<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2025.00125</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=224772&amp;W10_KEY=13045526&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2025.00125</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.03.2025</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Bestätigung Durchsetzungshaft (GI-250030-L)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Durchsetzungshaft; Haftanhörung ohne Rechtsvertretung. Ist der Beschwerdeführer im Verfahren vor dem Haftrichter nicht vertreten, weil die Behörden nichts Zureichendes unternommen haben, um ihm den Kontakt zu seinem Rechtsvertreter zu ermöglichen, so verletzt dies seinen Anspruch auf rechtliches Gehör. Es ist im Verfahren der Haftprüfung Aufgabe des Haftrichters sicherzustellen, dass die Rechte des Inhaftierten gewahrt bleiben. Dementsprechend sind angemessene Bemühungen zu machen, damit die Haftanhörung in Anwesenheit der Rechtsvertretung erfolgen kann. Die Haftanhörung war sodann auch nicht besonders dringlich; es hätte genügend Zeit für eine spätere Anhörung zur Verfügung gestanden (E. 2). Aus den schwerwiegenden Delikten, welche der Beschwerdeführer begangen hat, muss auf eine erhebliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung geschlossen werden, weshalb keine Haftentlassung anzuordnen ist; vielmehr ist der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache zur Wiederholung der Haftrichterverhandlung unter Beizug des Rechtsvertreters an das Zwangsmassnahmengericht zurückzuweisen (E. 3). Gutheissung und Rückweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 78 Abs. IV AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 81 Abs. I AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>1. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=69769" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2025.00125</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom 11. MÃ¤rz 2025</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Josua Raster, Gerichtsschreiberin Regina Meier. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend BestÃ¤tigung Durchsetzungshaft (GI-250030-L),</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich beantragte am 13. Februar 2024 [recte: 2025] beim Zwangsmassnahmengericht des Bezirksgerichts ZÃ¼rich, die am 12. Februar 2024 [recte: 2025] gegen A angeordnete Durchsetzungshaft zu bestÃ¤tigen und bis am 12. MÃ¤rz 2025 zu bewilligen. Mit Urteil vom 15. Februar 2025 bestÃ¤tigte das Zwangsmassnahmengericht die Anordnung der Ausschaffungshaft und bewilligte die Haft fÃ¼r einen Monat bis 12. MÃ¤rz 2025.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen gelangte A am 18. Februar 2025 mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte die unverzÃ¼gliche Haftentlassung, eventualiter die RÃ¼ckweisung der Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zuzÃ¼glich Mehrwertsteuer zulasten des Migrationsamts. Zudem beantragte er die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege und die Bestellung seines Anwalts als unentgeltlicher Rechtsvertreter.</p> <p class="Urteilstext">Das Zwangsmassnahmengericht verzichtete am 26. Februar 2025 auf Vernehmlassung und das Migrationsamt beantragte mit Eingabe vom 5. MÃ¤rz 2025 die Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Einzug1"><span>Beschwerden betreffend Massnahmen nach Art. 73â78 AIG werden vom Einzelrichter behandelt, sofern sie nicht wegen grundsÃ¤tzlicher Bedeutung der Kammer zur Beurteilung Ã¼berwiesen werden (§ 38b Abs. 1 lit. d Ziff. 4 in Verbindung mit § 43 Abs. 1 lit. b VRG sowie § 38b Abs. 2 VRG). Vorliegend besteht kein Anlass fÃ¼r eine EntscheidfÃ¤llung durch die Kammer.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht vorab geltend, sein Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r nach Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 81 Abs. 1 AIG sei dadurch verletzt, dass es die Vorinstanz seinem Rechtsvertreter verunmÃ¶glicht habe, an der mÃ¼ndlichen Verhandlung vom 14. Februar 2025 teilzunehmen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Nach Art. 81 Abs. 1 AIG hat der inhaftierte AuslÃ¤nder Anspruch darauf, mit dem von ihm bezeichneten Rechtsvertreter mÃ¼ndlich und schriftlich zu verkehren. Dazu gehÃ¶rt auch das Recht, sich im Verfahren vor dem Haftrichter vertreten zu lassen. Ist er im Verfahren vor dem Haftrichter nicht vertreten, weil die BehÃ¶rden nichts Zureichendes unternommen haben, um ihm den Kontakt zu ermÃ¶glichen, so verletzt dies zudem seinen Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r gemÃ¤ss Art. 29 Abs. 2 BV (vgl. etwa BGr, 25. Februar 2011, 2C_131/2011, E. 2.4; VGr, 24. November 2015, VB.2015.00708, E. 2.2).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Der Antrag des Beschwerdegegners auf BestÃ¤tigung der Haftanordnung ging beim Zwangsmassnahmengericht am 14. Februar 2025 um 07.45 Uhr ein. Die Vertretung des BeschwerdefÃ¼hrers durch Rechtsanwalt B war dem Gericht bekannt. Das Zwangsmassnahmengericht fÃ¼hrte die HaftanhÃ¶rung am 14. Februar 2025 um 14.05 Uhr durch. Der BeschwerdefÃ¼hrer bestand darauf, dass die Verhandlung im Beisein seiner Rechtsvertretung durchgefÃ¼hrt werde. Nachdem der Rechtsvertreter telefonisch nicht erreicht werden konnte, wurde die HaftanhÃ¶rung ohne Vertretung durchgefÃ¼hrt.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Einem Vertreter kann es nicht massgeblich zur Last gelegt werden, wenn er nicht in der Lage ist, unverzÃ¼glich zu einer HaftanhÃ¶rung zu erscheinen (vgl. VGr, 17. Dezember 2014, VB.2014.00704, E. 3.1). Es ist im Verfahren der HaftprÃ¼fung Aufgabe des Haftrichters sicherzustellen, dass die Rechte des Inhaftierten gewahrt bleiben (BGE 139 I 206 E. 3.2). Dementsprechend sind angemessene BemÃ¼hungen zu machen, damit die HaftanhÃ¶rung in Anwesenheit der Rechtsvertretung erfolgen kann. An solchen BemÃ¼hungen fehlt es vorliegend. Zwar kann ein Telefonanruf genÃ¼gen, wenn eine Nachricht hinterlassen wird (VGr, 29. Mai 2019, VB.2019.00302, E. 2.4.1). Vorliegend wurde wÃ¤hrend der Verhandlung versucht, mit den vom BeschwerdefÃ¼hrer angegebenen Telefonnummern die Rechtsvertretung zu erreichen. Allerdings wurde keine Nachricht hinterlassen; vielmehr wurde bloss erfolglos versucht, den Rechtsvertreter zu kontaktieren, und die AnhÃ¶rung wurde anschliessend sofort durchgefÃ¼hrt. Mit Blick auf die Teilnahme an Gerichtsverhandlungen oder an anderen Sitzungen und Besprechungen kommt es notorisch oft vor, dass Rechtsvertreter wÃ¤hrend bis zu einem halben Arbeitstag nicht erreichbar sind, was ihnen nicht zur Last gelegt werden kann. Folglich haben BemÃ¼hungen zur GewÃ¤hrleistung der Vertretung im Normalfall einen Zeitraum von Ã¼ber einem halben Arbeitstag im Auge zu behalten (vgl. dazu der Sachverhalt in VGr, 15. Januar 2019, VB.2018.00814, E. 5.3 als Beispiel fÃ¼r entsprechende BemÃ¼hungen des Zwangsmassnahmengerichts).</p> <p class="Urteilstext">Vom dargelegten Grundsatz kann allenfalls abgewichen werden, wenn die HaftanhÃ¶rung mit Blick auf die Maximalfrist von 96 Stunden (Art. 78 Abs. 4 Satz 1 AIG) besonders dringlich ist. Davon kann vorliegend allerdings keine Rede sein: GemÃ¤ss den Akten begann die auslÃ¤nderrechtliche Haft am 13. Februar 2025 um 10.20 Uhr; folglich hÃ¤tte fÃ¼r die DurchfÃ¼hrung der AnhÃ¶rung innert 96 Stunden noch reichlich Zeit bis zum 17. Februar 2025 zur VerfÃ¼gung gestanden.</p> <p class="Urteilstext">Die DurchfÃ¼hrung der HaftanhÃ¶rung ohne angemessene BemÃ¼hungen des Zwangsmassnahmengerichts, dem Vertreter die Teilnahme zu ermÃ¶glichen, ist unter den gegebenen UmstÃ¤nden klarerweise als Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs gemÃ¤ss Art. 29 Abs. 2 BV zu werten.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>PraxisgemÃ¤ss fÃ¼hrt allerdings nicht jede Verletzung von Verfahrensvorschriften zu einer Haftentlassung. Es kommt vielmehr jeweils darauf an, welche Bedeutung den verletzten Vorschriften fÃ¼r die wirksame Wahrung der Rechte des Betroffenen im Vergleich zu den Interessen an der Durchsetzung der Ausreisepflicht zukommt. Dies vermag Verfahrensfehler namentlich aufzuwiegen, wenn der AuslÃ¤nder die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung gefÃ¤hrdet (vgl. BGr, 7. Juli 2009, 2C_356/2009, E. 5.4; BGE 125 II 369 E. 2e S. 374; 122 II 154 E. 3a S. 158; VGr, 28. Mai 2015, VB.2015.00297, E. 2.5). <span>In einem solchen Fall besteht die Sanktion allein in einer Wiederholung der Haftrichterverhandlung unter Beizug des gewÃ¤hlten Rechtsvertreters (BGr, 30. Mai 2008, 2C_334/2008, E. 4.3).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Nichtwahrung der Vertretungsrechte des BeschwerdefÃ¼hrers wiegt erheblich. DemgegenÃ¼ber liegen gegen den BeschwerdefÃ¼hrer diverse strafrechtliche Verurteilungen vor, teilweise wegen schwerer Straftaten wie mehrfacher sexueller Handlungen mit einem Kind, Brandstiftung, Verbreitung von Pornografie an eine unter 16-jÃ¤hrige Person und zahlreicher, zeitlich nicht lange zurÃ¼ckliegender VerstÃ¶sse gegen das BetÃ¤ubungsmittelgesetz.</p> <p class="Urteilstext">Mit Blick auf die offenkundige GefÃ¤hrdung der Ã¶ffentlichen Sicherheit und Ordnung fÃ¤llt die InteressenabwÃ¤gung zuungunsten des BeschwerdefÃ¼hrers aus. Die Verletzung seines verfassungsrechtlich abgesicherten GehÃ¶rsanspruchs fÃ¼hrt unter BerÃ¼cksichtigung des VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsgrundsatzes nicht zur Haftentlassung, sondern zur RÃ¼ckweisung und Wiederholung der Haftrichterverhandlung unter Beizug des Rechtsvertreters. Der Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts vom 15. Februar 2025 ist somit in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache ist zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an das Zwangsmassnahmengericht zurÃ¼ckzuweisen; dieses hat auch Ã¼ber die Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen des zwangsmassnahmengerichtlichen Verfahrens neu zu befinden.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Eine RÃ¼ckweisung zu neuem Entscheid bei offenem Ausgang ist in Bezug auf die Nebenfolgen als Obsiegen der beschwerdefÃ¼hrenden Partei zu behandeln, wenn die Rechtsmittel­instanz reformatorisch oder kassatorisch entscheiden kann (BGE 137 V 210 E. 7.1; BGr, 28. April 2014, 2C_846/2013). Damit sind die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens dem Beschwerdegegner aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 VRG in Verbindung mit § 65a VRG), womit das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung gegenstandslos wird. Sodann hat der Beschwerdegegner dem BeschwerdefÃ¼hrer eine angemessene EntschÃ¤digung zu entrichten (§ 17 Abs. 2 VRG). Als angemessen erscheint ein Betrag von Fr. 1'000.-. Da dem BeschwerdefÃ¼hrer in Anwendung von § 16 Abs. 1 und 2 VRG die unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung zu gewÃ¤hren ist, ist die ParteientschÃ¤digung seinem Rechtsvertreter zuzusprechen. Sie wird angerechnet auf die EntschÃ¤digung des unentgeltlichen Rechtsbeistands.</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer wird darauf hingewiesen, dass er zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist (§ 70 in Verbindung mit § 16 Abs. 4 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b><br/> Mit dem vorliegenden Urteil erfolgt eine RÃ¼ckweisung an die Vorinstanz. Hinsichtlich der Rechtsmittelbelehrung ist deshalb darauf hinzuweisen, dass RÃ¼ckweisungsentscheide grundsÃ¤tzlich als Zwischenentscheide qualifiziert werden und nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen selbstÃ¤ndig anfechtbar sind. </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts vom 15. Februar 2025 wird aufgehoben und die Sache wird im Sinn der ErwÃ¤gungen an das Zwangsmassnahmengericht zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 1'570.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Das Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren in der Person von Rechtsanwalt B ein unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt. Dieser wird aufgefordert, dem Verwaltungsgericht innert einer Frist von 30 Tagen nach Zustellung dieses Urteils eine detaillierte Zusammenstellung Ã¼ber den Zeitaufwand und die Barauslagen einzureichen, ansonsten die EntschÃ¤digung nach Ermessen festgesetzt wÃ¼rde (§ 9 Abs. 2 GebV VGr). Die Nachzahlungspflicht gemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet dem BeschwerdefÃ¼hrer eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (inkl. MWST) zu bezahlen, zahlbar an seinen Rechtsvertreter. Diese ParteientschÃ¤digung wird angerechnet an die EntschÃ¤digung des unentgeltlichen Rechtsbeistands.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. BGG erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) das Zwangsmassnahmengericht des Bezirksgerichts ZÃ¼rich;<br/> c) das SEM, Abteilung RÃ¼ckkehr.</span></p> <p class="Einzug2"><u><span><span> </span></span></u></p> <p class="Einzug2"><u><span><span> </span></span></u></p> <p class="Einzug2"><u><span><span> </span></span></u></p> <p class="Einzug2"><u><span><span> </span></span></u></p> <p class="Einzug2"><u><span><span> </span></span></u></p> <p class="Einzug2"><u><span>AbkÃ¼rzungsverzeichnis</span></u><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>AIG Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder und Ã¼ber die</span></p> <p class="Einzug2"><span> Integration (SR 142.20)</span></p> <p class="Einzug2"><span>BGG Bundesgerichtsgesetz vom 17. Juni 2005 (SR 173.110)</span></p> <p class="Einzug2"><span>BV Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (SR 101)</span></p> <p class="Einzug2"><span>GebV VGr GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 23. August 2010 (LS 175.252)</span></p> <p class="Einzug2"><span>VRG Verwaltungsrechtspflegegesetz vom 24. Mai 1959 (LS 175.2)</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>