B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-7183/2013 U r t e i l v o m 2 6 . F e b r u a r 2 0 1 4 Besetzung Richter Martin Zoller (Vorsitz), Richterin Claudia Cotting-Schalch, Richter Thomas Wespi; Gerichtsschreiber Philipp Reimann. Parteien A._______, geboren am (…), sowie ihre Kinder B._______, geboren am (…), C._______, geboren am (…), D._______, geboren am (…), E._______, geboren am (…), und F._______, geboren am (…), alle Somalia, zur Zeit in Äthiopien, vertreten durch G._______ (Ehemann/ Vater), (…), Beschwerdeführende, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; Verfügung des BFM vom 26. November 2013 / N (…). D-7183/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Der Ehemann, Vater und jetziger Rechtsvertreter der Beschwerdeführen- den, verliess Somalia eigenen Angaben zufolge am 4. Oktober 2008 und reiste am 21. Oktober 2008 in die Schweiz ein, wo er am selben Tag um Asyl nachsuchte. Mit Verfügung vom 22. Januar 2010 stellte das BFM fest, dieser erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte dessen Asylge- such ab, und verfügte seine Wegweisung aus der Schweiz. Zur Begrün- dung führte das Bundesamt aus, seine Asylvorbringen genügten zufolge Widersprüchen sowie Unsubstanziiertheit der Schilderungen den Anfo r- derungen an das Glaubhaftmachen im Sinne von Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht. Gleichzeitig ordnete es w e- gen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs seine vorläufige Aufnah- me an. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. B. Mit Eingabe vom 3 . Februar 2012 s tellte die Beschwerdeführerin – eine somalische Staatsangehörige – mittels ihrer damaligen Rechtsvertreterin beim BFM für sich und ihre fünf Kinder ein Gesuch um Erteilung einer Einreisebewilligung in die Schweiz zwecks Dur chführung des ordentl i- chen Asylverfahrens . Der Eingabe der Rechtsvertretung beigelegt sind Kopien eines von der Beschwerdeführerin persönlich unterzeichnete n, undatierten Asylgesuchs inklusive englischer Übersetzung und Vollmacht, ihres Ehescheins vom (…), des F-Ausweises ihres Ehemannes, von fünf Geburtsurkunden der Kinder sowie von sechs Fotos der Beschwerdefü h- renden. Im Weiteren beantragte die Beschwerdeführerin, es sei ihr nach Abschluss der Untersuchung und vor dem Fällen des erstinstanzlichen Entscheids volle Akteneinsicht im Sinne von Art. 26 des Verwaltungsve r- fahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) zu g e- währen. C. Mit an die vormalige Rechtsvertreterin adressierter Zwischenverfügung vom 29. Mai 2013 teilte das Bundesamt der Bes chwerdeführerin unter Hinweis auf das Urteil BVGE 2007/30 mit, in Somalia gebe es zurzeit kei- ne schweizerische Vertretung, weshalb das schriftliche Verfahren durc h- zuführen sei. Das BFM ersuchte sie in diesem Zusammenhang unter Hinweis auf ihre Mitwirkungsp flicht, zur Vervollständigung des rechtse r- heblichen Sachverhalts bis zum 29. Juni 2013 konkrete Fragen betreffend persönliche Angaben, Familienangehörige und Verwandte in einem Drit t-D-7183/2013 Seite 3 staat, Asylgründe sowie Aufenthalt in Somalia zu beantworten. Gleichzei- tig forderte sie das BFM auf, innert derselben Frist Kopien von Identität s- ausweisen und Beweismitteln einzureichen, welche ihre Identität bezi e- hungsweise Vorbringen belegen könnten. Bei unbenutztem Fristablauf werde aufgrund der Aktenlage entschieden und das Asylgesuch allenfalls als gegenstandslos geworden abgeschrieben. D. Mit Begleitschreiben vom 13. Juni 2013 reichte die vormalige Recht s- vertreterin dem Bundesamt eine weitere, von der Beschwerdeführerin un- terzeichnete somalische Stellungnahme inklusive englischer Übersetzung sowie die Kopie ihres Geburtszertifikats ein. E. Mit Schreiben vom 24. Oktober 2013 ersuchte das BFM die frühere Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin und ihrer fünf Kinder um Mittei- lung bis zum 12. November 2013, ob diese weiterhin an ih rem Asylge- such festhalten wollten und nach wie vor durch sie vertreten würden. Fe r- ner forderte das Bundesamt die Rechtsvertreterin auf, innert derselben Frist den aktuellen Aufenthaltsort ihrer Mand anten bekanntzugeben und allfällige zusätzliche Informationen in Bezug auf deren derzeitige Situation zu liefern. Bei unbenutztem Fristablauf werde aufgrund der Aktenlage entschieden. F. Mit Schreiben vom 13. November 2013 teilte die Rechtsvertreterin dem Bundesamt mit, dass ihre Mandanten weiterhin an ihrem Asylgesuch festhalten und nach wie vor durch sie vertreten würden. Im Weiteren nahm sie Stellung zur aktuellen Gefährdungssituation ihrer Mandan t- schaft in Somalia. G. Am 21. November 2013 stellte das BFM der vormaligen Rechtsvertretung Kopien der entscheidwesentlichen Akten des vorinstanzlichen Verfahrens unter Einschluss des Aktenverzeichnisses zu. H. Mit Verfügung vom 26. November 2013 – eröffnet am 27. November 2013 – verweigerte das Bundesamt de n Beschwerdeführenden die Einreise in die Schweiz und lehnte ihre Asylgesuche ab. D-7183/2013 Seite 4 I. Mit an das Bundesverwaltungsgericht adressierter Eingabe vom 2 0. De- zember 2013 beantragten die Beschwerdeführenden mittels ihres jetzigen Rechtsvertreters, es sei die Verfügung des BFM vom 26. November 2013 aufzuheben und ihnen die Einreise in die Schweiz zu bewilligen . Eventu- ell sei die Sache zur vollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und zur erneuten Entscheidung an die Vorinstanz zurüc k- zuweisen. Im Weiteren beantragten die Beschwerdeführenden, es sei i h- nen die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten. Die Beschwerdeführerin machte in der Beschwerde unter anderem ge l- tend, sie und ihre Kinder seien zwischenzeitlich von Somalia nach Äthi o- pien geflohen, nachdem sie sich gegen Versuche, ihre Tochter beschnei- den zu lassen, zur Wehr gesetzt habe und dabei verletzt worden sei. Als Beweismittel reichte d ie Beschwerdeführerin eine Bestätigung der (in Äthiopien befindlichen) Ortschaft H._______ vom 10. November 2013, wonach sie sich seit diesem Tag gemeinsam mit ihren fünf Kindern dort aufhalte, sowie ein vom 5. Dezember 2013 datierendes ärztliches Schrei- ben des medizinischen Direktors des Gesundheitszentrums in H.______ zu den Akten. Letzterem ist zu entnehmen , dass die Beschwerdeführerin als Folge eines Sturzunfalls eine (…) am (…) erlitten habe. J. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte mit Schreiben vom 2 7. Dezem- ber 2013 den Eingang der vorliegenden Beschwerde. K. Mit Zwischenverfügung vom 10. Januar 2014 verzichtete der zuständige Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts auf die Erhebung e i- nes Kostenvorschusses und verwies den Entscheid über das G esuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) auf einen späteren Zeitpunkt. Gleichzeitig lud er die Vori n- stanz zur Einreichung einer Vernehmlassung bis zum 27. Januar 2014 ein. L. Das BFM beantragte in seiner Vernehmlassung vom 24. Januar 2014 die Abweisung der Beschwerde. D-7183/2013 Seite 5 M. Mit Verfügung vom 29. Januar 2014 stellte das Bundesverwaltungsgericht dem Rechtsvertreter die Vernehmlassung des BFM zu und räumte ihm Gelegenheit ein, bis zum 13. Februar 2014 eine Replik und entspreche n- de Beweismittel einzureichen. Bei ungenutztem Ablauf der Frist werde Verzicht auf die Einreichung der Replik angenommen. N. Mit Eingabe vom 7. Februar 2014 reichten die Beschwerdeführenden mit- tels ihres jetzigen Rechtsvertreters eine Replik ein. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltung s- gerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zu- ständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde; es entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser – was hier nicht der Fall ist – bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Partei Sch utz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. c Ziff. 1 und Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 1.2 Mit den dringlichen Änderungen des Asylgesetzes vom 28. Septem- ber 2012 (AS 2012 5359), welche am 29. September 2012 in Kraft getre- ten sind, wurden unter anderem die Bestimmungen betreffend die Ste l- lung von Asylgesuchen aus dem Ausland aufgehoben. Die Übergangsbe- stimmung (Ziffer III) hält jedoch fest, dass für die im Ausland vor dem I n- krafttreten der Änderung vom 28. September 2012 gestellten Gesuche die massgeblichen Artikel (Art. 12, 19, 20, 41 Abs. 2, 52 und 68 AsylG) in der bisherigen Fassung anwendbar sind. Demnach sind auf den vorli e- genden Fall die bisherigen Bestimmungen betreffend das Auslandverfa h- ren anzuwenden. D-7183/2013 Seite 6 2. 2.1 Die Beschwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, sind durch die angefochtene Verfügung besonders b e- rührt, ha ben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung bezi e- hungsweise Änderung und sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG) . Auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist somit einzutreten. 2.2 Mit Beschwerde k önnen die Verletzung von Bundesrecht und die un- richtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachve r- halts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. 3.1 Ein Asylgesuch kann gemäss alt Art. 19 AsylG im Ausland bei einer schweizerischen Vertretung gestellt werden, die es mit einem Bericht an das Bundesamt überweist (alt Art. 20 Abs. 1 AsylG). Hinsichtlich des Ver- fahrens bei der schweizerischen Vertretung im Ausland sieht Art. 10 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) vor, dass diese mit der asylsuchenden Person in der Regel eine Befragung durchführt (Art. 10 Abs. 1 AsylV 1). Ist dies nicht möglich, so wird die asylsuchende Person aufgefordert, ihre Asylgründe schriftlich festzuhalten (Art. 10 Abs. 2 AsylV 1). Ei ne Befragung beziehungsweise eine schriftliche Sachverhaltsabklärung kann sich erübrigen, wenn der Sachverhalt bereits aufgrund des eingereichten Asylgesuchs als en t- scheidreif erstellt erscheint; der asylsuchenden Person ist aber diesfalls im Sinne des rec htlichen Gehörs die Gelegenheit zu geben, sich zu ei - nem abzusehenden negativen Entscheid zumindest schriftlich zu äussern (vgl. BVGE 2007/30 E. 5.7). 3.2 Die Beschwerdeführerin wurde in Somalia nicht unmittelbar zu ihrem Asylgesuch befragt, da die Schweiz in Somalia über keine Botschaft ve r- fügt. Die Beschwerdeführerin legte ihre Vorbringen jedoch bereits im Asylgesuch vom 3. Februar 2012 schriftlich dar (vgl. Sachverhalt Bst. B). Zudem stellte ihr das BFM mit Zwischenverfügung vom 29. Mai 2013 ei- nen Katalog vo n für die vollständige Erstellung des rechtserheblichen Sachverhalts noch zu beantwortenden offenen Fragen zu, wozu sie am 13. Juni 2013 und am 13. November 2013 schriftlich Stellung nahm (vgl. Sachverhalt Bst. C, D, F und G ). Der entscheidwesentliche Sach verhalt erscheint angesichts der schriftlichen Darlegung der Asylgründe soweit D-7183/2013 Seite 7 erstellt, dass die entscheidrelevanten Elemente vorliegen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Beschwerdeführerin und ihre Kinder, wie erst auf Beschwerdeebene gelte nd gemacht wurde, ihren Heima t- staat tatsächlich bereits am 10. November 2013, also kurz vor Ergehen der erstinstanzlichen Verfügung, verlassen haben, da ihre dortigen Vo r- bringen, wie nachstehend aufgezeigt, ebenfalls nicht geeignet scheinen , eine asylbeachtliche Verfolgungssituation in Bezug auf ihren Heimatstaat in einem glaubhaften Lichte erscheinen zu lassen. Bei dieser Sachlage besteht auch keine Veranlassung, die Beschwerdeführerin nachträglich durch die schweizerische Vertretung in Addis Abeba (Äthiopien) befragen zu lassen, weshalb der diesbezügliche Antrag (Beschwerde S. 3) abzu- weisen ist. Das BFM hat den verfahrensrechtlichen Anforderungen damit Genüge getan. 4. 4.1 Das Bundesamt kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, wenn die asylsuchende Pe rson keine Verfolgung glaubhaft machen kann oder ihr die Aufnahme in einem Drittstaat zugemutet werden kann (Art. 3, Art. 7 und alt Art. 52 Abs. 2 AsylG). Gemäss alt Art. 20 Abs. 2 AsylG b e- willigt das Bundesamt einer asylsuchenden Person die Einreise zur A b- klärung des Sachverhaltes, wenn ihr nicht zugemutet werden kann, im Wohnsitz- oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein anderes Land aus- zureisen. Gestützt auf alt Art. 20 Abs. 3 AsylG kann das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) schwei zerische Vertretungen e r- mächtigen, Asylsuchenden die Einreise zu bewilligen, die glaubhaft m a- chen, dass eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben oder für die Fre i- heit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG bestehe. 4.2 Für die Erteilung einer Einreisebewi lligung gelten restriktive Vorau s- setzungen, wobei den Behörden ein weiter Ermessensspielraum z u- kommt. Neben der erforderlichen Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG sind namentlich die Beziehungsnähe zur Schweiz, die Möglichkeit der Schutzgewährung durch ei nen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, die praktische Möglichkeit und objektive Zumutbarkeit zur anderweitigen Schutzsuche sowie die voraussichtlichen Einglied e- rungs- und Assimilationsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen. Ausschla g- gebend für die Erteilung der Einreisebewilligung ist dabei die Schutzb e- dürftigkeit der betreffenden Person, mithin die Prüfung der Fragen, ob e i- ne Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft gemacht wird und ob der Verbleib am Aufenthaltsort für die Dauer der Sachverhaltsabklärung zugemutet werden kann (vgl. BVGE 2011/10 E. 3.3 S. 126 und E. 5.1 D-7183/2013 Seite 8 S. 128, vgl. auch die Zusammenfassung der Rechtsprechung im Urteil D-2018/2011 vom 14. September 2011 E. 7.1). 5. Vorweg ist zu prüfen, ob die in einem Drittland weilenden Beschwerdefüh- renden bei einer Rückkehr in ihr Heimatland einer Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG ausgesetzt wären. 5.1 Die Vorbringen der Beschwerdeführe rin zu ihrer Verfolgungssituation im Heimatland lassen sich dahingehend zusammenfassen, sie habe seit ungefähr dem Jahr 2011 zusammen mit ihren Kindern in I._______ in der Umgebung der Stadt Mogadischu gelebt. Seit diesem Zeitpunkt hätten Milizen der Al-Shabaab sie bedrängt und immer wieder zu einer Heirat mit einem ihrer Angehörigen zu nötigen versucht. Einmal sei ihr unter mass i- ven Drohungen eine Frist bis Februar beziehungsweise März 2012 g e- setzt worden, um den Aufenthaltsort ihres Ehemannes bekanntzugeben beziehungsweise diesen auszuliefern. Im Weiteren h abe die Al-Shabaab auch schon ihren ältesten Sohn B._______ mitgenommen und negativ zu beeinflussen versucht. Wiederholt sei auch die Forderung an sie gerichtet worden, ihre Tochter zwangsbeschneiden zu lassen. Sie und ihre Kinder hätten in I._______ keine eigene Unterkunft und seien ständig auf die Hil- fe von Fremden angewiesen. Die Al -Shabaab sei an diesem Ort derart präsent, dass sie sogar die Kinder in der Schule für terroristische Zwecke zu instrumentalisieren versuche. 5.2 Das BFM führte bezüglich der Gefährdung der Beschwerdeführerin und ihrer Kinder i n Somalia in der angefochtenen Verfügung namentlich aus, den Akten könnten keine glaubhaft dargelegten Anhaltspunkte dafür entnommen werden, dass den Beschwerdeführenden im heutigen Zei t- punkt Verfolgungsmassnahmen aus einem der in Art. 3 AsylG genannten Gründen drohen könnten. So sei dem BFM – ohne die Situation in Soma- lia bagatellisieren zu wollen – zwar bekannt, dass noch immer Teile S o- malias von Kampfhandlungen zwischen Kräften der Übergangsregierung und verschiedenen Milizen betroffen seien. Die allgeme ine Unsicherheit, die als unausweichliche Folge dieses Konflikts in gewissen Teilen des Landes herrsche, betreffe indessen die gesamte somalische Bevölkerung in gleichem Masse. Demgegenüber sei darauf hinzuweisen, dass es u n- realistisch anmute, dass es seit ens der Al -Shabaab nach der Ausreise des Ehemannes beziehungsweise Vaters der Beschwerdeführenden wäh- rend Jahren zu täglichen Drohungen gekommen sei, zumal beispielswe i- se die von den Milizen gesetzte Frist zur "Beibringung" des Ehemannes D-7183/2013 Seite 9 der Beschwerdeführ erin im Februar/ März 2012 abgelaufen sei, ohne dass es in der Folge zu konkreten Vorfällen gekommen wäre. Das Bu n- desamt gehe deshalb davon aus, dass seitens der Al -Shabaab nie ein ernsthaftes Verfolgungsinteresse an den Beschwerdeführenden besta n- den habe. Darüber hinaus sei die Al-Shabaab zwischenzeitlich aus weite- ren Gebieten Somalias vertrieben worden, womit sich eine unmittelbare Bedrohung der Beschwerdeführenden weiter verringert haben dürfte, falls eine solche überhaupt je bestanden habe. Die Vorbringen der Beschwer- deführerin seien auch vor dem Hintergrund der Tatsache unplausibel, dass die Al-Shabaab gemäss öffentlich zugänglichen Informationsquellen bereits im August 2011 aus Mogadisch u vertrieben worden sei. Es sei deshalb kaum davon auszugehen, das s die Beschwerdeführenden bis heute unablässig seitens der Al -Shabaab bedroht würden. Ausserdem hätten die Beschwerdeführenden die Möglichkeit, nach Mogadischu z u- rückzukehren, wo ihr Ehemann beziehungsweise Vater seit seiner Geburt gelebt habe. Die allgeme in verbesserte Lage in Mogadischu habe nä m- lich dazu geführt, dass im vergangenen Jahr tausende ehemals gefloh e- ne und intern vertriebene Somalier wieder nach Mogadischu zurückg e- kehrt seien. Angesichts des Gesagten sei nicht zu erwarten, dass die B e- schwerdeführenden bei einem Verbleib in Somalia mit beachtlicher Wahr- scheinlichkeit und in absehbarer Zukunft von einer einreisebeachtlichen Verfolgung betroffen würden. 5.3 Die Beschwerdeführerin führte in der Beschwerde aus, ihre Situation sowie diejenige ihrer Kinde r habe sich mittlerweile verschlimmert. So h a- be man ihr jüngstes Kind, die Tochter F._______, beschneiden wollen, wogegen sie – die Beschwerdeführerin – sich heftig zur Wehr gesetzt ha- be. Daraufhin habe man sie aufgesucht und attackiert, weswegen sie alle nach Äthiopien geflüchtet seien. Dort habe sie einen Arzt aufgesucht, dem gegenüber sie geäussert habe, ihre Verletzungen stammten von e i- nem "accident". Dieser Ausdruck bedeute indessen in Somalia und Äthio- pien nicht "Unfall", sondern "Vorfall/Ereignis". Hinzu komme, dass der be- handelnde Arzt sie nicht gut verstanden habe, da sie ganz unterschiedl i- che Akzente gesprochen hätten. Als Folge des Vorfalls habe sie einen (…) sowie weitere Verletzungen erlitten. Eine Rückkehr nach Somalia komme nicht in Frage, da ihrer Tochter F._______ dort eine Beschne i- dung drohe, was nicht nur schmerzhaft sei, sondern auch zu ernsthaften gesundheitlichen Beschwerden führen könne. Im Weiteren sei sie als a l- leinstehende Frau mit fünf Kindern besonders verletzlich und nicht in der Lage, sich vor Übergriffen zu schützen. In Äthiopien habe sie keine Fam i- lienangehörigen. Sie habe dort auch kein legales Aufenthaltsrecht. S o-D-7183/2013 Seite 10 bald der äthiopische Staat von ihrem dortigen Aufenthalt erfahren würde, würde sie sofort wieder nach Somalia zurüc kgeschickt. Im Übrigen b e- stehe die Gefahr, dass sie von Banditen entführt und nur durch Lösegeld- zahlungen wieder freigelassen würden. Ihr Verbleib in Äthiopien ersche i- ne somit als nicht zumutbar. 5.4 Das BFM hielt in seiner Vernehmlassung vom 24. Januar 2014 na- mentlich fest, die Beschwerdeführerin habe die (erst auf Beschwerd e- ebene geltend gemachten) angeblichen Übergriffe weder näher erläutert noch durch die eingereichten Beweismittel belegt. Dass dies auf Verstä n- digungsschwierigkeiten zurückzuführen sei, müsse als Schutzbehauptung bezeichnet werden. So besehen sei es den Beschwerdeführenden nicht gelungen, im Zeitpunkt ihrer Ausreise aus Somalia eine asylrechtlich rele- vante Verfolgung glaubhaft zu machen. Nur der Vollständigkeit halber sei deshalb darauf hinzuweisen, dass die sich nunmehr offensichtlich in Äthi- opien befind enden Beschwerdeführenden die Möglichkeit hätten, sich dort beim UNHCR registrieren zu lassen. Gemäss gesicherten Kenntni s- sen des BFM hi elten sich zahlreiche somalische Flüchtlinge und Asylb e- werber in Äthiopien auf. Es sei nicht zu verkennen, dass die Lage vor Ort für diese Menschen wie auch für die Beschwerdeführenden nicht einfach sei. Dennoch bestünden keine konkreten Anhaltspunkte dahingehend, ein weiterer Verbleib in Äthiopien sei für sie schlechterdings nicht zumutbar oder nicht möglich. 5.5 Der Rechtsvertreter machte in seiner Replik vom 7. Februar 2014 gel- tend, er sei sehr traurig darüber, dass das Bundesamt das Leid seiner Familie als nicht als gravierend genug erachte, um diese in die Schweiz einreisen zu lassen. So habe ihm seine Frau soeben gestanden, dass sie im Jahr 2012 in Somalia auch noch vergewaltigt worden sei. Sie habe sich zunächst nicht getraut, ihm diese Tatsache zu offenbaren, da sie sich extrem geschämt habe. Es gehe seiner Familie aber auch in Äthiopien sehr schlecht. Das Bundesverwaltungsgericht habe im Urteil (…) festgehalten, dass das Leben für eine somalische Frau mit zwei min- derjährigen Kindern in A ddis Abeba sehr schwierig sei. Dies müsse erst recht für eine alleinstehende Mutter mit fünf kleinen Kindern gelten. Hinzu komme, dass er selbst seine Familie von der Schweiz aus nicht finanziell unterstützen könne, da er selbst nur Fr. 400.– im Monat zur Verfügung habe. Aus diesem Gründen ersuche er das Gericht um die Erteilung einer Einreisebewilligung in die Schweiz für seine Ehefrau und ihre fünf Kinder. Ein Familiennachzug gemäss Ausländergesetz sei in seinem Fall demg e- genüber wahrscheinlich für immer ausgeschlossen, da er ja dann sehr D-7183/2013 Seite 11 viel Geld verdienen müsste, um eine siebenköpfige Familie zu unterha l- ten. 5.6 5.6.1 Die Beschwerdeführerin begründete ihr Asylgesuch zunächst damit, sie sei während Jahren ständig von Milizen der Al -Shabaab bedrängt worden, welche sie zufolge der Flucht ihres Ehemannes in die Schweiz immer wieder aufgefordert hätten, einen der ihren zu heiraten. Ausse r- dem sei ihr ältester Sohn B._______ wiederholt von den Milizen mitg e- nommen worden. Des Weiteren habe die Al-Shabaab sie aufgefordert, ih- re Tochter F._______ beschneiden zu lassen. Einmal hätten die Milizen ihr eine letzte Frist bis Ende Februar respektive Anfang März 2012 g e- setzt, um ihren Ehemann auszuliefern oder eine Zwangsheirat einzug e- hen, ansonsten sie und ihre Kinder getötet wür den (vgl. Eingabe vom 3. Februar 2012 inklusive beigefügter undatierter schriftlicher Eingabe der Beschwerdeführerin [act. B1/9]). Ergänzend hielt die Beschwerdeführerin in einer weiteren persönlichen, dem BFM gemeinsam mit einem vom 13. Juni 2013 datierten Begleitschreiben der vormaligen Rechtsvertreterin zugesandten Stellungnahme fest, sie sei letztmals am 25. März 2013 von Angehörigen der Al-Shabaab-Miliz bedrängt worden, einen aus ihren Rei- hen zu heiraten (vgl. act. B5/4). Schliesslich hielt die ehemali ge Rechts- vertreterin der Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 13. November 2013 fest, ihre Mandantin werde von den Milizen nach wie vor aufgefo r- dert, einen ihrer Angehörigen zu heiraten (vgl. act. B7/2). Wie das BFM in seiner Verfügung vom 26. November 2013 indessen zu Recht erwogen hat, erscheint es als vollkommen unrealistisch und somit als nicht glaubhaft, dass die Al -Shabaab während Jahren unter teilweise massiven Drohungen versucht hätte, die Beschwerdeführerin zu einer Zwangsheirat zu bewegen, ohne dass ihre wiederholte Weigerung i r- gendwelche Konsequenzen für sie beziehungsweise ihre Kinder gehabt hätte. Die erst im Rahmen der Replik aufgestellte, hinsichtlich der angeb- lichen Urheberschaft in keiner Weise näher konkretisierte Behauptung des Rechtsvertreters, seine Frau sei tatsächlich bereits im Jahre 2012 vergewaltigt worden , was sie ihm indessen aus Scham erst später be- kanntgegeben habe, mutet vor diesem Hintergrund als unbehelflicher Versuch an, nachträglich einen asylrechtlich relevanten Sachverhalt zu konstruieren. Bereits diese Feststellungen legen den Schluss nahe, dass die Beschwerdeführerin in der Vergangenheit – falls überhaupt – keinen nennenswerten Behelligungen seitens der Milizen der Al-Shabaab ausge- setzt gewesen sein konnte. D-7183/2013 Seite 12 Mit dieser Einschätzung korrespondiert letztlich auch ihre Aussage , sie habe sich während ihres Aufenthalts in Somalia sowohl in Begleitung ih- res Vaters als auch mehrerer ihrer Brüder sowie Schwestern bef unden (vgl. persönliche Stellungnahme der Beschwerdeführerin in act. B5/4) , was darauf schliessen lässt, dass sie während ihres Aufenthalts in Soma- lia Schutz und Unterstützung durch nahe Fami lienangehörige erfahren hat. Schliesslich bleibt an dieser Stelle festzuhalten, dass auch die Tatsache, wonach die Al-Shabaab-Milizen seit August des Jahres 2011 aus Mogadi- schu vertrieben worden sind, indiziell dagegen spricht, dass die B e- schwerdeführerin bis zu ihrer Flucht nach Äthiopien nachhaltigen und in ihrer Intensität asylbeachtlichen Behelligungen seitens Angehöriger der Al-Shabaab ausgesetzt war, zumal ihre Behauptung, seit dem Jahre 2011 in I._______ (einer Kleinstadt etwa (…) von J._______) gelebt zu haben (vgl. persönliche Stellungnahme der Beschwerdeführerin in act. B5/4) , durch nichts belegt wird. Demgegenüber ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin und ihre Kinder bis zur Ausreise ihres Ehemannes beziehungsweise Vaters aus Somalia Anfang Oktober 2008 nach dessen Angaben gemeinsam mit ihm in Mogadischu im Stadtteil K._______, Subquartier L._______ (auch M._______ genannt [vgl. act. A11/16 S. 2/3, F und A 13 bis 15]) , gelebt haben, wo er noch heute ein Haus besitzen soll (vgl. act. A 11/16 S. 9, F und A 113 bis 116). Auch die vormalige Rechtsvertreterin der Beschwerdeführenden hielt in ihrer Eingabe vom 3. Februar 2012 noch unmissverständlich fest, die Beschwerdeführenden hielten sich aktuell in M._______ (also an ihrem bisherigen Woh nort in der Stadt Mogadischu selbst) auf (vgl. act. B 1/9 S. 1 unten). So besehen, bestehen etliche Indizien dafür, dass die Beschwerdeführenden sich vor ihrer Ausreise nach Äthiopien im November 2013 in Mogadischu au f- gehalten haben. 5.6.2 Die Beschwerdeführerin machte als unmittelbaren Anlass für ihre Ausreise von Somalia nach Äthiopien geltend, sie habe sich gegen das Vorhaben, ihre Tochter zwangsweise zu beschneiden, gewehrt, worauf sie attackiert und verletzt worden sei. Daraufhin habe sie in Äthiopien e i- nen Arzt konsultiert , welcher ihre Verletzung bestätigt habe (vgl. B e- schwerde S. 2). Nach genauerer Prüfung der Beschwerdeunterlagen fällt vorab auf, dass sich die Beschwerdeführenden laut einem Bestätigungsschreiben vom 10. November 2013 seit diesem Datum in H._______, einem äthiopi-D-7183/2013 Seite 13 schen Flüchtlingslager (…), aufhalten. Das Schreiben des medizinischen Direktors des Gesundheitszentrums von H._______, worin dieser bei der Beschwerdeführerin eine (…) des (…) festgestellt und gleichzeitig die verabreichten Medikam ente und die Ruhigstellung der Bruchverletzung vermerkt hat, datiert demgegenüber vom 5. Dezember 2013. Es liegt s o- mit der Schluss nahe, dass sich die Verletzung der Beschwerdeführerin nicht in Somalia, sondern erst in Äthiopien ereignet hat, womit ihren d ies- bezüglichen Gesamtvorbringen die Grundlage entzogen ist. Damit liegen die Ursachen für die in Äthiopien erlittene Verletzung der Beschwerdefüh- rerin im dunkeln. Dass es sich dabei – wie vom behandelnden Arzt fes t- gehalten – um einen "falling accident", also einen "Sturzunfall", gehandelt haben könnte, erscheint nach dem Gesagten durchaus plausibe l. Dem- gegenüber vermag die Behauptung in der Beschwerde, die (verharmlo- sende) ärztliche Umschreibung der Unfallursache beruhe letztlich auf sprachlichen Verständ igungsschwierigkeiten zwischen der Beschwerd e- führerin und dem behandelnden Arzt, da sie "ganz unterschiedliche A k- zente" gesprochen hätten, nicht zu überzeugen. 5.6.3 Zusammenfassend ist deshalb festzuhalten, dass es den B e- schwerdeführenden nicht gelungen ist, ei ne asylrelevante Verfolgung in Somalia glaubhaft zu machen. Damit erübrigt sich eine Prüfung der weite- ren Voraussetzungen der Erteilung einer Einreisebewilligung im asylrecht- lichen Auslandverfahren, wie sie die Überprüfung der Zumutbarkeit des Verbleibs im Drittstaat (Äthiopien) im Sinne von alt Art. 52 Abs. 2 AsylG darstellen würde. Denn eine zusätzliche Prüfung nach alt Art. 52 Abs. 2 AsylG setzt gerade voraus, dass vorgängig das Bestehen einer asyle r- heblichen Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG in Bezug auf den Heimat- staat bejaht wurde, was vorliegend nicht der Fall ist (vgl. insbesondere E. 5.6.1 – 5.6.2 vorstehend). Deswegen verfängt auch der in der Replik enthaltene Hinweis auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (…) vom (…) nicht, worin festgestellt worden ist, der Verbleib in einem äthiopischen Flüchtlingslager sei für eine alleinstehende Frau mit zwei kleinen Kindern nicht zumutbar, weshalb diesen die Einreise in die Schweiz bewilligt werden müsse. Denn das Bundesverwaltungsgericht stellte im dortigen Fall eben vorgängig der Prüfung nach alt Art. 52 Abs. 2 AsylG fest, dass die Mutter und deren beide n Kinder im Zeitpunkt ihrer Ausreise aus Somalia nach Äthiopien einer in asylrechtlicher Hinsicht r e- levanten Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG ausgesetzt gewesen seien (a.a.O. S. 11, E. 6.1). Das BFM hat demnach das Asylgesuch der B e- schwerdeführenden aus dem Ausland zu Recht abgelehnt. D-7183/2013 Seite 14 6. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären dessen Kosten grundsätzlich den Beschwerdeführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Aus ver- waltungsökonomischen Gründen sowie in Anwendung von Art. 63 Abs. 1 in fine VwVG und Art. 2 und 3 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwa l- tungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) ist indes auf die E rhebung von Ver- fahrenskosten zu verzichten. Bei dieser Sachlage wird das in der B e- schwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Recht s- pflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG gegenstandslos. (Dispositiv nächste Seite) D-7183/2013 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden sowie an das BFM. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Martin Zoller Philipp Reimann Versand: