Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 20. August 2015 (720 15 52 / 204) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Rentenaufhebung aufgrund einer erheblichen Verbesserung des Gesundheitszustandes / Auf das schlüssige Verwaltungsgutachten kann abgestellt werden Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Yves Thommen, Kantons- richter Christof Enderle, Gerichtsschreiber Markus Schäfer Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durc h Dr. Nicolas Roulet, Advokat, Rebgasse 1, Postfach 477, 4005 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Die 1960 geborene A.____ hatte sich im März 2002 unter Hinweis auf psychische Ge- sundheitsbeeinträchtigungen bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen angemeldet. Die damals zuständige IV-Stelle Basel-Stadt klärte in der Folge die gesundheitlichen und die erwerblichen Verhältnisse der Versicherten ab, wobei sie einen Invali- ditätsgrad von 55 % ermittelte. Gestützt auf dieses Ergebnis sprach die IV-Stelle Basel-Stadt A.____ mit Verfügung vom 18. Juni 2004 rückwirkend ab 1. April 2002 eine halbe Rente zu. Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Nach drei Rentenrevisionsverfahren, in denen jeweils unv eränderte Verhältnisse festgestellt worden waren (Mitteilungen vom 6. Dezember 2005, 11. Juni 2007 und 14. Dezember 2009), leitete die aufgrund eines Wohnortwechsels der Versiche rten nunmehr zuständige IV-Stelle Basel-Landschaft im Dezember 2012 von Amtes wegen eine weitere Überprüfung des laufen- den Rentenanspruchs der Versicherten ein. Aufgrund ihre r Abklärungen ermittelte die IV-Stelle Basel-Landschaft neu einen Invaliditätsgrad von 20 %. Sie hob deshalb - nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren - mit Verfügung vom 20. Januar 20 15 die A.____ bisher ausgerichtete halbe Rente auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf. B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten du rch Advokat Dr. Nicolas Roulet, am 5. Februar 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abtei lung Sozialversicherungsrecht (Kan- tonsgericht). Darin beantragte sie, es sei die angefo chtene Verfügung aufzuheben und dement- sprechend sei ihr über den 28. Februar 2015 hinaus durch die Beschwerdegegnerin weiterhin eine halbe Rente auszurichten. Eventualiter sei die Sa che zur Durchführung weiterer medizini- scher Abklärungen im Sinne der Erwägungen an die Vorin stanz zurückzuweisen; unter o/e- Kostenfolge. C. In ihrer Vernehmlassung vom 21. April 2015 beantra gte die IV-Stelle Basel-Landschaft die Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 5. Februar 2015 ist demnach einzutreten. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittli ch mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähig keit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in ei nem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt i m Wesentlichen mit dem Begriff der Ar- beitsunfähigkeit überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte (vgl. etwa BGE 129 V 53 E. 1.1 in fine mit Hi nweisen). Die bis zum 31. Dezember 2002 ergangene diesbezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Versicherungsge- richts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abte ilungen] bleibt folglich weitestgehend anwendbar (BGE 130 V 345 E. 3.1.1). 2.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussicht lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie k ann im IV-Bereich Folge von Geburts- gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IV G). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommende n allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver- stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des V orliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 200 8 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über- windbar ist (Satz 2). 2.4 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psych ischen Gesundheitsbeeinträchti- gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Dia gnose nach einem wissenschaftlich an- erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzuge ltenden psychischen Leiden belas- tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umstän den kein Krankheitswert zu- kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psych ische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versi cherten Person trotz des Leidens wil- lensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem E rwerb nachzugehen (BGE 127 V 299 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer d urch eine psychische Gesundheitsbeein- trächtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es al so nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielm ehr, ob anzunehmen ist, die Verwer- tung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Vo- raussetzung - sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 1 02 V 165; vgl. auch BGE 127 V 298 E. 4c in fine). 2.5 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach de m Grad der Invalidität wie folgt ab- gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä- higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und i m Beschwerdefall das Gericht) auf Un- terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls a uch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur- teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind di e ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arb eitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein- geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte , welche aufgrund eingehender Be- obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in d ie Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen ge langen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indi zien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 4. Streitig und zu prüfen ist, ob die IV-Stelle die der Versicherten seit 1. April 2002 ausge- richtete halbe Rente zu Recht per Ende Februar 2015 aufgehoben hat. 4.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten f ür die Zukunft zu erhöhen, herab- zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesen tliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad u nd damit den Rentenanspruch zu beein- flussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine we sentliche Änderung des Gesundheitszu- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht standes der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente aber auch revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebe nen Gesundheitszustandes erheb- lich verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinweisen). 4.2 Die abweichende medizinische oder rechtliche Einschätz ung von im Wesentlichen un- veränderten tatsächlichen Verhältnissen führt nicht zu e iner materiellen Revision. Bloss auf ei- ner anderen Wertung beruhende, revisionsrechtlich unerhe bliche Differenzen sind daher von revisionsbegründenden tatsächlichen Veränderungen abzugr enzen. Eine ärztliche Schlussfol- gerung, die von der früheren abweicht, obwohl sich der beurteilte Gesundheitszustand effektiv nicht verändert hat, ist meist auf eine unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens (vgl. dazu BGE 137 V 253 E. 3.4.2.3) zurückzuführen (Ur teil J. des Bundesgerichts vom 29. August 2011, 9C_418/2010, E. 4.1 mit weiteren Hinweisen). 4.3 Bei der Erhebung und Würdigung des medizinischen S achverhaltes in Revisionsfällen im Sinne des Art. 17 ATSG ist überdies Folgendes zu bea chten: Da die Feststellung einer revi- sionsbegründenden Veränderung durch eine Gegenüberste llung eines vergangenen und des aktuellen Zustandes erfolgt, bildet Gegenstand des Bewe ises das Vorhandensein einer ent- scheidungserheblichen Differenz in den - den medizinische n Gutachten zu entnehmenden - Tatsachen. Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision erstel lten Gutachtens hängt folglich wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend auf das Beweisth ema - erhebliche Änderung(en) des Sachverhalts - bezieht. Einer für sich allein betrach tet vollständigen, nachvollziehbaren und schlüssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalige Beurteilung der Ren- tenberechtigung beweisend wäre (vgl. dazu BGE 134 V 2 32 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a), mangelt es daher in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich die (von einer früheren abweichende) ärztliche Einschätzung nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine effek- tive Veränderung des Gesundheitszustandes stattgefunden ha t. Vorbehalten bleiben Sachla- gen, in denen es evident ist, dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich verändert haben (Ur- teile J. des Schweizerischen Bundesgerichts vom 29. August 2 011, 9C_418/2010, E. 4.2, und A. vom 26. März 2015, 9C_710/2014, E. 2). 4.4 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer ans pruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspru chs mit rechtskonformer Sachverhalts- abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk- ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkunge n des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 133 V 114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 75 ff. E. 3.2.3). Vorliegend hat die IV-Stelle Basel- Stadt der Versicherten mit Verfügung vom 18. Juni 2004 rückwirkend ab 1. April 2002 eine hal- be IV-Rente zugesprochen. Nachdem sie im Dezember 2012 von Amtes wegen eine Überprü- fung des Rentenanspruchs der Versicherten eingeleitet und die erforderlichen Abklärungen vor- genommen hatte, hob die nunmehr zuständige IV-Stelle Basel-Landschaft die laufende halbe Rente der Versicherten mit Verfügung vom 20. Januar 20 15 auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf. Somit beurteilt sich die Frage, ob eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die eine re visionsweise Aufhebung der bis anhin ausgerichteten Rente rechtfertigt, durch Vergleich de s Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht ursprünglichen Rentenverfügung vom 18. Juni 2004 bestan den hat, mit demjenigen im Zeit- punkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 20. Januar 2015. 5. Im Folgenden ist somit zu prüfen, ob sich der Gesundh eitszustand und - damit einher- gehend - der Grad der Arbeitsfähigkeit der Versichert en tatsächlich, wie von der IV-Stelle gel- tend gemacht, seit Juni 2004 in einer anspruchserheblichen Weise verbessert haben. 5.1 In der ursprünglichen Verfügung vom 18. Juni 2004, mit welcher sie der Versicherten ab 1. April 2002 eine halbe Rente zugesprochen hatte, stützte sich die IV-Stelle bei der Beurtei- lung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit vo llumfänglich auf das psychiatrische Gutachten von Dr. med. B.____, Psychiatrie und Psychother apie FMH, vom 17. September 2003. Darin hatte dieser als Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine depressi- ve Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-1 0 F32.1), und als Differenzialdiagnose eine depressive Persönlichkeit (ICD-10 F34.1) festgehalte n. Aufgrund dieser Leiden attestierte er der Versicherten seit April 2001 aus psychiatrischer Sicht eine 50 %-ige Arbeitsunfähigkeit. 5.2 Im Rahmen des von ihr im Dezember 2012 von Amtes we gen eingeleiteten Revisions- verfahrens gab die IV-Stelle zur Abklärung des aktuellen medizinischen Sachverhaltes bei den Dres. med. C.____, Rheumatologie FMH, und D.____, Psyc hiatrie und Psychotherapie FMH, eine bidisziplinäre (rheumatologische/psychiatrische) Beg utachtung in Auftrag. Im rheumatolo- gischen (Teil-) Gutachten vom 27. Februar 2014 gelangte Dr. C.____ zum Ergebnis, dass keine rheumatologischen Leiden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bestünden. Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit erhob er e in endständiges Schulterimpingement rechts mehr als links, eine Periarthropathia coxae links un d einen Status nach Chevron/Akin- Osteotomie beidseits und Rotations-Osteotomie Metatarsale I-Köpfchen 2003. Wegen der Im- pingement-Symptomatik vorwiegend an der rechten Schulter könne die Explorandin weder eine körperliche Schwerarbeit noch Tätigkeiten, die ständig oder wiederholt auf oder über der Schul- terhorizontale zu verrichten seien, ausüben. Dagegen seie n ihr - rein bezogen auf den Bewe- gungsapparat - alle leichten bis mittelschweren Tätigkeiten ohne Arbeitshaltungen repetitiv oder ständig über der Schulterhorizontalen in einem Pensum von 100 % zumutbar. Im psychiatri- schen (Teil-) Gutachten vom 6. März 2014 hielt Dr. D._ ___ als Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störu ng mit chronischem Verlauf und ge- genwärtig leichtgradiger Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F33.00) fest. Aufgrund dieses Leidens lasse sich aus rein psychiatrischer Sicht sowohl in der zuletzt ausgeübten wie auch in einer alternativen Tätigkeit eine Einschränkun g der Arbeitsfähigkeit von 20 % - ohne zusätzliche Verminderung der Leistungsfähigkeit - begründen. In ihrer interdisziplinären Beurtei- lung der Arbeitsfähigkeit wiesen die Dres. C.