<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.01321</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichter Spitz<br/>Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter<br/>Gerichtsschreiber Wilhelm</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom </span><span class="Standard berschrift2">28. Februar 2018</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Daniel </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Christe</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Christe</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> &amp; Isler Rechtsanwälte</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Obergasse 32, Postfach 1663, 8401 Winterthur</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___, geboren 1972, ist verheiratet und hat drei 1993, 1996 und 1997 geborene Kinder. Er verfügt über keine Berufsausbildung. Seit 1986 lebt er dauerhaft in der Schweiz und war in verschiedenen Unternehmen als Hilfs- respektive Betriebsmitarbeiter tätig. Am 1. November 2000 trat er bei der Y.___ eine Stelle als Betriebsangestellter in der Wagenreinigung an (Urk. 6/2, Urk. 6/10/54, Urk. 6/11). Im Februar 2002 rutschte der Versicherte auf einem Gehweg aus und zog sich im Bereich des linken oberen Sprunggelenks (OSG) eine Distorsionsverletzung mit persistierenden Beschwerden und bleibender funktioneller Beeinträchtigung zu (Unfallmeldung an die Suva vom 15. März 2002; Urk. 6/10/80). Bereits im April 2001 hatte er sich eine gleichartige Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">letzung zugezogen, wobei die Schmerzen und die funktionelle Beein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung hernach rasch abgeklungen waren (vgl. die verschiedenen ärztlichen Berichte in den beigezogenen Akten der Suva; Urk. 6/10; vgl. auch Urk. 6/7). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Mai 2003 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf die Folgen der Fussverletzung bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/2). Gestützt auf die Ergebnisse der durchgeführten gesundheitlichen und erwerb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Abklärungen (zusammengefasst im Feststellungsblatt vom 10. Februar 2004; Urk. 6/17), bejahte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, den Anspruch auf eine befristete ganze Rente ab Februar 2003 bis und mit Juli 2003 (vgl. Mitteilung des Beschlusses vom 9. März 2004 und Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gung vom 3. November 2004; Urk. 6/19, Urk. 6/22). Der Entscheid blieb unan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gefochten. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im April 2013 meldete sich der Versicherte insbesondere unter Hinweis auf eine funktionelle Beeinträchtigung am linken Knie und auf Schwindelbeschwerden erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 6/29). Die Knieverletzung links </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">war Folge eines erneuten Sturzes am 14. Dezember 2012. Auch für diesen Unfall war wiederum die Suva als Unfallversicherer zuständig (vgl. Unfallmeldung an die Suva vom 19. Dezember 2012; Urk. 6/52/150). Die IV-Stelle nahm Abklärungen vor, insbesondere dokumentierte sie sich mehrfach mit den Akten der Suva (vgl. Urk. 6/39/1-38, Urk. 6/52/1-154, Urk. 6/60/1-186). Gestützt auf ihre im Abklärungsverfahren gewonnenen Erkenntnisse (vgl. Urk. 6/63 f.), verneinte sie mit hernach nicht angefochtener Verfügung vom 10. November 2014 den An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spruch auf eine Invalidenrente (Urk. 6/66). Die Suva verneinte mit Verfügung vom 18. Dezember 2015 sowohl den Anspruch auf eine Invalidenrente als auch denjenigen auf eine Integritätsentschädigung (vgl. Urk. 6/67). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 19. Mai 2016 (Eingang bei der IV-Stelle am 23. Mai 2016) meldete sich der Versicherte erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 6/69). Die IV-Stelle holte einen hausärztlichen Bericht (Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">meine Medizin; Urk. 6/75), einen Arbeitgeberbericht bei der Y.___ (Urk. 6/76) und Berichte der behandelnden Ärzte der A.___, B.___, ein (Urk. 6/83, Urk. 6/115), zog erneut Akten der Suva bei (Urk. 6/89/1-24) und veranlasste eine Abklärung in der beruflichen Abklärungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stelle C.___ (vgl. Urk. 6/100). Im Feststellungsblatt vom 13. Juli 2017 fasste </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sie ihre im Abklärungsverfahren gewonnenen Erkenntnisse zusammen (Urk. 6/116</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und stellte mit Vorbescheid vom 13. Juli 2017 die Verneinung des Anspruchs auf eine Rente in Aussicht (Urk. 6/117). Die vom Versicherten im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorbescheidverfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erhobenen Einwände (Urk. 6/124) beurteilte die IV-Stelle als nicht stichhaltig (Urk. 6/125) und verneinte mit Verfügung vom 2. Novem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2017 den Anspruch auf eine Invalidenrente (Urk. 2 = Urk. 6/126). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Versicherte erhob am 4. Dezember 2017 Beschwerde gegen die Verfügung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vom 2. November 2017 und beantragte, diese sei aufzuheben und zwecks ergän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zender Abklärungen an die IV-Stelle zurückzuweisen (Urk. 1). Die IV-Stelle beantragte in der Beschwerdeantwort vom 22. Januar 2018 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 5). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auf die Ausführungen der Parteien und die Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">burtsgebrechen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidenversicherung; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">IVG). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tigung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gesundheit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist bei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chischen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">seelisches Leiden mit Krank</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rentenausschliessendes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1). </span></p><p><span> </span><span>Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege </span><span>artis</span><span> auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fach</span><span>ärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleich</span><span>bedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diag</span><span>nose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Aus</span><span>mass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend </span><span>objek</span><span>ti</span><span>-</span><span>vierten</span><span> Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. BGE 127 V 294 E. 4c; 139 V 547 E. 5.2; zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts 8C_841/2016 vom 30. November 2017 E. 4.2.1).</span></p><p><span> </span><span>Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychoso</span><span>ma</span><span>tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsäch</span><span>liche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funk</span><span>tionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE 141 V 281). Mit zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorgesehenem Urteil 8C_130/2017 vom 30. November 2017 hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweis</span><span>-</span><span>verfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krank</span><span>heitsbild </span><span>allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähi</span><span>gkeit schliessen lassen (E. 7).</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">87 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg-baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beweiswertes eines Arzt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">berichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange um</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den berücksichtigt, in Kenntnis der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Gemäss stän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">entscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">relevante</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin führte in der angefochtenen Verfügung aus, zwecks Prüfung des Leistungsanspruchs seien Unterlagen der behandelnden Ärzte und der Unfallversicherung eingeholt worden. Gemäss diesen sei der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer nicht mehr in der Lage, die bisherige Tätigkeit als Reinigungsspezialist auszuüben. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diese Beeinträchtigung sei unfallbedingt. Zumutbar sei ihm jedoch eine leichte, angepasste Tätigkeit in einem vollen Pensum. Weitere medizinische Abklärungen seien nicht nötig. Gemäss den vorliegenden ärztlichen Beurtei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lungen hätten die Diagnosen auf psychiatrischem Gebiet keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. In den Akten würden insbesondere verschiedene psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">soziale Belastungsfaktoren genannt. Sofern eine angemessene Therapie durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geführt werde, sei von einer guten Prognose auszugehen (Urk. 2 S. 1 f.). In der Beschwerdeantwort hielt die Beschwerdegegnerin an ihren Ausführungen fest (Urk. 5). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer hielt fest, im Oktober 2015 sei er krankheitsbedingt wieder arbeitsunfähig gewesen. Die medizinischen Untersuchungen hätten keine klare somatische Ursache ergeben. In der Folge habe er sich im Januar 2016 zwecks Abklärung und Behandlung ins B.___ begeben. Es lägen zwei Berichte der Ärzte des B.___ vom 15. August 2016 und vom 4. Mai 2017 vor. Ferner habe in der Abklärungsstelle C.___ eine Evaluation stattgefunden. Die Ergebnisse seien im Schlussbericht vom 6. März 2017 wie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegeben. Unter Berücksichtigung der genannten Berichte könne nicht mit über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, es bestehe keine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wesentliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit, weil invaliditätsfremde Aspe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">k</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te ins Gewicht fielen, es an der erforderlichen Therapiemotivation mangle und weil weitere medizinische Massnahmen nicht zu einer wesentlichen Reduktion der Arbeitsunfähigkeit führten. Im Bericht der Ärzte des B.___ vom 4. Mai 2017 und im Schlussbericht der Abklärungsstelle C.___ vom 6. März 2017 sei eine erhebliche psychisch bedingte Arbeitsun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit beschrieben worden. Hinweise auf invaliditätsfremde Aspekte lägen zwar vor, eine hinreichende Abgrenzung zwischen diesen und leistungsrelevanten Faktoren habe bislang nicht stattgefunden. Dies sei mittels weiterer Abklärungen nachzuholen. Dasselbe gelte in Bezug auf eine allfällige </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Therapie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">resi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stenz. Aufgrund der vorhandenen Berichte sei davon auszugehen, dass trotz adäquaten Therapiebemühungen eine erfolgreiche Behandlung leidensbedingt nicht möglich sei. Auf die Beurteilung des Arztes des Regionalen Ärztlichen Dienstes der Beschwerdegegnerin (RAD), der kein Facharzt für Psychiatrie sei, könne nicht abgestellt werden (Urk. 1 S. 2 ff. Ziff. 2 ff.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vor Erlass der vor dem heute zu beurteilenden Verwaltungsentscheid ergan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genen Verfügung vom 10. November 2014 (Urk. 6/66) holte die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nerin von RAD-Arzt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pract</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. med. D.___, Facharzt für Arbeitsmedizin, eine Stellungnahme ein und stellte darauf ab. Der RAD-Arzt hielt am 25. September 2014 fest, die medizinischen Abklärungen hätten ergeben, dass die erwerbliche Leistungsfähigkeit durch die Folgen der vorderen Kreuzband-ruptur links dauerhaft beeinträchtigt sei. Ohne bleibende Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei der Status nach benignem paroxysmalen Lagerungs-schwin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">del. Die Anforderungen in der angestammten Tätigkeit als Reinigungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spezialist von Zugwaggons (ganztags stehend-gehend, schwere Arbeiten, Gehen auf unebenem Gelände, Ersteigen von Waggons von den Gleisen aus) seien höher als die verbliebene funktionelle Leistungsfähigkeit. Diese Tätigkeit komme nicht mehr in Frage. Angepasst seien leichte bis mittelschwere Tätigkeiten. In einer solchen Tätigkeit habe ab dem 17. Oktober 2013 eine Arbeitsfähigkeit zwischen 70 und 80 % und ab dem 4. November 2013 (Austritt E.___) eine Arbeitsfähigkeit von 100 % bestanden. Mit überwiegender Wahr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheinlichkeit könne mit zusätzlichen medizinischen Massnahmen keine Steige</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung der Arbeitsfähigkeit mehr erreicht werden (Urk. 6/64/5 f.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im aktuellen Abklärungsverfahren hielt der Hausarzt Dr. Z.___ im Bericht vom 15. Juni 2016 fest, seit Oktober 2015 habe der Beschwerdeführer insbesondere über Oberbauchschmerzen geklagt. Die Abklärungen hätten ergeben, dass am ehesten von funktionellen Beschwerden auszugehen sei. Zwischenzeitlich habe der Beschwerdeführer auch über Ängste und Schlafstörungen berichtet. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anläss-lich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der psychiatrischen Abklärung im psychiatrischen Zentrum in F.___ sei die Diagnose einer somatoformen autonomen Funktionsstörung und von leichten depressiven Episoden gestellt worden. Trotz antidepressiver Behandlung und regel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mässiger Psychotherapie habe der Beschwerdeführer weiterhin über Müdig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit und Kraftlosigkeit mit ausgeprägten Antriebsstörungen geklagt. Zudem sei er auch nervös und gereizt, teils auch traurig. Es bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 6/75/1-3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ärzte des B.___, die den Beschwerdeführer seit Januar 2016 behandeln (Urk. 6/83/4 Ziff. 1.2; vgl. auch Urk. 6/75/9), nannten im Bericht vom 15. August 2016 als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit eine somatoforme autonome Funktionsstörung (ICD-10 F45.33; bei Verdacht auf eine Hyperventilationsstörung) respektive als Differentialdiagnose fokale epileptische Anfälle und sowie ferner den Verdacht auf akzentuierte Persönlichkeitszüge (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">narzistische</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Anteile, ICD-10 Z73; Urk. 6/83/4). Sodann hielten die Ärzte fest: Aufmerksamkeit unauffällig, leichte Konzentrations</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen, auf die körperlichen Beschwerden eingeengt, Grübeln, keine Befürch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungen, keine Zwänge, kein Wahn, keine Sinnestäuschungen, keine Ich-Stö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen, im Affekt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">euthym</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, stimmungslabil, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klagsam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Antrieb und Psychomo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">torik leicht reduziert, Ein- und Durchschlafstörungen unter Medikation leicht gebessert, kein Hinweis auf Suizidalität oder Fremdgefährdung (Urk. 6/83/5 f.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sodann führten die Ärzte aus, der Beschwerdeführer äussere Angst vor wieder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">holt auftretenden Schwächeanfällen (allgemeine Kraftverminderung, die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stets von oben nach unten durch den Körper wandere und unvorhergesehen auftrete; Urk. 6/83/5 Ziff. 1.4). Er befürchte, dass diese Anfälle auch am Arbeitsplatz auftreten und zu einem Unfall führen könnten. Sodann fürchte er sich auch davor, nicht ernst genommen zu werden, was ihn kränke. Die Persönlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">akzentuierung mit narzisstischen Zügen wirke sich als Belastungsfaktor aus. Sie führe zu einer verminderten Wahrnehmung von Gefühlen und Bedürfnissen, vermindertem Reflexions- und Introspektionsvermögen und zu Problemen im Umgang mit Konflikten. In der beruflichen Interaktion entstehe dadurch eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beeinträchtigung. Konflikte mit Vorgesetzten könnten nicht ausgetragen werden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. In konflikthaften Situationen reagiere der Beschwerdeführer entweder mit einem Rückzugs- oder Vermeidungsverhalten oder mit erheblicher Kränkung. Er erfahre dadurch immer wieder das Gefühl, nicht wertgeschätzt zu werden, was sein gering ausgebildetes Selbstwertgefühl mindere und depressive Krisen aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">löse. Der Beschwerdeführer sei nicht ausreichend in der Lage, seine Bedürfnisse zu erkennen. Dadurch komme es rasch zu Überforderungen und Überlastungen, was zu einer psychischen und physischen Erschöpfung beitrage (Urk. 6/83/6 f. Ziff. 1.7). Einer psychopharmakologischen Behandlung stehe der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer ambivalent gegenüber. Eine tagesklinische Behandlung habe er bislang aus Schamgefühl abgelehnt (Urk. 6/83/6 Ziff. 1.5). </span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ärzte fassten zusammen, aufgrund des klinischen Bildes sei von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit auszugehen. Aufgrund der Zusatzfaktoren, ins</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">besondere der narzisstischen Persönlichkeitsanteile, und der mangelnden The</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">piemotivation sei der Beschwerdeführer aber derzeit nicht in der Lage, seine Arbeitsfähigkeit zu verwerten. Belastbarkeit und Flexibilität seien deutlich vermindert und es bestehe die Gefahr einer Dekompensation. Die Prognose für die Wiedererlangung einer vollständigen Arbeitsfähigkeit sei unter angemesse</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ner Behandlung grundsätzlich gut. Vorausgesetzt sei indessen, dass es gelinge, den Beschwerdeführer zu einer Psycho- und Psychopharmakotherapie zu moti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vieren. In Anbetracht des bisherigen Verlaufs müsse indessen mit einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Chroni-fizierung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gerechnet werden. Aufgrund der herabgesetzten Belastbarkeit und Flexibilität und aufgrund der geklagten Konzentrations- und Gedächtnisstö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen sei die Leistungsfähigkeit aktuell um 50 % vermindert. Es sei eine schrittweise Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit zu empfehlen, beginnend mit 10 bis 20 %. Mit medizinischen Massnahmen könnten die Einschränkungen nicht vermindert werden (Urk. 6/83/6 f. Ziff. 1.7 f.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Verlaufsbericht vom 4. Mai 2017 hielten die Ärzte des B.___ fest, der Gesundheitszustand sei stationär. Als Diagnosen mit Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wir</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kungen auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie hingegen neu eine Somatisie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung (ICD-10 F45.0), eine Panikstörung (ICD-10 F41.0) und jetzt nicht mehr </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nur als Verdachtsdiagnose eine narzisstische Persönlichkeitsstörung (ICD-10</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">F60.8). Sie hoben hervor, der Beschwerdeführer klage nach wie vor über regelmässig auftretende Anfälle in Form eines Schwächegefühls mit allgemeiner Kraftverminderung. Eine zwischenzeitlich durchgeführte neurologische Untersu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chung habe einen unauffälligen Neurostatus ergeben. Ebenso habe eine Epi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lepsie mittels einer EEG-Untersuchung ausgeschlossen werden können. Die Schwäche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anfälle seien demnach im Zusammenhang mit der psychischen Prob</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">le</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">matik zu interpretieren (Urk. 6/115/4 Ziff. 1.3). Nach wie vor bestehe eine Verminderung der Leistungsfähigkeit. Aufgrund des klinischen Bildes und der Diagnose sei bezogen auf einen normalen Arbeitsplatz von einer Arbeitsfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit von höchstens 40 % auszugehen (Urk. 6/115/5 f. Ziff. 2.2). Eine Prognose sei schwierig zu stellen. Aufgrund der eingeschränkten Introspektions- und Reflexionsfähigkeit habe der Beschwerdeführer Schwierigkeiten, sich auf eine psychotherapeutische Behandlung einzulassen. Im Hintergrund könnten sprach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Hindernisse und soziokulturelle Aspekte eine Verständigung in der The</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rapie verstärken. In Anbetracht des bisherigen Verlaufs sei die Prognose wegen der Kombination verschiedener, sich gegenseitig negativ verstärkender Aspekte als schlecht zu bewerten und deswegen eine Chronifizierung wahrscheinlich (Urk. 6/115/6 Ziff. 3.3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zur Evaluation in der Abklärungsstelle C.___ (3. Januar bis 5. März 2017) lässt sich dem Bericht vom 6. März 2017 entnehmen, der Beschwerdeführer habe ein tadelloses Arbeitsverhalten gezeigt. Meistens sei er früher gekommen und habe sofort mit der Arbeit begonnen. Er habe die Arbeiten jeweils am Ende nachkontrolliert. Die Leistungsbandbreite habe sich bei meistens genügender bis guter Qualität und in einem Zeitrahmen von 3 ½ Stunden zwischen 30 und 100 % bewegt. Nach rund 3 ½ Stunden hätten sich Ermüdungszeichen gezeigt. Schwächeanfälle seien viermal aufgetreten. Während der Dauer der Abklärung habe die verwertbare Tagesleistung knapp 30 % betragen. Eine Steigerung der Präsenzzeit habe nicht erreicht werden können. Ohne deutliche Besserung des Gesundheitszustandes seien weitere Massnahmen zur Integration nicht zielfüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rend. Eine Qualifizierung würde zwar die Möglichkeiten für vorwiegend sitzen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de Tätigkeiten erhöhen, jedoch komme dies aufgrund der erwerblichen Resso</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cen (keine Grundbildung in der Schweiz, mangelnde sprachliche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fähigkeiten und beschränkte kognitive und intellektuelle Ressourcen) nicht in Frage. Aktuell seien die vorhandenen Ressourcen nur in geschütztem Rahmen umsetzbar (Urk. 6/100/2 ff. Ziff. 3 ff.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zum Bericht des B.___ vom 15. August 2016 nahm RAD-Arzt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pract</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. med. D.___ am 12. September 2016 Stellung und hielt fest, aus somatischer Sicht bestehe weiterhin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Reinigungsspezialist bei der SBB (körperlich belas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tende Reinigung von Waggons; vgl. Urk. 6/76/5 f.). Nach dem Unfall sei bei der derselben Arbeitgeberin ein körperlich weniger belastender Einsatz in der Innen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reinigung erfolgt. Die Eingliederungslösung sei jedoch nicht nachhaltig gewesen. In einer angepassten Tätigkeit sei aufgrund der Unterlagen von einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Die Ärzte des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> seien aus psychiatrischer Sicht von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit bei schrittweiser Wiedereingliederung ausgegangen. Aus versicherungsme</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dizi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nischer Sicht seien daher berufliche Massnahmen zu prüfen (Urk. 6/116/3 f.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 16. Juni 2017 nahm </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pract</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. med. D.___ zum Verlaufsbericht des B.___ vom 4. Mai 2017 Stellung. Er hielt fest, aus welchen Gründen die bisher prognostizierte Arbeitsfähigkeit nicht habe umgesetzt wer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den können, sei nicht weiter erläutert worden. Aus neurologischer Sicht ergäben sich jedenfalls keine Einschränkungen (Neurostatus unauffällig, Epilepsie aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geschlossen). Die depressive Symptomatik sei nicht stark ausgeprägt. Im Bericht sei sodann kein psychopathologischer Befund genannt worden, der die Diag</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nose einer Panikstörung stütze. Im Wesentlichen liege eine bisher nicht oder nicht adäquat behandelte Schlafstörung und das vom Beschwerdeführer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-klagte Schwächegefühl vor, für das jedoch ein organisches Korrelat fehle. Laut den Erkenntnissen der Ärzte des B.___ vom 15. August 2016 mangle es dem Beschwerdeführer zudem an der nötigen Behandlungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">motivation. Bei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">adäquater Behandlung sei jedoch von einer günstigen Prognose auszugehen. Die von der Abklärungsstelle C.___ beschriebenen Auffällig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keiten seien teilweise psychosozialer Art, teilweise sehr unspezifisch und durch die medizinischen Befunde nicht zu erklären. Das recht gute Potential des Beschwerdeführers sei aus vorwiegend invaliditätsfremden Gründen nicht umsetzbar (Urk. 6/116/6 f.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin erachtete die Angaben der behandelnden Ärzte als ausreichend, um den Leistungsanspruch zu beurteilen. Als beweistauglich stuften sie die Ausführungen der Ärzte des B.___ ein. Unerwähnt blieben die Darlegungen von Dr. Z.___ (Urk. 6/75/1-3). Dies ist nicht zu bemängeln, denn für seine Schlussfolgerung, der Beschwerdeführer sei vollständig arbeitsunfähig, mangelt es an einer nachvollziehbaren Begründung. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Bericht des B.___ vom 15. August 2016 enthält widersprüchliche Angaben. Die behandelnden Ärzte stellten im Zusammenhang mit der narzisstischen Problematik einerseits Schwierigkeiten in sozialer Hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicht und damit verbunden eine beeinträchtigte Leistungsfähigkeit fest und ande</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">seits, ebenfalls im Zusammenhang mit dieser Problematik, eine mang</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">elnde Behandlungsfähigkeit. Indessen bleibt unklar, inwiefern die Symptomatik </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">angehbar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und die geeignete psychiatrische Behandlung zumutbar ist. Die Erfolgsaussichten einer solchen Behandlung stuften die Ärzte in nicht nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vollziehbarer Weise unterschiedlich ein. Zum einen stellten sie eine günstige Prognose, hielten aber auch fest, die vorhandenen Einschränkungen liessen sich durch medizinischen Massnahmen nicht vermindern (Urk. 6/83/7 Ziff. 1.8). Nicht ohne Weiteres einleuchtend ist auch die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Zum einen hoben die Ärzte hervor, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aufgrund des klinischen Bildes bestehe aus psychiatrischer Sicht eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit, jedoch sei diese </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">„aufgrund der oben genannten Faktoren” nicht verwertbar (Urk. 6/83/6 Ziff. 1.6),</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zum anderen erwähnten sie eine aktuelle Verminderung der Leistungsfähigkeit von 50 % und wiesen darauf hin, die berufliche Eingliederung sei beginnend mit einer Belastung zwischen 10 und 20 % in Angriff zu nehmen (Urk. 6/83/6 f. Ziff. 1.7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht vom 4. Mai 2017 stellten die Ärzte des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> im Vergleich zum Vorbericht andere Diagnosen. Auf die der angepassten Diagnostik zu Grunde liegende Befundlage gingen sie nicht ein. Vielmehr stellten sie fest, der Zustand sei stationär (Urk. 6/115/4 Ziff. 1.1) und wiesen darauf hin, der Beschwerdeführer klage nach wie vor über regelmässig auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tretende Anfälle in Form eines Schwächegefühls mit allgemeiner Kraftver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">min</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derung. Eindeutig äussert sich der Verlaufsbericht einzig dahingehend, dass die Ärzte nunmehr eine organische Ursache für die geklagten Schwächeanfälle ausschlossen (neurologisch blander Befund und Ausschluss einer Epilepsie) und die Anfälle daher als Teil der psychischen Problematik interpretierten (Urk. 6/115/4 Ziff. 1.3). Unklar bleibt weiterhin das Mass der erwerblichen Ressourcen und die Prognose in Bezug auf die erforderliche, jedoch offenbar noch nicht ausreichende Behandlung. Kausal dafür ist nach den Erkenntnissen der behandelnden Ätzte ein Motivationsdefizit (Urk. 6/115/5). Ob dieses Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">druck des Leidens ist - wovon die behandelnden Ärzte ausgehen - oder ob ein krankheitsferner und daher ein für die Invaliditätsbemessung unbeachtlicher Faktor vorliegt - was die Beschwerdegegnerin geltend macht -, lässt sich aufgrund der Darlegungen in den ärztlichen Berichten nicht schlüssig beant</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">worten. Die Ergebnisse in der Abklärungsstelle C.___ ergaben jedenfalls keine auf eine Selbstlimitierung hindeutenden Anhaltspunkte (vgl. Urk. 6/100). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ergibt sich, dass aufgrund der eingeholten Arztberichte von einer Veränderung respektive Verschlechterung des gesundheitlichen Zustandes des Beschwerdeführers in psychischer Hinsicht auszugehen ist. Welches Leiden effektiv besteht und wie dieses sich auf die erwerblichen Ressourcen auswirkt, ist jedoch offen. Offen ist auch, ob die beeinträchtigte Behandlungsfähigkeit leidensbedingt ist. Unklar ist aber auf der anderen Seite, welche Behandlung angezeigt ist, nachdem die Ärzte des B.___ einerseits die Therapiebereitschaft als beeinträchtigt erachteten (eingeschränkte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Introspek</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tions</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">- und Reflexionsfähigkeit), andererseits jedoch festhielten, mit weiteren </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ärztlichen Interventionen könnten die Einschränkungen nicht vermindert werden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Um den Leistungsanspruch zuverlässig beurteilen zu können, sind weitere Abklärungen medizinischer Art nötig. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorgesehenem Urteil 8C_130/2017 vom 30. November 2017 hat das Bundesgericht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sodann </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erkannt, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Leiden einem struktur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ierten Beweisverfahren nach BGE </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">141 V 281 zu unterziehen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sind. Die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Abklärungen enden laut Bundesgericht mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Arbeitsunfähigkeit sch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liessen lassen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auch diesem Grundsatz ist im Rahmen der noch nötigen Abklärungen und der erneuten Entscheidung Rechnung zu tragen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da noch weitere Abklärungen nötig und diese von der Beschwerdegegnerin, an die die Angelegenheit zurückzuweisen ist, vorzunehmen sind, ist die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">de antragsgemäss gutzuheissen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">69 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Verweigerung von Leistungen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">61 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1'000.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">festge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">setzt. Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. 700</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.-- als ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">messen. Ausgangsgemäss sind die Kosten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> aufzuerlegen. </span></p><p><span>6.2</span><span> </span><span>Ausgangsgemäss hat </span><span>der Beschwerdeführer</span><span> gestützt auf </span><span>§ </span><span>34 </span><span>Abs. </span><span>1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (</span><span>GSVGer</span><span>) Anspruch auf eine Pro</span><span>zess</span><span>entschädigung. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streit</span><span>sache und der Schwierigkeit des Prozesses auf </span><span>Fr. 1’700</span><span>.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der Sozialver</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 2. November 2017 aufgehoben und die Sache im Sinne der Erwägungen zur Vornahme weiterer Abklärungen und zu neuer Entscheidung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. </span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">700</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt. Rechnung</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> und Einzahlungsschein werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. 1‘700.--</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> (inkl. Barauslagen und </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">MWSt</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">) zu bezahlen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Daniel </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Christe</span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"> unter Beilage einer Kopie von Urk. 5</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">enthal-ten</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><span id="_GoBack"></span>GrünigWilhelm</p><p></p></div> </div></body></html>