Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 30. November 2017 (720 17 250 / 316) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung IV-Rente / Würdigung des medizinischen Sachverhalts. Auf das schlüssige Verwaltungs- gutachten kann abgestellt werden. Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsri chter Markus Mattle, Kan- tonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Denis G. Giovannelli, Rechtsanwalt und Notar, Baarerstrasse 34, Postfach, 6300 Zug gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A.1 Der 1976 geborene A.____ war zuletzt Mitinhaber der B.____GmbH. Am 28. Juli 2006 meldete er sich unter Hinweis auf eine Diskushernie und eine Refluxoesophagitis bei der Invali- denversicherung (IV) zum Leistungsbezug an, wobei e r berufliche Massnahmen beantragte. Nach Durchführung der erforderlichen Abklärungen wies die damals zuständige IV-Stelle Basel- Stadt das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 8. März 2007 ab. Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A.2 Am 29. August 2011 (Eingang) meldete sich A.____ unter Hinweis auf multiple Be- schwerden erneut bei der IV zum Leistungsbezug an. Nachde m die nunmehr zuständige IV- Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) die gesundheitliche n und erwerblichen Verhältnisse abge- klärt hatte, ermittelte sie beim Versicherten nach Ablau f des Wartejahrs am 23. Februar 2014 einen IV-Grad von 40%, ab 1. Mai 2014 einen solchen von 100% und ab 1. Juli 2014 einen sol- chen von 1%. Gestützt auf dieses Ergebnis sprach sie A.__ __ nach Durchführung des Vorbe- scheidverfahrens mit Verfügung vom 14. Juni 2017 ab 1. Februar 2014 eine Viertelsrente und vom 1. Mai 2014 bis 30. September 2014 eine befristete ganze Rente zu. B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwa lt Denis G. Giovannelli, am 22. August 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteil ung Sozialversicherungsgericht (Kan- tonsgericht). Er beantragte, in Gutheissung der Besch werde sei die Verfügung vom 14. Juni 2017 aufzuheben und es sei ihm ab dem 1. Februar 2014 eine unbefristete ganze Rente auszu- richten. Eventualiter sei ein Obergutachten anzuordnen. Subeventualiter sei die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen mit der Massgabe, gestützt auf ein „pharmakologi- sches Gutachten“ neu zu verfügen; unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht be- antragte er die Bewilligung der unentgeltlichen Recht spflege mit Rechtsanwalt Giovannelli als Rechtsvertreter. Zur Begründung führte er im Wesentlich en aus, dass der angefochtene Ent- scheid auf unzureichenden medizinischen Unterlagen beru he und der Einkommensvergleich nicht korrekt durchgeführt worden sei. C. In ihrer Vernehmlassung vom 22. September 2017 schlo ss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde. D. Mit Verfügung vom 24. Oktober 2017 wurde dem Besch werdeführer für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche Prozessführung und die un entgeltliche Verbeiständung mit Rechtsanwalt Giovannelli als Rechtsvertreter bewilligt. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde vom 22. August 2017 ist einzutreten. 2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Be schwerdeführers. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefoch tenen Verfügung vom 14. Juni 2017 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungs gemäss die zeitliche Grenze der richter- lichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). 3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Inva- lidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, di e ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fä- higkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht dur ch zumutbare Eingliederungsmassnah- men wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% ar beitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen T eil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähig keit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in e inem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 3.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussicht lich bleibende oder längere Zeit dau- ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kan n im IV-Bereich Folge von Geburtsge- brechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG) . Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psych ischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleib ende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allg emeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorlieg ens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträc htigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 4.