<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00247</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107004&amp;W10_KEY=4467145&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00247</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.01.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4"></td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Grundwasserrechte/Konzession</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Der Beschwerdegegnerin 1 wurde vom Beschwerdegegner 2 die Konzession für die Entnahme von Trinkwasser u.a. aus Quellfassungen erteilt, die auf dem Grundstück des Beschwerdeführers liegen. Der Beschwerdeführer bestreitet, dass es sich bei den Quellen um öffentliche Gewässer bzw. Grundwasser handle. Vielmehr stünden die Quellen in seinem Privateigentum.<br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts bei Streitigkeiten betreffend Wasserrechtskonzessionen (E. 1a).<br/>Unterscheidung zwischen der Hauptfrage (Konzessionserteilung) und der hier zentralen Vorfrage nach der rechtlichen Natur der Quellen (E. 1b). Die vorfrageweise Klärung der nicht aufgrund der Akten zu beantwortenden Qualifikation der Quellen fällt im konkreten Fall nicht in die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (§ 6 Abs. 3 WasserwirtschaftsG; E. 1b/bb).<br/>Die unterlassene Einsprache des Beschwerdeführers anlässlich der Bekanntmachung gemäss § 38 WasserwirtschaftsG bewirkt in der vorliegenden Konstellation nicht, dass die in Frage stehenden Quellfassungen als öffentliche Gewässer gelten (E. 1c).<br/>Teilweise Gutheissung der Beschwerde, Rückweisung (E. 2).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRUNDWASSER">GRUNDWASSER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HAUPTFRAGE">HAUPTFRAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONZESSION">KONZESSION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUELLE">QUELLE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUELLE">QUELLE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Privatrecht UR: Zivilgesetzbuch ST: SACHENRECHT">SACHENRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TRINKWASSER">TRINKWASSER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORENTSCHEID">VORENTSCHEID</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORFRAGEWEISE">VORFRAGEWEISE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: WASSERRECHT UND GEWÃSSERSCHUTZ">WASSERRECHT UND GEWÃSSERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WASSERRECHTSKOMMISSION">WASSERRECHTSKOMMISSION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WASSERWIRTSCHAFTSGESETZ">WASSERWIRTSCHAFTSGESETZ</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 82 lit. d VRG</span><br/><span class="gerade">§ 6 lit. III WasserwirtschaftsG</span><br/><span class="ungerade">§ 36 WasserwirtschaftsG</span><br/><span class="gerade">§ 64 WasserwirtschaftsG</span><br/><span class="ungerade">§ 70 WasserwirtschaftsG</span><br/><span class="gerade">Art. 704 ZGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A. Am 7. Mai 2001 stellte die Wasserversorgungsgenossenschaft X das "Ge­such um Erteilung einer Konzession bzw. Bewilligung zur Quellwassernutzung fÃ¼r Trink- und Brauchzwecken gemÃ¤ss §§ 36 ff, 70 + 73 Wasserwirtschaftsgesetz" vom 2. Juni 1991 (Was­serwirtschaftsG) unter anderem am Fassungsstandort Q, GrundstÃ¼cke Kat.Nr. 01 und 02 in Y. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 5. Oktober 2001 ersuchte die Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich den Gemeinderat Y um Ã¶ffentliche Bekanntmachung des Wasserrechtsgesuchs gemÃ¤ss § 38 WasserwirtschaftsG, und zwar unter Verwendung des folgenden Wortlauts:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>"Wasserrechtsgesuch.</span></p> <p class="Einzug1"><span><span> </span></span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Wasserversorgungsgenossenschaft X ersucht um das Recht, dem lokalen Grund­wasservorkommen mit den nachfolgend aufgefÃ¼hrten Quellfassungen in <br/> der Ge­meinde Y insgesamt bis zu 228 l/min Wasser zu entnehmen und dieses wie bisher in der Gemeindewasserversorgung zu Trink- und Brauchzwecken zu ver­wenden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>(...)</span></p> <p class="Einzug1"><span>Quellfassung Q R-weg GrundstÃ¼ck Kat.-Nrn. ... 01, ... 02 108 l/min</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Wasserversorgungsgenossenschaft X nutzt die um 1895 erstellten Quellfassungen bereits heute zur Trinkwasserversorgung. FÃ¼r diese Nutzung bestand bisher keine Konzession im Sinne des Wasserwirtschaftsgesetzes.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Einsprachen gegen dieses Gesuch sind innert einer Frist von 30 Tagen, die am .... ablÃ¤uft, schriftlich und mit BegrÃ¼ndung im Doppel an den Gemeinderat Y einzureichen. Die Akten und PlÃ¤ne kÃ¶nnen vom .... bis .... bei(m) .... eingesehen werden."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dieser Aufforderung kam der Gemeinderat mit Publikation sowohl im kommunalen Mitteilungsblatt als auch im Amtsblatt des Kantons ZÃ¼rich vom ... 2001 nach. Es erfolgten keine Einsprachen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. Mit Beschluss vom 10. Juli 2002 erteilte der Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich sodann gestÃ¼tzt auf die §§ 36 ff. und § 70 WasserwirtschaftsG der Wasserversorgungsgenossenschaft X unter anderem folgendes Recht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>"III. Der Wasserversorgungsgenossenschaft X wird das Recht verliehen und die gewÃ¤sserschutzrechtliche Bewilligung erteilt, dem lokalen Grundwasser­vor­kom­men in den GrundstÃ¼cken Kat.-Nrn. ..., 01, ... und 02, R-weg, Y, mit den Quellfassungen Q A bis D bis zu 108 l/min Wasser zu entnehmen und dieses in der Ã¶ffent­lichen Wasserversorgung zu Trink- und Brauchzwecken zu verwenden (GWR I 1355).</span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span>IV. Die Verleihungen gemÃ¤ss Dispositiv I bis III erlÃ¶schen am 31. Dezember 2032, sofern sie nicht auf rechtzeitiges Gesuch hin erneuert werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>V. Die Verleihungen gemÃ¤ss Dispositiv I bis IV sind wie folgt am Grundbuchblatt der GrundstÃ¼cke als Ã¶ffentlichrechtliche EigentumsbeschrÃ¤nkung anzumerken:</span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span>Dispositiv III und IV an den GrundstÃ¼cken Kat.-Nr. ..., 01, ... und 02, Y.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Grundbuchamt Y wird eingeladen, nach Eintritt der Rechtskraft diese Anmerkungen vorzunehmen und hierÃ¼ber dem Amt fÃ¼r Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) ein Zeugnis zuzustellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>VI. Die jÃ¤hrlichen NutzungsgebÃ¼hren betragen vorbehÃ¤ltlich einer neuen Ge­­bÃ¼hrenverordnung fÃ¼r die ... Quellen Q Fr. 216. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>VII. Die Kosten dieses Verfahrens, bestehend aus einer StaatsgebÃ¼hr, den AusfertigungsgebÃ¼hren und den einmaligen VerleihungsgebÃ¼hren, werden von der Wasserversorgungsgenossenschaft X durch die Baudirektion erhoben.</span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span>VerleihungsgebÃ¼hr (GWR I 1355): Fr. 216 (8000 0010 38/85262.40.002)</span></p> <p class="Einzug1"><span>..."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Am 5. August 2002 liess der EigentÃ¼mer der GrundstÃ¼cke Kat.Nr. 01 und 02, A, folgende Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>"Ziffer III des Dispositivs des Regierungsratsbeschlusses Nr. 1080 vom 10. Juli 2002 bezÃ¼glich der im Eigentum des BeschwerdefÃ¼hrers stehenden GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 01 und 02 (I 1355) sei aufzuheben, die Anmerkungen der Ã¶ffentlich­recht­lichen EigentumsbeschrÃ¤nkungen gemÃ¤ss Dispositiv V des erwÃ¤hnten RRB an den GrundbuchblÃ¤ttern der beiden GrundstÃ¼cke seien zu unterlassen und der RRB sei sinngemÃ¤ss abzuÃ¤ndern."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer liess ausdrÃ¼cklich festhalten, sich nicht gegen die Nutzung des Quellwassers zu Trink- und Brauchzwecken durch die Wasserversorgungsgenossenschaft zu stellen, sondern gegen die Klassifizierung der Quellen als "lokales Grundwasservor­kommen und Ã¶ffentliches GewÃ¤sser". GemÃ¤ss Art. 704 Abs. 1 des Zivilgesetzbuchs (ZGB) seien Quellen Bestandteile der GrundstÃ¼cke und stÃ¼nden daher im Privateigentum. Eine Konzession kÃ¶nne aber nur zur Nutzung Ã¶ffentlicher GewÃ¤sser erteilt werden. Entspre­chend seien mit VerfÃ¼gung der Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich vom 26. Juli 1999 die vom Gemeinderat Y gemÃ¤ss Art. 20 des Bundesgesetzes vom 24. Januar 1991 Ã¼ber den Schutz der GewÃ¤sser (GSchG; SR 814.20) ausgeschiedenen Schutzzonen um die Quell­fas­sungen und das dazugehÃ¶rende Schutzzonenreglement genehmigt worden. Der Ge­mein­de­rat Y habe am 30. Juli 1999 die betroffenen GrundeigentÃ¼mer Ã¼ber die kanto­nale Genehmi­gung orientiert und die Anmeldung zur Anmerkung der Festsetzung der Schutzzonen beim Grundbuchamt abgegeben. Damit sei das Verfahren abgeschlossen gewesen. In der VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 5. Oktober 2001 werde erstmals anstelle von Quellwasser ein lokales Grundwasservorkommen erwÃ¤hnt, ohne dieses PhÃ¤nomen durch ein geologisches Gutachten nachzuweisen. Der geologisch-hydrologische Bericht be­treffend Ausscheidung von Schutzzonen um die Quellfassungen Q A bis D der Wasserversorgung X vom 9. Juni 1978 beinhalte nur Grundlagen Ã¼ber Quellen und Quellfassungen. Von einem lokalen Grund­wasservorkommen oder Ã¶ffentlichen GewÃ¤sser gehe keine Rede, womit der Nachweis erbracht sei, dass es sich vorliegend um Quellen handle, die Bestandteile der GrundstÃ¼cke seien und somit im Privateigentum stÃ¼nden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerdeantwort der Wasserversorgungsgenossenschaft X (Beschwer­de­geg­nerin 1) vom 28./29. Oktober 2002 beantragte die Abweisung der Beschwerde und hielt fest, es kÃ¶nne keine Quellen ohne Grundwasser geben, weshalb es nicht nachvollziehbar sei, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer an dieser Begriffsdefinition stÃ¶re. Ausserdem sei das Konzessionsgesuch um Entnahme von Wasser aus dem lokalen Grundwasservorkom­­men unter anderem aus der Quellfassung Q vom 19. Oktober 2001 bis zum 18. No­vem­ber 2001 Ã¶ffentlich aufgelegt gewesen. Weder gegen das Wasser­rechts­gesuch noch die darin verwendeten Begriffe seien Einwendungen von privater Seite vorgebracht worden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Laut der namens des Regierungsrats (Beschwerdegegner 2) vom AWEL verfassten Beschwerdeantwort vom 19./20. September 2002 fehlt es vorliegend an der ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts, da gemÃ¤ss § 6 Abs. 3 WasserwirtschaftsG Streitigkeiten Ã¼ber die Frage, ob ein GewÃ¤sser Ã¶ffentlicher oder privater Natur sei, durch die Zivilgerichte zu entscheiden seien. Sollte das Verwaltungsgericht seine ZustÃ¤ndigkeit dennoch bejahen, so sei zu beachten, dass im Kanton ZÃ¼rich gemÃ¤ss §§ 5 und 36 WasserwirtschaftsG sÃ¤mtliche na­tÃ¼r­lichen Grundwasservorkommen grundsÃ¤tzlich als Ã¶ffentliche GewÃ¤sser betrachtet wÃ¼rden. GemÃ¤ss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sei selbst ohne kantonale Anordnung Art. 704 Abs. 3 ZGB auf Grundwasservorkommen von grosser MÃ¤chtigkeit und ausgedehn­­tem Einzugsgebiet Ã¼berhaupt nicht anwendbar. Dass vorliegend ein grÃ¶sseres nutzbares Grundwasservorkommen, an welchem ein Ã¶ffentliches Interesse bestehe, vorhanden sei, verstehe sich von selbst, werde es doch durch die Wasserversorgungsgenossenschaft X zu Trink- und Brauchzwecken genutzt. Wenn in der Konzession auch Quellfassungen erwÃ¤hnt wÃ¼rden, so diene dieser Begriff lediglich der Verdeutlichung, dass ursprÃ¼nglich vorhandene natÃ¼rliche Quellen gefasst worden seien. Daher sei die Beschwerde abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit von Amtes wegen (§ 70 in Ver­bindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zum besseren VerstÃ¤ndnis rechtfertigt es sich, diesbezÃ¼glich etwas auszuholen:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) § 82 lit. c und d VRG unterstellen bestimmte Streitigkeiten, die sich aus der Anwendung des Bundesgesetzes Ã¼ber die Nutzbarmachung der WasserkrÃ¤fte vom 22. Dezember 1916 (WRG) ergeben, der ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts im Klageverfahren. Unter lit. c fallen Streitigkeiten zwischen dem Inhaber einer Wasserkraftkonzession und anderen Nutzungsberechtigten Ã¼ber den Umfang ihrer Nutzungsrechte (Art. 70 WRG) sowie solche zwischen dem KonzessionÃ¤r und der VerleihbehÃ¶rde Ã¼ber die sich aus dem Kon­zessionsverhÃ¤ltnis ergebenden Rechte und Pflichten (Art. 71 Abs. 1 WRG; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 19 N. 33). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach der frÃ¼heren Fassung unterstellte § 82 lit. d VRG dem Klageverfahren ausserdem eine Reihe von Streitigkeiten aus dem kantonalen Gesetz Ã¼ber die GewÃ¤sser vom 15. De­zember 1901/2. Juli 1967/8. Dezember 1974 (WasserG). So war das Verwaltungsgericht beispielsweise zustÃ¤ndig zum Entscheid Ã¼ber Einsprachen gegen die Errichtung, Ãnderung und Erweiterung von Wasserkraftanlagen und anderen WasserbenÃ¼tzungsanlagen, soweit darin die Verletzung entgegenstehender Rechte geltend gemacht wurde (§§ 26 und 46 WasserG); es hatte dabei lediglich einen Feststellungsentscheid Ã¼ber die der Erteilung der Konzession entgegenstehenden Rechte Dritter zu fÃ¤llen. Mit dem Erlass des das letztere Gesetz aufhebenden Wasserwirtschaftsgesetzes sind diese ZustÃ¤ndigkeiten abgeschafft wor­den; diesbezÃ¼gliche Streitigkeiten sind nunmehr im Einsprache-, Rekurs- und Beschwer­deverfahren zu beurteilen (§§ 42, 64 WasserwirtschaftsG). Allerdings entscheidet nach wie vor der Zivilrichter Ã¼ber Streitigkeiten darÃ¼ber, ob ein GewÃ¤sser Ã¶ffentlicher oder privater Natur sei (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 34 und § 82 N. 11 je mit Hinweisen). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Voraussetzungen fÃ¼r ein Klageverfahren gemÃ¤ss § 82 lit. c und d VRG sind hier unbestrittenermassen nicht gegeben, weshalb zu prÃ¼fen ist, inwieweit auf die Beschwer­de gemÃ¤ss § 64 WasserwirtschaftsG eingetreten werden kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Vorliegend gilt es, zwei Problemkreise klar auseinander zu halten: Einerseits stellt sich die Frage, ob der Regierungsrat der Beschwerdegegnerin 1 zu Recht oder zu Unrecht die <i>Konzession</i> im Zusammenhang mit den sich auf dem GrundstÃ¼ck des Beschwerde­fÃ¼hrers befindenden Quellfassungen bzw. Wasservorkommen erteilt hat, was vom Letzte­ren bestritten wird, wenn er auch gegen die Wasserentnahme als solche nichts einzuwenden hat. Andererseits geht es darum, wie diese Wasservorkommen <i>rechtlich zu definieren sind</i>, das heisst, ob es sich dabei um eigentliche Quellen im Sinn von Art. 704 ZGB handelt und sie somit privater Natur sind oder ob sie als Ã¶ffentliches GewÃ¤sser zu qualifizieren sind. Die vorfrageweise KlÃ¤rung dieses zweiten Problems, nÃ¤mlich ob das bei den Quellfas­sungen entnommene Wasser als Ã¶ffentliches oder privates GewÃ¤sser zu gelten hat, ist fÃ¼r die Beurteilung der RechtmÃ¤ssigkeit der Konzessionserteilung unabdingbar. Die Vorfrage mutiert im vorliegenden Verfahren zur eigentlichen Hauptfrage, zumal sich der BeschwerdefÃ¼hrer wie erwÃ¤hnt nicht gegen die Wasserentnahme durch die Beschwerdegegnerin 1 stellt (dazu VGr, 17. MÃ¤rz 1989, VK 88/0008 E. 2b S. 17, auszugsweise in RB 1989 Nr. 86).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts ist im Zusammenhang mit der ersten Frage, nÃ¤mlich ob die Vorinstanz die entsprechende Konzession zur Wasserentnahme verleihen durfte oder nicht, grundsÃ¤tzlich gegeben (§ 64 WasserwirtschaftsG in Verbindung mit § 41 VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, §§ 19 N. 34 und 82 N. 11). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) BezÃ¼glich der zweiten und hier hauptsÃ¤chlich interessierenden Frage, nÃ¤mlich ob es sich bei den betreffenden Wasservorkommen um Ã¶ffentliches oder privates GewÃ¤sser handelt, ist Folgendes zu beachten: Unbestrittenermassen kann sich die Erteilung einer Kon­­­zession, wie sie vorliegend im Raum steht, nur auf die Nutzung von "Ã¶ffentlichen GewÃ¤ssern" beziehen (§ 36, 37, 46 WasserwirtschaftsG; vgl. auch RB 1989 Nr. 86 und 1978 Nr. 15). Die Nutzung von "privaten GewÃ¤ssern" wÃ¤re beispielsweise Ã¼ber das Institut der Dienstbarkeit zu regeln.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Streitigkeiten darÃ¼ber, ob ein GewÃ¤sser Ã¶ffentlicher oder privater Natur ist, entschei­­den aber wie bereits ausgefÃ¼hrt die Zivilgerichte (§ 6 Abs. 3 WasserwirtschaftsG). Da dies vorliegend bisher noch nicht geschehen ist, wÃ¤re es dem Verwaltungsgericht zwar unbe­nommen, darÃ¼ber als Vorfrage selbstÃ¤ndig zu entscheiden (RB 1989 Nr. 86 mit Hinweisen, 1978 Nr. 15). Indessen auferlegt sich das Verwaltungsgericht eine betonte ZurÃ¼ckhaltung, wenn es Rechtsfragen aus dem Erkenntnisbereich einer anderen BehÃ¶rde vorfragewei­se zu beantworten gilt. Dies gilt erst recht, wenn es um die Abgrenzung zwischen priva­ten und Ã¶ffentlichen GewÃ¤ssern geht, handelt es sich doch dabei um eines der schwierigs­ten und umstrittensten Gebiete des Zivilrechts (RB 1989 Nr. 86; vgl. auch KÃ¶lz/Boss­hart/ RÃ¶hl, § 1 N. 34, je mit Hinweisen). Heikel kann insbesondere die Frage sein, ob bzw. unter welchen Bedingungen ein Grundwasseraufstoss als Grundwasser oder als Quelle im Sinn von Art. 704 ZGB zu gelten hat (vgl. dazu zum Beispiel Heinz Rey, Basler Kommentar, 1998, Art. 704 N. 15 ff. ZGB; Robert Haab/August Simonius/Werner Scherrer/Dieter Zobl, ZÃ¼rcher Kommentar, 1977, Art. 704 N. 12 ZGB; Gutachten des EidgenÃ¶ssischen Grundbuchamtes vom 26. September 1973, VPB 38.17 [Gutachten]). Meinungsverschiedenheiten bestehen namentlich darÃ¼ber, ob eine allgemeine ÃffentlicherklÃ¤rung der Grundwasser so weit gehen dÃ¼rfe, dass sie dem privaten Quellenrecht im Sinn von Art. 704 ZGB praktisch keinen Raum mehr lasse (RB 1989 Nr. 86 mit Hinweisen). Das im Kanton ZÃ¼rich geltende Wasserwirtschaftsgesetz definiert denn auch als "Grundwasser" das im Erdinnern befindliche Wasser, welches zur Quelle im Sinne von Art. 704 ZGB werde, sobald es auf natÃ¼rliche Weise an die OberflÃ¤che trete (§ 4 WasserwirtschaftsG). Grundwasser sowie eingedol­te OberflÃ¤chengewÃ¤sser seien Ã¶ffentlich, soweit an ihnen nicht Privateigentum nachgewiesen werde (§ 5 Abs. 1 Satz 1 WasserwirtschaftsG). Es besteht somit im Kanton ZÃ¼rich eine solche allgemeine ÃffentlicherklÃ¤rung der Grundwasser, wird doch auch in der Weisung des Regierungsrats vom 10. Februar 1988 zum Wasserwirtschaftsgesetz (Weisung; Abl 1988, 661 ff., 669 f.) ausgefÃ¼hrt, dass private GewÃ¤sser, abgesehen von den vielen Rinn­­salen, die nur gerade bei intensiven NiederschlÃ¤gen auftrÃ¤ten, eher selten seien. In Bezug auf das Grundwasser ist in der Weisung festgehalten, dieses kÃ¶nne als herrenlose Sache im bundesrechtlichen Sinn (Art. 664 ZGB) durch die Kantone Ã¶ffentlich erklÃ¤rt werden, ja, es bestehe sogar eine bundesrechtliche Vermutung der Ãffentlichkeit. Grundwasser sei nicht eigentumsfÃ¤hig. Die grundsÃ¤tzliche ÃffentlicherklÃ¤rung des Grundwassers einerseits und der nach dem Zivilgesetzbuch private Charakter der Quellen anderseits fÃ¼hrten da­zu, dass ein und dieselben Wasserteilchen dem Ã¶ffentlichen Recht unterstÃ¼nden, solange sie sich im Boden befÃ¤nden, aber zum Privatrecht­objekt wÃ¼rden, sobald sie als Quellen an die OberflÃ¤che trÃ¤ten. Diese AusfÃ¼hrungen des Regierungsrats vereinfachen die Abgrenzung­problematik bezÃ¼glich privater und Ã¶ffentlicher GewÃ¤sser fÃ¼r den vorliegenden Fall keineswegs. Da es sich aber bei der Auslegung des Artikels 704 Abs. 3 ZGB um eine Aus­legung des Bundeszivilrechts handelt â und darum geht es hier hauptsÃ¤chlich â, obliegt die Entscheidung grundsÃ¤tzlich den Organen, die fÃ¼r die Auslegung des Bundeszivilrechts zustÃ¤ndig sind (Gutachten, S. 45 f.). Deren vorfrageweise AbklÃ¤rung kann nicht Sache des Ver­­waltungsgerichts sein, erst recht nicht, nachdem § 6 Abs. 3 WasserwirtschaftsG ausdrÃ¼cklich die Zivilgerichte als dafÃ¼r zustÃ¤ndig erklÃ¤rt (vgl. RB 1989 Nr. 86).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aufgrund dieser ErwÃ¤gungen ergibt sich, dass das Verwaltungsgericht Ã¼ber die sich hier stellende Vorfrage nicht zu befinden hat. Dies Ã¤ndert aber nichts daran, dass die ZustÃ¤n­digkeit des Verwaltungsgerichts im Zusammenhang mit der Erteilung der Konzession gegeben und insoweit auf die Beschwerde einzutreten ist. Allerdings erweist sich die Sache zufolge der offenen Vorfrage als nicht spruchreif, worauf noch zurÃ¼ckzukommen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Im Weiteren ist darauf hinzuweisen, dass vorliegend eine Ã¶ffentliche Bekanntma­chung des Wasserrechtsgesuchs im Sinn von § 38 WasserwirtschaftsG stattgefunden hat. Die Beschwerdegegnerin 2 macht sinngemÃ¤ss geltend, dass innert Frist keine Ein­spra­chen wegen Verletzung Ã¶ffentlicher oder privater Interessen nach § 40 WasserwirtschaftsG eingegangen seien, obwohl im verÃ¶ffentlichten Text der Terminus "lokales Grundwasservor­kommen" verwendet worden sei. Daher habe sich der BeschwerdefÃ¼hrer damit einverstanden erklÃ¤rt, dass es sich bei den betreffenden Wasservorkommen um Grundwasser und somit um Ã¶ffentliches GewÃ¤sser handle, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Ãber Fragen der Nutzung der Ã¶ffentlichen GewÃ¤sser, die fÃ¼r die spÃ¤tere Bewilli­gungsfÃ¤higkeit eines Vorhabens grundlegend sind, kÃ¶nnen Vorentscheide eingeholt werden (§ 37 Abs. 1 Satz 1 WasserwirtschaftsG). Der Vorentscheid ist hinsichtlich der behandelten Fragen in gleicher Weise verbindlich, gÃ¼ltig oder Ã¶ffentlich-rechtlich anfechtbar wie wasser­rechtliche Konzessionen und Bewilligungen (§ 37 Abs. 2 Satz 1 WasserwirtschaftsG). Das Gesuch ist mit den fÃ¼r die Beurteilung des Vorhabens erforderlichen Unterlagen der Bau­direktion zur VorprÃ¼fung einzureichen (§ 38 Abs. 1 WasserwirtschaftsG). Nach der Vor­­prÃ¼fung legt der Gemeinderat auf Anordnung der Baudirektion das Gesuch wÃ¤hrend 30 Tagen Ã¶ffentlich auf und macht die Planauflage Ã¶ffentlich bekannt (§ 38 Abs. 3 Wasserwirt­schaftsG). Innert der Auflagefrist kann wegen Verletzung Ã¶ffentlicher oder privater In­te­ressen Einsprache erhoben werden (§ 40 WasserwirtschaftsG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Das hier zur Diskussion stehende Institut des Vorentscheids entspricht demjeni­gen von § 323 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (Weisung, S. 678 f.; Prot. KR [1987-91], S. 11480). Die Bindung an einen Entscheid kann aber grundsÃ¤tzlich nicht weiter gehen als die im Dispositiv enthaltene Beantwortung der gestellten Fragen (Max Imboden/RenÃ© Rhinow, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Bd. I, 6. A., Basel/Frankfurt a.M. 1986, Nr. 42 B II mit Hinweisen; Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 2. A., WÃ¤denswil 2000, S. 499). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nachdem vorliegend in der Ã¶ffentlichen Bekanntmachung nirgends die Rede war von einer "Ã¶ffentlichrechtlichen EigentumsbeschrÃ¤nkung", welche am Grundbuchblatt anzumerken sei, kann aus dem Umstand, dass auf die erwÃ¤hnte Publikation hin keine Ein­spra­che sei­tens des BeschwerdefÃ¼hrers erfolgt ist, nicht abgeleitet werden, die Rechtsnatur der betreffen­den Wasservorkommen sei fÃ¼r das vorliegende Verfahren verbindlich festgestellt worden und es sei der BeschwerdefÃ¼hrer mit deren Beurteilung als Ã¶ffentliches GewÃ¤sser einverstan­den gewesen. Vielmehr durfte der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund des ver­Ã¶ffent­lich­ten Wortlauts davon ausgehen, dass das aus den Quellfassungen abgeleitete Wasser wie bisher fÃ¼r die Trinkwasserversorgung genutzt werden soll, wogegen er auch nichts einzuwenden hatte. Es wÃ¤re jedoch zu viel verlangt, von ihm zu erwarten, aufgrund des publizierten Textes hÃ¤tte er ableiten sollen, dass die betreffenden Wasservorkommen bzw. WasseraufstÃ¶sse als Ã¶ffentliches GewÃ¤sser betrachtet wÃ¼rden und die Anmerkung einer Ã¶ffentlichrechtlichen Eigentums­beschrÃ¤nkung im Grundbuchblatt vorgesehen sei. Daher kann dem BeschwerdefÃ¼hrer auch nicht entgegengehalten werden, er habe keine Einsprache gemÃ¤ss § 40 WasserwirtschaftsG gemacht und es sei daher auf die Beschwerde nicht einzutreten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es kann somit offen gelassen werden, ob vorliegend dem Anspruch des von einer An­ordnung Betroffenen darauf, dass ihm diese individuell erÃ¶ffnet werde, durch die Publikation Ã¼berhaupt GenÃ¼ge getan wurde oder ob der die Einsprachefrist auslÃ¶sende Erlass dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht auch hÃ¤tte persÃ¶nlich erÃ¶ffnet werden mÃ¼ssen (vgl. § 10 lit. b VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 5 mit Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><i><span> </span></i></p> <p class="Einzug1"><span>2. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Erteilung der Konzession fÃ¼r die Wasser­entnahme mit den betreffenden Quellfassungen ohne nÃ¤here AbklÃ¤rung der Frage erfolgt ist, ob es sich dabei um Ã¶ffentliches oder privates GewÃ¤sser handelt. Unabdingbare Vo­raus­setzung fÃ¼r die Erteilung der Konzession und damit Entscheidfundament wÃ¤re aber wie dargelegt, dass es sich um ein Ã¶ffentliches GewÃ¤sser handelt (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 64 N. 3). Da dies bisher ungeklÃ¤rt geblieben ist, ist in teilweiser Gutheissung der Beschwer­de der Entscheid des Regierungsrats teilweise aufzuheben und die Sache zurÃ¼ckzuweisen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 51 N. 2+6). Eine RÃ¼ckweisung rechtfertigt sich schon deshalb, weil nicht auszuschliessen ist, dass die Parteien eine einvernehmliche LÃ¶sung finden kÃ¶nnen, zumal der BeschwerdefÃ¼hrer nichts gegen die Wasserentnahme einzuwenden hat, wohl aber gegen die Ã¶ffentlichrechtliche EigentumsbeschrÃ¤nkung. Das Gesetz strebt denn auch die gÃ¼tliche Erledigung solcher Differenzen an (vgl. § 41 Abs. 1 WasserwirtschaftsG). Gegebenenfalls kÃ¶nnte der Beizug eines Geologen fÃ¼r die KlÃ¤rung der Situation hilfreich sein, denn entgegen der Meinung der Parteien ergibt sich aus den im Recht liegen­den Akten nicht rechtsgenÃ¼gend, welchen Umfangs und welcher Natur das betreffende Grund­wasservorkommen bzw. die WasseraufstÃ¶sse sind. Sollte keine Einigung erzielt wer­den kÃ¶nnen, so wÃ¤re das Verfahren wohl zu sistieren, bis das Zivilgericht in einem voraussichtlich aufwendigen Prozess darÃ¼ber entschieden hat, ob das mit den Quellfassungen entnommene Wasser Ã¶ffentlicher oder privater Natur ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Betreffend die Kostenauflage ist zu beachten, dass entgegen der Meinung des Be­schwerdefÃ¼hrers das Verwaltungsgericht nicht darÃ¼ber zu befinden hat, ob es sich vorliegend um Ã¶ffentliches oder privates GewÃ¤sser handelt, letztlich aber das Konzessionsgesuch der Beschwerdegegnerin 1 das jetzige Verfahren veranlasst hat. Unter diesen UmstÃ¤nden sind die Kosten dieses Verfahrens zur HÃ¤lfte der Beschwerdegegnerin 1 und zur HÃ¤lfte dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen, die beide noch nicht obsiegt haben (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 1 VRG). Der Beschwerdegegner 2 wird in analoger Anwendung von § 17 Abs. 3 VRG (vgl. dazu KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 46 ff.) verschont.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist auch die Kosten- und GebÃ¼hrenverlegung der Vorinstanz im Zusammenhang mit der Konzessionserteilung betreffend die Wasservorkommen auf den GrundstÃ¼cken des BeschwerdefÃ¼hrers aufzuheben. Nach KlÃ¤rung der im Raum stehenden Frage wird darÃ¼ber neu zu befinden sein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden die Dispositiv-Ziffern III, IV, V, VI und VII des Beschlusses des Regierungsrats vom 10. Juli 2002 ... in Bezug auf die GrundstÃ¼cke des BeschwerdefÃ¼hrers, Kat.Nrn. 01 und 02, R-weg, Y, ..., aufgehoben und die Sache wird im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Vorinstanz zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>