A bteilung IV D -1447/2007 {T 0/2} U rteil vom 22. Juni 2007 M itw irkung: R ichter R obert G alliker, François Badoud und D aniel Schm id G erichtsschreiberin Eva Zürcher Z._______, geboren _______, Serbien, _______, vertreten durch Bernhard Jüsi, _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 26. Januar 2007 i. S. A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er Beschw erdeführer verliess eigenen Angaben zufolge sein H eim atland am 23. D ezem ber 2006 und gelangte über M ontenegro und Ö sterreich am 26. D ezem ber 2006 unter U m gehung der G renzkontrollen in die Schw eiz, w o er gleichentags beim Em pfangs- und Verfahrenszentrum _______ ein Asylgesuch einreichte. Am 9. Januar 2007 w urde er im _______ sum m arisch befragt und am 18. Januar 2007 führte das BFM eine direkte Anhörung gestützt auf Art. 29 Abs. 4 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) durch. M it Verfügung vom 25. Januar 2007 w urde er für die D auer des Asylverfahrens dem Kanton _______ zugew iesen. B. Im W esentlichen m achte der Beschw erdeführer geltend, er sei Albaner und habe seit seiner G eburt bis am 15. oder 16. Juli 2006 im D orf _______ bei _______ (Südserbien) gelebt. W ährend des Krieges habe er zahlreiche Kontrollen und H ausdurchsuchungen durch die heim atlichen Sicherheitskräfte m iterlebt. Schon dam als habe die Fam ilie ein G ew ehr seines heute gelähm ten Vaters im H aus aufbew ahrt. D ieses sei jedoch nicht in die H ände der Sicherheitskräfte gefallen. Im Juli 2006 habe er unerw artet einen H aftbefehl beziehungsw eise eine Vorladung auf den Polizeiposten w egen Verdachts auf illegalen W affenbesitz erhalten, w eshalb er sich unverzüglich zu seinen Verw andten in den Kosovo begeben habe, w o er sich w ährend etw a eines halben Jahres aufgehalten habe. Anlässlich der einige Tage später durch die Sicherheitskräfte im Elternhaus durchgeführten R azzia habe die M utter den Sicherheitskräften die W affe ausgehändigt. D a die W ohnverhältnisse für ihn und die Verw andten im Kosovo zu eng gew orden seien, habe er sich zur Ausreise in die Schw eiz entschlossen. Ausserdem habe er Angst davor gehabt, nach Serbien zurückgeschickt zu w erden, w o er befürchte, w egen illegalen W affenbesitzes festgenom m en und verurteilt zu w erden. Ein Verfahren gegen ihn sei indessen nicht eingeleitet w orden. C . D er Beschw erdeführer gab die Kopie einer Identitätskarte und ein Schreiben der M enschenrechtsorganisation von _______, in w elchem im Auftrag des Beschw erdeführers über die allgem eine Lage im Presevo-Tal berichtet w ird, ab. D . M it Verfügung vom 26. Januar 2007 – eröffnet am gleichen Tag – stellte das BFM fest, der Beschw erdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. G leichzeitig verfügte es die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnete deren Vollzug an. Es begründete seinen ablehnenden Entscheid dam it, dass die Vorbringen insgesam t teilw eise den Anforderungen an die G laubhaftm achung und teilw eise denjenigen an die Flüchtlingseigenschaft nicht genügten. D as vom Beschw erdeführer dargestellte Vorgehen der serbischen Sicherheitskräfte sei nicht nachvollziehbar. Zudem habe er w idersprüchliche Angaben über die W affe zu Protokoll gegeben. U nter diesen U m ständen w irke der Sachverhalt konstruiert. D ie im Verlauf des Krieges geltend gem achten Kontrollen 3 und H ausdurchsuchungen w ürden zeitlich zu w eit zurückliegen, um den Anforderungen an den Kausalzusam m enhang zw ischen Verfolgung und Flucht genügen zu können. Ausserdem habe sich seither die Lage w esentlich verändert. D en W egw eisungsvollzug erachtete die Vorinstanz als zulässig, zum utbar und m öglich. E. M it Eingabe an das Bundesverw altungsgericht vom 23. Februar 2007 beantragte der Beschw erdeführer, die Verfügung des BFM sei aufzuheben, es sei die Flüchtlingseigenschaft festzustellen und Asyl zu gew ähren, eventualiter sei die vorläufige Aufnahm e infolge U nzulässigkeit und U nzum utbarkeit anzuordnen. In verfahrensrechtlicher H insicht ersuchte er um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege und Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Auf die Begründung w ird im R ahm en der Erw ägungen näher eingegangen. Zur U nterm auerung der Vorbringen reichte der Beschw erdeführer Kopien einer Vorladung und einer Bestätigung einer H ausdurchsuchung m it deutscher Ü bersetzung ein. F. M it Zw ischenverfügung vom 8. M ärz 2007 w urde dem Beschw erdeführer m itgeteilt, er könne den Ausgang des Beschw erdeverfahrens in der Schw eiz abw arten. D as G esuch um unentgeltliche R echtspflege gem äss Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) w urde infolge Aussichtslosigkeit der Beschw erdebegehren abgew iesen. D er Beschw erdeführer w urde aufgefordert, bis zum 23. M ärz 2007 einen Kostenvorschuss zu leisten. G . M it Eingabe vom 14. M ärz 2007 w urde um W iedererw ägung des Kostenentscheides ersucht. D er Eingabe lagen die beiden O riginale der bereits in Kopie eingereichten Bew eism ittel bei. Zur Begründung w urde vorgebracht, dass der Bew eisw ert der O riginale nicht m it dem jenigen von Kopien zu vergleichen sei und die Begründetheit der geltend gem achten Furcht infolge der N achreichung der O riginale nicht ohne w eitere Abklärungen ausgeschlossen w erden könne. D ie Beschw erde könne nun nicht m ehr als aussichtslos erachtet w erden. D er Beschw erdeführer m üsse sich den Inhalt der D okum ente betreffende U ngereim theiten nicht vorhalten lassen, zum al er für Fehler der Beam ten nicht verantw ortlich sei. Auf die w eiteren, in der Zw ischenverfügung vom 8. M ärz 2007 vorgehaltenen U ngereim theiten w urde ebenfalls Stellung genom m en. D ie erste Einschätzung der Beschw erde halte einem genaueren Aktenstudium nicht stand, w eshalb das ordentliche Beschw erdeverfahren durchzuführen und auf einen Kostenvorschuss zu verzichten sei. Im Ü brigen habe der Beschw erdeführer im erstinstanzlichen Verfahren nicht genügend Zeit erhalten, die Bew eism ittel zu beschaffen, w eshalb die N achreichung im Beschw erdeverfahren nicht als verspätet zu betrachten sei. H . M it Zw ischenverfügung vom 23. April 2007 w urde das G esuch um W iedererw ägung des Kostenentscheides abgew iesen und dem Beschw erdeführer eine N achfrist von drei Tagen zur Begleichung des geforderten Kostenvorschusses 4 gew ährt. I. D er Kostenvorschuss ging am 26. April 2007 beim Bundesverw altungsgericht ein. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 Vw VG , sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das AsylG ; das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 1.3 Ü ber offensichtlich unbegründete Beschw erden w ird in einem vereinfachten Verfahren entschieden. W ie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gelten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum indest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr 5 Vorhandensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeblich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D er Beschw erdeführer brachte vor, er w erde von den Behörden seines H eim atlandes w egen illegalen W affenbesitzes gesucht. D ie Behörden hätten in seiner Abw esenheit eine H ausdurchsuchung durchgeführt, anlässlich derer die M utter die W affe ausgehändigt habe. D er H aftbefehl und die Bestätigung der H ausdurchsuchung w ürden diesen Sachverhalt bestätigen. 4.2 W ie bereits in den Zw ischenverfügungen vom 8. M ärz 2007 und vom 23. April 2007 dargelegt, haben sich aus den Akten zahlreiche, m iteinander nicht in Einklang zu bringende U ngereim theiten ergeben. Entgegen der Argum entation des Beschw erdeführers in seiner Eingabe vom 14. M ärz 2007 sind diese nicht auf Fehler oder N achlässigkeiten der Beam ten zurückzuführen. 4.3 Anlässlich der Erstbefragung legte der Beschw erdeführer dar, er habe das polizeiliche Schreiben – die Vorladung – am 13. oder 14. Juli 2006 bekom m en (A1/10 S. 4). In der Bundesanhörung brachte der Beschw erdeführer vor, er glaube, die Vorladung respektive den Arrestbefehl am 12. oder 13. Juli 2006 erhalten zu haben (A5/15 S. 6). Auf die unterschiedlichen D aten hingew iesen, m einte er, die Aussage anlässlich der Erstbefragung beruhe auf einem Verständigungsproblem , zum al er am 13. oder 14. Juli 2006 das D orf verlassen habe (A5/15 S. 12). Bereits diese U ngereim theiten und deren Erklärung überzeugen nicht, zum al den Protokollen keine Verständigungsproblem e entnom m en w erden können und auch die in der Bundesanhörung anw esende H ilfsw erksvertretung nicht auf solche hinw ies. Zudem lässt sich die Aussage im Erstprotokoll nicht m it dem später eingereichten D okum ent in Einklang bringen, da die Vorladung am 12. Juli 2006 ausgestellt w orden ist. Ebenso w enig sind die Aussagen des Beschw erdeführers, er habe sein D orf am 13. oder 14. Juli 2006 verlassen, m it seinen Angaben in der Erstbefragung zu vereinbaren, gem äss w elchen er das D orf am 15. oder 16. Juli 2006 verlassen haben w ill (A1/10 S. 1). 4.4 D er Beschw erdeführer sagte überdies in beiden Befragungen aus, er hätte sich innert fünf Tagen bei der Polizei m elden m üssen (A1/10 S. 5 und A5/15 S. 6). Beide Aussagen w idersprechen der nachgereichten Vorladung, da er gem äss der Vorladung bereits am 12. Juli 2006 um 8.30 U hr – m ithin am Tag der Vorladung selber – auf dem Polizeiposten hätte erscheinen m üssen und ihm som it keine fünf Tage zur Verfügung gestanden hätten. Abgesehen davon ist es insbesondere im H inblick auf die angesetzte Vorladungszeit – näm lich 8.30 U hr – nicht nachvollziehbar, dass die Vorladung am Vorladungstag aus- und zugestellt w ird, zum al unter diesen U m ständen eine ordentliche Zustellung nur am frühen M orgen des 12. Juli 2006 m öglich gew esen w äre, w as sich m it den Aussagen des Beschw erdeführers, er habe sich im Zeitpunkt der Zustellung der Vorladung am Arbeitsplatz in _______ befunden (A5/15 S. 6), ebenfalls nicht vereinbaren lässt. 6 Zudem ist es auch nicht nachvollziehbar, w arum der Beschw erdeführer noch ein oder zw ei Tage an seinem W ohnort geblieben sein w ill, w o ihm gem äss der Vorladung eine gew altsam e Vorführung drohte für den Fall, dass er sich nicht freiw illig auf dem Posten m elde. Aufgrund dieser U ngereim theiten bestehen Zw eifel an der Echtheit des D okum entes. 4.5 D er Beschw erdeführer brachte überdies vor, sein H aus sei fünf Tage später um sechs U hr m orgens von m askierten G endarm en kontrolliert und durchsucht w orden, nachdem er auf dem Posten nicht erschienen sei (A1/10 S. 6 und A5/15 S. 10). Auch diese Angaben lassen sich teilw eise nicht m it dem Inhalt des nachgereichten D okum entes über die H ausdurchsuchung vereinbaren, zum al gem äss dem D okum ent die H ausdurchsuchung nicht – w ie vom Beschw erdeführer vorgetragen – um 6 U hr m orgens, sondern um 20.06 U hr stattfand. Zudem w urde sie von einem nam entlich genannten Beam ten durchgeführt, w as gegen die vom Beschw erdeführer behauptete M askierung (vgl. A1/10 S. 6) spricht. 4.6 Ferner w urde in der Bestätigung der H ausdurchsuchung festgehalten, dass nebst einer W affe auch eine U niform der Befreiungsarm ee von Presevo, M edvedja und Bujanovac (U C PM B) gefunden w orden sei, w as indessen den Aussagen des Beschw erdeführers nicht einm al ansatzw eise entnom m en w erden kann. D ie diesbezügliche – erst im Beschw erdeverfahren – vorgebrachte Ergänzung ist als nachgeschoben zu betrachten und verm ag nicht zu überzeugen, zum al es sich im H inblick auf die vergangenen kriegerischen Auseinandersetzungen im H eim atland des Beschw erdeführers und m it Blick auf einen allfälligen Vorw urf, M itglied dieser O rganisation gew esen zu sein, um w esentliche Sachverhaltselem ente handelt, die der Bescherdeführer hätte von Anfang an w issen und erw ähnen m üssen, da er m it seinen Angehörigen auch w ährend seines Aufenthaltes im Kosovo Kontakt pflegte (A5/15 S. 8), w as er auch anlässlich der Beschw erde bestätigte. D en Akten kann kein nachvollziehbarer G rund entnom m en w erden, w arum er dieses w ichtige D etail nicht von Anfang an in seinem Sachvortrag erw ähnte, w eshalb dieses Vorbringen als nachgeschobenes, unglaubhaftes Elem ent zu betrachten ist und die Anpassung des Sachverhaltes an die nachgereichten D okum ente deutlich m acht. Auch aus diesem G rund sind Zw eifel an der Echtheit des eingereichten D okum entes angebracht. 4.7 Zudem sagte der Beschw erdeführer bezüglich der W affe zunächst aus, er habe sie nach dem Krieg m it einem H am m er zerstört (A1/10 S. 4), w ährend er sie gem äss seinen Angaben in der Bundesanhörung nach dem Erhalt der Vorladung zerstört haben w ill (A5/15 S. 5). Seine Erklärung zum W iderspruch verm ag im R ahm en der G ew ährung des rechtlichen G ehörs nicht zu überzeugen (A5/15 S. 12). 4.8 Schliesslich kann nicht nachvollzogen w erden, w arum der Beschw erdeführer w egen der W affe seines Vaters gesucht sein w ill, zum al den Behörden aufgrund des entzogenen W affenscheins bekannt w ar, w er Besitzer dieser W affe w ar. D ie Erklärung des Beschw erdeführers, m an habe seinen gelähm ten Vater nicht behelligen können, sondern ihn als jungen Albaner verurteilen w ollen, verm ag nicht zu überzeugen. 4.9 Angesichts dieser zahlreichen U ngereim theiten erübrigt es sich, noch w eitere im D etail aufzuzeigen. U m unnötige W iederholungen zu verm eiden, w ird auf die beiden Zw ischenverfügungen vom 8. M ärz 2007 und 23. April 2007 sow ie auf die 7 zutreffenden Erw ägungen in der angefochtenen Verfügung verw iesen. Als Folge der zahlreichen U ngereim theiten ist von insgesam t unglaubhaften Angaben des Beschw erdeführers auszugehen. Für das Bundesverw altungsgericht steht fest, dass der Beschw erdeführer nicht unter den von ihm angegebenen Voraussetzungen in der von ihm vorgebrachten W eise verfolgt w urde. Aus diesen G ründen kann ihm auch nicht geglaubt w erden, dass er im Fall einer R ückkehr in sein H eim atland einer asylerheblichen Verfolgung ausgesetzt w äre. D em gegenüber ergeben sich aus der Beschw erde und der Eingabe vom 14. M ärz 2007 keine stichhaltigen Argum ente, w elche für die G laubhaftigkeit der geltend gem achten Verfolgung des Beschw erdeführers sprechen. 4.10 U m einer m issbräuchlichen W eiterverw endung nicht Vorschub zu leisten, w erden die beiden im Beschw erdeverfahren eingereichten Bew eism ittel – eine Vorladung und eine Bestätigung einer H ausdurchsuchung – gestützt auf Art. 10 Abs. 4 AsylG eingezogen. 4.11 Aufgrund der vorstehenden Erw ägungen erübrigt es sich, auf die w eiteren Ausführungen in der Beschw erde im Einzelnen einzugehen, w eil sie am Ergebnis nichts ändern können. U nter Berücksichtigung der gesam ten U m stände folgt, dass der Beschw erdeführer keine G ründe nach Art. 3 AsylG nachw eisen oder glaubhaft m achen konnte. D as BFM hat sein Asylgesuch zu R echt abgelehnt. 5. Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; dabei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zum utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]). D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zulässig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Ausländers in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D ezem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher 8 oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 5.1 D er Beschw erdeführer verfügt w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthaltsbew illigung noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. D ie W egw eisung w urde dem nach zu R echt angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K ] 2001 N r. 21). 5.2 D ie Vorinstanz w ies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. M ario G attiker, D as Asyl- und W egw eisungsverfahren, Bern 1999, S. 89). D a es dem Beschw erdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G efährdung nachzuw eisen oder glaubhaft zu m achen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen N on-refoulem ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ückkehr des Beschw erdeführers in seinen H eim atstaat ist dem nach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtm ässig. Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen des Beschw erdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in seinen H eim atstaat dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w äre. G em äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti- Folterausschusses m üsste der Beschw erdeführer eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihm im Fall einer R ückschiebung Folter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. EM AR K 2001 N r. 16, S. 122, m .w .H .). Aufgrund der unglaubhaften Angaben konnte der Beschw erdeführer keine konkrete G efahr von Folter oder unm enschlicher Behandlung überzeugend darstellen. D ie allgem eine M enschenrechtssituation in seinem H eim atstaat lässt den W egw eisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt klarerw eise nicht als unzulässig erscheinen. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig. 5.3 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ückkehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allgem einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise einer notw endigen m edizinischen Behandlung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). Eine solche Situation, w elche den Beschw erdeführer als G ew alt- oder de-facto- Flüchtling qualifizieren w ürde, lässt sich aufgrund der heutigen Situation im H eim atstaat des Beschw erdeführers nicht bejahen. D ie Situation in Südserbien ist zw ar nicht konfliktfrei, die Integration der albanischen Bevölkerung in serbische Strukturen ist verbesserungsw ürdig, die ökonom ischen Verhältnisse sind schlecht und die Arbeitslosigkeit, insbesondere unter der albanischen Bevölkerung, hoch. D iese Faktoren stellen zw ar ein gew isses G efährdungspotential dar; es droht aber w eder ein bew affneter Konflikt noch kann von allgem einer G ew alt und dam it kon-9 kreter G efährdung der ethnischen Albaner im Sinne des Art. 14a Abs. 4 AN AG die R ede sein. Insgesam t hat sich die Lage stabilisiert, trotz Aktivitäten von extrem istischen Kräften auf albanischer und serbischer Seite. D arüber hinausgehende individuelle U nzum utbarkeitsaspekte sind w eder aktenkundig noch w urden solche in der R echtsschrift geltend gem acht. Es steht dem jungen und gem äss der Aktenlage gesunden Beschw erdeführer offen und ist ihm auch zuzum uten, sich w ieder in Südserbien niederzulassen, w o seine Fam ilienangehörigen – insbesondere seine Eltern – leben. Es liegen keine H inw eise vor, w onach er bei einer R ückkehr in seinen H eim atstaat in eine existenzielle N otlage geraten w ürde, zum al er dort auf ein fam iliäres Beziehungsnetz zurückgreifen kann. D ies dürfte ihm eine R eintegration zw eifelsohne erleichtern. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung som it auch als zum utbar zu bezeichnen. 5.4 Schliesslich obliegt es dem Beschw erdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung seines H eim atstaates die für eine R ückkehr notw endigen R eisedokum ente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), w eshalb der Vollzug der W egw eisung auch als m öglich zu bezeichnen ist. 5.5 Insgesam t ist die durch die Vorinstanz verfügte W egw eisung zu bestätigen. D ie Vorinstanz hat deren Vollzug zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erachtet. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (Art. 14a Abs. 1 - 4 AN AG ). 6. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esagten abzuw eisen. 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschw erdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 Vw VG ), auf insgesam t Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 1 bis 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE]) und m it dem am 26. April 2007 einbezahlten Kostenvorschuss im Betrage von Fr. 600.-- zu verrechnen. (D ispositiv nächste Seite)10 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie im Beschw erdeverfahren nachgereichten Bew eism ittel (Vorladung und Bestätigung der H ausdurchsuchung) w erden gestützt auf Art. 10 Abs. 4 AsylG eingezogen. 3. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auferlegt und m it dem am 26. April 2007 einbezahlten Kostenvorschuss verrechnet. 4. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers: 2 Expl. (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______, in Kopie) - _______ (in Kopie) D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: R obert G alliker Eva Zürcher Versand am :