<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 1/2} </div> <div class="para">1P.638/2002 /bie </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 19. Februar 2003 </div> <div class="para">I. Öffentlichrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesgerichtspräsident Aemisegger, Präsident, </div> <div class="para">Bundesgerichtsvizepräsident Nay, </div> <div class="para">Bundesrichter Fonjallaz, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Störi. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">Stiftung WWF Schweiz, </div> <div class="para">Hohlstrasse 110, 8010 Zürich-Mülligen Postzentrum, </div> <div class="para">Verkehrs-Club der Schweiz (VCS), </div> <div class="para">Bahnhofstrasse 8, Postfach, 3360 Herzogenbuchsee, </div> <div class="para">Pro Natura Schweiz, </div> <div class="para">Zentralsekretariat, Wartenbergstr. 22, 4052 Basel, </div> <div class="para">Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL), Hirschengraben 11, 3011 Bern, Beschwerdeführer, alle vier vertreten durch Rechtsanwältin Regula Schmid, Engelgasse 2, Postfach 230, 9001 St. Gallen, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kanton Thurgau, 8500 Frauenfeld, </div> <div class="para">vertreten durch das Departement für Bau und Umwelt des Kantons Thurgau, Verwaltungsgebäude, 8500 Frauenfeld, </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau, Frauenfelderstrasse 16, 8570 Weinfelden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para"><span class="artref"><artref id="CH/101/9" type="start"></artref>Art. 9 und 29 BV</span><artref id="CH/101/29" type="end"></artref> (Gerichts- und Parteikosten), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsrechtliche Beschwerde gegen den Entscheid </div> <div class="para">des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau </div> <div class="para">vom 30. Oktober 2002. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sachverhalt: </div> <div class="para">A. </div> <div class="para">Das Bundesgericht hiess mit Urteil vom 10. September 2002 die Verwaltungsgerichtsbeschwerde der Stiftung WWF Schweiz gut, hob den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 23. Januar 2002 auf und wies die Angelegenheit zur Weiterführung des Verfahrens im Sinne der Erwägungen ans Verwaltungsgericht zurück. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Verwaltungsgericht entschied am 30. Oktober 2002: </div> <div class="para">1. Die Beschwerde wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, als die Angelegenheit zur Weiterführung des Verfahrens im Sinne der Erwägungen des Bundesgerichts an das Departement für Bau und Umwelt zurückgewiesen wird. </div> <div class="para">2. Die Beschwerdeführer bezahlen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">eine reduzierte Verfahrensgebühr von Fr. 500.-- </div> <div class="para">abzüglich Kostenvorschuss von Fr. 500.-- </div> <div class="para">Total Fr. 0.-- </div> <div class="para">3. Der Kanton Thurgau hat die Beschwerdeführer reduziert mit Fr. 2'000.-- zuzüglich 7.6 % Mehrwertsteuer an deren aussergerichtliche Kosten zu entschädigen. Das DBU wird angewiesen, diesen Betrag innert 30 Tagen auszuzahlen. </div> <div class="para">4. (Mitteilungen)." </div> <div class="para">B. </div> <div class="para">Mit staatsrechtlicher Beschwerde vom 3.Dezember 2002 beantragen die Stiftung WWF Schweiz, der Verkehrsclub VCS, die Pro Natura Schweiz sowie die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, die Ziffern 2 und 3 des verwaltungsgerichtlichen Entscheids aufzuheben, ihnen keine Gerichtskosten aufzuerlegen und das Verfahren an die Vorinstanz zurückzuweisen zur Festsetzung einer angemessenen Parteientschädigung an die Beschwerdeführer. </div> <div class="para">C. </div> <div class="para">Das Departement für Bau und Umwelt verzichtet auf Vernehmlassung. Das Verwaltungsgericht beantragt, die Beschwerde abzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Wie die Beschwerdeführer zu Recht darlegen, handelt es sich beim angefochtenen Rückweisungsentscheid um einen Zwischenentscheid im Sinne von <span class="artref">Art. 87 Abs. 2 OG</span>, gegen den die staatsrechtliche Beschwerde nur zulässig ist, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann. Letzteres trifft, was sich aus dem von den Beschwerdeführern selber angeführten <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=21&amp;from_date=15.02.2003&amp;to_date=06.03.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-I-39%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page39">BGE 122 I 39</a> (bestätigt im Entscheid 1P.598/2000 vom 28. März 2001, in RDAT 2001 II 65 261) ergibt, bei der Regelung der Kosten- und Entschädigungsfragen in einem Rückweisungsentscheid grundsätzlich nicht zu; dieser Kostenentscheid kann im Anschluss an das neue kantonale Verfahren mit staatsrechtlicher Beschwerde angefochten werden, gegebenenfalls direkt nach einem unterinstanzlichen Entscheid (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=21&amp;from_date=15.02.2003&amp;to_date=06.03.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-IA-251%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page251">BGE 117 Ia 251</a> E. 1b; so verhält es sich auch im von den Beschwerdeführern zitierten Entscheid 1P.289/2001 vom 7. November 2001). Die Beschwerdeführer legen nicht dar, dass dies in ihrem konkreten Fall anders wäre, und das ist auch nicht ersichtlich. Die staatsrechtliche Beschwerde ist daher nicht zulässig. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde ist somit nicht einzutreten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdeführer kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 156 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die staatsrechtliche Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- wird den Beschwerdeführern je zu einem Viertel, unter solidarischer Haftung für den ganzen Betrag, auferlegt. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Beschwerdeführern, dem Kanton Thurgau und dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 19. Februar 2003 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>