<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine gesetzliche Regelung auszuarbeiten, die es erlaubt, 50 Prozent der Bewilligungen für die Einfuhr von Pferden an den Erwerb von einheimischen Pferden (Halbblüter oder Freiberger) zu binden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Zollkontingent wurde bereits in den 1990er Jahren anhand einer Inlandleistung verteilt. Wegen folgender Auswirkungen wurde die Inlandleistung 1999 abgeschafft:</p><p>Sie leistete keinen Beitrag zu einer qualitativ hochstehenden Pferdezucht im Inland, denn es wurden vorzugsweise Pferde von minderer Qualität gekauft, da die Käufer in erster Linie an einem Kontingentsanteil interessiert waren. Die Preise wurden teilweise durch vorgängige Absprachen unter den Käufern manipuliert; das Ziel, das Einkommen der Züchter zu verbessern, wurde verfehlt. Die Inlandleistung führte aus Sicht des Tierschutzes zu fragwürdigen Ergebnissen, wie beispielsweise zusätzlichen Pferdetransporten oder sofortigen Schlachtungen der gekauften Pferde.</p><p>Aufgrund dieser Erfahrungen aus der Vergangenheit steht der Bundesrat der Einführung einer Inlandleistung für Pferde ablehnend gegenüber. Die Motion ist aus der Sicht des Bundesrates zusätzlich unter folgenden Gesichtspunkten problematisch:</p><p>Im Hobbybereich stehen bei der Wahl der Pferderasse die Vorlieben der Käufer im Vordergrund. Pferdeliebhabende sollten nicht gezwungen werden, eine bestimmte Rasse zu kaufen, die sie eigentlich gar nicht wollen.</p><p>Es ist davon auszugehen, dass primär Händler an Kontingentsanteile über eine Inlandleistung gelangen würden. Pferdeliebhabende wären deshalb gezwungen, zuerst einen Kontingentsanteil bei einem Händler zu kaufen, was den Import der Pferde verteuern würde. Die Rückkehr zur Inlandleistung würde auch eine Wiedereinführung der Bewilligungspflicht und damit Aufwand für alle Beteiligten nach sich ziehen. Dabei könnte die Anzahl der importierten Pferde nicht reduziert werden. Deshalb bezweifelt der Bundesrat, dass mit der Wiedereinführung der Inlandleistung der Geburtenrückgang bei den Freibergern gestoppt werden kann.</p><p>Das System der Inlandleistung würde zudem eine zusätzliche Bedingung an die Einfuhr innerhalb des Zollkontingents darstellen. Dies ist in den WTO-Verpflichtungen der Schweiz nicht vorgesehen und könnte von anderen WTO-Mitgliedern als Verletzung des internationalen Rechts interpretiert werden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.