<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00056</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106798&amp;W10_KEY=13013575&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00056</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 02.09.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Ergänzung der ungenügenden Begründung des Vergabeentscheids im Beschwerdeverfahren ist (noch) zulässig (E. 3a). Abgabe einer Korrektur des Angebots zusammen mit dem Angebot erfolgte rechtzeitig (E. 3c). Berichtigung eines offensichtlichen Offertfehlers (E. 5)? Fehlende Legitimation zur Anfechtung der unvollständigen Korrektur (E. 5/cc). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGRÃNDUNG">BEGRÃNDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERICHTIGUNG">BERICHTIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KORREKTUR">KORREKTUR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSCHRIFT">UNTERSCHRIFT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 lit. II BV</span><br/><span class="ungerade">§ 24 lit. I SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 25 lit. II SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 26 lit. I d SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 27 lit. II SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 10 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. Mit Publikation vom 23. November 2001 erÃ¶ffnete die Stadt X im offenen Verfahren die Submission fÃ¼r Tiefbauarbeiten und Wasserleitungen im Quartierplangebiet L, 1. Eta­p­pe, Los 2. Die Ausschreibung erfolgte separat einerseits fÃ¼r das Teil­gebiet Nord, be­stehend aus M-strasse, N, O, anderseits fÃ¼r das Teilgebiet SÃ¼d, bestehend aus P-strasse, Q-stras­se, R. Ein­gabe­termin war der 20. Dezember 2001. Am Wettbewerb beteiligten sich je 11 Anbieter. Ge­mÃ¤ss Protokoll der OffertÃ¶ffnung vom 21. Dezember 2001, 08.00 Uhr, hatte in beiden Teil­gebie­ten die G AG, am gÃ¼nstigsten offeriert. Im Teilgebiet Nord hatte die ARGE B/C&amp; Co., Winterthur, am zweitgÃ¼nstigsten, die ARGE E/F, in W, am drittgÃ¼nstigsten offeriert. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschluss vom 5. Februar 2002 vergab der Stadtrat X den ausgeschriebenen Auf­trag fÃ¼r beide Teilgebiete der ARGE E AG/F AG, in W zum Betrag von Fr. 4'859'930.15 (Nord) bzw. Fr. 3'950'838.55 (SÃ¼d). Diese Vergabe wurde den nicht berÃ¼cksichtigten Anbietern am 6. Februar 2002 mitgeteilt. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen den Vergabeentscheid Teilgebiet Nord erhob die ARGE B/C&amp; Co. am 14./18. Februar 2002 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen beantragten zur Hauptsache, es sei die angefochtene VerfÃ¼gung aufzuheben und ih­nen den Zuschlag zu erteilen; sofern die beantragte aufschiebende Wirkung nicht erteilt werde, sei die Rechtswidrigkeit der angefochtenen VergabeverfÃ¼gung vom 6. Februar 2002 festzustel­len, je unter Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerdegegnerin beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 13. MÃ¤rz 2002 die Abweisung der Beschwerde unter EntschÃ¤digungsfolgen. In Replik und Duplik hiel­ten die Parteien an ihren RechtsantrÃ¤gen fest. Die Mitbeteiligte nahm am 6./10. Juni 2002 zur Replik der BeschwerdefÃ¼hrerinnen Stellung. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 19. MÃ¤rz 2002 wies der PrÃ¤sident des Verwaltungsgerichtes das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerinnen um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ab. Deren Akteneinsichtsbegehren wurde teilweise mit VerfÃ¼gungen vom 19. MÃ¤rz und 3. Mai 2002 gutgeheissen. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994 (IVÃ¶B) sowie die §§ 3 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung vom 22. September 1996 (IVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Die Eingabesumme der Mitbeteiligten ARGE E AG/F AG betrug gemÃ¤ss Offert­Ã¶ffnungsprotokoll vom 21. Dezember 2001 fÃ¼r das Teilgebiet Nord Fr. 5'053'898.50 brut­to, d.h. vor Rabatt und Skonto und ohne MwSt. Nach der angefochtenen VerfÃ¼gung des Stadtrates X vom 6. Februar 2002 wurden diese Arbeiten zum Betrag von Fr. 4'859'930.15 inkl. MwSt. vergeben. Auf Ersuchen der heutigen Beschwer­defÃ¼hrerinnen begrÃ¼ndete die Bes­chwerdegegnerin diese Korrektur mit Schreiben vom 12. Fe­bruar 2002 damit, die Offerte der Mitbeteiligten habe im Teilprojekt N einen Rechnungsfehler aufgewiesen. Die beiden aus­geschriebenen Teilgebiete hÃ¤tten aus insgesamt sechs Teilprojekten mit weitgehend iden­tischen Aufgabenstellungen bestanden. Die de­taillierte ÃberprÃ¼fung der Offerte ARGE E AG/ F AG habe ergeben, dass die Po­sition 211.752.131 (Deponie Kul­­turerde Kat. II) im Teilprojekt N mit Fr. 172.-/m<sup>3</sup>, in al­len anderen Teilprojekten jedoch mit Fr. 55.-/m<sup>3</sup> offeriert worden sei. Angesichts des offensichtlichen Fehleintrags in der Of­ferte sei diese Position im Teilprojekt N von Fr. 172.-/m<sup>3</sup> auf Fr. 55.-/m<sup>3</sup> analog den anderen Teilprojekten reduziert worden. Bei einem Vorausmass von 3'000 m<sup>3</sup> betrage die Reduk­­tion Fr. 362'720.05 (netto, inkl. MwSt., Rabatt/ Skonto). Ausschlaggebend fÃ¼r die Korrektur sei die markante und nicht nachvollzieh­bare Ab­­weichung von den sonst durchwegs identischen Einheitspreisen in den verschiede­nen Teilprojekten gewesen. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In ihrer Beschwerdeantwort vom 13. MÃ¤rz 2002 fÃ¼hrt die Beschwerdegegnerin zur Korrektur ergÃ¤nzend aus, insgesamt seien in allen Teilprojekten 11'020 m<sup>3</sup> Kulturerde Kat. II zu deponieren. Der Stadt X habe auffallen mÃ¼ssen, dass in einem Teillos diese Posi­tion zu einem vÃ¶llig Ã¼bersetzten Preis offeriert worden sei und auf ein korrigierbares Verse­hen schliessen dÃ¼rfen. Dies insbesondere deshalb, weil die Losbildung nicht aufgrund un­terschiedlicher tatsÃ¤chlicher VerhÃ¤ltnisse oder unterschiedlicher technischer Anforderun­gen, sondern ausschliesslich deshalb erfolgt sei, um die Abrechnung der verschiedenen Teil­projekte entsprechend den Kostenverlegern der verschiedenen Teilgebiete (Kostenperi­meter) des Quartierplanes L vornehmen zu kÃ¶nnen. Ansonsten wÃ¤re in der Sub­mission ein­fach der Einheitspreis fÃ¼r die Deponiekosten fÃ¼r 11'020 m<sup>3</sup> Kulturerde Kat. II zu offerieren gewesen. Im Bewusstsein dieser UmstÃ¤nde habe ihr der abweichende Einheitspreis von Fr. 172.-/m<sup>3</sup> fÃ¼r Deponiekosten im Teilprojekt N auffallen mÃ¼ssen und diese Kosten hÃ¤tten als offensichtlicher Fehler im Sinn von § 27 Abs. 2 Submissionsverordnung vom 18. Juni 1997 (SubmV) korrigiert werden dÃ¼rfen. â Mit den Offerten sei von der Mitbeteiligten ein separates Blatt eingereicht worden mit der Ãberschrift "Abtransport von Humus in Unterneh­merdeponie". Diese ErklÃ¤rung habe folgenden Wortlaut: <br/> <br/> </span></p> <i><span><br/> </span></i> <p class="Einzug1"><i><span>"Wir gehen davon aus, dass die ausgeschriebenen Positionen als Inertstoff deklariert werden. </span></i></p> <p class="Einzug1"><i><span>Der Angebotspreis fÃ¼r diese Position betrÃ¤gt Fr. 44.-/m</span></i><sup><span>3</span></sup><i><span> lose. </span></i></p> <p class="Einzug1"><i><span>Der jeweilige im Devis eingesetzte Preis muss von Fr. 55.- auf Fr. 44.-/m</span></i><sup><span>3</span></sup><i><span> lose reduziert werden. </span></i></p> <p class="Einzug1"><i><span>Ãber alle Baulose betrÃ¤gt die Einsparung somit 11'020.‑m</span></i><sup><span>3</span></sup><i><span>/lose Ã Fr. 11.-/m</span></i><sup><span>3</span></sup><i><span>, was total Fr. 121'220.- ausmacht, welche an unserer Gesamtsumme zu reduzieren sind." </span></i></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit dieser ErklÃ¤rung bestehe absolute Klarheit, was zu welchem Einheitspreis offeriert werde und was nach Auffassung der Mitbeteiligten zum kÃ¼nftigen Vertragsinhalt werden solle. Die GebÃ¼hr fÃ¼r die Lagerung der Kulturerde Kat. II in einer Unternehmerdeponie soll grundsÃ¤tzlich (d.h. in allen Teillosen) Fr. 44.-/m<sup>3</sup> betragen. Bei dieser Beilage handle es sich offensichtlich um die Korrektur der Offerten fÃ¼r das Teilgebiet Nord und SÃ¼d. UrsprÃ¼nglich habe die Mitbeteiligte generell mit dem Einheitspreis von Fr. 172.-/m<sup>3</sup> in der Of­­ferterarbeitung gerechnet, in der Annahme, das Material sei auf einer Reaktorstoff-De­po­nie zu entsorgen. Bei der Korrektur auf Fr. 55.-/m<sup>3</sup> fÃ¼r die Lagerung auf einer Inertstoff-Deponie sei im Baulos N versehentlich der Einheitspreis von Fr. 172.-/m<sup>3</sup> unkorrigiert geblieben. Dieses Versehen sei den Anbieterinnen nicht bewusst gewesen, als sie mit­teilten, der Einheitspreis von Fr. 55.-/m<sup>3</sup> sei zu korrigieren. Sie seien in diesem Zeitpunkt der irrtÃ¼m­lichen Auffassung gewesen, der Einheitspreis sei bereits in allen Teillosen auf Fr. 55.-/m<sup>3</sup> reduziert worden. Die Beschwerdegegnerin selber habe diese Offerte nicht in diesem Sinn verstanden. Sie habe den Einheitspreis von Fr. 172.-/m<sup>3</sup> im Los N als ein korrigierbares Versehen qualifiziert und auf Fr. 55.-/m<sup>3</sup> berichtigt. Die Korrektur der Of­ferte durch die Anbieter selber sei unzutreffenderweise als Unternehmervariante behandelt worden. Dieses falsche VerstÃ¤ndnis der Offerte komme bereits in der Aktennotiz Nr. 41 des Unternehmerge­sprÃ¤chs vom 25. Januar 2002 zum Ausdruck. Entscheidend sei nicht, dass die Beschwerde­gegnerin die Offerte der Mitbeteiligten korrigiert habe; von Bedeutung sei vielmehr, dass diese selbst, vor Einreichung ihrer Offerte, die fragliche Position korrigiert und in allen Bau­losen rechtzeitig und schriftlich zum Einheitspreis von Fr. 44.-/m<sup>3</sup> offeriert hÃ¤tten. Richtigerweise hÃ¤tte die Beschwerdegegnerin fÃ¼r die Aufstellung des Submissionsergebnisses die bereinigte Eingabesumme auf dem offerierten Einheits­preis von Fr. 44.-/m<sup>3</sup> berechnen mÃ¼ssen. Die so bereinigte Eingabesumme der Offerte fÃ¼r das Teilgebiet Nord betrage ohne BerÃ¼cksichtigung der Unternehmervariante Fr. 4'796'614.30 (inkl. MwSt., Rabatt und Skonto). FÃ¼r den abzuschliessenden Werkvertrag spiele es keine Rolle, ob der Be­trag von Fr. 63'315.85 als Unternehmervariante oder bereits in der Bereinigung des Angebots in Abzug gebracht werde. Der Vorwurf, es werde nicht das preisgÃ¼nstigste Angebot berÃ¼cksichtigt, kÃ¶nne jedenfalls nicht gemacht werden, weil die Arbeiten zum offerierten Einheitspreis von Fr. 44.-/m<sup>3</sup> vergeben wÃ¼rden. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Diesen AusfÃ¼hrungen der Stadt X zum Sachverhalt halten die Beschwerde­fÃ¼hre­rinnen in ihrer Beschwerdeschrift vom 14. Februar 2002 und in der Replik vom 30. April 2002 entgegen, aufgrund gewisser â nÃ¤her dargelegter â WidersprÃ¼che bestÃ¼nden vernÃ¼nftige Zweifel an der Sachverhaltskizzierung der Beschwerdegegnerin. MÃ¼ndlich ha­be diese zunÃ¤chst behauptet, einen Multiplikationsfehler korrigiert zu haben. Mit Schreiben vom 12. Februar 2002 habe sie eine an sich plausible, wenn auch vom ursprÃ¼nglich behaup­­teten offensichtlichen Multiplikationsfehler abweichende BegrÃ¼ndung abgegeben. Die GlaubwÃ¼r­digkeit stÃ¼tze sich u.a. auf die als Beleg eingereichte S. 19 der Offerte der Mitbe­tei­lig­ten, aus der die Streichung des Betrages von Fr. 172.- im massgeblichen Punkt des Lo­ses N und die angefÃ¼gte Korrekturzahl Fr. 55.- optisch hervorgehe. Die mit der Beschwerdeantwort neu abgegebene dritte BegrÃ¼ndung lasse angesichts der aufgezeigten Un­gereimtheiten jegliche GlaubwÃ¼rdigkeit vermissen. Die eingereichten Akten zeigten auch nirgends eine Korrektur der strittigen Positionen auf Fr. 44.-/m<sup>3</sup>. Das Vorgehen und die AusfÃ¼hrungen der Beschwerdegegnerin stellten einen krassen Verstoss gegen die BegrÃ¼n­dungspflicht und somit gegen ein verfassungsmÃ¤ssiges Recht der BeschwerdefÃ¼hrerin dar. Im OffertÃ¶ffnungs­protokoll sei einzig das Angebot der Mitbeteiligten mit einer Eingabe­summe von Fr. 5'053'898.50 verurkundet, nicht aber die in der Beschwerdeantwort behauptete Offerte. Es gehe nicht an, dass die Beschwerdegegnerin ohne Belege eine vÃ¶llig neue, dem Offert­Ã¶ffnungsprotokoll widersprechende Darstellung vorbringe, um ihren Zuschlag zu rechtfertigen. Dem zwischen Beschwerdegegnerin und Mitbeteiligten geschlosse­nen Vertrag Ã¼ber die sogenannte Unternehmervariante fehle es an einem Zuschlag. Dass der angefochtene Zu­schlag vom 6. Februar 2002 auf den eigenmÃ¤chtig korrigierten Amtsvorschlag erfolgt sei, beweise, dass ein Zuschlag auf die Unternehmervariante mangels Gleich­wertigkeit nicht mÃ¶glich gewesen sei. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen mÃ¼ssten gestÃ¼tzt auf die derzeit ausgefÃ¼hrten Arbeiten und die Kalkulation vermuten, die Unternehmervariante sehe die er­forderliche Stabilisierung mit Kalk vor. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen hÃ¤tten den Bauleiter vor Offertstellung angefragt, ob eine Stabilisierung mit Kalk als Unternehmer­variante ange­boten werden kÃ¶nne. Dieser habe dies ausdrÃ¼cklich abgelehnt. Neben den Auslegungsva­rianten der Aufnahme eines nicht unterbreiteten Angebotes in das Vergabeverfahren und Nichtaufnahme einer rechtzeitig eingebrachten Offerte bestehe auch die MÃ¶g­lichkeit, dass die behauptete Offertkorrektur nachtrÃ¤glich eingereicht und unter Mithilfe der VergabebehÃ¶rde Eingang ins Vergabeverfahren gefunden habe. Als Fazit kÃ¶nne fest­gehalten werden, dass nach dem derzeitigen Stand an aktenkundigem Wissen entweder ei­ne fehlerhafte OffertÃ¶ffnung und gestÃ¼tzt darauf ein fehlerhafter Zuschlag oder aber die Ent­gegennahme und BerÃ¼cksichtigung verspÃ¤teter Angebote vorliege. Weiter mÃ¼sse auch die fehlende Unterschrift der E AG zum Ausschluss der Mitbeteiligten aus dem Verfahren fÃ¼hren. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Mitbeteiligte ARGE E AG/F AG wies in ihrer Stellungnahme vom 6. Juni 2002 darauf hin, das Begleitschreiben vom 20. Dezember 2001 sei Bestandteil ihres Angebotes gewesen. Angebot und Begleitschreiben seien gleichzeitig am 20. Dezember 2001 durch Herrn I der E AG persÃ¶nlich bei der VergabebehÃ¶rde abgegeben worden. In diesem Begleitschreiben sei der Einheitspreis von Humus in der Unternehmerdeponie von Fr. 55.-/m<sup>3</sup> auf Fr. 44.-/m<sup>3</sup> korrigiert worden. Dass diese Korrektur mit Begleitbrief erfolgte, sei dem Umstand zuzuschreiben, dass das Erfordernis zur Anpassung erst mit der letzten Kontrolle, nach der Reinschrift des Angebotes bekannt geworden sei. Das Begleitschreiben vom 20. Dezember 2001 zeige, dass es sich beim Einheits­preis von Fr. 172.-/m<sup>3</sup> um einen offensichtlichen Fehler gehandelt habe. Der Vorwurf, durch das Einreichen einer Unternehmervariante habe sich die Mitbeteiligte bevorzugen las­sen, sei nicht nachvollziehbar. Eine Unternehmervariante sei zulÃ¤ssig gewesen. Sie hÃ¤tten keinen Informationsvorsprung oder eine andere Bevorzugung erhalten. Auch ein weiterer Anbieter habe eine Unternehmervariante abgegeben. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) In formeller Hinsicht rÃ¼gen die BeschwerdefÃ¼hrerinnen vorab eine Verletzung ihres Anspruches auf rechtliches GehÃ¶r bzw. des BegrÃ¼ndungsgebotes (Art. 29 Abs. 2 Bun­desverfassung vom 18. April 1999, § 10 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]), weil die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort eine vÃ¶llig neue Be­­grÃ¼ndung nachgereicht habe. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerdegegnerin hat der Rechtsvertreterin der BeschwerdefÃ¼hrerinnen auf deren Fax vom 12. Februar 2002 gleichentags eine schriftliche BegrÃ¼ndung des Vergabeentscheides geliefert. Diese BegrÃ¼ndung hat sie in der Beschwerdeantwort vom 13. MÃ¤rz 2002 ergÃ¤nzt. Entgegen den AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrerinnen handelt es sich bei der Sachverhaltsdarstellung in der Beschwerdeantwort nicht um eine vÃ¶llig neue BegrÃ¼ndung, vielmehr um ErgÃ¤nzungen und PrÃ¤zisierungen der â summarischen und ungenauen â BegrÃ¼ndung vom 12. Februar 2002. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen hatten Gelegenheit, in der Beschwerdeschrift und in der Replik umfassend zu diesen GrÃ¼nden Stellung zu nehmen. Damit wurde ein Nachteil, der ihnen aus der ErgÃ¤nzung der BegrÃ¼ndung in der Beschwerdeantwort erwachsen ist, behoben und eine allfÃ¤llige Verletzung des GehÃ¶rsanspruchs auf jeden Fall geheilt (RB 2000 Nr. 59 E. 4a = BEZ 2000 Nr. 25). <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) In gleicher Weise unbegrÃ¼ndet ist auch die RÃ¼ge, die Offerte der Mitbeteiligten sei ungenÃ¼gend unterzeichnet gewesen, was in Anwendung von § 26 Abs. 1 lit. d SubmV zu deren Ausschluss von der Teilnahme am Submissionsverfahren fÃ¼hren mÃ¼sse. Die Ange­bote der Mitbeteiligten fÃ¼r das Teilgebiet Nord sind bezÃ¼glich jeden Teilloses (N, O, M-strasse) rechtsgÃ¼ltig von den beiden Gesellschafterinnen der Ar­beitsgemeinschaft E AG/ F AG unterschrieben. Gleiches gilt fÃ¼r das Teilgebiet SÃ¼d. Wenn je die Zusammenstellung der Angebote Teilgebiet Nord und Teilgebiet SÃ¼d allein von der F AG unterzeichnet ist, Ã¤ndert dies nichts an der rechts­genÃ¼genden Unterzeichnung des Angebotes. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Strittig ist weiter in tatbestÃ¤ndlicher Hinsicht, ob die von der Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort erwÃ¤hnte Offertkorrektur vom 20. Dezember 2001 rechtzeitig bei ihr einging, oder â wie die BeschwerdefÃ¼hrerinnen behaupten â "nachtrÃ¤glich pro­duziert", mithin nach Offertschluss einging und damit zu Unrecht berÃ¼cksichtigt wurde. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) GemÃ¤ss Publikation und nach den Submissionsunterlagen hatten die Anbieter/ An­bieterinnen ihr Angebot bis Donnerstag, 20. Dezember 2001, 16.00 Uhr, einzureichen, d.h. die Unterlagen mussten entsprechend § 24 Abs. 1 SubmV bis zu diesem Zeitpunkt beim Bauamt X eingetroffen sein. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die von der Mitbeteiligten eingereichten Unterlagen tragen alle das Datum vom 20. De­zember 2001. Nach den Ã¼bereinstimmenden Aussagen der Beschwerdegegnerin und der Mitbeteiligten wurden diese Unterlagen an jenem Tag rechtzeitig von Herrn I, ei­nem Mitarbeiter der E AG, auf dem Bauamt abgegeben. Da fÃ¼r die Fristwahrung die Ãbergabe an die Schweizerische Post nicht genÃ¼gt, sondern das Eintreffen bei der ausschreibenden Stelle erforderlich ist (§ 24 Abs. 1 SubmV), ist die persÃ¶nliche Abgabe von Angeboten durchaus Ã¼blich. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die OffertÃ¶ffnung erfolgte bereits am nÃ¤chsten Tag um 08.00 Uhr, entsprechend § 25 Abs. 1 SubmV in Anwesenheit von zwei Vertretern des Bauamtes und wurde protokolliert. Es besteht keinerlei Anlass, an dieser Sachdarstellung und am rechtzeitigen Eingang der Submissionsunterlagen beim Bauamt zu zweifeln. Daran Ã¤ndert nichts, dass das OffertÃ¶ffnungsprotokoll vom 21. Dezember 2001, 08.00 Uhr, entgegen Art. 25 Abs. 2 SubmV die Eingangsdaten der Angebote nicht festhÃ¤lt. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen haben indessen nie in Frage gestellt, dass die Offerte der Mitbeteiligten rechtzeitig eingereicht wurde; ihr Einwand bezieht sich allein auf die erwÃ¤hnte Offertkorrektur. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Mitbeteiligte hat neben ihrem Angebot sowohl fÃ¼r das Teilgebiet Nord als auch SÃ¼d einen Unternehmervorschlag eingereicht. Diese Variante umfasst verschiedene Unterlagen, so einen technischen Beschrieb mit der Ãberschrift "AusfÃ¼hrungsvariante", Be­rechnungen des Unternehmervorschlages Erdbau (ÃberschÃ¼ttung) je fÃ¼r die drei Teillose und eine Zusammenstellung je fÃ¼r das Teilgebiet Nord und fÃ¼r das Teilgebiet SÃ¼d, eine Be­rechnung des Unternehmervorschlages bezÃ¼glich der Werk­leitungen/Kanalisation (Reduktion der Grabentiefe) und Wasserhaltung fÃ¼r den Aushub/SchÃ¼ttung Materialersatz sowie eine (Gesamt-)Kostenzusammenstellung des Unternehmervorschlages. Diese Unterlagen tra­gen alle das Datum "20. De­zember 2001". Da der Unternehmervorschlag auf dem Protokoll der OffertÃ¶ffnung, welche am nÃ¤chsten Tag um 08.00 Uhr erfolgte, aufgefÃ¼hrt ist, besteht auch diesbezÃ¼glich kein Zweifel, dass dieser zusammen mit dem Angebot am Vortag eingereicht wurde. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie diese Unterlagen trÃ¤gt auch die Korrektur des Angebotes "Abtransport von Hu­mus in Unternehmerdeponie" das Datum "20. Dezember 2001". Die in diesem Papier erwÃ¤hn­te Einsparung von total Fr. 121'220.- (11'020 m<sup>3</sup> Ã Fr. 11.-/m<sup>3</sup>) stellt die erste Position ("Korrektur Abtransport Humus in Unternehmerdeponie") in der Kostenzusammen­stellung des Unternehmervorschlages dar. Die Preiskorrektur fÃ¼r die Deponie des Humus wurde da­mit von der Mitbeteiligten in die (Gesamt-)Kosten­zusam­men­­stellung des Unternehmervorschlages aufgenommen. Damit ist aber rechtsgenÃ¼gend erstellt, dass auch die Preiskorrektur "Abtransport von Humus in Unternehmerdeponie" als Be­standteil des Unternehmervorschla­ges fristgerecht dem Bauamt X Ã¼bergeben wurde. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Umstand, dass im OffertÃ¶ffnungsprotokoll vom 21. Dezember 2001 die Eingabe­summe von Fr. 5'053'898.50 als Angebot der Mitbeteiligten aufgenommen wurde, fÃ¼hrt zu keinem anderen Schluss. Im Protokoll Ã¼ber die Ãffnung der Angebote (§ 25 Abs. 2 SubmV) werden jeweils die â nicht korrigierten â Eingabesummen aufgefÃ¼hrt. Eine bereinigte objektive Vergleichstabelle kann erst nach der fachlichen und rechnerischen PrÃ¼fung der Angebote (§ 27 Abs. 1 SubmV) und Berichtigung von offensichtlichen Fehlern (§ 27 Abs. 2 SubmV) erstellt werden (vgl. § 27 Abs. 3 SubmV). Aus diesem Grund ist es auch vÃ¶l­lig normal, wenn die Mitbeteiligte gegen die OffertÃ¶ffnung mit der darin aufgefÃ¼hrten Angebotssumme und Rangierung nicht reklamierte, sondern die PrÃ¼fung und Bereinigung der Angebote abwartete. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Zusammengefasst ist festzuhalten, dass aufgrund dieser Aktenlage kein Zweifel an der Sachdarstellung der Stadt X und der Mitbeteiligten besteht, dass sie ihr Angebot terminge­recht am 20. Dezember 2001 dem Bauamt X Ã¼berbrachte und dieses An­gebot auch das er­wÃ¤hnte Beiblatt "Abtransport von Humus in Unternehmerdeponie" als â zumindest formell â Bestandteil der Unternehmensvariante umfasste. FÃ¼r die Behauptung der BeschwerdefÃ¼hrerinnen, dieses Dokument sei "nachtrÃ¤glich produziert" worden, finden sich keinerlei Anhalts­punkte. <br/> 5. a) Das Leistungsverzeichnis umfasste bei allen sechs Teillosen die Position 211.752.131 "GebÃ¼hr fÃ¼r Lagerung oder Abgabe von Material/Sonderabfall nach VSS/ Kul­turerde Kat. II" (vgl. fÃ¼r das Teilgebiet Nord leeres Leistungsverzeichnis bei den Ausschreibungsunterlagen). Insgesamt waren unter dieser Position fÃ¼r die Teilgebiete Nord und SÃ¼d 11'020 m<sup>3</sup> zu deponieren. Die Mitbeteiligten offerierten in allen Teillosen â mit Ausnahme des Ns â einen Einheitspreis von Fr. 55.-/m<sup>3</sup>; im Teillos N war ein Einheits­preis von Fr. 172.-/m<sup>3</sup> eingesetzt. Die Beschwerdegegnerin korrigierte letzteren Preis auf Fr. 55.-/m<sup>3</sup> mit der BegrÃ¼ndung, es sei ihr aufgefallen, dass im Teillos N ein vÃ¶llig Ã¼bersetzter Preis offeriert worden sei und habe daher auf ein korrigierbares Versehen schliessen dÃ¼rfen. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) GemÃ¤ss § 27 SubmV werden die Angebote nach einheitlichen Kriterien fachlich und rechnerisch geprÃ¼ft (Abs. 1). Offensichtliche Fehler, wie Rechnungs- und Schreibfehler, werden berichtigt (Abs. 2). Danach wird eine objektive Vergleichstabelle Ã¼ber die Angebote erstellt (Abs. 3). <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Streitig ist, ob die erwÃ¤hnte Korrektur eine zulÃ¤ssige Berichtigung eines offensichtlichen Offertfehlers im Sinn von § 27 Abs. 2 SubmV darstellt. Das Bundesgericht hat­te sich mit dieser Frage in einem Urteil vom 30. Mai 2000 (2P.151/1999) zu befassen. In jenem Fall fiel der Auftraggeberin in einer der Offerten ein Einheitspreis auf, der "50- bis 100-mal" hÃ¶her lag als der entsprechende Positionspreis in den Konkurrenzofferten. Die Auf­traggeberin forderte die betroffene Anbieterin zur Preisanalyse auf, welche sich auf einen internen Eingabe- oder Schreibfehler berief. Hierauf korrigierte die Auftraggeberin den Fehler. Das Bundesgericht schÃ¼tzte dies mit der BegrÃ¼ndung, wenn der Auftraggeber nach ausdrÃ¼cklicher Submissionsvorschrift (vgl. § 28 SubmV) von den Anbietern schon Er­­lÃ¤uterungen bezÃ¼glich ihres Angebotes verlangen kÃ¶nne, so mÃ¼sse er dabei festgestellte offensichtliche Versehen auch korrigieren kÃ¶nnen, ansonsten diese Regelung in vielen FÃ¤l­len, insbesondere bei Preisanalysen, ihren Sinn und Zweck verfehlen wÃ¼rde. Eine Berichtigung mÃ¼sse jedenfalls dann zulÃ¤ssig sein, wenn aufgrund der eingeholten ErlÃ¤uterung der tatsÃ¤chliche Wille des Anbieters eindeutig feststehe. In der Literatur wird indessen grundsÃ¤tzlich eine strengere Korrekturpraxis verlangt und insbesondere die Korrektur von Kalku­lationsfehlern ausgeschlossen (vgl. hierzu Hubert StÃ¶ckli, Bundesgericht und Vergaberecht, BR I/2002, S. 11; Herbert Lang, Offertenbehandlung und Zuschlag im Ã¶ffentlichen Beschaffungswesen, ZBl 101/2000, S. 237 f., insbesondere Fn. 72). <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Ob der fragliche Einheitspreis im Angebot N mit Fr. 172.-/m<sup>3</sup> allein wegen der Differenz zum Einheitspreis von Fr. 55.-/m<sup>3</sup> in den Ã¼brigen Angeboten einen of­fensicht­li­chen Fehler im Sinn von § 27 Abs. 2 SubmV darstellt und damit berichtigt werden durfte, ist fraglich, kann indessen vorliegend offen bleiben. Denn wie bereits erwÃ¤hnt, hat die Mitbetei­ligte als Bestandteil ihrer Offerte das Beiblatt "Abtransport von Humus in Unternehmerdeponie" eingereicht. Darin erklÃ¤rt sie, dass der Angebotspreis fÃ¼r diese Position Fr. 44.