<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2015.00781</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=216557&amp;W10_KEY=13013510&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2015.00781</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.09.2016</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Strafsachen gegen diesen Entscheid am 29.06.2017 gutgeheissen, den Entscheid aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung an das Verwaltungsgericht zurÃ¼ckgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Straf- und Massnahmenvollzug</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>bedingte Entlassung aus der Verwahrung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bedingte Entlassung aus der Verwahrung. Soweit der Beschwerdeführer die bedingte Entlassung mit seiner Massnahmenerstehungsunfähigkeit begründen wollte, käme er damit nicht zum Ziel. Die bedingte Entlassung aus der Verwahrung ist nur unter den Voraussetzungen von Art. 64a Abs. 1 StGB möglich. Eine Massnahmenerstehungsunfähigkeit würde demgegenüber nicht zwingend die bedingte Entlassung nach sich ziehen. Vielmehr wäre dann zu prüfen, wie die einstweilen bestehende Verwahrung unter Wahrung einerseits der Sicherheitsaspekte, anderseits der Anforderungen an die gesundheitliche Betreuung des Beschwerdeführers vollzogen werden könnte (E. 2.3). Dem Verwaltungsgericht fehlt die Kompetenz, die eidgenössisch und kantonal gesetzlich geregelte Verwahrung und deren Vollzug auf deren Vereinbarkeit mit dem "Abstandsgebot" zu überprüfen, beschränkt sich seine Kompetenz zur abstrakten Normenkontrolle doch auf Erlasse unterhalb der (kantonalen) Gesetzesstufe. Im Rahmen der konkreten Normenkontrolle sind zwar auch kantonale Gesetze auf ihre Übereinstimmung mit dem höherrangigen Recht zu prüfen. Vorliegend geht es jedoch um einen bundesrechtlich und nicht kantonalrechtlich geregelten Gegenstand. Bundesgesetze sind dabei selbst dann anzuwenden, wenn sie sich als verfassungswidrig erweisen sollten. Art. 64 Abs. 4 in Verbindung mit Art. 76 Abs. 2 StGB erlaubt gerade die Unterbringung von Verwahrten in geschlossenen Anstalten (E. 3.5). Massgebend für die nach wie vor erhebliche Gefahr eines Rückfalls im Bereich sexueller Delikte gegenüber Prostituierten sind in erster Linie die sexuelle und kombinierte Persönlichkeitsstörung. Die Frage, inwieweit der Beschwerdeführer körperlich oder altersmässig noch in der Lage wäre, ein Sexualdelikt zu begehen, betrifft dagegen die technische Ausführung, nachdem der Beschwerdeführer den Entschluss für eine Tatbegehung gefasst hätte, und ist daher für die Frage eines Rückfalls von untergeordneter Bedeutung. Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers vermag daher die Gefahr eines Rückfalls nicht massgebend zu beeinflussen. Der Antrag auf bedingte Entlassung ist abzuweisen (E. 4.3.4). Die Beurteilung der Massnahmenerstehungsfähigkeit gehört nicht zum Streitgegenstand, wurde doch die bedingte Entlassung von Amtes wegen geprüft. Der Beschwerdeführer machte erst im Rekursverfahren geltend, er sei massnahmenerstehungsunfähig. Da aber die Vorinstanz, wenn auch nur unter dem Vorbehalt, dass diese Frage überhaupt zum Streitgegenstand gehöre, und auch der Beschwerdegegner sowie die Mitbeteiligte ausführlich darauf eingingen, rechtfertigt es sich, die Sache zur Prüfung der Massnahmenerstehungsfähigkeit des Beschwerdeführers zuständigkeitshalber an den Beschwerdegegner zu überweisen (E. 5.4 f.). Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsverbeiständung (E. 6.3). Abweisung, soweit Eintreten. Überweisung an den Beschwerdegegner zur Prüfung der Massnahmenerstehungsfähigkeit des Beschwerdeführers.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABSTANDSGEBOT">ABSTANDSGEBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG">ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEDINGTE ENTLASSUNG">BEDINGTE ENTLASSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESUNDHEITSZUSTAND">GESUNDHEITSZUSTAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GUTACHTEN">GUTACHTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MASSNAHMENERSTEHUNGSFÃHIGKEIT">MASSNAHMENERSTEHUNGSFÃHIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKFALLGEFAHR">RÃCKFALLGEFAHR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: THERAPIE">THERAPIE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: THERAPIEBEREITSCHAFT">THERAPIEBEREITSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃBERWEISUNG">ÃBERWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHE PROZESSFÃHRUNG (UP)">UNENTGELTLICHE PROZESSFÃHRUNG (UP)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHE RECHTSPFLEGE (UP/URB)">UNENTGELTLICHE RECHTSPFLEGE (UP/URB)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)">UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWAHRUNG">VERWAHRUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 190 BV</span><br/><span class="gerade">Art. 7 Abs. I EMRK</span><br/><span class="ungerade">Art. 64 Abs. IV StGB</span><br/><span class="gerade">Art. 64a Abs. I StGB</span><br/><span class="ungerade">Art. 64b Abs. I lit. a StGB</span><br/><span class="gerade">Art. 64b Abs. I lit. b StGB</span><br/><span class="ungerade">Art. 76 Abs. II StGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=31147" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2015.00781</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">13. September 2016</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Rudolf Bodmer, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Cyrill Bienz.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="RU_AUTOTEXT_DRITT_N"><span>A, zzt. JVA C, vertreten durch B, </span></a></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Justizvollzug Kanton ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">und</p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Oberstaatsanwaltschaft des Kantons ZÃ¼rich,<b> </b></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Mitbeteiligte, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><b><span> </span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend bedingte Entlassung aus der Verwahrung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A, geboren 9. Juli 1955, wurde mit Urteil des Obergerichts des Kantons ZÃ¼rich vom 18. MÃ¤rz 2004 wegen Vergewaltigung und sexueller NÃ¶tigung einer Prostituierten zu einer Zuchthausstrafe von vier Jahren verurteilt. Vorangegangen waren zwei weitere Verurteilungen unter anderem wegen NÃ¶tigung zu einer unzÃ¼chtigen Handlung (Obergericht Schaffhausen, 20. Mai 1983) und wegen schwerer Notzucht und KÃ¶rperverletzung (Kantonsgericht Schaffhausen, 1. MÃ¤rz 1985) im Zusammenhang mit Prostituierten. Der Vollzug der Strafe wurde zugunsten einer Verwahrung nach Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 des Strafgesetzbuchs vom 21. Dezember 1937 (aStGB in der bis Ende 2006 gÃ¼ltigen Fassung; nunmehr Art. 64 StGB) aufgeschoben. </p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Seit dem 10. September 2013 befindet sich A wieder in der Justizvollzugsanstalt C (zuvor vom 1. Januar 2012 bis 10. September 2013 Strafanstalt G).