A bteilung I A -1757/2006 {T 0/2} U rteil vom 21. Juni 2007 M itw irkung: R ichter M arkus M etz (Vorsitz), Thom as Stadelm ann (Kam m erpräsident), M ichael Beusch. G erichtsschreiberin Sonja Bossart. X._______ A G , ..., Beschw erdeführerin, gegen O berzolldirektion (O ZD ), H auptabteilung R echt und Abgaben, M onbijoustrasse 40, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Zollkontingent, Identität des Im porteurs, nachträgliche B erichtigung der Einfuhrdeklaration. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie X., ..., bezw eckt gem äss ihrem H andelsregistereintrag die D urchführung internationaler Transporte und unternim m t die dam it zusam m enhängenden G eschäfte. B. Am 21. D ezem ber 2005 bestellte die Y., ..., bei der K. in ... unter anderem netto 1'917 kg R indergulasch. Auf der Bestellung gab die Y. als "Em pfänger der R echnung und D okum ente" die Z., ..., als Em pfänger des G ulaschs und Zahler die Y., ..., und als Lieferadresse die Y., ..., an. D ie Z. ist im Besitz der G enerellen Einfuhrbew illigung (G EB) N r. .... C . Am 23. D ezem ber 2005 erteilte die Y. der X. (Spediteurin) den Auftrag für die Im portverzollung m it der Bem erkung, die D okum ente seien w egen des Kontingents auf die Z. ausgestellt. W eiter w urde (unter sonstige Bem erkungen) festgehalten, bei Ankunft sei die Z. zu orientieren. Als W arenem pfänger w urde w ieder die Y., ..., bezeichnet. Sie legte eine "Bestätigung G EB-N r. ..." der Z. an die X. bei, in w elcher die Z. bestätigte, für die fragliche Einfuhr noch über genügend Zollkontingent für R indfleisch in Konserven zu verfügen. Auf der Packing List vom 23. D ezem ber 2005 (ausgestellt von der K.) sow ie auf der vom Zollam t ... am 28. D ezem ber 2005 abgestem pelten R echnung N r. ... m it D atum vom 23. D ezem ber 2005 der K. erscheinen die Y. als Käuferin bzw . als Kundin und die Z. als Im porteurin der W are. Am 3. Januar 2006 gab die Y. den Bankauftrag, die "R echnung ... Z. ... zu G unsten der K. zu bezahlen. D . In der Einfuhrdeklaration (N r. ...) vom 27. D ezem ber 2005 w urde sow ohl als Em pfängerin der W are als auch als Im porteurin (durch den Verm erk "dito") die Y. genannt. D ie X. figurierte als Spediteurin. G leichzeitig w urde unter der R ubrik Bew illigungen die G EB-N r. ... der Z. aufgenom m en. D iese Angaben übernahm die Zollverw altung auf dem Einfuhrzoll-/M W St- Ausw eis und in der Einfuhrliste vom 27. D ezem ber 2005. Am 28. D ezem ber 2005 erliess das Zollam t ... an die Y. ein Bordereau der Abgaben (N r. ...) über einen Zollbetrag von Fr. 3'183.75 und M ehrw ertsteuern von Fr. 2'574.40. E. Von der Y. am 2. Februar 2006 auf den Fehler aufm erksam gem acht, stellte die X. m it Schreiben vom 7. Februar 2006 dem Zollam t ... das G esuch, beim M W ST-Beleg N r. ... die zw eite Position auf Z. abzuändern. F. D ie Zollkreisdirektion ... orientierte die X. am 17. Februar 2006 darüber, dass eine Änderung des Verzollungsantrages nur m it einer Beschw erde gegen die definitive Abfertigung erfolgen könne, w esw egen das G esuch als Beschw erde behandelt w erde. W eiter w urde erläutert, dass dem Begehren um Änderung des Verzollungsantrages nur stattgegeben w erden könne, w enn einw andfrei nachgew iesen w erde, w er der tatsächliche Im porteur der betreffenden Sendung w ar. Als Im porteur gelte, w er die 3 W are ins Zollinland einführe oder auf seine R echnung einführen lasse. D ie vorliegende R echnung sei nachträglich korrigiert