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person A nspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente , wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindes- tens 40% invalid ist. 4.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätig en Versicherten ist Art. 16 ATSG an- wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invalid itätsgrad aufgrund eines Einkommensver- gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, da s die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der med izinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla- ge erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden w äre (Valideneinkommen). Der Einkom- mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol gen, dass die beiden hypothetischen Er- werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt un d einander gegenübergestellt wer- den. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditä tsgrad bestimmen (allgemeine Me- thode des Einkommensvergleichs; BGE 104 V 136 E. 2a und b). 5. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus- mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig ist. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beurtei- lung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist di e Verwaltung – und im Beschwerdefall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach- leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund- heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 f. mit weiteren Hinweisen). 5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vg l. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 5.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspre chung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den i m Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein- geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte , welche aufgrund eingehender Be- obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in d ie Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen ge langen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indi zien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 5.4 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten dar f und soll das Gericht der Erfah- rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ih rer Patientinnen und Patienten aussa- gen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des thera- peutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutacht ungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des damaligen Eidgenössi- schen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozi alrechtliche Abteilungen] vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein A dministrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbeh alten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die be handelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – As pekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 6. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialve rsicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben IV- Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklä- rung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lan- ge, bis über die für die Beurteilung des streitigen An spruchs erforderlichen Tatsachen hinrei- chende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 7. Zur Beurteilung des Gesundheitszustands des Beschwerd eführers liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, die vom Gericht allesamt gew ürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejenigen Gutachten und Berichte wi edergegeben werden, welche sich für den vorliegenden Entscheid als zentral erweisen. 7.1.1 Die IV-Stelle beauftragte Dr. med. C.____, FM H Physikalische Medizin und Rehabilitati- on sowie Rheumatologie, und Dr. med. D.____, FMH Psychi atrie und Psychotherapie, mit ei- nem bidisziplinären Gutachten. Am 10. Januar 2012 dia gnostizierte Dr. C.____ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches Lumbovertebra lsyndrom mit spondylogener Schmer- zausstrahlung ins rechte Bein, einen Status nach Diskektomie und Dekompression mittels He- milaminektomie LWK5/S1 rechts am 21. November 2005 be i symptomatischer Diskushernie LWK5/S1 rechts, ein persistierendes sensibles Ausfallsyndro m S1 rechts, eine leichtgradige Osteochondrose und Spondylarthrose LWK5/S1 sowie eine kleine Diskushernie LWK 4/5 medi- o-linkslateral. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden ein funktionelles Schonhin- ken rechts und eine mässiggradige muskuläre Dysbalance am Schultergürtel beidseits. Aus rheumatologischer Sicht bestehe für die angestammte Tä tigkeit mit wiederholten Gewichtsbe- lastungen und zeitweise ungünstigen Körperhaltungen – n ach vorübergehenden vollständigen Arbeitsunfähigkeiten in den Jahren 2004, 2005 und 2 006 – ab 1. Februar 2006 eine andauern- de Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 30%. Aufgrund der klinischen Untersuchung und der vorliegenden bildgebenden Dokumenten sei indes davon auszugehen, dass der Versicherte seit dem 16. Januar 2007 in körperlich leichten bis intermit tierend mittelschweren und rückenadap- tierten Tätigkeiten dauerhaft und vollständig arbeitsfähig sei. 7.1.2 Am 14. Januar 2011 diagnostizierte Dr. D.____ m it Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine leichtgradige depressive Episode ohne somatisches Syndro m (ICD-10 F32.00). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden akzentuier te (narzisstische) Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1), differentialdiagnostisch eine narzisstisch e Persönlichkeitsstörung. Eine ab- schliessende und vollständige Beurteilung des Gesundheitszu standes sei nicht möglich, da der Versicherte die Untersuchung nach 1,25 Stunden abgebroc hen habe. Die Beschwerdeschilde- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht rung sei vage und eher diffus gewesen und die Angaben nicht immer konsistent und zum Teil widersprüchlich. Im Sinne einer provisorischen Beurteilu ng könne von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 10% ausgegangen werden. Eine zusä tzliche Verminderung der Leistungs- fähigkeit bestehe nicht. Diese Einschränkung der Arbeits fähigkeit bestünde seit etwa zwei bis drei Jahren. Angaben über die Ressourcen des Versicherten liessen sich wegen des vorzeiti- gen Abbruchs der Untersuchung nicht machen. Eine bidiszi plinäre Gesamtbeurteilung sei erst nach einer abschliessenden psychiatrischen Begutachtung möglich. 7.2 Am 13. März 2012 führte Dr. D.____ eine ergänzen de psychiatrische Begutachtung durch. Unter Einbezug der nachträglich eingegangenen medizinischen Akten und fremdanam- nestischer Angaben diagnostizierte er am 10. April 2012 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Status nach leichtgradiger depressiver Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F32.00). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit best ünden akzentuierte (narzisstische) Per- sönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1), differentialdiagnostisch eine narzisstische Persönlichkeitsstö- rung. Da beim Exploranden weder eine Depression noch e ine anhaltende somatoforme Schmerzstörung noch eine Persönlichkeitsstörung diagnostizi ert werden könne, lasse sich aus psychiatrischer Sicht aktuell keine Einschränkung der Arbei tsfähigkeit begründen. Es bestehe keine zusätzliche Verminderung der Leistungsfähigkeit. Re trospektiv sei davon auszugehen, dass der Versicherte etwa seit dem Jahr 2009 bis Ende Fe bruar 2012 aufgrund einer leichtgra- digen depressiven Episode im Umfang von 10% in der Arbe itsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei. Beim Exploranden seien Ressourcen zu erkennen und die Copingstrategien seien gut. Die bei den Akten liegenden Berichte der Klinik E.____ v om 28. Juli 2011 und vom 18. November 2011 würden unterschiedliche Diagnosen aufführen, die n icht bestätigt werden könnten. Na- mentlich seien die Diagnosekriterien für eine anhaltend e somatoforme Schmerzstörung und diejenigen für eine Persönlichkeitsveränderung bei chro nischem Schmerzsyndrom nicht erfüllt. In Bezug auf die von der ehemals behandelnden Psychiater in Dr. med. F.____, FMH Psychiat- rie und Psychiatrie, im Bericht vom 24. August 2008 diagn ostizierte mittelschwere depressive Episode sei davon auszugehen, dass es sich lediglich um ein e kurzdauernde und vorüberge- hende Depression gehandelt habe. Bezüglich der Angabe n des behandelnden Psychiaters Dr. med. G.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, wü rden sich in diagnostischer Hinsicht keine wesentlichen Diskrepanzen bezüglich des aktuellen psychischen Zustandes ergeben. Die von ihm attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit sei nicht nachvollziehbar. Aus gesamtmedizi- nischer Sicht weise der Versicherte ab dem Jahr 2009 bis E nde Februar 2012 eine Einschrän- kung der Arbeitsfähigkeit von 10% auf. Aktuell lasse sic h aus psychiatrischer Sicht keine Ein- schränkung der Arbeitsfähigkeit begründen. 7.3 Die IV-Stelle beauftragte Dr. D.____ mit einem Verlaufsgutachten, welches am 20. April 2015 erstattet wurde. Darin wurden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig leichtgradiger Episod e ohne somatisches Syndrom (ICD- 10 F33.00), spezifische isolierte Phobien (ICD-10 F40.2) und eine Panikstörung (ICD-10 F41.0) diagnostiziert. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkei t bestünden Probleme in der Beziehung zum Ehepartner (ICD-10 Z63.0) und akzentuierte (narzisst ische/histrionische) Persönlichkeits- züge (ICD-10 Z73.1). Nach eingehender Untersuchung, fr emdanamnestischen Abklärungen, Laboruntersuchungen und ausführlichen Stellungnahmen zu den Berichten der behandelnden Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Ärzte Dr. G.____ und Dr. med. H.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, hielt Dr. D.____ fest, dass sich aufgrund der rezidivierenden depressiven Störung s eit circa Mitte 2014 eine Ein- schränkung der Arbeitsfähigkeit von 20% begründen lasse . Dabei berücksichtigt sei eine Ver- minderung der Leistungsfähigkeit. Vorübergehend sei von Anfang 2014 bis Mitte 2014 von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 70% auszugehen. W ährend der Hospitalisation in der psychiatrischen Klinik H.____ vom 5. Mai 2014 bis 11. Juni 2014 habe eine vollständige Ar- beitsunfähigkeit bestanden. Vor 2014 könne retrospektiv se it dem letzten Gutachten vom 10. April 2012 nicht mit Sicherheit eine Einschränkun g der Arbeitsfähigkeit nachgewiesen wer- den. Anzumerken sei, dass dem Versicherten keine Tätigkei ten in engen oder geschlossenen Räumen oder unter vielen Leuten zumutbar seien. Zudem sollte er bei einer tagsüber jedoch nur selten auftretenden Panikattacke die Möglichkeit ha ben, sich kurzfristig vom Arbeitsplatz zurückziehen zu können. Die akzentuierten Persönlichkeitszüg e und die Probleme in der Be- ziehung zur Ehefrau hätten keinen Einfluss auf die Arbei tsfähigkeit. Die Panikstörung und die Phobien, namentlich die Klaustrophobie, hätten nur qu alitative Einschränkungen der Arbeitsfä- higkeit zur Folge. 7.4 Am 18. Mai 2015 hielt Dr. med. I.____, FMH Allg emeine Innere Medizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) beider Basel, mit Blick auf die Beurteilungen der Dres. C.____ und D.____ vom 10. Januar 2012, 10. April 2012 und 20. April 2015 fest, dass der Versicherte in seiner bisherigen Tätigkeit ab 1. Februar 2006 eine andauernde Einschränkung der Arbeitsfä- higkeit von 30% aufweise. Für körperlich leichte bis inte rmittierend mittelschwere und rücken- adaptierte Tätigkeiten betrage die Arbeitsfähigkeit vom 1. Januar 2011 bis 31. März 2012 90%, vom 1. April 2012 bis 31. Dezember 2013 100%, vom 1. Januar 2014 bis 4. Mai 2014 30%, vom 5. Mai 2014 bis 11. Juni 2014 0%, vom 12. Juni 2014 bis 30. Juni 2014 30% und ab 1. Juli 2014 80%. 8.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verf ügung vom 14. Juni 2017 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts vollumfänglich au f die Ergebnisse, zu denen die Dres. C.____ und D.____ am 10. Januar 2012, 10. April 2012 und 20. April 2015 gelangt waren. Sie ging demzufolge davon aus, dass der Versicherte nach Ablauf des Wartejahrs am 23. Februar 2014 durchschnittlich 40%, in der Zeit vom 1. Januar 2014 bis 30. Juni 2014 vorübergehend 70% bzw. 100% und ab 1. Juli 2014 80% a rbeitsunfähig war. Wie oben ausge- führt (vgl. E. 5.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eing ehender Beobachtungen und Untersu- chungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatte n und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigun g volle Beweiskraft zuzuerken- nen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigke it der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Das bidisziplinäre Gutach ten der Dres. C.____ und D.____ vom 10. Januar 2012 und vom 10. April 2012 und das Verlau fsgutachten von Dr. D.____vom 20. April 2015 weisen weder formale noch inhaltliche Mängel auf, sie sind – wie dies vom Bun- desgericht verlangt wird (vgl. E. 5.2 hiervor) – für die streitigen Belange umfassend, beruhen auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigen die gekla gten Beschwerden, sind in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, sind in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der aktuellen medizinischen Situat ion schlüssig, setzen sich mit den vor- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht handenen abweichenden ärztlichen Einschätzungen auseinand er und enthalten einleuchtende Schlussfolgerungen. Insbesondere nehmen die Gutachter eine schlüssige Beurteilung der Ar- beitsfähigkeit des Versicherten vor. Insgesamt sind die Be urteilungen der Dres. C.____ und D.____ sowohl in der Darlegung der medizinischen Zusamm enhänge als auch bezüglich der daraus gezogenen Schlussfolgerungen überzeugend, wesha lb die IV-Stelle bei der Beurteilung der medizinischen Sachlage darauf abstellen durfte. 8.2 Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, ist ni cht geeignet, die ausschlaggebende Beweiskraft der Gutachten der Dres. C.____ und D.____ in Frage zu stellen. Soweit er in den Gutachten eine mangelnde Objektivität, Unvollständigkeit und Willkür zu erkennen glaubt, kann ihm nicht gefolgt werden. Anhaltspunkte dafür, dass sich die Gutachter nicht von objektiven Kriterien haben leiten lassen, sind aus den Akten nicht ersichtlich und werden auch nicht sub- stantiiert dargetan. Die vom Beschwerdeführer als Indizi en vorgebrachte Feststellung, wonach Dr. D.____ trotz vorzeitigem Untersuchungsabbruch eine p rovisorische Beurteilung der Leis- tungsfähigkeit vorgenommen habe, lassen jedenfalls noch nicht auf mangelnde Objektivität schliessen, wies Dr. D.____ in seinem Gutachten vom 14. Januar 2011 doch explizit darauf hin, dass eine abschliessende Beurteilung erst nach erneuter Begutachtung möglich sei. Wenn der Beschwerdeführer geltend macht, Dr. D.____ habe die abweichenden Beurteilungen der be- handelnden Ärzte nicht berücksichtigt, ist ihm entgegenzuha lten, dass sich Dr. D.____ in den massgebenden Gutachten vom 10. April 2012 und 20. April 2015 einlässlich mit den Vorakten auseinandersetzte und überzeugend darlegte, dass diese t eilweise nicht nachvollziehbar resp. widersprüchlich seien. Insgesamt sind seine Untersuchungsergebnisse schlüssig und sie lassen keine Widersprüche erkennen. Dazu kommt, dass sich Dr. D._ ___ nach wiederholter Explorati- on und Verlaufsbegutachtung ein umfassendes Bild über die gesundheitlichen Beeinträchtigun- gen und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ma chen konnte, weshalb seiner Beurtei- lung besonderes Gewicht zukommt. Entgegen der Ansicht des B eschwerdeführers liegen keine Hinweise für eine nicht lege artis vorgenommene psychiatr ische Begutachtung vor. Wenn er sich auf Berichte der behandelnden Ärzte beruft, ist zunä chst zu berücksichtigen, dass solche Berichte nach der Rechtsprechung aufgrund der auftragsre chtlichen Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen sind (vgl. E. 5.4 hiervor). Die unterschiedliche Beurteilung ergibt sich aus der Divergenz zwischen Behandlungs- und Ab klärungsauftrag. Weiter ist zu be- achten, dass eine psychiatrische Exploration von der Natu r der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiat er praktisch immer einen Spielraum für verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen, was zulässig und zu respektieren ist, sofern der Experte – wie hier – lege artis vorgeg angen ist. Daher kann es nicht angehen, eine medizinische Administrativexpertise stets dann in Frag e zu stellen und zum Anlass weite- rer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzt e zu unterschiedlichen Einschätzun- gen gelangen (BGE 124 I 170 E. 4; Urteil vom 4. März 2013, 9C_794/2012, E. 4.2 mit Hinwei- sen). Soweit der Versicherte behauptet, die Gutachten von Dr. D.____ vom 10. April 2012 und 20. April 2015 würden nicht den Qualitätsleitlinien f ür versicherungspsychiatrische Gutachten der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychother apie SGPP (abrufbar unter: http://www.psychiatrie.ch/sgpp/fachleute-und-kommissionen/leitlinien/) entsprechen, ist darauf hinzuweisen, dass weder Gesetz noch Rechtsprechung den Psy chiatern eine Begutachtung nach den entsprechenden Richtlinien vorschreiben (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 24. Ja- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht nuar 2017, 9C_715/2016, E. 3.2). Ob die Gutachten vo n Dr. D.____den Leitlinien der SGPP entsprechen, bedarf daher keiner vertieften Prüfung. Im Übrigen findet die Behauptung des Be- schwerdeführers, wonach die medikamentöse Behandlung re sp. allfällige Nebenwirkungen sei- ne Leistungsfähigkeit einschränke, in den vorliegenden medizinischen Akten keine Stütze. Eine aktuelle und begründete anderslautende Zumutbarkeitsbe urteilung oder Hinweise für eine zwi- schenzeitliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes bzw. d er Arbeitsfähigkeit liegen jedenfalls nicht vor. 8.3 Lassen die vorhandenen medizinischen Unterlagen nach dem Gesagten eine zuverläs- sige Beurteilung des massgebenden medizinischen Sachverhaltes zu, so kann auf die vom Be- schwerdeführer beantragte