<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2014-12-24-6B_1156-2014.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_1156/2014 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 24. Dezember 2014</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Denys, präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari, </div> <div class="para">Bundesrichter Rüedi, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber C. Monn. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen</i>, Schützengasse 1, 9001 St. Gallen, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Wiederherstellungsgesuch (versäumter Verhandlungstermin, mehrfache Beschimpfung usw.), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen, Strafkammer, vom 19. November 2014. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Das Bundesgericht zieht in Erwägung:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Das Kreisgericht St. Gallen verurteilte die Beschwerdeführerin am 14. April 2014 wegen mehrfacher Beschimpfung und Tätlichkeiten zu einer Geldstrafe von 25 Tagessätzen zu Fr. 10.-- sowie zu einer Busse von Fr. 100.-- bzw. einer Ersatzfreiheitsstrafe von zehn Tagen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Dagegen reichte die Beschwerdeführerin Berufung ein. Sie blieb der Berufungsverhandlung am 18. September 2014 indessen fern und liess sich auch nicht vertreten. Das Berufungsverfahren wurde deshalb als erledigt abgeschrieben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Am 8. Oktober 2014 stellte die Beschwerdeführerin ein Gesuch um Wiederherstellung des versäumten Verhandlungstermins. Das Kantonsgericht St. Gallen wies das Gesuch am 19. November 2014 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Beschwerdeführerin wendet sich ans Bundesgericht, ohne einen ausdrücklichen Antrag zu stellen. Offensichtlich strebt sie eine Wiederherstellung des Berufungstermins an. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Soweit sich die Beschwerdeführerin nicht mit der Frage des versäumten Berufungstermins befasst, sondern materiell zur Sache äussert, ist sie nicht zu hören, weil dies nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Beschwerdeführerin machte im kantonalen Verfahren geltend, einerseits habe sie sich schriftlich abgemeldet, und anderseits sei sie nicht ordentlich vorgeladen worden (angefochtener Entscheid S. 3 E. 3b). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Vorinstanz stellt zum zweiten Punkt fest, die Rüge treffe nicht zu, weil die Beschwerdeführerin ordnungsgemäss vorgeladen worden sei. Dies wird von ihr vor Bundesgericht nicht mehr in Abrede gestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Vor Bundesgericht bringt sie sachgerecht nur vor, sie habe den Termin schriftlich abgemeldet (handschriftliche Bemerkung auf S. 2 des angefochtenen Entscheids). Dazu stellt die Vorinstanz fest, die Beschwerdeführerin habe nur angemerkt, dass sie den Termin als "überflüssig" erachte und deshalb nicht erscheinen werde (Entscheid S. 3 E. 3b). Vor Bundesgericht führt die Beschwerdeführerin ergänzend aus, sie habe den Termin nicht eingehalten, weil sie mehrfach darum gebeten habe, dass auch ein bestimmter Polizist vor Gericht erscheinen müsse (Beschwerde S. 2). Es ist indessen nicht Sache der Beschwerdeführerin, darüber zu befinden, wann eine Berufungsverhandlung "überflüssig" ist und unter welchen Umständen sie an einer solchen teilnehmen würde. Sie hätte an der Berufungsverhandlung, zu der sie ordnungsgemäss vorgeladen wurde, erscheinen müssen. Ihre Beanstandungen hätte sie dort vorbringen können. Die Vorinstanz wies das Wiederherstellungsgesuch zu Recht ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Beschwerde ist im Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span> abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang sind die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Das nachträglich gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von <span class="artref">Art. 64 BGG</span> abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage der Beschwerdeführerin (vgl. act. 6) ist durch eine Reduktion der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (<span class="artref">Art. 65 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht St. Gallen, Strafkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 24. Dezember 2014 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Denys </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Monn </div> </div></body></html>