B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-3954/2011 U r t e i l v o m 2 1 . J u l i 2 0 11 Besetzung Einzelrichterin Gabriela Freihofer, mit Zustimmung von Richterin Emilia Antonioni, Gerichtsschreiber Jan Feichtinger. Parteien A._______, geboren am (…), Ukraine, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin- Verfahren); Verfügung des BFM vom 5. Juli 2011 / N (…). E-3954/2011 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer, ein ukrainischer Staatsangehöriger mit let z- tem Wohnsitz in B._______, seinen Heimatstaat eigenen Angaben zufo l- ge am 5. April 2011 verliess und per Bus nach C._______ (Polen) reiste, wo er übernachtete und hiernach wiederum per Bus über Deutschland und Österreich am 7. April 2011 legal mit einem von Tschechien ausg e- stellten, bis am 23. April 2011 gültigen Schengen -Visum in die Schweiz gelangte, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte, dass das BFM anlässlich der Kurzbefragung vom 14. April 2011 im Emp- fangs- und Verfahrenszentrum Kreuzlingen die Personalien des B e- schwerdeführers erhob und ihn summarisch zum Reiseweg sowie zu den Gründen für das Verlassen des Heimatlandes befragte, wobei er im W e- sentlichen geltend machte, der Verfasser eines Buches zu sein, in we l- chem er D._______ desavouiere und ihn unter anderem bezichtige, (…) zu haben, dass (…) sich gut verkauft hätten, und er für die Publikation (…) Sponso- ren gesucht habe, dass er in dieser Zeit, Ende Februar respektive Anfang März 2011, mehrmals von unbekannten Männern angesprochen und unter erhebli- chen Drohungen genötigt worden sei, sich in seinem (…) positiv über D._______ und negativ über (…) E._______ zu äussern, dass er sich vor diesem Hintergrund entschlossen habe, in die Schweiz zu fliehen, welche er für das sicherste Land der Welt halte, dass das BFM gestützt auf Art. 9 Abs. 4 der Verordnung Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur Festlegung von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfu ng eines von einem Drittstaatsangehörigen in einem Mitgliedstaat gestellten Asylantrags z u- ständig ist (Dublin-II-VO) die tschechischen Behörden am 4. Mai 2011 um Übernahme des Beschwerdeführers ersuchte und diese am 4. Juli 2011 ihre Zustimmung erteilten, dass das BFM mit Verfügung vom 5. Juli 2011 (am folgenden Tag eröf f- net) in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschwerd e- führers vom 7. April 2011 nicht eintrat, die Wegweisung in die Tschechi- sche Republik verfügte, den Vollzug der Wegweisung anordnete, feststell-E-3954/2011 Seite 3 te, einer allfälligen Beschwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu und dem Beschwerdeführer die editionspflichtigen Akten gemäss Akte n- verzeichnis aushändigte, dass das B FM zur Begründung ausführte, der Beschwerdeführer sei mit einem von der Tschechischen Republik ausgestellten Schengen -Visum (N° […]) in den Dublin-Raum eingereist, dass gestützt auf das Abkommen vom 26. Oktober 2004 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemei n- schaft über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder in der Schweiz gestellten Asylantrags (Dublin -Assoziierungsabkommen [DAA, SR 0.142.392.68]) bzw. auf das Übereinkommen vom 17. Dezember 2004 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft, der Republik Island und dem Königreich Norwegen über die Umsetzung, Anwendung und Entwicklung des Schengen -Besitzstands und über die Kriterien und Ve r- fahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines in der Schweiz, in Island oder in Norwegen gestellten Asylantrags (SR 0.360.598.1), die Tschechische Republik für die Durchführung des Asy l- verfahrens zuständig sei, dass die Tschechische Republik am 4. Juli 2011 einer Übernahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 9 Abs. 2 Dublin -II-VO (recte: Art. 9 Abs. 4 Dublin-II-VO zugestimmt habe, dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung oder einer Verlängerung (Art. 19 Dublin-II-VO) – bis spätestens zum 4. Januar 2012 zu erfolgen habe, dass der Beschwerdeführer im Rahmen des ihm gewährten rechtlichen Gehörs vom 14. April 2011 nichts Substanzielles gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs habe erwidern können, dass das BFM den Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in die Tschechische Republik zudem als zulässig, zumutbar und möglich e r- achtete, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 13. Juli 2011 (Poststempel) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhob und dabei in materiel- ler Hinsicht beantrag te, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben E-3954/2011 Seite 4 und das BFM anzuweisen, sein Selbsteintrittsrecht auszuüben und sich für das vorliegende Asylverfahren für zuständig zu erklären, dass in verfahrensrechtlicher Hins icht beantragt wurde, der Beschwerde sei die au fschiebende Wirkung zu erteilen, die Vollzugsbehörden seien anzuweisen, von einer Überstellung