<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00281</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203765&amp;W10_KEY=4467143&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00281</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.11.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Parkplätze auf der unbebauten Nachbarparzelle eines Bürohochhauses; Bestandesgarantie; nachträgliche Baubewilligung<br/><br/>Unzulässige Ausweitung des Streitgegenstands (E. 1). Wenn ein Baugesuchsteller aus wirtschaftlichen Gründen von der Anfechtung einzelner ihn belastender Auflagen in einer Baubewilligung absieht, so berechtigt ihn dies nicht zu einer späteren Anfechtung der zwischenzeitlich rechtskräftig gewordenen Auflagen (E. 3a). Keine Bestandesgarantie für die Parkplätze (E. 3b). Kein nachträgliches Baubewilligungsverfahren, weil über die Anzahl der bewilligungsfähigen Parkplätze und die materielle Rechtswidrigkeit der zu viel ausgewiesenen Parkplätze bereits rechtskräftig entschieden worden ist (E. 3c). Abweisung (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABSTELLPLATZ">ABSTELLPLATZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFLAGE">AUFLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESTANDESGARANTIE">BESTANDESGARANTIE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESTALTUNGSPLAN">GESTALTUNGSPLAN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHTRÃGLICHE BAUBEWILLIGUNG">NACHTRÃGLICHE BAUBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARKPLATZ">PARKPLATZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STREITGEGENSTAND">STREITGEGENSTAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMGEBUNGSPLAN">UMGEBUNGSPLAN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VELOSTÃNDER">VELOSTÃNDER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOLLSTRECKUNGSVERFAHREN">VOLLSTRECKUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOLLSTRECKUNGSVERFÃGUNG">VOLLSTRECKUNGSVERFÃGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOLLZUGSANORDNUNG">VOLLZUGSANORDNUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 339 Abs. I PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich erteilte am 26. Oktober 1999 der A AG unter verschiedenen Auflagen und Bedingungen die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r die Aufstockung und den Umbau des bestehenden Hochhauses auf den GrundstÃ¼cken Kat.-Nrn. 1 und 2 an der L-Strasse in ZÃ¼rich. Zu den im heutigen Beschwerdeverfahren noch streitigen FahrzeugabstellplÃ¤tzen fÃ¼hrte der Beschluss in den ErwÃ¤gungen (G lit. b und c) aus, solange im Gestaltungsplangebiet insgesamt mehr ParkplÃ¤tze als die Limite von 1'500 bestÃ¼nden, dÃ¼rfe im Zusammenhang mit einem Bauvorhaben nur gerade die der NutzflÃ¤che entsprechende Mindestzahl an ParkplÃ¤tzen gemÃ¤ss Parkplatzverordnung erstellt werden, das heisst vorliegend 17 ParkplÃ¤tze, wovon 4 BesucherparkplÃ¤tze. Das Bauvorhaben weise 35 ParkplÃ¤tze zu viel aus; die Ã¼berzÃ¤hligen ParkplÃ¤tze seien wegzulassen. Entsprechend diesen ErwÃ¤gungen waren gemÃ¤ss Dispositiv-Ziff. II.21 fÃ¼r das aufgestockte Hochhaus 17 AutoabstellplÃ¤tze erforderlich und durften oberirdisch keine freiwillige ParkplÃ¤tze erstellt werden, solange auf dem Gestaltungsplanareal mehr ParkplÃ¤tze vorhanden seien, als gemÃ¤ss Parkplatzverordnung der derzeitigen Nutzung auf dem Areal entspreche. Laut Dispositiv-Ziff. II/22 und 23 durften im Zusammenhang