<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat soll die Massnahmen zum Schutz der Herden vor Grossraubtieren verstärken und die dafür verfügbaren Mittel schrittweise erhöhen. Die Massnahmen sind zudem zu diversifizieren: Verbessert werden sollen namentlich die Ausbildung der Hirtinnen und Hirten, die Mobilität der kleinen Herden sowie die Erziehung und Überwinterung der Hirtenhunde.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Zahl der Grossraubtiere hat in der Schweiz in den letzten Jahren stetig zugenommen. Die Rückkehr von Luchs, Bär und Wolf hat für die betroffenen Regionen zweifelsohne Konsequenzen. Gerade die Berglandwirtschaft ist mit Mehraufwänden und Schäden an Nutztieren konfrontiert.</p><p>Um diese Schäden zu minimieren, kommt dem Herdenschutz eine zentrale Rolle zu. Der Einsatz von Hirten und Herdenschutzhunden ist ein wesentlicher Faktor, um Schäden durch Grossraubtiere zu verhindern. Aus diesem Grund werden die Nutztierhalter nach Möglichkeit bei der Anstellung eines Hirten oder beim Ankauf und beim Unterhalt von Herdenschutzhunden finanziell unterstützt.</p><p>Der Herdenschutz wird ausschliesslich vom Bundesamt für Umwelt (Bafu) finanziert. Dabei werden jährlich 800 000 Franken für Präventionsmassnahmen und einige Zehntausend Franken für gerissene Tiere aufgewendet. Im März 2008 wurde zudem das Konzept "Wolf Schweiz" weiterentwickelt. Das revidierte Konzept legt insbesondere Wert auf die Stärkung des Herdenschutzes. Diese Strategie würde bei einer flächigen Ausbreitung des Wolfes an ihre Grenzen stossen. Wie schnell eine solche Situation in der Zukunft eintreten könnte, kann heute nicht vorhergesagt werden. Die jetzige Subventionshöhe ist aufgrund der aktuellen Besiedlungsdichte von Grossraubtieren in der Schweiz als angemessen zu bezeichnen.</p><p>Angesichts der obigen Ausführungen und im Hinblick auf den angespannten Bundeshaushalt erachtet es der Bundesrat zurzeit als nicht opportun, die finanziellen Mittel für den Herdenschutz zu erhöhen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.