<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">[AZA] </div> <div class="para">I 4/00 Vr </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>III. Kammer </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesrichter Schön, Bundesrichterin Widmer und neben- </div> <div class="para">amtlicher Richter Maeschi; Gerichtsschreiberin Berger </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Urteil vom 23. Mai 2000 </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">M.________, 1950, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechts- </div> <div class="para">anwalt G.________, </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV-Stelle des Kantons Aargau, Kyburgerstrasse 15, Aarau, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Versicherungsgericht des Kantons Aargau, Aarau </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> A.- Der 1950 geborene M.________ war seit dem 23. Ja- </div> <div class="para">nuar 1979 als Zimmermann bei der Bauunternehmung R.________ </div> <div class="para">AG tätig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen </div> <div class="para">Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die </div> <div class="para">Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am </div> <div class="para">26. September 1983 erlitt er beim Hinuntersteigen von einem </div> <div class="para">Baustellenfahrzeug eine Kniedistorsion rechts mit Verdacht </div> <div class="para">auf Meniskusläsion. Am 30. November 1983 wurde im Spital </div> <div class="para">Y.________ eine mediale Arthrotomie und Gelenktoilette </div> <div class="para">durchgeführt sowie eine alte partielle vordere Kreuzband- </div> <div class="para">ruptur rechts festgestellt. Nachdem sich der Versicherte </div> <div class="para">vom 22. Februar bis 16. März 1984 im Nachbehandlungszentrum </div> <div class="para">B.________ aufgehalten hatte, schloss die SUVA den Fall am </div> <div class="para">14. Mai 1984 mit der Feststellung ab, ab 9. Mai 1984 be- </div> <div class="para">stehe wieder volle Arbeitsfähigkeit und eine weitere ärzt- </div> <div class="para">liche Behandlung sei nicht erforderlich. Wegen fortbeste- </div> <div class="para">hender Beschwerden kam es zu weiteren Untersuchungen und </div> <div class="para">Behandlungen im Spital Y.________ und in der Orthopädischen </div> <div class="para">Klinik X.________ (nachfolgend: Klinik X.________), in </div> <div class="para">deren Folge die SUVA eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab </div> <div class="para">4. Juni 1984, 50 % ab 2. Juli 1984 sowie 25 % ab 7. August </div> <div class="para">1984 anerkannte und dem Versicherten ab 1. Mai 1985 eine </div> <div class="para">Invalidenrente auf Grund einer Erwerbsunfähigkeit von 20 % </div> <div class="para">zusprach (Verfügung vom 31. Mai 1985). In der Folge hob sie </div> <div class="para">die Rente per 1. August 1988 wieder auf (Verfügung vom </div> <div class="para">25. Juli 1988). Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom </div> <div class="para">30. Januar 1990 fest. Auf eine erneute Untersuchung in der </div> <div class="para">Klinik X.________ und eine Rückfallmeldung des Versicherten </div> <div class="para">hin lehnte sie mit Verfügung vom 15. August 1990 und Ein- </div> <div class="para">spracheentscheid vom 19. August 1991 weitere Leistungen ab. </div> <div class="para">Im anschliessenden Beschwerdeverfahren einigten sich die </div> <div class="para">Parteien am 27. Mai 1992 vergleichsweise darauf, dass die </div> <div class="para">SUVA die Invalidenrente von 20 % ab dem 1. April 1990 </div> <div class="para">wieder ausrichtete und sich bereit erklärte, den Renten- </div> <div class="para">anspruch nach Abschluss der von der Invalidenversicherung </div> <div class="para">angeordneten Eingliederungsmassnahmen zu überprüfen und </div> <div class="para">nötigenfalls anzupassen sowie den Anspruch auf Integri- </div> <div class="para">tätsentschädigung zu prüfen. Daraufhin schrieb das Ver- </div> <div class="para">sicherungsgericht des Kantons Aargau das Verfahren mit </div> <div class="para">Beschluss vom 1. Juni 1992 ab. </div> <div class="para"> Am 20. März 1996 erliess die SUVA eine Verfügung, mit </div> <div class="para">welcher sie dem Versicherten ab 1. April 1996 eine Invali- </div> <div class="para">denrente auf Grund einer Erwerbsunfähigkeit von 20 % sowie </div> <div class="para">eine Integritätsentschädigung von Fr. 3480.-, basierend auf </div> <div class="para">einer Integritätseinbusse von 5 %, zusprach. Daran hielt </div> <div class="para">sie mit Einspracheentscheid vom 29. Juli 1997 fest. </div> <div class="para">Hiegegen liess M.________ Beschwerde beim Versicherungs- </div> <div class="para">gericht des Kantons Aargau und gegen dessen abweisenden </div> <div class="para">Entscheid vom 8. September 1999 Verwaltungsgerichts- </div> <div class="para">beschwerde beim Eidgenössischen Versicherungsgericht er- </div> <div class="para">heben mit dem Begehren, es sei die Sache an die SUVA zu- </div> <div class="para">rückzuweisen, damit sie den Invaliditätsgrad gestützt auf </div> <div class="para">die Abklärungen der Invalidenversicherung neu festsetze. </div> <div class="para">Mit Urteil vom heutigen Tag hat das Eidgenössische Ver- </div> <div class="para">sicherungsgericht die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abge- </div> <div class="para">wiesen (U 379/99). </div> <div class="para"> Am 1. Juni 1989 hatte sich M.________ wegen einer </div> <div class="para">"Wirbelsäulenerkrankung" auch bei der Invalidenversicherung </div> <div class="para">zum Leistungsbezug angemeldet. Die damals zuständige Aus- </div> <div class="para">gleichskasse des Kantons Aargau, IV-Sekretariat, traf nähe- </div> <div class="para">re Abklärungen und stellte dem Versicherten am 3. August </div> <div class="para">1990 die Ablehnung des Rentenbegehrens in Aussicht. Am </div> <div class="para">9. Januar 1991 beauftragte sie die Klinik X.________ mit </div> <div class="para">der Erstellung eines Gutachtens, welches am 4. November </div> <div class="para">1991 erstattet wurde. Darin wurde die Arbeitsunfähigkeit im </div> <div class="para">bisherigen Beruf als Zimmermann mit 40 % angegeben und </div> <div class="para">festgestellt, dass bei geeigneter leichterer Tätigkeit </div> <div class="para">volle Arbeitsfähigkeit bestehe. In der Folge wurden vom </div> <div class="para">10. Juni bis 9. September 1992 eine berufliche Abklärung in </div> <div class="para">der Eingliederungsstätte für Behinderte A.________ sowie </div> <div class="para">vom 17. Mai bis 17. Juni 1993 eine stationäre Abklärung in </div> <div class="para">der Beruflichen Abklärungsstelle (BEFAS) des Werkstätten- </div> <div class="para">und Wohnzentrums Z.________ durchgeführt. Am 20. April 1994 </div> <div class="para">wurde eine erneute Begutachtung in der Klinik X.________ </div> <div class="para">beschlossen, deren Ärzte mit Bericht vom 6. Juli 1995 zum </div> <div class="para">Schluss gelangten, der Versicherte sei als Zimmermann nach </div> <div class="para">wie vor vollständig und in einem körperlich nicht anstren- </div> <div class="para">genden Beruf zu 50 % arbeitsunfähig. Die IV-Stelle des </div> <div class="para">Kantons Aargau teilte M.________ am 14. September 1995 mit, </div> <div class="para">ab 1. September 1994 werde ihm auf Grund eines Invalidi- </div> <div class="para">tätsgrades von 62 % eine halbe Rente ausgerichtet. Nach </div> <div class="para">Einholung einer ergänzenden Stellungnahme der Klinik </div> <div class="para">X.________ vom 9. Januar 1996 und weiteren Abklärungen </div> <div class="para">sowie nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens sprach </div> <div class="para">sie ihm mit Wirkung ab 1. September 1994 eine ganze </div> <div class="para">Invalidenrente, basierend auf einem Invaliditätsgrad von </div> <div class="para">68 %, zu (Verfügung vom 21. Juni 1996). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> B.- Die hiegegen erhobene Beschwerde, mit welcher </div> <div class="para">M.________ die Zusprechung einer ganzen Rente ab 1. Mai </div> <div class="para">1989, eventuell einer halben Rente für die Zeit vom 1. Mai </div> <div class="para">1989 bis 30. August 1994 beantragen liess, wurde vom </div> <div class="para">Versicherungsgericht des Kantons Aargau abgewiesen (Ent- </div> <div class="para">scheid vom 16. November 1999). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde lässt M.________ </div> <div class="para">das vorinstanzlich gestellte Rechtsbegehren erneuern. </div> <div class="para"> Die IV-Stelle beantragt Abweisung der Verwaltungsge- </div> <div class="para">richtsbeschwerde. Das Bundesamt für Sozialversicherung </div> <div class="para">lässt sich nicht vernehmen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 1.- Streitig ist, ob der Beschwerdeführer bereits für </div> <div class="para">die Zeit vor dem 1. September 1994 Anspruch auf eine Inva- </div> <div class="para">lidenrente hat und ob gegebenenfalls Anspruch auf eine </div> <div class="para">ganze oder eine halbe Rente besteht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 2.- Im vorinstanzlichen Entscheid werden die vorlie- </div> <div class="para">gend massgeblichen Gesetzesbestimmungen über die Invalidi- </div> <div class="para">tät (<span class="artref">Art. 4 IVG</span>), über den Umfang und Beginn des Renten- </div> <div class="para">anspruchs (<span class="artref">Art. 28 Abs. 1 und <artref id="CH/831.20/29/1" type="start"></artref>Art. 29 Abs. 1 IVG</span><artref id="CH/831.20/28/1" type="end"></artref>) sowie </div> <div class="para">über die Bemessung des Invaliditätsgrades (<span class="artref">Art. 28 Abs. 2 </span></div> <div class="para">IVG) und die Grundsätze über die Bedeutung der ärztlichen </div> <div class="para">Auskünfte (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=15&amp;from_date=21.05.2000&amp;to_date=09.06.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-V-133%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page134">BGE 115 V 134</a> Erw. 2 und 114 V 314 Erw. 3c) </div> <div class="para">zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 3.- a) Weil im vorliegenden Fall keine bleibende Er- </div> <div class="para">werbsunfähigkeit im Sinne von <span class="artref">Art. 29 IVV</span> vorliegt, ist der </div> <div class="para">Rentenanspruch nach <span class="artref">Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG</span> frühestens in </div> <div class="para">dem Zeitpunkt entstanden, in dem der Versicherte während </div> <div class="para">eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich </div> <div class="para">mindestens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen war. Nach der </div> <div class="para">Rechtsprechung gilt die Wartezeit von einem Jahr in dem </div> <div class="para">Zeitpunkt als eröffnet, in welchem eine erhebliche Beein- </div> <div class="para">trächtigung der Arbeitsfähigkeit vorliegt. Erheblich ist </div> <div class="para">bereits eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % (AHI 1998 S. 124). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> b) Während die Beschwerdegegnerin die Wartezeit auf </div> <div class="para">Grund eines Berichtes des behandelnden Arztes Dr. med. </div> <div class="para">I.________ vom 27. Dezember 1993, wonach Ende September </div> <div class="para">1993 zunehmende Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in die </div> <div class="para">Beine aufgetreten waren, in diesem Zeitpunkt als eröffnet </div> <div class="para">erachtet, gelangt das kantonale Gericht zum Schluss, der </div> <div class="para">Beginn einer medizinisch genügend dokumentierten Arbeits- </div> <div class="para">unfähigkeit von mindestens 20 % sei auf den Januar 1989 </div> <div class="para">festzusetzen. Sie stützt sich dabei auf einen Bericht der </div> <div class="para">Klinik X.________ vom 27. Januar 1989, in welcher der Ver- </div> <div class="para">sicherte als zu 50 % arbeitsunfähig erklärt wurde. Der </div> <div class="para">Bericht äussert sich jedoch nur zur Arbeitsfähigkeit an- </div> <div class="para">lässlich der Untersuchung vom 16. Januar 1989 und enthält </div> <div class="para">keine Anhaltspunkte bezüglich des Beginns der Arbeitsun- </div> <div class="para">fähigkeit. Im Gutachten der Klinik X.________ vom 4. No- </div> <div class="para">vember 1991 ist von einer Arbeitsunfähigkeit von 40 % im </div> <div class="para">bisherigen Beruf als Zimmermann ab 24. Mai 1989 die Rede. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer macht geltend, es handle sich dabei </div> <div class="para">wohl um einen Verschrieb, indem irrtümlicherweise eine </div> <div class="para">Arbeitsunfähigkeit ab 24. Mai 1989 statt 24. Mai 1988 </div> <div class="para">festgestellt worden sei. Hiefür spricht die Stellungnahme </div> <div class="para">des Dr. med. I.________ vom 7. Juni 1989, in welcher eine </div> <div class="para">Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 24. Mai 1988 bis 7. Sep- </div> <div class="para">tember 1988 und von 50 % ab 24. Oktober 1988 bestätigt </div> <div class="para">wurde, sowie die Angaben der Bauunternehmung R.________ AG, </div> <div class="para">der Beschwerdeführer habe seit Mai 1988 nie mehr als 50 % </div> <div class="para">gearbeitet. Ob die Wartezeit demgemäss bereits am 24. Mai </div> <div class="para">1988 oder erst am 16. Januar 1989 zu laufen begonnen hat, </div> <div class="para">kann indessen offen bleiben, weil sowohl im Mai 1989 als </div> <div class="para">auch im Januar 1990 kein Rentenanspruch bestanden hat, wie </div> <div class="para">sich aus dem Folgenden ergibt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 4.- a) Im Gutachten vom 4. November 1991 gelangten die </div> <div class="para">Ärzte der Klinik X.________ zum Schluss, im angestammten </div> <div class="para">Beruf als Zimmermann sei der Versicherte zufolge der Knie- </div> <div class="para">beschwerden und des chronischen Lumbovertebralsyndroms zu </div> <div class="para">40 % arbeitsunfähig, in einer körperlich leichten Tätigkeit </div> <div class="para">(ohne knien) aber voll einsatzfähig. Im Abklärungsbericht </div> <div class="para">der BEFAS vom 12. August 1993 wurde festgestellt, der Be- </div> <div class="para">schwerdeführer sei im bisherigen Beruf nicht eingliederbar, </div> <div class="para">dagegen sei ihm eine leichte manuelle Tätigkeit in sitzen- </div> <div class="para">der oder wechselnder Körperhaltung vollzeitlich und bei </div> <div class="para">normaler Leistung zumutbar. Auf Grund dieser übereinstim- </div> <div class="para">menden Beurteilung ist anzunehmen, dass der Versicherte bei </div> <div class="para">Ablauf der Wartezeit im Mai 1989 oder Januar 1990 zumutba- </div> <div class="para">rerweise in der Lage war, eine geeignete körperlich leich- </div> <div class="para">tere Tätigkeit vollzeitlich auszuüben. </div> <div class="para"> Nach den Angaben der R.________ AG hätte der Beschwer- </div> <div class="para">deführer 1989 ein Jahreseinkommen (einschliesslich 13. Mo- </div> <div class="para">natslohn) von Fr. 47'800.- und 1990 ein solches von </div> <div class="para">Fr. 51'120.- erzielt. Demgegenüber hätte er nach den Fest- </div> <div class="para">stellungen der BEFAS mit einer geeigneten leichteren Tätig- </div> <div class="para">keit in einem Fabrikationsbetrieb im Jahr 1993 Fr. 3200.- </div> <div class="para">bis Fr. 3600.- (x 12) verdient. Wird von einem durch- </div> <div class="para">schnittlichen Lohn in der Höhe von Fr. 3400.- ausgegangen </div> <div class="para">und dieser Betrag teuerungsbedingt auf die Jahre 1989 und </div> <div class="para">1990 zurückgerechnet (Erhöhung des Nominallohnindex für </div> <div class="para">männliche Arbeitnehmer 1990 5,9 %, 1991 7,2 %, 1992 4,9 % </div> <div class="para">und 1993 2,6 %; vgl. Tabelle 2.2 der vom Bundesamt für </div> <div class="para">Statistik herausgegebenen "Lohnentwicklung 1995"), so </div> <div class="para">ergibt sich für das Jahr 1989 ein Invalideneinkommen von </div> <div class="para">Fr. 35'356.- und für das Jahr 1990 ein solches von </div> <div class="para">Fr. 37'442.-, was im Vergleich zum Valideneinkommen von </div> <div class="para">Fr. 47'800.- bzw. Fr. 51'120.- einem Invaliditätsgrad von </div> <div class="para">26 % bzw. 26,75 % entspricht. </div> <div class="para"> Zu einem noch geringeren Invaliditätsgrad führt ein </div> <div class="para">Abstellen auf die Tabellenlöhne nach den Lohn- und Gehalts- </div> <div class="para">erhebungen des BIGA vom Oktober 1989 und 1990. Danach be- </div> <div class="para">liefen sich die durchschnittlichen Monatslöhne (ein- </div> <div class="para">schliesslich 13. Monatslohn) an- und ungelernter Arbeiter </div> <div class="para">auf Fr. 3770.- im Jahre 1989 und Fr. 4280.- im Jahre 1990, </div> <div class="para">was Jahreseinkommen von Fr. 45'240.- bzw. Fr. 51'360.- ent- </div> <div class="para">spricht. </div> <div class="para"> Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers besteht </div> <div class="para">kein Anlass zur Vornahme eines so genannten invaliditäts- </div> <div class="para">bedingten Leidensabzuges vom hypothetischen Invalidenein- </div> <div class="para">kommen. Es kann diesbezüglich auf die Erwägungen im Urteil </div> <div class="para">vom heutigen Tag betreffend Leistungen der Unfallversiche- </div> <div class="para">rung verwiesen werden (U 379/99), welche auch für die Inva- </div> <div class="para">liditätsbemessung in der Invalidenversicherung massgebend </div> <div class="para">sind. Im Übrigen würde selbst bei einem maximalen Abzug von </div> <div class="para">25 % der für den Rentenanspruch vorausgesetzte Invalidi- </div> <div class="para">tätsgrad von mindestens 40 % nicht erreicht. Dem Begehren </div> <div class="para">um Zusprechung einer Rente ab 1. Mai 1989 kann somit nicht </div> <div class="para">entsprochen werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> b) An diesem Ergebnis vermag nichts zu ändern, dass </div> <div class="para">der Versicherte im zweiten Gutachten der Klinik X.________ </div> <div class="para">vom 6. Juli 1995 auch in einer körperlich nicht schweren </div> <div class="para">Tätigkeit als zu 50 % arbeitsunfähig bezeichnet wurde. Im </div> <div class="para">Hinblick darauf, dass die Ärzte der Klinik X.________ im </div> <div class="para">ersten Gutachten zuhanden der Invalidenversicherung vom </div> <div class="para">4. November 1991 bei geeigneter leichterer Tätigkeit eine </div> <div class="para">volle Arbeitsfähigkeit und im Gutachten vom 6. Juli 1995 </div> <div class="para">bei im Wesentlichen unveränderten Befunden eine Arbeitsun- </div> <div class="para">fähigkeit von 50 % angegeben hatten, holte die IV-Stelle </div> <div class="para">bei der Klinik X.________ einen ergänzenden Bericht ein. In </div> <div class="para">der Stellungnahme der Klinik vom 9. Januar 1996 wird aus- </div> <div class="para">geführt, die Situation habe sich insofern geändert, als </div> <div class="para">zufolge der zwischenzeitlich durchgeführten MRI-Unter- </div> <div class="para">suchung, Computertomographie und Kontrast-Diskomanometrie </div> <div class="para">eine subligamentäre Diskusprotrusion L4/L5 habe festge- </div> <div class="para">stellt werden können. Diese Diagnose sei auf Grund der </div> <div class="para">damaligen Befunde nicht möglich gewesen. Nach wie vor weise </div> <div class="para">der Versicherte keine neurologischen Ausfälle auf und es </div> <div class="para">sei keine Nervenwurzelkompression ersichtlich, jedoch be- </div> <div class="para">stehe ein direkter Kontakt vor allem auf der Höhe L4/L5 zur </div> <div class="para">Dura und es sei auch auf der Höhe L5/S1 ein subligamentärer </div> <div class="para">Ausfluss festzustellen. Angesichts dieser Befunde sei der </div> <div class="para">Versicherte unter gleichzeitiger Berücksichtigung der Knie- </div> <div class="para">beschwerden für leichte Arbeiten als zu 50 % arbeitsunfähig </div> <div class="para">bezeichnet worden, was der maximalen Arbeitsunfähigkeit </div> <div class="para">entspreche. Es sei aber zu betonen, dass er auch unter Be- </div> <div class="para">rücksichtigung der im Gutachten aus dem Jahr 1995 genannten </div> <div class="para">Befunde für leichtere körperliche Arbeiten als voll ar- </div> <div class="para">beitsfähig hätte betrachtet werden können. Es habe sich </div> <div class="para">jedoch gezeigt, "dass dieser Versuch auch aus psychischen </div> <div class="para">Gründen und wegen dieser lang dauernden Geschichte mit </div> <div class="para">Herrn M.________ völlig illusorisch ist". </div> <div class="para"> Im Lichte dieser Stellungnahme lässt sich aus dem </div> <div class="para">Gutachten vom 6. Juli 1995 entgegen der Auffassung des Be- </div> <div class="para">schwerdeführers nicht ableiten, dass bereits in den Jahren </div> <div class="para">1989 und 1990 eine relevante Beeinträchtigung der Arbeits- </div> <div class="para">fähigkeit auch im Rahmen einer körperlich leichteren Tätig- </div> <div class="para">keit bestanden hat. Zwar hat die Klinik X.________ im Jahre </div> <div class="para">1995 weitgehend die gleichen Befunde erhoben wie anlässlich </div> <div class="para">der gutachtlichen Untersuchung im Jahr 1991. Mit der Stel- </div> <div class="para">lungnahme vom 9. Januar 1996 wird die abweichende Beurtei- </div> <div class="para">lung der Arbeitsfähigkeit im Gutachten von 1995 jedoch </div> <div class="para">insofern relativiert, als hiefür auch invaliditätsfremde </div> <div class="para">Gründe angeführt werden. Wie die IV-Stelle in der Vernehm- </div> <div class="para">lassung zu Recht feststellt, können invaliditätsfremde </div> <div class="para">Gründe, wozu auch psychosoziale Ursachen der Erwerbslosig- </div> <div class="para">keit zu rechnen sind (nicht veröffentlichtes Urteil A. vom </div> <div class="para">31. Juli 1997, I 323/96), bei der Festsetzung des hypothe- </div> <div class="para">tischen Invalideneinkommens nicht berücksichtigt werden </div> <div class="para">(<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=15&amp;from_date=21.05.2000&amp;to_date=09.06.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F107-V-17%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page21">BGE 107 V 21</a> Erw. 2c; ZAK 1989 S. 313). In Bezug auf die </div> <div class="para">allein massgebenden invaliditätsbedingten Faktoren ist auf </div> <div class="para">Grund der ergänzenden Stellungnahme der Klinik X.________ </div> <div class="para">vom 9. Januar 1996 davon auszugehen, dass der Versicherte </div> <div class="para">auch unter Berücksichtigung der im Gutachten von 1995 </div> <div class="para">genannten Befunde für eine körperlich leichtere Tätigkeit </div> <div class="para">als voll arbeitsfähig zu gelten hat. Zu diesem Schluss war </div> <div class="para">auch die BEFAS in ihrem Bericht vom 12. August 1993 ge- </div> <div class="para">langt. Die mit den ergänzenden Untersuchungen festgestell- </div> <div class="para">ten Diskusprotrusionen L4/L5 und L5/S1 stellen im Übrigen </div> <div class="para">keine neuen Befunde dar, ging die Klinik X.________ doch </div> <div class="para">schon im Gutachten vom 4. November 1991 von einer ent- </div> <div class="para">sprechenden Diagnose aus. Es muss daher bei der Feststel- </div> <div class="para">lung bleiben, dass der Invaliditätsgrad kein rentenbe- </div> <div class="para">gründendes Ausmass erreicht hat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 5.- Bei diesem Ergebnis ist fraglich, ob die verfügte </div> <div class="para">Zusprechung einer ganzen Rente ab 1. September 1994 zu </div> <div class="para">Recht besteht, was praxisgemäss in die Beurteilung einbe- </div> <div class="para">zogen werden kann (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=15&amp;from_date=21.05.2000&amp;to_date=09.06.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-413%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page413">BGE 125 V 413</a>, 122 V 36 Erw. 2a). Im </div> <div class="para">streitigen Verwaltungsakt vom 21. Juni 1996 geht die IV- </div> <div class="para">Stelle (teilweise in Widerspruch zu ihren Ausführungen in </div> <div class="para">der Vernehmlassung zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde) davon </div> <div class="para">aus, dass der Versicherte auch im Rahmen einer körperlich </div> <div class="para">leichteren Tätigkeit zu 50 % in der Arbeitsfähigkeit ein- </div> <div class="para">geschränkt ist. Für diese Annahme fehlt nach dem Gesagten </div> <div class="para">eine hinreichende Grundlage in den Akten. Immerhin ist </div> <div class="para">nicht auszuschliessen, dass sich der Gesundheitszustand </div> <div class="para">doch in einer für den Rentenanspruch relevanten Weise ge- </div> <div class="para">ändert hat. Es rechtfertigt sich daher, die Sache an die </div> <div class="para">Verwaltung zurückzuweisen, damit sie ergänzende Abklärungen </div> <div class="para">vornehme und hierauf über den Rentenanspruch für die Zeit </div> <div class="para">ab 1. September 1994 neu verfüge. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 6.- Das Verfahren ist kostenlos (<span class="artref">Art. 134 OG</span>). Die </div> <div class="para">Zusprechung einer Parteientschädigung (Art. 159 in Ver- </div> <div class="para">bindung mit <span class="artref">Art. 135 OG</span>) fällt bei diesem Ausgang des </div> <div class="para">Prozesses ausser Betracht. </div> <div class="para"> <u>Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II.Der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons </div> <div class="para"> Aargau vom 16. November 1999 und die Verwaltungsver- </div> <div class="para"> fügung vom 21. Juni 1996 werden aufgehoben und die </div> <div class="para"> Sache an die IV-Stelle des Kantons Aargau zurückgewie- </div> <div class="para"> sen, damit sie nach ergänzender Abklärung im Sinne der </div> <div class="para"> Erwägungen über den Rentenanspruch für die Zeit ab </div> <div class="para"> 1. September 1994 neu verfüge. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III.Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV.Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">V.Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungs- </div> <div class="para"> gericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt für </div> <div class="para"> Sozialversicherung zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 23. Mai 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der III. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">i.V. </div> </div></body></html>