B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-5729/2013 U r t e i l v o m 1 7 . F e b r u a r 2 0 1 4 Besetzung Richterin Kathrin Dietrich (Vorsitz), Richter André Moser, Richterin Marie-Chantal May Canellas, Gerichtsschreiberin Beatrix Schibli. Parteien A._______, vertreten durch Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV, Zentralsekretariat, Steinerstrasse 35, Postfach, 3000 Bern 6, Beschwerdeführer, gegen Schweizerische Bundesbahnen SBB, HR Konzern, Hochschulstrasse 6, 3000 Bern 65 SBB, Vorinstanz. Gegenstand Übertritt in Arbeitsmarktcenter der SBB. A-5729/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. A._______ arbeitete seit 1. Juli 2008 als befristet angestellter Mitarbeiter im (…) bei den Schweizeri schen Bundesbahnen (SBB). Die Anstellung war zunächst auf ein Jahr befristet. Im Anschluss daran wurde die Befri s- tung nochmals verlängert bis zum definitiven Enddatum am 30. Juni 2010. Am 22. Juni 2010 beantragte A._______, der am 30. Juni 2010 a b- laufende Arbeitsvertrag sei als unbefristetes Vertragsverhältnis weiterzu- führen. Mit Verfügung vom 27. Juli 2010 hielt die SBB HR Neuorienti e- rung & Arbeit (NOA) fest, das Arbeitsverhältnis mit A._______ habe – wie vertraglich vereinbart – am 30. Juni 2010 geendet . D er Konze rnrechts- dienst der SBB wies die dagegen erhobene Beschwerde am 23. Mai 2011 ab, soweit er darauf eintrat. B. Das Bundesverwaltungsgericht hiess die Beschwerde des Beschwerd e- führers im Verfahren A -3434/2011 am 30. Januar 2012 gut, soweit es darauf eintrat. Es hob den Ent scheid vom 23. Mai 2011 auf und stellte fest, dass das Anstellungsverhältnis des Beschwerdeführers mit den SBB nach dem 30. Juni 2010 weiterbestehe. C. Die Stelle, welche der Beschwerdeführer zuletzt inne gehabt hatte, war inzwischen bereits mit einer a nderen Person besetz t worden . Im A n- schluss an das Urteil des Bundesverwaltungsgericht s A-3434/2011 vom 30. Januar 2012 schlossen die SBB mit A._______ am 27. April 2012 schliesslich einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit Gültigkeit ab 1. April 2012 ab . Der Arbeitsvertrag laut et auf die Beschäftigungsbezeichnung (…) in der Organisationseinheit (…). D. Im Folgenden leistete A._______ zwei zeitlich befristete Einsätze: E r ar- beitete vom 30. April 2012 bis am 2 8. Februar 2013 bei der (…) . Im An- schluss daran absolvierte er einen Eins atz vom 7. März 2013 bis am 22. April 2013 im (…). E. Mit Schreiben vom 26. November 2012 war A._______ mitgeteilt worden, dass d er Be reich (…), zu dem er gemäss Arbeitsvertrag vom 27. A p- ril 2012 gehörte, per 1. Juli 2013 reorgani siert werde. Die Aufgaben von A-5729/2013 Seite 3 (…) würden in der neuen Organisationsein heit (…) gebündelt und die Stellen neu ausgeschrieben. F. In der Folge bewarb sich A._______ erfolglos für die Stelle als (…) und für die Stelle (…). G. Mit Schr eiben vom 12. März 2013 wurde A._______ schliesslich darauf aufmerksam gemacht, dass er per 1. Juli 2013 ins Arb eitsmarktcenter übertreten müsse, sofern man für ihn bis zum 30. Juni 2013 keine neue Stelle gefunden haben sollte. H. Am 9. September 2013 verfügten die SBB den Eintritt von A._______ ins Arbeitsmarkcenter per 1. Juli 2013 gestützt auf Ziff. 170 ff. des Gesamt- arbeitsvertrags der SBB, in Kraft getreten am 1. Juli 2 011 (nachfolgend: GAV SBB). Zur Begründung führte sie aus, der Arbeitsvertrag vom 27. April 2012 sei gültig und A._______ sei s omit von der Reorganisation betroffen. Da A._______ bis zum 30. Juni 2013 keine anderweitige neue Stelle gefu n- den habe, trete er per 1. Juli 2013 in das Arbeitsmarktcenter über. I. Gegen den Entscheid der SBB (Vorinstanz), erhebt A._______ (Be- schwerdeführer) mit Eingabe vom 10. Oktober 2013 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er beantragt, der Entscheid der Vorinstanz sei aufzuheben und die Vorinstanz sei anzuweisen, den bisherigen Arbeit s- vertrag mit ihm weiterzuführen und ihn wie bis an hin bei der Suche nach einer bewilligten SBB-internen Stelle in eigener Verantwortung zu unte r- stützen. Zudem sei ihm eine angemessene Parteientschädigung zuz u- sprechen. Zur Begründung führt er aus, die Darstellung des rechtserheblichen Sachverhalts durch die Vorinstanz sei offensichtli ch unrichtig und sie h a- be fälschlicherweise die Ziff. 170 ff. GAV SBB betreffend berufliche Neu- orientierung im Anschluss an eine Reorganisation auf ihn zur Anwendung gebracht und gestützt hierauf seinen Übertritt ins Arbeitsmarktcenter a n- geordnet. A-5729/2013 Seite 4 J. In ihr er Vernehmlassung vom 12. November 2013 beantragt die Vori n- stanz die Abweisung der Beschwerde. Als Begründung führt sie an, sie habe im Anschluss an das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-3434/2011 vom 30. Januar 2012 mit dem Beschwerdeführer am 27. April 2012 einen neuen Arbeitsvertrag abg e- schlossen. Ob dieser auf einer bewilligten Stelle basiere oder nicht, sei i r- relevant. K. Der Beschwerdeführer hält in seiner Replik vom 21. November 2013 an seinen bisherigen Rechtsbegehren fest. L. Mit Duplik vom 2. Dezember 2013 bleibt die Vorinstanz bei ihren in der Vernehmlassung vom 12. November 2013 gemachten Anträgen. M. Mit Zwischenverfügung vom 3. Dezember 2013 forderte das Bundesver- waltungsgericht die Vorinstanz auf, sich dazu zu äussern, welche Bem ü- hungen sie na ch Erlass des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts A-3434/2011 vom 30. Januar 2012 unternommen habe, dem Beschwe r- deführer eine zumutbare Stelle zu finden und ihre Bemühungen entspr e- chend zu belegen. N. Mit Eingabe vom 6. Dezember 2013 hält der Beschwerdeführer nochmals fest, dass er bei der von der Reorganisation betroffenen Organisation s- einheit (…) aus rein buchhalterischen Gründen zugeteilt war und dort kei- ne Stelle verloren habe. O. Im Anschluss an die Zwischenverfügung des Bundesverwaltu ngsgerichts vom 3. Dezember 2013 nimmt die Vorinstanz in ihrer Eingabe vom 19. Dezember 2013 Stellung zu ihrem Vorge hen ab 3. Mai 2012 und reicht diverse Akten ein. P. Mit Eingabe vom 16. Januar 2014 hält der Beschwerdeführer fest, dass die Arbeitgeberin si ch nicht genügend darum bemüht habe, für ihn eine zumutbare Stelle zu finden. A-5729/2013 Seite 5 Q. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie bei den Akten liegenden Schriftstücke wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Die Bestimmungen über das Dienstverhältnis des Bundespersonals finden auch auf das Personal der SBB Anwendung (Art. 15 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 1998 über die Schweizerischen Bunde s- bahnen [SBBG, SR 742.31] und Art. 2 Abs. 1 Bst. d des Bundespersonal- gesetzes vom 24. März 2000 [BPG, SR 172.220.1]). Am 1. Juli 2013 tra- ten Änderungen des Bundespersonalgesetzes vom 14. Dezember 2012 in Kraft (vgl. AS 2013 1493) und das vorliegende gegen die Verfügung vom 9. September 2013 gerichtete Beschwerdeverfahren ric htet sich nach dem neuen Recht. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist und eine Vorinstanz i.S.v. Art. 33 VGG entschieden hat. Die SBB als spezialgesetzliche Aktieng e- sellschaft (vgl. Art. 2 Abs. 1 SBBG) s ind eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. h VGG und es besteht im vorliegend zur Beurteilung stehenden B e- reich des Bundespersonalrechts keine Ausnahme nach Art. 32 VGG. Die Verfügung der SBB vom 9. September 2013 ist gemäss dem revidier- ten Art. 36 Abs. 1 BPG direkt beim Bundesverwaltungsgericht anzufec h- ten. 1.2 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat, durch die angefochtene Ve r- fügung besonders berührt ist und ein aktuelles schutzwürdiges Interes se an deren Aufhebung oder Änderung hat. Der Beschwerdeführer ist fo r- meller und materieller Verfügungsadressat und hat ein aktuelles schut z- würdiges Interesse an der Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Er ist daher zur Beschwerde legitimiert. A-5729/2013 Seite 6 1.3 Auf die im Übrigen frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 und 52 VwVG) ist daher einzutreten. 2. Im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht gilt der Grundsatz der Rechtsanwendung vom Amtes wegen. Das Bundesverwaltungsgericht ist nicht an die Begründung der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). 3. Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet mit uneingeschränkter Kogn i- tion und überprüft die angefochtene Verfügung auf Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger und unvollständiger Feststellung des rechts er- heblichen Sachverhalts – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG). Bei der Prüfung der Angemessenheit auferlegt es sich auf dem Gebiet des Personalrechts eine gewisse Zurückhaltung , soweit es um die Lei s- tungsbeurteilung von Angestellten, um verwaltung sorganisatorische Fra- gen oder um Probleme der betriebsinternen Zusammenarbeit und des Vertrauensverhältnisses geht. In diesen Fällen weicht es im Zweifel nicht von der Auffassung der Vorinstanz ab und setzt sein eigenes Ermessen nicht an deren Stelle (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-2662/2013 vom 9. Dezember 2013 E. 3, A-5859/2012 vom 15. Mai 2013 E. 2 und A-134/2012 vom 13. Juli 2012 E. 2; ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwa l- tungsgericht, Basel 2013, Rz. 2.160). 4. 4.1 Der Beschwerdeführer rügt im Zusammenhang mit seinem Antrag zur Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung betreffend Übertritt ins A r- beitsmarktcenter vorab eine falsche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und falsche Rechtsanwendung. Er hält diesbezüglich fest, er habe zwar seit seiner (Wieder -)Anstellung (wieder) einen Arbeitsve r- trag, jedoch nicht eine eigentliche bzw. bewilligte Stelle im Bereich (…) erhalten. Da er dort keine Stelle innegehabt habe, habe er auch reorgani- sationsbedingt keine Stelle verlieren können. Dies wiederum bedeute, dass die Ziff. 170 ff. GAV SBB auf ihn nicht zur Anwendung kämen. 4.2 Die Vorinstanz hält dem entgegen , im Anschluss an das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-3434/2011 vom 30. Januar 2012 habe sie mit dem Beschwerdeführer am 27. April 2012 einen neuen Arbeitsvertrag lautend auf die Beschäfti gungsbezeichnung (…) in der Organisationsein-A-5729/2013 Seite 7 heit (…) abgeschlossen und der Beschwerdeführer habe immer den ver- traglichen Lohn erhalten . Ob dieser auf einer bewilli gten Stelle basiere oder nicht, sei irrelevant. Obwohl Bemühungen stattgefunden hätten, dem Beschwerdeführer eine geeignete Stelle zuzuweisen, habe s ich keine entsprechende Stelle finden lassen , die auf das Profil des Beschwerd e- führers gepasst habe. Er sei daher, gemäss Weisungsrecht des Arbeitge- bers, in verschiedenen Bereichen provisorisch eingesetzt worden. Dem Beschwerdeführer habe nun aufgrund der Reorganisation des Bereichs (…) per 1. Juli 2013, bei welcher sein Arbeitsverhältnis ebenfalls betroffen gewesen sei, wiederum keine zumutbare Stelle angeboten werden kö n- nen. Aus diesem Grund halte sie an einem Übertritt des Beschwerdefü h- rers ins Arbeitsmarktcenter gestützt auf Ziff. 170 ff. GAV SBB fest. 4.3 Als Angestellter der SBB untersteht der Beschwerdeführer grundsätz- lich dem Bundespersonalgesetz (vgl. oben E. 1.1 ). Die SBB regeln das Arbeitsverhältnis durch den Gesamtarbeitsvertrag näher (Art. 6 Abs. 3 i.V.m. Art. 38 BPG; Art. 15 Abs. 2 SBBG). Gemäss GAV SBB bietet die SBB Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die ihre Stelle aufgrund eines Re- organisations- oder Rationalisierungsprojekts verlieren und die nicht s o- fort eine zumutbare Lösung finden, die Möglichkeit zur ber uflichen Neu- orientierung. Sie treten in die für die berufliche Neuorientierung gescha f- fene S BB-interne Organisationseinheit ein (Ziff. 170 Abs. 1 und 2 GAV SBB 2011; vgl. im Übrigen zu den Voraussetzungen im Zusammenhang mit Stellenverlust wegen Reorganisation statt vieler Urteil des Bunde s- verwaltungsgerichts A-734/2011 vom 11. Juli 2011 E. 5.1 und 5.3 mit zahl- reichen Hinweisen; HARRY NÖTZLI, Die Beendigung von Arbeitsverhältnis- sen im Bundespersonalrecht, Bern 2005, Rz. 211 ff.). Damit die Ziff. 170 ff. GAV SBB zur Anwendung kommen, muss also infolge des Reorganisa- tionsprojekts tatsächlich eine St elle dahinfallen . Ein auf den fraglichen Bereich lautender Arbeitsvertrag allein ist nicht massgeblich, sofern der Arbeitnehmer nicht auch tatsächlich eine Stelle in der von der Reorgan i- sation betroffenen Einheit innehat und infolge der Reorganisation verl iert (vgl. auch Ausführungen zum Wegfall der Stelle infolge Reorganisation in Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -734/2011 vom 11. Juli 2011 E. 5.3 und 5.6). Wie aus den Ausführungen der Vorinstanz selbst hervorgeht, konnte dem Beschwerdeführer im Ansch luss an seine Wiederanstellung per 1. April 2012 keine Stelle zugewiesen werden, die auf sein Profil gepasst hätte. Der Arbeitsvertrag führt zwar die Organisationseinheit (…) auf, doch e f- fektiv hatte er dort keine Stelle inne. Vielmehr arbeitete er unbestrittener-A-5729/2013 Seite 8 massen lediglich in zwei zeitlich befristeten Einsätzen vom 30. April 2012 bis am 2 8. Februar 2013 bei der (…) und vom 7. März 2013 bis am 22. April 2013 im (…). Wie die Vorinstanz bestätigt, wurde der Beschwe r- deführer in anderen Organisatio nseinheiten also nur provisorisch einge- setzt und war nur aus buchhalterischen Gründen dem Bereich (…) zuge- teilt. Es ist so mit tatsachenwidrig, dass der Beschwerdeführer eine Stelle im Bereich (…) innehatte. Infolgedessen konnte er eine solche aufgrund der Reorganisation des Be reichs (…) per 1. Juli 2013 auch nicht verli e- ren. Die Vorinstanz hat somit in falscher Feststellung des rechtserhebl i- chen Sachverhalts die Ziff. 170 ff. GAV SBB zu Unrecht auf den B e- schwerdeführer zur Anwendung gebracht. D iesbezüglich ist die B e- schwerde folglich gutzuheissen. 5. Der Beschwerdeführer beantragt weiter, er sei von der Vorinstanz weiter- hin in eigener Verantwortung bei der Suche nach einer bewilligten SBB - internen Stelle zu unterstützen. Dazu ist Folgendes festzuhalten: 5.1 Das Bundesverwaltungsgericht hiess die Beschwerde des Beschwer- deführers im Verfahren A -3434/2011 am 30. Januar 2012 gut , soweit es darauf eintrat . Der Entscheid der Vorinstanz vom 23. Mai 2011 wurde aufgehoben und es wurde festgestellt, dass das Anstellungsver hältnis des Beschwerdeführers mit der Vorinstanz nach dem 30. Juni 2010 we i- terbesteht. In sinngemässer Anwendung des damaligen Art. 14 Abs. 1 und 2 BPG (nachfolgend: aBPG) in der Fassung vom 24. März 2000 (AS 2001 894) war der Beschwerdeführer im Anschluss an dieses Urteil folg- lich mit der bisherigen Arbeit , oder falls nicht möglich , mit einer anderen zumutbaren Arbeit weiterzubeschäf tigen (vgl. dazu auch Urteil des Bu n- desverwaltungsgerichts A-4006/2010 vom 23. November 2010 E. 2.2 und E. 2.4). 5.2 Gemäss Rechtsprechung zu Art. 14 Abs. 1 und 2 aBPG kann sich ei- ne Weiterbeschäftigung im Nachhinein allerdings als unmöglich erweisen. So können rechtliche Rahmenbedingungen oder organisatorische Schwierigkeiten eine Weiterbeschäftigung verunmöglichen. Gerade recht- liche Rahmenbedingungen können einer Weiterbeschäftigung trotz en t- sprechender Anweisung einer Beschwerdeinstanz entgegenstehen. So hat der Arbeitgeber der betroffenen Person eine andere zumutbare Arbeit anzubieten, wenn sie die bisherige Arbei t nicht mehr aus üben kann ( vgl. dazu Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -4006/2010 vom 23. N o- vember 2010 E. 2.3 und 2.4 ). Den Beweis , sich genügend um eine z u-A-5729/2013 Seite 9 mutbare Stelle für den Arbeitnehmer bemüht zu haben, hat der Arbeitg e- ber dann erbracht, wenn das Bundesverwaltu ngsgericht gestützt auf die Beweiswürdigung nach objektiven Gesichtspunkten zur Überzeugung g e- langt, dass sich der rechtserhebliche Sachumstand verwirklicht hat. Abso- lute Gewissheit kann dabei nicht verlangt werden. Es genügt, wenn das Gericht am Vorliegen der behaupteten Tatsache keine ernsthaften Zweifel mehr hat oder allenfalls verbleibende Zweifel als leicht erscheinen. Ble i- ben genügende Bemühungen des Arbeitgebers unbewiesen, trägt er di e Folgen der Beweislosigkeit ( MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.141 und Rz. 3.149; vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-4006/2010 vom 23. November 2010 E. 2.4). 5.3 Da vorliegend die fragliche Stelle im (…) unmittelbar nach dem dama- ligen Ausscheiden des Beschwerdeführers aus den SBB wieder besetzt worden war und der Beschwerdeführer somit diese Stelle nicht mehr a n- treten konnte, war die SBB verpflichtet, den Beschwerdeführer mit einer anderen zumutbaren Arbeit weiterzubeschäftigen. Es ist somit im Folgen- den zu prüfen, ob sich die SBB im Anschluss an das Urtei l des Bundes- veraltungsgerichts A-3434/2011 vom 30. Januar 2012 genügend um eine andere zumutbare Stelle für den Beschwerdeführer bemüht haben. 5.3.1 Was die Zumutbarkeit einer Tätigkeit betrifft, so enthalten weder das SBBG noch das Bundespersonalgesetz Kriterien für die Beurteilung , wann eine andere Arbeit für den Arbeitnehmer als zumutbar zu gelten hat. Auch der GAV SBB enthält keine Kriterien für die Beurteilung der Zumut- barkeit einer anderen Arbeit im Allgemeinen. Sinngemäss können allerdings die Bestimmungen des GAV SBB zur Zu- mutbarkeit anderer Arbeit im Zusammenhang mit der beruflichen Neuor i- entierung im Anschluss an eine Reorganisation herangezogen werden. Gemäss Ziff. 7 Abs. 2 Anhang 9 GAV SBB beurteilt sich die Zumutbarkeit von Stellenangebote n im Rahmen der berufliche n Neuorientierung auf- grund von vier Krite rien: Arbeitsweg, Tätigkeit, Arbeitszeit und Lohn. Prä- zisierungen zu diesen vier Kriterien nennt der GAV SBB keine, sondern enthält lediglich (für Arbeitnehmer in der beruflichen Neuorienti erung) die Möglichkeit einer Präzisierung dieser Kriterien durch Zumutbarkeitsve r- einbarung (vgl. dazu eingehend Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-2662/2013 vom 9. Dezember 2013 E. 7.4.1). Für eine weitere Präzisierung der genannten Kriterien ist daher im vorlie- genden Fall sinngemäss die Verordnung über die Stellen - und Personal-A-5729/2013 Seite 10 bewirtschaftung im Rahmen von Entlastungsprogrammen und Reorgan i- sationen vom 10. Juni 2004 (Reorganisa tionsverordnung, SR 172.220.111.5) heranzuziehen (vgl. auch Urteil des Bundesverwal- tungsgerichts A-2662/2013 vom 9. Dezember 2013 E. 7.4.1 und 7.4.2). Aufgrund von Art. 5 Abs. 1 Reorganisationsverordnung ist eine andere Stelle zumutbar, wenn die neue Stelle höchstens drei Lohnklassen tiefer eingereiht ist (Bst. a), der Arbeit sweg zwischen Wohn- und Arbeitsort mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von Tür zu Tür höchstens zwei Stunden für den Hinweg und zwei Stunden für den Rückweg pro Tag bet rägt (Bst. b) und die neue Arbeit nach gebührender Einführung mit einer Beurte i- lung de r Stufe 3 verrichtet werden kann; Vorbildung, Sprache und Alter sind zu berücksichtigen (Bst. c). Gemäss dazu ergangener Rechtspr e- chung ist sodann einem Angestellten eine neue Funktion nicht zuzum u- ten, welche zwar zu keinen oder geringen finanziellen Einbu ssen führt, aber im Hinblick auf die Tätigkeit eine völlige Unterforderung oder Über- forderung mit sich bringt (Urteile des Bundesverwalt ungsgerichts A-2662/2013 vom 9. Dezember 2013 E. 7.4.2 sowie A -6509/2010 vom 22. März 2011 E. 11.2.2). Ob eine Arbeit zumutbar ist oder nicht, kann j e- weils nur in Bezug auf eine bestimmte Arbeit und eine bestimmte Person geprüft werden (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -6329/2010 vom 1. April 2011 E. 4.5). 5.3.2 Zur Zumutbarkeit der dem Beschwerdeführer in diesem Fall im Zeit- raum zwischen dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-3434/2011 vom 30. Januar 2012 bis zum Erlass der angefochtenen Verfügun g vom 9. September 2013 angebotenen Arbeit ist im Hinblick auf die oben fes t- gehaltenen Grundsätze Folgendes festzuhalten: Sowohl der Einsatz vom 30. April 2012 bis am 28. Februar 2013 bei der (…) wie auch der Einsatz vom 7. März 2013 bis am 22. April 2013 im (…) waren lediglich befristete Einsätze . Diese können als befristete Stellen nur vorübergehend als zumutbar gelten und erfüllen die Voraussetzungen einer in jeder Hinsicht und dauerhaft zumutbaren Stelle nicht. Weiter hat sich der Beschwerdeführer unbestrittenermassen im Anschluss an das Schreiben vom 26. November 2012 betreffend Reorganisation für die Stelle als (…) und für die Stelle (…) beworben. Für die Stelle als (…) wurde er wegen mangelnder Erfahrung nicht zum Gespräch einge laden. Für die Stelle (…) wurde er zwar zum Gespräch eingeladen, doch wurden seine Qualifikationen als ungenügend erachtet (vgl. act. 8 – 10). Somit waren beide Stellen bezüglich des Kriteriums der "Tätigkeit" für den B e-A-5729/2013 Seite 11 schwerdeführer unzumutbar, da er offenbar die für di ese Stellen nötige Erfahrung, Qualifikation und Fähigkeiten nicht mitbrachte. Zudem leistete der Beschwerdeführer wiederum einen nur befristeten Einsatz als (…) ab dem 1. Juli 2013 (bis zum 30. November 2013), was nach dem soeben Ausgeführten ebenfalls nicht als dauerhaft zumutbare Stelle gelten kann. Aus der Eingabe der Vorinstanz vom 19. Dezember 2013 einschliesslich der vorinstanzlichen Akten ergibt sich, dass mit dem Beschwerdeführer ab 3. Mai 2012 zwar diverse Beratungssitzungen und Schulungen betref- fend Gestaltung von Bewerbungsdossiers und Motivationsbrie fen durch- geführt wurden. Es ergeben sich jedoch keine Hinweise auf weitere Ste l- lenangebote oder auch nur eine effektive Suche nach einer dauerhaft zumutbaren Stelle durch die Arbeitgeberin. 5.4 Abschliessend ist daher aufgrund des oben Aufgeführten festzuha l- ten, dass die Arbeitgeberin dem Beschwerdeführer im fraglichen Zeitraum keine andere zumutbare Arbeit angeboten hat. Dass rechtliche Rahme n- bedingungen oder organisatorische Schwierigkeiten eine Weiterbeschä f- tigung im vorliegenden Fall verunmöglicht hätten , m acht die Vorinstanz nicht geltend und ergibt sich auch nicht aus den Akten. Die Vorinstanz hat somit den Beweis, sich genügend um eine andere zumutbare Stelle für den Beschwerdeführer bemüht zu haben, nicht erbracht. Sie hat sich d a- her weiterhin zu bemühen, den Beschwerdeführer mit einer zumutbaren anderen Arbeit weiter zu beschäftigen. Auch diesbezüglich ist die B e- schwerde deshalb gutzuheissen und die angefochtene Verfügung aufz u- heben. 6. Gemäss Art. 34 Abs. 3 BPG ist das Beschwerdeverfahren vor dem B un- desverwaltungsgericht in Personalrechts sachen nach Art. 36 BPG – un- abhängig vom Ausgang des Verfahrens – ausser bei Mutwilligkeit kosten- los. 7. Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei ist von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwa chsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zuzusprechen (Art. 64 Ab s. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 des Reg lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und En t- schädigungen vor dem Bun desverwaltungsgericht [VGKE, A-5729/2013 Seite 12 SR 173.320.2]). Wird wie vorliegend keine Kos tennote eingereicht, so setzt das Gericht die Entschädigung aufgru nd der Akten fest (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE). Gemäss Art. 10 Abs. 2 VGKE beträgt der Stunden- ansatz für nichtanwaltliche Vertreter mindestens Fr. 100.-- und höchstens Fr. 300.--. In Anbetracht des mutmasslichen Arbeits- und Zeitaufwands im vorliegenden Fall erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 2'500.-- als angemessen. Die Vorinstanz hat dem obsiegenden Beschwerdeführer folglich nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils ein e Partei- entschädigung von gesamthaft Fr. 2'500. -- (inkl. Auslagen und Meh r- wertsteuer) zu entrichten. A-5729/2013 Seite 13 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 2'500.-- (inklusive Auslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Gerichtsurkunde) Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Kathrin Dietrich Beatrix Schibli Rechtsmittelbelehrung: Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebie t der öffen t- lich-rechtlichen Ar beitsverhältnisse können beim Bundesgericht ang e- fochten werden, sofern es um eine vermögensrechtliche Angelegenheit geht, bei welcher der Streitwert mindestens Fr. 15'000.– beträgt oder bei der sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (vgl. Art. 85 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [ BGG, SR 173.110]). Bei einer nicht vermögensrechtlichen Angelegenheit ist die Beschwerde nur zulässig, wenn sie die Gleichste l- lung der Geschlechter betrifft (vgl. Art. 83 Bst. g BGG). Steht die B e- schwerde in öffentlich -rechtlichen Angelegenheiten offen, ka nn sie innert A-5729/2013 Seite 14 30 Tagen nach Eröffnung dieses Entscheids beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Bewei s- mittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, be i- zulegen (Art. 42 BGG). Versand: