<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2018.00309</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span> </span></p><p><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Gerichtsschreiberin Locher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 6. März 2019</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Petra Oehmke</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">OZB Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Bahnhofplatz 9, Postfach, 8910 Affoltern am Albis</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nachdem die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung vom 20. Juni 2011 den Anspruch des 1957 geborenen X.___ auf berufliche Massnahmen und eine Invalidenrente abgelehnt hatte (Urk. 9/16) und mit Verfügung vom 6. März 2012 auf ein neues Leistungsbegehren nicht einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">treten war (Urk. 9/34), meldete sich der Versicherte am 14. Januar 2013 erneut zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Urk. 9/40). Nach Klä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung der erwerblichen und medizinischen Verhältnisse sowie nach Durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führung des Vorbescheidverfahrens wies die Verwaltung das Leistungsbegehren – unter Hinweis auf das von Dr. med. Y.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chotherapie, und Dipl.-Psych. Z.___, Fachpsychologe für Rechtspsycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">logie FSP, verfasste Gutachten vom 19. Oktober 2015 (Urk. 9/126; vgl. auch Urk. 9/128) – mit Verfügung vom 11. Februar 2016 wiederum ab (Urk. 9/138). Die dagegen erhobene Beschwerde (Urk. 9/140/3-20) hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 26. August 2016 in dem Sinne gut, dass es die angefochtene Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung aufhob und die Sache zur erneuten Einholung eines medizinischen Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tens – allenfalls unter Berücksichtigung der ophthalmologischen Beschwerden – und neuen Entscheidung an die IV-Stelle zurückwies (Urk. 9/153/1-7; Prozess IV.2016.00320). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Folge liess die Verwaltung X.___ am 23. Mai 2017 durch Dr. med. A.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. phil. B.___, Klinik C.___, begutachten (Expertise vom 13. Juni 2017 [Urk. 9/168]; siehe auch Urk. 9/164 S. 1). Mit Vorbescheid vom 8. November 2017 stellte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 9/179). Gleichentags wies sie den Versicherten auf seine Mitwirkungspflicht im Zusammenhang mit allfällig zukünftigen Leistungsansprüchen hin (Urk. 9/178). Nachdem X.___ am 14. November 2017 Einwand gegen den ablehnenden Vorbescheid sowie die Schadenminderungsauflage erhoben hatte (Urk. 9/181), beantwortete Dr. A.___ mit Schreiben vom 17. Januar 2018 (Urk. 9/186) die von der Verwaltung gestell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Rückfragen (Urk. 9/184). Hierzu nahm der Versicherte am 2. Februar 2018 Stellung (Urk. 9/190). Mit Verfügung vom 1. März 2018 hielt die IV-Stelle an der angekündigten Leistungsablehnung fest (Urk. 9/195 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 3. April 2018 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm mit Wir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung ab 1. August 2013 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen; eventuell sei die psychiatrische Begutachtung zu wiederholen. In prozessualer Hinsicht er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">suchte er um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1 S. 2). Am 9. Mai 2018 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8). Mit Gerichtsverfügung vom 18. Mai 2018 wurde dem Beschwerdeführer die unent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geltliche Prozessführung gewährt und ihm Rechtsanwältin Petra Oehmke, Affoltern am Albis, als unentgeltliche Rechtsvertreterin für das vorliegende Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahren bestellt (Urk. 10). Am 23. Mai 2018 reichte er eine weitere Eingabe ein (Urk. 11). Hierzu nahm die Beschwerdegegnerin am 18. Juni 2018 Stellung (Urk. 14-15). Am 26. Juni 2018 liess er sich sodann erneut vernehmen (Urk. 17), wovon der Beschwerdeführerin am 28. Juni 2018 Kenntnis gegeben wurde (Urk. 18).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In formellrechtlicher Hinsicht rügte der Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Urk. 1 S. 5 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span id="VV067"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll entsprechen, eine Begründung enthalten, das heisst eine Darstellung des vom Versicherungsträger als relevant erachteten Sachverhaltes und der rechtlichen Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gungen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">49 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 Satz 2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Sozialversicherungsrechts [</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Die Begründung eines Entscheides muss so abgefasst sein, dass die betroffene Person ihn gegebenenfalls anfechten kann. Dies ist nur dann möglich, wenn sowohl sie als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungsträger leiten liess und auf welche sich der Entscheid stützt. Dies be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deutet indessen nicht, dass sich die Verwaltung ausdrücklich mit jeder tatbeständ</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Behauptung und jedem rechtlichen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wand auseinander setzen muss; vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 126 V 75 E. 5b/dd mit Hinweis, 118 V 56 E. 5b).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Der Mangel eines nicht oder nur ungenügend begründeten Entscheides kann ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">mäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung im Rechtsmittelverfahren geheilt wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">den, sofern die fehlende Begründung in der Vernehmlassung der entscheidenden Behörde zum Rechtsmittel enthalten ist oder den beschwerdeführenden Parteien auf andere Weise zur Kenntnis gebracht wird, diese dazu Stellung nehmen kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nen und der Rechtsmittelinstanz volle Kognition zukommt (BGE 107 Ia 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Von der Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtlichen Gehörs an die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">waltung ist nach dem Grundsatz der Verfahrensökonomie dann abzusehen, wenn dieses Vorgehen zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">zögerungen führen würde, die mit dem gleichlaufenden und der Anhörung gleichgestellten Interesse der versicherten Person an einer möglichst beförderli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">chen Beurteilung ihres Anspruchs nicht zu vereinbaren sind (BGE 120 V 357 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">2b, 116 V 182 E. 3c und d).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es trifft zwar zu, dass sich die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung nicht explizit zum Vorwurf der leitlinienwidrigen Auswertung der neuropsychologischen Testung äusserte. Aus der Verfügung gehen indes die Überlegungen hervor, von denen sich die Beschwerdegegnerin leiten liess und auf welche sich der Entscheid stützte. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt insoweit nicht vor. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Soweit im Übrigen der Anspruch auf rechtliches Gehör durch das vorangegan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gene Verfahren tangiert worden wäre, wäre ein solcher Mangel jedenfalls ohne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hin im Rahmen des vorliegenden Prozesses geheilt, da sich die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin in der Eingabe vom 18. Juni 2018 mit dem betreffenden Einwand befasste (Urk. 14-15), der Beschwerdeführer sich dazu am 26. Juni 2018 äusserte (Urk. 17) und das hiesige Gericht als Beschwerdeinstanz den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprüfen kann. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">über die Invalidenversicherung [</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin begründete die Rentenablehnung – unter Hinweis auf das psychiatrisch-neuropsychologische Gutachten der Experten der Klinik C.___ und den Bericht von Dr. med. D.___, Fachärztin FMH für Ophthalmologie, vom 5. April 2016 – damit, es liege kein invalidisierender Gesundheitsschaden vor. Die akute Entzündung der Augen sei behandelbar; Weitsichtigkeit, Hornhauverkrüm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mung und Altersweitsichtigkeit seien mittels Sehhilfe zu korrigieren. Aus dem Gutachten gehe sodann hervor, dass die wiederkehrenden Arbeitsunfähigkeiten auf ein primäres Suchtgeschehen zurückzuführen seien. Die depressiven Phasen leichten Grades seien therapeutisch angehbar. Eine leitliniengerechte andauernde antidepressive Behandlung sei nicht durchgeführt worden. Die neuropsychologi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sche Untersuchung habe beim Beschwerdeführer keine Funktionseinschränkun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen im Störungsbereich aufgewiesen. Trotz der in jungen Jahren erfahrenen will</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kürlichen Verhaftungen und der Folter sei es dem Versicherten seit 1984 möglich gewesen, einer Erwerbstätigkeit von 100 % nachzugehen (Urk. 2 S. 2). Im Rahmen der Beschwerdeantwort führte die Beschwerdegegnerin ergänzend aus, es sei überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, dass es sich beim Alkoholismus primär um eine Suchtgeschehen handle, das nicht Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens sei. Sodann sei auch nach neuer bundesgerichtli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cher Rechtsprechung zu den leichten bis mittelschweren Depressionen ein beson</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deres Augenmerk auf die Frage der Therapierbarkeit zu legen (Urk. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, Dr. A.___ behaupte das Vorliegen eines primären Suchtgeschehens, seine Ausführungen würden aber auf ein Suchtgeschehen sekundärer Natur schliessen lassen. Die vom nämlichen Gutachter durchgeführten neuropsychologischen Tests würden eine mindestens mittelgradige kognitive Funktionsstörung beweisen. Eine solche gehe unter Bezugnahme auf die Leitlinien für die Kriterien zur Bestimmung des Schwe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">regrades einer neuropsychologischen Störung sowie Zuordnungen zur Funktions- und Arbeitsfähigkeit in der Regel mit einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50 – 70 % einher. Der behandelnde Psychiater habe sogar eine Arbeitsunfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit von 80 % attestiert. Er habe sämtliche Therapieoptionen ausgeschöpft; insbesondere habe auch eine regelmässige psychopharmakologische antidepres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sive Behandlung stattgefunden. Zusammenfassend sei deshalb festzustellen, dass er gesundheitsbedingt seit 2010 dauerhaft zu mindestens 80 % arbeitsunfähig sei (Urk. 1 S. 11 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Med. pract. E.___, Oberarzt an der Klinik F.___, nannte in seinem Bericht vom 6. Januar 2012 als Diagnosen eine Alkoholabhängigkeit (ICD-10 F10.21), eine arterielle Hypertonie und eine Hyperlipidämie. Der Beschwerdeführer habe in seiner Studentenzeit in der Türkei zwei Mal Folter über Monate erlebt. Diese Traumatisierung habe sicherlich einen Einfluss auf den Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lauf der Alkoholabhängigkeit. In der aktuellen Behandlung werde die Traumati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sierung berücksichtigt und entsprechend mitbehandelt. Es sei noch nicht klar, ob auch eine posttraumatische Belastungsstörung zu diagnostizieren sei, wobei das klinische Bild in diese Richtung deute (Urk. 9/52/5-6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der am Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer des Universitätsspitals G.___ tätige Oberarzt Dr. med. H.___ diagnostizierte am 8. Februar 2013 (Urk. 9/53) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein Abhängigkeitssyndrom, gegenwär</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tiger Substanzgebrauch (ICD-10 F10.24). Der posttraumatischen Belastungsstö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung (ICD-10 F43.1) mass er keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bei. Als Dif</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ferentialdiagnose nannte er eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0 [S. 1]). Er führte aus, einer grundsätzlich indi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zierten traumafokussierten Behandlung seien bislang die Alkoholabhängigkeit und die konsekutive soziale Problematik entgegengestanden. Die deshalb eher ressourcenorientierte Therapie habe in etwa 1-2 wöchentlichen Abständen statt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gefunden. Der Beschwerdeführer habe die Termine zuverlässig wahrgenommen. Eine medikamentöse Einstellung mit Antabus sei zwischenzeitlich als Therapie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">option diskutiert worden. Der Beschwerdeführer sei dieser Möglichkeit letztlich aber ablehnend gegenübergestanden (S. 2). Nach Abschluss der stationären Alkoholentzugs- und Traumabehandlung sei der Versicherte voraussichtlich per 1. Juli 2013 wieder vollumfänglich belastbar (S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vom 14. Januar bis am 1. Juli 2013 befand sich der Beschwerdeführer in statio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">närer Behandlung in der Klinik I.___, Dr. med. J.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, und die fallführende Psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">therapeutin Perret stellten in ihrem Bericht vom 15. Juli 2013 (Urk. 9/64) die fol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">genden Diagnosen (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Abhängigkeitssyndrom durch Alkohol (ICD-10 F10.21)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">andauernde Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Episode, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.10)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie gaben an, für den Beschwerdeführer sei die Bearbeitung seiner Traumatisie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung im Vordergrund gestanden. Seine Alkoholsucht habe er als weniger drän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gend und als Bewältigungsversuch seiner traumatischen Lebensgeschichte ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sehen (S. 4). Der Beschwerdeführer habe nach Therapieende keine weitere psychologische oder psychiatrische Betreuung gewünscht (S. 5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. K.___, stellvertretender Chefarzt an der Klinik F.___, nannte in sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nem Bericht vom 13. Februar 2015 (Urk. 9/112/7-10) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beurteilte er das Alkoholabhängigkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">syndrom, gegenwärtig abstinent, aber in beschützender Umgebung (ICD-10 F10.21). Er schilderte, die vom 18. August bis am 16. Dezember 2014 stattgehabte stationäre Behandlung sei aufgrund der aktuellen Exazerbation der Erkrankung, bedingt durch zahlreiche psychosoziale Belastungssituationen, erfolgt. Diese Belastungssituationen hätten die Entstehung einer depressiven Dekompensation be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">günstigt (S. 1). Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit bestehe ab dem Entlassungstag eine Arbeitsfähigkeit von 50 % (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. L.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte am 13. Februar 2015 eine chronifizierte depressive Störung (ICD-10 F33.10), eine andauernde Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0) und eine Alkoholabhängigkeit (ICD-10 F10.25). Er gab an, im Vordergrund stehe das deutlich depressive Zustandsbild, welches sich auch nach der Durchführung von zahlreichen therapeutischen Massnahmen nicht nachhaltig gebessert habe. Aufgrund der vorliegenden Symptomatik sei der Beschwerdeführer nicht arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähig. Die Arbeitsunfähigkeit betrage 80 %, weshalb er die Berentung empfehle (Urk. 9/113). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. D.___ nannte am 5. April 2016 nachstehende Diagnosen:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">o.u. Hyperopie, Astigmatismus und Presbyopie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">o.d. tiefe Amblyopie seit Kindheit</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">o.u. aktuell akute Blepharokonjunktivitis, differentialdiagnostisch mit al</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">lergischer Komponente</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">o.u. kompensierte Tensio im oberen Normbereich, bei unauffälligen Papillen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie führte aus, sie habe aufgrund der Blepharokonjunktivitis eine Therapie ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geleitet. Sie empfehle regelmässige Kontrollen alle 1-2 Jahre (Urk. 9/145). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. L.___ diagnostizierte am 16. Februar 2017 (Urk. 9/162) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine chronifizierte depressive Störung (ICD-10 F33.10), eine andauernde Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0) und eine Alkoholabhängigkeit sekundär (ICD-10 F10.25). Als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beurteilte er die Adipositas (S. 1). Seinem Bericht kann ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nommen werden, dass sich seit seiner letzten Beurteilung der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers zusehends verschlechtert hat. Alle Bemühungen im medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zinisch-therapeutischen und im beruflich-rehabilitativen Bereich seien geschei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tert. Der Versicherte habe sich phasenweise bemüht, sich sowohl gesundheitlich als auch beruflich wieder zu integrieren, doch er sei «nie auf einen grünen Zweig» gekommen. Er sei immer wieder resigniert in seine Depression zurückgefallen, während welcher er regelmässig wieder zur Flasche gegriffen habe. Trotz massiver Schamgefühle wegen seines Scheiterns habe er nicht die nötige Energie aufge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bracht, um nachhaltig etwas an seiner Lebenssituation zu ändern. Es sei nicht mehr mit einer Rückkehr in einen geordneten Alltag mit Arbeit zu rechnen. Die gegenwärtige Behandlung bestehe aus sporadischen Konsultationen im Sinne einer supportiven Therapie circa ein Mal pro Monat. Abstinenzorientierte Ansätze seien nur vorübergehend erfolgreich gewesen. Der Beschwerdeführer habe alle Medikamente abgesetzt, da diese keine nachhaltige Wirkung gehabt hätten und in Kombination mit seinem Alkoholkonsum eine zusätzliche Gefahr für die Leber darstellen würden (S. 2). Unter Berücksichtigung des biologischen Alters des Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführers (64 Jahre) und des erfolglosen Verlaufs aller therapeutischen und rehabilitativen Bemühungen empfehle er die Zusprache einer ganzen IV-Rente (S. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. A.___ führte in seinem Gutachten vom 13. Juni 2017 (Urk. 9/168) folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf (S. 13):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode mit soma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">tischen Symptomen (ICD-10 F33.01)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zudem stellte er nachstehende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit (S. 13):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig nach CDT-Werten ohne re</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">gelmässigen Substanzgebrauch (ICD-10 F10.26)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Nikotinabhängigkeit (ICD-10 F17.25)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Experte berichtete, der Beschwerdeführer habe auf die gestellten Fragen in Bezug auf seine Lebensgeschichte und die Entwicklung seiner psychischen Prob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leme ohne auffällige Verzögerung klare und präzise Antworten gegeben, was auf ganz unauffällige mnestische Funktionen hindeute. Im formalen Denken sei er geordnet, wenngleich auch leicht verlangsamt gewesen. Inhaltlich hätten sich keine Hinweise auf Wahnideen, Halluzinationen oder Ich-Störungen ergeben (S. 12). Der Beschwerdeführer habe in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">psychopathologischer Hinsicht einen leicht verlangsamten Gedankengang, eine bedrückte Stimmung bei allerdings erhalte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ner affektiver Schwingungsfähigkeit, leichte Antriebsstörungen und eine leicht verlangsamte Psychomotorik auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gewiesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Ergän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zend zu den anamnestischen Anga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben über Durchschlafstörungen und eine Tagesmüdigkeit sowie Rückzugs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tendenzen bei einer allerdings erhaltenen Tagesstruktur </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">könne </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegenwärtig von einer leichten depressiven Symptomatik ausgegangen werden. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Seine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kindheit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ohne gravierende traumatische Ereignisse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> verlaufen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, womit sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auch keine Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise auf die Bildung einer Persönlichkeitsstörung ergeben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> würden. Die abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlossene akademische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Ausbildung im Heimatland </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schliesse </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sowohl eine Intelli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">genzminderung als auch Verhaltensstörungen oder sonstige psychische Probleme mit Krankheitswert in der Kindheit, Pubertät und im frühen Erwachsenenalter aus. A</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ufgrund der erhobenen anamnestischen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Angaben </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis 1982 in der Türkei mehrmals verhaftet und körperli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Gewalt ausgesetzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gewesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Nach dem letzten Gefängnisaufenthalt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">im Jahr </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1982 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">habe er </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aber sein Studium ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geschlossen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und anschliessend während eines Jahres als Buchhalter im Heimatland</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gearbeitet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Trotz anamnestisch sehr glaubhaft geschilderter Miss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">handlungen im Gefängnis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">könne </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufgrund des Leistungsniveaus seit 1982 nicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> von der Entwicklung einer post</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">traumatischen Belastungsstörung ausgegangen werden. Nach der Ankunft in der Schweiz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> – so der Gutachter weiter – habe der Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> während 31 Jahren eine konstante Arbeitsleistung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> erbracht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, womit sowohl die aktenmässig postulierte posttraumatische Belastungsstörung als auch eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung trotz intermittierender Albträume, Schreck</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haftigkeit und Flashbacks ausgeschlo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ssen werden könn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es könne </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aber </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">– so der Gutachter weiter – </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seit der Jugendzeit ein s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chädlicher Alkoholgebrauch ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nommen werden, wobei von einer Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wicklung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Alkoholabhängigkeit erst seit circa 2011 auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund eines dysfunk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tionalen Verhaltensmusters bei psyc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hosozialen Belastungen (zwei ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheitert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e Ehen, Verlust der Arbeitsstelle) ausgegangen werden kö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Bei fehlenden Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen auf eine genetische Vorbelastung, gravierende traumatische Ereignisse in der Kindheit und Persönlichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">defizite im Erwachsenenalter sei beim Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer von einer primären Alkoholsucht auszugeh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en. Die Vielzahl von psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sozialen Belastungen sowie der Verlust der Tagesstruktur seit 2011 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bei ihm aufgrund seiner dysfunktionalen Verhaltensmuster zu wiederkehrenden depres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">siven Episoden mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> allerdings aktenmässig dokumen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tierten intermittierenden Remissionsphasen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> geführt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, womit unter Mitberücksichtigung einer leichten depres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">siven Symptomatik anlässlich der Exploration eine rezidivierende depressive</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung bestätigt werden könne. Die depressiven Dekompensatio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seien beim Beschwerdeführer e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">inerseits auf die Ausschöpfung seiner psychischen Ressourcen bei einer Vielzahl von psychosozialen Belastungen, andererseits aber auch auf eine fehlende regelmässige psychopharmakologische Behandlung und Alkohol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">abstürze zurückzuführen. Die durchgeführte neuropsycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">logische Untersuchung habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beim Exploranden hirnorganische Einschränkungen aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geschlossen;</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auch die Laboruntersuchung (CDT) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deute </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auf einen unregelmässigen Alkoholkonsum hin. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">W</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ährend der Untersuchung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hätten k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ein Foetor aethylicus und auch keine körperlichen suchtspezifischen Entzugserscheinungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">festgestellt werden kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, was zusätzlich eine gegenwärtig aktive Sucht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ausschliesse. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Neuropsycholo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gisch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">habe der Beschwerdeführer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leichte bis mittelschwere kognitive Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">abfälle auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gewiesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, die bei konsistentem Verhalten auf die diagnostizierte leichte depressive Sym</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ptomatik zurückzuführen seien (S. 13 f.). Zur Frage der Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit führte Dr. A.