A bteilung V E -2107/2007 kom /bir/ruo {T 0/2} U rteil vom 5. Juli 2007 M itw irkung: R ichter König (Vorsitz), H aefeli, M onnet G erichtsschreiber Bindschedler 1. A ._______, Äthiopien, 2. B ._______, Äthiopien, vertreten durch Fürsprecher Peter D . D eutsch, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 16. Februar 2007 i.S. A syl (W iedererw ägung) / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass das dam alige Bundesam t für Flüchtlinge (BFF, heute Bundesam t für M igration [BFM ]) m it Verfügung vom 18. Juli 2002 feststellte, die Beschw erdeführer erfüllten die Flüchtlingseigenschaft nicht, ihre Asylgesuche vom 3. August 2000 ablehnte, die W eg- w eisung aus der Schw eiz verfügte, indessen statt des Vollzugs der W egw eisung die vor- läufige Aufnahm e der Beschw erdeführer anordnete, dass die Verfügung vom 18. Juli 2002 unangefochten in R echtskraft erw uchs, dass die Beschw erdeführer am 7. D ezem ber 2006 durch ihren R echtsvertreter beim BFM ein W iedererw ägungsgesuch einreichen und beantragen liessen, es sei ihnen in W iedererw ägung der Verfügung des Bundesam tes vom 18. Juli 2002 Asyl in der Schw eiz zu gew ähren, dass das BFM m it Verfügung vom 16. Februar 2007 das W iedererw ägungsgesuch ab- w ies, die Verfügung vom 18. Juli 2002 als rechtskräftig und vollstreckbar bestätigte und feststellte, einer allfälligen Beschw erde kom m e keine aufschiebende W irkung zu, dass die Beschw erdeführer am 21. M ärz 2007 beim Bundesverw altungsgericht durch ihren R echtsvertreter Beschw erde gegen diese Verfügung einreichen und beantragen liessen, es seien die Ziffern 1 und 2 (Abw eisung des W iedererw ägungsgesuchs und Be- stätigung der R echtskraft sow ie Vollstreckbarkeit) des angefochtenen Entscheids aufzu- heben und es sei in W iedererw ägung der Verfügung des Bundesam tes vom 18. Juli 2002 den Beschw erdeführern Asyl in der Schw eiz zu gew ähren, dass das Bundesverw altungsgericht m it Zw ischenverfügung vom 25. April 2007 die Be- schw erdeführer aufforderte, bis am 10. M ai 2007 einen Kostenvorschuss zu überw eisen, ansonsten auf die Beschw erde nicht eingetreten w erde, dass die Beschw erdeführer den Kostenvorschuss fristgerecht am 9. M ai 2007 leisteten, und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG , SR 142.31] i.V.m . Art. 31 - 34 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]), dass sich die Zuständigkeit des Bundesverw altungsgerichts für die Behandlung von Be- schw erden gegen das N ichteintreten beziehungsw eise die Ablehnung von W iedererw ä- gungsgesuchen aus dem U m stand ergibt, dass nach Lehre und konstanter Praxis W ie- dererw ägungsentscheide grundsätzlich w ie die ursprüngliche Verfügung auf dem or- dentlichen R echtsm ittelw eg w eitergezogen w erden können (vgl. etw a Entscheidungen 3 und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2003 N r. 7 S. 43 und BG E 113 Ia 153 f.; FR ITZ G YG I, Bundesverw altungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 220; U R SIN A BEER LI-BO N O R AN D , D ie ausserordentlichen R echtsm ittel in der Verw altungsrechtspflege des Bundes und der Kantone, Zürich 1985, S. 174 f.), dass m it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundes- recht, die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG ), dass auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 50 ff. Vw VG ), dass ein Anspruch auf W iedererw ägung nach Lehre und Praxis bejaht w ird, w enn bei ei- ner unangefochten gebliebenen, form ell rechtskräftig gew ordenen Verfügung R evisions- gründe im Sinne von Art. 66 Vw VG angerufen w erden können oder w enn sich der rechtserhebliche Sachverhalt seit dem ursprünglichen Entscheid in w esentlicher W eise verändert hat und m ithin die ursprüngliche Verfügung an nachträglich eingetretene Ver- änderungen der Sachlage anzupassen ist (vgl. statt vieler BEER LI-BO N O R AN D , a.a.O ., S. 178; EM AR K 1993 N r. 25 S. 178 f., 1995 N r. 21 S. 202 ff. und N r. 14 S. 129 f.), dass die Beschw erdeführer in erster und zweiter Instanz im W esentlichen vorbringen, die durch H eirat äthiopische Staatsangehörige gew ordene Beschw erdeführerin w erde von den äthiopischen Behörden als Eritreerin angesehen und nach Eritrea deportiert, dass diese Behandlung, w ie die ehem alige Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) in einem im Jahre 2005 publizierten U rteil festgestellt habe, geeignet sei, einen unerträglichen psychischen D ruck zu erzeugen, dass vorliegend unklar ist, ob die Beschw erdeführer m it ihrem an das BFM gerichteten W iedererw ägungsgesuch vom 7. D ezem ber 2006 den W iderruf ihrer unangefochten ge- bliebenen, form ell rechtskräftig gew ordenen Verfügung w egen ursprünglicher Fehlerhaf- tigkeit bezw ecken oder ob sie die Anpassung einer ursprünglich fehlerfreien Verfügung an eine nachträglich eingetretene Veränderung der Sachlage verlangen, dass die durch einen patentierten R echtsanw alt vertretenen Beschw erdeführer im erste- ren Fall einerseits plausibel hätten darlegen m üssen, aus w elchem G rund sie ihre W ie- dererw ägungsgründe nicht im R ahm en einer Beschw erde gegen die ursprüngliche Asyl- verfügung des BFM vom 18. Juli 2002 hätten geltend m achen können (vgl. Art. 66 Abs. 3 Vw VG ), w as ihnen m it dem blossen Verw eis auf "finanzielle G ründe" (vgl. Beschw erde S. 5) offensichtlich nicht gelingt, dass die Beschw erdeführer andererseits hätten belegen m üssen, dass sie ihr W iederer- w ägungsgesuch innert 90 Tagen nach der Entdeckung dieser neuen Tatsachen gestellt haben (vgl. Art. 67 Abs. 1 und 3 Vw VG ), w as sie ebenfalls unterlassen haben, dass die Beschw erdeführer m it dem H inw eis auf das U rteil der AR K vom 18. M ai 2005 (EM AR K 2005 N r. 12) zum indest teilw eise eine m assgebende nachträgliche Verände- rung der Sachlage geltend zu m achen scheinen (vgl. W iedererw ägungsgesuch S. 2), dass nach Lehre und Praxis ein Begehren um W iedererw ägung w egen nachträglicher Veränderung der Verhältnisse zw ar keiner bestim m ten Frist unterliegt, bei der Prüfung der zeitlichen Beschränkung eines W iedererw ägungsbegehrens indessen der G rundsatz von Treu und G lauben zu beachten bleibt (vgl. zum G anzen EM AR K 2000 N r. 5 S. 48 f. m it w eiteren H inw eisen),4 dass sich die Beschw erdeführer in ihrem Ende 2006 eingeleiteten W iedererw ägungsver- fahren auf ein vor zw ei Jahren publiziertes U rteil der AR K sow ie auf öffentlich zugängli- che Q uellen beziehen, die zw ischen 1998 und 2004 geschaffen w orden sind, dass sie im W iedererw ägungsgesuch nicht nachvollziehbar darlegen, w eshalb sie m it dem G eltendm achen dieser Vorbringen m ehrere Jahre lang zugew artet haben, dass die Vorinstanz das W iedererw ägungsgesuch unter diesen U m ständen zu R echt ab- gew iesen hat, dass es den Beschw erdeführern offensichtlich nicht gelungen ist darzutun, inw iefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt un- richtig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (Art. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde im Sum m arverfahren nach Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG abzuw eisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 1200.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE] den Beschw erdeführern aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ), dass die Verfahrenskosten durch den am 9. M ai 2007 in gleicher H öhe geleisteten Kos- tenvorschuss bereits beglichen sind. (D ispositiv nächste Seite)5 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 1200.-- w erden den Beschw erdeführern unter Anrechnung des in gleicher H öhe geleisteten Kostenvorschusses auferlegt. 3. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter der Beschw erdeführer, 2 Expl. (eingeschrieben; Beilage: angefochtene Verfügung im O riginal) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) - den _______ D er Instruktionsrichter: D er G erichtsschreiber: M arkus König R udolf Bindschedler Versand am :