<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">[AZA] </div> <div class="para">H 234/99 Hm </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>II. Kammer </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Präsident Lustenberger, Bundesrichter Meyer und Ferrari; </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Grünvogel </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Urteil vom 3. April 2000 </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">W.________, Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Ausgleichskasse des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, </div> <div class="para">Zürich, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> A.- Gestützt auf die Ergebnisse einer Arbeitgeberkon- </div> <div class="para">trolle verpflichtete die Ausgleichskasse des Kantons Zürich </div> <div class="para">die Firma X.________ AG (nachfolgend: Firma) zur Nachzah- </div> <div class="para">lung paritätischer AHV/IV/EO/ALV-Beiträge sowie von Bei- </div> <div class="para">trägen an die Familienausgleichskasse in der Höhe von </div> <div class="para">Fr. 361'285.90, einschliesslich Verzugszinsen und Verwal- </div> <div class="para">tungskosten, auf Entgelten, welche in den Jahren 1987 bis </div> <div class="para">1991 an diverse Personen, von 1987 bis 1989 u.a. auch an </div> <div class="para">W.________, ausgerichtet worden waren (Verfügungen vom </div> <div class="para">18./23. Dezember 1992). </div> <div class="para"> B.- Dagegen erhoben die Firma, W.________ und weitere </div> <div class="para">Personen Beschwerde, worauf die AHV-Rekurskommission des </div> <div class="para">Kantons Zürich die Verfahren vereinigte. </div> <div class="para"> Einen ersten Entscheid vom 11. April 1994, womit die </div> <div class="para">angefochtenen Verfügungen aus formellen Gründen aufgehoben </div> <div class="para">wurden, hob das Eidgenössische Versicherungsgericht auf </div> <div class="para">Verwaltungsgerichtsbeschwerde der Kasse hin mit Urteil vom </div> <div class="para">6. Februar 1995 auf und überwies die Sache an das zwischen- </div> <div class="para">zeitig an Stelle der kantonalen Rekurskommission zuständig </div> <div class="para">gewordene Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, </div> <div class="para">damit es im Sinne der Erwägungen über die Beschwerden gegen </div> <div class="para">die Verfügungen vom 18./23. Dezember 1992 materiell ent- </div> <div class="para">scheide. Nachdem dieses Gericht Beweise erhoben hatte, </div> <div class="para">schloss es die Angelegenheit mit Entscheid vom 31. Mai 1999 </div> <div class="para">ab. Soweit die von der Firma an W.________ ausgerichteten </div> <div class="para">Gelder betreffend, wies es dabei die Beschwerden ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde lässt W.________ </div> <div class="para">sinngemäss beantragen, der vorinstanzliche Entscheid und </div> <div class="para">die Verfügungen vom 18./23. Dezember 1992 seien insoweit </div> <div class="para">aufzuheben, als sie die von der Firma an ihn ausgerichteten </div> <div class="para">Zahlungen umfassen. </div> <div class="para"> Während die Kasse und das Bundesamt für Sozialversi- </div> <div class="para">cherung auf eine Stellungnahme verzichten, haben sich die </div> <div class="para">als Mitinteressierte beigeladenen Personen mit Ausnahme des </div> <div class="para">die Rechtsbegehren des W.________ unterstützenden </div> <div class="para">T.________ nicht vernehmen lassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 1.- a) Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann nur </div> <div class="para">soweit eingetreten werden, als Sozialversicherungsbeiträge </div> <div class="para">kraft Bundesrechts streitig sind. Im vorliegenden Verfahren </div> <div class="para">ist daher nicht zu prüfen, wie es sich bezüglich der Bei- </div> <div class="para">tragsschuld an die Ausgleichskasse für kantonale Familien- </div> <div class="para">zulagen verhält (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-V-145%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page146">BGE 124 V 146</a> Erw. 1 mit Hinweis). </div> <div class="para"> b) Da keine Versicherungsleistungen streitig sind, hat </div> <div class="para">das Eidgenössische Versicherungsgericht nur zu prüfen, ob </div> <div class="para">der vorinstanzliche Entscheid Bundesrecht verletzt, ein- </div> <div class="para">schliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, </div> <div class="para">oder ob der rechtserhebliche Sachverhalt offensichtlich </div> <div class="para">unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher </div> <div class="para">Verfahrensbestimmungen festgestellt worden ist (Art. 132 in </div> <div class="para">Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie <span class="artref">Art. 105 Abs. 2 </span></div> <div class="para">OG). </div> <div class="para"> Ferner ist <span class="artref">Art. 114 Abs. 1 OG</span> zu beachten, wonach das </div> <div class="para">Eidgenössische Versicherungsgericht in Abgabestreitigkeiten </div> <div class="para">an die Parteibegehren nicht gebunden ist, wenn es im Pro- </div> <div class="para">zess um die Verletzung von Bundesrecht oder um die unrich- </div> <div class="para">tige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts </div> <div class="para">geht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 2.- a) Das kantonale Gericht legte die Bestimmungen </div> <div class="para">und Grundsätze über die Abgrenzung der selbstständigen von </div> <div class="para">der unselbstständigen Erwerbstätigkeit (<span class="artref"><artref id="CH/831.10/5" type="start"></artref>Art. 5 und 9 AHVG</span><artref id="CH/831.10/9" type="end"></artref> </div> <div class="para">sowie <span class="artref">Art. 6 ff. AHVV</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-V-161%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page162">BGE 123 V 162</a> Erw. 1, 122 V 172 </div> <div class="para">Erw. 3b, 119 V 165) zutreffend dar. Gesagtes gilt auch </div> <div class="para">bezüglich der Voraussetzungen, unter denen ein Wechsel des </div> <div class="para">Beitragsstatuts zulässig ist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-V-169%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page169">BGE 122 V 169</a>, 121 V 1). </div> <div class="para">Darauf kann verwiesen werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> b) Zu ergänzen ist, dass Fachleute, die einmalig oder </div> <div class="para">wiederholt als Berater zur Lösung von Sachproblemen hinzu- </div> <div class="para">gezogen werden, ohne eindeutig in einem Arbeitsverhältnis </div> <div class="para">zum Auftraggeber zu stehen, in der Regel als selbstständig- </div> <div class="para">erwerbende Personen gelten (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F110-V-72%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page78">BGE 110 V 78</a> Erw. 4b; Käser, </div> <div class="para">Unterstellung und Beitragswesen in der obligatorischen AHV, </div> <div class="para">2. Aufl. 1996, Rz 4.55). Da für diese typische Dienstleis- </div> <div class="para">tungstätigkeit häufig keine besonderen Investitionen anfal- </div> <div class="para">len, tritt bei der Abgrenzungsfrage das Unternehmerrisiko </div> <div class="para">als Unterscheidungsmerkmal in den Hintergrund. Mehr Gewicht </div> <div class="para">erhält dagegen die Frage der arbeitsorganisatorischen Ab- </div> <div class="para">hängigkeit; denn die arbeitsorganisatorische und wirt- </div> <div class="para">schaftliche Unabhängigkeit ist oft geradezu Voraussetzung </div> <div class="para">für die Ausübung einer bestimmten Beratertätigkeit. </div> <div class="para"> Dagegen sind Personen, welche Kunden akquirieren und </div> <div class="para">Dienstleistungen oder Waren für Dritte verkaufen, regelmäs- </div> <div class="para">sig als unselbstständig erwerbstätig einzustufen (vgl. Weg- </div> <div class="para">leitung des Bundesamtes für Sozialversicherung über den </div> <div class="para">massgebenden Lohn [WML] vom 1. Januar 1977, Rz 4024). Daran </div> <div class="para">ändert die aus AHV-mässiger Sicht als charakteristisch zu </div> <div class="para">bezeichnende weitgehende arbeitsorganisatorische Unabhän- </div> <div class="para">gigkeit (z.B. hinsichtlich der Arbeitszeitgestaltung, Rou- </div> <div class="para">tenwahl) nichts. Eine selbstständige Erwerbstätigkeit ist </div> <div class="para">nur dann gegeben, wenn neben die relative arbeitsorganisa- </div> <div class="para">torische Unabhängigkeit auch noch ein echtes Unternehmer- </div> <div class="para">risiko tritt. Ein solches ist etwa gegeben, wenn beträcht- </div> <div class="para">liche Investitionen (Miete von wohnungsfremden Räumen, von </div> <div class="para">Ausstellungs- oder Lagerräumen, Kauf von Einrichtungsgegen- </div> <div class="para">ständen usw.) oder Angestelltenlöhne zu tragen sind (vgl. </div> <div class="para">WML Rz 4028). Nicht als Unternehmerrisiko ist der Umstand </div> <div class="para">zu werten, dass die Einkünfte eines Handelsvertreters von </div> <div class="para">seinem Arbeitserfolg abhängig sind (ZAK 1988 S. 378 </div> <div class="para">Erw. 2b, 1986 S. 121 Erw. 2b und S. 575 Erw. 2b mit Hinwei- </div> <div class="para">sen; WML Rz 4027; vgl. auch <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-161%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page161">BGE 119 V 161</a>, insbesondere 165 </div> <div class="para">Erw. 3c, und Käser, a.a.O. Rz 4.71 mit weiteren Hinweisen </div> <div class="para">auf die Rechtsprechung). </div> <div class="para"> Zu beachten ist schliesslich, dass die beitragsrecht- </div> <div class="para">liche Stellung einer erwerbstätigen Person stets unter Wür- </div> <div class="para">digung der gesamten Umstände des Einzelfalles zu beurteilen </div> <div class="para">ist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-161%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page161">BGE 119 V 161</a> Erw. 2 mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 3.- Die Vorinstanz legte unter Würdigung der Vorbrin- </div> <div class="para">gen und Beweismittel der Verfahrensbeteiligten in ihrem </div> <div class="para">Entscheid zutreffend dar, dass der Beschwerdeführer im </div> <div class="para">fraglichen Zeitraum (1987-1989) als Angestellter der Firma </div> <div class="para">im Sinne des AHVG gelten muss und daher auf den von dieser </div> <div class="para">Unternehmung an den Versicherten während dieser Zeit be- </div> <div class="para">zahlten Geldern paritätische Sozialversicherungsbeiträge </div> <div class="para">geschuldet sind. Dabei hat das kantonale Gericht insbeson- </div> <div class="para">dere richtig erkannt, dass es sich bei den vom Beschwerde- </div> <div class="para">führer in den Jahren 1987 bis 1989 für die Firma ausgeführ- </div> <div class="para">ten Tätigkeiten ganz überwiegend um Arbeiten gehandelt hat, </div> <div class="para">die typischerweise einem Handelsvertreter und Verkaufslei- </div> <div class="para">ter zuzuordnen sind (Akquirieren und Betreuen von Kunden; </div> <div class="para">Verkauf von Dienstleistungen der Firma; Überwachung der </div> <div class="para">Firmenkurse), nicht hingegen einem Unternehmensberater, </div> <div class="para">weshalb für die Abgrenzungsfrage das Unterscheidungsmerkmal </div> <div class="para">des Unternehmerrisikos, nicht aber die arbeitsorganisatori- </div> <div class="para">sche Abhängigkeit von besonderer Bedeutung ist (Erw. 2b </div> <div class="para">hievor). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 4.- Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was den </div> <div class="para">Entscheid des kantonalen Gerichts als bundesrechtswidrig </div> <div class="para">oder die vorinstanzliche Feststellung des Sachverhaltes als </div> <div class="para">mangelhaft in Sinne von <span class="artref">Art. 105 Abs. 2 OG</span> erscheinen lies- </div> <div class="para">se (vgl. Erw. 1b). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> a) Nicht stichhaltig ist insbesondere die Behauptung, </div> <div class="para">die Vorinstanz hätte anhand der Steuerakten erkennen müs- </div> <div class="para">sen, dass der Versicherte für die fragliche Tätigkeit er- </div> <div class="para">hebliche Investitionen habe tätigen müssen. Denn gemäss </div> <div class="para">diesen Belegen entfallen Fr. 27'850.- der von 1985 bis 1989 </div> <div class="para">insgesamt geltend gemachten Ausgaben in der Höhe von </div> <div class="para">Fr. 52'247.- auf einen Autokauf. Die beruflich bedingte </div> <div class="para">Nutzung eines Personenwagens ist jedoch durch die Firma </div> <div class="para">genauso wie die beruflich notwendigen Unterkunfts- und Ver- </div> <div class="para">pflegungskosten umfassend abgegolten. Etwas anderes wird </div> <div class="para">auch vom Beschwerdeführer nicht geltend gemacht. Bei ver- </div> <div class="para">bleibenden Ausgaben von durchschnittlich maximal Fr. 6250.- </div> <div class="para">im Jahr kann aber nicht von beträchtlichen Investitionen </div> <div class="para">gesprochen werden. Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde </div> <div class="para">erwähnte schlechte Zahlungsmoral der Firma für die dem Ver- </div> <div class="para">sicherten geschuldeten Entgelte ist sodann nicht als ein </div> <div class="para">besonderes (Unternehmer-) Risiko zu betrachten, zumal die </div> <div class="para">Ausstände unter Bezahlung eines vertraglich vereinbarten </div> <div class="para">Verzugszinses - wenn auch oftmals verspätet - stets ausge- </div> <div class="para">glichen wurden. </div> <div class="para"> Dass der Beschwerdeführer weiter vor der Aufnahme sei- </div> <div class="para">ner Tätigkeit für die Firma im Juni 1984 für verschiedene </div> <div class="para">Unternehmen im Auftragsverhältnis als Berater tätig gewesen </div> <div class="para">und hiefür von der Kasse als selbstständig Erwerbender </div> <div class="para">erfasst war, erlaubt keine Rückschlüsse auf die beitrags- </div> <div class="para">rechtliche Qualifikation der vorliegend streitigen Arbeit, </div> <div class="para">zumal er seit Juni 1984 ausschliesslich für die Firma tätig </div> <div class="para">war. Sodann ist nicht entscheidend, aus welchen Gründen die </div> <div class="para">Parteien die Zusammenarbeit beschlossen haben und wie sie </div> <div class="para">das Vertragsverhältnis bezeichnen; massgeblich sind viel- </div> <div class="para">mehr die tatsächlichen wirtschaftlichen Gegebenheiten (BGE </div> <div class="para">119 V 161 Erw. 2 mit Hinweisen). So bietet auch die im Ver- </div> <div class="para">trag enthaltene Abrede, wonach der Beschwerdeführer über </div> <div class="para">die Entgelte als selbstständig Erwerbender abzurechnen </div> <div class="para">habe, zwar einen gewissen Anhaltspunkt für die AHV-recht- </div> <div class="para">liche Qualifikation, entscheidend ist dies aber nicht. </div> <div class="para"> Ob der Versicherte der Firma freiwillig oder auf Grund </div> <div class="para">einer Verpflichtung regelmässig über seine Arbeit Rechen- </div> <div class="para">schaft ablegte, was umstritten ist, ist angesichts der </div> <div class="para">(weiteren) für eine unselbstständige Erwerbstätigkeit im </div> <div class="para">Sinne der AHV sprechenden Indizien ohne Bedeutung (typische </div> <div class="para">Arbeiten eines Handelsvertreters und Verkaufsleiters ohne </div> <div class="para">echtes Unternehmerrisiko; seit 1984 ausschliesslich für die </div> <div class="para">Firma tätig, einseitige Anpassung des Pflichtenheftes des </div> <div class="para">Beschwerdeführers durch die Firma, Verpflichtung zu einem </div> <div class="para">bestimmten Arbeitspensum, eigener Arbeitsplatz bei der Fir- </div> <div class="para">ma, [freiwillige] regelmässige Berichterstattung über die </div> <div class="para">ausgeführten Arbeiten, Dauerschuldverhältnis mit beschränk- </div> <div class="para">ter Kündbarkeit auf Ende eines Quartals bei einer Frist von </div> <div class="para">drei Monaten sowie ein sechs Monate über das Vertragsende </div> <div class="para">hinaus wirkendes Konkurrenzverbot als Anhaltspunkte für </div> <div class="para">eine - wenn auch nicht ausgeprägte - arbeitsorganisatori- </div> <div class="para">sche und wirtschaftliche Abhängigkeit). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> b) Der Umstand, dass die Kasse den Beschwerdeführer </div> <div class="para">für die im Streit liegende Tätigkeit bis vor Erlass der </div> <div class="para">angefochtenen Verfügungen als selbstständig Erwerbenden </div> <div class="para">betrachtete, begründet entgegen dessen Auffassung keinen </div> <div class="para">öffentlichrechtlichen Vertrauensschutz, welcher einem Wech- </div> <div class="para">sel des Beitragsstatuts entgegen stehen könnte (zum Grund- </div> <div class="para">satz von Treu und Glauben: <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-V-65%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page66">BGE 121 V 66</a> Erw. 1a mit Hinwei- </div> <div class="para">sen). Ein Wechsel des Beitragsstatuts ist nach den von der </div> <div class="para">Rechtsprechung entwickelten Grundsätzen zulässig (siehe </div> <div class="para">hiezu Erw. 2a in fine hievor). </div> <div class="para"> In diesem Zusammenhang rügt der Beschwerdeführer sinn- </div> <div class="para">gemäss, die Vorinstanz habe zu Unrecht angenommen, es lägen </div> <div class="para">für die in Frage stehenden Zahlungen keine rechtskräftigen </div> <div class="para">Beitragsverfügungen vor. Zu diesem Zweck beruft er sich auf </div> <div class="para">die dem kantonalen Gericht bei der Entscheidfindung bekannt </div> <div class="para">gewesenen Nachtragsverfügungen der Kasse über die Beitrags- </div> <div class="para">jahre 1987 bis 1989 des Versicherten als selbstständig </div> <div class="para">Erwerbstätiger. Dabei übersieht er, dass der letzten Bei- </div> <div class="para">tragsperiode 1988/89 das Geschäftsergebnis 1985/86 zu </div> <div class="para">Grunde lag (<span class="artref">Art. 14 Abs. 2 AHVG</span> in Verbindung mit <span class="artref">Art. 22 </span></div> <div class="para">Abs. 2 AHVV), womit die in Frage stehenden Entgelte aus den </div> <div class="para">Jahren 1987 bis 1989 von den vom ihm angerufenen Beitrags- </div> <div class="para">verfügungen nicht betroffen sind. Auch danach wurden diese </div> <div class="para">Gelder (bisher) nicht erfasst, bezahlte der Versicherte </div> <div class="para">doch seit Ende März 1989 keine Beiträge mehr. Vielmehr </div> <div class="para">bezieht er seit September 1989 eine Altersrente. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> c) Endlich ist im vorliegenden Verfahren nicht darüber </div> <div class="para">zu befinden, ob und bejahendenfalls in welchem Umfang der </div> <div class="para">Versicherte einen Rückerstattungsanspruch auf die als </div> <div class="para">Selbstständigerwerbender bezahlten persönlichen Beiträge </div> <div class="para">im fraglichen Zeitraum hat (vgl. hiezu Käser, a.a.O., </div> <div class="para">Rz 14.106-14.112). Diesbezüglich fehlt es an einem Ent- </div> <div class="para">scheid (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-IB-33%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page36">BGE 119 Ib 36</a> Erw. 1b, 118 V 313 Erw. 3b, je mit </div> <div class="para">Hinweisen). </div> <div class="para"> <u>Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen,</i> </div> <div class="para"> soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>II. Die Gerichtskosten von Fr. 2000.- werden dem Beschwer-</i> </div> <div class="para"> deführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvor- </div> <div class="para"> schuss verrechnet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversiche-</i> </div> <div class="para"> rungsgericht des Kantons Zürich, dem Bundesamt für </div> <div class="para"> Sozialversicherung, der X.________ AG, H.________, </div> <div class="para"> W.________, R.________, S.________, I.________, </div> <div class="para"> T.________, P.________, B.________, G.________, </div> <div class="para"> H.________, M.________, D.________, P.________ sowie </div> <div class="para"> B.________ zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 3. April 2000 </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgericht </div> <div class="para">Der Präsident der II. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>