Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 12. November 2015 (720 15 191) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit beruht auf umfassenden medizinischen Abklärun- gen. Ein leidensbedingter Abzug von 20% vom Tabellenlohn ist nicht gerechtfertigt Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsri chter Beat Hersberger, Kantonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Margit Campell Parteien A._____, Beschwerdeführer, vertreten durch Nicolai Fullin, Advokat, Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A.1 A.____ war zuletzt bis Ende Dezember 2013 bei d er B.____ AG als Spengler tätig. Am 11. April 2012 stürzte er aus circa 2 Metern Höhe in einen Lichtschacht und zog sich dabei eine Verletzung am Hinterkopf, eine Wirbelfraktur und ei nen Sehnenanriss am linken Fuss zu. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) er brachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen. Mit Verfügung vom 31. Januar 2014 sprac h sie dem Versicherten eine Invaliden- rente bei einem Invaliditätsgrad von 32% und eine I ntegritätsentschädigung bei einer Integri- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht tätseinbusse von 5% zu. Die dagegen erhobene Einspra che wies die SUVA am 16. Juli 2014 ab. A.2 Am 13. September 2012 melde sich A.____ unter Hin weis auf die beim Unfall vom 11. April 2012 zugezogenen Verletzungen bei der IV-S telle Basel-Landschaft (IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse lehnte die IV-Stelle - nach durchgeführtem Vorbescheidverfahre n - das Leistungsbegehren mit Verfü- gung vom 27. April 2015 aufgrund eines rentenausschliessenden Invaliditätsgrads von 30% ab. B. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch A dvokat Nicolai Fullin, am 28. Mai 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialv ersicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 27. April 2015 sei aufzuheben und diese sei zu verpflichten, ihm eine Invalidenrente nac h den gesetzlichen Bestimmungen, min- destens aber eine Viertelsrente zu leisten. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin anzuwei- sen, weitere medizinische Abklärungen zur Frage der Arbe itsfähigkeit durchzuführen und im Anschluss daran erneut über einen Rentenanspruch zu entscheiden; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass sich die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung auf unzulängliche medizinische Berichte und A bklärungsunterlagen stütze. Insbe- sondere widerspreche die von Dr. med. C.____, FMH Rheu matologie und Innere Medizin, am 16. Juni 2014 vorgenommene Einschätzung der Arbeitsfä higkeit den Abklärungen der Stiftung D.____ vom 31. Mai 2013. Zudem sei beim Einkommensver gleich der leidensbedingte Abzug von 10% ungenügend. C. Am 18. Juni 2015 liess der Beschwerdeführer einen Ve rlaufseintrag des behandelnden Arztes Dr. med. E.____, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe- gungsapparates, vom 10. Juni 2015 einreichen. Diesem se i zu entnehmen, dass ein MRI die spinale Ursache der Beschwerden nunmehr erkläre. D. Die IV-Stelle liess sich am 22. Mai 2012 zur Beschwe rde vernehmen und beantragte deren Abweisung. Zur Begründung brachte sie im Wesentl ichen vor, dass die der angefochte- nen Verfügung zugrunde gelegten medizinischen Berichte nicht zu beanstanden seien. Ebenso sei der vorgenommene Einkommensvergleich, bei welchem be im Invalideneinkommen ein lei- densbedingter Abzug von 10% berücksichtigt worden sei, rechtens. E. Am 14. August 2015 liess der Beschwerdeführer seine Re plik einreichen, wobei er im Wesentlichen an seinen Anträgen und an den bereits ge machten Ausführungen festhielt. Die IV-Stelle verzichtete mit Eingabe vom 15. September 201 5 unter Hinweis auf ihre Vernehmlas- sung vom 22. Mai 2015 auf eine Duplik. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über d ie Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV- Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 28. Mai 2015 ist demnach einzutreten. 2. Strittig und zu prüfen ist vorliegend der Rentena nspruch des Beschwerdeführers. 3.1 Anspruch auf eine Rente nach Art. 28 Abs. 1 des B undesgesetzes über die IVG haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähig keit, sich im Aufgabenbereich zu betäti- gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wi eder herstellen, erhalten oder ver- bessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesent lichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) u nd nach Ablauf dieses Jahres zu min- destens 40 % invalid sind (lit. c). 3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen T eil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähig keit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in ei nem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt i m Wesentlichen mit dem Begriff der Ar- beitsunfähigkeit überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte (vgl. etwa BGE 129 V 53 E. 1.1 in fine mit Hi nweisen). Die bis zum 31. Dezember 2002 ergangene diesbezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Versicherungsge- richts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abte ilungen] bleibt folglich weitestgehend anwendbar (BGE 130 V 345 E. 3.1.1). 3.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussicht lich bleibende oder längere Zeit dau- ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kan n im IV-Bereich Folge von Geburtsge- brechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG) . Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psych ischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleib ende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allg emeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorlieg ens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträc htigung zu berücksichtigen (Satz 1). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 4.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge- stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 4.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätig en Versicherten ist Art. 16 ATSG an- wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die B estimmung des Invaliditätsgrades das Er- werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt d er Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1). 5.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrade s bildet die Frage, in welchem Aus- mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig ist. 5.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beurtei- lung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszu- stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in we lchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. I m Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Fra ge, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 5.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 5.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspre chung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein- geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte , welche aufgrund eingehender Be- obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in d ie Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen ge langen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indi zien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 6.1 Bei der Beurteilung des vorliegenden Falles sind im Wesentlichen folgende Unterlagen zu berücksichtigen: 6.2 Dr. med. F.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs- apparates, diagnostizierte gestützt auf eine kreisärztliche Untersuchung des Beschwerdeführers am 8. März 2013 einen Status nach 1-Impressionsfraktur de s Brustwirbelkörpers (BWK) 12 und des Lendenwirbelkörpers (LWK) 1 und eine Vertebroplasti e TH12 und L1 Es habe sich eine relativ steife Brustwirbelsäule (BWS) gezeigt und es b estehe weiterhin eine Schmerzproblema- tik. Diese sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit i n den nächsten zwei Monaten eher nicht mehr mit Krafttraining zu beeinflussen. Unter diesen U mständen seien dem Beschwerdeführer aktuell leichte wechselbelastende Tätigkeiten zumutbar, wobei streng darauf geachtet werden müsse, dass ebenerdige Arbeiten verrichtet würden und die Position selbst frei gewählt werden könne. Nicht mehr zumutbar seien Bücken, Kauern und Rumpfzwangshaltungen. 6.3 Gestützt auf diese Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. F.____ veranlasste die SUVA am 23./24. Oktober 2013 in der Rehaklinik G.____ eine Eva luation der funktionellen Leistungsfä- higkeit (EFL), bei welcher die berufliche physische Belas tbarkeit des Beschwerdeführers über- prüft wurde. In den Schlussfolgerungen des Berichts vom 25. Oktober 2013 wurde im Wesentli- chen festgestellt, dass ein schlechtes Leistungsverhalten a ufgefallen sei, aber keine Symptom- ausweitung bestehe. Die Auswertung der Testergebnisse ha be ergeben, dass dem Beschwer- deführer die Tätigkeit als Spengler nicht mehr zumutb ar sei. Leichte bis mittelschwere Ver- weistätigkeiten könne er hingegen ganztags verrichten. Zu berücksichtigen sei jedoch, dass die Verweistätigkeit wechselbelastend, ohne längerdauernde Einnahme von Zwangshaltungen des Rückens und ohne wiederholtes Bücken müsse ausgeübt werden können. 6.4 Die IV-Stelle ersuchte am 26. Februar 2014 Dr. C .____ um eine rheumatologische Be- gutachtung des Beschwerdeführers mit Konsensbeurteilung m it Dr. med. H.____, FMH Psychi- atrie und Psychotherapie. Dr. C.____ untersuchte den Beschwerdeführer am 11. Juni 2014 und diagnostizierte in seinem Bericht vom 16. Juni 2014 mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (1) ein Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Thorako-Lumbovertebralsyndrom mit/bei ausgeprägter deg enerativer Veränderungen mit Mul- tietagen-Degeneration vor allem lumbal, einen Status nach Vertebroplastie Th12 und L1 am 31. Mai 2012 bei leichter Bodenplattenimpressionsfrakt ur BWK 12 und leichter Deckplatten- impressionsfraktur LWK1, (2) residuelle belastungsabhäng ige Fersenschmerzen links mit/bei Status nach posttraumatischer Partialruptur der Plantar aponeurose am linken Fuss (MRI vom 29. August 2012) und (3) eine Gonarthrose rechts mit/ bei Status nach medialer und lateraler Teilmeniskektomie rechts bei Gonarthrose mit degenerativer medialer und lateraler Meniskuslä- sion rechts, Chondrocalcinose am 1. März 2001, Status nach arthroskopischer lateraler Ge- lenkstoilette, arthroskopischer lateraler Teilmeniskektomie rechts bei fortgeschrittener Gonarth- rose mit degenerativer lateraler Meniskusläsion rechts am 1 3. März 2001, Status nach arthro- skopischer Teilmeniskektomie medial, offener Meniskektomie lateral, Teilsynovektomie rechts bei Fibrositis/Hoffitis rechtes Knie, Hinterhornläsion medialer Meniskus, Korbhenkelläsion late- raler Meniskus am 10. April 1990, Status nach diagnostisc her Arthroskopie Knie rechts am 28. Februar 1990. In seiner Beurteilung kam Dr. C.__ __ zum Schluss, dass ein thorako- lumbovertebrales Syndrom als Hauptdiagnose bestehe. Di e heutigen Beschwerden seien eine Kombination der ausgeprägten degenerativen Veränderun gen lumbal im Zusammenspiel mit den erheblichen muskulären Verspannungen. Es fänden sich eine schwere Multietagen- Degeneration und Osteochondrosen bei praktisch allen lu mbalen Bandscheibenräumen. Der Beschwerdeführer sei aufgrund der gestellten Diagnos en in der angestammten Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig. Hingegen seien ihm ab 9. März 201 3 (d.h. seit der kreisärztlichen Untersu- chung bei Dr. F.____) aus rheumatologischer Sicht Verwei stätigkeiten zumutbar, welche fol- gendes Profil berücksichtigen würden: Wegen den Rückenbe schwerden könne er nicht nur sit- zend, nicht nur stehend, nicht nur gehend und nicht i n Zwangsstellungen wie dauernd vorüber- gebeugt oder repetitiv bückend arbeiten. Es seien ihm von Seiten des Rückens lediglich körper- lich leichte Tätigkeiten mit einem Tragelimit von max. 10 kg zumutbar. Wegen der Kniebe- schwerden könne der Beschwerdeführer nicht auf den Knien oder in der Hocke arbeiten und nicht dauernd auf Leitern oder Gerüsten steigen. Die G ehstrecke sei auf etwas eine Stunde beschränkt, wobei es günstig sei, wenn er nicht lange geh en müsse. Für eine Verweistätigkeit, welche die genannten Restriktionen berücksichtigen würde , bestehe eine 100%ige Arbeitsfä- higkeit. Dr. H.____ stellte in seinem Gutachten vom 17. Juni 2014 keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit, weshalb der Beschwerdeführer für alle Tätigkeiten, die seinen körperli- chen Einschränkungen angepasst seien, vollschichtig und ohn e Leistungseinschränkung ar- beitsfähig sei. Da aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkung der Arbeit sfähigkeit bestehe, gelte die rheu- matologische Beurteilung von Dr. C.____ als Gesamtbeurteilung. 6.5 Im Rahmen des Beschwerdefahrens reichte der Beschwerd eführer einen Eintrag in der Krankengeschichte durch Dr. E.____ vom 10. Juni 2015 ein. Aufgrund des MRI stehe fest, dass die Stenosen L3/4 und L4/5 zu den wiederkehrenden Sc hmerzen und Blockaden sowie die schmerzhaft gestörte Nachtruhe und die morgendlichen Be schwerden führen würden. Dr. E.____ empfahl eine Dekompensation L3/4 und L4/5. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.6 In seiner Stellungnahme zum Bericht von Dr. E.___ _ vom 10. Juni 2015 hielt der Regi- onale Ärztliche Dienst (RAD) am 26. Juni 2015 fest, dass sich daraus weder die aktuelle Be- schwerdesymptomatik noch ein aktueller klinischer Befundstatu s noch die daraus resultierende funktionelle Einschränkung bzw. Arbeitsfähigkeit in ei ner leidensadaptierten Tätigkeit ableiten liesse. 7.1 Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung des G esundheitszustandes und der Ar- beitsfähigkeit des Beschwerdeführers vollumfänglich auf d ie Ergebnisse, zu denen die Dres. C.____ und H.____ in ihren Gutachten vom 16. Juni 2014 und 17. Juni 2014 gelangt sind. Sie ging demzufolge davon aus, dass der Beschwerdeführe r in einer seinen Leiden adaptierten und die von Dr. C.____ genannten Restriktionen berücksich tigenden Tätigkeit vollschichtig ar- beitsfähig sei. Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung i st nicht zu beanstanden. Wie oben aus- geführt (vgl. E. 4.4 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutach- ten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter- suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun- de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswür digung volle Beweiskraft zuzuer- kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlä ssigkeit der Expertisen sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Die beiden Gutach ten der Dres. C.____ und H.____ vom 16. Juni 2014 und 17. Juni 2014 weisen weder formale n och inhaltliche Mängel auf, sie sind - wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 4.3 hi ervor) - für die streitigen Belange um- fassend, sie beruhen auf allseitigen Untersuchungen, sie berücksichtigen die geklagten Be- schwerden, sie sind in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, sie leuchten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung de r medizinischen Situation ein, sie setzen sich mit den vorhandenen abweichenden ärztlichen Ein schätzungen auseinander und sie sind in den Schlussfolgerungen überzeugend. Insbeson dere nehmen sie auch eine schlüs- sige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten vor. 7.2 An diesem Ergebnis vermögen die Ausführungen des Be schwerdeführers nichts zu ändern. Er macht sinngemäss geltend, dass das Resultat der gutachterlichen Abklärung von Dr. C.____ den Ergebnissen der Stiftung D.____ vom 31. Mai 2013 widerspreche. Gemäss de- ren Beobachtungen sei der Beschwerdeführer im Mai 2013 nicht in der Lage gewesen, einer angepassten Tätigkeit im Rahmen eines 50%igen Pensums nachzugehen. Da zwischen berufli- cher Abklärung im Mai 2013 und Datum des Gutachtens im J uni 2014 keine Verbesserung des Gesundheitszustandes eingetreten sei, bestehe eine widersp rüchliche Einschätzung der Ar- beitsfähigkeit. Zudem habe Dr. C.____ die Ergebnisse der Abklärung in der Stiftung D.____ nicht gewürdigt, weshalb auf seine Ausführungen nicht abgestellt werden könne. Dem Be- schwerdeführer ist zwar insofern beizupflichten, als er ausführt, dass die ärztliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im Gutachten von Dr. C.____ mi t den Resultaten der beruflichen Massnah- men divergiere. Auch hält er zutreffend fest, dass einer konkret leistungsorientierten beruflichen Abklärung nicht jegliche Aussagekraft für die Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit abzusprechen sei. Aus diesen Tatsachen kann der Beschwerdeführer abe r nichts zu seinen Gunsten ableiten, denn letztlich obliegt die abschliessende Beurteilung d er sich aus einem Gesundheitsschaden ergebenden funktionellen Leistungsfähigkeit (z.B. nur sitzende oder stehende Arbeiten, nur be- schränktes Heben/Tragen von Lasten etc.) in der Hauptsache dem Arzt oder der Ärztin, nicht Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht den Fachleuten der Berufsberatung/beruflichen Eingli ederung (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. Juli 2008, 9C_833/2007, E. 3.3.2). Die IV-Stel le wendet diesbezüglich zu Recht ein, dass im Bericht der Stiftung D.____ nur die subjektiven A ngaben des Beschwerdeführers er- wähnt würden und keine objektive Feststellung der medizin isch-theoretischen Arbeitsfähigkeit vorgenommen worden sei. So ist dem Bericht der Stiftun g D.____ vom 31. Mai 2013 zu ent- nehmen, der Beschwerdeführer habe wegen den Schmerzen n icht mehr am Programm teil- nehmen können. Aufgrund dieser Angaben der Stiftung D.____ konnte jedoch keine rechts- genügliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch die I V-Stelle vorgenommen werden. Zu beachten ist auch, dass die von Dr. C.____ vorgenommene Zumutbarkeitsbeurteilung sowohl mit jener von Dr. F.____ vom 8. März 2013 als auch mit den Ergebnissen der EFL in der Rehaklinik G.____ vom 25. Oktober 2013 übereinstimmt. Au ch diesen Berichten ist zu entneh- men, dass der Beschwerdeführer unter Berücksichtigung der knie- und rückenbedingten Rest- riktionen eine leichte bis mittelschwere adaptierte Ve rweistätigkeit ganztags verrichten könne. Daran ändert die Einschätzung des behandelnden Arzt Dr. E.____ vom 10. Juni 2015 nichts. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass Dr. E.____ keine Zu mutbarkeitsbeurteilung vornimmt. Zudem ist seine Feststellung, wonach die Stenosen L3/L4 und L4/L5 zu den wiederkehrenden Schmerzen und Blockaden führen würden, bereits sinngemäss im Gutachten von Dr. C.____ vom 16. Juni 2014 erwähnt, diagnostizierte dieser ja an erster Stelle ausgeprägte degenerative Veränderungen mit Multietagen-Degeneration vor alle m lumbal. Demgemäss ist davon auszu- gehen, dass er die Stenosen in seiner Beurteilung bereits berücksichtigt hat. 7.3 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die IV-Stelle für die Beurteilung des medizi- nischen Sachverhalts wie auch in Bezug auf die Einschätzu ng der Arbeitsfähigkeit für die Zeit ab 9. März 2013 zu Recht auf die Ausführungen von Dr. C.____ vom 16. Juni 2014 und Dr. H.____ vom 17. Juni 2014 sowie den EFL-Bericht de r Rehaklinik G.____ vom 25. Oktober 2013 abgestellt hat. Sie ging demnach zu Recht davon a us, dass der Beschwerdeführer in adaptierten leichten bis mittelschweren Hilfsarbeitertä tigkeiten ab März 2013 zu 100% arbeits- fähig ist. Damit lassen aber im vorliegenden Fall die vorhandenen medizinischen Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung der verbleibenden Restarb eitsfähigkeit des Versicherten bis zum Verfügungserlass zu, weshalb auf eine zusätzliche medizin ische Abklärung verzichtet werden kann. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar das R echt, Beweisanträge zu stellen, und – als Korrelat – die Pflicht der Behörde als Bewe isabnahme. Beweise sind im Rahmen die- ses verfassungsmässigen Anspruchs indessen nur über jene Tatsach en abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Gelang t das Gericht bei pflichtgemässer Be- weiswürdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unt erlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sachverhalts ergeben und dieser demnach hin reichend abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. Eine solche a ntizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (vg l. BGE 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). 8.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätig en Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (vgl. Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der I nvaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versi- cherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkom- men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalid ität und nach Durchführung der medizi- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht nischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätig- keit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei- nander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der E inkommensdifferenz der Invaliditäts- grad bestimmen lässt (vgl. BGE 104 V 136, E. 2a). 8.2 Die IV-Stelle ermittelte in ihrer Verfügung vom 27. April 2015 gestützt auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers ein Valideneinkommen von Fr. 84‘834.-- für das Jahr 2011. Für die Berechnung des Invalidenei nkommens stellte die IV-Stelle auf die Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik 2012, Tabelle TA1, Sektor Total, Kompetenzniveau 1, Spalte Männer, ab. Den sich hieraus ergebenden Betrag von Fr. 5‘210.-- monatlich bei 40 Wochenstunden passte sie a n die Nominallohnentwicklung von 0.8% an und rechnete ihn auf die betriebsübliche wöchen tliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden um. Auf zwölf Monate hochgerechnet, ergab sich dadurch der Betrag von Fr. 65‘699.--. 8.3 Der Beschwerdeführer rügt zu Recht weder das Valid en- noch das Invalideneinkom- men. Er macht jedoch geltend, dass dem Einkommensvergleic h der IV-Stelle nicht gefolgt wer- den könne, weil sie ihm lediglich einen leidensbedingt en Abzug von 10% vom Invalidenein- kommen gewährt habe. So sei er in der Auswahl einer Verweistätigkeit erheblich eingeschränkt. Er habe vorher schwere körperliche Tätigkeiten ausgeübt. J etzt seien ihm nur noch leichte Ar- beiten zumutbar. Er sei zudem 1979 in die Dienste des letzten Arbeitgebers eingetreten. Es liege damit eine äusserst lange Betriebszugehörigkeit vo r, welche beim Leidensabzug berück- sichtigt werden müsse. 8.4.1 Gesundheitlich beeinträchtigte Versicherte, die ni cht mehr voll leistungsfähig sind, ha- ben erfahrungsgemäss eine Reduktion des üblichen Lohna nsatzes hinzunehmen. Von einem anhand der Tabellenlöhne der LSE erhobenen Invalideneinkommen sind deshalb praxisgemäss verschiedene Abzüge zulässig. Gemäss Rechtsprechung des Bun desgerichts hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen si nd, von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab ( leidensbedingte Einschränkung, Le- bensalter, Anzahl Dienstjahre, Nationalität/Aufenthalt skategorie und Beschäftigungsgrad), wel- che nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Dabei ist der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale letztlich aber auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen (BGE 126 V 80 E. 5b). 8.4.2 Vorliegend ist mit der Vorinstanz davon auszugehe n, dass kein Spielraum für einen leidensbedingten Abzug in Höhe von 20% besteht. Den m edizinischen Einschränkungen, wel- che dazu führen, dass der Beschwerdeführer nur noch adap tierte leichte bis mittelschwere Tä- tigkeiten ausüben kann, wurde mit dem leidensbedingte n Abzug von 10% bereits genügend Rechnung getragen. Zudem rechtfertigt die lange Betri ebszugehörigkeit keinen zusätzlichen Abzug, weil diesem Kriterium im vorliegenden Rahmen des Anforderungsniveaus 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) im privaten Sektor keine grosse Bedeutung zukommt (BGE 126 V 75 Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht E. 5a/cc) . Weiter bildet auch das Alter des Beschwerdeführers ke inen Grund zur Annahme, er würde seine Leistungsfähigkeit auf dem allgemeinen Ar beitsmarkt nur mit unterdurchschnittli- chem wirtschaftlichem Erfolg verwerten können (vgl. Urte il des Bundesgerichts vom 15. März 2012, 9C_128/2012, E. 4). Unter diesen Umständen gibt es keinen Anlass, in das Ermessen der Vorinstanz einzugreifen und einen höheren Abzug vorzunehmen. 8.4.3 Wird bei dem von der IV-Stelle ermittelten Inva lideneinkommen von Fr. 65‘699.-- ein leidensbedingter Abzug von 10% vorgenommen, so resultier t daraus unter Berücksichtigung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ein Invalideneinkommen in Höhe von Fr. 59‘129.--. 8.5 Aus der Gegenüberstellung von Valideneinkommen (Fr . 84‘834.--) und Invalidenein- kommen (Fr. 59‘129.--) ergibt sich ein rentenausschliessen der Invaliditätsgrad von 30%. Die gegen die Verfügung vom 27. April 2015 erhobene Beschw erde erweist sich daher als unbe- gründet, weshalb sie abzuweisen ist. 8. Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis Satz 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeit en um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistung en vor dem kantonalen Versicherungs- gericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden d ie Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt; gegenüber den Vorinstanzen bzw. den kantonalen Behörden werden indes grundsätzlich keine Verfahrenskosten erhoben. Da der Beschwerdeführer die unterliegende Partei ist, werden ihm die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 600.-- auferlegt. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 600.-- werden dem Beschwerde- führer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 600.-- verrechnet. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. http://www.bl.ch/kantonsgericht