Übereinkommen vom 18. November 1974 über ein Internationales Energieprogramm (mit Anlage) <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1976/623_622_622/20240618/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1976/623_622_622/20240618"/><FRBRdate date="2024-06-18" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1974-11-18" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1976-01-19" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.730.1"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 18. November 1974 über ein Internationales Energieprogramm (mit Anlage)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord du 18 novembre 1974 relatif à un programme international de l'énergie (avec annexe)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo del 18 novembre 1974 istitutivo di un programma internazionale dell'energia (con All.)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1976/623_622_622/20240618/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1976/623_622_622/20240618/de"/><FRBRdate date="2024-06-18" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1974-11-18" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1976-01-19" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1976/623_622_622/20240618/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1976/623_622_622/20240618/de/xml"/><FRBRdate date="2024-06-18" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1974-11-18" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1976-01-19" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.730.1</docNumber></p><p> AS <b>1976</b> 623; BBl <b>1975</b> I 749</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Originaltext</p><p><docTitle>Übereinkommen <br/>über ein Internationales Energieprogramm</docTitle></p><p>Abgeschlossen in Paris am 18. November 1974 <br/>Von der Bundesversammlung genehmigt am 12. März 1975<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1976/621_621_621" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1976</b> 621</ref></p></authorialNote> <br/>Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 8. Dezember 1975 <br/>In Kraft getreten für die Schweiz am 19. Januar 1976</p><p> (Stand am 18. Juni 2024)</p></preface><preamble><p>Die Regierungen des Königreichs Belgien, des Königreichs Dänemark, <br/>der Bundesrepublik Deutschland, Irlands, der Italienischen Republik, Japans, <br/>Kanadas, des Grossherzogtums Luxemburg, des Königreichs der Niederlande, <br/>der Republik Österreich, des Königreichs Schweden, der Schweizerischen <br/>Eidgenossenschaft, Spaniens, der Republik Türkei, des Vereinigten Königreichs Grossbritannien und Nordirland und der Vereinigten Staaten von Amerika,</p><p>In dem Wunsch, eine gesicherte Ölversorgung zu vernünftigen und gerechten Bedingungen zu fördern;</p><p>Entschlossen, gemeinsame wirksame Massnahmen zu treffen, um Notständen in der Ölversorgung durch den Aufbau einer Selbstversorgung mit Öl in Notständen, durch Nachfragedrosselung und durch Zuteilung des verfügbaren Öls an ihre Länder auf gerechter Grundlage zu begegnen;</p><p>In dem Wunsch, Beziehungen auf der Grundlage der Zusammenarbeit mit Ölförderländern und mit anderen Ölverbraucherländern einschliesslich der Entwicklungsländer durch einen konstruktiven Dialog sowie durch andere Formen der Zusammenarbeit zu fördern, um die Möglichkeiten für eine bessere Verständigung zwischen Verbraucher‑ und Förderländern zu erweitern;</p><p>Mit Rücksicht auf die Interessen anderer Ölverbraucherländer einschliesslich der Entwicklungsländer;</p><p>In dem Wunsch, durch Schaffung eines umfassenden internationalen Informationssystems und eines ständigen Rahmens für Konsultationen mit den Ölgesellschaften eine aktivere Rolle gegenüber der Ölwirtschaft zu spielen;</p><p>Entschlossen, ihre Abhängigkeit von Öleinfuhren durch langfristige Bemühungen im Wege der Zusammenarbeit bei der rationellen Energieverwendung, der beschleunigten Entwicklung alternativer Energiequellen, der Forschung und Entwicklung im Energiebereich und der Urananreicherung zu verringern;</p><p>Überzeugt, dass sich diese Ziele nur durch fortgesetzte Bemühungen im Wege der Zusammenarbeit innerhalb leistungsfähiger Organe erreichen lassen;</p><p>Unter Bekundung der Absicht, solche Organe im Rahmen der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung<authorialNote><p> OECD</p></authorialNote> schaffen zu lassen;</p><p>In der Erkenntnis, dass andere Mitgliedstaaten der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sich möglicherweise an ihren Bemühungen zu beteiligen wünschen;</p><p>In Anbetracht der besonderen Verantwortung der Regierungen für die Energieversorgung – </p><p>Kommen zu dem Schluss, dass es notwendig ist, ein Internationales Energieprogramm aufzustellen, das durch eine Internationale Energie‑Agentur auszuführen ist, und sind zu diesem Zweck</p><p>wie folgt übereingekommen:</p></preamble><body><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><paragraph eId="art_1/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Teilnehmerstaaten führen das in diesem Übereinkommen vorgesehene Internationale Energieprogramm durch die in Kapitel IX beschriebene und im folgenden als «Agentur» bezeichnete Internationale Energie‑Agentur aus.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Ausdruck «Teilnehmerstaaten» bezeichnet Staaten, auf die dieses Übereinkommen vorläufig Anwendung findet, und Staaten, für die das Übereinkommen in Kraft getreten ist und in Kraft bleibt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Ausdruck «Gruppe» bezeichnet die Teilnehmerstaaten als Gruppe.</p></content></paragraph></article><chapter eId="chap_I"><num>Kapitel I </num><heading>Selbstversorgung in Notständen</heading><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><paragraph eId="art_2/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Teilnehmerstaaten schaffen eine gemeinsame Selbstversorgung mit Öl in Notständen. Zu diesem Zweck unterhält jeder Teilnehmerstaat ausreichende Notstandsreserven, um ohne Netto‑Öleinfuhren den Verbrauch mindestens 60 Tage lang decken zu können. Sowohl der Verbrauch als auch die Netto‑Öleinfuhren werden nach der durchschnittlichen Tagesmenge des vorhergehenden Kalenderjahrs berechnet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Verwaltungsrat beschliesst mit qualifizierter Mehrheit bis zum 1. Juli 1975 den Tag, von dem an die Pflicht‑Notstandsreserven eines jeden Teilnehmerstaats für die Zwecke der Berechnung seines Versorgungsanspruchs nach Artikel 7 als auf einen Umfang von 90 Tagen angehoben gelten. Jeder Teilnehmerstaat erhöht den gegenwärtigen Umfang seiner Notstandsreserven auf 90 Tage und bemüht sich, dies bis zu dem in dieser Weise beschlossenen Tag zu tun.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Ausdruck «Pflicht‑Notstandsreserven» bezeichnet die Notstandsreserven, die den in 60 Tagen getätigten Netto‑Öleinfuhren nach Absatz 1 und von dem nach Absatz 2 zu beschliessenden Tag an den in 90 Tagen getätigten Netto‑Öleinfuhren nach Absatz 2 entsprechen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><paragraph eId="art_3/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Pflicht‑Notstandsreserven nach Artikel 2 können die Übereinstimmung mit der Anlage, die Bestandteil dieses Übereinkommens ist, erfüllt werden durch</p><blockList><item eId="art_3/para_1/bull_u1"><num>– </num><p>Ölvorräte,</p></item><item eId="art_3/para_1/bull_u2"><num>– </num><p>Kapazität der Umstellung auf andere Energieträger,</p></item><item eId="art_3/para_1/bull_u3"><num>– </num><p>bereitgehaltene zusätzliche Ölförderung.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Verwaltungsrat beschliesst mit Stimmenmehrheit bis zum 1. Juli 1975, inwieweit die Pflicht‑Notstandsreserven durch die in Absatz 1 genannten Elemente erfüllt werden können.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Ständige Gruppe für Notstandsfragen überprüft laufend die Wirksamkeit der Massnahmen, die jeder Tellnehmerstaat zwecks Erfüllung seiner Pflicht‑Notstandsreserven getroffen hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Ständige Gruppe für Notstandsfragen berichtet dem Geschäftsführenden Ausschuss, der dem Verwaltungsrat gegebenenfalls Vorschläge unterbreitet. Der Verwaltungsrat kann mit Stimmenmehrheit Empfehlungen an die Teilnehmerstaaten beschliessen.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_II"><num>Kapitel II </num><heading>Nachfragedrosselung</heading><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><paragraph eId="art_5/para_1"><num>1.</num><content><p>Jeder Teilnehmerstaat hält jederzeit ein Programm von Eventualmassnahmen zur Drosselung der Ölnachfrage bereit, das es ihm ermöglicht, seine Endverbrauchsrate nach Kapitel IV zu senken.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Ständige Gruppe für Notstandsfragen überprüft und beurteilt laufend</p><blockList><item eId="art_5/para_2/bull_u1"><num>– </num><p>das Programm eines jeden Teilnehmerstaats für Massnahmen zur Nachfragedrosselung,</p></item><item eId="art_5/para_2/bull_u2"><num>– </num><p>die Wirksamkeit der von jedem Teilnehmerstaat tatsächlich getroffenen Massnahmen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Ständige Gruppe für Notstandsfragen berichtet dem Geschäftsführenden Ausschuss, der dem Verwaltungsrat gegebenenfalls Vorschläge unterbreitet. Der Verwaltungsrat kann mit Stimmenmehrheit Empfehlungen an die Teilnehmerstaaten beschliessen.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_III"><num>Kapitel III </num><heading>Zuteilung</heading><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><paragraph eId="art_6/para_1"><num>1.</num><content><p>Jeder Teilnehmerstaat trifft die erforderlichen Massnahmen, damit die Zuteilung von Öl in Übereinstimmung mit diesem Kapitel und mit Kapitel IV erfolgt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Ständige Gruppe für Notstandsfragen überprüft und beurteilt laufend</p><blockList><item eId="art_6/para_2/bull_u1"><num>– </num><p>die Massnahmen jedes Teilnehmerstaats, damit die Zuteilung von Öl in Übereinstimmung mit diesem Kapitel und mit Kapitel IV erfolgt.</p></item><item eId="art_6/para_2/bull_u2"><num>– </num><p>die Wirksamkeit der von jedem Teilnehmerstaat tatsächlich getroffenen Massnahmen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Ständige Gruppe für Notstandsfragen berichtet dem Geschäftsführenden Ausschuss, der dem Verwaltungsrat gegebenenfalls Vorschläge unterbreitet. Der Verwaltungsrat kann mit Stimmenmehrheit Empfehlungen an die Teilnehmerstaaten beschliessen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_4"><num>4.</num><content><p>Der Verwaltungsrat beschliesst mit Stimmenmehrheit umgehend über praktische Verfahren für die Zuteilung von Öl sowie über Verfahren und Modalitäten für die Beteiligung der Ölgesellschaften daran im Rahmen dieses Übereinkommens.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><paragraph eId="art_7/para_1"><num>1.</num><content><p>Wird die Zuteilung von Öl nach Artikel 13, 14 oder 15 vorgenommen, so hat jeder Teilnehmerstaat einen Versorgungsanspruch, der seinem zulässigen Verbrauch abzüglich seiner Pflicht zum Abbau der Notstandsreserven entspricht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>2.</num><content><p>Ein Teilnehmerstaat, dessen Versorgungsanspruch seine gesamte normale Inlandproduktion und seine während eines Notstands zur Verfügung stehenden tatsächlichen Nettoeinfuhren übersteigt, hat ein Zuteilungsrecht, auf Grund dessen ihm zusätzliche Nettoeinfuhren in Höhe dieses Überschusses zustehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_3"><num>3.</num><content><p>Ein Teilnehmerstaat, dessen gesamte normale Inlandsproduktion und dessen während eines Notstands zur Verfügung stehende tatsächliche Nettoeinfuhren seinen Versorgungsanspruch übersteigen, unterliegt einer Zuteilungspflicht, auf Grund deren er die diesem Überschuss entsprechende Ölmenge unmittelbar oder mittelbar an andere Teilnehmerstaaten liefern muss. Dies hindert die Teilnehmerstaaten nicht, weiterhin Ölausfuhren in Nichtteilnehmerstaaten durchzuführen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_4"><num>4.</num><content><p>Der Ausdruck «zulässiger Verbrauch» bezeichnet die durchschnittliche tägliche Endverbrauchsrate, die nach Inkraftsetzung des anzuwendenden Umfangs der Nachfragedrosselung in Notständen zulässig ist; eine etwaige weitere freiwillige Nachfragedrosselung durch einen Teilnehmerstaat lässt sein Zuteilungsrecht oder seine Zuteilungspflicht unberührt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_5"><num>5.</num><content><p>Der Ausdruck «Pflicht zum Abbau der Notstandsreserven» bezeichnet die Pflicht‑Notstandsreserven eines Teilnehmerstaats, dividiert durch die Summe der Pflicht‑Notstandsreserven der Gruppe und multipliziert mit dem Versorgungsdefizit der Gruppe.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_6"><num>6.</num><content><p>Der Ausdruck «Versorgungsdefizit der Gruppe» bezeichnet das Defizit der Gruppe, gemessen nach dem gesamten zulässigen Verbrauch der Gruppe abzüglich der Tagesrate der der Gruppe während eines Notstands zur Verfügung stehenden Ölmengen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_7"><num>7.</num><content><p>Der Ausdruck «der Gruppe zur Verfügung stehende Ölmengen» bezeichnet</p><blockList><item eId="art_7/para_7/bull_u1"><num>– </num><p>alles der Gruppe zur Verfügung stehende Rohöl,</p></item><item eId="art_7/para_7/bull_u2"><num>– </num><p>alle von ausserhalb der Gruppe eingeführten Mineralölerzeugnisse und</p></item><item eId="art_7/para_7/bull_u3"><num>– </num><p>alle Fertigerzeugnisse und Raffinerie‑Halbfertigerzeugnisse, die in Verbindung mit Erdgas und Rohöl erzeugt werden und der Gruppe zur Verfügung stehen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_8"><num>8.</num><content><p>Der Ausdruck «Endverbrauch» bezeichnet den gesamten Inlandsverbrauch an allen Mineralöl‑Fertigerzeugnissen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><paragraph eId="art_8/para_1"><num>1.</num><content><p>Wird einem Teilnehmerstaat nach Artikel 17 Öl zugeteilt,</p><blockList><item eId="art_8/para_1/bull_u1"><num>– </num><p>so hat der betreffende Teilnehmerstaat die Kürzung seiner Ölversorgung um bis zu 7 Prozent seines Endverbrauchs während des Grundzeitraums in seinem Endverbrauch aufzufangen,</p></item><item eId="art_8/para_1/bull_u2"><num>– </num><p>so hat der betreffende Teilnehmerstaat ein Zuteilungsrecht, das der Kürzung seiner Ölversorgung entspricht, die zu einer Herabsetzung seines Endverbrauchs über diesen Prozentsatz hinaus führt.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Verpflichtung zur Zuteilung dieser Ölmenge tragen die anderen Teilnehmerstaaten gemeinsam auf der Grundlage ihres Endverbrauchs während des Grundzeitraums.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Teilnehmerstaaten können ihre Zuteilungspflicht nach eigener Wahl durch jede beliebige Massnahme einschliesslich Massnahmen zur Nachfragedrosselung oder Verwendung von Notstandsreserven erfüllen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><paragraph eId="art_9/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_9/para_1/listintro">Für die Erfüllung von Zuteilungsrechten und ‑pflichten werden folgende Elemente einbezogen:</listIntroduction><item eId="art_9/para_1/bull_u1"><num>– </num><p>alles Rohöl,</p></item><item eId="art_9/para_1/bull_u2"><num>– </num><p>alle Mineralölerzeugnisse,</p></item><item eId="art_9/para_1/bull_u3"><num>– </num><p>alle Raffinerie‑Halbfertigerzeugnisse und</p></item><item eId="art_9/para_1/bull_u4"><num>– </num><p>alle Fertigerzeugnisse, die in Verbindung mit Erdgas und Rohöl erzeugt werden.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>2.</num><content><p>Für die Berechnung des Zuteilungsrechts eines Teilnehmerstaats werden die von dem betreffenden Teilnehmerstaat normalerweise aus anderen Teilnehmerstaaten oder aus Nichtteilnehmerstaaten eingeführten Mineralölerzeugnisse in Rohöleinheiten ausgedrückt und so behandelt, als seien es Rohöleinfuhren des betreffenden Teilnehmerstaats.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_3"><num>3.</num><content><p>Soweit möglich werden die üblichen Versorgungswege sowie die üblichen Versorgungsantelle zwischen Rohöl und Ölerzeugnissen und zwischen verschiedenen Kategorien von Rohöl und Ölerzeugnissen beibehalten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_4"><num>4.</num><content><p>Wenn eine Zuteilung vorgenommen wird, besteht ein Ziel des Programms darin, dass das verfügbare Rohöl und die verfügbaren Ölerzeugnisse soweit wie möglich innerhalb des Raffinerie‑ und Vertriebsbereichs sowie zwischen den Raffinerie‑ und Vertriebsgesellschaften in Übereinstimmung mit den überlieferten Versorgungsstrukturen aufgeteilt werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><paragraph eId="art_10/para_1"><num>1.</num><content><p>Zu den Zielen des Programms gehört es auch, eine gerechte Behandlung aller Teilnehmerstaaten sicherzustellen und die Preise für zugeteiltes Öl auf die für vergleichbare Handelsgeschäfte geltenden Preisbedingungen zu gründen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_2"><num>2.</num><content><p>Fragen bezüglich des Preises für während eines Notstands zugeteiltes Öl werden von der Ständigen Gruppe für Notstandsfragen geprüft.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><paragraph eId="art_11/para_1"><num>1.</num><content><p>Ziel des Programms ist es nicht, zu versuchen, in einem Notstand den Anteil an der Weltölversorgung, den die Gruppe unter normalen Marktbedingungen hatte, zu vergrössern. Die traditionellen Ölhandelsstrukturen sollen soweit angemessen beibehalten werden, und die Lage einzelner Nichtteilnehmerstaaten soll gebührend berücksichtigt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>2.</num><content><p>Um die in Absatz 1 aufgeführten Grundsätze aufrechtzuerhalten, unterbreitet der Geschäftsführende Ausschuss dem Verwaltungsrat gegebenenfalls Vorschläge, und dieser beschliesst mit Stimmenmehrheit darüber.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_IV"><num>Kapitel IV </num><heading>Inkraftsetzung von Massnahmen</heading><level eId="chap_IV/lvl_u1"><heading>Inkraftsetzung von Massnahmen</heading><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><paragraph eId="art_12/para"><content><p>Sobald die Gruppe als Ganzes oder ein Teilnehmerstaat eine Kürzung der Ölversorgung erleidet oder begründeterweise zu erwarten hat, werden gemäss diesem Kapitel die Notstandsmassnahmen in Kraft gesetzt, die aus der in Kapitel II genannten obligatorischen Nachfragedrosselung und der in Kapitel III genannten Zuteilung des verfügbaren Öls bestehen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><paragraph eId="art_13/para"><content><p>Sobald die Gruppe eine Kürzung der Tagesrate ihrer Ölversorgung um mindestens 7 Prozent ihrer durchschnittlichen täglichen Endverbrauchsrate während des Grundzeitraums erleidet oder begründeterweise zu erwarten hat, ergreift jeder Teilnehmerstaat ausreichende Massnahmen zur Drosselung der Nachfrage, um seinen Endverbrauch um eine Menge zu verringern, die 7 Prozent seines Endverbrauchs während des Grundzeitraums entspricht; die Zuteilung des verfügbaren Öls an die Teilnehmerstaaten erfolgt nach den Artikeln 7, 9, 10 und 11.</p></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><paragraph eId="art_14/para"><content><p>Sobald die Gruppe eine Kürzung der Tagesrate ihrer Ölversorgung um mindestens 12 Prozent ihrer durchschnittlichen täglichen Endverbrauchsrate während des Grundzeitraums erleidet oder begründeterweise zu erwarten hat, ergreift jeder Teilnehmerstaat ausreichende Massnahmen zur Drosselung der Nachfrage, um seinen Endverbrauch um eine Menge zu verringern, die 10 Prozent seines Endverbrauchs während des Grundzeitraums entspricht; die Zuteilung des verfügbaren Öls an die Teilnehmerstaaten erfolgt nach den Artikeln 7, 9, 10 und 11.</p></content></paragraph></article><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><paragraph eId="art_15/para"><content><p>Hat die Summe der täglichen Pflicht zum Abbau der Notstandsreserven nach Artikel 7 50 Prozent der Pflicht‑Notstandsreserven erreicht und ist ein Beschluss nach Artikel 20 gefasst worden, so ergreift jeder Teilnehmerstaat die auf diese Weise beschlossenen Massnahmen, die Zuteilung des verfügbaren Öls an die Teilnehmerstaaten erfolgt nach den Artikeln 7, 9, 10 und 11.</p></content></paragraph></article><article eId="art_16"><num><b>Art. 16</b></num><paragraph eId="art_16/para"><content><p>Wird eine Nachfragedrosselung nach diesem Kapitel in Kraft gesetzt, so kann ein Teilnehmerstaat an die Stelle von Massnahmen zur Drosselung der Nachfrage die Verwendung der Notstandsreserven treten lassen, die er über seine in dem Programm vorgesehenen Pflicht‑Notstandsreserven hinaus besitzt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_17"><num><b>Art. 17</b></num><paragraph eId="art_17/para_1"><num>1.</num><content><p>Sobald ein Teilnehmerstaat eine Kürzung der Tagesrate seiner Ölversorgung erleidet oder begründeterweise zu erwarten hat, die zu einer Kürzung seiner täglichen Endverbrauchsrate um eine Menge führt, die 7 Prozent seiner durchschnittlichen täglichen Endverbrauchsrate während des Grundzeitraums übersteigt, erfolgt die Zuteilung des verfügbaren Öls an diesen Teilnehmerstaat nach den Artikeln 8 bis 11.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_2"><num>2.</num><content><p>Eine Zuteilung des verfügbaren Öls erfolgt auch, wenn die Bedingungen des Absatzes 1 in einem grösseren Gebiet eines Teilnehmerstaats erfüllt sind, dessen Ölmarkt unvollständig integriert ist. In diesem Fall wird die Zuteilungspflicht der anderen Teilnehmerstaaten um die theoretische Zuteilungspflicht eines oder mehrerer anderer grösserer Gebiete des betreffenden Teilnehmerstaats herabgesetzt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_18"><num><b>Art. 18</b></num><paragraph eId="art_18/para_1"><num>1.</num><content><p>Der Ausdruck «Grundzeitraum» bezeichnet die letzten vier Vierteljahre mit einem Verzögerungsfaktor von jeweils einem Vierteljahr, das zur Sammlung von Informationen benötigt wird. Solange Notstandsmassnahmen im Hinblick auf die Gruppe oder einen Teilnehmerstaat angewendet werden, bleibt der Grundzeitraum unverändert.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Ständige Gruppe für Notstandsfragen prüft den in Absatz 1 vorgesehenen Grundzeitraum unter Berücksichtigung insbesondere von Faktoren wie Wachstum, Jahreszeitliche Verbrauchsschwankungen und konjunkturelle Änderungen und erstattet dem Geschäftsführenden Ausschuss bis zum 1. April 1975 Bericht. Der Geschäftsführende Ausschuss unterbreitet dem Verwaltungsrat gegebenenfalls Vorschläge; dieser beschliesst darüber mit Stimmenmehrheit bis zum 1. Juli 1975.</p></content></paragraph></article><article eId="art_19"><num><b>Art. 19</b></num><paragraph eId="art_19/para_1"><num>1.</num><content><p>Das Sekretariat gibt eine Beurteilung ab, wenn eine Kürzung der Ölversorgung nach Artikel 13, 14 oder 17 eingetreten oder begründeterweise zu erwarten ist, und stellt für jeden Teilnehmerstaat und für die Gruppe das Ausmass der Kürzung oder der erwarteten Kürzung fest. Das Sekretariat hält den Geschäftsführenden Ausschuss über seine Beratungen auf dem laufenden; unverzüglich teilt es den Mitgliedern des Ausschusses seine Beurteilung mit und unterrichtet die Teilnehmerstaaten. Der Bericht enthält auch Informationen über die Art der Kürzung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_2"><num>2.</num><content><p>Innerhalb von 48 Stunden nach Mitteilung einer Beurteilung durch das Sekretariat tritt der Ausschuss zusammen, um die Richtigkeit der zusammengestellten Daten und der vorgelegten Informationen zu überprüfen. Der Ausschuss berichtet dem Verwaltungsrat innerhalb weiterer 48 Stunden. Der Bericht legt die von den Mitgliedern des Ausschusses zum Ausdruck gebrachten Ansichten dar, einschliesslich etwaiger Ansichten darüber, wie dem Notstand zu begegnen ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_3"><num>3.</num><content><p>Innerhalb von 48 Stunden nach Erhalt des Berichts des Geschäftsführenden Ausschusses tritt der Verwaltungsrat zusammen, um die Beurteilung des Sekretariats unter Berücksichtigung dieses Berichts zu überprüfen. Die Inkraftsetzung von Notstandsmassnahmen wird als bestätigt angesehen, und die Teilnehmerstaaten führen diese Massnahmen innerhalb von 15 Tagen nach einer solchen Bestätigung durch, sofern nicht der Verwaltungsrat mit qualifizierter Mehrheit innerhalb weiterer 48 Stunden beschliesst, die Notstandsmassnahmen nicht in Kraft zu setzen, sie nur teilweise in Kraft zu setzen oder eine andere Frist für ihre Durchführung festzulegen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_4"><num>4.</num><content><p>Sind laut Beurteilung des Sekretariats die Bedingungen der Artikel 14, 13 und 17 in bezug auf mehr als einen dieser Artikel erfüllt, so wird jeder Beschluss, Notstandsmassnahmen nicht in Kraft zu setzen, für jeden Artikel gesondert und in der obigen Reihenfolge gefasst. Sind die Bedingungen in Artikel 17 in bezug auf mehr als einen Teilnehmerstaat erfüllt, so wird jeder Beschluss, die Zuteilung nicht in Kraft zu setzen, für jeden Staat gesondert gefasst.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_5"><num>5.</num><content><p>Beschlüsse nach den Absätzen 3 und 4 können jederzeit vom Verwaltungsrat mit Stimmenmehrheit aufgehoben werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_6"><num>6.</num><content><p>Bei seiner Beurteilung nach diesem Artikel konsultiert das Sekretariat die Ölgesellschaften, um deren Ansichten über die Lage und die Angemessenheit der zu treffenden Massnahmen zu hören.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_7"><num>7.</num><content><p>Spätestens mit Inkraftsetzung der Notstandmassnahmen wird ein internationaler Beirat aus der Ölwirtschaft einberufen, der die Agentur dabei unterstützt, die wirksame Durchführung dieser Massnahmen sicherzustellen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_20"><num><b>Art. 20</b></num><paragraph eId="art_20/para_1"><num>1.</num><content><p>Das Sekretariat gibt eine Beurteilung ab, wenn die Summe der täglichen Pflicht zum Abbau der Notstandsreserven 50 Prozent der Pflicht‑Notstandsreserven erreicht hat oder wenn dies begründeterweise zu erwarten ist. Unverzüglich teilt das Sekretariat den Mitgliedern des Geschäftsführenden Ausschusses seine Beurteilung mit und unterrichtet die Teilnehmerstaaten. Der Bericht enthält auch Informationen über die Öllage.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_20/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Geschäftsführende Ausschuss tritt innerhalb von 72 Stunden nach Mitteilung der Beurteilung durch das Sekretariat zusammen, um die zusammengestellten Daten und die vorgelegten Informationen zu überprüfen. Auf Grund der verfügbaren Informationen erstattet der Ausschuss dem Verwaltungsrat innerhalb weiterer 48 Stunden Bericht, wobei er Massnahmen vorschlägt, die notwendig sind, um den Erfordernissen der Lage gerecht zu werden, darunter die etwa erforderliche Verstärkung der obligatorischen Nachfragedrosselung. Der Bericht legt die von den Mitgliedern des Ausschusses zum Ausdruck gebrachten Ansichten dar.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_20/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Verwaltungsrat tritt innerhalb von 48 Stunden nach Erhalt des Berichts und des Vorschlags des Ausschusses zusammen. Der Verwaltungsrat überprüft die Beurteilung des Sekretariats und den Bericht des Geschäftsführenden Ausschusses und beschliesst innerhalb weiterer 48 Stunden mit qualifizierter Mehrheit über die Massnahmen, die notwendig sind, um den Erfordernissen der Lage gerecht zu werden, darunter die etwa erforderliche Verstärkung der obligatorischen Nachfragedrosselung.</p></content></paragraph></article><article eId="art_21"><num><b>Art. 21</b></num><paragraph eId="art_21/para_1"><num>1.</num><content><p>Jeder Teilnehmerstaat kann das Sekretariat ersuchen, eine Beurteilung nach Artikel 19 oder 20 abzugeben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_2"><num>2.</num><content><p>Gibt das Sekretariat innerhalb von 72 Stunden nach einem solchen Ersuchen keine Beurteilung ab, so kann der Teilnehmerstaat den Geschäftsführenden Ausschuss ersuchen, zusammenzutreten und die Lage nach Massgabe dieses Übereinkommens zu erörtern.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Geschäftsführende Ausschuss tritt innerhalb von 48 Stunden nach einem solchen Ersuchen zusammen, um die Lage zu erörtern. Auf Verlangen eines Teilnehmerstaats erstattet er dem Verwaltungsrat innerhalb weiterer 48 Stunden Bericht. Der Bericht legt die von den Mitgliedern des Ausschusses und vom Sekretariat zum Ausdruck gebrachten Ansichten dar, einschliesslich etwaiger Ansichten darüber, wie der Lage zu begegnen ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_4"><num>4.</num><content><p>Der Verwaltungsrat tritt innerhalb von 48 Stunden nach Erhalt des Berichts des Geschäftsführenden Ausschusses zusammen. Stellt er mit Stimmenmehrheit fest, dass die in Artikel 13, 14, 15 oder 17 aufgeführten Bedingungen erfüllt sind, so werden Notstandsmassnahmen entsprechend in Kraft gesetzt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_22"><num><b>Art. 22</b></num><paragraph eId="art_22/para"><content><p>Der Verwaltungsrat kann jederzeit einstimmig beschliessen, in diesem Übereinkommen nicht vorgesehene geeignete Notstandsmassnahmen in Kraft zu setzen, falls es die Lage erfordert.</p></content></paragraph></article></level><level eId="chap_IV/lvl_u2"><heading>Ausserkraftsetzung von Massnahmen</heading><article eId="art_23"><num><b>Art. 23</b></num><paragraph eId="art_23/para_1"><num>1.</num><content><p>Das Sekretariat gibt eine Beurteilung ab, wenn eine Kürzung der Versorgung nach Artikel 13, 14 oder 17 den in dem betreffenden Artikel angegebenen Umfang unterschritten hat oder wenn dies begründeterweise zu erwarten ist. Das Sekretariat hält den Geschäftsführenden Ausschuss über seine Beratungen auf dem laufenden; unverzüglich teilt es den Mitgliedern des Ausschusses seine Beurteilung mit und unterrichtet die Teilnehmerstaaten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Geschäftsführende Ausschuss tritt innerhalb von 72 Stunden nach Mitteilung einer Beurteilung durch das Sekretariat zusammen, um die zusammengestellten Daten und die vorgelegten Informationen zu überprüfen. Er erstattet dem Verwaltungsrat innerhalb weiterer 48 Stunden Bericht. Der Bericht legt die von den Mitgliedern des Ausschusses zum Ausdruck gebrachten Ansichten dar, einschliesslich etwaiger Ansichten darüber, wie dem Notstand zu begegnen ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Verwaltungsrat tritt innerhalb von 48 Stunden nach Erhalt des Berichts des Ausschusses zusammen, um die Beurteilung des Sekretariats unter Berücksichtigung des Berichts des Geschäftsführenden Ausschusses zu überprüfen. Die Ausserkraftsetzung der Notstandsmassnahmen oder die anwendbare Verringerung der Nachfragedrosselung gilt als bestätigt, sofern der Verwaltungsrat nicht innerhalb weiterer 48 Stunden mit qualifizierter Mehrheit beschliesst, die Notstandsmassnahmen aufrechtzuerhalten oder nur teilweise ausser Kraft zu setzen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_4"><num>4.</num><content><p>Bei der Abgabe seiner Beurteilung nach diesem Artikel konsultiert das Sekretariat den in Artikel 19 Absatz 7 genannten internationalen Beirat, um dessen Ansichten über die Lage und die Angemessenheit der zu treffenden Massnahmen zu hören.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_5"><num>5.</num><content><p>Jeder Teilnehmerstaat kann das Sekretariat ersuchen, eine Beurteilung nach diesem Artikel abzugeben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_24"><num><b>Art. 24</b></num><paragraph eId="art_24/para"><content><p>Solange Notstandsmassnahmen in Kraft sind und das Sekretariat keine Beurteilung nach Artikel 23 abgegeben hat, kann der Verwaltungsrat jederzeit mit qualifizierter Mehrheit beschliessen, die Massnahmen entweder vollständig oder teilweise ausser Kraft zu setzen.</p></content></paragraph></article></level></chapter><chapter eId="chap_V"><num>Kapitel V</num><heading>Informationssystem betreffend den internationalen Ölmarkt</heading><article eId="art_25"><num><b>Art. 25</b></num><paragraph eId="art_25/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Teilnehmerstaaten errichten ein Informationssystem, das aus zwei Teilen besteht,</p><blockList><item eId="art_25/para_1/bull_u1"><num>– </num><p>einem allgemeinen Teil, der sich mit der Lage des internationalen Ölmarkts und den Tätigkeiten der Ölgesellschaften befasst;</p></item><item eId="art_25/para_1/bull_u2"><num>– </num><p>einem besonderen Teil, der dazu bestimmt ist, die wirksame Durchführung der in den Kapiteln I bis IV beschriebenen Massnahmen sicherzustellen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_2"><num>2.</num><content><p>Das System wird als Dauereinrichtung sowohl unter normalen Bedingungen als auch in Notständen unterhalten, wobei die Vertraulichkeit der zur Verfügung gestellten Informationen gewährleistet wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_3"><num>3.</num><content><p>Das Sekretariat ist für die Handhabung des Informationssystems verantwortlich und stellt den Teilnehmerstaaten die gesammelten Informationen zur Verfügung.</p></content></paragraph></article><article eId="art_26"><num><b>Art. 26</b></num><paragraph eId="art_26/para"><content><p>Der Ausdruck «Ölgesellschaften» bezeichnet internationale Gesellschaften, nationale Gesellschaften, nicht‑integrierte Gesellschaften und andere Rechtsträger, die eine bedeutende Rolle in der internationalen Ölwirtschaft spielen.</p></content></paragraph></article><level eId="chap_V/lvl_u3"><heading>Allgemeiner Teil</heading><article eId="art_27"><num><b>Art. 27</b></num><paragraph eId="art_27/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_27/para_1/listintro">Im Rahmen des allgemeinen Teils des Informationssystems stellen die Teilnehmerstaaten dem Sekretariat regelmässig Informationen über die nach Artikel 29 festgelegten Einzelangaben über folgende Gegenstände zur Verfügung, die sich auf die innerhalb ihres jeweiligen Hoheitsbereichs tätigen Ölgesellschaften beziehen:</listIntroduction><item eId="art_27/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>Gesellschaftsstruktur;</p></item><item eId="art_27/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>finanzielle Struktur, einschliesslich Bilanzen, Gewinn‑ und Verlustrechnungen und gezahlter Steuern;</p></item><item eId="art_27/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>durchgeführte Investitionen;</p></item><item eId="art_27/para_1/lbl_d"><num>d) </num><p>Bedingungen von Vereinbarungen über den Zugang zu grösseren Rohölquellen;</p></item><item eId="art_27/para_1/lbl_e"><num>e) </num><p>derzeitige Produktionsraten und voraussichtliche Veränderungen dieser Raten;</p></item><item eId="art_27/para_1/lbl_f"><num>f) </num><p>Zuteilungen verfügbarer Rohölmengen an Tochtergesellschaften und andere Abnehmer (Kriterien und tatsächliche Abwicklungen);</p></item><item eId="art_27/para_1/lbl_g"><num>g) </num><p>Vorräte;</p></item><item eId="art_27/para_1/lbl_h"><num>h) </num><p>Kosten von Rohöl und Ölerzeugnissen;</p></item><item eId="art_27/para_1/lbl_i"><num>i) </num><p>Preise, einschliesslich der Verrechnungspreise mit den Tochtergesellschaften;</p></item><item eId="art_27/para_1/lbl_j"><num>j) </num><p>sonstige Gegenstände, die der Verwaltungsrat einstimmig beschliesst.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_27/para_2"><num>2.</num><content><p>Jeder Teilnehmerstaat ergreift geeignete Massnahmen, um zu gewährleisten, dass alle innerhalb seines Hoheitsbereichs tätigen Ölgesellschaften ihm die Informationen zur Verfügung stellen, die erforderlich sind, damit er seine Verpflichtungen nach Absatz 1 erfüllen kann, wobei die der Öffentlichkeit oder den Regierungen bereits zur Verfügung stehenden einschlägigen Informationen zu berücksichtigen sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_27/para_3"><num>3.</num><content><p>Jeder Teilnehmerstaat stellt Informationen, die keinen besonderen Rechtsschutz geniessen, je nach den Gegebenheiten auf Gesellschafts‑ und/oder Länderbasis zur Verfügung, und zwar in einer Weise und in einem Ausmass, dass der Wettbewerb nicht beeinträchtigt und dass nicht gegen die gesetzlichen Wettbewerbsvorschriften eines Teilnehmerstaats verstossen wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_27/para_4"><num>4.</num><content><p>Ein Teilnehmerstaat ist nicht berechtigt, mittels des allgemeinen Teils Informationen über die Arbeit einer innerhalb seines Hoheitsbereichs tätigen Gesellschaft zu erlangen, die er nicht durch Anwendung seiner Gesetze oder durch seine Einrichtungen und Gepflogenheiten von dieser Gesellschaft erlangen könnte, wenn diese ausschliesslich innerhalb seines Hoheitsbereichs tätig wäre.</p></content></paragraph></article><article eId="art_28"><num><b>Art. 28</b></num><paragraph eId="art_28/para"><content><p>Informationen, die «keinen besonderen Rechtsschutz geniessen», sind Informationen, die nicht Patente, Fabrik‑ oder Handelsmarken, wissenschaftliche oder Fabrikationsverfahren oder ‑entwicklungen, Einzelverkäufe, Steuererklärungen, Kundenlisten oder geologische oder geophysikalische Informationen einschliesslich Karten darstellen oder sich darauf beziehen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_29"><num><b>Art. 29</b></num><paragraph eId="art_29/para_1"><num>1.</num><content><p>Innerhalb von 60 Tagen nach dem ersten Tag der vorläufigen Anwendung dieses Übereinkommens und gegebenenfalls danach legt die Ständige Gruppe für den Ölmarkt dem Geschäftsführenden Ausschuss einen Bericht vor, in dem die Einzelangaben im Rahmen der in Artikel 27 Absatz 1 enthaltenen Liste von Gegenständen festgelegt werden, die für die wirksame Handhabung des allgemeinen Teils erforderlich sind, und in dem die Verfahren für den regelmässigen Erhalt solcher Angaben dargelegt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_29/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Geschäftsführende Ausschuss überprüft den Bericht und unterbreitet dem Verwaltungsrat Vorschläge; dieser fasst innerhalb von 30 Tagen nach Vorlage des Berichts an den Geschäftsführenden Ausschuss mit Stimmenmehrheit die erforderlichen Beschlüsse für die Einrichtung und wirksame Handhabung des allgemeinen Teils.</p></content></paragraph></article><article eId="art_30"><num><b>Art. 30</b></num><paragraph eId="art_30/para"><content><p>Bei der Ausarbeitung ihrer Berichte nach Artikel 29 wird die Ständige Gruppe für den Ölmarkt</p><blockList><item eId="art_30/para/bull_u1"><num>– </num><p>die Ölgesellschaften konsultieren, um sicherzustellen, dass das System mit den Tätigkeiten der Industrie vereinbar ist;</p></item><item eId="art_30/para/bull_u2"><num>– </num><p>besondere Probleme und Fragen aufzeigen, die für die Teilnehmerstaaten von Belang sind,</p></item><item eId="art_30/para/bull_u3"><num>– </num><p>bestimmte Angaben festlegen, die für die Lösung dieser Probleme und Fragen nützlich und notwendig sind;</p></item><item eId="art_30/para/bull_u4"><num>– </num><p>genaue Normen für die Harmonisierung der erforderlichen Informationen aufstellen, um die Vergleichbarkeit der Angaben sicherzustellen;</p></item><item eId="art_30/para/bull_u5"><num>– </num><p>Verfahren zur Gewährleistung der Vertraulichkeit der Informationen ausarbeiten.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_31"><num><b>Art. 31</b></num><paragraph eId="art_31/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Ständige Gruppe für den Ölmarkt überprüft laufend die Handhabung des allgemeinen Teils.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_31/para_2"><num>2.</num><content><p>Sollten sich die Bedingungen des internationalen Ölmarkts ändern, so erstattet die Ständige Gruppe für den Ölmarkt dem Geschäftsführenden Ausschuss Bericht. Der Ausschuss unterbreitet dem Verwaltungsrat Vorschläge über geeignete Änderungen; dieser beschliesst mit Stimmenmehrheit über derartige Vorschläge.</p></content></paragraph></article></level><level eId="chap_V/lvl_u4"><heading>Besonderer Teil</heading><article eId="art_32"><num><b>Art. 32</b></num><paragraph eId="art_32/para_1"><num>1.</num><content><p>Im Rahmen des besonderen Teils des Informationssystems stellen die Teilnehmerstaaten dem Sekretariat alle Informationen zur Verfügung, die für eine wirksame Durchführung der Notstandsmassnahmen notwendig sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_32/para_2"><num>2.</num><content><p>Jeder Teilnehmerstaat ergreift geeignete Massnahmen, um zu gewährleisten, dass alle innerhalb seines Hoheitsbereichs tätigen Ölgesellschaften ihm die Informationen zur Verfügung stellen, die erforderlich sind, damit er seine Verpflichtungen nach Absatz 1 und Artikel 33 erfüllen kann.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_32/para_3"><num>3.</num><content><p>Auf Grund dieser und anderer verfügbarer Informationen wird das Sekretariat die Ölversorgung und den Ölverbrauch der Gruppe und jedes Teilnehmerstaats laufend beobachten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_33"><num><b>Art. 33</b></num><paragraph eId="art_33/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_33/para/listintro">Im Rahmen des besonderen Teils stellen die Teilnehmerstaaten dem Sekretariat regelmässig Informationen über die nach Artikel 34 festgelegten Einzelangaben über folgende Gegenstände zur Verfügung:</listIntroduction><item eId="art_33/para/lbl_a"><num>a) </num><p>Ölverbrauch und ‑versorgung;</p></item><item eId="art_33/para/lbl_b"><num>b) </num><p>Massnahmen zur Drosselung der Nachfrage;</p></item><item eId="art_33/para/lbl_c"><num>c) </num><p>Umfang der Notstandsreserven,</p></item><item eId="art_33/para/lbl_d"><num>d) </num><p>Verfügbarkeit und Verwendung von Beförderungsmitteln;</p></item><item eId="art_33/para/lbl_e"><num>e) </num><p>derzeitiger und vorausgeschätzter Umfang des internationalen Angebots und der internationalen Nachfrage;</p></item><item eId="art_33/para/lbl_f"><num>f) </num><p>sonstige Gegenstände, die der Verwaltungsrat einstimmig beschliesst.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_34"><num><b>Art. 34</b></num><paragraph eId="art_34/para_1"><num>1.</num><content><p>Innerhalb von 30 Tagen nach dem ersten Tag der vorläufigen Anwendung dieses Übereinkommens legt die Ständige Gruppe für Notstandsfragen dem Geschäftsführenden Ausschuss einen Bericht vor, in dem die Einzelangaben im Rahmen der in Artikel 33 enthaltenen Liste von Gegenständen festgelegt werden, die im Rahmen des besonderen Teils erforderlich sind, um die wirksame Durchführung der Notstandsmassnahmen sicherzustellen, und in dem die Verfahren für den regelmässigen Erhalt solcher Angaben dargelegt werden, einschliesslich beschleunigter Verfahren in Notstandszeiten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_34/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Geschäftsführende Ausschuss überprüft den Bericht und unterbreitet dem Verwaltungsrat Vorschläge; dieser fasst innerhalb von 30 Tagen nach Vorlage des Berichts an den Geschäftsführenden Ausschuss mit Stimmenmehrheit die erforderlichen Beschlüsse für die Einrichtung und wirksame Handhabung des besonderen Teils.</p></content></paragraph></article><article eId="art_35"><num><b>Art. 35</b></num><paragraph eId="art_35/para"><content><p>Bei der Ausarbeitung ihres Berichts nach Artikel 34 wird die Ständige Gruppe für Notstandsfragen</p><blockList><item eId="art_35/para/bull_u1"><num>– </num><p>die Ölgesellschaften konsultieren, um sicherzustellen, dass das System mit den Tätigkeiten der Industrie vereinbar ist,</p></item><item eId="art_35/para/bull_u2"><num>– </num><p>genaue Normen für die Harmonisierung der erforderlichen Informationen aufstellen, um die Vergleichbarkeit der Angaben sicherzustellen;</p></item><item eId="art_35/para/bull_u3"><num>– </num><p>Verfahren zur Gewährleistung der Vertraulichkeit der Informationen ausarbeiten.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_36"><num><b>Art. 36</b></num><paragraph eId="art_36/para"><content><p>Die Ständige Gruppe für Notstandsfragen überprüft laufend die Handhabung des besonderen Teils und erstattet gegebenenfalls dem Geschäftsführenden Ausschuss Bericht. Der Ausschuss unterbreitet dem Verwaltungsrat Vorschläge über geeignete Änderungen; dieser beschliesst mit Stimmenmehrheit über derartige Vorschläge.</p></content></paragraph></article></level></chapter><chapter eId="chap_VI"><num>Kapitel VI </num><heading>Rahmen für Konsultationen mit den Ölgesellschaften</heading><article eId="art_37"><num><b>Art. 37</b></num><paragraph eId="art_37/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Teilnehmerstaaten richten innerhalb der Agentur einen ständigen Rahmen für Konsultationen ein, innerhalb dessen ein oder mehrere Teilnehmerstaaten in angemessener Weise einzelne Ölgesellschaften über alle wichtigen Aspekte der Ölwirtschaft konsultieren sowie von ihnen Informationen darüber erbitten können und innerhalb dessen die Teilnehmerstaaten auf der Grundlage der Zusammenarbeit die Ergebnisse dieser Konsultationen untereinander weitergeben können.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_37/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Rahmen für Konsultationen wird unter der Obhut der Ständigen Gruppe für den Ölmarkt eingerichtet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_37/para_3"><num>3.</num><content><p>Innerhalb von 60 Tagen nach dem ersten Tag der vorläufigen Anwendung dieses Übereinkommens und gegebenenfalls danach legt die Ständige Gruppe für den Ölmarkt nach Konsultation mit den Ölgesellschaften dem Geschäftsführenden Ausschuss einen Bericht über die Verfahren für diese Konsultationen vor. Der Geschäftsführende Ausschuss überprüft den Bericht und unterbreitet dem Verwaltungsrat Vorschläge; dieser beschliesst innerhalb von 30 Tagen nach Vorlage des Berichts an den Geschäftsführenden Ausschuss mit Stimmenmehrheit über diese Verfahren.</p></content></paragraph></article><article eId="art_38"><num><b>Art. 38</b></num><paragraph eId="art_38/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Ständige Gruppe für den Ölmarkt legt dem Geschäftsführenden Ausschuss über die mit einer Ölgesellschaft geführten Konsultationen innerhalb von 30 Tagen einen Bericht vor.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_38/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Geschäftsführende Ausschuss prüft den Bericht und kann dem Verwaltungsrat Vorschläge über geeignete in Zusammenarbeit durchzuführende Massnahmen unterbreiten; der Verwaltungsrat beschliesst über diese Vorschläge.</p></content></paragraph></article><article eId="art_39"><num><b>Art. 39</b></num><paragraph eId="art_39/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Ständige Gruppe für den Ölmarkt wertet die Ergebnisse der Konsultationen mit den Ölgesellschaften und die von ihnen erhaltenen Informationen laufend aus.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_39/para_2"><num>2.</num><content><p>Auf der Grundlage dieser Auswertungen kann die Ständige Gruppe die internationale Öllage und die Lage der Ölwirtschaft prüfen und beurteilen; sie erstattet dem Geschäftsführenden Ausschuss Bericht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_39/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Geschäftsführende Ausschuss überprüft diese Berichte und unterbreitet dem Verwaltungsrat Vorschläge über geeignete in Zusammenarbeit durchzuführende Massnahmen; der Verwaltungsrat beschliesst über diese Vorschläge.</p></content></paragraph></article><article eId="art_40"><num><b>Art. 40</b></num><paragraph eId="art_40/para"><content><p>Die Ständige Gruppe für den Ölmarkt legt dem Geschäftsführenden Ausschuss jährlich einen allgemeinen Bericht vor über die Wirkungsweise des Rahmens für die Konsultationen mit den Ölgesellschaften.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_VII"><num>Kapitel VII </num><heading>Langfristige Zusammenarbeit im Energiebereich</heading><article eId="art_41"><num><b>Art. 41</b></num><paragraph eId="art_41/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Teilnehmerstaaten sind entschlossen, bei der Deckung ihres gesamten Energiebedarfs ihre Abhängigkeit von Öleinfuhren längerfristig zu verringern.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_41/para_2"><num>2.</num><content><p>Zu diesem Zweck werden die Teilnehmerstaaten nationale Programme aufstellen und die Annahme gemeinsamer Programme fördern, wobei sie gegebenenfalls bei gleichzeitiger Abstimmung der nationalen Zielsetzungen auch Mittel und Anstrengungen auf den in Artikel 42 aufgeführten Gebieten gemeinsam einsetzen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_42"><num><b>Art. 42</b></num><paragraph eId="art_42/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_42/para_1/listintro">Die Ständige Gruppe für langfristige Zusammenarbeit prüft die gemeinsamen Massnahmen und erstattet dem Geschäftsführenden Ausschuss darüber Bericht. Vor allem werden folgende Gebiete geprüft:</listIntroduction><item eId="art_42/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>rationelle Energieverwendung, einschliesslich gemeinsamer Programme für</p><blockList><item eId="art_42/para_1/lbl_a/bull_u1"><num>– </num><p>den Austausch nationaler Erfahrungen und Informationen im Zusammenhang mit der rationellen Energieverwendung;</p></item><item eId="art_42/para_1/lbl_a/bull_u2"><num>– </num><p>Methoden zur Verringerung der Zunahme des Energieverbrauchs durch rationelle Energieverwendung;</p></item></blockList></item><item eId="art_42/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>Entwicklung alternativer Energiequellen wie einheimisches Öl, Kohle, Erdgas, Kernenergie und Wasserkraft, einschliesslich gemeinsamer Programme für</p><blockList><item eId="art_42/para_1/lbl_b/bull_u1"><num>– </num><p>den Austausch von Informationen über Fragen wie Vorkommen, Angebot und Nachfrage, Preise und Besteuerung,</p></item><item eId="art_42/para_1/lbl_b/bull_u2"><num>– </num><p>Methoden zur Verringerung der Zunahme des Verbrauchs von eingeführtem Öl durch die Entwicklung alternativer Energiequellen;</p></item><item eId="art_42/para_1/lbl_b/bull_u3"><num>– </num><p>konkrete Vorhaben, einschliesslich gemeinsam finanzierter Vorhaben;</p></item><item eId="art_42/para_1/lbl_b/bull_u4"><num>– </num><p>Kriterien, Qualitätsziele und Normen für den Umweltschutz;</p></item></blockList></item><item eId="art_42/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>Forschung und Entwicklung im Energiebereich, einschliesslich vorrangig zu behandelnder gemeinsamer Programme für</p><blockList><item eId="art_42/para_1/lbl_c/bull_u1"><num>– </num><p>Kohletechnologie;</p></item><item eId="art_42/para_1/lbl_c/bull_u2"><num>– </num><p>Sonnenenergie;</p></item><item eId="art_42/para_1/lbl_c/bull_u3"><num>– </num><p>Behandlung und Beseitigung radioaktiver Abfälle;</p></item><item eId="art_42/para_1/lbl_c/bull_u4"><num>– </num><p>kontrollierte Kernfusion;</p></item><item eId="art_42/para_1/lbl_c/bull_u5"><num>– </num><p>Erzeugung von Wasserstoff aus Wasser;</p></item><item eId="art_42/para_1/lbl_c/bull_u6"><num>– </num><p>nukleare Sicherheit;</p></item><item eId="art_42/para_1/lbl_c/bull_u7"><num>– </num><p>Nutzung von Abwärme;</p></item><item eId="art_42/para_1/lbl_c/bull_u8"><num>– </num><p>rationelle Energieverwendung;</p></item><item eId="art_42/para_1/lbl_c/bull_u9"><num>– </num><p>Nutzung von kommunalem und Industriemüll zum Zweck der rationellen Energieverwendung;</p></item><item eId="art_42/para_1/lbl_c/bull_u10"><num>– </num><p>Untersuchung des gesamten Energiesystems und allgemeine Studien;</p></item></blockList></item><item eId="art_42/para_1/lbl_d"><num>d) </num><p>Urananreicherung, einschliesslich gemeinsamer Programme</p><blockList><item eId="art_42/para_1/lbl_d/bull_u1"><num>– </num><p>zur Überwachung von Entwicklungen in der Versorgung mit natürlichem und angereichertem Uran,</p></item><item eId="art_42/para_1/lbl_d/bull_u2"><num>– </num><p>zur Erleichterung der Entwicklung von natürlichen Uranvorkommen und von Anreicherungsdiensten;</p></item><item eId="art_42/para_1/lbl_d/bull_u3"><num>– </num><p>zur Förderung der erforderlichen Konsultationen zur Behandlung internationaler Fragen, die sich etwa im Zusammenhang mit der Ausweitung der Versorgung mit angereichertem Uran ergeben;</p></item><item eId="art_42/para_1/lbl_d/bull_u4"><num>– </num><p>zur Vorbereitung der erforderlichen Sammlung, Analyse und Verbreitung von Daten über die Planung von Anreicherungsdiensten.</p></item></blockList></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_42/para_2"><num>2.</num><content><p>Bei der Prüfung der Gebiete für gemeinsame Massnahmen trägt die Ständige Gruppe den Tätigkeiten, die anderswo durchgeführt werden, gebührend Rechnung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_42/para_3"><num>3.</num><content><p>Nach Absatz 1 aufgestellte Programme können gemeinsam finanziert werden. Diese gemeinsame Finanzierung kann nach Artikel 64 Absatz 2 erfolgen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_43"><num><b>Art. 43</b></num><paragraph eId="art_43/para_1"><num>1.</num><content><p>Der Geschäftsführende Ausschuss überprüft die Berichte der Ständigen Gruppe und unterbreitet dem Verwaltungsrat geeignete Vorschläge; dieser beschliesst darüber bis zum 1. Juli 1975.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_43/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Verwaltungsrat trägt den Möglichkeiten einer Zusammenarbeit in grösserem Rahmen Rechnung.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_VIII"><num>Kapitel VIII </num><heading>Beziehungen zu Förderländern und zu anderen Verbraucherländern</heading><article eId="art_44"><num><b>Art. 44</b></num><paragraph eId="art_44/para"><content><p>Die Teilnehmerstaaten werden sich bemühen, Beziehungen auf der Grundlage der Zusammenarbeit zu Ölförderländern und zu anderen Ölverbraucherländern einschliesslich der Entwicklungsländer zu fördern. Sie werden laufend die Entwicklungen im Energiebereich überprüfen, um Möglichkeiten für einen konstruktiven Dialog sowie andere Formen der Zusammenarbeit mit Förderländern und mit anderen Verbraucherländern aufzuzeigen und um diesen Dialog und diese Zusammenarbeit zu fördern.</p></content></paragraph></article><article eId="art_45"><num><b>Art. 45</b></num><paragraph eId="art_45/para"><content><p>Zur Erreichung der in Artikel 44 aufgeführten Ziele werden die Teilnehmerstaaten die Bedürfnisse und Interessen anderer Ölverbraucherländer, insbesondere der Entwicklungsländer, voll berücksichtigen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_46"><num><b>Art. 46</b></num><paragraph eId="art_46/para"><content><p>Im Rahmen des Programms werden die Teilnehmerstaaten ihre Meinungen über ihre Beziehungen zu Ölförderländern austauschen. Zu diesem Zweck sollen die Teilnehmerstaaten einander über die von ihnen mit Förderländern getroffenen gemeinsamen Massnahmen unterrichten, die für die Ziele des Programms von Belang sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_47"><num><b>Art. 47</b></num><paragraph eId="art_47/para"><content><p>Die Teilnehmerstaaten werden im Rahmen des Programms</p><blockList><item eId="art_47/para/bull_u1"><num>– </num><p>unter Berücksichtigung ihrer laufenden Überprüfung der Entwicklung der internationalen Energielage und ihrer Auswirkung auf die Weltwirtschaft nach Möglichkeiten und Methoden der Förderung eines stabilen internationalen Ölhandels und einer gesicherten Ölversorgung zu vernünftigen und gerechten Bedingungen für jeden Teilnehmerstaat suchen;</p></item><item eId="art_47/para/bull_u2"><num>– </num><p>unter Berücksichtigung der in anderen internationalen Organisationen aufgenommenen Arbeiten andere mögliche Gebiete der Zusammenarbeit prüfen, einschliesslich der Aussichten für eine Zusammenarbeit bei der beschleunigten Industrialisierung und sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung in den wichtigsten Fördergebieten sowie ihrer Auswirkungen auf den internationalen Handel und die internationale Investitionstätigkeit,</p></item><item eId="art_47/para/bull_u3"><num>– </num><p>die Aussichten für eine Zusammenarbeit mit Ölförderländern in Energiefragen von gemeinsamem Interesse wie der rationellen Energieverwendung, der Entwicklung alternativer Quellen sowie der Forschung und Entwicklung laufend überprüfen.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_48"><num><b>Art. 48</b></num><paragraph eId="art_48/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Ständige Gruppe für die Beziehungen zu Förderländern und zu anderen Verbraucherländern wird die in diesem Kapitel bezeichneten Angelegenheiten prüfen und dem Geschäftsführenden Ausschuss darüber Bericht erstatten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_48/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Geschäftsführende Ausschuss kann dem Verwaltungsrat Vorschläge über geeignete gemeinsame Massnahmen in bezug auf diese Angelegenheiten unterbreiten; der Verwaltungsrat beschliesst über diese Vorschläge.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_IX"><num>Kapitel IX </num><heading>Institutionelle und allgemeine Bestimmungen</heading><article eId="art_49"><num><b>Art. 49</b></num><paragraph eId="art_49/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_49/para_1/listintro">Die Agentur hat folgende Organe:</listIntroduction><item eId="art_49/para_1/bull_u1"><num>– </num><p>einen Verwaltungsrat,</p></item><item eId="art_49/para_1/bull_u2"><num>– </num><p>einen Geschäftsführenden Ausschuss,</p></item><item eId="art_49/para_1/bull_u3"><num>– </num><blockList><listIntroduction eId="art_49/para_1/bull_u3/listintro">Ständige Gruppen für:</listIntroduction><item eId="art_49/para_1/bull_u3/bull_u1"><num>– </num><p>Notstandsfragen</p></item><item eId="art_49/para_1/bull_u3/bull_u2"><num>– </num><p>den Ölmarkt</p></item><item eId="art_49/para_1/bull_u3/bull_u3"><num>– </num><p>langfristige Zusammenarbeit</p></item><item eId="art_49/para_1/bull_u3/bull_u4"><num>– </num><p>die Beziehungen zu Förderländern und zu anderen Verbraucherländern.</p></item></blockList></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_49/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Verwaltungsrat oder der Geschäftsführende Ausschuss kann mit Stimmenmehrheit jedes andere für die Durchführung des Programms erforderliche Organ einsetzen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_49/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Agentur hat ein Sekretariat, das die in den Absätzen 1 und 2 genannten Organe unterstützt.</p></content></paragraph></article><level eId="chap_IX/lvl_u2"><heading>Verwaltungsrat</heading><article eId="art_50"><num><b>Art. 50</b></num><paragraph eId="art_50/para_1"><num>1.</num><content><p>Der Verwaltungsrat besteht aus einem oder mehreren Ministern oder deren Delegierten aus jedem Teilnehmerstaat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_50/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Verwaltungsrat nimmt mit Stimmenmehrheit seine Geschäftsordnung an. Sofern in der Geschäftsordnung nichts anderes beschlossen wird, findet sie auch auf den Geschäftsführenden Ausschuss und die Ständigen Gruppen Anwendung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_50/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Verwaltungsrat wählt mit Stimmenmehrheit seinen Vorsitzenden und seine Stellvertretenden Vorsitzenden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_51"><num><b>Art. 51</b></num><paragraph eId="art_51/para_1"><num>1.</num><content><p>Der Verwaltungsrat fasst Beschlüsse und gibt Empfehlungen ab, die für den reibungslosen Ablauf des Programms erforderlich sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_51/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Verwaltungsrat überprüft in regelmässigen Abständen die Entwicklung der internationalen Energielage, einschliesslich der Probleme im Zusammenhang mit der Ölversorgung eines oder mehrerer Teilnehmerstaaten, sowie die wirtschaftlichen und währungspolitischen Folgen dieser Entwicklung und trifft geeignete Massnahmen. Bei seinen Tätigkeiten im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen und währungspolitischen Folgen der Entwicklung der internationalen Energielage berücksichtigt der Verwaltungsrat die Zuständigkeit und die Tätigkeiten der für gesamtwirtschaftliche und währungspolitische Fragen verantwortlichen internationalen Institutionen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_51/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Verwaltungsrat kann mit Stimmenmehrheit jeder seiner Aufgaben auf jedes andere Organ der Agentur übertragen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_52"><num><b>Art. 52</b></num><paragraph eId="art_52/para_1"><num>1.</num><content><p>Vorbehaltlich des Artikels 61 Absatz 2 und des Artikels 65 sind die Beschlüsse, die nach diesem Übereinkommen vom Verwaltungsrat oder von jedem anderen Organ auf Grund einer Aufgabenübertragung durch den Rat gefasst werden, für die Teilnehmerstaaten bindend.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_52/para_2"><num>2.</num><content><p>Empfehlungen sind nicht bindend.</p></content></paragraph></article></level><level eId="chap_IX/lvl_u3"><heading>Geschäftsführender Ausschuss</heading><article eId="art_53"><num><b>Art. 53</b></num><paragraph eId="art_53/para_1"><num>1.</num><content><p>Der Geschäftsführende Ausschuss besteht aus einem oder mehreren hohen Vertretern der Regierung jedes Teilnehmerstaats.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_53/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Geschäftsführende Ausschuss erfüllt die ihm in diesem Übereinkommen zugewiesenen sowie alle anderen ihm vom Verwaltungsrat übertragenen Aufgaben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_53/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Geschäftsführende Ausschuss kann jede in den Rahmen dieses Übereinkommens fallende Angelegenheit prüfen und gegebenenfalls dem Verwaltungsrat dazu Vorschläge unterbreiten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_53/para_4"><num>4.</num><content><p>Der Geschäftsführende Ausschuss tritt zusammen, wenn dies von einem Teilnehmerstaat verlangt wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_53/para_5"><num>5.</num><content><p>Der Geschäftsführende Ausschuss wählt mit Stimmenmehrheit seinen Vorsitzenden und seine Stellvertretenden Vorsitzenden.</p></content></paragraph></article></level><level eId="chap_IX/lvl_u4"><heading>Ständige Gruppen</heading><article eId="art_54"><num><b>Art. 54</b></num><paragraph eId="art_54/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Ständige Gruppe besteht aus einem oder mehreren Vertretern der Regierung jedes Teilnehmerstaats.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_54/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Geschäftsführende Ausschuss wählt mit Stimmenmehrheit die Vorsitzenden und die Stellvertretenden Vorsitzenden der Ständigen Gruppen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_55"><num><b>Art. 55</b></num><paragraph eId="art_55/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Ständige Gruppe für Notstandsfragen erfüllt die ihr in den Kapiteln I bis V und in der Anlage zugewiesenen sowie alle anderen ihr vom Verwaltungsrat übertragenen Aufgaben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_55/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Ständige Gruppe kann jede in den Rahmen der Kapitel I bis V und der Anlage fallende Angelegenheit prüfen und dem Geschäftsführenden Ausschuss darüber berichten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_55/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Ständige Gruppe kann die Ölgesellschaften über jede in ihren Zuständigkeitsbereich fallende Angelegenheit konsultieren.</p></content></paragraph></article><article eId="art_56"><num><b>Art. 56</b></num><paragraph eId="art_56/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Ständige Gruppe für den Ölmarkt erfüllt die ihr in den Kapiteln V und VI zugewiesenen sowie alle anderen ihr vom Verwaltungsrat übertragenen Aufgaben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_56/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Ständige Gruppe kann jede in den Rahmen der Kapitel V und VI fallende Angelegenheit prüfen und dem Geschäftsführenden Ausschuss darüber berichten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_56/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Ständige Gruppe kann die Ölgesellschaften über jede in ihren Zuständigkeitsbereich fallende Angelegenheit konsultieren.</p></content></paragraph></article><article eId="art_57"><num><b>Art. 57</b></num><paragraph eId="art_57/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Ständige Gruppe für langfristige Zusammenarbeit erfüllt die ihr in Kapitel VII zugewiesenen sowie alle anderen ihr vom Verwaltungsrat übertragenen Aufgaben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_57/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Ständige Gruppe kann jede in den Rahmen des Kapitels VII fallende Angelegenheit prüfen und dem Geschäftsführenden Ausschuss darüber berichten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_58"><num><b>Art. 58</b></num><paragraph eId="art_58/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Ständige Gruppe für die Beziehungen zu Förderländern und zu anderen Verbraucherländern erfüllt die ihr in Kapitel VIII zugewiesenen sowie alle anderen ihr vom Verwaltungsrat übertragenen Aufgaben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_58/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Ständige Gruppe kann jede in den Rahmen des Kapitels VIII fallende Angelegenheit prüfen und dem Geschäftsführenden Ausschuss darüber berichten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_58/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Ständige Gruppe kann die Ölgesellschaften über jede in ihren Zuständigkeitsbereich fallende Angelegenheit konsultieren.</p></content></paragraph></article></level><level eId="chap_IX/lvl_u5"><heading>Sekretariat</heading><article eId="art_59"><num><b>Art. 59</b></num><paragraph eId="art_59/para_1"><num>1.</num><content><p>Das Sekretariat besteht aus einem Exekutivdirektor und dem erforderlichen Personal.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_59/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Exekutivdirektor wird vom Verwaltungsrat ernannt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_59/para_3"><num>3.</num><content><p>Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben im Rahmen dieses Übereinkommens sind der Exekutivdirektor und das Personal den Organen der Agentur gegenüber verantwortlich und erstatten ihnen Bericht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_59/para_4"><num>4.</num><content><p>Der Verwaltungsrat fasst mit Stimmenmehrheit alle für die Einrichtung und den Betrieb des Sekretariats erforderlichen Beschlüsse.</p></content></paragraph></article><article eId="art_60"><num><b>Art. 60</b></num><paragraph eId="art_60/para"><content><p>Das Sekretariat erfüllt die ihm in diesem Übereinkommen zugewiesenen sowie alle anderen ihm vom Verwaltungsrat zugewiesenen Aufgaben.</p></content></paragraph></article></level><level eId="chap_IX/lvl_u6"><heading>Abstimmung</heading><article eId="art_61"><num><b>Art. 61</b></num><paragraph eId="art_61/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_61/para_1/listintro">Der Verwaltungsrat nimmt Beschlüsse und Empfehlungen, für die in diesem Übereinkommen keine ausdrückliche Abstimmungsvorschrift enthalten ist, wie folgt an:</listIntroduction><item eId="art_61/para_1/lbl_a"><num>a) </num><blockList><listIntroduction eId="art_61/para_1/lbl_a/listintro">mit Stimmenmehrheit:</listIntroduction><item eId="art_61/para_1/lbl_a/bull_u1"><num>– </num><p>Beschlüsse über die Durchführung des Programms, einschliesslich der Beschlüsse zur Anwendung von Bestimmungen dieses Übereinkommens, die den Teilnehmerstaaten bereits bestimmte Verpflichtungen auferlegen;</p></item><item eId="art_61/para_1/lbl_a/bull_u2"><num>– </num><p>Beschlüsse über Verfahrensfragen;</p></item><item eId="art_61/para_1/lbl_a/bull_u3"><num>– </num><p>Empfehlungen;</p></item></blockList></item><item eId="art_61/para_1/lbl_b"><num>b) </num><blockList><listIntroduction eId="art_61/para_1/lbl_b/listintro">einstimmig:</listIntroduction><item eId="art_61/para_1/lbl_b/bull_u1"><num>– </num><p>alle sonstigen Beschlüsse, insbesondere einschliesslich der Beschlüsse, die den Teilnehmerstaaten neue, in diesem Übereinkommen noch nicht festgelegte Verpflichtungen auferlegen.</p></item></blockList></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_61/para_2"><num>2.</num><content><p>Die in Absatz 1 Buchstabe b) genannten Beschlüsse können vorsehen,</p><blockList><item eId="art_61/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>dass sie für einen oder mehrere Teilnehmerstaaten nicht bindend sind;</p></item><item eId="art_61/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>dass sie nur unter bestimmten Bedingungen bindend sind.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_62"><num><b>Art. 62</b><authorialNote><p> Am 5. Febr. 1975 hat der Verwaltungsrat beschlossen, Neuseeland einzuladen,  dem Übereink. beizutreten und, infolgedessen, die Abs. 2, 4a und 4b von Art. 62  des Übereink. zu ändern. Neuseeland ist dem Übereink. nach Art. 71 Abs. 3 am  21. März 1975 vorläufig beigetreten.</p></authorialNote></num><paragraph eId="art_62/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Einstimmigkeit erfordert alle Stimmen der anwesenden und abstimmenden Teilnehmerstaaten. Staaten, die sich der Stimme enthalten, gelten nicht als abstimmende Staaten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_62/para_2"><num>2.</num><content><p>Ist Stimmenmehrheit oder eine qualifizierte Mehrheit erforderlich, so haben die Stimmen der Teilnehmerstaaten folgendes Gewicht:</p><table border="1"><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Allgemeine <br/>Stimmengewichte</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Stimmengewichte <br/>nach dem Ölverbrauch</p></th><th colspan="3" xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Kombinierte <br/>Stimmengewichte</p></th></tr><tr><td><p>Belgien</p></td><td><p>  3</p></td><td><p>    2</p></td><td colspan="3"><p>    5</p></td></tr><tr><td><p>Dänemark</p></td><td><p>  3</p></td><td><p>    1</p></td><td colspan="3"><p>    4</p></td></tr><tr><td><p>Deutschland</p></td><td><p>  3</p></td><td><p>    8</p></td><td colspan="3"><p>  11</p></td></tr><tr><td><p>Irland</p></td><td><p>  3</p></td><td><p>    0</p></td><td colspan="3"><p>    3</p></td></tr><tr><td><p>Italien</p></td><td><p>  3</p></td><td><p>    6</p></td><td colspan="3"><p>    9</p></td></tr><tr><td><p>Japan</p></td><td><p>  3</p></td><td><p>  15</p></td><td colspan="3"><p>  18</p></td></tr><tr><td><p>Kanada</p></td><td><p>  3</p></td><td><p>    5</p></td><td colspan="3"><p>    8</p></td></tr><tr><td><p>Luxemburg</p></td><td><p>  3</p></td><td><p>    0</p></td><td colspan="3"><p>    3</p></td></tr><tr><td><p>Neuseeland</p></td><td><p>  3</p></td><td><p>    0</p></td><td colspan="3"><p>    3</p></td></tr><tr><td><p>Niederlande</p></td><td><p>  3</p></td><td><p>    2</p></td><td colspan="3"><p>    5</p></td></tr><tr><td><p>Österreich</p></td><td><p>  3</p></td><td><p>    1</p></td><td colspan="3"><p>    4</p></td></tr><tr><td><p>Schweden</p></td><td><p>  3</p></td><td><p>    2</p></td><td colspan="3"><p>    5</p></td></tr><tr><td><p>Schweiz</p></td><td><p>  3</p></td><td><p>    1</p></td><td colspan="3"><p>    4</p></td></tr><tr><td><p>Spanien</p></td><td><p>  3</p></td><td><p>    2</p></td><td colspan="3"><p>    5</p></td></tr><tr><td><p>Türkei</p></td><td><p>  3</p></td><td><p>    1</p></td><td colspan="3"><p>    4</p></td></tr><tr><td><p>Vereinigtes Königreich</p></td><td><p>  3 </p></td><td><p>    6</p></td><td colspan="3"><p>    9</p></td></tr><tr><td><p>Vereinigte Staaten</p></td><td><p>  3</p></td><td><p>  48</p></td><td colspan="3"><p>  51</p></td></tr><tr><td/><td colspan="3"/><td/><td/></tr><tr><td><p>Insgesamt</p></td><td><p>51</p></td><td><p>100</p></td><td colspan="3"><p>151</p></td></tr></table></content></paragraph><paragraph eId="art_62/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Stimmenmehrheit erfordert 60 Prozent der gesamten kombinierten Stimmengewichte und 50 Prozent der abgegebenen allgemeinen Stimmengewichte.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_62/para_4"><num>4.</num><content><p>Die qualifizierte Mehrheit erfordert</p><blockList><item eId="art_62/para_4/lbl_a"><num>a) </num><p>60 Prozent der gesamten kombinierten Stimmengewichte und 39 allgemeine Stimmengewichte bei</p><blockList><item eId="art_62/para_4/lbl_a/bull_u1"><num>– </num><p>dem Beschluss nach Artikel 2 über die Erhöhung der Pflicht‑Notstandsreserven;</p></item><item eId="art_62/para_4/lbl_a/bull_u2"><num>– </num><p>Beschlüssen nach Artikel 19 Absatz 3, die in den Artikeln 13 und 14 genannten Notstandsmassnahmen nicht in Kraft zu setzen;</p></item><item eId="art_62/para_4/lbl_a/bull_u3"><num>– </num><p>Beschlüssen nach Artikel 20 Absatz 3 über Massnahmen, die notwendig sind, um den Erfordernissen der Lage gerecht zu werden;</p></item><item eId="art_62/para_4/lbl_a/bull_u4"><num>– </num><p>Beschlüssen nach Artikel 23 Absatz 3, die in den Artikeln 13 und 14 genannten Notstandsmassnahmen aufrechtzuerhalten;</p></item><item eId="art_62/para_4/lbl_a/bull_u5"><num>– </num><p>Beschlüssen nach Artikel 24, die in den Artikeln 13 und 14 genannten Notstandsmassnahmen ausser Kraft zu setzen;</p></item></blockList></item><item eId="art_62/para_4/lbl_b"><num>b) </num><p>45 allgemeine Stimmengewichte bei</p><blockList><item eId="art_62/para_4/lbl_b/bull_u1"><num>– </num><p>Beschlüssen nach Artikel 19 Absatz 3, die in Artikel 17 genannten Notstandsmassnahmen nicht in Kraft zu setzen;</p></item><item eId="art_62/para_4/lbl_b/bull_u2"><num>– </num><p>Beschlüssen nach Artikel 23 Absatz 3, die in Artikel 17 genannten Notstandsmassnahmen aufrechtzuerhalten;</p></item><item eId="art_62/para_4/lbl_b/bull_u3"><num>– </num><p>Beschlüssen nach Artikel 24, die in Artikel 17 genannten Notstandsmassnahmen ausser Kraft zu setzen.</p></item></blockList></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_62/para_5"><num>5.</num><content><p>Der Verwaltungsrat beschliesst einstimmig über die notwendige Erhöhung, Herabsetzung und Neuverteilung der in Absatz 2 bezeichneten Stimmengewichte sowie über Änderungen der in den Absätzen 3 und 4 festgelegten Abstimmungserfordernisse für den Fall,</p><blockList><item eId="art_62/para_5/bull_u1"><num>– </num><p>dass ein Staat diesem Übereinkommen nach Artikel 71 beitritt oder</p></item><item eId="art_62/para_5/bull_u2"><num>– </num><p>dass ein Staat nach Artikel 68 Absatz 2 oder Artikel 69 Absatz 2 von diesem Übereinkommen zurücktritt.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_62/para_6"><num>6.</num><content><p>Der Verwaltungsrat überprüft jährlich die Anzahl und Verteilung der in Absatz 2 festgelegten Stimmengewichte und beschliesst auf Grund dieser Prüfung einstimmig, ob diese Stimmengewichte erhöht oder herabgesetzt oder aber neu verteilt werden sollen oder beides, weil eine Änderung im Anteil eines Teilnehmerstaats am Gesamtölverbrauch eingetreten ist oder ein anderer Grund vorliegt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_62/para_7"><num>7.</num><content><p>Jede Änderung in Absatz 2, 3 oder 4 muss den Grundsätzen jener Absätze und des Absatzes 6 entsprechen.</p></content></paragraph></article></level><level eId="chap_IX/lvl_u7"><heading>Beziehungen zu anderen Rechtsträgern</heading><article eId="art_63"><num><b>Art. 63</b></num><paragraph eId="art_63/para"><content><p>Zur Erreichung der Ziele des Programms kann die Agentur zu Nichtteilnehmerstaaten, staatlichen oder nichtstaatlichen internationalen Organisationen, sonstigen Rechtsträgern und Einzelpersonen geeignete Beziehungen herstellen.</p></content></paragraph></article></level><level eId="chap_IX/lvl_u8"><heading>Finanzielle Regelungen</heading><article eId="art_64"><num><b>Art. 64</b></num><paragraph eId="art_64/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Kosten des Sekretariats und alle sonstigen allgemeinen Kosten werden auf alle Teilnehmerstaaten nach einem Beitragsschlüssel umgelegt, der nach den in der Anlage zu der «Entschliessung des OECD‑Rates über die Festsetzung des Schlüssels für die Beiträge der Mitgliedstaaten zum Haushalt der Organisation» vom 10. Dezember 1963 dargelegten Grundsätzen und Vorschriften ausgearbeitet wird. Nach dem ersten Jahr der Anwendung dieses Übereinkommens überprüft der Verwaltungsrat diesen Beitragsschlüssel und beschliesst einstimmig über etwaige angemessene Änderungen nach Artikel 73.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_64/para_2"><num>2.</num><content><p>Besondere Kosten, die im Zusammenhang mit den nach Artikel 65 ausgeübten Sondertätigkeiten entstehen, werden auf die an diesen Sondertätigkeiten beteiligten Teilnehmerstaaten in einem Verhältnis umgelegt, das einstimmig zwischen ihnen vereinbart wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_64/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Exekutivdirektor legt dem Verwaltungsrat nach Massgabe der von diesem angenommenen Finanzordnung bis zum 1. Oktober eines jeden Jahres einen Haushaltsplanentwurf vor, der den Personalbedarf umfasst. Der Verwaltungsrat nimmt den Haushaltsplan mit Stimmenmehrheit an.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_64/para_4"><num>4.</num><content><p>Der Verwaltungsrat fasst mit Stimmenmehrheit alle sonstigen notwendigen Beschlüsse über die Finanzverwaltung der Agentur.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_64/para_5"><num>5.</num><content><p>Das Rechnungsjahr beginnt am 1. Januar und endet am 31. Dezember eines jeden Jahres. Am Ende jedes Rechnungsjahrs werden Einnahmen und Ausgaben der Rechnungsprüfung unterworfen.</p></content></paragraph></article></level><level eId="chap_IX/lvl_u9"><heading>Sondertätigkeiten</heading><article eId="art_65"><num><b>Art. 65</b></num><paragraph eId="art_65/para_1"><num>1.</num><content><p>Zwei oder mehr Teilnehmerstaaten können beschliessen, im Rahmen dieses Übereinkommens Sondertätigkeiten auszuüben, die nicht unter die nach den Kapiteln 1 bis V von allen Teilnehmerstaaten auszuübenden Tätigkeiten fallen. Teilnehmerstaaten, die an diesen Sondertätigkeiten nicht teilzunehmen wünschen, beteiligen sich nicht an diesen Beschlüssen und werden durch sie nicht gebunden. Teilnehmerstaaten, die diese Tätigkeiten ausüben, halten den Verwaltungsrat darüber auf dem laufenden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_65/para_2"><num>2.</num><content><p>Für die Durchführung dieser Sondertätigkeiten können die betreffenden Teilnehmerstaaten andere Abstimmungsverfahren als die in den Artikeln 61 und 62 vorgesehenen vereinbaren.</p></content></paragraph></article></level><level eId="chap_IX/lvl_u10"><heading>Durchführung des Übereinkommens</heading><article eId="art_66"><num><b>Art. 66</b></num><paragraph eId="art_66/para"><content><p>Jeder Teilnehmerstaat trifft die erforderlichen Massnahmen – einschliesslich der erforderlichen gesetzgeberischen Massnahmen – zur Durchführung dieses Übereinkommens und der vom Verwaltungsrat gefassten Beschlüsse.</p></content></paragraph></article></level></chapter><chapter eId="chap_X"><num>Kapitel X </num><heading>Schlussbestimmungen</heading><article eId="art_67"><num><b>Art. 67</b></num><paragraph eId="art_67/para_1"><num>1.</num><content><p>Jeder Unterzeichnerstaat notifiziert der Regierung des Königreichs Belgien bis zum 1. Mai 1975, dass er, nachdem er seinen verfassungsrechtlichen Verfahren entsprochen hat, zustimmt, durch dieses Übereinkommen gebunden zu sein.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_67/para_2"><num>2.</num><content><p>Am zehnten Tag nach dem Tag, an dem mindestens sechs Staaten, die mindestens 60 Prozent der in Artikel 62 genannten kombinierten Stimmengewichte innehaben, eine Notifikation der Zustimmung, durch dieses Übereinkommen gebunden zu sein, oder ihre Beitrittsurkunde hinterlegt haben, tritt dieses Übereinkommen für diese Staaten in Kraft.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_67/para_3"><num>3.</num><content><p>Für jeden Unterzeichnerstaat, der seine Notifikation danach hinterlegt, tritt dieses Übereinkommen am zehnten Tag nach dem Tag der Hinterlegung in Kraft.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_67/para_4"><num>4.</num><content><p>Der Verwaltungsrat kann auf Ersuchen eines Unterzeichnerstaats mit Stimmenmehrheit beschliessen, die Frist für die Notifikation für diesen Staat über den 1. Mai 1975 hinaus zu verlängern.</p></content></paragraph></article><article eId="art_68"><num><b>Art. 68</b></num><paragraph eId="art_68/para_1"><num>1.</num><content><p>Ungeachtet des Artikels 67 wird dieses Übereinkommen von allen Unterzeichnerstaaten, soweit dies möglich und mit ihrer Gesetzgebung nicht unvereinbar ist, vom 18. November 1974 im Anschluss an die erste Sitzung des Verwaltungsrates an vorläufig angewendet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_68/para_2"><num>2.</num><content><p>Die vorläufige Anwendung dieses Übereinkommens dauert an</p><blockList><item eId="art_68/para_2/bull_u1"><num>– </num><p>bis zum Inkrafttreten des Übereinkommens für den betreffenden Staat nach Artikel 67,</p></item><item eId="art_68/para_2/bull_u2"><num>– </num><p>bis 60 Tage nach Eingang einer Notifikation bei der Regierung des Königreichs Belgien, dass der betreffende Staat nicht zustimmen wird, durch das Übereinkommen gebunden zu sein, oder</p></item><item eId="art_68/para_2/bull_u3"><num>– </num><p>bis zum Ablauf der in Artikel 67 genannten Frist für die Notifikation der Zustimmung durch den betreffenden Staat.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_69"><num><b>Art. 69</b></num><paragraph eId="art_69/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen bleibt vom Tag seines Inkrafttretens an zehn Jahre und danach weiterhin in Kraft, sofern und solange der Verwaltungsrat nicht mit Stimmenmehrheit die Beendigung des Übereinkommens beschliesst.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_69/para_2"><num>2.</num><content><p>Jeder Teilnehmerstaat kann die Anwendung dieses Übereinkommens frühestens drei Jahre nach dem ersten Tag der vorläufigen Anwendung des Übereinkommens für sich beenden, indem er der Regierung des Königsreichs Belgien unter Einhaltung einer Frist von zwölf Monaten eine schriftliche Kündigung übermittelt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_70"><num><b>Art. 70</b></num><paragraph eId="art_70/para_1"><num>1.</num><content><p>Jeder Staat kann im Zeitpunkt der Unterzeichnung, der in Artikel 67 vorgesehenen Notifikation der Zustimmung, gebunden zu sein, des Beitritts oder jederzeit danach durch eine an die Regierung des Königreichs Belgien gerichtete Notifikation erklären, dass dieses Übereinkommen auf alle oder einzelne Hoheitsgebiete, für deren internationale Beziehungen er verantwortlich ist, oder auf Hoheitsgebiete innerhalb seiner Grenzen Anwendung findet, für deren Ölversorgung er rechtlich verantwortlich ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_70/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede nach Absatz 1 abgegebene Erklärung kann in bezug auf jedes darin genannte Hoheitsgebiet nach Artikel 69 Absatz 2 zurückgenommen werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_71"><num><b>Art. 71</b></num><paragraph eId="art_71/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen steht für jedes Mitglied der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zum Beitritt offen, das in der Lage und bereit ist, den Erfordernissen des Programms gerecht zu werden. Der Verwaltungsrat beschliesst mit Stimmenmehrheit über jeden Antrag auf Beitritt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_71/para_2"><num>2.</num><content><p>Dieses Übereinkommen tritt für jeden Staat, dessen Antrag auf Beitritt stattgegeben wurde, am zehnten Tag nach Hinterlegung seiner Beitrittsurkunde bei der Regierung des Königreichs Belgien oder am Tag des Inkrafttretens des Übereinkommens nach Artikel 67 Absatz 2 in Kraft, je nachdem, welches der spätere Zeitpunkt ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_71/para_3"><num>3.</num><content><p>Bis zum 1. Mai 1975 kann der Beitritt vorläufig unter den in Artikel 68 dargelegten Bedingungen erfolgen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_72"><num><b>Art. 72</b></num><paragraph eId="art_72/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen steht für die Europäischen Gemeinschaften zum Beitritt offen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_72/para_2"><num>2.</num><content><p>Dieses Übereinkommen behindert nicht die weitere Durchführung der Verträge zur Gründung der Europäischen Gemeinschaften.</p></content></paragraph></article><article eId="art_73"><num><b>Art. 73</b></num><paragraph eId="art_73/para"><content><p>Der Verwaltungsrat kann dieses Übereinkommen jederzeit einstimmig ändern. Die Änderung tritt in einer Weise in Kraft, die der Verwaltungsrat einstimmig festlegt, wobei er dafür Sorge trägt, dass die Teilnehmerstaaten ihren verfassungsrechtlichen Verfahren entsprechen können.</p></content></paragraph></article><article eId="art_74"><num><b>Art. 74</b></num><paragraph eId="art_74/para"><content><p>Dieses Übereinkommen unterliegt nach dem 1. Mai 1980 einer allgemeinen Überprüfung.</p></content></paragraph></article><article eId="art_75"><num><b>Art. 75</b></num><paragraph eId="art_75/para"><content><p>Die Regierung des Königreichs Belgien notifiziert allen Teilnehmerstaaten die Hinterlegung jeder in Artikel 67 vorgesehenen Notifikation der Zustimmung, gebunden zu sein, und jeder Beitrittsurkunde, das Inkrafttreten dieses Übereinkommens oder jede Änderung desselben, jede Kündigung des Übereinkommens und den Eingang jeder sonstigen Erklärung oder Notifikation.</p></content></paragraph></article><article eId="art_76"><num><b>Art. 76</b></num><paragraph eId="art_76/para"><content><p>Die Urschrift dieses Übereinkommens, dessen deutscher, englischer und französischer Wortlaut gleichermassen verbindlich ist, wird bei der Regierung des Königreichs Belgien hinterlegt, diese übermittelt jedem anderen Teilnehmerstaat eine beglaubigte Abschrift.</p></content></paragraph></article></chapter><signature><p><i>Zu Urkund dessen</i> haben die hierzu von ihren Regierungen gehörig befugten Unterzeichneten dieses Übereinkommen unterschrieben.</p><p>Geschehen zu Paris am 18. November 1974.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">(Es folgen die Unterschriften)</p></signature></body><components><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1976/623_622_622/20240618/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1976/623_622_622/20240618"/><FRBRdate date="2024-06-18" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1974-11-18" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1976-01-19" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.730.1"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 18. November 1974 über ein Internationales Energieprogramm (mit Anlage)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord du 18 novembre 1974 relatif à un programme international de l'énergie (avec annexe)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo del 18 novembre 1974 istitutivo di un programma internazionale dell'energia (con All.)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1976/623_622_622/20240618/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1976/623_622_622/20240618/de"/><FRBRdate date="2024-06-18" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1974-11-18" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1976-01-19" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1976/623_622_622/20240618/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1976/623_622_622/20240618/de/xml"/><FRBRdate date="2024-06-18" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1974-11-18" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1976-01-19" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Anlage</block></container></preface><mainBody><level eId="annex_u1/lvl_u1"><heading>Notstandsreserven</heading><article eId="annex_u1/lvl_u1/art_1"><num><b>Art. 1</b></num><paragraph eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_1/listintro">Die gesamten Ölvorräte werden nach den OECD‑ und EWG<authorialNote><p> Europäische Wirtschaftsgemeinschaft</p></authorialNote>‑Definitionen gemessen, die wie folgt revidiert werden:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_1/lbl_A"><num>A. </num><p>Vorräte, die einbezogen werden: </p><p>Rohöl, Haupterzeugnisse und Halbfertigfabrikate, gelagert</p><blockList><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_1/lbl_A/bull_u1"><num>– </num><p>in Raffinerietanks</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_1/lbl_A/bull_u2"><num>– </num><p>in Umschlaglagern für nicht abgefülltes Öl</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_1/lbl_A/bull_u3"><num>– </num><p>in Tanklagern an Rohrleitungen</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_1/lbl_A/bull_u4"><num>– </num><p>in Leichtern</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_1/lbl_A/bull_u5"><num>– </num><p>in Küstentankschiffen</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_1/lbl_A/bull_u6"><num>– </num><p>in im Hafen liegenden Öltankschiffen</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_1/lbl_A/bull_u7"><num>– </num><p>in Bunkern für Binnenschiffe</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_1/lbl_A/bull_u8"><num>– </num><p>als Tankbodenbestand</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_1/lbl_A/bull_u9"><num>– </num><p>in Betriebsvorräten</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_1/lbl_A/bull_u10"><num>– </num><p>von Grossverbrauchern auf Grund gesetzlicher Vorschriften oder anderweitig unter staatlicher Kontrolle.</p></item></blockList></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_1/lbl_B"><num>B. </num><blockList><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_1/lbl_B/listintro">Vorräte, die nicht einbezogen werden:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_1/lbl_B/lbl_a"><num>a) </num><p>noch nicht gefördertes Rohöl</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_1/lbl_B/lbl_b"><num>b) </num><p>Rohöl, Haupterzeugnisse und Halbfertigfabrikate, gelagert</p><blockList><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_1/lbl_B/lbl_b/bull_u1"><num>– </num><p>in Rohrleitungen</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_1/lbl_B/lbl_b/bull_u2"><num>– </num><p>in Schienentankwagen</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_1/lbl_B/lbl_b/bull_u3"><num>– </num><p>in Tanklastwagen</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_1/lbl_B/lbl_b/bull_u4"><num>– </num><p>in Bunkern für Seeschiffe</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_1/lbl_B/lbl_b/bull_u5"><num>– </num><p>bei Tankstellen und im Einzelhandel</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_1/lbl_B/lbl_b/bull_u6"><num>– </num><p>von sonstigen Verbrauchern</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_1/lbl_B/lbl_b/bull_u7"><num>– </num><p>in Tankschiffen auf See</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_1/lbl_B/lbl_b/bull_u8"><num>– </num><p>als militärische Vorräte</p></item></blockList></item></blockList></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Teil der Ölvorräte, der auf die Pflicht‑Notstandsreserven eines jeden Teilnehmerstaats angerechnet werden kann, entspricht seinen gesamten Ölvorräten auf Grund der obigen Definition abzüglich derjenigen Vorräte, die nach technischer Feststellung selbst im ernstesten Notstand absolut nicht verfügbar sind. Die Ständige Gruppe für Notstandsfragen prüft dieses Konzept und berichtet über Kriterien zur Messung absolut nicht verfügbarer Vorräte.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_3"><num>3.</num><content><p>Bis zur Beschlussfassung in dieser Angelegenheit zieht jeder Teilnehmerstaat bei der Messung seiner Notstandsreserven 10 Prozent von seinen Gesamtvorräten ab.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Ständige Gruppe für Notstandsfragen prüft und berichtet dem Geschäftsführenden Ausschuss über</p><blockList><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_4/lbl_a"><num>a) </num><p>die Modalitäten der Einbeziehung von Naphtha, das nicht als Motoren‑ und Flugbenzin verwendet wird, in den Verbrauch, nach dem die Vorräte gemessen werden;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_4/lbl_b"><num>b) </num><p>die Möglichkeit der Schaffung gemeinsamer Vorschriften für die Behandlung von Bunkerbeständen für die Seeschiffahrt im Notstand und der Einbeziehung dieser Bunkerbestände in den Verbrauch, nach dem die Vorräte gemessen werden;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_4/lbl_c"><num>c) </num><p>die Möglichkeit der Schaffung gemeinsamer Vorschriften für die Drosselung der Nachfrage bei Bunkerbeständen für Flugzwecke;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_4/lbl_d"><num>d) </num><p>die Möglichkeit, einen Teil der im Zeitpunkt der Inkraftsetzung von Notstandsmassnahmen auf See befindlichen Ölmenge auf die Pflicht‑Notstandsreserven anzurechnen;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_1/para_4/lbl_e"><num>e) </num><p>die Möglichkeit, durch Einsparungen im Verteilungssystem die in einem Notstand verfügbaren Vorräte zu vergrössern.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/lvl_u1/art_2"><num><b>Art. 2</b></num><paragraph eId="annex_u1/lvl_u1/art_2/para_1"><num>1.</num><content><p>Als Kapazität der Umstellung auf andere Energieträger wird der normale Ölverbrauch bezeichnet, der im Notstand durch andere Energieträger ersetzt werden kann, unter der Voraussetzung, dass diese Kapazität im Notstand staatlicher Kontrolle unterliegt, innerhalb eines Monats in Betrieb genommen werden kann und dass sichere Vorräte an alternativen Energieträgern verwendungsfähig zur Verfügung stehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/lvl_u1/art_2/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Vorrat an alternativen Energieträgern wird in Öleinheiten ausgedrückt.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/lvl_u1/art_2/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Vorräte an alternativen Energieträgern, die für Zwecke der Umstellung auf andere Energieträger bereitgehalten werden, können auf die Pflicht‑Notstandsreserven angerechnet werden, soweit sie während des Selbstversorgungszeitraums verwendet werden können.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/lvl_u1/art_2/para_4"><num>4.</num><content><p>Die bereitgehaltene zusätzliche Produktion eines alternativen Energieträgers, die für Zwecke der Umstellung auf andere Energieträger bestimmt ist, wird vorbehaltlich des Artikels 4 dieser Anlage auf die Pflicht‑Notstandsreserven auf derselben Grundlage angerechnet wie die bereitgehaltene zusätzliche Ölförderung.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/lvl_u1/art_2/para_5"><num>5.</num><content><p>Die Ständige Gruppe für Notstandsfragen prüft und berichtet dem Geschäftsführenden Ausschuss über</p><blockList><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_2/para_5/lbl_a"><num>a) </num><p>die Angemessenheit der in Absatz 1 genannten Frist von einem Monat,</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_2/para_5/lbl_b"><num>b) </num><p>die Berechnungsbasis für die Kapazität der Umstellung auf andere Energieträger auf der Grundlage der Vorräte an alternativen Energieträgern vorbehaltlich des Absatzes 3.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/lvl_u1/art_3"><num><b>Art. 3</b></num><paragraph eId="annex_u1/lvl_u1/art_3/para"><content><p>Ein Teilnehmerstaat kann die in einem anderen Staat unterhaltenen Ölvorräte auf seine Pflicht‑Notstandsreserven anrechnen, sofern die Regierung dieses anderen Staates mit der Regierung des Teilnehmerstaats ein Abkommen geschlossen hat, dass sie die Beförderung dieser Vorräte in den Teilnehmerstaat in einem Notstand nicht behindern wird.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/lvl_u1/art_4"><num><b>Art. 4</b></num><paragraph eId="annex_u1/lvl_u1/art_4/para_1"><num>1.</num><content><p>Als bereitgehaltene zusätzliche Ölförderung wird die potentielle Ölförderung eines Teilnehmerstaats bezeichnet, die über die normale Ölförderung innerhalb seines Hoheitsbereichs hinausgeht und die</p><blockList><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_4/para_1/bull_u1"><num>– </num><p>staatlicher Kontrolle unterliegt und</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_4/para_1/bull_u2"><num>– </num><p>im Notstand innerhalb des Selbstversorgungszeitraums in Betrieb genommen werden kann.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/lvl_u1/art_4/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Ständige Gruppe für Notstandsfragen prüft und berichtet dem Geschäftsführenden Ausschuss über</p><blockList><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_4/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>die Konzeption und Methoden zur Messung der in Absatz 1 genannten bereitgehaltenen zusätzlichen Ölförderung,</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_4/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>die Angemessenheit des «Selbstversorgungszeitraums» als Frist,</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/art_4/para_2/lbl_c"><num>c) </num><p>die Frage, ob eine bestimmte Menge der bereitgehaltenen zusätzlichen Ölförderung für die Zwecke der Selbstversorgung im Notstand wertvoller ist als die gleiche Menge an Ölvorräten, den Umfang einer möglichen Anrechnung der bereitgehaltenen zusätzlichen Ölförderung und die Methode ihrer Berechnung.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/lvl_u1/art_5"><num><b>Art. 5</b></num><paragraph eId="annex_u1/lvl_u1/art_5/para"><content><p>Die einem Teilnehmerstaat innerhalb des Hoheitsbereichs eines anderen Staates zur Verfügung stehende bereitgehaltene zusätzliche Ölförderung kann vorbehaltlich des Artikels 4 dieser Anlage auf seine Pflicht‑Notstandsreserven auf derselben Grundlage angerechnet werden wie die innerhalb des eigenen Hoheitsbereichs bereitgehaltene zusätzliche Ölförderung, sofern die Regierung dieses anderen Staates mit der Regierung des Teilnehmerstaats ein Abkommen geschlossen hat, dass sie die Lieferung von Öl aus dieser bereitgehaltenen zusätzlichen Kapazität in den Teilnehmerstaat in einem Notstand nicht behindern wird.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/lvl_u1/art_6"><num><b>Art. 6</b></num><paragraph eId="annex_u1/lvl_u1/art_6/para"><content><p>Die Ständige Gruppe für Notstandsfragen prüft und berichtet dem Geschäftsführenden Ausschuss über die Möglichkeiten der Anrechnung von langfristigen Investitionen, die zur Verringerung der Abhängigkeit eines Teilnehmerstaats von Öleinfuhren führen, auf die in Artikel 2 Absatz 2 des Übereinkommens vorgesehenen Pflicht-Notstandsreserven des Teilnehmerstaats.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/lvl_u1/art_7"><num><b>Art. 7</b></num><paragraph eId="annex_u1/lvl_u1/art_7/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Ständige Gruppe für Notstandsfragen prüft und berichtet dem Geschäftsführenden Ausschuss über den in Artikel 2 Absatz 1 des Übereinkommens vorgesehenen Bezugszeitraum, wobei sie insbesondere Faktoren wie Wachstum, jahreszeitliche Verbrauchsschwankungen und konjunkturelle Änderungen berücksichtigt.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/lvl_u1/art_7/para_2"><num>2.</num><content><p>Beschlüsse des Verwaltungsrats zur Änderung der Definition des in Absatz 1 genannten Bezugszeitraums bedürfen der Einstimmigkeit.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/lvl_u1/art_8"><num><b>Art. 8</b></num><paragraph eId="annex_u1/lvl_u1/art_8/para"><content><p>Die Ständige Gruppe für Notstandsfragen prüft und berichtet dem Geschäftsführenden Ausschuss über alle Elemente der Kapitel I bis IV des Übereinkommens, um mögliche mathematische und statistische Anomalien zu beseitigen.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/lvl_u1/art_9"><num><b>Art. 9</b></num><paragraph eId="annex_u1/lvl_u1/art_9/para"><content><p>Die Berichte der Ständigen Gruppe für Notstandsfragen über die in dieser Anlage genannten Angelegenheiten werden dem Geschäftsführenden Ausschuss bis zum 1. April 1975 vorgelegt. Der Geschäftsführende Ausschuss unterbreitet dem Verwaltungsrat gegebenenfalls Vorschläge; dieser beschliesst darüber bis zum 1. Juli 1975 mit Stimmenmehrheit, sofern nicht Artikel 7 Absatz 2 dieser Anlage etwas anderes bestimmt.</p></content></paragraph></article></level></mainBody></doc></component><component eId="scope_u1"><doc name="scope"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1976/623_622_622/20240618/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1976/623_622_622/20240618"/><FRBRdate date="2024-06-18" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1974-11-18" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1976-01-19" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.730.1"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 18. November 1974 über ein Internationales Energieprogramm (mit Anlage)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord du 18 novembre 1974 relatif à un programme international de l'énergie (avec annexe)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo del 18 novembre 1974 istitutivo di un programma internazionale dell'energia (con All.)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1976/623_622_622/20240618/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1976/623_622_622/20240618/de"/><FRBRdate date="2024-06-18" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1974-11-18" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1976-01-19" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1976/623_622_622/20240618/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1976/623_622_622/20240618/de/xml"/><FRBRdate date="2024-06-18" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1974-11-18" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1976-01-19" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Geltungsbereich am 18. Juni 2024<inline name="man-font-weight-normal"><authorialNote><p>  <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1976/623_622_622" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1976</b> 623</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1977/2153_2153_2153" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>1977</b> 2153</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1980/378_378_378" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>1980</b> 378</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1983/152_152_152" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>1983</b> 152</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2002/659" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2002</b> 4104</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2008/164" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2008</b> 667</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2011/499" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2011</b> 3613</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2017/486" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2017</b> 4077</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2020/605" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2020</b> 3483</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2024/292" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2024</b> 292</ref>. Eine aktualisierte Fassung des Geltungsbereichs ist auf der Publikationsplattform des Bundesrechts «Fedlex» unter folgender Adresse veröffentlicht: <ref href="https://www.fedlex.admin.ch/de/treaty">www.fedlex.admin.ch/de/treaty</ref>.</p></authorialNote></inline></block></container></preface><mainBody><table border="1"><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Vertragsstaaten</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Ratifikation</p><p>Beitritt (B)</p><p>Unterzeichnet ohne Ratifikationsvorbehalt (U)</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Inkrafttreten</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><td><p>Australien</p></td><td><p>17. Mai</p></td><td><p>1979 B</p></td><td><p>27. Mai</p></td><td><p>1979</p></td></tr><tr><td><p>Belgien</p></td><td><p>29. Juli</p></td><td><p>1976</p></td><td><p>  8. August</p></td><td><p>1976</p></td></tr><tr><td><p>Dänemark</p></td><td><p>19. Juni</p></td><td><p>1975</p></td><td><p>19. Januar</p></td><td><p>1976</p></td></tr><tr><td><p>Deutschland</p></td><td><p>20. Oktober</p></td><td><p>1975</p></td><td><p>19. Januar</p></td><td><p>1976</p></td></tr><tr><td><p>Estland</p></td><td><p>29. April</p></td><td><p>2014 B</p></td><td><p>9. Mai</p></td><td><p>2014</p></td></tr><tr><td><p>Finnland</p></td><td><p>22. Dezember</p></td><td><p>1991 B</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>1992</p></td></tr><tr><td><p>Frankreich</p></td><td><p>28. Juli</p></td><td><p>1992 B</p></td><td><p>  7. August</p></td><td><p>1992</p></td></tr><tr><td><p>Griechenland</p></td><td><p>15. Juli</p></td><td><p>1977 B</p></td><td><p>25. Juli</p></td><td><p>1977</p></td></tr><tr><td><p>Irland</p></td><td><p>28. Juli</p></td><td><p>1975</p></td><td><p>19. Januar</p></td><td><p>1976</p></td></tr><tr><td><p>Italien</p></td><td><p>  3. Februar</p></td><td><p>1978</p></td><td><p>13. Februar</p></td><td><p>1978</p></td></tr><tr><td><p>Japan</p></td><td><p>18. November</p></td><td><p>1974 U</p></td><td><p>19. Januar</p></td><td><p>1976</p></td></tr><tr><td><p>Kanada</p></td><td><p>17. Dezember</p></td><td><p>1975</p></td><td><p>19. Januar</p></td><td><p>1976</p></td></tr><tr><td><p>Korea (Süd-)</p></td><td><p>18. März</p></td><td><p>2002 B</p></td><td><p>28. März</p></td><td><p>2002</p></td></tr><tr><td><p>Litauen</p></td><td><p>10. Februar</p></td><td><p>2022 B</p></td><td><p>20. Februar</p></td><td><p>2022</p></td></tr><tr><td><p>Luxemburg</p></td><td><p>24. April</p></td><td><p>1975</p></td><td><p>19. Januar</p></td><td><p>1976</p></td></tr><tr><td><p>Mexiko</p></td><td><p>  7. Februar</p></td><td><p>2018 B</p></td><td><p>17. Februar</p></td><td><p>2018</p></td></tr><tr><td><p>Neuseeland</p></td><td><p>29. Dezember</p></td><td><p>1976 B</p></td><td><p>  8. Januar</p></td><td><p>1977</p></td></tr><tr><td><p>Niederlande* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>30. März</p></td><td><p>1976</p></td><td><p>  9. April</p></td><td><p>1976</p></td></tr><tr><td><p>Österreich*</p></td><td><p>30. Juni</p></td><td><p>1976</p></td><td><p>10. Juli</p></td><td><p>1976</p></td></tr><tr><td><p>Polen</p></td><td><p>15. September</p></td><td><p>2008 B</p></td><td><p>25. September</p></td><td><p>2008</p></td></tr><tr><td><p>Portugal</p></td><td><p>29. Juni</p></td><td><p>1981 B</p></td><td><p>  9. Juli</p></td><td><p>1981</p></td></tr><tr><td><p>Schweden*</p></td><td><p>18. Dezember</p></td><td><p>1975</p></td><td><p>19. Januar</p></td><td><p>1976</p></td></tr><tr><td><p>Schweiz*</p></td><td><p>  8. Dezember</p></td><td><p>1975</p></td><td><p>19. Januar</p></td><td><p>1976</p></td></tr><tr><td><p>Slowakei</p></td><td><p>20. November</p></td><td><p>2007 B</p></td><td><p>30. November</p></td><td><p>2007</p></td></tr><tr><td><p>Spanien</p></td><td><p>17. November</p></td><td><p>1975</p></td><td><p>19. Januar</p></td><td><p>1976</p></td></tr><tr><td><p>Tschechische Republik</p></td><td><p>26. Januar</p></td><td><p>2001 B</p></td><td><p>  5. Februar</p></td><td><p>2001</p></td></tr><tr><td><p>Türkei</p></td><td><p>24. April</p></td><td><p>1981</p></td><td><p>  4. Mai</p></td><td><p>1981</p></td></tr><tr><td><p>Ungarn</p></td><td><p>23. Mai</p></td><td><p>1997 B</p></td><td><p>  2. Juni</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>Vereinigte Staaten</p></td><td><p>  9. Januar</p></td><td><p>1976</p></td><td><p>19. Januar</p></td><td><p>1976</p></td></tr><tr><td/><td/><td/><td/><td/></tr><tr><td/><td/><td/><td/><td/></tr><tr><td/><td/><td/><td/><td/></tr><tr><td/><td/><td/><td/><td/></tr><tr><td/><td/><td/><td/><td/></tr><tr><td/><td/><td/><td/><td/></tr><tr><td/><td/><td/><td/><td/></tr><tr><td/><td/><td/><td/><td/></tr><tr><td><p>Vereinigtes Königreich</p></td><td><p>30. Oktober</p></td><td><p>1975</p></td><td><p>19. Januar</p></td><td><p>1976</p></td></tr><tr><td><blockList><item><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>Guernsey</p></item></blockList></td><td><p>15. Februar</p></td><td><p>1980</p></td><td><p>15. Februar</p></td><td><p>1980</p></td></tr><tr><td><blockList><item><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>Insel Man</p></item></blockList></td><td><p>15. Februar</p></td><td><p>1980</p></td><td><p>15. Februar</p></td><td><p>1980</p></td></tr><tr><td/><td/><td/><td/><td/></tr><tr><td colspan="5"><blockList><item><num>* </num><p>Vorbehalte und Erklärungen.</p></item><item><num/><p>Die Vorbehalte und Erklärungen werden in der AS nicht veröffentlicht, mit Ausnahme jener der Schweiz. Die französischen und englischen Texte können auf der Internetseite des Europarates: www.coe.int &gt; Deutsch &gt; Mehr &gt; Vertragsbüro &gt; Gesamtverzeichnis eingesehen oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern, bezogen werden.</p></item></blockList></td></tr><tr><td colspan="5"><blockList><item><num><sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup> </num><p>Für das Königreich in Europa.</p></item></blockList></td></tr></table></mainBody></doc></component><component eId="decl_u2"><doc name="declaration"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1976/623_622_622/20240618/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1976/623_622_622/20240618"/><FRBRdate date="2024-06-18" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1974-11-18" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1976-01-19" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.730.1"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 18. November 1974 über ein Internationales Energieprogramm (mit Anlage)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord du 18 novembre 1974 relatif à un programme international de l'énergie (avec annexe)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo del 18 novembre 1974 istitutivo di un programma internazionale dell'energia (con All.)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1976/623_622_622/20240618/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1976/623_622_622/20240618/de"/><FRBRdate date="2024-06-18" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1974-11-18" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1976-01-19" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1976/623_622_622/20240618/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1976/623_622_622/20240618/de/xml"/><FRBRdate date="2024-06-18" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1974-11-18" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1976-01-19" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Erklärungen</block></container></preface><mainBody><p>Schweiz</p><p>Bei der Vertragsunterzeichnung gab der schweizerische Vertreter die folgende Erklärung ab:</p><p>Die Mitwirkung der Schweiz in der Internationalen Energieagentur erfolgt im Einklang mit ihrer traditionellen Politik. Die schweizerische Regierung erklärt, dass die Schweiz durch ihren Beitritt zum Übereinkommen über ein Internationales Energieprogramm keine Verpflichtungen eingeht, die mit ihrer immerwährenden Neutralität unvereinbar wären und dass ihre Beteiligung sie nicht daran hindern wird, so zu handeln, wie sie es als angezeigt erachtet, um ihre Neutralität zu wahren.</p><p>Das Fürstentum Liechtenstein bildet gemäss dem Vertrag vom 29. März 1923<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/39/551_565_576" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.631.112.514</b></ref></p></authorialNote> mit der Schweizerischen Eidgenossenschaft eine Zollunion. Die Bestimmungen der Kapitel I–VI des Übereinkommens über ein Internationales Energieprogramm haben auf Grund dieses Vertrages und besonderer Vereinbarungen zwischen der Schweiz und Liechtenstein solange Geltung für das Fürstentum, als dieses durch einen Zollunionsvertrag mit der Schweiz verbunden ist.</p></mainBody></doc></component></components></act></akomaNtoso>