<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">[AZA] </div> <div class="para">I 112/99 Vr </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>III. Kammer </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesrichter Schön, Spira und Bundesrichterin Widmer; </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Berger </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Urteil vom 17. Januar 2000 </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">K._________, 1956, Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV-Stelle des Kantons Freiburg, Impasse de la Colline 1, </div> <div class="para">Givisiez, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Freiburg, Givisiez </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> A.- Die 1956 geborene, seit 13. August 1993 verheira- </div> <div class="para">tete K.________ gab ihre Erwerbstätigkeit im Mai 1992 auf </div> <div class="para">und ist seitdem vollzeitig als Hausfrau tätig. </div> <div class="para"> Am 3. Juni 1996 meldete sie sich ständiger Rücken- </div> <div class="para">schmerzen wegen zum Bezug von Leistungen der Invaliden- </div> <div class="para">versicherung an. Die IV-Stelle des Kantons Freiburg holte </div> <div class="para">nebst Auskünften der ehemaligen Arbeitgeber Hotels </div> <div class="para">X.________ vom 7. Juli 1996 und Frau N.________, Motel </div> <div class="para">Y.________, vom 10. Juli 1996 unter anderem einen Arzt- </div> <div class="para">bericht des Dr. med. B.________ vom 10. Juli 1996 ein. </div> <div class="para">Zudem veranlasste sie eine Abklärung der Behinderung im </div> <div class="para">Bereich der Haushaltsführung (Bericht vom 10. September </div> <div class="para">1996). Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens lehnte </div> <div class="para">die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (Verfügung vom </div> <div class="para">24. Februar 1997). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> B.- Die von K.________ hiegegen erhobene Beschwerde </div> <div class="para">wurde vom Verwaltungsgericht des Kantons Freiburg </div> <div class="para">abgewiesen (Entscheid vom 3. Dezember 1998). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt </div> <div class="para">K.________ sinngemäss die Zusprechung einer Invalidenrente. </div> <div class="para"> Die IV-Stelle schliesst auf Abweisung der Verwaltungs- </div> <div class="para">gerichtsbeschwerde, während sich das Bundesamt für Sozial- </div> <div class="para">versicherung (BSV) nicht vernehmen lässt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 1.- Das kantonale Gericht hat die massgebenden Bestim- </div> <div class="para">mungen über die Voraussetzungen und den Umfang des Renten- </div> <div class="para">anspruchs (<span class="artref"><artref id="CH/831.20/28/1^bis" type="start"></artref><artref id="CH/831.20/28/1" type="start"></artref>Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG</span><artref id="CH/831.20/28/1^bis" type="end"></artref><artref id="CH/831.20/1^bis" type="end"></artref>), die Bemessung des </div> <div class="para">Invaliditätsgrades bei erwerbstätigen Versicherten nach der </div> <div class="para">Einkommensvergleichsmethode (<span class="artref">Art. 28 Abs. 2 IVG</span>) sowie bei </div> <div class="para">Nichterwerbstätigen im Sinne von <span class="artref">Art. 5 Abs. 1 IVG</span>, nament- </div> <div class="para">lich im Haushalt tätigen Versicherten, nach der spezifi- </div> <div class="para">schen Methode (<span class="artref">Art. 28 Abs. 3 IVG</span> in Verbindung mit <span class="artref">Art. 27 </span></div> <div class="para">Abs. 1 IVV; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=5&amp;from_date=02.01.2000&amp;to_date=21.01.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F104-V-135%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page136">BGE 104 V 136</a> Erw. 2a; AHI 1997 S. 291 Erw. 4a) </div> <div class="para">zutreffend dargelegt. Richtig sind auch die Ausführungen zu </div> <div class="para">den im vorliegenden Fall anwendbaren Grundsätzen bei der </div> <div class="para">Beantwortung der Frage, ob eine versicherte Person ohne </div> <div class="para">Gesundheitsschaden ganz oder teilweise erwerbstätig wäre </div> <div class="para">oder den Haushalt besorgen würde (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=5&amp;from_date=02.01.2000&amp;to_date=21.01.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-146%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page150">BGE 125 V 150</a> Erw. 2c), </div> <div class="para">und bei der prozentualen Bewertung des Aufgabenbereichs </div> <div class="para">einer nichterwerbstätigen, im Haushalt beschäftigten Person </div> <div class="para">(AHI 1997 S. 291 Erw. 4a). Auf diese Erwägungen kann ver- </div> <div class="para">wiesen werden. </div> <div class="para"> 2.- Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerde- </div> <div class="para">führerin Anspruch auf eine Invalidenrente hat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> a) Wie die Vorinstanz gestützt auf die Angaben der </div> <div class="para">Versicherten gegenüber der Abklärungsperson der IV-Stelle </div> <div class="para">und in Würdigung der persönlichen, familiären, sozialen und </div> <div class="para">erwerblichen Verhältnisse sowie der eherechtlichen Ge- </div> <div class="para">sichtspunkte zutreffend festgestellt hat, ist nicht mit der </div> <div class="para">erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, dass die </div> <div class="para">Beschwerdeführerin eine ganztägige oder zeitweilige Er- </div> <div class="para">werbstätigkeit ausüben würde, wenn sie nicht invalid gewor- </div> <div class="para">den wäre. Deshalb wurde der Invaliditätsgrad zu Recht nach </div> <div class="para">der spezifischen Methode festgesetzt. Der von der Versi- </div> <div class="para">cherten erhobene Einwand, die Aufgabe ihrer Berufstätigkeit </div> <div class="para">sei nicht ausschliesslich auf die Eheschliessung zurückzu- </div> <div class="para">führen, da sie bereits 1988 reduziert und ab 1992 überhaupt </div> <div class="para">nicht mehr erwerbstätig gewesen sei, vermag hieran nichts </div> <div class="para">zu ändern. Die Frage nach der anwendbaren Methode beurteilt </div> <div class="para">sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis </div> <div class="para">zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben (BGE </div> <div class="para">125 V 150 Erw. 2c mit Hinweisen). Zufolge der Angaben der </div> <div class="para">letzten Arbeitgeberin, Frau N.________, vom 10. Juli 1996, </div> <div class="para">welche als Grund für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses </div> <div class="para">auf den 31. Mai 1992 "Heirat" genannt hat, sowie gemäss den </div> <div class="para">im Abklärungsbericht der IV-Stelle vom 10. September 1996 </div> <div class="para">festgehaltenen Aussagen der Beschwerdeführerin, wonach sie </div> <div class="para">auch bei guter Gesundheit nach der Heirat keiner Erwerbs- </div> <div class="para">tätigkeit mehr nachgegangen wäre, ist mit überwiegender </div> <div class="para">Wahrscheinlichkeit (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=5&amp;from_date=02.01.2000&amp;to_date=21.01.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-193%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page195">BGE 125 V 195</a> Erw. 2, 121 V 47 Erw. 2a, </div> <div class="para">208 Erw. 6b mit Hinweis) davon auszugehen, dass sie ohne </div> <div class="para">gesundheitliche Beeinträchtigung ebenso den Haushalt be- </div> <div class="para">sorgen und daneben keine ausserhäusliche Arbeit verrichten </div> <div class="para">würde. Anhaltspunkte für eine andere Betrachtungsweise er- </div> <div class="para">geben sich weder aus den Akten noch aus der Verwaltungs- </div> <div class="para">gerichtsbeschwerde. </div> <div class="para"> b) Die Vorinstanz hat die Einschränkung in den einzel- </div> <div class="para">nen Teilbereichen der Haushaltsführung unter Bezugnahme auf </div> <div class="para">die Gewichtung der Aufgabenbereiche im Haushalt gemäss </div> <div class="para">Rz 2122 der Wegleitung des BSV über Invalidität und Hilf- </div> <div class="para">losigkeit [WIH] in der seit 1. Januar 1990 geltenden Fas- </div> <div class="para">sung geprüft und dabei einen Invaliditätsgrad von insgesamt </div> <div class="para">33 % ermittelt. Aus dem Umstand, dass die IV-Stelle ihrer </div> <div class="para">Berechnung ein anderes Schema zu Grunde gelegt und demzu- </div> <div class="para">folge einen um 3,7 % höheren Invaliditätsgrad festgestellt </div> <div class="para">hat, kann die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten </div> <div class="para">ableiten. Denn die vom kantonalen Gericht in korrekter An- </div> <div class="para">wendung der WIH - deren Gesetzeskonformität durch die </div> <div class="para">Rechtsprechung ausdrücklich bestätigt worden ist (ZAK 1986 </div> <div class="para">S. 234 Erw. 2c betreffend die gleich lautende Rz 147.9 der </div> <div class="para">bis 1. Januar 1985 gültig gewesenen Fassung der WIH; vgl. </div> <div class="para">auch AHI 1997 S. 291 Erw. 4a) - errechnete Differenz in der </div> <div class="para">Höhe des Invaliditätsgrades bleibt ohne Einfluss auf das </div> <div class="para">Gesamtergebnis (<span class="artref">Art. 28 Abs. 1 IVG</span>). Soweit die Versicherte </div> <div class="para">schliesslich dafür hält, die Abklärungen an Ort und Stelle </div> <div class="para">seien fälschlicherweise nicht im Haus vorgenommen worden, </div> <div class="para">in welchem sie bei der Anmeldung zum Bezug von Leistungen </div> <div class="para">der Invalidenversicherung (vom 3. Juni 1996) gelebt habe, </div> <div class="para">kann ihr nicht beigepflichtet werden. Da die Verhältnisse </div> <div class="para">im Verfügungszeitpunkt massgebend sind (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=5&amp;from_date=02.01.2000&amp;to_date=21.01.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-V-362%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page366">BGE 121 V 366</a> </div> <div class="para">Erw. 1b mit Hinweisen), hat die IV-Stelle in korrekter </div> <div class="para">Weise berücksichtigt, dass die Beschwerdeführerin und ihr </div> <div class="para">Ehemann nach der Anmeldung (und vor Erlass des Verwaltungs- </div> <div class="para">aktes vom 24. Februar 1997) in eine kleinere Wohnung umge- </div> <div class="para">zogen sind. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> c) Nach dem Gesagten haben Verwaltung und Vorinstanz </div> <div class="para">den Anspruch auf eine Invalidenrente zu Recht verneint. </div> <div class="para"> <u>Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II.Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III.Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsge- </div> <div class="para"> richt des Kantons Freiburg, Sozialversicherungs- </div> <div class="para"> gerichtshof, der Ausgleichskasse des Kantons Freiburg </div> <div class="para"> und dem Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 17. Januar 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der III. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: </div> </div></body></html>