vacca
f, 1. Kuh f. – a). – a) ~ pleina, trächtige Kuh; ~ promta, trächtige, demnächst kalbende Kuh; ~ tumpriva, frühkalbende Kuh (d.h.im Sept.-Okt.); ~ tardiva/~ serudna, spätkalbende Kuh (d.h. im Jan.); ~ vita, leere Kuh. – b) (spez.; Alpwesen) ~ spendida, galte Kuh (deren Ausfall bezüglich Milchleistung durch den Besitzer abgegolten werden muss). – b) ~ grassa, fette, wohlgenährte Kuh; ~ leva, leichte Kuh; ~ greva, schwere Kuh; ~ taissa, schwarzweiss gestreifte Kuh. – c) (Zus.) ~ da casa, Heimkuh f. – d) (verbale Verb.). – a) catschar ~s, die Kühe (auf der Alp) für das Melken sammeln; mulscher las ~s, die Kühe melken; far letg allas ~s, den Kühen streuen; mirar ora ina ~, eine kranke oder vor dem Kalben stehende Kuh beobachten und warten. – b) fig. – (1) (vergl.) beiber sc'ina ~, sich vollsaufen; esser stuorns sc'ina ~, schwer betrunken sein. – (2) rir sc'ina ~, ausgelassen lachen. – (3) (spez.) schar enzatgei per las ~s veglias, unsauber mähen. – 2. weibliches Tier anderer Paarzeher; vacca dil tschierv, Hirschkuh f. – 3. (Holzbearbeitung) dreieckiger Ausschnitt; far ~/tagliar ora ~, ein Holzstück abschrägen oder dreieckförmig einkerben. – 4. (Zus.). – a) (vereinz.) vacca-taur (pl. vaccas-taur), vacca-bov, Sprunggeld n; trer en las vaccas-taur, die Sprunggeldtaxen einziehen. – b) (meton.) vacca lumbarda, Vielfrass m. – c). – a) (volksk.; urk. bezeugt für das Taminatal) auf Sonntag nach St. Michael (29. Sept.) musste der Käsezehnten an das Kloster Pfäfers bzw. an dessen Pächtern abgeliefert werden; der Zeitpunkt hiess noch im beginnenden 16. Jhr.: Vacca grassa oder Vacca grassen Tag. – b) (sprichw.; Flem) per ~s mei en Lumnezia/e per femnas silla Cadi! Kühe holt euch aus dem Lugnez und Frauen von der Cadi!
sich vollsaufen, schwer betrunken sein, ausgelassen lachen
[lat. vacca ‘Kuh'; it. vacca, frz. vache; zu vacca da casa ‘Heimkuh' vgl. tess. (Biasca) váca da <f>ıa</f>].