b) Schuldbetreibungs- und Konkursbeschwerden ( Gerichtsverfahren) Definitive Rechtsöffnung; Verwaltungsverfügungen (Art. 80 Abs. 2 SchKG; Art. 27 Ziff. 1 GVV zum SchKG). Die in PKG 1992 Nr. 29 begründete Rechtsprechung, dass bei in grosser Zahl mittels Computer erlassenen Veranlagungs- verfügungen für Steuern vom Gültigkeitserfordernis der Unterschrift abgesehen wird, wird auf alle Massenver- fügungen ausgedehnt und gilt auch für Veranlagungsver- fügungen der Wehrpflichtersatzverwaltung. SKG 98 44 Urteil vom 18. August 1998 25 - Definitive Rechtsöffnung (Art. 80 f. SchKG; Art. 27 GVV zum SchKG). - Veranlagungsverfügung eines (privatrechtlich organi- sierten) Kur- und Verkehrsvereins als definitiver Rechts- öffnungstitel (Erw. 3). - Der Rechtsöffnungsrichter hat eine allfällige Nichtigkeit der als Rechtsöffnungstitel vorgelegten Verfügung zu beachten und diese unter anderem auch auf ihre Ver- einbarkeit mit dem übergeordneten Recht zu überprü- fen. Nichtigkeit im vorliegenden Fall verneint (Erw. 4 ff.). Aus den Erwägungen: 3. a) Nach Art. 80 Abs. 1 SchKG wird die definitive Rechtsöffnung unter zwei Voraussetzungen gewährt: Die Forderung muss einerseits auf ei- nem gerichtlichen Urteil beruhen und andererseits vollstreckbar sein. Ur- teilssurrogaten und gerichtlichen Urteilen gleichgestellt sind nach Art. 80 Abs. 2 Ziff. 3 SchKG Verfügungen und Entscheide kantonaler Verwaltungs- behörden über öffentlich-rechtliche Verpflichtungen, wie Steuern, soweit das kantonale Recht diese Gleichstellung vorsieht. Unter Verfügungen kantona- ler Verwaltungsbehörden sind auch Verfügungen der Gemeinden zu subsu- mieren (vgl. Amonn/Gasser, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Kon- kursrechts, 6. Aufl., Bern 1997, N 30 zu § 19). Unbestrittenermassen stellen Verfügungen privatrechtlicher Organisationen ebenfalls Urteilssurrogate im Sinne von Art. 80 Abs. 2 Ziff. 3 SchKG dar, soweit sie in Erfüllung öffentli- cher Verwaltungsaufgaben handeln, ansonsten deren Durchsetzung auf dem 98 24 -