A bteilung IV D -5021/2007 gar/m am {T 0/2} U rteil vom 31. A ugust 2007 M itw irkung: R ichter R obert G alliker, H ans Schürch, Vito Valenti G erichtsschreiber M artin M aeder A._______, Afghanistan, (...), vertreten durch lic. iur. Susanne Sadri, (...), Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 12. Juli 2007 i. S. N ichteintreten auf A sylgesuch und W egw eisung / (...) B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. a) D er Beschw erdeführer verliess sein H eim atland gem äss eigenen Angaben unge- fähr im M ärz 2005 auf dem Landw eg und gelangte m it H ilfe von Schleppern via Pakistan, den Iran und die Türkei nach Bulgarien, von w o aus er in einem Last- w agen durch ihm nicht bekannte Länder gefahren w urde, bis er am 18. M ärz 2006, ohne zuvor eine G renzkontrolle zu bem erken, in der Schw eiz ankam . A m 18. M ärz 2006 erschien er im B._______ und suchte um Asyl nach. W eil er dabei keine Ausw eispapiere vorlegte, w urde er gleichentags m it einem Inform ationsblatt, dessen Inhalt er m it seiner U nterschrift verstanden zu haben bestätigte, zur H erausgabe von allenfalls andersw o aufbew ahrten Identitätsdokum enten innerhalb von 48 Stunden aufgefordert. Am 28. M ärz 2006 w urde er im B._______ sum - m arisch zum R eisew eg und zu den G ründen für das Verlassen des H eim atlandes befragt. Am 30. M ärz 2006 reichte er drei frem dsprachige D okum ente in Form von Faxkopien zu den Akten. N ach den Erhebungen im B._______ w urde er für die D auer des Verfahrens dem Kanton C ._______ zugew iesen, w o die zuständige Behörde am 18. Juli 2006 die Anhörung zu den Asylgründen durchführte. D abei gab der Beschw erdeführer auf Befragen unter anderem zu Protokoll, bei den am 30. M ärz 2006 eingereichten D okum enten handle es sich einerseits um eine Kopie seiner Identitätskarte sow ie andererseits um Kopien zw eier Beschlüsse in einem Streit um Landbesitz. b) Anlässlich der Befragungen vom 28. M ärz 2006 und 18. Juli 2006 bezeichnete der Beschw erdeführer die bei der G esuchseinreichung ins Personalienblatt eingetra- genen Angaben zur Identität als w ahrheitsgem äss. In Ergänzung dazu führte er an, er sei schiitischer H azara und habe je nach Arbeitsanfall alternierend in seiner G eburtsstadt Kabul sow ie in einem D orf im H azarajat (D ._______, R egion Behsud [Bihsud], Provinz M aidan [M aydan]-W ardak [Vardak]) gelebt. Anlässlich der Erstbefragung vom 28. M ärz 2006 gab der Beschw erdeführer auf die Frage nach dem Besitz eines R eisepasses und einer Identitätskarte zur Ant- w ort, er habe niem als einen R eisepass besessen und könne seine im Jahre 2003 ausgestellte Identitätskarte deshalb nicht abgeben, w eil diese Ende 2004 bei ei- nem H ausbrand ein R aub der Flam m en gew orden sei. In der Anhörung vom 18. Juli 2006 erw iderte er auf die Frage, w arum er eine Kopie der angeblich zer- störten Identitätskarte habe einreichen können, er habe nach der Befragung im B._______ seine M utter kontaktiert, w elche ihn darüber aufgeklärt habe, dass sich seine Identitätskarte zusam m en m it anderen D okum enten in Kabul befunden habe, als das H aus im D orf niedergebrannt sei. Zur Begründung seines Asylgesuchs m achte der Beschw erdeführer im W esentli- chen geltend, w eil er als Augenzeuge eines Tötungsdeliktes in seinen Aussagen vor dem Bezirksvorsteher und dem M ullah zw ei Zivilpersonen konkret der Tat be- zichtigt habe, trachteten diese beiden nach seinem Leben. Sein Vater habe vor etlichen Jahren zusam m en m it E._______ in D ._______ eine Landparzelle erw or- ben, an w elcher sich zu einem späteren Zeitpunkt der m it E._______ verw andte F._______, ein Kom m andant der politischen G ruppierung H arakat, als M itbesitzer 3 habe beteiligen w ollen. F._______ habe erfolglos versucht, von seinem C ousin G ._______ das für die Beteiligung benötigte G eld zu borgen. F._______ habe einen Sohn nam ens H ._______, w elcher zusam m en m it seinem Freund I._______ im H erbst 2004 G ._______ um gebracht und dessen Leichnam anschliessend im Keller ihres (des Beschw erdeführers) H auses in D ._______ deponiert habe, um ihnen einen M ord anzuhängen und so an das begehrte Stück Land heranzu- kom m en. Seine N achbarin habe ihm erzählt, sie habe beobachten können, w ie H ._______ und I._______ einen w eissen Sack in das H aus getragen hätten. Er selber habe kurze Zeit später m it eigenen Augen gesehen, w ie H ._______ und I._______ das H aus durch ein Fenster verlassen hätten, um die Ecke gebogen und davon gerannt seien. N och am gleichen Abend habe er die D orfbew ohner über den Vorfall unterrichtet und am nächsten M orgen seine eben von einer H ochzeit zurückgekehrten Brüder, den M ullah und den Bezirksvorsteher benachrichtigt, w elche sodann in Begleitung von Polizisten zu ihrem H aus gekom m en seien und im Keller den vom Tuch befreiten Leichnam von G ._______ gefunden hätten. D ie von ihm als Täter beschuldigten H ._______ und I._______ seien abgetaucht, um sich dem gegen sie eingeleiteten Verfahren zu entziehen. H ._______ sei nach sechs M onaten nach D ._______ zurückgekehrt und habe seiner schw angeren N achbarin m it Fusstritten beziehungsw eise Faustschlägen tödliche Verletzungen zugefügt. Persönlich habe er sich in dieser Zeit in Kabul aufgehalten. N achdem er dort von der brutalen Erm ordung seiner N achbarin durch H ._______ erfahren habe, sei er aus Angst vor dem selben Schicksal seinem H eim atland entflohen. H eute w erde er in Afghanistan, w ie ihm seine M utter telefonisch m itgeteilt habe, von H ._______ und dessen Freund I._______ gesucht. B. M it Verfügung vom 12. Juli 2007 - eröffnet am 16. Juli 2007 - trat das BFM in Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht ein und ordnete die W egw ei- sung aus der Schw eiz sow ie den Vollzug an, w obei es den Beschw erdeführer un- ter Ansetzung einer bis zum 13. August 2007 laufenden Ausreisefrist zum Verlas- sen der Schw eiz aufforderte. Zur Begründung des N ichteintretens auf das Asylge- such hielt das BFM zusam m enfassend fest, der Beschw erdeführer habe innert 48 Stunden nach G esuchseinreichung keine R eise- oder Identitätspapiere abgegeben und keine entschuldbaren G ründe für dieses Versäum nis anführen können, er er- fülle zudem die Flüchtlingseigenschaft gem äss Art. 3 und 7 AsylG nicht, und zu- sätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W eg- w eisungsvollzugshindernisses seien in seinem Fall aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich. C . D er Beschw erdeführer liess am 23. Juli 2007 (Poststem pel) durch seine R echts- vertreterin beim Bundesverw altungsgericht eine Beschw erde einreichen und darin beantragen, es sei der N ichteintretensentscheid des BFM vom 12. Juli 2007 auf- zuheben und die Vorinstanz anzuw eisen, das ordentliche Asylverfahren durchzu- führen. D aneben liess er in verfahrensrechtlicher H insicht um G ew ährung der un- entgeltlichen R echtspflege ersuchen. Zusam m en m it der Beschw erdeschrift reichte der Beschw erdeführer zur U nter-4 stützung seiner Vorbringen ein w eiteres Telefax ein, w obei er dieses als "Bestäti- gung des D orfm ullahs vom 18. Juli 2007" bezeichnete. Auf dieses Bew eism ittel und auf die Begründung der Begehren w ird, sow eit für das U rteil von Belang, in den nachfolgenden Erw ägungen eingegangen. D . D er zuständige Instruktionsrichter des Bundesverw altungsgerichts bestätigte m it Zw ischenverfügung vom 3. August 2007 die Berechtigung des Beschw erdeführers zur Anw esenheit in der Schw eiz bis zum Abschluss des Verfahrens; gleichzeitig vertagte er die Beurteilung des G esuchs um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege auf einen späteren Zeitpunkt, verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und ordnete die Ü berw eisung eines D oppels der Beschw erde zusam m en m it den Akten an das BFM zur Vernehm lassung bis zum 20. August 2007 an. E. In seiner Vernehm lassung vom 16. August 2007 (Eingangsstem pel Bundesverw al- tungsgericht: 17. August 2007) beantragte das BFM die Abw eisung der Beschw er- de. Zur Begründung hielt es fest, die Beschw erdeschrift enthalte keine neuen er- heblichen Tatsachen oder Bew eism ittel, die eine Änderung des in der angefoch- tenen Verfügung dargelegten Standpunktes rechtfertigen könnten. Im Ü brigen verw ies das BFM auf seine Erw ägungen in der angefochtenen Verfügung und hielt vollum fänglich an diesen fest. F. M it Folgeeingabe vom 16. August 2007 (Poststem pel, Eingangsstem pel Bundes- verw altungsgericht: 17. August 2007) ergänzte der Beschw erdeführer seine Be- w eisunterlagen m it zw ei w eiteren D okum enten, bei denen es sich gem äss seiner eigenen Benennung um das O riginal des m it der Beschw erde eingereichten Schreibens des D orfm ullahs sow ie um eine Kopie des "w ährend der Anhörung" als Fax abgegebenen "Schreibens" handelt. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw al- tungsgericht (Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundes- verw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesge- setzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügun- gen des BFM , w elche gestützt auf das AsylG erlassen w urden; das Bundesverw al- tungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BG G , SR 173.110]).5 1.2 M it der Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht können die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich M issbrauch und Ü berschreitung des Erm essens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. 2.1 D ie vorliegend zu beurteilende Beschw erde richtet sich gegen eine Verfügung, laut deren D ispositiv das BFM auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht einge- treten ist (Ziffer 1 des Verfügungsdispositivs). D ie Verfügung bildet als Anfech- tungsgegenstand in der Bundesverw altungsrechtspflege den äusseren R ahm en, innerhalb w elchem die Parteien der R echtsm ittelinstanz ein R echtsverhältnis zur Beurteilung unterbreiten können. D er durch die Parteibegehren definierte Streitge- genstand darf nicht über den Anfechtungsgegenstand hinaus reichen. G egenstand des Beschw erdeverfahrens kann grundsätzlich nur sein, w as G egenstand des er- stinstanzlichen Verfahrens w ar oder nach richtiger G esetzesauslegung hätte sein sollen (vgl. C H R ISTO PH AU ER , Streitgegenstand und R ügeprinzip im Spannungsfeld der verw altungsrechtlichen Prozessm axim en, Bern 1997, S. 63; ALFR ED KÖ LZ/ISABELLE H ÄN E R , Verw altungsverfahren und Verw altungsrechtspflege des Bun- des, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 149). W erden N ichteintretensentscheide, m it denen es das BFM der Form nach ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen (Art. 32-35 AsylG ), m it Beschw erde angefochten, so ist dem entspre- chend einzig zu beurteilen, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist. D ie Beurteilungskom petenz der Beschw erdeinstanz ist m it anderen W orten darauf beschränkt, im Fall der Begründetheit des R echtsm ittels die ange- fochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vor- instanz zurückzuw eisen (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizeri- schen Asylrekurskom m ission [EM AR K ] 2004 N r. 34 E. 2.1. S. 240 f.). M it dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen N ichteintretensgrund von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG hat der G esetzgeber indes ein Sum m arverfahren geschaffen, in w elchem über das Bestehen bzw . N ichtbestehen der Flüchtlingsei- genschaft abschliessend m ateriell zu entscheiden ist, sow eit dies im R ahm en einer sum m arischen Prüfung m öglich ist (vgl. zur Publikation vorgesehenes U rteil BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 insb. E. 5.6.5). D em entsprechend ist im Beschw er- deverfahren auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand (vgl. BVG E a.a.O . E. 2.1). N icht beschränkt ist die Beurteilungszuständigkeit des Bundesver- w altungsgerichts zudem in der Frage der W egw eisung und deren Vollzugs, w eil das BFM sich diesbezüglich gem äss Art. 44 AsylG in Verbindung m it Art. 14a des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Aus- länder (AN AG , SR 142.20) m ateriell zur Sache zu äussern hat. 2.2 D er Beschw erdeführer hat am Verfahren vor dem Bundesam t teilgenom m en, ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änderung. D am it ist er zur Einreichung der Beschw erde legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 Vw VG ). 2.3 D ie Beschw erde w urde innert der gesetzlichen Frist von 5 Arbeitstagen in gültiger Form eingereicht (Art. 108a AsylG sow ie Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 52 Vw VG ). D em -6 zufolge ist auf diese einzutreten. 3. G em äss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG w ird auf ein Asylgesuch nicht eingetreten, w enn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einrei- chung des G esuches "R eise- oder Identitätspapiere" abgeben. Keine Anw endung findet diese Bestim m ung, w enn Asylsuchende entschuldbare G ründe für ein U n- verm ögen, innerhalb von 48 Stunden nach G esuchseinreichung "R eise- oder Iden- titätspapieren" abzugeben, glaubhaft m achen können (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG ), w enn auf G rund der Anhörung sow ie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht- lingseigenschaft festgestellt w ird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG ) oder w enn sich auf G rund der Anhörung die N otw endigkeit zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W egw eisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG ). D ie N ichteintretensverfügung nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG ist in der R egel innerhalb von zehn Arbeitstagen nach der G e- suchstellung zu erlassen und sum m arisch zu begründen (Art. 37 AsylG ). Vorgän- gig hat eine Anhörung nach den Artikeln 29 und 30 AsylG stattzufinden (vgl. Art. 36 Abs. 1 AsylG ). 3.1 D er Begriff "R eise- oder Identitätspapiere", w ie er in der revidierten Bestim m ung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG verw endet w ird, ist m it R ücksicht auf die Zielset- zung der auf den 1. Januar 2007 in Kraft getretenen G esetzesänderung in einem engen Sinne zu verstehen. Es fallen darunter diejenigen D okum ente, w elche so- w ohl eine zw eifelsfreie Identifizierung als auch die R ückschaffung ohne (grossen) adm inistrativen Aufw and erm öglichen. D iesen beiden Anforderungen genügen in der Praxis regelm ässig R eisepässe und Identitätskarten. Allgem ein sollen von der neuen Form ulierung insbesondere jene Ausw eise erfasst w erden, die prim är zum Zw eck des Identitätsnachw eises durch die heim atliche Behörde ausgestellt w orden sind, zum al nur dann die Ü berprüfung der Identität vor der zu erfolgenden Ausstel- lung sichergestellt ist. N ach diesem - engen - Verständnis m üssen dem nach Identi- tätspapiere vorliegen, die jem anden als bestim m te Person ausw eisen beziehungs- w eise die Identität nachw eisen. Es genügt dem gegenüber nicht, dass ein Schrift- stück jem anden als einen in einer bestim m ten Angelegenheit Berechtigten aus- w eist, w eil in solchen Fällen die Identität nicht Inhalt des N achw eises ist und dem - nach auch nicht zw eifelsfrei feststeht. U nter diesen Voraussetzungen können ne- ben den klassischen Identitätskarten auch andere Ausw eise taugliche Identitätspa- piere darstellen, w ie zum Beispiel ein Inlandpass. Andere Ausw eise, die zw ar H in- w eise auf die Identität geben, jedoch in erster Linie einem anderen Zw eck dienen, w ie die Bestätigung nam entlich der Fahrfähigkeit, der Berufsfähigkeit, einer G eburt zu einem bestim m ten Zeitpunkt an einem bestim m ten O rt, des Schulbesuches oder -abschlusses, stellen dagegen keine Identitätspapiere im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG dar (vgl. zum G anzen zur Publikation vorgesehenes U rteil BVG E D -2279/2007 vom 11. Juli 2007 E. 4-6). 3.2 D er unveränderte Begriff der "entschuldbaren G ründe" im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG ist im Sinne der Praxis zum bisherigen R echt zu verstehen (vgl. zur Publikation vorgesehenes U rteil BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 3.2, EM AR K 1999 N r. 16 E. 5c.aa S. 109 f.). 3.3 N icht nur in Bezug auf die Q ualität der abzugebenden Identitätspapiere, sondern 7 auch hinsichtlich der Bew eism assanforderungen und des zulässigen Prüfungsum - fangs w urde m it der N euform ulierung des N ichteintretensgrundes der Papierlosig- keit eine Verschärfung beabsichtigt. D er G esetzgeber hat m it den Bestim m ungen von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG ein Sum m arverfahren geschaffen, in w elchem über das Bestehen beziehungsw eise das N ichtbestehen der Flüchtlings- eigenschaft abschliessend m ateriell befunden w ird, sow eit dies im R ahm en einer sum m arischen Prüfung m öglich ist. Einzutreten ist auf das Asylgesuch dann, w enn bereits auf G rund einer sum m arischen Prüfung festgestellt w erden kann, dass die asylsuchende Person die Flüchtlingseigenschaft im Sinne der D efinition von Art. 3 AsylG offensichtlich erfüllt (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG ). D em gegenüber ist auf das Asylgesuch nicht einzutreten, w enn bereits auf G rund einer ebenso sum m arischen Prüfung festgestellt w erden kann, dass die asylsuchende Person die Flüchtlings- eigenschaft offensichtlich nicht erfüllt. D ie O ffensichtlichkeit der fehlenden Flücht- lingseigenschaft kann sich dabei aus der U nglaubhaftigkeit der Vorbringen, genau- so aber auch aus der fehlenden Asylrelevanz ergeben. Kann auf G rund einer sum - m arischen Prüfung nicht abschliessend festgestellt w erden, ob die asylsuchende Person offensichtlich Flüchtling ist oder offensichtlich nicht Flüchtling ist, ist auf das Asylgesuch zw ecks w eiterer im ordentlichen Verfahren vorzunehm ender Ab- klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft einzutreten (vgl. zum G an- zen zur Publikation vorgesehenes U rteil BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 3-5). 4. 4.1 Im Falle des Beschw erdeführers w urde die gem äss Art. 36 Abs. 1 AsylG erforderli- che Anhörung zu den Asylgründen im Sinne von Art. 29 und 30 AsylG am 18. Juli 2006 durch die zuständige kantonale Behörde durchgeführt. 4.2 D ie in der Beschw erde unter Berufung auf Art. 37 AsylG erhobene R üge, der an- gefochtene N ichteintretensentscheid sei form ell fehlerhaft, ist nicht begründet, w eil - w ie noch eingehender zu zeigen sein w ird - die Voraussetzungen von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG gegeben sind und das BFM dem Beschw erdeführer eine bis zum 13. August 2007 laufende Ausreisefrist eingeräum t hat (vgl. EM AR K 2002 N r. 15 E. 5 S. 123 ff.). 4.3 4.3.1 D er Beschw erdeführer reichte innerhalb der gesetzlichen Frist von 48 Stunden nach G esuchseinreichung kein D okum ent zur einw andfreien Feststellung seiner Identität zu den Akten und ist im Ü brigen ein solches bis zum heutigen Tage schul- dig geblieben. W eil er som it ein R eise- oder Identitätspapier im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG (vgl. E. 3.1) bei oder kurze Zeit nach dem Ersu- chen um Asyl nicht abgegeben hat, ist in seinem Fall die G rundvoraussetzung für ein N ichteintreten auf das Asylgesuch w egen fehlender Papiere erfüllt (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG ). An dieser Feststellung verm ag die Einreichung eines als "Kopie der Identitätskarte" bezeichneten Telefaxes am 30. M ärz 2007 - entgegen der Sichtw eise in der Beschw erde - nichts zu ändern. Klarzustellen ist diesbe- züglich, dass die gesetzliche Frist von 48 Stunden allein bezw eckt, den Asylsu- chenden die Abgabe jener D okum ente ohne N achteile zu erm öglichen, auf die sie 8 in der Schw eiz Zugriff haben, und die sie im M om ent der G esuchseinreichung be- w usst zurückbehalten hatten (vgl. zur Publikation vorgesehenes U rteil BVG E D -2279/2007 vom 11. Juli 2007 E. 7.1, EM AR K 1999 N r. 16 E. 5c.aa S. 109 f.). Abgesehen davon handelt es sich bei der verspätet eingereichten "Kopie der Iden- titätskarte" ohnehin nicht um ein R eise- oder Identitätspapier im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG , w eil diese eine einw andfreie Feststellung der Identität (vgl. zur Publikation vorgesehenes U rteil BVG E D -2279/2007 vom 11. Juli 2007 E. 4-6) schon w egen der M öglichkeiten der M anipulation, die der technische Vorgang des Kopierens beziehungsw eise der Faxüberm ittlung m it sich bringt, nicht erlaubt. D ie Verfälschung des zugrunde liegenden O riginals ist bei Fotokopien und Faxkopien leicht zu bew erkstelligen. Aus dieser Ü berlegung ist Fotokopien oder Faxkopien von D okum enten aus den H eim atländern von Asylsuchenden in aller R egel nicht dieselbe Bew eiskraft zuzubilligen w ie O riginalurkunden, zum al sich deren W ahr- heitsgehalt - w enn überhaupt - nur m it beträchtlichem Aufw and nachprüfen lässt, w odurch sich das Asylverfahren etw a vom gew öhnlichen G eschäftsverkehr in der Schw eiz w esentlich unterscheidet. D em nach ist der im Vordergrund stehenden Forderung nach grösstm öglicher Fälschungssicherheit (vgl. zur Publikation vor- gesehenes U rteil BVG E D -2279/2007 vom 11. Juli 2007 E. 4.5) im Falle der am 30. M ärz 2006 eingereichten "Kopie der Identitätskarte" klarerw eise nicht G enüge getan. 4.3.2 Entschuldbare G ründe für das N ichteinreichen eines R eise- oder Identitätspapie- res innerhalb von 48 Stunden seit der G esuchseinreichung (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG ) w erden vom Beschw erdeführer nicht nam haft gem acht. H ierzu ist einlei- tend auf die zutreffenden Erw ägungen in der angefochtenen Verfügung (vgl. da- selbst, E. I.1. S. 3) zu verw eisen. D er Beschw erdeführer äusserte sich in den bei- den Befragungen zum Schicksal des O riginals seiner Identitätskarte krass w ider- sprüchlich (vgl. A1/9, S. 4; A7/19, S. 2). S eine diesbezügliche Erklärung in der An- hörung vom 18. Juli 2006 (vgl. A7/19, S. 13 oben) ist als im provisierter Versuch zu w erten, eine frühere Version nachträglich an ihm vorgehaltene W idersprüche an- zupassen. W ie das BFM zu R echt argum entiert, hätte der Beschw erdeführer unter den von ihm nachträglich behaupteten U m ständen w eit früher und nicht erst nach seiner Einreise in die Schw eiz von der U nversehrtheit seiner Identitätskarte erfah- ren. D ie W idersprüchlichkeit seiner diesbezüglichen Angaben ist als starkes Indiz für die bew usste N ichtabgabe von Papieren trotz vorhandener M öglichkeit dazu zu w erten. D er Beschw erdeführer verm ag som it nicht glaubhaft darzulegen, er sei durch nicht selbst zu verantw ortende U m stände an der unverzüglichen Einrei- chung von R eise- oder Identitätspapieren im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert w orden. 4.4 4.4.1 Aus den Akten ist ferner zu schliessen, dass der Beschw erdeführer die Flücht- lingseigenschaft gem äss Art. 3 AsylG offensichtlich nicht erfüllt. Es kann hierzu zur Verm eidung von W iederholungen als erstes w iederum auf die zutreffenden Erw ä- gungen in der angefochtenen Verfügung (vgl. daselbst E. I.2. S. 3 f.) verw iesen w erden, in denen das BFM zu R echt ausführt, den Vorbringen des Beschw erde- führers kom m e offensichtlich keine Asylrelevanz zu (vgl. hierzu zur Publikation vor- gesehenes U rteil BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 5.6.4 und 5.6.6). D ie hiervor erw ähnten Asylgründe (vgl. Bst. A.b) sind selbst für den Fall, sie entsprä-9 chen in allen w esentlichen Punkten der W ahrheit, offensichtlich nicht geeignet, dem Beschw erdeführer zur Flüchtlingseigenschaft zu verhelfen. D en befürchteten Vergeltungshandlungen durch H ._______ oder dessen Freund I._______ läge offensichtlich kein relevantes Verfolgungsm otiv im Sinne von Art. 3 AsylG zugrun- de (vgl. EM AR K 2006 N r. 32 E. 8 S. 351 ff.). N ach den insow eit unm issverständ- lichen Angaben des Beschw erdeführers sollte der M ord an G ._______ seiner Fa- m ilie in die Schuhe geschoben w erden, um so die Freigabe der begehrten Land- parzelle zu erw irken (vgl. A7/19, S. 11). D er Beschw erdeführer hielt ebenso klar fest, E._______ und F._______ w ollten ihn deshalb um bringen, w eil sie ihn zusam m en m it der bereits getöteten N achbarin für das M isslingen ihres Planes und die dam it verbundene D em ütigung verantw ortlich m achten (vgl. A/17, S. 14). Som it sind in den Angaben des Beschw erdeführers selbst bei grosszügiger Aus- legung keine H inw eise auf eine politische, ethnische oder religiöse M otivation seiner W idersacher zu erkennen. Es fehlt offensichtlich an einem relevanten Verfolgungsm otiv und dam it an einem der konstituierenden Elem ente des Flücht- lingsbegriffs im Sinne der D efinition von Art. 3 AsylG . D ie im erstinstanzlichen Ver- fahren als Telefax und im Beschw erdefahren m it Eingabe vom 16. August 2007 teilw eise im O riginal eingereichten Schriftstücke betreffend die Landstreitigkeiten beziehen sich them atisch auf unbestrittene Sachverhaltsbestandteile. Schon aus diesem G rund können sie zu keiner anderen Betrachtungsw eise hinsichtlich des offensichtlichen N ichtbestehens der Flüchtlingseigenschaft führen. W as die zu- sam m en m it der Beschw erdeschrift ebenfalls als Telefax und danach m it Eingabe vom 16. August 2007 im O riginal m it Ü bersetzung ins D eutsche eingereichte "Bestätigung des D orfm ullahs" betrifft, so handelt es sich lediglich um einen handgeschriebenen, m it verschiedenen U nterschriften ergänzten Text in D ari auf einem neutralen Stück Papier. Es geht daraus in keiner W eise hervor, dass der Erstellung des Schreibens eine seriöse und unabhängige Verifizierung vorausgegangen w äre und seitens des Verfassers und der M itunterzeichner eine Verpflichtung auf die objektive W ahrheit greifen w ürde. Abgesehen davon w irft der Inhalt des D okum ents - w ie sogleich unter E. 4.4.2.1 erläutert w ird - verschiedene Fragen auf. D er Beschw erdeführer verm ag som it daraus bew eism ässig nichts zu seinen G unsten abzuleiten. 4.4.2 N icht ganz so klar präsentiert sich die Aktenlage in Bezug auf das kum ulative Erfordernis des offensichtlichen Fehlens von W egw eisungsvollzugshindernissen. 4.4.2.1 H ierbei gilt es zunächst zu bedenken, dass gem äss R echtsprechung des Euro- päischen G erichtshofes für M enschenrechte (EG M R ) eine Anw endung von Art. 3 der Konvention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten (Europäische M enschenrechtskonvention, EM R K, SR 0.101) nicht bereits dadurch ausser Betracht fällt, dass eine G efahr künftiger Benachteiligun- gen nicht von behördlicher Seite, sondern von privaten Akteuren ausgeht (vgl. EM AR K 2002 N r. 22 E. 4d.aa S. 179 f.). Im vorliegenden Fall ist jedoch eine tat- sächliche G efahr, der Beschw erdeführer könnte das O pfer von Art. 3 EM R K zuw i- derlaufenden Ü bergriffen der von ihm bezeichneten Zivilpersonen w erden, eindeu- tig zu verneinen. So bleibt sein diesbezüglich befürchtetes Szenario zu spekulativ, dies nicht zuletzt angesichts seiner Aussage, w onach es in den sechs M onaten zw ischen der Erm ordung von G ._______ und seiner Ausreise an seiner dam aligen W ohnadresse in Kabul niem als zu Suchaktionen nach seiner Person oder gar zu 10 direkten Konfrontationen m it dem von ihm des M ordes bezichtigten H ._______ und dessen Freund I._______ gekom m en ist (vgl. A7/19, S. 10 und 14). Eine be- greifliche Erklärung, aus w elchen G ründen H ._______ zuerst hätte w ährend sechs M onaten völlig abtauchen und danach plötzlich m it der behaupteten Entschlossen- heit nach R ache an seiner N achbarin und an ihm sinnen sollen, bleibt er schuldig. Abgesehen davon w eicht die Version in der im Beschw erdeverfahren eingereich- ten "Bestätigung des D orfm ullahs" deutlich von seiner eigenen Schilderung des G eschehens ab. So ist dort etw a plötzlich davon die R ede, dass "M ilizen" von F._______ dabei beobachtet w orden seien, w ie sie "m ehrere Personen der R e- gierung" erm ordet hätten. Für ihn selbst und für seinen Vater w erden darauf zu- dem andere Vornam en verw endet, als er hierzulande bei der Erhebung der Perso- nalien angegeben hat. 4.4.2.2 Bezüglich der Sicherheitslage in Afghanistan ist sodann vorauszuschicken, dass der Vollzug der W egw eisung nur in den R aum Kabul, in bestim m te Provinzen im N orden des Landes und nach H erat als zum utbar zu erachten ist, w obei zusätzli- che restriktive Voraussetzungen erfüllt sein m üssen (vgl. die letzte Lageein- schätzung der AR K in EM AR K 2006 N r. 9 E. 7.8 S. 102, die für das Bundesverw altungsgericht nach w ie vor G ültigkeit hat). Angesichts dessen fragt es sich, ob bei papierlosen Asylsuchenden aus Afghanistan überhaupt R aum besteht für ein N ichteintreten auf der G rundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG , w ozu ja das offensichtliche Fehlen von W egw eisungsvollzugshindernissen zw ingend vorausgesetzt ist. Im vorliegenden Einzelfall besteht jedoch die Beson- derheit, dass - w ie hiernach unter E. 6.3 zu zeigen sein w ird - die eigenen Aussa- gen des Beschw erdeführers im R ahm en der Erhebungen im B._______ und in der kantonalen Anhörung alleine genom m en bereits den Schluss zulassen, ein W egw eisungsvollzugshindernis sei offensichtlich nicht gegeben. 4.4.2.3 D as BFM durfte som it im vorliegenden Einzelfall davon ausgehen, dass zusätzli- che Abklärungen zur Feststellung eines W egw eisungsvollzugshindernisses nicht nötig sind (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG ), w eil ein solches offensichtlich nicht besteht. 4.4.3 D em nach kann als Fazit festgehalten w erden, dass aufgrund der Aktenlage nach der Anhörung vom 18. Juli 2006 das N ichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft ei- nerseits und das Fehlen von W egw eisungsvollzugshindernissen andererseits of- fensichtlich w aren. G leichzeitig w eist in den Erw ägungen der angefochtenen Ver- fügung nichts darauf hin, dass das BFM im Zusam m enhang m it dem N ichteintreten auf das Asylgesuch eine m ehr als bloss sum m arische m aterielle Prüfung hätte vor- nehm en oder einen zu grossen Begründungsaufw and betreiben m üssen. Ebenso w enig bestehen Anzeichen dafür, dass das BFM vor dem N ichteintretensentscheid in nicht zulässiger W eise zusätzliche sachliche oder rechtliche Abklärungen getrof- fen hätte. D ie in der Beschw erdeeingabe vom 23. Juli 2007 und in der Folgeeinga- be vom 16. August 2007 eingereichten D okum ente sind nicht geeignet, retrospek- tiv zu einer anderen Einschätzung zu führen. Es besteht unter den soeben aufge- zeigten U m ständen schliesslich auch kein Anlass, die in der Eingabe vom 16. Au- gust 2007 nachgereichten O riginale dem BFM im R ahm en der Vernehm lassung zur Beschw erde zu unterbreiten. 4.5 Zusam m enfassend kann sodann festgehalten w erden, dass im vorliegenden Fall 11 die Voraussetzungen für ein N ichteintreten auf das Asylgesuch in Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG gegeben sind. D as BFM ist dem nach zu R echt auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetreten. 5. 5.1 Tritt das BFM auf das Asylgesuch nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw ei- sung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). 5.2 Vorliegend hat der Kanton keine Aufenthaltsbew illigung erteilt (Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]). D er Beschw erde- führer kann sich auch nicht auf einen dahingehenden Anspruch berufen (vgl. EM AR K 2001 N r. 21). Seine W egw eisung aus der Schw eiz steht som it im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen. 6. 6.1 Es bleibt zu prüfen, ob es G ründe gibt, die dem Vollzug der W egw eisung entge- genstehen, da im Fall eines unzulässigen, unzum utbaren oder unm öglichen Voll- zugs das Anw esenheitsverhältnis nach den Bestim m ungen über die vorläufige Auf- nahm e nach AN AG zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG ). 6.2 D er Vollzug der W egw eisung des Beschw erdeführers ins H eim atland ist unter Be- rücksichtigung der völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schw eiz (Art. 3 EM R K, Art. 33 Abs. 1 des Abkom m ens vom 28. Juli 1951 über die R echtsstellung der Flüchtlinge [Flüchtlingskonvention, FK, SR 0.142.30]) und der Bestim m ungen von Art. 5 Abs. 1 AsylG sow ie Art. 25 Abs. 2 und 3 der Bundesverfassung der Schw ei- zerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) zulässig, w eil of- fensichtlich keine M enschenrechtsverletzungen drohen und ebenso offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft nicht besteht. Aus den bereits dargelegten G ründen (vgl. E. 4.4.2.1) ist insbesondere das Bestehen einer tatsächlichen G efahr, auf den Beschw erdeführer könnte durch Zivilpersonen in Art. 3 EM R K zuw iderlaufender W eise psychischer oder physischer Zw ang ausgeübt w erden, zu verneinen. Alleine aus der allgem einen M enschenrechtssituation in Afghanistan lässt sich kein reales R isiko von Folter oder unm enschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behand- lung herleiten. Selbst das Vorliegen einer allgem ein schlechten M enschenrechts- lage genügt näm lich noch nicht für die Annahm e einer drohenden Verletzung von Art. 3 EM R K (vgl. EM AR K 2001 N r. 16 E. 6a S. 122, m it zahlreichen H inw eisen). 6.3 N ach eigenen Angaben lebte der Beschw erdeführer alternierend in Kabul und im D ork D ._______ im H azarajat (D ._______, R egion Behsud, Provinz M aidan- W ardak). Im letzten halben Jahr vor der Ausreise hielt er sich unbehelligt an seiner W ohnadresse in Kabul im Q uartier J._______ auf. O hne die in jüngster Vergangenheit aus Kabul gem eldeten G ew altakte und Entführungsaktionen zu verharm losen, kann in Bezug auf die afghanische H auptstadt nach w ie vor von einer relativ stabilen Sicherheitslage gesprochen w erden. Eine Situation unkontrollierter G ew alt, aufgrund derer der Beschw erdeführer sich bei einer R ückkehr unw eigerlich einer konkreten G efährdung ausgesetzt sehen w ürde, besteht nicht (vgl. EM AR K 2006 N r. 9 E. 7.8 S. 102, EM AR K 2003 N r. 10 E. 10.b.cc S. 68).12 Ferner sind auch keine individuellen G ründe ersichtlich, die die R ückkehr des Be- schw erdeführers nach Afghanistan als unzum utbar erscheinen lassen w ürden. In den Akten deutet nichts darauf hin, dass der Beschw erdeführer diesfalls aus indivi- duellen G ründen w irtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher N atur in eine exis- tenzbedrohende Situation geraten w ürde. So m acht er keine gesundheitlichen Pro- blem e geltend, und gem äss eigenen Angaben hat er vor seiner Ausreise als M itar- beiter im Baugeschäft seines Bruders beziehungsw eise als H ändler für Bauzube- hör selbständig leben und auch die R eise in die Schw eiz finanzieren können. Zu- dem verfügt er m it seinen in Kabul lebenden nahen Verw andten (M utter in H aus- gem einschaft m it zw ei Brüdern, zw ei w eitere Brüder an anderen Adressen, vier verheiratete Schw estern) über m ehrere Bezugspersonen, an die er sich nach sei- ner R ückkehr nach Kabul im Bedarfsfall w enden kann. Er bringt dam it die nötigen Voraussetzungen m it, bei einer R ückkehr w ieder eine Existenzgrundlage zu erw irt- schaften. D am it erfüllt er jene strengen Voraussetzungen, unter denen ein W eg- w eisungsvollzug nach Kabul erst als zum utbar zu erachten ist (vgl. EM AR K 2003 N r. 10b.cc S. 68). N ach dem G esagten ist der Vollzug der gegenüber dem Beschw erdeführer verfügten W egw eisung som it auch individuell als zum utbar zu bezeichnen. 6.4 Schliesslich obliegt es dem Beschw erdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung seines H eim atstaates die für eine R ückkehr notw endigen R eisedokum ente zu be- schaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), so dass sich der Vollzug der W egw eisung auch als m öglich erw eist. 6.5 Insgesam t ist der durch das BFM verfügte Vollzug der W egw eisung zu bestätigen. D as BFM hat den Vollzug zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erachtet. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Be- tracht (Art. 14a Abs. 1-4 AN AG ). 7. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esag- ten abzuw eisen. 8. D em Ausgang des Verfahrens entsprechend w ären die Kosten dem m it seinen Be- gehren unterlegenen Beschw erdeführer zu überbinden (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D ieser hat aber im R ahm en der Beschw erdebegehren ein G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege gestellt. G em äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG befreit die Beschw erdeinstanz nach Einreichung der Beschw erde eine Partei, die nicht über die erforderlichen M ittel verfügt, auf Antrag von der Bezahlung der Verfahrenskos- ten, sofern ihr Begehren nicht von vornherein aussichtslos erscheint. Aus den auf- gezeigten G ründen kann dem Beschw erdeführer nicht vorgehalten w erden, seiner Beschw erde habe es im Zeitpunkt der Beantragung der unentgeltlichen R echts- pflege m it Blick auf die Erfolgsaussichten an der nötigen Ernsthaftigkeit gefehlt (vgl. BG E 125 II 265 E. 4b S. 275). Zudem w ird seine prozessuale Bedürftigkeit durch die eingereichte Fürsorgebestätigung vom 19. Juli 2007 hinreichend belegt. D am it sind beide kum ulativ erforderlichen Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 13 Vw VG erfüllt. D as G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege ist deshalb gutzuheissen, und der Beschw erdeführer ist von der Pflicht zur Kosten- tragung zu befreien. Folgerichtig sind ihm trotz seines U nterliegens keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. (D ispositiv nächste Seite)14 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D as G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege w ird gutgeheissen. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. D ieses U rteil geht an: - die R echtsvertreterin des Beschw erdeführers, 2 Expl. (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, zu den Akten (R ef.-N r. [...]) - den K._______ des Kantons C ._______ D er R ichter: D er G erichtsschreiber: R obert G alliker M artin M aeder Versand am :