<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00082</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106577&amp;W10_KEY=13013576&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00082</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 27.03.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Straf- und Massnahmenvollzug</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Widerruf der probeweisen Entlassung aus dem Massnahmenvollzug (Entzug der aufschiebenden Wirkung)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Beschwerde gegen einen Zwischenentscheid der Vorinstanz, womit die Wiederherstellung der durch den Beschwerdegegner entzogenen aufschiebenden Wirkung des Rekurses abgelehnt und die durch den Beschwerdegegner angeordnete vorsorgliche Einweisung des Beschwerdeführers in ein Bezirksgefängnis bestätigt wurde. Nichteintreten. Frage von grundsätzlicher Bedeutung: Kammerzuständigkeit gemäss § 38 Abs. 3 VRG (E. 1). Grundsätzliche Zulässigkeit von Beschwerden gegen die Rückversetzung in den Massnahmenvollzug gemäss Art. 45 Ziff. 3 Abs. 5 StGB (E. 2b). Hier liegt eine Zwischenverfügung vor (E. 2c). Anfechtbarkeit einer auf kantonales Recht gestützten Zwischenverfügung? Vorliegend im Lichte der bundesgerichtlichen Praxis verneint (E. 3). Unzulässigkeit der Beschwerde gegen eine vorsorgliche Einweisung in ein Bezirksgefängnis (E. 4). Nichteintreten auf die Beschwerde aufgrund von § 43 Abs. 1 lit. g VRG (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSCHIEBENDE WIRKUNG">AUFSCHIEBENDE WIRKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MASSNAHMENVOLLZUG">MASSNAHMENVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKVERSETZUNG">RÃCKVERSETZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Ãbrige Rechtsgebiete UR: Straf- und Strafprozessrecht ST: STRAFRECHT, ALLGEMEINER TEIL">STRAFRECHT, ALLGEMEINER TEIL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWISCHENENTSCHEID">ZWISCHENENTSCHEID</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWISCHENVERFÃGUNG">ZWISCHENVERFÃGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 45 lit. 3s StGB</span><br/><span class="gerade">§ 27 lit. II StVG</span><br/><span class="ungerade">§ 38 lit. III VRG</span><br/><span class="gerade">§ 43 lit. Ig VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A. Nach RÃ¼ckweisung der Sache durch das ZÃ¼rcher Obergericht stellte das Bezirksgericht ZÃ¼rich die gegen A gefÃ¼hrte Strafuntersuchung betreffend Raub und weitere Delikte am 29. MÃ¤rz 2000 infolge fehlender ZurechnungsfÃ¤higkeit ein und ord­nete erneut eine stationÃ¤re Massnahme im Sinn von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 des Strafgesetzbuches (StGB) an. Bereits am 21. Dezember 1998 war A in die Kantonale Psychiatrische Klinik X eingetreten. Mit VerfÃ¼gung vom 18. Februar 2000 entliess der Sonderdienst des kantonalen Justizvollzugs A gestÃ¼tzt auf Art. 43 Ziff. 4 StGB probeweise aus dem stationÃ¤ren Massnah­menvollzug auf den Zeitpunkt, in welchem der Ãbertrittstermin in das Wohnheim M in Y bekannt werde; damit verbunden wurde unter anderem eine Schutzaufsicht sowie eine Probezeit von unbestimmter Dauer. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. Mit VerfÃ¼gung vom 18. Februar 2002 widerrief der Sonderdienst des Justizvollzugs die probeweise Entlassung von A und ordnete dessen RÃ¼ckversetzung in den stationÃ¤ren Massnahmenvollzug an. Zudem wurde A in ein noch zu bestimmendes BezirksgefÃ¤ngnis eingewiesen. GestÃ¼tzt auf § 25 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) wurde einem allfÃ¤lligen Rekurs die aufschiebende Wirkung entzogen. Zur BegrÃ¼ndung der VerfÃ¼gung schilderte der Sonderdienst die seit der Entlassung eingetretene Entwicklung; nachdem A sukzessive alle UnterstÃ¼tzung verloren habe, mÃ¼sse angenommen werden, dass er dringend Hilfe brauche. Da der Kontakt der BehÃ¶rden zu A abgebrochen war, wurde er zudem zur Verhaftung ausgeschrieben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Durch seinen Rechtsvertreter gelangte A am 27. Februar 2002 mit Rekurs an die Direktion der Justiz und des Inneren mit dem Antrag um Aufhebung der Ver­fÃ¼gung vom 18. Februar 2002. Insbesondere sei die Einweisung in ein BezirksgefÃ¤ngnis unverzÃ¼glich aufzuheben. In prozessualer Hinsicht verlangte er, dem Rekurs unverzÃ¼glich die aufschiebende Wirkung zu gewÃ¤hren. Die Direktion erliess am 5. MÃ¤rz 2002 eine ZwischenverfÃ¼gung, mit welcher sie die AntrÃ¤ge auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung und auf Aufhebung der vorsorglichen Einweisung in ein BezirksgefÃ¤ngnis abwies.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. In Ãbereinstimmung mit der vorinstanzlichen Rechtsmittelbelehrung gelangte der Rechtsvertreter mit Beschwerde vom 8. MÃ¤rz 2002 an das Verwaltungsgericht. Darin stellte er folgende AntrÃ¤ge:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>"1. Die angefochtene VerfÃ¼gung vom 5. MÃ¤rz 2002 sei aufzuheben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2.<span> </span></span><span>Dem Rekurs an die Vorinstanz sei die aufschiebende Wirkung (wieder) zu erteilen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2.<span> </span></span><span>Insbesondere sei die Einweisung 'in ein vorderhand noch zu bestimmendes BezirksgefÃ¤ngnis' gemÃ¤ss Dispositiv-Ziff. II der VerfÃ¼gung des Rekursgegners vom 18. Februar 2002 unverzÃ¼glich aufzuheben, bzw. es sei dem Rekurs des BeschwerdefÃ¼hrers an die Vorinstanz zumindest insoweit unverzÃ¼glich die aufschiebende Wirkung wieder zu erteilen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2.<span> </span></span><span>Unter EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Staatskasse."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach Meinung des BeschwerdefÃ¼hrers besteht keine rechtliche Grundlage fÃ¼r seine Einweisung in ein BezirksgefÃ¤ngnis. Dazu macht er im Wesentlichen geltend, er sei nicht ein Verurteilter und es sei ihm keine Freiheitsstrafe auferlegt worden. Die vom Beschwerde­gegner und der Vorinstanz angerufenen Bestimmungen des kantonalen Vollzugsrechts seien deshalb insbesondere keine Grundlage fÃ¼r seine Einweisung in ein BezirksgefÃ¤ngnis. Die BegrÃ¼ndung der angeordneten Einweisung sei Ã¼berdies in sich widersprÃ¼chlich und be­weise mangelnde Aktenkenntnis verbunden mit mangelnder AbklÃ¤rung. Mit Bezug auf die aufschiebende Wirkung fÃ¼hrt der BeschwerdefÃ¼hrer an, diese bedeute den faktischen Vollzug der angefochtenen VerfÃ¼gung. Da er zudem in eine psychiatrische Anstalt zur AbklÃ¤rung eingewiesen werden kÃ¶nnte, sei der Entzug der aufschiebenden Wirkung unzulÃ¤ssig, unnÃ¶tig und unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz und der Justizvollzug beantragten am 14. MÃ¤rz respektive am 15./18. MÃ¤rz 2002 die Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. GemÃ¤ss § 38 Abs. 2 lit. b VRG behandelt der Einzelrichter des Verwaltungsgerichts Beschwerden betreffend Anordnungen aufgrund des kantonalen Straf- und Vollzugsgesetzes. Da die nachfolgend zu entscheidende ZustÃ¤ndigkeitsfrage von grundsÃ¤tzlicher Be­­deu­tung ist, erfolgt die Beurteilung in Anwendung von § 38 Abs. 3 VRG jedoch durch die Kam­mer. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) GemÃ¤ss § 43 Abs. 1 lit. g VRG ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht gegen An­ord­nungen in Straf‑ und Polizeistrafsachen, einschliesslich Vollzug von Strafen und Mass­nah­men, grundsÃ¤tzlich unzulÃ¤ssig. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>Soweit jedoch die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht, ist die Beschwerde gleichwohl gegeben (§ 43 Abs. 2 VRG; Art. 98a des Bundesrechts­pflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 [OG]). FÃ¼r die Frage der ZustÃ¤ndigkeit ist daher zu prÃ¼fen, ob in der vorliegenden Sache die eidgenÃ¶ssische Verwaltungsgerichtsbeschwerde zulÃ¤ssig ist oder nicht.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>b) GemÃ¤ss Art. 97 Abs. 1 OG beurteilt das Bundesgericht letztinstanzlich Verwal­tungs­gerichtsbeschwerden gegen VerfÃ¼gungen im Sinn von Art. 5 des Bundesgesetzes Ã¼ber das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG). Laut Art. 5 Abs. 1 VwVG gelten als solche VerfÃ¼gungen nur Anordnungen, die sich auf das Ã¶ffentliche Recht des Bundes stÃ¼tzen. GemÃ¤ss Abs. 2 zÃ¤hlen dazu unter anderem auch Zwischen­verfÃ¼gun­gen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>Bei der RÃ¼ckversetzung in eine Massnahme nach Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 StGB handelt es sich um bundesrechtliche Bestimmungen. Dabei gilt folgende Regelung: Handelt der Entlassene trotz fÃ¶rmlicher Ermahnung der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde einer ihm erteilten Weisung zuwider, entzieht er sich beharrlich der Schutzaufsicht oder tÃ¤uscht er in anderer Weise das auf ihn gesetzte Vertrauen, so beantragt die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde dem Richter den Vollzug aufgeschobener Strafen oder ordnet die RÃ¼ckversetzung an. In leichten FÃ¤llen kann davon abgesehen werden (Art. 45 Ziff. 3 Abs. 3 StGB). Die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde kann die RÃ¼ckversetzung auch anordnen, wenn es sich herausstellt, dass der Zustand des TÃ¤ters dies erfordert (Art. 45 Ziff. 3 Abs. 5 StGB). </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>Die eidgenÃ¶ssische Ver­waltungsgerichtsbeschwerde ist somit fÃ¼r die Frage der RÃ¼ck­versetzung in den Massnahmenvollzug grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig (vgl. auch GÃ¼nter Stratenwerth, Schweizeri­sches Strafrecht, Allgemeiner Teil II, Bern 1989, § 3 Rz. 90). </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>c) Beim angefochtenen Entscheid Ã¼ber den Entzug der aufschiebenden Wirkung handelt es sich um eine ZwischenverfÃ¼gung. GrundsÃ¤tzlich gilt die ZulÃ¤ssigkeit der Verwal­tungsgerichtsbeschwerde gegen ZwischenverfÃ¼gungen, wenn diese einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kÃ¶nnen und das Rechtsmittel auch gegen die EndverfÃ¼gung zulÃ¤ssig ist (Art. 97 OG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 und Art. 45 VwVG, Art. 101 lit. a OG; vgl. auch Peter Karlen, Verwaltungsgerichtsbeschwerde, in: Prozessieren vor Bundesgericht, 2. A., Basel/Frankfurt am Main 1998, Rz. 3.12 f.; Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. A., Bern 1983, S. 246 in Verbindung mit S. 140 ff.).</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>Allerdings sind VerfÃ¼gungen mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nur anfechtbar, wenn sie sich auf Ã¶ffentliches Rechts des Bundes stÃ¼tzen (Art. 97 Abs. 1 OG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1 VwVG; vgl. Karlen, Rz. 3.19). Die Anfechtbarkeit ist immerhin auch dann zu bejahen, wenn geltend gemacht wird, die angefochtene VerfÃ¼gung hÃ¤tte sich auf Bundesverwaltungsrecht stÃ¼tzen sollen (vgl. Karlen, Rz. 3.22) oder wenn damit die An­wendung von Bundesrecht vereitelt und somit Bundesrecht verletzt wird (vgl. etwa BGE 120 Ib 379 E. 1b; Alfred KÃ¶lz/Peter Kottusch, Bundesrecht und kantonales Verwaltungsverfahrensrecht, ZBl 79/1978, S. 421 ff., S. 441).</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. a) Im Zusammenhang mit kantonalen Anordnungen, die einer gestÃ¼tzt auf Bundesrecht ergangenen VerfÃ¼gung die aufschiebende Wirkung entziehen, stellte sich deshalb fÃ¼r das Bundesgericht wiederholt die Frage nach der ZulÃ¤ssigkeit der eidgenÃ¶ssischen Ver­wal­tungsgerichtsbeschwerde. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>In einem grundsÃ¤tzlichen Entscheid aus dem Jahr 1976 gelangte das Bundesgericht zusammengefasst zu folgendem Ergebnis (BGE 102 Ib 224): Die ZwischenverfÃ¼gung, mit der eine letzte kantonale Instanz die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung eines Rechtsmittels verweigert hat, grÃ¼ndet sich auf das kantonale Recht und unterliegt daher der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht nicht. Grundlage dieser Beurteilung bildet die Regelung im eidgenÃ¶ssischen Verwaltungsverfahrensgesetz: GemÃ¤ss Art. 1 Abs. 3 VwVG finden auf das Verfahren letzter kantonaler Instanzen mit Bezug auf den Ent­zug der aufschiebenden Wirkung nur die Art. 55 Abs. 2 und 4 VwVG Anwendung, nicht aber die Abs. 1 und 3. Nur nach letzteren Bestimmungen erhÃ¤lt die Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung und ist die Beschwerdeinstanz zur Wiederherstel­lung der von der unteren Instanz entzogenen aufschiebenden Wirkung ermÃ¤chtigt. FÃ¼r die kantonalen Rechtsmittel besteht somit kein bundesrechtlich geregelter Suspensiveffekt und auch keine bundesrechtliche Grundlage dafÃ¼r, die von der anordnenden BehÃ¶rde entzogene aufschiebende Wirkung eines Rechtsmittels wieder zu gewÃ¤hren.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>In einem Entscheid aus dem Jahr 1981 betreffend Entzug des FÃ¼hrerausweises liess </span></p> <p class="Einzug2"><span>das Bundesgericht die selbe Frage offen, hielt allerdings fest, dass die Verwaltungsgerichts­beschwerde gegen ZwischenverfÃ¼gungen Ã¼ber die Verweigerung der aufschiebenden Wirkung in BGE 102 Ib 225 E. 3 zu weitgehend ausgeschlossen worden sei (BGE 107 Ia 395</span></p> <p class="Einzug2"><span>E. 1a). Im zu beurteilenden Fall konnte das Bundesgericht die Frage offen lassen, weil sich aus der bundesrechtlichen Regelung ergab, dass dem zu beurteilenden Warnungsentzug des FÃ¼hrerausweises "in der Regel aufschiebende Wirkung zukommen muss, soll der Sachentscheid nicht in unzulÃ¤ssiger Weise prÃ¤judiziert und damit im Ergebnis Bundesrecht vereitelt werden" (BGE 107 Ib 395 E. 1a, mit Hinweisen). Diese Ãberlegungen fÃ¼hren "e con­trario" zur Folgerung, dass beim Entzug der aufschiebenden Wirkung fÃ¼r den Sicherungsentzug des FÃ¼hrerausweises Bundesrecht nicht als tangiert erschienen wÃ¤re. Daran Ã¤ndert etwa BGE 122 II 359 nichts, ging es darin doch um den vorsorglichen Entzug des FÃ¼hrerausweises gemÃ¤ss Art. 35 Abs. 3 der Verordnung vom 27. Oktober 1976 Ã¼ber die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr, also bereits bei der angefochtenen ZwischenverfÃ¼gung um die Anwendung bundesrechtlicher Bestimmungen. </span></p> <p class="MsoEndnoteText"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>Neuere Entscheide des Bundesgerichts ergeben wiederum keine einheitliche LÃ¶sung. In einem Verfahren betreffend die Bewilligung eines FilmvorfÃ¼hrungsbetriebs verwies das Bundesgericht ohne Vorbehalte auf den umfassenden BGE 102 Ib 224 und stellte fest, dass eine ZwischenverfÃ¼gung nicht schon darum mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde anfechtbar sei, weil dieses Rechtsmittel gegen den Endentscheid ergriffen werden kÃ¶nne: Vielmehr mÃ¼sse die Entscheidgrundlage der VerfÃ¼gung selber auch bundesrechtlicher Natur sein. Zur ZulÃ¤ssigkeit der eidgenÃ¶ssischen Verwaltungsgerichtsbeschwerde gelangte das Bundesgericht in der Folge dennoch; dies weil erst die kantonale Beschwerdeinstanz die aufschiebende Wirkung entzogen hatte. Die ZwischenverfÃ¼gung erfolgte deshalb in Anwendung von Art. 1 Abs. 3 VwVG in Verbindung mit Art. 55 Abs. 2 VwVG, also gestÃ¼tzt auf Bundesrecht (BGr, 18. Januar 2000, 2A.589/1999, E. 1b, http://www.bger.ch). </span></p> <p class="MsoEndnoteText"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>In einem Entscheid betreffend umweltrechtliche Sanierung liess das Bundesgericht die Frage nach der ZulÃ¤ssigkeit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde bei kantonalen Entscheiden Ã¼ber den Entzug der aufschiebenden Wirkung â ohne eine Auseinandersetzung mit BGE 102 Ib 224 â offen, erwÃ¤hnte dabei unter anderem aber eine Ãnderung der Rechtsprechung des EidgenÃ¶ssischen Versicherungsgerichts (BGr, 24. Juli 2000, 1P.408/2000, E. 1b+c, http://www.bger.ch). In diesem Urteil hatte das Versicherungsgericht auf das BedÃ¼rfnis hingewiesen, als oberste Instanz zur Verwirklichung des materiellen Bundessozialversicherungsrechts fÃ¼r die einheitliche Anwendung des Verfahrensrechts zu sorgen. Die weit reichenden bundesverwaltungsrechtlichen Normen Ã¼ber die prozessuale Ausgestaltung des kantonalen Sozialversicherungsprozesses wÃ¼rden mithin zusammen mit den GrundsÃ¤tzen des Sachzusammenhangs und der Einheit des Prozesses fÃ¼r eine Ãnderung der bisherigen Rechtsprechung und fÃ¼r die sachliche ZustÃ¤ndigkeit des eidgenÃ¶ssischen Versicherungs­gerichts zur ÃberprÃ¼fung des kantonalen Verfahrensrechts sprechen, und zwar auch dann, wenn es â im Unterschied zur Rechtsprechung des Bundesgerichts â allein um die Anfechtung eines reinen kantonalrechtlichen Prozess(zwischen)entscheides gehe, unabhÃ¤ngig davon, ob das Rechtsmittel in der Sache selbst ergriffen werde (BGE 126 V 143 E. 2).</span></p> <p class="MsoEndnoteText"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>b) Ausgangspunkt fÃ¼r die Beurteilung der vorliegenden ZustÃ¤ndigkeitsfrage bilden somit nach wie vor BGE 102 Ib 224, die mit BGE 107 Ib 395 aufgezeigten Differenzierungen sowie die allgemeine Rechtsprechung des Bundesgerichts betreffend die Anfechtbarkeit von kantonalen Zwischenentscheiden. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>aa) Der Entzug der aufschiebenden Wirkung ist bereits durch den erstinstanzlich ent­scheidenden Beschwerdegegner verfÃ¼gt worden. Der angefochtene Rekursentscheid, mit welchem der Antrag um GewÃ¤hrung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen wurde, kann sich daher einzig auf kantonales Verfahrensrecht (§ 25 VRG) stÃ¼tzen; der bundesrechtliche Art. 55 Abs. 3 VwVG gelangt nicht zur Anwendung. Es ist denn mit der Beschwerde auch nicht geltend gemacht worden, dass der angefochtene Entscheid betreffend die aufschieben­de Wirkung in Anwendung von Bundesrecht hÃ¤tte erfolgen mÃ¼ssen. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>bb) Hinsichtlich einer mÃ¶glichen Vereitelung bzw. Verletzung von Bundesrecht ist Folgendes zu berÃ¼cksichtigen: Bei der RÃ¼ckversetzung in den stationÃ¤ren Massnahmenvollzug gemÃ¤ss Art. 45 Ziff. 3 StGB handelt es sich um eine Sicherungsmassnahme. Bereits die Einweisung in eine Heil- oder Pflegeanstalt gemÃ¤ss Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 StGB gilt als sogenannte sichernde Massnahme (vgl. etwa Hans Schulz, EinfÃ¼hrung in den Allgemeinen Teil des Strafrechts II, 4. A., Bern 1982, S. 144, 148 ff.; JÃ¶rg Rehberg, Strafrecht II, 7. A., ZÃ¼rich 2001, S. 117 ff.). Wie sich aus zitiertem BGE 107 Ib 395 ergibt, kann fÃ¼r die ZustÃ¤ndigkeitsfrage massgeblich ins Gewicht fallen, ob es sich bei der materiellrechtlichen Anordnung, deren sofortige Vollstreckung durch den Entzug der aufschiebenden Wir­kung gesichert werden soll, um eine sichernde oder bloss um eine warnende Massnahme handelt. Allein fÃ¼r letztere nahm das Bundesgericht an, dass dem kantonalen Rechtsmittel in der Regel aufschiebende Wirkung zukommen mÃ¼sse, weil der Entzug der aufschiebenden Wirkung den Sachentscheid in unzulÃ¤ssiger Weise prÃ¤judizieren und damit Bundesrecht vereiteln kÃ¶nne (BGE 107 Ib 395 E. 1a). </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>cc) Es kann nicht gesagt werden, dass dem Entscheid Ã¼ber die RÃ¼ckversetzung in die â durch das Strafgericht rechtskrÃ¤ftig angeordnete â Massnahme von Bundesrechts wegen in der Regel aufschiebende Wirkung zuzuerkennen sei. Eine VerunmÃ¶glichung des vom Bundesgesetzgeber angestrebten Zwecks und damit eine mÃ¶gliche Vereitelung oder Verletzung des Bundesrechts ist nicht gegeben. Demzufolge ist davon auszugehen, dass die eidgenÃ¶ssische Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit Bezug auf die Abweisung des Gesuchs um GewÃ¤hrung der aufschiebenden Wirkung vorliegend nicht zulÃ¤ssig ist. </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. a) Angefochten wird mit der Beschwerde sodann die von der Vorinstanz geschÃ¼tzte vorsorgliche Einweisung in ein BezirksgefÃ¤ngnis. Diese Massnahme erfolgte eben­falls in Anwendung kantonalen Rechts: GemÃ¤ss § 23 Abs. 1 des kantonalen Straf‑ und Vollzugsgesetzes vom 30. Juni 1974 (StVG) ist eine vollstreckbare Freiheitsstrafe oder frei­heitsentziehende Massnahme sofort zu vollziehen, wenn Fluchtgefahr oder eine erhebliche GefÃ¤hrdung des Massnahmezweckes oder der Ãffentlichkeit besteht. In diesen FÃ¤llen kann die VollzugsbehÃ¶rde den Verurteilten vor der Einweisung in eine Vollzugsanstalt in Sicherheitshaft setzen (§ 24 StVG). Ausserdem verweisen die VollzugsbehÃ¶rden auf § 11 Abs. 2 lit. c der Justizvollzugsverordnung vom 24. Oktober 2001, wonach Verurteilte bis zu ihrer ÃberfÃ¼hrung in die entsprechende Anstalt oder zum Vollzug einer Strafe oder einer Reststrafe von hÃ¶chstens einem Jahr Dauer in die GefÃ¤ngnisbetriebe aufgenommen werden kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>b) GemÃ¤ss Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts ist dieses fÃ¼r Beschwerden gegen Anordnungen, welche in Anwendung der §§ 23 und 24 StVG ergehen, mangels ZulÃ¤ssigkeit der eidgenÃ¶ssischen Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht zustÃ¤ndig (VGr, 28. April 2000, VB.2000.00080; RB 1997 Nr. 111). Es bestehen denn auch keine bundesrechtlichen Bestimmungen, die sich in dieser Beziehung zum Straf- und Massnahmenvollzug Ã¤ussern. Die einstweilige Einweisung des BeschwerdefÃ¼hrers in ein BezirksgefÃ¤ngnis ist als Sicherungsmassnahme auch nicht geeignet, Bundesrecht zu verletzen oder zu vereiteln. Es kann diesbezÃ¼glich auf obige AusfÃ¼hrungen betreffend den Entzug der aufschiebenden Wirkung verwiesen werden (E. 3b). Mithin ist auch fÃ¼r die Frage der vorsorglichen Einweisung des BeschwerdefÃ¼hrers in ein BezirksgefÃ¤ngnis von der UnzulÃ¤ssigkeit der Ver­waltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht auszugehen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Ist gegen den angefochtenen Entscheid die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht nicht gegeben, bleibt es bei der UnzustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts gemÃ¤ss § 43 Abs. 1 lit. g VRG. Auf die Beschwerde ist nicht einzutreten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine Ãberweisung der Sache an den Regierungsrat nach § 70 in Verbindung mit §§ 5 Abs. 2 Satz 1 und 19b Abs. 1 VRG fÃ¤llt ausser Betracht, weil der vor­instanzliche Rekursentscheid laut § 27 Abs. 2 StVG endgÃ¼ltig ist (vgl. Bea Rotach-Tomschin, Die Revision des ZÃ¼rcher Verwaltungsrechtspflegegesetzes, ZBl 98/1997, S. 433 ff., 457; Reto Surber, Das Recht der Strafvollstreckung, ZÃ¼rich 1998, S. 353 f.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Zwar unterliegt der BeschwerdefÃ¼hrer im Sinn von § 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG. Weil indes die Vorinstanz zu Unrecht eine Rechtsmittelbelehrung gegeben hat, rechtfertigt es sich, die Gerichtskosten auf die Gerichtskasse zu nehmen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bos­shart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 13 N. 23 und 27).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Anspruch auf eine ParteientschÃ¤digung hat der BeschwerdefÃ¼hrer nicht. Im Ãbrigen wird er seinen Aufwand vor Verwaltungsgericht weiter zu nutzen vermÃ¶gen, falls er sich zur Erhebung einer staatsrechtlichen Beschwerde entschliessen sollte. Alsdann mÃ¼sste er beim Bundesgericht gegebenenfalls um Fristwieder­herstellung ersuchen (vgl. Art. 89 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 34 Abs. 1 lit. a und Art. 35 Abs. 1 OG; Jean-FranÃ§ois Poud­ret, Commentaire de la loi fÃ©dÃ©rale d'organisation judiciaire, Bd. I, Bern 1990, Art. 34 N. 3 und Art. 35 N. 2.7 S. 247 Ziff. 4).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>