<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2024.00019</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223921&amp;W10_KEY=13045542&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2024.00019</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 26.03.2024</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Straf- und Massnahmenvollzug</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Erlass Verbüssung Reststrafe/Aussetzung Strafvollzug etc.</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Der Beschwerdeführer beantragt die sofortige Entlassung aus dem Strafvollzug.] Die Vorinstanz ist ihrer Begründungspflicht nachgekommen. Das Recht auf Akteneinsicht der Beschwerdeführerin ist nicht verletzt worden. Es liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs des Beschwerdeführers vor (E. 2). Es liegt offensichtlich kein solch schwerer, sofort erkennbarer Mangel vor, der zur Nichtigkeit der Verfügung des JuWe führen würde. Der Erlass der Reststrafverbüssung ist gesetzlich nicht vorgesehen und nicht möglich. Ein Unterbruch des Vollzugs wird vom Beschwerdeführer explizit nicht beantragt (E. 3.). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=66425" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2024.00019</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der Einzelrichterin</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">26. MÃ¤rz 2024</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Justizvollzug und Wiedereingliederung,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Erlass VerbÃ¼ssung Reststrafe/Aussetzung Strafvollzug etc.,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">A und seine Ehefrau B wurden mit Urteil des Obergerichts des Kantons ZÃ¼rich vom 12. MÃ¤rz 2021 des gewerbsmÃ¤ssigen Betrugs, der mehrfachen UrkundenfÃ¤lschung etc. schuldig gesprochen. A wurde mit einer teilbedingten Freiheitsstrafe von insgesamt 31 Monaten GefÃ¤ngnis bestraft (8 Monate davon vollziehbar; 22 Tage davon durch Freiheitsentzug erstanden). Zudem wurde A mit einer Geldstrafe von 345 TagessÃ¤tzen zu Fr. 100.- bestraft (bedingt vollziehbar, Probezeit zwei Jahre). Das Bundesgericht wies die gegen das Urteil des Obergerichts erhobenen Beschwerden mit Urteil vom 2. November 2022 (6B_583//2021 und 6B_584/2021) ab. Ebenso wies es erhobene Revisionsgesuche ab (BGr, 22. MÃ¤rz 2023, 6F_3/2023 und 6F_4/2023).</p> <p class="Urteilstext">Justiz und Wiedereingliederung Kanton ZÃ¼rich (JuWe) bot A die VerbÃ¼ssung der Freiheitsstrafe in der Vollzugsform der Halbgefangenschaft (HG) an. DarÃ¼ber kam am 24. Mai 2023 eine Vollzugsvereinbarung zustande. A trat die Strafe am 11. September 2023 im GefÃ¤ngnis C an. Am 25. September 2023 beantragte A bei JuWe, die Unterbringung im GefÃ¤ngnis C sei anders als zugesichert, seine Sicherheit kÃ¶nne nicht gewÃ¤hrleistet werden. Zudem sei ihm das Verlassen der HG an sechs Tagen pro Woche zu gewÃ¤hren; eventualiter sei die StrafverbÃ¼ssung vollumfÃ¤nglich zu erlassen. JuWe wies das Gesuch mit VerfÃ¼gung vom 28. Oktober 2023 ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 12. Dezember 2023 wies die Direktion der Justiz und des Innern den am 13. November 2023 dagegen erhobenen Rekurs ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen erhob A am 15. Januar 2024 Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte die Aufhebung der VerfÃ¼gung der Direktion der Justiz und des Innern vom 12. Dezember 2023 und der VerfÃ¼gung von JuWe vom 28. Oktober 2023. <a id="_Hlk161232949">Weiter sei dem Antrag auf vollumfÃ¤nglichen Erlass der </a><a id="_Hlk161234228">ReststrafverbÃ¼ssung </a>zu entsprechen.<a id="_Hlk161233049"> In prozessrechtlicher Hinsicht beantragte er, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen oder im Sinn einer vorsorglichen Massnahme die sofortige Entlassung aus dem Strafvollzug anzuordnen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</a></p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 17. Januar 2024 hielt der AbteilungsprÃ¤sident fest, dass der Beschwerde von Gesetzes wegen die aufschiebende Wirkung zukomme, und trat auf das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung zufolge Gegenstandslosigkeit nicht ein. Weiter hielt er fest, dass Ã¼ber das Gesuch um vorsorgliche Massnahme allenfalls nach Eingang der Akten und Beschwerdeantwort bzw. Vernehmlassung zu entscheiden sei, jedoch die Frist zur Beschwerdeantwort und Akteneinreichung zu verkÃ¼rzen sei. </p> <p class="Urteilstext">Die Direktion der Justiz und des Innern beantragte mit Vernehmlassung vom 19. Januar 2024 und das JuWe beantragte mit Beschwerdeantwort vom 6. Februar 2024 die Abweisung der Beschwerde. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Einzelrichterin</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) fÃ¼r die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Die den Justizvollzug gemÃ¤ss Straf- und Justizvollzugsgesetz vom 19. Juni 2006 (StJVG) betreffende Streitigkeit fÃ¤llt in die Kompetenz des Einzelrichters, zumal kein Fall von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung vorliegt (§ 38b Abs. 1 lit. d Ziff. 2 und Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer hat im Sinn einer vorsorglichen Massnahme um sofortige Entlassung aus der StrafverbÃ¼ssung ersucht. Da mit dem vorliegenden Urteil ein Endentscheid ergeht, erÃ¼brigt es sich, darauf weiter einzugehen. </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, die Vorinstanz habe sich nicht mit der geltend gemachten Nichtigkeit der VerfÃ¼gung von JuWe vom 28. Oktober 2023 auseinandergesetzt. Weiter habe er um Erteilung der aufschiebenden Wirkung des Rekurses ersucht. Die Vorinstanz habe dieses Gesuch als Gesuch um vorsorgliche Massnahme entgegengenommen, obwohl er dies nicht verlangt habe. Die Vorinstanz habe sich folglich auch diesbezÃ¼glich nicht mit seinem Rekurs auseinandergesetzt. Sodann sei ihm zwar das Aktenverzeichnis der Vollzugsakten zugestellt worden. Er habe dabei aber feststellen mÃ¼ssen, dass er von den Akten Nr. 3.1.1, 3.1.2 und 4 keine Kenntnis habe. Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt damit eine Verletzung seines rechtlichen GehÃ¶rs.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Aus dem Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) fliesst unter anderem das Recht der von einem Entscheid in ihrer Rechtsstellung Betroffenen, sich vor Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu Ã¤ussern und ihren Standpunkt zu allen relevanten Fragen wirksam zur Geltung zu bringen. Ebenso mÃ¼ssen die (Rechtsmittel-)BehÃ¶rden ihre Vorbringen tatsÃ¤chlich hÃ¶ren, prÃ¼fen und in der Entscheidfindung berÃ¼cksichtigen. Entsprechend ist die BehÃ¶rde verpflichtet, ihren Entscheid zu begrÃ¼nden. Dabei muss sie sich indes nicht mit allen Parteistandpunkten einlÃ¤sslich auseinandersetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrÃ¼cklich abhandeln, sondern kann sich auf die wesentlichen Punkte beschrÃ¤nken. Der BegrÃ¼ndungspflicht ist GenÃ¼ge getan, wenn sich die Betroffenen Ã¼ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die hÃ¶here Instanz weiterziehen kÃ¶nnen. In diesem Sinn mÃ¼ssen wenigstens kurz die Ãberlegungen genannt werden, von denen sich die BehÃ¶rde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stÃ¼tzt (vgl. zum Ganzen BGE 138 I 232 E. 5.1; VGr, 3. September 2019, VB.2019.00343, E. 5.2.2). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b><span>Es trifft nicht zu, dass sich die Vorinstanz mit der geltend gemachten Nichtigkeit der VerfÃ¼gung von JuWe vom 28. Oktober 2023 nicht auseinandergesetzt hat. So hat sie in E. 5 ihres Entscheids ausgefÃ¼hrt, weshalb sie davon ausgeht, dass kein Nichtigkeitsgrund vorliegt. </span>Es trifft auch nicht zu, dass sich die Vorinstanz nicht mit dem Eventualantrag um Erteilung der aufschiebenden Wirkung auseinandergesetzt hat. Sie hat bereits mit EingangsbestÃ¤tigung vom 17. November 2023 festgehalten, dass dem Rekurs die aufschiebende Wirkung zukomme, es sich jedoch um eine negative VerfÃ¼gung handle, weshalb dies nichts an der Rechtslage Ã¤ndere. Sodann hat die Vorinstanz zutreffend festgestellt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer sein Gesuch mit keinem Wort begrÃ¼ndet hat. Die Vorinstanz war deshalb nicht gehalten, weitere AusfÃ¼hrungen hierzu zu machen. <span>JuWe setzte sich in seiner VerfÃ¼gung vom 28. Oktober 2023 mit der Sachlage in einem Mass auseinander, das es dem </span>BeschwerdefÃ¼hrer <span>ohne Weiteres erlaubte, sich der Tragweite des Entscheids bewusst zu werden und ihn in voller Kenntnis der Sache an die Vorinstanz weiterzuziehen.</span> Schliesslich ist auch das Recht auf Akteneinsicht des BeschwerdefÃ¼hrers nicht verletzt worden. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat im vorinstanzlichen Verfahren lediglich um Zustellung des Aktenverzeichnisses der Vollzugsakten ersucht. Dem Ersuchen ist die Vorinstanz nachgekommen. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren beantragte der BeschwerdefÃ¼hrer nun (sinngemÃ¤ss) Akteneinsicht, indem er geltend macht, dass ihm nicht alle Akten bekannt seien. Der BeschwerdefÃ¼hrer wurde deshalb zwecks Terminvereinbarung zur Akteneinsicht telefonisch durch das Verwaltungsgericht kontaktiert. Er verzichtete jedoch bis auf Weiteres auf Akteneinsicht. <span>Das rechtliche GehÃ¶r des </span>BeschwerdefÃ¼hrers<span> ist nach dem Gesagten nicht verletzt worden.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt den Erlass der ReststrafverbÃ¼ssung. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrt er aus, die durch ihn zu absolvierende StrafverbÃ¼ssung stehe unter den gegebenen unzulÃ¤nglichen Bedingungen nicht im Widerspruch zum Ã¶ffentlichen Interesse. Den StrafbehÃ¶rden stehe in FÃ¤llen, wo der Strafvollzug nicht nur die Gesundheit, sondern auch das Leben des StrafverbÃ¼ssenden gefÃ¤hrde, ausdrÃ¼cklich ein Handlungsspielraum offen. Es sei eine AbwÃ¤gung von privaten und Ã¶ffentlichen Interessen vorzunehmen (vgl. BGr, 10. Januar 2019, 6B.101/2018, E. 3). Die gegen ihn durch das Obergericht verhÃ¤ngte Strafe basiere auf einem mangelhaften Urteil. Er habe mittlerweile 4 Monate der Strafe verbÃ¼sst und habe unverhÃ¤ltnismÃ¤ssige SchÃ¤den erlitten, ohne dass dadurch ein Nutzen fÃ¼r die Gesellschaft entstanden sei. Das Gegenteil treffe zu. Wenn er nicht gesund und arbeitsfÃ¤hig bleibe, entstehe der Allgemeinheit und dem Staat lediglich ein Schaden. Bei einem gesellschaftlich und beruflich integrierten Schweizer BÃ¼rger seien solche Sanktionen weder nÃ¶tig noch gerechtfertigt. Der Vollzug der Strafe stehe im krassen Widerspruch zu § 30 Abs. 1 des Gesetzes Ã¼ber das kantonale Strafrecht und den Vollzug von Strafen und Massnahmen vom 30. Juni 1974 (StVG), wonach der Vollzug der Freiheitsstrafe als Hilfe fÃ¼r die Eingliederung des Eingewiesenen in die Gesellschaft zu gestalten ist. Weiter verstosse der Vollzug auch gegen Art. 10 BV, wonach jeder BÃ¼rger das Recht auf kÃ¶rperliche und geistige Unversehrtheit habe. Aufgrund der VerhÃ¤ltnisse im Strafvollzug sei dies nachweislich nicht gewÃ¤hrleistet. Schliesslich verletze der Vollzug der Freiheitsstrafe auch Art. 5 BV, wonach staatliches Handeln im Ã¶ffentlichen Interesse liege und verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein mÃ¼sse. Beides sei in seinem Fall unter den gegebenen UmstÃ¤nden nicht gegeben. Die VerfÃ¼gung von JuWe vom 28. Oktober 2023 sei fehlerhaft. Er habe um vollumfÃ¤nglichen Erlass der ReststrafverbÃ¼ssung, nicht um eine Aussetzung der Strafe ersucht. In seiner VerfÃ¼gung habe sich JuWe jedoch nur mit der Aussetzung der Strafe auseinandergesetzt, eine solche sei in seinem Fall Ã¼berhaupt nicht mÃ¶glich. Diese fehlerhafte Feststellung und Beurteilung des Sachverhalts, die unrichtige Anwendung von Art. 43 Abs. 3 StGB bzw. dessen falschen Auslegung wÃ¼rden schwere VerfahrensmÃ¤ngel darstellen, weshalb die VerfÃ¼gung von JuWe nichtig sei. Die rechtswidrig erlassene VerfÃ¼gung von JuWe verdiene keinen Rechtsschutz, weshalb die Vorinstanz verpflichtet sei, seine unverzÃ¼gliche Entlassung aus dem Strafvollzug anzuordnen. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Fehlerhafte VerfÃ¼gungen sind in der Regel anfechtbar. Nur in ausserordentlichen FÃ¤llen bewirkt die Fehlerhaftigkeit einer VerfÃ¼gung deren Nichtigkeit. Damit Nichtigkeit anzunehmen ist, muss eine VerfÃ¼gung einen besonders schweren Mangel aufweisen, der Mangel muss offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar sein und die Nichtigkeit darf die Rechtssicherheit nicht ernsthaft gefÃ¤hrden. Als NichtigkeitsgrÃ¼nde fallen namentlich schwerwiegende ZustÃ¤ndigkeitsfehler und schwerwiegende Verfahrens- und Formfehler in Betracht. Die Nichtigkeit eines Entscheids ist von sÃ¤mtlichen rechtsanwendenden BehÃ¶rden jederzeit von Amtes wegen zu beachten (BGE 147 III 226 E. 3.1.2, 138 II 501 E. 3.1, 137 I 273 E. 3.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b><span>An einem solchen schweren, sofort erkennbaren Mangel leidet die VerfÃ¼gung von JuWe offensichtlich nicht. Wie JuWe in seiner Beschwerdevernehmlassung vom 2. Februar 2024 zutreffend ausfÃ¼hrt, mag zwar zutreffen, dass in seiner VerfÃ¼gung vom 13. Oktober 2023 in semantischer Hinsicht eine Diskrepanz zwischen Antrag und Entscheid vorliegt, dies ist jedoch massgeblich auf den Umstand zurÃ¼ckzufÃ¼hren, dass weder das Strafgesetzbuch noch die weiteren gesetzlichen Grundlagen einen Erlass der </span>Reststrafe <span>durch die VollzugsbehÃ¶rden vorsehen </span>(Art. 372 Schweizerisches Strafgesetzbuch vom 21. Dezember 1937 [StGB] und Art. 439 Schweizerische Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 [StPO]).<span> </span>An dieser Beurteilung vermag auch die von ihm zitierte Rechtsprechung des Bundesgerichts nichts zu Ã¤ndern, betreffen die ErwÃ¤gungen doch die Voraussetzungen einer Verschiebung des Strafvollzugs und fÃ¼hren nicht zu einem Straferlass (vgl. BGr, 10. Januar 2019, 6B.101/2018, E. 3). <span>Wie JuWe weiter zutreffend festhÃ¤lt, ist gesetzlich einzig das Institut des Strafunterbruchs nach Art. 92 StGB vorgesehen, gemÃ¤ss welchem der Vollzug einer Strafe aus wichtigen GrÃ¼nden unterbrochen werden darf. JuWe hat sich inhaltlich mit dem Antrag des BeschwerdefÃ¼hrers um umgehende Entlassung aus dem Strafvollzug auseinandergesetzt und festgehalten, aus welchen GrÃ¼nden dies nicht mÃ¶glich ist. Sodann weist JuWe zu Recht darauf hin, </span>dass die Annahme einer Nichtigkeit entgegen der Annahme des BeschwerdefÃ¼hrers nicht zu einer umgehenden Entlassung aus dem Vollzug fÃ¼hren wÃ¼rde. <span>Die VerfÃ¼gung von JuWe ist nach dem Gesagten nicht zu beanstanden.</span></p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren den Erlass der ReststrafverbÃ¼ssung und die sofortige Entlassung aus dem Strafvollzug. Er verkennt, dass er rechtskrÃ¤ftig zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden ist und diese Strafe zu vollziehen ist. Er ist deshalb nochmals darauf hinzuweisen, dass ein Erlass der Strafe nicht mÃ¶glich ist. Dass er subjektiv davon ausgeht, dass der Vollzug der Freiheitsstrafe in seinem Fall nicht notwendig und sogar schÃ¤dlich sei, Ã¤ndert an dieser Tatsache nichts. Die Vorbringen des BeschwerdefÃ¼hrers kÃ¶nnten einzig zu einem Unterbruch des Vollzugs fÃ¼hren. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat jedoch explizit mitgeteilt, dass er keinen Unterbruch des Vollzugs beantragt. Es erÃ¼brigt sich deshalb, auf die Voraussetzungen eines Unterbruchs weiter einzugehen, und kann im Ãbrigen auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen der Vorinstanzen verwiesen werden. Soweit sich der BeschwerdefÃ¼hrer gegen die VerhÃ¤ngung der Freiheitsstrafe und gegen das Urteil des Obergerichts richtet, ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass er diese EinwÃ¤nde im Strafverfahren hat vorbringen kÃ¶nnen und sie im Rahmen des Strafvollzugs nicht mehr geprÃ¼ft werden kÃ¶nnen. Schliesslich bleibt festzuhalten, dass der Vollzug der Freiheitsstrafe auch nicht gegen § 30 Abs. 1 StVG sowie Art. 5 und 10 BV verstÃ¶sst und ein Verstoss im Ãbrigen auch zu keinem Erlass der (Rest-)Strafe fÃ¼hren wÃ¼rde. </p> <p class="Urteilstext">Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung1">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung bleibt ihm verwehrt (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt die Einzelrichterin:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. <span>Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'200.-; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 125.-</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 1'325.-</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. <span>Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>4. <span>Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>5. <span>Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Strafsachen nach Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) erhoben werden. Sie ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) <span>die Justizdirektion;</span><br/> c) <span>das EidgenÃ¶ssische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD).</span></span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>