B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-4099/2014 U r t e i l v o m 2 8 . A u g u s t 2 0 1 4 Besetzung Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), Richter Jérôme Candrian, Richter Jürg Steiger, Gerichtsschreiberin Tanja Petrik-Haltiner. Parteien A._______, (…), Beschwerdeführer, gegen Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich), Rechtsdienst, Rämistrasse 101, 8092 Zürich, Beschwerdegegnerin, und ETH-Beschwerdekommission, Postfach 6061, 3001 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Beendigung befristetes Arbeitsverhältnis, Zwischenentscheid betreff Lohnfortzahlung (VSM). A-4099/2014 Seite 2 Sachverhalt: A. A._______ wurde per (…) an der Eidgenössischen Technischen Hoc h- schule Zürich (ETHZ) als wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt, um am Lehrstuhl von B._______ (…) das Projekt (…) unter der Leitung von C._______ im Rahmen seiner Dissertation zu bearbeiten. Die ursprün g- lich auf ein Jahr befristete Anstellung bei der E THZ wurde im (…) um ein Jahr bis zum (…) verlängert. B._______ teilte seinem Doktoranden mit Schreiben vom (…) unter Be- zugnahme auf das Personalgespräch vom (…) mit, dass aufgrund unlö s- barer Probleme innerhalb der Arbeits- bzw. Forschungsgruppe eine weite- re Verlängerung der befristeten Anstellung über den (…) hinaus nicht möglich sei. A._______ wurde am (…) per sofort freigestellt. Ausserdem trat B._______ als Betreuer der Doktorarbeit von A._______ zurück, worüber Letzterer mit Schreiben des Prorektors fü r das Doktorat vom (…) informiert wurde. Eine Exmatrikulation erfolgte nicht; vielmehr teilte der Prorektor für das Doktorat A._______ mit Schreiben vom (…) mit, ihm werde bis zum (…) Zeit für die Suche nach einer neuen Betre u- ung eingeräumt. B. Auf Gesuch von A._______ erliess die ETHZ am (…) eine Verfügung, worin sie feststellte, dass das befristete Arbeitsverhältnis mit ihm am (…) geendet habe und er keinen Anspruch auf dessen Verlängerung habe. Voraussetzung für seine befristete Anstellung am (…) sei das D oktorats- verhältnis. Da B._______ als Doktoratsleiter nicht mehr zur Verfügung stehe, gebe es keine Grundlage für die Verlängerung des Arbeitsverhäl t- nisses. Der befristete Arbeitsvertrag ende somit zum vereinbarten Termin. C. Am (…) reichte A._______ eine Rechtsverzögerungs - bzw. Rechtsve r- weigerungsbeschwerde bei der ETH -Beschwerdekommission ein. Mit Eingabe vom (…) focht er u.a. auch die vorgenannte Verfügung der ETHZ vom (…) bei der ETH-Beschwerdekommission an. Am (…) reichte er eine weitere ergänzende Eingabe ins Recht. Mit Präsidialverfügung vom (…) stellte die ETH-Beschwerdekommission fest, dass die Eingaben vom (…) und (…) in engem Sachzusammenhang zu derjenigen vom (…) stünden, weshalb sie ebenfalls zuzulassen seien. A._______ beantragte u.a., e s A-4099/2014 Seite 3 sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen und es sei ihm der Lohn seit (…) auszubezahlen. Die ETH -Beschwerdekommission wies das Gesuch von A._______ um Anordnung einer vorsorglichen Massnahme (Lohnfortzahlung ab […]) mit Verfügung vom (…) ab. D. Mit Eingabe vom (…) erhebt A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die Verfügung der ETH-Beschwerdekommission (nachfolgend: Vorinstanz) vom (…). Er b e- antragt, die angefochtene Verfügung sei als nichtig zu erklären und au f- zuheben. Es seien vorsorgliche Massnahmen wie die Lohnfortzahlung ab (…) zu verfügen und der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Im Übrigen sei B._______ per sofort freizustellen. E. Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom (…) die vollumfängli- che Abweisung der Beschwerde und verweist auf ihre Begründung g e- mäss Zwischenentscheid vom (…). Hinsichtlich der Dauer des befristeten Arbeitsverhältnisses liege in E. 5.3 ihres Entscheids tatsächlich ein Rech- nungsfehler vor: Es handle sich nicht um einen dreijährigen Vertrag ; der Vertrag sei für ein Jahr abgeschlossen worden und danach um ein weit e- res Jahr verlängert worden . Dies ändere jedoch nichts an der geltenden Rechtslage. F. Mit Beschwerdeantwort vom (…) beantragt die ETHZ (nachfolgend: B e- schwerdegegnerin), auf die Beschwerde sei nicht einzutre ten, eventuali- ter sei sie abzuweisen. Der angefochtene Zwischenentscheid, mit we l- chem das Gesuch um Anordnung einer vorsorglichen Massnahme im Sinne der Lohnfortzahlung ab (…) abgewiesen worden sei, habe für den Beschwerdeführer keinen nicht wiedergutzumachenden Nachteil zur Fo l- ge. G. Auf die übrigen Ausführungen in den Rechtsschriften wird – soweit ent- scheidrelevant – im Rahmen der nachfolgenden Er wägungen eingegan- gen. A-4099/2014 Seite 4 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes v om 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Die ETH - Beschwerdekommission gehört zu den eidgenössischen Kommissionen nach Art. 33 Bst. f VGG ( MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, F n. zu Rz. 1.34) und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine Ausnahme, was das Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben (vgl. Art. 32 Abs. 1 Bst. c VGG). Das Bundesverwaltungsgericht ist deshalb für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig (vgl. auch Art. 62 Abs. 2 der Verord- nung des ETH -Rates vom 15. März 2001 über das Personal im Bereich der Eidgenössischen Technischen Hochschulen [PVO -ETH, SR 172.220.113]). 1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG. Vorbehalten bleiben abweichende Bestimmungen des Bu n- desgesetzes vom 4. Oktober 1991 über die Eidgenössischen Techn i- schen Hochschulen (ETH -Gesetz, SR 414.110) oder des VGG (vgl. Art. 37 Abs. 1 ETH-Gesetz und Art. 37 VGG). 2. 2.1 Die angefochtene Verfügung stellt eine selbständig eröffnete Zw i- schenverfügung dar, denn sie betrifft einzig die Frage der Lohnfortzahlung während des hängigen Beschwerdeverfahrens, nicht aber die Hauptstreit- frage betreffend die Rechtmässigkeit der Beendigung des Arbeitsverhält- nisses. Gemäss Art. 46 Abs. 1 Bst. a VwVG ist eine solche Verfügung nur dann anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann, d.h. wenn die beschwerdeführende Person dadurch mö g- licherweise einen Nachteil erleiden würde, d ass sie die Zwischenverf ü- gung erst zusammen mit der Beschwerde gegen die Endverfügung a n- fechten könnte (UHLMANN/WÄLLE-BÄR, in: Praxiskommentar VwVG, 2009, Art. 46 Rz. 4). Dieser Nachteil muss nicht rechtlicher, sondern kann auch tatsächlicher Natur sein; d ie Beeinträchtigung in schutzwürdigen tatsäc h- lichen, insbesondere auch wirtschaftlichen Interessen genügt, sofern der Betroffene nicht nur versucht, eine Verlängerung oder Verteuerung des Verfahrens zu verhindern ( vgl. statt vieler Urteile des Bundesverwa l-A-4099/2014 Seite 5 tungsgerichts A-2082/2014 vom 9. Juli 2014 E. 21 mit Hinweisen und A-1081/2014 vom 23. April 2014 E. 1.3 mit Hinweis; MO- SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.41 und 2.45 ff.; JÉRÔME CANDRI- AN, Introduction à la procédure administrative fédérale, Basel 2013, Nr. 108-109, S. 71 f. ). Bewirkt eine Zwischenverfügung dagegen keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil, so kann sie erst mit Beschwerde gegen die Endverfügung angefochten werden (Art. 46 Abs. 2 VwVG). Nach Art. 46 Abs. 1 VwVG ist die Beschwerde gegen e ine solche Zw i- schenverfügung weiter zulässig, wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersp a- ren würde (Bst. b). 2.2 Der Beschwerdefü hrer moniert, die angefochtene Verfügung sei i n- haltlich fehlerhaft. Es sei die Rede davon, dass das befristete Arbeitsve r- hältnis drei Jahre angedauert habe, was nicht zutreffe; vielmehr läge eine missbräuchliche Befristung vor. Die Verfügung sei daher nich tig und folg- lich aufzuheben. Er sei berechtigt, weiter beschäftigt zu werden, weshalb er vorsorglich die Lohnfortzahlung ab (…) beantrage. Ein Entzug der auf- schiebenden Wirkung gefährde die Fertigstellung seiner Dissertation, was einen nicht leicht wieder gut zumachenden Nachteil darstelle. Es bestehe zudem zeitliche Dringlichkeit, da seine Dissertationszeit auf sechs Jahre beschränkt sei. 2.3 Vorab ist – soweit notwendig, um das Vorliegen des erforderlichen nicht wieder gutzumachenden Nachteils i.S.v. Art. 46 Abs. 1 Bst. a VwVG abzuklären – kurz auf die in diesem Zusammenhang relevanten materiellrechtlichen Grundlagen einzugehen. 2.3.1 Gemäss Art. 9 Abs. 1 des Bundespersonalgesetzes vom 24. März 2000 (BPG, SR 172.220.1) darf ein befristetes Arbeitsverhältnis für eine Vertragsdauer von längstens drei Jahren geschlossen werden; dauert es länger, so gilt es als unbefristet. Ohne Unterbruch aneinandergereihte be- fristete Arbeitsverhältnisse gelten ebenfalls nach drei Jahren a ls unbefris- tet. Der Bundesrat kann für bestimmte Berufskategorien Ausnahmen vo r- sehen (Art. 9 Abs. 2 BPG). Art. 9 BPG über die Dauer der Befristung der Arbeitsverhältnisse gilt u.a. nicht für die Assistentinnen und Assistenten sowie die Oberassistentinnen u nd Oberassistenten der ETH und für we i- tere Angestellte der ETH mit gleichartiger Funktion (Art. 6 Abs. 1 Bst. a der Rahmenverordnung BPG vom 20. Dezember 2000, SR 172.220.11). A-4099/2014 Seite 6 Die Abgrenzung zwischen befristeten und unbefristeten Arbeitsverhältnis- sen spiel t vor allem für die Frage der Anwendbarkeit des gesetzlichen Kündigungsschutzes eine entscheidende Rolle: Endet ein Arbeitsverhäl t- nis zufolge Befristung wie vorliegend durch blossen Zeitablauf, so greifen die Kündigungsschutzvorschriften nicht. Mangels Kün digung findet der Kündigungsschutz demnach keine Anwendung, wenn ein befristetes A r- beitsverhältnis infolge Ablauf der vereinbarten oder gesetzlichen Dauer endet ( MÜNCH/HAURI, Von der Kündigung und ihren Wirkungen in: Ste l- lenwechsel und Entlassung, 2. Aufl. 2012 Rz. 1.7 mit Hinweisen; ANDREA TARNUTZER-MÜNCH, Kündigungsschutz in: Stellenwechsel und Entla s- sung, a.a.O., Rz. 2.7; PETER HÄNNI, Beendigung öffentlicher Dienstve r- hältnisse in: Stellenwechsel und Entlassung, a.a.O., Rz. 8.22 mit Hinwei- sen; HARRY NÖTZLI, Die Beendigung von Arbeitsverhältnissen im Bu n- despersonalrecht, 2005, Rz. 269; PETER HELBLING in: Handkommentar zum BPG, 2013, Art. 9 Rz. 53). 2.3.2 Die Anordnung oder Verweigerung vorsorglicher Massnahmen kann grundsätzlich durchaus einen nicht wieder gutzumachenden Nac h- teil, insbesondere finanzieller Natur, nach sich ziehen (vgl. MARTIN KAY- SER, in: Kommentar zum VwVG, 2008, Art. 46 Rz. 12 f. mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat bei der Prüfung der Voraussetzungen für die Guthei s- sung des Begehrens um Erlass einer vorsorglichen Massnahme im Sinne einer Lohnfortzahlung das Vorliegen eines solchen nicht wieder gutzuma- chenden Nachteils verneint. Dem ist beizupflichten: Es ist aktenkundig, dass das befristete Arbe itsverhältnis des Beschwerdeführers mit der B e- schwerdegegnerin per (…) durch Zeitablauf endete (vgl. Sachverhalt Bst. A). Daran ändert auch das redaktionelle Versehen der Vorinstanz betreffend die Dauer des Arbeitsverhältnisses nichts, zumal es sich vo r- liegend ohnehin um ein Assistentenverhältnis handelt, für welches Art. 9 BPG betreffend die Dauer der Befristung des Arbeitsverhältnisses nicht gilt (vgl. vorangehende E. 2.3.1, vgl. zum Ganzen auch Urteil des Bu n- desverwaltungsgerichts A-2082/2014 vom 9. Juli 2014 E. 2.1.3). Demnach ist das Vorliegen eines nicht wieder gutzumachenden Nachteils i.S.v. Art. 46 Abs. 1 Bst. a VwVG betreffend die Lohnfortzahlung ab (…) zu verneinen. Es ist weder dargetan noch ersichtlich, inwiefern der B e- schwerdeführer dadurch, das s er seine Einwände gegen das Vorgehen der Vorinstanz gegebenenfalls erst im Rahmen der Anfechtung des En d- entscheids vorbringen kann, einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil erleiden könnte. A-4099/2014 Seite 7 2.3.3 Im Übrigen ist auszuschliessen, dass eine Gutheissung der B e- schwerde einen sofortigen Endentscheid herbeiführen könnte und damit (kumulativ) ein bedeutender Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitlä u- figes Beweisverfahren erspart würde (vgl. Art. 46 Abs. 1 Bst. b VwVG). Selbst wenn der Auffassung des Beschwerdeführe rs betreffend Beend i- gung des Arbeitsverhältnisses und der sich daraus ergebenden Kons e- quenzen zu folgen wäre, gilt es zu bedenken, dass sich die Vorinstanz bislang zu den strittigen Hauptfragen des vorliegenden Verfahrens nicht materiell geäussert hat. Das Bundesverwaltungsgericht kann als B e- schwerdeinstanz daher aus verfahrensrechtlichen Gründen keinen En d- entscheid fällen, da es ansonsten in die funktionelle Zuständigkeit der Vorinstanz eingreifen und den Instanzenzug nicht wahren würde ( UHL- MANN/WÄLLE-BÄR, a.a.O., Art. 46 Rz. 19 mit Hinweisen auf die bundesge- richtliche Rechtsprechung; KAYSER, a.a.O., Art. 46 Rz. 18 mit Hinweisen; vgl. auch hinten E. 3). Ein sofortiger Endentscheid, wie ihn Art. 46 Abs. 1 Bst. b VwVG voraussetzt, ist demnach nicht möglich. 2.4 Die Voraussetzungen für eine Anfechtung gemäss Art. 46 Abs. 1 VwVG sind somit vorliegend nicht erfüllt, weshalb die entsprechende Dis- positiv-Ziffer 1 nicht anfechtbar ist und in der Folge auf den Antrag des Beschwerdeführers betreffend Lohnfortzahlung mangels Legi timation nicht einzutreten ist. Demnach erübrigt sich die Behandlung des in diesem Zusammenhang gestellten prozessualen Gesuchs um Erteilung der aufschiebenden Wi r- kung. Diesbezüglich bleibt der Vollständigkeit halber Folgendes festzuhal- ten: Die auf den 1. Juli 2013 in Kraft gesetzte Revision des Bundesperso- nalrechts brachte für den einstweiligen Rechtschutz einige grundlegende Veränderungen mit sich. Während vor der Revision des Bundespersona l- rechts der Beschwerde aufgrund der allgemeinen Regel von Art. 55 Abs. 1 VwVG automatisch aufschiebende Wirkung zukam, verfügt die Beschwerde nach dem neuen Bundespersonalgesetz nur noch dann über aufschiebende Wirkung, wenn die Beschwerdeinstanz dies von Amtes wegen oder auf Antrag einer Partei anordnet (Art. 34a BPG). Dieser Pa- radigmawechsel bezüglich der aufschiebenden Wirkung wirkt sich auf die Beurteilung von Gesuchen um Erteilung der aufschiebenden Wirkung aus. Fortan ist grundsätzlich ein strenger Massstab anzuwenden. Es hat eine auf den Einzelfall bezogene Betrachtungsweise zu erfolgen und für die Gutheissung des Gesuchs müssen besonders gewichtige Gründe auf dem Spiel stehen . Für die Erteilung der aufschiebenden Wirkung fallen demnach nur besonders gewichtige Gründe in Betracht, welche die ihnen A-4099/2014 Seite 8 entgegenstehenden Interessen an der sofortigen Vollstreckbarkeit der angefochtenen Verfügung eindeutig überwiegen (vgl. Urteil des Bunde s- verwaltungsgerichts A-1081/2014 vom 23. April 2014 E. 3.1 f. und Zw i- schenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts A-2771/2014 vom 8. Juli 2014 E. 2.1 ff.) . Das finanzielle Interesse des Beschwerdeführers an der Lohnfortzahlung mag zwar nicht unerheblich sein. Diese Tatsache genügt jedoch für sich alleine angesichts des vom Gesetzgeber getroffenen En t- scheids, einer allfälligen Beschwe rde grundsätzlich keine aufschiebende Wirkung zuzugestehen, nicht, um ein besonders gewichtiges Interesse zu begründen. Ansonsten würde dieser Grundsatzentscheid des Gesetzg e- bers unterlaufen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -969/2014 vom 1. Apri l 2014 E. 3.3 und Zwischenverfügung des Bundesverwa l- tungsgerichts A-2771/2014 vom 8. Juli 2014 E. 3.3.2). 3. Weiter beantragt der Beschwerdeführer, B._______ sei unverzüglich frei- zustellen. Zudem erklärt er, den Rücktritt des vorgenannten Professors als Doktoratsleiter nicht zu akzeptieren; die ETH sei zu verpflichten, eine Schlichtungskommission einzuberufen. 3.1 Streitgegenstand in der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege ist das durch die angefochtene Verfügung geregelte Rechtsverhältnis, soweit es im Stre it liegt. Der Streitgegenstand des Rechtsmittelverfahrens darf nicht ausserhalb des Verfügungsgegenstandes liegen. Fragen, über we l- che die erstinstanzlich verfügende Behörde nicht entschieden hat, darf die zweite Instanz nicht beurteilen, ansonsten sie in die funktionelle Z u- ständigkeit der ersten Instanz eingreifen würde (vgl. MOSER/BEUSCH/ KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.8 und Rz. 2.208 mit Hinweisen sowie statt vie- ler: Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A -3113/2013 vom 16. April 2014 E. 1.2.2 und A-2876/2010 vom 20. Juni 2013 E.2.1; Zwischenverf ü- gung des Bundesverwaltungsgerichts A-832/2014 vom 2. April 2014 E. 1.2.2). 3.2 Im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens war insbesondere die Lohnfortzahlung ab (…) strittig. Die Vorinstanz hat diese s Begehren des Beschwerdeführers wie erwähnt mit der angefochtenen Zwischenv erfü- gung abgewiesen. Die vorgenannten Anträge betreffen Rechtsverhältnis- se, welche durch die angefochtene Verfügung nicht geregelt wurden: Sie haben entweder das Doktoratsverhältnis zum Thema oder aber Fragen, welche die Professur von B._______ bei der ETHZ tangieren. Die vorge-A-4099/2014 Seite 9 nannten Anträge gehen somit über den Streitgegenstand hinaus, weshalb auf sie nicht einzutreten ist. Was das Doktoratsverhältnis des Beschwerdeführers betrifft, so kann festgehalten werden, dass dieses mittlerweile zumindest am Lehrstuhl von B._______ beendet ist. Im Übrigen ist bis zum Urteilszeitpunkt keine Meldung seitens des Beschwerdeführers eingegangen, dass er eine neue Leitung für seine Dissertation gefunden habe, was gemäs s Art. 6 Abs. 1 der Doktoratsverordnung der ETH Zürich vom 1. Juli 2008 (SR 414.133.1) Bedingung für deren Fertigstellung wäre (vgl. zum Ga n- zen auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -2082/2014 vom 9. Juli 2014 E. 2.1.3). 4. Inwiefern die angefochtene Verfügung – wie vom Beschwerdeführer ge l- tend gemacht – unter Zwang, den der ETH -Rat systematisch auf die ETH-Beschwerdekommission ausübe, und in rechtswidriger Weise unter Verletzung des Gewaltenteilungsprinzip s ergangen sein soll, ist nicht e r- sichtlich. Deshalb ist auf diese unsubstantiierten Behauptungen nicht wei- ter einzugehen. 5. Gemäss Art. 34 Abs. 2 BPG ist das Verfahren vor dem Bundesverwa l- tungsgericht in personalrechtlichen Angelegenheiten unabhängig vom Verfahrensausgang grundsätzlich kostenlos. Vorliegend sind daher keine Verfahrenskosten zu erheben. Der durch den internen Rechtsdienst vertretenen Beschwerdegegnerin sind für das Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht keine notwendigen und verhältnismässig hohen Kosten i.S.v. Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) erwachsen, weshalb keine Parteientschädigung zuzuspre- chen ist. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. A-4099/2014 Seite 10 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. 0114; Einschreiben) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Maurizio Greppi Tanja Petrik-Haltiner Rechtsmittelbelehrung: Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebiet der öffen t- lich-rechtlichen Arbeitsverhältnisse können beim Bundesgericht ang e- fochten werden, sofern es um eine vermögensrechtliche Angelegenheit geht, bei welcher der Streitwert mindestens Fr. 15'000.– beträgt oder bei der sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (vgl. Art. 85 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Bei einer nicht vermögensrechtlichen Angelegenheit ist die Beschwerde nur zulässig, wenn sie die Gleichste l- lung der Geschlechter betrifft (vgl. Art. 83 Bst. g BGG). Steht di e B e- schwerde in öffentlich -rechtlichen Angelegenheiten offen, kann sie innert 30 Tagen nach Eröffnung dieses Entscheids beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Bewei s-A-4099/2014 Seite 11 mittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, be i- zulegen (Art. 42 BGG). Versand: