<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.01307</span></p><p><span> </span></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Ersatzrichterin Lienhard<br/>Gerichtsschreiberin Kübler-Zillig</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 31. August 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span><span class="Normal StandardFett RubrumFett">, geb. 2007</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gesetzlich vertreten durch den Vater Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">dieser vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Reto Bernhard</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Bernhard &amp; Schütz Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Freiestrasse 13, Postfach 117, 8610 Uster</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren am 9. April 2007, leidet an einem angeborenen infantilen POS (Urk. 7/8 S. 1 und S. 5 f. Ziff. 4), weshalb ihre Mutter sie am 27. April 2016 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug anmeldete (Urk. 7/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte in der Folge medizinische Abklärungen (Urk. 7/6, Urk. 7/8) und verneinte nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/9-10, Urk. 7/13, Urk. 7/15) mit Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung vom 18. Oktober 2016 einen Leistungsanspruch der Versicherten mit der Begründung, die Diagnose sei erst nach Vollendung des 9. Altersjahres - und damit verspätet - gestellt worden (Urk. 7/19 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen die Verfügung vom 18. Oktober 2016 (Urk. 2) erhob die Mutter der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten am 21. November 2016 Beschwerde und beantragte, es sei die Sache zur Neubeurteilung an die IV-Stelle zurückzuweisen, eventuell sei festzustellen, dass die von der Gesuchstellerin verpasste Frist mit der Eingabe vom 29. April 2016 gewahrt sei, und die beantragte Kostengutsprache gutzuheissen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 16. Januar 2017 schloss die IV-Stelle auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), worauf auf den 20. März 2017 eine Instruk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tionsverhandlung mit Zeugeneinvernahmen angesetzt wurde (Urk. 9). Nachdem der Mutter der Versicherten aus gesundheitlichen Gründen zunächst das per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Erscheinen erlassen worden war (Urk. 13), verstarb sie am 13. März 2017 (Urk. 15). In der Folge wurden am 16. März 2017 die Vorladungen für die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">handlung vom 20. März 2017 abgenommen (Urk. 16).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Schreiben vom 8. Mai 2017 teilte Rechtsanwalt Reto Bernhard mit, die elterliche Sorge über die Versicherte sei ihrem Vater übertragen worden, und ersuchte um Fortsetzung des Verfahrens (Urk. 20). Am 3. Juli 2017 wurde die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Instruktionsverhandlung und Zeugeneinvernahme durchgeführt (Urk. 23-24, Prot. S. 4-19</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">), worauf die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 13. Juli 2017 mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teilte, sie halte am Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest (Urk. 26). Dies wurde der Versicherten am 18. Juli 2017 mitgeteilt (Urk. 27).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherte haben bis zum vollendeten 20. Altersjahr Anspruch auf die zur Behandlung von Geburtsgebrechen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundesgesetzes über den </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">All</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) notwendigen medizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Massnahmen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">13 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundesgesetzes über die Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IVG). Der Bundesrat bezeichnet die Gebrechen, für welche diese Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmen gewährt werden. Er kann die Leistung ausschliessen, wenn das Gebrechen von geringfügiger Bedeutung ist (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">13 Abs. 2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als Geburtsgebrechen gelten diejenigen Krankheiten, die bei vollendeter Geburt bestehen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 ATSG in Verbindung mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 Satz 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ordnung über Geburtsgebrechen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">GgV). Die blosse Veranlagung zu einem Leiden gilt nicht als Geburtsgebrechen. Der Zeitpunkt, in dem ein Geburtsgebrechen als solches erkannt wird, ist unerheblich (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 GgV). Die Geburtsgebrechen sind in der Liste im Anhang aufgeführt. Als medizinische Massnahmen, die für die Behandlung eines Geburtsgebrechens notwendig sind, gelten sämtliche Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kehren, die nach bewährter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeigt sind und den therapeutischen Erfolg in einfacher und zweckmässiger Weise anstreben (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 GgV).