<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">[AZA] </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I 195/99 Ge </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>III. Kammer </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesrichter Schön, Spira und Bundesrichterin Widmer; </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Keel </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Urteil vom 5. Mai 2000 </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, Binningen, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">T.________, 1953,, Beschwerdegegnerin, vertreten durch </div> <div class="para">Advokat B.________, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Versicherungsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Liestal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> A.- Die 1953 geborene T.________ leidet an einem </div> <div class="para">Panvertebralsyndrom, cervical- und lumbalbetont, bei </div> <div class="para">breitbasiger, paramedian links ausladender, flacher Diskus- </div> <div class="para">hernie im Bereich L4/5 (ohne Ausfallsyndrom) und Status </div> <div class="para">nach einem 1993 erlittenen Schleudertrauma der Halswirbel- </div> <div class="para">säule sowie an einer psychogenen Schmerzfehlverarbeitung </div> <div class="para">mit generalisierendem Schmerzsyndrom. Vom 1. Mai 1987 bis </div> <div class="para">19. Mai 1995 arbeitete sie im Reinigungsdienst des Alters- </div> <div class="para">heims Y.________, wobei ihr Pensum bis 31. Dezember 1989 </div> <div class="para">100 % (42 Stunden) und danach 60 % (25,2 Stunden) betrug. </div> <div class="para">Ab 1. Dezember 1989 übernahm sie zudem gemäss ihren eigenen </div> <div class="para">Angaben eine Tätigkeit als Hauswartin für 2 Stunden pro </div> <div class="para">Woche. Daneben führte sie den Haushalt und kümmerte sich um </div> <div class="para">ihre beiden 1981 und 1988 geborenen Kinder. </div> <div class="para"> Am 27. November 1995 meldete sich T.________ bei der </div> <div class="para">Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle </div> <div class="para">Basel-Landschaft holte beim Hausarzt Dr. med. E.________, </div> <div class="para">Allgemeine Medizin FMH, den Bericht vom 1. März 1996 ein </div> <div class="para">(welchem eine Stellungnahme des Spitals X.________, </div> <div class="para">Rheumaklinik, vom 27. Juni 1995 beilag) und liess die </div> <div class="para">Versicherte durch Dr. med. S.________, Innere Medizin FMH </div> <div class="para">(Gutachten vom 21. Mai 1996), und Dr. med. W.________, </div> <div class="para">Psychiatrie und Psychotherapie FMH, (Gutachten vom 14. </div> <div class="para">September 1996), untersuchen. Im Weitern prüfte sie die </div> <div class="para">erwerblichen Verhältnisse (Auskunft der Stiftung Alters- </div> <div class="para">und Pflegeheim Y.________ vom 8. Januar 1996) und führte </div> <div class="para">eine Haushaltabklärung durch (Bericht vom 18. Februar </div> <div class="para">1997). Gestützt auf diese Unterlagen ermittelte sie einen </div> <div class="para">Invaliditätsgrad von 20 % und verneinte den Anspruch auf </div> <div class="para">eine Invalidenrente (Verfügung vom 7. Mai 1997). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> B.- Die von T.________ hiegegen erhobene Beschwerde </div> <div class="para">mit dem Antrag auf Aufhebung der Verwaltungsverfügung und </div> <div class="para">Zusprechung von Leistungen hiess das Versicherungsgericht </div> <div class="para">des Kantons Basel-Landschaft mit Entscheid vom 23. Septem- </div> <div class="para">ber 1998 gut, hob die Verfügung auf und wies die Sache zur </div> <div class="para">weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass </div> <div class="para">einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt die </div> <div class="para">IV-Stelle die Aufhebung des angefochtenen Entscheides. </div> <div class="para"> T.________ schliesst auf Abweisung der Verwaltungs- </div> <div class="para">gerichtsbeschwerde; ferner ersucht sie um unentgeltliche </div> <div class="para">Rechtspflege. Das Bundesamt für Sozialversicherung lässt </div> <div class="para">sich nicht vernehmen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 1.- Im Beschwerdeverfahren um die Bewilligung oder </div> <div class="para">Verweigerung von Versicherungsleistungen ist die Überprü- </div> <div class="para">fungsbefugnis des Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">nicht auf die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich </div> <div class="para">Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens beschränkt, </div> <div class="para">sondern sie erstreckt sich auch auf die Angemessenheit der </div> <div class="para">angefochtenen Verfügung; das Gericht ist dabei nicht an die </div> <div class="para">vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachver- </div> <div class="para">halts gebunden und kann über die Begehren der Parteien zu </div> <div class="para">deren Gunsten oder Ungunsten hinausgehen (<span class="artref">Art. 132 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 2.- a) Nach <span class="artref">Art. 28 Abs. 1 IVG</span> hat der Versicherte </div> <div class="para">Anspruch auf eine ganze Rente, wenn er mindestens zu </div> <div class="para">66 2/3 %, auf eine halbe Rente, wenn er mindestens zu 50 % </div> <div class="para">oder auf eine Viertelsrente, wenn er mindestens zu 40 % </div> <div class="para">invalid ist; in Härtefällen hat der Versicherte nach </div> <div class="para"><span class="artref">Art. 28 Abs. 1bis IVG</span> bereits bei einem Invaliditätsgrad </div> <div class="para">von mindestens 40 % Anspruch auf eine halbe Rente. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> b) Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invalidi- </div> <div class="para">tätsgrad auf Grund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. </div> <div class="para">Dazu wird das Erwerbseinkommen, das der Versicherte nach </div> <div class="para">Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger </div> <div class="para">Eingliederungsmassnahmen durch eine ihm zumutbare Tätigkeit </div> <div class="para">bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in </div> <div class="para">Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das er erzielen </div> <div class="para">könnte, wenn er nicht invalid geworden wäre (<span class="artref">Art. 28 Abs. 2 </span></div> <div class="para">IVG). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise </div> <div class="para">zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkom- </div> <div class="para">men ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander </div> <div class="para">gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommens- </div> <div class="para">differenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine </div> <div class="para">Methode des Einkommensvergleichs; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=01.05.2000&amp;to_date=20.05.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F104-V-135%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page136">BGE 104 V 136</a> Erw. 2a und </div> <div class="para">b). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> c) Bei nichterwerbstätigen Versicherten im Sinne von </div> <div class="para"><span class="artref">Art. 5 Abs. 1 IVG</span> - so namentlich bei im Haushalt tätigen </div> <div class="para">Versicherten - wird für die Bemessung der Invalidität da- </div> <div class="para">rauf abgestellt, in welchem Masse sie behindert sind, sich </div> <div class="para">im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (<span class="artref">Art. 28 Abs. 3 </span></div> <div class="para">IVG in Verbindung mit <span class="artref"><artref id="CH/831.201/27/1" type="start"></artref>Art. 26bis und 27 Abs. 1 IVV</span><artref id="CH/831.201/26^bis" type="end"></artref>; spezi- </div> <div class="para">fische Methode; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=01.05.2000&amp;to_date=20.05.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F104-V-135%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page136">BGE 104 V 136</a> Erw. 2a; AHI 1997 S. 291 </div> <div class="para">Erw. 4a). Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Ver- </div> <div class="para">sicherten gilt die übliche Tätigkeit im Haushalt und allen- </div> <div class="para">falls im Betrieb des Ehepartners sowie die Erziehung der </div> <div class="para">Kinder (<span class="artref">Art. 27 Abs. 2 IVV</span>). </div> <div class="para"> Nach Art. 27bis Abs. 1 IVV wird bei einem Versicher- </div> <div class="para">ten, der nur zum Teil erwerbstätig ist, für diesen Teil die </div> <div class="para">Invalidität nach <span class="artref">Art. 28 Abs. 2 IVG</span> festgelegt. War er </div> <div class="para">daneben in einem Aufgabenbereich nach <span class="artref">Art. 5 Abs. 1 IVG</span> </div> <div class="para">tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach </div> <div class="para"><span class="artref">Art. 27 IVV</span> festgelegt. In diesem Falle ist der Anteil der </div> <div class="para">Erwerbstätigkeit und der Tätigkeit im andern Aufgabenbe- </div> <div class="para">reich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der </div> <div class="para">Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (gemischte </div> <div class="para">Methode der Invaliditätsbemessung). Demnach ist einerseits </div> <div class="para">die Invalidität im Aufgabenbereich gemäss <span class="artref">Art. 5 Abs. 1 IVG</span> </div> <div class="para">nach dem Betätigungsvergleich (<span class="artref">Art. 27 IVV</span>) und anderseits </div> <div class="para">die Invalidität im erwerblichen Teil nach dem Einkommens- </div> <div class="para">vergleich (<span class="artref">Art. 28 IVG</span>) zu ermitteln und danach die Gesamt- </div> <div class="para">invalidität nach Massgabe der zeitlichen Beanspruchung in </div> <div class="para">den genannten beiden Bereichen zu berechnen. Der Anteil der </div> <div class="para">Erwerbstätigkeit ergibt sich aus dem Vergleich der im be- </div> <div class="para">treffenden Beruf üblichen Arbeitszeit und der von der ver- </div> <div class="para">sicherten Person ohne Invalidität geleisteten Arbeitszeit, </div> <div class="para">der Anteil am andern Aufgabenbereich aus deren Differenz </div> <div class="para">(vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=01.05.2000&amp;to_date=20.05.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F104-V-135%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page136">BGE 104 V 136</a> Erw. 2a und ZAK 1992 S. 128 Erw. 1b). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> d) Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeit- </div> <div class="para">weilig erwerbstätig zu betrachten ist, beurteilt sich pra- </div> <div class="para">xisgemäss nicht danach, ob sie vor ihrer Heirat erwerbstä- </div> <div class="para">tig war oder nicht. Diese Tatsache kann allenfalls ein </div> <div class="para">Indiz darstellen. Entscheidend ist vielmehr jene Tätigkeit, </div> <div class="para">welche sie ausüben würde, wenn sie nicht invalid geworden </div> <div class="para">wäre. Es ist demnach zu prüfen, ob die Person ohne Invali- </div> <div class="para">dität mit Rücksicht auf die gesamten Umstände (dazu gehören </div> <div class="para">die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen </div> <div class="para">Verhältnisse) vorwiegend erwerbstätig oder im Haushalt </div> <div class="para">beschäftigt wäre (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=01.05.2000&amp;to_date=20.05.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-194%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page195">BGE 117 V 195</a>, 98 V 263 Erw. 1 und 268 </div> <div class="para">Erw. 1c). Für die Beurteilung und Festlegung des im Gesund- </div> <div class="para">heitsfall mutmasslich ausgeübten Aufgabenbereiches sind </div> <div class="para">ausser der finanziellen Notwendigkeit, eine Erwerbstätig- </div> <div class="para">keit wieder aufzunehmen oder auszudehnen, auch allfällige </div> <div class="para">Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das </div> <div class="para">Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie </div> <div class="para">die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksicht- </div> <div class="para">igen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=01.05.2000&amp;to_date=20.05.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-146%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page150">BGE 125 V 150</a> Erw. 2c, 117 V 195; AHI 1997 S. 289, </div> <div class="para">1996 S. 197 Erw. 1c). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 3.- Anlässlich der Haushaltabklärung vom 27. Januar </div> <div class="para">1997 (Bericht vom 18. Februar 1997) gab die Versicherte an, </div> <div class="para">dass sie ohne Behinderung zu 100 % einer ausserhäuslichen </div> <div class="para">Beschäftigung nachginge, wie dies bis Ende 1989 der Fall </div> <div class="para">gewesen sei. Offenbar gestützt auf diese Aussage betrach- </div> <div class="para">teten Vorinstanz und IV-Stelle die Beschwerdegegnerin als </div> <div class="para">Vollerwerbstätige und erklärten für die Bemessung des Inva- </div> <div class="para">liditätsgrades die Methode des Einkommensvergleichs (vgl. </div> <div class="para"><span class="artref">Art. 28 Abs. 2 IVG</span>) als anwendbar. Diese Auffassung wird </div> <div class="para">zwar von keiner Seite bestritten, ist indessen, da ihr auf </div> <div class="para">Grund der Aktenlage nicht gefolgt werden kann, von Amtes </div> <div class="para">wegen zu korrigieren (vgl. Erw. 1 hievor). </div> <div class="para"> Die Beschwerdegegnerin hatte ihr Arbeitspensum im </div> <div class="para">Altersheim bereits per Ende 1989 - und damit lange vor dem </div> <div class="para">Auftreten gesundheitlicher Probleme - von 100 % (42 Stunden </div> <div class="para">pro Woche) auf 60 % (25,2 Stunden) reduziert (Auskunft der </div> <div class="para">Stiftung Alters- und Pflegeheim Y.________ vom 8. Januar </div> <div class="para">1996) und daneben gemäss ihren eigenen Angaben für zwei </div> <div class="para">Stunden pro Woche eine Tätigkeit als Hauswartin in ihrem </div> <div class="para">Wohnblock übernommen. Damit steht fest, dass sie, anders </div> <div class="para">als auch in den Arztberichten wiederholt erwähnt wird, im </div> <div class="para">damaligen Zeitpunkt nicht einer vollen, sondern einer Teil- </div> <div class="para">erwerbstätigkeit nachging. Daneben führte sie den Haushalt </div> <div class="para">und übernahm insbesondere Erziehungs- und Betreuungsaufga- </div> <div class="para">ben für ihre 1981 und 1988 geborenen Töchter, welche nach </div> <div class="para">ihren Angaben drei Mahlzeiten täglich zu Hause einnahmen </div> <div class="para">(Abklärungsbericht Haushalt vom 18. Februar 1997). Bei die- </div> <div class="para">ser Sachlage besteht eine natürliche Vermutung dafür, dass </div> <div class="para">die Versicherte weiterhin der bisherigen Teilzeitbeschäfti- </div> <div class="para">gung nachgegangen wäre, insbesondere da konkrete Anhalts- </div> <div class="para">punkte, die mit überwiegender Wahrscheinlichkeit darauf </div> <div class="para">schliessen liessen, dass eine Steigerung der Erwerbstätig- </div> <div class="para">keit beabsichtigt war, weder geltend gemacht werden noch </div> <div class="para">ersichtlich sind. Entgegen der Auffassung von Vorinstanz </div> <div class="para">und Verwaltung ist daher, davon ausgehend, dass die Versi- </div> <div class="para">cherte weiterhin teilweise erwerbstätig wäre, die Invalidi- </div> <div class="para">tätsbemessung nach der gemischten Methode vorzunehmen. </div> <div class="para">Dabei wird die IV-Stelle, an welche die Sache (auch) aus </div> <div class="para">diesem Grunde zurückzuweisen ist, den Umfang der neben der </div> <div class="para">Beschäftigung im Altersheim (25,2 Stunden pro Woche) ausge- </div> <div class="para">übten Teilerwerbstätigkeit durch Anfrage beim Arbeitgeber, </div> <div class="para">der die Versicherte als Hauswartin angestellt hat, zu er- </div> <div class="para">mitteln haben. Gestützt darauf wird sie den Anteil der </div> <div class="para">Erwerbstätigkeit und der Beschäftigung im Haushalt festzu- </div> <div class="para">legen haben (vgl. Erw. 2c hievor). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 4.- Mit Bezug auf die Arbeitsfähigkeit führte der </div> <div class="para">Hausarzt Dr. med. E.________ aus, dass der Beschwerde- </div> <div class="para">gegnerin auf Grund ihrer Schmerzen im Nacken-Schulter-Arm- </div> <div class="para">Bereich rechts die Arbeit im Altersheim nicht mehr zumutbar </div> <div class="para">sei, sie hingegen "mit der Zeit" wieder leichte industriel- </div> <div class="para">le Arbeiten (wie Kontrolltätigkeiten, Kleinmontage in sit- </div> <div class="para">zender Position) ausführen könne (Bericht vom 1. März </div> <div class="para">1996). Demgegenüber verneinte Dr. med. S.________ aus rein </div> <div class="para">somatisch-rheumatologischer Sicht eine Einschränkung der </div> <div class="para">Arbeitsfähigkeit (Gutachten vom 21. Mai 1996; Untersuchung </div> <div class="para">vom 22. März 1996) und hielt Dr. med. W.________ aus psy- </div> <div class="para">chiatrischer/psychosomatischer Sicht ein 80%-Pensum in der </div> <div class="para">bisherigen Tätigkeit im Reinigungsdienst für zumutbar (Gut- </div> <div class="para">achten vom 14. September 1996). </div> <div class="para"> Angesichts dieser divergierenden Auffassungen der </div> <div class="para">Ärzte ist, wie die Vorinstanz für den erwerblichen Bereich </div> <div class="para">bereits zutreffend festgehalten hat, eine abschliessende </div> <div class="para">Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht möglich. Eine Ergän- </div> <div class="para">zung des medizinischen Sachverhaltes drängt sich im Weitern </div> <div class="para">deshalb auf, weil die Arbeitsfähigkeit nach dem in Erw. 3 </div> <div class="para">Gesagten (Anwendung der gemischten Methode) nun ebenso für </div> <div class="para">die Tätigkeit im Haushalt ermittelt werden muss. Auch aus </div> <div class="para">diesem Grunde ist die Sache an die IV-Stelle zurückzuwei- </div> <div class="para">sen, damit sie die Auswirkungen der Leiden der Beschwerde- </div> <div class="para">gegnerin auf deren Arbeitsfähigkeit (im erwerblichen Be- </div> <div class="para">reich und im Haushalt) eingehend abkläre und anschliessend </div> <div class="para">den Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in den </div> <div class="para">beiden Bereichen neu festsetze. </div> <div class="para"> Im Rahmen der Ermittlung des Invaliditätsgrades im </div> <div class="para">erwerblichen Bereich wird die IV-Stelle sodann zu beachten </div> <div class="para">haben, dass das der Verfügung vom 7. Mai 1997 zu Grunde </div> <div class="para">liegende Vorgehen, das Invalideneinkommen nach Massgabe der </div> <div class="para">ärztlich attestierten Arbeitsunfähigkeit in Prozenten des </div> <div class="para">Einkommens ohne Invalidität zu bestimmen und insofern von </div> <div class="para">der Arbeitsunfähigkeit auf den Invaliditätsgrad zu schlies- </div> <div class="para">sen, bundesrechtswidrig ist (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=01.05.2000&amp;to_date=20.05.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F114-V-310%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page314">BGE 114 V 314</a> Erw. 3c, </div> <div class="para">RKUV 1991 Nr. U 130 S. 272 Erw. 3b). </div> <div class="para"> 5.- Im vorliegenden Verfahren geht es um die Bewilli- </div> <div class="para">gung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen, weshalb </div> <div class="para">von der Auferlegung von Gerichtskosten abzusehen ist </div> <div class="para">(<span class="artref">Art. 134 OG</span>). Dem Prozessausgang entsprechend ist der Be- </div> <div class="para">schwerdegegnerin nach Massgabe der Honorarnote eine Partei- </div> <div class="para">entschädigung zuzusprechen (Art. 135 in Verbindung mit </div> <div class="para"><span class="artref">Art. 159 OG</span>). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege, </div> <div class="para">einschliesslich der unentgeltlichen Verbeiständung, erweist </div> <div class="para">sich damit als gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird im Sinne der </div> <div class="para"> Erwägungen abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II.Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III.Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerde- </div> <div class="para"> gegnerin für das Verfahren vor dem Eidgenössischen </div> <div class="para"> Versicherungsgericht eine Parteientschädigung von </div> <div class="para"> Fr. 1413.10 (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezah- </div> <div class="para"> len. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV.Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungs- </div> <div class="para"> gericht des Kantons Basel-Landschaft, der Ausgleichs- </div> <div class="para"> kasse Basel-Landschaft und dem Bundesamt für Sozial- </div> <div class="para"> versicherung zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 5. Mai 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident Die Gerichts- </div> <div class="para">der III. Kammer: schreiberin: </div> </div></body></html>