</span><span> </span>A leidet unter diversen gesundheitlichen Problemen<span>. Aufgrund seines Gesundheitszustandes war die Frage nach der HafterstehungsfÃ¤higkeit â korrekt und fortan MassnahmenerstehungsfÃ¤higkeit â immer wieder Thema im Rahmen des Strafvollzugs (dazu hinten E. 5.1.2). </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>C. </span></b><span>Im Rahmen der jÃ¤hrlich vorzunehmenden ÃberprÃ¼fung der bedingten Entlassung wurde A am 17. August 2015 angehÃ¶rt, insbesondere zur ErgÃ¤nzung des Gutachtens D vom 13. Oktober 2014 (dazu hinten E. 2.1), und zum Vollzugsbericht vom 7. Juli 2015 (der sich gegen die bedingte Entlassung aussprach). Mit VerfÃ¼gung vom 26. August 2015 wies das Amt fÃ¼r Justizvollzug die bedingte Entlassung von A aus der Verwahrung ab. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Dagegen liess A am 23. September 2015 Rekurs bei der Direktion der Justiz und des Innern (fortan Justizdirektion) erheben, worin er auch seine MassnahmenerstehungsfÃ¤higkeit bestritt. Mit VerfÃ¼gung vom 24. November 2015 wies die Justizdirektion den Rekurs von A gegen die verweigerte bedingte Entlassung aus der Verwahrung ab, auferlegte ihm die Verfahrenskosten, gewÃ¤hrte ihm aber fÃ¼r das Rekursverfahren die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und Rechtsvertretung.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dagegen richtet sich die von A am 22. Dezember 2015 erhobene Beschwerde an das Verwaltungsgericht, worin er die Aufhebung der angefochtenen VerfÃ¼gung (mit Ausnahme der GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege) verlangte, subeventualiter die RÃ¼ckweisung der Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz. Ferner beantragte er die Einholung eines aktuellen unabhÃ¤ngigen medizinischen Gutachtens mit Untersuchung seiner Person. Je nach Ausgang der gesetzmÃ¤ssigen AbklÃ¤rung sei die Entlassung zu verfÃ¼gen. Bis dahin sei anzuordnen, dass der Verwahrungsvollzug das Abstandsgebot erfÃ¼lle und die erforderliche medizinische Versorgung mit 24-Stunden-Betreuung gewÃ¤hrleistet werde. Sollte dies nicht mÃ¶glich sein, sei die sofortige Entlassung anzuordnen. Schliesslich seien dem BeschwerdefÃ¼hrer die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und Rechtsvertretung zu gewÃ¤hren, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge. Die Justizdirektion beantragte unter Hinweis auf die BegrÃ¼ndung des angefochtenen Entscheids die Abweisung der Beschwerde. Das Amt fÃ¼r Justizvollzug beantragte dasselbe, stÃ¼tzte sich dabei aber zusÃ¤tzlich auf einen Arztbericht des Anstaltsarztes (Dr. E) vom 11. Januar 2016, der eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation von A feststellte. Die Oberstaatsanwaltschaft als Mitbeteiligte Ã¤usserte sich mit Eingabe vom 18. MÃ¤rz 2016 ablehnend zum Gesuch von A um bedingte Entlassung. A liess mit Eingabe vom 6. April 2016 die Angaben des Amts fÃ¼r Justizvollzug und der Oberstaatsanwaltschaft bestreiten. Die Oberstaatsanwaltschaft nahm dazu mit Eingabe vom 20. April 2016 Stellung, ebenso das Amt fÃ¼r Justizvollzug mit Eingabe vom 22. April 2016, wozu sich A am 4. Mai 2016 vernehmen liess. Hierzu Ã¤usserte sich nur noch das Amt fÃ¼r Justizvollzug am 24. Mai 2016, worauf keine weiteren Vernehmlassungen mehr eingingen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) fÃ¼r die Beurteilung der vorliegenden Streitsache grundsÃ¤tzlich zustÃ¤ndig (dazu sogleich E. 3). Beschwerden betreffend den Straf- und Massnahmenvollzug werden vom Einzelrichter oder der Einzelrichterin entschieden, sofern kein Fall von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung zu beurteilen ist (§ 38b Abs. 1 lit. d Ziff. 2 und § 38b Abs. 2 VRG). Da sich vorliegend keine Fragen von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellen, ist der Einzelrichter zum Entscheid berufen. </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Vorerst stellt sich die Frage nach dem Status des BeschwerdefÃ¼hrers im Massnahmevollzug. Mit Inkrafttreten des revidierten Strafgesetzes muss unter anderen bei nach Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 aStGB verwahrten Personen geprÃ¼ft werden, ob die Verwahrung unter dem neuen Recht weitergefÃ¼hrt wird oder die Voraussetzungen fÃ¼r eine therapeutische Massnahme nach den Art. 59â61 oder 63 StGB erfÃ¼llt sind (Ziff. 2 Abs. 2 der Schlussbestimmungen der Ãnderung [des StGB] vom 13. Dezember 2002). Nachdem ein frÃ¼herer, gleich lautender Beschluss des Obergerichts vom 25. Juni 2008 vom Kassationsgericht des Kantons ZÃ¼rich aufgehoben worden war, ordnete das Obergericht mit Beschluss vom 4. Februar 2011 abermals die FortfÃ¼hrung der Verwahrung des BeschwerdefÃ¼hrers nach neuem Recht an. Das Kassationsgericht hob diesen Entscheid mit Beschluss vom 22. Februar 2012 erneut auf und wies die Sache zur Neubeurteilung an das Bezirksgericht Affoltern zurÃ¼ck. Konkret ging es einerseits um die Frage, ob der Gutachter Dr.<span> </span>med. D gegenÃ¼ber A anlÃ¤sslich der Begutachtung als befangen erschien. Anderseits fehlte nach Ansicht des Kassationsgerichts eine fÃ¼r den medizinischen Laien nachvollziehbare Diagnose der kombinierten PersÃ¶nlichkeitsstÃ¶rung. Mit Beschluss vom 3. Juli 2013 stellte das Bezirksgericht Affoltern fest, dass Gutachter E gegenÃ¼ber A unbefangen sei, was das Obergericht mit Beschluss vom 5. MÃ¤rz 2014 bestÃ¤tigte. Entsprechend wurde der Gutachter zur ErgÃ¤nzung seines Gutachtens mit Bezug auf die Darlegung der Diagnose der kombinierten PersÃ¶nlichkeitsstÃ¶rung aufgefordert, was auch das Kassationsgericht â sollte sich die Unbefangenheit des Gutachters ergeben haben â als zulÃ¤ssig erachtet hatte. Gutachter D ergÃ¤nzte sein Gutachten am 13. Oktober 2014. Das Bezirksgericht Affoltern ordnete mit Entscheid vom 18. Mai 2015 die FortfÃ¼hrung der Verwahrung nach neuem Recht an. Diesen Entscheid focht der BeschwerdefÃ¼hrer vor Obergericht erneut an. In teilweiser Gutheissung des Rechtsmittels wies das Obergericht die Sache mit Beschluss vom 14. Oktober 2015 an das Bezirksgericht Affoltern zurÃ¼ck mit der Auflage, der BeschwerdefÃ¼hrer sei zur Frage anzuhÃ¶ren, ob er die Voraussetzungen fÃ¼r eine therapeutische Massnahme erfÃ¼lle. Diese AnhÃ¶rung sollte am 8. Februar 2016 stattfinden. Dass seither neu entschieden worden wÃ¤re, ist den Akten nicht zu entnehmen. Der BeschwerdefÃ¼hrer gilt daher einstweilen als noch immer (nach altem Recht) verwahrt.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die vorliegend zu beurteilende PrÃ¼fung der bedingten Entlassung des BeschwerdefÃ¼hrers aus dem Verwahrungsvollzug erfolgte von Amtes wegen nach Art. 64b Abs. 1 lit. a StGB mit VerfÃ¼gung vom 26. August 2015, die mit VerfÃ¼gung der Vorinstanz vom 24. November 2015 bestÃ¤tigt wurde. Streitgegenstand bildet demnach allein die Frage, ob der BeschwerdefÃ¼hrer gemÃ¤ss dem angefochtenen Entscheid zu Recht nicht bedingt entlassen wurde. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer verlangt, dass er durch einen unabhÃ¤ngigen Gutachter beurteilt und insbesondere seine MassnahmenerstehungsfÃ¤higkeit geprÃ¼ft werden soll, ist diese Frage klar von derjenigen der bedingten Entlassung zu trennen. Die bedingte Entlassung aus der Verwahrung ist nur unter gewissen Voraussetzungen mÃ¶glich (Art. 64a Abs. 1 StGB). DemgegenÃ¼ber wÃ¼rde selbst eine festgestellte allfÃ¤llige Massnahmenerstehungs<i>un</i>fÃ¤higkeit nicht zwingend die bedingte Entlassung aus der Verwahrung nach sich ziehen. Vielmehr wÃ¤re dann zu prÃ¼fen, wie die einstweilen bestehende Verwahrung unter Wahrung einerseits der Sicherheitsaspekte, anderseits der Anforderungen an die gesundheitliche Betreuung des BeschwerdefÃ¼hrers vollzogen werden kÃ¶nnte (Art. 80 Abs. 1 lit. a StGB). Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer die angestrebte bedingte Entlassung mit der MassnahmenerstehungsunfÃ¤higkeit begrÃ¼nden wollte, kÃ¤me er damit jedenfalls nicht zum Ziel.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beruft sich auf verschiedene Entscheide des EuropÃ¤ischen Gerichtshofs fÃ¼r Menschenrechte (EGMR) und darauf, dass er schon deswegen zu entlassen sei, weil das gesamte Vollzugsregime verfassungs- und konventionswidrig sei. Verletzt werde das sogenannte "Abstandsgebot". Dieses leite sich aus Art. 7 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) ab, sei auch fÃ¼r die Schweiz verbindlich und sehe eine unterschiedliche Zwecksetzung von Verwahrung und Freiheitsstrafe vor, indem die Verwahrten dazu angehalten werden mÃ¼ssten, Fortschritte in Richtung Entlassung zu erzielen. Auch das Bundesgericht habe festgestellt, dass sich Strafe und Verwahrung nicht deutlich unterschieden. Sein so unterhaltener Freiheitsentzug sei deshalb rechtswidrig und aufzuheben. Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, Verwahrten stÃ¼nden zudem keine individuell zugeschnittenen intensiven Therapie- und Betreuungsangebote offen, und ihm sei nach der RÃ¼ckkehr in die JVA C kein Therapieangebot mehr gemacht worden. </p> <p class="Erwgung2">In ihrer Vernehmlassung vom 18. MÃ¤rz 2016 hielt die Mitbeteiligte dazu fest, Art. 64 Abs. 4 StGB sehe den Verwahrungsvollzug in einer Massnahmenvollzugseinrichtung oder einer Strafanstalt nach Art. 76 Abs. 2 StGB vor. Die Anwendung dieser Bestimmungen kÃ¶nne weder im Rahmen der abstrakten noch der konkreten Normenkontrolle ausgesetzt werden. Die Unterbringung des BeschwerdefÃ¼hrers sei daher nicht zu beanstanden. Eine Verletzung des Abstandsgebotes liege sodann nicht vor. Dem BeschwerdefÃ¼hrer sei vielmehr ein fÃ¼r seine psychische StÃ¶rung geeignetes therapeutisches Umfeld geboten worden. Der Beschwerdegegner hielt dazu fest, die vom BeschwerdefÃ¼hrer zitierten Entscheide des EGMR bezÃ¶gen sich auf die <i>nachtrÃ¤glich</i> angeordnete Sicherheitsverwahrung, wÃ¤hrend das Abstandsgebot darin gar nicht erwÃ¤hnt werde. Im Verwahrungsvollzug werde ein Vollzugsplan erstellt, es wÃ¼rden im Hinblick auf eine mÃ¶gliche Entlassung Vollzugsziele definiert und rÃ¼ckfallsenkende Therapien angeboten. Ferner werde in regelmÃ¤ssigen AbstÃ¤nden geprÃ¼ft, ob die Verwahrung aufrechterhalten werden kÃ¶nne. Schliesslich liege es nicht in seiner Kompetenz, sich Ã¼ber Vorschriften des Strafgesetzbuches hinwegzusetzen. Zudem werde ein Verwahrter psychiatrisch betreut, sofern dies notwendig sei, was regelmÃ¤ssig Ã¼berprÃ¼ft werde (Art. 64b Abs. 1 lit. b StGB). Der BeschwerdefÃ¼hrer habe sich zwar (AnhÃ¶rung vom 17. August 2015) fÃ¼r eine Therapie interessiert, nicht aber bei gewissen Therapeuten des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes (PPD). Einen konkreten Antrag habe er jedoch nicht gestellt. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>TatsÃ¤chlich stellte der EGMR mit Entscheid vom 17. Dezember 2009 â allerdings im Zusammenhang mit der rÃ¼ckwirkenden VerlÃ¤ngerung der HÃ¶chstdauer der Sicherungsverwahrung nach deutschem Strafrecht (§ 67d Abs. 3 S. 1 D-StGB) â fest, die Sicherungsverwahrung sei eine Strafe, die durch die nachtrÃ¤gliche VerlÃ¤ngerung der gesetzlichen HÃ¶chstfrist (in casu zehn Jahre) auf unbestimmte Zeit verlÃ¤ngert worden sei, was einen Konventionsverstoss darstelle. Das deutsche Bundesverfassungsgericht prÃ¤gte darauf im Urteil vom 4. Mai 2011 den Begriff der Verletzung des "Abstandsgebotes" zwischen Sicherungsverwahrung und Strafhaft, wobei der Begriff der Strafe die Massregeln der Besserung und Sicherung nicht umfasse (Stefan Sinner in: Ulrich Karpenstein/Franz C. Mayer, Kommentar EMRK, 2. A., MÃ¼nchen 2015 [Kommentar EMRK], Art. 7 Rz. 22 ff.). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Auch in der Schweiz wird die Ausgestaltung des Verwahrungsvollzugs diskutiert. Unter Wahrung des "Abstandsgebots" sollen Verwahrte nach VerbÃ¼ssung der Grundstrafe im anschliessenden Verwahrungsvollzug klar von anderen Strafgefangenen oder Massnahmeneingewiesenen getrennt werden. Die Haftbedingungen mÃ¼ssten dabei viel liberaler und humaner ausgestaltet sein, als dies im Strafvollzug der Fall sei, und die therapeutischen Angebote hÃ¤tten den Verwahrten eine reale Wiedereingliederungsperspektive zu ermÃ¶glichen, wobei Verwahrte nach VerbÃ¼ssung der Grundstrafe wÃ¤hrend des Verwahrungsvollzugs klar von den anderen Strafgefangenen zu trennen wÃ¤ren (Benjamin BrÃ¤gger, Vollzugslockerungen und Beurlaubungen bei sog. GemeingefÃ¤hrlichen StraftÃ¤tern, Schweizerische Zeitschrift fÃ¼r Kriminologie, 1/2014, S. 5, II. E., Fn. 20; derselbe, Massnahmenvollzug an psychisch kranken StraftÃ¤tern in der Schweiz: Eine kritische Auslegungsordnung, Schweizerische Zeitschrift fÃ¼r Kriminologie (SKZ) 2/2014, S. 36 ff., Ziff. 2.2; Marianne Heer/Elmar Habermeyer, in Marcel Alexander Niggli/Hans WiprÃ¤chtiger, Basler Kommentar zum Strafrecht, Bd. I, 3. A., 2013, [Basler Kommentar Strafrecht I], Art. 64 N. 130 f.). Strafvollzug und Freiheitsentzug hÃ¤tten in getrennten Strafanstalten stattzufinden. Eine Massnahme solle keine Strafe sein (Frank StÃ¼fen/Ivo Graf, GefÃ¤ngnisseelsorge: Lebensbegleitung â bis in den Tod? in Alt werden und Sterben hinter Gittern, Materialien der Fachgruppe Reform im Strafwesen, Bd. 6, 2014; Ã¤hnlich Matthias Brunner, a.<span> </span>a.<span> </span>O., auch zum Folgenden). Dazu wird ein Recht auf gemeinschaftliches Wohnen innerhalb der Mauern und darauf, mit AngehÃ¶rigen und Freunden beliebig Zeit zu verbringen, gemeinsame FreizeitaktivitÃ¤ten und Ãbernachtungen zu unternehmen, vorgeschlagen, ebenso ein unlimitierter Telefonkontakt und ein gelockerter Gebrauch des Internets, neben der permanenten Beiordnung von RechtsbeistÃ¤nden mit der Aufgabe, ein waches Auge auf den Vollzugsverlauf zu richten, allfÃ¤lligen Handlungsbedarf auszuloten und entsprechend zu intervenieren. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Dagegen wird eingewendet, Verwahrte sollten von den Ã¼brigen sich im Vollzug befindenden StraftÃ¤tern nach VerbÃ¼ssung ihrer Freiheitsstrafe nicht strikt getrennt bzw. gar in einem separaten Bau isoliert werden, weil sie mit der absoluten Trennung von den StraftÃ¤tern im Strafvollzug einen Teil ihrer faktischen Kontaktpersonen verlieren wÃ¼rden und nurmehr einen Bruchteil des Angebots einer Strafanstalt nutzen kÃ¶nnten. Bei der Unterbringung, Betreuung und Pflege von alten Inhaftierten gerade auch im Rahmen der Verwahrung sei der besonderen FÃ¼rsorgepflicht und dem Entgegenwirkungsprinzip Beachtung zu schenken. Es gelte damit HaftschÃ¤den wie Vereinsamung sowie psychische und physische Degeneration zu vermeiden (BGE 139 I 180 E. 3.1; Amt fÃ¼r Justizvollzug, Alt werden im Justizvollzug, Bericht vom 28. Mai 2014, Kurzfassung vom 26. August 2015, S. 5 ff., 12 f., zu finden unter http://www.justizvollzug.zh.ch; ferner auch http://www.srf.ch/<br/> sendungen/schweiz-aktuell/kompromissbereit-umstritten-ueberaltert). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Es ist nicht ausgeschlossen, im Sinn einer Vorfrage eine Frage zu prÃ¼fen, die formell ausserhalb des ZustÃ¤ndigkeitsbereichs einer BehÃ¶rde liegt, jedoch Auswirkungen auf die Beurteilung der Hauptfrage haben kÃ¶nnte. Vorliegend wÃ¤re die bedingte Entlassung wohl hinfÃ¤llig, wenn der BeschwerdefÃ¼hrer bereits deswegen aus dem Verwahrungsvollzug entlassen werden mÃ¼sste, weil sich dieser als rechtswidrig erweisen wÃ¼rde. ZulÃ¤ssig ist die PrÃ¼fung von Vorfragen aber nur, wenn die entscheidkompetente Instanz noch nicht entschieden hat und keine abweichende gesetzliche Regelung besteht (Kaspar PlÃ¼ss in Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 1 N. 57, 59). Dem Verwaltungsgericht fehlt die Kompetenz, die eidgenÃ¶ssisch und kantonal gesetzlich geregelte Verwahrung und deren Vollzug zu Ã¼berprÃ¼fen, beschrÃ¤nkt sich seine Kompetenz zur abstrakten Normenkontrolle doch auf Erlasse unterhalb der (kantonalen) Gesetzesstufe. Im Rahmen der konkreten Normenkontrolle sind zwar auch kantonale Gesetze auf ihre Ãbereinstimmung mit dem hÃ¶herrangigen Recht zu prÃ¼fen. Vorliegend geht es jedoch um einen bundesrechtlich und nicht kantonalrechtlich geregelten Gegenstand. Bundesgesetze sind dabei selbst dann anzuwenden, wenn sie sich als verfassungswidrig erweisen sollten (Marco Donatsch, Kommentar VRG, § 50 N. 74; § 20 N. 28 ff., insbesondere N. 31; Art. 190 der Bundesverfassung). Art. 64 Abs. 4 in Verbindung mit Art. 76 Abs. 2 StGB erlaubt aber gerade die Unterbringung von Verwahrten (auch mit einer psychischen StÃ¶rung), Gewaltdelinquenten und gemeingefÃ¤hrlichen StraftÃ¤tern in geschlossenen Anstalten (Benjamin BrÃ¤gger, Basler Kommentar Strafrecht I, Art. 76 N. 4; Heer/Habermeyer, Art. 64 N. 127), woran das Verwaltungsgericht gebunden ist. Die Beurteilung der vom BeschwerdefÃ¼hrer gestellten Vorfrage erweist sich damit als nicht zulÃ¤ssig, weshalb darauf nicht einzutreten ist. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2">Zu prÃ¼fen bleibt demnach, ob die bedingte Entlassung von der Vorinstanz zu Recht verweigert wurde. Vorerst ist auf deren zutreffende AusfÃ¼hrungen im angefochtenen Entscheid zu verweisen (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Nach Art. 64a Abs. 1 StGB wird der TÃ¤ter aus der Verwahrung nach Art. 64 Abs. 1 StGB bedingt entlassen, sobald zu erwarten ist, dass er sich in Freiheit bewÃ¤hrt, das heisst keine Delikte im Sinn von Art. 64 Abs. 1 StGB begehen wird (VGr, 22. Dezember 2015, VB.2015.00275, E. 2.1; 19. September 2013, VB.2013.00518, E. 4.2). Die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde prÃ¼ft auf Gesuch hin oder von Amtes wegen mindestens einmal jÃ¤hrlich und erstmals nach Ablauf von zwei Jahren, ob und wann der TÃ¤ter aus der Verwahrung bedingt entlassen werden kann (Art. 64b Abs. 1 lit. a StGB). DiesbezÃ¼glich liegt entgegen der Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers keine Verletzung von Art. 5 Abs. 4 EMRK vor (dazu BjÃ¶rn Elberling, Kommentar EMRK, Art. 5 Rz. 100â102). Sie trifft die Entscheide nach Abs. 1 gestÃ¼tzt auf einen Bericht der Anstaltsleitung, eine unabhÃ¤ngige sachverstÃ¤ndige Begutachtung im Sinn von Art. 56 Abs. 4 StGB, die AnhÃ¶rung einer Kommission nach Art. 62d Abs. 2 StGB und die AnhÃ¶rung des TÃ¤ters (Art. 64b Abs. 2 lit. aâd StGB). Der Massstab fÃ¼r die Beurteilung einer Entlassung ist sehr streng. Es muss eine hohe Wahrscheinlichkeit dafÃ¼r bestehen, dass sich der Betroffene in Freiheit bewÃ¤hren wird (BBl 1999, 2098; BGE 135 IV 49 E. 1.1). FÃ¼r die Entlassungsprognose sind neben allfÃ¤lligen Erfahrungen mit Vollzugslockerungen auch das Vollzugsverhalten und die zukÃ¼nftige Lebenssituation relevant (Marianne Heer, Basler Kommentar Strafrecht I, Art. 64a N. 13, 15 ff.).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Das Gutachten D vom 26. April 2010 beruht unter anderem auf einer mehrstÃ¼ndigen Untersuchung des BeschwerdefÃ¼hrers. Der Gutachter kommt darin â zusammengefasst â zum Schluss, dass der BeschwerdefÃ¼hrer an einer (nicht hirnorganisch bedingten) kombinierten PersÃ¶nlichkeitsstÃ¶rung (IDC-10 60.0) leide. Parallel dazu liessen sich auch bedeutsame Probleme in der sexuellen Entwicklung feststellen, insbesondere das weitgehende Fehlen positiver Beziehungserfahrungen mit Frauen, was zu einer tief verwurzelten frauenfeindlichen Grundhaltung gefÃ¼hrt habe. Es sei auf eine sexuelle StÃ¶rung, eine Unterform einer sexuell-sadistischen Devianz (ICD 10 F65.5), zu schliessen (Devianz = diskriminierendes Abweichen vom normativ erwarteten bzw. erwartbaren Verhalten des Individuums in der Gesellschaft; Dorsch Psychologisches WÃ¶rterbuch, 13. A., Bern 1998, S. 179). Schon damals hielt der Gutachter weiter fest, eine deliktprÃ¤ventive Bedeutung sei im kÃ¶rperlich reduzierten Gesundheitszustand des BeschwerdefÃ¼hrers nicht zu erkennen. Zudem sei die Einsicht in seine StÃ¶rungen nicht besonders gross und die bei ihm bestehende PersÃ¶nlichkeitsstÃ¶rung nur schwer zu behandeln, ebenso die vorliegende sexuelle Devianz. Schliesslich erfÃ¼lle der BeschwerdefÃ¼hrer eine Reihe von Merkmalen, die fÃ¼r eine erhÃ¶hte RÃ¼ckfallgefahr sprechen mit einem hohen Risiko einschlÃ¤giger Delinquenz (Vergewaltigung von Prostituierten). ErhÃ¶ht sei auch die Gefahr, dass es im Rahmen einer Vergewaltigungshandlung zusÃ¤tzlich zu einer unmittelbaren GefÃ¤hrdung einer Frau durch WÃ¼rgen oder den Einsatz eines Messers komme (S. 86â92). </p> <p class="Urteilstext">Dem ErgÃ¤nzungsgutachten vom 13. Oktober 2014 (zu dessen Geschichte vorn E. 2.1) lagen das erwÃ¤hnte Gutachten vom 26. April 2010, aktuelle Gerichtsunterlagen und ergÃ¤nzende medizinische Unterlagen bis September 2014 zugrunde. Der Gutachter erlÃ¤uterte darin die gefundenen Diagnosen. Die kombinierte PersÃ¶nlichkeitsstÃ¶rung umfasse verschiedene Elemente, die nÃ¤her ausgefÃ¼hrt werden (u.<span> </span>a. Drang zur Dramatisierung der eigenen Person, Egozentrik und hohe Selbstbezogenheit; herzloses Unbeteiligtsein gegenÃ¼ber den GefÃ¼hlen anderer; UnfÃ¤higkeit zum Erleben von Schuldbewusstsein und zum Lernen aus Erfahrung; Ã¼bermÃ¤ssige Pedanterie; kognitive Verzerrungen, indem sich der BeschwerdefÃ¼hrer in erster Linie als Opfer sieht). Insgesamt sei, wie durch die verschiedenen Gutachten belegt, deutlich die Dauerhaftigkeit der StÃ¶rung zu erkennen und wie die StÃ¶rung mit einer deutlichen EinschrÃ¤nkung der beruflichen und sozialen LeistungsfÃ¤higkeit einhergegangen sei und auch Leiden verursacht habe, was alles zur Diagnose einer Ã¼berdauernden PersÃ¶nlichkeitsstÃ¶rung gefÃ¼hrt habe (S. 13â15). Der Gutachter nahm sodann Bezug auf die zwischenzeitliche Entwicklung des Gesundheitszustandes des BeschwerdefÃ¼hrers, die er seinerseits beurteilte. Die betroffenen Bereiche seien auch schon beim Gutachten im Jahr 2010 bekannt gewesen. Nach wie vor vermochte der Gutachter aufgrund der gesundheitlichen Situation nicht zu erkennen, dass die physische Problematik einen bedeutsamen Einfluss auf die PersÃ¶nlichkeitsproblematik oder die sexuelle Devianz und damit letztlich auf das RÃ¼ckfallrisiko haben kÃ¶nnte. Es bestehe ein hohes Risiko einschlÃ¤giger Delinquenz (S. 19 f.). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer bemÃ¤ngelt in der Beschwerde vom 22. Dezember 2015, dass das ErgÃ¤nzungsgutachten D nicht auf seiner persÃ¶nlichen Untersuchung beruhe. Dabei habe sich sein Gesundheitszustand erst nach September 2014 massiv verschlechtert. Das Gutachten sei inhaltlich falsch und nicht aktuell. Sodann sei er in seinem aktuellen Zustand kaum in der Lage, deliktspezifische sexuelle Gewalt auszuÃ¼ben, denn das ihm unterstellte Deliktmuster setze immer schwere kÃ¶rperliche Gewalt und entsprechende kÃ¶rperliche Kraftanstrengung voraus. Dazu sei er nicht mehr in der Lage. Eine aktuelle und unabhÃ¤ngige gutachterliche GefÃ¤hrdungsbeurteilung, welche auch seine medizinisch-funktionale LeistungsfÃ¤higkeit berÃ¼cksichtige, liege nicht vor. Insbesondere sei das zunehmende Alter vom Gutachten D nicht berÃ¼cksichtigt worden. </p> <p class="Urteilstext">DemgegenÃ¼ber berief sich der Beschwerdegegner auf den angefochtenen Entscheid sowie auf einen Bericht des Anstaltsarztes Dr. E vom 11. Januar 2016. Danach sei der Gesundheitszustand des BeschwerdefÃ¼hrers nach wie vor stark angeschlagen, jedoch seit der Operation im Inselspital Bern im Juni 2015 besser als vorher und stabil. In der Mitbeantwortung der Beschwerde vom 18. MÃ¤rz 2016 hielt die Mitbeteiligte fest, dass nach dem Ã¼berzeugenden Gutachten D die RÃ¼ckfallgefahr des BeschwerdefÃ¼hrers unverÃ¤ndert aktuell sei. Sein gesundheitlicher Zustand habe sich nicht massgebend verÃ¤ndert, sondern sei besser als zuvor. Zudem sei die MÃ¶glichkeit, physische Gewalt anzuwenden, nicht massgebend, da er sexuelle Handlungen mittels psychischer Gewalt (Androhung, einen nahen AngehÃ¶rigen zu tÃ¶ten oder tÃ¶ten zu lassen) erzwingen kÃ¶nnte. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.1 </b>Zur Beantwortung der Frage, ob ein frÃ¼heres Gutachten hinreichend aktuell ist, ist nicht primÃ¤r auf das formelle Kriterium des Alters des Gutachtens abzustellen. Massgeblich ist vielmehr die materielle Frage, ob GewÃ¤hr dafÃ¼r besteht, dass sich die Ausgangslage seit der Erstellung des Gutachtens nicht gewandelt hat. Soweit ein frÃ¼heres Gutachten mit Ablauf der Zeit und zufolge verÃ¤nderter VerhÃ¤ltnisse an AktualitÃ¤t eingebÃ¼sst hat, sind neue AbklÃ¤rungen unabdingbar (BGE 134 IV 246, E. 4.3; 128 IV 241 E. 3.4; BGr, 12. Juli 2010, 6B_331/2010, E. 3.3.2). </p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.2 </b>Vorauszuschicken ist, dass die am 13. Oktober 2014 erstattete ErgÃ¤nzung des Gutachtens vom 26. April 2010 Ã¼ber eine bloss formelhafte BestÃ¤tigung der Befunde des ursprÃ¼nglichen Gutachtens hinausgeht, hatte der Gutachter doch verschiedene Fragen im Hinblick auf die gestellte Diagnose zu beantworten, die eine erneute Befassung mit dem Zustand des BeschwerdefÃ¼hrers sowie mit der getroffenen Diagnose voraussetzten, selbst wenn er sich dabei "nur" auf die massgebenden Unterlagen stÃ¼tzte. Allein dies relativiert bereits den Vorwurf eines veralteten und nicht mehr aktuellen Gutachtens.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.3 </b>Dies umso mehr, als bisherige therapeutische Behandlungen des BeschwerdefÃ¼hrers im Zeitraum von 1986 bis 2009 (mit gewissen UnterbrÃ¼chen) nicht von einer markanten Ãnderung seiner PersÃ¶nlichkeit begleitet waren und er diese nach und nach (ab 2005) aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme Ã¼berwiegend auf Fragen zur BewÃ¤ltigung des Anstaltsalltags reduziert hatte. Eine deliktorientierte Behandlung war jedenfalls nach dem Jahr 2005 nicht mehr mÃ¶glich; die GesprÃ¤che hatten nurmehr stÃ¼tzenden Charakter im Hinblick auf seinen Gesundheitszustand, bis sie dann nach 2009 endgÃ¼ltig eingestellt wurden. Dies mag auch damit zusammenhÃ¤ngen, dass die beim BeschwerdefÃ¼hrer bestehende PersÃ¶nlichkeitsstÃ¶rung nur schwer behandelbar ist. Eine allenfalls vordergrÃ¼ndig erscheinende Therapiemotivation wollte der Gutachter zwar nicht ausschliessen, doch wÃ¤re der BeschwerdefÃ¼hrer nur sehr eingeschrÃ¤nkt in der Lage, sich intensiv mit seiner Delinquenz und der zugrundeliegenden StÃ¶rung auseinanderzusetzen. Nach der RÃ¼ckkehr von der Strafanstalt C wurde eine Therapie nicht mehr aufgenommen. Im Verfahren um den Fortgang der Verwahrung nach neuem Recht soll der BeschwerdefÃ¼hrer zwar seine Therapiebereitschaft erklÃ¤rt, jedoch keinen Antrag auf eine Therapie gestellt haben. Dies relativiert seinen Vorwurf, dass ihm die Therapie verwehrt worden sei, weil er den Therapieort nicht mehr selbstÃ¤ndig habe erreichen kÃ¶nnen. Massgebend ist aber ohnehin, wie gross seine Bereitschaft tatsÃ¤chlich wÃ¤re, sich mit seinen Delikten auseinanderzusetzen, woran erhebliche Zweifel bestehen, geht er selber doch von einer Verschlechterung seines Gesundheitszustandes aus, was schon frÃ¼here TherapiebemÃ¼hungen erschwert hatte. Im Ãbrigen ist die bloss erklÃ¤rte Bereitschaft, sich nur unter gewissen Bedingungen (Wahl des Therapeuten; andere Strafanstalt) einer Therapie beim PPD oder gerade nicht beim PPD zu unterziehen, grundsÃ¤tzlich zwar zu begrÃ¼ssen, jedoch als solche noch nicht geeignet, die Legalprognose nachhaltig zu verbessern oder gar die bedingte Entlassung zu begrÃ¼nden (vorn E. 4.1). Das vermÃ¶chten erst positive Wirkungen einer Therapierung, an denen es einstweilen fehlt.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beanstandet die negative Legalprognose aus den Gutachten D auch damit, dass das ihm unterstellte Deliktsmuster immer schwere kÃ¶rperliche Gewalt und entsprechende kÃ¶rperliche Kraftanstrengung voraussetze, wozu er nicht mehr in der Lage sei. Die Anwendung psychischer Gewalt (vorn E. 4.3 in fine) entspreche nicht seinem Deliktmuster. Sein Gesundheitszustand sei seit der Operation im Inselspital in Bern nicht besser als zuvor. </p> <p class="Urteilstext">Massgebend fÃ¼r die nach wie vor erhebliche Gefahr eines RÃ¼ckfalls im Bereich sexueller Delikte gegenÃ¼ber Prostituierten sind in erster Linie die bereits erwÃ¤hnte sexuelle und kombinierte PersÃ¶nlichkeitsstÃ¶rung (vorn E. 4.2). Die Frage, inwieweit der BeschwerdefÃ¼hrer kÃ¶rperlich oder altersmÃ¤ssig noch in der Lage wÃ¤re, ein Sexualdelikt zu begehen, betrifft dagegen die technische AusfÃ¼hrung, nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer den Entschluss fÃ¼r eine Tatbegehung gefasst hÃ¤tte, und ist daher fÃ¼r die Frage eines RÃ¼ckfalls von untergeordneter Bedeutung. Die Erwartung von Art. 64a Abs. 1 StGB, wonach sich ein TÃ¤ter in Freiheit bewÃ¤hren mÃ¼sse (vorn E. 4.1), wird eben nicht erfÃ¼llt, wenn die Begehung des Delikts einzig deswegen nicht erfolgen kann, weil der kÃ¶rperliche Zustand des BeschwerdefÃ¼hrers dies nicht mehr erlaubt. TatsÃ¤chlich erscheint auch unter WÃ¼rdigung seiner gesundheitlichen Situation eine Deliktbegehung nicht ausgeschlossen, auch ohne Androhung psychischer Gewalt. WÃ¤re der BeschwerdefÃ¼hrer nicht im Verwahrungsvollzug, wÃ¤re es etwa ein Leichtes fÃ¼r ihn, eine Prostituierte in seine Wohnung zu bestellen und zu bedrohen. Schliesslich gab es in der Deliktsreihe einen Vorfall, wo der BeschwerdefÃ¼hrer mithilfe eines Messers zum Ziel zu gelangen versuchte. An der Anlasstat im Jahr 2002 hatte der BeschwerdefÃ¼hrer die Prostituierte geschlagen und gewÃ¼rgt, war dann auf den Beifahrersitz gestiegen, wo er ungeschÃ¼tzt mit ihr gegen ihren Willen verkehrte. SpÃ¤ter habe er dieser eine Ampulle in die Hand gedrÃ¼ckt und fÃ¼r sich eine Spritze aufziehen wollen, um damit eine weitere Erektion zu bewirken. Eine ausserordentliche Kraftanstrengung ist bei diesem Vorgehen nicht zu erkennen. Der Gesundheitszustand des BeschwerdefÃ¼hrers vermag daher die Gefahr eines RÃ¼ckfalls nicht massgebend zu beeinflussen.</p> <p class="Urteilstext">Damit ist der Antrag auf bedingte Entlassung abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Eine davon klar zu trennende Frage ist diejenige nach der MassnahmenerstehungsfÃ¤higkeit. Dabei ist zu beachten, dass die AbklÃ¤rungen des physischen Zustandes des BeschwerdefÃ¼hrers durch den Gutachter im Wesentlichen im Hinblick auf die Beurteilung der RÃ¼ckfallgefahr erfolgten und nicht im Hinblick auf die MassnahmenerstehungsfÃ¤higkeit. Diese ist davon unabhÃ¤ngig zu beurteilen. Die MassnahmenerstehungsfÃ¤higkeit ist fÃ¼r sich allerdings noch kein abklÃ¤rbarer Sachverhalt, sondern vielmehr die Schlussfolgerung bei einer genÃ¼genden Ãbereinstimmung zwischen dem Behandlungsbedarf auf der einen und den vorhandenen BehandlungsmÃ¶glichkeiten auf der anderen Seite (vgl. VGr, 28. Februar 2013, VB.2012.00719, E. 7.2).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Auf Anfrage des Vertreters des BeschwerdefÃ¼hrers vom 11. Dezember 2014 bestÃ¤tigte der Anstaltsarzt Dr. E mit Schreiben vom 9. Januar 2015, dass dessen gesundheitlicher Zustand recht stabil geblieben sei, sich jedoch bei diesem "polymorbiden Hochrisikopatienten" relativ rasch und dramatisch Ã¤ndern kÃ¶nne. Aus seiner Sicht sei die Grenze zur HafterstehungsfÃ¤higkeit lÃ¤ngst Ã¼berschritten, denn die benÃ¶tigte Betreuung Ã¼ber 24 Stunden kÃ¶nne unter Haftbedingungen nicht gewÃ¤hrleistet werden. Der BeschwerdefÃ¼hrer sei weitgehend, ab Gehstrecken von 30 m, rollstuhlabhÃ¤ngig; mit seiner latenten Sturzgefahr sei das medizinisch nicht geschulte Personal Ã¼berfordert. Er gehÃ¶rte eigentlich in eine Pflegeabteilung mit 24-Stunden-Besetzung, was in der Strafanstalt nicht geboten werden kÃ¶nne, sodass bei einem Notfallereignis (z.<span> </span>B. Herzinfarkt, Hirnschlag) nicht unmittelbar die korrekte medizinische Hilfeleistung zur VerfÃ¼gung stehe. Aus seiner Sicht wÃ¤re ein Haftunterbruch aus medizinischer Indikation angebracht. Der Beschwerdegegner relativierte die Angaben des Anstaltsarztes nach RÃ¼cksprache mit diesem, indem die HafterstehungsfÃ¤higkeit noch immer bestehe, sich dies aber jederzeit drastisch Ã¤ndern kÃ¶nnte. Es werde deshalb nach einer LangzeitlÃ¶sung gesucht. Am 19. MÃ¤rz 2015 bestÃ¤tigte der Anstaltsarzt, dass sich der Gesundheitszustand des BeschwerdefÃ¼hrers nicht massgeblich verÃ¤ndert (verschlechtert) habe, sich aber in einem labilen Gleichgewicht befinde und jederzeit mit einer massiven Verschlechterung bis hin zur PflegebedÃ¼rftigkeit gerechnet werden mÃ¼sse. FÃ¼r den Fall einer massiven Verschlechterung des Gesundheitszustandes wurde ein Platz im Pflegezentrum F gefunden. Vom 30. MÃ¤rz bis 2. April 2015 befand sich der BeschwerdefÃ¼hrer wieder im Inselspital Bern, ebenso ab 5. bis 21. Mai 2015, diesmal zur Operation der Leistenhernie. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Am 12. Mai 2015 fand eine Vollzugskoordinationssitzung statt. Es wurde festgestellt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer noch selbstÃ¤ndig genug sei, um in der JVA C verbleiben zu kÃ¶nnen. Zudem wurden gewisse Zweifel an der gezeigten schweren gesundheitlichen BeeintrÃ¤chtigung geÃ¤ussert, indem der BeschwerdefÃ¼hrer, wenn er sich unbeobachtet fÃ¼hle, wesentlich "fitter" wirke, weniger HustenanfÃ¤lle habe und sich auch OhnmachtsanfÃ¤lle nur ereigneten, wenn Vollzugspersonal anwesend sei oder gerade hinzukomme oder der Arztdienst von Dr. E besetzt sei. Vom Vollzugspersonal beobachtet, mache er auf der Wohngruppe einen wesentlich schwÃ¤cheren Eindruck. Auch habe er sich noch nie bei einem seiner StÃ¼rze verletzt. Es entstehe manchmal der Eindruck von inszenierten AnfÃ¤llen. Zudem rauche der BeschwerdefÃ¼hrer immer noch sehr stark, ungeachtet der fatalen Folgen, die sich daraus ergeben kÃ¶nnten. Der BeschwerdefÃ¼hrer bestand demgegenÃ¼ber darauf, dass keine engmaschige Ã¤rztliche Betreuung bestehe und er nur alle zwei bis drei Wochen den Arzt sehe. </p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.1 </b>GemÃ¤ss dem Kurzbericht des Inselspitals Bern vom 20. Mai 2015 leidet der BeschwerdefÃ¼hrer an einer Koronaren 3-GefÃ¤ss-Kardiopathie (Herzkrankheit), einer hochgradigen Rezidiv-In-Stent-Stenose (Verengung eines BlutgefÃ¤sses) bei generalisierter Arteriosklerose (koronare Herzkrankheit, periphere arterielle Verschlusskrankheit [PAVK] der oberen ExtremitÃ¤t und der unteren ExtremitÃ¤ten), einer interstitiellen Pneumopathie (EntzÃ¼ndung des Lungeninterstitiums) mit restriktiver VentilationsstÃ¶rung mittleren bis schweren Grades bei Nikotinkonsum, einer BlasenentleerungsstÃ¶rung, Leistenhernien beidseits, der Sicca-Symptomatik ("trockene" Augen), einer gastroesophagealen Refluxkrankheit (GERD) sowie Medikamentenallergien. Ein Rauchstopp wurde dringend empfohlen. Am 16. Juni bis 1. Juli schloss sich ein weiterer Spitalaufenthalt an, anlÃ¤sslich dessen der BeschwerdefÃ¼hrer am Herz operiert wurde. Dem Bericht des Inselspitals vom 15. Oktober 2015 ist zu entnehmen, dass sich vier Monate nach der Operation ein radiologisch sehr erfreuliches Ergebnis zeige. Auch klinisch sei die rechte Seite deutlich besser geworden ohne Beschwerden. Die Cerclagenentfernung stand damals noch aus, welche als Ursache fÃ¼r gewisse Schmerzen erachtet wurde. Empfohlen wurden jÃ¤hrliche kardiologische Kontrollen und eine Echokardiographie. Dagegen wurde eine nÃ¤chste Vorstellung in der Aortensprechstunde erst in zwei Jahren vorgesehen und der BeschwerdefÃ¼hrer als "Patient in gutem Allgemein- und normalem ErnÃ¤hrungszustand" bezeichnet. </p> <p class="Erwgung3"><b><span>5.2.2 </span></b><span>Im Hinblick auf die â bei Verschlechterung seines Gesundheitszustands â <i>lÃ¤nger­fristig</i> vorgesehene <i>Versetzung</i> des BeschwerdefÃ¼hrers ins Pflegeheim (vorn E. 5.1.2) wurde am 21. Mai 2015 eine Beurteilung der Fachkommission des Ostschweizer Strafvollzugskonkordats zur ÃberprÃ¼fung der GemeingefÃ¤hrlichkeit von StraftÃ¤terinnen und StraftÃ¤tern (fortan Fachkommission) eingeholt. In ihrem Bericht vom 2. Juli 2015 ging die Fachkommission von einem nach wie vor hohen RÃ¼ckfallrisiko aus und erachtete entsprechend eine Versetzung des BeschwerdefÃ¼hrers in ein Pflegeheim nur fÃ¼r angebracht, wenn er gesundheitlich derart eingeschrÃ¤nkt wÃ¤re, dass sich das immanente RÃ¼ckfallrisiko nicht mehr verwirklichen kÃ¶nnte. </span>Zudem mÃ¼sse vor der Verlegung ein neuer Arztbericht zum aktuellen Gesundheitszustand eingeholt werden.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.3 </b>Am 20. Oktober 2015 wiederholte der Anstaltsarzt seine EinschÃ¤tzung, dass der BeschwerdefÃ¼hrer gesundheitlich stark eingeschrÃ¤nkt und an der Grenze zur MassnahmenerstehungsfÃ¤higkeit sei. Seine erneute EinschÃ¤tzung vom 11. Januar 2016 ging dahin, dass der Gesundheitszustand des BeschwerdefÃ¼hrers besser sei als zuvor, die Schmerzen der Operationsnarben sich gebessert hÃ¤tten und er seither stabil sei. Die MassnahmenerstehungsfÃ¤higkeit sei gegeben, auch wenn der BeschwerdefÃ¼hrer ein Risikopatient sei, der vermehrter Aufmerksamkeit bedÃ¼rfe. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer bezieht sich in erster Linie auf das Schreiben des Anstaltsarztes vom 9. Januar 2015 zum Beweis dafÃ¼r, dass ihm der Aufenthalt in der JVA C aus gesundheitlichen GrÃ¼nden nicht lÃ¤nger zumutbar sei. Anscheinend sei der Anstaltsarzt durch den Beschwerdegegner gezwungen worden, seine klare EinschÃ¤tzung zu relativieren. Nachdem der Anstaltsarzt auf weitere Beanstandungen der Behandlung des BeschwerdefÃ¼hrers vom 9. Juli 2015 ausweichend reagiert hatte, empfand ihn der BeschwerdefÃ¼hrer als befangen. Zudem wehrte er sich gegen den unterschwelligen Vorwurf des Simulanten und dagegen, dass sich sein Gesundheitszustand verbessert habe. DemgegenÃ¼ber hÃ¤lt die Mitbeteiligte in der Eingabe vom 18. MÃ¤rz 2016 fest, dem BeschwerdefÃ¼hrer werde seit der Operation im Juni 2015 ein besserer Gesundheitszustand attestiert, wie er aus dem Bericht des Inselspitals vom 15. Oktober 2015 hervorgeht. Die Beschwerden â Herzbeschwerden, Hustenattacken, GefÃ¼hl- und Kraftlosigkeit in den Fingern, OhnmachtsanfÃ¤lle â hÃ¤tten deutlich abgenommen, was der BeschwerdefÃ¼hrer in der Aortensprechstunde vom 13. Oktober 2015 selber auch bestÃ¤tigt habe.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Die Frage, ob der BeschwerdefÃ¼hrer noch massnahmenerstehungsfÃ¤hig ist, ist keine Vorfrage zur Hauptfrage der bedingten Entlassung, denn selbst eine MassnahmenerstehungsunfÃ¤higkeit wÃ¼rde nicht zur bedingten Entlassung fÃ¼hren (vorn E. 2.3). Die Beurteilung der MassnahmenerstehungsfÃ¤higkeit gehÃ¶rt sodann nicht zum Streitgegenstand, wurde doch die bedingte Entlassung von Amtes wegen und nicht etwa auf Antrag des BeschwerdefÃ¼hrers mit Hinweis auf seine MassnahmenerstehungsunfÃ¤higkeit geprÃ¼ft (vorn E. 2.2). Der BeschwerdefÃ¼hrer machte vielmehr erst im Rekursverfahren geltend, er sei massnahmenerstehungsunfÃ¤hig, worauf die Vorinstanz zwar ausfÃ¼hrlich einging, aber nur unter dem Vorbehalt, dass diese Frage Ã¼berhaupt zum Streitgegenstand gehÃ¶re. Entsprechend ist darauf nicht einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.5 </b>Richtig ist allerdings, dass die gesundheitliche Situation des BeschwerdefÃ¼hrers zwar weitgehend abgeklÃ¤rt ist, der BeschwerdefÃ¼hrer aber allein im Jahr 2015 (MÃ¤rz, Mai und Juni) dreier teilweise lÃ¤ngerer Spitalaufenthalte 2015 mit Operationen bedurfte. Auch wenn sich inzwischen der gesundheitliche Zustand des BeschwerdefÃ¼hrers stabilisiert hat (vorn E. 5.2.1), stellt sich nicht zuletzt gestÃ¼tzt auf das Schreiben des Anstaltsarztes vom 9. Januar 2015, der eine 24-Stunden-Ãberwachung forderte und dies spÃ¤ter nicht ganz Ã¼berzeugend relativierte, doch die Frage, ob die JVA C in der Lage ist, einen Insassen mit gesundheitlichen Beschwerden, wie sie der BeschwerdefÃ¼hrer aufweist, noch so betreuen zu kÃ¶nnen, dass er gesundheitlich nicht stÃ¤rker gefÃ¤hrdet ist als in einer anderen Anstalt. Zwar wurde im Sinn einer <i>LangfristlÃ¶sung</i> (vorn E. 5.2.2) das Pflegeheim F fÃ¼r den Fall seiner PflegebedÃ¼rftigkeit fÃ¼r seine Unterbringung unter Wahrung der Sicherheitsaspekte als Verwahrter vorgesehen. Die Frage aber stellt sich, ob die JVA C dafÃ¼r eingerichtet ist, bei allfÃ¤lligen unerwarteten und <i>kurzfristig</i> eintretenden ZwischenfÃ¤llen insbesondere auch in der Nacht rechtzeitig zu reagieren. Zwar werden die Vitalfunktionen durch das Betreuungspersonal vom frÃ¼hmorgendlichen Zellenaufschluss bis zum Zelleneinschluss gegen 20 Uhr mehrmals tÃ¤glich kontrolliert und werde bei der kleinsten AuffÃ¤lligkeit der Arztdienst kontaktiert. Zudem werde der BeschwerdefÃ¼hrer mindestens einmal wÃ¶chentlich vom Anstaltsarzt besucht, bei Bedarf hÃ¤ufiger, und weist der Bericht des Inselspitals einen guten Allgemeinzustand des BeschwerdefÃ¼hrers aus. Dies alles beantwortet jedoch die Frage nach der Notwendigkeit einer 24-Stunden-Ãberwachung nicht. Selbst wenn dem BeschwerdefÃ¼hrer vorgeworfen wird, dass er seine Beschwerden im Einzelfall etwas Ã¼bertrieben auslebe, macht sie das jedenfalls nicht hinfÃ¤llig. Diese werden allerdings auch dadurch nicht besser, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer entgegen den Ã¤rztlichen Empfehlungen nicht davon abhalten lÃ¤sst, weiterhin stark zu rauchen.</p> <p class="Urteilstext">Demnach ist die Sache zur PrÃ¼fung der MassnahmenerstehungsfÃ¤higkeit des BeschwerdefÃ¼hrers an die zustÃ¤ndige Erstinstanz zu Ã¼berweisen (§ 5 Abs. 2 VRG). Zwar bestÃ¼nde dazu keine Pflicht und wÃ¤re es dem BeschwerdefÃ¼hrer zuzumuten, sein Anliegen neu beim Beschwerdegegner einzubringen. Nachdem sich aber bereits verschiedene Beteiligte dazu geÃ¤ussert haben, erscheint es aus prozessÃ¶konomischen GrÃ¼nden angezeigt, die Sache sogleich an die zustÃ¤ndige Instanz zu Ã¼berweisen. Es wird dem Beschwerdegegner Ã¼berlassen sein, zu prÃ¼fen, ob wie verlangt ein Gutachten eines aussenstehenden Arztes oder andere AbklÃ¤rungen notwendig erscheinen. </p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Demnach ist die Beschwerde mit Bezug auf die beantragte bedingte Entlassung abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Mit Bezug auf die PrÃ¼fung der MassnahmenerstehungsfÃ¤higkeit ist die Sache zustÃ¤ndigkeitshalber (und nicht im Sinn einer RÃ¼ckweisung) dem Beschwerdegegner zu Ã¼berweisen, um im Sinn der ErwÃ¤gungen vorzugehen. </p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Damit unterliegt der BeschwerdefÃ¼hrer, weshalb ihm die Kosten des Verfahrens zu auferlegen sind (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Bei diesem Ausgang steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer hat die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und Rechtsvertretung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren verlangt. Angesichts der langen Haftdauer ist von seiner Mittellosigkeit auszugehen. Zudem bedurfte er aufgrund der nicht einfachen Rechtsfragen, die vorliegend zu klÃ¤ren waren, des anwaltlichen Beistands. Entsprechend sind die ihm auferlegten Gerichtskosten einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen und ist sein Vertreter als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu entschÃ¤digen. </p> <p class="Erwgung2"><b>6.4 </b>GemÃ¤ss der eingelegten Rechnung bemisst sich der Aufwand (inkl. Barauslagen) des unentgeltlichen Rechtsbeistandes mit insgesamt 35 Stunden und Fr. 100.- fÃ¼r Barauslagen auf Fr. 7'800.- zuzÃ¼glich 8 % Mehrwertsteher (Fr. 624.-), total Fr. 8'424.-. Allerdings ist zu bedenken, dass die Beschwerdeschrift, wofÃ¼r rund 18 Stunden aufgewendet wurden, in weiten Teilen der Rekursschrift entspricht. Entsprechend rechtfertigt es sich, den Aufwand fÃ¼r die Beschwerde um 8 Stunden zu kÃ¼rzen. Ebenso erscheint angesichts der recht kurzen Beschwerdeantworten ein Aufwand von insgesamt elf Stunden fÃ¼r die Beschwerdereplik (inkl. Aktenstudium), die knapp sechs Seiten umfasst und etwa zur HÃ¤lfte auf das Abstandsgebot eingeht, als Ã¼berhÃ¶ht, sodass eine KÃ¼rzung um weitere zwei Stunden gerechtfertigt erscheint. Insgesamt ergibt sich damit ein Aufwand von 25 Stunden Ã Fr. 220.- (total Fr. 5'500.-) zuzÃ¼glich Barauslagen (Fr. 100.-), worauf eine Mehrwertsteuer (8 %) von Fr. 448.- anfÃ¤llt. Es ergibt sich eine EntschÃ¤digung von total Fr. 6'048.-, unter Vorbehalt von § 16 Abs. 4 VRG. Danach ist eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewÃ¤hrt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjÃ¤hrt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.</span></p> <p class="Einzug2"><span>Mit Bezug auf die Frage der MassnahmenerstehungsfÃ¤higkeit des BeschwerdefÃ¼hrers wird die Sache zustÃ¤ndigkeitshalber an den Beschwerdegegner Ã¼berwiesen zum Entscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 370.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 1'870.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung gewÃ¤hrt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt, jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. § 16 Abs. 4 bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird die unentgeltliche Rechtsvertretung gewÃ¤hrt und ihm in der Person seines Vertreters ein unentgeltlicher Rechtsbeistand fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren bestellt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Der Vertreter des BeschwerdefÃ¼hrers wird fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren mit Fr. 5'600.- (inkl. Barauslagen Fr. 100.-) zuzÃ¼glich Fr. 448.- (8 % Mehrwertsteuer), insgesamt Fr. 6'048.-, aus der Gerichtskasse entschÃ¤digt. Die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers nach § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten. </span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Strafsachen nach Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>9. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>