<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00048</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107141&amp;W10_KEY=13013573&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00048</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.03.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verweigerung von Sozialhilfeleistungen Auf die Beschwerde ist einzutreten (E. 1). Der Bezirksrat hätte auf den Rekurs nicht eintreten dürfen, soweit darin Leistungen für den Zeitraum vor Einreichung des erneuten Unterstützungsgesuchs verlangt wurden. Die Beschwerde ist insoweit abzuweisen (E. 2). Es ist nicht von freiwilliger Unterstützung durch die Eltern auszugehen, die der Sozialhilfe vorgeht (E. 3a). Der Bezirksrat war nicht zuständig, über die Unterstützungspflicht der Eltern zu befinden. Zudem klärte er deren wirtschaftliche Verhältnisse nicht ab. Eine über die gesetzliche Unterstützungspflicht hinausgehende "sittliche Pflicht" ist abzulehnen (E. 3b). Weitere der Sozialhilfe vorgehende Leistungen sind nicht aktenkundig (E. 3c). Sachliche Gründe gegen die der Beschwerdeführerin zur Auswahl gestellten Therapiestationen sind nicht ersichtlich; ob die in der Weisung angesetzte Frist zu kurz war, kann offen bleiben. Verlangt wurde damit eine länger dauernde Entzugsbehandlung (E. 4a). Eine Hilfskürzung erster Stufe ab Anfang 2003 ist zulässig (E. 4b). Ob eine Haushaltsentschädigung von Fr. 750.- das Ermessen missbraucht, muss offen bleiben (E. 5a). Die Hilfe kann auch an die Mutter der Beschwerdeführerin ausbezahlt werden (E. 5b).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BARAUSZAHLUNG">BARAUSZAHLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTZIEHUNGSKUR">ENTZIEHUNGSKUR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRIST/-EN">FRIST/-EN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HAUSHALTENTSCHÃDIGUNG">HAUSHALTENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃRZUNG">KÃRZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWIRKENDE UNTERSTÃTZUNG">RÃCKWIRKENDE UNTERSTÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBSIDIARITÃT">SUBSIDIARITÃT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSTÃTZUNGSPFLICHT">UNTERSTÃTZUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWANDTENUNTERSTÃTZUNG">VERWANDTENUNTERSTÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEISUNG">WEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWECKENTFREMDUNG">ZWECKENTFREMDUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 22a lit. III GVG</span><br/><span class="gerade">§ 2 lit. II SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 21 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 24 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 25 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 16 lit. III SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 18 SHV</span><br/><span class="gerade">§ 19 SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 23 SHV</span><br/><span class="gerade">§ 24 SHV</span><br/><span class="ungerade">Art. 280 lit. I ZGB</span><br/><span class="gerade">Art. 289 lit. II ZGB</span><br/><span class="ungerade">Art. 329 lit. III ZGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A reichte bei der SozialbehÃ¶rde X am 29. September 2000 ein Gesuch um finanzielle UnterstÃ¼tzung ein. Der PrÃ¤sident der SozialbehÃ¶rde sprach ihr mit VerfÃ¼gung vom 3. Oktober 2000 eine monatliche UnterstÃ¼tzung von ca. Fr. 550.- (Fr. 1'450.- "Bruttounterhalt" abzÃ¼glich Fr. 900.- voraussichtliche EinkÃ¼nfte) sowie Fr. 30.- NettoprÃ¤mie der obligatorischen Krankenversicherung zu. A wurde verpflichtet, einen monatlichen Betrag von Fr. 150.- durch ArbeitseinsÃ¤tze selbst zu verdienen, sich unverzÃ¼glich bei der regionalen Arbeitsvermittlung zu melden und die ArbeitsbemÃ¼hungen der Sozialberatung vorzuweisen. FÃ¼r den Fall der Nichtbefolgung dieser Weisungen wurden LeistungskÃ¼rzungen nach § 24 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) und § 24 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) in Aussicht gestellt. Am 6. August 2001 legte der PrÃ¤sident der SozialbehÃ¶rde die monatliche UnterstÃ¼tzung neu auf voraussichtlich Fr. 357.05 (Fr. 1'257.05 "Bruttounterhalt abzÃ¼glich ca. Fr. 900.- voraussichtliche EinkÃ¼nfte, wovon Fr. 150.- "Job-Bus" Arbeitslohn und Fr. 750.- HaushaltsentschÃ¤digung von der Mutter) zuzÃ¼glich PrÃ¤mie der obligatorischen Krankenversicherung (Fr. 215.70) fest. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit neuerlicher VerfÃ¼gung vom 6. Dezember 2001 wurden diese Leistungen bis zum 28. Februar 2003 unverÃ¤ndert weiter gewÃ¤hrt. ZusÃ¤tzlich wurde A die Auflage erteilt, bis spÃ¤testens am 15. Februar 2002 in eine der drei Therapiestationen Neutal, Frankental oder SonnenbÃ¼hl einzutreten; fÃ¼r den Unterlassungsfall wurde die Einstellung der FÃ¼rsorgeleistungen angedroht. Am 16. Mai (gemÃ¤ss Beschwerdeschrift, S. 3) oder am 20. Juni (gemÃ¤ss angef. Entscheid, S. 2, bestÃ¤tigt durch ein Schreiben der stÃ¤dtischen Gesundheitsdienste ZÃ¼rich an die SozialbehÃ¶rde X vom 24. Juni 2002) trat sie in die StadtzÃ¼rcher Therapiestation Frankental ein, aber bereits nach 7 (gem. Beschwerde) bzw. 1 Tag (angef. Entscheid) wieder aus. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf erneutes UnterstÃ¼tzungsgesuch von A hin lehnte die SozialbehÃ¶rde X die GewÃ¤hrung von Leistungen am 20. August 2002 ab, da sie die Auflagen und Weisungen in der VerfÃ¼gung vom 6. Dezember 2001 nicht befolgt habe; bei einer AnhÃ¶rung am 6. August 2002 habe sie sich nicht kooperativ gezeigt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. A erhob gegen den Beschluss vom 20. August 2002 am 4. Oktober 2002 Rekurs an den Bezirksrat mit den AntrÃ¤gen, dieser Beschluss sei aufzuheben und die SozialbehÃ¶rde X sei zu verpflichten, die ihr nach Gesetz und SKOS-Richtlinien (Richtlinien fÃ¼r die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe, damals 3. A. 2000) zustehenden Leistungen rÃ¼ckwirkend seit dem 15. Februar 2002 auszurichten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat wies das Rechtsmittel am 18. Dezember 2002 ab. Er erwog im Wesentlichen, die Einstellung der finanziellen Leistungen ab dem 15. Februar 2002 durch die Rekursgegnerin sei isoliert betrachtet zweifelsohne eine Vorenthaltung verfassungsmÃ¤ssig gebotener Nothilfe gewesen. Bei Einbezug der allgemeinen GrundsÃ¤tze der Ã¶ffentlichen Sozialhilfe der §§ 2-5 SHG drÃ¤nge sich aber eine andere Beurteilung auf. Die Rekurrentin habe schon im Dezember 2001 bei ihrer Mutter gewohnt und dort das Lebensnotwendige direkt in Anspruch nehmen kÃ¶nnen. Nicht nur sie, sondern