<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: URB.2005.00001</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206604&amp;W10_KEY=4467136&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>URB.2005.00001</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.02.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4"></td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Honorarentscheid</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Beschwerde des unentgeltlichen Rechtsbeistands gegen Honorarverfügung des Verwaltungsgerichts<br/><br/>Bei der Festsetzung einer solchen Entschädigung handelt es sich um einen Akt der Justizverwaltung. Die Verwaltungskommission ist deshalb zum Entscheid berufen. Aus Gründen der Vereinheitlichung der Verwaltungsrechtspflege mit der Zivil- und Strafrechtspflege sind zur Prüfung der übrigen Eintretensvoraussetzungen die Bestimmungen über die Kostenbeschwerde (§ 206 i.V.m. §§ 108 ff. GVG) heranzuziehen, welche unter anderem auch gegen Entscheide über die Festsetzung der Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsbeistands und des amtlichen Verteidigers offen steht (E. 1).<br/><br/>Auslegung von § 13 Abs. 1 GebV VGr: Wenn nach dieser Bestimmung neben dem notwendigen Zeitaufwand, der nach den Ansätzen des Obergerichts entschädigt wird, die Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses mitzuberücksichtigen sind, so ist das so zu verstehen, dass die Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses Hilfskriterien bilden, um den allenfalls vom verrechneten Zeitaufwand abweichenden "notwendigen Zeitaufwand" zu bestimmen. Dabei sind mit "Ansätzen des Obergerichts" die Stundenansätze gemeint, die dieses Gericht für die Entschädigung der amtlichen Verteidiger festgesetzt hat (E. 2.1).<br/><br/>Kognition: Obwohl die Verwaltungskommission wie jede erste Rechtsmittelinstanz verpflichtet ist, ihre Überprüfungsbefugnisse voll auszuschöpfen, hat sie sich bei der Überprüfung von Honorarverfügungen eine gewisse Zurückhaltung aufzuerlegen, weil letztlich nur die für deren Festsetzung zuständige Instanz alle Umstände kennt, die bei der Bemessung der Entschädigung abzuwägen waren und ihr deshalb ein gewisser Ermessensspielraum zusteht (E.2.2).<br/><br/>Überprüfung des geltend gemachten Zeitaufwands (E. 3.1).<br/><br/>Gutheissung der Beschwerde.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSICHTSBESCHWERDE">AUFSICHTSBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTSCHÃDIGUNG">ENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTSCHÃDIGUNGSHÃHE">ENTSCHÃDIGUNGSHÃHE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HONORAR">HONORAR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HONORARRECHNUNG">HONORARRECHNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HONORARVERFÃGUNG">HONORARVERFÃGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOGNITION">KOGNITION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENBESCHWERDE">KOSTENBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOTWENDIGKEIT DES ZEITAUFWANDS">NOTWENDIGKEIT DES ZEITAUFWANDS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Allgemeines Verwaltungsrecht ST: ÃBRIGES ALLGEMEINES VERWALTUNGRECHT">ÃBRIGES ALLGEMEINES VERWALTUNGRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)">UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWALTUNGSKOMMISSION">VERWALTUNGSKOMMISSION</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 13 Abs. 1 GebV VGr</span><br/><span class="ungerade">§ 13 Abs. 2 GebV VGr</span><br/><span class="gerade">§ 7 Abs. 1 GeschV VGr</span><br/><span class="ungerade">§ 108 GVG</span><br/><span class="gerade">§ 109 GVG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2006 Nr. 35</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Rechtsanwalt A wurde mit Beschluss der 4. Kammer vom 11. Mai 2005 als unentgeltlicher Rechtsbeistand fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren VB.2004.00448 bestellt und aufgefordert, eine detaillierte Zusammenstellung Ã¼ber den Zeitaufwand und die Barauslagen einzureichen, ansonsten die EntschÃ¤digung nach Ermessen festgesetzt wÃ¼rde. Mit Honorarnote vom 30. Mai 2005 machte der Rechtsvertreter einen Zeitaufwand von 20 Stunden sowie Barauslagen von Fr. 196.- geltend, zuzÃ¼glich 7,6 % Mehrwertsteuer.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit VerfÃ¼gung vom 1. Juni 2005 sprach ihm der Vorsitzende der 4. Kammer eine EntschÃ¤digung von Fr. 2'596.-, zuzÃ¼glich 7,6% Mehrwertsteuer (total Fr. 2'793.30), zu. Dabei be­stÃ¤tigte er die geltend gemachten Barauslagen, kÃ¼rzte jedoch den Zeitaufwand auf 12 Stunden und setzte den Stundenansatz auf Fr. 200.- fest.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diese VerfÃ¼gung gelangte der Rechtsvertreter mit Beschwerde vom 13. Juni 2005 an die Verwaltungskommission mit dem Antrag, die EntschÃ¤digung sei auf der Basis von 16 Stunden auf Fr. 3'396.-, zuzÃ¼glich 7,6 % Mehrwertsteuer (total Fr. 3'654.10), festzusetzen. </p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 20. Juni 2005 wurde dieses Verfahren bis zum Entscheid des Bundesgerichts in der Hauptsache sistiert. Am 22. November 2005 trat das Bundesgericht auf die in der Hauptsache erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht ein, worauf das vorliegende Verfahren mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 13. Dezember 2005 wieder aufgenommen wurde.</p> <p class="Urteilstext">Der Beschwerdegegner verzichtete gleichentags auf Stellungnahme. Der BeschwerdefÃ¼hrer liess die irrtÃ¼mlich an ihn zurÃ¼ckgesandten Akten dem Gericht am 15. Dezember 2005 wieder zukommen. Die beigezogenen Akten des Migrationsamts gingen am 19. Dezember 2005 ein.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Verwaltungskommission</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Ist der unentgeltliche Rechtsbeistand mit der ihm vom Staat zugesprochenen EntschÃ¤digung nicht einverstanden, steht ihm der ordentliche Rechtsweg, der in der Hauptsache zu beschreiten wÃ¤re, nicht offen. Denn bei der Festsetzung einer solchen EntschÃ¤digung handelt es sich nicht um Rechtsprechung, sondern um einen Akt der Justizverwaltung (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 16 N. 51). HierfÃ¼r ist im Verfahren vor Verwaltungsgericht deren Verwaltungskommission zustÃ¤ndig (§ 7 Abs. 1 der GeschÃ¤ftsverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997). Diese ist daher ist zur Beurteilung der vorliegenden HonorarfestsetzungsverfÃ¼gung berufen.</p> <p class="Urteilstext">Aus GrÃ¼nden der Vereinheitlichung der Verwaltungsrechtspflege mit der Zivil- und Strafrechtspflege sind zur PrÃ¼fung der Ã¼brigen Eintrittsvoraussetzungen die Bestimmungen Ã¼ber die Kostenbeschwerde (§ 206 in Verbindung mit § 108 ff. des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976 [GVG]) heranzuziehen, welche unter anderem auch gegen Entscheide Ã¼ber die Festsetzung der EntschÃ¤digung des unentgeltlichen Rechtsbeistands und des amtlichen Verteidigers offen steht (Robert Hauser/Erhard Schweri, Kommentar zum zÃ¼rcherischen Gerichtsverfassungsgesetz, ZÃ¼rich 2002, § 108 N. 24, § 206 N. 11; Richard Frank/Hans StrÃ¤uli/Georg Messmer, Kommentar zur zÃ¼rcherischen Zivilprozessordnung, 3. A., ZÃ¼rich 1997, § 89 N. 11 und 271 N. 26, Anhang II zu § 108 N. 6b; vgl. auch KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 90 N. 7 f.). Gegen HonorarverfÃ¼gungen des Verwaltungsgerichts kann mithin binnen 10 Tagen nach der Zustellung schriftlich Beschwerde mit Antrag und BegrÃ¼ndung an dessen Verwaltungskommission erhoben werden (§ 108 Abs. 1 in Verbindung mit 109 Abs. 1 und 2 GVG). </p> <p class="Urteilstext">Die Rechtsmittelfrist ist mit der vorliegenden Eingabe des BeschwerdefÃ¼hrers vom 13. Juni 2005 gewahrt. Weil dieser vom Kostenentscheid unmittelbar betroffen und daher zur Erhebung des Rechtsmittels legitimiert ist (vgl. Hauser/Schweri, § 206 N. 16) und da die Beschwerde einen Antrag und eine BegrÃ¼ndung enthÃ¤lt, ist darauf einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dem unentgeltlichen Rechtsbeistand wird gemÃ¤ss § 13 Abs. 1 Satz 1 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997 (GebV VGr) der notwendige Zeitaufwand nach den AnsÃ¤tzen des Obergerichts entschÃ¤digt. Dabei wird die Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses berÃ¼cksichtigt (Satz 2). Barauslagen werden separat entschÃ¤digt (Satz 3). Der unentgeltliche Rechtsbeistand hat dem Gericht nach Aufforderung eine detaillierte Zusammenstellung Ã¼ber den Zeitaufwand und die Barauslagen einzureichen. Reicht er diese Zusammenstellung nicht rechtzeitig ein, so wird die EntschÃ¤digung von Amtes wegen und nach Ermessen festgesetzt (§ 13 Abs. 2 GebV VGr, in der Fassung vom 11. Dezember 2003). Die HÃ¶he der EntschÃ¤digung setzt der oder die Kammervorsitzende beziehungsweise der Einzelrichter oder die Einzelrichterin fest (Abs. 3).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die EntschÃ¤digung des unentgeltlichen Rechtsbeistands vor Verwaltungsgericht berechnet sich gemÃ¤ss § 13 Abs. 1 GebV VGr nach dem Zeitaufwand, dem indessen nur soweit Rechnung zu tragen ist, als er vom Gericht als notwendig erachtet wird. Wenn nach dieser Bestimmung neben dem Zeitaufwand, der "nach den AnsÃ¤tzen des Obergerichts entschÃ¤digt" wird, die Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses mitzuberÃ¼cksichtigen sind, so ist das so zu verstehen, dass die Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses Hilfskriterien bilden, um den allenfalls vom verrechneten Zeitaufwand abweichenden "notwendigen" Zeitaufwand zu bestimmen. Bei dieser Auslegung erscheint es von vornherein folgerichtig, dass mit "AnsÃ¤tzen des Obergerichts" die StundenansÃ¤tze gemeint sind, die dieses Gericht fÃ¼r die EntschÃ¤digung der amtlichen Verteidiger zur einheitlichen Anwendung von § 15 Abs. 2 der Verordnung Ã¼ber die AnwaltsgebÃ¼hren vom 10. Juni 1987 festgesetzt hat (vgl. das Schreiben des Obergerichts an die Kammern und angegliederten Gerichte des Obergerichts und an die Bezirksgerichte vom 13. MÃ¤rz 2002). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Verwaltungskommission ist, wie jede erste Rechtsmittelinstanz, nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet, ihre ÃberprÃ¼fungsbefugnis voll auszuschÃ¶pfen. Bei unzulÃ¤ssiger KognitionsbeschrÃ¤nkung verletzt sie den Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r und begeht damit eine formelle Rechtsverweigerung (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 20 N. 3). Die Verwaltungskommission hat sich bei der ÃberprÃ¼fung von HonorarverfÃ¼gungen aber eine gewisse ZurÃ¼ckhaltung aufzuerlegen, weil letztlich nur die fÃ¼r deren Festsetzung zustÃ¤ndige Instanz alle UmstÃ¤nde kennt, welche bei der Bemessung der EntschÃ¤digung abzuwÃ¤gen waren und ihr deshalb ein gewisser Ermessensspielraum zusteht. Die ÃberprÃ¼fungsbefugnis der Verwaltungskommission entspricht etwa jener der Baurekurskommission bei der Kontrolle von kommunalen Entscheiden zur Einordnung von Bauten, Anlagen und Umschwung, wo die Kontrolle der ErmessensausÃ¼bung EinschrÃ¤nkungen durch die Gemeindeautonomie erfÃ¤hrt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 20 N. 19 ff., mit weiteren Beispielen). </p> <p class="Urteilstext">Wird in der eingereichten Honorarrechnung der Zeitaufwand fÃ¼r die einzelnen Leistungen detailliert und nachvollziehbar aufgelistet und kommt die fÃ¼r die Festsetzung des Honorars zustÃ¤ndige Instanz zum Schluss, dass der verrechnete Aufwand in einzelnen Punkten oder insgesamt vor dem Hintergrund der Bedeutung der Streitsache und der Bedeutung des Prozesses nicht notwendig gewesen sei, hat sie die KÃ¼rzung im Einzelnen zu begrÃ¼nden, damit sich der Vertreter mit Beschwerde an die Verwaltungskommission dagegen wehren und GrÃ¼nde fÃ¼r die Notwendigkeit des geltend gemachten Zeitaufwands vorbringen kann. Die Verwaltungskommission prÃ¼ft alsdann den notwendigen Zeitaufwand im Licht dieser Vorbringen. Hat jedoch der notwendige Zeitaufwand geschÃ¤tzt werden mÃ¼ssen, weil der unentgeltliche Rechtsbeistand trotz Aufforderung keine Honorarrechnung oder eine nicht nachvollziehbare oder Ã¼berprÃ¼fbare Rechnung eingereicht hatte, so lÃ¤sst sich dieser Mangel im Beschwerdeverfahren nicht mehr durch Einreichung einer detaillierten Honorarrechnung heilen und Ã¼berprÃ¼ft die Verwaltungskommission die SchÃ¤tzung nur unter dem Blickwinkel der WillkÃ¼r.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer macht vor Verwaltungskommission einen Stundenaufwand von 16 Stunden geltend, wobei er die Notwendigkeit des Zeitaufwands fÃ¼r die einzelnen Leistungen im Einzelnen begrÃ¼ndet. Da bereits die Honorarrechnung vom 30. Mai 2005 einen hinreichenden Detaillierungsgrad aufwies, ist nach dem vorstehend <span>(unter E. Ziff. 2.2) G</span>esagten der notwendige Aufwand im Licht der Beschwerdevorbringen neu zu beurteilen. Der Beschwerdegegner hat sich dazu nicht vernehmen lassen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b> Der geltend gemachte Zeitaufwand von zwei Stunden fÃ¼r die Erstinstruktion und von 80 Minuten fÃ¼r die zweite Instruktion erweist sich aufgrund der glaubwÃ¼rdig geschilderten Leistungen (AktenbeizÃ¼ge und vollstÃ¤ndige Sichtung der umfangreichen Akten und AufklÃ¤rung der Klientin Ã¼ber die Folgen des regierungsrÃ¤tlichen Entscheids) als notwendig, ebenso der von vier auf drei Stunden reduzierte Zeitaufwand fÃ¼r das Studium der fortlaufend eingehenden Akten sowie die Korrespondenz und telefonischen Kontakte mit der frÃ¼heren WohnsitzbehÃ¶rde in X (ausserkantonal) und mit der eidgenÃ¶ssischen BehÃ¶rde in der Zeit vom 30. September bis 14. Oktober 2004. Das Gleiche gilt auch hinsichtlich des unter dem 14. Oktober 2004 mit 140 Minuten verrechneten und nunmehr auf zwei Stunden reduzierten Zeitaufwands fÃ¼r die sorgfÃ¤ltig redigierte und auf das Wesentliche beschrÃ¤nkte zwÃ¶lfseitige Beschwerdeschrift mit zehn Beilagen, die der Vertreter der fremdsprachigen Klientin Ã¼berdies erlÃ¤utern musste. Ausserdem hatte er diese fÃ¼r den Antrag um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und um Bewilligung des Kantonswechsels infolge der inzwischen ausreichenden finanziellen Mittel zu diesen VerhÃ¤ltnissen zu befragen und die Akten an das Migrationsamt zurÃ¼ckzusenden. Ausgewiesen ist auch der Stundenaufwand von einer Stunde unter dem 17. Oktober 2004 fÃ¼r die Durchsicht der Unterlagen, die Kurzinstruktion und der Versand diverser Unterlagen an die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit mit Begleitbrief. Der von ursprÃ¼nglich 160 Minuten auf 100 Minuten reduzierte Zeitaufwand fÃ¼r die Instruktionen der Klientin sowie Orientierung der Kantonspolizei Y und des Arbeitgebers im Zusammenhang mit der Abweisung des Gesuchs um einstweilige Anordnung (in der Zeit vom 21. Oktober bis 10. November 2004) ist unter dem Gesichtswinkel der Notwendigkeit ebenfalls nicht zu beanstanden und durchaus nachvollziehbar. Das trifft auch zu hinsichtlich des Zeitaufwands von insgesamt 200 Minuten fÃ¼r die Durchsicht des Briefs des Kammervorsitzenden vom 1. Dezember 2004 an das Bundesamt fÃ¼r Zuwanderung, Integration und Auswanderung zur Frage der Anwendbarkeit des Niederlassungs- und Handelsvertrags mit Russland auf die Ukraine und fÃ¼r die kommentierte Weiterleitung an die Klientin sowie fÃ¼r die Stellungnahmen zur Antwort des Bundesamts fÃ¼r Migration und zur Vernehmlassung der Staatskanzlei vom 20. Januar 2005 mit Orientierung der Klientin. Als notwendig zu wÃ¼rdigen ist schliesslich auch der unter dem 18. und 24. Mai 2005 mit 100 Minuten ausgewiesene Zeitaufwand fÃ¼r das Studium des Endentscheids des Verwaltungsgerichts vom 11. Mai 2005 und die Instruktion der Klientin. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Das ergibt einen nachgewiesenen Zeitaufwand von 16 Stunden. Der Stundenansatz von Fr. 200.-, zuzÃ¼glich Mehrwertsteuer, ist zu Recht unbestritten geblieben. Auf dieser Grundlage und unter BerÃ¼cksichtigung der Barauslagen von Fr. 196.- betrÃ¤gt die EntschÃ¤digung des BeschwerdefÃ¼hrers Fr. 3'654.10.</p> <p class="Erwgung2">Das fÃ¼hrt zur Gutheissung der Beschwerde.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten auf die Gerichtskasse zu nehmen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 VRG; vgl. auch Hauser/Schweri, § 206 N. 23).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst </span><span>die Verwaltungskommission</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Rechtsanwalt A wird fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren mit Fr. 3'396.-, zuzÃ¼glich 7,6 % Mehrwertsteuer (total Fr. 3'654.10), entschÃ¤digt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Urteilstext">4. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>