<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2018.00548</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=218792&amp;W10_KEY=13013495&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2018.00548</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 29.11.2018</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verkehrsanordnung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verkehrsanordnung: Abweisung des Gesuchs um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung Die Legitimation der Beschwerdeführenden 2 und 4 war vor Vorinstanz nicht bestritten (E. 1.2.1). Die Rekurslegitimation der Beschwerdeführerinnen 1 und 3 liess die Vorinstanz im Verfahren um die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung noch offen, behielt sich den Entscheid aber für das Hauptverfahren vor. Dies ist nicht zu beanstanden (E. 1.2.2). Allerdings sind die Beschwerdeführerinnen 1 und 3 legitimiert, sich auf dem Rechtsmittelweg gegen ihre Nichtberücksichtigung als Parteien im Rekursverfahren zu wehren. Die Beschwerdeführerin 3 ist als Vermieterin einer Liegenschaft durch die infrage stehende Verkehrsanordnung betroffen, könnte sie doch aufgrund der Mehrbelastungen mit Mietzinsherabsetzungsbegehren konfrontiert werden (E. 1.2.3). Die Beschwerdeführerin 1 ist als Stockwerkeigentümergemeinschaft legitimiert, sich gegen Einwirkungen zu wehren, zumal vorliegend ein grosser Teil der Stockwerkeigentümer von den Immissionen betroffen und selber zur Beschwerde legitimiert wären (E. 1.2.4). Es ist unbestritten, dass durch die Verkehrsanordnung höhere Verkehrsbelastungen entstehen. Die angeordnete Verkehrsmassnahme ist zwar nur vorübergehender Natur, jedoch bereits seit Mitte März 2018 gültig. Da es somit selbst im Fall eines für die Beschwerdeführenden günstigen Endentscheids der Vorinstanz naturgemäss nicht möglich sein wird, die während der Dauer des Verfahrens aufgetretenen Beeinträchtigungen nachträglich rückgängig zu machen, hat die Aufhebung der aufschiebenden Wirkung für sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil zur Folge. Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich damit um einen anfechtbaren Zwischenentscheid (E. 1.3.3). Die Vorinstanz durfte sich im Verfahren betreffend aufschiebende Wirkung mit einer summarischen Prüfung begnügen. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt nicht vor, ebenso wenig eine formelle Rechtsverweigerung, nachdem sich die Begründung nicht mit jedem einzelnen Parteivorbringen einlässlich auseinanderzusetzen hat (E. 3.1.3). Soweit die Beschwerdeführenden eine Verletzung des rechtlichen Gehörs darin erkennen, dass die Beschwerdegegner während des laufenden Rekursverfahrens vor der Vorinstanz Verkehrszählungen hätten durchführen lassen, was aufgrund der Devolutivwirkung des Rekurses nicht mehr zulässig gewesen sei, ist dem nicht zuzustimmen. In der Rolle als Verfahrenspartei durften die Beschwerdegegner auch im Rahmen eines Rechtsmittelverfahrens mit devolutiver Wirkung aufgrund ihrer Rechte als Verfahrenspartei neue Beweismittel einführen, ohne sich damit Entscheidkompetenz im Rekursverfahren anzumassen. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt nicht vor (E. 3.2). Die Dringlichkeit der fraglichen Bauprojekte ist belegt und entsprechend auch diejenige für den Entzug der aufschiebenden Wirkung (E. 4.2.1). Angesichts der vielen Infrastrukturprojekte, die von verschiedenen Bauherren ausgeführt werden sollen, liegt zudem auf der Hand, dass eine gewisse Koordination vonnöten ist (E. 4.2.2). Der Entzug der aufschiebenden Wirkung erweist sich ausserdem als geeignet, erforderlich und verhältnismässig und damit nach Abwägung der verschiedenen Interessen als zumutbar (E. 4.3 ff.). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSCHIEBENDE WIRKUNG">AUFSCHIEBENDE WIRKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHWERDELEGITIMATION">BESCHWERDELEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESONDERE GRÃNDE">BESONDERE GRÃNDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DEVOLUTIVEFFEKT">DEVOLUTIVEFFEKT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DRINGLICHKEIT">DRINGLICHKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTZUG DER AUFSCHIEBENDEN WIRKUNG">ENTZUG DER AUFSCHIEBENDEN WIRKUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTERESSENABWÃGUNG">INTERESSENABWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MEHRVERKEHR">MEHRVERKEHR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NICHT WIEDERGUTZUMACHENDER NACHTEIL">NICHT WIEDERGUTZUMACHENDER NACHTEIL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STOCKWERKEIGENTÃMERGEMEINSCHAFT">STOCKWERKEIGENTÃMERGEMEINSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUMMARISCHE PRÃFUNG">SUMMARISCHE PRÃFUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSANORDNUNG">VERKEHRSANORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWISCHENENTSCHEID">ZWISCHENENTSCHEID</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 93 BGG</span><br/><span class="ungerade">Art. 93 Abs. I BGG</span><br/><span class="gerade">§ 25 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 25 Abs. III VRG</span><br/><span class="gerade">§ 55 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=40732" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2018.00548</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 3. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">29. November 2018</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Rudolf Bodmer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, Verwaltungsrichter Matthias Hauser, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Rahel Zehnder.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. StockwerkeigentÃ¼mergemeinschaft Ãberbauung A, c/o J AG, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. B, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>3. Stiftung C, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>4. D, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>alle vertreten durch RA E und/oder RA F, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende, </span></b></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. Gemeinderat G, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. Gemeinderat H, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText">beide vertreten durch RA I, </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><b><span> </span></b></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Verkehrsanordnung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Im Raum G/H/K/Lsind in den nÃ¤chsten Jahren (2018â2023) verschiedene grÃ¶ssere Bauvorhaben geplant. Die GemeinderÃ¤te H und G erliessen deshalb am 23. Februar 2018, gleichentags publiziert in der O-Zeitung, eine vorÃ¼bergehende Verkehrsanordnung im Sinn von § 5 Abs. 3 der Kantonalen Signalisationsverordnung vom 21. November 2001. In einem ersten Schritt sollen (neben einem spÃ¤teren Ausbau der L-Strasse bis 2021 und weiteren Bauprojekten) die unterdimensionierten AbwasserkanÃ¤le in der L-Strasse vergrÃ¶ssert und entsprechend der Hochwasserschutz im Gebiet L mit einem neuen Hauptsammelkanal verbessert werden, wofÃ¼r temporÃ¤r eine Fahrspur gesperrt werden muss. Die L-Strasse ist gemÃ¤ss der vorÃ¼bergehenden Verkehrsanordnung ab der EinmÃ¼ndung der Q-Strasse vom Kreisel R her nur noch in Richtung Kreisel L (Richtung K) befahrbar (Einbahnverkehr). Um die Fahrt in die Gegenrichtung zu ermÃ¶glichen, werden die Fahrzeuge Richtung Kreisel R (Richtung G) ab der Querstrasse und Ã¼ber diese in die Q-Strasse geleitet, welche das einspurig befahrbare StrassenstÃ¼ck der L-Strasse in Form eines Halbkreises umgibt und ebenfalls nur einspurig Richtung G bis zur EinmÃ¼ndung in die L-Strasse befahrbar ist. Dabei bleibt die Q-Strasse weiterhin nur als Tempo-30-Zone befahrbar. Die vorÃ¼bergehende Verkehrsanordnung ist gÃ¼ltig ab 19. MÃ¤rz 2018 und soll rund 2,5 Jahre bis zum Abschluss der Bauarbeiten dauern. Dagegen wurde die MÃ¶glichkeit erÃ¶ffnet, beim Statthalteramt des Bezirks K schriftlich innert 30 Tagen Rekurs zu erheben, wobei einem allfÃ¤lligen Rekurs die aufschiebende Wirkung entzogen wurde.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Gegen die vorÃ¼bergehende Verkehrsanordnung vom 23. Februar 2018 liessen die StockwerkeigentÃ¼mergemeinschaft Ãberbauung A sowie B, beide anwaltlich vertreten, mit Eingabe vom 26. MÃ¤rz 2018 Rekurs beim Statthalteramt des Bezirks K erheben und beantragen, die Verkehrsanordnung sei insoweit aufzuheben, als die Q-Strasse als Einbahnstrasse fÃ¼r die Dauer der Bauarbeiten in Anspruch genommen werde. Die Umleitung des Verkehrs infolge der vorÃ¼bergehenden Nutzung der L-Strasse als Einbahnstrasse sei Ã¼ber die X-Strasse und die Umfahrungsstrasse zum Kreisel R zu fÃ¼hren. Eventualiter sei die Angelegenheit zu neuem Entscheid an die GemeinderÃ¤te H und G zurÃ¼ckzuweisen. In prozessualer Hinsicht liessen die beiden Rekurrenten neben anderem beantragen, es sei die aufschiebende Wirkung des Rekurses fÃ¼r die Dauer des Rekursverfahrens wiederherzustellen. </p> <p class="Urteilstext">Wiederum mit Eingabe vom 26. MÃ¤rz 2018 liessen die Stiftung C sowie D â mit derselben anwaltlichen Vertretung wie die anderen beiden Rekurrenten â Rekurs beim Statthalteramt des Bezirks K erheben und dieselben â auch prozessualen â AntrÃ¤ge stellen.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Je mit Eingabe vom 4. April 2018 liessen die StockwerkeigentÃ¼mergemeinschaft A und B sowie die Stiftung C und D in ErgÃ¤nzung ihres Rekurses verlangen, die Beschwerdegegner [recte: Rekursgegner] seien im Sinn vorsorglicher Massnahmen zu verpflichten, sÃ¤mtliche baulichen Massnahmen in der Q-Strasse in L, die der Umsetzung der vorÃ¼bergehenden Verkehrsanordnung dienten, wieder rÃ¼ckgÃ¤ngig zu machen und den ursprÃ¼nglich bewilligten Zustand wiederherzustellen.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Die ebenfalls anwaltlich vertretenen Gemeinden H und G liessen in der Rekursantwort geltend machen, die erhobenen Rekurse seien abzuweisen. Weiter seien die VerfahrensantrÃ¤ge auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung abzuweisen, und auf diejenigen auf Erlass vorsorglicher Massnahmen sei nicht einzutreten. Ihrerseits verlangten die Gemeinden im Rahmen prozessualer Vorbringen, die erhobenen Rekurse seien zu vereinigen, und die Baudirektion, vertreten durch das kantonale Tiefbauamt, sei (als Mitbeteiligte) ins Rekursverfahren einzubeziehen. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Nach einem weiteren Schriftenwechsel wies der Statthalter mit ZwischenverfÃ¼gung vom 31. Juli 2018 das Begehren aller vier Rekursparteien um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ab und hielt den Entzug der aufschiebenden Wirkung fÃ¼r den weiteren Verfahrensgang aufrecht (Dispositiv-Ziffer I). Die Begehren um Erlass vorsorglicher Mass­nahmen schrieb er als gegenstandslos geworden ab, zumal darauf ohnehin nicht einzutreten gewesen wÃ¤re (Dispositiv-Ziffer III). Die prozessualen AntrÃ¤ge der Gemeinden schrieb er ebenso infolge Gegenstandslosigkeit ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen liessen die vier Rekurrenten mit Eingabe vom 5. September 2018 Beschwerde am Verwaltungsgericht erheben und beantragen, Dispositiv-Ziffer I der ZwischenverfÃ¼gung des Statthalteramts des Bezirks K vom 31. Juli 2018 sei aufzuheben, und es sei die aufschiebende Wirkung des Rekurses fÃ¼r die Dauer des Rekursverfahrens 06 wiederherzustellen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen (inkl. Mehrwertsteuer) zulasten der Beschwerdegegner in solidarischer Haftbarkeit. Die Gemeinden H und G liessen mit Eingabe vom 5. Oktober 2018 die Abweisung der Beschwerde und die BestÃ¤tigung der angefochtenen ZwischenverfÃ¼gung vom 31. Juli 2018 verlangen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrenden. Eine Replik wurde nicht erstattet.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) sachlich und funktionell zustÃ¤ndig. Zum Entscheid berufen ist die Kammer (§ 38 Abs. 1 VRG; § 38 b Abs. 1 VRG e contrario). Vorliegend geht es einzig um die Frage, ob der Entzug der aufschiebenden Wirkung aufrecht erhalten bleibe oder nicht. Ist aber das Gericht in der Hauptsache zustÃ¤ndig, so ist es das auch fÃ¼r eine verfahrensleitende Anordnung (Regina Kiener in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 25 N. 48, § 55 N. 15). </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Vorerst stellt sich die Frage nach der Beschwerdelegitimation der BeschwerdefÃ¼hrenden. </p> <p class="Erwgung3"><b>1.2.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 vereint die StockwerkeigentÃ¼mer der Liegenschaften Q-Strasse 01â04 in sich (53 Stockwerkeinheiten). Die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 ist als StockwerkeigentÃ¼merin Teil der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 und wohnt an der Q-Strasse 04. Die BeschwerdefÃ¼hrerin 3 ist EigentÃ¼merin der Liegenschaften Q-Strasse 02â05 mit Mietwohnungen. Der BeschwerdefÃ¼hrer 4 bewohnt als Mieter der BeschwerdefÃ¼hrerin 3 eine Wohnung an der Q-Strasse 03. Die Legitimation der BeschwerdefÃ¼hrenden 2 und 4 war vor Vorinstanz nicht bestritten. </p> <p class="Erwgung3"><b>1.2.2 </b>Mit Bezug auf die BeschwerdefÃ¼hrerinnen 1 und 3 liess die Vorinstanz im Verfahren um die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung noch offen, ob sie zum Rekurs legitimiert seien, behielt sich den Entscheid aber fÃ¼r das Hauptverfahren vor. Da die Interessen der BeschwerdefÃ¼hrerinnen 1 und 3 im Rekursverfahren mindestens indirekt durch die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 und 4 auch vertreten waren, die Vorinstanz den Rekurs im Hauptpunkt ohnehin abwies und fÃ¼r den angefochtenen Entscheid auch keine Kosten auferlegte, ist ihr Vorgehen nicht zu beanstanden. </p> <p class="Erwgung3"><b>1.2.3 </b>Allerdings sind die BeschwerdefÃ¼hrerinnen 1 und 3 legitimiert, sich auf dem Rechtsmittelweg gegen ihre NichtberÃ¼cksichtigung als Parteien im Rekursverfahren zu wehren (Martin Bertschi, Kommentar VRG, Vorbemerkungen zu §§ 19â28a N. 58), weshalb darÃ¼ber zu entscheiden ist. Die BeschwerdefÃ¼hrerin 3 stÃ¼tzt sich fÃ¼r ihre Legitimation darauf, dass die Belastungen durch die infrage stehende Verkehrsanordnung (behauptete massive Zunahme von Verkehr, LÃ¤rm und Schadstoffbelastung) sich direkt auf ihr Eigentum auswirkten. So sieht sich die BeschwerdefÃ¼hrerin 3 der Gefahr ausgesetzt, dass sie aufgrund der erwÃ¤hnten Belastungen mit Mietzinsherabsetzungsbegehren der Mieterschaft konfrontiert werden kÃ¶nnte, was ihre Betroffenheit als LiegenschafteneigentÃ¼merin durch die vorÃ¼bergehende Verkehrsanordnung begrÃ¼ndet. Dabei ist zu bedenken, dass die Anforderungen an das Ausmass und die Wahrscheinlichkeit der BeeintrÃ¤chtigung nicht hoch sind (Bertschi, § 21 N. 48 f.).</p> <p class="Erwgung3"><b>1.2.4 </b>Allerdings stellt sich die Frage, inwieweit die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 als Stock­werkeigentÃ¼mergemeinschaft prozessfÃ¤hig ist. Die StockwerkeigentÃ¼mergemeinschaft bildet eine Verwaltungsgemeinschaft mit der Funktion, das gemeinsame GrundstÃ¼ck zu nutzen, zu verwalten und seinen Wert zu erhalten. Sie kann unter eigenem Namen klagen und betreiben sowie beklagt und betrieben werden (Peter Tuor/Bernhard Schnyder/JÃ¶rg Schmid/Alexandra Jungo, Das Schweizerische Zivilgesetzbuch, 14. A., ZÃ¼rich etc. 2015, § 101 Rz. 60). Die ProzessfÃ¤higkeit der StockwerkeigentÃ¼mergemeinschaft ist durch ihren Zweck begrenzt. Ihre FÃ¤higkeit, zu klagen oder beklagt zu werden, besteht (nur) im Rahmen der Verwaltung des Stockwerkeigentums. Mit Bezug auf die Verfahrensart ist ihre ProzessfÃ¤higkeit indessen nicht eingeschrÃ¤nkt, sondern umfasst sÃ¤mtliche Verfahren, insbesondere summarische, und auch Rechtsgebiete des Ã¶ffentlichen Rechts. Ihre Aktivlegitimation ergibt sich aus dem materiellen Recht. So ist die StockwerkeigentÃ¼mergemeinschaft etwa berechtigt fÃ¼r Klagen aus Art. 641 Abs. 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 (ZGB) zur Abwehr von Einwirkungen auf ihr Eigentum, mindestens soweit gemeinschaftliche Teile betroffen sind (dazu AmÃ©dÃ©o Wermelinger, Das Stockwerkeigentum, Kommentar, ZÃ¼rich etc. 2004, Art. 712 l Rz. 160 ff., 187; Art. 712 a Rz. 193). Nachdem die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 zivilrechtlich zu Abwehrklagen legitimiert wÃ¤re, ist sie entsprechend auch im Ã¶ffentlichen Recht berechtigt, sich gegen Einwirkungen zu wehren, zumal vorliegend ein grosser Teil der StockwerkeigentÃ¼mer von den Immissionen betroffen und selber zur Beschwerde legitimiert wÃ¤ren. Damit ist die Legitimation der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 erstellt.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Die Beschwerdegegner bezweifeln weiter das Vorliegen eines anfechtbaren Zwischenentscheides im Sinn von § 41 Abs. 3 in Verbindung mit § 19a Abs. 2 VRG. </p> <p class="Erwgung3"><b>1.3.1 </b>Nach Art. 93 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 Ã¼ber das Bundesgericht (BGG) ist die Beschwerde gegen selbstÃ¤ndig erÃ¶ffnete Zwischenentscheide, die weder die ZustÃ¤ndigkeit noch den Ausstand betreffen (vgl. Art. 92 BGG), nur zulÃ¤ssig, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kÃ¶nnen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung muss es sich beim nicht wiedergutzumachenden Nachteil um einen solchen <i>rechtlicher</i> Natur handeln, was voraussetzt, dass er durch einen spÃ¤teren gÃ¼nstigen Entscheid nicht oder nicht mehr vollstÃ¤ndig behoben werden kann (BGr, 22. Juni 2018, 9C_218/2018, E. 1.1.2 [Nachteil rechtlicher Natur bejaht, wenn ein VersicherungstrÃ¤ger der Sozialversicherung durch den RÃ¼ckweisungsentscheid gezwungen wird, eine seines Erachtens rechtswidrige VerfÃ¼gung zu erlassen; oder fÃ¼r die Entfernung von Beweisen aus den Akten, was die weitere AbklÃ¤rung des Sachverhalts stark erschwerte]; BGr, 27. Januar 2016, 4A_681/2015 [verneint: Zulassung zur Klageantwort]; BGE 141 III 80 E. 1.2 [bejaht fÃ¼r die Nichtzulassung einer vertretungsberechtigten Person als Vertreter]; 136 IV 92 E. 4 S. 95 [verneint: Beschlagnahme von Bankdokumenten]; 134 III 188 E. 2.1 S. 190 [verneint: kostspielige Gutachten als Beweismassnahme]). Ausserdem genÃ¼gt die blosse MÃ¶glichkeit eines nicht wiedergutzumachenden Nachteils rechtlicher Natur (BGE 138 III 46 E. 1.2 S. 47; 137 III 380 E. 1.2.1 S. 382; 134 III 188 E. 2.1 S. 191). Rein tatsÃ¤chliche Nachteile, etwa die VerlÃ¤ngerung oder Verteuerung des Verfahrens, sollen demgegenÃ¼ber nicht in Betracht fallen (BGE 141 III 80 E. 1.2; 136 IV 92 E. 4 S. 95; 134 III 188 E. 2). </p> <p class="Urteilstext">Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts kÃ¶nnen indessen, soweit es das materielle Verwaltungsrecht gebietet, bei Vor- und Zwischenentscheiden auch rein tatsÃ¤chliche Nachteile nicht wiedergutzumachende Nachteile im Sinn von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG darstellen, sofern es dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht lediglich darum geht, eine VerlÃ¤ngerung oder Verteuerung des Verfahrens zu verhindern (VGr, 21. Mai 2014, VB.2014.00055, E. 1.3.2). Sogar das Bundesgericht liess schon rein tatsÃ¤chliche Nachteile zur Anfechtbarkeit genÃ¼gen (BGE 135 II 30 E. 1.3.4 [Vorentscheid Ã¼ber die Unterschreitung des Waldabstandes]; Bertschi, § 19a N. 44).</p> <p class="Erwgung3"><b>1.3.2 </b>Bei der Anwendung von § 19a Abs. 2 VRG hat das Verwaltungsgericht zwar im Grundsatz die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu den Art. 91â93 BGG zu beachten (VGr, 8. November 2012, VB.2012.00520, E. 1.2.2). Nach dem Wortlaut von § 19a Abs. 2 VRG richtet sich die Anfechtung von Zwischenentscheiden jedoch lediglich "sinngemÃ¤ss" nach den Bestimmungen des BGG. Dies lÃ¤sst dem Verwaltungsgericht Raum fÃ¼r eine eigenstÃ¤ndige Auslegung von § 19a Abs. 2 VRG, der trotz des darin enthaltenen Verweises auf Bundesrecht eine kantonalrechtliche Bestimmung darstellt (VGr, 28. Februar 2013, VB.2012.00558, E. 1.2.2). Im Rahmen der Anwendung dieser Norm kann sich deshalb unter UmstÃ¤nden auch ein Zwischenentscheid als anfechtbar erweisen, der vor Bundesgericht nicht angefochten werden kÃ¶nnte (vgl. Alain Griffel, Rekurs, in: Alain Griffel/Tobias Jaag [Hrsg.], Reform der ZÃ¼rcher Verwaltungsrechtspflege, ZÃ¼rich/St. Gallen 2010, S. 52 a.<span> </span>E.). Letzteres drÃ¤ngt sich umso mehr auf, als das Verwaltungsgericht als oberstes kantonales Gericht die Verantwortung dafÃ¼r trÃ¤gt, dass innert angemessener Frist ein kantonaler End­entscheid erreicht werden kann, der Ã¼berhaupt erst den Weiterzug an das Bundesgericht ermÃ¶glicht. Im Ãbrigen begrÃ¼ndet das Bundesgericht die BeschrÃ¤nkung des erforderlichen Nachteils auf das Vorliegen eines rechtlichen Nachteils bzw. die Ablehnung einer ausdehnenden Interpretation desselben auf rein tatsÃ¤chliche Nachteile auch damit, dass es sich als hÃ¶chstes Gericht mit jeder Angelegenheit nur einmal befassen soll (BGE 134 III 188 E. 2.2; BGr, 6. Juni 2013, 4A_163/2013), was in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht weniger von Bedeutung ist. Bei Zwischenentscheiden Ã¼ber die aufschiebende Wirkung ist sodann im Einzelfall zu beurteilen, ob fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrenden ein Nachteil entsteht, der auch durch einen fÃ¼r sie gÃ¼nstigen Endentscheid nicht mehr wiedergutzumachen ist (BGE 137 III 380 E. 1.2.1; 135 II 30 E. 1.3.4; 134 III 188 E. 2.1; VGr, 8. November 2012, VB.2012.00520, E. 1.2.2). </p> <p class="Erwgung3"><b>1.3.3 </b>Schliesslich ist zu bedenken, dass die Q-Strasse im Rahmen der vorÃ¼bergehenden Verkehrsanordnung einen Teil des Verkehrs Richtung G auffÃ¤ngt, der ansonsten auf der L-Strasse zirkulieren wÃ¼rde. Von den Beschwerdegegnern wird nicht bestritten, dass in der Morgen- und Abendspitze gegenÃ¼ber dem ordentlichen Verkehrsaufkommen hÃ¶here Verkehrsbelastungen auf der Q-Strasse bestehen, auch wenn sie eine massive Zunahme oder gar Verdoppelung des Verkehrsaufkommens bestreiten. In den Spitzenzeiten muss daher mindestens von einer erhÃ¶hten Belastung der BeschwerdefÃ¼hrenden durch die strittige Anordnung â namentlich infolge Mehrverkehrs â ausgegangen werden, die nicht als bloss geringfÃ¼gig bezeichnet werden kann. Hinzu kommt, dass die angeordnete Verkehrsmassnahme zwar nur vorÃ¼bergehender Natur, hingegen bereits seit Mitte MÃ¤rz 2018 wirksam ist. Da es somit selbst im Fall eines fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrenden gÃ¼nstigen Endentscheids der Vorinstanz naturgemÃ¤ss nicht mÃ¶glich sein wird, die wÃ¤hrend der Dauer des Verfahrens aufgetretenen BeeintrÃ¤chtigungen nachtrÃ¤glich rÃ¼ckgÃ¤ngig zu machen, hat die Aufhebung der aufschiebenden Wirkung fÃ¼r sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil zur Folge (VGr, 21. Mai 2014, VB.2014.00055, E. 1.3.3), weshalb im angefochtenen Entscheid ein gÃ¼ltiges Anfechtungsobjekt zu erkennen ist.</p> <p class="Erwgung3">Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>§ 55 VRG verweist fÃ¼r die aufschiebende Wirkung auf § 25 VRG. Nach dieser Bestim­mung kann die aufschiebende Wirkung, die einem Rekurs oder einer Beschwerde von Gesetzes wegen zukommt (§ 55 in Verbindung mit § 25 Abs. 1 VRG), unter gewissen Vor­aussetzungen entzogen oder â bei vorangegangenem Entzug durch die Vorinstanz â wiederhergestellt werden. Entzug und Wiederherstellung setzen besondere GrÃ¼nde voraus (§ 25 Abs. 3 VRG) und sollen je die Ausnahme bilden. FÃ¼r die sofortige Wirksamkeit mÃ¼ssen deshalb qualifizierte und Ã¼berzeugende GrÃ¼nde sprechen, ohne dass aber ganz ausserordentliche UmstÃ¤nde verlangt wÃ¤ren. Zudem muss ein schwerer Nachteil drohen, falls die aufschiebende Wirkung nicht entzogen wÃ¼rde (Kiener, § 25 N. 25 f.). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Aufgrund des vorlÃ¤ufigen Charakters der Massnahme â hier Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung â ist der Antrag lediglich glaubhaft zu machen (Kiener, § 25 N. 34 mit Hinweis auf Kiener, § 6 N. 22). Ãber den Entzug bzw. die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ist ferner in einem summarischen, einfachen und raschen Verfahren zu verfÃ¼gen, regelmÃ¤ssig aufgrund der Akten und ohne zusÃ¤tzliche, meist zeitraubende Beweiserhebungen. Die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde trifft ihren Entscheid ohne Verzug. Dabei kÃ¶nnen die Prozessaussichten miterwogen werden, sofern sie klar zutage treten. Bestehen beispielsweise erhebliche Zweifel an der ZulÃ¤ssigkeit eines Verbotes, kann sich die aufschiebende Wirkung als unzulÃ¤ssig erweisen (Kiener, § 25 N. 28, 35). Am Beweismass der Glaubhaftmachung Ã¤ndert sich, entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrenden, nichts dadurch, dass der Entscheid der Vorinstanz Ã¼ber die aufschiebende Wirkung erst nach DurchfÃ¼hrung eines doppelten Schriftenwechsels erfolgte, Ã¤nderte dieser doch nichts am Charakter des summarischen Verfahrens. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Wird das Vorliegen besonderer GrÃ¼nde bejaht, ist zu prÃ¼fen, ob sich die gegenteilige Anordnung als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erweist. Im Rahmen dieser einzelfallbezogenen und umfassenden InteressenabwÃ¤gung sind alle sich gegenÃ¼berstehenden Interessen abzuwÃ¤gen, in aller Regel die Ã¶ffentlichen Interessen des Gemeinwesens und die privaten Interessen der rekurrierenden Parteien. Besonderes Gewicht kommt in diesem Zusammenhang etwa dem Schutz wichtiger PolizeigÃ¼ter oder der Erhaltung der wirtschaftlichen Existenz eines Privaten zu. Zu berÃ¼cksichtigen ist ausserdem, wem ein durch die Prozessdauer und den Schwebezustand verursachter Schaden am ehesten zumutbar ist. Die schliesslich unterliegende Partei soll aus der aufschiebenden Wirkung zum Schaden der obsiegenden Gegenpartei keinen Vorteil ziehen kÃ¶nnen. Das Erfordernis besonderer GrÃ¼nde und die Notwendigkeit einer umfassenden InteressenabwÃ¤gung haben zur Folge, dass beim Entzug der aufschiebenden Wirkung im Allgemeinen ZurÃ¼ckhaltung geÃ¼bt wird (VGr, 21. Mai 2014, VB.2014.00055, E. 3.2; Kiener, § 25 N. 28 f.). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Bei der InteressenabwÃ¤gung, ob die aufschiebende Wirkung im Einzelfall zu belassen oder zu entziehen ist, kommt der BehÃ¶rde ein erheblicher Spielraum zu (BGE 129 II 286 E. 3). Das Verwaltungsgericht darf im Rahmen dieser ErmessensbetÃ¤tigung nur einschreiten, wenn Ermessensmissbrauch oder ErmessensÃ¼berschreitung vorliegen (VGr, 9. August 2012, VB.2012.00416, E. 2.3).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrenden stellen die GÃ¼ltigkeit der vorÃ¼bergehenden Verkehrsanordnung verfahrensmÃ¤ssig in verschiedener Hinsicht infrage. In Bezug auf die Hauptsachenprognose ist auf die entsprechenden Vorbringen einzugehen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden werfen der Vorinstanz vor, dass sie eine Verletzung von Bundesumweltrecht nicht geprÃ¼ft habe; sie habe sich mit der LÃ¤rmthematik nicht auseinandergesetzt, worin eine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs liege. Zudem kÃ¶nnten sie den Entscheid der Vorinstanz mit Bezug auf die Verletzung von Bundesumweltrecht gar nicht anfechten, worin wiederum eine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs liege. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.1 </b>Damit rÃ¼gen die BeschwerdefÃ¼hrenden dem Sinn nach die ungenÃ¼gende BegrÃ¼ndung des angefochtenen Entscheids, was eine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs darstellte, die zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids fÃ¼hren kÃ¶nnte (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. A., ZÃ¼rich/St. Gallen 2016, Rz. 1039), weshalb darauf einzugehen ist.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.2 </b>Die BegrÃ¼ndung von VerfÃ¼gungen muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene Ã¼ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die hÃ¶here Instanz weiterziehen kann. Sie muss zumindest kurz die wesentlichen Ãberlegungen nennen, von denen sich die Entscheidinstanz hat leiten lassen und auf die sie ihren Entscheid stÃ¼tzt, und es muss grundsÃ¤tzlich ersichtlich werden, wieso die BehÃ¶rde vorgebrachte Ãusserungen fÃ¼r unerheblich, unrichtig oder unzulÃ¤ssig hielt. Nicht erforderlich ist jedoch, dass sich die BegrÃ¼ndung mit allen Parteistandpunkten einlÃ¤sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrÃ¼cklich widerlegt (Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 10 N. 25; BGE 137 II 266 E. 3.2; 134 I 83 E. 4.1; HÃ¤felin/MÃ¼ller/Uhlmann, Rz. 1071).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.3 </b>Die Vorinstanz hatte im angefochtenen Entscheid ausgefÃ¼hrt, hinsichtlich der Zumutbarkeit der angefochtenen Verkehrsanordnung sei zwar nicht auszuschliessen, dass eine hÃ¶here LÃ¤rm- und Abgasbelastung bestehe. Inwiefern dies aber effektiv der Fall wÃ¤re, sei nicht erstellt und unter den Parteien umstritten. Aktenkundig sei eine VerkehrszÃ¤hlung vom 2. Mai 2018 mit rund 300 PW pro Stunde bzw. 5 Autos pro Minute, was noch keine ÃbermÃ¤ssigkeit oder Unzumutbarkeit indiziere. Von einer massiven Zunahme der Belastung der Anwohner durch LÃ¤rm und Abgas kÃ¶nne entgegen der Behauptungen der BeschwerdefÃ¼hrenden derzeit nicht ausgegangen werden. Damit begrÃ¼ndete die Vorinstanz genÃ¼gend, weshalb sie auf die Frage der LÃ¤rm- und Abgasbelastung nicht weiter einging. Sie durfte sich im Verfahren betreffend aufschiebende Wirkung mit einer summarischen PrÃ¼fung begnÃ¼gen, der ihre AusfÃ¼hrungen gerecht werden (vorn E. 2.2.). Die BeschwerdefÃ¼hrenden vermochten dies in der Beschwerde denn auch ausfÃ¼hrlich zu beanstanden. Eine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs liegt nicht vor, ebenso wenig eine formelle Rechtsverweigerung, nachdem sich die BegrÃ¼ndung nicht mit jedem einzelnen Parteivorbringen einlÃ¤sslich auseinanderzusetzen hat. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.4 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden beriefen sich vor Vorinstanz zudem auf die von ihnen eingelegte LÃ¤rmuntersuchung der Firma T vom 23. Mai 2018 (fortan Bericht T), der sich auf die erste, per August 2018 beendete Bauphase bezieht, wo hÃ¶here Emissionen herrschten als danach. Anhand dieses Berichtes wurden die LÃ¤rmimmissionen entlang der Q-Strasse mit der Verkehrsumlagerung "grob ermittelt und beurteilt". Auf eine detaillierte LÃ¤rmberechnung wurde aus Zeit- und KostengrÃ¼nden verzichtet. Immerhin kam der Bericht zum Schluss, dass entlang der Q-Strasse die Immissionsgrenzwerte Ã¼berall eingehalten wurden, die Planungswerte hingegen mit Bezug auf 15â20 Liegenschaften nicht. DiesbezÃ¼glich liegt allerdings nur eine grobe EinschÃ¤tzung vor, bewegte sich die Genauigkeit der Daten doch im Bereich von +/- 20 %, weshalb der durchschnittliche tÃ¤gliche Verkehr um bis 600 Fahrzeuge Ã¼ber- oder unterschÃ¤tzt worden sein kÃ¶nnte, was sich jedenfalls auf die Emissionen auswirken wÃ¼rde. Aus diesen GrÃ¼nden und da die Vorinstanz im Hauptsachenentscheid darÃ¼ber zu befinden haben wird, ob die Immissionsgrenzwerte oder die Planungswerte massgebend sind, bedeutet das Fehlen einer expliziten Auseinandersetzung mit dem Bericht T im Entscheid Ã¼ber die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung keine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Eine weitere Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs erkennen die BeschwerdefÃ¼hrenden darin, dass die Beschwerdegegner wÃ¤hrend des laufenden Rekursverfahrens vor der Vor­instanz VerkehrszÃ¤hlungen auf der Q-Strasse hÃ¤tten durchfÃ¼hren lassen, welche ihre ungenÃ¼genden Sachverhaltsmittlungen verdecken sollten. Angesichts des mit Rekurserhebung eingetretenen Devolutiveffekts sei aber die Verfahrensherrschaft lÃ¤ngst auf die Vor­instanz Ã¼bergegangen. Die entsprechenden Erhebungen hÃ¤tten ohne MitwirkungsmÃ¶glichkeiten der BeschwerdefÃ¼hrenden stattgefunden, was deren rechtliches GehÃ¶r verletzt habe. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>Mit der Rekursduplik vom 10. Juli 2018 legten die Beschwerdegegner neben anderen eine AbschÃ¤tzung der U AG vom 4. Juli 2018 zu den LÃ¤rmimmissionen sowie die "verkehrliche" WochenzÃ¤hlung vom 11. bis 18. Juni 2018 ins Recht (fortan Bericht U). GemÃ¤ss dem Bericht U wird glaubhaft dargetan, dass die Planungswerte Ã¼berall eingehalten sind. Hierzu nahmen die BeschwerdefÃ¼hrenden mit Eingabe vom 23. Juli 2018 ausfÃ¼hrlich Stellung, auch wenn sie primÃ¤r den Standpunkt vertraten, die Beschwerdegegner hÃ¤tten wegen der Devolutivwirkung des Rekurses keine SachverhaltsabklÃ¤rungen mehr tÃ¤tigen dÃ¼rfen. Ihr rechtliches GehÃ¶r wurde insofern durchaus gewahrt.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>Bei den devolutiven Rechtsmitteln ist die Ã¼bergeordnete Instanz zur Streiterledigung berufen. Ist ein Rechtsmittel devolutiv â wie der Rekurs und die Beschwerde â, geht die <i>ZustÃ¤ndigkeit</i> fÃ¼r die Behandlung der Sache, die Gegenstand der mit Beschwerde angefochtenen VerfÃ¼gung bildet, mit Einreichung der Beschwerde auf die Beschwerdeinstanz Ã¼ber (Alfred KÃ¶lz/Isabelle HÃ¤ner/Martin Bertschi, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. A., ZÃ¼rich etc. 2013, Rz. 682, 1065; Bertschi, Vorbemerkungen zu §§ 19â28a N. 13). Dies bedeutet, dass mit Einreichen des Rechtsmittels (RechtshÃ¤ngigkeit) die Herrschaft Ã¼ber das Verfahren von der Vorinstanz auf die Rechtsmittelinstanz Ã¼bergeht. Fortan ist nur noch letztere befugt, Ã¼ber den Streitgegenstand zu <i>entscheiden</i> und nÃ¶tigenfalls vorsorgliche Massnahmen oder andere verfahrensleitende Anordnungen zu treffen (Regina Kiener/Bernhard RÃ¼tsche/Mathias Kuhn, Ãffentliches Verfahrensrecht, 2. A., ZÃ¼rich/St. Gallen 2015, Rz. 1286; zu eng wohl HÃ¤felin/MÃ¼ller/Uhlmann, Rz. 1168). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.3 </b>Dem haben die Beschwerdegegner mit dem Einlegen des Berichts U und der VerkehrszÃ¤hlung nicht widersprochen. Zwar wurde ihnen als ursprÃ¼nglich verfÃ¼gende BehÃ¶rde, die das Verfahren zu leiten hatte, mit der RechtshÃ¤ngigkeit des Rekurses infolge des Devolutiveffekts die ZustÃ¤ndigkeit, Ã¼ber die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung zu <i>entscheiden</i>, entzogen (vorn E. 3.2.2). Mit der Rekurserhebung standen die Beschwerdegegner im Rekursverfahren den BeschwerdefÃ¼hrenden jedoch als Rekursgegner und damit als <i>Verfahrenspartei</i> gegenÃ¼ber. WÃ¤hrend der Pendenz des Rechtsmittels hÃ¤tte ihnen allerdings noch die MÃ¶glichkeit offengestanden, den angefochtenen Entscheid in WiedererwÃ¤gung zu ziehen (wobei die WiedererwÃ¤gung lediglich einen formlosen Rechtsbehelf darstellt; dazu Bertschi, Vorbemerkungen zu §§ 86aâ86d N. 20, 22). Demnach ist der Devolutiveffekt nicht absolut und umfassend. Mit der Rekurserhebung ergab sich somit eine Doppelrolle der Beschwerdegegner, einerseits als Instanz, welche ihren Entscheid noch in WiedererwÃ¤gung hÃ¤tte ziehen kÃ¶nnen, anderseits als Verfahrenspartei im Rekursverfahren. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.4 </b>In der Rolle als Verfahrenspartei stand den Beschwerdegegnern jedoch sehr wohl die MÃ¶glichkeit zu, auch im Rahmen eines Rechtsmittelverfahrens mit devolutiver Wirkung aufgrund ihrer Rechte als Verfahrenspartei neue Beweismittel einzufÃ¼hren (§ 52 Abs. 1 in Verbindung mit § 20a Abs. 2 VRG; Marco Donatsch, Kommentar VRG, § 20a N. 16 f.), ohne sich damit Entscheidkompetenz im Rekursverfahren anzumassen. Eine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs liegt nicht vor. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden erkennen sodann eine Verletzung von § 7 VRG â AbklÃ¤rung des Sachverhalts von Amtes wegen â darin, dass die Beschwerdegegner den Sachverhalt mit Bezug auf verfÃ¼gbare Verkehrszahlen offenkundig ungenÃ¼gend erhoben hÃ¤tten. DemgegenÃ¼ber ist erneut auf die nur beschrÃ¤nkte PrÃ¼fungspflicht im Rahmen des summarischen Verfahrens zu verweisen, der die Beschwerdegegner genÃ¼gten.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden beanstanden, dass es ab Beginn der Umleitung Ã¼ber die Q-Strasse Mitte MÃ¤rz bis Sommer 2018 einen erhÃ¶hten Lastwagen-Anteil am Verkehr gegeben habe und auf der Baustelle verkehrende "Dumper" (Muldenkipper) grossen LÃ¤rm verursacht hÃ¤tten. Beides hÃ¤tte im angefochtenen Entscheid sowie im Bericht U berÃ¼cksichtigt werden mÃ¼ssen. TatsÃ¤chlich waren die Bauarbeiten in der Q-Strasse bereits Ende August 2018 abgeschlossen. Ein Anfechtungsinteresse der BeschwerdefÃ¼hrenden bezÃ¼glich aufschiebende Wirkung ab MÃ¤rz bis Ende August 2018 ist nicht auszumachen. Anlass dazu, auf die AktualitÃ¤t des Rechtsschutzinteresses ausnahmsweise zu verzichten, besteht zudem nicht, wÃ¤re im jetzigen Zeitpunkt ohnehin nur noch eine Feststellung einer vergangenen Rechtsverletzung mÃ¶glich. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die Vorinstanz erachtete die Dringlichkeit des Entzugs der aufschiebenden Wirkung fÃ¼r die Fortdauer des Verfahrens dadurch gegeben, dass vorerst das Projekt der Firma V realisiert werde, nÃ¤mlich die Verlegung der Leitungen des RegiowÃ¤rmenetzes, der Wasserversorgung und des Stromnetzes in die Q-, L- und FF-Strasse. Gleichzeitig fÃ¤nden Sanierungsarbeiten an der BrÃ¼cke in der L-Strasse statt, anschliessend Vorbereitungsarbeiten fÃ¼r den Bau der neuen Kanalisationsleitungen, was den Einbahnverkehr in der L-Strasse bedinge. Die Aufstellung der Projektorganisation der W AG zeige sÃ¤mtliche weiteren Baustellen in der Region bis 2023, insbesondere die Sanierung der AutobahnÃ¼berfÃ¼hrung L-Strasse, die Zufahrt von der AutobahnÃ¼berfÃ¼hrung X-Strasse zum Werkareal der Y AG, die Sanierung der Z-Strasse 2019, der XY-BrÃ¼cke und die Umgestaltung der X-Strasse ab 2020. Auf diese zutreffenden AusfÃ¼hrungen ist vorab zu verweisen (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden bestreiten, dass in den verschiedenen, aufeinander abgestimmten Bauprojekten im Gebiet XZ besondere GrÃ¼nde fÃ¼r den Entzug der aufschiebenden Wirkung lÃ¤gen. Dem ist nicht zu folgen. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.1 </b>GemÃ¤ss der Projektgenehmigung "EntwÃ¤sserung L" geht es darum, die in den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts gebauten Ã¶ffentlichen AbwasserkanÃ¤le in der L-Strasse zu ersetzen, die einerseits angesichts der Entwicklung des Einzugsgebiets zu gering dimensioniert sind und anderseits dem Hochwasserschutz nicht mehr genÃ¼gen. Seit LÃ¤ngerem tritt bei heftigem Regen fÃ¤kalienbelastetes Abwasser auf Ã¶ffentliche Strassen und Wege aus und dringt in private Liegenschaften ein. Deswegen mÃ¼ssen die kommunalen AbwasserkanÃ¤le in der L-Strasse und der Hauptabwasserkanal von der L-Strasse zum Pumpwerk ZX ersetzt werden. Die GefÃ¤hrdung von PolizeigÃ¼tern (Sicherheit, Gesundheit) ist offensichtlich. Damit ist die Dringlichkeit der baulichen Massnahmen in der L-Strasse belegt und entsprechend auch diejenige fÃ¼r den Entzug der aufschiebenden Wirkung.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.2 </b>Angesichts der vielen Infrastrukturprojekte, die von verschiedenen Bauherren (etwa Firma V, Kanton ZÃ¼rich) ausgefÃ¼hrt werden sollen, liegt zudem auf der Hand, dass eine gewisse Koordination vonnÃ¶ten ist. Sollte der vorgesehene Zeitplan nicht eingehalten werden kÃ¶nnen, wÃ¤re gemÃ¤ss den Beschwerdegegnern ein Verkehrskollaps mit massivem RÃ¼ckstau auf der L- und X-Strasse mit Auswirkungen bis nach K, G, CC, H und DD zu befÃ¼rchten, der neben dem privaten auch den Ã¶ffentlichen Verkehr stark behinderte. Zu befÃ¼rchten wÃ¤re dabei weiter, dass von Privaten unkontrolliert Ausweichrouten gesucht wÃ¼rden. Schliesslich hÃ¤tte dies auch Auswirkungen fÃ¼r die zahlreichen, fÃ¼r die Jahre 2018â2023 projektierten Infrastrukturvorhaben, deren AusfÃ¼hrung eng aufeinander abgestimmt sei. Die beauftragten Tiefbauunternehmen hÃ¤tten auf die geplante Baustellen-Gesamtkoordination samt Verkehrskonzept abgestellt, weshalb die Nichteinhaltung des Zeitplans zu substanziellen VerzÃ¶gerungen fÃ¼hren wÃ¼rde. Diese Vorbringen wurden und werden von den BeschwerdefÃ¼hrenden nicht substanziiert infrage gestellt.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.3 </b>Es ist offensichtlich, dass etwa die Sanierung der L-Strasse erst vorgenommen werden kann, wenn die Leitungen der RegiowÃ¤rme, des Wasser- und Stromnetzes bereits verlegt wurden. Die Umgestaltung der X-Strasse kann dagegen erst angepackt werden, wenn die L-Strasse wieder voll befahrbar ist. Gewiss sind mit der Realisierung der verschiedenen Projekte auch finanzielle Interessen des Gemeinwesens verbunden. Vor allem aber liegt das Schwergewicht neben der Dringlichkeit (vorn E. 4.2.1) in der reibungslosen Erstellung der geplanten, zeitlich aufeinander abgestimmten Projekte in der vorgesehenen Zeit, wofÃ¼r nicht nur ein Ã¼berwiegendes Ã¶ffentliches Interesse besteht (zum Beispiel BrÃ¼cke L-Strasse, Sanierung XY-BrÃ¼cke), sondern wodurch auch die Belastung der Betroffenen mÃ¶glichst geringgehalten werden soll. Darin liegen zweifellos besondere GrÃ¼nde fÃ¼r den Entzug der aufschiebenden Wirkung.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Weiter erweist sich die Ã¼ber den Entzug der aufschiebenden Wirkung in Kraft gesetzte vorÃ¼bergehende Verkehrsanordnung fÃ¼r die Q-Strasse als geeignet, um den Verkehr aus der bloss einspurig zu befahrenden L-Strasse mindestens teilweise aufzunehmen, ist sie doch die diesem Abschnitt der L-Strasse nÃ¤chst gelegene UmfahrungsmÃ¶glichkeit und so gut ausgebaut, dass sie ein grÃ¶sseres Volumen an Verkehr durchaus aufnehmen kann. Bei der Q-Strasse handelt es sich (wie auch bei der L-Strasse) um eine verkehrsorientierte Sammelstrasse (Fahrbahnbreite 7,5 m, beidseitiges Trottoir je 2 m, Gesamtbreite 11,5 m; vgl. § 5 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 der Zugangsnormalien vom 9. Dezember 1987 in Verbindung mit Anhang Technische Anforderungen/Zugangsarten) und nicht, wovon die BeschwerdefÃ¼hrenden und der Bericht T ausgehen, um eine Quartiererschliessungsstrasse.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Gleichzeitig erweist sich diese Massnahme auch als erforderlich, weil eine andere UmfahrungsmÃ¶glichkeit, etwa in der Form der bereits Ã¼berlasteten X- und Umfahrungsstrasse, als mildere Massnahme nur beschrÃ¤nkt zur VerfÃ¼gung steht. Nach Angaben der Beschwerdegegner gelangt die X-Strasse zu den Verkehrsspitzenzeiten regelmÃ¤ssig an ihre Belastungsgrenze. Erschwerend kommt hinzu, dass ab April 2018 der Umleitungsverkehr wegen der Verlegung des Dorfbachs und der Sanierung der Ortsdurchfahrt H Ã¼ber den LSA-Knoten 164 (Kreuzung X-/Umfahrungs-/K-Strasse) gefÃ¼hrt werden muss, weshalb keine weiteren KapazitÃ¤ten an diesem Verkehrsknoten vorhanden sind und nur die Q-Strasse infrage kam, den Einbahnverkehr auf der L-Strasse in umgekehrter Richtung aufzunehmen. Daran wird sich so rasch nichts Ã¤ndern, stehen doch nach der Planung ab 2019 Sanierungsarbeiten an der Z-Strasse samt BrÃ¼cke und Oberwasserkanal, ab 2020 an der XY-BrÃ¼cke und am Kreisel L und ebenso 2020 an der X-Strasse an. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Eine WÃ¼rdigung der verschiedenen Interessen steht dem Entzug der aufschiebenden Wirkung nicht entgegen. So liegt die Q-Strasse als nÃ¤chst gelegene ebenfalls nur einspurige UmfahrungsmÃ¶glichkeit fÃ¼r die L-Strasse zweifellos im Interesse der Verkehrsbeteiligten auf dem Weg nach G. Gleichzeitig wurde die Tempo-30-Zone auf der Q-Strasse unverÃ¤ndert beibehalten, was sich nicht nur als LÃ¤rmschutz-, sondern auch als Sicherheitsmassnahme zugunsten der dortigen Anwohner auswirkt, und der Lastwagenverkehr wurde zur Entlastung auf die Achse X- und Umfahrungsstrasse umgeleitet. Zur Sicherheit von Anwohnern und Nutzern bestand mindestens zu Beginn der vorÃ¼bergehenden Verkehrsanordnung eine erhÃ¶hte PolizeiprÃ¤senz auf der Q-Strasse und wurden fÃ¼r die Kinder zur Querung der Q-Strasse von der Polizei zusÃ¤tzlich flankierende Massnahmen getroffen. Dem halten die BeschwerdefÃ¼hrenden nichts Substanzielles entgegen. Im Sinn einer vorlÃ¤ufigen Feststellung des Sachverhalts im Rahmen des Entscheids Ã¼ber die aufschiebende Wirkung ist schliesslich davon auszugehen, dass auch die Planungswerte fÃ¼r LÃ¤rm eingehalten werden und damit die Anforderungen des LÃ¤rmschutzrechts auch dann eingehalten wÃ¤ren, wenn die Q-Strasse aufgrund der Umleitung entsprechend dem Standpunkt der BeschwerdefÃ¼hrenden als neue ortsfeste Anlage zu betrachten wÃ¤re. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.6 </b>Der Entzug der aufschiebenden Wirkung als auch die mit dem Entzug der aufschiebenden Wirkung wirksam werdende vorÃ¼bergehende Verkehrsanordnung erscheinen daher den Betroffenen nach AbwÃ¤gung der verschiedenen Interessen durchaus zumutbar. Entsprechend ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang sind die Kosten dieses Zwischenentscheides den BeschwerdefÃ¼hrenden aufzuerlegen, wofÃ¼r sie solidarisch haften (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Die Beschwerdegegner verlangten eine ParteientschÃ¤digung. Es handelt sich bei ihnen um zwei kleinere Gemeinwesen (je knapp 5'000 Einwohner), fÃ¼r welche die Beantwortung der umfangreichen Beschwerde, die verschiedene spezifische rechtliche Fragen betraf, wohl nur mit einem besonders grossen Aufwand zu bewÃ¤ltigen gewesen wÃ¤re, sofern das nÃ¶tige Fachwissen dazu Ã¼berhaupt vorhanden gewesen wÃ¤re (PlÃ¼ss, § 17 N. 53). Ihnen ist daher eine ParteientschÃ¤digung von je Fr. 1'000.- zuzÃ¼glich Mehrwertsteuer zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das vorliegende, einen Zwischenentscheid betreffende Urteil ist ebenfalls ein Zwischenentscheid, der wiederum nur unter den einschrÃ¤nkenden Bedingungen von Art. 93 Abs. 1 BGG angefochten werden kann (VGr, 15. Februar 2018, VB.2017.00702, E. 7; Bertschi, § 19a N. 31 f.). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 120.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 4'120.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden zu je ¼ auferlegt, unter solidarischer Haftung eines jeden fÃ¼r den Gesamtbetrag.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrenden werden verpflichtet, den Beschwerdegegnern eine ParteientschÃ¤digung von je Fr. 1'000.- (zuzÃ¼glich 7,7 % MWST; Fr. 77.-), total Fr. 2'154.-, zu bezahlen, wobei ein jeder davon ¼ zu Ã¼bernehmen hat, unter solidarischer Haftung fÃ¼r den Gesamtbetrag, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Urteils.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>