<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00364</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105909&amp;W10_KEY=13013579&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00364</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.01.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>A-Taxibetriebsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>A-Taxibetriebsbewilligung: Anforderungen an die Gewähr für eine vorschriftsgemässe Geschäftsführung Die Beschwerdeführerin wehrt sich für die richtige Anwendung ihres kommunalen Rechts und ist damit beschwerdeberechtigt (E. 1). Es ist zulässig, von den Bewerbern um eine Bewilligung geordnete finanzielle Verhältnisse zu verlangen. Die Richtlinien des Polizeivorstands sind als Konkretisierung der Verordnung insofern nicht zu beanstanden. Der Statthalter hat die Anwendung des unbestimmten Rechtsbegriffs der "Zutrauenswürdigkeit" mit Zurückhaltung zu überprüfen (E. 2c). Ob die Verlustscheinforderungen, die erstinstanzlich den Hauptgrund der Bewilligungsverweigerung bildeten, noch bestehen, ist unklar (E. 2d). Die Nichterfüllung dieser beiden Forderungen stellt einen genügenden Grund für eine Bewilligungsverweigerung dar. Weist der Beschwerdeführer deren Tilgung nach, ist die Bewilligung zu erteilen (E. 2e). Die Angelegenheit wird zu ergänzender Untersuchung und erneuter Beschlussfassung an den Statthalter zurückgewiesen (E. 2f). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: BERUFS- UND GEWERBERECHT">BERUFS- UND GEWERBERECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETRIEBSBEWILLIGUNG">BETRIEBSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEURTEILUNGSSPIELRAUM">BEURTEILUNGSSPIELRAUM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FINANZIELL">FINANZIELL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDEAUTONOMIE">GEMEINDEAUTONOMIE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TAXIBEWILLIGUNG">TAXIBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNBESTIMMTER RECHTSBEGRIFF">UNBESTIMMTER RECHTSBEGRIFF</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNIS">VERHÃLTNIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUTRAUENSWÃRDIGKEIT">ZUTRAUENSWÃRDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUVERLÃSSIGKEIT">ZUVERLÃSSIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 3 lit. I/a TaxiV ZÃ¼rich</span><br/><span class="gerade">Art. 3 lit. I/b TaxiV ZÃ¼rich</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Vorsteherin des Polizeidepartements der Stadt ZÃ¼rich wies ein Gesuch von A vom 24. Dezember 1998 um Erteilung einer A-Taxibetriebsbewilligung am 29. Juni 1999 ab. Zur BegrÃ¼ndung wurde angefÃ¼hrt, gemÃ¤ss Auszug aus dem Betreibungs­register ZÃ¼rich vom 8. Juni 1999 mit insgesamt 17 verzeichneten VorgÃ¤ngen seien noch zwei Verlust­schei­ne im Gesamtbetrag von Fr. 1'415.30 offen; die Voraussetzungen fÃ¼r eine Bewilli­gungserteilung gemÃ¤ss Art. 3 Abs. 1 lit. a (guter Leumund) und b (GewÃ¤hr fÃ¼r die Sicher­heit des Betriebes und fÃ¼r eine vorschriftsmÃ¤ssige GeschÃ¤ftsfÃ¼hrung) der Taxivor­schriften der Stadt ZÃ¼rich vom 25. Oktober 1978 (TaxiV) seien daher nicht erfÃ¼llt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf Einsprache vom 23. Juli 1999 hin bestÃ¤tigte der Stadtrat ZÃ¼rich die Bewilli­gungs­verweigerung mit Beschluss vom 17. Mai 2000. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Den dagegen am 3. Juli 2000 erhobenen Rekurs hiess der Statthalter des Bezirks ZÃ¼rich am 31. August 2000 gut; dementsprechend wurden der Beschluss des Stadtrats vom 17. Mai 2000 und die VerfÃ¼gung der Polizeivorsteherin vom 29. Juni 1999 aufgehoben; die Rekurskosten von Fr. 701.- wurden der Stadt ZÃ¼rich auferlegt, die zudem zur Bezahlung ei­­ner ParteientschÃ¤digung von Fr. 600.- an den Rekurrenten verpflichtet wurde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 19. Oktober 2000 beantragte der Stadtrat ZÃ¼rich dem Ver­waltungsgericht, A sei in Aufhebung des Beschlusses des Statthalters und in BestÃ¤tigung des Beschlusses des Stadtrats sowie der VerfÃ¼gung der Polizeivorsteherin die nachgesuchte A-Taxibetriebsbewilligung zu verweigern; unter Kosten- und EntschÃ¤di­gungs­folgen zulasten des Beschwerdegegners. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Statthalteramt des Bezirks ZÃ¼rich verzichtete auf Vernehmlassung. Der Be­schwerdegegner beantragte am 27. November 2000 Abweisung der Beschwerde, unter Kos­ten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin.</span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 (e contrario) und § 41 des Ver­wal­tungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zur Behandlung der vor­liegenden Beschwerde sachlich und funktionell zustÃ¤ndig. Die Stadt ZÃ¼rich wehrt sich da­mit fÃ¼r die richtige Anwendung ihres kommunalen Rechts, weshalb sie nach § 70 in Ver­bindung mit § 21 VRG zur Beschwerdeerhebung legitimiert ist. Auf das Rechtsmittel ist daher einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Wer in der Stadt ZÃ¼rich einen Taxibetrieb fÃ¼hren will, benÃ¶tigt dafÃ¼r eine Be­triebsbewilligung des Polizeivorstands, die persÃ¶nlich und nicht Ã¼bertragbar ist (Art. 1 Ta­xiV). Die Betriebsbewilligung berechtigt den Inhaber, mit einer bestimmten Zahl von Taxi­fahrzeugen von Ã¶ffentlichen und privaten StandplÃ¤tzen aus (Betriebsbewilligung A) bzw. von privaten StandplÃ¤tzen aus (Betriebsbewilligung B) Taxifahrten auszufÃ¼hren (Art. 2 Abs. 1 und Abs. 2 TaxiV). Betriebsbewilligungen dÃ¼rfen nach Art. 3 Abs. 1 TaxiV nur er­teilt werden, wenn der Bewerber einen guten Leumund hat (lit. a), fÃ¼r die Sicherheit des Be­triebs und fÃ¼r eine vorschriftsgemÃ¤sse GeschÃ¤ftsfÃ¼hrung GewÃ¤hr bietet (lit. b), das schweizerische BÃ¼rgerrecht oder die Niederlassung besitzt (lit. c), sowie sich fÃ¼r die der Gesuchstellung unmittelbar vorangegangenen zwei Jahre Ã¼ber eine ununterbrochene Er­werbstÃ¤tigkeit im stadtzÃ¼rcherischen Taxigewerbe ausweisen kann (lit. d). Die vom Vor­steher des Polizeidepartements am 29. April 1997 erlassenen Richtlinien fÃ¼r die Erteilung und den Entzug von Taxibetriebsbewilligungen (Richtlinien) umschreiben in Ziffern 1.3 nÃ¤her, was unter den Anforderungen an die Sicherheit des Betriebs und an eine vorschrifts­gemÃ¤sse GeschÃ¤ftsfÃ¼hrung gemÃ¤ss Art. 3 Abs. 1 lit. a und b TaxiV zu verstehen ist. Da­nach ist die Betriebssicherheit bzw. eine vorschriftsgemÃ¤sse GeschÃ¤ftsfÃ¼hrung gefÃ¤hrdet, wenn die gesuchstellende Person in den letzten fÃ¼nf Jahren in Konkurs geraten ist oder bei ihr eine fruchtlose PfÃ¤ndung vollzogen werden musste; vor Ablauf von fÃ¼nf Jahren erhÃ¤lt eine Betriebsbewilligung nur, wer nachweisen kann, dass sÃ¤mtliche zu Verlust gekomme­nen GlÃ¤ubiger/innen befriedigt sind (Ziffer 1.3.1). Die Richtlinien selber sehen vor, dass "in begrÃ¼ndeten FÃ¤llen" von ihnen abgewichen werden kÃ¶nne (Ziffer 3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Der Statthalter hat die Bewilligungsverweigerung im Wesentlichen aus folgen­den ErwÃ¤gungen fÃ¼r unrechtmÃ¤ssig befunden (E. 5b und 6 des Rekursentscheids): Zwar lasse sich entgegen der Auffassung des Stadtrats aus der am 21. MÃ¤rz 2000 erfolgten Be­fragung des GlÃ¤ubigers H. S. (act. --) nicht schliessen, dessen Forderung gegenÃ¼ber dem Rekurrenten sei immer noch berechtigt; anderseits sei dem Stadtrat darin beizupflich­ten, dass der Rekurrent trotz entsprechender Aufforderung nicht nachgewiesen habe, dass er den gerichtlichen Vergleich erfÃ¼llt habe. Ob die beiden Verlustscheine nach wie vor zu Recht bestÃ¼nden, sei jedoch nicht entscheidungswesentlich. Die Vorinstanz messe ihnen allzu grosse Bedeutung zu. Die ihnen zugrundeliegenden Forderungen des GlÃ¤ubigers H. S. seien betragsmÃ¤ssig geringfÃ¼gig und erst noch zweifelhaft. Aus ihnen allein dÃ¼rfe nicht ge­schlossen werden, dass der Rekurrent wegen prekÃ¤rer finanzieller VerhÃ¤ltnisse nicht in der Lage sei, den beruflichen Pflichten als selbstÃ¤ndiger Taxiunternehmer nachzukommen. Der im Rekursverfahren eingereichte Auszug aus dem Betreibungsregister ZÃ¼rich (auf­datierte Fassung vom 17. Juli 2000, act. --) zeige zwar, dass der Rekurrent seinen finan­ziellen Ver­pflichtungen, insbesondere jenen gegenÃ¼ber Stadt und Kanton ZÃ¼rich und der AHV-Aus­gleichskasse, oft erst auf zwangsweise Geltendmachung hin nachgekommen sei. Zu­gunsten des Rekurrenten falle indessen ins Gewicht, dass er seit 1998 nicht mehr betrie­ben worden sei, was darauf schliessen lasse, dass er seine Finanzen wieder im Griff habe und zukÃ¼nfti­gen Verpflichtungen nachkommen werde. Aufgrund des vorliegenden Verfah­rens dÃ¼rfte ihm denn auch bewusst geworden sein, dass er als selbstÃ¤ndiger Taxihalter seine fi­nanziel­len Angelegenheiten in Ordnung halten mÃ¼sse. Demnach lasse sich die An­nahme der stÃ¤d­tischen BehÃ¶rden, der Rekurrent biete wegen der vorliegenden Verlust­scheine und der frÃ¼­heren Betreibungen keine GewÃ¤hr fÃ¼r einen sicheren Taxibetrieb und eine vor­schrifts­ge­mÃ¤sse GeschÃ¤ftsfÃ¼hrung, nicht halten. Ebenso wenig haltbar sei die An­nahme, der Rekur­rent lebe zurzeit unter dem Existenzminimum, stÃ¼tze sie sich doch allein auf eine anfangs 1997 erfolgte LohnpfÃ¤ndung. Die Vorinstanz habe das ihr zustehende Er­messen Ã¼ber­schrit­ten, indem sie bei der Beurteilung des Gesuchs des Rekurrenten zu ein­seitig auf for­melle (betreibungsrechtliche) Gesichtspunkte abgestellt und wesentliche, fÃ¼r den Ge­such­steller sprechende UmstÃ¤nde nicht genÃ¼gend gewÃ¼rdigt habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Der Stadtrat macht in der Beschwerde geltend, aus dem Betreibungsregister gehe eindeutig hervor, dass gegen den Beschwerdegegner zwei Verlustscheine bestÃ¼nden. Der Beschwerdegegner habe weder gegenÃ¼ber der Bewilligungs- bzw. EinsprachebehÃ¶rde die Tilgung der diesbezÃ¼glichen Schulden nachgewiesen noch gegenÃ¼ber dem Betrei­bungs­amt die LÃ¶schung der Verlustscheine veranlasst. Er habe mithin die Bewilligungs­verwei­ge­rung seinem eigenen Verhalten zuzuschreiben, was es auch ausschliesse, einen Ausnah­me­tatbestand im Sinn von Ziffer 3 der Richtlinien anzunehmen. Wie das Verwal­tungs­ge­richt mit Urteil VB.98.00142 vom 1. Oktober 1998 erkannt habe, sei es zulÃ¤ssig, bei der Bewil­ligungserteilung fÃ¼r die Beurteilung der finanziellen VerhÃ¤ltnisse auf formelle Kri­terien wie BetreibungsregisterauszÃ¼ge abzustellen. Dass es sich im vorliegenden Fall um gering­fÃ¼gige Verlustscheinsforderungen handle, sei unerheblich; schon aus Praktikabi­li­tÃ¤ts­grÃ¼n­den seien der WÃ¼rdigung der UmstÃ¤nde des Einzelfalls enge Grenzen gesetzt, zu­mal die stÃ¤dtische Gewerbepolizei jÃ¤hrlich rund 150 Gesuche fÃ¼r Taxibetriebsbewilli­gun­gen be­han­deln mÃ¼sse. Es gehe nicht an, dass sie dabei die finanziellen VerhÃ¤ltnisse sÃ¤mt­licher Gesuchsteller anhand individueller Kriterien untersuchen und Nachforschungen Ã¼ber die RechtmÃ¤ssigkeit ausgewiesener Schulden anstellen mÃ¼sse. Schliesslich fielen im Rah­men der gesamten zu wÃ¼rdigenden UmstÃ¤nde die zahlreichen (frÃ¼heren) betreibungs­recht­lichen VorgÃ¤nge ins Gewicht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) In der Beschwerdeantwort wird vorab eingewendet, die vom Stadtrat bereits im Einspracheentscheid und nunmehr auch in der Beschwerde vorgebrachte Argumentation, wo­nach der Beschwerdegegner den Nachweis der Tilgung der beiden durch Verlustscheine ausgewiesenen Forderungen nicht erbracht habe, sei willkÃ¼rlich.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Art. 3 Abs. 1 lit. b TaxiV, wonach der Gesuchsteller GewÃ¤hr fÃ¼r einen sicheren Betrieb und eine ordnungsgemÃ¤sse GeschÃ¤ftsfÃ¼hrung bieten muss, ist mit der Wirtschafts­freiheit (Art. 27 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 bzw. Art. 31 der Bundesverfas­sung vom 29. Mai 1874/6. Juli 1947) vereinbar; denn vom Betreiber eines Taxiunterneh­mens darf verlangt werden, dass er die angebotenen Dienstleistungen auf zuverlÃ¤ssige und sichere Art und Weise erfÃ¼llt, was ein besonderes Mass an ZutrauenswÃ¼rdigkeit voraus­setzt. Es ist dabei nicht rechtsverletzend, wenn die VerwaltungsbehÃ¶rden diese Vorschrift dahin auslegen, dass die erforderliche GewÃ¤hr geordnete finanzielle VerhÃ¤ltnisse voraus­setzt (VGr, 1. Oktober 1998, VB.98.00142, E. 3b, mit Hinweisen). Demnach stellen die An­forderungen, die in Ziffer 1.3.1 der Richtlinien umschrieben werden, eine zulÃ¤ssige Konkretisierung von Art. 3 Abs. 1 lit. b TaxiV dar. Diesen Richtlinien kommt allerdings nach herrschender Auffassung kein Rechtssatzcharakter zu; ihre Hauptfunktion besteht darin, eine einheitliche, gleichmÃ¤ssige und sachrichtige Praxis der BewilligungsbehÃ¶rde sicherzustellen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungs­rechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 50 N. 58 f., mit Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Art. 3 Abs. 1 lit. b TaxiV umschreibt die Voraussetzung der ZutrauenswÃ¼rdigkeit mit einem unbestimmten Rechtsbegriff, bei dessen Anwendung der stÃ¤dtischen Bewilli­gungsbehÃ¶rde ein durch die Gemeindeautonomie geschÃ¼tzter erheblicher Beurteilungs­spielraum zukommt. Trotz der ihm grundsÃ¤tzlich zustehenden Ermessenskontrolle Ã¼ber­prÃ¼ft der Stadthalter als Rekursinstanz deren Anwendung nur mit ZurÃ¼ckhaltung (KÃ¶lz/ Bosshart/RÃ¶hl, § 20 N. 19). Dies bedeutet, dass er eine den Richtlinien entsprechende Be­willigungsverweigerung grundsÃ¤tzlich zu akzeptieren hat, es sei denn, diese erweise sich aufgrund der gesamten UmstÃ¤nde als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Laut dem gerichtlichen Vergleich, der zur formellen Erledigung des Verfahrens vor Arbeitsgericht ZÃ¼rich am 12. Mai 1997 fÃ¼hrte (act. --), zog der KlÃ¤ger (der heu­tige Be­schwerdegegner) seine Klage gegen die D AG zurÃ¼ck (Ziffer 1). Er verpflichtete sich, der Beklagten den Personenwagen V zu unbeschwertem Eigentum zu Ã¼berlassen, wÃ¤hrend die Beklagte auf die Geltendmachung irgendwelcher mit diesem Fahrzeug verbundener Ein­stell­kosten verzichtete (Ziffer 2). Die Parteien verzichte­ten gegenseitig auf Umtriebs- und ProzessentschÃ¤digung (Ziffer 3). Sie erklÃ¤rten sich "mit der ErfÃ¼llung dieser Vereinbarung" per Saldo aller AnsprÃ¼che als vollstÃ¤ndig auseinander­gesetzt, unter ausdrÃ¼cklichem Hin­weis, dass diese Saldoklausel auch die sich aus dem Ur­teil vom 4. Juni 1996 ergebenden Verpflichtungen (vgl. act. --) des KlÃ¤gers gegen­Ã¼ber H. S. umfasse (Ziffer 4). Bei den letzt­genannten Verpflichtungen handelt es sich un­streitig um die im Betreibungsregister ZÃ¼rich enthaltenen Forderungen von Fr. 1'078.30 und Fr. 337.-, fÃ¼r welche gemÃ¤ss den verschie­de­nen im Lauf des vorliegenden Verfahrens eingeholten AuszÃ¼gen (act. --) am 3. April 1998 bzw. am 4. Juni 1998 definitive Verlustscheine ausgestellt wurden. Diese Verlust­scheine stellen als Ã¶ffent­liche Urkunde ein Beweismittel dafÃ¼r dar, dass die betref­fenden Forderungen bestehen (Art. 149 des Bundesgesetzes Ã¼ber Schuldbetreibung und Konkurs; SchKG). Der Schuld­ner hat nach Tilgung der Schuld Anspruch auf LÃ¶schung des Ver­lustscheins, und zwar nicht nur bei Zahlung an das Betreibungsamt (vgl. Art. 149a Abs. 2 SchKG), sondern auch dann, wenn er gegenÃ¼ber dem Amt die Zahlung an den GlÃ¤ubiger durch Quittung nach­weist (Kurt Ammon/Dominik Gasser, Grundriss des Schuldbetrei­bungs-­ und Konkurs­rechts, 6. A., Bern 1997, § 31 N. 29 S. 260).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach insofern Ã¼bereinstimmender Darstellung der Parteien wurden die genannten Verlustscheine bis heute nicht gelÃ¶scht. Nachdem der Beschwerdegegner seiner Einsprache die den Vergleich enthaltende AbschreibungsverfÃ¼gung des Arbeitsgerichts vom 12. Mai 1997 beigelegt hatte, wurde ihm unter Hinweis darauf, dass der Betreibungsregisterauszug nach wie vor die beiden Verlustscheine anfÃ¼hre, am 21. Februar 2000 Gelegenheit zum Nachweis geboten, dass er seinerseits den Vergleich tatsÃ¤chlich erfÃ¼llt habe (act. --). Ob­wohl er hierauf nicht reagierte, bemÃ¼hte sich das Polizeidepartement um eine weitere KlÃ¤­rung, indem es am 21. MÃ¤rz 2000 den GlÃ¤ubiger H. S. befragte. Dieser erklÃ¤rte bei der Be­fragung unter Vorlage der beiden Verlustscheine, dass ihm der Beschwerdegegner die be­treffenden BetrÃ¤ge nach wie vor schulde (vgl. act. --).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Unter diesen UmstÃ¤nden ist der Stadtrat im Einspracheentscheid zutreffend zum Schluss gelangt, dass der Beschwerdegegner den Nachweis dafÃ¼r, dass die genannten Ver­lustscheinforderungen durch ErfÃ¼llung des gerichtlichen Vergleichs getilgt worden seien, nicht erbracht hat. Allerdings findet sich bei den vorliegenden Akten kein Protokoll Ã¼ber die Aussagen der Auskunftsperson H. S. Zudem sind dessen Aussagen auch inhaltlich nicht schlÃ¼ssig, ist doch damit die in erster Linie interessierende Frage, ob der heutige Be­schwer­­degegner Ziffer 2 des gerichtlichen Vergleichs vom 12. Mai 1997 erfÃ¼llt habe, nicht beant­wortet worden. Der Stadtrat hat indessen bei seiner BeweiswÃ¼rdigung nicht in erster Linie auf die Aussagen der Auskunftsperson abgestellt, sondern darauf, dass der Be­schwerde­ge­g­ner trotz entsprechender Aufforderung keine Beweismittel fÃ¼r die ErfÃ¼llung der Verein­ba­rung vorgelegt habe. Gegen die behauptete ErfÃ¼llung der Vereinbarung spricht zudem nach zutreffender WÃ¼rdigung des Stadtrats auch die Tatsache, dass die beiden Ver­lust­schei­ne erst am 3. April 1998 bzw. am 4. Juni 1998 ausgestellt worden sind. Die Be­weiswÃ¼rdi­gung des Stadtrats war demnach aufgrund der damaligen Aktenlage nicht rechts­verletzend. Davon ist auch der Statthalter ausgegangen, der indessen den beiden Verlust­schein­forde­run­gen gegen den Beschwerdegegner keine entscheidungswesentliche Bedeu­tung beimass. Sei­ner Betrach­tungsweise kann jedoch, wie sich aus den nachfolgenden Er­wÃ¤gungen ergibt (E. 2 e), nicht beigetreten werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu prÃ¼fen bleibt, ob der Beschwerdegegner im Rekursverfahren vor Statthalter (wo er erstmals rechtskundig vertreten war) den Beweis fÃ¼r die ErfÃ¼llung des gerichtlichen Ver­gleichs rechtsgenÃ¼gend angetreten habe. Das ist zu bejahen. In der Rekursschrift vom 3. Ju­­li 2000 hat er nÃ¤mlich geltend gemacht, das fragliche Fahrzeug habe sich im Zeitpunkt des Abschlusses des gerichtlichen Vergleichs am 12. Mai 1997 bereits im Besitz des GlÃ¤u­bigers H. S. befunden; als Beweismittel offerierte er eine (weitere) Befragung von H. S. Auf die Abnahme dieses Beweismittels kÃ¶nnte nur dann verzichtet werden, wenn die strei­tige Bewilligung aufgrund der weiteren UmstÃ¤nde unabhÃ¤ngig von der Frage der Schul­den­tilgung entweder zu erteilen wÃ¤re (wie dies die Rekursinstanz angenommen hat) oder ver­weigert werden dÃ¼rfte (wie dies eventualiter die EinsprachebehÃ¶rde begrÃ¼ndet hat). Beides trifft indessen gemÃ¤ss den nachfolgenden AusfÃ¼hrungen (E. 2 e) nicht zu.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Wie sich aufgrund der vorliegenden Akten ergibt, wurde der Beschwerdegegner in den Jahren 1994 bis 1998 fÃ¼r insgesamt 42 Forderungen betrieben (AuszÃ¼ge aus den Be­treibungsregistern ZÃ¼rich; act. --). Bei 11 der 17 im Auszug des Be­treibungsamts ZÃ¼rich ent­haltenen Forderungen handelt es sich um solche des Ge­mein­we­sens und der AHV-Aus­gleichskasse. Unter diesen UmstÃ¤nden haben die stÃ¤dti­schen BehÃ¶r­den zu Recht darauf beharrt, dass entsprechend Ziffer 1.3.1 der Richtlinien die Bewilligung nur erteilt werden kÃ¶nne, wenn der Gesuchsteller die Tilgung der beiden noch offenen Ver­lustscheinforde­rungen nachweise. Die im Rekursentscheid (E. 6) zugunsten des Rekur­ren­ten angefÃ¼hrten UmstÃ¤nde lassen es als angezeigt erscheinen, die Bewilligung zu erteilen, wenn dieser Nachweis erbracht ist. Insofern kann der EventualbegrÃ¼ndung im Ein­sprache­entscheid (E. II./3.2 Abs. 3) nicht beigetreten werden. Dem steht auch das vom Stadtrat in der Be­schwerde betonte BedÃ¼rfnis nach einer praktikablen Abwicklung der Be­willigungs­verfah­ren nicht entgegen; der Stadtrat verkennt damit, dass diesem BedÃ¼rfnis bereits durch das Rechtsinstitut der Einsprache Rechnung getragen wird, welches es erlaubt und recht­fertigt, den Bearbeitungsaufwand fÃ¼r die Behandlung von Gesuchen im Bewilli­gungs­ver­fahren in vernÃ¼nftigen Grenzen zu halten. Daran Ã¤ndert nichts, dass es sich hier nicht um ein <br/> â eigens­ ­zu diesem Zweck eingefÃ¼hrtes â Einspracheverfahren nach § 10a Abs. 2 lit. b VRG, sondern um ein solches nach § 57 Abs. 3 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (in der Fassung vom 8. Juni 1997) handelt (zur Unterscheidung vgl. KÃ¶lz/ Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 13).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Anderseits bildet das erkennbare BemÃ¼hen des Beschwerdegegners, seine finan­ziellen VerhÃ¤ltnisse wieder in Ordnung zu bringen, entgegen der Auffassung der Rekursin­stanz keinen hinreichenden Grund, die Bewilligung auch ohne dessen Nachweis, dass er den gerichtlichen Vergleich erfÃ¼llt und damit seine Schuld gegenÃ¼ber H. S. beglichen hat, zu erteilen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Aufgrund dieser ErwÃ¤gungen ist der Rekursentscheid des Statthalters aufzuhe­ben. Die Sache ist zur ergÃ¤nzenden Untersuchung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. Diese hat nach dem Gesagten dem Beschwerdegegner Gelegenheit zum Nachweis zu bieten, dass er die im Betreibungsregisterauszug ZÃ¼rich ausgewiesenen Verlustscheinforderungen von Fr. 1'078.30 und Fr. 337.- getilgt hat. Wird zu diesem Zweck H. S. (erneut) als Aus­kunfts­person befragt, ist dem Beschwerdegegner Gelegenheit zu geben, dieser Befragung beizu­wohnen oder jedenfalls dazu Stellung zu nehmen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 7 N. 21).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ...</span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Rekursentscheid wird aufgehoben. Die Sache wird zur ergÃ¤nzenden Untersuchung im Sinn der ErwÃ¤gungen an den Statt­halter des Bezirks ZÃ¼rich zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">...</p> <p class="Einzug2"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>