<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Heading1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2015.00512</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende</p><p>Sozialversicherungsrichter Spitz</p><p>Ersatzrichter Wilhelm</p><p>Gerichtsschreiberin Bonetti</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 19. Oktober 2016</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Pro Infirmis Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Sozialberatung, Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Hohlstrasse 560, Postfach, 8048 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1960, absolvierte einen einjährigen Kurs sowie ein Praktikum an einer Haushaltungsschule (Urk. 10/1). Ab 1994 tätigte sie gemeinsam mit ihrem zweiten Ehemann Wohnungsräumungen (Urk. 10/9/2, 10/9/30 f. und 10/12/1). Nach seiner Pensionierung übertrugen sie das Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmen im Frühling 2011 auf seine Kinder (Urk. 10/9/2 und 10/26/27 f.). Im Übrigen meldete die Versicherte ihrer Unfallversicherung zwischen 2001 und 2011 diverse Arbeits- und Verkehrsunfälle sowie einen Nichtbetriebsunfall (Urk. 10/16/2-8 und 10/16/11-14).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Mai 2013 meldete sich die Versicherte zum Leistungsbezug bei der Sozial-ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (nachfolgend: IV-Stelle), an (Urk. 10/2). Diese holte einen Auszug aus dem Individuellen Konto (Urk. 10/6) sowie einen Bericht beim Hausarzt (Urk. 10/7), beim Spital Z.___, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin (Urk. 10/8), und beim behandelnden Psychiater (Urk. 10/9) ein, denen jeweils weitere Arztberichte beilagen. Ferner liess sie die Versicherte einen Fragenbogen zur Bestimmung des Erwerbsstatus ausfüllen (Urk. 10/12) und gab schliesslich ein polydiszipli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">näres Gutachten bei der A.___ AG in Auftrag. Dieses datiert vom 19. August 2014 (Urk. 10/26). Gestützt auf dieses und die Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; Urk. 10/28/6 f.) stellte die IV-Stelle der Versicherten mit Vorbescheid vom 17. Dezember 2014 eine auf sechs Monate befristete Drei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">viertelsrente in Aussicht (Urk. 10/30). Dagegen erhob die Versicherte Einwand (Urk. 10/38, Urk. 10/42). Mit Verfügung vom 25. März 2015 sprach ihr die IV-Stelle wie angekündigt eine befristete Dreiviertelsrente für November 2013 bis April 2014 zu und stellte fest, ab Mai 2014 bestehe kein Rentenanspruch mehr (Urk. 2 = Urk. 10/46 und 10/49).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob die Versicherte am 7. Mai 2015 Beschwerde, unter Beilage diver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ser Arztberichte (Urk. 3/2-6). Darin beantragte sie, ihr eine unbefristete ganze Invalidenrente zuzusprechen (Urk. 1). In der Beschwerdeantwort vom 15. Juni 2015 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 9). Im Übrigen wies das Sozialversicherungsgericht das Gesuch der Versicherten um unentgelt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Prozessführung mit Verfügung vom 30. Juni 2015 ab (Urk. 11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 8 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schweizerische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Zivilgesetzbuch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">es (ZGB</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die versicherte Person die invalidisierenden Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Gelingt dies nicht, verfügt sie über keinen Leistungsanspruch. An diesem Nachweis kann es unter mehreren Aspekten mangeln: </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(1) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Einschränkung ist nicht gesundheitlich, sondern sozial/soziokulturell bedingt; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(2) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die gesundheitliche Einschränkung ist nicht evident, wiegt nicht schwer, sodass sie überwindbar und der versicherten Person die Verrichtung einer adaptierten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Tätigkeit dennoch zumutbar ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">;</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (3)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die Einschränkung ist medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zinisch angeh- oder gar heilbar; (4) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Einschränkung ist nur vorübergehender Natur, sei es, weil sie von selbst oder nach einer medizinischen Behandlung abklingt. Die entsprechenden Ele</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mente (gesundheitlicher Charakter, Evidenz und Erheblichkeit, Unheilbarkeit und Dauerhaftigkeit d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er Beeinträchtigung) sind stets respektive unabhängig vom Beschwerdebild </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nachzuweisen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547 E. 8.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">es</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">über die Invalidenversicherung, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen) Art. 88a </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ordnung über die Invalidenversicherung (IVV)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/dd mit Hinweis).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Ände</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Ände</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bzw. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 343 E. 3.5). Spricht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Verwaltung der versicherten Person eine befris</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">übrigens </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin begründete die befristete Dreiviertelsrente gestützt auf das Gutachten der A.___ AG (Urk. 10/26) und die Stellungnahmen des RAD (Urk. 28/6 f.). Sie argumentierte, die Beschwerdeführerin sei ab Juli 2013 zu 50 % und seit spätestens April 2014 zu 100 % in angepassten Tätigkeiten arbeitsfähig. Dabei betonte sie die rege Alltagsaktivität und Mobilität, die eher geringgradig ausgeprägten klinischen Befunde, die medikamentöse Behandel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">barkeit des Leidens, die niedrige Therapiefrequenz und das Bestehen invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tätsfremder psychosozialer Belastungsfaktoren. Beim leidensbedingten Abzug von 10 % seien nur die somatischen Einschränkungen zu berücksichtigen. Damit betrage der Invaliditätsgrad bis April 2014 69 % und danach 38 %. Schliesslich sei die Anmeldung verspätet erfolgt (Urk. 2 und 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dem hielt die Beschwerdeführerin Berichte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. 3/2-6) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von Dr. med. B.___, Fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">arzt für Psychiatrie und Psychotherapie,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Dr. med. C.___, Facharzt für Kardiologie, und Dr. med. D.___, Facharzt für Innere Medizin, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entgegen und machte geltend, im Gutachten seien die zwanghafte Persönlichkeitsstörung und die traumatische Vergangenheit, mithin die labile Situation und schwierige Therapierbarkeit, nicht berücksichtigt worden (Urk. 1 S. 3). Die eingetretene Verbesserung der psychischen Beschwerden sei nicht dauerhaft gewesen und hätte zudem erst nach drei Monaten zur Rentenaufhebung führen dürfen (Urk. 1 S. 4). Ferner bestehe aufgrund der kardiologischen Problematik eine weitere Einschränkung in Form erhöhter Sturzgefahr. Der leidensbedingte Abzug sei aufgrund des Alters, der geringen Berufserfahrung und der psychischen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkungen auf mindestens 15 bis 20 % zu erhöhen (Urk. 1 S. 5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Dabei gilt es mit Blick auf die vorliegend zur Verfügung stehenden Unterlagen speziell nachfolgende Grundsätze zu beachten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, und ob der Experte nicht auszuräumende Unsi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Bezug auf die Berichte der behandelnder Arztpersonen bzw. Therapiekräfte ist auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass solche im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wohl kann die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Behandlung oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen; doch lässt es die unterschiedliche Natur von Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lungsauftrag de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r therapeutisch tätigen (Fach-)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Person einerseits und Begutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Behandlungspersonen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die anderslautenden Einschätzungen wichtige </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Aspekte benennen, die bei der Begutachtung </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_677/2014 vom 29. Oktober 2014 E. 7.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Hinweisen, u.a. auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">SVR 2008 IV Nr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. 15 S. 43 E. 2.2.1 [I 514/06]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für das Gutachten der A.___ AG wurde die Beschwerdeführerin im April 2014 internistisch, neurologisch und rheumatologisch untersucht sowie psychiatrisch und neuropsychologisch abgeklärt (Urk. 10/26). Dabei wurden folgende Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt: (1) Hüftimpingement rechts mit Verdacht auf eine femoroacetabuläre Labrumläsion bei Verdacht auf eine dysplastisch angelegte Hüfte (ICD-10: M24.95), (2) beginnende Gonarthrose beidseits (ICD10: M17.1), (3) degenerative Halswirbelsäule (Chond</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rosen/Ostechondrosen C3-C7 mit begleitenden Facettengelenksarthrosen) mit Haltungsinsuffizienz und myofaszialem Schmerzsyndrom, anteilig Facettenge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lenksschmerzen, Zervikozephalgien (ICD-10: M53.82, ICD-10: M54.82 und ICD-10: R29.3) sowie (4) rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode (ICD-10: F33.0). Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit wurden (1) ein Morbus Basedow, aktuell euthyreot ohne Therapiebedarf, (2) eine Migräne, (3) eine Läsion des Nervus axilliaris links nach Schlüsselbeinfraktur, (4) ein Restless-Legs-Syndrom, unter Sifrol befriedigend kompensiert, (5) ein Status nach Schulterluxation links, ohne funktionelle Einschränkung und (6) eine zwanghafte Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.5) diagnostiziert (Urk. 10/26/44).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Zusammenfassung aller Teilgutachten kamen die Gutachter zum Schluss, die Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten sowie jeder vergleichbaren, körperlich und psychisch erheblich fordernden Tätigkeit sei aus rheumatologischen und psychiatrischen Gründen wahrscheinlich auf Dauer nicht mehr gegeben (Arbeitsunfähigkeit von 100 %). In körperlich leichten, wechselbelastend oder überwiegend sitzend ausgeübten Tätigkeiten des allgemeinen Arbeitsmarktes sei jedoch eine Arbeitsfähigkeit (Pensum und Leistung) von 100 % anzunehmen, da die anamnestisch erhobene rege Alltagsaktivität und Mobilität sowie die insge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">samt eher geringgradig ausprägten klinischen Störungsbefunde gegen eine dar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">über hinausgehende Beeinträchtigung sprechen würden. Gut geeignet seien etwa Arbeiten an Pforten/Auskunftstresen, in Telefon-/Wachdiensten sowie an Kassen oder in einfachen Hol-/Bringdiensten (Urk. 10/26/42). Diese Einschät</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zung gelte mangels ausreichender Vorbefunde ab dem Zeitpunkt der Begutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung (Urk. 10/26/45). Eine Besserung der Arbeitsfähigkeit sei nicht wahrschein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich, man empfehle aber die Fortsetzung der ambulanten psychiatrischen Behandlung zur Stabilisierung des erreichten Zustands (Urk. 10/26/45).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dazu erläuterten sie, es liege keine namhafte Depressivität oder anderweitig psychische Störung vor. Die bisherige Therapie sei als erfolgreich anzusehen, so dass die vorangehende psychiatrische Begründung der Arbeitsunfähigkeit zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mindest für angepasste Tätigkeiten entfallen könne. Die ICD-10-Kriterien einer mittelgradigen depressiven Episode seien angesichts des erhobenen AMDP-konformen psychiatrischen Befunds nicht mehr erfüllt. Der aktenkundig vorbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schriebene Sedativa-Fehlgebrauch bestehe nicht mehr. Auch sei die vorange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hend diagnostizierte chronische Schmerzstörung zumindest nicht mehr als vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liegend anzusehen, da eine somatische Basis der reklamierten Schmerzen zumindest anteilig wesentlich zu erheben (gewesen) sei und eine eigenständige Schmerzerkrankung auch qua fehlendem zeitlich assoziiertem dysfunktional verarbeitetem seelischem Konflikt allenfalls [nur] als möglich anzusehen sei (Urk. 10/26/42 f.). Auch seien die Foerster-Kriterien nicht erfüllt, da anamnes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tisch eine rege Alltagsaktivität bestehe, keine Komorbidität vorliege und die therapeutischen Möglichkeiten nicht ausgeschöpft seien (Urk. 10/26/45 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dem primär strittigen psychiatrischen Teilgutachten von Dr. med. F.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ist ergänzend zu entnehmen, die Beschwerdeführerin habe eine traumatisierende Kindheit mit häufigen Gewalt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erfahrungen, sexuellem Missbrauch und frühem Verlust der leiblichen Mutter durchlebt. Mit 19 Jahren habe sie ihr erstes Kind geboren und in weiteren Beziehungen erneut körperliche und psychische Gewalt erlebt. Dennoch sei es ihr gelungen, ihre Kinder allein zu erziehen und kontinuierlich einer Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tätigkeit nachzugehen. Die hierbei deutlich werdende Resilienz und intra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chischen Ressourcen stünden im Kontext mit einer sehr genauen, zu Perfek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tionismus und Überforderung neigenden Primärpersönlichkeit. Die damit zusammenhängende chronische psychische und [gemeint] physische Verausga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bung und Überforderung trage jedoch – neben der unsicheren finanziellen Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spektive nach der Übertragung der Firma – zur Entstehung bzw. Aufrechter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haltung der depressiven Symptomatik bei (Urk. 10/26/34).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zum Befund notierte Dr. F.___, die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Stimmung sei nur streckenweise zum dysthymen Pol verschoben und das formale und inhaltliche Denken normal, abgesehen von einer nächtlich betonten Grübelneigung und Einengung auf Zukunftssorgen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sowie finanzielle Sorgen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Deutlich würden ein übertriebener Hang zu Perfektionismus und Gewissenhaftigkeit, Kontrollbedürftigkeit sowie Ordnungs- und Sauberkeitszwängen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beim Verlassen des eigenen Haushaltes führe sie eine kleine Desinfektionsflasche mit sich. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Zwangssymptome wür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den aber nicht den Schweregrad einer Zwangsstörung erreichen, sondern unter Berücksichtigung der ICD-10-Kriterien einer zwanghaften Persönlichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung entsprechen. Ausserdem bestehe ein leichtgradig depressives Syndrom, das bei anamnestisch bereits mehrfach aufgetretenen depressiven Episoden als rezidivierende depressive Störung mit dem klinischen Beschwerdebild einer gegenwärtig leichtgradigen depressiven Episode einzuschätzen sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Die diagnos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tischen Kriterien einer posttraumatischen Belastungsstörung seien nicht erfüllt (Urk. 10/26/32-35).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Daraus schlussfolgerte er, im Vergleich zum Untersuchungsbefund im Juni 2013 habe sich dank der laufenden psychiatrischen Therapie eine deutliche Besserung des Beschwerdebildes eingestellt, die sich – abgesehen von der Absetzung von Venlafaxin – auch in der Gestaltungsfähigkeit des Alltages zeige. So sei es der Beschwerdeführerin möglich, den Haushalt zu versorgen, Auto zu fahren, Akti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vitäten zu entfalten und mehrfach im Jahr in den Urlaub zu fahren. Eine wesentliche Beeinträchtigung der Gestaltungs- und Partizipationsfähigkeit liege nicht mehr vor. Aus psychiatrischer Sicht sei die Beschwerdeführerin somit in der Lage, zumindest Arbeiten mit einfachen Ansprüchen an die geistige und psychische Belastbarkeit, die Umstellungs- und Anpassungsfähigkeit sowie geistige Flexibilität – mithin Tätigkeiten im gegebenen Bildungsniveau – voll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schichtig (Pensum und Leistung 100 %) zu verrichten (Urk. 10/26/35).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im ebenfalls beanstandeten internistischen Teilgutachten von Dr. med. G.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, wurden grenzwertige Blutdruckwerte bei ansonsten unauffälligem Befund festgestellt. Es würden sich weder klinisch noch aus dem Studium der Akten Hinweise auf eine behinderungsrelevante internistische Erkrankung ergeben (Urk. 10/26/12).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gegen die psychiatrische Beurteilung richtet sich die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Stellungnahme von Dr. B.___ vom 4. Mai 2015, mitunterzeichnet vom Psychologen lic. phil. H.___. Er brachte vor, im Gutachten würden zwar eine zwanghafte Persönlichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung und Traumatisierung attestiert, aber deren Auswirkungen nicht disku</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tiert. Auf S. 35 werde suggeriert, es handle sich bei der Persönlichkeitsstörung um eine Störung mit geringerem Schweregrad als eine Zwangsstörung, dabei handle es sich um verschiedene Krankheitskategorien. Gemäss durchgeführtem Test SKID-II seien die Kriterien für eine Persönlichkeitsstörung deutlich erfüllt. Diese beeinträchtige die Arbeits- und Problembewältigungsfähigkeit beträcht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich. Die labile Situation führe bei Belastungen sofort zu Depressionen. Das Gutachten konzentriere sich deshalb zu sehr auf das aktuelle Zustandsbild und sei zu wenig auf den Verlauf und die Zukunft ausgerichtet (Urk. 3/6 Ziff. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die depressive Störung habe sich im Juli 2014 erneut zu einer mittelschweren Episode verschlechtert, was zur Wiederaufnahme der antidepressiven Medika</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion geführt habe. Nach einer vorübergehenden Besserung im Herbst habe sich der Zustand aufgrund psychosozialer Belastungen im Januar 2015 zu einer schweren depressiven Episode verschlechtert, weshalb die Medikation erneut erhöht worden sei. Die depressive Entwicklung habe trotz regelmässiger ambu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lanter Psycho- und Pharmakotherapie bisher </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nicht einer konstanten Besserung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zugeführt werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> können. Es bestünden weiterhin phasenweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e eine gedrückte Stimmung, Freu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dlosigkeit, ein Verlust an früheren Interessen, eine Verminde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung des Antriebs, Suizidgedanken, Schlafschwierigkeiten, eine deutlich gerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gere Konzentrations- und Merkfähigkeit sowie eine geringe Belastbarkeit. Wegen der zugrunde liegenden Persönlichkeitsstörung werde d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ie Therapie deut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> länger dauern als üblich und der Erfolg weniger nachhaltig und kaum vollständig sein. Dies habe der bisherige Verlauf bestätigt. Die Gestaltungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit des Alltags sei aufgrund der depressiven Symptome die meiste Zeit mittelschwer bis schwer eingeschränkt – dies beziehe sich auf soziale wie auch auf körperliche Tätigkeiten (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3/6 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff. 2 f.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zum Befund notierte Dr. B.___ unter anderem, die Auffassung sei ungestört und die Merkfähigkeit intakt, die Konzentration und das Gedächtnis seien leicht vermindert. Das formale Denken sei kohärent und nicht gehemmt, aber leicht eingeengt bzw. leicht bis mittelschwer grübelnd. Es bestehe ein zwanghaftes Verhalten in Bezug auf Reinigung und Haushalt sowie eine Neigung zu Rigidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tät und mangelnder Selbstfürsorge. Affektiv zeige sich die Beschwerdeführerin zeitweise ratlos und mit einer mittel- bis manchmal schwergradigen Störung der Vitalgefühle. Sie sei mittel- bis zeitweise schwergradig depressiv. Ihre Stim</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mung sei mittelgradig resigniert bis zeitweise hoffnungslos, aber nicht gereizt. Indessen zeige sie sich unter Druck ungeduldig und impulsiv. Sie habe leichte Insuffizienz- und Schamgefühle. Sie sei mittelgradig affektlabil. Der Antrieb sei mittelgradig bis zweitweise schwer gehemmt. Psychomotorisch sei sie unruhig, aber nicht theatralisch. Gedanken an den Tod seien zeitweise vorhanden, Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise für akute Suizidalität bestünden aber nicht. Ebenfalls vorhanden seien Ein- und Durchschlafstörungen mit regelmässigen Albträumen sowie ein mittel- bis zeitweise schwergradiges Rückzugsverhalten (Urk. 3/6 Ziff. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die für eine Arbeitstätigkeit notwendige psychische </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und physische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Belastbarkeit sei daher nicht gegeben. Der Mini-ICF-APP-Test führe zu Defiziten von schwe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rem Ausmass in Bezug auf die Durchhaltefähigkeit (gehemmter Antrieb, mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gradige Affektlabilität), Selbstbehauptungsfähigkeit (gehemmter Antrieb), Grup</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">penfähigkeit (Rückzugsneigung, Impulsivität unter Druck), Flexibilität und </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellungsfähigkeit (Rigidität, übermässiger Eigensinn) sowie Anwendung fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">licher Kompetenzen. Mittelfristig werde eine Tätigkeit zu höchstens 50 % mit häufigen Pausen in angepasster Tätigkeit und mit Unterstützung möglich sein (Urk. 3/6 Ziff. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Qualifikation als mittelgradige depressive Episode müssen mindestens zwei der drei typischen Symptome einer Depression gegeben sein: depressive Stimmung (1), Verlust von Interesse oder Freude (2) und Antriebsmangel sowie erhöhte Ermüdbarkeit (3). Zusätzlich müssen drei oder besser vier der weiteren Symptome vorhanden sein: verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit, vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, Schuldgefühle und Gefühl von Wertlosigkeit, negative und pessimistische Zukunftsperspektiven, Suizid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">danken/erfolgte Selbstverletzung/Suizidhandlungen, Schlafstörungen und ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derter Appetit. Einige der Symptome müssen in ihrem Schweregrad beson</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ders ausgeprägt sein oder aber es ist durchgehend ein besonders breites Spekt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rum von Symptomen vorhanden. Der Betroffene hat erhebliche Schwierig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keiten, seine normale Berufstätigkeit und sozialen Aktivitäten fortzusetzen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Abgrenzung hierzu bedarf es für die Qualifikation einer leichten depressiven Episode neben mindestens zwei typischen nur zwei der weiteren Symptome und keines sollte besonders ausgeprägt sein. Der Betreffende leidet zwar unter den Symptomen und hat Schwierigkeiten, seine normale Berufstätigkeit und seine sozialen Aktivitäten fortzusetzen, gibt aber die alltäglichen Aktivitäten nicht vollständig auf. Eine schwere depressive Episode ist zu diagnostizieren, wenn alle drei typischen und mindestens vier der weiteren Symptome vorhanden sind, von denen einige besonders ausgeprägt sein sollten. Wenn die Symptome besonders schwer sind und sehr rasch auftreten, kann es gerechtfertigt sein, die Diagnose nach weniger als zwei Wochen zu stellen. Es ist unwahrscheinlich, dass der Betreffende während einer schweren depressiven Episode in der Lage ist, soziale, häusliche und berufliche Aktivitäten fortzuführen, allenfalls sehr begrenzt (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">illing/Mombour</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">/S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chmidt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufl. 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">169-174).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts fallen leichte bis mittelgradige depressive Störungen, s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eien sie im Auftreten rezidivierend oder episodisch, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht, wenn sie erwiesener</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen therapieresistent sind (statt vieler: </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 140 V 193</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3 mit Hinweis). Nur in einer solchen - seltenen, da nach gesicherter psychiatrischer Erfahrung Depressionen im Allgemeinen therapeutisch gut angehbar sind - gesetzlich ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">langten Konstellation ist den no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rmativen Anforderungen des Art. 7 Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3.7.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.7.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Ein solcher Sachverhalt muss überwiegend wahrscheinlich und darf nicht lediglich nicht auszuschliessen sein. Es kommt dazu, dass die Therapie in dem Sinne konsequent gewesen sein muss, dass die aus fachärztlicher Sicht indizierten zumutbaren (ambulanten und stati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">onären) Behandlungsmöglichkeiten in kooperativer Weise optimal und nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haltig ausgeschöpft wurden (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 140 V 193</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">137 V 64</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2 und 9C_89/2016 vom 12. Mai 2016 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht vom 3. Juni 2013 diagnostizierte Dr. B.___ nach zwei konsiliarischen Untersuchungen im Herbst 2012 eine rezidivierende depressive Störung, gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1; Urk. 10/7/6 ff.). Nach einer weite</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren Konsultation am 14. Juni 2013 bestätigte er diese Diagnose (mit anderer Kodierung) in einem zweiten, undatierten Bericht (Urk. 3/3 = Urk. 10/9/1 ff.). Darin notierte er zum Befund, die Auffassung sei ungestört und die Merkfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit intakt, indessen seien die Konzentration und das Gedächtnis leicht vermin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dert. Das formale Denken sei nicht gehemmt und kohärent, aber leicht bis mittelschwer grübelnd. Es bestehe eine mittelgradige Störung der Vitalgefühle. Die Beschwerdeführerin sei mittelgradig deprimiert, ihre Stimmung leicht resig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">niert, aber nicht gereizt. Sie habe leichte Insuffizienz- und Schamgefühle, aber keine Schuldgefühle. Sie sei mittelgradig affektlabil, manchmal leicht gereizt. Der Antrieb sei leicht bis mittelgradig verarmt respektive gehemmt. Es würden Gedanken an den Tod berichtet, doch bestünden keine Hinweise auf akute Sui</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zidalität. Es seien Ein- und Durchschlafstörungen vorhanden. Die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin berichte von regelmässigen Albträumen (Ziff. 1.4). Angesichts der beschriebenen, oft nur leichten Ausprägung der Symptome und der angegebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Medikation von 75 mg Efexor täglich seit 28. Mai 2013 (Ziff. 1.5) erscheint die Qualifikation der depressiven Episode als mittelgradig wohlwollend.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Übrigen verknüpfte Dr. B.___ die psychischen Beschwerden mit der bisheri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen Tätigkeit, indem er ausführte, die Beschwerdeführerin habe von 2010 bis 2011 die Wohnung des verstorbenen Vaters aufgeräumt. Seither würden – aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gelöst durch Gerüche – quälende Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend sowie die hochbelastende bisherige Arbeit auftreten. Nachts habe sie regelmäs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sig Albträume (Ziff. 1.4). Da ihr Kompensationsmechanismen wie Selbstwahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nehmung und -fürsorge nicht ausreichend zur Verfügung stünden, würde die bisherige Arbeit zu erneuten verstärkten Depressionen und diese zu chronischen Schmerzzuständen, Schlafstörungen, Medikamentenmissbrauch, Suizidgedan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ken, Unfällen und vollständiger Erschöpfung führen (Ziff. 1.7). Dennoch attes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tierte er auch in angepassten Tätigkeiten nur eine 50%-Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.4 und 1.7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Anbetracht des psychopathologischen Befundes sowie der subjektiven Anga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben der Beschwerdeführerin in der gutachtlichen Untersuchung beanstandete Dr. B.___ zu Recht nicht, dass Dr. F.___ im April 2014 unter Berücksich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigung der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kriterien nach dem Klassifikationssystem ICD-10 nur noch eine leichte depressive Episode diagnostizierte. Die Beschwerdeführerin selbst gab damals unter anderem an, es gehe ihr psychisch eigentlich recht gut. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Thera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pie tue ihr gut, sie habe sich etwas stabilisiert. Efexor und die noch bis zum vergangenen Jahr benötigten Schlaftabletten nehme sie nicht mehr, aber Remeron (30 mg/Tag) um besser schlafen zu können. Sie schlafe wechselnd, aber meistens recht ordentlich (Urk. 10/26/27-29). Sie stehe meist um 7 Uhr auf, frühstücke und lockere sich dann mit häuslicher Gymnastik. Sie sei sehr pinge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lig, genau und gründlich, weshalb sie nahezu den ganzen Tag aufräume, putze und sich mit dem Haushalt beschäftige. Sie schwimme ca. zweimal pro Monat und spaziere nach Möglichkeit einmal am Tag. Ausserdem backe sie gerne. Mit dem Autofahren gebe es keine Probleme. Sie beobachte gerne andere Menschen und mache sich Gedanken über deren Schicksale. Vor einigen Tagen habe sie eine Kreuzfahrt im Mittelmeer gemacht und nutze wenn möglich mehrmals im Jahr die Wohnung ihrer Schwägerin in I.___. Letztmals sei sie im Januar 2014 sechs Wochen dort gewesen (Urk. 10/26/31 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der neuen Stellungnahme von Dr. B.___ (vgl. E. 5.1) ist zu entnehmen, dass nach der Begutachtung bzw. Absetzung des Efexor im Juli 2014 eine weitere mittelgradige depressive Episode auftrat, die aber unter entsprechender Medika</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion im Herbst 2014 besserte. Eine erstmals schwere depressive Episode beschreibt Dr. B.___ im Januar 2015, wobei er als Auslöser nicht näher erörterte psychosoziale Belastungen nennt. Zeitlich folgte die Episode unmittelbar auf den Erhalt des Rentenvorbescheids, wobei bereits Dr. F.___ ein auf finan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zielle Sorgen bzw. Zukunftssorgen eingeengtes Denken festgestellt hatte. Die Beschwerdeführerin hatte ihm gegenüber angegeben, die Kinder würden entge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen ihren Erwartungen nach der Unternehmensübertragung nichts an ihren Lebensunterhalt beitragen und das Erbe ihres Vaters sei mittlerweile aufge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">braucht (Urk. 10/26/27).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">P</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sychosoziale </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und soziokulturelle </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Faktoren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> können sich zwar mittelbar invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tätsbegründend auswirken, wenn sie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einen verselbständigten Gesundheitsscha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad seiner – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlimmern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Urteil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wo </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> im Wesentlichen nur Befunde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erhoben werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Wird das Beschwerdebild – was vorliegend aufgrund des expliziten Hinweises von Dr. B.___ und der bisher nur mittelgradigen depressi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ven Episoden für die letzte Episode überwiegend wahrscheinlich ist – augen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fällig durch psychosoziale Umstände bestimmt und unterhalten, kann nicht von einem psychischen Gesundheitsschaden gesprochen werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_437/2012 vom 6. November 2012 E. 3.4). Im Übrigen deutet nichts auf eine länger andauernde, massgebliche Verschlechterung hin. Aus therapeutischer Sicht war soweit ersichtlich einzig eine Erhöhung der antide</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pressiven Medikation, aber beispielsweise weder eine engmaschigere Gesprächstherapie noch ein stationärer Aufenthalt indiziert. Überdies ist aus der Formulierung („zeitweise“, „manchmal“) und der Argumentation von Dr. B.___ zu schliessen, dass sein psychopathologischer Befund (vgl. E. 5.1.3) keine Momentaufnahme, sondern einen Verlaufsbericht darstellt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gesamthaft betrachtet traten bis Januar 2015 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">maximal mittelgradige depressive Episoden auf, die sich als gut behandelbar erwiesen. Die Beschwerdeführerin nahm erstmals Ende August 2012 eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">psychotherapeutische und psychophar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">makologische Behandlung in Anspruch und bereits vor der Begutachtung Mitte April 2014 stellte sich – trotz gemäss Dr. B.___ phasenweiser verstärkter Symp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tome und schwieriger Behandelbarkeit – eine Besserung des Gesundheitszustan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des ein, die es ihr erlaubte, die Medikamente bis auf das Remeron abzusetzen, eine straffe Tagesstruktur wahrzunehmen und selbst gewählten Aktivitäten nachzugehen. Schnell besserte nach Angaben von Dr. B.___ auch die im Som</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mer 2014 aufgetretene Episode nach Wiederaufnahme der antidepressiven Medikation. Für die gerichtliche Beurteilung massgebend sind zwar nicht die tatsächlichen Verhältnisse im Begutachtungszeitpunkt, sondern bei Erlass der Verfügung (vgl. BGE 121 V 362 E. 1b). Indessen bestehen keine objektiven Anhaltspunkte dafür, dass die letzte Episode im Januar 2015 tatsächlich wesentlich schwerer oder – ausgelöst durch psychosoziale Umstände – nicht ebenfalls kurzfristig therapierbar war. Diesbezüglich ist auch den Gutachtern beizupflichten, dass die therapeutischen Möglichkeiten bisher nicht ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schöpft wurden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Persönlichkeitsstörungen vermögen - i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">m Gegensatz zu bloss a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kzentuierte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeitszügen (ICD-10 Z73.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_558/2015 vom 22. Dezember 2015 E. 4.2.4 mit Hinweis auf 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.1) – durchaus einen rechtserheblichen Gesundheitsscha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den zu begründen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_880/2015 vom 30. März 2016 E. 4.2.5 mit Hinweisen)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Soweit Dr. F.___ die Diagnose einer anan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kastischen Persönlichkeitsstörung unter Ausschluss einer Zwangsstörung (ICD-10: F42) stellte, entspricht dieses Vorgehen den Vorgaben der ICD-Klassifikation (vgl. Dilling</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">/M</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ombour</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">/S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chmidt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">[Hrsg.], </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.a.O</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">281). Entgegen den Befürch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungen von Dr. B.___ lässt dies keine Rückschlüsse auf die Ausprägung als Persönlichkeitsstörung zu, welche er nach Durchführung eines strukturierten klinischen Interviews (SKID II) im Übrigen selbst bestätigte. Zwischen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ärztlich gestellter Diagnose und Arbeitsunfähigkeit - und zwar sowohl bei somatisch dominierten als auch bei psychisch dominierten Leiden - besteht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">alsdann keine Korrelation</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Deshalb weist die medizinische Folgenabschätzung notgedrungen eine hohe Variabilität auf und trägt unausweichlich Ermessenszüge (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 140 V 193 E. 3.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. F.___ legte die verschiedenen Aspekte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Persönlichkeitsstörung und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar dar. Einerseits sah er in der Persönlichkeitsstörung den Hauptgrund für das auffallend normale Familienleben und die unauffällige Erwerbsbiographie trotz sexuellem Miss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">brauch, frühem Verlust der Mutter, mehrfacher Gewalterfahrungen und psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chisch erheblich belastender Arbeit während vieler Jahre. Andererseits gab er zu bedenken, dass sich die Beschwerdeführerin aufgrund der Persönlichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung chronisch psychisch und physisch verausgabe und überfordere, was zur Entstehung bzw. Aufrechterhaltung der depressiven Symptomatik beitrage. Diesem Umstand trug er beim Belastungsprofil Rechnung, indem er Arbeiten mit einfachen Ansprüchen an die geistige und psychische Belastbarkeit, die Umstellungs- und Anpassungsfähigkeit sowie die geistige Flexibilität als geeig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">net bezeichnete. Es leuchtet ein, dass die Beschwerdeführerin in derartigen Tätigkeiten im Vergleich zur bisherigen Arbeit weniger Gefahr läuft, sich selbst zu überfordern. Eine physische Überforderung ist bereits aufgrund der Anpas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sung des Belastungsprofils aufgrund der somatischen Einschränkungen nicht möglich (vgl. E. 4.2; rheumatologische Beurteilung Urk. 10/26/27).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. B.___ zeigte in seiner Stellungnahme zum Gutachten keine wichtigen neuen Gesichtspunkte auf, die gemäss Rechtsprechung geeignet wären, das Ergebnis der neutralen Begutachtung in Frage zu stellen. Insbesondere würdigte Dr. F.___ den Konnex zwischen Belastung und Verstärkung der Depres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sion nachvollziehbar im Rahmen des von ihm erstellten Belastungsprofils. Dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegenüber lässt sich aufgrund der Ausführungen von Dr. B.___ nicht eruieren, weshalb die zur Diagnose Persönlichkeitsstörung führenden Befunde (wie </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">berkeits- und Ordnungszwänge, Zwang zur Pünktlichkeit, Hang zu Perfek-tio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nismus und Gewissenhaftigkeit, Kontrollbedürfnis und Mitnahme einer Desin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fektionsflasche) auch die Arbeitsfähigkeit in einer anspruchslosen Tätig-keit einschränken sollen. Augenfällig ist zudem die Steigerung in seinen Berichten vom blossen Verdacht einer akzentuierten Persönlichkeit (ICD-10: Z73.1; Urk. 10/7/8), über das „tiefgreifende Muster einer zwanghaften Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keitsstörung“ mit folglich erschwerter Therapierbarkeit der Depression (Urk. 3/3 S. 2 f.), hin zur durch die Persönlichkeitsstörung bedingten labilen Situation, die bei Belastungen sofort zu Depressionen führt (Urk. 3/6 S. 2). Eine wohlwollende Beurteilung als Folge eines sich nach den ersten konsiliarischen Konsultationen entwickelnden Vertrauensverhältnisses ist evident. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zum Nachweis einer bestehenden kardiologischen Problematik reichte die Beschwerdeführerin Berichte von Dr. C.___, datiert vom 9. Dezember 2014 (Urk. 3/4) und 21. April 2015 (Urk. 3/5), ein. Daraus ergibt sich, dass sie über vier filmrissartige Synkopen ohne jegliche vorangehende Prodromi in den vergangen zwei Jahren berichtete, wobei sie sich zuletzt eine ausgeprägte Gesichtskontusion zugezogen haben soll. Dr. C.___ bezeichnete die Ursache als noch nicht geklärt. Die R-Test-Untersuchung über sieben Tage sei unauffäl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lig geblieben, die Echokardiographie zeige keine strukturelle Pathologie. Ein Klappenvitium habe man ausschliessen können. Am 15. Januar 2015 sei der Beschwerdeführerin aufgrund der pathognomonischen Anamnese ein Reveal implantiert worden. Seither sei die Beschwerdeführerin bezüglich Synkope beschwerdefrei geblieben. Gezeigt habe der Reveal vereinzelte Bradykardien nachts mit einer Frequenz um 39 Schläge pro Minute.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Demnach ist festzuhalten, dass – nach einer ersten gemäss Angaben von Dr. D.___ im Jahr 2006 durchgeführten unauffälligen kardiologischen Abklärung (Urk. 3/2 S. 1) – heute nach wie vor (noch) keine nennenswerten objektiven Erkenntnisse zu den Herzbeschwerden vorliegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ist vollumfänglich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auf das Gutachten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der A.___ AG abzustel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">len. Die G</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">utachter haben alle von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden berücksichtigt, sich mit den Vorakten auseinandergesetzt, die Diagnosen nachvollziehbar begründet und die Arbeitsfähigkeit schlüssig beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilt. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Was Dr. B.___ dagegen vorbrachte, überzeugt nicht. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Er verwies vorab auf die gut behandelbare depressive Symptomatik (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehemmter Antrieb, mittelgra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dige Affektlabilität und Rückzugsneigung). Den übrigen von ihm genannten Einschränkungen (Impulsivität unter Druck, Rigidität, übermässiger Eigensinn sowie Einschränkung bei der Anwendung fachlicher Kompetenzen) trägt das angepasste Belastungsprofil bzw. Anforderungsniveau 4 sichtlich Rechnung. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die später erneut aufgetretenen depressiven Episoden begründeten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherungsrechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit mehr.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In zeitlicher Hinsicht ist ergänzend auf die Stellungnahmen des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">RAD-Arzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">es</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, hinzuweisen. Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> hielt am 10. September und 11. Dezember 2014 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">10/28/7) fest, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">für Juni 2013 (vgl. dazu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Urk. 3/3 Ziff. 1.4 und 1.8 f.)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> eine Arbeitsfähigkeit von 50</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in adaptierten Tätigkeiten bei mittelgradige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r depressiver Episode an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegeben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Eine mehr als mittelgradige depressive Symptomatik sei im Verlauf nicht beschrieben worden, so dass eine unter 50</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> liegende Arbeitsfähigkeit ab 2012 wahrscheinlich nicht vorgelegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> habe. Ab wann sich nach Juni 2013 die im Gutachten festgestellte Verbesserung eingestellt habe, sei ebenfalls nicht sicher reproduzierbar. Als Anhaltspunkt könne nur die Aussage der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin zitiert werden, dass sich die Schlafstörungen Ende 2013 gebessert hätten. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit könne dies</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aber nicht belegt werden. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dementsprechend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> schätze </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die Arbeitsfähigkeit in angepass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Tätigkeiten auf 0</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> von August 2012 bis Juni 2013, auf 50</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ab Juli 2013 bis März 2014 und auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">100 % seit April 2014</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Arbeitsunfähigkeit von 50</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erscheint </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bei einer mittelschweren Depression im Licht der Rechtsprechung des Bundesgerichts, soweit es</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> einen invalidisieren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Charakter bejahte, als vertretbar (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_651/2012 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2013 und 9C_140/2014 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2015)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Die Verbesserung ist für den Untersuchungszeitpunkt gutachtlich ausgewiesen, wobei klare </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anhaltspunkte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dafür bestehen, dass sie bereits mehrere Wochen zuvor eingetreten sein muss (Abs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">etzung Schlafmittel, subjektive Angaben zum Urlaub und zu den monatlichen/täglichen Aktivitäten). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Art. 88a IVV ab dem Zeitpunkt zu berücksichtigen, in dem anzunehmen ist, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">voraussichtlich länger andauern wird und in jedem Fall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Wortlaut von Art. 88a Abs. 1 erster Satz IVV würde vorliegend daher auch die Rechtsauffassung der Beschwerdeführerin stützen, aber das Bundesgericht wendet in der Regel immer die Vorschrift in Abs. 1 zweiter Satz an und gewährt oder bestätigt eine höhere Rente für zusätzlich drei Monate (vgl. Urteil des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 9C_491/2008 vom 21. April 2009 E. 2)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Die Dreiviertelsrente ist dementsprechend aufgrund der überwiegend wahrscheinlich mindestens seit Anfang April 2014 bestehenden Verbesserung auf Ende Juni 2014 zu befristen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geltend gemachten Erhöhung des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leidensbedingten Abzug</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s ist anzumerken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, dass das medizinische Anforderungs- und Belastungsprofil eine zum zeitlich zumutbaren Arbeitspensum tretende qualitative oder quantitative Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kung der Arbeitsfähigkeit darstellt, wodurch in erster Linie das Spektrum der erwerblichen Tätigkeiten (weiter) eingegrenzt wird, welche unter Berücksich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigung der Fähigkeiten, Ausbildung und Berufserfahrung der versicherten Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">son realistischerweise noch in Frage kommen. Davon zu unterscheiden ist die Frage, ob mit Bezug auf eine konkret in Betracht fallende Tätigkeit bei ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">glichener Arbeitsmarktlage verglichen mit einem gesunden Mitbewerber nur bei Inkaufnahme einer Lohneinbusse reale Chancen für eine Anstellung bestehen. Lediglich wenn - auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (zu diesem Begriff </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 110 V 273</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 4b) - unter Berücksichtigung solcher Einschränkun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, die personen- oder arbeitsplatzbezogen sein können, kein genügend breites Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten mehr besteht, rechtfertigt sich allenfalls ein (zusätzlicher) Abzug vom Tabellenlohn (Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wie Dr. F.___ in Bezug auf die psychischen Beschwerden bereits mit einer Aufzählung von Verweistätigkeiten verdeutlichte, steht der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin eine Vielzahl von Tätigkeit entsprechend ihrem Bildungsniveau zur Auswahl. Bei solchen Tätigkeiten, die mit dem Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesamtes für Statistik (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BFS</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) für das Jahr 2010 korrespondieren, ist folglich nicht mit einer Lohneinbusse zu rechnen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Würde einer möglichen Sturzgefahr zufolge von Herzbeschwerden beim Belas-tungsprofil insofern Rechnung getragen, als keine Arbeiten auf Leitern/Gerüsten oder an gefährlichen Maschinen möglich wären, würde dies ebenfalls keinen erhöhten leidensbedingten Abzug rechtfertigen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, weiterhin körperlich schwere Arbeit zu verrichten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, führt nicht automatisch zu einer (weiteren) Verminderung des hypothetischen Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lohnes, weil der Tabellenlohn im Anforderungsniveau 4 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundesgerichts 9C_455</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">/2013 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Oktober 2013 E. 4.4).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Umstand, dass die versicherte Person gemäss den medizinischen Angaben auf eine Tätigkeit angewiesen ist, die im Sitzen verrichtet werden kann und die Möglichkeit zu gelegentlichen Positionswechseln bietet, ihre Einsatzmöglichkeiten daher begrenzt sind, ist im Hinblick auf den allein massgeblichen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 134 V 64</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 4.2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1) ebenfalls nicht abzugsrelevant (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_176/2012 vom 3. September 2012 E. 8)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. In diesem Sinne erscheint der Abzug </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von 10</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> für</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> das gutachtliche Belastungsprofil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zumindest </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">körperlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leichte, wechselbelastende oder überwiegend sitzend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ausgeübte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Tätigkeiten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bereits </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grosszügig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">as fortgeschrittene Alter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führt ebenfalls </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nicht automatisch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zur Erhöhung des leidensbedingten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abzug, zumal sich dieses im Anforderungsniveau 4 sogar eher lohnerhöhend auswirkt. Es ist jedoch bezogen auf die durchschnittliche Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">arbeitszeit als ein abzugsrelevanter Aspekt immer unter Berücksichtigung aller konkreten Umstände des Einzelfalles zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Oktober 2013 E. 4.2). Dass das Alter die Stellensuche fak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tisch negativ beeinflussen kann, muss als invaliditätsfremder Faktor unberück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtigt bleiben (Urteil des Bundesgerichts 8C_808/2013 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2014 E. 7.3).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Soweit die Beschwerdeführerin daher auf ihr Alter und die fehlende Berufserfahrung in angepassten Tätigkeiten hinweist, ist ihr entgegenzuhalten, dass sie bei Erstattung des Gutachtens erst 54-jährig war und ihr ein breites Spektrum an schnell erlernbaren Hilfstätigkeiten möglich ist, wobei sie Vollzeit arbeiten kann und über langjährige Arbeitserfahrung verfügt. Ein erhöhter Abzug rechtfertigt sich wiederum nicht.</span></p><p><span>7.</span><span> </span><span>Zusammenfassend ist die Verfügung vom 25. März 2015 also dahingehend abzu</span><span>ändern, dass die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine befristete </span><br/><span>Drei</span><span>viertelsrente für die Monate November 2013 (bei Anmeldung im Mai 2013, vgl. Urk. 10/2; Art. 29 Abs. 1 IVG) bis Juni 2014 hat (vgl. E. 5.7 vorstehend). In diesem Sinne ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen.</span></p><p><span>8.</span><span> </span><span>Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens</span><span>aufwand unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.– bis 1‘000.– fest</span><span>zulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span>bis</span><span> IVG). Sie sind auf Fr. 800.– festzusetzen und zufolge teilweisen Obsiegens der Beschwerdeführerin zu drei Vierteln und der Beschwer-degegnerin zu einem Viertel aufzuerlegen.</span></p><p><span> </span><span>Nach § 34 Abs. 1 des </span><span>Gesetz</span><span>es</span><span> über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer)</span><span> hat die obsiegende Beschwerde führende Partei Anspruch auf Ersatz der Partei</span><span>kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 2 GSVGer). Unter Berücksichtigung dieser Grundsätze sowie eines praxisgemässen Stundenansatzes von Fr. 145.– (zzgl. MWST) erscheint für die durch eine Sozialarbeiterin der Pro Infirmis vertretene Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 500.– als angemessen.</span></p><p><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, als die angefochtene Verfü</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">gung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 25. März 2015 abgeändert und festgestellt wird, dass die Beschwerdeführerin vom 1. November 2013 bis 30. Juni 2014 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente hat. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">–</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin zu drei Vierteln sowie der Beschwerdegegnerin zu einem Viertel</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzah</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">lungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">den </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">eine </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">reduzierte </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Prozessentschädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">500</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">–</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Pro Infirmis Zürich</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigBonetti</p><p></p></div> </div></body></html>