Entscheid vom 2. Juli 2018 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Giorgio Bomio-Giovanascini, Vorsitz, Andreas J. Keller und Cornelia Cova, Gerichtsschreiberin Inga Leonova Parteien A., vertreten durch Rechtsanwalt Manuel Bader, Beschwerdeführer gegen BUNDESANWALTSCHAFT, Beschwerdegegnerin Gegenstand Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an […] Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG); Beschlagnahme von Vermögenswerten (Art. 80e Abs. 2 lit. a IRSG); Dauer der Beschlagnahme (Art. 33a IRSV); Ablehnung des Siegelungsgesuchs B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l Geschäftsnummer: RR.2018.47 - 2 - Sachverhalt: A. Die Strafbehörden von […] führen gegen B. ein Strafverfahren wegen Miss- brauchs der Dienstvollmacht und Dienststellung durch den Staatsbeamten, Annahme einer Bestechung, ungerechtfertigter Bereicherung und Geldwä- scherei. In diesem Zusammenhang stellte die Unabhängige Antikorruptions- behörde von […] am 21. April 2017 ein Rechtshilfeersuchen, worin sie die Schweiz nebst anderem um Herausgabe von Bankunterlagen von auf B. und auf die von ihm ge gründete Unternehmung C. lautenden Konten bei der Bank D. ersuchte. Ebenfalls wurde um Zustellung von Bankunterlagen mit Bezug auf den Absender bzw. Inhaber des Absenderkontos der im Oktober 2009 getätigten verdächtigen Transaktion von USD 9.2 Mio. sowie um Her- ausgabe sonstiger Beweismittel zu involvierten Personen und Banken er- sucht, die für die […] Ermittlungen nützlich sein könnten. Weiter wurde die Anordnung von Kontosperren bezüglich allfälliger Schweizer Bankkonten verlangt (Verfahrensakten RH.17.0182, Urk. 01.000-0004 ff.). B. Am 18. September 2017 übertrug das Bundesamt für Justiz (nachfolgend „BJ“) das Rechtshilfeersuchen der Bundesanwaltschaft (nachfolgend „BA“) zum Vollzug. In der Folge trat die BA auf das Rechtshilfeersuchen mit Ver- fügung vom 16. Oktober 2017 ein und erkannte die Akten aus de r von ihr geführten Strafuntersuchung SV.16.1003 gegen B. und A. zu den Akten des Rechtshilfeverfahrens (Verfahrensakten RH.17.0182, Urk. 04.000-0001 ff.). C. Mit Zwischenverfügung vom 19. Oktober 2017 wies die BA die Bank E. an, die auf A. lautenden Konten und Depots mit den Nummern 1A, 1B, 1C, 2A und 2B sofort zu sperren ( Verfahrensakten RH.17.0182, Urk. 05.001- 0037 ff.). Diese Verfügung blieb unangefochten. D. Am 16. November 2017 lehnte die BA den Siegelungsantrag von A. ab und beschlagnahmte die bei der Bank E. edierten Bankunterlagen (Verfahrens- akten RH.17.0182, Urk. 14.001-0022 ff.). E. Mit Schlussverfügung vom 8. Januar 2018 verfügte die BA die Aufrechter- haltung der vorgenannten Kontosperren und die Herausgabe der diese Kon- ten betreffenden Bankunterlagen (act. 1.2). - 3 - F. Dagegen liess A. bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts am 8. Februar 2018 Beschwerde erheben und folgende Anträge stellen (act. 1): 1. Die Schlussverfügung der Bundesanwaltschaft vom 8. Januar 2018 sei aufzuheben und das Rechtshilfeersuchen sei abzuweisen. Insbesondere sei die verfügte Her- ausgabe von Unterlagen sowie die Aufrechterhaltung der Sperre der Konten mit den Stamm-Nrn. 1 und 2 aufzuheben. 2. Die Zwischenverfügung vom 16. November 2017 und damit die Nichtsiegelung und Beschlagnahme von Unterlagen sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, die Siegelung der Unterlagen vorzunehmen [grammatikalisch korri- giert]. 3. Die Zwischenverfügung vom 19. Oktober 2017 und damit die [grammatikalisch kor- rigiert] Sperre der Konten mit den Stamm-Nrn. 1 und 2 sei aufzuheben. 4. Eventuell seien nur Unterlagen zu übermitteln, welche in unmittelbarem Zusammen- hang stehen mit der Tat, welche im ersuchenden Land untersucht wird [grammatika- lisch korrigiert], wobei übrige Informationen zu entfernen oder zu schwärzen sind. Die Unterlagen seien als elektronische Dateien zu verschlüsseln, wobei das Pass- wort separat, direkt der zuständigen Behörde bzw. Person bekannt zu geben sei [grammatikalisch korrigiert]. Unter Kosten- und Entschädigungspflicht zu Lasten der Staatskasse. G. Die BA und das BJ beantragen mit Eingaben vom 2. und 7. März 2018 die kostenfällige Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne (act. 7, 8 ). A. liess sich innert erstreckter Frist mit Schreibe n vom 18. April 2018 vernehmen und hielt an seinen in der Beschwerde gestellten Begehren fest (act. 18). Zur Duplik der BA mit weiteren Beilagen und des BJ vom 3. Mai 2018 nahm A. innert erstreckter Frist mit Eingabe vom 7. Juni 2018 Stellung (act. 20, 21, 28). Sowohl die BA als auch das BJ verzichteten mit Schreiben vom 14. und 19. Juni 2018 auf eine weitere Stellungnahme und hielten an ihren bisherigen Begehren fest (act. 30, 31). Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, in den folgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genommen. - 4 - Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 1. 1.1 Für die vorliegend zur Diskussion stehende Rechtshilfe zwischen der Schweiz und […] sind die Art. 43 ff. des Übereinkommens vom 31. Oktober 2003 der Vereinten Nationen gegen Korruption (UNCAC; SR 0.311.56) mas- sgebend, soweit diese direkt anwendbar sind. 1.2 Soweit der Staatsvertrag bestimmte Fragen weder ausdrücklich noch still- schweigend regelt, bzw. das schweizerische Landesrecht geringere Anfor- derungen an die Rechtshilfe stellt (sog. Günstigkeitsprinzip ; BGE 142 IV 250 E. 3; 140 IV 123 E. 2; 136 IV 82 E. 3.1; 135 IV 212 E. 2.3; ZIMMERMANN, La coopération judiciaire internationale en matière pénale, 4. Aufl. 2014, N. 229), sind das Bundesgesetz vom 20. März 1981 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (Rechtshilfegesetz, IRSG; SR 351.1) und die da- zugehörige Verordnung vom 24. Februar 1982 ( Rechtshilfeverordnung, IRSV; SR 351.11) anwendbar (Art. 1 Abs. 1 IRSG; BGE 143 IV 91 E. 1.3; BGE 136 IV 82 E. 3.2; 130 II 337 E. 1; vgl. auch Art. 54 StPO). Vorbehalten bleibt die Wahrung der Menschenrechte (BGE 139 II 65 E. 5.4 letzter Absatz; 135 IV 212 E. 2.3; 123 II 595 E. 7c; Z IMMERMANN, a.a.O., N. 211 ff., 223 ff., 680 ff.). Auf das vorliegende Beschwerdeverfahren sind zudem die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah- ren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021) anwendbar (Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 19. März 2010 über die Organisation der Strafbehörden des Bundes [Straf- behördenorganisationsgesetz, StBOG; SR 173.71]), wenn das IRSG nichts anderes bestimmt (siehe Art. 12 Abs. 1 IRSG). 2. 2.1 Die Schlussverfügung der ausführenden kantonalen oder der ausführenden Bundesbehörde unterliegt zusammen mit den vorangehenden Zwischenver- fügungen der Beschwerde an die Beschw erdekammer des Bundesstrafge- richts (Art. 80 e Abs. 1 IRSG). Die entsprech ende Beschwerdefrist beträgt 30 Tage (Art. 80k IRSG). Zur Beschwerdeführung ist berechtigt, wer persön- lich und direkt von einer Rechtshilfemassnahme betroffen ist und ein schutz- würdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 80 h lit. b IRSG). Als persönlich und direkt betroffen im Sinne des Art. 80h lit. b IRSG gilt namentlich der Kontoinhaber bei der Erhebung von Kontoinformationen (Art. 9a lit. a IRSV). Bejaht wird die Legitimation des Kontoinhabers auch für - 5 - Bankunterlagen, welche bereits zuvor im Rahmen eines nationalen Strafver- fahrens erhoben worden sind und sich daher bereits im Besitz der ausfüh- renden Behörde befinden ( vgl. Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2016.338 vom 20. März 2017 E. 1.6. 1 und 1.6.2; RR.2015.261 vom 4. Februar 2016 E. 2.1 und 2.2; RR.2014.106 vom 3. November 2014 E. 1.5 und 1.5.1; RR.2013.228 vom 25. Februar 2014 E. 2.2.2). 2.2 Bei dem hier angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine Schlussver- fügung der ausführenden Bundesbehörde in internationalen Rechtshilfean- gelegenheiten, die zusammen mit den ihr vorangegangenen Zwischenverfü- gungen angefochten werden kann. Als Inhaber der von der Rechtshilfe be- troffenen Konten ist der Beschwerdeführer zur B eschwerde legitimiert. Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde ist daher einzutreten. 3. Die Beschwerdekammer ist nicht an die Begehren der Parteien gebunden (Art. 25 Abs. 6 IRSG). Sie prüft die bei ihr erhobenen Rügen grundsätzlich mit freier Kognition. Sie ist aber nicht verpflichtet, nach weiteren der Gewäh- rung der Rechtshilfe allenfalls entgegenstehenden Gründen zu forschen, die aus der Beschwerde nicht hervorgehen (BGE 132 II 81 E. 1.4; 130 II 337 E. 1.4; Urteil des Bundesgerichts 1A.1/2009 vom 20. März 2009 E. 1.6; TPF 2011 97 E. 5). Ebenso wenig muss sich die urteilende Instanz mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen. Sie kann sich auf die für ihren Entscheid wesentlichen Punkte beschränken, und es genügt, wenn die Behörde wenigstens kurz die Überlegungen nennt, von denen sie sich leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1; 139 IV 179 E. 2.2; Urteil des Bundesgerichts 1C_143/2016 vom 2. Mai 2016 E. 2 mit Hinweisen). 4. 4.1 Der Beschwerdeführer kritisiert das Rechtshilfeersuchen in mehrfacher Hin- sicht (act. 1, S. 7 ff.; act. 18, S. 2 ff.). 4.2 Rechtshilfeersuchen bedürfen grundsätzlich der Schriftform (Art. 46 Abs. 14 UNCAC; Art. 28 Abs. 1 IRSG). Es hat gemäss Art. 46 Abs. 15 UNCAC nebst anderem die folgenden Angaben zu enthalten: die Bezeichnung der Be- hörde, von der das Ersuchen ausgeht (lit. a), Gegenstand und Art der Ermitt- lung, der Strafverfolgung oder des Gerichtsverfahrens, auf die oder das sich das Ersuchen bezieht, sowie Namen und Aufgaben der Behörde, welche die Ermittlung, die Strafverfolgung oder das Gerichtsverfahren durchführt (lit. b), eine zusammenfassende Sachverhaltsdarstellung, ausser bei Ersuchen um - 6 - Zustellung gerichtlicher Schriftstücke (lit. c), soweit möglich, Identität, Auf- enthaltsort und Staatsangehörigkeit jeder betroffenen Person (lit. e) und den Zweck, zu dem die Beweism ittel, Informationen oder Massnahmen erbeten werden (lit. f). Art. 28 Abs. 2 und 3 IRSG und Art. 10 Abs. 2 IRSV stellen entsprechende Voraussetzungen an das Rechtshilfeersuchen (Urteil des Bundesgerichts 1C_126/2014 vom 16. Mai 2014 E. 4.2). Der ersuchte V er- tragsstaat kann ergänzende Angaben anfordern, wenn dies für die Erledi- gung des Ersuchens nach seinem innerstaatlichen Recht erforderlich er- scheint oder die Erledigung erleichtern kann (Art. 46 Abs. 16 UNCAC). Es kann indes von den Behörden des ersuchend en Staates nicht verlangt werden, dass sie den Sachverhalt, der Gegenstand der Strafuntersuchung in ihrem Land bildet, lückenlos und ohne einen Widerspruch darstellen. Das wäre mit dem Sinn und Zweck des Rechtshilfeverfahrens unvereinbar, er- sucht doch ein Staat einen andern gerade deswegen um Mithilfe, damit er die bisher im Dunkeln gebliebenen Punkte klären kann aufgrund von Unter- lagen, die im Besitz des ersuchten Staates sind. Es reicht daher unter dem Gesichtspunkt der erwähnten Vorschriften aus, wenn die Angaben im Ersu- chen den schweizerischen Behörden die Prüfung ermöglichen, ob und allen- falls in welchem Umfang dem Ersuchen entsprochen werden muss oder ob ein Verweigerungsgrund vorliegt (BGE 136 IV 4 E. 4.1; 117 Ib 64 E. 5c S. 88; 110 Ib 173 E. 4d S. 17 9 f.; Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2011.61 vom 28. Juli 2011 E. 4.1.1). Die schweizerische Behörde hat sich hierbei nicht über das Bestehen der angeführten Tatsachen auszusprechen. Sie ist an die Darstellung des Sach- verhalts im Rechtshilfeersuchen gebunden, soweit diese nicht offensichtliche Fehler, Lücken oder Widersprüche enthält (BGE 110 Ib 173 E. 4d S. 180; vgl. zum Ganzen auch die Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2013.169 vom 25. Februar 2014 E. 5.1; RR.2007.211 vom 30. Juni 2009 E. 2.2). 4.3 Dem Rechtshilfeersuchen der […] Antikorruptionsbehörde vom 21. April 2017 ist zusammengefasst folgender Sachverhalt zu entnehmen (Verfahren- sakten RH.17.0182, Urk. 01.000-0014 ff.): B. sei von 2008 bis 2016 Abgeordneter des […] Parlaments und […] gewe- sen und habe am 29. Mai 2008 die Unternehmung C. gegründet, die er auf den British Virgin Islands registriert habe. Am 2. September 2008 habe er das USD-Konto Nr. 3 bei der Bank D. eröffnet, auf das am 30. Dezember 2008 USD 1 Mio. als Kredit eingegangen seien. Auf das am 30. August 2008 bei der Bank D. eröffnete Konto Nr. 4 sei am Eröffnungstag ein Betrag von EUR 1‘007‘210.00 eingegangen. Beide Transaktionen seien unbekannter - 7 - Herkunft. Die Juristenvereinigung für den Naturschutz von […] (nachfolgend „Juristenvereinigung Naturschutz“) habe von der internationalen Organized Crime Observatory (nachfolgend „OCO“) Dokumente erhalten, die belegen würden, dass sich auf dem Privatkonto von B. im Jahr 2009 bei der Bank D. USD 9,2 Mio., ebenfalls unbekannter Herkunft, befunden hätten. Das gegen B. am 21. Juni 2013 eingeleitete und am 12. April 2014 mangels hinreichen- den Tatverdachts eingestellte Strafermittlungsverfahren sei gestützt auf die von der Juristenvereinigung Naturschutz und des National en Zentralbüros Interpol Schweiz erhaltenen Informationen im November 2016 wieder aufge- nommen worden. Die Prüfung der Einkommensverhältnisse von B. und sei- ner Familie sowie aufgrund Vermögensklärungen bzw. Informationen seitens Behörden und kontoführenden Banken habe ergeben, dass es ihm unmög- lich gewesen sei, den auf sein Konto überwiesenen Betrag von über USD 10 Mio. legal zu erwerben, anzuhäufen oder zu erwirtschaften. B. habe 2009 in seiner Funktion als […] die Regierung bei zahlreichen Pro- jekten und Programmen im Bergbausektor vertreten. Unter anderem habe er im Namen der Regierung das Investmentabkommen (nachfolgend „Investiti- onsvereinbarung“) mit F. Ltd. und G. Ltd. abgeschlossen. Der Zeitpunkt der Deponierung der Gelder auf den Konten der Bank D., die Gründung der Un- ternehmung C. und der Erhalt der grossen Beträge im September und Okto- ber 2009 falle mit dem Zeitpunkt des Abschlusses einige r Verträge zusam- men. Daher bestehe der Verdacht des Amtsmissbrauchs sowie der Korrup- tion, und es müsse geprüft werden, ob die bei der Bank D. deponierten Gel- der illegalen Ursprungs seien. Die Gründung der Unternehmung C. und die Deponierung der grossen Beträge bei der Bank D. habe B. in seinen Ein- kommenserklärungen nie erwähnt. Dies habe er erst nach den Enthüllungen der internationalen Investigativjournalisten zugegeben und sei freiwillig vom Posten des […] zurückgetreten. Er habe keine strafrechtlichen Konsequen- zen tragen müssen. Nachdem in diversen öffentlichen Medien berichtet wor- den sei, dass B. vermutlich im Oktober 2009 auf das Konto bei der Bank D. einen Betrag von USD 9‘200’00.00 unbekannter Herkunft überwiesen be- kommen habe, hätten die Schweiz und […] gegen B. ein Ermittlungsverfah- ren wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs, der Bestechung, der unge- rechtfertigten Bereicherung und der Geldwäscherei eingeleitet. 4.4 4.4.1 Diese Sachverhaltsdarstellung genügt den Anforderungen von Art. 46 Abs. 15 lit. c UNCAC bzw. Art. 28 Abs. 3 lit. a IRSG. Die […] Behörden gehen insbesondere aufgrund des Zeitpunkts der Transaktionen, des Abschlusses der Investitionsvereinbarung im Jahr 2009 zwischen dem Staat […], F. Ltd. und G. Ltd., der damaligen Regierungsfunktion von B. sowie der Gründung - 8 - der Unternehmung C. davon aus, dass B. im Zusammenhang mit der ge- schlossenen Investitionsvereinbarung Bestechungsgelder erhalten haben könnte. Dass der Beschwerdeführer bzw. seine Kontoangaben bei der Bank D. im Ersuchen keine Erwähnung finden , vermag daran nichts zu ändern . Zielt das Ersuchen doch gerade darauf ab, die Herkunft von allfälligen an B. überwiesenen Bestechungsgeldern zu ermitteln. Die ersuchende Behörde hat im Ersuchen die Angaben von betroffenen Personen nur zu nennen, so- weit es ihr möglich ist (vgl. Art. 46 Abs. 15 lit. e UNCAC). 4.4.2 Zutreffend ist, dass dem Rechtshilfeersuchen eine Bestätigung über die Zu- lässigkeit der als Zwangsmassnahme zu qualifizierende Kontosperre auch auf dem Staatsgebiet […], nicht zu entnehmen ist . Unabhängig von der Frage, ob der Beschwerdeführer dies e Rüge verspätet vorgebracht hat , ist sie abzuweisen. Eine Bestätigung i.S.v. Art. 76 lit. c IRSG, wonach Anträgen auf Durchsuchungen von Personen oder Räumen, Beschlagnahme oder Herausgabe von Gegenständen eine Bestätigung beizufügen ist, dass diese Massnahmen im ersuchenden Staat zulässig sind, sieht das UNCAC nicht ausdrücklich vor. O bschon der ersuchte Ve rtragsstaat gemäss Art. 46 Abs. 16 UNCAC ergänzende Angaben anfordern kann, wird eine Bestäti- gung der genannten Art in der Praxis nur dann verlangt, wenn ersthafte Zwei- fel über die Zulässigkeit der verlangten Rechtshilfemassnahmen bestehen (BGE 128 II 407 E. 5.3.3; 123 II 161 E. 3b ; Entscheid des Bundesstrafge- richts RR.2017.23-25, RR.2017.62-64, RR.2017.74 vom 7. Dezember 2017 E. 5.7.2). Solche Zweifel sind vorliegend keine ersichtlich. Angesichts des Beschlagnahmebeschlusses der Staatsa nwaltschaft Z. vom 21. April 2017 (Verfahrensakten RH.17.0182, Urk. 01.000 -0040) ist eine solche Bestäti- gung weder notwendig (vgl. Art. 31 Abs. 2 IRSV) noch vermag sie die Erle- digung des Ersuchens zu erleichtern (vgl. Art. 46 Abs. 16 UNCAC) . Damit durfte die Beschwerdegegnerin auf die Einholung einer Bestätigung i.S.v. Art. 76 lit. c IRSG verzichten. Die Rüge geht fehl. 4.4.3 Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, dass das geg en B. eingestellte Strafverfahren gestützt auf ein gefälschtes Dokument wiederaufgenommen worden sei. Eine Transaktion von der Bank H. auf das Konto von B. in der Höhe von USD 9.2 Mio. habe es nie gegeben. Dieses Dokument liege dem Ersuchen als Beilage 26 bei (act. 1, S. 7 ff.; act. 18, S. 2 ff.). Das Vorbringen des Beschwerdeführers vermag nicht zu überzeugen. Der Beschwerdeführer übersieht, dass es sich bei der Beilage 26 um ein von der ersuchenden Behörde ins Recht gelegtes Beweismittel handelt. Die […] Be- hörden sind jedoch grundsätzlich nicht gehalten, dem Ersuchen solche Be- weismittel beizulegen (vgl. Art. 46 Abs. 15 UNCAC). Ob die Wiederaufnahme - 9 - des Strafverfahrens gegen B. unter Einhaltung der im […] Recht vorgesehe- nen Voraussetzungen erfolgte, ist im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht zu beurteilen. Dies wird der Beschuldigte im […] Strafverfahren geltend machen können. Dies gilt ebenso in Bezug auf die Ausführungen des Be- schwerdeführers, sofern sie sich auf die allfällige Strafbarkeit von B. im Zu- sammenhang mit dem Abschluss der Investitionsvereinbarung mit G. Ltd. und F. Ltd. beziehen. 4.5 4.5.1 An der Verbindlichkeit des im Rechtshilfeersuchens dargelegten Sachver- halts ändert auch das sinngemässe Vorbringen des Beschwerdeführers nichts, wonach sich die Ausgangslage seit Fe bruar 2018 geändert hätte (act. 28, S 12). Die Beschwerdegegnerin weist zurecht darauf hin, dass es sich bei den Unterlagen der Staatsanwaltschaft Z. vom 5. Februar 2018 nicht um Eingaben seitens der gesuchstellenden Behörde handelt. Ob die ersuchende Behörde von diesen Unterlagen Kenntnis hat, geht den hier vorliegenden Akten nicht hervor. Es drängt sich jedoch die Frage auf, weshalb sich die ersuchende Behörde – trotz angeblicher Kenntnis und Ver- bindlichkeit des Beschlusses der Staatsanwaltschaft Z. – am 30. Januar 2018 bei den Schweizer Behörden nach dem Stand des Rechtshilfeverfah- rens erkundigte und das Ersuchen bis dato nicht zurückgezogen hat (Ver- fahrensakten RH.17.0182, Urk. 03.000 -0004 ff.). Bis zum Rückzug des Er- suchens, hat der ersuchte Staat indessen das Rechtshilfeersuchen auszu- führen (Urteil des Bundesgerichts 1C_559/2009 vom 11. Februar 2010; Ent- scheid des Bundesstrafgerichts RR.2012.117 vom 20. Dezember 2012 E. 4.3). Die Beschwerdegegnerin weist zurecht darauf hin , dass das Inte- resse der […] Behörde am baldigen Abschluss des Rechtshilfeverfahrens mit der im April 2018 e rfolgten Verhaftung von B. in Verbindung stehen könnte. Aus d en ins Recht gelegten Medienberichten geht hervor, dass B. wegen Korruptionsvorwürfen im Zusammenhang mit der im 2009 abge- schlossenen Investitionsvereinbarung verhaftet worden sei und als Haupt- verdächtiger gelte (Beilage zur Beschwer deduplik, Urk. 20.100 -0001 ff.). Dies widerspricht zugleich der Behauptung des Beschwerdeführers, gegen B. werde nur wegen den angeblich im Jahr 2015 begangenen Verfehlungen ermittelt. 4.5.2 Zudem äussert sich der Beschluss vom 5. Februar 2018 lediglich zur allfälli- gen Strafbarkeit des Beschwerdeführers, ohne die Strafbarkeit von B. zu er- wähnen. Der Beschwerdeführer wird im Rechtshilfeverfahren nicht als Be- schuldigter aufgeführt. Im Rechtshilfeersuchen wird nur B. als Beschuldigter genannt und d as […] Ermittlungsverfahren wird – soweit ersichtlich – zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur gegen B. geführt (Verfahrensakten - 10 - RH.17.0182, Urk. 01.000-0014 ff.). Der Frage, ob der Beschwerdeführer seine gesellschaftliche Stellung ausgenutzt haben könnte, um auf […] Be- hörden Einfluss zu nehmen, wie dies bereits im Beschluss der Beschwerde- kammer RR.2017.330 vom 6. Februar 2018 am Rande angemerkt wurde (E. 5), braucht vorliegend nicht nachgegangen zu werden. 4.5.3 Schliesslich sei Folgendes (am Rande) angemerkt: Zunächst brachte der Beschwerdeführer vor, er habe bei der Staatsanwaltschaft Z. die Einstellung des Verfahrens beantragt. Infolge des Einwands der Beschwerdegegnerin, gegen den Beschwerdeführer laufe im Staat […] keine Untersuchung, wes- halb auch kein Verfahren eingestellt werden könne, erklärte der Beschwer- deführer diese Unstimmigkeit sei auf fehlerhafte Übersetzung zurückzufüh- ren (act. 18, S. 21). Auffällig erscheint auch, dass weder der Beschluss noch das Antwortschreiben der Staatsanwaltschaft Z. vom 5. Februar 2018 das Datum des angeblichen Ersuchens des Beschwerdeführers nennen. Auch im Rahmen des vorliegenden Verfahrens reichte der Beschwerdeführer an- stelle einer übersetzten Version des Gesuchs an die S taatsanwaltschaft Z. lediglich eine Bestätigung seitens seines […] Anwalts ein, welche das Datum des Ersuchens ebenfalls nicht ausführt (act. 28.1). Nicht nachvollziehbar ist zudem das Verhalten des Beschwerdeführers. Sollte die Staatsanwaltschaft Z. den Beschluss vom 5. Februar 2018 basierend auf die ihr vom Beschwer- deführer eingereichten Kontounterlagen erlassen haben und würden diese den im Staat […] nicht beschuldigten Beschwerdeführer entlasten, wie dies von ihm behauptet wird, fragt sich, weshalb er s ich gegen die vorliegende Herausgabe der Bankunterlagen wehrt. 4.6 Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass die Sachverhaltsdarstellung im Rechtshilfeersuchen für den Rechtshilferichter binden ist. 5. 5.1 Weiter bestreitet d er Beschwerdeführer das Vorliegen der Voraussetzung der doppelten Strafbarkeit. Er bringt vor, die möglicherweise widersprüchli- chen Aussagen von B. würden höchstens auf ein Fiskaldelikt hinweisen, für welches die Schweiz keine Rechtshilfe leiste (act. 1, S. 7 ff.; act. 18, S. 11; act. 28, S. 6). 5.2 Gemäss Art. 46 Abs. 9 lit. b UNCAC können die Vertragsstaaten die Rechts- hilfe nach diesem Artikel unter Berufung auf das Fehlen beidseitiger Straf- barkeit verweigern. In diesem Sinne sieht Art. 64 Abs. 1 IRSG für die ak- zessorische Rechtshilfe vor, dass prozessuale Zwangsmassnahmen nur an- gewendet werden dürfen, wenn aus der Darstellung des Sachverhalts im Er- suchen hervorgeht, dass die im Ausland verfolgte Handlung die objektiven - 11 - Merkmale eines nach schweizerischem Recht strafbaren Tatbestandes auf- weist (vgl. auch die konventionsrechtliche Definition der beidseitigen Straf- barkeit in Art. 43 Abs. 2 UNCAC, welche sich indessen, soweit hier relevant, nicht von derjenigen des IRSG unterscheidet; Urteil des Bundesgerichts 1C_126/2014 vom 16. Mai 2014 E. 4.4). Für die Frage der beidseitigen Strafbarkeit nach schweizerischem Recht ist der im Ersuchen dargelegte Sachverhalt so zu subsumieren, wie wenn die Schweiz wegen des gleichen Sachverhalts ein Strafverfahren eingeleitet hätte (BGE 142 IV 250 E. 5.2; 132 II 81 E. 2.7.2 S. 90; 129 II 462 E. 4.4). Er muss dabei die objektiven Tatbestandsmerkmale einer Strafbestimmung des schweizerischen Rechts erfüllen. Bei der Beurteilung der beidseitigen Straf- barkeit beschränkt sich der Rechtshilferichter auf eine Prüfung prima facie (BGE 142 IV 250 E. 5.2 m.w.H.). 5.3 5.3.1 Im Rechtshilfeersuchen wird gegen B. wegen des Verdachts des Amtsmiss- brauchs, der Be stechung, der ungerechtfertigten Bereicherung und der Geldwäscherei nach […] Recht ermittelt (Verfahrensakten RH.17.0182, Urk. 01.000-0014 f.). 5.3.2 Aktive Bestechung im Sinne von Art. 322ter StGB begeht, wer einem Mitglied einer richterlichen oder anderen Behörde, einem Beamten, einem amtlich bestellten Sachverständigen, Übersetzer oder Dolmetscher, einem Schieds- richter oder einem Angehörigen der Armee im Zusammenhang mit de ssen amtlicher Tätigkeit für eine pflichtwidrige oder eine im Ermessen stehenden Handlung oder Unterlassung zu dessen Gunsten oder zu Gunsten eines Drit- ten einen nicht gebührenden Vorteil anbietet, verspricht oder gewährt. Dem- gegenüber bildet die passive B estechung im Sinne von Art. 322quater StGB das Gegenstück zu Art. 322ter StGB und bezieht sich auf den Amtsträger, der einen nicht gebührenden Vorteil annimmt, sich versprechen lässt oder for- dert. Ungetreue Amtsführung i.S.v. Art. 314 StGB begeht, wer als Mitglied einer Behörde oder Beamte, die bei einem Rechtsgeschäft die von ihm zu wah- renden öffentlichen Interessen schädigt, um sich oder einem andern einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen. 5.3.3 Gemäss den Ausführungen im Rechtshilfeersuchen soll B. während seiner Amtszeit als Abgeordneter des […] Parlaments und als […] auf Konten bei der Bank D. im Dezember 2008 und im Jahr 2009 einen Gesamtbetrag von über USD 10 Mio. erhalten haben, wobei die Pr üfung der Einkommensver- hältnisse ergeben habe, dass es ihm unmöglich gewesen sei, diesen Betrag - 12 - legal zu erwerben, anzuhäufen oder zu erwirtschaften. Da B. im Oktober 2009 im Namen der […] Regierung die Investitionsvereinbarung mit F. Ltd. und G. Ltd. (mit-)unterzeichnet habe, bestünde der Verdacht, dass die auf den Konten von B. deponierten Beträge Bestechungsgelder sein könnten (Verfahrensakten RH.17.0182, Urk. 01.000-0014 f.). In Anbetracht des Ab- schlusszeitpunktes der Investitionsvereinbarung, des Gründungszeitpunkts der Unternehmung C., der grossen Beträge, die B. kurz nach seinem Amts- antritt überwiesen worden sind, könnte das B. vorgeworfene Verhalten prima facie unter Art. 322 quater StGB und Art. 314 StGB subsumiert werden. Dies umso mehr, als die Grundlage für die Transaktionen und insbesondere das Verhältnis zwischen B. und dem Beschwerdeführer gegenwärtig nicht geklärt ist. Der Beschwerdeführer trug zur Klärung dieser Frage n im nationalen Strafverfahren auch n icht bei (s. Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2017.330, RP.2017.74 vom 6. Februar 2018 E. 4.2.1). B. erwähnte an- lässlich seiner Befragung vom 3. Januar 2017 weder die ihm vom Beschwer- deführer überwiesenen EUR 8.2 Mio. noch äusserte er sich zu seinem Ver- hältnis zum Beschwerdeführer. Unter diesen Umständen und aufgrund der widersprüchlichen und unvollständ igen Aussagen von B. kann die Be- schwerdegegnerin eine passive Bestechung von B. nicht ausschliessen. Bei diesem Ergebnis kann offen bleiben, ob der B. gemachte Vorwurf nach Schweizer Recht auch unter den Tatbestand der Geldwäscherei subsumiert werden könnte. Jedenfalls werden B. im Rechtshilfeersuchen entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers keine Fiskaldelikte vorgeworfen. 5.4 Das Erfordernis der beidseitigen Strafbarkeit ist vorliegend erfüllt und die Be- schwerde ist diesbezüglich abzuweisen. 6. 6.1 Der Beschwerdeführer bringt ferner vor, er habe die Siegelung der Akten rechtzeitig verlangt und der ablehnende Siegelungsentscheid der Beschwer- degegnerin vom 16. November 2017 sei aufzuheben (act. 1, S. 11 ff.; act. 18, S. 2 ff.). 6.2 Der Entscheid, mit welchem die ausführende Behörde im Rechtshilfeverfah- ren den Antrag auf Siegelung ablehnt, stellt im Normalfall eine Zwischenver- fügung im Sinne von Art. 80 e Abs. 2 IRSG dar, welche zusammen mit der Schlussverfügung angefochten werden kann (BGE 138 IV 40 E. 2.3.1 S. 44; 127 II 151 E. 4c/bb S. 156; 126 II 495 E. 3 S. 498; TPF 2016 84 E. 2.1.4 S. 87; Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2015.70 vom 20. April 2015). 6.3 Mit Blick auf den Zweck der Siegelung und das für die Entsiegelung vorge- sehene Verfahren im Rechtshilfeverfahren (wie im Strafverfahren auch) - 13 - kommt die Weigerung der ausführenden Behörden, dem Siegelungsgesuch zu folgen, nur in liquiden Fällen in Frage (Art. 9 IRSV i.V.m. Art. 246 -248 StPO; Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2015.107/156 vom 15. De- zember 2015 E. 5.3; RR.2014.280 vom 15. Januar 2015 E. 2.3 und 2.5, be- stätigt mit Urteil des Bundesgerichts 1C_65/2015 vom 7. April 2015). Von einem solchen Fall ist im Rechtshilfeverfahren namentlich dann auszugehen, wenn der Antrag auf Siegelung eindeutig verspätet gestellt wurde oder darin keinerlei Siegelungsgründe geltend gemacht wurden, d.h. keine Gründe, welche eine Siegelung überhaupt zu rechtfertigen vermöchten (Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2015.70 vom 20. April 2015). Das Siegelungs- begehren muss in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang mit der Durch- suchung geltend gemacht werden, prinzipiell somit während ihrer Durchfüh- rung (BGE 127 II 151 E. 4c/aa; Urteil des Bundesgerichts 1B_322/2013 vom 20. Dezember 2013 E. 2.1; THORMANN/BRECHBÜHL, Basler Kommentar, 2. Aufl. 2014, Art. 248 StPO N. 11). Voraussetzung ist, dass die Berechtigten dieses Verfahrensrecht dabei überhaupt ausüben konnten (BGE 140 IV 28 E. 4.3.5). 6.4 Dem Beschwerdeführer ist insoweit zuzustimmen, als dass durch den Ak- tenbeizug der bereits im Strafverfahren durchsuchten Bankunterlagen im Rechtshilfeverfahren keine erneute Durchsuchung stattfand, welcher er hätte beiwohnen können. Der Beschwerdegegnerin waren die edierten Bankunterlagen aus dem Strafverfahren bekannt, weshalb sie diejenigen Unterlagen, die sie für das Rechtshilfeverfahren als relevant erachtete , an- schliessend zu den Rechtshilfea kten erkannte. Infolge des Akteneinsichts- gesuchs vom 20. Oktober 2017 wurden dem Rechtsvertreters des Be- schwerdeführers am 23. und 24. Oktober 2017 Rechtshilfeakten zugestellt, worunter sich insbesondere die Eintretensverfügung vom 16. Oktober 2017 befand, mit welcher die Beschwerdegegnerin Bankunterlagen aus dem Strafverfahren zu den Rechtshilfeakten erkannte (Verfahrensakten RH.17.0182, Urk. 14.001-0004 ff.). Im Schreiben vom 24. Oktober 2017 wies die Beschwerdegegnerin den Rechtsvertreter darauf hin, dass die bei den Banken edierten Unterlagen ihm bereits im Rahmen der Akteneinsicht vom 13. September 2017 zugestellt worden seien (Verfahrensakten RH.17.0182, Urk. 14.001-0013). Dem anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer war damit spätestens am 24. Oktober 2017 bekannt, dass die im Strafverfahren edier- ten Bankunterlagen zu den Rechtshilfeakten erkannt wurden. Das Siege- lungsgesuch stellte der Beschwerdeführer jedoch am 6. November 2017. Angesichts des Umstandes, dass der Siegelungsantrag im Nachgang an die Zustellung der Rechtshilfeakten erfolgte und im Schreiben des Beschwerde- führers vom 6. November 2017 die Verfahrensnummern des Rechtshilfe - und Strafverfahrens aufg eführt wurden (Verfahrensakten RH.17.0182, - 14 - Urk. 14.001-0020 ff.), ist die Annahme der Beschwerdegegnerin, das Siege- lungsersuchen erstrecke sich sowohl auf das Straf- wie auch das Rechtshil- feverfahren, nicht zu beanstanden. Unter diesen Umständen ist der erst am 6. November 2017 gestellte Siegelungs antrag als eindeutig verspätet zu werten. Der Vollständigkeit halber kann auf die Ausführungen des Beschlus- ses des Bundesstrafgerichts BB.2017.270 vom 7. Dezember 2017 verwie- sen werden (E. 3). Damit ist die Siegel ung zu Recht unterblieben und die Beschwerde ist diesbezüglich abzuweisen. 7. 7.1 Rechtshilfemassnahmen haben generell dem Prinzip der Verhältnismässig- keit zu genügen ( ZIMMERMANN, a.a.O., N. 717 ff., mit Verweisen auf die Rechtsprechung; DONATSCH/HEIMGARTNER/MEYER/SIMONEK, Intern ationale Rechtshilfe, 2. Aufl. 2015, S. 92 ff.; POPP, Grundzüge der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen, 2001, N. 404; siehe statt vieler den Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2011.193 vom 9. Juli 2012 E. 8.2). Die interna- tionale Zusammenarbeit kann nur abgelehnt werden, wenn die verlangten Unterlagen mit der verfolgten Straftat in keinem Zusammenhang stehen und offensichtlich ungeeignet sind, die Untersuchung voranzutreiben, so dass das Ersuchen nur als Vorwand f ür eine unzulässige Beweisausforschung («fishing expedition») erscheint (BGE 142 II 161 E. 2.1.2 S. 166 f.; 139 II 404 E. 7.2.2 S. 424; 136 IV 82 E. 4.1 S. 85). Ob die verlangten Auskünfte für das Strafverfahren im ersuchenden Staat nötig oder nützlich sind, ist eine Frage, deren Beantwortung grundsätzlich dem Ermessen der Behörden dieses Staates anheimgestellt ist. Da der ersuchte Staat im Allgemeinen nicht über die Mittel verfügt, die es ihm erlauben würden, sich über die Zweckmässig- keit bestimmter Beweise im ausländischen Verfahren auszusprechen, hat er insoweit die Würdigung der mit der Untersuchung befassten Behörde nicht durch seine eigene zu ersetzen und ist verpflichtet, dem ersuchenden Staat alle diejenigen Aktenstücke zu übermitteln, die sich auf den im Rechtshilfeer- suchen dargelegten Sachverhalt beziehen können; nicht zu übermitteln sind nur diejenigen Akten, die für das ausländische Strafverfahren mit Sicherheit nicht erheblich sind (sog. potentielle Erheblichkeit; BGE 128 II 407 E. 6.3.1 S. 423; 122 II 367 E. 2c; TPF 2009 161 E. 5.1 S. 163 m.w.H.). Hierbei ist auch zu beachten, dass für das ausländische Strafverfahren nicht nur belas- tende, sondern auch entlastende Beweismittel von Bedeutung sein können, um einen bestehenden Verdacht allenfall s zu widerlegen (TPF 2011 97 E. 5.1 S. 106 m.w.H.). Dabei darf die ersuchte Rechtshilfebehörde über ein im Rechtshilfeersuchen gestelltes Begehren nicht hinausgehen (Übermassverbot; BGE 136 IV 82 E. 4.1 S. 85 f.). Die Rechtsprechung hat diesen Grundsatz derwei l insofern - 15 - präzisiert, als das Rechtshilfeersuchen nach Massgabe des Zwecks der an- gestrebten Rechtshilfe weit ausgelegt werden kann, solange alle Vorausset- zungen für die Gewährung der Rechtshilfe erfüllt sind. Auf diese Weise kann eine andernfalls notwendi ge Ergänzung des Rechtshilfeersuchens vermie- den werden (BGE 136 IV 82 E. 4.1 S. 86; vgl. zum Ganzen auch TPF 2009 161 E. 5.1 S. 164). Zielt das Rechtshilfeersuchen auf die Ermittlung ab, auf welchem Weg Geldmittel möglicherweise strafbarer Herkunft verscho ben worden sind, so sind die Behörden des ersuchenden Staates grundsätzlich über alle Transaktionen zu informieren, die von Gesellschaften und über Konten getätigt worden sind, welche in die Angelegenheit verwickelt sind (BGE 129 II 462 E. 5.3 S. 468; TPF 2011 97 E. 5.1 S. 106 m.w.H.). 7.2 Vorab ist festzuhalten, dass das Vorbringen des Beschwerdeführers, wo- nach die Beschwerdegegnerin das Ersuchen mit den ihr aus dem Strafver- fahren gegen ihn und B. bekannten Details ergänzt haben soll, ins Leere stösst. Die von der Beschwerdegegnerin verwendeten Kenntnisse beziehen sich lediglich auf die Gesamthöhe der transferierten Beträge, der Währung und des Transaktionsdatums. Namentlich ist der Beschwerdegegne rin auf- grund der edierten Bankunterlagen und der Meldung der Meldestelle für Geldwäscherei vom 27. Juli 2016 bekannt, dass im September und Oktober 2008 vom Konto des Beschwerdeführers auf die Bankkonten von B., der Un- ternehmung C. und der B. zurechenbaren I. Ltd. Überweisungen von insge- samt rund EUR 8.2 Mio. erfolgten (Verfahrensakten RH.17.0182, Urk. B05.001.001.01.01 ff. und B05.001.001.01.02 ff.; act. 1.3). Die […] Behörden gehen gemäss dem Ersuchen von einer im Oktober 2009 getätigten Trans- aktion von USD 9.2 Mio. aus. Wie vorgängig ausgeführt, wird von den ersu- chender Behörde nicht verlangt, dass sie den Sachverhalt lückenlos darstellt (E. 4.2 hiervor). Hinzu kommt, dass die Beschwerdegegnerin die ihr bekann- ten Angaben den […] Behörden gestützt auf Art. 67a Abs. 1 lit. b IRSG hätte mitteilen können, damit die Letzteren eine Korrektur ihres Ersuchens hätten vornehmen können. Ein solches Vorgehen wäre jedoch nicht im Sinne des Beschleunigungsgrundsatzes und würde einen unnötigen Leerlauf darstel- len. 7.3 7.3.1 Hinsichtlich der gerügten Notwendigkeit der Massnahme ist vorab festzuhal- ten, dass sämtliche herauszugebenden Unterlagen ausschliesslich die Kon- ten des Beschwerdeführers mit der Stamm -Nrn. 1 und 2 bei der Bank E. betreffen. Die Schreiben der Bank E. vom 5. September, 10. Oktober, 14 November und 12. Dezember 2016 können für das Strafverfahren von Bedeutung sein. - 16 - Darin wird unter anderem festgehalten, welche Unterlagen für welchen Zeit- raum herausgegeben wurden, welche Abklärungen die Bank ihrerseits v or- genommen hat und ob aktive Kreditkarten vorhanden sind (Verfahrensakten RH.17.0182, Urk. 05.001 -0009 f.; 05.001 -0013; 05.001 -0025 f .; 05.001 - 0027; 05.001-0036). Die edierten Kontoeröffnungsunterlagen (inkl. Feststellung der wirtschaftlich Berechtigten) dienen der Ermittlung des Zeitpunkt der Kontoeröffnung und der verfügungs- sowie vertretungsberechtigten Personen. Des Weiteren be- absichtigt die Beschwerdegegnerin die Kundengeschichte herauszugeben. Darin wird insbesondere ausgeführt, dass der Beschwerdef ührer zunächst im Fleischgeschäft tätig gewesen sei, sich jedoch vermehrt dem Eisen- minengeschäft widme und die künftigen Einkünfte von seinen Minenpartnern stammen würden. In der Darstellung seines Gesamtvermögens ist auch eine Beteiligung von USD 20 Mio. an der […] verzeichnet. Diese Unterlagen könn- ten für das ausländische Strafverfahren von Bedeutung sein und sind daher herauszugeben (Verfahrensakten RH.17.0182, Urk. B05.001.001.01.E-0001 bis -0083; B05.001.001.02.E-0001 bis -0050). Das Gesagte gilt sinngemäss auch auf die herauszugebenden Unterlagen hinsichtlich des Portfolios bzw. der Vermögensübersichten (Verfahrensakten RH.17.0182, Urk. B05.001.001.01.V-0001 bis -0041; B05.001.001.02.V-0001 bis -0038). Die Kontoauszüge ab dem 1. Januar 2008 äussern sich zu den Kontostän- den sowie Zahlungsflüssen in USD und EUR und dienen der Ermittlung des Zahlungsflusses. Die dazugehörigen Detailbelege stellen eine Präzisierung der im Kontoauszug enthaltenen Zahlungseingänge dar und sind deshalb ebenfalls herauszugeben (Verfahrensakten RH.17.0182, Urk. B05.001.001.01.02-0001 bis -0065; B05.101.001.02.01-0001 bis -0006). 7.3.2 Wie vorgängig ausgeführt, ist das Rechtshilfeersuchen weit zu verstehen, um allfällige Ergänzungen des Ersuchens zu vermeiden. Nachdem die ersu- chende Behörde unter anderem zu ermitteln versucht, ob der Beschuldigte während seiner Amtszeit im Zusammenhang mit dem Bergbausektor, in wel- chem auch der Beschwerdeführer tätig sein soll, Bestechungsgelder erhal- ten und diese allenfalls weiterverschoben hat, verletzt die von der Beschwer- degegnerin getroffene Auswahl der herauszugebenden Unterlagen das Übermassverbot nicht. Jedenfalls sind unter den herauszugebenden Be- weismitteln keine Unterlagen ersichtlich, die für das […] Ermittlungsverfah- ren nicht potentiell erheblich wären. Es gilt auch zu beachten, dass für die ausländische Behörde nicht nur belastende, sondern auch entlastende Be- weismittel von Bedeutung sein können (TPF 2011 07 E. 5.1 S. 106 m.w.H.). - 17 - 7.3.3 Der vom Beschwerdeführer gerügte Eingriff in die persönliche Rechtssphäre stellt im vorliegenden Zusammenhang kein Rechtshilfehindernis dar. Bei der Abwägung der konkurrierenden Interessen des ersuchenden Staates an der Wahrheitsfindung einerseits und denjenigen des Betroffenen an der Geheim- haltung andererseits ist in Betracht zu ziehen, dass gerade bei der Heraus- gabe von Beweismitteln, bei denen ein Konnex zur vorge worfenen Straftat gegeben ist, das Interesse des rechtshilfeersuchenden Staates dem Ge- heimhaltungsinteresse vorgeht (BGE 121 II 241 E. 3c). Dabei gilt zu beach- ten, dass es sich vorliegend um mögliche Bestechungsgelder in Millionen- höhe handelt. Unter diesen Umständen ist die Herausgabe der Kontounter- lagen dem Beschwerdeführer zumutbar. Daher ist auch der Eventualantrag des Beschwerdeführers, die herauszugebenden Unterlagen seien teilweise geschwärzt herauszugeben, abzuweisen. 7.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin die bei- gezogenen Bankunterlagen triagiert hat und lediglich diejenigen Unterlagen an die […] Behörde herauszugeben beabsichtigt, die geeignet sind, die […] Untersuchung voranzutreiben. Damit ver letzt die Herausgabe der in Frage stehenden Kontounterlagen das Prinzip der Verhältnismässigkeit nicht. Die Rüge geht fehl. 7.5 Da das betreffende Kontovermögen bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen und vollstreckbaren Einziehungs- bzw. Rückerstattungsentscheids des ersu- chenden Staates bzw. bis zur Mitteilung seitens des ersuchenden Staates, dass ein solcher Entscheid nicht mehr erfolgen kann, grundsätzlich be- schlagnahmt bleibt (vgl. Art. 33a IRSV; Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2017.282 vom 16. Januar 2018 E. 4. 1; RR.2017.241 vom 7. Septem- ber 2017 E. 3.5) und der Beschwerdeführer diesbezüglich nichts vorbringt, sind die verfügten Kontosperren aufrecht zu erhalten. Die Beschwerde ist diesbezüglich abzuweisen. 8. 8.1 Schliesslich beantragt der Beschwerdeführer, die Rechtshilfe sei gestützt auf Art. 2 lit. a und Art. 3 Abs. 1 IRSG zu verweigern, eventualiter habe das BJ weitere Abklärungen vorzunehmen (act. 1, S. 6 f.). 8.2 Gemäss Art. 46 Abs. 21 lit. d UNCAC kann die Rechtshilfe verweigert wer- den, wenn es dem Rechtshilferecht des ersuchten Vertragsstaats zuwider- liefe, dem Ersuchen stattzugeben. Ausschlussgründe nach Art. 2 IRSG stel- len Rechtshilfeverweigerungsgründe im Sinne von Art. 46 Abs. 21 lit. d UN- CAC dar (so ausdrücklich in der Botschaft vom 21. September 2007 zum UNO-Übereinkommen gegen Korruption, BBl 2007 S. 7402 Fn. 144). - 18 - Einem Ersuchen um Zusammenarbeit in Strafsachen wird gemäss Art. 2 lit. a IRSG nicht entsprochen, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass das Verfahren im Ausland den in der EMRK oder dem UNO-Pakt II festgelegten Verfahrensgrundsätzen nicht entspricht. Art. 2 IRSG soll verhindern, dass die Schweiz die Durchführung von Strafverfahren unterstützt, in welchen den verfolgten Personen die ihnen in einem Rechtsstaat zustehenden und insbe- sondere durch die EMRK und den UNO -Pakt II umschriebenen Minimalga- rantien nicht gewährt werden oder welche den internationalen Ordre public verletzen. Dies ist von besonderer Bedeutung im Auslieferungsverfahren, gilt aber grundsätzlich auch für andere Formen von Rechtshilfe (BGE 130 II 217 E. 8.1; 129 II 268 E. 6.1 S. 270 f.; TPF 2010 56 E. 6.3.2 S. 62). Geht es wie vorliegend um die sog. andere Rechtshilfe, kann sich nur der Beschuldigte auf Art. 2 IRSG berufen, der sich auf dem Gebiet des ersuchenden Staates aufhält, sofern er geltend machen kann, konkret der Gefahr einer Verletzung seiner Verfahrensrechte ausgesetzt zu sein. Dagegen können sich juristi- sche Personen im allgemeinen bzw. natürliche Personen, welche sich im Ausland aufhalten oder sich auf dem Gebiet des ersuchenden Staates be- finden, ohne dort einer Gefahr ausgesetz t zu sein, grundsätzlich nicht auf Art. 2 IRSG berufen (BGE 130 II 217 E. 8.2 S. 227 f. m.w.H.; Urteile des Bundesgerichts 1A.43/2007 vom 24. Juli 2007 E. 3.2; 1A.212/2000 vom 19. September 2000 E. 3a/cc; Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2012.206 vom 19. Dezember 2012 E. 5.2; RR.2011.215 vom 29. März 2012 E. 5.2; RR.2011.185 vom 9. Februar 2012 E. 7; RR.2008.87 vom 30. Juli 2008 E. 7.2). Der Beschwerdeführer hält sich zwar im Land der ersuchenden Behörde auf, wird jedoch im Staat […] keiner Straftat beschuldigt. Damit ist er nach der genannten Rechtsprechung nicht befugt, sich auf den Ausschlussgrund nach Art. 2 lit. a IRSG zu berufen . Im Übrigen hat der Staat […] den UNO- Pakt II unterzeichnet und der Beschwerdeführer legt nicht dar, weshalb die […] Behörden sich an die Konvention nicht zu halten beabsichtigen und inwiefern ihm konkret und ernsthaft eine Verletzung seiner Grundrechte bzw. von Verfahrensgarantien drohen würde. Auf die Vornahme weiterer Abklärungen und Einholen von Garantien kann daher vorliegend verzich- tet werden. Damit ist die Rüge abzuweisen. 8.3 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist bei der Verfolgung der hier zur Diskussion stehenden Korruptions- und Geldwäschereihandlungen von B. der politische Charakter des Rechtshilfeersuchens nicht zu erkennen. Die blosse Behauptung des Beschwerdeführers, B. sei mittels Korruptionsvor- würfen zum Rücktritt gezwungen worden (act. 18, S. 9), ist nicht geeignet, - 19 - eine konkrete politische Verfolgung glaubhaft zu machen. Laut dem Rechts- hilfeersuchen erfolgte der Rücktritt von B. nach Bekanntwerden der Grün- dung der Unternehmung C. auf den British Vi rgin Islands und des Erhalts grosser Geldsumme auf sein Privatkonto, deren Deklaration er vergessen haben soll (Verfahrensakten RH.17.0182, Urk. 01.000-0015). Der Beschwer- deführer legt nicht dar, inwiefern das […] Ermittlungsverfahren gegen B. nur vorgeschoben und in Wirklichkeit politisch motiviert sein soll. 9. Die Beschwerde erweist sich nach dem Gesagten in all ihren Punkten als unbegründet. Andere Hindernisse, welche der zu gewährenden Rechtshilfe entgegenstehen würden, werden weder geltend gemacht noch sind solche ersichtlich. Die Beschwerde ist daher vollumfänglich abzuweisen. 10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem Be- schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Gerichtsgebühr ist auf Fr. 7'000.-- festzusetzen (Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 73 StBOG so- wie Art. 5 und 8 Abs. 3 lit. a des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bun- desstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]), unter Anrechnung des geleis- teten Kostenvorschusses in derselben Höhe. - 20 - Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 7‘000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt, un- ter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe. Bellinzona, 2. Juli 2018 Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: Zustellung an - Rechtsanwalt Manuel Bader - Bundesanwaltschaft - Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe Rechtsmittelbelehrung Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn Tagen nach der Eröff nung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde einge- reicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die Be- schwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von Ge- genständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem Geheimbe- reich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).