<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00061</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106597&amp;W10_KEY=13013576&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00061</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 27.03.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 27.05.2002 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Ausstandsbegehren gegen Bezirksratspräsident sowie Ratsschreiberin-Stellvertreterin (Sozialhilfeangelegenheit) Die Ausführungen in einer Präsidialverfügung des Bezirksrates, wonach das Verhalten des Gesuchstellers "auf jeden Fall als grobfährlässig" zu beurteilen sei, sind von Bedeutung für die Bemessung der vorsorglich angeordneten Auszahlung der Sozialhilfe. Sie betreffen jedoch nicht den Ausgang des Rekursverfahrens in der Sache selber. Diesbezüglich wird festgehalten, dass die Anspruchsberechtigung des Gesuchstellers noch zu klären sein werde (E. 4). Der Bezirksrat hat deshalb das Ausstandsbegehren zu Recht abgewiesen. Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: AUSSTAND">AUSSTAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORSORGLICHE MASSNAHME">VORSORGLICHE MASSNAHME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Kantonale Verwaltungsgerichtsbeschwerde ST: WEITERE BESCHWERDEVORAUSSETZUNGEN">WEITERE BESCHWERDEVORAUSSETZUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWISCHENENTSCHEID">ZWISCHENENTSCHEID</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 5a lit. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 48 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A ersuchte die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X um Ausrichtung von Sozialhilfeleistungen und reichte hiezu am 26. Juli 2001 die erforderlichen Unterlagen ein. Im Rahmen der AbklÃ¤run­gen der BehÃ¶rde stellte sich heraus, dass der Gesuchsteller bis zum 22. Juni 2001 Kranken­taggelder bezog und eine Anmeldung fÃ¼r eine Rente der Invalidenversicherung (IV) vorlag. Im Weiteren zeigte sich, dass er im Jahr 2001 insgesamt Fr. 31'000.- von einem Bankkonto abhob, letztmals am 5. Juni 2001 einen Betrag von Fr. 11'000.-. Er habe ‑ nach seinen eige­nen Angaben ‑ das Geld nach Z Ã¼berwiesen, um seine Familie zu unterstÃ¼tzen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 30. August 2001 verweigerte die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X die Ausrichtung von wirtschaftlicher Hilfe bzw. eines Vorschusses auf die zu erwartende IV-Rente bis Ende Oktober 2001. FÃ¼r den Fall, dass ab November 2001 die wirtschaftliche Hilfe bzw. der Vorschuss noch notwendig sei, habe A die aktuellen Belege seiner Einkom­mens- und VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse einzureichen (Disp. Ziff. 2). Einem allfÃ¤lligen Rekurs entzog die BehÃ¶rde die aufschiebende Wirkung (Disp. Ziff. 3 Abs. 2).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. A. Gegen die PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 30. August 2001 liess A am 31. August 2001 Rekurs beim Bezirksrat Y erheben. Er beantragte, es sei die PrÃ¤sidialverfÃ¼gung aufzuheben und die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X anzuweisen, ihm den Betrag von Fr. 2'595.80 ab Anfang August 2001 auf Anrechnung der zu erwartenden IV-Rente auszuzahlen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz. Ferner stellte er die verfahrensmÃ¤ssigen AntrÃ¤ge, es sei die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X ohne vorherige AnhÃ¶rung provisorisch anzuweisen, wÃ¤hrend der Dauer des Verfahrens mo­natlich Fr. 2'595.80, erstmals fÃ¼r den Monat August 2001, an A auszuzahlen, es seien ihm die Verfahrenskosten zu erlassen und ihm in der Person des unterzeichneten Anwalts ein unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 11. September 2001 (mitwirkend: PrÃ¤sident C und Ratsschreiberin-Stellvertreterin D) gewÃ¤hrte der Be­zirksrat Y die unentgeltliche Rechtspflege und ernannte Rechtsanwalt B zum unentgeltlichen Rechtsvertreter. Ausserdem wies er die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X an, an A im Sinn eines Vorschusses auf die zu erwartende IV-Rente fÃ¼r die Monate August bis Oktober 2001 wirtschaftliche Hilfe von Fr. 1'976.- pro Monat auszuzahlen (davon Fr. 1'276.- direkt an den Vermieter und Fr. 700.