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Als Geburtsgebrechen im Sinne von Ziff. 404 GgV-Anhang gelten Störungen des Verhaltens bei Kindern mit normaler Intelligenz, im Sinne krankhafter Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trächtigung der Affektivität oder Kontaktfähigkeit, bei Störungen des Antrie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bes, des Erfassens, der perzeptiven Funktionen, der Wahrnehmung, der Konzentrationsfähigkeit sowie der Merkfähigkeit, sofern sie mit bereits gestellter Diagnose als solche vor der Vollendung des 9. Altersjahres auch behandelt worden sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_932/2010 vom 11. Januar 2011 E. 2.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach ständiger Rechtsprechung verleiht der in Art. 9 der Bundesverfassung (BV) verankerte Grundsatz von Treu und Glauben Anspruch auf Schutz des berech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigten Vertrauens in behördliche Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte Erwartungen begründendes Verhalten der Behörden (BGE 130 I 26 E. 8.1) und bedeutet unter anderem, dass falsche Auskünfte von Verwaltungsbehörden unter bestimmten Voraussetzungen eine vom materiellen Recht abweichende Behandlung der Rechtsuchenden gebieten. Gemäss der Rechtsprechung (BGE 129 I 161 E. 4.1, 128 II 112 E. 10b/aa, 127 I 31 E. 3a, 126 II 377 E. 3a) ist eine falsche Auskunft oder Zusicherung bindend,</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wenn die Behörde in einer konkreten Situation mit Bezug auf bestimmte Personen gehandelt hat;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wenn sie für die Erteilung der betreffenden Auskunft zuständig war oder wenn die rechtsuchende Person die Behörde aus zureichenden Gründen als zuständig betrachten durfte;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wenn die Person die Unrichtigkeit der Auskunft nicht ohne Weiteres erkennen konnte;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wenn sie im Vertrauen auf die Richtigkeit der Auskunft Dispositionen getroffen hat, die nicht ohne Nachteil rückgängig gemacht werden können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wenn die gesetzliche Ordnung seit der Auskunfterteilung keine Änderung erfahren hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schliesslich scheitert die Berufung auf Treu und Glauben dann, wenn ihr überwiegende öffentliche Interessen gegenüberstehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung des Kostengesuches für medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zinische Massnahmen in der angefochtenen Verfügung vom 18. Oktober 2016 damit, dass die Abklärungen erst sehr spät, im Alter von 8 11/12 Jahren, begonnen hätten. Die Symptome gemäss Anhang 7 des Kreisschreibens über die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">medizinischen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (KSME) seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erfüllt und mit gut nachvollziehbaren Befunden belegt. Die Diagnose sei aber erst nach Vollendung des neunten Altersjahres gestellt worden, wegen des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verspäteten Diagnosedatums könne das Geburtsgebrechen nicht anerkannt wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Organisatorische Probleme, die für eine allfällige Verspätung verant</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wort</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich seien, könnten nicht anerkannt werden (Urk. 2 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Beschwerdeantwort vom 16. Januar 2017 (Urk. 6) führte die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin ergänzend aus, nachdem die Diagnose nach dem massgebenden Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt des neunten Geburtstages gestellt worden sei, fehle es an einer zwing</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">enden Voraussetzung für die rechtliche Anerkennung eines Geburtsgebrechens Ziffer 404 (Ziff. 2). Die Versicherte berufe sich auf eine mündliche Falschaus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kunft eines Kundenberaters, wobei sich diese Behauptung einzig auf die Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sage der Beschwerdeführerin (richtig wohl: Mutter der Beschwerdeführerin) stütz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e. In den Akten finde sich kein schriftlicher Beleg zu diesen Auskünften oder dazu, was diese genau umfasst hätten. Daher könne infolge Beweislosigkeit auf die Frage des Vertrauensschutzes nicht eingegangen werden (Ziff. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Nachgang zur Verhandlung vom 3. Juli 2017 hielt die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 13. Juli 2017 vollumfänglich an ihrem Antrag auf Abwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung der Beschwerde fest und führte aus, sie sei weiterhin der Ansicht, dass aus rechtlicher Sicht kein Anspruch auf eine Kostengutsprache für medizinische Massnahmen für das Geburtsgebrechen Ziffer 404 und Psychotherapie bestehe (Urk. 26).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber machte die Versicherte geltend, es sei unbestritten, dass Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen des Verhaltens zwingend vor dem vollendeten neunten Lebensjahr als solche diagnostiziert, dokumentiert und auch behandelt worden sein müssten. Zu beachten sei jedoch, dass sich ihre Mutter Z.