B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-2194/2012 U r t e i l v o m 2 . N o v e m b e r 2 0 1 2 Besetzung Richterin Maria Amgwerd (Vorsitz), Richterin Vera Marantelli, Richter Marc Steiner, Gerichtsschreiber Beat König. Parteien X._______, Beschwerdeführer, gegen Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum IGE, Vorinstanz. Gegenstand Antrag auf Eintragung in das Patentanwaltsregister. B-2194/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. X._______ (Beschwerdeführer) stellte am 14. Oktober 2011 beim Eidg e- nössischen Institut für Geistiges Eigentum IGE (Vorinstanz) einen Antrag auf Eintragung in das Patentanwaltsregister. Dem Antrag beigelegt war nebst einer Bestätigung, welche dem Beschwerdeführer in sbesondere ei- ne patentanwaltliche Tätigkeit auf Vollzeitbasis seit 1. Juli 2000 attestie r- te, ein Lizentiatszeugnis der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Un i- versität Y ._______. Mit Schreiben vom 10. November 2011 teilte die Vorinstanz dem B e- schwerdeführer mit, dass er ihrer (vorläufigen) Einschätzung nach nicht in das Patentanwaltsregister eingetragen werden könne, weil er nicht über einen natur - oder ingenieurwissenschaftlichen Hochschulabschluss im Sinne von Art. 19 Abs. 1 Bst. a des Patentanwaltsgese tzes vom 20. März 2009 (PAG, SR 935.62) verfüge. Die Vorinstanz räumte dem Beschwe r- deführer eine Frist bis zum 13. Februar 2012 ein, um sich dazu zu äu s- sern. Mit Stellungnahme vom 16. Januar 2012 hielt der Beschwerdeführer an seinem Antrag auf Eintragung in das Patentanwaltsregister fest. Er mach- te geltend, am Erfordernis eines natur - oder ingenieurwissenschaftlichen Hochschulabschlusses könne nicht festgehalten werden, weil es gegen die Wirtschafsfreiheit (Art. 27 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]), das Rechtsgleic h- heitsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV), das Diskriminierungsverbot von Art. 8 Abs. 2 BV, das Willkürverbot (Art. 9 BV) und die Grundsätze rechtsstaatli- chen Handelns nach Art. 5 BV verstosse (wird näher ausgeführt). B. Die Vorinstanz wies den Antrag des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 26. März 2012 ab und ordnete an, dass die Registereintragungsg e- bühr von Fr. 200. - ihr verbleibe bzw. einem Kontokorrentkonto des B e- schwerdeführers belastet werde. S ie führte aus, der Beschwerdeführer erfülle die in Art. 19 Abs. 1 Bst. a PAG statuierte Voraussetzung des E r- werbs eines natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Hochschulabschlus- ses nicht. Es entspreche dem klaren Willen des Gesetzgebers, dass Pe r- sonen mit anderen als einem natur - oder ingenieurwissenschaftlichen Hochschulabschluss der Eintrag in das schweizerische Patentanwaltsr e- gister verwehrt sei. Der Bundesrat habe in seiner Botschaft die sich in diesem Zusammenhang stellende Frage nach der Einschränkung der B-2194/2012 Seite 3 Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) eingehend berücksichtigt. Auch sei kein Verstoss gegen das Diskriminierungsverbot oder das Willkürverbot geg e- ben. C. Am 23. April 2012 erhob der Beschwerdeführer Beschwerde beim Bu n- desverwaltungsgericht. Er beantragt, unter Aufhebung der Verfügung der Vorinstanz vom 26. März 2012 sowie unter Kosten - und Entschädigungs- folge sei dem Antrag auf Eintragung in das Patentanwaltsregister stat t- zugeben bzw. eventualiter die Sache zur Neubeurteilung an die Vori n- stanz zurückzuweisen. Sodann verlangt er, es sei festzustellen, "dass bei der Nichteintragung in das Patentanwaltsregister die Wirtschaftsfreiheit gemäss Art. 27 Abs. 2 BV im vorliegenden Fall verletzt ist, da der B e- schwerdeführer seit über 10 Jahren diesen Titel geführt hat und die Klien- ten sich an diese Berufsbezeichnung gewöhnt haben" (Beschwerde, S. 2; vgl. auch Beschwerde, S. 10, wo dieses Feststellungsbegehren als Even- tualantrag formuliert ist). Zur Begründung bringt der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, die angefochtene Verfügung verletz e Gewohnheitsrecht, da seit Beginn des Patentanwaltsberufes im Jahre 1988 bis zum Erlass des Patentanwalt s- gesetzes die allgemeine Rechtsüberzeugung bestanden habe, dass die Ausübung dieses Berufes an keine Voraussetzungen gebunden sei. Das Erfordernis eines natur - oder ingenieurwissenschaftlichen Hochschula b- schlusses verstosse zudem gegen die Wirtschaftsfreiheit, das Verhäl t- nismässigkeitsprinzip, das Rückwirkungsverbot, das Willkürverbot, das Gleichbehandlungsgebot und das Diskrimi nierungsverbot von Art. 8 Abs. 2 BV. D. Mit Vernehmlassung vom 4. Juni 2012 beantragt die Vorinstanz die A b- weisung der Beschwerde unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerd e- führers. Sie führt namentlich aus, das Patentanwaltsgesetz sei nach Art. 190 BV unabhängig von einer allfälligen Verfassungswidrigkeit mass- geblich. Die mit dem Erfordernis eines natur- oder ingenieurwissenschaft- lichen Hochschulabschlusses verbundene Einschränkung der Wir t- schaftsfreiheit sei zulässig, zumal die blosse Einführung eines Ti telschut- zes keinen unverhältnismässigen Eingriff darstelle. Eine selbständige Rü- ge der Verletzung der in Art. 5 BV genannten Grundsätze des rechtsstaat- lichen Handels sei nicht möglich. Der Beschwerdeführer verkenne im Ü b- rigen, dass das Patentanwaltsgesetz bereits im Jahr 2008 in Ausarbe i-B-2194/2012 Seite 4 tung gewesen sei und natur - oder ingenieurwissenschaftliche Kenntnisse bei der Arbeit eines qualifizierten Patentanwalts unabdingbar seien. E. Der Beschwerdeführer reichte am 11. Juni 2012 eine Replik ein und hielt darin sinngemäss an seinen Anträgen fest. Er macht insbesondere ge l- tend, dass er ohne Eintragung in das Patentanwaltsregister faktisch keine Möglichkeit mehr habe, seinen Beruf auszuüben. Die Vorinstanz gehe zu Unrecht davon aus, dass der Patentanwalt für die Gültigkeit eines Schutz- titels verantwortlich sei und deshalb natur - oder ingenieurwissenschaftli- che Kenntnisse benötige. F. Mit Duplik vom 26. Juni 2012 hält die Vorinstanz an ihrem mit der Ve r- nehmlassung gestellten Antrag fest. Sie erklärt namentlich, ein Ra tsu- chender solle darauf vertrauen dürfen, dass die im Patentanwaltsregister eingetragenen Personen aufgrund ihres Hochschulstudiums über ein ve r- tieftes Verständnis für natur- oder ingenieurwissenschaftliche Grundlagen einer Erfindung verfügen. Auf weitere Vorbringen der Verfahrensbeteiligten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der folgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist nach Art. 31 des Verwaltungsg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) i.V.m. Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde gegen einen Entscheid des Eidgenössischen Instituts für Geistiges Eigentum (vgl. auch Art. 33 Bst. e VGG i.V.m Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Statut und Aufgaben des Eidgenössischen Instituts für Geistiges Eigentum vom 24. März 1995 [IGEG, SR 172.010.31]). 1.2 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfah ren teilgenom- men und ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt. Er hat zudem ein als schutzwürdig anzuerkennendes Interesse an deren Aufh e- bung oder Änderung, weshalb er zur Beschwerde grundsätzlich legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Eingab efrist und -form sind gewahrt (Art. 50 B-2194/2012 Seite 5 und Art. 52 Abs. 1 VwVG), der Kostenvorschuss wurde fristgemäss b e- zahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG), und die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (vgl. Art. 46 ff. VwVG). 1.2.1 Auf die Beschwerde ist daher einzutre ten, soweit der Beschwerd e- führer die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und die Eintragung in das Patentanwaltsregister bzw. eventualiter die Rückweisung der S a- che an die Vorinstanz zur Neubeurteilung verlangt. 