<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00356</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203850&amp;W10_KEY=13013571&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00356</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.12.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Straf- und Massnahmenvollzug</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Versetzung in den offenen Strafvollzug</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verweigerung des offenen Strafvollzugs gegenüber dem zweimal unter anderm wegen (versuchter) Vergewaltigung verurteilten Beschwerdeführer mangels Therapiewillens. Zuständigkeit (E. 1). Aus der Urlaubsgewährung kann nicht geschlossen werden, dass die Voraussetzungen für die Gewährung des offenen Vollzugs erfüllt sind. Es ist zulässig, bei fehlendem Willen zur Auseinandersetzung mit dem Delikt (z.B. in einer Therapie) von einer erhöhten Rückfallgefahr auszugehen (E. 2+3). Verweigerung von unentgeltlicher Rechtspflege und unentgeltlichem Rechtsbeistand wegen Aussichtslosigkeit und mangels eines schweren Eingriffs bzw. besonderer Schwierigkeiten des Verfahrens (E. 4). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG">ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINGEFÃHRLICHKEIT">GEMEINGEFÃHRLICHKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OFFENER VOLLZUG">OFFENER VOLLZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKFALLGEFAHR">RÃCKFALLGEFAHR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFVOLLZUG">STRAFVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: THERAPIEWILLIGKEIT">THERAPIEWILLIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)">UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: URLAUB">URLAUB</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOLLZUGSLOCKERUNGEN">VOLLZUGSLOCKERUNGEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 48 Abs. I JVV</span><br/><span class="ungerade">Art. 37 Abs. II Ziff. 2 StGB</span><br/><span class="gerade">§ 16 Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 43 Abs. I lit. g VRG</span><br/><span class="gerade">§ 43 Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. A wurde vom Bezirksgericht ZÃ¼rich am 23. August 2000 wegen versuchter Vergewaltigung und weiterer Delikte zu vier Jahren und sechs Monaten Zuchthaus, wovon 325 Tage durch Untersuchungshaft erstanden waren, verurteilt. Schon am 5. Oktober 1999 war er vom Bezirksgericht ZÃ¼rich wegen Vergewaltigung und anderer Delikte zu drei Jahren Zuchthaus, wovon 48 Tage durch Untersuchungshaft erstanden, verurteilt worden. Dieses Urteil war bei FÃ¤llung des spÃ¤teren Urteils vom 23. August 2000 noch nicht in Rechtskraft erwachsen. Sodann war er vom Bezirksgericht ZÃ¼rich am 10. Januar 1997 wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand und Verletzung einer Verkehrsregel mit drei Monaten GefÃ¤ngnis bestraft worden, wobei der Vollzug der Freiheitsstrafe zu Gunsten einer ambulanten Massnahme aufgeschoben worden war. Am 14. Dezember 2000 verfÃ¼gte der Einzelrichter des Bezirksgerichts ZÃ¼rich den Vollzug der aufgeschobenen Freiheitsstrafe im Umfang von zwei Monaten, nachdem das Amt fÃ¼r Straf- und Massnahmenvollzug mit VerfÃ¼gung vom 28. Mai 1999 den Massnahmenvollzug eingestellt hatte. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">A steht in der kantonalen Strafanstalt M im Vollzug der genannten Freiheitsstrafen. Das Ende der Gesamtstrafe fÃ¤llt auf den 15. April 2007, und zwei Drittel werden am 24. September 2004 erstanden sein.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Am 2. Dezember 2002 ersuchte A um Versetzung in ein offenes GefÃ¤ngnis, bevorzugterweise in die Struktur N der Strafanstalt M. Die Direktion der Strafanstalt M wies mit Entscheid vom 31. Januar 2003 das Gesuch ab.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Mit Rekurs vom 18. Juli 2003 gelangte A durch seinen Anwalt an die Direktion der Justiz und des Innern mit den AntrÃ¤gen, es sei der Entscheid der Direk­tion der Strafanstalt M vom 31. Januar 2003 aufzuheben und er sei in den offenen Vollzug zu versetzen. Ausserdem stellte er das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands. Da nicht widerlegt werden konnte, dass A Ã¼ber den Entscheid der Direktion der Strafanstalt M vom 31. Januar 2003 erst am 25. Juni 2003 im Rahmen eines Aktenbeizugs Kenntnis erhalten hatte, trat die Direktion der Justiz und des Innern mit VerfÃ¼gung vom 28. August 2003 auf den Rekurs ein, wies ihn aber vollumfÃ¤nglich ab.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Am 2. Oktober 2003 liess A Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben mit den AntrÃ¤gen um Aufhebung der VerfÃ¼gung der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons ZÃ¼rich vom 28. August 2003 und um Gutheissung seines Gesuchs um Versetzung in den offenen Vollzug. Er wiederholte auch vor Verwaltungsgericht das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der Justizvollzug des Kantons ZÃ¼rich beantragte in seiner Beschwerdeantwort vom 7./9. Oktober 2003 die Abweisung der Beschwerde. Ebenso beantragte die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 4./5. November 2003 die Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><a id="Text24"></a>Die Einzelrichterin zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit von Amts wegen (§ 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">GemÃ¤ss § 43 Abs. 1 lit. g VRG ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht gegen Anordnungen betreffend den Vollzug von Strafen und Massnahmen zwar grundsÃ¤tzlich ausgeschlossen. Sie ist jedoch unter anderem zulÃ¤ssig, wenn gegen solche Anordnungen die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht (§ 43 Abs. 2 VRG). Dies trifft fÃ¼r Entscheide Ã¼ber die Einweisung in eine Strafanstalt im Sinn von Art. 37 Ziff. 2 Abs. 2 des Strafgesetzbuchs (StGB) zu (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Boss­hart/Mar­tin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 43 N. 24). Demnach ist die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts in vorliegender Sache gegeben und auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Nach § 38 Abs. 2 lit. b VRG fÃ¤llt die Beurteilung der Beschwerde gegen den Rekursentscheid der Direktion der Justiz und des Innern in die einzelrichterliche Kompetenz.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. a) Es ist vorliegend unbestritten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer als ErsttÃ¤ter im Sinn von Art. 37 Ziff. 2 Abs. 2 StGB zu gelten hat und daher die Einweisung in eine Anstalt fÃ¼r Erstmalige in Frage kommen kÃ¶nnte. Nach Art. 37 Ziff. 2 Abs. 2 Satz 2 StGB kann aber der Verurteilte in eine andere Anstalt â insbesondere eine geschlossene â eingewiesen werden, wenn besondere UmstÃ¤nde wie GemeingefÃ¤hrlichkeit, ernsthafte Fluchtgefahr oder besondere Gefahr der Verleitung anderer zu strafbaren Handlungen vorliegen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Im Zusammenhang mit der Frage, in welcher Anstalt die Strafe zu verbÃ¼ssen ist, verfÃ¼gen die VollzugsbehÃ¶rden Ã¼ber einen erheblichen Ermessensspielraum. Gegen deren Entscheide kÃ¶nnen mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht gemÃ¤ss §§ 50 Abs. 1 und 51 VRG (in Ãbereinstimmung mit den bundesrechtlich geforderten BeschwerdegrÃ¼nden [Art. 98a Abs. 3 in Verbindung mit Art. 104 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. De­zem­ber 1943]) Rechtsverletzungen (einschliesslich des Ermessensmissbrauchs und der ErmessensÃ¼ber- oder ‑unterschreitung) sowie die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des (entscheidungswesentlichen) Sachverhalts gerÃ¼gt werden. Dem Verwaltungsgericht ist demgemÃ¤ss eine ErmessensÃ¼berprÃ¼fung versagt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Der BeschwerdefÃ¼hrer macht unter anderem geltend, es lÃ¤gen keine besonderen UmstÃ¤nde nach Art. 37 Ziff. 2 Abs. 2 StGB vor, welche einer Versetzung in den gemÃ¤ss § 48 Abs. 1 der Justizvollzugsverordnung vom 24. Oktober 2001 (JVV; LS 331.1) zwingend vorgesehenen offenen Vollzug entgegenstÃ¼nden. Seit MÃ¤rz 2002 wÃ¼rden ihm zweitÃ¤gige Urlaube mit seiner Lebenspartnerin gewÃ¤hrt, weshalb feststehe, dass bei ihm keine GemeingefÃ¤hrlichkeit gegeben sei. Auch sei nie die Rede davon gewesen, dass eine ernsthafte Fluchtgefahr oder die Gefahr der Verleitung anderer zu strafbaren Handlungen vorliegen kÃ¶nnte. Der offene Vollzug sei nur verweigert worden, weil bei ihm keine Bereitschaft gegeben sei, sich einer deliktsorientierten Therapie zu unterziehen. DafÃ¼r bestehe aber keine gesetzliche Grundlage, da zu keinem Zeitpunkt gerichtlich eine Massnahme angeordnet worden sei. Insbesondere werde aber weder in Art. 37 Ziff. 2 Abs. 2 StGB noch in § 48 Abs. 1 JVV die Absolvierung einer Therapie als Voraussetzung fÃ¼r die Vollzugslockerung statuiert. Demnach kÃ¶nne es nicht angehen, ihm die Verweigerung in den offenen Vollzug deshalb zu verweigern, weil bei ihm keine Therapiebereitschaft bestehe. Im Weiteren habe der Sonderdienst in den ErwÃ¤gungen zur VerfÃ¼gung vom 2. MÃ¤rz 2002 â es ging dabei um die GewÃ¤hrung eines erstmaligen zwÃ¶lfstÃ¼ndigen Beziehungsurlaubs â expressis verbis eine positive Legalprognose gestellt, was die Annahme einer erhÃ¶hten RÃ¼ckfallgefahr a priori ausschliesse. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Nicht weiter Gegenstand der Beschwerde bildet die allfÃ¤llige Versetzung des BeschwerdefÃ¼hrers in die Struktur N im Sinn von Art. 37 Ziff. 3 Abs. 2 StGB, die im Rekursverfahren noch im Sinn eines Eventualantrags behandelt worden war.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) aa) Die Vorinstanz hat Ã¼berzeugend dargelegt, weshalb aus dem Umstand, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer Urlaube gewÃ¤hrt werden, nicht zwingend gefolgert werden kÃ¶nne, es seien auch die Voraussetzungen fÃ¼r die Versetzung in den offenen Vollzug erfÃ¼llt. So gebe ein Urlaub dem betroffenen Gefangenen jeweils fÃ¼r einen oder zwei Tage die MÃ¶glichkeit, sich ausserhalb der Vollzugseinrichtung aufzuhalten, wobei seine Bewegungsfreiheit durch Auflagen eingeschrÃ¤nkt und der Urlaubsverlauf durch ein vorgegebenes Programm geregelt sein kÃ¶nne. DemgegenÃ¼ber bedeute der Vollzug in einer offenen Institu­tion in der Regel, dass Ã¼ber die ganze Aufenthaltsdauer hinweg regelmÃ¤ssig bei der Arbeit, in der Freizeit oder auch Ã¼ber Nacht auf die Beaufsichtigung durch Anstaltspersonal oder technische Sicherheitsvorkehren verzichtet und auf das Vertrauen in den Willen und die FÃ¤higkeit der Insassen, die massgeblichen Vorschriften von sich aus einzuhalten, abgestellt werde. Dieser Unterschied zeige, dass das korrekte Verhalten wÃ¤hrend eines Urlaubs lediglich einen Hinweis, aber keinen Beleg fÃ¼r den entsprechenden Willen und die FÃ¤higkeit, sich auch im offenen Vollzug zu bewÃ¤hren, darstelle. In der Praxis werde eine Versetzung vom geschlossenen in den offenen Vollzug regelmÃ¤ssig von der Voraussetzung des korrekten Absolvierens einer ausreichenden Zahl von Urlauben abhÃ¤ngig gemacht.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Schon aufgrund dieser soeben wiedergegebenen ErwÃ¤gungen der Vorinstanz, aber auch gestÃ¼tzt auf die weiteren mit der UrlaubsgewÃ¤hrung zusammenhÃ¤ngenden AusfÃ¼hrungen, auf welche im Sinn von § 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG zu verweisen ist, ergibt sich, dass dem vom BeschwerdefÃ¼hrer geltend gemachten Umkehrschluss, wonach die GewÃ¤hrung von Urlauben auch das Fehlen besonderer UmstÃ¤nde gemÃ¤ss Art. 37 Ziff. 2 Abs. 2 Satz 2 StGB belege, nicht gefolgt werden kann. Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt denn auch nichts vor, was die genannten ErwÃ¤gungen als rechtsverletzend im Sinn von §§ 50 f. VRG erscheinen lassen kÃ¶nnte. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">bb) Nicht anders verhÃ¤lt es sich bezÃ¼glich der gleichermassen sich stellenden Frage der GemeingefÃ¤hrlichkeit. Die Vorinstanz hat zutreffend dargelegt, dass das anlÃ¤sslich der PrÃ¼fung der erstmaligen GewÃ¤hrung eines Urlaubs im Sinn von Ziff. 2.2 lit. c der Richt­linien der Ostschweizer Strafvollzugskommission Ã¼ber den Vollzug von Freiheitsstrafen an gemeingefÃ¤hrlichen StraftÃ¤tern und StraftÃ¤terinnen vom 16. April 1999 zugunsten der betreffenden Person ausfallende Ergebnis lediglich besage, dass die besonderen Vorschriften der erwÃ¤hnten Richtlinien nicht anwendbar seien, nicht aber, dass Ã¼berhaupt keine rele­vante GefÃ¤hrdung Dritter mehr gegeben wÃ¤re. Darauf ging der BeschwerdefÃ¼hrer nicht weiter ein, sondern machte lediglich geltend, der Umstand, dass ihm mittlerweile Urlaube von 32 Stunden Dauer bewilligt wÃ¼rden, belege ein fÃ¼r alle Male, dass bei ihm keine GemeingefÃ¤hrlichkeit gegeben sei.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Wie schon dargelegt, kann dem vom BeschwerdefÃ¼hrer geltend gemachten Umkehrschluss, die GewÃ¤hrung von Urlauben bedeute, dass die besonderen UmstÃ¤nde gemÃ¤ss Art. 37 Ziff. 2 Abs. 2 Satz 2 StGB nicht (mehr) gegeben seien, so nicht beigepflichtet werden. Wohl belegen die gewÃ¤hrten â mit Auflagen verbundenen â Urlaube, dass die Voraussetzungen fÃ¼r eine stufenweise Vollzugslockerung mittels GewÃ¤hrung solcher Urlaube gegeben sind, nicht aber, dass auch die weitergehenden Voraussetzungen fÃ¼r den offenen Vollzug bereits erfÃ¼llt wÃ¤ren. Auch in diesem Zusammenhang kÃ¶nnen somit die ErwÃ¤gungen der Vorinstanz nicht als rechtsverletzend im Sinn von §§ 50 f. VRG qualifiziert werden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">cc) Der BeschwerdefÃ¼hrer bestreitet nicht, dass die AufzÃ¤hlung der besonderen UmstÃ¤nde in Art. 37 Ziff. 2 Abs. 2 StGB nicht als abschliessend zu betrachten sei. Dennoch verweist er bezÃ¼glich der ihm vorgehaltenen Weigerung, sich einer Therapie zu unterziehen und der damit einhergehenden Verweigerung des offenen Vollzugs auf die fehlende gesetzliche Grundlage (vgl. vorn 2b). </p> <p class="Einzug1">In diesem Zusammenhang hielt die Vorinstanz im Rekursentscheid fest, die Direktion der Strafanstalt M und das Amt fÃ¼r Justizvollzug wÃ¼rden davon ausgehen, dass bei Delinquenten, die wiederholt schwere Sexualdelikte begangen hÃ¤tten, eine erhÃ¶hte RÃ¼ckfallgefahr bestehe und nur dann eine relevante Verminderung angenommen werden kÃ¶nne, wenn wÃ¤hrend des Strafvollzugs eine ernsthafte, vorzugsweise therapeutische Auseinandersetzung mit diesen Delikten stattgefunden habe. Diese Auffassung, welche sich auf den aktuellen Stand der Wissenschaft sowie die Erfahrungen des Amts fÃ¼r Justizvollzug und der vor diesem fÃ¼r den Straf- und Massnahmenvollzug zustÃ¤ndigen Stellen des Kantons ZÃ¼rich stÃ¼tze, sei vertretbar. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe die Straftaten, die zum Urteil vom 23. August 2000 gefÃ¼hrt hÃ¤tten, unmittelbar vor der Verurteilung wegen gleichartiger Delikte am 5. Oktober 1999 begangen, habe sich also wiederholt schwere Sexualdelikte zuschulden kommen lassen, wobei ihn auch ein hÃ¤ngiges Strafverfahren nicht von neuen Straftaten abgehalten habe. Unter diesen UmstÃ¤nden sei es zulÃ¤ssig, in seinem Fall sowohl von einer erhÃ¶hten RÃ¼ckfallgefahr auszugehen als auch weitere Vollzugslockerungen davon abhÃ¤ngig zu machen, dass er sich im Rahmen einer Therapie mit seiner Delinquenz auseinandersetze, um diese RÃ¼ckfallgefahr zu senken.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Im Rekursentscheid ist zutreffend nirgends die Rede davon, dass die Absolvierung einer Therapie fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer gesetzlich vorgesehen oder vorgeschrieben wÃ¤re. Es erÃ¼brigt sich daher, auf die Vorbringen, wonach es an einer gesetzlichen Grundlage fÃ¼r eine Therapie fehle, weiter einzugehen, da sich diese Frage so gar nicht stellt. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Hingegen wird davon ausgegangen, weitergehende Vollzugslockerungen â namentlich in Form der Versetzung in den offenen Vollzug â kÃ¤men einstweilen nicht in Frage, weil bisher keine genÃ¼gende Auseinandersetzung des BeschwerdefÃ¼hrers mit den begangenen Delikten stattgefunden habe, was vorzugsweise therapeutisch anzugehen wÃ¤re. Der therapeutische Weg wird demnach als eine entsprechende MÃ¶glichkeit, welche dem BeschwerdefÃ¼hrer offeriert wurde, von diesem jedoch abgelehnt wird, skizziert. Wenn aber aus diesem ablehnenden Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers (er nahm auch am so genannten "runden Tisch" vom 25. Februar 2003 nicht teil) die Schlussfolgerung einer RÃ¼ckfallgefahr zufolge fehlender Auseinandersetzung mit den begangenen Delikten gezogen wird, die einer Versetzung in den offenen Vollzug entgegensteht, so ist dies angesichts der begangenen Delikte und deren zeitlicher Abfolge keine Rechtsverletzung gemÃ¤ss §§ 50 f. VRG, welche ein Eingreifen des Verwaltungsgerichts im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens rechtfertigen kÃ¶nnte. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">dd) Der BeschwerdefÃ¼hrer stÃ¶rt sich daran, dass ihm im Rekursentscheid erstmals "RÃ¼ckfallgefahr" unterstellt werde. Entgegen den AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz sei im Entscheid der Strafanstalt M vom 31. Januar 2003 davon noch nicht ausgegangen worden. Vielmehr sei er damals als rÃ¼ckfÃ¤llig beurteilt worden, weil er zweimal wegen des gleichen Delikts verurteilt worden war.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Vorinstanz hat zu Recht festgehalten, beim BeschwerdefÃ¼hrer liege kein RÃ¼ckfall im Sinn von Art. 67 StGB vor. Von einer RÃ¼ckfÃ¤lligkeit nach Art. 67 StGB war aber auch im Entscheid der Direktion der Strafanstalt M vom 31. Ja­nuar 2003 nicht die Rede. Dort war nur festgehalten worden, der BeschwerdefÃ¼hrer gelte gemÃ¤ss Akten als rÃ¼ckfÃ¤llig in dem Sinn, dass er zweimal wegen des gleichen Delikts verurteilt worden sei. Diese zutreffende Feststellung ist aber nicht gleichbedeutend mit der Annahme einer RÃ¼ckfÃ¤lligkeit nach Art. 67 StGB. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt sich auf den Standpunkt, die Berufung der Vorinstanz auf eine erhÃ¶hte RÃ¼ckfallgefahr sei nicht stichhaltig, habe ihm doch der Sonderdienst in der VerfÃ¼gung vom 2. MÃ¤rz 2002 eine positive Legalprognose gestellt, was die Annahme einer (erhÃ¶hten) RÃ¼ckfallgefahr von vornherein ausschliesse. In diesem Zusammenhang ist auf die bereits gemachten ErwÃ¤gungen 2c/aa-cc zu verweisen. Eine positive Prognose im Zusammenhang mit der GewÃ¤hrung von Urlauben bedeutet noch nicht, dass auch bei weitergehenden Vollzugslockerungen keine RÃ¼ckfallgefahr mehr bestehe und der BeschwerdefÃ¼hrer deshalb zwingend jetzt schon in den offenen Vollzug zu ver­setzen wÃ¤re. Gerade die Frage der Deliktsaufarbeitung, welche eine Minderung der RÃ¼ckfallgefahr mit sich brÃ¤chte, ist vorliegend ein offener Punkt geblieben. Nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer die Teilnahme an einer Therapie ablehnt und selber keine anderen LÃ¶sungsvorschlÃ¤ge unterbreitet, sondern sich einfach auf den Standpunkt stellt, bei ihm seien (trotz der begangenen Delikte, wobei er die Verurteilungen auch schon als Fehlurteile qualifizierte) die Voraussetzungen fÃ¼r die Versetzung in den offenen Vollzug so oder so gegeben, erscheint die ablehnende Beurteilung der Vorinstanz als korrekt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist. Die Gerichtskosten sind dem unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Es ist keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters. Seine Beschwerde erscheint jedoch aus den dargelegten GrÃ¼nden als aussichtslos, weshalb das Begehren abzuweisen ist (§ 16 Abs. 1 VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Im Zusammenhang mit dem Begehren um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters ist der VollstÃ¤ndigkeit halber noch festzuhalten, dass die GewÃ¤hrung der nachgesuchten RechtsverbeistÃ¤ndung gemÃ¤ss § 16 Abs. 2 VRG davon abhÃ¤ngig ist, dass sie sich als <i>sachlich notwendig</i> erweist. Hierbei ist auf die konkreten UmstÃ¤nde des Einzelfalls und die Eigenheiten des fraglichen Verfahrens abzustellen. Notwendigkeit ist zu bejahen, sobald die Interessen des Gesuchstellers in schwerwiegender Weise betroffen sind und das Verfahren in tatsÃ¤chlicher und rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten bietet, die den Beizug eines Rechtsvertreters erfordern (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 41 mit Hinweisen; BGE 128 I 225 E. 2.5.2). Die Verweigerung der Verlegung in eine Anstalt fÃ¼r Erstmalige greift gemÃ¤ss der Rechtsprechung nicht derart schwer in die Rechtsposition des BeschwerdefÃ¼hrers ein, dass sie per se die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters gebieten wÃ¼rde (vgl. VGr, 13. Dezember 2002, VB.2002.00350, E. 3). Dies macht der BeschwerdefÃ¼hrer denn auch nicht geltend. Daher mÃ¼ssen zur relativen Schwere des Eingriffs besondere tatsÃ¤chliche oder rechtliche Schwierigkeiten hinzukommen, denen der BeschwerdefÃ¼h-<br/> rer â auf sich allein gestellt â nicht gewachsen wÃ¤re (BGE 128 I 225<span> E. 2.5.2). </span>Im vorliegenden Beschwerdeverfahren bestehen aber keine besonderen rechtlichen oder tatsÃ¤chlichen Schwierigkeiten, welchen der BeschwerdefÃ¼hrer nicht gewachsen wÃ¤re. So lÃ¤sst er selber festhalten, er sei durchaus befÃ¤higt gewesen, sein Gesuch vom 2. Dezember 2002 um Versetzung in den offenen Vollzug selbstÃ¤ndig zu formulieren. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Daran Ã¤ndert auch nichts, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer der Entscheid der Direktion der Strafanstalt M vom 31. Januar 2003 nicht zugestellt worden sein und er davon erst am 25. Juni 2003 Kenntnis erlangt haben soll, wÃ¤re doch der BeschwerdefÃ¼hrer durchaus in der Lage gewesen, sich selber nach dem ausbleibenden Entscheid zu erkundigen. Aus dem genannten Entscheid geht ausserdem unmissverstÃ¤ndlich hervor, dass innert 30 Tagen, von der Mitteilung an gerechnet, bei der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons ZÃ¼rich Rekurs eingereicht werden kÃ¶nne. Somit ergaben sich bezÃ¼glich des Fristenlaufs auch keine besonderen Schwierigkeiten, denen der BeschwerdefÃ¼hrer nicht gewachsen gewesen wÃ¤re.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Aus diesen Ãberlegungen kann das Gesuch um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters nicht gutgeheissen werden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss verfÃ¼gt die Einzelrichterin:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2"> Das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um unentgeltliche Rechtspflege und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters wird abgewiesen;</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">und entscheidet:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">5. Gegen <a id="Dropdown3">diesen</a> <a id="Dropdown2">Entscheid</a> kann innert <a id="Dropdown4">30</a> Tagen, von <a id="Dropdown1">der</a> Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="MsoNormal">6. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>