<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat soll prüfen, wie er die Attestlehre weiter ausbauen und eine "Attestlehre light" mit Anschlusslösung einführen kann.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die zweijährigen beruflichen Grundbildungen, die sogenannten Attestlehren, sind 2004 mit dem neuen Berufsbildungsgesetz (BBG; SR 412.10) eingeführt worden. Ziel ist es, vor allem praktisch begabten Jugendlichen einen in der Wirtschaft anerkannten Abschluss zu ermöglichen. Inzwischen sind bereits 23 Bildungsverordnungen erlassen worden, rund 20 weitere sind geplant. </p><p>Wie alle Abschlüsse der Berufsbildung hat die zweijährige berufliche Grundbildung einen Anschluss auf dem Arbeitsmarkt zum Ziel, d. h. Qualifikationen, für die eine Nachfrage und Arbeitsplätze bestehen. Der soeben erschienene Bericht der OECD über das schweizerische Berufsbildungssystem hebt diese Ausrichtung auf die Arbeitswelt als vorbildhaft hervor.</p><p>Die zweijährigen beruflichen Grundbildungen stellen gemäss der Systematik des neuen BBG die erste berufliche Einstiegsqualifikation dar, die vom Arbeitsmarkt nachgesucht und anerkannt ist. Vorgelagert sind nötigenfalls kantonal bereitgestellte "Brückenangebote" für Jugendliche, die für eine berufliche Grundbildung noch nicht reif sind.</p><p>Die Forderung nach einer "Attestlehre light" durchbricht diese Systematik. Wenn Jugendliche trotz Brückenangeboten nicht in der Lage sind, einen verbindlichen Qualifikationenkatalog zu erfüllen und damit einen eidgenössisch geregelten Abschluss (Berufsattest oder Fähigkeitszeugnis) zu erreichen, ist eine individuelle Bescheinigung ihrer Fähigkeiten angebracht. Hier geht es darum, bestimmte in der Praxis erworbene Kompetenzen auf geeignete Art festzuhalten. Diese Möglichkeit zur Bescheinigung individueller Kompetenzen und Teilqualifikationen besteht bereits.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.