Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 21. August 2014 (724 14 69 ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Anspruch auf Erhöhung der Invalidenrente und der Integritätsentschädigung bei Beein- trächtigungen der adominanten Hand Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichterin E lisabeth Berger Götz, Kan- tonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Claude Schnüriger, Advokat, Lange Gasse 90, Postfach 538, 4010 Basel gegen SUVA , Rechtsabteilung , Postfach 4358 , 6002 Luzern , Beschwerd e- gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 106, 4053 Basel Betreff Leistungen A. Der 1947 geborene A.____ war von 1991 bis 2005 a ls Chauffeur bei der Firma B.____ in X.____ angestellt und durch die Arbeitgeberin bei d er Schweizerischen Unfallversicherungsan- stalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unf ällen und Berufskrankheiten versichert. Am 4. Juni 1992 erlitt der Versicherte im Hafen von Y. ____ beim Abladen von Papierrollen eine Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Kahnbeinfraktur an der linken Hand. Ein operativer Ei ngriff wurde am 19. Oktober 1992 vorge- nommen. Die Fraktur konsolidierte nicht erwartungsgemäss u nd es entwickelte sich eine Pseu- doarthrose. Am 22. November 1993 erfolgte eine Dener vation am linken Handgelenk. Es blieb eine deutliche Bewegungseinschränkung zurück. Mit Verfügu ng vom 4. Juli 1994 sprach die SUVA dem Versicherten für die Unfallfolgen eine Inte gritätsentschädigung bei einer Einbusse von 20 % zu. Von der Zusprechung einer Invalidenrente sah sie aber ab, weil eine erhebliche Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit nicht vorliege. B. Wegen zunehmender Beschwerden am linken Handgelenk erfolgten im Jahr 2004 neue medizinische Untersuchungen. Gestützt auf die Ergebnisse d er kreisärztlichen Beurteilung vom 5. November 2004 kam die SUVA zum Schluss, dass weder ei ne erhebliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes noch eine unfallbedingte Erwerb seinbusse vorliege. In der Folge verneinte sie mit Verfügung vom 7. Dezember 2004 erne ut einen Anspruch auf eine Invaliden- rente und lehnte eine Erhöhung der Integritätsentschädigung ab. C. Am 15. August 2005 meldete sich der Versicherte bei der Eidgenössischen Invalidenver- sicherung (IV) zum Bezug von IV-Leistungen an. Die IV-S telle für Versicherte im Ausland (IVSTA) sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 15. Ju ni 2010 gestützt auf einen Invalidi- tätsgrad von 43 % eine Viertelsrente ab 1. Oktober 2 009 zu. Diese Verfügung bestätigte das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 20. Juni 2013. Seit 1. September 2012 bezieht der Versicherte eine ordentliche Altersrente (vgl. Verfügung der IVSTA vom 31. August 2012). D. Aufgrund der fortgeschrittenen Arthrose wurde am 26 . August 2005 eine Handge- lenksarthrodese mit Knochenspanentnahme vom rechten Be ckenkamm im C.____ durchge- führt. Nach erfolgter Metallentfernung und nach weit eren medizinischen Abklärungen gewährte die SUVA dem Versicherten am 27. Juli 2007 mit Wirkung ab 1. Dezember 2006 eine Invaliden- rente gestützt auf eine Erwerbsunfähigkeit von 12 %; e ine Erhöhung der Integritätsentschädi- gung lehnte sie ab. Die dagegen erhobene Einsprache wi es die SUVA mit Entscheid vom 4. März 2010 ab. E. Gegen diesen Entscheid erhob A.____, vertreten durch Advokat Dr. Claude Schnüriger, am 14. April 2010 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteil ung Sozialversicherungsrecht (Kan- tonsgericht). Das Kantonsgericht hiess die Beschwerde mit Urteil vom 22. Oktober 2010 gut und wies die Angelegenheit im Sinne der Erwägungen z ur erneuten Abklärung und zum Erlass einer neuen Verfügung an die SUVA zurück. Es kam zum Schl uss, dass gestützt auf die vor- handene Aktenlage die Fragen, ob die Rhizarthrose und allenfalls die Daumengrundgelenks- arthrose Unfallfolgen seien und in welchem Ausmass die unbestritten als Unfallfolge anerkannte Meralgia paraesthetica die Arbeitsfähigkeit des Versiche rten einschränke, nicht beantwortet werden könnten. Es sei deshalb eine neutrale medizinische Abklärung notwendig. F. In der Folge beauftragte die SUVA Dr. med. D.