2017 IV/2 Fachhochschultitel. Nachträglicher Erwerb 8 IV BVGE / ATAF / DTAF 2017 IV/2 Auszug aus dem Urteil der Abteilung II i. S. A. gegen Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation B‒5012/2015 vom 27. Januar 2017 Nachträglicher Erwerb des Fachhochschultitels (NTE) in Pflege. Basisdiplom und Nachdiplomkurs als Voraussetzungen. Art. 1 Abs. 4 Bst. a und d NTE-FH. 1. Eine auf dem « Diplom in Gesundheits - und Krankenpflege Niveau I » (DN I) basierende, vom Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) erteilte Berechtigung zur Führung des Titels « diplomierte Pflegefachfrau HF » erfüllt die Voraussetzung des Basis diploms gemäss Art. 1 Abs. 4 Bst. a NTE -FH nicht (E. 3.1‒3.3). Dies gilt auch für den Fall, dass die Berechtigung auf den Titel « dipl. Pflegefachfrau » gelautet hätte (E. 3.4). 2. Der Titel « Krankenpflegerin FA SRK » ist kein Basisdiplom (E. 3.5). 3. Der Zertifikatslehrgang « Leiten von Teams » ist kein Nachdi - plomkurs auf Hochschulstufe im Fachbereich Gesundheit im Sinne von Art. 1 Abs. 4 Bst. d NTE-FH (E. 4). Obtention a posteriori du titre de haute école spécialisée (OPT) en soins infirmiers. Diplôme de base et cours postgrade comme conditions de l'obtention. Art. 1 al. 4 let. a et d OPT-HES. 1. L'autorisation de porter le titre « d'infirmière diplômée ES » délivrée par la Croix Rouge Suisse (CRS) sur la base du « diplôme en soins infirmier niveau I » (DN I) ne satisfait pas aux conditions du diplôme de base au sens de l 'art 1 al. 4 let. a OPT -HES (consid. 3.1‒3.3). Cela vaut aussi lorsque l'autorisation en question portait la mention « infirmière diplômée » (consid. 3.4). 2. Le titre « infirmière-assistante CC CRS » n'est pas un diplôme de base (consid. 3.5). Fachhochschultitel. Nachträglicher Erwerb 2017 IV/2 BVGE / ATAF / DTAF IV 9 3. La formation certifiée « Conduire une équipe » n'est pas un cours postgrade de niveau universitaire dans le domaine d'études Santé au sens de l'art. 1 al. 4 let. d OPT-HES (consid. 4). Ottenimento retroattivo del titolo di una scuola universitaria professionale (ORT) in cure infermieristiche. Presupposto del possesso di un diploma di base e di un postdiploma. Art. 1 cpv. 4 lett. a e d ORT-SUP. 1. Il diritto di avvalersi del titolo di « infermiera diplomata SSS » basato su un « diploma in cure infermieristiche di livello I » (DL I) rilasciato dalla Croce Rossa Svizzera (CRS) non soddisfa il presupposto del diploma di base ai sensi dell'art. 1 cpv. 4 lett. a ORT-SUP (consid. 3.1‒3.3). Ciò vale anche se si fosse trattato di un diploma denominato « infermiera diplomata » (consid. 3.4). 2. Il titolo di « infermiere assistente CC CRS » non costituisce un diploma di base (consid. 3.5). 3. Il corso di formazione certificato « Conduzione di gruppi » non costituisce un corso postdiploma di livello universitario nel campo della sanità ai sensi dell'art. 1 cpv. 4 lett. d ORT-SUP (consid. 4). A. (nachfolgend: Beschwerdeführerin) erhielt am 7. Mai 1986 das Diplom als « Krankenpflegerin FA SRK ». Am 9. Dezember 2001 erlangte die Beschwerdefü hrerin das « Diplom in Gesundheits- und Krankenpflege Niveau I » (nachfolgend: DN I). Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) erteilte der Beschwerdeführerin am 31. März 2008 die Berechtigung, die Berufsbezeichnung « diplomierte Pflegefachfrau HF » zu führen. Daneben hat die Beschwerdeführerin die berufsbegleitende höhere Fach - ausbildung in Krankenpflege Stufe I mit Erfolg absolviert und erhielt daher das Diplom « Pflegefachfrau HöFa I » mit Schwerpunkt Psychia - triepflege. Die Beschwerdeführerin hat zudem den berufsbegleitenden Hochschul-Zertifikatslehrgang Leiten von Teams besucht und diesen erfolgreich mit dem « Certificate of Advanced Studies CAS […] in Leiten von Teams » abgeschlossen. 2017 IV/2 Fachhochschultitel. Nachträglicher Erwerb 10 IV BVGE / ATAF / DTAF Mit Gesuch vom 25. Februar 2015 beantragte die Beschwerdeführerin beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (nachfol - gend: Vorinstanz) den « nachträglichen Erwerb des Fachhochschultitels » (nachfolgend: NTE) in Pflege. Mit Verfügung vom 2. Juli 2015 wies die Vorinstanz das Gesuch ab mit der Begründung, als Grundvoraussetzung für den NTE in Pflege werde ein altrechtliches, vom SRK anerkanntes Diplom verlangt. Die Beschwerde - führerin erfülle trotz Fähigkeitsausweis « Krankenpflegerin FA SRK » und dem DN I diese Grundvoraussetzung nicht. Die Bestätigung des SRK vom 31. März 2008 berechtige die Beschwerdeführerin zwar zur Führung der Berufsbezeichnung « diplomierte Pflegefachfrau HF », sei jedoch kein altrechtliches, vom SRK anerkanntes Diplom. Hiergegen erhob die Beschwerdeführerin am 17. August 2015 Beschwer- de beim Bundesverwaltungsgericht. Sinngemäss beantragt sie die Aufhe - bung der angefochtenen Verfügung der V orinstanz vom 2. Juli 2015 und die Erteilung des NTE in Pflege. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb sie mit dem SRK -DN I vom 9. Dezember 2001 und ans chliessender Nach - qualifizierung zur « dipl. Pflegefachfrau HF (erster Teil HöFa 1) » nicht zum Verfahren für den NTE zugelassen sei. Die Vorinstanz ist im Übrigen der Ansicht, die vom SRK am 31. März 2008 erteilte Berechtigung hätte auf Führung der Berufs bezeichnung « dipl. Pflegefachfrau » und nicht « diplomierte Pflegefachfrau HF » lauten müssen. Mit Schreiben vom 21. April 2016 nimmt die Vorinstanz zur vom Bundes- verwaltungsgericht aufgeworfenen Frage Stellung, ob die Beschwerdefüh- rerin – unabhängig vom Besitz eines vom SRK anerkannten Diploms – die weiteren Voraussetzungen des NTE in Pflege erfülle, insbesondere ob sie den grundsätzlich verlangten Nachdiplomkurs auf Hochschulstufe im Fachbereich Gesundheit vorweisen könne. Die Vorinstanz hält diesbezüg- lich fest, der « CAS […] in Leiten von Teams » sei […] besucht worden und könne demnach nicht dem Fachbereich Gesundheit zugeordnet werden. Damit habe die Beschwerdeführerin den geforderten Nachdi - plomkurs nicht absolviert und daher sei auch diese Voraussetzung für den NTE in Pflege nicht erfüllt. Das Bundesverwaltungsgericht weist die Beschwerde ab. Fachhochschultitel. Nachträglicher Erwerb 2017 IV/2 BVGE / ATAF / DTAF IV 11 Aus den Erwägungen: 1. Gegen die Verfügung der V orinstanz vom 2. Juli 2015 ist die Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht zulässig (Art. 31, Art. 32 und Art. 33 Bst. d VGG; Art. 5 VwVG). Als Adressatin der angefochtenen Verfügung ist die Beschwerdeführerin zur Beschwerde berechtigt (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Frist sowie Form und Inhalt der Beschwerde sind gewahrt (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Der Kos tenvorschuss wurde fristgerecht bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG), und die übrigen Sachurte ils- voraussetzungen (Art. 44 ff. VwVG) sind ebenfalls erfüllt. Auf die Be - schwerde ist daher einzutreten. 2. Gegenstand des Beschwerdeverfahrens ist die Frage, ob die Beschwerdeführerin die V oraussetzungen für den NTE in Pflege erfüllt oder nicht. 2.1 Gemäss Art. 78 Abs. 2 des Hochschulförderungs- und -koordina- tionsgesetzes vom 30. September 2011 (HFKG, SR 414.20) regelt der Bundesrat die Titelführung der bisherigen Absolventen und sorgt für die notwendigen Umwandlungen von nach bisherigem Recht verliehenen Ti - teln. In der dazugehörigen Verordnung wird festgehalten, dass das Eidge - nössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) die Titelführung der bisherigen Absolventinnen und Absolventen der höheren Fachschulen regelt, insbesondere die V oraussetzungen und das Verfahren zur Umwandlung von nach bisherigem Recht verliehenen Titeln in FH - Titel bestimmt (Art. 9 der [alten] Verordnung vom 12. November 2014 zum Hochs chulförderungs- und -koordinationsgesetz [V -HFKG, SR 414.201]). Hierfür hat das WBF die Verordnung vom 4. Juli 2000 über den nachträglichen Erwerb des Fachhochschultitels (SR 414.711.5, nachfol - gend: NTE -FH) erlassen; die Grundsätze der Delegation wurden d abei eingehalten (vgl. hierzu Urteil des BVGer B‒4297/2015 vom 29. Februar 2016 E. 4, bestätigt durch Urteil des BGer 2C_354/2016 vom 13. Dezem- ber 2016 E. 2.2 am Ende). Auf den 1. Januar 2015 wurde die NTE -FH ergänzt und enthält neu die V oraussetzungen für den NTE in Pflege (Art. 1 Abs. 4 NTE-FH). Der Wortlaut ist wie folgt: « V oraussetzungen für den Erwerb des Fachhochschultitels des Studien- gangs Pflege im Fachbereich Gesundheit sind: a. eines der folgenden vom SRK anerkannten Diplome: 1. « Pflegefachfrau/Pflegefachmann », 2. « Gesundheits- und Krankenpflege, DN II », 2017 IV/2 Fachhochschultitel. Nachträglicher Erwerb 12 IV BVGE / ATAF / DTAF 3. « allgemeine Krankenpflege » (AKP), 4. « psychiatrische Krankenpflege » (PsyKP), 5. « Kinderkrankenpflege, Wochen- und Säuglingspflege » (KWS), 6. « Gemeindekrankenpflege » (GKP), 7. « integrierte Krankenpflege » (IKP); b. eine der folgenden ergänzenden Ausbildungen oder eines der folgen- den ergänzenden Diplome: 1. « Höhere Fachausbildung Pflege Stufe II » (HöFa II) des SBK Bildungszentrums (BIZ), der Kaderschule für die Krankenpflege Aarau oder des Weiterbildungszentrums Gesundheitsberufe (WE'G), 2. « Certificat d'infirmière clinicienne/infirmier clinicien II » der Ecole supérieure d'enseignement infirmier (ESEI), 3. « Diploma CRS indirizzo clinico » der Scuola superiore per le formazioni sanitarie, 4. vom Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflege- fachmänner (SBK) anerkannte « Höhere Fachausbildung Pflege Stufe I » (HöFa I), 5. « Höhere Fachausbildung Pflege Stufe I » der Kaderschule für die Krankenpflege Aarau, des WE'G oder von Careum Weiterbil- dung, 6. « Höhere Fachausbildung für Gesundheitsberufe Stufe I » (HFG) mit Schwerpunkt Pflege des WE'G, 7. « Certificat d'infirmière clinicienne/infirmier clinicien I » der ESEI, 8. vom SRK anerk anntes Diplom als « Gesundheitsschwester/ Gesundheitspfleger », 9. « Certificat d'Etudes Approfondies, Option Clinique » des Institut romand pour les sciences et les pratiques de la santé et du social (IRSP) oder der ESEI, 10. « Certificato CRS indirizzo clinico » der Scuola superiore per le formazioni sanitarie, 11. « WE'G-Zertifikat NDK Pflege » mit fachlichen Schwerpunk - ten, 12. « Nachdiplomkurs Pflege » mit fachlichen Schwerpunkten von Careum Weiterbildung, Fachhochschultitel. Nachträglicher Erwerb 2017 IV/2 BVGE / ATAF / DTAF IV 13 13. « Diplom Careum Weiterbildung Mütter- und Väterberaterin », 14. « WE'G-Diplom Mütterberaterin », 15. « Certificat Le Bon Secours en Soins à la personne âgée et soins palliatifs »; c. eine anerkannte Berufspraxis (Art. 2 Abs. 2) von mindestens zwei Jahren; d. ein Nachdiplomkurs auf Hochschulstufe im Fachbereich Gesundheit oder eine andere gleichwertige Weiterbildung (Art. 3 Abs. 2), sofern nicht eine Ausbildung oder ein Diplom gemäss Buchstabe b Ziffern 1–3 nachgewiesen wird. » Als anerkannte Berufspraxis gilt für Gesuchstellerinnen aus dem Gesund- heitsbereich eine nach dem 1. Juni 2001 ausgeübte berufliche Tätigkeit im einschlägigen Berufsfeld (Art. 2 Abs. 2 NTE-FH). Der Nachdiplomkurs muss mindestens 200 Lektionen oder 10 ECTS-Kreditpunkte umfassen (Art. 3 Abs. 2 NTE-FH). 2.2 Mit anderen Worten haben die Gesuchsteller für den NTE in Pflege neben einem vom SRK anerkannten Basisdiplom gemäss Art. 1 Abs. 4 Bst. a NTE -FH Berufspraxis und zusätzliche Weiterbildungen nachzuweisen. 3. V orliegend ist umstritten, ob die Beschwerdeführerin ein vom SRK anerkanntes Basisdiplom gemäss Art. 1 Abs. 4 Bst. a NTE-FH besitzt beziehungsweise ob sie über das in Ziff. 1 aufgeführte Diplom « Pflegefachfrau/Pflegefachmann » verfügt. 