Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 31. Mai 2018 (720 17 372 / 139) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Zumutbarkeit des Berufswechsels; Würdigung der Arztberichte Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Jgn az Jermann, Kantonsrichter Markus Mattle, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller Parteien A.____ , Beschwerdeführer , vertreten durch Markus Schmid , Recht s- anwalt, Lange Gasse 90, 4052 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Der 1958 geborene A.____ arbeitet seit 1983 als selbständigerwerbender Möbelschrei- ner mit eigenem Betrieb ohne Angestellte. Am 3. Mär z 2013 stürzte A.____ auf die linke Schul- ter und zog sich dabei einen Sehnenabriss zu. Ausse rdem erlitt er bei einem weiteren Sturz am 2. Juli 2013 eine Verletzung am rechten Handgelenk. Am 10. Dezember 2013 meldete sich A.____ bei der Eidgenössischen Invalidenversicherun g (IV) unter Hinweis auf die Schulterver- letzung mit Sehnenabriss links und die Handgelenksv erletzung rechts zum Leistungsbezug an. Nach Vornahme der medizinischen Abklärungen sprach die IV-Stelle A.____ mit Vorbescheid Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht vom 4. Mai 2016 eine befristete Viertelsrente vom 1. Ju ni 2014 bis 30. September 2014 zu. Nachdem im April 2016 eine Verschlechterung des Vorzusta nds eingetreten war, musste eine Re-Arthroskopie durchgeführt werden. Die IV-Stelle n ahm infolge dieser gesundheitlichen Ver- schlechterung neue medizinische Abklärungen vor und sprach dem Versicherten nach erneuter Durchführung des Vorbescheidverfahrens mit Verfügung vom 5. Oktober 2017 eine Viertelsren- te vom 1. Juni 2014 bis 30. September 2014 sowie eine befristete ganze Rente vom 1. Juli 2016 bis 31. Dezember 2016 zu. B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten du rch Advokat Markus Schmid, mit Schreiben vom 6. November 2017 Beschwerde beim Kantonsger icht Basel-Landschaft, Abtei- lung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm ab 1. Juni 2014 eine ganze Ren- te und mit Wirkung ab 1. Januar 2017 mindestens eine Dreiviertelsrente auszurichten. In ver- fahrensrechtlicher Hinsicht wurde die Durchführung eine r öffentlichen Parteiverhandlung bean- tragt; unter o/e-Kostenfolge. C. Mit Vernehmlassung vom 15. Januar 2018 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. D. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung halten di e Parteien an ihren Anträgen und wesentlichen Begründungen fest. Der Beschwerdeführer re icht die Jahresrechnung 2016 mit Vorjahresvergleich seiner selbständigen Tätigkeit zu den Akten. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes üb er die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf d ie im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten. 2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die IV -Stelle dem Beschwerdeführer zu Recht ab 1. Juni 2014 bis 30. September 2014 eine Vier telsrente sowie vom 1. Juli 2016 bis 31. Dezember 2016 eine ganze Rente zugesprochen hat. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittli ch mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähig keit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumu tbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in e inem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunf ähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geist igen oder psychischen Gesundheit verur- sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederun g verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen de r gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti- ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 3. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Gra d der Invalidität wie folgt abge- stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrade s im Erwerbsbereich bildet die Fra- ge, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihre r gesundheitlichen Beeinträchti- gungen arbeitsunfähig ist. 4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterl agen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei- ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 11 5 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen S tellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, we lche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Perso n auf dem allgemeinen, ausgegliche- nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarer- weise noch verrichtet werden können (U LRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi- alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vg l. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 4.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Gr undsatz der freien Beweis- würdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Forme n medizinischer Berichte und Gutach- ten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen ( vgl. die ausführlichen Zusammenstellun- gen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Ver waltungsverfahrens eingeholten Gut- achten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht er statten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Bew eiswürdigung volle Beweiskraft zu- zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuv erlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Di ese im Bereich der Unfallversicherung entwickelten Grundsätze finden für das IV-Verwaltungsve rfahren sinngemäss Anwendung (Ur- teil des EVG vom 9. August 2000, I 437/99 und I 575/9 9, E. 4b/bb). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfa hrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche V ertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen. Bei der Abschätzung des Beweiswerts im Rahmen einer freien und umfassenden Beweiswürdigung dürfen allerdings auch die potenti- ellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht verg essen werden. Der Umstand allein, dass eine Einschätzung vom behandelnden Mediziner stammt, darf nicht dazu führen, sie als von vornherein unbeachtlich einzustufen; die einen läng eren Zeitraum abdeckende und umfas- sende Betreuung durch behandelnde Ärzte bringt oft we rtvolle Erkenntnisse hervor. Auf der anderen Seite lässt es die unterschiedliche Natur von Beha ndlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizini- schen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4; Urteil de s EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum An- lass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandel nden Ärzte zu anderslautenden Ein- schätzungen gelangen (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Ma i 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich e ine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rei n subjektiver ärztlicher Interpretation ent- springende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begut achtung unerkannt oder ungewür- digt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinwei- sen). Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5. Zur Beurteilung des Gesundheitszustandes des Beschwerde führers liegen im Wesent- lichen die folgenden ärztlichen Unterlagen vor: 5.1 Nach Konsultation vom 24. Februar 2014 berichtet Dr. med. B.____, FMH Orthopädi- sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, C.____-Klinik, über einen „St. n. Schulterarthroskopie links mit Rotatorenmanschettenrefixa tion und Bizepstenodese bei kom- pletter Supraspinatusruptur und Partialruptur der Bize pssehne vom 6. August 2013.“ Aufgrund der verminderten Kraft im Überkopfbereich bestehe eine Leistungseinbusse. Mit Konsultationsbericht vom 7. April 2014 führt Dr. B.____ aus, es gehe dem Patienten gut. Ab und zu verspüre er noch ein Ziehen im Oberarm. Am 30. April 2014 sei die Operation am rech- ten Handgelenk vorgesehen. Die Kribbelparästhesien seien deutlich regredient. Er hält eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit ab 1. März 2014, eine 50%ig e ab 7. April 2014 sowie eine volle Ar- beitsfähigkeit ab 5. Mai 2014 fest. 5.2 Dr. med. D.____, FMH Handchirurgie sowie Orthopä dische Chirurgie und Traumatolo- gie des Bewegungsapparates, C.____-Klinik, hält mit Ber icht vom 24. November 2014 folgen- des fest: Hochprozentige Ruptur des scapholunären und l unotriquetralen Ligaments sowie TFCC-Läsion Handgelenk rechts seit Sturz am 2. Juli 2013 . Als selbständiger Möbelschreiner sei eine 50%ige Arbeitsfähigkeit tolerierbar. Das rech te Handgelenk sei nicht völlig schmerzfrei und es würden rasch belastungsabhängige Beschwerden au f Höhe der verletzten Bandstruktu- ren auftreten. An eine Steigerung der Arbeitstätigke it sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu den- ken. Trotzdem sei er der Meinung, dass langfristig eine ca. 70 bis 80%ige Arbeitsfähigkeit mög- lich sein werde. Mit Bericht vom 10. März 2015 erachtet Dr. D.____ den Beschwerdeführer als zu 50 % arbeits- fähig seit 1. September 2014. 5.3 Dr. med. E.____, FMH Chirurgie und FMH Handchir urgie, diagnostiziert mit Gutachten vom 23. September 2015 mit Auswirkung auf die Arbeits fähigkeit multiple degenerative Verän- derungen im rechten Carpus, schmerzhaft geworden seit dem Unfall vom 2. Juli 2013. Dr. E.____ findet an der linken Schulter keine Beeinträcht igung, an den Ellbogen lediglich eine ge- ringgradige Einschränkung des Bewegungsumfangs. Die rech te Hand zeige sich nahezu nor- mal mit lediglich Einschränkung des Bewegungsumfangs im Sattelgelenk, was bei guter Belast- barkeit ohne Schmerzauslösung auch keine Behinderung darstelle. Es sei glaubhaft, dass es zu einer Aufreizung bei repetitiven Schlägen oder lang dauernden Belastungen kommen könne, so dass durch die Ermüdung die Belastbarkeit abnehmen könne . Es sei schwierig eine faire Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tät igkeit vorzunehmen. Einerseits zeige sich eine objektiv weitgehend normal funktionierende Hand, andererseits gebe der Explorand glaub- haft an, mit welchen Belastungen er seine Hände in seinem Beruf als Möbelschreiner einsetzen müsse, um seine Arbeiten perfekt durchzuführen. Gehe man von diesem spezifischen Berufs- bild aus, könne eine Einschränkung durch die vermindert e Langzeitbelastung wegen der dann auftretenden Schmerzen angenommen werden, welche auf 50 % geschätzt werden könne. Be- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht züglich Zumutbarkeit müsse gesagt werden, dass eine dem Mittelmass entsprechende Schrei- nertätigkeit (eventuell etwas weniger perfektionistisch ) in einem grösseren Team durchaus zu einem höheren Prozentsatz (wahrscheinlich sogar 100 %) möglich wäre. Dies immer noch unter der Berufsbezeichnung „Möbelschreiner“. Andererseits wär e auch zumutbar, dass das ge- schäftliche Angebot den noch vorhandenen Belastbarkeiten der Hände angepasst werde und dann wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehen würde. 5.4 Dr. D.____ führt mit Arztbericht vom 25. Februar 2016 als Diagnose eine akute über- lastungsbedingte aktivierte Arthrose distales Radoulnarge lenk rechts sowie Status nach Hand- gelenksarthroskopie, Débridement TFCC und offene Hand gelenksdenervation Handgelenk rechts bei hochprozentiger Ruptur scapholunäres und lu notriquetrales Ligament sowie komple- xe TFCC Läsion Handgelenk rechts am 30. April 2014 an. E ine spontane Besserung der dege- nerativen Veränderungen sei nicht zu erwarten. Es beste he eine Arbeitsunfähigkeit als selb- ständiger Möbelschreiner von 50 % ab 1. September 2014, von 100 % vom 1.-14. Februar 2016 und von 50 % ab 15. Februar 2016 bis auf weiteres. Ver mutlich müsse langfristig an einem 50%igen Arbeitspensum festgehalten werden. 5.5 Der RAD-Arzt Dr. med. F.____, FMH Arbeitsmedizin, gelangt mit Arztbericht vom 15. März 2016 mittels Synthese der Beurteilungen von Dr. D.____ und Dr. E.____ zur Auffas- sung, es sei etwa seit September 2014 insgesamt von eine r etwa 40%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in seiner Tätigkeit als selbständiger Schreiner auszugehen. Ab 1. Februar bis 14. Februar 2016 sei der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit zu 100 % und ab 15. Februar bis auf weiteres zu 40 % arbeitsunfähig gew esen. In einer leidensangepassten Tä- tigkeit beurteilt Dr. F.____ den Verlauf der Arbeitsfähigkeit gestützt auf die vorliegenden Arztbe- richte wie folgt: 01.03.2014 - 30.06.2014: 20 % 01.07.2014 - 30.08.2014: 50 % 01.09.2014 - 31.01.2016: 100 % 01.02.2016 - 14.02.2016: 0 % 15.02.2016 - weiterhin: 100 % Als Belastungsprofil der Verweistätigkeit gibt Dr. F.____ leichte bis mittelschwere wechselbelas- tende Arbeiten, keine repetitiven Arbeiten mit dem re chten Handgelenk an. An der linken Hand würden keine Einschränkungen bestehen. 5.6 Mit ärztlichem Zwischenbericht vom 4. November 2016 hä lt Dr. med. G.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, C.____-Klinik, als Diagnose einen Status nach Re- Arthroskopie mit Entfernung multipler freier Gelenkskör per, Synoviabridenresektion mit Arthro- lyse, Fossa- und Olecranonplastik wie Plica humeroradialis -Resektion Ellenbogen rechts vom 20. Mai 2016 fest. Die Arbeitsunfähigkeit betrage 100 % bis 30. September 2016 und ab 1. Oktober 2016 und weiterhin 50 %. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Mit weiterem Bericht vom 6. Januar 2017 hält Dr. G.__ __ eine anhaltende 50%ige Arbeitsunfä- higkeit fest. Der Gesundheitszustand sei stationär. Die Arbeitsfähigkeit könne durch medizini- sche Massnahmen verbessert werden, allerdings nicht sicher kon stant. Eingliederungsmass- nahmen seien angezeigt. Ergänzend werde eine Begutach tung für sinnvoll erachtet, um die zukünftige Arbeitsfähigkeit, welche aus seiner Sicht nicht mehr als 50 % als Schreiner betragen werde, festzustellen. Mit Arztbericht vom 1. März 2017 beantwortet Dr. G.____ diverse Fragen zur Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit. Er bestätigt weiterhin eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. 5.7 Dr. F.____ führt mit Arztbericht vom 13. März 2017 aus, der Versicherte habe sich an- lässlich der Kontrolluntersuchung vom 16. Dezember 2016 f ür die Schreinertätigkeit als nur zu 50 % leistungsfähig erachtet. Aufgrund des deutlich ge besserten objektiven Befunds am Ellen- bogen rechts lasse sich eine so hohe Einschränkung aber me dizinisch nicht begründen. Er ge- he von einer wesentlich geringeren Arbeitsunfähigkeit a ls Schreiner aus. Die Beurteilung von Dr. G.____, es bestehe bereits ein unveränderbarer Zust and mit einer bleibenden Arbeitsunfä- higkeit von 50 %, sei zwar medizinisch nicht ganz nachvollziehbar. Es solle aber dieser Beurtei- lung gefolgt werden, da Dr. G.____ den Versicherten u ntersucht habe, er hingegen nicht. Dr. G.____ bestätige aber auch, dass der Versicherte in Verweisarbeit zu 100 % einsetzbar sei. 5.8 Am 22. Februar 2018 reicht der Beschwerdeführer si eben Verlaufsberichte der C.____- Klinik für den Zeitraum vom 16. Dezember 2016 bis 12. Januar 2018 zu den Akten. 6.1 Aus den vorliegenden Unterlagen, insbesondere au s dem RAD-Bericht vom 15. März 2016 von Dr. F.____, ergibt sich, dass der Beschwerdeführ er seit 1. März 2014 zu 20 %, ab 1. Juli 2014 zu 50 % und ab 1. September 2014 bis 18. April 2016 – unterbrochen von einer nicht rentenrelevanten vollen Arbeitsunfähigkeit im Zeit raum vom 1. Februar bis 14. Februar 2016 – zu 100 % in einer Verweistätigkeit arbeitsfäh ig war. Dr. F.____ leitet diese Beurteilung der Arbeitsfähigkeit überzeugend aus den vorliegenden Arztberichten und dem Gutachten von Dr. E.____ her. Nachdem sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ab 18. April 2016 verschlech- terte, bestätigte die C.____-Klinik mit Bericht vom 4. November 2016 eine volle Arbeitsunfähig- keit vom 18. April 2016 bis 30. September 2016. Diese B eurteilung erscheint aufgrund der vor- liegenden Arztberichte ebenfalls nachvollziehbar und ist nicht zu beanstanden. Die IV-Stelle hat demzufolge für den Zeitraum vom 1. März 2014 bis zum 31. Dezember 2016 bezüglich der Ar- beitsfähigkeit in ihrer Verfügung vom 5. Oktober 2017 zu Recht auf die Beurteilung von Dr. F.____ vom 15. März 2016 und der C.____-Klinik vom 4. November 2016 abgestellt. 6.2 Für den Zeitraum ab Oktober 2016 hat die IV-Ste lle weiterhin auf die Beurteilung der C.____-Klinik abgestellt, welche den Beschwerdeführer a b 1. Oktober 2016 zu 50 % in der bis- herigen Tätigkeit als Schreiner als arbeitsfähig erachte te (Arztberichte von Dr. G.____ vom 4. November 2016, 6. Januar 2017 und 1. März 2017). F ür die Frage der Einsatzfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit hat sie sich auf die Beurteilung von Dr. F.____ vom 13. März 2017 gestützt. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass mit der C.____-Klinik zwar davon Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht ausgegangen werden kann, dass der Beschwerdeführer in se iner angestammten Tätigkeit als Schreiner ab 1. Oktober 2016 zu 50 % arbeitsfähig war. Hingegen kann auf die Beurteilung von Dr. F.____ vom 13. März 2017 nicht abgestellt werden, s oweit dieser von einer 100%igen Ar- beitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit ausgeht. Dr. F.____ gibt an, Dr. G.____ habe bestätigt, dass der Versicherte in einer Verweistätigkeit zu 100 % e insetzbar sei. Eine solche Bestätigung liegt aber nicht vor. Weder im Bericht vom 6. Januar 2017 noch vom 1. März 2017 macht Dr. G.____ Ausführungen zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerd eführers in einer Verweistätigkeit. Vielmehr hat Dr. G.____ die Durchführung einer Begu tachtung – auch für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit – ang eregt. Damit liegen keine verlässlichen Arztberichte zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers insbesondere in einer Verweistätigkeit ab 1. Oktober 2016 vor, weshalb der m edizinische Sachverhalt für den Zeit- raum ab 1. Oktober 2016 und damit für die Rentenfra ge ab 1. Januar 2017 ungenügend abge- klärt ist. 7. Im Folgenden bleibt demnach zu prüfen, in welchem Umfang der Beschwerdeführer Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung im Zei traum vom 1. Juni 2014 bis 31. Dezember 2016 hat. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen V ersicherten – auch von Selbst- ständigerwerbenden – ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, d as die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der med izinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkei t bei ausgeglichener Arbeitsmarkt- lage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden w äre (Valideneinkommen). Der Einkom- mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol gen, dass die beiden hypothetischen Er- werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt un d einander gegenübergestellt wer- den. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditä tsgrad bestimmen (allgemeine Me- thode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). Inso weit die fraglichen Erwerbsein- kommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können , sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und sind die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Lassen sich die beiden hypothe tischen Erwerbseinkommen nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode für nicht erwerbstätige Versicherte (Art. 28a Abs. 2 IVG) ein Bet ätigungsvergleich anzustellen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen Auswirkun gen der verminderten Leistungsfä- higkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu best immen. Der grundsätzliche Unterschied des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens zur spezifischen M ethode (gemäss Art. 28a Abs. 2 IVG) besteht darin, dass die Invalidität nicht un mittelbar nach Massgabe des Betäti- gungsvergleichs als solchem bemessen wird. Vielmehr ist zunächst anhand des Betätigungs- vergleichs die leidensbedingte Behinderung festzustellen; sodann aber ist diese im Hinblick auf ihre erwerblichen Auswirkungen besonders zu gewichten. E ine bestimmte Einschränkung im funktionellen Leistungsvermögen eines Erwerbstätigen kann zwar, braucht aber nicht notwendi- gerweise, eine Erwerbseinbusse gleichen Umfangs zur Folg e zu haben. Wollte man bei Er- werbstätigen ausschliesslich auf das Ergebnis des Betätigungsvergleichs abstellen, so wäre der Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht gesetzliche Grundsatz verletzt, wonach bei dieser Kateg orie von Versicherten die Invalidität nach Massgabe der Erwerbsunfähigkeit zu bestimmen ist (au sserordentliches Bemessungsver- fahren; BGE 128 V 30 f. E. 1 mit Hinweisen). 8. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Berechnung des Invaliditätsgrads hätte ge- stützt auf einen Betätigungsvergleich oder einen Prozent vergleich vorgenommen werden müs- sen. Dazu ist vorweg zu untersuchen, ob sich das Validen einkommen genügend zuverlässig ermitteln lässt. Sollte dies der Fall sein, so ist der In validitätsgrad gestützt auf die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs durchzuführen. 8.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entsch eidend, was die versicherte Per- son im massgebenden Zeitpunkt aufgrund ihrer berufliche n Fähigkeiten und persönlichen Um- stände nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein lichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkre t wie möglich zu erfolgen. Da nach empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tät igkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung de s Valideneinkommens grundsätzlich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielt e, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (BGE 13 4 V 322 E. 4.1 S. 325, 129 V 222 E. 4.3.1 S. 224 mit Hinweisen). 8.1.1 Das Valideneinkommen von Selbständigerwerbenden kann gemäss bundesgerichtli- cher Rechtsprechung grundsätzlich aufgrund der Einträg e im individuellen Konto (IK) bestimmt werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 30. Dezember 2013, 8C_567/2013, E. 2.2.2 mit Hinweisen). Weist das bis Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und verhältnismässig kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist dabei auf den während einer länge- ren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzustell en (Urteil des Bundesgericht vom 30. Dezember 2013, 8C_567/2013, E. 2.2.2 mit Hinweisen). 8.1.2 Vorliegend hat die IV-Stelle das Valideneinkom men in der Höhe von Fr. 24‘255.-- ge- stützt auf den IK-Auszug berechnet und dazu das durchschn ittliche Einkommen der Jahre 2006 - 2012 herangezogen. Dieses Vorgehen ist nicht zu b eanstanden. Insbesondere hat die Vorinstanz berücksichtigt, dass das Einkommen in den Jahren 2011 und 2012 tiefer war als in den vorangegangenen Jahren und sie hat daher zu Recht a uf eine längere Periode (7 Jahre) abgestellt. Damit ist das Valideneinkommen genügend zuve rlässig bestimmt, weshalb der Ein- kommensvergleich nach der allgemeinen Methode vorzunehm en ist. Gegen die Vornahme ei- nes Betätigungsvergleichs spricht im Übrigen auch die Tat sache, dass stark schwankende Ge- schäftsabschlüsse vorliegen und der Beschwerdeführer seinen Betrieb gezügelt hat. Dadurch lassen sich die finanziellen Verhältnisse vor und nach dem invalidisierenden Ereignis nicht mit- einander vergleichen. Die IV-Stelle hat deshalb in der angefochtenen Verfügung zu Recht festgehalten, dass der Inva- liditätsgrad vorliegend nicht nach dem ausserordentli chen Bemessungsverfahren zu ermitteln ist. Die Invaliditätsbemessung hat vielmehr nach der all gemeinen Methode des Einkommens- vergleichs zu erfolgen. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 8.2 In Bezug auf die Ermittlung des Invalideneinkommen s ist vorab zu klären, ob dem Be- schwerdeführer die Aufgabe seiner selbständigen Erwerbstätigkeit als Möbelschreiner zugemu- tet werden kann. 8.2.1 Nach der Rechtsprechung gilt im Gebiet der Inval idenversicherung ganz allgemein der Grundsatz, dass die invalide Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vorzukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmö glich zu mildern; deshalb besteht kein Rentenanspruch, wenn die Person selbst ohne Eingliede rungsmassnahmen zumutbarerweise in der Lage wäre, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkomm en zu erzielen. Die Selbstein- gliederung als Ausdruck der allgemeinen Schadenminderu ngspflicht ist eine Last, welche die versicherte Person auf sich zu nehmen hat, soll ihr Leistun gsanspruch – auf gesetzliche Ein- gliederungsmassnahmen oder Rente – gewahrt bleiben. V on der versicherten Person dürfen dabei nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksich tigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (A HI-Praxis 2001 S. 282, E. 5a/aa; BGE 113 V 28 E. 4a). 8.2.2 Aufgrund der geschilderten Schadenminderungspfli cht darf deshalb von selbständig Erwerbstätigen erwartet werden, dass sie sich im Betrieb soweit möglich so organisieren, dass sie Arbeiten verrichten können, die ihnen gesundheitsh alber noch zumutbar sind. Ist dies über- haupt nicht möglich oder erscheint die bisherige Tätig keit aus gesundheitlichen Gründen als ungeeignet, so steht die Aufnahme einer unselbstständi gen (Haupt-)Erwerbstätigkeit zur Dis- kussion. Nach der Rechtsprechung kann dem Einkommensverglei ch eine solche zugrunde ge- legt werden, wenn hiervon eine bessere erwerbliche Verw ertung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann und der berufliche Wechsel unter Berücksichti gung der gesamten Umstände (Al- ter, Aktivitätsdauer, Ausbildung, Art der bisherigen Tä tigkeit, persönliche Lebensumstände) als zumutbar erscheint (Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] vom 7. Jun i 2006, I 38/06, E. 3.2 mit Hinweisen; AHI-Praxis 2001 S 283, E. 5a/bb mit Hinweisen). Die An forderungen an die Pflicht zur Selbst- eingliederung als Ausdruck der allgemeinen Schadenmind erungspflicht dürfen dabei zulässi- gerweise dort höher sein, wo eine verstärkte Inanspruch nahme der Invalidenversicherung in Frage steht. In die erforderliche Interessenabwägung sind deshalb auch die in Frage stehenden Rentenleistungen einzubeziehen (Urteil des Bundesgerich ts vom 21. Juli 2009, 9C_111/2009, E. 2.2.2 mit Hinweisen). 8.3 Der Beschwerdeführer ist – im Gegensatz zur Beschwerd egegnerin – der Auffassung, dass ihm ein Berufswechsel nicht zuzumuten ist. 8.3.1 Der Beschwerdeführer arbeitet seit 1983 als selbstä ndig erwerbender Möbelschreiner mit eigenem Betrieb ohne Angestellte. Dabei ist unbe stritten, dass er gesundheitsbedingt nicht mehr alle anfallenden Arbeiten ausführen kann. Die IV-Stelle gab deshalb zur genaueren Abklä- rung der betrieblichen Verhältnisse einen “Abklärungsber icht Selbstständigerwerbende“ in Auf- trag, welcher am 31. März 2016 erstattet wurde. Der Be schwerdeführer bringt gegen diesen Abklärungsbericht im Wesentlichen vor, dass darin unter Zi ff. 7.2 festgehalten wird, dass eine Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht berufliche Umstellung dem Beschwerdeführer weder mögl ich noch zumutbar sei. Im Wider- spruch dazu habe dann aber die IV-Stelle dennoch einen Einkommensvergleich vorgenommen und dem Beschwerdeführer ein Einkommen aus einer Verw eistätigkeit angerechnet. Im Ver- trauen auf die im Abklärungsbericht festgehaltene Unzumutbarkeit einer beruflichen Umstellung habe der Beschwerdeführer deshalb auch keinen Grund geh abt, sich nach einer unselbständi- gen Erwerbstätigkeit umzusehen. Die IV-Stelle hält zu diesem Thema fest, dass im Abklärungs- bericht unter Punkt 7.2 irrtümlich das „Nein“ angekreu zt worden sei, anstatt das „Ja“. Grundlage für diese Aussage bildet der Ergänzungsbericht (zum Abkl ärungsbericht) vom 8. Juni 2016, mit welchem ein entsprechender Irrtum eingestanden wird. Ob dem Beschwerdeführer eine berufliche Umstellung zuge mutet werden kann, ist nicht allein durch die Beantwortung der Frage, ob das „Ja“ oder da s „Nein“ angekreuzt worden ist, zu ent- scheiden. Entscheidend ist vielmehr, was sich aus dem gesamt en Abklärungsbericht ergibt. Diesem ist zu entnehmen, dass dem Beschwerdeführer eine andere Tätigkeit als im Schreiner- Bereich nicht zugemutet werden kann. Unter Punkt 7.2 hält die Abklärungsperson fest, dass der Beschwerdeführer seit vielen Jahren als selbständiger Mö belschreiner arbeite und es ange- sichts seines Jahrgangs nicht sehr wahrscheinlich sei, dass er i n einem anderen Beruf Fuss fassen könnte. Der Beschwerdeführer wolle seinen Betrie b weiterführen. Am Schluss des Ab- klärungsberichts wird unter Punkt 9 zwar festgehalten, dass dem Beschwerdeführer auch zu- gemutet werden könne, seine selbständige Erwerbstätigkeit aufzugeben und seine Restarbeits- fähigkeit in einer unselbständigen Verweistätigkeit um zusetzen. Angesichts des Jahrgangs des Beschwerdeführers sei jedoch fraglich, ob diese umgesetzt werden könne. 8.3.2 Aus diesen beiden Passagen des Abklärungsberichts erg ibt sich nicht zwangsläufig ein Widerspruch, vielmehr kann daraus der Schluss gezogen wer den, dass eine andere Tätigkeit als im Schreinerei-Bereich von der IV-Stelle als nicht z umutbar erachtet wurde. Wenn die Ab- klärungsperson am Schluss von einer zumutbaren Unselbständi gen-Tätigkeit spricht, ist dies wohl so zu verstehen, dass dem Beschwerdeführer allenfall s in seinem angestammten Bereich eine unselbständige Tätigkeit zugemutet werden könnte. W elche tatsächliche Verweistätigkeit gemeint ist, wird im Abklärungsbericht jedenfalls nicht e rwähnt und auch den RAD- Stellungnahmen ist keine konkrete Verweistätigkeit zu entnehmen. Einzig Dr. E.____ hat in sei- nem Gutachten vom 23. September 2015 diesbezüglich Dif ferenzierungen gemacht, indem er einerseits festgehalten hat, dass eine Umschulung keinen Sinn mehr machen würde und ande- rerseits eine mögliche Verweistätigkeit im Möbelschreiner- Bereich angesiedelt sein müsste. Einig sind sich die Parteien, dass auf das Gutachten von Dr . E.____ aufgrund der späteren Verschlechterung nun nicht mehr abgestellt werden kann. Aber in diesem Gutachten finden sich immerhin Präzisierungen hinsichtlich einer Verweistätigkeit bis zum Zeitpunkt der Verschlechte- rung im April 2016. Gestützt auf den Abklärungsbericht und die medizinischen U nterlagen ist davon auszugehen, dass bis zum Zeitpunkt des Abklärungsberichts (31. März 2016) immer nur eine unselbständige Verweistätigkeit im Möbelschreiner-Bereich als zumutbar erachtet worden ist. Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht 8.4 Der Beschwerdeführer bringt dagegen insbesondere vo r, ihm könne angesichts seines Alters und der Dauer seiner selbständigen Erwerbstätigk eit und seiner bloss 50%igen Arbeits- fähigkeit in einer Verweistätigkeit, der Wechsel in di e Unselbständigkeit nicht zugemutet wer- den. Vorliegend sprechen im Wesentlichen die langjährige (d.h. rund 35-jährige) Tätigkeit als Möbel- Schreiner sowie sein Alter gegen einen Wechsel in eine unselbständige Erwerbstätigkeit. Diese Voraussetzungen machen einen Wechsel in die Unselbständig keit sicherlich nicht einfach. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer seh r bescheidene Gewinne ausge- wiesen hat, weshalb er als Angestellter wesentlich mehr als das zu berücksichtigende Validen- einkommen erwirtschaften kann. Es ist nicht Aufgabe der Invalidenversicherung, die Aufrecht- erhaltung eines – aus invaliditätsfremden Gründen – n icht einträglichen Gewerbes sicherzustel- len (Urteile des Bundesgerichts vom 30. Oktober 2017, 9C _525/2017, E. 3.3.3 und vom 15. Juni 2007, I 700/06, E. 4). Weshalb das fortgeschr ittene Alter des Versicherten resp. die verbleibende Aktivitätsdauer (im Verfügungszeitpunkt rund sechs Jahre) die Aufgabe der selb- ständigen Tätigkeit unzumutbar machen soll, wird nicht dargelegt und ist auch nicht ersichtlich. Wie bereits ausgeführt, wird dem Beschwerdeführer ausser dem lediglich eine Verweistätigkeit im Schreinerei-Bereich zugemutet. Daher spricht auch sei ne langjährige Erfahrung in diesem Bereich für die Zumutbarkeit der Aufnahme einer unselbständigen Tätigkeit. Unter diesen Umständen ist die IV-Stelle zu Recht von d er Zumutbarkeit der Aufnahme einer unselbständigen Erwerbstätigkeit ausgegangen. 9. Die IV-Stelle hat für die Festlegung des Invalidene inkommens auf die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2012 des B undesamtes für Statistik abge- stellt. Sie hat dazu die Tabelle TA1, Privater Sektor, Männer, Kompetenzniveau 1, Zeile “Total“, herangezogen und gelangte nach Umrechnung auf die betriebliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden auf ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 65‘177.--. 9.1 Der Beschwerdeführer macht vorweg geltend, dass b ei der Anwendung der allgemei- nen Bemessungsmethode zumindest eine Einkommensparalleli sierung vorzunehmen sei. Die IV-Stelle weist zu Recht darauf hin, dass dieses Vorgehen nicht angezeigt sei, wenn eine be- troffene Person sich freiwillig mit einem bescheidenen E inkommen begnügt. Nützt der Versi- cherte sein wirtschaftliches Potenzial nicht voll aus, so ist dieser nicht verwertete Teil der Er- werbstätigkeit nicht versichert, denn die Erwerbsinvalidi tät hängt nicht von der Einbusse des mutmasslichen Potenzials bzw. des funktionellen Leistungsvermö gen ab, sondern von der ef- fektiven, gesundheitlich bedingten Einbusse im Erwerbsei nkommen. (BGE 135 V 58 E. 3.4; Urteil des Bundesgerichts vom 10. Dezember 2010, 9C_683/ 2010, E. 4.4). Vorliegend hat der Beschwerdeführer als ausgebildeter Möbelschreiner mit B erufserfahrung sein wirtschaftliches Potenzial sicherlich nicht voll ausgeschöpft. Gemäss IK-Auszug lag sein jährliches Einkommen mit wenigen Ausnahmen zwischen rund Fr. 10‘000.-- und F r. 35‘000.--. In einem Angestellten- verhältnis hätte er als Möbelschreiner ein wesentlich höhe res Einkommen erzielen können. Da- her rechtfertigt sich eine Parallelisierung der Einkommen nicht. Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht Damit ist die Berechnung des Invalideneinkommens in de r Höhe von Fr. 65‘177.-- im Rahmen einer Vollzeitbeschäftigung nicht zu beanstanden. 9.2 Da der Beschwerdeführer gemäss Bericht von Dr. F.___ _ von März 2014 bis Juni 2014 in einer angepassten Tätigkeit zu 20 % arbeitsfähig wa r, hätte er im Jahr ein Einkommen von Fr. 13‘035.-- erzielen können. Die Gegenüberstellung mit dem Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 24‘255.-- ergibt einen Invaliditätsgrad von 46 %. Die Anmeldung zum Leistungsbezug erfolgte am 10. Dezember 2013. Da ein Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs entst eht (Art. 29 Abs. 1 IVG), hat der Beschwerdeführer ab Juni 2014 Anspruch auf eine Viertelsrente. Im Juli 2014 hat sich sein Ge- sundheitszustand verbessert und er war ab diesem Zeitpunkt bis April 2016 in einer Verweistä- tigkeit zu 50 % arbeitsfähig. Folglich ergibt sich für den Zeitraum von Juli 2014 bis April 2016 ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 32‘589.-- un d demzufolge ein IV-Grad von 0 %. Da eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit nach einer Dauer von drei Monaten zu berücksichtigen ist (Art. 88a Abs. 1 IVV), ist die Viertelsrente per En de September 2014 aufzuheben. Demzufol- ge hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Viertelsrente von Juni - September 2014. 9.3 Ab April 2016 bis September 2016 war der Beschwer deführer nicht nur in seiner ange- stammten Tätigkeit, sondern auch in einer Verweistätig keit zu 100 % arbeitsunfähig. Damit hat der Beschwerdeführer jedenfalls von Juli bis Dezember 2 016 Anspruch auf eine ganze Invali- denrente (Art. 88a Abs. 2 IVV). 10. Zusammenfassend ergibt sich, dass die IV-Stelle dem Be schwerdeführer zu Recht eine Viertelsrente vom 1. Juni 2014 bis 30. Septembe r 2014 sowie eine ganze Rente vom 1. Juli 2016 bis 31. Dezember 2016 ausgerichtet hat. H ingegen kann die Befristung per 31. Dezember 2016 aufgrund der vorliegenden medizinisc hen Akten, aber auch der unklaren Einkommenssituation nicht nachvollzogen werden. Die Angel egenheit ist an die IV-Stelle zu- rückzuweisen, damit diese den Rentenanspruch des Beschwerd eführers ab 1. Januar 2017 prüft. Die IV-Stelle wird dazu weitere Abklärungen i n Bezug auf die Arbeitsfähigkeit des Be- schwerdeführers ab 1. Oktober 2016 vorzunehmen haben. D ie Vorinstanz wird auch zu prüfen haben, inwiefern die heute eingereichten Unterlagen (Jahresrechnung der selbständigen Tätig- keit des Beschwerdeführers für das Jahr 2016 mit Vorjahre svergleich) zu berücksichtigen sind und gegebenenfalls die Berechnung des Invaliditätsgrades beeinflussen. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen. Des Weiteren ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer, nachdem ihm zumindest von 1. Juli 2016 bis 31. Dezember 2016 eine ganze Rente zugesprochen wurde, als über 55- jähriger im Falle der Aufhebung oder Reduktion der Rente Anspruch auf die Durchführung von Eingliederungsmassnahmen hat. 11. Abschliessend bleibt über die Kosten des Beschwerdeve rfahrens zu befinden. 11.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens - und der Parteikosten ist grund- sätzlich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kanto nsgericht eine bei ihm angefoch- Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht tene Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwä- gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV -Stelle zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als un- terliegende Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). 11.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige- rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungs gericht kostenpflichtig. Die Verfah- renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 des kantonale n Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1 993 in der Regel in angemesse- nem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. Vorli egend hätte deshalb die IV-Stelle als unterliegende Partei grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu beachten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstanzen – vorbehältlich des hier nicht interessierenden § 20 Abs. 4 VPO – keine V erfahrenskosten auferlegt werden. Dies hat zur Folge, dass für den vorliegenden Prozess keine Verfahrenskosten erhoben wer- den. Dem Beschwerdeführer ist der geleistete Kostenvorschuss zurückzuerstatten. 11.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Besch werde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteient- schädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rech tsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote für das vorliegende Verfahr en einen Zeitaufwand von insgesamt 15,5 Stunden geltend gemacht. Vorliegend nicht zu ber ücksichtigen ist der in der Honorarnote ausgewiesene Aufwand von 1,5 Stunden, welcher vor Er lass der angefochtenen Verfügung vom 5. Oktober 2017 erbracht wurde. Ansonsten erweist si ch der umfangmässig erbrachte Aufwand in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- u nd Rechtsfragen als angemessen. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für durchschnitt- liche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz v on 250 Franken zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von Fr. 136.30. Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Par teientschädigung in der Höhe von Fr. 3‘922.90 (8,5 Stunden à Fr. 250.– + Auslagen von Fr. 81.30 zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer sowie 5,5 Stunden à Fr. 250.– + Auslagen von Fr. 55.– zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 12.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesge richt (BGG) vom 17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angel egenheiten an das Bundesgericht zuläs- sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Sel bständig eröffnete Zwischenent- scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über d ie Zuständigkeit und über Aus- standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde i n öffentlich-rechtlichen Angelegen- heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzum achenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent- scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläu- figes Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück- Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage ( z.B. eine von mehreren materiellrechtli- chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 12.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es si ch somit um einen Zwischen- entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vor- aussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefoch- tene Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 5. O ktober 2017, soweit sie den Rentenanspruch ab 1. Januar 2017 betriff t, aufgehoben und die Angelegenheit zur Vornahme weiterer Abklärung en im Sinne der Erwägungen sowie zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV- Stelle Basel-Landschaft zurückgewiesen wird. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer e ine Parteient- schädigung in der Höhe von Fr. 3‘922.90 (inklusive Auslage n und 8 % bzw. 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht http://www.bl.ch/kantonsgericht