<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00224</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105647&amp;W10_KEY=13013580&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00224</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 29.08.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Waffentragschein</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Waffentragschein: Voraussetzung der "tatsächlichen Gefährdung von Personen und Sachen" nach dem eidgenössischen Waffengesetz (E. 2b). Zur Abschätzung des Gefahrenpotenzials ist zu unterscheiden, ob der Gesuchsteller vorgängig eher zufällig Opfer eines Angriffs wurde oder ob die Umstände eine Wiederholung des Angriffs befürchten lassen. Solche Umstände hat der Gesuchsteller im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht glaubhaft zu machen. Vorliegend ist die behauptete Gefährdung jedoch nicht hinreichend substanziiert worden, weshalb die Vorinstanz zu Recht eine Gefährdung im Sinn des Waffengesetzes verneint hat (E. 2d). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEFÃHRDUNG">GEFÃHRDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITWIRKUNGSPFLICHT">MITWIRKUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT">POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: SACHVERHALTSFESTSTELLUNG">SACHVERHALTSFESTSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBSTANZIIERUNG">SUBSTANZIIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBSTANZIIERUNGSPFLICHT">SUBSTANZIIERUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WAFFENTRAGEN">WAFFENTRAGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WAFFENTRAGSCHEIN">WAFFENTRAGSCHEIN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 7 lit. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 7 lit. II VRG</span><br/><span class="ungerade">Art. 27 lit. II/b WG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. <b>A</b> ersuchte das Statthalteramt ZÃ¼rich am 30. August/17. September 1999 gestÃ¼tzt auf Art. 27 Abs. 1 des eidgenÃ¶ssischen Waffengesetzes vom 20. Juni 1997 (WG), Art. 29 der eidgenÃ¶ssischen Waffenverordnung vom 21. September 1998 (WV) und § 5 der kanto­nalen Verordnung Ã¼ber Waffen, WaffenzubehÃ¶r und Muni­tion vom 16. Dezember 1998 (WVO) um Ausstellung einer Waffentragbewilligung fÃ¼r eine Faustfeuerwaffe zum Eigen­schutz, weil am 8. August 1999 ein tÃ¤tlicher Angriff auf ihn verÃ¼bt worden sei. Das Statt­halteramt forderte ihn am 6. Oktober 1999 auf, die nÃ¤heren UmstÃ¤nde des tÃ¤tlichen An­griffs sowie die GrÃ¼nde darzulegen, weshalb er zum eigenen Schutz eine Waffe benÃ¶tige. Der Gesuchsteller reichte dem Statthalteramt am 8. November 1999 einen Ausschnitt aus dem Polizeirapport vom 24. August 1999 ein. Der Statthalter lehnte das Gesuch am 17. November 1999 ab, weil der Gesuchsteller nicht glaubhaft dar­gelegt habe, dass er einen neuen Angriff ernsthaft befÃ¼rchten mÃ¼sse und dass er zur Ab­wehr des befÃ¼rchteten Angriffs eine Waffe benÃ¶tige. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Dagegen erhob <b>A</b> am 22. Dezember 1999 Rekurs an den Regierungsrat mit den AntrÃ¤gen, die nachgesuchte Bewilligung zu erteilen, eventuell die BewilligungsbehÃ¶rde anzuweisen, den Fall erneut abzuklÃ¤ren. Zur BegrÃ¼ndung wurde unter Hinweis auf den nunmehr in vollstÃ¤ndiger Ausfertigung beigelegten Polizeirapport vom 24. August 1999 sowie das Einvernahmeprotokoll ausgefÃ¼hrt, er sei am 8. August 1999 brutal Ã¼berfallen und mit einem Messer massiv verletzt worden. Der Ãberfall sei gezielt auf seine Person gerichtet gewesen. Seine