<h2>SubmittedText<h2><p>Im Interesse einer umfassenden Information und eines effizienten Mitteleinsatzes wird der Bundesrat aufgefordert:</p><p>1. Unter Beizug nationaler und internationaler Experten ist ein Bericht zu erstellen, der umfassend über den aktuellen nationalen und internationalen Stand des Wissens über Ursachen der Waldschäden Auskunft gibt.</p><p>2. Die Bundesmittel im Bereich Waldschadenforschung und -erhebung sollen inskünftig pluralistischer eingesetzt werden. Zur Förderung einer gesunden Konkurrenzsituation auch im Forschungsbereich soll ein Teil der jetzigen Forschungsmittel für Aufträge an andere nationale und internationale Forschungsgruppen eingesetzt werden. Dabei sind diese Forschungsaufträge von einer von der WSL unabhängigen Instanz zu vergeben.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Umfassender Bericht</p><p></p><p>Der Bundesrat ist der Meinung, dass genügend Synthesearbeiten vorhanden sind, die umfassend über den aktuellen nationalen und internationalen Stand des Wissens über die Ursachen der Waldschäden Auskunft geben. Es besteht daher beim derzeitigen Kenntnisstand kein Bedarf, weitere Syntheseberichte zu erarbeiten.</p><p></p><p>Diese Haltung soll allerdings nicht davon ablenken, dass es trotz aller Forschungsanstrengungen nie restlos gelingen wird, alle Einflüsse verschmutzter Luft auf uns und unsere Umwelt zu erkennen und zu quantifizieren. Es darf als gesichert betrachtet werden, dass verschmutzte Luft Risiken beinhaltet. Es muss deshalb unsere Pflicht sein, diese Risiken so rasch und so weit als möglich abzubauen.</p><p></p><p>2. Mittelleinsatz</p><p></p><p>Die Bundesmittel für die Waldschadensforschung und verwandte Gebiete (z.B. die von der Motionärin genannten 27,5 Mio Franken für die Jahre 1992 - 1995) werden in erster Linie an der WSL eingesetzt. Dies ist richtig so, denn die WSL hat als Forschungsanstalt des Bundes den Auftrag, auf den genannten Gebieten Forschungsarbeiten durchzuführen und Dienstleistungen zu erbringen. Sie erfüllt diesen Auftrag in unabhängiger Art und Weise, denn sie ist als Forschungsinstitution verpflichtet, dem Massstab der wissenschaftlichen Objektivität zu genügen. Bezüglich des Einsatzes der Mittel ist zu beachten, dass daraus auch die Erhebungen im Rahmen des Landesforstinventars und der phytosanitäre Beobachtungs- und Meldedienst finanziert werden. Für eigentliche Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Waldschäden verbleiben knapp ein Drittel des genannten Betrages. Das BUWAL bzw. die Eidg. Forstdirektion vergab in den vergangenen vier Jahren Mittel für sog. flankierende Massnahmen zum Walderhebungsprogramm, die zum Teil auch für Aufnahmen über den Gesundheitszustand des Waldes eingesetzt' werden. Es handelt sich um 10 Projekte, die von Forscherinnen und Forschern an privaten und öffentlichen Institutionen ausgeführt werden. Die Vergabe erfolgte im offenen Wettbewerb, nach den Bedürfnissen des BUWAL und unabhängig von der WSL. Zahlreiche kantonale Forstämter vergeben überdies Aufträge für Untersuchungen, Erhebungen und Abklärungen. Die Finanzierung solcher Aufträge erfolgt ebenfalls unabhängig von der WSL.</p><p></p><p>Eine zusätzliche Zersplitterung der Bundesmittel für die Waldschadensforschung und -erhebung brächte keine Verbesserung der Situation. In der Schweiz liegen die für die Waldschadensforschung und -erhebungen eingesetzten Mittel überdies eher unter der kritischen Grenze, eine zusätzliche Diversifizierung würde einen effizienten Einsatz der beschränkten Mittel beeinträchtigen und die Forschungsanstrengungen nur schwächen.</p><p></p><p>Der Bundesrat ist der Meinung, dass der Einsatz der Forschungsmittel für die Waldschadensforschung und -erhebung der Schweiz einer genügenden Konkurrenzsituation ausgesetzt ist.</p><p></p><p>In der vorliegenden Motion wird behauptet, im Gegensatz zu anderen schweizerischen und internationalen Forschergruppen lege die WSL keine brauchbaren Resultate vor. Leider wird nicht näher ausgeführt, welche Ergebnisse miteinander verglichen worden sind und welche Nützlichkeitsaspekte im Vordergrund standen. Die Motionärin nennt keine "andere schweizerische und internationale Forschergruppen, die brauchbare Resultate vorlegen".</p><p></p><p>Schliesslich möchten wir darauf hinweisen, dass zur Zeit die WSL und das BUWAL zusammen festlegen, welche neuen Schwerpunkte im Walderhebungsprogramm 1996 - 1999 aufgrund der Erfahrungen 1992 - 1995 gesetzt werden müssen. Diese Schwerpunkte umfassen auch eine Überprüfung der Art und Weise der Information der Bevölkerung.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.