<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00237</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203952&amp;W10_KEY=4467142&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00237</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 28.01.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Anwendbares Recht; neue SubmV gilt erst für nach deren Inkrafttreten (1.1.2004) ausgeschriebene oder entschiedene Vergaben (E. 1.1). Begründung des Zuschlags darf auch noch im Rahmen der Beschwerdeantwort nachgeholt werden (E. 2.1). Die Rüge der Vorbefassung muss rechtzeitig, d.h. bei Kenntnisnahme, geltend gemacht werden (E. 3). Die bei der Präqualifikation zu prüfenden Eignungskriterien dürfen bei der darauf folgenden Vergabe auch als Zuschlagskriterien dienen, wenn sie ein sachliches Kriterium zur Beurteilung der Qualität der offerierten Leistung darstellen (E. 4.3). Offen gelassen, ob eine unzulässige Änderung des Angebotstextes vorliegt (E. 5). Die erhobenen Einwände führen nicht zu einer Änderung der Rangierung (E. 6).<br/>Abweisung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEFANGENHEIT">BEFANGENHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGNUNGSKRITERIEN">EIGNUNGSKRITERIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRÃQUALIFIKATION">PRÃQUALIFIKATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORBEFASSUNG">VORBEFASSUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSCHLAGSKRITERIEN">ZUSCHLAGSKRITERIEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 5 Abs. 3 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 22 Abs. I IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">§ 17 Abs. I lit. i SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 5a VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Im Rahmen eines selektiven Vergabeverfahrens lud die Stadt ZÃ¼rich nach DurchfÃ¼hrung eines PrÃ¤qualifikationsverfahrens mit VerfÃ¼gung vom 19. MÃ¤rz 2003 fÃ¼nf Bewerber ein, fÃ¼r die Heizungs- und LÃ¼ftungsingenieurleistungen (BKP 294) bei der Innenerneuerung und den Wohnungszusammenlegungen in der Wohnsiedlung D Angebote einzureichen.</p> <p class="Urteilstext">Alle eingeladenen Bewerber reichten hierauf Offerten ein. Mit Beschluss vom 11. Juni 2003 vergab die Vorsteherin des Hochbaudepartementes der Stadt ZÃ¼rich die Heizungs- und LÃ¼ftungsingenieurarbeiten fÃ¼r die erwÃ¤hnte Sanierung der Wohnsiedlung D zum Betrag von Fr. 377'400.- der Firma B. Dieses Ergebnis wurde den nicht berÃ¼cksichtigten Anbietern mit Schreiben vom 12. Juni 2003 mitgeteilt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen den Vergabeentscheid erhob die A AG am 26. Juni 2003 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Sie beantragte, den angefochtenen Vergabeentscheid aufzuheben und die Heizungs- und LÃ¼ftungsingenieurarbeiten ihr zu vergeben, evtualiter die Streitsache an die Vorinstanz zur Neuvergabe zurÃ¼ckzuweisen. Zudem verlangte die BeschwerdefÃ¼hrerin, ihrem Rechtsmittel sei aufschiebende Wirkung zuzuerkennen und ihr sei eine Partei­entschÃ¤digung zuzusprechen.</p> <p class="Urteilstext">Das Hochbaudepartement der Stadt ZÃ¼rich erstattete die Beschwerdeantwort am 12. August 2003 mit den AntrÃ¤gen, die Beschwerde abzuweisen und dieser keine auf­schiebende Wirkung zuzuerkennen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. Die Firma B reichte keine Vernehmlassung ein.