Übereinkommen vom 8. November 1990 über Geldwäscherei sowie Ermittlung, Beschlagnahme und Einziehung von Erträgen aus Straftaten <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1993/2386_2386_2386/20150901/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1993/2386_2386_2386/20150901"/><FRBRdate date="1990-11-08" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1993-09-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2015-09-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.311.53"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 8. November 1990 über Geldwäscherei sowie Ermittlung, Beschlagnahme und Einziehung von Erträgen aus Straftaten" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione dell'8 novembre 1990 sul riciclaggio, la ricerca, il sequestro e la confisca dei proventi di reato" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 8 novembre 1990 relative au blanchiment, au dépistage, à la saisie et à la confiscation des produits du crime" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1993/2386_2386_2386/20150901/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1993/2386_2386_2386/20150901/de"/><FRBRdate date="1990-11-08" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1993-09-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2015-09-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1993/2386_2386_2386/20150901/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1993/2386_2386_2386/20150901/de/xml"/><FRBRdate date="1990-11-08" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1993-09-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2015-09-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.311.53</docNumber></p><p> AS <b>1993 </b>2386; BBl <b>1992</b> VI 9</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung<i><authorialNote><p> Der französische Originaltext findet sich unter der gleichen Nummer in der entsprechenden Ausgabe dieser Sammlung.</p></authorialNote></i></p><p><docTitle>Übereinkommen über Geldwäscherei sowie <br/>Ermittlung, Beschlagnahme und Einziehung <br/>von Erträgen aus Straftaten</docTitle></p><p>Abgeschlossen in Strassburg am 8. November 1990 <br/>Von der Bundesversammlung genehmigt am 2. März 1993<authorialNote><p> Art. 1 Abs. 1 des BB vom 2. März 1993 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1993/2384_2384_2384" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1993</b> 2384</ref>).</p></authorialNote> <br/>Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 11. Mai 1993 <br/>Inkrafttreten für die Schweiz: 1. September 1993</p><p> (Stand am 1. September 2015)</p></preface><preamble><p fedlex:role="heading"><i>Präambel</i></p><p>Die Mitgliedstaaten des Europarats <br/>und <br/>die anderen Staaten, die dieses Übereinkommen unterzeichnen –</p><p>in der Erwägung, dass es das Ziel des Europarats ist, eine engere Verbindung zwischen seinen Mitgliedern herbeizuführen;</p><p>überzeugt von der Notwendigkeit, eine gemeinsame Strafrechtspolitik zu verfolgen, die den Schutz der Gesellschaft zum Ziel hat;</p><p>in der Erwägung, dass der Kampf gegen die Schwerkriminalität, die immer mehr zu einem internationalen Problem wird, die Anwendung moderner und wirksamer Methoden auf internationaler Ebene erfordert;</p><p>in der Auffassung, dass eine dieser Methoden darin besteht, dem Straftäter die Erträge aus der Straftat zu entziehen;</p><p>in der Erwägung, dass zur Erreichung dieses Zieles auch ein angemessenes System der internationalen Zusammenarbeit eingerichtet werden muss – sind wie folgt übereingekommen:</p></preamble><body><chapter eId="chap_I"><num>Kapitel I</num><heading>Begriffsbestimmungen</heading><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Begriffsbestimmungen</heading><paragraph eId="art_1/para"><content><p>Im Sinne dieses Übereinkommens</p><blockList><item eId="art_1/para/lbl_a"><num>a. </num><p>bezeichnet der Ausdruck «Ertrag» jeden wirtschaftlichen Vorteil, der durch Straftaten erlangt wird. Dieser Vorteil kann aus jedem Vermögenswert im Sinne des Buchstabens b bestehen;</p></item><item eId="art_1/para/lbl_b"><num>b. </num><p>umfasst der Ausdruck «Vermögenswert» Vermögensgegenstände jeder Art, körperliche oder nichtkörperliche, bewegliche oder unbewegliche, sowie rechtserhebliche Schriftstücke oder Urkunden, die das Recht auf solche Vermögensgegenstände oder Rechte daran belegen;</p></item><item eId="art_1/para/lbl_c"><num>c. </num><p>bezeichnet der Ausdruck «Tatwerkzeuge» alle Gegenstände, die in irgendeiner Weise ganz oder teilweise zur Begehung einer oder mehrerer Straftaten verwendet werden oder verwendet werden sollen;</p></item><item eId="art_1/para/lbl_d"><num>d. </num><p>bezeichnet der Ausdruck «Einziehung» eine Strafe oder Massnahme, die von einem Gericht im Anschluss an ein eine Straftat oder mehrere Straftaten betreffendes Verfahren angeordnet wurde und die zur endgültigen Entziehung des Vermögenswertes führt;</p></item><item eId="art_1/para/lbl_e"><num>e. </num><p>bezeichnet der Ausdruck «Haupttat» jede Straftat, durch die Erträge erlangt wurden, die Gegenstand einer Straftat im Sinne des Artikels 6 werden können.</p></item></blockList></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_II"><num>Kapitel II</num><heading>Innerstaatlich zu treffende Massnahmen</heading><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Einziehungsmassnahmen</heading><paragraph eId="art_2/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen und anderen Massnahmen, die es ihr ermöglichen, Tatwerkzeuge und Erträge oder Vermögenswerte, deren Wert diesen Erträgen entspricht, einzuziehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann bei der Unterzeichnung oder bei der Hinterlegung ihrer Ratifikations‑, Annahme‑, Genehmigungs‑ oder Beitrittsurkunde durch eine an den Generalsekretär des Europarats gerichtete Erklärung mitteilen, dass Ziffer 1 nur auf die Straftaten oder Kategorien von Straftaten Anwendung findet, die in der Erklärung bezeichnet sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Ermittlungs‑ und vorläufige Massnahmen</heading><paragraph eId="art_3/para"><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen und anderen Massnahmen, die es ihr ermöglichen, Vermögenswerte, die der Einziehung nach Artikel 2 Ziffer 1 unterliegen, zu ermitteln und jedes Geschäft mit diesen Vermögenswerten oder jede Übertragung oder Veräusserung dieser Vermögenswerte zu verhindern.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Besondere Ermittlungsbefugnisse und ‑methoden</heading><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen und anderen Massnahmen, um ihren Gerichten oder anderen zuständigen Behörden die Befugnis zu erteilen anzuordnen, dass Bank‑, Finanz‑ oder Geschäftsunterlagen zum Zweck der Durchführung der in den Artikeln 2 und 3 genannten Massnahmen zur Verfügung gestellt oder beschlagnahmt werden. Eine Vertragspartei darf es nicht unter Berufung auf das Bankgeheimnis ablehnen, den Bestimmungen dieses Artikels Geltung zu verschaffen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei zieht in Erwägung, die erforderlichen gesetzgeberischen und anderen Massnahmen zu treffen, die ihr die Anwendung besonderer Ermittlungsmethoden ermöglichen, welche die Ermittlung von Erträgen sowie die Sammlung diesbezüglicher Beweise erleichtern. Solche Methoden können die Anordnung der Überwachung von Bankkonten, die Observation, die Überwachung des Fernmeldeverkehrs, den Zugriff auf Datenverarbeitungssysteme und die Anordnung der Vorlage bestimmter Unterlagen umfassen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Rechtsbehelfe</heading><paragraph eId="art_5/para"><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen und anderen Massnahmen, damit Personen, die durch Massnahmen nach den Artikeln 2 und 3 betroffen sind, zur Wahrung ihrer Rechte über wirksame Rechtsbehelfe verfügen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Straftaten der Geldwäscherei</heading><paragraph eId="art_6/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_6/para_1/listintro">Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen und anderen Massnahmen, um folgende Handlungen, wenn vorsätzlich begangen, nach ihrem innerstaatlichen Recht als Straftaten zu umschreiben:</listIntroduction><item eId="art_6/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>das Umwandeln oder Übertragen von Vermögenswerten in der Kenntnis, dass es sich um Erträge handelt, zu dem Zweck, den unerlaubten Ursprung der Vermögenswerte zu verbergen oder zu verschleiern oder einer an der Begehung der Haupttat beteiligten Person behilflich zu sein, sich den rechtlichen Folgen ihres Handelns zu entziehen;</p></item><item eId="art_6/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>das Verbergen oder Verschleiern der wahren Beschaffenheit, des Ursprungs, des Ortes oder der Bewegung der Vermögenswerte, der Verfügung darüber oder der Rechte oder des Eigentums daran in der Kenntnis, dass es sich um Erträge handelt,</p></item><item eId="art_6/para_1/lbl_tab"><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>und vorbehältlich ihrer Verfassungsgrundsätze und der Grundzüge ihrer Rechtsordnung</p></item><item eId="art_6/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>den Erwerb, den Besitz oder die Verwendung von Vermögenswerten, wenn der Betreffende bei Erhalt weiss, dass es sich um Erträge handelt;</p></item><item eId="art_6/para_1/lbl_d"><num>d. </num><p>die Teilnahme an einer in Übereinstimmung mit diesem Artikel umschriebenen Straftat sowie die Vereinigung, die Verabredung, den Versuch, die Beihilfe, die Anstiftung, die Erleichterung und die Beratung in Bezug auf die Begehung einer solchen Straftat.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>2.</num><content><p>Für die Zwecke der Durchführung oder Anwendung von Ziffer 1</p><blockList><item eId="art_6/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>bleibt unberücksichtigt, ob die Haupttat in die Gerichtsbarkeit in Strafsachen der Vertragspartei fällt oder nicht;</p></item><item eId="art_6/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>kann vorgesehen werden, dass die in Ziffer 1 genannten Straftatbestände nicht auf die Personen Anwendung finden, welche die Haupttat begangen haben;</p></item><item eId="art_6/para_2/lbl_c"><num>c. </num><p>kann auf Kenntnis, Vorsatz oder Zweck als Merkmal für eine in Ziffer 1 genannte Straftat aus den objektiven tatsächlichen Umständen geschlossen werden.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann die von ihr als erforderlich angesehenen Massnahmen treffen, um alle oder einige der in Ziffer 1 genannten Handlungen in einzelnen oder allen nachstehenden Fällen nach ihrem innerstaatlichen Recht als Straftaten zu umschreiben, wenn der Täter</p><blockList><item eId="art_6/para_3/lbl_a"><num>a. </num><p>annehmen musste, dass es sich bei dem Vermögenswert um einen Ertrag handelte;</p></item><item eId="art_6/para_3/lbl_b"><num>b. </num><p>zum Zweck der Gewinnerzielung gehandelt hat;</p></item><item eId="art_6/para_3/lbl_c"><num>c. </num><p>gehandelt hat, um die Fortsetzung krimineller Tätigkeit zu fördern.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_4"><num>4.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann bei der Unterzeichnung oder bei der Hinterlegung ihrer Ratifikations‑, Annahme‑, Genehmigungs‑ oder Beitrittsurkunde durch eine an den Generalsekretär des Europarats gerichtete Erklärung mitteilen, dass Ziffer 1 nur auf die Haupttaten oder Kategorien von Haupttaten Anwendung findet, die in der Erklärung bezeichnet sind.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_III"><num>Kapitel III</num><heading>Internationale Zusammenarbeit</heading><section eId="chap_III/sec_1"><num>Abschnitt 1</num><heading>Grundsätze der internationalen Zusammenarbeit</heading><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Allgemeine Grundsätze und Massnahmen der internationalen<br/>Zusammenarbeit</heading><paragraph eId="art_7/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vertragsparteien arbeiten untereinander für Zwecke der Ermittlungen und Verfahren, die auf die Einziehung von Tatwerkzeugen und Erträgen gerichtet sind, im grösstmöglichen Umfang zusammen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen und anderen Massnahmen, die es ihr unter den in diesem Kapitel vorgesehenen Bedingungen ermöglichen, Ersuchen zu entsprechen, die gerichtet sind</p><blockList><item eId="art_7/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>auf Einziehung bestimmter Vermögenswerte, bei denen es sich um Erträge oder Tatwerkzeuge handelt, sowie auf Einziehung von Erträgen, die in der Verpflichtung zur Zahlung eines dem Wert des Ertrags entsprechenden Geldbetrags besteht;</p></item><item eId="art_7/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>auf Unterstützung bei Ermittlungen und auf vorläufige Massnahmen im Hinblick auf eine der beiden unter Buchstabe a genannten Formen der Einziehung.</p></item></blockList></content></paragraph></article></section><section eId="chap_III/sec_2"><num>Abschnitt 2</num><heading>Unterstützung bei Ermittlungen</heading><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Verpflichtung zur Unterstützung</heading><paragraph eId="art_8/para"><content><p>Die Vertragsparteien gewähren einander auf Ersuchen grösstmögliche Unterstützung bei der Ermittlung von Tatwerkzeugen, Erträgen und anderen Vermögenswerten, die der Einziehung unterliegen. Diese Unterstützung umfasst insbesondere jede Massnahme der Beschaffung und Sicherung von Beweisen hinsichtlich des Vorhandenseins, des Ortes oder der Bewegung, der Beschaffenheit, der rechtlichen Zugehörigkeit oder des Wertes der genannten Vermögenswerte.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Durchführung der Unterstützung</heading><paragraph eId="art_9/para"><content><p>Die Unterstützung nach Artikel 8 wird nach Massgabe und vorbehältlich des innerstaatlichen Rechts der ersuchten Vertragspartei sowie in Übereinstimmung mit den in dem Ersuchen bezeichneten Verfahren geleistet, soweit dies mit dem innerstaatlichen Recht nicht unvereinbar ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><heading>Unaufgeforderte Übermittlung von Informationen</heading><paragraph eId="art_10/para"><content><p>Unbeschadet ihrer eigenen Ermittlungen oder Verfahren kann eine Vertragspartei einer anderen Vertragspartei ohne vorheriges Ersuchen Informationen über Tatwerkzeuge und Erträge übermitteln, wenn sie der Auffassung ist, dass die Übermittlung dieser Informationen der anderen Vertragspartei bei der Einleitung oder Durchführung von Ermittlungen oder Verfahren behilflich sein oder dazu führen könnte, dass diese Vertragspartei ein Ersuchen aufgrund dieses Kapitels stellt.</p></content></paragraph></article></section><section eId="chap_III/sec_3"><num>Abschnitt 3</num><heading>Vorläufige Massnahmen</heading><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><heading>Verpflichtung zur Anordnung vorläufiger Massnahmen</heading><paragraph eId="art_11/para_1"><num>1.</num><content><p>Eine Vertragspartei trifft auf Ersuchen einer anderen Vertragspartei, die ein Strafverfahren oder ein Einziehungsverfahren eingeleitet hat, die notwendigen vorläufigen Massnahmen wie Einfrieren oder Beschlagnahme, um jedes Geschäft, jede Übertragung oder jede Veräusserung in Bezug auf einen Vermögenswert zu verhindern, der später Gegenstand eines Ersuchens um Einziehung werden oder der es ermöglichen könnte, dass einem solchen Ersuchen entsprochen wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>2.</num><content><p>Eine Vertragspartei, die ein Ersuchen um Einziehung nach Artikel 13 erhalten hat, trifft, sofern sie darum ersucht wird, die in Ziffer 1 vorgesehenen Massnahmen in Bezug auf einen Vermögenswert, der Gegenstand des Ersuchens ist oder der es ermöglichen könnte, dass einem solchen Ersuchen entsprochen wird.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><heading>Durchführung der vorläufigen Massnahmen</heading><paragraph eId="art_12/para_1"><num>1.</num><content><p>Die in Artikel 11 genannten vorläufigen Massnahmen werden nach Massgabe und vorbehältlich des innerstaatlichen Rechts der ersuchten Vertragspartei sowie in Übereinstimmung mit den in dem Ersuchen bezeichneten Verfahren durchgeführt, soweit dies mit dem innerstaatlichen Recht nicht unvereinbar ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_2"><num>2.</num><content><p>Vor der Aufhebung einer nach diesem Artikel getroffenen vorläufigen Massnahme gibt die ersuchte Vertragspartei der ersuchenden Vertragspartei nach Möglichkeit Gelegenheit, ihre Gründe für die Aufrechterhaltung der Massnahme darzulegen.</p></content></paragraph></article></section><section eId="chap_III/sec_4"><num>Abschnitt 4</num><heading>Einziehung</heading><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><heading>Verpflichtung zur Einziehung</heading><paragraph eId="art_13/para_1"><num>1.</num><content><p>Eine Vertragspartei, die von einer anderen Vertragspartei ein Ersuchen um Einziehung von in ihrem Hoheitsgebiet befindlichen Tatwerkzeugen oder Erträgen erhalten hat, wird</p><blockList><item eId="art_13/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>eine Einziehungsentscheidung eines Gerichts der ersuchenden Vertragspartei in Bezug auf diese Tatwerkzeuge oder Erträge vollstrecken oder</p></item><item eId="art_13/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>das Ersuchen an ihre zuständigen Behörden weiterleiten, um eine Einziehungsentscheidung zu erwirken, und diese, falls sie erlassen wird, vollstrecken.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_2"><num>2.</num><content><p>Für die Anwendung von Ziffer 1 Buchstabe b hat jede Vertragspartei erforderlichenfalls die Zuständigkeit, ein Einziehungsverfahren nach ihrem innerstaatlichen Recht einzuleiten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_3"><num>3.</num><content><p>Ziffer 1 findet auch auf die Einziehung Anwendung, die in der Verpflichtung zur Zahlung eines dem Wert des Ertrags entsprechenden Geldbetrags besteht, wenn sich Vermögenswerte, auf die sich die Einziehung beziehen kann, im Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei befinden. Wird in diesen Fällen Zahlung nicht erlangt, so befriedigt die ersuchte Vertragspartei bei der Vollstreckung der Einziehung nach Ziffer 1 die Forderung aus jedem zu diesem Zweck verfügbaren Vermögenswert.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_4"><num>4.</num><content><p>Betrifft ein Ersuchen um Einziehung einen bestimmten Vermögenswert, so können die Vertragsparteien vereinbaren, dass die ersuchte Vertragspartei die Einziehung in Form einer Verpflichtung zur Zahlung eines dem Wert des Vermögenswertes entsprechenden Geldbetrags durchführen kann.</p></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><heading>Vollstreckung der Einziehung</heading><paragraph eId="art_14/para_1"><num>1.</num><content><p>Für Verfahren zur Erwirkung und Vollstreckung der Einziehung nach Artikel 13 ist das Recht der ersuchten Vertragspartei massgebend.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_2"><num>2.</num><content><p>Die ersuchte Vertragspartei ist an die tatsächlichen Feststellungen gebunden, soweit sie in einer Verurteilung oder einer gerichtlichen Entscheidung der ersuchenden Vertragspartei dargelegt sind oder der Verurteilung oder Entscheidung stillschweigend zugrunde liegen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann bei der Unterzeichnung oder bei der Hinterlegung ihrer Ratifikations‑, Annahme‑, Genehmigungs‑ oder Beitrittsurkunde durch eine an den Generalsekretär des Europarats gerichtete Erklärung mitteilen, dass Ziffer 2 nur vorbehältlich ihrer Verfassungsgrundsätze und der Grundzüge ihrer Rechtsordnung angewandt wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_4"><num>4.</num><content><p>Besteht die Einziehung in der Verpflichtung zur Zahlung eines Geldbetrags, so rechnet die zuständige Behörde der ersuchten Vertragspartei den Betrag in ihre Landeswährung zu dem Wechselkurs um, der in dem Zeitpunkt gilt, in dem die Entscheidung über die Vollstreckung der Einziehung getroffen wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_5"><num>5.</num><content><p>Im Fall des Artikels 13 Ziffer 1 Buchstabe a hat nur die ersuchende Vertragspartei das Recht, über einen Antrag auf Abänderung der Einziehungsentscheidung zu erkennen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><heading>Eingezogene Vermögenswerte</heading><paragraph eId="art_15/para"><content><p>Die ersuchte Vertragspartei verfügt nach ihrem innerstaatlichen Recht über alle von ihr eingezogenen Vermögenswerte, sofern die betroffenen Vertragsparteien nichts anderes vereinbaren.</p></content></paragraph></article><article eId="art_16"><num><b>Art. 16</b></num><heading>Recht auf Vollstreckung und höchstmöglicher Einziehungsbetrag</heading><paragraph eId="art_16/para_1"><num>1.</num><content><p>Ein nach Artikel 13 gestelltes Ersuchen um Einziehung lässt das Recht der ersuchenden Vertragspartei, die Einziehungsentscheidung selbst zu vollstrecken, unberührt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_2"><num>2.</num><content><p>Dieses Übereinkommen ist nicht so auszulegen, als gestatte es, dass der Gesamtwert der eingezogenen Vermögenswerte den in der Einziehungsentscheidung festgelegten Geldbetrag übersteigt. Stellt eine Vertragspartei fest, dass dies eintreten könnte, so nehmen die betroffenen Vertragsparteien Konsultationen auf, um ein solches Ergebnis zu vermeiden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_17"><num><b>Art. 17</b></num><heading>Ersatzfreiheitsstrafe</heading><paragraph eId="art_17/para"><content><p>Die ersuchte Vertragspartei darf infolge eines nach Artikel 13 gestellten Ersuchens weder eine Ersatzfreiheitsstrafe aussprechen noch eine andere freiheitsbeschränkende Massnahme treffen, wenn die ersuchende Vertragspartei dies in ihrem Ersuchen ausgeschlossen hat.</p></content></paragraph></article></section><section eId="chap_III/sec_5"><num>Abschnitt 5</num><heading>Ablehnung und Aufschub der Zusammenarbeit</heading><article eId="art_18"><num><b>Art. 18</b></num><heading>Ablehnungsgründe</heading><paragraph eId="art_18/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Zusammenarbeit aufgrund dieses Kapitels kann abgelehnt werden, wenn </p><blockList><item eId="art_18/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>die erbetene Massnahme den Grundlagen der Rechtsordnung der ersuchten Vertragspartei widerspricht;</p></item><item eId="art_18/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>die Erledigung des Ersuchens geeignet ist, die Souveränität, die Sicherheit, die öffentliche Ordnung (ordre public) oder andere wesentliche Interessen der ersuchten Vertragspartei zu beeinträchtigen;</p></item><item eId="art_18/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>nach Auffassung der ersuchten Vertragspartei die Bedeutung der Angelegenheit, auf die sich das Ersuchen bezieht, die Durchführung der erbetenen Massnahme nicht rechtfertigt;</p></item><item eId="art_18/para_1/lbl_d"><num>d. </num><p>die Straftat, auf die sich das Ersuchen bezieht, eine politische oder fiskalische Straftat ist;</p></item><item eId="art_18/para_1/lbl_e"><num>e. </num><p>nach Auffassung der ersuchten Vertragspartei die erbetene Massnahme gegen den Grundsatz «ne bis in idem» verstiesse oder</p></item><item eId="art_18/para_1/lbl_f"><num>f. </num><p>die Straftat, auf die sich das Ersuchen bezieht, nach dem Recht der ersuchten Vertragspartei keine Straftat wäre, wenn sie in ihrem Hoheitsbereich begangen worden wäre. Dieser Ablehnungsgrund findet jedoch auf die in Abschnitt 2 vorgesehene Zusammenarbeit nur insoweit Anwendung, als die erbetene Unterstützung Zwangsmassnahmen umfasst.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Zusammenarbeit nach Abschnitt 2, soweit die erbetene Unterstützung Zwangsmassnahmen umfasst, und nach Abschnitt 3 kann auch abgelehnt werden, wenn die erbetenen Massnahmen nach dem innerstaatlichen Recht der ersuchten Vertragspartei in einem vergleichbaren innerstaatlichen Fall zu Ermittlungs‑ oder Verfahrenszwecken nicht getroffen werden könnten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_3"><num>3.</num><content><p>Wenn es das Recht der ersuchten Vertragspartei erfordert, kann die Zusammenarbeit nach Abschnitt 2, soweit die erbetene Unterstützung Zwangsmassnahmen umfasst, und nach Abschnitt 3 auch abgelehnt werden, wenn die erbetenen Massnahmen oder Massnahmen mit ähnlichen Wirkungen nach dem Recht der ersuchenden Vertragspartei nicht zulässig wären oder wenn, was die zuständigen Behörden der ersuchenden Vertragspartei betrifft, das Ersuchen weder von einem Strafrichter noch von einer anderen in Strafsachen tätigen Justizbehörde einschliesslich der Staatsanwaltschaft genehmigt ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Zusammenarbeit nach Abschnitt 4 kann auch abgelehnt werden, wenn</p><blockList><item eId="art_18/para_4/lbl_a"><num>a. </num><p>das Recht der ersuchten Vertragspartei eine Einziehung für die Art von Straftat, auf die sich das Ersuchen bezieht, nicht vorsieht;</p></item><item eId="art_18/para_4/lbl_b"><num>b. </num><p>sie unbeschadet der Verpflichtung nach Artikel 13 Ziffer 3 den Grundsätzen des innerstaatlichen Rechts der ersuchten Vertragspartei bezüglich der Beschränkung der Einziehung im Hinblick auf den Zusammenhang zwischen einer Straftat und</p><blockList><item eId="art_18/para_4/lbl_b/lbl_i"><num>i) </num><p>einem wirtschaftlichen Vorteil, der als Ertrag daraus gelten könnte, oder</p></item><item eId="art_18/para_4/lbl_b/lbl_ii"><num>ii) </num><p>den Vermögenswerten, die als Tatwerkzeuge gelten könnten, widerspräche;</p></item></blockList></item><item eId="art_18/para_4/lbl_c"><num>c. </num><p>die Einziehungsentscheidung nach dem Recht der ersuchten Vertragspartei wegen Verjährung nicht mehr erlassen oder vollstreckt werden kann;</p></item><item eId="art_18/para_4/lbl_d"><num>d. </num><p>das Ersuchen sich weder auf eine zuvor ergangene Verurteilung noch auf eine gerichtliche Entscheidung noch auf eine in einer solchen Entscheidung enthaltene Feststellung, dass eine oder mehrere Straftaten begangen wurden, bezieht, auf deren Grundlage die Einziehungsentscheidung ergangen ist oder das Einziehungsersuchen gestellt wurde;</p></item><item eId="art_18/para_4/lbl_e"><num>e. </num><p>die Einziehung im Hoheitsgebiet der ersuchenden Vertragspartei nicht vollstreckbar ist oder noch mit ordentlichen Rechtsmitteln angefochten werden kann oder</p></item><item eId="art_18/para_4/lbl_f"><num>f. </num><p>das Ersuchen sich auf eine Einziehungsentscheidung bezieht, die in Abwesenheit der Person, gegen die sie erlassen wurde, ergangen ist und nach Auffassung der ersuchten Vertragspartei in dem von der ersuchenden Vertragspartei eingeleiteten Verfahren, das zu dieser Entscheidung geführt hat, die jedem Angeklagten zustehenden Mindestrechte der Verteidigung nicht gewahrt wurden.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_5"><num>5.</num><content><p>Als Abwesenheitsentscheidung im Sinne von Ziffer 4 Buchstabe f gilt eine Entscheidung nicht, wenn sie</p><blockList><item eId="art_18/para_5/lbl_a"><num>a. </num><p>nach Einspruch des Betroffenen bestätigt oder verkündet wurde oder</p></item><item eId="art_18/para_5/lbl_b"><num>b. </num><p>in einem Rechtsmittelverfahren ergangen ist und das Rechtsmittel von dem Betroffenen eingelegt wurde.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_6"><num>6.</num><content><p>Bei der Prüfung für die Zwecke von Ziffer 4 Buchstabe f, ob die Mindestrechte der Verteidigung gewahrt wurden, berücksichtigt die ersuchte Vertragspartei den Umstand, dass der Betroffene bewusst versucht hat, sich der Justiz zu entziehen, oder sich dafür entschieden hat, kein Rechtsmittel gegen die Abwesenheitsentscheidung einzulegen, obwohl er die Möglichkeit dazu gehabt hat. Dies gilt auch, wenn sich der Betroffene nach ordnungsgemässer Vorladung dafür entschieden hat, weder zu erscheinen noch eine Vertagung zu beantragen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_7"><num>7.</num><content><p>Eine Vertragspartei darf nicht jegliche Zusammenarbeit nach diesem Kapitel unter Berufung auf das Bankgeheimnis ablehnen. Wenn ihr innerstaatliches Recht dies erfordert, kann eine Vertragspartei verlangen, dass ein Ersuchen um Zusammenarbeit, das die Aufhebung des Bankgeheimnisses umfassen würde, von einem Strafrichter oder einer anderen in Strafsachen tätigen Justizbehörde einschliesslich der Staatsanwaltschaft genehmigt ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_8"><num>8.</num><content><p>Unbeschadet des Ablehnungsgrunds nach Ziffer 1 Buchstabe a</p><blockList><item eId="art_18/para_8/lbl_a"><num>a. </num><p>darf die ersuchte Vertragspartei die Tatsache, dass die von den Behörden der ersuchenden Vertragspartei geführten Ermittlungen oder die von ihnen erlassene Einziehungsentscheidung eine juristische Person betreffen, nicht als Hindernis für jegliche Zusammenarbeit nach diesem Kapitel geltend machen;</p></item><item eId="art_18/para_8/lbl_b"><num>b. </num><p>darf die Tatsache, dass die natürliche Person, gegen die eine auf Einziehung von Erträgen lautende Entscheidung ergangen ist, später verstorben ist, oder die Tatsache, dass eine juristische Person, gegen die eine auf Einziehung von Erträgen lautende Entscheidung ergangen ist, später aufgelöst wurde, nicht als Hindernis für die Unterstützung nach Artikel 13 Ziffer 1 Buchstabe a geltend gemacht werden.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_19"><num><b>Art. 19</b></num><heading>Aufschub</heading><paragraph eId="art_19/para"><content><p>Die ersuchte Vertragspartei kann die Durchführung der in einem Ersuchen genannten Massnahmen aufschieben, wenn die Gefahr besteht, dass sie die von ihren Behörden geführten Ermittlungen oder Verfahren beeinträchtigen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_20"><num><b>Art. 20</b></num><heading>Teilweise oder bedingte Erfüllung eines Ersuchens</heading><paragraph eId="art_20/para"><content><p>Bevor die ersuchte Vertragspartei die Zusammenarbeit nach diesem Kapitel ablehnt oder aufschiebt, prüft sie, gegebenenfalls nach Konsultation der ersuchenden Vertragspartei, ob dem Ersuchen zum Teil oder vorbehältlich der von ihr als erforderlich erachteten Bedingungen entsprochen werden kann.</p></content></paragraph></article></section><section eId="chap_III/sec_6"><num>Abschnitt 6</num><heading>Zustellung und Schutz der Rechte Dritter</heading><article eId="art_21"><num><b>Art. 21</b></num><heading>Zustellung von Schriftstücken</heading><paragraph eId="art_21/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vertragsparteien gewähren einander grösstmögliche Unterstützung bei der Zustellung gerichtlicher Schriftstücke an Personen, die von vorläufigen Massnahmen und Einziehungsmassnahmen betroffen sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_2"><num>2.</num><content><p>Dieser Artikel soll der Möglichkeit nicht entgegenstehen</p><blockList><item eId="art_21/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>gerichtliche Schriftstücke Personen im Ausland unmittelbar durch die Post zu übersenden,</p></item><item eId="art_21/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>dass Justizbeamte, andere Beamte oder sonst zuständige Stellen der Vertragspartei, von der gerichtliche Schriftstücke stammen, deren Zustellung unmittelbar durch die Konsularbehörden dieser Vertragspartei oder durch Justizbeamte, andere Beamte oder sonst zuständige Stellen der anderen Vertragspartei bewirken,</p></item></blockList><p>sofern nicht die andere Vertragspartei bei der Unterzeichnung oder bei der Hinterlegung ihrer Ratifikations‑, Annahme‑, Genehmigungs‑ oder Beitrittsurkunde eine gegenteilige Erklärung an den Generalsekretär des Europarats richtet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_3"><num>3.</num><content><p>Bei der Zustellung gerichtlicher Schriftstücke, die von einer Vertragspartei stammen, an Personen im Ausland, die durch von dieser Vertragspartei angeordnete vorläufige Massnahmen oder Einziehungsentscheidungen betroffen sind, unterrichtet diese Vertragspartei die betroffenen Personen über die nach ihrem Recht zur Verfügung stehenden Rechtsmittel.</p></content></paragraph></article><article eId="art_22"><num><b>Art. 22</b></num><heading>Anerkennung ausländischer Entscheidungen</heading><paragraph eId="art_22/para_1"><num>1.</num><content><p>Die mit einem Ersuchen um Zusammenarbeit nach den Abschnitten 3 und 4 befasste ersuchte Vertragspartei erkennt jede von der ersuchenden Vertragspartei erlassene gerichtliche Entscheidung im Hinblick auf die von Dritten beanspruchten Rechte an.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_22/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Anerkennung kann abgelehnt werden, wenn</p><blockList><item eId="art_22/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>die Dritten keine ausreichende Möglichkeit hatten, ihre Rechte geltend zu machen;</p></item><item eId="art_22/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>die Entscheidung mit einer von der ersuchten Vertragspartei in der gleichen Sache bereits erlassenen Entscheidung unvereinbar ist;</p></item><item eId="art_22/para_2/lbl_c"><num>c. </num><p>sie mit der öffentlichen Ordnung (ordre public) der ersuchten Vertragspartei unvereinbar ist oder</p></item><item eId="art_22/para_2/lbl_d"><num>d. </num><p>die Entscheidung entgegen den im Recht der ersuchten Vertragspartei vorgesehenen Bestimmungen über die ausschliessliche Zuständigkeit ergangen ist.</p></item></blockList></content></paragraph></article></section><section eId="chap_III/sec_7"><num>Abschnitt 7</num><heading>Verfahrens‑ und andere allgemeine Vorschriften</heading><article eId="art_23"><num><b>Art. 23</b></num><heading>Zentralbehörde</heading><paragraph eId="art_23/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vertragsparteien bestimmen eine Zentralbehörde oder erforderlichenfalls mehrere Behörden, welche die Aufgabe haben, die nach diesem Kapitel gestellten Ersuchen abzusenden, zu beantworten, zu erledigen oder an die für die Erledigung zuständigen Behörden weiterzuleiten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei teilt dem Generalsekretär des Europarats bei der Unterzeichnung oder bei der Hinterlegung ihrer Ratifikations‑, Annahme‑, Genehmigungs‑ oder Beitrittsurkunde die Bezeichnung und Anschrift der nach Ziffer 1 bestimmten Behörden mit.</p></content></paragraph></article><article eId="art_24"><num><b>Art. 24</b></num><heading>Unmittelbarer Schriftverkehr</heading><paragraph eId="art_24/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Zentralbehörden verkehren unmittelbar miteinander.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_2"><num>2.</num><content><p>In dringenden Fällen können die in diesem Kapitel vorgesehenen Ersuchen und Mitteilungen unmittelbar von den Justizbehörden einschliesslich der Staatsanwaltschaften der ersuchenden Vertragspartei an solche Behörden der ersuchten Vertragspartei übermittelt werden. In diesen Fällen ist gleichzeitig über die Zentralbehörde der ersuchenden Vertragspartei eine Abschrift an die Zentralbehörde der ersuchten Vertragspartei zu senden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_3"><num>3.</num><content><p>Jedes Ersuchen oder jede Mitteilung nach Ziffer 1 und 2 kann über die Internationale Kriminalpolizeiliche Organisation (Interpol) übermittelt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_4"><num>4.</num><content><p>Wird ein Ersuchen nach Ziffer 2 übermittelt und ist die befasste Behörde für die Erledigung nicht zuständig, so leitet sie das Ersuchen an die zuständige Behörde ihres Landes weiter und setzt die ersuchende Vertragspartei unmittelbar davon in Kenntnis.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_5"><num>5.</num><content><p>Ersuchen oder Mitteilungen nach Abschnitt 2, die keine Zwangsmassnahmen umfassen, können unmittelbar von der zuständigen Behörde der ersuchenden Vertragspartei der zuständigen Behörde der ersuchten Vertragspartei übermittelt werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_25"><num><b>Art. 25</b></num><heading>Form der Ersuchen und Sprachen</heading><paragraph eId="art_25/para_1"><num>1.</num><content><p>Alle Ersuchen nach diesem Kapitel bedürfen der Schriftform. Der Einsatz moderner Telekommunikationsmittel wie Telefax ist zulässig.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_2"><num>2.</num><content><p>Vorbehältlich Ziffer 3 wird die Übersetzung der Ersuchen oder der beigefügten Schriftstücke nicht verlangt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann sich bei der Unterzeichnung oder bei der Hinterlegung ihrer Ratifikations‑, Annahme‑, Genehmigungs‑ oder Beitrittsurkunde durch eine an den Generalsekretär des Europarats gerichtete Erklärung das Recht vorbehalten, zu verlangen, dass die Ersuchen und beigefügten Schriftstücke mit einer Übersetzung in ihre eigene Sprache oder in eine der Amtssprachen des Europarats oder in die von ihr bezeichnete Amtssprache übermittelt werden. Jede Vertragspartei kann bei dieser Gelegenheit ihre Bereitschaft erklären, Übersetzungen in jede andere von ihr bezeichnete Sprache entgegenzunehmen. Die anderen Vertragsparteien können den Grundsatz der Gegenseitigkeit anwenden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_26"><num><b>Art. 26</b></num><heading>Legalisation</heading><paragraph eId="art_26/para"><content><p>Die nach diesem Kapitel übermittelten Unterlagen sind von jeder Legalisationsförmlichkeit befreit.</p></content></paragraph></article><article eId="art_27"><num><b>Art. 27</b></num><heading>Inhalt des Ersuchens</heading><paragraph eId="art_27/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_27/para_1/listintro">Jedes Ersuchen um Zusammenarbeit nach diesem Kapitel muss folgende Angaben enthalten:</listIntroduction><item eId="art_27/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>die Behörde, von der es ausgeht, und die Behörde, die die Ermittlungen oder das Verfahren durchführt;</p></item><item eId="art_27/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>den Gegenstand und den Grund des Ersuchens;</p></item><item eId="art_27/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>ausser im Fall eines Zustellungsersuchens die Sache, die Gegenstand der Ermittlungen oder des Verfahrens ist, einschliesslich der rechtserheblichen Tatsachen (wie Tatzeit, Tatort und Tatumstände);</p></item><item eId="art_27/para_1/lbl_d"><num>d. </num><p>soweit die Zusammenarbeit Zwangsmassnahmen umfasst,</p><blockList><item eId="art_27/para_1/lbl_d/lbl_i"><num>i) </num><p>den Wortlaut der Gesetzesbestimmungen oder, wenn dies nicht möglich ist, eine Darstellung des anzuwendenden Rechts;</p></item><item eId="art_27/para_1/lbl_d/lbl_ii"><num>ii) </num><p>eine Erklärung, dass die erbetene Massnahme oder eine andere Massnahme mit ähnlichen Wirkungen im Hoheitsgebiet der ersuchenden Vertragspartei nach ihrem innerstaatlichen Recht ergriffen werden könnte;</p></item></blockList></item><item eId="art_27/para_1/lbl_e"><num>e. </num><p>erforderlichenfalls und soweit möglich,</p><blockList><item eId="art_27/para_1/lbl_e/lbl_i"><num>i) </num><p>Angaben zu der oder den betroffenen Personen, einschliesslich Name, Geburtsdatum und ‑ort, Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsort sowie, wenn es sich um eine juristische Person handelt, ihren Sitz;</p></item><item eId="art_27/para_1/lbl_e/lbl_ii"><num>ii) </num><p>die Vermögenswerte, bezüglich deren die Zusammenarbeit erbeten wird, den Ort, an dem sie sich befinden, ihre Verbindung zu der oder den betroffenen Personen, den Zusammenhang mit der Straftat sowie alle verfügbaren Informationen über die Interessen Dritter an diesen Vermögenswerten;</p></item></blockList></item><item eId="art_27/para_1/lbl_f"><num>f. </num><p>jedes von der ersuchenden Vertragspartei gewünschte besondere Verfahren.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_27/para_2"><num>2.</num><content><p>Ist ein Ersuchen um vorläufige Massnahmen nach Abschnitt 3 auf die Beschlagnahme eines Vermögenswertes gerichtet, der Gegenstand einer Einziehungsentscheidung sein könnte, die in der Verpflichtung zur Zahlung eines Geldbetrags besteht, so muss dieses Ersuchen auch den Höchstbetrag angeben, der aus diesem Vermögenswert erlangt werden soll.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_27/para_3"><num>3.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_27/para_3/listintro">Ausser den in Ziffer 1 erwähnten Angaben muss jedes nach Abschnitt 4 gestellte Ersuchen folgendes enthalten:</listIntroduction><item eId="art_27/para_3/lbl_a"><num>a. </num><p>im Fall des Artikels 13 Ziffer 1 Buchstabe a</p><blockList><item eId="art_27/para_3/lbl_a/lbl_i"><num>i) </num><p>eine beglaubigte Abschrift der Einziehungsentscheidung des Gerichts der ersuchenden Vertragspartei und eine Darstellung der Gründe, auf die sich die Entscheidung stützt, sofern sie nicht in der Entscheidung selbst angegeben sind;</p></item><item eId="art_27/para_3/lbl_a/lbl_ii"><num>ii) </num><p>eine Bescheinigung der zuständigen Behörde der ersuchenden Vertragspartei, dass die Einziehungsentscheidung vollstreckbar ist und nicht mehr mit ordentlichen Rechtsmitteln angefochten werden kann;</p></item><item eId="art_27/para_3/lbl_a/lbl_iii"><num>iii) </num><p>Informationen über den Umfang, in dem die Entscheidung vollstreckt werden soll, und</p></item><item eId="art_27/para_3/lbl_a/lbl_iv"><num>iv) </num><p>Informationen über die Notwendigkeit, vorläufige Massnahmen zu ergreifen;</p></item></blockList></item><item eId="art_27/para_3/lbl_b"><num>b. </num><p>im Fall des Artikels 13 Ziffer 1 Buchstabe b eine Darstellung des von der ersuchenden Vertragspartei dem Ersuchen zugrunde gelegten Sachverhalts, die ausreicht, um es der ersuchten Vertragspartei zu ermöglichen, nach ihrem innerstaatlichen Recht eine Entscheidung zu erwirken;</p></item><item eId="art_27/para_3/lbl_c"><num>c. </num><p>wenn Dritte die Möglichkeit gehabt haben, Rechte geltend zu machen, Unterlagen, aus denen dies hervorgeht.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_28"><num><b>Art. 28</b></num><heading>Mängel der Ersuchen</heading><paragraph eId="art_28/para_1"><num>1.</num><content><p>Entspricht das Ersuchen nicht den Bestimmungen dieses Kapitels oder reichen die zur Verfügung gestellten Informationen nicht aus, um es der ersuchten Vertragspartei zu ermöglichen, über das Ersuchen zu entscheiden, so kann diese Vertragspartei die ersuchende Vertragspartei auffordern, das Ersuchen zu ändern oder durch zusätzliche Informationen zu ergänzen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_28/para_2"><num>2.</num><content><p>Die ersuchte Vertragspartei kann für den Eingang dieser Änderungen oder Informationen eine Frist setzen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_28/para_3"><num>3.</num><content><p>Bis zum Eingang der erbetenen Änderungen oder Informationen zu einem nach Abschnitt 4 gestellten Ersuchen kann die ersuchte Vertragspartei alle in den Abschnitten 2 und 3 angeführten Massnahmen anordnen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_29"><num><b>Art. 29</b></num><heading>Mehrheit von Ersuchen</heading><paragraph eId="art_29/para_1"><num>1.</num><content><p>Gehen bei der ersuchten Vertragspartei mehrere Ersuchen nach den Abschnitten 3 und 4 hinsichtlich derselben Person oder derselben Vermögenswerte ein, so hindert dies die ersuchte Vertragspartei nicht an der Bearbeitung von Ersuchen, die vorläufige Massnahmen umfassen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_29/para_2"><num>2.</num><content><p>Bei einer Mehrheit von Ersuchen nach Abschnitt 4 zieht die ersuchte Vertragspartei eine Konsultation der ersuchenden Vertragsparteien in Erwägung.</p></content></paragraph></article><article eId="art_30"><num><b>Art. 30</b></num><heading>Verpflichtung zur Begründung</heading><paragraph eId="art_30/para"><content><p>Die ersuchte Vertragspartei hat jede Entscheidung zu begründen, mit der eine nach diesem Kapitel erbetene Zusammenarbeit abgelehnt, aufgeschoben oder Bedingungen unterworfen wird.</p></content></paragraph></article><article eId="art_31"><num><b>Art. 31</b></num><heading>Informationen</heading><paragraph eId="art_31/para_1"><num>1.</num><content><p>Die ersuchte Vertragspartei unterrichtet die ersuchende Vertragspartei unverzüglich über</p><blockList><item eId="art_31/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>die aufgrund eines nach diesem Kapitel gestellten Ersuchens getroffenen Massnahmen;</p></item><item eId="art_31/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>das endgültige Ergebnis der aufgrund des Ersuchens getroffenen Massnahmen;</p></item><item eId="art_31/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>eine Entscheidung, mit der eine Zusammenarbeit nach diesem Kapitel ganz oder teilweise abgelehnt, aufgeschoben oder Bedingungen unterworfen wird;</p></item><item eId="art_31/para_1/lbl_d"><num>d. </num><p>alle Umstände, die die Durchführung der erbetenen Massnahmen unmöglich machen oder sie wahrscheinlich erheblich verzögern werden;</p></item><item eId="art_31/para_1/lbl_e"><num>e. </num><p>im Fall vorläufiger Massnahmen, die aufgrund eines Ersuchens nach Abschnitt 2 oder 3 ergriffen worden sind, die Bestimmungen ihres innerstaatlichen Rechts, die unmittelbar zur Aufhebung der Massnahme führen würden.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_31/para_2"><num>2.</num><content><p>Die ersuchende Vertragspartei unterrichtet die ersuchte Vertragspartei unverzüglich über</p><blockList><item eId="art_31/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>jede Überprüfung, Entscheidung oder andere Tatsache, die dazu führt, dass die Einziehungsentscheidung ganz oder teilweise nicht mehr vollstreckbar ist;</p></item><item eId="art_31/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>jede Änderung in tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht, die dazu führt, dass Massnahmen aufgrund dieses Kapitels nicht mehr gerechtfertigt sind.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_31/para_3"><num>3.</num><content><p>Ersucht eine Vertragspartei um die Einziehung von Vermögenswerten im Hoheitsgebiet mehrerer Vertragsparteien auf der Grundlage ein und derselben Einziehungsentscheidung, so setzt sie alle von der Vollstreckung der Entscheidung betroffenen Vertragsparteien davon in Kenntnis.</p></content></paragraph></article><article eId="art_32"><num><b>Art. 32</b></num><heading>Beschränkung der Verwendung</heading><paragraph eId="art_32/para_1"><num>1.</num><content><p>Die ersuchte Vertragspartei kann die Erledigung eines Ersuchens von der Bedingung abhängig machen, dass die erhaltenen Informationen oder Beweismittel nicht ohne ihre vorherige Zustimmung von den Behörden der ersuchenden Vertragspartei für andere als die in dem Ersuchen bezeichneten Ermittlungs‑ oder Verfahrenszwecke verwendet oder übermittelt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_32/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann bei der Unterzeichnung oder bei der Hinterlegung ihrer Ratifikations‑, Annahme‑, Genehmigungs‑ oder Beitrittsurkunde durch eine an den Generalsekretär des Europarats gerichtete Erklärung mitteilen, dass die von ihr nach diesem Kapitel zur Verfügung gestellten Informationen oder Beweismittel nicht ohne ihre vorherige Zustimmung von den Behörden der ersuchenden Vertragspartei für andere als die in dem Ersuchen bezeichneten Ermittlungs‑ oder Verfahrenszwecke verwendet oder übermittelt werden dürfen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_33"><num><b>Art. 33</b></num><heading>Vertraulichkeit</heading><paragraph eId="art_33/para_1"><num>1.</num><content><p>Die ersuchende Vertragspartei kann verlangen, dass die ersuchte Vertragspartei das Ersuchen und seinen Inhalt vertraulich behandelt, soweit die Erledigung des Ersuchens nichts anderes gebietet. Kann die ersuchte Vertragspartei der verlangten Vertraulichkeit nicht entsprechen, so setzt sie die ersuchende Vertragspartei umgehend davon in Kenntnis.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_33/para_2"><num>2.</num><content><p>Die ersuchende Vertragspartei hat, wenn sie darum ersucht wird und wenn dies den Grundlagen ihres innerstaatlichen Rechts nicht widerspricht, alle von der ersuchten Vertragspartei übermittelten Beweismittel und Informationen vertraulich zu behandeln, soweit die in dem Ersuchen beschriebenen Ermittlungen oder Verfahren nichts anderes gebieten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_33/para_3"><num>3.</num><content><p>Vorbehältlich der Bestimmungen ihres innerstaatlichen Rechts hat eine Vertragspartei, die nach Artikel 10 unaufgefordert übermittelte Informationen erhalten hat, die von der übermittelnden Vertragspartei verlangte Vertraulichkeit zu wahren. Kann die andere Vertragspartei einem solchen Verlangen nicht entsprechen, so setzt sie die übermittelnde Vertragspartei umgehend davon in Kenntnis.</p></content></paragraph></article><article eId="art_34"><num><b>Art. 34</b></num><heading>Kosten</heading><paragraph eId="art_34/para"><content><p>Die ersuchte Vertragspartei trägt die gewöhnlichen Kosten der Erledigung eines Ersuchens. Verursacht die Erledigung eines Ersuchens erhebliche oder aussergewöhnliche Kosten, so konsultieren die Vertragsparteien einander, um festzulegen, unter welchen Bedingungen das Ersuchen erledigt werden kann und auf welche Weise die Kosten getragen werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_35"><num><b>Art. 35</b></num><heading>Schadenersatz</heading><paragraph eId="art_35/para_1"><num>1.</num><content><p>Erhebt eine Person eine Klage auf Ersatz von Schäden, die sich aus einer Handlung oder Unterlassung bei der Zusammenarbeit nach diesem Kapitel ergeben, so ziehen die betroffenen Vertragsparteien in Erwägung, einander gegebenenfalls über die Aufteilung der geschuldeten Entschädigungen zu konsultieren.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_35/para_2"><num>2.</num><content><p>Eine Vertragspartei, gegen die eine Schadenersatzklage erhoben wird, bemüht sich, die andere Vertragspartei unverzüglich davon in Kenntnis zu setzen, wenn diese ein Interesse in der Sache haben könnte.</p></content></paragraph></article></section></chapter><chapter eId="chap_IV"><num>Kapitel IV</num><heading>Schlussbestimmungen</heading><article eId="art_36"><num><b>Art. 36</b></num><heading>Unterzeichnung und Inkrafttreten</heading><paragraph eId="art_36/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen liegt für die Mitgliedstaaten des Europarats und für Nichtmitgliedstaaten, die sich an der Ausarbeitung des Übereinkommens beteiligt haben, zur Unterzeichnung auf. Diese Staaten können ihre Zustimmung, gebunden zu sein, ausdrücken,</p><blockList><item eId="art_36/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>indem sie es ohne Vorbehalt der Ratifikation, Annahme oder Genehmigung unterzeichnen oder</p></item><item eId="art_36/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>indem sie es vorbehältlich der Ratifikation, Annahme oder Genehmigung unterzeichnen und später ratifizieren, annehmen oder genehmigen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_36/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Ratifikations‑, Annahme‑ oder Genehmigungsurkunden werden beim Generalsekretär des Europarats hinterlegt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_36/para_3"><num>3.</num><content><p>Dieses Übereinkommen tritt am ersten Tag des Monats in Kraft, der auf einen Zeitabschnitt von drei Monaten nach dem Tag folgt, an dem drei Staaten, von denen mindestens zwei Mitgliedstaaten des Europarats sind, nach Ziffer 1 ihre Zustimmung ausgedrückt haben, durch das Übereinkommen gebunden zu sein.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_36/para_4"><num>4.</num><content><p>Für jeden Unterzeichnerstaat, der später seine Zustimmung ausdrückt, durch das Übereinkommen gebunden zu sein, tritt es am ersten Tag des Monats in Kraft, der auf einen Zeitabschnitt von drei Monaten nach dem Tag folgt, an dem er nach Ziffer 1 seine Zustimmung ausgedrückt hat, durch das Übereinkommen gebunden zu sein.</p></content></paragraph></article><article eId="art_37"><num><b>Art. 37</b></num><heading>Beitritt zum Übereinkommen</heading><paragraph eId="art_37/para_1"><num>1.</num><content><p>Nach Inkrafttreten dieses Übereinkommens kann das Ministerkomitee des Europarats nach Konsultation der Vertragsstaaten des Übereinkommens durch einen mit der in Artikel 20 Buchstabe d der Satzung des Europarats<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1963/772_769_797" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.192.030</b></ref></p></authorialNote> vorgesehenen Mehrheit und mit einhelliger Zustimmung der Vertreter der Vertragsstaaten, die Anspruch auf einen Sitz im Komitee haben, gefassten Beschluss jeden Staat, der nicht Mitglied des Rates ist und der sich nicht an der Ausarbeitung des Übereinkommens beteiligt hat, einladen, dem Übereinkommen beizutreten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_37/para_2"><num>2.</num><content><p>Für jeden beitretenden Staat tritt das Übereinkommen am ersten Tag des Monats in Kraft, der auf einen Zeitabschnitt von drei Monaten nach Hinterlegung der Beitrittsurkunde beim Generalsekretär des Europarats folgt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_38"><num><b>Art. 38</b></num><heading>Räumlicher Geltungsbereich</heading><paragraph eId="art_38/para_1"><num>1.</num><content><p>Jeder Staat kann bei der Unterzeichnung oder bei der Hinterlegung seiner Ratifikations‑, Annahme‑, Genehmigungs‑ oder Beitrittsurkunde einzelne oder mehrere Hoheitsgebiete bezeichnen, auf die dieses Übereinkommen Anwendung findet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_38/para_2"><num>2.</num><content><p>Jeder Staat kann jederzeit danach durch eine an den Generalsekretär des Europarats gerichtete Erklärung die Anwendung dieses Übereinkommens auf jedes weitere in der Erklärung bezeichnete Hoheitsgebiet erstrecken. Das Übereinkommen tritt für dieses Hoheitsgebiet am ersten Tag des Monats in Kraft, der auf einen Zeitabschnitt von drei Monaten nach Eingang der Erklärung beim Generalsekretär folgt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_38/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede nach Ziffer 1 und 2 abgegebene Erklärung kann in Bezug auf jedes darin bezeichnete Hoheitsgebiet durch eine an den Generalsekretär gerichtete Notifikation zurückgenommen werden. Die Rücknahme wird am ersten Tag des Monats wirksam, der auf einen Zeitabschnitt von drei Monaten nach Eingang der Notifikation beim Generalsekretär folgt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_39"><num><b>Art. 39</b></num><heading>Verhältnis zu anderen Übereinkommen und Vereinbarungen</heading><paragraph eId="art_39/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen lässt die Rechte und Pflichten aus mehrseitigen völkerrechtlichen Übereinkünften über besondere Fragen unberührt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_39/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Vertragsparteien des Übereinkommens können untereinander zwei‑ oder mehrseitige Übereinkünfte über Fragen schliessen, die in diesem Übereinkommen geregelt sind, um seine Bestimmungen zu ergänzen oder zu verstärken oder die Anwendung der darin enthaltenen Grundsätze zu erleichtern.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_39/para_3"><num>3.</num><content><p>Haben zwei oder mehrere Vertragsparteien bereits eine Vereinbarung oder einen Vertrag über einen Gegenstand geschlossen, der in diesem Übereinkommen geregelt ist, oder haben sie ihre Beziehungen hinsichtlich dieses Gegenstands anderweitig geregelt, so sind sie berechtigt, anstelle dieses Übereinkommens die Vereinbarung, den Vertrag oder die Regelung anzuwenden, wenn dies die internationale Zusammenarbeit erleichtert.</p></content></paragraph></article><article eId="art_40"><num><b>Art. 40</b></num><heading>Vorbehalte</heading><paragraph eId="art_40/para_1"><num>1.</num><content><p>Jeder Staat kann bei der Unterzeichnung oder bei der Hinterlegung seiner Ratifikations‑, Annahme‑, Genehmigungs‑ oder Beitrittsurkunde erklären, dass er von einem oder mehreren der in Artikel 2 Ziffer 2, Artikel 6 Ziffer 4, Artikel 14 Ziffer 3, Artikel 21 Ziffer 2, Artikel 25 Ziffer 3 und Artikel 32 Ziffer 2 vorgesehenen Vorbehalte Gebrauch macht. Weitere Vorbehalte sind nicht zulässig.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_40/para_2"><num>2.</num><content><p>Jeder Staat, der einen Vorbehalt nach Ziffer 1 gemacht hat, kann ihn durch eine an den Generalsekretär des Europarats gerichtete Notifikation ganz oder teilweise zurücknehmen. Die Rücknahme wird mit dem Eingang der Notifikation beim Generalsekretär wirksam.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_40/para_3"><num>3.</num><content><p>Eine Vertragspartei, die einen Vorbehalt zu einer Bestimmung dieses Übereinkommens gemacht hat, kann nicht verlangen, dass eine andere Vertragspartei diese Bestimmung anwendet; sie kann jedoch, wenn es sich um einen Teilvorbehalt oder einen bedingten Vorbehalt handelt, die Anwendung der betreffenden Bestimmung insoweit verlangen, als sie selbst sie angenommen hat.</p></content></paragraph></article><article eId="art_41"><num><b>Art. 41</b></num><heading>Änderungen</heading><paragraph eId="art_41/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann Änderungen dieses Übereinkommens vorschlagen; der Generalsekretär des Europarats übermittelt jeden Vorschlag den Mitgliedstaaten des Rates und jedem Nichtmitgliedstaat, der nach Artikel 37 diesem Übereinkommen beigetreten oder zum Beitritt eingeladen worden ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_41/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede von einer Vertragspartei vorgeschlagene Änderung wird dem Europäischen Ausschuss für Strafrechtsfragen übermittelt; dieser unterbreitet dem Ministerkomitee seine Stellungnahme zu dem Änderungsvorschlag.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_41/para_3"><num>3.</num><content><p>Das Ministerkomitee prüft den Änderungsvorschlag und die vom Europäischen Ausschuss für Strafrechtsfragen unterbreitete Stellungnahme und kann die Änderung annehmen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_41/para_4"><num>4.</num><content><p>Der Wortlaut jeder vom Ministerkomitee nach Ziffer 3 angenommenen Änderung wird den Vertragsparteien zur Annahme übermittelt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_41/para_5"><num>5.</num><content><p>Jede nach Ziffer 3 angenommene Änderung tritt am dreissigsten Tag nach dem Tag in Kraft, an dem alle Vertragsparteien dem Generalsekretär mitgeteilt haben, dass sie sie angenommen haben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_42"><num><b>Art. 42</b></num><heading>Beilegung von Streitigkeiten</heading><paragraph eId="art_42/para_1"><num>1.</num><content><p>Der Europäische Ausschuss für Strafrechtsfragen des Europarats wird über die Auslegung und Anwendung dieses Übereinkommens auf dem laufenden gehalten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_42/para_2"><num>2.</num><content><p>Im Fall einer Streitigkeit zwischen den Vertragsparteien über die Auslegung oder Anwendung dieses Übereinkommens bemühen sich die Vertragsparteien, die Streitigkeit durch Verhandlungen oder andere friedliche Mittel ihrer Wahl beizulegen, einschliesslich der Befassung des Europäischen Ausschusses für Strafrechtsfragen, eines Schiedsgerichts, das für die Streitparteien bindende Entscheidungen fällt, oder des Internationalen Gerichtshofs, je nach Vereinbarung der betroffenen Vertragsparteien.</p></content></paragraph></article><article eId="art_43"><num><b>Art. 43</b></num><heading>Kündigung</heading><paragraph eId="art_43/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann dieses Übereinkommen jederzeit durch eine an den Generalsekretär des Europarats gerichtete Notifikation kündigen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_43/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Kündigung wird am ersten Tag des Monats wirksam, der auf einen Zeitabschnitt von drei Monaten nach Eingang der Notifikation beim Generalsekretär folgt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_43/para_3"><num>3.</num><content><p>Dieses Übereinkommen bleibt jedoch für die Vollstreckung einer Einziehung nach Artikel 14, um die in Übereinstimmung mit dem Übereinkommen vor dem Tag, an dem die Kündigung wirksam wird, ersucht worden ist, weiterhin anwendbar.</p></content></paragraph></article><article eId="art_44"><num><b>Art. 44</b></num><heading>Notifikationen</heading><paragraph eId="art_44/para"><content><p>Der Generalsekretär des Europarats notifiziert den Mitgliedstaaten des Rates und jedem Staat, der diesem Übereinkommen beigetreten ist,</p><blockList><item eId="art_44/para/lbl_a"><num>a. </num><p>jede Unterzeichnung;</p></item><item eId="art_44/para/lbl_b"><num>b. </num><p>jede Hinterlegung einer Ratifikations‑, Annahme‑, Genehmigungs‑ oder Beitrittsurkunde;</p></item><item eId="art_44/para/lbl_c"><num>c. </num><p>jeden Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Übereinkommens nach den Artikeln 36 und 37;</p></item><item eId="art_44/para/lbl_d"><num>d. </num><p>jeden Vorbehalt nach Artikel 40 Ziffer 1;</p></item><item eId="art_44/para/lbl_e"><num>e. </num><p>jede andere Handlung, Notifikation oder Mitteilung im Zusammenhang mit diesem Übereinkommen.</p></item></blockList></content></paragraph></article></chapter><signature><p><i>Zu Urkund dessen</i> haben die hierzu gehörig befugten Unterzeichneten dieses Übereinkommen unterschrieben.</p><p>Geschehen zu Strassburg am 8. November 1990 in englischer und französischer Sprache, wobei jeder Wortlaut gleichermassen verbindlich ist, in einer Urschrift, die im Archiv des Europarats hinterlegt wird. Der Generalsekretär des Europarats übermittelt allen Mitgliedstaaten des Europarats, den Nichtmitgliedstaten, die sich an der Ausarbeitung des Übereinkommens beteiligt haben, sowie allen zum Beitritt zu diesem Übereinkommen eingeladenen Staaten beglaubigte Abschriften.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">(Es folgen die Unterschriften)</p></signature></body><components><component eId="scope_u1"><doc name="scope"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1993/2386_2386_2386/20150901/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1993/2386_2386_2386/20150901"/><FRBRdate date="1990-11-08" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1993-09-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2015-09-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.311.53"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 8. November 1990 über Geldwäscherei sowie Ermittlung, Beschlagnahme und Einziehung von Erträgen aus Straftaten" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione dell'8 novembre 1990 sul riciclaggio, la ricerca, il sequestro e la confisca dei proventi di reato" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 8 novembre 1990 relative au blanchiment, au dépistage, à la saisie et à la confiscation des produits du crime" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1993/2386_2386_2386/20150901/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1993/2386_2386_2386/20150901/de"/><FRBRdate date="1990-11-08" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1993-09-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2015-09-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1993/2386_2386_2386/20150901/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1993/2386_2386_2386/20150901/de/xml"/><FRBRdate date="1990-11-08" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1993-09-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2015-09-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Geltungsbereich am 1. September 2015<b><authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1993/2386_2386_2386" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1993</b> 2386</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2003/241" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2003</b> 1508</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2006/109" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2006</b> 763 </ref><ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2009/502" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2009</b> 3951 </ref>und <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2015/584" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2015</b> 3125</ref>.  Eine aktualisierte Fassung des Geltungsbereiches findet sich auf der Internetseite des EDA (www.eda.admin.ch/vertraege).</p></authorialNote></b></block></container></preface><mainBody><table border="1"><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Vertragsstaaten</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Ratifikation </p><p>Beitritt (B) </p><p>Unterzeichnet ohne Ratifikationsvorbehalt (U)</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Inkrafttreten</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><td><p>Albanien*</p></td><td><p>31. Oktober</p></td><td><p>2001</p></td><td><p>  1. Februar</p></td><td><p>2002</p></td></tr><tr><td><p>Andorra*</p></td><td><p>28. Juli</p></td><td><p>1999</p></td><td><p>  1. November</p></td><td><p>1999</p></td></tr><tr><td><p>Armenien*</p></td><td><p>24. November</p></td><td><p>2003</p></td><td><p>  1. März</p></td><td><p>2004</p></td></tr><tr><td><p>Aserbaidschan*</p></td><td><p>  4. Juli</p></td><td><p>2003</p></td><td><p>  1. November</p></td><td><p>2003</p></td></tr><tr><td><p>Australien*</p></td><td><p>31. Juli</p></td><td><p>1997</p></td><td><p>  1. November</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>Belgien*</p></td><td><p>28. Januar</p></td><td><p>1998</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Bosnien und Herzegowina*</p></td><td><p>30. März</p></td><td><p>2004 U</p></td><td><p>  1. Juli</p></td><td><p>2004</p></td></tr><tr><td><p>Bulgarien*</p></td><td><p>  2. Juni</p></td><td><p>1993</p></td><td><p>  1. Oktober</p></td><td><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>Dänemark* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>19. November</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>  1. März</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>Deutschland*</p></td><td><p>16. September</p></td><td><p>1998</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>1999</p></td></tr><tr><td><p>Estland*</p></td><td><p>10. Mai</p></td><td><p>2000</p></td><td><p>  1. September</p></td><td><p>2000</p></td></tr><tr><td><p>Finnland*</p></td><td><p>  9. März</p></td><td><p>1994</p></td><td><p>  1. Juli</p></td><td><p>1994</p></td></tr><tr><td><p>Frankreich*</p></td><td><p>  8. Oktober</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>  1. Februar</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>Georgien*</p></td><td><p>13. Mai</p></td><td><p>2004</p></td><td><p>  1. September</p></td><td><p>2004</p></td></tr><tr><td><p>Griechenland*</p></td><td><p>22. Juni</p></td><td><p>1999</p></td><td><p>  1. Oktober</p></td><td><p>1999</p></td></tr><tr><td><p>Irland*</p></td><td><p>28. November</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>  1. März</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>Island*</p></td><td><p>21. Oktober</p></td><td><p>1997</p></td><td><p>  1. Februar</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Italien*</p></td><td><p>20. Januar</p></td><td><p>1994</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>1994</p></td></tr><tr><td><p>Kasachstan*</p></td><td><p>23. September</p></td><td><p>2014 B</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>2015</p></td></tr><tr><td><p>Kroatien*</p></td><td><p>11. Oktober</p></td><td><p>1997</p></td><td><p>  1. Februar</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Lettland*</p></td><td><p>  1. Dezember</p></td><td><p>1998</p></td><td><p>  1. April</p></td><td><p>1999</p></td></tr><tr><td><p>Liechtenstein*</p></td><td><p>  9. November</p></td><td><p>2000</p></td><td><p>  1. März</p></td><td><p>2001</p></td></tr><tr><td><p>Litauen*</p></td><td><p>20. Juni</p></td><td><p>1995</p></td><td><p>  1. Oktober</p></td><td><p>1995</p></td></tr><tr><td><p>Luxemburg*</p></td><td><p>12. September</p></td><td><p>2001</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>2002</p></td></tr><tr><td><p>Malta*</p></td><td><p>19. November</p></td><td><p>1999</p></td><td><p>  1. März</p></td><td><p>2000</p></td></tr><tr><td><p>Mazedonien*</p></td><td><p>19. Mai</p></td><td><p>2000</p></td><td><p>  1. September</p></td><td><p>2000</p></td></tr><tr><td><p>Moldau*</p></td><td><p>30. Mai</p></td><td><p>2002</p></td><td><p>  1. September</p></td><td><p>2002</p></td></tr><tr><td><p>Monaco*</p></td><td><p>10. Mai</p></td><td><p>2002 B</p></td><td><p>  1. September</p></td><td><p>2002</p></td></tr><tr><td><p>Montenegro*</p></td><td><p>19. Oktober</p></td><td><p>2006 N</p></td><td><p>  6. Juni</p></td><td><p>2006</p></td></tr><tr><td><p>Niederlande*</p></td><td><p>10. Mai</p></td><td><p>1993</p></td><td><p>  1. September</p></td><td><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>    Aruba*</p></td><td><p>  7. April</p></td><td><p>1999</p></td><td><p>  1. August</p></td><td><p>1999</p></td></tr><tr><td><blockList><item><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>    Curaçao</p></item></blockList></td><td><p>  7. April</p></td><td><p>1999</p></td><td><p>  1. August</p></td><td><p>1999</p></td></tr><tr><td><p>    Karibische Gebiete (Bonaire,     Sint Eustatius und Saba)</p></td><td><p>  7. April</p></td><td><p>1999</p></td><td><p>  1. August</p></td><td><p>1999</p></td></tr><tr><td><blockList><item><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>    Sint Maarten</p></item></blockList></td><td><p>  7. April</p></td><td><p>1999</p></td><td><p>  1. August</p></td><td><p>1999</p></td></tr><tr><td><p>Norwegen*</p></td><td><p>16. November</p></td><td><p>1994</p></td><td><p>  1. März</p></td><td><p>1995</p></td></tr><tr><td><p>Österreich*</p></td><td><p>  7. Juli</p></td><td><p>1997</p></td><td><p>  1. November</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>Polen*</p></td><td><p>20. Dezember</p></td><td><p>2000</p></td><td><p>  1. April</p></td><td><p>2001</p></td></tr><tr><td><p>Portugal*</p></td><td><p>19. Oktober</p></td><td><p>1998</p></td><td><p>  1. Februar</p></td><td><p>1999</p></td></tr><tr><td><p>Rumänien*</p></td><td><p>  6. August</p></td><td><p>2002</p></td><td><p>  1. Dezember</p></td><td><p>2002</p></td></tr><tr><td><p>Russland*</p></td><td><p>  2. August</p></td><td><p>2001</p></td><td><p>  1. Dezember</p></td><td><p>2001</p></td></tr><tr><td><p>San Marino*</p></td><td><p>12. Oktober</p></td><td><p>2000</p></td><td><p>  1. Februar</p></td><td><p>2001</p></td></tr><tr><td><p>Schweden*</p></td><td><p>15. Juli</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>  1. November</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Schweiz*</p></td><td><p>11. Mai</p></td><td><p>1993</p></td><td><p>  1. September</p></td><td><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>Serbien*</p></td><td><p>  9. Oktober</p></td><td><p>2003</p></td><td><p>  1. Februar</p></td><td><p>2004</p></td></tr><tr><td><p>Slowakei*</p></td><td><p>  7. Mai</p></td><td><p>2001</p></td><td><p>  1. September</p></td><td><p>2001</p></td></tr><tr><td><p>Slowenien*</p></td><td><p>23. April</p></td><td><p>1998</p></td><td><p>  1. August</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Spanien*</p></td><td><p>  6. August</p></td><td><p>1998</p></td><td><p>  1. Dezember</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Tschechische Republik*</p></td><td><p>19. November</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>  1. März</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>Türkei*</p></td><td><p>  6. Oktober</p></td><td><p>2004</p></td><td><p>  1. Februar</p></td><td><p>2005</p></td></tr><tr><td><p>Ukraine*</p></td><td><p>26. Januar</p></td><td><p>1998</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Ungarn*</p></td><td><p>  2. März</p></td><td><p>2000</p></td><td><p>  1. Juli</p></td><td><p>2000</p></td></tr><tr><td><p>Vereinigtes Königreich*</p></td><td><p>28. September</p></td><td><p>1992</p></td><td><p>  1. September</p></td><td><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>    Jersey</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>2015</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>2015</p></td></tr><tr><td><p>    Guernsey*</p></td><td><p>24. September</p></td><td><p>2002</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>2003</p></td></tr><tr><td><p>    Insel Man*</p></td><td><p>19. Januar</p></td><td><p>1995</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>1995</p></td></tr><tr><td><p>Zypern*</p></td><td><p>15. November</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>  1. März</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td/><td/><td/><td/><td/></tr><tr><td colspan="5"><blockList><item><num>* </num><p>Vorbehalte und Erklärungen.</p></item><item><num/><p>Die Vorbehalte und Erklärungen werden in der AS nicht veröffentlicht, mit Ausnahme jener der Schweiz. Die französischen und englischen Texte können auf der Internetseite des Europarates: http://conventions.coe.int/ eingesehen oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern bezogen werden.</p></item></blockList></td></tr><tr><td colspan="5"><blockList><item><num><sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a </sup></num><p>Das Übereink. gilt nicht für die Färöer-Inseln und Grönland.</p></item></blockList></td></tr></table></mainBody></doc></component><component eId="decl_u2"><doc name="declaration"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1993/2386_2386_2386/20150901/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1993/2386_2386_2386/20150901"/><FRBRdate date="1990-11-08" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1993-09-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2015-09-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.311.53"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 8. November 1990 über Geldwäscherei sowie Ermittlung, Beschlagnahme und Einziehung von Erträgen aus Straftaten" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione dell'8 novembre 1990 sul riciclaggio, la ricerca, il sequestro e la confisca dei proventi di reato" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 8 novembre 1990 relative au blanchiment, au dépistage, à la saisie et à la confiscation des produits du crime" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1993/2386_2386_2386/20150901/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1993/2386_2386_2386/20150901/de"/><FRBRdate date="1990-11-08" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1993-09-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2015-09-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1993/2386_2386_2386/20150901/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1993/2386_2386_2386/20150901/de/xml"/><FRBRdate date="1990-11-08" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1993-09-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2015-09-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Vorbehalte und Erklärungen</block></container></preface><mainBody><p><b>Schweiz</b><authorialNote><p> Art. 2 des BB vom 2. März 1993 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1993/2384_2384_2384" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1993</b> 2384</ref>).</p></authorialNote></p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Vorbehalt zu Artikel 6</p><p>Artikel 6 Ziffer 1 des Übereinkommens findet ausschliesslich Anwendung, wenn die Haupttat nach schweizerischem Recht ein Verbrechen darstellt (Art. 9 Abs. 1 StGB<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>311.0</b></ref></p></authorialNote> in Verbindung mit den Straftatbeständen des Strafgesetzbuches und des Nebenstrafrechts).</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Vorbehalt zu Artikel 21</p><p>Die Zustellung von gerichtlichen Schriftstücken an Personen in der Schweiz hat durch Vermittlung der zuständigen schweizerischen Behörden (Bundesamt für Justiz<authorialNote><p> Die Bezeichnung der Verwaltungseinheit wurde in Anwendung von Art. 16 Abs. 3 der Publikationsverordnung vom 17. Nov. 2004 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2015/670" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>170.512.1</b></ref>) angepasst. Die Anpassung wurde im ganzen Text vorgenommen.</p></authorialNote>) zu erfolgen.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Vorbehalt zu Artikel 25</p><p>Ersuchen und ihre Unterlagen sind in deutscher, französischer oder italienischer Sprache oder mit Übersetzung in einer dieser Sprachen einzureichen. Übersetzungen müssen amtlich als richtig bescheinigt sein.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Vorbehalt zu Artikel 32</p><p>Die von der Schweiz in Anwendung dieses Übereinkommens beigebrachten Informationen oder Beweismittel dürfen von der ersuchenden Partei ohne vorgängige Zustimmung des Bundesamtes für Justiz (Zentralstelle) zu keinen anderen als den im Ersuchen genannten Ermittlungs‑ oder Verfahrenszwecken verwendet oder übermittelt werden.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Erklärung zu Artikel 23</p><p>Zentralbehörde:</p><table border="1"><tr><td colspan="2"><p>Bundesamt für Justiz <br/>Bundesrain 20 <br/>CH-3003 Bern</p></td></tr><tr><td><p>Telefon:</p></td><td><p>+41.58.462.11.20</p></td></tr><tr><td><p>Fax:</p></td><td><p>+41.58.462.53.80</p></td></tr></table></mainBody></doc></component></components></act></akomaNtoso>