Ouvrages militaires et acquisition de terrain 1508 29 novembre 1982 aber ebensogut andere Rechtsgelehrte zitieren, die für die Ordnungsfrist plädieren. Die zweite Frage betreffend die Aufteilung der vier Jahre - heute drei Jahre Bundesrat und ein Jahr Parlament - müs- sen Sie selber regeln. Ich gebe gerne zu, dass der Bundes- rat für sich sehr wahrscheinlich mit drei Jahren zuviel Zeit beansprucht, und das Parlament hat mit einem Jahr zweifelsohne zuwenig. Es wird Sache Ihres Rates sein, das Geschäftsreglement einmal zu korrigieren und entweder dem Bundesrat weniger Zeit oder dem Parlament mehr Zeit einzuräumen. Der Bundesrat wäre Ihnen heute dankbar, wenn nun ein Entscheid gefällt würde, entweder im Sinne der Kommis- sionsmehrheit oder im Sinne der Kommissionsminderheit. Persönlich könnte ich mich dem Antrag der Minderheit anschliessen, weil es - nach meiner Meinung - nicht nötig ist, im Bundesbeschluss eine Begründung anzugeben, wes- halb auf eine Empfehlung verzichtet wird. Abstimmung - Vote Eventuell - A titre préliminaire Für den Antrag der Mehrheit 41 Stimmen Für den Antrag der Minderheit 84 Stimmen Definitiv - Définitivement Für den Antrag der Minderheit 89 Stimmen Für den Antrag Aider 17 Stimmen An den Ständerat -Au Conseil des Etats #ST# 82.009 Militärische Bauten und Landerwerbe Ouvrages militaires et acquisitions de terrain Siehe Seite 814 hiervor - Voir page 814 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 28. September 1982 Décision du Conseil des Etats du 28 septembre 1982 Differenzen - Divergences Art. 1 Abs. 2 Bst. d und Anhang IV Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Art. 1 al. 2 let. d et appendice IV Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Wellauer, Berichterstatter: Die Differenz bei diesem Geschäft betrifft den beantragten Verpflichtungskredit für den Neubau der Werkstätte für Verbundwerkstoffe und Kle- betechnik im Eidgenössischen Flugzeugwerk in Emmen. Ihr Rat hat auf Antrag Ihrer Militärkommission am 21. Juni die- ses Jahres beschlossen, das Projekt zur Neuüberprüfung an den Bundesrat zurückzuweisen und bei Artikel 1 Absatz 2 Buchstabe d den Verpflichtungskredit um 6 550 000 Fran- ken zu kürzen und neu auf 37 050 000 Franken festzuset- zen. Die Gründe der Rückweisung waren unabgeklärte Fra- gen betreffend Wirtschaftlichkeit des Projektes und betref- fend Zusammenarbeit mit der Privatindustrie. Der Ständerat beschloss am 28. September aufgrund zusätzlicher Infor- mationen zu diesen Fragen einem in der Zwischenzeit redu- zierten Projekt für diesen Neubau zuzustimmen. Ihre Militär- kommission hat sich nochmals eingehend mit der gesamten Problematik dieser neuen Technologie und dem damit zusammenhängenden Neubau befasst und kommt zu fol- genden Ergebnissen: 1. Für den Unterhalt und die Reparatur unserer modernen Kampfflugzeuge, wie zum Beispiel Tiger, ist es notwendig, dass unsere Unterhaltsstelle, nämlich das Eidgenössische Flugzeugwerk Emmen, technologisch in der Lage sein muss, anfallende Reparaturen einwandfrei durchführen zu können. Auch der in der Zwischenzeit abgelieferte Bericht der Expertenkommission Hess über die Eidgenössischen Rüstungsbetriebe erwähnt diese Zielsetzung. 2. Im reduzierten Bauprojekt werden nur die von der neuen Technologie her unbedingt erforderlichen Anlagen, wie Reinraum, chemische Bäder und Autoklav im Neubau unter- gebracht. Die vorangehenden Operationen - Wabenbear- beitung und Vormontage - werden in bestehenden Fabrika- tionsräumen ausgeführt. Die Baukosten für das reduzierte Projekt betragen nun 5350000 Franken anstelle von 6 550 000 Franken des ursprünglichen Botschaftsprojektes. Die Einsparung beträgt somit 1 200 000 Franken. Durch das reduzierte Vorhaben wird nun auch die Nutzschwelle der Wirtschaftlichkeit früher erreicht als beim ursprünglichen Botschaftsprojekt. Es ist zu erwarten, dass mit den künfti- gen Ausbaubedürfnissen unserer Flugwaffe und den bereits angebotenen Beteiligungsmöglichkeiten an interna- tionalen Projekten eine wirtschaftliche Auslastung in drei bis fünf Jahren Einarbeitungszeit erreicht werden kann. Ein erstes wichtiges Auftragspotential ergibt sich bereits aus der Kampfwerterhaltung und Kampfwertsteigerung an den in der Armee eingeführten Flugzeugen. Zurzeit steht neben dem Auftrag im Rahmen der Tiger-Kompensationsge- schäfte die Option für ein ziviles Flugzeugprojekt in Aus- sicht. Der Neubau ist so konzipiert, dass spätere Erweite- rungsmöglichkeiten nicht beschränkt werden. 3. Die Aufgabenteilung zwischen dem Flugzeugwerk Emmen und der Privatindustrie scheint abgesprochen zu sein. Die Privatindustrie ist eher für Grossprojekte vorgese- hen, während das Flugzeugwerk Emmen sich vorwiegend mit Unterhalts- und Reparaturarbeiten begnügen wird. Das Flugzeugwerk Emmen arbeitet seit jeher mit der Privatindu- strie zusammen. Bei Beschaffungsvorhaben, zum Beispiel Tiger 2. Serie, Dragon und Rapier-Lenkwaffen, tritt es als Generalunternehmer auf, besorgt die Endmontage und in der Regel einen bescheidenen Anteil der Fertigung. Damit werden die Voraussetzungen erfüllt, um für das in der Armee eingeführte Produkt die Systemverantwortung über- nehmen zu können. Ein massgeblicher Anteil bei Grosspro- jekten und Waffensystemen - in der Regel mehr als die Hälfte - wird jedoch an die Privatindustrie weitergegeben. Die Militärkommission erklärt sich nunmehr befriedigt von den zusätzlichen Informationen des EMD zur Wirtschaftlich- keit der vorgesehenen Anlagen und zur Zusammenarbeit zwischen dem Eidgenössischen Flugzeugwerk Emmen und der Privatwirtschaft. Sie beschloss deshalb einstimmig, bei keinen Enthaltungen, ihrem Rat zu beantragen, dem Beschluss des Ständerates zuzustimmen, wonach für das reduzierte Neubauprojekt ein Verpflichtungskredit von 5 350 000 Franken zur Verfügung gestellt wird. Mme Aubry, rapporteur: La divergence dont nous nous occupons aujourd'hui concerne le nouveau bâtiment d'ate- liers pour les matériaux d'assemblage et la technique du collage de la fabrique d'avions d'Emmen. Ce projet du nou- veau bâtiment d'ateliers de la fabrique d'Emmen a été ren- voyé le 21 juin dernier au Conseil fédéral par votre conseil, ceci afin d'en compléter l'étude. L'article 1er, 2« alinéa, lettre d, avait été amputé de la somme de 6,55 millions de francs qui représentaient le coût du projet de cette halle de mon- tage. En revanche, le Conseil des Etats, en date du 28 sep- tembre, ayant pris connaissance d'un projet remanié et dont le prix a été réduit à 5,35 millions de francs, a décidé d'accepter ce projet. La Commission militaire du Conseil national s'est à nouveau penchée sur ce projet lors de sa séance du 8 novembre dernier et elle est arrivée aux conclusions suivantes:29. November 1982 N 1509 Verwaltungsgebäude Eigerstrasse 65, Bern. Erwerb Premièrement, il est indispensable que la fabrique fédérale d'avions à Emmen soit capable d'assurer l'entretien, le sou- tien technique et la réparation de nos avions de combat, comme par exemple les Tiger. Ceci a d'ailleurs été relevé dans le rapport de la commission d'experts Hess au sujet des buts des ateliers fédéraux d'armement. Deuxièmement, le projet actuel, réduit par rapport au pre- mier, permettra tout de même d'installer les techniques les plus modernes pour des bains chimiques, un autoclave et les locaux nécessaires y relatifs. Bien que réduit au point de vue coût et proportions, le nouveau bâtiment permettra par la suite une nouvelle extension, si cela devait s'avérer nécessaire. Troisièmement, nous avons reçu également des garanties concernant la répartition de la fabrication entre la fabrique fédérale d'avions d'Emmen et l'industrie privée, comme cer- tains de nos collègues l'avaient demandé. La première ne gêne ni ne concurrence l'industrie privée, cette dernière s'étant spécialisée dans les grands projets. La fabrique fédérale d'avions d'Emmen s'est spécialisée pour sa part dans les petites dimensions et les travaux de réparations. Les informations supplémentaires que votre Commission militaire a reçues de la part du chef de l'armement et de ses collaborateurs ont été jugées assez satisfaisantes pour qu'elle accepte ce nouveau projet à l'unanimité. Elle vous propose à son tour de vous rallier à la décision du Conseil des Etats et de voter le crédit de 5,35 millions de francs qui vous est présenté. Präsident: Die Kommission schlägt Ihnen Zustimmung zum Ständerat vor. Ein anderer Antrag wurde nicht gestellt. Angenommen - Adopté An den Bundesrat - Au Conseil fédéral #ST# 82.032 Verwaltungsgebäude Eigerstrasse 65, Bern. Erwerb Immeuble administratif Eigerstrasse 65 à Berne. Acquisition Botschaft und Beschlussentwurf vom 21. April 1982 (BBI II, 69) Message et projet d'arrêté du 21 avril 1982 (FF II, 73) Beschluss des Ständerates vom 6. Oktober 1982 Décision du Conseil des Etats du 6 octobre 1982 Antrag der Kommission Eintreten und Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Proposition de la commission Entrer en matière et adhérer à la décision du Conseil des Etats M. Riesen-Fribourg, rapporteur: L'affaire qui nous occupe aujourd'hui, c'est-à-dire l'achat de l'immeuble administratif Eigerstrasse 65, à Berne, avait déjà été discutée en 1974 et en 1975, à l'occasion de l'achat du bâtiment voisin, Eiger- strasse 61. La judicieuse action de regroupement des bureaux de l'Administration fédérale des contributions, jusqu'ici dispersés sur seize emplacements différents, avait amené la Confédération, à cette époque-là déjà, à s'intéres- ser à la parcelle voisine non encore construite et à conclure certains contrats préalables, hélas! de qualité fort discuta- ble. Dans son message relatif à l'acquisition du bâtiment admi- nistratif situé à Eigerstrasse 61, le Conseil fédéral déclarait que la Confédération avait l'intention d'acheter également le bâtiment attenant prévu au numéro 65 de la même rue. De l'avis même des commissions parlementaires, l'achat de l'immeuble situé à Eigerstrasse 61 ne se justifiait que si l'on entendait acquérir par la suite le second bâtiment. C'est pourquoi elles n'approuvèrent l'achat de cet immeuble qu'après que les conditions d'acquisition eurent été amélio- rées et que la promesse de bail assortie d'un droit d'emp- tion et d'une obligation d'achat signée en 1972 avec le pro- priétaire du terrain de l'Eigerstrasse 65, eut été remplacée par un nouveau contrat sensiblement plus avantageux. Dès lors, au cours des débats en séance pionière, l'on a pleine- ment reconnu la nécessité de mieux regrouper les services de l'Administration fédérale des contributions, de manière à mettre un terme à l'éparpillement peu rationnel de ce sec- teur administratif. Le bâtiment Eigerstrasse 65 a été pris en location dès mars 1980. Il peut désormais être acheté au prix de 27690000 francs, auxquels s'ajoutent les frais de notaire et de registre foncier, ainsi que les droits de mutation. Le groupe des constructions d'abord et notre commission ensuite ont examiné en détail l'opportunité de rester loca- taire ou d'acquérir ce bâtiment et en sont arrivés à la conclusion qu'il était indéniablement préférable d'acheter le bâtiment. Nous avons également constaté qu'un achat immédiat était financièrement beaucoup plus avantageux qu'un achat vers la fin du droit d'emption en 1987. Nous devons aujourd'hui reconnaître que cette affaire a été traitée avec diligence et intelligence par l'Administration fédérale des finances et notamment par le service des immeubles compétent. Les contrats avec la société vende- resse ont encore pu être améliorés par l'élimination de l'indexation du prix pendant une durée suffisante pour per- mettre au Parlement de prendre sa décision sans aucune contrainte. La documentation exemplaire mise à disposition de la commission nous a donné la possibilité d'être objecti- vement et complètement renseignés sur les contrats, le compte de construction, le détail du prix de vente de 27 690 000 francs et de l'appréciation économique et finan- cière de ce prix, que nous avons reconnu comme étant totalement justifié et économiquement convenable. La motivation de l'achat est exposée en détail dans le mes- sage. Etant donné que la justification politique remonte à 1974/1975 déjà, je ne m'y attarderai pas aujourd'hui. Je pense pouvoir y renoncer d'autant plus que notre commis- sion a reconnu à l'unanimité qu'il ne serait pas raisonnable de ne pas saisir la possibilité offerte à la Confédération de devenir propriétaire d'un bâtiment administratif dont elle a besoin à court, à moyen et à long terme, étant donné que cette possibilité est incontestablement établie et que le prix de revient est favorable. La commission a décidé à l'unanimité d'entrer en matière. Elle vous propose, également à l'unanimité, l'appui de l'arrêté fédéral portant acquisition de l'immeuble adminis- tratif Eigerstrasse 65 à Berne, achat pour lequel nous vous invitons à voter un crédit d'engagement de 28 200 000 francs. Biderbost, Berichterstatter: Die Eidgenossenschaft hatte mit ihren Grundstückserwerb- und Baugeschäften lange Zeit wenig Erfolg, ebenso auch wenig Erfolg mit der Aus- wahl der Leute, die für sie diese Geschäfte vorbereiteten und durchführten. Das zweite ist wohl die Begründung des ersten. Unser Rat hat nicht zuletzt aus diesen Überlegungen eine eigene ständige Bau- und Investitionsgruppe geschaffen. Diese darf aber heute feststellen, dass sich die Verhältnisse bei den zuständigen Bundesstellen gründlich geändert und zum Guten gewendet haben. Das gilt auch für die Vorlage betreffend den Erwerb des Verwaltungsgebäudes Eigerstrasse 65 in Bern. Wenn die Botschaft für diese Ausgabe von 28,2 Millionen Franken vielleicht eher knapp erscheinen mag, so ist doch festzuhal- ten, dass die der Kommission zur Verfügung gestellten Unterlagen umfassend, übersichtlich und daher informativ 191-NSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Militärische Bauten und Landerwerbe Ouvrages militaires et acquisitions de terrain In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1982 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 01 Séance Seduta Geschäftsnummer 82.009 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 29.11.1982 - 15:30 Date Data Seite 1508-1509 Page Pagina Ref. No 20 010 994 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.