<h2>SubmittedText<h2><p>In politischen Debatten wird immer wieder behauptet, dass die Hauseigentümerinnen und -eigentümer mit ihren Gärten zur Erhaltung der Biodiversität beitragen. Und doch ist es allgemein bekannt, dass viele Eigentümerinnen und Eigentümer Pestizide und Herbizide verwenden - manchmal über alle Massen - und so ihre Gärten regelrecht sterilisieren. Dadurch wird die einheimische Fauna und Flora stark gefährdet; zudem besteht das Risiko der Wasserverschmutzung.</p><p>Ich stelle dem Bundesrat deshalb die folgenden Fragen:</p><p>1. Gibt es bereits eingehende Studien zur Verwendung von Herbiziden und Pestiziden in Privatgärten in der Schweiz und zu den Auswirkungen auf die Biodiversität?</p><p>2. Falls ja, zu welchen Erkenntnissen ist man gekommen, und welche Massnahmen hat der Bundesrat ergriffen, um die Situation zu verbessern?</p><p>3. Falls nein, gedenkt der Bundesrat, eine solche Studie in Auftrag zu geben?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Verwendung von Herbiziden und anderen Pflanzenschutzmitteln (insbesondere von Insektiziden) in Privatgärten kann dazu führen, dass die lokale Biodiversität beeinträchtigt wird. Spezifische Studien zur Situation in privaten Gärten liegen nicht vor. Eine solche Studie wäre aufgrund der vielfältigen Gartengestaltungen sehr aufwendig.</p><p>Der Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln enthält zwei spezifische Massnahmen für die nichtberufliche Verwendung. Zum einen sollen Private nur noch Produkte erhalten, die für nichtberufliche Verwendungen zugelassen wurden. Zudem werden strengere Kriterien für die Zulassung für die nichtberufliche Verwendung erarbeitet. Beide Massnahmen werden die Situation in Privatgärten verbessern.</p>  Antwort des Bundesrates.