<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, Artikel 62 des Militärgesetzes so abzuändern, dass die besoldeten, aber freiwilligen Militär- und Gebirgskurse der allgemeinen Dienstpflicht angerechnet werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist bereit, das Anliegen von Frau Teuscher zu prüfen, wonach die freiwillige ausserdienstliche militärsportliche Tätigkeit der Armeeangehörigen (in weiterem Umfang als bisher) an die gesetzliche Dienstleistungspflicht angerechnet werden soll. Hingegen ist er der Auffassung, dass die sportliche Weiterbildung weiterhin grundsätzlich im Rahmen der freiwilligen ausserdienstlichen Tätigkeit stattzufinden hat. Im regulären obligatorischen Militärdienst hat die militärische Ausbildung Vorrang, obwohl auch hier der Sportausbildung die gebührende Bedeutung zuzumessen ist. Eine Integration der gesamten bisherigen ausserdienstlichen militärsportlichen Tätigkeit in den regulären Militärdienst ist deshalb abzulehnen. Es entspricht im übrigen dem schweizerischen Verständnis des Milizsystems, dass die militärische bzw. militärsportliche Weiterbildung teilweise im Zivilleben und durch zivile Vereine und Verbände erfolgt.</p><p>Das VBS hat bereits vor einiger Zeit ein neues Sportkonzept der Armee verabschiedet und arbeitet gegenwärtig an dessen Umsetzung. Vorgesehen ist, dass die Teilnahme an freiwilligen ausserdienstlichen Militärsportkursen sowie an internationalen Militärwettkämpfen im Ausland grundsätzlich an die gesetzliche Dienstleistungspflicht angerechnet wird. Diese Neuerung soll für alle weiblichen und männlichen Armeeangehörigen rückwirkend ab 1. Januar 1999 gelten.</p><p>Die vorgesehene neue Regelung bedarf keiner Änderung des Militärgesetzes. Der vom Gesetz vorgegebene rechtliche Rahmen lässt den Vollzug auf Verordnungsstufe zu. Entsprechende neue Verordnungsbestimmungen werden vom VBS zurzeit vorbereitet und demnächst dem Bundesrat vorgelegt.</p><p>Aus den erwähnten Gründen erscheint dem Bundesrat die Umwandlung der Motion in ein Postulat als angebracht.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.