<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">5C.250/2006 /bnm </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 23. Oktober 2006 </div> <div class="para">II. Zivilabteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Bundesrichter Meyer, Bundesrichterin Hohl, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Zbinden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Berufungsklägerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, Postfach, 8023 Zürich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">fürsorgerische Freiheitsentziehung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Berufung gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 27. September 2006. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die 69-jährige X.________ (Berufungsklägerin) befindet sich seit über vierzig Jahren praktisch dauernd in psychiatrischer Hospitalisation. Mit Urteil vom 31. August 2006 wies der Einzelrichter des Bezirks A.________ das Gesuch der Berufungsklägerin um Entlassung aus dem Psychiatriezentrum B.________ ab. Die von der Berufungsklägerin dagegen erhobene kantonale Berufung wies das Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, mit Beschluss vom 27. September 2006 ab und bestätigte das Urteil des Einzelrichters vom 31. August 2006. Nach Auffassung des Obergerichts, das in seiner Begründung auf die Motive des erstinstanzlichen Urteils verweist, leidet die Berufungsklägerin an einer chronischen paranoiden Schizophrenie und damit an einer Krankheit im Sinne von <span class="artref">Art. 397a Abs. 1 ZGB</span>. Angesichts des offensichtlichen Krankheitszustandes, der fehlenden Krankheitseinsicht, verbunden mit der konkreten Gefahr, dass die Berufungsklägerin nach einer Entlassung aus der Anstalt die erforderlichen Medikamente nicht mehr einnimmt, müsste bei einer Entlassung mit einer ernsthaften Gefährdung der Berufungsklägerin gerechnet werden. Die Berufungsklägerin sei auf persönliche Fürsorge angewiesen, die ihr zur Zeit nur im Psychiatriezentrum B.________ im Rahmen einer stationären Behandlung erwiesen werden könne. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit eidgenössischer Berufung ersucht die Berufungsklägerin um Entlassung aus der Anstalt und um Rückgängigmachung der an sie gestellten Diagnosen. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Berufungsklägerin setzt sich in ihrer, als Berufung entgegengenommenen Eingabe vom 9. Oktober 2006 mit den Gründen, die das Obergericht zu einer Abweisung der kantonalen Berufung bewogen haben, nicht auseinander, sondern sie ersucht einzig um Entlassung und um Rückgängigmachung der an sie gestellten Diagnosen. Damit genügt sie den Anforderungen an die Begründung einer Berufung nicht (<span class="artref">Art. 55 Abs. 1 lit. c OG</span>), zumal mit diesen allgemeinen Ausführungen nicht rechtsgenügend dargelegt wird, inwiefern die Zurückbehaltung <span class="artref">Art. 397a Abs. 1 ZGB</span> verletzt. Auf die Berufung ist deshalb nicht einzutreten. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Der Berufung wäre im Übrigen ohnehin kein Erfolg beschieden gewesen, da die Zurückbehaltung aufgrund der obergerichtlichen Feststellungen zum Gesundheitszustand und zur drohenden Selbstgefährdung der Berufungsklägerin im Fall sofortiger Entlassung aus der geeigneten Anstalt <span class="artref">Art. 397a Abs. 1 ZGB</span> nicht verletzt. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Berufung wird nicht eingetreten. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird der Berufungsklägerin und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 23. Oktober 2006 </div> <div class="para">Im Namen der II. Zivilabteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>