<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2017.00191</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=217297&amp;W10_KEY=4467073&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2017.00191</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.06.2017</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Familiennachzug</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nachträglicher Familiennachzug.<br/><br/>Nach der Scheidung von einer hier anwesenheitsberechtigten EU-Bürgerin heiratete der BF 1 die Mutter seiner beiden Kinder und zog diese in die Schweiz nach. Die Mutter stellte daraufhin ein Nachzugsgesuch für die Kinder. Gegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet nur noch der verweigerte Nachzug des 16-jährigen Sohns. <br/><br/>Für die Berechnung der Nachzugsfristen knüpfte die Vorinstanz zu Recht an den früher eingereisten Vater an, womit sich das Nachzugsgesuch als verspätet erweist (E. 2.2). Ein nachträglicher Familiennachzug ist nach Art. 47 Abs. 4 AuG bzw. Art. 73 Abs. 3 VZAE nur zu bewilligen, wenn hierfür wichtige familiäre Gründe sprechen. An den Nachweis der fehlenden Betreuungsmöglichkeit im Heimatland stellt die Rechtsprechung umso höhere Anforderungen, je älter das nachzuziehende Kind ist und je grösser die Integrationsschwierigkeiten erscheinen, die ihm hier drohen (E. 3.1). Der Sohn wird von der Grossmutter betreut, deren Gesundheitszustand sich nach dem Rekursentscheid stark verschlechterte. Nach der Hospitalisierung wegen Verdachts auf Hirninfarkt ist ein dreiwöchiger Kuraufenthalt notwendig, währenddessen die Grossmutter kurzfristig nicht für ihren Enkel sorgen kann. Wie sich der mögliche Krankheitsverlauf präsentiert, geht aus den Arztberichten nicht hervor und somit ist offen, ob die Grossmutter längerfristig bzw. bis zur Volljährigkeit des Enkels wird für diesen sorgen können (E. 3.5). Rückweisung zur Abklärung des Krankheitverlaufs und dessen Einfluss auf die Betreuungsfähigkeit. Anordnung einer Anhörung des Sohns (Art. 47 Abs. 4 Satz 2 AuG). <br/><br/>Teilweise Gutheissung und Rückweisung.<br/></b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 44 AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 47 Abs. IV AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 73 Abs. III VZAE</span><br/><span class="gerade">Art. 75 VZAE</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=34457" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2017.00191</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">21. Juni 2017</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Leana Isler, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Jsabelle Mayer. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">1. A, </p> <p class="MsoNormal">2. B, </p> <p class="MsoNormal">3. C, </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoBodyText">alle vertreten durch RA D, </p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Familiennachzug,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A und B (StaatsangehÃ¶rige von Serbien) sind Eltern von E (geboren 1998) und C (geboren 2001). Nach der Heirat mit der in der Schweiz anwesenheitsberechtigten Ã¶sterreichischen StaatsangehÃ¶rigen F am ... Mai 2007 reiste A am 22. August 2007 in die Schweiz ein. Im Familiennachzug wurde ihm am 6. November 2007 eine Kurzaufenthaltsbewilligung EG/EFTA bzw. am 25. Juni 2008 eine Aufenthaltsbewilligung EG/EFTA erteilt. Die Ehe von A und F wurde am 30. Oktober 2013 geschieden. Am 14. Januar 2015 heiratete A die Mutter seiner Kinder, welche am 18. Januar 2015 in die Schweiz einreiste. Seit dem 10. MÃ¤rz 2015 ist A im Besitz einer Aufenthaltsbewilligung. Der Ehefrau wurde am 3. MÃ¤rz 2015 eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Ehemann erteilt. B ersuchte am 25. November 2015 um Bewilligung der Einreise von E und C zu ihr und dem Kindsvater. Mit VerfÃ¼gung vom 15. April 2016 wies das Migrationsamt die Gesuche ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den hiergegen erhobenen Rekurs von A, E und C sowie B wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 13. Februar 2017 ebenfalls ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 16. MÃ¤rz 2017 beantragten A und C sowie B (nachfolgend: die BeschwerdefÃ¼hrenden) dem Verwaltungsgericht die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids und ersuchten um Bewilligung des Familiennachzugs von C; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion auf Vernehmlassung verzichtete, liess sich das Migrationsamt nicht vernehmen. </p> <p class="Urteilstext">Mit Schreiben vom 3. April und 7. April 2017 reichten die BeschwerdefÃ¼hrenden weitere Unterlagen ein, insbesondere einen Entlassungsbericht des serbischen Krankenhauses G vom 3. April 2017 betreffend H, der Grossmutter von C.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼berschreitung und Ermessensunterschreitung, und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Streitgegenstand bildet vorliegend nur noch der von der Vorinstanz verweigerte Familiennachzug von C. Das Gesuch um Bewilligung der Einreise der volljÃ¤hrigen Tochter E wird nicht weiterverfolgt.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>AuslÃ¤ndischen Ehegatten und ledigen Kindern unter 18 Jahren von Personen mit Aufenthaltsbewilligung <i>kann</i> laut Art. 44 des AuslÃ¤ndergesetzes vom 16. Dezember 2005 (AuG) eine Aufenthaltsbewilligung erteilt werden, wenn sie mit diesen zusammenwohnen (lit. a), eine bedarfsgerechte Wohnung vorhanden ist (lit. b) und sie nicht auf Sozialhilfe angewiesen sind (lit. c). </p> <p class="Erwgung2">Anders als die Nachzugsbestim­mungen betreffend Ehegatten und Kindern von Schweizern und Personen mit Niederlassungsbewilligung (Art. 42 bzw. 43 AuG) rÃ¤umt die vorgenannte Bestimmung keinen Nachzugsanspruch ein; die BehÃ¶rden entscheiden vielmehr nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen (BGE 137 I 284 E. 1.2 und E. 2.3.2). Hingegen lÃ¤sst sich aus dem in Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) bzw. Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) garantierten Schutz des Familienlebens ein Anspruch auf Nachzug des Ehegatten und der minderjÃ¤hrigen Kinder ableiten, soweit die familiÃ¤re Beziehung intakt ist und tatsÃ¤chlich gelebt wird und der sich hier aufhaltende FamilienangehÃ¶rige Ã¼ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfÃ¼gt (BGE 139 I 130 E. 1.2; 137 I 284 E. 1.3; 135 I 143 E. 1.3; 130 II 281 E. 3.1; BGr, 5. April 2016, 2C_281/2016, E. 2.2). </p> <p class="Urteilstext">Hat die in der Schweiz anwesende Person einen Anspruch auf VerlÃ¤ngerung ihrer eigenen Aufenthaltsbewilligung (ein gefestigtes Aufenthaltsrecht) und kÃ¶nnen die Betroffenen sich gestÃ¼tzt auf Art. 8 Abs. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV grundsÃ¤tzlich auf einen Anspruch auf Familiennachzug berufen, haben die zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden nicht nur in pflicht­gemÃ¤ssem Ermessen nach Art. 44 AuG Ã¼ber das Nachzugsbegehren zu entscheiden, sondern dÃ¼rfen sie den anbegehrten Nachzug nur aus guten GrÃ¼nden verweigern. Solche GrÃ¼nde liegen â abgesehen von den auch in derartigen Konstellationen zu beachtenden allgemeinen Schranken von Art. 51 Abs. 2 AuG â regelmÃ¤ssig dann vor, wenn die Bewil­ligungsvoraussetzungen nach Art. 44 AuG und der entsprechenden AusfÃ¼hrungs­bestimmungen nicht erfÃ¼llt sind (vgl. zum Ganzen BGE 137 I 284 E. 2.6 f.).</p> <p class="Urteilstext">Zutreffend erwog die Vorinstanz, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer, der Ã¼ber drei Jahre mit einer Ã¶sterreichischen StaatsangehÃ¶rigen verheiratet war und sich erfolgreich in der Schweiz integriert hat, einen nachehelichen Anspruch auf VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung zukomme (vgl. Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG). Insofern verfÃ¼gt er Ã¼ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht in der Schweiz und kann sich â unter Vorbehalt der ErfÃ¼llung der Bewilligungsvoraussetzungen nach Art. 44 AuG in Verbindung mit Art. 47 AuG bzw. Art. 73<span> Abs. 1 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit (VZAE) â</span> auf Art. 8 EMRK berufen.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>GemÃ¤ss Art. 47 Abs. 1 AuG in Verbindung mit Art. 73</span> Abs. 1 VZAE <span>muss der Familiennachzug fÃ¼r Kinder unter zwÃ¶lf Jahren innerhalb von fÃ¼nf Jahren, fÃ¼r Kin</span>­<span>der Ã¼ber zwÃ¶lf Jahre innerhalb von zwÃ¶lf Monaten geltend gemacht werden. Der Fristenlauf beginnt nach Art. 47 Abs. 3 lit. b AuG bzw. Art. 73 Abs. 2 VZAE mit der Erteilung der Aufenthaltsbewilligung oder mit Entstehung des FamilienverhÃ¤ltnisses (zum VerhÃ¤ltnis zwischen Art. 47 AuG und Art. 73 VZAE</span>, siehe<span> BGE 137 II 393 E. 3.3). Ist die Einreise vor dem Zeitpunkt des Inkrafttretens des AuslÃ¤ndergesetzes erfolgt oder das Familien­verhÃ¤ltnis vor diesem Zeitpunkt entstanden, lÃ¤uft die Nachzugsfrist Ã¼ber­gangs­rechtlich ab dem 1. Januar 2008 (Art. 126 Abs. 3 AuG). Die Nachzugsfristen bestimmen sich nach dem Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs, wobei sich eine noch laufende fÃ¼nfjÃ¤hrige Frist mit Vollendung des zwÃ¶lften Lebensjahrs auf maximal ein Jahr verkÃ¼rzt (BGE 136 II 497 E. 3.4 ff., 129 II 11 E. 2; BGr, 3. Oktober 2011, 2C_205/2011, E. 3.5).</span></p> <p class="Erwgung2">Gesuchstellerin ist die erst am 18. Januar 2015 in die Schweiz eingereiste Kindsmutter. Zu Recht knÃ¼pfte die Vorinstanz fÃ¼r die Berechnung der Fristen an den frÃ¼her eingereisten Vater an (vgl. BGr, 25. August 2016, 2C_363/2016, E. 2.4; VGr, 28. August 2013, VB.2013.00020, E. 3.5; 5. Dezember 2013, VB.2013.00566, E. 2.2 mit Hinweis). Der Vater war ursprÃ¼nglich im Besitz einer Kurzaufenthaltsbewilligung EG/EFTA: Der Familiennachzug richtete sich somit zunÃ¤chst nach Art. 3 Anhang I des <span>Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits Ã¼ber die FreizÃ¼gigkeit (FreizÃ¼gigkeitsabkommen [FZA], SR 0.142.112.681)</span>, wobei das FZA nicht zwischen Kurzaufenthalts- und Aufenthaltsberechtigung unterscheidet (vgl. Marc Spescha in: derselbe et al., Kommentar Migrationsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2015, Art. 45 AuG N. 3). Anders als Art. 47 AuG und Art. 73 VZAE befristet Art. 3 Anhang I FZA den Nachzug nicht. Endet die Anwend­barkeit des FreizÃ¼gigkeitsabkommens, so wie hier durch Scheidung von der Ã¶sterreichischen Ehepartnerin, fallen die gÃ¼nstigeren Bestimmungen des FreizÃ¼gigkeitsabkommens weg und gelangt aufgrund Art. 2 Abs. 2 AuG das AuslÃ¤ndergesetz zur Anwendung (vgl. VGr, 21. Oktober 2015, VB.2015.00512, E. 2.5). Im vorliegenden Fall hat die Frist fÃ¼r den Nachzug des Sohns C am 1. Januar 2008 zu laufen begonnen und lief am 31. Dezember 2012 ab (Art. 73 Abs. 1 VZAE in Verbindung mit Art. 126 Abs. 3 AuG). Das Nachzugsgesuch vom 25. November 2015 erfolgte somit verspÃ¤tet. Daran Ã¤ndert auch nichts, dass nach Angaben der BeschwerdefÃ¼hrenden der Vater im Zeitpunkt des Ablaufs der Nachzugsfrist gar nicht Ã¼ber das Sorgerecht verfÃ¼gte, sondern die damals in Serbien wohnhafte Mutter. Wohl muss der nachziehende Elternteil fÃ¼r den Familiennachzug praxisgemÃ¤ss (Mit-)Inhaber der elterlichen Sorge Ã¼ber die nachzuziehenden Kinder sein (vgl. BGE 137 I 284 E. 2.3.1; BGE 136 II 78 E. 4.8 = Pra 99 [2010] Nr. 70; BGr, 18. Januar 2017, 2C_787/2016, E. 6.1). Indessen beginnen die Nachzugsfristen grundsÃ¤tzlich nicht erst mit einer allfÃ¤lligen Ãbertragung des Sorgerechts zu laufen, haben die Eltern doch bereits bei einer Scheidung oder der Ausreise eines Elternteils aus der Heimat eine sachgerechte Regelung des Sorgerechts sicherzustellen (vgl. VGr, 23. Juli 2014, VB.2014.00374, E. 2.2.3 [mit Hinweisen], bestÃ¤tigt in BGr, 2. Oktober 2014, 2C_859/2014, E. 3; BGr, 22. Oktober 2012, 2C_174/2012, E. 3).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrenden bringen vor, es lÃ¤gen wichtige familiÃ¤re GrÃ¼nde fÃ¼r einen nachtrÃ¤glichen Familiennachzug von C vor.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Ein nachtrÃ¤glicher, d.<span> </span>h. nicht fristgerechter Familiennachzug wird nach Art. 47 Abs. 4 AuG bzw. Art. 73 Abs. 3 VZAE bewilligt, wenn hierfÃ¼r wichtige familiÃ¤re GrÃ¼nde sprechen. GemÃ¤ss Art. 75 VZAE liegt ein wichtiger familiÃ¤rer Grund vor, wenn das Kindswohl einzig durch einen solchen Nachzug gewÃ¤hrleistet werden kann. Indessen ist das Kindswohl gemÃ¤ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht alleiniges Kriterium fÃ¼r den Nachzug. Es bedarf vielmehr einer Gesamtschau unter BerÃ¼cksichtigung aller relevanten Elemente im Einzelfall (BGr, 5. Juni 2013, 2C_906/2012, E. 3.2). <span>Ein wichtiger Grund liegt etwa vor, wenn die weiterhin notwendige Betreuung des Kinds im Herkunftsland, z.</span><span> </span><span>B. wegen des Tods oder der Krankheit der betreuenden Person, nicht mehr gewÃ¤hrleistet ist. PraxisgemÃ¤ss liegen keine solchen GrÃ¼nde vor, wenn im Heimatland alternative PflegemÃ¶glichkeiten bestehen, die dem Kindswohl besser entsprechen, weil dadurch vermieden werden kann, dass das Kind aus seiner bisherigen Umgebung und dem ihm vertrauten Beziehungsnetz gerissen wird. An den Nachweis der fehlenden BetreuungsmÃ¶glichkeit im Heimatland stellt die Rechtsprechung umso hÃ¶here Anforderungen, je Ã¤lter das nachzuziehende Kind ist und je grÃ¶sser die Integrationsschwierigkeiten erscheinen, die ihm hier drohen. </span>Es ist damit grundsÃ¤tzlich zu prÃ¼fen, ob im Heimatland geeignete alternative BetreuungsmÃ¶glichkeiten bestehen, <span>die dem Kindswohl entsprechen und es dem Kind erlauben, dort zu bleiben, wo es aufgewachsen ist</span> (vgl. BGr, 17. November 2011, 2C_194/2011, E. 2.1). <span>Eine solche Alternative muss dann ernsthaft in Betracht gezogen und sorgfÃ¤ltig geprÃ¼ft werden, wenn das Kind bereits Ã¤lter ist, sich seine Integration schwieriger gestalten dÃ¼rfte und die zum in der Schweiz lebenden Elternteil aufgenommene Beziehung noch nicht allzu eng erscheint (BGr, 20. Februar 2015, 2C_303/2014, E. 6.1).</span><span> </span>Damit die persÃ¶nliche und familiÃ¤re Situation des Kinds und seine MÃ¶glichkeiten der Integration in der Schweiz umfassend berÃ¼cksichtigt werden, sind namentlich dessen Alter, Ausbildungsniveau und Sprachkenntnisse zu beachten (BGE 133 II 6 E. 3.1.1). Zudem sollen Nachzugsgesuche verhindert werden, die rechtsmissbrÃ¤uchlich erst kurz vor Erreichen des erwerbsfÃ¤higen Alters gestellt werden, wobei die erleichterte Zulassung zur ErwerbstÃ¤tigkeit und nicht (mehr) die Bildung einer echten Familienge­meinschaft im Vordergrund steht (BBl 2002, 3709 ff., 3754 f. Ziff. 1.3.7.7). Die Bewilligung des Nachzugs nach Ablauf der Fristen hat nach dem Willen des Gesetzgebers die Ausnahme zu bleiben und darf nicht die Regel bilden; dabei sind Art. 47 Abs. 4 Satz 1 AuG und Art. 73 Abs. 3 Satz 1 VZAE jeweils aber so zu handhaben, dass der Anspruch auf Schutz des Familienlebens nach Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 BV nicht verletzt wird (zum Ganzen BGr, 12. Juni 2012, 2C_532/2012, E. 2.2.2; BGE 137 I 284 E. 2.6 f.). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Vorinstanz erwog, der Vater habe beim Verlassen seiner Heimat im August 2007 in Kauf genommen, seine Kinder nur noch punktuell zu sehen. Ãber Jahre hinweg seien die Beziehungen grenzÃ¼berschreitend gelebt worden. WÃ¼rde die Mutter nach Serbien zurÃ¼ckkehren, sei fÃ¼r die Kinder gesorgt. Verbleibe diese in der Schweiz, kÃ¶nnten die Kinder weiterhin bei ihrer Grossmutter leben. Die 66-jÃ¤hrige Grossmutter H leide wohl an Bluthochdruck und Diabetes, dabei handle es sich jedoch nicht um neu aufgetretene akute Krankheiten, sondern um Leiden, die im Alter oft auftreten wÃ¼rden. Den Geist beeintrÃ¤chtigende Beschwerden lÃ¤gen nicht vor. Die Ã¤rztlichen Diagnosen liessen nicht darauf schliessen, dass sich die Grossmutter nicht mehr um die Enkel kÃ¼mmern kÃ¶nnte. Bei Jugendlichen beschrÃ¤nke sich die Betreuung auf Anweisungen und RatschlÃ¤ge sowie die Sorge fÃ¼r das leibliche Wohl. Zum Kochen oder Haushalten und zu den noch erforderlichen erzieherischen Handlungen sei die geistig unvermindert rÃ¼stige Grossmutter selbst mit den vorgebrachten gesundheitlichen BeeintrÃ¤chtigungen ohne Weiteres in der Lage. Ferner wÃ¼rden die Kinder die Schweiz nur aus ErzÃ¤hlungen kennen und hÃ¤tten ihr ganzes Leben in Serbien verbracht. Es sei mit dem Kindswohl nicht vereinbar, die Kinder aus der gewohnten Umgebung herauszureissen. Wichtige familiÃ¤re GrÃ¼nde im Sinn von Art. 73 Abs. 3 VZAE, welche einen nachtrÃ¤glichen Familiennachzug rechtfertigen wÃ¼rden, lÃ¤gen somit nicht vor.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden halten diesen ErwÃ¤gungen entgegen, es sei gerichtsnotorisch und entspreche der allgemeinen Lebenserfahrung, dass Kinder in der PubertÃ¤t sehr schwierig seien und besonders intensiver Betreuung bedÃ¼rften. Unter dem Aspekt des Kindswohls und der schwierigen PubertÃ¤tsphase, welche C's schulische Leistungen beeintrÃ¤chtige, sei die Bewilligung des Familiennachzugs angezeigt. Ãberdies sei die gesundheitliche Situation der Grossmutter falsch gewÃ¼rdigt worden: Die gesundheitlichen Beschwerden wÃ¼rden ihre FÃ¤higkeit beeinflussen, einen pubertierenden Jungen im Alter von 16 Jahren mit dem nÃ¶tigen Einsatz von Willen und DurchsetzungsvermÃ¶gen zielstrebig durch die schwierige Zeit zu geleiten. Komme hinzu, dass die Schwester nun volljÃ¤hrig und ausgezogen sei, womit ein stÃ¼tzender Einfluss entfalle. Diese habe zuvor anstelle der Grossmutter wesentliche Betreuungsaufgaben fÃ¼r ihren Bruder Ã¼bernommen. Inzwischen habe sich auch der Gesundheitszustand der Grossmutter weiter verschlechtert: Diese mÃ¼sse dringend eine lÃ¤ngere stationÃ¤re Behandlung durchlaufen. Zumindest wÃ¤hrend dieser Zeit sei sie ausserstande, den Enkel zu betreuen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Aus dem von den BeschwerdefÃ¼hrenden eingereichten Arztbericht Ã¼ber die stationÃ¤re Behandlung von H vom 20. MÃ¤rz 2017 bis 3. April 2017 im serbischen Krankenhaus G geht hervor, dass sie seit rund einem Monat an SchwindelgefÃ¼hlen und einem erschwerten Gang leide und zeitweise konfus desorientiert sei. Wegen Verdachts auf einen Hirninfarkt ("I638 Infarctus cerebri alius Multiinfarctus cerebri") wurde sie daher hospitalisiert. Ein CT des Endokraniums (Hirnhaut) ergab kortikale reduktive VerÃ¤nderungen; das MSCT der Karotidenangiographie (Angiographie der Halsschlagader) zeigte sodann degenerative VerÃ¤nderungen an den Karotidenarterien auf, wobei den VerÃ¤nderungen keine chirurgische Bedeutung zukomme. WÃ¤hrend der Hospitalisierung sei es teilweise zu einer Verbesserung des Zustands gekommen; die Patientin sei erschwert beweglich gewesen, zeitweise desorientiert; das Gehen sei auf breiter Grundlage mit StÃ¼tzen erfolgt. Letztlich wurden folgende Diagnosen gestellt: Diabetes ("E104 Diabetes melitus ab insulino dependens, cum complicationibus neurologicis"), Bluthochdruck ("I10 Hypertensio arterialis essentialis [primaria]"), Verschluss und Stenose prÃ¤zelebraler Arterien ohne resultierenden Hirninfarkt ("I652 Occlusio arteriae carotidis et stenosis arteriae carotidis Stenosis ACI bill"), kleine kognitive StÃ¶rung ("F067 Disordo cognitivus gradus minoris") und diabetische Polyneuropathie ("G632 Polyneuropathia diabetica [E10E14+]"). Die Patientin wurde schliesslich auf Hauspflege entlassen. Indessen sei die Rehabilitation unter stationÃ¤ren Bedingungen (Kurbehandlung im Krankenhaus "I" in Serbien) fÃ¼r eine Dauer von mindestens drei Wochen nÃ¶tig.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Kurz nachdem im Februar 2017 der Rekursentscheid erging, sind bei H neben Bluthochdruck und Diabetes somit neue Beschwerden aufgetreten, welche diese in ihrer LebensfÃ¼hrung erheblich beeintrÃ¤chtigten und eine Hospitalisierung notwendig machten. Nach der Entlassung ist zur Genesung zusÃ¤tzlich ein weiterer stationÃ¤rer Aufenthalt von mindestens drei Wochen vorgesehen. Es liegt auf der Hand, dass die Grossmutter wÃ¤hrend des dreiwÃ¶chigen Kuraufenthalts nicht fÃ¼r ihren Enkel sorgen kann. In der Rekursschrift machten die BeschwerdefÃ¼hrenden geltend, bei der Grossmutter handle es sich um die einzige in Serbien lebende FamilienangehÃ¶rige. Zwar lebt die Schwester E inzwischen in einer eigenen Wohnung in J. Dass C fÃ¼r die Zeit des Kurauf­enthalts zu seiner Schwester E kÃ¶nnte, scheint ausgeschlossen, liegt doch seine Schule in K rund 30 km vom Wohnort seiner Schwester entfernt; die Distanz vom aktuellen Wohnort in L zur Schule betrÃ¤gt hingegen nur rund 14 km. Auch ist der 19-jÃ¤hrigen E die vorÃ¼bergehende Betreuung ihres Bruders kaum zumutbar, selbst wenn sie wÃ¤hrend des Aufenthalts bei der Grossmutter offenbar wesentliche Betreuungsaufgaben fÃ¼r ihren Bruder wahrgenommen hat. Fraglich ist, ob gegebenenfalls die im Arztbericht vom 3. April 2017 erwÃ¤hnte Tochter von H zumindest kurzfristig die Betreuung von C Ã¼bernehmen kÃ¶nnte. Neben der Frage nach der kurzfristigen Ãbernahme von Betreuungsleistungen, mÃ¶glichst in SchulnÃ¤he, stellt sich weiter die Frage nach der langfristigen Betreuung von C: Aus dem Arztbericht geht nÃ¤mlich nicht hervor, ob nach dem Kuraufenthalt mit einer Verbesserung der Beschwerden oder einer Stabilisierung des Zustands der Grossmutter gerechnet werden kann bzw. wie sich der mÃ¶gliche Krankheitsverlauf prÃ¤sentiert. Somit ist offen, ob die Grossmutter lÃ¤ngerfristig bzw. bis zur VolljÃ¤hrigkeit von C zwei weitere Jahre wird fÃ¼r ihn sorgen kÃ¶nnen. Aufgrund des im Beschwerdeverfahren eingereichten aktuellen Arztberichts zum verschlechterten Gesundheitszustand der Grossmutter erweist sich der Sachverhalt als unvollstÃ¤ndig, da sich dieser zum weiteren Verlauf der Krankheit und deren Einfluss auf die BetreuungsfÃ¤higkeit der Grossmutter ausschweigt. AbzuklÃ¤ren sind sodann auch mÃ¶gliche Betreuungsalternativen (z.<span> </span>B. Tochter von H). Zu diesem Zweck hat insbesondere eine AnhÃ¶rung von C zu erfolgen (vgl. Art. 47 Abs. 4 Satz 2 AuG). Die Sache ist daher an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen, welche zu prÃ¼fen hat, ob eine das Kindswohl wahrende Betreuung in Serbien sichergestellt ist. Die BeschwerdefÃ¼hrenden haben bei der Feststellung des Sachverhalts gestÃ¼tzt auf Art. 90 AuG mitzuwirken (vgl. BGr, 13. Februar 2017, 2C_467/2016, E. 3.3.4).</p> <p class="Urteilstext">Damit ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und die Sache zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Eine RÃ¼ckweisung zu neuem Entscheid bei offenem Ausgang ist in Bezug auf die Nebenfolgen als Obsiegen der beschwerdefÃ¼hrenden Partei zu behandeln, wenn die Rechtsmit­telinstanz reformatorisch oder kassatorisch entscheiden kann (BGr, 28. April 2014, 2C_846/2013, E. 3.2 f. mit Hinweisen; Marco Donatsch in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 64 N. 5). Demzufolge sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdegegner aufzuer­legen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG; VGr, 3. Juli 2014, VB.2014.00186, E. 4.2). Der Beschwerdegegner ist sodann zu verpflichten, den BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- zu bezahlen.</p> <p class="Urteilstext">Ãber die Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen des Rekursverfahrens hat die Vorinstanz im Neuentscheid zu befinden. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht wird, ist die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) zulÃ¤ssig (BGr, 5. September 2016, 2C_1151/2015, E. 1). An­sonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Urteilstext">Nach der Regelung in Art. 90 ff. BGG sind letztinstanzliche kantonale RÃ¼ckweisungsent­scheide als Zwischenentscheide im Sinn von Art. 93 BGG zu qualifizieren (BGE 138 I 143 E. 1.2, 133 V 477 E. 4.2). Die RÃ¼ckweisung zur weiteren SachverhaltsabklÃ¤rung ist daher vor Bundesgericht nur direkt anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kann (lit. a) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeifÃ¼hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten fÃ¼r ein weitlÃ¤ufiges Beweisverfahren ersparen wÃ¼rde (lit. b). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Sache wird zur weiteren Unter­suchung und zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Vorinstanz zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, den BeschwerdefÃ¼hrenden eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 1'500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>