<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Gesetzentwurf auszuarbeiten, damit ein Drittel der Einnahmen aus dem Verkauf von überschüssigen Goldreserven der Nationalbank der Finanzierung von Einsätzen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in Krisen- und Kriegsgebieten zugute kommt.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Aus der Begründung (Ziff. 1 und 4) geht hervor, dass sich die Motion auf denjenigen Teil der von der Schweizerischen Nationalbank nicht mehr benötigten Goldreserven bezieht, welche der Bundesrat als Kapital für die "Stiftung solidarische Schweiz" einsetzen will (500 Tonnen Gold). Dabei wird im Wortlaut der Motion von einem Drittel der überschüssigen Reserven, d. h. 433 Tonnen Gold, in der Begründung hingegen von 500 Tonnen gesprochen. Nicht Gegenstand der Motion ist die Verwendung der übrigen rund 800 Tonnen, welche der Bundesrat im Rahmen einer Vernehmlassung zur Diskussion stellen wird. </p><p>Der Bundesrat schätzt und unterstützt das IKRK als humanitäre Institution mit internationalem Ansehen. Wenn er im Folgenden die in der Motion geforderte fixe Zuweisung von 500 Tonnen Gold an diese Institution ablehnt, so liegt dies daran, dass er nach wie vor den festen Willen hat, mit diesem Kapital ein eigenständiges schweizerisches Werk zur Stärkung der Solidarität zu schaffen. Das vom Bundesrat anlässlich der Sitzung vom 17. Mai 2000 verabschiedete Bundesgesetz über die "Stiftung solidarische Schweiz" sieht vor, dass die Stiftung je zur Hälfte im In- und Ausland tätig sein und sich am Leitgedanken der Prävention orientieren wird. Der Wirkungskreis der Stiftung ist damit breit gefasst und ermöglicht durchaus auch eine etwaige Unterstützung des IKRK. Die Vergabe der Stiftungsleistungen soll jedoch von einem Stiftungsrat beschlossen und nicht bereits im Voraus gesetzlich geregelt werden. Die Motion würde deshalb die Schaffung einer Stiftung, wie sie der Bundesrat vorsieht und wie sie in der 1998 durchgeführten Vernehmlassung von einer Mehrheit, auch von der CVP, unterstützt worden ist, verunmöglichen.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.