<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2021-06-23-1B_329-2021.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1B_329/2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 23. Juni 2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Chaix, präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Störi. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Stefan Pfister, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, I. Abteilung, </div> <div class="para">An der Aa 4, Postfach 1356, 6301 Zug. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Strafverfahren; Hausdurchsuchung und Beschlagnahme, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts </div> <div class="para">des Kantons Zug, I. Beschwerdeabteilung, </div> <div class="para">vom 6. Mai 2021 (BS 2020 56). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Gestützt auf eine Strafanzeige des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) eröffnete die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug eine Strafuntersuchung gegen (u.a.) A.________ wegen Verstössen gegen das Chemikaliengesetz und das Heilmittelgesetz. Am 14. August 2020 liess sie an drei Orten Hausdurchsuchungen durchführen, wobei diverse Unterlagen, ein Mobiltelefon, ein Notebook, eine externe Festplatte sowie Dosen mit Kaugummis, Bonbons und Kapseln sichergestellt wurden. Auf Gesuch von A.________ wurden ein Bundesordner, das Notebook und die externe Festplatte versiegelt. Das Mobiltelefon wurde ihm nach Spiegelung der Daten zurückgegeben. </div> <div class="para">Mit Beschwerde vom 24. August 2020 ans Obergericht des Kantons Zug beantragte A.________, es sei festzustellen, dass die Hausdurchsuchungen nichtig seien bzw. <span class="artref">Art. 8 EMRK</span>, <span class="artref">Art. 32 BV</span> und <span class="artref">Art. 197 StPO</span> verletzt hätten, weshalb ihm sämtliche beschlagnahmten Gegenstände zurückzugeben und die von der Staatsanwaltschaft dazu angelegten Akten zu vernichten seien. Zudem sei davon Vormerk zu nehmen, dass er sich Entschädigungs- und Genugtuungsansprüche vorbehalte. </div> <div class="para">Am 6. Mai 2021 ist das Obergericht auf die Beschwerde nicht eingetreten. </div> <div class="para">Mit Beschwerde vom 11. Juni 2021 beantragt A.________, diesen Beschluss des Obergerichts aufzuheben. </div> <div class="para">Vernehmlassungen wurden keine eingeholt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid, mit dem das Obergericht auf eine Beschwerde gegen Hausdurchsuchungen nicht eingetreten ist; dagegen ist die Beschwerde in Strafsachen zulässig (<span class="artref">Art. 78 Abs. 1, <artref id="CH/173.110/80" type="start"></artref>Art. 80 BGG</span><artref id="CH/173.110/78/1" type="end"></artref>). Er schliesst das Verfahren indessen nicht ab; es handelt sich mithin um einen Zwischenentscheid, gegen den die Beschwerde zulässig ist, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil rechtlicher Natur (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=36&amp;from_date=20.06.2021&amp;to_date=09.07.2021&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-IV-139%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page139">BGE 133 IV 139</a> E. 4) bewirken könnte (<span class="artref">Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG</span>) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (<span class="artref">Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG</span>). Die zweite Voraussetzung fällt vorliegend ausser Betracht. </div> <div class="para">Die Rechtmässigkeit der Hausdurchsuchungen kann im Entsiegelungsverfahren ohne Einschränkungen vorfrageweise bestritten werden. Dieses wird zeitnah durchgeführt, da die Staatsanwaltschaft die versiegelten Gegenstände zurückgeben muss, wenn sie nicht innert 20 Tagen ein Entsiegelungsgesuch stellt (<span class="artref">Art. 248 Abs. 2 StPO</span>). Dem Beschwerdeführer droht daher durch den angefochtenen Nichteintretensentscheid von vornherein kein erheblicher Nachteil und schon gar kein solcher rechtlicher Natur. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Der angefochtene Nichteintretensentscheid des Obergerichts ist damit nicht geeignet, einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil im Sinn von <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG</span> zu bewirken. Auf die Beschwerde ist im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 66. Abs. 1 BGG). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, I. Abteilung, und dem Obergericht des Kantons Zug, I. Beschwerdeabteilung, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 23. Juni 2021 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Chaix </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Störi </div> </div></body></html>