<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2017-10-25-6B_1156-2017.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para"> <b>6B_1156/2017, 6B_1179/2017 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 25. Oktober 2017</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Denys, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Held. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8090 Zürich, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">6B_1156/2017 </div> <div class="para">Verfahrenseinstellung (Körperverletzung), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">6B_1179/2017 </div> <div class="para">Überweisungsverfügung (Tätlichkeiten), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerden gegen den Beschluss und die Verfügung des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 25. August 2017 (UE170144; UH170157). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Am 18. Mai 2016 kam es zwischen X.________ und Y.________ in Regensdorf zu einer körperlichen Auseinandersetzung, in deren Folge X.________ einen mehrfachen Nasenbeinbruch erlitt. </div> <div class="para">Am 3. Mai 2017 stellte die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland das Strafverfahren gegen Y.________ ein und überwies das Verfahren gegen X.________ an das Stadthalteramt Dielsdorf. </div> <div class="para">Das Obergericht des Kantons Zürich trat am 25. August 2017 auf die von X.________ gegen den Überweisungsbeschluss erhobene Beschwerde nicht ein und wies dessen Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">X.________ führt gegen beide Entscheide des Obergerichts mit identischen Rechtsbegehren Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt zusammengefasst, die Einstellungsverfügung sei aufzuheben und Y.________ wegen einfacher Körperverletzung zu verurteilen. Die Überweisungsverfügung an das Stadthalteramt Dielsdorf sei aufzuheben und er sei vom Vorwurf der Tätlichkeit freizusprechen. Eventualiter sei das gegen ihn geführte Strafverfahren bis zum Vorliegen eines Beschwerdeentscheids zu sistieren. X.________ verlangt eine (nicht bezifferte) Prozessentschädigung sowie eine Genugtuung von Fr. 2'000.-. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerden betreffen dasselbe Strafverfahren mit identischem Lebenssachverhalt, weshalb sie gestützt auf <span class="artref">Art. 71 BGG</span> i.V.m. <span class="artref">Art. 24 Abs. 2 lit. b BZP</span> zu vereinigen und in einem Entscheid zu behandeln sind (vgl. Urteile 2C_1021/2016 vom 18. Juli 2017 E. 4.1; 6B_360/2016 vom 1. Juni 2017 E. 1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde in Strafsachen ist zulässig gegen verfahrensabschliessende Entscheide letzter kantonaler Instanzen (<span class="artref">Art. 80 Abs. 1, <artref id="CH/173.110/90" type="start"></artref>Art. 90 BGG</span><artref id="CH/173.110/80/1" type="end"></artref>). </div> <div class="para">Gemäss <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> ist in der Beschwerdebegründung in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt, wobei für die Anfechtung des Sachverhalts qualifizierte Begründungsanforderungen gelten (vgl. <span class="artref">Art. 97 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/106/2" type="start"></artref>Art. 106 Abs. 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/97/1" type="end"></artref>). Die beschwerdeführende Partei kann in der Beschwerdeschrift nicht bloss die Rechtsstandpunkte, die sie im kantonalen Verfahren eingenommen hat, erneut bekräftigen, sondern hat mit ihrer Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erwägungen der Vorinstanz anzusetzen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=19.10.2017&amp;to_date=07.11.2017&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2 S. 116). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.1.</b> Bei der Verfügung, das gegen den Beschwerdeführer geführte Strafverfahren wegen Tätlichkeiten an das Stadthalteramt Dielsdorf zu überweisen, handelt es sich um einen prozessleitenden Zwischenentscheid, der weder die Zuständigkeit noch Ausstandsbegehren betrifft (vgl. <span class="artref">Art. 92 BGG</span>). Auch der angefochtene Entscheid der Vorinstanz (Verfahren 6B_1179/2017) schliesst das Strafverfahren nicht ab. Der Beschwerdeführer zeigt entgegen der ihm obliegenden Begründungspflicht nach <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> nicht auf, inwieweit die Überweisung an das Stadthalteramt einen nicht wiedergutzumachenden rechtlichen Nachteil bewirken (<span class="artref">Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG</span>) oder die Gutheissung seiner Beschwerde einen sofortigen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen könnte (<span class="artref">Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG</span>). Dies ist auch nicht ersichtlich. Auf die Beschwerde im Verfahren 6B_1179/2017 ist nicht einzutreten (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=19.10.2017&amp;to_date=07.11.2017&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-IV-289%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page289">BGE 141 IV 289</a> E. 1.3, 284 E. 2.3). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.2.</b> Soweit der Beschwerdeführer die Einstellung des Strafverfahrens gegen Y.________ rügt (Verfahren 6B_1156/2017), genügt seine Beschwerde den gesetzlichen Begründungsanforderungen nicht (vgl. vorstehend E. 4). Er setzt sich mit den Erwägungen der Vorinstanz nicht auseinander, sondern beschränkt sich darauf, seine subjektive Sichtweise der Ereignisse darzulegen. Er verkennt, dass das Bundesgericht keine Appellationsinstanz ist, die eine eigene Beweiswürdigung und Sachverhaltsfeststellung vornimmt (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=19.10.2017&amp;to_date=07.11.2017&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-IV-317%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page317">BGE 141 IV 317</a> E. 5.4 S. 324, 369 E. 6.3 S. 375; Urteil 6B_103/2017 vom 21. Juli 2017 E. 2.2; je mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerden ist im Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Verfahren 6B_1156/2017 und 6B_1179/2017 werden vereinigt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerden wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 25. Oktober 2017 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Denys </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Held </div> </div></body></html>