<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2C_46/2009 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 9. Februar 2009 </div> <div class="para">II. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Merkli, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Uebersax. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, alias A.________, Regional Gefängnis Bern, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Migrationsdienst des Kantons Bern, Eigerstrasse 73, 3011 Bern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Verlängerung der Durchsetzungshaft, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Eingabe gegen den Entscheid des Haftgerichts III Bern-Mittelland, Haftrichter 6a, vom 8. Januar 2009. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">X.________, angeblich aus dem Irak, alias A.________, angeblich aus Marokko, geb. 1980, wurde am 13. August 2008 in Durchsetzungshaft genommen. Am 5. September 2008 wies das Bundesgericht eine gegen das Hafturteil gerichtete Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat (Urteil 2C_630/2008). Am 8. Januar 2009 prüfte und bestätigte der Haftrichter 6a am Haftgericht III Bern-Mittelland die Verlängerung der Haft bis zum 12. März 2009. In der Rechtsmittelbelehrung wurde angeführt, gegen das Hafturteil könne Beschwerde beim Bundesgericht erhoben werden. Mit Schreiben vom 14. Januar 2009 wandte sich X.________ an den Migrationsdienst des Kantons Bern mit der Bitte um Haftentlassung. Der Migrationsdienst übermittelte das Schreiben dem Haftgericht und dieses leitete es weiter an das Bundesgericht, wobei es gleichzeitig unter Beantragung der Abweisung der (allfälligen) Beschwerde vorweg auf eine Vernehmlassung verzichtete. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 Nach <span class="artref">Art. 86 Abs. 2 BGG</span> setzen die Kantone als unmittelbare Vorinstanzen des Bundesgerichts obere Gerichte ein, soweit nicht nach einem anderen Bundesgesetz Entscheide anderer richterlicher Behörden der Beschwerde an das Bundesgericht unterliegen. Dabei handelt es sich um eine Eintretensvoraussetzung, die das Bundesgericht von Amtes wegen und mit freier Kognition prüft. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.2 Mit Urteil 2C_10/2009 und 2C_25/2009 vom 5. Februar 2009 hat das Bundesgericht entschieden, dass das im Kanton Bern zur Prüfung ausländerrechtlicher Administrativhaft als einziges und letztinstanzlich urteilendes Gericht eingesetzte Haftgericht der Untersuchungsregion Bern-Mittelland die Voraussetzungen von <span class="artref">Art. 86 Abs. 2 BGG</span> nicht erfüllt. Auf Beschwerden, die sich direkt gegen Hafturteile dieses Gerichts richten, kann daher nicht eingetreten werden. Es obliegt dem Obergericht des Kantons Bern als Aufsichtsbehörde über das Haftgericht, eventuell in Zusammenarbeit mit dem Verwaltungsgericht und dem Regierungsrat des Kantons Bern, eine vorsorgliche Regelung für die bereits hängigen Fälle zu treffen. Auf die vorliegende Eingabe ist daher nicht einzutreten, und die Sache ist zur weiteren Behandlung im Sinne der Erwägungen an das Obergericht des Kantons Bern zu überweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">3.1 Es rechtfertigt sich, auf die Erhebung von Kosten für das bundesgerichtliche Verfahren zu verzichten (vgl. <span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.2 Der Präsident der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts hat den Instruktionsrichter gemäss <span class="artref">Art. 108 Abs. 2 BGG</span> damit betraut, im vorliegenden Fall als Einzelrichter im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> zu entscheiden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.3 Der Migrationsdienst des Kantons Bern wird darum ersucht, dafür besorgt zu sein, dass der vorliegende Entscheid dem Häftling korrekt eröffnet und nötigenfalls verständlich gemacht wird. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt der Einzelrichter: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">1.1 Auf die Eingabe wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.2 Die Sache wird an das Obergericht des Kantons Bern überwiesen zur weiteren Behandlung der Eingabe im Sinne der Erwägungen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird X.________, dem Migrationsdienst des Kantons Bern, dem Haftgericht III Bern-Mittelland, Haftrichter 6a, und dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 9. Februar 2009 </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Merkli Uebersax </div> </div></body></html>