<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00076</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106710&amp;W10_KEY=4467146&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00076</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.06.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kanalisationsanschluss</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Ersatzvornahme und Kostenvorschuss für einen Kanalisationsanschluss<br/><br/>Auf die Beschwerde ist einzutreten (E. 1).<br/>Die Anschlusspflicht richtet sich nach GSchG und EG GSchG (E. 2).<br/>Die angefochtene Anordnung legte die ersten Schritte der Ersatzvornahme fest (E. 3a, b).<br/>Die unterbliebene Androhung stellt keinen Mangel dar, der zu deren Aufhebung führt (E. 3c).<br/>Der Feststellungsanspruch ist subsidiär zum Gestaltungsanspruch (E. 4a).<br/>Auferlegbar sind nicht nur die von Dritten in Rechnung gestellten Kosten, sondern auch der Aufwand der Behörden selbst (E. 4b).<br/>Der darauf entfallende Vorschussanteil wird nicht doppelt erhoben (E. 4c).<br/>Es ist nicht genügend dargetan, dass sich der Anschluss bedeutend günstiger verwirklichen liesse. Ohnehin ist erst nach Erstellung definitiv abzurechnen (E. 5).<br/>Der Vorschuss ist weder zu stunden noch zu verzinsen (E. 6).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANDROHUNG">ANDROHUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSATZVORNAHME">ERSATZVORNAHME</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KANALISATION">KANALISATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KANALISATIONSANSCHLUSS">KANALISATIONSANSCHLUSS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENAUFLAGE">KOSTENAUFLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENVORANSCHLAG">KOSTENVORANSCHLAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENVORSCHUSS">KOSTENVORSCHUSS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: VERWALTUNGSZWANG, VOLLSTRECKUNG">VERWALTUNGSZWANG, VOLLSTRECKUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERZINSUNG">VERZINSUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 15 lit. I EG GSchG</span><br/><span class="ungerade">Art. 15 lit. IV EG GSchG</span><br/><span class="gerade">§ 167 Abs. II PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 174 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 30 lit. Ib VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 31 lit. I VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Liegenschaft P-strasse, Kat.-Nr.01, welche mit der Firma A einen Garagenbetrieb beherbergt, befindet sich knapp ausserhalb der Bauzone und neben den Liegenschaf­ten auf Kat.-Nr.02 (E) sÃ¼dlich der P-strasse auf dem Gebiet der Gemeinde X im Raum K. Die Liegenschaften Kat.-Nr.01 und 02 sowie die im Gebiet K, nÃ¶rdlich der P-strasse ge­le­genen Liegenschaften auf Kat.-Nr.03 (F), 04 (G) und 05 (H) sind nicht an die Kanalisation angeschlossen. Am 12. Februar 1993 schrieb das damalige Amt fÃ¼r GewÃ¤sserschutz und Wasserbau des Kantons ZÃ¼rich (heute und fortan: Amt fÃ¼r Abfall, Wasser, Energie und Luft [AWEL]) der Gemeinde X, dass aus Sicht des GewÃ¤sser- und Grundwasserschutzes eine gemeinsame abwassertechnische Sanie­rung dieser Liegenschaften innert der nÃ¤chsten zwei bis drei Jahre anzustreben sei. Die Gemeinde wurde eingeladen, die Planung dazu rasch in Angriff zu nehmen und ein IngenieurbÃ¼ro mit der Ausarbeitung eines Kanalisationsprojektes mit Kostenvoranschlag zu be­auftragen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 29. MÃ¤rz 1993 erteilte die Gemeinde X den Auftrag fÃ¼r ein Grobprojekt an das IngenieurbÃ¼ro M. Am 28. Februar 1995 orientierte die Gemein­de X die betroffenen Grund­eigentÃ¼mer darÃ¼ber, dass die Liegenschaften im Gebiet K bis Ende 1996 an das Kanalisationsnetz angeschlossen werden mÃ¼ssten. Am 17. August 1995 ergab sich eine ProjektÃ¤nderung, indem das Schmutzwasser aus den Liegenschaften E (Kat.