B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-1118/2013/was U r t e i l v o m 1 4 . M a i 2 0 1 3 Besetzung Richter Hans Schürch (Vorsitz), Richterin Contessina Theis, Richter Gérard Scherrer, Gerichtsschreiberin Corinne Krüger. Parteien A._______, geboren (…), Eritrea, c/o Schweizerische Botschaft in Khartum, Sudan, Beschwerdeführerin, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; Verfügung des BFM vom 17. September 2012 / N (…). D-1118/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Mit Schreiben vom 25. resp. 29. November 2010 (Eingang am 30. N o- vember 2010) gelangte die Beschwerdeführerin, ein eritreische Staatsa n- gehörige, an die Schwe izerische Botschaft in Khartum / Sudan (im Fol- genden: Botschaft) und ersuchte sinngemäss um die Erteilung einer Ein- reisebewilligung zwecks Asylgewährung in der Schweiz. Zusammen mit dem Auslandsgesuch reichte die Beschwerdeführerin Kopien einer Karte des UNHCR (United Nations High Commissioner for Refu gees; Nr. […]), eines Schulaustrittszeugnisses vo n (…), eines Zeugnisses vom (…) so- wie einer Bestätigung des B._______ vom (…) und eines Arbeitszeugnis- ses vom (…) ein. B. Mit Schreiben vom 7. Februar 2011 bestätigte das BFM den Eingang des Auslandgesuches und wies darauf hin, dass Einreisebewilligungen in die Schweiz nur sehr beschränkt erteilt würden. Im Sudan würden viele Flüchtlinge und Asylsuchende leben. Das UNHCR würde alle eritreischen Bürger im Sudan registrieren, unabhängig davon, aus welchen Gründen sie ihr Heimatland verlassen hätten, und einem F lüchtlingslager zuteilen, wo ihre Grundversorgung gewährleistet werde. Deshalb gehe das BFM grundsätzlich davon aus, dass es ausländischen Flüchtlingen zugemutet werden könne, im Sudan zu verbleiben. Asylgesuche solcher Persone n würden meist abgewiesen. Das BFM erklärte weiter, im vorliegenden Fall habe eine summarische Prüfung des Gesuchs ergeben, dass die Cha n- cen auf Erteilung einer Einreisebewilligung in die Schweiz sehr gering seien. Falls die Beschwerdeführerin dennoch an ihrem Gesuch festhalten wolle, solle sie dies den Schweizer Behörden bis am 7. März 2011 in e i- ner Amtssprache oder auf Englisch mitteilen. C. Mit Eingabe an die Botschaft vom 28. Februar 2011 (Eingang am 3. März 2011) erklärte die Beschwerdeführerin, an ihrem Asylgesuch festhalten zu wollen und machte weitere Angaben zu den Gründen ihres Asylgesuchs. D. Mit Schreiben vom 27. Juni 2011 teilte das BFM der Beschwerdeführerin mit, dass gemäss Mitteilung der Schweizerischen Botschaft in Khartum vom 23. März 2010 eine Befragung vor Ort aus sicherheitstechnischen, strukturellen und organisatorischen Gründen nicht mehr möglich sei, weshalb von einer solchen abgesehen werde. Gleich zeitig ersuchte das D-1118/2013 Seite 3 BFM die Beschwerdeführerin zur Vervollständigung des rechtserhebl i- chen Sachverhalts um Beantwortung konkreter Fragen zu ihrer Person, zu ihren Asylgründen, zu Familienan gehörigen und Verwandten und zum Aufenthalt in Eritrea und im Sudan bis zum 27. Juli 2011. E. Mit Eingabe an die Botschaft vom 25. Juli 2011 (Eingang) machte die B e- schwerdeführerin weitere Angaben zu de n Gründen ihres Asylgesuchs, beantwortete die ihr konkret gestellten Fragen und reichte Kopien ihrer Identitätskarte (Nr. […], ausgestellt am […] in C._______) und ihrer G e- burtsurkunde (ausgestellt am […] in C._______) zu den Akten. F. Die Beschwerdeführerin machte in ihren Eingaben vom 25. resp. 29. No- vember 2010, vom 28. Februar 2011 und vom 25. Juli 2011 im Wesentli- chen geltend, sie sei eritreische Staatsbürgerin, aber im Jahr (…) in Äthi- opien geboren und aufgewachsen. Im April 2001 sei sie mit ihrer Familie zurück nach Eritrea geschickt worden. Dort hätten sie in C._______ ge- lebt und sie habe von (…) bis (…) das B._______ besucht. Da ihre Eltern alt und im Ruhestand seien, habe sie die Verantwortung für ihre Familie (Eltern und jüngere Schwester) übernehmen und daher neben dem B e- such des Colleges arbeiten müssen. Ab Mai 2004 habe sie Vollzeit für die Firma D._______ gearbeitet. Da sie ihren ganzen Besitz in Äthiopien hä t- ten zurücklassen müssen, seien sie in Eritrea vor grosse wirtschaftliche Schwierigkeiten gestellt gewesen. Hinzu sei gekommen, dass die Regi e- rung ein Gesetz erlassen habe, wonach Firmen nur Leute anstellen durf- ten, die ihre Wehrpflicht komplett erfüllt hätten oder davon freigestellt sei- en. Deshalb habe sie ihre Stelle verloren und ihre ganze Familie sei ohne Einkommen dagestanden. Als sie Hilfe bei den Behörden gesucht habe, sei sie aufgefordert worden, nach E._______ zu gehen und ihren Weh r- dienst zu absolvieren. Das habe sie aber nicht machen können, weil sich sonst jahrelang niemand um ihre Familie hätte kümmern können . Aus diesen Gründen habe sie beschlossen, sich in C._______ zu verstecken und ihrer Familie zu helfen, indem sie als Hausmädchen gearbeitet habe. Im Oktober 2008 seien zwei Polizisten zu ihnen nach Hause gekommen, und hätten – da sie die Beschwerdeführerin nicht vorg efunden hätten – ihre Mutter verhaftet. Sie hätten ihr gesagt, dass sie erst aus dem G e- fängnis entlassen werde, wenn sich die Beschwerdeführerin bei den B e- hörden gemeldet habe. Da habe sie gewusst, dass sie keine andere Wahl habe, als zu fliehen. Im Novemb er 2008 habe sie Eritrea verlassen und sei nach Äthiopien und von dort aus in den Sudan gegangen, wo sie vom D-1118/2013 Seite 4 UNHCR registriert worden sei. Als Flüchtling sei es ihr eigentlich nur e r- laubt, im Flüchtlingslager in F._______ zu leben. Die Essensrationen, die die Flüchtlinge dort erhielten, würden aber zum Leben nicht ausreichen. Ausserdem sei in den Unterkünften nicht genug Platz für alle Flüchtlinge vorhanden. Deshalb seien viele Flüchtlinge gezwungen, in F._______ ei- ne Hütte zu mieten, was sich die meisten aber nicht leisten könnten. Viele der Flüchtlinge würden die Situation nur mit finanzieller Hilfe von Familie und Freunden überstehen. Schliesslich sei es auch sehr schwierig, im Krankheitsfall die erforderlichen Medikamente zu erhalten. Da im Flüch t- lingslager also die Grundbedürfnisse nicht erfüllt würden, s ei sie zu ihrer Sicherheit nach G._______ gegangen, wofür sie allerdings keine Aufen t- haltserlaubnis habe. In G._______ habe sie eine Zeit lang für die Firma H._______ gearbeitet. Im Mai 2010 habe die sudanesische Regierung die Firma gedrängt, ausländische Angestellte zu entlassen und an deren Stelle sudanesische Staatsangehörige anzustellen. Deswege n habe sie ihre Arbeitss telle verloren. Flüchtlinge würden im Sudan nun keine A r- beitsbewilligungen mehr erhalten. Sie habe dann als Hausmädchen für eine sudanesische Familie gearbeitet. Nach etwa zwei Monaten sei sie eines Nachts vom Hausherrn ver gewaltigt worden. Als sie diesen Vorfall am nächsten Tag der Hausherrin erzählt habe, sei diese wütend gewor- den und habe sie weggeschickt, ohne ihr vorher den Lohn auszurichten. Weil sie über keine Arbeitsbewilligung verfüge, habe sie nichts dagegen unternehmen können. Weiter erklärte die Beschwerdeführerin, werde sie als Christin in dem vom Islam dominierten Sudan oftmals diskriminiert, was für sie unerträglich sei. Ihr Leben im Sudan sei voller Unsicherheiten. Da sie keine Arbeits - und Reiseerlaubnis für den Sudan habe, könne sie nicht arbeiten und deshalb auch nicht für sich selber aufkommen. Auch könne sie ihre Ausbildung ni cht weitermachen. Im Sudan lebe sie ohne Gewährung der Grundrechte und unter stä ndiger Angst vor Belästigu n- gen. Wegen der genannten Probleme sei sie hoffnungslos und habe ke i- ne Zukunftsperspektiven. Durch diese