Obergericht des Kantons Zürich Verwaltungskommission Geschäfts-Nr.: VB140017- O/U Mitwirkend: Der Obergerichtspräsident lic. iur. R. Naef, Vizepräsident lic. iur. M. Burger, Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Oberrichter lic. iur. P. Helm und Oberrichter lic. iur. M. Langmeier sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Leu Beschluss vom 23. Januar 2015 in Sachen A._____, Beschwerdeführer gegen 1. B._____, lic. iur., 2. C._____, lic. iur., 3. D._____, lic. iur., 4. E._____, Dr. iur., Beschwerdegegner betreffend Aufsichtsbeschwerde - 2 - Erwägungen: I. 1. Am 3. September 2014 reichte A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) beim Obergericht des Kantons Zürich eine als Beschwerde gegen den B e- zirksgerichtspräsidenten Dr. E._____, den Vizepräsidenten lic. iur. D._____, die Bezirksrichterin lic. iur. B._____ sowie den Bezirksrichter lic. iur. C._____ des Bezirksgerichts … (nachfolgend: Beschwerdegegner) bezeichnete Ei n- gabe ins Recht und stellte folgende Anträge (act. 1): "1. [Es sei] zu prüfen ob die Vergabe der unentgeltlichen Rechtspflege an die Gegenseite rechtmässig ist und ob die dafür verantwortlichen Richter gegen das Interesse des Schweizer Staates verstossen haben, wonach es die Pflicht von Richtern ist, dafür Sorge zu tragen, dass Staatsgelder nicht an unberechtigte Empfänger gehen. 2. zu prüfen ob das Verfahren insgesamt zu grosse Mängel aufweist, die die Gefahr bergen, dass sowohl gesundheitliche als auch andere Schäden bei Beteiligten insbesondere Minderjährigen verursacht wur- den oder werden. 3. zu prüfen, ob das Bezirksgericht insgesamt (auch durch regelrechte Absprachen) einen Kurs verfolgt hat oder noch verfolgt, der eine Ver- letzung der Schweizer Verfassung darstellt, indem der Grundsatz auf Gleichbehandlung verletzt wird. Nach Ansicht der Bundesrätin Somma- ruga herrscht in der Schweiz in Bezug auf die Zuteilung der elterlichen Sorge keine Gleichberechtigung. 4. zu prüfen, ob das Verhalten von Richter D._____ gegenüber mei- nem Sohn rechtmässig und mit seinen Pflichten als Schweizer Richter vereinbar war." 2. Gemäss § 83 Abs. 2 GOG stellt d ie Aufsichtsbehörde die Aufsichtsbe- schwerde den Betroffenen zur schrift lichen Vernehmlassung zu, wenn sie sich nicht sofort als unbegründet erweist. Da dies - wie im Folgenden zu zei- gen sein wird - der Fall ist, kann auf eine Vernehmlassung verzichtet wer- den. 3. Nach Eingang der vorinstanzlichen Akten am 26. November 2014 erweist sich das Verfahren nun als spruchreif. - 3 - II. 1. Die Aufsichtsbeschwerde an die Verwaltungskommission richtet sich gegen verschiedene Verhaltensweisen der obgenannten Richter des Bezirksge- richts … sowie gegen die Verfügungen betreffend die Gewährung der u n- entgeltlichen Rechtspflege an die Gegenpartei bzw. deren Bestätigung im Verfahren FE110221 (act. 1). Gemäss § 80 Abs. 1 lit. b GOG i.V.m. § 18 lit. k der Verordnung über die Organisation des Obergerichts (LS 212.51) übt die Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich die Au f- sicht über die dem Obergericht unterstellten Gerichte und nach § 80 Abs. 2 GOG die mittelbare Aufsicht über die den Bezirksgerichten unterstellten B e- hörden aus (vgl. auch Hauser/Schweri/Lieber, GOG- Kommentar, Z ü- rich/Basel/Genf 2012, § 80 N 1). Die Verwaltungskommission i st daher zur Behandlung der Beschwerde zuständig. 2.1. Aufgabe der Aufsichtsbehörde ist es, durch Gebrauch ihrer Aufsichts - und Disziplinargewalt auf entsprechende Anzeige hin ein ordnungs - und rechts- widriges Verhalten einer Justizperson zu ahnden (sog. administrative B e- schwerde) oder eine tatsächlich oder vermeintlich unrechtmässige oder u n- zweckmässige Anordnung aufzuheben bzw. abzuändern (sog. sachliche Beschwerde). Mit der administrativen Aufsichtsbeschwerde wird die Aufsichtsbehörde ver- anlasst, von ihrer Aufsichts - und Disziplinargewalt Gebrauch zu machen. Ih- rem Wesen nach stellt die administrative Aufsichtsbeschwerde nichts ande- res als eine Verzeigung dar, mit der auf ein ordnungs - und rechtswidriges Verhalten einer Justizperson hingewiesen wird. Di eses kann eine Saums e- ligkeit (d.h. eine Unterlassung pflichtgemäss beförderlichen Handel ns und somit ein schuldhafterweise zu geringer persönlicher Einsatz) oder ein u n- gehöriges (vorwiegend subjektiv betontes und somit zu weit gehendes per- sönlich bestimmte s) Handeln sein. Eine Aufsichtsanzeige verpflichtet die Aufsichtsbehörde nicht zum Eingreifen bzw. zur Anhandnahme eines Ve r- fahrens, immerhin kann sich aber aus der Art der Vorwürfe die Pflicht der - 4 - Aufsichtsbehörde ergeben, weitere Abklärungen zu treffen. Solche sind n a- mentlich dann angezeigt, wenn offensichtlich objektiv begründete Hinweise auf eine Verfehlung und damit ein öffentliches Interesse an der Aufklärung des Fehlverhaltens bestehen, sich weitere Abklärungen somit geradezu au f- drängen (vgl. Hauser/ Schweri/Lieber, a.a.O., N 43 ff. und N 47 zu § 82 GOG). 2.2. Die sachliche Aufsichtsbeschwerde ist subsidiär zu allfälligen Rechtsmitteln. Massnahmen der Prozessleitung unterliegen grundsätzlich den prozessu a- len Rechtsmitteln und können nicht mit Aufsichts beschwerde angefochten werden, da es der Aufsichtsbehörde nicht zusteht, die Gesetzesmässigkeit der Rechtsprechung durchzusetzen. Dies gilt auch für die im Zusamme n- hang mit der Fällung eines Entscheides erhobene Rüge der offensichtlich fehlerhaften Amtsausübung. Ist gegen den fraglichen Entscheid ein Recht s- mittel gegeben, so ist dessen Überprüfung durch die Aufsichtsbehörde dem- nach grundsätzlich nicht möglich. Ist auf die sachliche Aufsichtsbeschwerde einzutreten, prüft die Aufsichtsbehörde nicht die materi elle Richtigkeit des angefochtenen Entscheides, sondern einzig die Frage, ob sich die Auffas- sung der Vor instanz als offensichtlich haltlos oder mutwillig erweise bzw. ob sie qualifiziert falsch sei. Die Aufsichtsbehörde nimmt damit nicht eine rechtsmittelartige materielle Prüfung des Entscheides vor, sondern schreitet nur dann ein, wenn sich der angefochtene Entscheid geradezu als Amt s- pflichtverletzung erweist, vergleichbar mit einem sonstigen Verhalten eines Richters, welches die Aufsichtsbehörde im Falle einer administrativen B e- schwerde diesem gegenüber zur Vornahme aufsichtsrechtlicher Massnah- men veranlassen würde (vgl. zum Ganzen Hauser/Schweri/Lieber, a.a.O., § 82 N 11, 23 und 30 f.). 3.1. Der Beschwerdeführer erhebt seine Aufsichtsbeschwerde ausdrück lich g e- gen verschiedene Verhaltensweisen der Beschwerdegegner 1 bis 4 als Jus- tizpersonen im Rahmen der Verfahren FE110221 und BV140009 (act. 1) sowie gegen die Entscheide des Gerichts im Verfahren FE110221, der G e- genpartei die unentgeltliche Rechtspflege z u gewähren bzw. zu belassen. - 5 - Die vorliegende Beschwerde ist daher sowohl administrativer als auch sach- licher Natur. 3.2. Der Beschwerdeführer begründet seine Beschwerde (act. 1) zusammenge- fasst damit, das Verfahren am Bezirksgericht … daure sehr lang, weise e r- hebliche Mängel auf und sei zweifelhaft. Das ges amte Verfahren verstosse gegen das schweizerische Recht sowie die Grundsätze der Gleichberecht i- gung und des Anspruchs auf ein faires Verfahren. Mit ihrem Verhalten hä t- ten die Richter der Familie Schaden zugefügt. Der Antrag auf unentgeltliche Rechtspflege der Gegenseite sei mit mangelnder Sorgfalt geprüft worden. Der Fortbestand der unentgeltlichen Rechtspflege sei auch nicht überprüft worden, als er, der Beschwerdeführer , stichhaltige Argumente gegen die Gewährung vorgebracht habe. Bezirksrichterin lic. iur. B._____ sei zu U n- recht auf die Klage eingetreten und habe den Antrag auf unentgeltliche Rechtspflege der Gegenseite unsorgfältig geprüft. Ebenso wenig habe sie seine Einwände zur Unglaubwürdigkeit der Angaben der Gegenpartei sowie zu deren kriminellen Energie gewürdigt. Sie habe von Beginn weg den Kurs verfolgt, die elterliche Sorge der Kindsmutter zuzusprechen. 3.3. Bezirksrichter lic. iur. C._____ als Nachfolger von Bezirksrichterin lic. iur. B._____ habe die Gegenpartei gleichermassen wie Letztere bevorzugt und sich parteiisch verhalten. Er sei verantwortlich dafür, dass über eine gestellte Gefährdungsmeldung nicht entschieden worden sei und die beantragte B e- gutachtung seines Sohnes nicht stattgefunden habe. 3.4. Vizepräsident lic. iur. D._____ habe es sodann unterlassen, die von ihm, dem Beschwerdeführer, gerügten Fehler und Versäumnisse zu verbessern. Mit seinem Verhalten gegenüber dem Sohn habe er eine Grenze überschri t- ten, welche eine disziplin arische Untersuchung rechtfertige. So sei es sei- tens des Gerichts unnötig gewesen, seinen Sohn zu kontaktieren und ihm für den Fall der Nichtbefolgung der Vorladung Konsequenzen anzudrohen. 3.5. Bezirksgerichtspräsident D r. E._____ habe gegen die Verfahrensmängel nicht opponiert. Er habe den Ausstand von Bezirksrichterin lic. iur. B._____ - 6 - ohne Mitteilung akzeptiert und einen Ausstandsgrund gegenüber Bezirk s- richter lic. iur. C._____ fälschlicherweise verneint. Ebenso wenig erachte er Vizepräsident lic. iur. D._____ als befangen. Er sei wohl auch für die fehlen- de Begutachtung des Sohnes und die nicht behandelte Gefährdungsmel- dung verantwortlich. Zudem habe er, der Beschwerdeführer, die Absage des letzten Gerichtstermins lediglich fernmündlich mitgeteilt erhalten. 4.1. Die Aufsichtsbeschwerde ist innert einer Frist von zehn Tagen seit Kenn t- nisnahme der Amtspflichtverletzung schriftlich und begründet einzureichen (§ 83 Abs. 1 GOG). Der Poststempel der Eingabe des Beschwerdeführers datiert vom 5. September 2014 (act. 1). Den vorinstanzlichen Akten ist zu entnehmen, dass Bezirksrichterin lic. iur. B._____ das Scheidungsverfahren FE110221 ab Klageeingang bis zum 30. November 2012 leitete (act. 6/78). In der Folge wurde das Verfahren v on Bezirksrichter lic. iur. C._____ weiter geführt, ab dem 14. März 