B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-1713/2013 U r t e i l v o m 2 . M a i 2 0 1 3 Besetzung Richter Daniel Stufetti (Vorsitz), Richter Francesco Parrino, Richter Stefan Mesmer, Gerichtsschreiberin Patrizia Levante. Parteien A._______, vertreten durch B._______, Beschwerdeführer, gegen Schweizerische Ausgleichskasse SAK, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Altersrente; Einspracheentscheid der SAK vom 18. März 2013. C-1713/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass der am 21. November 1945 geborene kosovarische Staatsbürger A._______ sich am 23. Oktober 2012 bei der Schweizerischen Au s- gleichskasse (nachfolgend: SAK oder Vorinstanz) für eine Altersr ente angemeldet hat (SAK-act. 32), dass die SAK diese n Rentenantrag mit Verfügung vom 30. November 2012 abgewiesen hat, da A._______ keinen Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz habe, und das Abkommen vom 8. Juni 1962 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien über Sozialversicherung (SR 0.831.109.818.1; nachfolgend: Sozialversicherungsabkommen) im Ve r- hältnis zu Kosovo seit dem 1. April 2010 nicht mehr anwendbar sei (SAK-act. 43/4), und die SAK gleichzeitig festgestellt hat, dass mit Wir- kung ab 1. Dezember 2012 eine monatliche Altersrente von Fr. 1‘031. - vorgesehen wäre, dass A._______ gegen diese Verfügung mit Eingabe vom 17. Dezember 2012 Einsprache bei der SAK erhob en hat und die Gewährung einer Al- tersrente gemäss dem Sozial versicherungsabkommen beantragt hat (SAK-act. 43/1), dass die SAK mit Einspracheentscheid vom 18. März 2013 die Einspra- che von A._______ abgewiesen hat, da er als kosovarischer Staatsa n- gehöriger ein Staatsangehöriger eines Nichtvertragsstaates sei (SAK - act. 45), dass A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch B._______, Sozialversicherungsfachmann , gegen diesen Einsprach e- entscheid mit Eingabe vom 2. April 2013 Beschwerde beim Bundesver- waltungsgericht erhoben hat und die Gewährung einer monatlichen AHV-Altersrente ab dem 1. Dezember 2010 beantragt hat (act. 1), dass die SAK mit Vernehmlassung vom 18. April 2013 die Abweisung der Beschwerde sowie die Bestätigung der Verfügung vom 30. Novem- ber 2012 und des Einspracheentscheides vom 18. März 2013 beantragt hat (act. 3), dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungsge- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 85bis Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) zur Beurtei-C-1713/2013 Seite 3 lung von Beschwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen im Sinne von Art. 33 VGG zuständig ist, dass die SAK eine Vorinstanz gemäss Art. 33 lit. d VGG ist und vorlie- gend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG besteht, dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversich e- rungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist, dass die Be schwerde im Übrigen frist - und formgerecht (Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) eingereicht wurde, weshalb darauf einzutreten ist, dass sich im vorliegenden Verfahren die Frage stellt, ob das Sozialversi- cherungsabkommen sowie die Verwaltungsvereinbarung vom 5. Juli 1963 betreffend die Durchführung dieses Abkommens (SR 0.831.109. 818.12) auf Bürger von Kosovo weiterhin anwendbar sind, dass sich das Bundesverwaltungsgericht zu dieser Frage mit inzwischen rechtskräftigem Grundsatzurteil C -4828/2010 vom 7. März 2011 geäu s- sert und die Weiteranwendung des Sozialversicherungsabkommens b e- jaht hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_329/2011 vom 27. Septe m- ber 2011), dass das Sozialversiche rungsabkommen demnach auch im vorliege n- den Fall weiterhin anwendbar ist, dass die Vorinstanz das Rentenbegehren des Beschwerdeführers daher zu Unrecht mangels gültigem Sozialversicherungsabkommen mit dem Kosovo abgewiesen hat, dass die von der Vorinstanz vorgenommene Berechnung der Altersrente vom Beschwerdeführer nicht bestritten wird, dass sich aufgrund der Akten auch keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die Altersrente im vorliegenden Fall nicht richtig berechnet worden wäre, dass der Anspruch des Bes chwerdeführers auf eine Altersrente am er s- ten Tag des Monats entsteht, welcher der Vollendung des 65. Al tersjah- res folgt (Art. 21 AHVG), C-1713/2013 Seite 4 dass die Beschwerde somit gutzuheissen, der angefochtene Einspr a- cheentscheid aufzuheben und dem Beschwerdeführer ab dem 1. D e- zember 2010 eine monatliche AHV -Rente in der Höhe von Fr. 1‘031. - zuzusprechen ist, dass das Verfahren für die Parteien kostenlos ist (Art. 85 bis Abs. 2 AHVG), so dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind, dass dem nicht durch einen Anwalt vertrete nen Beschwerdeführer g e- mäss Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) eine von der Vori n- stanz zu entrichtende Parteientschädigung zuzusprechen ist, dass die Parteientschädigung unter Berücksichtigung des gebotenen und aktenkundigen Aufwands auf Fr. 1‘500.- festzusetzen ist, dass die unterliegende SAK keinen Anspruch auf Parteientschädigung hat (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario), dass dem Beschwerdeführer die Vernehmlassung der Vorinstanz vom 18. April 2013 mit dem vorliegenden Urteil zur Kenntnisnahme zuzuste l- len ist. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der angefochtene Einspracheen t- scheid der Vorinstanz vom 18. März 2013 wird aufgehoben und dem Beschwerdeführer wird ab dem 1. Dezember 2010 eine monatliche AHV- Rente in der Höhe von Fr. 1‘031.- zugesprochen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung von Fr. 1‘500.- zugesprochen. Diese ist von der Vorinstanz innert 30 Tagen ab Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu leisten. C-1713/2013 Seite 5 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Doppel der Vernehmlassung der Vorinstanz vom 18. April 2013) – die Vorinstanz (Ref-Nr. _______) – das Bundesamt für Sozialversicherungen Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Stufetti Patrizia Levante Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffent- lich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ang e- fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwe r- deführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: