BRKE III Nr. 242/1992 vom 23. Dezember 1992 in BEZ 1993 Nr. 11 3. Die Rekurrentin rügt, die Vorinstanz habe die Baubewilligung hinsichtlich der Einordnung des Vorhabens nicht begründet. Die Baubewilligung ist die behördliche Feststellung, dass dem Projekt keine öf- fentlichrechtlichen Hindernisse namentlich aus dem geltenden Baupolizeirecht en t- gegenstehen. Vorliegend ist den Erwägungen zwar keine explizite Begründung der bauästh e- tischen Grundanforderungen gemäss § 238 Abs. 1 PBG zu entnehmen; jedoch hielt der Gemeinderat fest: "Im übrigen entspricht das Bauvorhaben den baurechtlichen Vorschriften. " Die Vorinstanz hat das Projekt demnach auch in einordnungsmässiger Hinsicht geprüft. Eine Begründung dafür, dass ein Bauvorhaben zulässig sei, ist abgesehen von sp eziell gere gelten Sachverhalten (Ausnahmebewilligungen, vgl. § 320 PBG) nicht e rforderlich. Es ginge zu weit, im Baubewilligungsverfahren von den Verwa l- tungsbehörden verlangen zu wollen, dass sie jeweils noch Begründungen dafür li e- fern, weshalb Projekte de r ganzen Vielzahl einschläg iger Vorschriften entsprächen. Schon aus Praktikabilität sgründen muss es im Bewilligungsfalle genügen, wenn die Baubehörde die Einhaltung der anwendbaren Gesetzesbesti mmungen feststellt. Aus deren W ortlaut, Sinn und Zweck ist es für den sich durch eine solche Bewilligung beschwert fühlenden Dritten ein Leichtes, die Gründe für die Zulassung des Bauvo r- habens zu erkennen: dass nämlich die Baubehörde alle normativ statuierten Vo r- aussetzungen (Grundanforderungen, pr imäre und sekundäre Baubeschränkungs- vorschriften etc.) geprüft hat und als erfüllt b etrachtet. Bezogen auf Einordnungsvorschriften umfasst die Erteilung der Baubewilligung die Feststellung, dass ein Bauvorhaben in sich selbst die ästhetischen Anforderu n- gen erfü lle und sich z udem hinreichend in die bauliche und landschaftliche Umg e- bung einfüge. Es ist Sache des Einsprechers darzutun, weshalb dies nicht der Fall sei. Ist der Reku rrent nicht imstande, ästhetische Mä ngel des Projekts aus Sinn und Zweck der Einor dnungsnorm heraus zu artikulieren, bleibt unerfindlich, was ihn an einem Bauvorhaben stören sollte. Anders verhält es sich bei der Verweigerung von Bauvorhaben. Hier hat die Baubehörde darzutun, welche einschlägigen Vorschriften sie als verletzt betrachtet und i nwiefern das Projekt diesen Normen nicht entspricht. Die Fest stellung etwa, dass ein Projekt den Einordnungsvorschriften nicht entspreche, bedarf, weil - anders als bei der Bewilligung, die sämtliche Normbereiche als eingehalten erklärt - nicht klar ist, welche Aspek te einer Norm beim Entscheid eine Rolle gespielt haben, schon - 2 - zum elementaren Verständnis des Hinweises auf das von der Behörde angezogene spezifische Einordnungskriterium. Der Unterschied in den Anforderungen an eine Begründung ergibt sich mithin daraus, d ass bei der Gestattung das Vorliegen aller massgeblichen Voraussetzu n- gen bejaht wird und diese daher ohne weitere Erläuterungen erkennbar sind, wä h- rend bei der Verweigerung in aller Regel nur das Vorliegen einzelner, zum Ve r- ständnis näher zu benennender Voraussetzungen verneint wird. Es ist daher von einem rechtsgenügend begründeten Bewilligungsen tscheid der Vorinstanz auszugehen; die diesbezügliche verfahrensrechtliche Rüge ist nicht stichhaltig.