<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00282</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105899&amp;W10_KEY=13013579&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00282</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.01.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>. Die Festsetzung einer Freihalte- oder einer anderen Nichtbauzone erübrigt das Festlegen von Waldabstandslinien nur dann, wenn die Nichtbauzone so ausgedehnt ist, dass sich im Regelabstandsbereich von 30 m am Waldgrenze kein Bauzonengebiet mehr befindet (E 2c).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FESTLEGUNG">FESTLEGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREIHALTEZONE">FREIHALTEZONE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NICHTBAUGEBIET">NICHTBAUGEBIET</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WALDABSTAND">WALDABSTAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WALDABSTANDSLINIE">WALDABSTANDSLINIE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WALDGRENZE">WALDGRENZE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 66 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 233 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 262 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">Art. 17 lit. II WaG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich erteilte A am 26. Oktober 1999 die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r die Erstellung eines Doppeleinfamilienhauses mit ParkplÃ¤tzen auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 1 (neu: Kat.Nrn. 2 und 3 in ZÃ¼rich. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Hiergegen erhoben F am 2. Dezember 1999 sowie H und I mit Eingabe vom 3. De­zember 1999 Rekurs an die Baure­kurskommission I und beantragten die Aufhebung der erteilten Baubewilligung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission I vereinigte die beiden Rekursverfahren am 9. Juni 2000, hiess die Rekurse gut und hob den Beschluss der Bausektion der Stadt ZÃ¼rich vom 26. Ok­tober 1999 auf. Die Rekurskommission erwog zusammengefasst, das BaugrundstÃ¼ck liege teilweise in der Freihaltezone und teilweise in der Wohnzone W2 der aufsichtsrechtlich durch die Baudirektion festgesetzten Bau- und Zonenordnung der Stadt ZÃ¼rich (BZO-BD 1995) und stosse im Norden an den Waldrand des V-bels. Eine Wald­ab­stands­linie sei nicht festgesetzt und auch nicht geplant. Die Freihaltezone sei bereits im Zonen­plan von 1963 als 15 m breiter Streifen entlang des damaligen Waldrands enthalten. In den vergangenen Jahr­zehnten habe sich der Wald offensichtlich ausgedehnt. Auch die Parteien gingen Ã¼berein­stimmend davon aus, dass zwischen dem heute bestehenden Waldrand und der Nordwest­ecke des projektierten GebÃ¤udes ein Abstand von weniger als 10 m bestehe. § 66 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) verpflichte die Gemeinden zwingend, im Bauzonengebiet Waldabstandslinien festzusetzen. Die Festset­zung einer Frei­halte- oder einer anderen Nichtbauzone erÃ¼brige das Festlegen von Waldab­standslinien nur dann, wenn die Nichtbauzone so ausgedehnt sei, dass sich im Regelab­standsbereich von 30 m ab Waldgrenze kein Bauzonengebiet mehr befinde. Da vorliegend die erforder­liche Waldabstandslinie vollstÃ¤ndig fehle, mangle es dem BaugrundstÃ¼ck an einer pla­nungs­rechtlichen Festlegung im Sinn von § 234 PBG. Diese Bestimmung wolle die nach­teilige PrÃ¤judizierung kÃ¼nftiger planungsrechtlicher Festlegungen verhindern. Waldab­stands­linien seien normalerweise in einem Abstand von 30 m von der Waldgrenze entfernt festzusetzen. Bei besonderen Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnissen kÃ¶nne der Abstand verklei­nert oder vergrÃ¶ssert werden. Soweit der Baurekurskommission I aus verschiedenen Re­kursverfah­ren im Zusammenhang mit der BZO 1992 bekannt sei, habe die Vorinstanz bei der Festset­zung der Waldabstandslinien eine Reduktion des Waldabstands unter das Mass von 15 m nur in wenigen ganz besonders gelagerten FÃ¤llen vorgenommen und dabei das Mass von 10 m nirgends unterschritten. Das Bauvorhaben mit einem Waldabstand von nur gerade 8.5 m prÃ¤judiziere die kÃ¼nftige Planung in unzulÃ¤ssiger Weise. Die erteilte Baube­willigung sei daher in Gutheissung der Rekurse aufzuheben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Eingabe vom 25. August 2000 liessen A und die dem Rekursverfahren bei­getretenen C und B dem Verwaltungsgericht be­antragen, den Entscheid der Baurekurs­kommission I vom 9. Juni 2000 aufzuheben und die Baubewilligung der Bausektion der Stadt ZÃ¼rich vom 26. Oktober 1999 zu bestÃ¤tigen, un­ter EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerschaft. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission I und die Beschwerdegegnerschaft beantragten Abwei­sung der Beschwerde, letztere unter Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung. Die mitbetei­ligte Bausektion der Stadt ZÃ¼rich verzichtete mit Eingabe vom 2. Oktober 2000 auf Ver­nehmlassung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit rechtserheblich, in den nachfolgen­den EntscheidgrÃ¼nden wiedergegeben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das BaugrundstÃ¼ck altKat.Nr. 1 in ZÃ¼rich stÃ¶sst im Norden an den Waldrand des V-tobels. Laut Beschluss der Bausektion der Stadt ZÃ¼rich vom 26. Oktober 1999 (E. c) grenzt das GrundstÃ¼ck an das Ã¼berkommunale Landschaftsschutz­objekt Nr. 5 (Regierungs­ratsbeschluss Nr. XXX vom Januar 1980). Im Inventar der naturkundlich bedeutenden Waldobjekte des Kantons ZÃ¼rich (Entwurf 1/1988) ist das V-tobel als kantonal bedeuten­des Objekt Nr. XXX ausgeschieden worden. Im kantonalen Schutzverordnungsentwurf vom Mai 1994 wurden u.a. die in der Freihaltezone liegenden Gebiete des V-tobels in den Schutzperimeter aufgenommen. Die nÃ¶rd­lichen Bereiche des vorliegenden Bauprojekts grenzen direkt an die Landschaftsschutz­zone III A, welche der ungestÃ¶rten Erhaltung der landschaftlichen Eigenart des Gebietes dient. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der sÃ¼dliche Teil des Bauareals (altKat.Nr. 1) ist nach der aufsichtsrechtlich festge­setzten Bau- und Zonenordnung der Stadt ZÃ¼rich (BZO-BD 1995) der Wohnzone W2 zu­geteilt, der nÃ¶rdliche Teil einer Freihaltezone. Zwischenzeitlich sind am 2. September 2000 die Teile I und II der Bauordnung 1992/1999 der Stadt ZÃ¼rich (BZO 1999) in Kraft getre­ten. Diese Teile beinhalten u.a. die Wohnzonen und Freihaltezonen, wobei die Grenze zwi­schen Wohn- und Freihaltezone auf dem BaugrundstÃ¼ck nicht verschoben wurde. Die Frei­haltezone war bereits im Zonenplan 1962 als 15 m breiter Streifen entlang des (dama­ligen) Waldrands enthalten. Das Bauvorhaben soll nordseits auf die Bauzonengrenze ge­stellt werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Die Kantone sind von Bundesrechts wegen zur Festsetzung von WaldabstÃ¤n­den verpflichtet (Art. 17 Abs. 2 des Bundesgesetzes Ã¼ber den Wald vom 4. Oktober 1991 (WaG); dazu Botschaft des Bundesrats vom 29. Juni 1988, BBl 1988 III, S. 198). GemÃ¤ss § 66 PBG (in der Fassung vom 1. September 1991) setzt der Zonenplan im Bauzonengebiet Waldabstandslinien fest (Abs. 1). Die Linien sind in einem Abstand von 30 m von der Waldgrenze festzusetzen; bei kleinen Waldparzellen oder bei besonderen Ã¶rtlichen Ver­hÃ¤ltnissen kÃ¶nnen sie nÃ¤her oder weiter von der Waldgrenze gezogen werden (Abs. 2). Nach der ursprÃ¼nglichen Fassung (§ 66 Abs. 3 PBG) konnte bei kleinen, einzelnen Wald­parzellen auf eine Abstandslinie verzichtet werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Oberirdische GebÃ¤ude dÃ¼rfen laut § 262 Abs. 1 PBG die im Zonenplan festgelegte Waldabstandslinie nicht Ã¼berschreiten; ausserhalb des Bauzonengebiets betrÃ¤gt der Ab­stand von der forstrechtlichen Waldgrenze 30 m. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Mit Abstimmung vom 17. Mai 1992 hatten die Stimmberechtigten der Stadt ZÃ¼­rich die Vorlage fÃ¼r eine neue Bau- und Zonenordnung (BZO 1992) angenommen. Hierzu gehÃ¶rten als ErgÃ¤nzungsplÃ¤ne auch WaldabstandslinienplÃ¤ne 1:1000. Die BZO 1992 ist nie in Rechtskraft erwachsen. Die BZO-BD 1995 enthÃ¤lt bezÃ¼glich der ErgÃ¤nzungsplÃ¤ne und damit der Waldabstandslinien keine aufsichtsrechtlichen Anordnungen (Art. 2 Abs. 2 BZO-BD 1995). Die Revisionsvorlage 1999, Teil III, Gemeinderatsbeschluss vom 7. Juni 2000, beinhaltet auch die WaldabstandslinienplÃ¤ne 1:1000. Diese Vorlage ist aber nicht rechtskrÃ¤ftig und setzt fÃ¼r das BaugrundstÃ¼ck altKat.Nr. 1 auch keine Waldabstandsli­nien fest; diese enden je westlich und Ã¶stlich des Bauareals. FÃ¼r das BaugrundstÃ¼ck beste­hen daher keine rechtskrÃ¤ftigen Waldabstandslinien und solche wurden vom Stadtrat auch nicht beantragt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der Erlass von Waldabstandslinien ist - wie die Baurekurskommission I zu Recht ausgefÃ¼hrt hat - zwingend. § 66 Abs. 1 PBG sah bereits in der ursprÃ¼nglichen Fassung vom 7. September 1975 vor, dass der Zonenplan im Baugebiet Waldabstandslinien festsetzt; nur bei "kleinen, einzelnen Waldparzellen" konnte laut § 66 Abs. 3 in der ursprÃ¼nglichen Fas­sung auf eine (Wald-)Abstandslinie verzichtet werden. Diese Ausnahme wurde mit der Revi­sion des Planungs- und Baugesetzes vom 1. September 1991 fallengelassen. Mit der Fest­setzung der Waldabstandslinien kommt der Kanton ZÃ¼rich der bundesrechtlich statuier­ten Pflicht nach, wonach die Kantone einen angemessenen Mindestabstand der Bauten und An­lagen vom Waldrand vorzuschreiben haben (Art. 17 Abs. 2 WaG). Die Festlegung einer Frei­haltezone vermag die zwingend vorgeschriebene Festlegung von Waldabstandslinien in der Regel nicht zu ersetzen (vgl. hierzu E. 7a des Rekursentscheids). Die Ausscheidung von Freihaltezonen zwischen Bauzonen und Wald war bei Erlass des Zonenplans 1962 das ge­eig­nete und zweckmÃ¤ssige Mittel zur Sicherung eines Mindestab­stands von Bauten und Anlagen vom Waldrand, da zu jenem Zeitpunkt das "Instrument" der Waldabstandslinien nicht zur VerfÃ¼gung stand. Nach Erlass des Planungs- und Bauge­setzes vom 7. September 1975 sind in den diesem Gesetz angepassten ZonenplÃ¤nen die MindestabstÃ¤nde (fÃ¼r ober­irdische GebÃ¤ude) zwingend mit einer Waldabstandslinie festzu­setzen. Vorliegend ist daher davon auszugehen, dass fÃ¼r das BaugrundstÃ¼ck altKat.Nr. 1 Waldabstandslinien <i>fehlen.</i> Entgegen der Rechtsauffassung der Beschwerdegegnerschaft kann bei Fehlen von Waldab­standslinien nicht einfach in analoger Anwendung von § 66 Abs. 2 PBG ein Waldabstand von 30 m verlangt werden, sondern ist zu prÃ¼fen, ob und wieweit die gesetzlichen Vorschrif­ten von § 233 ff. PBG Ã¼ber die (planungsrechtliche) Baureife eingreifen (RB 1987 Nr. 70 = ZBl 89/1988, S. 321 ff.). Auch Ã¤ndert nichts, dass der Gesetzgeber, offenbar in Verkennung der Rechtslage, auf dem BaugrundstÃ¼ck bei Anpassung der kommunalen Nutzungsplanung durch Erlass der Bau- und Zonenordnung 1999 (Teil III) keine Waldabstandslinie festgesetzt hat. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Bauten und Anlagen dÃ¼rfen entsprechend § 233 Abs. 1 PBG nur auf Grund­stÃ¼cken erstellt werden, die baureif sind oder deren Baureife auf die Fertigstellung oder, wo die VerhÃ¤ltnisse es erfordern, bereits auf den Baubeginn hin gesichert ist. Baureif ist laut § 234 (in der Fassung vom 1. September 1991) ein GrundstÃ¼ck, wenn es erschlossen ist und wenn durch die bauliche Massnahme keine noch fehlende oder durch den Gemeinderat beantragte planungsrechtliche Festlegung nachteilig beeinflusst wird. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu den planungsrechtlichen Festlegungen, deren Fehlen einem Bauvorhaben im Sinn von § 234 PBG entgegengehalten werden kann, gehÃ¶ren auch die Waldabstandslinien (vgl. RB 1987 Nr. 70 = ZBl 89/1988, S. 321 ff.). Es ist mithin zu prÃ¼fen, ob das Bauvor­haben die noch festzulegenden Waldabstandslinien <i>nachteilig</i> beeinflussen kann. § 234 PBG will verhindern, dass die fÃ¼r die Planfestsetzung zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden bei ihrem Ent­scheid vor vollendete Tatsachen gestellt werden, wenn noch wÃ¤hrend der Planungs­phase Bauwerke entstehen, welche die vorgesehene kÃ¼nftige Planung beeintrÃ¤chtigen (RB 1998 Nr. 113). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) GemÃ¤ss § 66 Abs. 2 PBG sind die Waldabstandslinien in einem Abstand von 30 m von der Waldgrenze festzusetzen; bei kleinen Waldparzellen oder bei besonderen Ã¶rt­lichen VerhÃ¤ltnissen kÃ¶nnen sie nÃ¤her an oder weiter von der Waldgrenze gezogen wer­den. Unbestrittenermassen liegen hier grundsÃ¤tzlich besondere VerhÃ¤ltnisse vor, welche ein Ab­weichen bei der Festlegung der Waldabstandslinien vom Regelmass von 30 m rechtfertigen (vgl. hierzu RB 1996 Nr. 67 = BEZ 1996 Nr. 18). Hierzu gehÃ¶rt insbesondere der Um­stand, dass sÃ¼dwestlich des BaugrundstÃ¼cks entlang der X-strasse bereits mehrere Bauten bestehen, welche zum Wald einen kleineren Abstand als 30 m einhalten. Die auf die­sen Ã¼berbauten GrundstÃ¼cken festgesetzte Waldabstandslinie hÃ¤lt eine Distanz von 15 m ge­genÃ¼ber der Waldgrenze ein. Auch sÃ¼dÃ¶stlich der Bauparzelle befinden sich Bauten mit einem das Regelmass unterschreitenden Waldabstand. Weiter kann auch eine relativ steile Lage eines GrundstÃ¼ckes unter "besondere(n) Ã¶rtliche(n) VerhÃ¤ltnisse(n)" im Sinn von § 66 Abs. 2 PBG subsumiert werden, welche in konkreten EinzelfÃ¤llen ein Abweichen vom Re­gelmass von 30 m bei der Festsetzung von Waldabstandslinien rechtfertigen. Indessen ist hier zu beachten, dass das Bauprojekt auf altKat.Nr. 1 zum tatsÃ¤chlichen Waldrand ei­nen Abstand einhÃ¤lt, der sogar 10 m unterschreitet. GemÃ¤ss "Aktennotiz/Beschluss­proto­koll" des Kreisforstmeisters vom 30. MÃ¤rz 1999 (act. --) wie auch gemÃ¤ss dem Baueingabe­plan "Umgebung/Erdgeschoss/Fassaden/Schnitt", 1:100, 18.8.2000 (= act. --) ist die nordwest­liche GebÃ¤udeecke des geplanten Doppelwohnhauses weniger als 10 m vom Wald entfernt. Nach den Angaben der BeschwerdefÃ¼hrenden betrÃ¤gt die Distanz dieser GebÃ¤ude­ecke zu den "nÃ¤chsten, hochragenden WaldbÃ¤umen 8,50 m". Durch die Erstellung des um­strittenen Bauprojekts mit einem Waldabstand, der weniger als 1/3 des Regelmasses be­trÃ¤gt, wÃ¼rde die dem zustÃ¤ndigen Gesetzgeber obliegende Festlegung der Waldabstandsli­nie klarerwei­se prÃ¤judiziert und dessen Planungsfreiheit geschmÃ¤lert (vgl. RB 1987 Nr. 70 = ZBl 89/ 1988,­ S. 323 E. 2c/bb). Unter diesen UmstÃ¤nden gilt es, die Planungsfreiheit des Gesetz­gebers zu wahren und darf der kÃ¼nftige Verlauf der Waldab­standslinie nicht durch die Bewilligung des Bauprojekts im Sinn von § 234 PBG nachteilig beeinflusst werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Auch die Ã¼brigen EinwÃ¤nde der BeschwerdefÃ¼hrenden vermÃ¶gen an dieser Rechts­lage nichts zu Ã¤ndern. Die Festsetzung von Waldabstandslinien dient - wie gesehen - auch der Umsetzung des Bundesrechts, welche die Kantone gemÃ¤ss Art. 17 Abs. 2 WaG zur Festsetzung von WaldabstÃ¤nden verpflichtet. Die Verwirklichung einer den gesetz­li­chen GrundsÃ¤tzen des Raumplanungsrechts und des Ã¼brigen raumrelevanten Bundes­rechts entsprechenden Planung hat aber auf jeden Fall Vorrang vor dem Gebot der Plan­bestÃ¤ndig­keit (vgl. hierzu Felix Jost, GrÃ¶sse und Lage von Bauzonen nach Art. 15 RPG und dem weiteren raumrelevanten Recht, ZÃ¼rich 2000, S. 348 mit Hinweisen). Die AbwÃ¤­gung der Interessen des GrundeigentÃ¼mers an der mÃ¶glichst uneingeschrÃ¤nkten Ãberbau­barkeit sei­nes GrundstÃ¼cks gegenÃ¼ber den Ã¶ffentlichen Interessen ist in erster Linie bei der Festset­zung von Waldabstandslinien vorzunehmen (RB 1999 Nr. 102) und nicht im Rah­men der Anwendung von § 234 PBG. Schliesslich ist nicht nachvollziehbar, weshalb die Beschwer­degegnerschaft gegen die BZO 1992 hÃ¤tten "antreten" und fÃ¼r das BaugrundstÃ¼ck Waldab­standslinien beantragen mÃ¼ssen. Dieser Einwand ist nur schon deshalb unbegrÃ¼n­det, weil die BZO 1992 gar nie rechtskrÃ¤ftig wurde. </span></p> <p class="Einzug1"><i><span> </span></i></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerde erweist sich insgesamt als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2.<span> </span></span><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>