-/m<sup>3</sup> lose betrÃ¤gt und die im Devis eingetragenen Preise entsprechend reduziert werden mÃ¼ssen. Sie gibt damit unmissverstÃ¤ndlich kund, dass ihr Angebot fÃ¼r die fragliche Po­si­tion entgegen den im Devis eingetragenen Einheitspreisen Fr. 44.-/m<sup>3</sup> betrÃ¤gt. Diese WillensÃ¤usserung der Mitbeteiligten (Art. 1 Abs. 1 Obligationenrecht vom 30. MÃ¤rz 1911 [OR]) ist eindeutig; da sie gleichzeitig mit dem ausgefÃ¼llten Leistungsverzeichnis eingereicht wurde, schaltet sie die Wirksamkeit der im Devis eingetragenen Einheitspreise aus (vgl. Art. 9 Abs. 1 OR). Wenn im erwÃ¤hnten Beiblatt weiter ausgefÃ¼hrt wird, es mÃ¼sse "der jeweilige im Devis eingesetzte Preis von Fr. 55.- auf Fr. 44.-/m<sup>3</sup> lose reduziert werden", so kann daraus nicht geschlossen werden, der im Teillos N eingesetzte Preis von Fr. 172.-/m<sup>3</sup> bleibe unverÃ¤ndert. Vielmehr tritt dadurch klar zutage, dass die Mitbeteiligte der irrtÃ¼mlichen Meinung war, sie habe in allen Teillosen fÃ¼r die betreffen­de Position Fr. 55.-/m<sup>3</sup> offeriert. Die Bemerkung, Ã¼ber alle Baulose betrage die Einsparung "11'020 m<sup>3</sup>/lose Ã Fr. 11.‑/m<sup>3</sup>", zeigt, dass der Angebotspreis von Fr. 44.-/m<sup>3</sup> fÃ¼r alle sechs Baulose mit dem gesamthaft eingesetzten Mass von 11'020 m<sup>3</sup> Geltung hat. Die ErklÃ¤rung der Mitbeteiligten, diese Korrektur des Einheitspreises sei deshalb mit Begleitbrief korrigiert worden, weil die Anpassung erst mit der letzten Kontrolle nach der Reinschrift des Angebotes erkannt wurde, erscheint glaubhaft. Eine derartige Ange­botskorrektur ist un­Ã¼blich, submissionsrechtlich aber nicht unzulÃ¤ssig. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Zusammengefasst ergibt sich, dass der von der Mitbeteiligten fÃ¼r die Pos. Nr. 211.752.131 (Deponie Sonderabfall, Kulturerde Kat. II) offerierte Preis fÃ¼r alle Teillose Fr. 44.-/m<sup>3</sup> betrÃ¤gt. Der in den ausgefÃ¼llten Leistungsverzeichnissen fÃ¼r die sechs Teillose eingetragene Preis von Fr. 55.-/m<sup>3</sup> bzw. Fr. 172.-/m<sup>3</sup> entspricht nicht dem Angebot, ist unwirksam und offensichtlich falsch und damit entsprechend § 27 Abs. 2 SubmV zu berichtigen. Die Beschwerdegegnerin hat das Angebot der Mitbeteiligten allerdings lediglich hinsichtlich des Teilloses N berichtigt und den betreffenden Einheitspreis (nur) auf Fr. 55.-/m<sup>3</sup> korrigiert; im Ã¼brigen hat die Beschwerdegegnerin den im Beiblatt "Abtransport von Humus in Unternehmerdeponie" aufgefÃ¼hrten Einheitspreis fÃ¼r die Deponie als Unternehmervariante verstanden. Sie weist in ihrer Beschwerdeantwort selber darauf hin, dass dieses RechtsverstÃ¤ndnis falsch sei. Dieses Versehen ist allerdings verstÃ¤ndlich, hat doch die Mitbeteiligte selber ihre Angebotskorrektur â formell â als Bestandteil des Unternehmervorschlages behandelt. Korrekterweise hÃ¤tte der Bruttopreis von Fr. 5'053'898.50 nicht nur im Teillos N durch Herabsetzung des Einheitspreises von Fr. 172.-/m<sup>3</sup> fÃ¼r 3'000 m<sup>3</sup> auf Fr. 55.-/m<sup>3</sup>, d.h. um Fr. 351'000.- herabgesetzt werden mÃ¼ssen; vielmehr muss fÃ¼r das Teilgebiet Nord die Deponiemenge von 5'570 m<sup>3</sup> Ã¼ber alle drei Teillose auf Fr. 44.-/m<sup>3</sup>, mithin um total Fr. 412'270.- (Herabsetzung des Preises von Fr. 172.-/m<sup>3</sup> auf Fr. 44.-/m<sup>3</sup> fÃ¼r 3'000 m<sup>3</sup> und von Fr. 55.-/m<sup>3</sup> fÃ¼r 2'570 m<sup>3</sup> auf Fr. 44.-/m<sup>3</sup>) herabgesetzt werden, was zu einem korrekten Bruttopreis des Angebotes der Mitbeteiligten von Fr. 4'641'628.50 (vor Rabatt, Skonto und Mehrwertsteuer) fÃ¼hrt. Die Korrektur des Angebotspreises der Mitbetei­ligten hÃ¤tte im angefochtenen Vergabeentscheid vom 6. Februar 2002 mithin noch hÃ¶her ausfallen mÃ¼ssen. Da damit das Angebot der Mitbeteiligten gegen­Ã¼ber dem Vergabeentscheid (noch) preisgÃ¼nstiger ausfÃ¤llt, sind die BeschwerdefÃ¼hrerinnen durch diesen Fehler nicht beschwert und damit nicht legitimiert, infolge der unvollstÃ¤ndigen Korrektur des Angebotspreises die Aufhebung des Vergabeentscheides zu beantragen (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11; RB 1999 Nr. 19 = BEZ 2000 Nr. 8; VGr, 25. No­vem­ber 1988, BEZ 1999 Nr. 11). <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. a) Die Beschwerdegegnerin fÃ¼hrte in ihrer Beschwerdeantwort aus (Ziff. 2.5 und 2.7), im bereinigten und unterschriftsreifen Werkvertrag mit der Mitbeteiligten basierten die Humusdeponiekosten richtigerweise in allen Teillosen auf einem Einheitspreis von </span></p> <p class="Einzug1"><span>Fr. 44.‑/m<sup>3</sup>. In diesem Vertrag werde die VergÃ¼tung mit einem Endbetrag von Fr. 4'468'177.05 festgelegt und damit unter BerÃ¼cksichtigung des Unternehmervorschlages weiter reduziert. Hier­zu fÃ¼hren die BeschwerdefÃ¼hrerinnen aus, zu einem solchen Vertrag fehle ein gÃ¼ltiger Zuschlag. Von einer BerÃ¼cksichtigung des gÃ¼nstigsten Angebots kÃ¶nne nur dann die Rede sein, wenn dieses im Rahmen eines korrekt durchgefÃ¼hrten Submissionsverfahrens als solches evaluiert und darauf zugeschlagen wurde. Zudem sei davon auszugehen, dass diese Un­ternehmervariante auf der anderen Anbietern gegenÃ¼ber ausgeschlossenen AusfÃ¼hrung der Stabilisierung mit Kalk beruhe. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen hÃ¤tten den Bauleiter vor Offertstellung angefragt, ob eine Stabilisierung mit Kalk als Unternehmervariante angeboten wer­den kÃ¶nne. Der Bauleiter habe dies ausdrÃ¼cklich abgelehnt mit dem Hinweis, im Baugebiet sei die Erstellung von Seen projektiert, in welchen Fische angesiedelt werden sollen. Eine SchÃ¼ttung mit Kalk hÃ¤tte eine das Ãberleben der Fische verunmÃ¶glichende AlkalitÃ¤t der ste­henden GewÃ¤sser zur Folge. Zudem wÃ¼rde die Feinerschlies­sung durch die SchÃ¼ttung mit Kalk Ã¼bermÃ¤ssig erschwert, weil das fÃ¼r die Verlegung von Leitungen erforderliche Ãffnen solcher BÃ¶den um ein Vielfaches aufwendiger sei als im Falle der im Amtsvorschlag vorgeschriebenen Stabilisierung. Diese mÃ¼sse deshalb durch Aushub des ungeeigneten und HeranfÃ¼hren von fÃ¼r die SchÃ¼ttung geeignetem Material erfolgen. WÃ¤re diese Anfrage nicht abschlÃ¤­gig beantwortet worden, hÃ¤tten auch die BeschwerdefÃ¼hrerinnen eine auf der Stabilisierung mit Kalk beruhende Unternehmervariante eingereicht und damit gegenÃ¼ber ihrem An­gebot zum Amtsvorschlag um Fr. 585'000.- gÃ¼nstiger anbieten kÃ¶nnen; sie wÃ¤ren damit ebenso gÃ¼nstig gewesen wie die berÃ¼cksichtigten Mitbeteiligten. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) GemÃ¤ss den Ausschreibungsunterlagen waren Unternehmervarianten (als besondere Beilage) ausdrÃ¼cklich zulÃ¤ssig. Die Mitbeteiligte hat eine Unternehmervariante eingereicht mit Stabilisierung des Bodens mittels des Spezialbindemittels Stabisol. Dessen Wirkungsweise gegenÃ¼ber der Ã¼blichen Stabilisierung mit Zement/Kalk hat die Mitbeteiligte nÃ¤her dargelegt. Diese Umschreibung wurde â ungleich den AusfÃ¼hrungen der Beschwerde­fÃ¼hrerinnen â durch das Verwaltungsgericht abgedeckt, da hieran ein Geheimhaltungsinteresse der Mitbeteiligten besteht. Es hÃ¤tte den BeschwerdefÃ¼hrerinnen frei­gestanden, ebenfalls mittels Unternehmervariante eine gÃ¼nstige StabilisierungslÃ¶sung anzu­bieten, bei welcher die gegenÃ¼ber der Ã¼blichen Stabilisierung mittels Zement/Kalk zu be­fÃ¼rchtenden Nachteile nicht auftreten. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der Zuschlag erfolgte nach der Rangierung der â bereinigten â Offerten des Amts­­­vorschlages. Das Angebot der Mitbeteiligten war das preisgÃ¼nstigste. Bei BerÃ¼cksich­tigung des Unternehmervorschlages der Mitbeteiligten Ã¤ndert sich an der Rangierung nichts. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen sind â wie schon bezÃ¼glich der Preiskorrektur (vgl. vorn E. 5 b/cc) â nicht beschwert, wenn im Vergabeentscheid als Preis des berÃ¼cksichtigten Angebotes die korrigierte Offerte der Mitbeteiligten hinsichtlich des Amtsvorschlages genannt ist und nicht das Angebot der Mitbeteiligten unter BerÃ¼cksichtigung der Unternehmer­variante. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen sind mithin nicht legitimiert, aus diesem Grund die Aufhebung des Zuschlages zu verlangen und Neuzuschlag unter BerÃ¼cksichtigung der Un­ternehmervariante, welche erneut an die Mitbeteiligte erfolgen mÃ¼sste. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. Zusammengefasst ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist. ... </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>