2014 sodann durch den Vizepräsident en lic. iur. D._____ (act. 6/115). Der Beschwerdeführer rügt verschiedene Verhaltens- weisen der Bezirksrichter lic. iur. B._____ und lic. iur. C._____ im Rahmen ihrer Tätigkeit als verantwortliche Richter im besagten Scheidungsverfahren. Die dargelegten Pflichtverletzungen müssen damit im Zeitraum, als die bei- den Bezirksrichter jeweils die Verfahrensleitung inne hatten, erfolgt sein. 4.2. Die Rügen, Bez irksrichterin lic. iur. B._____ habe der Gegenpartei die u n- entgeltliche Rechtspflege in der Verfügung vom 10. November 2011 (act. 6/10) zu Unrecht gewährt bzw. diese in der Verfügung vom 29. November 2012 (act. 6/75) zu Unrecht nicht entzogen, erfolgten nicht in- nert der obgenannten zehntägigen Frist. Erstere Verfügung wurde dem B e- schwerdeführer am 21. November 2011 (act. 6/11/2) zugestellt, weshalb er in diesem Zeitpunkt von deren Inhalt Kenntnis erhielt . Hinsichtlich Letzterer befindet sich in den Akten zwar keine Empfangsbescheinigung des Be- schwerdeführers. Dieser bzw. sein damaliger Vertreter nahmen aber zum Umstand der ihrer Meinung nach der Gegenpartei zu Unrecht gewährten unentgeltlichen Rechtspflege in den Plädoyernotizen für die Hauptverhan d- lung vom 28. Februar 2013 (act. 6/82 S. 5) Stellung, nachdem sie sich hie r-- 7 - zu - vor dem Erlass der Verfügung vom 29. November 2012 - bereits in der Klageantwort vom 12. September 2012 (act. 6/52 S. 8) sowie in einer Einga- be vom 20. November 2012 (act. 8/71) geäussert hatten. Ebenso monierte der Beschwerdeführer diesen Umstand in einem ans Bezirksgericht … ge- stellten Ausstandsbegehren vom 10. April 2014 (act. 5/1 S. 2). Im Zeitpunkt der Einreichung der vorliegenden Aufsichtsbeschwerde am 5. September 2014 (Datum des Poststempels) hatte der Beschwerdeführer damit von der geltend gemachten angeblichen Amtspflichtverletzung schon lange Kenn t- nis, weshalb s eine Eingabe nicht innert der gesetzlich vorgesehenen Frist von zehn Tagen seit Kenntnisnahme der Amtspflichtverletzung ( § 83 Abs. 1 GOG) und damit verspätet erfolgte. Insoweit ist auf das Begehren des Be- schwerdeführers nicht einzutreten. Lediglich ergänzend bleibt anzumerken, dass die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege an die Gegenpartei bereits in einem früheren aufsichtsrechtlichen Beschwerdeverfahren vor Obergericht Prozessthema war (Verfahren VB130003). Dieses wurde mit Beschluss vom 18. April 2013 rechtskräftig erledigt. 4.3. Ebenso wenig erfolgten die Rügen, Bezirksrichterin lic. iur. B._____ habe von Anfang an das Ziel verfolgt, die elterliche Sorge der Kindsmutter zuz u- sprechen, und habe die Missbrauchsproblematik sowie die kriminelle Ener- gie der Gegenpartei ausser Acht gelassen (act. 1 S. 2), innert der gesetzli- chen Frist von § 83 Abs. 1 GOG. Diese Beanstandungen brachte der B e- schwerdeführer bereits in einer ans Bezirksgericht … gerichteten Eingabe vom 20. November 2012 vor und beantragte aufgrund dieser Vorbringen den Ausstand von Bezirksrichterin lic. i ur. B._____ (act. 8/71). Da sich Bezirks- richterin lic. iur. B._____ nach der Übertragung der Verfahrensleitung am 30. November 2012 an Bezirksrichter lic. iur. C._____ (act. 6/78) am Verfah- ren nicht mehr beteiligte, erweisen sich die Vorbringen in der Eingabe vom 5. September 2014 mangels Einhaltung der Frist von zehn Tagen im Sinne von § 83 Abs. 1 GOG als verspätet. Überdies finden d ie Anschuldigungen in den beigezogenen Akten (act. 6) des Scheidungsverfahrens ohnehin keine Bestätigung. - 8 - 5. Aus den Akten geht sodann hervor, dass der Beschwerdeführer am 5. März 2013 einen Befangenheitsantrag gegen Bezirksrichter lic. iur. C._____ stellte (act. 6/96), welchem das Obergericht des Kantons Zürich im Rechtsmittel- verfahren mit Urteil vom 23. Juli 2013 entsprach (act. 6/110 S. 7). In der Fol- ge führte lic. iur. C._____ das Scheidungsverfahren nicht mehr weiter. Die Verhaltensweisen, welche zu den massgeblichen Vorwürfen führten, muss- ten demnach vor diesem Zeitpunkt erfolgt sein. In seiner Eingabe ans B e- zirksgericht … vom 10. April 2014 (act. 5/1) monierte der Beschwerdeführer, Bezirksrichter lic. iur. C._____ habe seine an die Kindes - und Erwachsenen- schutzbehörde gerichtete Gefährdungsmeldung vom 20. Februar 2013 (act. 6/83/1) nicht behandeln wollen (act. 5/1 S. 2). Der Beschwerdeführer war sich damit bereits zu diesem Zeitpunkt dieses Umstands bewusst, wel- cher seiner Meinung nach ein aufsichtsrechtliches Eingreifen rechtfertigte, weshalb er die diesbezügliche Rüge in seiner Eingabe vom 5 . September 2014 (act. 1) nicht innert der gesetzlichen Frist von zehn Tagen erhob. Man- gels Einhaltung der gesetzlichen Beschwerdefrist ist auf die Beschwerde i n- soweit nicht einzutreten. Seine Rüge, Bezirksrichter lic. iur. C._____ habe eine Begutachtung seines Sohnes abgelehnt (act. 1 S. 3), ist sodann akten- widrig. Vielmehr geht aus den Akten hervor, dass eine solche angeordnet werden sollte. Mit Verfügung vom 16. Mai 2013 (act. 6/104) wurde den Pa r- teien des Scheidungsverfahrens ein Gutachtervorschlag unterbreitet. Dage- gen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 1. Juni 2013 Einwendun- gen und beantragte die Aussetzung der Gutachterbestellung bis zum En t- scheid über das hängige Ausstandsbegehren gegen Bezirksrichter lic. iur. C._____ (act. 6/106). Eine ablehnende Haltung von Bezirksrichter lic. iur. C._____ gegenüber dem Vorschlag einer Begutachtung des Sohnes der Parteien ergibt sich aus den Akten demnach nicht. Insoweit ist die B e- schwerde unbegründet. Gleiches gilt mit Blick auf das weitere Vorbringen des Beschwerdeführers, Bezirksrichter lic. iur. C._____ habe die Gegenseite bevorzugt (act. 1 S. 3). Zutreffend ist diesbezüglich zwar, dass das Oberge- richt des Kantons Zürich - wie dargelegt - am 23. Juli 2013 einem Befangen- heitsantrag des Beschwerdeführers i m Rechtsmittelverfahren entsprach - 9 - (act. 6/110 S. 7); dies mit der Begründung, dass Bezirksrichter lic. iur. C._____ durch das während einer Verhandlung geführte Gespräch mit der Gegenpartei in Abwesenheit des Beschwerdeführers den Anschein von B e- fangenheit erweckt habe (vgl. act. 6/114 S. 4). Ein solches Verhalten führt aber für sich allein nicht zu einem auf sichtsrechtlich relevanten Fehlverhal- ten. Aus der Eingabe des Beschwerdeführers ergibt sich nicht, weshalb sich gegenüber Bezirksrichter lic. iur. C._____ über den Entzug der Verfahren s- leitung hinausgehende aufsichtsrechtliche Massnahmen aufdrängten. Sol- che Gründe sind denn auch nicht ersichtlich. Im Übrigen wäre auch diese Rüge verspätet erhoben worden, da die Verfahrensleitung bereit s im März 2014 auf den Vizepräsidenten lic. iur. D._____ überging und der Beschwer- deführer damit spätestens zu diesem Zeitpunkt von seinen Beanstandungen gegenüber lic. iur. C._____ Kenntnis erlangte. 6.1. Ebenfalls als verspätet erweisen sich die gegenüber dem Vizepräsi denten lic. iur. D._____ vorgebrachten Beanstandungen, er habe am 17. April 2014 auf seinen Sohn massiven Druck ausgeübt, indem er ihn in der Schule an- gerufen und ihn dazu gedrängt habe, am angesetzten Gerichtstermin zu er- scheinen, und ihm schliesslich mit Konsequenzen gedroht habe (act. 1 S. 3 f., act. 2/5, vgl. auch act. 6/124). Über diesen Vorfall wurde der Beschwerd e- führer gemäss eigener Darstellung noch am selben Tag informiert (act. 2/5 S. 1). Bereits am 27. April 2014 stellte er deswegen bei der Staatsanwalt- schaft Limmattal/Albis Strafanzeige gegen den Vizepräsidenten lic. iur. D._____ (act. 2/5). Am 2. Juli 2014 rügte er sodann das geltend gemachte Verhalten des Vizepräsidenten lic. iur. D._____ bei den Zivilkammern des Obergerichts des Kantons Z ürich (act. 2/4 S. 2 unten). Wenn der Beschwer- deführer diesbezüglich nun mit Eingabe vom 3. September 2014 eine Au f- sichtsbeschwerde erhebt, so muss diese mit Blick auf die Beschwerdefrist von zehn Tagen (§ 83 Abs. 1 GOG) ebenfalls als verspätet gelten. 6.2. Sowohl das Bezirksgericht … als auch die I. Zivilkammer äusserten sich so- dann im Rahmen eines Ausstandsverfahrens gegen den Vizepräsidenten lic. iur. D._____ in ihren Urteilen vom 25. Juni 2014 (BV140009- F) bzw. 23. Juli - 10 - 2014 (PC140026-O) zu den Vorwürfen des Beschwerdeführers, Vizepräs i- dent lic. iur. D._____ führe das Verfahren im Sinne seiner Vorgänger fort , habe der Familie Schaden zugefügt und verstosse gegen d ie Ansprüche auf Gleichberechtigung und auf ein faires Verfahren (act. 5/9 E. 2.3 ff., insb. E. 2.7 f., act. 8/1 E. 4.3). Diese Vorwürfe erhebt der Beschwerdeführer auch in der Beschwerde an die hiesige Instanz (act. 1 S. 3 f.). Da ihm diese an- geblichen Missstände somit bereits im Zeitpunkt der Verfahren am Bezirk s- gericht … und der Rechtsmit telinstanz bekannt war en (vgl. auch act. 2/3 S. 1), hat er die Frist gemäss § 83 Abs. 1 GOG zur Erhebung einer Au f- sichtsbeschwerde diesbezüglich ebenfalls nicht eingehalten. 6.3. Im Übrigen bleibt darauf hinzuweisen, dass das Bezirksgericht … das Aus- standsgesuch des Beschwerdeführer s gegen den Vizepräsidenten lic. iur. D._____ mit Urteil vom 25. Juni 2014 abwies, was durch die I. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich am 23 . Juli 2014 (act. 8/1) sowie das Bundesgericht am 4. November 2014 (act. 5) bestätigt wurde. Das Oberge- richt erachtete den Vorwurf des Beschwerdeführers, Vizepräsident lic. iur. D._____ habe einer Rechtsauffassung zugearbeitet, welche das Menschen- recht auf Gleichberechtigung systematisch verwehre, ebenso unbegründet und haltlos wie das Vorbringen, er habe dem Sohn des Beschwerdeführers und der übrigen Familie Schaden zugefügt (act. 8/1 E. 4.3). Aufsichtsrecht- lich relevante Pflichtverletzungen des Vizepräsidenten lic. iur. D._____ sind demnach ohnehin nicht ersichtlich. 7. Es bleiben damit die gegenüber dem Bezirks gerichtspräsidenten D r. E._____ erhobenen Vorwürfe zu prüfen. Die Rüge der fehlerhaften Behan d- lung der Ausstandsbegehren des Beschwerdeführers gegen die Bezirksrich- ter lic. iur. C._____ und lic. iur. D._____ in separaten Verfahren kann im vor- liegenden Verfahren infolge der Subsidiarität der Aufsichtsbeschwerde nicht gehört werden. Vielmehr wäre dem Beschwerdeführer diesbezüglich der or- dentliche Rechtsmittelweg offen gestanden. Diesen hat er denn auch b e- schritten (vgl. act. 5 und act. 6/110 E. II.2.2). Soweit der Beschwerdeführer sodann ausführt, Bezirksgerichtspräsi dent D r. E._____ habe mit Blick auf - 11 - die Verfahrensübertragung von Bezirksrichterin lic. iur. B._____ auf Bezirks- richter lic. iur. C._____ nicht eingegriffen und trage die Ver antwortung für die fehlende Begutachtung seines Sohnes und die nicht behandelte Gefäh r- dungsmeldung, so verkennt er, dass es nicht die Aufgabe eines Gericht s- präsidenten ist, in hängige Verfahren und die Verfahrensleitung einzugrei- fen. Allfällige Fehler in der Prozessführung von Bezirksrichterinnen und - Richtern sind auf dem ordentlichen Rechtsmittelweg bzw. subsidiär bei der Aufsichtsbehörde unter Einhaltung der massgeblichen gesetzlichen Besti m- mungen zu beanstanden. Demz ufolge kann Bezirksgerichtspräsident D r. E._____ insoweit kein Fehlverhalten vorgeworfen werden . Schliesslich ve r- mag auch der Umstand, dass Bezirksgerichtspräsident D r. E._____ eine Vorladung fernmündlich abgenommen haben soll, kein aufsichtsrechtliches Eingreifen zu rechtfertigen, zumal die Art und Weise der Abnahme einer Vorladung im Ermessen des Gerichts liegt (BSK ZPO-Bühler, Art. 135 N 28). 8. Abschliessend ist damit festzuhalten, dass die Vorbringen des Beschwerd e- führers keinen Anlass geben, gegen Bez irksrichterin lic. iur. B._____, B e- zirksrichter lic. iur. C._____, Vizepräsident lic. iur. D._____ und Präsident Dr. E._____ aufsichtsrechtliche Massnahmen zu ergreifen , weshalb die Au f- sichtsbeschwerde abzuweisen ist, soweit darauf überhaupt einzutreten ist. III. 1. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Verfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (§ 83 Abs. 3 GOG i.V.m. Art. 106 ZPO, § 20 GebV O G). Ent- schädigungen sind keine zu entrichten. 2. Hinzuweisen ist sodann auf das Rechtsmittel des Rekurses an die Rekurs- kommission. - 12 - Es wird beschlossen: 1. Die Aufsichtsbeschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 800.- festgesetzt. 3. Die Kosten des Verfahrens werden dem Beschwerdeführer auferlegt. 4. Es werden keine Prozessentschädigungen zugesprochen. 5. Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an: - den Beschwerdeführer, - die Beschwerdegegner 1 bis 4, - das Bezirksgericht …, zwe ifach, zuhanden der Verfahren FE110221 und BV140009. 6. Rechtsmittel: Ein Rekurs gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen von der Zustel- lung an im Doppel und unter Beilage dieses Entscheids bei der Rekurs- kommission des Obergerichts, Postfach 2401, 8021 Zürich, eingereicht wer- den. In der Rekursschrift sind die Anträge zu stellen und zu begründen. All- fällige Urkunden sind mit zweifachem Verzeichnis beizulegen. Zürich, 23. Januar 2015 __________________________________ OBERGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Verwaltungskommission Die Gerichtsschreiberin: lic. iur. A. Leu versandt am: