<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat unterstützt die Kandidatur Österreichs und der Schweiz für die Fussball-EM 2008. Der Bund will mit 500 000 Franken zusammen mit dem Schweizerischen Fussballverband eine nationale Kampagne für Gesundheitsprävention und soziale Integration durch Sport durchführen.</p><p>1. Gehört zur Gesundheitsprävention und sozialen Integration auch die Gesundheit und die Integration behinderter Menschen?</p><p>2. Wird seitens des Bundes gewährleistet, dass im Falle einer Durchführung im Jahre 2008 Behinderte gleich wie alle anderen Menschen an den Veranstaltungen teilnehmen können?</p><p>3. Wie werden die Behindertenverbände in die Planung eingebunden, damit der gewünschten sozialen Integration Behinderter auf jeden Fall Rechnung getragen wird?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat am 11. Dezember 2000 das Konzept für eine Sportpolitik in der Schweiz und am 30. November 2001 die Massnahmen zur Umsetzung beschlossen. Im Rahmen dieses Konzeptes ist vorgesehen, der Gesundheitsförderung, der Prävention, der nachhaltigen Entwicklung der Jugend und der sozialen Integration durch den Sport spezielle Aufmerksamkeit zu widmen.</p><p>Mit dem Hauptziel "Gesundheit" will der Bundesrat den Anteil der bewegungsaktiven Bevölkerung aller Altersgruppen erhöhen; dabei sind die Anliegen des Jugend-, des Senioren- und des Behindertensportes speziell zu berücksichtigen. Zu diesem Zweck werden die betreffenden Verbände und Organisationen in die Planung einbezogen.</p><p>In diesem Zusammenhang will der Bundesrat in Zusammenarbeit mit Swiss Olympic und dem Schweizerischen Fussballverband anlässlich der Euro 2008 eine nationale Kampagne lancieren. Sie soll die Gesundheitsförderung und die soziale Integration durch den Sport zum Ziel haben sowie eine Fan-Kultur befürworten, die auf Respekt beruht. Für diese Kampagne sieht der Bundesrat einen finanziellen Beitrag von 500 000 Franken vor, unter dem Vorbehalt einer Summe in der gleichen Höhe seitens des Schweizerischen Fussballverbandes.</p><p>Nach der heutigen Vorstellung ist die Kampagne im Umfeld der Euro 2008 schwerpunktartig in den vier Stadien vorgesehen; im Bereich der Gesundheitsförderung ist dabei auch der Einbezug der Behinderten in die Massnahmen und demzufolge auch in der Planung vorgesehen.</p><p>Die Spiele der Euro 2008 sollen in den Stadien von Basel, Genf, Bern und Zürich gespielt werden. Es handelt sich dabei um neue und moderne Stadien, die mit Ausnahme von Basel noch in der Phase der Realisierung oder Planung stehen. Wie alle öffentlichen Veranstaltungsstätten haben diese den Kriterien der Behindertengerechtigkeit vollumfänglich zu genügen. Demzufolge ist behinderten Menschen der Zugang sicher in erleichterter, meist noch in bevorzugter Form hinsichtlich Platzierung gewährleistet.</p>