1.2.2 Der Beschwerdeführer stellt – wie ausgeführt – auch den Antrag auf einen Feststellungsentscheid, wonach "bei der Nichteintragung in das Pa- tentanwaltsregister die Wirtschaftsfreiheit […] verletzt" sei (Beschwerde, S. 2). Gemäss Art. 25 Abs. 2 VwVG ist einem Feststellungsbegehren zu en t- sprechen, wenn ein schutzwürdiges Interesse nachgewiesen wird. Fre i- lich ist nach der Rechtsprechung der Erlass einer Feststellungsverfügung nur zulässig, wenn ein schutzwürdiges, mithin rechtliches oder tatsächl i- ches und aktuelles Interesse an der sofortigen Feststellung des Best e- hens oder Nichtbestehens eines Rechtsverhältnisses nachgewiesen ist, welchem keine erheblichen öffentlichen oder privaten Interessen entg e- genstehen, und wenn dieses schutzwürdige Interesse nicht durch eine rechtsgestaltende Verfügung gewahrt werden kann (BGE 130 V 388 E. 2.4 mit Hinweisen). Mit dem zu fällenden Beschwerdeentscheid wird im Rahmen der Prüfung, ob der Beschwerdeführer in das Patentanwaltsregister einzutragen ist, auch darüber zu entscheiden sein, ob die Verweigerung eines entspre- chenden Eintrages eine Verletzung der Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 Abs. 2 BV) bedeuten würde (vgl. die folgende E. 5). Der Beschwerdeführer ve r- langt mit seinem Feststellungsbegehren somit im Ergebnis die selbstä n- dige Feststellung einer Antwort auf eine rechtliche Vorfrage, welche für die Beurteilung der strittigen Eintragung entscheidwesentlich ist. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer darüber hinaus im Sinne von Art. 25 Abs. 2 VwVG ein schutzwürdiges Interesse am anb e- gehrten Feststellungsentscheid zuzuerkennen wäre. Deshalb ist in di e- sem Punkt nicht auf das Rechtsmittel einzutreten. 1.3 Mit der hiervor (E. 1.2.2) genannten Einschränkung ist auf die B e- schwerde einzutreten. B-2194/2012 Seite 6 2. Der Bund kann nach Art. 95 Abs. 1 BV Vorschriften ü ber die Ausübung der privatwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit erlassen. Gestützt auf diese Verfassungsregelung erliess er das Patentanwaltsgesetz (PAG), das am 1. Juli 2011 in Kraft getreten ist. Nach Art. 1 Abs. 1 PAG regelt dieses Ge- setz neben den Voraussetzungen für die Verwendung der Berufsbezeich- nungen "Patentanwältin" bzw. "Patentanwalt", "conseil en brevets", "co n- sulente in brevetti" und "patent attorney" (Bst. a) das Berufsgeheimnis für Patentanwältinnen und Patentanwälte (Bst. b) sowie den Schutz de r Be- rufsbezeichnungen "europäische Patentanwältin" bzw. "europäischer P a- tentanwalt", "conseil en brevets européens", "consulente in brevetti eur o- pei" und "european patent attorney" (Bst. c). 2.1 Nach Art. 2 PAG müssen Personen, welche sich "Patentanwältin" bzw. "Patentanwalt", "conseil en brevets", "consulente in brevetti" oder "patent attorney" nennen, verschiedene Voraussetzungen erfüllen, nä m- lich über einen anerkannten natur - oder ingenieurwissenschaftlichen Hochschulabschluss (Art. 4 f. PAG) verfügen, die eidgenössische oder ei- ne anerkannte ausländische Patentanwaltsprüfung (Art. 6 f. PAG) b e- standen und eine praktische Tätigkeit (Art. 9 PAG) absolviert haben, in der Schweiz mindestens über ein Zustellungsdomizil verfügen sowie im Patentanwaltsregister (Art. 11 ff. PAG) eingetragen sein. Das Patentanwaltsregister wird vom Institut für Geistiges Eigentum g e- führt (Art. 11 Satz 1 PAG). Das Institut trägt auf Antrag sowie gegen B e- zahlung einer Gebühr Personen in das Register ein, welche die Vorau s- setzungen von Art. 2 PAG erfüllen (Art. 12 Abs. 1 Satz 1 PAG). Nach Art. 16 Abs. 1 Bst. a PAG wird mit Busse bestraft, wer sich, ohne ins Patentanwaltsregister eingetragen zu sein, in seinen Geschäftspapieren, Anzeigen jeglicher Art oder in anderen für den geschäftlic hen Verkehr in der Schweiz bestimmten Unterlagen als "Patentanwältin" bzw. "Paten t- anwalt", "conseil en brevets", "consulente in brevetti" oder "patent atto r- ney" bezeichnet. 2.2 Der Gesetzgeber hat in Art. 19 PAG und Art. 36 ff. der Patentanwalts- verordnung vom 11. Mai 2011 (PAV, SR 935.621) Übergangsbestimmu n- gen erlassen. Art. 19 PAG statuiert für den Übergang zum neuen Recht Erleichterungen betreffend die Anforderungen für die Eintragung in das Patentanwaltsregister. Aufgrund dieser Vorschrift können in bestimmten Fällen Personen in das Patentanwaltsregister eingetragen werden, we l-B-2194/2012 Seite 7 che weder die eidgenössische noch eine anerkannte ausländische P a- tentanwaltsprüfung (Art. 6 f. PAG) bestanden haben: Zum einen wird nach Art. 19 Abs. 1 Bst. a PAG auf Antrag und gegen Bezahlung einer Gebühr in das Patent anwaltsregister eingetragen, wer im Zeitpunkt des Inkrafttretens des neuen Gesetzes in der Schweiz seit mehr als sechs Jahren eine patentanwaltliche Tätigkeit auf Vollzeitbasis ausgeübt hat, über einen natur - oder ingenieurwissenschaftlichen Hochschulabschluss einer schweizerischen Hochschule oder einen ausländischen Hochschu l- abschluss im Sinne von Art. 5 Abs. 1 PAG verfügt und ein Zustellungsd o- mizil in der Schweiz hat. Zum anderen besteht nach Art. 19 Abs. 1 Bst. b PAG auch für Personen, welche seit mehr als drei Jahren in der Schweiz eine patentanwaltliche Tätigkeit auf Vollzeitbasis in der Schweiz ausgeübt haben, in der vom Europäischen Patentamt (EPA) geführten Liste der z u- gelassenen Vertreter eingetragen sind und über ein Zustellungsdomizil in der Schweiz verfügen, die Möglichkeit, sich auf Antrag sowie gegen En t- richtung einer Gebühr in das Patenanwaltsregister eintragen zu lassen. Ein Antrag auf Eintragung in das Patentanwaltsregister nach Art. 19 Abs. 1 PAG muss innert zwei Jahren nach Inkrafttreten des Gesetzes g e- stellt werden (Art. 19 Abs. 2 PAG). Während dieser Frist dürfen sich Pe r- sonen, welche die Eintragungsvoraussetzungen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 PAG erfüllen, gemäss Art. 38 PAV auch dann als "Patenta nwältin" bzw. "Patentanwalt", "conseil en brevets", "consulente in brevetti" oder "patent attorney" bezeichnen, wenn sie noch nicht im Patentanwaltsregis- ter eingetragen worden sind. 3. Der Beschwerdeführer hat sein Gesuch um Eintragung in das Patenta n- waltsregister am 14. Oktober 2011 und damit innert der vorerwähnten zweijährigen Frist bei der zuständigen Behörde (IGE) eingereicht. De m- entsprechend kann er sich, soweit die weiteren Voraussetzungen erfüllt sind, auf die Übergangsbestimmung von Art. 19 Abs. 1 PAG berufen. 3.1 Es ist unbestritten und gestützt auf die vorhandenen Akten davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer nicht in der beim EPA geführten Liste der zugelassenen Vertreter eingetragen ist. Dementsprechend macht er zu Recht nicht geltend, er sei gestützt auf Art. 19 Abs. 1 Bst. b PAG in das Patentanwaltsregister einzutragen. B-2194/2012 Seite 8 3.2 3.2.1 Die Übergangsbestimmung von Art. 19 Abs. 1 Bst. a PAG gilt nach ihrem Wortlaut nur für Personen, welche über einen natur - oder ingeni- eurwissenschaftlichen Hochschulabschluss verfügen. Letzteres ist beim Beschwerdeführer nicht der Fall. Eine ausdrückliche (Übergangs -)Re- gelung für Personen, welche – wie der Beschwerdeführer – im Zeitpunkt des Inkrafttretens des Patentanwaltsgesetzes nicht über einen entspr e- chenden Abschluss, aber über patentanwaltliche Praxiserfahrung verfü g- ten, besteht nicht. Vielmehr sind die Tatbestände, welche während einer Übergangsphase eine erleichterte Eintragung in das schweizerische P a- tentanwaltsregister erlauben, nach dem Wortlaut d es Gesetzes in Art. 19 Abs. 1 PAG abschliessend aufgeführt. Es fragt sich deshalb, ob eine L ü- cke bzw. eine planwidrige Unvollständigkeit des Gesetzes vorliegt. Eine Gesetzeslücke ist gegeben, wenn sich eine gesetzliche Regelung als unvollständig erweist, indem sie auf eine bestimmte Frage keine z u- friedenstellende Antwort gibt. Keine ausfüllungsbedürftige Lücke liegt vor, wenn das Fehlen einer gesetzgeberischen Anordnung eine bewusst n e- gative Antwort, d.h. ein sog. qualifiziertes Schweigen bildet. Ob Letzte res der Fall ist, ist mittels Auslegung zu ermitteln (vgl. zum Ganzen BGE 127 V 38 E. 4b/cc mit Hinweisen). 