Seite 1 Entscheid vom 17. November 2017 (530 17 35) __________________________________________________ ___________________ Verwirkung der Rückerstattung Besetzung Steuergerichtspräsident C. Baader, Steuer richter Dr. L. Schneider, R. Richner, M. Zeller, S. Schmid, Gerichtsschreiber D. Brügger Parteien A.____ , vertreten durch Ludwig + Partner AG , Dr. B. Van der Haegen, Advokatin und dipl. Steuerexpertin, TEP, St. Alban-Vorstadt 110, 4010 Basel Beschwerdeführer gegen Steuerverwaltung des Kantons Basel -Landschaft , Rheinstrasse 33 , 4410 Liestal, Beschwerdegegnerin betreffend Verrechnungssteuer 2015 Seite 2 Sachverhalt: 1. Mit Veranlagungsverfügung der Staatssteuer 2015 vom 23. März 2017 wurde die Aus- schüttung der B.____ AG an die Beschwerdeführerin von F r. 299‘400.-- (= 499 Aktien à Fr. 600.--) nachgetragen, die Rückerstattung der Verre chnungssteuer von Fr. 104'790.-- (= Fr. 299‘400.-- x 35%) aber verweigert. 2. Mit Eingabe vom 12. April 2017 erhob die damalige Vertreterin der Beschwerdeführer mit dem Begehren, die Verrechnungssteuer sei zurückzuerstatten, Einsprache. Zur Begründung machte sie geltend, bei der Erstellung der Steuererklär ung sei die Ausschüttung unabsichtlich vergessen gegangen. Dies ergebe sich auch daraus, dass die D ividendenzahlung von insge- samt Fr. 300'000.-- (= 500 Aktien à Fr. 600.--) seiten s der Gesellschaft gesetzeskonform mit dem Formular 103 an die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) gemeldet worden sei. 3. Mit Einspracheentscheid vom 18. Mai 2017 wies die Besc hwerdegegnerin die Einspra- che ab. Zur Begründung führte sie aus, die Ausschüttung sei im Wertschriftenverzeichnis nicht deklariert worden, so dass die Rückerstattung verwirkt sei. 4. Mit Eingabe vom 16. Juni 2017 erhob die Vertreter in mit den Begehren, 1. Die Verrech- nungssteuer sei zurückzuerstatten, 2. Unter o/e-Kostenfolge , Beschwerde. Zur Begründung machte sie geltend, indem der Steuererklärung die von d er Steuerverwaltung am 2. November 2015 ausgestellte Bewertung von Wertpapieren ohne Ku rswert für die Vermögenssteuer per 31. Dezember 2014 der B.____ AG (Bewertung) beigeleg t worden sei, sei die Ausschüttung deklariert worden. In der Bewertung sei unter dem Ti tel Substanzwert die Gesamtausschüttung von Fr. 300‘000.-- ausgewiesen worden. Die im Rahmen d es Kreisschreibens Nr. 40, Verwir- kung des Anspruchs von natürlichen Personen auf Rückersta ttung der Verrechnungssteuer gemäss Art. 23 des Bundesgesetzes über die Verrechnungssteuer (Verrechnungssteuergesetz, VStG) vom 13. Oktober 1965 der ESTV vom 11. März 2014 (KS Nr. 40) vorgenommene Praxis- verschärfung werde von der Lehre und Praxis kritisiert. Die Deklarationsklausel diene der Si- cherstellung der Einkommens- und Vermögenssteuern und b ilde ein wesentliches Verbin- dungselement zwischen der Verrechnungssteuer und den dir ekten Steuern. Die Deklarations- pflicht sei so lange als erfüllt zu betrachten, als dass die Rechtskraft auf den zu schützenden Seite 3 Einkommens- und Vermögenssteuern noch nicht eingetrete n sei. Eine enge Auslegung wider- spreche dem Wortlaut von Art. 23 VStG, wonach die „Ein künfte“ und die „Vermögen“ alternativ und nicht kumulativ der Deklarationspflicht unterstellt worden seien. In einem jüngst ergange- nen Bundesgerichtsurteil hätten die Steuerpflichtigen der Steuererklärung den Auszug über ihr bei der Gesellschaft bestehendes Kontokorrent beigelegt , aus dem die Dividende ersichtlich gewesen sei. Daraus sei gefolgert worden, dass sie ihrer Verpflichtung zur spontanen Deklara- tion des mit der Verrechnungssteuer belasteten Ertrags nachgekommen seien. Vorliegend sei der Steuererklärung die Bewertung beigelegt worden, welcher die Ausschüttung entnommen werden könne. Auch die politischen Bestrebungen zeigten, dass die derzeitige Praxis unbefrie- digend sei. 5. Mit Vernehmlassung vom 3. August 2017 beantragte di e Beschwerdegegnerin die Ab- weisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie aus, d as Bundesgericht habe die Rah- menbedingungen zur Umsetzung von Art. 23 VStG festge legt und die ESTV habe die Anwen- dung im KS Nr. 40 präzisiert, woran die Kantone gebunden seien. Die Gründe, weshalb die De- klaration versäumt worden sei, seien gemäss bundesgerichtl icher Rechtsprechung irrelevant. Entgegen den Beschwerdeführern lasse sich der neue Bunde sgerichtsentscheid nicht unbese- hen auf den vorliegenden Fall übertragen, da dort die konkrete Ausschüttung anders als im vor- liegenden Fall augenfällig ersichtlich gewesen sei. Hi er sei erst über die Abfrage in der Wert- schriftenverzeichnis-Kontrolle (WVK) klar geworden, dass fü r das Jahr 2015 nicht nur ein aktu- eller Vermögenswert vorhanden gewesen, sondern auch di e fragliche Ausschüttung erfolgt sei. Das Bundesgericht habe nämlich festgehalten, dass es nicht Aufgabe der Steuerverwaltung sei, im Steuerdossier herumzuwühlen oder weitergehende Abklärungen vorzunehmen. 6. Mit Vernehmlassung vom 15. September 2017 beantra gte auch die ESTV die Abwei- sung der Beschwerde. Zur Begründung machte sie gelten d, da die Bewertung die Vermögens- steuer betroffen habe, könne nicht erwartet werden, da ss die Steuerverwaltung das fünfseitige Papier nach der „Deklaration“ einer Dividende durchsuch e. Die darin auf Seite 3 enthaltene In- formation entspringe der Bewertung angesichts der Vielza hl an darin enthaltenen, in kleiner Schrift dargestellten Informationen nicht offensichtlich. Zudem entspreche der in der Bewertung ausgewiesene Betrag von Fr. 300‘000.-- nicht der Aussc hüttung von Fr. 299'400.--, womit die Steuerverwaltung zuerst die Beteiligungsverhältnisse feststellen und anschliessend die anteilige Dividende für die Beschwerdeführer hätten ausrechnen müssen. Für das vorliegende Verfahren Seite 4 seien einzig die aktuell in Kraft stehenden verrechnun gssteuerrechtlichen Gesetzesbestimmun- gen sowie die dazugehörige bundesgerichtliche Praxis massgebend. 7. Anlässlich der heutigen Verhandlung halten die Par teien an ihren Begehren fest. Die Vertreterin der Beschwerdeführer hält ergänzend fest, aus der Bewertung habe sich die Stück- zahl der Aktien der B.____ AG ergeben, welche zusammen m it den in der Steuererklärung ent- haltenen Angaben genügt hätten, um die Dividende, oh ne weitere Nachforschungen, nachzu- tragen. Auch in einem Massenverfahren seien sämtliche ei ngereichten Unterlagen anzusehen und zu berücksichtigen. Die Frage, ob das rote Häkchen in der der Steuererklärung beigelegten Bewertung unter dem Titel Substanzwert hinter der Posi tion „Gesamtausschüttung fällig nach Bewertungsstichtag (aus Abschluss: 31.12.2014) Fr. 300‘000.--„ von der veranlagenden Person angebracht worden sei, wurde vom Vertreter der Steuerverwaltung bejaht. Das Steuergericht zieht in Erwägung: 1. Das Steuergericht ist gemäss Art. 54 Abs. 1 VStG i.V. m. § 9 Abs. 1 des Dekrets zum Bundesgesetzes über die Verrechnungssteuer vom 10. Februa r 2011 (Dekret) zur Anhandnah- me der vorliegenden Streitsache zuständig, wobei gemäss § 129 Abs. 3 des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteuern (Steuergesetz) vom 7. Febru ar 1974 (StG) Beschwerden, deren umstrittener Steuerbetrag wie im vorliegenden Fall Fr. 8’000.-- übersteigt, vom Präsidenten und vier Richterinnen und Richtern des Steuergerichts beurte ilt werden. Da die in formeller Hinsicht an eine Beschwerde zu stellenden Anforderungen erfüllt sind, ist ohne weiteres darauf einzutre- ten. 2. Vorliegend unterliegt der Beurteilung, ob die Rü ckerstattung der Verrechnungssteuer des Jahres 2015 auf dem Dividendenertrag auf den 499 Na menaktien der B.____ AG von Fr. 600.-- je Aktie, total somit Fr. 299‘400.-- in Höhe von Fr. 104'790.-- zu Recht verweigert wur- de. Mit anderen Worten ist zu prüfen, ob der Anspruch auf Rückerstattung der Verrechnungs- steuer verwirkt ist. Seite 5 3. Der Bund erhebt gestützt auf Art. 132 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizeri- schen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV) eine Verrechnungssteuer unter anderem auf dem Ertrag von beweglichem Kapitalvermögen (Art. 1 Ab s. 1 VStG). Die Verrechnungssteuer wird an der Quelle erhoben. Steuerpflichtig ist der S chuldner der steuerbaren Leistung (Art. 10 Abs. 1 VStG). Er hat die Leistung bei der Auszahlung, Überweisung, Gutschrift oder Verrech- nung ohne Rücksicht auf die Person des Gläubigers um den S teuerbetrag zu kürzen (Art. 14 Abs. 1 VStG). Der Empfänger der um die Steuer gekürzten Leistung kann aber nach Massgabe des Gesetzes die Rückerstattung der Verrechnungssteuer v erlangen. Voraussetzung ist, dass die mit der Verrechnungssteuer belasteten Einkünfte or dentlich deklariert werden (Art. 1 Abs. 2 und Art. 22 f. VStG). Darin kommt der Sicherungscharakt er der Verrechnungssteuer zum Aus- druck. Im inländischen Verhältnis bezweckt die Verrechnungssteuer in erster Linie, die Deklara- tion der Erträge beweglichen Kapitalvermögens zu sichern . Dem Steuerehrlichen wird sie zu- rückerstattet (Entscheid des Bundesgerichts [BGE] 136 II 5 25 E. 3.3.1; BGE 125 II 348 E. 4; je m.w.H.) (zum Ganzen: Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 2C_1083/2014 vom 20. November 2015 E. 2.1). Gemäss § 4 Abs. 1 Dekret wird die Verrech nungssteuer in Form der Verrechnung mit den nächst fälligen Einkommens- und Vermögenssteuern des Staates zurückerstattet. 4. a) Nach der bisherigen Rechtsprechung zu Art. 23 VSt G verwirkt der Rückerstat- tungsanspruch, wenn der Steuerpflichtige mit der Verr echnungssteuer belastete Einkünfte nicht in der nächsten Steuererklärung nach Fälligkeit der Leist ung deklariert oder die Selbstdeklarati- on nicht wenigstens so frühzeitig mit korrekten Angaben e rgänzt, dass die Einkünfte noch vor der Rechtskraft der Veranlagung berücksichtigt werden könne n (BGE 113 Ib 128 E. 2b; BGer 2C_85/2015 vom 16. September 2015 E. 2.2; BGer 2C_17 2/2015 vom 27. August 2015 E. 4.1; BGer 2C_949/2014 vom 24. April 2015 E. 3.1; je m.w. H.). Massgebend ist das Einhalten der Deklarationspflicht, die mit dem von der Steuerbehörde versandten Steuererklärungsformular eingeleitet wird. Das fristgerechte Einreichen der Ste uererklärung bildet die Messlatte der form- korrekten Deklaration, wobei Ergänzungen oder Korrekture n bis zur Veranlagung noch möglich sind (Zwahlen in: Zweifel/Beusch/Bauer-Balmelli [Hrsg.], Kommentar zum VStG, 2. A. 2012, N 3 zu Art. 23 VStG). Praxisgemäss kann der Steuerpflichtige se inen Anspruch auf Rückerstattung der Verrechnungssteuer somit durch Einreichen der Steuererklärung auch noch nachträglich bis zum Eintritt der Rechtskraft der ordentlichen Veranlagu ng wahren (BGer 2C_85/2015 vom 16. September 2015 E. 2.4; BGer 2C_80/2012 vom 16. Januar 2013 E. 2.2; BGer 2C_95/2011 vom 11. Oktober 2011 E. 2.1 und insb. 4.1; je m.w.H.). Der Steuerpflichtige muss die Einkünfte, Seite 6 die der Verrechnungssteuer unterliegen, selbst deklari eren. Es kommt nicht darauf an, ob die Steuerbehörde die Unvollständigkeit der Deklaration hä tte erkennen und an die erforderlichen Informationen durch entsprechende Nachfrage oder Vergl eich mit Steuerakten dritter Personen hätte gelangen können. Die Steuerbehörden können gru ndsätzlich davon ausgehen, dass der Steuerpflichtige das Formular für die Steuererklärung wahrheitsgemäss und vollständig ausfüllt, entsprechend den Anforderungen von Art. 124 Abs. 2 d es Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer (DBG) und Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG). Erst offenkundige Mängel können weitere Unter suchungen der Steuerbehörden erfor- derlich machen (BGer 2C_85/2015 vom 16. September 2015 E. 2.3; BGer 2C_172/2015 vom 27. August 2015 E. 4.1; BGer 2C_949/2014 vom 24. Apri l 2015 E. 3.2; BGer 2C_95/2011 vom 11. Oktober 2011 E. 2.1; je m.w.H.) (zum Ganzen: BGer 2C_1083/2014 vom 20. Novem- ber 2015 E. 2.2.1). b) In BGer 2C_95/2011 vom 11. Oktober 2011 war das B undesgericht in E. 4.1 zum Schluss gekommen, dass die Kreisschreiben der ESTV Nr. 8 vo m 8. Dezember 1978 und Nr. 14 vom 29. Dezember 1988 (betreffend Verwirkung de s Anspruchs auf Rückerstattung der Verrechnungssteuer), soweit sie in gewissen Situationen d ie Rückerstattung vorsehen, obwohl der Steuerpflichtige seiner Deklarationspflicht nicht i m dargelegten Sinne nachgekommen war, nicht mit Art. 23 VStG konform sind. Die ESTV hat in d er Folge das KS Nr. 40 erlassen und die früheren Kreisschreiben aufgehoben. Als ordnungsgemäss dekl ariert gelten danach die mit der Verrechnungssteuer belasteten Einkünfte sowie das Vermög en, woraus solche Einkünfte flies- sen, wenn die steuerpflichtige Person sie in der ersten S teuererklärung, welche nach Fälligkeit der steuerbaren Leistung einzureichen ist, deklariert. Ausserdem gelten jene Einkünfte, welche spontan nach Einreichung der Steuererklärung, aber spätestens bis zum Eintritt der Rechtskraft der ordentlichen Veranlagung deklariert werden, eben falls noch als ordnungsgemäss deklariert (Ziff. 3.1 des KS Nr. 40). Umgekehrt gilt als nicht me hr ordnungsgemäss deklariert u.a. die De- klaration nach Eintritt der Rechtskraft der ordentlichen Veranlagung. Im Übrigen entbindet die Tatsache, dass die Steuerbehörden von sich aus eine unvollst ändige Deklaration hätten fest- stellen können und sich den Zugang zu den fehlenden Inf ormationen mittels Vergleich mit Steuerunterlagen von Drittpersonen oder durch Rückfrage n bei der steuerpflichtigen Person, bei anderen Steuerbehörden oder Dritten hätten beschaffen können, die steuerpflichtige Person nicht davon, ihrer Deklarationspflicht bezüglich der mit der Verrechnungssteuer belasteten Ein- künfte im Sinne von Ziff. 3.1 des KS nachzukommen (Ziff. 3.2 des KS Nr. 40) (zum Ganzen: BGer 2C_1083/2014 vom 20. November 2015 E. 2.2.2). Seite 7 c) Auf den ersten Blick scheint der Wortlaut von Art. 23 VStG („oder“) nahezulegen, der Leistungsempfänger habe seiner Deklarationspflicht mi t Bezug auf Dividenden auch dann Genüge getan, wenn er lediglich die entsprechenden Akti en angibt. Betrachtet man die Frage im Licht des Zwecks der Verrechnungssteuer, namentlich unte r dem Teilaspekt Sicherungs- zweck, so kommt man nicht umhin, eine eher restriktive Sicht einzunehmen, zumal die Ver- rechnungssteuer nicht nur die Einkommens- sondern auch die Vermögenssteuer sichern soll. Es besteht daher kein Wahlrecht. Nur die Angabe des Ver mögens, aus dem mit der Verrech- nungssteuer belastete Einkünfte fliessen, genügt grundsä tzlich nicht (Fischer/Ramp, Kreis- schreiben der ESTV - Verwirkung der Verrechnungssteuer, p ubl. in: Der Schweizer Treuhänder [ST] 6-7/14, S. 503 ff., Ziff. 8, m.w.H.). d) Die Frage, ob ein dem Steuerpflichtigen vorwerfb ares Verhalten erforderlich ist, um den Rückforderungsanspruch untergehen zu lassen, hat da s Bundesgericht bisher nicht definitiv entschieden (BGer 2C_172/2015 vom 27. August 2015 E. 4.2; BGer 2C_95/2011 vom 11. Oktober 2011 E. 2.1, m.w.H.). In verschiedenen Fäl len hat es aber bereits festgehalten, dass diesfalls - wenn also ein Verschulden erforderlich sein sollte -, eine einfache Fahrlässigkeit genügen würde (BGer 2C_172/2015 vom 27. August 2015 E . 4.2; BGer 2C_95/2011 vom 11. Oktober 2011 E. 2.1; bereits BGer 2A.299/2004 vom 13. Dezember 2004 E. 4.2; kritisch zur Bedeutungszumessung von Verschulden überhaupt Zwahlen, a.a.O., N 5 zu Art. 23 VStG) (zum Ganzen: BGer 2C_85/2015 vom 16. September 2015 E. 2.5). Die Frage nach dem Verschulden dürfte nur in ganz wenigen Fällen überhaupt von prakt ischer Bedeutung sein, weil sich die Steuerpflichtigen sowohl das Verhalten von Vertretern wie auch die eigene Unvorsichtigkeit vorhalten lassen müssen (Zwahlen, a.a.O., N 5 zu Art. 23 VStG, m.w.H.). Ein Teil der Lehre spricht sich dafür aus, dass die Verwirkungsfolge von Art. 2 3 VStG ein Verschulden vorausset- ze (beispielsweise Fischer/Ramp, a.a.O., insb. Ziff. 6.2 ). Gerade im Computerzeitalter dränge sich die Berücksichtigung der Verschuldensfrage auf. Halte beispielsweise eine 80jährige Witwe seit 10 Jahren unverändert die gleiche Anzahl Nestlé-A ktien und vergesse im 11. Jahr, den Di- videndenertrag zu deklarieren, führe aber, wie jedes J ahr, die Nestlé-Aktien im Wertschriften- verzeichnis auf, sei dies wohl ein Fall von Unbeholfenheit und die Rückerstattung zu gewähren. Als weiteres Beispiel wird der Fall angeführt, dass ein Leistungsempfänger in seinem Wert- schriftenverzeichnis die Vermögenserträge gemäss Bankauszug (S teuerausweis) deklariere und die Steuerverwaltung bei der Kontrolle des Bankau szugs feststelle, dass in diesem nicht sämtliche Vermögenserträge korrekt aufgeführt seien, a uf den vom Steueramt zusätzlich ent- Seite 8 deckten Vermögenserträgen die Verrechnungssteuer zurückzuer statten sei (Fischer/Ramp, a.a.O., Ziff. 6.3 f.). 5. a) Aufgrund der zitierten Entwicklung wurde der Ges etzgeber tätig (Motion Schnee- berger vom 29. September 2016 [16.3797], Parlamentar ische Initiative Stamm vom 30. Sep- tember 2016 [16.474]). Im Focus der Änderung von Art. 23 VStG steht vor allem die Verwirkung der Rückerstattung und der damit verbundene Strafcharak ter dieser Bestimmung. Der Bundes- rat zeigte Verständnis für das Anliegen, erachtete es ab er als notwendig, die Rückerstattungs- berechtigung ausdrücklich auf Nachdeklarationen bei noch nicht rechtskräftigen Veranlagungen einzuschränken. Daher beantragte der Bundesrat mit Beschl uss vom 23. November 2016 die Ablehnung der Motion. Gleichzeitig erteilte er dem E idgenössischen Finanzdepartement (EFD) den Auftrag, bis Juni 2017 eine Vernehmlassungsvorlage a uszuarbeiten. Gemäss Motion Schneeberger sei die Verrechnungssteuer bei Einführung in erster Linie als Sicherungssteuer für die direkten Steuern von Bund, Kantonen und Gemeinden gedacht gewesen. Über die Jahre habe das Bundesgericht diese Sicherungssteuer schrittwei se zu einer Strafsteuer weiterentwi- ckelt. Darüber hinaus habe die ESTV mit dem KS Nr. 40 eine weitere Praxisverschärfung vor- genommen. Die fehlende Rückerstattung der Verrechnungsste uer und die gleichzeitige Erfas- sung mit der Einkommenssteuer führe zu einer sehr hoh en Belastung der betroffenen Einkünf- te, was teilweise als Strafe empfunden werde. Die Durch setzung des geltenden Rechts durch die Steuerbehörden stosse daher zunehmend auf Kritik un d habe auch zu mehreren parlamen- tarischen Vorstössen geführt, die von der Stossrichtung her eine Wiederherstellung der frühe- ren Praxis fordern würden. Art. 23 VStG solle dahinge hend präzisiert werden, dass bei noch nicht rechtskräftiger Veranlagung die versehentlich nich t deklarierten verrechnungssteuerbelas- teten Leistungen vom Steuerpflichtigen grundsätzlich nac hdeklariert werden könnten, ohne dass der Rückerstattungsanspruch verwirke. Dies solle sowohl b ei spontanen Nachdeklaratio- nen gelten als auch bei solchen, die anlässlich einer Nac hfrage der Steuerbehörde erfolgten. Damit beschränke sich die vorliegende Vorlage auf die Thematik der Rückerstattungsberechti- gung bei natürlichen Personen im Inland (zum Ganzen: E rläuternder Bericht des EFD zum Ver- nehmlassungsverfahren zum Verrechnungssteuergesetz vom 28. Jun i 2017, www.admin.ch ). Eine „Sistierung“ (Aussetzung) des KS Nr. 40 durch die ESTV würde an der aktuellen Rechts- anwendung gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ni chts ändern. Solange die in Aussicht gestellte Gesetzesrevision nicht in Kraft ist, hab en die Behörden das geltende Recht anzuwenden (Stellungnahme des Bundesrates vom 10. Mai 2017 zur Interpellation Schneeber- ger, 17.3058 vom 6. März 2017, www.admin.ch ). Für das vorliegende Verfahren sind damit die aktuell in Kraft stehenden verrechnungssteuerrechtlichen G esetzesbestimmungen sowie die dazugehörige bundesgerichtliche Praxis massgebend. Seite 9 b) Das Bundesgericht hat in seinem jüngsten Entscheid die Rechtsprechung inso- fern gelockert, als es feststellte, dass das kantonale Steu eramt durch einfache Lektüre der Steuerdeklaration habe feststellen können, dass die Deklaration der Dividende gefehlt habe und dieser offensichtliche Mangel nicht absichtlich herbeige führt worden sei. Um die Deklaration zu vervollständigen, habe das Amt nicht in den Unterlagen d er Steuerpflichtigen herumsuchen, ihnen eine Auflage zu stellen oder gar bei Dritten In formationen einholen müssen. Es habe ausgereicht, das der Steuererklärung beigelegte Blatt über den Geschäftskontokorrent zu kon- sultieren, aus welchem ohne weiteres die strittige Divi dende ersichtlich gewesen sei. Unter die- sen besonderen Umständen sei es korrekt davon auszugehe n, dass das der Verrechnungsteu- er unterliegende Einkommen von den Steuerpflichtigen aus eigenem Antrieb in der Steuererklä- rung deklariert worden sei (BGer 2C_637/2016 vom 17. März 2017, publ. in: SteuerRevue [StR] Nr. 7-8/2017, S. 607 ff.). Der vorgenannte Entscheid ist in Fünferbesetzung ergangen, was be- deutet, dass das Bundesgericht dem Entscheid „grundsätzliche Bedeutung“ beimisst. Er schlägt eine pragmatische Richtung ein. Mit diesem nimmt das Bu ndesgericht die Steuerbehörden in die Pflicht, die erhaltenen Unterlagen genau zu prüfe n. Die Steuerverwaltung kann sich nicht alleine auf die im Steuererklärungsformular gemachten Deklarationen abstützten. Vielmehr sind stets alle Unterlagen miteinzubeziehen. Klargestellt wird mit diesem Entscheid auch, dass allfäl- lige Übertragungsfehler von einem Formular ins andere (z.B. vom Zusatzblatt ins Wertschriften- verzeichnis) nicht mehr ohne weiteres zu einer Verweigerun g der Rückerstattung der Verrech- nungssteuer führen können. Wenn die Steuerfaktoren aus den Unterlagen einfach ersichtlich sind, gelten sie auch dann als ordnungsgemäss deklariert, wenn sie in der eigentlichen Steuer- erklärung fehlen. Es ist allerdings selbstverständlich, da ss keine Absicht der Irreführung vorlie- gen darf. Es darf also z.B. nicht in der Steuererklärun g im Feld, wo Einkünfte zu deklarieren sind, eine „0“ eingesetzt werden, obwohl sich aus den Be ilagen ein entsprechendes Einkom- men ergeben würde (zum Ganzen: Fischer/Ramp, Neues aus L ausanne und Bern zur Rücker- stattung der Verrechnungssteuer, publ. in: Expert Focus [EF] 8/17, S. 540 ff., Ziff. 1.3., m.w.H.). c) Auch das Steuergericht hat zwischenzeitlich in einem äh nlich gelagerten Fall die bisher auch von ihm vertretene strenge Praxis (Entscheid des Steuergerichts [StGE] vom 8. April 2016, 530 15 42, publ. in: Basellandschaftl iche und Baselstädtische Steuerpraxis [BSt- Pra], Bd. XXIII, S. 123 ff.) gelockert und die Verrech nungssteuer zurückerstattet, indem es fest- stellte, in den Beilagen zur Steuererklärung habe sich e ine Bestätigung über die Dividenden- auszahlung sowie eine Bescheinigung über eine Saldobest ätigung betreffend Kontokorrent be- funden. Aus diesen Unterlagen sei die erhaltene Divide nde ohne weiteres erkennbar gewesen. Seite 10 Aus der Untersuchungspflicht ergebe sich, dass die Veranl agungsbehörde bei sorgfältiger Durchsicht ohne weiteres auf die Dividendenbescheinigung hätte stossen müssen, sei sie doch verpflichtet, sämtliche von den steuerpflichtigen Persone n eingereichten Unterlagen zu prüfen (StGE vom 3. November 2017, 510 17 65, E. 5). 6. Vorliegend machte die Vertreterin der Beschwerdefü hrer geltend, da der Steuererklä- rung die Bewertung beigelegt worden sei, seien sie ihr er Verpflichtung zur spontanen Deklarati- on des mit der Verrechnungssteuer belasteten Ertrags na chgekommen. Die Steuerverwaltung und die ESTV halten dafür, aus der fünfseitigen Bewer tung mit vielen kleingedruckten Zahlen sei nicht augenfällig ablesbar gewesen, was den Beschwe rdeführern konkret gutgeschrieben worden sei. Da die Bewertung zudem die Vermögenssteuer betroffen habe, könne nicht erwar- tet werden, dass dieselbe nach der „Deklaration“ einer Dividende durchsucht werde. Erst über die Abfrage in der WVK seien der aktuelle Vermögenswe rt und die fragliche Ausschüttung er- sichtlich gewesen. Zudem entspreche der in der Bewertu ng ausgewiesene Betrag von Fr. 300‘000.-- nicht der Ausschüttung von Fr. 299'400. --, womit die Steuerverwaltung zuerst die Beteiligungsverhältnisse feststellen und anschliessend die anteilige Dividende hätte ausrechnen müssen. Die Steuerverwaltung hätte das Steuerdossier also richtiggehend durchforsten und weitere Abklärungen vornehmen müssen. a) Die Beschwerdeführerin ist mit 499 von total 500 N amenaktien an der B.____ AG beteiligt. An der Generalversammlung (GV) vom 4. Sept ember 2015 wurde mit Fälligkeit per 30. September 2015 eine Dividende von total Fr. 300‘ 000.-- bzw. Fr. 600.-- pro Namenaktie beschlossen und am 10. September 2015 mit Formular 10 3 der ESTV gemeldet. Im Wertschrif- tenverzeichnis der Steuererklärung 2015 der Beschwerdefü hrer wurden die 499 Namenaktien deklariert. Gleichzeitig wurde in die Kolonne Steuerwert per 31. Dezember 2015 Fr. 1‘880.-- pro Stück bzw. Fr. 938‘120.-- (= 499 x Fr. 1‘880.--) einget ragen. Die Kolonnen Bruttoertrag 2015, Werte mit und ohne Verrechnungssteuerabzug, blieben leer. Es wurde also weder eine „0“ noch ein Strich eingesetzt. Der Steuerklärung beigelegt wurd e die von der Steuerverwaltung am 2. November 2015 ausgestellte Bewertung von Wertpapie ren ohne Kurswert für die Vermö- genssteuer per 31. Dezember 2014 der B.____ AG. Dieser war auf Seite 1 die Stückzahl der Namenaktien, nämlich 500 und der vorgenannte Steuerw ert per 31. Dezember 2014 von Fr. 1‘880.-- zu entnehmen. Auf Seite 2 der Bewertung wurde der Steuerwert für das Steuerjahr 2015 von Fr. 1‘780.-- ausgewiesen. Entgegen der Steu erverwaltung waren also keine weiteren Seite 11 Nachforschungen mittels einer WVK-Abfrage notwendig, da der aktuelle Vermögenswert direkt aus der Bewertung ersichtlich war. b) Auf den Seiten 3 - 5 der Bewertung werden die D etails zur Berechnung darge- stellt, so der Ertragswert, der Substanzwert und schliessl ich der Unternehmenswert der B.____ AG. Unter dem Titel Substanzwert wurde in der Positio n die „Gesamtausschüttung fällig nach Bewertungsstichtag (aus Abschluss: 31.12.2014)“ Fr. 300‘000.-- ausgewiesen. Den Steuerakten ist zu entnehmen, dass hinter dieser Zahl ein rotes Häkchen steht, welches gemäss Rückfrage beim Vertreter der Steuerverwaltung anlässlich der heut igen Verhandlung von der veranlagen- den Person angebracht worden ist. Daraus ergibt sich, dass die Ausschüttung in der eingereich- ten Bewertung nicht nur ohne weiteres erkennbar gewese n wäre, sondern seitens der Steuer- verwaltung erkannt wurde. c) Aber selbst dann, wenn die veranlagende Person die Ausschüttung nicht ohne weiteres erkannt hätte, ergibt sich aus der Untersuchu ngspflicht im gemischten Veranlagungs- verfahren, dass die Steuerverwaltung bei sorgfältiger Durchsicht ohne weiteres auf die Dividen- denbescheinigung hätte stossen müssen. Die von der Steuer verwaltung und der ESTV in die- sem Zusammenhang vorgebrachte Behauptung, man sei nich t verpflichtet, eine fünfseitigen Bewertung mit vielen kleingedruckten Zahlen nach der „D eklaration“ einer Dividende zu durch- forsten, kann nicht gehört werden. Vielmehr haben die Behörden sämtliche von der steuerpflich- tigen Person eingereichten Unterlagen zu prüfen, ob es sich nun um ein ein- oder mehrseitiges Dokument handelt, und unabhängig davon, wie gross die Z ahlen geschrieben sind, und ob die Belege Vermögens- oder Einkommensdeklartionszwecken dienen . Alle ins Recht gelegten Do- kumente müssen als der Steuerverwaltung bekannt gelten . Dies gilt noch umso mehr für eine von der Steuerverwaltung selbst verfasste Bewertung, au f welche sie sich behaften lassen muss. d) Vorliegend erfolgte die Deklaration also aufgrund der Gesamtheit der Unterlagen, konkret der Bekanntgabe der Anzahl Namenaktien im Wert schriftenverzeichnis und der Einrei- chung der Bewertung. Die Ausschüttung von Fr. 299‘400.-- (= 499 Aktien à Fr. 600.--) liess sich damit direkt aus der Steuerklärung samt Beilagen berech nen. Seitens der Steuerverwaltung mussten also keine Nachforschungen getätigt werden, so wed er andere Dossiers konsultiert noch weitere Abklärungen wie z.B. die erwähnte WVK-Ab frage vorgenommen werden. Die Rückerstattung der Verrechnungssteuer wurde damit zu Unrecht verweigert. Die Beschwerde erweist sich damit als begründet und ist gutzuheissen. Seite 12 7. Es bleibt über die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu befinden. a) Ausgangsgemäss sind den Beschwerdeführern keine Ver fahrenskosten aufzuer- legen (Art. 63 Abs. 3 des Bundesgesetzes über das Verwal tungsverfahren [Verwaltungsverfah- rensgesetz, VwVG] vom 20. Dezember 1968). b) Gemäss Art. 64 Abs. 1 bis 3 VwVG kann der ganz oder t eilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zugesprochen werden. Mit Honorarnote vom 8. Novem- ber 2017 machte die Vertreterin der Beschwerdeführer e ine Parteientschädigung (ohne Haupt- verhandlung) von Fr. 11‘192.95 geltend, welche sich aus 2 9.70 Stunden à Fr. 338.79 sowie einer Spesenpauschale von 3% bzw. Fr. 301.85 und 8% Meh rwertsteuer (MWST) bzw. Fr. 829.10 zusammensetzte. Der gerichtlich anerkannte St undensatz für Anwälte beträgt Fr. 250.-- (Entscheid des Kantonsgericht des Kantons Base l-Landschaft vom 17. Juni 2009, publ. in: BStPra, Bd. XIX, S. 559 ff.). Für den Bei zug eines Vertreters kann eine angemessene Parteientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesproche n werden (Zweifel/Casanova, Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, § 24 N 69). Notwendig sind dabei Parteikosten, die zur sachgerechten und wirksamen Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung der besonderen Um- stände des Einzelfalls objektiv unerlässlich sind (BGE 130 I I 200 E. 7). Den Gerichten kommt bei der Festsetzung der notwendigen Kosten ein weiter Ermessensspielraum zu (BGer vom 26. Mai 2003, 2a.363/2002, E. 5). Vorliegend erachte t es das Steuergericht aufgrund des vor der Hauptverhandlung betriebenen Aufwandes als angemessen, die Bemühungen der Vertrete- rin anlässlich der heutigen Hauptverhandlung nicht noch separat zu vergüten, sondern von pauschal 30 Stunden als notwendige Aufwendungen auszugeh en. Demnach beläuft sich das Honorar auf Fr. 7‘500.-- (30 Stunden à Fr. 250.--/S tunde) und folglich die Parteientschädigung, welche den Beschwerdeführern zulasten der Beschwerdegegn erin zuzusprechen ist, auf Fr. 8‘343.-- (inkl. Spesenpauschale von 3% bzw. Fr. 225.-- und 8% MWST bzw. Fr. 618.--). Seite 13 Demgemäss wird erkannt: ://: 1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen g utgeheissen. 2. Die Steuerverwaltung wird angewiesen, den Beschwer deführern die Verrechnungs- steuer auf der von der B.____ AG im Jahr 2015 für das J ahr 2014 ausbezahlten Divi- dende von Fr. 299‘400.-- zurückzuerstatten. 3. Es werden keine Kosten erhoben. Der bereits bezahlte Kostenvorschuss von Fr. 3‘000.-- wird den Beschwerdeführern zurückerstattet. 4. Die Steuerverwaltung hat den Beschwerdeführern ei ne Parteientschädigung von Fr. 8‘343.-- (inkl. Auslagen und MWST) zu bezahlen. 5. Mitteilung an die Vertreterin, für sich und zhd. der Beschwerdeführer (2), die Eidgenös- sische Steuerverwaltung (1) und die Beschwerdegegnerin (3).