<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, in einem Bericht darzulegen, wie in einem partizipativen Prozess mit Wissenschaft und Zivilgesellschaft Leitlinien entwickelt werden können, wie Krisen verhindert, Konflikte bewältigt und der Frieden gefördert werden können und wie dazu die Politikkohärenz zu stärken ist.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Bewaffnete Konflikte haben seit 2011 zugenommen und sind komplexer geworden. Die Zahl der Vertriebenen hat ein seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr dagewesenes Ausmass erreicht. Die Auswirkungen dieser Konflikte sind weltweit spürbar in so unterschiedlichen Phänomenen wie Flüchtlingsbewegungen, globalem Terrorismus, der Instabilität staatlicher Strukturen oder einer Ausweitung des organisierten Verbrechens. Konflikten vorzubeugen ist daher wichtiger denn je zuvor.</p><p>Der Bundesrat begrüsst es, dass die Prävention in den internationalen Diskussionen über den Umgang mit Konflikten an Bedeutung gewonnen hat. Die Schweiz beteiligt sich an den entsprechenden Reformdiskussionen, namentlich in der Uno. Im Rahmen der Schweizer Aussenpolitik kommt der Prävention seit Langem ein hoher Stellenwert zu. Dies widerspiegelt sich in verschiedenen präventionsrelevanten Instrumenten, ihren strategischen und thematischen Schwerpunkten und in ihrer Zusammenarbeit mit anderen Organisationen. Darüber hinaus bemüht sich der Bundesrat auch kontinuierlich, die Politikkohärenz zu stärken. Dies zeigt sich unter anderem in der aussenpolitischen Strategie 2016-2019, die sowohl die internationale Zusammenarbeit als auch diplomatische Instrumente (Gute Dienste) beinhaltet, sowie in themenspezifischen Berichten, Strategien und Aktionsplänen (z. B. internationale Finanzflüsse, Terrorismus und gewalttätiger Extremismus, Rohstoffe). Auch die Agenda 2030 und ihre Umsetzung in der Schweiz sind wichtige Treiber für Politikkohärenz.</p><p>Der Bundesrat ist der Meinung, dass das Anliegen des Postulates bereits umgesetzt wird und kein zusätzlicher Bericht erforderlich ist. Er wird dem Engagement der Schweiz zugunsten der Prävention in den bereits bestehenden Formaten wie der aussenpolitischen Strategie (inklusive internationale Zusammenarbeit) und den aussen- und sicherheitspolitischen Berichten die gebührende Aufmerksamkeit zukommen lassen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.