<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat hat dieser Tage beschlossen, inskünftig die schon bisher verbilligten Billette für Urlaubsfahrten im Militärdienst gratis abzugeben. Ich ersuche um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Hat sich das sozial- und regionalverträgliche Einheitsbillet zu einem Fünfliber nicht bewährt?</p><p>2. Sind Unfälle mit Privatautos auf der Fahrt in den und vom Urlaub zurückgegangen?</p><p>3. Welche Vorteile verspricht sich der Bundesrat, um auf solche Einnahmen gänzlich zu verzichten? Gilt nicht auch hier das Sprichwort "Was nichts kostet, ist nichts wert"?</p><p>4. Sind nebst finanziellen andere Massnahmen vorgesehen, damit tatsächlich vermehrt die Bahn benützt wird?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Vom verbilligten Billett zum Einheitspreis von fünf Franken für den allgemeinen Urlaub hat in den vergangenen Jahren rund die Hälfte der Armeeangehörigen Gebrauch gemacht. Diese Zahl entspricht zwar ungefähr einer Verdoppelung der früheren Urlaubsfahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln; sie liegt aber immer noch zu tief.</p><p>2. Die Zahl der jährlichen Motorfahrzeugunfälle auf Fahrten in den Urlaub hängt von zahlreichen Faktoren (Zahl der Dienstleistungen, Witterungsverhältnisse, Standort der Truppe usw.) ab. Aufgrund der mehrjährigen Unfallstatistik lässt sich keine eindeutige Aussage über die unfallverhütende Wirkung der verbilligten Urlaubsbillette machen.</p><p>3. Die Einführung der Gratisbillette für Urlaubsfahrten verursacht jährliche Mehrkosten von rund 2,2 Millionen Franken. Wenn aber damit die Armeeangehörigen zur vermehrten Benützung der öffentlichen Transportmittel für Fahrten in den Urlaub animiert werden, sind diese Mehrkosten vertretbar. Der Wegfall der administrativen Umtriebe bei der Truppe für die Billettbestellung und das Inkasso macht das neue Angebot zusätzlich attraktiv.</p><p>4. Das Umsteigen auf öffentliche Transportmittel für Fahrten in den Urlaub ist u. a. Teil der laufenden Unfallverhütungskampagne der Armee. Dazu kommt, dass die Truppenkommandanten noch vermehrt dafür sensibilisiert werden sollen, die Einrückungs- und Abtretenszeiten auf die Fahrpläne der öffentlichen Verkehrsmittel abzustimmen; eine entsprechende Aktion ist in Vorbereitung.</p>