B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-7897/2009 U r t e i l v o m 7. J u n i 2 0 1 2 Besetzung Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), Richter Beat Weber, Richter Stefan Mesmer, Gerichtsschreiberin Christine Schori Abt. Parteien A._______ vertreten durch Rechtsanwalt Abelardo Vazquez Conde, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Vorinstanz. Gegenstand Invalidität (Verfügung vom 22. September 2009). C-7897/2009 Seite 2 Sachverhalt: A. A._______, geboren am (…), spanischer Staatsangehöriger, arbeitete in den Jahren 1983 bis 2005 mit Unterbrüchen als Maurer in der Schweiz (act. 6). Während dieser Zeit zahlte er die obligatorischen Beiträge an die schweizerische Alters -, Hinterlassenen - und Invalid enversicherung. Am 30. März 2006 hatte er einen Strassenverkehrsunfall und leidet seither an Rückenschmerzen (act. 8). Von 2006 bis 2008 arbeitete er als Landarbei- ter und Hilfsarbeiter auf dem Bau in Spanien (act. 2, 9, 10 ). Am 18. Juli 2008 (eingegangen bei der IV -Stelle für Versicherte im Ausland [IVSTA] am 15. September 2008; act. 1, 4) stellte der Versicherte über den spani- schen Versicherungsträger (I.N.S.S.) einen Antrag auf Ausrichtung einer Invalidenrente. Der Anmeldung waren die Formu lare E204 (act. 1), E205 (act. 2) und E207 (act. 3) beigelegt. In der Folge führte die IVSTA die für die Beurt eilung des Leistu ngsan- spruchs massgeblichen wirtschaftlichen und medizinischen Abklärungen durch (act. 6 - 10). Das I.N.S.S. übermittelte a m 28. August 2008 ein Formular E213 (act. 20) unter Beilage von diversen Arztberichten (act. 11- 19) und auf Nachfrage der IVSTA ein aktuelleres Formular E213 vom 7. Mai 2009 (act. 25-30). In seinem Bericht vom 21. Juni 2009 erachtete der IV -Stellenarzt Dr. B._______ aufgrund der vorliegenden Akten eine Arbeitsunfähigkeit von 50% seit Mai 2008 in der bisherigen Tätigkeit und eine Erwerbsfähigkeit von 100% in Verweisungstätigkeiten (Vollzeit, sitzend, stehend oder a b- wechselnd) als gegeben (act. 33). Der am 22. Juli 2009 durchgeführte Einkommensvergleich ergab einen Invaliditätsgrad von 23.62% (act. 34). Die Vorinstanz informierte den Ver- sicherten daher mit Vorbescheid vom 29. Juli 2009 (act. 35) darüber, dass die Voraussetzungen für die Ausrichtung einer Invalidenrente nicht erfüllt seien. B. Der Versicherte liess sich in der Folge anwaltlich vertreten und am 4. September 2009 (act. 37) mitteilen, dass er beabsichtige , Einsprache zu erheben , sobald der Vorbescheid formgere cht gemäss d en Bestim- mungen der Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 über die Durchführung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 über die A n- wendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und C-7897/2009 Seite 3 Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der G e- meinschaft zu- und abwandern, in der Fassung von Anhang II zum A b- kommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitglie d- staaten einerseits und der Schweizerischen Eidgenossenschaft andere r- seits über die Freizügigkeit ( nachfolgend: Verordnung [EWG] Nr. 574/72; SR 0.831.109.268.11) zugestellt werde (act. 37). Zudem bat der Vertreter um Akteneinsicht, welche ihm gewährt wurde. C. Mit Verfügung vom 22. September 2009 (act. 39) wies die IVSTA das Rentengesuch des Versicherten ab und begründete ihren Entscheid da- mit, dass dem Versicherten eine Verweisungstätigkeit noch zu 100% z u- mutbar sei und sein Einkommensverlust lediglich 24% betrage, was ke i- nen Anspruch auf eine Invalidenrente begründe . Die Vorinstanz liess in der Folge den Entscheid mittels Formular E211 über den spanischen Ver- sicherungsträger I.N.S.S. dem Versicherten eröffnen (act. 41-47). D. Hiergegen liess der Versicherte durch seinen Rechtsvertreter b eim Bun- desverwaltungsgericht mit Eingabe vom 16. Dezember 2009 ( eingegan- gen beim Decanato X._______, am 1 7. Dezember 2009; BVGer act. 1) Beschwerde erheben und beantragen, es sei die Verfügung vom 22. Sep- tember 2009 aufzuheben und ihm eine Invalidenrente in gesetzlicher Hö- he ab dem Tag der Antragsstellung, 18. Juli 2008, zu zahlen; eventualiter sei über den A ntrag nach einer eingehenden aktuellen ärztlichen Unte r- suchung erneut zu entscheiden. In formeller Hinsicht führte der B e- schwerdeführer aus, dass ihm die angefochtene Verfügung durch den zu- ständigen spanischen Versicherungsträger am 17. November 2009 zug e- stellt worden sei. Die bei den spanischen Gerichten eingereichte und wei- tergeleitete Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht sei fristg e- recht. Zur materiellen Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, der Sachverhalt sei von der Vorinstanz mangelhaft und ungenügend a b- geklärt worden . Die Entscheidung der Vorinstanz basiere auf einer fa l- schen, unvollständigen und unzutreffenden Beurteilung ihres IV - Stellenarztes Dr. B._______. Die von der Vorinstanz beim I.N.S.S. in Auf- trag gegebenen Untersuchungen (Arztberichte E213) seien unvollständig und unrealistisch. Der Beschwerdeführer sei (evt. in der Schweiz) von e i- nem Facharzt orthopädisch eingehend begutachten zu lassen. E. In ihrer Vernehmlassung vom 29. April 2010 (BVGer act. 6) beantragte C-7897/2009 Seite 4 die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, in materieller Hinsicht h ätten der Vorinstanz zur Beurteilung des Leistungsgesuchs ausser den zwei Formularberichten E213 Befunde spanischer Fachärzte sowie Ergebnisse apparativer Un- tersuchungen zur Verfügung gestanden. Der ärztliche Dienst habe sich ein umfassendes und schlüssiges Bild vom Gesundheitszustand und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers machen können und die Einh o- lung weiterer medizinischer Unterlagen habe sich erübrigt. Da mit der Be- schwerde keine neuen Beweise vorgelegt worden seien, gebe es keinen Anlass zu einer geänderten Beurteilung. F. Der mit Zwischenverfügung vom 6. Mai 2010 (BVGer act. 7) eingeforderte Kostenvorschuss von Fr. 300. - ging beim Bundesverwaltun gsgericht am 1. Juni 2010 im Betrag von Fr. 314.