<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00216</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205992&amp;W10_KEY=13013560&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00216</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.07.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 04.12.2006 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Widerruf der Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nach der Scheidung von einem spanischen Staatsangehörigen, welcher in der Schweiz über die Niederlassungsbewilligung verfügt, kann die aus der Union Serbien und Montenegro stammende Beschwerdeführerin keinen Anspruch mehr auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung geltend machen. Der Widerruf der noch bis im Jahr 2008 gültigen Aufenthaltsbewilligung EG/EFTA ist nicht zu beanstanden. Das FZA enthält zwar keine Bestimmung darüber, wie nach der Auflösung einer Ehe zwischen einem EU-Bürger und einem Drittstaatsangehörigen mit dessen noch gültiger Aufenthaltsbewilligung zu verfahren ist. Indessen kann gemäss Art. 23 Abs. 1 VEP eine Aufenthaltsbewilligung widerrufen werden, wenn die Voraussetzungen für ihre Erteilung nicht mehr erfüllt sind. Dies ist hier mit der Scheidung der Fall, weil die Aufenthaltsbewilligung ausdrücklich für den Aufenthaltszweck "Familiennachzug ohne Erwerbstätigkeit" erteilt worden war. Art. 3 Anhang I FZA verfolgt nicht den Zweck, einem Drittstaatsangehörigen sogar bei Wegfall der Nachzugsgrundlage weiterhin ein selbständiges und bis zum nächsten Entscheid über die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung unantastbares Anwesenheitsrecht zu verschaffen. Ein Widerruf erweist sich auch nach innerstaatlichem Recht als zulässig und verhältnismässig. Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFENTHALTSZWECK">AUFENTHALTSZWECK</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEDINGUNG">BEDINGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DRITTSTAATSBÃRGER">DRITTSTAATSBÃRGER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREIZÃGIGKEITSABKOMMEN (FZA)">FREIZÃGIGKEITSABKOMMEN (FZA)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHEIDUNG">SCHEIDUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERRUF DER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">WIDERRUF DER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 9 Abs. II lit. b ANAG</span><br/><span class="gerade">Art. 17 Abs. II ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 Abs. I EMRK</span><br/><span class="gerade">Art. 7 lit. d FZA</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 Abs. I Anhang I FZA</span><br/><span class="gerade">Art. 23 Abs. I VEP</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2006 Nr. 29</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A, geboren 1966, StaatsangehÃ¶rige der Union Serbien und Montenegro, heiratete am 17. MÃ¤rz 2002 in Belgrad den rund 19 Jahre Ã¤lteren spanischen StaatsangehÃ¶rigen C, welcher im Besitz einer Niederlassungsbewilligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich war. Nachdem sie am 15. Mai 2002 in die Schweiz eingereist war, erhielt sie gestÃ¼tzt auf Art. 17 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder (ANAG) eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Ehegatten. Am 2. Mai 2003 erteilte ihr die Sicherheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich (Migrationsamt) eine Aufenthaltsbewilligung EG/EFTA mit GÃ¼ltigkeit fÃ¼r das Gebiet der gesamten Schweiz bis 14. Mai 2008 und mit dem Aufenthaltszweck "Familiennachzug ohne ErwerbstÃ¤tigkeit". Auf Klage des Ehemanns hin wurde die Ehe von A und C mit Urteil des Einzelrichters am Bezirksgericht X vom 23. Juni 2003 rechtskrÃ¤ftig geschieden.</p> <p class="Sachverhalt2">Mit VerfÃ¼gung vom 13. Mai 2004 widerrief die Sicherheitsdirektion die Aufenthaltsbewilligung EG/EFTA und setzte A Frist zum Verlassen des zÃ¼rcherischen Kantonsgebiets bis 15. Juli 2004.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Den hiergegen gerichteten Rekurs von A wies der Regierungsrat mit Beschluss vom 29. MÃ¤rz 2006 ab, im Wesentlichen mit der BegrÃ¼ndung, aufgrund der Ehescheidung sei das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft sowie ihren Mitgliedstaaten anderseits Ã¼ber die FreizÃ¼gigkeit (PersonenfreizÃ¼gigkeitsabkommen; FZA) nicht mehr anwendbar. Weiter kÃ¶nne sich A weder auf einen Anspruch nach Art. 17 Abs. 2 ANAG noch nach Art. 8 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) berufen, weshalb ein Entscheid im Rahmen des freien Ermessens zu treffen sei. Dabei habe sich der Widerrufsgrund gemÃ¤ss Art. 9 Abs. 2 lit. b ANAG verwirklicht, indem die mit der Bewilligung verbundene Bedingung "Familiennachzug ohne ErwerbstÃ¤tigkeit" nicht mehr erfÃ¼llt sei.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Beschwerde vom 6. Mai 2006 beantragte A dem Verwaltungsgericht, der Beschluss des Regierungsrats sei aufzuheben und ihre Aufenthaltsbewilligung sei aufrecht zu erhalten. Gleichzeitig ersuchte sie um Erteilung der aufschiebenden Wirkung und verlangte eine ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Sachverhalt2">WÃ¤hrend sich die Sicherheitsdirektion nicht vernehmen liess, schloss die Staatskanzlei namens des Regierungsrats auf Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">GestÃ¼tzt auf § 43 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht auf dem Gebiet der Fremdenpolizei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht. Dies trifft zu fÃ¼r Entscheide Ã¼ber den Widerruf einer Aufenthaltsbewilligung, und zwar unabhÃ¤ngig davon, ob ein Anspruch auf die Bewilligung besteht oder nicht (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 in Verbindung mit Art. 101 lit. d des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943; BGr, 26. Juli 2000, <span>2A.66/2000, E. 1a, www.bger.ch</span>). Auf die Beschwerde ist deshalb einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin war im Besitz einer bis 14. Mai 2008 gÃ¼ltigen Aufenthaltsbewilligung EG/EFTA, welche ausdrÃ¼cklich mit dem Aufenthaltszweck "Familiennachzug ohne ErwerbstÃ¤tigkeit" verbunden war und mit VerfÃ¼gung der Sicherheitsdirektion vom 13. Mai 2004 widerrufen wurde.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.1 </b>Nach der Kollisionsregel von Art. 1 lit. a ANAG gelten die Regeln des FZA vorrangig des ANAG und ist Letzteres nur beizuziehen, sofern das FZA keine abweichende Bestimmung enthÃ¤lt oder wenn das ANAG eine vorteilhaftere Rechtsstellung vorsieht. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.2 </b>GemÃ¤ss Art. 7 lit. d FZA in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 des Anhangs I zum FreizÃ¼gigkeitsabkommen (Anhang I FZA) haben die FamilienangehÃ¶rigen eines EG-StaatsangehÃ¶rigen mit Anwesenheitsrecht in der Schweiz ungeachtet der eigenen StaatsangehÃ¶rigkeit das Recht, bei diesem Wohnung zu nehmen. Als FamilienangehÃ¶riger gilt dabei nach Art. 3 Abs. 2 lit. a Anhang I FZA namentlich der Ehegatte.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.3 </b>Durch ihre Heirat mit einem spanischen StaatsangehÃ¶rigen, der in der Schweiz Ã¼ber die Niederlassungsbewilligung verfÃ¼gt, konnte sich die aus der Union Serbien und Montenegro stammende BeschwerdefÃ¼hrerin auf Art. 7 lit. d FZA und Art. 3 Abs. 1 und 2 Anhang I FZA berufen, um aus dem Anwesenheitsrecht ihres Ehemanns ein abgeleitetes Recht auf Aufenthalt geltend zu machen; dieser Anspruch gilt wÃ¤hrend der Dauer des formellen Bestands der Ehe, vergleichbar mit dem Anspruch nach Art. 7 Abs. 1 ANAG (vgl. BGr, 6. August 2004, 2A.94/2004, E. 1.2, www.bger.ch). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Ehe der BeschwerdefÃ¼hrerin ist am 23. Juni 2003 rechtskrÃ¤ftig geschieden worden. Sie kann deshalb aus dem FZA grundsÃ¤tzlich keinen Anspruch auf Aufenthalt mehr ableiten. Der Regierungsrat hat zwar richtig festgestellt, dass das FZA selbst keine Bestimmungen darÃ¼ber enthÃ¤lt, wie nach der AuflÃ¶sung einer Ehe zwischen einem EU-BÃ¼rger und einem DrittstaatsangehÃ¶rigen mit dessen noch gÃ¼ltiger Aufenthaltsbewilligung zu verfahren sei. Indessen ergibt sich aus Art. 23 Abs. 1 der Verordnung vom 22. Mai 2002 Ã¼ber die schrittweise EinfÃ¼hrung des freien Personenverkehrs zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft und deren Mitgliedstaaten sowie unter den Mitgliedstaaten der EuropÃ¤ischen Freihandelsassoziation (VEP), dass eine Aufenthaltsbewilligung widerrufen werden kann, wenn die Voraussetzungen fÃ¼r ihre Erteilung nicht mehr erfÃ¼llt sind. Die vorliegend streitige Aufenthaltsbewilligung wurde im Rahmen des Familiennachzugs gestÃ¼tzt auf die Ehe mit einem EU-StaatsangehÃ¶rigen erteilt. Ist aber die Ehe geschieden, fallen auch die Voraussetzungen fÃ¼r die Bewilligung dahin und kann diese â auch wenn sie noch gÃ¼ltig ist â widerrufen werden. Art. 3 Anhang I FZA verfolgt in erster Linie den Zweck, dem EU-BÃ¼rger die FreizÃ¼gigkeit zu erleichtern, nicht aber, einem DrittstaatsangehÃ¶rigen sogar bei Wegfall der Nachzugsgrundlage weiterhin ein selbstÃ¤ndiges und bis zum nÃ¤chsten Entscheid Ã¼ber die VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung unantastbares Anwesenheitsrecht zu verschaffen (vgl. BGr, 14. September 2005, 2A.131/2005, E. 2.3, www.bger.ch). </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>GemÃ¤ss Art. 17 Abs. 2 ANAG hat der Ehegatte eines Ã¼ber die Niederlassungsbewilligung verfÃ¼genden AuslÃ¤nders Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung, solange die Ehegatten zusammenwohnen. Ein Rechtsanspruch auf Aufenthalt kann sich zudem aus dem Schutz des Familienlebens nach Art. 8 Abs. 1 EMRK und â hier nicht weiter gehend â Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) ergeben, wenn die auslÃ¤ndische Person in der Schweiz Ã¼ber nahe Verwandte mit einem gefestigten Aufenthaltsrecht verfÃ¼gt, sofern die familiÃ¤ren Beziehungen als intakt erscheinen und tatsÃ¤chlich gelebt werden. Infolge der rechtskrÃ¤ftigen Scheidung der BeschwerdefÃ¼hrerin kann sich diese jedoch nicht mehr auf die genannten Bestimmungen berufen. Inwiefern ein allfÃ¤lliger Anspruch aus dem Schutz des Privatlebens nach Art. 8 Abs. 1 EMRK berÃ¼hrt sein soll, wird in der Beschwerde weder ausdrÃ¼cklich geltend gemacht noch ist es ersichtlich, zumal das Bundesgericht einen solchen Anspruch nur beim Vorliegen besonders intensiver privater Beziehungen annimmt (vgl. BGE 130 II 281 E. 3.2.1). Somit hat die BeschwerdefÃ¼hrerin grundsÃ¤tzlich keinen Anspruch auf VerlÃ¤ngerung bzw. Wiedererteilung der Aufenthaltsbewilligung.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Aufenthaltsbewilligung eines AuslÃ¤nders kann nach Art. 9 Abs. 2 lit. b ANAG widerrufen werden, wenn eine mit ihr verbundene Bedingung nicht erfÃ¼llt wird oder wenn das Verhalten des AuslÃ¤nders Anlass zu schweren Klagen gibt. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>GemÃ¤ss Art. 10 Abs. 3 der Vollziehungsverordnung vom 1. MÃ¤rz 1949 zum ANAG gelten die vom auslÃ¤ndischen StaatsangehÃ¶rigen im Bewilligungsverfahren Ã¼bernommenen Verpflichtungen und ErklÃ¤rungen als ihm auferlegte Bedingungen. Wie die Vorinstanz zutreffend ausgefÃ¼hrt hat, stellt auch der jeweilige Aufenthaltszweck eine solche Bewilligungsbedingung dar (vgl. Peter Kottusch, Zur rechtlichen Regelung des Familiennachzugs von AuslÃ¤ndern, ZBl 90/1989, S. 355 f.). Weil die Ehe der BeschwerdefÃ¼hrerin durch Scheidung aufgelÃ¶st worden und somit die Bedingung weggefallen ist, um derentwillen ihr die Aufenthaltsbewilligung erteilt worden war, liegt grundsÃ¤tzlich ein Widerrufsgrund im Sinn von Art. 9 Abs. 2 lit. b ANAG vor. Die UmstÃ¤nde der Scheidung bzw. die Frage, ob der BeschwerdefÃ¼hrerin die vorzeitige AuflÃ¶sung der Hausgemeinschaft von ihrem Ehegatten aufgezwungen worden ist, sind dabei unerheblich.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>Das Vorliegen eines Widerrufsgrunds fÃ¼hrt nicht zwingend dazu, dass die Aufenthaltsbewilligung tatsÃ¤chlich zu widerrufen ist. Beim Entscheid muss den besonderen UmstÃ¤nden des Einzelfalls und dem Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit Rechnung getragen werden, indem das Ã¶ffentliche Interesse an der Ausreise des Betroffenen gewichtiger sein muss als dessen persÃ¶nliche Interessen an der weiteren Anwesenheit in der Schweiz. Den VerwaltungsbehÃ¶rden kommt bei der Beantwortung dieser Frage ein gewisses Ermessen zu, dessen AusÃ¼bung das Verwaltungsgericht nur auf rechtsverletzende Ermessensfehler hin Ã¼berprÃ¼ft (§ 50 VRG; BGr, 11. September 2003, 2A.399/2003, E. 2.2.3, mit Hinweisen; BGr, 5. Februar 2003, 2A.432/2002, E. 4, www.bger.ch; BGE 112 Ib 473 E. 4 f.; BGE 116 Ib 353 E. 2).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.3 </b>Der Regierungsrat hat in AusÃ¼bung pflichtgemÃ¤ssen Ermessens entschieden, dass ein Widerruf der Aufenthaltsbewilligung vorliegend verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sei, und dabei weder einen Ermessenmissbrauch noch eine ErmessensÃ¼berschreitung begangen. Selbst wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin in fester Anstellung erwerbstÃ¤tig ist, weder in FÃ¼rsorgeabhÃ¤ngigkeit steht noch gegen Recht und Ordnung verstossen hat, kann angesichts der kurzen Anwesenheit in der Schweiz von lediglich vier Jahren und einer Ehedauer von nur gerade einem Jahr nicht von einer massgeblichen Verwurzelung ausgegangen werden. Enge soziale Kontakte in der Schweiz werden keine angefÃ¼hrt, hingegen halten sich in der Heimat ihre beiden Kinder aus erster Ehe und weitere Verwandte auf. Es kann ihr deshalb durchaus zugemutet werden, in ihr Heimatland zurÃ¼ckzukehren, das sie erst im Alter von 36 Jahren verlassen hat, zumal sich keine Hinweise auf einen "HÃ¤rtefall" ergeben und insbesondere die behauptete Bedrohungsgefahr aufgrund ihrer Ehe mit einem Spanier realitÃ¤tsfremd erscheint. Ausserdem fehlen jegliche Anhaltspunkte fÃ¼r die angebliche Praxis der MigrationsbehÃ¶rden, die Aufenthaltsbewilligung auch nach AuflÃ¶sung der Ehe zu verlÃ¤ngern, sowie fÃ¼r den gerÃ¼gten Verstoss gegen das Rechtsgleichheitsgebot und das Diskriminierungsverbot, der im Ãbrigen nicht nÃ¤her substanziiert ist.</p> <p class="Erwgung3">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2">Mit dem vorliegenden Endentscheid ist das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen im Sinn der Erteilung der aufschiebenden Wirkung gegenstandslos geworden.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2">Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten der unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG) und steht ihr keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>