<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.00052</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichter Spitz<br/>Ersatzrichter Wilhelm<br/>Gerichtsschreiber Würsch</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 30. Juni 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch DAS Rechtsschutz-Versicherungs-AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsanwalt Michael Birkner</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Badenerstrasse 141, 8004 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1962 und ohne Berufsausbildung, war nach ihrer Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reise in die Schweiz im Jahr 1996 bei verschiedenen Arbeitgebern bis November 2008 als Reinigungskraft tätig und bezog zwischenzeitlich Arbeitslosenentschä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digung (Urk. 7/3; Urk. 7/7). Unter Hinweis auf starke Schmerzen, Probleme mit den Nerven sowie hohen Blutdruck meldete sie sich am 8. Februar 2012 bei der Invalidenversicherung zum Rentenbezug an (Urk. 7/3). Die Sozialversicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog daraufhin nebst einem Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug; Urk. 7/7) verschiedene Arztberichte bei (Urk. 7/2; Urk. 7/8/6 f.; Urk. 7/9) und holte einen Haushaltsabklärungsbericht ein (Urk. 7/12). Mit Vorbescheid vom 20. November 2012 stellte sie der Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 7/16), wogegen diese mit am 23. November 2012 versandter Eingabe Einwand erhob (Urk. 7/18). Am 15. Januar 2013 verfügte die IV-Stelle indes im angekündigten Sinne (Urk. 7/22). Eine hiergegen erhobene Beschwerde (Urk. 7/26/3-7) wurde vom hiesigen Gericht mit Urteil vom 19. März 2013 insofern gutgeheissen, als dass die Sache an die IV-Stelle zur Abklärung des psychischen Gesundheitszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">standes der Versicherten zurückgewiesen wurde (Urk. 7/28).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Folge gab die IV-Stelle bei der Y.___ GmbH, ein poly</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diszipli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">näres Gutachten in Auftrag (Y.___-Gutachten vom 21. März 2014; Urk. 7/45). Mit Vorbescheid vom 6. Mai 2014 teilte die IV-Stelle der Versicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten mit, dass sie gedenke, das Leistungsbegehren abzuweisen (Urk. 7/48), woge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen jene am 30. Oktober 2014, 11. Dezember 2014, und ergänzend am 30. Sep</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tember 2015 Einwand erhob (Urk. 7/59, Urk. 7/62 und 7/74). Nach Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gang diverser Arztberichte (Urk. 7/53, 7/58, 7/61, 7/69 und 7/75) und Rückspra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; Urk. 7/76/2 ff.) wies die IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 26. November 2015 wie ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kündigt ab (Urk. 7/77 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hiergegen erhob X.___ am 14. Januar 2016 Beschwerde (Urk. 1) mit den Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und ihr sei eine Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an die zuständige IV-Stelle zur weiteren Abklärung zurückzuweisen (S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 25. Februar 2016 ersuchte die IV-Stelle um Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Dies wurde der Versicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten mit Verfügung vom 1. März 2016 zur Kenntnis gebracht (Urk. 8), worauf sie sich nicht mehr vernehmen liess. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s Leiden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitswert besteht, welche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. De</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zember 2015 E. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">markt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E. 4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch zugemutet werden kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der angefochtenen Verfügung vom 26. November 2015 (Urk. 2) führte die Beschwerdegegnerin aus, ihre Abklärungen hätten ergeben, dass weder aus somatischen noch aus psychischen Gründen ein medizinischer Sachverhalt vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liege, welcher in der Art und Schwere die Voraussetzungen gemäss Art. 8 ATSG erfüllen würde. Somit bestehe kein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden, welcher einen Anspruch auf eine Invalidenrente begründe (S. 1 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unter Bezugnahme auf die seitens der Versicherten im Vorbescheidverfahren erhobenen Einwände führte die IV-Stelle im Wesentlichen aus, dass auch aus Sicht des RAD auf das Y.___-Gutachten vom 21. März 2014 abgestellt werden könne. Die zu einem späteren Zeitpunkt eingegangene Stellungnahme der behandelnden Schmerztherapeutin beinhalte aus versicherungsmedizinischer Sicht keine wesentlichen neuen Aspekte. Nachdem die Beschwerdeführerin am linken Knie operiert worden sei, hätte sich des Weiteren ein unauffälliger Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lauf gezeigt und es sei zu einem signifikanten Schmerzrückgang gekommen. Ausserdem seien das Aktivitätsniveau sowie die soziale Einbettung der Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten als hoch und der bestehende Leidensdruck als nicht allzu gross einzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stufen. Anlässlich der Begutachtung hätten sich schliesslich massive Inkon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sistenzen gezeigt (S. 2 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In ihrer Beschwerdeschrift vom 14. Januar 2016 (Urk. 1) machte die Versicherte zusammengefasst unter Hinweis auf verschiedene Arztberichte geltend, dass das Y.___-Gutachten in vielerlei Hinsicht unbeachtlich und damit im Ganzen nicht zu berücksichtigen sei (S. 6 f.). So hätten sich die Gutachter weder mit der bestehenden Hyperalgesie noch mit der ebenfalls vorliegenden Spinalkanalste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nose auseinandergesetzt. Ferner sei das in der Expertise genannte Belastungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">profil für eine behinderungsangepasste Tätigkeit als Reinigungskraft in einem Spital oder Büro nicht nachvollziehbar (S. 4 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin stellt sich anhand der Akten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lage im Wesentlichen wie folgt dar:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 27. Juni 2000 wurden der Versicherten im Z.___ ein Holzsplitter sowie ein Granulom an der rechten Oberarminnenseite operativ entfernt (Urk. 7/9/32). Nach Auftreten eines erneuten Hautdefektes habe die Versicherte im Mai 2001 an gleicher Körperstelle ein weiteres kleines Holzstück entnehmen können. Nach problemloser Wundheilung habe sich das Areal im Dezember 2001 erneut entzündet, wobei sonografisch kein krankhafter Befund habe nachgewiesen werden können (Urk. 7/9/28 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgrund einer traumatischen Eröffnung der Bursa präpatellaris am linken Knie wurde die Beschwerdeführerin am 26. November 2006 am Z.___ operiert. Die Funktion im Gelenk sei nicht eingeschränkt gewesen und es hätten keine Hinweise auf eine Fraktur bestanden (Urk. 7/9/20). Der weitere Verlauf sei komplikationslos gewesen (Urk. 7/9/16).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem Bericht des Z.___ vom 9. Januar 2012 lassen sich sodann die folgenden Diagnosen entnehmen (Urk. 7/9/10):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Mittelschwere Coxarthrosen beidseits</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Beidseitig mittelschwere medialbetone Gonarthrose</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Bursektomie präpatellar links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Arterielle Hypertonie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Lumbospondylogenes Schmerzsyndrom bei Spondylarthrosen L3/4, L4/5 und L5/S1</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgrund der Polyarthrose bestehe als Reinigungsfachfrau keine Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit. Für leichte bis wechselbelastende Tätigkeiten - maximales Heben von fünf bis zehn Kilogramm und ohne längere Gehstrecken - bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/9/9), was auch einem weiteren Bericht vom 24. Februar 2012 entnommen werden kann (Urk. 7/9/8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. A.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, äusserte in seinem Bericht vom 8. Juni 2012 zusätzlich einen Verdacht auf ein depressives Zustandsbild (Urk. 7/9/1). Infolge der körperlichen und psychischen Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kungen - bei jahrelanger psychosozialer Belastungssituation - liege hinsichtlich der angestammten Tätigkeit seit Januar 2012 bis auf weiteres eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vor (Urk. 7/9/2). Aufgrund der Depression bestehe in Bezug auf sämtliche behinderungsangepassten Tätigkeiten eine 50%ige Arbeitsunfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit (Urk. 7/9/3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht der B.___ vom 26. Juni 2013 wurden die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (Urk. 7/32/2):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41), bestehend seit circa 1991</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom und chronischem Verlauf (ICD-10 F33.11), bestehend seit circa zehn Jahren</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Störung durch Benzodiazepine; Abhängigkeitssyndrom mit ständigem Substanzgebrauch (ICD-10 F13.25), bestehend seit mindestens vier Jahren</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei der Versicherten habe sich ein chronisch-depressives Zustandsbild mit Freud- und Kraftlosigkeit, Dünnhäutigkeit, Antriebsverlust und sozialem Rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zug gezeigt. Ferner würden traumatische Erlebnisse in der Lebensgeschichte sowie eine bis heute andauernde Belastungssituation durch häusliche Gewalt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erfahrungen bestehen. Die Beschwerdeführerin sei seit mehreren Jahren nicht mehr arbeitsfähig. Prognostisch werde das Erreichen einer Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt als nicht wahrscheinlich erachtet (Urk. 7/32/8 und 11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem polydisziplinären Y.___-Gutachten vom 21. März 2014 lassen sich die folgenden Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit entnehmen (Urk. 7/45/43):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Polyarthrosen, insbesondere Coxarthrosen und medial betonte Gon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">arthrose sowie klinisch Femoropatellararthrose jeweils beidseits (ICD-10 M 15.9)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Chronisches Lumbovertebral-Syndrom bei Spondylarthrosen distal-lum</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">bal und Spinalkanalstenose LWK4/5 ohne Kompression neuraler Struk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">turen (MRI vom 10. Februar 2012; ICD-10 M54.5)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Rezidivierende depressive Störung mit chronischem Verlauf und gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">wärtig leichtgradiger Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F33.00)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seien demgegenüber unter ande</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rem:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Chronische Schmerzstörung mit körperlichen und psychischen Anteilen (ICD-10 F45.41)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Periarthropathische Hüftbeschwerden und Ansatztendinose am medialen Beckenkamm jeweils beidseits</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Schädlicher Gebrauch von Benzodiazepinen (ICD-10 F13.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Akzentuierte (histrionische) Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im rheumatologischen Teilgutachten wurde festgehalten, dass bei der Versicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten schon seit einigen Jahren Beschwerden am Bewegungsapparat bestehen würden. Diese könnten teilweise auf degenerative Veränderungen zurückgeführt werden. Es lägen aber deutliche Zeichen einer zusätzlichen Schmerzfehlverar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitung vor. So sei namentlich die angegebene Verstärkung der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">situation unter Berücksichtigung des allgemeinen klinischen Eindruckes vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiegend auf zunehmende Beschwerden im Sinne der Schmerzfehlverarbeitung zurückzuführen und nicht auf organische Befunde (Urk. 7/45/26). Aus rein rheumatologischer Sicht seien der Explorandin körperlich ständig mittelschwere und schwere Tätigkeiten sowie Arbeiten mit spezifischer Belastung der Kniege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lenke und/oder der Lendenwirbelsäule nicht zumutbar. Dies gelte retrospektiv sicher seit Januar 2012. Körperlich in der Regel leichte Tätigkeiten mit Belastungen bis fünf Kilogramm - selten intermittierend bis zehn Kilogramm - seien jedoch zumutbar, sofern nicht spezifisch die Kniegelenke und/oder die Lendenwirbelsäule belastende Bewegungsabläufe zu verrichten seien. Demnach sollten keine längeren Gehstrecken ohne Pausen, kein Treppensteigen, keine Tätigkeiten auf den Knien oder in gebückter Haltung und keine Arbeiten mit wiederholten Torsionsbewegungen der Lendenwirbelsäule verrichtet werden (Urk. 7/45/27).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anlässlich der psychiatrischen Untersuchung hätten sich anamnestisch die Symp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tome der schmerzbedingten Ein- und Durchschlafstörung, der zeitweise nachts und selten tagsüber auftretenden Ängste, der manchmal vorhandenen Müdigkeit sowie der zeitweiligen gereizt-aggressiven, traurigen und selten fröhlichen Stimmung eruieren lassen. Anamnestisch lägen ausserdem nebst Vergesslichkeit eine verminderte Konzentrationsfähigkeit, ein schlechter Appetit und ein manchmal auftretendes Gefühl allgemeiner Sinnlosigkeit mit Suizidge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">danken vor. In der aktuellen Exploration sei die Stimmung ausgeglichen gewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen. Die Versicherte habe oft gelächelt und einige Male auch verhalten lachen können. Die affektive Modulationsfähigkeit sei nicht eingeschränkt gewesen, allerdings in leichterem Ausmass die Vitalität. Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren sei in diagnostischer Hinsicht von einer rezidivierenden depressiven Störung mit chronischem Verlauf und gegenwärtig leichtgradiger Episode aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zugehen. Hierfür spreche auch, dass sich keine Freud- und Energielosigkeit und nur eine zeitweilige Müdigkeit tagsüber hätten herauskristallisieren lassen. Ferner bestehe keine Interesselosigkeit. Ein mittlerer Schweregrad der Depression (vgl. E. 3.5) könne vor diesem Hintergrund nicht bestätigt werden (Urk. 7/45/36 f.). Zusätzlich zu den somatisch begründbaren Schmerzen könne im Weiteren eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den. Im Verlaufe des Gesprächs habe sich die Versicherte zusehends über mehr Schmerzen im Körper beklagt und es habe sich auch gleichzeitig ein stetig zunehmendes Schmerzgebaren erkennen lassen. Es könne jedoch nicht von einem sozialen Rückzug gesprochen werden. Die Beschwerdeführerin pflege zwar nur wenige Kontakte, diese seien allerdings konstant. Es liege angesichts der leichtgradigen Depression auch keine schwerwiegende psychiatrische Komorbidität vor. Von einer Therapieresistenz könne ebenfalls nicht ausgegan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen werden. Aus all diesen Gründen sei der Schweregrad des somatoformen Anteils an der chronischen Schmerzstörung mit körperlichen und psychischen Anteilen als leichtgradig zu beurteilen (Urk. 7/45/39). Aus rein psychiatrischer Sicht sei aufgrund der rezidivierenden depressiven Störung von einer Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Raumpflegerin wie auch in einer alternativen Tätigkeit auszugehen, wobei eine gleichzeitig vorhandene Verminderung der Leistungsfähigkeit dabei mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">berücksichtigt sei. Der Explorandin seien überdies weder kognitiv noch intellek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tuell anspruchsvolle Arbeiten zumutbar (Urk. 7/45/40).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Bericht des Z.___ vom 24. Oktober 2014 wurde die Versicherte ab dem 11. März 2014 im Schmerzzentrum behandelt. Zum einen beklage sie Rückenschmerzen mit Ausstrahlung über das Gesäss in die Leiste und beide Beine bis zu den Knien, zum anderen links betonte Knieschmerzen beidseits. Die Rückenschmerzen würden eine Claudicatio-Symptomatik aufwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen, komme aber nur in den Phasen zur Geltung, in denen die Schmerzen des linken Knies eine Gehstrecke von 100 Metern überhaupt zulassen würden. Dieses sei deutlich geschwollen und weise eine aktivierte Gonarthrose auf. Nach diagnostischer Lokalanästhesie sei es zu einer Schmerzreduktion von 60 % gekommen. Das verstärkte Schmerzerleben der Versicherten sei eine mögliche Begleiterkrankung bei chronisch lumbalen Schmerzen. Eine solche Hyperalgesie bewirke, dass bereits geringfügige Schmerzreize zu einer verstärkten Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wahrnehmung führen. Die Prognose sei in Zusammenschau der soma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tischen degenerativen Erkrankungen inklusive Adipositas, der Sensitisierungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">phäno</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mene, der Möglichkeiten der Versicherten, das Leiden einzuordnen sowie der psychiatrischen Komorbiditäten ungünstig zu sehen. Eine Arbeitsfähigkeit habe während der Behandlung im Schmerzzentrum nicht bestanden (Urk. 7/58/2 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht des Z.___ vom 20. November 2014 wurde sodann ausgeführt, dass eine immobilisierende Gonarthrose links vorliege. Der Leidensdruck der Versicherten sei erheblich und die Beschwerden seien radiolo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gisch nachvollziehbar. Sie wünsche eine Knie-Totalendoprothesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">implantation, mit der sicherlich eine gewisse Schmerzreduktion erzielt werden könne (Urk. 7/61/2). Der operative Eingriff erfolgte am 20. März 2015 (Urk. 7/69/3 f.), wonach die Versicherte laut Bericht vom 7. Juli 2015 innert etwa zwei Wochen beinahe schmerzfrei gewesen sei. Sie beschreibe einen signifikanten Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rückgang und sei mit dem Resultat zufrieden (Urk. 7/75/6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. C.___, Fachärztin für Anästhesiologie, vom Z.___ äusserte sich in ihrer Stellungnahme vom 29. September 2015 dahingehend, dass im Y.___-Gutachten vom 21. März 2014 die Komplexität der diversen Erkrankungen und ihre gegenseitige Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">flussung sowie die beschränkt bis gar nicht vorhandenen Ressourcen der Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten nicht gewichtet worden seien. Die Erkrankungen - namentlich die absolute Spinal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kanalstenose - seien in der Folge progredient gewesen (Urk. 7/75/1). Verschiedene Ereignisse würden des Weiteren darauf hinweisen, dass die Versicherte mit ihrer traumatischen Lebensgeschichte und ihrem seit zehn Jahren bestehenden chronisch-depressiven Zustand allein aus psychiatri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scher Sicht kaum mehr fähig sein werde, am ersten Arbeitsmarkt teilzunehmen. Insgesamt bestehe eine schlechte Prognose, auch wenn die organischen Störung wie Gonarthrose beidseits und Spinalkanalstenose behandelt und operiert seien (Urk. 7/75/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zwischen den Parteien ist strittig, ob die Beschwerdegegnerin in der ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fochte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Verfügung berechtigterweise davon ausging, es bestehe kein invalidisierender Gesundheitsschaden und demzufolge kein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung (vgl. E. 2.1 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen ist zunächst, welcher Beweiswert dem Y.___-Gutachten vom 21. März 2014 (vgl. E. 3.6) zukommt. Dieses basiert auf umfassenden inter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nistischen, rheumatologischen und psychiatrischen Untersuchungen, wobei ins</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">besondere auch eine Blutanalyse durchgeführt wurde (Urk. 7/45/49). Die Beschwerdeführerin konnte sich sodann gegenüber den Gutachtern ausführlich zu verschiedenen Themenbereichen wie dem Erwerbsleben, der sozialen Situa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion, dem gewöhnlichen Tagesablauf und den aktuellen physischen und psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chischen Leiden äussern (Urk. 7/45/16 ff., 7/45/22 ff. und 7/45/28 ff.). Sämtli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che Teilexpertisen wurden ausserdem in detaillierter Kenntnis der Vorakten erstellt (Urk. 7/45/7 ff.), wobei sich die Gutachter der vorliegend massgebenden Fachbereiche Rheumatologie und Psychiatrie - soweit möglich - auch mit den früheren ärztlichen Beurteilungen auseinandersetzten (Urk. 7/45/25 f., 37 und 40 f.). Die gestellten Diagnosen sowie deren Auswirkungen auf die Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit wurden jeweils unter Berücksichtigung der von der Versicherten geschilderten Leiden nachvollziehbar aufgezeigt und erläutert (Urk. 7/45/26 f., 7/45/40 f., 7/45/43 und 7/45/45 ff.). Das Y.___-Gutachten erfüllt damit sämt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche praxisgemässen Kriterien an den Beweiswert von medizinischen Experti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen (vgl. E. 1.5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In ihrer Beschwerdeschrift erhob die Versicherte verschiedene Einwände gegen das Y.___-Gutachten, wobei sie insbesondere auf Berichte des Z.___ respektive jene von Dr. D.___ Bezug nahm (Urk. 1 S. 4 ff.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zum einen macht die Beschwerdeführerin geltend, dass sich das rheumatologi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Teilgutachten nicht mit der Differentialdiagnose einer Hyperalgesie aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einandergesetzt habe, weshalb es nicht vollständig sei (Urk. 1 S. 4 Ziff. 2.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In diesem Kontext fällt auf, dass soweit ersichtlich weder Dr. C.___ noch andere behandelnde Ärzte effektiv die Diagnose einer Hyperalgesie gestellt haben (vgl. etwa Urk. 7/58/1 f.). Inwiefern sich diese (zusätzlich) auf die Arbeitsfähigkeit der Versicherten auswirken sollte, erschliesst sich ebenfalls nicht. So handelt es sich bei Differentialdiagnosen per Definition um Erkrankungen mit nahezu identischer Symptomatik, welche demzufolge auch vergleichbare Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zeitigen. Zur Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit der Versicherten in angestammter und angepasster Tätigkeit haben sich die Gutachter indes ausführlich unter Einbezug der geschilderten Beschwerden geäussert (vgl. E. 3.6), sodass in dieser Hinsicht von einer Unvollständigkeit des Gutachtens keine Rede sein kann.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte bringt im Weiteren vor, dass sich die somatische Situation seit der Begutachtung verschlechtert habe. Dieser Umstand könne entgegen der Ansicht der Gutachter nicht auf eine reine Zunahme der Schmerzverarbei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsstörung zurückgeführt werden (Urk. 1 S. 4 Ziff. 2.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte wurde zwischenzeitlich am linken Knie operiert (vgl. E. 3.8). Ferner wurde die ebenfalls bereits von den Gutachtern diagnostizierte (Urk. 7/45/43) Gonarthrose am rechten Knie und die Spinalkanalstenose behan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delt (vgl. E. 3.9). Eine dauerhafte Verschlechterung der somatischen Situation mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit ist dennoch nicht erkennbar. So ist einerseits die Knieoperation unproblematisch verlaufen und die Versicherte war bereits nach wenigen Tagen wieder beinahe schmerzfrei (vgl. E. 3.8). Im Einklang mit der Stellungnahme des RAD vom 27. Oktober 2015 ist andererseits in Bezug auf die spinale Stenose darauf hinzuweisen, dass eine Zunahme von Degenerationen in der Natur des Prozesses liegt - vgl. hierzu auch die Prognose des rheumatologischen Gutachters (Urk. 7/45/26) - und nicht per se als Beweis für Funktionsminderungen einzustufen ist (Urk. 7/76/4). So zeigt sich gemäss Bericht des Institutes für Radiologie, Z.___ vom 15. April 2014, auf welchen auch Dr. D.___ abstellt (Urk. 7/75/1), zwar eine Zunahme der degenerativ bedingten konzentrischen Spinalkanalstenose L4/L5 mit zusätzlicher rezessaler Einengung beidseits. Indes war keine Kompression der Nervenwurzeln erkennbar und die Einengung des Spinalkanals L3/L4 weni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ger ausgeprägt (Urk. 7/75/8). Im Vergleich zum Zeitpunkt der Gutachtener</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellung hat sich die Problematik an der Lendenwirbelsäule somit nicht aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlaggebend verändert (vgl. Urk. 7/45/43). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abgesehen hiervon kann auch die Rüge der Versicherten, wonach nicht leicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hin auf eine Schmerzfehlverarbeitung geschlossen werden könne (Urk. 1 S. 5 Ziff. 2.5 f.), nicht nachvollzogen werden. Sowohl im Bericht der B.___ vom 26. Juni 2013 als auch im Y.___-Gutachten vom 21. März 2014 wurde eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Anteilen (ICD-10 F45.41) diagnostiziert (E. 3.5 f.). In den Berichten des Z.___ ist diese Erkrankung ebenfalls mehrfach als Diagnose aufgeführt (Urk. 7/58/2; Urk. 7/69/1; Urk. 7/75/6). Inwiefern ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichts dieser Umstände das Y.___-Gutachten mangelhaft sein soll, wenn darin auf eine Schmerzfehlverarbeitung geschlossen wird, ist nicht ersichtlich, zumal eine Schmerzstörung als psychisches Leiden auch neben einer (progredienten) körperlichen Erkrankung wie der Gonarthrose bestehen kann. Den Gutachtern ist denn auch darin beizupflichten, dass die Schmerzstörung keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat. Zum einen erhebt die Beschwerdeführerin selbst keine Einwände in dieser Hinsicht. Zum anderen wurden die dazumal gemäss bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerichtlicher Rechtsprechung massgebenden Foerster-Kriterien im psychiatri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Teilgutachten geprüft (Urk. 7/45/38 f.). Der RAD hat sich sodann nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">träglich mit den zum jetzigen Zeitpunkt anzuwendenden Standardindikatoren auseinandergesetzt und ist in einleuchtender Weise zum selben Schluss wie die Gutachter gelangt (Urk. 7/76/5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Gutachter hätten laut Beschwerdeführerin überdies aus nicht nachvoll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziehba</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren Gründen festgehalten, dass ihr eine Tätigkeit als Reinigungskraft in einem Spital oder Büro mit einer Einschränkung von 20 % zumutbar sei. Dem müsse ausdrücklich widersprochen werden, da die Versicherte hierfür weder die kognitiven noch die körperlichen Voraussetzungen mitbringe (Urk. 1 S. 4 Ziff. 2.4 und S. 6 Ziff. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin erkennt selbst, dass die Gutachter ein spezifisches Belas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsprofil basierend auf den gesundheitlichen Einschränkungen erarbeitet haben (Urk. 1 S. 4 Ziff. 2.4; vgl. E. 3.6). Aus der Expertise ergibt sich ausserdem nicht wie behauptet, dass eine Arbeit im Reinigungsdienst als einzige leidens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">angepasste Tätigkeit für zumutbar erachtet wird. Es wurde ausdrücklich davon ausgegangen, dass eine solche Tätigkeit zum Teil belastende Arbeitsabläufe beinhaltet und insofern eine Arbeitsunfähigkeit besteht (Urk. 7/45/27 und 45). Aus diesem Grund wurde ein allgemeines Belastungsprofil umschrieben, wel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ches sich in Anbetracht der in diesem Kontext einschlägigen bundesgerichtli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Praxis - welche keine übermässigen Anforderungen an die Konkre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tisierung von Arbeitsgelegenheiten stellt (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis) - ohne weiteres als ausreichend detailliert erweist. Das Argument, wonach das Gutachten in diesem Punkt nicht nachvollziehbar und unbegründet sein soll, überzeugt nach dem Gesagten nicht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Vollständigkeit halber bleibt darauf hinzuweisen, dass es sich auch nicht als problematisch herausstellt, dass im internistischen Teilgutachten keine Diagno</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sestellung und Einschätzung der Arbeitsfähigkeit erfolgt ist. Vorliegend standen die rheumatologischen und psychischen Leiden klar im Vordergrund. Die Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherte wendet denn auch nicht ein, dass internistische Beschwerden vorliegen würden, welche sie zusätzlich in einer dem individuellen Belastungsprofil ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechenden Erwerbstätigkeit beeinträchtigen würden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Weiteren trifft die Sichtweise der Beschwerdegegnerin zu, welche trotz der von den Gutachtern attestierten 20%igen Arbeitsunfähigkeit in jedweder ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">passter Tätigkeit (vgl. E. 3.6) von keinem invalidenversicherungsrechtlich rele</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vantem Gesundheitsschaden ausging (Urk. 2 S. 2). Die Einschränkung basiert auf der diagnostizierten rezidivierenden depressiven Störung mit leichtgradiger Episode (Urk. 7/45/46). Eine solche ist indes gemäss Bundesgericht nicht geeig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">net, eine leistungsspezifische Invalidität zu begründen (Urteil des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richts 9C_337/2015 vom 7. April 2016 E. 4.4.1 mit weiteren Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schliesslich ist angesichts des vollumfänglich beweiskräftigen Y.___-Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tens nicht ersichtlich, inwiefern im Sinne des Eventualantrages Anlass für wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tere medizinische Abklärungen bestehen sollte (vgl. Urk. 1 S. 2 und 7). Die Beschwerdeführerin legt selbst nicht dar, auf welche Fachgebiete sich diese konkret richten sollten. Namentlich die von ihr eingangs der Beschwerdeschrift genannte Abklärung in der Neurochirurgie (Urk. 1 S. 3) ist grundsätzlich unbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achtlich, da das Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit des angefoch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenen Entscheids in der Regel nach dem Sachverhalt zu beurteilen hat, der zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegeben war (BGE 131 V 242 E. 2.1, 121 V 362 E. 1b).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend stützte sich die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 26. November 2015 (Urk. 2) somit zu Recht auf das polydisziplinäre Y.___-Gutachten vom 21. März 2014 (Urk. 7/45). In Anwendung der einschlä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung kam sie überdies korrekterweise zum Schluss, dass kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliegt und folglich kein Rentenanspruch besteht. Ausserdem erweisen sich weitere medizinische Abklärungen als nicht erforderlich.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da sich die angefochtene Verfügung damit als rechtens erweist, ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zu prüfen war, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Verfahrensausgang sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">stellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">DAS Rechtsschutz-Versicherungs-AG</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigWürsch</p><p></p></div> </div></body></html>