<h2>SubmittedText<h2><p>Ich beauftrage den Bundesrat, eine Mischformel zur Bestimmung des Rentenalters einzuführen. Neben der Festsetzung des Rentenalters auf 65 Jahre fordere ich eine ernsthafte Studie über den Wert eines Berechnungsmodells, das von lediglich 44 Beitragsjahren ausgeht. Wer nämlich früh in das Berufsleben eintritt, soll auch früher ausscheiden können. Dies ist umso gerechtfertigter, als die am meisten Betroffenen häufig diejenigen sind, welche die anstrengendsten Berufe ausüben.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im erläuternden Bericht und Vorentwurf zur 11. AHV-Revision, welcher am 26. August 1998 in die Vernehmlassung geschickt wurde, hat der Bundesrat u. a. auch ein Modell für eine Ruhestandsrente bei langer Erwerbsdauer vorgeschlagen. Mit diesem Modell sollten insbesondere Personen begünstigt werden, welche bereits früh ins Erwerbsleben eingetreten sind. Es sollte den Bezug der ganzen Altersrente ohne Rentenkürzung nach Erreichen des 62. Altersjahres ermöglichen, sofern eine Person ihre Erwerbstätigkeit aufgegeben hat und eine Erwerbsphase von mindestens 41 Jahren aufweist.</p><p>In der Vernehmlassung wurde vor allem beanstandet, dass sich das Modell für Frauen, Behinderte und bei langen Ausbildungszeiten nachteilig auswirke. Zahlreiche Einwände wurden aber auch gegen den Verwaltungsaufwand vorgebracht, welcher die Umsetzung eines solchen Modells mit sich gebracht hätte (im Detail den genauen Verlauf der beruflichen Laufbahn in der Schweiz sowie in EU-Staaten rekonstruieren, was u. a. ausgedehnte Nachforschungen über weit zurückliegende Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Militärdienst erfordert hätte). Der Bundesrat hat daher entschieden, dieses Modell nicht weiter zu verfolgen. Hingegen schlägt er in seiner Botschaft vom 2. Februar 2000 über die 11. AHV-Revision (00.014) ein Modell für einen flexiblen Altersrücktritt vor, welches individuellen Bedürfnissen entgegenkommen soll. Dabei wird von einer Bandbreite des Rücktrittsalters zwischen 62 und 65 Jahren ausgegangen. Ausserdem wird die Möglichkeit eines Teilvorbezuges der Altersrente bereits ab 59 Jahren vorgeschlagen. Die Kürzung beim Rentenvorbezug soll sozialverträglich ausgestaltet werden.</p><p>Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates hat die Beratung dieses Geschäftes am 6. April 2000 aufgenommen. Sollte sich im Laufe der Beratungen zeigen, dass noch einmal vertiefte Abklärungen zu anderen Modellen des flexiblen Rentenalters gewünscht werden, wird der Bundesrat diese vornehmen lassen.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.