wurde der Beschwerdeführerin am 9. Januar 2012 zur Stellungnahme unterbreitet. D. Die Beschwerdeführerin äusserte sich mit Eingabe vom 23. Januar 2012 zum genannten Bericht der Schweizerischen Vertretung in D.________ E. Mit Urteil vom 24. Februar 2012 wies das Bundesverwaltungsgericht eine gegen die mit Verfügung des BFM vom 24. November 2011 angeordnete Verweigerung des Kantonswechsels der Beschwerdeführerin ab. Das Gesuch war im Wesentlichen damit begründet worden, dass die im Ka n- ton Waadt lebende Mutter der Beschwerdeführerin alt und krank und deswegen auf die Hilfe ihrer Tochter angewiesen sei. Das Bestehen eines solchen Abhängigkeitsverhältnisses wurde im genannten Urteil verneint. F. Mit – gleichentags eröffneter – Verfügung vom 29. März 2012 lehnte das D-2328/2012 Seite 4 BFM das Asylgesuch der Beschwerdeführerin vom 5. April 2011 ab, or d- nete deren Wegweisung an un d erachtete den Vollzug als zulässig, z u- mutbar und möglich. G. Gegen diese Verfügung erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 27. April 2012 an das Bundesverwaltungsgericht Beschwerde. Es wurde die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Gewährung von Asyl, eventualiter der vorläufigen Aufnahme, und in verfahrensrechtlicher Hinsicht unter Verzicht auf das Erheben eines Kostenvorschusses die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 19 68 über das Verwaltungsver- fahren (VwVG, SR 172.021) beantragt. H. Mit Zwischenverfügung vom 8. Mai 2012 wurde die Beschwerdeführerin unter Androhung des Nichteintretens im Unterlassungsfall dazu aufgefo r- dert, bis zum 23. Mai 2012 entweder den Nachweis der Bedürftigkeit zu erbringen oder innert dieser Frist einen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.– zu leisten. In der Folge wurde der Bedürftigkeitsnachweis fris t- gerecht erbracht. I. In ihrer Vernehmlassung vom 26. Juni 2012 – welche der Beschwerd e- führerin in der Folge zur Kenntnis gegeben wurde – beantragte die Vorin- stanz die Abweisung der Beschwerde. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltung s- gerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt n icht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher z u- ständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsg e- suches des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG; SR D-2328/2012 Seite 5 172.021]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 1.2. Die Beschwerde ist frist - und formgerecht eingereicht. Die Be - schwerdeführerin hat am v orinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung. Die Beschwerdeführerin ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätz- lich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person aner kannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, wo sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachte i- len ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausg e- setzt zu werden. Als ernsthafte Nachtei le gelten namentlich die Gefäh r- dung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen une r- träglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluch t- gründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG). Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlings eigenschaft nach weisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vor bringen, die in wesentl i- chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 4. 4.1. Die Vorinstanz erachtete die wesentlichen Vorbringen der Beschwer- deführerin, am 27. Februar 2010 anlässlich einer Personenkontrolle fes t- genommen und während der nachfolgenden Haft auch sexuell missha n- delt worden zu sein, als nicht glaubhaft im Sinne von Art. 7 AsylG. D-2328/2012 Seite 6 4.1.1. Das BFM stellte fest, nach Abklärungen der Schweizer Botschaft in D._______ sei die Beschwerdeführerin weder an der von i hr angegebe- nen Adresse in E._______ noch an derjenigen in D._______ bekannt. An ersterer Adresse wohne ein altes Ehepaar, welches erklärt habe, dass die Beschwerdeführerin ihnen unbekannt sei und sie nie in ihrem Haus gelebt habe; die an letzterer Adresse wohnhaften Eigentümer hätten erklärt, die Beschwerdeführerin nicht zu kennen und nicht mit ihr verwandt zu sein. Die von der Beschwerdeführerin eingereich te, als authentisch erachtete "Attestation de perte des piéces d'identité" sei zum Nachweis des geltend gemachten Wohnsitzes nicht geeignet, da sich die Beschwerdeführerin diese mit Angabe irgendeiner Adresse habe beschaffen können. 4.1.2. Im Weiteren hätten Abkl ärungen beim N.________ in der D._______ ergeben, dass im Monat Februar 2011 keine Person mit dem Namen der Beschwerdeführerin an diesem Ort fest gehalten worden sei. Ferner werde aus den Aussagen des Polizeioffiziers ersichtlich, dass die dortigen Behörden nicht befugt seien, gegen Staatssicherh eitsdelikte wie einen versuchten Staatsputsch oder Ähnliches vorzugehen, weshalb nicht geglaubt werden könne, dass die Beschwerdeführerin unter dem Vorwurf, die Bevölkerung gegen den Präsidenten oder die Regierung aufhetzen zu wollen, von diesen Behörden verhaftet worden sei. Im Weiteren dürfe die N._______ eine Person nicht mehr als 48 Stunden in der N.______ in Haft nehmen. Nach dieser Zeit müsse sie an das O.______ übergeben werden, was im Fall der Beschwerdeführerin ganz offensichtlich nicht g e- schehen sei. 4.1.3. Anlässlich der Anhörung habe die Beschwerdeführerin zwei Tel e- fonnummern angegeben, auf denen die Patin ihres jüngsten Kindes e r- reichbar sei. Abklärungen vor Ort hätten ergeben, dass die eine Nummer niemandem zugeteilt sei. Auf der anderen Telefonnummer habe sich eine Frau P ._______ gemeldet, welche indessen die Beschwerdeführerin und ihr Kind offenbar nicht gekannt habe; erst anlässlich eines zweiten Tel e- fonanrufes habe sie sich an die Beschwerdeführerin erinnert. Im Weiteren erscheine es fragwürdig, dass die Beschwerdeführerin angegeben habe, die Adresse der Patin ihres Kindes nicht auswendig zu kennen, obwohl sie nach eigenen Angaben ihr Kind vor ihrer Verhaftung noch bei dieser abgegeben habe n wolle. Schliesslich habe die Beschwerdeführerin gel- tend gemacht, ihr Kind bei der Patin in der Gemeinde E._____ abgege- ben zu haben, während Frau P ._______ angegeben habe, in der G e- meinde D.________ zu wohnen. Zwar habe N.______., der Ehemann der Patin, bestätigt, die Beschwerdeführerin im Spital besucht zu haben. Dort habe ihn die Beschwerdeführerin gebeten, sie an den Hafen zu begleiten. D-2328/2012 Seite 7 Sie habe nach Brazzaville gehen wollen, weil sie sich nicht in Sicherheit gefühlt habe. Auch wenn diese Aussagen mit denjenigen der Beschwe r- deführerin übereinstimmten, vermöchten sie die geltend gemachten Vo r- bringen nicht zu bewei sen, habe sich die Beschwerdeführerin doch auch aus anderen Gründen im Spital befinden und sich in Kinshasa unsicher gefühlt haben können. Im Weiteren sei zu berücksichtigen, dass zwischen den Anrufen an Frau P .______ und dem Besuch vor Ort mindestens ein Tag vergangen sei, weshalb die betroffenen Personen auch die Möglic h- keit gehabt hätten, die Beschwerdeführerin zu kontaktieren. 4.1.4. Im Weiteren seien die Angaben der Beschwerdeführerin teils w i- dersprüchlich, teils realitätsfremd und unsubstan ziiert ausgefallen. Zum Einen habe die Beschwerdeführerin abweichend von ihrer Aussage a n- lässlich der Erstbefragung, wonach sie und ih r Lebenspartner in der N.________ vorgeladen worden seien und auf dem Weg dorthin bezi e- hungsweise bei der Patin des Kindes noch einen Anruf von den Personen der Gemeinde erhalten hätten (vgl. A5 S. 4), im Rahmen der Anhörung geltend gemacht, sie habe eine n Termin mit einem Journalisten gehabt, der ihr CD's habe verkaufen wollen (vgl. A13 S. 9). Zum Anderen en t- spreche es nicht dem Verhalten einer aus dem Gefängnis geflohenen Person, welche, wie der Lebenspartner der Beschwerdeführerin, jederzeit damit rechnen müsse, von den Behörden erkannt und gefasst zu werden, sich ohne Vorsichtsmassnahmen in den Strassen von D._______ frei zu bewegen. Im Weiteren sei es nicht realistisch, dass ein Polizeichef eine Gefangene, welche sexuelle und andere körperliche Misshan dlungen er- litten habe, ins Spi tal bringe und damit das Risiko damit verbundener al l- fälliger beruflicher Konsequenzen auf sich nehme. Schiesslich sei die Be- schwerdeführerin nicht in der Lage gewesen, anzugeben, in welchen a n- deren Ort sie gebracht worden sei und habe nur unzureichende Angaben über die Zelle im zweiten Aufenthaltsort und die Anzahl der Täter machen können. Auch die Schilderung der erlittenen Misshandlungen sei stere o- typ ausgefallen. 4.2. In der Beschwerde machte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, offensichtlich habe sich die Vertrauensperson der Schweizer i- schen Vertretung in Kinshasa nicht vor Ort begeben, sondern lediglich jemanden angerufen, der in E.______ wohne. Indessen könne eine Pe r- son in einem Land, in dem Menschenrechtsverletz ungen alltäglich seien, einer Person, die sie nicht kenne, keine verlässlichen Informationen g e- ben. Die Vertrauensperson habe es versäumt, sich mit der Patin ihres Kindes und deren Ehemann persönlich zu treffen; daher werde das G e- richt um Ansetzung einer g enügenden Frist ersucht, um die betroffenen D-2328/2012 Seite 8 Personen vor Ort zu kontaktieren, damit diese ihre Sicht der Dinge darl e- gen könnten. Die von der Vertrauensperson ermittelten Ergebnisse seien "nicht gut erarbeitet" und das Gericht werde ersucht, deren Bericht n icht zu berücksichtigen. Im Weiteren seien die Aussagen des von der Vertrau- ensperson befragten Polizeioffiziers "lediglich theoretischer Natur". Wie sich aus verschiedenen Pressemitteilungen ergebe, gebe es in Kinshasa willkürliche Verhaftungen und Personen, welche leichte Vergehen began- gen hätten, würden in "kommunale Kerker" gebracht und das Wachpe r- sonal "verfüge über alle Mittel, nach seinem Gutdünken zu handeln". Im Weiteren handle es sich bei der Flucht ihres Lebenspartners G.______ aus dem Gefängnis um ein schweres Vergehen, wovon der Polizeioffizier keine Kenntnis haben könne. Zudem habe sie sich nur 24 Stunden in e i- ner Gefängniszelle in D._______ aufgehalten. Im Weiteren sei zu berücksichtigen, dass es im Kongo nicht üblich sei, ei- ne Adresse auswendig zu kennen " und schon gar nicht die Hausnummer einer Person, die man regelmässig besuch e". Auch seien im Kongo viele Häftlinge, die aus dem Gefängnis geflüchtet seien, "draussen unterwegs". Schliesslich habe sie sich entgegen der Auffassung des BFM nicht wider- sprochen, indem sie einmal angegeben habe, sie und ihr Lebenspartner seien am 27. November 2011 von der F._______ vorgeladen worden, und ein anderes Mal, einen Termin mit einem Journalisten gehabt zu haben. Sie seien nämlich in der Gemeinde v on E.______ Barumbu eingeladen gewesen und hätten einen Anruf der Leute, die sie erwartet hätten, erha l- ten, denn es h abe einen Journalisten gegeben, dem sie CD's hätte ve r- kaufen sollen. Sie habe demnach ihre erste Aussage nur präzisiert. Es sei im übrigen nicht einsehbar, weshalb das BFM im Zusammenhang mit der Prüfung ihrer Vorbringen, Opfer von sexueller Gewalt geworden zu sein, keine medizinischen Abklärungen vorgenommen habe. 4.3. Zunächst ist festzuhalten, dass die in der Beschwerde geltend g e- machten Gründ e nicht geeignet sind, die Abklärungsergebnisse im B e- richt der Schweizerischen Vertretung vom 8. Dezember 2011 in Frage zu stellen. Die Feststellungen der Vertrauensperson erscheinen nachvoll- ziehbar. Ob sich die Vertrauensperson bei ihren Abklärungen selbs t vor Ort begeben hat oder sich telefonisch mit den Betroffenen in Verbindung gesetzt hat, erscheint vorliegend nicht entscheidend. Daher ist auch der Antrag in der Beschwerde, eine Frist anzusetzen, um die betroffenen Personen vor Ort persönlich zu kontaktieren, mangels Notwendigkeit ab- zuweisen. Ebenso wenig war das BFM zwingend gehalten, wie in der Be- schwerde geltend gemacht, hinsichtlich der als nicht glaubhaft erachteten D-2328/2012 Seite 9 Vorbringen, Opfer von sexueller Gewalt geworden zu sein, nähere medi- zinische Abklärungen vorzunehmen. Mehrere wesentliche Feststellungen im Botschaftsbericht vom 8. Dezem- ber 2011 lassen die Angaben der Beschwerdeführerin als zweifelhaft und damit unglaubhaft erscheinen. Zum Einen sei keine Person mit dem N a- men der Beschwe rdeführerin im Monat Februar 2011 am genannten Ort festgehalten worden und zum Anderen sei die Beschwerdeführerin weder an der ihr angegebenen Adresse in E.______ noch an derjenigen in D._______ bekannt. Die pauschale n Erklärungen in der Beschwerde, wonach die Aussagen des von der Vertrauensperson befragten Polizeio f- fiziers "lediglich theoretischer Natur seien, da mit den örtlichen Gegebe n- heiten nicht vereinbar" beziehungsweise "im Kongo eine Person am Tele- fon einer anderen Person, die sie nicht kenne, kei ne verlässlichen Info r- mationen gebe, da sie dieser ohnehin nicht vertrauen könne" vermögen nicht zu überzeugen. Auch mit der blossen Behauptung in der Beschwe r- de, wonach es sich bei der Flucht ihres Lebenspartners G._______aus dem Gefängnis um ein schweres Vergehen handle, wovon der Polizeioffi- zier keine Kenntnis haben könne , vermag die Beschwerdeführerin nicht überzeugend zu erklären, weshalb nach Aussagen des Polizeioffiziers im Monat Februar 2011 keine Person mit dem Namen der Beschwerdeführe- rin inhaftiert gewesen sei. Hinsichtlich weiterer Unglaubhaftigkeitselemen- te, welche sich aus dem Botschaftsbericht ergeben, kann auf die zutre f- fenden Feststellungen des BFM verwiesen werden, welche in der B e- schwerde nicht entkräftet werden können. Im Weiteren ist mit der Vorinstanz festzustellen, dass die Schilderung der Vorbringen teils widersprüchlich, teils unbestimmt und realitätsfremd aus- gefallen ist. Zum Einen hat die Beschwerdeführerin abweichend von ihrer Aussage anlässlich der Erstbefragung, wonach sie und ihr Lebenspartner in der E._______ vorgeladen worden seien und auf dem Weg dorthin b e- ziehungsweise bei der Patin des Kindes noch einen Anruf von den Pe r- sonen der Gemeinde erhalten hätten (vgl. A5 S. 4), im Rahmen der Anhö- rung geltend gemacht, sie habe ein en Termin mit einem Journalisten g e- habt, der ihr CD's habe verkaufen wollen (vgl. A13 S. 9). In der B e- schwerde entgegnet die Beschwerdeführerin, sie habe sich entgegen der Auffassung des BFM nicht wider sprochen, sondern ihre erste Aussage lediglich präzisiert. Sie seien nämlich in der Gemeinde von E.______ ein- geladen gewesen und hätten einen Anruf der Leute, die sie erwartet hä t- ten, erhalten, denn es habe einen Journalisten gegeben, dem sie CD's hätte verkaufen sollen. Diese Entgegnung ist als unbehelflicher nachträg- licher Erklärungsversuch zu erachten, gab die Beschwerdeführerin doch D-2328/2012 Seite 10 nie an, von Leuten eingeladen (sondern vorgeladen) worden zu sein, un- ter denen sich auch ein Journalist befunden hätte. Zum Anderen en t- spricht es, wie von der Vorinstanz zutref fend festgestellt, nicht dem Ver- halten einer aus dem Gefängnis geflohenen Person, welche, wie der L e- benspartner der Beschwerdeführeri n, jederzeit damit rechnen muss , von den Behörden erkannt und gefasst zu werden, sich ohne Vorsichtsmas s- nahmen in den Stras sen von D._______ frei zu bewegen. Die pauschale Behauptung in der Beschwerde, im Kongo seien viele aus dem Gefängnis geflüchtete Häftlinge "draussen unterwegs", vermag an dieser Einschä t- zung nichts zu ändern. Im Weiteren ist die Schilderung der erlitten en Misshandlungen wenig substanz iiert ausgefallen. Zur Vermeidung von Wiederholungen kann auf die zu bestätigenden näheren Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden, welche in der Beschwerde nicht entkräftet werden. Schliesslich vermag die Entgegnung in der Beschwerde, wonach es im Kongo nicht üblich sei, eine Adresse aus wendig zu kennen " und schon gar nicht die Hausnummer einer Person, die man regelmässig b e- suche", nicht plausibel zu erklären, dass sich die Beschwerdeführerin an- lässlich der Anhörung nicht an die Adresse der Patin ihres Kindes, bei der sie kurz vor ihrer Verhaftung ihr Kind zurückgelassen haben will, erinnern konnte. 5. Aus diesen Erwägungen folgt, dass es der Beschwerdeführerin nicht g e- lungen ist, die geltend gemachten Behelligungen glaubhaft zu machen. Die Beschwerdeführerin erfüllt somit die Voraussetzungen zur Anerke n- nung der Flüchtlingseigenschaft nicht, weshalb die Vorinstanz das Asy l- gesuch zu Recht abgelehnt hat. 6. 6.1. Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ord- net den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG). 6.2. Die Beschwerdeführerin verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch hat sie einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 mit Hinweisen auf Entscheidungen und Mittei- lungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21). D-2328/2012 Seite 11 7. 7.1. Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Au s- ländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bunde sgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]). 7.2. Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). 7.2.1. So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus e i- nem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 7.2.2. Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Überei n- kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvent ion vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedr i- gender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 7.2.3. Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zu treffend darauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Nonrefoulement nur Personen schützt, welche die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder gl aubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr in den Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. 7.2.4. Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen der Beschwerde- führerin noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerd e- führerin für den Fall einer Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit b e- achtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK D-2328/2012 Seite 12 verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN -Anti-Folterausschusses müsste die Beschwerdeführerin eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihr im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung dr o- hen würde (vgl. EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124-127, mit weiteren Hinweisen). Auch die allgemeine Menschenrechtssituation in Kongo (Ki n- shasa) lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. Art. 8 EMRK garantiert die Achtung des Familienlebens. Entsprechend ist beim Wegweisungsvollzug der Grundsatz der Einheit der Familie zu b e- rücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG). Gemäss Art. 8 EMRK fallen auch über die Kernfamilie hinausgehende verwandtschaftliche Bande unter den Schutz der Einheit der Familie, wobei ein solchermassen erweitertes Familienleben beispielsweise auch die Beziehung zwischen Eltern und erwachsenen Kindern erfassen kann. Indessen setzt im Verhältnis zw i- schen diesen Verwandten ausserhalb der Kernfamilie die Berufung auf den Grundsatz der Einheit der Familie gemäss Rechtsprech ung nebst ei- ner nahen, echten und tatsächlich geliebten Beziehung grundsätzlich ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis voraus (vgl. BVGE 2008 /47 E. 4.1.1). Vorliegend wurde mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 24. Februar 2012 (D -114/2012) im Zusam menhang mit einem G e- such der Beschwerdeführerin um einen Kantonswechsel das Bestehen eines solchen besonderen Abhängigkeitsverhältnisses zwischen der in der Schweiz lebenden Mutter und ihrer Tochter, der Beschwerdeführerin, verneint. So hatte die Beschwer deführerin seit 2001 keine Kenntnis vom Aufenthaltsort ihrer Mutter und sowohl die Beschwerdeführerin als auch ihre Mutter bestritten ihr Leben selbstständig. Eine allfällige Verletzung von Art. 8 EMRK ist somit zu verneinen. Nach dem Gesagten ist der Voll- zug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl - als auch der völkerrecht- lichen Bestimmungen zulässig. 7.3. Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situation en wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete G e- fährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren. D-2328/2012 Seite 13 7.3.1. Hinsichtlich der allgemeinen Sit uation in Kongo (Kinshasa) kann auf die detaillierte, in EMARK 2004 Nr. 33 E. 8.1 – 8.3 S. 232 ff. publizier- te Lageanalyse verwiesen werden, welche das Bundesverwaltungsgericht als im Wesentlichen weiterhin zutreffend erachtet (vgl. diesbezüglich be i- spielsweise Urteile des Bundesverwaltungsgerichts E -1177/2010 vom 24. März 2010, D-565/2012 vom 8. Februar 2012 und E -1495/2012 vom 18. Dezember 2012). 7.3.2. Wie vorstehend festgestellt, wurden die Vorbringen der Beschwe r- deführerin, dass ihr Lebenspartner G._______ zusammen mit ihr verha f- tet wurde, nicht als glaubhaft im Sinne von Art. 7 AsylG erachtet. Daher steht nicht fest, ob es sich bei der Beschwerdeführerin wie angegeben tatsächlich um eine alleinstehende Frau handelt. Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin ni cht die geringsten Anstrengungen unternommen hat, ihre Herkunft glaubhaft zu dokumentieren. Zwar sind Wegweisung s- hindernisse grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen, doch findet diese Untersuchungspflicht nach Treu und Glauben ihre Grenzen an der Mitwir- kungspflicht der Beschwerde führenden Person (Art. 8 AsylG), die im Ü b- rigen auch die Substanziierungslast trägt (Art. 7 AsylG). Zudem ist mit der Vorinstanz darauf hinzuweisen, dass nach Abklärungen vor Ort die B e- schwerdeführerin in D._______ offensichtlich über Bekannte verfügt und damit bei einer Rückkehr nicht auf sich alleine gestellt sein wird. Im Wei- teren hat die Beschwerdeführerin bis zur 5. Sekundarschule den Unte r- richt besucht und danach als Händlerin gearbeitet und offensichtlich ihren Lebensunterhalt selbstständig bestritten. Es ist daher der Beschwerd e- führerin zuzumuten, nach Kinshasa zu ihren Bekannten zurückzukehren und ihre frühere Tätigkeit als Händlerin wieder aufzunehmen. Somit geht das Bundesverwaltungsgericht davon aus, dass es der Beschwerdeführe- rin gelingen wird, sich in ihrem Heimatstaat zu (re-)integrieren. 7.4. Schliesslich obliegt es der Beschwerdeführerin, sich bei der zustä n- digen Vertretung des Hei matstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu erachten ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 7.5. Zusammenfassend ha t die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1 – 4 AuG). D-2328/2012 Seite 14 8. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochten e Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Beschwer- de ist nach dem Gesagten abzuweisen. 9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten der Besch werde- führerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Da ihr indessen mit Zw i- schenverfügung vom 8. Mai 2012 die unentgeltliche Rechtspflege im Si n- ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG gewährt wurde und aufgrund der aktuellen Aktenlage weiterhin von ihrer Bedürftigkeit au szugehen ist, wird auf die Erhebung von Verfahrenskosten verzichtet. (Dispositiv nächste Seite) D-2328/2012 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das BFM und die zustä n- dige kantonale Behörde. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Bendicht Tellenbach Daniel Merkli Versand: