Interpellation Maître 132 N 26 janvier 1995 stisch. In dieser Hinsicht sind die Lehren aus Effi-QM-BV, das diesbezüglich völlig übertriebene Erwartungen aufkommen liess, gezogen worden. Zu den einzelnen Fragen: 1. Verzicht auf Tätigkeiten, Vereinfachung: Wie der Bundesrat zur Motion II der Finanzkommission des Nationalrates vom 10. November 1992 (Verwaltungstätigkeit Verzichtplanung; AB 1992 N 2403) ausgeführt hat, werden Verzicht und Verein- fachungen regelmässig im Rahmen der Finanz-, Budget- und Stellenplanung von den Departementen geprüft und mit Teil- erfolgen verwirklicht. Verzichtsvorschläge werden zudem auch im Rahmen der Botschaft zu den Sparmassnahmen 1993 unterbreitet In der zitierten Antwort hat der Bundesrat darauf hingewiesen, dass auch die Einführung der periodischen Aufgabenüberprü- fung, die von der Firma McKinsey, in anderer Form von der Verwaltungskontrolle (Bericht VKB, «Aufsicht des Bundesra- tes», vom 19. Februar 1993) und neuerdings von den Ge- schäftsprüfungskommissionen vorgeschlagen wird, geprüft wird. Hinsichtlich Privatisierung oder Entlastung des Bundes auf an- dere Weise, zu der sich der Bundesrat im «Bericht über Privat- wirtschaft und Staatstätigkeit» vom 25. August 1982 (BB11982 III 81ff.) ausführlich geäussert hat, laufen verschiedene kon- krete Projekte auf Amtsstufe und bei den Regiebetrieben. Zu- dem wird die Verwaltungskontrolle gemäss dem vom Bundes- rat 1991 behandelten Grobkonzept eine Untersuchung über die diversen Möglichkeiten, Varianten, Vor- und Nachteile durchführen (VKB-Projekt Nr. 19, «Entlastung des Bundes»). 2. Rationalisierung und Reorganisation: Rationalisierungs- massnahmen finden neben den unter Ziffer 1 genannten grös- seren Projekten praktisch überall permanent statt Dasselbe gilt hinsichtlich kleinerer laufender Reorganisations- massnahmen. Letztere werden im grösseren Rahmen gestützt auf das soeben vorgelegte Regierungs- und Verwaltungsorga- nisationsgesetz (RVOG) in Aussicht genommen, sofern das Parlament dem Bundesrat die benötigte Organisationsfreiheit einräumt (vgl. die Antwort des Bundesrates auf die Motion Su- ter, Straffung der Bundesverwaltung; AB 1993 N 1391 ). 3. Stabsstellen: Die mit zunehmender Komplexität notwendig gewordene Aufstockung der Stabsstellen wird vom Bundesrat und von den Departementen durchaus unter Kontrolle gehal- ten. Es sind dem Bundesrat keine unverhältnismässig «aufge- blähten» Stabsstellen bekannt 4. Subventionen: Gemäss Artikel 5 des neuen Subventions- gesetzes hat der Bundesrat periodisch, mindestens alle sechs Jahre, alle Subventionsregelungen im Hinblick auf ihre Be- gründung, Zweckmässigkeit usw. zu überprüfen und dem Parlament hierüber Bericht zu erstatten. Das Eidgenössische Finanzdepartement bereitet zusammen mit den übrigen De- partementen eine solche Gesamtüberprüfung vor. Bericht und Anträge an die eidgenössischen Räte sind spätestens 1996 zu erwarten. Zudem finden Einzeluntersuchungen und entsprechende An- passungen laufend statt Zum Beispiel hat der Bundesrat auf- grund eines Berichts der Verwaltungskontrolle vom 31. März 1993 eine gezielte Überprüfung der Nationalstrassenbeiträge angeordnet 5. Standard bzw. Regelungsdichte der Normen: Auch hier sind vielerorts, z. B. im Rahmen des ersten Pakets der markt- wirtschaftlichen Erneuerung, die gewünschten Bestrebungen festzustellen. Der Bundesrat hat sich über die Ansatzpunkte recht einlässlich im Rahmen der Stellungnahmen zur Einfa- chen Anfrage Jeanneret (Abbau der Gesetzesdichte; AB 1992 N 669) und zur Motion Loeb François (Gesetzesabschaf- fungs-Delegation; AB 1992 N 2161) geäussert, so dass der Einfachheit halber hierauf verwiesen werden kann. Im Zusammenhang mit den Sanierungsmassnahmen 1993 hat zudem der Bundesrat die zuständigen Departemente be- auftragt, Normen und Standards in den Bereichen Hoch- und Strassenbau einer kritischen Überprüfung zu unterziehen und bis Ende 1994 Vorschläge für mögliche Vereinfachungen und Einsparungen zu unterbreiten. Im Bereiche des Umwelt- schutzes soll auf eine konsequente Durchsetzung des Verur- sacherprinzips hingearbeitet werden; im Rahmen laufender oder künftiger Gesetzesrevisionen sollen auch die Umwelt- schutznormen und -Standards einer kritischen Überprüfung unterzogen werden. In den zitierten Vorkehren sind durchaus auch die vom Inter- pellanten geforderten Massnahmen mit langfristiger Wirkung enthalten, die indessen gerade wegen dieser Auswirkungen und wegen ihrer Komplexität einer besonders sorgfältigen Überprüfung mit entsprechendem Zeitaufwand bedürfen. Abschliessend ist auf den Beitrag hinzuweisen, den das Parla- ment zur Vereinfachung und Rationalisierung der Bundestä- tigkeiten leisten könnte. Die Flut von Vorstössen und die Be- gehren in finanzieller und gesetzgeberischer Hinsicht tragen, wie der Bundesrat mehrfach ausgeführt hat, wesentlich zur Ausweitung der Staatstätigkeit und zur Regelungsdichte der Gesetze bei (vgl. u. a die Stellungnahme zur parlamentari- schen InitiativeüberdieStellenplafonierung; BB11981III 929). Bonny Jean-Pierre (R, BE): Ich stecke in einem Dilemma Ich habe an sich auf meine Interpellation eine sehr ausführliche, zum Teil gute Antwort bekommen. Aber ich muss einfach sa- gen: Mir fehlt etwas der Glaube, dass diese Reformen innert nützlicher Zeit umgesetzt werden. Wir haben gestern am Schluss der Beratungen über das Paket zur Sanierung der Bundesfinanzen gesehen, dass wir mit diesem System nicht mehr weiterkommen, dass dagegen grundlegende Änderun- gen in der Bundestätigkeit und in der Organisation der Verwal- tung unbedingt erforderlich sind. Das möchte ich hier klar zum Ausdruck bringen: Wir müssen einmal den Mut haben, die ganze Bundestätigkeit und die Bundesverwaltung von aussen her zu durchleuchten. Es ist sonnenklar, dass der Bundesrat und erst recht die Bundesverwaltung nicht den Ast absägen werden, auf dem sie selber sitzen und zum Beispiel die Exi- stenz von Bundesämtern, über die man zweierlei Meinung sein kann, in Frage stellen werden. Ich erinnere zum Beispiel daran, welchen Luxus wir uns im Versicherungswesen leisten. Dort leisten wir uns nicht weniger als drei Bundesstellen: ein Bundesamt für Privatversiche- rungswesen, ein Bundesamt für Militärversicherung und die Suva Ich möchte nicht sagen, dass alle diese Stellen wegra- tionalisiert werden müssen. Aber es ist ganz klar, dass wir uns den heutigen Zustand, eine Verwaltung, deren Strukturen teil- weise noch aus dem 19. Jahrhundert stammen, nicht mehr lei- sten können, sonst werden wir uns ewig mit Sanierungspake- ten auseinandersetzen, die doch nicht zum Ziele führen. Das Problem - wenigstens darüber herrschte in der Debatte über das Sanierungspaket Einigkeit - ist die strukturelle Pro- blematik. Wenn man die strukturelle Problematik - das gilt auch in der Privatwirtschaft - angehen will, dann muss man Massnahmen treffen, die auf dieses Problem abzielen. Das, was wir heute tun, erfüllt diese Bedingung nicht #ST# 93.3505 Interpellation Maître Drucksachenbestellungen des Bundes. Verteilung auf die Kantone Commandes de la Confédération dans le secteur des arts graphiques. Répartition entre les cantons Diskussion - Discussion Siehe Jahrgang 1994, Seite 659 - Voir année 1994, page 659 Maître Jean-Philippe (C, GE): En développant cette interpella- tion, mon ambition était uniquement de proposer un cas test, celui des arts graphiques, et de réfléchir à certaines anomalies relatives aux commandes de la Confédération. Je suis pour26. Januar 1995 N 133 Interpellation Maitre cela parti de deux indicateurs: celui des achats de produits de l'industrie des arts graphiques par canton, et celui de la part de ces mêmes cantons aux recettes de la Confédération. Le résultat est assez édifiant. Le canton de Berne, c'est 14 pour cent de part aux recettes de la Confédération, c'est 33,6 pour cent de commandes de la même Confédération dans ce secteur; Zurich, 16 pour cent de part aux recettes, 22 pour cent de commandes; Argovie, 5,7 pour cent de part aux recettes, 7,7 pour cent de commandes. Si on regarde du côté romand, on constate par exemple que le canton de Vaud, c'est 8,2 pour cent de part aux recettes et 4 pour cent de com- mandes; le canton de Genève, 6,1 pour cent de part aux recet- tes, 1,8 pour cent de commandes seulement; je ne parle même pas du Valais qui représente 4,8 pour cent de part aux recettes et qui ne bénéficie que de 0,5 pour cent de comman- des. Bien entendu, dans ce secteur-là qui, encore une fois, est un cas cité à titre d'exemple, le canton de Berne peut bénéfi- cier, et c'est légitime, d'un avantage de site, d'un avantage de proximité. A cela, le Conseil fédéral répond, ce dont on n'a jamais douté, que ces achats se font selon le principe de la libre concurrence et qu'il faut pratiquer une gestion rigoureuse, rationnelle et économique. Il nous indique que ses choix ne sont jamais gui- dés par le critère de la part des cantons aux recettes de la Confédération. J'estime que c'est un tort Cela ne doit évidem- ment pas être un argument déterminant, et je ne l'ai jamais pré- tendu. J'estime simplement que, dans les équilibres confédé- raux, il faut tenir compte d'un certain nombre de flux, en parti- culier des flux financiers qui sont exprimés par les parts des dif- férents cantons aux recettes. J'ai un peu le sentiment que, dans ce domaine, on cède beaucoup plus volontiers à ce que j'appellerai le critère de la «belle habitude», ou le critère de l'inertie pesante: on a toujours fait comme ça, il n'y a donc pas de raison de changer. On a coutume de travailler avec tel type de fournisseur ou tel type d'entreprise, pourquoi voudrait-on que ça change? Les cantons romands en particulier souhaitent que ça change. Les cantons romands en particulier souhaitent que l'on pon- dère un certain nombre de choix sur le principe desquels je n'entends pas revenir, parce qu'ils sont pertinents, c'est-à-dire des choix de libre concurrence, des choix de fournitures au meilleur prix J'estime cependant que la Confédération doit être attentive, dans un souci de politique économique géné- rale, à la situation d'un certain nombre de cantons, en particu- lier de ceux qui sont très durement touchés sur le front du chô- mage. Dans la mesure où ils ont des offres compétitives, c'est une volonté politique qui doit ici s'exprimer et qui doit tenir compte de leur situation pour leur donner ce coup de pouce auquel me semble-t-il ils ont droit. Je suis donc déçu de la réponse du Conseil fédéral, qui me paraît procéder d'un seul et unique réflexe: on a toujours fait ainsi, il n'y a pas de raison de changer. Comby Bernard (R, VS): J'interviens très brièvement pour appuyer l'interpellation qui vient d'être développée par M. Maître. Je crois qu'il a parfaitement raison de soulever le problème d'une meilleure répartition des commandes de la Confédéra- tion, notamment dans ce secteur précis des arts graphiques. Mais il faut aller au-delà de ce secteur et poser le problème de l'ensemble de la répartition des achats de la Confédéra- tion, aussi bien de l'administration fédérale que des régies. A ce titre, j'avais déposé une interpellation le 8 octobre 1993 et demandé la discussion, qui avait été votée lors de la session de Genève (BO 1993 N 2024). J'attends toujours de pouvoir la développer. Je souhaite que le Parlement m'en donne la possibilité. Je rappelle par exemple que «La Vie économique» publie cha- que année les chiffres relatifs à cette répartition, et chaque an- née on peut relire les mêmes explications qui ne sont pas du tout satisfaisantes. Je crois que nous partageons - comme l'a dit M. Maitre- le souci de l'économie de marché, de la concur- rence. Nous ne demandons pas des passe-droits, mais nous demandons que la Suisse romande en particulier, la Suisse la- tine, mais aussi quelques régions de la Suisse alémanique soient mieux prises en considération dans cette répartition des commandes de la Confédération. Je rappelle que les chiffres qui sont publiés régulièrement par «La vie économique» disent que, pour la Suisse romande par exemple, ça représente chaque année un peu plus de 600 millions de francs sur quelque 8 milliards de francs. Je vous laisse faire les calculs pour constater qu'il y a là une iné- galité flagrante dans la répartition de ces commandes au sein de notre pays. En conclusion, à l'instar de M. Maitre, je souhaite que le Conseil fédéral manifeste clairement sa volonté politique de réaliser à l'avenir une meilleure répartition de ces comman- des, tout en respectant bien sûr l'économie de marché. Couchepin François, chancelier de la Confédération: Venant moi-même du canton du Valais, je suis également préoccupé et je me suis occupé de ces problèmes. J'ai demandé - d'ail- leurs le rapport écrit en fait état - au début de septembre 1993 que tout ce problème soit réexaminé, en particulier celui des commandes dans les arts graphiques. Entre temps, vous avez voté la nouvelle loi sur les marchés publics. L'article 21 donne des instructions précises sur la manière dont les adjudications doivent être faites. C'est la volonté du Parlement et, comme d'habitude, le gouvernement s'y pliera Je l'ai déjà signalé plusieurs fois, je vous renvoie à ce que dit le Conseil fédéral dans son rapport écrit, la part des commandes de l'ensemble de la Confédération dans le domaine des arts graphiques est quasiment insignifiante; elle représente à peu près 2,3 pour cent de l'ensemble du chiffre d'affaires de la branche. Cela signifie que, malgré toute la bonne volonté et toutes les mesures que pourraient prendre le Conseil fédéral et ses services, l'influence réelle sur l'économie sera totale- ment négligeable. En ce qui concerne la répartition des mandats et des achats, on peut évidemment prendre toutes sortes de critères. Le cri- tère qu'a choisi l'interpellant est fondé sur la participation des cantons au produit des recettes fédérales. Or, on peut très bien imaginer que, dans un canton, la participation soit rela- tivement importante, mais que, pour des raisons historiques, par exemple, le nombre des entreprises qui font des arts gra- phiques soit réduit. Par conséquent, cette aune-là n'a pas de valeur. Nous avons, nous, choisi de faire nos répartitions sur la base d'un autre critère qui est celui du nombre de per- sonnes employées dans la branche des arts graphiques par canton. La statistique que nous établissons et que nous tenons à jour en permanence, pour précisément tenir compte des problè- mes évoqués, donne l'information suivante: en 1993, huit can- tons avaient un quota d'attribution qui était supérieur au quota auquel ils auraient eu droit selon le nombre de personnes em- ployées dans la branche; trois cantons, Claris, Schaffhouse et le Jura, avaient l'équilibre, et les autres cantons, c'est-à-dire une quinzaine, étaient en dessous de ce quota La différence en dessous de ce quota va de 0,1 pourcentàS pourcent.sauf pour le canton de Zurich où là, effectivement, la différence en défaveur de ce canton est de 10 pour cent. Pourquoi cette dif- férence? La question reste posée et nous allons l'examiner. Je ne crois pas que ce soit véritablement dans ce sens que les cantons romands, notamment le représentant du canton de Genève, qui s'est exprimé tout à l'heure, souhaitent que nous fassions l'examen. Il faut quand même se rendre compte qu'en plus, cette statisti- que n'est pas totalement exacte, parce qu'elle est fondée sur le lieu de paiement, et non pas sur l'endroit où les travaux se font Or, cette manière de calculer favorise encore Zurich, ce qui me fait dire que Zurich est traité encore plus mal que ne le laisse apparaître la statistique. En revanche, il est vrai, que Berne - et j'étais heureux d'entendre que vous partagiez l'avis que c'était presque inévitable -, la ville, a effectivement des at- tributions qui dépassent ce à quoi elle aurait droit. Par contre, cette augmentation est partiellement compensée par le fait que le canton de Berne lui-même n'atteint pas les quotités qu'il aurait pu obtenir. J'ai tous les chiffres à votre disposition; je ne veux pas les citer ici.Interpellation Moser 134 N 26 janvier 1995 Dès lors, on ne peut pas affirmer que ces problèmes de juste répartition ne soient pas pris en compte et au sérieux par le gouvernement En outre, si l'on tient compte du fait que les pressions dans ce domaine sont journalières - l'Office central fédéral des impri- més et du matériel, par exemple, reçoit pratiquement tous les jours des demandes de pouvoir participer à un appel d'offres de toutes sortes d'entreprises -, on doit dire que l'équilibre ré- sultant de l'étude approfondie faite, avec des chiffres, sur la base que nous avons choisie tient quasiment du miracle. C'est peut-être une fausse base, et je veux bien voir si d'autres solu- tions s'imposent, mais je ne crois pas que les chiffres de com- paraison que vous avez choisis soient meilleurs que les nô- tres, qui sont plus près de la vérité qui nous intéresse, pour sa- voir à qui on doit donner des mandats. Je le répète, compte tenu de ces circonstances, l'équilibre tient quasiment du miracle. Il est dû au système de gestion que j'ai évoqué, au contrôle des adjudications mis en place, il est dû à la volonté très marquée de tenir compte des besoins de tous ceux qui travaillent dans cette branche dans une pro- portion équitable. Par conséquent, je regrette que l'on ait pu comprendre que ce n'était pas là une préoccupation principale du gouvernement Maître Jean-Philippe (C, GE): Un mot encore. Je crois vrai- ment qu'on a affaire à une sorte de dialogue de sourds. On minimise, du côté du Conseil fédéral, la part que représen- tent les arts graphiques dans le volume total des commandes de la Confédération. C'est bien la raison pour laquelle j'ai dit que le sujet était cité ici uniquement à titre d'exemple révéla- teur d'un malaise qui peut être développé dans de nombreux autres secteurs. C'est en particulier ce qu'ontfait MM. Comby, par son interpellation, etZwahlen, par sa motion 93.3639, dont il serait urgent de discuter. On peut prendre effectivement tous les chiffres qu'on veut Je dis simplement qu'il manque ici une volonté politique claire d'essayer de faire la part des choses et de tenir compte de la situation économique particulièrement difficile dans laquelle se trouve aujourd'hui la Suisse romande. Les six cantons romands, en 1992, ont obtenu 8,2 pour cent du total des commandes de la Confédération, alors qu'ils re- présentent plus du 20 pour cent de la population totale. Vous voyez donc que si l'on prend ce critère, qui est à l'image des données que vous avez cherché vous-même à utiliser, Mon- sieur le Chancelier, on ne s'y retrouve pas non plus. J'ai véritablement l'impression, et je ne cache pas mon inquié- tude à cet égard, que l'on a affaire à une forme de dialogue qui est effectivement un dialogue de sourds, qu'il est difficile de se comprendre, parce que, pour pouvoir vraiment se compren- dre, il faut avoir la volonté politique de dépasser la redoutable inertie que l'on constate aujourd'hui dans les administrations fédérales à ce propos. Couchepin François, chancelier de la Confédération: C'est vrai que nous sommes en plein dialogue de sourds - il n'y a heureusement pas trop de monde pour l'entendre -, mais j'ai des chiffres qui ne sont pas les vôtres. Lorsque vous invoquiez le total des paiements qui sont faits dans ce domaine par la Confédération, sans compter les CFF et les PTT, qui ont encore des comptes séparés - mais enfin les efforts sont à peu près du même type -, je viens de faire le calcul de tête et j'arrive à plus de 15 pour cent des comman- des qui sont faites en Suisse romande. Si on se réfère au nom- bre de citoyens suisses romands par rapports au nombre total de Suisses, on est au-dessus de ce qu'exigeraient les chiffres. Mais on peut toujours faire des calculs différents, n'est-ce pas? Ce qui me choque dans ce qui est dit, c'est la conviction que vous avez que nous ne sommes pas conscients du problème et que nous ne voulons pas faire un effort dans ce sens, alors que, précisément, c'est mon combat depuis que je suis élu pour qu'on y arrive. Alors, là il y a un dialogue de sourds. Je vous promets que je me bats dans ce sens. J'espère qu'un jour nous nous rencontrerons. #ST# 93.3572 Interpellation Moser Missbrauch vertraulicher Informationen durch die Presse Divulgation par la presse d'informations confidentielles Diskussion - Discussion Siehe Jahrgang 1994, Seite 1240-Voir année 1994, page 1240 Moser René (A, AG): Seit der Eingabe dieser Interpellation am 7. Dezember 1993 hat sich bezüglich Missbrauch vertrauli- cher Informationen durch die Presse einiges ereignet, so dass diese Diskussion keineswegs vom Tisch ist Ich bin von der Antwort des Bundesrates überhaupt nicht be- friedigt Ich will aber nicht besonders auf diesen Fall eingehen und gleich zu gewissen prinzipiellen Überlegungen kommen. An der Antwort des Bundesrates ist ja höchst interessant, dass sie wesentliche Passagen Wort für Wort aus dem sogenannten Verurteilungsprotokoll des Presserates des Schweizer Ver- bandes der Journalistinnen und Journalisten vom Februar 1994 enthält. Der Bundesrat übernimmt also mit anderen Wor- ten die Stellungnahme des Schweizerischen Presserates. Die Aussage des Bundesrates bezüglich der Missachtung von Vertraulichkeiten durch Journalisten lautet: «Die Tatsache, dass diese Regeln nicht immer mit der gewünschten Strenge befolgt werden, rechtfertigt Sanktionen gegen Journalisten noch keineswegs.» Das erstaunt mich schon. Wie ist denn das, wenn ich beim Parkieren einmal fünf Minuten Überzeit habe? Kann ich dann auch sagen, wenn ich dort eine Busse erhalte, das bezahle ich jetzt nicht, das ist nicht verhältnismäs- sig? Wohl kaum. Ich frage mich schon, was sich eine selbster- nannte Elite von Jouralisten noch alles leisten kann, bis der Bundesrat einschreitet Nachdem kürzlich die Fahndungserkenntnisse im Fall der al- gerischen Fundamentalistenorganisation FIS ebenfalls durch Journalisten in einer Wochenzeitung an die Öffentlichkeit ge- bracht worden sind, ist die Diskussion um die «Pressefreiheit über alles» erneut aufgekommen. Diesmal hat die Bundesan- waltschaft eingegriffen. Der Aufschrei der gleichen Elitejourna- listen war nicht zu überhören. Als Anschlag auf die Pressefrei- heit wurde diese Aktion gewertet Kein Wort war darüber zu hö- ren, dass es sich in diesem Fall grundsätzlich um die Frage unrechtmässig beschaffter vertraulicher Papiere handelte. Aber eben: Pressefreiheit über alles - Hauptsache, das dient der Auflagensteigerung. Der Begriff Pressefreiheit wird mehr und mehr in unerträglicher Weise strapaziert, besonders wenn ich die Statements des Präsidenten des Presserates, Roger Blum, zu dem von mir in der Interpellation aufgegriffenen Fall und zu denjenigen von Maximilian Reimann in der Stellungnahme lese: «Es gibt im- mer wieder Fälle, in denen Journalistinnen und Journalisten, ihrem ethischen Imperativ folgend, vertrauliche Sachverhalte publik machen müssen, selbst wenn ihnen rechtliche Sanktio- nen drohen. Der journalistische Berufskodex deckt sich nicht mit dem geltenden Recht Die vorgesehenen Sanktionen bei Indiskretionen sind zu streichen oder zumindest zurückhal- tend anzuwenden.» Ich gehe davon aus, dass sich der Bundesrat der Meinung des Publizistikprofessors Blum anschliesst Die Antwort des Bun- desrates befriedigt mich nicht, ja sie beunruhigt mich sogar sehr. Ist bei unseren Bundesräten die Angst vor gewissen Presseleuten tatsächlich derart gross, dass sie in den Chor des Presserates einstimmen müssen? Sollen die Tore im Bun- deshaus weiterhin weit offen sein für Journalisten, die nur auf Sensationen, Skandale und Unterhaltung ausgerichtet sind, die mit Indiskretionen und anderen fragwürdigen Mitteln arbei- ten? Diese Frage bleibt offen.Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Maître Drucksachenbestellungen des Bundes. Verteilung auf die Kantone Interpellation Maître Commandes de la Confédération dans le secteur des arts graphiques. Répartition entre les cantons In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1995 Année Anno Band I Volume Volume Session Januarsession Session Session de janvier Sessione Sessione di gennaio Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 05 Séance Seduta Geschäftsnummer 93.3505 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 26.01.1995 - 08:00 Date Data Seite 132-134 Page Pagina Ref. No 20 025 248 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.