___ _, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates sowie Handchirurgie, mit der Erstellung eines Gutach- tens. Gestützt auf das Gutachten vom 10. Mai 2011 und dem Ergänzungsgutachten vom 13. Oktober 2012 sprach die SUVA mit Verfügung vom 8. A pril 2013 dem Versicherten mit Wir- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht kung ab 1. Dezember 2006 aufgrund einer Erwerbsunfähi gkeit von 15 % eine Invalidenrente zu und erhöhte die Integritätseinbusse von 20 % auf 25 %. Mit Entscheid vom 27. Januar 2014 hiess die SUVA die Einsprache insofern teilweise gut, al s sie sich verpflichtete, für die aufgrund der Erhöhung der Invalidenrente bis zum 30. November 20 08 aufgelaufene Nachzahlung ab 1. Dezember 2008 und für die in der Folge fällig gewordenen zusätzlichen Rentenbetreffnisse je nach Fälligkeit Zins von 5 % zu leisten. Ferner resulti ere zur bereits mit Verfügung vom 4. Juli 1994 zugesprochenen Integritätsentschädigung von 20 % e ine zusätzliche von 7,5 %, welche ab 1. Dezember 2008 ebenfalls zu 5 % zu verzinsen sei. Im Übrigen wies sie die Einsprache ab. G. Gegen diesen Entscheid erhob der Versicherte, vertret en durch Dr. Claude Schnüriger, am 27. Februar 2014 Beschwerde ans Kantonsgericht. Er b eantragte, es sei in Aufhebung der Verfügung vom 8. April 2013 und des Einspracheentscheids vom 27. Januar 2014 die SUVA zu verurteilen, dem Versicherten mit Wirkung ab 1. Dezembe r 2006 auf der Basis eines Invalidi- tätsgrades von mindestens 50 % eine entsprechende Erwerb sunfähigkeitsrente auszurichten. Zudem sei die SUVA zu verpflichten, dem Versicherten eine weitere Integritätsentschädigung auf der Basis einer zusätzlichen Integritätseinbusse von mi ndestens 12,5 % zuzusprechen; al- les unter o/e-Kostenfolge. Ausserdem sei dem Versicherten die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen. In der Begründung machte er geltend, dass der endgültige medizinische Endzustand noch nicht eingetreten sei, da noch weitere operative E ingriffe bevorständen. Es sei dem Versi- cherten sogar eine Amputation beim Daumensattelgelenk vo rgeschlagen worden. Zudem sei das Gutachten von Dr. D.____ vom 10. Mai 2011 überholt, da in der Zwischenzeit verschiedene Operationen erfolgt seien und eine Verschlechterung d es Gesundheitszustandes eingetreten sei. Es werde deshalb die Einholung eines Obergutachtens beantragt. Der Versicherte könne den Daumen der linken Hand nicht mehr verwenden. Er habe dauernd starke Schmerzen in der Hand, weshalb er nicht in der Lage sei, ein Invalideneinkommen von rund Fr. 47'000.-- zu erzie- len. Die SUVA und der Gutachter hätten es unterlassen, die anhaltende Schmerzproblematik zu berücksichtigen. Ferner sei auf die Rentenverfügung der IV-Stelle vom 31. August 2013 zu ver- weisen, mit welcher dem Versicherten gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 70 % eine ganze Invalidenrente zugesprochen worden sei. H. Die SUVA, vertreten durch Advokat Andrea Tarnutzer- Münch, beantragte in ihrer Ver- nehmlassung vom 12. Mai 2014 die Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, desse n Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetze s über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent- scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen V ersicherungsgericht Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 Abs. 1 ATS G das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Be schwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Befindet sich der Wohnsitz der versicherten Person im Ausland, so ist das Versicherungsgericht Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht desjenigen Kantons zuständig, in dem sich ihr letzter schwei zerischer Wohnsitz befand oder in dem ihr letzter schweizerischer Arbeitgeber seinen Sit z hat (Art. 58 Abs. 2 Satz 1 ATSG). Vor- liegend hat die B.____ ihren Sitz in X.____ (BL). Die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft ist deshalb zu bejahen. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas- sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons- gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge- gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Ar t. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustä ndig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 27. Januar 2014 ist demnach einzutreten. 2. Materiell ist zu prüfen, ob der Versicherte Anspruch a uf eine höhere Invalidenrente als 15 % und auf eine höhere Integritätsentschädigung als 27,5 % hat. 2.1 Das Kantonsgericht legte im Urteil vom 22. Oktober 2010 (725 10 96) die Rechtsgrundla- gen und die darauf beruhende Rechtsprechung für die L eistungsvoraussetzung des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall un d dem Gesundheitsschaden sowie für den Leistungsanspruch der versicherten Person be i Rückfällen dar. Gleiches gilt zu dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich- keit, zum Grundsatz der freien Beweiswürdigung und zum Beweiswert von Arztberichten. Es wird darauf verwiesen. 2.2 In Bezug auf die ärztlichen Beurteilungen fasste da s Kantonsgericht in seinem Urteil vom 22. Oktober 2010 den medizinischen Sachverhalt bis zum Z eitpunkt der richterlichen Überprü- fungsbefugnis (Erlass Einspracheentscheid: 4. März 2010) au sführlich zusammen. Es werden daher im Folgenden lediglich die nach Erlass dieses Urte ils verfassten, wesentlichen ärztlichen Berichte aufgeführt. 2.3 Am 3. November 2010 äusserte sich Dr. med. E.____, F acharzt für Orthopädie und Chi- rurgie, in Z.____, zum Gesundheitszustand der linken Han d des Versicherten. Er kritisierte vor allem die Beurteilung von Dr. med. F.____, FMH Ortho pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 11. Januar 2010. Er stellte sich auf den Standpunkt, dass auf- grund des Unfallhergangs, des Krankheitsverlaufs mit mehr fachen operativen Interventionen und langen Ruhigstellungszeiten sowie der Röntgenbilde r von einer unfallkausalen Rhizarthro- se des linken Daumensattelgelenks auszugehen sei. Auf dem Röntgenbild aus dem Jahre 1993 seien keine Arthrosezeichen erkennbar; eine anlagebedin gte Arthrose des Daumensattelge- lenks könne damit ausgeschlossen werden. Erst auf demjenigen aus dem Jahr 2005, das weni- ge Tage vor der Arthrodese angefertigt worden sei, sei eine schwere Arthrose des Radiokarpal- gelenks mit nahezu völliger Aufhebung des Gelenkspalts zu erkennen. Gleichzeitig zeigten sich Konturunregelmässigkeiten an der radialen Gelenkfläch e, am Lunatum und in den Gelenkflä- chen zwischen körpernahen und -fernen Handwurzelknochen. Betroffen seien das Trapez, das Trapezoid, das Hamatum und das Triquetum sowie das Da umensattelgelenk. Nicht nur die posttraumatische Arthrose des Radiokarpalgelenks, sondern auch diejenige in den Interkarpal- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht gelenken sei unfallbedingt. Aufgrund der topographisc hen Nähe als Nachbargelenk müsse die Arthrose des Daumensattelgelenks ebenfalls als traumatisch bedingt eingestuft werden 2.4 Dr. med. G.____, Facharzt für Orthopädie, Chiru rgie und Unfallchirurgie, in Z.____, be- richtete am 23. Dezember 2010, dass der Versicherte weite rhin an belastungsabhängigen Schmerzen an der linken Hand, an Kraftlosigkeit und an einer zeitweisen Schwellneigung leide. Er habe eine leichte Verdickung über dem Handrücken und -gelenk feststellen können. Der Faustschluss sei abgeschwächt. Am 8. März 2011 hielt er fe st, dass weiterhin Schmerzen be- ständen und entzündliche Reaktionen im linken Handgelenk vorlägen. 2.5 Aufgrund der im Urteil des Kantonsgerichts vom 22. Oktober 2010 angeordneten Neuab- klärung, beauftragte die SUVA Dr. D.