<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00109</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105511&amp;W10_KEY=4467150&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00109</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.06.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Straf- und Massnahmenvollzug</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Massnahmenvollzug</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Massnahmevollzug: probeweise Entlassung aus einer Verwahrung nach Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB<br/>1. Voraussetzungen einer probeweisen Entlassung und Ermessen der zuständigen Behörde (E. 3 und 4)<br/>2. In casu Gutachten als tragfähige Entscheidgrundlage für die Beurteilung des verbleibenden Risikos einer Gefährdung der öffentlichen Sicherheit (E. 7)<br/>3. Schrittweise Lockerung des Vollzugs entspricht dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit bei ungünstiger Prognose (E. 8)</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG">ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTLASSUNG (STRAFRECHT)">ENTLASSUNG (STRAFRECHT)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GUTACHTEN">GUTACHTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MASSNAHMENVOLLZUG">MASSNAHMENVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PROGNOSE">PROGNOSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFVOLLZUG">STRAFVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWAHRUNG">VERWAHRUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 43 lit. II 1 StGB</span><br/><span class="ungerade">Art. 45 lit. I 1 StGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A. A. B., geboren 1954, wurde mit Urteil des Obergerichts des Kan­tons ZÃ¼rich vom 9. MÃ¤rz 1978 wegen wiederholten und fortgesetzten Dieb­stahls, schwerer und einfa­cher KÃ¶rperverletzung, Ã¶ffentlicher unzÃ¼chtiger Handlungen usw. mit drei Jahren GefÃ¤ng­nis, abzÃ¼glich 317 Tage erstandener Untersuchungshaft be­straft. Der Vollzug der Frei­heits­strafe wurde aufgeschoben und die Verwahrung im Sinn von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB angeordnet. Die Justizdirektion des Kantons ZÃ¼rich (heute Direktion der Justiz und des In­nern) gewÃ¤hrte A. B. am 14. Oktober 1980 die probe­weise Entlassung frÃ¼hestens auf den 31. Oktober 1980, und der Austritt aus der Strafanstalt Regensdorf erfolgte am 10. Novem­ber 1980. Innerhalb der Probezeit wurde A. B. rÃ¼ckfÃ¤llig und das Geschworenengericht ver­urteilte ihn am 6. Mai 1985 wegen Notzucht, fortgesetzter NÃ¶tigung zu einer anderen unzÃ¼chtigen Handlung, Raubes und Hausfriedensbruchs zu sechs Jahren Zuchthaus. Auch hinsichtlich dieser Strafe wurde der Vollzug zugunsten einer Verwahrungsmassnahme nach Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB aufgeschoben. In der Folge widerrief die Justizdirektion am 1. April 1986 die am 14. Oktober 1980 gewÃ¤hrte probeweise Entlassung aus dem Massnah­men­vollzug.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. Mit VerfÃ¼gung der Justizdirektion vom 1. Juli 1991 wurde A. B. erneut pro­be­wei­se aus dem Vollzug der Verwahrung entlassen und fÃ¼r die Probezeit von unbestimm­ter Dauer unter Schutzaufsicht gestellt; zudem wurde er darauf aufmerksam gemacht, dass ei­ne neue StraffÃ¤lligkeit oder ein anderer Missbrauch des ihm entgegen gebrachten Ver­trau­ens zur sofortigen RÃ¼ckversetzung in den Verwahrungsvollzug fÃ¼hren mÃ¼sste.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aufgrund verschiedener Vorkommnisse wurde A. B. von der Justizdirektion am 13. April 1992 fÃ¶rmlich verwarnt und es wurden ihm zusÃ¤tzliche Weisungen erteilt. Er wurde darauf hingewiesen, dass Alkoholkonsum und das Fernbleiben von der Arbeitsstelle als ernsthaftes Anzeichen fÃ¼r eine RÃ¼ckkehr zu seiner frÃ¼heren Haltung taxiert wÃ¼rden und nur eine sofortige Abkehr vom Alkoholkonsum und eine alkoholbe­zo­ge­ne Behandlung ihn vor einer RÃ¼ckversetzung bewahren kÃ¶nnten. In der VerfÃ¼gung wur­de zudem festgehalten, dass die Nichteinhaltung der ihm erteilten Weisungen die sofortige PrÃ¼fung der RÃ¼ckversetzung zur Folge haben wÃ¼rde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>C. Nachdem A. B. am 12. August 1993 beim Sozialdienst der Justizdirektion ge­gen­Ã¼ber einem Sozialarbeiter verbale Angriffe und Beleidigungen geÃ¤ussert und gedroht hatte, er werde eine Belastungszeugin im geschworenengerichtlichen Verfahren umbrin­gen, wurde er festgenommen und in Sicherheitshaft versetzt. In der Folge fand am 29. Ok­tober 1993 bei der Justizdirektion eine Sitzung statt, an welcher darÃ¼ber beraten werden soll­te, wie von einer RÃ¼ckversetzung in die Verwahrung Umgang genommen werden kÃ¶nn­te und welche Sicherheitskomponenten einzubauen wÃ¤ren, um kritische Phasen zu verhindern bzw. um solche sofort zu erkennen und aufzufangen. Die Beratung fÃ¼hrte zum Ergebnis, A. B. wieder zu entlassen, was ihm am 2. November 1993 mÃ¼nd­lich erÃ¶ffnet wurde. Noch bevor die fÃ¼r den 5. November 1993 vorge­sehene Entlassung stattfinden konnte, wurde ihm mit Brief vom 4. November 1993 jedoch mitgeteilt, dass aufgrund eines durch einen Strafgefangenen im Urlaub begangenen TÃ¶­tungs­delikts auf dem Zollikerberg die Justizdirektion Urlaube, Entlassungen usw. von Straf­tÃ¤tern, welche wegen eines TÃ¶­tungs‑ oder Sexualdelikts verurteilt worden waren, so­fort gestoppt worden seien, wovon auch er betroffen sei. In der Folge wurde A. B. psychiatrisch begutachtet (Gutachten vom 27. April 1994). Mit Ver­fÃ¼gung vom 6. Juli 1994 nahm die Justizdirektion von der RÃ¼ck­versetzung von A. B. in den Ver­wahrungsvollzug Umgang, und am 29. Juli 1994 wurde er aus der Sicherheitshaft ent­lassen; die Justizdirektion nahm davon Vormerk, dass A. B. wei­terhin als probeweise entlassen gelte und machte ihn darauf aufmerksam, dass die Anord­nungen und Andro­hun­gen gemÃ¤ss frÃ¼heren VerfÃ¼gungen weiterhin ihre GÃ¼ltigkeit behiel­ten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>D. Mit Schreiben vom 2. Februar 1995 teilte das Nottelefon, Beratungsstelle fÃ¼r Frauen, dem damaligen Regierungsrat Leuenberger mit, dass am 19. Dezember 1994 bei der Kantonspolizei ZÃ¼rich eine Anzeige gegen A. B. erstattet worden sei, nachdem dieser am 30. September 1994 eine Frau in ihrer Wohnung Ã¼ber lange Zeit festgehalten und be­droht habe. In der Folge wurde A. B. zwecks PrÃ¼fung der RÃ¼ckversetzung in den Verwah­rungsvollzug am 10. Februar 1995 in Sicherheitshaft gesetzt. Am 24. Mai 1995 wi­derrief das Amt fÃ¼r Straf‑ und Massnahmenvollzug (ASMV) die am 6. Juli 1994 gewÃ¤hrte probe­weise Entlassung und versetzte es A. B. mit Wirkung ab 10. Februar 1995 in die Verwah­rung gemÃ¤ss Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB zurÃ¼ck. Den hiergegen er­ho­benen Rekurs wies die Anklagekammer des Obergerichts am 23. Oktober 1995 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die aufgrund der Anzeige vom 19. Dezember 1994 angehobene Strafuntersuchung wurde von der Bezirksanwaltschaft am 15. MÃ¤rz 1996 eingestellt, nachdem die Anzeige­er­statterin am 23. November 1995 ihren Strafantrag betreffend Drohung und sexueller BelÃ¤s­tigung zurÃ¼ckgezogen hatte und gleichzeitig ihr Desinteresse an der Fort­fÃ¼h­rung der hÃ¤ngi­gen Strafuntersuchung erklÃ¤rt hatte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 17. April 1996 stellte das ASMV fest, dass die Voraussetzun­gen fÃ¼r eine probeweise Entlassung aus dem Massnahmenvollzug noch nicht gegeben sei­en; zugleich wurden die Direktion der Kantonalen Strafanstalt PÃ¶schwies und der Psych­iatrisch-Psychologische Dienst der Justizdirektion ersucht, dem ASMV per 10. Februar 1997 einen FÃ¼hrungsbericht und einen Therapiebericht Ã¼ber Verlauf und Erfolg der Mass­nahme zuzustellen und sich zur probeweisen Entlassung zu Ã¤ussern. Einen hiergegen erho­benen Rekurs wies die Anklagekammer des Obergerichts am 5. Juni 1996 ab; ebenso das Bundesgericht am 16. Dezember 1996 eine hiergegen erho­be­ne Verwaltungsgerichts­be­schwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 13. Mai 1997 erfolgte die Versetzung von A. B. aus dem BezirksgefÃ¤ngnis Win­terthur in die Strafanstalt PÃ¶schwies. Dort besprachen die beteiligten Vollzugsfach­leu­te am 19. Juni 1997 die weitere Vollzugsplanung und informierten Ã¼ber die vorgesehenen Schritte auch A. B.. Sodann ersuchte der Sozialdienst der Strafanstalt am 7. Juli 1997 die Justizdirektion um die Genehmigung, A. B. ausserhalb der Strafanstalt als Schlosser ein­setzen zu kÃ¶nnen. Nach Einholung von Stellungnahmen des Fachausschusses fÃ¼r Vollzugs­fragen und des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes erteilte die Direktion die Bewilli­gung fÃ¼r ArbeitsansÃ¤tze ausserhalb der Anstalt am 2. Oktober 1997 unter der Auflage, dass A. B. stÃ¤ndig zu beaufsich­ti­gen sei und sich jeglichen Alkoholkonsums zu enthalten habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ein von A. B. bereits am 31. MÃ¤rz 1997/19. April 1997 gestelltes erneutes Ent­las­sungsgesuch lehnte das ASMV am 9. Dezember 1997 wieder­um ab; gleichzeitig ordnete es zur PrÃ¼fung allfÃ¤lliger Vollzugsschritte eine externe Begut­achtung an und ersuchte es wie­derum die Direktion der Kantonalen Strafanstalt PÃ¶schwies und den Psychiatrisch-Psycho­lo­gische Dienst der Justizdirektion um FÃ¼hrungs‑ und Thera­pie­berichte, und zwar bis 10. September 1998. Den hiergegen erhobenen Re­kurs wies die Anklagekammer des Oberge­richts am 23. April 1998 ab, wobei sie das ASMV darauf hinwies, dass die nÃ¶tigen AbklÃ¤­rungen sobald als mÃ¶glich anhandzunehmen seien; die externe Begutachtung sollte sofort in die Wege geleitet werden und mit der Ein­holung des FÃ¼hrungs‑ und Therapieberichts kÃ¶nne nicht bis im September 1998 zugewartet werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>E. Nachdem die vom ASMV am 9. Dezember 1997 in Auftrag gegebene Begut­ach­tung von A. B. zunÃ¤chst abgelehnt worden war, wurde der Gutachtens­auf­trag am 18. Sep­tem­ber 1998 erneuert. Am 18. Mai 1999 wurde das von Dr. E. F. von der Psychiatrischen UniversitÃ¤tsklinik erstellte Gutachten abgeliefert; A. B. konnte am 30. August 1999 dazu Stellung nehmen. Mit VerfÃ¼gung vom 25. Oktober 1999 lehnte der "Sonderdienst Justiz­vollzug" die probeweise Entlassung aus dem Massnahmenvollzug erneut ab; die Amtsstelle ordnete an, dass ihr sÃ¤mtliche UnregelmÃ¤ssigkeiten wÃ¤hrend des weiteren Massnahmen­voll­zugs sofort zu melden seien, und die Direktion der Kantonalen Strafanstalt PÃ¶schwies und der Psych­iatrisch-Psychologische Dienst wurden um Erstattung eines FÃ¼hrungs‑ sowie eines Thera­pieberichts bis 1. Oktober 2000 ersucht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen die VerfÃ¼gung vom 29. Oktober 1999 liess A. B. am 29. November 1999 Rekurs erheben mit dem Hauptantrag, ihn probeweise zu entlassen, sobald er eine Woh­nung gefunden habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Direktion der Justiz und des Innern wies den Rekurs am 11. Februar 2000 ab und wies die Angelegenheit zur ErgÃ¤nzung im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Vorinstanz zu­rÃ¼ck. Dem Gutachten von Dr. E. F. vom 18. Mai 1999 komme ausschlagge­ben­de Bedeu­tung zu; aufgrund der Feststellungen des Gutachters mÃ¼sse davon ausgegan­gen werden, dass zur Zeit noch eine erhebliche Gefahr bestehe, dass A. B. in frÃ¼here Verhaltensmuster zurÃ¼ckfalle, die letztlich zu erheblichen GefÃ¤hrdungen der Ã¶ffentlichen Sicherheit gefÃ¼hrt hÃ¤tten. Dabei mÃ¼ssten die AusfÃ¼hrungen des Gutachters gesamthaft so verstanden werden, dass nur schrittweise Vollzugslockerungen mit den damit verbundenen BewÃ¤hrungs­mÃ¶g­lichkeiten die Grundlage fÃ¼r eine allenfalls andere und verfeinerte Risiko­beurteilung bilden kÃ¶nnten. Im heutigen Zeitpunkt stehe deshalb nicht mit genÃ¼gender Si­cherheit fest, ob A. B. die Ã¶ffentliche Sicherheit nicht mehr im Sinn von Art. 43 Ziff.</span> <span>1 Abs. 2 StGB gefÃ¤hr­de. Dass die von den Gutachtern vorgeschlagenen schrittweisen Vollzugslockerungen bis­her nie erfolgt seien, rechtfertige zwar keine sofortige probeweise Entlassung; deren Ver­wei­gerung lasse sich aber unter den gegebenen UmstÃ¤nden nur ver­tre­ten, wenn sie mit kon­kreten Angaben Ã¼ber Art und Zeitpunkt der durchzufÃ¼hrenden Lo­ckerungsschritte und der sich daraus ergebenden MÃ¶glichkeit einer probeweisen Entlas­sung in einem spÃ¤teren Zeit­punkt verbunden werde. A. B. habe im heutigen Zeitpunkt einen Anspruch darauf, dass ein Programm mit konkreten sachlichen und zeitlichen Anga­ben aufgestellt werde, das sich un­ter der Voraussetzung der erfolgreichen Absolvierung der einzelnen Progressionsstufen auch verbindlich zu dem daraus resultierenden Zeitpunkt der probeweisen Entlassung als letztem Schritt Ã¤ussere. Diesen Anforderungen genÃ¼ge die an­gefochtene VerfÃ¼gung nicht. Weil dieser Mangel von der Rekursinstanz nicht behoben wer­den kÃ¶nne, sei der Antrag auf probeweise Entlassung zwar abzuweisen, die Angele­gen­heit jedoch zur VervollstÃ¤ndigung im erwÃ¤hnten Sinn an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen den Rekursentscheid liess A. B. am 15. MÃ¤rz 2000 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben und beantragen ihn sofort aus dem Massnahmenvollzug zu entlassen, sobald er eine Wohnung gefunden habe; zudem sei ihm die unentgeltliche Pro­zessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren und sei ihm Rechtsanwalt C. D. als unentgeltlicher Rechts­bei­stand zu bestellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zur BegrÃ¼ndung wurden zunÃ¤chst EinwÃ¤nde gegen das Gutachten F. vorge­bracht; unter anderem wird bezÃ¼glich der vom Gutachter bei der Prognose negativ berÃ¼ck­sichtig­ten Erregbarkeit und StimmungslabilitÃ¤t des BeschwerdefÃ¼hrers eingewendet, sie zei­ge sich als natÃ¼rliche Reaktion auf die Ã¼berlange Verwahrung. Im Umgang mit Mitmen­schen sei der BeschwerdefÃ¼hrer ausgeglichen und einfÃ¼hlsam, wozu namentlich genannte nahe Bezugspersonen als Zeugen zu befragen seien. Sodann gebe es (im Einzelnen darge­legte) UmstÃ¤nde im Zusammenhang mit der RÃ¼ckversetzung in den Massnahmenvollzug, die vom BeschwerdefÃ¼hrer nachvollziehbarerweise als ungerecht empfunden werden dÃ¼rf­ten; dies habe der Gutachter, der die ungÃ¼nstige Legalprognose an der Reizbarkeit des Be­schwerdefÃ¼hrers festmache, wenn das GesprÃ¤ch auf die Themen Verwahrung, Justiz und Fachausschuss komme, nahezu vollkommen ausgeblendet. Was die Einnahme von Antabus betreffe, so habe der BeschwerdefÃ¼hrer eine solche Kur im FrÃ¼hjahr 1993 erfolgreich abge­schlossen; danach habe der BeschwerdefÃ¼hrer gelegentlich wieder Alkohol konsumiert. Mit VerfÃ¼gung vom 6. Juli 1994 sei eine erneute Antabuskur angeordnet worden, jedoch ohne fÃ¶rmliche Mahnung und in der Folge hÃ¤tten die zustÃ¤ndigen Fachpersonen die gele­gentliche Nichteinnahme des Medikaments toleriert und Alkoholkonsum nicht an die zu­stÃ¤n­digen BehÃ¶rden weitergemeldet. Beim Vorfall vom 30. September 1994 habe entgegen der Annahme der Anklagekammer des Obergerichts im Beschluss vom 23. Oktober 1995 Alkohol keine Rolle gespielt. Der BeschwerdefÃ¼hrer verkenne die Gefahren des Alkohols nicht, wolle aber ohne Antabus kÃ¼nftig darauf verzichten. Jedenfalls sei zur Frage, ob eine Antabuskur beim BeschwerdefÃ¼hrer unter dem Sicherheitsaspekt sinnvoll oder notwendig sei, ein psychiatrisches Obergutachten einzuholen. Insgesamt biete der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund der positiven Entwicklung der letzten Jahre genÃ¼gend GewÃ¤hr, dass er nicht wie­der in abhÃ¤ngiges Trinken verfalle. Er habe frÃ¼here Urlaube stets anstandslos absolviert, weshalb weitere Urlaube keine neuen Erkenntnisse bringen kÃ¶nnten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Amt Justizvollzug am 29. und die Direktion der Justiz und des Innern am 30. MÃ¤rz 2000 beantragten Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Parteivorbringen im Einzelnen werden, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. GemÃ¤ss § 38 Abs. 2 lit. b des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG; in der Fassung vom 8. Juni 1997) werden Beschwerden gegen Anordnungen aufgrund des kantonalen Straf‑ und Vollzugsgesetzes durch den Einzelrichter entschieden. Laut § 38 Abs. 3 VRG kann aber in FÃ¤llen von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung die Entschei­dung einer Kammer Ã¼bertragen werden; diese Voraussetzung ist hier erfÃ¼llt (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kan­tons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 38 N. 11). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die Voraussetzungen zur GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Be­stellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands (§ 16 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit § 70 VRG) sind erfÃ¼llt. Als unentgeltlicher Rechtsbeistand ist FÃ¼rsprecher C. D. zu be­stellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Ist gegen den StraftÃ¤ter eine Massnahme nach Art. 43 StGB angeordnet wor­den, so beschliesst die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde die Aufhebung der Massnahme, wenn ihr Grund weg­gefallen ist (Art. 43 Ziff. 4 Abs. 1 StGB). Ist der Grund nicht vollstÃ¤ndig weggefallen, so kann die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde eine probeweise Entlassung aus der Anstalt oder der Be­handlung anordnen. Dabei kann sie den Entlassenen unter Schutzaufsicht stellen (Abs. 2). GemÃ¤ss Art. 45 Ziff. 1 Abs. 1 StGB prÃ¼ft die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde von Amtes wegen, ob und wann die probeweise Entlassung anzuordnen ist. In Bezug auf die probeweise Entlas­sung aus einer Anstalt nach Art. 43 StGB hat die BehÃ¶rde mindestens einmal jÃ¤hrlich Be­schluss zu fassen (Abs. 2). In allen FÃ¤llen hat sie vor dem Entscheid den zu Entlassenden oder sei­nen Vertreter anzuhÃ¶ren und von der Anstaltsleitung einen Bericht einzuholen (Abs. 3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen gemÃ¤ss § 50 Abs. 1 und 2 so­wie § 51 VRG (in Ãbereinstimmung mit den bundesrechtlich geforderten Beschwerde­grÃ¼nden [Art. 98a Abs. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943/4. Ok­tober 1991 {OG} in Verbindung mit Art. 104 OG]) Rechtsverletzun­gen (einschliesslich des Ermessensmissbrauchs und der Ermes­sens­Ã¼berschreitung) sowie die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des (ent­schei­dungs­wesentlichen) Sachver­halts gerÃ¼gt werden. Dem Verwaltungsgericht ist demgemÃ¤ss die ErmessensprÃ¼fung ver­sagt (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 50 N. 1, 70).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ist der Grund fÃ¼r eine Massnahme gemÃ¤ss Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 nicht vollstÃ¤ndig weggefallen, so "kann" gemÃ¤ss Art. 43 Ziff. 4 Abs. 2 die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde eine probe­weise Entlassung anordnen. Der VollzugsbehÃ¶rde steht somit ebenso wie beim Entscheid Ã¼ber die bedingte Entlassung aus dem Vollzug einer Freiheitsstrafe (Stefan Trech­sel, Schweizerisches Strafgesetzbuch, 2. A., ZÃ¼rich 1997, Art. 38 N. 9) ein weites Ermessen zu. Unter dem Gesichtswinkel der beschrÃ¤nkten verwaltungsgerichtlichen ÃberprÃ¼fungs­be­fug­nis hat deshalb der angefochtene Entscheid namentlich dann Bestand, wenn er auf einem rich­ti­gen juristischen VerstÃ¤ndnis der probeweisen Entlassung beruht, wenn die Gesamtheit der mass­geblichen UmstÃ¤nde berÃ¼cksichtigt und aus diesen UmstÃ¤nden vernÃ¼nftige SchlÃ¼s­se ge­zogen wurden sowie wenn die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde zu einem insgesamt vertret­baren Re­sul­tat gelangt ist. Unter diesen UmstÃ¤nden greift die Beschwerdeinstanz auch dann nicht ein, wenn sie als erste Instanz mÃ¶glicherweise einer anderen LÃ¶sung zugeneigt hÃ¤tte. Eine wei­tergehende ÃberprÃ¼fung wÃ¼rde aus ihr eine VollzugsbehÃ¶rde machen (vgl. BGE 119 IV 5 E. 2 S. 9).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Die Verwahrung gemÃ¤ss Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB hat neben den hochgefÃ¤hr­lichen TÃ¤tern, die weder heilbar noch pflegebedÃ¼rftig sind, auch diejenigen im Auge, die zwar behandlungsbedÃ¼rftig und behandlungsfÃ¤hig sind, von denen aber auch wÃ¤hrend einer Behandlung schwere Delikte zu befÃ¼rchten wÃ¤ren, wenn sie ambulant oder in einer Heil‑ und Pflegeanstalt behandelt wÃ¼rden (BGE 125 IV 118 E. 5b, auch zu Folgenden). WÃ¤hrend bei der ersten Kategorie das SicherungsbedÃ¼rfnis der Gesellschaft im Vordergrund steht, tritt bei der zweiten zum Sicherungs‑ der Heilungsaspekt, nÃ¤mlich die Behandlung im Hin­blick auf Heilung und Entlassung, hinzu; auch die bloss zur Sicherung verwahrten TÃ¤ter dÃ¼rfen aber von den sozialisierenden und heilenden Angeboten der Verwahrungsein­rich­tun­gen nicht ausgeschlossen werden (BGE 121 IV 297 E. 2b).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei beiden TÃ¤tergruppen setzt die Aufhebung der Massnahme voraus, dass die von ihnen ausgehende schwerwiegende GefÃ¤hrdung der Ã¶ffentlichen Sicherheit behoben ist (Art. 43 Ziff. 4 Abs. 1 StGB). Da die probeweise Entlassung der Verwahrung bereits zulÃ¤s­sig ist, wenn der Grund der Massnahme noch nicht vollstÃ¤ndig weggefallen ist, kann die VollzugsbehÃ¶rde einen TÃ¤ter probeweise auch dann entlassen, wenn ein gewisses Risiko einer weiteren GefÃ¤hrdung der Ã¶ffentlichen Sicherheit verbleibt. Das Gesetz trÃ¤gt damit der Schwierigkeit Rechnung, im Einzelfall eine verlÃ¤ssliche Prognose zu stellen (vgl. dazu BGE 125 IV 113 E. 2a, 124 IV 193 E. 4a, je mit Hinweisen); wÃ¼rde Gewissheit darÃ¼ber vorausgesetzt, dass der TÃ¤ter keine Gefahr fÃ¼r die Ã¶ffentliche Sicherheit mehr darstellt, so wÃ¼rde die probeweise Entlassung ihres Sinns beraubt (VGr AG, 31. Dezember 1979, AGVE 1979 Nr. 17, S. 189; vgl. BGE 124 IV 193 E. 3). Besonders bei den behandlungs­be­dÃ¼rftigen und ‑fÃ¤higen TÃ¤tern blieben alle sozialisierenden und heilenden Angebote zweck­los, wenn nicht der Erfolg der Behandlung der BewÃ¤hrung durch die probeweise Entlas­sung ausgesetzt werden kÃ¶nnte (vgl. GÃ¼nter Stratenwerth, Schweizerisches Strafrecht, All­gemeiner Teil II, Bern 1989, § 10 Rz. 60, § 11 Rz. 34). Der Entscheid hierÃ¼ber ist durch den Beizug von Berichten des Vollzugspersonals und von weiteren Fachleuten, insbe­son­de­re von forensisch-psychiatrischen Gutachtern, auf einer mÃ¶glichst tragfÃ¤higen Grundlage zu treffen; ob sich das ungeachtet sorgfÃ¤ltiger AbklÃ¤rungen und zweckdienlicher Weisun­gen unvermeidlich verbleibende Risiko verantworten lÃ¤sst, hÃ¤ngt nicht nur von der Wahr­scheinlichkeit eines RÃ¼ckfalls ab, sondern auch von der Bedeutung des eventuell bedrohten Rechtsguts (vgl. BGE 125 IV 113 E. 2, 124 IV 193 E. 3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. a) Bereits dem Urteil des Geschworenengerichts vom 6. Mai 1985, durch wel­ches der BeschwerdefÃ¼hrer erneut verwahrt wurde, lagen Ã¤usserst sorgfÃ¤ltige psychiatri­sche AbklÃ¤rungen zugrunde (Gutachten G vom 12. April 1985 [G. 85]; Gutachten L/M vom 27. April 1983 [L/M 83]). Auch im Zusammenhang mit der Verurteilung und ersten Verwahrung durch das Obergericht am 9. MÃ¤rz 1978 war der BeschwerdefÃ¼hrer am 26. August und 27. Dezember 1976 durch den Forensisch-Psych­iatrischen Dienst der Psychiatrischen UniversitÃ¤tsklinik ZÃ¼rich begutachtet worden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Gutachten L/M 83 und G. 85 kamen beide zum Schluss, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die Ã¶ffentliche Sicherheit schwerwiegend bzw. er­heblich gefÃ¤hrde. Beide weisen sodann darauf hin, dass der Beschwer­defÃ¼hrer nicht therapierbar sei. L/M sprechen von einer "plÃ¶tzlich eskalierenden und unvorhersehbaren FremdgefÃ¤hr­lichkeit" und G. schliesst zwar eine gewisse affektive und triebmÃ¤ssige Beruhi­gung nicht aus, rechnet aber auch fÃ¼r die Zukunft mit affektiven DurchbrÃ¼chen erheblicher Schwe­re, deren HÃ¤ufigkeit, StÃ¤rke und insbesondere kriminogene Bedeutung sich nicht verlÃ¤sslich vorhersagen lasse. Beide Gutachten weisen auf die Alkohol­problematik hin. G betont zudem die Bedeu­tung des Konsums von Alkohol und Medikamenten fÃ¼r die Prognose: Dieser Konsum habe, wie die Vergangenheit zeige, eine wesentliche Bedeutung fÃ¼r das Vor­kommen krimineller Handlungen gehabt, indem die komplizierten RÃ¤u­sche des Be­schwerdefÃ¼hrers seine ihm zur VerfÃ¼gung stehende affektive und intentio­nale Steuerungs‑ und KontrollfÃ¤higkeit entscheidend schwÃ¤chten. Gelinge es ihm nicht, eine vÃ¶llige Alko­hol‑ und Medikamentenabstinenz einzuhalten, werde die Wahrschein­lich­keit erheblich, dass es in neuerlichen ZustÃ¤nden von Wut und EnttÃ¤uschung, ZurÃ¼ckwei­sung und drÃ¤ngen­der triebhafter WÃ¼nsche wiederum zu Ã¤hnlichen deliktischen Handlungen wie in der Vor­ge­schichte komme. Solche Verstimmungssituationen seien naturgemÃ¤ss wei­terhin zu er­war­ten; die Ãberzeugung des BeschwerdefÃ¼hrers, er werde zukÃ¼nftig ganz auf Alkohol und Medikamente verzichten, sei nach aller Erfahrung nur von beschrÃ¤nktem pro­gnostischem Wert.