Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 28. Mai 2015 (725 14 350 / 137) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Distorsion der Halswirbelsäule. Die Vorinstanz hat die Adäquanz des Kausalzusammen- hangs zu Recht verneint. Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan- tonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch S tephan Bläsi, Advokat, Birsigstrasse 34, 4011 Basel gegen SUVA , Rechtsabteilung , Postfach 4358 , 6002 Luzern , Beschwerd e- gegnerin Betreff Leistungen A. Der 1960 geborene A.____ arbeitete vom 1. Mai 20 08 bis 31. Dezember 2009 als Me- chaniker bei der B____AG und war in dieser Eigensch aft bei der Schweizerischen Unfallversi- cherungsgesellschaft (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankhei- ten versichert. Am 14. Mai 2009 erlitt A.____ einen Auffahrunfall. Dabei erlitt er gemäss Bericht von Dr. med. C.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, vom 5. Juni 2009 eine Distorsion der Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Halswirbelsäule (HWS) mit vegetativen Symptomen. Die SUV A erbrachte für dieses Unfaller- eignis die gesetzlichen Leistungen. Mit Verfügung vom 12 . Juli 2010 stellte sie die Leistungen mangels adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen der gesund heitlichen Beeinträchtigung und dem Unfall vom 14. Mai 2009 per 31. Juli 2010 ein. Daran hielt sie auch auf Einsprache hin mit Entscheid vom 14. September 2010 fest. Die hierge gen erhobene Beschwerde hiess das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicheru ngsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil vom 24. Februar 2011 gut. Es sei aufgrund der m edizinischen Akten anzunehmen, dass weitere Therapieverfahren zwar keine Besserung des somati schen Gesundheitszustandes be- wirken würden. Demgegenüber bestünde aber überwiegen d wahrscheinlich Potential für eine namhafte Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes u nd der Arbeitsfähigkeit. Die SUVA habe den Fall zu früh abgeschlossen. In der Folge wies es die SUVA an, dem Be- schwerdeführer über den 31. Juli 2010 hinaus die gesetzlichen Leistungen auszurichten. B. Nachdem die SUVA weitere Abklärungen durchgeführt h atte, stellte sie die Versi- cherungsleistungen mit Verfügung vom 2. Dezember 2013 p er 31. Dezember 2013 mangels adäquaten Kausalzusammenhangs erneut ein. Die gegen diesen Entscheid erhobene Einspra- che wies die SUVA mit Entscheid vom 13. Oktober 2014 ab. C. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Ste phan Bläsi, am 3. November 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht. Er beantrage, in Aufhe bung des Einspracheentscheids vom 13. Oktober 2014 sei die SUVA anzuhalten, ihm eine In tegritätsentschädigung in noch zu be- stimmender Höhe sowie rückwirkend eine der Höhe nach noch zu bestimmende UVG-Rente zuzusprechen; unter o/e- Kostenfolge. Die Beschwerde be gründete er im Wesentlichen damit, dass die Vorinstanz die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zu Unrecht verneint habe. D. In ihrer Vernehmlassung vom 17. Dezember 2014 schloss die SUVA auf Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes ü ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, desse n Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetze s über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent- scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen V ersicherungsgericht Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Ver sicherungsgericht desjenigen Kan- tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwer deerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor- liegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die ö rtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1 993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein- spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 A TSG. Es ist somit auch sachlich Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Au f die – im Übrigen frist- und form- gerecht erhobene – Beschwerde vom 3. November 2014 ist einzutreten. 2. In ihrer Verfügung vom 2. Dezember 2013, welche sie mit dem angefochtenen Ein- spracheentscheid vom 13. Oktober 2014 bestätigte, stellt e die Beschwerdegegnerin ihre Versi- cherungsleistungen per 31. Dezember 2013 ein. Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerde- führer über dieses Datum hinaus weiterhin Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung hat. 3. Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in d er obligatorischen Unfallversiche- rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl- len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewäh ren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand- lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles v oll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld . Dieses beträgt bei voller Arbeitsun- fähigkeit 80% des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entspre- chend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am drit- ten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wie dererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versi cherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalide nrente, wenn sie infolge des Unfal- les zu mindestens 10% invalid ist. Der Rentenanspruch ent steht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesun dheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingl iederungsmassnahmen der Invalidenver- sicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleide t die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, g eistigen oder psychischen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine a ngemessene Integritätsentschädigung. Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, fa lls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 4.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UV G setzt als erstes voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfä- higkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürl icher Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürl ichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene E rfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit ei ngetreten gedacht werden kann. Ent- sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des nat ürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Stö- rungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Pe rson beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitli- che Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinwe isen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natür licher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdig ung nach dem im Sozialversicherungs- recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinl ichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründu ng eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 4.2 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte – wie der B eurteilung des Gesundheitszu- standes und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person sowie der Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin – ist die rec htsanwendende Behörde regel- mässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärzt innen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicher ungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Bewe ismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspru chs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe an zugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsich tlich des Beweiswertes eines Arztbe- richtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streit igen Belange umfassend ist, auf allsei- tigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwe rden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Dar legung der medizinischen Zusammen- hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situati on einleuchtet und ob die Schlussfolge- rungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 5.1 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im We iteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang be- steht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann al s adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenser- fahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgeme in als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammen- hangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzun g zu (BGE 125 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen ein es natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen g esundheitlichen Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Ka usalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwicke lten Regeln vom Gericht zu beurtei- len ist (BGE 112 V 33 E. 1b). 5.2 Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfo lgen spielt die Adäquanz als recht- liche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusam menhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der na- türlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 111 f. E. 2.1, 1 27 V 103 E. 5b/bb). Als objektivierbar gel- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht ten Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind. Würde ledi glich auf Ergebnisse klinischer Unter- suchungen abgestellt, so würde fast in allen Fällen ein organisches Substrat namhaft gemacht, welches eine Adäquanzprüfung als nicht erforderlich erschei nen liesse. Nach konstanter bun- desgerichtlicher Rechtsprechung kann deshalb von organisc h objektiv ausgewiesenen Unfall- folgen erst dann gesprochen werden, wenn die erhobene n Befunde mit apparativen / bildge- benden Abklärungen bestätigt werden (für viele: Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2008, 8C_806/2007, E. 8.2 mit zahlreichen Hinweisen). Die se Untersuchungsmethoden müssen zu- dem wissenschaftlich an erkannt sein (BGE 134 V 231 ff. mit Hinweisen). 5.3 Im Entscheid 134 V 109 ff. hat sich das Bundesgericht einlässlich mit der Thematik be- fasst, in welchem Zeitpunkt der Unfallversicherer die Prüf ung des adäquaten Kausalzusam- menhangs vornehmen dürfe. Dabei hat es deutlich gemacht, dass nicht danach zu fragen sei, in welchem Zeitpunkt die Adäquanzprüfung vorgenommen werd en dürfe, sondern wann der Un- fallversicherer einen Fall abzuschliessen und den Anspruch auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung zu prüfen habe (BGE 134 V 113 E. 3.2). Dies habe, so das Bundesge- richt weiter, gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG in dem Ze itpunkt zu geschehen, in welchem von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustan- des der versicherten Person mehr erwartet werden könne und allfällige Eingliederungsmass- nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen seien (BG E 134 V 113 ff. E. 4). Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes zu ver stehen sei, umschreibe das Ge- setz nicht näher. Mit Blick darauf, dass die soziale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Personen ausgerichtet sei (vgl. etwa Art. 1a und Art. 4 UVG), werde sich dies namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigeru ng oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber verdeutliche dabei, da ss die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen müsse. Unbede utende Verbesserungen genügten nicht (BGE 134 V 115 E. 4.3 mit Hinweisen). 5.4 Das Kantonsgericht stellte bereits in seinem Urtei l vom 24. Februar 2011 fest, es sei aufgrund der medizinischen Akten anzunehmen, dass weitere Therapieverfahren zwar keine Besserung des somatischen Gesundheitszustandes bewirken würd en. Demgegenüber bestün- de aber überwiegend wahrscheinlich Potential für ein e namhafte Verbesserung des psychi- schen Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit. In d er Folge nahm die SUVA weitere Abklärungen vor und holte einen Bericht vom Konsiliarpsych iater Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, ein. Am 6. November 2 013 hielt dieser fest, dass von einer weiteren Behandlung keine namhafte Besserung de s Gesundheitszustandes zu erwarten sei. Insgesamt erweist sich der Bericht von Dr. D.____ vom 6. November 2013 als überzeugen- de Entscheidungsgrundlage. Nach dem vorstehend Gesagten ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin den Fallabschluss gestützt auf d iese Einschätzung von Dr. D.____ per 2. Dezember 2013 vorgenommen und im Hi nblick auf allfällige Ansprüche auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung auf diesen Zeitpunkt hin geprüft hat, ob die beim Versicherten noch vorhandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen in einem natürli- chen und adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfallereign is vom 14. Mai 2009 stehen. Der Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht von der Beschwerdegegnerin als massgeblich erachtete Zeit punkt des Fallabschlusses wird denn auch vom Versicherten in der vorliegenden Beschwerde zu Recht nicht in Frage gestellt. 6. Mit Urteil vom 24. Februar 2011 stellte das Kanton sgericht in den Erwägungen 4.2 f. fest, dass beim Versicherten keine objektivierbaren organ ischen Unfallfolgen, sondern aus- schliesslich organisch nicht (hinreichend) nachweisbare Gesund heitsbeeinträchtigungen vorlie- gen würden. Im Weiteren ist davon auszugehen, dass der Un fall vom 14. Mai 2009 zumindest eine Teilursache für die weiterhin persistierenden Besch werden des Versicherten bildet. Somit kann der für die Leistungspflicht des Unfallversicherers vo rausgesetzte natürliche Kausalzu- sammenhang zwischen dem Unfallereignis und den anhaltend en Beschwerden des Versicher- ten – mit den Parteien – bejaht werden. 7.1 Liegen wie im hier zu beurteilenden Fall keine o rganisch (hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgeschäden vor, hat eine besondere Adäquanzprüfu ng zu erfolgen. Dabei ist rechtspre- chungsgemäss (BGE 127 V 103 E. 5b/bb mit Hinweisen) wie folgt zu differenzieren: Hat die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der H WS, einen äquivalenten Verlet- zungsmechanismus oder ein Schädel-Hirntrauma, dessen Folg en sich mit jenen eines Schleu- dertraumas vergleichen lassen (BGE 117 V 382 E. 4b), erl itten und liegt in der Folge das für diese Verletzung typische bunte Beschwerdebild vor (diff use Kopfschmerzen, Schwindel, Kon- zentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Erm üdbarkeit, Visusstörungen, Reiz- barkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw., vgl. BGE 119 V 338 E. 1), so ist die Adäquanz nach Massgabe der in BGE 117 V 359 ff. entwickelten und mit BGE 134 V 109 ff. modifizierten (vgl. die nachfolgende E. 7) Grundsätze zu prüfen. Liegt kein Unfall mit einem Schleudertrauma oder einer adäquanzrechtlich äquivalente n Verletzung vor oder fehlt es nach einer solchen Verletzung an dem hierfür typischen bunte n Beschwerdebild, so hat die Adä- quanzbeurteilung psychischer Folgeschäden des Unfalls nach den in BGE 115 V 133 ff. entwi- ckelten Kriterien zu erfolgen. Der Unterschied besteht darin, dass bei Unfällen mit einem Schleudertrauma der HWS oder einer äquivalenten Verl etzung auf eine Differenzierung zwi- schen physischen und psychischen Unfallfolgen verzichtet wird (B GE 134 V 117 E. 6.2.1, 117 V 367 E. 6a in fine), währenddem bei den übrige n Unfällen für die Beurteilung der Adä- quanz psychischer Fehlentwicklungen lediglich das Unfallere ignis als solches und die dabei erlittenen körperlichen Gesundheitsschäden sowie deren objektive Folgen massgebend sind (BGE 115 V 140 E. 6c/aa). Als Ausnahme von diesen Regel n greift allerdings die auf die objek- tiven, physischen Unfallfolgen beschränkte Adäquanzbeurteil ung auch bei Unfällen mit Schleu- dertrauma oder einer äquivalenten Verletzung Platz, w enn die zum hiefür typischen Beschwer- debild (vgl. dazu BGE 119 V 338 E. 1, 117 V 382 E. 4b ) gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise gegeben sind, im Vergleich zu einer vorhanden en, ausgeprägten psychischen Prob- lematik aber ganz in den Hintergrund treten (BGE 123 V 99 E. 2a mit Hinweisen). 7.2 Wie den Akten entnommen werden kann, zog sich der B eschwerdeführer anlässlich des Auffahrunfalls vom 14. Mai 2009 eine HWS-Distorsion mit vegetativen Symptomen zu (vgl. Be- richt von Dr. C.____, vom 5. Juni 2009). In der Folge klagte der Versicherte über über Kopf-, Nacken- und Schulterschmerzen, Tinnitus und Übelkeit (vgl. Dokumentationsbogen für Erstkon- sultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma vom 19. September 2009 und Erhe- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht bungsblatt für die Abklärung von HWS-Fällen vom 29. Ju li 2009). Somit ist dokumentiert – und zwischen den Parteien zu Recht auch unbestritten –, dass beim Versicherten nach dem Unfall eine Symptomatik vorlag, die dem sog. bunten Beschwerdeb ild einer HWS-Distorsion ent- spricht. Die Adäquanzprüfung hat deshalb nach Massgabe de r in BGE 117 V 359 ff. dargeleg- ten, mit BGE 134 V 109 ff. modifizierten (vgl. die nachfolgende E. 8.2) Grundsätze zu erfolgen. 8.1 Im bereits mehrfach erwähnten BGE 134 V 109 ff. h at sich das Bundesgericht ausführ- lich mit der bisherigen Praxis zur Kausalitätsprüfung bei Unfall mit Schleudertrauma, äquivalen- ter Verletzung der HWS oder Schädel-Hirntrauma ohne o rganisch objektiv ausgewiesene Be- schwerden (so genannte Schleudertrauma-Praxis nach BGE 1 17 V 359 ff.) befasst. Dabei hat es entschieden, dass am Erfordernis einer besonderen Adä quanzprüfung bei Unfällen mit sol- chen Verletzungen festzuhalten sei (E. 7-9). Auch beste he keine Veranlassung, die bewährten Grundsätze über die bei dieser Prüfung vorzunehmende Ei nteilung der Unfälle nach deren Schweregrad und den abhängig von der Unfallschwere gegebenenfalls erforderlichen Einbezug weiterer Kriterien in die Adäquanzbeurteilung zu ändern (E. 10.1). Demnach ist für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall nach wie vor zu verlangen, dass dem Un- fall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung de r Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit zu- kommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwer e aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung diese r Frage ist an das Unfallereignis anzuknüp- fen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Geschehensabla uf – zwischen banalen bzw. leich- ten Unfällen einerseits, schweren Unfällen anderseits u nd schliesslich dem dazwischen liegen- den mittleren Bereich unterschieden wird. Während der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne Weiteres bejaht und b ei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen au s dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es sind we itere, objektiv erfassbare Um- stände, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenh ang stehen oder als direkte bzw. indi- rekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur B ejahung des adäquaten Kausalzu- sammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herangezog en werden (E. 10.1 mit Hinwei- sen). 