mit dem Hochhaus vier ParkplÃ¤tze als BesucherparkplÃ¤tze im Freien betrieben werden; bei den (restlichen) 13 bewilligten oberirdischen ParkplÃ¤tzen auf dem Bauareal handle es sich um ein Provisorium und sei die GrundeigentÃ¼merschaft verpflichtet, diese entschÃ¤digungslos und ohne weitere Aufforderung aufzuheben, sobald ParkplÃ¤tze in unterirdischen Einstellhallen oder ParkhÃ¤usern auf dem Gestaltungsplanareal erstellt sind, spÃ¤testens aber drei Jahre nach Fertigstellung des Bauvorhabens. Mit Dispositiv-Ziff. II.1 lit. e schliesslich wurde die Bauherrschaft sodann eingeladen, vor Baubeginn und unter BerÃ¼cksichtigung der ErwÃ¤gungen unter G lit. b bzw. Ziff. II.21 und 23 einen detaillierten Umgebungsplan einzureichen und bewilligen zu lassen. Die Baubewilligung vom 26. Oktober 1999 blieb unangefochten und erwuchs in Rechtskraft.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das Amt fÃ¼r Baubewilligungen der Stadt ZÃ¼rich bewilligte am 17. Januar 2000 den geÃ¤nderten Umgebungsplan im Anzeigeverfahren<i>.</i> Dieser sah unter anderem quer zur westlichen GebÃ¤udefassade die Anlegung von fÃ¼nf BesucherabstellplÃ¤tzen sowie im Bereich des nÃ¶rdlichen Treppenhauses die Erstellung von Velo- und MotorradplÃ¤tzen vor; auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 1 waren sodann die Erstellung von 12 weiteren oberirdischen AbstellplÃ¤tzen sowie einer rund 605 m² umfassenden FreiflÃ¤che mit 15 BÃ¤umen geplant. Auch diese Bewilligung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Mit Beschluss vom 6. November 2001 erteilte die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich der A AG die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r verschiedene im Zusammenhang mit der Aufstockung des Hochhauses bereits vorgenommene ProjektÃ¤nderungen. GemÃ¤ss Dispositiv-Ziff. III dieses Beschlusses wurde die A AG aufgefordert, bis 30. April 2002 das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 1 gemÃ¤ss dem am 17. Januar 2000 bewilligten Umgebungsplan bzw. nach einem den VelostÃ¤nder integrierenden vorgÃ¤ngig zu bewilligenden AbÃ¤nderungsplan herzurichten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Gegen den Beschluss vom 6. November 2001 erhob die A AG am 13. Dezember 2001 Rekurs an die Baurekurskommission I. Hinsichtlich der heute noch streitigen ParkplÃ¤tze auf Kat.-Nr. 1 beantragte die Rekurrentin, Dispositiv-Ziff. III der angefochtenen VerfÃ¼gung sei in dem Sinn abzuÃ¤ndern, dass die bestehenden ParkplÃ¤tze auf diesem GrundstÃ¼ck erst innert einer Frist von drei Jahren bis April 2005 beseitigt werden mÃ¼ssten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Baurekurskommission I wies am 6. Juni 2003 den Rekurs hinsichtlich dieses Begehrens ab und verpflichtete die Rekurrentin, innert drei Monaten ab Eintritt der Rechtskraft des Rekursentscheids das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 1 gemÃ¤ss dem am 17. Januar 2000 bewilligten Umgebungsplan bzw. nach einem den Velounterstand integrierenden und vorgÃ¤ngig zu bewilligenden AbÃ¤nderungsplan herzurichten, unter Androhung der Ersatzvornahme auf Kosten der Rekurrentin im Unterlassungsfall.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">IV. Mit Beschwerde vom 22. August 2003 beantragte die A AG dem Verwaltungsgericht, den Entscheid der Baurekurskommission I teilweise aufzuheben und anzuordnen, dass die bestehenden ParkplÃ¤tze auf GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 1 erhalten bleiben kÃ¶nnten, eventuell sei die Sache an die Vorinstanz zur DurchfÃ¼hrung eines nachtrÃ¤glichen Bewilligungsverfahrens fÃ¼r die Parkplatznutzung zurÃ¼ckzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Baurekurskommission I und die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich beantragten Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die AusfÃ¼hrungen der Parteien in ihren Rechtsschriften werden, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden EntscheidgrÃ¼nden wiedergegeben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Im verwaltungsrechtlichen Rechtsmittelverfahren wird der Streitgegenstand bestimmt durch die angefochtene Anordnung einerseits und durch den (erstmaligen) Rekursantrag anderseits (RB 1983 Nrn. 5 und 23; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 86 f.; Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. A., Bern 1983, S. 42 ff., 211 ff.). Im Lauf des Instanzenzugs kann der Streitgegenstand wohl eingeschrÃ¤nkt, nicht aber erweitert werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 52 N. 3 ff.). Auf Begehren, Ã¼ber welche die Vorinstanz weder entschieden hat noch hÃ¤tte entscheiden sollen, ist nicht einzutreten (RB 1963 Nr. 19, 1983 Nr. 5). Eine Erweiterung des Streitgegenstands kÃ¶nnte im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren nur insoweit berÃ¼cksichtigt werden, als sie durch den angefochtenen Entscheid der Vorinstanz verursacht worden wÃ¤re (RB 1980 Nr. 19).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit dem angefochtenen Beschluss vom 6. November 2001 wurde die heutige BeschwerdefÃ¼hrerin unter anderem dazu verpflichtet, die Umgebung auf Kat.-Nr. 1 entsprechend dem am 17. Januar 2000 bewilligten Umgebungsplan herzurichten. Hinsichtlich der im Beschwerdeverfahren noch streitigen ParkplÃ¤tze bedeutet dies eine Reduktion derselben auf die im Umgebungsplan eingezeichneten 17 ParkplÃ¤tze. Mit ihrem Rekurs vom 13. Dezember 2001 hat die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt, dass die bestehenden ParkplÃ¤tze erst innert einer Frist von drei Jahren bis April 2005 zu beseitigen seien. Soweit sie dem Verwaltungsgericht beantragt, es sei anzuordnen, dass diese ParkplÃ¤tze â unbefristet â bestehen bleiben kÃ¶nnten, hat sie den Streitgegenstand unzulÃ¤ssigerweise ausgeweitet. Insoweit ist auf das Rechtsmittel nicht einzutreten. In gleicher Weise trifft dies auf das Begehren zu, es sei die Sache an die Vorinstanz zur DurchfÃ¼hrung eines nachtrÃ¤glichen Baubewilligungsverfahrens fÃ¼r die Parkplatznutzung zurÃ¼ckzuweisen. Diese Frage war im Rekursverfahren nicht Streitgegenstand, und auf das entsprechende Begehren ist nicht einzutreten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. a) Materielle Grundlage der vorliegenden Rechtsstreitigkeit sind die baurechtliche Bewilligung (Stammbaubewilligung) der Beschwerdegegnerin vom 26. Oktober 1999 und die Bewilligung des Amts fÃ¼r Baubewilligungen der Stadt ZÃ¼rich vom 17. Januar 2000. In der Stammbaubewilligung wurde festgehalten (ErwÃ¤gungen G lit. b und c), dass auf dem Industrieareal M insgesamt mehr ParkplÃ¤tze bestÃ¼nden als im Hinblick auf die Limite von total 1'500 ParkplÃ¤tze fÃ¼r das Gestaltungsplangebiet der bestehenden Nutzung angemessen sei (Art. 14 der Vorschriften zum Gestaltungsplan). Solange dies so sei, dÃ¼rfe im Zusammenhang mit einem Bauvorhaben nur gerade die der NutzflÃ¤che entsprechende Mindestzahl an ParkplÃ¤tzen gemÃ¤ss Parkplatzverordnung erstellt werden, das heisst fÃ¼r das Hochhaus samt Aufstockung insgesamt 17 ParkplÃ¤tze, wovon 4 Besucher­parkplÃ¤tze. FÃ¼r das Bauvorhaben wÃ¼rden demgemÃ¤ss 35 PlÃ¤tze zu viel ausgewiesen. Weiter seien ParkplÃ¤tze â abgesehen von den BesucherparkplÃ¤tzen â im Gestaltungsplangebiet grundsÃ¤tzlich unterirdisch anzuordnen. FÃ¼r 13 ParkplÃ¤tze kÃ¶nne der Bau einer Parkgarage nicht verlangt werden. Da Aussicht bestehe, dass in absehbarer Zeit Parkgaragen geschaffen wÃ¼rden, wÃ¼rden die oberirdischen ParkplÃ¤tze ohne BesucherparkplÃ¤tze nur als provisorische anerkannt; sie seien innert angemessener Frist, spÃ¤testens innert drei Jahren ab Fertigstellung des Bauvorhabens, aufzuheben. Entsprechend diesen ErwÃ¤gungen hielten die Dispositiv-Ziff. II.21 und 22 der Hauptbaubewilligung fest, dass fÃ¼r das Hochhaus 17 Auto­abstell­plÃ¤tze erforderlich seien und keine freiwilligen ParkplÃ¤tze oberirdisch erstellt werden dÃ¼rften, solange auf dem Gestaltungsplanareal mehr ParkplÃ¤tze vorhanden seien, als es die Parkplatzverordnung der derzeitigen Nutzung auf dem Areal entsprechend vorsehe. Zudem verlangte die Baubewilligung vom 26. Oktober 1999 die Einreichung eines detaillierten Umgebungsplans, welcher unter anderem die ErwÃ¤gung G lit. b berÃ¼cksichtige (Dispositiv-Ziff. II.1 lit. e). Entsprechend diesen Auflagen beinhaltet der vom Amt fÃ¼r Baubewilligungen am 17. Januar 2000 bewilligte Umgebungsplan die Anlegung eines Behindertenparkplatzes, von vier BesucherparkplÃ¤tzen und von 12 weiteren Abstell­plÃ¤tzen; auf der RestflÃ¤che von Kat.-Nr. AU6763 sieht der Umgebungsplan eine mit BÃ¤umen bepflanzte "FreiflÃ¤che Mergel/Gras" vor. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschlÃ¼sse vom 26. Oktober 1999 und 17. Januar 2000 erwuchsen unangefochten in Rechtskraft.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Mit der angefochtenen VerfÃ¼gung der Beschwerdegegnerin vom 6. November 2001 wird die BeschwerdefÃ¼hrerin angehalten, das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 1 gemÃ¤ss dem am 17. Januar 2000 bewilligten Umgebungsplan bzw. nach einem den VelostÃ¤nder integrierenden vorgÃ¤ngig zu bewilligenden AbÃ¤nderungsplan herzurichten. Es handelt sich mithin um eine Vollzugsanordnung bzw. VollstreckungsverfÃ¼gung. Generell gilt, dass im Vollzugs- und Vollstreckungsverfahren auf die materiellrechtlichen Fragen nicht zurÃ¼ckgekommen werden kann. Entspricht eine solche Anordnung der rechtskrÃ¤ftigen SachverfÃ¼gung und werden damit dem Befehlsadressaten keine neuen Pflichten Ã¼berbunden, so ist die Vollzugsanordnung nicht anfechtbar. Eine erneute ÃberprÃ¼fung dieser Frage liefe auf eine doppelte Beurteilung der SachverfÃ¼gung hinaus (RB 1981 Nr. 24; RB 1983 Nr. 113 = BEZ 1983 Nr. 37; RB 1985 Nr. 13; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 30 N. 57 ff.; Christian MÃ¤der, das Baubewilligungsverfahren, ZÃ¼rich 1991, Rz. 607 mit Hinweisen). Auf materielle EinwÃ¤nde ist daher im Vollstreckungsverfahren nicht mehr einzutreten. Gegen vollstreckungsrechtliche Anordnungen kÃ¶nnen nur noch MÃ¤ngel geltend gemacht werden, die in der VollstreckungsbegrÃ¼ndung selber begrÃ¼ndet sind, wie z.B. die UnverhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands oder die Unangemessenheit der gesetzten Frist (vgl. RB 1990 Nr. 16 = BEZ 1991 Nr. 13; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 30 N. 57 ff. mit Hinweisen). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. a) Die BeschwerdefÃ¼hrerin wendet sich sinngemÃ¤ss gegen diese GrundsÃ¤tze, wenn sie geltend macht, es sei ihr seinerzeit nicht mÃ¶glich gewesen, die Baubewilligung vom 26. Oktober 1999 anzufechten. Denn die "Bereinigung" eines Rekurses verzÃ¶gere ein Bauvorhaben um Monate, bei Parkplatzfragen gegen die Stadt ZÃ¼rich um Jahre. Keine Privatperson kÃ¶nne es sich leisten, eine "ertragslose Bauruine" Ã¼ber Jahre stehen zu lassen. Wenn ein Baugesuchsteller aus wirtschaftlichen GrÃ¼nden von der Anfechtung einzelner ihn belastender Auflagen in einer Baubewilligung absieht, so berechtigt ihn dies indessen nicht zu einer spÃ¤teren Anfechtung der zwischenzeitlich rechtskrÃ¤ftig gewordenen Auflagen. Es kommt hinzu, dass gemÃ¤ss § 339 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) Rechtsmittel gegen eine baurechtliche Bewilligung den Baubeginn und Baufortschritt nur soweit hindern, als der Ausgang des Verfahrens die BauausfÃ¼hrung beeinflussen kann. Vorliegend hÃ¤tte daher die Streitfrage, ob nur 17 oder alle 52 ParkplÃ¤tze auf Kat.-Nr. 1 bewilligungsfÃ¤hig sind, den Baubeginn keineswegs verzÃ¶gert. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Wie schon im Rekursverfahren bringt die BeschwerdefÃ¼hrerin weiter vor, die streitigen ParkplÃ¤tze auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 1 verfÃ¼gten Ã¼ber eine Bestandesgarantie. Entgegen den AusfÃ¼hrungen der Rekurskommission bestehe kein funktioneller Zusammenhang zwischen den beiden Parzellen Kat.-Nrn. 2 und 1. Es gebe keine grundbuchliche "Verquickung", keinen AusnÃ¼tzungstransfer und keinen "tatsÃ¤chlichen, baulich-physikalischen Zusammenhang" zwischen den beiden GrundstÃ¼cken. Beide seien vollkommen selbstÃ¤ndig in ihrem rechtlichen Schicksal geblieben und jede Parzelle kÃ¶nne einzeln und autonom Ã¼berbaut werden. Das Hochhaus sei auch nicht Ã¼ber die Parkplatzparzelle, sondern direkt von der L-Strasse her erschlossen. Schliesslich kÃ¶nnte die "erforderliche FreiflÃ¤che" irgendwo in der Umgebung des Hochhauses realisiert werden und betreffe nicht die Parkplatzparzelle. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das am 26. Oktober 1999 bewilligte Baugesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin umfasste ausdrÃ¼cklich auch die Parzelle Kat.-Nr. 1. Im Situationsplan 1:500 vom 14. Juli 1999 waren auf diesem GrundstÃ¼ck 52 ParkplÃ¤tze rot koloriert, mithin gemÃ¤ss § 4 Abs. 1 Bauverfahrensverordnung vom 3. Dezember 1997 als "Neu-/Umbaute" eingezeichnet. Die Stamm­baubewilligung fÃ¼hrt als Bauareal folgerichtig ausdrÃ¼cklich die beiden GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 1 und 2 auf. In den ErwÃ¤gungen hierzu wird ausgefÃ¼hrt, vorliegend kÃ¶nne auf die gemÃ¤ss Art. 9 der Vorschriften zum Gestaltungsplan an sich erforderlichen ergÃ¤nzenden GestaltungsplÃ¤ne verzichtet werden, weil sich Erschliessung, Parkierung und FreiflÃ¤chen fÃ¼r das Bauvorhaben auf dem Bauareal (Kat.-Nrn. 1 und 2) lÃ¶sen liessen (ErwÃ¤gung B. lit. a). Die ErwÃ¤gungen der Beschwerdegegnerin, fÃ¼r das Bauvorhaben seien 35 ParkplÃ¤tze zu viel ausgewiesen und die Ã¼berzÃ¤hligen ParkplÃ¤tze seien wegzulassen, betreffen die ParkplÃ¤tze auf diesen beiden GrundstÃ¼cken. Auch aus dem Wortlaut von Dispositiv-Ziff. II.22 ergibt sich unmissverstÃ¤ndlich, dass sich die entsprechende Auflage im Zusammenhang mit der Parkplatzzahl auf Kat.-Nrn. 1 und 2 bezieht. Schliesslich ist auch die BeschwerdefÃ¼hrerin davon ausgegangen, indem sie den am 13. Dezember 1999 genehmigten Umgebungsplan Ã¼ber die beiden GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 1 und 2 einreichte, welcher einschliesslich der BesucherparkplÃ¤tze 17 ParkplÃ¤tze auswies und im Ãbrigen eine mit BÃ¤umen bestÃ¼ckte FreiflÃ¤che vorsah. Die rechtskrÃ¤ftige Feststellung, dass (nur) 17 ParkplÃ¤tze bewilligungsfÃ¤hig und die Ã¼brigen ParkplÃ¤tze "wegzulassen" sind, bezieht sich klarerweise auch auf das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 1. Wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin der Meinung war, diese VerfÃ¼gung widerspreche der Bestandesgarantie, hÃ¤tte sie diesen materiellen Einwand gegen die seinerzeitige VerfÃ¼gung vom 26. Oktober 1999 erheben mÃ¼ssen. Im heutigen Vollstreckungsverfahren ist sie damit nicht mehr zu hÃ¶ren. Gleiches gilt fÃ¼r die als "materiell rechtswidrig" bezeichnete Berechnung der bewilligungsfÃ¤higen Zahl an ParkplÃ¤tzen. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">c) Die BeschwerdefÃ¼hrerin wendet schliesslich ein, es komme bei komplexen Bauvorhaben oft vor, dass der realisierte Bau nicht genau den bewilligten PlÃ¤nen entspreche. Deshalb werde nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung jeweils nach Bauvollendung eine Kontrolle durchgefÃ¼hrt und bei Vorliegen von Differenzen zwischen den bewilligten PlÃ¤nen und der BauausfÃ¼hrung ein Revisionsverfahren durchgefÃ¼hrt. Sie habe daher Anspruch auf ein faires nachtrÃ¤gliches Baubewilligungsverfahren. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼bersieht dabei, dass bei Abweichen von den bewilligten PlÃ¤nen bei Erstellung eines Bauprojekts dann ein nachtrÃ¤gliches Baubewilligungsverfahren eingreift, wenn Ã¼ber die BewilligungsfÃ¤higkeit der eigenmÃ¤chtig erstellten Bauteile noch nicht entschieden wurde. Hier aber hat die Beschwerdegegnerin mit der Baubewilligung vom 26. Oktober 1999 ausdrÃ¼cklich festgehalten, dass von den nachgesuchten 52 Park­plÃ¤tzen 17 bewilligt werden kÃ¶nnten, im Ãbrigen aber 35 ParkplÃ¤tze zu viel ausgewiesen und wegzulassen seien. Ãber die Anzahl der bewilligungsfÃ¤higen ParkplÃ¤tze und die materielle Rechtswidrigkeit der 35 zu viel ausgewiesenen ParkplÃ¤tze wurde damit rechtskrÃ¤ftig entschieden, weshalb hierÃ¼ber kein nachtrÃ¤gliches Baubewilligungsverfahren durchzufÃ¼hren ist. Da eine â materielle â SachverfÃ¼gung vorliegt, darf vielmehr direkt der Vollzug angeordnet werden (vgl. hierzu FranÃ§ois Ruckstuhl, Ãffentlichrechtliche BaumÃ¤ngel, in: Peter MÃ¼nch/Peter Karlen/Thomas Geiser, Beraten und Prozessieren in Bausachen, Basel/Genf/MÃ¼nchen 1998, Rz. 14.45). </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">4. Zusammengefasst ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihr nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"></a>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. </p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.-- ; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">3.<span> </span>Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt. </p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">4.<span> </span>Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">5.<span> </span>â¦</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>