<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2001 5 S.39</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2001</span> <span class="title">Zivilrecht</span> <span class="page_no">39</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <span class="ft1"><b>D. Das Grundbuch</b></span><br/> <br/> <span class="ft2"><b>5</b></span> <span class="ft2"><b>Art. 950 und Art. 9 ZGB, § 19 GVD; Amtliche Vermessung</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Gegenstand und Verfahren der amtlichen Vermessung (Erw. 1 und 3b)</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Wesen und Inhalt der zivilrechtlichen Klage nach § 19 GVD; Passivlegi-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>timation (Erw. 2a und 3b)</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Allfällige Fehler des Geometers oder der Vermessungskommission bilden</b></span><br/> <span class="ft2"><b>im zivilrechtlichen Verfahren lediglich Vorfrage, können aber je nach</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Ausgang eine Berichtigung des Vermessungswerkes oder des Grundbuch-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>eintrages erfordern (Erw. 3b)</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Die rechtskräftige Vermessung erbringt für die durch sie bezeugten Tat-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>sachen nur solange vollen Beweis, als nicht die Unrichtigkeit ihres Inhal-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>tes nachgewiesen ist. Dem Grundeigentümer ist es unbenommen, vor dem</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Zivilrichter vorbehältlich des Schutzes des gutgläubigen Erwerbers das</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Eigentum bis zu der von ihm als richtig nachgewiesenen Grenze zu er-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>streiten. Ein Stillschweigen im Vermessungsverfahren kann ihm nicht</b></span><br/> <span class="ft2"><b>entgegengehalten werden (Erw. 3c).</b></span><br/> <br/> <span class="ft3">Aus dem Entscheid des Obergerichts, 3. Zivilkammer, vom 26. Februar</span><br/> <span class="ft3">2001 i.S. E.S. gegen Einwohnergemeinde X.</span><br/> <br/> <span class="ft4"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft5">1. a) Gemäss Art. 950 ZGB erfolgt die Aufnahme und Be-</span><br/> <span class="ft5">schreibung der einzelnen Grundstücke im Grundbuch auf Grund</span><br/> <span class="ft5">eines Planes, der in der Regel auf einer amtlichen Vermessung beruht</span><br/> <span class="ft5">(Abs. 1). Der Bundesrat bestimmt, nach welchen Grundsätzen die</span><br/> <span class="ft5">Pläne anzulegen sind (Abs. 2). Gestützt auf diese Bestimmung hat</span><br/> <span class="ft5">der Bundesrat in der Verordnung über die amtliche Vermessung vom</span><br/> <span class="ft5">18. November 1992 (VAV) Grundsätze über den Inhalt der Vermes-</span><br/> <span class="ft5">sung, die Vermarkung sowie die Ersterhebung, Erneuerung und</span><br/> <span class="ft5">Nachführung der Vermessung erlassen; der Erlass weiterer Ausfüh-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2001</span> <span class="title">Obergericht/Handelsgericht</span> <span class="page_no">40</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">rungsvorschriften wurde den Kantonen übertragen (vgl. z.B. Art. 12</span><br/> <span class="ft5">und 28 Abs. 3 VAV).