<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>AK.2016.00023</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna<br/>Sozialversicherungsrichter Vogel<br/>Gerichtsschreiberin Muraro</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 7. September 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">weitere Verfahrensbeteiligte:</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">1.</span><span> </span><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beigeladene</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">2.</span><span> </span><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Z.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beigeladener</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> war ab dem 25. Februar 2010 Gesellschafter und Geschäftsführer der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> GmbH mit Einzelzeichnungsberechtigung, nebst </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, welche Gesellschafterin und Vorsitzende der Geschäftsführung mit Einzelzeichnungsberechtigung war. Ab dem 11. Juni 2012 war </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung mit Einzelzeichnungsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechtigung, nebst dem neu – anstelle von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> – im Handelsre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gister eingetragenen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___ als</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gesellschafter und Geschäftsführer mit Einzel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeichnungsberechtigung. Am 12. März 2014 wurde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wieder aus dem Handelsregister gelöscht. Seine Funktion übernahm in der Folge </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, wobei sich an der Funktion von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nichts änderte (Urk. 3/4). Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> GmbH war der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, als beitrags</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflichtige Arbeitgeberin angeschlossen. Am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und am 29. November 2013, am 19. Februar 2014 sowie am 25. August 2014 erwirkte die Ausgleichskasse in Betreibungen gegen die Gesellschaft für ausste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hende Lohnbeiträge Verlustscheine über Fr. 8‘180.70 (Urk. 7/267), Fr. 901.25 (Urk. 7/270), Fr. 15‘582.05 (Urk. 7/291), Fr. 3‘566.45 (Urk. 7/292), Fr. 444.60 (Urk. 7/325) und Fr. 16‘233.25 (Urk. 7/326). Mit Urteil vom 25. September 2014 eröffnete der Konkursrichter des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Bezirksgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> über die Gesellschaft den Konkurs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">as Konkursverfahren wurde mangels Aktiven</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">it Urteil vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4. November 2014</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wieder </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eingestellt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">18. Februar 2015 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wurde die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gesell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaft im Sinne von Art. 159 Abs. 5 lit. a der Handels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">registerverordnung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von Amtes wegen gelöscht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 3/4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Mit Verfügungen vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">26. Mai 2015 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">verpflichtete die Ausgleichskasse </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Y.___, Z.___ und X.___ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">als Solidarhafter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> für entgangene paritä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tische Lohn- und FAK-Beiträge sowie Verwaltungskos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ten, Verzugszinsen und Gebühren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Schadenersatz </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">im Umfang von Fr. 50‘863.75 zu leisten (Urk. 7/341-343; vgl. auch die teilweise nach erfolglosen Zustellversuchen neu datierten Verfügungen betreffend Y.___ vom 1. Juni 2015 [Urk. 7/340] sowie betreffend Z.___ vom 18. August 2015 [Urk. 7/368], 25. September 2015 [Urk. 7/341] beziehungsweise 7. Dezember 2015 [Urk. 7/392]). Auf die von Z.___ am 17. Dezember 2015 per E-Mail erhobene Einsprache (Urk. 7/394) trat die Ausgleichskasse mit Entscheid vom 19. Februar 2016 nicht ein (Urk. 7/399). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Nachdem X.___ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">26. Juni 2015 Einsprache erhoben hatte (Urk. 7/352; vgl. auch die Fristansetzung zur Verbesserung [Urk. 7/361] sowie die verbesserte Eingabe vom 12. November 2015 [Urk. 7/380] inkl. Beilagen [Urk. 7/381-386]), teilte ihm die Ausgleichskasse am 22. Januar 2016 mit, dass es zu einer Abänderung der angefochtenen Verfügung zu seinen Ungunsten kommen könne (reformatio in peius). Sie räumte ihm daher Gelegenheit zum Rückzug der Einsprache ein (Urk. 7/397). Mit Eingabe vom 25. Februar 2016 hielt X.___ an seiner Einsprache fest (Urk. 7/400). Am 21. April 2016 wies die Ausgleichskasse die Einsprache von X.___ ab und verpflichtete ihn zur Leistung einer Schadenersatzsumme von Fr. 56‘561.15 (Urk. 2 [= Urk. 7/407]; vgl. auch die Rechnung vom 15. April 2016 [Urk. 7/405]). Y.___ und Z.