<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.00166</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Philipp<br/>Sozialversicherungsrichter Vogel<br/>Gerichtsschreiberin Curiger</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 31. Mai 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Procap Schweiz</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Advokatin Karin Wüthrich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die 1984 geborene X.___ meldete sich am 19. März 2013 (Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gangs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">datum) unter Hinweis auf Persönlichkeitsstörungen und eine rezi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vierende depressive Erkrankung bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 10/3). Diese klärte die erwerblichen Verhältnisse ab (Urk. 10/7-8) und zog Berichte der behan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delnden Ärzte (Urk. 10/10, 10/21) sowie die Akten des Krankentaggeldversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherers (Urk. 10/12, 10/36) bei. Die Versicherte legte weitere Arztberichte auf (Urk. 10/18). In der Folge zog die IV-Stelle erneut Berichte der behandelnden Ärzte bei (Urk. 10/30-31, 30/34, 10/45). Mit Schreiben vom 21. November 2014 auferlegte sie der Versicherten eine Schadenminderungspflicht in Form einer Entzugsbehandlung (Urk. 10/53). Nach durchgeführtem Vorbescheid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahren, in dessen Rahmen die Versicherte zwei weitere Arztberichte auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">legte (Urk. 10/63, 10/74), verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 18. Dezember 2015 einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung (Urk. 2 [= 10/86]).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 1. Februar 2016 Beschwerde am hiesigen Sozialversicherungsgericht und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr ab dem frühest möglichen Zeitpunkt eine Rente zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache zu weiteren Abklärungen an die IV-Stelle zurückzuweisen (Urk. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwerdeantwort vom 8. März 2016 schloss die IV-Stelle auf Abwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 15. März 2016 angezeigt wurde. Gleichzeitig wurde das Gesuch um Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">währung der unentgeltlichen Prozessführung bewilligt und Advokatin lic. iur. Karin Wüthrich als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt (Urk. 11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzes über die Invalidenversicherung;</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s Leiden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Krankheitswert besteht, welche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und 9C_125/2015 vom 18. No</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vember 2015 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E. 4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung führt Drogensucht (wie auch Alkoholismus und Medikamentenmissbrauch) als solche nicht zu einer Invalidität im Sinne des Gesetzes. Dagegen wird sie im Rahmen der Invalidenversicherung relevant, wenn sie eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger, die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitsschaden eingetreten ist, oder wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist, dem Krankheitswert zukommt (BGE 124 V 265 E. 3c). Aus letzterem Leitsatz folgt nicht, dass die Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirkungen einer Drogensucht, die ihrerseits auf einen Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schaden zurückgeht, per se invaliditätsbegründend sind. Die zitierte Praxis setzt viel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mehr den Grundsatz um, dass funktionelle Einschränkungen nur anspruchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">begründend sein können, wenn sie sich als Folgen selbständiger Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digungen darstellen (Art. 6 ff. ATSG und Art. 4 Abs. 1 IVG). Insofern verhält es sich ähnlich wie im Verhältnis zwischen psychosozialen oder soziokultu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rellen Umständen und fachärztlich festgestellten psychischen Störungen von Krankheitswert (BGE 127 V 294 E. 5a): Wo die Gutachter im Wesentlichen nur Befunde erheben, welche in der Drogensucht ihre hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">reichende Erklärung finden, gleichsam in dieser aufgehen, ist kein invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben. Dies trifft zu, wenn davon auszugehen ist, dass sich beispielsweise ein depressives Zustands</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bild bei einer (angenommenen) positiven Veränderung der sucht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bedingten psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sozialen Problematik wesentlich bessern (und die damit verbundene Beeinträchtigung des Leistungsvermögens sich ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechend verringern) würde (Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 2.2.1 unter Hinweis auf 8C_580/2014 vom 11. März 2015 E. 2.2.1 und 9C_856/2012 vom 19. August 2013 E. 2.2.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreivier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bende funktionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">waltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheiden haben </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">suchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">RAD-Berichte sind versicherungsinterne Dokumente, die von Art. 44 ATSG betreffend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser Norm vorgesehenen Verfahrensregeln entfalten daher bei Einholung von RAD-Berichten keine Wirkung (Urteil des Bundesgerichts 8C_385/2014 vom 16. September 2014 E. 4.2.1 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_971/2012 vom 11. Juni 2013 E. 3.4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem externer medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 134 V 231</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 137 V 210</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 225</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">135 V 465</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 4.4 und E. 4.7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im angefochtenen Entscheid wurde erwogen, die Abklärungen hätten erge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben, dass keine invalidenversicherungsrechtlich relevante Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digung vorliege. Es lägen ein unklarer Drogenkonsum sowie psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">soziale Belastungsfaktoren vor, die invaliditätsfremd seien. Damit sei ein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung zu verneinen (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber bringt die Beschwerdeführerin vor, sie habe seit dem Jahr 2013 mehrfach stationär hospitalisiert werden müssen. Von diversen Fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ärzten seien schwerwiegende psychiatrische Krankheiten diagnostiziert wor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den. Seit Jahren sei sie vollständig arbeitsunfähig und könne aufgrund ihrer psychischen Verfassung weiterhin keiner Arbeit nachgehen. Dies ergebe sich auch aus den eingeholten Arztberichten. Bei ihrem Drogenkonsum handle es sich um ein sekundäres Suchtgeschehen. Nur weil sie sich nicht mehr zu helfen gewusst habe, habe sie Drogen genommen. Inzwischen sei sie jedoch abstinent (Urk. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht der Y.___ AG vom 29. April 2013 über den stationären Aufenthalt der Beschwerdeführerin vom 9. Januar bis 2. April 2013 wurden folgende psychiatrischen Diagnosen aufgeführt (Urk. 10/18 S. 4):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F 33.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">kombinierte und andere Persönlichkeitsstörungen (ICD-10: F 61)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ärzte führten aus, die vorbestehende rezidivierende depressive Erkran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kung könne bestätigt werden. Weiter liege eine kombinierte Persönlichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung mit emotional instabilen sowie abhängigen Anteilen vor. Die Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeitsstruktur zeige auch histrionische Anteile, die jedoch weniger prominent erscheinen würden. Anfangs habe der Verdacht auf eine bipolare Störung bestanden, welche indessen unter Zuhilfenahme fremdanamnesti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scher Daten nicht habe bestätigt werden können. Der Zustand der Patientin habe sich schnell stabilisiert. Es sei ihr gut gelungen, sich auf die Therapien einzulassen (Urk. 10/18 S. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Patientin sei im Zeitpunkt des Austritts überzeugt gewesen, dass sie im Herbst ihre Treuhänderausbildung beginnen würde. Zur Tagesstrukturierung würde sie zu einem geringen prozentualen Anteil in der Buchhaltung der Firma ihres Vaters arbeiten, wobei es ihr Ziel sei, längerfristig eine andere Arbeitsstelle zu finden (Urk. 10/18 S. 6-7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht der Y.___ AG vom 5. August 2013 über den stationären Aufenthalt vom 23. bis 29. Juli 2013 wurden folgende Diagnosen aufgeführt (Urk. 10/36 S. 12):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10: F 33.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">kombinierte und andere Persönlichkeitsstörungen (ICD-10: F 61)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide: schädlicher Gebrauch (ICD-10: F 12.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak: Abhängigkeitssyn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">drom (ICD-10: F 17.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die behandelnden Ärzte führten aus, Grund für den Wiedereintritt sei eine Dekompensation im Rahmen von mehreren Belastungsfaktoren (Drogen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sum-Rückfall und Konflikte im Umfeld) mit Suizidgedanken und Suizidab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichten. Bei Eintritt fühle sich die Patientin bereits deutlich entlastet (Urk. 10/36 S. 12).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie sei wach und vollständig orientiert. Es bestünden weder Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">merk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keits- und Auffassungsstörungen noch Konzentrations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störungen. Auch for</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">male Denkstörungen und Sinnestäuschungen würden nicht vorliegen (Urk. 10/36 S. 13).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Patientin zeige sich durch den stationären Rahmen rasch und deutlich entlastet und es komme zu einer deutlichen Stabilisierung ihres Zustands (Urk. 10/36 S. 13).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht der Z.___ vom 12. August 2013 über den Aufenthalt der Beschwerdeführerin vom 8. bis 12. August 2013 wurde folgende Diagnose genannt (Urk. 10/36 S. 21):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf kombinierte Persönlichkeitsstörung mit emotional instabi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">len, Borderline-Zügen (ICD-10: F 61.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Patientin berichte von einem Konflikt im privaten Umfeld, der sich innert vier Wochen intensiviert habe. Am Tag zuvor sei es wegen hoher Anspan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nung zu selbstverletzendem Verhalten gekommen. Zusätzlich seien Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlafschwierigkeiten vorhanden (Urk. 10/36 S. 21).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Patientin habe sich im gebotenen Rahmen rasch stabilisieren können und von unterstützenden Gesprächen profitiert. Am fünften Tag habe sie regulär in gebessertem Zustand entlassen werden können (Urk. 10/36 S. 22).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht der Tagesklinik für Psychotherapie und Sozialpsychiatrie vom 19. September 2013 über den teilstationären Aufenthalt ab 6. Mai 2013 wur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den folgende Diagnosen genannt (Urk. 10/36 S. 11):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">posttraumatische Belastungsstörung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">kombinierte Persönlichkeitsstörung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, z.Zt. mittelschweren Ausmasses</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Patientin sei allseits gut orientiert, die Konzentrations- und Merkfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit seien reduziert. Sie sei emotional instabil, nicht belastbar und ihre Grundstimmung sei deprimiert. Psychotische Symptome würden nicht vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liegen (Urk. 10/36 S. 11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, die Patientin sei seit dem 25. März 2013 vollständig arbeitsunfähig. In den nächsten Monaten sei wegen der Schwere der psychiatrischen Erkrankung nicht mit einer Besserung der Arbeitsfähigkeit zu rechnen (Urk. 10/36 S. 11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht der Y.___ AG vom 18. Februar 2014 über den stationären Aufenthalt vom 29. November bis 15. Dezember 2013 wur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (Urk. 10/30 S. 2):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">kombinierte Persönlichkeitsstörung mit emotional instabilen, histrioni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schen und dependenten Anteilen (ICD-10: F 61)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F 33.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide: Abhängig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">keitssyndrom (ICD-10 F 12.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">psychische Störung durch Tabakabhängigkeitssyndrom (ICD-10: F 17.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Patientin sei vollständig orientiert, habe aber leichte Aufmerksamkeits- und Auffassungsstörungen. Mnestische Störungen lägen nicht vor. Sie zeige Konzentrationsstörungen, Grübelgedanken und sei inhaltlich auf Belas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungsfaktoren eingeengt (Urk. 10/30 S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit wurde im Bericht vom 18. Februar 2014 festgehalten, die Patientin sei seit dem 29. November 2013 vollständig arbeitsunfähig. Die bisherige Tätigkeit sei ihr jedoch zumutbar, es könne mit einer Wiederauf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahme der beruflichen Tätigkeit gerechnet werden. Wann diese erfolgen könne, könne nicht beurteilt werden, da sich die Patientin zurzeit in einer stationären Behandlung in der A.___ befinde (Urk. 10/30 S. 4-5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht der A.___ vom 25. April 2014 über die Hospitalisation vom 27. Januar bis 3. April 2014 wurden folgende Diagnosen aufgeführt (Urk. 10/34 S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">komplexe posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F 43.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F 61.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anamnestisch rezidivierende depressive Störung (ICD-10: F 33)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Patientin sei bewusstseinsklar, zeitlich, örtlich und situativ voll orientiert. Konzentrationsstörungen seien während dem Gespräch nicht auszumachen. Das Langzeitgedächtnis und die Merkfähigkeit seien reduziert. Das formale Denken sei kohärent, geordnet und nachvollziehbar. Hinweise auf Zwangs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gedanken oder Zwangshandlungen bestünden nicht (Urk. 10/34 S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Patientin nehme aktiv und motiviert am traumaadaptierten Intensivpro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gramm teil. Sie arbeite in hohem Tempo an ihren Zielen und profitiere besonders vom Milieu und der Auseinandersetzung mit Mitpatienten und Bezugspersonen. Durch ihre hohe Motivation und Introspektionsfähigkeit habe sie während des Aufenthaltes sowohl bezüglich Selbstwert und Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziehungsgestaltung als auch bezüglich Bearbeitung traumarelevanter Trigger Fortschritte erzielt (Urk. 10/34 S. 4-5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, während des Aufenthaltes vom sei sie zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Die Arbeitsunfähigkeit sei auch nach dem Austritt zu 100 % gegeben (Urk. 10/34 S. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht der O.___ vom 3. Oktober 2014 über die ambulante Behandlung seit April 2014 wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (Urk. 10/45 S. 2):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">komplexe posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F 43.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F 61.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anamnestisch rezidivierende depressive Störung (ICD-10: F 33)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Bulimie 2004</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schädlicher Gebrauch von MDMA (ICD-10: F 15.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schädlicher Gebrauch von LSD (ICD-10: F 16.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Patientin sei wach, bewusstseinsklar und allseits voll orientiert. Subjektiv bestehe eine eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit, die während des Gesprächs nicht ersichtlich sei. Das Langzeitgedächtnis und die Merkfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit seien reduziert. Das formale Denken sei kohärent, geordnet und nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vollziehbar. Die Patientin berichte über Verlustängste gegenüber ihrer Fami</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lie, sie habe auch Ängste um ihre Mutter und Angst vor dem Alleinsein (Urk. 10/45 S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, die Patientin sei seit dem 26. Oktober 2012 vollständig arbeitsunfähig. Die bisherige Tätigkeit sei ihr nicht mehr zumutbar. Durch eine adäquate Behandlung könne die Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit mittel- bis langfristig verbessert werden (Urk. 10/45 S. 4-10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Med. pract. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, nahm am 18. August 2014 und 12. November 2014 für den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) Stellung zu den aktenkundigen Arztberichten. Er führte aus, aus den Berichten der Y.___ AG gehe hervor, dass der psychische Befund bis auf „kreisende Gedanken“ unauffällig sei. Es werde von psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sozialen Belastungsfaktoren berichtet, insbesondere von der Ehetrennung und Scheidung. Die kombinierte Persönlichkeitsstörung sei biografisch nicht belegt, weshalb von einer Anpassungsstörung (ICD-10: F 43.2) auszugehen sei. Im Bericht der A.___ werde eine komplexe post</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">traumatische Belastungsstörung diagnostiziert, ohne dass ein katastrophales Ereignis genannt werde, weshalb aus versicherungspsychiatrischer Sicht nicht von einer posttraumatischen Belastungsstörung ausgegangen werde könne. Auch in diesem Bericht werde die Persönlichkeitsstörung nicht belegt. Zum Bericht der O.___ hielt er fest, der Drogenkonsum sei in früheren Berichten nicht erwähnt worden. Aus der allgemeinen Anamnese könne jedoch nicht auf eine frühere gravierende Erkrankung geschlossen werden, weshalb kein sekundäres Suchtgeschehen vorliege (Urk. 10/52 S. 4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die IV-Stelle stützte sich bei ihrem Entscheid auf die Einschätzung des RAD</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Arztes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und ging davon aus, dass kein invalidisierender Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schaden vorliege. Die Ausführungen von med. pract. B.___ sind grundsätz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich nachvollziehbar. Vorliegend spielen psychosoziale Belastungsfaktoren wohl eine massgebliche Rolle. So wird in den Arztberichten mehrmals auf die schwierige psychosoziale Belastungssituation hingewiesen, die zur Dekom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pensation und schliesslich zum Eintritt in die Kliniken geführt habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. 10/10</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">10/12 S. 9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">10/36 S. 21)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auch die geäusserte Kritik an der Diagnose der posttraumatischen Belastungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung erscheint schlüssig. Zwar wurde in verschiedenen Arztbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richten eine solche diagnostiziert </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">10/36 S. 11, 10/34 S. 1, 10/45 S. 2)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. H</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">insichtlich des Traumas </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wurde dabei auf einen Motorradunfall im 15. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Lebensjahr, die Bedrängung durch den Freund einer Kollegin in den Ferien und die Gewalterfahrung in der Ehe hingewiesen (Urk. 10/34 S. 2). Die behandelnden Ärzte der Klinik </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> schil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derten in ihrem Bericht vom 19. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2015 körperliche Misshandlungen während der Ehe, Mobbinger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahrungen während der gesamten Schulzeit und sexuelle Übergriffe im Alter von 16 und 17 Jahren (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">10/63 S. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss den ICD-Kriterien entsteht eine posttraumatische Belastungsstörung als eine verzögerte oder protrahierte Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation kürzerer oder längerer Dauer, mit aussergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmass, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde. Der Beginn folgt dem Trauma mit einer Latenz, die wenige Wochen bis Monate dauern kann (vgl. Weltgesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">or</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nisation, Lexikon zur ICD-10-Klassifikation psychischer Störungen, S. 107). Gemäss Angaben der behandelnden Ärzte erlebte die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin in ihrer Kindheit und Jugend diverse traumatische Ereignisse. Da der Krankheitsbeginn mit einer Latenz von maximal einigen Monaten erfolgt, hätte der Krankheitsverlauf daher bereits vor Jahren einsetzen müssen. Dagegen spricht indessen der Umstand, dass die Beschwerdeführerin bis im Jahr 2012 einen erfolgreichen privaten und beruflichen Werdegang verfolgte (Urk. 10/8) und nicht in regelmässiger psychotherapeutischer Behandlung war. Inso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geltend gemacht wird</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, die posttraumatische Belas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungsstörung sei erst mit mehrjähriger Verzögerung aufgetreten, ist darauf hinzuweisen, dass solche raren Konstellationen aufgrund dessen, dass in der Invalidenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherung zwangsläufig eine gewisse Objektivierung verlangt wird, ausser Betracht bleiben müssen (Urteil des Bundesgerichts 9C_228/2013 vom 26. Juni 2013 E. 4.1.3). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus diesen Gründen erscheint fraglich, ob von einer posttraumatischen Belastungsstörung ausgegangen werden kann, insbeson</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dere auch, weil die Geschehnisse während ihrer Ehe objektiv kaum als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ereig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nisse von aussergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> angesehen werden können</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auch wenn die Ausführungen von med. pract. B.___ grundsätzlich ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leuch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten, ist zu berücksichtigen, dass er lediglich gestützt auf die Akten eine Beurteilung vornahm und selbst keine allseitigen und umfassenden Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">suchungen tätigte. Solche sind im vorliegenden Fall jedoch unabding</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar für eine beweiskräftige Beurteilung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 134 V 231</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Vor dem Hinter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund, dass die Beschwerdeführerin seit einiger Zeit in psychothera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">peutischer Behandlung steht und bereits mehrere Male stationär behandelt wurde, erscheint die medizinische Sachlage deshalb nur ungenügend abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">klärt. Die IV-Stelle wäre gehalten gewesen, medizinische Abklärungen zu veranlassen, die eine allseitige Untersuchung beinhalten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 18. Dezember 2015 aufzuheben und die Sache an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit diese ein unabhängiges psychiatrisches Gutachten einhole und anschliessend über den Leistungsanspruch der Versicherten neu verfüge. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt auf Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kanto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung des gesetzlichen Rahmens auf Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- festzusetzen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin aufzuerlegen sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ausgangsgemäss hat die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Prozessentschädigung, wobei diese direkt de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ihr mit Verfügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">15. März 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) für das vorliegende Verfahren bestellten unentgeltli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Rechtsvertreter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Advokatin lic. iur. Karin Wüthrich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, zuzusprechen ist. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Entsprechend der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zesses ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> unentgeltliche Rechtsvertreter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Fr. 1‘</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- aus der Gerichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kasse zu entschädigen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">18. Dezember 2015</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsan</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit sie im Sinne der Erwägungen verfahre und hernach über den Rentenanspruch der Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">führerin neu verfüge.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 600</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">unentgeltlichen Rechtsvertreter</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">in</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> der Beschwerdeführerin, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Advokatin lic. iur. Karin Wüthrich</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">eine Prozessentschädi</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">gung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1‘400</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Procap Schweiz</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">richt Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstCuriger</p><p></p></div> </div></body></html>