</span><br/> <span class="ft5">b) Die amtliche Vermessung gliedert sich in die Vermarkung</span><br/> <span class="ft5">und die eigentliche Vermessung. Die Vermarkung umfasst die Grenz-</span><br/> <span class="ft5">feststellung und das Anbringen von Grenzzeichen (Art. 11 VAV). Sie</span><br/> <span class="ft5">wird gemäss § 11 des kantonalen Dekretes über die Grundbuchver-</span><br/> <span class="ft5">messung vom 5. März 1915 (GVD) unter Aufsicht des Geometers</span><br/> <span class="ft5">und unter Mitwirkung der Vermessungskommission vorgenommen</span><br/> <span class="ft5">(Abs. 1). Den Grundeigentümern wird anschliessend eine allgemeine</span><br/> <span class="ft5">Einspruchsfrist von 30 Tagen eröffnet (Abs. 3). Soweit die Vermar-</span><br/> <span class="ft5">kung nicht innert der Einspruchsfrist durch Klage beim zuständigen</span><br/> <span class="ft5">Richter angefochten wird, gilt sie als anerkannt und rechtskräftig</span><br/> <span class="ft5">(Abs. 4). Der Vermarkung folgt die Parzellarvermessung (§ 15</span><br/> <span class="ft5">GVD). Die vom kantonalen Vermessungsamt verifizierten Vermes-</span><br/> <span class="ft5">sungswerke sind während einer peremtorischen Frist von 30 Tagen</span><br/> <span class="ft5">zur Geltendmachung allfälliger Einsprachen öffentlich aufzulegen</span><br/> <span class="ft5">(Art. 28 Abs. 1 VAV; § 17 Abs. 1 GVD). Einsprachen sind dem Ge-</span><br/> <span class="ft5">meinderat einzureichen, der eine mündliche Verhandlung durchführt</span><br/> <span class="ft5">(§ 18 GVD). Kann keine Einigung erzielt werden, hat der Einspre-</span><br/> <span class="ft5">cher binnen 30 Tagen seine Begehren durch Klage beim zuständigen</span><br/> <span class="ft5">Zivilrichter geltend zu machen (§ 19 Abs. 2 GVD). Nach Durchfüh-</span><br/> <span class="ft5">rung der gemeinderätlichen Vermittlungsverhandlung genehmigt das</span><br/> <span class="ft5">Departement des Innern, - unter Vorbehalt der bestrittenen und ge-</span><br/> <span class="ft5">richtlich zu erledigenden Fälle - das Vermessungswerk (§ 22 GVD).</span><br/> <span class="ft5">2. a) Mit Einsprache gegen die Parzellarvermessung hatte der</span><br/> <span class="ft5">Kläger die Rückversetzung des Grenzmarksteins von seiner Parzelle</span><br/> <span class="ft5">4624 um 10 cm zur Nachbarparzelle 4625 (neu 6289) hin verlangt.</span><br/> <span class="ft5">Nach erfolglos verlaufener Vermittlungsverhandlung vor dem Ge-</span><br/> <span class="ft5">meinderat X. machte er das gleichlautende Begehren mit Zivilklage</span><br/> <span class="ft5">beim Bezirksgericht Y. anhängig. Dieses Begehren zielt auf eine</span><br/> <span class="ft5">Verschiebung der durch den streitigen Grenzstein ausgewiesenen</span><br/> <span class="ft5">Grundstücksgrenze in Richtung der Nachbarparzellen 4625/6289 ab,</span><br/> <span class="ft5">was bei Gutheissung eine Verkleinerung der letzteren respektive eine</span><br/> <span class="ft5">Vergrösserung der klägerischen Parzelle 4624 zur Folge hätte.</span><br/> <span class="ft5">Die im Vermessungswerk dargestellten Eigentumsgrenzen ent-</span><br/> <span class="ft5">falten - im Gegensatz zu Angaben rein tatsächlicher Natur, wie z.B.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2001</span> <span class="title">Zivilrecht</span> <span class="page_no">41</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">über die Art der Bodennutzung oder die Lage von Bauten etc. -</span><br/> <span class="ft5">Rechtswirkungen für Dritte. Dem Interesse des Klägers an der Be-</span><br/> <span class="ft5">richtigung des angeblich fehlerhaft ausgewiesenen Grenzverlaufes</span><br/> <span class="ft5">steht somit das Interesse desjenigen gegenüber, der durch diese Kor-</span><br/> <span class="ft5">rektur in seiner Rechtsstellung verschlechtert werden könnte. Die</span><br/> <span class="ft5">Behebung solcher Fehler mit Rechtswirkungen für Dritte darf des-</span><br/> <span class="ft5">halb von den Vermessungsorganen nur mit Zustimmung der durch</span><br/> <span class="ft5">das betreffende Recht berührten Personen oder - falls deren Einwilli-</span><br/> <span class="ft5">gung nicht vorliegt - aufgrund eines gegen diese gerichteten Urteiles</span><br/> <span class="ft5">vorgenommen werden. Die zivilrechtliche Klage hat sich daher nicht</span><br/> <span class="ft5">gegen das kommunale Vermessungsorgan, d.h. vorliegend gegen die</span><br/> <span class="ft5">Einwohnergemeinde X., sondern gegen die betroffenen Eigentümer</span><br/> <span class="ft5">der anderen Grundstücke und die daran dinglich Berechtigten zu</span><br/> <span class="ft5">richten (RBOG 1983 Nr. 16; Friedrich, Fehler in der Grundbuchver-</span><br/> <span class="ft5">messung, ihre Folgen und ihre Behebung, in ZBGR 1977 S. 131 ff.,</span><br/> <span class="ft5">insb. S. 149 ff.; Homberger, Zürcher Kommentar, 1938, N 5 zu</span><br/> <span class="ft5">Art. 950 ZGB).</span><br/> <span class="ft5">(...)</span><br/> <span class="ft5">3. a) Der vorinstanzliche Richter hat die Klage abgewiesen,</span><br/> <span class="ft5">weil der streitige Grenzmarkstein in den Jahren 1995 und 1996 ver-</span><br/> <span class="ft5">markt worden sei, ohne dass der Kläger damals Einsprache erhoben</span><br/> <span class="ft5">habe. Das Vermessungswerk stütze sich auf diese rechtskräftige</span><br/> <span class="ft5">Vermarkung und sei daher bezüglich der Lage des Marksteins nicht</span><br/> <span class="ft5">mehr anfechtbar. Der Kläger bestreitet in der Appellation, dass eine</span><br/> <span class="ft5">Vermarkung des fraglichen Grenzzeichens mit öffentlicher Auflage</span><br/> <span class="ft5">und Eröffnung der Einsprachefrist erfolgt sei; das Vermarkungsver-</span><br/> <span class="ft5">fahren sei entweder überhaupt nicht oder rechtsfehlerhaft durchge-</span><br/> <span class="ft5">führt worden.</span><br/> <span class="ft5">b) Einsprachen gegen das Vermessungswerk werden in einem</span><br/> <span class="ft5">Verwaltungsverfahren beurteilt; Gegenstand dieses Verfahrens bildet</span><br/> <span class="ft5">nicht die Eigentumsfeststellung, sondern die richtige Übernahme der</span><br/> <span class="ft5">Vermarkung in das Vermessungswerk (Schmid, Basler Kommentar,</span><br/> <span class="ft5">1998, N 20 zu Art. 950). So können unrichtige Eintragungen in den</span><br/> <span class="ft5">aufgelegten Plänen und Akten gerügt werden (§ 19 GVD), nament-</span><br/> <span class="ft5">lich eine unzutreffende Flächenermittlung oder eine planerisch fal-</span><br/> <span class="ft5">sche, d.h. nicht mit der rechtsverbindlichen Vermarkung überein-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2001</span> <span class="title">Obergericht/Handelsgericht</span> <span class="page_no">42</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">stimmende Aufnahme des Grenzverlaufs; hingegen kann in diesem</span><br/> <span class="ft5">Verfahren kein Begehren um Änderung einer längst rechtsverbind-</span><br/> <span class="ft5">lich gewordenen Grenzvermarkung gestellt werden (AGVE 1999</span><br/> <span class="ft5">S. 32).</span><br/> <span class="ft5">(...)</span><br/> <span class="ft5">Der Einsprecher, über dessen Einsprache gegen das Vermes-</span><br/> <span class="ft5">sungswerk keine gütliche Einigung erzielt wird, kann gemäss § 19</span><br/> <span class="ft5">GVD einzig Klage beim Zivilrichter erheben, da der Kanton Aargau</span><br/> <span class="ft5">den in Art. 28 Abs. 3 lit. e VAV vorgeschriebenen Beschwerdeweg</span><br/> <span class="ft5">gegen Einspracheentscheide im Auflageverfahren eines Vermes-</span><br/> <span class="ft5">sungswerkes bis anhin nicht geschaffen hat. Dabei richtet sich die</span><br/> <span class="ft5">Klage nicht gegen die Vermessungsorgane, sondern gegen die durch</span><br/> <span class="ft5">die anbegehrten Änderungen in ihren dinglichen Rechten betroffenen</span><br/> <span class="ft5">Dritten (Erw. 2a hievor). Je nach gestelltem Begehren handelt es sich</span><br/> <span class="ft5">dabei um eine Grenzscheidungsklage (zur Feststellung einer - z.B.</span><br/> <span class="ft5">infolge von Bodenverschiebungen oder mangelhafter Grundbuchun-</span><br/> <span class="ft5">terlagen - ungewiss gewordenen Grenze), um eine Eigentumsklage</span><br/> <span class="ft5">(zur Erlangung des Eigentums am strittigen Grenzstreifen; Art. 641</span><br/> <span class="ft5">ZGB), um eine Grundbuchberichtigungsklage (zur Korrektur eines</span><br/> <span class="ft5">bereits erfolgten falschen Grundbucheintrages; Art. 975 ZGB) oder</span><br/> <span class="ft5">um eine Kombination dieser Klagen (zum Ganzen: Rey, Grundlagen</span><br/> <span class="ft5">des Sachenrechts und das Eigentum, Bd. I, 2. A., Bern 2000,</span><br/> <span class="ft5">S. 489 ff; Tschümperlin, Grenze und Grenzstreitigkeiten im Sachen-</span><br/> <span class="ft5">recht, Diss. Freiburg 1984, S. 161 ff., 173 ff.). Allfällige Fehler des</span><br/> <span class="ft5">Geometers oder der Vermessungskommission bilden in diesen zi-</span><br/> <span class="ft5">vilrechtlichen Verfahren lediglich Vorfrage, können aber je nach</span><br/> <span class="ft5">Ausgang eine Berichtigung des Vermessungswerkes oder des Grund-</span><br/> <span class="ft5">bucheintrages erfordern (vgl. § 21 Abs. 3 GVD).</span><br/> <span class="ft5">(...)</span><br/> <span class="ft5">c) Der rechtskräftigen Vermessung kommt die Beweiskraft öf-</span><br/> <span class="ft5">fentlicher Urkunden i.S.v. Art. 9 ZGB zu (Art. 29 Abs. 2 VAV). Ge-</span><br/> <span class="ft5">mäss Art. 668 ZGB werden die Grenzen durch die Grundbuchpläne</span><br/> <span class="ft5">und durch die Abgrenzungen auf dem Grundstücke selbst angegeben</span><br/> <span class="ft5">(Abs. 1), wobei die Richtigkeit der Grundbuchpläne vermutet wird,</span><br/> <span class="ft5">wenn sich diese und die Abgrenzungen widersprechen (Abs. 2; Rey,</span><br/> <span class="ft5">Basler Kommentar, 1998, N 1 ff. zu Art. 668; Haab, Zürcher Kom-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2001</span> <span class="title">Zivilrecht</span> <span class="page_no">43</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">mentar, 1977, N 7 zu Art. 668/669). Die grössere Glaubwürdigkeit</span><br/> <span class="ft5">des Grundbuchplanes ist deshalb gerechtfertigt, weil Grenzzeichen</span><br/> <span class="ft5">leicht verschoben werden können, während die unberechtigte Ände-</span><br/> <span class="ft5">rung des Planes erschwert ist (Rey, a.a.O., N 10 zu Art. 668). Öffent-</span><br/> <span class="ft5">liche Urkunden erbringen aber gemäss Art. 9 ZGB für die durch sie</span><br/> <span class="ft5">bezeugten Tatsachen nur solange vollen Beweis, als nicht die Un-</span><br/> <span class="ft5">richtigkeit ihres Inhaltes nachgewiesen ist (Abs. 1); dieser Nachweis</span><br/> <span class="ft5">ist an keine besondere Form gebunden (Abs. 2). Dem Grundeigen-</span><br/> <span class="ft5">tümer ist es daher unbenommen, vor dem Zivilrichter vorbehältlich</span><br/> <span class="ft5">des Schutzes des gutgläubigen Erwerbers (Art. 973 ZGB) das Ei-</span><br/> <span class="ft5">gentum bis zu der von ihm als richtig nachgewiesenen Grenze zu</span><br/> <span class="ft5">erstreiten; insbesondere kann ihm ein allfälliges Stillschweigen im</span><br/> <span class="ft5">Vermessungsverfahren nicht entgegengehalten werden, denn nach</span><br/> <span class="ft5">der im Bundesrecht abschliessend geregelten Ordnung des Erwerbs</span><br/> <span class="ft5">von Grundeigentum gibt es keine Eigentumsübertragung von einem</span><br/> <span class="ft5">Nachbarn auf den anderen durch Unterlassen einer Einsprache bei</span><br/> <span class="ft5">der (fehlerhaften) Grundbuchvermessung (ZGBR 1991 S. 263 ff.,</span><br/> <span class="ft5">PKG 1981 S. 59 ff.; Schmid, a.a.O., N 28 zu Art. 951 ZGB; Huser,</span><br/> <span class="ft5">Schweizerisches Vermessungsrecht, Diss. Freiburg 1994, S. 96; teil-</span><br/> <span class="ft5">weise abweichend: AGVE 1999 S. 32). Dem Kläger kann daher mit</span><br/> <span class="ft5">dem Hinweis auf eine rechtskräftige Vermarkung nicht verwehrt</span><br/> <span class="ft5">werden, im zivilrechtlichen Verfahren gegen seinen Nachbarn einen</span><br/> <span class="ft5">davon abweichenden Grenzverlauf nachzuweisen, es sei denn jener</span><br/> <span class="ft5">habe sein Eigentum in gutgläubigem Vertrauen auf die Richtigkeit</span><br/> <span class="ft5">des Grundbucheintrages erworben.</span><br/></div> </div> </body> </html>