<h2>SubmittedText<h2><p>Um Freiwilligenarbeit im Sport in der Schweiz zu fördern, wird der Bundesrat beauftragt, im Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer (DBG) einen allgemeinen Steuerabzug einzuführen, der pauschal für Freiwilligenarbeit zugunsten gemeinnütziger juristischer Personen gewährt wird, die im Sport aktiv sind. Ein derartiger Steuerabzug soll auch auf kantonaler Ebene im Rahmen des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG) ermöglicht werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In den vergangenen Jahren wurden mehrere Motionen eingereicht, welche eine steuerliche Förderung der Freiwilligentätigkeit bezweckten. Zuletzt beantragte der Bundesrat die Ablehnung der Motion Ammann 19.3322, welche die Freiwilligenarbeit durch eine beschränkte Steuerbefreiung der Einkünfte aus Freiwilligenarbeit fördern will. Die Motion ist im Rat noch nicht behandelt worden. Weiter beantragte der Bundesrat auch für die Motion Streiff-Feller 11.3083 und die Motion Moret 11.3636 die Ablehnung. Beide Motionen sahen die Schaffung eines allgemeinen Steuerabzugs für gewisse ehrenamtliche Tätigkeiten vor. Beide Vorstösse wurden vom Parlament abgelehnt.</p><p>Der Bundesrat ist sich der zahlreichen positiven Effekte des Sports bewusst. Es ist unumstritten, dass die ehrenamtlich tätigen Helferinnen und Helfer eine verdienstvolle Arbeit leisten und einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen. Nach Ansicht des Bundesrates ist dies jedoch keine genügende Begründung für eine Steuererleichterung. </p><p>Wenn durch die Steuerpolitik ausserfiskalische Ziele gefördert werden, werden das in der Verfassung verankerte Prinzip der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und damit auch die Steuergerechtigkeit eingeschränkt. Der vorgeschlagene pauschale Steuerabzug würde insbesondere bezüglich der Effizienz schlecht abschneiden, da ein hoher Mitnahmeeffekt generiert würde. Ausserdem würde er zu einer rechtlichen Ungleichbehandlung der unterschiedlichen Freiwilligentätigkeiten führen, welche sich kaum sachlich rechtfertigen liesse. </p><p>Die Einführung würde Mindereinnahmen bei Bund, Kantonen und Gemeinden verursachen. Ein wirkungsvoller Förderungseffekt wäre nicht gesichert. Nach Ansicht des Bundesrates beruht Freiwilligenarbeit auf intrinsischer Motivation und nicht auf finanziellen Anreizen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.