<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird eingeladen, das heutige System der Jungparteienentschädigung so zu korrigieren, dass eine sachgemässe und gleichberechtigte Zuteilung der finanziellen Mittel sichergestellt werden kann.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Motion geht von einer allzu engen Interpretation des heutigen Zuteilungssystems bei der Bemessung der jährlichen Bundesbeiträge an Organisationen aus, die auf nationaler Ebene im Rahmen der Jugendförderung tätig sind, welches auf den Richtlinien des Eidgenössischen Departementes des Innern vom 1. März 1994 gemäss Jugendförderungsgesetz (JFG) vom 6. Oktober 1989 beruht. Entgegen der in der Begründung zur Motion geäusserten Meinung basieren die Richtlinien nicht auf Zielvorstellungen internationaler Jugendverbände. Vielmehr wurden sie zwischen 1990 und 1991 auf der Grundlage von Artikel 12 Absatz 2 JFG vom zuständigen Bundesamt für Kultur (BAK) in enger Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) vorbereitet. Der SAJV gehören heute etwa 90 Jugendorganisationen unterschiedlicher Prägung und Grösse an, u. a. die schweizerischen Jungparteien von CVP, FDP und SP. Die internationale Ausrichtung der Aktivitäten bildet keineswegs das Hauptkriterium für die Berechnung der jährlichen Entschädigungen. Die Richtlinien messen den internationalen Aktivitäten eine recht geringe Bedeutung bei, während andere Kriterien wie die direkte Arbeit mit Jungen, die nationale Dimension der Aktivitäten und die Struktur der gesuchstellenden Organisationen weit stärker gewichtet werden. Es ist wichtig, die Tätigkeiten anhand eines recht umfangreichen Erhebungsbogens, der ihnen jedes Jahr vom BAK zugestellt wird, vollständig auszuweisen. Hinsichtlich der im Jahre 2000 ausbezahlten Beiträge ist zu erwähnen, dass einige Jungparteien dank einem besseren Erfassen ihrer Aktivitäten zum Teil beträchtliche Erhöhung der Bundesbeiträge gegenüber dem Vorjahr erwirken konnten.</p><p>Die Rechtsgrundlagen, welche die Finanzhilfen für ausserschulische Jugendarbeit regeln, wurden kürzlich einer Überprüfung unterzogen. Mittels eines Fragebogens wurden die unterstützten Organisationen im Frühjahr 1999 aufgefordert, sich zur Richtigkeit und Wirksamkeit des Zuteilungssystems zu äussern. Die Stellungnahmen fielen mehrheitlich positiv aus. Ausgehend von den zahlreichen erhaltenen Bemerkungen und Vorschlägen hat das BAK eine sanfte Revision der Richtlinien beschlossen. Diese wird gegenwärtig von einer Arbeitsgruppe vorbereitet, die aus Vertretungen des BAK, der SAJV und der Eidgenössischen Kommission für Jugendfragen besteht. Das Ergebnis wird den betroffenen Jugendorganisationen zur Vernehmlassung unterbreitet. Diese ist auf Ende Jahr geplant. Die Jungparteien haben damit die Möglichkeit, durch ihre Stellungnahmen - im Sinne der Motion - konkrete Vorschläge für die spezielle Berücksichtigung ihrer Situation vorzubringen.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.