Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht Vom 5. Juli 2016 (410 16 118) ____________________________________________________________________ Obligationenrecht Anwaltliche Sorgfaltspflicht Besetzung Präsident Roland Hofmann; Gerichtsschreiberin Karin Arber Parteien A. ____ , vertreten durch Advokat Richard Thaler, Steinenring 23, 4051 Basel, Beschwerdeführer gegen B. ____ , Beschwerdegegner Gegenstand Forderung Beschwerde gegen den Entscheid des Präsidenten des Zivilkreisge- richts Basel-Landschaft West vom 3. Februar 2016 A. Der vorliegenden Streitigkeit ging ein Rechtsöffnun gsverfahren vor dem Bezirksgericht Arlesheim (heute: Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West) voraus, in welchem A.____ um pro- visorische Rechtsöffnung für die in Betreibung gese tzte Forderung von CHF 19‘176.60 gegen C.____ (Schuldner) ersuchte. Er stützte sich dabei auf den „Verkaufsauftrag Immobilien (Mäk- lervertrag)“ vom 17. Mai 2013, gemäss welchem ihm d er Schuldner eine Provision von 2% für die Nachweismäkelei zu vergüten und die getätigten Werbekosten zu erstatten habe. A.____ reichte sein Gesuch um provisorische Rechtsöffnung mit Eingabe vom 9. Dezember 2013 inkl. Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 22 Beilagen selbst ein. Nachdem die Vorinstanz gestützt auf das entsprechende Gesuch des anwaltlich vertretenen Schuldners die Parteien zu einer Hauptverhandlung vorlud, zog A.____ den Advokat B.____ bei, welcher nicht hauptberuflich als Anwalt tätig und daher auch nicht im Anwaltsregister eingetragen ist, und beauftragte diesen mit seiner Vertretung. Nach Sichtung der Unterlagen teilte B.____ seinem Klienten A.____ mit, dass an der anberaumten Rechtsöff- nungsverhandlung eine schriftliche Bestätigung des damal igen Kaufinteressenten über die mündlich erfolgte Einigung des Kaufpreises für die Imm obilie von CHF 850‘000.00 vorzulegen sei. A.____ liess B.____ in der Folge die entsprechende Bestätigung vom 10. März 2014 des Kaufinteressenten D.____ (im Folgenden „Bestätigungssch reiben“ genannt) zukommen. Zu der Verhandlung im Rechtsöffnungsverfahren erschien A.____ in Begleitung von B.____, welcher das Bestätigungsschreiben zu Beginn der Verhandlung einre ichte. Die Präsidentin des Bezirks- gerichts Arlesheim erachtete das Bestätigungsschreiben al s verspätet und berücksichtigte die- ses daher nicht. Sie erwog, der Gesuchskläger habe das Best ätigungsschreiben erst an der Gerichtsverhandlung vom 26. März 2014 eingereicht ohne darzulegen, weshalb es ihm nicht möglich gewesen sein soll, diese Bestätigung zu einem früheren Zeitpunkt einzuholen und die- se bereits zusammen mit dem Gesuch um Rechtsöffnung vom 9. Dezember 2013 einzureichen. Aus den anderen Unterlagen ergebe sich kein eindeutige r Nachweis eines abschlusswilligen und zahlungsfähigen Interessenten, weshalb die Vorausset zung für den Anspruch einer Provi- sion nicht erfüllt sei. Bezüglich der Kosten für die We rbung verwies sie darauf, dass eine ge- naue Bezifferung im Mäklervertrag fehle. Folglich wies sie mit Entscheid vom 26. März 2014 das Gesuch von A.____ um provisorische Rechtsöffnung vol lumfänglich ab, auferlegte ihm die Gerichtsgebühr von CHF 300.00 und verpflichtete ihn zur Leistung einer Parteientschädigung an den Schuldner von CHF 1‘969.90. Gegen diesen Entsch eid erhob A.____, noch immer ver- treten durch B.____, Beschwerde am Kantonsgericht Basel- Landschaft, Abteilung Zivilrecht. Die Rechtsmittelinstanz erachtete das Bestätigungsschreibe n ebenfalls als zu spät eingereicht. Sie wies die Beschwerde mit Entscheid vom 1. Juli 2014 ab, auferlegte A.____ die Gerichtskos- ten von CHF 600.00 und verpflichtete ihn zur Leistung einer Parteientschädigung an den Schuldner von CHF 1‘669.70. B. In der Folge warf A.____, nunmehr vertreten durch Ad vokat Richard Thaler, seinem vor- maligen Rechtsvertreter B.____ die grobe Verletzung von anwaltlichen Sorgfaltspflichten vor und verlangte von diesem Schadenersatz. Nachdem sich die Parteien im Schlichtungsverfahren nicht einigen konnten, reichte A.____ mit Eingabe vom 29. Juni 2015 am Zivilkreisgericht Basel- Landschaft West Klage gegen B.____ betreffend Schadene rsatzforderung und Rückerstattung des Anwaltshonorars für eine Forderung von insgesamt CH F 8‘524.00 zuzüglich Zins zu 5% seit 31. März 2015 sowie den Betrag von CHF 240.00 zuzüg lich Zins zu 5% seit 30. Juni 2015 ein; unter o/e-Kostenfolge. Der Beklagte beantragte d ie kostenpflichtige Abweisung der Klage und ersuchte um eine angemessene Umtriebsentschädigung. Nach der Durchführung eines einfachen Schriftenwechsels und einer Hauptverhandlun g wies der Präsident des Zivilkreisge- richts Basel-Landschaft West mit Entscheid vom 3. Februa r 2016 die Klage vollumfänglich ab. Die Gerichtskosten inkl. Entscheidbegründung von CHF 1‘250.00 sowie die Friedensrichterkos- ten von CHF 240.00 auferlegte er dem Kläger und verpflichtete diesen überdies, dem Beklagten eine „doppelte Gangentschädigung“ von CHF 400.00 zu bezahlen. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht C. Mit Eingabe vom 22. April 2016 an das Kantonsgericht B asel-Landschaft, Abteilung Zivil- recht, erhob der Kläger Beschwerde gegen den Entscheid des Präsidenten des Zivilkreisge- richts Basel-Landschaft West vom 3. Februar 2016. Er beantragte die Aufhebung des angefoch- tenen Entscheids und die Gutheissung seiner Klage, event ualiter die Rückweisung an die Vor- instanz zu neuer Entscheidung. Alles unter o/e-Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdegegners. D. Mit Beschwerdeantwort vom 23. Mai 2016 beantragte der Beschwerdegegner die kosten- pflichtige Abweisung der Beschwerde und ersuchte um Zusprechung einer angemessenen Um- triebsentschädigung. Auf die vorinstanzliche Entscheidbegründung sowie die A usführungen der Parteien in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. E. Mit Verfügung vom 24. Mai 2016 schloss der Präsident de s Kantongerichts Basel- Landschaft, Abteilung Zivilrecht, den Schriftenwechsel und ordnete den Entscheid aufgrund der Akten an. Erwägungen 1. Nicht berufungsfähige erstinstanzliche Entscheide sind ge mäss Art. 319 lit. a ZPO mit Beschwerde anfechtbar. In vermögensrechtlichen Angelegen heiten ist die Berufung gemäss Art. 308 Abs. 2 ZPO nur dann zulässig, wenn der Strei twert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens CHF 10'000.00 beträgt. Im vor liegenden Fall ist dieser Streitwert nicht erreicht, so dass die Berufungsfähigkeit des vorin stanzlichen Urteils zu verneinen ist. Ge- gen den vorliegend angefochtenen Entscheid ist somit au sschliesslich das Rechtsmittel der Beschwerde gegeben. Gemäss Art. 321 Abs. 1 ZPO ist die Beschwerde innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheides oder seit der nac hträglichen Zustellung der Ent- scheidbegründung schriftlich und begründet bei der zustän digen Rechtsmittelinstanz einzu- reichen. Der begründete Entscheid wurde von der Vorins tanz erstmals am 29. Februar 2016 spediert (damals mit der Rechtsmittelbelehrung für ein e 10-tägige Beschwerdefrist, was mit nachträglichem Rektifikat auf eine 30-tägige Beschwerd efrist korrigiert wurde). Auf dem Rück- schein der Post hat der Rechtsvertreter des Beschwerdeführ ers den Empfang des Entscheids mit seiner Unterschrift quittiert, jedoch das Datum nicht hinzugefügt. Aufgrund des auf dem Rückschein angebrachten Poststempels vom 8. März 2016 der zurückzusendenden Poststelle kann davon ausgegangen werden, dass der angefochtene E ntscheid dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 8. März 2016 zugestellt wurde, wie dieser selber ausführte. Die Be- schwerdefrist begann somit am 9. März 2016 zu laufen, sta nd gestützt auf Art. 145 Abs. 1 lit. a ZPO vom 20. März 2016 bis zum 3. April 2016 still und endete am 22. April 2016. Mit Be- schwerde vom 22. April 2016 ist die Beschwerdefrist somit eingehalten. Der Beschwerdeführer macht geltend, mehrere Erwägungen des angefochtenen En tscheids würden entweder eine unrichtige Rechtsanwendung oder eine offensichtlich unr ichtige Feststellung des Sachverhalts beinhalten. Er macht damit zulässige Beschwerdegründe n ach Art. 320 ZPO geltend. Da auch die übrigen Beschwerdeformalien erfüllt sind, ist auf d ie Beschwerde einzutreten. Die Be- schwerdeantwort vom 23. Mai 2016 erfolgte ebenfalls fri stgerecht. Gemäss § 5 Abs. 1 lit. b EG Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht ZPO ist das Präsidium der Abteilung Zivilrecht des Kanton sgerichts für die Beurteilung von Be- schwerden gegen Entscheide der Präsidien der Zivilkreisgerichte sachlich zuständig. 2. Das Rechtsverhältnis zwischen den Parteien unterliegt unbes trittenermassen dem Recht des einfachen Auftrags, indem der heutige Beschwerdefü hrer den heutigen Beschwerdegegner als seinen Rechtsvertreter für das eingangs geschilderte Rechtsöffnungsverfahren mandatierte. Der Beschwerdeführer vertritt die Auffassung, der Beschw erdegegner habe seine Sorgfalts- pflichten als Anwalt ihm gegenüber verletzt. Ein beauftragter Anwalt schuldet Sorgfalt und Treue und wird gegenüber seinem Auftraggeber ersatzpflichtig, wenn er ihn durch unsorgfältige oder t reuwidrige Besorgung des Auftrags schä- digt. Der Anwalt hat nicht für den Erfolg seiner Tät igkeit Gewähr zu leisten, sondern für das kunstgerechte Tätigwerden. Dabei trägt der Anwalt nicht die Verantwortung für die spezifischen Risiken, die mit der Bildung und Durchsetzung einer Rec htsauffassung an sich verbunden sind. Er übt insofern eine risikogeneigte Tätigkeit aus, der a uch haftpflichtrechtlich Rechnung zu tra- gen ist. Der Anwalt hat nicht für jede Massnahme oder Unterlassung einzustehen, welche aus nachträglicher Betrachtung den Schaden bewirkt oder verm ieden hätte. Das Prozessrisiko ha- ben die Parteien zu tragen. Der Beauftragte haftet n ach den gleichen Regeln wie der Arbeit- nehmer im Arbeitsverhältnis. Der Sorgfaltsmassstab richte t sich nach den Fähigkeiten, Fach- kenntnissen und Eigenschaften des Beauftragten, die der Auftraggeber gekannt hat oder hätte kennen müssen. Ob eine Verletzung der anwaltlichen Sorgfaltspflichten vorliegt, ist anhand des konkreten Einzelfalls zu prüfen. Als Ausfluss der Treuepfl icht obliegt dem Anwalt insbesondere, seinen Mandanten über die Schwierigkeit und die Risike n der Geschäftsbesorgung umfassend aufzuklären, damit dieser sich über das von ihm zu trage nde Risiko bewusst wird (BGE 127 III 357, E. 1; BGE 134 534, E. 3.2.2 = Pra 98 (2009) Nr . 35). Der Anwalt ist verpflichtet, seinen Mandanten über die Gefahren und Erfolgsaussichten des bevorstehenden Rechtsstreits zu ori- entieren. Bei zweifelhaftem Ausgang des Verfahrens hat er seinen Auftraggeber über dieses Risiko aufzuklären. Stehen mehrere Möglichkeiten offen, hat er den sichersten Weg zu wählen (WALTER FELLMANN , Berner Kommentar, Vl/2/4, 1992, Art. 398 OR, N 41 2). Lässt der Klient seinem Anwalt bei der Mandatsführung freie Hand in d er Auswahl der Mittel, genügt der Anwalt der ihm obliegenden Sorgfaltspflicht, wenn das gewähl te Vorgehen bei objektiver Betrachtung mindestens vertretbar erscheint. Stellt sich eine ander e Verfahrensweise im Nachhinein als günstiger heraus, ist dennoch keine Pflichtverletzung des Anwalts anzunehmen. Die Einschät- zung der Prozesschancen durch den Anwalt ist anlässlich ein es Haftungsprozesses gegen den Anwalt aus der ex ante-Sichtweise zu beurteilen, das hei sst, es ist von der Ausgangslage im Zeitpunkt der Darlegung der Prozesschancen auszugehen (M ICHAEL KULL , Die zivilrechtliche Haftung des Anwalts gegenüber dem Mandanten, der Gege npartei und Dritten, Schriftenreihe zum Obligationenrecht, Band 66, Zürich 2000, S. 41 ff.). 3. Die Vorinstanz hat in ihren materiellen Erwägungen (unter den Ziffern III.2, III.3 und III.4. a und b, Seiten 10 – 14 des begründeten Entscheids) zahlr eiche Literatur und Judikatur zu den sich in der vorliegenden Streitigkeit stellenden rechtlich en Fragen aufgeführt, insbesondere zu den Pflichten eines Anwalts, den Haftungsvoraussetzungen, den Regeln im summarischen Ver- fahren, welches im Rechtsöffnungsverfahren galt, namentlich zum Verfahrensablauf, den zuläs- sigen Beweismitteln und dem Replik- und Novenrecht im sum marischen Verfahren. Die Vor- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht instanz führte sodann Literaturmeinungen und Judikatur betreffend Rechtsöffnungstitel mit sus- pensiv bedingten Leistungsversprechen auf sowie zu der Fr age, in welchem Zeitpunkt der Ein- tritt der Bedingung nachgewiesen werden müsse. Sie sc hloss sodann auf Seite 15 ff. des be- gründeten Entscheids unter Verweis auf die dargestellte n Judikatur- und Literaturmeinungen, dass kontrovers diskutiert werde, in welchem Zeitpunkt ei n Rechtsöffnungstitel in perfektionier- ter Form vorliegen müsse. Es gebe durchaus namhafte Lehrm einungen, die besagen, dass es analog der „Basler Rechtsöffnungspraxis“ bei zweiseitige n Verträgen mit Suspensivbedingun- gen zunächst einmal ausreiche, wenn der Eintritt der Be dingung einstweilen substantiell be- stimmt behauptet werde und erst dann, wenn der Schuld ner/Rechtsöffnungsbeklagte den Nichteintritt dieser Bedingung behaupte, müsse der Gl äubiger diesen Einwand mit sofort auf- bringbarem Beweis umstossen. Dieser müsse nicht selber Bestandteil des Rechtsöffnungstitels sein und auch nicht dieselbe Beschaffenheit aufweisen. Da der heutige Beschwerdeführer im Rechtsöffnungsverfahren erstmals an der damaligen mündli chen Verhandlung von den „Ein- wänden“ des Betreibungsschuldners erfahren habe, könne vo r dem Hintergrund der dargestell- ten Lehrmeinungen und der „Basler Rechtsöffnungspraxis“ nicht von einer zum vornherein of- fensichtlichen Verspätung der Eingabe des Bestätigungsschre ibens gesprochen werden. Viel- mehr habe der heutige Beschwerdeführer damals durchaus m it vertretbaren Argumenten von der Rechtzeitigkeit seiner Beweiserbringung ausgehen dü rfen und können. Auch wenn die Rechtsöffnungsrichterin das Gesuch des heutigen Beschwerdeführers abgewiesen habe, hätten auch im Beschwerdeverfahren intakte Aussichten auf ein Du rchdringen der diesbezüglichen Beschwerde bestanden, zumal die Beschwerdeinstanz die Fra ge der verspäteten Einreichung des Bestätigungsschreibens mit voller Kognition habe überprüfen können. Folglich verneinte die Vorinstanz die Verletzung von Sorgfaltspflichten durch den heutigen Beschwerdegegner. 4. Der Beschwerdeführer macht geltend, im damaligen Rech tsöffnungsverfahren sei bereits bei der Beauftragung des Beschwerdegegners im Januar 20 14 festgestanden, dass wegen des Nichteinreichens eines Rechtsöffnungstitels bei der Eing abe des Rechtsöffnungsgesuchs ein erhebliches Risiko darin bestanden habe, dass die Rechtsöf fnung selbst dann nicht erfolgreich sei, wenn der Beschwerdeführer noch eine schriftliche Best ätigung eines Kaufinteressenten nachreichen würde. Das Risiko der gerichtlichen Abweisu ng eines Rechtsöffnungsgesuches im Falle, dass ein Rechtsöffnungstitel nicht mit dem Gesu ch, sondern erst später eingereicht wer- de, habe bestanden, weil nach den kontroversen Meinunge n im Schrifttum und in der Judikatur keine feststehende, also verlässliche Regelung bestanden h abe und auch bis heute nicht be- stehe. Die Vorinstanz habe sich mit der Feststellung „Mit Verweis auf die Kommentare resp. Judikatur- und Literaturmeinungen zu den aufgeworfen en Rechtsfragen ist die Antwort auf die Frage durchaus kontrovers, in welchem Zeitpunkt ein Rech tsöffnungstitel in perfektionierter Form vorliegen müsse. Es gibt durchaus namhafte Lehrmeinungen, die besagen, dass es (ana- log der „Basler Rechtsöffnungspraxis“) bei zweiseitigen Verträgen mit Suspensivbedingungen zunächst einmal ausreiche, wenn der Eintritt der Bedi ngung substantiell behauptet werde“ in Widerspruch gesetzt zu ihren rechtlichen Erwägungen auf den Seiten 12 ff., wonach der Be- schwerdegegner sein Anwaltsmandat vor beiden Instanzen im Rechtsöffnungsverfahren pflicht- gemäss ausgeübt habe. Der Beschwerdeführer führte sod ann weitere Literatur und Rechtspre- chung auf und folgert, das Risiko eines negativen Verfah rensausgangs sei sehr hoch, wenn mit dem Rechtsöffnungsgesuch kein Rechtsöffnungstitel eing ereicht werde. Aufgrund der kontro- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht versen Meinungen betreffend Beweismittel im summarischen Verfahren sei es unmöglich, die Erfolgsaussichten abzuschätzen. Der Beschwerdegegner hät te im Januar 2014 zuerst die Risi- kolage abschätzen müssen. Dieser Verpflichtung sei der Be schwerdegegner nicht nachge- kommen. Die Behauptung des Beschwerdegegners, er habe d em Beschwerdeführer vor jedem prozessualen Schritt die Möglichkeiten des Vorgehens mitgeteilt und dieser habe den Vorschlä- gen jeweils zugestimmt, sei unwahr und unbehelflich. Di e Vorinstanz habe diese Erklärung des Beschwerdegegners zu Unrecht als Teil des entscheidende n Sachverhalts betrachtet. Der Be- schwerdegegner habe nie vorgeschlagen, das Rechtsöffnungsge such sofort zurückzuziehen und unverzüglich die Klage betreffend die Provisionsfor derung einzureichen. Aufgrund der Risi- kolage hätte der Beschwerdegegner jedoch von der Fortfü hrung des Rechtsöffnungsverfahrens zwingend abraten müssen und sich vom Beschwerdeführer, fa lls dieser das Rechtsöffnungsge- such nicht hätte zurückziehen wollen, bestätigen lassen müsse n, dass er über das Prozessrisi- ko aufgeklärt worden sei und dennoch das Rechtsöffnungsver fahren fortsetzen wolle. Der Be- schwerdeführer habe darauf vertraut, dass der Beschwerde gegner das Mandat so ausübe, dass die Interessen des Beschwerdeführers optimal vertreten würden. Das Vertrauen des Be- schwerdeführers sei missachtet worden, indem der Beschwerd egegner die Fortsetzung des Rechtsöffnungsverfahrens empfohlen und gegen den erstin stanzlichen Rechtsöffnungsent- scheid sogar noch das Beschwerdeverfahren habe durchführen lassen. Aufgrund der Risikola- ge hätte das Rechtsöffnungsgesuch zwingend zurückgezogen und eine Forderungsklage einge- reicht werden müssen, was der Beschwerdegegner jedoch in Verletzung seiner Sorgfaltspflich- ten nie vorgeschlagen habe. 5. Der Beschwerdegegner führt dagegen aus, beim Mäklervert rag bestehe der Rechtsöff- nungstitel gerade im Vertrag selbst. An der mündlichen Verhandlung im Rechtsöffnungsverfah- ren sei nicht der Rechtsöffnungstitel nachgereicht worden, sondern lediglich das von einem po- tenziellen Käufer nunmehr schriftlich bestätigte Kaufi nteresse, das bereits aus den vorhande- nen Akten hervorgegangen sei. Es sei lediglich darum ge gangen, an der Rechtsöffnungsver- handlung den möglichen Einwand, dass die Bedingung für die Fälligkeit der Mäklercourtage nicht eingetreten sei, zu entkräften. Bis zu dieser Verha ndlung habe sich der Schuldner materi- ell nicht geäussert. Aufgrund der Risikoabklärung habe de r Beschwerdegegner dem Beschwer- deführer damals zur Einholung des Bestätigungsschreibens geraten. Er habe den Beschwerde- führer auch immer über die prozessualen Schritte und d ie damit verbundenen Risiken infor- miert. Auch die Möglichkeit eines Rückzugs des Rechtsöffnun gsgesuchs und der Einleitung eines materiellen Prozesses habe er thematisiert. Ein sol ches Vorgehen sei vom Beschwerde- führer in dieser Zeit jedoch nie ausdrücklich bevorzugt worden. Es habe für den Beschwerde- gegner kein Anlass bestanden, sich vom Beschwerdeführer best ätigen zu lassen, dass dieser über das Risiko eines abweisenden Rechtsöffnungsentscheids aufgeklärt worden und dennoch gegen einen Rückzug seines Rechtsöffnungsgesuchs gewesen sei. Auch der Weiterzug des Rechtsöffnungsentscheids sei von Seiten des Beschwerdeführ ers ausdrücklich gutgeheissen worden. 6. In der vorliegenden Streitigkeit stellt sich die zentral e Frage, ob das vom Beschwerdefüh- rer eingeleitete Rechtsöffnungsverfahren derart riskant war, dass der Beschwerdegegner dem Beschwerdeführer als dessen nachträglich beigezogenen Re chtsvertreter den Rückzug des Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Rechtsöffnungsgesuchs empfehlen musste bzw. ob die Fortfü hrung des Rechtsöffnungsverfah- rens aus anwaltlicher Sicht vertretbar war oder nicht. Je nachdem stellen sich sodann die An- schlussfragen, ob der Beschwerdegegner den Rückzug tatsächl ich empfahl und falls ja, ob er sich vom Beschwerdeführer hätte bestätigen lassen müssen, dass dieser das Rechtsöffnungs- gesuch dennoch nicht zurückziehen wolle. 7. Im Mäklervertrag vom 17. Mai 2013 verpflichtete sich der Auftraggeber, dem heutigen Beschwerdeführer als beauftragten Mäkler das Erfolgshon orar von 2 % (exkl. MWST) des er- zielten Verkaufspreises mit dem Nachweis eines Käufers f ür die Immobilie des Auftraggebers zu schulden, wobei der Beschwerdeführer auch dann Anspr uch auf die ganze Provision hat, wenn er während der Vertragsdauer einen abschlusswillig en Kaufinteressenten nachweist, der Auftraggeber aber nicht mehr verkaufswillig ist. Dieser Mäklervertrag vom 17. Mai 2013 stellt einen zweiseitigen und im Sinne von Art. 151 Abs. 1 O R suspensiv bedingten Vertrag dar, wel- cher als solcher grundsätzlich einen Rechtsöffnungstitel i m Sinne von Art. 82 Abs. 1 SchKG darstellen kann. Bei suspensiv bedingten Verträgen bere chtigt eine Schuldanerkennung aller- dings nur dann zur provisorischen Rechtsöffnung, wenn der E intritt der Bedingung vom Be- schwerdeführer liquide nachgewiesen wird, wobei eine An erkennung des Bedingungseintritts durch den Schuldner nicht erforderlich ist. Für diesen Nachweis stehen dem Beschwerdeführer alle Beweismittel zur Verfügung, die im summarischen V erfahren abgenommen werden können (siehe dazu Erwägung Ziff. 2.2 des Entscheids des Kanton sgerichts Basel-Landschaft, Abtei- lung Zivilrecht, vom 1. Juli 2014 im Beschwerdeverfahre n Nr. 410 14 104 betreffend provisori- sche Rechtsöffnung). 8. Der Beschwerdeführer bringt wiederholt vor, wegen de s Nichteinreichens eines Rechts- öffnungstitels bei der Eingabe des Rechtsöffnungsgesuchs h abe im Rechtsöffnungsverfahren ein erhebliches prozessuales Risiko bestanden. Der Beschwerd eführer verkennt dabei, dass der Mäklervertrag vom 17. Mai 2013 den provisorischen Rec htsöffnungstitel darstellt, welchen er im Rechtsöffnungsverfahren mit seinem Gesuch vom 9. Dezember 2013 auch einreichte. Dagegen stellt das Bestätigungsschreiben vom 10. März 2 014 des Kaufinteressenten keinen Rechtsöffnungstitel dar, da dieses keine Schuldanerkennun g im Sinne von Art. 82 SchKG ent- hält, wie der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde unter Ziffer 4.3 zu Recht selber auch aus- führt. Das Bestätigungsschreiben kann dagegen allenfalls den Eintritt der im Mäklervertrag ent- haltenen Suspensivbedingung nachweisen. Im Rechtsöffnun gsverfahren stellte sich die Frage, in welchem Zeitpunkt der Eintritt der Suspensivbedingu ng nachgewiesen werden musste bzw. ob der heutige Beschwerdeführer das Bestätigungsschreiben , welches er in der Parteiverhand- lung dem Gericht abgab, rechtzeitig einreichte. Diese Frage wird in der Literatur kontrovers dis- kutiert. Im Basler Kommentar zum Bundesgesetz über Schul dbetreibung und Konkurs wird in Anlehnung an die „Basler Rechtsöffnungspraxis“ die Meinun g vertreten, es genüge, wenn der Gläubiger zunächst die Erfüllung der Bedingung behaup te, ohne dass er hierfür den Beweis erbringen müsste, solange der Schuldner im Rechtsöffnun gsverfahren nicht behaupte, die Be- dingung sei nicht eingetreten, oder diese Behauptun g offensichtlich haltlos sei (BSK SchKG I – DANIEL STAEHELIN , Art. 82 N 36 und 132). Die Frage, in welchem Zeitp unkt im Rechtsöffnungs- verfahren der Eintritt der Suspensivbedingung nachgewie sen werden muss, hängt von den zi- vilprozessualen Regeln des im Rechtsöffnungsverfahren gelt enden Summarverfahrens ab, ins- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht besondere vom anwendbaren Novenrecht. Ein Teil der Le hre fordert, dass sämtliche Angriffs- und Verteidigungsmittel bereits mit dem Gesuch vorzubrin gen seien und vorsorglich alles mög- licherweise Relevante schon in das Gesuch geschrieben werd en muss, wogegen andere eine Antwort auf Einwendungen der Gegenpartei zulassen. Un terschieden wird überdies auch, ob eine Hauptverhandlung stattfindet oder nicht. Art. 229 ZPO bestimmt für das ordentliche Verfah- ren, welche neuen Tatsachen und Beweismittel unter we lchen Voraussetzungen an der Haupt- verhandlung noch vorgebracht werden können. Diese Bestimm ung gilt gemäss Art. 219 ZPO sinngemäss für sämtliche anderen Verfahren, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Wird im summarischen Verfahren eine Hauptverhandlung durchge führt, was im erstinstanzlichen Rechtsöffnungsverfahren der Fall war, werden in der Li teratur verschiedene Meinungen zur Anwendbarkeit von Art. 229 ZPO für das summarische Verf ahren vertreten. Eine Zusammen- stellung der verschiedenen Lehrmeinungen findet sich im D IKE-Kommentar zur ZPO (M ARTIN KAUFMANN , in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zi vilprozessordnung (ZPO), 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2016, Art. 252 N 31 ff.) . Auch die Vorinstanz hat in ihrer Entscheidbe- gründung zahlreiche Literaturstellen und Judikatur zu den relevanten rechtlichen Fragen aufge- führt, auf welche verwiesen werden kann. Aufgrund der kontroversen Auffassungen in diesen Fragen bestanden im Rechtsöffnungsverfahren durchaus intakte Chancen, dass das Gericht die rechtzeitige Einreichung des an der Verhandlung einge reichten Bestätigungsschreibens hätte bejahen können. Dass das Gericht schliesslich die Rechtzeiti gkeit verneinte, ändert nichts an der ex ante zu beurteilenden Prozesschance, welche aufgru nd der kontroversen Lehrmeinun- gen aus damaliger Sicht durchaus als 50:50 bezeichnet werden kann, zumal den Akten nicht zu entnehmen ist, dass der Schuldner bereits vor der Rechtsöf fnungsverhandlung seine Einwen- dungen gegen die betriebene Forderung erhob. Die schr iftliche Bestätigung des Kaufinteres- senten stellte zudem ein mögliches Beweismittel im Sinn e von Art. 254 ZPO dar. Es kann auf die diesbezüglichen Ausführungen des vorinstanzlichen Entscheids verwiesen werden. Der Be- schwerdegegner musste dem Beschwerdeführer deshalb den Rü ckzug des Rechtsöffnungsbe- gehrens entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht dringend empfehlen. Vielmehr war es durchaus vertretbar, das Rechtsöffnungsverfahren weiterzu führen, zumal dieses durch das eigenhändig eingereichte Gesuch des heutigen Beschwerde führers bereits hängig war. Weiter ist zu berücksichtigen, dass im erstinstanzlichen Rechtsöffnung sverfahren zu einer Hauptver- handlung vorgeladen wurde, so dass der heutige Beschwe rdegegner davon ausgehen durfte, dass das Rechtsöffnungsgesuch nicht offensichtlich unzulässig o der offensichtlich unbegründet war, ansonsten die Rechtsöffnungsrichterin in Anwendung vo n Art. 253 ZPO dem Schuldner keine Gelegenheit zur mündlichen Stellungnahme gegebe n bzw. nicht zu einer Verhandlung vorgeladen hätte. Aufgrund der vorgelegenen Konstellat ion mit bereits eingereichtem Rechts- öffnungsgesuch durch den Klienten sowie bereits erfolgter gerichtlicher Vorladung zur Verhand- lung und angesichts der Risikolage war es überdies auch nich t angezeigt, dass sich der Be- schwerdegegner als Rechtsvertreter schriftlich darüber absi chern musste, dass er den Be- schwerdeführer auf das Prozessrisiko hingewiesen habe und dieser dennoch das Rechtsöff- nungsgesuch habe aufrecht halten wollen. Es kann daher offen bleiben, inwieweit der Be- schwerdegegner den Beschwerdeführer tatsächlich über die Prozessrisiken und mögliche Vor- gehensweisen informierte. Dass die provisorische Rechtsöff nung im erst- und zweitinstanzli- chen Verfahren abgewiesen wurde, stellt in Anbetracht d er kontroversen Lehrmeinungen – welche auch der Beschwerdeführer einräumt – ein Prozessr isiko dar, welches der heutige Be- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht schwerdeführer zu tragen hat und nicht auf dessen Anwalt bzw. den heutigen Beschwerdegeg- ner abgewälzt werden kann. Denn ein Anwalt trägt kein e Verantwortung für die Durchsetzung der einen oder anderen Rechtsauffassung. Entsprechend diesen Ausführungen war die Weiter- führung des Rechtsöffnungsverfahrens aufgrund der konkret en Umstände und Risikolage ver- tretbar und der Beschwerdegegner musste den Rückzug des Re chtsöffnungsgesuchs nicht empfehlen. Folglich liegt auch keine Verletzung von S orgfaltspflichten vor. Im Beschwerdever- fahren waren die gleichen rechtlichen Fragen mit voller Kognition wie im erstinstanzlichen Rechtsöffnungsverfahren zu behandeln, so dass die Ausfüh rungen zum Prozessrisiko und der damit zusammenhängenden Sorgfaltspflichten gleichermasse n für das damalige Beschwerde- verfahren gelten. Dem Beschwerdegegner kann folglich a uch für das Erheben der Beschwerde keine Sorgfaltspflichtverletzung vorgeworfen werden. En tsprechend diesen Ausführungen ist eine Verletzung von Sorgfaltspflichten zu verneinen und die Beschwerde folglich abzuweisen. 9. Da eine Sorgfaltspflichtverletzung des Beschwerdegegners ve rneint wird, erübrigen sich Ausführungen zur Kausalität und zur Höhe des Schadens. Dies gilt ebenso für die Frage, ob der Beschwerdeführer einem allfälligen Rat des Beschwerdeg egners auf Rückzug des bereits ein- gereichten provisorischen Rechtsöffnungsgesuchs auch wirklich F olge geleistet hätte und wie hoch die Kosten bei einem Rückzug des Rechtsöffnungsbege hrens gewesen wären. Auf die diesbezüglichen Ausführungen des Beschwerdeführers ist da her nicht weiter einzugehen. So- weit der Beschwerdeführer vorbringt, bei Abweisung der vorliegenden Beschwerde würde inso- fern eine kuriose Situation entstehen, als zwischen den E ntscheiden im Rechtsöffnungsverfah- ren und dem hier angefochtenen Entscheid ein unlösbarer Widerspruch bestehe, kann ihm nicht zugestimmt werden. Im vorliegenden Verfahren geht es im Zusammenhang mit der anwaltli- chen Sorgfaltspflicht um die Beurteilung der Risikolage aus der ex ante Sicht und nicht um die Beurteilung der provisorischen Rechtsöffnung oder gar d ie Überprüfung der erst- und zweitin- stanzlichen Rechtsöffnungsentscheide. Für die Beurteilun g der Risikolage ist auf gewisse Fra- gen des Rechtsöffnungsverfahrens einzugehen, was die Vo rinstanz in ausführlicher Weise tat. Dies erfolgt jedoch lediglich im Hinblick auf die Risiko beurteilung, ohne das damalige Rechts- öffnungsbegehren zu beurteilen. Ein unlösbarer Widersp ruch liegt daher nicht vor. Im Übrigen ist offen, wie der Entscheid im Rechtsöffnungsverfahre n bei Berücksichtigung des Bestäti- gungsschreibens ausgefallen wäre. 10. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Beschwerdeverfahrens zu entscheiden. Mass- gebend für die Regelung der Kostenfolgen sind die Bes timmungen der Art. 104 ff. ZPO, die auch im Rechtsmittelverfahren gelten. Entsprechend de m Ausgang des Verfahrens sind in An- wendung von Art. 106 Abs. 1 ZPO dem Beschwerdeführer die Prozesskosten des Rechtsmittel- verfahrens aufzuerlegen. Die Entscheidgebühr ist in Anw endung von § 9 Abs. 2 lit. a der Ver- ordnung vom 15. November 2010 über die Gebühren der Gerichte (SGS 170.31; Gebührentarif) auf pauschal CHF 600.00 festzusetzen und dem Beschwerdef ührer aufzuererlegen. Darüber hinaus hat der Beschwerdeführer der Gegenpartei eine U mtriebsentschädigung auszurichten. Da der Beschwerdegegner als Anwalt in eigener Sache, wenn auch nicht im Anwaltsregister eingetragen, auftritt, hat er keinen Anspruch auf den normalen Anwaltstarif, jedoch auf eine Um- triebsentschädigung im Sinne von Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO (S UTER /VON HOLZEN , in: Sutter- Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur S chweizerischen Zivilprozessord- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht nung, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2016, Art.. 95 N 42). Im vorinstanzlichen Verfahren reichte der Beschwerdegegner die Klageantwort vom 29. September 2015 ein und nahm an der Hauptver- handlung vom 3. Februar 2016 teil. Für seinen Aufwa nd sprach ihm der vorinstanzliche Ge- richtspräsident eine „doppelte Gangentschädigung“ von pauschal CHF 400.00, was keine Partei moniert. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren reichte der Beschwerdegegner die Beschwer- deantwort vom 23. Mai 2016 ein. Eine Verhandlung fan d nicht statt, so dass im Vergleich zur vorinstanzlich festgelegten Parteientschädigung für das vo rliegende Beschwerdeverfahren eine Umtriebsentschädigung von pauschal CHF 200.00 angemessen ist. Demnach wird erkannt: ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren von CHF 6 00.00 wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 3. Der Beschwerdeführer hat dem Beschwerdegegner für das v orliegende Beschwerdeverfahren eine Umtriebsentschädigung von pauschal CHF 200.00 zu bezahlen. Präsident Roland Hofmann Gerichtsschreiberin Karin Arber