<h2>SubmittedText<h2><p>Es ist bekannt, dass die Verantwortlichen der Expo.02 Herrn Christoph Marthaler, derzeit noch Intendant des Schauspielhauses Zürich, mit der Gestaltung und Organisation des Nationalfeiertages vom 1. August 2002 beauftragt haben. </p><p>In jüngster Zeit machte Herr Marthaler durch zwei Umstände von sich reden. Einerseits geriet er im Zusammenhang mit massiven Kostenüberschreitungen im Schauspielhaus in die Kritik, wobei ihm ein unbekümmertes Finanzgehabe vorgeworfen werden musste. Andererseits steigerte er seinen Bekanntheitsgrad durch sein Engagement eines Regisseurs namens Schlingensief, der seine Hamlet-Inszenierung durch den Einbezug veritabler Neonazis aus Deutschland auf der Bühne anreicherte. Vor einigen Jahren hatte Marthaler mit seiner "künstlerischen" Veränderung des Textes der Schweizerischen Nationalhymne ("Wenn der Alpen Firn sich rötet, tötet freie Schweizer, tötet!") auf sich aufmerksam gemacht.</p><p>Ich frage den Bundesrat:</p><p>1. Kann er sich der Auffassung anschliessen, dass die Person Christoph Marthaler keine Idealbesetzung als Gestalter des Nationalfeiertages an der Expo.02 darstellt?</p><p>2. Teilt er die Befürchtungen, dass eine Gestaltung der Bundesfeier durch Herrn Marthaler die Gefahr in sich birgt, zur reinen Provokation zu verkommen?</p><p>3. Teilt er die Auffassung, dass es unangebracht wäre, die Expo.02, für welche sich der Bund bereits heute mit mehr als einer Hunderternote pro Einwohner engagiert hat, dazu zu missbrauchen, den Bundesfeiertag zu einem Provokationsanlass werden zu lassen?</p><p>4. Sieht er eine Möglichkeit, in seiner Funktion als Gesamtverantwortlicher auf die Leitung der Expo.02 Einfluss zu nehmen, um den drohenden Missbrauch zu verhindern und diese aufzufordern, Marthaler von seinem Auftrag zu entbinden?</p><p>5. Ist er bereit, dies zu tun?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Wie uns die Expo-Leitung mitteilt, hat sich Herr Christoph Marthaler, Direktor des Schauspielhauses Zürich, von der Gestaltung und Organisation des Nationalfeiertages vom 1. August 2002 zurückgezogen.</p>  Antwort des Bundesrates.