<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00504</span></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichter Spitz<br/>Ersatzrichter Wilhelm<br/>Gerichtsschreiber Würsch</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 31. Oktober 2017</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">lic</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">. </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">iur</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">. </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">O.___</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">, Sozialversicherungsrecht, Team Recht</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Hönggerstrasse</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> 24, 8037 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1975, hat 1999 das Handelsdiplom erworben (Urk. 7/56). Hiernach war er bei verschiedenen Arbeitgebern als kaufmännischer Angestellter tätig und bezog zwischenzeitlich Arbeitslosenentschädigung (Urk. 7/10 und 7/55). Von August 2014 bis Juli 2015 war er als Chauffeur für Kindergärten tätig (Urk. 7/4/4 und 7/55). Unter Hinweis auf Depressionen mel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dete er sich am 21. April 2015 bei der Invalidenversicherung zum Leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bezug an (Urk. 7/4). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte in der Folge nebst Auszügen aus dem individuellen Konto (IK-Auszug, Urk. 7/3 und 7/10) einen Fragebogen der Arbeitslosenkasse (Urk. 7/20) sowie mehrere Arztberichte ein (Urk. 7/18, 7/22 und 7/24). Des Weiteren gab sie bei der Y.___, Z.___, ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag (Y.___-Gutachten vom 30. September 2016, Urk. 7/39; ergänzende Stellung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme vom 25. Oktober 2016, Urk. 7/43). Mit Vorbescheid vom 25. November 2016 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Abweisung des Leistungsbegeh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rens in Aussicht (Urk. 7/47), wogegen dieser am 10. Januar 2017 Einwand erhob (Urk. 7/57). Am 23. März 2017 verfügte die IV-Stelle indes im angekün</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digten Sinne (Urk. 7/63 = Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hiergegen erhob X.___ am 8. Mai 2017 Beschwerde (Urk. 1) mit den Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien Eingliederungsmassnahmen im Sinne der Art. 8 ff. IVG sowie Massnahmen beruflicher Art gemäss Art. 17 ff. IVG an die Hand zu nehmen. Des Weiteren sei die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren. Mit Beschwerdeantwort vom 12. Juni 2017 ersuchte die IV-Stelle um Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), worüber der Versicherte mit Verfügung vom 15. Juni 2017 in Kenntnis gesetzt wurde. Ausserdem wurde dessen Gesuch um unentgeltliche Prozessführung bewilligt (Urk. 8).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">]</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">]</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist bei psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">s Leiden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Krank</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitswert besteht, welche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rentenausschliessendes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Erwerbseinkommen </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.4.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">artis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invali</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">markt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E. 4.1).</span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalide o</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der von einer Invalidität (Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) bedroht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e Versicherte haben gemäss Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Abs. 1)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n Massnahmen erfüllt sind</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Arbeitsunfähige (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) Versicherte, welche eingliederungsfähig sind, haben gemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">18 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Anspruch auf aktive Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. a) und auf begleitende Beratung im Hinblick auf die Aufrechterhaltung ihres Arbeitsplatzes (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. b). Die IV-Stelle veranlasst diese Massnahmen unverzüglich, sobald eine summarische Prüfung ergibt, dass die Voraussetzungen dafür erfüllt sind (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">17 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit ist die Wiedereinschulung in den bisherigen Beruf gleichgestellt (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2). Als Umschulung gelten gemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVV Ausbildungsmassnahmen, die Versicherte nach Abschluss einer erstmaligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne vorgängige berufliche Ausbildung wegen ihrer Invalidität zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit benöti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ch zugemutet werden kön</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.7</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung vom 23. März 2017 (Urk. 2) zur Hauptsache auf den Standpunkt, die Abklärungen des Y.___ hätten ergeben, dass in invalidenversicherungsrechtlicher Hinsicht keine gesundheitliche Einschränkung ausgewiesen sei, welche einen Anspruch auf Leistungen begründen würde (S. 1). Unter Bezugnahme auf die seitens des Versicherten im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorbescheidverfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erhobenen Einwände führte die IV-Stelle sodann ergänzend aus, dass in Anbetracht der Ressourcen des Beschwerdefüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rers eine Selbsteingliederung zumutbar sei (S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber brachte der Versicherte in seiner Beschwerdeschrift vom 8. Mai 2017 (Urk. 1) im Wesentlichen vor, dass er seit dem Abschluss der obligato</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rischen Schulzeit über Jahre hinweg keine auf eine berufliche Laufbahn ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtete Ausbildung begonnen habe. Die im Alter von 24 Jahren absolvierte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Handelsschule habe zu einer lediglich anderthalb Jahre dauernden ausbildungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entsprechenden Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt geführt. Es bestünden eindeutig festgestellte neurologische (kognitive) und psychiatrische Faktoren, welche den Beschwerdeführer dahingehend behindern würden, dass eine selb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständige berufliche (Wieder-)Eingliederung verunmöglicht werde. Es sei nun an der Zeit, dem Versicherten zu einer seinen Fähigkeiten angemessenen beruf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Eingliederung zu verhelfen, sodass er trotz seiner von den Y.___-Gut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achtern festgestellten 40%igen Arbeitsunfähigkeit zumindest teilweise für sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Lebensunterhalt und jenen seiner Familie aufkommen könne. Dies solle namentlich im Rahmen eines Arbeits-und Belastbarkeitstrainings (Art. 18a IVG) erfolgen. Hierbei solle auch abgeklärt werden, ob die absolvierte Ausbildung im kaufmännischen Bereich wirklich den (kognitiven) Möglichkeiten des Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten entspreche oder ob nicht eine den Fähigkeiten entsprechende Umschulung (Art. 17 Abs. 1 IVG) respektive Wiedereinschulung (Art. 17 Abs. 2 IVG) in die Wege zu leiten sei (S. 8 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ist anhand der Aktenlage wie folgt zusammenzufassen:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ärzte des A.___ stellten in ihrem Bericht vom 30. September 2015 die Diagnose einer leichten depressiven Episode (ICD-10 F32.0) bei Verdacht auf eine rezidivierende depressive Störung. Überdies äusserten sie den Verdacht auf eine soziale Phobie respektive eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeit. Beide Erkrankungen bestünden gemäss Angaben des Versicherten bereits seit Jahren. Die Ärzte des A.___ hielten weiter fest, dass der affektive Rapport herstellbar gewesen sei. Im Kontaktverhalten habe sich der Beschwerdeführer eher zurückhaltend gezeigt. Es würden soziale Ängste, Grübeln und ein leicht gehemmter Gedankengang vorliegen. Ferner hätten sich eine bedrückte Grundstimmung, eine leichte Angespanntheit sowie eine leicht eingeschränkte affektive Schwingungsfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit eruieren lassen. Im Übrigen sei der Versicherte quantitativ bewusstseinsklar und allseits orientiert gewesen. Die Aufmerksamkeit und Konzentration sei nicht beeinträchtigt gewesen. Anhaltspunkte für inhaltliche Denkstörungen, Sinnestäuschungen, Ich-Störungen und Wahn hätten sich nicht ergeben (Urk. 7/18/1). Eine Beschäftigung sei aktuell im Ausmass von zwei bis vier Stunden pro Tag denkbar, mit Potential zur Steigerung über mehrere Monate (Urk. 7/18/2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dem Bericht des A.___ vom 21. Januar 2016 lassen sich sodann folgende Diag</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit entnehmen (Urk. 7/22/1):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Double Depression: Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0), bestehend seit dem jungen Erwachsenen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">alter</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Dysthymie (ICD-10 F34.1), ebenfalls bestehend seit dem jungen Erwachse</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">nenalter</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsakzentuierung (ICD-10 Z73.1), spä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">testens bestehend seit dem Jugendalter.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beim Versicherten würden Befürchtungen über die eigene Minderwertigkeit beste</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hen, teilweise mit Vermeidung von Bewertungssituationen. Der formale Gedankengang habe sich bei starkem Grübeln verlangsamt gezeigt. Des Weite</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ren sei die Grundstimmung deprimiert, ängstlich, hadernd und unzufrieden gewesen. Im Übrigen entsprechen die erhobenen Befunde im Wesentlichen denjenigen des Berichtes vom 30. September 2015 (vgl. E. 3.1). Eine Beschäfti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gung von bis zu drei Stunden pro Tag in einer geeigneten, behinderungsange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">passten Tätigkeit erscheine als denkbar (Urk. 7/22/1 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. B.___, Fachärztin für Neurologie, und Dr. phil. C.___, Neuropsychologin, untersuchten den Versicherten am 28. Januar 2016 in ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">haltensneurologischer und neuropsychologischer Hinsicht. Gemäss Bericht vom 25. Februar 2016 hätten sich beim allseits orientierten, etwas antriebsreduzier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten Beschwerdeführer mit einem flachen Affekt, reduzierter Schwingungsfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit und einem durchschnittlichen allgemeinen Leistungsniveau leichte bis schwere Einbussen in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">attentionalen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und exekutiven Funktionen gezeigt (Ablenkbarkeit, Konzentration, fokussierte und geteilte Aufmerksamkeit sowie kategoriale und figurale Ideenproduktion). Damit einhergehend hätten ein deut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich reduziertes Lesesinnverständnis sowie eine dadurch akzentuierte schwere und verbal betonte Lern- und Abrufstörung festgestellt werden können. Hinzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kommen würden deutlich konstruktiv-planerische Schwierigkeiten, deutliche Auffassungsschwierigkeiten und Auffälligkeiten auf der Verhaltensebene (Indifferenz, Umständlichkeit, zeitweise inadäquates Lachen). Die kognitiven Befunde sowie jene auf Verhaltensebene würden auf Minderfunktionen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fronto</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-subkortikaler und links betont </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fronto</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-limbischer Hirnareale hindeuten. Diese seien aktuell aufgrund der affektiven Symptomatik sowie der Medikation aggraviert und auf Basis einer frühkindlichen cerebralen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Entwicklungsstörung zu interpretieren. Interagierende strukturelle respektive vaskuläre oder entzünd</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liche Faktoren könnten neuroradiologisch ausgeschlossen werden. Aufgrund der deutlichen Einbussen in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">attentionalen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Funktionen sowie angesichts der schwe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ren Lern- und Auffassungsstörung sei von keiner auf dem ersten Arbeitsmarkt verwertbaren Arbeitsfähigkeit auszugehen. Zu empfehlen sei jedoch eine leichte Tätigkeit in einem geschützten Rahmen und unter Berücksichtigung der kogni</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tiven Einbussen (Urk. 7/24/3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im interdisziplinären Y.___-Gutachten vom 30. September 2016 wurden die folgenden Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (Urk. 7/39/41):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Rezidivierende depressive Störung, zurzeit leichte Episode (ICD-10 F33.0)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Dysthymia</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> (ICD-10 F34.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Mehrfaktoriell</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> bedingte geringe Testleistungen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im neuropsychologischen Teilgutachten äusserte sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. phil. D.___, Fachpsychologe für Neuropsychologie, dahingehend, dass der Versicherte affektiv wenig moduliert und antriebsarm gewirkt habe. Die Leistungsmotiva</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tion und das Durchsetzungsvermögen seien gering erschienen. Die allgemeine sprachliche Kommunikationsfähigkeit habe vorgelegen. Die Auffassung der Testinstruktionen sei teilweise schwerfällig gewesen, wobei das Vorgehen gleichgültig gewirkt habe. Sowohl das Sehen als auch das Hören und die Handmotorik seien in der Beobachtung unauffällig gewesen. Die circa 4.5-stün</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dige Untersuchung habe mit Pausen in einer Sitzung absolviert werden können (Urk. 7/39/14 f.). Das Gesamtleistungsniveau sei unterdurchschnittlich gewesen, was auch aus dem ermittelten Gesamtintelligenzquotienten von 80 hervorgehe. Ein einheitlicher Unterschied zwischen verbalen und nonverbalen kognitiven Funktionen bestehe nicht. Im Bereich Aufmerksamkeit und Konzentrations</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit seien die Leistungen durchwegs gering und sehr gering ausgefallen. Gesamthaft schwach sei ferner der Bereich Lernen und Gedächtnis gewesen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Sprachfunktionen seien gemessen am Leistungsniveau des Versicherten ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gleichsweise gut gewesen und hätten mehrheitlich im Normbereich gelegen. Auch in der Zahlenverarbeitung habe der Explorand ein gesamthaft genügendes Niveau erreicht. In der räumlichen Verarbeitung seien alle Leistungen ungenü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gend ausgefallen. Die komplexen, exekutiven Funktionen hätten gesamthaft geringfügig unter der Norm gelegen, gemessen am eigenen Gesamtniveau aber im oberen Bereich (Urk. 7/39/19). Insgesamt ergebe sich das Bild einer unspe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zifisch verminderten kognitiven Leistungsfähigkeit mit kognitiver Verlang</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">samung und Minderleistungen in unterschiedlichen verbalen und nonverbalen Bereichen. Zur Validität der klinischen Testbefunde führte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. phil. D.___ sodann aus, dass diese in verschiedenen Funktionsbereichen deutlich unter jenen von Patienten mit dokumentierter hirnorganischer Schädigung liegen würden. Die Befunde in spezifischen Beschwerdevalidierungstests hätten mehr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitlich Resultate unter der Erwartung ergeben. Teilweise seien diese nur geringfügig über dem Zufallsniveau gelegen, teilweise noch im Rahmen von Patienten mit manifesten Depressionen. Gesamthaft lasse sich aus den Beobachtungen und Testbefunden ableiten, dass die in der Untersuchung erbrachten Leistungen sehr wahrscheinlich nicht dem tatsächlichen kognitiven Leistungsvermögen des Versicherten entsprochen hätten. Im Zusammenhang mit der Depression sei die Anstrengungsfähigkeit beeinträchtigt. Eine darüber hinausgehende mangelnde Anstrengungsbereitschaft könne indes nicht ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schlossen werden (Urk. 7/39/20 f.). Die in der Untersuchung festgestellten Leis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tungsdefizite würden primär im Kontext mit der psychiatrischen Störung bezie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hungsweise deren Auswirkungen auf die Anstrengungsfähigkeit stehen. Ein darüber hinausgehender spezifisch neuropsychologischer Gesundheitsschaden lasse sich mit den vorliegenden Befunden nicht überwiegend wahrscheinlich darstellen (Urk. 7/39/22).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gegenüber Dr. med. E.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rapie, habe der Beschwerdeführer angegeben, bereits seit vielen Jahren depres</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">siv zu sein. Dies zeige sich durch eine Verminderung des Antriebs, eine inner</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liche Unruhe, einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anhedonie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit grossen Anlaufschwierigkeiten am Morgen sowie Ängsten und einer Verminderung des Selbstbewusstseins (Urk. 7/39/25). Affektiv sei der Explorand deutlich deprimiert, wenig spürbar, aber nicht affektlabil gewesen. Er sei nur teilweise introspektionsfähig, jedoch freundlich und kooperativ gewesen. Anhaltspunkte für das Vorhandensein von Bewusst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">seins- oder Orientierungsstörungen hätten sich nicht ergeben. Das Gedächtnis sowie die Konzentration seien leicht reduziert gewesen. Im formalen Denken hätten ein deutliches Grübeln und eine leichte Verlangsamung bestanden. Es hätten weder Zwänge noch Wahn, Sinnestäuschungen oder Ich-Störungen eru</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">iert werden können. Ängste habe der Versicherte in Bezug auf die Zukunft, auf das eigene Versagen und die Existenz genannt. Es seien Insuffizienzgefühle feststellbar gewesen. Bei normal vorhandenen Interessen sei der Antrieb leicht reduziert gewesen. Es habe eine erhöhte Ermüdbarkeit bestanden. Weder für Suizidalität noch für fremdaggressives Verhalten oder sozialen Rückzug hätten sich Hinweise gezeigt (Urk. 7/39/30). Anhaltspunkte für andere psychiatrische Erkrankungen als die rezidivierende depressive Störung und die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dysthymia</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> würden sich nicht finden lassen. Es könne nicht gesichert von einer ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitsstörung ausgegangen werden, da der Explorand aktuell kein Vermeidungsverhalten zeige und soziale Kontakte nicht per se meide. Er sei diesbezüglich lediglich eher zurückhaltend (Urk. 7/39/32 f.). Mut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">masslich aufgrund der kognitiven Einschränkungen sei von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Buschauffeur auszugehen. In einer angepassten Tätigkeit, bei welcher der Versicherte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keine Fahrzeuge führen und keine kognitiv anspruchsvollen Tätigkeiten ausführen müsse, sondern eher Routinehandlung im Büro erledige, könne zum jetzigen Zeitpunkt aus psychiat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rischer Sicht von einer 60%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden (Urk. 7/39/39 f.). Zu dieser Einschätzung gelangten die Y.___-Gutachter denn auch im gegenseitigen Einverständnis (Urk. 7/39/43 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach entsprechender Rückfrage durch die IV-Stelle führte Dr. E.___ sodann mit Schreiben vom 25. Oktober 2016 aus, es müsse davon ausgegangen werden, dass die festgehaltenen psychiatrischen Diagnosen mindestens seit September 2016 bestehen würden und seither die Reduktion der Arbeitsfähigkeit um 40 % für eine angepasste Tätigkeit vorliege (Urk. 7/43/1). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Lic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. phil. D.___ stellte ausserdem klar, dass eine Tätigkeit als Chauffeur im Fahrdienst für Kindergärten aus neuropsychologischer Sicht aufgrund der stark ungenügenden Leistungen nicht zu verantworten sei. Zwar würden die Befunde nicht dem tatsächlichen Leistungsvermögen des Versicherten entsprechen, umgekehrt sei aber nicht belegt, dass er über die kognitiven Voraussetzungen zum sicheren Führen eines Personenwagens verfüge (Urk. 7/43/2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Stellungnahme des A.___ vom 10. Januar 2017 ist bei grundsätzlich gleich bleibender Diagnostik (vgl. E. 3.2) zu entnehmen, dass die Kombination der psychiatrischen Diagnosen und neuropsychologischen Einschränkungen in ihrer Wechselwirkung eine deutlich reduzierte Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">markt bewirke (Urk. 7/59/1). Die IV-Stelle habe in ihrem Feststellungsblatt vom 25. November 2016 (Urk. 7/45) zu Unrecht darüber hinweggesehen, dass der Versicherte nur mit Schwierigkeiten die Schule und Berufsausbildung durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">laufen habe. Er verfüge namentlich über keinen anerkannten Abschluss. In sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen Tätigkeiten als kaufmännischer Angestellter sei er überfordert gewesen. Im Weiteren würden die ängstlich-vermeidenden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Persönlichkeitszüge in Wechsel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wirkung mit den unterdurchschnittlichen kognitiven Fähigkeiten die depressive Symptomatik des Versicherten negativ verstärken, was diesen beruflich sehr einschränke und ihn dabei behindere, längerfristige Arbeitsstellen beibehalten zu können (Urk. 7/59/2). Aufgrund der kognitiven Befunde, insbesondere der zum Teil deutlichen Einbussen in den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">attentionalen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Funktionen sowie ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sichts der schweren Lern- und Auffassungsstörung sei von keiner im ersten Arbeitsmarkt verwertbaren Arbeitsfähigkeit auszugehen (Urk. 7/59/3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zwischen den Parteien ist strittig, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf Leistun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen der Invalidenversicherung - namentlich ein Arbeits- und Belastbar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keitstraining sowie eine Umschulung respektive eine Wiedereinschulung - hat (vgl. E. 2.1 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der angefochtene Entscheid der IV-Stelle beruht im Wesentlichen auf der Beurtei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lung der Y.___-Experten, weshalb zunächst auf den Beweiswert deren polydisziplinären Gutachtens vom 30. September 2015 (Urk. 7/39; E. 3.4) einzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gehen ist. Dieses basiert auf umfassenden neuropsychologischen und psychiat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rischen Untersuchungen. Ergänzend wurde der allgemeininternistische Status des Versicherten fachärztlich abgeklärt (Urk. 7/39/7-10). Die Expertise wurde des Weiteren in detaillierter Kenntnis der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erstellt (Urk. 7/39/6 f. und 7/39/11 f.). Der Beschwerdeführer konnte gegenüber den einzelnen Gutachtern seine aktuellen Beschwerden schildern und wurde von diesen jeweils - soweit fachspezifisch erforderlich - eingehend befragt (Urk. 7/39/7 ff., 7/39/13 ff. und 7/39/25 ff.). Insbesondere im Rahmen der psychiatrischen Exploration konnte er sich zu diversen Themenbereichen wie dem beruflichen Werdegang, der sozialen Situation sowie dem gewöhnlichen Tagesablauf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">äussern (Urk. 7/39/25 ff.). Die geklagten Leiden fanden im Rahmen der Feststellung der Diagnosen Berück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sichtigung, wobei sowohl diese als auch die aus medizinischer Sicht resultieren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit überzeugend dargelegt und erläutert wurden (Urk. 7/39/17 ff., 7/39/31 ff. und 7/39/41 ff.). Soweit möglich erfolgte ausserdem eine ausführliche und schlüssige Auseinandersetzung mit vorange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gangenen ärztlichen Beurteilungen (Urk. 7/39/21 f. und 7/39/40). Insgesamt erfüllt das polydisziplinäre Y.___-Gutachten damit sämtliche praxisgemässen Kriterien an den Beweiswert einer medizinischen Expertise (vgl. E. 1.7). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beweiskraft des Y.___-Gutachtens stellen die Parteien grundsätzlich nicht in Frage. Unbestritten ist ausserdem, dass der Beschwerdeführer in somatischer Hinsicht in seiner Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt ist (vgl. Urk. 7/39/10 und 7/39/27). Die Parteien sind sich indes uneinig darüber, ob es sich bei der von den Gutachtern attestierten Arbeitsunfähigkeit von 40 % aus psychischen Gründen um eine invalidenversicherungsrechtlich relevante gesundheitliche Einschränkung handelt, welche den Anspruch auf Leistungen begründet (vgl. Urk. 1 S. 4 und 9 sowie Urk. 2 S. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Y.___-Gutachter diagnostizierten nebst einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0) eine Dysthymie (ICD-10 F34.1) sowie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mehrfaktoriell</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> bedingte geringe Testleistungen (vgl. E. 3.4). Letz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tere Diagnose basiert nicht auf den Vorgaben eines anerkannten Klassifika</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tionssystems - namentlich ICD-10 oder DSM-V (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_243/2016 vom 18. November 2016 E. 3.1 mit Hinweisen) - weshalb diesbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">züglich nicht von einem psychischen Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG ausgegangen werden kann (vgl. E. 1.2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In Bezug auf die rezidivierende depressive Störung ist darauf hinzuweisen, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ach der Rechtsprechung des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgerichtes leichte bis mittelgradige depres</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sive Störungen, seien sie im Auftreten rezidivierend oder episodisch, einzig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fallen, wenn sie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erwiesener</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">massen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> therapieresistent sind (statt vieler: </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 140 V 193</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3 mit Hinweis). Nur in einer solchen - seltenen, da nach gesicherter psychiatrischer Erfahrung Depressionen im Allgemeinen therapeutisch gut </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">angehbar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sind - gesetzlich ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">langten Konstellation ist den no</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rmativen Anforderungen des Art. 7 Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3.7.1 bis 3.7.3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Ein solcher Sachverhalt muss überwiegend wahrscheinlich und darf nicht lediglich nicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auszuschliessen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sein. Es kommt dazu, dass die Therapie in dem Sinne konsequent gewesen sein muss, dass die aus fachärztlicher Sicht indizierten zumutbaren (ambulanten und stati</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">onären) Behandlungsmöglichkeiten in kooperativer Weise optimal und nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">haltig ausgeschöpft wurden (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 140 V 193</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3.3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">137 V 64</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2 und 9C_89/2016 vom 12. Mai 2016 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Solange therapeutisch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">angehbar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> fehlt es einer leichten bis mittelschweren depressiven Erkrankung bereits diag</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nosebedingt am hinreichenden Schweregrad, um als invalidisierender Gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitsschaden gelten zu können (Urteil des Bundesgerichts 8C_753/2016 vom 15. Mai 2017 E. 4.4). In Anbetracht der konkreten Umstände kann nicht von einer Ausschöpfung aller Behandlungsmöglichkeiten gesprochen werden. Zum einen befindet sich der Versicherte erst seit September 2015 in psychiatrischer Behandlung (Urk. 7/18/2 und 7/22/2). Zum anderen gehen weder die behan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">delnden Ärzte noch die Gutachter von einer Therapieresistenz der depressiven Erkrankung aus (vgl. Urk. 7/22 und 7/39/42). Diese entfaltet demnach in Nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">achtung der bundesgerichtlichen Praxis keine invalidisierende Wirkung.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dieser Schluss muss denn auch in Bezug auf die festgestellte Dysthymie gezo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen werden. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">solche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist nach der im gebräuchlichen Klassifikationssystem ICD-10 enthaltenen Umschreibung eine chronische depressive Verstimmung, die weder schwer noch hinsichtlich einzelner Episoden anhaltend genug ist, um die Kriterien einer schweren, mittelgradigen oder leichten rezidivierenden depres</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">siven Störung zu erfüllen. Findet sich im Psychostatus nur eine Dysthymie, so kann dies </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rechtsprechungsgemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> wohl eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einbusse</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> an Leistungsfähigkeit mit sich bringen, kommt aber für sich allein betrachtet nicht einem Gesundheits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schaden im Sinne des Gesetzes gleich. Diese Schlussfolgerung, die sich auf medizinische Empirie abstützt und damit eine Rechtsfrage darstellt, ist freilich nicht absolut zu setzen; eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dysthyme</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Störung kann die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall erheblich beeinträchtigen, wenn sie zusammen mit anderen Befunden - wie etwa einer ernsthaften Persönlichkeitsstör</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ung - auftritt (Urteile des Bun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 8C_623/2013 vom 11. März 2014 und 9C_146/2015 vom 19. Januar 2016 E. 3.2, je mit Hinweisen). Abgesehen von der Frage, ob der Dysthymie ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sichts ihrer Definition neben der diagnostizierten rezidivierenden depres</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">siven Störung überhaupt eine eigenständige Bedeutung zukommt, ist festzuhal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unstrittigerweise</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> keine ernsthafte Persönlichkeitsstörung vorliegt (vgl. E. 3.1 ff.). Dies gilt selbst dann, wenn die Zurückhaltung des Versicherten im sozialen Kontakt entgegen der Ansicht der Gutachter (Urk. 7/39/32 f.) als ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsakzentuierung (ICD-10 Z73.1) klassifiziert würde (vgl. Urk. 7/18/1, 7/22/1 und 7/59/1). Denn Diagnosen aus der Z-Kate</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gorie - und damit auch akzentuierte Persönlichkeitszüge - fallen als solche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht unter den Begriff des rechtserheblichen Gesundheitsschadens (Urteil des Bund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">esgerichtes 9C_894/2015 vom 25. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mit Hinweis auf 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weiteren </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinweisen).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin trotz der seitens der Y.___-Gutachter attestierten Arbeitsunfähigkeit von 40 % zum Ergebnis gelangt ist, dass keine invalidenversicherungsrechtlich relevante gesundheitliche Einschränkung ausgewiesen sei. Hieran vermögen im Übrigen auch die weiteren Vorbringen des Beschwerdeführers nichts zu ändern. Soweit er sich in seiner Beschwerdeschrift auf seine neuropsychologischen Defizite beruft (Urk. 1 S. 4 f. und 7), ist dem zweierlei entgegenzuhalten. Einerseits ergab die von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. phil. D.___ durchgeführte neuropsychologische Unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">suchung einen durchschnittlichen Intelligenzquotienten von 80 (Urk. 7/39/19), weshalb keine Intelligenzminderung (ICD-10 F70.0) - die sich grundsätzlich invalidisierend auswirken könnte (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_108/2014 vom 24. September 2014 E. 2.2) - vorliegt. Andererseits rechtfertigt es sich angesichts der schlüssigen Erläuterungen von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. phil. D.___ zur Validität der Befunde, diese entsprechend zu würdigen. Aus der neuropsychologischen Teil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">expertise ergibt sich namentlich, dass die vom Versicherten in der Unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">suchung erbrachten Leistungen sehr wahrscheinlich nicht dem tatsächlichen kognitiven Leistungsvermögen entsprochen haben (Urk. 7/39/20 ff.). Vor diesem Hintergrund überzeugt denn auch die Schlussfolgerung, dass die in der Unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">suchung festgestellten Leistungsdefizite primär in Zusammenhang mit der psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chischen Störung und deren Auswirkungen auf die Anstrengungsfähigkeit stehen. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ist nicht von einem spezifisch nur neuropsychologisch erfassbaren invalidisierenden Gesundheitsschaden aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zugehen (Urk. 7/39/22 und 7/39/24).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Schliesslich ist anzumerken, dass die vom Versicherten angeführte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mangel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hafte schulische und berufliche Ausbildung beziehungsweise Integration (Urk. 1 S. 6 ff.) als </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">invaliditätsfremder Faktor zu werten ist und demzufolge keinen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung zu begründen vermag (Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2014, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 20 zu Art. 28 IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht keine Arbeitsunfähigkeit und dementsprechend auch kein invalidisieren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der Gesundheitsschaden ausgewiesen ist. Dies wird indes für die vom Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführer beantragten beruflichen Massnahmen vorausgesetzt (vgl. E. 1.3 ff.), weshalb kein Anspruch hierauf besteht. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Damit erweist sich die angefochtene Verfügung (Urk. 2) als rechtens, weswegen die Beschwerde abzuweisen ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zu prüfen war, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Die Kosten sind dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen, infolge der ihm gewährten unentgeltlichen Pro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zessführung (vgl. Urk. 8) jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer ist auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungsgericht (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Gerichts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. 700</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführerauferlegt</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">die Gerichts</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">kasse genommen. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Der Beschwerdeführer wird </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">GSVGer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> hingewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Stadt Zürich Soziale Dienste</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigWürsch<span id="_GoBack"></span></p></div> </div></body></html>