<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, das Programm Via sicura um die Massnahme des obligatorischen Einbaus von Crashrecordern bei Fahrzeugen von Junglenkerinnen und -lenkern von 18 bis 25 Jahren zu ergänzen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat mit der Einführung der Zweiphasenausbildung auf den 1. Januar 2005 einen ersten und wichtigen Schritt zur Senkung der Unfallzahlen bei Neulenkenden gemacht. Danach muss während einer dreijährigen Probezeit die vorgeschriebene Weiterausbildung absolviert werden, und es gilt ein verschärftes Sanktionsregime. Im Rahmen des Handlungsprogramms für mehr Sicherheit im Strassenverkehr (Via sicura) wird zur weiteren Verbesserung der Verkehrssicherheit dieser Personengruppe die Einführung eines tieferen Blutalkoholgrenzwertes für Neulenkende vorgeschlagen. Anlässlich der Ausarbeitung der "Via sicura"-Massnahmen wurde auch die generelle Einführung einer Ausrüstungspflicht von Motorfahrzeugen mit Datenaufzeichnungsgeräten eingehend geprüft. Eine entsprechende Massnahme wurde schliesslich verworfen, weil aufgrund einer deutschen Studie die unfallverhütende Wirkung geringer als ursprünglich angenommen einzustufen ist.</p><p>Bei Weitem nicht alle Lenkerinnen und Lenker zwischen 18 und 25 Jahren verfügen nach der Erlangung des Führerausweises über ein eigenes Fahrzeug. Viele benützen stattdessen für gelegentliche Fahrten ein jeweils verfügbares Fahrzeug aus dem Familien- oder Freundeskreis, auf dessen Ausrüstung sie keinen Einfluss haben. Eine Massnahme im Sinne der Motion würde das an sich sinnvolle private Car-Sharing stark einschränken und damit eine Vielzahl von jungen Lenkerinnen und Lenkern, die sich im Strassenverkehr konform verhalten, benachteiligen. Wenn sich Neulenkende ohne eigenes Fahrzeug aus diesem Grund über längere Zeit wenig oder gar keine Fahrpraxis mehr aneignen können, kann sich dies auf die Verkehrssicherheit negativ auswirken. Finanzielle Konsequenzen hätte eine solche Vorschrift schliesslich auch für die Wirtschaft. Vorhandene Firmenfahrzeuge müssten mit Unfalldatenschreibern nachgerüstet werden, damit auch unter 25-jährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sie benützen dürfen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.