<h2>SubmittedText<h2><p>Die Bilanz der Schweizer Delegation an den Olympischen Spielen in London fällt enttäuschend aus. Die Sportförderung sollte deswegen einer kritischen Prüfung unterzogen werden. Es stellen sich daher folgende Fragen:</p><p>1. Ist der Bundesrat bereit, Sportstipendien für Spitzenathleten und Spitzenathletinnen einzuführen?</p><p>2. Muss das Athletenförderungsprogramm angepasst werden?</p><p>3. Kann er sich vorstellen, Bundestrainerstellen zu errichten?</p><p>4. Kann er sich vorstellen, die Gelder für die "J+S"-Nachwuchsförderung zu erhöhen, u. a. damit vermehrt Trainer und Trainerinnen bezahlt werden können?</p><p>5. Falls nicht mehr professionelle Trainerstellen geschaffen werden: Kann der Bundesrat sich vorstellen, für ehrenamtliche Trainer und Trainerinnen einen speziellen Steuerabzug vorzusehen?</p><p>6. Kann er sich vorstellen, Kredite für Sportanlagen in Sportinternaten für Nachwuchsleistungs- und Eliteathleten zu sprechen?</p><p>7. Die zum Teil gravierenden finanziellen Probleme von Elitesportschulen entstehen u. a. durch Infrastrukturprojekte, die anteilmässig mit sehr kleinen Beträgen gefördert werden, die dann erst noch zurückzubezahlen sind (Beispiel: Sprungschanze Einsiedeln). Kann der Bundesrat sich hierzu neue Finanzierungsmodelle vorstellen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Sportförderungsgesetz vom 17. Juni 2011 (SpoFöG; SR 415.0) ist am 1. Oktober 2012 in Kraft getreten. Dieses Gesetz bringt für die Sportgemeinschaft der Schweiz insoweit eine wichtige Neuerung, als der Bund sich zur Förderung des Nachwuchsleistungs- und Spitzensports bekennt (Art. 16 SpoFöG).</p><p>Die Hauptverantwortung für die Förderung des Leistungssports liegt wie bis anhin bei Swiss Olympic und den einzelnen Sportverbänden. Die Unterstützung des Bundes ist lediglich subsidiärer Natur. Vor diesem Hintergrund hat der Bundesrat das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport beauftragt, bis am 30. Juni 2013 ein Leistungssportkonzept vorzulegen, das sich unter anderem mit den Entwicklungsperspektiven des Nachwuchsleistungs- und Spitzensports auseinandersetzt.</p><p>Die meisten in der Interpellation aufgeworfenen Fragen bedürfen vertiefter Abklärungen und werden im Rahmen der Erarbeitung dieses Leistungssportkonzepts geklärt. Um den Ergebnissen des Konzepts nicht vorzugreifen, werden verschiedene Fragen im heutigen Zeitpunkt daher nicht abschliessend beantwortet.</p><p>Die konkreten Fragen beantwortet der Bundesrat wie folgt:</p><p>Die Fragen 1, 2, 3 und 4 werden im Rahmen des zu erstellenden Leistungssportkonzepts beantwortet.</p><p>5. Der Bundesrat hat sich zu Steuerabzügen zugunsten der Nachwuchsleistungs- und Spitzensportförderung im Rahmen der Motion Derder 12.3432 ablehnend geäussert. Er hält an dieser ablehnenden Haltung fest.</p><p>6. Das nationale Sportanlagenkonzept des Bundes (Nasak) ist so ausgestaltet, dass auch Vorhaben unterstützt werden können, die der Unterkunft und Ausbildung von Sportlern dienen, sofern solche Anlagen den Bedürfnissen der Sportverbände entsprechen.</p><p>7. Nasak-Beiträge an Infrastrukturvorhaben sind von den Trägerschaften lediglich in jenen Fällen zurückzuerstatten, in denen die Nasak-Auflagen und -Bedingungen nicht eingehalten werden oder anderweitige Verstösse gegen die jeweiligen Subventionsverträge vorliegen. Der Bundesrat sieht in diesem Zusammenhang keinen Handlungsbedarf.</p>  Antwort des Bundesrates.