-Nr.02) und Firma A (Kat.‑Nr.01) mit separater Leitung lÃ¤ngs der P-strasse mit Anschluss an den Hauptkanal Ã¶stlich des Bachs gefÃ¼hrt werden sollte. Am 2. September 1996 genehmigte der Gemeinderat X dieses Teil-Projekt, am 14. Mai 1997 das Amt fÃ¼r GewÃ¤sserschutz und Wasserbau. Die Gemeinde setzte den GrundeigentÃ¼mern sÃ¼dlich der P-strasse (Firma A + E) Frist bis 31. De­zember 1997 an, um die Leitung zu erstellen Am 7. September 1998 ergab sich eine erneute ProjektÃ¤nderung, indem die nÃ¶rdlich der P-strasse gelegenen Liegenschaften (F, H und G) ebenfalls in die Leitung entlang der P-strasse gemÃ¤ss bereits genehmigtem Projekt entwÃ¤ssert werden sollten. An sÃ¤mtliche betroffenen GrundeigentÃ¼mer erging mit BeschlÃ¼ssen des Gemeinderats X vom 7. September 1998 die Aufforderung, sich bis 31. Dezember 1999 an das Ã¶ffentliche Kanalnetz anzuschliessen und bis 31. MÃ¤rz 1999 zusammen ein revidiertes Abwasser-Bauprojekt fÃ¼r den Anschluss an das Ã¶ffentliche Kanalisationsnetz einzureichen. Die einzelnen GrundeigentÃ¼mer wurden ferner verpflichtet, bis spÃ¤testens 31. MÃ¤rz 1999 ein Kanalisationsanschlussgesuch mit den notwendigen Unterlagen zur Bewilligung einzureichen. Der die Firma A betreffende Beschluss wurde nicht angefochten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 28. Dezember 1998 teilte das IngenieurbÃ¼ro M den betroffenen GrundeigentÃ¼mern mit, dass die Kanalisations-AnschlussverfÃ¼gung vom 7. September 1998 rechtskrÃ¤ftig geworden sei, und stellte den Anteil an Projektierungskosten in Rechnung, worÃ¼ber <br/> sich â hier weiter nicht interessierende â Querelen unter den Beteiligten ergaben. Jedenfalls genehmigte der Gemeinderat am 17. Mai 1999 das revidierte Abwasser-Bauprojekt und leite­te es an das AWEL zur Genehmigung weiter. Am 9. Juli 1999 wies die Gemeinde X die Firma A darauf hin, dass sie die erste Teilrechnung des Projektverfassers nicht beglichen und diesem auch noch keinen schriftlichen Auftrag erteilt habe. Da innert bis 20. Juli 1999 angesetzter Frist keine Reaktion erfolgte, erstreckte die Gemeinde X der Firma A mit Schreiben vom 30. Juli 1999 die Frist, um ein Gesuch um Anschluss an die Kanalisation ein­zureichen, letztmals bis 31. August 1999. Am 3. November 1999 bewilligte das AWEL den Anschluss der Einzelliegenschaften an die Kanalisation, am 8. November 1999 erteilte der Gemeinderat X der Firma A die Bewilligung zum Kanalisationsanschluss. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aufgrund hier ebenfalls nicht weiter interessierender finanzieller Schwierigkeiten eines GrundeigentÃ¼mers (G) kam es zu weiteren VerzÃ¶gerungen in der AusfÃ¼hrung des Pro­jekts. Am 17. Mai 2000 ermahnte das AWEL die Gemeinde X, die Sanierungskana­lisation unverzÃ¼glich ausfÃ¼hren zu lassen. AnlÃ¤sslich einer Besprechung des Gemeinderats mit den betroffenen GrundeigentÃ¼mern am 13. MÃ¤rz 2001 wurde das weitere Vorgehen fest­gelegt. Infolge der fehlenden Kooperation und Koordination der GrundeigentÃ¼mer soll­te der Gemeinderat X die FederfÃ¼hrung bei der AusfÃ¼hrung der Abwassersanierungsarbeiten Ã¼bernehmen und die GrundeigentÃ¼mer verpflichten, Kos­tenvorschÃ¼sse zu leisten. Mit dem formellen Vorgehen des Gemeinderates X erklÃ¤rte sich die Firma A bzw. deren Vertreter ausdrÃ¼cklich einverstanden. Am 2. April 2001 fasste der Gemeinderat X einen entsprechenden Beschluss, worin er die FederfÃ¼hrung zur Realisierung der Abwasseranlagen Ã¼bernahm, Kostenvoranschlag und âverteiler des BÃ¼ros M genehmigte und die betroffenen GrundeigentÃ¼mer verpflichtete, zur Sicherstellung der zu erwartenden