auch ihr Vater seien nach Art. 328 des Zivilgesetzbuchs (ZGB) unterstÃ¼tzungspflichtig. Auch er, der von der Mutter getrennt lebe, habe ihr finanzielle und persÃ¶nliche Hilfe zukommen lassen. Diese Leistungen seien an die wirtschaftliche Hilfe anzurechnen, da die private Hilfe der Ã¶ffentlichen Sozialhilfe vorgehe. Im Ãbrigen kÃ¶nne nicht gesagt werden, die SozialbehÃ¶rde habe die Rekurrentin um die Mittel bringen wollen, auf die sie Anspruch habe. Sie habe sich schon im Entscheid vom 6. Dezember 2001 bereit erklÃ¤rt, die Kosten fÃ¼r eine aufwÃ¤ndige Therapie in einer Entzugsstation aufzubringen. LeistungskÃ¼rzungen mÃ¼ssten nicht angedroht werden, wenn die Zahlungen offensichtlich fÃ¼r die Finanzierung von Drogen verwendet wÃ¼rden. Es sei auch nicht willkÃ¼rlich, bei einer drogenkranken Person die GewÃ¤hrung wirtschaftlicher Hilfe von der DurchfÃ¼hrung einer Entzugstherapie abhÃ¤ngig zu machen, weil nur so die zweckgemÃ¤sse Verwendung der zugesprochenen Mittel sichergestellt sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Am 7. Februar 2003 wandte sich A gegen den Beschluss des Bezirksrats mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht und wiederholte die bereits vor Vorinstanz gestellten AntrÃ¤ge. Sie liess zusammengefasst vorbringen, es sei zwar unbestritten, dass die Sozialhilfe subsidiÃ¤r zu geleisteter VerwandtenunterstÃ¼tzung sei; freiwillige Leistungen kÃ¶nnten jedoch nur ausnahmsweise dann angerechnet werden, wenn sie bereits einige Zeit vor Entstehung der BedÃ¼rftigkeit regelmÃ¤ssig geleistet wÃ¼rden. Wenn aber, wie im vorliegenden Fall, Leistungen nur deshalb erbracht wÃ¼rden, weil die Sozialhilfe ausbleibe oder ungenÃ¼gend ausfalle, dÃ¼rften sie nicht angerechnet werden. Anders zu entscheiden hiesse die Intention des Gesetzgebers in Bezug auf § 4 SHG auf den Kopf zu stellen. Die Argumentation der Vorinstanz laufe darauf hinaus, dass die SozialbehÃ¶rde willkÃ¼rlich die Hilfe fÃ¼r eine bedÃ¼rftige Person einstellen und abwarten kÃ¶nne, ob rechtzeitig "freiwillige" UnterstÃ¼tzung aus dem nÃ¤heren Umfeld an die Stelle der gebotenen Sozialhilfe trete. â In der VerfÃ¼gung vom 6. Dezember 2001 sei zu Unrecht die Einstellung der UnterstÃ¼tzung fÃ¼r den Fall der Nichtbefolgung der darin ausgesprochenen Auflagen angedroht worden; die nach § 17 SHV massgebenden SKOS-Richtlinien legten die zulÃ¤ssigen KÃ¼rzungen in Kap. A.8.3 fest; diese Grenze sei als Konkretisierung von § 24 SHV anzusehen. Die Weisung, innert zwei Monaten in eine der drei Therapiestationen Neutal, Frankental oder SonnenbÃ¼hl einzutreten, habe wegen der kurzen Frist gar nicht befolgt werden kÃ¶nnen und sei eine unzulÃ¤ssige EinschrÃ¤nkung der Wahlfreiheit.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat Y beantragte am 18. Februar 2003 Abweisung der Beschwerde, die SozialbehÃ¶rde verzichtete gleichentags auf Beschwerdeantwort.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Gegen Entscheide der BezirksrÃ¤te betreffend wirtschaftliche Hilfe kann nach § 41 und § 19c Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) Beschwerde an das Verwaltungsgericht erhoben werden. Da auch die Ã¼brigen Voraussetzungen erfÃ¼llt sind, namentlich die Beschwerdefrist von 30 Tagen gemÃ¤ss § 53 VRG wegen der dazwischen liegenden Gerichtsferien gewahrt wurde (§ 71 VRG in Verbindung mit § 140 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976), ist auf das Rechtsmittel einzutreten. Wegen der durch die Beschwerde aufgeworfenen Frage von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung des VerhÃ¤ltnisses zwischen Sozialhilfe und VerwandtenunterstÃ¼tzungspflicht hat ungeachtet des Streitwerts der Angelegenheit nach § 38 Abs. 3 VRG die Kammer zu entscheiden. Nach § 50 VRG ist sie dabei auf eine Rechtskontrolle beschrÃ¤nkt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Im angefochtenen Beschluss der SozialbehÃ¶rde X vom 20. August 2002 wurde das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 10. Juli 2002, sie fÃ¼r eine kurze Zeit "wieder zu unterstÃ¼tzen", abgewiesen. Den dagegen erhobenen Rekurs, in welchem eine weitere und zusÃ¤tzlich eine rÃ¼ckwirkende Ausrichtung wirtschaftlicher Hilfe ab dem 15. Februar 2002 verlangt wurde, wies der Bezirksrat vollumfÃ¤nglich ab. Er Ã¼bersah dabei, dass der Rekursantrag, soweit er auch rÃ¼ckwirkende Leistungen verlangte, Ã¼ber den Gegenstand des erstinstanzlichen Beschlusses hinausging (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/ Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 52 N. 3). Zwar war das Vorgehen der SozialbehÃ¶rde, ohne weiteren Beschluss die Leistungen ab MÃ¤rz 2002 einzustellen, nicht korrekt (vgl. nachfolgend E. 4b). Die BeschwerdefÃ¼hrerin</span></p> <p class="Einzug1"><span>selbst verlangte aber fÃ¼r den Zeitraum bis zur Einreichung ihres Gesuchs keine weitere Hilfe. Da UnterstÃ¼tzung grundsÃ¤tzlich nur auf Gesuch hin (§25 Abs. 1 SHG) und nicht fÃ¼r eine abgeschlossene Periode der Vergangenheit gewÃ¤hrt wird (§ 22 SHV), betraf der Beschluss der SozialbehÃ¶rde aber zu Recht nur die Zeit nach Einreichung des UnterstÃ¼tzungsgesuchs. Der Bezirksrat hÃ¤tte daher auf das Rechtsmittel nicht eintreten dÃ¼rfen, soweit Leistungen fÃ¼r die Zeit von Anfang MÃ¤rz bis Ende Juni 2002 verlangt wurden, was insoweit von vornherein zur Abweisung der Beschwerde fÃ¼hrt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 96).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Trotz der von ihm festgestellten Vorenthaltung verfassungsmÃ¤ssig gebotener Nothilfe hat der Bezirksrat den Rekurs der BeschwerdefÃ¼hrerin abgewiesen, da diese seit Dezember 2001 bei ihrer Mutter gewohnt habe und dort das Lebensnotwendige direkt habe in Anspruch nehmen kÃ¶nnen. Zudem seien die Eltern nach Art. 328 ZGB unterstÃ¼tzungspflichtig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Nach den vom Bezirksrat in diesem Zusammenhang angefÃ¼hrten GrundsÃ¤tzen der Ã¶ffentlichen Sozialhilfe gemÃ¤ss §§ 2-5 SHG, insbesondere derjenige der SubsidiaritÃ¤t (§ 2 Abs. 2) muss die Drittleistung mit hinreichender Sicherheit feststehen; vage Hoffnungen, eine andere Person kÃ¶nnte die hilfebedÃ¼rftige unterstÃ¼tzen, genÃ¼gen nicht. Demzufolge gehen zugesicherte oder zugesprochene gesetzliche Leistungen, die ebenfalls der Deckung des Lebensunterhalts dienen, ohne weiteres der wirtschaftlichen Hilfe vor (vgl. RB 1999 Nr. 84=ZeSo 97/2000, S. 14). Rechtlich nicht gesicherte Leistungen sind zu berÃ¼cksichtigen, wenn die Erbringer freiwillig dazu bereit sind. Hingegen geht es nicht an â hierin ist der BeschwerdefÃ¼hrerin beizupflichten â durch KÃ¼rzung oder Einstellung der Sozialhilfe Druck auf der hilfebedÃ¼rftigen nahestehende Personen auszuÃ¼ben, diese zu unterstÃ¼tzen. Vorliegend verhÃ¤lt es sich so, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin schon im Zeitpunkt der Einreichung ihres UnterstÃ¼zungsgesuchs am 29. September 2000 bei ihrer Mutter wohnte. Bereits die Tatsache, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin ein UnterstÃ¼tzungsgesuch stellte, lÃ¤sst aber daran zweifeln, ob die Mutter bereit war, auf unbestimmte Zeit fÃ¼r den Unterhalt aufzukommen. Zudem soll sie nach Aussage des Vaters bemerkt haben, sie sei mit ihren KrÃ¤ften sowohl finanziell wie psychisch am Ende. Es ist daher nicht davon auszugehen, dass eine freiwillige Leistung vorliegt, die der wirtschaftlichen Hilfe vorgeht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) GemÃ¤ss Art. 329 Abs. 3 ZGB finden betreffend die UnterstÃ¼tzungspflicht der Verwandten die Bestimmungen Ã¼ber die Unterhaltsklage des Kindes und Ã¼ber den Ãbergang seines Unterhaltsanspruches auf das Gemeinwesen entsprechende Anwendung. Nach Art. 280 Abs. 1 ZGB haben die Kantone fÃ¼r Streitigkeiten Ã¼ber die Unterhaltspflicht ein einfaches und rasches Verfahren vorzusehen. GemÃ¤ss Art. 289 Abs. 2 geht der Unterhaltsanspruch auf das Gemeinwesen Ã¼ber, wenn dieses fÃ¼r den Unterhalt aufkommt. ZustÃ¤ndig ist der Richter im Zivilprozess, nicht die Vormundschafts- oder eine VerwaltungsbehÃ¶rde (Cyril Hegnauer, Grundriss des Kindesrechts, 5. A., Bern 1999, N. 21.05; Judith Widmer, VerhÃ¤ltnis der VerwandtenunterstÃ¼tzungspflicht zur Sozialhilfe in Theorie und Praxis, ZÃ¼rich 2001, S. 88 f.). Im Kanton ZÃ¼rich hat der Einzelrichter im einfachen und raschen Verfahren Klagen auf Kindesunterhalt und solche aus der Pflicht zur VerwandtenunterstÃ¼tzung zu beurteilen (§ 22a Ziff. 2 und 3 GVG). Dem Bezirksrat kam vorliegend somit keine Kompetenz zu darÃ¼ber zu entscheiden, ob den Eltern der BeschwerdefÃ¼hrerin eine UnterstÃ¼tzungspflicht oblag bzw. immer noch obliegt. § 25 SHG, wonach die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde zu prÃ¼fen hat, ob Verwandte zur UnterstÃ¼tzung einer hilfeempfangenden Person verpflichtet sind, und diese zur Hilfe auffordern oder zwischen den Beteiligten vermitteln kann, fÃ¼hrt zu keinem anderen Ergebnis; diese Bestimmung begrÃ¼ndet keine Entscheidungskompetenz der SozialbehÃ¶rde bzw. â im Rechtsmittelverfahren â des Bezirksrats (vgl. Widmer, S. 87). Es handelt sich bei der Problematik der VerwandtenunterstÃ¼tzungspflicht auch nicht um eine Vorfrage, deren Beantwortung fÃ¼r den Entscheid Ã¼ber die GewÃ¤hrung wirtschaftlicher Hilfe notwendig ist (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 58 ff.). Vielmehr haben die Gesetzgeber eine andere Vorgehensweise festgelegt, von der nicht abzuweichen ist. Dazu kommt, dass die VerwandtenunterstÃ¼tzungspflicht "gÃ¼nstige VerhÃ¤ltnisse" der Verpflichteten voraussetzt. In solchen lebt, wer die UnterstÃ¼tzungsbeitrÃ¤ge ohne wesentliche BeeintrÃ¤chtigung einer wohlhabenden Lebenshaltung aufbringen kann und Ã¼ber Mittel verfÃ¼gt, die den erweiterten Notbedarf betrÃ¤chtlich Ã¼berschreiten (Hegnauer, N. 29.11; vgl. auch 20.25; Widmer, S. 38 ff.). Dass dies bei ihren Eltern der Fall ist, wird von der BeschwerdefÃ¼hrerin bestritten und erscheint mit Blick auf die durch die Gemeinden des Kantons ZÃ¼rich geÃ¼bten Praktiken (vgl. Widmer, S. 172 ff., 182 ff.) zumindest fraglich. Jedenfalls aber ging es â abgesehen von der fehlenden ZustÃ¤ndigkeit â nicht an, ohne AbklÃ¤rung der wirtschaftlichen VerhÃ¤ltnisse eine UnterstÃ¼tzungspflicht anzunehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die vom Bezirksrat in seiner Vernehmlassung zusÃ¤tzlich angefÃ¼hrte "sittliche Pflicht" der Eltern der BeschwerdefÃ¼hrerin bietet keine hinreichende Grundlage fÃ¼r die Anwendung des SubsidiaritÃ¤tsprinzips bzw. die Verweigerung der Sozialhilfe. Die diesbezÃ¼gliche Argumentation lÃ¤uft darauf hinaus, Ã¼ber die im Zivilrecht festgelegten familienrechtlichen Pflichten hinaus ausserhalb des Gesetzes zusÃ¤tzliche Verpflichtungen zu schaffen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Andere, vom Bezirksrat in seiner Vernehmlassung (S. 2) angesprochene Leistungen sozialer Institutionen (Notschlafstellen etc.), sind nicht aktenkundig und daher hier nicht zu berÃ¼cksichtigen. Ohnehin ist davon auszugehen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin nach wie vor bei ihrer Mutter wohnt und dort das Notwendige erhÃ¤lt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Es bleibt zu prÃ¼fen, ob der Beschluss der SozialbehÃ¶rde X vom 20. August 2002, womit in Ablehnung des Gesuchs der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 10. Juli 2002 die Wiederaufnahme der wirtschaftlichen UnterstÃ¼tzung verweigert worden ist, aufgrund der frÃ¼heren VerfÃ¼gung vom 6. Dezember 2001 und des anschliessenden Verhaltens der BeschwerdefÃ¼hrerin gleichwohl gerechtfertigt gewesen sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt vor, die ihr durch PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 6. Dezember 2001 erteilte Weisung, bis spÃ¤testens 15. Februar 2002 in eine der drei Therapiestationen Neutal, Frankental oder SonnenbÃ¼hl einzutreten, sei unzulÃ¤ssig gewesen. Zwar seien gestÃ¼tzt auf § 21 SHG und § 23 SHV Weisungen betreffend Ã¤rztliche oder therapeutische Behandlung erlaubt, doch sei einerseits die EinschrÃ¤nkung in der Wahl der Institution nicht zulÃ¤ssig und anderseits die Frist von zwei Monaten zum Eintritt in eine Klinik viel zu kurz bemessen; AbklÃ¤rungen hÃ¤tten ergeben, dass mit Wartezeiten von mehreren Wochen zu rechnen sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es ist davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin die von ihr angeordnete Entziehungskur finanzieren mÃ¼sste bzw. muss. Das Gemeinwesen hat aber bei der Wahl der Erbringer notwendiger Leistungen ein Mitspracherecht (vgl. § 19 f. SHV). Ob die EinschrÃ¤nkung auf die drei genannten Institutionen Ã¼bermÃ¤ssig restriktiv ist, kann offen bleiben. Jedenfalls hatte und hat die BeschwerdefÃ¼hrerin gegen die ihr offerierte Auswahl keine sachlichen EinwÃ¤nde vorgebracht. Immerhin hat sie selbst im Mai bzw. Juni 2002 eine Kur im Frankental begonnen. GrÃ¼nde, die gegen die zur Wahl gestellten Therapiestationen sprÃ¤chen, sind auch aus den Akten nicht ersichtlich. Ob die der BeschwerdefÃ¼hrerin in der VerfÃ¼gung vom 6. Dezember 2001 angesetzte Frist zum Klinikeintritt zu kurz bemessen war, ist nicht mehr von ausschlaggebender Bedeutung: Zu beurteilen ist nicht, ob die darin angedrohte und schliesslich vorgenommene Einstellung der Leistungen ab dem 15. Februar 2002 zulÃ¤ssig war, sondern nur, ob die Verweigerung erneuter wirtschaftlicher Hilfe im Beschluss vom 20. August 2002, die damit begrÃ¼ndet wurde, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin der erwÃ¤hnten Auflage nach wie vor nicht nachkomme und sich auch sonst nicht kooperativ verhalte, rechtmÃ¤ssig ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Vorliegend wurde der BeschwerdefÃ¼hrerin durch VerfÃ¼gung vom 6. Dezember 2001 die Weisung erteilt, eine Drogenentzugsbehandlung zu beginnen. Der durch die BeschwerdefÃ¼hrerin verschuldete Abbruch des ersten Entzugsversuchs im Mai bzw. Juni 2002 stellte entgegen ihrer Auffassung sehr wohl eine Missachtung der â nach dem Gesagten zulÃ¤ssigen â Weisung dar; diese war keinesfalls so zu verstehen, dass ihr mit einem beliebig kurzen Aufenthalt GenÃ¼ge getan wÃ¤re. Der Eintritt in eine Entzugsstation hat nur dann einen Sinn, wenn damit eine lÃ¤nger dauernde Behandlung begonnen und auch durchgehalten wird. Von der BeschwerdefÃ¼hrerin wurde im Dezember 2001 denn auch ein mindestens halbjÃ¤hriger Aufenthalt verlangt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Werden Weisungen der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde nicht befolgt, so ist gemÃ¤ss § 24 SHG sowie §§ 17 und 24 SHV in Verbindung mit Kap. A.8.3 SKOS-Richtlinien abgestuft das NichtgewÃ¤hren, KÃ¼rzen oder Streichen von situationsbedingten Leistungen, des Grundbedarfs II fÃ¼r vorerst ein Jahr (mit VerlÃ¤ngerungsmÃ¶glichkeit) und bei Vorliegen qualifizierter GrÃ¼nde die KÃ¼rzung des Grundbedarfs I um maximal 15 % fÃ¼r sechs Monate (in AusnahmefÃ¤llen verlÃ¤ngert) zulÃ¤ssig; als ultima ratio kann die Hilfe auf das (nicht nÃ¤her definierte) absolute Existenzminimum beschrÃ¤nkt werden. VerfahrensmÃ¤ssig setzt eine KÃ¼rzung gemÃ¤ss § 24 SHG nach entsprechender Androhung eine Verwarnung der fehlbaren Person voraus (vgl. RB 2000 Nr. 84; VGr, 21. September 2000, VB.2000.00229, E. 2c).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der angefochtene Beschluss der SozialbehÃ¶rde vom 20. August 2002 nimmt auf <br/> die VerfÃ¼gung vom 6. Dezember 2001 und die darin ausgesprochene Auflage Bezug; er kann daher als Verwarnung im Sinn von § 24 SHV betrachtet werden. Allerdings lÃ¶st die Verwarnung noch nicht unmittelbar eine KÃ¼rzung aus; vielmehr ist nochmals eine letzte Frist anzusetzen, innerhalb derer die hilfebedÃ¼rftige Person die Weisung zu befolgen hat. Vorliegend erscheint es angemessen, ab Jahresbeginn 2003 eine KÃ¼rzung erster Stufe zuzulassen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Die Beschwerde ist daher teilweise gutzuheissen und die Angelegenheit zu neuer Festlegung der der BeschwerdefÃ¼hrerin ab Juli 2002 (d.h. dem Monat der Einreichung des Gesuchs) bzw. ab Anfang 2003 zustehenden wirtschaftlichen Hilfe an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckzuweisen. Dazu ist im Weiteren Folgendes anzumerken:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) BezÃ¼glich der Bemessung der Leistungen kritisiert die BeschwerdefÃ¼hrerin den in ihrem UnterstÃ¼tzungsbudget vorgenommenen Abzug von Fr. 900.-. Die Annahme, dass sie den Haushalt ihrer Mutter fÃ¼hre, sei falsch und angesichts ihrer DrogenabhÃ¤ngigkeit realitÃ¤tsfremd.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Die Berechnung der FÃ¼rsorgeleistungen bildete nicht Gegenstand des Beschlusses der SozialbehÃ¶rde vom 20. August 2002 und gehÃ¶rt daher grundsÃ¤tzlich nicht zum Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens. Es ist aber anzumerken, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin die Bedarfsberechnung in der VerfÃ¼gung vom 6. Dezember 2001 nicht ganz zutreffend wiedergibt. So wurde nicht ein fester Betrag vom "Bruttounterhalt" abgezogen, sondern voraussichtliche EinkÃ¼nfte von ca. Fr. 900.-, die sich aus Fr. 150.- Arbeitslohn beim Job-Bus und Fr. 750.- HaushaltsentschÃ¤digung von der Mutter zusammensetzen.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Die Anrechnung einer HaushaltsentschÃ¤digung stÃ¼tzt sich auf § 16 Abs. 3 SHV. GemÃ¤ss Kap. F.5.2 der SKOS-Richtlinien betrÃ¤gt die EntschÃ¤digung in einem Zweipersonenhaushalt zwischen Fr. 550.- und Fr. 900.- monatlich. Bei deren Festlegung ist zu berÃ¼cksichtigen, dass die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde aus naheliegenden GrÃ¼nden nicht feststellen kann, in welchem VerhÃ¤ltnis sich die hilfesuchende und die im selben Haushalt wohnende Person im konkreten Fall die Haushaltsarbeit aufteilen. Die sich aus § 7 VRG ergebende Pflicht der VerwaltungsbehÃ¶rden, den Sachverhalt von Amts wegen abzuklÃ¤ren, stÃ¶sst hier </p> <p class="Einzug1">an enge Grenzen. Die Beschwerdegegnerin ist deshalb darauf angewiesen, die Rollenverteilung aufgrund Ã¤usserer Indizien abzuschÃ¤tzen (VGr, 11. Mai, 2000, VB.2000.00072, E. 2b).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Vorliegend ist zu berÃ¼cksichtigen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin offenbar sporadisch gearbeitet und dabei auch ein Einkommen unbekannter HÃ¶he erzielt hat. Eine HaushaltsentschÃ¤digung von Fr. 750.- monatlich ist ziemlich hoch; die Mutter der BeschwerdefÃ¼hrerin scheint berufstÃ¤tig zu sein, was allerdings nicht aktenkundig ist. Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist aufgrund ihrer Sucht psychisch labil. Trotzdem dÃ¼rfte sie eher zur FÃ¼hrung eines Haushalts als zu einer ErwerbstÃ¤tigkeit in der Lage sein. Ob angenommen werden kann, die BeschwerdefÃ¼hrerin habe tatsÃ¤chlich den Grossteil der Haushaltarbeit geleistet, ist insbesondere wegen ihrer DrogenabhÃ¤ngigkeit eher zweifelhaft, doch muss offen bleiben, ob die Beschwerdegegnerin mit der Ansetzung einer EntschÃ¤digung von Fr. 750.- ihr Ermessen Ã¼berschritten hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Bezirksrat und Beschwerdegegnerin befÃ¼rchten wegen ihrer Drogensucht die Zweckentfremdung wirtschaftlicher Hilfe durch die BeschwerdefÃ¼hrerin. Diese Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen; ihr kann dadurch begegnet werden, dass Leistungen auf andere Weise als durch Bargeldzahlungen an die UnterstÃ¼tzte erbracht werden (§ 18 SHV). Dies ist auch mit Bezug auf nachtrÃ¤gliche Leistungen zulÃ¤ssig. Der Bezirksrat bringt in seiner Vernehmlassung zu Recht vor, dass diese an die Mutter der BeschwerdefÃ¼hrerin auszurichten sind, da diese in der Zwischenzeit im Wesentlichen fÃ¼r deren Unterhalt aufgekommen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Sache wird an die SozialbehÃ¶rde X zu neuer Beschlussfassung im Sinn der ErwÃ¤gungen zurÃ¼ckgewiesen</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>