dustar
I tr, 1.a) wehren, ab-, fernhalten; ~ las mustgas, die Fliegen abwehren; ~ ina frida, einen Hieb abwehren; ~ in prighel, eine Gefahr abwenden; ~ l'aua, das Wasser abwehren, den Fluss eindämmen; ~ la biestga, das Vieh davon abhalten, dass es (auf den gebannten Feldern) Schaden anrichtet. – b) schützen; ~ dil fiug, vor dem Feuer schützen; ~ enzatgi d'enzatgei, jem. vor etw. schützen; (kirchenspr.) Segner, dosta nus dil mal! Herr, bewahre uns vor dem Bösen! – 2. verwehren, hindern; ~ enzatgi da passar, jem. an der Durchfahrt hindern. – 3. stillen, löschen, sättigen; ~ la fom/la seit, den Hunger/den Durst stillen; ~ las queidas, das Verlangen stillen. – 4. schlichten, beilegen; ~ ina carplina, einen Streit schlichten. – 5. (mit Ortsadv.) wegräumen, entfernen; ~ giud meisa, abtischen, den Tisch räumen; ~ la vischala, das Geschirr wegräumen. – II intr, sich weigern, sich sträuben; ~ da tedlar, sich weigern zuzuhören; "tgei fas ti cheu", ha el dustau, "was machst du da", wehrte er ab; els han dustau tgei ch'ei han saviu da schar maridar, sie haben sich bis zum Äussersten gegen die Heirat gesträubt. – III refl sedustar, 1. sich wehren, sich erwehren; sedustar cun peis e mauns, sich mit Händen und Füssen wehren; sedustar dils deivets, sich der Schulden erwehren. – 2. fig. durchkommen, sich durchschlagen; quella famiglia sedosta ch'igl ei in plascher, diese Familie wehrt sich, dass es eine Freude ist; (impers.) ins sedosta, man schlägt sich durch, es geht so. – 3. sich sträuben, sich weigern; suenter ditg sedustar, nach langem Sich-Sträuben; el ha ditg sedustau da vegnir, er hat sich lange geweigert, zu kommen.
[Zus. mit de + obstare ‘hinderlich sein, entgegenstehen'].