<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2000.00009</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105979&amp;W10_KEY=13013579&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2000.00009</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 31.01.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>vorzeitige Entlassung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Der Entlassungsgrund bei einer fristlosen administrativen Entlassung kann nur im objektiv erschütterten Vertrauen liegen. Auf ein zusätzliches schuldhaftes Verhalten kann es, bei der expliziten Weigerung zur Einleitung eines Disziplinarverfahrens durch den Arbeitgeber (DR.97.00004), nicht ankommen. I.c. kann unter Berücksichtigung der Verhältnismässigkeit 'nur' eine Entlassung unter Ansetzung einer angemessenen Frist vorgenommen werden. Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ADMINISTRATIV">ADMINISTRATIV</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTLASSUNG">ENTLASSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNZUMUTBARKEIT">UNZUMUTBARKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WICHTIGER GRUND">WICHTIGER GRUND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZIVILRECHTLICHE STREITIGKEIT">ZIVILRECHTLICHE STREITIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 6 lit. I EMRK</span><br/><span class="gerade">§ 58 lit. II GemeindeG</span><br/><span class="ungerade">§ 74 lit. I VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text2"><span>I. Am 11. September 1997 beschloss der Gemeinderat X, A fristlos vorzeitig aus dem Amt des Gemeindeschreibers zu entlassen, mit Wirkung vom auf die Zustellung die­ses Beschlusses folgenden Tag an; ferner wurde festgelegt, dass dem Genannten Sitzungs­gelder und Kilometer-EntschÃ¤digungen 1997 von insgesamt Fr. 1'949.- vergÃ¼tet werden; auf die weiteren Begehren betreffend EntschÃ¤digungen der Ãberstunden wurde im Be­schluss vom 11. September 1997 nicht eingetreten.</span></a></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat hiess mit Beschluss vom 25. Februar 2000 einen von A gegen den gemeinderÃ¤tlichen Beschluss vom 11. September 1997 gerichte­ten Rekurs teilweise gut und verpflichtete den Gemeinderat X, A den ausstehenden Lohn (inkl. Anteil 13. Monats­lohn) nachtrÃ¤glich bis 31. Dezember 1997 aus­zurichten. Zudem wurde der Gemeinderat X verpflichtet, A eine redu­zierte ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- zu bezahlen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Schreiben vom 2. Mai 2000 liess der Gemeinderat X gegen den ge­nannten Beschluss des Bezirksrats Beschwerde erheben. Es wurde beantragt, in Aufhebung des bezirksrÃ¤tlichen Beschlusses den Beschluss des Gemeinderats X vom 11. September 1997 vollumfÃ¤nglich zu bestÃ¤tigen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zur BegrÃ¼ndung wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass der BeschwerdefÃ¼hrer mindestens seit der Aussprache vom 15. Juli 1997 darum wusste, dass der BeschwerdefÃ¼h­rer das Vertrauen in ihn verloren hatte. Wenn in der Folge, d.h. am 19. Juli 1997, durch den Beschwerdegegner versucht worden sei, einen Angestellten abzuwerben, handle es sich dabei um einen Ã¤usserst schwerwiegenden neuen Vertrauensbruch. Es sei ein wichtiger Grund fÃ¼r die sofortige AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses gegeben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat beantragte am 30. Mai 2000, die Beschwerde sei abzu­weisen, wobei er auf die ErwÃ¤gungen im angefochtenen Entscheid verwies. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach zweifach erstreckter Frist ging die Beschwerdeantwort des Beschwerdegeg­ners am 29. August 2000 ein. Es wurde beantragt, die Beschwerde abzuweisen. Zur Be­grÃ¼ndung wurde im Wesentlichen vorgebracht, der Gemeinderatsbeschluss sei dem Be­schwerdegegner am 15. Juli 1997 nur mÃ¼ndlich erÃ¶ffnet worden; zudem sei der Gemeinde­ratsbeschluss in der Folge widerrufen worden. Es fehle an einer schriftlichen Voranzeige, und eine sofortige Entlassung erweise sich als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Der angefochtene Rekursentscheid betrifft eine personalrechtliche Anordnung. Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (in der Fassung vom 8. Juli 1997; VRG) zur Behandlung der Beschwerde zustÃ¤ndig. Angesichts des Fr. 20'000.- Ã¼bersteigenden Streitwerts erfolgt die GeschÃ¤ftser­ledigung gemÃ¤ss § 38 Abs. 2 VRG durch die Kammer.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Gegen den Beschluss des Bezirksrats vom 25. Februar 2000 reichte auch A eine Beschwerde ein, welche im Verfahren PB.2000.00008 beurteilt wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ist vorerst auf den Antrag des Beschwerdegeg­ners einzugehen, eine Ã¶ffentliche Verhandlung durchzufÃ¼hren. Diesen Antrag lÃ¤sst der Be­schwerdegegner gestÃ¼tzt auf Art. 6 EMRK stellen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Unter Vorbehalt der sich aus Art. 6 Abs. 1 EMRK ergebenden Anforderungen ha­ben die Beteiligten im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht keinen Rechtsanspruch auf DurchfÃ¼hrung einer mÃ¼ndlichen Verhandlung. Es ist mithin zunÃ¤chst zu entscheiden, ob die vorliegende Streitigkeit eine solche ist, welche von der genannten Bestimmung erfasst wird. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht hat bei Streitigkeiten aus dem Ã¶ffentlichrechtlichen Dienst­verhÃ¤ltnis das Vorliegen einer zivilrechtlichen Streitigkeit verneint (RB 1993 Nr. 6). Dies bezieht sich insbesondere auch auf die Beendigung des DienstverhÃ¤ltnisses, we­nig­stens in­soweit, als es sich um die Beendigung eines einseitig-hoheitlich begrÃ¼ndeten Dienstver­hÃ¤lt­nisses geht (vgl. Ruth Herzog, Art. 6 EMRK und kantonale Verwaltungs­rechtspflege, Bern 1995, S. 246 f.). Das Fehlen einer zivilrechtlichen Streitigkeit im ge­nannten Sinn wird insbesondere bei denjenigen Staatsangestellten angenommen, welche an der Staats­gewalt teilhaben, was vom Verwaltungsgericht bezÃ¼glich der Funktion des Kreiskom­man­danten angenommen wurde (vgl. PB.1999.00021, E. 2a/b). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im vorliegenden Fall sind vermÃ¶gensrechtliche AnsprÃ¼che eines Gemeindeschrei­bers aus einem aufgelÃ¶sten WahlverhÃ¤ltnis strittig. Dabei handelt es sich offensichtlich um einen Anspruch eines Staatsangestellten, welcher an der Staatsgewalt teilhat. Der Gemein­deschreiber, welcher an der Spitze der Gemeindeverwaltung steht, wird durch die Gemein­debehÃ¶rde gewÃ¤hlt (§ 58 Abs. 1 des Gesetzes Ã¼ber das Gemeindewesen vom 6. Juni 1926; GemeindeG). Er hat, soweit er nicht Mitglied der BehÃ¶rde ist, beratende Stimme (§ 58 Abs. 2 GemeindeG). Insoweit ist â der Praxis des erkennenden Gerichts folgend â ein An­spruch auf eine Ã¶ffentliche Verhandlung im Sinne von Art. 6 Abs. 1 EMRK nicht gegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Somit liegt es im Ermessen des Gerichts, ob eine mÃ¼ndliche Verhandlung durchzu­fÃ¼hren ist. Weil der vorliegende Entscheid aufgrund der vorliegenden Akten gefÃ¤llt werden kann, ist auf die DurchfÃ¼hrung einer mÃ¼ndlichen Verhandlung zu verzichten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. § 10 Abs. 2 der ab 1. Januar 1990 in Kraft stehenden Besoldungs-Verordnung der Gemeinde X legt fest, dass die WahlbehÃ¶rde das DienstverhÃ¤ltnis aus wichtigen GrÃ¼n­den vor Ablauf der Amtsdauer auf drei Monate hin auflÃ¶sen oder sofort aufheben kann. Ge­mÃ¤ss § 10 Abs. 3 derselben Bestimmung gilt als wichtiger Grund jeder Umstand, bei des­sen Vorhandensein der WahlbehÃ¶rde nach Treu und Glauben die Fortsetzung des Dienst­verhÃ¤ltnisses nicht zugemutet werden kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Damit greift die genannte Bestimmung dasjenige Kriterium auf, welches generell herangezogen wird, wenn die ausserordentliche Beendigung Ã¶ffentlichrechtlicher Dienst­verhÃ¤ltnisse zu beurteilen ist (vgl. Peter HÃ¤nni, Beendigung Ã¶ffentlicher DienstverhÃ¤ltnisse, in: Stellenwechsel und Entlassung, Hrsg. Thomas Geiser/Peter MÃ¼nch, Basel/Frankfurt a.M. 1997, N. 6.32 f.). Ein wichtiger Grund kann vorliegen, wenn die angestellte Person ungenÃ¼gende Leistungen erbringt oder durch ihr Verhalten das Arbeitsklima erheblich stÃ¶rt (HÃ¤nni, a.a.O., N. 6.34 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung muss es sich um sachli­che GrÃ¼nde handeln, wozu beispielsweise gesundheitliche Probleme oder fachliches Un­vermÃ¶gen sowie Verhaltensweisen, welche die VertrauenswÃ¼rdigkeit beeintrÃ¤chtigen, ge­hÃ¶ren (RB 1999 Nr. 163). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Angesichts der inhaltlichen Offenheit und Unbestimmtheit des Kriteriums des wich­tigen Grundes steht den VerwaltungsbehÃ¶rden beim Entscheid Ã¼ber die KÃ¼ndigung ein grosser Ermessens- und Beurteilungsspielraum zu, der durch das Verwaltungsgericht auf­grund seiner geringeren SachnÃ¤he und der ihm auferlegten institutionell-funktionellen Schranken zu respektieren ist (RB 1999 Nr. 163, S. 320). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Der BeschwerdefÃ¼hrer lÃ¤sst vorbringen, es seien im vorliegenden Fall die GrÃ¼nde dafÃ¼r gegeben, das DienstverhÃ¤ltnis sofort aufzulÃ¶sen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine administrative Entlassung, wie sie hier zur Beurteilung steht, kann mit soforti­ger Wirkung, unter Ansetzung kurzer Fristen oder und Wahrung gesetzlich festgelegter KÃ¼n­digungsfristen vorgenommen werden (vgl. HÃ¤nni, a.a.O., N. 6.34). Wie in zeitlicher Hinsicht die Entlassung vorzunehmen ist, bestimmt sich insbesondere danach, in welchem Ausmass eine Unzumutbarkeit der Fortsetzung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses besteht. Dabei wird dieser Begriff im Ã¶ffentlichen Dienstrecht gleich verstanden wie im privaten Arbeits­recht. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist ein wichtiger Grund, der zur frist­losen Entlassung Anlass gibt, gegeben, wenn sich der Arbeitnehmer besonders schwere Ver­fehlungen hat zu schulden kommen lassen oder wenn weniger schwere Verfehlungen trotz Verwarnung wiederholt vorgekommen sind (vgl. BGE 116 II 145 E. 6a). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Im vorliegenden Fall fÃ¤llt ins Gewicht, dass der BeschwerdefÃ¼hrer am 1. Juli 1997 beschlossen hat, den Beschwerdegegner per 30. September 1997 freizustellen. Dies wurde dem Beschwerdegegner am 15. Juli 1997 zur Kenntnis gebracht. In der Folge wurde dieser Beschluss aufgehoben (Beschluss vom 21. Juli 1997 [act. --, in: PB.2000.<br/> 00008]). Am 21. August 1997 liess der BeschwerdefÃ¼hrer mitteilen, dass nach einer er­folgten AnhÃ¶rung "Ã¼ber eine mÃ¶gliche vorzeitige Entlassung aus dem Amt" entschieden werde (Schreiben vom 21. August 1997; act. --, in: PB.2000.00008). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GestÃ¼tzt auf diese zeitlichen AblÃ¤ufe steht somit fest, dass der BeschwerdefÃ¼hrer im Juli 1997 (noch) davon ausging, dass eine Entlassung unter Ansetzung einer Frist vorge­nom­men werden soll. Es fragt sich mithin, ob nach diesem Zeitpunkt zusÃ¤tzliche Elemente auftraten, welche dazu zu fÃ¼hren vermÃ¶gen, dass â in Abweichung der bisherigen Be­schluss­fassung â davon ausgegangen werden konnte, dass jedwelche WeiterfÃ¼hrung unzu­mutbar ist. Der BeschwerdefÃ¼hrer beruft sich diesbezÃ¼glich nur darauf, dass sie erst einige Tage spÃ¤ter vom "Abwerbungsversuch" Kenntnis erhalten habe (act. --). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Selbst wenn sich der "Abwerbungsversuch" so zugetragen hat, wie er durch den Be­schwerdefÃ¼hrer geschildert wird (vgl. dazu act. --), kann noch nicht angenommen werden, dass damit ein ausreichender Grund gesetzt wurde, die bisher in Aussicht genommene KÃ¼n­digung unter Fristansetzung in eine fristlose KÃ¼ndigung umwandeln zu kÃ¶nnen. Zwar wurde in der Gerichtspraxis das Vorliegen eines wichtigen Grundes bei einem Abwer­bungsversuch bejaht, doch handelte es sich um einen Fall, wo eine Arbeitnehmerin eine andere Angestellte ihrer Arbeitgeberin abwarb und zum Ãbertritt in ein neu gegrÃ¼ndetes Konkurrenzunternehmen bewegte (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Januar 1992; 4C.433/1991). Von diesem Sachverhalt unterscheidet sich der vorliegende jedoch massge­bend dadurch, dass nicht ein Ãbertritt zu einem Konkurrenzunternehmen in Frage steht. Zudem ist zu berÃ¼cksichtigen, dass die Gemeinde ausdrÃ¼cklich der Meinung ist, dass es sich bei der Entlassung um eine solche administrativer Art handelt (act. -- in PB.2000.<br/> 00008). Ein Entlassungsgrund kann deshalb nur im objektiv erschÃ¼tterten Vertrauen liegen und auf ein schuldhaftes Verhalten â wie es der Tatbestand der Abwerbung voraussetzen wÃ¼rde â kann es nicht ankommen. DafÃ¼r hÃ¤tte die BeschwerdefÃ¼hrerin eine disziplinari­sche Entlassung anordnen mÃ¼ssen, was sie jedoch ausdrÃ¼cklich nicht getan haben will (vgl. VGr, 4. MÃ¤rz 1998, DR.1997.00004).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Deshalb ist im vorliegenden Fall davon auszugehen, dass im Nachgang zu denjeni­gen AblÃ¤ufen, welche den BeschwerdefÃ¼hrer zur Absicht der AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤lt­nisses wÃ¤hrend der laufenden Dienstzeit fÃ¼hrten, keine zusÃ¤tzlichen Elemente hinzutraten, welche den BeschwerdefÃ¼hrer dazu bringen durften, eine fristlose Entlassung vorzuneh­men.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Deshalb bleibt es bei dem sich in einer GesamtwÃ¼rdigung aus den Akten ergeben­den Bild, dass bereits wenige Monate nach dem Antritt des WahlverhÃ¤ltnisses per 1. Au­gust 1996 ernsthafte Unstimmigkeiten auftraten, wobei die Spannungen ab Beginn 1997 zunahmen. In der Folge traten zusÃ¤tzliche Elemente auf, welche letztlich in einer Gesamt­betrachtung eine bis zum Ablauf der Amtsdauer weiterlaufende BeschÃ¤ftigung ausschlos­sen. Indessen kann noch nicht angenommen werden, dass das VertrauensverhÃ¤ltnis in ei­nem derartigen Ausmass gestÃ¶rt war, dass kein anderer Weg als derjenige der fristlosen Entlassung offenstand. Unter diesen UmstÃ¤nden darf aber unter BerÃ¼cksichtigung des Ver­hÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzips nur (aber immerhin) eine Entlassung unter Ansetzung einer an­gemessenen Frist erfolgen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese Frist wird in § 10 Abs. 1 der Besoldungs-Verordnung auf drei Monate festge­setzt. Indem der Bezirksrat dafÃ¼rgehalten hat, im vorliegenden Fall habe der Beschwerde­gegner Anspruch auf den Lohn bis 31. Dezember 1997, hat er nach dem Gesagten nicht ge­gen die massgebenden Normen verstossen. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal">DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. </span><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>