<h2>SubmittedText<h2><p>Der Konsum von weichen Drogen wie Tabak oder Alkohol bringt dem Bund und der AHV beachtliche Steuereinnahmen. Ist der Bundesrat nicht der Ansicht, dass die Höhe der Beträge, die für den Kampf gegen den Tabak- und Alkoholmissbrauch eingesetzt werden, in keinem Verhältnis zum "Nutzen" stehen, der damit erzielt wird? Zahlreiche Studien belegen, dass die volkswirtschaftliche Last die Steuereinnahmen bei weitem übersteigt.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die durch den Missbrauch bzw. Konsum von Alkohol und Tabak für die Gesellschaft verursachten Folgekosten betragen beim Alkohol mindestens 3 Milliarden Franken (Hochrechnung der Ergebnisse einer Studie von 1977; neue Untersuchung im Gange, Veröffentlichung 2001), beim Tabak sogar 10 Milliarden Franken jährlich (Studie vom August 1998). Schwerwiegend sind die gesundheitspolitischen Konsequenzen. Der Tabakkonsum verursacht jährlich mindestens 8000 Todesfälle und steht damit an erster Stelle der vermeidbaren vorzeitigen Todesfälle in der Schweiz. Der Alkoholmissbrauch fordert jedes Jahr etwa 3000 Menschenleben. Die Zahl der Alkoholabhängigen beläuft sich laut neuesten Schätzungen auf rund 300'000. Die Folgen der Alkoholabhängigkeit beschränken sich indessen nicht auf die Alkoholabhängigen allein. Rund eine Million Menschen, davon nicht wenige Kinder und Jugendliche, sind mit dem Alkoholproblem von Familienangehörigen aufs Schwerste konfrontiert. </p><p></p><p>Auch nach Ansicht des Bundesrates sind die zur Verminderung alkohol- und tabakbedingter Probleme eingesetzten Summen zu bescheiden. Im Tabakbereich läuft seit 1995 ein Massnahmenpaket, wofür 1999 2,2 Mio. Franken zur Verfügung stehen werden. Im Alkoholbereich werden die diesbezüglichen Bemühungen des Bundes in nächster Zeit intensiviert. Im März 1999 starten das Bundesamt für Gesundheit (BAG), die Eidg. Alkoholverwaltung (EAV) sowie die Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) das Präventionsprogramm "Alles im Griff?" zum risikoarmen Umgang mit Alkohol. Programme dieser Art und in diesem Ausmass wurden bisher im Alkoholbereich noch nie durchgeführt. Im Jahr 1999 ist vorgesehen, 3,7 Mio. Franken dafür einzusetzen. Um längerfristig eine Verhaltensänderung bei der Bevölkerung zu erreichen und damit den Massnahmen Nachhaltigkeit zu verschaffen, wird es unerlässlich sein, die Fortsetzung des Präventionsprogramms über mehrere Jahre zu sichern und nach Möglichkeiten für die Erhöhung der eingesetzten Mittel zu suchen. Der Bundesrat wird zu gegebener Zeit prüfen, wie die Anliegen der Alkohol- und Tabakprävention noch besser berücksichtigt werden können.</p>  Antwort des Bundesrates.