<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, zusätzliche Massnahmen zu präsentieren, die auf Bundesebene, gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit den Kantonen, getroffen werden könnten, um die energetische Sanierung von Gebäuden anzukurbeln. Zu solchen Massnahmen zählen insbesondere:</p><p>1. die Förderung der Zusammenarbeit zwischen der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt, den Bauherren, den Architektinnen und Architekten und den in dieser Branche tätigen Unternehmen;</p><p>2. finanzielle Anreize, damit jährlich mehr Gebäude energetisch saniert werden;</p><p>3. die Förderung des Baus von Plus-Energie-Gebäuden;</p><p>4. die Förderung des Baus von energieautarken Gebäuden in abgeschiedenen Gegenden;</p><p>5. die Förderung von Plus-Energie-Quartieren;</p><p>6. usw.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Bund und Kantone verfolgen eine gesamtheitliche Strategie zur möglichst weitgehenden Ausschöpfung der Potenziale in den Bereichen Energieeffizienz, erneuerbare Energien sowie Abwärme im Strom- und Wärmebereich. Für konkrete Massnahmen, die den Energieverbrauch in Gebäuden betreffen, sind gemäss Artikel 89 Absatz 4 der Bundesverfassung vor allem die Kantone zuständig.</p><p>Der Bundesrat ist sich der wichtigen Rolle des Gebäudeparks bei der Erreichung der energie- und der klimapolitischen Ziele bewusst. Im Rahmen der Energiestrategie 2050, insbesondere des ersten Massnahmenpakets, schlägt er deshalb verschiedene Massnahmen vor.</p><p>Grundsätzlich ist der Bund im Gebäudebereich koordinierend tätig. So unterstützt er die Harmonisierung der kantonalen Massnahmen (z. B. Weiterentwicklung von Normen und Standards, Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich, harmonisiertes Fördermodell usw.). Er finanziert Projekte und fördert in Zusammenarbeit mit den Kantonen Massnahmen in den Bereichen Information, Beratung, Aus- und Weiterbildung. Er unterstützt kantonale Förderprogramme mit Globalbeiträgen, alimentiert das Gebäudeprogramm, unterstützt die Forschung sowie Projekt- und Demonstrationsprojekte im Gebäudebereich und pflegt internationale Kontakte. Er arbeitet mit verschiedenen Branchen- und Berufsverbänden (z. B. schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Dachorganisation der Schweizer Bauwirtschaft usw.) zusammen.</p><p>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass er im Rahmen seiner Kompetenzen bereits zahlreiche Massnahmen ergriffen hat, um das Potenzial des Gebäudebereichs auszuschöpfen. Eine zusätzliche, spezifische Förderung von Plus-Energie-Gebäuden oder Ähnlichem ist nicht angebracht. Dies nicht zuletzt deshalb, weil diese über das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen bereits gefördert werden. Zudem profitieren Plus-Energie-Gebäude aufgrund der Förderung von Photovoltaikanlagen über die Einmalvergütung respektive die kostendeckende Einspeisevergütung bereits von zwei Förderinstrumenten. Schliesslich ist mit der zweiten Etappe der Energiestrategie 2050 ein Wechsel vom Förder- zum Lenkungssystem vorgesehen. Es ist damit zu rechnen, dass die dadurch gesetzten Anreize weitere Bemühungen zur Ausschöpfung des Potenzials im Gebäudebereich auslösen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.