<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00397</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206331&amp;W10_KEY=4467134&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00397</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.12.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilferecht: Rückerstattung wirtschaftlicher Hilfe<br/><br/>Der Beschwerdeführer wurde durch die Sozialhilfebehörde verpflichtet, ihr die seiner früheren Ehefrau geschuldeten Unterhaltsbeiträge in der Höhe der wirtschaftlichen Hilfe, welche der Ehefrau ausgerichtet wurde, zu bezahlen.<br/>Die Abtretungserklärung der Ehefrau findet in § 19 Abs. 1 SHG eine genügende gesetzliche Grundlage, auch wenn es sich bei der Forderungsabtretung nicht um eine Legalzession handelt (E. 2.1). Das sozialhilferechtliche Rückerstattungsverfahren, welches die Sozialbehörde gegenüber dem Beschwerdeführer durchführte, ist weder notwendig noch zulässig. Die Sozialbehörde kann mittels der Abtretungserklärung die Unterhaltsbeiträge beim Beschwerdegegner auf zivilrechtlichem Weg einfordern (E. 2.2). Er wird dadurch in seinen Rechten nicht verkürzt, da ihm die Einwendungen gemäss Art. 169 Abs. 1 OR offen stehen. Hingegen sind ihm Einreden, welche das Verhältnis zwischen der früheren Ehefrau als Zedentin und der Sozialbehörde als Zessionarin verwehrt (E. 2.3).<br/>Indes hätte die Rekursinstanz die Beschwerde materiell entscheiden müssen statt auf das Rechtsmittel nicht einzutreten. Aus der unzutreffenden formellen Erledigung des Rekursverfahrens darf dem Beschwerdeführer kein Nachteil erwachsen, weshalb die Kosten des Beschwerdeverfahrens in Beachtung des Verursacherprinzips der Beschwerdegegnerin (Sozialbehörde) aufzuerlegen sind (E. 3.).<br/>Abweisung der Beschwerde.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABTRETUNG">ABTRETUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKERSTATTUNGSPFLICHT">RÃCKERSTATTUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERHALTSBEITRAG">UNTERHALTSBEITRAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZESSION">ZESSION</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 169 Abs. I OR</span><br/><span class="gerade">§ 19 Abs. I SHG</span><br/><span class="ungerade">Art. 163 ZGB</span><br/><span class="gerade">Art. 176 ZGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Die Eheleute A und B lebten seit MÃ¤rz 2002 getrennt. Der Einzelrichter im summarischen Verfahren des Bezirksgerichts Y verpflichtete A am 5. Dezember 2002 im Sinn einer superprovisorischen Massnahme fÃ¼r die Dauer des Eheschutzverfahrens ab 1. Dezember 2002 zu monatlichen UnterhaltsbeitrÃ¤gen von Fr. 6'600.- an B und die gemeinsame Tochter C. Am 3. MÃ¤rz 2003 ersetzte er diese superprovisorische durch eine vorsorgliche Massnahme, womit A zur Zahlung von monatlichen UnterhaltsbeitrÃ¤gen von Fr. 5'299.- sowie zusÃ¤tzlich dazu verpflichtet wurde, die Kosten fÃ¼r die Kinderkrippe von monatlich Fr. 1'001.-, sofern diese anfielen, direkt an die Kinderkrippe zu bezahlen. Mit VerfÃ¼gung vom 1. Januar 2004 bewilligte der Einzelrichter den Eheleuten das Getrenntleben, stellte die Tochter C fÃ¼r die Dauer des Getrenntlebens unter die Obhut der KlÃ¤gerin und verpflichtete den Beklagten rÃ¼ckwirkend ab 1. Mai 2002 sowie fÃ¼r die weitere Dauer des Getrenntlebens zu nÃ¤her bezeichneten UnterhaltsbeitrÃ¤gen an die KlÃ¤gerin und die Tochter C. In teilweiser Gutheissung eines Rekurses von A Ã¤nderte die 1. Zivilkammer des Obergerichts am 11. November 2004 die UnterhaltsbeitrÃ¤ge teilweise ab. Die dagegen von A erhobene Nichtigkeitsbeschwerde hiess das Kassationsgericht mit Beschluss vom 5. Juli 2005 teilweise gut, indem es die fÃ¼r die Zeit vom 1. Dezember 2003 bis 30. April 2004 geschuldeten UnterhaltsbeitrÃ¤ge herabsetzte. Aufgrund dieses in Rechtskraft erwachsenen Urteils schuldet A seiner damaligen Ehefrau und seiner Tochter folgende UnterhaltsbeitrÃ¤ge (wovon jeweils Fr. 1'500.- fÃ¼r das Kind):</p> <p class="EinzugZitat"><span>a) ab 1. Mai 2002 Fr. 6'695.-</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>b) fÃ¼r den Monat August 2002 Fr. 6'080.-</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>c) ab 1. September 2002 Fr. 7'450.-</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>d) ab 1. Dezember 2003 Fr. 6'890.-</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>e) ab 1. Mai 2004 Fr. 6'740.-</span></p> <p class="Sachverhalt2">Mit Urteil des Bezirksgerichts Z vom 9. Mai 2005 wurde die Ehe von A und B unter Genehmigung der Parteivereinbarung Ã¼ber die Scheidungsfolgen geschieden.</p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b>B wurde von der Gemeinde X erstmals ab Dezember 2002 bis und mit Februar 2003 zwecks Bevorschussung der Miete von monatlich Fr. 3'720.- sowie eines Teils des Lebensunterhalts wirtschaftlich unterstÃ¼tzt, nachdem sie am 12. Dezember 2002 eine ErklÃ¤rung unterzeichnet hatte, wonach sie die ausstehenden UnterhaltsbeitrÃ¤ge ihres Ehemannes gemÃ¤ss VerfÃ¼gung des Bezirksgerichts Y vom 5. Dezember 2002 fÃ¼r die Dauer der wirtschaftlichen UnterstÃ¼tzung und in deren Umfang an die Sozialkommission X abtrete. Aufgrund dieser AbtretungserklÃ¤rung forderte die Sozialkommission X mit VerfÃ¼gung vom 7. Juli 2003 von A die wirtschaftliche Hilfe zurÃ¼ck, wobei sie Letztere und dementsprechend auch den RÃ¼ckerstattungsbetrag auf Fr. 12'468.- bezifferte. A focht diesen Beschluss nicht mit Rekurs an, ersuchte jedoch die Sozialkommission um die Bewilligung von Ratenzahlungen. Mit VerfÃ¼gung vom 18. Juli 2003 wurde ihm die RÃ¼ckzahlung in monatlichen Raten von Fr. 300.- ab 1. September 2003 bewilligt, die er in der Folge offenbar nicht leistete. </p> <p class="Sachverhalt2">B ersuchte den Sozialdienst der Gemeinde X im Januar 2004 erneut um wirtschaftliche Hilfe. Die Sozialkommission X gewÃ¤hrte ihr mit Beschluss vom 9. Februar 2004 ab 1. Januar 2004 bis vorlÃ¤ufig 31. MÃ¤rz 2004 wirtschaftliche Hilfe von monatlich Fr. 5'845.70. In der Folge wurde die wirtschaftliche Hilfe mit geÃ¤nderten BetrÃ¤gen fortgesetzt.</p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>C. </span></b>Mit Beschluss vom 5. Dezember 2005 hielt die Sozialkommission X fest, dass sie B und deren Tochter in der Zeit vom 1. Dezember bis 28. Februar 2003 wirtschaftliche Hilfe von Fr. 11'568.- und in der Zeit vom 1. Januar 2004 bis 31. Januar 2005 wirtschaftliche Hilfe von Fr. 76'923.55 geleistet habe. A werde aufgefordert, diese zwecks Bevorschussung von UnterhaltsbeitrÃ¤gen an seine ehemalige Ehefrau und seine Tochter erbrachte wirtschaftliche Hilfe im Gesamtbetrag von Fr. 88'491.55 zurÃ¼ckzuerstatten. Die Sozialkommission wies darauf hin, dass ihr Beschluss mit Rekurs beim Bezirksrat angefochten werden kÃ¶nne.</p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Mit Rekurs vom 18. April 2006 beantragte A dem Bezirksrat Y die Aufhebung des Beschlusses vom 5. Dezember 2005 sowie die Feststellung, dass ein RÃ¼ckerstattungsanspruch der Sozialkommission mangels gÃ¼ltiger Zession nicht bestehe; eventualiter verlangte er eine Neuberechnung der RÃ¼ckerstattungsbetrÃ¤ge.</p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat beschloss am 5. Juli 2006, auf den Rekurs nicht einzutreten. Er erwog im Wesentlichen, die Sozialkommission X kÃ¶nne die vom Zivilrichter zugunsten von B und deren Tochter festgesetzten UnterhaltsbeitrÃ¤ge gestÃ¼tzt auf die von B unterzeichnete AbtretungserklÃ¤rung direkt auf dem Wege der Schuldbetreibung gegenÃ¼ber A geltend machen; der angefochtene Beschluss der Sozialkommission vom 5. Dezember 2005 sei dementsprechend als blosse Anzeige an B und A zu verstehen. Letzterem sei denn auch im Verfahren betreffend die Ausrichtung wirtschaftlicher Hilfe an seine ehemalige Ehefrau zu Recht keine Parteistellung eingerÃ¤umt worden, weshalb ihm bereits im jenem Verfahren keine Rekurslegitimation zuzubilligen gewesen wÃ¤re.</p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 18. September 2006 beantragte A dem Verwaltungsgericht, den Nichteintretensbeschluss des Bezirksrats und â sinngemÃ¤ss â den Beschluss der Sozialkommission Y vom 5. Dezember 2005 ersatzlos aufzuheben; eventualiter sei die Sache im Sinn der Beschwerdevorbringen zur Neubeurteilung an den Bezirksrat zurÃ¼ckzuweisen; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. Diese sowie der Bezirksrat Y verzichteten auf Vernehmlassung. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde nach § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19c Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>GemÃ¤ss § 19 Abs. 1 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 kann die Leistung wirtschaftlicher Hilfe davon abhÃ¤ngig gemacht werden, dass der Hilfesuchende bestehende oder kÃ¼nftige vermÃ¶gensrechtliche AnsprÃ¼che gegenÃ¼ber Dritten bis zur HÃ¶he der empfangenen Leistungen an die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde abtritt, soweit eine Abtretung zulÃ¤ssig ist. GestÃ¼tzt auf diese Bestimmung kann die SozialbehÃ¶rde insbesondere die Abtretung von Forderungen verlangen, die einem Sozialhilfe beanspruchenden Ehegatten gegenÃ¼ber dem anderen Ehegatten aufgrund der ehelichen Unterhaltspflicht (Art. 163 ZGB) zustehen, namentlich solche, die in einem Eheschutzverfahren nach Aufhebung des gemeinsamen Haushalts gemÃ¤ss Art. 176 ZGB festgesetzt worden sind (einschliesslich der diesbezÃ¼glichen vorsorglichen Massnahmen im Sinn von § 110 in Verbindung mit § 204 und § 215 lit. b Ziffer 7 der zÃ¼rcherischen Zivilprozessordnung vom 13. Juni 1976, ZPO; bezÃ¼glich der bundesrechtlich vorgesehenen vorsorglichen Massnahmen im Scheidungsverfahren vgl. Art. 137 ZGB).</p> <p class="Erwgung2">Die AbtretungserklÃ¤rung, welche die Beschwerdegegnerin bei der erstmaligen wirtschaftlichen UnterstÃ¼tzung von B verlangte und welche Letztere am 12. Dezember 2002 unterzeichnete, stÃ¼tzt sich demnach auf eine hinreichende gesetzliche Grundlage (§ 19 Abs. 1 SHG). Deswegen ist es auch unerheblich, dass es sich bei der fraglichen Forderungsabtretung entgegen der insoweit irrefÃ¼hrenden Darstellung im Rekursentscheid (E. 2) nicht um eine Legalzession handelt. Eine solche ist zugunsten des Gemeinwesens im familienrechtlichen Bereich lediglich bezÃ¼glich UnterhaltsansprÃ¼chen vorgesehen, die auf einem Scheidungsurteil (Art. 131 Abs. 3 ZGB), der Unterhaltspflicht der Eltern (Art. 289 Abs. 2 ZGB) oder der UnterstÃ¼tzungspflicht der Verwandten (Art. 329 Abs. 2 ZGB) beruhen (vgl. Richtlinien fÃ¼r die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe, hrsg. von der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe, SKOS-Richtlinien, Fassung vom Dezember 2004, Kapitel F.3 und F.4; Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch, hrsg. von der Abteilung Ãffentliche Sozialhilfe des Sozialamts des Kantons ZÃ¼rich, Fassung vom Januar 2003, Ziffer 2.5.2/§ 19 SHG S. 3).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Streitig ist die Tragweite dieser Abtretung fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer als frÃ¼herem Ehegatten der Zedentin. Der BeschwerdefÃ¼hrer macht mit seinen AusfÃ¼hrungen sinngemÃ¤ss geltend, er mÃ¼sse sich in einem sozialhilferechtlichen RÃ¼ckerstattungsverfahren dagegen wehren kÃ¶nnen, dass die SozialbehÃ¶rde seiner ehemaligen Ehefrau wÃ¤hrend der Dauer des Eheschutzverfahrens Leistungen habe zukommen lassen, die Ã¼ber deren sozialhilferechtlichen Anspruch bzw. Bedarf hinausgingen; hierfÃ¼r dÃ¼rfe er nicht mit RÃ¼ckerstattungsforderungen belangt werden, weshalb der Nichteintretensbeschluss der Vorinstanz rechtswidrig sei. </p> <p class="Erwgung2">Der Einwand ist unbegrÃ¼ndet. Zu Recht ist die Vorinstanz zum Schluss gelangt, dass das sozialhilferechtliche RÃ¼ckerstattungsverfahren, welches die Beschwerdegegnerin gegenÃ¼ber dem BeschwerdefÃ¼hrer durchfÃ¼hrte, weder notwendig noch zulÃ¤ssig sei. Zivilrechtlich geschuldete UnterhaltsbeitrÃ¤ge, deren Deckung die SozialbehÃ¶rde (vorlÃ¤ufig) Ã¼bernommen hat, kÃ¶nnen nicht mit Beschluss der BehÃ¶rde ein- oder zurÃ¼ckgefordert werden. Wenn (anders als im vorliegenden Fall) weder ein Urteil noch ein Unterhaltsvertrag vorliegt, hat das unterstÃ¼tzungspflichtige Gemeinwesen gegenÃ¼ber dem unterhaltspflichtigen Elternteil, Ehegatten oder Verwandten eine Zivilklage zu erheben, die sich auf Unterhaltsleistungen fÃ¼r die Zukunft und fÃ¼r ein Jahr vor der Klageerhebung erstrecken kann (vgl. Art. 137 Abs. 2 und 173 Abs. 3 ZGB). Liegt ein zivilrechtliches Urteil oder eine vertragliche Vereinbarung (und damit ein definitiver bzw. provisorischer RechtsÃ¶ffnungstitel) vor, so kann die SozialbehÃ¶rde gestÃ¼tzt auf die AbtretungserklÃ¤rung des GlÃ¤ubigers gegen dessen Schuldner direkt auf dem Betreibungsweg nach Art. 67 ff. des Bundesgesetzes vom 11. April 1889 Ã¼ber Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG) vorgehen. Der BeschwerdefÃ¼hrer verkennt, dass die Beschwerdegegnerin aufgrund der Abtretung der zivilrechtlichen AnsprÃ¼che seiner ehemaligen Ehefrau an deren Stelle getreten ist. Die Beschwerdegegnerin ist durch die AbtretungserklÃ¤rung in die Lage versetzt worden, ihm gegenÃ¼ber auf zivilrechtlichem Weg die UnterhaltsbeitrÃ¤ge einzufordern, die seiner frÃ¼heren Ehefrau aufgrund der erwÃ¤hnten zivilgerichtlichen Urteile im Eheschutzverfahren zugesprochen worden sind; dies jedoch entsprechend der Formulierung der AbtretungserklÃ¤rung lediglich im Umfang der geleisteten Sozialhilfe. Die gesetzliche Grundlage fÃ¼r dieses Vorgehen bzw. diese Rechtsfolge findet sich wie dargelegt in § 19 Abs. 1 SHG. Eine andere Frage ist es, ob es bei dieser von Bezirksrat richtig erkannten Rechtlage aus prozessualer Sicht richtig war, das Rekursverfahren durch einen Nichteintretensbeschluss zu erledigen (dazu E. 3). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Es fragt sich im vorliegenden Zusammenhang einzig, ob der BeschwerdefÃ¼hrer in verfassungswidriger oder sonst bundesrechtswidriger Weise in seinen Rechten verkÃ¼rzt wird, wenn ihm gegenÃ¼ber der Forderung der Beschwerdegegnerin kein Rechtsschutz in einem Ã¶ffentlichrechtlichen Verfahren (das heisst einem sozialhilferechtlichen RÃ¼ckerstattungsverfahren) geboten wird. Das ist zu verneinen: </p> <p class="Erwgung2">Die ihm gegenÃ¼ber erhobene Forderung der SozialbehÃ¶rde beruht nicht auf den sozialhilferechtlichen Bestimmungen Ã¼ber die RÃ¼ckerstattung (§§ 26 ff. SHG), sondern beinhaltet zivilrechtliche AnsprÃ¼che (Art. 163 in Verbindung mit Art. 176 ZGB). Im zivilgerichtlichen Verfahren stehen dem BeschwerdefÃ¼hrer insbesondere die Einwendungen gemÃ¤ss Art. 169 Abs. 1 OR offen. Danach kann der Schuldner Einreden, die der Forderung des Abtretenden entgegenstehen, auch gegen den Erwerber geltend machen, wenn sie schon zur Zeit vorhanden waren, als er von der Abtretung Kenntnis erhielt. ZulÃ¤ssig sind namentlich Einwendungen betreffend die GÃ¼ltigkeit der Abtretung. Solche Einwendungen stehen dem Schuldner im RechtsÃ¶ffnungsverfahren unabhÃ¤ngig davon offen, ob die Forderungen, welche auf einem zugunsten der Zedentin lautenden Gerichtsurteil beruhen, fÃ¼r den Zessionaren einen definitiven oder (wegen der Abtretung) bloss einen provisorischen RechtsÃ¶ffnungstitel bilden, was in Lehre und Rechtsprechung umstritten ist. Bei Annahme eines bloss provisorischen RechtsÃ¶ffnungstitels kann der Schuldner die Einwendungen im Aberkennungsprozess erheben; bei Annahme eines definitiven RechtsÃ¶ffnungstitels muss der RechtsÃ¶ffnungsrichter prÃ¼fen, ob die Rechtsnachfolge liquide erscheint; verneinendenfalls hat er die definitive RechtsÃ¶ffnung zu verweigern, worauf dem Zessionar die MÃ¶glichkeit einer Klage im ordentlichen Verfahren verbleibt (vgl. Adrian Staehelin/Thomas Bauer/Daniel Staehelin, Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber Schuldbetreibung und Konkurs, Basel 1998, Band I, Art. 80 N. 35 mit Hinweisen). </p> <p class="Erwgung2">Allerdings sind nach Art. 169 Abs. 1 OR Einreden des Schuldners nicht zulÃ¤ssig, welche sich aus dem GrundverhÃ¤ltnis zwischen Zedent und Zessionar ergeben (Eugen Spirig in: ZÃ¼rcher Kommentar, Art. 169 OR N. 60 ff.; Daniel Girsberger in: Basler Kommentar, Art. 169 OR N. 7). Was der BeschwerdefÃ¼hrer im vorliegenden Verfahren der Beschwerdegegnerin entgegenhÃ¤lt, betrifft im Wesentlichen gerade das GrundverhÃ¤ltnis zwischen dieser als Zessionarin und seiner frÃ¼heren Ehefrau als Zedentin, insbesondere seine RÃ¼ge, die Beschwerdegegnerin habe B hÃ¶here Sozialhilfeleistungen erbracht, als einer SozialhilfeempfÃ¤ngerin nach § 14 ff. SHG zustehe. Daraus lÃ¤sst sich indessen kein Anspruch des BeschwerdefÃ¼hrers ableiten, den Umfang der seiner frÃ¼heren Ehefrau erbrachten Sozialhilfeleistungen nachtrÃ¤glich â im Zusammenhang mit der der Beschwerdegegnerin ihm gegenÃ¼ber zustehenden zivilrechtlichen Forderung â dadurch Ã¼berprÃ¼fen zu lassen, dass die SozialbehÃ¶rde hierÃ¼ber eine anfechtbare VerfÃ¼gung zu treffen hÃ¤tte. Das wÃ¼rde nÃ¤mlich voraussetzen, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer richtigerweise bereits im Verfahren betreffend die Ausrichtung der wirtschaftlichen Hilfe an seine ehemalige Ehefrau Parteistellung oder jedenfalls die Befugnis zur Anfechtung der damaligen BeschlÃ¼sse der Sozialkommission X hÃ¤tte zuerkannt werden mÃ¼ssen (vgl. RB 1998 Nr. 42), was der Bezirksrat zu Recht verneint hat. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Demnach ist der Bezirksrat zutreffend zum Schluss gelangt, dass im vorliegenden Fall ein sozialhilferechtliches RÃ¼ckerstattungsverfahren, wie es die Beschwerdegegnerin gegenÃ¼ber dem BeschwerdefÃ¼hrer durchgefÃ¼hrt hat, weder notwendig noch zulÃ¤ssig sei. Dieser zutreffenden Beurteilung hÃ¤tte es allerdings besser entsprochen, wenn die Vorinstanz den Rekurs "im Sinn der ErwÃ¤gungen gutgeheissen" oder (mit gleicher Tragweite) "im Sinn der ErwÃ¤gungen abgewiesen" hÃ¤tte, statt auf das Rechtsmittel nicht einzutreten. Denn der BeschwerdefÃ¼hrer hatte ein schÃ¼tzenswertes Interesse daran, dass der angefochtene Beschluss der Beschwerdegegnerin vom 5. Dezember 2005 aufgehoben werde, nachdem diese den Beschluss gerade in der unzutreffenden Meinung gefasst hatte, sie kÃ¶nne den BeschwerdefÃ¼hrer in einem sozialhilferechtlichen RÃ¼ckerstattungsverfahren fÃ¼r die dessen ehemaligen Ehefrau erbrachten Leistungen belangen (vgl. § 21 VRG). Der Beschluss wies auch alle Merkmale einer formellen und damit anfechtbaren VerfÃ¼gung auf, weshalb er vom BeschwerdefÃ¼hrer nicht als blosse Anzeige verstanden werden musste. </p> <p class="Urteilstext">Aus der unzutreffenden formellen Erledigung des Rekursverfahrens (Nichteintreten auf den Rekurs) ist dem BeschwerdefÃ¼hrer indessen kein Nachteil erwachsen, der die Aufhebung des vorinstanzlichen Nichteintretensentscheids rechtfertigen wÃ¼rde. Denn welche Tragweite diesem Nichteintretensbeschluss wirklich zukommen soll, geht aus den ErwÃ¤gungen der Vorinstanz mit hinreichender Klarheit hervor. Danach kann die Beschwerdegegnerin die von ihr angestrebte Wiedereinbringung der erbrachten Sozialhilfeleistungen nicht durch eine Ã¶ffentlichrechtliche VerfÃ¼gung erwirken, welche den BeschwerdefÃ¼hrer zur RÃ¼ckerstattung verpflichtet. Das Ã¤ndert jedoch nichts daran, dass das vorliegende Beschwerdeverfahren fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer in der Sache erfolglos bleibt, weil seinem Anliegen ebenfalls nicht entsprochen wird. Die Beschwerde ist daher im Sinn der vorstehenden ErwÃ¤gungen abzuweisen. Dem unzulÃ¤ssigen Vorgehen der Beschwerdegegnerin und der unzutreffenden formellen Erledigung des Rekursverfahrens ist immerhin dadurch Rechnung zu tragen, dass die Kosten des Beschwerdeverfahrens in Beachtung des Verursacherprinzips nicht dem BeschwerdefÃ¼hrer, sondern der Beschwerdegegnerin auferlegt werden (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 2 VRG; dazu Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 13 N. 20 f.). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihm bei diesem Verfahrensausgang von vornherein nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird im Sinn der ErwÃ¤gungen abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>