B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-8287/2010 U r t e i l vo m 1 6 . J u l i 2 0 1 3 Besetzung Richter Ronald Flury (Vorsitz), Richter Vito Valenti, Richterin Maria Amgwerd, Gerichtsschreiberin Andrea Giorgia Röllin. Parteien A._______, Zustelladresse: _______, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenrente; Verfügung der IVSTA vom 2. November 2010. B-8287/2010 Seite 2 Sachverhalt: A. Der am 28. Februar 1961 geborene, verheiratete serbische Staatsang e- hörige A._______ lebt in Serbien und ist Vater von drei Kindern. Er hat vom Juli 1985 bis Oktober 1992 als ungelernter Bauarbeiter (mit Unte r- brüchen) in der Schweiz gearbeitet und dabei während 64 Monaten Be i- träge an die schweizerische Alters -, Hinterlassenen- und Invalidenversi- cherung entrichtet (IV-act. 69). Gemäss seinen Angaben erlitt er im Jahre 1992 einen Unfall und ging seither weder in der Sc hweiz noch in Serbien einer Tätigkeit mehr nach (IV -act. 10). Nachdem er der IVSTA das vom Experten der Invalidenkommission erster Instanz des Republikfonds der Renten- und Invalidenversicherung Serbiens, Dr. B._______, erstellte Gutachten vom 25. März 200 8 (IV-act. 50) zukommen liess, hat er mit Gesuch vom 2. Oktober 2008 (Posteingang bei der IV -Stelle für Vers i- cherte im Ausland [IVSTA, nachfolgend auch: Vorinstanz] am 22. Oktober 2008) einen Antrag auf Ausrichtung einer Invalidenrente der schwei - zerischen Invalidenversicherung gestellt (IV-act. 4). B. Mit Verfügung vom 2. November 2010 hat die IVSTA gemäss Vorankü n- digung im Vorbescheid vom 18. August 2010 (IV -act. 66) das Renteng e- such von A._______ abgewiesen, da keine rentenbegründende Invalidität vorliege. Die IVSTA zog zur Beurteilung des Gesuchs namentlich einen Versiche r- tenfragebogen (IV -act. 10), einen Auszug aus dem individuellen Konto (IV-act. 69) sowie medizinische Berichte (IV -act. 19-58 und 62), darunter insbesondere auch das vom Experten der Inval idenkommission erster In- stanz des Republikfonds der Renten - und Invalidenversicherung Se r- biens, Dr. B._______, erstellte Gutachten vom 25. März 2008 (IV-act. 50) bei. C. Gegen die Verfügung vom 2. November 2010 hat A._______ (nachfo l- gend: Beschwerdeführer), mit Eingabe vom 27. November 2010 (Pos t- stempel) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht. Er beantragt sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Einholung eines ärztlichen Gutachtens bzw. die Zusprache einer Inval i- denrente. B-8287/2010 Seite 3 Zur Begründung führt er aus, dass er nach einer Operation des rechten Armes und des Knies in _______, welche infolge einer beim Fussballspiel in der Schweiz erlittenen Verletzung notwendig geworden sei, arbeits - und erwerbsunfähig geworden sei. Die heimatliche Invaliditätskommission betrachte das Leiden als rentenbegründend. Zwischenzeitlich sei es zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes gekommen. Es sei gleich wie einem Einwohner der Schweiz oder der Europäischen Union eine Invalidenrente auszurichten. D. Mit Vernehmlassung vom 3. März 2011 beantragt die Vorinstanz die A b- weisung der Beschwerde. Die Vorinstanz begründet diesen Antrag damit, dass seit dem 1. März 2005 eine gänzliche Arbeitsunfähigkeit in der z u- letzt ausgeübten Tätigkeit als Bauarbeiter i nfolge der rechtsseitigen Handgelenksbeschwerden bestehe, während leichtere, leidensangepas s- te Verweisungstätigkeiten gänzlich ausgeübt werden könn ten. Dies erge- be auch für Schweizer und EU -Bürger eine rentenausschliessende E r- werbseinbusse von 20 %. Aufg rund der ausführlichen medizinischen D o- kumentation sei von weiteren Abklärungen abzusehen. E. Der Beschwerdeführer hat sich hierauf – trotz Einräumung einer Frist zur Einreichung einer Replik durch den Instruktionsrichter – nicht mehr zur Sache vernehmen lassen. Mit prozessleitender Verfügung vom 29. April 2011 wurde daraufhin der Schriftenwechsel geschlossen. F. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingega n- gen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Nach Art. 31 des Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsg e- richt vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invali- denversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) beurteilt das Bu n-B-8287/2010 Seite 4 desverwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der IVSTA. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 1.2 Gemäss Art. 19 Abs. 3 VGG sind die Richter und Richterinnen des Bundesverwaltungsgerichts zur Aushilfe in anderen Abteilungen verpflich- tet. Die Abteilung II des Bundesverwaltungsgerichts hat das vorliegende Beschwerdeverfahren im Zuge einer Entlastungsmassnahme der Abte i- lung III übernommen. Die bisherige Verfahrens nummer C-8287/2010 lau- tet deshalb fortan B-8287/2010. 2. Gemäss Art. 3 Bst. d bis des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet das VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundesg e- setz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversich e- rungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG fi n- den die Vorschriften des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a-26bis IVG und Art. 28 -70 IVG) Anwendung, soweit das IV G nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht mangels anderslautender Übergangsbestimmungen grundsätzlich diejenigen Ve r- fahrensregeln Anwendung, welc he im Zeitpunkt der Beschwerdebeurte i- lung in Kraft stehen (BGE 130 V 1 E. 3.2; vgl. auch Art. 53 Abs. 2 VGG). 3. Gemäss Art. 59 ATSG ist zur Beschwerdeführung vor dem Bundesverwal- tungsgericht legitimiert, wer durch die angefochtene Verfügung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG). Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung, so dass er im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdelegitimiert ist. Da die Beschwerde im Übrigen frist - und formgerecht (Art. 60 Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht und der Kostenvorschuss in- nert Frist geleistet wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten. B-8287/2010 Seite 5 4. 4.1 Streitig und zu prüfen ist die Rechtmässigkeit der rentenabweisenden Verfügung und in diesem Zusammenhang insbesondere, ob die Vori n- stanz den Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt und gewürdigt hat. 4.2 4.2.1 Der Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenvers i- cherung beurteilt sich ausschliesslich nach der schweizerischen Geset z- gebung (siehe BGE 130 V 253 E. 2.4 und ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜL- LER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Auflage, Zürich/Ba- sel/Genf 2010, Rz. 355 ff.). Ein allfälliger in dieser Sache ergangener Ent- scheid eines serbischen Entscheidträgers ist somit für die schweizer i- schen Behörden nicht bindend. 4.2.2 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bunde s- recht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Er - messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts - erheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 4.3 Nach dem Zerfall der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien blie ben zunächst die Bestimmungen des Abkommens vom 8. Juni 1962 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Föderati ven Volksrepu- blik Jugoslawien über Sozialversicherung (SR 0.831.109.818.1) für alle Staatsangehörigen des ehemaligen Ju goslawiens anwendbar (BGE 126 V 198 E. 2b, 122 V 381 E. 1 mit Hin weis). Z wischenzeitlich hat die Schweiz mit Nachfolgestaaten des ehe maligen Jugoslawiens (Kroatien, Slowenien, Mazedonien), nicht aber mit den Republiken Serbien bzw. (nach dessen Unabhängigkeitserklärung) Kosovo, neue Abkommen über Soziale Sicherheit abgeschlos sen. Für den Beschwerdeführer als serb i- scher Staatsangehöriger findet demnach weiterhin das schweizerisch - jugoslawische Sozialversicherungsabkommen vom 8. Juni 1962 Anwe n- dung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_321/2012 vom 14. August 2012 E. 1.2). Nach Art. 2 dieses Abkommens stehen die Staatsangehörigen der Vertragsstaaten in ihren Rechten und Pflichten aus den in Art. 1 genan n- ten Rechtsvorschriften, zu welchen die schweizerische Bundesgesetzg e- bung über die Invali denversicherung gehört, einander gleich , soweit nichts anderes be stimmt ist. Da vorliegend keine abweichenden Besti m- mungen zur Anwendung ge langen, bestimmt sich der Anspruch des B e-B-8287/2010 Seite 6 schwerdeführers auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversich e- rung gemäss vorstehen der Ausführungen auf Gr und des IVG, der Ve r- ordnung über die Invali denversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 832.201), des ATSG sowie der Verordnung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11). 4.4 Anspruch auf eine Rente der s chweizerischen Invalidenversicherung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG, vgl. auch E. 4.5 hiernach) und beim Eintritt der Invalidität während der vom Gesetz vorge - sehenen Dauer Beiträge an die Alters -, Hinter lassenen- und In validen- versicherung (AHV/IV) geleistet hat, d.h. während mindestens drei Jahren laut Art. 36 Abs. 1 IVG. Diese Be dingungen müssen kumu lativ gegeben sein; fehlt eine, so entsteht kein Rentenanspruch, selbst wenn die andere erfüllt ist. Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen während mehr als drei Jahren Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invali- denversicherung geleistet (vgl. IV-act. 63 und 68-69), so dass die Voraus- setzung der Mindestbei tragsdauer für den Anspruch auf eine o rdentliche Invalidenrente gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG erfüllt ist. 4.5 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall s ein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesundheitsschaden verursach- te und nach zumutbarer Behandlung oder Ein gliederung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust der Er werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt resp. der Möglichkeit, sich im bisherigen Aufgaben bereich zu betätigen. Der Inval i- ditätsbegriff enthält damit zwei Elemen te: ein medizinisches (Gesun d- heitsschaden mit Aus wirkungen auf die Ar beitsfähigkeit) und ei n wir t- schaftliches im weiteren Sinn (dauer hafte oder länger dauernde Ei n- schränkung der Erwerbs fähigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich; vgl. zum Ganzen UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, Art. 8 Rz. 7). Arbeitsunfähigkeit ist die d urch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu - mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare T ä- tigkeit in ei nem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der kö r- perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach B-8287/2010 Seite 7 zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil- weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). 4.6 Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mind estens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Art. 28 Abs. 1 Bst. a-c IVG). 4.7 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Ei n- kommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbs einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmas s- nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeit s- marktlage erzielen könnte (sogenann tes Invalideneinkommen), in Bezi e- hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Valideneinkommen). Der Ei n- kommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetisc hen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst g e- nau ermittelt und einander gegenüber gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgeme i- ne Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zei t- punkt des (hypothetischen) Beginnes des Rentenanspruches massg e- bend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grund- lage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen de r Ve r- gleichseinkommen bis zum Verfügungserlass beziehungsweise bis zum Einspracheentscheid zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4). 4.8 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angew iesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen h a- ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und b e- züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichti ge Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person B-8287/2010 Seite 8 noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). Dabei sind die rechtsanwendenden Behörden in der Schweiz nicht an Feststellungen und Entscheide auslä n- discher Versicherungsträger, Krankenkassen, Behörden und Ärzte bezüg- lich Invaliditätsgrad und Anspruchsbeginn gebunden (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI-Praxis 1996 S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E. 2). Daher unterstehen auch aus dem Ausland stammende Beweismittel der freien Beweiswürdigung des Gerichts (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versiche- rungsgerichts [EVG, seit 1. Januar 2007: Bundesgericht] vom 11. Dezem- ber 1981; zum Grundsatz der freien Beweiswürdigung: BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseit igen Un - tersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Be - urteilung der medizini schen Zusammenhänge und in der Be urteilung der medizinischen Si tuation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen des Experten be gründet sind. Auch auf Beurteilungen versicherungsinterner Ärzte der Vorinstanz oder von Ärzten eines regionalen ärztlichen Dienstes darf nur abgestellt werden, sofern sie diesen beweisrechtlichen Anford e- rungen ge nügen. Nicht in jedem Einzelfall zwingend erforderlich ist j e- doch, dass solche Ärzte den Versicherten persönlich untersuchen. Das Fehlen eigener Untersuchungen vermag daher ihre Stellungnahmen für sich alleine nicht in Frage zu stellen. Dies gilt insbesonder e dann, wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung der erwerblichen Folgen eines be- reits feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, folglich die direkte ärztliche Befassung mit dem Versicherten in den Hintergrund rückt. Au s- schlaggebend für den Be weiswert ist somit grundsätz lich weder die He r- kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be richt oder Gutachten (vgl. zum Ganzen die Urteile des Bundesgerichts 9C_58/2011 vom 25. März 2011 E. 3.3, 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1 sowie BGE 125 V 351 E. 3a und E. 3b/ee, je mit Hinweisen). Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt folglich Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar b e- gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der be fragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt freilich nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. B-8287/2010 Seite 9 Gleiches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird (RKUV 1999 U 332 S. 193 E. 2a/bb; SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 E. 2.4). Es bedarf viel- mehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilic h- keit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialvers i- cherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit de s Gutachters alle r- dings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee; SVR 2003 UV Nr. 15 S. 45 E. 3.2.2, 1999 KV Nr. 22 E. 3b; AHI 2001 S. 115 E. 3b/ee). 5. 5.1 Sämtliche in den Akten enthaltenen medizinischen Dokumente ko m- men, was die Diagnose der Erkrankungen des Beschwerdeführers betrifft, im Wesentlichen zu übereinstimmenden Ergebnissen. Er leidet demnach insbesondere an einem Zustand nach proximaler Karpektomie, die nach einer Arthrose nach einem Bruch des Os lunatum (Mondbeins) ausgeführt wurde, einem Zustand nach Operation des Karpaltunnels links, einer G o- nalgie rechts, einem Zustand nach partieller Meniskektomie, einem Le n- densyndrom, symptomatischen Kopfschmerzen, einem Schwindelsy n- drom sowie einem Angstsyndrom. Unterschiedlich beurteilt werden von ärztlicher Seite indessen die Auswirkungen der festgestellten Beeinträc h- tigungen auf die Erwerbsfähigkeit. Der Arzt des regionalen ärztlichen Dienstes Rhone (nachfolgend: RAD), Dr. med. C._______, Facharzt für Allgemeinmedizin, erachtete den Beschwerdeführer in der bisherigen T ä- tigkeit seit dem 1. März 2005 aufgrund des Zustandes nach proximaler Karpektomie infolge Arthrose nach Mondbeinbruch rechts gemäss ICD-10 Z98.1 dauerhaft zu 100 % arbeitsunfähig, während in einer leidensang e- passten Tätigkeit seit dem 1. März 2005 keine dauerhafte Arbeitsunfähig- keit gegeben sei und die übrigen Leiden ohne Einfluss auf diese verble i- bende Arbeitsfähigkeit seien (Stellungnahme vom 9. Juni 2010, IV -act. 64). Der Gutachter der Invalidenkommission erster Instanz des Rep ublik- fonds der Renten - und Invalidenversicherung Serbiens, Dr. B._______, attestierte dem Beschwerdeführer keinen vollständigen Verlust der A r- beitsfähigkeit, bescheinigte ihm aber eine 40%ige Invalidität infolge nicht mehr zumutbarer Arbeiten, die Heben un d Tragen von Lasten über 2 kg mit der rechten Hand erforderten (Gutachten vom 25. März 2008, IV -act. 50). Die übrigen ärztlichen Stellungnahmen enthalten keine qualifiziere n- den Angaben zum Umfang der dauerhaft verbleibenden Arbeitsfähigkeit. B-8287/2010 Seite 10 5.2 5.2.1 Die Vorinstanz führt in der angefochtenen Verfügung aus, dass in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Bauarbeiter zwar eine Arbeitsunf ä- higkeit von 100 % vorhanden, die Ausübung einer leichteren, leidensa n- gepassten Tätigkeit wie z.B. Pförtner, Hauswart oder Aufseher a ber noch zu 100 % zumutbar sei (IV -act. 3 S. 3). Insofern verweist die Vorinstanz vollumfänglich auf die RAD-Stellungnahme von Dr. med. C._______ (vgl. IV-act. 64). Dieses ärztliche Dokument ist mithin nachfolgend daraufhin zu würdigen bzw. zu prüfen, ob s ich aufgrund dessen der Sachverhalt in medizinischer Hinsicht als rechtsgenüglich abgeklärt erweist. Dabei kann auf diese RAD-Stellungnahme dann abgestellt werden, wenn sie den al l- gemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügt und der Stellung nehmende Arzt im Prinzip über die im Einzelfall gefragten Qualifikationen verfügt. Letzteres trifft vorliegend zu. 5.2.2 Aufgabe des medizinischen Dienstes der IV -Stelle bzw. des regi o- nalen ärztlichen Dienstes ist es, zu Handen der Verwaltung de n medizini- schen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen. Dazu gehört auch, bei sich widersprechenden medizinischen Akten eine Wertung vo r- zunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht a b- zustellen oder aber eine zusätzliche Untersu chung vorzunehmen sei (Ur- teil des BGer 9C_341/2007 vom 16. November 2007 E. 4.1 mit Hinwe i- sen). Vorliegend beruht die RAD-Stellungnahme von Dr. med. C._______ im Wesentlichen auf der Expertise des Gutachters der Invalidenkommi s- sion erster Instanz des Republikfonds der Renten- und Invalidenversiche- rung Serbiens, Dr. med. B._______ vom 25. März 2008 (vgl. IV -act. 64). Damit ist vorab zu prüfen, ob dieses Gutachten den in E. 4.8 hiervor dargelegten beweisrechtlichen Anforderungen an ein ärztl i- ches Gutachten bzw. einen ärztlichen Bericht genügt. 5.2.3 In seinem – eben vorstehend erwähnten – Gutachten (IV-act. 50) hielt der Chirurg Dr. med. B._______ fest, dass bezüglich der rechten Hand und des rechten Handgelenks eine zur Hälfte eingeschränkte B e- weglichkeit in alle n Richtungen und eine abgeschwächte grobe Kraft s o- wie hinsichtlich des rechten Unterarmes und Handgelenks eine deutliche Muskelhypotrophie bestehe. In Bezug auf das rechte Kniegelenk sei eine nur endlagig eingeschränkte Flexion mit hörbarer Krepitation geg eben. Ein voller Verlust der Arbeitsfähigkeit bestehe nicht. Der Beschwerdefü h- rer müsse von Arbeiten, die Heben und Tragen von Lasten über 2 kg mit B-8287/2010 Seite 11 der rechten Hand erforderten, befreit werden. Die Invalidität betrage 40 %. Das chirurgische Gutachten von Dr. med. B._______ entspricht den pr a- xisgemässen Anforderungen an den Beweiswert eines Arztberichts. Der Beschwerdeführer wurde vom Gutachter allseitig untersucht und eing e- hend abgeklärt. Dr. med. B._______ berücksichtigte die geklagten B e- schwerden – insbesondere die angegebenen Schmerzen und die Instab i- lität bezüglich des rechten Kniegelenks – und setzte sich mit diesen s o- wie dem Verhalten des Beschwerdeführers detailliert auseinander. So fiel dem Experten insbesondere auf, dass hinsichtlich des rechten Kn iege- lenks objektiv lediglich eine endlagig eingeschränkte Flexion mit hörbarer Krepitation festzustellen war. Auch würdigte der Gutachter die Klagen des Beschwerdeführers entsprechend. Dr. med. B._______ waren ferner die Vorakten bekannt, auf welche er sic h in der Diagnosestellung abstützte. Die Bezeichnung der gewürdigten medizinischen Vorakten im Rahmen der Anamnese fehlt zwar, doch es kann der Expertise entnommen we r- den, dass dem Experten die wesentlichen medizinischen Unterlagen vo r- lagen und er die Ätio logie der vom Beschwerdeführer geklagten Leiden vollständig kannte. Was die vom Gutachter gestellte Diagnose der Ängs t- lichkeit anbelangt, ist zwar zu berücksichtigen, dass Dr. med. B._______ kein psychiatrischer Facharzt ist. Da aus den übrigen Akten jedoch keine psychische Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit des B e- schwerdeführers hervorgeht und von diesem auch nicht geltend gemacht wird, kann dieser Mangel indes unbeachtlich bleiben. Abgesehen davon leuchtet das Gutachten in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein, und sind die Schlussfolgerungen des medizin i- schen Experten – unter Ausnahme der bescheinigten Invalidität von 40 % – in einer Weise begründet, dass die rechtsanwendende Person sie pr ü- fend nachvollziehen kann. Insbesonder e ist der ärztliche Bericht für die streitigen Belange in Bezug auf die Auswirkungen des Hand- und Knielei- dens auf die Arbeitsfähigkeit umfassend. In diesem Sinne leuchtet es durchaus ein, dass der Beschwerdeführer wie von Dr. med. B._______ festgestellt nicht vollständig arbeitsunfähig ist, sondern nur Arbeiten, die Heben und Tragen von Lasten über 2 kg mit der rechten Hand erforde r- ten, unzumutbar sind. Die abschliessende Feststellung von Dr. med. B._______, dass diese Beeinträchtigung zu einer 40%igen Inv alidität füh- re, bezieht sich demgegenüber offensichtlich auf die Invaliditätsbeme s- sung gemäss serbischem Recht, welches vorliegend unbeachtlich ist (vgl. E. 4.2 -3 hiervor), so dass diese für das hiesige Gericht nicht nachvol l- ziehbare Qualifizierung nicht zu berücksichtigen ist, aber den Beweiswert B-8287/2010 Seite 12 des Gutachtens betreffend die festgestellten Leiden nicht in Frage zu stel- len vermag. 5.2.4 Der RAD-Arzt Dr. med. C._______ stützte sich in seiner Stellun g- nahme vom 9. Juni 2010 (IV -act. 64) auf diesen Schluss des serbi schen Experten, berücksichtigte seinerseits aber auch die anderen in den Akten liegenden medizinischen Unterlagen und würdigte sie selbständig. Dabei kam der RAD -Arzt zum nachvollziehbaren und schlüssigen Ergebnis, dass die Arbeitsfähigkeit lediglich durch das vom serbischen Gutachter diagnostizierten Handleiden dauerhaft beeinträchtigt wird. Der RAD -Arzt wich aber von dessen gutachterlicher Einschätzung der verbleibenden Ar- beitsfähigkeit – Unzumutbarkeit von Arbeiten, die Heben und Tragen von Lasten über 2 kg mit der rechten Hand erforder ten – ab. Gemäss Dr. med. C._______ ist der Beschwer deführer in sämt lichen Tätigkeiten mit anspruchsvollem repetitivem Gebrauch des rech ten Handgelenks, insb e- sondere der bisherigen Tätigkeit als ungelernter Bauarbeiter , seit dem 1. März 2005 vollständig ar beitsunfähig, während für behinderungsang e- passte handgelenkschonende Tätigkeiten dau erhaft eine uneing e- schränkte Arbeitsfähigkeit bestehe. Der serbische Gutachter bescheinigte demgegenüber eine allgemeine 40%ige Ar beitsunfähigkeit. Die Beurte i- lung des RAD -Arztes fiel mithin betreffend die Arbeitsfähigkeit in der a n- gestammten Tätigkeit zugunsten des Beschwerdeführers aus, nicht aber in Bezug auf die verbleibende Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepas s- ten Tätigkeit . Dr. med. C._______ begründete seine weitergehendere Einschätzung damit, dass im Wesentlichen das rechte Handgelenk die in den Akten beschriebenen Funktionseinschränkungen verursacht habe. Zudem wies der RAD-Arzt gestützt auf die in den Akten enthaltenen ope- rationsbedingten vorübergehenden vollständigen Arbeitsunfähigkeiten ausdrücklich da rauf hin, dass die von ihm festgestellte Arbeitsfähigkeit jeweils kurzzeitig infolge der chirurgischen Eingriffe am rechten Knie und rechten Handgelenk unterbrochen wor den sei. Diese von Dr. med. C._______ als Schlussfolgerung festgestellte ver bleibende Arbeitsfähig- keit ist sowohl aufgrund der vorliegenden Akten nachvollziehbar als auch schlüssig. Auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. med. C._______ kann daher abgestellt werden. 5.3 Die Beurteilung durch Dr. med. C._______ wird durch die weiteren in den Akten liegenden ärztlichen Stellungnahmen nicht erschüttert. 5.3.1 Dr. med. D._______ und Dr. med. E._______ führten in ihrem Au s- trittsbericht über den Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 22. Februar B-8287/2010 Seite 13 bis am 15. März 2005 in der Zentralklinik _______ infolge einer am 1. März 2005 durchgeführten proximalen Karpektomie aus, dass dieser bis zur nächsten Kontrolle schwere Arbeiten vermeiden solle. Die Arbeits- unfähigkeit dauere noch zumindest zwei Monate (IV -act. 20). Dieser fest- gestellte Beginn der durch das Handleiden verursachten Arbeitsunfähi g- keit entspricht der Einschätzung von Dr. med. C._______, ging er doch seinerseits davon aus, dass wegen des Handleidens eine dauer hafte Ar- beitsunfähigkeit am 1. März 2005 begann. Im Gegensatz zu jener des RAD-Arztes bezieht sich die Einschätzung seitens von Dr. med. D._______ und Dr. med. E._______ jedoch bloss auf einen vorüberg e- henden Zeitraum, nämlich die Zeit vom 1. März 2005 bis zumindest Mai 2005. Zur dauerhaft verbleibenden Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und einer leidensangepassten Tätigkeit äusserten sie sich nicht. Was das von Dr. med. D._______ und Dr. med. E._______ angegebene Zumutba r- keitsprofil der Vermeidung schwere r Arbeiten anbelangt, besteht ang e- sichts dieser fehlenden Angaben kein Anlass, das von RAD-Arzt Dr. med. C._______ abgegebene in Frage zu stellen. In ihrem Bericht vom 28. März 2006 (IV -act. 47) bescheinigte die Orth o- pädieabteilung des klinischen Zentrum _______ dem Beschwerdeführer dann allerdings, aufgrund einer Schwäche der rechten Hand nicht mehr zu sehr harten Tätigkeiten mit dieser Hand fähig zu sein. Diese nunme h- rige Einschätzung bezeichnet zwar eine bleibende Einschränkung der A r- beitsfähigkeit, ist jedoch wegen der medizinisch ungenauen Begründung "Schwäche der rechten Hand" nur beschränkt nachvollziehbar. Dieses At- test widerspricht inhaltlich freilich der Annahme des RAD -Arztes Dr. med. C._______ nicht, wonach Tätigkeiten mit anspruchsvollem repeti tivem Gebrauch des rechten Handgelenks gesundheitlich bedingt dauerhaft nicht mehr zumutbar sind, umfassen diese faktisch doch auch sämtliche sehr harten mit der rechten Hand auszuübenden Verrichtungen. Insofern ist dieses Attest der Orthopädieabteilung de s klinischen Zentrums _______ trotz seiner Begründung teilweise glaubhaft. Im September 2006 attestierte dieselbe Orthopädieabteilung dann aber dem Beschwerdefü h- rer, dass er keine Tätigkeiten mehr ausüben könne, welche die rechte Hand benötigten. Begründet wurde dies mit einer definitiv bleibenden Schwäche dieser Hand nach der proximalen Karpektomie (Bericht vom 13. September 2006, IV -act. 51). Da das ungenaue Beschwerdebild "Schwäche der rechten Hand" allein jedoch nicht den bleibenden vol l- ständigen Verlust der Einsatzfähigkeit der betroffenen Hand bei jeglichen Tätigkeiten zu begründen vermag, kann das im September 2006 ausg e- stellte Attest folglich nicht überzeugen. Zudem geht eine Beschreibung B-8287/2010 Seite 14 der bleibend noch zumutbaren Verrichtungen mit der rechten Han d – als Hilfshand kann sie sicherlich weiterhin benutzt werden – aus beiden B e- richten vom März und September 2006 nicht hervor. Darüber hinaus en t- halten beide Stellungnahmen entsprechend auch keine näheren Angaben zur verbleibenden Arbeitsfähigkeit in eine r leidensangepassten Tätigkeit, insbesondere nicht zu deren Umfang, Profil und Beginn. 5.3.2 In seinen Berichten vom 29. März 2005 (IV -act. 21) und 25. Mai 2005 (IV-act. 22) begnügte sich Dr. med. D._______, Facharzt für Orth o- pädie, jeweils mit dem Hinweis auf e ine weiterhin bestehende Arbeitsun- fähigkeit infolge des Handleidens, ohne diese Beeinträchtigung quantit a- tiv zu beziffern, ihren Beginn festzulegen, bezüglich ihrer bleibenden Dauerhaftigkeit einzuschätzen sowie sich zu noch zumutbaren behind e- rungsadaptierten Tätigkeiten zu äussern. Was die von Dr. med. D._______ am 17. Oktober 2007 (IV -act. 56) nur einmalig attestierte Ei n- schränkung infolge aktueller Knieschmerzen – Vermeiden schwerer A r- beiten und langdauernden Gehens – anbelangt, ist darauf hinzuweisen, dass auch aus den übrigen vorliegenden medizinischen Akten keine ble i- bende Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit aufgrund des Knieleidens hervorgeht. Entsprechend ist in Bezug auf dieses ohnehin nicht von einer relevanten dauerhaften Arbeitsunfähigkeit auszugehen. 5.3.3 Die übrigen in den Akten enthaltenen Arztberichte genügen den eingangs beschriebenen Anforderungen an einen umfassenden ärztlichen Bericht von Vornherein nicht. Denn sie enthalten keinerlei konkrete Anga- ben zu den Auswirkungen der diagnostizierte n Beschwerden auf die A r- beitsfähigkeit in der bisherigen und in einer leidensangepassten Tätigkeit. Diese Berichte sind daher wenn überhaupt nur sehr beschränkt bewei s- aussagekräftig und vermögen die nachvollziehbare und schlüssige Ei n- schätzung von RAD -Arzt Dr. med. C._______ somit auf jeden Fall nicht zu erschüttern. Die Expertise von Dr. med. B._______, von welcher auch der Beschwerdeführer nicht behauptet, falsch oder unvollständig zu sein, können sie ebenfalls nicht in Frage stellen. 5.4 Der Beschwerdeführer geht demgegenüber davon aus, invalid, a r- beits- und erwerbsunfähig geworden zu sein, also keine Tätigkeit mehr ausüben zu können. Eine leidensangepasste Tätigkeit zieht er nicht in Betracht, sondern er geht offensichtlich davon aus, dass n ur die verble i- bende Arbeits- und Erwerbsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit zu b e- rücksichtigen ist. Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass aufgrund des im gesamten Sozialversicherungsrecht geltenden Grundsatzes der B-8287/2010 Seite 15 Schadenminderungspflicht ein in sei nem bisherigen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsunfähiger Versicherter gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit in einem anderen Berufs- oder Erwerbszweig zu suchen und anzu- nehmen, soweit sie möglich und zumutbar erscheint (vgl. BGE 113 V 22 E. 4a und 111 V 235 E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am beratenden Arzt einer IV-Stelle zu entscheiden, in welchem Ausmass ein Versicherter seine verbliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Täti g- keit und zumutbarem Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbe itsmarkt ver- werten kann. Diese sog. leidensangepasste Verweisungstätigkeit hat sich der Versicherte anrechnen zu lassen (vgl. ZAK 1986 S. 204 f.). Der au s- geglichene Arbeitsmarkt ist dabei ein theoretischer und abstrakter Begriff, welcher einerseits ein bes timmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen umschliesst und andererseits einen Arbeitsmarkt bezeichnet, der von seiner Struktur her einen Fächer ve r- schiedenartiger Stellen offen hält. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag (vgl. BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 E. 3b). Für die Invaliditätsbemessung ist damit einzig darauf abzu- stellen, ob eine invalide Person die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wir t- schaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Ang e- bot an Arbeitskräften entsprechen würden (vgl. AHI 1999 S. 291 E. 3b). 5.5 Was die vom Beschwerdeführer beantragte vertrauensärztliche B e- gutachtung anbelangt, kann auf solche weitere Beweisvorkehren im Rahmen des rechtlichen Gehörs – wie die Vorinstanz in ihrer Vernehmlas- sungsantwort vom 3. März 2011 bereits richtigerweise hingewiesen hat – gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung (BGE 119 V 344) dann ve r- zichtet werden, wenn der Sachverhalt, den eine Partei beweisen will, nicht rechtserheblich ist oder der angebotene Beweis keine zusätzlichen Abklärungen herbeizuführen vermag. Im hier zu be urteilenden Fall lag RAD-Arzt Dr. med. C._______ bei seiner Stellungnahme zur gesundhei t- lichen Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers eine aus zahlreichen medizinischen Berichten bestehende Dokumentation vor (vgl. Sachverhalt Bst. B hi ervor), die aus dessen Heimatland Serbien stammen und insbesondere die dort erfolgten medizinischen Behandlu n- gen festhalten. Aufgrund dieser Dokumentation konnte sich der RAD-Arzt, welcher selbst Facharzt für Allgemeine Medizin ist, ein umfassendes, g e- naues Bild vom Gesundheitszustand des Beschwerdeführers machen. Aus diesen Akten, welche auch dem Gericht vorliegen, ergeben sich ke i- ne Hinweise darauf, dass weitere medizinische Abklärungen zu einem B-8287/2010 Seite 16 wesentlich anderen Beschwerdebild mit Auswirkung auf die Arb eitsfähig- keit führen würde. Unter diesen Umständen konnte im Rahmen des vo r- liegend zu beurteilenden Falles auf das Einholen von weiteren Berichten entsprechend ausgebildeter Spezialärztinnen und -ärzte verzichtet we r- den (zur antizipierten Beweiswürdigung v gl. BGE 122 V 157 E. 1d; SVR 2005 IV Nr. 8 S. 37 E. 6.2, 2003 AHV Nr. 4 S. 11 E. 4.2.1). Was die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Veränderung (Verschlechterung) seines Gesundheitszustandes seit Verfügungserlass anbelangt, ist darauf hinzuweisen, dass das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung e i- ner Streitsache gemäss der Rechtsprechung in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (hier: 2. November 2010) eingetretenen Sachverhalt ab stellt (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hin- weis). Sämtliche geltend gemachten, nach diesem Zeitpunkt erfolgten Veränderungen des Gesundheitszustand es, aus denen keine Rüc k- schlüsse auf den Gesundheitszustand vor der angefochtenen Ver fügung hervorgehen, können deshalb im vorliegenden Verfahren nicht berüc k- sichtigt werden. 5.6 Demgemäss ergibt sich zusammenfassend, dass der Beschwerdefüh- rer in seiner bisherigen Tätigkeit als ungelernter Bauarbeiter sowie in j e- der anderen Tätigkeit mit anspruchsvollem repetitivem Ge brauch des rechten Handgelenks seit dem 1. März 2005 dauerhaft zu 100 % arbeit s- unfähig ist, währenddem seit dem 1. März 2005 sämtliche leidensang e- passten Tätigkeiten dauerhaft zu 100 % zumutbar sind. Behinderungsa n- gepasst sind dabei alle Tätigkeiten, welch e keinen anspruchsvollen repe- titiven Gebrauch des rechten Handgelenks beinhalten. 6. Die von der Vorinstanz zur Invaliditätsbemessung herangezogenen Werte (siehe IV-act. 65), welche zu einem Invaliditätsgrad von rund 20 % führten (IV-act. 68 S. 2 i.V.m. IV-act. 65), werden vom Beschwerdeführer nicht ge- rügt und geben auch zu keinen Bemerkungen Anlass. 7. Angesichts dieses rentenausschliessenden Invaliditätsgrads erübrigt sich eine nähere Auseinandersetzung mit der Rechtsvorschrift, wonach Re n- ten bei einem Inval iditätsgrad von weniger als 50 % nur an Versicherte ausgerichtet werden, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (vgl. Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben (vgl. Art. 29 Abs. 4 erster Satz IVG), wovon aber seit dem 1. Juni 2002 Schweizer Bürger und St aatsan- gehörige der Europäischen Union (EU) ausgenommen sind, so dass di e-B-8287/2010 Seite 17 sen bereits ab einem Invaliditätsgrad von 40 % eine Rente ausgerichtet wird, wenn sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben. 8. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist zusammenfassend festzuhal- ten, dass sich die angefochtene Verfügung vom 2. November 2010 als rechtens erweist, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde vom 27. November 2010 abzuweisen ist. 9. 9.1 Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdefü h- rer die Verfahre nskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG), die sich aus der Gerichtsgebühr und den Auslagen zusammensetzen. Sie werden u n- ter Berücksichtigung des Umfanges und der Schwierigkeit der Streitsache im vorliegenden Verfahren auf Fr. 400. – festgesetzt (vgl. Art. 6 3 Abs. 4bis VwVG sowie Art. 1, Art. 2 und Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwa l- tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) und sind mit dem geleisteten Ko s- tenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen. 9.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als Bunde s- behörde hat die obsiegende Vorinstanz jedoch keinen Anspruch a uf eine Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE). Dem unterliegenden B e- schwerdeführer ist entsprechend dem Verfahrensausgang keine Parte i- entschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 400. – werden dem Beschwerdeführer au f- erlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ve r- rechnet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. B-8287/2010 Seite 18 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde); – die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Gerichtsurkunde); – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Gerichtsurkunde). Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Ronald Flury Andrea Giorgia Röllin Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 18. Juli 2013