<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2C_822/2011 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 10. Oktober 2011 </div> <div class="para">II. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Zünd, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Feller. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________ GmbH, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Simon Osterwalder und Prof. Dr. Isabelle Häner, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Y.________ AG, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesamt für Kommunikation, </div> <div class="para">Zukunftstrasse 44, 2503 Biel/Bienne. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Kanalbelegung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung I, vom 26. August 2011. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Y.________ AG verfügt seit 31. Oktober 2008 über eine Konzession mit Leistungsauftrag und Gebührenanteil für ein Regionalfernsehen im Versorgungsgebiet 10 (Region Zürich-Nordostschweiz), verbunden mit einem Zugangsrecht nach <span class="artref">Art. 59 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 24. März 2006 über Radio und Fernsehen (RTVG; SR 784.40)</span>. Die zu dessen Aufschaltung verpflichteten Fernmeldedienstanbieterinnen ordneten das Programm der Y.________ AG den zum jeweiligen Zeitpunkt gerade freien ihnen zugewiesenen Frequenzen zu. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gestützt auf Art. 9 lit. b der Verordnung des UVEK vom 5. Oktober 2007 über Radio und Fernsehen stellte die Y.________ AG beim Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) das Gesuch, zehn Fernmeldedienstanbieterinnen, darunter die X.________ GmbH, seien zur Verbreitung ihres Programms auf den ersten Programmplätzen im Konzessionsgebiet zu verpflichten. Mit Verfügung vom 24. September 2010 wies das BAKOM das Gesuch ab. Mit Urteil vom 26. August 2011 hob das Bundesverwaltungsgericht in teilweiser Gutheissung einer Beschwerde der Y.________ AG die Verfügung des BAKOM auf; es wies die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurück. Gegen dieses Urteil gelangte die X.________ GmbH mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 5. Oktober 2011 an das Bundesgericht mit dem Begehren, das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aufzuheben und die BAKOM-Verfügung im Wesentlichen zu bestätigen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es ist weder ein Schriftenwechsel noch sind andere Instruktionsmassnahmen angeordnet worden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 Die Beschwerde an das Bundesgericht ist gegen End- und Teilentscheide zulässig (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/90" type="start"></artref>Art. 90 und 91 BGG</span><artref id="CH/173.110/91" type="end"></artref>), gegen Zwischenentscheide hingegen nur unter bestimmten Voraussetzungen (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/92" type="start"></artref>Art. 92 und 93 BGG</span><artref id="CH/173.110/93" type="end"></artref>). Beim angefochtenen Urteil handelt es sich um einen Rückweisungsentscheid. Rückweisungsentscheide gelten grundsätzlich als Zwischenentscheide (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=21.09.2011&amp;to_date=10.10.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-V-477%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page477">BGE 133 V 477</a> E. 4 S. 480-482), weil sie das Verfahren nicht abschliessen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.2 Vorliegend hat das Bundesverwaltungsgericht zwar definitiv ein Recht der Y.________ AG auf bevorzugten Programmplatz anerkannt, jedoch nicht abschliessend beurteilen können, ob die betroffenen Fernmeldedienstanbieterinnen dieses Recht der Y.________ AG verletzt haben und, gegebenenfalls, in welcher Form dieses umzusetzen wäre (Festlegung des Kanals, unter Berücksichtigung der Interessen der übrigen Programmveranstalter). Das angefochtene Urteil stellt mithin einen Zwischenentscheid dar. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Da dieser Zwischenentscheid seinem Inhalt nach nicht unter <span class="artref">Art. 92 BGG</span> fällt, ist die dagegen gerichtete Beschwerde gemäss <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 BGG</span> nur dann zulässig, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (lit. a) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (lit. b). Erscheinen diese Eintretensvoraussetzungen nicht ohne Weiteres gegeben, obliegt es der Beschwerde führenden Partei, deren Vorhandensein darzulegen: Die Begründungspflicht nach <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> besteht, ungeachtet von <span class="artref">Art. 29 Abs. 1 BGG</span>, auch hinsichtlich von nicht evidenten Eintretensvoraussetzungen (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=21.09.2011&amp;to_date=10.10.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-II-45%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page45">BGE 134 II 45</a> E. 2.2.3 S. 48; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=21.09.2011&amp;to_date=10.10.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-II-249%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page249">133 II 249</a> E. 1.1 S. 251, 353 E. 1 S. 356, 400 E. 2 S. 404). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.3 Die Beschwerdeführer geht fälschlicherweise davon aus, beim angefochtene Urteil handle es sich um einen Endentscheid, weshalb sie sich zu den Eintretensvoraussetzungen von <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 BGG</span> überhaupt nicht äussert. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Inwiefern der angefochtene Zwischenentscheid für die Beschwerdeführerin einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken könnte, ist unerfindlich. Ebenso wenig lässt sich erkennen, dass der Rückweisungsentscheid ein weitläufiges Beweisverfahren mit bedeutendem Aufwand an Zeit oder Kosten erforderlich machte, den zu ersparen ein die Beschwerde gutheissender bundesgerichtlicher Endentscheid erlaubte; dass dies dennoch der Fall wäre, hätte daher die Beschwerdeführerin konkret darlegen müssen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.4 Die Beschwerde erweist sich mithin als offensichtlich unzulässig (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG</span>), und es ist darauf mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.5 Die Gerichtskosten (<span class="artref">Art. 65 BGG</span>) sind entsprechend dem Verfahrensausgang der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG). </div> <div class="para">Demnach erkennt der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Bundesverwaltungsgericht Abteilung I und dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 10. Oktober 2011 </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Zünd </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Feller </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>