Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 28. April 2016 (720 16 8) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit beruht auf um fassenden medizinischen Abklärun- gen. Es liegen keine starken und verhältnismässig k urzfristig in Erscheinung tretenden Schwankungen vor, welche die Festlegung des Validen einkommens anhand eines Durchschnittsverdienstes rechtfertigen würden; mass gebend ist das konkrete Einkom- men. Eine Tätigkeit im Sektor 64,66 Finanzdienstlei stung ist nicht mehr zumutbar, statt- dessen ist auf den Totalwert TA1, Frauen, Kompetenzniveau 2, der LSE 2012 abzustellen. Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantonsrich- ter Christof Enderle, Gerichtsschreiber i.V. Robin Eschbach Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durc h Raffaella Biaggi, Advo- katin, Lange Gasse 90, 4052 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. A.____ ist seit dem 1. April 1988 bei der B.____ AG tätig. Am 30. Oktober 2013 melde- te sich die Versicherte unter Hinweis auf eine Mult iple-Sklerose-Erkrankung bei der IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) zum Bezug von Leistung en an. Nach Abklärung der gesundheitli- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht chen und erwerblichen Verhältnisse sprach die IV-Stell e ihr nach durchgeführtem Vorbescheid- verfahren mit Verfügung vom 21. Dezember 2015 gestütz t auf einen Invaliditätsgrad von 52 % eine halbe Invalidenrente zu. B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Raffaela Biaggi, am 15. Januar 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, A bteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte, es sei ihr in Aufhebu ng der Verfügung vom 21. Dezember 2015 eine Dreiviertelsrente auszurichten, unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wurde im We- sentlichen vorgebracht, dass das Valideneinkommen, das In valideneinkommen und der Grad der Arbeitsfähigkeit fehlerhaft festgelegt worden seien. C. Die IV-Stelle schloss in ihrer Vernehmlassung vom 9. Februar 2016 auf Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV- Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde der Versicherten vom 15. Januar 2 016 ist demnach einzutreten. 2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführ erin Anspruch auf eine Dreiviertelsren- te hat. 3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigk eit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in ei nem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussich tlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie k ann im IV-Bereich Folge von Geburts- gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommende n allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver- stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des V orliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der ge sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 3.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt ab- gestuft: Die Versicherten haben Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid sind. 3.5 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1). 3.6 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterl agen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei- ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen S tellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, we lche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Perso n auf dem allgemeinen, ausgegliche- nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarer- weise noch verrichtet werden können (U LRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi- alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 3.7 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vg l. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). Dennoch erachtet es die bundesge- richtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Bew eiswürdigung als vereinbar, in Be- zug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutach ten Richtlinien für die Beweis- würdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusamme nstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein geholten Gutachten externer Spezi- alärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be obachtungen und Untersuchungen so- wie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs- sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung vo lle Beweiskraft zuzuerkennen, solan- ge nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der E xpertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheit lichen Beeinträchtigungen arbeitsun- fähig ist. Zur Beurteilung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin sind im Wesentli- chen die folgenden medizinischen Unterlagen zu berücksichtigen: 4.1 Im Bericht von Dr. med. C.____, FMH Neurologie, vo m 13. Dezember 2013 werden bei der Beschwerdeführerin folgende Diagnosen mit Auswirku ng auf die Arbeitsfähigkeit gestellt: Eine Multiple Sklerose vom schubförmigen Verlauf; 06/ 2013 Schub mit vertikalen Doppelbil- dern, latenter Hemiparese links und Fatigue-Symptomat ik; MRI Neurocranium vom 27. Juni 2013 (Imamed): Multiple Läsionen supra- und infratent oriell bei Verdacht auf entzündlich demyelinisierende Erkrankung, ein Herd KM aufnehmend; Liquorpunktion 5. Juli 2013: obligo- konale Banden; Therapie mit Copaxone; Lumbalgien und Schmerzen im Sakrum seit Treppen- sturz 07/2013. Ab Juli 2013 sei deshalb von einer Arbei tsunfähigkeit von 50 % in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Kundenberaterin auszugehen. 4.2 Dr. med. D.____, FMH Allgemeinmedizin, stellt in seinem Bericht vom 6. Januar 2014 im Wesentlichen die gleichen Diagnosen wie Dr. C.____ . Als kaufmännische Angestellte habe bei der Versicherten folgende Arbeitsunfähigkeit vorgelegen: 100 % vom 4. Mai 2011 bis 2. Juli 2011, 100 % vom 17. Juni 2013 bis 3. November 2013, 60 % vom 4. November 2013 bis 31. Januar 2014. Es könne voraussichtlich mit einer Wiede rerreichung der Arbeitsfähigkeit von 50 % in der aktuellen Tätigkeit gerechnet werden. Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.3 Mit Verlaufsbericht vom 25. Juli 2015 bestätigt Dr . C.____ die bereits gestellten Diag- nosen und geht weiterhin von einer Arbeitsunfähigkeit von 50-60 % aus. 4.4 Im Rahmen der Abklärungen der Beschwerdegegnerin wurde ein Gutachten bei Dr. med. D.____, FMH Neurologie, in Auftrag gegeben . Im Gutachten vom 22. Dezember 2014 diagnostiziert dieser mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Encephalomyelitis disseminate vom schubförmigen Verlauf mit ausgeprägter Fatigue-Symptomatik, Hemiparese rechts, diskre- ten bis leicht kognitiven Beeinträchtigungen und einer Urge-Inkontinenz, behandelt mit Copaxo- ne. Aus neurologischer Sicht sei in der angestammten Tä tigkeit als Prokuristin im Bereich Kun- den-/Anlageberaterin bei der B.____ AG eine Beeintr ächtigung der Arbeitsfähigkeit von insge- samt 60 % nachvollziehbar. Beeinträchtigt sei die Versich erte hauptsächlich durch ihre Fatigue mit deutlich vermehrter Ermüdbarkeit und geringer Bel astbarkeit. Im Rahmen der Fatigue kom- me es auch zu Konzentrations- und Gedächtnisdefiziten. In einer kognitiv nur in geringem Mas- se belastenden Tätigkeit wäre bei der Explorandin theo retisch eine Arbeitsfähigkeit von 60 % möglich. Dies betreffe insbesondere Tätigkeiten ohne Kundenkontakt und ohne erhöhte Anfor- derungen an die Konzentrationsfähigkeit und Gedächtn isleistung auf Dauer. Bei wahrscheinli- chem Schubereignis unter Copaxone sei die Prognose heute als unklar zu bezeichnen. 4.5 Am 27. März 2015 nahm Dr. C.____ im Rahmen des IV -Verfahrens erneut aus medizi- nischer Sicht Stellung zum Gesundheitszustand der Beschwerde führerin. Diese leide unter ei- ner reduzierten Leistungsfähigkeit bei neurokognitiven Störungen und ausgeprägter Fatigue- Symptomatik aufgrund der Multiplen Sklerose. Klinisch-neurologisch bestehe eine latente Pare- se im Arm- und Beinhalteversuch rechts sowie subjektive G leichgewichtsstörungen, die bei letztmaligem Hirnstammschub im Juni 2013, mit damals Dop pelbildern und ausgeprägten Hirn- stammsymptomen, residuell geblieben seien. Die Versicherte habe bis zuletzt aufgrund ihrer Beschwerden mit einem Gesamtpensum – unter Berücksichti gung ihrer Leistungsfähigkeit – noch zu 40 % arbeiten können. Sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht sei ihre Arbeitsfähigkeit erheblich reduziert. Zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei neben der kogniti- ven Störung auch die Fatigue-Symptomatik zu berücksichtige n. Ferner sei neben der zumutba- ren, reduzierten Arbeitszeit auch die von ihr zu erbrin gende und reduzierte Leistungsfähigkeit während der Arbeitszeit zu beachten. Aus diesem Grund sei aus neurologischer Sicht ein mög- liches Arbeitspensum von maximal 50 % anzunehmen, wobei i n diesen 50 % die reduzierte Leistungsfähigkeit berücksichtigt werden müsse. Zur Beurte ilung der kognitiven Leistungsfähig- keit sei eine neuropsychologische Beurteilung notwendig. 5.1 Die Beschwerdeführerin bringt in Bezug auf ihren Gesundheitszustand vor, Dr. E.____ habe die Beeinträchtigung ihrer Leistungsfähigkeit nicht genügend gewichtet. Gemäss der diffe- renzierten Beurteilung von Dr. C.____ vom 27. März 201 5 sei davon auszugehen, dass sie nur ein 50 %-iges Pensum absolvieren und dabei eine maxima le 40 %-ige Leistung erzielen könne. Dr. C.____ empfehle eine neuropsychologische Beurteilu ng, um diese reduzierte Leistungsfä- higkeit zu objektivieren, welche Dr. E.____ jedoch nicht vorgenommen habe. Wenn Dr. E.____ ohne eine solche neuropsychologische Beurteilung bei gru ndsätzlich gleicher Beurteilung des Gesundheitszustandes eine höhere zumutbare Arbeitsfähigkeit festlege, sei dies nicht nachvoll- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht ziehbar. Es müsse daher auf die sorgfältige und schlüssige Beurteilung von Dr. C.____ abge- stellt werden. Insgesamt ergebe sich damit, dass die Besch werdeführerin ihre Restarbeitsfähig- keit optimal verwerte. Sie erziele mit der ihr von der Arbeitgeberin zur Verfügung gestellten Möglichkeit, welche optimal auf ihre gesundheitlichen Be einträchtigungen angepasst sei, ihr maximal mögliches Invalideneinkommen, weshalb auf effektive Zahlen abzustellen sei. Es er- gebe sich auf diese Weise ebenfalls ein Invaliditätsgrad von mindestens 60 %. 5.2 Die Beschwerdegegnerin macht im Wesentlichen gelte nd, dass Dr. E.____ zwar keine umfassende neuropsychologische Testung, jedoch bezüglich Kon zentrationsfähigkeit und Ge- dächtnisleistung aussagekräftige, spezifische Tests durchgefü hrt habe. Dr. C.____ nehme in seinen Berichten keine differenzierte Einschätzung eines zumutbaren Belastungsprofils vor und beziehe sich in der Attestierung der Arbeitsfähigkeit ausschliesslich auf die bisherige Tätigkeit. Dr. E.____ widerspreche in seinem Gutachten keineswegs Dr . C.____, sondern stütze dessen Beurteilung, dass in der angestammten Tätigkeit eine 60 %-ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen sei. Im Weiteren berücksichtige Dr. E.____ die festgestel lte kognitive Einschränkung, indem er ein entsprechend eingeschränktes, noch zumutbares Tätigkeits profil (kognitiv nur in geringem Masse belastende Tätigkeit ohne Kundenkontakt und ohne e rhöhte Anforderungen an die Kon- zentration und Gedächtnisleistung auf Dauer) beschreibe. Soweit beantragt werde, es sei auf die Einschätzung von Dr. C.____ abzustellen, sei mit Ve rweis auf die Rechtsprechung in BGE 135 V 465 E. 4.5 zu beachten, dass die Berichte von behandelnden Ärzten äusserst selten die materiellen Anforderungen an ein Gutachten erfüllen würden. 5.3 Dr. E.____ erstattet aufgrund eingehender Beobach tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht und gelangt bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen, weshalb seinem Gutachten bei der Beweiswü rdigung grundsätzlich volle Beweis- kraft zuzuerkennen ist (vgl. E. 3.7). Konkrete Indizien, d ie gegen die Zuverlässigkeit der Exper- tise von Dr. E.____ sprechen würden, liegen nicht vor, weshalb darauf abzustellen ist. Dr. C.____ nimmt in seinem Bericht vom 27. März 2015 keine differenzierte Einschätzung eines zumutbaren Belastungsprofils vor und bezieht sich in de r Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus- schliesslich auf die bisherige Tätigkeit. Er äussert sich ni cht zur Leistungsfähigkeit der Be- schwerdeführerin in einer Verweistätigkeit. Dr. C.____ widerspricht damit nicht der Beurteilung von Dr. E.____, gemäss welcher in einer Verweistätigkeit theoretisch eine 60 %-ige Arbeitsfä- higkeit vorliegt. Somit ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass die Beschwer- deführerin aufgrund ihrer Erkrankung – mit deutlich ver mehrter Ermüdbarkeit und geringer Be- lastbarkeit und im Rahmen der Fatigue auftretenden Konzentrations- und Gedächtnisdefiziten – bei einer kognitiv in geringem Masse belastenden Tätigkeit zu 60 % arbeitsfähig ist. 6. Streitig und zu prüfen ist des Weiteren, ob die von der Beschwerdegegnerin vorge- nommene Festlegung des Valideneinkommens korrekt erfolgt ist. 6.1 Die Beschwerdeführerin bringt diesbezüglich vor, es se i nicht korrekt, wenn die Be- schwerdegegnerin das Valideneinkommen aufgrund eines Du rchschnitts der letzten 5 Jahre ermittle. Wie man der Auflistung in der angefochtenen Verfügung selbst entnehmen könne, sei das Valideneinkommen in den letzten Jahren kontinuierli ch gestiegen. Es müsse daher davon Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht ausgegangen werden, dass das Einkommen der Beschwerdeführerin bei Gesundheit auch wei- ter gestiegen wäre und somit mehr als Fr. 101‘703.-- b etragen hätte. Sofern die Beschwerde- gegnerin Zweifel an dieser Entwicklung gehabt hätte, h ätte sie die Arbeitgeberin diesbezüglich im Rahmen ihrer Pflicht zur umfassenden Abklärung des S achverhalts anfragen müssen. Be- reits unter Zugrundelegung des Valideneinkommens von F r. 101‘703.-- würde sich ein An- spruch der Beschwerdeführerin auf eine Dreiviertelsrente ergeben. 6.2 Die Beschwerdegegnerin macht im Wesentlichen geltend , dass auf den während einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abz ustellen sei, wenn das bei Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und verhältnismässig kurzfristige Schwankungen aufwei- se. Bereits aus dem in der Verfügung zur Berechnung de s Valideneinkommens berücksichtig- ten Einkommen ergebe sich, dass dieses in den letzten Jah ren schwankend gewesen sei. Wür- den zusätzlich die zwei Jahre zuvor (2007 und 2008) zum Ve rgleich beigezogen, verdeutliche sich diese Tendenz. Aus diesem Grund sei die erfolgte Erm ittlung des Valideneinkommens auf- grund der letzten fünf Beitragsjahre korrekt. 6.3 Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist nach der Rechtsprechung entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglich en Rentenbeginns nach dem Be- weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 E. 5b) als Gesunde tatsäch- lich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls d er Teuerung und Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfa hrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 119 V 475 E. 2b). Weist das bei Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und verhältnismässig kurzfristig in Erschei- nung tretende Schwankungen auf, ist dabei auf den wäh rend einer längeren Zeitspanne erziel- ten Durchschnittsverdienst abzustellen (vgl. ZAK 1985 S. 46 4 E. 2c, I 370/84; vgl. auch AHI 1999 S. 237 E. 3b, I 377/98, mit Hinweisen; Urteil I 316/04 vom 23. Dezember 2004 E. 5.1.1). Der Lohn der Beschwerdeführerin ist in den Jahren 2009 und 2010 leicht angestiegen und hat sich seit März 2011 im Wesentlichen nicht verändert. Es lie gen demnach keine starken und verhältnismässig kurzfristig in Erscheinung tretenden Schwa nkungen vor, welche die Festle- gung des Valideneinkommens anhand eines Durchschnittsverdienstes rechtfertigen würden. Es ist somit auf das konkrete Einkommen der Beschwerdeführe rin abzustellen. Dem Fragebogen für Arbeitgebende vom 16. Juni 2014 ist zu entnehmen , dass die Beschwerdeführerin vor Ein- tritt des Gesundheitsschadens seit März 2011 ein jährliches E inkommen von Fr. 90‘000.-- er- zielte, zzgl. Fr. 4‘000.-- Bonus im Jahr 2014 (Ziff. 2. 10). Das massgebende Valideneinkommen für das Jahr 2014 beträgt somit Fr. 94‘000.--. 7. Streitig und zu prüfen ist ausserdem die Festlegung des Invalideneinkommens durch die Beschwerdegegnerin. 7.1 Die Beschwerdeführerin moniert, Dr. E.____ halte fest, dass eine optimal adaptierte Tätigkeit voraussetzen würde, dass ihr kein Kundenkontakt zu gemutet würde und keine erhöh- ten Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit und die Gedächtnisleistung gestellt würden. Die Festlegung des Invalideneinkommens aufgrund einer T ätigkeit der Schweizerischen Lohn- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht strukturerhebung (LSE) 2012 des Bundesamts für Statistik (BFS) gemäss den Zahlen des Res- sorts Finanzdienstleistungen entfalle entsprechend. Die A uffassung der Beschwerdegegnerin, dass es in diesem Bereich auch Dienstleistungen gebe, welch e ohne Kundenkontakt abgewi- ckelt werden könnten, sei nicht nachvollziehbar. Es sei ih r von ihrem Arbeitgeber diesbezüglich eine massgeschneiderte Lösung angeboten worden, welche auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht existiere. In diesem Bereich gebe es mit Sicherhei t keine Tätigkeit, welche keine erhöhten Anforderungen an Konzentration und Gedächtnisleistung erfordern würde. Gemeint könnten von Dr. E.____ lediglich Tätigkeiten sein, die nicht – wie Dienstleistungen im Finanzdienstleis- tungssektor – primär auf kognitiven Arbeiten beruhten, sondern vielmehr auf manuellen Tätig- keiten, bei welchen der Beschwerdeführerin keine Beruf sausbildung angerechnet werden kön- ne. Entsprechend sei das Invalideneinkommen deutlich tie fer anzusetzen. Die Beschwerdefüh- rerin gehe von einem Invalideneinkommen gemäss LSE 2012 , TA1, Total, Anforderungsni- veau 1, Frauen, entsprechend monatlich Fr. 4‘112.-- au s. Umgerechnet auf 41,5 Wochenstun- den und unter Berücksichtigung der Teuerung von 0.7 % ergebe sich damit ein Invalidenein- kommen von Fr. 30‘932.--. 7.2 Die Beschwerdegegnerin bringt vor, dass die gesamten Umstände dafür sprechen würden, dass der Beschwerdeführerin auch unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Beein- trächtigungen ein genügend breites Feld von erwerblich en Tätigkeiten im Finanzsektor offen stehe. Bei Tätigkeiten ohne Kundenkontakt und ohne erhöhte Anforderungen an die Konzentra- tionsfähigkeit und Gedächtnisleistungen auf Dauer werd e der Beschwerdeführerin eine 60 %- ige Arbeitsfähigkeit attestiert. Das bedeute nicht, da ss ihr nur noch Tätigkeiten im tiefsten An- forderungsniveau des privaten Sektors zumutbar seien, sonde rn lediglich, dass ihr ein entspre- chender Erholungszeitraum zugestanden werden müsse, was b ei einem 60 %-igen Pensum ohnehin der Fall sei. Die Beschwerdeführerin sei seit über 27 Jahren im Finanzwesen tätig und habe in einem 100 % Pensum ein Einkommen zwischen Komp etenzniveau 3 und 4 des Fi- nanzdienstleistungssektors erzielt. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb es ihr mit ihren berufli- chen Kenntnissen und ihrer Erfahrung nicht mehr möglich sein sollte, zumindest ein Einkom- men im Bereich des tiefsten Kompetenzniveaus im Finanzsektor zu erzielen. Die Beschwerdegegnerin führt des Weiteren aus, dass die Ausführungen der Beschwerdeführe- rin, dass es sich bei der aktuellen Schaltertätigkeit um eine massgeschneiderte Lösung handle, vor dem Hintergrund zu erstaunen vermögen, dass ihr in e iner Verweistätigkeit ohne Kunden- kontakt eine höhere Arbeitstätigkeit attestiert werde. Werde dieser Auffassung ungeachtet des- sen gefolgt, wäre ihr demzufolge in dieser Tätigkeit medizinisch-theoretisch ein Arbeitspensum von 60 % möglich, was ein wesentlich höheres Invalideneinko mmen zur Folge habe. Die Tätig- keit sei jedoch nicht als optimal zu betrachten, weshalb an der Auffassung festgehalten werde, dass beim Invalideneinkommen eine Tätigkeit im Finanzbe reich, Kompetenzniveau 1, im Rah- men eines 60 % Pensums heranzuziehen sei. 7.3 Gestützt auf die gutachterliche Beurteilung von Dr. E.____ ist wie ausgeführt davon auszugehen, dass der Beschwerdeführerin in einer angepas sten Tätigkeit ohne Kundenkontakt und ohne erhöhte Anforderungen an die Konzentrations fähigkeit ein Pensum von 60 % zumut- bar ist. Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens ist zu Recht unbestritten, dass dieses unter Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Beizug der Tabellenlöhne der LSE 2012, Tabelle TA1, zu bestimmen ist. Zu prüfen bleibt, auf welchen Tabellenlohn abzustellen ist. Die Beschwerdeführerin leidet unter einer Encephalomye litis disseminate vom schubförmigen Verlauf mit ausgeprägter Fatigue-Symptomatik, Hemipar ese rechts, diskreten bis leicht kogniti- ven Beeinträchtigungen und einer Urge-Inkontinenz. Aufg rund der Beeinträchtigung durch die Fatigue mit deutlich vermehrter Ermüdbarkeit und geri nger Belastbarkeit und im Rahmen der Fatigue auftretenden Konzentrations- und Gedächtnisdefiziten ist nur bei einer kognitiv in gerin- gem Masse belastenden Tätigkeit theoretisch eine Arbeitsfähigkeit von 60 % möglich. Dies um- fasst gemäss dem Gutachten von Dr. E.____ insbesondere Tä tigkeiten ohne Kundenkontakt und ohne erhöhte Anforderungen an die Konzentrations fähigkeit und Gedächtnisleistung auf Dauer (vgl. E. 4.4). Aufgrund ihrer eingeschränkten kognitiven Leistungsfähig keit ist der Beschwerdeführerin eine Tätigkeit im Sektor 64,66 Finanzdienstleistung, wie di es von der Beschwerdegegnerin vertreten wird, nicht mehr zumutbar. Bei Arbeitnehmern im Berei ch Finanzdienstleistungen werden im Allgemeinen hohe Anforderungen an die kognitive Lei stungsfähigkeit, an die Belastbarkeit und die Konzentrationsfähigkeit gestellt. Diese Beanspruchun g kann der Beschwerdeführerin auf- grund ihrer Einschränkungen – mit verminderter Belastb arkeit sowie Konzentrations- und Ge- dächtnisdefizite – nicht zugemutet werden. Zu beachten ist dabei auch der schubförmige Ver- lauf der Erkrankung, welche die Leistungsfähigkeit künft ig möglicherweise weiter einschränken könnte. Des Weiteren ist der Beschwerdeführerin kein Kun denkontakt zuzumuten, welcher im Finanzdienstleistungssektor in der Regel vorhanden ist. E s ist deshalb auf den Totalwert der Tabelle TA1 der LSE 2012, Frauen, abzustellen. Dabei ist vom Kompetenzbereich 2 auszuge- hen, da der Beschwerdeführerin auch mit ihren gesundh eitlichen Einschränkungen weiterhin eine praktische Tätigkeit wie z.B. im Verkauf, der Daten verarbeitung oder Administration zu- mutbar ist. Der Totalwert TA1 belief sich für die im Kompetenzniveau 2 beschäftigten Frauen im Jahr 2012 auf Fr. 4‘646.--. Nach Anpassung des Betrag es an die Nominallohnentwicklung von 0.7 % von 2012-2013 sowie 1 % von 2013-2014 (vgl. BFS Lohnentwicklung Tabelle T 39, Frau- en) und unter Umrechnung auf die durchschnittliche Woche narbeitszeit von 41,7 Stunden x 12 Monate resultiert ab 1. Juni 2014 ein Invalideneinkomm en von Fr. 59‘113.59. Bei einer zumut- baren Arbeitsfähigkeit von 60 % ergibt sich daher ein Invalideneinkommen von Fr. 35‘468.16. 7.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das I nvalideneinkommen der Versi- cherten in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Aus der Ein kommensdifferenz lässt sich der Inva- liditätsgrad bestimmen. Vorliegend beläuft sich das Val ideneinkommen wie ausgeführt auf Fr. 94‘000.-- und das Invalideneinkommen auf Fr. 35‘468.16. Daraus resultiert eine Erwerbsein- busse der Beschwerdeführerin in der Höhe von Fr. 58‘531 .84, was zu einem Invaliditätsgrad von 62.26 % führt (vgl. E. 3.1, E. 7 f.) 8. Aufgrund vorstehender Ausführungen ist die Beschwer de gutzuheissen, die vorliegend angefochtene Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 21. Dezember 2015 aufzuheben Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht und es ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. Juni 2014 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente der IV hat. 8.1 Es verbleibt, über die Kosten zu befinden. Gemäss Ar t. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Be- schwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen aus der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicher ungsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Aufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Kosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 600.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass aufer- legt. Vorliegend ist die Beschwerdegegnerin unterlege ne Partei, weshalb sie grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen hätte. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu beachten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO der Vorinstanz bzw. den kan tonalen Behörden gemäss Verwal- tungsverfahrensgesetz vom 13. Juni 1988 keine Verfahren skosten auferlegt werden. Aufgrund dieser Bestimmung ist auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten und der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten. 8.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschw erde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin obsieg ende Partei ist, ist ihr eine Partei- entschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Die Rechtsvertreterin der Beschwerde- führerin hat in ihrer Honorarnote vom 22. März 2016 f ür das vorliegende Verfahren einen Zeit- aufwand von 10.5833 Stunden geltend gemacht, was sich umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für durchschni ttliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von 250.-- Franken zu entsch ädigen. Nicht zu beanstanden sind die geltend gemachten Auslagen im Umfang von insgesamt Fr. 153.--. Es ergibt sich demnach eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegner in in der Höhe von insgesamt Fr. 3‘022.75 (10.5833 Stunden à Fr. 250.-- und Ausla gen in der Höhe von Fr. 153.-- zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer). Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen , als die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 21. Dezem ber 2015 aufgehoben wird und es wird festgestellt, dass die Besch werdeführerin Anspruch auf eine Dreiviertelsrente ab 1. Juni 2014 hat. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschu ss in der Höhe von Fr. 600.-- zurückerstattet. 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerde führerin eine Par- teienschädigung in der Höhe von Fr. 3‘022.75 (inkl. Ausl agen und 8 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. http://www.bl.ch/kantonsgericht