___ aus, a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ufgrund der leichten psychokognitiven Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkungen und insbesondere unter Mitberücksichtigung der nicht ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schöpften therapeutischen Massnahmen k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">önne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in sozialmedizinischer Hinsicht und insbesondere in der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Längsschnittbeurteil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aus psychiatrisch-neuropsycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert werden. Gegen ein in der Längsschnittbeurteilung eingeschränktes Aktivitäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">- und Leistungsni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">veau würde die erhal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tene Fähigkeit des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführers sprechen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, für sich selbst zu sorgen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">; dies auch in der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Hoffnung, nach der Beren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">im Heimatland ein wür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digeres Leben führen zu können. Der Versicherte verfüge </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">über sehr hohe intellektuelle und persönliche Ressourcen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">um </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bei gesicherter Alkoholabstinenz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und unter fachlicher Unterstüt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zung bis zur Pensionierung eine volle Arbeitsleis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung zu erbringen. Um für die berufliche Wiedereinglieder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ung eine Basis herzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellen, sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> neben der Alko</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">holabstinenz auch eine regelmäs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sige psychiatrisch-psych</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">otherapeutische Behandlung inklusive Gesprächspsychotherapie und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">P</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sychopharmakotherapie notwendig (S. 14).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Lage der Akten steht fest und ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer an keinen somatischen – insbesondere auch nicht ophthalmologischen – Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerden leidet, die eine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zur Folge hatten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich der psychischen Symptomatik beruht das Gutachten von Dr. A.___ auf einer einlässlichen psychiatrischen Untersuchung und einer neuropsycholo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gischen Testung, ist für die streitigen Belange umfassend und wurde in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den fallrelevanten Vorakten erstellt. Der Ex</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">perte legte die medizinischen Zusammenhänge einleuchtend dar, beurteilte die medizinische Situation überzeugend und setzte sich mit den geklagten Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den und dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinander. Er legte einleuchtend dar, dass trotz der glaubhaft geschilderten Misshandlungen im Gefängnis auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund des seit 1982 gezeigten Leistungsniveaus eine posttraumatische Belas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungsstörung und eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung ausgeschlossen werden können. Er verwies auf eine Vielzahl von psychoso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zialen Belastungsfaktoren, die zusammen mit dem Verlust der Tagesstruktur aufgrund der dysfunktionalen Verhaltensmuster des Beschwerdeführers sowie der fehlenden regelmässigen psychopharmakologischen Behandlung und der «Alko</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">holabstürze» zu wiederkehrenden depressiven Episoden mit aktenmässig doku</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mentierten intermittierenden Remissionsphasen führten. Der Gutachter gelangte sodann zum begründeten und nachvollziehbaren Schluss, dass der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer in der bisherigen und in einer adaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist. Dabei kann von einer vorübergehenden höchstens 50%igen Arbeitsunfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit während der mittelschweren depressiven Symptomatik sowie von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit während der stationären Behandlungen ausgegan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen werden, in der Längsschnittbeurteilung kann allerdings seit Ende 2012 keine anhaltende Arbeitsunfähigkeit attestiert werden (S. 14, 15 und 16). Das Gutachten entspricht damit den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kräftige medizinische Entscheidungsgrundlage (vgl. E. 2.3 hievor).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Was das unter Bezugnahme auf die Leitlinien für die Kriterien zur Bestimmung des Schweregrades einer neuropsychologischen Störung sowie Zuordnungen zur Funktions- und Arbeitsfähigkeit erfolgte Vorbringen des Beschwerdeführers, Dr. A.___ habe die neuropsychologischen Testergebnisse leitlinienwidrig aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gewertet (Urk. 1 S. 6 ff.), betrifft, ist darauf hinzuweisen, dass weder Gesetz noch Rechtsprechung den Psychiatern eine Begutachtung nach den entsprechenden Richtlinien vorschreiben. Einem testmässigen Erfassen der Psychopathologien im Rahmen der psychiatrischen Exploration kann generell nur ergänzende Funktion beigemessen werden, während die klinische Untersuchung mit Anamneseerhe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung ausschlaggebend sind. Massgebend ist, dass das Gutachten gesamthaft gesehen nachvollziehbar begrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">det und überzeugend ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_466/2017 vom 9. November 2017 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen). Abgesehen davon dient das erwähnte Beurteilungssystem ohnehin einzig als Hilfestellung bei der Einschät</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zung der – aus einer neuropsychologischen Störung resultierenden – Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit. Es zeigt orientierende Richtwerte auf, wobei – wie bereits die Autoren der erwähnten Leitlinie aufzeigen – der Grad der Arbeitsunfähigkeit erheblich von diesen Prozentwerten abweichen kann (Urk. 3/6 S. 3, S. 5 und S. 8). Bereits daraus folgt, dass das Gutachten nicht automatisch seine Beweiskraft verlöre, wenn es nicht in allen Teilen den Leitlinien entspräche.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer machte geltend, die Behauptung des Experten A.___, wo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach eine regelmässige antidepressive psychopharmakologische Behandlung nicht stattgefunden habe, sei aktenwidrig (Urk. 1 S. 9). Tatsächlich erfolgte wäh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rend der stationären Aufenthalte eine Psychopharmakatherapie. Indes wurde im Anschluss daran auf die Weiterführung der Therapie verzichtet. So berichtete der Beschwerdeführer, nach dem Austritt aus der Klinik im I.___ habe er sich keiner Psychotherapie mehr unterzogen (Urk. 9/96 S. 3 f.). Dem Bericht von Dr. L.___ vom 1. Juli 2014 kann entnommen werden, dass sich der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer bislang standhaft geweigert hatte, einen Therapieversuch mit einem An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tidepressivum durchzuführen (Urk. 9/104/9-10 S. 2; siehe auch Urk. 9/96 S. 7). Der nämliche Arzt gab am 16. Februar 2017 an, es fänden circa ein Mal im Monat sporadische Konsultationen im Sinne einer supportiven Therapie statt. Der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführer habe alle Medikamente abgesetzt, da diese keine nachhaltige Wir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kung gehabt hätten und in Kombination mit seinem Alkoholkonsum eine zusätz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Gefahr für die Leber darstellen würden (Urk. 9/162 S. 2). Im Rahmen der Begutachtung teilte der Beschwerdeführer sodann mit, die von Dr. L.___ ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schriebenen Medikamente habe er wegen Nebenwirkungen absetzen müssen. Er nehme einzig noch eine Schlaftablette ein (Urk. 9/168 S. 11). Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass trotz der anlässlich der stationären Aufenthalte einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nommenen Arzneimittel keine erhöhten Leberwerte festgestellt wurden und der Beschwerdeführer damals über keine deswegen aufgetretenen Nebenwirkungen klagte. Vor diesem Hintergrund ist die gutachterliche Beurteilung nicht zu be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mängeln, wurde doch tatsächlich keine regelmässige konsequente Behandlung durchgeführt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In welcher Hinsicht aufgrund der Ausführungen von Dr. A.___ zu beruflichen Eingliederungsmassnahmen die Beweiskraft des Gutachtens in Frage zu stellen ist, ist sodann nicht ersichtlich. Insbesondere geht aus diesen nicht hervor, inwie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fern die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung ungenügend sein soll.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer rügt weiter die gutachterliche Qualifikation des Alkoholis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mus als reines Suchtgeschehen (Urk. 1 S. 7 ff.). </span><span id="XX007"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Alkoholismus und Medikamen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenmissbrauch (wie auch Drogensucht) begründen nach ständiger Rechtspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung keine Invalidität im Sinne des Gesetzes. Vielmehr wird eine solche Sucht invalidenversicherungsrechtlich erst bedeutsam, wenn sie ihrerseits eine Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden eingetreten ist, oder aber wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist, welchem Krankheitswert zukommt (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 124 V 265</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3c; AHI 2002 S. 30, I 454/99 E. 2a). Dabei ist das ganze für die Alkoholsucht massgebende Ursachen- und Folgespektrum in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen, was impliziert, dass einer allfälligen Wechselwirkung zwischen Suchtmittelabhängigkeit und psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scher Begleiterkrankung Rechnung zu tragen ist. Was die krankheitsbedingten Ursachen der Alkoholsucht betrifft, ist für die invalidenversicherungsrechtliche Relevanz der Abhängigkeit erforderlich, dass dem Alkoholismus eine ausreichend schwere und ihrer Natur nach für die Entwicklung einer Suchtkrankheit geeignete Gesundheitsstörung zugrunde liegt, welche zumindest eine erhebliche Teilursache der Alkoholsucht darstellt. Mit dem Erfordernis des Krankheitswerts einer allfäl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ligen verursachenden psychischen Krankheit wird verlangt, dass diese die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit einschränkt. Wenn der erforderliche Kausalzusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">menhang zwischen Alkoholsucht und krankheitswertigem psychischem Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitsschaden besteht, sind für die Frage der noch zumutbaren Erwerbstätigkeit die psychischen und die suchtbedingten Beeinträchtigungen gesamthaft zu be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rücksichtigen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_906/2013 vom 23. Mai 2014 E. 2.2 und 9C_701/2012 vom 10. April 2013 E. 2 mit Hinweisen sowie 9C_706/2012 vom 1. Juli 2013 E. 3.2 mit Hinweis auf I 169/06 vom 8. August 2006 E. 2.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dem Beschwerdeführer ist insoweit zuzustimmen, dass nach der Rechtsprechung eine Alkoholabhängigkeit im Rahmen der Invalidenversicherung relevant wird, wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist (Urk. 1 S. 9), wobei aber zu präzisieren bleibt, dass Letzterem Krankheitswert zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen muss. Dies bleibt nachfolgend zu prüfen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">November 2015 E. 5.4). </span></p><p><span> </span><span>Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vo</span><span>raus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein</span><span>zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zu</span><span>mutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. </span><span>Art. </span><span>7 </span><span>Abs. </span><span>2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1; zur bisherigen Gerichtspraxis vgl. statt vieler: BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E. 4.2). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Therapierbarkeit ist dabei als Indiz in die ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">samthaft vorzunehmende allseitige Beweiswürdigung miteinzubeziehen (BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">143 V 409 E. 4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2017 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">März 2018 E. 4.2.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">sourcen, E. 4.3.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">druck (E. 4.4.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">März 2018 E. 7.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Was den K</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">omplex</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">«</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gesundheitsschädigung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">»</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> respektive den Indikator</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">«</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">prägung der diagnoserelevanten Befunde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">»</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> angeht, ist festzuhalten, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nur dort, wo bereits in den Diagnosekriterien ein Bezug zum Schweregrad gefordert wird, ein solcher nicht erreichter Schweregrad gegebenenfalls bereits den Ausschluss einer krankheitswertigen Störung erlauben würde. Verallgemeinert auf sämtliche psychiatrischen Diagnosen angewendet, greift diese Auffassung jedoch zu kurz. Fehlt in der Diagnose die Schweregradbezogenheit, zeigt sich die Schwere der Störung in ihrer rechtlichen Relevanz erst bei deren funktionellen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auswirkungen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vorgenannter BGE 143 V 418</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.2.2).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Der Beschwerdeführer leidet an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichte Episode mit somati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Symptomen (ICD-10 F33.01). Die wiederkehrenden depressiven Episoden mit intermittierenden Remissionsphasen wurden jedoch durch zahlreiche psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">soziale Belastungsfaktoren (zwei gescheiterte Ehen, Verlust der Arbeitsstelle, we</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nig Kontakt zu den Kindern), die rechtlich keine Invalidität zu begründen vermö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, und den Verlust der Tagesstruktur im Jahr 2011 ausgelöst (Urk. 9/168 S. 14). In Bezug auf den funktionellen Schweregrad erweist sich der Indikator der diagnoserelevanten Befunde damit als lediglich geringfügig ausgeprägt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich des Indikators </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">«Behandlungs-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und Eingliederungserfolg oder -</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">resistenz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">»</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wurde der Beschwerdeführer wiederholt stationär therapiert. Im Anschluss daran erfolgte indes keine adäquate ambulante Behandlung (vgl. E. 5.3.2 hievor). Eine Ausschöpfung der Therapiemöglichkeiten liegt damit nicht vor. Von einer Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">handlungsresistenz kann damit noch längst nicht gesprochen werden. Die Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gliederungsmassnahme im M.___ bezeichnete der Beschwerdeführer als «Quatsch». Er führte aus, er müsse zuerst mit seiner Lebenspartnerin keine Prob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leme mehr haben, was ihn am meisten belaste. Er wolle nicht mehr im M.___ arbeiten (Urk. 9/96 S. 10). Das Beschäftigungsprogramm beendete er in der Folge nach einer Woche; dies weil er die Reklamationen und Erpressungen nicht habe akzeptieren können (Urk. 9/168 S. 11). Der Verlauf des Eingliederungsversuchs spricht gegen eine Eingliederungsresistenz.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Störungen fallen unabhängig von ihrer Diagnos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e bereits dann als rechtlich be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deutsame Komorbiditäten in Betracht, wenn ihnen im konkreten Fall ressourcen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hemmende Wirkung beizumessen ist (vorgenannter BGE 143 V 418 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.1). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer leidet an verhältnismässig leichten ophthalmologischen Beschwerden, die keiner spezifischen Behandlung bedürfen (Urk. 9/177 S. 2). Hirn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">organische Einschränkungen wurden aufgrund der neuropsychologischen Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">suchung ausgeschlossen (Urk. 9/168 S. 14). Der Alkohol- und Nikotinab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hängig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit kommt sodann keine invalidisierende Wirkung zu (vgl. dazu E. 6.4 hienach). Es sind damit lediglich geringfügige als «Komorbiditäten» zu berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtigende krankheitswertige Störungen ausgewiesen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei den Komplexen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">«</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Persönlichkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">»</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">«</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sozialer Kontext</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">» </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ergibt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sich Folgen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des:</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Nach der Trennung von der zweiten Ehefrau lebte der Beschwerdeführer während zwei Jahren in einer Partnerschaft. Seither – das heisst seit drei Jahren – lebt er alleine in einem Studio mit einer kleinen Küche, Dusche und Toilette (Urk. 9/168 S. 10). Bis vor sechs Monaten trainierte er in einem Fitnessstudio. Seither fühlt er sich schlecht und hat keine Motivation und Lust mehr, etwas zu unternehmen. Tagsüber liest er und schaut fern. Er kocht und putzt seine Wohnung. Zudem unternimmt er regelmässig Spaziergänge und trifft ein bis zwei Mal pro Woche für eine Stunde seine Ex-Partnerin. Ansonsten lebt er zurückgezogen (Urk. 9/168 S. 11 f.). Trotz eines gewissen sozialen Rückzugs unterhält der Beschwerdeführer noch eine Tagesstruktur. Sein Lebenskontext enthält damit bestätigende, sich po</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tentiell günstig auf die Ressourcen auswirkende Faktoren. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kategorie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">«</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Konsistenz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">»</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (bezüglich Abgrenzung und gegenseitigen Bezügen zu den Komplexen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">«</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Persönlichkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">»</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">«sozialer Kontext» eingehend Mi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chael E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Meier, Ein Jahr neue Schmerzrechtsprechung, in: Jusletter vom 11. Juli 2016, S. 28 ff. [nachfolgend: Ein Jahr Schmerzrechtsprechung], vgl. auch Michael </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. Meier, Zwei Jahre neue Schmerzrechtsprechung, in: Riemer-Kafka/Hürzeler [Hrsg.], Das indikatorenorientierte Abklärungsverfahren, 2017, S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">105-148, S. 136</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ff.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> [nachfolgend: Zwei Jahre Schmerzrechtsprechung])</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zielt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Indikator </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">«</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gleichmässige Einschränkung des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Le</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bensbereichen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">»</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auf die Frage ab, ob die diskutierte Einschränkung in Beruf und Erwerb (bzw. bei Nichterwerbstätigen im Aufgabenbereich) einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beispielsweise</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Frei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeitgestaltung) anderseits gleich ausgeprägt ist, wobei das Aktivitätsniveau der versicherten Person stets im Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu sehen ist (BGE 141 V 281 E. 4.4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">16 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Aktivitätsniveau des Beschwerdeführers ist etwas eingeschränkt, wobei frag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich ist, ob hiefür krankheitsbedingte Gründe oder die fehlende Motivation ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">antwortlich sind. Er hat indes eine Tagesstruktur, kocht und putzt, unternimmt regelmässig Spaziergänge und trifft seine Ex-Partnerin. Eine gleichmässige Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkung des Aktivitätsniveaus verglichen mit der geltend gemachten Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit von mindestens 80 % ist damit nicht erstellt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen des Indikators </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">«</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">behandlungs- und eingliederungsanamnestisch aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewiesener Leidensdruck</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">»</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (zur Abgrenzung vom Indikator </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">«</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">»</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vgl. Mic</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hael E. Meier, Ein Jahr Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechtsprechung, S. 25 Rz 60 und Michael E. Meier, Zwei Jahre </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schmerzrecht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chung, S. 129) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weist d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> heisst das Ausmass, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nachlässigt werden (ergänzend zum Gesichtspunkt Behandlungs- und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Eingliede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungserfolg oder -resistenz unter dem Komplex </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">«</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gesundheitsschädigung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">»</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> den tatsächlichen Leidensdruck hin. In ähnlicher Weise zu berücksichtigen ist das Verhalten der versicherten Person im Rahmen der beruflichen (Selbst-) Einglie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung. Inkonsistentes Verhalten ist auch hier ein Indiz dafür, die geltend gemacht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkung sei anders begründet als durch ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte Gesundheitsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trächtigung (BGE 141 V 281 E. 4.4.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer unterzog sich seit 2010 stationären Behandlungen im Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chiatrie Zentrum N.___ (25. Oktober bis 2. Dezember 2010 [Urk. 9/52/9-10]), in der Klinik F.___ (2. Dezember 2010 bis 27. April 2011 [Urk. 9/52/7-8], 18. Oktober 2011 bis 18. Januar 2012 [Urk. 9/52/2-4 S. 2] und 18. August bis 16. Dezember 2014 [9/112/7-10]), in der Klinik für Psychiatrie und Psychothera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pie des Universitätsspitals G.___ (28. Dezember 2012 bis 14. Januar 2013 [Urk. 9/52/2-4]), in der Klinik im I.___ (14. Januar bis 1. Juli 2013 [Urk. 9/64]) und im Sanatorium O.___ (1. bis 10. Juli 2014 [Urk. 9/104/8]). Im Anschluss an die stationären Aufenthalte ist indes keine adäquate ambulante psychiatrische Behandlung mit entsprechender pharmakologischer Therapie dokumentiert (vgl. E. 5.3.2 hievor). Vor diesem Hintergrund kann trotz der durchgeführten stationä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren Behandlungen und in Anbetracht der geltend gemachten ausgeprägten Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerden nicht von einem klar ausgewiesenen Leidensdruck gesprochen werden. Hingegen sind gewisse Selbsteingliederungsmassnahmen ersichtlich, weshalb eingliederungsanamnestisch ein Leidensdruck vorhanden ist, der aber nicht aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geprägt ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ist bei gesamthafter Betrachtung über die massgeblichen Indi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">katoren und insbesondere mit Blick auf die inexistente gleichmässige Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kung des Aktivitätsniveaus eine medizinisch-gesundheitliche Anspruchsgrund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lage, welche zur Anerkennung einer Arbeitsunfähigkeit aus psychischer Sicht führen könnte, nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nachdem wie oben dargelegt der depressiven Störung keine invalidisierende Wir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kung zukommt, kann die Alkoholabhängigkeit des Beschwerdeführers weder Folge noch Auslöser eines Gesundheitsschadens sein, welchem Krankheitswert zukommt. Entsprechend kommt der Abhängigkeit kein invalidisierender Charak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ter zu. Dem Beschwerdeführer ist zwar zuzustimmen, dass langjähriger Alkohol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">missbrauch die körperliche und geistige Gesundheit so schwer schädigen kann, dass die Arbeitsfähigkeit nicht mehr gegeben ist (Urk. 1 S. 9). Entscheidend ist aber, dass reine Suchtfolgen grundsätzlich iv-rechtlich irrelevant sind, soweit sie als solche allein leistungsmindernd wirken. Reine Suchtfolgen können invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sierend sein, wenn daneben ein psychischer Gesundheitsschaden besteht, welcher die Alkoholabhängigkeit aufrecht erhält oder deren Folgen massgeblich verstärkt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_620/2017 vom 10. April 2018 E. 2.2.2). Dies ist aber vorliegend nicht der Fall.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei dieser Sachlage ist nicht ersichtlich, inwiefern eine erneute psychiatrische Begutachtung (Urk. 1 S. 2) neue, für die Beurteilung des vorliegenden Falls ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheidende Erkenntnisse liefern könnte, sodass darauf zu verzichten ist (antizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157 E. 1d mit weiteren Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gestützt auf Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IVG ist das Verfahren für den unterliegenden Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführer kostenpflichtig. Die Kosten sind unabhängig vom Streitwert nach dem Verfahrensaufwand festzulegen und vorliegend auf Fr. 800.-- anzusetzen, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die mit Gerichtsverfügung vom 18. Mai 2018 bestellte unentgeltliche Rechtsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">treterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Petra Oehmke, macht mit Hono</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rarnote vom 21. Februar 2019 (Urk. 19) einen Aufwand von 14.40 Stunden sowie Auslagen von Fr. 105.-- geltend, wofür ihr eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 3'525.-- (inklusive Barauslagen und MWSt) aus der Gerichtskasse zuzuspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span id="Text1"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span id="Text2"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, zufolge Ge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">währung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der Beschwerdeführer wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text7"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Petra Oehmke, Affoltern am Albis,</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird mit </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 3’525</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gerichtskasse entschädigt. </span><span id="Text5"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der Beschwerdeführer wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht ge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">mäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Petra Oehmke</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubLocher</p><p></p></div> </div></body></html>