3.1 Die Beschwerdeführerin ist der Ansicht, mit dem DN I und anschliessender Nachqualifizierung zur « diplomierten Pflegefachfrau HF » sei sie im Besitz eines gemäss Art. 1 Abs. 4 Bst. a NTE-FH zuläs- sigen Basisdiploms. 3.2 Bereits im erläuternden Bericht zur Änderung der NTE -FH, Stand Dezember 2013, wurde unter den möglichen vom SRK anerkannten Basisdiplomen das Diplom « Pflegefachfrau/Pflegefachmann » aufgezählt (vgl. Art. 1 Abs. 4 Bst. a Ziff. 1 NTE-FH). Aus dem Ergebnisbericht der Anhörung zur Teilrevision der NTE-FH von November 2014 geht hervor, dass hinsichtlich der Frage, ob das DN I im Diplom « Pflegefachfrau/ Pflegefachmann » enthalten sei, Klärungsbedarf bestand. Im erläuternden Bericht zur Änderung der NTE-FH, Stand November 2014 (nachfolgend: 2017 IV/2 Fachhochschultitel. Nachträglicher Erwerb 14 IV BVGE / ATAF / DTAF erläuternder Bericht 2014), nach der Anhörung, wurde sodann festgehal - ten, dass das vom SRK anerkannte Dipl om « Pflegefachfrau/Pflegefach- mann » nicht das DN I umfasse (erläuternder Bericht 2014 Fn. 3). Nach dem Gesagten erfüllt die Beschwerdeführerin daher alleine aufgrund des DN I die V oraussetzung des Basisdiploms gemäss Art. 1 Abs. 4 Bst. a NTE-FH für den NTE in Pflege nicht. 3.3 Weiter ist zu prüfen, ob die von der Beschwerdeführerin erwähnte « Nachqualifizierung » beziehungsweise die vom SRK 2008 erteilte Berechtigung, die Berufsbezeichnung « diplomierte Pflegefachfrau HF » zu führen, der V oraussetzung des Basisdiploms gemäss Art. 1 Abs. 4 Bst. a NTE-FH entspricht. 3.3.1 Mit der BV vom 18. April 1999 wurden neu sämtliche Berufsbil- dungsbereiche dem Bund zugeordnet (vgl. Art. 63 BV). Die Regelungs- und Überwachungskompetenz für die nicht universitären Ausbildungen im Gesundheitswesen wurde daher mit der Inkraftsetzung am 1. Januar 2004 des BBG (SR 412.10) und der entsprechenden BBV (SR 412.101 ) beziehungsweise mit der Änderung des Fachhochschulgesetzes vom 6. Oktober 1995 (FHSG, SR 414.71) vom 5. Oktober 2005 dem Bund übertragen. Damit entfiel die bisherige Besonderheit der Unterstellung der Berufsbildung in Pflege unter die Zuständigkeit des SRK, insbesondere wurden die bisher vom SRK reglementierten Ausbildungen DN I und « Diplom in Gesundheits - und Krankenpflege Nive au II » (nachfolgend: DN II) durch Bildungsgänge an Höheren Fachschulen (HF) und Fach - hochschulen (FH) abgelöst. Es fand ein eigentlicher Systemwechsel statt, im Rahmen dessen die bisherigen Diplomausbildungen im Gesundheits - wesen in die ordentliche Bildungssystematik des Bundes eingegliedert wurden, die unter anderem die Tertiärstufe A (FH), die Tertiärstufe B (HF) und die Sekundarstufe II (Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis EFZ) kennt (vgl. SCHÄFER/SCHERRER/BURLA, Bildungsabschlüsse im Bereich Pflege und Betreuung, in: OBSAN Dossier 24, 2013, S. 7 ff.). Am 1. April 2005 trat überdies die Verordnung des WBF vom 11. März 2005 über Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien der höheren Fachs chulen (MiV o-HF, SR 412.101.61) in Kraft, mit welcher der Titel « dipl. Pflegefachfrau HF »/ « dipl. Pflegefachmann HF » eingeführt worden ist. 3.3.2 Da die Pflegeausbildung überhaupt erst mit Inkrafttreten des BBG und des FHSG auf den Stufen HF beziehungsweise FH angesiedelt worden ist, kann der HF -Titel « dipl. Pflegefachfrau HF » nicht dazu Fachhochschultitel. Nachträglicher Erwerb 2017 IV/2 BVGE / ATAF / DTAF IV 15 dienen, nachträglich den FH -Titel in Pflege zu erwerben. Beide Titel wurden im Rahmen der gleichen Revision und bewusst auf zwei verschie- denen Stufen eingeführt, womit fü r einen NTE schon aus diesem Grund kein Platz bleibt. Es soll damit dem Bedürfnis der Arbeitswelt nach Fach- kräften auf jeder Bildungsstufe nachgekommen werden, und der HF -Titel soll seine eigenständige Bedeutung behalten beziehungsweise der FH - Titel soll nicht verwässert werden (vgl. erläuternder Bericht 2014 S. 2 f.). Darüber hinaus hält auch der erläuternde Bericht 