<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00713</span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Annaheim<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Gerichtsschreiberin Lanzicher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 22. Januar 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1964 geborenen X.___ wurden aufgrund der Geburtsge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">brechen Nr. 41 (Amputationen durch Amnionstränge) und Nr. 43 (Missbildung der rechten Hand und des rechten Vorderarmes) verschiedene medizinische Massnahmen und Hilfsmittel (unter anderem eine Unterarmprothese) zugespro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen (Urk. 5/1 ff.). Nach einer KV-Lehre und einer Ausbildung als Erzieherin war sie unter anderem als Betreuerin in Wohnheimen sowie vom 1. Januar 1998 bis 31. März 2012 als kaufmännische Angestellte und vom 1. August 2008 bis 31. Januar 2014 als Panelistin im Sensorikpanel tätig (Urk. 5/51 und Urk. 5/58). Am 10. Oktober 2013 meldete sie sich mit einem Gesuch um Unterstützung bei der Stellensuche bei der Invalidenversicherung an (Urk. 5/47 und Urk. 5/52). Nachdem sie per 1. Februar 2014 selbständig eine Stelle als Sozialpädagogin (60 %-Pensum) gefunden hatte, schloss die Sozialversicherungsanstalt des Kan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tons Zürich, IV-Stelle, die Arbeitsvermittlung mit Mitteilung vom 23. Dezember 2013 ab (Urk. 5/57 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 14. März 2017 ersuchte die Versicherte erneut um Beratung in Bezug auf ihre berufliche Zukunft (Urk. 5/59). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 5/61 und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5/62) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung vom 22. Mai 2017 (Urk. 2) ab.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob die Versicherte am 19. Juni 2017 Beschwerde (Urk. 1) und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bean</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragte, es sei ihr Unterstützung in Form einer Umschulung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">respektive</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beratung zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewähren. Am 30. August 2017 (Urk. 4) beantragte die IV-Stelle Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 31. August 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalide o</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der von einer Invalidität (Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) bedroht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e Versicherte haben gemäss Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Abs. 1)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n Massnahmen erfüllt sind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lebens zu berücksichtigen (Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Nach Massgabe der Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">13 und 21 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung ins Erwerbsleben oder in den Aufg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">abenbereich (Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2). Nach Massgabe von Art</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16 Abs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lit. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halten oder zu verbessern (Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Eingliederungsmassnahmen bestehen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss Abs. 3 in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">me</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dizinischen Massnahmen (lit. a), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> berufli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che Eingliederung (lit. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">malige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsverm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Abgabe von Hilfsmitteln (lit.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">d).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Drohende Invalidität liegt gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">novies</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Verordnung über die Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">denversicherung (IVV) v</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">or, wenn der Eintritt einer Erwerbsunfähigkeit überwie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gend wahrscheinlich ist. Der Zeitpunkt des Eintritts der Erwerbsunfähigkeit ist unerheblich.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">15 IVG haben Versicherte, die infolge Invalidität in der Berufswahl oder in der Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit behindert sind, Anspruch auf Berufsberatung. Der Leistungsanspruch setzt voraus, dass die versicherte Person an sich zur Berufswahl oder zur beruflichen Neuorientierung fähig ist, infolge ihres Gesundheitszustandes aber darin behindert ist, weil die Kenntnisse über Neigungen, berufliche Fähigkeiten und Möglichkeiten nicht ausreichen, um ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen der Behinderung angepassten Beruf wählen zu können (ZAK 1977 S. 191 E. 2; Urteil des Bundesgerichts I 431/99 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2000). In Betracht fällt jede körperliche oder psychische Beeinträchtigung, die den Kreis der für die ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherte Person nach ihrer Eignung und Neigung möglichen Berufe oder Betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gungen einengt oder die Ausübung der bisherigen Aufgabe unzumutbar macht. Ausgeschlossen sind geringste Behinderungen, die keine nennenswerte Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung zur Folge haben und deshalb die Inanspruchnahme der Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung nicht rechtfertigen (BGE 114 V 29 E. 1a mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit ist die Wiedereinschulung in den bisherigen Beruf gleichgestellt (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2). Als Umschu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung gelten gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVV Ausbildungsmassnahmen, die Versicherte nach Abschluss einer erstmaligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne vorgängige berufliche Ausbildung wegen ihrer In</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">validität zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit benötigen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Anspruch auf Umschulung setzt voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere des Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten Beruf und in den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumutba</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">busse von etwa 20 % erleidet, wobei es sich um einen blossen Richtwert handelt (BGE 124 V 108 E. 2a und b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 V 488 E. 4.2; AHI 2000 S. 27 E. 2b und S. 62 E. 1 je mit Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Arbeitsunfähige (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) Versicherte, welche eingliederungsfähig sind, haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">18 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Anspruch auf aktive Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes (lit. a) und auf begleitende Beratung im Hinblick auf die Aufrechterhaltung ihres Arbeitsplatzes (lit. b). Die IV-Stelle veranlasst diese Massnahmen unverzüglich, sobald eine summarische Prüfung ergibt, dass die Voraussetzungen dafür erfüllt sind (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene leistungsabweisende Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung vom 22. Mai 2017 (Urk. 2) damit, dass die Beschwerdeführerin über gute berufliche Ressourcen verfüge und keine spezifische Einschränkung bei der Stellensuche bestehe. Für eine diesbezügliche Unterstützung sei das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zuständig.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ergänzend hielt sie fest (Urk. 4), die Beschwerdeführerin habe trotz ihres Handi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">caps (fehlender rechter Vorderarm und Hand) gute berufliche Ressourcen erwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben können (KV-Ausbildung). Sie sei im kaufmännischen Bereich und als Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">treuerin tätig gewesen und habe immer wieder selber Stellen gefunden. Es seien keine Einschränkungen dokumentiert, welche es ihr verunmöglichen würden, selber eine Stelle zu finden. Sie könne sich erneut melden, falls sie bei einer konkreten Arbeitsstelle Fachkurse benötige. Eine Kostenübernahme werde dann geprüft.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1),</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sie habe in einer Wohngruppe mit autistischen Menschen gearbeitet. Im März 2017 sei ihr diese Stelle gekündigt worden. Im Gegensatz zu früher seien Wohngruppen heute bezüglich Alter und Behinderung durchmischt. Schwer körperlich beeinträchtigte Menschen würden mit weniger Beeinträchtigten zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sammenleben. Für sie sei es so kaum mehr möglich, eine Stelle zu finden. Sie habe am rechten Arm eine Prothese und die einseitige Belastung bei der Pflege sei für sie gesundheitsschädigend. Bei Stellen, bei welchen Menschen mit eher psychischen oder kognitiven Beeinträchtigungen betreut würden, würden Mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arbeiter mit HF- oder FH-Abschluss bevorzugt. Einen solchen habe sie nicht. Sie sei deshalb sehr wohl eingeschränkt bei der Stellensuche. Um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen und ihre Möglichkeiten auszuloten, habe sie um eine Beratung bei der Beschwerdegegnerin gebeten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführerin ist aufgrund ihrer Geburtsgebrechen seit Jahrzehnten auf eine Unterarmprothese angewiesen. Sie schloss dennoch erfolgreich eine kaufmännische Lehre sowie eine Ausbildung als Erzieherin ab und war in der Folge unter anderem während mehr als 14 Jahren als kaufmännische Angestell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te und zuletzt über drei Jahre als Betreuerin tätig. Die kaufmännische Tätigkeit wurde ihr nicht aus gesundheitlichen, sondern aus wirtschaftlichen Gründen gekündigt (Urk. 5/51/4), und auch das Arbeitsverhältnis als Betreuerin wurde nicht wegen ihrer körperlichen Beeinträchtigung aufgelöst, sondern weil die Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sammenarbeit mit dem Gruppenleiter nicht geklappt hatte (Urk. 5/59).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine Arbeitsunfähigkeit in Bezug auf die angestammte Tätigkeit als kaufmänni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Angestellte ist weder ersichtlich noch dargetan. So vermochte die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführerin trotz der körperlichen Beeinträchtigung ihre Lehre abzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schliessen und war in diesem Bereich während vieler Jahre zur vollen Zufrie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denheit ihres Arbeitgebers tätig (Urk. 5/51/4). Auch die Schwierigkeiten bei der Suche einer Stelle als Betreuerin von psychisch oder kognitiv beeinträchtigten Personen sind nicht auf ihre körperliche Beeinträchtigung zurückzuführen. Vielmehr bestehen diese aus invaliditätsfremden Gründen infolge der diesbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">züglich fehlenden qualifizierten Berufsausbildung (HF- oder FH-Abschluss).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anspruch auf Massnahmen beruflicher Art in Form von Berufsberatung (Art. 15 IVG) oder einer Umschulung (Art. 16 IVG) haben lediglich Versicherte, welche invalid oder von einer Invalidität bedroht sind. Eine Arbeitsvermittlung (Art. 18 IVG) wird nur arbeitsunfähigen Versicherten gewährt (E. 1.2 und 1.3 hievor). Die Beschwerdeführerin ist in ihrer angestammten Tätigkeit - insbesondere im kaufmännischen Bereich - jedoch zu 100 % arbeitsfähig. Weder liegt eine Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lidität vor, noch ist ersichtlich, dass eine solche drohen würde. Entsprechend </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">besteht aktuell (vgl. den Hinweis der Beschwerdegegnerin unter Ziff. 2.1 i.f. hie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vor) auch kein Anspruch auf Massnahmen beruflicher Art. Vielmehr ist vorlie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gend wie die Beschwerdegegnerin festhält das RAV für die Unterstützung bei der Stellensuche zuständig. Der angefochtene Entscheid ist damit nicht zu bean</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">standen und die Beschwerde abzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Kosten des Verfahrens (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) sind auf Fr. 400.-- festzulegen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. 400.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> und </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> zu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">gestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubLanzicher</p><p></p></div> </div></body></html>