<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht auszuarbeiten, der die Möglichkeiten darlegt, wie mit Drittstaaten Mobilitätspartnerschaften aufgebaut und damit Angehörigen dieser Drittstaaten Arbeits- und Ausbildungsaufenthalte von begrenzter Dauer ermöglicht werden können. Die Aufenthalte dienen der Entwicklungszusammenarbeit, dem Aufbau von Know-how in den Drittstaaten und der Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Sektoren, die in der Schweiz heute von Schwarzarbeit betroffen sind.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat erachtet es als nicht erforderlich, einen Bericht über die Möglichkeiten zur Entwicklung von Mobilitätspartnerschaften mit Drittstaaten, die Aufenthalte zu Arbeits- und Ausbildungszwecken ermöglichen sollen, auszuarbeiten. Solche Partnerschaften bestehen bereits heute und sind gesetzlich verankert. Der Bundesrat hat mit verschiedenen Drittstaaten entsprechende Abkommen unterzeichnet. Bisher wurden mit 34 Ländern - darunter 13 Drittstaaten wie Argentinien, die Philippinen oder die Ukraine - Abkommen über die berufliche Aus- und Weiterbildung (Art. 100 Abs. 2 Bst. e AuG) abgeschlossen. Dank diesen Stagiaires-Abkommen können junge Menschen während maximal 18 Monaten in jeder beliebigen Branche in unserem Land eine Aus- oder Weiterbildung absolvieren.</p><p>Daneben werden auch bilaterale Migrationspartnerschaften abgeschlossen (Art. 100 Abs. 1 AuG). So wurden mit Serbien, Kosovo, Bosnien-Herzegowina und Nigeria im Rahmen der Migrationspartnerschaften Schulungs- und Ausbildungsmöglichkeiten vorgesehen. Zudem sind Aufenthalte im Rahmen von Hilfs- und Entwicklungsprojekten über die wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit möglich (Art. 30 Abs. 1 Bst. f AuG). Verschiedene Programme, die von Jahr zu Jahr erneuert werden, ermöglichen Drittstaatenangehörigen eine theoretische oder praktische Weiterbildung, beispielsweise im Landwirtschafts- oder Tourismusbereich. Die Zulassung zu den Programmen erfolgt individuell und unabhängig von der Staatsangehörigkeit.</p><p>Gemäss dem dualen System der Schweiz ist die Zulassung von Drittstaatenangehörigen generell auf Führungskräfte, Spezialisten und qualifizierte Arbeitskräfte beschränkt. Eine Lockerung der Zulassungsvoraussetzungen, um dem Arbeitskräftemangel in gewissen Branchen entgegenzuwirken, ist wenig sinnvoll. Dies kommt auch in der Antwort des Bundesrates auf die Interpellation Amarelle 12.4221 zum Ausdruck. Dort wird darauf hingewiesen, dass das Freizügigkeitsabkommen viele dieser Mängel auf dem Schweizer Arbeitsmarkt beheben kann.</p><p>Dem Bundesrat ist die Bekämpfung der Schwarzarbeit ein wichtiges Anliegen. Er hat deshalb im Dezember 2012 ein umfangreiches Massnahmenpaket verabschiedet, welches eine effektivere Umsetzung des Bundesgesetzes über Massnahmen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit ermöglichen soll.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.