w orden und könne deshalb nicht anerkannt w erden. Zudem w urde die X. aufgefordert, w eitere Belege einzureichen, dam it dass Begehren in voller Kenntnis der Sachlage beurteilt w erden könne. G . D ie Zollkreisdirektion w ies die Beschw erde m it Entscheid vom 2. M ärz 2006 ab. Zur Begründung brachte sie im W esentlichen vor, das nachträgliche Ausstellen der R echnung auf den Im porteur Z. könne nur anerkannt w erden, w enn dieser Verm erk auch den tatsächlichen Begebenheiten bei der Einfuhr entsprochen habe. D ieser N achw eis sei nicht beigebracht w orden. Insbesondere sei die R echnung inklusive Zahlungsnachw eis vom geltend gem achten Im porteur an den Em pfänger nicht beigebracht w orden. H . G egen diesen Entscheid reichte die X. am 14. M ärz 2006 Beschw erde bei der Eidgenössischen O berzolldirektion (O ZD ) ein m it der Begründung, der Im porteur der fraglichen Sendung sei die Z., die auch das entsprechende Kontingent gehabt habe. Es sei ein Fehler der Beschw erdeführerin, dass die Sendung falsch verzollt w orden sei. D ie Zollkreisdirektion ... liess sich am 27. April 2006 vernehm en. Im Schreiben vom 16. Juni 2006 an die X. erläuterte die O ZD , dass die R echnung vom 23. D ezem ber 2005 nachträglich auf die Z. abgeändert w orden sei. D iese R echnung entspreche jedoch nicht den tatsächlichen Begebenheiten bei der Einfuhr. Am 21. Septem ber 2006 w ies die O ZD die Beschw erde ab. D ie Einfuhrdeklaration sei verbindlich und eine Berichtigung sei nur m öglich, w enn der Zollpflichtige den Bew eis für die R ichtigkeit seiner Behauptungen erbringen könne. Tatsächlicher Im porteur sei aufgrund der U nterlagen die Y. Es gehe aus den Bew eism itteln nicht hervor, dass die Z. m it dem Kauf der W are etw as zu tun habe. Sie könne auch nicht als Zw ischenhändler bezeichnet w erden, da sie die W are w eder im Ausland bestellt habe, noch ein Verkauf der W are von der Z. an die Y. stattgefunden habe. I. G egen den Entscheid der O ZD reicht die X. (Beschw erdeführerin) am 16. O ktober 2006 Beschw erde bei der Eidgenössischen Zollrekurskom m ission (ZR K) ein. Sie vertritt w iederum , dass die Z. als Im porteurin anzusehen sei und legt den Sachverhalt noch einm al dar. Insbesondere führt sie aus, die Y. habe die W are bei der Firm a K. im Auftrage der Z. bestellt und der K. das R indergulasch im N am en der Z. bezahlt. D ie Z. und die Y. (bzw . ein Teil) gehörten der selben Person. D ie R echnung seitens der Firm a Z. w erde erst nach der Abrechnung der Zoll- und M ehrw ertsteuer ausgestellt. D ann w erde sie seitens Endabnehm er Y. auch bezahlt. J. D ie O ZD stellt in ihrer Vernehm lassung vom 19. Januar 2007 den Antrag, die Beschw erde abzuw eisen. Sie w iederholt im W esentlichen, die Y. habe das R indergulasch bestellt, geliefert erhalten und bezahlt; sie sei dam it nach geltendem R echt Em pfängerin und Im porteurin. K. M it Schreiben vom 31. Januar 2007 teilt das Bundesverw altungsgericht 4 den Parteien m it, dass es das hängige Beschw erdeverfahren übernom m en habe. L. Auf die Aufforderung des Bundesverw altungsgerichts vom 27. Februar 2007 an beide Parteien bzw . nochm als vom 5. April 2007 an die O ZD , sich zur Frage des ursprünglichen Verfügungsadressaten bzw . zur Eintretensvoraussetzung der Beschw erdelegitim ation der Beschw erdeführerin zu äussern, legt die Y. m it Eingabe vom 27. M ärz 2007 unter anderem dar, Verfügungsadressatin sei sie selbst gew esen. D ie O ZD ihrerseits stellt in ihrer Eingabe vom 17. April 2007 ebenfalls klar, dass Adressat der ursprünglichen Verfügung (sprich der Einfuhrquittung N r. ...) die Y. gew esen sei. D ie Beschw erdeführerin sei aber als Beauftragte der Y. und als Zollpflichtige ebenfalls durch diese ursprüngliche Verfügung besonders berührt und dem nach ebenfalls zur Beschw erde berechtigt. D ie Y. habe darauf verzichtet als Beschw erdeführerin aufzutreten und die Beschw erdeführung an ihren Spediteur, die Beschw erdeführerin, übertragen. D iese H andlungsw eise sei im Verzollungsgeschäft üblich. M . Auf die w eitere Begründung der Eingaben w ird, sow eit entscheidw esentlich, im R ahm en der nachfolgenden Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D ie angefochtene Verfügung unterliegt ab 1. Januar 2007 der Beschw erde an und der Beurteilung durch das Bundesverw altungsgericht (Art. 31 bzw . 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht [Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 173.32]; Art. 109 Abs. 1 Bst. c des Zollgesetzes vom 1. O ktober 1925 [aZG , BS 6 465; AS 1973 644, 1995 1816, 1996 3371 Anhang 2 Ziff. 2]). D ie Beurteilung erfolgt nach Art. 53 Abs. 2 VG G nach dem neuen Verfahrensrecht bzw . dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021). Am 1. M ai 2007 ist das neue Zollgesetz vom 18. M ärz 2005 (ZG , SR 631.0) in Kraft getreten. N ach Art. 132 Abs. 1 ZG w erden Zollverfahren, die bei Inkrafttreten des neuen R echts hängig sind, nach altem R echt abgeschlossen. D er zu beurteilende Sachverhalt bezieht sich auf Einfuhren aus dem Jahre 2005; auf das vorliegende Verfahren finden deshab die Vorschriften des alten R echts Anw endung. 1.2 D ie Beschw erde erfolgte seinerzeit form - und fristgerecht an die ZR K. D ie Beschw erdeführerin w ar nicht ursprüngliche Verfügungsadressatin und es handelt sich vorliegend um eine sog. D rittbeschw erde. D ie Beschw erdeführerin hat aber vor der Vorinstanz am Beschw erdeverfahren als Partei (ebenfalls als Beschw erdeführerin) teilgenom m en (Art. 48 Abs. 1 Bst. a Vw VG ; vgl. Botschaft zur Totalrevision der Bundesrechtspflege vom 28. Februar 2001, BBl 2001 4202 ff., 4329). Entscheidend ist, dass sie als 5 Zollm eldepflichtige (vgl. Art. 9 Abs. 1 aZG ) und als m it der Y. für die geschuldeten Abgaben solidarisch haftende Zollzahlungspflichtige (vgl. Art. 13 Abs. 1 aZG ) durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein unm ittelbares, eigenes und selbständiges schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (Art. 48 Abs. 1 Bst. b und c Vw VG ; siehe zur D rittbeschw erde auch AN D R É M O SE R , in André M oser/Peter U ebersax, Prozessieren vor eidgenössischen R ekurskom m issionen, Basel und Frankfurt am M ain 1998, R z. 2.27). Sie ist dam it als zur Anfechtung befugt. 1.3 D as Bundesverw altungsgericht kann den angefochtenen Entscheid grundsätzlich in vollem U m fang überprüfen. D ie Beschw erdeführerin kann neben der Verletzung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a Vw VG ) und der unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes (Art. 49 Bst. b Vw VG ) auch die R üge der U nangem essen- heit erheben (Art. 49 Bst. c Vw VG ; vgl. M O SER , a.a.O ., R z. 2.59 ff.). Im Verw altungsbeschw erdeverfahren gilt die U ntersuchungsm axim e, w onach der Sachverhalt von Am tes w egen festzustellen ist (Art. 12 Vw VG ; vgl. zum G anzen: U LR IC H H ÄFELIN /G EO R G M Ü LLE R /FELIX U H LM AN N , Allgem eines Verw altungsrecht, 5. Auflage, Zürich 2006, R z. 1623 ff. und 1758 f.; ALFR ED KÖ LZ, Prozessm axim en im schw eizerischen Verw altungsprozess, Zürich 1974, S. 93 ff.) und der G rundsatz der R echtsanw endung von Am tes w egen (Art. 62 Abs. 4 Vw VG ). D as Bundesverw altungsgericht ist verpflichtet, auf den festgestellten Sachverhalt die richtige R echtsnorm anzuw enden (H ÄFELIN /M Ü LLE R /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 1632). N ach dem G rundsatz der freien Bew eisw ürdigung bildet sich das Bundesverw altungs- gericht unvoreingenom m en, gew issenhaft und sorgfältig die M einung darüber, ob der zu bew eisende Sachum stand als w ahr zu gelten hat (M O SER , a.a.O ., R z. 3.71). D er G rundsatz der freien Bew eisw ürdigung gilt grundsätzlich für das gesam te öffentliche Verfahrensrecht, so auch für das Zollverfahren (vgl. allerdings den Vorbehalt von Art. 3 Bst. e Vw VG für die Zollabfertigung), nam entlich das verw altungsinterne Beschw erdeverfahren und für das Beschw erdeverfahren (vgl. auch Entscheid der ZR K vom 5. Februar 2003, veröffentlicht in Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 67.76, E. 2c). 2. 2.1 N ach Art. 1 aZG hat, w er die Zollgrenze überschreitet oder W aren über die Zollgrenzen befördert, die Vorschriften der Zollgesetzgebung zu befolgen. D ie Zollpflicht um fasst die Befolgung der Vorschriften für den Verkehr über die G renze (Zollpflicht) und die Entrichtung der gesetzlichen Abgaben (Zollzahlungspflicht). D er Zollm eldepflicht unterliegt nach Art. 9 Abs. 1 aZG , w er eine W are über die G renze bringt, sow ie der Auftraggeber. Zollzahlungspflichtig sind nach Art. 13 aZG die in Art. 9 aZG genannten Personen, sow ie diejenigen, für deren R echnung die W aren eingeführt oder ausgeführt w orden sind. Für die unter Zollkontrolle gestellten W aren hat der Zollm eldepflichtige den Abfertigungsantrag zu stellen und je nach 6 der Bestim m ung der W aren die Zolldeklaration einzureichen (Art. 31 Abs. 1 aZG ). D er G esetzgeber hat den Kreis der Zollm elde- und Zollzahlungspflichtigen w eit gezogen (vgl. Entscheid der ZR K vom 27. Septem ber 2002, veröffentlicht in VPB 67.41 E. 2). 2.2 Als Instrum ente zur Lenkung der Im porte stehen dem Bund neben anderen die Zollkontingente zur Verfügung (Art. 21 des Bundesgesetzes vom 29. April 1998 über die Landw irtschaft [Landw irtschaftsgesetz, Lw G , SR 910.1, Fassung vom 29. April 1998 siehe AS 1998 3033]). Innerhalb des Kontingents unterliegt die Einfuhr einem geringeren Zollansatz, ausserhalb m uss ein bedeutend höherer Zoll bezahlt w erden (vgl. BG E 129 II 163 E. 2.1). Art. 24 Abs. 1 Lw G hält die Kom petenz des Bundes- rates fest, zur statistischen Ü berw achung der Einfuhr bestim m te landw irt- schaftliche Erzeugnisse der Bew illigung zu unterstellen. D er Bundesrat hat von dieser Kom petenz in Art. 1 Abs. 1 der Allgem einen Verordnung vom 7. D ezem ber 1998 über die Einfuhr von landw irtschaftlichen Erzeugnissen (Agrareinfuhrverordnung, AEV, SR 916.01, Fassung vom 7. D ezem ber 1998: AS 1998 3125) G ebrauch gem acht und erteilt für die Einfuhr von Fleisch eine G eneraleinfuhrbew illigung (G EB). W er über eine G EB verfügt, kann Zollkontingentsanteile erhalten, die zur Einfuhr von landw irtschaft- lichen Produkten zu einem Präferenzzoll berechtigen (Art. 13 Abs. 2 AEV). D ie zollm eldepflichtige Person m uss in der Zolldeklaration die N um m er der G EB des Im porteurs (G EB-Inhaber) angeben (Art. 1 Abs. 4 AEV). 2.3 D as Zollverfahren ist vom Selbstdeklarationsprinzip bestim m t (Art. 24 aZG ). D em Zollpflichtigen obliegt die Verantw ortlichkeit für die rechtm ässige und richtige D eklaration seiner grenzüberschreitenden W arenbew egungen. Er ist verpflichtet, den vorschriftsgem ässen Abfertigungsantrag zu stellen (Art. 31 Abs. 1 aZG ). D am it überbindet das Zollgesetz dem Zollm eldepflichtigen die volle Verantw ortung für den eingereichten Abfertigungsantrag und stellt hohe Anforderungen an seine Sorgfaltspflicht; nam entlich w ird von ihm eine vollständige und richtige D eklaration der W are verlangt (vgl. U rteil des Bundesgerichts vom 7. Februar 2001, publiziert in Archiv für Schw eizerisches Abgaberecht [ASA] 70, S. 334 E. 2c m it H inw eisen; Entscheid der ZR K vom 18. N ovem ber 2003 [ZR K 2003-027], E. 3a, bestätigt im unveröffentlichten U rteil des Bundesgerichts 2A.1/2004 vom 31. M ärz 2004, E. 2.1; Entscheid der ZR K vom 15. N ovem ber 2005, veröffentlicht in VPB 70.55, E. 2a). 2.4 N ach Art. 7 Abs. 1 aZG gehört zur Erfüllung der Zollm eldepflicht auch die Befolgung der bundesrechtlichen Vorschriften über die H andelsstatistik, die M onopole und die R egale, sow ie der w eiteren Erlasse des Bundes, bei deren D urchführung die O rgane der Zollverw altung m itzuw irken haben. Art. 6 Abs. 1 der Verordnung vom 5. D ezem ber 1988 über die Statistik des Aussenhandels (SR 632.14) bestim m t, dass die Einfuhrdeklaration den N am en des Em pfängers, und w enn dieser nicht der Im porteur ist, den N am en und die Adresse des Im porteurs enthalten m uss. Em pfänger ist diejenige Person im Zollinland, der die W are zugeführt w ird. Im porteur ist, w er die W are ins Zollinland einführt oder auf seine R echnung einführen lässt.7 2.5 D as zuständige Zollam t überprüft die vom Zollm eldepflichtigen gem äss Art. 31 Abs. 1 aZG abzugebende Zolldeklaration lediglich auf ihre form elle R ichtigkeit, Vollständigkeit und auf ihre Ü bereinstim m ung m it den Begleitpapieren (Art. 34 Abs. 2 aZG ). D ie angenom m ene Zolldeklaration ist für den Aussteller verbindlich und bildet vorbehältlich der R evisionsergebnisse die G rundlage für die Festsetzung des Zolls und der w eiteren Abgaben (Art. 35 Abs. 2 aZG ). Sie darf nur ersetzt, ergänzt, berichtigt oder vernichtet w erden, w enn vor Anordnung der R evision und vor Ausstellung der Zollausw eise darum nachgesucht w ird (Art. 49 Abs. 2 Verordnung vom 10. Juli 1926 zum Zollgesetz [aZV, BS 6 514]; vgl. zum G anzen: Entscheid der ZR K vom 13. Februar 2002, veröffentlicht in VPB 66.56, E. 2a; Entscheid der ZR K vom 28. O ktober 2003, veröffentlicht in VPB 68.51, E. 3b). D ieselben G rundsätze gelten bei Erfassung der D eklaration im elektronischen Verfahren aufgrund von Art. 16 f. der Verordnung vom 3. Februar 1999 über die Zollabfertigung m it elektronischer D atenüberm ittlung (ZED V; AS 1999 1300; vgl. Art. 142 aZG ). D er Zollcom puter führt gem äss Art. 17 Abs. 1 und 2 ZED V eine erw eiterte Plausibilitätsprüfung durch und w eist D eklarationen zurück, so- fern er Fehler feststellt. D eklarationen hingegen, die der Zollcom puter ohne Beanstandung übernim m t, gelten analog den physischen Zolldeklarationen als angenom m en im Sinne von Art. 35 aZG . Sie sind für den Zollbeteiligten auch bei allfälligen W idersprüchen zu den Begleitpapieren verbindlich (Art. 17 Abs. 3 ZED V) (zum G anzen: Entscheid der ZR K vom 15. N ovem ber 2005, veröffentlicht in VPB 70.55, E. 2a/bb, cc). 2.6 H ingegen sieht Art. 109 Abs. 2 aZG vor, dass gegen die Zollabfertigung innerhalb von 60 Tagen seit der Abfertigung eine Beschw erde erhoben w erden kann. Im R ahm en einer solchen Beschw erde hat der Zollpflichtige die M öglichkeit, sich gegen die Abfertigung zu w ehren, indem er nachträglich nachw eist, dass die Angaben in der Einfuhrdeklaration von den tatsächlichen G egebenheiten abw ichen. D ies w urde in ständiger R echtsprechung festgestellt für den Fall, dass die eingeführte W are eine von den Angaben in der D eklaration abw eichende Beschaffenheit aufw eist (BG E 109 Ib 192, E. 1d; Entscheid der ZR K vom 15. N ovem ber 2005, veröffentlicht in VPB 70.55, E. 3b m it H inw eisen). D ieselbe M öglichkeit zur Berichtigung der Einfuhrdeklaration besteht jedoch grundsätzlich auch für anders geartete Fehler in der D eklaration. Für den N achw eis, dass die tatsächlichen Verhältnisse sich anders darstellen als in der D eklaration (irrtüm lich) angegeben, trägt der Zollpflichtige die volle Bew eispflicht. D ie eingereichten Belege m üssen die von ihm behaupteten Tatsachen m it hinreichender Sicherheit nachw eisen (BG E 109 Ib 192, E. 1d; Entscheid der ZR K vom 15. N ovem ber 2005, veröffentlicht in VPB 70.55, E. 3b m it H inw eisen). An den Bew eis m uss ein strenger M assstab angelegt w erden und eine nur überw iegende W ahrscheinlichkeit genügt nicht (ohnehin gilt der G rundsatz des vollen Bew eises im Verw altungsrecht an sich generell, vgl. ALFR E D KÖ LZ/ISABELLE H ÄN E R , Verw altungsverfahren und Verw altungsrechtspflege des Bundes, 8 2. Aufl., Zürich 1998, R z. 289). 3. Im vorliegenden Fall ist strittig, ob die Z. als Im porteurin des eingeführten R indergulaschs angesehen w erden kann. N ur w enn dies zu bejahen ist, können die fraglichen W aren zum Kontingentszollansatz eingeführt w erden, denn nur die Z. verfügt über die erforderliche G EB und entsprechend über Kontingente (vgl. Art. 1 Abs. 4, 13 Abs. 2 AEV, vorne E. 2.2). 3.1 In der in Frage stehenden Einfuhrdeklaration vom 27. D ezem ber 2005 w urde die Y. sow ohl als Em pfängerin als auch als Im porteurin ("dito" unter der R ubrik Im porteur) angegeben. In der Einfuhrdeklaration w ies – abgesehen davon, dass die G EB-N um m er der Z. (N r. ...) verm erkt w ar – nichts darauf hin, dass Letztere Im porteurin gew esen sein sollte. G em äss Art. 6 Abs. 1 der Verordnung über die Statistik des Aussenhandels (i.V.m . Art. 7 Abs. 1 aZG ) m uss die Einfuhrdeklaration für den Fall, dass der Em pfänger und der Im porteur nicht identisch sind, den N am en und die Adresse des Im porteurs enthalten (siehe oben E. 2.4). Auch unter der Annahm e, dass – w ie die Beschw erdeführerin vertritt – die Z. in tatsächlicher H insicht Im porteurin gew esen w äre (hierzu sogleich E. 3.2), w urde vorgenannter Vorschrift jedenfalls keine N achachtung verschafft. D ie blosse N ennung der G EB-N um m er der Z. unter der R ubrik Bew illigungen reichte nicht. Aufgrund des Selbstdeklarationsprinzips ist vom Zollm eldepflichtigen zu verlangen, dass er eine richtige D eklaration vornim m t (E. 2.3). D ie Z. w urde m ithin nicht als Im porteurin deklariert, sondern es w urde die Y. als solche angem eldet. D iese von den Zollbehörden angenom m e D eklaration w urde für die Y. verbindlich im Sinne von Art. 35 Abs. 2 aZG (oben E. 2.5), w as auch im Falle der Abfertigung m it elektronischer D atenüberm ittlung gilt (oben E. 2.5), und die Abfertigung durch die Zollverw altung erfolgte grundsätzlich zu R echt entsprechend dieser D eklaration (Verzollung zum Ausserkontingents- zollansatz, w eil die Y. nicht G EB-Inhaberin w ar). 3.2 U nter diesen U m ständen ist sodann zu überprüfen, ob die Einfuhrdekla- ration nachträglich berichtigt w erden kann. D ies ist nach der R echt- sprechung m öglich, w enn w ie vorliegend gegen eine Zollabfertigung Beschw erde nach Art. 109 Abs. 2 aZG erhoben w orden ist und w enn – w as zu prüfen bleibt – bew iesen w ird, dass die tatsächlichen Verhältnisse sich anders darstellten als in der D eklaration w iedergegeben (oben E. 2.6). D ie Zollkreisdirektion erw og in ihrem Entscheid vom 2. M ärz 2006 und m achte in ihrer Vernehm lassung vom 27. April 2006 geltend, die eingereichten U nterlagen, m it denen die Beschw erdeführerin nachzuw eisen versuchte, dass in den strittigen Einfuhren die Z. als Im porteurin auftrat, seien nicht geeignet gew esen, den tatsächlichen Im porteur der W are zu bew eisen. D ies w urde von der Zollbehörde allerdings nicht bezogen auf die einzelnen eingereichten D okum ente näher begründet. Im Folgenden sind die im Beschw erdeverfahren vor dem 9 Bundesverw altungsgericht eingereichten U nterlagen (gem äss Aktenver- zeichnis zum Beschw erdeverfahren und zur Vernehm lassung sow ie den Beilagen der Beschw erdeführerin) daraufhin zu überprüfen, ob sie den Bew eis erbringen, dass die Z. abw eichend von der D eklaration als Im porteurin der fraglichen Sendung zu gelten hat. 3.2.1 D am it die Z. als Im porteurin nach Art. 6 Abs. 1 der Verordnung über die Statistik des Aussenhandels qualifiziert w erden könnte, m üsste die Beschw erdeführerin bew eisen, dass die Z. die W are ins Zollinland eingeführt hat oder auf ihre R echnung einführen liess (oben E. 2.4). D a die Z. die W are nicht selbst einführte, kom m t sie als Im porteurin nur in Frage, w enn sie die W are auf ihre R echnung einführen liess. D ie Y. hat in der Bestellung vom 21. D ezem ber 2005 an die K. als "Em pfänger der R echnung und D okum ente" die Z. genannt, w ährend sie als Lieferadresse und Zahler sich selbst angegeben hat. Im Auftrag für die Im portverzollung vom 23. D ezem ber 2005 hat sie darauf hingew iesen, dass w egen des Kontingents die D okum ente auf die Z. ausgestellt seien. W arenem pfänger sei die Y., .... Bei Ankunft sei die Z. zu kontaktieren. D iese D okum ente klären die R olle der Z. im Zusam m enhang m it der Einfuhr nicht (ersichtlich w ird einzig die Tatsache, dass ihre Kontingente verw endet w erden sollten) und sie bew eisen nicht, dass die Z. die W are auf ihre R echnung einführen liess, m ithin Im porteurin w ar. In der "Bestätigung G EB-N r. ..." der Z. vom 23. D ezem ber 2005 an die X. sodann versicherte die Z., für die fragliche Einfuhr noch über genügend Zollkontingent für R indfleisch in K onserven zu verfügen und bat die Beschw erdeführerin die W aren zu verzollen. Auch aus diesem D okum ent ergibt sich prim är, dass die Z. der Y. ihre Kontingente zur Verfügung stellen w ollte (ein Fall von Art. 14 AEV steht im Ü brigen vorliegend nicht zur D iskussion), nicht aber, dass sie als Im porteurin fungierte. W eiter w urde die Z. in der Packing List und in der R echnung N r. ... vom 23. D ezem ber 2005 der K. zw ar als "Im porteur" bezeichnet. Als Käufer bzw . als Kunde erscheint jedoch auf beiden Schriftstücken die Y., w as ebenfalls darauf hinw eist, dass die Y. die W aren auf ihre R echnung einführen liess. Jedenfalls verm ögen diese zw ei D okum ente – als einzige Bew eisstücke, w elche im m erhin darauf hinw eisen, dass die Z. Im porteurin gew esen sein könnte – nicht zu bew eisen, dass die Z. effektiv Im porteurin (im Sinne von Art. 6 Abs. 1 der Verordnung über die Statistik des Aussenhandels) w ar. Auch der U m stand, dass die Y. die Zahlung zu G unsten der K. m it dem H inw eis "R echnung .... Z." vornahm (siehe Zahlungsauftrag an die Bank vom 3. Januar 2006), belegt m itnichten, dass die Z. die W are auf ihre R echnung eingeführt hat. Für den Bew eis, dass tatsächlich die Z. die W are auf ihre R echnung einführte, fehlen bew eistaugliche D okum ente w ie etw a eine Bestellung der Z., eine vertragliche Vereinbarung zw ischen der Y. und der Z. oder der N achw eis, dass letztlich die Z. die W are auch bezahlte. Aufgrund der Aktenlage (u.a. nachdem die Y. schon in der Bestellung vom 21. D ezem ber 2005 als Em pfängerin der W are und als Zahlerin, und im Auftrag für Im portverzollung vom 23. D ezem ber 2005 als W arenem pfängerin genannt w urde) liegt der Schluss nahe, dass die Z. 10 lediglich aus Kontingentsgründen ihr Zollkontingent zur Verfügung stellen w ollte (vgl. "Bestätigung" der Z. sow ie Auftrag zur Im portverzollung der Y., je vom 23. D ezem ber 2005), sie aber effektiv nicht Im porteurin w ar. D am it kann auch offen bleiben, ob, w ovon die Vorinstanzen ausgehen, die Z. in zw ei D okum enten (R echnung und Packing List) erst nachträglich als "Im porteurin" eingesetzt w orden ist. 3.2.2 In W ürdigung der gesam ten vorliegenden D okum entation kom m t das Bundesverw altungsgericht daher zum Ergebnis, dass die Beschw erdeführerin ihrer vollen Bew eispflicht (oben E. 2.6) nicht nachgekom m en ist. D ie eingereichten Belege w eisen nicht eindeutig nach, dass die Z. – anders als in der D eklaration angegeben – als Im porteurin die W aren einführte bzw . einführen liess. D ie D eklaration w urde dam it verbindlich und kann nicht nachträglich berichtigt w erden (oben E. 2.5 und 2.6). D ie Beschw erde ist abzuw eisen. 4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschw erdeführerin nach Art. 63 Abs. 1 Vw VG die Verfahrenskosten zu tragen. Sie w erden nach Art. 4 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht (VG KE, SR 173.320.2) auf Fr. 800.-- angesetzt und m it dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 800.-- w erden der Beschw erdeführerin auferlegt und m it dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss in gleicher H öhe verrechnet. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (R ef.-N r. O ZD ...) (m it G erichtsurkunde) D er Kam m erpräsident: D ie G erichtsschreiberin: Thom as Stadelm ann Sonja Bossart11 R echtsm ittelbelehrung U rteile des Bundesverw altungsgerichts in Abgabesachen können innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Schw eizerischen Bundesgericht in Lausanne angefochten w erden. D ie Beschw erde ist unzulässig gegen Entscheide über die Zollveranlagung, w enn diese aufgrund der Tarifierung oder des G ew ichts der W are erfolgt, sow ie gegen Entscheide über die Stundung oder den Erlass von Abgaben. D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. Sie m uss spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen H anden der Schw eizerischen Post oder einer schw eizerischen diplom atischen oder konsularischen Vertretung übergeben w erden (vgl. Art. 42, 48, 54, 83 Bst. l und m sow ie 100 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BG G , SR 173.110]). Versand am :