</p> <p class="Urteilstext">In Replik und Duplik hielten die Parteien an ihren AntrÃ¤gen fest.</p> <p class="Urteilstext">Nach DurchfÃ¼hrung des zweiten Schriftenwechsels wurde der Beschwerde mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 31. Oktober 2003 die am 1. Juli 2003 einstweilen erteilte aufschie­bende Wirkung entzogen.</p> <p class="Urteilstext">Die AusfÃ¼hrungen der Parteien in ihren Rechtsschriften werden â soweit rechtserheblich â in den nachfolgenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</p> <p class="Zwischentitel"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Mit Gesetz vom 15. September 2003 (in Kraft seit 1. Januar 2004) ist der Kanton ZÃ¼rich der revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 beigetreten. Da gemÃ¤ss deren Ãbergangsrecht (Art. 22 Abs. 1) die revidierte Vereinbarung fÃ¼r die Vergabe von AuftrÃ¤gen gilt, welche nach Inkrafttreten der Vereinbarung ausgeschrieben oder vergeben wurden, gelangen auf das vorliegende Beschwerdeverfahren noch die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen in der Fassung vom 25. November 1994 (aIVÃ¶B) sowie die §§ 3 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung vom 22. September 1996 (aIVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung. In gleicher Weise beurteilt sich die Streitsache in Bezug auf das anwendbare materielle Recht nach der im Zeitpunkt der SubmissionserÃ¶ffnung und des Vergabeentscheides geltenden Submissionsverordnung vom 18. Juni 1997 (aSubmV) und nicht nach der am 1. Januar 2004 in Kraft gesetzten Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 (vgl. VGr, 7. Juli 1999, BEZ 1999 Nr. 26 E. 2 = ZBl 101/2000, S. 271 E. 2).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt die prozessuale Vereinigung des vorliegenden Verfahrens mit dem Beschwerdeverfahren VB.2003.00236 betreffend der Vergabe der SanitÃ¤r­ingenieurarbeiten fÃ¼r das gleiche Bauobjekt. Da in den beiden Verfahren aber verschiedene Parteien (mit-)beteiligt sind und die sich stellenden Rechtsfragen nur teilweise decken, sind die beiden Verfahren nicht zu vereinigen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Ein nicht berÃ¼cksichtigter Anbieter ist zur Beschwerde gegen den Vergabeentscheid unter anderem dann legitimiert, wenn er im Fall der Gutheissung der Beschwerde eine rea­listische Chance hat, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen, oder wenn die Gut­heissung zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens fÃ¼hrt, in welchem er ein neues Angebot einreichen kann (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 10). Andernfalls fehlt ihm das schutzwÃ¼rdige Interesse an der BeschwerdefÃ¼hrung (§ 21 lit. a des Verwaltungsrechts­pflegegesetzes vom 24. Mai 1959; VRG). Vorliegend ist die Legitimation der BeschwerdefÃ¼hrerin gegeben, hat sie doch das tiefste Angebot eingereicht und macht geltend, bei richtiger Bewertung vor der Mitbeteiligten zu rangieren. Sofern der Vertrag mit der Mitbeteiligten noch nicht abgeschlossen ist, ist bei Gutheissung der Beschwerde eine Zu­schlags­erteilung an die BeschwerdefÃ¼hrerin in Betracht zu ziehen. Falls dies infolge des Vertrags­schlusses nicht mehr mÃ¶glich ist, Ã¤ndert an der Legitimation nichts, zumal die Submissionsbeschwerde auch dafÃ¼r zur VerfÃ¼gung steht, nach Vertragsschluss die Rechtswidrigkeit einer ZuschlagsverfÃ¼gung feststellen zu lassen (Art. 18 Abs. 2 aIVÃ¶B).