<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">5A_798/2011 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 15. Dezember 2011 </div> <div class="para">II. zivilrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Hohl, Präsidentin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Füllemann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Y.________, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Konkurseröffnung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde nach <span class="artref">Art. 72 ff. BGG</span> gegen den Entscheid vom 4. November 2011 des Obergerichts des Kantons Bern (Zivilabteilung, 1. Zivilkammer). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Nach Einsicht </div> <div class="para">in die Beschwerde gemäss <span class="artref">Art. 72 ff. BGG</span> gegen den Entscheid vom 4. November 2011 des Obergerichts des Kantons Bern, das eine Beschwerde des Beschwerdeführers abgewiesen und den über diesen (mit Wirkung ab 6. Oktober 2011, 12.00 Uhr) eröffneten Konkurs bestätigt hat, </div> <div class="para">in die nachträglichen Gesuche um aufschiebende Wirkung und (sinngemäss) um unentgeltliche Rechtspflege, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Erwägung, </div> <div class="para">dass das Obergericht in formeller Hinsicht erwog, nach erfolgloser Zustellung einer ersten Vorladung vom 5. August 2011 zur Konkursverhandlung auf den 6. September 2011 sei dem Beschwerdeführer mit (ihm bzw. seiner Ehefrau am 16. September 2011 rechtsgültig zugestellter) Verfügung vom 8. September 2011 ein neuer Termin zur Konkursverhandlung auf den 6. Oktober 2011 angesetzt und (für den Fall des Nichterscheinens) ein Abwesenheitsurteil angedroht worden, der Beschwerdeführer sei nicht erschienen und habe das Gericht weder über seine Auslandsabwesenheit orientiert noch ein Verschiebungsgesuch gestellt, der erstinstanzliche, androhungsgemäss in Abwesenheit beider Parteien ergangene Konkurseröffnungsentscheid (<span class="artref">Art. 171 SchKG</span>) gelte (wegen Nichtabholens bei der Post) kraft Gesetz als am 14. Oktober 2011 zugestellt (<span class="artref">Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO</span>), die erst am 30. Oktober 2011 und damit nach Ablauf der (gesetzlichen und damit nicht erstreckbaren: <span class="artref">Art. 144 Abs. 1 ZPO</span>) Beschwerdefrist von 10 Tagen (<span class="artref">Art. 321 Abs. 2 ZPO</span>) gestellten Anträge seien verspätet, eine Nachfrist zur Ergänzung der vom Beschwerdeführer am 24. Oktober 2011 erhobenen Beschwerde könne nicht gewährt werden, </div> <div class="para">dass das Obergericht in materieller Hinsicht erwog, der Beschwerdeführer habe die Tilgung der Schuld (als Voraussetzung für eine nachträgliche Konkursaufhebung nach <span class="artref">Art. 174 Abs. 2 Ziff. 1 SchKG</span>) nicht urkundlich nachgewiesen, ferner habe er auch hinsichtlich der weiteren (kumulativen) Aufhebungsvoraussetzung der Glaubhaftmachung der Zahlungsfähigkeit (<span class="artref">Art. 174 Abs. 2 SchKG</span>) keine Beilagen eingereicht, gemäss Schuldnerinformation des Betreibungsamts vom 27. Oktober 2011 seien bis zu diesem Zeitpunkt Betreibungen über Fr. 102'285.-- erhoben und lediglich Fr. 14'622.70 bezahlt worden, der Konkursrichter habe die materielle Begründetheit der Konkursforderung nicht zu prüfen, der Beschwerdeführer hätte die (nicht benützte) Möglichkeit der Erhebung des Rechtsvorschlags gegen den Zahlungsbefehl gehabt, </div> <div class="para">dass die Beschwerde nach <span class="artref">Art. 72 ff. BGG</span>, die sich nur gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide richten kann (<span class="artref">Art. 75 Abs. 1 BGG</span>), zum Vornherein unzulässig ist, soweit der Beschwerdeführer auch den erstinstanzlichen Konkurseröffnungsentscheid kritisiert, </div> <div class="para">dass sodann die Beschwerde nach <span class="artref">Art. 72 ff. BGG</span> nebst einem Antrag eine Begründung zu enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 f. BGG) verletzt (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/42/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/42/1" type="start"></artref>Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/42/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>), </div> <div class="para">dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=24&amp;from_date=10.12.2011&amp;to_date=29.12.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-IV-286%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page286">BGE 133 IV 286</a> E. 1.4 S. 287), </div> <div class="para">dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu begründen sind (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen Entscheid verletzt sind (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=24&amp;from_date=10.12.2011&amp;to_date=29.12.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-I-83%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page83">BGE 134 I 83</a> E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=24&amp;from_date=10.12.2011&amp;to_date=29.12.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-IV-286%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page286">133 IV 286</a> E. 1.4 S. 287 f.), </div> <div class="para">dass ausserdem in einem Fall wie dem vorliegenden, wo der angefochtene Entscheid (teilweise) auf mehreren selbstständigen Begründungen beruht, anhand jeder dieser Begründungen nach den gesetzlichen Anforderungen eine Rechts- bzw. Verfassungsverletzung darzulegen ist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=24&amp;from_date=10.12.2011&amp;to_date=29.12.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-IV-119%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page119">BGE 133 IV 119</a> E. 6 ), </div> <div class="para">dass zwar der Beschwerdeführer in seinen Eingaben an das Bundesgericht die Lage der Dinge aus eigener Sicht schildert, seine bereits vom Obergericht widerlegten Einwendungen wiederholt und in formeller Hinsicht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs rügt, </div> <div class="para">dass er jedoch mit diesen Vorbringen nicht auf die entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen über die rechtsgültige Vorladung zur Konkursverhandlung, über das Fehlen eines Verschiebungsgesuchs, über die gesetzliche Zustellungsvermutung und die Nichterstreckbarkeit der kantonalen Beschwerdefrist eingeht, </div> <div class="para">dass sodann der Beschwerdeführer in materieller Hinsicht die vom Obergericht angenommene fehlende Glaubhaftmachung der Zahlungsfähigkeit kritisiert (<span class="artref">Art. 174 Abs. 2 SchKG</span>), </div> <div class="para">dass er jedoch mit diesen Vorbringen nicht auf die obergerichtliche Erwägung eingeht, wonach der Beschwerdeführer nicht (mit der Einlegung der Beschwerde) die Tilgung der (zur Konkurseröffnung führenden) Betreibungsschuld gegenüber der Beschwerdegegnerin urkundlich nachgewiesen habe und es daher auch an der kumulativen Voraussetzung des Art. 174 Abs. 2 Ziffer 1 SchKG für eine nachträgliche Konkursaufhebung fehle, </div> <div class="para">dass der Beschwerdeführer (der nach seinen Angaben Jurist mit Ausbildung an den Universitäten Bern, Lausanne und Harvard ist) erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen anhand sämtlicher, den obergerichtlichen Entscheid selbstständig tragenden Begründungen aufzeigt, inwiefern der Entscheid des Obergerichts vom 4. November 2011 rechts- oder verfassungswidrig sein soll, </div> <div class="para">dass somit ungeachtet der Frage der Glaubhaftmachung der Zahlungsfähigkeit auf die - offensichtlich unzulässige bzw. keine hinreichende Begründung enthaltende - Beschwerde in Anwendung von <span class="artref"><artref id="CH/173.110/108/b" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/b" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/a" type="start"></artref>Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG</span><artref id="CH/173.110/108/1/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/108/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/b" type="end"></artref> nicht einzutreten ist, </div> <div class="para">dass mit dem Beschwerdeentscheid das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos wird, </div> <div class="para">dass dem Beschwerdeführer in Anbetracht der Aussichtslosigkeit der Beschwerde die unentgeltliche Rechtspflege nicht gewährt werden kann (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>), </div> <div class="para">dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>), </div> <div class="para">dass in den Fällen des <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 BGG</span> das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">erkennt die Präsidentin: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Das sinngemässe Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht des Kantons Bern, dem Konkursamt Z.________, dem Grundbuchamt Z.________ und dem Handelsregisteramt des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 15. Dezember 2011 </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Hohl </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Füllemann </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>