<h2>SubmittedText<h2><p>Die Regionalisierung der "Armee XXI" sieht eine Neugruppierung der Betriebe, Zeughäuser und AMP sowie auch eine Restrukturierung des Festungswachtkorps vor. Für den Kanton Aargau sind einschneidende Änderungen vorgesehen.</p><p>1. Wie hoch ist im Moment der Personalbestand im Kanton Aargau? Wie wird sich dieser durch die "Armee XXI" verändern?</p><p>2. Werden andere Kategorien von Angestellten benötigt? Sind eventuell Entlassungen vorgesehen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Gegenwärtig gibt es im Kanton Aargau im Militärbereich rund 340 eidgenössische Beschäftigte.</p><p>Ein Kontingent von rund 200 Stellen besteht beim kantonalen Zeughaus und Waffenplatz Aarau, beim Eidgenössischen Zeughaus und Waffenplatz Brugg inklusive Bremgarten und dem AMP Othmarsingen. Das Stellenkontingent entspricht rund 210 eidgenössischen Mitarbeitenden. Dazu kommen 52 kantonale Bedienstete (im kantonalen Zeughaus/Waffenplatz Aarau).</p><p>Das Festungswachtkorps (FWK), Sektor 42, belegt im Kanton Aargau als einzigen Standort Brugg. Die 34 Arbeitsstellen dienen vor allem der Instandhaltung und dem Betrieb von Anlagen der Verteidigungsinfrastruktur.</p><p>Beim Kommando der Felddivision 5 sind vier Mitarbeitende auf drei Stellenkontingenten beschäftigt.</p><p>Auf den Waffenplätzen Aarau, Brugg und Bremgarten sind gut 90 Berufsoffiziere, -unteroffiziere und Fachlehrer beschäftigt.</p><p>Zur möglichen Veränderung der Stellensituation sind zurzeit folgende Aussagen möglich: Es besteht in "Armee XXI" die Absicht, das kantonale Zeughaus/Waffenplatz Aarau als Filialbetrieb mit dem Eidgenössischen Zeughaus/Waffenplatz Brugg als Stammbetrieb zusammenzuführen. Der AMP Othmarsingen bleibt ein Stammbetrieb mit dem Filialbetrieb Rothenburg/Luzern. Damit werden an die einzelnen Mitarbeitenden in Bezug auf Polyvalenz und Flexibilität höhere Anforderungen gestellt.</p><p>Beim FWK werden in einer Übergangsfrist Mitarbeitende aus der Instandhaltung einerseits weiterhin bei der Liquidation von Anlagen eingesetzt. Andererseits werden zurzeit Mitarbeitende aus der Instandhaltung für andere Bereiche (z. B. Ausbildungsunterstützung) umgeschult. Mit "Armee XXI" wird das FWK, Sektor 42, aufgehoben, gleich wie alle anderen FWK-Sektoren. Es ist dabei eine leichte Senkung der Anzahl Arbeitsplätze zu erwarten. Detaillierte Angaben sind zurzeit aber noch nicht möglich, da die Detailplanung noch nicht weit genug fortgeschritten ist. Das FWK wird in "Armee XXI" zum "Lehrverband Militärische Sicherheit". Es bleibt in Brugg präsent: Brugg ist Filialbetrieb der neuen Region Nord (Stammbetrieb Emmen), mit einem Posten der territorialen Militärpolizei und mit Unterhaltsgruppen.</p><p>Der Bestand an Berufsmilitär wird nicht abnehmen, da die heutigen Standorte weiter betrieben werden.</p><p>2. Als neue Personalkategorie beim militärischen Berufspersonal kann das Zeitmilitär genannt werden. Zeitsoldaten und Zeitkader werden sowohl auf den aargauischen Waffenplätzen wie auch beim Lehrverband Militärische Sicherheit benötigt.</p><p>Die Umsetzung der neuen Organisation in die Praxis hängt jedoch noch von den Debatten in den eidgenössischen Räten zum Armeeleitbild XXI ab. Aussagen zu eventuellen Entlassungen sind deshalb noch nicht möglich.</p><p>Das Bundesamt für Betriebe des Heeres benötigt in "Armee XXI" keine anderen Kategorien von Angestellten. Für den Stellenabbau bestehen verbindliche Vorgaben gemäss den Grundsätzen der Personalmigration im VBS. Vorrangigstes Ziel für den Stellenabbau ist eine grösstmögliche Sozialverträglichkeit.</p><p>Das FWK rechnet nicht mit Entlassungen.</p><p>Anstelle des Kommandos Felddivision 5 tritt in Aarau das Kommando einer Infanteriebrigade der "Armee XXI" mit voraussichtlich etwas kleinerer Anzahl Mitarbeitender.</p><p>Neu kommt in "Armee XXI" ein Rekrutierungszentrum mit einigen Stellen nach Windisch.</p>