<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00535</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204941&amp;W10_KEY=13013566&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00535</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 29.03.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Spitaltaxen</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Übernahme der Spitaltaxen (Akuttaxe) sowie der Telefonrechnungen: Zuständigkeit des Einzelrichters (E.1.1). Keine Durchführung einer mündlichen Verhandlung (E.1.3). Parteifähigkeit eines Zweckverbands (E.1.4). Gemäss Taxordnung des Verbands Zürcher Krankenhäuser für stationäre Patienten werden die Taxen in erster Linie vom Patienten geschuldet (E.2.2). Es wurde mehrmals versucht, der Beschwerdeführerin klar zu machen, dass bei ihr keine akute Störung vorliege und sie nicht auf die Akutstation des Spitals gehörde (E.3.1.1). Der Beschwerdeführerin musste es klar gewesen sein, dass die Akuttaxe von der Krankenkasse nicht übernommen würde (E.3.1.2). Die Beschwerdeführerin legt nichts vor, dass auf die Notwendigkeit der Behandlung in der Akut-Abteilung des Spitals hinweisen würde (E.3.2). Abweisung der Beschwerde (E.4.1) Abweisung des Gesuchs um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (E.4.2).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BENÃTZUNGSGEBÃHR">BENÃTZUNGSGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHE VERHANDLUNG">ÃFFENTLICHE VERHANDLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPITALTAXE">SPITALTAXE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWECKVERBAND">ZWECKVERBAND</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">A, geboren 1951, leidet unter Fibromyalgie und bezieht eine Invalidenrente (Fibromyalgie: Form einer nicht die Gelenke, sondern verschiedene typische, druckschmerzhafte Punkte betreffenden rheumatischen Erkrankung mit chronischen generalisierten Schmerzen im Bereich der Muskulatur, des Bindegewebes und der Knochen; Pschyrembel, Klinisches WÃ¶rterbuch, 258. A., Berlin/New York 1998, S. 499). Sie befand sich ab dem 5. August 1998 im Paraplegikerzentrum Nottwil, hernach im Spital B. An beiden Orten wurde es abgelehnt, ihr ein Pumpensystem zur Schmerzbehandlung zu implantieren. Am 2. Dezember 1998 Ã¼berwies das Spital B A an das Spital X fÃ¼r einen sieben Tage dauernden Spitalaufenthalt, weil sie vom Spital B nicht direkt nach Hause entlassen werden wollte.</p> <p class="Urteilstext">Im Spital X stand infrage, ob A die Voraussetzungen erfÃ¼llte, um auf der Akutabteilung behandelt zu werden, da die Ãrzte von einem mehrjÃ¤hrigen chronischen Leiden und nicht von einer akuten StÃ¶rung ausgingen. Eine Kostengutsprache ihrer Krankenkasse C lag nicht vor. Am 15. Dezember 1998 fand deswegen ein GesprÃ¤ch zwischen dem Chefarzt der Medizinischen Klinik, Dr. D, und OberÃ¤rztin Dr. E mit A, ihrem Hausarzt, zwei von ihr beigezogenen Vertrauenspersonen und dem Vertreter der C statt. Ziel war es, eine progressive Verschuldung von A durch das Verbleiben auf der Akutstation des Spitals X zu vermeiden. Am 17. Dezember 1998 forderte der Vertrauensarzt der C einen Bericht vom Spital X zur BegrÃ¼ndung des Aufenthalts von A auf der stationÃ¤ren Akutabteilung. Weder die C noch die vom Spital X angefragte FÃ¼rsorgebehÃ¶rde Z erliessen eine Kostengutsprache fÃ¼r die Akutabteilung. Am 28. Januar 1999 wurde A aufgefordert, das Spital X zu verlassen.</p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss vom 24. Juni 1999 verpflichtete der Betriebsausschuss des Spitals X A zur Bezahlung von Fr. 8'466.80 fÃ¼r den Aufenthalt vom 2. Dezember 1998 bis 28. Januar 1999 sowie fÃ¼r Fr. 200.90 Telefonspesen (total Fr. 8'667.70). Dabei kam nicht die Akut-Spitaltaxe, sondern die Pflegeheimtaxe zur Anwendung, unter BerÃ¼cksichtigung des bereits von der C geleisteten Beitrags.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen erhob A am 3. Juli 1999 Rekurs beim Bezirksrat Y, worin sie im Wesentlichen beantragte, die Kosten fÃ¼r ihren Spitalaufenthalt seien nicht ihr aufzuerlegen, sondern der Krankenkasse, und die Telefonkosten seien dem Spitalfonds zu belasten. Angesichts ihrer Ã¤usserst prekÃ¤ren finanziellen Situation bat sie um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und eines unentgeltlichen Rechtsvertreters.</p> <p class="Urteilstext">Parallel dazu hatte sie gegen die VerfÃ¼gung der C, worin diese lediglich Leistungen wie bei einem Pflegeaufenthalt Ã¼bernommen hatte, vergeblich Einsprache erhoben. Das Sozialversicherungsgericht des Kantons ZÃ¼rich wies eine dagegen gerichtete Beschwerde am 28. August 2002 ab. Das EidgenÃ¶ssische Versicherungsgericht, an das sich A gewandt hatte, bestÃ¤tigte mit Urteil vom 16. Januar 2004 den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts. WÃ¤hrend der Dauer jenes Verfahrens blieb das beim Bezirksrat Y hÃ¤ngige Rekursverfahren sistiert. Zudem hatte A in einem Verfahren betreffend RÃ¼ckforderung von ErgÃ¤nzungsleistungen am 15. Oktober 2002 ein Ausstandsbegehren gegen den Bezirksrat Y gestellt, das der Regierungsrat am 20. August 2003 abschlÃ¤gig beschied. Der Bezirksrat Y hob im Entscheid vom 3. November 2004 die Sistierung des Verfahrens auf und wies den Rekurs von A ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen erhob A am 6. Dezember 2004 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich. Sie verlangte im Wesentlichen, es sei der gesamte Beschluss (insbesondere Punkte 1 bis 3) des Bezirksrats Y vom 3. November 2004 aufzuheben und die Kostenrechnung zu annullieren, ihr die unentgeltliche Rechtspflege und unentgeltliche Rechtsvertretung sowie das rechtliche GehÃ¶r zu gewÃ¤hren und eine mÃ¼ndliche Verhandlung durchzufÃ¼hren. Der Bezirksrat Y verzichtete auf Vernehmlassung.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter </span><span>zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Aufgrund des Streitwertes von unter Fr. 20'000.- und mangels grundsÃ¤tzlicher Bedeutung des Falles ist der Einzelrichter zum Entscheid berufen (§ 38 Abs. 2 und 3 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin verlangt die Aufhebung des gesamten angefochtenen Entscheides, insbesondere der Punkte 1 bis 3. In Dispositiv-Ziffer 1 hob die Vorinstanz die Sistierung auf. Die BeschwerdefÃ¼hrerin legt nicht dar, inwiefern sie dadurch zu ihrem Nachteil betroffen wÃ¤re. Sie ist davon vielmehr gar nicht beschwert. Dasselbe gilt, soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin den Mitteilungssatz (Dispositiv-Ziffer 4) und die Rechtsmittelbelehrung (Dispositiv-Ziffer 5) aufgehoben haben will. Insofern ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin Dispositiv-Ziffer 3 anficht, bemÃ¤ngelt sie lediglich die Kostenauflage, nicht aber die Kostenberechnung als solche. Demnach ist auf die Beschwerde nur soweit einzutreten, als sie die Abweisung des Rekurses und die Kostenauflage betrifft. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin verlangt sodann eine mÃ¼ndliche Verhandlung, wegen ihrer ImmobilitÃ¤t bei sich zuhause. Nach § 59 Abs. 1 VRG kÃ¶nnen das Verwaltungsgericht, dessen Vorsitzende oder die Einzelrichter von Amtes wegen oder auf Antrag der Parteien eine mÃ¼ndliche Verhandlung anordnen. Unter Vorbehalt der sich aus Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) ergebenden Anforderungen haben die Beteiligten grundsÃ¤tzlich keinen Rechtsanspruch auf eine solche, sofern die Akten nach durchgefÃ¼hrtem Schriftenwechsel eine hinreichende Entscheidungsgrundlage bieten, auch nicht im Rahmen des rechtlichen GehÃ¶rs (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich etc. 2002, Rz. 1682). Ebenso wenig fliesst aus Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV) ein entsprechender Anspruch (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 59 N. 1 ff.). Art. 30 Abs. 3 BV gewÃ¤hrt den Parteien ebenfalls keinen Anspruch darauf, vor einem Gericht im Rahmen einer Ã¶ffentlichen Verhandlung mÃ¼ndlich angehÃ¶rt zu werden, sondern gewÃ¤hrleistet einzig, dass, sofern eine Verhandlung abgehalten wird, diese Ã¶ffentlich ist, es sei denn, das Gesetz sehe eine Ausnahme vor (BGE 128 I 288 E. 2.3+2.6 = Pra 2003 Nr. 80). </p> <p class="Erwgung2">Im hier zu beurteilenden Fall verleiht das anwendbare Verfahrensrecht (§ 59 Abs. 1 VRG) keinen Anspruch auf GerichtsÃ¶ffentlichkeit. Dem steht vorliegend Art. 6 Abs. 1 EMRK nicht entgegen (Ruth Herzog, Art. 6 EMRK und kantonale Verwaltungsrechtspflege, Bern 1995, S. 272 ff.). Zudem vermÃ¶chte eine bei der BeschwerdefÃ¼hrerin zuhause abgehaltene mÃ¼ndliche Verhandlung den Grundsatz der Ãffentlichkeit nach Art. 30 Abs. 3 BV nur unzureichend zu erfÃ¼llen. Die Akten bieten sodann â trotz der von der BeschwerdefÃ¼hrerin behaupteten KomplexitÃ¤t des Falles und der angeblich Ã¼beraus zahlreichen Unwahrheiten, Halbwahrheiten und Verdrehungen der Vorinstanzen â eine hinreichende Entscheidungsgrundlage fÃ¼r die im Beschwerdeverfahren zu prÃ¼fenden Fragen. Entsprechend ist keine mÃ¼ndliche Verhandlung anzusetzen. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.4 </b>Das Spital X wird von einem aus mehreren Gemeinden gebildeten Zweckverband betrieben. Zweck- oder GemeindeverbÃ¤nde sind Ã¶ffentlich-rechtliche KÃ¶rperschaften mit eigener RechtspersÃ¶nlichkeit und als solche parteifÃ¤hig. Wie Anordnungen der GemeindebehÃ¶rden unterliegen auch solche von Organen eines Zweckverbandes dem Rekurs an den Bezirksrat, soweit nicht eine Sonderregelung vorgesehen ist (HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 1462; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 11; Tobias Jaag, Verwaltungsrecht des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 1912). Dem Spital X kommt daher ohne weiteres Parteistellung zu. Im Ãbrigen ist auf die zutreffenden und unwidersprochen gebliebenen AusfÃ¼hrungen des Betriebsausschusses des Spitals X zu seiner Kompetenz zu verweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Das Spital X als Zweckverband ist Mitglied des Verbandes der ZÃ¼rcher KrankenhÃ¤user. Dieser Verband stellt normierte Taxordnungen auf, die jeweils auf Grund eines entsprechenden Beschlusses der zustÃ¤ndigen Instanz auch fÃ¼r das betreffende Spital GÃ¼ltigkeit haben. Die BeschwerdefÃ¼hrerin beanstandet weder die Anwendung der Taxordnung noch die ihr gestellte Rechnung des Beschwerdegegners von Fr. 8'667.70 zahlenmÃ¤ssig; sie ist jedoch der Meinung, ein anderer KostentrÃ¤ger habe diese zu Ã¼bernehmen, was zu prÃ¼fen bleibt.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Nach Ziffer 10 der Taxordnung des Verbands ZÃ¼rcher KrankenhÃ¤user fÃ¼r stationÃ¤re Patienten vom 1. Juli 1995 (TaxO) werden die Taxen in erster Linie vom Patienten geschuldet (vgl. auch § 25 lit. a der Taxordnung vom 20. Oktober 2004, LS 813.111). Die Taxschuld ist innert 30 Tagen nach Erhalt der Rechnung fÃ¤llig (Ziffer 11 TaxO). Mit der Tagestaxe werden Unterkunft, Verpflegung, Krankenpflege, Ã¤rztliche Behandlung, diagnostische und therapeutische Leistungen abgegolten. Zulasten des Patienten werden unter anderen zusÃ¤tzlich die Aufwendungen fÃ¼r persÃ¶nliche BedÃ¼rfnisse verrechnet. Soweit die Versicherer die Taxe garantieren, bezahlen sie diese direkt dem Krankenhaus. Soweit die Kassenleistung die Taxe nicht deckt, stellt das Krankenhaus dem Patienten oder dem sonst Zahlungspflichtigen Rechnung (Ziff. 2, 4 und 14 des Anhangs C zur TaxO). Bei dem der BeschwerdefÃ¼hrerin in Rechnung gestellten Tarif fÃ¼r Pflegeheimtaxen BESA-Stufe 3 geht nach BerÃ¼cksichtigung des Beitrags des Versicherers ein Betrag von Fr. 135.- zulasten des Patienten (Ziff. 5 des Anhangs C zur TaxO). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat wÃ¤hrend des fraglichen Zeitraums vom 2. Dezember 1998 bis 28. Januar 1999 taxpflichtige Leistungen des Spitals X empfangen. Beim Entgelt fÃ¼r die empfangenen Leistungen handelt es sich um BenutzungsgebÃ¼hren fÃ¼r die Benutzung einer Ã¶ffentlichen Einrichtung oder einer Ã¶ffentlichen Sache, sofern das BenutzungsverhÃ¤ltnis dem Ã¶ffentlichen Recht untersteht. Das ist bei Spitaltaxen der Fall. Aus der Rechtsnatur der GebÃ¼hren als Entgelt fÃ¼r eine staatliche Leistung folgt, dass bei deren Bemessung grundsÃ¤tzlich vom Wert dieser Leistung auszugehen ist, der sich nach dem Kostendeckungs- und dem Ãquivalenzprinzip bestimmt (HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 2630, 2636). </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Unbestritten ist, dass fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin ein Aufenthalt im Spital X von sieben Tagen nach der Ãberweisung durch das Spital B vorgesehen war. Offenbar blieb sie danach jedoch auf der Akutabteilung des Spitals, worauf sich die Frage der Finanzierung des Spitalaufenthaltes stellte. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.1 </b>An Versuchen, der BeschwerdefÃ¼hrerin klar zu machen, dass bei ihr keine akute StÃ¶rung vorliege und sie nicht auf die Akutstation des Spitals gehÃ¶re, fehlte es nicht. So fand, wie bereits erwÃ¤hnt, am 15. Dezember 1998 in Anwesenheit von Vertrauenspersonen der BeschwerdefÃ¼hrerin und eines Vertreters der C eine lÃ¤ngere Aussprache statt. Dabei ging es darum, eine progressive Verschuldung der BeschwerdefÃ¼hrerin zu verhindern, nachdem eine Kostengutsprache der C fÃ¼r die Akutabteilung nicht vorlag und auch nicht zu erwarten war. Der BeschwerdefÃ¼hrerin wurde aus KostengrÃ¼nden der Ãbertritt in die Chronisch-Kranken-Abteilung vorgeschlagen, wo sie dieselbe Ãrzteschaft, Medikation, Physiotherapie, dasselbe Essen und noch immer ganzheitliche Pflege genossen hÃ¤tte. Sie wollte sich allerdings nicht dahin "abschieben" lassen. Ein weiteres GesprÃ¤ch, woran sich die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht beteiligte, fand am 19. Januar 1999 statt, und eine letzte GesprÃ¤chsrunde liess sie am 21. Januar 1999 platzen.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin erklÃ¤rt, sie habe erst mit Schreiben der C vom 4. Februar 1999 erfahren, dass die VergÃ¼tung des Akut-Spital-Tarifs durch die Krankenkasse abgelehnt werde. In jenem Schreiben wird indessen gerade erwÃ¤hnt, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin mehrmals von Spitalseite wie auch anlÃ¤sslich eines persÃ¶nlichen GesprÃ¤chs mit dem Fallberater der C am 15. Dezember 1998 darÃ¼ber informiert worden sei, dass die Akuttaxe von der Krankenversicherung nicht Ã¼bernommen werde. Dies bestÃ¤tigte die C auf Verlangen der BeschwerdefÃ¼hrerin mit VerfÃ¼gung vom 5. Mai 1999. Der BeschwerdefÃ¼hrerin musste daher weit frÃ¼her klar gewesen sein, dass die Akuttaxe von der C nicht Ã¼bernommen wÃ¼rde, wie auch die Vorinstanz zu Recht festhielt und worauf zusÃ¤tzlich zu verweisen ist (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Im Ãbrigen legt die BeschwerdefÃ¼hrerin nichts vor, das auf die Notwendigkeit der Behandlung in der Akut-Abteilung des Spitals hinweisen wÃ¼rde. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>Nicht nur hat darÃ¼ber offenbar bereits das eidgenÃ¶ssische Versicherungsgericht entschieden (vorn E. II). Die Bemerkungen der BeschwerdefÃ¼hrerin zur â ihrer Ansicht nach teilweise falschen bis folterartigen und unterlassenen â Behandlung ihrer Krankheit vermÃ¶gen nichts daran zu Ã¤ndern, dass sie nicht unter einer akuten StÃ¶rung litt. Die VorwÃ¼rfe an den Chefarzt des Spitals X, der sie nicht ernst genommen habe, beweisen nicht das Gegenteil. Immerhin kam der Vertrauensarzt der C zum selben Schluss, wie aus der VerfÃ¼gung vom 5. Mai 1999 hervorgeht. Von einer illegalen, gegen das Datenschutzgesetz verstossenden Herausgabe des vollstÃ¤ndigen Spitalberichts des Spital B von November 1999 an den Vertrauensarzt der C kann nach den Schreiben des Datenschutzbeauftragten, den die BeschwerdefÃ¼hrerin hiezu involvierte, dabei nicht ausgegangen werden. Ebenso wenig liegt ein "Negativ-Finanz-Gesuch" an die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde Z um Kostengutsprache vor.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>Schliesslich geht aus dem Bericht des Chefarztes des Spitals X hervor, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin in HygienesÃ¤cklein in der Nachttischschublade insgesamt 1'980 Tabletten und Suppositorien gehortet hatte. In der Folge wurde ein Medikamentenentzug durchgefÃ¼hrt (vgl. Bericht an den Vertrauensarzt vom 5. Januar 1999). Aus welchem Grund die BeschwerdefÃ¼hrerin diese Medikamente anhÃ¤ufte, kann dahingestellt bleiben. Jedenfalls ergab sich auch aus einer allfÃ¤lligen MedikamentenabhÃ¤ngigkeit keine Notwendigkeit fÃ¼r den Aufenthalt auf der Akut-Station.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Wie bereits dargelegt, gehÃ¶ren Telefonkosten zu den persÃ¶nlichen Aufwendungen und sind vom Patienten zu tragen (vorn E. 2.2). Weshalb es sich vorliegend anders verhalten sollte, legt die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht dar.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Inwiefern das Recht auf rechtliches GehÃ¶r im Rekursverfahren nicht gewahrt worden wÃ¤re oder im vorliegenden Verfahren noch gewÃ¤hrt werden mÃ¼sste, geht aus der Beschwerde nicht hervor. Die BeschwerdefÃ¼hrerin konnte sich jedenfalls zu allen ihrer Ansicht nach relevanten Punkten Ã¤ussern. Die Rekursinstanz hat auf Stellungnahme zur Beschwerde verzichtet. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Demnach ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Verfahrens der BeschwerdefÃ¼hrerin zu auferlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung ist nicht zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin verlangt allerdings die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und einer unentgeltlichen Rechtsvertretung. Dazu ist nach § 16 Abs. 1 und 2 VRG vorerst vorausgesetzt, dass die ansprechende Partei mittellos und das von ihr angehobene Verfahren nicht aussichtslos ist. Beide Voraussetzungen treffen nicht zu. Wie dargetan, bringt die BeschwerdefÃ¼hrerin nichts Substanzielles gegen den angefochtenen Entscheid vor. Dieser erscheint vielmehr als zutreffend und ausfÃ¼hrlich begrÃ¼ndet. Ferner hÃ¤tte es der BeschwerdefÃ¼hrerin obgelegen, zufolge der gesetzlichen Mitwirkungspflicht den Nachweis ihrer Mittellosigkeit zu erbringen, die Einkommens- und VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse umfassend darzustellen und soweit mÃ¶glich zu belegen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 29). Dieser Auflage ist die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht nachgekommen. Wie sich aus dem Schreiben von F vom 15. November 2004 ergibt, ist sie offenbar Miterbin eines Hauses, ohne darÃ¼ber nÃ¤here Auskunft zu erteilen. Auch wenn noch keine Erbteilung stattgefunden haben sollte, handelt es sich dabei nicht um einen der VerfÃ¼gungsmacht des Miterben gÃ¤nzlich entzogenen VermÃ¶genswert (dazu Peter Tuor et al., Das Schweizerische Zivilgesetzbuch, 12. A., ZÃ¼rich 2002, S. 669). Das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und unentgeltlichen Rechtsvertretung ist daher abzuweisen. Aus dem gleichen Grund sieht sich das Verwaltungsgericht auch nicht veranlasst, die vorinstanzliche Kostenauflage aufzuheben. Nicht einzugehen ist auf die unbezifferte EntschÃ¤digungsforderung fÃ¼r die Erstellung der Einsprache.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text17"></a>verfÃ¼gt</span><span> <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Urteilstext">Das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und der unentgeltlichen Rechtsvertretung wird abgewiesen. </p> <p class="Einzug1"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 800.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 860.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>