B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-6706/2010 U r t e i l v o m 2 7 . M a i 2 0 1 3 Besetzung Richterin Vera Marantelli (Vorsitz), Richter Daniel Stufetti, Richter Frank Seethaler, Gerichtsschreiberin Marion Sutter. Parteien B._______, vertreten durch lic. iur. Gojko Reljic, Rechtsberatung für Ausländer Go-Re-Ma, Quaderstrasse 18/2, 7000 Chur, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenrente. B-6706/2010 Seite 2 Sachverhalt: A. B._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer) wurde am 31. Juli 1954 geboren und ist Staatsangehöriger von Bosnien und Herzegowina. Er hat in den Jahren 1978 bis 1996 in der Schweiz als Bauarb eiter gearbeitet und während dieser Zeit Beiträge an die obligatorische Alters -, Hinterlas- senen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) entrichtet. Im November 1996 kehrte er zurück nach Bosnien. Am 24. Februar 2004 meldete er sich zum Bezug einer Rente der Sc hweizerischen Invalidenversicherung bei der IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (im Folgenden: Vorinstanz) an. Mit Schreiben vom 31. Januar 2005 informierte lic. iur. Gojko Reljic, Rechtsberatung für Ausländer Go -Re-Ma, die Vorinstanz darüber, den Beschwerdeführer fortan rechtlich zu vertreten. B. Am 2. September 2005 forderte die Vorinstanz beim Vertreter des B e- schwerdeführers einen allfälligen Rentenbescheid der Sozialversicherung des Wohnsitzstaates, den ausgefüllten und unterzeichneten Fragenbogen für den Versicherten sowie über die Arbeits - und Lohnverhältnisse von Unselbständigerwerbenden, sämtliche, sich im Besitz des Beschwerd e- führers befindlichen medizinischen Unterlagen sowie das ausgefüllte und unterzeichnete Ergänzungsblatt R zur Anmeldung ein. Mit Schreiben vom 23. November 2005 teilte dieser der Vorinstanz mit, der Beschwerdefü h- rer habe nach seiner Ausreise aus der Schweiz keine beru fliche Tätigkeit mehr ausgeübt. Die beiden diesem Schreiben beigelegten Formulare zu seiner beruflichen Situation hat der Beschwerdeführer entsprechend mit keinen Angaben versehen. Im Ergänzungsblatt R gab er als Invalidität s- grund "Krankheit" an. In der Folge gingen bei der Vorinstanz verschied e- ne Arztberichte betreffend den Beschwerdeführer ein, insbesondere ein Gutachten von Dr. D._______, Arbeitsspezialist, und Dr. S._______, Neu- ropsychiater, zu Handen de s Versicherungsträgers in X._______ (Bos- nien und Herzegowina) vom 11. Juni 2004. Mit Stellungnahme vom 21. Februar 2006 fasste Dr. med. C._______ des regionalen ärztlichen Diensts (im Folgenden: RAD) Rhône die vorliege n- den Medizinalakten wie folgt zusammen: Im Jahr 1994 sei der Beschwer- deführer wegen einer Diskushernie L4-L5 in Y ._______ (Schweiz) operiert worden. In seiner Heimat sei er durch das für die Ermittlung der Arbeit s- fähigkeit zuständige Büro unte rsucht worden, wobei einzig die Diagnose "Status nach Operation einer Diskushernie L4-L5 ohne funktio-B-6706/2010 Seite 3 nelle Störungen" gestellt worden sei. Nachdem die Untersuchung keine Anomalitäten gezeigt hätten, seien die Experten zum Schluss gekommen, es liege keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor. Dr. med. C._______ folgerte deshalb, es sei keine Hauptdiagnose gegeben, wobei er die ICD -10 Z02 (Untersuchung und Konsultation aus administrativen Gründen, inkl. Ausstellung einer ärztlichen Bescheinigung, insbes. wegen Versicherungszwecken) und Z09 (Nachuntersuchung nach Behandlung wegen anderer Krankheitszustände außer bösartigen Neubildungen) a n- gab. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er den bereits erwähnten Status nach Operation einer Diskushernie L4-L5 im Jahr 1994. Die Arbeitsunfähigkeit bezifferte er auf 0 %. Mit Verfügung vom 2. März 2006 wies die Vorinstanz das Leistungsbegehren des B e- schwerdeführers ab mit der Begründung, aus den Akten ergebe sich w e- der eine bleibende Erwerbsunfähigkeit noch eine ausreichende durc h- schnittliche Arbeitsunfähigkeit während der Dauer eines Jahres. Es sei für die Bemessung des Invaliditätsgrads unerheblich, ob effektiv eine zumut- bare Tätigkeit ausgeübt werde. C. Mit Eingaben vom 6. resp . 31. März 2006 erhob der Beschwerdeführer hiergegen Einsprache und beantrag te, es sei die Verfügung vom 2. März 2006 aufzuheben und ihm eine Invalidenrente auszurichten. Sei- ner Einsprache legte er die Arztberichte von Dr. med . F._______, Radio- loge, vom 15. August 2005 sowie von Dr. med. M._______, Chirurg, betreffend einen Spitalaufenthalt vom 16. August bis 12. September 2005, bei. Aus diesen gehe hervor, dass er sich wegen psychischen und phys i- schen Beschwerden in ärztlicher Behandlung befinde. Er sei bereit, sich einer Untersuchung in der Schweiz zu unterziehen. Mit Stellungnahme vom 28. August 2007 ergän zte RAD -Arzt Dr. med. C._______ auf Grund d es Arztberichts von Dr. med. M._______ die in seiner vormaligen Stellungnahme vom 21. Februar 2006 aufgeführte D i- agnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wie folgt:  Status nach Operation der einer Diskushernie (Bandscheibenvor- fall) L4-L5 im Jahr 1994 ohne Folgen  Status nach Cholezystektomie (Entfernung der Gallenblase) we- gen Gallensteine im Jahr 2005 ohne Komplikationen Inhaltlich würden die neuen Berichte s eine letzte Stellungnahme nicht ändern, weitere Untersu chungen beim Beschwerdeführer, insbesondere B-6706/2010 Seite 4 eine Expertise in der Schweiz, seien nicht erforderlich. Mit Einsprache- entscheid vom 11. September 2007 hielt die Vorinstanz fest, die neu ei n- gereichten Unterlagen würden über eine Gallenblasenentzündung (recte: Gallenblasenentfernung) ohne Komplikationen Auskunft geben, was die RAD-ärztliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht zu ändern vermöge. Psychische Leiden seien keine ersichtlich. Entsprechend wies sie die Einsprache – unter Bestätigung der Verfügung vom 2. März 2009 – ab. D. Der Beschwerdeführer erhob hierge gen mit Eingabe vom 10. Okt o- ber 2007 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht mit den Anträgen, der Einspracheentscheid der Vorinstanz vom 11. September 2007 sei aufzuheben und es sei ihm eine ganze I nvalidenrente zuzusprechen oder die Sache erneut abzuklären. Als Begründung führte er an, er habe wä h- rend 17 Saisons in der Schweiz sehr schwere Arbeiten verrichtet. Ge- mäss der bosniakischen spezialärztlichen Dokumentation hätten mehrere Fachärzte eine sta tionäre Behandlung vorgeschlagen. Eine solche habe er sich jedoch mangels Krankenversicherung nicht leisten können. In A n- betracht seiner verschiedenen physischen und psychischen Beschwe r- den hätte die Beurteilung der vorinstanzlichen Fachgruppe und nicht je ne eines einzelnen Allgemeinmed iziners des RAD eingeholt oder er in der Schweiz multidisziplinär untersucht werden müssen. Der Beschwerdefüh- rer reichte als Beilage zu seiner Beschwerde den Arztbericht von Prim. Dr. V._______ vom 1. Oktober 2007 ein. Dieser würde zusammen mit dem Arztbericht von Prim. Dr. N._______ vom 4. August 1990 bele- gen, dass er seit seiner Ausreise aus der Schweiz voll arbeitsunfähig sei. Der durch die Vorinstanz erneut beigezogene RAD -Arzt Dr. med. C._______ erklärte mit Stellungnahme vom 5. Februar 2008, der Arztb e- richt von Prim. Dr. V ._______ vom 1. Oktober 2007 gebe eine teilweise falsche Anamnese wieder, in dem er ausführe, der Beschwerdeführer sei nach der Operation an der Wirbelsäule arbeitsunfähig gewesen. Dies w i- derspreche den festgestellten Fakten. Im Weiteren indiziere er mehrhei t- lich seit langem bekannte Beschwerde n, gest ützt auf welche die serb i- schen (recte: bosnisch en-herzegowischen) Experten im Gutachten vom 11. Juni 2004 auf eine volle Arbeitsfähigkeit geschlossen hätten. Die an- geführten neurologischen Probleme seien nicht in Zusammenhang mit der im Jahr 1994 operierten Diskushernie zu sehen, da gemäss Entla s- sungsbericht als Folge lediglich "eine kleine Dysästhesie " (Empfindungs- störung) beim linken Fuss verblieben sei. Diese stünden in Beziehung mit der äthylischen Polyneuropathie, welche die bosnischen-herzegowischen B-6706/2010 Seite 5 Experten als nicht bedeutsam erachtet hätten. Die Feststellungen psychi- scher Natur könnten einem psychoorganischen Syndrom, verursacht durch Äthylismus (Alkoh olabhängigkeit), und / oder einem depressiven Syndrom im Rahmen einer Alkoholabhängigkeit entsprechen. Das Gu t- achten vom 11. Juni 2004 würde bereits eine psychische Verlangsamung, eine geschwächte Konzentration und ein grundsätzliches Stimmungstief anzeigen. Dennoch entspreche die Symptomatologie weder einer wieder- kehrenden depressiven noch einer bipolaren affektiven Störung (ICD-10 F31). Diese beiden völlig verschiedene n Diagnosen bringe Prim. Dr. V._______ eigenartigerweise in einen engen Zusam menhang. Dr. med. C._______ stellte alsdann nachfolgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:  Minime Folgen der im Jahr 1994 operierten Diskushernie L4-L5;  Vermutliche aktive Alkoholkrankheit mit alkoholischer Polyneur o- pathie, depressiver und möglicherweise psychoorganischer Symp- tomatologie;  Status nach Cholezystektomie wegen Gallensteinen im Jahr 2005 ohne Komplikationen. Insgesamt sei der Arztbericht von Prim. Dr. V._______ nicht überze u- gend, da dessen Anamnese von der Wirklichkeit abweiche, die neurologi- schen Feststellungen nicht einleuchtend sowie zu Unrecht in einen Z u- sammenhang mit der operierten Diskushernie gebracht worden seien und die Symptomatologie und der psychiatrische Status die vorgeschlagene Diagnose nicht rechtfertige, welche überdies einen inneren Widerspruch aufweise. Es bestehe einzig die Möglichkeit, dass seit der Begutachtung vom 11. Juni 2004 eine nachträgliche Verschlechterung eingetreten sei. Dies könne medizinisch nur durch eine neue Untersuchung bei denselben Experten abgeklärt werden, bei Beantwortung folgender zusätzlicher Fr a- gen: "Gab es seit dem 11. Juni 2004 eine Verschlechterung des Gesundheitsz u- stands, wenn ja, seit wann genau und worin besteht diese? Welches sind die aktuellen funktionellen Einschränkungen? Welche Entwicklung der Arbeitsf ä- higkeit gab es seit Ihrer Untersuchung vom 11. Juni 2004 in der bisherigen respektive einer angepassten Tätigkeit?" Auf Grund dieser RAD -ärztlichen Stellungnahme beantragte die Vori n- stanz in ihrer Vernehmlassung vom 18. Februar 2008, der Einsprach e- entscheid sei aufzuheben und ihr die Sache zu weiteren medizinischen B-6706/2010 Seite 6 Abklärungen zurückzuweisen. Mit Urteil vom 17. April 2008 hiess das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde auf gemeinsamen Antrag der Parteien gut und wies die Sache an die Vorinstanz zurück, mit der Anwei- sung, den Beschwerdeführer durch die serbische ( recte: bosnisch- herzegowische) Invalidenkommission medizinisch begutachten zu lassen und neu in der Sache zu verfügen. E. In der Folge nahm die Vorinstanz das Abklärungsv erfahren wieder auf und gelangte Schreiben vom 20. August 2008 an die bosnische- herzegowische Invalidenkommission zwecks Erhalts einer neuen Experti- se der Ärzte Dr. D._______ und Dr. S._______, wobei sie um Beantwo r- tung der vom RAD aufgeworfenen Fragen bat. Annähernd ein Jahr später – nach zwischenzeitlicher Archivierung des Falles durch die Vorinstanz – liess die bosnisch e-herzegowische Invalidenkommission der Vorinstanz mit Schreiben vom 14. Juli 2009 verschiedene medizinische Unterlagen zukommen. Entgegen der Anfrage der Vorinstanz vom 20. August 2008 enthielten diese Unterlagen indessen weder eine Beurteilung durch die Ärzte Dr. D._______ und Dr. S._______ noch eine Beantwortung der dar- in gestellten Fragen. Der erneut durch die Vorinstanz beigezogene RAD -Arzt Dr. med. C._______ hielt mit Schlussrapport vom 11. Mai 2010 zusammenfassend fest, der in den neu eingegangenen Arztberichten festgestellte klinische Status sei praktisch identisch mit jenem gemäss Gutac hten vom 11. J u- ni 2004. Die darin gestellten Diagnosen seien zum Teil bereits aus früh e- ren Arztberichten be kannt oder hätten keine Auswirkung auf die Arbeit s- fähigkeit. Die durch die bosnisch en-herzegowischen Ärzte festgestellte Arbeitsunfähigkeit von 70 % basiere nicht auf schweizerischem IV-Recht, sondern bezeichne die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in se i- ner bisherigen Tätigkeit als Bauarbeiter. Insgesamt stellte er die nachfo l- genden Diagnosen: B-6706/2010 Seite 7  Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: o chronische, obstruktive Lungenerkrankung mittleren Gr a- des (ICD-10: J44.8)  Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: o hypertensive Herzkrankheit o chronischer Äthylismus mit Hepatopathie (Leberleiden) und eine Polyneuropathie verursachende Beschwerden o Zustand nach Operation einer Diskushernie L4 -L5 Mitte links im Jahr 1994 Auf Grund dieser Diagnosen betrage die Arbeitsunfähigkeit in der bisher i- gen Tätigkeit des Beschwerdeführers 70 % seit dem 29. Mai 2009 . In ei- ner angepassten Tätigkeit demg egenüber bestehe eine volle Arbeitsf ä- higkeit, wobei schwere Arbeiten ausgeschlossen seien und der B e- schwerdeführer maximal 10 bis 15 Kilogramm – dies nicht in wiederholter Weise – tragen dürfe. Insofern seien die in seiner Stellungnahme vom 5. Februar 2008 aufgeführten Fragen wie folgt zu beantworten: D er Ge- sundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich effektiv seit dem 11. Juni 2004 verschlechter t. Die Verschlechterung liege im Auftreten ei- ner chronischen, obstruktiven Lungenerkrankung (lateinisch: Morbus pulmonum obstructivus chronicus) begründet. Die seit dem 29. Mai 2009 bestehende 70 % -ige Arbeitsunfähigkeit für die bisherige Täti gkeit gehe aus dem Bericht der bosnisch en-herzegowischen Invalidenkommission vom 2 9. Mai 2009 hervor. Demgegenüber würden keine medizinischen Daten die Annahme rechtfertigen, dass die Erwerbsfähigkeit des B e- schwerdeführers in einer adaptierten Tätigkeit eingeschränkt sei. Im An- hang zu seiner Stellungnahme kreuzte Dr. med. C._______ sämtliche aufgeführten Verweisungstätigkeite n als für den Beschwerdeführer z u- mutbar und möglich an. F. In der Invaliditätsbemessung vom 10. Juni 2010 errechnete die Vori n- stanz in der Folge einen Invaliditätsgrad von 25.34 %, unter Berücksichti- gung der Tabellenlöhne gemäss der Lohnstrukturerhebung des Bundes- amts für Statistik (im Folgenden: LSE) 2008 sowie eines Leide nsabzugs von 20 %. Entsprechend teilte sie dem Beschwerdeführer mit Vo rbe- scheid vom 20. Juli 2010 mit, es bestehe für die zuletzt ausgeübte Täti g- keit als Bauarbeiter zwar eine Arbeitsunfähigkeit von 70 %. Die Ausübung einer leichteren, dem Gesundheitszustand besser angepassten gewin n- bringenden Tätigkeit wie zum Beispiel im Handel, im Detailhandel oder in B-6706/2010 Seite 8 einer einfachen, unqualifizierten Administrationstätigkeit sei jedoch noch zu 100 % zumutbar, mit einer Erwerbseinbusse von 25 %. Dieser Invalidi- tätsgrad gebe kein Recht auf eine Rente, weshalb sein Leistungsbegeh- ren abzuweisen sein werde. Der Beschwerdeführer erhob hiergegen mit Schreiben vom 23. Juli 2010 resp. vom 23. August 2010 Einwand und beantragte die Ausrichtung einer ganzen Rente ab dem 1. Februar 2003. Er legte insbesondere dar, auf Grund der ausführlichen spezialärztlichen Dokumentation aus Bos nien und d er Beurteilung des bosnisch en Versicherungsträgers vom 29. Mai 2009 betreffend die psychischen Beschwerde n hätte die Vori n- stanz einen neuropsychiatrischen Befund einholen müssen. Es sei auf die Einschätzung der bosnischen Inval idenversicherungskommission vom 29. Mai 2009 abzustellen, in welcher dem Beschwerdeführer der Verlust der Arbeitsfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten bescheinigt werde. Mit Verfügung vom 10. September 2010 wies die Vorinstanz das Lei s- tungsbegehren ab mit der Begründung, die Gegenbemerkungen des B e- schwerdeführers vermöchten nichts an der Richtigkeit d es Vorbescheids vom 20. Juli 2010 zu ändern . Die beim bosnischen Versicherungsträger einverlangten Unterlagen seien bereits dem RAD-Arzt zur Stellungnahme vorgelegt worden. G. Mit Eingabe vom 16. September 2010 erhob der Beschwerdeführ er hier- gegen Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht mit den Anträgen, es sei die angefochtene Verfügung vom 10. September 2010 aufzuheben und ihm ab dem 1. Februar 2003 eine ganze Rente zuzusprechen oder die Sache erneut abzuklären. Zur Begründung führt er an, in der spezial- ärztlichen Dokumentation aus Bosnien seien nicht alle Fragen der Vori n- stanz beantwortet worden. Ebenfalls sei nicht die Beurteilung einer Fac h- gruppe eingeholt oder ein neuropsychiatrischer Befund angeordnet wo r- den. Die bosnische-herzegowische Invalidenkommission habe bereits in somatischer Hinsicht eine 70 % -ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche (leichte und schwere ) Arbeiten bescheinigt. Unter Berücksichtigung der zusätzlich bestehenden psychischen Beschwerden könne von einer vo l- len Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die RAD -Stellungnahme vom 11. Mai 2010 nur eine, seine Ar- beitsfähigkeit beeinflussende Diagnose aufführe und die übrigen spezial- ärztlichen Befunde aus Bosnien unberücksichtigt lasse. Er würde es b e-B-6706/2010 Seite 9 grüssen, für eine multidisziplinäre U ntersuchung in die Schweiz aufge bo- ten zu werden. H. In ihrer Vernehmlassung vom 23. Dezember 2010 beantragt die Vori n- stanz die Abweisung der Beschwerde unter Bestätigung der angefocht e- nen Verfügung. Sie hält den Ausführungen d es Beschwerdeführers ent- gegen, die schweizerische Invalidenversicherung sei nicht an die Beurte i- lung ausländischer Versicherungsträger und Ärzte gebunden. Die eing e- holten ärztlichen Berichte des bosnisch en-herzegowischen Versich e- rungsträgers seien als eine ausreichende arbeitsmedizinische Grundlage eingestuft worden. Der zuständige RAD-Arzt habe jeden einzelnen dieser Arztberichte kommentiert und sei insgesamt zum Schluss gekommen, dass seit der Begutachtung im Jahr 2004 keine wesentliche Verschlechte- rung d es Gesundheitszustands des Beschwerdeführers eingetreten sei. Im Vergleich zur bosnisch en-herzegowischen Invalidenversicherung s- kommission, welche eine volle Ar beitsunfähigkeit von 70 % fest stellte, habe der beurteilende RAD -Arzt eine leichtere Verweisungst ätigkeit für zumutbar befunden. Der Einkommensvergleich habe einen nicht rente n- berechtigenden Invaliditätsgrad von 25 % ergeben. I. In seiner Replik vom 20. Januar 2011 verweist der Beschw erdeführer auf die Begründung im Einwand vom 23. Juli 2010 resp . vom 23. Au- gust 2010 sowie seiner Beschwerdeschrift und hält an seinen Anträgen fest. J. Der mit Zwischenverfügung vom 28. Januar 2011 beim Beschwerdeführer einverlangte Kostenvorschuss von Fr. 400.– ging fristgerecht bei der Kas- se des Bundesverwaltungsgerichts ein. K. Mit Duplik vom 3. März 2011 hält die Vorinstanz an ihrer Vernehmlassung vom 23. Dezember 2010 sowie an den darin gestellten Rechtsanträgen fest. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, im Rahmen der nac h- folgenden Erwägungen eingegangen. B-6706/2010 Seite 10 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 in Verbindung mit Art. 33 Bst. d des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invaliden- versicherung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) beurteilt das Bunde s- verwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verf ü- gungen der schweizerischen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA. Im Streit liegt die Verfügung der IVSTA (Vorinstanz) vom 10. Septe m- ber 2010. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist damit zur Beurteilung der vorliegenden B e- schwerde zuständig. 1.2 Der Beschwerdeführer ist als Adressat der Verfügung vom 10. Se p- tember 2010 berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Au f- hebung oder Änderung, so dass er im Sinne von Art. 59 des Bundesg e- setzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversi- cherungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist. 1.3 Gemäss Art. 19 Abs. 3 VGG sind die Richter und Richterinnen des Bundesverwaltungsgerichts zur Aushilfe in anderen Abteilungen verpflich- tet. Die Abteilung II des Bundesverwaltungsgerichts hat das vorliegende Beschwerdeverfahren im Zuge einer – auf einer abteilungsübergreife n- den, freiwilligen Zusammenarbeit basierende n – Entlastungsmassnahme der Abteilung III übernommen. Die bisherige Verfahrensnummer C-6706/2010 lautet deshalb fortan B-6706/2010. 1.4 Auf die frist- und formgerecht (Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bunde s- gesetzes über das Verwaltungsverfahren VwVG; SR 172.021) eingereich- te Beschwerde ist einzutreten. 2. Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren anwendbaren Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen. 2.1 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger von Bosnien und Herz e- gowina, wo er auch wohnt. Die Schweiz handelt zurzeit mit Bosnien und Herzegowina ein Sozialversicherungsabkommen aus, wobei hinsichtlich des Inkrafttretens noch ke ine Angaben möglich sind (vgl. B-6706/2010 Seite 11 www.zas.admin.ch > International > Bilaterale Abkommen > Liste der So- zialversicherungsabkommen; zuletzt besucht am 1. März 2013 ). Bis zum Inkrafttreten dieses neuen Abkommens ist weiterhi n das bisherige A b- kommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der F ö- derativen Volksrepublik Jugoslawien über Sozialversicherung vom 8. Juni 1962 (SR 0.831.109.818.1) anwendbar (vgl. BGE 126 V 198 E. 2b, BGE 122 V 381 E. 1 mit Hinweisen). Nach Art. 2 des Abkommens stehen die Staatsangehörigen der Vertragsstaaten in ihren Rechten und Pflichten aus den in Art. 1 des Abkommens genannten Rechtsbereichen, zu we l- chen auch die schweizerische Bundesgesetzgebung über die schweizeri- sche Invalidenversicherung gehört, einander gleich, soweit nichts and e- res bestimmt ist. Hinsichtlich der Voraussetzungen des Anspruchs auf e i- ne schweizerische Invalidenrente sowie der anwendbaren Verfahrensvor- schriften sieht das Abkommen über Sozialversicherung keine im vorli e- genden Verfahren relevanten Abweichungen vom Grundsatz der Gleic h- stellung vor. Die Frage, ob und gegebenenfalls ab wann Anspruch auf Leistungen der IV besteht, bestimmt si ch daher vorliegend alleine auf Grund der schweizerischen Rechtsvorschriften. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz in einem EU -Staat hat. Für die Beurteilung eines Rentenanspruchs sind die Feststellungen ausländ i- scher Versicherungsträger, Krankenkassen, Behörden und Ärzte bezü g- lich Invaliditätsgrad und Anspruchsbeg inn für die rechtsanwendenden Behörden in der Schweiz nicht verbindlich (BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI - Praxis 1996, S. 179). 2.2 Am 1. Januar 2008 sind im Rahmen der 5. IV -Revision Änderungen des IVG und anderer Erlasse wie des ATSG in Kraft getreten. Weil in zeit- licher Hinsicht – vorbehältlich besonderer übergangsrecht licher Regel - ungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeb lich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 220 E. 3.1.1, 131 V 11 E. 1), ist der Leistungsanspruch für die Zeit bis zum 31. Dezember 2007 auf Grund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu pr ü- fen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). Die 5. IV-Revision brachte für die Invaliditäts bemessung keine sub - stanziellen Änderungen gegenüber der bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Rechtslage, sodass die zur altrechtlichen Regelung ergang e- ne Rechtsprechung weiterhin massg ebend ist (vgl. Urteil BGer 8C_373/2008 vom 28. August 2008 E. 2.1). Neu normiert wurde dagegen der Zeitpunkt des Rentenbeginns, der – sofern die entsprechenden An-B-6706/2010 Seite 12 spruchsvoraussetzungen gegeben sind – gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (in der Fassung der 5. IV -Revision) frühestens sechs Monate nach Gelten d- machung des Leistungsa nspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG entsteht. In Fällen, in denen der Versicherungsfall vor dem 1. Januar 2008 eintrat resp. die einjährige gesetzliche Wartezeit vor diesem Zeitpunkt zu laufen begann und im Jahre 2008 erfüllt wurde, gilt unter der Voraussetz ung, dass die Anmeldung spätestens per Ende Juni 2008 eingereicht wurde, das alte Recht (vgl. zum Ganzen BGE 138 V 475). 2.3 Im vorliegenden Verfahren fin den demnach grundsätzlich jene Vor - schriften Anwendung, die bei Ein tritt des Versicherungsfalles, spätest ens jedoch bei Erlass der Verfü gung vom 10. September 2010 in Kraft sta n- den; weiter aber auch solche Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung eines allen falls früher entstandenen Rentenanspruchs von Belang sind (das IVG ab dem 1. Januar 2004 in der Fassung vom 21. März 2003 [AS 2003 38 37; 4. IV- Revision] und ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 5129; 5. IV-Revision]; die IVV in den ent spre- chenden Fassungen der 4. und 5. IV-Revision [AS 2003 3859 und 2007 5155]). Noch keine Anwendung findet das am 1. Januar 2012 in Kraft ge- tretene erste Massnahmenpaket der 6. IV -Revision (IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659]). 3. Im vorliegenden Verfahren ist in der Hauptsa che streitig und vom Bu n- desverwaltungsgericht zu prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht den A n- spruch des Beschwerdeführers auf eine schweizerische Invalidenrente abgewiesen hat. 3.1 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung hat, wer invali d im Sinne des Gesetzes ist (Art. 7, 8, 16 ATSG; Art. 7, 8, 16 ATSG; Art. 4, 28, 28a, 29 IVG, Art. 4, 28, 29 aIVG) und beim Versiche- rungsfall mindestens während dreier Jahre (Art. 36 Abs. 1 IVG) Beiträge an die Alters -, Hinterlassenen - und Invalidenversich erung geleistet hat. Diese zwei Bedingungen müssen kumulativ erfüllt sein. Der Beschwerdeführer hat in der Schweiz während der Dauer von ann ä- hernd 19 Jahren Beiträge an die die Alters -, Hinterlassenen- und Invali- denversicherung geleistet, womit die beitra gsmässigen Voraussetzungen für den Bezug einer ordentlichen Invalidenrente zweifelsohne erfüllt sind. Zu prüfen bleibt damit, ob und gegebenenfalls ab wann und in welchem B-6706/2010 Seite 13 Umfang der Beschwerdeführer als invalid im Sinne des Gesetzes zu b e- trachten ist. 3.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesundheitsschaden verursach- te und nach zumutbarer Behandlung oder Eingliederung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust der Er werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden aus geglichenen Arbeitsmarkt resp. der Möglichkeit, sich im bi sherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Der Inval i- ditätsbegriff enthält damit zwei Elemen te: ein medizinisches (Gesun d- heitsschaden mit Auswirkungen auf die Ar beitsfähigkeit) und ein wir t- schaftliches im weiteren Sinn (dauer hafte oder länger dauernde Ei n- schränkung der Erwerbs fähigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich; vgl. zum Ganzen UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, Art. 8 Rz. 7). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körper lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Un- fähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem a n- deren Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Erwerbs- unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumut barer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilwei se Verlust der E r- werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Ar- beitsmarkt (Art. 7 ATSG). 3.3 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig g e- wesenen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von min- destens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Inva- liditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Hier - an hat die 5. IV -Revision nichts geändert (Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab 2008 geltenden Fassung). Laut Art. 28 Abs. 1 ter IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig gewesenen Fassung) bzw. Art. 29 Abs. 4 IVG (in der ab 2008 geltenden Fassung) werden Renten, die ei nem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprec hen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohn sitz und gewöhnlichen Aufent halt (Art. 13 ATSG) in der B-6706/2010 Seite 14 Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine abwei- chende Regelung vorsehen. Eine sol che Ausnahme gilt seit dem 1. J u- ni 2002 für die Staatsangehörigen eines Mitglied staates der EU und der Schweiz, sofern sie in einem Mit gliedstaat der EU Wohnsitz haben (BGE 130 V 253 E. 2.3 und 3.1), ist vorliegend indessen nicht gegeben. Vie l- mehr sieht Art. 8 Bst. e des Sozialversicherungsabkommens zwischen der Schweiz und Jugoslawien vor, dass ordentliche schweizerische Inv a- lidenrenten für Versicherte, die weniger als zur Hälfte invalid sind, nur gewährt werden, solange sie ihren Wohnsitz in der Schwei z haben. Nach der Recht sprechung des Eid genössischen Versicherungsgerichts (EVG; seit 1. Januar 2007: BGer) stellt diese Regelung nicht eine blosse Au s- zahlungsvorschrift, sondern eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c). Nach den Vorschriften der 4. IV -Revision entsteht der Rentenanspruch frühestens in dem Zeit punkt, in dem die versicherte Person mindestens zu 40 % bleibend er werbsunfähig (Art. 7 ATSG) geworden ist oder wä h- rend eines Jahres ohne wesentli chen Unterbruch durch schnittlich mi n- destens zu 40 % ar beitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war (Art. 29 Abs. 1 Bst. a und b IVG in der von 2004 bis Ende 2007 gültig gewesenen Fassung). Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung haben jene Versi cherten Anspruch auf eine Rente, die ihre E r- werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er- halten oder verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentli chen Unterbruch durch schnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf die ses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c). 3.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen h a- ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und b e- züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherte n Person noch zugemutet werden können (BGE 1 25 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). B-6706/2010 Seite 15 3.4.1 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un- tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei- lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der m e- dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlus sfolgerungen des E x- perten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grun d- sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeic h- nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be- richt oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a). 3.4.2 Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt B e- weiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begrü n- det sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Z u- verlässigkeit bestehen. Die Tatsache al lein, dass der befragte Arzt in e i- nem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die U n- parteilichkeit d er Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen). 3.4.3 Auf Stellungnahmen der RAD resp. der medizinischen Dienste kann für den Fall, dass ihnen materiell Gutachtensqualität zukommen soll, nur abgestellt werden, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anford e- rungen an einen ärztlichen Bericht genügen (Urteil des EVG I 694/05 vom 15. Dezember 2006 E. 2). Die RAD -Ärzte müssen sodann über die im Einzelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen, spielt doch die fachliche Qualifikation des Experten für die richterliche Würdigung einer Expertise eine erhebliche Rolle. Bezüglich der medizin i- schen Stichhaltigkeit eines Gutachtens müssen sich Verwaltung und G e- richte auf die Fachkenntnisse des Experte n verlassen können. Deshalb ist für die Eignung eines Arztes als Gutachter in einer bestimmten medizi- nischen Disziplin ein entsprechender spezialärztlicher Titel des berichten- den oder zumindest des den Bericht visierenden Arztes vorausgesetzt (Urteil des E VG I 178/00 vom 3. August 2000 E. 4a; Urteile des BGer 9C_410/2008 vom 8. September 2008 E. 3.3, I 142/07 vom 20. Nove m- ber 2007 E. 3.2.3 und I 362/06 vom 10. April 2007 E. 3.2.1; vgl. auch SVR 2009 IV Nr. 53 S. 165 E. 3.3.2 [nicht publizierte Textpassage d er E. 3.3.2 des Entscheides BGE 135 V 254]). B-6706/2010 Seite 16 Nicht zwingend erforderlich ist, dass die versicherte Person untersucht wird. Nach Art. 49 Abs. 2 IVV führt der RAD für die Beurteilung der med i- zinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs nur „bei Bedarf“ s el- ber ärztliche Untersuchungen durch. In den übrigen Fällen stützt er seine Beurteilung auf die vorhandenen ärztlichen Unterlagen ab. Das Absehen von eigenen Untersuchungen an sich ist somit kein Grund, um einen RAD-Bericht in Frage zu stellen. Dies gilt insbesondere dann, wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, und die direkte ärztliche Befassung mit der versiche r- ten Person in den Hintergrund rückt (vgl. Urteile des BGer 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1 und I 1 094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1.1, je mit Hinweisen). 3.5 Zu bemerken bleibt, dass auf Grund des im gesamten Sozialversiche- rungsrecht geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ein i n- valider Versicherter gehalten ist, innert nützlic her Frist Arbeit im ang e- stammten oder einem anderen Berufs- oder Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie möglich und zumutbar erscheint (BGE 113 V 28 E. 4a, 111 V 239 E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt einer IV-Stelle aus medizinischer Sicht zu bestimmen, in welchem Ausmass ein Versicherter seine verbliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit und zumutbarem Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt einsetzen kann. Diese Arbeitsmöglichkeit hat sich der Vers i- cherte anrechnen zu lassen. 4. Der Beschwerdeführer rügt in seiner Beschwerdeschrift, die Vorinstanz habe nicht darauf insistiert, dass die bosnischen -herzegowischen Ärzte die vom RAD in seiner Stellungnahme vom 5. Februar 2008 aufgeworfe- nen Fragen tatsächlich beantworten (vgl. Sachverhalt Bst. E). Die vom RAD aufgeworfenen Fragen richteten sich ursprünglich an die beiden Ärzte, welche das Gutachte n vom 11. Juni 2004 verfasst hatt en und sollten erhellen, ob seit der Erstellung jenes Gutachtens eine Verän- derung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers eingetreten ist. Nachdem indessen vorliegend noch nie über den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers rechtskräftig entschieden worden ist und das Bundesverwaltungsgericht im Rahmen eines ersten Leistungsprüfungsverfahrens (Erstanmeldung) zu befinden hat, sind nachfolgend – anders als bei einem Revisionsverfahren – die gesundheit- lichen Einschränkungen des Beschwerdeführers sowie dessen Arbeitsf ä-B-6706/2010 Seite 17 higkeit ohne zeitliche Einsch ränkung auf Grund sämtlicher vorliegender Medizinalakten zu beurteilen. Für die Verfasser der durch den bosni- schen-herzegowischen Versicherungsträger der Vorinstanz am 14. Juli 2009 zugesandten Arztberichte wäre die Beantwortung der Frage nach einer einge tretenen Verschlechterung des Gesundheitszustands l e- diglich mittels Vergleichs ihrer Untersuchungsergebnisse mit jenen im Gutachten vom 11. Juni 2004 möglich gewesen. Ein solcher Vergleich hat der RAD-Arzt der Vorinstanz in der Folge selber vorgenommen. Schliess- lich hätte für eine Rückfrage an die bosnischen-herzegowischen Ärzte mit einer unverhältnismässigen zeitlichen Verzögerung gerechnet werden müssen, verstrich doch bereits für die Einholung der durch die Vorinstanz am 20. August 2008 ein verlangten Arz tberichte annähernd ein Jahr. Im Nachfolgenden ist damit der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sowie dessen Arbeitsfähigkeit auf Grund der bereits vorliegenden Arztbe- richte zu prüfen. 5. Den vorinstanzlichen Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdefüh- rer offenbar bereits im Jahr 1990 an Radiokulopathie, sen somotorischer Polyneuropathie, chronischer Alkoholkrankheit und ängstlich-depressivem Zustand litt ( vgl. Arztbericht von Prim. Dr. N._______ , Neuropsychiater, vom 4. August 1990). Am 17. November 1994 liess er eine Diskushernie im Bereich L4/L5 operieren . Im Gutachten vom 11. Juni 2004 attestierten ihm die bosnischen-herzegowischen Ärzte Dr. D._______, Arbeitsspezia- list, und Dr. S._______, Neuropsychiater, dennoch eine volle Arbeitsf ä- higkeit. Gemäss RAD-Arzt Dr. med. C._______ sei in der Folge ausschliesslich eine chronische, obstruktive Bronchopneumopathie ( Lungenerkrankung) neu aufgetreten. Diese Diagnose habe eine Auswirkung auf die bisherige Tätigkeit des Beschwerdeführers. Im Wei teren diagnostizierte er in se i- nem Schlussrapport vom 11. Mai 2010 eine hypertensive Herzkrankheit , chronischer Äthylismus mit Hepatopathie (Leberleiden), Polyneuropathie verursachende Beschwerden sowie ein Zustand nach der Operation einer Diskushernie L4-L5 Mitte links im Jahr 1994 . In seiner früheren Stellun g- nahme vom 5. Februar 2008 hatte er dem Beschwerdeführer überdies die Diagnosen vermutliche aktive Alkoholkrankheit mit alkoholischer Polyneu- ropathie, depressiver und möglicherweise psychoorganischer Symptoma- tologie sowie Status nach Cholezystektomie wegen Gallensteine im Jahr 2005 ohne Komplikationen anerkannt. B-6706/2010 Seite 18 Der Beschwerdeführer hält dem im vorliegenden Beschwerdeverfahren entgegen, der RAD-Arzt berücksichtige nicht alle Diagnosen gemäss den vorliegenden Medizinalakten aus Bosnien und Herzegowina. Diese Rüge ist nachfolgend im Einzelnen zu prüfen. 5.1 Wie vorangehend dargelegt, hat Prim. Dr. N._______ in seinem Arzt- bericht vom 4. August 1990 sowohl die Diagnose der Radikulopthie als auch jene einer sen somotorischer Polyneuropathie gestellt. RAD-Arzt Dr. med. C._______ hat hingegen lediglich letztere Diagnose in seinem Schlussrapport vom 11. Mai 2010 bestätigt. Die Diagnose der Radikulop athie bezeichnet eine Reizung oder Schäd i- gung der Nervenwurzeln (Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 264. Aufl., Berlin 2013, S. 1761) . Sie kann sich in Störungen der Empfindung, Schmerzen oder Lähmungen äußern. Auffällige Krankheitszeichen sind in der Regel Missempfindungen (Kribbeln, Schmerzen, Taubheit) im Bereich der bet roffenen Nervenwurzel . Die Diagnose Polyneuropathie demge- genüber erfasst als Oberbegriff bestimmte Erkrankungen des peripheren Nervensystems, die mehrere Nerven betreffen (vgl. (Pschyrembel, a.a.O., S. 1676). Abhängig von der jeweiligen Ursache können moto rische, sen- sible oder auch vegetative Nerven gemeinsam oder auch schwerpunk t- mäßig betroffen sein. Symptome sind auch hier fehlende Wahrnehmung (Minussymptomatik) oder Gefühlsstörungen wie Kribbeln, Ameisenlaufen, Brennen (Plussymptomatik). Der Unterschied der beiden Diagnosen mit praktisch identischen Symptomen liegt darin, dass bei der Radikulopathie lediglich die Nervenwurzeln, bei der Polyneuropathie indessen mehrere Nervenfasern betroffen sind. Wie Dr. med. C._______ in seinem Schluss- rapport vom 11. Mai 2010 richtig feststellt, wurden beim Beschwerdefü h- rer indessen keine objektive n funktionellen Einschränkungen im Zusa m- menhang mit der Polyneuropathie oder einem anderen neuro logischen Defizit im A llgemeinen festgestellt. In motorischer Hinsicht wurden kei ne Sensibilitätsstörungen erkannt, sondern ledigli ch ein leicht verminderter Reflex auf beiden Seiten, was eine bedeutsame funktionelle motorische Störung ausschliesst. Ob damit vorliegend neben der allgemein ärztlich anerkannten Polyneuropathie beim Beschwerdeführer überdies auch an eine Radikulopathie oder eine andere neurologische Störung vorliegt, kann offen gelassen werden, da nach dem Gesagten die in neurolog i- scher Hinsicht insgesamt bestehenden funktionellen Einschränkungen des Beschwerdeführers hinreichend bekannt sind. B-6706/2010 Seite 19 5.2 Im Arztbericht vom 1. Oktober 2007 stellte Prim. Dr. V._______ in physischer Hinsicht (vgl. für psychische Diagnosen E. 5 .6) nachfolgende, RAD-ärztlich nicht bestätigte Diagnosen:  Cephalea symptomatica  Inkontinenz  Zervikalsyndrom und Zervikobrachial-Syndrom Der Begriff Zervikalsyndrom ist eine relativ allgemeine Bezeichnung für Beschwerden, die von der Halswirbelsäule (HWS) ausgehen bzw. den Halswirbelsäulenbereich betreffen. Typische Beschwerden sind Nacke n- steife, Schmerzen im Schulterbereich, Kopfschmerzen, Gefühlsstörungen in den Armen und Händen sowie Schmerzen bei Bewegungen des Ko p- fes (vgl. Pschyrembel, a.a.O., S. 2288). Damit umfasst die Diagnose Ze r- vikalsyndrom inhaltlich die Symtome sowohl der Cephalea symptomatica (wörtlich: den Kopf betreffende Symptome) als auch des Zervikobrachial- Syndroms (Nackenschmerzen). 5.2.1 RAD-Arzt Dr. med. C._______ verneinte in seinem Schlussrapport vom 11. Mai 2010 das Vorliegen solcher Schmerzen, da diese seiner An- sicht nach jeden objekti ven klinischen Befunds entbehr en würden. Dr. V._______ legt denn auch in seinem Arztbericht vo m 1. Oktober 2007 nicht dar, auf Grund welcher körperlicher Befunde er auf die erwähnten Kopf-, Nacken - und Rückenschmerzen geschlossen habe . Es ist damit davon auszugehen, dass die Diagnosen auf vom Beschwerdeführer b e- klagten Beschwerden basieren. 5.2.2 Mit Bezug auf Schmerzen sind zunächst die sich naturgemäss e r- gebenden Beweisschwierigkeiten zu berücksichtigen , weshalb im Ra h- men der sozialversicherungsrechtlichen Leis tungsprüfung verlangt wird, dass die Schmerzangaben durch damit korrelierende, fachärztlich schlüs- sig feststellbare Befunde hinreichend erklärbar sind. Die Schmerzang a- ben müssen also einer zuverlässigen medizinischen Feststellung und Überprüfung zugänglich sein (BGE 130 V 396 E. 5.3.2, Urteil BGer 8C_285/2009 vom 7. August 2009 E. 3.2). Chronische Schmerzen heben das funktionelle Leistungsvermögen grundsätzlich nicht auf (vgl. Urteil BGer I 994/06 vom 29. August 2007 E. 3.3). Die Rechtsprechung, w o- nach von der Vermutung auszugehen ist, dass mit zumutbarer Willensan- strengung trotz der Schmerzen eine leidensangepasste Tätigkeit ausg e- übt werden kann, kommt auch dann zur Anwendung, wenn zwar gewisse somatische Befunde erhoben wurden, diese die geklagten Schmerze n je-B-6706/2010 Seite 20 doch nur zu einem kleineren Teil erklären können (vgl. bspw. Urteil BGer 8C_591/2009 vom 27. November 2009 E. 4.2). Gemäss dieser im Z u- sammenhang mit der Problematik von somatoformen Schmerzstörungen entwickelten Rechtsprechung setzt die – nur in Ausna hmefällen anz u- nehmende – Unzumutbarkeit einer willentlichen Schmerzüberwindung das Vorliegen einer mitwirkenden, psychisch ausgewiesenen Komorbid i- tät von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer oder aber das Vorhandensein anderer qualifiziert er, mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllter Kriterien voraus (BGE 130 V 352; vgl. bzgl. myofaszi a- les Schmerzsyndrom Urteil BGer 8C_362/2009 E. 5f.). Eine solche ps y- chische Komorbidität stellt zum Beispiel eine depressive Störung gröss e- ren Ausmasses dar (BGE 132 V 65 E. 4.2.2). Vorliegend werden vom Beschwerdeführer psychische Einschränkungen geltend gemacht, die zum Beispiel in die Arztberichte von Dr. V._______ vom 1. Oktober 2007 sowie von Dr. N._______ vom 4. August 1990 Ein- gang fa nden. Die von Dr . D._______ gestellten Diagnosen werden von RAD-Arzt Dr. med. C._______ bestritten. Das Vorliegen psychischer Ein- schränkungen des Beschwerdeführers wird nachfolgend zu prüfen sein (vgl. hierzu nachfolgend E. 5 .6). Bereits an dieser Stelle kann indessen festgestellt werden, dass gewisse depressive Symptome oder eine Schlafstörung, wie von Dr. V._______ und Dr. N ._______ festgestellt, nicht von ausreichend erheblicher Schwere, Intensität und Ausprägung sind, um eine psychisch ausgewiesenen Komorbidität im Sinne der bu n- desgerichtlichen Rechtsprechung zu begründen. Ob auf Grund der von Dr. V._______ ausserdem diagnostizierten rezidivierenden depressiven Störung sowie zwangshaften Persönlichkeitsstörung mit depressiver D e- kompensation einer Unzumutbarkeit der w illentlichen Schmerzüberwi n- dung zu bejahen wäre, kann vorliegend offengelassen werden, nachdem diese beiden Diagnosen in Bezug auf den Beschwerdeführer zu verne i- nen sein werden (siehe E. 5.6.3, Abs. 2 ). Ebensowenig liegt ein anderes selbstständiges, vom ps ychogenen Schmerzsyndrom losgelöstes Leiden im Sinne einer psychischen Komorbidität vor, welches eine Schmer z- überwindung seitens des Beschwerdeführers verunmöglichen würde. Damit erübrigt sich vorliegend die Abklärung der Frage , ob der B e- schwerdeführer im Zephal-, Zervikal- und Zervikobrachialbereich an einer Schmerzstörung leidet. Es wäre dem Beschwerdeführer n ach dem G e- sagten in jedem Fall zuzumuten, seine allfälligen, in diesem Zusamme n- hang bestehenden Schmerzen zu ü berwinden. Nachdem somit auch bei Bejahung der erwähnten Diagnose keine weitere Auswirkung Arbeitsf ä-B-6706/2010 Seite 21 higkeit in einer Verweisungstätigkeit zu erwarten ist, erübrigen sich vorlie- gend auch in dieser Hinsicht weitere Abklärungen. 5.2.3 Die Diagnose der Inkontinenz (vgl. Pschyrembel, a.a.O., S. 1006) wird in den weiteren Medizinalakten nicht bestätigt. Dank entsprechender Hilfsmitteln (zum Beispiel Einlagen u.ä.) sowie hinreichender Therapi e- möglichkeiten ist durch diese Diagnose ebenfalls keine z usätzliche Aus- wirkung auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwer deführers in einer ang e- passten beruflichen Tätigkeit zu erwarten. Mangels invalidenrechtlicher Erheblichkeit muss damit auch der Frage, ob der Beschwerdeführer effek- tiv an Inkontinenz leidet, vorliegend nicht weiter nachgegangen werden. Damit erfordern die von Dr. V._______ in somatischer Hinsicht gestellten Diagnosen mangels invalidenrechtlicher Erheblichkeit keine Ergänzung der durch den RAD der Vorinstanz aufgelisteten Diagnosen. 5.3 Im Gutachten von Dr. L._______, Anästhesist, sowie von Dr. S._______, Neuropsychiater, zu Handen des Versicherungsträgers in B i- jeljina (Bosnien und Herzegowina) vom 29. Mai 2009 wurde zusätzlich zu den RAD -ärztlich aufgeführten Diagnose n ein lumbales Syndrom post operationem discus hernie ae i.V. L4-L5 aufgeführt. Die beiden Ärzte be- zeichneten damit Rückenschmerzen, die infolge der Operation der Diskushernie aufgetreten seien. Wie bereits in E. 5.2 dargelegt, verneinte RAD-Arzt Dr. med. C._______ demgegenüber in seinem Schlussrapport vom 11. Mai 2010 das Vorliegen solcher Sc hmerzen, da diese jeden o b- jektiven klinischen Befunds entbehren würden. In der Tat ist die Diagnose Rückenschmerzen zuvor lediglich im oben wiedergegebenen Arztbericht von Dr. V._______ vom 1. Oktober 2007 gestellt worden, anders als die ärztlich übereinstimmend erhobene Diagnose des Zustands nach der Operation einer Diskushernie. Weder Dr. V._______ noch die beiden Ärz- te Dr. L._______ und Dr. S._______ erläuterten einen den erwähnten Schmerzen entsprechenden körperlichen Befund. Somit gilt auch für die Diagnose des lumbalen Syn droms die in E. 5 .2 genannte Rechtspr e- chung der in der Regel zumutbaren Schmerzüberwindung, welche vorlie- gend zu bejahen ist. Infolgedessen ist auch durch ein allfälliges Schmerz- syndrom im Lumbalbereich keine weitere Auswirkung auf die Arbeitsfä- higkeit des Beschwerdeführers zu erwarten, weshalb sich d ie diesbezüg- liche Ergänzung der RAD-ärztlich aufgeführten Diagnosen erübrigt. 5.4 Im Arztbericht vom 29. Mai 2009 hat Dr. J._______ zusätzlich zu den zuletzt zurückbehaltenen RAD-ärztlichen Diagnosen den Status nach B-6706/2010 Seite 22 Cholecystectomie diagnostiziert (vgl. aber Stellungnahme von Dr. med. C._______ vom 5. Februar 2008; Sachverhalt Bst. D, Abs. 2; E. 4 Abs. 2). Der Begriff Cholezystektomie bedeutet die chirurgische Entfernung der Gallenblase. Die ser Eingriff ist zum Beispiel indiziert bei Gallensteinen, welche zu Komplikationen wie wiederkehrende Koliken oder eine Entzün- dung der Gallenblase führen. Wie dem Arztbericht von Dr. Z._______, Chirurg und Prim. Dr. M._______ , ebenfalls Chirurg, betreffend den Sp i- talaufenthalt des Beschwerdeführers v om 16. August bis 12. Septe m- ber 2005 zu entnehmen ist, war die Entfernung der Gallenblase wegen Gallensteinen bei heftigen Koliken und Entzündungen (Cholecystitis acu- ta microcalculosa ICD -10 K80) indiziert. Nach der Operation seien keine Probleme aufgetreten. Da die Gallenblasen-Chirurgie nach der allgeme i- nen Lebenserfahrung ein sehr sicherer und erfolgreicher Eingriff darstellt, sind nach der normal verlaufenen Operation sowie dem positiven an- schliessendem Verlauf keine funktionelle Einschränkungen durch die Di- agnose Status nach Cholecystectomie zu erwarten. 5.5 Im Arztbericht vom 21. März 2009 stellten die Ärzte Dr. O._______, Radiologue / Orthopäde sowie Dr. I._______, Orthopäde / Traumatologe, eine Hepatomegalie mit Steatose fest. Die Hauptdiagnose der Hepat o- pathie (Leberleiden) hat auch RAD -Arzt Dr. med. C._______ erkannt. Neu ist lediglich der Zusatz der Steatose, sprich der Leberverfettung. Hierbei handelt es sich um eine häufige Erkrankung der Leber mit in der Regel reversibler Einlagerung von Fett in der Leberzelle , zum Beispiel in- folge von Überernährung oder Alkoholmissbrauch (vgl. Pschyrembel, a.a.O, S. 666f.). Erfahrungsgemäss werden rund die Hälfte der Fälle von Lebererkrankungen durch Alkoholmissbrauch verursacht. Die Leberve r- fettung stellt das erste Stadium einer durch Alkoholmissbrauch entsta n- denen Lebererkrankung. Ein fort geschrittenes Erkrankungsstadium liegt vor bei Fettleberhepatitis (Entzündung der Leber ; vgl. Pschyrembel, a.a.O, S. 667 ). Das Endstadium chronischer Leberkrankheiten wird def i- niert durch die Diagnose einer Leberzirrhose, die in der Regel als irreve r- sibel gilt (vgl. Pschyrembel, a.a.O, S. 1179f.) . Die Leberverfettung (ohne Zeichen einer Leberentzündung) , wie sie beim Beschwer deführer offen- bar vorliegt, hat indessen nur geringen Krankheitswert. Die RAD-ärztlich anerkannte Hepatopathie bezeichnet andererseits eine unbestimmte Erkrankung der Leber, die zumeist durch pathologische L e- berwerte oder eine andere noch nicht geklärte sonographische Auffälli g- keit verursacht wird. RAD-Arzt Dr. med. C._______ bringt diese Erkran- kung ausdrücklich in einen engen Zusammenhang mit der Alkoholkran k-B-6706/2010 Seite 23 heit des Beschwerdeführers. Es handelt sich somit auch hierbei um eine durch Alkoholmissbrauch verursachte, unbestimmte Erkrankung der L e- ber. Nachdem – wie vorangehend dargelegt – die Steatose def initions- gemäss die geringste durch Alkoholmissbrauch verursachte Lebererkra n- kung darstellt, darf diese als im allgemeinen Begriff der alkoholischen Hepatopathie absorbiert betrachtet werden. 5.6 Der Beschwerdeführer bringt schliesslich im Beschwerdeverfahren – wie bereits im vorinstanzlichen Vorbescheidverfahren – vor, seine psychi- schen Leiden hätten die Durchführung einer neuropsychiatrische Abklä- rung durch die Vorinstanz erfordert. 5.6.1 In den vorliegenden Akten liegen tatsächlich einige Hinweise für e i- ne in psychischer Hinsicht bestehende Beeinträchtigung des Beschwe r- deführers vor. So diagnostizierte Prim. Dr. N._______ dem Beschwerde- führer in seinem Bericht vom 4. August 1990 ängstlich -depressive Sym- ptome. Ebenfalls war im Gutachten vom 11. Juni 2004 die Rede von Stimmungstief und psychischer Verlangsamung. Im Gutachten vom 29. Mai 2009 erklärten Dr. L._______ und Dr. S._______, der Beschwer- deführer zeige ein depressives Verhalten und weise das Erscheinungsbild eines Alkoholikers auf. Auch RAD-Arzt Dr. med. C._______ zog in seiner Stellungnahme vom 5. Februar 2008 zumindest in Erwägung, der B e- schwerdeführer weise möglicherweise ein alkoholbedingtes psychoorg a- nisches oder depressives Syndrom auf. Prim. Dr. V._______, Neuropsy- chiater / Subspezialist in psychischer Fo rensik, hat sogar mehrere Diag- nosen in psychischer Hinsicht gestellt. So bescheinigte er dem B e- schwerdeführer in seinem Arztbericht vom 1. Oktober 2007 eine Depres- sio reccurentis (ICD -10 F. 31), Schlafstörung sowie eine zwangshafte Persönlichkeitsstörung mit depressiver Dekompensation. RAD-Arzt Dr. med. C._______ hat sich in seiner Stellungnahme vom 5. Februar 2008 einlässlich mit diesem Arztbericht von Dr. V._______ auseinandergesetzt. Er erläuterte, Dr. V._______ gehe in seinem Ar ztbe- richt vom 1. Oktober 2007 von einer falschen Anamnese aus und stelle eine Diagnose, die auf Grund des psychiatrischen Status nicht gerechtfer- tigt sei. Die Diagnose der wiederkehrenden depressiven Störung könne mit der ICD-10 F31 nicht in Zusammenhang gebracht werden. Insgesamt müsse der Arztbericht von Dr. V._______ jeden Beweiswert abgespro- chen werden. 5.6.2 Dr. V._______ scheint in seinem Arztbericht vom 1. Oktober 2007 für die Diagnose der wiederkehrenden depressiven Störung versehentlich B-6706/2010 Seite 24 die ICD-10 F31 an Stelle der ICD-10 F33 (rezidivierende depressive Stö- rung) angegeben zu haben. Es ist nicht davon auszugehen, dass er hie r- bei die Diagnose der bipolaren affektiven Störung (ICD-10 F31) mit jener der rezidivierenden depressiven Störung (ICD -10 F33) in einen Zusam- menhang bringen wollte. Die versehentliche Angabe des falschen ICD - 10-Codes vermag deshalb den Bericht von Dr. V._______ alleine nicht zu entkräften. Vielmehr ist über die Richtigkeit der von Dr. V._______ ge- nannten Diagnosen im Blickwinkel des von ihm sowie insgesamt in den Medizinalakten geschilderten psychischen Zustands des Beschwerdefü h- rers zu befinden. 5.6.3 In seinem Bericht vom 1. Oktober 2007 erklärte Dr. V.______ (nach der durch die Vorinstanz eingeholten Übersetzung) wörtlich, der B e- schwerdeführer leide an einer Vielzahl psychischer Probleme, die er seit 1996 bei einem Neuropsychiater behandeln lasse. Diese Probleme be- stünden in Angst, existentielle r und soziale r Unsicherheit, Stimmung s- schwankungen mit beginnender Depression, Mangel a n Dynamik sowie Willenskraft und würden von einer reduzierten Frustrationstoleranz bis zur totalen Hoffnungslosigkeit und fehlen den Zukunftsgedanken reichen. Auf Grund seiner psychischen Probleme befinde sich der Beschwerdeführer in ständiger medikamentöse r Behandlung. Nach einem schlimmen Aut o- unfall seines Sohnes habe er zu trinken begonnen in der Hoffnung , so seine psychischen Beschwerden zu erleichtern, was jedoch längerfristig zu einer Verschlimmerung seiner Beschwerden und zu r Vereinsamung geführt habe. Diese Ausführungen zeigen, dass der Beschwerdeführer wohl anfänglich mit Stimmungsschwankungen auf Grund schwieriger Lebensumstände zu kämpfen hatte , sich dann abe r mehr und mehr dem Alkohol zu wandte. Die von Dr. V._______ behauptete medikamentöse und t herapeutische Behandlung des Beschwerdeführers in psychischer Hinsicht findet sich in den vorliegenden Medizinalakten nicht bestätigt. Wie RAD -Arzt Dr. med. C._______ in seiner Stellungnahme vom 5. Februar 2008 zu Recht e r- kannte, sind die sich derzeit zeigenden psychischen Unstimmigkeiten des Beschwerdeführers deshalb im Zusammenhang mit dessen übermäss i- gem Alkoholkonsum zu se hen. Diese rechtfertigen insgesamt weder die Diagnose der rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10 F33) noch je- ne einer zwangshaften Persönlichkeitsstörung. Schliesslich stellt die g e- nannte Schlafstörung ohne weitere Hinweise keine invalidenrechtlich r e- levante psychische Störung dar. B-6706/2010 Seite 25 5.6.4 Die dem Beschwerdeführer durch den Neuropsychiater Dr. N._______ attestierten ängstlich-depressive Symptome basieren auf den persönlichen Angaben des Beschwerdeführers, wie deutlich aus dem B e- richt vom 4. August 1990 hervorgeht. Entsprechend hat Dr. N._______ keine konkrete Abklärung der vom Beschwerdeführer geschilderten Sym- ptome vorgenommen. Die festgestellte "ängstlich -depressive Symptoma- tik" kann somit nicht der Diagnose einer Angst- oder depressiven Störung im Sinne der ICD -10-Systematik gleich gestellt werden. Es ist darunter vielmehr ein be drückter und ängstlicher Allgemeinzustand zu vers tehen, wie dies die mit dem vorliegenden Fall befassten Ärzte im Übrigen ei n- heitlich erkannten. 5.6.5 Insgesamt erscheint damit vorliegend bestenfalls die von RAD -Arzt Dr. med. C._______ in seiner früher en Stellungnahme vom 5. Febr u- ar 2008 gestellte Diagnose de r vermutlichen alkoholbedingten depress i- ven und möglicherweise psychoorganischen Symptomatologie (ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) vorherrschend. Mangels invaliden- rechtlicher Erheblichkeit der psychischen Symptome des Beschwerdefüh- rers kann auf die Ergänzung der von Dr. med. C._______ in seinem Schlussbericht vom 11. Mai 2010 genannten Diagnosen in psychischer Hinsicht verzichtet werden. Gleichfalls erübrigen sich diesen Umständen zusätzliche Abklärungen in psychiatrischer Hinsicht, insbesondere die Einholung der vom Beschwerdeführer beantragten neuropsychiatrischen Abklärung. 5.7 Nach dem Gesagten erscheinen die im RAD -ärztlichen Schlussbe- richt von Dr. med. C._______ gestellten Diagnosen vollständig, nachvoll- ziehbar begründet und in sich widerspruchsfrei. Damit genügt dieser inso- fern den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztl i- chen Bericht. 6. Der Beschwerdeführer bringt gegen die Stellungnahmen von Dr. med. C._______ generell vor, jener sei als Allgemeinmediziner FMH nic ht be- fähigt, sämtliche bei ihm vorliegenden Beschwerden zu prüfen . Tatsäch- lich hat eine RAD-Stellungnahme nicht nur den allgemeinen beweisrecht- lichen Anforderungen zu genügen, sondern die entsprechenden RAD - Ärzte sollen auch über die im Einzelfall gefragten persönlichen und fachli- chen Qualifikationen verfügen (E. 3.6.3). Zu prüfen ist damit, ob Dr. med. C._______ als Facharzt für Allgemeine Innere Medizin (siehe B-6706/2010 Seite 26 http://www.doctorfmh.ch/index.cfm) in der Lage w ar, die beim Beschwe r- deführer diagnostizierten Beschwerden zu beurteilen. Vorliegend hatte der RAD der Vorinstanz zusammenfassend verschiede- ne körperliche Beschwerden, welche zu einem grossen Teil durch den re- gelmässigen Alkoholkonsum des Beschwerdeführer s entstanden sind, sowie den Zustand nach zweier normal verlaufener Operationen zu beur- teilen. In Frage standen ausserdem psychische Leiden, wobei auch hier ein Zusammenhang mit der Alkoholabhängigkeit des Beschwerdeführers im Vordergrund stand. Obwohl Dr. med. C._______ nicht über einen Facharzttitel auf den Gebieten der Neurologie und der Psychiatrie verfügt, kommt seinem Schlussbericht vom 11. Mai 2010 auf Grund der beim Be- schwerdeführer zwar in verschiedener Hinsicht bestehenden, aber nicht überaus kom plexen und schwerwiegenden Gesundheitsbeeinträchtigu n- gen Gewicht zu resp. ist diese r als beweiskräftig zu qualifizieren. Auf das Einholen von Berichten entsprechend ausgebildeter Spezialärztinnen und –ärzte konnte im vorliegenden Fall auch deshalb verzicht et werden, weil Dr. med. C._______ insbesondere die durch die bosnische - herzegowische Invalidenkommission eingeholten fachärztlichen Gutach- ten vom 11. Juni 2004 und vom 29. Mai 2009 sowie zahlreiche andere Berichte von weite ren Fachärzten zur Verfügung ges tanden hatten. Aus diesem Grund war er als Facharzt für Allgemeine Innere Medizin durch- aus in der Lage, auch die Leiden des Beschwerdeführers in neurologisch- psychiatrischer Hinsicht resp. deren Auswirkungen auf die Arbeits - und Leistungsfähigkeit in der a ngestammten Tätigkeit beurteilen zu können, zumal er über spezielle versicherungsmedizinische Kenntnisse ver fügt ("Médecin expert SIM"). 7. 7.1 Dr. med. C._______ erachtete den Beschwerdeführer in seinem Schlussrapport vom 11. Mai 2010 auf Grund der bei ihm vorl iegenden verschiedenen Beeinträchtigungen (chronische, obstruktive Lungene r- krankung, hypertensive Herzkrankheit, chronischer Äthylismus mit Lebe r- leiden, Polyneuropathie sowie Zustand nach Operation einer Diskushe r- nie L4-L5 Mitte links) für dessen bisherige Tätigkeit als Bauarbeiter Tätig- keiten zu 70 % arbeitsunfähig. In einer leichten angepassten Tätigkeit be- stehe demgegenüber eine volle Arbeitsfähigkeit mit der Einschränkung, dass er Lasten in nicht wiederholter Weise von maximal 10 bis 15 Kil o- gramm zu tra gen vermöge. Diese Beurteilung ist mit Blick auf die vora n- gehend dargestellten gesundheitlichen Beeinträchtigungen des B e-B-6706/2010 Seite 27 schwerdeführers nachvollziehbar, und es ist von einem genügend detai l- lierten und somit rechtsgenüglichen Zumutbarkeits profil auszugehen. Im Weiteren überzeugen die im Anhang zum Schlussrapport vom 11. Mai 2010 beispielhaft aufgeführten zumutbaren Verweisungstätigkeiten. 7.2 Der Beschwerdeführer bringt hiergegen in der Beschwerdeschrift vom 16. September 2010 sinngemäss vor, nachdem ihm die bosnische- herzegowische Invalidenkommission für sämtliche ( leichte und schwere ) Tätigkeiten eine 70 % -ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt habe, sei die Einschätzung des RAD der Vorinstanz hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in einer Verweisungstätigkeit nicht nachvollziehbar. Die Vorinstanz hält dem in ihrer Vernehmlassung vom 23. Dezember 2010 entgegen, die schwe i- zerische Invalidenversicherung sei nicht an die Beurteilung ausländischer Versicherungsträger und Ärzte gebunden. 7.3 Im Gutachten vom 29. Mai 2009 erk lärten die bosnischen - herzegowischen Ärzte Dr. L._______ und Dr. S._______ den Beschwer- deführer als vollständig und dauerhaft unfähig, eine Arbeit auf dem allg e- meinen Arbeitsmarkt auszuüben, was nach den bei ihnen geltenden Vo r- schriften einem Verlust der A rbeitsfähigkeit (und somit einer Invalidität) gleichkomme. Das Ausmass dieser Invalidität belaufe sich auf 70 %. Dr. med. C._______ befand hierzu in seinem Schlussrapport vom 11. Mai 2010, die Invaliditätsschätzung im Gutachten der bosnischen - herzegowischen Ärzte vom 29. Mai 2009 basiere nicht auf dem schweize- rischen Invalidenrecht. Die vorgeschlagene Arbeitsunfähigkeit von 70 % sei nach schweizerischen Normen als Arbeitsunfähigkeitsgrad in der bi s- herigen Tätigkeit des Beschwerdeführers als Bauarbeiter zu betrachten. Diese Darstellung wird untermauert durch den Bezug der Ärzte Dr. L._______ und Dr. S._______ in ihrer Invaliditätseinschätzung auf die bei ihnen geltenden (sprich der bosnischen-herzegowischen) Vorschriften. 7.4 Im Weiteren ist der Vorinstanz darin beizupflichten, dass in Bezug auf die Invaliditätseinschätzung nach schweizerischem Recht keine Bindung an die Feststellungen ausländischer Versicherungs träger besteht (E. 2.1 i.f.). Die in der schweizerischen Rechtsprechung entwickelte Schade n- minderungspflicht verpflichtet einen Versicherten, innert nützlicher Frist Arbeit im angestammten oder einem anderen Berufs - oder Erwerbszweig oder einem anderen Berufs - oder Erwerbszweig zu suchen und anz u- nehmen, soweit sie möglich und zumutbar erscheint (E. 3.7). Damit ist bei einer vollen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit nach schweizerischem Recht in jedem Fall auch nach einer dem Versicherten B-6706/2010 Seite 28 zumutbaren, dessen gesundheitlichen Einschränkungen adaptierten T ä- tigkeit zu suchen und die Arbeitsfä higkeit des Versicherten in einer so l- chen Verweisungstätigkeit zu bestimmen. Wie bereits in E. 7 .1 dargelegt, überzeugen die von RAD -Arzt Dr. med. C._______ festgelegten funktio- nellen Einschränkungen in einer leichten angepassten Tätigkeit, gleic h- falls wie die von ihm genannten Beispiele zumutbarer Verweisungstäti g- keiten. Damit ist die RAD -ärztliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers insgesamt nicht zu beanstanden. 8. Zu prüfen bleibt der durch die Vorinstanz durchgeführte Einkommensve r- gleich (Invaliditätsberechnung vom 10. Juni 2010). 8.1 Gestützt auf den Bericht "Constatation, Estimation et Avis" des bosn i- schen-herzegowischen Versicherungsträgers vom 11. Juni 2004 (Gutach- ten von Dr. D._______, Arbeitsspezialist, und Dr. S._______, Neuropsy- chiater), den Arztbericht von Prim. Dr. V._______ vom 1. Oktober 2007 sowie das Schreiben des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers vom 23. November 2005 ist die Vorinstanz davon ausgegangen, dass der B e- schwerdeführer bis November 1996 als Bauarbeiter in der Schweiz gear- beitet hat. Gemäss dem letzteren Schreiben vom 23. November 2005 ha- be er hiernach weder eine selbständige noch eine unselbständige Tätig- keit ausgeübt. Bei der Durchführung des Einkommensvergleichs hat die Vorinstanz deshalb (zu Gunsten d es Beschwerdeführers) auf dessen in der Schweiz ausgeübte Tätigkeit als Bauarbeiter abgestellt, wobei sie für die Ermittlung des Valideneinkommens – mangels vorliegender effektiver Einkommenszahlen – die Schweizerische Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik BFS (im Folgenden LSE) 2008 beizog. Den durchschnittlichen Bruttolohn für Arbeiter im Anforderungsprofil 4 (einf a- che und repetitive Tätigkeiten) von Fr. 5'356. – (auf der Basis einer bra n- chenüblichen Woche mit 41,6 Wochenstunden , abrufbar unter www.bfs.admin.ch > Themen > Arbeit, Erwerb > Erwerbstätigkeit und A r- beitszeit > detaillierte Daten > Statistik der betriebsüblichen Arbeitszeit > Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, in Stunden pro Woche 1990-2011, Sektor Baugewerbe / Bau, zuletzt besucht am 15. Mai 2013; vgl. BGE 126 V 75 E. 3b bb) hat sie der Tabelle TA1, Ziff. 45 korrekt entnommen. Das so ermittelte Valideneinkommen wird vom Beschwerde- führer nicht bestritten und ist gerichtlich zu schützen. 8.2 Bei der Ermittlung des Inv alideneinkommens hat die Vorinstanz aus- nahmsweise auf schweizerische Vergleichslöhne des Bundesamtes für B-6706/2010 Seite 29 Statistik abgestellt, da in Bezug auf Bosnien und Herzegowina keine An- gaben zu Vergleichslöhnen vorhanden sind und sie bereits das Valid e- neinkommen auf der Basis seines schweizerischen Einkommens errec h- net hat. Auf Grund der RAD -ärztlich für zumutbar befundenen vollen Ar- beitsfähigkeit in einer leichten Verweisungstätigkeit ohne wiederholtes Tragen von Lasten von 10 bis 15 Kilogramm, stützte sich die Vori nstanz für die Ermittlung des Invalideneinkommens ebenfalls auf die LSE 2008, Tabelle TA1, Total, Anforderun gsprofil 4, Spalte Männer, was – umge- rechnet auf eine durchschnittliche Arbeitszeit von 41,6 Wochenstun den (abrufbar unter www.bfs.admin.ch > Themen > Arbeit, Erwerb > Erwerbs- tätigkeit und Arbeitszeit > detaillierte Daten > Statistik der betriebsübl i- chen Arbeitszeit > Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilu n- gen, in Stunden pro Woche 1990 -2011, Total, zuletzt besucht am 15. Mai 2013) – einen Wert von Fr. 4'998.24 ergab. Dies entspricht der Rechtsprechung des Bundesgerichts, wonach bei Versicherten, die nach Eintritt des Gesundheitsschadens lediglich noch leichte Arbeiten verric h- ten können, für die Bestimmung des Invalideneinkommens an Hand v on Tabellenlöhnen in der Regel vom durchschnittlichen monatlichen Brutt o- lohn für Männer oder Frauen bei einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4 des Arbeitsplatzes) auszugehen ist (SVR 2002 UV Nr. 15 E. 3c c ). Auch gegen das durch die Vorinstanz errechnete Inval i- deneinkommen ist damit nichts einzuwenden. 8.3 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen - und Inval i- deneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben u nd allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verf ü- gungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4.3.1 ff., 128 V 174; SVR 2003 IV Nr. 11 E. 3.1.1). Vorliegend bestand die Arbeitsunfähigkeit ab dem 29. Mai 2009, was s o- mit dem Zeitpunkt des hypothetischen Beginns des allfälligen Rentena n- spruchs entspricht. Die Vorinstanz hätte von daher grundsätzlich für die Vornahme des Einkommensvergleichs die Vergleichseinkommen des Jahres 2009 berücksichtigen sollen. Da indessen sowohl d as Invaliden- als auch das Valideneinkommen auf der gleich en z eitlichen Grundlage (LSE 2008) basier t, hätte die Errechnung der Einkommenszahlen des Jahres 2009 lediglich eine Anpassung beider Vergleichseinkommen je an die Preisentwicklung in der Zeit von 2 008 bis 2009 erfordert. Eine solche beidseitige Anpassung der Vergleichseinkommen verhält sich indessen für das Ergebnis des Einkommensvergleich s wertneutral, womit vorli e-B-6706/2010 Seite 30 gend für die Vornahme des Einkommensvergleichs die durch die Vori n- stanz auf der Lohnb asis 2008 ermittelten Vergleichseinkommen über- nommen werden können. 8.4 Nach der Rechtsprechung ist bei der Verwendung statistischer Tabe l- lenlöhne zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Pers o- nen, die selbst bei leichten Hilfstätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurc h- schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass per sönliche und berufliche Merkmale des Ver- sicherten wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben, denen mit einem Abzug vom Invalideneinko m- men zu begegnen ist. Ein solcher Abzug soll aber nicht automatisch, son- dern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Versicherte wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale seine gesundheitlich bedingte Restarbeitsfähigkeit auf dem all gemeinen A r- beitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann. Es rechtfertigt sich nicht, für jedes zur Anwendung gelangende Merkmal separat quantifizierte Abzüge vorzunehmen und diese zusa m- menzuzählen, da damit Wechselwirkungen ausgeblendet werden. Allge- mein ist der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen (le i- densbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität / Aufent- haltskategorie und Beschäftigungsgrad) unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflic htgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Letztlich ist der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung a l- ler jeweils in Betracht fallenden Merkmale auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen (zum Ganzen: BGE 126 V 75). Indem die Vorinstanz den leidensbedingten Abzug zufolge Einschränkung der ihm noch möglichen Tätigkei ten auf leichtere Arbeiten mit 2 0 % fest- gesetzt hat, scheint sie der Situation des Beschwerdeführers ausreichend Rechnung getragen zu haben. Der Vergleich des Valideneinkommens von Fr. 5'356.– und des (um den Leidensabzug von 20 % reduzierten) Inval i- deneinkommens von Fr. 3'998.60 ergibt einen Invaliditätsgrad von 25 %. Dieser Invaliditätsgrad begründet keinen Anspruch auf eine Invalidenre n- te (Art. 28 Abs. 2 IVG). Selbst unter Berücksichtigung des maximal mögli- chen leidensbedingten Abzugs von 25 % (sowie entsprechend eines Inva- lideneinkommens von Fr. 3'748.70) würde lediglich ein Invaliditätsgrad von 30 % resultieren, der ebenfalls zu keinem Rentenanspruch führt. Bei B-6706/2010 Seite 31 diesem Ergebnis kann offen bleiben, ob der leidensbedingte Abzug vo r- liegend auf 25 % oder weniger festzusetzen ist. Damit hält der durch die Vorinstanz vorgenommene Einkommensve r- gleich insgesamt einer gerichtlichen Prüfung stand. Der Beschwerdefüh- rer bemängelt diesen denn auch zu Recht nicht. 8.5 Nach dem Gesagten ergibt sich, dass der Entscheid der Vorinstanz rechtmässig ist. Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. 9. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par- teientschädigung. 9.1 Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdefüh- rer die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese werden auf Fr. 400.– festgesetzt und sind mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen. 9.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als Bunde s- behörde hat die obsiegende Vorinstanz jedoch keinen Anspruch a uf eine Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Febr u- ar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwa l- tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Dem unterliegenden, juristisch ve r- tretenen Beschwerdeführer ist dem Verfahrensausgang entsprechend keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 400. – werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt und mit dem geleisteten K ostenvorschuss in gleicher Höhe ve r- rechnet. B-6706/2010 Seite 32 3. Es wird keine Parteienschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV (Gerichtsurkunde) Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Vera Marantelli Marion Sutter Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 29. Mai 2013