- an den Gesuchsteller) (Disp. Ziff. 3). Gleichzeitig setzte er der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde Frist zur Einreichung einer Vernehmlassung an (Disp. Ziff. 4).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. Nach Erhalt der bezirksrÃ¤tlichen PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 11. September 2001 liess A am 12. September 2001 beim Bezirksrat ein Ausstandsbegehren einreichen. Er beantragte unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen, es hÃ¤tten der PrÃ¤sident des Bezirksrats und die Ratsschreiberin-Stellvertreterin im Verfahren von A in den Ausstand zu treten. Er begrÃ¼ndete sein Begehren im Wesentlichen damit, dass die beiden vom Ausstandsbegehren betroffenen Personen in der BegrÃ¼ndung der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung unzweideutig und ohne Vor­behalt klargemacht hÃ¤tten, dass die Aus­richtung der wirtschaftlichen Hilfe in der HÃ¶he, wie sie im Rekurs beantragt sei, nicht in Frage komme. Dadurch erweckten sie den Anschein der Befangenheit.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschluss vom 14. Januar 2001 (recte 2002) wies der Bezirksrat Y ‑ ohne Mitwirkung der vom Ausstandsbegehren betroffenen Personen ‑ das Ausstandsbegehren ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Am 18. Februar 2002 liess A beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den bezirksrÃ¤tlichen Beschluss vom 14. Januar 2002 einreichen. Er verlangte unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen dessen Aufhebung und erneut den Ausstand des BezirksratsprÃ¤siden­ten und der Ratsschreiberin-Stellvertreterin bei der Erledigung des Rekurses. Ferner be­antragte er, es seien ihm die GebÃ¼hren des verwaltungsgericht­lichen Verfahrens zu erlassen und ihm in der Person von Rechtsanwalt Gattlen ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 25. Februar 2002 holte das Verwaltungsgericht beim Bezirksrat Y eine Stellungnahme zur Beschwerde ein, und es zog die Akten bei. Mit Eingabe vom 6. MÃ¤rz 2002 verzichtete der Bezirksrat Y auf eine Stellungnahme und verwies auf die BegrÃ¼ndung im angefochtenen Beschluss.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Dem vorliegenden Beschwerdeverfahren liegt eine sozialhilferechtliche Streitigkeit zugrunde (Verweigerung der wirtschaftlichen Hilfe bzw. eines Vorschusses auf die zu erwartende IV-Rente von August bis Oktober 2001). Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde ge­mÃ¤ss § 19c Abs. 2 in Verbindung mit § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) funktionell und sachlich zustÃ¤ndig. Der Streitwert betrÃ¤gt Fr. 7'787.40 (3 x Fr. 2'595.80), weshalb die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit fÃ¤llt (§ 38 Abs. 2 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Anfechtungsobjekt ist der im Rahmen des bezirksrÃ¤tlichen Rekursverfahrens ergangene Beschluss des Bezirksrates vom 14. Januar 2002, womit das Ausstandsbegehren gegen den PrÃ¤sidenten und die Ratsschreiberin-Stellvertreterin der BehÃ¶rde abgewiesen wird. Eine solche verfahrensleitende Anordnung stellt einen Zwischenentscheid im Sinn von § 48 Abs. 2 VRG dar (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 48 N. 4, § 19 N. 46). Zwischenentscheide sind weiterziehbar, wenn sie fÃ¼r die betroffene Person einen Nachteil </span></p> <p class="Einzug1"><span>zur Folge haben, der sich spÃ¤ter voraussichtlich nicht mehr beheben lÃ¤sst (§ 48 Abs. 2 VRG). Dies trifft in aller Regel fÃ¼r den Fall zu, in dem ein Ausstandsbegehren materiell be­urteilt und abgelehnt wird. Demzufolge ist eine selbstÃ¤ndige Anfechtung zulÃ¤ssig und auf die Beschwerde einzutreten (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 49, § 5a N. 30; RB 1996 Nr. 18).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Anlass fÃ¼r das Ausstandsbegehren bildet die PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 11. September 2001. Darin wird anerkannt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer offensichtlich nicht mehr in der Lage sei, fÃ¼r seinen Lebensunterhalt aufzukommen, weshalb er grundsÃ¤tzlich Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe habe. Die von der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde aufgeworfene Frage des rechtmissbrÃ¤uchlichen Verhaltens des BeschwerdefÃ¼hrers bedÃ¼rfe einer eingehenden KlÃ¤rung, welche nicht umgehend erfolgen kÃ¶nne. Im Sinn einer vorsorglichen Massnahme sei dem BeschwerdefÃ¼hrer einstweilen wirtschaftliche Hilfe auszurichten. ‑ Das Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers sei ‑ selbst wenn es sich nicht als rechtsmissbrÃ¤uchlich herausstellen sollte ‑ auf jeden Fall als grobfahrlÃ¤ssig zu beurteilen. Er habe in blindem Vertrauen da­rauf, dass die erwartete IV-Rente lÃ¼ckenlos an die letzte Zahlung von Krankentaggeldern an­­schliessen werde, sich der erheblichen Summe von Fr. 11'000.- entÃ¤ussert. Dadurch habe er nicht mehr Ã¼ber genÃ¼gend Mittel zur Deckung des eigenen Lebensunterhalts verfÃ¼gt. Des­­halb sei die wirtschaftliche Hilfe auf das absolut notwendige Minimum zu beschrÃ¤nken (konkret Fr. 1'976.-/Monat im Sinn eines Vorschusses auf die zu erwartende IV-Rente, be­schrÃ¤nkt auf die Monate August bis Oktober 2001).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Bezirksrat Y wies das Ausstandsbegehren mit der BegrÃ¼ndung ab, es sei den BehÃ¶rdemitgliedern im Verlauf eines Verfahrens erlaubt, die Erfolgsaussichten zu erÃ¶rtern. Die Kundgabe einer persÃ¶nlichen, vorlÃ¤ufig gebildeten Meinung lasse, wenn nicht besondere UmstÃ¤nde vorliegen, ebenso wenig den Eindruck der Befangenheit entstehen wie der Erlass von vorsorglichen Massnahmen. Der BezirksratsprÃ¤sident habe es als notwendig er­achtet, die Frage des rechtsmissbrÃ¤uchlichen Verhaltens eingehender abzuklÃ¤ren. GemÃ¤ss dem damaligen Verfahrensstand habe es als klar erschienen, dass das Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers nicht Ã¼ber jeden Zweifel erhaben gewesen sei. Deshalb habe es der BezirksratsprÃ¤sident als gerechtfertigt erachtet, dass einstweilen nur der existenzsichernde Minimalbetrag auszurichten sei, bis weitere AbklÃ¤rungen getÃ¤tigt wÃ¼rden. Es sei jedoch klar, dass nach abgeschlossenem Schriftenwechsel gestÃ¼tzt auf die dannzumalige Sach- und Aktenlage eine umfassende Beurteilung der angefochtenen VerfÃ¼gung der FÃ¼rsorge­behÃ¶rde und auch des Verhaltens des BeschwerdefÃ¼hres vorgenommen werde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der BeschwerdefÃ¼hrer lÃ¤sst ausfÃ¼hren, aus dem Wortlaut der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 11. September 2001 gehe hervor, dass sein Verhalten "in jedem Fall" als grobfahrlÃ¤ssig erachtet werde. Damit werde zum Ausdruck gebracht, dass die Frage des grobfahrlÃ¤ssigen Handelns bereits entschieden sei, wÃ¤hrend lediglich die Frage noch zu prÃ¼fen sei, ob ein Rechtsmissbrauch vorliege. Dadurch erschienen der BezirksratsprÃ¤sident und die Ratsschreiberin-Stellvertreterin objektiv als befangen. Dieser objektive Anschein der Befangen­heit genÃ¼ge. Es mÃ¼sse nicht der Nachweis erbracht werden, dass die vom Ausstandsbegehren betroffenen Personen tatsÃ¤chlich befangen seien.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) GemÃ¤ss § 5a Abs. 1 VRG treten Personen, die eine Anordnung treffen, dabei mitzuwirken oder sie vorzubereiten haben, in den Ausstand, wenn sie in der Sache persÃ¶nlich befangen erscheinen. Exemplarisch zÃ¤hlt das Gesetz als AusstandsgrÃ¼nde ein persÃ¶n­liches Interesse in der Sache und eine besondere BeziehungsnÃ¤he zu einem Verfahrensbeteiligten infolge Verwandtschaft oder Parteivertretung auf (lit. a-c).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Streitig ist vorliegend die Frage, ob der PrÃ¤sident und die Ratsschreiberin-Stell­ver­treterin der RekursbehÃ¶rde durch ihre Mitwirkung beim Erlass der VerfÃ¼gung vom 11. September 2001 mit Blick auf das laufende Rekursverfahren als persÃ¶nlich befangen erscheinen. Der Umstand, dass eine mitwirkende Person sich bereits frÃ¼her mit einer bestimmten Angelegenheit befasst hat, begrÃ¼ndet nicht in jedem Fall eine Ausstandspflicht. Entscheidend ist, ob der Verfahrensausgang trotzdem als offen und nicht vorbestimmt erscheint. Dies ist anzunehmen, wenn bislang nur ein beschrÃ¤nkter Teil des hÃ¤ngigen Verfahrens zu behandeln war wie etwa die Anordnung einer vorsorglichen Massnahme (KÃ¶lz/ Boss­hart/RÃ¶hl, § 5a N. 12; vgl. BGE 114 Ia 50 E. 3d S. 57, 126 I 68 E. 4; RB 2000 Nr. 1 betr. Beurteilung der prozessualen Erfolgsaussichten anlÃ¤sslich VergleichsgesprÃ¤chen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung wird der Ausgang des Rekursverfahrens nicht in unzulÃ¤ssiger Weise determiniert. Der BezirksratsprÃ¤sident hÃ¤lt zweimal fest, dass das Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers hinsichtlich dessen Anspruchsberechtigung noch zu klÃ¤ren sein werde. Die WÃ¼rdigung des Verhaltens soll nach Auffassung des Bezirksrats zwar im Hinblick auf das Vorliegen eines allfÃ¤lligen Rechtsmissbrauchs erfolgen, der einem Anspruch auf Sozialhilfe entgegenstehen kÃ¶nnte. Wie die Vorgehensweise des BeschwerdefÃ¼hrers aber tatsÃ¤chlich zu werten ist und wie dadurch der Ausgang des Rekursverfahrens beeinflusst wird, ist zurzeit noch vÃ¶llig ungewiss. Der Bezirksrat fÃ¼hrt denn auch in der Abweisung des Ausstandsbegehrens aus, dass nach abgeschlossenem Schriftenwechsel eine umfassende Beurteilung erfolgen werde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dagegen steht die Charakterisierung des Verhaltens des BeschwerdefÃ¼hrers in der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung als grobfahrlÃ¤ssig in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Ausgang des Rekursverfahrens. Auch die Frage, <i>ob</i> vorsorglich wirtschaftliche Hilfe zu leisten sei, ist von dieser Bewertung nicht abhÃ¤ngig. Die Beurteilung als grobfahrlÃ¤ssiges Verhalten bezieht sich nur auf den <i>Umfang</i> der vorsorglich an den BeschwerdefÃ¼hrer zu entrichtenden wirtschaftlichen Hilfe. FÃ¼r die Bezifferung der HÃ¶he der Leistungen im Rah­men einer vorsorglichen Massnahme durfte und musste der BezirksratsprÃ¤sident die ihm vorliegenden Akten einer summarischen PrÃ¼fung unterziehen und dabei die UmstÃ¤nde des</span></p> <p class="Einzug1"><span>Einzelfalls berÃ¼cksichtigen. Wenn er dabei zur Auffassung gelangte, dass Verhalten des Be­­schwerdefÃ¼hrers sei als grobfahrlÃ¤ssig einzustufen, so diente ihm diese Feststellung dazu, die HÃ¶he der Sozialhilfe abweichend von den SKOS-Richtlinien auf das absolut notwendige Minimum zu beschrÃ¤nken. Eine weiter gehende Bedeutung kann in der vom Beschwerde­fÃ¼hrer beanstandeten Formulierung in der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung nicht erblickt werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat hat daher das Ausstandsbegehren zu Recht abgewiesen, und die Beschwerde ist mithin abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Der BeschwerdefÃ¼hrer lÃ¤sst die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands in der Person von Rechtsanwalt B be­an­tragen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Privaten, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, wird auf entsprechendes Ersuchen die Bezahlung von Verfahrens­kos­ten zu erlassen (§ 16 Abs. 1 VRG). Unter den gleichen Voraussetzungen haben sie Anspruch auf Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, wenn sie zudem nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren (Abs. 2). Der BeschwerdefÃ¼hrer ist mittellos, und seine Beschwerde erweist sich jedenfalls im Sinn der genannten Bestimmung nicht als "offensichtlich" aussichtslos. Ãberdies war der fremdsprachige Beschwerde­fÃ¼hrer fÃ¼r die ÃberprÃ¼fung der Problematik des Ausstands auf einen Rechtsvertreter angewiesen. Die Voraussetzungen fÃ¼r die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands sind in Ãbereinstimmung mit der WÃ¼r­digung der Vorinstanz erfÃ¼llt (wobei die Vorinstanz darauf hinzuweisen ist, dass fÃ¼r das Rekursverfahren in Sozialhilfeangelegenheiten ‑ auch ohne entsprechenden Antrag ‑ in der Regel keine GebÃ¼hren zu verrechnen sind [§ 10 der GebÃ¼hrenordnung fÃ¼r die VerwaltungsbehÃ¶rden vom 30. Juni 1966]). Die EntschÃ¤digung fÃ¼r den unentgeltlichen Rechtsbeistand ist mangels einer Zusammenstellung Ã¼ber den Zeitaufwand und die Barauslagen von Amtes wegen und nach Ermessen festzusetzen (§ 13 Abs. 2 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997). Als angemessen erweisen sich Fr. 500.-. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss verfÃ¼gt der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird fÃ¼r das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege gewÃ¤hrt und in der Person von Rechtsanwalt B ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Rechtsanwalt B wird fÃ¼r das Beschwerdeverfahren aus der Gerichtskasse mit Fr. 500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) entschÃ¤digt; </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>