___ auf eine unzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tref</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fende Auskunft verlassen habe, die sie am 15. März 2016 von einem Mitarbeiter der IV-Beratungsstelle der Beschwerdegegnerin, nämlich A.___, erhal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten habe (Urk. 1 S. 7 Rz 10). Diese könne an inhaltlicher Bestimmtheit nicht übertroffen werden. A.___ habe explizit erklärt, dass der Stichtag für das Diagnosedatum nicht der Geburtstag der Versicherten sei, sondern das Ende des Geburtsmonats. A.___ sei Mitarbeiter der IV-Beratungsstelle der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich. Z.___ habe deshalb nach Treu und Glauben davon ausgehen dürfen, dass er zur Erteilung der Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kunft zuständig sei (S. 8 lit. b). Die Auskunft habe A.___ ohne jeg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Vorbehalt gegeben. Wie überzeugt er von seiner Rechtsauffassung gewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen sei, hätten auch seine Antworten bei der Nachfrage durch B.___ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">am 12. September 2016 gezeigt (S. 9 lit. c). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe die Unrichtig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der erhaltenen Auskunft nicht erkannt und es könne ihr auch nicht vorge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halten werden, sie hätte diese erkennen sollen (S. 9 lit. d). Aufgrund der unzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tref</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Auskunft seien die Abklärungen der Versicherten beim KJPD (richtig wohl: bei der C.___) so terminiert worden, dass die Diagnose vor Ende des Monats April gestellt und am 27. April 2016 an die Beschwerdegegnerin übermittelt worden sei. Hätte A.___ zutreffend informiert, wäre es ohne Weiteres </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">möglich gewesen, die Diagnose noch vor dem Geburtstag der Versicherten an die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerdegegnerin zu übermitteln (S. 9 f. lit. e). Weder am Sachverhalt noch an der Rechtsgrundlage habe sich im Nachhinein etwas geändert (S. 10 lit. f). Ein überwiegendes öffentliches Interesse an der richtigen Rechtsanwendung sei vorliegend nicht ersichtlich und werde von der Beschwerdegegnerin auch nicht geltend gemacht (S. 10 lit. g). Zusammenfassend sei die Versicherte in ihrem Vertrauen, das sie beziehungsweise ihre Mutter der unzutreffenden Auskunft von A.___ entgegengebracht habe, zu schützen (S. 11 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Von der Beschwerdegegnerin unbestritten (vgl. vorstehend E. 2.1) und aufgrund der Akten aus ausgewiesen ist, dass die Beschwerdegegnerin an einem Geburts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebrechen Ziffer 404 leidet (Urk. 7/8) und die Anmeldung bei der Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsanstalt des Kantons Zürich am 27. April 2016 erfolgt ist (Urk. 7/1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist damit einzig, ob im Hinblick auf die telefonische Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kunft von A.___, Mitarbeiter der Beschwerdegegnerin, von einer Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trauensgrundlage auszugehen ist und die Anmeldung damit als rechtzeitig erfolgt zu betrachten ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anlässlich der Verhandlung vom 3. Juli 2017 führte der Onkel der Versicherten, B.___, als Zeuge aus, seine verstorbene Schwester habe ihm von ihrem Telefongespräch mit einem Mitarbeiter der Beschwerdegegnerin, A.___, erzählt. Dieser hätte ihr erläutert, dass das Ende des Monats, in welchem man Geburtstag habe, ausschlaggebend für die Einreichung der Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lagen sei. Die Diagnosestellung etc. müsse bis zu diesem Termin gemacht wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den, es sei nicht der Geburtstag selber relevant. Sie seien erleichtert gewesen, als alles durch gewesen sei und sie die Sachen eingereicht hätten. Dement</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechend seien sie sehr erstaunt gewesen, als der negative Vorbescheid ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kommen sei (Prot. S. 8). Sie hätten sich gefragt, ob A.___ eine korrekte Auskunft erteilt habe. Seine Schwester habe sich seinen Namen notiert und so habe er selber ihn nochmals angerufen. Er habe ihn generell gefragt, wie es sich im Rahmen einer Abklärung verhalte, welche Fristen gelten würden, wie es ablaufe, und ihn anhand seines eigenen Geburtsdatums gefragt, ob dieses für die fristgerechte Diagnosestellung ausschlaggebend sei. Herr A.___ habe ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">neint und gesagt, das Ende des Geburtsmonats sei ausschlaggebend. Er habe noch einmal nachgefragt anhand des Geburtstages der Versicherten am 9. April 2006 und Herr A.___ habe wieder gesagt, es sei Ende April 2016 aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebend für die fristgerechte Diagnosestellung und Einreichung der Akten. Da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rauf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hin habe er ihn mit dem negativen Vorbescheid konfrontiert. Herr </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe gesagt, er müsse das schnell abklären und ihn in die Warteschleife gelegt. Nach einer gewissen Zeit habe er sich wieder gemeldet und gesagt, nach Rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprache mit einem Kollegen sei doch nicht das Ende des Monats ausschlag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebend, sondern der Geburtstag selber. Er könne nur sagen, dass das Kreis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schreiben Ziffer 404 gelte. In der Folge hätten sie alles schriftlich dargelegt und per Einschreiben der Beschwerdegegnerin zugestellt (Prot. S. 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___, Mitarbeiter der Beschwerdegegnerin, führte anlässlich der Zeugeneinvernahme vom 3. Juli 2017 aus, er arbeite seit dem Jahre 2012 als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kundenberater bei der Beschwerdegegnerin und erteile telefonische Auskünfte an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherte (Prot. S. 12). Bei bereits existierenden Fällen, in welchen eine An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dung ergangen sei und ein Dossier bestehe, erstelle er eine Aktennotiz be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">treffend die erteilten Auskünfte. Über Auskünfte an Personen, die noch keinen Fall hängig hätten, werde keine Aktennotiz erstellt. Er kenne die Voraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">set</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zungen für das Geburtsgebrechen Ziffer 404, dieses müsse vor dem neunten Geburtstag diagnostiziert werden (Prot. S. 13). Seit wann genau er dies wisse, könne er nicht sagen, im Rahmen der Ausbildungen seien die medizinischen Massnahmen behandelt worden. An das Telefonat mit Z.___ könne er sich nicht erinnern. Wenn er Kunden betreue und Fragen im medizinischen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reich beantworte, sei das immer eine extreme Gratwanderung. Den ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten Personen, Eltern oder Vertretern lege er immer das Kreisschreiben ans Herz. Auch wenn es eine generelle Auskunft sei, könne er ohne medizinische Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lagen telefonisch gar nichts sagen. Er lasse sich nicht auf die Äste hinaus und verweise garantiert auf das Kreisschreiben. So sei es definiert und so werde es umgesetzt (Prot. S. 14). Er glaube nicht, dass er gesagt habe, man habe inner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halb des Geburtsmonats Zeit, die Unterlagen zusammenzustellen, es spiele keine Rolle, ob die Diagnose am 5. oder am 30. eines Monats gestellt werde. Er könne sich nicht erinnern (Prot. S. 15). Er könne sich auch nicht an ein Telefon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spräch mit B.___ erinnern, er könne sich an nichts erinnern. Er verweise aber garantiert auf das Kreisschreiben, das sei aussagekräftig (Prot. S. 16). Er erbringe die Hilfeleistung so, dass wenn eine Person nochmals anrufe und nicht zufrieden sei, er sie dann explizit nochmals auf das Kreisschreiben aufmerksam mache (Prot. S. 17). Man erkläre, dass es verschiedene Geburtsge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">brechen gebe mit verschiedenen Kriterien. Er könne sich an den vorliegenden Fall nicht erinnern. Es sei vermutlich eine unangenehme Situation gewesen, aber sie seien sehr vielen unangenehmen Situationen ausgesetzt. Das wäre kein Einzelfall gewesen (Prot. S. 18). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitgegenstand bildet vorliegend einzig die Frage, ob die Anmeldung bei der Beschwerdegegnerin rechtzeitig erfolgt ist beziehungsweise ob die von der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten geltend gemachte telefonische Auskunft durch A.___ eine Vertrauensgrundlage bildet.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Für die Beantwortung dieser Frage sind zunächst die Zeugenaussagen vom 3. Juli 2017 zu würdigen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Onkel der Versicherten, B.___, vermochte genaue Aussagen darüber zu machen, wann die Telefongespräche mit A.___ stattge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">funden haben, und konnte eine lebensechte und detaillierte Schilderung insbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sondere auch des eigenen Telefongespräches mit A.___ abgeben. Dabei fällt insbesondere auf, dass die Familie der Versicherten seit der ersten Stunde gleichbleibende Ausführungen machte (E. 2.2, E. 3.1, vgl. auch den Einwand im Vorbescheidverfahren vom 21. September 2016, Urk. 7/13). Es sind weiter kei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lei Gründe dafür ersichtlich, weshalb die Familie der Versicherten A.___ einer Falschauskunft beschuldigen sollte. Selbst unter der Strafan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">drohung gemäss Art. 307 des Schweizerischen Strafgesetzbuches anlässlich der Zeugeneinvernahme vom 3. Juli 2017 machte B.___ unveränderte Aussagen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Mitarbeiter der Beschwerdegegnerin, A.___, hielt den Ausfüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen der Versicherten beziehungsweise den Aussagen von B.___ lediglich entgegen, er könne sich an nichts erinnern (E. 3.2). Selbst wenn dies </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund der Unzahl an telefonischen Anfragen, welche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bei seiner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Arbeit täglich zu bewältigen hat, nicht grundsätzlich unglaubwürdig erscheint, vermag dies die überzeugende und differenzierte Aussage von B.___ nicht zu entkräften.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ebenfalls nicht zu überzeugen vermag die Argumentation der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nerin, wonach kein schriftlicher Beleg zu den geltend gemachten Auskünften vorliege und daher von einer Beweislosigkeit auszugehen sei (vgl. vorstehend </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. 2.1). Wie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> anlässlich der Zeugeneinvernahme ausführte, werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> über Auskünfte an Personen, für welche noch kein Fall eröffnet wurde, keine Aktennotizen erstellt (vgl. vorstehend E. 3.2). Insofern ist es wenig über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rasch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">end, dass im vorliegenden Fall, in welchem sich Z.___ vor der ersten Anmeldung telefonisch über die zu beachtenden Fristen erkundigte (vgl. Urk. 1 S. 4 Ziff. 4), keine schriftliche Aktennotiz vorliegt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Insgesamt ist damit der Sachverhalt mit dem im Sozialversicherungsrecht übli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als dahingehend erstellt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu betrachten, dass A.___ am 15. März 2016 in einem Telefongespräch mit der Mutter der Versicherten die unzutreffende Auskunft gab, der Stichtag für das Diagnosedatum sei nicht der Geburtstag der Versicherten, sondern das Ende des Geburtsmonats.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen bleibt, ob diese telefonisch erteilte Falschauskunft eine Vertrau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grundlage bildet.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Telefongespräch zwischen der Mutter der Versicherten und A.___ erfolgte im Hinblick auf die zu tätigende Anmeldung der Versicherten bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich und damit in einer konkreten Situation mit Bezug auf eine bestimmte Person. A.___ arbeitet als Kundenberater bei der Beschwerdegegnerin und erteilt in dieser Funktion tele</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fonische Auskünfte an Versicherte (vgl. vorstehend E. 3.2). Die Zuständigkeit ist damit ohne Weiteres gegeben. Nachdem Z.___ die unzutreffende Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kunft von einem Mitarbeiter der Beschwerdegegnerin selber erhalten hatte, durfte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sie darauf vertrauen und es liegt kein Grund vor, weshalb sie die Unrichtigkeit der Auskunft hätte erkennen können. Gestützt auf die erhaltene Auskunft und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den bestehenden Zeitdruck wurden die Abklärungen durch die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> schnellstmöglich in die Wege geleitet und terminiert (Urk. 7/15). Am 27. April 2016 erfolgte sodann die Anmeldung bei der Beschwerdegegnerin, welche sich als verspätet erwies und nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Zu guter Letzt ist seit der Auskunftserteilung keine Änderung der gesetzlichen Ordnung erfolgt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Damit ist hinsichtlich der telefonischen Auskunft von A.___ von einer Vertrauensgrundlage auszugehen und die verspätete Anmeldung ursächlich darauf zurückzuführen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend sind die Voraussetzungen des Vertrauensschutzes erfüllt, was </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zur Gutheissung der Beschwerde in dem Sinne führt, dass die angefochtene Ve</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung vom 18. Oktober 2016 aufgehoben wird mit der Feststellung, dass die Anmeldung der Versicherten betreffend medizinische Massnahmen zur Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung des Geburtsgebrechens gemäss Ziff. 404 GgV-Anhang rechtzeitig erfolgt ist und dementsprechend ein Anspruch auf Kostengutsprache für Psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">the</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pie besteht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG) und auf Fr. 1‘000.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer). Vorliegend erscheint eine Prozessentschä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung von Fr. 3‘200.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) als angemessen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der Sozialversiche</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 18. Oktober 2016 aufgehoben, und es </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin Anspruch auf medizinische Massnahm</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">en zur Behandlung des Geburtsgebrechens gemäss Ziff. 404 GgV-Anhang hat.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1'000</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt. Rech</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kraft</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3'200</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Dr. iur. Reto Bernhard</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">zustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannKübler-Zillig</p><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>