8.2 Im Übrigen hat das Bundesgericht jedoch die bish erige Schleudertrauma-Praxis im ge- nannten Urteil BGE 134 V 109 ff. in mehrfacher Hinsicht präzisiert. So hat es die Anforderungen an den Nachweis einer natürlich unfallkausalen Verletzung, welche die Anwendung der Schleu- dertrauma-Praxis rechtfertigt, erhöht (E. 9) und die a däquanzrelevanten Kriterien teilweise mo- difiziert (E. 10.2 und 10.3). Dies betrifft zunächst das Kriterium der "ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung", das nur dann vorliegt, wenn nach dem Unfall fortgesetzt spezifische und die versicherte Person belastende ärztliche Behandlung im Zeitraum bis zum Fallabschluss notwendig gewesen war (E. 10.2.3). Weiter wird für die Erfüllung des Kriteriums "Dauerbe- schwerden" vorausgesetzt, dass diese erheblich sind, was auf Grund glaubhaft geltend ge- machter Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person im Lebens- alltag erfährt, zu beurteilen ist (E. 10.2.4). Hinsich tlich des Kriteriums "Grad und Dauer der Ar- beitsunfähigkeit" schliesslich ist nicht die Dauer an sich , sondern eine erhebliche Arbeitsunfä- higkeit als solche massgeblich, die zu überwinden die ve rsicherte Person ernsthafte Anstren- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht gungen unternimmt (E. 10.2.7). Zusammenfassend hat das Bundesgericht den Katalog der bis- herigen adäquanzrelevanten Kriterien (BGE 117 V 367 E . 6a, 383 E. 4b) in BGE 134 V 109 wie folgt neu gefasst (E. 10.3): - besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; - die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; - fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; - erhebliche Beschwerden; - ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; - schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; - erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen. 9.1 Im Rahmen der erforderlichen besonderen Adäquanz prüfung ist als erstes auf die Frage der Unfallschwere einzugehen. Massgebend für deren Beu rteilung ist der augenfällige Gesche- hensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften (vgl. Kranken- und Unfallversicherung - Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1999 Nr. U 335 S. 207 E. bb), nicht jedoch Folgen des Unfalles oder Begleitumstände, die nicht dir ekt dem Unfallgeschehen zugeordnet werden können. Derartigen dem eigentlichen Unfallgesch ehen nicht zuzuordnenden Faktoren ist gegebenenfalls bei den Adäquanzkriterien Rechnung zu tragen. Dies gilt etwa für die – ein eigenes Kriterium bildenden – Verletzungen, welche sich die versicherte Person zuzieht, aber auch für – unter dem Gesichtspunkt der besonders drama tischen Begleitumstände oder beson- deren Eindrücklichkeit des Unfalls zu prüfende – äussere U mstände, wie eine allfällige Dunkel- heit im Unfallzeitpunkt oder Verletzungs- resp. gar To desfolgen, die der Unfall für andere Per- sonen nach sich zieht. Dieser Grundsatz gilt sowohl in Bezug auf die Adäquanzbeurteilung bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall (Sozialversicherungsrecht - Rechtsprechung [SVR] 2008 UV Nr. 8 S. 27 E. 5.3.1) als auch bei Anwendung der Schleudertrauma-Praxis (Urteil des Bundesgerichts vom 11. Juni 2008, 8C_536/2007, E. 6.1). 9.2 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung werden Auffahrkollisionen auf ein (hal- tendes) Fahrzeug in der Regel als mittelschwere Unfälle im Grenzbereich zu den leichten Unfäl- len betrachtet (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 E. 5.1.2 ). Die Beschwerdegegnerin ist der Auffas- sung, dass das Unfallereignis vom 14. Mai 2009 aufgrund d er objektiven Gegebenheiten die- sem Bereich zuzuordnen sei. Die Beschwerdeführerin geht vo n einem mittelschweren Unfall im engeren Sinne aus. Fest steht, dass das Ereignis weder den leichten Unfällen noch den schwe- ren Unfällen oder dem Grenzbereich zu diesen zuzurechnen ist. Demnach sind weitere Kriterien in die Beurteilung einzubeziehen, von denen für eine Bejahung des adäquaten Kausalzusam- menhanges entweder ein einzelnes in besonders ausgepräg ter Weise oder aber mehrere in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein müssten (BGE 134 V 109 E. 10.1). Gehäuft im genannten Sinne liegen die Kriterien bei einem Gren zfall zu den leichten Unfällen, wie ihn die Vorinstanz angenommen hat, vor, wenn deren vier erfül lt sind. Bei einem mittelschweren Unfall im engeren Sinn, wie ihn die Versicherte postuliert, g enügen dafür drei Kriterien (SVR 2010 UV Nr. 25 S. 100, 8C_897/2009 E. 4.5). Wie es sich diesbez üglich verhält, braucht an dieser Stelle nicht abschliessend geklärt zu werden, da sich die Beantwortung dieser Frage auf das Ergebnis der Adäquanzprüfung nicht auswirkt, wie die nachstehenden Ausführungen aufzeigen: Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 10.1 Zwischen den Parteien ist zu Recht unbestritten, dass die drei Kriterien der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrückl ichkeit des Unfalles, der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen und der ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert, vorliegend nicht erfüllt sind. 10.2 Im Zusammenhang mit dem Kriterium der erhebliche n Beschwerden ist vorab festzuhal- ten, dass nur diejenigen erheblichen Beschwerden adäquan zrelevant sein können, die in der Zeit zwischen dem Unfall und dem Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG ohne wesentlichen Unterbruch bestanden haben. Die Erheblichkeit beurteil t sich nach Massgabe der glaubhaften Schmerzen und der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt (BGE 134 V 128 E. 10.2.4). Die vom Beschwerdeführer geklagten Schmer- zen werden in quantitativer wie qualitativer Hinsicht d urch die wesentlichen Berichte – zu nen- nen sind namentlich die Berichte von Dr. C.____ vom 19. November 2012, der Psychologin lic. phil. E.____ vom 18. Juni 2012 und Dr. D.____ vom 6. November 2013 – bestätigt. Der Be- schwerdeführer leidet an persistierenden Kopfschmerzen un d Schmerzen an der linken Schul- ter, die über den Oberarm ziehend bis in die Hand ausstrahlen. Die Funktion der linken Hand ist im Alltag gestört. Ausser den Kopfschmerzen bestehen ein e vermehrte Vergesslichkeit, Kon- zentrationsstörungen, Schwindel und eine Überempfindli chkeit auf Lärm sowie chronische Schlafstörungen. Die durchgeführte psychotherapeutische Be handlung bei lic. phil. E.____ ist gemäss Bericht von Dr. D.____ vom 6. November 2013 mittl erweile abgeschlossen. Die Be- schwerden seien zwar etwa gleich geblieben, der Umgang des Patienten damit habe sich aber verbessert. Trotz dieser vielfältigen Beeinträchtigunge n erachtet die Beschwerdegegnerin das Kriterium der erheblichen Beschwerden nicht als gegeben. Sie weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der gesundheitliche Zustand seit dem Austritt aus der Rehaklinik Y.____ an- fangs März 2010 wieder eine Haushaltsführung mit Einkaufen, Kochen und gewissen Gartenar- beiten zulassen würde, der Beschwerdeführer seinen An algetikakonsum deutlich reduzieren konnte und keine weiteren ärztlichen Behandlungen mehr benötige. Dieser Betrachtungsweise der Beschwerdegegnerin kann nicht gefolgt werden. Auf Grund der medizinischen Aktenlage und der vom Versicherten glaubhaft geschilderten Beschw erden ist vielmehr davon auszuge- hen, dass der Alltag des Versicherten durch die geschilde rte Beschwerden seit Jahren insge- samt doch beträchtlich eingeschränkt ist, so dass das Kriter ium der erheblichen Dauerbe- schwerden als erfüllt angesehen werden kann. Das Kriteri um liegt jedoch nicht besonders aus- geprägt vor. 10.3 Beim Kriterium der "erheblichen Arbeitsunfähigk eit trotz ausgewiesener Anstrengungen" ist nicht die Dauer der Arbeitsunfähigkeit massgebend, sondern eine erhebliche Arbeitsunfähig- keit als solche, die zu überwinden die versicherte Person er nsthafte Anstrengungen unter- nimmt. Darin liegt der Anreiz für die versicherte Perso n, alles daran zu setzen, wieder ganz oder teilweise arbeitsfähig zu werden. Gelingt es ih r trotz solcher Anstrengungen nicht, ist ihr dies durch Erfüllung des Kriteriums anzurechnen. Konkret muss ihr Wille erkennbar sein, sich durch aktive Mitwirkung raschmöglichst wieder optimal in den Arbeitsprozess einzugliedern. Solche Anstrengungen der versicherten Person können sich in sbesondere in ernsthaften Ar- beitsversuchen trotz allfälliger persönlicher Unannehml ichkeiten manifestieren. Dabei ist auch Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht der persönliche Einsatz im Rahmen von medizinischen Therap iemassnahmen zu berücksichti- gen. Sodann können Bemühungen um alternative, der ges undheitlichen Einschränkung besser Rechnung tragende Tätigkeiten ins Gewicht fallen. Nur w er in der Zeit bis zum Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG in erheblichem Masse arbeitsunf ähig ist und solche Anstrengungen auszuweisen vermag, kann das Kriterium erfüllen (BGE 134 V 129 E. 10.2.7 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 16. Mai 2008, 8C_252/2007, E. 7.7.1 mit Hinweis). Zunächst ist festzustellen, dass – entgegen den Ausführungen in der Beschwerde, wonach seit dem Unfall- ereignis vom 14. Mai 2009 eine vollständige Arbeitsunfäh igkeit bestanden haben soll – beim Beschwerdeführer gemäss Bericht von Dr. F.____ vom 3. Jun i 2010 ab 1. April 2010 eine Ar- beitsfähigkeit von 50% bestand. Weiter ist aktenkundig , dass sich der Beschwerdeführer im Umfang von 50% bei der Arbeitslosenversicherung anmelde te, worauf diese ab 1. April 2010 die zweijährige Rahmenfrist für den Leistungsbezug eröf fnete. Gemäss Unfallschein UVG wur- de beim Versicherten ab 29. Juni 2010 eine Arbeitsunfäh igkeit von 75% und ab 24. Juli 2010 wiederum eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestie rt. Abgesehen davon, dass sich der Be- schwerdeführer auf eine Stelle als Möbelverkäufer bewar b und im Rahmen der von der Invali- denversicherung durchgeführten Arbeitsvermittlung zwei Ar beitsversuche unternahm (vgl. Ver- fügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 3. November 2010), ist darüber hinaus nicht ersicht- lich, dass der Beschwerdeführer besondere Anstrengungen unternahm, um sich raschmöglichst wieder optimal in den Arbeitsprozess einzugliedern. Zw ar ist der Einsatz des Beschwerdefüh- rers anerkennenswert, was denn auch rechtfertigt, das Krit erium grundsätzlich zu bejahen. Die gemachten Anstrengungen resp. Arbeitsbemühungen liege n aber nicht dermassen über dem üblicherweise zu erwartenden Mass, dass das Kriterium deswe gen besonders ausgeprägt er- füllt wäre. 10.4 Im Zusammenhang mit dem Kriterium der ärztlichen Behandlung ist entscheidwesent- lich, ob nach dem Unfall bis zum Fallabschluss eine fortgesetzt spezifische, die versicherte Per- son belastende Behandlung notwendig war (BGE 134 V 12 8 E. 10.2.3). In diesem Zusammen- hang ist auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu ve rweisen, wonach Abklärungsmass- nahmen im Hinblick auf therapeutische und versicherungsrechtliche Fragen sowie blossen ärzt- lichen (Verlaufs-) Kontrollen nicht die Qualität einer regelmässigen, zielgerichteten Behandlung zukommt, weshalb sie in diesem Rahmen nicht zu berücksichti gen sind (Urteil des Bundesge- richts vom 25. Januar 2008, U 56/07, E. 6.3.1). Der Be schwerdeführer hat seit dem Unfall eine Vielzahl therapeutischer Massnahmen absolviert. Dabei hand elte es sich allerdings vor allem um Physiotherapien und alternativmedizinische Therapien, die nach bundesgerichtlicher Praxis nicht als erheblich belastend taxiert werden. Zudem hat der Versicherte eine psychotherapeuti- sche Behandlung durch lic. phil. E.____ in Anspruch genommen. Würdigt man den Umfang und die Dauer der ärztlichen Behandlung, so erscheint der therapeutische Aufwand insgesamt zwar als beachtlich, vor allem weil die Therapien bis zum Fallabschluss über mehrere Jahre durchge- führt worden sind. Die Intensität der Therapien liegt letztlich aber nicht über dem Durchschnitt der bei HWS-Fällen anfallenden Behandlungen. Insgesam t ist daher das Kriterium der fortge- setzt belastenden ärztlichen Behandlung zu verneinen. 10.5 Dass keine durchgehende Beschwerdefreiheit erreicht wurde, genügt nicht für das Krite- rium des schwierigen Heilungsverlaufs und erheblicher Ko mplikationen. Es bedürfte hiezu be- Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht sonderer Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt h aben (Urteile 8C_29/2010 E. 5.3.2 und 8C_283/2009 E. 9.2.4, je mit Hinweis). Solche Gründe liegen hier nicht vor. Das Kriterium ist daher nicht gegeben, schon gar nicht in besonders ausgeprägter Weise. 10.6 Im Ergebnis können vorliegend somit zwei der sieben Adäquanzkriterien als erfüllt be- trachtet werden, wobei diese jedoch nicht in besonders au sgeprägter Weise vorliegen. Der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 14. Mai 2009 und den über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung (31. Dezember 2013) hinaus vorhandenen Beschwer- den des Versicherten ist demnach zu verneinen. 11. Zusammenfassend ist nach dem Gesagten nicht zu beanst anden, dass es die Be- schwerdegegnerin abgelehnt hat, dem Versicherten im Zu sammenhang mit dem Unfallereignis vom 14. Mai 2009 über den 31. Dezember 2013 hinaus Lei stungen aus der obligatorischen Un- fallversicherung auszurichten. Die gegen den betreffenden Einspracheentscheid 13. Oktober 2014 erhobene Beschwerde erweist sich demnach als unbegrü ndet, weshalb sie abzuweisen ist. 12. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor d em kantonalen Gericht für die Partei- en kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorlieg ende Verfahren keine Kosten zu erhe- ben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschlagen. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. http://www.bl.ch/kantonsgericht