A bteilung V E -2402/2007 {T 0/2} U rteil vom 19. Juli 2007 M itw irkung: R ichter W eber, R ichterinnen Luterbacher und D e C oulon G erichtsschreiberin Theis A ._______, geboren (...), Libanon, w ohnhaft (...), Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung des B FM vom 26. M ärz 2007 in Sachen Zuw eisung an den K anton / N (...) B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er Beschw erdeführer reiste am 27. Januar 2007 in die Schw eiz ein, w o er am 29. Januar 2007 ein Asylgesuch stellte. B. M it Zuw eisungsentscheid vom 26. M ärz 2007 in Anw endung von Art. 27 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) und Art. 21 und 22 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) w ies das BFM den Beschw erdeführer dem Kanton B._______ zu. C . G egen diesen Entscheid erhob der Beschw erdeführer m it Eingabe vom 2. April 2007 (Poststem pel) beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde und beantragte die Aufhebung des Zuw eisungsentscheides, die Erlaubnis, den Asylentscheid in C ._______ im Kanton D ._______ abw arten zu dürfen, eventualiter die Zuw eisung in die N ähe seines Sohnes in den Kanton D ._______ sow ie in prozessualer H insicht die unentgeltliche Prozessführung. D . M it Zw ischenverfügungen vom 4. April 2007 verzichtete der zuständige Instruktionsrichter auf die Erhebung eines Kostenvorschusses, verw ies den Entscheid über die G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege auf einen späteren Zeitpunkt, verlangte die Einreichung einer Fürsorgebestätigung innert Frist und stellte die Beschw erde der Vorinstanz zur Vernehm lassung zu. E. D er Beschw erdeführer reichte fristgerecht eine Fürsorgebestätigung ein. D ie Vernehm lassung der Vorinstanz w urde dem Beschw erdeführer m it Zw ischenverfügung vom 25. April 2007 ohne R eplikrecht zur Kenntnis gebracht. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G ; SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG ; SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG ; SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G ; SR 173.110]). 1.2 Für die Behandlung der vorliegenden Beschw erde, w elche sich gegen den Zuw eisungsentscheid des BFM nach Art. 27 Abs. 3 AsylG richtet, sind die asylrechtlichen Abteilungen des Bundesverw altungsgerichts generell zuständig (vgl. Art. 16 Abs. 4 i.V.m . Ziff. 4 Abs. 1 und Ziff. 3 des Anhangs des G eschäftsreglem ents für das Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG R , SR 173.320.1]).3 1.3 D er Zuw eisungsentscheid nach Art. 27 Abs. 3 AsylG ist selbständig anfechtbar (Art. 107 Abs. 1 AsylG ). Er kann nur m it der Begründung angefochten w erden, er verletze den G rundsatz der Einheit der Fam ilie (Art. 27 Abs. 3 Satz 3 AsylG ). Vorliegend hat der Beschw erdeführer den Zuw eisungsentscheid m it der Begründung angefochten, sein Sohn und die Kindsm utter lebten im Kanton D ._______, w eshalb er in diesen Kanton um geteilt w erden w olle. D ie eingereichte Beschw erde ist daher zulässig. 1.4 D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 2. G em äss Art. 27 Abs. 3 AsylG w eist das BFM die Asylsuchenden den Kantonen zu und trägt dabei den schützensw erten Interessen der Asylsuchenden sow ie der Kantone R echnung. G em äss Art. 22 Abs. 1 AsylV 1 berücksichtigt das BFM dabei bereits in der Schw eiz lebende Fam ilienangehörige und die Staatsangehörigkeit Asylsuchender sow ie besonders betreuungsintensive Fälle. D ie Verteilung erfolgt nach einem Schlüssel gem äss Art. 21 AsylV 1. D er Zuw eisungsentscheid kann - w ie oben erw ähnt - nur m it der Begründung angefochten w erden, er verletze den G rundsatz der Einheit der Fam ilie. Sow eit der Beschw erdeführer dem nach nebst der Verletzung der Einheit der Fam ilie eine Verletzung des W illkürverbots sow ie des G ebotes der W ahrung von Treu und G lauben nach Art. 9 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR . 101) geltend m acht, kann darauf nicht eingegangen w erden. Ebensow enig kann der Antrag des Beschw erdeführers, es sei ihm zu gestatten, den Asylentscheid bei seiner Fam ilie in C ._______ im Kanton D ._______ abzuw arten, gehört w erden, da es vorliegend einzig um den Zuw eisungsentscheid der Vorinstanz in einen bestim m ten Kanton, nicht an einen bestim m ten O rt innerhalb eines Kantons geht. Im Folgenden w ird deshalb lediglich zu prüfen sein, ob die Vorinstanz m it der N ichtzuw eisung des Beschw erdeführers in den Kanton D ._______ den G rundsatz der Einheit der Fam ilie verletzt hat. 2.1 D ie Vorinstanz führt in ihrem Entscheid vom 26. M ärz 2007 aus, dass gestützt auf das Asylgesuch vom 29. Januar 2007 und die Abklärungen im Em pfangs- /Transitzentrum , in Anw endung von Art. 27 AsylG i.V.m . Art. 21 und 22 AsylV 1 sow ie in Erw ägung, dass aus der Abklärung im Em pfangs-/Transitzentrum und nach erfolgter R echtsbelehrung, keine spezifischen schützensw erten Interessen des Beschw erdeführers ersichtlich seien, keine G ründe für eine Zuw eisung in einen bestim m ten Kanton sprechen w ürden. 2.2 D em gegenüber m acht der Beschw erdeführer in seiner Eingabe vom 2. April 2007 geltend, dass die Verfügung des BFM den G rundsatz der Einheit der Fam ilie verletze, da es aktenkundig sei, dass er einen Sohn habe, w elcher die Schw eizer Staatsbürgerschaft besitze und in C .______, im Kanton D ._______, bei seiner M utter lebe. Er liebe seinen Sohn so sehr, dass er jede freie M inute m it ihm verbringen w olle und auch sein Sohn w ürde sehr leiden, w enn er im Kanton B._______ verbleiben m üsste. Auch zur Kindsm utter habe er ein inniges Verhältnis, w eshalb sie sich eigentlich als Fam ilie betrachten w ürden. D er Beschw erdeführer verw eist in diesem Zusam m enhang auf den sich bereits bei den 4 Akten befindlichen Brief von E.__________, der M utter des Kindes, aus w elchem hervorgehe, dass er ein inniges Verhältnis zu seinem Sohn, w ie auch zu dessen M utter pflege, sodass aus rechtlicher Sicht von einem intakten Fam ilienleben ausgegangen w erden m üsse. D a sein schützensw ertes Interesse an einer Zuw eisung in den Kanton D ._______ dem BFM aufgrund der vorliegenden Akten bezüglich seines Asylverfahrens bekannt gew esen sei und dies bei objektiver Sichtw eise zu einem Zuw eisungsentscheid in den Kanton D ._______ hätte führen m üssen, sei der Entscheid des BFM zudem w illkürlich und verstosse in krasser W eise gegen den G rundsatz von Treu und G lauben. 2.3 D ie Vorinstanz führt in ihrer Vernehm lassung vom 20. April 2007 zur Beschw erde aus, die Beschw erdeschrift enthalte keine neuen erheblichen Tatsachen oder Bew eism ittel, w elche eine Änderung ihres Standpunktes rechtfertigen könne. 2.4 M it der Beschw erdem öglichkeit nach Art. 27 Abs. 3 AsylG kom m t dem Interesse der Asylsuchenden an der W ahrung der Fam ilieneinheit bei der Kantonszuw eisung gegenüber anderen ein qualifizierter Schutz zu, w elcher erklärterm assen nach dem W illen des G esetzgebers Art. 8 i.V.m . Art. 13 der Konvention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 01.101) R echnung tragen soll (BBl 1996 II 54 f.). D er von Art. 27 Abs. 3 AsylG um fasste Begriff der Fam ilieneinheit orientiert sich dabei - in Anlehnung an die Praxis des früheren Beschw erdedienstes des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartem ents (EJPD ) - am grundsätzlich im Asylrecht geltenden Fam ilienbegriff, w onach gem äss Art. 1 Bst. e AsylV 1 in erster Linie Ehegatten und deren m inderjährige Kinder, m ithin also die Kernfam ilie, als Fam ilie zu verstehen sind, w obei eingetragene Partnerinnen und Partner sow ie die in dauernder eheähnlicher G em einschaft lebenden Personen den Ehegatten gleichgestellt sind. Ü ber die Kernfam ilie hinausgehend um fasst der Fam ilienbegriff gem äss Art. 51 Abs. 2 AsylG i.V.m . Art. 38 AsylV 1 auch andere nahe Angehörige, w enn besondere G ründe dafür sprechen (vgl. dazu auch Am tl. Bull. SR 1997 1202 f., BG E 120 Ib 257, EM AR K 1995 N r. 24). D ie von Art. 27 Abs. 3 AsylG geschützte Kernfam ilie betrifft Eltern und ihre m inderjährigen Kinder, sofern deren fam iliäre Beziehung tatsächlich gelebt w ird (Entscheide EJPD B8-0020720, B8-0221304, B8-0320081). 2.5 Vorliegend beruft sich der Beschw erdeführer auf die Einheit der Fam ilie in Bezug auf die Beziehung zu seinem m inderjährigen Sohn, m ithin also auf den Schutz der Beziehung zw ischen Eltern und ihren Kindern. G em äss den Asylakten hat der Beschw erdeführer in der Schw eiz einen m inderjährigen Sohn F._______, geboren am (...), w elchen er am (...) anerkannt hat und der im Kanton D ._______ bei seiner M utter lebt (C 10, S. 2; C 1, S. 2 und 5; C 9, S. 2, 6 und 8f.). D ies und den W unsch, seinen Sohn zu sehen, hat der Beschw erdeführer anlässlich seiner Em pfangsstellenbefragung sow ie der direkten Bundesbefragung w iederholt geltend gem acht bzw . geäussert (D 8, S. 4, 5 und 9; D 2, S. 2 und 5). D er Beschw erdeführer hat dem nach im Verlauf der Jahre offensichtlich im m er w ieder den Kontakt zu seinem Sohn gesucht. D as sich bei den Asylakten befindliche Schreiben der Kindsm utter vom 6. M ärz 2007 (E-1713, act. 1) bestätigt, dass der Beschw erdeführer Kontakt zu seinem Sohn pflegt und dass die Vater/Sohn- Beziehung gelebt w ird. D arüber hinausgehend ist in diesem Schreiben auch die R ede davon, dass der Beschw erdeführer und die M utter des Kindes und der 5 m inderjährige Sohn in Zukunft zusam m enleben m öchten. Ein schützensw ertes Interesse des Beschw erdeführers gem äss Art. 27 Abs. 3 AsylG w ar dem nach zum Zeitpunkt des Entscheides der angefochtenen Verfügung bereits aktenkundig und dem nach klar ersichtlich. D ie Tatsache, dass der Beschw erdeführer und E._______ zw ischenzeitlich ein Ehevorbereitungsverfahren eingeleitet haben (siehe Akteneinsichtsgesuch des Zivilstandsam tes G ._______ vom (...), E-1713, act.10), ist als w eiterer H inw eis auf die gelebte Beziehung des Beschw erdeführers zu seinem Sohn zu sehen. H ierzu ist anzum erken, dass die zum Zeitpunkt der Entscheidfällung durch das BFM aktenkundigen H inw eise zur Annahm e eines schützensw erten Interesses des Beschw erdeführers ausgereicht hätten. Schützensw erte Interessen der Kantone, w elche diejenigen des Beschw erdeführers an der Zuw eisung in den W ohnsitzkanton des Sohnes überw iegen w ürden, sind keine ersichtlich und w urden von der Vorinstanz auch nicht geltend gem acht. W eshalb die Vorinstanz diesen U m ständen nicht R echnung trug und den Beschw erdeführer nicht dem Kanton D ._______ zuw ies, ist für das G ericht nicht ersichtlich. D er Begründung der angefochtenen Verfügung ist diesbezüglich nichts zu entnehm en. Vorliegend ist nicht nachvollziehbar, w eshalb die Beziehung des Beschw erdeführers zu seinem Sohn von der Vorinstanz nicht als schützensw ertes Interesse angesehen w urde. Bei der Fällung des Zuw eisungsentscheides am 26. M ärz 2007 w ar das Vater/Kind-Verhältnis zu F._______ zudem aktenkundig (vgl. D 2, S. 2). Auch in ihrer Vernehm lassung zur Beschw erde nahm die Vorinstanz zur R üge der Verletzung der Fam ilieneinheit nicht Stellung. D er G rundsatz des rechtlichen G ehörs (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 29 Vw VG , Art. 32 Abs. 1 Vw VG ) verlangt jedoch, dass die verfügende Behörde die Vorbringen der betroffenen Person tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt, w as sich entsprechend in der Entscheidbegründung niederschlagen m uss (EM AR K 2004 N r. 38 E. 6.3 S. 264). D ie Begründungsdichte richtet sich dabei nach den Verfahrensum ständen, dem Verfügungsgegenstand und den Interessen der Betroffenen (EM AR K 2006 N r. 24 E. 5.1 S. 256f.). Zuw eisungsentscheide w eisen als Zw ischenverfügungen lediglich provisorischen C harakter auf und tangieren die grundsätzliche Anw esenheitsberechtigung der Asylsuchenden in der Schw eiz für die D auer des Asylverfahrens nicht. H inzu kom m t, dass der Beschw erdegegenstand von G esetzes w egen eingeschränkt ist, w eshalb grundsätzlich nicht von einer geforderten grossen Begründungsdichte auszugehen ist. D ennoch ergibt sich aus dem G rundsatz des Anspruchs auf rechtliches G ehör ein gefordertes M indestm ass an Begründung. M it dem generellen, vorgedruckten H inw eis auf einem Form ular, w onach keine schützensw erten Interessen des Beschw erdeführers ersichtlich seien, ist diesem M indestm ass vorliegend nicht G enüge getan, zum al die Vorinstanz auch in ihrer Vernehm lassung auf die Ausführungen in der Beschw erdeschrift keinerlei Bezug genom m en hat. 2.6 W ie oben dargelegt, um fasst der Schutzbereich des Art. 27 Abs. 3 AsylG nach heutiger Auslegung die Kernfam ilie, sofern die fam iliären Beziehungen nahe und echt sind und auch tatsächlich gelebt w erden. Auch die bundesgerichtliche R echtsprechung verlangt zur Frage, ob ein nicht verheirateter oder geschiedener 6 Elternteil aus einem Kindsverhältnis zu einem m inderjährigen Kind m it gefestigtem Aufenthaltsrecht in der Schw eiz heraus einen R echtsanspruch auf Anw esenheit hat, in Anlehnung an Art. 8 EM R K eine gelebte und intakte Beziehung zw ischen Elternteil und m inderjährigem Kind (BG E 120 IB S. 1ff.; EM AR K 1995 N r. 24). D araus abgeleitet entw ickelte sich auch die R echtsprechung zu Art. 27 Abs. 3 AsylG . Aufgrund der Tatsache, dass es jedoch bei einer Kantonszuteilung nicht um die Erteilung eines Anw esenheitsrechts, m ithin also nicht um frem denpolizeiliche Aspekte, sondern lediglich um eine örtliche Zuteilung für die D auer des Asylverfahrens, w elche für sich alleine keinerlei R echtsanspruch auf Anw esenheit entfaltet, geht, stellt sich die Frage, ob der Schutzbereich des Art. 27 Abs. 3 AsylG denselben strengen Voraussetzungen zur Annahm e der Fam ilieneinheit gem äss Art. 8 EM R K zu unterw erfen ist. H insichtlich der Beziehung zw ischen Eltern und Kindern gibt es eine abw eichende Lehrm einung und R echtsprechung, gem äss w elcher die Beziehung zw ischen Eltern und Kindern als Fam ilie im Sinne von Art. 8 EM R K auch geschützt w ird, ohne dass ein tatsächliches Zusam m enleben darzutun ist (Jörg Paul M üller, G rundrechte in der Schw eiz, Bern 1999, S. 112; Basellandschaftliche Verw altungsgerichtsentscheide, BLVG E 2000 N r. 226 E. 2b). Bei Vorliegen eines Kindsverhältnisses ist gem äss dieser Lehrm einung und Praxis - auch ohne N achw eis einer gelebten, nahen und echten Beziehung - von einem schützensw erten Interesse im Sinne von Art. 8 EM R K auszugehen. D iese Auslegung m üsste aus denselben Ü berlegungen auf Anw endungsfälle von Art. 27 Abs. 3 AsylG übertragen w erden, sofern keine anderen G ründe - w ie beispielsw eise solche des Kindsschutzes - dagegen sprechen. Für den vorliegenden Fall kann diese Frage jedoch offen gelassen w erden, da der Beschw erdeführer aktenkundig eine Beziehung zu seinem m inderjährigen Sohn lebt und die Voraussetzungen zur Zuteilung in den Kanton D ._______ erfüllt sind. 2.7 Zusam m enfassend ist festzustellen, dass die am 26. M ärz 2007 verfügte Zuw eisung des Beschw erdeführers an den Kanton B._______ den G rundsatz der Einheit der Fam ilie verletzt und deshalb aufzuheben ist. D ie Vorinstanz ist anzuw eisen, den Beschw erdeführer in den Kanton D ._______, w o sein Sohn und die Kindsm utter W ohnsitz haben, zuzuw eisen. D arüber hinaus ist der Vorinstanz eine Verletzung ihrer Begründungspflicht vorzuw erfen. D a jedoch m it dem vorliegenden U rteil die Beschw erde gutgeheissen w ird, sow eit darauf eingetreten w ird, w ird dieser M angel geheilt. 3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D as G esuch um unentgeltliche R echtspflege w ird dam it gegenstandslos. D em nicht vertretenen Beschw erdeführer sind aus dem vorliegenden Verfahren keine verhältnism ässig hohen Kosten erw achsen, w eshalb ihm keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite)7 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen. 2. D ie Verfügung des BFM vom 26. M ärz 2007 w ird aufgehoben und das BFM angew iesen, den Beschw erdeführer für die D auer des Asylverfahrens dem Kanton D ._______ zuzuw eisen. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. 4. Es w ird keine Parteientschädigung gesprochen. 5. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer, 2 Expl. (eingeschrieben) - die Vorinstanz, m it den Akten (R ef.-N r. N (...)) D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: Beat W eber C ontessina Theis Versand am :