<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr></table><p><span>UV.2016.00272</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Annaheim<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Gerichtsschreiber Schetty</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 22. Juni 2018</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Suva</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsabteilung</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Postfach 4358, 6002 Luzern</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der im Jahre 1961 geborene X.___ war seit dem 1. Oktober 1997 bei der Y.___ als Geschäftsleiter angestellt und als solcher bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Bei einer Kollision zwischen zwei Velofahrern am 12. August 2012 zog sich der Versicherte einen Bruch der rechten Mittelhand zu; weiter erlitt er Verletzungen im Gesicht sowie an den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zähnen und zog sich Schürfungen am linken Knie zu (Urk. 7/2). Nach ambulanter Erstversorgung am Z.___ am 12. August 2012 (Urk. 7/26/2) erfolgte die operative Versorgung der dislo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zierten Metakarpale-V-Basisfraktur mit Schaftausläufer rechts am 16. August 2012 (geschlossene Reposition und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kirschnerdrahttransfixation</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Urk. 7/24); die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kirschnerdrahtentfernung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erfolgte am 14. September 2012 (Urk. 7/50/2). Infolge weiterhin persistierender Beschwerden an der rechten Hand erfolgte am 19. Februar 2014 eine erste kreisärztliche Untersuchung (Urk. 7/104). In der Folge wurden die Handbeschwerden neurologisch abgeklärt (Bericht vom 23. April 2014) und es erfolgte eine weitere kreisärztliche Untersuchung (Urk. 7/133). Mit Schreiben vom 5. November 2014 stellte die Suva die Hei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lungskosten per 31. Januar 2015 ein (Urk. 7/136). Mit Verfügung vom 29. Juli 2015 verneinte die Suva den Anspruch auf eine Invalidenrente sowie Integri</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tätsentschädigung (Urk. 7/160).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 28. September 2015 meldete der Versicherte bei der Suva einen Rückfall zur Leistungsprüfung an (Urk. 7/162). Mit Schreiben vom 4. Januar 2016 lehnte diese weitere Leistungen ab (Urk. 7/174) und hielt an dieser Einschätzung mit Verfügung vom 28. Januar 2016 (Urk. 7/182) sowie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 3. November 2016 fest (Urk. 7/196 = Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob der Versicherte am 29. November 2016 Beschwerde und bean</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragte die Leistungsausrichtung aufgrund der erneuten Verschlimmerung der Beschwerden (Rückfall, Urk. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwerdeantwort vom 6. Januar 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 13. Januar 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Schreiben vom 16. Februar 2017 reichte der Beschwerdeführer die interdis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziplinäre arbeitsspezifische Abklärung der C.___ zu den Akten (Ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klärung vom 20. Dezember 2016; Urk. 9 f.), welche der Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 1. März 2017 zur freigestellten Stellungnahme zugestellt wurde (Urk. 11). In der Folge leitete diese eine chirurgische Beurteilung in die Wege (Bericht vom 30. März 2017, Urk. 15) und beantragte mit Vernehmlassung vom 2. Mai 2017 weiterhin Abweisung der Beschwerde (Urk. 14). Zur Vernehmlas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung der Beschwerdegegnerin äusserte sich der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 14. Mai 2017 (Urk. 17).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (Abs. 2). Ausserdem erbringt die Versiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">handlung zugefügt werden (Abs. 3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt (Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung; UVV). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krank</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">änderungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen kön</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> damit, dass aufgrund der objektiven Befunde an der rechten Hand nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf ein CRPS geschlossen werden könne, was nicht genüge, um eine Rückfallkausalität anzunehmen (Urk. 2 S. 5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber machte der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, dass die Beschwerden im Zusammenhang mit dem CRPS nie verschwunden seien und ab Ende September 2015 wieder zugenommen hätten, sodass er seither nur noch eingeschränkt habe arbeiten können (Pensum von vier bis sechs Stunden pro Tag, 60 %). Nach Angaben der Fachärzte des Z.___ handle es sich um einen Rückfall des CRPS in Verbindung mit dem Unfall. Aufgrund des enormen Auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wandes und der demütigenden Behandlung seitens der Suva, welche ihm diese Schmerzen und das CRPS nicht abnehme, begehre er eine Parteientschädigung (Urk. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Prof. Dr. med. A.___, Facharzt FMH für Orthopädie und Unfallchirurgie, diagnos</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tizierte anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 28. August 2014 ein CRPS der rechten Hand bei Zustand nach osteosynthetisch versorgter, dislozier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter Metacarpale-V-Basisfraktur mit Schaftausläufern rechts am 12. August 2012, OP vom 16. August 2012 und 14. September 2012.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Kraft in der rechten Hand sei reduziert, die Beschwerden träten ausschliess</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich belastungsabhängig auf. Bei der aktuellen kreisärztlichen Untersuchung zeige sich an der rechten Hand eine Hyposensibilität ohne funktionelle Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkungen beim Spitz- und Schlüsselgriff sowie beim Faustschluss. Gegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">über den Beurteilungen vom 27. Februar und 9. April 2014 hätten sich die Funktionseinschränkungen der rechten Hand nicht mehr relevant verändert, so</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dass von einem Endzustand auszugehen sei. Der Beschwerdeführer sei in seiner Tätigkeit als selbständiger </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Storenmonteur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu 70 % arbeitsfähig. Auf dem allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meinen Arbeitsmarkt seien leichte bis mittelschwere körperliche Tätigkeiten ganztags zumutbar. Repetitive Belastungen sowie Vibrations- und Stossbelas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungen der rechten Hand seien auszuschliessen. Weitere Behandlungen seien ausser einer Fitnessbehandlung nicht mehr erforderlich, da </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hievon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> keine we</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sentliche Besserung zu erwarten sei (Urk. 7/133 S. 4 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die für die interdisziplinäre arbeitsspezifische Abklärung verantwortlichen Fachpersonen der C.___ diagnostizierten in ihrem Bericht vom 20. Dezember 2016 ein CRPS der rechten Hand bei Status nach Metacarpale-V-Basisfraktur mit Schaftausläufern rechts vom 12. August 2012 sowie eine zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nehmende CRPS-Symptomatik seit August 2015 (ICD-10 M89.04).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nachdem sich der Beschwerdeführer zunächst «durchgebissen» und zu 100 % als selbständiger </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Storenmonteur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gearbeitet habe, sei es im August 2015 zu einer deutlichen Verstärkung der Beschwerden gekommen, sodass er die Arbeitstätig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit deutlich habe reduzieren müssen (Urk. 10 S. 1). Im Rahmen der ergonomi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Abklärung habe eine Funktionsstörung der rechten Hand mit deutlichem Kraftverlust beim Hantieren von Gewichten, bei Überkopfarbeiten und bei Tä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tigkeiten mit mässig bis starkem Krafteinsatz ohne Hinweise für eine Symptom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ausweitung festgestellt werden können. Die beobachtete Belastbarkeit entspre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">che im Wesentlichen einer wechselbelastenden leichten bis mittelschweren Tä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tigkeit ganztags mit zusätzlichen Pausen von insgesamt ca. 2 Stunden pro Tag; auch bei einer angepassten Tätigkeit sei mit einer Leistungsminderung zu rech</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen. In der bisherigen Tätigkeit sei eine Arbeitsfähigkeit von 5 Stunden pro Tag (60 %) zumutbar (S. 2 f.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. B.___, Fachärztin FMH für Chirurgie, führte in ihrer Beurteilung vom 30. März 2017 zu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Handen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der Suva aus, dass die Fachpersonen der C.___ die Diagnose CRPS ohne umfassende neurologische Untersuchung gestellt hätten; ein alleiniges Abstellen auf das subjektive Empfinden des Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführers sei dabei nicht objektivierbar. Gestützt auf den Bericht vom 20. Dezember 2016 sei es nicht möglich, die Diagnose eines aktiven CRPS zu stellen (Urk. 15 S. 8). Weiter könne die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in ei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ner angepassten Tätigkeit nicht nachvollzogen werden, da nicht auf die Funk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tionsminderung der rechten Hand fokussiert werde, sondern vorwiegend auf die zeitliche Limitierung (S. 9). Bezüglich des Zustandes der rechten Hand sei seit dem 29. Juli 2015 nicht von einer erheblichen Verschlechterung auszugehen, was sich auch aus den Berichten des Z.___, Klinik für Hand- und Plastische Chirurgie, ergebe (S. 9 unten und S. 10).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zu prüfen ist, ob ein Wiederaufflackern der Beschwerden an der rechten Hand gestützt auf die Einschätzung von Dr. B.___ verneint werden kann oder ob dies aufgrund der medizinischen Aktenlage nicht möglich ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Festzuhalten ist dabei, dass d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte nach der Rechtsprechung Beweiswert zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kommt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich wider</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3b/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ee</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie ei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ATSG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom Versicherungsträ</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zunehmen (BGE 139 V 225 E. 5.2; BGE 135 V 465 E. 4.4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_348/201</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6 vom 9. Dezember 2016 E. 2.4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. B.___ kritisiert in ihrer chirurgischen Beurteilung hinsichtlich der Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schätzung der C.___ vor allem das Fehlen einer neurologischen Un</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tersuchung sowie die ungenügende Umschreibung der funktionellen Einschrän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kungen im Zusammenhang mit einer behinderungsangepassten Tätigkeit. Zu bemerken ist dazu, dass an den C.___ eine interdisziplinäre arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spezifische Abklärung durchgeführt wurde, welche nicht in erster Linie auf eine medizinisch-theoretische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im Zusammenhang mit dem Unfall abzielte. Der Befund an der rechten Hand zeigte dabei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vor allem im Mittelhandbereich eine leicht livide Verfärbung der Haut; weiter stellten die Fachärzte eine leichte Einschränkung des aktiven Faustschlusses fest sowie neu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rologisch eine abgeschwächte Kraft M4 der rechten Hand bei Faustschluss sowie Fingerspreizen sowie eine abgeschwächte Sensibilität der gesamten rechten Hand wie auch eine abgeschwächte Tiefensensibilität sowie einen abgeschwäch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten Vibrationssinn von 6/8 der rechten Hand (Urk. 10 S. 2). Auch wenn für eine abschliessende Beurteilung der Sachlage eine neurologische Untersuchung nötig sein sollte, erfolgte an den C.___ dennoch eine fachärztliche Befund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aufnahme sowie eine Einschätzung der verbliebenen Leistungsfähigkeit, welche an der Einschätzung von Dr. B.___ zumindest geringe Zweifel weckt, zumal es sich bei deren chirurgischer Einschätzung um eine reine Aktenbeurteilung handelt. Dass es sich bei den seit August 2015 wieder vermehrt aufgetretenen Beschwerden um solche im Zusammenhang mit dem CRPS handelt, wird zudem auch von den Fachärzten des Z.___ postuliert, wo der Beschwerdeführer seit No</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vember 2015 regelmässig in Behandlung stand (Urk. 7/175, Urk. 7/201, Urk. 7/200, Urk. 7/199, Urk. 7/203).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Insgesamt kann damit festgehalten werden, dass gestützt auf die Abklärung an den C.___ sowie die Berichte des Z.___ von zumindest geringen Zwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">feln an der Aktenbeurteilung von Dr. B.___ auszugehen ist. Zwecks fun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dierter Einschätzung der Sachlage aus medizinisch-theoretischer Sicht ist die Sache daher zur externen Begutachtung an die Beschwerdegegnerin zurückzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weisen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dem Beschwerdeführer ist keine Prozessentschädigung zuzusprechen, da sein Arbeitsaufwand und seine Umtriebe im vorliegenden Verfahren nicht den Rah</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">men dessen überschritten, was der Einzelne </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zumutbarerweise</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nebenbei zur Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sorgung seiner persönlichen Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">wird in </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">dem Sinne gutgeheissen, dass der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> angefochtene </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Einsprache</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">entscheid</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> vom 3. November 2016 </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">aufgehoben und die Sache an die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Suva </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">zurückge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">wiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> der Erwägungen, über den Leistungs</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">anspruch des Beschwerdeführers neu verfüge.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Dem Beschwerdeführer </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">wird keine Prozessentschädigung zugesprochen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Suva unter Beilage einer Kopie von Urk. 17</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><span id="_GoBack"></span>GräubSchetty</p><p></p></div> </div></body></html>