____ un d D.____ darauf hin, dass sich aus rein rheumatologischer Sicht keine Krankheit mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit habe feststel- len lassen, zumutbar seien leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ohne Arbeitshaltungen repetitiv oder ständig über der Schulterhorizontalen. Darüber hinaus könne als gemeinsame interdiszip- linäre Beurteilung diejenige des psychiatrischen Gutacht ens uneingeschränkt übernommen werden. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.3 Da die ursprüngliche Rentenzusprache im Jahr 2004 au sschliesslich wegen psychi- scher Gesundheitsbeeinträchtigungen der Versicherten erfolgt war, war es im Rahmen des Re- visionsverfahrens Aufgabe des psychiatrischen Gutachters Dr. D.____, zur Frage Stellung zu nehmen, ob es im Vergleich zur damaligen Situation zu einer Verbesserung des Gesundheits- zustandes und der Arbeitsfähigkeit der Versicherten gekom men ist. Er führte dazu in seiner Beurteilung aus, für einen aktuell lediglich noch leicht en Schweregrad der Depression spreche die Tatsache, dass sich bei der Explorandin keine Freu d- und Interesselosigkeit und keine an- dauernd bedrückt-traurige oder gereizt-aggressive Stimmu ng habe nachweisen lassen. Eben- falls für einen leichten Schwergrad spreche die Tatsa che, dass die Versicherte seit einem Jahr keine Psychopharmaka mehr einnehme und dass die Sitzungsf requenz bei der behandelnden Psychologin lediglich eine Sitzung pro Monat betrage. Im Vergleich zu den Befunden des psy- chiatrischen Gutachtens von Dr. B.____ vom 17. September 2003 sei es bis heute zu einer Verbesserung der depressiven Symptomatik gekommen. Insbesondere habe sich die Häufigkeit der Albträume bis heute reduziert und auch die Müdigke it scheine abgenommen zu haben, die Explorandin gebe heute - im Gegensatz zum Jahr 2003 - an , dass sie tagsüber nicht schlafe. Darüber hinaus beklage sie sich auch nicht mehr über eine Angst beim Verlassen des Hauses oder beim Betrachten eines Bildes, zudem soll auch keine Angst mehr vor Schatten auftreten. Sodann komme es heute auch nicht mehr zu Ohnmachtsfällen und die Versicherte habe auch keine Suizidgedanken mehr. Schliesslich hinterlasse sie in der aktuellen Untersuchung keinen gedrückten und keinen gereizten Eindruck mehr, ebenso wü rden sich auch keine Konzentrati- onsstörungen nachweisen lassen. 5.4 In seinen verschiedenen, im Zeitraum vom 11. April 2014 bis 13. April 2015 abgegebe- nen Stellungnahmen äusserte Dr. med. E.____, Facharzt f ür Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) beider Basel, die Au ffassung, dass im Längsschnitt eine Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes der Versiche rten zu bejahen sei. Für diese Feststellung würden die psychopathologische Befund reduktion, die Verbesserung der Bewältigungsstrategien, die dynamischeren Tagesabläufe, die Nichteinnahme der Antidepressi- va seit ca. einem Jahr, der Einfluss von invaliditätsfremd en Faktoren - wie beispielsweise die Familienverhältnisse - und die verbesserte Sozialisierung sprechen. Insgesamt seien die krank- heitsbedingt generierten Funktionseinschränkungen inzwi schen als deutlich milder zu bezeich- nen, was sich sowohl im Alltag der Versicherten als auch a n einem Arbeitsplatz positiv auswir- ke. 5.5 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Ver fügung bei der Würdigung des aktu- ellen medizinischen Sachverhaltes vollumfänglich auf die Ergebnisse, zu denen die Dres. C.____ und D.____ in ihrem bidisziplinären Gutach ten vom 27. Februar/6. März 2014 gelangt sind. Demnach ging sie - insbesondere gestützt a uf das psychiatrische (Teil-) Gutach- ten von Dr. D.____ - davon aus, dass sich der psychische Ge sundheitszustand der Beschwer- deführerin seit der ursprünglichen Rentenzusprache vom 18. Juni 2004 in einer anspruchser- heblichen Weise verbessert habe. Diese vorinstanzliche Bew eiswürdigung ist nicht zu bean- standen. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfah- rens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen un d -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen ge langen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indi zien gegen die Zuverlässigkeit der Expertisen sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Das bidisziplinäre Gutachten der Dres. C.____ und D.____ weist in Bezug auf die Beurtei lung des aktuellen Gesundheitszustan- des der Versicherten weder formale noch inhaltliche Mä ngel auf, es ist - wie dies vom Bundes- gericht verlangt wird (vgl. E. 3.2 hiervor) - für die streitigen Belange umfassend, es beruht auf persönlichen Untersuchungen der Explorandin, es berücksicht igt die geklagten Beschwerden, es ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, es leu chtet in der Darlegung der medizini- schen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinisch en Situation ein, es setzt sich mit den vorhandenen abweichenden ärztlichen Einschätzungen a useinander und es ist in den Schlussfolgerungen überzeugend. Sodann wird im psychiatrischen (Teil-) Gutachten einlässlich und nachvollziehbar aufgezeigt, dass seit der ursprünglich en Rentenzusprache eine relevante Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes der Versicherten eingetreten ist. 5.6 Was die Beschwerdeführerin vorbringt, vermag den a usschlaggebenden Beweiswert des Gutachtens der Dres. C.____ und D.____ nicht in Fr age zu stellen. Sie beruft sich zum ei- nen auf den Bericht von Dr. med. F.____, Psychiatrie un d Psychotherapie FMH, und der be- handelnden Psychologin G.____ vom 5. Dezember 2014, a us welchem sich ergebe, dass sich ihr psychischer Gesundheitszustand seit der Rentenzusprache nicht verbessert habe. In diesem Bericht werden der Versicherten eine rezidivierende depr essive Störung, gegenwärtig mittel- gradig (ICD-10 F33.1), eine Panikstörung (ICD-10 F41 .0) und eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) sowie eine durch diese Leiden bedingte vollständige Arbeitsun- fähigkeit attestiert. Diese Einschätzung, welche Dr. F._ ___ bereits in einem früheren Bericht vom 10. Juli 2013 vertreten hatte, vermag jedoch nich t zu überzeugen. Der psychiatrische Ex- perte Dr. D.____, welchem der Bericht vom 10. Juli 2013 vorgelegen hatte, weist in seiner im psychiatrischen (Teil-) Gutachten enthaltenen Stellungna hme zu den abweichenden ärztlichen Beurteilungen darauf hin, dass Dr. F.____ in seinen Be richten kaum Befunde erhebe, es schei- ne vielmehr so, dass sich dessen Einschätzung weitgehend auf die subjektiv geklagten Be- schwerden der Versicherten abstützte. Zudem lasse sich aufgr und der aktuellen Untersu- chungsbefunde die Diagnose einer Panikstörung nicht stel len. Die Kriterien hierfür seien als nicht erfüllt zu betrachten, die diesbezüglich beklagte n Beschwerden seien vielmehr der De- pression zuzuordnen. Im Lichte dieser schlüssigen gutachterl ichen Ausführungen kann - entge- gen der Auffassung der Beschwerdeführerin - auf die abw eichende Beurteilung des behandeln- den Arztes nicht abgestellt werden. Die Beschwerdeführe rin macht sodann geltend, eine Ge- genüberstellung der einzelnen anlässlich der psychiatrische n Begutachtungen vom September 2003 bzw. vom März 2014 erhobenen Befunde zeige ebenfal ls, dass sich ihr Gesundheitszu- stand im fraglichen Zeitraum nicht verbessert habe, sonde rn dass dieser im Wesentlichen un- verändert geblieben sei. Dieser Betrachtungsweise kann a ber nicht beigepflichtet werden. Es mag zwar durchaus zutreffen, dass einzelne (Teil-) Aspekte der Erkrankung seit der Rentenzu- sprache keine wesentliche Veränderung erfahren haben. Dies ändert jedoch nichts daran, dass aufgrund der schlüssigen Beurteilung des psychiatrischen G utachters Dr. D.____ in der erfor- derlichen Gesamtbetrachtung - und nur auf eine solche kommt es letztlich an - eben d och von einer erheblichen Verbesserung des psychischen Gesundheitszu standes - und damit einherge- hend der Arbeitsfähigkeit - der Versicherten auszugehe n ist. Diesbezüglich kann denn auch Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht uneingeschränkt auf die oben wiedergegebenen gutachterlichen Ausführungen (vgl. E. 5.3 hier- vor) und auf die zutreffende Würdigung derselben durch den RAD-Arzt Dr. E.____ (vgl. E. 5.4 hiervor) verwiesen werden. 5.7 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die IV-Ste lle in der angefochtenen Ver- fügung im Ergebnis zutreffend davon ausgegangen ist, d ass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und dessen funktionelle Auswirkungen seit der am 18. Juni 2004 erfolgten Rentenzusprache erheblich verbessert haben. Somit hat d ie IV-Stelle aber das Vorliegen der Revisionsvoraussetzungen des Art. 17 ATSG zu Recht bejaht. 6.1 Gestützt auf dieses Zwischenergebnis ist in einem nächs ten Schritt zu prüfen, wie sich die geschilderte Entwicklung auf den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin auswirkt. Zur Beantwortung dieser Frage sind die Anspruchsberechtigun g und allenfalls der Umfang des An- spruchs pro futuro zu prüfen. Es gilt mit anderen Worten , auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts den Invaliditäts grad bei Erlass der streitigen Revisions- verfügung zu ermitteln, woraus sich die Anspruchsberechti gung und allenfalls der Umfang des Anspruchs ergeben (Urteile S. des Bundesgerichts vom 14. A pril 2009, 9C_1014/2008, E. 3.3, und C. vom 3. November 2008, 9C_562/2008, E. 2.3, je mit Hinweisen). 6.2 Ausgangspunkt der Beurteilung des (heutigen) Ren tenanspruchs bildet die Frage, in welchem Ausmass die Versicherte aufgrund ihrer gesundheitl ichen Beeinträchtigungen arbeits- unfähig ist. Die IV-Stelle stützte sich in der angefocht enen Verfügung vom 20. Januar 2015 bei der Beurteilung dieser Frage vollumfänglich auf die Ergebnisse, zu denen die Dres. C.____ und D.____ in ihrem bidisziplinären Gutachten vom 27. Februar/6. März 2014 gelangt sind. Sie ging demzufolge mit den beiden Fachärzten davon aus, dass die Beschwerdeführerin in leichten bis mittelschweren Tätigkeiten ohne Arbeitshaltungen repet itiv oder ständig über der Schulterhori- zontalen im Umfang von 80 % arbeitsfähig sei. Diese Be urteilung der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden. Wie bereits weiter oben ausführlich erör tert (vgl. E. 5.5 hiervor), sind vorliegend keine Indizien ersichtlich, die gegen die Zuverlässigkeit des bidisziplinären Gutachtens der Dres. C.____ und D.____ sprechen würden, sodass die IV- Stelle diesem zu Recht (auch) in Bezug auf die Beurteilung der aktuellen Arbeitsfähig keit der Versicherten volle Beweiskraft zu- erkannt hat. 6.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1). Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.4 Die IV-Stelle hat in ihrer Verfügung vom 20. Jan uar 2015 zur Ermittlung des Invalidi- tätsgrades den erforderlichen Einkommensvergleich vorgeno mmen. Dabei hat sie anhand der Gegenüberstellung von Validen- und zumutbarem Invalideneinkommen einen IV-Grad von 20 % ermittelt. Die konkrete Berechnung, die von der Versich erten in der vorliegenden Beschwerde nicht beanstandet worden ist, erweist sich als rechtens, w eshalb diesbezüglich auf die entspre- chenden Ausführungen der IV-Stelle in der Verfügung vom 20. Januar 2015 verwiesen werden kann. Mit 20 % liegt der aktuell ermittelte Invalidit ätsgrad der Beschwerdeführerin unter 40 %, weshalb kein Anspruch (mehr) auf eine IV-Rente besteht. Die IV-Stelle hat deshalb die der Ver- sicherten bisher ausgerichtete halbe Rente zu Recht aufgehoben, wobei die Aufhebung gestützt auf Art. 88 bis Abs. 2 lit. a der Verordnung über die Invalidenversiche rung (IVV) vom 17. Januar 1961 korrekterweise vom ersten Tag des zweiten der Zustel lung der Verfügung folgenden Mo- nats an erfolgte. Die angefochtene Verfügung der IV-S telle vom 20. Januar 2015 ist demnach nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde er weist sich als unbegründet, wes- halb sie abgewiesen werden muss. 7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um di e Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von 200-1000 Franken festgelegt. Bei F ällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskos- ten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf 600 Franken fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschw erdeführerin unterliegende Par- tei, weshalb die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. 7.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgan g entsprechend wettzuschla- gen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- wer den der Be- schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kos tenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- verrechnet. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Gegen diesen Entscheid wurde von der Beschwerdeführerin am 26. November 2015 Be- schwerde beim Bundesgericht (siehe nach Vorliegen des Ur teils: Verfahren-Nr. 9C_882/2015 ) erhoben. http://www.bl.ch/kantonsgericht