3.2.2 Wie die Gesetzesmaterialien zeigen, hat der Gesetzgeber das E r- fordernis eines natur - oder ingenieurwissenschaftlichen Hochschula b- schlusses in Art. 19 Abs. 1 Bst. a PAG (bzw. Art. 18 Abs. 1 Bst. a des Ge- setzesentwurfes) eingefügt, um Vernehmlassungsteilnehmern Rechnung zu tragen, welche das Fehlen eines solchen Erfordernisses als der ang e- strebten Qualitätssicherung abträglich qualifizierten (vgl . Botschaft zum PAG, BBl 2008 436). Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf den ins o- weit klaren Wortlaut des Gesetzes muss davon ausgegangen werden, dass der Gesetzgeber bewusst auf eine Übergangsregelung für Personen ohne ingenieur - oder naturwissenschaf tlichem Hochschulabschluss ve r- zichtet hat. Es liegt also ein qualifiziertes Schweigen des Gesetzes vor, welches eine Lückenfüllung bzw. Vervollständigung des Gesetzes z u- gunsten des Beschwerdeführers ausschliesst. 4. Der Beschwerdeführer bringt im Wesentlich en vor, die Verweigerung der Eintragung mangels natur - oder ingenieurwissenschaftlichen Hochschu l- abschlusses im Sinne von Art. 19 Abs. 1 Bst. a PAG verletze die in Art. 27 B-2194/2012 Seite 9 BV garantierte Wirtschaftsfreiheit und verstosse gegen weitere Verfa s- sungsvorschriften, nämlich gegen Art. 5, Art. 8 und Art. 9 BV. 4.1 Die Rüge, verfassungsmässige Rechte seien verletzt, ist im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht zulässig. Indes ist dabei das Anwe n- dungsgebot von Art. 190 BV zu beachten, wonach Bundesgesetze und Völkerrecht für das Bundesgericht und die anderen rechtsanwendenden Behörden von Bund und Kantonen massgebend sind (vgl. BGE 129 II 249 E. 5.4). Bundesgesetze müssen grundsätzlich angewendet werden, auch wenn sie der Verfassung widersprechen. Die rechtsanwende nden Behörden dürfen einem Bundesgesetz nicht unter Berufung auf dessen (angebliche oder erwiesene) Verfassungswidrigkeit die Anwendung ve r- sagen. Art. 190 BV statuiert in diesem Sinne den Anwendungsvorrang der massgebenden Normen gegenüber der Bundesverfas sung (BGE 131 II 562 E. 3.2; vgl. auch BVGE 2008/48 E. 5.3 ). Es ist nach dem Willen des Verfassungsgebers allein Sache des Gesetzgebers und nicht Aufgabe der Gerichte, eine allfällige verfassungswidrige bundesgesetzliche Regelung zu korrigieren (BGE 131 V 256 E. 5.3). Den gesetzgeberischen Voren t- scheidungen ist aufgrund von Art. 190 BV so weit wie möglich Vorrang einzuräumen, so dass die Schranke für richterliche Gesetzeskorrekturen besonders hoch angesetzt wird. Sie ist zwar nicht unübersteigbar, jedoch muss gegenläufigen Verfassungsgehalten direkt die Entleerung ihres G e- haltes drohen, damit sich ein Gesetz in ihrem Sinne korrigieren lässt. Art. 190 BV statuiert ein Anwendungsgebot, kein Prüfungsverbot (BGE 129 II 249 E. 5.4, BGE 123 II 9 E. 2; siehe zum Ga nzen auch Urteile des Bundesverwaltungsgerichts B-1940/2008 vom 10. Juni 2008 E. 3.1 und B-2486/2008 vom 7. Oktober 2008 E. 3.1 mit Hinweisen). 4.2 Somit ist das Bundesverwaltungsgericht aufgrund von Art. 190 BV an den klar zum Ausdruck gebrachten Willen des Gesetzgebers gebunden und hat Art. 19 Abs. 1 Bst. a PAG mitsamt dem darin statuierten Erforder- nis eines natur - oder ingenieurwissenschaftlichen Hochschulabschlusses anzuwenden. Es steht nicht in der Kompetenz der Gerichte, auf dieses Erfordernis zu ver zichten und Personen ohne entsprechenden Ausbi l- dungsabschluss in das Patentanwaltsregister einzutragen oder eintragen zu lassen. Den Begehren des Beschwerdeführers kann schon aus di e- sem Grund nicht stattgegeben werden. Wie im Folgenden aufgezeigt wird, is t zudem weder ersichtlich noch rechtsgenüglich dargetan, dass das fragliche Erfordernis bzw. die darauf B-2194/2012 Seite 10 gestützte Verweigerung der vorliegend verlangten Eintragung geradezu einen Verfassungsgehalt entleeren könnte. 5. Gemäss Art. 27 Abs. 1 BV ist die Wirtsc haftsfreiheit gewährleistet. Sie umfasst insbesondere die freie Wahl des Berufes und den freien Zugang zu einer privatwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit sowie deren freie Au s- übung (Art. 27 Abs. 2 BV). Mit der Verweigerung der Eintragung des B e- schwerdeführers ins Patentanwaltsregister und dem damit verbundenen Ausschluss vom Recht auf Verwendung des Titels eines Patentanwaltes ist die Wirtschaftsfreiheit in ihrem Teilgehalt als Recht auf freie B e- rufsausübung tangiert. Auch wird damit das ebenso Teilgehalt der Wirt- schaftsfreiheit bildende Recht auf freien Berufszugang faktisch eing e- schränkt (vgl. zum anders gelagerten Fall der Zulassung als Revisor, bei welcher eine Bewilligungspflicht für die Berufsausübung und damit eine rechtliche Marktzutrittsbarriere beste ht, Urteil des Bundesverwaltungsg e- richts B-3024/2008 vom 1. Oktober 2008 E. 5.2). Einschränkungen der Wirtschaftsfreiheit sind zulässig, wenn sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruhen, durch ein öffentliches Interesse oder durch den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt und verhältni s- mässig sind sowie den Kernbereich des Grundrechts nicht antasten (Art. 36 BV; vgl. dazu BGE 131 I 233 E. 4.1). Für schwerwiegende Eingrif- fe ist eine formellgesetzliche Grundlage erforderlich (Art. 36 Abs. 1 Satz 2 BV). Zudem müssen Einschränkungen rechtsgleich erfolgen (vgl. BGE 130 I 26 E. 4.5 sowie hinten E. 5.4). 5.1 Nach der vom zuständigen Bundesgesetzgeber getroffenen Regelung wird für die Benutzung des Titels "Patentanwalt" namentlich ein natur - oder ingenieurwissenschaftlicher Hochschulabschluss verlangt (vgl. vorn E. 2. Nicht von Interesse ist vorliegend die Frage, welchen Anforderungen dieser Hochschulabschluss im Einzelnen genügen muss [vgl. dazu Art. 4 f. PAG sowie Art. 2 und Art. 36 PAV]). Die g esetzliche Grundlage lässt sich insoweit nicht in Frage stellen. Sie wurde mit der in Frage st e- henden Regelung (Art. 19 Abs. 1 Bst. a PAG) auf der Stufe des formellen Gesetzes gerade geschaffen. 5.2 Der Beschwerdeführer bestreitet, dass die getroffene Übergangsrege- lung bzw. das darin statuierte Erfordernis eines natur - oder ingenieurwis- senschaftlichen Hochschulabschlusses im öffentlichen Interesse liegt (vgl. insbesondere Beschwerde, S. 5). B-2194/2012 Seite 11 Einschränkungen der Wirtschafsfreiheit lassen sich nicht mit jede m i r- gendwie gearteten öffentlichen Interesse rechtfertigen (BGE 131 I 223 E. 4.2; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B -3024/2008 vom 1. Okt o- ber 2008 E. 5.3.2 mit Hinweisen). Abweichungen vom Grundsatz der Wirtschaftsfreiheit, also wirtschafts- oder standespolitische Massnahmen, die den freien Wettbewerb behindern, um gewisse Gewerbezweige oder Bewirtschaftungsformen zu begünstigen oder zu sichern, sind ohne Rechtfertigung durch die Bundesverfassung oder ein kantonales Rega l- recht unzulässig (Art. 94 Abs. 4 BV; BGE 131 I 223 E. 4.2). Hingegen sind andere im öffentlichen Interesse begründete Massnahmen wie in s- besondere wirtschaftspolizeilich oder sozialpolitisch motivierte Einschrä n- kungen grundsätzlich zulässig (BGE 131 I 233 E. 4.2; Urteil des Bunde s- verwaltungsgerichts B-3024/2008 vom 1. Oktober 2008 E. 5.3.2). Mit dem neuen Patentanwaltsgesetz wurde in erster Linie das Ziel ang e- strebt, eine hohe fachliche Eignung bei der Beratung sowie Vertretung in Patentsachen zu gewährleisten und damit die Interessen von Anmeldern und Inhabern von Patenten zu schützen (Botschaft zum PAG, BBl 2008 412 und 417). Die nach dem Gesetz geforderten fachlichen Qualifikati o- nen widerspiegeln nach Auffassung des Gesetzgebers die an eine ko m- petente Beratung durch Patentanwältinnen und Patentanwälte gestellten Anforderungen. Eine kompetente und umfassende Beratung durch P a- tentanwältinnen und Patentanwälte setze insbesondere eine fundierte technische Grundausbildung voraus. Ein vertieftes Verständnis der n a- turwissenschaftlichen Zusammenhänge einer Erfindung sei unabdingbar für die Fähigkeit, den Kerngedanken für eine Patentanmeldung in meist verallgemeinernde Worte zu fassen und dadurch einen effektiven Paten t- schutz gewährleisten zu können (Botschaft zum PAG, BBl 2008 423). Die in Frage stehende Regelung liegt mit Blick auf den angestrebten Schutz der Anmelder und Inhaber von Patenten vor unqualifizierter Ber a- tung und Vertretung in einem wirtschaftspolizeilichen Interesse. Ein ö f- fentliches Interesse an der Einschränkung der Wirtschaftsfreiheit ist somit gegeben. 5.3 Nach dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit muss eine behördliche Massnahme geeignet, erforderlich und für den Betroffenen zumutbar sein (vgl. BVGE 2011/41 E. 3.3 mit zahlreichen Hinweisen). 5.3.1 Mit dem Erfordernis eines natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Hochschulabschlusses wird die Qualität der Beratung und Vertretung in B-2194/2012 Seite 12 Patentsachen insgesamt erhöht sowie Anmeldern und Inhabern von P a- tenten erleichtert, fachlich qualifizierte Erbringer patentanwaltlicher Dienstleistungen zu ermitteln. Das angestrebte Ziel wird somit erreicht, so dass die Eignung der gesetzgeberischen Massnahme gegeben ist. Soweit der Beschwerdeführer hiergegen vorbringt, die Voraussetzung e i- nes natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Hochschulabs chlusses kön- ne die Professionalität der Beratung nicht sicherstellen (vgl. Beschwerde, S. 6), dringt er nicht durch. Denn zum einen genügt es, dass die genan n- te Voraussetzung einen Beitrag zur Verbesserung des Schutzes geistigen Eigentums zu leisten vermag (vgl. zur Eignung bzw. Zwecktauglichkeit ei- ner Massnahme allgemein ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHL- MANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, Rz. 587 ff. mit Hinweisen). Zum anderen ist in diesem Zusammenhang entgegen der A uffassung des Beschwerdeführers nicht entscheidend, dass die Vorinstanz bei Patentanmeldungen nur eine eingeschränkte Prü- fung vornimmt (vgl. dazu Art. 59 Abs. 4 des Patentgesetzes vom 25. Juni 1954 [PatG, SR 232.14]). 5.3.2 Zu prüfen ist sodann, ob der verfolgte Zweck auch mit einer weniger einschneidenden Massnahme erreicht werden könnte. Bei dieser Prüfung der Erforderlichkeit ist insbesondere zu berücksicht i- gen, dass die Eintragung in das Patentanwaltsregister im Sinne von Art. 19 Abs. 1 Bst. a PAG nur P ersonen zugänglich ist, welche eine über sechsjährige patentanwaltliche Tätigkeit auf Vollzeitbasis in der Schweiz ausgeübt haben. Es fragt sich, ob angesichts dieses Erfordernisses einer mehrjährigen Praxiserfahrung mit der Voraussetzung eines natur - oder ingenieurwissenschaftlichen Hochschulabschlusses übermässig strenge übergangsrechtliche Anforderungen an die Eintragung in das Patenta n- waltsregister statuiert wurden. Diese Frage drängt sich insbesondere auch auf, weil das Erfordernis des Hochschulabschlu sses im ursprüngl i- chen Entwurf der Übergangsbestimmung noch nicht enthalten und erst nach dem Vernehmlassungsverfahren hinzugefügt worden war (vgl. Bo t- schaft zum PAG, BBl 2008 436). Da Personen mit der in Art. 19 Abs. 1 Bst. a PAG erwähnten Praxiserfa h- rung anders als nach den ordentlicherweise zu erfüllenden Vorausse t- zungen für die Eintragung in das Patentanwaltsregister keine Patenta n- waltsprüfung bestanden haben müssen (vgl. Art. 2 Bst. b i.V.m. Art. 12 Abs. 1 Satz 1 PAG sowie vorn E. 2.1), kommen sie in den Genuss einer B-2194/2012 Seite 13 Ausnahmeregelung. Den Qualifikationen, welche diese Personen durch ihre bisherige patentanwaltliche Tätigkeit erworben haben, wird mit dieser privilegierenden Sonderregelung hinreichend Rechnung getragen. Es e r- scheint als vertretbar, dass der Gesetzgeber eine darüber hinausgehende Privilegierung durch Verzicht auf das Erfordernis eines natur - und ingeni- eurwissenschaftlichen Hochschulabschlusses als der angestrebten Quali- tätssicherung abträglich qualifiziert und dementsprechend die in Frage kommende mildere Massnahme als ungenügend erachtet hat (vgl. Bo t- schaft zum PAG, BBl 2008 436). Die Erforderlichkeit ist somit gegeben. 5.3.3 Zu untersuchen bleibt, ob sich die in Frage stehende Massnahme als zumutbar erweist, indem sie ein vernünftiges Verhältnis zwischen dem angestrebten Ziel und dem Eingriff, welchen sie für den betroffenen Priva- ten bedeutet, wahrt. Vorzunehmen ist mit anderen Worten eine wertende Abwägung zwischen dem öffentlichen Interesse an der Massnahme und den durch den Eingriff bee inträchtigten privaten Interessen des B e- schwerdeführers (vgl. BVGE 2011/41 E. 3.3.3 mit Hinweis). Das private Interesse des Beschwerdeführers, nicht aufgrund des Erfo r- dernisses eines natur - oder ingenieurwissenschaftlichen Hochschula b- schlusses von der Ein tragung in das Patentanwaltsregister ausgeschlo s- sen zu werden, besteht darin, dass er seine bisherige patentanwaltliche Tätigkeit uneingeschränkt weiter ausüben und sich dabei als Patenta n- walt bezeichnen möchte. Er befürchtet nach eigenen Angaben, seine Mandanten zu verlieren, wenn er den Titel "Patentanwalt" nicht führen kann (vgl. Beschwerde, S. 6; Replik, S. 2). Dem genannten privaten Interesse gegenüber steht in erster Linie das ö f- fentliche Interesse am Schutz der Anmelder und Inhaber von Patenten durch Sicherstellung einer kompetenten sowie umfassenden Beratung durch Patentanwältinnen und Patentanwälte (vgl. vorn E. 5.2). Letzteres Interesse ist als gewichtig einzustufen. Zu Recht wird in der Botschaft zum Patentanwaltsgesetz darauf hingewiesen, dass e ine inkompetente Beratung oder Vertretung in Patentsachen nicht nur für die betroffenen Unternehmen, sondern auch auf die Gesamtwirtschaft negative Auswi r- kungen hat (Botschaft zum PAG, BBl 2008 417). Die Sicherstellung einer fachkundigen Beratung und Vertr etung in Patentangelegenheiten e r- scheint vor diesem Hintergrund als von erheblicher Bedeutung. Obschon die Nichteintragung des Beschwerdeführers in das Patentanwaltsregister für ihn mit nachteiligen wirtschaftlichen Folgen verbunden sein dürfte, überwiegt damit das öffentliche Interesse am vorliegenden Eingriff in die B-2194/2012 Seite 14 Wirtschaftsfreiheit sein Interesse, sich als Patentanwalt bezeichnen zu dürfen. Zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang namentlich, dass es dem Beschwerdeführer unbenommen bleibt, weite rhin – wenn auch nicht unter der Bezeichnung "Patentanwalt" – eine patentanwaltliche Tätigkeit auszuüben: Der Gesetzgeber hat sich bewusst dafür entschieden, ledi g- lich einen Titelschutz einzuführen. Dies bedeutet, dass eine Person, we l- che die Voraussetzung en zur Führung der geschützten Berufsbezeic h- nung nicht erfüllt, ihre bisher ausgeübte Tätigkeit unter einer anderen B e- zeichnung weiterführen darf (vgl. Botschaft zum PAG, BBl 2008 436). Es handelt sich somit um einen milderen Eingriff in die Wirtschaftsfre iheit als etwa die Einführung eines Patentanwaltszwanges im Sinne eines au s- schliesslichen Rechts der im Patentanwaltsregister eingetragenen Pers o- nen zur gewerbsmässigen Vertretung (vgl. Botschaft zum PAG, BBl 2008 416). Nichts daran zu ändern vermag der Um stand, dass der Beschwe r- deführer geltend macht, die Massnahme würde ihm die Ausübung einer patentanwaltlichen Tätigkeit faktisch verunmöglichen. Die Verweigerung der Eintragung des Beschwerdeführers in das Paten t- anwaltsregister mangels natur - oder ingenie urwissenschaftlichen Hoc h- schulabschlusses ist somit nicht nur gemäss Art. 36 Abs. 3 BV, sondern auch im Sinne des für jedes staatliche Handeln geltenden Verhältnismä s- sigkeitsgrundsatzes von Art. 5 Abs. 2 BV verhältnismässig. Nach dem Ausgeführten besteht im Übrigen auch kein Grund zur Annahme, dass vorliegend der Kerngehalt der Wirtschaftsfreiheit angetastet würde. 5.4 Aus der Wirtschaftsfreiheit wird auch ein Verbot der rechtsungleichen Behandlung der direkten Konkurrenten abgeleitet (vgl. anstelle vieler : BGE 130 I 26 E. 4.4 mit Hinweis). Auf dieses Gebot der Gleichbehan d- lung der Gewerbegenossen bzw. der Wettbewerbsneutralität kann sich der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit dem vorliegenden Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit berufen, da die Nichteintr agung in das Paten t- anwaltsregister ihm faktisch die Ausübung einer patentanwaltlichen Tätig- keit massgeblich erschwert und dies für ihn gegenüber eingetragenen Pa- tentanwälten, welche als direkte Konkurrenten zu betrachten sind, einen wesentlichen Wettbewerbsnachteil darstellt (vgl. – allerdings zur Nichtzu- lassung eines Arztes als Leistungserbringer im Rahmen der obligator i- schen Krankenpflegeversicherung – BGE 130 I 26 E. 4.4). B-2194/2012 Seite 15 Der Grundsatz der Gleichbehandlung der Gewerbegenossen verbietet Massnahmen, welche den Wettbewerb unter direkten Konkurrenten ve r- zerren bzw. nicht wettbewerbsneutral sind. Letzteres ist insbesondere der Fall, wenn diese Massnahmen zum Zweck haben, in den Wettbewerb einzugreifen, um einzelnen Konkurrenten oder Konkurrentengruppen g e- genüber anderen zu benachteiligen oder zu bevorzugen (BGE 125 I 431 E. 4b/aa mit Hinweisen). Das Gebot der Wettbewerbsneutralität schliesst indes nach der Rechtsprechung Ungleichbehandlungen, die durch zulä s- sige öffentliche Interessen zu rechtfertigen und verh ältnismässig sind, nicht aus. Einzig spürbare, nicht durch das öffentliche Interesse gerech t- fertigte Wettbewerbsverzerrungen gilt es zu vermeiden (BGE 130 I 26 E. 6.3.3.1). Vorliegend besteht – wie aufgezeigt – ein gewichtiges Interesse daran, die Eintrag ung in das Patentanwaltsregister bzw. die Berechtigung zur Verwendung des Titels "Patentanwalt" von einer qualifizierten natur - oder ingenieurwissenschaftlichen Ausbildung abhängig zu machen. Deshalb erscheint es als gerechtfertigt und verhältnismässig, Pe rsonen ohne ent- sprechende Ausbildung gegenüber Personen mit einem natur - oder inge- nieurwissenschaftlichen Hochschulabschluss zu benachteiligen (vgl. vorn E. 5.2 f.). Eine Verletzung des Gebots der Gleichbehandlung der Gewe r- begenossen liegt somit nicht vor. 5.5 Der angefochtene Entscheid ist nach dem Ausgeführten mit der Wir t- schaftsfreiheit (Art. 27 BV) vereinbar und begründet keine Gefahr der Ent- leerung ihres Gehaltes. 6. Der Beschwerdeführer rügt, die Regelung des Patentanwaltsgesetzes sei willkürlich (Beschwerde, S. 9). 6.1 Ein Erlass verstösst gegen das Willkürverbot (Art. 9 BV), wenn er sich nicht auf ernsthafte sachliche Gründe stützen lässt oder sinn- und zweck- los ist (BGE 132 V 273 E. 4, mit Hinweisen). 6.2 Wie hiervor aufgezeigt beruht die in Fra ge stehende Übergangsrege- lung, welche die Eintragung in das Patentanwaltsregister vom Vorliegen eines natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Hochschulabschlusses ab- hängig macht, auf ernsthaften, sachlichen und vernünftigen Gründen wie namentlich dem Schutz des Publikums durch Gewährleistung einer qual i- fizierten Beratung und Vertretung in Patentsachen (vorn E. 5.2). Die R ü-B-2194/2012 Seite 16 ge, diese Regelung und der darauf beruhende Entscheid seien im Sinne von Art. 9 BV willkürlich, entbehrt damit jeder Grundlage (vgl. zum Will- kürverbot anstelle vieler: HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 524 ff., mit Hinweisen). Insbesondere begründet der Umstand, dass ein Verf ü- gungsadressat mit den Wertungen des Gesetzgebers nicht einverstanden ist, noch keinen Verstoss gegen das Willkürverbot. Ohnehin sind die Wer- tungen des Gesetzgebers für das Bundesverwaltungsgericht – wie aufge- zeigt – aufgrund von Art. 190 BV verbindlich (vgl. Urteil des Bundesve r- waltungsgerichts A-2811/2011 vom 13. April 2012 E. 5.5 mit Hinweisen; vorn E. 4.1). 7. Der Beschwerdeführer macht geltend, mit dem Festhalten am Erfordernis des natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Hochschulabschlusses we r- de er im Vergleich zu Patentanwälten aus Staaten, welche neu dem E u- ropäischen Patentübereinkommen (EPÜ, vgl. dazu sogleich E. 8.2) beige- treten sind, im Sinne von Art. 8 BV ungleich behandelt bzw. diskriminiert. Diese Patentanwälte könnten sich nämlich nach der Übergangsregelung des Europäischen Patentübereinkommens auch ohne natur - oder ingeni- eurwissenschaftlichem Hochschulabschluss in die Liste der beim EPA zu- gelassenen Patentanwälte eintragen lassen, soweit der betreffende Staat keine Vorschriften über die Führung des Titels des Patentanwaltes erla s- sen und die Vertretung vor dem nationalen Patentamt nicht eingeschränkt habe. Dadurch, dass sich diese Patentanwälte bei Vorliegen einer en t- sprechenden Eintragung in der beim EPA geführten Liste gestützt auf Art. 19 Abs. 1 Bst. b PAG in das schweizerische Patentanwaltsregister eintragen lassen könnten, ohne über Kenntnisse betr effend das Paten t- wesen zu verfügen, werde der Beschwerdeführer klar diskriminiert. Eine Diskriminierung bestehe auch gegenüber denjenigen Personen, welche im Zeitpunkt, als das Europäische Patentübereinkommen für die Schweiz in Kraft trat, hier als Patenta nwälte tätig gewesen seien und sich ohne weitere Voraussetzungen als europäische Patentanwälte hätten eintragen lassen können (Beschwerde, S. 5 und S. 7 ff.). 8. 8.1 Nach Art. 8 Abs. 1 BV sind alle Menschen vor dem Gesetz gleich. Dies bedeutet, dass Gleiche s nach Massgabe seiner Gleichheit gleich, Ungleiches nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich zu behandeln ist. Der Anspruch auf rechtsgleiche Behandlung wird namentlich dann verletzt, wenn mit Bezug auf eine entscheidwesentliche Tatsache rechtl i- che Unterscheidungen getroffen werden, für die ein vernünftiger Grund in B-2194/2012 Seite 17 den zu regelnden Verhältnissen nicht ersichtlich ist, oder wenn Unte r- scheidungen unterlassen werden, die sich aufgrund der Verhältnisse au f- drängen (Urteil des Bundesgerichts 2C_587/2011 vom 1 2. Dezember 2011 E. 4.2 mit Hinweis). Das allgemeine Rechtsgleichheitsgebot von Art. 8 Abs. 1 BV ist weniger streng als das Gebot der Wettbewerbsneutralität. Insoweit als Letzteres vorliegend eingehalten ist, kann Art. 8 Abs. 1 BV nicht verletzt sein (BGE 130 I 26 E. 6.3.3.4 mit Hinweisen). Je denfalls im Verhältnis zu den gestützt auf Art. 12 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. Art. 2 PAG im schweizerischen Patentanwaltsregister eingetragenen Personen mit einem natur - oder in- genieurwissenschaftlichem Hochschulabschluss wird der Beschwerdefüh- rer also nicht rec htsungleich im Sinne von Art. 8 Abs. 1 BV behandelt (vgl. vorn E. 5.4). 8.2 Die Vorbringen des Beschwerdeführers gehen insoweit von vornhe r- ein an der Sache vorbei, als damit sinngemäss geltend gemacht wird, die Voraussetzungen für die Eintragung in das sc hweizerische Patenta n- waltsregister dürften mit Blick auf das Rechtsgleichheitsgebot von Art. 8 Abs. 1 BV nicht strenger sein als diejenigen, welche nach dem am 29. November 2000 revidierten Europäischen Patentübereinkommen vom 5. Oktober 1973 (EPÜ 2000 [für die Schweiz in Kraft getreten am 13. D e- zember 2007], SR 0.232.142.2) und den zugehörigen internationalen Ausführungsbestimmungen für die Eintragung in die beim EPA geführte Liste der zugelassenen Vertreter gelten. Denn hier geht es um die Frage, ob der B eschwerdeführer in das schweizerische Patentanwaltsregister eingetragen werden kann, und nicht darum, ob er die Voraussetzungen nach dem EPÜ 2000 erfüllt. Dies schliesst nicht aus, dass das EPÜ 2000 insoweit zur Anwendung kommt, als das (schweizerische) Pa tentanwalts- gesetz ausdrücklich oder implizit darauf Bezug nimmt. 8.3 Der Bundesgesetzgeber hat mit der Anknüpfung an die Eintragung in die beim EPA geführte Liste der zugelassenen Vertreter in Art. 19 Abs. 1 Bst. b PAG eine Regelung erlassen, welche es be stimmten Personen er- möglicht, sich allenfalls ohne natur - oder ingenieurwissenschaftlichem Hochschulabschluss in das schweizerische Patentanwaltsregister eintr a- gen zu lassen. Im Folgenden ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer im Vergleich zu diesen Person en rechtsungleich behandelt wird. Dabei ist die Situation des Beschwerdeführers drei Fallkonstellationen gegenübe r- zustellen, bei welchen Personen ohne natur- oder ingenieurwissenschaft- lichem Hochschulabschluss aufgrund von Art. 19 Abs. 1 Bst. b PAG einen B-2194/2012 Seite 18 Eintrag ins schweizerische Patentanwaltsregister erwirken können (E. 8.3.1–8.3.3 hiernach): 8.3.1 In die beim EPA geführte Liste der zugelassenen Vertreter können sich nach Art. 134 Abs. 2 EPÜ 2000 natürliche Personen eintragen la s- sen, welche die Staatsa ngehörigkeit eines Vertragsstaates besitzen (Bst. a), ihren Geschäftssitz oder Arbeitsplatz in einem Vertragsstaat h a- ben (Bst. b) und die europäische Eignungsprüfung bestanden h a- ben (Bst. c). Eine Registrierung (und damit die Zulassung) zu dieser Ei g- nungsprüfung setzt insbesondere voraus, dass der Bewerber entweder ein natur - oder ingenieurwissenschaftliches Hochschuldiplom erworben hat oder den Nachweis gleichwertiger natur - oder ingenieurwissenschaft- licher Kenntnisse (nach Massgabe der Ausführungsbestimmungen zu den Vorschriften über die europäische Eignungsprüfung für die beim Europä i- schen Patentamt zugelassenen Vertreter [ABVEP; Beilage zum ABl. EPA 12/2011, 20 ff.]) erbringen kann (vgl. Art. 11 Abs. 1 Bst. a der Vo r- schriften über die europäische Eignung sprüfung für die beim Europä i- schen Patentamt zugelassenen Vertreter [in der Fassung des Anhangs des Beschlusses des Verwaltungsrats der Europäischen Patentorganis a- tion vom 10. Dezember 2008 zur Änderung der Vorschriften über die e u- ropäische Eignungsprüfung für die beim Europäischen Patentamt zug e- lassenen Vertreter, ABl. EPA 1/2009, 9 ff.] i.V.m. Art. 134a Abs. 1 Bst. b EPÜ 2000). Eine Eintragung in die beim EPA geführte Liste ist somit namentlich für Personen ohne natur - oder ingenieurwissenschaftlichem Ho chschuldip- lom möglich, welche den Nachweis gleichwertiger natur - oder ingenieur- wissenschaftlicher Kenntnisse (im Sinne der ABVEP) erbracht und die eu- ropäische Eignungsprüfung bestanden haben. Diese Personen können sich somit auch ohne natur - oder ingenieur wissenschaftlichem Hoch- schulabschluss bei Vorliegen einer Eintragung in die beim EPA geführte Liste (und bei Erfüllung der weiteren Voraussetzungen von Art. 19 Abs. 1 Bst. b PAG) in das schweizerische Patentanwaltsregister eintragen la s- sen. Zu Recht macht der Beschwerdeführer keine Ungleichbehandlung g e- genüber den genannten Personen geltend. Denn es fehlt insofern schon deshalb, weil der Beschwerdeführer die europäische Eignungsprüfung nicht abgelegt hat, an vergleichbaren Sachverhalten. B-2194/2012 Seite 19 8.3.2 Auch aufgrund von Art. 134 Abs. 3 Bst. c EPÜ 2000 steht die Ei n- tragung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 Bst. b PAG unter Umständen Pers o- nen offen, welche nicht über einen natur - oder ingenieurwissenschaftli- chen Hochschulabschluss verfügen. Gemäss Art. 134 Abs. 3 EPÜ 2000 können während der Zeitspanne eines Jahres ab Beginn der Wirksamkeit des Beitrittes eines Staates zum Übereinkommen auch natürliche Pers o- nen die Eintragung in die beim EPA geführte Liste beantragen, welche die Staatsangehörigkeit eines Vertragsstaats besit zen (Bst. a), ihren G e- schäftssitz oder Arbeitsplatz in dem Staat haben, welcher dem Überei n- kommen beigetreten ist (Bst. b), und befugt sind, natürliche oder jurist i- sche Personen auf dem Gebiet des Patentwesens vor der Zentralbehörde für den gewerblichen Rechtsschutz des betreffenden Staates zu vertreten (Bst. c 1. Teil). Ist diese Vertretungsbefugnis nicht an eine besondere b e- rufliche Befähigung gebunden, muss der Antragssteller diese Vertretung in diesem Staat mindestens fünf Jahre lang regelmässig ausgeüb t haben (Art. 134 Abs. 3 Bst. c 2. Teil EPÜ 2000). Bei Personen, welche sich gestützt auf Art. 134 Abs. 3 Bst. c EPÜ 2000 und unter Berufung auf ihre patentanwaltliche Tätigkeit in einem anderen Staat als der Schweiz in die beim EPA geführte Liste eintrag en liessen, besteht die Möglichkeit der Eintragung in das schweizerische Patenta n- waltsregister ohne natur - oder ingenieurwissenschaftlichem Hochschu l- abschluss nur, wenn sie sowohl mindestens fünf Jahre lang die Vertr e- tung in einem ausländischen Vertragsstaat im Sinne von Art. 134 Abs. 3 Bst. c EPÜ vor der zugehörigen Zentralbehörde für den gewerblichen Rechtsschutz ausgeübt haben (vgl. Art. 134 Abs. 3 Bst. c 2. Teil EPÜ 2000) und im Zeitpunkt des Inkrafttretens des PAG seit mehr als drei Jah- ren in der Schwe iz auf Vollzeitbasis patentanwaltlich tätig waren (vgl. Art. 19 Abs. 1 Bst. b PAG). Dies gilt jedenfalls, wenn der betreffende ausländische Staat für die patentanwaltliche Vertretungsbefugnis keine besondere Befähigung im Sinne von Art. 134 Abs. 3 Bst. c 2 . Teil EPÜ 2000 voraussetzt. Im Vergleich zu den erwähnten Personen befindet sich der Beschwerd e- führer mangels Praxiserfahrung im Ausland nicht in einer vergleichbaren Situation. Eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung gegenüber di e- sem Personenkreis ist somit auszuschliessen. 8.3.3 Es bleibt zu untersuchen, ob der Beschwerdeführer im Vergleich zu denjenigen Personen rechtsungleich behandelt wird, die nach Art. 19 Abs. 1 Bst. b PAG eine Eintragung erwirken können, weil sie sich nach B-2194/2012 Seite 20 dem Wirksamwerden des EPÜ 2000 für die Schweiz unter Berufung auf hier gesammelte patentanwaltliche Praxiserfahrung in die beim EPA g e- führte Liste eintragen liessen. Eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung ist in diesem Zusamme n- hang nicht zu erblicken. Zum einen ist eine exakte Gleichbehandlung aller Rechtsunterworfener aus praktischen Gründen nicht immer möglich, weshalb der Gesetzgeber bis zu einem gewissen Grad schematisieren und pauschalisieren darf (BGE 131 I 291 E. 3.2.1). Zum anderen ist es aus Gründen der Praktik abilität vertretbar, bei Erlass einer Übergangsr e- gelung, welche schon von ihrer Natur her nur für einen begrenzten Zei t- raum gilt, auf das formale Kriterium der Eintragung in die beim EPA g e- führte Liste abzustellen (vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungsger ichts A-2583/2007 vom 17. Dezember 2007 E. 6.2.6). Vor diesem Hintergrund kann hier im Übrigen offengelassen werden, ob bzw. inwieweit der Beschwerdeführer über Praxiserfahrung gemäss Art. 134 Abs. 3 Bst. c EPÜ und Art. 19 Abs. 1 Bst. b PAG verfügt. 8.4 Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer zu Unrecht geltend macht, die vorliegend in Frage stehende Regelung des Bundesgesetzgebers und die angefochtene Verweigerung der Eintragung in das Patentanwaltsregister verstiessen gegen das Rechtsgleichheitsge- bot von Art. 8 Abs. 1 BV. 9. 9.1 Gemäss Art. 8 Abs. 2 BV darf niemand diskriminiert werden, namen t- lich nicht wegen der Herkunft, der Rasse, des Geschlechts, des Alters, der Sprache, der sozialen Stellung, der Lebensform, der religiösen, welt- anschaulichen oder politischen Überzeugung oder wegen einer körperl i- chen, geistigen oder psychischen Behinderung. Nach der Rechtspr e- chung liegt eine Diskriminierung vor, wenn eine Person allein aufgrund ih- rer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe, w elche historisch oder in der gegenwärtigen sozialen Wirklichkeit tendenziell ausgegrenzt oder als minderwertig behandelt wird, ungleich behandelt wird. Die Diskrimini e- rung ist eine im Vergleich zur rechtsungleichen Behandlung im Sinne von Art. 8 Abs. 1 BV qualifizierte Ungleichbehandlung von Personen in ve r- gleichbaren Situationen (Urteil des Bun desgerichts 2C_360/2012 vom 17. August 2012 E. 2.2; BGE 138 I 205 E. 5.4; BGE 135 I 49 E. 4.1, BGE 134 I 49 E. 3.1). B-2194/2012 Seite 21 Art. 8 Abs. 2 BV schliesst eine Anknüpfung an ein verpöntes Merkmal wie Herkunft, Rasse, Geschlecht, Sprache und weitere in Art. 8 Abs. 2 BV in nicht abschliessender Weise aufgezählte Kriterien nicht absolut aus. Stattdessen begründet eine Anknüpfung an ein solches Merkmal den Verdacht einer unzulässigen Differenzierung, welcher nur durch eine g e- nügende Rechtfertigung ausgeräumt werden kann. Im Bereich des Di s- kriminierungsverbotes bedarf eine ungleiche Behandlung einer besonders qualifizierten Begründung (BGE 138 I 205 E. 5.4, BGE 135 I 49 E. 4.1, BGE 134 I 49 E. 3.1, BGE 129 I 217 E. 2.1). Art. 8 Abs. 2 BV verbietet auch die indirekte Diskriminierung, welche darin besteht, dass eine Regelung, welche keine offensichtliche Benachteil i- gung spezifisch gegen Diskriminierung geschützter Gruppen enthält, in ihren tatsächlichen Auswirkungen Angehörige einer solchen Gruppe ohne sachlichen Grund besonders benachteiligt (Urteil des Bundesgerichts 2C_360/2012 vom 17. August 2012 E. 2.2; BGE 138 I 205 E. 5.5, BGE 135 I 49 E. 4.1, BGE 134 I 49 E. 3.1, BGE 129 I 217 E. 2.1). Ein formal neutrales Gesetz, welche sich faktisch nachteilig auf eine durch das spezifische Diskriminierungsverbot geschützte Personengruppe au s- wirkt, bedarf einer besonderer Rechtfertigung, indem dafür qualifizierte, nicht-diskriminierende Gründe bestehen müssen und die Schlechterste l- lung dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit zu genügen hat (Urteil des Bundesgerichts 2C_360/2012 vom 17. August 2012 E. 2.2; BGE 135 I 49 E. 6.1). 9.2 Die in Art. 19 Abs. 1 Bst. a PAG vorgesehene Anknüpfung an das Vor- liegen eines natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Hochschulabschlus- ses stellt keine direkte Diskriminierung im Sinne von Art. 8 Abs. 2 BV dar. Denn zum einen können Personen, welche keinen entsprechenden Hochschulabschluss erworben haben, nicht als ein e durch das Diskrim i- nierungsverbot spezifisch geschützte Personengruppe betrachtet werden. Dies gilt umso mehr, als es sich nicht um eine Gruppe handelt, welche sich durch spezifische Eigenheiten oder durch besondere, nicht frei g e- wählte oder schwer aufgeb bare Merkmale auszeichnet und aus solchen Gründen eines besonderen verfassungsmässigen Schutzes bedarf (vgl. BGE 135 I 49 E. 4.4, BGE 132 I 49 E. 8.2). Zum anderen dient die Anknüpfung an das Vorliegen eines natur - oder ingenieurwissenschaftli- chen Hochsch ulabschlusses der Verbesserung des Schutzes geistigen Eigentums und beruht damit auf einem überzeugenden sachlichen Grund (vgl. vorn E. 5.2). B-2194/2012 Seite 22 Dass das Erfordernis eines natur - oder ingenieurwissenschaftlichen Hochschulabschlusses im Sinne von Art. 19 Abs. 1 Bst. a PAG zu einer indirekten Diskriminierung des Beschwerdeführers gemäss Art. 8 Abs. 2 BV führt, hat dieser nicht substantiiert dargetan und ist auch nicht aus den Akten ersichtlich. Zwar verweist der Beschwerdeführer in diesem Z u- sammenhang auf seine nach eigenen Angaben über zehnjährige Erfa h- rung auf dem Gebiet des Patentwesens und macht geltend, er werde g e- genüber denjenigen, welche sich als "Patentanwalt" bezeichnen dürften, diskriminiert (vgl. Beschwerde, S. 7). Allein seine Berufswahl und seine bisherige Praxistätigkeit lassen den Beschwerdeführer indes nicht als An- gehöriger einer spezifischen, unter dem Aspekt des Diskriminierungsve r- bots besonders sensiblen Gruppe erscheinen (vgl. Urteil des Bundesg e- richts 2C_360/2012 vom 17. August 2012 E. 3.2). Hinzu kommt, dass sich die mit der Verweigerung der Eintragung in das Patentanwaltsregister verbundene Benachteiligung des Beschwerdeführers gegenüber denjen i- gen Personen, welche sich als "Patentanwältin" bzw. "Patentanwalt", "conseil en brevets", "consul ente in brevetti" und "patent attorney" b e- zeichnen dürfen, durch qualifizierte, nicht -diskriminierende Gründe recht- fertigen lässt und verhältnismässig ist (vgl. vorn E. 5.2–5.4 und 8). Die Rüge, die Verweigerung der Eintragung des Beschwerdeführers ve r- stosse gegen das Diskriminierungsverbot von Art. 8 Abs. 2 BV, ist somit unbegründet. 10. Der Beschwerdeführer vermag den hier gezogenen Schluss, dass das Er- fordernis eines natur - oder ingenieurwissenschaftlichen Hochschula b- schlusses im Sinne von Art. 19 Abs. 1 Bst. a PAG in Übereinstimmung mit der Verfassung steht und ihm die Eintragung in das Patentanwaltsregister deshalb zu Recht verweigert wurde, auch mit seinen übrigen Vorbringen nicht umzustossen: 10.1 Der Beschwerdeführer macht insbesondere geltend, er h abe au f- grund von Gewohnheitsrecht auch ohne natur - oder ingenieurwisse n- schaftlichem Hochschulabschluss Anspruch auf Weiterführung seiner seit über zehn Jahren ausgeübten Tätigkeit als Patentanwalt. Sinngemäss rügt er damit jedoch nicht eine Ver letzung von Gewohnheitsrecht, so n- dern vielmehr einen Verstoss gegen die Besitzstandsgarantie. Nach der Besitzstandsgarantie soll eine (blosse) Rechtsänderung die u n- ter bisherigem Recht erworbenen Rechtspositionen unberührt lassen, B-2194/2012 Seite 23 selbst wenn sie dem neuen Recht nicht mehr entsprechen (vgl. BGE 137 V 162 E. 3.2; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B -3024/2008 vom 1. Oktober 2008 E. 4.4.1, je mit Hinweisen). Voraussetzung für diese Ga- rantie ist indes, dass das neue Recht ausdrücklic h vorsieht, dass die fr ü- her erworbene Rechtsposition "nach wie vor" gilt (auch zum Folgenden Gutachten des Bundesamtes für Justiz vom 2. Februar 2004, veröffen t- licht in: Verwaltungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 68.85 Ziff. 7 mit Hinweis). Anders als bei wohlerworbenen Rechten gilt demnach eine durch eine Besitzstandsgarantie geschützte Position allein deshalb we i- ter, weil das neue Recht dies vorsieht (vgl. zu den wohlerworbenen Rech- ten sogleich E. 10.2.3). Vorliegend ist im neuen Recht nicht ausdrücklich festgelegt, dass Pers o- nen, welche vor dessen Inkrafttreten patentanwaltlich tätig waren, sich auch bei F ehlen eines natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Hoch- schulabschlusses "nach wie vor" bzw. weiterhin als Patenanwälte b e- zeichnen dürfen. Deshalb macht der Beschwerdeführer ohne Erfolg ge l- tend, die Besitzstandsgarantie sei verletzt. 10.2 Nach Auffassung des Beschwerdeführers verstösst die Anwendung von Art. 19 Abs. 1 Bst. a PAG vorliegend gegen das Rückwirkungsverbot. In diesem Zusammenhang macht er auch geltend, zum Zeitpunkt des Ab- schlusses seines Studiums in Rechtswissenschaft (Ende 2007) sei nicht vorhersehbar gewesen, dass die Verwendung des Titels Patentanwalt von einem natur - oder ingenieurwissenschaftlichen Hochschulabschluss abhängig gemacht werden würde (vgl. Replik, S. 2). Mit diesen Vorbringen fordert der Beschwerdeführer sinngemäss eine an- gemessene Übergangsregelung für Personen, die im Zeitpunkt des I n- krafttretens des Patentanwaltsgesetzes nicht über einen natur - oder i n- genieurwissenschaftlichen Abschluss, aber über patentanwaltliche Pr a- xiserfahrung verfügten. 10.2.1 Nach der Rechtsprechung kann es aus Gründen der Recht s- gleichheit, der Verhältnismässigkeit, des Willkürverbotes sowie des Ve r- trauensschutzes verfassungsrechtlich geboten sein, ein e angemessene Übergangsregelung zu schaffen (Urteil des Bundesgerichts 2C_694/2011 vom 19. Dezember 2011 E. 4.9.2 mit Hinweis). Der Vertrauensgrundsatz kann einer Rechtsänderung insbesondere entgegenstehen und damit den Erlass einer Übergangsregelung gebieten, wenn die Änderung gegen das Rückwirkungsverbot verstösst, in wohlerworbene Rechte eingreift oder B-2194/2012 Seite 24 schützenswerte Erwartungen der Bürger missachtet (Urteil des Bunde s- gerichts 1C_168/2008 vom 21. April 2009 E. 4.3 mit Hinweisen). Die i n- soweit anwendbaren Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV lassen eine umfassende Abwägung zwischen den Interessen des Gesetzgebers an einer Neuor d- nung und den Interessen der von einer Neuregelung konkret Betroffenen zu (Urteil des Bundesgerichts 2C_694/2011 vom 19. Dezember 2011 E. 4.9.2). 10.2.2 Eine echte Rückwirkung liegt vor, wenn neues Recht auf einen Sachverhalt angewendet wird, welcher sich abschliessend vor Inkrafttr e- ten dieses Rechts zugetragen hat (BGE 101 Ia 82 E. 2; HÄFE- LIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 329). Eine solche Rü ckwirkung ist pra- xisgemäss nur unter strengen Voraussetzungen zulässig, soweit es sich nicht um einen begünstigenden Erlass handelt (vgl. BGE 125 I 182 E. 2b/cc; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 330 ff. mit Hinweisen). Hingegen liegt eine sog. unechte Rückwirkung vor, wenn neues Recht auf zeitlich offene Dauersachverhalte angewendet wird oder wenn das neue Recht in einzelnen Belangen auf Sachverhalte abstellt, die vor dessen I n- krafttreten vorlagen (sog. Rückanknüpfung; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz . 337 und 341; PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI/MARKUS MÜLLER, Allgemeines Verwaltungsrecht, 3. Aufl., Bern 2009, § 24 Rz. 28 halten die Kategorie der unechten Rückwirkung als für im Grunde übe r- flüssig). Eine unechte Rückwirkung ist nach bundesgerichtliche r Rech t- sprechung grundsätzlich zulässig, sofern ihr nicht wohlerworbene Rechte entgegenstehen (BGE 126 V 134 E. 4a; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 342 ff. mit Hinweisen). Insoweit, als nach Art. 19 Abs. 1 Bst. a PAG darauf abgestellt wird, ob im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes ein natur - oder ingenieu r- wissenschaftlicher Hochschulabschluss im Sinne dieser Vorschrift vorlag, liegt eine unechte Rückwirkung vor. Denn damit wird an Sachverhalte – nämlich den Erwerb eines entsprechenden Hochsch ulabschlusses – an- geknüpft, welche sich bereits vor dem Inkrafttreten des neuen Rechts am 1. Juli 2011 verwirklicht haben. Der angefochtene Entscheid ist nach dem Ausgeführten mit dem Rüc k- wirkungsverbot vereinbar, soweit damit nicht in ein wohlerworbenes Recht eingegriffen wird. B-2194/2012 Seite 25 10.2.3 Als wohlerworbene Rechte gelten vermögenswerte Ansprüche der Privaten gegenüber dem Staat, die sich durch ihre besondere Rechtsb e- ständigkeit auszeichnen (BGE 132 II 485 E. 9.5; HÄFE- LIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1008). Je na chdem, ob die sache n- rechtliche Fixierung oder die vertrauensbildende Beziehung zwischen Privaten und dem Staat im Vordergrund steht, unterstehen sie dem Schutz der Eigentumsgarantie oder des Vertrauensschutzes (vgl. dazu Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-3024/2008 vom 1. Oktober 2008 E. 4.4.1 mit Hinweisen; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1008). Dem Beschwerdeführer wurde kein wohlerworbenes Recht auf Weiterfüh- rung seiner Tätigkeit unter dem Titel "Patentanwalt" trotz fehlender en t- sprechender Ausbildung eingeräumt (vgl. auch Urteil des Bundesverwa l- tungsgerichts B-3024/2008 vom 1. Oktober 2008 E. 4.4.1 mit Hinweisen). 10.2.4 Vorliegend hat der Gesetzgeber mit Art. 19 Abs. 1 Bst. a PAG im Sinne eines qualifizierten Schweigens bewusst auf eine Üb ergangsrege- lung für Personen, welche im Zeitpunkt des Erlasses des Patentanwalt s- gesetzes über keinen natur - oder ingenieurwissenschaftlichen Hoc h- schulabschluss verfügten, verzichtet (vorn E. 3.2). Eine Interessenabw ä- gung ergibt, dass dies mit der Bundesverfassung vereinbar ist: Zum einen hat sich bei der Prüfung der Einschränkung der Wirtschaftsfreiheit g e- zeigt, dass ein gewichtiges Interesse an der Qualitätssicherung sowie dem Schutz des Publikums besteht und das Erfordernis eines natur - oder ingenieurwissenschaftlichen Hochschulabschlusses vor diesem Hinte r- grund an sich verhältnismässig ist (vgl. vorn 5.3). Zum anderen hat der Staat vorliegend keine privaten Erwartungen geweckt, welche es anläs s- lich der Rechtsänderung zu beachten gilt (vgl. zur Berücksicht igung Ver- trauen erweckender Umstände Urteil des Bundesgerichts 1C_168/2008 vom 21. April 2009 E. 4.4). Insbesondere wurde dem Beschwerdeführer vor Erlass des Patentanwaltsgesetzes nicht zugesichert, dass er sich inskünftig weiterhin ohne Einschränkungen – und namentlich ohne einen natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Hochschulabschluss – als P a- tentanwalt bezeichnen darf. Nach dem Ausgeführten gebieten weder das Rückwirkungsverbot, noch ein wohlerworbenes Recht oder sonstige Umstände den Erlass einer Übergangsregelung für Personen, welche im Zeitpunkt des Inkrafttretens des Patentanwaltsgesetzes über keinen natur - oder ingenieurwisse n- schaftlichen Hochschulabschluss verfügten. Die Beschwerde stösst ins o- weit ins Leere. Offengelassen werden kann in diesem Zusammenhang im B-2194/2012 Seite 26 Übrigen die Frage, ob und inwieweit die Rechtsänderung für den B e- schwerdeführer vorhersehbar war. 10.3 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist sodann auch nicht entscheidend, ab welchem Zeitpunkt er eine patentanwaltliche T ä- tigkeit im Sinne von Art. 19 Abs. 1 Bst. a PAG ausgeübt hat bzw. ob seine vor seinem Lizentiat in Rechtswissenschaft erworbene Erfahrung anr e- chenbar ist (vgl. dazu insbesondere Replik, S. 3; Duplik, S. 3; vorn E. 8.3.3). Nichts am vorliegenden Entscheid ändern ka nn auch der U m- stand, dass die Patentanwälte keine Befugnis haben, verbindlich über die Gültigkeit von Patenten zu entscheiden (vgl. dazu Replik, S. 4). 10.4 Der Beschwerdeführer macht schliesslich geltend, dass der Titel des europäischen Patentanwaltes höh er einzustufen sei als der neu eing e- führte schweizerische Titel des Patentanwaltes und beide Titel durch n a- tionale Vorschriften geregelt seien (Beschwerde, S. 9). Dem ist entg e- genzuhalten, dass es vorliegend nicht um den Titel des europäischen Pa- tentanwaltes geht (vgl. auch vorn E. 8.2). Nach dem Ausgeführten sind der bewusste Verzicht des Bundesgeset z- gebers auf den Erlass einer intertemporalrechtlichen Regelung für Pers o- nen ohne natur - oder ingenieurwissenschaftlichem Hochschulabschluss und die darauf gründende Verweigerung der Eintragung des Beschwerde- führers in das Patentanwaltsregister verfassungskonform. 11. Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdeführer die Vorau s- setzungen für die Eintragung in das Patentanwaltsregister nicht erfüllt, da es ihm an einer abgeschlossenen natur - oder ingenieurwissenschaftl i- chem Hochschulausbildung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 Bst. a PAG fehlt. Soweit auf die Beschwerde einzutreten ist, ist damit der angefochtene Entscheid – auch hinsichtlich der Kostenfolge bzw. der Registereintr a- gungsgebühr (vgl. dazu Art. 37 Abs. 4 PAV, wonach die Eintragungsg e- bühr nicht zurückerstattet wird, wenn der Antragsteller die Voraussetzu n- gen für eine Eintragung nicht erfüllt) – zu bestätigen und die Beschwerde abzuweisen. 12. Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer die Verfa h- renskosten zu tragen (Art. 63 VwVG). Diese werden in Anwendung von Art. 1 i.V.m. Art. 2 und Art. 3 Bst. b des Reglements vom 21. Februar B-2194/2012 Seite 27 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwa l- tungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) auf Fr. 2'000. - festgesetzt und mit dem einbezahlten Kostenvorschuss von Fr. 1'200. - verrechnet. Eine Par- teientschädigung kann dem Beschwerdeführer nicht zugesprochen we r- den (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.- werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt und mit dem Kosten vorschuss von Fr. 1'200. - verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 800. - ist innert 30 Tagen nach Rechtskraft des vorli e- genden Urteils an die Gerichtskasse zu überweisen. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Einzahlungsschein) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) – das Eidgenössisch e Justiz und Polizeidepartement EJPD (Gerichts - urkunde). Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: Maria Amgwerd Beat König B-2194/2012 Seite 28 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift ist in einer Amt s- sprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Ang a- be der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der B eschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 7. November 2012