2018 Zivilrecht 355 I. Zivilrecht (Zivilgesetzbuch) A. Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 38 Art. 404 ZGB; § 13 V KESR; § 43 Abs. 2 EG ZGB Die nach § 13 V KESR vom Familiengericht als KESB festgesetzte Ent - schädigung wird in aller Regel das im Rahmen der Auftragserteilung vereinbarte Honorar des privaten Fachbeistands nicht abdecken (analog zu den Vollkosten der Berufsbeistandschaft, welche durch die Entschädi - gung nicht gedeckt werden). Diese Differenz ist von der Gemeinde zu tra - gen. Aus dem Entscheid des Obergerichts, Kammer für Kindes - und Erwachsenenschutz, vom 8. März 2018, in Sachen J.H. (XBE.2017.85). Aus den Erwägungen 3.4. Anzumerken gilt noch, dass, wenn wie vorliegend ein privater Fachbeistand mit den gleichen Qualifi kationen wie ein Berufsbei - stand eingesetzt wird, das vom Beistand veranschlagte seinem Gesamtaufwand entsprechende Honorar in der Regel nicht mit der Entschädigung gemäss Art. 404 ZGB i.V .m. § 13 V KESR überein- stimmt. Die nach § 13 V KESR vom Familieng ericht als KESB fest- gesetzte Entschädigung wird in aller Regel das im Rahmen der Auf - tragserteilung vereinbarte Honorar nicht abdecken (analog zu den V ollkosten der Berufsbeistandschaft, welche durch die Entschädi - gung nicht gedeckt werden). Diese Diffe renz ist von der Gemeinde zu tragen, sei es gestützt auf § 43 Abs. 2 EG ZGB oder aufgrund einer entsprechenden Vereinbarung der Gemeinde mit dem privaten Fachbeistand. Es wäre nicht gerechtfertigt, eine Gemeinde in dieser Situation - also wenn die Differenzkosten der verbeiständeten Person überwälzt werden - gegenüber einer Gemeinde mit einer Berufsbei - standschaft zu bevorteilen.