<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">BV.2013.00024</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">III. Kammer</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer als Einzelrichterin</font> <p><font size="4">Gerichtsschreiberin Condamin</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 30. Mai 2013</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">Sammelstiftung Vita</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">c/o Zürich Lebensversicherungs-Gesellschaft AG</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Austrasse 46, 8045 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Klägerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beklagte</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Nach Einsicht in</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die Eingabe vom 20. März 2013 (Urk. 1), mit der die Sammelstiftung Vita Klage gegen die X.___ mit folgendem Rechtsbegehren erhoben hat:</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin den Beitragsausstand von CHF 9372.30 nebst Zins zu 5 % seit dem 01.07.2012, zuzüglich Betreibungs- und andere Kosten zu bezahlen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2. Es sei der in der Betreibung Nr. 288280 des Betreibungsamtes Zürich 11 erhobene Rechtsvorschlag vollumfänglich zu beseitigen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">in Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die Beklagte binnen der ihr mit Verfügung vom 27. März 2013 (Urk. 3) angesetzten Frist keine Klageantwort erstattet hat, weshalb androhungsgemäss Verzicht darauf anzunehmen ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt, da der Streitwert Fr. 20'000.-- nicht übersteigt (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer);</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">in weiterer Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die Beklagte sich der Klägerin gemäss deren Vorbringen und den eingereichten Unterlagen mit Anschlussvertrag vom 2. beziehungsweise 9. September 2009 per 1. September 2009 zur Durchführung der beruflichen Vorsorge gemäss Vorsorgeplan (Urk. 2/1, 2/4) anschloss,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die Klägerin die Beklagte am 12. Februar, 19. März und 25. April 2012 wegen bestehender Beitragsausstände mahnen musste (Urk. 2/9-10) und den Anschlussvertrag am 4. Juni 2012 schliesslich per 30. Juni 2012 kündigte (Urk. 2/12);</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">in weiterer Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">gemäss Art. 66 Abs. 2 Satz 1 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) der Arbeitgeber der Vorsorgeeinrichtung die gesamten Beiträge schuldet,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">die Vorsorgeeinrichtung für nicht rechtzeitig bezahlte Beiträge Verzugszinsen verlangen kann (Art. 66 Abs. 2 Satz 2 BVG),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> soweit ersichtlich, die im vorliegenden Verfahren säumige Beklagte - abgesehen vom ohne Begründung am 24. Oktober 2012 erhobenen Rechtsvorschlag (Urk. 2/14) - vor- beziehungsweise ausserprozessual niemals Bestand und/oder Höhe der eingeklagten Forderung in Zweifel gezogen hat;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">in weiterer Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die eingeklagte Forderung in der allgemein gehaltenen und somit den Anforderungen gemäss § 18 Abs. 2 beziehungsweise § 28 lit. a GSVGer i.V.m. Art. 55 Abs. 1 der Zivilprozessordnung (ZPO) nur knapp genügenden Klageschrift nicht spezifiziert wurde, aus den der Klageschrift beigelegten Kontoauszügen von 2011 und 2012 (Urk. 2/6), der Schlussabrechnung vom 19. Juli 2012 (Urk. 2/13) sowie den Abrechnungen (Urk. 2/8) immerhin ersichtlich ist, dass diese in erster Linie die Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge von insgesamt Fr. 8194.25 (= Fr. 3264.20 + Fr. 9860.05 abzüglich Fr. 4930.--) umfasst,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> gemäss den Kontoauszügen und den Abrechnungen (Urk. 2/6, 2/8) diese Beiträge für den offenbar als alleinigen Arbeitnehmer und Geschäftsführer angestellten Gesellschafter Y.___ während der Vertragsdauer geschuldet und unbezahlt geblieben sind (vgl. Urk. 2/8, Internetauszug Handelsregister des Kantons Zürich betr. X.___; </font><font face="RotisSerif" size="4"><a href="http://www.hra.zh.ch/internet/justiz_inneres/hra/de/firmensuche/firmensuche-zh.html">http://www.hra.zh.ch/internet/justiz_inneres/hra/de/firmensuche/firmensuche-zh.html</a></font><font face="RotisSerif" size="4">),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die des weiteren im Klagebetrag enthaltenen beziehungsweise aus dem Kontoauszug hervorgehenden Verwaltungskosten von Fr. 500.- im Zusammenhang mit der Vertragsauflösung, Mahnspesen von Fr. 100.- und Fr. 300.- sowie Zinsen von 4 % beziehungsweise 3,5 %, die per 31. Dezember 2011 und 30. Juni 2012 mit Fr. 43.50 und Fr. 234.55 beziffert wurden (Urk. 2/6-7), ihre rechtliche Grundlage im Anschlussvertrag beziehungsweise Kostenreglement (Urk. 2/1) finden,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> sich die Höhe der geforderten Verzugszinse und der Beginn der Verzinsung aus Art. 104 des Obligationenrechts (OR) ergeben,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">bezüglich der mit Rechtsbegehren Ziffer 1 eingeklagten Betreibungskosten der Beklagten inzwischen bekannt sein sollte, dass diese nicht im Rechtsöffnungsverfahren zugesprochen werden dürfen (vgl. Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts B 61/00 vom 26. September 2001), weil der Gläubiger von Gesetzes wegen berechtigt ist, diese Kosten von den Zahlungen des Schuldners vorab zu erheben (Art. 68 Abs. 2 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">zu den in Rechtsbegehren Ziffer 1 des weiteren angeführten anderen Kosten die Klageschrift keinerlei Begründung enthält und somit offen bleibt, ob damit die im Zahlungsbefehl aufgeführten, ebenfalls nicht näher spezifizierten Umtriebsspesen von Fr. 300.- gemeint sind,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">demzufolge die Klage teilweise gutzuheissen und die Beklagte zu verpflichten ist, der Klägerin Fr. 9372.30 nebst Zins zu 5 % seit 1. Juli 2012 zu bezahlen;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">in weiterer Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">das unbegründete Erheben eines Rechtsvorschlages gegen offensichtlich zu Recht in Betreibung gesetzte Beitragsforderungen verbunden mit der Säumigkeit im nachfolgenden Prozess nach der ständigen Praxis des hiesigen Gerichts als mutwilliges Verhalten im Sinne von § 33 Abs. 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) zu qualifizieren ist, weshalb der Beklagten die Kosten des vorliegenden Prozesses aufzuerlegen sind,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">nach § 34 Abs. 2 GSVGer Versicherungsträger in der Regel keinen Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten haben, vorliegend jedoch das Verhalten der Beklagten als mutwillig zu qualifizieren ist, weshalb sie in Anwendung von § 34 Abs. 1 GSVGer zu verpflichten ist, der weitgehend obsiegenden Klägerin eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen;</font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">erkennt das Gericht:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. In teilweiser Gutheissung der Klage wird die Beklagte verpflichtet, der Klägerin Fr. 9372.30 nebst Zins zu 5 % seit 1. Juli 2012 zu bezahlen, und in diesem Umfang wird der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 288280 des Betreibungsamtes Zürich 11 (Zahlungsbefehl vom 23. Oktober 2012) aufgehoben. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Spruchgebühr: Fr. 600.--</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Schreibgebühren: Fr. 159.--</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Zustellungsgebühren: Fr. 100.--</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Total: Fr. 859.--</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">werden der Beklagten auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden ihr nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Prozessentschädigung von Fr. 300.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Sammelstiftung Vita</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Sozialversicherungen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">sowie an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">5. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p></div></body></html>