A bteilung IV D -3269/2007 spn/w er {T 0/2} U rteil vom 18. Juni 2007 M itw irkung: R ichterin Spälti G iannakitsas, R ichter Tellenbach, R ichter W espi G erichtsschreiber W eber 1. A ._______ 2. B ._______ 3. C ._______ 4. D ._______ alle aus Serbien (Kosovo), verteten durch lic. iur. O thm an Bouslim i, _______, G esuchsteller betreffend G esuch um R evision des U rteils des B undesverw altungsgerichts vom 26. M ärz 2007 i.S. A syl und W egw eisung / _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass die G esuchsteller ihr H eim atland eigenen Angaben zufolge am _______ verliessen und am 13. Juni 2005 in der Schw eiz Asylgesuche stellten, dass sie anlässlich der Befragungen darlegten, der Ethnie der Ägypter anzugehören und zuletzt in _______ (G jakove) w ohnhaft gew esen zu sein, dass die G esuchsteller w egen Verw andten, w elche w ährend des Kosovo-Krieges die Serben unterstützt hätten, m it Albanern aus dem D orf in Konflikt geraten seien, dass schliesslich auch ihre albanischen N achbarn, m it w elchen sie sich vorerst gut ver- standen hätten, ihnen gegenüber seit M ärz 2005 feindselig eingestellt gew esen seien, dass die zuständigen Behörden nichts zu ihrem Schutz unternom m en hätten, dass sie aus den geschilderten G ründen ihr H eim atland hätten verlassen m üssen, dass die Vorinstanz die Asylgesuche der G esuchsteller m it Verfügung vom 29. Juni 2005 abw ies und die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie den W egw eisungsvollzug an- ordnete, dass das Bundesam t zur Begründung ausführte, die Vorbringen der G esuchsteller seien offensichtlich nicht asylrelevant, dass nam entlich den geltend gem achten Ü bergriffen durch Albaner in Anbetracht des Schutzw illens und der w eitgehenden Schutzfähigkeit der zuständigen Behörden keine Asylrelevanz zukom m e, dass der W egw eisungsvollzug für die der Ethnie der Ägypter angehörenden G esuchsteller aufgrund der aktuellen Situation vor O rt zum utbar sei, dass die G esuchstellerin im Bedarfsfall die vorhandene m edizinische Infrastruktur vor O rt in Anspruch nehm en könne, dass die Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) die Beschw erde der G esuchstel- ler vom 29. Juli 2005 m it U rteil vom 25. O ktober 2005 guthiess und die Sache zum neu- en Entscheid im Sinne der Erw ägungen (unvollständig festgestellter Sachverhalt) an die Vorinstanz zurückw ies, dass das Bundesam t in der Folge Abklärungen vor O rt veranlasste, dass die Vorinstanz die Asylgesuche der G esuchsteller m it Verfügung vom 12. Januar 2007 erneut abw ies und die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie den W egw eisungsvoll- zug anordnete, dass das Bundesam t zur Begründung ausführte, die G esuchsteller hätten nunm ehr eingeräum t, sich vom 7. Septem ber 1998 beziehungsw eise 21. M ai 1999 an in D eutsch- land aufgehalten zu haben, w eshalb die angeblichen gravierenden Problem e m it albani- schen N achbarn im Kosovo vollum fänglich in Frage gestellt w erden m üssten, dass befürchteten Ü bergriffen durch Albaner in Anbetracht des Schutzw illens und der w eitgehenden Schutzfähigkeit der zuständigen Behörden im Kosovo keine Asylrelevanz zukom m e, 3 dass der W egw eisungsvollzug für die der Ethnie der Ägypter angehörenden G esuchsteller aufgrund der aktuellen Situation beziehungsw eise der getätigten Abklä- rungen vor O rt zum utbar sei, dass das Bundesverw altungsgericht die am 14. Februar 2007 eingereichte Beschw erde m it U rteil vom 26. M ärz 2007 vollum fänglich abw ies, dass eine G efährdungssituation für die G esuchsteller ausgeschlossen w urde, dass hinsichtlich der Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs unter anderem ausgeführt w urde, bei den G esuchstellern seien keine gravierenden gesundheitlichen Problem e aktenkundig, dass das Bundesam t den Ausreiseterm in in der Folge auf den 31. M ai 2007 festsetzte, dass die G esuchsteller m it Eingabe ihres neu bestellten Vertreters vom 13. M ai 2007 (Postaufgabe) beim Bundesverw altungsgericht ein R evisionsgesuch stellten und die Aufhebung des U rteils des Bundesverw altungsgerichts vom 26. M ärz 2007, die Feststellung der U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs und die vorläufige Aufnahm e, die Anordnung vorsorglicher M assnahm en, den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und die G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege (Art. 65 Abs. 1 des Verw altungsverfahrensgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 [Vw VG , SR 172.021]) beantragen liessen, dass die G esuchsteller in ihrer Eingabe insbesondere eine Verschlim m erung der psychi- schen Leiden der G esuchstellerin geltend m achten, dass die G esuchsteller dazu ausführten, sow ohl das Bundesam t w ie die Beschw erdeins- tanz hätten trotz der gravierenden respektive der sich noch verschlim m ernden Leiden der G esuchstellerin die Zulässigkeit und Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs bejaht, dass eine W eiterführung der erforderlichen m edizinischen Behandlung der G esuchstel- lerin in Anbetracht ihrer Ethnie und der überlasteten Infrastruktur vor O rt nicht gew ähr- leistet sei, dass die G esuchsteller im Kosovo über keinen G rundbesitz verfügten und dort unter prekären Bedingungen leben m üssten, dass sie als Belege für ihre D arlegungen eine Bestätigung der U nited N ations Interim Adm inistration M ission in Kosovo (U N M IK) vom 23. April 2007 sow ie vier Arztzeugnisse vom 22. Juni 2005, 20. April 2007, 23. April 2007 und 7. M ai 2007 einreichten, dass das Bundesverw altungsgericht m it Zw ischenverfügung vom 22. M ai 2007 die G e- suche um Aussetzung des W egw eisungsvollzugs sow ie um unentgeltliche R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG zufolge Aussichtslosigkeit des R evisionsgesuchs ab- w ies und die G esuchsteller aufforderte, bis zum 6. Juni 2007 einen Kostenvorschuss zu leisten, verbunden m it der Androhung, bei nicht fristgem ässer oder ausbleibender Zah- lung w erde auf das R evisionsgesuch nicht eingetreten, dass die G esuchsteller m it Eingabe ihres Vertreters vom 6. Juni 2007 eine Verschlech- terung des G esundheitszustandes (stationäre Behandlung in der psychiatrischen Klinik St. U rban) geltend m achten und um w iedererw ägungsw eise Anordnung von vorsorgli- chen M assnahm en ersuchten, dass sie ihrer Eingabe ein Arztzeugnis vom 4. Juni 2007 beilegten und die Zusendung 4 eines w eiteren Arztberichts in Aussicht stellten, dass die G esuchsteller den Kostenvorschuss am 6. Juni 2007 leisteten, dass das Bundesverw altungsgericht den allfälligen Vollzug der W egw eisung m it Telefax vom 13. Juni 2007 w iedererw ägungsw eise aussetzte, und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht seit dem 1. Januar 2007 für die Beurteilung der ge- gen seine U rteile gerichteten G esuche um R evision zuständig ist (vgl. Art. 45 des Ver- w altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]), dass über R evisionsgesuche, w elche nicht in die Zuständigkeit des Einzelrichters ge- m äss Art. 111 Abs. 2 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) fallen, in der Besetzung von drei R ichtern entschieden w ird, dass das G esuch form - und fristgem äss eingereicht w urde und die G esuchsteller legiti- m iert sind, w eshalb auf die Eingabe vom 13. M ai 2007 einzutreten ist (Art. 47 VG G ; Art. 124 Abs. 1 Bst. c und d des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]); Art. 48 ff. und 67 Abs. 1 und 3 Vw VG ), dass die G esuchsteller m it den eingereichten D okum enten insbesondere R evisionsgrün- de gem äss Art. 123 Abs. 2 Bst. a BG G (vgl. dazu Art. 45 VG G ) geltend m achen, dass unbesehen der Frage der rechtzeitigen Einreichung der Bew eism ittel be- ziehungsw eise der Frage, ob es sich um vorbestandene D okum ente handelt (vgl. dazu Art. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG im Vergleich zu Art. 123 Abs. 2 Bst. a BG G ), deren revisi- onsm ässige Erheblichkeit vorliegend ohnehin zu verneinen ist, dass in diesem Zusam m enhang vollum fänglich auf die Erw ägungen der Zw ischenverfü- gung vom 22. M ai 2007 verw iesen w erden kann, dass das Bundesverw altungsgericht in besagter Verfügung festhielt, im angefochtenen U rteil w erde explizit w eder von G rundbesitz noch von W ohneigentum der G esuchsteller ausgegangen, w eshalb der Bestätigung der U N M IK vom 23. April 2007 zum Vornherein keine revisionsm ässige Erheblichkeit zukom m e, dass die m edizinischen Problem e der G esuchstellerin (vgl. vorinstanzliche Akte A 9/5, Antw orten 8 ff.) bereits in der Verfügung des BFM vom 29. Juni 2005 gew ürdigt w orden seien, sow eit sie bereits bestanden, dass auch im angefochtenen U rteil des Bundesverw altungsgerichts vom 26. M ärz 2007 Erw ägungen zur gesundheitlichen Situation der G esuchstellerin enthalten seien, dass an diesen Erw ägungen nach w ie vor festzuhalten ist, dass im angefochtenen Entscheid eine objektiv bestehende G efährdungssituation als unglaubhaft beurteilt w urde, zum al die Abklärungen vor O rt keine entsprechenden H inw eise ergeben hätten, und an dieser Einschätzung auch die erneut vorgebrachte starke subjektive Furcht der G esuchstellerin nichts geändert habe, dass sodann die Behauptung der G esuchsteller, der G esundheitszustand der G esuchstellerin sei im angefochtenen U rteil nicht hinreichend berücksichtigt w orden, 5 unbesehen der noch zu klärenden Frage hinsichtlich der Auslegung gew isser revisionsrechtlicher Bestim m ungen im Ergebnis ohnehin als revisionsrechtlich nach w ie vor unerhebliche Entscheid- respektive U rteilskritik zu qualifizieren ist, dass die G esuchstellerin im Ü brigen gem äss Arztbericht vom 23. April 2007 vom 26. Septem ber 2005 an bis zum 19. April 2007 keine ärztliche Behandlung m ehr benötigte und im Zeitpunkt der U rteilsfällung durch das Bundesverw altungsgericht dem nach m edizinisch stabil w ar, w eshalb auch in diesem Lichte besehen aktuell kein revisi- onsrechtlich erheblicher Sachverhalt ersichtlich ist, dass vielm ehr der R evisionseingabe und den Arztberichten zu entnehm en ist, dass sich der G esundheitszustand der G esuchstellerin erst nach U rteilsausfällung deutlich verschlechtert habe, es sich dem nach um eine nachträglich veränderte Sachlage handelt, dass auch die in der Eingabe vom 6. Juni 2007 geltend gem achte Einlieferung der G esuchstellerin in eine psychiatrische Klinik zw ecks stationärer Behandlung aufgrund der Fallum stände nicht einen revisionsrechtlichen, sondern allenfalls einen w iedererw ä- gungsrechtlich erheblichen Sachverhalt ausm acht, dass deshalb die Akten der hierfür zuständigen Vorinstanz zur entsprechenden Prüfung zu überw eisen sind (vgl. Art. 8 Abs. 1 Vw VG ), dass der am 13. Juni 2007 vom Bundesverw altungsgericht angeordnete Vollzugsstopp bis zu einer anderslautenden Verfügung des Bundesam tes in Kraft bleibt, dass vor diesem H intergrund allfällige w eitere Bew eism ittel w ie der in Aussicht gestellte Arztbericht vom Bundesverw altungsgericht nicht m ehr abzuw arten sind und sich ein de- taillierteres Eingehen auf die Begründung des R evisionsgesuchs erübrigt, dass die G esuchsteller som it nicht m it der erforderlichen Substanz dargelegt haben, es lägen R evisionsgründe gem äss Art. 123 Abs. 2 Bst. a BG G vor, dass das R evisionsgesuch vom 13. M ai 2007 dem nach abzuw eisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 1'200.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]) den G esuchstellern aufzuerlegen und m it dem in gleicher H öhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen sind (Art. 63 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 68 Abs. 2 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite)6 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D as R evisionsgesuch w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 1'200.--, w erden den G esuchstellern aufer- legt. D ieser Betrag ist durch den in gleicher H öhe geleisteten Kostenvorschuss ge- tilgt. 3. D ie Akten w erden im Sinne der Erw ägungen der Vorinstanz zur Prüfung, ob W ie- dererw ägungsgründe vorliegen, überw iesen. 4. D er vom Bundesverw altungsgericht am 13. Juni 2007 angeordnete Vollzugsstopp bleibt bis zu einer anderslautenden Verfügung des Bundesam tes in Kraft. 5. D ieses U rteil geht an: - die G esuchsteller durch Verm ittlung ihrer Vertretung, 2 Expl. (eingeschrieben) - das Bundesam t (Kopie zu den Akten; R ef.-N r. N _______) unter H inw eis auf die Ziffern 3 und 4 des D ispositivs - _______ D ie R ichterin: D er G erichtsschreiber: N ina Spälti G iannakitsas Patrick W eber Versand am :