<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="file:///L:/LOGO/DOPPLEU3.BMP"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2010.00905</span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann als Einzelrichter</p><p>Gerichtssekretärin Lienhard</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 18. November 2010</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span><span class="Standard StandardFett RubrumFett">, geb. 2007</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gesetzlich vertreten durch die Mutter </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Y.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">diese vertreten durch Rechtsanwalt Bruno Meier</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Advokatur und Notariat</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Kaiserstrasse 8, 4310 Rheinfelden</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren am 28. September 2007, wurde von ihren Eltern am 5. Mai 2010 wegen Untergewichts bei der Geburt und Hypoglykämie, entsprechend Ziff. 494 und Ziff. 498 des Anhangs zur Verordnung über Geburtsgebrechen (GgV), bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet (Urk. 8/2/5 Ziff. 5.1; Urk. 8/6/5). Nach Einholung eines Arztberichts (Urk. 8/6/5) und Durchführung des Vorbescheidverfahrens (Urk. 8/9-16) verneinte die Sozial</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügung vom 23. August 2010 einen Anspruch der Versicherten auf Kostengutsprache für medizinische Massnahmen zur Behandlung dieser beiden Geburtsgebrechen (Urk. 8/20 = Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen die Verfügung vom 23. August 2010 (Urk. 2) erhob die Mutter der Versicherten am 22. und 23. September 2010 Beschwerde mit dem Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Entscheides und Kostengutsprache für die Behand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lungskosten in Höhe von Fr. 17'245.-- nebst Zins zu 5 % seit 18. Dezember 2008 (Urk. 1/1 S. 1; Urk. 1/2 S. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 15. Oktober 2010 (Urk. 7) beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 27. Oktober 2010 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Einzelrichter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span id="VV153"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span id="IV118"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherte haben bis zum vollendeten 20. Altersjahr Anspruch auf die zur Behandlung von Geburtsgebrechen (Art. 3 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) notwendigen medizini</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Massnahmen (Art. 13 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung, IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span id="IV175"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen des IVG vom 6. Oktober 2006, der Verordnung über die Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung (IVV) vom 28. September 2007, des Bundesgesetzes über den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sowie das Bundesgesetz über die Schaffung und die Änderung von Erlassen zur Neu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) vom 6. Oktober 2006 in Kraft getreten. In materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">verhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 Erw. 1, 126 V 136 Erw. 4b, je mit Hinweisen). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.%2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die im Anschluss an die Geburt entstandenen Behandlungskosten der Versicherten in Höhe von Fr. 17'245.-- zu übernehmen hat (vgl. Urk. 8/15/1). Dass ein Geburtsgebrechen entsprechend Ziff. 494 und Ziff. 498 GgV vorliegt, ist unbestritten. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.%2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete ihren Entscheid damit, dass der Versiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fall am 28. September 2007 eintrat und deshalb altes Recht zur An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wendung komme. Demnach könnten Leistungen nur für zwölf Monate rück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirkend übernommen werden. Da die Versicherte erst am 7. (richtig: 5.) Mai 2010 angemeldet worden sei, sei eine rückwirkende Übernahme nicht möglich (Urk. 2 S. 1 f.). Es sei nicht erstellt, dass die Eltern der Versicherten den an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruchsbegründenden Sachverhalt nicht hätten kennen können, weshalb keine Verlängerung dieser zwölfmonatigen Frist gerechtfertigt sei (Urk. 7 S. 1 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.%2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem hielt die Beschwerdeführerin entgegen, die Sache sei nach ATSG zu beurteilen. Es gehe um Sachleistungen im Sinne von Art. 14 ATSG und es sei keine Voraussetzung für eine Kürzung oder Leistungsverweigerung nach Art. 21 ATSG gegeben. Gemäss Art. 24 ATSG erlösche ein Anspruch erst fünf Jahre nach Ende des Monats, für welchen die Leistungen geschuldet seien. Diese Frist sei vorliegend noch nicht abgelaufen. Im Zeitpunkt der Aufhebung von Art. 48 IVG per 1. Januar 2008 habe die Rechnung des Spitals noch nicht vorgelegen, weshalb die Beschwerdeführerin davon ausgegangen sei, dass das Spital direkt mit der Beschwerdegegnerin abrechnen würde. Sie sei am 7. Oktober 2008 erstmals mit dieser Behandlungsrechnung konfrontiert worden. Erst auf Nachfrage ihres Rechtsvertreters am 1. Februar 2010 habe sie erfahren, dass Geburtsgebrechen vorlägen (Urk. 1/2 S. 3 f.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.%2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 48 des bis zum 31. Dezember 2007 massgeblichen IVG erlischt ein Anspruch auf Nachzahlung mit dem Ablauf von fünf Jahren seit Ende des Monats, für welchen die Leistung geschuldet war (Abs. 1). Meldet sich ein Versicherter jedoch mehr als zwölf Monate nach Entstehen des Anspruchs an, so werden die Leistungen lediglich für die zwölf der Anmeldung vorangehen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Monate ausgerichtet. Weitergehende Nachzahlungen werden erbracht, wenn der Versicherte den anspruchsbegründenden Sachverhalt nicht kennen konnte und die Anmeldung innert zwölf Monaten seit Kenntnisnahme vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nimmt (Abs. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Diese Bestimmung wurde im Rahmen der 5. IVG-Revision mit Wirkung ab 1. Januar 2008 aufgehoben. Massgeblich ist nunmehr Art. 24. Abs. 1 ATSG, wonach der Anspruch auf ausstehende Leistungen fünf Jahre nach dem Ende des Monats erlischt, für welchen die Leistung geschuldet war (Meyer, Recht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">sprechung des Bundesgerichts zum IVG, 2. Auflage, Zürich 2010, S. 452 mit Hinweis). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.%2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beurteilung sind jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verhalt verwirklicht hat (vgl. vorstehend Erw. 1.3). Dieser Sachverhalt hat sich vorliegend mit de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Geburt der Versicherten (Untergewicht) und der aufgrund der Hypoglykämie notwendig gewordenen anschliessenden neonato</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">logischen Behandlung (vgl. Urk. 8/6/5) verwirklicht: Die Invalidität und damit der Beginn des Anspruchs auf Behandlung tritt in dem Zeitpunkt ein, da das Leiden objektiv behandlungs- oder kontrollbedürftig ist (BGE 111 V 117 Erw. 1d; Meyer-Blaser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 1. Auflage, Zürich 1997, S. 101), was im Falle der Versicherten zeitnah zur Geburt geschah. Damit steht fest, dass sich der anspruchsbegründende Sachverhalt im Zeitraum vom 28. September 2007 bis 3. Oktober 2007 verwirklicht hat (vgl. Urk. 8/6/5), wo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit Art. 48 aIVG zur Anwendung kommt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.%2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Anmeldung bei der Invalidenversicherung erfolgte am 5. Mai 2010, weshalb gestützt auf Art. 48 Abs. 2 aIVG Leistungen bis höchstens zwölf Monate vor der Anmeldung, somit bis und mit Mai 2009, auszurichten sind. Für die Behandlungskosten im hier massgeblichen Zeitraum vom 28. September 2007 bis 3. Oktober 2007 hat die Beschwerdegegnerin deshalb nicht aufzukom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.%2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Weitergehende Nachzahlungen innerhalb der fünfjährigen Verjährungsfrist von Art. 48 Abs. 1 aIVG werden erbracht, wenn der Versicherte den anspruchs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">begründenden Sachverhalt nicht kennen konnte und die Anmeldung innert zwölf Monaten seit Kenntnisnahme vornimmt. Dies, wenn der Versicherte aus Gründen höherer Gewalt objektiverweise den anspruchsbegründenden Sach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verhalt nicht kennen konnte (Meyer-Blaser, a.a.O., S. 284). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Diesbezüglich macht die Beschwerdeführerin geltend, es sei ihr weder vom Spital noch von der Krankenkasse mitgeteilt worden, dass ein Geburtsgebrechen vorliege. Erst auf Nachfrage ihres Vertreters kurz vor der Anmeldung bei der Invalidenversicherung habe sie dies erfahren; es sei ihr weder vom Spital noch von der Krankenkasse mitgeteilt worden (Urk. 1/1 S. 2; Urk. 1/2 S. 5). Dies reicht jedoch nicht aus, um eine Ausnahme im vorgenannten Sinne zu begrün</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">den: Mit „Kenntnis des anspruchsbegründenden Sachverhalts“ ist nicht das sub</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">jektive Einsichtsvermögen der versicherten Person gemeint; nach dem Wortlaut von Art. 48 Abs. 2 Satz 2 IVG („nicht kennen konnte") geht es vielmehr darum, ob der anspruchsbegründende Sachverhalt objektiv feststellbar ist oder nicht (BGE 100 V 114 Erw. 2c). Dies war vorliegend der Fall, wies die Versicherte doch ein Geburtsgewicht von unter 2000 g auf und litt an einer schweren neo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">natalen und metabolischen Störung, die in den ersten 72 Lebensstunden auftrat und eine Intensivbehandlung erforderlich machte (Ziff. 494 und Ziff. 498 GgV). Beides war im Behandlungszeitpunkt objektiv feststellbar, ansonsten die vom Spital vorgenommene entsprechende nachträgliche Qualifi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">zierung als Geburts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">gebrechen (vgl. Urk. 8/6/5) ohnehin in Frage gestellt werden müsste. Im Übrigen ist nicht nachvollziehbar, weshalb sich die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">führerin nach Erhalt der Behandlungsrechnung vom 7. Oktober 2008 (vgl. Urk. 1/2 S. 4; Urk. 3/1) und der Mitteilung der Krankenkasse vom 11. November 2008, wonach weitere Abklärungen erforderlich seien (Urk. 3/2), nach Lage der Akten nicht erkundig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">te, sondern weitere eineinhalb Jahre verstreichen liess, bis sie tätig wurde. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Für eine ausnahmsweise Verlängerung der zwölfmonatigen Frist von Art. 48 Abs. 2 Satz 2 aIVG besteht somit kein Raum. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die angefochtene Verfügung als rechtens erweist. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Streitgegenstand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">leistungen betrifft, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 400.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Der Einzelrichter erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span id="_GoBack"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">400</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Bruno Meier</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">zustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der EinzelrichterDie Gerichtssekretärin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannLienhard</p></div> </div></body></html>