<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">[AZA] </div> <div class="para">H 37/99 Ge </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>III. Kammer </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesrichter Schön, Spira und Bundesrichterin Widmer; </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Keel </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Urteil vom 28. Januar 2000 </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">W.________, Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Ausgleichskasse des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, </div> <div class="para">Zürich, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>In Erwägung, </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> dass die Ausgleichskasse des Kantons Zürich den ihr </div> <div class="para">seit 1989 als Selbstständigerwerbender angeschlossenen </div> <div class="para">W.________ mit Wirkung ab 1. Januar 1991 als Nichterwerbs- </div> <div class="para">tätigen erfasste und mit Verfügungen vom 22. September 1994 </div> <div class="para">die in den Jahren 1991 bis 1995 geschuldeten Beiträge fest- </div> <div class="para">setzte, </div> <div class="para"> dass die kantonale Steuerbehörde der Kasse am 30. No- </div> <div class="para">vember 1994 meldete, W.________ habe im Jahre 1991 ein </div> <div class="para">Erwerbseinkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit von </div> <div class="para">Fr. 10'760.- erzielt und verfüge per 1. Januar 1991 über </div> <div class="para">ein Vermögen von Fr. 348'663.- sowie per 1. Januar 1993 </div> <div class="para">über ein solches von Fr. 558'411.-, </div> <div class="para"> dass die Ausgleichskasse gestützt darauf am 5. August </div> <div class="para">1996 Beitragsverfügungen für die im Jahre 1991 als Selbst- </div> <div class="para">ständigerwerbender geschuldeten Beiträge (Fr. 547.20) und </div> <div class="para">die in den Jahren 1992 bis 1995 als Nichterwerbstätiger </div> <div class="para">geschuldeten Beiträge erliess (1992: Fr. 505.-; 1993-1995: </div> <div class="para">je Fr. 1010.-), </div> <div class="para"> dass das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich </div> <div class="para">die von W.________ hiegegen erhobene Beschwerde mit Ent- </div> <div class="para">scheid vom 18. Dezember 1998 abwies, </div> <div class="para"> dass W.________ mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde dem </div> <div class="para">Sinne nach die Aufhebung des kantonalen Entscheides und der </div> <div class="para">Beitragsverfügungen beantragt, </div> <div class="para"> dass die Ausgleichskasse auf Stellungnahme verzichtet, </div> <div class="para">während sich das Bundesamt für Sozialversicherung nicht </div> <div class="para">vernehmen lässt, </div> <div class="para"> dass W.________ im Nachgang zur Verwaltungsgerichts- </div> <div class="para">beschwerde weitere Unterlagen eingereicht hat, </div> <div class="para"> dass es im vorliegenden Verfahren um die vom Beschwer- </div> <div class="para">deführer von 1991 bis 1995 geschuldeten Beiträge geht, dem- </div> <div class="para">nach keine Versicherungsleistungen streitig sind und das </div> <div class="para">Eidgenössische Versicherungsgericht folglich nur zu prüfen </div> <div class="para">hat, ob der vorinstanzliche Entscheid Bundesrecht verletzt, </div> <div class="para">einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermes- </div> <div class="para">sens, oder ob der rechtserhebliche Sachverhalt offensicht- </div> <div class="para">lich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesent- </div> <div class="para">licher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden ist </div> <div class="para">(Art. 132 in Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie </div> <div class="para"><span class="artref">Art. 105 Abs. 2 OG</span>), </div> <div class="para"> dass im angefochtenen Entscheid die hier massgebenden </div> <div class="para">Bestimmungen über die Beiträge Nichterwerbstätiger (<span class="artref">Art. 10 </span></div> <div class="para">AHVG in Verbindung mit <span class="artref">Art. 28 ff. AHVV</span>; vgl. BGE 120 V </div> <div class="para">166), das Verfahren der Beitragsfestsetzung (Art. 29 in </div> <div class="para">Verbindung mit <span class="artref">Art. 22 ff. AHVV</span>), insbesondere die Ermitt- </div> <div class="para">lung des für die Beitragsbemessung massgebenden Vermögens </div> <div class="para">durch die kantonalen Steuerbehörden auf Grund der rechts- </div> <div class="para">kräftigen kantonalen Veranlagung unter Berücksichtigung der </div> <div class="para">Vorschriften über die direkte Bundessteuer (<span class="artref">Art. 29 Abs. 3 </span></div> <div class="para">AHVV in der bis 31. Dezember 1996 geltenden Fassung), rich- </div> <div class="para">tig dargelegt werden, worauf verwiesen werden kann, </div> <div class="para"> dass der Beschwerdeführer zu Recht weder das anwend- </div> <div class="para">bare Beitragsstatut noch das Beitragsfestsetzungsverfahren </div> <div class="para">in Frage stellt, hingegen erneut geltend macht, die in den </div> <div class="para">Jahren 1991 bis 1995 geschuldeten, mit Verfügungen vom </div> <div class="para">22. September 1994 erhobenen Beiträge seien bezahlt und </div> <div class="para">hätten nicht erneut verfügt werden dürfen, </div> <div class="para"> dass dieser Einwand ins Leere geht, weil gemäss Gesetz </div> <div class="para">(Art. 29 Abs. 4 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 25 Abs. 5 AHVV</span>) und </div> <div class="para">Rechtsprechung (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=16&amp;from_date=22.01.2000&amp;to_date=10.02.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F113-V-174%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page177">BGE 113 V 177</a> Erw. 1; ZAK 1991 S. 33 </div> <div class="para">Erw. 2c) nach Erhalt der Steuermeldung vom 30. November </div> <div class="para">1994 ein Rückkommen auf die Verfügungen vom 22. September </div> <div class="para">1994 zulässig war, wie das kantonale Gericht zutreffend </div> <div class="para">festgehalten hat, </div> <div class="para"> dass der Beschwerdeführer im Weitern mit Bezug auf die </div> <div class="para">Verfügungen betreffend die in den Jahren 1993 bis 1995 ge- </div> <div class="para">schuldeten Beiträge sinngemäss vorbringt, auf den von den </div> <div class="para">Steuerbehörden mitgeteilten Vermögensstand per 1. Januar </div> <div class="para">1993 (Fr. 558'411.-) dürfe nicht abgestellt werden, weil </div> <div class="para">ihm eine viel zu hohe Bewertung der Liegenschaft in </div> <div class="para">X.________ (Fr. 506'000.-) zu Grunde liege, </div> <div class="para"> dass nach der auf die Beitragsfestsetzung Nichter- </div> <div class="para">werbstätiger analog anwendbaren (ZAK 1983 S. 22) Recht- </div> <div class="para">sprechung die Ausgleichskassen an die Angaben der Steuer- </div> <div class="para">behörden gebunden sind (Art. 29 Abs. 4 in Verbindung mit </div> <div class="para"><span class="artref">Art. 23 Abs. 4 AHVV</span>) und der Sozialversicherungsrichter </div> <div class="para">grundsätzlich nur die Kassenverfügung auf ihre Gesetzmäs- </div> <div class="para">sigkeit zu überprüfen hat, weshalb der Richter von rechts- </div> <div class="para">kräftigen Steuertaxationen bloss dann abweichen darf, wenn </div> <div class="para">diese klar ausgewiesene Irrtümer enthalten, die ohne wei- </div> <div class="para">teres richtiggestellt werden können, oder wenn sachliche </div> <div class="para">Umstände gewürdigt werden müssen, die steuerrechtlich be- </div> <div class="para">langlos, sozialversicherungsrechtlich aber bedeutsam sind </div> <div class="para">(<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=16&amp;from_date=22.01.2000&amp;to_date=10.02.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F110-V-83%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page86">BGE 110 V 86</a> Erw. 4 und 370 f.; AHI 1993 S. 222 Erw. 4b), </div> <div class="para"> dass blosse Zweifel an der Richtigkeit einer Steuer- </div> <div class="para">taxation hiezu nicht genügen, weil die ordentliche Ermitt- </div> <div class="para">lung des Einkommens bzw. Vermögens den Steuerbehörden ob- </div> <div class="para">liegt, in deren Aufgabenkreis der Sozialversicherungsrich- </div> <div class="para">ter nicht mit eigenen Veranlagungsmassnahmen einzugreifen </div> <div class="para">hat, und die Versicherten ihre Rechte, auch im Hinblick auf </div> <div class="para">die AHV-rechtliche Beitragspflicht, in erster Linie im </div> <div class="para">Steuerjustizverfahren zu wahren haben (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=16&amp;from_date=22.01.2000&amp;to_date=10.02.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F110-V-83%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page86">BGE 110 V 86</a> Erw. 4 </div> <div class="para">und 370 f., 106 V 130 Erw. 1, 102 V 30 Erw. 3a; AHI 1997 </div> <div class="para">S. 25 Erw. 2b mit Hinweis), </div> <div class="para"> dass zwar das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich </div> <div class="para">mit Entscheid vom 19. Dezember 1995 die Weisung des Regie- </div> <div class="para">rungsrates des Kantons Zürich an die Steuerbehörden über </div> <div class="para">die Bewertung von Liegenschaften und die Festsetzung der </div> <div class="para">Eigenmietwerte vom 10. Juni 1992 wegen des ihr zu Grunde </div> <div class="para">liegenden Systems der Bodenpreisermittlung als verfassungs- </div> <div class="para">widrig erklärt hat, indessen festhielt, dass aus seinem </div> <div class="para">Entscheid nur diejenigen Grundeigentümer etwas zu ihren </div> <div class="para">Gunsten abzuleiten vermögen, deren Einschätzung mit einem </div> <div class="para">Vorbehalt versehen oder noch nicht rechtskräftig ist, </div> <div class="para"> dass weder dargetan noch ersichtlich ist, dass diese </div> <div class="para">Voraussetzung vorliegend erfüllt sein könnte, </div> <div class="para"> dass der Beschwerdeführer auf die Wahrung seiner </div> <div class="para">Rechte im Steuerjustizverfahren verzichtet hat, </div> <div class="para"> dass die blosse Behauptung, die Steuerbehörden hätten </div> <div class="para">seine Liegenschaft in X.________ viel zu hoch bewertet, </div> <div class="para">deren Meldung nicht als offensichtlich unrichtig erscheinen </div> <div class="para">lässt, </div> <div class="para"> dass die festgestellte Verfassungswidrigkeit der </div> <div class="para">regierungsrätlichen Weisung vom 10. Juni 1992 an diesem </div> <div class="para">Ergebnis nichts zu ändern vermag, </div> <div class="para"> dass gegen das Vorliegen klar ausgewiesener Irrtümer </div> <div class="para">auch spricht, dass der im Rahmen der Neubewertung 1997 </div> <div class="para">(Weisung des Regierungsrates des Kantons Zürich vom </div> <div class="para">21. August 1996) ermittelte Vermögenssteuerwert der Lie- </div> <div class="para">genschaft in X.________ (per 1. Januar 1997: Fr. 639'000.-) </div> <div class="para">noch höher liegt, </div> <div class="para"> dass somit die Voraussetzungen, unter welchen der </div> <div class="para">Sozialversicherungsrichter rechtsprechungsgemäss von einer </div> <div class="para">rechtskräftigen Steuertaxation abweichen darf, vorliegend </div> <div class="para">nicht gegeben sind, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II.Die Gerichtskosten von Fr. 700.- werden dem Beschwer- </div> <div class="para"> deführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvor- </div> <div class="para"> schuss verrechnet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III.Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversiche- </div> <div class="para"> rungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für </div> <div class="para"> Sozialversicherung zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 28. Januar 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der III. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: </div> </div></body></html>