A bteilung IV D -5950/2006 sch/bah {T 0/2} U rteil vom 26. A pril 2007 M itw irkung:R ichter H ans Schürch, W alter Lang, M artin Zoller G erichtsschreiber C hristoph Basler A ._______, geboren _______, Ehefrau B ._______, geboren _______, und Tochter C ._______, geboren _______, Serbien, w ohnhaft _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 22. Juni 2006 i.S. A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest: A. D ie Beschw erdeführer, ethnische Ashkali m it letztem W ohnsitz in _______, verlie- ssen ihr H eim atland eigenen Angaben gem äss im Jahre 1991 und lebten seither in D eutschland. Sie verliessen D eutschland am 30. M ärz 2006 und reisten am 31. M ärz 2006 in die Schw eiz ein, w o sie gleichentags um Asyl nachsuchten. Anläss- lich der Em pfangszentrenbefragung, die am 10. April 2006 in _______ stattfand, sagte der Beschw erdeführer aus, er habe in D eutschland seit acht Jahren eine "D uldung" gehabt, w elche im Jahre 2006 nicht m ehr erneuert w orden sei. D a er der Ethnie der Ashkali angehöre, fürchte er sich vor einer R ückkehr in den Kosovo. Im Jahre 1990 hätten ihn seine albanischen N achbarn zw ingen w ollen, an den Protesten gegen das serbische R egim e teilzunehm en. Er habe sich gew eigert und es sei nicht m ehr m öglich gew esen, m it den Albanern zusam m enzuleben. Sein C ousin _______, der bei der Polizei gearbeitet habe, habe ihm Einberufungen zum Verteilen gegeben. D a er als Bote der Polizei gearbeitet habe, habe er die Albaner gegen sich aufgebracht. Er sei von den Albanern bedroht w orden und habe schliesslich an den Protesten gegen das R egim e teilgenom m en. Im Jahre 1993 oder 1994 sei er M itglied der "Partija D em okratike Ashkali Shqiptare e Kosoves" (PD ASH K) gew orden. D ie Beschw erdeführerin bestätigte die Aussagen ihres Ehe- m annes; sie w ies darauf hin, dass die Situation für Angehörige der Ethnie der Ash- kali nicht sicher sei. Ihre Kinder seien in D eutschland aufgew achsen und der Koso- vo sei ihnen frem d. D ie Tochter der Beschw erdeführer führte aus, sie sehe D eutschland als ihre H eim at an und fürchte sich davor, in ein Land zu gehen, das sie nicht kenne. Sie fürchte sich vor D iskrim inierung, da sie in D eutschland gelebt habe und zur Schule gegangen sei. Ihre C ousins, die von D eutschland aus in den Kosovo zurückgekehrt seien, seien in der Schule geschlagen w orden, w eil sie D eutsch gesprochen hätten. D ie Beschw erdeführer gaben folgende Bew eism ittel zu den Akten: eine Bestätigung der ethnischen Zugehörigkeit des Beschw erdefüh- rers, einen Parteiausw eis und eine "M itteilung über die Ankündigung der Abschie- bung" der Kreisverw altung _______. Am 30. M ai 2006 w urden die Beschw erdeführer vom _______ des Kantons _______ befragt. D er Beschw erdeführer m achte im W esentlichen geltend, er habe im Kosovo vor seiner Ausreise nach D eutschland an D em onstrationen teilgenom - m en, w eshalb er im Konflikt m it den Albanern gestanden habe. Andere D em onst- rationsteilnehm er hätten ihn m it Stöcken auf R ücken und Beine geschlagen; seit- her leide er unter chronischen Beinschm erzen. D a er im G egensatz zu den Alba- nern noch eine Arbeitsstelle gehabt habe, seien diese eifersüchtig auf ihn gew e- sen. D urch Verm ittlung seines C ousins, der bei der Polizei gearbeitet habe, habe er eine Anstellung in einer H olzfabrik erhalten. Im Auftrag seines C ousins habe er zudem polizeiliche und m ilitärische Vorladungen verteilt. D ie Albaner, denen der die Vorladungen zugestellt habe, hätten ihm Vorw ürfe gem acht und ihn bedroht. Sein C ousin gelte als "verschw unden". Er w olle nicht in den Kosovo zurückkehren, da er sich dort nicht sicher fühle. H inzu kom m e, dass seine Kinder im Kosovo kei- ne Zukunft hätten. Im Kosovo sei er M itglied der Jugendorganisation "Partia e R i- nis" gew esen. D ie Beschw erdeführerin sagte aus, ihre Fam ilie gehöre der ethni-3 schen M inderheit der Ashkali an, für die es im Kosovo keine Sicherheit gebe. M it den heim atlichen Behörden habe sie keine Problem e gehabt. D ie Tochter der Be- schw erdeführer bekräftigte, sie fürchte sich vor einer R ückkehr in den Kosovo. Sie habe gehört, dass zurückkehrende Ashkali geschlagen und beraubt w ürden. D a m an dort auch keine Arbeit habe, sehe sie für sich keine Zukunft im Kosovo. B. M it Verfügung vom 22. Juni 2006 lehnte das BFM die Asylgesuche der Beschw er- deführer ab, und verfügte die W egw eisung aus der Schw eiz, deren Vollzug es als durchführbar erachtete. Es begründete seinen Entscheid dam it, dass es in der Provinz Kosovo nach dem Einm arsch der KFO R -Truppen teilw eise schw erw iegen- de Ü bergriffe auf Angehörige ethnischer M inderheiten gegeben habe. D ie KFO R und die internationale Polizei der U N M IK - in Zusam m enarbeit m it dem "Kosovo Police Service" (KPS) - seien in der Lage, die ethnischen M inderheiten zu schüt- zen. Es sei vom Schutzw illen und der w eitgehenden Schutzfähigkeit der Sicher- heitskräfte im Kosovo auszugehen, sodass die befürchteten Ü bergriffe asylrecht- lich nicht relevant seien. Es sei bekannt, dass seitens der lokalen Bevölkerung ge- w isse R essentim ents gegen zurückkehrende Personen bestünden. D ie Beschw er- deführer hätten keine Anhaltspunkte dafür, dass ausgerechnet ihre Fam ilie von solchen Benachteiligungen betroffen sein könnte. Ein allfälliger Ü bergriff könnte zur Anzeige gebracht und w ürde verfolgt w erden. H insichtlich des Vorbringens des Beschw erdeführers, er habe früher m it den Serben kollaboriert, sei festzuhalten, dass die Ashkali im Kosovo nicht generell bedroht seien und dass deren Lage je nach G em einde unterschiedlich zu beurteilen sei. D ie Beschw erdeführer stam m ten aus _______, w o die Lage der Ashkali nach übereinstim m enden Q uellen als zu- friedenstellend eingeschätzt w erde. D er Beschw erdeführer habe zw ar zu Beginn der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts m it den Serben zusam m engearbei- tet, jedoch nicht in einem sensiblen Bereich. Er habe im R ahm en seiner Arbeit nicht gegen Albaner vorgehen m üssen. Es seien keine Fälle bekannt, in w elchen Personen, die m it den Serben zusam m engearbeitet hätten und in untergeordneter Stellung gew esen sow ie nicht gegen Albaner vorgegangen seien, nach einer R ückkehr in den Kosovo asylrelevante Benachteiligungen erlitten hätten. Es sei davon auszugehen, dass die Beschw erdeführer bei einer R ückkehr in den Kosovo m it keinen Behelligungen durch die albanischstäm m ige M ehrheit zu rechnen hät- ten. C . M it Eingabe an die Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) vom 13. Juli 2006 beantragten die Beschw erdeführer, sie seien als Flüchtlinge anzuerkennen. Zudem ersuchten sie um den Erlass von Verfahrenskosten. Auf die Begründung der Beschw erde w ird - sow eit w esentlich - in den nachfolgenden Erw ägungen ein- gegangen. D er Eingabe lagen die folgenden Bew eism ittel bei: "R esolution Kosovo" vom 14. M ai 2006 der "gesellschaft für bedrohte völker" (G fbV), ein Bericht "D ie Stadt Vucitrn ist "zigeunerfrei"" vom 1. April 2004, eine Kopie einer Petition an Ja- vier Solana vom 27. M ärz 2004 und ein Positionspapier "Asylsuchende R om a aus Kosovo" der Schw eizerischen Flüchtlingshilfe (SFH ) vom 19. O ktober 2005. D . D er Instruktionsrichter der AR K entsprach in seiner Zw ischenverfügung vom 20. Juli 2006 dem Antrag um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege ge- m äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG . E. D ie Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehm lassung vom 23. August 2006 die Ab-4 w eisung der Beschw erde. F. In ihrer Stellungnahm e vom 21. Septem ber 2006 hielten die Beschw erdeführer an ihren Anträgen fest. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G ; SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG ; SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehö- ren Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG ; SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgül- tig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G ; SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 31. D ezem ber 2006 bei der AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfah- rensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführer sind legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim at- staat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politi- schen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gel- ten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum in- dest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vor- handensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft 5 sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeblich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D ie Beschw erdeführer m achen in ihrer Eingabe geltend, die ethnische M inderheit der Ashkali w erde im Kosovo seit vielen Jahren attackiert. Aufgrund schw erer D is- krim inierungen und des U m standes, dass sie sich in Lebensgefahr befunden hät- ten, seien sie vor über 15 Jahren nach D eutschland ausgereist. D ie Situation im Kosovo sei im m er noch problem atisch, sei es doch zu zahlreichen Angriffen und Ausschreitungen gegenüber den Ashkali gekom m en. D er Beschw erdeführer sei besonders gefährdet, da er vor seiner Ausreise Vorladungen und andere D oku- m ente an die Kosovaren überbracht habe. Er befürchte, dass ihm im Kosovo die Lebensgrundlage fehle und es zu Ü bergriffen auf ihn kom m e. Seine Fam ilie und er gehörten zu den am m eisten bedrohten Ashkali. Entgegen den Ausführungen in der Verfügung sei eine gefahrlose R ückkehr in den Kosovo nicht m öglich. G erade in _______ hätten sich Vorfälle m it Todesopfern ereignet. Im Kosovo herrschten chaotische Zustände und die Ashkali w ürden sow ohl von den Kosovaren als auch von den Serben geächtet. D er Verw andte des Beschw erdeführers, der ihm die Ar- beit als Bote verschafft habe, sei verschw unden; er rechne dam it, dass dieser ge- tötet w orden sei. Er befürchte, im Falle einer R ückkehr von radikalen Kosovaren verfolgt zu w erden. 4.2 D as BFM führt in seiner Vernehm lassung aus, gem äss einem Positionspapier des U N H C R vom Juni 2006 habe sich die Lage der Ashkali und Ägypter im Kosovo ins- gesam t gesehen - m it Ausnahm e von Vucitrn - auch nach dem M ärz 2004 verbes- sert. In keinem Bezirk oder D orf m it bisher guter Sicherheitslage habe sich diese in den letzten Jahren verschlechtert. D ie positiven Entw icklungen hätten sich insbe- sondere auf die Ashkali und Ägypter ausgew irkt. D as U N H C R betrachte diese des- halb nicht m ehr allein aufgrund ihrer Volkszugehörigkeit als schutzbedürftig. 4.3 D ie Beschw erdeführer entgegnen in ihrer Stellungnahm e, gem äss dem Bericht der SFH sei die Sicherheitssituation der R om a-G em einschaften im Kosovo im m er noch nicht stabil, auch w enn die gravierenden Ü bergriffe zurückgegangen oder aufgehört hätten. D rohungen, Beschim pfungen und D iskrim inierungen seien alltäg- lich. D ie Sicherheitssituation sei eng m it der Problem atik der U nterkunft und Ver- sorgung verknüpft. Falls innerhalb eines albanischen U m felds der Verdacht gegen Angehörige der R om a-G em einschaften bestehe, diese hätten m it der serbischen Verw altung kollaboriert, bestehe die G efahr von R epressalien bis hin zur Erm or- dung. D ie "M inority R ights G roup International" sehe nirgendw o in Europa ein so grosses R isiko einer ethnischen Säuberung w ie im Kosovo. Von einer ausreichen- den, effektiven und effizienten Schutzgew ährung für M inderheiten könne nicht ge- sprochen w erden. 5. G em äss Praxis der AR K (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizeri- schen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2006 N r.10, 2005 N r. 9) ist zur Beurteilung, ob der Vollzug der W egw eisung von albanischsprachigen R om a, Ashkali und 6 Ägyptern in den Kosovo durchführbar ist, ausschlaggebend, ob aufgrund einer Einzelfallabklärung (insbesondere durch Abklärungen vor O rt über das Schw eizerische Verbindungsbüro im Kosovo) feststeht, dass gew isse R eintegrationskriterien erfüllt sind. Im Falle des Fehlens einer solchen Abklärung kann die Frage der Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs in der R egel nicht zuverlässig beurteilt w erden. Ausnahm en von dieser Praxis sind m öglich, w enn die Akten eine besondere Verbundenheit m it der Volksgruppe der Albaner erkennen lassen (EM AR K 2006 N r. 10 Erw . 5.4.). Vorliegend w urde die Frage der D urchführbarkeit des W egw eisungsvollzugs vom BFM einzig aufgrund der in den Befragungsprotokollen enthaltenen Angaben geprüft. Eine Abklärung vor O rt zur Situation, m it der die Beschw erdeführer nach über 15-jähriger Abw esenheit im Kosovo konfrontiert w ürden, ist unterblieben. Aus den Akten geht hervor, dass die Beschw erdeführer keine besondere Verbundenheit m it der Volksgruppe der Albaner haben dürften. D er Beschw erdeführer m achte geltend, er habe im Auftrag der (serbischen) Polizei den Albanern Vorladungen zugestellt und sei deshalb von diesen bedroht w orden. Seinen Angaben gem äss erhielt er diese Aufträge von einem bei der Polizei arbeitenden C ousin, der "verschw unden" sei. Eine Abklärung vor O rt erw eist sich vorliegend nicht nur hinsichtlich der Beurteilung der Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs sondern auch zur Frage, ob der Beschw erdeführer aufgrund der geltend gem achten Zusam m enarbeit m it den serbischen Behörden einer besonderen G efährdungssituation ausgesetzt w äre, als notw endig. Aufgrund der einschlägigen Berichte über die Situation im Kosovo ist davon auszugehen, dass Personen, die m it den serbischen Behörden kollaboriert haben oder der Kollaboration m it denselben verdächtigt w erden, auch heute noch m it Bedrohung und Verfolgung zu rechnen haben. Sollte sich herausstellen, dass der Beschw erdeführer zum Personenkreis gehört, der w egen tatsächlicher oder verm eintlicher Kollaboration m it den Serben auch heute noch m it Ü bergriffen durch die ansässige Bevölkerung zu rechnen hat, m üsste auch die Frage der konkreten Schutzfähigkeit der Sicherheitsbehörden erneut geprüft w erden. D as Bundesverw altungsgericht gelangt im vorliegenden Fall som it zum Schluss, dass der Sachverhalt nicht rechtsgenüglich abgeklärt w urde. 6. 6.1 Aufgrund der vorstehenden Erw ägungen ist die angefochtene Verfügung aufzuhe- ben und die Sache zur w eiteren Abklärung des Sachverhalts (Einzelfallabklärung) und zur nachfolgenden neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuw eisen (vgl. Art. 61 Abs. 1 Vw VG ). D am it erübrigt es sich, auf die w eiteren Vorbringen in den Eingaben der Beschw erdeführer einzugehen. D iese w erden jedoch vom BFM im R ahm en des neu aufgenom m enen Verfahrens zu berücksichtigen sein. 6.2 Im R ahm en der einzuleitenden Abklärungen vor O rt w ird die Frage zu prüfen sein, m it w elcher konkreten Situation die Beschw erdeführer sich im Falle einer R ück- kehr in den Kosovo konfrontiert sehen. D abei w ird nicht nur die Frage der R einteg- rationskriterien, sondern auch diejenige der m öglichen G efährdung aufgrund der vom Beschw erdeführer geltend gem achten Zusam m enarbeit m it den serbischen Behörden zu klären sein.7 7. 7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 und 2 Vw VG ). 7.2 G em äss Art. 64 Abs. 1 Vw VG i.V.m Art. 7 Abs. 1 des R eglem ents vom 11. D ezem - ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsge- richt (VG KE; SR 173.320.2) kann die Beschw erdeinstanz der ganz oder teilw eise obsiegenden Partei von Am tes w egen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erw achsene notw endige und verhältnism ässig hohe Kosten zusprechen. D en im Beschw erdeverfahren nicht vertretenen Beschw erdeführern sind durch die Be- schw erdeführung keine verhältnism ässig hohen Kosten entstanden, w eshalb keine Parteientschädigung zu entrichten ist (vgl. Art. 7 Abs. 4 VG KE). (D ispositiv nächste Seite)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen. 2. D ie Verfügung des BFM vom 22. Juni 2006 w ird aufgehoben und die Sache w ird zur D urchführung der notw endigen Abklärungen sow ie neuer Entscheidfindung an die Vorinstanz zurückgew iesen. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. Es w ird keine Parteientschädigung entrichtet. 5. D ieses U rteil geht an: - die Beschw erdeführer (eingeschrieben; Beilage: vorinstanzliche Verfügung im O riginal) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it deren Akten (Kopie zu den Akten; R ef.-N r. N _______) - das _______ D er R ichter: D er G erichtsschreiber: H ans Schürch C hristoph Basler Versand am :