<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, das Fortpflanzungsmedizingesetz (FMedG, SR.810.11) einer gesamthaften Revision zu unterziehen und dabei </p><p>- dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik anzupassen;</p><p>- dem gesellschaftlichen Wertewandel anzupassen;</p><p>- Regelungslücken sowie Überregulierungen zu erkennen und zu füllen resp. eliminieren;</p><p>- das Gesetz von zu starren Regelungen entlasten, die keine Rücksicht nehmen auf den medizinischen Fortschritt;</p><p>- Die Kohärenz zu anderen Regelungsbereiche überprüfen und allenfalls herstellen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die eidgenössischen Räte haben im Dezember 2020 entschieden, gleichgeschlechtlichen Paaren in der Schweiz die Heirat zu ermöglichen. Gleichzeitig sprach sich das Parlament für die Zulassung verheirateter Frauenpaare zur Samenspende aus. Mit dem gesellschaftlichen Wertewandel aber auch dem rasanten technologischen Fortschritt gehen viele offene Fragen hinsichtlich der geltenden gesetzlichen Regelung der Fortpflanzungsmedizin in der Schweiz einher. Der Bundesrat anerkennt daher im Grundsatz den Bedarf für eine gründliche Überprüfung des Fortpflanzungsmedizingesetzes (FMedG, SR.810.11). Wie bereits in seiner Stellungnahme zum Postulat 18.3205 Quadranti "Ist das Fortpflanzungsmedizingesetz zeitgemäss, und entspricht es dem Stand von Wissenschaft und Technik?" ausgeführt, wird das FMedG derzeit einer Evaluation unterzogen. Die ersten Resultate sind im Jahr 2023 zu erwarten. Der Bundesrat ist daher der Auffassung, dass die Ergebnisse der Evaluation abgewartet werden sollen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.