<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2023-05-30-5D_91-2023.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5D_91/2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 30. Mai 2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kanton Zürich, vertreten durch die </div> <div class="para">Zentrale Inkassostelle der Gerichte, </div> <div class="para">Hirschengraben 15, Postfach 2401, 8021 Zürich, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Kostenerlass, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, Rekurskommission, vom 8. Mai 2023 (KD230001-O/U). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer schuldet dem Kanton Zürich aus zwei am Bezirksgericht Winterthur und drei am Obergericht durchgeführten Verfahren einen Betrag von insgesamt Fr. 11'802.60. Ein nach mehreren Inkassoversuchen gestelltes Erlassgesuch wurde vom Generalsekretariat des Obergerichtes abgewiesen. Da der Beschwerdeführer an seinem Gesuch festhielt, wurde es der Verwaltungskommission des Obergerichtes übermittelt, welche das Gesuch mit Beschluss vom 11. April 2023 abwies. Den hiergegen erhobenen Rekurs wies die Rekurskommission des Obergerichtes mit Urteil vom 8. Mai 2023 ab, soweit sie darauf eintrat. Mit Beschwerde vom 19. Mai 2023 gelangt der Beschwerdeführer an das Bundesgericht mit den Anliegen, dass ihm die fraglichen Gerichtskosten zu erlassen seien und für den angefochtenen Entscheid keine Gebühr zu erheben bzw. die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren sei. Sodann wird auch für das bundesgerichtliche Verfahren ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Erlassgesuch betrifft Kosten aus Verfahren verschiedener Rechtsbereiche. Indes ist die beim Bundesgericht eingereichte Beschwerde von einer einzigen Abteilung zu beurteilen. Die Beurteilung durch die II. zivilrechtliche Abteilung erscheint zweckmässig, weil die Kosten u.a. aus dem Scheidungs- bzw. Besuchsrechtsverfahren herrühren und der angefochtene Entscheid namentlich <span class="artref">Art. 123 ZPO</span> thematisiert. Weil aber auch Kosten aus strafrechtlichen Verfahren betroffen sind, ist auf den nur für Zivilverfahren geltenden Mindeststreitwert von Fr. 30'000.-- gemäss <span class="artref">Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG</span> zu verzichten, damit dem Beschwerdeführer kognitionsmässig keine Nachteile erwachsen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Soweit auch der Erlass von Kosten aus früheren bundesgerichtlichen Verfahren gefordert wird, handelt es sich um neue und damit unzulässige Begehren (<span class="artref">Art. 99 Abs. 1 BGG</span>); im Verlauf des Rechtsmittelzuges kann der Anfechtungsgegenstand nicht ausgedehnt werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde hat eine Begründung zu enthalten, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>), was eine sachbezogene Auseinandersetzung mit dessen Erwägungen erfordert (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=21.05.2023&amp;to_date=09.06.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=21.05.2023&amp;to_date=09.06.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-364%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page364">142 III 364</a> E. 2.4). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde lässt eine sachgerichtete Auseinandersetzung mit den ausführlichen Erwägungen des angefochtenen Entscheides durchwegs vermissen. Der Beschwerdeführer beschränkt sich auf allgemeine Polemik und wirft den Gerichten vor, durch Filz, Willkür, Korruption und Amtsmissbrauch die "Bundesfairfassung" zu verletzen, indem seine leicht ersichtlichen Beweise auch noch mit Bussgeldern (gemeint: Verfahrenskosten) belegt worden seien, damit er aufhöre, die Korruption bei Schweizer Gerichten anzuprangern. Damit (und mit den weiteren, nichts zum Anfechtungsgegenstand beitragenden Ausführungen) ist keine Rechtsverletzung darzutun. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span> nicht einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6.</b> </div> <div class="para">Wie die vorstehenden Erwägungen zeigen, konnte der Beschwerde von Anfang an kein Erfolg beschieden sein, weshalb es an den materiellen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege fehlt (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>) und das entsprechende Gesuch abzuweisen ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>7.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 30. Mai 2023 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Escher </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>