<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.1999.00396</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105516&amp;W10_KEY=4467150&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.1999.00396</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.06.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung und Feststellung nach Art. 22 RPG</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Fahrzeug-Remise in der Landwirtschaftszone und im Landwirtschafts-Förderungsgebiet gemäss kantonalem Richtplan:<br/><br/>Begriff der Landwirtschaftszone; Umschreibung der zonenkonformen Bauten in der Landwirtschaftszone (E. 3b).<br/>Landwirtschafts-Förderungsgebiet gemäss kantonalem Richtplan: Sinn und Zweck (E. 3 c/aa-bb). Der Richtplan stellt diesbezüglich keine eindeutigen Anforderungen an nachgeordnete Bewilligungsbehörden auf. Eine Baute hat nicht von vornherein erhöhten Anforderungen hinsichtlich Bedürfnisnachweis und Ästhetik zu genügen (E. 3c/cc).<br/>Unter den konkreten Verhältnissen ist für den Landwirtschaftsnebenbetrieb der Bedürfnisnachweis für die Fahrzeug-Remise erbracht (E. 4a). Zudem erfüllt die Baute in Berücksichtigung der Auflagen die Anforderungen an eine genügende Einordnung im Sinn von § 238 Abs. 1 PBG (E. 4b).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEDÃRFNIS">BEDÃRFNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FÃRDERUNGSGEBIET">FÃRDERUNGSGEBIET</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LANDWIRTSCHAFTLICH">LANDWIRTSCHAFTLICH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LANDWIRTSCHAFTSZONE">LANDWIRTSCHAFTSZONE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REMISE">REMISE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RICHTPLAN">RICHTPLAN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: RICHTPLÃNE (PLANUNGSGRUNDSÃTZE)">RICHTPLÃNE (PLANUNGSGRUNDSÃTZE)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ZONENKONFORMITÃT">ZONENKONFORMITÃT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 238 PBG</span><br/><span class="ungerade">Art. 16 RPG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Herr C. (= Beschwerdegegner) fÃ¼hrt im Weiler E einen Landwirtschaftsbetrieb. Im August 1998 ersuchte er um die Baubewilligung fÃ¼r eine Remise in der Landwirtschaftszone aus­serhalb des Dorfes. Die kantonale Siedlungskommission (KSK) stimmte dem Vorhaben am 22. Oktober 1998 grundsÃ¤tzlich zu, empfahl jedoch die Verschiebung an einen weniger exponierten Standort. Der Gemeinderat D bewilligte das entsprechend modifizierte Bau­vorhaben am 11. Februar 1999. Die Baudirektion hatte bereits am 24. November 1998 festgestellt, dass das in der Landwirtschaftszone gelegene Vorhaben zonengemÃ¤ss im Sinne von Art. 22 des Bundes­gesetzes vom 22. Juni 1979 Ã¼ber die Raumplanung (RPG) sei und keiner Ausnahmebewil­ligung nach Art. 24 RPG bedÃ¼rfe. Sofern die Empfehlungen der KSK eingehalten wÃ¼rden, stehe einer Baubewilligung nichts entgegen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen die mit der Baubewilligung erÃ¶ffnete VerfÃ¼gung der Baudirektion erho­ben zwei Nachbarn sowie die Naturschutzvereinigung Y am 15. MÃ¤rz 1999 Rekurs an den Regierungs­rat, der das Rechtsmittel am 10. November 1999 abwies.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. WÃ¤hrend sich die Nachbarn mit diesem Entscheid abfanden, gelangte die Naturschutzvereinigung Y mit Be­schwerde vom 20. Dezember 1999 an das Verwaltungsgericht. Sie beantragt, der ange­fochtene Beschluss sei aufzuheben und die von der Baudirektion erteilte Bewilligung sei zu verweigern. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Gemeinderat D verzichtete auf Beschwerdeantwort. Der Beschwerdegegner liess sich nicht vernehmen, ebenso wenig die Staatskanzlei. Die Baudirektion beantragte am 6. MÃ¤rz 2000 die Abweisung der Beschwerde. Da die Baudirektion mit ihrer Ver­nehmlassung neue Unterlagen eingereicht hatte, wurde der BeschwerdefÃ¼hrerin Gelegen­heit eingerÃ¤umt, sich dazu zu Ã¤ussern. Diese Stellungnahme ging innert verlÃ¤ngerter Frist am 8. Mai 2000 ein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Darlegungen im angefochtenen Entscheid und in den Rechtsschriften werden, soweit erforderlich, in den nachfolgenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde nach § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) funktio­nell und sachlich zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Sachurteilsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der Beschwerdegegner betreibt seinen Landwirtschaftsbetrieb im Nebenerwerb. Nach seinen unwidersprochenen Angaben im Rekursverfahren hÃ¤lt er zur Zeit 21 KÃ¼he, 3 Rinder und 22 KÃ¤lber. GemÃ¤ss den von der Baudirektion nachtrÃ¤glich eingereichten Un­terlagen aus dem Jahr 1997 bewirtschaftet er 9.3 ha Eigen- und 4.2 ha Pachtland. 1997 er­hielt er die erforderlichen Bewilligungen fÃ¼r einen Scheunen- und Stallanbau an seinem von Siedlungsgebiet umgebenen landwirtschaftlichen GebÃ¤ude Assek.-Nr. 1 auf Kat.-Nrn. 2 und 3 im Weiler E. Die KSK wies schon in ihrer da­maligen Stellungnahme darauf hin, dass das HofgrundstÃ¼ck des Beschwerdegegners klein sei und keine weitere BetriebsvergrÃ¶sserung mehr zulasse. Die Anforderungen an die Ein­ordnung des Bauvorhabens standen einer Hocheinfahrt entgegen, weshalb auf vorgesehe­nen Remi­senraum verzichtet werden musste. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die streitbetroffene Remise soll daher an einem anderen Standort, in der SÃ¼d­we­stecke von Kat.-Nr. 4, im Norden des Weilers E und in etwa 250 m Entfernung vom Hofgrund­stÃ¼ck, errichtet werden. Sie weist einen Grundriss von 16.35 x 10.88 m und eine HÃ¶he von ca. 5.7 m auf. Es handelt sich um eine auf der SÃ¼dseite offene Metallkonstruktion mit Pult­dach. Die West- und Nordseite sollen zur Kaschierung begrÃ¼nt werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Die BeschwerdefÃ¼hrerin weist darauf hin, dass das BaugrundstÃ¼ck gemÃ¤ss dem kantonalen Richtplan vom 31. Januar 1995 im Landschafts-FÃ¶rderungsgebiet liegt. Sie leitet daraus ab, das Bauvorhaben hÃ¤tte nur bewilligt werden dÃ¼rfen, wenn es mit der notwendigen architektonischen Sorgfalt gestaltet worden wÃ¤re und zumindest den herge­brachten Formen und Materialien entsprochen hÃ¤tte, was nicht der Fall sei. Ausserdem sei unbeachtet geblieben, dass das Bauvorhaben zumindest teilweise unter dem Aspekt von Art. 24 RPG hÃ¤tte beurteilt werden mÃ¼ssen. BezÃ¼glich ZonenkonformitÃ¤t hÃ¤tte ein strenge­rer Massstab angelegt werden mÃ¼ssen als in einer gewÃ¶hnlichen Landwirtschaftszone. Vorauszusetzen sei ein ausreichender Bedarfsnachweis. Es sei indessen nicht belegt, dass mindestens eine halbe Arbeitskraft (bzw. 2100 Arbeitsstunden) pro Jahr auf den Betrieb aufgewendet wÃ¼rden und dass eine lÃ¤ngerfristig tragfÃ¤hige Betriebsstruktur vorhanden sei. Schliesslich sei nicht untersucht worden, ob nicht bestehende Bausubstanz verwendet wer­den kÃ¶nnte, statt eine Neubaute zu errichten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Generell bestimmt sich der Zweck und Inhalt der zÃ¼rcherischen Landwirtschafts­zone nach Art. 16 RPG, da das ZÃ¼rcher Recht in diesem Zusammenhang nicht weiter geht als das Bundesrecht. Danach umfassen Landwirtschaftszonen Land, das sich fÃ¼r die land­wirtschaftliche Nutzung eignet oder im Gesamt­interesse landwirtschaftlich genutzt werden soll. Bauten und Anlagen in diesem Gebiet mÃ¼ssen nach Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG dem Zweck der Landwirtschaftszone entsprechen. GebÃ¤ude sind in der Landwirtschaftszone nach Art. 16 RPG zonenkonform, wenn sie hinsichtlich Standort und Ausgestaltung in einer unmittelbaren funktionellen Beziehung zum Landwirtschafts- bzw. Gartenbaubetrieb stehen und im Hinblick auf die bodenabhÃ¤ngige Nutzung des Landes als unentbehrlich erscheinen. In einer Landwirtschaftszone im Sinn von Art. 16 RPG sind nur solche Ge­bÃ¤ude zonenkonform, die in ihrer konkreten Ausgestaltung fÃ¼r eine zweckmÃ¤ssige Bewirt­schaftung des Bodens am vorgesehenen Standort objektiv notwendig und nicht Ã¼berdimen­sioniert sind. Ausserdem dÃ¼rfen gegen ihre Errichtung keine Ã¼berwiegenden Ã¶ffentlichen Interessen sprechen (BGE 125 II 278 E. 3a mit Hinweisen). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Sind WirtschaftsgebÃ¤ude im Sinne dieser Praxis erforderlich, kommt es gemÃ¤ss der Lehre und der â eher spÃ¤rlichen â Rechtsprechung fÃ¼r die ZonenkonformitÃ¤t nicht darauf an, ob der Boden im Haupt- oder im Nebenberuf bewirtschaftet wird (Peter M. Keller, Neubauten in der Landwirtschaftszone, GrÃ¼sch 1987, S. 53; Leo SchÃ¼rmann/Peter HÃ¤nni, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 3. A., Bern 1995, S. 149, beide mit Hinweisen auf die Praxis). Bei Wohnbauten gelten strengere Anforderungen (vgl. BGE 121 II 307 und dazu Christoph Bandli in AJP 1996, S. 214), die aber vorliegend keine Rolle spielen, da keine Wohnbaute errichtet werden soll. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Beschwerde wirft die Frage auf, ob und inwieweit in Landschafts-FÃ¶rde­rungsgebieten gemÃ¤ss dem kantonalen Richtplan an zonenkonforme Bauten und Anlagen zusÃ¤tzliche Anforderungen gelten. Zu prÃ¼fen ist daher, welchem Zweck die Landschafts-FÃ¶rderungsgebiete dienen und ob der Richtplan in diesem Zusammenhang konkrete Mass­nahmen festlegt, welche die angesprochenen BehÃ¶rden im Bewilligungsverfahren zu be­achten bzw. umzusetzen haben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Die Baudirektion fÃ¼hrt in der Beschwerdeantwort aus, Landschafts-FÃ¶rderungs­gebiete seien, insbesondere auch unter BerÃ¼cksichtigung der Schwerpunktgebiete fÃ¼r den Naturschutz gemÃ¤ss Ziff. 3.5.1 des kantonalen Richtplans, in erster Linie angesichts des rasanten Strukturwandels in der Landwirtschaft ausgeschieden worden. Durch den koordi­nierten und gezielten Einsatz der verfÃ¼gbaren Mittel (z.B. Direktzahlungen fÃ¼r besondere Ã¶kologische Leistungen) solle die unter den verÃ¤nderten wirtschaftlichen Bedingungen in Frage gestellte Bewirtschaftung der FlÃ¤che sichergestellt werden. Diesen Darlegungen ist im Lichte des Richtplantextes beizupflichten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Mit der Bezeichnung "Landschafts-FÃ¶rderungsgebiet" sollen gemÃ¤ss Richt­plantext die Bewirtschaftung sowie die Erhaltung und FÃ¶rderung von Eigenart, Vielfalt, NatÃ¼rlichkeit und Erholungswert dieser FlÃ¤chen langfristig sichergestellt werden. Die vor­handenen land- und forstwirtschaftlichen Nutzungen haben in Landschafts-FÃ¶rderungs­gebieten PrioritÃ¤t und kÃ¶nnen deshalb auch den aktuellen BedÃ¼rfnissen und Anforderungen entsprechend weiterentwickelt werden. Namentlich sollen in diesen Gebieten Rahmenbe­dingungen geschaffen werden, die der VernachlÃ¤ssigung der Landschaftsbewirtschaftung entgegenwirken (vgl. Ziff. 3.7.1 des Richtplans, S. 70). Der Richtplantext verweist auf die Leitlinie 3 des Richtplans: "ZusammenhÃ¤ngende naturnahe RÃ¤ume sind zu schonen und aktiv zu fÃ¶rdern" (Ziff. 1.2.2, S. 9). In AusfÃ¼hrung dieser Leitlinie waren gemÃ¤ss Richtplan folgende drei Ãberlegungen fÃ¼r die Ausscheidung der Landschafts-FÃ¶rderungsgebiete wegleitend (S. 70 f.):</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"- Als Landschafts-FÃ¶rderungsgebiete sind FlÃ¤chen zu bezeichnen, die aus kantonaler Sicht aufgrund ihrer landschaftlichen Eigenart, ihrer biologisch-Ã¶kologischen Vielfalt und ihres Erholungswertes insgesamt in ihrem Charakter erhalten oder weiterentwickelt werden sollen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> - Landschafts-FÃ¶rderungsgebiete sind ihrer Zweckbestimmung entspre­chend grossflÃ¤chig und ohne scharfe Begrenzungen zu bezeichnen. Durch eine offene, Ã¼berlagernde Darstellung in der Karte soll sichtbar gemacht werden, dass Ã¤sthetischen und Ã¶kologischen Aspekten im Rahmen nachfolgender Planungen und in Bewilligungsverfahren be­sondere Beachtung zu schenken ist, ohne dass mit dem Richtplanein­trag eine sachgerechte InteressenabwÃ¤gung im Einzelfall vorwegge­nommen wird.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> - Eine nachhaltige Kulturlandpflege dieser LandschaftsrÃ¤ume ist zu ge­wÃ¤hrleisten; deshalb sind die Voraussetzungen fÃ¼r eine auch in wirt­schaftlicher Hinsicht attraktive Bewirtschaftung der betreffenden FlÃ¤­chen zu schaffen."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Der Richtplan stellt hinsichtlich Landschafts-FÃ¶rderungsgebieten keine eindeu­tigen materiellen Anforderungen an die nachgeordneten PlanungstrÃ¤ger und Bewilligungs­behÃ¶rden auf. Die zitierten ErwÃ¤gungen des Richtplans kÃ¶nnen zu sich widersprechenden Folgerungen fÃ¼hren und erÃ¶ffnen den nachgeordneten Instanzen jedenfalls erhebliche Ab­wÃ¤gungsspielrÃ¤ume. Der Hinweis, dass die Richtplanfestlegung eine sachgerechte Interes­senabwÃ¤gung im Einzelfall nicht vorwegnimmt, drÃ¼ckt dies klar aus. Insbesondere kann das Anliegen, Ã¤sthetischen und Ã¶kologischen Aspekten bei Bewilligungsverfahren beson­dere Beachtung zu schenken, in ein SpannungsverhÃ¤ltnis zur Absicht treten, die Vorausset­zungen fÃ¼r eine auch in wirtschaftlicher Hinsicht attraktive Bewirtschaftung zu schaffen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin geht Ã¼ber dieses Anliegen zu Unrecht mit Stillschweigen hinweg. Der vorliegende Streitfall belegt den mÃ¶glichen Widerstreit der Interessen. ErhÃ¶hte Anfor­derungen an die Gestaltung und Einordnung wÃ¼rden die projektierte Baute verteuern. Aus GrÃ¼nden der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit wurde dem Beschwerdegegner gestattet, eine hÃ¶chst einfache, der herkÃ¶mmlichen Bauweise in der betreffenden Gegend nicht entsprechende Blechkonstruktion zu errichten, in deren Besitz er sich bereits befindet. Damit wird die wirtschaftlichen At­trak­tivitÃ¤t der Bewirtschaftung gesteigert. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu beachten ist in diesem Zusammenhang die sogenannte "Festlegung" des Richt­plans (grau unterlegt; vgl. dazu Ziff. 1.3 des Richtplantextes, S. 16), dass sich die Festle­gung "Landschafts-FÃ¶rderungsgebiet" auf das Anliegen nach einer zweckmÃ¤ssigen Koor­dination aller landschaftswirksamen TÃ¤tigkeiten im Lichte der genannten Zielsetzungen beschrÃ¤nkt, soweit nicht aufgrund der einschlÃ¤gigen Inventare des eidgenÃ¶ssischen und kantonalen Rechts spezielle natur- oder landschaftsschÃ¼tzerische Massnahmen zu treffen sind (S. 71). Der materielle Steuerungsgehalt von Ziff. 3.7 des Richtplans ist auch im Lichte dieser Festlegung beschrÃ¤nkt. Dementsprechend weist Ziff. 3.7.3 denn auch darauf hin, dass hinsichtlich Bewirtschaftung, Bebauung und Pflege der Landschafts-FÃ¶rde­rungsgebiete ein grosser Gestaltungsspielraum besteht. Als besondere Aufgaben nennt der Richtplan die Koordination und Zusammenarbeit, die Aktualisierung und Verbesserung der Grundlagen und die Regelung der Finanzierung besonderer Ã¶kologischer bzw. landschafts­pflegerischer Leistungen (S. 74 f.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Daher kann nicht argumentiert werden, ein konkretes landwirtschaftliches Bauvor­haben im Landschafts-FÃ¶rderungsgebiet habe von vornherein erhÃ¶hten Anforderungen hinsichtlich Ãsthetik oder Bedarfsnachweis zu genÃ¼gen. Die durch die Richtplanfestlegung aufgeworfene Fragestellung ist vielmehr, ob der Entscheid den verschiedenen Interessen, namentlich jenem der Einordnung und jenem der FÃ¶rderung der Bewirtschaftung, ange­messen Rechnung trÃ¤gt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Es lÃ¤sst sich angesichts der bewirtschafteten FlÃ¤che, der Anzahl gehaltener Tiere und der weiteren UmstÃ¤nde, namentlich der bereits getÃ¤tigten Investitionen in das HofgebÃ¤ude, nicht ernsthaft in Frage stellen, dass der Beschwerdegegner einen echten Ne­benerwerbsbetrieb fÃ¼hrt und daher berechtigt ist, in der Landwirtschaftszone die betriebs­notwendigen ÃkonomiegebÃ¤ude zu errichten (vgl. vorne E. 3b). Zu diesen gehÃ¶rt auch die hier streitige Fahrzeug-Remise, da dafÃ¼r direkt beim Hof kein Platz vorhanden ist und die Fahrzeuge derzeit im Freien abgestellt werden mÃ¼ssen. Das Bauvorhaben wurde von der KSK geprÃ¼ft und fÃ¼r gut befunden. Dabei war der KSK bewusst, dass die 1997 begrÃ¼ndete Betriebsgemeinschaft mit einem anderen Bauern nach einem Jahr wieder aufgelÃ¶st worden war. Ein Widerspruch in der Argumentation, den die BeschwerdefÃ¼hrerin zu erkennen glaubt, liegt nicht vor. Wohl hat die KSK seinerzeit darauf hingewiesen, dass die Zusam­menarbeit der beiden Betriebe als sinnvoll erscheine und die Weiterexistenz der beiden Betriebe ermÃ¶gliche. Daraus kann aber nicht abgeleitet werden, nur dank einer solchen Zusammenarbeit kÃ¶nne der Betrieb des Beschwerdegegners aufrecht erhalten werden. Die Erhebungen der KSK fÃ¼hren im Gegenteil ohne weiteres zum Schluss, dass der Betrieb des Beschwerdegegners auch allein zumindest als Nebenerwerbsbetrieb gesichert ist. Mangels konkreter Hinweise auf eine gravierende und dauerhafte EinschrÃ¤nkung der ArbeitsfÃ¤hig­keit des noch nicht einmal vierzigjÃ¤hrigen Beschwerdegegners brauchte sich die Rekursbe­hÃ¶rde auch nicht nÃ¤her mit dessen Gesundheitszustand zu befassen. Ein ausreichender Be­dÃ¼rfnisnachweis liegt vor. Die weiteren von der BeschwerdefÃ¼hrerin verlangten Nachweise sind nicht erforderlich. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zudem haben weder der Beschwerdegegner noch die BehÃ¶rden im konkreten Fall zusÃ¤tzliche Untersuchungen darÃ¼ber anzustellen, ob allenfalls irgendwo noch bereits beste­hende Bauten zu finden sind, die als Remise in Frage kÃ¤me. Vielmehr genÃ¼gt es, dass der Beschwerdegegner den Nachweis erbracht hat, ein RemisengebÃ¤ude zu benÃ¶tigen, und dass die Errichtung unmittelbar beim Hof nicht mÃ¶glich ist. Anders kÃ¶nnte die Situation allen­falls dann zu beurteilen sein, wenn trotz <i>offensichtlich verfÃ¼gbarem</i> vorhandenem Raum zusÃ¤tzlich gebaut werden sollte. Dass dem so sei, macht die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht gel­tend.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Den BewilligungsbehÃ¶rden war bewusst, dass das RemisengebÃ¤ude kein Ã¤stheti­sches Juwel darstellt. Sie haben auflageweise verlangt, dass die WÃ¤nde in mattem Dunkel­braun zu streichen sind und das GebÃ¤ude auf zwei Seiten durch eine Bepflanzung mit ein­heimischen StrÃ¤uchern abzudecken ist. Bei Beachtung dieser Auflagen haben sie eine ge­nÃ¼gende Einordnung bejaht. Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt nichts vor, was diese Beurtei­lung im konkreten Fall als rechtswidrig erscheinen liesse. Wie vorne dargelegt, kann aus dem Richtplan nicht gefolgert werden, dass Bauvorhaben im Landschafts-FÃ¶rderungsge­biet generell erhÃ¶hten, d h. Ã¼ber § 238 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) hinausgehenden Anforderungen zu genÃ¼gen hÃ¤tten. Die ange­fochtenen Entscheide der Baudirektion und des Regierungsrates tragen den berÃ¼hrten In­teressen ausreichend Rechnung. Das Verwaltungsgericht hat angesichts der von ihm in Ermessensfragen zu beachtenden Grenzen (§ 50 VRG) keinerlei Anlass, abweichend zu urteilen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Die Beschwerde erweist sich als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>