BRKE I Nrn. 111 und 112/1994 vom 6. Mai 1994 in BEZ 1994 Nr. 11 8. Strittig ist, welche Fassung von § 255 PBG bei der Ermittlung der für die B e- rechnung der Abste llplatzzahl m assgeblichen Geschossfläche anzuwenden sei. Während die Vorinstanz für die Berechnung die neue, seit dem 1. Februar 1992 in Kraft stehende Fassung von § 255 PBG heranzieht, hält die Rekurrentin die frühere Fassung dieser Bestimmung für massgeblich. Art. 3 Abs. 2 der Städtischen Verordnung über Fahrzeugabstellplätze vom 8. Januar 1986/20. Dezember 1989 (Par kplatzverordnung, PPVO) bestimmt, dass sich die m assgebliche Bruttogeschossfläche nach § 255 PBG berechnet. Der Veror d- nungsgeber stellte demn ach klar auf die Bruttogeschossfläche nach § 255 PBG in der Fassung vom 7 . September 1975 ab. Gemäss Abs. 1 dieser Norm entspricht die für die Ausnü tzungsziffer anrechenbare Fläche der Summe der Bruttomasse aller ober- und unterirdi schen Geschossflächen. I n Abs. 2 und 3 ist festgehalten, welche Flächen ausser Ansatz fallen. § 255 PBG ist mit der Gesetzesrevision vom 1. Se p- tember 1991 in allen Teilen neu g efasst worden und steht seit dem 1. Februar 1992 in Kraft. In der neuen Fassung wurde die Bruttogeschoss fläche als Grundmass fallen gelassen. An ihre Stelle trat eine Neudefinition der an die Ausnützung anrechenb a- ren Fl ächen. Insbesondere zählen die Flächen in Dach - und Untergeschossen nur noch beschränkt zu der an die Ausnützung anrechenbaren Fläche. Die fr ühere Bruttogeschossfläche, auf welche Art. 3 Abs. 2 PPVO verweist, existiert somit im revidierten § 255 PBG nicht mehr. W ürden daher für die Abstel l- platzberechnung anstelle der bisherigen Bruttogeschossfläche die nach dem rev i- dierten § 255 PBG an die Ausn ützung anrechenbare Flächen herangezogen, so hä t- te dies zur Folge, dass gegebenenfalls für ausgedehnte Flächen, die zu W ohn- oder Arbeitszwecken genutzt werden, Fahrzeugabstellplätze weder erstellt werden müs s- ten noch dürften. Damit geriete das Verhältnis zwischen genutzter Fläche und A b- stellplatzzahl völlig aus dem Lot, und es entstünde eine neue, zum Teil völlig willkü r- liche und ausserordentlich sto ssende "Regelung", die zur Zeit der Entstehung der Verordnung weder gewollt noch vo raussehbar war. Bei der A nwendung der Par k- platzverordnung ist de shalb weiterhin auf die nach der früheren Fassung von § 255 PBG zu errechnende Bruttogeschossfläche abzustellen. (Hinweis: Das Verwaltungsgericht hat im Entscheid VB 94/0020 die bereits in BRKE I Nrn. 486,487/1993 g eäusserte Rechtsau ffassung hinsichtlich des Einbezugs von Flächen in Dach - und Untergeschossen bei der Abstellplatzberechnung bestätigt. Ob we iterhin auf die Aussenwandquerschnitte abzustellen sei oder ob neu die I n-- 2 - nenwandquerschnitte massgebend seien, lie ss das Gericht im genannten Entscheid ausdrücklich o ffen, da die neue Berechnungsweise zwar eine 10% kleinere G e- schossfläche zur Folge hatte, sich dadurch an der Zahl der erforderlichen Pflichta b- stellplätze aber nichts geä ndert habe. Das Gericht empfahl de r Stadt Zürich, den seiner Ansicht nach infolge der Revision von § 255 PBG missverständlich geword e- nen Art. 3 Abs. 2 PPVO redaktionell zu berein igen.)