<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">1A.17/2002/otd </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 5. Februar 2002 </div> <div class="para">I. Öffentlichrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgerichtsvizepräsident Aemisegger, Präsident, Bundesrichter Catenazzi, Ersatzrichterin Pont Veuthey, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Pfäffli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwältin Anne-Bânu Brand, Schartenrainstrasse 26, 5400 Baden, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bezirksanwaltschaft IV für den Kanton Zürich, Gartenhofstrasse 17, Postfach 9680, 8036 Zürich, </div> <div class="para">Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich, vertreten durch Staatsanwalt Dr. M. Hohl, Postfach, 8023 Zürich, </div> <div class="para">Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, Postfach, 8023 Zürich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Internationale Rechtshilfe an die Türkei - B 112000 BF </div> <div class="para"> </div> <div class="para">(Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 26. November 2001) </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es wird festgestellt und in Erwägung gezogen: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Bezirksanwaltschaft IV für den Kanton Zürich erliess am 14. Mai 2001 die Schlussverfügung in der Rechtshilfesache der Staatsanwaltschaft von Bakirköy, Türkei, betreffend Diebstahl oder illegale Ausgrabung und Ausfuhr von Kulturgütern. Mit Beschluss vom 26. November 2001 wies die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich einen von A.________ gegen diese Schlussverfügung erhobenen Rekurs ab. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Gegen den Beschluss der III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich erhob A.________ am 24. Januar 2002 (Postaufgabe 25. Januar 2002) Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht. Hinsichtlich der Beschwerdefrist führte sie aus, der angefochtene Beschluss sei ihrer Rechtsanwältin am 12. Dezember 2001 zugestellt worden. Unter Berücksichtigung der Gerichtsferien gemäss <span class="artref">Art. 34 Abs. 1 lit. c OG</span> laufe die Beschwerdefrist am 28. Januar 2002 ab. </div> <div class="para">Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Beschwerdefrist gegen eine Schlussverfügung beträgt 30 Tage (<span class="artref">Art. 80k IRSG</span> und <span class="artref">Art. 106 Abs. 1 OG</span>). Die in <span class="artref">Art. 34 Abs. 1 OG</span> enthaltenen Vorschriften über den Stillstand der Fristen gelten für die das Bundesgesetz über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSG) betreffenden Fristen ausdrücklich nicht, und zwar sowohl gemäss der ursprünglichen Fassung des Rechtshilfegesetzes (<span class="artref">Art. 25 Abs. 5 IRSG</span>) wie auch nach der heute massgebenden Bestimmung des <span class="artref">Art. 12 Abs. 2 IRSG</span> in der Fassung vom 4. Oktober 1996. <span class="artref">Art. 34 Abs. 1 OG</span> kommt daher bei Verwaltungsgerichtsbeschwerden in Rechtshilfesachen nicht zur Anwendung (Urteil des Bundesgerichts vom 4. März 1993, publ. in Rep. 1993 S. 147; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=21&amp;from_date=31.01.2002&amp;to_date=19.02.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F109-IB-174%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page174">BGE 109 Ib 174</a> E. 1b; Robert Zimmermann, La coopération judiciaire internationale en matière pénale, Bern 1999, N. 316, S. 241 f.). </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Der Beschluss der III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich ist der Beschwerdeführerin nach eigenen Angaben am 12. Dezember 2001 zugestellt worden. Die 30-tägige Frist für die Einreichung einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde endet somit - da <span class="artref">Art. 34 Abs. 1 lit. c OG</span> nicht zur Anwendung kam - am 11. Januar 2002. Die am 25. Januar 2002 eingereichte Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich somit als verspätet, weshalb darauf nicht einzutreten ist. </div> <div class="para">5. </div> <div class="para">Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen (<span class="artref">Art. 156 Abs. 1 OG</span>) </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Bezirksanwaltschaft IV für den Kanton Zürich, der Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich, dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, und dem Bundesamt für Justiz (Abteilung Internationale Rechtshilfe) schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 5. Februar 2002 </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>