___ wurden mit Schadenersatzverfügungen vom 2. Mai 2016 (Urk. 12/3/5-7) und 26. Juli 2016 (Urk. 12/4/1-3) beziehungsweise 19. August 2016 (Urk. 12/3/2-3) sodann verpflichtet, – zusätzlich zum </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Schaden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ersatz </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">im Umfang von Fr. 50‘863.75 – Schadenersatz von Fr. 5‘697.40 zu leisten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen den </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihn betreffenden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einspracheentscheid vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">21. April 2016 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erhob </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___ mit Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gabe vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">24. Mai 2016 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerde und beantragte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sinn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er für den Schaden der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegnerin im Zusammenhang mit dem Konkurs der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gesellschaft nicht hafte. Eventuell sei der Schaden gerecht unter den verantwortlichen Gesellschaftern aufzuteilen (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> S. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Mit Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">antwort vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">30. Juni 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> schloss die Beschwerdegegnerin auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abweisung der Beschwerde (Urk. 5), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 1. Juli 2016 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">angezeigt wurde (Urk. 8). Mit Verfügung vom 29. Mai 2017 wurden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___ und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___ zum Prozess beigeladen; ausserdem wurde die Beschwerdegegnerin verpflichtet, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zweiten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schadenersatzverfügungen für das Beitragsjahr 2013 betreffend die Beigeladenen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einzureichen (Urk. 9). Die Beige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ladenen liessen sich innert Frist nicht vernehmen (Urk. 10)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Am 6. Juni 2017 reichte die Beschwerdegegnerin die zweiten Schadenersatzverfügungen betref</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fend die Beigeladenen sowie die dazugehörigen Akten ein (Urk. 11 und Urk. 12/1-12). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Art. 52 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (AHVG) hat ein Arbeitgeber, der durch absichtliche oder grob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahrlässige Missachtung von Vorschriften der Versicherung einen Schaden zufügt, diesen zu ersetzen. Handelt es sich beim Arbeitgeber um eine juristische Person, so haften subsidiär die Mitglieder der Verwaltung und alle mit der Geschäftsführung oder Liquidation befassten Personen. Sind mehrere Personen für den gleichen Schaden verantwortlich, so haften sie für den ganzen Schaden solidarisch (Art. 52 Abs. 2 AHVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend ver"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend ver">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend ver">Die Vorschriften über die Arbeitgeberhaftung nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend ver">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend ver">52 AHVG sowie die dazu entwickelte Rechtsprechung des Bundesgerichts finden mangels eigener Bestimmungen sinngemäss Anwendung auf die Invalidenversicherungs- (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend ver">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend ver">66 des Bundesgesetzes über die Invalidenvers</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend ver">icherung), Erwerbsersatz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend ver">- (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend ver">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend ver">21 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend ver">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend ver">2 des Bundesgesetzes über </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend ver">den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft) und Arbeitslosenversicherungsbeiträge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend ver"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend ver">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend ver">6 des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend ver">desgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend ver">entschädigung) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend ver">sowie auf jene</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend ver"> an die Familienausgleichskassen (FAK) gemäss dem Bundesgesetz über die Familienzulagen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend ver">Art. 25 lit. c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Voraussetzung für eine Haftung nach Art. 52 AHVG ist zunächst das Vorliegen eines Schadens. Dieser besteht darin, dass der AHV ein ihr gesetzlich geschul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deter Beitrag entgeht. Die Höhe des Schadens entspricht dabei dem Betrag, dessen die Kasse verlustig geht (Thomas Nussbaumer, Die Ausgleichskasse als Partei im Schadenersatzprozess nach Artikel 52 AHVG, ZAK 1991 S. 383 ff. und 433 ff.). Verwaltungs- und Betreibungskosten, Veranlagungs- und Mahnge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bühren sowie die Verzugszinsen bilden Bestandteil des Schadens, welcher der Ausgleichskasse zu ersetzen ist (BGE 121 III 382 E. 3bb; vgl. auch BGE 109 V 95 oben, 108 V 189 E. 5). Im Hinblick auf die in Art. 14 Abs. 1 AHVG normierte Beitrags- und Abrechnungspflicht des Arbeitgebers gehören auch die Arbeitge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">berbeiträge zum massgeblichen Schaden (BGE 98 V 26 E. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach der Rechtsprechung findet im S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chadenersatzprozess gemäss Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">52 AHVG eine Überprüfung der den Ausständen zu Grunde liegenden Beitragsforderungen nicht mehr statt, soweit sie auf einer Nachzahlungs- oder Veranlagungsverfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung beruhen, die unangefocht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en in Rechtskraft erwachsen ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Durch die Mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichkeit der Gesellschaft sowie des betroffenen Arbeitnehmers, gegen eine Nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zahlungsverfügung Beschwerde zu führen, ist genügend Gewähr dafür geboten, dass die Organe der zahlungsunfähig gewordenen Arbeitgeberin nicht mit ungerechtfertigten Schadenersatzforderungen belastet werden. Deswegen haben sich die Organe im Schadenersatzverfahren eine vor der Konkurseröffnung eröffnete Nachzahlungsverfügung entgegenhalten zu lassen. Eine Ausnahme gilt dann, wenn die Nachzahlungsverfügung der juristischen Person in einem Zeitpunkt eröffnet wurde, in welchem die ins Recht Gefassten als Organ ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ieden waren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Ebenfalls vorbehalten bleiben jene Fälle, in denen sich aus den Akten Anhaltspunkte für eine zweifellose Unrichtigkeit der durch die Nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zahlungsverfügung festgesetzten Beiträge ergeben (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil des Bundesgerichts 9C_651/2012 vom 15. Mai 2013 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin machte mit Schadenersatzverfügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">26. Mai 2015 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ursprünglich einen Schaden von Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">50‘863.75 geltend (Urk. 7/342</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erhöhte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Schadenersatzforderung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nach Androhung einer reformatio in peius (Urk. 7/397) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit angefochtenem Einspracheentscheid auf Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">56‘561.15</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, da </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">träglich betreffend das Jahr 2013 nicht deklarierte Lohnzahlungen der Gesellschaft an den Beschwerdeführer entdeckt worden waren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 S. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Beschwerdegegnerin machte gegenüber dem Beschwerdeführer nicht den gesamten im Kontoauszug vom 17. Juni 2016 aufgeführten Schaden von Fr. 56‘601.15 geltend, sondern reduzierte diesen um erst nach der Konkurser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">öffnung in Rechnung gestellte Mahnkosten von Fr. 40.-- (vgl. den </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Konto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">uszug vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">17. Juni 2016 [Urk. 6/2], Position 2016 0001). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Der Schaden von Fr. 56‘601.15 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">setzt sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">zusammen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unbezahlt gebliebenen Beiträgen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Jahre 2010 bis 2014 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(jeweils Differenz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausgleich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, vgl. den Kontoa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">uszug vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">17. Juni 2016 [Urk. 6/2], Positionen 2011 0002, 2012 0001, 2013 0001-0002, 2013 0004, 2013 0007-0008, 2014 0001-0002, 2015 0001),</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nachforderungen für die Jahre 2008-2011 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Position 2013 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">000</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3; vgl. auch die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nachzahlungsverfügungen vom 7. Juni 2013 [Urk. 7/246]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> beziehungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise die Rechnung vom 7. Juni 2013 [Urk. 7/247]),</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einer Nachforderung für das Jahr 2013 unter Berücksichtigung einer Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schrift für das Jahr 2009 (Position 2016 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">000</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1; vgl. auch die Rechnung vom 15. April 2016 [Urk. 7/405]),</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jeweils zuzüglich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mahn- und Betreibungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kosten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Verzugszinse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n und Verwal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungskosten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Zu erwähnen ist an dieser Stelle, dass die Beschwerdegegnerin vom ausstehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">den Gesamttotal von Fr. 56‘601.15 im Kontoauszug vom 17. Juni 2016 (Urk. 6/2 S. 22) zu Recht die am 30. Mai 2016 – und damit nach der Konkurser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">öffnung – in Rechnung gestellten Mahnkosten von Fr. 40.-- (ebenfalls Urk. 6/2 S. 22) abgezogen hat, was die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Schadenersatz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">summe von Fr. 56‘561.15 ergibt. Nicht zu beanstanden ist sodann, dass sie die am 9. Oktober 2014 und damit ebenfalls nach Konkurseröffnung in Rechnung gestellten Beträge von zweimal Fr. 47.30, von Fr. 756.35 und Fr. 156.70 (vgl. den Kontoa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">uszug vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">17. Juni 2016, Position 2013 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">000</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">3-0004 [Urk. 6/2 S. 20]) demgegenüber bei der Scha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">denersatzforderung berücksichtigte, denn es handelte sich um Kosten im Zusammenhang mit den am 25. August 2014 und damit noch vor Konkurser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">öffnung ausgestellten Verlustscheinen sowie um Zinsen bis zum 25. August 2014 (Urk. 7/325 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer machte jedoch geltend, es seien ihm viele Löhne nicht ausbezahlt worden und er habe nicht erkennen können, ob diese bei der Bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragsbemessung berücksichtigt worden seien (Urk. 1 S. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 10. April 2013 fand eine Arbeitgeberkontrolle betreffend die Jahre 2008 bis 2011 statt. Der Revisor hielt fest, eine Abstimmung der Finanzbuchhaltung sei nur annäherungsweise möglich, da gemäss Frau </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zum Teil Zahlungen direkt ab Kasse gemacht worden seien oder eventuell privat. Sie wisse es nicht so genau. Der Revisor kam nach seiner Prüfung zum Schluss, die Finanzbuchhal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung korrespondiere nicht annähernd mit den Lohnblättern (Urk. 7/243/1). Er nahm aufgrund seiner Prüfung für die Jahre 2008 bis 2011 Korrekturen vor (Urk. 7/243/3 und Urk. 7/244), woraufhin die Beschwerdegegnerin mit Nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zahlungsverfügungen vom 7. Juni 2013 zusätzliche Beiträge für die Jahre 2008 bis 2011 in Rechnung stellte (Urk. 7/246).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Diese Nachzahlungsverfügungen, welche noch vor </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Konkurseröffnung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eröffnet wurden, blieben unangefoch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten. Ausserdem war der Beschwerdeführer bei Eröffnung der Nachzahlungsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügungen formelles Organ der Gesellschaft. Eine Anfechtung wäre ihm daher möglich gewesen (zum Vorbringen, er habe keinen Einfluss auf die Geschicke der Gesellschaft gehabt vgl. E. 5). Eine eingehende Überprüfung der Beitragsfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derungen betreffend die Jahre 2008 bis 2011 erübrigt sich damit. Es trifft zwar zu, dass Diskrepanzen zwischen den Lohndeklarationen und den Buchhaltungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unterlagen anlässlich der am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10. April 2013 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">durchgeführten Arbeitgeberkon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trolle festgestellt werden konnten, der Revisor setzte sich jedoch bereits intensiv mit diesen Diskrepanzen auseinander. Anhaltspunkte für eine zweifellose Unrichtigkeit der durch die Nachzahlungsverfügungen festgesetzten Beiträge bestehen nicht. Der Beschwerdeführer konnte mithilfe der im Verwaltungsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahren eingereichten Kontoauszüge der Jahre 2009 bis 2011 (Urk. 7/383/2-42) sowie des Lohnausweises 2009 und 2011 (Urk. 7/382) jedenfalls nicht belegen, dass ihm effektiv tiefere Löhne ausbezahlt worden wären, als vom Revisor und anschliessend bei der nachträglichen Erhebung der Beiträge von der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegnerin berücksichtigt wurden (2009: Nettolohn von Fr. 48‘450.25 [Urk. 7/243/44]; 2010: Nettolohn von Fr. 30‘142.10 [Urk. 7/243/14]; 2011: Nettolohn von Fr. 66‘302.50 [Urk. 7/243/28]).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.5</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach dem am 25. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">September 2014 über die Gesellschaft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eröffneten Konkurs wurde am 2. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">April 2015 eine weitere Arbeitgeberkontrolle betreffend die Jahre 2012 bis 2014 (bis zur Konkurseröffnung) durchgeführt. Eine Prüfung der Zahlen war allerdings nicht möglich. Der Beschwerdeführer gab zur Auskunft, er sei nur der Form halber als Vorsitzender der Geschäftsführung im Handelsre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gister eingetragen worden, die Unterlagen seien bei Frau </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Diese wiederum gab zur Auskunft, sie sei krank und könne die Unterlagen nicht bereitstellen. Zum vereinbarten Termin erschien sie schliesslich nicht, weshalb die Löhne betreffend das Jahr 2014</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> geschätzt werden mussten (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/335). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Für das Jahr 2012 deklarierte die Gesellschaft zunächst eine Lohnsumme von Fr. 102‘333.-- (Urk. 7/225), auf welcher die Beschwerdegegnerin Beiträge für das Jahr 2012 erhob (Urk. 7/232). Im Juli 2013 korrigierte die Gesellschaft die Jahreslohnsumme </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">für das Jahr 2012 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auf Fr. 62‘928.20 (Urk. 7/251/1-2), wovon Fr. 25‘600.-- als Lohn zugunsten des Beschwerdeführers deklariert wurden (vgl.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auch Urk. 7/251/3). Die Beschwerdegegnerin stellte am 8. August 2013 auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund der neuen Deklaration eine korrigierte Jahresabrechnung aus (Urk. 7/257).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Der Revisor brachte mangels fehlender Buchhaltungsunterlagen anlässlich seiner Arbeitgeberkontrolle nach der Konkurseröffnung keine Korrektur an (Urk. 7/335). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">toauszüge des Beschwerdeführers betreffend das Jahr 2012 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">belegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Zahlungen der Gesellschaft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im Betrag von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">32</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">‘</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">550</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.-- [Urk. 7/383/43-63]). Dass die Zahlungen von jeweils Fr. 4‘000.-- am 9. Dezember (richtig: Februar) 2012 und am 20. April 2012 Rückzahlungen von Auslagen betroffen hätten, wie dies der Beschwerdeführer geltend machte (Urk. 7/384/2), wurde durch die – den beiden Zahlungen hinzugefügten – Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">merke zum Zahlungszweck „Teil Lohn von Januar 2012“ (Urk. 7/383/43) und „März Lohn 2012“ (Urk. 7/383/44) allerdings widerlegt. Dies ergibt, dass im Jahr 2012 Lohnzahlungen im deklarierten Umfang jedenfalls ausgewiesen sind. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Für das Jahr 2013 deklarierte die Gesellschaft eine Lohnsumme von Fr. 21‘455.86 (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/308</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, wobei kein Lohn für den Beschwerdeführer ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiesen wurde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Auf dieser Lohnsumme erstellte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Beschwerdegeg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nerin die Schlussrechnung für das Jahr 2013 (Urk. 7/310</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Der Revisor brachte mangels fehlender Buchhaltungsunterlagen anlässlich seiner Arbeitgeberkontrolle nach der Konkurseröffnung keine Korrektur an (Urk. 7/335). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Nachdem die Gesellschaft in der Lohndeklaration für das Jahr 2013 für den Beschwerdeführer keine Lohnsumme deklariert hatte, sich aus seinem nachträg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lich eingereichten Lohnausweis gegenüber der Steuerbehörde jedoch ein Bruttolohn von Fr. 42‘667.-- (Urk. 7/364/1) ergab, erhob die Beschwerdegegne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rin im Nachtrag für das Jahr 2013 Beiträge auf einer korrigierten Lohnsumme </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">von Fr. 64‘122.86</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> (Fr. 21‘455.86 + Fr. 42‘667.-- [Urk. 7/405]). Dabei brachte sie die bereits in Rechnung gestellten Beiträge von Fr. 3‘049.95 (Urk. 7/310</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> in Abzug. Betreffend das Jahr 2013 sind die Lohnzahlungen im deklarierten Umfang somit ausgewiesen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">die Beschwerdegegnerin der Gesellschaft </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">n der Nachzahlungsverfügung vom 14. April 2016 (Urk. 7/405) für das Jahr 2009 einen Betrag von Fr. 952.20 gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">schrieb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Beiträge auf einer Differenz </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">von Fr. 7‘000.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">-- zwischen der in der Jahresabrechnung 2009 deklarierten Lohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">summe des Beschwerdeführers von Fr. 63‘000.-- [Urk. 7/113/2] und der im Lohnausweis 2009 des Beschwerdeführers ausgewiesenen Lohnsumme von Fr. 56‘000.--</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">[Urk. 7/382/1]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Beschwerdegegnerin ging fälschlicherweise davon aus, sie hätte im Jahr 2009 in Bezug auf den Beschwerdeführer auf eine Lohnsumme von Fr. 63‘000.-- abgestellt (vgl. ihre interne Notiz vom 24. März 2016 [Urk. 7/403]). Wie bereits erwähnt (E. 2.4) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">berücksichtigte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">er Revisor </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">beim Beschwerdeführer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">den in der Finanzbuchhaltung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ausgewiesenen Nettolohn von Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">48‘450.25 und rechnete diesen auf (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Urk. 7/243/44</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Gutschrift von Fr. 952.20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> ist somit nicht ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rechtfertigt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">, weshalb dieser Betrag zur Schadener</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">satzsumme eigentlich hinzuzurechnen wäre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Betreffend das Jahr 2014 schätzte der Revisor die Lohnsumme mangels Prüfbar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit der Finanzbuchhaltung auf Fr. 40‘000.-- (Urk. 7/335/1-2 und Urk. 7/337; vgl. auch die Rechnung der Beschwerdegegnerin vom 24. April 2015 [Urk. 7/339]). Dies ist nicht zu beanstanden, denn dies entspricht rund 8/12 der Vorjahreslohnsumme von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fr. 64‘122.86</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten wäre der Schaden von Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">56</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">‘601.15 um den Betrag von Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">952.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">0 (E. 2.5.3) zu erhöhen. Angesichts der Geringfügigkeit dieses Betrages ist jedoch von einer reformatio in peius abzusehen. Jedenfalls ist der gegenüber dem Beschwerdeführer geltend gemachte Schaden von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">56‘561.15 ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiesen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p>3.</p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 14 Abs. 1 AHVG und die Art. 34 ff. AHVV schreiben vor, dass der Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber bei jeder Lohnzahlung die Arbeitnehmerbeiträge in Abzug zu brin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen und zusammen mit den Arbeitgeberbeiträgen der Ausgleichskasse zu ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richten hat. Die Arbeitgeber haben den Ausgleichskassen periodisch Abrech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nungsunterlagen über die von ihnen an ihre Arbeitnehmer ausbezahlten Löhne zuzustellen, damit die entsprechenden paritätischen Beiträge ermittelt und ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fügt werden können. Die Beitragszahlungs- und Abrechnungspflicht des Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebers ist eine ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzlich vorgeschriebene öffentlichrechtliche Aufgabe. Die Nichterfüllung dieser öffentlichrechtlichen Aufgabe bedeutet eine Missachtung von Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schriften im Sinne von Art. 52 Abs. 1 AHVG und zieht die volle Scha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dendeckung nach sich (BGE 118 V 193 E. 2a; vgl. BGE 132 III 523 E. 4.6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus den Akten ist ersichtlich, dass die Gesellschaft den ihr als Arbeitgeberin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">obliegenden Abrechnungs- und Zahlungsverpflichtungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t oder ungenü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gend nachkam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Gesellschaft musste regelmässig zur Zahlung der Beitrags</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">forderungen gemahnt werden (vgl. das Aktenverzeichnis Urk. 7). Besonders ins Gewicht fällt dabei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass die Gesellschaft die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">elementarsten Regeln der Buch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führungspflicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht einhielt (vgl. die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">festgestellten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diskrepanzen zwischen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> den Lohnausweisen gegenüber der Steuerbehörde, der Finanzbuchhaltung und den effektiven Zahlungen) und für die Jahre 2013 und 2014 nicht einmal mehr Buchhaltungsunterlagen vorweisen konnte. Die Arbeitgeberkontrollen und wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tere Abklärungen der Beschwerdegegnerin führten schliesslich zu Nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zahlungsverfügungen in der Grössenordnung von Fr. 20‘000.-- (vgl. die Nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zahlungsverfügungen vom 7. Juni 2013 für die Jahre 2008 bis 2011 [Urk. 7/246] sowie den Nachtrag vom 15. April 2016 für das Jahr 2013 [Urk. 7/405]). Sodann liess die Gesellschaft die Ausstände ab dem Jahr 2010 kontinuierlich anwachsen und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bezahlte bis zum Konkurs weiterhin Löhne aus,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ohne die darauf entfallenden Beiträge zumindest sicherzustellen. Die Gesell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaft musste betrieben werden und es resultierten diverse Verlustscheine (Urk. 7/267, Urk. 7/270, Urk. 7/291 f. und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/325 f.). Des Weiteren musste sie zur Einreichung der Lohndeklaration 2013 mehrmals gemahnt werden (vgl. Urk. 7/306). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Letztlich blieben Sozialversicherungsbeiträge (inklusive Neben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kosten) in der Grössenordnung von Fr. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">‘000.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unbezahlt.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Damit ist die Gesellschaft ihren Pflichten als Arbeitgeberin nicht nachgekommen und hat öffentlichrechtliche Vorschriften missachtet. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Zu prüfen bleibt, ob und inwieweit der dadurch entstandene Schaden auf quali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">fiziert schuldhaftes Verhalten des Beschwerdeführers zurückzuführen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die wesentliche Voraussetzung für die Schadenersatzpflicht besteht nach dem Wortlaut des Art. 52 AHVG darin, dass der Arbeitgeber absichtlich oder grob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahrlässig Vorschriften verletzt hat und dass durch diese Missachtung ein Scha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den verursacht worden ist (BGE 108 V 183 E. 1a). Absicht beziehungsweise Vorsatz und Fahrlässigkeit sind verschiedene Formen des Verschuldens. Art. 52 AHVG statuiert demnach eine Verschuldenshaftung, und zwar handelt es sich um eine Verschuldenshaftung aus öffentlichem Recht. Die Schadenersatzpflicht ist im konkreten Fall nur dann begründet, wenn nicht Umstände gegeben sind, welche das fehlerhafte Verhalten des Arbeitgebers als gerechtfertigt erscheinen lassen oder sein Verschulden im Sinne von Absicht oder grober Fahrlässigkeit ausschliessen. In diesem Sinne ist es denkbar, dass ein Arbeitgeber zwar in vorsätzlicher Missachtung der AHV-Vorschriften der Ausgleichskasse einen Schaden zufügt, aber trotzdem nicht schadenersatzpflichtig wird, wenn beson</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dere Umstände die Nichtbefolgung der einschlägigen Vorschriften als erlaubt oder nicht schuldhaft erscheinen lassen (BGE 108 V 183 E. 1b; ZAK 1985 S. 576 E. 2 und S. 619 E. 3a).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Grobe Fahrlässigkeit liegt praxisgemäss vor, wenn ein Arbeitgeber das ausser Acht lässt, was jedem verständigen Menschen in gleicher Lage und unter glei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Umständen als beachtlich hätte einleuchten müssen. Das Mass der zu ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">langenden Sorgfalt ist abzustufen entsprechend der Sorg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">faltspflicht, die in den kaufmännischen Belangen jener Arbeitgeberkategorie, welcher die betreffende Person angehört, üblicherweise erwartet werden kann und muss (BGE 112 V 156 E. 4 mit Hinweisen; vgl. BGE 132 III 523 E. 4.6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nicht jedes einer Firma als solcher anzulastende Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schulden muss auch ein solches ihrer sämtlichen Organe sein. Vielmehr hat man abzuwägen, ob und inwieweit eine Handlung der Firma einem bestimmten Organ im Hinblick auf dessen rechtliche und faktische Stellung innerhalb der Firma zuzurechnen ist. Ob ein Organ schuldhaft gehandelt hat, hängt demnach entscheidend von der Verantwortung und den Kompetenzen ab, die ihm von der juristischen Person übertragen wurden (BGE 108 V 199 E. 3a; ZAK 1985 S. 620 E. 3b). Bei einfa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Verhältnissen muss vom einzigen Verwaltungsrat einer Aktiengesellschaft, der als solcher die Verwaltung der Gesellschaft als einzige Person in Organ</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellung zu besorgen hat, in der Regel der Überblick über alle wesentlichen Belange der Firma verlangt werden, und dies selbst dann, wenn er seine Befug</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nisse weitgehend an einen Geschäftsführer delegiert hat. Er kann mit der Dele</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gation der Geschäftsführung nicht zugleich auch seine Verantwortung als einzi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ges Verwaltungsorgan an den Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schäftsführer delegieren (BGE 108 V 199 E. 3b).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Formell eingesetzte Geschäftsführer einer GmbH wie auch Personen, die faktisch die Funktion eines Geschäftsführers ausüben, haften für den der Ausgleichs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kasse zufolge nicht bezahlter Bundessozialversicherungsbeiträge entstandenen Schaden nach den gleichen Grundsätzen wie Organe einer Aktiengesellschaft. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ein Verschulden des Organs kann nur so lange in Frage kommen, als es die Mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit hat, durch Handlungen oder Unterlassungen die Geschäftsführung massgeblich zu beeinflussen. Die Organstellung endet mit der tatsächlichen Beendigung des Mandates oder dem Ausscheiden aus der Firma und nicht erst mit der Löschung einer bestimmten Eintragung im Handelsregister (BGE 126 V 61; 123 V 172 E. 3a).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer machte geltend, er hafte für die Schadenersatzforderung der Beschwerdegegnerin nicht. Frau B.___ sei immer als alleinige Geschäfts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin und -inhaberin aufgetreten. Er habe keinen Zugang zu den Firmenun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terlagen, keinen Zugang zum Firmenkonto und keinen Zugang zu den Geschäftsräumen gehabt, weshalb es ihm nicht möglich gewesen sei, die Miss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stände zu beheben (Urk. 1 S. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer war vom 25. Februar 2010 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gesellschafter und Geschäfts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Gesellschaft und ab dem 11. Juni 2012</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sogar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Vo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rsitzender der Geschäftsführung. In dieser Funktion war er bis zur Konkurseröffnung am 25. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">September 2014 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">im Handelsregister eingetragen (Urk. 3/4). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit war er formelles Organ der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gesellschaft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführer war </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mehr als vier Jahre fo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rmelles Organ der Gesellschaft. Dass er versucht hätte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">noch vor der Konkurseröffnung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">als Geschäftsführer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Gesellschaft zurückzutreten, konnte er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht belegen. Erst nach dem Konkurs reichte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> dem Handelsregisteramt Unterlagen ein (vom 10. Dezember 2014), mit welchen er versuchte, als Geschäftsführer zurückzutreten. Das Handelsregister</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">amt verwies ihn allerdings auf die gesetzlichen Bestimmungen (insbesondere die Selbstorganschaft gemäss Art. 809 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 814 Abs. 1 des Obligationenrechts) und auf ein Urteil des Handelsgerichts vom 21. Oktober 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Demnach könne er als Geschäftsführer nicht zurücktreten, solange er noch Gesellschafter sei (Urk. 7/367/3).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Austritts- oder Rücktrittsbemühungen vor der Konkurseröffnung sind also nicht ausgewiesen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei der Gesellschaft handelte es sich um ein kleines Unternehmen mit weniger </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">als zehn Angestellten (vgl. Urk. 7/113, Urk. 3/9/1-3, Urk. 7/243/3 und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/308)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Bei derart leicht überschaubaren Verhältnissen musste der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer als Geschäftsführungsmitglied den Überblick über alle wesentli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Belange des Unternehmens haben. Er kann sich daher nicht mit dem Hinweis darauf entlasten, Frau B.___ sei als alleinige Geschäftsführerin und –in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haberin aufgetreten. Sodann ist nicht ersichtlich, inwiefern die am 1. August 2009 erlittene Hirnverletzung des Beschwerdeführers (tätlicher Angriff von einer Drittperson) ihn hätte daran hindern sollen, ab dem 25. Februar 2010 seinen Pflichten als Geschäftsführer oder Vorsitzender der Geschäftsführung nachzukommen. Die Aufgabe als Geschäftsführer übernahm der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer erst Monate nach diesem Vorfall und damit in Kenntnis seiner gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitlichen Situation. Dass die leichte traumatische Hirnverletzung einen Einfluss auf seine Urteilsfähigkeit gehabt hätte (vgl. das Vorbringen in Urk. 1 S. 2), ist nicht belegt (Bericht von Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Neurologie, Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 3. Februar 2014 [Urk. 3/6]). Aus ärztlicher Sicht wurde ihm ab Januar 2010 wiederum eine lediglich teilweise Arbeitsunfähigkeit von 33 %, ab Juli 2010 von 40 %, ab April 2011 von 30 % und ab Juli 2013 von 20 % attestiert. Hätte dies zu einer Unfähigkeit in der Ausübung des Geschäftsführungsmandats geführt, müsste dies dem Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführer zumindest als Übernahmeverschulden angelastet werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Gemäss eigenen Angaben bestand die Intention des Beschwerdeführers bei Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nahme des Geschäftsführungsmandates aber darin, zufolge ihm zu Ohren gekommener Missstände in der Gesellschaft mehr Verantwortung zu über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nehmen. Angeblich sollen sich (auch) Patienten über falsche Rechnungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">stellungen beklagt haben (vgl. die Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der Konkurseinvernahme vom 6. Oktober 2014 [Urk. 7/335/17]). Der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">deführer erkannte also einen Handlungsbedarf. Dem widerspricht seine Darstel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lung, es sei ihm nahegelegt worden, sich im Handelsregister eintragen zu lassen und weitere Unterlagen zu unterschreiben, was er in der damaligen Abhängig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">keit zur Gesellschaft getan habe (Urk. 1 S. 1). Der Beschwerdeführer erweckte bei seiner konkursamtlichen Einvernahme sodann nicht den Eindruck, als hätte er über die Finanzen und die Angelegenheiten der Gesellschaft nicht Bescheid gewusst. Er beantwortete dem Konkursbeamten praktisch sämtliche Fragen (Urk. 7/335/17-28). Er wusste insbesondere auch Bescheid, dass die Buchhal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tung der Gesellschaft nur bis am 31. Dezember 2012 nachgeführt worden sein soll (Urk. 7/335/27). Hätte Frau B.___ die Buchhaltung unter Verschluss gehalten, wie dies der Beschwerdeführer behauptete, hätte er diese Auskunft nicht erteilen können. Ausserdem gab Frau B.___ den Beschwerdeführer in der Lohndeklaration 2012 vom Juli 2013 sogar als Kontaktperson an (Urk. 7/252/1). Die Schilde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rungen des Beschwerdeführers erscheinen somit widersprüchlich. Er stellt den Sachverhalt so dar, als wären ihm die Hände gebunden gewesen – dabei war er ab dem 11. Juni 2012 sogar Vorsitzender der Geschäftsführung. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Umso mehr war er </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">daher </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">dazu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> verpflichtet, im Rahmen seiner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> bestehenden Oberaufsicht die Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">haltung der öffentlich-rechtlichen Beitragspflicht zu überwachen und durchzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">setzen und dafür zu sorgen, dass die auf den ausbezahlten Löhnen ex lege ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">standenen Sozialversicherungsbeiträge abgeführt oder zumindest sichergestellt werden.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Hierzu hätte er sich zunächst, bei offensichtlicher Kenntnis über Miss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">stände, über den Gang der Gesellschaft informieren und sich bei der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">degegnerin über allfällige Ausstände der Gesellschaft erkundigen müssen. Es liegt jedoch weder ein Schreiben des Beschwerdeführers bei den Akten, welches ein derartiges Handeln belegen würde, noch lassen sich den Akten Anhalts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">punkte für ein Tätigwerden des Beschwerdeführers entnehmen. Der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">deführer hätte zumindest versuchen müssen, sich gegen die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Geschäftsführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> durchzusetzen und wirksame Massnahmen zur Sicherstellung der Arbeitgeber</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">p</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">flichten zu treffen, was er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> mangels eines Nachweises </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">jedoch ebenfalls nicht getan hatte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Auch konnte der Beschwerdeführer nicht belegen, dass er sich zivilrechtlich gegen die von Frau B.___ angeblich angemasste alleinige Geschäfts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">führung zur Wehr gesetzt hätte. Die „Schuldanerkennung“ von Frau B.___ vom 24. Juni 2015 (Urk. 7/355), worin sie erklärte, der Beschwerdeführer habe keine Funktionen der Geschäftsleitung in der Gesellschaft wahrgenommen, er sei lediglich als Therapeut tätig gewesen und habe sich vollumfänglich auf diese Aufgabe konzentrieren müssen und habe weder Zugriff auf das Firmen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">konto noch Einfluss auf die Lohnzahlungen oder die Rechnungsstellung gehabt, vermag den Beschwerdeführer deshalb gegenüber der Beschwerdegegnerin nicht zu entlasten. Dem Beschwerdeführer hätten als formelles Organ wie gesagt Mittel zur Einflussnahme zur Verfügung gestanden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass dem Beschwerdeführer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aus zeitlicher Sicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">betreffend die Nachforderung für das Jahr 2008 (Nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zahlungsverfügung vom 7. Juni 2013 [Urk. 7/246/1]) eine falsche Abrechnung nicht angelastet werden kann; im Zeitpunkt der Lohndeklaration für das Jahr 2008 (Deklaration vom 13. August 2009 [Urk. 7/79]) war er noch nicht Geschäftsführer der Gesellschaft. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Allerdings war er i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m Zeitpunkt der Eröffnung der Nachzahlungsverfügung vom 7. Juni 2013 Vorsitzender d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er Geschäfts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führung, weshalb er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> für die fehlende Begleichung der Schuld </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dennoch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verant</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wortlich gemacht werden kann.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach dem Gesagten vermag sich der Beschwerdeführer für die Zeit seines Geschäftsführungsmandates nicht zu exkulpieren. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schliesslich setzt die Schadenersatzpflicht des Arbeitgebers nach Art. 52 Abs. 1 AHVG voraus, dass zwischen der absichtlichen oder grobfahrlässigen Missach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung von Vorschriften und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zusammenhang gegeben ist (BGE 119 V 401 E. 4a mit Hinweisen auf die Lehre, 103 V 120 E. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">getretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mein als begünstigt erscheint (BGE 119 V 401 E. 4a mit Hinwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen; vgl. auch BGE 122 V 189 sowie 119 Ib 334 E. 3c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Kausalzusammenhang zwischen dem Verhalten des Beschwerdeführers und dem eingetretenen Schaden ist gegeben.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Verhalten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Beschwerdegegnerin sind demgegenüber keine Pflichtwidrigkeiten erkennbar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ein Mitverschulden trifft die Beschwerdegegnerin somit nicht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt</span></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Y.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Z.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Da der Streitwert Fr. 30'000.-- übersteigt, kann gegen diesen Entscheid innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff., insbesondere Art. 85, in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstMuraro</p><p></p></div> </div></body></html>