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin beanstandet in ihrer Beschwerdeschrift, die Mitteilung des Zuschlages sei ungenÃ¼gend begrÃ¼ndet gewesen. Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts kann indessen eine allfÃ¤llige Verletzung des Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r infolge Fehlens einer ausreichenden BegrÃ¼ndung durch die im Rahmen der Beschwerdeantwort nachgereichte BegrÃ¼ndung sowie die einem BeschwerdefÃ¼hrenden eingerÃ¤umte Gelegenheit, mittels Replik zur Beschwerdeantwort Stellung zu nehmen, geheilt werden. Eine weitere ErgÃ¤nzung im Rahmen eines vom Gericht angeordneten zweiten Schriftenwechsels ist dagegen grundsÃ¤tzlich nicht zulÃ¤ssig (VGr, 19. Juni 2002, VB.2001.00360, E. 5d, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Urteilstext">Vorliegend fand nach ErÃ¶ffnung des Vergabeentscheides am 18. Juni 2003 zwischen der BeschwerdefÃ¼hrerin und dem Amt fÃ¼r Hochbauten der Stadt ZÃ¼rich eine Besprechung statt. Gleichentags bedankte sich die BeschwerdefÃ¼hrerin schriftlich fÃ¼r das "freundliche GesprÃ¤ch" und verlangte Einsicht in die Vergabeunterlagen, was das Hochbauamt ab­lehnte. Ob anlÃ¤sslich dieses GesprÃ¤chs der BeschwerdefÃ¼hrerin entgegen § 33 Abs. 2 aSubmV die "wesentlichen GrÃ¼nde fÃ¼r ihre NichtberÃ¼cksichtigung" nicht bekannt gegeben wurden, wie diese behauptet, kann offen bleiben. Die Beschwerdegegnerin hat mit der Be­schwerdeantwort die Bewertungsmatrix eingereicht und die Gewichtung der einzelnen Zu­schlagskriterien begrÃ¼ndet. Damit ist sie ihrer BegrÃ¼ndungspflicht im Rahmen der Be­schwerdeantwort nachgekommen. Auch wurden der BeschwerdefÃ¼hrerin im Verfahren vor Verwaltungsgericht mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung â unter Wahrung von vertraulichen GeschÃ¤fts­informationen der Mitbeteiligten â Einsicht in die fÃ¼r die WÃ¼rdigung des Vergabeentschei­des relevanten Akten gewÃ¤hrt. Die BeschwerdefÃ¼hrerin konnte zur BegrÃ¼ndung und zur Akteneinsicht in ihrer Replik Stellung nehmen. Eine allfÃ¤llige Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs wurde damit geheilt.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, die Mitbeteiligte sei vorbefasst gewesen und verlangt sinngemÃ¤ss deren Ausschluss. Zur BegrÃ¼ndung dieses Einwandes bringt sie in der Beschwerdeschrift vor, anlÃ¤sslich der Begehung habe sie festgestellt, dass die Firma B die zentrale Heizanlage am fraglichen Objekt erstellt habe, da in der Heizzentrale PlÃ¤ne und Prinzipschematas dieser Firma aufgehÃ¤ngt gewesen seien. In der Replik verweist sie zu­sÃ¤tzlich auf einen Vermerk auf dem Bewertungsblatt, diese Firma habe "umfangreiche GebÃ¤udekenntnisse".</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Die Frage der Vorbefassung ist eng mit jener der Ausstandspflicht verwandt. AusstandsgrÃ¼nde im Sinn von § 5a VRG sind umgehend geltend zu machen. Ein UntÃ¤tig­bleiben oder Einlassen in ein Verfahren im Wissen um das Vorliegen von AusstandsgrÃ¼n­den gilt als Verzicht auf deren Geltendmachung und fÃ¼hrt zum Verwirken dieses Anspruchs (VGr, 12. MÃ¤rz 2003, VB.2002.00281, www.vgrzh.ch, E. 2b/bb = BEZ 2003 Nr. 27, mit Hinweisen, auch zum folgenden). Die RÃ¼ge der Vorbefassung ist, wie der Einwand der Befangenheit, grundsÃ¤tzlich zu dem Zeitpunkt vorzubringen, zu welchem der Betroffene Kenntnis der fÃ¼r eine Vorbefassung sprechenden Tatsachen erhÃ¤lt.</span></p> <p class="Urteilstext">Mit Schreiben vom 21. MÃ¤rz 2003 hat die Beschwerdegegnerin den zugelassenen Bewerbern, und damit auch der BeschwerdefÃ¼hrerin, das Ergebnis der PrÃ¤qualifikation mitgeteilt und die zur Angebotsabgabe eingeladenen Unternehmen namentlich aufgelistet. AnlÃ¤sslich der Begehung vom 10. April 2003 wusste daher die BeschwerdefÃ¼hrerin, dass die Mitbeteiligte, deren PlÃ¤ne und Prinzipschematas sie in der Heizzentrale gesehen haben will, zur Offertstellung eingeladen worden war. Der Einwand, die Mitbeteiligte sei vorbe­fasst, hÃ¤tte daher bereits zu jenem Zeitpunkt geltend gemacht werden mÃ¼ssen. Es geht nicht an, im Wissen um die Vorbefassung eines Mitbewerbers das Ergebnis des Vergabe­verfahrens abzuwarten, um anschliessend â je nach Ergebnis des Verfahrens â den Ein­wand der Vorbefassung zu erheben. Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist mithin mit diesem Einwand nicht zu hÃ¶ren.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Hinsichtlich der Zuschlagskriterien und deren Gewichtung wendet die BeschwerdefÃ¼hrerin ein, die Beschwerdegegnerin habe die Offertsumme mit nur 16 % bewertet. Das einzig messbare Kriterium sei jedoch der Preis, der vorliegend nach DurchfÃ¼hrung einer PrÃ¤qualifikation bei mindestens 50 % liegen mÃ¼sste; bei den anderen Kriterien wandle sich das Submissionsverfahren "von der reinen Beliebigkeit zur organisierten WillkÃ¼r". Zudem sei das Gewicht der Honorarsumme durch das gewÃ¤hlte Verfahren weiter abgeschwÃ¤cht worden, indem es fÃ¼r das hÃ¶chste Angebot die Note 1 nur dann gegeben habe, wenn das hÃ¶chste Angebot 50 % Ã¼ber dem tiefsten gelegen sei. Auf diese Weise sei vermieden worden, dem hÃ¶chsten Angebot die Bewertung 1 oder null zu geben. Schliesslich hatten sich die Unternehmer Ã¼ber ihre Eignung in einem PrÃ¤qualifikationsverfahren auszuweisen. Ihre Eignung sei daher nicht mehr zu prÃ¼fen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Im Projektbeschrieb fÃ¼r die 2. Stufe, welcher allen zugelassenen Bewerbern zugestellt wurde, wurden folgende Zuschlagskriterien angegeben: </span></p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">"â Referenzen Ã¼ber Sanierungen in vergleichbaren, <b>bewohnten </b>WohngebÃ¤uden</p> <p class="EinzugZitat">â Referenzen und Fachkompetenzen der/des vorgesehenen Projektleiterin bzw. Projektleiters</p> <p class="EinzugZitat">â Referenzen Ã¼ber Zusammenarbeit mit Generalunternehmern</p> <p class="EinzugZitat">â Wirtschaftlichkeit des Angebotes (Honorarofferte) </p> <p class="EinzugZitat">â Gesamteindruck der Offertstellung"</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Urteilstext">Diesen Zuschlagskriterien wurde bei der Bewertung gemÃ¤ss der Reihenfolge eine Gewichtung von 32 %, 28 %, 16 %, 16 % und 8 % zugemessen. Die Bewertung erfolgte mit ganzen Noten von 1 bis 4 entsprechend den Qualifikationen ungenÃ¼gend/nicht vorhan­den (nicht erfÃ¼llt; Note 1), genÃ¼gend (knapp erfÃ¼llt; Note 2), gut (erfÃ¼llt; Note 3) und sehr gut (erfÃ¼llt; Note 4). Beim Zuschlagskriterium des Preises wurde dem gÃ¼nstigsten Angebot die Note 4 beigemessen. Dem hÃ¶chsten Angebot wurde hierauf, je nachdem ob dieses 10 %, 30 % oder 50 % hÃ¶her als das tiefste Angebot war, die Noten 3 bis 1 zugeordnet. Die errechneten Noten wurden schliesslich mit der prozentualen Gewichtung multipliziert und das Total errechnet.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts besteht keine Pflicht der vergebenden BehÃ¶rde, in den Ausschreibungsunterlagen die Gewichtung der Zuschlagskriterien bekannt zu geben (VGr, 18. Dezember 2002, VB.2001.00095 E. 3f, www.vgrzh.ch = BEZ 2003 Nr. 13). Hingegen mÃ¼ssen die Zuschlagskriterien (vgl. § 17 Abs. 1 lit. i SubmV) in der Reihenfolge ihrer Bedeutung bekannt gegeben werden (RB 1999 Nr. 62 = ZBl 100/1999, S. 372 E. 3b = BEZ 1999 Nr. 13). Diesem Erfordernis ist die Beschwerdegegnerin nachgekommen.</span></p> <p class="Urteilstext">Die fÃ¼r eine bestimmte Beschaffung massgeblichen Zuschlagskriterien und deren Gewichtung werden von der VergabebehÃ¶rde im Hinblick auf die Besonderheiten des Auftrags festgelegt, wobei ihr ein erheblicher Beurteilungsspielraum zusteht (RB 1999 Nr. 67). In dieses Ermessen greift das Verwaltungsgericht, dem keine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit des Entscheids zusteht (Art. 16 Abs. 2 aIVÃ¶B; vgl. auch § 50 Abs. 3 VRG), nicht ein. Dass die oben genannten Zuschlagskriterien teilweise auch Eignungs­kriterien bei der PrÃ¤qualifikation waren, ist nicht zu beanstanden. Bei der PrÃ¤qualifikation geht es darum, nicht geeignete Anbieter vom weiteren Verfahren auszuschliessen und allenfalls die Zahl der zur Offertstellung einzuladenden Bewerber zu beschrÃ¤nken (vgl. hierzu RB 1999 Nr. 54 = BEZ 1999 Nr. 14; Peter Gauch/Hubert StÃ¶ckli, Vergabethesen 1999, Thesen zum neuen Vergaberecht des Bundes, Freiburg 1999, Ziff. 16 ff.). Die bei der PrÃ¤qualifikation zu prÃ¼fenden Eignungskriterien dÃ¼rfen im Rahmen des Zuschlages als Zuschlagskriterien dienen, wenn sie â wie hier â sachliches Kriterium zur Beurteilung der QualitÃ¤t der offerierten Leistung sind (vgl. Peter Galli/AndrÃ© Moser/Elisabeth Lang, Praxis des Ã¶ffentlichen Beschaffungsrechts, ZÃ¼rich/etc. 2003, Rz. 299).</p> <p class="Urteilstext">Die Siedlung D umfasst rund 605 Wohnungen. Die vorgesehene Innensanierung mit Woh­nungszusammenlegung der Bauten soll im bewohnten Zustand erfolgen. Die Planung und AusfÃ¼hrung dieser Arbeiten ist technisch, organisatorisch und baulich Ã¤usserst anforde­rungsvoll. FÃ¼r die Sanierung der Heizungs- und LÃ¼ftungsanlagen allein sind rund 6 Mio. Franken vorgesehen. Wenn die Beschwerdegegnerin bei der Vergabe der Heizungs- und LÃ¼ftungsingenieurarbeiten der QualitÃ¤tssicherung sehr hohe Bedeutung beimass und der Erfahrung mit vergleichbaren bewohnten Bauvorhaben sowie der Erfahrung und Fach­kompetenz des vorgesehenen Projektleiters mehr Gewicht und der Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Generalunternehmern gleichviel Gewicht beimass wie dem Preis als solchem, hat sie das ihr bei der Gewichtung der Zuschlagskriterien zustehende Ermessen nicht Ã¼berschritten oder missbraucht (vgl. Art. 16 Abs. 1 lit. a aIVÃ¶B sowie § 50 Abs. 2 lit. c VRG). In diesem Zusammenhang gilt es auch zu beachten, dass es im hier zu entscheidenden Fall um Ingenieurleistungen geht, die einen relativ grossen Teil der voraus­sichtlichen AusfÃ¼hrungskosten (rund 7 Mio. Franken) ausmachen. Bei den Ingenieur­leistungen ist eine hohe Bewertung qualitativer Gesichtspunkte umso mehr gerechtfertigt, als sich die QualitÃ¤t auch auf die HÃ¶he der Gesamtkosten auswirkt.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r die Ingenieurleistungen Heizung und LÃ¼ftung belÃ¤uft sich auf Fr. 296'968.-, jenes der Mitbeteiligten auf Fr. 350'793.-, je exkl. MWSt, bzw. auf Fr. 319'500.- und Fr. 377'400.-, je inkl. MWSt. ZusÃ¤tzlich hat die Beschwer­defÃ¼hrerin ein Gesamtangebot fÃ¼r die Ingenieurleistungen Heizung/LÃ¼ftung einerseits und SanitÃ¤r anderseits eingereicht fÃ¼r Fr. 623'800.-; im Rahmen dieses Gesamtauftrages wÃ¼rde auf die Heizung- und LÃ¼ftungsingenieurleistungen ein Honorar von Fr. 288'000.- (inkl. MWSt) entfallen. Schliesslich hat sie eine dritte Offerte eingereicht mit einem zusÃ¤tzlichen Rabatt von 3 % fÃ¼r den Gesamtauftrag, falls die Elektroingenieurarbeiten der Firma F vergeben wÃ¼rden.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin hat die Ingenieurleistungen fÃ¼r Heizung/LÃ¼ftung einerseits und SanitÃ¤r anderseits getrennt ausgeschrieben. Dies ist durchaus sachgerecht, werden doch auf diese Weise spezialisierte PlanungsbÃ¼ros, welche nur entweder Heizung/LÃ¼ftung oder SanitÃ¤r anbieten, nicht vom Wettbewerb ausgeschlossen. Aus den Ausschreibungs­unterlagen ergibt sich nicht, dass auch ein sowohl die SanitÃ¤ringenieur- als auch die Hei­zungs-/LÃ¼f­tungsingenieurleistung umfassendes Gesamtangebot zulÃ¤ssig war. Das zweite tiefere Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r die Ingenieurleistungen Heizung/LÃ¼ftung erfolgte mithin unter der Bedingung, dass ihr auch die SanitÃ¤ringenieurleistungen Ã¼ber­tragen werden, und das dritte Angebot, dass die Elektoringenieurarbeiten an eine bestimm­te Drittfirma vergeben werden. Ob derartige "kombinierte" bzw. bedingte Angebote als unzulÃ¤ssige Ãnderung des Angebotstextes zu qualifizieren sind und daher vom Vergabe­verfahren ausgeschlossen werden mÃ¼ssen, kann vorliegend offen bleiben. Denn wie sich nachfolgend ergibt, rangiert das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin auch bei BerÃ¼cksich­tigung ihres lediglich im Rahmen eines Gesamtauftrages gÃ¼ltigen tieferen Angebotes hinter jenem der Mitbeteiligten.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss Bewertungstabelle vom 26. Mai 2003 erzielte die Mitbeteiligte mit 89,5 Punkten den ersten, die BeschwerdefÃ¼hrerin mit 86 Punkten den zweiten Rang. Beim Preis wurden der BeschwerdefÃ¼hrerin das Maximum von 16 Punkten, der Mitbeteiligten 11,5 Punkte zugeteilt. Entscheidend fÃ¼r die schlechtere Rangierung der BeschwerdefÃ¼hrerin war die Bewertung des ersten Zuschlagskriteriums "Referenzen Ã¼ber Sanierungen in vergleichbaren, bewohnten WohngebÃ¤uden". Hier wurde das Angebot der Mitbeteiligten mit der Note 4 (sehr gut) und â entsprechend der Gewichtung â mit 32 Punkten, jenes der BeschwerdefÃ¼hrerin mit 3 (gut) und 24 Punkten bewertet. Bei den Ã¼brigen Zuschlagskriterien erzielten die Mitbeteiligte und die BeschwerdefÃ¼hrerin die gleiche Punktzahl.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.1 </span></b><span>Beim Zuschlagskriterium des Preises lag das hÃ¶chste Angebot 32 % Ã¼ber dem tiefsten Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin. Entsprechend der vorn erwÃ¤hnten Bewertungsskala wurde demgemÃ¤ss dem hÃ¶chsten Angebot die Note 2 (Punktzahl 8), dem tiefsten Angebot (der BeschwerdefÃ¼hrerin) die Note 4 (Punktzahl 16) zugeteilt und die Ã¼brigen Offerten interpoliert, was bei der Mitbeteiligten die Note 2,9 und eine Punktzahl von 11,5 ergab.</span></p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin hat vorliegend mithin beim Preis die zur VerfÃ¼gung stehende Bewertungsskala zwischen 4 und 1 zu 2/3 ausgenÃ¼tzt. Bei gleicher Berechnungsart wÃ¼rde damit die Bewertungsspanne bei einer 48 % Ã¼ber dem tiefsten Preisangebot liegenden Offerte voll ausgenÃ¼tzt. Diese Preisspanne erscheint bei einem Ingenieurauftrag mit Hono­rierung nach Kostentarif als relativ hoch, doch liegt diese EinschÃ¤tzung noch innerhalb des der Beschwerdegegnerin bei der Bewertung der Zuschlagskriterien zustehenden Er­messens.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.2 </span></b><span>Die Beschwerdegegnerin begrÃ¼ndet die Bewertung des Angebotes der BeschwerdefÃ¼hrerin beim ersten Zuschlagskriterium "Referenzen Ã¼ber Sanierungen in vergleichbaren, bewohnten WohngebÃ¤uden" damit, das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin verweise auf die Sanierung einer MehrfamilienhausÃ¼berbauung. Diese Ãberbauung umfasse keine HochhÃ¤user, die Wohnsiedlung D dagegen eine bestimmte Anzahl. Ein weiteres Referenzobjekt der BeschwerdefÃ¼hrerin sei noch nicht realisiert worden. Weiter beinhalte der Auf­trag der VergabebehÃ¶rde gemÃ¤ss Projektbeschrieb die "ÃberprÃ¼fung der LÃ¼ftungsanlagen und Steuerungen bezÃ¼glich des Brandschutzes und der FeuerwehraufzÃ¼ge. Die BeschwerdefÃ¼hrerin erwÃ¤hne in ihren Referenzangaben jedoch keine derartige Sanierung, wÃ¤hrend die Mitbeteiligte eine solche Referenz nachweise.</span></p> <p class="Urteilstext">Diesen AusfÃ¼hrungen hÃ¤lt die BeschwerdefÃ¼hrerin entgegen, die Technik bei bewohnten HochhÃ¤usern und bewohnten MehrfamilienhÃ¤usern sei identisch. Bei den AuftrÃ¤gen in L und Y handle es sich um FolgeauftrÃ¤ge, was auf eine hohe Zufriedenheit schliessen lasse; aus diesem Grund wÃ¤re es notwendig gewesen, dass die SubmissionsbehÃ¶rde Referenzen auch einhole. Es komme hinzu, dass die Sanierung der MehrfamilienhausÃ¼berbauung M-Strasse in Z auch bewohnte HochhÃ¤user umfasst habe. Die RÃ¼ge, sie habe in ihren Referenzen keine Angaben betreffend ÃberprÃ¼fung der LÃ¼ftungsanlagen und Steuerungen bezÃ¼glich des Brandschutzes und der FeuerwehraufzÃ¼ge gemacht, sei Ã¼berspitzt forma­listisch. Es sei amtsnotorisch, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin die aufgefÃ¼hrten Referenz­objekte nicht hÃ¤tte durchfÃ¼hren kÃ¶nnen, wenn die feuerpolizeilichen Bestimmungen betreffend Brandschutz und FeuerwehraufzÃ¼ge nicht eingehalten worden wÃ¤ren. Diese bildeten einen notwendigen Bestandteil derartiger Aufgaben. Schliesslich habe sie beim Referenzobjekt 1 darauf verwiesen, dass bei diesem Objekt die Steigezonen in allen drei Geschossen abgeschottet und in jedem fÃ¼nften Geschoss Brandschutzklappen eingebaut wurden und auch eine Brandfallsteuerung Ã¼ber die Brandmeldeanlage realisiert worden sei.</p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss Projektbeschrieb vom 24. MÃ¤rz 2003, 2. Stufe des selektiven Verfahrens, wurden die zur Offertstellung eingeladenen IngenieurbÃ¼ros aufgefordert, verschiedene Unterlagen einzureichen, so eine "detaillierte Dokumentation Ã¼ber mindestens eine ausgefÃ¼hrte Sanierung in einem vergleichbaren bewohnten WohngebÃ¤ude".</p> <p class="Urteilstext">Die Honorarofferte der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 14. Mai 2003 Ã¼ber die Heizungs- und LÃ¼ftungsingenieurarbeiten (BKP 294) enthÃ¤lt verschiedene Unterlagen, u.a. (gemÃ¤ss Inhaltsverzeichnis) eine "1. Dokumentation Ã¼ber Sanierung vergleichbares Objekt". Diese "Dokumentation" auf einer A4-Seite verweist vorab auf die Sanierung "der Mehr­familienhaussiedlung M-Strasse in Z". Im "Projektbeschrieb" zu diesem Umbau wird ausgefÃ¼hrt, es habe sich um die Sanierung der haustechnischen Anlagen einer Ãberbauung mit verschiedenen Mehrfamilienhaussiedlungen und HochhÃ¤usern gehandelt. Hinsichtlich der Heizungs- und LÃ¼ftungsanlagen verweist die BeschwerdefÃ¼hrerin im Projektbeschrieb weiter auf AusfÃ¼hrungen einer vereinfachten kontrollierten WohnungslÃ¼ftung sowie auf Arbeiten im Bereich der Heizzentrale und Fernleitungen mit Dezentralisierung der Warmwasseraufbereitung. Weiter weist die BeschwerdefÃ¼hrerin auf drei weitere "Ã¤hnlich gelagerte Objekte" hin, ohne die dort ausgefÃ¼hrten Arbeiten nÃ¤her zu umschreiben. Dem­gegenÃ¼ber umfasst das Angebot der Mitbeteiligten eine umfangreiche Dokumentation der Sanierung einer HochhausÃ¼berbauungen (Wohnsiedlung W) mit AusfÃ¼hrungen Ã¼ber Aufgabenstellung, Ist-Zustand, getroffene Massnahmen, Bauetappen sowie Fotos, Schema­tas usw. Kurz vorgestellt werden zwei weitere Hochhaussanierungen. Wenn die Beschwer­degegnerin aufgrund der eher dÃ¼rftigen und wenig aussagekrÃ¤ftigen "Dokumentation" der BeschwerdefÃ¼hrerin das erste Zuschlagskriterium "Referenzen Ã¼ber Sanierungen in vergleichbaren, bewohnten WohngebÃ¤uden" mit der Note 3 (gut), jenes der Mitbeteiligte aber mit der Note 4 (sehr gut) bewertete, hat sie das ihr bei der Bewertung der Zuschlags­kriterien zustehende Ermessen auf keinen Fall Ã¼berschritten, und zwar unabhÃ¤ngig davon, ob die "Dokumentation" der BeschwerdefÃ¼hrerin hinsichtlich der zu treffenden feuerpoli­zeilichen Massnahmen aussagekrÃ¤ftig war oder nicht.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>7. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Zusammengefasst ist festzuhalten, dass die EinwÃ¤nde der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht zu einer Ãnderung der Rangierung fÃ¼hren. Dies trifft auch auf die Bewertung zu, in welcher das lediglich im Rahmen eines Gesamtauftrages gÃ¼ltige Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin berÃ¼cksichtigt wurde und die BeschwerdefÃ¼hrerin ebenfalls hinter der Mitbeteiligten den zweiten Rang belegt. Der Zuschlag erfolgte somit zu Recht an die auf Rang 1 klassierte Mitbeteiligte. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der Beschwer­defÃ¼hrerin aufzuerlegen. Eine ParteientschÃ¤digung steht der unterliegenden Beschwerde­fÃ¼hrerin nicht zu. Indessen ist eine solche auch nicht der obsiegenden Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Denn es ist zu berÃ¼cksichtigen, dass vorliegend mit der Beschwerdeantwort der Vergabeentscheid erstmals rechtsgenÃ¼gend begrÃ¼ndet wurde (vgl. RB 2000 Nr. 59 = BEZ 2000 Nr. 25); fÃ¼r diesen Aufwand steht der Beschwerdegegnerin von vornherein keine UmtriebsentschÃ¤digung zu. Die Ausarbeitung der Duplik schliesslich erforderte keinen besonderen Aufwand im Sinn von § 17 Abs. 2 lit. a VRG, sodass die Voraussetzungen fÃ¼r eine ParteientschÃ¤digung auch seitens der Beschwerdegegnerin nicht erfÃ¼llt sind. </p> <p class="Zwischentitel"><a id="Text12"></a><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 270.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'270.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt. </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen. </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="MsoNormal">5. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>