____ mit der Beg utachtung des Versicherten. In seinem Gutachten vom 10. Mai 2011 hielt dieser als Diagnosen einen Status nach Scaphoidfraktur links (Juni 1992) mit chronischen Schmerzen im Handgelenk links (bei Status nach Matti Russe Plas- tik am Scaphoid links und Resektion des Radiusstyloids [Okto ber 1992], bei Status nach Hand- gelenksdenervation links, bei Status nach Arthrodese des Handgelenks mit Einlage eines Be- ckenkammspans [August 2005], bei Status nach Metallentfern ung und Strecksehnentenolyse [Dezember 2006]) mit einer Meralgia paraesthetica Ober schenkel rechts nach Entnahme des Beckenkammspans sowie Schmerzen im Daumensattelgelenk bei R hizarthrose links fest. Die Arthrodese des linken Handgelenks habe zu einem teilwei sen Rückgang der Beschwerden ge- führt. Es beständen noch Schmerzen in den höchstwahrschein lich nicht ganz stabilisierten Kar- pometakarpalgelenken II und III links, die durch noch mögliche Mikrobewegungen bedingt sei- en. Eine eindeutige Instabilität könne aber nicht na chgewiesen werden. Die Konturen dieser Gelenke seien immer noch deutlich sichtbar. Die Beschwerd en durch die Meralgia paraestheti- ca am rechten Oberschenkel, die seit der Entnahme des Beckenkammspans beständen, hätten in den letzten Monaten zugenommen. Im Bereich des Sattelgelenks lasse sich eine fortgeschrit- tene Rhizarthrose finden. Der Kausalzusammenhang zwische n der Rhizarthrose und dem Un- fall könne nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit b ejaht werden. Bei Männern sei eine de- generative Arthrose des Sattelgelenks selten. Sie könne nach einem lang zurückliegenden Trauma auch nach 10 Jahren entstehen. Bei solchen Verl etzungen handle es sich immer um eine direkte Beeinträchtigung der knöchernen und/oder ligamentären Integrität des Sattelge- lenks. Eine solche Verletzung sei aber beim Versicherten nicht dokumentiert. Da bis auf eines sämtliche Röntgenbilder nach dem Unfallereignis bis 200 4 verschwunden seien, sei die Unfall- kausalität der Rhizarthrose schwierig zu beantworten, da das Daumensattelgelenk ungenügend abgebildet sei. Erst mit den Aufnahmen von Juni 2009 sei das linke Sattelgelenk korrekt beur- teilbar. Gestützt auf diese Bilder könne eine Arthrose erstmals klar diagnostiziert werden. Ein gewisser kausaler Einfluss des Handgelenkstraumas und der du rchgeführten Eingriffe auf die Arthroseentstehung sei möglich. Diese Hypothese könne aber wegen der fehlenden Bilder nicht bewiesen werden. Aus objektiver Sicht sei die Rhizarthr ose als unfallfremd zu betrachten. In einer leidensangepassten Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Aufgrund der erheb- lichen Beeinträchtigung der Halte- und Greifffunktion der linken Hand, der schmerzbedingten erheblichen Verminderung der Kraft beim Faustschluss und des fehlenden Pinzettengriffs kön- ne der Versicherte keine Präzisionstätigkeiten mehr ausf ühren. Leichte Büroarbeiten, die vor- wiegend mit der dominanten rechten Hand ausgeübt wer den könnten, seien dagegen voll- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht schichtig möglich. Bei einer weiteren Beschwerdezunahme müsse eine Operation diskutiert werden. Es käme eine Trapezektomie und eine Aufhängepl astik der Metakarpale I mit einem Sehnenstreifen in Frage. Es wäre mit einer deutlichen Reduktion der Schmerzen und einer ver- besserten Kraft des Faustschlusses zu rechnen. Wegen der Arthrodese des linken Handge- lenks und der persistierenden Beschwerden durch die Meralgia paraesthetica betrage der Integ- ritätsschaden 25 %. Dieser Einschätzung schloss sich Dr. F.__ __ gemäss Aktennotiz vom 14. März 2013 an. 2.6 Dr. E.____ nahm am 17. Juni 2011 Stellung zum Gut achten von Dr. D.____. Er hielt an seiner Auffassung, wonach die Rhizarthrose mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Un- fallereignis zurückzuführen sei, fest. Zur Begründung fü hrte er an, dass eine unfallunabhängig entstandene Arthrose des Daumensattelgelenks grundsätzli ch auf beiden Seiten auftrete, was hier aber nicht der Fall sei. Die Entwicklung einer Rhizarthrose links nach einer schweren Quet- schung mache eine nicht-knöcherne Verletzung des Sattelge lenks wahrscheinlich. Dazu kom- me, dass nach einer Arthrodese des Handgelenks eine komp ensatorische Überbelastung mög- lich sei. Weiter würden die als Unfallfolgen anerkannt en intrakarpalen Arthrosen auch die Ent- stehung einer Daumensattelgelenksarthrose aufgrund der Gelenksnähe sehr wahrscheinlich machen. Entsprechend dieser Feststellungen sei der Kausalzusammenhang zwischen Unfaller- eignis und der Rhizarthrose links hinreichend erstellt. 2.7 In seinem Ergänzungsgutachten vom 13. Oktober 2012 führte Dr. D.____ an, dass er bei seiner Einschätzung der Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit n icht zwischen unfallbedingten und un- fallfremden Beeinträchtigungen unterschieden habe. In Berücksichtigung der reinen Unfallfol- gen sei der Versicherte in einer leichten bis mittelschwer en manuellen Tätigkeit vollschichtig arbeitsfähig. 2.8 Die behandelnden Ärzte des C.____ diagnostizierten in ihrem Zwischenbericht vom 5. November 2012 eine Rhizarthrose links bei Zustand nach Handgelenksarthrodese bei post- traumatischer Handgelenksarthrose nach Scaphoidfraktur. Es liessen sich ein Druckschmerz über dem Daumensattelgelenk und dem STT-Gelenk (= skaph o-trapezio-trapezoidales Gelenk) sowie ein axialer Stauchungsschmerz mit Krepitation finden . Als Nebenbefund hielten sie eine Bewegungseinschränkung im Daumengrundgelenk fest. Es best ehe eine Indikation zur Resek- tionsarthroplastik. 2.9 Dr. E.____ stellte sich am 14. November 2012 auf de n Standpunkt, dass der Versicherte aufgrund der unfallkausalen Rhizarthrose seine angesta mmte Tätigkeit als Lastwagenfahrer nicht mehr ausüben könne. Als Lastwagenfernfahrer müsse er beim Schalten mit der linken Hand das Lenkrad sicher halten können. Dazu komme, dass er die Ladungssicherung oder ei- nen Reifenwechsel nur beim Gebrauch beider Hände durch führen könne. Beim Be- und Entla- den müsse er auf Leitern steigen und sich dabei mit der linken Hand sicher festhalten können. Diese und ähnliche Funktionen könne er alle nicht mehr ordnungsgemäss wahrnehmen. Er sei deshalb nur noch fähig, leichte körperliche Arbeiten ohne besondere Belastung der linken Hand vollschichtig auszuführen. Ausserdem wies er darauf hin, da ss beim Versicherten in Kürze eine Resektionsarthroplastik des linken Daumensattelgelenks durchgeführt werde. Dr. F.____ bejah- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht te in seiner Aktennotiz vom 24. Januar 2013 mit Verwe is auf die Berichte von Dr. E.____ die Kausalität der im C.____ durchgeführten Operation vom 6. Februar 2013 mit dem Unfallereignis (vgl. auch Operationsbericht vom 12. Februar 2013 und Zwischenbericht vom 6. Februar 2013). 2.10 Die Ärzteschaft des C.____ berichtete am 23. Mai 20 13, dass der Versicherte seit der Re- sektionsplastik an protrahierten Beschwerden leide. Aufgr und der Röntgenbilder sei eine über- mässige Proximalisierung des Daumens auszuschliessen. Es sei d avon auszugehen, dass der erste und der zweite Mittelhandknochen zum Os trapezoide um Kontakt hätten und dort Affekti- onen auslösten. Gemäss Bericht vom 23. Juli 2013 bestehe eine noch lokale Weichteilschwel- lung ohne Infektzeichen. Die aktuelle Röntgenaufnahme zeige eine mässige Proximalisierung des ersten Mittelhandknochens, ohne dass ein Anschlag zum b enachbarten Carpus vorzufin- den sei. Momentan bestehe keine Indikation zu weiteren Massnahmen. 2.11 Die behandelnden Ärzte der H.____ führten in ih rem Zwischenbericht vom 23. August 2013 aus, dass der Versicherte nach der Resektionsplasti k von Februar 2013 über anhaltende Schmerzen klage und eine persistierende Schwellneigung vorliege. Die Röntgenaufnahmen zeigten regelrechte postoperative Befunde. Am 13. Nove mber 2013 hielten sie fest, dass sich auf den am 12. November 2013 angefertigten MRI-Bild ern ein degenerativ geschädigter TFCC (= triangulärer fibrokartilaginärer Komplex) mit Ein rissen ohne Reizzustand und Degenerations- zeichen im ulnaren Bereich mit geringem karpalen Gelenkserguss gezeigt habe. Im Bereich der Arthrodese sei der Knochenspan regelrecht "eingeheilt" und stabil. Allerdings sei im ehemaligen Resektionsbereich des Daumensattelgelenks eine Anschlussart hrose mit mehreren ossären Ausziehungen vorhanden. Eine minimale Proximalisierung d es MC I sei eingetreten. Sie wür- den eine Arthrodese des ehemaligen Daumensattelgelenks oder eine Implantation einer Pro- these empfehlen. 3.1 Die SUVA anerkannte gestützt auf die Beurteilungen von Dr. E.____ die Unfallkausalität der Rhizarthrose am linken Daumensattelgelenk (vgl. Verf ügung vom 8. April 2013). Sie sprach dem Versicherten in der Folge eine Invalidenrente bei einer Erwerbsunfähigkeit von 15 % sowie einer zusätzlichen Integritätsentschädigung von 5 % zu. Die Unfallkausalität der Meralgia pa- raesthetica am rechten Oberschenkel ist unbestritten, w as auch im Urteil des Kantonsgerichts vom 22. Oktober 2010 festgehalten wurde. In Bezug auf die Zumutbarkeitsbeurteilung sind sich die Parteien einig, dass der Versicherte in seiner angest ammten Tätigkeit als Lastwagenfahrer zu 100 % arbeitsunfähig ist. Streitig ist jedoch das Ausma ss der Arbeitsfähigkeit in einer Ver- weistätigkeit. Die SUVA geht gestützt auf die Beurteilu ng von Dr. D.____ vom 10. Mai 2011 davon aus, dass dem Versicherten eine leichte körperliche Arbeit ohne besondere Belastung der linken Hand ganztags zumutbar sei. Der Versicherte st ellt sich dagegen auf den Stand- punkt, dass er aufgrund der starken, anhaltenden linksseiti gen Handbeschwerden und der Ge- brauchsunfähigkeit des Daumens keine vollzeitliche leichte Tätigkeit ausführen könne. 3.2 Der Ansicht des Versicherten kann nicht gefolgt werd en. Die behandelnden Ärzte stimmen mit dem Versicherten überein, dass die Funktionsfähigkei t der linken Hand stark eingeschränkt ist. Aus diesem Grund muten sie es ihm nicht mehr zu, m ittelschwere bis schwere körperliche Arbeiten auszuüben. Dagegen erachten sie die Ausführu ng von leichten Arbeiten als möglich, Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht sofern die linke Hand nicht besonders belastet werde. Entgegen den Ausführungen des Versi- cherten schliesst sich Dr. E.____ in seiner Stellungnahme vom 14. November 2012 der Zumut- barkeitsbeurteilung von Dr. D.____ an. Er geht ebenfa lls davon aus, dass es dem Versicherten trotz der beeinträchtigten linken Hand möglich sei, lei chte körperliche Arbeiten ohne besondere Belastung vollschichtig zu verrichten. Beide Beurteilunge n hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit sind nachvollziehbar und begründet. Da den Akten keine wide rsprechenden Arztberichte zu ent- nehmen sind, ist davon auszugehen, dass der Versicherte eine seinem Leiden angepasste Tä- tigkeit zu 100 % ausführen kann. Nichts anderes ergibt sich aus dem vom Versicherten ange- führten Bericht vom 21. Juli 2009, den Dr. med. I.____ , FMH Allgemeine Innere Medizin, im Rahmen des IV-Verfahrens verfasste. Er kam wie Dr. E.___ _ und Dr. D.____ zum Schluss, dass in der angestammten Tätigkeit als Lastwagenchauffeu r eine Einschränkung der Arbeitsfä- higkeit von 70 % bestehe, der Versicherte aber in einer angepassten Verweistätigkeit nicht in bedeutendem Masse behindert sei. Zudem berücksichtigte er in seiner IV-rechtlichen Beurtei- lung auch die nicht unfallbedingten gesundheitlichen Beeinträchtigungen, so dass schon allein deswegen nicht auf seinen Bericht abgestellt werden kann . Aus dem gleichen Grund kann der Versicherte aus der IV-Verfügung vom 31. August 2013, m it welcher ihm eine ganze Invaliden- rente zugesprochen wurde, nichts zu seinen Gunsten ableiten. 3.3 Der Einwand des Versicherten, die anhaltende Schme rzproblematik sei nicht berücksich- tigt worden, ist nicht stichhaltig. Sowohl Dr. D.____ als auch Dr. E.____ wiesen in ihren Zumut- barkeitsbeurteilungen darauf hin, dass der Versicherte an fortbestehenden Schmerzen an der linken Hand leide. Infolge dieser Schmerzen sei die Kra ft beim Faustschluss links erheblich vermindert, der Pinzettengriff zwischen Daumen und Zei gefinger sei nicht möglich, feine Ge- genstände könnten nicht gefasst werden und der Schlaf se i beeinträchtigt (vgl. Gutachten von Dr. D.____ vom 10. Mai 2011, Ziffer 8.5; Bericht von Dr. E.____ vom 14. November 2012, S. 2). 3.4 Der Versicherte macht weiter geltend, dass die Vori nstanz die im Bericht des H.____ vom 13. November 2013 beschriebene anhaltende Schmerzprob lematik nach der im Februar 2013 durchgeführten Resektionsarthroplastik nicht beachtet habe. In dieser Hinsicht ist darauf hinzu- weisen, dass eine allfällige Verschlechterung des Gesundh eitszustandes aufgrund des Errei- chens des ordentlichen Rentenalters des Versicherten nic ht mehr berücksichtigt werden kann. Da der Versicherte am 24. August 2012 65 Jahre alt wurd e, bildet in analoger Anwendung von Art. 22 UVG lediglich der Sachverhalt, wie er sich bis Ende August 2012 entwickelt hat, Gegen- stand der Beurteilung. Demzufolge sind auf die seit Fe bruar 2013 persistierenden Schmerzen infolge der Resektionsarthroplastik und die von den Ärz ten des H.____ empfohlene Arthrodese des Daumensattelgelenks oder Implantation einer Proth ese nicht näher einzugehen. Gleicher- massen erübrigt es sich, die Frage zu prüfen, ob infolge der im Jahr 2013 vorgenommenen Operation und der weiteren in Raum stehenden operati ven Eingriffe der medizinische Endzu- stand eingetreten ist oder nicht. In Bezug auf die be anstandete Aktualität des Gutachtens von Dr. D.____ ist darauf hinzuweisen, dass auf medizinische Berichte solange abgestellt werden kann, als sie den medizinischen Sachverhalt zuverlässig wiede rgeben (BGE 125 V 352 E. 3b). Damit bestimmt sich der Beweiswert eines Gutachtens nicht aufgrund seines Alters, sondern aufgrund seines Inhalts. Aus den Akten ergeben sich keine H inweise, dass sich der Gesund- heitszustand des Versicherten seit der Begutachtung durch Dr. D.____ bis zum hier massge- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht benden Zeitpunkt per Ende August 2012 massgeblich veränd ert hat, weshalb kein Anlass be- steht, in zeitlicher Hinsicht an der Beweiskraft des Gutachtens zu zweifeln. 4.1 Nach Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des In validitätsgrades das Erwerbseinkom- men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalid ität und nach Durchführung der medizi- nischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätig- keit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig m öglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommens differenz lässt sich der Invaliditäts- grad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1). 4.2 Die SUVA nahm im angefochtenen Einspracheentscheid den erforderlichen Einkommens- vergleich vor. Dabei ging sie gestützt auf die Angaben d er letzten Arbeitgeberin des Versicher- ten von einem jährlichen Valideneinkommen von Fr. 55'9 00.-- aus. Das Invalideneinkommen ermittelte sie anhand der Tabellenlöhne der Schweizeri schen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik, konkret LSE 2006, Tabelle TA 1, Total Männer, Anforderungsniveau 4. Umgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arb eitszeit von 41,7 Stunden im Jahr 2006 und unter Abzug eines leidensbedingten Abzugs von 20 % ergibt sich ein massgebendes Invalideneinkommen von Fr. 47'358.--. Der Versicherte b eanstandet die Höhe des Validen- und Invalideneinkommens zu Recht nicht. Auch der vorgenomme ne leidensbedingte Abzug von 20 % erweist sich in Anbetracht der ganztägigen Arbeit sfähigkeit in einer Verweistätigkeit, den leidensbedingten Einschränkungen an der linken, nicht-d ominanten Hand und im Vergleich zu ähnlich gelagerten Sachverhalte als grosszügig. Die Inval iditätsbemessung der SUVA ist somit nicht zu beanstanden. 5. Zu beurteilen bleibt die Höhe des Integritätsschad ens, welcher dem Anspruch auf Integ- ritätsentschädigung zu Grunde zu legen ist. 5.1 Die massgebenden Bestimmungen und Grundlagen üb er die Voraussetzungen für den Anspruch auf eine Integritätsentschädigung legt das Kan tongericht in seinem Urteil vom 22. Oktober 2010 dar, weshalb darauf verwiesen wird. 5.2 Die SUVA sprach dem Versicherten am 4. Juli 199 4 für die dauernden und erheblichen Unfallfolgen im Bereich des linken Handgelenks eine Integritätsentschädigung bei einer Einbus- se von insgesamt 20 % zu. Mit Einspracheentscheid vom 27. Ja nuar 2014 gewährte sie dem Versicherten eine zusätzliche Integritätsentschädigung von 7,5 %. Dabei stützte sie sich auf die Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. J.____, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Trauma- tologie des Bewegungsapparates, vom 9. Oktober 2013. Da rin führte er aus, dass Dr. D.____ den Integritätsschaden in seinem Gutachten vom 10. Mai 2015 auf 25 % geschätzt habe. Dabei habe er die Handgelenksarthrodese mit Restbeschwerden d er ganzen Hand und die persistie- renden Beschwerden am rechten Oberschenkel durch die Mer algia paraesthetica berücksich- tigt. In der Zwischenzeit sei die Rhizarthrose des linken Daumens als unfallbedingt anerkannt Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht und deshalb in die Schätzung einzubeziehen. Es sei davon a uszugehen, dass ein gewisser Anteil der Handbeschwerden durch die Rhizarthrose verursa cht sei. Dabei sei aber bei einem über 65-jährigen Versicherten auch von gewissen arthrot ischen Vorzuständen auszugehen. Gesamt gesehen seien für die Beschwerden im Bereich der Hand noch zusätzlich 2,5 % ge- rechtfertigt. Diese vorinstanzliche Bemessung der Integrit ätsentschädigung ist nicht zu bean- standen. Der Versicherte bringt in seiner Beschwerde kei ne stichhaltigen Argumente vor, wes- halb ihm "eine zusätzliche Integritätsentschädigung von 12,5 %" auszurichten sei; entsprechen- de Gründe sind auch aus den medizinischen Akten nicht ersichtlich. 5.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass die SUVA dem Versicher ten zu Recht eine Invaliden- rente basierend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 15 % und eine Integritätsentschädigung ba- sierend auf einer Einbusse von 27,5% zusprach. Die Beschwerde ist somit abzuweisen. 6.1 Art. 61 lit. a ATSG hält insgesamt fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kos- ten zu erheben. 6.2. Es bleibt über den Antrag des Versicherten zu befi nden, es sei ihm die unentgeltliche Ver- beiständung mit seinem Rechtsvertreter zu bewilligen. Gemäss Art. 61 lit. f Satz 2 ATSG wird der Beschwerde führenden Person, wo die Verhältnisse es rechtfertigen, ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt. Mit Inkraftsetzung des ATSG ist der im Wortlaut mit Art. 61 lit. f ATSG übereinstimmende Art. 108 Abs. 1 lit. f UVG aufgehoben worden. Damit hat sich inhaltlich nichts geändert und die bisherige Rechtsprechung des damali gen Eidgenössischen Versicherungsge- richts (EVG) zu Art. 108 Abs. 1 lit. f UVG hat weiterhi n Geltung (Urteil des EVG vom 3. Juli 2003, U 114/03, E. 2.1). Gemäss dieser Rechtsprechung ist die unentgeltliche Verbeiständung im kantonalen Beschwerdeverfahren zu bewilligen, wenn der Prozess nicht offensichtlich aus- sichtslos erscheint, die Partei bedürftig und die anwaltl iche Verbeiständung notwendig oder doch geboten ist (Urteil des EVG vom 7. Juli 2003, U 3 56/02, E. 3.1; ALEXANDRA RUMO -JUNGO , Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht , Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Auflage, Zürich/Basel/ Genf 200 3, S. 451 mit Hinweisen auf BGE 100 V 62 E. 3 und 98 V 117 E. 2; vgl. auch U ELI KIESER , ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zü- rich/Basel/Genf 2009, Art. 61 Rz. 104). Diese Vorausset zungen sind vorliegend gegeben: Die Bedürftigkeit des Versicherten kann gestützt auf die eing ereichten Unterlagen bejaht werden, die Beschwerde kann nicht als aussichtslos bezeichnet werden u nd die anwaltliche Vertretung ist geboten gewesen. Der Rechtsvertreter des Versicherten wies in seiner Honorarnote vom 22. Mai 2014 für das vorliegende Beschwerdeverfahren einen Zeitaufwand von 8,8 Stunden sowie Auslagen von Fr. 117.-- aus, was umfangmässig nich t zu beanstanden ist. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 in der seit 1. Januar 2014 geltenden Fassung beträgt das Honor ar bei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ist deshalb für seine Bemü- hungen ein Honorar in der Höhe von Fr. 2'027.15 (8,8 Stunden à Fr. 200.-- + Auslagen von Fr. 117.-- zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständun g im vorliegen- den Verfahren wird dem Rechtsvertreter des Beschwerdefü hrers ein Honorar in Höhe von Fr. 2'027.15 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwert- steuer) aus der Gerichtskasse entrichtet.