A bteilung III C -746/2006 {T 0/2} U rteil vom 8. M ärz 2007 M itw irkung: R ichter Antonio Im oberdorf; R ichterin R uth Beutler; R ichter Bernard Vaudan; G erichtsschreiber D aniel Brand M ._______ Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verw eigerung der Einreisebew illigung in B ezug auf J._______, K uba B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest: A. Am 3. M ärz 2006 beantragte J._______ bei der Schw eizerbotschaft in H a- vanna die Erteilung eines Einreisevisum s für die D auer von drei M onaten. Als H auptzw eck der beabsichtigten R eise gab er an, den im Kanton Aar- gau w ohnhaften Schw eizerbürger M ._______ (Beschw erdeführer) besu- chen zu w ollen. N ach form loser Verw eigerung überm ittelte die Schw eizeri- sche Vertretung das G esuch zur Prüfung und zum Entscheid an die Vorin- stanz. B. N achdem w eitere Abklärungen seitens der kantonalen M igrationsbehörde vorgenom m en w orden w aren, w ies die Vorinstanz m it Verfügung vom 7. April 2006 das Einreisegesuch m it der Begründung ab, der G esuchstel- ler stam m e aus einer R egion, aus w elcher der Zuw anderungsdruck als Folge der dort herrschenden w irtschaftlichen und soziokulturellen Verhält- nisse bekannterw iese nach w ie vor stark anhalte. Viele seiner Landsleute versuchten, ihren Aufenthalt in der Schw eiz durch Ausschöpfung säm tli- cher rechtlicher M ittel zu verlängern, um sich so in U m gehung der bundes- rätlichen Begrenzungsm assnahm en eine verm eintlich bessere Zukunft auf- zubauen. D em Eingeladenen oblägen im H eim atland w eder zw ingende be- rufliche Verpflichtungen noch fam iliäre Verantw ortlichkeiten, die gegebe- nenfalls G ew ähr für eine fristgerechte R ückkehr bieten könnten. C . M it Eingabe vom 25. April 2006 an das Eidgenössische Justiz- und Polizei- departem ent (EJPD ) beantragt der Beschw erdeführer sinngem äss die Auf- hebung der vorinstanzlichen Verfügung und die Erteilung des gew ünschten Besuchervisum s und versichert, dass auch der Eingeladene nach seinem Besuchsaufenthalt fristgerecht in sein H eim atland zurückkehren w erde, w ie dies bisher alle seine G äste aus Kuba getan hätten. Zu berücksichti- gen gelte es in diesem Zusam m enhang, dass der G esuchsteller ein sehr schönes H aus m it zw ei G ästezim m ern besitze, seine Ehefrau einer gere- gelten Erw erbstätigkeit in einem H otel nachgehe, der einzige Sohn noch die Schule besuche und die ganze Fam ilie einen für kubanische Verhält- nisse hohen Lebensstandard aufw eise. Auf die w eiteren Vorbringen w ird – sow eit entscheiderheblich – in den Er- w ägungen eingegangen. D . In ihrer Vernehm lassung vom 22. M ai 2006 spricht sich die Vorinstanz un- ter Erläuterung der bisher genannten G ründe und unter H inw eis auf die Einschätzung der gegenw ärtigen Situation in Kuba durch die Schw eizer- vertretung in H avanna für die Abw eisung der Beschw erde aus. E. Trotz gew ährtem R eplikrecht liess sich der Beschw erdeführer nicht m ehr vernehm en.3 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanz gelten die in Art. 33 und Art. 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des Bundesam tes für M igration (BFM ) betreffend Verw eigerung der Einreise (Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20] i.V.m . Art. 31 und Art. 33 Bst. d VG G ). D as Bundesverw altungsgericht entscheidet endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 2. D as Bundesverw altungsgericht übernim m t die bei Inkrafttreten des Verw al- tungsgerichtsgesetzes bei Eidgenössischen R ekurs- oder Schieds- kom m issionen oder bei Beschw erdediensten der D epartem ente hängigen R echtsm ittel. Für die Beurteilung gilt das neue Verfahrensrecht (vgl. Art. 53 VG G ). 3. D er Beschw erdeführer ist als "M itbeteiligter" (G astgeber und G arant) ge- m äss Art. 20 Abs. 2 AN AG i.V.m . Art. 48 Vw VG zur Beschw erde legiti- m iert; auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde ist einzutre- ten (Art. 49 ff. Vw VG ). 4. Ausländer/-innen sind zur Anw esenheit in der Schw eiz berechtigt, w enn sie eine Aufenthalts- oder N iederlassungsbew illigung besitzen oder w enn sie keiner solchen bedürfen (vgl. Art. 1a AN AG ). D ie Behörde entscheidet, im R ahm en der gesetzlichen Vorschriften und der Verträge m it dem Aus- land, nach freiem Erm essen über die Bew illigung von Aufenthalt oder N ie- derlassung (Art. 4 AN AG ). D aher räum t das schw eizerische R echt w eder einen Anspruch auf Einreise noch auf Erteilung eines Visum s ein (vgl. PETER U EBE R SAX , Einreise und Anw esenheit, in: Peter U ebersax/Peter M ünch/Thom as G eiser/M artin Arnold (H rsg.), Ausländerrecht, Aus- länderinnen und Ausländer im öffentlichen R echt, Privatrecht, Steuerrecht und Sozialrecht der Schw eiz, Basel/G enf/M ünchen 2002, S. 143). D em be- hördlichen Erm essen steht som it im Falle der Erteilung einer Ein- reisebew illigung ein w eiterer Spielraum offen als beispielsw eise bei der Verlängerung einer allm ählich den Vertrauensschutz verfestigenden An- w esenheitserlaubnis. D ies gilt auch für die Beurteilung von Einreise- ersuchen zur Anw esenheit von bis zu drei M onaten, die bew illigungsfrei, m itunter aber visum spflichtig sind (vgl. Art. 2 Abs. 1 AN AG i.V.m . den nachstehend erw ähnten Visum sbestim m ungen). 5. D as Visum w ird verw eigert, w enn die Ausländerin oder der Ausländer die Einreisevoraussetzungen nach Art. 1 der Verordnung vom 14. Januar 1998 über Einreise und Anm eldung von Ausländerinnen und Ausländern (VEA, SR 142.211) nicht erfüllt (vgl. Art. 14 Abs. 1 VEA). So m üssen Personen, 4 die in die Schw eiz reisen m öchten, unter anderem G ew ähr bieten, dass sie fristgerecht w ieder ausreisen w erden (Art. 1 Abs. 2 Bst. c. VEA). D azu las- sen sich jedoch, da ein künftiges Verhalten zu beurteilen ist, in der R egel keine gesicherten Feststellungen, sondern lediglich Voraussagen m achen. D abei sind säm tliche U m stände des konkreten Einzelfalles zu w ürdigen. 6. D er G esuchsteller kann sich auf keine Ausnahm eregelung berufen und un- terliegt aufgrund seiner N ationalität den Visum sbestim m ungen (vgl. Art. 1 - 5 VEA). 6.1 Anhaltspunkte zur Beurteilung der fristgerechten W iederausreise können sich aus der allgem einen Lage im H erkunftsland der Besucherin oder des Besuchers ergeben. Einreisegesuche von Bürgerinnen und Bürgern aus Staaten beziehungsw eise R egionen m it politisch oder w irtschaftlich ver- gleichsw eise ungünstigen Verhältnissen können darauf hindeuten, dass die persönliche Interessenlage in solchen Fällen nicht m it dem Ziel und Zw eck einer zeitlich befristeten Einreisebew illigung in Einklang steht. 6.2 Kuba ist nach w ie vor ein Einparteienstaat m it zentraler Lenkung von Ver- w altung, W irtschaft und G esellschaft. M it dem Zusam m enbruch des O st- blocks und der Auflösung der Sow jetunion ab 1989 verlor das Land rund 85% seiner bisherigen Exportm ärkte und die gew ichtige w irtschaftliche U n- terstützung im G egenw ert von m ehreren M illiarden U SD pro Jahr. D ies verursachte eine tief greifende W irtschaftskrise, w elche noch nicht über- w unden ist. Vorsichtige M assnahm en zur R eform und U m gestaltung der W irtschaftsstruktur (insb. Förderung von Tourism us und ausländischen In- vestitionen) haben zw ar die Situation der Bevölkerung teilw eise verbes- sert, aber auch die sozialen U nterschiede vergrössert. Inzw ischen lässt die kubanische W irtschaft w ieder steigende Zentralisierungstendenzen erken- nen. Vorläufiger H öhepunkt dieser Tendenz ist die Abschaffung des U S- D ollars als Zahlungsm ittel im N ovem ber 2004 und sein Ersatz durch den konvertiblen Peso (C U C ) im Verhältnis 1:1. D ie ökonom ische und soziale Situation w eiter Teile der Bevölkerung ist w eiterhin prekär. So beträgt die Entlöhnung bei einer – nur bei staatlichen Firm en m öglichen – Arbeit im Angestelltenverhältnis in der R egel nicht m ehr als um gerechnet 10 bis 20 U S-D ollar m onatlich; Beträge, von denen die Betroffenen kaum leben kön- nen. Bedenklich ist nach w ie vor auch die allgem eine M enschenrechtssituation: Individuelle Bürgerrechte und G rundfreiheiten gibt es nicht. Anfang 1999 w urde das Strafrecht verschärft und im M ärz 2003 w urden zahlreiche R egi- m egegner zu hohen Freiheitsstrafen verurteilt. N eben strafrechtlichen M it- teln w ie (oft vorübergehenden) Inhaftierungen w erden vom Staat auch an- dere M ittel w ie Entzug von W ohnung bzw . Arbeits-/Studienplatz, Verw eige- rung behördlicher G enehm igungen oder entsprechende D rohungen ange- w andt, um seine Bürger zu beeinflussen (vgl. dazu u.a.: w w w .ausw aerti- ges-am t.de). D ie w irtschaftlichen und politischen Verhältnisse w iderspiegeln sich in ei- ner anhaltend hohen Em igrationsrate. G rundsätzlich ist das R echt auf Aus- w anderung für die Kubaner nicht gew ährleistet, w esw egen jährlich zahlrei- che M enschen illegal die lebensgefährliche Flucht von der Insel über das 5 M eer w agen. D ie R egierung C astro unternim m t alles, um den Flüchtlings- strom einzudäm m en und keine neue M assenflucht zuzulassen. Insgesam t verliessen über eine M illion Kubaner seit der R evolution ihre H eim at. D ie Bereitschaft, das Land auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen zu verlassen, w ird erfahrungsgem äss dort noch begünstigt, w o bereits Ver- w andte oder Bekannte im Ausland leben und entsprechend ein m inim ales Beziehungsnetz besteht. Im Falle der Schw eiz führen diese Verhältnisse angesichts der strengen frem denpolizeilichen Zulassungspraxis nicht sel- ten zu unerw ünschten U m gehungsm echanism en. D abei geht es nicht etw a allein um die Einreichung von Asylgesuchen nach erfolgter Einreise, son- dern es w ird auch des Ö fteren versucht, den Aufenthalt zu verlängern oder – beispielsw eise durch Ausbildung oder H eirat – auf eine andere m igrati- onsrechtliche G rundlage zu stellen. Eine R olle bei der R isikoanalyse spielt aber auch der Aspekt, dass kubani- sche Staatsangehörige, die sich länger als elf M onate im Ausland aufge- halten haben, gem äss dortigem R echt nicht m ehr in ihr H eim atland zurück- kehren können. D iese R egelung lädt M igrationsw illige geradezu dazu ein, die Verpflichtung zur W iederausreise zu m issachten oder sow eit hinauszu- zögern, bis eine zw angsw eise W egw eisung durch den Aufenthaltsstaat nicht m ehr durchgesetzt w erden kann. 6.3 Bei der R isikoanalyse sind aber nicht nur solch allgem eine U m stände und Erfahrungen, sondern auch, w ie unter Ziffer 5 ausgeführt, säm tliche G e- sichtspunkte des konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen. O bliegt einem G esuchsteller oder einer G esuchstellerin im H eim atstaat beispielsw eise eine besondere berufliche, gesellschaftliche oder fam iliäre Verantw ortung, kann dieser U m stand durchaus die Prognose für eine anstandslose W ie- derausreise begünstigen. Andererseits m uss bei G esuchstellern, die in der H eim at keine der erw ähnten Verpflichtungen haben, die sie von einer m ög- lichen Em igration abhalten könnten, aufgrund entsprechender Erfahrungen das R isiko eines frem denpolizeilich nicht vorschriftsgem ässen Verhaltens (nach bew illigter Einreise zu einem Besuchsaufenthalt) hoch eingeschätzt w erden. 6.4 Beim Eingeladenen handelt es sich um einen verheirateten 48-jährigen Fa- m ilienvater, w elcher sich anlässlich seiner G esucheinreichung als M aschi- neningenieur ("ingeniero m ecanico") bezeichnete (vgl. Ziff. 8 des persönli- chen Einreisegesuches vom 3. M ärz 2006). Im vorinstanzlichen Verfahren hielt der Beschw erdeführer gegenüber der kantonalen M igationsbehörde präzisierend fest, der Eingeladene, bei dem es sich um einen Freund und N achbarn der Fam ilie handle, sei als selbständiger M echaniker tätig und verm iete noch zw ei G ästezim m er an Touristen (vgl. Auskunftsbogen zur G arantieerklärung). Allerdings unterliessen es die Betroffenen, Belege vor- zuw eisen, die die angeblichen beruflichen Bindungen des G esuchstellers in Kuba zw eifelsfrei nachgew iesen hätten. Abgesehen davon dürfte sich ein dreim onatiger Besuchsaufenthalt – w ie von den Beteiligten gew ünscht – w ohl kaum m it allfälligen beruflichen Verpflichtungen vereinbaren lassen. Insofern m üssen dem Eingeladenen besondere Bindungen zum H eim at- land abgesprochen w erden, die ihn ernsthaft von einer Em igration abzu-6 halten verm öchten, zum al er m it dem R ekurrenten, insbesondere aber m it dessen Ehefrau, einer gebürtigen Kubanerin, bereits über Bezugspersonen in der Schw eiz verfügt. Berücksichtigt m an zudem die oben erw ähnte allgem eine w irtschaftliche Lage in Kuba, dürften die m ittelfristigen Zukunftsaussichten des G esuch- stellers zum indest als schw ierig einzustufen sein. In Anbetracht feststellba- rer D ifferenzen betreffend Lebensqualität, sozialer Absicherung und des Lohnniveaus könnte näm lich selbst eine Arbeitsstelle im H eim atland nicht verlässlich vom Entschluss abhalten, aus dem Land zu em igrieren, ebenso w enig zurückbleibende Fam ilienangehörige. Vielm ehr könnte die Absicht auszuw andern gar von der H offnung getragen sein, die Angehörigen aus dem Ausland w irtschaftlich besser unterstützen zu können. Vor diesem H intergrund m üssen die Vorbringen auf Beschw erdeebene, w onach ge- nügend G arantien für eine fristgerechte W iederausreise vorhanden seien, als nicht ausschlaggebend bezeichnet w erden. Im Ü brigen hegte auch die Schw eizerische Vertretung in H avanna, w elche m it den sozialen, w irt- schaftlichen und politischen Verhältnissen im H erkunftsstaat des Auslän- ders gut vertraut ist und sich som it durchaus ein Bild des Einreisew illigen m achen kann, Bedenken bezüglich der anstandslosen W iederausreise und verw eigerte form los die Einreisebew illigung. 6.5 N ach dem G esagten durfte die Vorinstanz davon ausgehen, die W ieder- ausreise des Eingeladenen sei im Sinne der m assgeblichen Bestim m un- gen nicht gesichert. Insbesondere aufgrund der schlechten Zukunftspers- pektiven bestand keine genügende G ew ähr dafür, der G esuchsteller w ürde nach Abschluss seines Besuches fristgerecht und anstandslos in sein H ei- m atland zurückkehren. Zw ar liess sich diese Prognose nicht zu einer gesi- cherten Feststellung verdichten; sie reichte aber aus, um die Erteilung ei- nes Einreisevisum s – auf das, w ie erw ähnt, ohnehin kein R echtsanspruch besteht – abzulehnen. D aran ändert auch die Tatsache nichts, dass der Beschw erdeführer für die R ückreise seines G astes garantiert hätte, denn eine solche G arantie ist trotz bester und ehrlicher Absichten nicht m öglich bzw . rechtlich nicht durchsetzbar (vgl. Verw altungspraxis der Bundesbe- hörden [VPB] 57.24). D ie Abw ägung der für und gegen eine W iederausrei- se sprechenden G esichtspunkte obliegt allein der zuständigen Behörde. D ie G astgeber in der Schw eiz, deren Staatsangehörigkeit im Ü brigen keine R olle spielt, haben darauf keinen Einfluss. W ie bereits m ehrfach betont, ist bei der Beurteilung von Einreisebegehren in erster Linie auf das U m feld bzw . die (persönlichen) Verhältnisse der eingeladenen Personen – und nicht der G astgeber – abzustellen. 7. Sow eit der R ekurrent schliesslich vorbringt, säm tliche seiner bisherigen G äste aus Kuba seien stets fristgerecht in ihr H eim atland zurückgekehrt, gilt es darauf hinzuw eisen, dass sich m angels näherer Angaben einerseits nicht eruieren lässt, unter w elchen U m ständen diesen Personen (M utter, C ousine, C ousin, ehem aliger D eutschlehrer der G astgeberin) in der Ver- gangenheit ein Einreisevisum erteilt w urde. Anderseits w eist jeder Einzel- fall – w ie vorliegend belegt – eine ihm eigene und spezifische Konstellation auf, so dass er nicht ohne w eiteres m it anderen, angeblich gleich gelager-7 ten Fällen verglichen w erden kann. 8. Aus diesen G ründen ist som it nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das öffentliche Interesse sow ie die Beachtung der geltenden Bestim m un- gen entsprechend gew ichtete und dem Eingeladenen die Einreise verw ei- gerte. D ie angefochtene Verfügung verletzt daher das Bundesrecht nicht. D er rechtserhebliche Sachverhalt w urde richtig und vollständig festgestellt, und die Vorinstanz hat das ihr zustehende Erm essen pflichtgem äss und zutreffend gehandhabt (Art. 49 Vw VG ). D ie Beschw erde ist dem zufolge abzuw eisen. 9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dem Beschw erdeführer die Kos- ten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D iese sind in Anw endung von Art. 1 und Art. 3 Bst. b des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht (VG KE; SR 173.320.2) auf Fr. 600.-- festzusetzen. D iesen Betrag hat der Be- schw erdeführer gestützt auf Art. 63 Abs. 4 Vw VG bereits als Vorschuss geleistet. D ie Verfahrenskosten sind dam it gedeckt. D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 600.-- w erden dem Beschw erdeführer aufer- legt. Sie sind durch den am 5. M ai 2006 geleisteten Kostenvorschuss glei- cher H öhe gedeckt. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (eingeschrieben, Beilage: angefochtene Verfü- gung im O riginal) - der Schw eizerischen Botschaft in H avanna (via Vorinstanz) - der Vorinstanz (m it den Akten, eingeschrieben) - dem M igrationsam t Kanton Aargau (via Vorinstanz) D er Kam m erpräsident: D er G erichtsschreiber: Antonio Im oberdorf D aniel Brand Versand am : 8