<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00267</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105667&amp;W10_KEY=13013580&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00267</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.09.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Rückerstattung von Unterstützungsleistungen, die als Überbrückungshilfe ausgerichtet wurden Die Rückerstattungspflicht stützt sich vorliegend nicht auf § 27 Abs. 1 1. Satzteil SHG und ebensowenig auf einen allgemeinen Grundsatz des Sozialhilferechts (E. 3b). Die Bf'in hat die Hilfe nicht durch unwahre oder unvollständige Angabe i.S.v. § 26 SHG erwirkt (E. 3c). Die Rückerstattung kann gestützt auf § 27 Abs. 1 2. Satzteil i.V.m. § 20 SHG verlangt werden (E. 3d).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSKUNFTSPFLICHT">AUSKUNFTSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITWIRKUNGSPFLICHT">MITWIRKUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REALISATION">REALISATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKERSTATTUNG">RÃCKERSTATTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORSCHUSS">VORSCHUSS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 20 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 26 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 27 lit. I SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 27 lit. II SHG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Stadt Winterthur leistete A fÃ¼r den Monat April 1999 wirtschaftliche Hilfe von Fr. 1'278.95. Der Entscheid basierte auf einer persÃ¶nlichen ErklÃ¤­rung Ã¼ber Einkommen und VermÃ¶gen der Gesuchstellerin vom 27. MÃ¤rz 1999, wo diese unter der Rubrik "Motorfahrzeuge" ohne Typenbezeichnung und Wertangabe ein Auto vermerkt hatte. Nachdem sich herausgestellt hatte, dass das fragliche Auto erst im Septem­ber 1998 in Verkehr gesetzt worden war und neu Fr. 28'600.- gekostet hatte, forderte die BehÃ¶rde die erfolgte UnterstÃ¼tzung mit Beschluss vom 27. Mai 1999 wegen unwahrer oder unvollstÃ¤ndiger Angaben zurÃ¼ck. Eine dagegen gerichtete Einsprache wies die FÃ¼rsorgebe­hÃ¶rde am 16. Dezember 1999 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. A erhob gegen diesen Beschluss am 28. Dezember 1999 Rekurs an den Bezirks­rat Winterthur, den dieser am 12. Juli 2000 abwies. Er erwog, die Angaben der Rekurrentin gegenÃ¼ber der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde seien zwar nicht unwahr, aber unvollstÃ¤ndig gewesen. Auch wenn sie nicht nach dem Wert des Fahrzeuges befragt worden sein sollte, was nicht mehr rekonstruierbar sei, wÃ¤re sie nach Treu und Glauben verpflichtet gewesen, den Neu­preis, bzw. den aktuellen Wert des Autos bekanntzugeben. Dieser liege mit Fr. 16'200.- deutlich Ã¼ber dem VermÃ¶gensfreibetrag von Fr. 4'000.- fÃ¼r Einzelpersonen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen diesen Beschluss erhob A am 5. August 2000 Beschwerde an das Ver­waltungsgericht und beantragte sinngemÃ¤ss, die Entscheide der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde und des Bezirksrates seien aufzuheben, und auf die RÃ¼ckerstattung sei zu verzichten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat Winterthur beantragte am 21. August 2000 die Abweisung der Be­schwerde. Die Beschwerdeantwort von Seiten der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde Winterthur erging am 5. September 2000 und schloss ebenfalls auf Beschwerdeabweisung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die Streitsache weist einen Streitwert von Fr. 1'278.95 auf und fÃ¤llt damit in die ZustÃ¤ndigkeit der Einzelrichterin (§ 38 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997, VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Das Verwaltungsgericht Ã¼berprÃ¼ft den angefochtenen Entscheid lediglich auf Rechtsverletzungen hin. Eine ErmessensÃ¼berprÃ¼fung steht ihm - ausser bei Ermessensmiss­brauch und ErmessensÃ¼berschreitung - nicht zu (§ 50 Abs. 1 und 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Die Pflicht zur RÃ¼ckerstattung wirtschaftlicher Hilfe kann sich nach dem Sozi­alhilfegesetz vom 14. Juni 1981 (SHG) aus drei verschiedenen RechtsgrÃ¼nden ergeben. Nach § 26 SHG ist zur RÃ¼ckerstattung verpflichtet, wer unter unwahren oder unvollstÃ¤ndi­gen Angaben wirtschaftliche Hilfe erwirkt hat. Die darin liegende Verletzung der in § 18 SHG geregelten Auskunftspflicht fÃ¼hrt zu einem unrechtmÃ¤ssigen Leistungsbezug, welcher ohne weitere Voraussetzung die RÃ¼ckerstattung rechtfertigt. DemgegenÃ¼ber regelt § 27 SHG die RÃ¼ckerstattung bei rechtmÃ¤ssigem Bezug, wobei hier zwei FÃ¤lle unterschieden werden. Einerseits ist wirtschaftliche Hilfe nach § 27 Abs. 1 erster Satzteil SHG infolge einer nachtrÃ¤glichen Verbesserung der finanziellen VerhÃ¤ltnisse zurÃ¼ckzuerstatten, wenn nÃ¤mlich der HilfeempfÃ¤nger aus Erbschaft, Lotteriegewinn oder andern nicht auf eigene Arbeitsleistung zurÃ¼ckzufÃ¼hrenden GrÃ¼nden in finanziell gÃ¼nstige VerhÃ¤ltnisse gelangt ist. Andererseits hat die RÃ¼ckerstattung nach § 27 Abs. 1 zweiter Satzteil SHG unter den Vor­aussetzungen von § 20 SHG zu erfolgen, wenn die Realisierung von VermÃ¶genswerten in erheblichem Umfang nachtrÃ¤glich mÃ¶glich und zumutbar wird. In diesem Fall weist die wirtschaftliche Hilfe von Anfang an lediglich den Charakter einer Bevorschussung zur ÃberbrÃ¼ckung eines LiquiditÃ¤tsengpasses auf, was regelmÃ¤ssig in der Unterzeichnung ei­ner RÃ¼ckerstattungsverpflichtung durch den HilfeempfÃ¤nger zum Ausdruck kommt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im vorliegenden Fall stÃ¼tzte die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde Winterthur ihren Anspruch im angefochtenen Entscheid ausdrÃ¼cklich auf § 26 SHG. Alsdann fÃ¼hrte sie aber im Einspra­cheentscheid vom 16. Dezember 1999 aus, es lasse sich nicht mehr rekonstruieren, ob die Rekurrentin nach dem Wert des Autos befragt worden sei, man anerkenne daher, dass sie wahrheitsgetreu Auskunft gegeben und nicht die Absicht gehabt habe, unwahre Angaben zu machen. Die wirtschaftliche Hilfe sei jedoch als Bevorschussung auf illiquides VermÃ¶­gen zu betrachten und aus diesem Grund zurÃ¼ckzuerstatten. In ihrer Rekursvernehmlassung vom 4. Februar 2000 bekrÃ¤ftigte die BehÃ¶rde erneut, dass sie der Rekurrentin nicht unwah­re oder unvollstÃ¤ndige Angaben vorwerfe, jedoch entspreche es einem allgemeinen Grund­satz des Sozialversicherungsrechts, dass unrechtmÃ¤ssig ausgerichtete Leistungen zurÃ¼ckzu­erstatten seien. Im Rekursentscheid begrÃ¼ndete der Bezirksrat die RÃ¼ckerstattung aus­schliesslich mit § 26 SHG, wÃ¤hrend sich die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde Winterthur in ihrer Ver­nehmlassung vom 5. September 2000 erneut auf § 27 in Verbindung mit § 20 SHG bezog, gleichzeitig aber ausfÃ¼hrte, eine RÃ¼ckerstattungspflicht bestehe generell, wenn die Aus­zahlung aufgrund einer InformationslÃ¼cke oder eines Irrtums der Sozialberatung geschehen sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>VerwaltungsbehÃ¶rden und gerichtliche Instanzen wenden das Recht von Amtes we­gen an. Vorliegend ist daher zu prÃ¼fen, ob ein Rechtsgrund fÃ¼r die RÃ¼ckerstattungsforde­rung der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde besteht, dies unabhÃ¤ngig davon, welchen sie selber dafÃ¼r bean­sprucht oder welchen die Rekursinstanz als verwirklicht betrachtet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Eine RÃ¼ckerstattung infolge nachtrÃ¤glich eingetretener gÃ¼nstiger VermÃ¶gens­verhÃ¤ltnisse im Sinn von § 27 Abs. 1 erster Satzteil SHG fÃ¤llt vorliegend vom Sachverhalt her ohne Weiteres ausser Betracht. Die VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse der BeschwerdefÃ¼hrerin haben sich im relevanten Zeitraum nicht verÃ¤ndert.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ebensowenig kommt eine RÃ¼ckerstattung aus einem allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts, wie dies der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde Winterthur vorschwebt, in Frage. Die RÃ¼ckforderung einer staatlichen Leistung ist letztlich ein Eingriff in das verfassungs­mÃ¤ssig geschÃ¼tzte Eigentum und bedarf daher zu seiner Rechtfertigung einer ausdrÃ¼ckli­chen gesetzlichen Grundlage. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Fraglich ist sodann, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin die wirtschaftliche Hilfe durch unwahre oder unvollstÃ¤ndige Angaben im Sinn von § 26 SHG erwirkt hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aufgrund der Akten ist in tatsÃ¤chlicher Hinsicht mit der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde und dem Bezirksrat davon auszugehen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin vor Ausrichtung der wirtschaft­lichen Hilfe nicht zum Wert ihres Autos befragt worden ist. Ebensowenig darf angenom­men werden, dass sie Ã¼ber den Umstand und die HÃ¶he einer VermÃ¶gensfreigrenze von Fr. 4'000.- fÃ¼r Einzelpersonen informiert worden ist. Aus der blossen Regel, eine solche Infor­mation anlÃ¤sslich der ersten Besprechung vorzunehmen, kann ohne entsprechende Akten­notiz nicht geschlossen werden, dass dies auch in einem konkreten Fall so gesche­hen ist. Ausgehend von diesem Sachverhalt kÃ¶nnen die Angaben der BeschwerdefÃ¼hrerin weder als unwahr, noch als unvollstÃ¤ndig angesehen werden. Es ist grundsÃ¤tzlich Aufgabe der BehÃ¶rde, die Hilfesuchenden darÃ¼ber aufzuklÃ¤ren, welche Angaben fÃ¼r eine korrekte Be­handlung eines Gesuches benÃ¶tigt werden. Es darf jedenfalls nicht vorausgesetzt wer­den, dass die Hilfesuchenden Ã¼ber die Voraussetzungen der GewÃ¤hrung wirtschaftlicher Hilfe und deren Bemessung derart im Bild sind, dass sie selber ermessen kÃ¶nnen, welche Anga­ben relevant sein kÃ¶nnten und welche nicht. Es liegt daher an der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde Winter­thur, das Formular "PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung zum Gesuch um Sozialhilfe" so zu er­gÃ¤nzen, dass die Angaben der Gesuchstellenden bereits ohne zusÃ¤tzliche AbklÃ¤rungen eine erste Beurteilung des Gesuches ermÃ¶glichen und demgemÃ¤ss auch die RÃ¼ckerstattung bei fal­schen oder unvollstÃ¤ndigen Angaben rechtfertigen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Es bleibt zu prÃ¼fen, ob die RÃ¼ckerstattung gestÃ¼tzt auf § 20 SHG verlangt wer­den kann. Nach dieser Bestimmung muss bei der Ausrichtung wirtschaftlicher Hilfe ein VermÃ¶genswert in erheblichem Umfang vorhanden sein, dessen Realisierung dem Hilfesu­chenden nicht mÃ¶glich oder nicht zumutbar ist. Beide Voraussetzungen sind im vorliegen­den Fall gegeben. Der Wert des Autos wurde von der BeschwerdefÃ¼hrerin auf Fr. 19'000.- geschÃ¤tzt, nach der Tabelle der Euro-Tax soll es 1999 einen Wert von Fr. 16'200.- aufge­wiesen haben. Es handelt sich damit unbestreitbar um einen VermÃ¶genswert im Sinn von § 20 SHG. Ebenso war eine Realisierung dieses VermÃ¶genswertes vorerst nicht mÃ¶glich, jedenfalls konnte das im April bevorstehende Manko der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht kurz­fristig durch Autoverkauf oder auch nur durch Eintausch mit einem gÃ¼nstigeren Wagen gedeckt werden. Davon ging auch die BeschwerdefÃ¼hrerin selber aus, als sie vorbrachte, sie kÃ¶nne nicht einfach so schnell ein Auto verkaufen (act. 8/9/7).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>FÃ¼r den Zeitpunkt der RÃ¼ckerstattung setzt § 20 SHG sodann stillschweigend vor­aus, dass die ursprÃ¼nglich gegebene UnmÃ¶glichkeit bzw. Unzumutbarkeit hinsichtlich der Realisierung des vorhandenen VermÃ¶genswertes inzwischen dahingefallen sei. Auch diese Voraussetzung ist vorliegend ohne Weiteres gegeben. Zwischen der Gesuchstellung Ende MÃ¤rz 1999 und dem Beschluss der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde Ende Mai 1999 hatte die Beschwerde­fÃ¼hrerin genÃ¼gend Zeit, sich um den Verkauf oder Eintausch des Wagens zu kÃ¼mmern.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Schliesslich hat sich die BeschwerdefÃ¼hrerin durch Unterzeichnung der persÃ¶nli­chen ErklÃ¤rung am 27. MÃ¤rz 1999 auch verpflichtet, erhaltene UnterstÃ¼tzungen zurÃ¼ckzu­erstatten, sobald sie Ã¼ber momentan nicht realisierbare VermÃ¶genswerte verfÃ¼gen kÃ¶nne (act. 8/9/28). Diese ErklÃ¤rung bildet nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtes zwar ohnehin nicht formelle Voraussetzung der RÃ¼ckerstattung nach § 20 SHG (vgl. RB 1999 Nr. 82). Liegt sie jedoch vor, so ist damit der Einwand des Pflichtigen ausgeschlos­sen, er habe mit einer RÃ¼ckerstattung nicht rechnen mÃ¼ssen und sich in guten Treuen dar­auf verlassen dÃ¼rfen, dass die wirtschaftliche Hilfe Ã fonds perdu bezahlt werde. Insofern erleichtert die ErklÃ¤rung immerhin die Durchsetzung des RÃ¼ckerstattungsanspruches. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es bleibt zu fragen, ob die BehÃ¶rde sich im Zeitpunkt der Ausrichtung wirtschaftli­cher Hilfe Ã¼ber deren bevorschussenden Charakter bewusst zu sein hat, damit eine RÃ¼ck­forderung mit § 20 SHG begrÃ¼ndet werden darf. Auch wenn das Gesetz die vorgÃ¤ngige Spezifizierung des illiquiden VermÃ¶genswertes nicht ausdrÃ¼cklich verlangt, kann allenfalls der Grundsatz von Treu und Glauben eine solche gebieten. Insofern beschlÃ¤gt die Frage jedoch weniger die Willensbildung auf Seiten der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde, als die Optik des Hil­fesuchenden. Ausschlaggebend ist daher einzig, ob ein SozialhilfeempfÃ¤nger aufgrund der gesamten UmstÃ¤nde mit einer RÃ¼ckerstattung gestÃ¼tzt auf § 20 SHG rechnen musste. Dies war vorliegend der Fall. Die BeschwerdefÃ¼hrerin war sich Ã¼ber den Wert ihres Fahrzeuges vollstÃ¤ndig im Klaren und musste, nachdem sie allgemein auf die RÃ¼ckerstattungspflicht bei VerfÃ¼gbarkeit momentan nicht realisierbarer VermÃ¶genswerte hingewiesen worden war, mit der RÃ¼ckforderung rechnen. Unter diesen UmstÃ¤nden hat die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde Winterthur zu Recht die RÃ¼ckerstattung der wirtschaftlichen Hilfe verlangt. Die Beschwer­de ist demgemÃ¤ss abzuweisen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Einzelrichterin:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>