2014 mehrfach ausdrück- lich fest, dass dem NTE in Pflege lediglich altrechtlich vom SRK aner- kannte Titel zugänglich sind, zu welchen der ers t neurechtlich im Jahr 2005, nach dem Systemwechsel, eingeführte Titel « dipl. Pflegefachfrau HF » nicht gehören kann. Im Übrigen ergibt sich auch aus dem Wortlaut von Art. 1 Abs. 4 Bst. a NTE -FH nichts anderes: Hätte der Titel « dipl. Pflegefachfrau HF » von der Bestimmung erfasst werden sollen, hätte nicht nur der Titel « Pflegefachfrau », der sich auf eine 2002 eingeführte Ausbildung bezieht (vgl. E. 3.4.1), sondern auch der Titel « Pflegefachfrau HF » mit dem Zusatz « HF » erwähnt werden müssen, gleich wie auch der altrechtliche Titel « Gesundheits- und Krankenpflege Niveau II » mit dem Zusatz « DN II » in Art. 1 Abs. 4 Bst. a Ziff. 2 NTE- FH als « Gesundheits- und Krankenpflege, DN II » Eingang gefunden hat. Zu berücksichtigen ist auch folgende Überlegun g: Sollte der Beschwerdeführerin der NTE in Pflege gestattet werden, führte dies zu einer Benachteiligung derjenigen DN I-Inhaber, die bis Ende 2011 die Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung « dipl. Pflegefachfrau HF » nicht beantragt haben, obwohl sie die V oraussetzungen erfüllt hätten. Diese Möglichkeit, das sogenannte Äquivalenzverfahren, wurde nämlich mit der am 1. November 2010 in Kraft getretenen Änderung der MiV o-HF bis Ende 2011 befristet (Anhang 5 Ziff. 4 Abs. 2 MiV o-HF) und ab 1. Januar 2 012 durch eine ergänzende Ausbildung ersetzt. Die DN I- Inhaber sind damit seit 2012 erst nach Abschluss dieser ergänzenden Ausbildung berechtigt, den Titel « dipl. Pflegefachfrau HF » zu führen (vgl. Erläuternder Bericht für die Anhörung; Änderung der Verordnung des EVD über Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien der höheren Fachschulen vom 10. Dezember 2009, S. 8). Somit könnten die erwähnten DN I-Inhaber, selbst wenn sie die identische Ausbildung, Praxiserfahrung und Weiterbildung wie die Beschwerdeführerin nachwiesen, ohne zusätzliche Ausbildung nicht einmal den Titel « dipl. Pflegefachfrau HF » erlangen, der in der Bildungssystematik des Bundes unterhalb des FH-Titels auf der 2017 IV/2 Fachhochschultitel. Nachträglicher Erwerb 16 IV BVGE / ATAF / DTAF Tertiärstufe B angesiedelt ist. Selbst wenn ein DN I-Inhaber direkt zu einem FH-Studiengang « sur dossier » zugelassen werden sollte, könnte er den FH-Titel nicht mittels NTE in Pflege erlangen, sondern müsste eine (zusätzliche) FH-Ausbildung (Tertiärstufe A) absolvieren. 3.3.3 Nach dem Gesagten ist auch mit der vom SRK erteilten Berechtigung, die Berufsbezeichnung « diplomierte Pflegefachfrau HF » zu führen, die V oraussetzung des Basisdiploms gemäss Art. 1 Abs. 4 Bst. a NTE-FH für den NTE in Pflege nicht erfüllt. 3.4 Die V orinstanz stellt sich nun auf den Standpunkt, das SRK hätte lediglich die Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung « dipl. Pflegefachfrau » und nicht « diplomierte Pflegefachfrau HF » erteilen dürfen. 3.4.1 Der Ausbildungsgang beziehungsweise der Titel « dipl. Pflege- fachfrau » wurde 2002 neu eingeführt, also noch vor dem 2004 erfolgten Systemwechsel, und zwar mit den Bestimmungen des SRK für die Ausbildung zur dipl. Pflegefachfrau / zum dipl. Pflegefachmann, die am 6. Juni 2002 von der Schweizerischen Sanitätsdirektorenkonferenz (SDK) genehmigt wurden und am 1. Juli 2002 in Kraft traten. Darin wurde unter anderem festgehalten: « 6.4 Berufsbezeichnung Inhaberinnen und Inhaber von Diplomen in allgemeiner Krankenpfle- ge, Kinderkrankenpflege, Wochen - und Säuglingspflege, psychia - trischer Krankenpflege, Gemeindekrankenpflege und Gesundheits - und Krankenpflege Diplom Niveau II können die Berufsbezeichnung ‹ dipl. Pflegefachfrau / dipl. Pflegefachmann › nach dem Inkrafttreten dieser Bestimmungen führen. Wer über ein Diplom in Gesundheits - und Krankenpflege Niveau I [DN I] verfügt, kann die Berufsbezeichnung ‹ dipl. Pflegefachfrau / dipl. Pflegefachmann › führen, wenn mindestens zwei Jahre berufliche Pflegeerfahrung mit ein em Beschäftigungsgrad von 80 Prozent und eine abgeschlossene von einer paritätischen Kommission anerkannte Weiterbildung von 280 Lektionen oder 40 Tagen nachgewiesen werden. Die Berechtigung, die Berufsbezeichnung nach diesen Bestimmungen zu führen, erteilt das SRK. Statt einer Weiterbildung kann auch eine anerkannte Prüfung abgelegt werden. » Insoweit kann festgehalten werden, dass Art. 6.4 der Bestimmungen für die Ausbildung zur dipl. Pflegefachfrau/zum dipl. Pflegefachmann es Fachhochschultitel. Nachträglicher Erwerb 2017 IV/2 BVGE / ATAF / DTAF IV 17 Inhabern eines DN I ermögli chte, die Berufsbezeichnung « dipl. Pflege- fachfrau » zu führen, wenn das SRK die entsprechende Berechtigung erteilte. In der von der Beschwerdeführerin eingereichten Bestätigung des SRK zur Erteilung der Berechtigung, die Berufsbezeichnung « diplomierte Pflege- fachfrau HF » zu führen, wird überdies festgestellt, die Beschwerde - führerin erfülle die Anforderungen von Art. 6.4 der Bestimmungen für die Ausbildung zur dipl. Pflegefachfrau/zum dipl. Pflegefachmann. 3.4.2 V or dem Hintergrund der genannten Bestimmung und der Feststellung des SRK erscheint es jedenfalls als klar, dass die Beschwerde- führerin nicht deswegen benachteiligt werden darf, weil sie 2008 allenfalls fälschlicherweise die Berechtigung zur Führung des Titels « diplomierte Pflegefachfrau HF » und nicht « dipl. Pflegefachfrau » erhalten hat, zumal letzterer dem in Art. 1 Abs. 4 Bst. a Ziff. 1 NTE -FH aufgezählten Titel « Pflegefachfrau » zu entsprechen scheint. Es rechtfertigt sich daher zu prüfen, ob eine vom SRK basierend auf dem DN I der Beschwerd eführerin beziehungsweise Art. 6.4 der Bestimmun - gen für die Ausbildung zur dipl. Pflegefachfrau/zum dipl. Pflegefachmann erteilte Berechtigung zur Führung des Titels « dipl. Pflegefachfrau » als Basisdiplom gemäss Art. 1 Abs. 4 Bst. a NTE-FH gelten würde. 3.4.2.1 In der Aufzählung in Art. 1 Abs. 4 Bst. a NTE -FH wurde jeweils bei keinem der altrechtlich vom SRK anerkannten Diplome der Zusatz « diplomiert » erwähnt. Daraus ergibt sich, dass das Diplom « dipl. Pflegefachfrau/dipl. Pflegefachmann » dem in Art. 1 Abs. 4 Bst. a Ziff. 1 NTE-FH genannten, vom SRK anerkannten Diplom « Pflegefach- frau/Pflegefachmann » entspricht. 3.4.2.2 Die Beschwerdeführerin besitzt allerdings kein gemäss den Bestimmungen für die Ausbildung zur dipl. Pflegefachfrau/zum dipl. Pflegefachmann genuin erworbenes Diplom « dipl. Pflegefachfrau », und sie hat die entsprechende Ausbildung nicht absolviert. Sie wäre lediglich aufgrund einer Übergangsbestimmung betreffend Berufsbezeich- nung, einer anerkannten Weiterbildung und der notwendigen Praxiserfah- rung berechtigt, die Berufsbezeichnung « diplomierte Pflegefachfrau » zu führen und hätte damit nicht ein eigenständiges, vom DN I losgelöstes Diplom als « dipl. Pflegefachfrau » des SRK erhalten. Die SDK hielt sodann bereits in einer Me dienmitteilung vom 6. Juni 2002 fest: « Die Übergangsregelung [Art. 6.4 der Bestimmungen für die Ausbildung zur dipl. Pflegefachfrau/zum dipl. Pflegefachmann] legt die V oraussetzungen 2017 IV/2 Fachhochschultitel. Nachträglicher Erwerb 18 IV BVGE / ATAF / DTAF fest, unter welchen Absolventinnen und Absolventen früherer Diplomaus- bildungen die neue einheitliche Berufsbezeichnung führen können. Die Vereinheitlichung der Berufsbezeichnung schafft Klarheit und Rechtssi - cherheit, ohne dass dazu neue Diplome ausgestellt werden müssen. » Hieraus ist ersichtlich, dass mit der Berechtigung , die Berufsbezeichnung zu führen, nicht neue Diplome ausgestellt werden sollten. Weil zudem im erläuternden Bericht 2014 ausdrücklich festgehalten wird, die DN I- Inhaber seien vom NTE in Pflege ausgenommen, wäre es nun stossend, ihnen aufgrund einer Berechtigung zur Führung einer Berufsbezeichnung, die auf einem DN I beziehungsweise auf besagter Regelung betreffend Berufsbezeichnung basiert, den NTE in Pflege doch noch zu ermöglichen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass Art. 6.3 der Bestimmungen für die Ausbildung zur dipl. Pflegefachfrau/zum dipl. Pflegefachmann festhält, die anderen Pflegediplome, unter anderem das DN I, würden gesamt - schweizerisch weiterhin als anerkannt gelten, womit sie also nicht bedeutungslos wurden beziehungsweise sind. Ferner sind auch folgende Auswirkungen zu berücksichtigen: Würde aufgrund einer Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung « diplomierte Pflegefachfrau » zusätzlich noch ein FH -Diplom vergeben, hätte ein DN I-Inhaber gleich zwei Stufen auf einmal genommen: Er wäre nicht nur berechtigt, den 2002 neu eingeführten Titel zu führen (« dipl. Pflegefachfrau »/« dipl. Pflegefachmann »), sondern erlangte dank dieser Berechtigung mittels NTE in Pflege, unter Berücksichtigung der weiteren V oraussetzungen, gleich auch noch einen FH-Titel. Dies ist mit der Regelung in Art. 6.4 der Bestimmungen für die Ausbildung zur dipl. Pflegefachfrau/zum dipl. Pflegefachmann nicht zu vereinbaren, welche die Berufsbezeichnung zum Gegenstand hat. Ermöglichte die Berechtigung zur Führung des Tit els « dipl. Pflegefachfrau », basierend auf einem DN I, auch den NTE in Pflege, wäre dies zudem gegenüber anderen altrechtlichen Ausbildungen, die höher gewichtet wurden (z.B. DN II), nicht zu rechtfertigen, da damit letztendlich eine Gleichschaltung der Ausbildungsgänge stattfände, die bisher und auch im erläuternden Bericht 2014 bewusst voneinander abgegrenzt wurden. Daher drängt es sich auf, bloss die höher gewichteten Ausbildungsgänge wie jene des DN II und des genuin erworbenen Diploms « dipl. Pflegefachfrau/dipl. Pflegefachmann » unter Einhaltung der weiteren V oraussetzungen zum NTE in Pflege zuzulassen. Fachhochschultitel. Nachträglicher Erwerb 2017 IV/2 BVGE / ATAF / DTAF IV 19 3.4.2.3 Nach dem Gesagten erfüllte auch eine vom SRK basierend auf einem DN I beziehungsweise Art. 6.4 der Bestimmungen für die Ausbil - dung zur dipl. Pflegefachfrau/zum dipl. Pflegefachmann erteilte Berechti- gung zur Führung des Titels « dipl. Pflegefachfrau » die Voraussetzung des Basisdiploms gemäss Art. 1 Abs. 4 Bst. a NTE -FH für den NTE in Pflege nicht. 3.4.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass auch die basie rend auf dem DN I 2008 erteilte Berechtigung des SRK zur Führung des Titels « diplomierte Pflegefachfrau HF » die V oraussetzung des Basisdiploms gemäss Art. 1 Abs. 4 Bst. a NTE-FH für den NTE in Pflege nicht erfüllt, selbst wenn die Berechtigung auf den Ti tel « dipl. Pflegefachfrau » gelautet hätte. Die Beantwortung der Frage, ob das SRK die Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung « diplomierte Pflegefachfrau HF » erteilen durfte beziehungsweise diese Berechtigung auf « dipl. Pflegefachfrau » hätte lauten müssen, ist nach dem Gesagten im hier vorliegenden Fall nicht massgeblich für die Beurteilung, ob die Beschwerdeführerin die V oraus- setzungen für den NTE in Pflege erfüllt, und nicht Gegenstand des Verfah- rens. 3.5 Ferner verfügt die Beschwerdeführerin über das Diplom « Krankenpflegerin FA SRK ». Die entsprechende Ausbildung ist jedoch nicht wie diejenige des DN I auf der Tertiärstufe, sondern auf der Sekundarstufe II anzusiedeln (Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren [GDK], Positionierung der Pflegediplome DN I, Empfehlungsschreiben der GDK an die OdASanté vom 18. Juli 2006, Anhang 1, 18. Juli 2006). Hinsichtlich Zulassung zu weiterführenden Ausbildungen entspricht das Diplom « Krankenpflegerin FA SRK » dem Abschluss « Fachfrau Gesundheit EFZ » und eröffnet somit die Möglichkeit, sich zur « dipl. Pflegefachfrau HF » weiterzubilden, also ein erstes Diplom auf der Tertiärstufe zu erlangen ( SCHÄFER/SCHERRER/ BURLA, a.a.O, OBSAN Dossier 24 S. 14). Damit ist der Titel « Kranken- pflegerin FA SRK » jedoch kein Basisdiplom gemäss Art. 1 Abs. 4 Bst. a NTE-FH, das zum NTE in Pflege berechtigt. Unbestritten ist ebenfalls, dass es sich bei den Diplomen « Certificate of Advanced Studies CAS […] in Leiten von Teams » und « Pflegefachfrau HöFa I » um Weiterbildungen handelt, welche die V or aussetzung des Basisdiploms gemäss Art. 1 Abs. 4 Bst. a NTE-FH nicht erfüllen. Darüber hinaus macht die Beschwerdeführerin keine weiteren Ausbildungen 2017 IV/2 Fachhochschultitel. Nachträglicher Erwerb 20 IV BVGE / ATAF / DTAF geltend beziehungsweise aus den Akten ist nicht ersichtlich, dass sie über weitere Diplome beziehungsweise Titel verfügt. 3.6 Aus der historischen Entwicklung im Bereich der Pflegeberufe (vgl. insb. E. 3.3.1, 3.3.2, 3.4.2.2 und 3.5) ergibt sich demnach, dass die Nichtberücksichtigung der besagten Diplome in Art. 1 Abs. 4 Bst. a NTE- FH nicht willkürlich, sondern sachlich begründet ist, da sowohl das DN I als auch das Diplom « Krankenpflegerin FA SRK » unterhalb derjenigen Diplome angesiedelt ist, die einem NTE in Pflege zugänglich sind. Insgesamt sind damit keine Anhaltspunkte ersichtlich – und werden im Übrigen auch nicht geltend gemacht –, dass das WBF mit der Nichtauflis- tung dieser Diplome in Art. 1 Abs. 4 Bst. a NTE -FH seine Delegations - kompetenz überschritten hätte beziehungsweise dies aus anderen Gründen gesetzes- oder verfassungswidrig wäre, zumal die Delega tionsnorm sehr vage ist beziehungsweise dem WBF ein weiter Ermessensspielraum einge- räumt wird (vgl. E. 2.1) und das Bundesverwaltungsgericht daher ohnehin gehalten ist, nicht leichthin sein eigenes Ermessen an die Stelle desjenigen des Verordnungsgebers zu setzen (vgl. BGE 131 II 562 E. 3.2). 3.7 Nach dem Gesagten erfüllt die Beschwerdeführerin die V oraus- setzung des Basisdiploms gemäss Art. 1 Abs. 4 Bst. a NTE-FH nicht und daher ist die Abweisung ihres Gesuchs um den NTE in Pflege nicht zu beanstanden. 4. Im Übrigen deckt die Beschwerdeführerin die V oraussetzungen gemäss Art. 1 Abs. 4 Bst. b und c NTE-FH für den NTE in Pflege mit dem Fähigkeitsausweis « Höhere Fachbildung Pflege Stufe I » und ihrer lang- jährigen Praxiserfahrung im Pflegebereich ohne Weiteres ab. Da sie aber keine Ausbildung oder kein Diplom gemäss Art. 1 Abs. 4 Bst. b Ziff. 1‒3 NTE-FH nachweisen kann, wäre gemäss Art. 1 Abs. 4 Bst. d NTE -FH zusätzlich ein Nachdiplomkurs auf Hochschulstufe im Fachbereich Gesundheit oder eine andere gleichwertige Weiterbildung gefordert. Die Beschwerdeführerin absolvierte im Jahr (…) an der (…) zwar den Zertifikatslehrgang « Leiten von Teams » im Umfang von (…) ECTS - Punkten. Auf der Homepage der (…) wird dieser Lehrgang indes nicht bei den Weiterbildungen im Gesundheitsbereich (…) aufgelistet (Verweis auf die Internetseite). Auch aus der Kursausschreibung geht hervor, (…) dass es sich damit um einen fachübergreifenden, aber nicht spezifisch im Gesundheitsbereich angesiedelten Lehrgang handelt ([Verweis auf die Internetseite], vgl. hierzu auch Urteile des BVGer B‒4383/2011 vom Fachhochschultitel. Nachträglicher Erwerb 2017 IV/2 BVGE / ATAF / DTAF IV 21 12. Januar 2012 E. 3 und B‒4297/2015 E. 5, bestätigt durch Urteil des BGer 2C_354/2016 E. 5). Damit ist die Auffassung der V orinstanz, die Beschwerdeführerin weise mit dem Zertifikatslehrgang « Leiten von Teams » keinen Nachdiplom - kurs auf Hochschulstufe im Fachbereich Gesundheit im Sinne von Art. 1 Abs. 4 Bst. d NTE -FH auf, nicht zu beanstanden, zumal auch die Beschwerdeführerin selber d er Auffassung ist, sie sei bei diesem Punkt bereit, eine Nachleistung zu erbringen. Insgesamt wäre das Gesuch der Beschwerdeführerin um den NTE in Pflege auch aus diesem Grund abzuweisen. 5. Im Lichte der obigen Erwägungen erweist sich die Beschwerde daher als unbegründet und ist abzuweisen.