B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-3032/2014 U r t e i l v o m 2 6 . J u n i 2 0 1 4 Besetzung Einzelrichter Walter Stöckli, mit Zustimmung von Richterin Emilia Antonioni Luftensteiner, Gerichtsschreiber Thomas Hardegger. Parteien A._______, geboren (…), Iran, z.Z. im Transit Flughafen Zürich, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 30. Mai 2014 / N (…). E-3032/2014 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a Der Beschwerdeführer traf am 15. Mai 2014 von Tansania her kom- mend auf dem Luftweg auf dem Flughafen Zürich ein. Nachdem seine mitgeführten griechischen Ausweise ( Reisepass, Identi tätskarte, Führer- ausweis) als gefälscht erkannt wurden, stellte er ein Asylgesuch. Mit Z u- weisungsverfügung vom gleichen Tag verweigerte ihm das BFM vorläufig die Einreise in die Schweiz und wies ihm für die Dauer von maximal 60 Tagen den Transitbereich des Flughafens als Aufenthaltsort zu. A.b An der Befragung zur Person vom 16. Mai 2014 und der Anhörung zu den Asylgründen durch das BFM vom 27. Mai 2014 brachte er vor, er stamme aus der Stadt B._______ und sei C._______ des (…) National- kaders gewesen. Vor etwa zwei Jahren habe er mit seinem D._______ und Sportskollegen begonnen, sich für die kommunistische Ideologie zu interessieren. Im Rahmen seiner politischen Tätigkeiten habe er Flugblät- ter verteilt und mit Kollegen Gespräche geführt, auch um diese für die kommunistische Sache zu gewinnen. Im (…) 2013 seien Angehörige des Geheimdiensts (Etelaat) zu seinem D._______ gekommen. D ieser sei nicht abwesend gewesen, habe daraufhin das Land verlassen und lebe heute in (...ein europäisches Land...). Drei Wochen später sei er selber zu Hause von Leuten des Etelaat verhaftet, in ihr Auto gesetzt und mit ver- hülltem Kopf an einen unbekannten Ort gefahren worden. Dort sei er über seine politischen Tätigkeiten verhört und auch misshandelt worden. Nach drei Tagen habe E._______ mittels Bezahlung einer Kaution seine Fre i- lassung bewirkt. Er sei aber letztlich nur deshalb freigekommen, weil die (…) Nationalmannschaft nicht auf ihn habe verzichten können. In der Fol- ge habe er die sportlichen Tätigkeiten für die Nationalmannschaft wieder aufgenommen und sei nicht mehr politisch aktiv gewesen, zumal er sich dazu bei der Freilassung verpflichten habe. Er habe im (…) 2013 als (…) C._______ den Iran mit seinen Sportskollegen bei einem wichtigen Sportanlass (…im Ausland…) vertreten. In den Iran zurückgekehrt, sei er (…) 2013 aufgefordert worden, sich während eines Gesprächs am Fern- sehen für die Beteiligung an der Präsidentenwahl auszusprechen. Er hät- te dabei einen vorformulierten Text wie ein Papagei wiederholen müssen. Seine Sportskollegen hätten dies ge tan, er aber habe sich verweigert, da er für einen Boykott dieser Scheinwahl gewesen sei. Er sei zwar weiterhin als (…Sportler…) tätig gewesen, habe fortan aber die Trainingsstrukturen des Nationalkaders nicht mehr habe benützen dürfen und keine Unter- stützungsleistungen der früheren Sponsoren mehr erhalten. Im Jahr 2013 E-3032/2014 Seite 3 habe er dadurch zwei Mio. Toman weniger verdient, aber immer noch insgesamt 10 Mio. Toman. In den beiden Vorjahren sei er auf Einkünfte von 6 Mio. (2012) und 4 Mio. Toman (2011) gekommen. Als im (…) 2013 in der Fabrik " F._______" ein Streik ausgebrochen sei, habe er sich für die Arbeiter eingesetzt. Er habe sie in Gesprächen über ihre Rechte au f- geklärt und Flugblätter verteilt. D ie Aktion sei erfolgreich gewesen . Vor über zwei Monaten sei er via Internet Mitglied der in Schweden ansässi- gen und im Iran verbotenen kommunistischen Jugendpartei Hezb-e Komūnīst Ǧavānān geworden. Er habe sich bei dieser Partei dem Wunsch von Kiar Azar entsprec hend per Internet als Mitglied formell an- gemeldet, damit alles offiziell sei. Diese Partei sei von Mansoor Hekmat etwa 1992 gegründet worden. Im Iran werde sie aktuell von Kian Azar ge- führt. Etwa im Januar 2014 sei sein Freund E.A. , der ihn mit der Jugen d- partei bekannt gemacht habe, verhaftet worden. Vor einem Monat sei er selber während seiner Abwesenheit von iranischen Behörden zu Hause, bei Verwandten und in Sportanlagen gesucht worden. Er habe sich daher im väterlichen Haus versteckt. Am 9. Mai 2014 sei er in Teheran einem Sattelschlepper zugestiegen . Am Folgetag hätten sie die türkisch- iranische Grenze überquert und seien in die Region Istanbuls gelangt. Von dort habe er das Flugzeug nach Dar es Salam, Tansania, und am 14. Mai 2014 den Flug nach Zürich genommen. Eigentliches Reiseziel sei nicht Griechenland, sondern (...ein anderes europäisches Land...) gewe- sen, wo sein D._______ lebe. Er habe deshalb von Zürich aus nach (...ein europäisches Land...) weiterreisen wollen. Er fürchte sich bei einer allfälligen Rückkehr in den Iran vor ernsthaften Nachteilen. Ausserdem hätten sich seine Sportskollegen von ihm abgewandt (…). Er gab beim BFM Kopien seiner Geburtsurkunde (Shenasnameh), seiner iranischen nationalen Identitätskarte (Melli-Karte) sowie von Fotos und Berichten zu seinen sportlichen Tätigkeiten und zum Streik bei der Fabrik F._______ ab. Er stellte die Nachreichung der Originale in Aussicht. A.c Mit Verfügung vom 30. Mai 2014 – eröffnet am 4. Juni 2014 – stellte das BFM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, wies das Asylgesuch ab, verfügte seine Wegweisung aus dem Transitbereich des Flughafens Zürich und händigte ihm die editionspflich- tigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aus. A.d Am 2. Juni 2014 trafen Originaldokumente beim BFM ein. Es hande l- te sich hierbei um die Melli-Karte und den Shenasnameh, bei denen eine Überprüfung keine Fälschungsmerkmale ergeben hat. E-3032/2014 Seite 4 B. Der Beschwerdeführer erhob gegen die Verfügung am 30. Mai 2014 per Telefax und am 4. Juni 2014 auf dem Postweg beim Bundesverwaltungs- gericht Beschwerde. Im vorgedruckten deutschsprachigen Teil der B e- schwerde wird die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Ane r- kennung der Flüchtlingseigenschaft und Asylgewährung, eventualiter die Feststellung des unzulässigen und unzumutbaren Wegweisungsvollzugs und die Anordnung der vorläufigen Aufnahme beantragt. In formeller Hin- sicht wird die Übersetzung der in Farsi abgefassten Beschwerdebegrün- dung in eine Amtssprache von Amtes wegen sowie die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung samt Verzicht auf Erhebung des Koste n- vorschusses beantragt. Der Beschwerde lag die Fotokopie eines mit einer handschriftlichen Notiz versehenen Schreibens auf Farsi bei. C. Das Bundesverwaltungsgericht ordnete am 10. Juni 2014 eine Amtsüber- setzung des handschriftlichen Teils der Beschwerdebegründung und des Beweismittels in eine Schweizer Amtssprache an. Die Übersetzungen tra- fen am 11. Juni 2014 beim Gericht ein. Die Beschwerdegründung erhielt die weiteren Anträge , im Falle ei ner Wegweisung sei (...ein bestimmtes europäisches Land...) anzufragen, ob es den Beschwerdeführe r über- nehme. Im Falle des Akzepts sei er (...in dieses bestimmte Land ...) zu überstellen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurte i- lung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorlie- gend – endgültig (vgl. Art. 105 AsylG, Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 1.2 Die Beschwerde ist frist - und formgerecht eingereicht. Der Beschwerde- führer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung be sonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung; er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 1.3 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG und das E-3032/2014 Seite 5 AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 1.4 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 1.5 Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterl i- cher Zuständigkeit mit Zustimmung e ines zweiten Richters beziehung s- weise einer zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet. 2. 2.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grun d- sätzlich Asyl. Flüchtlinge im Sinne von Art. 3 AsylG sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachte i- len ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachte ilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Ge- fährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nach weisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge - geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesent - lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver - fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 2.2 Die Vorinstanz lehnte das Asylgesuch mangels Glaubhaftigkeit ab. Der Beschwerdeführer habe zu seinem Interesse am Kommunismus weitgehend oberflächlich ausgesagt . Die Umstände seines Beitritts zur Partei seien nicht nachvollziehbar und es erstaune, dass er anfangs nicht gewusst haben will, dass ihn das Interesse am Kommunismus in Gefahr bringen könne. Zur kommunistischen Ideologie haben er nur zu sagen gewusst, dass es um Gleichberechtigung und um die Herrschaft der e i-E-3032/2014 Seite 6 genen Bevölkerung über das ganze System gehe. Er könne keinen einzi- gen eigenen nachvollziehbaren politischen Einsatz belegen und be- schreiben. Seine Angaben über die Partei seien oberflächlich, standardi- siert, konstruiert und seien problemlos dem Internet zu entnehmen. Auf Nachfrage habe er zwei weitere engagierte Personen namentlich g e- nannt, darunter seinen D._______; in der Jugendpartei seien 25 Perso- nen aktiv gewesen. Zusammenfassend fehle es an konkreten, realitäts- nahen Merkmalen des persönlichen Erlebens. Auch über das Schicksal des D._______, eines im (…) 2013 angeblich von der Etelaat Gesuchten und Geflüchteten, habe er äusserst spärliche Angaben gemacht . Weder sei nachvollziehbar, warum von den 25 Aktivisten gerade der D._______ in den Fokus der Etelaat geraten sei und wie er als Systemgegner habe identifiziert werd en können , noch gebe es Details zu den angeblichen Versuche der Etelaat, diesen D._______ festzunehmen. Weiter sei uner- klärlich, warum drei Wochen später der Beschwerdeführer selber gesucht worden sei. Zudem wisse er nichts über die Folgen der Festnahme zwe i- er Sympathisanten zu berichten. Die Umstände der eigenen Haft s eien dürftig und ohne Realkennzeichen geschildert worden. Das Verhalten des G._______, die Bedingungen bei der Freilassung aus der Haft und der anschliessende Auslandaufenthalt widersprächen dem notorischen Vor- gehen der iranischen Behörden. Ausserdem habe er als direkt Betroffener nichts zu seinem Kautionsverfahren sagen können. Nicht nachvollziehbar sei, dass er schon wenige Wochen nach seiner Inhaftierung im Vorfeld des geplanten Fernsehgesprächs erneut das Risiko eingegangen sei, g e- genüber den Behörden negativ aufzufallen. Anderseits habe seine Weige- rung, am Fernsehen das Aufgetragene auszusagen, bis auf eine Kürzung von Unterstützungsleistungen und Belohnungen praktisch keine nen- nenswerten Nachteile für ihn gezeitigt: Er habe weiterhin an nationalen und internationalen Wettkämpfen ausser Landes teilnehmen können. Das sei wenig glaubhaft sein, denn als Person mit einer behördlich bekannten oppositionellen Einstellung hätte er kaum problemlos seinen sportlichen Aktivitäten für die Nati onalmannschaft nachgehen könne n. Zudem habe er die behördlichen Razzi en zu Hause, an den Trainingsorten und bei Verwandten im (…) 2014 nicht glaubhaft gemacht und keine überzeugen- den Antworten gegeben. Aus den eingereichten Beweismitteln könne er für sich nichts ableiten. Die Bilder und de r Bericht über den Streik in der Fabrik F._______ würden keine Hinweise auf ihn enthalten und könnten mithin auch sein geltend gemachtes politisches Engagement nicht bele- gen. Ohnehin erstaune, dass er seine Behauptungen ni cht mit relevanten Dokumenten untermauern könne. Zusammenfassend sei en seine Vor-E-3032/2014 Seite 7 bringen nicht glaubhaft, so dass deren Asylrelevanz nicht zu prüfen sei. Er sei nicht Flüchtling und sein Asylgesuch sei abzulehnen. 2.3 2.3.1 Der Beschwerdeführer behauptete in der Beschwerde unter Hinweis auf die nachgereichten originalen Beweismittel, seine Identität mit dem Shenasnameh und der Melli-Karte nachgewiesen zu haben. Er habe ins- gesamt überzeugend und detailliert ausgesagt. Auch wenn es auf den ersten Blick etwas unrealistisch und überraschend erscheine, dass ein (…erfolgreicher Sportler …) trotz aller Widerwärtigkeiten und Schwieri g- keiten seitens der Behörden über längere Zeit weiterhin für die Ehre und den Stolz Irans eingestanden sei, verhalte es sich doch aufgrund der vor zwei Monaten eingesetzten Entwicklungen so, dass er sich nun tatsäc h- lich vor einem erneuten ernsthaften Zugriff de s Etelaat (Geheimdienst) und den damit verbundenen schwerwiegenden Folgen zu fürchten habe. Seine Demonstrationsteilnahme im Rahmen von Präsidentschaftswahlen (2009) hätte keinen Zusammenhang mit den Demonstrationen und Streiks der F._______-Arbeitnehmer des Jahres 2013 gehabt. An den beiden letzt genannten Ereignissen habe er persönlich nicht tei lgenom- men. Er habe aber dort im Hintergrund und mit Unterstützung von Freun- den immerhin die entsprechenden Fäden gezogen: Er habe die Arbeiter von F._______ über ihre Rechte , den Lohn, die Vermögenswerte und Machenschaften ihres Chefs orientiert und sie in taktischer Hinsicht bera- ten, beispielsweise zu r Art und Abwicklung ihrer Demonstrationen. Über seinen damaligen geheimen Einsatz existierten aus Sicherheitsgründen verständlicherweise keine Dokumente. Ausserdem sei es unmöglich, zu den Beweggründen des Geheimdienstes für die ihm und D._______ ge- genüber ergriffenen Massnahmen etwas zu wissen. Er könne nicht erklä- ren, warum er erst (…) Wochen nach de r Fahndung nach dem D._______ und dessen Flucht von Leuten des Geheimdienstes gesucht worden sei. Aus demselben Grund sei es müssig, darüber zu mutmassen, weshalb sein D._______ aus einer Gruppe von 25 Mitglieder den Leuten des Geheimdienstes aufgefallen sei. Im Übrigen habe die Gruppe im d a- maligen Zeitpunkt bloss aus vier Personen bestanden. Er sei vom Etelaat nur freigelassen worden, weil er (…im Sportsverband…) gewesen sei. Nur zehn Tage nach der Haftentlassung sei er als eine r von (…) Mitglie- dern der (…) Nationalmannschaft (…für ein bestimmtes Rennen im Au s- land) qualifiziert worden. H._______ habe sich auf Ersuchen des E._______ für seine Freilassung verwendet. Dass E._______ für ihn eine Kaution in Form der Überschreibung des (…) Hauses habe leisten mü s- sen, habe ihn (…im Ausland…) von einer Flucht abgehalten. Am (…) E-3032/2014 Seite 8 2014 habe er an den Landesmeisterscha ften in B._______ teilgenom- men, wo er (…) geworden sei und sich für (…ein weiteres Rennen in e i- nem bestimmten Land im Ausland…) qualifiziert habe . Auch (…dort….) wäre er aus damaliger Sicht mutmasslich nicht abgesprungen , weil er nicht gewollt hätte, dass E._______ das Haus (…) wegen seiner Flucht verlöre. Da er die iranische Präsidentenwahl als Farce betrachtet habe und nicht gegen die eigene Überzeugung habe handeln wollen, habe er sich geweigert, einen vom Staat diktierten Text wie ein Papagei über den TV-Sender weiterzugeben. Damals habe er noch geglaubt, das Risiko und die Gefahr einer erneuten politischen Aktivität im Rahmen der Ber a- tung der F._______-Arbeitern im Jahr 2013 eingehen zu können, weil sein Einsatz geheim gehalten und nur gegenüber vertr auenswürdigen langjährigen Arbeitnehmern der Fabrik geschehen sei. Nicht zuletzt weil dem E._______ seines Freundes I._______ von der Fabrik gekündigt worden sei, habe er einfach nicht untätig bleiben können, zumal er e r- kannt habe, wo die Rechte der Arbeitnehmer bei F._______ verletzt wor- den seien und wie man mit der Aktion Erfolg haben könne. Er wisse nicht, ob die Leute des Geheimdienstes Kenntnis von seinen Beratungstätigkei- ten bei der F._______-Angelegenheiten gehabt hätten. Vielleicht habe sein verhafteter Freund I._______ seinen Namen unter Folter preisgeben müssen, was die Fahndung nach ihm ausgelöst haben könnte . Fakt sei, dass der Geheimdienst nach ihm fahnde. Betreffend seine Aktivitäten in- nerhalb seiner Partei sei es so, dass kein Kommunist im Iran sich leisten könne, sich als aktives Parteimitglied erkennen zu geben, weil er ansons- ten strafrechtlich verfolgt würde. In Anbetracht des bekannte n rigorosen und martialischen Vorgehens der Behörden würde er wegen seiner Mit- gliedschaft in einer kommunistischen Partei und Werbung für die Partei als Feind des Islams zur Rechenschaft gezogen . Er würde dann von ei- nem Scheingericht zum Tod verurteilt und ungeachtet allfälliger Medie n- proteste hingerichtet. Die im Iran verbliebenen Kommunisten könnten nichts anderes tun als die Leute informieren; er selber habe namentlich Flyers verteilt und Freunde, Sportler und Studenten mit dem Kommuni s- mus bekannt gemacht. Erst als vor zwei Monaten die Etelaat-Leute er- neut versucht hätte n, ihn festzunehmen, habe er realisiert, dass er akut an Leib und Leben gefährdet sei. E._______ habe ihm zur Flucht geraten und signalisiert, (…). In dieser Situation habe er nicht mehr Zeit gehabt, die Reise (…ins Ausland…) abzuwarten. Er habe sein an sich gutes L e- ben sofort gegen die Strapazen einer unsicheren Flucht eintauschen müssen. Kein vernünftiger Mensch würde dies tun, wenn er nicht tatsäch- lich verfolgt wäre. Er sei bei einer Rückkehr in seinen Heimatstaat an Leib und Leben akut gefährdet. E-3032/2014 Seite 9 2.3.2 Der Beschwerdeführer rügte sinngemäss auch die Verletzung des rechtlichen Gehörs, denn Umfang und Inhalt seiner Antworten hätten sich ausschliesslich nach dem Frageschema und dem Verhalten seiner Befra- ger gerichtet. Öfters habe ihn der Befrager zur Kürze angehalten und ihn nicht ausreden oder erzählen lassen. Daher habe er öfters auf Ausfüh- rungen verzichtet. Vom BFM dürfe ihm nun nicht vorgehalten werden, zu oberflächlich, zu wenig konkret und zu wenig detailliert berichtet zu ha- ben. Sollten tats ächlich offene Fragen zu seinem Asylgesuch noch fest- zustellen sein, sei er bereit , diese Lücken zu schliessen und stelle sich auch allfälligen Fragen des Gerichts. Möglich sei auch, dass seine Aus- sagen nicht richtig übersetzt worden seien . Diese verfahrens rechtlichen Rügen sind vorab zu prüfen, da sie allenfalls geeignet wären, eine Kassa- tion der angefochtenen Verfügung zu bewirken. Gemäss Art. 29 VwVG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches G e- hör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, anderseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass e i- nes Entscheides dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen ei n- greift. Dazu gehört insbesondere das Recht des Betroffenen, sich vor E r- lass eines solchen Entscheides zu r Sache zu äussern, Beweise beiz u- bringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit Beweisanträgen gehört zu werden und an der Beweiserhebung entweder mitzuwirken oder sich z u- mindest zum Ergebnis zu äussern, wenn dieses für den Entscheid b e- deutsam ist. Der Ansp ruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwi r- kungsrecht somit alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, d a- mit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (vgl. BGE 135 II 286 E. 5.1; BVGE 2009/35 E. 6.4.1, m.w.H.). Unter dem Aspekt des Anspruchs auf rechtliches Gehör soll die Anhörung G e- währ dafür bieten, dass die asylsuchende Person ihre Asylgründe vol l- ständig darleg en kann und diese von der Asylbehörde korrekt erfasst werden, wobei die Befragung insbesondere auch dazu dient, gezielte Rückfragen zur Erhebung des Sachverhalts zu stellen und Missverstän d- nisse zu klären. Die behördliche Untersuchungspflicht wird allerdin gs durch die dem Asylsuchenden gestützt auf Art. 8 AsylG auferlegte Mitwir- kungspflicht eingeschränkt, wobei der Gesuchsteller insbesondere bei der vertieften Anhörung alle Gründe zu nennen hat, die für die Asylgewä h- rung relevant sein könnten (vgl. BVGE 2009/50 E. 10.2 m.w.H.). Diesen Anforderungen ist die Vorinstanz entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nachgekommen. Sein Aussageverhalten lässt – so- weit dies aufgrund de r Lektüre der Befragungsprotokolle überhaupt beur-E-3032/2014 Seite 10 teilt werden kann – nicht erkennen, dass er sich während der Befragun- gen in einer besonderen Druck- oder Stresssituationen befunden ha be oder der Befragung nicht habe folgen und nicht alles habe sagen können. Die Protokolle erwecken vielmehr den Eindruck einer geistig präsenten , selbstsicheren, ja eher einstudierten oder auf das Gespräch bestens vo r- bereiteten, situativ reaktionsfreudigen und leistungsfähigen Person. Die Befrager haben dem Beschwerdeführer jeweils offensichtlich in ausre i- chende Weise ermöglicht, seine Gründe vollständigen darzulegen. Er konnte jedenfalls in der Beschwerde nicht angeben, zu welchen konkre- ten Sachverhalte er noch hätte vertiefter befragt werden wollen . Er hat sowohl in der vierstündigen summarischen Befragung (F9.01) als auch bei der einlässlichen, über fünfstündigen Anhörung (F134) erklärt, er habe nichts beizufügen . Er gab in beiden Befragungen an, den Dolmetscher einwandfrei verstanden zu haben, und er hat die Richtigkeit und Vollstä n- digkeit beider Befragungsprotokolle nach jeweilige n Rückübersetzungen in seine Muttersprache unterschriftlich vorbehaltlos bestätigt. Die Hilf s- werkvertretung sah sich zu keiner Bemerkung veranlasst. Damit bleibt kein Raum für nachträgliche Einwände der geltend gemachten Art. Zusammenfassend sind keine Anhaltspunkte auf ei ne ungenügende Sachverhaltsfeststellung oder eine Verweigerung des BFM , Asylgründe zu erforschen oder zu Protokoll zu nehmen, und damit auf eine Gehör s- verletzung erkennbar. Es besteht somit keine Veranlassung zu weiteren Abklärungen, zu einer Neubefragung oder zur Aufhebung der angefoc h- tenen Verfügung aus anderen formellen Gründen. D er Antrag auf Kassa- tion der angefochtenen Verfügung aus formellen Gründen ist abzuweisen. 3. Der Erkenntnis des BFM, die geltend gemachten Ausreisegründe als den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht gen ü- gend zu betrachten, ist beizupflichten. Zur Vermeidung von Wiederholun- gen kann vorab auf die nicht zu beanstandenden korrekten Ausführungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden. Der Beschwerde sind keine stichhaltigen oder erheblichen Entgegnungen zu entnehmen, die eine Änderung im Flüchtlings- und Asylpunkt zu bewirken vermöcht en, denn sie erschöpfen sich im Wesentlichen in einem Verweis auf die bi s- herigen Vorbringen, stellen leichte Angleichungen früherer Angaben an nicht wegzudiskutierende Realitäten dar oder erscheinen als Schutzb e- hauptungen. E-3032/2014 Seite 11 Den vorinstanzlichen Ausführungen ist Folgendes beizufügen: Es ist vom BFM nicht bestritten und gilt aufgrund der nachgereichten Originalau s- weise als bewiesen, dass es sich beim Beschwerdeführer um diejenige Person handelt, für die er sich ausgibt , nämlich (…). Nicht zu glauben ist ihm hingegen angesichts seiner oberflächlichen Beschreibung der Parte i- ideologie und der Parteivorhaben seine Aktivitäten im Dienste der Kom- munistischen Partei. Weder konnte er mit den eingereichten Beweismit- teln seine Tätigkeit für die H ezb-e Komūnīst Ǧavānān im Iran glaubhaft machen, noch gelingt ihm dies bezüglich der politischen Einstellung des D._______. Dass sie beide in den Fokus des Geheimdienstes seines Landes geraten seien und nach ihnen gefahndet worden sei, überzeugt ebenfalls nicht. Über die auf dem Internet zugänglichen allgemeinen I n- formationen zur Ideologie dieser Partei hinaus vermochte er nicht, ein le- bendiges Bild dieser politischen Gruppierung, der 25 Mitglieder und ihrer Aktivitäten zu vermitteln. Das Aussageverhalten zu eigenen Parteiaktivitä- ten erscheint seinerseits als durchwegs vage, weitgehend substanzlos und ohne Realkennzeichen. Ausserdem wäre es im iranischen Kontext wohl töricht gewesen, in der Internetanmeldung unverschlüsselte Anga- ben zu Identitäten von Parteim itgliedern zu machen und diesen Beleg aufzubewahren. Die Substanzlosigkeit gilt in besonderem Masse für die Geltendmachung der Festnahme durch Geheimdienstleute, das Abführen unter Verhüll en des Gesichts , die rund zehn Verhöre, das mehrtägige Festhalten und die Misshandlungen durch Angehörige der Etelaat. So sind auch die Beschreibungen der Haftbedingungen, der ihn verhörenden Personen und der ihm verabreichten Schläge, welche meistens ins G e- sicht erfolgt seien, aber ohne dass er Schäden erlitten habe (A12 S. 11), dürftig, unpersönlich und k onturenlos. Vollends unglaubhaft ist, dass der Staat ein derart hohes Interesse an ihm als (…) Sportler gehabt habe, dass er nur deswegen aus der Haft entlassen und wieder zu sportlichen Anlässen im In- und Ausland zugelassen worden sei. Auch den angeblich erlebten oder ihm von dritter Seite zugetragenen Fahndungen des Etelaat nach ihm fehlt es an Konkretisierungen und Realkennzeichen. Mithin erscheint die geschilderte Verfolgungslage unglaubhaft und der geschilderte massive Leidensdruck aufgesetzt. Es entsteht bei den Anga- ben des Beschwerdeführers keineswegs der Eindruck von tatsächlich e r- lebten Ereignissen, von selber erlittenen Verhören unter Gewaltanwe n- dung. Der Beschwerdeführer macht in keiner Weise den Eindruck einer politisch engagierten Person, die durch eine plötzliche Veränderung der Sicherheitslage sich vor gravierenden Nachteilen fürchtet oder sich gar in einer subjektiv empfundenen Todesgefahr befindet. Daran ändern auch E-3032/2014 Seite 12 die Beweismittel, w ie die auf Beschwerdestufe eingereichte Kopie eines ausgefüllten Formulars für Neumitglied er bei der vorerwähnten Partei, nichts. Bei dieser Sachlage sind die Vorbringen des Beschwerdeführers nicht glaubhaft. Unklar bleibt im Übrigen auch, wie es ihm gelungen sein soll, innerhalb von nur zwei Tagen in einem Sattelschlepper von Teheran in die Nähe Istanbuls gelangt zu sein. Dem Beschwerdeführer ist es damit nicht gelungen, zumindest glaubhaft zu machen, dass er im Iran ernsthafte Nachteile erlitten hat oder solche im Fall der Rückkehr befürchten müsste. Er erfüllt die Flüchtlingseige n- schaft nicht, und das Bundesamt hat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt. 4. Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 AsylG). Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Au f- enthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.1 m.w.H.). Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet. 5. Ist der Vollzug der Wegweisung nicht durchführbar, das heisst unzulässig, unzumutbar oder unmöglich, regelt das Bundesamt das Anwesenheit s- verhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Au f- nahme von Ausländern (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG). Bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen gilt der gleiche Bewei s- standard wie bei der Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu b e- weisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andern falls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 5.1 Der Vollzug ist unzulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat en tgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus e i- nem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Au sreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 E-3032/2014 Seite 13 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behan d- lung unterworfen werden. Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erheb- liche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung vorli egend keine Anwendung finden; seine Rückkehr in den Iran ist unter diesem As- pekt rechtmässig. Sodann ergeben sich weder aus seinen Aussagen noch aus den Akten glaubhafte Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Rückkehr in den Iran mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausg e- setzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Me n- schenrechte (EGMR) und jener des UN -Anti-Folterausschusses müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm bei einer Rückschiebung Folter oder u n- menschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR Saadi ge- gen Italien vom 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/0 6, §§ 124 ff. m.w.H.), was ihm nicht gelingt . Sollte d er Beschwerdeführer mit seiner Formulierung in der Beschwerdeschrift, er könne auf keinen Fall in den Iran zurückkehren und "wäre sogar bereit, hier im Ausland zu sterben", für den Fall der Durchführung des Wegweisungsvollzugs in den Iran mit Sui- zid gedroht haben wollen, ist ihm zu sagen, dass selbst eine ärztlich b e- scheinigte Suizidalität in der Regel keinen Hinderungsgrund für den Wegweisungsvollzug darstellt. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung im Sinne der asyl - und der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 5.2 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me- dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefäh r- dung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vor- läufige Aufnahme zu gewähren. 5.2.1 Es besteht kein Grund anzunehmen, der Beschwerdeführer gerate bei einer Rückkehr in sein Heimatland in eine existenzbedrohende Lage, da dort weder eine allgemeine und landesweite Gewaltsituation besteht, E-3032/2014 Seite 14 noch die allgemeine Menschenrechtssituation den Wegw eisungsvollzug als unzumutbar erscheinen lässt. 5.2.2 Der Rückkehr des (…)-jährigen Beschwerdeführers stehen keine individuellen Gründe politischer, wirtschaftlicher, sozialer oder gesun d- heitlicher Natur entgegen. So wohnte er vor dem Verlassen seines He i- matlandes bei seine m vermög enden E._______ und J._______, und auch die (…Verwandte…) leben im Iran. Er arbeitete vorerst als K.______ und wurde (…). Er kann auf ein intaktes familiäres Beziehungsnetz zu- rückgreifen und dürfte auch auf seinen erst vor Kurzem verlassenen Be- kanntschafts- und Freundeskreis zählen können. Namentlich seitens sei- nes (…)-jährigen E._______ kann er, soweit erforderlich, mit finanzieller Unterstützung rechnen. Angesichts seines Alters, seine r guten Gesund- heit, seiner schulischen Ausbildung, seiner beruflichen Erfahrungen und seiner Beziehungen zu Personen im Heimatland ist insgesamt davon auszugehen, dass er sich im Iran wieder in den Arbeitsmarkt integrieren kann. Der Wegweisungsvollzug erweist sich mithin als zumutbar. 5.3 Schliesslich obliegt es ihm, sich bei der zuständigen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG; BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich erscheint (Art. 83 Abs. 2 AuG). 5.4 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers zu Recht als durchführbar erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AuG). 6. Der Beschwerdeführer forderte, im Falle eines Wegweisungsentscheides solle die Schweiz in Anwendung de r Dublin-Zuständigkeitsregelungen (...ein bestimmtes europäisches Land...) über seinen Asylantrag in Kenntnis setzen und bei einem Akzept ihn nach (...dorthin...) überstellen. Der Beschwerdeführer hat im Schengen-Raum sein bisher einziges Asyl- gesuch in der Schweiz gestellt (vgl. Eurodac -Abfrageblatt vom 4. Juni 2014). Mithin ist aufgrund der Dublin -III-VO ausschliesslich die Schweiz zur Behandlung des Asylgesuchs zuständig. Mit vorliegendem Urteil ist über das Asylgesuch in letzter Instanz materiell entschieden worden. Eine Anfrage bei d en (…gewünschten ausländischen…) Behörden und eine E-3032/2014 Seite 15 Überstellung (…in das gewünschte Land…) kommen mithin nicht in Fr a- ge. 7. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung rechtskonform ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen. 8. 8.1 Die Beschwerde ist als aussichtslos zu qualifizieren, weshalb das Ge- such um Gewährung der unent geltlichen Prozessführung ungeachtet der allfälligen, indes nicht belegten Bedürftigkeit des Beschwerdeführers a b- zuweisen ist. Das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Koste n- vorschusses ist mit dem vorliegenden Urteil gegenstandslos geworden. 8.2 Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten von Fr. 600.– mitsamt den auf Fr. 800.– geschätzten Übersetzungskosten dem Beschwerdefüh- rer aufzuerlegen (Art. 1 –3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] , Art. 2 des Reglem ents vom 21. Februar 2008 über die Verwaltungsgebühren des Bundesverwaltungsgerichts [GebR - BVGer] und Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) E-3032/2014 Seite 16 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wird abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten und Gebühren von insgesamt Fr. 1400.– werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Dies er Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Walter Stöckli Thomas Hardegger Versand: