<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2019.00170</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=219173&amp;W10_KEY=13013493&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2019.00170</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.04.2019</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Ausreisefrist/Arbeits- und Reiseunfähigkeit [Die Beschwerdeführerin erhielt zum Verbleib bei ihren Schweizer Ehemann eine Aufenthaltsbewilligung, die nach jahrelanger Sozialhilfeabhängigkeit der Eheleute nicht mehr verlängert wurde. Die Beschwerdeführerin möchte zu ihrem inzwischen in Saudi Arabien wohnhaften Ehemann ziehen und beantragt deshalb lediglich die Verlängerung der ihr angesetzten Ausreisefrist. Aus einem nachgereichten psychiatrischen Attest geht hervor, dass sie derzeit nicht arbeits- und reisefähig sein soll.] Kognition und Streitgegenstand (E. 1). Die Beschwerdeführerin verfügt seit der Nichtverlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung lediglich über einen prekären Aufenthalt, weshalb sie bereits seit Längerem damit rechnen musste, das Land verlassen zu müssen. Sie hatte hinreichend Zeit, ihre Ausreise vorzubereiten und die hierfür notwendigen Papiere zu beschaffen. Es ist ihr zuzumuten, bis zur Bewilligung ihrer Ausreise nach Saudi Arabien nach Marokko zurückzukehren, zumal sie sich die dadurch entstehenden Unannehmlichkeiten selbst zuzuschreiben hat (E. 2.3). Dass ihr Ehemann sich vorübergehend wieder in der Schweiz aufhält, vermag eine Fristverlängerung nicht zu rechtfertigen (E. 2.4). Da die Ausreisefrist der Ausreisevorbereitung und nicht der Festigung des hiesigen Aufenthalts dient, rechtfertigt es sich auch nicht, die Ausreisefrist zwecks Arbeitssuche in der Schweiz zu verlängern (E. 2.5). Auch der derzeitige Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin gebietet keine Verlängerung der Ausreisefrist, stellt doch das von ihrem Psychiater stammende Attest keine unabhängige Begutachtung dar, ist dieses auch aufgrund der zeitlichen Abfolge und dem engen Zusammenhang mit dem ausländerrechtlichen Verfahren mit einer gewissen Vorsicht zu würdigen. Zudem wird der Beschwerdeführerin lediglich eine gegenwärtige Arbeits- und Reiseunfähigkeit attestiert, ohne dass deshalb auszuschliessen ist, dass sie ihre fristgerechte Ausreise vorbereiten kann und bis zum Ablauf der ihr angesetzten Ausreisefrist wieder reisefähig ist (E. 2.6). Ausgangsgemässe Regelung der Kostenfolgen (E. 3). Rechtsmittelbelehrung mit Verweis auf die subsidiäre Verfassungsbeschwerde (E. 4). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSUNFÃHIGKEIT">ARBEITSUNFÃHIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLANDAUFENTHALT">AUSLANDAUFENTHALT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSREISEFRIST">AUSREISEFRIST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DEPRESSION">DEPRESSION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REISEFÃHIGKEIT">REISEFÃHIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBSIDIÃRE VERFASSUNGSBESCHWERDE">SUBSIDIÃRE VERFASSUNGSBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TUNESIEN">TUNESIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOLLZUGSHINDERNISSE">VOLLZUGSHINDERNISSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEGWEISUNGSVOLLZUG">WEGWEISUNGSVOLLZUG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 64d Abs. I AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 Abs. II EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=41777" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2019.00170</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">17. April 2019</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, Verwaltungsrichter Reto HÃ¤ggi Furrer, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Felix Blocher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Aufenthaltsbewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die 1977 geborene marokkanische StaatsangehÃ¶rige A heiratete am 4. Dezember 2008 in ihrem Heimatland den 1981 geborenen Schweizer B, worauf sie am 9. Juli 2009 in die Schweiz einreiste und ihr zum Verbleib bei ihren Schweizer Ehemann Aufenthaltsbewilligungen fÃ¼r den Kanton C bzw. den Kanton ZÃ¼rich erteilt wurden, zuletzt befristet bis zum 8. Juli 2016.</p> <p class="Urteilstext">Ab Oktober 2009 mussten die Eheleute von der Sozialhilfe unterstÃ¼tzt werden, weshalb A vom Migrationsamt mit Schreiben vom 2. Dezember 2010 und 18. Juli 2014 ermahnt und am 21. Oktober 2015 formell verwarnt wurde. Da der Sozialhilfebezug auch danach fortdauerte, verweigerte das Migrationsamt mit VerfÃ¼gung vom 30. August 2017 eine weitere VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung von A unter Ansetzung einer Ausreisefrist bis zum 30. November 2017. </p> <p class="Urteilstext">Per 31. Dezember 2017 meldete sich B nach Saudi-Arabien ab, um dort eine Ausbildung zu absolvieren. Die Eheleute planten den Nachzug von A, sobald dieser durch die saudischen BehÃ¶rden bewilligt werde.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den gegen die migrationsamtliche VerfÃ¼gung vom 30. August 2017 erhobenen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion am 26. Februar 2019 ab unter Ansetzung einer neuen Ausreisefrist bis zum 26. Mai 2019.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 12. MÃ¤rz 2019 beantragte A die VerlÃ¤ngerung der ihr angesetzten Ausreisefrist auf Ende August 2019.</p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 15. MÃ¤rz 2019 reichte A ein Arztzeugnis ihres behandelnden Psychiaters ein, wonach sie seit dem 27. Februar 2017 aufgrund einer rezidivierenden depressiven StÃ¶rung in ambulanter Behandlung stehe und die ihr angesetzte Ausreisefrist zu einer psychischen Dekompensation gefÃ¼hrt habe, weswegen sie gegenwÃ¤rtig 100 % arbeits- und reiseunfÃ¤hig sei.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend sich das Migrationsamt weder zur Beschwerdeschrift noch zum nachgereichten Arztzeugnis vernehmen liess, verzichtete die Sicherheitsdirektion auf Vernehmlassung.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, -Ã¼ber- oder -unterschreitung und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden (§ 20 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet allein die Frage, ob die von der Sicherheitsdirektion auf den 26. Mai 2019 angesetzte Ausreisefrist bis Ende August 2019 zu verlÃ¤ngern ist, wÃ¤hrend der Bewilligungswiderruf und die Wegweisung als solches nicht angefochten wurden.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin begrÃ¼ndet ihren Antrag auf VerlÃ¤ngerung der Ausreisefrist damit, dass ihr Ehemann in Saudi-Arabien eine Ausbildung absolvieren, sich jedoch bis zum Ende seiner Schulferien im August 2019 wieder (vorÃ¼bergehend) in der Schweiz aufhalten und hier arbeiten wÃ¼rde. Zudem sei ihre momentane Chefin bemÃ¼ht, eine neue Arbeitsstelle fÃ¼r sie zu finden, fÃ¼r welche sie mit ihrem kÃ¼rzlich erworbenen Deutschzertifikat die benÃ¶tigten Kommunikationskenntnisse mitbringe. Eine RÃ¼ckreise nach Marokko sei ihr nicht zuzumuten und wÃ¼rde die Beziehung zu ihrem in Saudi-Arabien lebenden Ehemann strapazieren. Stattdessen plane sie die Ausreise zu ihrem Ehemann nach Saudi-Arabien, wofÃ¼r sie aber einen neuen marokkanischen Reisepass benÃ¶tigen wÃ¼rde. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Mit der WegweisungsverfÃ¼gung ist eine angemessene Ausreisefrist zwischen sieben und dreissig Tagen anzusetzen. Eine lÃ¤ngere Ausreisefrist ist anzusetzen oder die Ausreisefrist wird verlÃ¤ngert, wenn besondere UmstÃ¤nde wie die familiÃ¤re Situation, gesundheitliche Probleme oder eine lange Aufenthaltsdauer dies erfordern (Art. 64d Abs. 1 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 [AIG, vormals AuslÃ¤ndergesetz bzw. AuG]). Die Ausreisefrist dient dazu, den hiesigen Aufenthalt ordnungsgemÃ¤ss beenden zu kÃ¶nnen und eine geregelte Ausreise sicherzustellen, indem z. B. bestehende Miet- und ArbeitsverhÃ¤ltnisse beendet und AusreiseformalitÃ¤ten erledigt werden kÃ¶nnen (Marc Spescha in: Marc Spescha et al. [Hrsg.], Migrationsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2015, Art. 64d AuG N. 1). Obwohl erst mit der Rechtskraft des Wegweisungsentscheids auch nicht mehr rÃ¼ckgÃ¤ngig zu machende organisatorische Massnahmen zu treffen sind, kÃ¶nnen weniger weitgehende Ausreisevorbereitungen von den betroffenen AuslÃ¤ndern bereits zum Zeitpunkt des erstinstanzlichen Wegweisungsentscheids erwartet werden (vgl. BGr, 25. Juni 2018, 2D_32/2018, E. 2). Hingegen wird mit der Ansetzung einer Ausreisefrist nicht bezweckt, dem betroffenen AuslÃ¤nder eine weitere wirtschaftliche, soziale oder sprachliche Integration in der Schweiz zu ermÃ¶glichen, dient die Ausreisefrist doch gerade nicht der Festigung, sondern der Beendigung des hiesigen Aufenthalts und der Vorbereitung der Ausreise. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin verfÃ¼gt seit der NichtverlÃ¤ngerung ihrer Aufenthaltsbewilligung durch das Migrationsamt lediglich Ã¼ber einen prekÃ¤ren Aufenthalt aufgrund der ihr angesetzten Ausreisefristen und der aufschiebenden Wirkung der von ihr eingelegten Rechtsmittel. Sie musste damit bereits seit LÃ¤ngerem damit rechnen, das Land verlassen zu mÃ¼ssen, und hatte hinreichend Zeit, ihre Ausreise vorzubereiten (vgl. BGr, 25. Juni 2018, 2D_32/2018, E. 2 und 3). Ihr Ehemann teilte dem Migrationsamt bereits mit E-Mail vom 30. Dezember 2017 mit, ein Auslandstudium in Saudi-Arabien zu absolvieren und dort um den Nachzug seiner Ehefrau ersucht zu haben. Entsprechend meldete er sich per 31. Dezember 2017 beim Personenmeldeamt D nach Saudi-Arabien ab. Die Ehegatten hatten damit Ã¼ber zwei Jahre Zeit und Veranlassung, eine Ausreise nach Saudi-Arabien zu organisieren und die hierfÃ¼r notwendigen Papiere zu beschaffen. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin nunmehr behauptet, eine Ausreise nach Saudi-Arabien sei aufgrund ihres inzwischen abgelaufenen marokkanischen Reisepasses nicht fristgerecht zu organisieren, ist dies ihrer eigenen PassivitÃ¤t geschuldet. Sodann ist auch nicht substanziiert dargelegt, weshalb es der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht mÃ¶glich sein sollte, innert nÃ¼tzlicher Frist einen neuen Reisepass ihres Heimatlands zu erhalten. Damit ist es der BeschwerdefÃ¼hrerin ohne Weiteres zumutbar, ihre Ausreise nach Saudi-Arabien notfalls von ihrem Heimatland Marokko aus zu organisieren, sollte sie die hierfÃ¼r erforderlichen Papiere nicht mehr vor Ablauf der ihr angesetzten Ausreisefrist in der Schweiz erhÃ¤ltlich machen kÃ¶nnen. Wie von der Vorinstanz zutreffend erwogen wurde, ist der BeschwerdefÃ¼hrerin die Wiedereingliederung in Marokko grundsÃ¤tzlich zumutbar und erscheint wenig glaubhaft, dass sie dort nicht auf die UnterstÃ¼tzung ihrer Familie zÃ¤hlen kann. Somit ist ihr erst recht zumutbar, kurzzeitig (bis zur Bewilligung ihrer Ausreise nach Saudi-Arabien) nach Marokko zurÃ¼ckzukehren. Sollte die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht in ihrem Elternhaus in Marokko wohnen kÃ¶nnen, ist ihr zumutbar, sich dort eine andere Bleibe zu organisieren. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat sich die dadurch entstehenden Unannehmlichkeiten selbst zuzuschreiben, hÃ¤tte sie sich doch frÃ¼hzeitig um die Ausreise- bzw. EinreiseformalitÃ¤ten bemÃ¼hen kÃ¶nnen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Dass sich ihr Ehemann noch bis August 2019 (vorÃ¼bergehend) in der Schweiz aufhÃ¤lt, ist ebenfalls unerheblich. Da der Ehemann der BeschwerdefÃ¼hrerin in Saudi-Arabien eine Ausbildung absolviert und sich deshalb Ende 2017 in der Schweiz abgemeldet hatte, lebten die Eheleute bereits in der Vergangenheit getrennt voneinander. Im Sinn der vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen besteht ein hohes Ã¶ffentliches Fernhalteinteresse gegenÃ¼ber der seit Jahren in erheblichen Ausmass sowie schuldhaft sozialhilfeabhÃ¤ngigen BeschwerdefÃ¼hrerin, welches ihr privates Interesse, die Schulferien ihres Mannes noch zusammen in der Schweiz verbringen zu kÃ¶nnen, bei Weitem Ã¼berwiegt. Die BeschwerdefÃ¼hrerin kann die eheliche Beziehung bis zur Bewilligung eines Familiennachzugs durch die saudischen BehÃ¶rden Ã¼ber die Distanz weiterfÃ¼hren. Da die Ehegatten eigenen Angaben zufolge ihr Eheleben in absehbarer Zeit in Saudi-Arabien fortsetzen werden, sobald der entsprechende Familiennachzug durch die saudischen BehÃ¶rden bewilligt wird, ist bereits ein relevanter Eingriff in das konventionsrechtlich geschÃ¼tzte Recht auf Familienleben nicht ersichtlich. Sodann wÃ¼rde das Ã¶ffentliche Fernhalteinteresse vorliegend auch im Sinn von Art. 8 Abs. 2 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) Eingriffe in die konventionsrechtlich geschÃ¼tzte Ehebeziehung der BeschwerdefÃ¼hrerin rechtfertigen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Da die Ausreisefrist der Vorbereitung der Ausreise und nicht der Festigung des hiesigen Aufenthalts dient, rechtfertigt es sich auch nicht, die Ausreisefrist der BeschwerdefÃ¼hrerin zu verlÃ¤ngern, damit diese hier nach neuer Arbeit suchen kann. Vielmehr ist es gerade nicht Zweck ihres verbleibenden Aufenthalts, sich hier wirtschaftlich zu integrieren.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.6 </b>Damit bleibt allein zu prÃ¼fen, ob der derzeitige Gesundheitszustand der BeschwerdefÃ¼hrerin eine VerlÃ¤ngerung der Ausreisefrist gebieten kÃ¶nnte. Nachdem die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Beschwerdeschrift vom 12. MÃ¤rz 2019 noch keinerlei (akute) gesundheitliche bzw. psychische Probleme erwÃ¤hnte und sich um Arbeit bemÃ¼hen wollte, reichte sie bereits drei Tage spÃ¤ter ein Arztzeugnis ihres behandelnden Psychiaters ein, welches ihr eine psychische Dekompensation aufgrund der drohenden Wegweisung mit vollstÃ¤ndiger Arbeits- und ReiseunfÃ¤higkeit attestierte. </p> <p class="Erwgung2">Das von ihrem behandelnden Psychiater stammende Attest stellt keine unabhÃ¤ngige Begutachtung dar und ist auch aufgrund der dargelegten zeitlichen Abfolge und dem engen Zusammenhang mit dem auslÃ¤nderrechtlichen Verfahren mit einer gewissen Vorsicht zu wÃ¼rdigen (vgl. auch BGr, 10. Juni 2010, 2C_74/2010, E. 4.3 f.; BGE 125 V 351 E. 3b/cc; VGr, 25. Oktober 2017, VB.2017.00398, E. 2.2.4; VGr, 12. Dezember 2017, VB.2017.00541, E. 2.4.4; vgl. auch BGE 141 V 281 E. 3.7.1). Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat bereits in der Vergangenheit psychische Probleme fÃ¼r ihre mangelhafte wirtschaftliche Integration verantwortlich gemacht, obwohl sie eine daraus resultierende ArbeitsunfÃ¤higkeit jeweils nur fÃ¼r kurze ZeitrÃ¤ume belegen konnte. Aus dem eingereichten Arztzeugnis vom 15. MÃ¤rz 2019 geht sodann lediglich hervor, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin <i>gegenwÃ¤rtig</i> arbeits- und reiseunfÃ¤hig sei. Dass sie aufgrund ihrer gegenwÃ¤rtigen psychischen Verfassung â allenfalls unter Mithilfe ihres Ehemanns â nicht mehr um die Vorbereitung ihrer Ausreise kÃ¼mmern kann, geht aus dem psychiatrischen Attest nicht hervor. Ebenso wenig ist ersichtlich, wie lange ihre ReiseunfÃ¤higkeit anhalten wird. Es ist damit nicht auszuschliessen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin â allenfalls mit UnterstÃ¼tzung ihres Ehemanns â ihre fristgerechte Ausreise vorbereiten kann und bis zum Ablauf der ihr angesetzten Frist wieder reisefÃ¤hig ist. Es rechtfertigt sich deshalb nicht, ihr die Ausreisefrist zu verlÃ¤ngern. Das Migrationsamt ist einzig darauf hinzuweisen, dass beim Vollzug der Wegweisung auf den aktuellen Gesundheitszustand der Beschwerdegegnerin zu nehmen ist.</p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat somit wÃ¤hrend der ihr angesetzten Frist bis 26. Mai 2019 Zeit, ihre Ausreise nach Marokko oder Saudi-Arabien zu organisieren, wÃ¤hrend es sich nicht rechtfertigt, die ihr angesetzte Ausreisefrist zu verlÃ¤ngern. </p> <p class="Urteilstext">Damit ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a VRG) und steht ihr keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG), zumal sie eine solche auch nicht beantragt hatte.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Weil nur noch die Wegweisung bzw. die Wegweisungsfrist Streitgegenstand bildet, ist in der nachfolgenden Rechtsmittelbelehrung auf die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) zu verweisen (Art. 83 lit. c Ziff. 4 BGG; BGr, 14.</span> Juli 2017, 2C_200/2017, E. 1.2). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Gegen dieses Urteil kann subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>