<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2017-04-28-9C_270-2017.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> 9C_270/2017 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 28. April 2017</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. sozialrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Pfiffner, Präsidentin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Grünenfelder. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">IV-Stelle Luzern, </div> <div class="para">Landenbergstrasse 35, 6005 Luzern, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Josef Flury, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Invalidenversicherung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Verfügung </div> <div class="para">des Kantonsgerichts Luzern </div> <div class="para">vom 7. März 2017. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Nach Einsicht</b> </div> <div class="para">in die Beschwerde vom 10. April 2017 (Poststempel) gegen die Verfügung des Kantonsgerichts Luzern, 3. Abteilung, vom 7. März 2017, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>in Erwägung,</b> </div> <div class="para">dass das kantonale Gericht mit Beweisverfügung vom 30. Januar 2017 eine polydisziplinäre Begutachtung des Versicherten anordnete und festhielt, der Observationsbericht vom 17. Januar 2013 werde den Gutachtern nicht vorgelegt, </div> <div class="para">dass die IV-Stelle Luzern am 15. Februar 2017 um Sistierung des betreffenden Verfahrens ersuchte, bis das Bundesgericht mit Blick auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR; dritte Kammer) in Sachen Vukota-Bojic gegen die Schweiz (61838/10) vom 18. Oktober 2016 über die Frage entschieden habe, ob in der Invalidenversicherung eine genügende gesetzliche Grundlage für Observationen besteht, </div> <div class="para">dass die Vorinstanz dieses Sistierungsgesuch mit der angefochtenen Verfügung vom 7. März 2017 abwies, </div> <div class="para">dass solche Zwischenentscheide vor Bundesgericht selbstständig nur dann angefochten werden können, wenn der Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (<span class="artref">Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG</span>; SVR 2015 ALV Nr. 9 S. 25, E. 5.2 [Urteil 8C_581/2014 vom 16. März 2015] mit Hinweis u.a. auf <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=26&amp;from_date=22.04.2017&amp;to_date=11.05.2017&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-III-522%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page522">BGE 137 III 522</a>), </div> <div class="para">dass sich dabei die Rügen auf die Verletzung verfassungsmässiger Rechte beschränken müssen (<span class="artref">Art. 98 BGG</span>), </div> <div class="para">dass die IV-Stelle den nicht wieder gutzumachenden Nachteil bei Fortführung des Prozesses darin erblickt, dass ohne Berücksichtigung des Observationsberichts möglicherweise eine lückenhafte und im Ergebnis falsche Sachverhaltsfeststellung (vgl. <span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span>) resultiere und ein falsches Präjudiz geschaffen werde, welches in der Folge nicht mehr oder nur schwerlich korrigiert werden könnte, </div> <div class="para">dass die Vorinstanz insbesondere im angefochtenen Zwischenentscheid nicht verbindlich (= bei Nichtanfechtung der Rechtskraft zugänglich bzw. der allfälligen späteren Überprüfung durch das Bundesgericht entzogen) die Frage der Verwertbarkeit der Observationsergebnisse (in Form der Kenntnisnahme durch die Gutachter) entschieden hat, und </div> <div class="para">dass die vorinstanzlich vertretene Auffassung betreffend Verwertbarkeit von Observationsergebnissen im IV-Verfahren lediglich ein Begründungselement des angefochtenen Zwischenentscheids darstellt, </div> <div class="para">dass somit die Frage der Verwertbarkeit der Observationsergebnisse (in Form der Kenntnisnahme durch die Gutachter) bzw. die Frage nach der genügenden gesetzlichen Grundlage für Observationen eine vom Bundesgericht bei Anfechtung des vorinstanzlichen Entscheids in der Sache durch die versicherte Person oder die IV-Stelle frei überprüfbare Rechtsfrage ist, </div> <div class="para">dass, sollten als Konsequenz aus der Begutachtung die von der IV-Stelle angerufenen Verfahrensrechte wie der Anspruch auf rechtliches Gehör (<span class="artref">Art. 29 Abs. 2 BV</span>) bzw. die daraus fliessende Begründungspflicht oder das Willkürverbot (<span class="artref">Art. 9 BV</span>), aber auch der Untersuchungsgrundsatz (<span class="artref"><artref id="CH/830.1/43/1" type="start"></artref>Art. 43 Abs. 1 und 61 lit. c ATSG</span><artref id="CH/830.1/43/61/c" type="end"></artref>), verletzt werden, sie dies im Rahmen einer Beschwerde in der Sache selbst noch vorbringen können wird, </div> <div class="para">dass es dergestalt offensichtlich am nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG</span> fehlt, </div> <div class="para">dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG</span> auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, </div> <div class="para">dass mit diesem Nichteintretensentscheid das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos wird, </div> <div class="para">dass in Anwendung von <span class="artref">Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG</span> umständehalber auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>erkennt die Präsidentin:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht Luzern, 3. Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 28. April 2017 </div> <div class="para">Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Pfiffner </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Grünenfelder </div> </div></body></html>