BefÃ¼rchtungen, erneut Opfer eines Ãberfalles zu werden, seien begrÃ¼ndet, weil er mit einer gewissen Gruppe von Leuten, die fÃ¼r ihre unzimperlichen Methoden bekannt seien, in einen Rechtsstreit verwickelt sei. Gerne sei er bereit, sich der BewilligungsbehÃ¶rde in einem persÃ¶nlichen GesprÃ¤ch zu stellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Regierungsrat wies den Rekurs am 10. Mai 2000 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 19. Juni 2000 beantragte der unterlegene Rekurrent dem Verwaltungsgericht, es sei ihm die nachgesuchte Waffentragbewilligung zu erteilen, even­tuell sei die Sache an den Statthalter zur korrekten AbklÃ¤rung des Sachverhaltes zurÃ¼ckzu­weisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Staates. Zur BegrÃ¼ndung wiederholte er seine AusfÃ¼hrungen in der Rekursschrift und brachte er vor, dass er zur Zeit "untergetaucht" lebe und sich kaum an die Ãffentlichkeit getraue. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>FÃ¼r den Regierungsrat beantragte die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit ohne nÃ¤here AusfÃ¼hrungen Abweisung der Beschwerde. Das Statthalteramt verzichtete auf Ver­nehmlassung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 1 und § 41 des Verwaltungsrechts­pflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde funktionell und sachlich zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Sachurteilsvoraus­setzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Der Regierungsrat hat die fÃ¼r den vorliegenden Fall massgebenden Bestim­mungen des Waffengesetzes zutreffend dargelegt, worauf zu verweisen ist (§ 70 in Verbin­dung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Streitig ist einzig, ob die Voraussetzung von Art. 27 Abs. 2 lit. b WG erfÃ¼llt sei. Danach muss die gesuchstellende Person glaubhaft machen, dass sie eine Waffe benÃ¶tigt, um sich selbst, andere Personen oder Sachen vor einer tat­sÃ¤chlichen GefÃ¤hrdung zu schÃ¼tzen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Voraussetzung, wonach eine "tatsÃ¤chliche GefÃ¤hrdung" von Personen und Sachen vorliegen muss, stellt einen unbestimmten Rechtsbegriff dar, dessen Anwendung aber auch Ermessensfragen aufwirft, die das nach § 50 Abs. 1 und 2 VRG auf Rechtskon­trolle beschrÃ¤nkte Verwaltungsgericht nicht frei Ã¼berprÃ¼fen kann (RB 1985 Nr. 128 zu § 9 aWVO [vom 28. September 1942]). Wie das Verwaltungsgericht im erwÃ¤hnten Entscheid zu § 9 aWVO erkannt hat, ist es nicht rechtsverletzend, die Erteilung des (damals erforder­lichen) Waffentragscheins vom Nachweis konkreter, das Ã¼bliche Mass Ã¼bersteigender Ge­fÃ¤hrdungsmomente abhÃ¤ngig zu machen. GemÃ¤ss § 9 aWVO durfte der (kantonal gere­gelte) Waffentragschein nur erteilt werden, wenn der Gesuchsteller nebst der ErfÃ¼llung anderer Voraussetzungen "eine GefÃ¤hrdung von Personen oder Eigentum dartun" konnte (dazu und kritisch zur frÃ¼heren Praxis Walter R. HÃ¤berling, Waffenhandel, Erwerb, Besitz und Tragen von Waffen aus der Sicht des Nebenstrafrechts, ZÃ¼rich 1990, S. 219 ff.). Diese Formulierung entspricht weitgehend jener des heute massgebenden Art. 27 Abs. 2 lit. b WG bezÃ¼glich der nunmehr bundesrechtlich geregelten Waffentragbewilligung. Im Urteil VB.2000.0004 vom 10. Februar 2000 (einsehbar unter </span><span class="MsoHyperlink"><span>www.vgrzh.ch</span></span><span>) hat das Verwal­tungsgericht unter Bezugnahme auf die Entstehung des neuen Waffengesetzes festgehalten, mit dem neuen Gesetz seien die Anforderungen an das SchutzbedÃ¼rfnis, das zum Waffen­tragen berechtigt, verschÃ¤rft worden. WÃ¤hrend die bundesrÃ¤tliche Botschaft noch keinerlei Auskunft Ã¼ber den anzulegenden Massstab gebe (BBl 1996 I 1071), sei in den parlamenta­rischen Verhandlungen mehrfach betont worden, das Waffentragen sei nur noch unter strengen Voraussetzungen zulÃ¤ssig (Amtl. Bull. SR 1996, 521 ff.; NR 1997, 12, 14, 42 ff.). GemÃ¤ss den mit dieser Auslegung im Einklang stehenden Empfehlungen der Schweizeri­schen Bundespolizei, Arbeitsausschuss Waffen und Munition, vom 10. November 1998 muss der Gesuchsteller "das Ã¼bliche Mass Ã¼bersteigende GefÃ¤hrdungsmomente" nachwei­sen und vermag "eine lediglich durchschnittliche GefÃ¤hrdung, welcher grundsÃ¤tzlich jede Person ausgesetzt ist", die Bewilligungserteilung nicht zu rechtfertigen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Laut polizeilicher Befragung vom 12. August 1999 und Rapport vom 24. August 1999 ist der BeschwerdefÃ¼hrer am 8. August 1999, etwa um 2300 Uhr, an der Xstrasse, HÃ¶he Haus Nr. -- in <b>C</b>, durch eine unbekannte Person angegriffen worden, die ihm am RÃ¼cken zwei von der Schulter bis zum HÃ¼ftbereich verlaufende Schnittwunden zugefÃ¼gt hat, die Ã¤rztlich behandelt werden mussten. Dazu gab der BeschwerdefÃ¼hrer zu Protokoll, er habe keine Ahnung, weshalb er angegriffen worden sei; Feinde hab er eigentlich keine; zur Zeit fÃ¼hre er vor Gericht eine Auseinandersetzung mit P.M. wegen einer Geldschuld; dieser sei jedoch nicht der TÃ¤ter. - Unter Hinweis auf diese Aussagen sowie darauf, dass in der Rekursschrift die behauptete GefÃ¤hrdung nicht nÃ¤her konkretisiert worden sei, hat der Regierungsrat erwogen, der Rekurrent habe nicht glaubhaft gemacht, dass er eine Waffe benÃ¶tige, um sich selber vor einer tatsÃ¤chlichen GefÃ¤hrdung zu schÃ¼tzen. Bei dieser Sach­lage wÃ¤re es verfehlt, wenn der Rekurrent gestÃ¼tzt auf einen einmaligen und bezÃ¼glich TÃ¤­terschaft und Motiv ungeklÃ¤rten Vorfall inskÃ¼nftig als Ã¼berdurchschnittlich gefÃ¤hrdet be­trachtet wÃ¼rde. Zwar sei eine "eine gewisse, sich jedoch im Rahmen haltende GefÃ¤hr­dung" nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen. Der von ihm subjektiv empfundenen Bedro­hung und dem geltend gemachten SchutzbedÃ¼rfnis kÃ¶nne der Rekurrent jedoch mit anderen Vorkehren begegnen. Insbesondere stehe es ihm frei, zum Selbstschutz einen Pfef­ferspray mitzufÃ¼hren und sich ein TaschenalarmgerÃ¤t anzuschaffen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Den AusfÃ¼hrungen des Regierungsrats zur Auslegung von Art. 27 Abs. 2 lit. b WG kann grundsÃ¤tzlich zugestimmt werden (vgl. vorn E. 2 b). Soweit er ausfÃ¼hrt, fÃ¼r die Annahme einer die Bewilligungserteilung rechtfertigenden GefÃ¤hrdung im Sinn von Art. 27 Abs. 2 lit. b WG genÃ¼ge es nicht, dass der gesuchstellenden Person einmal eine vorsÃ¤tzliche Verletzung zugefÃ¼gt worden sei, ist allerdings eine Differenzierung am Platz. Ist ein Gesuchsteller mehr oder weniger "zufÃ¤llig" das Opfer eines Angriffes geworden (z.B. bei einem RaubÃ¼berfall auf der Strasse oder bei einem Einbruch in die Wohnung), so trifft die Feststellung des Regierungsrats zu. Ist der Angriff jedoch unter UmstÃ¤nden er­folgt, die eine Wiederholung durch die gleiche TÃ¤terschaft befÃ¼rchten lassen, so kann eine GefÃ¤hrdung im Sinn von Art. 27 Abs. 2 lit. b WG vorliegen. Von dieser Betrachtungsweise ist letztlich auch der Regierungsrat ausgegangen, desgleichen zutreffend davon, dass es grundsÃ¤tzlich Sache des Gesuchsteller ist, solche UmstÃ¤nde - schon im Bewilligungsver­fahren - darzutun und glaubhaft zu machen. Diese den Gesuchsteller treffende Substanziie­rungslast entspricht der Mitwirkungspflicht nach § 7 Abs. 2 lit. a VRG (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼­rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 7 N. 59 ff., insbesondere N. 66; bezÃ¼glich der erhÃ¶hten Substan­ziierungslast im Rekursverfahren vgl. § 7 N. 11).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es fragt sich einzig, ob die Vorinstanzen die Anforderungen an die Mitwirkungs­pflicht nicht Ã¼berspannt haben. Wer im Rahmen persÃ¶nlicher oder geschÃ¤ftlicher Bezie­hungen tÃ¤tliche Bedrohungen befÃ¼rchten muss, kann aus verschiedenen Motiven eine In­teresse daran haben, die HintergrÃ¼nde dieser Bedrohung nicht aufzudecken. Es ist daher denkbar, dass die Aussage des BeschwerdefÃ¼hrers anlÃ¤sslich der polizeilichen Befragung vom 12. August 1999, er habe keine Feinde, nicht den Tatsachen entspricht. Wer eine Waf­fentragbewilligung erwirken will, um zu seinem eigenen Schutz eine Waffe mitfÃ¼hren zu dÃ¼rfen, kommt indessen nicht darum herum, die HintergrÃ¼nde seiner allfÃ¤lligen Bedrohung aufzuzeigen. Nur so kann er die behauptete GefÃ¤hrdung im Sinn von Art. 27 Abs. 2 lit. b WG glaubhaft machen. Dazu ist der BeschwerdefÃ¼hrer denn auch bereits vom Statthalter mit Auflage vom 6. Oktober 1999 aufgefordert worden. Hierauf begnÃ¼gte er sich damit, die erste Seite des Polizeirapportes vom 24. August 1999 einzureichen. Im Rekursverfahren reichte sein neu bestellter Vertreter zwar neben der gesamten Fassung dieses Rapports auch das Protokoll der polizeilichen Befragung ein. Angesichts der dortigen Aussagen, die ge­rade nicht auf eine GefÃ¤hrdung im Sinn von Art. 27 Abs. 2 lit. b WG schliessen lassen, wÃ¤re es jedoch Sache des BeschwerdefÃ¼hrers bzw. seines Vertreters gewesen, die behaup­tete GefÃ¤hrdung nÃ¤her zu substanziieren. Dazu genÃ¼gte die pauschale Behauptung, er sei mit einer Gruppe von Leuten, die fÃ¼r ihre unzimperlichen Methoden bekannt seien, in ei­nen Rechtsstreit verwickelt, nicht, ebenso wenig das Angebot, der BewilligungsbehÃ¶rde mÃ¼ndlich Auskunft zu erteilen. Die mÃ¼ndliche Befragung eines Gesuchstellers oder Rekur­renten kann zwar durchaus ein taugliches Mittel zur - ergÃ¤nzenden - AbklÃ¤rung des Sach­verhalts sein (§ 7 Abs. 1 VRG). Es steht jedoch der BewilligungsbehÃ¶rde frei, solche Aus­kÃ¼nfte in schriftlicher Form zu verlangen, wie das hier mit Auflage des Statthalters vom 6. Oktober 1999 geschehen ist. Im Rekursverfahren vermag das Angebot der mÃ¼ndlichen Auskunftserteilung eine hinreichende Substanziierung des Sachverhalts in der Rekurs­schrift nicht zu ersetzen; das gilt im vorliegenden Fall um so mehr, als die vorgelegten po­lizeilichen Ermittlungsakten wie erwÃ¤hnt gerade gegen die behauptete GefÃ¤hrdung spra­chen. Es ist daher nicht rechtsverletzend, wenn der Regierungsrat als Rekursinstanz eine GefÃ¤hrdung im Sinn von Art. 27 Abs. 2 lit. b WG verneint und die Bewilligungsverweige­rung durch den Statthalter bestÃ¤tigt hat. - Wie angemerkt werden kann, hÃ¤tte der Beschwer­defÃ¼hrer die im Bewilligungs- und im Rekursverfahren unterlassene Substanziierung selbst in der Beschwerdeschrift an das Verwaltungsgericht noch nachholen kÃ¶nnen, weil das Verwaltungsgericht im vorliegenden Verfahren als erste gerichtliche Instanz entscheidet (§ 52 Abs. 2 VRG e contrario). Auch dies hat er bzw. sein Vertreter indessen unterlassen. Die Beschwerde ist abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht: </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">2. ...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>