<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">[AZA] </div> <div class="para">I 115/99 Hm </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>III. Kammer </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesrichter Schön, Spira und Bundesrichterin Widmer; </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Keel </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Urteil vom 22. Februar 2000 </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">G.________, 1958, Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV-Stelle des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, Zürich, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> A.- Die 1958 geborene G.________ lebte im Land </div> <div class="para">X.________, bevor sie 1990 in die Schweiz einreiste. Vom </div> <div class="para">1. November 1990 bis 31. Mai 1995 arbeitete sie in der </div> <div class="para">Firma Y.________, zuerst als Spetterin (bis am 12. Septem- </div> <div class="para">ber 1994) und danach im Postbüro. Am 30. November 1994 mel- </div> <div class="para">dete sie sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungs- </div> <div class="para">bezug (Berufsberatung, Umschulung, Rente) an, wobei sie auf </div> <div class="para">ein seit 27. Dezember 1993 bestehendes Lumbovertebralsyn- </div> <div class="para">drom mit pseudoradikulären Symptomen hinwies. Zur Abklärung </div> <div class="para">der medizinischen und erwerblichen Verhältnisse holte die </div> <div class="para">damals zuständige Ausgleichskasse des Kantons Zürich, </div> <div class="para">IV-Sekretariat, verschiedene Arztberichte und eine Auskunft </div> <div class="para">der Arbeitgeberfirma vom 21. Dezember 1994 ein. Im Weitern </div> <div class="para">liess sie die beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten prü- </div> <div class="para">fen (Bericht vom 28. Juni 1995). Nach Durchführung des Vor- </div> <div class="para">bescheidverfahrens lehnte die IV-Stelle des Kantons Zürich </div> <div class="para">mit Verfügung vom 4. März 1996 das Leistungsbegehren ab. </div> <div class="para">Dabei verneinte sie den Anspruch auf eine Rente der Inva- </div> <div class="para">lidenversicherung mangels Vorliegens eines anspruchsrele- </div> <div class="para">vanten Invaliditätsgrades und hielt zum Anspruch auf beruf- </div> <div class="para">liche Massnahmen fest, dass eine Umschulung aus invalidi- </div> <div class="para">tätsfremden Gründen nicht angezeigt sei und die Versicherte </div> <div class="para">angegeben hatte, sie wolle sich selber um eine entsprechen- </div> <div class="para">de Erwerbstätigkeit bemühen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> B.- Die von G.________ hiegegen erhobene Beschwerde </div> <div class="para">mit dem Antrag auf Einholung eines ärztlichen Obergutach- </div> <div class="para">tens wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich </div> <div class="para">mit Entscheid vom 12. Januar 1999 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt </div> <div class="para">G.________, in Aufhebung des kantonalen Entscheides und der </div> <div class="para">Verwaltungsverfügung sei ihr eine halbe, eventuell eine </div> <div class="para">Viertelsrente seit wann rechtens zuzusprechen; eventualiter </div> <div class="para">sei die Sache zu näherer Abklärung an die Verwaltung zu- </div> <div class="para">rückzuweisen. </div> <div class="para"> Während die IV-Stelle auf Abweisung der Verwaltungs- </div> <div class="para">gerichtsbeschwerde schliesst, lässt sich das Bundesamt für </div> <div class="para">Sozialversicherung nicht vernehmen. </div> <div class="para"> <u>Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 1.- Im angefochtenen Entscheid werden die vorliegend </div> <div class="para">massgebenden gesetzlichen Bestimmungen über den Begriff der </div> <div class="para">Invalidität (<span class="artref">Art. 4 Abs. 1 IVG</span>), den Umfang des Renten- </div> <div class="para">anspruchs (<span class="artref">Art. 28 Abs. 1 und Abs. 1bis IVG</span>) und die Er- </div> <div class="para">mittlung des Invaliditätsgrades nach der Einkommensver- </div> <div class="para">gleichsmethode (<span class="artref">Art. 28 Abs. 2 IVG</span>) zutreffend wiedergege- </div> <div class="para">ben. Richtig ist auch die Darstellung der Rechtsprechung </div> <div class="para">zur Bedeutung ärztlicher Auskünfte im Rahmen der Invalidi- </div> <div class="para">tätsbemessung (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=11.02.2000&amp;to_date=01.03.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-V-133%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page134">BGE 115 V 134</a> Erw. 2 in fine mit Hinweisen, </div> <div class="para">114 V 314 Erw. 3c) sowie zum zeitlich massgebenden Sach- </div> <div class="para">verhalt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=11.02.2000&amp;to_date=01.03.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-V-362%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page366">BGE 121 V 366</a> Erw. 1b mit Hinweisen). Darauf kann </div> <div class="para">verwiesen werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 2.- In medizinischer Hinsicht steht fest, dass die </div> <div class="para">Beschwerdeführerin nicht mehr in der Lage ist, ihren frühe- </div> <div class="para">ren Beruf als Spetterin auszuüben. Streitig ist dagegen, in </div> <div class="para">welchem Ausmass die Leistungsfähigkeit infolge ihrer Leiden </div> <div class="para">eingeschränkt ist. </div> <div class="para"> Gestützt auf die ärztlichen Berichte des Dr. med. </div> <div class="para">K.________ vom 12. Dezember 1994 und 20. Juli 1995, und die </div> <div class="para">Krankengeschichte der Rehabilitationsklinik F.________ vom </div> <div class="para">11. August/8. September 1994 sowie das Gutachten von Dr. </div> <div class="para">med. A.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom </div> <div class="para">15. Dezember 1995 gelangten Vorinstanz und Verwaltung über- </div> <div class="para">einstimmend zum Ergebnis, dass die Beschwerdeführerin bei </div> <div class="para">einer körperlich angepassten Tätigkeit, d.h. bei abwechs- </div> <div class="para">lungsweise sitzend, gehend und stehend zu verrichtenden </div> <div class="para">Aufgaben mit wenig Heben, wie von ihr im Postbüro der Firma </div> <div class="para">Y.________ ausgeübt, zu 80 % arbeitsfähig ist. </div> <div class="para"> Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde hiegegen vor- </div> <div class="para">gebracht wird, ist, soweit erheblich, nicht stichhaltig. </div> <div class="para">Insbesondere vermag die Beschwerdeführerin aus dem Schrei- </div> <div class="para">ben von Dr. med. K.________ vom 27. Februar 1996, in wel- </div> <div class="para">chem ihr eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert wird, </div> <div class="para">nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Denn wie bereits die </div> <div class="para">Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, fehlt jeglicher Hin- </div> <div class="para">weis, auf welche Tätigkeiten sich diese Einschätzung be- </div> <div class="para">zieht. Zudem erwähnte Dr. med. K.________ mit keinem Wort, </div> <div class="para">seine ursprüngliche Prognose einer Arbeitsfähigkeit von </div> <div class="para">80 % bei leichter Arbeit mit gewissem sozialen Kontakt, </div> <div class="para">wenig Heben und Wechsel Sitzen-Stehen (Bericht vom 12. De- </div> <div class="para">zember 1994) habe sich im Nachhinein als unzutreffend er- </div> <div class="para">wiesen. Anders als die Beschwerdeführerin anzunehmen </div> <div class="para">scheint, führt auch die Einschätzung des Dr. med. </div> <div class="para">A.________ vom 15. Dezember 1995 nicht zu einem höheren </div> <div class="para">Grad der Arbeitsunfähigkeit. Denn indem dieser Gutachter </div> <div class="para">festhielt, dass er, mangels Vorliegen eines schwerwiegenden </div> <div class="para">psychischen Leidens, "keine Einschränkung der Arbeitsfähig- </div> <div class="para">keit aus psychiatrischer Sicht postulieren" könne und eine </div> <div class="para">mögliche psychische Überlagerung "nicht zu einer Einschrän- </div> <div class="para">kung der Arbeitsfähigkeit um mehr als 20 %" führe, machte </div> <div class="para">er deutlich, dass sich vorliegend die somatischen und all- </div> <div class="para">fällige psychopathologische Beschwerdebilder überschneiden, </div> <div class="para">weshalb gesamthaft nicht von einer weniger als 80 % betra- </div> <div class="para">genden Arbeitsfähigkeit auszugehen ist (vgl. hiezu auch BGE </div> <div class="para">123 V 50 Erw. I/3b, 98 V 171 Erw. 4a mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 3.- a) Bei der Beurteilung der erwerblichen Auswirkun- </div> <div class="para">gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung ging die IV-Stel- </div> <div class="para">le von einem Valideneinkommen von Fr. 44'820.- und einem </div> <div class="para">Invalideneinkommen von Fr. 41'000.- aus und ermittelte so </div> <div class="para">einen Invaliditätsgrad von 9 %. Demgegenüber erhöhte die </div> <div class="para">Vorinstanz das Valideneinkommen, abstellend auf das um die </div> <div class="para">Nominallohnsteigerung der Jahre 1995 und 1996 (1,9 % und </div> <div class="para">0,7 %; recte: je 1,3 %, vgl. Die Volkswirtschaft 12/99, </div> <div class="para">Anhang, Tabelle B10.2) aufgewertete Einkommen als Spetterin </div> <div class="para">(Fr. 48'555.-), auf Fr. 49'824.- und reduzierte das Inva- </div> <div class="para">lideneinkommen auf Fr. 31'616.-, woraus ein Invaliditäts- </div> <div class="para">grad von 37 % resultierte. </div> <div class="para"> b) Während das der Invaliditätsbemessung zu Grunde </div> <div class="para">gelegte, auf der Arbeitgeberauskunft vom 21. Dezember 1994 </div> <div class="para">basierende Valideneinkommen von Fr. 49'824.- im Jahre 1996 </div> <div class="para">zu Recht nicht bestritten wird, ist die Höhe des Invaliden- </div> <div class="para">einkommens, welches nach Auffassung der Beschwerdeführerin </div> <div class="para">auf weniger als Fr. 29'366.- zu reduzieren ist, streitig </div> <div class="para">und zu prüfen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> aa) Für die Ermittlung des Invalideneinkommens können </div> <div class="para">nach der Rechtsprechung so genannte Tabellenlöhne beigezo- </div> <div class="para">gen werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn die versi- </div> <div class="para">cherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine </div> <div class="para">oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs- </div> <div class="para">tätigkeit aufgenommen hat (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=11.02.2000&amp;to_date=01.03.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-V-321%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page322">BGE 124 V 322</a> Erw. 3b/aa mit </div> <div class="para">Hinweisen; Meyer-Blaser, Rechtsprechung des Bundesgerichts </div> <div class="para">zum IVG, Zürich 1997, S. 209). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> bb) Mit der Vorinstanz kann vorliegend von Tabelle </div> <div class="para">A 3.3.1 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 1994 </div> <div class="para">des Bundesamtes für Statistik ausgegangen werden. Danach </div> <div class="para">verdienten mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten be- </div> <div class="para">schäftigte Frauen bei Herstellung und Bearbeitung von Pro- </div> <div class="para">dukten (Kategorie 10) und dem Verkauf von Konsumgütern </div> <div class="para">(Kategorie 27) im Jahre 1994 bei einer wöchentlichen Ar- </div> <div class="para">beitszeit von 40 Stunden ein monatliches Einkommen von </div> <div class="para">Fr. 3'207.- bzw. Fr. 3'188.- (Medianwert). Aufgerechnet auf </div> <div class="para">die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von </div> <div class="para">41,9 Stunden (LSE S. 42) und unter Berücksichtigung der </div> <div class="para">seither eingetretenen Nominallohnerhöhung (1995 und 1996: </div> <div class="para">je 1,3 %; Die Volkswirtschaft 12/99, Anhang, Tabelle </div> <div class="para">B10.2), ergibt sich ein Einkommen von Fr. 41'367.- bzw. </div> <div class="para">Fr. 41'122.- im Jahre 1996. Bei einer Einschränkung der </div> <div class="para">Arbeitsfähigkeit um maximal 20 % resultiert ein Einkommen </div> <div class="para">von mindestens Fr. 32'898.- (0,8 x Fr. 41'122.-). </div> <div class="para"> Zu beachten ist jedoch, dass die für die Ermittlung </div> <div class="para">des Invalideneinkommens vorab von Versicherten, welche bis- </div> <div class="para">her schwere körperliche Arbeiten verrichtet haben und wegen </div> <div class="para">ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung bloss noch leichte </div> <div class="para">Hilfstätigkeiten ausüben können, herangezogenen Tabellen- </div> <div class="para">löhne praxisgemäss gekürzt werden können, um dem Umstand </div> <div class="para">Rechnung zu tragen, dass diese Versicherten in der Regel </div> <div class="para">das durchschnittliche Lohnniveau der entsprechenden gesun- </div> <div class="para">den Hilfsarbeiter nicht erreichen. Dabei ist anhand der </div> <div class="para">gesamten Umstände des konkreten Einzelfalls zu prüfen, ob </div> <div class="para">und in welchem Ausmass das hypothetische Einkommen als </div> <div class="para">Invalider zusätzlich reduziert werden muss (vgl. dazu BGE </div> <div class="para">124 V 323 Erw. 3b/bb; AHI 1998 S. 177 Erw. 3a; RKUV 1998 </div> <div class="para">Nr. U 304 S. 373). Im vorliegenden Fall erscheint die An- </div> <div class="para">nahme eines um 10 % verminderten Tabellenlohnes als ange- </div> <div class="para">messen, da die Beschwerdeführerin auch in den noch zumut- </div> <div class="para">baren Verweisungstätigkeiten durch ihre gesundheitliche </div> <div class="para">Situation leicht eingeschränkt ist. </div> <div class="para"> Nach der Rechtsprechung darf im Weitern, wie die Be- </div> <div class="para">schwerdeführerin zutreffend geltend macht, bei der Invali- </div> <div class="para">ditätsbemessung anhand von Tabellenlöhnen nicht ausser Acht </div> <div class="para">gelassen werden, dass Teilzeitbeschäftigte in der Regel </div> <div class="para">überproportional weniger verdienen als Vollzeitangestellte </div> <div class="para">(AHI 1998 S. 175). Bei einfachen und repetitiven Tätigkei- </div> <div class="para">ten beläuft sich die Lohnbenachteiligung zwischen voll- und </div> <div class="para">teilzeitlicher Beschäftigung gemäss Tabelle 13* der LSE </div> <div class="para">1994 (S. 30) auf 8 % (Lohn von Fr. 3951.- bei Beschäfti- </div> <div class="para">gungsgrad über 90 % gegenüber Fr. 3633.- bei Beschäfti- </div> <div class="para">gungsgrad zwischen 90 % und mehr als 75 %). </div> <div class="para"> Nicht gefolgt werden kann der Beschwerdeführerin dem- </div> <div class="para">gegenüber, soweit sie unter Hinweis auf das tiefere Lohn- </div> <div class="para">niveau von Ausländern gemäss Tabelle 4.4.1 bzw. 4.4.2 der </div> <div class="para">LSE einen weiteren Abzug geltend macht. Denn dass die Be- </div> <div class="para">schwerdeführerin im Land X.________ aufgewachsen ist und </div> <div class="para">erst 1990 in die Schweiz eingereist ist, ändert nichts an </div> <div class="para">ihrer Schweizer Staatsangehörigkeit. </div> <div class="para"> Unter Berücksichtigung der überproportionalen Ver- </div> <div class="para">diensteinbusse zufolge Teilzeitarbeit (Abzug von 8 %) und </div> <div class="para">der verminderten Einsetzbarkeit auch für leichte Hilfs- </div> <div class="para">arbeiten (Abzug von 10 %) resultiert ein Invalideneinkommen </div> <div class="para">von mindestens Fr. 26'976.- (0.82 x Fr. 32'898.-). </div> <div class="para"> c) Stellt man das so ermittelte Invalideneinkommen dem </div> <div class="para">auf das Jahr 1996 hochgerechneten Valideneinkommen von </div> <div class="para">Fr. 49'824.- gegenüber, ergibt sich ein Invaliditätsgrad </div> <div class="para">von aufgerundet 46 %, welcher Anspruch auf eine Viertels- </div> <div class="para">rente verleiht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 4.- Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %, </div> <div class="para">aber weniger als 50 % hat die Verwaltung von Amtes wegen zu </div> <div class="para">prüfen, ob ein Härtefall gemäss <span class="artref">Art. 28 Abs. 1bis IVG</span> in </div> <div class="para">Verbindung mit <span class="artref">Art. 28bis IVV</span> gegeben ist. Sie darf den </div> <div class="para">Anspruch auf eine Härtefallrente nicht von einem spezifi- </div> <div class="para">schen Antrag des Versicherten abhängig machen. Auf eine </div> <div class="para">nähere Abklärung darf sie nur verzichten, wenn die wirt- </div> <div class="para">schaftlichen Voraussetzungen des Härtefalles offensichtlich </div> <div class="para">fehlen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=11.02.2000&amp;to_date=01.03.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F116-V-23%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page23">BGE 116 V 23</a>; ZAK 1991 S. 317 Erw. 4). </div> <div class="para"> Im vorliegenden Fall hatte die Verwaltung bisher kei- </div> <div class="para">nen Anlass, das Vorliegen eines Härtefalles zu prüfen. Da </div> <div class="para">ein wirtschaftlicher Härtefall nicht zum Vornherein ver- </div> <div class="para">neint werden kann, ist die Sache an die IV-Stelle zurück- </div> <div class="para">zuweisen, damit sie die entsprechenden Abklärungen treffe </div> <div class="para">und hernach über den Rentenanspruch neu verfüge. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 5.- Gemäss <span class="artref">Art. 29 Abs. 1 IVG</span> entsteht der Rentenan- </div> <div class="para">spruch in dem Zeitpunkt, in dem der Versicherte mindestens </div> <div class="para">zu 40 % bleibend erwerbsunfähig geworden ist (lit. a) oder </div> <div class="para">während eines Jahres mindestens zu 40 % arbeitsunfähig </div> <div class="para">gewesen war (lit. b). Bleibende Erwerbsunfähigkeit (<span class="artref">Art. 29 </span></div> <div class="para">Abs. 1 lit. a IVG) ist dann anzunehmen, wenn ein weitgehend </div> <div class="para">stabilisierter, im Wesentlichen irreversibler Gesundheits- </div> <div class="para">schaden vorliegt, welcher die Erwerbsfähigkeit des Versi- </div> <div class="para">cherten voraussichtlich dauernd in rentenbegründendem Masse </div> <div class="para">beeinträchtigen wird (<span class="artref">Art. 29 IVV</span>). Da der invalidisierende </div> <div class="para">Gesundheitsschaden der Beschwerdeführerin nicht als in die- </div> <div class="para">sem Sinne weitgehend stabilisiert, im Wesentlichen irre- </div> <div class="para">versibel qualifiziert werden kann, findet für die Entste- </div> <div class="para">hung des Rentenanspruches <span class="artref">Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG</span> Anwen- </div> <div class="para">dung. Wie sich den medizinischen Unterlagen entnehmen </div> <div class="para">lässt, ist die Beschwerdeführerin seit Dezember 1993 für </div> <div class="para">schwere körperliche Tätigkeiten ohne wesentlichen Unter- </div> <div class="para">bruch durchschnittlich zu mindestens 40 % arbeitsunfähig, </div> <div class="para">weshalb ihr Rentenanspruch am 1. Dezember 1994 entstand. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird in dem Sinne</i> </div> <div class="para"> gutgeheissen, dass der Entscheid des Sozialversiche- </div> <div class="para"> rungsgerichts des Kantons Zürich vom 12. Januar 1999 </div> <div class="para"> und die Verfügung der IV-Stelle des Kantons Zürich vom </div> <div class="para"> 4. März 1996 aufgehoben werden und die Sache mit der </div> <div class="para"> Feststellung, dass die Beschwerdeführerin ab 1. Dezem- </div> <div class="para"> ber 1994 bei einem Invaliditätsgrad von 46 % Anspruch </div> <div class="para"> auf eine Rente der Invalidenversicherung hat, zur Prü- </div> <div class="para"> fung des Härtefalles und zu neuer Verfügung an die </div> <div class="para"> IV-Stelle des Kantons Zürich zurückgewiesen wird. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversiche-</i> </div> <div class="para"> rungsgericht des Kantons Zürich, der Ausgleichskasse </div> <div class="para"> des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialver- </div> <div class="para"> sicherung zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 22. Februar 2000 </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der III. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: </div> </div></body></html>