<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2022-07-08-2F_15-2022.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2F_15/2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 8. Juli 2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Aubry Girardin, Präsidentin, </div> <div class="para">Bundesrichterin Hänni, </div> <div class="para">Bundesrichter Beusch, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Matter. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Gesuchsteller, </div> <div class="para">vertreten durch SARA Tax &amp; Force AG, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kantonales Steueramt St. Gallen, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen, Abteilung III, Webergasse 8, 9001 St. Gallen, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. Steuerverwaltung des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 15, 6430 Schwyz, </div> <div class="para">2. Kantonales Steueramt Zürich, Dienstabteilung Recht, Bändliweg 21, 8090 Zürich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Staats- und Gemeindesteuern des Kantons St. Gallen und direkte Bundessteuer, Steuerperioden 2006-2011, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 23. Dezember 2021 (2C_753/2020). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> Gegenüber A.________, der am 15. September 2020 betreffend Staats- und Gemeindesteuern des Kantons St. Gallen und direkte Bundessteuer, Steuerperioden 2006-2011, eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten hatte eingereicht, erging am 23. Dezember 2021 das Bundesgerichtsurteil 2C_753/2020, in welchem dessen Beschwerde abgewiesen wurde, soweit darauf einzutreten war. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Gegen dieses Urteil hat A.________ am 10. März 2022 ein Revisionsgesuch eingereicht. Er stellt im Wesentlichen folgende Anträge: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1) Das Revisionsbegehren sei aufgrund einer offenkundig unrichtigen Wiedergabe des ASU-Berichts vom 4. Juni 2015 gutzuheissen. </div> <div class="para">2) Das Revisionsbegehren sei gutzuheissen, weil sich das Bundesgericht mit dem zweiten Rechtsbegehren der Beschwerde vom 15. September 2020 (insbesondere zur fehlenden Unabhängigkeit der ASU als integrierte Abteilung der EStV) nicht auseinandergesetzt habe. </div> <div class="para">3) Das Urteil 2C_753/2020 sei aufzuheben und die Beschwerdeeingabe des Gesuchstellers vom 15. September 2020 unter Berücksichtigung der Gutheissung dieser Revision neu zu beurteilen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.</b> Am 29. März 2022 hat die Präsidentin der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung das Gesuch um aufschiebende Wirkung (Antrag 4 der Rechtsbegehren vom 10. März 2022) abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Urteile des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft (<span class="artref">Art. 61 BGG</span>). Eine nochmalige Überprüfung der einem Urteil des Bundesgerichts zu Grunde liegenden Streitsache ist grundsätzlich ausgeschlossen. Das Gericht kann auf seine Urteile nur zurückkommen, wenn einer der in den <span class="artref">Art. 121 ff. BGG</span> abschliessend aufgeführten Revisionsgründe vorliegt. Die um Revision eines bundesgerichtlichen Urteils ersuchende Person hat gemäss <span class="artref"><artref id="CH/173.110/42/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/42/1" type="start"></artref>Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/42/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref> namentlich einen vom Gesetz vorgesehenen Revisionsgrund zu nennen und aufzuzeigen, weshalb das revisionsbetroffene Urteil an einem revisionserheblichen Mangel leidet; fehlt eine entsprechende Begründung, wird auf das Gesuch nicht eingetreten (vgl. das Urteil 2F_28/2020 vom 21. April 2021 E. 3). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Das vorliegend zu beurteilende Revisionsgesuch steht unter folgendem Titel: "Revisionsgesuch (<span class="artref">Art. 121 ff. BGG</span>) ". Ein gesetzlich konkret vorgesehener Revisionsgrund wird jedoch in der ganzen, 14 Seiten umfassenden Begründung der Eingabe nicht genannt und ist auch nicht ersichtlich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.1.</b> Die gesamten 14 Seiten beziehen sich nahezu ausschliesslich auf das erste Revisionsbegehren (vermeintlich offensichtlich unrichtige Wiedergabe des ASU-Berichts in E. 3.1 des Urteils 2C_753/2020). All das steht jedoch ohne Verbindung zu einem der in <span class="artref">Art. 121 ff. BGG</span> abschliessend aufgeführten Revisionsgründe. Selbst wenn man in der Aussage, der Revisionsgrund sei zweifelsohne ein erheblicher, weil eine wesentliche Tatsache im Urteil 2C_753/2020 unrichtig wiedergegeben worden sei [Revisionsgesuch Rz. 14], eine Bezugnahme auf <span class="artref">Art. 121 lit. c BGG</span> erkennen wollte, so zielten die Ausführungen auf eine nicht zu hörende Urteilskritik ab. Eine allenfalls falsche Rechtsanwendung unterläge im Übrigen nicht der Revision (vgl. das Urteil 2F_28/2020 vom 21. April 2021 E. 3.4.2). Insofern kann auf das Gesuch nicht eingetreten werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.2.</b> Das zweite Revisionsbegehren würde sich zwar auf den Revisionsgrund von <span class="artref">Art. 121 lit. c BGG</span> beziehen. Diese Bestimmung bleibt indessen unerwähnt; ebenso wenig wird das Begehren (das sich als offensichtlich unbegründet erweisen würde, wenn darauf einzutreten wäre) in der Folge auch nur ansatzweise begründet. Darauf kann somit ebenfalls nicht eingetreten werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Gesuchsteller kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Es ist keine Parteientschädigung geschuldet (<span class="artref">Art. 68 Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller, dem Kantonalen Steueramt St. Gallen, dem Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen, Abteilung III, der Steuerverwaltung des Kantons Schwyz, dem Kantonalen Steueramt Zürich und der Eidgenössischen Steuerverwaltung mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 8. Juli 2022 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: F. Aubry Girardin </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Matter </div> </div></body></html>