- ein (BVGer act. 9). G. In seiner Replik vom 4. Juni 2010 (BVGer act. 10) liess der Beschwerde- führer an seinen Rechtsbegehren festhalten. Zur Begründung wurde e r- gänzend ausgeführt, er stimme der Vorinstanz zu, dass die Gesamtheit der eingereichten medizinischen Unterlagen ein schlüssiges Bild vom Gesundheitszustand und der Arbeitsfähigkeit ergebe, sofern der IV - Stellenarzt auch alle Gesundheitseinschränkungen und Erkrankungen e r- kannt, anerkannt und bewertet hät te. Der IV-Stellenarzt habe jedoch eine Vielzahl von Erkrankungen nicht berücksichtigt. H. Mit der Duplik vom 7. Juli 2010 gab die Vorinstanz eine neue Beurteilung eines IV -Stellenarztes (Bericht von Dr. C._______ vom 21. Juni 2010 [act. 4 9]) zu den Akten. Die Zweitbeurteilung habe ergeben, dass das vorhandene Dossier zur Beurt eilung genüge und keine Begutachtung in der Schweiz erforderlich sei. Der zweitbeurteilende Arzt gehe zwar neu von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit aus, jedoch bestätige er die vollzeit liche Erwerbsfähigkeit in leichten bis mittelschweren, rücke nadaptierten Verweisu ngstätigkeiten. Der Invalid i- tätsgrad betrage weiterhin 24%. I. Der Instruktionsrichter schloss mit Verfügung vom 14. Juli 2010 (BVGer act. 13) den Schriftenwechsel. C-7897/2009 Seite 5 Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften der Parteien ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Zu den a n- fechtbaren Verfügungen gehören jene der IVSTA, welche eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts darstellt (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die I n- validenversicherung [IVG, SR 831.20]). Eine Ausnahme, wa s das Sac h- gebiet angeht, ist in casu nicht gegeben (Art. 32 VGG). 1.2. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 Bst. d bis VwVG bleiben in sozialversicher ungsrechtlichen Verfahren die besonderen Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) vorbehalten. Gemäss Art. 2 des ATSG sind die B e- stimmungen dieses Gesetzes auf die bundesg esetzlich geregelten Soz i- alversicherungen anwendbar, wenn und soweit die einzelnen Sozialvers i- cherungsgesetze es vorsehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die IV anwendbar (Art. 1a bis 70 IVG), soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abw eichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht mangels anderslautender Übergangsbestimmungen grundsät z- lich diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der B e- schwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 1.3. Die Beschwerde wurde form - und fristgerecht eingereicht (vgl. Art. 22a in Verbindung mit Art. 60 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Die Zustellung der angefochtenen Verfügung mittels des Formulars E211 er- folgte am 17. November 2009 (act. 4 4-47), und die Beschwerde wurde am 17. Dezember 2009 zu Handen des Bundesverwaltungsgerichts bei m Decanato X._______ eingereicht (BVGer act. 1) . Als Adressat der ang e- fochtenen Verfügung vom 2 2. September 2009 ist d er Beschwerdeführer C-7897/2009 Seite 6 berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (vgl. Art. 59 ATSG). Nachdem auch der Kostenvorschuss fris t- gerecht geleistet worden ist, ergibt sich zusammenfassend, dass sämtl i- che Prozessvoraussetzungen erfüllt sind. Auf die Beschwerde ist einz u- treten. 1.4. Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung der Vorinstanz vom 2 2. Sep- tember 2009 (act. 39), mit welcher das Rentenbegehren de s Beschwer- deführers bei einem IV-Grad von 23.62 % abgewiesen worden ist. 1.5. Streitig und zu prüfen ist der R entenanspruch des Versicherten und in diesem Zusammenhang insbesondere, ob die Vorinstanz den Sac h- verhalt rechtsgenüglich abgeklärt und gewürdigt hat. Der Beschwerdefüh- rer beantragt sinngemäss die Ausrichtung einer Invalidenrente in geset z- licher Höhe ab der Antragstellung am 18. Juli 2008, eventualiter sei eine aktuelle fachärztliche Untersuchung (evt. in der Schweiz) anzuordnen und erneut über den Antrag zu entscheiden. 1.6. Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts erheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 2. Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren weiter a nwend- baren Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen. 2.1. Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln sind in ve r- fahrensrechtlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2), unter Vorbehalt der spezialgesetzlichen Übergangsbestimmu n- gen. Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwa l- tungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt. Das VwVG findet aufgrund von Art. 3 Bst. d bis VwVG jedoch keine A n- wendung in Sozialversicherungssachen, soweit das ATSG anwendbar ist. Nach Art. 2 des ATSG sind die Bestimmungen des ATSG anwendbar, so- weit die einzelnen Sozialversicherungsgesetze des Bundes dies vors e- hen. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die In- validenversicherung (Art. 1a-26bis und 28-70) anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. C-7897/2009 Seite 7 In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze anwendbar, die bei E rlass der ange fochtenen Verfügung vom 22. Se p- tember 2009 in Kraft standen, weiter aber auch solche, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft waren, die aber für die Beurteilung eines al- lenfalls früher entstandenen Leistungsanspruchs von Belang sind (BGE 130 V 329 E. 2.3, BGE 134 V 315 E. 1.2). 2.2. Der Beschwerdeführer ist Staatsangehörige r von Spanien und hat dort seinen Wohnsitz, so dass vorliegend die folgenden Erlasse anwendbar sind: das am 1. Juni 2002 in Kraft getre tene Abkommen zwischen der Schweizeri schen Eidgenossenschaft einer seits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügig keit vom 21. Juni 1999 (Freizügigkeitsabkommen, nachfolgend FZA, SR 0.142.112.681), die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates v om 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu - und abwandern (nachfolgend: Verordnung [EWG] Nr. 1408/71; SR 0.831.109.268.1) sowie die Verordnung (EWG) Nr. 574/72 (vgl. Art. 80a IVG). Das Freizügigkeitsabkommen setzt die verschiedenen bis dahin geltenden bilateralen Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und den einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Union insoweit au s, als darin derselbe Sachbereich geregelt wird (Art. 20 FZA). Soweit dieses Abkommen, insbesondere dessen Anhang II, der die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit regelt (Art. 8 FZA), und dessen Ausführungserlasse keine abweichenden Bestimmung en vorsehen, ist mangels einer einschlägigen gemeinschaftsrechtlichen bzw. abkommensrechtlichen Regelung die Ausgestaltung des Verfahrens sowie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen einer schweizerischen Invalidenrente grundsätzlich Sache der innerstaat lichen Rechtsordnung (BGE 130 V 253 E. 2.4). Daraus folgt, dass die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers gemäss Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 grundsätzlich nach den für schweizerische Sta atsangehörige geltenden Regeln zu beurteilen haben. Die neuen, ab dem 1. April 2012 in den Beziehungen zwischen der Schweiz und den EU -Mitgliedstaaten geltenden EU -Verordnungen C-7897/2009 Seite 8 Nr. 883/2004 und Nr. 987/2009, welche die Verordnungen (EWG) Nr. 1408/71 und Nr. 574/72 ersetzen, und der – seit demselben Datum in Kraft stehende – revidierte Anhang II zum FZA sind vorliegend noch nicht anwendbar. 2.3. Nach der ständigen Rechtsprechung des Schweizerischen Bunde s- gerichts sind für die richterliche Beurteilung grundsätzl ich die tatsächl i- chen Verhältnisse zur Zeit des Erlasses der angefochtenen Verfügung massgebend (BGE 132 V 368 E. 6.1 mit Hinweisen, THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Auflage, Bern 2003, § 74 Rz. 20). Sachverhaltsänderungen, die nach dem massgebenden Zeitpunkt des Er- lasses des angefochtenen Entscheides eingetreten sind, können im vo r- liegenden Beschwerdeverfahren grundsätzlich nicht berücksichtigt we r- den. Allerdings können Tatsachen, die den Sachverhalt seither verändert haben, unter Umständen Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung bilden (BGE 121 V 362 E. 1b mit weiteren Hinweisen). 2.4. Am 1. Januar 2008 sind im Rahmen der 5. IV -Revision Änderungen des IVG und anderer Erlasse wie des ATSG in Kraft getreten. Weil in zeit- licher Hins icht – vorbehältlich besonderer übergangsrecht licher Regel - ungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeb lich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 220 E. 3.1.1, BGE 131 V 11 E. 1), sind die Leistungsansprüche für die Zeit bis zum 31. Dezember 2007 aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). Die 5. IV -Revision brachte für die Invaliditätsbeme ssung keine sub - stanziellen Änderungen gegenüber der bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Rechtslage, sodass die zur altrechtlichen Regelung ergang e- ne Rechtsprechung weiterhin massgebend ist (vgl. Urteil des Bundesg e- richts [BGer] 8C_373/2008 vom 28. August 2008 E. 2.1). Neu normiert wurde dagegen der Zeitpunkt des Rentenbeginns, der – sofern die en t- sprechenden Anspruchsvoraussetzungen gegeben sind – gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (in der Fassung der 5. IV -Revision) frühestens sechs Monate nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG entsteht. In Fällen, in denen der Versicherungsfall vor dem 1. Januar 2008 eintrat resp. die einjährige gesetzliche Wartezeit vor diesem Zei t- punkt zu laufen begann und im Jahre 2008 erfüllt wurde, gilt unt er der C-7897/2009 Seite 9 Voraussetzung, dass die Anmeldung spätestens am 31. Dezember 2008 eingereicht wurde, das alte Recht (vgl. zum Ganzen Rundschreiben Nr. 253 des Bundesamtes für Sozialversicherungen vom 12. Dezember 2007 [5. IV-Revision und Intertemporalrecht]). Im vo rliegenden Verfahren fin den demnach grundsätzlich jene Vor - schriften Anwendung, die bei Ein tritt des Versicherungsfalles, spätestens jedoch bei Erlass der Verfü gung vom 2 2. September 2009 in Kraft sta n- den; weiter aber auch sol che Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Be urteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche von Belang sind (das IVG ab dem 1. Januar 2004 in der Fassung vom 21. März 2003 [AS 2003 3837; 4. IV - Revision] und ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 5129; 5. IV -Revision]; die IVV in den ent sprechenden Fassungen der 4. und 5. IV -Revision [AS 2003 3859 und 2007 5155]). Noch keine Anwendung findet vorliegend das am 1. Januar 2012 in Kraft getretene erste Massnahmenpaket der 6. IV -Revision (IVG in der Fa s- sung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659]). 3. Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invaliden versicherung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG ) und beim Eintritt der Invalidität während der vom Gesetz vorge sehenen Dauer Beiträge an die AHV/IV geleistet hat, d.h. während mindestens eines vollen Jahres g e- mäss Art. 36 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2007 geltenden bzw. während mindestens drei Jahren laut Art. 36 Abs. 1 IVG in der ab 1. J a- nuar 2008 geltenden Fassung. Diese Be dingungen müssen kumu lativ gegeben sein; fehlt eine, so entsteht kein Ren tenanspruch, selbst wenn die andere erfüllt ist. Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen während mehr als dreier Jahre Beiträge an die AHV/IV geleistet (act. 6), so dass die Vorausse t- zung der Mindestbeitragsdauer für den Anspruch auf eine ordentliche I n- validenrente sowohl gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen als auch gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung erfüllt ist. 3.1. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau - ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesundheitsschaden C-7897/2009 Seite 10 verursachte und nach zumutbarer Behandlung oder Ein gliederung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust der Er - werbsmöglichkeiten auf dem in Betrach t kommenden ausgeglichenen Ar- beitsmarkt resp. der Möglichkeit, sich im bisherigen Aufgaben bereich zu betätigen. Der Invaliditätsbegriff enthält damit zwei Elemen te: ein medizi- nisches (Gesundheitsschaden mit Aus wirkungen auf die Ar beitsfähigkeit) und ein wirtschaftliches im weiteren Sinn (dauerhafte oder länger dauern- de Einschränkung der Erwerbsfähigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbe- reich; vgl. zum Ganzen UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, Art. 8 Rz. 7). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu - mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare T ä- tigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der kö r- perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende gan ze oder teil- weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). 3.2. Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig gewesenen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, we nn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertel s- rente, wenn sie min destens 60 % invalid ist. Bei einem In validitätsgrad von mindestens 50 % besteht An spruch auf eine halbe Rente und bei e i- nem Invaliditätsgrad von min destens 40 % ein solcher auf eine Viertel s- rente. Hieran hat die 5. IV-Revision nichts geändert (Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab 2008 gelten den Fassung). Laut Art. 28 Abs. 1 ter IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig gewesenen Fas sung) bzw. Art. 29 Abs. 4 IVG (in der ab 2008 gelten den Fassung) wer den Renten, die ei nem Invalidi- tätsgrad von weniger als 50 % entsprec hen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohn sitz und gewöhnlichen Aufent halt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, so weit nicht völk errechtliche Vereinba - rungen eine abweichende Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 für die Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz , sofern sie in einem Mit gliedstaat der EU Wohnsitz haben (BGE 130 V 2 53 E. 2.3 und 3.1), was auf den Beschwerdeführer zutrifft. 3.3. Nach den Vor schriften der 4. IV -Revision entsteht der Rentena n- spruch frühestens in dem Zeit punkt, in dem die versicherte Person mi n-C-7897/2009 Seite 11 destens zu 40% bleibend erwerbsunfähig (Art. 7 ATSG) geworden ist oder während eines Jahres ohne wesentli chen Unterbruch durch schnittlich mindestens zu 40% ar beitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war (Art. 29 Abs. 1 Bst. a und b IVG in der von 2004 bis Ende 2007 gültig gewesenen Fassung). Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung haben jene Versi cherten Anspruch auf eine Rente, die ihre E r- werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er- halten oder verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentli chen Unterbruch durch schnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf die ses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c). 3.4. Nach dem ATSG in Verbindung mit dem IVG ist der Begriff "Invalid i- tät" demnach nicht nach medizinischen Kriterien definiert, sondern nach der Unfähigkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 132 V 93 E. 4, BGE 110 V 273 E. 4a, BGE 102 V 165) oder sich im bisherigen Aufg a- benbereich zu betätigen. Dabei sind die Erwerbs- bzw. Arbeitsmöglichkei- ten nicht nur im angestammten Beruf bzw. in der bisherigen Tätigkeit, sondern auch in zumutbaren Verweisungstätigkeiten zu prüfen. 3.5. Erwerbsunfähigkeit i st der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der E r- werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen A r- beitsmarkt (Art. 7 ATSG, Fassung vom 6. Oktober 2000, in Kraft vom 1. Januar 2003 bis 31. Dezember 2007). Mit der 5. IV -Revision hält Art. 7 Abs. 2 ATSG neu fest, dass für die Beurteilung des Vorliegens einer E r- werbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesun dheitlichen Beein- trächtigung zu berücksichtigen sind. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist. Mit dieser neuen Regelung beabsichtigte der Gesetzgeber, dass eine Rente erst dann gesprochen wird, wenn die versicherte Person alle zumutbaren Schritte zur Vermeidung oder Verringerung der Invalidität vorgenommen hat (BBl 2005 4531). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen und geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilwei se Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). C-7897/2009 Seite 12 3.6. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wir d das Erwerbsei n- kommen, das die versicherte Person nach Eintritt de r Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglied e- rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen kön nte (sog. Invalideneinkommen), in Bezi e- hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erz ielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen, Art. 16 ATSG). Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarkts ist ein theoretischer und abstrakter Begriff, welcher dazu dient, den Leistungsbereich der Inva li- denversicherung von jenem der Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. Der Begriff umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; andere rseits bezeich- net er ei nen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer ve r- schiedenartiger Stellen offen hält. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 E. 3b). Daraus folgt, dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob eine invalide Person unter den konkrete n Ar- beitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftl ich nutzen könnte, wenn die ver fügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften en t- sprechen würden (AHI-Praxis 1998 S. 2 91 E. 3b). Von einer Arbeitsgel e- genheit im Sinne von Art. 16 ATSG kann aber dort nicht mehr gesprochen werden, wo die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form mög- lich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie n ur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durc h- schnittlichen Arbeitgebers möglich wäre (SVR 2009 IV Nr. 8, S. 17, E. 3c; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3c, ZAK 1989 S. 322 E. 4). Zu bemerken ist, dass aufgrund des im gesamten Sozialversicherungs - recht geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ein in sei - nem bisherigen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsunfähiger Versicherter gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit i n einem anderen Berufs - oder Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie möglich und z u- mutbar erscheint (BGE 133 V 504 E. 4, 113 V 22 E. 4a, 111 V 235 E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensa rzt einer IV - Stelle zu entschei den, in welchem Ausmass ein Versicherter seine ve r- bliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit und zumutbarem Ei n- satz auf dem ausgegli chenen Arbeitsmarkt verwerten kann. Diese sog e-C-7897/2009 Seite 13 nannte Verweisungstätigkeit hat sich der Versicherte anrechnen zu lassen (leidensangepasste Verweisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.), wobe i es unerheblich ist, ob er seine Restarbeitsfähigkeit tatsächlich verwertet oder nicht. 3.7. Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Bewei s- anträge der Parteien, abklären und feststellen muss. Der Untersuchung s- grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 122 V 157 E. 1a, BGE 119 V 347 E. 1a, BGE 117 V 261 E. 3b mit Hinweisen). Der Untersuchung s- grundsatz als ein an Verwaltungsbehörden gerichteter al lgemeiner Ver- fahrensgrundsatz wird ergänzt durch die im Anspruch auf rechtliches G e- hör enthaltenen Parteirechte auf Teilnahme am Verfahren und auf Ei n- flussnahme auf den Prozess der Entscheidfindung (BGE 117 V 282 E. 4a; RKUV 1995 U 209 S. 27 E. 1a). Die Ve rwaltung darf die für die Festste l- lung des rechtserheblichen Sachverhalts notwendigen Abklärungen nicht in das Einspracheverfahren verschieben. Dieses verlöre sonst weitg e- hend seinen Sinn und Zweck, letztlich die Gerichte zu entlasten (BGE 132 V 368 E. 5). 3.8. Die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) ist auf Unterl a- gen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und d azu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Pe r- son ar beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistu n- gen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen U n- tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei- lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Be urteilung der me- dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des E x- perten be gründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grun d-C-7897/2009 Seite 14 sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeic h- nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be- richt oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a). Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässi g- keit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstel- lungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vie l- mehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpartei lich- keit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen ( vgl. BGE 135 V 465 E. 4, BGer 9C_1054/2010 vom 25. Februar 2011 E. 3.2, BGer 8C_653/2009 vom 28. Oktober 2009 E. 5.2, BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen). 3.9. Die Verwaltung und das Gericht haben die medizinischen Unterlagen - wie auch alle anderen Beweismittel - nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung, d. h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeut et, dass alle B e- weismittel objektiv zu prüfen sind - unabhängig davon, von wem sie stammen - und danach zu entscheiden ist, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander widersprechenden medizin i- schen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte B e- weismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen b e- ruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegu ng der medi- zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen S i- tuation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 157 E. 1c mit Hinweisen; AHI -Praxis 2001 S. 113 E. 3a). Der erhöhte Beweiswert umfasst allerdings nur medizinische Fragen, zu deren Beantwortung Är z- te im Sozialversicherungsverfahren beigezogen werden, nicht aber weite- re Fragen wie z.B. die wirtschaftliche Beurteilung. 3.10. Bei den Stellungnahmen der IV-Stellenärzte Dr. B._______ (act. 33) und Dr. C._______ (act. 49) im vorliegenden Fall handelt es sich um B e-C-7897/2009 Seite 15 richte im Sinne von Art. 59 Abs. 2bis IVG. Sinn und Zweck des im Rahmen der 5. IV-Revision (Bundesgesetz vom 6. Oktober 2006; AS 2007 5129 ff.) neu geschaffenen, seit 1. Januar 2008 in Kraft stehenden und vorliegend anwendbaren Art. 59 Abs. 2 bis IVG sowie des neu gefassten Art. 49 IVV liegen darin, dass die IV -Stellen zur Beurteilung der medizinischen A n- spruchsvoraussetzungen auf eigene Ärzte und Ärztinnen zurückgreifen können. Diese sollen aufgrund ihrer speziellen versicherungsmedizin i- schen Kenntnisse für die Bestimmung der für die Invalidenversicherung massgebenden funktionellen Leistungsfähigkeit der Versicherten veran t- wortlich sein. Damit soll eine kons equente Trennung der Zuständigkeiten zwischen behandelnden Ärzten (Heilbehandlung) und Sozialversicherung (Bestimmung der Auswirkungen des Gesundheitsschadens) geschaffen werden. Die RAD bezeichnen die zumutbaren Tätigkeiten und die unz u- mutbaren Funktionen unter Angabe einer allfälligen medizinisch begrü n- deten zeitlichen Schonung. Damit soll im Hinblick auf eine erfolgreiche Eingliederung eine objektivere Festlegung der massgebenden funktione l- len Leistungsfähigkeit der Versicherten ermöglicht werden. Gestüt zt auf die Angaben des RAD hat die IV-Stelle zu beurteilen, was einer versicher- ten Person aus objektiver Sicht noch zumutbar ist und was nicht (vgl. U r- teil 9C_323/2009 des BGer vom 14. Juli 2009 E. 4.2 mit zahlreichen we i- teren Hinweisen). Berichten nach Art. 59 Abs. 2bis IVG kann nicht jegliche Aussen- oder Beweiswirkung abgesprochen werden. Vielmehr sind sie entscheidrelevante Aktenstücke (Urteil I 143/07 des BGer vom 14. Se p- tember 2007 E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil I 694/05 des EVG vom 15. Dezember 2006 E. 5). 4. 4.1. Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, die Vori n- stanz habe den Sachverhalt nicht genügend abgeklärt . Er rügt einerseits, es fehle eine Untersuchung in der Schweiz, wie dies von der Vorinstanz üblicherweise vorgenommen werde. Andererseits gilt es zu prüfen, ob sich die Vorinstanz bzw. ihr medizinischer Dienst ausreichend mit den spanischen Arztzeugnissen auseinandergesetzt und sie den Sachverhalt zutreffend gewürdigt hat. Zur Begründung bringt d er Beschwerdeführer vor, der IV -Stellenarzt Dr. B._______, auf dessen Bericht sich die Vorinstanz in ihrer Verfügung vom 22. September 2009 hauptsächlich stütze, habe nicht die in den a k- tenkundigen Arztberichten festgehaltenen Diagnosen übernommen, so n- dern sich lediglich auf die ungenaue, u nkonkrete und unvollständige D i-C-7897/2009 Seite 16 agnose "Lumboradikuläres Schmerzsyndrom ohne Paresen" beschränkt. Eine Einschätzung der Gesundheitslage durch Dritte sei so nicht möglich. Die Vorinstanz bzw. der IV -Stellenarzt Dr. B._______ habe einzig den spanischen Arztbericht (E213) vom 7. Mai 2009 als Entscheidungsgrun d- lage herangezogen. Der Bericht E213 vom 28. August 2008 sei von Dr. B._______ ignoriert worden. Der Bericht von Dr. D._______ vom 21. Juni 2009 werde von Dr. B._______ zwar erwähnt, doch die dort fest- gestellten Leiden würden keinen Eingang in seinen Bericht finden, so n- dern lediglich die Feststellung von Dr. D._______, dass keine Paresen vorhanden seien. Der Bericht E213 vom 7. Mai 2009 sei zudem unvol l- ständig, unrealistisch und die Bewertungen inkorrek t. Im Übrigen sei es aktenkundig, dass die von Dr. B._______ vorgeschlagenen Therapien vom Beschwerdeführer bereits ohne Erfolg ausprobiert worden seien. Der Beschwerdeführer führt zudem auf, dass der Bericht E213 vom 7. Mai 2009 unseriös entstanden und sc hlecht verfasst sei. Einzelne g e- wichtige, unheilbare Erkrankungen (Scheibenhernien, Scheibenprolapse, Stenose des Rückenmarkkanals, Kompression der Nervenwurzeln, chr o- nische Denervation der Nervenwurzeln in L5/S1 und die Bewegungsei n- schränkungen in der HWS und LWS), welche im E213 vom 28. August 2008 noch bescheinigt worden seien, würden im Mai 2009 nicht mehr e r- wähnt. Dr. B._______ habe sich an diesen Widersprüchen nicht gestört. Im Weiteren rügt der Beschwerdeführer, folgende Diagnosen würden vom IV-Stellenarzt Dr. B._______ nicht genannt: Stenose des Rückenmarkk a- nals, Scheibenvorwölbung L3/L4, Scheibenhernie in L4/L5, Sch eibenher- nie in L5/S1 mit Kompression der Nervenwurzeln (links) und Radikul o- pathie L5 und S1 , dadurch starke Gehbehinderung, Hohlfüsse be idseits, Hallux Valgus beidseits, Insuffizienz des Metatarsianus, Hammerzehbi l- dung, Einschränkung der Rotationsbewegung links der LWS, Einschrä n- kung der Flexionsbewegung der LWS (Abstand Fingerspitzen zum Boden 35cm), Goldwaith-Zeichen positiv auf 30°, Lasègue-Zeichen im E213 vom 28. August 2008 negativ, im E213 vom 7. Mai 2009 positiv, Einschrä n- kung der Schulterbeweglichkeit, Einschränkung der Rotationsbewegung der Halswirbelsäule. Es sei unmöglich, dass sich all diese nachgewies e- nen Gesundheitseinschränkungen in dem Befund "Lumboischialgien und Coxalgien" einschliessen liessen. 4.2. Im Rahmen der angefochtenen Verfügung vom 22. September 2009 stützte sich die Vorinstanz in medizinischer Hinsicht insbesonde re auf C-7897/2009 Seite 17 den Bericht des IV -Stellenarztes Dr. B._______ vom 21. Juni 2009 (act. 33). 4.2.1. Dr. B._______ hielt in seinem Arztbericht vom 21. Juni 2009 (act. 33) fest, der 53jährige Versicherte mache Rückenbeschwerden ge l- tend und es liege ein lumboradikuläres Schmerzsyndrom vor, Paresen seien keine vorhanden. Diagnostiz iert würden Lumboischialgien bei d e- generativen Wirbelsäulenveränderungen sowie Coxalgien. Für Schwera r- beit sei der Versicherte nicht mehr geeignet, leichte und mittelschwere Tätigkeiten, auch auf dem Bau seien jedoch weiterhin zumutbar. Es b e- stehe eine 50% ige Arbeitsunfähigkeit in der ursprünglichen Tätigkeit als Maurer seit Mai 2008 und eine Erwerbsfähigkeit von 100% in Verwe i- sungstätigkeiten (sitzend, stehend, alternierend) seit Mai 2008. Dr. B._______ verwies für seine Beurteilung vom 21. Juni 2009 auf d en aktenkundigen orthopädischen Bericht von Dr. D._______ vom 6. April 2009 (act. 29) und den Arztbericht (E213) von Dr. E._______ vom 7. Mai 2009 (act. 30). Bereits am 7. Dezember 2008 (act. 22) stellte Dr. B._______ fest, der 54jährige ehemalige Zimmermann werde wegen Rückenbeschwerden nach Diskushernie berentet, ebenso bestünden beginnende Coxarthr o- sen. Es sei ein medizinischer Bericht E213 anzufordern. 4.2.2. Dr. D._______ diagnostizierte in seinem Arztbericht vom 6. April 2009 (act. 29) eine lumbale Diskushernie L4 -L5 und L5 -S1 sowie eine lumbale Spinalkanalstenose und ging von einer Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in dessen bisheriger Tätigkeit aus. 4.2.3. Gemäss Arztbericht (E213) von Dr. E._______ vom 7. Mai 2009 ergab die Untersuchung des Bewegungsapparates, eine durch Schmer- zen moderat eingeschränkte Mobilität der Wirbelsäule , Palpat i- onsschmerz der Lendenwirbelkörper und der Paravertebralmuskulatur , Lasègue-Zeichen positiv links, Einschränkung der Rotationsmöglichke i- ten, der Schulterbeweglichkeit und Beugung nach vorne bis ca. 100°, Hal- lux valgus und Hammerzehe. Der Arzt schätzte die Auswirkung der Lei- den auf die Arbeitsfähigkeit so ein, dass der Beschwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit als Bauarbeiter nicht mehr arbeiten könne, jedoch in einer angepassten Tätigkeit ohne Überlastung der Lenden zu 100% er- werbsfähig sei (vgl. Ziff. 11.4-11.6 E213). 4.2.4. Ferner sind folgende Arztberichte bei den Akten: C-7897/2009 Seite 18 – Arztbericht von Dr. F._______vom 20. Mai 2008 (act. 15), in welchem folgende Diagnosen auf geführt wurden: anteriore Osteophyten v.a. L3/4, kleine Diskusprotrusion extraforaminal links L3/4, Diskushernien L4/5 mit lokaler Spinalkanalstenose und Prolaps rezessal links sowie L5/S1, degenerative foraminal e Stenosen L4/5 und L5/S1 v.a. links , ohne Nennung der Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. – Arztbericht von Dra. G._______ vom 18. Juni 2008 ( act. 17), gemäss dem die Untersuchung Zeichen der chronischen Denervation der Wurzeln L5 und S1 beidseits (rechts diskret und links mässig ausg e- prägt) und keine Zeichen der akuten Denervation zeigte. Es wurden keine Angaben zu den Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ge- macht. – Arztbericht von Dr. H._______ vom 3. Juli 2008 (act. 18), welcher fol- gende Diagnosen aufführt: Lumbociatica beidseits mit neurogenem Hinken mehr links, l umbale Stenose mit 2 Diskushernien L4 -L5 und L5-S1, komprimierte Wurzeln L5 und S1, stärker links, bestätigt durch Röntgenbilder und EMG (El ektromyografie). Weiter bestünden eine Schädigung des Mittelfussknochens , Hallux valgus beidseits sowie eine Einschränkung der Gehfähigkeit . D ie konservative Behandlung habe keine Besserung bewirkt. Es bestehe eine 100%ige Arbeitsu n- fähigkeit in der bisheri gen Tätigkeit. Die Erwerbsfähigkeit in Verwe i- sungstätigkeiten wurde nicht angegeben. – Arztbericht von Dr. I._______ vom 15. Juli 2008 (act. 19), in welchem die Diagnosen aus dem Bericht von Dr. H._______ wiederholt und ei- ne Arbeitsunfähigkeit von 100% in de r bisherigen Tätigkeit angeg e- ben, bezüglich der Erwerbsfähigkeit in Verweisungstätigkeiten aber ebenfalls keine Angaben gemacht wurden. – Arztbericht von Dr. J._______ (E213) vom 28. August 2008 (act. 20), in welchem die Diagnose n Lumbalarthrose, Bandscheibenvorfall L3- L4, Diskushernie L4-L5 und L5 -S1, Lumbociatica und Hallux v algus beidseits gestellt wurden. Der Patient sei in seiner bisherigen Tätigkeit zu 100% arbeitsunfähig , aber in Verweisungstätigkeiten zu 100% er- werbsfähig. – Arztbericht des IV-Stellenarztes Dr. C._______ vom 21. Juni 2010 (act. 49) mit folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsf ä- higkeit: Degenerative Wirbelsäulenveränderungen und Lumboischia l-C-7897/2009 Seite 19 gie linksbetont (Symptomatik aufgetreten nach einem Verkehrsunfall ca. 08/06); aufgrund eines MRI vom 20. Mai 2008 anteriore Osteophy- ten v.a. L3/L4, kleine Diskusprotrusion extraforaminal links L3/L4, Diskushernien L4/L5 mit lokaler Spinalkanalstenose und Prolaps r e- zessal links sowie L5/S1; degenerative foraminale Stenosen L4/5 und L5/S1 v.a. links; aufgrund eines EMNG vom 18. Juni 2008 Zeichen der chronischen Denervation der Wurzeln L5 und S1 beidseits (rechts diskret und links mässig ausgeprägt), keine Zeichen der akuten D e- nervation. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte der Arzt radiologisch mässige Zeichen der Coxarthrose, Hoh l- füsse, Hammerzehen und Hallux valgus beidseits, Nikotin. Anders als Dr. B._______ erachte er den Beschwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit nicht mehr als arbeitsfähig. Hingegen sei er in geeigneten Verweisungstätigkeiten voll arbeitsfähig, was sich mit den Beurteilu n- gen der Dres. B._______, J._______ bzw. E._______ decke, und ebenfalls mit denjenigen der Dres. H._______, I._______ und D._______, welche den Beschwerdeführer nur in seiner bisherigen Tätigkeit nicht mehr als arbeitsfähig erachtet hätten. 4.3. Es trifft zu, dass Dr. B._______ in seinem Bericht vom 21. Juni 2009 weder die D iagnosen noch die vorliegenden Arztberichte vollständig auf- geführt hat. Auch ist dem Beschwerdeführer zuzustimmen, dass der Arzt- bericht (E213) von Dr. E._______ vom 7. Mai 2009 die Diagnosen unvoll- ständig wiedergibt und ihm alleine kein hinreichender Beweiswert z u- kommt. Der alleinige Verweis von Dr. B._______ auf diesen Bericht g e- nügt demnach in der Tat nicht. Trotzdem ist es dem Gericht möglich, sich aufgrund der vorhandenen Ak- ten ein umfassendes Bild der gestellten Dia gnosen, der gesundheitlichen Beeinträchtigungen und deren Auswirkun gen auf die Arbeitsfähigkeit zu machen. Insbesondere ergeben sich in der Gesamtschau der Arztberichte E213 von Dr. J._______ vom 28. August 2008 (act. 20) und von Dr. E._______ vom 7. Mai 2009 (act. 30) sowie den weiteren spanischen Arztberichten genügend verlässliche Anhaltspunkte zur Beurteilung des Krankheitsbildes und dessen Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit des B e- schwerdeführers. Die vorliegende medizinische Dokumentation ist daher ausreichend, und in Übereinstimmung mit den Parteien (vgl. Replik vom 4. Juni 2010; BVGer act. 10) ist eine zusätzliche Beweismassnahme in Form einer umfassenden medizinischen Untersuchung in der Schweiz nicht notwendig. C-7897/2009 Seite 20 Es ist durchaus überzeugend, dass der Beschwerdeführer in der bisher i- gen Tätigkeit – entsprechend den Arztberichten von Dr. C._______ vom 21. Juni 2010, Dr. E._______ (E213) vom 7. Mai 2009 , Dr. J._______ (E213) vom 28. August 2008 , Dr. I._______ vom 15. Juli 2008 sowie Dr. H._______ vom 3. Juli 2008 – nicht mehr arbeitsfähig ist. Hingegen sind ihm in Berücksichtigung seiner gesundheitlichen Beei n- trächtigungen leichtere bis mittelschwere, leidensangepasste Verwe i- sungstätigkeiten vollschichtig zumutbar (vgl. Dr. C._______ vom 21. Juni 2010, Dr. B._______ vom 21. Juni 2009, Dr. E._______ [E213] vom 7. Mai 2009, Dr. J._______ [E213] vom 28. August 2008). 4.4. Insgesamt kommt das Gericht deshalb zum Schluss, dass es g e- mäss dem im Sozialversicherungsrecht massgeblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 E. 5b) gerechtfertigt ist, mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer ab Mai 2008 (letzter Arbeitstag am 15. Mai 2008, act. 9, 10) in seiner bishe- rigen Tätigkeit zu 0% , in einer leidensangepassten Verweisungstätigkeit jedoch zu 100% arbeitsfähig ist. 5. Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades ist ein Einkommensvergleich durchzuführen. Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffer n- mässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt we r- den, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmä s- sig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen A n- näherungswerte miteinander zu vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1, BGE 104 V 135 E. 2a und b; ZAK 1990 S. 518 E. 2; RKUV 1989 U 69 S. 176 E. 1). 5.1. Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbe ginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesun- de tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zu letzt tatsäch- lich erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der rea len Einkommensent- wicklung angepassten Verdienst angeknüpft (BGE 134 V 322 E. 4; BGE 129 V 222 E. 4.1; BGE 128 V 174 E. 4). Der Unfall ereignete sich zwar bereits im März 2006, jedoch hat der Beschwerdefü hrer gemäss Arbeits-C-7897/2009 Seite 21 vertrag bis am 15. Mai 2008 (act. 9, 10) gearbeitet. Es ist daher vom Lohn im Jahr 2008, und nicht mit der Vorinstanz im Jahr 2006, auszugehen. Da in den Akten keine Ang aben zum Verdienst des Beschwerdeführers vorliegen, ist das hypothet ische Valideneinkommen anhand der Tabellen- löhne der Schweizerische Lohnstruk turerhebung für die Sparte Bauge- werbe zu bestimmen (LSE; Webseite B undesamt für Statistik [B fS] > Themen > Arbeit, Erwerb > Publikationen > LSE, Schweizerische Loh n- strukturerhebung. Die Löhne im Überblick, Tabelle TA1, Anforderungsni- veau 4, Männer), was bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 h Fr. 5'150.- ausmacht. Das monatliche Valideneinkommen in der Schweiz im Baugewerbe im Jahr 2008 unter Umrechnung dieses Einkommens auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41, 6h im Jahr 200 8 (Webseite BfS > Th e- men > Arbeit, Erwerb > Erwerbstätigkeit und Arbeitszeit > detaillierte D a- ten > Statistik der betriebsüblichen Arbeits zeit > Betriebsübliche Arbeit s- zeit nach Wirtschaftsabteilungen, in Stunden pro Woche 1990 -2008, Ab- schnitt F) beträgt Fr. 5'356.-. 5.2. Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutba - rerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist pr i- mär von der beruflich -erwerblichen Situation auszugehen, in wel cher die versicherte Person konkret steht (BGE 129 V 475 E. 4.2.1, BGE 126 V 76 E. 3b aa). Im Rahmen der Invaliditätsbemessung darf bei der Besti m- mung des trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu mutbarerweise erzielbaren Einkommens nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Von der versicherten Per son können nur Vorke h- ren verlangt werden, die unter Berücksichti gung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind ( BGE 113 V 28 E. 4a; ZAK 1989 S. 321 E. 4a). Das hypothetische Invalideneinkommen ist vorliegend ebenfalls anhand der Tabellenlöhne der LSE 2008 zu bestimmen. Die Vorinstanz hat auf den Zentralwert für Männer in den Sektoren sonstige öffentliche und pe r- sönliche Dienstleistungen, Grosshandel/Handelsvermittlung, Detailha n- del/Reparatur sowie Informatik/Forschung und Entwicklung /Dienst- leistungen für Unternehmen in einfachen und repetitiven Tätigkeiten , für die keine Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt sind (Anforderungs- niveau 4), abgestellt, was nicht zu beanstanden ist. Gemäss LSE 200 8, Tabelle TA1, belief sich dieser Durchschnittswert (Fr. 4'291, Fr. 4'851, C-7897/2009 Seite 22 Fr. 4'436, Fr. 4'591) auf monatlich brutto Fr. 4'542 bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40h, inkl. 13. Monatslohn (Webseite BfS > Themen > A r- beit, Erwerb > Publikationen > LSE 200 8, Schweizerische Lohnstruk - turerhebung. Die Löhne 200 8 im Überblick, Tabelle TA1, Sektor 3). Unter Umrechnung dieses Einkommens auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Sektor III von 41,7h im Jahr 200 8 ergibt dies aufgerundet ein Invalideneinkommen von Fr. 4'737.-. Zusätzlich gewährte die Vorinstanz dem Beschwerdeführ er aufgrund sei- ner persönlichen und beruflichen Umstände im konkreten Einzelfall (BGE 124 V 323 E. 3b bb; SVR 2007 IV Nr. 11 S. 41 E. 3.2; RKUV 2003 U 494 S. 390 E. 4.2.3) einen leidensbedingten Abzug von 15% auf dem Inval i- deneinkommen, was vom Beschwerdeführer ebenfalls nicht bestritten wird und aus Sicht des Gerichts gerechtfertigt erscheint. Dies ergibt ein Invalideneinkommen von Fr. 4'025. 5.3. Die Berechnung der Einkommenseinbusse ergibt einen Invalidität s- grad von 24,82% ([{5356-4025} x 100]: 5356) bzw. von gerundet 25%. 6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass d er Beschwerdeführer bei e i- nem Invaliditätsgrad von 25% keinen Anspruch auf eine Rente hat, wes- halb die Beschwerde abzuweisen ist. 7. 7.1. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ve r- weigerung von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht koste n- pflichtig. Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Verfahrenskosten sind g e- mäss dem Reglement vom 21. Februar 2008 über die Kosten und En t- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) zu bestimmen. Sie werden bei diesem Ausgang des Verfahrens auf Fr. 300.- festgelegt und mit dem bereits einbezahlten Kostenvorschuss von Fr. 314.- verrechnet. Der zu viel einbezahlte Betrag von Fr. 14.- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet. 7.2. Dem unterliegenden Beschwerdeführer ist keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i. V. m. Art. 7 Abs. 1 VGKE e contr a- rio), und die obsiegende Vorinstanz hat keinen Anspruch auf Part eient- schädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE). C-7897/2009 Seite 23 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 300.- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 314.- ver- rechnet. Der zu viel einbezahlte Betrag von Fr. 14.- wird dem Beschwer- deführer nach Rechtskraft dieses Urteils auf ein von ihm anzugebendes Bankkonto zurückbezahlt. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. …; Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Franziska Schneider Christine Schori Abt Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 600 4 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110 ]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der B e- weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismitt el sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: