<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2022-10-13-2C_786-2022.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2C_786/2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 13. Oktober 2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Aubry Girardin, Präsidentin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Kocher. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________ GmbH, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kantonale Steuerverwaltung, </div> <div class="para">Bahnhofstrasse 26, Postfach, 6301 Zug. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Staats- und Gemeindesteuern des Kantons Zug </div> <div class="para">sowie direkte Bundessteuer, Steuerperiode 2018, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug, Abgaberechtliche Kammer, vom 22. August 2022 (A 2022 4). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> Die A.________ GmbH (nachfolgend: die Steuerpflichtige) hat statutarischen Sitz in U.________/ZG. Zu den Staats- und Gemeindesteuern und der direkten Bundessteuer der Steuerperiode 2018 erliess die Steuerverwaltung des Kantons Zug (KSTV/ZG; nachfolgend: die Veranlagungsbehörde) am 22. Juli 2021 die Veranlagungsverfügungen. Die Veranlagungsbehörde versandte die Verfügungen und die zugehörigen Rechnungen noch am selben Tag, dies mit uneingeschriebener Briefpost (B-Post). Da die Steuerpflichtige der Zahlungsaufforderung nicht nachkam, erliess die Veranlagungsbehörde am 2. September 2021 und am 8. November 2021 je eine Mahnung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Am 25. Januar 2022 erhob die Steuerpflichtige Einsprache gegen die Veranlagungsverfügungen. Die Veranlagungsbehörde trat darauf mit Einspracheentscheid vom 3. Februar 2022 nicht ein, was sie damit begründete, dass die Einsprachefrist verstrichen sei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.1.</b> Dagegen gelangte die Steuerpflichtige mit Schreiben vom 3. März 2022 an das Verwaltungsgericht des Kantons Zug, das die Beschwerde und den Rekurs abwies (Urteil A 2022 4 vom 22. August 2022). Das Verwaltungsgericht erwog, dass die Steuerpflichtige weder die Zustellung bestreite noch postalische Unregelmässigkeiten vorbringe. Mit Blick auf den Versand vom 22. Juli 2021 im Verfahren "B-Post" erweise die am 25. Januar 2022 erhobene Einsprache sich als "deutlich verspätet". Die Steuerpflichtige wende indes ein, dass ihr Geschäftsführer aufgrund des Wechsels des Treuhänders und der "vom Bund verordneten Homeoffice-Pflicht" sowie der "vom Bund angeratenen freiwilligen Kontaktreduzierung bzw. Homeoffice-Empfehlung" die Veranlagungsverfügungen erst am 4. Januar 2022 erhalten habe. </div> <div class="para">Mit Blick darauf könne offenbleiben, fuhr das Verwaltungsgericht fort, ob die Steuerpflichtige ein Gesuch um Fristwiederherstellung habe erheben wollen (das ohnehin bei der Veranlagungsbehörde einzureichen gewesen wäre). So oder anders müsste das Gesuch abgewiesen werden. Die vorgebrachten Argumente reichten nicht aus, um ein entschuldbares Fristversäumnis zu begründen. Die Steuerpflichtige habe "allerspätestens mit dem Empfang der Mahnungen am 9. November 2021 sichere Kenntnis davon erlangt", dass sie für die Steuerperiode 2018 veranlagt worden sei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.2.</b> Die Vorinstanz versandte das Urteil noch gleichentags, d.h. am 25. August 2022. Am folgenden Tag, dem 26. August 2022, nahm die Steuerpflichtige das Urteil in Empfang. Dies geht aus der elektronischen Sendungsverfolgung "Track &amp; Trace" der Post CH AG hervor und wird von der Steuerpflichtigen nicht bestritten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Steuerpflichtige wendet sich mit Rechtsschrift vom 26. September 2022 (Poststempel: Dienstag, 27. September 2022, 21 Uhr) an das Bundesgericht. Sie beantragt sinngemäss, in Aufhebung des angefochtenen Urteils sei die Vorinstanz anzuweisen, auf die Sache einzutreten. Die Steuerpflichtige scheint geltend machen zu wollen, dass die Vorinstanz den Streitgegenstand verkannt und zu Unrecht keine inhaltliche Prüfung der angefochtenen Veranlagungsverfügungen vorgenommen habe. </div> <div class="para">Das Bundesgericht hat von Instruktionsmassnahmen, insbesondere von einem Schriftenwechsel gemäss Art. 102 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.100), abgesehen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.1.</b> Die Beschwerde gegen einen Entscheid ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht einzureichen (<span class="artref">Art. 100 Abs. 1 BGG</span>). Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden (<span class="artref">Art. 48 Abs. 1 BGG</span>). ist der letzte Tag der Frist ein Samstag, ein Sonntag oder ein vom Bundesrecht oder vom kantonalen Recht anerkannter Feiertag, so endet sie am nächstfolgenden Werktag (<span class="artref">Art. 45 Abs. 1 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=31&amp;from_date=13.10.2022&amp;to_date=01.11.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-IV-266%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page266">BGE 115 IV 266</a> E. 2; Urteil 9C_396/2018 vom 20. Dezember 2018 E. 2.2.). Fristen, die durch eine Mitteilung oder den Eintritt eines Ereignisses ausgelöst werden, beginnen am folgenden Tag zu laufen (<span class="artref">Art. 44 Abs. 1 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=31&amp;from_date=13.10.2022&amp;to_date=01.11.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-V-174%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page174">BGE 148 V 174</a> E. 2.1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.2.</b> Der elektronischen Sendungsverfolgung "Track &amp; Trace" der Post CH AG zufolge hat die Steuerpflichtige den angefochtenen Entscheid vom 22. August 2022 am 26. August 2022 entgegengenommen (vorne E. 1.3.2). Die 30-tägige Beschwerdefrist begann damit am 27. August 2022 zu laufen (<span class="artref">Art. 44 Abs. 1 BGG</span>; vorne E. 3.1). Sie endete folglich am Sonntag, 25. September 2022 und erstreckte sich von Gesetzes wegen bis Montag, 26. September 2022. Die Beschwerdeschrift trägt das Datum vom 26. September 2022. Sie wurde mit nicht eingeschriebener Briefpost versandt (wenngleich in der Rechtsschrift von "Einschreiben" die Rede ist). Die Post CH AG brachte den Poststempel am Dienstag, 27. September 2022 an, allem Anschein nach um 21.00 Uhr. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.3.</b> Damit hat die Steuerpflichtige die 30-tägige Beschwerdefrist versäumt, ohne dass sie dem Bundesgericht ein Fristwiederherstellungsgesuch (<span class="artref">Art. 50 BGG</span>; Urteile 6B_659/2021 vom 24. Februar 2022 E. 2.1, zur Publ. vorgesehen; 2C_722/2021 vom 25. Oktober 2021 E. 3.4.2) unterbreitet. Die Beschwerde ist damit offensichtlich unzulässig. Vor diesem Hintergrund ist auf die Beschwerde nicht einzutreten, was durch einzelrichterlichen Entscheid der Abteilungspräsidentin zu geschehen hat (<span class="artref">Art. 48 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/45/1" type="start"></artref>Art. 45 Abs. 1 BGG</span><artref id="CH/173.110/48/1" type="end"></artref> in Verbindung mit <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Nach dem Unterliegerprinzip sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens der unterliegenden Partei aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 65 und <artref id="CH/173.110/66/1/1" type="start"></artref>Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG</span><artref id="CH/173.110/65" type="end"></artref>). Dem Kanton Zug, der in seinem amtlichen Wirkungskreis obsiegt, ist keine Parteientschädigung zuzusprechen (<span class="artref">Art. 68 Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt die Präsidentin:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zug, Abgaberechtliche Kammer, und der Eidgenössischen Steuerverwaltung mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 13. Oktober 2022 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: F. Aubry Girardin </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Kocher </div> </div></body></html>