<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.00697</span><br/><span>vereinigt mit: IV.2017.00100</span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Gerichtsschreiberin Tiefenbacher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 16. Februar 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Philip Stolkin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Freiestrasse 76, Postfach 420, 8032 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">dieser vertreten durch Dr. iur. Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1964, meldete sich am 20. Juli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2000 (Urk. 8/4),</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> am 23. Oktober 2001 (Urk. 8/20) und am 15. Dezember 2009 (Urk. 8/50) bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihm mit Verfügung vom 22. April 2015 eine ganze Rente ab Dezember 2009 zu (Urk. 8/163). Dies wurde vom hiesigen Gericht mit Urteil vom 7. September 2015 im Verfahren Nr. IV.2015.00463 (Urk. 8/176) und vom Bundesgericht mit Urteil vom 29. Februar 2016 (Urk. 8/190) bestätigt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 29. November 2011 stellte der Versicherte den Antrag auf Zusprache einer Hilflosenentschädigung (Urk. 8/78-). Die IV-Stelle verneinte mit Verfügung vom 28. Juni 2012 einen Anspruch auf Hilflosenentschädigung (Urk. 8/92). Dies wurde vom hiesigen Gericht mit Urteil vom 20. Dezember 2013 im Verfahren Nr. IV.2012.00818 (Urk. 8/118) und vom Bundesgericht mit Urteil vom 3. Juli 2014 (Urk. 8/120) bestätigt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 8. September 2015 stellte der Versicherte einen weiteren Antrag auf Zusprache einer Hilflosenentschädigung (Urk. 8/177). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle veranlasste eine Abklärung, die am 16. März 2016 erfolgte und über die am 29. März 2016 berichtet wurde (Urk. 8/191). Mit Vorbescheid vom 29. März 2016 stellte sie dem Versicherten in Aussicht, einen Anspruch zu verneinen (Urk. 8/192). Dagegen erhob dieser am 27. April 2016 Einwände (Urk. 8/194).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 17. Mai 2016 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch auf Hilflosenentschädigung (Urk. 8/196 = Urk. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 17. Juni 2016 erhob der Versicherte Beschwerde gegen die Verfügung vom 16. Mai 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm eine Entschädigung für schwere Hilflosigkeit spätestens ab Mai 2016 zuzusprechen, eventuell sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1-2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2. August 2016 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 9. September 2016 erstattete der Beschwerdeführer eine Replik (Urk. 11). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 21. September 2016 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf Duplik (Urk. 14</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Gerichtsverfügung vom 28. September 2016 wurden antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 2 Ziff. 3) die unentgeltliche Prozessführung und Rechtspflege bewilligt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und Rechtsanwalt Stolkin als unentgeltlicher Rechtsvertreter eingesetzt (Urk. 15</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 26. Oktober 2017 fand antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 2 Ziff. 4) eine öffent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Hauptverhandlung statt (Prot. S. 5 ff.). Am 16. November 2016 reichte der Beschwerdeführer eine weitere Stellungnahme ein (Urk. 27). Die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin verzichtete darauf, dazu Stellung zu nehmen (Urk. 30). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu Beginn der Hauptverhandlung vom 26. Oktober 2017 wurde eine Substitu-tionsvollmacht vom 14. Juni 2016 (Urk. 23) eingereicht, mit welcher Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">walt Stolkin Dr. Y.___ bevollmächtigte, ihn zu vertreten. In der Folge wurde das Rubrum angepasst und die nächstfolgende Zustellung – Verfügung vom 20. November 2017 (Urk. 29) - ging an Dr. Y.___.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 13. Dezember 2016 wies die Beschwerdegegnerin das Gesuch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtsvertretung im Verwaltungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahren ab (Urk. 31/6/216 = Urk. 31/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 26. Januar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2017 Beschwerde (Urk. 31/1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 28. Februar 2017 (Urk. 31/5) die Abweisung der Beschwerde. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Gerichtsverfügung vom 1. März 2017 wurden antragsgemäss (vgl. Urk. 31/1 S. 2 Ziff. 2) die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und Rechtsanwalt Stolkin als unentgeltlicher Rechtsvertreter eingesetzt (Urk. 31</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/7). Am 15. März 2017 reichte der Beschwerdeführer - unaufgefordert - eine Replik ein (Urk. 31/9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Verfügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">17. Mai 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, mit welcher de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anspruch des Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führers auf eine Hilflosenentschädigung verneint wurde (Urk. 2),</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">13. Dezember 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, mit welcher </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung im Verwaltungsverfahren abgewiesen wurde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, betreffen die gleichen Parteien und stehen in engem sachlichem Zusammenhang. Es recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fertigt sich daher, diese beiden Verfahren zu vereinigen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Prozess Nr. IV.2017.00100 ist daher mit dem vorliegenden Prozess Nr. IV.2016.00697 zu vereinigen und unter dieser Prozessnummer weiterzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führen. Das Verfahren Nr. IV.2017.00100 ist als dadurch erledigt abzuschreiben; dessen Akten werden im vorliegenden Prozess als Urk. 31/0-11 geführt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Frage der unentgeltlichen Rechtsvertretung im Verwaltungsverfahren wird am Schluss des Urteils behandelt (nachstehend E. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">42 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> haben Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz, die hilflos sind, Anspruch auf eine Hilflosenent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung. Als hilflos gilt eine Person, die wegen einer Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwachung bedarf (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Im Bereich der Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung gilt auch eine Person als hilflos, welche zu Hause lebt und wegen der gesundheitlichen Beeinträchtigung dauernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen ist (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">42 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 Satz 1 IVG; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">38 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Praxisgemäss (BGE 121 V 88 E. 3a mit Hinweisen) sind die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtungen mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebend (BGE 127 V 94 E. 3c, 125 V 297 E. 4a):</span></p><p><span>- </span><span>Ankleiden, Auskleiden; </span></p><p><span>- </span><span>Aufstehen, Absitzen, Abliegen;</span></p><p><span>- </span><span>Essen;</span></p><p><span>- </span><span>Körperpflege;</span></p><p><span>- </span><span>Verrichtung der Notdurft;</span></p><p><span>- </span><span>Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">38 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVV liegt ein Bedarf an lebenspraktischer Begleitung im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">42 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 IVG vor, wenn eine volljährige versicherte Person ausserhalb eines Heimes lebt und infolge Beeinträchtigung der Gesundheit:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ohne Begleitung einer Drittperson nicht selbständig wohnen kann;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">für Verrichtungen und Kontakte ausserhalb der Wohnung auf Begleitung einer Drittperson angewiesen ist; oder </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ernsthaft gefährdet ist, sich dauernd von der Aussenwelt zu isolieren.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die lebenspraktische Begleitung beinhaltet weder die (direkte oder indirekte) Dritthilfe bei den sechs alltäglichen Lebensverrichtungen noch die Pflege noch die Überwachung. Sie stellt vielmehr ein zusätzliches und eigenständiges Insti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tut der Hilfe dar (BGE 133 V 450 E. 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als regelmässig im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">38 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 Satz 1 IVV gilt die lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">prak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tische Begleitung, wenn sie über eine Periode von drei Monaten gerechnet im Durchschnitt mindestens 2 Stunden pro Woche benötigt wird (BGE 133 V 450 E. 6.2).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 69 Abs. 2 IVV kann die IV-Stelle zur Prüfung eines Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anspruchs unter anderem Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen. Nach der Rechtsprechung hat ein Abklärungsbericht unter dem Aspekt der Hilflosigkeit (Art. 9 ATSG) oder des Pflegebedarfs folgenden Anforderungen zu genügen: Als Berichterstatterin oder Berichterstatter wirkt eine qualifizierte Person, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Hilfsbedürftigkeiten hat. Bei Unklarheiten über physische oder psychische Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen und/oder deren Auswirkungen auf alltägliche Lebensverrichtungen sind Rückfragen an die medizinischen Fachpersonen nicht nur zulässig, sondern notwendig (vgl. BGE 133 V 450 E. 11.1.1). Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und detailliert bezüglich der einzelnen alltäglichen Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verrichtungen sowie der tatbestandsmässigen Erfordernisse der dauernden Pflege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und der persönlichen Überwachung und der lebenspraktischen Begleitung sein. Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 140 V 543</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3.2.1 mit Hinweisen; SVR 2012 IV Nr. 54 S. 195, Urteil des Bundesgerichts 8C_756/2011 vom 12. Juli 2012 E. 3.2). Diese Grundsätze gelten entsprechend auch für die Abklärung der Hilflosigkeit unter dem Gesichtspunkt der lebenspraktischen Begleitung (BGE 133 V 450 E. 11.1.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_464/2015 vom 14. Septem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2015 E. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) davon aus, der Beschwerdeführer sei im Bereich der Körperpflege hilfsbedürftig, nicht aber in den anderen massgebenden alltäglichen Lebensverrichtungen. Mangels Erheblichkeit einer zweiten alltäglichen Lebensverrichtung könne kein Warte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jahr eröffnet werden (S. 2 unten). Auch sei kein Bedarf an lebenspraktischer Begleitung ausgewiesen (S. 3 Mitte) und die aus Fürsorglichkeit geleistete Unterstützung durch die Ehefrau sei nachvollziehbar, vermöge aber keinen An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruch zu begründen (S. 3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), er habe am 5. Mai 2016 einen septischen Schock und ein komplettes Nieren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sagen erlitten und habe sich zur Zeit des Verfügungserlasses auf der Intensiv</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">station befunden (S. 4 Ziff. 9 f.). Aus näher dargelegten Gründen sei ein Bedarf an lebenspraktischer Begleitung gegeben (S. 5 ff. Ziff. 14 ff.). Ferner bestritt er, dass für den Anspruch auf Hilflosenentschädigung ein Wartejahr zu bestehen sei (S. 10 f. Ziff. 29 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach entsprechender Nachfrage im Rahmen der Hautverhandlung legte der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführer ergänzend dar, wie seines Erachtens der von ihm in Teilas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pekten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in der Beschwerde angeführte BGE 137 V 351 insgesamt zu verstehen sei (Urk. 27).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig ist einerseits die Rechtsfrage eines allfälligen Wartejahres, andererseits das Ausmass der Hilfsbedürftigkeit des Beschwerdeführers im Verfügungszeit-punkt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ausgangspunkt für die Beantwortung der Rechtsfrage des Anspruchsbeginns ist Art. 42 Abs. 4 IVG. Dieser lautet:</span></p><p class="Normal Dispotext"><span class="Normal Dispotext">4 Die Hilflosenentschädigung wird frühestens ab der Geburt (…) gewährt. Der Anspruchsbeginn richtet sich nach Vollendung des ersten Lebensjahres nach Artikel 29 Absatz 1</span><span class="Normal Dispotext">212</span><span class="Normal Dispotext">.</span></p><p class="Normal Dispotext"><span class="Normal Dispotext">212</span><span class="Normal Dispotext"> </span><span class="Normal Dispotext">Heute gemäss </span><span class="Normal Dispotext">Art. </span><span class="Normal Dispotext">28 </span><span class="Normal Dispotext">Abs. </span><span class="Normal Dispotext">1 Bst. b.</span><span class="Normal Dispotext"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 28 und 29 IVG erfuhren im Rahmen der 5. IV-Revision per 1. Januar 2008 bestimmte Änderungen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In altArt. 29 Abs. 1 IVG wurde für den Beginn des Rentenanspruchs alternativ entweder eine bleibende Erwerbsunfähigkeit von 40 % (lit. a) oder aber das Bestehen eines Wartejahres mit einer durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit von 40 % (lit. b) vorausgesetzt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit der 5. IV-Revision wurde der Inhalt von altArt. 29 Abs. IVG - teilweise - zu Art. 28 Abs. 1 IVG. Nicht übernommen wurde altlit. a (bleibende Erwerbsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit), lit. a von Art. 28 Abs. 1 IVG beschlägt nun die Anspruchsvor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzung allfälliger Eingliederungsmassnahmen. Praktisch wörtlich übernommen wurde hingegen altlit. b (Wartejahr).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 29 IVG sodann beschlägt nicht mehr die nunmehr in Art. 28 IVG geregelten Anspruchsvoraussetzungen, sondern regelt in Abs. 1 den Anspruchsbeginn in dem Sinne, dass der Rentenanspruch - neu - frühestens 6 Monate nach der Anmel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dung überhaupt entsteht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In BGE 137 V 351 hat das Bundesgericht dazu unter anderem ausgeführt: „</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Entgegen dem wörtlich verstandenen Verweis in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">42 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4 in fine IVG richtet sich der zeitliche Beginn des Anspruchs auf Hilflosenentschädigung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(…)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">29 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 IVG. Vielmehr gelangt weiterhin sinngemäss die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stimmung zu den Anspruchsvoraussetzungen für eine Rente zur Anwendung, also </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">“ (E. 5.1 Abs. 1 Satz 1)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Seit dem 1. Januar 2008 sei das Bestehen des Wartejahres nicht mehr ein (wohl </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu einer bleibenden Erwerbsunfähigkeit) alternatives Tatbestandselement, son</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ein kumulatives. Weiter führte das Bundesgericht aus (E. 5.1 Abs. 2): </span></p><p class="Normal Dispotext"><span class="Normal Dispotext">In Anbetracht der begrifflichen Differenz zwischen </span><span class="Normal Dispotext">„</span><span class="Normal Dispotext">Hilflosigkeit</span><span class="Normal Dispotext">“ und „</span><span class="Normal Dispotext">Inva</span><span class="Normal Dispotext">lidität</span><span class="Normal Dispotext">“</span><span class="Normal Dispotext"> (</span><span class="Normal Dispotext">…</span><span class="Normal Dispotext">) bedeutet dieser Umstand aber nicht, dass die Voraussetzungen für einen Anspruch auf Hilflosenentschädigung gleichermassen auszudehnen sind. Gleichzeitig steht die Rechtmässigkeit von Rz 8092 des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung (KSIH) fest, in der ebenfalls </span><span class="Normal Dispotext">Art. </span><span class="Normal Dispotext">28 </span><span class="Normal Dispotext">Abs. </span><span class="Normal Dispotext">1 lit. b IVG als anwendbar erklärt wird. Ob und inwieweit eine Zusprechung der Hilflosenentschädigung - aus gesetzessyste</span><span class="Normal Dispotext">ma</span><span class="Normal Dispotext">tischen Gründen - nach wie vor auch vor Ablauf des Wartejahres in Be</span><span class="Normal Dispotext">-</span><span class="Normal Dispotext">tracht kommt (</span><span class="Normal Dispotext">… </span><span class="Normal Dispotext">Meyer</span><span class="Normal Dispotext">, a.a.O., S. 430</span><span class="Normal Dispotext">), braucht an dieser Stelle nicht beant</span><span class="Normal Dispotext">wortet zu werden (</span><span class="Normal Dispotext">…</span><span class="Normal Dispotext">).</span><span class="Normal Dispotext"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die vom Bundesgericht im letzten Satz angeführte Literaturstelle lautet wie folgt (Ulrich Meyer, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG), 2. Auf-lage, Zürich 2010): </span></p><p class="Normal Dispotext"><br/></p><p class="Normal Dispotext"><span class="Normal Dispotext">Anders als bei der Rentenberechtigung, wo der Entstehungsgrund der blei</span><span class="Normal Dispotext">benden Erwerbsunfähigkeit mit der 5. IV-Revision (in Kraft seit 1. Januar 2008) fallen gelassen worden ist, fiele bei gesetzessystematischer Betrachtungsweise (die Frage ist bisher nicht beurteilt) eine Zusprechung der Hilflosenent</span><span class="Normal Dispotext">schä</span><span class="Normal Dispotext">digung nach wie vor auch vor Ablauf des Wartejahres in Betracht, was sich aus Art. 42 i.V.m. Art. 4 Abs. 2 IVG und Art. 8 Abs. 1 ATSG ergibt. Dauerhafte Hilfsbedürftigkeit liegt somit vor, wenn der die Hilflosigkeit begründende Zustand weitgehend stabilisiert und im Wesentlichen irreversibel ist. Ferner ist das Erfordernis der Dauerhaftigkeit erfüllt, wenn die Hilflosigkeit während eines Jahres (vgl. - für den Rentenanspruch - nunmehr - Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) ohne wesentlichen Unterbruch (…) bestanden hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Im ersten Fall entsteht der Anspruch auf Hilf</span><span class="Normal Dispotext">lo</span><span class="Normal Dispotext">sen</span><span class="Normal Dispotext">entschädigung im Zeitpunkt, in dem die leistungsbegründende Hilflosigkeit als bleibend vorausgesehen werden kann (dies jedoch unter Vorbehalt des Art. 29 Abs. 1 in initio IVG […]), im zweiten Fall nach Ablauf eines Jahres durchge</span><span class="Normal Dispotext">machter (leistungsspezifischer) Hilfsbedürftigkeit, sofern weiterhin mit einer Hilflosigkeit der vorausgesetzten Art zu rechnen ist (…).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der heute aktuellen Auflage (Ulrich Meyer / Marco Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG), 3. Auflage, Zürich 2014, N 16 zu Art. 42-4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) lautet sie wie folgt: </span></p><p class="Normal Dispotext"><span class="Normal Dispotext">Anders als bei der Rentenberechtigung, wo der Entstehungsgrund der blei</span><span class="Normal Dispotext">ben</span><span class="Normal Dispotext">den Erwerbsunfähigkeit mit der 5. IV-Revision (2008) fallen gelassen worden ist, fiele bei gesetzessystematischer Betrachtungsweise eine Zusprechung der Hilflosenentschädigung nach wie vor auch vor Ablauf des Wartejahres in Betracht, was sich aus Art. 42 i.V.m. Art. 4 Abs. 2 IVG und Art. 8 Abs. 1 ATSG ergibt (…).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer wurde im Rahmen der Hauptverhandlung aufgefordert, seine Begründung zu ergänzen, denn in der Beschwerde hatte er nur unvoll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ständig und ausgesprochen selektiv auf BGE 137 V 351 Bezug genommen, indem er zwar aus dessen Erwägung 4.3 den letzten Absatz zitierte, hingegen die für das Thema relevante Erwägung 5 nicht einmal erwähnte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der daraufhin erstatteten Stellungnahme (Urk. 27) machte er - nebst allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Ausführungen zum Erfordernis der genügenden gesetzlichen Grundlage (S. 2 ff. Ziff. 3 ff.) - im Kern geltend, die Formulierung des Bundesgerichts, Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gelange „</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weiterhin sinngemäss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">“ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zur Anwendung, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei so zu verstehen, dass der Anspruchsbeginn </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weiterhin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> wie vor der 5. IV-Revision zu verstehen sei (S. 6 Ziff. 22), und weil Art. 28 Abs. 1 IVG nur </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sinngemäss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zur Anwendung komme, sei auch ein Anspruchsbeginn ohne bestandenes Wartejahr - nämlich bei bleibender Hilflosigkeit (entsprechend der früheren bleibenden Erwerbsunfähigkeit beim Rentenanspruch) - möglich (S. 6 f. Ziff. 23). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen der 5. IV-Revision wurde, wie dargelegt, der (starre) Verweis in Art. 42 Abs. 4 IVG auf Art. 29 Abs. 1 IVG unverändert belassen, obwohl diese Bestimmung nunmehr einen anderen Inhalt erhalten hatte. Damit ist die ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheidende Frage, welche Bedeutung dieses (zu vermutende) Versehen des Gesetzgebers hat. Klar ist, dass damit nicht die neu eingeführte Karenzzeit von 6 Monaten für die Entstehung des Rentenanspruchs auf die Hilflosenent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung ausgedehnt werden sollte (BGE 137 V 351 E. 4.5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus der Formulierung des Bundesgerichts, es gelange „weiterhin“ Art. 28 Abs. 1 IVG (Anspruchsvoraussetzungen der Rente) zur Anwendung liesse sich heraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lesen, dass die gesetzgeberische Absicht darin bestanden habe, nichts zu ändern. Dies würde - mit der Literatur (E. 4.4) und dem Beschwerdeführer (E. 4.5) - </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bedeuten, dass der Anspruch auf Hilflosenentschädigung „weiterhin“ entweder bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Eintritt einer dauerhaften, weitgehend stabilisierten und im Wesentlichen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">irreversiblen Hilflosigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">oder </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Bestehen eines Wartejahres entstehen könnte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine solche Aussage findet sich in BGE 137 V 351 jedoch gerade nicht, sondern </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">das Bundesgericht führte im Gegenteil ausdrücklich aus, die Rechtsmässigkeit von</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Rz 8092 KSIH - mit der Beschränkung des Verweises auf Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (Wartejahr) - stehe fest. Es bestätigte somit ausdrücklich die argumentative Engführung, die zum Ergebnis hat, dass für die Entstehung des Anspruchs auf Hilflosenentschädigung der Ablauf eines Wartejahres vorausgesetzt wird. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dass das Bundesgericht an praktisch gleicher Stelle ausführte, die Frage, ob aus gesetzessystematischen Gründen eine Zusprache auch vor Ablauf des Warte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">jahres in Betracht komme, brauche an dieser Stelle nicht beantwortet zu wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den, ersetzt eine für die Rechtsanwendung umsetzbare Feststellung, dass das Wartejahr nur eine von zwei alternativen Voraussetzungen - die das Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gericht nicht getroffen hat, obwohl der thematische Rahmen von BGE 137 V 351 dem nicht entgegengestanden hätte - nicht. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Soweit mit den genannten Formulierungen in BGE 137 V 351 ein inhaltlicher Schwebezustand geschaffen wurde, ist es nicht Sache des kantonalen Gerichts, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einen solchen zu beheben. Damit bleibt es bei der für die Rechtsanwendung um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzbaren Feststellung des Bundesgerichts, dass für die Entstehung des Anspruchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auf Hilflosenentschädigung der Ablauf eines Wartejahres vorausgesetzt wird.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 24. Januar 2012 fand eine Abklärung beim Beschwerdeführer zu Hause statt, worüber am 3. Februar 2012 berichtet wurde (Urk. 8/80), bei welcher nebst ihm selber seine Ehefrau, ein Bekannter sowie ein Übersetzer anwesend waren. Der Beschwerdeführer habe angegeben, dass sich die gesundheitliche Situation seit rund fünf bis sechs Jahren zusehends verschlechtere. Seit Jahren sei er auf Hilfe angewiesen. Diese sei durch einen Nachbarn sowie durch Freunde geleistet worden. Seit November 2008 wohne seine Ehefrau in der Schweiz bei ihm und übernehme seither die vermehrte Dritthilfe im Alltag. Seit einer Hirnblutung vor rund zehn Jahren leide er an der linken Körperseite an Schwäche. Er könne die linke Hand nicht mehr richtig einsetzen, weil diese zittere, sobald er etwas machen wolle (beispielsweise feinmotorische Tätigkeiten wie Knöpfe schliessen). Auch beim Gehen sei er eingeschränkt, wobei er mit dem öffentlichen Verkehr seinen Arzt ohne Begleitperson aufsuchen könne (S. 1 Mitte). Die Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungs-person führte aus, die Einschränkung der linken Hand sei vor Ort ersichtlich gewesen. Der Beschwerdeführer könne diese jedoch gut in verschiedene Rich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungen bewegen und als Stützhand einsetzen (S. 1 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zum Bereich </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">„Ankleiden/Auskleiden“ wurde ausgeführt, das Bett sei wohl etwas niedrig, doch wäre es dem Beschwerdeführer zuzumuten, Hilfsmittel wie Haltegriffe anzuschaffen oder ein Möbel neben sein Bett zu stellen, wo er sich abstützen könne. Der Bereich sei nicht ausgewiesen (S. 2 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Betreffend Essen (normal zubereitete Mahlzeiten) wurde ausgeführt, wenn der Beschwerdeführer näher bezeichnete Geräte benutzen würde, wäre er mit über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiegender Wahrscheinlichkeit nicht auf regelmässige und erhebliche Dritt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hilfe angewiesen (S. 2 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Betreffend Körperpflege wurde unter Hinweis auf näher bezeichnete Geräte aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geführt, auch in diesem Bereich sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine regelmässige und erhebliche Dritthilfe erforderlich (S. 2 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bereich „Reinigung nach Verrichtung der Notdurft“ sei der Beschwerdeführer selbständig, er benötige mehr Zeit (zirka 15 Minuten), was zumutbar sei (S. 3 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sodann benötige der Beschwerdeführer auch im Bereich „Fortbewegung/Pflege gesellschaftlicher Kontakte“ keine regelmässige und erhebliche Dritthilfe (S. 3 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur lebenspraktischen Begleitung habe der Beschwerdeführer angegeben, die Haushaltsarbeiten würden vollständig durch seine Ehefrau getätigt. Er selbst könne nur ganz kleine Flächen reinigen, beispielsweise den Tisch. Seine Ehefrau koche traditionell, was sehr aufwändig sei; sie verwende sicher eine Stunde täglich dafür. Auch für den täglichen Kehr wende sie eine Stunde auf sowie einmal wöchentlich für die Grundreinigung drei Stunden. Früher hätten die Nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">barn die Haushaltsarbeiten übernommen, etwa ein bis zwei Stunden pro Woche. Für das Waschen der Wäsche wende seine Ehefrau zusätzlich ein bis zwei Stunden pro Woche auf und für die Einkäufe ebenfalls etwa ein bis zwei Stunden (S. 3 f.). Die Abklärungsperson hielt dazu fest, dass ein Aufwand im Haushalt von insgesamt neun Stunden pro Woche (ohne Kochen und Wäsche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">waschen) nicht nachvollziehbar sei. Da der Beschwerdeführer und seine Ehefrau die 2.5-Zimmer-Wohnung zu zweit bewohnten, müsse die aufgewendete Zeit auf beide Personen aufgeteilt werden. Davon ausgehend, dass für die Reini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">arbeiten dieser Wohnung wöchentlich zwei Stunden benötigt werden, könn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e somit nur eine Stunde angerechnet werden. Für das Kochen sei es zumutbar, einmal pro Woche auf ein Fertiggericht sowie gelegentlich auf kalte Nahrungsmittel zurückzugreifen. Ausserdem könnten im Rahmen der Schaden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">minderungspflicht auch einfachere Mahlzeiten zubereitet werden, welche der Beschwerdeführer auch mit einer Hand zubereiten könne. Zudem gebe es viele Hilfsmittel, welche beispielsweise das Rüsten von Gemüse erleichterten. Auch beim Wäsche waschen könne der Beschwerdeführer vieles selbst machen, indem er beispielsweise keine Wäscheklammern benütze und auf Körperhöhe arbeite. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Des Weiteren könnten die Einkäufe im Wohnquartier getätigt werden. So könnte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> er beispielsweise mit einem Rucksack Kleineinkäufe vornehmen. Nach dem Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sagten sei für die Hilfe für das selbständige Wohnen mit überwiegender Wahr-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheinlichkeit von weniger als zwei Stunden pro Woche auszugehen (S. 4 Mitte).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das hiesige Gericht stellte in seinem Urteil vom 20. Dezember 2013 (Urk. 8/118) auf den Abklärungsbericht ab (S. 12 E. 4.1) und hielt fest, dass der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer in keiner der alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig und erheb-lich auf Dritthilfe angewiesen sei (S. 13 unten). Auch unter dem Titel der lebenspraktischen Begleitung bestehe kein Anspruch auf eine Hilflosenentschä-digung (S. 14 f. E. 4.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 11. Dezember 2014 erstatteten die Ärzte der MEDAS Z.___ ein Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten im Auftrag der Beschwerdegegnerin (Urk. 8/136) und nannten als Diagnose mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit einen Status nach ischämischem para</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">medianem Ponsinfarkt rechts am 8. (richtig: 5.) November 1999 (S. 42). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit wurde im Gutachten ausgeführt, von neurologischer Seite ergebe sich in der angestammten und der zuletzt ausgeübten Tätigkeit aufgrund der Hemiparese links als Fähigkeitsstörung (vermehrter Pausenbedarf, Gangun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherheit, gestörte Feinmotorik und verminderte Kraft der linken Hand) eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50 %. Zudem sei der Beschwerdeführer qualitativ im positiven Leistungsbild eingeschränkt, da er keine stehenden Tätigkeiten mehr ausführen und mit der linken Hand nicht mehr als 5 kg halten könne. Erforderlich sei eine vorwiegend sitzende Tätigkeit ohne feinmotorische oder bimanuelle Tätigkeit. Aus aktuell allgemein-internistischer Sicht sei der Beschwerdeführer sowohl für die angestammte, die zuletzt ausgeübte und auch für eine angepasste Tätigkeit aufgrund des nicht stabilen Gesundheitszustandes arbeitsunfähig. Aus orthopädischer Sicht seien sowohl die angestammte als auch zuletzt ausgeübte Tätigkeit nicht mehr zumutbar. In einer angepassten Tätigkeit dürfte höchstens noch eine Arbeitsfähigkeit von 30 % bestehen, wobei es schwierig sei, eine Tätigkeit zu formulieren, die allen Einschränkungen ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">recht werde. Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeits-fähigkeit (S. 47 Ziff. 9.1.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">A</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">m 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">März 2016 erfolgte eine Abklärung, über die am 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">März 2016 berich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tet wurde (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8/191)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, bei welcher der Beschwerdeführer, seine Ehefrau und ein Übersetzer (S. 1 unten) sowie ein Mitarbeiter des Rechtsvertreters (S. 2 oben) anwesend waren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> In gesundheitlicher Hinsicht habe der Beschwerdeführer ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geben, im Vergleich zu 2011 habe er vermehrt Probleme mit der Atmung und mit Wasser in den Beinen (S. 2 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zum Bereich Ankleiden/Auskleiden wurde ausgeführt, der Beschwerdeführer habe gelernt, eine Jacke selber anzuziehen, indem mit der gelähmten linke Seite mit dem Einfädeln begonnen werde, mache es aber nicht immer, da die Ehefrau in der Regel zu Hause sei und sie ihm mit einer Handreichung helfen könne. Dazu hielt die Abklärungsperson fest, eine Erschwerung in der Verrichtung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">begründe keine Hilfsbedürftigkeit im Sinne des Gesetzes, der Bereich könne nicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> angerechnet werden (S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich „Aufstehen/Absitzen/Abliegen“ sei der Beschwerdeführer funktio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nell selbständig, es bestünden keine Einschränkungen im Sinne des Gesetzes (S. 3 Mitte).</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich Essen (normal zubereitete Mahlzeiten) sei der Beschwerdeführer funk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tionell selbständig (S. 3 unten). Konkret im Alltag stellten sich insoweit keine Probleme, als der Versicherte seit jeher sämtliche Speisen direkt vom Teller mit der Hand in den Mund führe. Es bestünden weder praktisch im Alltag noch theoretisch hergeleitet Einschränkungen im Sinne des Gesetzes (S. 4 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich Körperpflege wurde ausgeführt, wegen einer Verschlechterung des Gesundheitszustands seit der Abklärung von 2011 sei der Beschwerdeführer heute täglich auf direkte Hilfe Dritter in der Körperpflege angewiesen. Die Regel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mässigkeit und Erheblichkeit im Sinne des Gesetzes sei erfüllt und der Bereich könne ab 1. Januar 2012 angerechnet werden (S. 4 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Betreffend die Reinigung nach Verrichtung der Notdurft wurde ausgeführt, der Beschwerdeführer sei funktionell selbständig, es bestünden keine Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen im Sinne des Gesetzes (S. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Den Bereich „Fortbewegung/Pflege gesellschaftlicher Kontakte“ betreffend sei der Beschwerdeführer unter Erschwernissen funktionell selbständig. Der Bereich könne nicht angerechnet werden (S. 4 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Notwendigkeit einer lebenspraktischen Begleitung sei nicht ausgewiesen. Die Voraussetzungen der Regelmässigkeit, der Dauer und der Intensität an Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleitung seien nicht erfüllt. Der Beschwerdeführer erhalte im Grundsatz keine Anleitung und Kontrolle im Haushalt. Die körperlichen Defizite stünden im Vordergrund. Früher habe der Beschwerdeführer die Arbeiten selber durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führt. Seit er verheiratet sei, würde die Ehefrau sämtliche Arbeiten im gemein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">samen Haushalt ausführen. Es bestehe somit auch keine Gefahr der Verwahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">losung; das Ehepaar wohne im gleichen Haushalt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Bericht vom 6. Mai 2016 (Urk. 3) war der Beschwerdeführer am 5. und 6. Mai 2016 wegen eines septischen Schocks und einem akuten Nierenversagen im A.___ hospitalisiert (S. 1 Ziff. 1 und 2), dies nach notfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mässi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ger Selbstvorstellung bei seit zwei Tagen akut bestehenden Bauchschmerzen über dem gesamten Abdomen (S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus den Ausführungen in der Beschwerde (Urk. 1) lässt sich nichts entnehmen, was begründete Zweifel an der Schlüssigkeit des Abklärungsberichts zu wecken vermöchte. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Soweit in der Beschwerde die Situation nach der Spitaleinweisung abgehandelt wurde (S. 7 ff. Ziff. 20 ff.), zielt sie ohnehin ins Leere, lässt sich doch aus der Verschlechterung des Gesundheitszustandes kurz vor Verfügungserlass, von der im massgebenden Zeitpunkt ungewiss ist, ob sie von Dauer sei oder nicht, zur Frage der allenfalls erforderlichen dauernden Dritthilfe in den allgemeinen Lebensverrichtungen nichts ableiten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In den Ausführungen zur - massgebenden - Situation vor dem Spitaleintritt (S. 5 ff. Ziff. 14 ff.) findet sich keine Auseinandersetzung mit den Feststellungen im Abklärungsbericht, dies mit Ausnahme der dort erwähnten Sockenanzieh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hilfe (S. 7 Ziff. 19). Dass die Ehefrau dem Beschwerdeführer mit zahlreichen Handreichungen fürsorglich zur Seite steht (S. 5 f. Ziff. 14), ist keineswegs, wie in der Beschwerde angenommen, ein Nachweis seiner schwersten Hilflosigkeit (S. 6 Ziff. 17). Ebensowenig ergibt sich daraus, dass die Anspruchsvoraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setz-ungen einer lebenspraktischen Begleitung, die gerade von denjenigen der Hilf-losigkeit abzugrenzen sind (vorstehend E. 2.2), erfüllt wären. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Ergebnis der Abklärung von 2016 stimmt schliesslich auch damit überein, dass im Vergleich zum Sachverhalt im Jahr 2012 in medizinischer Hinsicht (bis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anfang Mai 2016) keine erheblichen Veränderungen dokumentiert sind, son</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> unverändert ein Zustand nach ischämischen paramedianem Ponsinfarkt 1999 diagnostiziert wurde (vorstehend E. 5.3). Vor diesem Hintergrund ist durchaus einleuchtend, dass 2016 auch die Hilfsbedürftigkeit in den allgemeinen Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verrichtungen (ausser der Körperpflege) gleich ausgeprägt war wie bei der vor-an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegangenen Abklärung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Somit bleibt zusammengefasst festzuhalten, dass gestützt auf die nachvollzieh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">baren und überzeugenden Feststellungen im Abklärungsbericht, der den Anfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derungen der Rechtsprechung (vorstehend E. 2.3) vollumfänglich genügt, eine Hilfsbedürftigkeit lediglich in einer der alltäglichen Lebensverrichtungen erfüllt sind. Die Voraussetzungen für die Annahme einer leichten Hilflosigkeit (vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehend E. 2.1) sind damit nicht erfüllt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Somit ist die angefochtene Verfügung zu bestätigen und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Den Anspruch auf unentgeltliche Rechtsvertretung im Verwaltungsverfahren verneinte die Beschwerdegegnerin infolge Aussichtslosigkeit und mangels Not</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digkeit (Urk. 31/2 S. 1 Mitte).</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 31/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1), Aussichtslosigkeit sei aus näher dargelegten Gründen nicht anzunehmen (S. 6 Ziff. 18 ff.) und es sei eine anwaltliche Vertretung erforderlich (S. 6 f. Ziff. 21 ff.). Seien, wie vorliegend, die Voraussetzungen im Gerichtsverfahren erfüllt, so müsse dies auch für das Verwaltungsverfahren gelten (S. 7 Ziff. 23). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 37 Abs. 4 ATSG wird der gesuchstellenden Person im Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungsverfahren ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt, wo die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hält</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nisse es erfordern. Unentgeltliche Verbeiständung im Verwaltungsverfahren wird gewährt, wenn die Partei bedürftig ist, die Rechtsbegehren nicht aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">los erscheinen und die Vertretung im konkreten Fall sachlich geboten ist (vgl. Art. 29 Abs. 3 BV). Eine anwaltliche Mitwirkung drängt sich nur in Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mefällen auf, wenn schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen dies als not</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dig erscheinen lassen und eine Verbeiständung durch Verbandsvertreter, Fürsor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ger oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen nicht in Betracht fällt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(BGE 132 V 200 E. 4.1 mit Hinweisen; vgl. BGE 125 V 32). Das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Verwaltungsverfahren betreffend ist insbesondere die Notwendigkeit der anwalt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Vertretung nur in Ausnahmefällen zu bejahen, weil im sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">siche-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsrechtlichen Verwaltungsverfahren der Untersuchungsgrundsatz gilt (Art. 43</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ATSG), die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozial-versicherungen also den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesgebundenheit (BGE 136 V 376) zu ermitteln haben. Die Geltung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Untersuchungsgrundsatzes rechtfertigt somit einen strengen Massstab (Urteil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Bundesgerichts 8C_669/2016 vom 7. April 2017 = SVR 2017 IV Nr. 57, E. 2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Voraussetzungen des Art. 37 Abs. 4 ATSG für die Bewilligung der unent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geltlichen Rechtsvertretung für das Verwaltungsverfahren sind strenger als jene des Art. 61 lit. f ATSG, die für das Beschwerdeverfahren gelten. Eine Recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechung, die darauf hinausliefe, in praktisch allen oder den meisten Verwal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungsverfahren die Notwendigkeit der anwaltlichen Vertretung zu bejahen oder diese unter den gleichen Voraussetzungen wie im Beschwerdeverfahren zu ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">währen, stünde im Widerspruch zur gesetzlichen Regelung (Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts 8C_669/2016 vom 7. April 2017 = SVR 2017 IV Nr. 57, E. 2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Einwand vom 27. April 2016 (Urk. 8/194) zum ergangenen Vorbescheid wurde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ausgeführt, die Ehefrau habe anlässlich der Abklärung betont, die Betreu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ung des Beschwerdeführers sei ein Vollzeit-Job (S. 3 Ziff. 7), damit sei er zusätzlich zumindest auch in der Verrichtung „An- und Auskleiden“ eingeschränkt (S. 3 Ziff. 8), ausserdem kümmere sich die Ehefrau Tag und Nacht um ihn, womit auch der Bedarf an lebenspraktischer Begleitung ausgewiesen sei (S. 3 f. Ziff. 9). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin hat die Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung im Verwaltungsverfahren zu Recht verneint, denn für das, was im Verwal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verfahren strittig war und effektiv vorgebracht wurde (vorstehend E. 6.4), waren ganz offensichtlich keine spezifisch anwaltlichen Kenntnisse oder Fertigkeiten erforderlich.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Hinweis auf die bewilligte unentgeltliche Rechtsvertretung im Gerichtsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahren geht ebenfalls fehl, gelten doch rechtsprechungsgemäss in den beiden Verfahrensstadien gerade nicht die gleichen Massstäbe (vorstehend E. 6.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die angefochtene Verfügung erweist sich somit als rechtens, was zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Verfahren betreffend Hilflosenentschädigung ist gemäss Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">G kostenpflichtig. Diese Verfahrenskosten sind nach Massgabe des angefalle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Aufwands auf Fr. 1‘000.-- festzusetzen, ausgangsgemäss dem Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer aufzuerlegen und infolge bewilligter unentgeltlicher Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, dies unter Hinweis auf § 16 Abs. 4 des Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Verfahren betreffend Hilflosenentschädigung wurde, nebst Barauslagen, ein Aufwand von 58.72 Stunden geltend gemacht (Urk. 28). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Davon entfallen rund 18 Stunden (18.08) auf das Verfassen der Beschwerde, rund 21 Stunden (20.91) auf Vorbereitung der, Teilnahme an der und Nachar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten zur Verhandlung und rund 11 Stunden auf die im November 2016 erstattete ergänzende Stellungnahme.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerde (Urk. 1) umfasst rund 13 Textseiten. Ob dafür tatsächlich ein Arbeitsaufwand von 18 Stunden erforderlich war, mag offenbleiben, denn eine Entschädigung zulasten der Öffentlichkeit in diesem Umfang kommt klarerweise nicht in Frage. Der Aufwand im Zusammenhang mit der Verhandlung sodann betrifft nicht den vom Gericht bestellten Rechtsvertreter, sondern seine Substi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tin, und kann deshalb nicht übernommen werden. Der Aufwand von 11 Stun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den für die rund 6 Seiten umfassende ergänzende Stellungnahme erscheint ebenfalls überhöht. Die Stellungnahme ist zudem vom bestellten Rechtsvertreter und von der Substitutin unterzeichnet, mithin nicht das alleinige Werk des Rechtsvertreters und damit nur eingeschränkt entschädigungsfähig. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schon im Verfahren Nr. IV.2012.00818, in welchem es ebenfalls um den allfälli-gen Anspruch des Beschwerdeführers auf Hilflosenentschädigung ging, musste die überhöhte Honorarnote des (gleichen) Rechtsvertreters im Urteil vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">20. Dezember 2013 (Urk. 8/118) gekürzt werden, und es resultierte ein anrech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">barer Aufwand von 11.41 Stunden (S. 15 E. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Davon ist als Richtwert auszugehen, so dass unter Einbezug der ergänzenden Stellungnahme insgesamt 16 Stunden zum praxisgemäss Ansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) zu entschädigen sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zu entschädigen ist ferner der Aufwand im Verfahren betreffend unentgeltliche Rechtsvertretung im Verwaltungsverfahren, wofür 2 Stunden anzurechnen sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Somit sind insgesamt 18 Stunden zuzüglich Barauslagen zu entschädigen, was gerundet Fr. 4‘400.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) ergibt.</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht beschliesst:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der Prozess Nr. IV.2017.00100 in Sachen der Parteien wird mit dem vorliegenden Prozess Nr. IV.2016.00697 vereinigt und als dadurch erledigt abgeschrieben.</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sodann erkennt das Gericht:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">n werden</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1'000</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kasse genommen. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der Beschwerdeführer wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Philip Stolkin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, Zürich,</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird mit </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4'400</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gerichtskasse ent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigt. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der Beschwerdeführer wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Dr. iur. Y.___, unter Beilage des </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Doppel</span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">s von</span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"> </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Urk. </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">30</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage des </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Doppel</span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">s von</span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"> </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Urk. </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">31/9 </span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannTiefenbacher</p><p></p></div> </div></body></html>