Anordnung eines Obergutacht ens resp. eines pharmakologischen Gutachtens verzichtet werden. Der Anspruch auf rechtliches Ge hör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen, und – als Korrelat – die Pfl icht der Behörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässigen Anspruch s indessen nur über jene Tat- sachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsa che erheblich sind. Gelangt das Ge- richt bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sachverhaltes ergeben u nd dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes Beweismittel ve rzichtet werden. Die damit verbundene antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundesg erichtlicher Rechtsprechung zulässig (BGE 126 V 130 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen, 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). 9. Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchti- gung. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.2 hiervor), ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Ver- sicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Die von der IV-Stelle vorge- nommene Bemessung der Vergleichseinkommen aufgrund der Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik hat der Beschwerdeführer zu Recht nicht bestritten. Wenn er geltend macht, dass das Invalideneinkommen nicht höher se in könne als das Valideneinkom- men, da „ein gesunder Versicherter mehr verdienen soll te als wenn er mit einer Behinderung arbeiten würde“, kann ihm nicht gefolgt werden. Die I V-Stelle bezifferte das Valideneinkommen gestützt auf die LSE 2012 mit Fr. 47‘778.-- und das Invalideneinkommen auf der Basis von Fr. 47‘303.--. Ausgehend von den Arbeitsfähigkeitsein schätzungen der Dres. C.____ und D.____ resultiert ab 29. August 2011 ein IV-Grad von rund 1%, nach Ablauf des Wartejahrs am 23. Februar 2014 ein solcher von 40%, ab 1. Mai 2014 ein solcher von 100% und ab 1. Juli 2017 wiederum ein solcher von rund 1%. Dass – wie in de r Beschwerdeschrift behauptet – das Invalideneinkommen höher als das Valideneinkommen ausgef allen wäre, trifft demnach nicht zu. 10. Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung v om 14. Juni 2017, mit welcher dem Beschwerdeführer nach Ablauf des Wartejahrs ab 1. Februar 2014 eine Viertelsrente und – unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 der Verordn ung über die Invalidenversicherung [IVV] – im Zeitraum 1. Mai 2014 bis 30. September 20 14 eine befristete ganze Rente zugespro- chen wurde, nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 11.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be- willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festge legt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstan den ist, setzt das Gericht die Verfah- renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par- tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihm zu auferlege n sind. Da ihm mit Verfügung vom 24. Oktober 2017 die unentgeltliche Prozessführung be willigt wurde, gehen die Verfahrenskos- ten vorläufig zu Lasten der Gerichtskasse. 11.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgan g entsprechend wettzuschla- gen. Da dem Beschwerdeführer ebenfalls mit Verfügung vom 24. Oktober 2017 die unentgeltli- che Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter bewillig t wurde, ist dieser für seine Bemühun- gen aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Kostennote vom 8. November 2017 für das vorliege nde Verfahren einen Zeitaufwand von 4,4 Stunden und Auslagen von Fr. 35.40 geltend gemacht, was angesichts der sich stellen- den Sach- und Rechtsfragen nicht zu beanstanden ist. G emäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 b eträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Dem Rechtsvertreter ist deshalb ein Honorar in der Höhe von Fr. 988.65 (4,4 Stunden à Fr. 200.-- und Auslagen von Fr. 35.40 zuzüglich Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 11.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Orga- nisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufme rksam gemacht, wonach eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zu r Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- w erden dem Be- schwerdeführer auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gegen die Verfahrenskosten vorläufig zulasten der Gerichtskasse. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständun g wird dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Fr. 988.65 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. http://www.bl.ch/kantonsgericht