Kosten VorschÃ¼sse gemÃ¤ss Kostenverteiler an die Gemeindekasse zu leisten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diesen Beschluss erhob die Firma A am 7. Mai 2001 Rekurs an den Bezirksrat Z. Nachdem sich die Baurekurskommission IV des Kantons ZÃ¼rich, welcher der Be­zirksrat zur VorprÃ¼fung der ZustÃ¤ndigkeit die Akten zugesandt hatte, mit Beschluss vom 20. September 2001 als unzustÃ¤ndig und das Planungs- und Baugesetz vom 7. September 1975 [PBG] fÃ¼r nicht anwendbar erklÃ¤rt hatte, wies der Bezirksrat den Rekurs mit Beschluss vom 25. Januar 2002 ab und auferlegte die Kosten des Verfahrens der damaligen Re­kurrentin Firma A. In der BegrÃ¼ndung stellte sich der Bezirksrat auf den Standpunkt, die Firma A habe ihre Anschlusspflicht an das Kanalisationsnetz als solche nicht bestritten. Der Rekurs wende sich hauptsÃ¤chlich gegen die Leistung der KostenvorschÃ¼sse. Die Kos­ten der Feinerschlies­sung der Abwasserentsorgung seien grundsÃ¤tzlich vom GrundeigentÃ¼­mer zu tragen. Dieser habe die bis 31. Dezember 1999 angesetzte Frist zum Anschluss an das Ã¶ffentliche Kanalisationsnetz verpasst, weshalb die Gemeinde X aufgrund der mangeln­­den Kooperationsbereitschaft der beteiligten GrundeigentÃ¼mer und der gesetzlichen Ver­pflichtung, ein Ã¶ffentliches Kanalisationsnetz zu erstellen und zu betreiben, verpflichtet ge­wesen sei, die Sache selber an die Hand zu nehmen und voranzutreiben. Der fÃ¼r diese Funk­tion eingesetzte Betrag von Fr. 20'000.- sei angemessen. Soweit der Kostenvoranschlag des IngenieurbÃ¼ros M beanstandet werde, sei zu bedenken, dass damit die definitive Vergebung der Bauarbeiten noch nicht stattgefunden habe, sondern zuvor ein Submissions­verfahren durchzufÃ¼hren sei. Bei gÃ¼nstigerer Vergabe der Bauarbeiten gegenÃ¼ber dem <br/> Kos­­tenvoranschlag wÃ¼rden die zuviel geleisteten KostenvorschÃ¼sse zurÃ¼ckerstattet, weshalb der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden sei. Die Stundung oder Staffelung des Kostenvorschusses lehnte die Rekursinstanz damit ab, dass die Rekurrentin mittlerweile seit vielen Jahren mit dem Anschluss an die Kanalisation habe rechnen mÃ¼ssen und eine HÃ¤rte nicht dargetan sei. Mangels erheblichen Zinsbetrages und gesetzlicher Verzinsungspflicht wurde auch die Verzinsung der zu leistenden Sicherheit abgelehnt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Eingabe vom 2. MÃ¤rz 2002 erhob die Firma A rechtzeitig Beschwer­de an das Verwaltungsgericht und stellte die folgenden AntrÃ¤ge:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. Es sei festzustellen, dass dem Beschwerdegegner ein Funktionsbeitrag in HÃ¶he von Fr. 20'000.- nicht zusteht;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 2. Es sei der vom IngenieurbÃ¼ro M ausgearbeitete Kostenvoranschlag und Kostenverteiler nicht zu genehmigen;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. a) Es seien die von den beteiligten GrundeigentÃ¼mern zu leistenden KostenvorschÃ¼sse, insbesondere jener der BeschwerdefÃ¼hrerin von Fr. 67'400.-, im Sinne der nachfolgenden BegrÃ¼ndung neu festzulegen;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> b) Es seien der BeschwerdefÃ¼hrerin der Kostenvorschuss bzw. âbeitrag auf 10 Jahre zu stunden,</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> c) Eventualiter seien die KostenvorschÃ¼sse nur im Umfang des jweiligen Baufortschrittes fÃ¤llig zu stellen;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>4. Es sei demgemÃ¤ss der angefochtene Beschluss aufzuheben;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten des Beschwerdegegners."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat verzichtete am 14. MÃ¤rz 2002 auf eine Vernehmlassung, beantragte aber, die Beschwerde abzuweisen. Die Gemeinde X als Beschwerdegegnerin liess am 14. Mai 2002 Abweisung der Beschwerde beantragen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Gegen Rekursentscheide der BezirksrÃ¤te ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig (§ 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]; Alfred KÃ¶lz/ JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Ver­wal­tungs­rechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 26, 28). Da sich der Streitwert auf Ã¼ber Fr. 20'000.- belÃ¤uft, ist die Kammer zum Entscheid berufen (§ 38 Abs. 1 und 2 VRG). Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) § 236 Abs. 1 des kantonalen Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 regelt den Anschluss an die Kanalisation nur insofern, als es zur Erschliessung eines GrundstÃ¼ckes gehÃ¶rt, dass dieses u.a. ausreichend mit Wasser versorgt werden kann und die einwandfreie Behandlung von AbwÃ¤ssern und Abfallstoffen gewÃ¤hrleistet ist. Damit werden jedoch weder die Voraussetzungen fÃ¼r den individuellen Anschluss des einzelnen BaugrundstÃ¼cks an die Wasserversorgungs- und Abwasseranlagen noch damit in Zusammenhang stehende technische oder finanzielle Fragen geregelt. Wie bereits die Baurekurs­kommission IV des Kantons ZÃ¼rich festgehalten hat, richtet sich daher die Erstellung Ã¶ffentlicher Kanalisationen sowie der Anschluss an die Kanalisation nach dem GewÃ¤sserschutzgesetz vom 24. Januar 1991 [GSchG] und der dazugehÃ¶rigen GewÃ¤sserschutzverordnung vom 28. Oktober 1998 [GSchV].</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nach Art. 10 Abs. 1 GSchG sorgen die Kantone fÃ¼r die Erstellung Ã¶ffentlicher Kanalisationen und zentraler Anlagen zur Reinigung von verschmutztem Wasser sowohl aus Bauzonen als auch aus bestehenden GebÃ¤udegruppen ausserhalb von Bauzonen, fÃ¼r welche die besonderen Verfahren der Abwasserbeseitigung keinen ausreichenden Schutz der GewÃ¤sser gewÃ¤hrleisten oder nicht wirtschaftlich sind. Im Bereich Ã¶ffentlicher Kanalisationen muss das verschmutzte Abwasser in die Kanalisation eingeleitet werden, wobei der Bereich Ã¶ffentlicher Kanalisationen die Bauzonen, GebÃ¤udegruppen ausserhalb von Bauzonen und Gebiete, in welchen der Anschluss an die Kanalisation zweckmÃ¤ssig und zumutbar ist, umfasst, sobald fÃ¼r sie eine Kanalisation erstellt worden ist (Art. 11 Abs. 1 und 2 GSchG). Nach Art. 12 GSchV ist der Anschluss von verschmutztem Abwasser an die Ã¶ffentliche Kanalisation ausserhalb von Bauzonen zweckmÃ¤ssig, wenn er sich einwand­frei und mit normalem baulichem Aufwand herstellen lÃ¤sst, und zumutbar, wenn die Kos­ten des Anschlusses diejenigen fÃ¼r vergleichbare AnschlÃ¼sse innerhalb der Bauzone nicht wesentlich Ã¼berschreiten. Die Erstellung, Reinigung und der Unterhalt der Abwasseranlagen der einzelnen GrundstÃ¼cke sind Sache der GrundeigentÃ¼mer und richten sich nach den Vorschriften der Gemeinde, derweil die Gemeinden zur Ableitung und Reinigung der AbwÃ¤sser ein Ã¶ffentliches Kanalnetz mit den nÃ¶tigen zentralen Reinigungsanlagen zu unterhalten haben (§ 15 Abs. 1 und 4 des EinfÃ¼hrungsgesetzes zum GewÃ¤sserschutzgesetz vom 8. Dezember 1974 [EG GSchG]).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. In formeller Hinsicht rÃ¼gt die BeschwerdefÃ¼hrerin, die Anordnungen der Beschwerdegegnerin im Beschluss vom 2. April 2001, nÃ¤mlich die Erhebung eines Funktionsbeitrags von Fr. 20'000.-, die Genehmigung des Kostenvoranschlags und âverlegers des IngenieurbÃ¼ros M und die VerfÃ¼gung von KostenvorschÃ¼ssen seitens der betroffenen Grund­eigentÃ¼mer hÃ¤tten die Bedeutung von Anordnungen der Ersatzvornahme, ohne dass eine entsprechende Androhung vorangegangen sei. Ob die BeschwerdefÃ¼hrerin damit geltend machen will, der Beschluss der ersten Instanz sei aus formellen GrÃ¼nden un­gÃ¼ltig, geht aus der Beschwerde nicht hervor. Immerhin entspricht es einem feststehenden Grundsatz, dass eine Ersatzvornahme bei fehlender zeitlicher Dringlichkeit nur mit vorangehender entsprechender Androhung erfolgen darf (§ 31 Abs. 1 VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 30 N. 18; Christine Ackermann Schwendener, Die klassische Ersatzvornahme als Vollstre­ckungs­mittel des Verwaltungsrechts, Diss. ZÃ¼rich 2000, S. 69). Die Beschwerdegegnerin ist demgegenÃ¼ber der Ansicht, dass sie mit den mehrmaligen Fristerstreckungen fÃ¼r die Er­stellung des Kanalisationsanschlusses der BeschwerdefÃ¼hrerin genug Nachfristen angesetzt habe, weshalb eine weitere Fristansetzung nicht nÃ¶tig gewesen sei. Ausserdem habe der Ge­meinderat X im Einvernehmen mit den betroffenen GrundeigentÃ¼mern am 13. MÃ¤rz 2001 erklÃ¤rt, dass er die FederfÃ¼hrung fÃ¼r die Realisierung der Abwasseranlagen Ã¼bernehmen werde. Mit der Androhung der Ersatzvornahme bei Ausbleiben der festgelegten Kos­tenvorschÃ¼sse sei die Beschwerdegegnerin sodann exakt nach § 31 VRG vorgegangen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Ersatzvornahme bedeutet, dass die VerwaltungsbehÃ¶rde eine dem Privaten obliegende, pflichtwidrig verweigerte, vertretbare Handlung auf dessen Kosten durch eine amtliche Stelle oder durch eine Drittperson verrichten lÃ¤sst (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 30 N. 17; RB 1991, Nr. 12 E. 2; Ackermann Schwendener, S. 33). Zugrundeliegen muss eine vollstreckbare, inhaltlich bestimmte SachverfÃ¼gung, worin der pflichtigen Person der herbeizufÃ¼hrende Zustand eindeutig und zweifelsfrei zur Kenntnis gebracht wird, damit sie ihrer Leistungspflicht rechtsgenÃ¼glich nachkommen kann. Die Anordnung der Vollstreckung ist zulÃ¤ssig, wenn die SachverfÃ¼gung formell in Rechtskraft erwachsen und die pflichtige Person ihr nicht oder in nur ungenÃ¼gender Weise nachgekommen ist (Ackermann Schwendener, S. 44-55). Der Androhung der Ersatzvornahme folgt bei unbenÃ¼tztem Fristablauf die Festsetzung, nÃ¤mlich die Mitteilung darÃ¼ber, wann, wo, wie und von wem die Ersatzhand­lung vorgenommen wird. Damit wird der pflichtigen Person kundgetan, dass und auf welche Weise die Ersatzvornahme ausgefÃ¼hrt wird. In der AusfÃ¼hrung der von der pflichtigen Person verlangten Leistung durch die BehÃ¶rde oder beauftragte Dritte liegt sodann die eigentliche Ersatzhandlung, an die sich schliesslich die KostenÃ¼berwÃ¤lzung auf die pflichtige Person anschliesst (Ackermann Schwendener, S. 80f., 83, 90 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nach Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrerin haben die Erhebung eines Funktionsbeitrages von Fr. 20'000.- und die Genehmigung von Kostenvoranschlag und âverteiler gemÃ¤ss BÃ¼ro M "bereits die Bedeutung von Anordnungen der Ersatzvornahme". Ein formeller Mangel in Form der unterbliebenen Androhung der Ersatzvornahme liegt aber hÃ¶chs­tens dann vor, wenn die erwÃ¤hnten Masssnahmen tatsÃ¤chlich als Ersatzhandlungen zu betrachten sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie dargelegt, war der BeschwerdefÃ¼hrerin Frist bis 31. MÃ¤rz 1999 angesetzt worden, um mit den Ã¼brigen betroffenen GrundeigentÃ¼mern ein revidiertes Abwasser-Baupro­jekt fÃ¼r den Anschluss an das Ã¶ffentliche Kanalisationsnetz einzureichen und lief ihr schliess­­­lich eine Frist bis 31. Dezember 1999, um sich der Kanalisation anzuschliessen (vorn I). Diese Frist wurde von ihr nicht eingehalten. Zwar sollte mit der Ãbernahme der "FederfÃ¼hrung" durch die Beschwerdegegnerin und der Genehmigung von Kostenvoranschlag und âverteiler gemÃ¤ss Projekt des BÃ¼ros M durch den Gemeinderatsbeschluss vom 2. April 2001 der Anschluss an die Kanalisation noch nicht unmittelbar bewerkstelligt wer­den, da erst nach unbenutztem Verstreichen der gleichzeitig angesetzten Frist zur Leistung des Kostenvorschusses das Verfahren der Ersatzvornahme eingeleitet werden sollte. Sachlich handelte es bei diesen Massnahmen entgegen der Auffassung des Gemeinderats aber um die ersten Schritte dieser Ersatzvornahme. Es ist daher zu prÃ¼fen, ob der Verzicht auf vorherige Androhung einen Mangel darstellt, der zur Aufhebung der angefochtenen Anordnung fÃ¼hrt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der Ersatzvornahme hat eine entsprechende Androhung vorauszugehen (§ 31 Abs. 1 VRG). Darauf kann in dringlichen FÃ¤llen verzichtet werden (Abs. 3). Im vorliegenden Fall bestand keine Dringlichkeit, wurde doch der Kanalisationsanschluss des streitbetroffenen GrundstÃ¼cks jahrelang immer wieder hinausgeschoben, offenbar ohne dass polizeiwidrige ZustÃ¤nde eintraten. Gerade weil der BeschwerdefÃ¼hrerin mehrmals Frist angesetzt wurde, um die Sache selbst an Hand zu nehmen, musste ihr aber bewusst sein, dass sich die Beschwerdegegnerin nicht mehr unbeschrÃ¤nkt lange wÃ¼rde hinhalten lassen. Zudem hatte sich die BeschwerdefÃ¼hrerin ausdrÃ¼cklich mit der Ãbernahme der FederfÃ¼hrung durch die Beschwerdegegnerin und der Genehmigung von Kostenvoranschlag und âverleger des BÃ¼ros M anlÃ¤sslich der Besprechung vom 13. MÃ¤rz 2001 in formeller Hinsicht einverstanden erklÃ¤rt. Wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin heute geltend machen will, dem vereinbarten Vorgehen der Beschwerdegegnerin fehle es an einer formellen Voraussetzung, verhÃ¤lt sie sich widersprÃ¼chlich. Die Unterlassung der Ersatzvornahmeandrohung stellt daher keinen Mangel dar, der zur Aufhebung der angefochtenen Anordnung fÃ¼hrt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin will feststellen lassen, dass, der Beschwerdegegnerin ein Funktionsbeitrag von Fr. 20'000.- nicht zustehe. Auch im Rahmen der Ersatzvornahme ob­lÃ¤gen der Gemeinde Ã¶ffentlichrechtliche Funktionen, welche einzig durch eine Verwaltungs­­gebÃ¼hr abzugelten seien. DafÃ¼r fehle es an einer genÃ¼glichen Rechtsgrundlage. Kos­ten im Sinn der Ersatzvornahme (§ 30 Abs. 1 lit. b VRG) bildeten nur EntschÃ¤digungen an Dritte; solche habe die Beschwerdegegnerin weder nach Art noch Umfang substantiiert. Aus­serdem sei der Funktionsbeitrag doppelt veranschlagt, nÃ¤mlich im Kostenvoranschlag des BÃ¼ros M und in Dispositiv-Ziffer 1 des Beschlusses vom 2. April 2001. Die Beschwerdegegnerin verweist auf die Bestimmungen der Art. 3a GSchG und § 3 Abs. 3 EG GSchG, wonach die Kosten der Erstellung des Kanalisationsanschlusses vollumfÃ¤nglich zu Lasten der GrundeigentÃ¼mer gingen. Die Beschwerdegegnerin Ã¼bernehme die Administration, die vollen ihr dadurch entstehenden Verwaltungskosten als auch die Kosten von allfÃ¤lligen Rechtsstreitigkeiten, wofÃ¼r der Ã¼berdies angemessene Funktionsbeitrag gedacht sei, welcher die BeschwerdefÃ¼hrerin bloss im Umfang von Fr. 2'820.- betreffe. Ferner sei der Betrag von Fr. 20'000.- bloss einmal budgetiert worden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Ein Feststellungsanspruch besteht regelmÃ¤ssig dann nicht, wenn der Gesuchsteller in der betreffenden Angelegenheit eine GestaltungsverfÃ¼gung erwirken kann. In diesem Sinn ist der Feststellungsanspruch subsidiÃ¤r (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 62). Die BeschwerdefÃ¼hrerin verlangte in Antrag 4 der Beschwerde die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses, der denjenigen der Beschwerdegegnerin vom 2. April 2001 bestÃ¤tigte. Damit verlangt die BeschwerdefÃ¼hrerin letztlich die Aufhebung von Dispositiv-Ziffer 1 des erst­instanzlichen Beschlusses (betreffend Bezug von Fr. 20'000.- fÃ¼r die Ãbernahme der FederfÃ¼hrung). Insofern will sie demnach eine GestaltungsverfÃ¼gung erwirken, weshalb ein Fest­stellungsanspruch nicht besteht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die vorliegend entstehenden Kosten stehen im Zusammenhang mit dem Kanalisationsanschluss der Liegenschaft der BeschwerdefÃ¼hrerin, wofÃ¼r sie grundsÃ¤tzlich aufzukommen hat (Art. 3a GSchG, § 15 Abs. 4 EG GSchG). Entgegen ihrer Meinung fallen unter die in § 30 Abs. 1 lit. b VRG aufgefÃ¼hrten Kosten nicht nur solche, die von Dritten gel­tend gemacht werden, sondern generell die Kosten fÃ¼r den erforderlichen Aufwand. Zum notwendigen Aufwand gehÃ¶rt auch der Verwaltungsaufwand des betroffenen Gemeinwesens mit Einschluss der Personalkosten und der von Organen des Gemeinwesens geleisteten Arbeitsstunden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 30 N. 23; RB 1985 Nr. 14). Dem Standpunkt der BeschwerdefÃ¼hrerin ist daher nicht zu folgen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Es trifft zwar zu, dass der administrative Aufwand der Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit dem Anschluss der Liegenschaften im Gebiet K nicht bis auf den Rappen genau im voraus zu bestimmen ist. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht jedoch nicht geltend, dass dieser Betrag unangemessen wÃ¤re. Ausserdem wird darÃ¼ber nach Abschluss der Arbeiten abzurechnen sein. Der Betrag von Fr. 20'000.- wurde nicht zweimal budgetiert, worauf bereits die Rekursinstanz hingewiesen hatte. Richtig ist zwar, dass im der Beschwer­defÃ¼hrerin auferlegten Kostenvorschuss von Fr. 67'400.-, der auf dem Kostenvoranschlag vom 15. Februar 2001 beruht, die Administrativkosten anteils­mÃ¤ssig nach den Bau­teilen 6, 7 und 9 enthalten sind. Da aber der Betrag von Fr. 20'000.- fÃ¼r die FederfÃ¼hrungsfunktion der Beschwerdegegnerin der Bauabrechnung <i>belastet</i>, damit auf Anrechnung an die Bauabrechnung bezogen wird und darin bereits berÃ¼cksichtigt ist, kann es sich nur um denselben Betrag handeln. Von einer doppelten Budgetierung kann daher nicht gesprochen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Unter Bezugnahme auf zwei gÃ¼nstigere Offerten (R + S) hÃ¤lt die BeschwerdefÃ¼hrerin den ihr auferlegten Kostenvorschuss fÃ¼r unangemessen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Kostenvoranschlag des BÃ¼ros M vom 15. Februar 2001 enthÃ¤lt eine detaillierte KostenÃ¼bersicht zu den einzelnen Positionen auf rund 10 Seiten. Damit lÃ¤sst sich die Ã¤us­serst rudimentÃ¤re Offerte der Firma R in keiner Weise vergleichen. So lÃ¤sst sich ihr etwa ein Aufwand fÃ¼r EntwÃ¤sserungen oder zur Erstellung der Einsteige- und KontrollschÃ¤chte, denen der Kostenvoranschlag des BÃ¼ros M breiten Raum einrÃ¤umt, Ã¼berhaupt nicht oder hÃ¶chst pauschal entnehmen. Der zweite von der BeschwerdefÃ¼hrerin eingeholte Kostenvoranschlag von der Firma S ist zwar etwas ausfÃ¼hrlicher, erreicht jedoch keineswegs ein mit demjenigen des BÃ¼ros M vergleichbares Niveau. Darin fÃ¤llt etwa auf, dass die Rohre bloss in Beton- oder Strassenkies verlegt werden, derweil das BÃ¼ro M dafÃ¼r Beton vorsieht, und die Baustelleneinrichtung Ã¼berhaupt nicht enthalten ist. Im Ãbrigen ist darauf hinzuweisen, dass an die Sorgfaltspflicht des Gemeinwesens kein strengerer als ein durchschnittlicher Massstab angelegt werden darf. Entsprechend sind dem Gemeinwesen keine Sonderanstrengungen zuzumuten, den preisgÃ¼nstigsten Weg zur Herstellung des rechtmÃ¤s­sigen Zustands zu erforschen (RB 1985 Nr. 14; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 30 N. 23). Der Kos­tenvoranschlag des BÃ¼ros M basiert auf seriÃ¶sen AbklÃ¤rungen der Kosten im Einzelnen, nach Bauteilen gegliedert, womit die eingelegten Offerten nicht vergleichbar und Ã¼berhÃ¶hte Kosten im Voranschlag nicht dargetan sind (vgl. vorn 2c).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Beweis, dass der angestrebte Kanalisationsanschluss gleichwertig zu bloss einem Drittel der Kosten gegenÃ¼ber dem Kostenvoranschlag von M gebaut werden kÃ¶nnte, ist entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht erbracht. Soweit sie geltend macht, die Leistung der KostenvorschÃ¼sse belaste sie genauso hart wie Zahlungen aufgrund einer endgÃ¼ltigen Abrechnung, ist die BeschwerdefÃ¼hrerin daran zu erinnern, dass das Submissionsverfahren noch gar nicht stattgefunden hat und eine gegenÃ¼ber dem Kostenvor­anschlag gÃ¼nstiger ausfallende (End-)Abrechnung die RÃ¼ckzahlung der im Rahmen des Kostenvorschusses zuviel geleisteten BetrÃ¤ge zur Folge hÃ¤tte. Im Ãbrigen hÃ¤tte es ihr offengestanden, innert der mehrfach angesetzten Fristen tÃ¤tig zu werden und selber fÃ¼r den Kanalisationsanschluss besorgt zu sein, wofÃ¼r es nunmehr zu spÃ¤t ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Die BeschwerdefÃ¼hrerin verlangt sodann die Stundung ihres Kostenvorschusses auf 10 Jahre hinaus sowie eine nach Baufortschritt gestaffelte Zahlungs- bzw. Bevorschussungspflicht. Ausserdem sei der Kostenvorschuss zu verzinsen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r die Stundung des Kostenvorschusses und die gestaffelte Leistung der Kostenanteile auf die §§ 174 Abs. 1 und 167 Abs. 2 PBG verweist, kann ihr, wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausfÃ¼hrt und wie schon die Vorinstanz dar­legte, nicht gefolgt werden. Es ist auf die AusfÃ¼hrungen im angefochtenen Entscheid zu ver­weisen (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG), wobei anzufÃ¼gen ist, dass § 174 Abs. 1 PBG wie auch § 167 Abs. 2 PBG Bestimmungen sind, die den Bau von Erschlies­sungsanlagen im Rahmen eines Quartierplanverfahrens betreffen. Ein solches wird hier nicht durchgefÃ¼hrt und die BeschwerdefÃ¼hrerin legt nicht dar, weshalb diese Bestimmungen zur Anwendung gelangen sollen. Abgesehen davon hÃ¤tte es die BeschwerdefÃ¼hrerin damit wieder in der Hand, den (Fort-)Gang der Bauarbeiten, der bloss wenige Monate beschlagen dÃ¼rfte, massiv zu verzÃ¶gern, woran die mÃ¶gliche, aber zeitraubende Geltendmachung des gesetzlichen Grundpfandrechts (§ 197 lit. c EG ZGB) durch die Beschwerdegegnerin nichts Ã¤nderte. Schliesslich ist die behauptete HÃ¤rte, welche durch die Leistung des Kostenvorschusses "per se" aufscheinen soll, nicht dargetan. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wusste seit 1993, dass der Anschluss an die Kanalisation auf sie zukommen wÃ¼r­de und von ihr zu finanzieren ist. Sie Ã¼bersieht ausserdem, dass sie bis anhin gerade an die Finanzierung der fÃ¼r den GewÃ¤sserschutz erforderlichen Kanalisations- und Reinigungs­­anlagen nichts beizutragen hatte, was auch zu berÃ¼cksichtigen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die von der BeschwerdefÃ¼hrerin verlangte Verzinsung des Kostenvorschusses hatte die Vorinstanz abgelehnt mit dem Hinweis, eine gesetzliche Verzinsungspflicht bestehe im Bereich der Vorschriften des GewÃ¤sserschutzgesetzes nicht. Die Beschwerdegegnerin lÃ¤sst wie schon im Rekursverfahren ausfÃ¼hren, die mit einer zinstragenden Anlage zu erreichenden Zinsen kÃ¶nnten angesichts des niedrigen Zinsniveaus und der kurzen Anlagedauer vernachlÃ¤ssigt werden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin beharrt auf ihrem Standpunkt, ohne auf die Frage der gesetzlichen Grundlage einer Verzinsungspflicht einzugehen, weshalb sich eine Abkehr vom angefochtenen Entscheid nicht aufdrÃ¤ngt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug1">...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>