in die Tschechische Republik abz u- sehen und ihm sei unter Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvo r- schusses die une ntgeltliche Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsve r- fahren (VwVG, SR 172.021) zu gewähren, dass auf die Begründung der Rechtsbegehren, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird, dass die vorinstanzlichen Akten am 18. Juli 2011 beim Bundesverwa l- tungsgericht eingingen, und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM en t- scheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Sta a- tes, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i. V. m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG ric h- tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG, Art. 105 AsylG, Art. 6 AsylG), dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beso n- ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung bezi e- hungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde l e- gitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 52 Abs. 1 VwVG), E-3954/2011 Seite 5 dass gemäss Art. 111 Bst. e AsylG die Richterinnen und Richter mit Z u- stimmung eines zweiten Richters oder einer zweiten Richterin über offe n- sichtlich unbegründete Beschwerden als Einzelrichter beziehungsweise Einzelrichterin entscheiden und ein solches Rechtsmittel hier vorliegt, dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf ein en Schriften- wechsel verzichtet wurde, dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich Missbrauch und Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder u n- vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu übe r- prüfen (Art. 32-35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerdei n- stanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass sich die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichteintretensen t- scheid als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen materiellen Pr ü- fung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu ne u- er Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (Entscheidungen und Mi t- teilungen der Schweizerischen Asylre kurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass auf Asylgesuche in der Re gel nicht eingetreten wird, wenn Asyls u- chende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durchfü h- rung des Asyl - und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), dass gestützt auf die einleitenden Bestimmungen sowie Art. 1 Abs. 1 DAA i.V.m. Art. 29a Abs. 1 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) die Prüfung der staatsvertragl i- chen Zuständigkeit zur Behandlung eines Asylgesuches nach den Krit e- rien der Dublin-II-VO zu erfolgen hat, dass Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG im Weiteren voraussetzt, dass der staatsvertraglich zuständige Staat einer Übernahme der asylsuchenden Person zugestimmt hat (vgl. Art. 29a Abs. 2 AsylV 1), E-3954/2011 Seite 6 dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-II-VO die Mitgliedstaaten jeden Asylan- trag prüfen, den ein Drittstaatsangehöriger an der Grenze oder im H o- heitsgebiets eines Mitgliedstaates stellt, wobei der Antrag von einem ei n- zigen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III Dublin-II-VO als zuständiger Staat bestimmt wird, dass das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates eingeleitet wird, sobald ein Asylantrag erstmals in einem Mitgliedstaat ge- stellt wurde (Art. 4 Abs. 1 Dublin-II-VO), wobei die Kriterien in der in Kapi- tel III der Dublin-II-VO genannten Rangfolge (vgl. Art. 5 -14 Dublin- II-VO) anzuwenden sind sowie von der Situation zum Zeitpunkt, in dem der Asylbewerber erstmals einen Antrag in einem Mitgliedstaat stellt, ausz u- gehen ist (Art. 5 Abs. 1 und 2 Dublin-II-VO), dass das BFM – angesichts der Tatsache, dass der Beschwerdeführer über Polen in den Dublin -Raum eingereist ist und dort auch übernachtet hat – eine Zuständigkeit der polnischen Behörden erwogen hat (vgl. A4 S. 7), welche Frage vorab zu prüfen ist, dass für den Fall, dass ein Asylbewerber ein gültiges Visum besitzt, der Mitgliedstaat, der das Visum erteilt hat, für die Prüfung des Asylantrages zuständig ist, es sei denn, das Visum sei in Vertretung oder mit schriftl i- cher Zustimmung eines anderen Mitgliedstaates erteilt worden; in diesem Fall ist der letztgenannte Mitgliedstaat für die Prüfung des Asylantrages zuständig (vgl. Art. 9 Abs. 2 Satz 1 und 2 Dublin-IIVO), dass diese Bestimmung unter den in Art. 9 Abs. 4 Dublin-II-VO genannten Voraussetzungen selbst bei abgelaufenem Aufenthaltstitel oder Visum zur Anwendung gelangt, dass gemäss dem ersten Abschnitt von Art. 9 Abs. 4 Dublin -II-VO ein Asylbewerber, der einen oder mehrere Aufenthaltstitel besitzt, die weniger als zwei Jahre zuvor abgelaufen sind oder der über ein oder mehrere Vi- sa verfügt, die seit weniger als sechs Monaten abgelaufen sind, aufgrund deren er in das Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaates einreisen konnte, die Absätze 1, 2 und 3 des Art. 9 Dublin -II-VO anwendbar sind, solange der Antragsteller das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten nicht verlassen hat, dass aufgrund der Akten (A 10 S. 8) sowie der Aussagen des Beschwe r- deführers (A4 S. 6 f.) feststeht, dass dieser über ein Schengen -Visum verfügte, welches durch die tschechischen Behörden – für den Zeitraum vom 30. März bis zum 23. April 2011 – ausgestellt wurde, E-3954/2011 Seite 7 dass vorliegend die Zuständigkeit der Tschechische n Republik als Ausstellerin eines Schengen-Visums (Art. 9 Abs. 2 Dublin-II-VO) einer all- fälligen Zuständigkeit Polens (A rt. 10 Abs. 2 Dublin -II-VO) vorgeht (vgl. die in Kapitel III der Dublin -II-VO genannte Rangfolge [ Art. 5 -14 Dublin- II-VO]), dass demnach das BFM die tschechischen Behörden am 4. Mai 2011 zu Recht um Übernahme des Beschwerdeführers ersuchte, da die Tschechi- sche Republik aufgrund des abgelaufenen Visums gestützt auf Art. 9 Abs. 2 und 4 Dublin-II-VO zur Prüfung des Asylgesuches zuständig ist, dass die Anfrage des BFM zudem innerhalb der in Art. 17 Abs. 1 Dublin - II-VO vorgegebenen Frist erfolgte, dass die tschechischen Behörden mit Schreiben vom 4. Juli 2011 – und damit innerhalb der in Art. 18 Abs. 1 Dublin -II-VO vorgesehenen Frist – einer Rückübernahme des Beschwerdeführers zustimmten (vgl. A11 S. 1) und damit die Tschechische Republik die Zuständigkeit zur Prüfung des Asylgesuches des Beschwerdeführers anerkannte, dass der Beschwerdeführer einer Wegweisung in die Tschechische Re- publik im Rahmen der Befragung entgegenhielt, sein Schengen-Visum sei nur zehn Tage seit Einreise in den Schengen-Raum gültig, dass er dabei zu verkennen scheint, dass sich gemäss Art. 9 Abs. 2 Du b- lin-II-VO die Zuständigkeit eines Signatarstaates aus der Erteilung eines Visums durch dessen Behörden ergibt und gemäss Art. 9 Abs. 4 Dublin-II- VO für den Zeitraum von sechs Monaten seit dessen Ablauf fortbesteht, dass der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe die Befürchtung äussert, aufgrund seiner (…) geäusserten Kritik an der Tschechischen Regierung sowie infolge deren engen Zusammenarbeit mit der ukrain i- schen Regierung würden ihm die tschechischen Behörden kein faires, i n- ternationalen Standards entsprechendes Asylverfahren eröffnen und ihn direkt in seinen Heimatstaat abschieben, dass damit sinngemäss geltend gemacht wird, die Tschechische Republik halte sich nicht an das Non-Refoulement-Gebot, dass dieser Einwand unbegründet ist, da die Tschechische Republik unter anderem Signatarstaat des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) und der Konvention E-3954/2011 Seite 8 vom 4. November 1950 zum Schutze der Me nschenrechte und Grun d- freiheiten (EMRK, SR 0.101) ist, das Übereinkommen vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedr i- gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) ratifiziert hat und keine konkreten Hinweise dafür best ehen, die Tschechische Republik würde sich nicht an die daraus resultierenden Verpflichtungen halten, dass somit keine Gründe vorliegen, die einen Selbsteintritt des BFM g e- mäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-VO nahegelegt hätten, dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kan- ton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht, weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom BFM zu Recht angeordnet wurde, dass im Rahmen des Dublin -Verfahrens systembedingt kein Raum bleibt für Ersatzmassnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.v.m. Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Auslände- rinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) , eine en tsprechende Prüfung soweit notwendig vielmehr bereits im Rahmen des Nichteintretensen t- scheides stattfinden muss, dass in diesem Sinne die Vorinstanz den Vollzug der Wegweisung nach Italien zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnete, dass es de m Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass mit dem negativen Entscheid in der Hauptsache die prozessualen Anträge (Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses Gewährung der aufschiebenden Wirkung, Vollzugsstopp) gegenstandslos werden, dass sich die Beschwerdebegehren aufgrun d vorstehender Erwägungen als aussichtslos erweisen, weshalb das Gesuch um Gewährung der u n- entgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist E-3954/2011 Seite 9 und bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1- 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi- gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) E-3954/2011 Seite 10 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600. – werden dem Beschwerdeführer au f- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Guns- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: Gabriela Freihofer Jan Feichtinger Versand: