<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2017.01017</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span> </span></p><p><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Gerichtsschreiberin Lanzicher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 28. Januar 2019</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Aurelia Jenny</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">schadenanwaelte.ch AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Alderstrasse 40, Postfach, 8034 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1975 geborene X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> war </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach einer Ausbildung zur Ser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vice</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fachangestellten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zuletzt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seit 1999 als Hausfrau tätig.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6. Mai 2010 meldete sie sich unter Hinweis auf eine emotionelle Persönlichkeitsstörung, Anorexie/Bu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">limie, ADHS in Abklärung und Suchtproblematik bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 10/10). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen, veranlasste eine Abklärung im Haushalt (Bericht vom 4. Mai 2011; Urk. 10/61) und sprach ihr mit Verfügung vom 27. Februar 2012 ab </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dem 1. Dezember 2010 eine ganze Rente zu (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">10/102). Am 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">August 2013</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> teilte die nunmehr zuständige IV-Stelle des Kantons Aargau der Versicherten mit, dass weiterhin Anspruch auf die bisherige Invalidenrente bestehe (Urk. 10/12).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 5. November 2015 machte der ehemalige Freund der Versicherten gegenüber der IV-Stelle des Kantons Zürich geltend, dass die Versicherte weder psychisch krank sei noch ein Alkoholproblem habe und überdies jeden zweiten Samstag im Y.___ arbeite (Urk. 10/167, Urk. 10/174 und Urk. 10/184). Die wieder zuständige IV-Stelle des Kantons Zürich tätigte daraufhin erneut medizinische und erwerb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Abklärungen und liess die Versicherte insbesondere durch Dr. med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, psychiatrisch begutachten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Expertise vom 16. Januar 2017; Urk. 10/196). Nach durchgeführtem Vorbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verfahren (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">10/198 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">10/199) hob sie die bislang ausgerichtete ganze Rente mit Verfügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juli 2017 rückwirkend per 1. Januar 2014 (Urk. 2) auf.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dagegen erhob die Versicherte am 14. September 2017 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, die Verfügung vom 17. Juli 2017 sei aufzuheben. Eventualiter sei sie insoweit aufzuheben, als dass darin eine rückwirkende Renteneinstellung ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ordnet werde. Zudem sei ihr die unentgeltliche Prozessführung unter Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung zu bewilligen (S. 2). Am 25. Oktober 2017 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. 9) beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei abzuweisen, was der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schw</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin mit Verfügung vom 13. November 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 13).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">träch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX100"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zuspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Ände</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Fern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="UV053"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene rentenaufhebende Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung vom 17. Juli 2017 (Urk. 2) damit, dass die Beschwerdeführerin ihre An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellung per 1. Januar 2014 bei der A.___ nicht gemeldet habe. Seit diesem Zeitpunkt habe sich sowohl ihr Gesundheitszustand verbessert als auch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Arbeitsfähigkeit erhöht. Eine invalidenversicherungsrechtlich relevante ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitliche Einschränkung liege nicht mehr vor. Die Rente werde deshalb ab dem 1. Januar 2014 rückwirkend aufgehoben. Die seither zu Unrecht bezogenen Leistungen seien zurückzuerstatten (S. 1 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1),</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gemäss dem psychiatrischen Gutachten sei sie zu 60 % arbeitsfähig. Es sei nicht Sache der Beschwerdegegnerin, aus juristischer Sicht gestützt auf eine von ihr durchgeführte Ressourcenprüfung von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehen, zumal der Gutachter bereits selbst eine Einschätzung der noch vorhan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Ressourcen gemacht habe (S. 6 f.). Ihre langjährige Alkoholabhängigkeit falle im Rahmen einer Ressourcenprüfung zudem negativ ins Gewicht (S. 8). Sie habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">überdies nie ein mehr als 50%iges Pensum absolvieren können, weshalb höchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei (S. 9). Das bei ihrer Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tätigkeit für die A.___ erzielte Einkommen sei bei der Ermittlung des Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einkommens beizuziehen, womit ein Invaliditätsgrad von 62 % und ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente resultiere (S. 9 f.). Eventualiter sei ein Prozentvergleich vorzunehmen, womit - bei einer 50%igen Arbeitsfähigkeit - Anspruch auf Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richtung einer halben Rente bestehe. Subeventualiter sei auf die gemäss Gutachter vorliegende Arbeitsfähigkeit von 60 % abzustellen, was bei einem Prozent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleich Anspruch auf eine Viertelsrente ergebe (S. 10 f.). Sie habe im Jahr 2014 dem Amt für Zusatzleistungen in O.___ die Aufnahme einer Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tätigkeit gemeldet und im gleichen Zeitraum ihren Wohnsitz vom Kanton Aargau in den Kanton Zürich gewechselt. Auch die IV-Stelle habe sie telefonisch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">über die Arbeitsaufnahme unterrichtet, könne dafür jedoch keinen Nachweis m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ehr erbringen. Diesbezüglich sei eine amtliche Erkundigung bei der SVA Aargau einzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">holen. Habe die Beschwerdeführerin ihren Stellenantritt gemeldet, so sei eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Änderung des Rentenanspruchs frühestens per 1. September</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2017 zulässig (S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">11</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der erstmaligen Rentenzusprache stützte sich die Beschwerdegegnerin unter anderem auf den Bericht von Oberarzt med. pract. B.___ von der Klinik C.___ vom 19. Juli 2010 (Urk. 10/21), welcher folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit festhielt (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode (ICD-10 F33.0) ungefähr seit 1993</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen und histrionischen Zügen (ICD-10 F61.90) bestehend seit der Adoleszenz</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Bulimia nervosa (ICD-10 F50.2) Beginn im 12. Lebensjahr</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zudem stellte er folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Alkoholabhängigkeit (ICD-10 F10.21)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Tabakabhängigkeitssyndrom (ICD-10 F17.24)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dazu führte er aus, die Beschwerdeführerin sei vom 6. April bis 4. Juni 2010 in einer stationären suchtspezifischen Entwöhnungsbehandlung gewesen. In geistig psychischer Hinsicht leide sie an ausgeprägten Stimmungsschwankungen, Essstö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen und Auffälligkeiten des Verhaltens. Die oben genannten Diagnosen wür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den zu einer generellen Einschränkung der Stabilität führen. Sie habe weniger Durchhaltevermögen und es träten emotionale Schwankungen auf. Derzeit sei höchstens eine 50%ige Arbeit möglich. Dies hange sehr von ihrem aktuellen Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stand ab. Bei Krisen, auch im Rahmen der Suchterkrankung, könne es sehr leicht sein, dass gar keine Arbeitsfähigkeit bestehe (S. 3). Ab wann mit einer Wie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufnahme der beruflichen Tätigkeit gerechnet werden könne, könne nicht genau gesagt werden, da sie von der Klinik C.___ im Rahmen eines Rückfalles in die Klinik D.___ ausgetreten sei. Zudem beständen durch die vier Kinder soziale Anforderungen, die ihre Arbeitsfähigkeit ebenfalls behindern würden (S. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> von der Fachstelle für Alkoholprobleme des Bezirks Bülach stellte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in seinem im Rahmen des vorliegenden Revisionsverfahrens eingeholten Bericht vom 5. Oktober 2015 (Urk. 10/163) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen und histrionischen Zügen (ICD-10 F61.0) mit Depersonalisations-Zuständen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Bulimia nervosa (ICD-10 F50.2), aktuell mit täglichem einmaligem Erbrechen abends</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit soma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">tischem Syndrom (ICD-10 F33.11)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Alkoholabhängigkeitssyndrom, episodischer Substanzgebrauch (ICD-10 F10.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">25), intermittierende Abstinenzphasen unter aversiver Therapie mit Antabus (ICD-10 F10.23)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dazu führte er aus, aufgrund der erheblichen affektiven Labilität, raschen Erschöpfbarkeit und der bulimischen Attacken sei die Belastbarkeit der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin als stark reduziert einzustufen. Ferner beständen Einschränkungen in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Flexibilität und Anpassungsfähigkeit, unter anderem wegen reduzierter Stres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">toleranz, Affektschwankungen, Impulsivität sowie herabgesetzter Konzentration und Aufmerksamkeit. Aus psychiatrischer Sicht sei keine angepasste Tätigkeit im primären Arbeitsmarkt möglich. Nach dem letzten Umzug 2015 sei die Belast</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">barkeit nochmals herabgesetzt worden. Aktuell sei es ihr nicht möglich, neben der Betreuung ihrer Tochter und der regelmässigen Psychotherapie sich noch in einer geschützten Stelle zu betätigen. Es bestehe eine zu 100 % verminderte Leistungsfähigkeit (S. 2). Die Beschwerdeführerin stehe seit Januar 2012 in ihrer Behandlung, die Konsultationsfrequenz betrage einmal pro Woche (S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> führte in seinem Gutachten vom 16. Januar 2017 (Urk. 10/196/2-38</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf (S. 21):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">gemischte Persönlichkeitsstörung mit emotional instabilen Anteilen und dissozialen Anteilen (ICD-10 F61.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Bulimia nervosa (ICD-10 F50.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zudem hielt er folgende Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest (S. 21):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Alkoholabhängigkeit (ICD-10 F10.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dazu führte er aus, die Alkoholabhängigkeit sei insgesamt als sekundäre Erkran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kung der mittelgradig ausgeprägten Persönlichkeitsstörung anzusehen. Der Sub</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stanzabusus sei Teil der Erkrankung (S. 21).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die gesamte Darstellung der Anamnese und der aktuellen Lebenssituation wirk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in der Gegenübertragung wie eine gekonnte schauspielerische Darstellung. Es f</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sich nur wenig emotionale Beteiligung und emotionale Tiefe. Insgesamt wirk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> es, als w</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ürde ein schon häufig geübter Vo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rtrag erneut abgespielt. Die Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lassungen der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführerin würden nur w</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">enig glaubhaft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> wirken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Eine end</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gültige Darstellung bezüglich der Glaubhaftigkeit der gesamten anamnestischen Darstellung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht zu treffen. Zusätzlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fänden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sich hoch manipulative Ele</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mente. Beeindruckend </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die Darstellung einer dissoziativen Episode von etwa einer Minute. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> wirk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gespielt und gekünstelt. Auch hier </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bleibe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> offen und fraglich, ob es sich um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> eine dissoziative Episode hand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">l</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> oder ob hier manipulativ die Darstellung einer durchaus vorher basierenden dissoziativen Episode inner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halb der Untersuchungssituation dargestellt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bei der Darstellung von Haushalt, Freizeit und sozialen Aktivitäten vor der kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">frontativen Darstellung der Aktenl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge in keiner Weise die realistisch einzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schät</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zende Arbeitstätigkeit an. Es </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> angegeben, sie könne den Haushalt grossteils selber machen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sie brauch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e jedoch teilweise Hilfe. Freizeitaktivitäten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">würden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nur bei wiederholter und genauer Rückfrage dargestellt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. 29</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich der Arbeitsfähigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fänden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sich ausgeprägte Diskrepanzen zwischen den Angaben der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und der Aktenlage. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> an, sie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> jeweils nur 5 - 8 Stunden die Woche, also etwa 20 bis maximal 32 Stunden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">im</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Monat gearbeitet. Mit Blick auf die Lohnabrechnungen habe sie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aber</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> im gesamten Dokumentationszeitraum fast nie 32 Stunden oder darunter gearbeitet. Sie mache </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hier falsche Angaben trotz der eindeutigen Konfrontation. Als psychiatrische Rel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vanz </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seien auch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die fehlende Reue und das absolut fehlende Schuldbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wusstsein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu werten. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie finde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Ausflüchte und Entschuldigungen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">z</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">usätzlich bleib</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> es bei dem pathologischen Lügen bezüglich der anderen Darstellungen. Innerhalb der anamnestischen Darstellung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fänden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sich Diskrepanzen, die auch erhebliche Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise auf Fehldarstellungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gäben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. In der Tätigkeitsanalyse innerhalb der Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">su</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebe sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> an, sie würde Gestelle einräumen und teilweise an der Kasse sitzen. Der Arbeitgeber beschreibe die individuelle Tätigkeit jedoch damit, dass sie oft Kundenkontakte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und oft Verkaufsgespräche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führe und dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">das dur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schnittliche Pensum 50 % betrage (S. 35).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der Konfrontation mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> erheblichen Fehldarstellungen im Gegensatz zur Dokumentation in der Akte bleib</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> charmant, oberflächlich und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">könne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ihrer Meinung nach alle problematischen Punkte gut erklären. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bei sich keinerlei Fehler oder Schuldbewusstsein. Es </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fänden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sich erhebliche Hinweise für Simulation und Aggravation der Symptome. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zudem finde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sich eine erhebliche Diskrepanz mit dem Verlaufsbericht der Fachstelle für Alkoholprobleme vom 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Oktober </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2015 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(E. 3.2 hievor) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sowohl gemäss den Diagnosen als auch gemäss der verminderten Leistungsfähigkeit von 100</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und zusätzlich der Darstellung, dass es der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> noch nicht einmal zumutbar sei, in einer ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schützten Arbeitsstelle zu arbeiten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> dieser Zeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">habe sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bereits zu etwa 50</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">%</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gearbeitet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Es </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> damit explizit von einer faktischen Inkongruenz auszuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">h</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en bezüglich der Darstellung der 100%igen verminderten Leistungsfähigkeit und der Unfähigkeit, in einer geschützten Stelle tätig zu sein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bei gleichzeitiger Tätigkeit von bis zu 50</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> im ersten Arbeitsmarkt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführerin habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> offen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich ihre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Therapeuten nicht wahrheitsgemässe Angaben gemacht. Daher </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seien dessen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Akten nur bedingt verwertbar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (S. 27 f.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und S. 35</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als angestammte Tätigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> eine Hilfsarbeiter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">arbeit in angelernter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Tätigkeit an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sehen (S. 30). Die Beschwerdeführerin s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ei in jeglicher Tätigkeit zu 60 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">% arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähig. Die 40%ige Arbeitsunfähigkeit basiere auf den Problemen mit Durchhalte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit und Antrieb und den Diagnosen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Alkoholabhängigkeit und Bulimia nervosa. Diese Arbeitsfähigkeit finde sich ab </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2014 mit ausreichender Genauigkeit (S. 33 f.).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es handle sich um eine deutliche Verbesserung des Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sundheitszustands im Vergleich zur letzten Befundung. Es komme zu erheblichen anderen Diagnosen mit einem deutlich anderen Einschränkungsgrad </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">S. 35</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Mitteilung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">August 2013</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 10/12) beruhte nicht auf einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">konformen Sachverhaltsabklärung und Beweiswürdigung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bildet deshalb keinen Vergleichszeitpunkt für eine revisionsrechtlich relevante Veränderung des Gesundheitszustands</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Beschwerdeführerin. Vielmehr ist dafür der Zustand zum Zeitpunkt des Erlasses der der ursprünglichen Rentenzusprache zugrunde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liegenden Verfügung vom 27. Februar 2012 (Urk. 10/102) massgeblich.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die depressive Symptomatik hat sich seit der ursprünglichen Rentenzusprache verbessert. Anlässlich der Begutachtung gab die Beschwerdeführerin auch bei ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nauer Abfrage keine depressiven Symptome an (Urk. 10/196/23). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ein Revisions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">folglich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ausgewiesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">so dass der Invaliditätsgrad auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts neu und ohne Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen zu ermitteln ist (BGE 141 V 9 E. 2.3). Dies wird denn auch von der Beschwerdeführerin nicht in Frage gestellt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das psychiatrische Gutachten von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2017 (E. 3.3 hievor) beruht auf den erforderlichen Untersuchungen, ist für die streitigen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lange umfassend und wurde in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den fallrelevanten Vorakten erstellt. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Gutachter legte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die medizinischen Zusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge einleuchtend dar, beurteilte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die medizinische Situation überzeugend und setzte sich mit den geklagten Beschwerden und dem Verhalten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin auseinander. Er gelangte zum begründeten Schluss, dass sie aufgrund ihrer psychischen Beschwerden in jeglicher Tätigkeit zu 40</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> arbeitsunfähig ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und dass sich der Gesundheitszustand spätestens ab 1. Januar 2014 verbessert hat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Das Gutachten entspricht damit den rechtsprechungsgemässen Anforde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen an eine beweiskräftige medizinische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Entscheidungsgrundlage (vgl. E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4 hievor).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Dies ist auch zwischen den Parteien grundsätzlich unbestritten. Die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin ist jedoch der Ansicht, dass von der gemäss Gutachter bestehenden 40%igen Arbeitsunfähigkeit abzuweichen sei und dass keine solche vorliege.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann die ärztliche Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keitsschätzung, zumindest ohne einlässliche Befassung mit den spezifischen normativen Vorgaben und ohne entsprechende Begründung, zwar den rechtlich geforderten Beweis des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 Abs. 2 ATSG) nicht erbringen, weil sie weitgehend vom Ermessen des medizinisch-psychia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Sachverständigen abhängt. Die medizinische Einschätzung der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit ist aber eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 140 V 193 E. 3.2). Dabei gilt, dass die versicherte Person als grundsätzlich gesund anzusehen ist und sie ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kann (vgl. BGE 141 V 281 E. 3.7.2). Hinsichtlich der Beurteilung der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">g</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit haben sich sowohl die medizinischen Sachverständigen als auch die Organe der Rechtsanwendung bei ihrer Einschätzung des Leistungsvermögens an den nor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mativen Vorgaben zu orientieren; die Gutachter im Idealfall gemäss der ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechend formulierten Fragestellung (BGE 141 V 281 E. 5.2). Die Rechtsanwen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere daraufhin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 6). Im Rahmen der Beweiswürdigung obliegt es den Rechtsanwendern zu überprüfen, ob in concreto ausschliesslich funktionelle Ausfälle bei der medizinischen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzung berücksichtigt wurden und ob die Zumutbarkeitsbeurteilung auf einer objektivierten Grundlage erfolgte (BGE 141 V 281 E. 5.2.2; Art. 7 Abs. 2 ATSG). Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des struk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">turierten Beweisverfahrens stattfinden (BGE 141 V 281 E. 5.2.3; vgl. auch Andreas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Traub, in: Ueli Kieser [Hrsg.], Sozialversicherungsrechtstagung 2016, S. 142 Ziff. 3.3.3), sondern im Rahmen der Beweiswürdigung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nung tragen (BGE 141 V 281 E. 6; Urteil des Bundesgerichts 8C_260/2017 vom 1. Dezember 2017 E. 4.2.4). Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">si</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang andauernde und erhe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chenden Person auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3, 143 V 418 E. 6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">V</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">on einer medizinischen Einschätzung der Arbeitsunfähi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gkeit kann damit aus rechtlicher Sicht abgewichen werden, ohne dass ein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> wie vorliegend grundsätz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich beweiskräftiges </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Gutachten dadurch seinen Beweiswert verlöre (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_106/2015 vom 1. April 2015 E. 6.3).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Daran ändert nichts, wenn - wie vorliegend - nach Ansicht des Regionalen Ärztlichen Dienstes auf das Gutachten abzustellen sei (vgl. Urk. 10/197/5 f.). Eine diesbezüglich ergän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zende Stellungnahme seitens des Gutachters - wie von der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin beantragt (Urk. 1 S. 9) - ist damit nicht erforderlich, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weshalb darauf in antizipierter Beweiswürdigung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. BGE 122 V 157 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1d mit Hinweisen)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> verzichten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span id="XX006"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbsein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zu erzielen (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1; zur bisherigen Gerichtspraxis vgl. statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Therapierbarkeit ist dabei als Indiz in die gesamthaft vorzunehmende allseitige Beweiswürdigung miteinzubeziehen (BGE 143 V 409 E. 4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2017 vom 7. März 2018 E. 4.2.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">belastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">sourcen, E. 4.3.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">druck (E. 4.4.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">6.3</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">6.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Was den K</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">omplex </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">«</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Gesundheitsschädigung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">»</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> respektive den Indikator</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">«</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">prägung der diagnoserelevanten Befunde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">»</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> angeht, ist festzuhalten, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nur dort, wo bereits in den Diagnosekriterien ein Bezug zum Schweregrad gefordert wird, ein solcher nicht erreichter Schweregrad gegebenenfalls bereits den Ausschluss einer krankheitswertigen Störung erlauben würde. Verallgemeinert auf sämtliche psychiatrischen Diagnosen angewendet, greift diese Auffassung jedoch zu kurz. Fehlt in der Diagnose die Schweregradbezogenheit, zeigt sich die Schwere der Störung in ihrer rechtlichen Relevanz erst bei deren funktionellen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Auswirkungen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">vorgenannter BGE 143 V 418</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> E. 5.2.2). Die Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> leidet an </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gemischten Persönlichkeitsstörung mit emotional instabilen und dissozialen Anteilen, welche gemäss Dr. Z.___ im niedrigen bis mittleren Störungsbereich anzusiedeln sei, die Symptome der zusätzlich bestehenden Bulimia nervosa fänden sich in abgeschwächtem Ausprägungsgrad (Urk. 10/196/24). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">In Bezug auf den funktionellen Schweregrad erweist sich der Indikator der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">diagnoserelevanten Befunde damit als höchstens mittelgradig ausgeprägt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich des Indikators </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">«Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –resi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stenz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">»</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> hat sich der Gesundheitszustand dank der regelmässigen Therapie der Alkohol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">abhängigkeit deutlich verbessert. Dies spricht gegen eine erhebliche Ausprägung der Symptomatik.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Die Beschwerdeführerin hat zudem erfolgreich eine Selbstein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gliederung in eine durchschnittlich knapp 50%ige Erwerbstätigkeit vorgenommen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Störungen fallen unabhängig von ihrer Diagnose bereits dann als rechtlich be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deutsame Komorbiditäten in Betracht, wenn ihnen im konkreten Fall ressourcen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hemmende Wirkung beizumessen ist (vorgenannter BGE 143 V 418 E. 8.1). Die Beschwerdeführerin leidet nebst </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Persönlichkeitsstörung und Bulimie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">an keinen Erkrankungen, welche sie zusätzlich in ihrer Arbeitsfähigkeit einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ken. Es sind damit keine als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">«</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Komorbiditäten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">»</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zu berücksichtigende krankheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wertige Störungen ausgewiesen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Alkoholabhängigkeit bleibt im Rahmen der Komorbidität ohne Belang, legte doch der Gutachter dar, diese habe keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (E. 3.3), was mit Blick auf den von Dr. E.___ erwähnten bloss episodischen Substanzgebrauch und der erfolgreichen Antabustherapie (E. 3.2) nachvollziehbar ist. Zudem beschrieb der Gutachter die Alkoholproblematik lediglich als sekun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">däre Erkrankung zur Persönlichkeitsstörung, so dass ihr keine eigenständige Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deutung beigemessen werden kann.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei den Komplexen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">«</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Persönlichkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">»</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">«</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sozialer Kontext</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">» </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ergibt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sich Folgen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des: </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Eltern und Geschwistern der Beschwerdeführerin wurde nach ihrem Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schluss aus der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas als Jugendliche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jeg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">licher Kontakt zu ihr untersagt. Eine ihrer Töchter ist kurz nach der Geburt ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">storben, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">worunter sie nachvollziehbar noch heute leidet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10/196/12</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und Urk. 10/196/20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Die Beschwerdeführerin wohnt zusammen mit ihrer Tochter und ihrem Partner in einem Einfamilienhaus, ihre drei Söhne besuchen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sie regelmässig und verbringen auch die Hälfte der Ferien mit ihr, auch die beiden Kinder ihres Partners kommen zu Besuch (Urk. 7). Zudem hat sie einen Hund, mit dem sie gerne spazieren geht (Urk. 10/196/12). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Durch ihre Einbettung in die Familie und die ihr obliegenden Aufgaben erhält </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine Tagesstruktur. Der soziale Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kontext </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">enthält</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> somit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einerseits belastende, aber andererseits auch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bestätigende, sich potenziell günstig auf die Ressourcen auswirkende Faktoren.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Als persönliche Ressourcen nannte Dr. Z.___ zudem, dass sie Kompensationsstrategien der als schwierig empfundenen Lebensbewältigung teilweise habe ausbilden können, der Alkohol jedoch eine seit Jahren bestehende dysfunktionale Bewältigungsstrategie sei (Urk. 10/196/15).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kategorie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">«</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Konsistenz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">»</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (bezüglich Abgrenzung und gegenseitigen Bezügen zu den Komplexen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">«</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Persönlichkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">»</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">«sozialer Kontext» eingehend Mi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chael E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Meier, Ein Jahr neue Schmerzrechtsprechung, in: Jusletter vom 11. Juli 2016, S. 28 ff. [nachfolgend: Ein Jahr Schmerzrechtsprechung], vgl. auch Michael </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. Meier, Zwei Jahre neue Schmerzrechtsprechung, in: Riemer-Kafka/Hürzeler [Hrsg.], Das indikatorenorientierte Abklärungsverfahren, 2017, S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">105-148, S. 136</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ff.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> [nachfolgend: Zwei Jahre Schmerzrechtsprechung])</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zielt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Indikator </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">«</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gleichmässige Einschränkung des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">»</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auf die Frage ab, ob die diskutierte Einschränkung in Beruf und Erwerb (bzw. bei Nichterwerbstätigen im Aufgabenbereich) einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beispielsweise</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Frei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeitgestaltung) anderseits gleich ausgeprägt ist, wobei das Aktivitätsniveau der versicherten Person stets im Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu sehen ist (BGE 141 V 281 E. 4.4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">16 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin stehe nach eigenen Angaben morgens jeweils um 6:30 Uhr auf und mache ihrer Tochter das Frühstück. Anschliessend erledige sie den Haushalt und administrative Aufgaben und gehe teilweise arbeiten. Mit ihrem Hund gehe sie mindestens dreimal pro Tag spazieren. Meistens komme die Tochter mittags nach Hause und sie habe dann für sie gekocht. Nachmittags gehe sie nicht immer arbeiten. Ab etwa 18 Uhr bereite sie das Abendessen vor, man esse ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meinsam und schaue gemeinsam fern. Etwa um 22:30 Uhr schlafe sie ein. Zudem spiele sie gerne Klavier. Teilweise begleite sie ihre Tochter, welche einmal pro Woche in die Psychotherapie müsse (Urk. 10/196/20). Die Beschwerdeführerin beschreibt damit einen geregelten Tagesablauf, v</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">on einer gleichmässigen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkung des Aktivitätsniveaus kann</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> trotz der Angabe eines sozialen Rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuges </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keine Rede sein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Obwohl die Beschwerdeführerin seit 1. Januar 2014 offensichtlich einer durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schnittlich knapp 50%igen Erwerbstätigkeit nachgeht (vgl. etwa Urk. 10/179), bestritt sie dies anlässlich der Begutachtung trotz entsprechender Konfrontation seitens des Gutachters vehement und gab durchgehend an, pro Woche höchstens 5 bis 8 Stunden zu arbeiten. Aufgrund der expliziten Fehlangaben und den patho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">logischen Reaktionen auf die Konfrontation erachtete Dr. Z.___ die anam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tischen Angaben der Beschwerdeführerin als nur bedingt verwertbar. Er wies zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem auf erhebliche Hinweise für Simulation und Aggravation der Symptome hin (Urk. 10/196/28 und Urk. 10/196/36).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen des Indikators </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">«</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">behandlungs- und eingliederungsanamnestisch aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewiesener Leidensdruck</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">»</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (zur Abgrenzung vom Indikator </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">«</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">»</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vgl. Mic</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hael E. Meier, Ein Jahr Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechtsprechung, S. 25 Rz 60 und Michael E. Meier, Zwei Jahre </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schmerzrecht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechung, S. 129) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weist d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> heisst das Ausmass, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nachlässigt werden (ergänzend zum Gesichtspunkt Behandlungs- und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Eingliede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungserfolg oder -resistenz unter dem Komplex </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">«</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gesundheitsschädigung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">»</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> den tatsächlichen Leidensdruck hin. In ähnlicher Weise zu berücksichtigen ist das Verhalten der versicherten Person im Rahmen der beruflichen (Selbst-) Einglie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung. Inkonsistentes Verhalten ist auch hier ein Indiz dafür, die geltend gemacht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkung sei anders begründet als durch ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte Gesundheitsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trächtigung (BGE 141 V 281 E. 4.4.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin wird seit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Januar 2012 wöchentlich wegen ihrer Alko</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">holabhängigkeit behandelt, zudem fand im Jahre 2010 ein stationärer Entzugs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versuch statt (Urk. 10/196/18 und E. 3.1 hievor). Die Therapie ist aber gemäss Dr. Z.___ zu hinterfragen, verschwieg sie doch ihrem Therapeuten während fast zwei Jahren, dass sie wieder einer durchschnittlich fast 50%igen Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tätigkeit nachgeht, währenddem der Behandler von einer gar auf dem zweiten Arbeitsmarkt bestehenden 100%igen Arbeitsunfähigkeit ausging. Auch trinkt sie nach wie vor regelmässig Alkohol, wobei unklar ist, ob dies dem Therapeuten bekannt ist. Die Beschwerdeführerin verhält sich damit erheblich vermindert koope</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rativ (Urk. 10/196/26). Seit etwa 20 Jahren erhält sie zudem unverändert ein Medikament aus dem Formenkreis der Behandlung für Depressionen, obwohl seither leichte und mittelgradige depressive Episoden dokumentiert wurden und sich aktuell keine depressive Erkrankung findet, der Gesundheitszustand also erheblich schwankt. Weder die Persönlichkeitsstörung noch die Essstörung werden psychotherapeutisch behandelt, obwohl eine solche Behandlung indiziert wäre (Urk. 10/196/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">25 f.). Von einem ausgewiesenen Leidensdruck kann in Anbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tracht der fehlenden Behandlung ihrer psychischen Haupterkrankungen offen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich nicht gesprochen werden. Gescheiterte Selbsteingliederungsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">müh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n sind zudem nicht ersichtlich, vielmehr führte die Beschwerdeführerin eine hervor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ragende Selbsteingliederung durch und ist seit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Januar 2014 in eine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schnittlich knapp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 50</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-Pensum erwerbstätig. Auch eingliederungsanam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nestisch ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">somit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> kein Leidensdruck ausgewiesen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">6.3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Zusammenfassend ist bei gesamthafter Betrachtung über die massgeblichen Indi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">katoren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> insbesondere aufgrund der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ausgeprägten Diskrepanzen sowohl in Bezug auf das dem Gutachter geschilderte Aktivitätenniveau beziehungsweise Arbeitspensum als auch auf die gegenüber dem Therapeuten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">vorgebrachte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">fähigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">eine medizinisch-gesundheitliche Anspruchsgrundlage, welche zur Anerkennung einer Arbeitsunfähigkeit aus psychischer Sicht führen könnte, weder </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">im Umfang der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Dr. Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> bestehenden Arbeitsunfähigkeit von 40 % noch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">entsprechend der geltend gemachten 50%igen Arbeitsunfähigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vielmehr ist von einer seit 1. Januar 2014 bestehenden 100%igen Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit in jeglicher Tätigkeit auszugehen. Bei einem Invaliditätsgrad von demzufolge 0 % hob die Beschwerdegegnerin die der Beschwerdeführerin bislang ausgerich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tete Invalidenrente zu Recht auf.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zu prüfen bleibt, ab welchem Zeitpunkt die Rente aufzuheben ist. Die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">degegnerin stellte die Rentenzahlungen rückwirkend per 1. Januar 2014 ein und begründete dies mit einer (unbestrittenen und ausgewiesenen) Verbesserung des Gesundheitszustandes spätestens ab jenem Zeitpunkt (vgl. E. 5.1 hievor) sowie einer Meldepflichtverletzung (Urk. 2). Letztere wird von der Beschwerdeführerin bestritten (Urk. 1 S. 11 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Jede wesentliche Änderung in den für eine Leistung massgebenden Verhältnissen ist von den Bezügern, ihren Angehörigen oder Dritten, denen die Leistung zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommt, dem Versicherungsträger oder dem jeweils zuständigen Durchführungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">organ zu melden (Art. 31 Abs. 1 ATSG).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Berechtigte oder sein gesetzlicher Vertreter sowie Behörden oder Dritte, denen die Leistung zukommt, haben jede für den Leistungsanspruch wesentliche Änderung, namentlich eine solche des Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sundheitszustandes, der Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit, des Zustands der Hilflo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder Hilfebedarfs, des für den Ansatz der Hilflosenentschädigung und des Assistenzbeitrages massgebenden Aufenthaltsortes sowie der persönlichen und gegebenenfalls der wirtschaftlichen Verhältnisse des Versicherten unverzüglich der IV-Stelle anzuzeigen (Art. 77 der Verordnung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> über die Invalidenversicherung,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVV).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Herabsetzung oder Aufhe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bung der Renten erfolgt rückwirkend ab Eintritt der für den Anspruch erheblichen Änderung, wenn der Bezüger die Leistung zu Unrecht erwirkt hat oder der ihm nach Art. 77 zumutbaren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Meldepflicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht nachgekommen ist, unabhängig da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von, ob die Verletzung der Meldepflicht oder die unrechtmässige Erwirkung ein Grund für die Weiterausrichtung der Leistung war (Art. 88</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 2 lit. b IVV in der – mit Blick auf den Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung – hier massgebenden, am 1. Januar 2015 in Kraft getretenen Fassung).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach ihrem Umzug in den Kanton Aargau per </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Januar 2013 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10/121) nahm die Beschwerdeführerin am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Januar 2014 eine Erwerbstätigkeit im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auf (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10/175) und zog per </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">März 2014 zurück in den Kanton Zürich (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10/149/2). Die Aufnahme der Erwerbstätigkeit meldete sie am 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">März 2014 dem an ihrem neuen Wohnort im Kanton Zürich zuständigen Amt für Zusatzleistungen (Urk. 10/197/4). Die Beschwerdeführerin machte geltend, sie habe die Arbeitsaufnahme zudem der IV-Stelle des Kantons Aargau gemeldet (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 S. 11). Eine entsprechende Meldung ist den Akten jedoch nicht zu ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmen. Die IV-Stelle des Kantons Aargau vermerkte in ihren Unterlagen ledig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ihr am 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 2014 ihren Wohnsitzwechsel mitgeteilt habe (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10/149/2). Es ist davon auszugehen, dass die Sachbearbeiterin der IV-Stelle des Kantons Aargau die Meldung einer - zu diesem Zeitpunkt bereits vor knapp zwei Monaten erfolgten - Arbeitsaufnahme in ihrer Aktennotiz ebenfalls ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">merkt und zudem der Beschwerdegegnerin in ihrem Übermittlungsschreiben vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5. März 2014 (Urk. 10/150) nicht eine Rentenrevision per 1. August 2015, son</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> per sofort empfohlen hätte. Dass die Beschwerdeführerin der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IV-Stelle des Kan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tons Aargau </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit sowie die verbesserte Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit gemeldet hat, ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">somit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht überwiegend wahrscheinlich. Überdies gab sie im Fragebogen vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 2015 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegenüber der Beschwerdegegnerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an, sich einen Versuch, in Teilzeit zu arbeiten oder das Pensum zu erhöhen, nicht vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellen zu können, da sie mit ihren Kindern und dem Alltag genug ausgelastet sei (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10/154 S. 2). Angaben zu ihrer zu diesem Zeitpunkt knapp 50%igen Erwerbstätigkeit machte sie trotz entsprechender Aufforderung im Fragebogen (Ziffer 4 S. 3) keine. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sie hat demnach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> qualifiziert unrichtige </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ausführungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu ihrer Arbeitstätigkeit und damit einhergehend zu ihrem gesundheitlichen Zustand gemacht und ihre Meldepflicht verletzt. Die Rente ist deshalb gestützt auf Art. 88</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abs. 2 lit. b IVV ab dem Zeitpunkt der Verbesserung des Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tandes, also rückwirkend per 1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Januar 2014 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(vgl. E. 5.1 und E. 6 hievor) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heben. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er - von der Beschwerdeführerin beantragt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 1 S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">12) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">– </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">amt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Erkundigung bei der SVA Aargau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sind in diesem Zusammenhang</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf in antizipierter Beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">würdigung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vgl. BGE 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen) zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> verzichten ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">7.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Bei diesem Resultat ist auch die Rückforderung der zu Unrecht ausbezahlten Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tenleistungen (im Grundsatz, vgl. Urk. 2 S. 1) rechtens, sind doch nach Art. 25 Abs. 1 ATSG unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig und sind die Gerichtskosten gemäss Art. 69 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG ermessensweise auf Fr. 1’000.-- festzusetzen und ausgangsgemäss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da die Voraussetzungen für die unentgelt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Prozessführung gemäss § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gericht (GSVGer) erfüllt sind, sind sie jedoch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einstweilen auf die Gerichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kasse zu nehmen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ebenso sind die Voraussetzungen für die unentgeltliche Rechtsvertretung erfüllt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und es ist Rechtsanwältin Aurelia Jenny aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Nachdem die Beschwerdeführerin keine Honorarnote eingereicht hat, wird die Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schädigung vom Gericht nach Ermessen (vgl. dazu Urk. 13 S. 2) und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ohne Rücksicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen festge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzt (§ 34 Abs. 1 und 3 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GSVGer). Entsprechend ist ihr eine Prozessentschädigung von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fr. 2‘</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">00.--</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (inkl. Barauslagen und MWSt) auszurichten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin ist auf § 16 Abs. 4 GSVGer hinzuweisen, wonach sie zur Nachzahlung der Gerichtskosten sowie der Auslagen für die Vertretung verpflich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tet werden kann, sofern sie dazu in der Lage ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht beschliesst:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Bewilligung des Gesuches vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">September 2017 wird der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung gewährt und es wird ihr Rechtsanwältin Aurelia Jenny, Zürich, als unentgeltliche Rechtsvertreterin für das vorliegende Verfahren bestellt,</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">und erkennt sodann:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. 1’000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt, zufolge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Ge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">richts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kasse genommen. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die unentgeltliche Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, Rechtsanwältin Aurelia </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Jenny, Zürich, wird mit Fr. 2‘9</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">00.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gerichtskasse</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> entschädigt. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Aurelia Jenny</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still:</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><br/></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubLanzicher</p><p></p></div> </div></body></html>