<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Änderung von Artikel 3 Absatz 2 des Jugendstrafgesetzes (JStG) auszuarbeiten, damit die vom Bundesgericht festgestellten Lücken geschlossen werden können und Straftaten, die ein Täter zum Teil vor und zum Teil nach Vollendung seines 18. Altersjahres begangen hat, in verschiedenen Verfahren behandelt werden können, und zwar erstere durch das Jugendgericht und letztere durch das normale Strafgericht für Erwachsene. Der Bundesrat soll auch eine Bestimmung vorsehen, welche die Koordination des Vollzugs der von den beiden Behörden verhängten Strafen sicherstellt.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat in Umsetzung des Postulates Amherd 08.3377, "Evaluation Jugendstrafrecht", eine Evaluation des Jugendstrafgesetzes (JStG) in Auftrag gegeben. In diesem Rahmen wird auch Artikel 3 Absatz 2 JStG einer Prüfung unterzogen. Es wäre deshalb verfrüht, sich bereits zum jetzigen Zeitpunkt auf die in der Motion vorgeschlagene Lösung festzulegen und eine entsprechende Gesetzesrevision an die Hand zu nehmen. Die Schweizerische Vereinigung für Jugendstrafrechtspflege, der repräsentative Fachverband derjenigen Personen, die in der Jugendstrafrechtspflege tätig sind, hat beim Bundesamt für Justiz ebenfalls einen Vorschlag zur Anpassung von Artikel 3 Absatz 2 JStG eingereicht. Auch diese Anregung soll geprüft werden. Es ist vorgesehen, dass bis im Herbst 2010 ein Zwischenbericht mit ersten Ergebnissen vorliegt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.