<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2A.470/2004 /kil </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 30. August 2004 </div> <div class="para">II. Öffentlichrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Wurzburger, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichterin Yersin, Bundesrichter Merkli, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Feller. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, vertreten durch Amadou Wally Niang, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Migrationsamt des Kantons Zürich, Berninastrasse 45, Postfach, 8090 Zürich, </div> <div class="para">Bezirksgericht Zürich, Haftrichter, Wengistrasse 28, Postfach, 8026 Zürich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Ausschaffungshaft gemäss <span class="artref">Art. 13b ANAG</span>, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die Verfügung des Bezirksgerichts Zürich, Haftrichter, vom </div> <div class="para">27. Juli 2004. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die aus Kamerun stammende X.________, geb. ... 1965, stellte am 28. September 2003 ein Asylgesuch. Das Bundesamt für Flüchtlinge wies das Gesuch mit Verfügung vom 20. Oktober 2003 ab und ordnete die Wegweisung an, deren Vollzug nach Kamerun es als zulässig, zumutbar und möglich erachtete. Die Schweizerische Asylrekurskommission wies die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde mit Urteil vom 15. April 2004 vollumfänglich, insbesondere auch in Bezug auf die Wegweisung, ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Am 25./26. Juli 2004 ordnete das Migrationsamt des Kantons Zürich gegen X.________ Ausschaffungshaft an. Nach mündlicher Verhandlung bestätigte der Haftrichter des Bezirksgerichts Zürich mit Verfügung vom 27. Juli 2004 die Anordnung der Ausschaffungshaft und bewilligte die Haft bis zum 23. Oktober 2004. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit in französischer Sprache verfasster Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 26. August 2004 beantragt X.________ dem Bundesgericht, den Haftentscheid bzw. die Haft aufzuheben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es ist weder ein Schriftenwechsel noch sind andere Instruktionsmassnahmen (Einholen der kantonalen Akten) angeordnet worden. Das Urteil ergeht im vereinfachten Verfahren (<span class="artref">Art. 36a OG</span>). Es wird, gleich wie die angefochtene Verfügung, in deutscher Sprache verfasst (vgl. <span class="artref">Art. 37 Abs. 3 OG</span>). </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 Die Beschwerdeführerin ist im Asylverfahren aus der Schweiz weggewiesen worden, und die gegen sie angeordnete Ausschaffungshaft dient der Sicherstellung des Wegweisungsvollzugs. Die Ausschaffungshaft stützt sich auf <span class="artref">Art. 13b ANAG</span> und genügt im vorliegenden Fall sämtlichen gesetzlichen Anforderungen. Insbesondere liegt der Haftgrund von <span class="artref">Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG</span> vor, nachdem die Beschwerdeführerin sich trotz rechtskräftiger asylrechtlicher Wegweisung der Ausschaffung vehement widersetzt, indem sie den konkret organisierten Rückflug vereitelt hat und auch noch vor Bundesgericht klar zu erkennen gibt, unter keinen Umständen nach Kamerun zurückkehren zu wollen (vgl. dazu <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=28.08.2004&amp;to_date=16.09.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-II-369%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page369">BGE 125 II 369</a> E. 3b/aa S. 375; ferner <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=28.08.2004&amp;to_date=16.09.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-I-139%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page139">BGE 129 I 139</a> E. 4.2 S. 147 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin macht einzig geltend, die Haft müsse im Sinne von <span class="artref">Art. 13c Abs. 5 lit. a ANAG</span> beendet werden, weil der Vollzug der Wegweisung in ihrem Fall unzulässig sei. Dabei bestreitet sie die Rechtmässigkeit der Wegweisung bzw. des Wegweisungsvollzugs. Mit diesen Vorbringen, für deren Prüfung allein die Asylbehörden zuständig sind, welche sich denn auch abschliessend damit befasst haben, ist sie im Haftprüfungsverfahren nicht zu hören (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=28.08.2004&amp;to_date=16.09.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F128-II-193%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page193">BGE 128 II 193</a> E. 2.2 S. 197 f.; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=28.08.2004&amp;to_date=16.09.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-II-59%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page59">121 II 59</a> E. 2 S. 61 f.). Es gibt keine Anzeichen für das Bestehen anderer rechtlicher oder tatsächlicher Gründe, die im Sinne von <span class="artref">Art. 13c Abs. 5 lit. a ANAG</span> gegen die Durchführbarkeit des Wegweisungsvollzugs in noch absehbarer Zeit sprechen würden. </div> <div class="para">Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist abzuweisen. </div> <div class="para">2.2 Die Beschwerdeführerin ersucht um Befreiung von der Bezahlung von Gerichtskosten. Dem Gesuch könnte schon wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde nicht entsprochen werden (<span class="artref">Art. 152 Abs. 1 OG</span>). Indessen rechtfertigt es sich in Fällen der vorliegenden Art, von der Erhebung einer Gerichtsgebühr abzusehen (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/153^a/1" type="start"></artref>Art. 154 und 153a Abs. 1 OG</span><artref id="CH/173.110/154" type="end"></artref>), sodass das Gesuch gegenstandslos wird. Da die Beschwerdeführerin im Verfahren vor Bundesgericht unterliegt, ist keine Parteientschädigung zuzusprechen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Das Gesuch um Befreiung von der Bezahlung der Gerichtskosten wird gegenstandslos erklärt. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, dem Migrationsamt des Kantons Zürich und dem Bezirksgericht Zürich, Haftrichter, sowie dem Bundesamt für Flüchtlinge schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 30. August 2004 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>