S ituation bekomme sie noch psy- chische Probleme. Die ganze Zeit, die sie nun schon im Sudan lebe, sei sie finanziell von Familie und Freunden im Ausland abhängig gewesen. G. Mit Verfügung vom 17. September 2012 verweigerte das BFM der B e- schwerdeführerin die Einreise in die Schweiz und lehnte ihr Asylgesuch ab. Zur Begründung führte das BFM im Wesentlichen aus, die Schil de- rungen der Beschwerdeführerin in ihrem Gesuch vom 30. November 2010 sowie in ihren Stellungnahmen vom 3. März 2011 und vom 25. Juli 2011 liessen darauf schliessen, dass sie ernstzunehmende Schwierigkei-D-1118/2013 Seite 5 ten mit den eritreischen Behörden habe . Im Folgenden sei zu prüfen, ob einer allfälligen Asylgewährung durch die Schweiz der Asylausschlus s- grund von Art. 52 Abs. 2 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) entgegenstehe, wonach einer Person das Asyl verweigert werden könne, wenn ihr zugemutet werden könne, sich in einem anderen Staat um Aufnahme zu bemühen. Die Beschwerdeführerin habe sich im Flücht- lingslager F._______ vom UNHCR als F lüchtling registrieren lassen. Sie habe erklärt, die materielle Unterstützung durch das UNHCR sei unzure i- chend und deswegen sei sie nach G._______ gezogen. Das BFM führte aus, dass sich laut Berichten des UNHCR zahlreiche eritreische Flüch t- linge und Asylbewerber im Sudan befänden. Vor diesem Hintergrund sei nicht zu verkennen, dass die Lage vor Ort für diese Menschen wie auch für die Beschwerdeführerin nicht einfach sei. Dennoch bestünden keine konkreten Anhaltspunkte zur Annahme, dass ein weiterer Verbleib im Su- dan für die Beschwerdeführerin nicht zumutbar oder möglich wäre. Dazu sei zu erwähnen, dass sich Flüchtlinge im Sudan, die vom UNHCR regist- riert worden seien, einem Flüchtlingslager zugeteilt worden seien, wo sie sich aufzuhalten hätten und die nötig e Versorgung erhielten. Die Flüch t- linge und so auch die Beschwerdeführerin würden im Sudan nicht über ein freies Aufenthaltsrecht für das ganze Land verfügen . Es sei ihr daher zuzumuten, beim UNHCR um Schutz zu ersuchen, falls ihre Situation ta t- sächlich kritisch sein sollte (mit Hinweis auf die Urteile des Bundesverwal- tungsgerichts D -2047/2010 vom 29. April 2010, D -7225/2010 vom 14. Februar 2011, E -1230/2011 vom 25 . Mai 2011, D -1395/2011 vom 16. Juni 2011, E -3405/2011 und E -3498/2011 vom 11. August 2011, D-4600/2011 vom 14. September 2011, E -5739/2011 vom 1. November 2011). Das BFM stellte weiter fest, dass das Leben in G._______ für eritreische Flüchtlinge gewiss nicht einfach sei. Angesichts des langjährigen Aufent- halts der Beschwerdeführerin im Sudan kön ne jedoch davon ausgega n- gen werden, dass die Hürden für eine zumutbare Existenz in G._______ in ihrem Fall nicht unüberwindbar seien, auch wenn ihr Zugang zum A r- beitsmarkt und ihre Bewegungsfreiheit eingeschränkt seien. Dank ihren beruflichen Erfahrungen u nd ihrem Bildungsniveau könne sie, was ihre bisherigen Stellenwechsel bewiesen, selbstständig für sich sorgen und sich auch einzelnen Schikanen oder sexuellen Belästigungen, die ihr a n- geblich widerfahren seien, entziehen. Zudem würden eine schwierige L e- benssituation und insofern humanitäre Überlegungen keinen Grund für eine Einreisebewilligung darstellen. Überdies könne sich die Beschwerde- führerin auf eine grosse im Sudan lebende eritreische Diaspora stützen, D-1118/2013 Seite 6 die für in Not geratene Landsleute bereitstehe u nd weitgehend Unterstüt- zung biete. Im Weiteren erklärte das BFM, schliesse es nicht zum vornherein aus, dass die Beschwerdeführerin wegen der Religionszugehörigkeit im Sudan gewisse Schwierigkeiten haben könnte. Dem BFM sei bekannt, dass Christen im Sudan Opfer von Diskriminierungen sein könnten. Im Sudan bekenne sich eine Mehrheit zum Islam sunnitischer Richtung. Christen würden nach unterschiedlichen Schätzungen 5 – 10 % der Gesamtbevöl- kerung darstellen. In den Städten des Sudan befänden sich neben kleine- ren Gemeinden alteingesessener, häufig orthodoxer bzw. mit Rom unie r- ter Kirchen auch zahlreiche Christen unterschiedlicher Konfessionen. Die im Juli 2005 unterzeichnete Übergangsverfassung für den Sudan gara n- tiere – ebenso wie die vorherige Verfassung von 1998 – Religionsfreiheit. Die christlichen Gemeinschaften seien grundsätzlich anerkannt. Wei h- nachten und Ostern (auch das orthodoxe Osterfest) seien staatliche Fe i- ertage. Christliche Kirchen dürften sich nach dem Gesetz bei Seelsorge, Ausbildung, Schulen, Kindergärten und sozialen Einrichtungen frei betät i- gen. Nach der Schaffung der Regierung der Nationalen Einheit im Juli 2005 gehöre ein Vizepräsident Sudans dem Christentum an. Unter den Mitgliedern der Regierung fänden sich mehrere Christen. Im Sudan her r- sche demzufolge keine allgemeine und staatliche Unterdrückung oder Verfolgung von Christen. In Anbetracht der Tatsache, dass die Beschwer- deführerin seit längerem im Sudan gelebt habe, ohne dass es zu konkr e- ten Vorfällen gekommen sei, könne nicht von einer ernsthaften oder dro- henden Verfolgungsabsicht ausgegangen werden. Zudem gebe es in G._______ offizielle Kirchen ihrer Glaubensrichtung, an welche sich die Beschwerdeführerin wenden könne. Schliesslich führte das BFM aus, dass bei der Anwendung von Art. 5 2 Abs. 2 AsylG zudem in einer Gesamtschau die Beziehungsnähe zur Schweiz und die Beziehungsnähe zu anderen Staaten zu prüfen sei. Den Angaben der Beschwerdeführerin zufolge würden keine nahen Verwand- ten oder Bezugspersonen von ihr in der Schweiz leben. Auch sonst seien in den Akten keine Hinweise auf allfällige Anknüpfungspunkte zur Schweiz ersichtlich. Aufgrund dessen sei keine besondere Beziehung s- nähe zur Schweiz gegeben, die die vorangegangenen Feststellungen umzustossen vermöge. Zusammenfassend stellte das BFM fest, dass die Beschwerdeführerin nach dargelegter Begründung den zusätzlichen subsidiären Schutz der D-1118/2013 Seite 7 Schweiz gemäss Art. 52 Abs. 2 AsylG nicht benötige. Es sei ihr daher z u- zumuten, im Sudan zu verbleiben. Deshalb seien sowohl das Asylgesuch als auch der Einreiseantrag abzulehnen. H. Mit Schreiben vom 10. Dezember 2012 (Eingang) gelangte die B e- schwerdeführerin an das BFM und erkundigte über den Stand des Ve r- fahrens. Sie erklärte ausserde m, dass das Leben im Sudan immer schwieriger werde. Sie habe im mer mehr Probleme mit den sudanes i- schen Sicherheitskräften und den Einheimischen. Die Beschwerdeführe- rin gab erneut an, für ein kleines Einkommen als Hausangestellte für eine sudanesische Familie gearbeitet zu haben. Die Hausherrin habe sie wie eine Sklavin behandelt und der Hausherr habe sie sexuell bedrängt. Wenn seine Frau weg gewesen sei, habe sie sich immer in ihrem Zimmer einschliessen müssen, um von ihm nicht belästigt zu werden. Er habe sie regelmässig bedrängt, mit ihm sexuellen Verkehr zu haben. Sie habe ihm erklärt, dies nicht zu wollen, sie sei keine Prostituierte. Einmal habe die Hausherrin gesehen, wie ihr Mann sie bedrängt habe. Als er weg gew e- sen sei, habe sie die Beschwerdeführerin geschlagen und ihr die Schuld an dem Vorfall gegeben. Sie habe sie mit einem heissen Messer am Handgelenk verletzt und gezwungen, (fälschlicherweise) zuzugeben, mit ihrem Ehemann Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. Die Beschwerd e- führerin habe sich im Krankenhaus behandeln lassen. Einige Leute hä t- ten ihr geraten, die Hausherrin anzuzeigen. So sei sie zur Polizei gega n- gen und habe eine Anzeige eingereicht. Die Polizeibeamten hätten sie aufgefordert, die Hausherrin auf den Posten mitzubringen. Diese habe sich aber geweigert mitzugehen. Deswegen sei ihr von der Po lizei nicht geholfen worden. Da sie Flüchtling sei, habe sie keine Rechte im Sudan. Von ihren Hausherren habe sie keinen Lohn bekommen. So habe sie die Arbeitsstelle verlassen und bei einer anderen Familie als Haushaltsange- stellte angefangen zu arbeiten, wo ihr aber dasselbe Schicksal widerfa h- ren sei. Schliesslich erklärte die Beschwerdeführerin, dass sie ausserdem in ständiger Angst vor einer Deportation lebe. I. Am 25. Februar 2013 teilte das BFM der Beschwerdeführerin mit, dass der Botschaft am 17. Septem ber 2012 die Verfügung des BFM zugestellt worden sei. Die Beschwerdeführerin werde gebeten, diese s Schreiben dort in Empfang zu nehmen. D-1118/2013 Seite 8 J. Gemäss den Akten beiliegender und unterzeichneter Empfangsbestät i- gung hat die Beschwerdeführerin die Verfügung des BFM vom 17. Se p- tember 2012 am 28. Januar 2013 erhalten. K. Die Verfügung des BFM vom 17. September 2012 focht die Beschwerde- führerin mit Eingabe vom 11. Februar 2013 (Eingang bei der Botschaft am 14. Februar 2013 ) beim Bundesverwaltungsgericht an und beantragte sinngemäss die Aufhebung des Asylentscheids sowie die Bewilligung der Einreise in die Schweiz im Hinblick auf die Durchführung des Asylverfa h- rens. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, sie lebe noch i m- mer in G._______, allerdings unter Gefährdung ihres Lebens, ihrer Fre i- heit und ihrer Gesundheit . Als registrierter Flüchtling müsse sie sich e i- gentlich im Flüchtlingslager in F._______ aufhalten, aber dort sei das L e- ben so hart und gefährlich, dass sie selbstständig nach G._______ ge- gangen sei. In F._______ würden täglich Flüchtlinge entführt werden und Frauen seien nicht sicher vor Vergewaltigungen. In G._______ sei die Si- cherheit zwar etwas besser aber auch nicht wirklich gut. Ausserdem habe sie keine Aufenthaltserlaubnis für G._______ und keine Arb eitsbewilli- gung. Sie habe als Hausangestellte gearbeitet und sei von ihrem Hau s- herrn vergewaltigt worden. Dessen Ehefrau habe sie ohne Bezahlung weggeschickt, nachdem sie ihr von dem Vorfall berichtet habe. Da sie sich illegal in G._______ aufhalte und arbeite, habe sie ihre Hausherren nicht anzeigen können. Im Weiteren erklärte die Beschwerdeführerin, würden die Flüchtlinge in G._______ von der Polizei öfters k ontrolliert und gezwungen, ihnen Geld zu be zahlen, ansonsten sie deportiert wür- den. Schliesslich brachte sie vor, im Sudan aufgrund ihrer Religion und ihrer Rasse diskriminiert zu werden. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM ge - hört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltun gsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Aus - nahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwa l-D-1118/2013 Seite 9 tungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden B e- schwerde; es entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser – was hier nicht der Fall ist – bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Partei Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. c Ziff. 1 und Bst. d Ziff. 1 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 1.2 Gemäss der Übergangsbestimmung des Bundesgesetzes vom 28. September 2012 (Dringliche Änderungen des Asylgesetzes), in Kraft seit 29. September 2012 (AS 2012 5359), gelten für Asylgesuche, die im Ausland vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 28. September 2012 gestellt worden sind, die Artikel 12, 19, 20, 41 Absatz 2, 52 und 68 in der bisherigen Fassung des AsylG. 2. 2.1 Die Amtssprachen des Bundes sind Deutsch, Französisch und Italienisch (Art. 70 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]). Die Beschwerde ist in englischer Sprache und somit nicht in einer Amtssprache des Bundes abgefasst. Auf die Ansetzung einer Frist zur Beschwerdeverbesserung kann indessen aus prozessökonomischen Gründen verzichtet werden, da der Eingabe genügend klare, sinn gemässe Rechtsbegehren und deren Begründung zu entnehmen sind und ohne Weiteres darüber befunden werden kann. 2.2 Die Beschwerde ist somit als frist - und formgerecht eingereicht zu er- achten; die Beschwerdeführerin i st legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist folg- lich einzutreten. 3. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 4. Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durchfü h- rung eines Schriftenwechsels verzichtet. 5. 5.1 Ein Asylgesuch kann gemäss Art. 19 AsylG im Ausland bei einer schweizerischen Vertretung gestellt werden, die es mit einem Bericht an D-1118/2013 Seite 10 das Bundesamt überweist (Art. 20 Abs. 1 AsylG). Hinsichtlich des Verfah- rens bei der schweizerischen Vertretung im Ausland sieht Art. 10 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfah rensfragen (AsylV 1, SR 142.311) vor, dass diese mit der asylsuchenden Person in der Regel eine Befragung durchführt (Art. 10 Abs. 1 AsylV 1). Ist dies nicht möglich, so wird die asylsuchende Person von der Vertretung aufgefordert, ihre Asylgründe schriftl ich festzuhalten (Art. 10 Abs. 2 AsylV 1). Eine Befr a- gung beziehungsweise eine schriftliche Sachverhaltsabklärung kann sich erübrigen, wenn der Sachverhalt bereits aufgrund des eingereichten Asylgesuchs als entscheidreif erstellt erscheint; der asylsuchend en Per- son ist aber in diesem Fall im Sinne des rechtlichen Gehörs die Gelege n- heit zu geben, sich zu einem abzusehenden negativen Entscheid zumi n- dest schriftlich zu äussern (BVGE 2007/30 E. 5.7 S. 367). 5.2 Im vorliegenden Fall wurde die Beschwerdeführerin von der Botschaft in Khartum zu ihrem Asylgesuch vom 30. November 2010 nicht befragt. Indes wurde sie im Rahmen des rechtlichen Gehörs mittels Schreiben vom 7. Februar 2011 und 27. Juni 2011 zur weiteren Konkretisierung ihrer Asylgründe aufgefordert. In Verbin dung mit den entsprechenden Antwo r- ten der Beschwerdeführerin konnte das BFM letztlich davon ausgehen, dass sämtliche für die Beurteilung des Asylgesuches aus dem Ausland notwendigen Aspekte abgedeckt waren, namentlich die genauen Pers o- nalien der asylsuchenden Person, die detaillierten Asylvorbringen, die un- ternommenen Massnahmen zur Schutzsuche oder die Möglichkeit einer innerstaatlichen Fluchtalternative. Dabei ist festzu stellen, dass sich die Beschwerdeführerin in allen ihren Eingaben grundsätzlich auf d en gle i- chen Sachverhalt berief. Aufgrund der Schilderungen der Beschwerdefüh- rerin durfte das BFM davon ausgehen, dass sämtliche für die Beurteilung des Asylgesuchs aus dem Ausland notwendigen Sachverhaltsaspekte vorgebracht wurden. Das BFM ist zudem der Be gründungspflicht des An- hörungsverzichts nachgekommen, so dass im vorliegenden Verfahren dem Anspruch der Beschwerdeführerin auf Gewährung des rechtlichen Gehörs Rechnung getragen und der entscheidwesentliche Sachverhalt in genügender Weise und umfassend abgeklärt wurde. 6. 6.1 Das Bundesamt bewilligt Asylsuchenden die Einreise in die Schweiz zur Abklärung des Sachverhalts, wenn ihnen nicht zugemutet werden kann, im Wohnsitz- oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in einen and e- ren Staat auszureisen (Art. 20 Abs. 2 AsylG). Unzumutbar ist ein Verbleib namentlich dann, wenn die asylsuchende Person schutzbedürftig ist. D-1118/2013 Seite 11 Schutzbedürftig im Sinne des Asylgesetzes sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Ra s- se, Religion , Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachtei - len ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Ge- fährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen un- erträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG). 6.2 Das BFM kann einer Person, die sich im Ausland befindet, Asyl – und damit auch die Einreise in die Schweiz – verweigern, wenn keine Hin - weise auf eine aktuelle Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG vorliegen oder ihr zuzumuten ist, sich in einem Drittstaat um Aufnahme zu bemü - hen (Art. 52 Abs. 2 AsylG). 6.3 Für die Erteilung einer Einreisebewilligung gelten restriktive Voraus - setzungen, wobei den Behörden ein weiter Ermessensspielraum zu - kommt. Neben der erforderlichen Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG sind namentlich die Beziehungsnähe zur Schweiz, die Möglichkeit der Schutzgewährung durch einen anderen Staat, die Beziehun gsnähe zu anderen Staaten, die praktische und objektive Zumutbarkeit zur ander - weitigen Schutzsuche sowie die voraussichtlichen Eingliederungsmö g- lichkeiten in der Schweiz in Betracht zu ziehen. Ausschlaggebend für die Erteilung der Einreisebewilligung ist dabei die Schutzbedürftigkeit der be- troffenen Personen, mithin die Prüfung der Frage, ob eine Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft gemacht wurde und ob der Verbleib am Aufenthaltsort für die Dauer der Sachverhaltsabklärungen zugemutet wer- den kann. Die Einreise ist aber selbst im Falle einer allfälligen Schutzb e- dürftigkeit zu verweigern, wenn Asylausschlussgründe vorliegen (vgl. zum Ganzen BVGE 2011/10). 7. 7.1 Das Bundesverwaltungsgericht geht mit der Vorinstanz einig, dass die Beschwerdeführerin vor i hrer Ausreise aus ihrem Heimatstaat ernstzu- nehmende Schwierigkeiten mit den eritreischen Behörden hatte, die in s- gesamt geeignet erscheinen, eine begründete Furcht vor ernsthaften Nachteilen im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft zu machen 7.2 7.2.1 Hält sich die asylsuchende Person – wie im vorliegenden Fall – in einem Drittstaat auf, bedeutet dies noch nicht zwingend, dass es ihr auch D-1118/2013 Seite 12 zuzumuten ist, sich dort um Aufnahme zu bemühen. In einem solchen Fall ist aber im Sinne einer Vermutung davon ausz ugehen, die betreffen- de Person habe in diesem Drittstaat bereits den erforderlichen Schutz ge- funden, was in der Regel zur Ablehnung des Asylgesuchs und der Ve r- weigerung der Einreisebewilligung führt. In jedem Falle sind die Kriterien zu prüfen, welche die Zufluchtnahme in diesem Drittstaat als zumutbar erscheinen lassen, und diese sind mit einer allfälligen Beziehungsnähe zur Schweiz abzuwägen (vgl. BVGE 2011/10). 7.2.2 Die Überprüfung der Akten ergibt, dass sich die diesbezüglichen Erwägungen in der angefochten en Verfügung als zutreffend erweisen. Das BFM hat in seiner Verfügung vom 17. September 2012 richtigerweise festgehalten, dass infolge der hohen Anzahl eritreischer Flüchtlinge im Sudan deren Lage nicht einfach ist. Dennoch bestehen im vorliegenden Verfahren keine konkreten Anhaltspunkte für die Annahme, dass ein we i- terer Verbleib im Sudan, wo die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge seit Ende des Jahres 2008 lebt, nicht zumutbar oder nicht mö g- lich ist. Die Beschwerdeführerin hält sich seit mehr als vier Jahren im Su- dan auf, wo sie vom UNHCR registriert ist. Zwar werden durch die sud a- nesischen Behörden – wie in der Beschwerde geltend gemacht – tatsäch- lich teilweise eritreische Asylsuchende und Flüchtlinge nach Eritrea d e- portiert. Diese Rückführungen er folgen indessen nicht flächendeckend. Gemäss gesicherten Erkenntnissen ist das Risiko einer Deportation oder Verschleppung für Eritreer, die im Sudan vom UNHCR als Flüchtlinge an- erkannt sind, gering. Im vorliegenden Fall bestehen keine konkreten Hi n- weise auf eine drohende Deportation der Beschwerdeführerin. 7.2.3 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, wirtschaftliche Schwierigkeiten zu haben, weil sie keine Arbeitsbewilligung erhalte und deshalb keinem Erwerb nachgehen könne, ist festzuhalten, dass sie im Sudan vom UNHCR einem Flüchtlingslager zugewiesen word en ist, wo sie auch die nötige Versorgung erhalten würde. Den Akten zufolge hat sie es aber vorgezogen, sich in G._______ ausserhalb des Flüchtlingslagers aufzuhalten. Es ist ihr jedoch grundsätzlich zuzumuten, sich in das ihr z u- gewiesene Flüchtlingslager in F._______ zurückzubegeben. Mittlerweile lebt die Beschwerdeführerin aber schon seit über vier Jahren im Sudan und vermochte eine gewisse Selbständigkeit zu entfalten. In diesem Z u- sammenhang ist auch auf die grosse eritreische Gemeinschaft in G._______ zu verweisen, die ihr eine weitere Eingliederung ebenfalls e r- leichtert. D-1118/2013 Seite 13 7.2.4 An dieser Einschätzung vermag au ch der christ liche Glaube der Beschwerdeführerin nichts zu ändern. Gemäss gesicherten Kenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts ist im Sudan die Religi onsfreiheit in der Verfassung verankert und es wird keine Gruppenver folgung von Christen betrieben. Etwa 5 - 10% der Gesamtbevölkerung im Sudan sind Christen. Die christlichen Gemeinschaften sind grundsätzlich an erkannt und die christlichen Kirchen dür fen sich nach dem Gesetz bei Seelsorge, Ausbi l- dung, Schulen, Kindergärten und sozialen Ein richtungen frei betätigen. Zwar können vereinzelte Diskri minierungen von Christen im Sudan – vor allem in den mehrheitlich von Muslimen bewohnten Regionen – nicht ausgeschlossen werden, diesen kann sich die Beschwerdeführerin durch eine Rückkehr in das ihr zugeteilte Flüchtlingslager in F._______ jedoch weitgehend entziehen. 7.2.5 Bezüglich der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten s e- xuellen Übergriffe durch ehemali ge Arbeitgeber – ist festzuhalten, dass sie sich in diesem Zusammenhang an die sudanesischen Behörden we n- den und diese um Schutz ersuchen kann. Darüber hinaus hat die B e- schwerdeführerin die Arbeitsstelle gemäss eigenen Angaben bereits vor geraumer Zeit verlassen und sich somit den Bedrängungen selbstständig entzogen. 7.2.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass vorliegend keine konkr e- ten Hinweise dafür bestehen, die Beschwerdeführerin sei gegenwärtig e i- ner konkreten Gefährdung ausgesetzt oder habe eine unmittelb ar dr o- hende Deportation nach Eritrea oder eine Entführung durch terroristische Gruppen akut zu befürchten. 7.2.7 Schliesslich ist festzustellen, dass keine nahen Verwandten oder Bezugspersonen der Beschwerdeführerin in der Schweiz leben, und den Akten auch sonst keine Hinweise auf Anknüpfungspunkte zur Schweiz zu entnehmen sind. 7.3 Die Beschwerdeführerin vermochte insgesamt nicht aufzuzeigen, dass sie auf die Schutzgewährung durch die Schweiz angewiesen ist b e- ziehungsweise ihr gerade die Schweiz den erforderlichen Schutz gewäh- ren muss. Der weitere Verbleib im Sudan ist ihr nach dem Gesagten z u- zumuten und die Vorinstanz hat ihr zu Recht die Einreise in die Schweiz verweigert und das Asylgesuch abgelehnt. D-1118/2013 Seite 14 8. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verf ügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Be- schwerde ist deshalb abzuweisen. 9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären dessen Kosten grundsätzlich der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Aus verwal- tungsökonomischen Gründen ist indessen in Anwendung von Art. 6 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) auf die Erh e- bung von Verfahrenskosten zu verzichten. (Dispositiv nächste Seite) D-1118/2013 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Schweizerische Bo t- schaft in Khartum und an das BFM. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Hans Schürch Corinne Krüger Versand: