<h2>SubmittedText<h2><p>Am 13. September 2022 hat die Post die Eröffnung eines IT-Entwicklungsstandorts in Portugal angekündigt, an dem bis zu 120 Angestellte beschäftigt werden sollen. Der Grund sei der Fachkräftemangel in der Schweiz.</p><p>1. Wie bewertet der Bundesrat diese Standortverlagerung?</p><p>2. Wurde er vorgängig darüber informiert?</p><p>3. Sind die Schweizer Universitäten demnach nicht in der Lage, Fachkräfte für die Post auszubilden?</p><p>4. Erwägt der Bundesrat als Aktionär einzugreifen, um diese Standortverlagerung zu verhindern?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat führt die Post mit der Vorgabe von strategischen Zielen. Auf das operative Geschäft nimmt er grundsätzlich keinen Einfluss. Die Post ist für ihre Geschäftstätigkeit auf umfassendes IT-Wissen angewiesen. Sie hat die Eignerdepartemente UVEK und EFD (EFV) über ihre Beweggründe zur Errichtung eines IT-Campus in Lissabon informiert. Dabei wurde auch dargelegt, dass es zu keiner Verlagerung von Mitarbeitenden oder Aufgaben nach Portugal kommen wird. Vielmehr will die Post nach eigenen Angaben in der Schweiz zusätzlich rund 200 neue IT-Arbeitsplätze schaffen. Die abschliessende Verantwortung für einen solchen Entscheid zu einem IT-Entwicklungs-Standort liegt beim Verwaltungsrat der Post. Dem Bundesrat steht es nicht zu, sich zur Frage der Rekrutierung von IT-Personal resp. der Ausbildung von IT-Spezialisten an Schweizer Hochschulen zu äussern. </p>