<h2>SubmittedText<h2><p>Ich stelle eine ständige Verschlechterung im gesamten Verteidigungssystem der Alpensüdseite fest.</p><p>Nach dem vorzeitigen Rücktritt des Kommandanten der Gebirgsdivision 9, Franco Ballabio, hat sich die Situation deutlich verschlimmert. Man steht einer Verteilung von hohen Kommandoposten gegenüber, die ich als einseitig zu bezeichnen wage. Sicher ist dies einer glaubwürdigen und zuverlässigen Beziehung der Tessiner Milizarmee zur Eidgenossenschaft, wie dies bisher der Fall war, nicht förderlich.</p><p>Daher frage ich den Bundesrat:</p><p>1. Welche konkrete Funktion hat unser Gebiet südlich der Alpen, im besonderen das Tessin, für die nationale Verteidigung im Rahmen der Armeereform ("Armee 95")?</p><p>2. Sind der Bundesrat und die zuständige Militärbehörde über diese Verschlechterung nicht nur auf militärischer, sondern auch auf politischer Ebene, wie ich sie festgestellt habe, im Bilde?</p><p>3. Welche Massnahmen sind vorgesehen, um eine zusehends schlechter werdende Lage wieder ins Lot zu bringen, wie ich es übrigens auch in meinem beiliegenden Postulat "'Armee 95': Instruktorenfunktion" vom 16. März 1994 über die Aufwertung der Instruktorenfunktion in unserer Armee dargelegt habe? (siehe Postulat 94.3122 vom 16.3.1994, vom Bundesrat am 15.5.1994 entgegengenommen)</p><p>4. Die Gebirgsdivision 9 ist (oder war ....) eine bedeutende, ja sogar die italienischsprachige Gebirgseinheit der Schweiz schlechthin! Die Notwendigkeit, diese Einheit italienischsprachig zu führen, scheint erwiesen. Wie gewährleistet die Regierung in Bern, dass die Gebirgsdivision 9 bereits auf Kommandostufe und im höheren Kader ihre sprachliche Eigenheit behalten kann, die sie künftig - auch in kultureller Hinsicht - von anderen ähnlichen Einheiten abhebt?</p>