A bteilung V E -4130/2007 gyk/jap {T 0/2} U rteil vom 22. Juni 2007 M itw irkung: R ichter G ysi, R ichterin Teuscher, R ichter König G erichtsschreiber Jaggi X._______, geboren _______, Sim babw e, vertreten durch Elio G . Baum ann, _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 8. Juni 2007 i.S. N ichteintreten auf A sylgesuch und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass sich die Beschw erdeführerin eigenen Angaben zufolge von Februar 2003 bis Juli 2006 als Asylbew erberin in G rossbritannien aufhielt, dass sie nach rechtskräftiger Ablehnung des Asylgesuchs im Juli 2006 von den briti- schen Behörden ausgeschafft w urde, dass sie ihren H eim atstaat am 25. Januar 2007 verliess und nach einem rund dreim ona- tigen Aufenthalt in Südafrika am 21. April 2007 von G rossbritannien her kom m end auf dem Luftw eg illegal in die Schw eiz einreiste, w o sie am 23. April 2007 um Asyl nach- suchte, dass am 2. M ai 2007 die Kurzbefragung im A._______ und am 24. M ai 2007 die D irektanhörung zu den Asylgründen durch das BFM erfolgte, dass die Beschw erdeführerin im W esentlichen geltend m achte, nach der R ückkehr aus G rossbritannien sei sie im August und im Septem ber 2006 in ihrer Abw esenheit w egen ihrer M itgliedschaft in der M D C (M ovem ent for D em ocratic C hange) zu H ause bei ihren Eltern von Angehörigen der ZAN U -PF (Zim babw e African N ational U nion - Patriotic Front) und von der Polizei gesucht w orden, dass sie von den Eltern erfahren habe, dass sie festgenom m en w erden sollte, um von ihr Inform ationen über das Asylverfahren in G rossbritannien zu erhalten, dass sie auch m it dem Tod bedroht w orden sei und sich aufgrund dieser Vorkom m nisse zur Ausreise entschlossen habe, dass für den Inhalt der w eiteren Aussagen auf die Akten und, sow eit entscheidw esent- lich, auf die nachfolgenden Erw ägungen verw iesen w ird, dass der Beschw erdeführerin anlässlich der Anhörung vom 24. M ai 2007 das Ergebnis der von der Vorinstanz in Auftrag gegebenen Sprachanalyse der Fachstelle LIN G U A, w onach sie m it sehr hoher W ahrscheinlichkeit aus Sim babw e stam m e, m itgeteilt w urde, dass das BFM m it Verfügung vom 8. Juni 2007 - eröffnet am 12. Juni 2007 - in Anw en- dung von Art. 32 Abs. 2 Bst. f des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie den Voll- zug anordnete, dass es zur Begründung im W esentlichen ausführte, es stehe fest, dass die Beschw er- deführerin in G rossbritannien einen ablehnenden Asylentscheid erhalten habe, dass ihre Vorbringen zur R ückkehr nach Sim babw e offensichtlich haltlos seien, habe sie doch anlässlich der Kurzbefragung ausgesagt, sie sei nach Sim babw e ausgeschafft w or- den, um dann im W iderspruch dazu bei der D irektanhörung geltend zu m achen, sie hät- te nach M alaw i ausgeschafft w erden sollen, und sie sei in H arare freiw illig aus dem Flugzeug gestiegen, um nach H ause zu gelangen, dass das Vorbringen, sie sei trotz behördlicher Suche nach ihr ohne Papiere m ittels Bestechung über den offiziellen G renzübergang von Beitbridge nach Südafrika ausge- reist, angesichts der Ausreisekontrollen und der M öglichkeit, die G renze an einem kaum 3 kontrollierbaren Abschnitt zu passieren, realitätsfrem d sei, dass die Beschw erdeführerin des W eiteren nicht in der Lage gew esen sei, m arkante Er- eignisse oder deren Folgen w ährend ihres Aufenthaltes in Sim babw e zu nennen, dass sie bezeichnenderw eise w eder über die Spaltung der M D C noch über die unter dem N am en M uram batsvina erfolgte Enteignungsaktion, noch über die Aktion gegen Ar- m utssiedlungen etw as gew usst habe, dass sie zudem w idersprüchliche Angaben zu ihren Tätigkeiten für die M D C gem acht habe, zum al sie anlässlich der Kurzbefragung ausgeführt habe, Flugblätter verteilt und H andball gespielt zu haben, w ährenddem sie bei der D irektanhörung ausgesagt habe, an einem M eeting teilgenom m en und Korbball gespielt zu haben, und erst im w eiteren Verlauf der Befragung geltend gem acht habe, Flugblätter verteilt zu haben, dass som it keine H inw eise auf in der Zw ischenzeit eingetretene Ereignisse vorlägen, die geeignet seien, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes relevant seien, dass die Beschw erdeführerin durch ihren R echtsvertreter am 16. Juni 2007 (Poststem - pel) gegen diesen Entscheid Beschw erde einreichte und die Zuerkennung der Flücht- lingseigenschaft, eventualiter die G ew ährung der vorläufigen Aufnahm e beantragt, dass auf die Begründung der R echtsbegehren, sow eit entscheidw esentlich, in den nach- folgenden Erw ägungen eingegangen w ird, dass die vorinstanzlichen Akten am 18. Juni 2007 beim Bundesverw altungsgericht ein- trafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG ), und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verw altungsverfahrensgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 [Vw VG , SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m . Art. 31 - 34 des Verw altungsge- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundes- gesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]), dass die Beschw erdeführerin legitim iert ist, w eshalb auf die frist- und form gerecht einge- reichte Beschw erde einzutreten ist (Art. 108a AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 52 Vw VG ), dass m it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundes- recht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver- halts und die U nangem essenheit gerügt w erden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG ), dass die Beurteilung von Beschw erden gegen N ichteintretensentscheide praxisgem äss auf die Ü berprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asyl- gesuch nicht eingetreten ist, dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschw erdeinstanz som it darauf beschränkt ist, bei Begründetheit des R echtsm ittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die 4 Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. die zutref- fende Praxis in Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom - m ission / EM AR K 2004 N r. 34 E. 2.1. S. 240 f.), w eshalb auf das Begehren um Zuerken- nung der Flüchtlingseigenschaft nicht einzutreten ist, dass die Vorinstanz dem gegenüber die Frage der W egw eisung sow ie deren Vollzugs m ateriell geprüft hat, w eshalb dem Bundesverw altungsgericht diesbezüglich volle Kogni- tion zukom m t, dass die vorliegende Beschw erde - w ie sich aus den nachstehenden Erw ägungen ergibt - offensichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid lediglich sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ; vereinfachtes Verfahren), dass gem äss Art. 32 Abs. 2 Bst. f AsylG auf ein Asylgesuch nicht eingetreten w ird, w enn Asylsuchende in einem Staat der Europäischen U nion (EU ) oder des Europäischen W irt- schaftsraum s (EW R ) einen ablehnenden Asylentscheid erhalten haben, dass diese Bestim m ung keine Anw endung findet, w enn die Anhörung H inw eise auf zw i- schenzeitlich eingetretene Ereignisse ergibt, die geeignet sind, die Flüchtlingseigen- schaft zu begründen oder die für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes relevant sind, dass unbestritten ist, dass die Beschw erdeführerin in G rossbritannien bereits ein Asyl- verfahren erfolglos durchlaufen hat, dass im R ahm en von Art. 32 Abs. 2 Bst. f AsylG lediglich - w ie vom BFM korrekt vorge- nom m en - eine sum m arische m aterielle G laubhaftigkeitsprüfung der Verfolgungsvorbrin- gen vorzunehm en ist, dass die Ausführungen in der Beschw erde nicht geeignet sind, an den Erw ägungen in der vorinstanzlichen Verfügung, w elche sich als zutreffend erw eisen und auf w elche zu verw eisen ist, etw as zu ändern, dass sich diese im W esentlichen in einer W iederholung und Bekräftigung der Authentizi- tät der m ündlichen Aussagen zur Begründung des Asylgesuchs erschöpfen, ohne indes- sen in substanziierter und detaillierter W eise zu den von der Vorinstanz aufgezeigten U nstim m igkeiten in der angefochtenen Verfügung Stellung zu nehm en, dass es sich angesichts der nicht glaubhaften Vorbringen zur Ausreise aus Sim babw e und nicht zuletzt auch aufgrund der Tatsache, dass es die Beschw erdeführerin bisher trotz entsprechender Aufforderungen im erstinstanzlichen Asylverfahren unterlassen hat, w enigstens ihre Bem ühungen zur Erlangung gültiger Identitätspapiere offenzulegen, er- übrigt, den allfälligen Erhalt der in der Beschw erde in Aussicht gestellten D okum ente ab- zuw arten, dass die Beschw erdeführerin m ithin keine H inw eise darzulegen verm ochte, dass seit dem Abschluss ihres Asylverfahrens in G rossbritannien Ereignisse eingetreten sind, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die G ew ährung vor- übergehenden Schutzes relevant sind, dass das BFM dem nach in Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bst. f AsylG zu R echt auf das Asylgesuch der Beschw erdeführerin nicht eingetreten ist, dass das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw eisung aus der 5 Schw eiz zur Folge hat, vorliegend die Beschw erdeführerin w eder eine Aufenthaltsbe- w illigung besitzt, noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, w eshalb die ver- fügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und zu bestä- tigen ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG , Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 über Verfahrensfra- gen vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EM AR K 2001 N r. 21), dass zu prüfen bleibt, ob es G ründe gibt, die dem Vollzug der W egw eisung entgegen- stehen, da im Fall eines unzulässigen, unzum utbaren oder unm öglichen Vollzugs das Anw esenheitsverhältnis nach den Bestim m ungen des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer vom 26. M ärz 1931 (AN AG , SR 142.20) über die vor- läufige Aufnahm e zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung in Beachtung der m assgeblichen völker- und landes- rechtlichen Bestim m ungen zulässig ist, w eil keine H inw eise auf Verfolgung vorliegen und keine Anhaltspunkte für eine m enschenrechtsw idrige Behandlung ersichtlich sind, die der Beschw erdeführerin in ihrem H eim at- oder H erkunftsstaat droht (Art. 14a Abs. 3 AN AG ), dass w eder die im H eim at- oder H erkunftsstaat herrschende politische Situation noch andere G ründe gegen die Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs dorthin sprechen, dass den Akten zudem keine Anhaltspunkte zu entnehm en sind, w onach der Vollzug der W egw eisung für die Beschw erdeführerin aus individuellen G ründen unzum utbar w äre, zum al sie in ihrem H eim atstaat über ein intaktes fam iliäres Beziehungsnetz verfügt, dass unter den gegebenen U m ständen nicht davon auszugehen ist, sie gerate bei einer R ückkehr in eine existenzbedrohende Situation, die als konkrete G efährdung im Sinne der zu beachtenden Bestim m ungen zu w erten w äre (Art. 14a Abs. 4 AN AG ), dass der Vollzug der W egw eisung grundsätzlich m öglich (Art. 14a Abs. 2 AN AG ) er- scheint, da es Pflicht der Beschw erdeführerin ist, sich um die Beschaffung der für die R ückkehr notw endigen R eisepapiere zu bem ühen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), dass es der Beschw erdeführerin dem nach nicht gelungen ist, darzutun, inw iefern die an- gefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich- tig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (Art. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde im vereinfachten Verfahren abzuw eisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die auf Fr. 600.-- bestim m ten Kosten (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädi- gungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]) der Beschw erdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite)6 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit darauf eingetreten w ird. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden der Beschw erdeführerin auferlegt. 3. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter der Beschw erdeführerin (eingeschrieben; Beilage: Einzah- lungsschein) - das BFM (R ef.-N r. N _______; Kopie) - B._______ des Kantons C ._______ (Kopie) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Kurt G ysi Peter Jaggi Versand am :