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Vor der probeweisen Entlassung des BeschwerdefÃ¼hrers durch VerfÃ¼gung vom 1. Juli 1991 hatten fÃ¼r den Psychologisch-Psychiatrischen Dienst Dr.med. G. H. am 28. Mai und der Chefarzt Dr.med. I. J. am 25. Juni 1991 zur Frage der Entlassung Stel­lung genommen. Dr. I. J. verwies auf den mittlerweile bestan­de­nen Lehrabschluss und die gut bestandene Halbfreiheitsphase hin, sowie die mittlerweile geknÃ¼pften Sozialkontakte. Die Ã¤usseren Faktoren sprÃ¤chen fÃ¼r eine gute soziale Integra­tion, was einen deutlichen Hinweis auf eine innerlich stabilere Situation gebe. Eine Thera­piefÃ¤higkeit kÃ¶nne dem Beschwer­de­fÃ¼hrer nicht grundsÃ¤tzlich abgesprochen werden. Ein­deutige Befunde dafÃ¼r, dass beim Be­schwerdefÃ¼hrer die innere Entwicklung bereits zu ei­ner Stabilisierung gefÃ¼hrt hÃ¤tte, die ihm die selbstÃ¤ndige LÃ¶sung seiner Konflikte ermÃ¶g­li­chen wÃ¼rde, gÃ¤be es nicht. Die bishe­rigen Entwicklungen belegten, dass es ihm gelinge im Rahmen eines funktionierenden Um­felds mit seinen Schwierigkeiten zurechtzukommen; fÃ¼r die weitere Entwicklung bedÃ¼rfe er eines erweiterten Umfelds, indem er zunehmend all­tÃ¤gliche Situationen einÃ¼ben kÃ¶nne. Das rechtfertige eine probeweise Entlassung, wobei der BeschwerdefÃ¼hrer nicht sich selbst Ã¼berlassen bleiben dÃ¼rfe und auf VerÃ¤nderungen des Befindens oder Verhaltens frÃ¼hzeitig und adÃ¤quat regiert werden mÃ¼sse. Eine Garantie fÃ¼r eine weitere ungestÃ¶rte Entwicklung kÃ¶nne nicht gegeben werden, doch scheine einer­seits das Risiko eines RÃ¼ckfalls erheblich vermindert und lasse die Fortsetzung des derzei­tigen Vollzugsregimes keine weitere Ver­besserung erwarten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund des Vorfalls beim Sozialdienst der Justizdirektion vom 12. August 1993 in Sicherheitshaft versetzt worden war, wurde unter anderem nach einer Konsultation des frÃ¼heren Gutachters G die Entlassung auf den 5. November 1993 vorgesehen. Ein Gutachten konnte nicht verfasst werden, weil der BeschwerdefÃ¼hrer am 24. September 1993 eine Entbindung des Experten vom Arztge­heim­nis abgelehnt hatte. Der Gutachter fasste mit Schreiben vom 29. Oktober 1993 seine Beur­teilung wie folgt zusammen:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> "Zusammenfassend kann ich aus forensisch-psychiatrischer Sicht fest­halten, dass ich keine Erkenntnisse gewonnen habe, nach denen sich die prognostische Situation gegenÃ¼ber dem Zeitpunkt, zu dem die be­dingte Entlassung erfolgte, verschlechtert hÃ¤tte. Das im Vorgutachten von 1985 zur Prognose Gesagte behÃ¤lt seine grundsÃ¤tzliche Berech­ti­gung. Einem stabilen, verlÃ¤sslichen, tragfÃ¤higen, aber auch stÃ¼tzenden und vor allem wohlwollend-anerkennenden, dabei klaren Betreuungs­konzept mit FÃ¶rderung der sozialintegrativen LeistungsfÃ¤higkeit von A. B. kommt grosse Bedeutung zu. Grosse Bedeutung kommt vor allem auch einer Meisterung der objektiv belegbaren GefÃ¤hrdung durch den Konsum psychotroper Substanzen und deren Ãberwindung zu. Die geeigneten Schritte hierzu muss A. B. freiwillentlich bzw. mit eigenem inneren EinverstÃ¤ndnis unternehmen. Das Risiko z.B. Alko­holkonsums (wobei dessen genÃ¼gende 'Kontrollierbarkeit' gerade in VerstimmungszustÃ¤nden mehr als fraglich wÃ¤re) bedeutet nicht nur eine Belastung der Kriminalprognose (dieses Risiko erhellt aus der Vorgeschichte), sondern in erheblicher Art auch die Sozialprognose und damit den Erhalt des unverkennbar in den letzten Jahren Erreich­ten.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Anhaltspunkte, welche aus forensisch-psychiatrischer Sicht fÃ¼r die Be­grÃ¼ndung einer RÃ¼ckversetzung von A. B. in die Verwahrung spre­chen kÃ¶nnen, haben sich mir auf dem Hintergrund der Sachverhalts­dar­stel­lung und meiner Aktenkenntnis nicht gezeigt."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Als Folge des durch einen Strafgefangenen im Urlaub begangenen TÃ¶tungsdelikts auf dem Zollikerberg wurde die vorgesehene Entlassung zurÃ¼ckgestellt und der Beschwer­de­fÃ¼hrer durch Dr.med. M. G am 27. April 1994 erneut begutachtet (G. 94).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Gutachter kommt nach einer eingehenden ErÃ¶rterung der prognostischen MÃ¶g­lichkeiten und einer AufzÃ¤hlung und GegenÃ¼berstellung der prognostisch positiven bzw. ne­gativen Faktoren zu folgendem zusammenfassenden Schluss:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> "Sollten die sozialen, beruflichen und betreuerischen Voraussetzungen, die als prognostisch gÃ¼nstig benannt wurden, (noch) gewÃ¤hrleistet sein, wÃ¤ren aus forensisch-psychiatrischer Sicht (und trotz der Belas­tungen, die sich fÃ¼r den Expl. dort ergeben, wo sich aufgrund der lang­dauernden Sicherheitshaft z.B. Einstellungen seiner sozialen Umge­bung ihm gegenÃ¼ber verÃ¤ndert haben) die Voraussetzungen fÃ¼r die Fort­setzung der auf unbestimmte Zeit probeweisen Entlassung aus dem Verwahrungsvollzug heute (unter BerÃ¼cksichtigung der fehlen­den deliktischen RÃ¼ckfÃ¤lligkeit seit Beginn der Halbfreiheit) zumin­dest nicht weniger gegeben als sie es im Jahre 1991 waren. Nachdem sich, wie aus den Unterlagen hervorgeht, vor der probeweisen Ent­las­sung aus der Verwahrungsmassnahme alle beim Entscheid Beteiligten und fÃ¼r ihn Verantwortlichen um sehr sorgfÃ¤ltige AbklÃ¤rungen bemÃ¼ht hatten und diese Entscheidung auch, soweit mir erkennbar, sehr sorg­fÃ¤ltig begrÃ¼ndet worden war, habe ich keine Anhaltspunkte, welche aus forensisch-psychiatrischer Sicht die damals getroffenen Entschei­dung als falsch oder ungeeignet erscheinen liesse. Und ich habe keine GrÃ¼nde, die im Lichte der weiteren Entwicklung die Notwendigkeit einer Revision des Entscheids belegten."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) In der Folge wurde mit VerfÃ¼gung vom 6. Juli 1994 von einer RÃ¼ckversetzung des BeschwerdefÃ¼hrers in den Massnahmenvollzug Umgang genommen und dieser am 29. Juli 1994 aus der Sicherheitshaft entlassen. Zugleich wurde davon Vormerk genommen, dass die Entlassung aus dem Massnahmenvollzug nur eine probeweise sei, und wurden dem BeschwerdefÃ¼hrer zahlreiche Weisungen erteilt, unter anderem diejenige, dass er sich bei Dr. K., Strafanstalt Regensdorf, regelmÃ¤ssig einer Antabusbehandlung zu unterzie­hen habe, solange dies der behandelnde Arzt fÃ¼r nÃ¶tig erachte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 30. September 1994 kam es zum Vorfall in Regensdorf, welcher am 19. De­zem­ber 1994 zu einer Strafanzeige und dem am 15. MÃ¤rz 1996 eingestellten Strafverfahren fÃ¼hrte. Aufgrund dieses Vorfalls wurde der BeschwerdefÃ¼hrer am 10. Februar 1995 in Si­cherheitshaft gesetzt, am 24. Mai 1995 die probeweise Entlassung widerrufen und der Be­schwerdefÃ¼hrer in die Verwahrung zurÃ¼ckversetzt. Nachdem das ASMV eine erneute Ent­lassung mehrfach abgelehnt und der BeschwerdefÃ¼hrer diese VerfÃ¼gungen je­weils erfolg­los angefochten hatte, kam es, nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer seinen anfÃ¤ng­lichen Wider­stand dagegen aufgegeben hatte, zu einer weiteren Begutachtung. Auf dieses von Dr. E. F. vom Forensisch-Psychiatrischen Dienst der Psychiatrischen Universi­tÃ¤ts­klinik ZÃ¼rich am 18. Mai 1999 erstattete Gutachten (F. 99) stÃ¼tzen sich die angefochtenen VerfÃ¼gungen des Sonderdienstes Justizvollzug und der Direktion der Justiz und des Innern vom 11. Februar 2000. Der Gutachter diagnostizierte eine kombi­nier­te PersÃ¶nlichkeitsstÃ¶rung sowie bezo­gen auf einen nicht eindeutig abgrenzbaren Zeitraum ein AlkoholabhÃ¤ngigkeitssyndrom; zum gegenwÃ¤rtigen Zeitpunkt be­stehe unter den besonderen Lebensbedingungen der Haft­anstalt Alkoholabstinenz. Unter prognostischen Aspekten wird ausgefÃ¼hrt, dass in Ãber­ein­stimmung mit den Vorgutachten die Delikte des BeschwerdefÃ¼hrers in Verbindung mit der PersÃ¶nlichkeitsstÃ¶rung und einer tatzeitbezogenen alkoholbedingten Hemmungsminderung zu sehen seien. Aus dieser Ver­bindung von StÃ¶rung und Delikthandlung ergebe sich die Fra­ge, ob zwischenzeitlich eine VerÃ¤nderung in Art und AusprÃ¤gung der StÃ¶rungsmerk­ma­le eingetreten sei. Eine gewisse positive Entwicklung sei zwar beobachtet worden, doch handle es sich um Verhaltens­beob­achtungen im Rahmen der Haftanstalt, die wenig geeig­net seien, legalprognostische RÃ¼ck­schlÃ¼sse auf das Verhalten in Freiheit zu ermÃ¶glichen; das gelte besonders im Hinblick auf Delikte wie Vergewaltigung und sexuelle NÃ¶tigung oder auch fÃ¼r eine geschlechts­spe­zi­fisch gegen Frauen gesteigerte Gewaltbereitschaft, weil im Anstaltsrahmen soziale Kontak­te zum anderen Geschlecht nicht oder nur unter be­stimm­ten, dem Alltagsleben nicht ver­gleich­baren Voraussetzungen erfolgten. Auch entfalle unter Anstaltsbedingungen die Alko­ho­lisierung, auf deren Bedeutung im Gutachten G. 94 ausdrÃ¼cklich hingewiesen werde; auf der Ebene des psychopathologischen Be­fun­des seien seit der frÃ¼heren Begut­ach­tung eingetretene VerÃ¤nderungen zumindest nicht evident (S. 48 f.). Der Beschwerde­fÃ¼hrer habe bestimmte eigene, das Alkoholproblem ge­ring bewertende Vorstellungen ent­wickelt, und es kÃ¶nne nicht festgestellt werden, dass er den bereits durch G. 94 als deliktprognostisch wichtig charakterisieren Bereich des Trinkverhaltens inzwischen kriti­scher betrachte (S. 49). Auch bezÃ¼glich der Deliktverar­bei­tung sei gegenÃ¼ber 1994 keine wesentliche VerÃ¤nderung eingetreten (S. 51). Die zusam­men­fassende Beurteilung ergebe keine vorbehaltlos gÃ¼nstige Prognose (S. 56). Die Pro­gno­sevoraussetzungen seien ver­gleich­bar mit denjenigen zum Zeitpunkt des Gutachtens G. 94. Durch den Vorfall vom 30. September 1994 (der im einzelnen unter den Ge­sichts­punkten der deliktpsycho­lo­gisch interessierenden Merkmale von StimmungslabilitÃ¤t, mangelnder EmpathiefÃ¤higkeit und KrÃ¤nkbarkeit erÃ¶rtert wird) werde die Prognose negativ belastet (S. 57). Es sei gegen­wÃ¤rtig nicht absehbar, dass der BeschwerdefÃ¼hrer erneut in ab­hÃ¤ngiges Trinken verfalle; allerdings seien lÃ¤ngerfristige Prognosen zu diesem Bereich nicht mÃ¶glich, nachdem eine kritische Aufarbeitung der Alkoholproblematik gerade in ihrer Beziehung zur Delinquenz nicht erfolgt sei (S. 57). Sodann wird auf S. 58 ausgefÃ¼hrt:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> "Die Ereignisse vom 12.08.1993 und 30.09.1994 zeigen an, dass die delikt-relevanten PersÃ¶nlichkeitsmerkmale von KrÃ¤nkbarkeit, Er­reg­barkeit und mangelnder EmpathiefÃ¤higkeit als solche fortbestehen. Vor allem der mangelnden EmpathiefÃ¤higkeit kommt aus gutach­ter­li­cher Sicht eine auch prognostisch erhebliche Bedeutung zu, da sich ‑ wie am Beispiel der Ereignisse vom 12.08.1993 aufzuzeigen ‑ aus diesem Merkmal gewisse deliktnahe Situationen konstellieren kÃ¶nnen. Herr B. bringt in eine bestimmte Situation Erwartungen ein, ohne deren Angemessenheit in eben dieser Situation und Erwartungen sei­nes GegenÃ¼ber einzubeziehen, anhand dieser Reaktionen dann gege­be­nenfalls das eigene Verhalten zu korrigieren und der Situation anzu­pas­sen. Ausgangspunkt ist vielmehr allein die eigene BedÃ¼rftigkeit, die sich dann anderer Personen als Objekt bedient ‑ als ZuhÃ¶rer von Selbstanklagen und Selbstmitleid, dessen Interesse an einem solchen GesprÃ¤ch (Monolog) nicht vorgÃ¤ngig erfragt wurde. Die dann in ei­nem solchen Zusammenhang erwartbaren Distanzierungen des Gegen­Ã¼ber lÃ¶sen bei Herr B. KrÃ¤nkungsreaktionen aus, die ihn zumindest auf aggressive Gedankeninhalte fÃ¼hren. Es ist im Einzelnen nicht vor­hersehbar, wie Herr B. auf eine drastischer ZurÃ¼ckweisung im Zu­stand der Alkoholisierung reagieren wÃ¼rde.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> Konkret im Hinblick auf die beiden vorgenannten Ereignisse ist fest­zu­stellen, dass eine Verhaltenskontrolle letztlich noch mÃ¶glich war. Zu kÃ¶rperlichen Aggressionshandlungen ist es nach vorliegendem Kenntnisstand nicht gekommen. Neuere Informationen Ã¼ber das Ver­halten in Freiheit stehen nicht zur VerfÃ¼gung; der Beurteilungsrahmen der Haftanstalt ist fÃ¼r eine Prognosebeurteilung aus den vorausgehend genannten GrÃ¼nden ungeeignet, was im Ergebnis dann tatsÃ¤chlich zu der von Herrn B. angesprochenen, aber nicht behebbaren Prognose­begrÃ¼ndung in teilweise lÃ¤nger zurÃ¼ckliegenden Ereignissen fÃ¼hrt."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Frage nach der kÃ¼nftigen GefÃ¤hrdung der Ã¶ffentlichen Sicherheit beantwortet der Gutachter wie folgt:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> "Es besteht die Gefahr, dass sich die Ereignisse Ã¤hnlich denen vom 12.08.1993 und 30.09.1994 wiederholen. Es ist aus gutachterlicher Sicht jedenfalls nicht begrÃ¼ndbar, dass die tatpsychologischen Vor­aussetzungen dieser Ereignisse inskÃ¼nftig nicht mehr gegeben seien. Auch ist der Anlass dieses Verhaltens nicht als so aussergewÃ¶hnlich, so wenig alltÃ¤glich anzusprechen, dass von diesen situativen Voraus­setzungen her eine Wiederholung nicht in Betracht zu ziehen wÃ¤re.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> Die Wiederholung der Anlasstat ‑ die in 1982 begangene Vergewal­ti­gung ‑ ist nach den gegenwÃ¤rtigen Voraussetzungen nicht konkret zu erwarten. Die lÃ¤ngerfristige Prognose wird dadurch belastet, dass Herr B. die schon im Vorgutachten aufgezeigte Verbindung zwischen Al­koholkonsum und 'GefÃ¤hrlichkeit' negiert. Auf andere Prognosekri­terien wie der Persistenz tatpsychologisch massgeblicher PersÃ¶n­lich­keitsmerkmale, die sogenannte Deliktverarbeitung und die BewÃ¤hrung in Freiheit wurde im Gutachten ausfÃ¼hrlicher hingewiesen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> Insgesamt ergibt sich fÃ¼r diesen Bereich der Anlasstat eine eher gÃ¼ns­ti­ge Kurzzeitprognose ‑ PrognoseÃ¼berlegungen sprechen also eher wi­der die Annahme eines spezifischen RÃ¼ckfalldelikts als fÃ¼r eine solche Annahme. Die Wiederholung eines solchen Ã¤hnlichen schweren Se­xual‑ und/oder Gewaltstraftat kann gegenwÃ¤rtig nicht als konkret ab­seh­bar oder wahrscheinlich bezeichnet werden. Die lÃ¤ngerfristige Pro­gnose wird durch die Frage des Alkoholkonsums belastet und wird in­soweit dann zweifelhaft." </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Der BeschwerdefÃ¼hrer weist in erster Linie die Schlussfolgerungen des Gutach­ters F. zurÃ¼ck und beruft sich auf G. 94, der sich dahingehend geÃ¤ussert ha­be, dass (auch nach dem Vorfall beim Sozialdienst vom 12. August 1993) die Vorausset­zun­gen fÃ¼r die Fortsetzung der auf unbestimmte Zeit probeweisen Entlassung nicht weni­ger gegeben seien als sie es im Jahr 1991 waren, und der keine Anhaltspunkte gesehen ha­be, welche aus forensisch-psychiatrischer Sicht die damals getroffene Entscheidung als falsch oder ungeeignet hÃ¤tten erscheinen lassen. Wenn das Gutachten F. die psychi­sche Situation des BeschwerdefÃ¼hrers in Ãbereinstimmung mit G. 94 beurteile, dann mÃ¼sse ge­schlossen werden, dass eine bedingte Entlassung nach wie vor angezeigt wÃ¤re.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dieser Schlussfolgerung des BeschwerdefÃ¼hrers kann nicht beigetreten werden: Der Vorfall vom 30. September 1994, der sich nur wenige Monate nach der Entlassung aus der Sicherheitshaft am 29. Juli 1994 ereignete, ist, wie Gutachter F. eingehend erlÃ¤utert, von er­heblicher prognostischer Bedeutung, und konnte von G. 94 naturgemÃ¤ss noch nicht berÃ¼cksichtigt werden. Sodann hat G. 94 darauf hingewiesen, dass der Al­koholkonsum gerade in persÃ¶nlichen und sozialen Belastungs­si­tua­tionen aller Erfahrung nach das Risiko dissozialen Verhaltens ebenso beinhalte wie eine GefÃ¤hrdung der sozialen Situation und damit die Prognose eindeutig und schwer belaste. Wenn der BeschwerdefÃ¼h­rer nur kurze Zeit nach der Entlassung aus der Sicherheitshaft und trotz der ihm mit der Ent­lassungsverfÃ¼gung erteilten Weisung, sich regelmÃ¤ssig einer Antabusbehandlung zu unterziehen, beim Vorfall vom 30. September 1994 wiederum alkoholisiert war, so liegt auch darin ein zusÃ¤tzlicher negativer Prognosefaktor. Seine Darstellung in der Beschwer­de­schrift, er habe bei den VorfÃ¤llen 1993 und 1994 nicht getrunken, ist jedenfalls bezÃ¼glich des Vorfalls vom 30. Sep­tember 1994 aktenwidrig: In der polizeilichen Befragung vom 17. Januar 1995 fÃ¼hrte er aus, er habe an jenem Abend ausschliesslich Bier getrunken; es mÃ¼ss­ten "ca. fÃ¼nf bis sechs Stangen" gewesen sein; ganz genau wisse er es nicht mehr; es sei auf jeden Fall so gewe­sen, dass er sich "nicht als vÃ¶llig betrunken oder Ã¤hnlich" fÃ¼hlte. Dass er sehr betrunken gewesen sei und auch nach Alkohol gestunken habe, gab in der po­lizeili­chen Befragung auch die Anzeigeerstatterin an. Die vom Beschwerde­fÃ¼h­rer anlÃ¤ss­lich einer AnhÃ¶rung durch das ASMV am 10. Februar 1995 gegebene Darstel­lung, er habe nur Klausthaler getrunken, erscheint als reine Schutzbehaup­tung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auch die weiteren EinwÃ¤nde des BeschwerdefÃ¼hrers vermÃ¶gen die auch im Licht der frÃ¼heren Begutachtungen Ã¼berzeugenden Schlussfolgerungen des Gutachtens F. nicht in Frage zu stellen. So trifft es nicht zu, dass die Zeit nach der Entlassung des Be­schwerde­fÃ¼hrers zu wenig berÃ¼cksichtigt wird; nur erscheint sie als problematischer, als dies der Be­schwerdefÃ¼hrer wahrhaben will: So gab er gegenÃ¼ber dem Gutachter an, nach der dama­li­gen Entlassung bald wieder Alkohol konsumiert zu haben, wobei der Wochen­be­darf bei zwei bis hÃ¶chstens drei Harassen Bier gelegen habe. 1992 ha­be sich der Alkoholkonsum gesteigert und er sei auch dem Arbeitsplatz fern geblieben. Diese krisenhafte Situation, die am 13. April 1992 zu einer Ermahnung und der Er­teilung weiterer Weisungen durch die Justizdirektion fÃ¼hrte, liess sich, wie G. 94 ausfÃ¼hrt, zwar wieder auffangen, doch kam es bereits am 12. August 1993 zum Vorfall beim Sozialdienst der Justizdirektion, wor­auf der Be­schwer­defÃ¼hrer wieder in Sicherheitshaft genommen wurde. Der Beschwerde­fÃ¼h­rer hat in dieser Zeit zwar keine Straftat begangen; fÃ¼r den Aufbau einer tragfÃ¤higen All­tagsstruktur (Beschwerdeschrift S. 4), gab es zwar AnsÃ¤tze, doch waren diese noch kei­neswegs gefes­tigt. Wenn der Gutachter F. schreibt, dass neuere Informationen Ã¼ber das Ver­halten in Freiheit nicht zur VerfÃ¼gung stÃ¼nden (Gutachten S. 58), so bezieht sich dies offenkundig auf die Zeit nach dem Vorfall vom 30. September 1994. Dass das Verhalten des Be­schwer­defÃ¼hrers im Rahmen des Vollzugs zu keinen wesentlichen Beanstandungen Anlass gab, ist unbestritten. Gutachter F. weist aber mit Ã¼berzeugenden Argumenten darauf hin, dass "Verhaltensbeobachtungen im Rahmen der Haftanstalt wenig geeignet sind, legal­prognos­ti­sche RÃ¼ckschlÃ¼sse im Hinblick auf das Verhalten in Freiheit zu ermÃ¶glichen". Dem Beweisantrag, Bezugspersonen aus der Haftanstalt zum Sozialverhalten des Be­schwer­defÃ¼hrers zu befragen, ist deshalb nicht stattzugeben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer wirft dem Gutachter F. sodann vor, er stelle bei seiner un­gÃ¼nstigen Legalprognose auf die Reizbarkeit bzw. Frustration des BeschwerdefÃ¼hrers ab, ohne zu berÃ¼cksichtigen, dass es UmstÃ¤nde im Zusammenhang mit der RÃ¼ckversetzung gebe, die von ihm nachvollziehbarerweise als ungerecht empfunden werden kÃ¶nnten (Be­schwerdeschrift S. 5, 8 ff.). Der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼bersieht, dass schon in frÃ¼heren Gut­achten von "erhÃ¶hter dysphorisch-gereizter Verstimmbarkeit" (G. 94) und von "ungenÃ¼gender Frustrationstoleranz" (G. 85) die Rede ist. In seinem Versuch, die UmstÃ¤nde seiner RÃ¼ckversetzung in den Massnahmen­vollzug fÃ¼r seine Reizbarkeit verant­wortlich zu machen, manifestieren sich vielmehr die vom Gutachter erwÃ¤hnten Exkulpa­tions­tendenzen (F. S. 56), und sie zeigen seine von G. 94 (S. 35 f.) beschriebene UnfÃ¤higkeit, eigenes Verhalten selbstkritisch zu hin­terfragen und die StÃ¶rung der affekti­ven Kontrolle als Problem zu erkennen. Ãhnliches gilt fÃ¼r die AusfÃ¼hrungen des Be­schwer­defÃ¼hrers zu seinem Alkoholkonsum (Beschwerde­schrift S. 7 ff.): Abgesehen von der bereits dargelegten Aktenwidrigkeit der Behauptung, er hÃ¤tte vor dem Vorfall vom 30. September 1994 keinen Alkohol getrunken, musste ihm un­geachtet einer allfÃ¤lliger Inkon­se­quenz bei der Durchsetzung des Abstinenzgebots dessen Bedeutung fÃ¼r seine BewÃ¤hrung bewusst sein. So musste er, nachdem in der Entlassungs­verfÃ¼gung vom 1. Juli 1991 noch angenommen worden war, er habe sein Al­koholproblem "aufgearbeitet", bereits mit VerfÃ¼­gung vom 13. April 1992 zur "sofortigen Abkehr vom Alkoholkonsum" ermahnt und ihm die Weisung erteilt werden, sich einer Antabuskur zu unterziehen; diese und weitere Wei­sungen sind bei der Entlas­sung aus der Sicherheitshaft gemÃ¤ss VerfÃ¼gung vom 6. Juli 1994 ausdrÃ¼cklich wiederholt worden. Sodann musste dem BeschwerdefÃ¼hrer auch aufgrund der entspre­chenden Darlegungen in sÃ¤mtlichen Gutachten die zentrale Bedeutung der Alkohol­proble­me fÃ¼r seine bisherige Delinquenz und die sich aus dem Alkoholkonsum ergebende eindeu­tige und schwere Belastung der Prognose bekannt sein. Unter diesen UmstÃ¤nden be­stÃ¤tigen seine im Zusammenhang mit der Antabuskur gegenÃ¼ber den VollzugsbehÃ¶rden er­hobenen VorwÃ¼rfe eindrÃ¼cklich die von den Gutachtern beschriebene UnfÃ¤higkeit des Be­schwer­de­fÃ¼hrers, den Zusammenhang "von Alkoholisierung und deliktischer GefÃ¤hrlich­keit" (F. S. 56) einzusehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Schliesslich vermÃ¶gen auch die AusfÃ¼hrungen des BeschwerdefÃ¼hrers zu den Vor­fÃ¤llen vom 12. August 1993 und 30. September 1994 die Ãberzeugungskraft des Gutach­tens nichts zu erschÃ¼ttern. Wenn der Gutachter zu einer "eher gÃ¼nstigen Kurzzeitprognose" (F. S. 60) gelangt, hat er dem Umstand Rechnung getragen, dass bei beiden VorfÃ¤llen dem BeschwerdefÃ¼hrer "eine Verhaltenskontrolle letztlich noch mÃ¶glich war" (F. S. 58). Das Ã¤ndert nichts an der Belastung der lÃ¤ngerfristigen Prognose durch die Frage des Alkohol­konsums (F. S. 60). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. Das Gutachten F. erweist sich damit als tragfÃ¤hige Grundlage fÃ¼r den Ent­scheid Ã¼ber eine probeweise Entlassung des BeschwerdefÃ¼hrers. Wenn die Vorinstanz auf Grund der Feststellungen des Gutachters geschlossen hat, das verbleibende Risiko einer Ge­fÃ¤hr­dung der Ã¶ffentlichen Sicherheit sei noch zu hoch, um eine sofortige probeweise Entlas­sung des BeschwerdefÃ¼hrers zu rechtfertigen, ist dies nicht rechtsverletzend. Sie hat insbe­sondere nicht unzulÃ¤ssigerweise Gewissheit darÃ¼ber vorausgesetzt, dass der Be­schwer­de­fÃ¼hrer keine Gefahr fÃ¼r die Ã¶ffentliche Sicherheit mehr darstellt, sondern hat le­diglich ver­langt, dass das Risiko einer solchen GefÃ¤hrdung "nicht mehr in relevanter Weise besteht". Angesichts der bei einem RÃ¼ckfall des BeschwerdefÃ¼hrers gefÃ¤hrdeten RechtsgÃ¼­ter lÃ¤sst sich die Verweigerung der probeweisen Entlassung selbst dann noch vertreten, wenn von der "eher gÃ¼nstigen" Kurzzeitprognose des Gutachters ausgegangen wird. Noch deutlicher ergibt sich ein solcher Schluss auf Grund der durch die Frage des Alkoholkon­sums belas­te­ten lÃ¤ngerfristigen Prognose. Wenn sich der BeschwerdefÃ¼hrer in Zukunft kei­ner (erneu­ten) Antabuskur unterziehen will, so wird diese Prognose zweifellos nicht gÃ¼nsti­ger. Je­den­falls sind heute die Voraussetzungen fÃ¼r eine probeweise Entlassung aus dem Massnah­men­vollzug nicht erfÃ¼llt und ist die Beschwerde abzuweisen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ãber die Frage, ob sich der BeschwerdefÃ¼hrer im Falle einer probeweisen Entlas­sung erneut einer Antabuskur unterziehen soll, braucht damit nicht entschieden zu werden; die beantragte Einholung eines Gutachtens zur Frage, "ob eine Antabuskur beim BF unter dem Sicherheitsaspekt sinnvoll bzw. notwendig ist", kann deshalb unterbleiben. Nachdem auch F. (S. 61) auf die Problematik einer Verpflichtung zu einer regelmÃ¤ssigen Antabus-Einnahme hinweist, wird sich die VollzugsbehÃ¶rde im Rahmen der weiteren Vollzugs­pla­nung allerdings Ã¼berlegen mÃ¼ssen, ob nicht eine klare Abstinenzverpflichtung verbun­den mit entsprechenden Kontrollen zweckmÃ¤ssiger wÃ¤re. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>8. Die Vorinstanz hat zusÃ¤tzlich erwogen, unter den gegebenen UmstÃ¤nden lasse sich die Verweigerung der probeweisen Entlassung nur vertreten, wenn sie mit konkreten Angaben Ã¼ber Art und Zeitpunkt der durchzufÃ¼hrenden Lockerungsschritte und der sich daraus ergebenden MÃ¶glichkeit einer probeweisen Entlassung in einem spÃ¤teren Zeitpunkt verbunden werde. Dieser Auffassung ist beizupflichten: Der Grundsatz der VerhÃ¤ltnis­mÃ¤s­sigkeit gebietet, dass einschrÃ¤nkende Massnahmen nicht Ã¼ber das Notwendige hinausgehen (Verwaltungsgericht AG, 29. Juni 1998, AGVE 1998 Nr. 49, S. 175). Angesichts der Schwie­rigkeiten einer verlÃ¤sslichen Prognose (BGE 125 IV 113 E. 2a, 124 IV 193 E. 4a, je mit Hinweisen) ist jedenfalls Verwahrten, fÃ¼r welche die Prognose nicht klar negativ lautet, Gelegenheit zu geben, die einer gÃ¼nstigen Prognose entgegenstehenden Vorbehalte zu wi­derlegen, was sich mit vertretbarem Risiko nur durch eine schrittweise Lockerung des Voll­zugs bewerkstelligen lÃ¤sst (vgl. Stratenwerth, § 10 Rz. 60). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤lt den VollzugsbehÃ¶rde und der Vorinstanz vor, sie setzten sich mit dem Beharren auf einem Stufenvollzugsplan mit den Schlussfolgerungen des Gut­achtens G. 94 in Widerspruch (Beschwerdeschrift S. 4), und es sei nicht einzuse­hen, was die BehÃ¶rde aus einer Reihe von Urlauben fÃ¼r Erkenntnisse gewinnen wolle (Be­schwerdeschrift S. 14). Der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼bersieht, dass der probeweisen Entlassung im Jahr 1991, auf die G. 94 Bezug nimmt, ebenfalls stufen­wei­se Lockerungen des Vollzugs vorangingen (vgl. die Darstellung bei G. 94 S. 24 ff.), was die der Entlas­sung vorangehenden sorgfÃ¤ltigen AbklÃ¤rungen, die G. 94 (S. 61) hervorhebt, erst mÃ¶glich machten. Zudem macht G. 94 seine Prognose aus­drÃ¼cklich davon abhÃ¤n­gig, dass die sozialen, beruflichen und betreuerischen Voraus­set­zungen, die als prognos­tisch gÃ¼nstig benannt wurden, noch gewÃ¤hrleistet seien. Nachdem mittlerweile mehrere Jahre verstrichen sind, ist das Vorliegen dieser Voraussetzungen er­neut zu prÃ¼fen bzw. sind sie nÃ¶tigenfalls wieder zu schaffen, was ebenfalls im Rahmen der ins Auge gefassten Voll­zugslockerungen zu geschehen hat. Jedenfalls kann keine Rede da­von sein, dass ein Stu­fen­vollzugsplan durch die VollzugsbehÃ¶rden nur angeordnet werde, "damit der Kanton ZÃ¼rich im Fall eines zweiten Falles Hauert wenigstens staatshaftungs­rechtlich abgesichert ist" (Beschwerdeschrift S. 13). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>9. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. ...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>