<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para">. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2014-06-27-1B_171-2014.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1B_171/2014 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 27. Juni 2014</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Fonjallaz, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Pfäffli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>Obergericht des Kantons Aargau,</i> Obere Vorstadt 38, 5000 Aarau. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Rechtsverzögerung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Obergericht des Kantons Aargau. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">A.________ erhob mit Eingabe vom 23. April 2014 Beschwerde gegen das Obergericht des Kantons Aargau und das Bezirksgericht Zofingen. Die Beschwerde steht im Zusammenhang mit einem an das Bezirksgericht Zofingen gestellten Haftentlassungsgesuch vom 5. September 2013. Am 24. April 2014 reichte A.________ zwei weitere Eingaben ein, welche sich gegen das Obergericht des Kantons Aargau richten. Die beiden Eingaben stehen im Zusammenhang mit der Tätigkeit seines amtlichen Verteidigers. Gleichzeitig mit den Eingaben ans Bundesgericht wandte sich A.________ in der gleichen Angelegenheit mit ebenfalls drei Eingaben ans Obergericht des Kantons Aargau. </div> <div class="para">Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Eine Beschwerde in Strafsachen ist gegen unterinstanzliche kantonale Entscheide nicht zulässig, sondern nur gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen (<span class="artref">Art. 80 BGG</span>). Der Beschwerdeführer nennt in seiner Eingabe vom 23. April keinen Entscheid, den er mit Beschwerde anfechten möchte. Er legt auch nicht dar, inwiefern das Obergericht bezüglich des genannten Haftentlassungsgesuchs eine Rechtsverweigerung begangen haben sollte. Hinzu kommt, dass das Bundesgericht seit dem September 2013 Beschwerden in Haftsachen des Beschwerdeführers behandelt hat, zuletzt mit Urteil 1B_179/2014 vom 5. Juni 2014. Es ist deshalb nicht ersichtlich, was der Beschwerdeführer mit seiner Eingabe vom 23. April 2014 überhaupt bezweckt. Mangels einer genügenden Begründung im Sinne von <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> ist deshalb insoweit auf die Beschwerde nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">In den beiden Eingaben vom 24. April 2014 beanstandet der Beschwerdeführer das Verhalten seines amtlichen Verteidigers und wirft dem Obergericht in diesem Zusammenhang sinngemäss Rechtsverzögerung vor. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.1.</b> In der Begründung einer Beschwerde ist gemäss <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Bei Verfassungsrügen wie der vorliegend geltend gemachten Rechtsverzögerung bzw. Rechtsverweigerung (<span class="artref">Art. 29 Abs. 1 BV</span>) besteht eine qualifizierte Rügepflicht (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>, <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=18&amp;from_date=17.06.2014&amp;to_date=06.07.2014&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-I-49%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page49">BGE 136 I 49</a> E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.2.</b> In der ersten Eingabe vom 24. April 2014 macht der Beschwerdeführer geltend, der amtliche Anwalt weigere sich, ihm einen Teil der Korrespondenz zuzustellen. Er habe sich deshalb mit Schreiben vom 20. Februar 2014 ans Obergericht gewandt. Soweit der Beschwerdeführer dem Obergericht eine Rechtsverzögerung vorwerfen will, genügt die Eingabe den Begründungsanforderungen an eine Rechtsverzögerungsbeschwerde nicht. Die Eingabe äussert sich weder zur Zuständigkeit des Obergerichts für eine Behandlung des besagten Schreibens noch inwiefern das Gericht eine Behandlung innert angemessener Frist versäumt haben sollte. Ausserdem vermag der Beschwerdeführer nicht zu belegen, wann er das besagte Schreiben dem Obergericht zukommen liess. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.3.</b> Mit der zweiten Eingabe vom 24. April 2014 betreffend Wechsel der amtlichen Verteidigung macht der Beschwerdeführer geltend, er habe sich diesbezüglich mit Schreiben vom 6. März 2014 und 9. April 2014 ans Obergericht gewandt, welches darauf nicht reagiert habe. Auch hier macht der Beschwerdeführer weder Ausführungen zur Zuständigkeit des Obergerichts noch zur Verletzung des Anspruchs auf eine Beurteilung innert angemessener Frist im Sinne von <span class="artref">Art. 29 Abs. 1 BV</span>. Weiter macht der Beschwerdeführer keine Ausführungen, noch belegt er dies, wann er die besagten Schreiben dem Obergericht zukommen liess. Die Beschwerde genügt deshalb auch in diesem Punkt den Begründungsanforderungen von <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> nicht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.4.</b> Die Beschwerde genügt somit den gesetzlichen Formerfordernissen offensichtlich nicht, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 BGG</span> nicht einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Auf eine Kostenauflage ist zu verzichten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Obergericht des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 27. Juni 2014 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Fonjallaz </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Pfäffli </div> </div></body></html>