B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-4726/2010 U r t e i l v o m 3. A u g u s t 2 0 1 2 Besetzung Richter Michael Peterli (Vorsitz), Richterin Elena Avenati-Carpani, Richter Francesco Parrino, Gerichtsschreiberin Lucie Schafroth. Parteien A._______, Spanien, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenrente. C-4726/2010 Seite 2 Sachverhalt: A. Der 1953 geborene, spanische Staatsangehörige A._______ arbeitete in den Jahren 1976, 1977 und 1980 bis 2005 In der Schweiz. In dieser Zeit leistete er obligatorische Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinte r- lassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV; IV-act. 3 und 6). Am 8. Juli 2008 stellte er beim spanischen Versicherungsträger ein Gesuch um Ge- währung einer Rente der schweizerischen Invalidenversicherung . Dieser leitete das Gesuch am 21. Oktober 2008 an die IV -Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA) weiter (IV-act. 1 und 4). B. Der IVSTA lagen bei der Prüfung des Leistungsbegehrens diverse med i- zinische Berichte aus den Jahren 2000 und 2007 bis 2009 vor, welche A._______ im Wesentlichen eine rechtsseitig intraforaminale Diskushe r- nie L4/5 mit L4 -Nervenwurzelkompression, eine diskrete mediane Ban d- scheibenprotrusion L5/S1 ohne Nervenwurzelkompression, eine Disk o- pathie L4/L5 und L5/S1 mit Protrusion L5/S1 und beidseitiger chronischer Radikulopathie L4 und L5 mit Engpass L4/L5, eine mässiggradige hyper- trophe Spondylarthrose L5/S1, eine degenerative Bandscheibendehydr a- tation L3 bis S1, eine Streckfehlhaltung des thoraco -lumbalen Übergan- ges und der LWS, eine Sinusitis maxillaris rechts, eine Hiatushernie (Zwerchfellbruch), eine Ösophagitis, einen kleinen Speiseröhrenrückfluss, ein bronchiales Asthma bzw. ein nicht kontrollierbares, persistentes Asthma, eine Dyspnoe III bis IV sowie eine Arbeitsunfähigkeit in der bi s- herigen Tätigkeit von 100%, jedoch eine solche von 0% in Verweisungstä- tigkeiten bzw. eine Unfähigkeit zu r Ausübung normaler Aktivitäten atte s- tierten (IV-act. 10 bis 17). C. Gestützt auf die vorliegenden medizinischen Unterlagen führte Dr. med. B._______ (Facharzt für Allgemeine Innere Medizin) des IV -ärztlichen Dienstes in seiner Stellungnahme vom 22. Februar 2009 insbesondere aus, dass mit grosser Wahrscheinlichkeit ein leichter chronischer Wurzel- schaden L4/5 rechts nachgewiesen sei, der die Arbeitsfähigkeit nur in schweren Arbeiten mindern könne. Die frühere Tätigkeit sei ihm nicht b e- kannt. In Spanien habe ein einwöchiger Arbeitsversuch stattgefunden. Es stelle sich die Frage, ob damit eine Erwerbstätigkeit in Spanien zu "b e- weisen" sei, oder ob es sich dabei um einen Arbeitsversuch handelte. Je- denfalls sei die Tätigkeit als Ein - und Auslader von Papeterieartikeln, die C-4726/2010 Seite 3 A._______ mit stabilem Rückenschaden aufgenommen habe, keine s- wegs ausgeschlossen. "Völlig unklar" sei die Situation bei der Lunge n- krankheit, weshalb diesbezüglich weitere medizini sche Untersuchungen einzuholen seien (IV-act. 19). D. Mit Schreiben vom 9. März 2009 beauftragte die IVSTA den spanischen Versicherungsträger zur Durchführung weiterer medizinischer Abklärun- gen (IV-act. 20). E. Nach Einsicht in die neu eingeholten medizinische n Unterlagen (IV - act. 22 bis 25 ) führte Dr. med. B._______ des IV-ärztlichen Dienstes in seiner Stellungnahme vom 10. Juli 2009 aus, dass die einfachen dynam i- schen Lungenfunktionswerte weiterhin normal seien. Eine Plethysmogra- fie, die die statischen Lungen werte zu beurteilen erlaubt hätte, sei offe n- sichtlich nicht als nötig befunden worden. Eine respiratorische Insuffizienz "zumindest in Ruhe" liege nicht vor, was eine Lungenfibrose bzw. eine re- striktive Pneumopathie / Diffusionsstörung irgendwelcher Ursach e mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausschliessen lasse. Schwe r- arbeit sei wegen des Rückens ausgeschlossen. In seiner bisherigen T ä- tigkeit sowie in einer Verweisungstätigkeit sei A._______ jedoch zu 100% arbeitsfähig (IV-act. 27). F. Mit Vorbescheid vom 16. Juli 2009 teilte die IVSTA A._______ im Wesent- lichen mit, dass keine ausreichende durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres vorliege. Trotz der Gesundheits beeinträchtigung sei eine dem Gesundheitszustand angepasste gewinn bringende Tätigkeit noch immer in rentenausschliessender Weise zumutbar. Es liege keine Invalidität vor, die einen Rentenanspruch zu begründen vermöge, we s- halb das Leistungsbegehren voraussichtlich abgewiesen werden müsse (IV-act. 28). G. Am 13. August 2009 ging bei der IVSTA ein Schreiben von A._______ ein, mit welchem er sinngemäss Einsprache gegen den Vorbescheid vom 16. Juli 2009 erhob und der IVSTA mitteilte, dass er sich weiteren medizi- nischen Untersuchungen unterziehen werde (vgl. IV-act. 29). C-4726/2010 Seite 4 H. Mit Sch reiben vom 27. August 2009 setzte die IVSTA A._______ eine Frist, um bis zum 31. Oktober 2009 die in Aussicht gestellten medizin i- schen Unterlagen einzureichen, ansonsten eine Verfügung im Sinne des Vorbescheides vom 16. Juli 2009 getroffen werde (IV-act. 29). I. Am 29. Oktober 2009 wurde der IVSTA ein undatiertes Schreiben von A._______ zugestellt, worin dieser im Wesentlichen ausführte, dass die von der IVSTA erwähnten leichten Tätigkeiten in Spanien nicht existierten. Zudem reichte er mehrere Arztberichte neueren Datums zu den Akten (IV- act. 31 bis 39). J. In seiner Stellungnahme vom 27. November 2009 führte Dr. med. B._______ des IV-ärztlichen Dienstes aus, dass die neuen medizinischen Unterlagen auf ein "banales Rückenweh" schliessen lassen, welches mit entsprechender Medikation zu lindern sei. Der neue Pneumologiebericht gäbe keine präziseren Hinweise als die früheren, in denen eine normale Lungenfunktion und keine strukturellen Läsionen der Lungen nachgewi e- sen worden seien. A._______ leide somit unter schw er kontrollierbarem Asthma. Seine Lungenfunktion sei aber in Abwesenheit eines Anfalles normal. Demnach könne keine Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Täti g- keit als Magaziner in einigermassen staubfreiem Milieu abgeleitet we r- den. Als Maurer oder Schwerar beiter sei er arbeitsunfähig. Da jedoch e i- ne Dyspnoe III bis IV angegeben und ein schwer kontrollierbares Asthma diagnostiziert worden sei, sei erneut eine Lungenfunktionsprüfung und ei- ne Plethysmografie durchzuführen (IV-act. 41). K. Mit Schreiben vom 10. Dezember 2009 beauftragte die IVSTA den spani- schen Versicherungsträger zur Durchführung weiterer medizinischer A b- klärungen (IV-act. 43). L. Am 23. April 2010 stellte die vom spanischen Versicherungsträger beau f- tragte Stelle fest, dass die gewünschten Untersuc hungen mangels en t- sprechender Fachspezialisten zurzeit nicht durchgeführt werden könnten (IV-act. 50). C-4726/2010 Seite 5 M. Das vom spanischen Versicherungsträger eingeholte Gutachten vom 26. April 2010 bestätigte weitgehend die A._______ bereits zuvor von d i- versen Ärzten attestierten Diagnosen (IV-act. 51). Gestützt darauf führte Dr. med. B._______ in seiner Stellungnahme vom 21. Mai 2010 aus, trotz Verlangens neuer Lungenuntersuchungen habe der spanische Versicherungsträger einzig die Spirometrie vom 6. Mai 2009 übermittelt, welche zwischenzeitlich bereits ein Jahr alt sei. Da die Werte normal seien, handle es sich um ein therapierbares Asthma bro n- chiale. Es gäbe keine Hinweise darauf, dass sich dieses Asthma durch die bisherige Tätigkeit von A._______ verschlechtert oder dieser dadurch Anfälle bekommen habe, weshalb sich an der früheren Beurteilung nichts ändere (IV-act. 56). N. Mit Verfügung vom 2. Juni 2010 wies die IVSTA das Leistungsbegehren von A._______ ab. Nebst der bereits im Vorbescheid vorgebrachten B e- gründung führte sie aus, dass die neu eingereichten medizinischen Unter- lagen die bereits bekannten Gesundheitsbeeinträchtigungen bestätigten und keine neuen Elemente beinhalteten (IV-act. 57). O. Gegen diese Verfügung erhob A._______ (nachfolgend: Beschwerdefüh- rer) mit Ein gabe vom 25. Juni 2010 Beschwerde beim Bundesverwa l- tungsgericht und beantragte sinngemäss die Aufhebung der angefocht e- nen Verfügung und die Gewährung einer Invalidenrente, da er in sämtli- chen Tätigkeiten arbeitsunfähig sei. Als Beweismittel reichte er zwei Arzt- berichte neueren Datums zu den Akten , welche ihm eine Arbeitsunfähi g- keit für sämtliche Tätigkeiten attestierten (BVGer-act. 1). P. Mit Zwischenverfügung vom 2. Juli 2010 forderte der zuständige Instru k- tionsrichter den Beschwerdeführer auf, einen Kostenv orschuss von Fr. 400.- in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten (BVGer-act. 2). Der einverlangte Kostenvorschuss ging am 22. Juli 2010 bei der Gerichtskasse ein (BVGer-act. 5). Q. Mit Schreiben vom 15. Juli 2010 teilte der Beschwerdeführer m it, dass C-4726/2010 Seite 6 sich sein Gesundheitszustand verschlechtert habe und stelle noch einz u- holende medizinische Gutachten in Aussicht (BVGer-act. 4). R. Auf Anfrage der IVSTA führte Dr. med. C._______ (Facharzt für Allgemei- ne Innere Medizin) des IV -ärztlichen Dienstes i n se iner Stellungnahme vom 9. November 2010 aus, dass die in den neu eingereichten Unterla- gen gestellten Diagnosen einer Forameneinengung, von radikulären Ze i- chen, einer Spinalkanalverengung und einer Claudicatio spinalis nicht be- legt seien und auch auf ke ine entsprechenden bildgebenden Verfahren hingewiesen werde. Hingegen werde im aktenkundigen Befundbericht des Rheumatologen des Universitätsspitals X._______ vom 29. September 2009 ausdrücklich auf das Fehlen von radikulären Ze i- chen und auf eine gute Rück enmotilität hingewiesen. Damit begründeten die neuen Dokumente nicht in glaubhafter Weise neue Sachverhaltsel e- mente und damit auch keine abweichende Beurteilung. Demnach sei an den bisherigen Stellungnahmen des IV -ärztlichen Dienstes festzuhalten (IV-act. 59). Gestützt darauf beantragte die IVSTA in ihrer Vernehmlassung vom 17. November 2010 die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der angefochtenen Verfügung (BVGer-act. 11). S. Mit Eingabe vom 19. November 2010 reichte der Beschwerdeführer er- neut zwei rheumatologische Arztberichte neueren Datums zu den Akten , welche gemäss Angaben des Beschwerdeführers bestätigten, dass seine Leiden chronisch seien und er in sämtlichen Tätigkeiten arbeitsunfähig sei (BVGer-act. 12). Am 23.12.2010 stellte der Beschwe rdeführer weitere medizinische Gu t- achten in Aussicht, welche er dann mit Eingabe n vom 24. Februar 2011 (Datum Poststempel) und vom 26. Mai 2011 zu den Akten reichte (BVGer-act. 15, 18 und 24). Dr. med. D._______, Facharzt für Traumatologie und orthopädisch e Chi- rurgie, bestätigte in seinem Gutachten vom 20. Mai 2011 weitgehend die von diversen Ärzten zuvor gestellten Diagnosen , attestierte dem B e- schwerdeführer zudem eine Gonarthrose und kam zum Schluss, dass der Beschwerdeführer eine dauerhafte, totale Inval idität aufweise. Unter B e-C-4726/2010 Seite 7 rücksichtigung sämtlicher Pathologien und deren Entwicklung betrage der Grad der Behinderung mehr als 50% (BVGer-act. 24). T. Mit Stellungnahme vom 22. Juni 2011 hielt die IVSTA ihre bisher gestel l- ten Anträge aufrecht (BVGer-act. 27). U. Mit Eingabe vom 9. Juli 2011 wiederholte der Beschwerdeführer sinng e- mäss seine bisher gestellten Anträge (BVGer-act. 30). V. Dr. med. C._______ des IV-ärztlichen Dienstes führte in seiner Stellun g- nahme vom 8. August 2011 im Wesentlichen aus, dass das Gutachten von Dr. med. D._______ vom 20. Mai 2011 einzig eine Zusammenfa s- sung der bisher bekannten Befunde und Diagnosen beinhalte, ohne neue Elemente aufzuzeigen. Zusätzlich werde eine Gonarthrose erw ähnt, die als beginnendes Stadium nur radiologisch festgestellt worden sei. Die Schlussfolgerung des Grades der Arbeitsunfähigkeit sei nicht nachvol l- ziehbar und inkohärent begründet. Demnach könne an den bisherigen Stellungnahmen des IV-ärztlichen Dienstes festgehalten werden (BVGer- act. 32). Gestützt darauf hielt die IVSTA mit Schreiben vom 11. August 2011 an ih- ren bisher gestellten Anträgen fest (BVGer-act. 32). W. Mit Schreiben vom 1. September 2011 wiederholte der Beschwerdeführer seine bisher gestellten Anträge erneut (BVGer-act. 35) X. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterl a- gen wird – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen ei n- gegangen. C-4726/2010 Seite 8 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der IVSTA. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsve r- fahren (VwVG, SR 172.021), soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG bleiben in sozialvers i- cherungsrechtlichen Verfahren die besonderen Bestimmungen des Bu n- desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6 . Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) vorbehalten. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Gesetzes auf die bundesgesetzlich geregelten Sozialversicherungen anwendbar, wenn und soweit die ei n- zelnen Sozialversicherungsgesetze es vorsehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invalidenversicherung anwendbar (Art. 1a bis 70 IVG), soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach den allgemeinen intertempora l- rechtlichen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht mangels anderslautender Übergangsbestimmungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze Anwe n- dung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 1.3 Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung berührt und h at ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änd e- rung, sodass er im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdelegitimiert ist. 1.4 Da die Beschwerde im Übrigen frist- (Art. 60 ATSG) und formgerecht (Art. 52 VwVG) eingereicht und der einverlangte Kostenvorsch uss innert Frist geleistet wurde, ist darauf einzutreten. 2. 2.1 Der Beschwerdeführer ist spanischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Spanien, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenscha ft ei-C-4726/2010 Seite 9 nerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihrer Mitgliedsstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) zu beachten ist. Nach Art. 1 Abs. 1 des auf der Grundlage des Art. 8 FZA ausgearbei- teten und Bestandteil des Abkommens bi ldenden (Art. 15 FZA) Anhangs II ("Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit") des FZA in Ve r- bindung mit Abschnitt A dieses Anhangs wenden die Vertragsparteien un- tereinander insbesondere die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (SR 0.831.109.268.1; nachfolgend: Verordnung Nr. 1408/71), und die Verordnung Nr. 574/72 oder gleichwertige Vorschriften an. Dabei ist im Rahmen des FZA auch die Schweiz als "Mitgliedstaat" im Sinne dieser Koordinierungsverordnun- gen zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 Anhang II des FZA). Noch keine Anwe n- dung finden vorliegend die am 1. April 2012 in Kraft getretenen Verord- nungen (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Siche r- heit sowie (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des R a- tes vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit. Nach Art. 40 Abs. 4 der Verordnung Nr. 1408/71 ist die vom Träger eines Staates getroffene Entscheidung über die In validität eines Antragstellers für den Träger eines anderen betroffenen Staates nur dann verbindlich, wenn die in den Rechtsvorschriften dieser Staaten festgelegten Tatb e- standsmerkmale der Invalidität in Anhang V dieser Verordnung als übe r- einstimmend anerk annt sind. Eine solche anerkannte Übereinstimmung besteht für das Verhältnis zwischen einzelnen EU-Mitgliedstaaten und der Schweiz nicht. Der Invaliditätsgrad bestimmt sich daher auch im Ge l- tungsbereich des FZA nach schweizerischen Rechtsvorschriften resp. des IVG, der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 832.201), des ATSG sowie der Verordnung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherung s- rechts (ATSV, SR 830.11; vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4). 2.2 In mat eriellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Recht s- sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). Ein allfälliger Lei s- tungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechs el aufgrund der bis-C-4726/2010 Seite 10 herigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen ( pro rata temporis; BGE 130 V 445). Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunk t des Erlasses der streitigen Verfügung (hier: 2. Juni 2010) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). Nachfolgend zu würdigen sind im vorliegenden Verfahren jedoch nebst den ärztlichen Berichten, welche bis zum Erlass der angefochtenen Ve r- fügung vom 2. Juni 2010 verfasst wurden, auch die im vorliegenden Ve r- fahren eingereichten medizinischen Unterlagen neueren Datums, da di e- se medizinischen Unterlagen mit dem Streitgegenstand in engem Sac h- zusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Verf ü- gungszeitpunkt zu beeinflussen (vgl. BGE 116 V 80 E. 6b; ZAK 1989 S. 111 E. 3b mit Hinweisen). 2.3 Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der IVV ist auf die Fassung gemäss den am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderungen (4. IV-Revision; AS 2003 3837) abzustellen. Soweit ein Rentenanspruch ab dem 1. Januar 2008 zu prüfen ist, sind weiter die mit der 5. IV- Revision zu diesem Zeitpunkt in Kraft getretenen Gesetzes - und Verord- nungsänderungen zu beachten (AS 2007 5129 und AS 2007 5155). Noch keine Anwendung findet vorliegend das am 1. Januar 2012 in Kraft getre- tene erste Massnahmen paket der 6. IV-Revision (IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659]). 2.4 Die 5. IV-Revision brachte für die Invaliditätsbemessung keine su b- stanziellen Änderungen gegenüber der bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Rechtslage, sodass die zur alt rechtlichen Regelung ergange- ne Rechtsprechung weiterhin massgebend ist (vgl. Urteil des Bundesg e- richts [BGer] 8C_373/2008 vom 28. August 2008 E. 2.1). Neu normiert wurde dagegen die minimale Beitragsdauer, welche von einem Jahr auf drei Jahre erhöht wurde (Art. 36 Abs. 1 IVG [in der Fassung der 5. IV- Revision]) und der Zeitpunkt des Rentenbeginns, der – sofern die en t- sprechenden Anspruchsvoraussetzungen gegeben sind – gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (in der Fassung der 5. IV-Revision) frühestens sechs Monate nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG entsteht. Ist der Versicherungsfall allerdings vor dem 1. Januar 2008 ein-C-4726/2010 Seite 11 getreten und wurde die Anmeldung bis spätestens am 31. Dezember 2008 eingereicht, so gilt das alte Recht (vgl. auch Run dschreiben Nr. 253 des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] vom 12. Dezember 2007 [5. IV-Revision und Intertemporalrecht] und Urteil des Bundesver - waltungsgerichts [BVGer] C-5509/2008 vom 2. September 2010 E. 2.2). 3. 3.1 Gemäss Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder tei l- weise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall. Art. 7 ATSG definiert die Erwerbsunfähigkeit als durch Beeinträcht igung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachten und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibenden ga n- zen oder teilweisen Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Arbeitsunfähigkeit ist die durch Beeinträchtigung der körperlichen, geist i- gen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähi g- keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu lei s- ten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 3.2 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente besteht bei einem IV -Grad von mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente bei mindestens 60%, auf eine halbe Rente bei mindestens 50 % sowie auf eine Viertelsrente bei mindestens 40% (Art. 28 Abs. 1 IVG [4. IV -Revision] und Art. 28 Abs. 2 IVG [5. IV-Revision]). Gemäss Art. 28 Abs. 1ter IVG (in den vom 1. Januar 2003 bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassungen) beziehungsweise Art. 29 Abs. 4 IVG (in der seit 1. Januar 2008 gültigen Fassung [5. IV - Revision]) werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung stellt Art. 28 Abs. 1ter IVG nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, sondern eine besondere Anspruch s- voraussetzung dar (BGE 121 V 264 E. 6c). Eine Ausnahme von diesem Prinzip gilt seit dem 1. Juni 2002 für Schweizer Bürger und Staatsang e- hörige der Europäischen Gemeinschaft. Diesen Personen wird bei einem C-4726/2010 Seite 12 Invaliditätsgrad ab 40% eine Rente ausgerichtet, wenn sie in einem Mi t- gliedstaat der Europäischen Gemeinschaft Wohnsitz haben (BGE 130 V 253 E. 2.3 und 3.1), was vorliegend der Fall ist. Die einschlägige Besti m- mung der seit 1. Januar 2008 gültigen Fassung (Art. 29 Abs. 4 IVG [5. IV- Revision]) wurde zwar neu formuliert, hat aber inhaltlich keine Änderung erfahren, weshalb die hierzu entwickelte Rec htsprechung übernommen und weitergeführt werden kann. Der Rentenanspruch nach Art. 28 IVG entsteht nach den Vorschriften der 4. IV-Revision frühestens in dem Zeitpunkt, in dem der Versicherte min - destens zu 40% bleibend erwerbsunfähig (Art. 7 ATSG) geworde n ist (Art. 29 Abs. 1 Bst. a IVG [4. IV-Revision]) oder während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% a r- beitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war (Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG [4. IV- Revision]). Nach den Bestimmungen der 5. IV-Revision haben Anspruch auf eine Rente Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungs - massnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können, wäh - rend eines J ahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min - destens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (Art. 28 Abs. 1 Bst. a - c IVG [5. IV-Revision]). 3.3 Für die Bestimmung de s Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein - kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede - rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). Um den Invaliditätsgrad bemessen zu könne n, ist die Verwaltung (und im Beschwerdeverfahren das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tä-C-4726/2010 Seite 13 tigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztl i- chen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten konkret noch zug emutet wer- den können. Es sind demnach nicht nur die Erwerbsmöglichkeiten im a n- gestammten Beruf, sondern auch in zumutbaren Verweisungstätigkeiten zu prüfen (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c mit Hinweisen; ZAK 1991 S. 319 E. 1c). Nicht als Folgen eines G esundheitsschadens und damit invaliden - versicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der E r- werbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen). Aufgrund des im gesamten Sozialversicherungsrecht geltenden Grundsatzes der Schadenminde - rungspflicht ist ein in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich dauernd a r- beitsunfähiger Versicherter gehalten, innert nützlicher Fr ist Arbeit in e i- nem anderen Berufs - oder Erwerbszweig zu suchen und an zunehmen, soweit sie möglich und zumutbar erscheint (BGE 113 V 28 E. 4a, 111 V 239 E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt einer IV - Stelle zu entscheiden, in welchem Ausmass ein Versicherter seine ver - bliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit und zumutbarem Ein - satz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten kann. Diese sog e- nannte Verweisungstätigkeit hat sich der Versicherte anrechnen zu lassen (leidensangepasste Verweisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.). 3.4 Die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht haben die mediz i- nischen Unterlagen nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmli che Be- weisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies b e- deutet für das Gericht, dass es alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be urteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander wide r- sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nic ht auf die andere medizinische These a b- stellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un- tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt , in C-4726/2010 Seite 14 Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darl e- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der m e- dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der E x- pertin oder des Experten begründet sind. Ausschl aggebend für den B e- weiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Ste l- lungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 157 E. 1c). Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässi g- keit besteht. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstel- lungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vie l- mehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilic h- keit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen). Auf Stellungnahmen eines RAD oder der ärztlichen Dienste kann inde s- sen nur abgestellt werden, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen (Urteil des Eidgenös- sischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Bundesgericht] I 694/05 vom 15. Dezember 2006 E. 2). Die RAD -Ärzte müssen sodann über die im Einzelfall erforderlichen persönlichen und fachlichen Qualif i- kationen verfügen (Urteile des Bundesgerichts 9C_736/2009 vom 26. Ja - nuar 2009 E. 2.1, I 142/07 vom 20. November 2007 E. 3.2.3 und I 362/06 vom 10. April 2007 E. 3.2.1). 4. Vorliegend ist zu prüfen, ob und gegebenenfalls seit wann und in we l- chem Umfang de r Beschwerdeführer Anspruch a uf eine Invalidenrente hat. 4.1 Gemäss den vorliegenden medizinischen Unterlagen leidet der B e- schwerdeführer im Wesentlichen an einer rechtsseitig intraforaminalen Diskushernie L4/5 mit L4 -Nervenwurzelkompression, einer diskreten m e- dianen Bandscheibenprotrusio n L5/S1 ohne Nervenwurzelkompression, einer Diskopathie L4/L5 und L5/S1 mit Protrusion L5/S1 und beidseitiger chronischer Radikulopathie L4 und L5 mit Engpass L4/L5, einer mä s- siggradigen hypertrophen Spondylarthrose L5/S1, einer degenerativen C-4726/2010 Seite 15 Bandscheibendehydratation L3 bis S1, einer Streckfehlhaltung des thor a- co-lumbalen Überganges und der LWS, einer Sinusitis maxillaris rechts, einer Hiatushernie (Zwerchfellbruch), einer Ösophagitis, einem kleinen Speiseröhrenrückfluss, einem bronchialen Asthma bzw. eine m nicht ko n- trollierbaren, persistenten Asthma, einer Rinosinusitis, einer Bronchiekt a- sie, einer Dyspnoe III bis IV , einer Forameneinengung, an radikulären Zeichen, einer Spinalkanalverengung, einer Claudicatio spinalis und an einer Gonarthrose (IV-act. 10 bis 17, 22 bis 24, 32, 34 bis 38 und 51 so- wie BVGer-act. 1, 12, 18 und 24). 4.2 Dres. med. E._______, F._______ und D._______ attestieren dem Beschwerdeführer eine Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit von 100% und eine solche in einer Verweisungstätigkeit von 0% bzw. eine Ar- beitsunfähigkeit von 100% in sämtlichen Tätigkeiten bzw. eine Invalidität von 100% sowie ein Grad der Behinderung von mehr als 50% (IV-act. 16, BVGer-act. 1 und 24). 4.3 Demgegenüber kommen Dr. med. B._______ und Dr. med. C._______ des IV -ärztlichen Dienstes in ihren Stellungnahmen vom 10. Juli 2009, 27. November 2009, 21. Mai 2010, 9. November 2010 und 8. August 2011 zum Schluss, dass der Beschwerdeführer in der bisher i- gen Tätigkeit als "Magaziner o.ä. in einigermassen staub freiem Milieu" und in Verweisungstätigkeiten zu 100% arbeitsfähig sei; als Maurer oder Schwerarbeiter sei er arbeitsunfähig (IV-act. 27, 41, 56 und 59 sowie BVGer-act. 32). Dies obwohl Dr. med B._______ in seiner Stellungnahme vom 22. Februar 2009 darauf hinwies, dass die Situation bei der Lunge n- krankheit völlig unklar sei , weshalb diesbezüglich weitere medizinische Untersuchungen durchzuführen seien (IV-act. 19). Nach Einsicht in die neu erhaltenen medizinischen Unterlagen füh rte Dr. med. B._______ am 10. Juli 2009 aus, dass eine Plethysmografie, die die statischen Lunge n- werte zu beurteilen erlaubt hätte, offensichtlich nicht als nötig befunden worden sei (IV -act. 27). Am 27. November 2009 ersuchte Dr. med. B._______ erneut um eine "frische" Lungenfunktionsprüfung und um Durchführung einer Plethysmografie (IV-act. 41). In seiner Stellungnahme vom 21. Mai 2010 führte Dr. med. B._______ aus, trotz Verlangens neuer Lungenuntersuchungen habe der spanische Versicherungsträger einzig die Spirometrie vom 6. Mai 2009 übermittelt, welche zwischenzeitlich b e- reits ein Jahr alt sei (IV-act. 56). Es ist somit davon auszugehen, dass Dr. med. B._______ das Vorliegen einer aktuellen Lungenfunktionspr ü- fung sowie einer Plethysmografie zur Beurteilung der Auswirkungen der in diversen Berichten attestierten Lungenkrankheit als notwendig erachtet C-4726/2010 Seite 16 hatte. Diese medizinischen Untersuchungen sind – trotz entsprechendem Auftrag durch die IVSTA – bis dato jedoch nicht erfolgt (IV-act. 43 und 50). Diesbezüglich erweisen sich die Beurteilung von Dr. med. B._______ und die gestützt darauf erfolgte Beurteilung von Dr. med. C._______ somit als nicht schlüssig. Hinzu kommt, dass Dr. med. B._______ in seiner Stellungnahme vom 22. Februar 2009 auf die ungenü genden Angaben zur bisherigen, ang e- stammten Tätigkeit des Beschwerdeführers (als Magaziner und Kassier) und zu den Umständen des kurzen Arbeitseinsatzes (vom 4. bis 13. A u- gust 2005) hinwies (IV-act. 8, 18 und 19), diesbezüglich in der Folge j e- doch trotzdem eine Beurteilung der (Rest -)Arbeitsfähigkeit des B e- schwerdeführers vornahm (IV-act. 27, 41 und 56 ). Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer seit mindestens Juli 2001 bis und mit Juli 2005 für die Y ._______ AG in Z._______ (CH) gearbeitet hat (IV- act. 3 und 6). Die vom Beschwerdeführer vom 4. bis 13. August 2005 ausgeübte Tätigkeit als Magaziner und Kassier als dessen bisherige, an- gestammte Tätigkeit anzunehmen geht nicht an, zumal er diese Tätigkeit nur einige Tage ausgeübt hat und aus gesundheitlichen Gründen bee n- den musste (IV-act. 8); diese Tätigkeit ist folglich als gescheiterter A r- beitsversuch zu betrachten. Vielmehr ist für die bisherige, angestammte Tätigkeit auf die vom Beschwerdeführer bis Juli 2005, während mehrere n Jahren ausgeübte Tätigkeit für die Y ._______ AG abzustellen. Diesbezüg- lich fehlen in den Akten jedoch die erforderlichen Angaben des ehemal i- gen Arbeitgebers. Der Sachverhalt erweist sich somit auch in dieser Hi n- sicht als ungenügend abgeklärt. Im Übrigen verfügt sowohl Dr. med. B._______ als auch Dr. med C._______ über den Facharzttitel für Allgemeine Innere Medizin. Au f- grund der beim Beschwerdeführer diagnostizierten Leiden (insbesondere rheumatologisch, orthopädisch und pneumologisch ) wäre das Einholen von Stellungnahmen bei entsprechend ausgebildeten Fachärzten no t- wendig gewesen, um den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht zu genügen (vgl. E. 3.4 hiervor). 4.4 Aufgrund der dem Gericht vorliegenden Unterlagen läss t sich somit nicht beurteilen, ob, seit wann und in welchem Umfang Anspruch auf eine Invalidenrente besteht. Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung hat das Gericht, das den Sachverhalt als ungenügend abgeklärt erachtet, die Wahl, die Sache zur weiteren Beweiserhebung an die Verwaltung zurück- zuweisen oder selber die nötigen Instruktionen vorzunehmen (ZAK 1987 C-4726/2010 Seite 17 S. 264 E. 2a). Bei festgestellter Abklärungsbedürftigkeit verletzt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung als solche weder den Unte r- suchungsgrundsatz noch das Gebot eines einfachen und raschen Verfah- rens. Anders verhielte es sich nur dann, wenn die Rückweisung an die Verwaltung einer Verweigerung des gerichtlichen Rechtsschutzes gleic h- käme (beispielsweise dann, wenn aufgrund besonderer Gegebenh eiten nur ein Gerichtsgutachten bzw. andere gerichtliche Beweismassnahmen geeignet wären, zur Abklärung des Sachverhalts beizutragen, vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4), oder wenn die Rückweisung nach den konkreten Umständen als unverhältnismässig bezeichnet werde n müsste (BGE 122 V 163 E. 1d). Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, die der Rückwe i- sung der Sache zur weiteren Abklärung an die IVSTA entgegenstehen würden. Die angefochtene Verfügung ist daher aufzuheben und die Sache an die IVSTA zurückzuweisen, damit sie ergänzende medizinische Abklärungen (Durchführung einer interdisziplinären Begutachtung des Beschwerdefüh- rers; medi zinisch nachvollziehbar begründete Beurteilung betreffend [Rest-]Arbeitsfähigkeit und massgeblichen Zeitraum) vornehme sowie die erforderlichen Angaben des ehemaligen Arbeitgebers des Beschwerd e- führers (Y ._______ AG in Z._______ [CH]) einhole und anschliessend über den Rentenanspruch neu verfüge. In diesem Sinne ist die B e- schwerde teilweise gutzuheissen. 5. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par- teientschädigung. 5.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Eine Rückweisung gilt praxisgemäss als Obsiegen der beschwerdeführe nden Partei (BGE 132 V 215 E. 6), sodass der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 400.- dem Beschwerdeführer auf ein von ihm anzugebendes Konto zurückzuerstatten ist. Der Vorinstanz werden keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 5.2 Da dem obsiegenden Beschwerdeführer, welcher nicht anwaltlich ver- treten war, keine unverhältnismässig hohen Kosten entstanden sind und dieser zu Recht keinen entsprechenden Antrag gestellt hat, ist keine Pa r- teientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG und Ar t. 7 ff. C-4726/2010 Seite 18 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschäd i- gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, dass die an - gefochtene Verfügung vom 2. Juni 2010 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgter neuer Ab- klärung im Sinne der Erwägungen über den Rentenanspruch neu verfügt. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Dem Beschwerdeführer wird der bereits geleistete Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 400.- nach Ein- tritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein ; Beilage: Formular Zahladresse) – die Vorinstanz (Ref-Nr._______) – das Bundesamt für Sozialversicherungen Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Michael Peterli Lucie Schafroth C-4726/2010 Seite 19 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die U n- terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: