<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00214</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204497&amp;W10_KEY=4467140&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00214</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.09.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 15.12.2004 formell erledigt.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Baubewilligung für Pouletmastbetrieb in Landwirtschaftszone<br/><br/>Ein zweiter Schriftenwechsel und ein Augenschein des Verwaltungsgerichts sind nicht erforderlich (E. 1).<br/><br/>Begründungspflicht:<br/>Die erstinstanzliche Verfügung ist mangelhaft begründet (Widersprüche; ungenügende Bezugnahme auf die konkreten Verhältnisse; ungenügende Auseinandersetzung mit Rechtsfragen) (E. 2.1.2). Die unterlassene Rückweisung der Vorinstanz an die Erstinstanz stellt unter Berücksichtigung des diesbezüglichen Ermessens der Rekursinstanz keine Rechtsverletzung dar (E. 2.1.3).<br/>Die für den Verfahrensausgang wesentliche Erörterung, ob eine innere Aufstockung notwendig sei, ist zwar nur rudimentär begründet, doch - aus dem Zusammenhang heraus - einer Überprüfung im Beschwerdeverfahren zugänglich (E. 2.2). Der Verzicht der Vorinstanz, einen Augenschein durchzuführen, verletzt den Anspruch auf rechtlichen Gehör nicht (E. 2.3).<br/><br/>Zonenkonformität, innere Aufstockung:<br/>Das Bauprojekt ist nur dann zonenkonform, wenn es die Anforderungen an eine innere Aufstockung erfüllt (E. 3 am Anfang). Rechtsgrundlagen für die Beurteilung der Zonenkonformität und der inneren Aufstockung (E. 3.1).<br/>Auch wenn detaillierte Beurteilungsgrundlagen fehlen, ist es vertretbar, gestützt auf Angaben des Bauherrn und in Berücksichtigung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Notwendigkeit einer inneren Aufstockung zu bejahen (E. 3.2). Die Kriterien für eine innere Aufstockung sind erfüllt (E. 3.3.1). Art. 36 RPV, der die Voraussetzungen für eine innere Aufstockung umschreibt, hält sich - gerade auch in Anbetracht der Rechtsprechung zum früher geltenden Recht - an den Rahmen des Raumplanungsgesetzes (E. 3.3.2., 3.3.3).<br/><br/>Einordnung:<br/>Das Bauvorhanden ordnet sich trotz den beträchtlichen Dimensionen befriedigend ein (E. 4).<br/><br/>Weitere Rügen:<br/>Die Rügen betreffend Geruchs- und Lärmimmissionen sind im Beschwerdeverfahren verspätet vorgebracht worden (E. 5.1). Sie erwiesen sich aber bei einer materiellen Beurteilung als unbegründet (E.5.2). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃSTHETIK">ÃSTHETIK</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSTOCKUNG">AUFSTOCKUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUGENSCHEIN">AUGENSCHEIN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGRÃNDUNG">BEGRÃNDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BUNDESRECHTSKONFORMITÃT">BUNDESRECHTSKONFORMITÃT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DECKUNGSBEITRAG">DECKUNGSBEITRAG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEFLÃGELMASTSTALL">GEFLÃGELMASTSTALL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HEILUNG">HEILUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INNERE AUFSTOCKUNG">INNERE AUFSTOCKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LANDSCHAFTSFÃRDERUNGSGEBIET">LANDSCHAFTSFÃRDERUNGSGEBIET</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TROCKENSUBSTANZPOTENZIAL">TROCKENSUBSTANZPOTENZIAL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ÃBRIGES ALLGEMEINES VERWALTUNGSPROZESSRECHT">ÃBRIGES ALLGEMEINES VERWALTUNGSPROZESSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZONENKONFORMITÃT">ZONENKONFORMITÃT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 238 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 16a RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 36 RPV</span><br/><span class="gerade">§ 10 Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Am 19. Dezember 2002 bewilligte der Gemeinderat X dem B den Bau eines Pouletmaststalls fÃ¼r 12'000 Tiere auf dem in der Landwirtschaftszone gelegenen GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01. Am 22. Januar 2003 erteilte die Baudirektion unter verschiedenen Auflagen die Bewilligung nach Art. 22 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG). Die beiden Anordnungen wurden zusammen mit weiteren, bereits frÃ¼her ergangenen kantonalen VerfÃ¼gungen in der gleichen Sache erÃ¶ffnet.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen diese Bewilligungen erhoben 7 Privatpersonen Rekurs an den Regierungsrat mit dem Antrag, die angefochtenen Entscheide seien aufzuheben und die Bewilligung sei zu verweigern, eventuell sei das Verfahren zur ErgÃ¤nzung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Regierungsrat wies den Rekurs am 30. MÃ¤rz 2004 ab. Wegen einer festgestellten GehÃ¶rsverletzung auferlegte er den Rekurrierenden jedoch nur die HÃ¤lfte der Rekurskosten und nahm die andere HÃ¤lfte auf die Staatskasse. Sodann verpflichtete er die Rekurrierenden, dem privaten Rekursgegner eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 2â000.- zu bezahlen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen den Rekursentscheid erhoben die unterlegenen Rekurrierenden am 5. Mai 2004 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Sie beantragten, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die BaubewilligungsbehÃ¶rden, eventuell an den Regierungsrat zurÃ¼ckzuweisen. Falls die Sache nicht zurÃ¼ckgewiesen werde, sei ein Augenschein durchzufÃ¼hren. Weiter verlangten sie die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels und die Ausrichtung einer angemessenen UmtriebsentschÃ¤digung.</span></p> <p class="MsoNormal">Die Baudirektion beantragte am 25. Mai 2004, die Staatskanzlei am 4. Juni 2004 ohne weitere Bemerkungen die Abweisung der Beschwerde. Das Amt fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit der Volkswirtschaftsdirektion (AWA) liess sich am 9. Juni 2004 vernehmen und beantragte ebenfalls die Beschwerdeabweisung unter Kostenfolge zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrenden. Den gleichen Antrag stellte am 16. Juni 2004 der private Beschwerdegegner, der jedoch neben der Kostenauflage zusÃ¤tzlich eine ParteientschÃ¤digung zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrenden beantragte.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Im Beschwerdeverfahren wird in der Regel nur ein einfacher Schriftenwechsel durch­gefÃ¼hrt (vgl. § 58 des Verwaltungs­rechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959, VRG). Ein weiterer Schriftenwechsel kann jedoch erforderlich sein, wenn zum Nachteil eines BeschwerdefÃ¼hrers auf erstmals vor dem Verwaltungsgericht vorge­brachte Tatsachen abgestellt oder ein neuer wesentlicher Rechtsgrund herangezogen wer­den soll (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspfle­gegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 58 N. 10). Vorliegend sind diese Voraus­setzungen nicht erfÃ¼llt. Allein die von den BeschwerdefÃ¼hrenden vorgebrachte KomplexitÃ¤t des Falls oder die Vielzahl der erhobenen RÃ¼gen machen jedenfalls keinen zweiten Schriftenwechsel erforderlich.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Soweit die BeschwerdefÃ¼hrenden die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins durch das Verwaltungsgericht beantragen, ist ihrem Antrag ebenfalls nicht stattzugeben. Die vorliegenden Akten, insbesondere der Ãbersichtsplan mit eingetragenen HÃ¶henkurven der Projektplan und die Fotografien im UmweltvertrÃ¤glichkeitsbericht ermÃ¶glichen es dem Verwaltungsgericht, die erforderliche Einordnung des Projektes ohne zusÃ¤tzliche SachverhaltsabklÃ¤rung zu beurteilen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.1.1 </span></b><span>Der Regierungsrat stellte vorab fest, dass aus der angefochtenen VerfÃ¼gung der Baudirektion nicht hervorgehe, weshalb das Vorhaben in der Landwirtschaftszone als zonenkonform beurteilt werde. Die BegrÃ¼ndung, wonach es sich um eine innere Aufstockung im Sinne von Art. 16a Abs. 2 RPG handle, und die Berechnungen fÃ¼r die Beurteilung nach Art. 36 der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (RPV) seien erst im Rekursverfahren nachgereicht worden. Damit sei die BegrÃ¼ndungspflicht als Teilgehalt des Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r verletzt worden. Der Mangel sei jedoch geheilt, weil dem Regierungsrat volle Kognition zustehe und sich die BeschwerdefÃ¼hrenden zur nachtrÃ¤glichen BegrÃ¼ndung umfassend hÃ¤tten Ã¤ussern kÃ¶nnen. Mit Blick auf das Beschleunigungsgebot komme eine RÃ¼ckweisung im Rekurs nur in AusnahmefÃ¤llen in Betracht, wenn eine Heilung nicht mÃ¶glich oder gerechtfertigt sei. Vorliegend handle es sich um einen Einzelfall. Die Baudirektion habe sich nicht Ã¼ber den elementaren Grundsatz, dass Anordnungen zu begrÃ¼nden seien, hinweggesetzt und darauf vertraut, dass der Verfahrensmangel im Rekursverfahren dann schon behoben wÃ¼rde. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden halten dem entgegen, die Verletzung der BegrÃ¼ndungspflicht kÃ¶nne nur geheilt werden, wenn sie nicht schwerwiegend sei. Hier habe es die Baudirektion unterlassen zu prÃ¼fen, ob die Voraussetzungen der inneren Aufstockung erfÃ¼llt seien. Es hÃ¤tten ihr keinerlei Zahlen zu den DeckungsbeitrÃ¤gen aus der bodenabhÃ¤ngigen und der bodenunabhÃ¤ngigen Produktion bzw. zum Trockensubstanzpotenzial des Pflanzenbaus im VerhÃ¤ltnis zum Trockensubstanzbedarf des Tierbestandes zur VerfÃ¼gung gestanden. Dies sei ein schwerwiegender Mangel, der nicht geheilt werden kÃ¶nne. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.1.2 </span></b><span>In der Tat erweist sich die vom Regierungsrat festgestellte Verletzung der BegrÃ¼ndungspflicht als schwerwiegender Mangel. Die angefochtene VerfÃ¼gung enthÃ¤lt nicht etwa nur einen Widerspruch zwischen dem Titel, wonach eine Bewilligung nach Art. 16a <i>Abs. 1</i> RPG anstehe, und ErwÃ¤gung 3.1 am Ende, wonach die Voraussetzungen von Art. 16a <i>Abs. 2</i> RPG vorlÃ¤gen. Es fehlt vielmehr die entscheidende Feststellung, dass es um eine bodenunabhÃ¤ngige innere Aufstockung geht. Dementsprechend findet auch keine Auseinandersetzung mit den Voraussetzungen der BewilligungsfÃ¤higkeit nach Art. 16a Abs. 2 RPG und Art. 36 RPV statt, noch werden die DeckungsbeitrÃ¤ge und die Trockensubstanzbilanz erhoben. Da die VerfÃ¼gung zudem auf die Tierhaltungsgemeinschaft mit E hinweist, ist nicht einmal klar, ob die BehÃ¶rde die innere Aufstockung an der Kostenstruktur und Trockensubstanzbilanz beider Betriebe zusammen hÃ¤tte messen wollen. Die im Rekursverfahren vorgelegten Zahlen zum Deckungsbeitrag und zur Trockensubstanz, die sich nunmehr allein auf den Betrieb des privaten Beschwerdegegners beziehen, datieren vom 7. MÃ¤rz 2003 und lassen vermuten, dass diese Berechnungen erst im Nachgang an die VerfÃ¼gung Ã¼berhaupt vorgenommen wurden. Mit diesem Vorgehen wurde eine ÃberprÃ¼fung der VerfÃ¼gung nicht nur fÃ¼r allfÃ¤llige Drittbetroffene verunmÃ¶glicht, sondern auch eine wirksamen Selbstkon­trolle der BehÃ¶rde selber ausgeschaltet. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.1.3 </span></b><span>Kommt eine RechtsmittelbehÃ¶rde zum Ergebnis, dass die angefochtene Anordnung das rechtliche GehÃ¶r verletzt, ist sie auf Grund der formellen Natur des GehÃ¶rsanspruch an sich verpflichtet, diese Anordnung in jedem Fall aufzuheben. Ungeachtet dessen geht jedoch die Praxis aus GrÃ¼nden der VerfahrensÃ¶konomie von der MÃ¶glichkeit der Heilung von GehÃ¶rsverletzungen aus, wobei sich dazu in jÃ¼ngerer Zeit eine gewisse ZurÃ¼ckhaltung, insbesondere bei schwerwiegenden Verletzungen abzeichnet (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 48 mit Hinweisen). Welche Folgen eine RechtsmittelbehÃ¶rde an eine festgestellte GehÃ¶rsverletzung knÃ¼pft, hÃ¤ngt letztlich von der AbwÃ¤gung verschiedener sich widerstrebender Interessen ab. Einerseits gebietet es das Beschleunigungsgebot, die in einer RÃ¼ckweisung liegende VerfahrensverlÃ¤ngerung zu vermeiden, wenn diese einem formalistischen Leerlauf gleichkÃ¤me. Auf der anderen Seite verlangt der Respekt vor den Verfahrensbeteiligten und die âerzieherischeâ Funktion der RÃ¼ckweisung, dass die elementaren Verfahrensrechte bereits vor der VerwaltungsbehÃ¶rde vollumfÃ¤nglich gewahrt und nicht erst im Rechtsmittelverfahren nachgeholt werden. Bei dieser InteressenabwÃ¤gung muss der RekursbehÃ¶rde allerdings im Einzelfall ein weiter Beurteilungsspielraum eingerÃ¤umt werden. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wenn der Regierungsrat im Rahmen dieser InteressenabwÃ¤gung zu Gunsten der Verfahrensbeschleunigung auf eine RÃ¼ckweisung verzichtet hat, so liegt darin noch keine â im Beschwerdeverfahren einzig massgebende â Rechtsverletzung (vgl. Art. 50 Abs. 1 VRG). Als Rekurs- und AufsichtsbehÃ¶rde Ã¼ber die Baudirektion konnte der Regierungsrat kompetent beurteilen, ob die festgestellte mangelhafte BegrÃ¼ndung im Rahmen der Bewilligungen nach Art. 16 ff. RPG eine einzelne Fehlleistung war oder ob sie eine systematische Haltung der BehÃ¶rde aufdeckte. Nachdem sich sowohl die Parteien als auch die Vorinstanzen eingehend zur materiellen Frage der BewilligungsfÃ¤higkeit Ã¤ussern konnten, hat das Verwaltungsgericht keinen Anlass, die im Rekursverfahren akzeptierte Heilung der vor mittlerweile bald zwei Jahren erfolgten GehÃ¶rsverletzung als unrechtmÃ¤ssig aufzuheben.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden sehen sodann eine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs darin, dass sich die Baudirektion weder in ihrer VerfÃ¼gung noch in ihrer Rekursvernehmlassung dazu geÃ¤ussert habe, ob der private Beschwerdegegner zur Existenzsicherung auf das Zusatzeinkommen aus der geplanten inneren Aufstockung angewiesen sei. Auch der Regierungsrat habe den entsprechenden Einwand der BeschwerdefÃ¼hrenden lediglich unter Hinweis auf die GrÃ¶sse des Betriebs und den Umfang des Milchkontingentes und ohne Auseinandersetzung damit, ob der Deckungsbeitrag von Fr. 125'000.- aus dem bisherigen Betrieb ausreiche, verworfen und damit seinerseits das rechtliche GehÃ¶r verletzt. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Einwand ist nicht gerechtfertigt. Zwar behandelte weder die angefochtene VerfÃ¼gung noch die Rekursvernehmlassung die Frage nach der Notwendigkeit der inneren Aufstockung explizit. Damit brachte die Baudirektion aber zum Ausdruck, dass sie diese Voraussetzung bei der gegebenen Betriebsart und -grÃ¶sse als ohne weiteres erfÃ¼llt erachtete. Die BegrÃ¼ndung im Rekursentscheid zu dieser Frage nimmt sodann in nachvollziehbarer Weise Stellung zu den konkret vorgebrachten RÃ¼gen der Rekurrierenden und ist damit einer materiellen ÃberprÃ¼fung im Beschwerdeverfahren zugÃ¤nglich. Dass dabei keine Auseinandersetzung mit der HÃ¶he des bisherigen Deckungsbeitrages stattfand, lÃ¤sst darauf schliessen, dass der Regierungsrat diesen Beitrag nicht als relevanten Garant fÃ¼r einen langfristigen Bestand des Betriebes erachtete. Ob diese Auffassung zutrifft, ist eine nachfolgend zu prÃ¼fende materielle Frage.</span><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Schliesslich rÃ¼gen die BeschwerdefÃ¼hrenden ebenfalls als GehÃ¶rsverletzung, dass der Regierungsrat entgegen ihrem Antrag keinen Augenschein zur PrÃ¼fung der Einordnung durchgefÃ¼hrt habe. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Der Augenschein im Rekursverfahren dient der AbklÃ¤rung der tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse insbesondere bei streitigem Sachverhalt. Die notwendige Einordnung eines Bauvorhaben hÃ¤ngt in der Regel wesentlich von der gegebenen baulichen oder landschaftlichen Umgebung ab, weshalb die RekursbehÃ¶rde auf eine EinordnungsrÃ¼ge hin in der Regel auch einen Augenschein durchfÃ¼hrt (vgl. VGr, 22. August 2003, VB.2003.00149 E. 5a, www.vgrzh.ch). Ein Verzicht darauf kann sich jedoch im Einzelfall rechtfertigen, insbesondere dann, wenn der massgebende Sachverhalt im Wesentlichen unbestritten ist und sich auf Grund der Akten hinreichend wÃ¼rdigen lÃ¤sst. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Im vorliegenden Fall hatten die Rekurrierenden vor Regierungsrat geltend gemacht, das Bauvorhaben liege im LandschaftsfÃ¶rderungsgebiet und habe sich auch wegen der NÃ¤he zum SchlosshÃ¼gel F gut einzuordnen. Die Halle habe beachtliche Ausmasse, sei von weither einsehbar und beeintrÃ¤chtige den Blick auf den SchlosshÃ¼gel F empfindlich. Die Auflage, wonach dunkle und nicht reflektierende Materialien zu verwenden seien, nÃ¼tze nichts, die grossen FensterflÃ¤chen am Fusse des SchlosshÃ¼gels seien Ã¤usserst stÃ¶rend. Der Regierungsrat stellte in seinem Entscheid fest, dass das Schloss F rund 600 m vom Bauvorhaben entfernt liege und die sÃ¼dlich des Schlosses ausgeschiedene Freihaltezone davon abgewandt sei. In rechtlicher Hinsicht mÃ¼sse mit dem Bauvorhaben eine befriedigende Gesamtwirkung erreicht werden, wobei der Aspekt der Fernwirkung umso mehr zu prÃ¼fen sei, je ausgeprÃ¤gter die optischen Auswirkungen eines Vorhabens seien. Er erwog weiter, im LandschaftsfÃ¶rderungsgebiet kÃ¤men die Bestimmungen der von ihm Ã¼berlagerten Landwirtschaftszone zur Anwendung. Hier sei die Erstellung von Masthallen fÃ¼r bodenunabhÃ¤ngige Tierhaltung gestattet. Allein die Ausmasse der Masthalle wÃ¼rden noch keine ungenÃ¼gende Einordnung begrÃ¼nden, da diese Masse der Ã¼blichen Bauweise entsprÃ¤chen. Der Bau trete auf Grund seiner GebÃ¤ude- und FirsthÃ¶he und dank seiner Situierung am Rande der Ebene und bei den bestehenden BetriebsgebÃ¤uden nicht sehr wesentlich in Erscheinung. Ein Alternativstandort, der geeigneter wÃ¤re, werde von den Rekurrierenden nicht genannt und sei auch nicht ersichtlich. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Damit legte der Regierungsrat seinem Entscheid die gleichen tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse zugrunde, wie sie die Rekurrierenden vorgebracht hatten, und wich nur in Bezug auf die rechtliche Ausgangslage und die WÃ¼rdigung der gegebenen VerhÃ¤ltnisse von der Beurteilung der Rekurrierenden ab. Hinsichtlich der Situierung des Pouletmaststalls auch im VerhÃ¤ltnis zum SchlosshÃ¼gel, zum Ortskern und den BetriebsgebÃ¤uden gaben die Akten genÃ¼gend Aufschluss fÃ¼r die Beurteilung der optischen Auswirkungen des Bauvorhabens. Mit dem Verzicht auf die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins wurden daher die Anforderungen an das rechtliche GehÃ¶r nicht verletzt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Strittig ist in erster Linie die ZonenkonformitÃ¤t der vorgesehenen Masthalle. Dabei gehen die Parteien Ã¼bereinstimmend und zu Recht davon aus, dass das Bauvorhaben als boden-unabhÃ¤ngiger Betriebsteil nur dann als landwirtschaftszonenkonform gelten kann, wenn es die Anforderungen an eine innere Aufstockung erfÃ¼llt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Nach Art. 16a Abs. 1 Satz 1 RPG in seiner am 20. MÃ¤rz 1998 revidierten Fassung sind in der Landwirtschaftszone diejenigen Bauten und Anlagen zonenkonform, die zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder fÃ¼r den produzierenden Gartenbau nÃ¶tig sind. Nach Abs. 2 der Bestimmung bleiben Bauten und Anlagen, die der inneren Aufstockung eines landwirtschaftlichen oder eines dem produzierenden Gartenbau zugehÃ¶rigen Betriebs dienen, in jedem Fall zonenkonform. Im Bereiche der Tierhaltung gilt gemÃ¤ss Art. 36 Abs. 1 RPV als innere Aufstockung die Errichtung von Bauten und Anlagen fÃ¼r die bodenunabhÃ¤ngige Tierhaltung, wenn der Betrieb nur mit dem Zusatzeinkommen voraussichtlich lÃ¤ngerfristig bestehen kann und wenn der Deckungsbeitrag der boden­unabhÃ¤ngigen Produktion kleiner ist als jener der bodenabhÃ¤ngigen Produktion (lit. a) oder das Trockensubstanzpotenzial des Pflanzenbaus einem Anteil von mindestens 70 % des Trockensubstanzbedarfs des Tierbestandes entspricht (lit. b). Deckungsbeitrags- und Trockensubstanzvergleich sind anhand von Standardwerten vorzunehmen. Sofern Standardwerte fehlen, ist auf vergleichbare Kalkulationsdaten abzustellen (Art. 36 Abs. 2 RPV). FÃ¼hrt das Deckungsbeitragskriterium zu einem hÃ¶heren Aufstockungspotenzial als das Trockensubstanzkriterium, so mÃ¼ssen in jedem Fall 50 % des Trockensubstanzbedarfs des Tierbestandes gedeckt sein (Art. 36 Abs. 3 RPV). Unter Deckungsbeitrag ist der Ertrag eines Betriebszweiges abzÃ¼glich der direkt diesem Betriebszweig zuteilbaren Kosten (variable Kosten) zu verstehen. Er zeigt an, welchen Beitrag ein einzelner Betriebszweig an die Deckung der Strukturkosten des gesamten Betriebes leistet. Die Trockensubstanz ist derjenige Teil eines pflanzlichen Ausgangsprodukts, welcher bei vollstÃ¤ndigem Entzug des Wassers zurÃ¼ckbleibt (vgl. Bundesamt fÃ¼r Raumentwicklung, Neues Raumplanungsrecht, ErlÃ¤uterungen zur Raumplanungsverordnung und Empfehlungen fÃ¼r den Vollzug, Bern 2001, S. 34 f.).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden bezweifeln nicht, dass der Betrieb des privaten Beschwerdegegners mit der vorgesehenen Aufstockung voraussichtlich lÃ¤ngerfristig bestehen kann (vgl. Art. 34 Abs. 4 lit. c RPV). Jedoch ziehen sie in Zweifel, dass der bestehende Betrieb zur Sicherung des lÃ¤ngerfristigen Bestandes auf die innere Aufstockung tatsÃ¤chlich angewiesen ist. Im Rekursverfahren verwiesen sie darauf, dass der private Beschwerdegegner bereits ein Zusatzeinkommen durch Wellnessangebote erziele und ihnen den Verzicht auf den Stallbau gegen EntschÃ¤digung angeboten hatte. Neu machen sie im Beschwerdeverfahren auch geltend, das Milchkontingent sei inzwischen verkauft und der bisherige Deckungsbeitrag von Fr. 125'000.- bilde eine durchaus genÃ¼gende Existenzgrundlage. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>GrundsÃ¤tzlich ist festzustellen, dass die Bearbeitung des Baugesuchs durch die Baudirektion auch unter dem hier interessierenden Gesichtspunkt nicht genÃ¼gte. ZweckmÃ¤ssigerweise wird der Gesuchsteller in der Regel mit dem Baugesuch ein Betriebskonzept einzureichen haben, aus welchem sowohl die Notwendigkeit der inneren Aufstockung (d.h. dass die bisherige Bewirtschaftungsweise keine lÃ¤ngerfristige Existenz sichert) als auch deren ZweckmÃ¤ssigkeit (d.h. dass mit der inneren Aufstockung der Betrieb voraussichtlich lÃ¤ngerfristig bestehen kann) hervorgehen. In diesem Konzept sind auch allfÃ¤llige andere PlÃ¤ne, zum Beispiel die Erweiterung durch einen nichtlandwirtschaftlichen Nebenbetrieb, so darzustellen, dass eine Beurteilung der Gesamtsituation mÃ¶glich wird. Verzichtet die Baudirektion darauf, ein Betriebskonzept einzuverlangen, so hat sie die wesentlichen Informationen selbst bzw. durch das Amt fÃ¼r Landschaft und Natur erheben zu lassen und in nachvollziehbarer Art und Weise zu wÃ¼rdigen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die VerhÃ¤ltnisse im vorliegenden Fall sind indessen in etwa vergleichbar mit denjenigen von BGE 117 Ib 379, wo 15.9 ha NutzflÃ¤che, ein Milchkontingent von 60'000 kg und ein Betriebseinkommen von ca. Fr. 60'000.- gegeben waren und das Bundesgericht die Notwendigkeit einer inneren Aufstockung bejahte. Die Lamaaufzucht des privaten Beschwerdegegners und die zwischenzeitlichen betrieblichen VerÃ¤nderungen (Umstellung auf Fleischzucht bzw. Mutterkuhhaltung und der offenbar begonnene Verkauf von Wellnessprodukten) Ã¤ndern hieran nichts Wesentliches. Ebenfalls zu keiner anderen Beurteilung fÃ¼hrt auch das Angebot des privaten Beschwerdegegners in seinem Schreiben vom 6. September 2003, da dieses offensichtlich im Ãrger Ã¼ber den Nachbarrekurs verfasst worden war und nichts Ã¼ber die objektive Notwendigkeit der Aufstockung aussagt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Es lÃ¤sst sich somit in diesem Fall gerade noch vertreten, mit den Vorinstanzen und gestÃ¼tzt auf die entsprechenden AusfÃ¼hrungen des privaten Beschwerdegegners anzunehmen, dass eine innere Aufstockung fÃ¼r den lÃ¤ngerfristigen Bestand des Betriebes notwendig ist. Die (neue) Behauptung der BeschwerdefÃ¼hrenden, wonach ein Deckungsbeitrag von Fr. 125'000.- fÃ¼r den langfristigen Betriebsbestand genÃ¼ge, ist nicht haltbar, da dieser Betrag nicht mit dem Betriebseinkommen gleichgesetzt werden kann, sondern sÃ¤mtliche Fixkosten des Betriebes decken muss (Bundesamt fÃ¼r Raumentwicklung, ErlÃ¤uterungen, S. 34).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.3.1 </span></b><span>Die im Rekursverfahren vorgelegten Berechnungen ergeben, dass der Deckungsbeitrag aus der Pouletmast 43.7 % und derjenige aus der bodenabhÃ¤ngigen Produktion 56.3 % ausmacht. Damit wird das Kriterium von Art. 36 Abs. 1 lit. a RPV erfÃ¼llt. Bei der Trockensubstanzbilanz wird der Bedarf des Tierbestandes zu 55.7 % bzw. 56.8 % durch das eigene Betriebspotenzial gedeckt. Damit wird die Limite von 70 % gemÃ¤ss Art. 36 Abs. 1 lit. b RPV nicht erreicht, weshalb nach Art. 36 Abs. 3 RPV zusÃ¤tzlich zum Deckungsbeitragskriterium ein Betriebspotenzial von mindestens 50 % des Trockensubstanzbedarfs erforderlich ist. Dieses ist hier vorhanden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden anerkennen diese Berechnungen, machen jedoch geltend, Art. 36 RPV sei insofern RPG- und verfassungswidrig, als er die Anforderungen der inneren Aufstockung gegenÃ¼ber der frÃ¼heren bundesgerichtlichen Rechtsprechung wesentlich gelockert und der Bundesrat damit seine Kompetenzen Ã¼berschritten habe.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.3.2 </span></b><span>Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 16 und Art. 24 aRPG wurden Bauten und Anlagen fÃ¼r nicht bodenabhÃ¤ngige Teile eines Landwirtschaftsbetriebes grundsÃ¤tzlich als nicht zonenkonform beurteilt, jedoch als standortgebunden zugelassen, wenn mit der inneren Aufstockung die Existenz des gesamten Betriebes gesichert werden konnte. FÃ¼r das zulÃ¤ssige Mass der Aufstockung wurde jeweils auf das Einkommen aus dem gesamten aufgestockten Betrieb abgestellt und im Einzelnen etwa ein Anteil von 30-35 % aus dem nicht bodenabhÃ¤ngigen Betriebszweig (BGE 117 Ib 270 E. 4), 30 % (BGE 117 Ib 379 E. 3) oder 27 % (BGE 117 Ib 502 E. 5) als massvoll erachtet. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Mit der Ãnderung des Raumplanungsgesetzes erweiterte der Bundesgesetzgeber in Art. 16a RPG die ZonenkonformitÃ¤t innerhalb der Landwirtschaftszone insofern, als er neu die bisher nur als standortgebunden anerkannten inneren Aufstockungen ausdrÃ¼cklich als zonenkonform bezeichnete. Diese Erweiterung erforderte auf der Ebene der AusfÃ¼hrungsverordnung, den Gehalt der ZonenkonformitÃ¤t nÃ¤her zu umschreiben und den Betroffenen auf diese Weise zu signalisieren, welche Bauten und Anlagen zur landwirtschaftlichen oder gartenbaulichen Bewirtschaftung in Zukunft gestÃ¼tzt auf Art. 22 RPG bewilligt werden kÃ¶nnen (vgl. Botschaft des Bundesrates zu einer Teilrevision des RPG, BBl 1996 III 513 ff., 532). Bei einer vertieften PrÃ¼fung der Problematik der inneren Aufstockung erwies sich jedoch der Begriff des Betriebseinkommens unklar und es erschien dem Verordnungsgeber einfacher und praktikabler, innerhalb der mehrstufigen landwirtschaftlichen Finanzbuchhaltung auf den so genannten Deckungsbeitrag abzustellen (Bundesamt fÃ¼r Raumentwicklung, ErlÃ¤uterungen, S. 34). Bei diesem Kriterium hÃ¤ngt letztlich das Aufstockungspotenzial vom bodenabhÃ¤ngigen Ertragspotenzial des bestehenden Betriebes ab. Alternativ dazu wurde sodann das Kriterium des Trockensubstanzpotenzials eingefÃ¼hrt, welches das Mass der inneren Aufstockung der bodenunabhÃ¤ngigen Tierhaltung von der GrÃ¶sse der bewirtschafteten FlÃ¤che abhÃ¤ngen lÃ¤sst. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Mit den BeschwerdefÃ¼hrenden kann angenommen werden, dass Art. 36 RPV die ZulÃ¤ssigkeit an innere Aufstockungen gegenÃ¼ber der bisherigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung etwas gelockert hat (vgl. auch Bundesamt fÃ¼r Raumentwicklung, ErlÃ¤uterungen, S. 35; Rudolf Muggli, Teilrevision des Raumplanungsgesetzes beim Bauen ausserhalb der Bauzonen: Konflikte mit dem Umweltschutz? in: URP 2002, S. 595 ff., 605). Diese Lockerung liegt aber in erster Linie in der EinfÃ¼hrung der beiden neuen alternativen Kriterien an sich. Indessen ist fraglich, ob und in welchem Mass die Zulassung eines Deckungsbeitrages aus der bodenunabhÃ¤ngigen Produktion von knapp 50 % vom bisher zulÃ¤ssigen Anteil am Betriebseinkommen abweicht. Mit den Begriffen Betriebseinkommen und Deckungsbeitrag knÃ¼pfen Bundesgericht und Verordnungsgeber grundsÃ¤tzlich an verschiedene GrÃ¶ssen an. Diese mÃ¼ssen nicht zwangslÃ¤ufig und fÃ¼r jeden Betrieb bzw. Betriebszweig in einer festen Beziehung zu einander stehen, da die Strukturkosten nur beim Deckungsbeitrag, nicht aber beim Betriebseinkommen berÃ¼cksichtigt werden und letzteres bisher jeweils betriebsspezifisch verstanden wurde, wÃ¤hrend der Deckungsbeitrag neu auf Grund von Standardwerten ermittelt werden soll. Insofern kÃ¶nnen die Prozentanteile des nach der Rechtsprechung massgebenden Betriebseinkommens nicht direkt mit denjenigen der DeckungsbeitrÃ¤ge verglichen werden.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Das Bundesgericht hat in verschiedenen Entscheiden zwar keine ausdrÃ¼cklich Obergrenze des Einkommensanteils aus der bodenunabhÃ¤ngigen Produktion genannt. Es hat vielmehr jeweils auf die (bis 1994 geltende) Stallbauverordnung verwiesen, welche in Art. 13 lit. c verlangt hatte, dass mindestens 50 % des Betriebseinkommens aus rein landwirtschaftlichen Betriebszweigen erzielt werde mÃ¼sse (BGE 117 Ib 270 E. 4, 117 Ib 379 E. 3, 117 Ib 502 E. 5). In einem unverÃ¶ffentlichten Entscheid vom 6. August 1997 kam das Gericht aber zum Schluss, dass das aus der inneren Aufstockung gewonnene Zusatzeinkommen nicht mehr als 35 % des effektiven Betriebsertrages betragen dÃ¼rfe (E. 4d am Ende). Wie sich aus der BegrÃ¼ndung dieses Entscheids ergibt, ging das Bundesgericht dabei davon aus, gegenÃ¼ber der bisher publizierten Praxis nichts Neues entschieden zu haben (vgl. auch BGr, 10. Februar 2000, Entscheidsammlung VLP, Nr. 1949). Im Lichte des geltenden Rechts liessen sich weitergehende agrarpolitisch allenfalls wÃ¼nschenswerte StÃ¼tzungsmassnahmen der Landwirtschaft nicht begrÃ¼nden (vgl. BGr, 6. August 1997, Entscheidsammlung VLP, Nr. 1487.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.3.3 </span></b><span> Art. 36 RPV wurde gestÃ¼tzt auf die allgemeine Vollzugskompetenz des Bundesrates nach Art. 182 Abs. 2 BV erlassen und bildet damit eine reine AusfÃ¼hrungsbestimmung zu Art. 16a Abs. 2 RPG. Als solche darf sie die im Gesetz selber begrÃ¼ndeten Verpflichtungen und Berechtigungen nÃ¤her ausfÃ¼hren und das im Gesetz Bestimmte den konkreten praktischen Gegebenheiten anpassen. Dabei darf die Bestimmung auch gegebenenfalls untergeordnete LÃ¼cken fÃ¼llen, soweit dies fÃ¼r den Vollzug des Gesetzes erforderlich ist. AusfÃ¼hrungsbestimmungen mÃ¼ssen sich aber an den gesetzlichen Rahmen halten und dÃ¼rfen insbesondere keine neuen Vorschriften aufstellen, welche die Rechte der Betroffenen beschrÃ¤nken und ihnen neue Pflichten auferlegen. Sie sind zudem nur in dem Umfange zulÃ¤ssig, als das Gesetz dafÃ¼r Raum lÃ¤sst und nicht bewusst auf eine prÃ¤zisere Regelung der betreffenden Frage verzichtet (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, N. 138; BGE 126 II 283 E. 3b, 124 I 127 E. 3b). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Art. 36 RPV begrÃ¼ndet keine neuen Rechte oder Pflichten innerhalb der Landwirtschaftzone, sondern konkretisiert lediglich, welche Voraussetzungen eine innere Aufstockung im Bereiche der Tierhaltung zu erfÃ¼llen hat. Die Bestimmung regelt damit die fÃ¼r den Vollzug von Art. 16a Abs. 2 RPG wichtigen und im Gesetz offen gelassenen Detailfragen. Der Begriff der inneren Aufstockung wurde zwar ursprÃ¼nglich von der Rechtsprechung geschaffen, mit der Gesetzesrevision aber als neuer unbestimmter Rechtsbegriff ins Raumplanungsgesetz eingefÃ¼hrt. Wenn der Gesetzgeber dabei darauf verzichtete, den neuen Begriff und insbesondere das zulÃ¤ssige Mass der inneren Aufstockung im Gesetz selber zu konkretisieren, so Ã¼berliess er damit dem Verordnungsgeber einen gewissen Spielraum bei der Wahl praktikabler Kriterien zur Konkretisierung dieses Masses. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Entgegen dem DafÃ¼rhalten der BeschwerdefÃ¼hrenden bestehen keine Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass der Gesetzgeber den Begriff im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auf ein Betriebseinkommen von maximal 30-40 % beschrÃ¤nken wollte. Zielsetzung der RPG-Revision war unter anderem, die Landwirtschaftszone innert bestimmter Schranken fÃ¼r Neubauten der landwirtschaftlichen oder gartenbaulichen Produktion zu Ã¶ffnen und dabei auf die Unterscheidung zwischen bodenabhÃ¤ngiger und bodenunabhÃ¤ngiger Bewirtschaftung zu verzichten. Grund dafÃ¼r war die Einsicht, dass die Landwirtschaft heute einem erheblichen wirtschaftlichen Druck ausgesetzt ist, sich daher stÃ¤ndig wandeln und ihre Produktionsmethoden dem Markt anpassen muss. Neu sollten daher auch die nur der Ã¼berwiegend bodenabhÃ¤ngigen Produktion dienenden Bauten als zonenkonform gelten (Botschaft, a.a.O., S. 531 f.). Mit den Anforderungen gemÃ¤ss Art. 36 Abs. 2 RPV stellt der Verordnungsgeber nach wie vor sicher, dass nur die Ã¼berwiegend bodenabhÃ¤ngig produzierenden Betriebe die MÃ¶glichkeit der inneren Aufstockung fÃ¼r sich in Anspruch nehmen kÃ¶nnen. Die im Einzelnen fÃ¼r die Beurteilung massgebenden Kriterien des Deckungsbeitrages und des Trockensubstanzpotenzials erweisen sich sodann als durchaus sachlich und praktikabel. UnabhÃ¤ngig von der effektiven Betriebsbuchhaltung und von der kaum Ã¼berprÃ¼fbaren tatsÃ¤chlichen Tierfutterverwertung ermÃ¶glichen die beiden Kriterien eine sich an objektiven Gesichtspunkten orientierende Beurteilung des Erwerbspotenzials aus der bodenabhÃ¤ngigen und der bodenunabhÃ¤ngigen Tierhaltung und des betrieblichen Futterproduktionspotenzials fÃ¼r den Tierbestand. Auch aus der parlamentarischen Beratung der RPG-Revision ergibt sich nichts anderes. Auf die Frage, was unter einer inneren Aufstockung denn zu verstehen sei, antwortete Bundesrat Koller zwar, dass man sich bewusst an die ausfÃ¼hrliche bundesgerichtliche Rechtsprechung zur inneren Aufstockung halte. Mit dem weiteren Hinweis jedoch, dass das Bundesgericht darunter nur bodenunabhÃ¤ngige Tierhaltungsbetriebe zwecks Nahrungsmittelproduktion verstehe, machte er klar, dass er damit eher den Begriff als solchen von irgendwie gearteten NebenerwerbstÃ¤tigkeiten eines Landwirts abgrenzen, als auf die Details der vom Bundesgericht aufgestellten Kriterien fÃ¼r eine massvolle innere Aufstockung verweisen wollte (Amtl. Bull. NR 1997, S. 1853 in Verbindung mit S. 1851).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Erweist sich demnach Art. 36 RPV als kompetenzgemÃ¤ss erlassen und gesetzeskonform, so wurde die ZonenkonformitÃ¤t des strittigen Bauvorhabens vom Regierungsrat zu Recht anerkannt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Unter dem Aspekt der Einordnung machen die BeschwerdefÃ¼hrenden geltend, wegen der Lage im LandschaftsfÃ¶rderungsgebiet sei eine gute Einordnung erforderlich, auch wenn grundsÃ¤tzlich die Bestimmungen der Landwirtschaftszone Anwendung fÃ¤nden. Die Masthalle sei von weit her einsehbar und trete auf offenem Feld, insbesondere vom Haus des BeschwerdefÃ¼hrers 5 und von den Bewohnern aus dem westlichen Ortsteil her wesentlich in Erscheinung. Alternativstandorte seien vorhanden. Die Fenster wÃ¼rden als grosse dunkle LÃ¶cher Ã¤ussert stÃ¶rend wirken, von einer guten Einordnung kÃ¶nne keine Rede sein.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>BezÃ¼glich der gesetzlichen Anforderungen an die Einordnung des Bauvorhabens kann auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen des Regierungsrats verwiesen werden (§ 28 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit § 70 VRG). Entgegen den AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼hrt die richtplanerische Festlegung eines LandschaftsfÃ¶rderungsgebietes nicht zu erhÃ¶hten Anforderungen bezÃ¼glich der Ãsthetik (vgl. RB 2000 Nr. 87). Auch das rund 600 m entfernte Schloss F und der SchlosshÃ¼gel mit der sÃ¼dlich vom Schloss ausgeschiedenen kantonalen Freihaltezone verlangen keine besondere RÃ¼cksichtnahme auf Objekte des Natur- und Heimatschutzes. Das Bauvorhaben ist daher gemÃ¤ss § 238 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) fÃ¼r sich und im Zusammenhang mit der baulichen und landschaftlichen Umgebung so zu gestalten, dass eine befriedigende Gesamtwirkung erreicht wird, wobei diese Anforderung auch fÃ¼r Materialien und Farben gilt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Strittig ist in erster Linie die landschaftliche Einordnung der Masthalle. Unter diesem Aspekt ist deren Situierung beim bestehenden BetriebsgebÃ¤ude und am Rande der Ebene zwischen den beiden Ortschaften X und Y grundsÃ¤tzlich zu begrÃ¼ssen. Das GebÃ¤ude weist zwar mit seiner LÃ¤nge von rund 68 m und seiner Breite von rund 20 m betrÃ¤chtliche Dimensionen auf, diese ergeben sich aber zwangslÃ¤ufig aus der zonenkonformen Zweckbestimmung des Nutzbaus. Dank ihrer geringen FirsthÃ¶he von 6 m wird die Halle nicht Ã¼bermÃ¤ssig in Erscheinung treten, zumal sie sich gegenÃ¼ber den Bauzonen in X vorwiegend mit ihrer schmalen SÃ¼dseite prÃ¤sentiert. Die von den BeschwerdefÃ¼hrenden bezeichneten Alternativstandorte versprechen in keiner Weise eine bessere landschaftliche Einordnung. So bÃ¶te ein Standort auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 215 bei einer Nord-SÃ¼d-Ausrichtung Ã¼berhaupt keine Vorteile und wÃ¤re bei einer Situierung entlang der in Hauptrichtung West-Ost verlaufenden Strasse wegen der besseren Einsehbarkeit vom Ortskern her eher nachteilig. Auch ein Standort oberhalb des Wohnhauses des privaten Beschwerdegegners hÃ¤tte wegen der erhÃ¶hten Lage entscheidende Nachteile. Allein die vermehrte Entfernung vom Ort, die sich die BeschwerdefÃ¼hrenden offenbar wÃ¼nschen, mag als solche noch keine bessere Einordnung zu gewÃ¤hrleisten, sondern wÃ¼rde eher zu einer unerwÃ¼nschten stÃ¤rkeren Zersiedlung der Landschaft fÃ¼hren. Dass der Maststall vom rund 150 m entfernten GrundstÃ¼ck BeschwerdefÃ¼hrers 5 aus gut sichtbar sein wird, liegt daran, dass dieser selber an etwas erhÃ¶hter Lage in der Landwirtschaftszone wohnt, und spielt fÃ¼r eine Gesamtbeurteilung der Situation keine Rolle. Auch die Gestaltung des Bauvorhabens im Einzelnen gibt keinen Anlass zu Bedenken. Die grossen Ãffnungen entlang der Ostseite des Stalls sind Folge des betrieblichen Konzeptes mit Auslauf im Wintergarten und sollten, da sie hangwÃ¤rts gewandt sind, keine stÃ¶renden Auswirkungen haben. DemgemÃ¤ss kann angenommen werden, dass mit der von der Baudirektion verfÃ¼gten Auflage hinsichtlich der Fassadenpaneele die Anforderungen an eine befriedigende Gesamtwirkung eingehalten sind. Die Beschwerde ist daher auch in diesem Punkt abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen schliesslich geltend, der Pouletmaststall erzeuge Ã¼bermÃ¤ssige Geruchs- und LÃ¤rmimmissionen. Der Normabstand von 151 m werde gegenÃ¼ber dem Wohnhaus des BeschwerdefÃ¼hrers 5 nicht eingehalten. Mit der Erweiterung des Tierbestandes wÃ¼rde die zulÃ¤ssige Anzahl von Grossvieheinheiten (GVE) pro ha Ã¼berschritten. Schliesslich seien die AbklÃ¤rungen zum LÃ¤rmschutz ungenÃ¼gend, da das AWA angenommen habe, die nÃ¤chsten Wohnbauten lÃ¤gen 200 m vom Maststall entfernt. Zudem sei die Sorge der BeschwerdefÃ¼hrenden, wonach die LÃ¼ftungsanlage in der Nacht erheblichen LÃ¤rm verursache, nie ernsthaft abgeklÃ¤rt worden. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Diese Einwendungen sind im Beschwerdeverfahren neu. Im Rekursverfahren hatten die BeschwerdefÃ¼hrenden nur zur BegrÃ¼ndung ihrer Legitimation ganz allgemein auf LÃ¤rm und Gestank verwiesen, ohne aber die AusfÃ¼hrungen des Um</span><span>weltvertrÃ¤glichkeitsberichtes oder der UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung zu Luft und LÃ¤rm in Frage zu stellen. Auf die neuen RÃ¼gen ist daher im Beschwerdeverfahren praxisgemÃ¤ss nicht einzugehen (RB 1997 Nr. 7, 1982 Nr. 5; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, § 52 N. 4).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>Selbst wenn auf diese RÃ¼gen einzugehen wÃ¤re, erwiesen sie sich aus folgenden GrÃ¼nden als unberechtigt:</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Bauvorhaben muss gemÃ¤ss Anhang 2, Ziff. 512 der Luftreinhalte-Verordnung vom 16. Dezember 1985 (LRV) die MindestabstÃ¤nde zu bewohnten Zonen einhalten. Dies ist hier der Fall, unabhÃ¤ngig davon, ob man unter âbewohnten Zonenâ bewohnbare Zonen oder auch nur bewohnte GebÃ¤ude versteht. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Anzahl GVE pro ha betrifft eine gewÃ¤sserschutzrechtliche Frage und hat keinen Einfluss auf Luft und LÃ¤rm. Nach Art. 14 des GewÃ¤sserschutzgesetzes vom 24. Januar 1991 (GschG) dÃ¼rfen in Hinblick auf eine ausgeglichene DÃ¼ngerbilanz hÃ¶chstens 3 GVE auf </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>1 ha NutzflÃ¤che fallen. Die gewÃ¤sserschutzrechtliche Bewilligung wurde am 11. Juli 2002 von der Baudirektion erteilt und den BeschwerdefÃ¼hrenden mit der kommunalen Baubewilligung erÃ¶ffnet. Im Rekurs wenden sich die BeschwerdefÃ¼hrenden zwar allgemein gegen alle kantonalen Beurteilungen und VerfÃ¼gungen, setzen sich aber in keiner Weise mit den Aspekt der DÃ¼ngerabnahme auseinander. Die Argumentation der BeschwerdefÃ¼hrenden bezieht sich im Ergebnis ausschliesslich auf das Aufstockungspotenzial nach Art. 16a RPG und nicht auf die fÃ¼r den GewÃ¤sserschutz massgebende DÃ¼ngerbilanz. Im Ãbrigen wird in der gewÃ¤sserschutzrechtlichen VerfÃ¼gung auf Massnahmen zur Verminderung der Luftbelastung mit Ammoniak hingewiesen (namentlich genÃ¼gend Stroh, welches Stickstoff bindet). Dem Anspruch der Nachbarn auf vorsorgliche Emissionsbegrenzung wird somit hinreichend Rechnung getragen (vgl. URP 2002, S. 97).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>BezÃ¼glich BetriebslÃ¤rm enthÃ¤lt der UmweltvertrÃ¤glichkeitsbericht zwar keine konkreten Angaben, doch hat das Amt fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit eine eigene AbschÃ¤tzung vorgenommen und dabei als nÃ¤chsten Empfangspunkt das Wohnhaus des BeschwerdefÃ¼hrers 5 in der Empfindlichkeitsstufe III als massgebend erachtet. Zur LÃ¼ftungsanlage fÃ¼hrte das Amt aus, bei entsprechender AusfÃ¼hrung kÃ¶nnten die Planungswerte mit geringem Aufwand deutlich unterschritten werden (a.a.O sowie die neu eingereichte LÃ¤rmberechnung). Es besteht kein Anlass, an dieser fachkundlichen Aussage zu zweifeln.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Die BeschwerdefÃ¼hrenden haben die Kosten des Beschwerdeverfahrens unter solidarischer Haftung zu tragen (§ 13 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG) und den privaten Beschwerdegegner fÃ¼r das Beschwerdeverfahren angemessen zu entschÃ¤digen (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 150.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'150.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden zu je einem Siebtel unter solidarischer Haftung fÃ¼r die gesamten Kosten auferlegt. </p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrenden werden verpflichtet, dem Beschwerdegegner 1 innert <br/> 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Urteils eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt <br/> Fr. 2'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu zahlen.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2">6. Mitteilung â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>