Kantonsgericht Schwyz Verfügung vom 4. Juli 2024 BEK 2024 50 Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsidentin Daniela Pérez-Steiner, a.o. Gerichtsschreiberin Flavia Bisig. In Sachen A.________, Beschuldigter und Beschwerdeführer, gegen Staatsanwaltschaft, Anklagebehörde und Beschwerdegegnerin, vertreten durch Staatsanwältin B.________, betreffend Kostenfolgen (Geschwindigkeitsüberschreitung) (Beschwerde gegen die Verfügung des Bezirksgerichts Schwyz vom 22. Fe- bruar 2024, SEO 2023 30);- hat die Kantonsgerichtsvizepräsidentin,Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben und in Erwägung: 1. Mit Strafbefehl vom 4. August 2023 sprach die Staatsanwaltschaft Kan- ton Schwyz A.________ wegen Verletzung der Verkehrsregeln durch Über- schreitung der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit innerorts schuldig und be- strafte ihn mit einer Busse von Fr. 120.00 (U-act. 6). Dagegen erhob der Be- schuldigte Einsprache, in welcher er zwar die Busse von Fr. 120.00 akzeptier- te, sich jedoch gegen die Auferlegung der Kosten des Strafbefehls wandte (U-act. 8). Mit Verfügung vom 22. Februar 2024 stellte der Einzelrichter am Bezirksgericht Schwyz fest, dass der Strafbefehl im Schuld- und im Strafpunkt in Rechtskraft erwachsen sei und auferlegte die Verfahrenskosten dem Be- schuldigten (angefochtene Verfügung Dispositivziffer 1 und 2). Dagegen erhob der Beschuldigte eine an das Kantonsgericht weitergeleitete Beschwerde. Er macht geltend, er habe vor dem 4. August 2023 kein Schreiben bezüglich Ge- schwindigkeitsübertretung erhalten. Die Straftat habe er danach umgehend anerkannt, jedoch lege er Widerspruch gegen die Kosten von Fr. 160.00 für den Strafbefehl ein (KG-act. 2). 2. Der Beschwerdeführer bringt in seinem „Einspruch“ weder eine Begrün- dung, noch Beweismittel vor, weshalb er die Erhöhung der Kosten ablehnt. Ebenfalls zeigt er nicht auf inwiefern ein Beschwerdegrund gegeben ist und setzt sich nicht mit der entscheidwesentlichen Begründung des doppelten Zu- stellungsfehlers auseinander. Dies obwohl er schon in der Verfügung des Ein- zelrichters am Bezirksgericht Schwyz vom 20. Dezember 2023 darauf hinge- wiesen wurde, dass er darzutun hätte, welche besonderen Umstände vorlie- gen sollen, die eine Zustellungsvermutung umstossen würden (Vi-act. 8). Zu- dem wurde er auch im Dispositiv der angefochtenen Verfügung, welches ins Niederländische übersetzt wurde, darauf aufmerksam gemacht, dass seine Beschwerde begründet sein muss (Vi-act. 13). Selbst einem juristischen Laien ist zumutbar, dass er sich mit den Begründungen einer angefochtenen Verfü- gung auseinandersetzt und mindestens kurz angibt, was an der angefochte-Kantonsgericht Schwyz 3 nen Verfügung falsch ist (BEK 2024 44 E. 2; BEK 2022 163 E. 3; Urteil BGer 1B_204/2020 E. 3.2). Aus diesen Gründen erfüllt die Beschwerde die Anforde- rungen von Art. 385 StPO offensichtlich nicht. Auf das Ansetzen einer Nach- frist kann verzichtet werden, da die Beschwerde einer umfassenden Ergän- zung bedürfte und der Beschwerdeführer vom Erfordernis der Begründetheit wusste (BEK 2023 59 vom 24. Mai 2024 E. 2; KGer GR SK2 2020 56). 4. Zusammenfassend ist nach Art. 388 Abs. 2 lit. b StPO auf die Be- schwerde nicht einzutreten. Die reduzierten Kosten des Beschwerdeverfah- rens sind dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO).;-Kantonsgericht Schwyz 4 verfügt: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 100.00 werden dem Be- schwerdeführer auferlegt. Die Kosten der Übersetzung werden auf die Staatskasse genommen. 3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsa- chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Be- schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. 4. Zufertigung an den Beschwerdeführer (1/AR mit Übersetzung auf Niederländisch), die Staatsanwaltschaft (1/A an die 4. Abteilung und 1/R an die Amtsleitung/zentraler Dienst), die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, mit den Akten) und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv). Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin Die a.o. Gerichtsschreiberin Versand 9. Juli 2024