19. März 1993 N 603 Interpellation von Feiten lieu conformément à l'ordonnance sur les achats de la Con- fédération. 550 remorques à deux essieux sont prévues au programme d'armement 93. Celles-ci seront acquises, dans le cadre d'une 5e série, auprès de l'Entreprise générale Frech-Hoch SA à Sissach. Un changement de fournisseur ne paraît pas in- diqué en l'occurrence, notamment compte tenu du fait qu'il a été possible d'obtenir un droit de regard sur le calcul des prix. Il ne serait pas justifié en outre de développer chez un second fournisseur une infrastructure et un savoir-faire déjà existants. Une participation n'est cependant pas exclue en ce qui concerne les fournitures à l'Entreprise Frech-Hoch SA qui a été informée à ce sujet. Elle est prête à offrir sa collaboration sur la base de la libre concurrence. Projet «voitures de livraison tout terrain» Des considérations analogues entrent en ligne de compte à cet égard. Le DMF a connaissance du fait que les fournisseurs valaisans concernés ont fait usage de l'offre de renseigne- ments qui leur a été présentée par les deux concurrents Mer- cedes et Bucher-Guyer lors de séances d'information publi- ques à Zurich, Berne et Genève. Des demandes d'offres ont déjà été faites. Dans le cadre de ses futurs projets, le DMF mettra également tout en oeuvre pour que les entreprises valaisannes mention- nées par l'auteur de l'interpellation, comme d'autres fournis- seurs éventuels de cette région, soient de nouveau invités à soumettre leurs offres. Erklärung des Interpellanten: nicht befriedigt Déclaration de l'interpellateur: non satisfait #ST# 92.3552 Interpellation von Feiten Fremdenfeindliche Szenarien in ZGV-Uebung Scénarios xénophobes lors d'un exercice de défense générale Wortlaut der Interpellation vom 17. Dezember 1992 Im Rahmen einer sogenannten «kombinierten Uebung» und unter Leitung und Verantwortung der Zentralstelle für Gesamt- verteidigung (ZGV) wurde letzten Oktober in den beiden Bas- ler Halbkantonen die Uebung «Ponte» durchgeführt Dabei wurde unter anderem davon ausgegangen, dass Asylbewer- berinnen und -bewerber die Redaktionen der beiden regiona- len Zeitungen besetzten. Dabei soll es - immer laut Szenario- je zehn Tote gegeben haben. Ueber diese Uebungslage wurde ausführlich in den Nordwestschweizer Medien be- richtet. Ich frage den Bundesrat an: 1. Aufgrund welcher Ueberlegungen wurde dieses Szenario entwickelt? Wie stellt er sich zu seinem zumindest latent rassi- stischen Inhalt? 2. Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass die Gefahr umgekehrter Angriffe auf Unterkünfte zurzeit auch in der Schweiz wesentlich grösser ist? 3. Teilt der Bundesrat die Ansicht, dass solche Szenarien dazu geeignet sind, den Fremdenhass und Rassismus mit all sei- nen entsetzlichen Konsequenzen zu schüren? 4. Sind oder waren solche absurden Szenarien auch in ande- ren Uebungen aufgestellt worden? 5. Wie stellt sich der Bundesrat zu den Aussagen eines Ober- sten in einem Zeitungsinterview, der es bedauert, «gewisse Szenarien nicht beim Namen nennen (zu) können» und gleich anschliessend in diesem Zusammenhang auch die Arbeitslo- sen als mögliche Gewalttäter nennt? 6. Was gedenkt der Bundesrat zu unternehmen, dass solche gefährliche «Ausrutscher» auch in Gesamtverteidigungsübun- gen auf Bundes-, aber auch auf kantonaler Ebene und in der Armee nicht mehr vorkommen? Texte de l'interpellation du 17 décembre 1992 L'exercice «Ponte» réalisé en octobre dernier dans les deux demi-cantons de Baie sous la direction de l'Office central de la défense (OCD) se fondait sur un scénario dans lequel des re- quérants d'asile occupaient les rédactions des deux journaux de la région, occasionnant la mort de 20 personnes. Les mé- dias du nord-ouest de la Suisse se sont largement fait l'écho de cet exercice. Je pose au Conseil fédéral les questions suivantes: 1. Quelles réflexions ont présidé à l'élaboration de ce scéna- rio? Que pense le Conseil fédéral de son contenu implicite- ment raciste? 2. Le Conseil fédéral n'est-il pas d'avis que les risques d'agres- sion contre des centres de requérants se sont accrus dans no- tre pays également? 3. Le Conseil fédéral pense-t-il lui aussi que de tels scénarios sont de nature à attiser la xénophobie et le racisme, avec tou- tes les conséquences que cela peut entraîner? 4. D'autres exercices se fondaient-ils sur des scénarios aussi absurdes? 5. Que pense le Conseil fédéral des déclarations faites à un journal par un colonel qui regrettait de ne pouvoir, dans cer- tains scénarios, appeler les choses par leur nom, et ajoutait, un peu plus loin, que les chômeurs étaient également des agresseurs potentiels? 6. Que pense faire le Conseil fédéral pour éviter que tels déra- pages ne se reproduisent, que ce soit lors d'exercices de dé- fense générale organisés par la Confédération ou par les can- tons, ou au sein de l'armée? Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Bäumlin, Boden- mann, Brügger Cyrill, Carobbio, Caspar-Hutter, Danuser, de Dardel, Eggenberger, Fankhauser, Goll, Hafner Ursula, Haller, Hämmerle, Herczog, Jeanprêtre, Leemann, Leuenberger Mo- ritz, Mauch Ursula, Rechsteiner, Ruffy, Steiger, Strahm Rudolf (23) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 17. Februar 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 17 février 1993 1. Die Uebungen im kombinierten Einsatz von zivilen und mili- tärischen Mitteln haben zum Zweck, die Zusammenarbeit von Behörden und ihren Führungsstäben mit Kommandostäben der Armee in ausserordentlichen Lagen unter möglichst reali- stischen Bedingungen zu schulen. Um diesem Anspruch ge- recht zu werden, müssen Uebungen mit Szenarien angelegt werden, die eine möglichst breite Palette von denkbaren machtpolitischen und nicht machtpolitischen Gefahren und Risiken schildern. Dazu gehören technische Katastrophen, Versorgungsengpässe, Epidemien, Flüchtlingsprobleme, ter- roristische Aktionen, Auseinandersetzungen zwischen funda- mentalistischen Gruppen usw. Im Szenario der Uebung «Ponte» wurden bewusst zahlreiche Ereignisse geschildert, wie sie heute auftreten können und in Europa zum Teil auch schon vorgekommen sind. Die Beset- zung von Zeitungsredaktionen durch Asylbewerber war eines von mehreren hundert Ereignissen, mit denen die Uebungs- teilnehmervor Probleme gestellt werden sollten. Der Bundes- rat vermag in dem Szenario keinen «latent rassistischen In- halt» zu erkennen. 2. Die gewaltsamen Uebergriffe auf Unterkünfte von Asylsu- chenden in unserem Land erfüllen den Bundesrat mit Besorg- nis; er ist froh, dass deren Zahl in jüngster Zeit zurückgegan- gen ist Gerade dieses Thema war auch Bestandteil der Uebung «Ponte»: Die teilnehmenden Führungs- und Fachor-Interpellation Camponovo 604 N 19 mars 1993 gane hatten u. a auch geeignete Massnahmen zum Schutz von Asylbewerbern zu treffen. 3. Der Bundesrat teilt die Ansicht nicht, dass mit dem Uebungsszenario «Ponte» Fremdenhass und Rassismus ge- schürt worden seien. Das Szenario hat im Gegenteil dazu bei- getragen, den verantwortlichen zivilen Behörden und militäri- schen Stäben geeignete Möglichkeiten für den Schutz, die Si- cherheit und die Betreuung der Bevölkerung - auch der aus- ländischen - in ausserordentlichen Lagen aufzuzeigen. 4. Die politischen Behörden aller Stufen kommen nicht darum herum, sich mit den Auswirkungen von Migrationsströmen auf die Gesellschaft auseinanderzusetzen. Der Bundesrat hält es deshalb für richtig, dass kombinierte Gesamtverteidigungs- übungen auch denkbare Szenarien aus dem Asylbereich be- inhalten. Die Uebungsleiter haben sich allerdings bewusst zu sein, dass es sich dabei um einen sehr sensiblen Bereich han- delt. Anderseits müssen Einzelereignisse in den Zusammen- hang von Gesamtszenarien eingeordnet werden. Erst in die- sem grösseren Ganzen kann ein einzelnes Ereignis sachlich und politisch gewürdigt werden. 5. Die «Aussagen eines Obersten in einem Zeitungsinterview» sind dem Bundesrat nicht bekannt 6. Zuständig für die Vorbereitung, Durchführung und Leitung von kombinierten Gesamtverteidigungsübungen auf kantona- ler Ebene sind in erster Linie die Kantonsregierungen; sie wer- den dabei von Fachstellen des Bundes und der Armee unter- stützt. Dem Bundesrat ist bekannt, dass die Szenarien solcher Uebungen regelmässig mit sehr viel Aufwand und Sorgfalt vor- bereitet werden. Weiter gehende Massnahmen drängen sich nicht auf. Erklärung der Interpellantin: nicht befriedigt Déclaration de l'interpellatrice: non satisfaite #ST# 92.3455 Interpellation Camponovo AI kohol Verwaltung. Neue Aufgaben Interpellanza Camponovo Ripensamento del ruolo della Regìa federale degli alcool Interpellation Camponovo Régie fédérale des alcools. Nouveau rôle Wortlaut der Interpellation vom 30. November 1992 Die Aufgaben der Eidgenössischen Alkoholverwaltung sind: a die Verminderung des Konsums gebrannter Wasser; b. die Verfolgung einer Landwirtschaftspolitik. Um der zweiten Aufgabe gerecht zu werden, wendet die Alko- holverwaltung jährlich zwischen 40 und 50 Millionen Franken zur «Verwertung» der Kartoffeln auf, besonders für den Absatz der Ueberproduktion im Ausland (z. B. in Italien); weitere Dut- zende von Millionen Franken wendet sie zur «Verwertung» ei- niger Obstsorten auf. Man kann sich zu Recht fragen, ob diese Mittel nicht besser dafür eingesetzt werden sollten, die erste Aufgabe mit mehr Nachdruck und mit breiterer sozialer Wirkung zu verfolgen. Ich frage den Bundesrat, ob er - unabhängig vom Ausgang der EWR-Abstimmung - nicht den Zeitpunkt für gekommen hält, um Aufgaben und Politik der Alkoholverwaltung zu über- prüfen. Testo dell'interpellanza del 30 novembre 1992 Gli scopi della Regìa federale degli alcool sono: a la diminuzione del consumo di bevande distillate, e b. la conduzione di una politica agraria Per perseguire il secondo scopo essa spende decine di mi- lioni di franchi all'anno (40/50 milioni) nella «valorizzazione» delle patate, in particolare per piazzare la sovrapproduzione all'estero (ad esempio in Italia); altre decine di milioni all'anno li spende per la «valorizzazione» di alcune varietà di frutta. Ci si può legittimamente chiedere se questi mezzi non pos- sano essere utilizzati per perseguire il primo scopo con più in- tensità e maggiori effetti sociali. Chiedo al Consiglio federale se non ritiene giunto il momento, indipendentemente dall'accettazione o meno dello SEE, di ri- vedere gli scopi e la politica della Regìa Texfe de l'interpellation du 30 novembre 1992 Les buts de la Régie fédérale des alcools sont: a diminuer la consommation de boissons distillées; b. mettre en oeuvre une politique agricole. Afin de poursuivre le second de ces buts, la régie dépense chaque année entre 40 et 50 millions de francs pour «mettre en valeur» les pommes de terre, notamment pour écouler la surproduction à l'étranger (par exemple en Italie), et plusieurs dizaines de millions de francs pour «valoriser» certaines quali- tés de fruits. On peut légitimement se demander si ces ressources pour- raient être utilisées afin de poursuivre le premier but de manière plus active et avec de meilleurs résultats sur le plan social. Je demande au Conseil fédéral s'il juge le moment venu, indé- pendamment de l'acceptation ou non de l'EEE, pour réexami- ner les buts et la politique de la régie. Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires: Keine - Nes- suno-Aucun Schriftliche Begründung - Motivazione scritta - Développement par écrit L'autore rinuncia alla motivazione e desidera una risposta scritta Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 3. Februar 1993 Risposta scritta del Consiglio federale del 3 febbraio 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 3 février 1993 Conformemente all'articolo 32bis della Costituzione federale ed alla legge sull'alcool, per l'attività della Regìa sono prima- riamente determinanti gli scopi di sanità pubblica Importanti sono però pure altre considerazioni di carattere fiscale e di po- litica agraria Considerate le spese di utilizzazione dell'anno di gestione 1992/93, causate dai rendimenti straordinariamente elevati di frutta e patate, la domanda concernente il ripensa- mento del ruolo della Regìa è comprensibile. La legislazione sull'alcool è un ordinamento che associa di- versi aspetti: tassazione, controllo e limitazione della produ- zione, commercio di bevande distillate, importazione e con- sumo vanno conciliati con l'alternativa del promovimento della valorizzazione analcolica delle materie prime distillabili. Ciò concerne, oltre ai produttori domestici ed ai cosiddetti profes- sionali, anche i produttori di frutta e di patate, il commercio, gli esercizi pubblici, le farmacie, le drogherie come pure, come contribuenti, i consumatori di bevande distillate. Per ciò che concerne l'agricoltura, tenuto conto delle limita- zioni che la legislazione sull'alcool le impone, essa può giusta- mente rivendicare un diritto a una certa garanzia di reddito. Ciò non significa tuttavia che le considerazioni di politica agraria debbano anteporsi a quelle di sanità pubblica A suo tempo venne ripetutamente proposto di staccare singoli settori dalla Regìa per assegnarli ad altri uffici federali. Queste richieste vennero analizzate pochi anni fa, in seguito ad una mozione parlamentare, anche da esperti esterni (Prof. Ger- mann) e poi realizzate considerando le funzioni essenziali di politica sanitaria della Regìa: 3,5 posti sono stati trasferiti al- l'Ufficio federale della sanità pubblica Grazie ai suoi propri sforzi di razionalizzazione, la Regìa ha potuto diminuire il suo personale di 17 unità Ulteriori trasferimenti non sono presen-Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation von Felten Fremdenfeindliche Szenarien in ZGV-Uebung Interpellation von Scénarios xénophobes lors d'un exercice de défense générale In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1993 Année Anno Band I Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 92.3552 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 19.03.1993 - 08:00 Date Data Seite 603-604 Page Pagina Ref. No 20 022 472 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.