<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00113</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105447&amp;W10_KEY=4467150&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00113</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.05.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 06.07.2000 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Benützung des öffentlichen Grundes zu Sonderzwecken</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bedeutung der Gerichtsferien im Rekursverfahren<br/><br/>Im Rekursverfahren gelten die Gerichtsferien nicht. Der am 25. Januar 2000 erhobene Rekurs gegen einen am 18. Dezember 1999 entgegengenommenen Entscheid ist deshalb verspätet (E. 2).<br/><br/>--&gt; BGE 1P.380/2000, 6. Juli 2000, Nichteintreten<br/>--&gt; BGE 1P.514/2000, 8. Sept.2000, Revision, Nichteintreten</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BGE">BGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: FRIST/-EN">FRIST/-EN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRIST/-EN">FRIST/-EN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GERICHTSFERIEN">GERICHTSFERIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Verwaltungsinterne Rechtspflege ST: REKURS">REKURS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REKURSFRIST">REKURSFRIST</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REVISION (BGER)">REVISION (BGER)</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 140 GVG</span><br/><span class="ungerade">§ 22 lit. III VRG</span><br/><span class="gerade">§ 71 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 5 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. Mit Schreiben vom 15. MÃ¤rz 1999 an die Stadtpolizei ZÃ¼rich ersuchte A. um die Bewilligung fÃ¼r einen "unpolitischen friedlich-stillen Protest" gegen die kantonale Frem­denpolizei, den sie an jedem Samstag bis zum 30. Oktober 1999 auf dem Paradeplatz bekunden wollte. Die Vorsteherin des stÃ¤dtischen Polizeidepartements erteilte am 31. MÃ¤rz 1999 die Bewilligung fÃ¼r "kleine Protestkundgebungen" auf dem Paradeplatz fÃ¼r den 3., 10. und 24. April sowie den 8. Mai 1999, alles Samstage, und wies darauf hin, dass Bewil­ligungen jeweils nur fÃ¼r vier Wochen erteilt wÃ¼rden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine dagegen gerichtetete Einsprache von A. vom 15. Mai 1999, die insbe­son­dere die zeitliche BeschrÃ¤nkung der Bewilligung kritisierte, wies der Stadtrat ZÃ¼rich am 8. Dezember 1999 ab. A. nahm diesen Beschluss am 18. Dezember 1999 in Empfang.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. A. erhob dagegen am 21. Januar 2000 (Datum der Rechtsschrift) bzw. 25. Januar 2000 (Datum des Poststempels) Rekurs an das Statthalteramt ZÃ¼rich und verlangte die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses. Mit VerfÃ¼gung vom 3. MÃ¤rz 2000 trat der Statthalter auf das Rechtsmittel wegen VerspÃ¤tung nicht ein und auferlegte die Verfah­rens­kosten der Rekurrentin.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. A. wandte sich am 21. MÃ¤rz 2000 mit Beschwerde an das Verwal­tungs­ge­richt und verlangte die Aufhebung der angefochtenen VerfÃ¼gung, die Feststellung, dass ihr Rekurs an das Statthalteramt ZÃ¼rich nicht verspÃ¤tet gewesen sei, und die RÃ¼ckwei­sung der Streitsache an den Statthalter zur materiellen Behandlung. Verfahrensrechtlich for­derte sie die Auferlegung der Kosten auf die Gegenpartei und die Zusprechung einer Um­triebsent­schÃ¤­digung von Fr. 300.‑.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz verzichtete auf Vernehmlassung, wÃ¤hrend der Beschwerdegegner am 19. April 2000 die Abweisung der Beschwerde beantragte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die Beschwerde gegen den angefochtenen Entscheid des Statthalteramts ZÃ¼rich ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/ 8. Ju­ni 1997 (VRG) zulÃ¤ssig. Da auch die Ã¼brigen Voraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf das Rechtsmittel einzutreten. Weil der Angelegenheit kein Streitwert zukommt, hat nach § 38 VRG die Kammer zu entscheiden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Wie die BeschwerdefÃ¼hrerin selbst vorbringt, hat sie die Rekursschrift an das Statthalteramt am 25. Januar 2000 der Post Ã¼bergeben. Aktenkundig ist Ã¼berdies, dass sie den Entscheid des Stadtrats am 18. Dezember 1999 in Empfang genommen hat. Zwischen der Entgegennahme des Stadtratsentscheids und der Rekurserhebung verstrichen demnach mehr als 30 Tage. Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt vor, die Rekursfrist trotzdem eingehalten zu haben, weil davon noch die Gerichtsferien in Abzug zu bringen seien. Diese Auffassung trifft nicht zu: Zwar verweist § 71 VRG ‑ unter anderem ‑ auf die Gerichtsfe­rienregelung von § 140 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976 (GVG). Auf­grund seiner systematischen Stellung im dritten Abschnitt des Gesetzes gilt dieser Verweis aber nur fÃ¼r das Verfahren vor Verwaltungsgericht. HÃ¤tte der Gesetzgeber die Gerichtsfe­rien auch im Verwaltungsverfahren gelten lassen wollen, hÃ¤tte er eine entsprechende Be­stimmung in den zweiten Abschnitt des VRG einfÃ¼gen mÃ¼ssen. Eine solche fehlt aber (Al­fred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼­rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 11 N. 13). Insbesondere fÃ¼hrt § 22 Abs. 3 VRG ent­gegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht zur Anwendung von § 140 GVG. Schon auf­grund ihres Wortlauts bezieht sich die Bestimmung nur auf die LÃ¤nge der Frist, nicht aber auf deren Berechnung (VGr, 29. Oktober 1997, VB.97.00107; ZR 83/1984 Nr. 72). Das Verwaltungsgericht hat dementsprechend unter dem jetzigen wie schon unter altem Recht ‑ der vor dem 1. Januar 1998 geltenden Fassung des VRG ‑ die Geltung der Gerichtsferien im Rekursverfahren verneint (RB 1985 Nr. 7; VGr, 29. Oktober 1997, VB.97.00107). Der Rekurs der BeschwerdefÃ¼hrerin an die Vorinstanz war somit verspÃ¤tet, weshalb der Statt­halter zu Recht auf das Rechtsmittel nicht eingetreten ist. Die Beschwerde ist deshalb abzu­weisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>