<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, unter dem Aspekt des Gebots der bundesstaatlichen Rechtsgleichheit die Aufwertung der ehemaligen Halbkantone Baselland und Basel-Stadt zu Vollkantonen zu prüfen. Der Bericht soll dabei den Fokus insbesondere auf das bundesstaatliche Gleichgewicht legen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In seiner Antwort vom 23. November 2016 auf die Anfrage 16.1055 "Wann werden Halbkantone für voll genommen?" hat der Bundesrat seine Haltung betreffend diese Thematik bereits bekannt gegeben. Aus komplexen historischen Gründen zählen sechs Kantone bei eidgenössischen Abstimmungen nur halb und haben nur einen Sitz im Ständerat. Die Problematik dieser Kantone (ehemals Halbkantone) ist altbekannt. Sie wird von der Lehre und den Bundesbehörden immer wieder behandelt, zuletzt insbesondere im Rahmen der Reform der Bundesverfassung im Jahr 1999.</p><p>Der Begriff "bundesstaatliches Gleichgewicht" ist zweifellos relativ und kann immer in Frage gestellt werden. Der Bundesrat ist jedoch der Ansicht, dass es heute nicht mehr als 1999 oder 2016 gerechtfertigt ist, dieses sensible politische, sprachliche, konfessionelle und zwischen eher städtischen und eher ländlichen Kantonen bestehende Gleichgewicht zu stören. Dem Bundesrat liegen keine neueren Erkenntnisse vor, die eine Studie über ein neues föderales Gleichgewicht oder über die Änderung des Status der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft rechtfertigen. Eine Änderung des Status nur dieser beiden Kantone würde zudem das Feld für viele weitere Fragen öffnen und würde wahrscheinlich von den anderen Kantonen nicht akzeptiert werden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.