TPF 2006 304 304 guenzauntrasferimentoalleautorit à cantonalinondovrebbecomportare inconvenientiimportantieleesigenzedicelerit à edefficaciadelprocedi- mento penale non dovrebbero subire alcunaripercussione. TPF 2006304 81.AuszugausdemEntscheiddesPr äsidentenderBeschwerdekammerin SachenBundesanwaltschaftgegenUnbekanntvom21.September2006 (TK.2006.133) Telefonüberwachung; Überwachung eines öffentlichen Fernmeldeanschlusses; Katalogtat bei qualifiziertem Tatbestand. Art. 272Ziff. 2 StGB, Art. 3, 4 Abs. 2, 7 BÜPF EinschwererFallvonverbotenemNachrichtendienstunddamiteineder Überwachung fähige Katalogtatistnurgegeben,wennGesamtinteressendes Landes betroffen sind. Surveillance téléphonique; surveillance d'un raccordement téléphonique public; infraction qualifiée. Art. 272 ch. 2 CP, art. 3, 4 al. 2, 7 LSCPT Iln'yacas aggravé d'espionnageetainsiuneinfraction qualifiée lasurveillance que lorsque les intérêts globau x du pays sont touchés. Sorveglianza telefonica: sorveglianza di un collegamento di telecomunicazione pubblico; reato per cui può essere disposta la sorveglianza in caso di fattispecie qualificata. Art. 272 n. 2 CP, art. 3, 4 cpv. 2, 7 LSCPT Ungravecasodispionaggioequindiunreatopercui può esseredispostala sorveglianza è dato unicamente se sono in gioco interessi globali del Paese. TPF 2006 304 305 Zusammenfassung des Sachverhalts: InderZeitung „B.“ erschieneinArtikelunterdemTitel „…“. Lautdem ArtikelsolleingewisserC.derCIA Geschäfts-undBankunterlageneines Syrers,f ürdenerFinanz geschäftege tätigthabe,angebotenhaben.DieCIA habedurchihrenMitarbeiterD.hieraufKontaktmitC.aufgenommen,da sieimRahmenihrerBem ühungen zurTerrorbe kämpfungdenbetreffenden SyrerbereitsimVisiergehabthabe. EsseiinderFolgezumehrerenTreffen anverschiedenenOrteninderSchweizgekommen,wobeiC.f ürseineIn- formationenjeweilsbezahltwordensei.DieCIAhabe überdiesauchver- sucht, via C. an die Mitgliederkarteieiner Gewerkschaft zu kommen. DerPr äsidentderBeschwerdekammergenehmigtedief üreineDauervon rundvierMonatenangeordneter ückwirkende ÜberwachungdesFernmel- deverkehrse ines öffentlichen Fernmeldeanschlusses nicht. Aus den Erwägungen: NachArt.272Ziff.1StGBwirdmitGef ängnisbestraft,werimInteresse einesfremdenStaatesodereinerau sländischenParteiodereineranderen OrganisationdesAuslandeszumNachteilderSchweizoderihrerAng ehö- rigen,EinwohneroderOrganisationenpolitischenNachrichtendienstbe- treibtodereinensolchenDiensteinrichtet,werf ürsolcheDiensteanwirbt oderihnenVorschubleistet.Gem ässZiff.2derBestimmungistinschwe- ren FällendieStrafeZuchthaus.AlsschwererFallgiltinsbesondere,wenn der TäterzuHandlungenaufreiztoderfalscheBerichteerstattet,diegeeig- netsind,dieinnereoder äussereSicherheitderEidgenossenschaftzuge- fährden.Eine Überwachungkannnurangeordnetwerden,wennderdrin- gendeVerdachtaufBegehungeinesschwerenFallesvorliegt(Art.3Abs.3 lit.a BÜPF).DieSachverhaltsdarstellunginGesuchundBeilagenlassen aufdenTatbestandvonArt.272Ziff.1StGBschliessen:Offenbargehtes umNachrichtendienstimZusammenhangmitTerrorismus,wasalspoliti- scherNachrichtendienstzuqualifizierenist(vgl.UrteildesBundesgerichts 9X.1/1999vom7.Juli2000E.7d).DieserNachrichtendienstsollInforma- tionen „einesinBernverkehrendenSyrer s“ undvonMitgliederneiner SchweizerGewerkschaft, „vorzugsweisearabischerNationali tät“ betreffen, womitdasTatbestandsmerkmal „zumNachteileines Angehörigenoder EinwohnersderSchwei z“ alsgegebenerachtetwerdenkann.Wieer wähnt isteineTelef onüberwachunggem ässBÜ PFimZusammenhangmitTPF 2006 304 306 Art. 272StGBjedochnurzul ässig,wennderdringendeTatverdacht fürdie qualifizierteBegehunggem äss Art.272Ziff.2gegebenist,alsoder „schwereFa ll“. AlsderisraelischeGeheimdienstinderSchweizheimlich eineTelefo nabhöranlagezur ÜberwachungprivaterPersoneninstallierte, sahdasBundesgerichtkeinenAnlass,dieTatalsschwerenFalleinzustufen (vgl.UrteildesBundesgerichts9X.1/1999vom7.Juli2000).DieserFallist demvorliegendeninvielenentscheidendenPunkten ähnlich,die Übergriffe sinddortjedoch – soweitheuteersichtlich – alsungleichgravierenderein- zustufen.IndenzweiEntscheidendesBundesgerichts,indeneneinschwe- rerFallimSinnevonArt.272Ziff.2StGBalsgegebenerachtetwurde, wurdeeine – imKriegsfalle – inhohemMassevorhandeneGef ährdungder SicherheitundderInteressen desLandes (BGE101IV177,196E.II/2cam Ende)bzw.dieGef ährdungder nationalen Sicherheit(BGE108IV41,47 E.3amEnde)festgestellt.BeiminArt.272Ziff.2zweiterSatzStGBge- brauchtenWortlauthandeltessichzweifellosumeinenichtabschliessende – undeventuell unglückliche(vgl. H OPF,BaslerKommentar,Basel2003, N. 16zuArt.272mitVerweisen) – Umschreibungderunterdemschweren Fallzuverstehenden Tätigkeit.DieseFormulierung – wieauchdiegenannte bundesgerichtlicheRechtsprechung – bringenjedochdenschwerenFall immerinVerbindungmitGesamtinteressen( „SicherheitderEidgenossen- schaft“,„d es Landes“,„national“).Vorliegendsiehtdieersuchende Behör- dedieSchweredesFallesdurchdieTatsachegegeben,dass Geschäfts-und Bankunterlagen übergebenwordenseinsollen,derLieferantderInformati- onendiesauseigenemAntriebgetanhabensoll,unddassdadurchNachah- mermotiviertwerdenk önnten. DieseVorbringenlassensich,insbesondere imLichtederobgenanntenRechtsprechungdesBundesgerichtesunddem Gesetzeswortlaut,auchbeientgegenkommendsterBetrachtungsweise( „in dubioproduriore “)nichtalsglaub würdigeAnhaltspunkteoder überzeugen- deAusf ührungendaf ürbetrachten,dassessichvorliegendumeinenschwe- renFallimSinnevonArt.272Ziff.2StGBhandeln könnte,geschweige denn,dass diesbezüglichekonkreteTatverdachtsmomentegenannt würden. EinentsprechenderdringenderTatverdachtf ürdenVerstossgegenArt.272 Ziff. 2StGBistaufgrundderAusf ührungenimGesuchunddervorgelegten Unterlagendeshalbnichtgegeben;mangelsdringendenTatverdachtsf ürein Katalogdeliktgem ässBÜPF kanndieangeordneteTelef onüberwachung nichtgenehmigtwerden.Allf älligeseitderAnordnungderzurGenehmi- gunganstehenden ÜberwachunggewonnenenResultatesindunverz üglich zu vernichten(Ar t. 7 Abs. 4 BÜPF).( … )