<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span id="_GoBack"></span><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="file:///L:/LOGO/DOPPLEU3.BMP"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2008.00154</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Engler als Einzelrichter</p><p>Gerichtssekretärin Tiefenbacher</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 28. Mai 2009</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1969, erlernte den Beruf als Maurer und ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">selbständig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erwerbend</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 8/4). Wegen eines Aderhautmelanoms musste das rechte Auge entfernt werden (Urk. 8/12). Am 4. Juli 2006 meldete sich der Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an und beantragte die Übernahme der Kosten für ein Glasauge sowie die Ausrich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung einer Rente (Urk. 8/4). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte darauf die Arztberichte des Universitätsspitals </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Augenkli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nik, vom 15. März 2006 an den Krankenversicherer (Urk. 8/12) und von Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Allgemeine Medizin FMH, vom 18. Juli 2007 (Urk. 8/20) ein. Ferner lagen ihr die Geschäftsabschlüsse der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Bau- und Akkordunternehmung, der Jahre 2000 bis 2002 vor (Urk. 8/17). Ohne vorgängig das gesetzlich vorgeschriebene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorbescheidverfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> durchzuführen, wies die IV-Stelle mit Verfügung vom 8. Januar 2008 das Gesuch um Kostengutsprache für ein Glasauge sowie um Ausrichtung einer Invalidenrente ab, da der Versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherte weiterhin die geforderten Unterlagen nicht eingereicht habe (Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen diese Verfügung erhob </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit Eingabe vom 7. Februar 2008 Beschwerde und beantragte, es seien die Kosten für ein Glasauge zu überneh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 29. April 2008 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7). Hierauf wurde der Schriftenwechsel am 2. Mai 2008 als geschlossen erklärt (Urk. 9).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Einzelrichter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span id="VV153"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Grundsätzlich wäre die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zur Durchführung des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorbescheidverfahrens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zurück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuweisen. Da indes die Rechts- und Aktenlage klar und zu Gunsten des Beschwerdeführers ist, bedeutete die Rückweisung ein Leerlauf, weshalb davon abgesehen werden kann.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 43 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsrechts (ATSG) kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen, wenn die versicherte Person den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nachkommt, wobei sie vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden muss; es ist ihr eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Anmeldung vom 4. Juli 2006 (Urk. 8/4) beantragte der Beschwerdeführer die Übernahme der Kosten für ein Glasauge sowie die Ausrichtung einer Rente. Am 11. Juli 2006 bestätigte die Beschwerdegegnerin den Eingang der Anmel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dung und forderte den Beschwerdeführer auf, die Buchhaltungsabschlüsse (Erfolgsrechnungen) der letzten drei Jahre vor Eintritt des Gesundheitsschadens und für die Zeit seither und eine Kopie des Schriftenempfangsscheins einzurei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen sowie den Namen und die Adresse seines Hausarztes anzugeben (Urk. 8/5). Nachdem der Beschwerdeführer auf diese Aufforderung nicht reagiert hatte, wies ihn die Beschwerdegegnerin mit Brief vom 1. November 2006 darauf hin, dass sie ohne die geforderten Unterlagen das Leistungsbegehren nicht beurteilen könne, und bat ihn erneut, die besagten Unterlagen bis 20. November 2006 nachzureichen. Gleichzeitig wies sie ihn darauf hin, dass sie andernfalls das Leistungsbegehren aufgrund der Akten entscheide oder darauf nicht eintreten könne (Urk. 8/10). Erst nachdem die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer unter Hinweis auf die Folgen am 6. Dezember 2006 und am 31. Mai 2007 erneut gemahnt hatte, die Unterlagen beizubringen, reichte der Beschwerdefüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rer den Namen und die Adresse seines Hausarztes (Urk. 8/16), eine Kopie des Schriftenempfangsscheines (Urk. 8/18) sowie die Geschäftsabschlüsse der Jahre 2000 bis 2002 ein (Urk. 8/17). Mit Verfügung vom 8. Januar 2008 wies die Beschwerdegegnerin das Leistungsbegehren ab mit der Begründung, dass die geforderten Akten noch immer fehlten, weshalb sie aufgrund der vorhandenen Akten habe entscheiden müssen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine Kopie des Schriftenempfangsscheins als auch Name und Adresse seines Hausarztes reichte der Beschwerdeführer - allerdings erst nach mehrmaliger </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufforderung - ein. Weiterhin fehlen die Geschäftsabschlüsse seit dem Jahre 2003. Anderseits lagen der Beschwerdegegnerin der Bericht des Augenarztes, der die Operation vornahm, sowie die Rechnung vom 16. Mai 2006 für das Glasauge vor (vgl. Urk. 3/2 mit Eingangsstempel der Beschwerdegegnerin vom 23. Mai 2006). Zumindest die Frage, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf Übernahme der Kosten für das Glasauge hat, hätte die Beschwerdegegnerin mit den ihr im Verfügungszeitpunkt zur Verfügung stehenden Unterlagen prüfen können. Ob sie für die Prüfung des Gesuchs um Ausrichtung einer Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rente weiterer Unterlagen des Beschwerdeführers bedurft hätte, kann offen blei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben, da der Beschwerdeführer die Verfügung vom 8. Januar 2008 nur hinsicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich der Übernahme der Kosten für das Glasauge angefochten hat (vgl. Urk. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span id="IV156"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 21 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) hat die versicherte Person im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste Anspruch auf jene Hilfsmittel, deren er für die Ausübung der Erwerbstä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tigkeit oder die Tätigkeit in seinem Aufgabenbereich, für die Schulung, die Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bildung oder zum Zweck der funktionellen Angewöhnung bedarf. Ferner bestimmt Art. 21 Abs. 2 IVG, dass der Versicherte, der infolge seiner Invalidität für die Fortbewegung, für die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge kostspieliger Geräte bedarf, im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste ohne Rücksicht auf die Erwerbsfähigkeit Anspruch hat auf solche Hilfsmittel.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Befugnis zum Erlass ergänzender Vorschriften im Sinne von Art. 21 Abs. 4 IVG hat der Bundesrat in Art. 14 der Verordnung über die Invalidenversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung (IVV) an das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) übertragen, welches die Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung (HVI) mit anhangsweise aufgeführter Hilfsmittelliste erlassen hat. Gemäss Ziff. 5.01 dieser Liste gibt die Invalidenversicherung Augenprothesen ab.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Art. 21 Abs. 3 IVG und Art. 2 Abs. 4 HVI besteht nur Anspruch auf Hilfs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mittel in einfacher und zweckmässiger Ausführung. Durch eine andere Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führung verursachte zusätzliche Kosten hat die versicherte Person selbst zu tragen. Zu Ziff. 5.01 HVI Anhang sehen die Verwaltungsweisungen des BSV vor, dass im Sinne einer einfachen und zweckmässigen Versorgung grundsätz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich nur Augenprothesen aus Glas abgegeben werden, wobei ein Kostenvor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schlag für Herstellung und Unterhalt anzufordern ist. Zur Herstellung von Kunstaugen aus Glas oder Kunststoff sind nur Kunstaugenhersteller berechtigt, welche in der Lieferantenliste der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidenversicherung aufgeführt sind (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 5.01.1-3 des Kreisschreibens über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die IV [KMHI], gültig ab 1. März 2004).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 27 IVG ist der Bundesrat befugt, u.a. mit den Abgabestellen für Hilfsmittel Verträge zu schliessen, um die Zusammenarbeit mit den Organen der Versicherung zu regeln und die Tarife festzulegen (Abs. 1). Soweit kein Vertrag besteht, kann er die Höchstbeträge festsetzen, bis zu denen den Versicherten die Kosten der Eingliederungsmassnahmen vergütet werden (Abs. 3). Mit Art. 24 Abs. 2 IVV hat der Bundesrat die Kompetenz zum Abschluss von Verträgen gemäss Art. 27 IVG an das EDI delegiert. Dieses hat mit den Herstellern von Augenprothesen in der Schweiz eine Tarifvereinbarung abgeschlossen, welche vorsieht, dass eine Abgabe zu Lasten der Invalidenversicherung nur durch Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tragslieferanten erfolgen kann (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 1067 f. KHMI). Nach der Rechtsprechung sind solche Einschränkungen bundesrechtskonform und verstossen insbesondere nicht gegen das in Art. 26</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG statuierte Wahlrecht des Versicherten (AHI 1999 S. 172 ff.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer beantragt die Übernahme der Kosten für ein Glasauge im Betrag von Fr. 645.--. Lieferant und Hersteller ist das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Institut B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 3/2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Anhang 2 der seit 1. Juli 2002 in Kraft stehenden Tarifvereinbarung vergütet die Invalidenversicherung für Augenprothesen aus Glas Fr. 645.-- pro Stück. Damit liegt das vom Beschwerdeführer beantragte Kunstauge innerhalb der festgesetzten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Preislimite</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ob das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Institut B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auf der Lieferantenliste der Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung für Augenprothesen aufgeführt ist und damit dem Tarif</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vertrag untersteht, kann offen bleiben, da der Versicherte auch eine Abgabe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stelle frei wählen kann, soweit die Vorschriften von Art. 26</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abs. 1 IVG erfüllt sind (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts in Sachen H. vom 28. April 2003, I 551/02), was vorliegend der Fall ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin die Kosten für ein Glasauge im Betrag von Fr. 645.-- zu übernehmen, was zur Gutheissung der Beschwerde führt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfah</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG in der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung) und auf Fr. 400.-- anzusetzen. Die Kosten trägt die unterliegende Beschwerdegegnerin.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Der Einzelrichter erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 8. Januar 2008 insofern aufge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">hoben, als festgestellt wird, dass der Beschwerdeführer Anspruch hat auf Über</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">nahme der Kosten für eine Augenprothese im Betrag von Fr. 645.--.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">400</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt. Rech</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mit</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der EinzelrichterDie Gerichtssekretärin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>EnglerTiefenbacher </p></div> </div></body></html>