<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00053</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107188&amp;W10_KEY=4467144&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00053</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 30.04.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bei Abschreibung einer Beschwerde infolge Gegenstandslosigkeit entscheidet das Gericht nach Ermessen über die Kosten- und Entschädigungsfolgen, wobei es berücksichtigt, wer die Gegenstandslosigkeit bzw. das gegenstandslos gewordene Verfahren verursacht hat oder welche Partei vermutlich obsiegt hätte; insbesondere bei Versagen dieser Kriterien kann aber auch anderswie Billigkeit geübt werden. Die Nebenfolgenregelung des angefochtenen Entscheids wird in der Regel belassen, wenn er sich nicht ohne weiteres als falsch herausstellt. <br/>Abschreibung durch die Kammer, da Regierungarat als Vorinstanz waltete (E. 1). Hälftige Beteiligung beider Parteien an den Abschreibungskosten gerechtfertigt (E. 2). Hier keine Änderung der im angefochtenen Beschluss getroffenen Anordnungen bezüglich Kosten und Parteientschädigung (E. 3). Zur Anfechtbarkeit des Abschreibungsbeschlusses (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABSCHREIBUNG">ABSCHREIBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEGENSTANDSLOSIGKEIT">GEGENSTANDSLOSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GERICHTSKOSTEN">GERICHTSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENAUFLAGE">KOSTENAUFLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REKURSKOSTEN">REKURSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERURSACHERPRINZIP">VERURSACHERPRINZIP</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 13 lit. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 17 Abs. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 65 lit. I ZPO</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2003 Nr. 4 S. 45</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A, geboren in X, reiste am 10. Mai 1998 in die Schweiz ein. Am 28. Juli 1998 ersuchte sie zur Heiratsvorbereitung um eine Kurzaufenthaltsbewilligung, welche die Fremden­polizei (heute: Migrationsamt) des Kantons ZÃ¼rich alsdann erteilte. Der Eheschluss mit dem Schweizer BÃ¼rger C fand am 2. Oktober 1998 in Y statt. Des­halb erhielt A eine bis 1. Oktober 1999 gÃ¼ltige und einmal bis 1. Oktober 2000 verlÃ¤ngerte Aufenthaltsbewilligung sowie zuerst unter dem 7. Juni 2000 auch eine solche zum Stellenantritt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>"Zwischen dem 24. Oktober 1999 und dem 25. Oktober 1999" war der Gatte unter noch ungeklÃ¤rten UmstÃ¤nden verstorben. Der Verbindung mit ihm entsprang kein Kind. Auf ein VerlÃ¤ngerungsgesuch vom 18. August 2000 traf die Fremdenpolizei daher AbklÃ¤rungen und erÃ¶ffnete A am 6. November 2000, nach GewÃ¤hrung rechtlichen GehÃ¶rs abschlÃ¤gig entscheiden zu wollen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>So geschah es â unter Ansetzung einer Frist bis 31. MÃ¤rz 2001 zur Aufgabe der ErwerbstÃ¤tigkeit und zum Verlassen des ZÃ¼rcher Kantonsgebiets â denn auch mit VerfÃ¼gung vom 11. Januar 2001, welche tags darauf zugestellt wurde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. A liess hiergegen am Montag, 12. Februar 2001 rekurrieren. Unter dem 13. MÃ¤rz 2001 beantragte die Fremdenpolizei Abweisung des Rechtsmittels. Der Regierungsrat wies es, soweit nicht gegenstandslos geworden, mit Beschluss vom 18. Dezember 2002 ab, beauftragte die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit, eine neue Frist zum Verlassen des Kantonsgebiets anzusetzen, auferlegte die Kosten der Rekurrentin, verweiger­te ihr eine Partei­ent­schÃ¤digung und verzichtete auf Rechtsmittelbelehrung. Der Entscheid wurde dem re­kur­rentischen Vertreter am 10. Januar 2003 ausgehÃ¤ndigt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. A liess am Montag, 10. Februar 2003, mit Beschwerde und dem Antrag an das Verwaltungsgericht gelangen, in Aufhebung des Beschlus­ses vom 18. Dezember 2002 sei die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit zu verpflichten, die Aufenthaltsbewilligung zu ver­lÃ¤ngern bzw. eine solche zu erteilen, eventuali­ter die Sache zwecks neuer Entscheidung an den Regierungsrat zurÃ¼ckzuweisen, unter EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten des Staats, so­wie gleichen Tags das Migrationsamt um WiedererwÃ¤gung der VerfÃ¼gung vom 11. Januar 2001 ersuchen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Weil das Migrationsamt diesem Gesuch zu entsprechen gedachte, verzichtete die Staatskanzlei unter dem 14. MÃ¤rz 2003 auf Vernehmlassung. In der Tat erteilte das Migrationsamt der BeschwerdefÃ¼hrerin am 31. MÃ¤rz 2003 eine bis 1. Oktober des Jahrs gÃ¼ltige Auf­enthaltsbewilligung, was es das Verwaltungsgericht mit Eingabe vom 9./10. April 2003 wis­sen liess.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Schreiben vom 17. April 2003 beantragte der Vertreter der BeschwerdefÃ¼hrerin gestÃ¼tzt auf die beigelegte Kostennote fÃ¼r seine BemÃ¼hungen im Rekurs- und Beschwerde­verfahren, "[s]einer Mandantin fÃ¼r die beiden Rechtsmittelverfahren eine ParteientschÃ¤digung im Betrage von Fr. 6'824.40 zuzusprechen".</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text23"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung</span></a><span>:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das zwischenzeitliche Erteilen der bis dahin kontroversen Aufenthaltsbewilligung hat der vorliegenden Beschwerde â und auch deren Sistierungsgesuch â den Hauptgegenstand genommen; insofern ist diese entsprechend abzuschreiben (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, §§ 28 N. 13+17 sowie 63 N. 3). Das fÃ¤llt nicht kraft § 38 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) in einzelrichterliche Kompetenz, sondern gilt es laut § 38 Abs. 1 Satz 1 VRG in Dreierbesetzung zu tun, weil der Regierungsrat als Vorinstanz waltete (§ 38 Abs. 3 Satz 2 VRG; dazu KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 38 N. 9).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Mangels einer verwaltungsrechtspflegegesetzlichen Vorschrift Ã¼ber die Kostenfolge bei Gegenstandslosigkeit geht die verwaltungsgerichtliche Praxis prinzipiell analog § 65 Abs. 1 der Zivilprozessordnung vom 13. Juni 1976 (ZPO, LS 271) vor; dementsprechend entscheidet das Gericht nach Ermessen, wobei es berÃ¼cksichtigt, wer die Gegenstands­losigkeit bzw. das gegenstandslos gewordene Verfahren verursacht hat oder welche Partei vermutlich obsiegt hÃ¤tte (Richard Frank et al., Kommentar zur zÃ¼rcherischen Zivilprozessordnung, 3. A., ZÃ¼rich 1997, § 65 N. 1). Die Kosten kÃ¶nnen aber auch â insbesonde­re bei Versagen der erwÃ¤hnten Kriterien â nach anderweitiger Billigkeit verlegt werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 19). Weil diese GrundsÃ¤tze im Zivilprozess parallel fÃ¼r die EntschÃ¤digung gelten (§ 68 Abs. 1 Satz 1 ZPO; Frank, § 68 N. 14), empfiehlt sich ihr Heranziehen im Verwaltungsrechtspflegeverfahren ebenso.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerdegegnerin hat hier die Gegenstandslosigkeit, die BeschwerdefÃ¼hrerin aber das laufende Rechtsmittelverfahren bewirkt, was allein schon die hÃ¤lftige Kostenbe­las­­tung beider Parteien rechtfertigt. Es kommt hinzu, dass sich nicht sagen lÃ¤sst, wer vor Ver­waltungsgericht vermutlich obsiegt hÃ¤tte. Denn </span><span>§ 43 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit Abs. 2 VRG gestattet die Beschwerde beim Verwaltungsgericht auf dem Gebiet der Fremdenpolizei nur, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht. Das trifft zu fÃ¼r Entscheide Ã¼ber Aufenthalts- und Niederlassungsbewilligungen, die AuslÃ¤nderInnen bundesrechtlich oder staatsvertraglich beanspruchen dÃ¼rfen (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943, e contrario; BGE 128 II 145 E. 1.1.1). Bereits o</span><span>b die Kammer hÃ¤tte auf das Rechtsmittel eintreten mÃ¼ssen, unterliegt erheblichen Zweifeln, die â in wel­chem Sinn auch immer â nicht beseitigt wer­den kÃ¶nnten, ohne die ja nunmehr gegenstandslose Hauptfrage vertieft zu prÃ¼fen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Besondere ErwÃ¤hnung verdient insofern die von der BeschwerdefÃ¼hrerin erst beim Verwaltungsgericht geltend gemachte Rechtsgleichheit unter Berufung auf eine andere Wit­we, welcher die Beschwerdegegnerin im Sommer 2001 wÃ¤hrend eines vor Regierungsrat hÃ¤ngigen Rekurses wiedererwÃ¤gungsweise die Aufenthaltsbewilligung verlÃ¤ngert habe. Die Lehre bemerkt zum aufgeworfenen Problem (Peter Uebersax in: Peter Uebersax/Peter MÃ¼nch/Thomas Geiser/Martin Arnold [Hrsg.], AuslÃ¤nderrecht, Basel/Genf/MÃ¼nchen 2002, Rz. 5.145, bzw. derselbe, Ermessen, AnsprÃ¼che und Ver­fahren bei der Erteilung auslÃ¤nderrechtlicher Anwesenheitsbewilligungen, in: Bernhard Ehrenzeller [Hrsg.], Aktuelle Fragen des schweizerischen AuslÃ¤nderrechts, St. Gallen 2001, S. 15 ff., 23): "Wird in konstanter Praxis eine Bewilligung gewÃ¤hrt, darf sie bei gleicher Ausgangslage nicht einer anderen aus­lÃ¤ndischen Person verweigert werden. Allerdings ist das Gleichbehandlungsgebot im Zusammenhang mit fremdenrechtlichen Bewilligungen jedenfalls insoweit wenig griffig, als kein Anspruch auf Bewilligung besteht, wobei sich aus der Rechtsgleichheit immerhin</span></p> <p class="Einzug1"><span>gewisse rechtliche Leitplanken fÃ¼r die ErmessensausÃ¼bung ergeben kÃ¶nnen." bzw. "... Allerdings ist das Gleichbehandlungsgebot im Zu­sammenhang mit fremdenrechtlichen Bewilligungen wenig griffig und damit eher theore­tischer Natur, da sich die tatsÃ¤chliche Situa­tion bei verschiedenen Personen kaum je gleich darstellt. In der Rechtsprechung des Bundesgerichts kommt der Rechtsgleichheit bei fremdenrechtlichen Bewilligungen denn auch keine praktische Bedeutung zu." Liess die Be­schwerdegegnerin wohl wegen jener Wie­dererwÃ¤­gung eine solche hier erneut Platz greifen, gab es mithin dafÃ¼r (noch â das kÃ¶nn­te jedoch Ã¤ndern, wenn es derart weitergeht) keinen Zwang aus GrÃ¼nden der Rechtsgleichheit und deshalb jedenfalls ebenso wenig einen Anspruch auf Anhandnahme des Rechts­mittels durch die Kammer. Erscheinen die Parteien in diesem Sinn unverÃ¤ndert als je hÃ¤lftig obsiegend und unterliegend (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG), vermag die BeschwerdefÃ¼hrerin nach § 17 Abs. 2 VRG fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren auch keine ParteientschÃ¤digung zu erhalten (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 25).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Der Antrag des Rechtsmittels, den angefochtenen Beschluss aufzuheben, beschlÃ¤gt an sich auch die dort der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegten Kosten sowie die ihr daselbst verweigerte ParteientschÃ¤digung. Es stellt sich die prinzipielle Frage, ob eine PrÃ¼fung der vorinstanzlichen Nebenfolgepunkte bei Gegenstandslosigkeit der Hauptsache statt­finden solle.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Verschiedene SpruchkÃ¶rper des Verwaltungsgerichts haben diese Frage uneinheitlich beantwortet oder haben sie nicht erwÃ¤hnt (vgl. ebenso zum Folgenden etwa 5. Septem­ber 2002, VB.2001.00417; 12. Juli 2002, VB.2002.00133; 9. Juli 2001, VB.2001.00172+173; 10. Mai 2001, EG.2001.00001+2; 4. Mai 2001, VB.2000.00404; 29. August 2000, VB.2000.00234; 22. August 2000, VB.2000.00190; 12. Juli 2000, PB.2000.00004; 6. Oktober 1999, VB.98.00081; 24. MÃ¤rz 1999, PB.98.00017; 14. Oktober 1998, VB.98.00268; 16. November 1989, VB 89/0042; RB 1985 Nr. 5). Entweder blieben die vorinstanzlichen Begleitanordnungen also ungeprÃ¼ft bzw. unberÃ¼hrt; oder es wurden zu deren BestÃ¤tigung bzw. Ãnderung ganz selten ausfÃ¼hrliche und ansonsten sehr kursorische bzw. sofort einleuch­­tende kurze ErwÃ¤gungen angestellt, wobei das Resultat teilweise mit dem fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren Ã¼bereinstimmte, teilweise indes auch nicht. Einmal konnte aus besonderem Grund dahin stehen, ob es sich zur Vermeidung von unverhÃ¤ltnismÃ¤ssigem Aufwand rechtfertige, fÃ¼r die angefochtene Nebenfolgenregelung die gleichen Kriterien her­an­zuziehen wie fÃ¼r die eigene (28. November 2001, VB.2001.00303). Ein jÃ¼ngeres PrÃ¤judiz sagte, eine Neuregelung der Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen rechtfertige sich jedenfalls dann, wenn sich der vorinstanzliche Entscheid in der Hauptsache auf Grund einer summarischen PrÃ¼fung als unzutreffend erweise (5. MÃ¤rz 2002, VB.2001.00369). KÃ¼rzlich gab es zu­mindest deswegen keinen Anlass, die vorinstanzliche Kostenverlegung zu korrigieren, weil der angefochtene Entscheid im Licht der sich damals prÃ¤sentierenden Lage bzw. in Unkennt­nis noch verschwiegener Tatsachen als wenigstens haltbar erschien (9. Januar 2003, VB.2002.00388). Der nÃ¤mliche Gedanke der Haltbarkeit in Verbindung mit einem zweifelhaftem Rechtsschutzinteresse verhinderte zuletzt den einschlÃ¤gigen Eingriff in ein Dispositiv (15. April 2003, VB.2003.00090).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Immer mehr zeichnet sich also ab, die Nebenfolgenregelung des angefochtenen Ent­scheids zu belassen, wenn er sich nicht unschwer als falsch herausstellt. Soweit der vorinstanzliche Beschluss im Beschwerdeverfahren Ã¼berhaupt geprÃ¼ft werden kÃ¶nnte, nÃ¤mlich im Bereich eines Bewilligungsanspruchs, ist die Verneinung eines solchen zumindest nicht ohne weiteres zu beanstanden. Deshalb darf es bei den dortigen Anordnungen bezÃ¼glich Kos­ten und ParteientschÃ¤digung sein Bewenden haben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Die Abschreibung wegen Gegenstandslosigkeit und damit auch die Nebenfolgenregelung vor Verwaltungsgericht lÃ¤sst sich auf dem ordentlichen Rechtsmittelweg anfechten (BGE 122 II 274, E. 1b/aa+bb; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 28 N. 13), wenn die Beschwerde­­fÃ¼hrerin weiterhin und anders als die Vorinstanz geltend machen sollte, was hier offen bleiben konnte, nÃ¤mlich einen Anspruch auf die nachtrÃ¤glich doch noch erteilte Bewilligung gehabt zu haben (vgl. BGE 127 II 161 E. 1b; siehe ferner E. 3b hinsichtlich der RÃ¼ge einer Verletzung von Verfahrensgarantien durch den vorangegangenen kantonalen Sach­ent­scheid).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss <a id="Text17">beschliesst die Kammer</a>:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>