<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <a name="idp273600"></a><div class="big bold">Urteilskopf</div> <br/>81 III 36<br/><br/><br/><div class="paraatf">12. Auszug aus dem Entscheid vom 17. Januar 1955 i. S. Schüpbach.</div> <div class="paraatf"></div> <a name="idp274864"></a><br/><div id="regeste" lang="de"> <div class="big bold">Regeste</div> <br/><div class="paraatf">Über die richtige Anwendung des Gebührentarifs durch eine Arrestbehörde haben die Aufsichtsbehörden nicht zu entscheiden. <div class="paratf">Art. 16 des Gebührentarifs, <span class="artref"><artref id="CH/281.1/17" type="start"></artref>Art. 17 ff. und 279 SchKG</span><artref id="CH/281.1/279" type="end"></artref>. </div> </div> </div> <a name="idp279856"></a> <a name="idp284736"></a> <br/><div> <a name="idp292320"></a><span class="big bold" id="sachverhalt">Sachverhalt</span> <span class="small">ab Seite 36</span> </div> <br/><div class="paraatf"> <a name="page36"></a><div class="center pagebreak">BGE 81 III 36 S. 36</div> </div> <br/><div class="paraatf"> <a name="idp293984"></a><span class="bold">A.- </span>Johann Schüpbach stellte bei der Arrestbehörde (Gerichtspräsident) von Büren ein Arrestgesuch gegen Werner Krieg. Die Behörde forderte einen Kostenvorschuss von Fr. 30.-. Der Gesuchsteller fand diesen Betrag übersetzt und führte bei der kantonalen Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs Beschwerde mit Hinweis auf den Gebührentarif zum SchKG.</div> <br/><div class="paraatf"> <a name="idp295712"></a><span class="bold">B.- </span>Die kantonale Aufsichtsbehörde trat am 5. Januar 1955 wegen fehlender Zuständigkeit nicht auf die Beschwerde ein.</div> <br/><div class="paraatf"> <a name="idp297040"></a><span class="bold">C.- </span>Mit vorliegendem Rekurs hält der Gesuchsteller an der Beschwerde fest.</div> <br/><div> <a name="idp298208"></a><span class="big bold" id="erwaegungen">Erwägungen</span> </div> <br/><div class="paraatf">Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer zieht in Erwägung:</div> <div class="paraatf">Gegen den Arrestbefehl findet weder Berufung noch Beschwerde statt (<span class="artref">Art. 279 Abs. 1 SchKG</span>). Die Arrestbehörden <a name="page37"></a><div class="center pagebreak">BGE 81 III 36 S. 37</div>unterstehen somit nicht den Aufsichtsbehörden für Schuldbetreibung und Konkurs. Übrigens sind ihre Aufgaben in den meisten Kantonen einem Richter übertragen. Somit kommt aber eine Beschwerdeführung bei den Aufsichtsbehörden auch nicht in Frage wegen der Art der Anwendung des Gebührentarifs zum SchKG durch die Arrestbehörden. Nichts Abweichendes folgt aus Art. 16 des Gebührentarifs, wonach die Aufsichtsbehörden von Amtes wegen über die richtige Anwendung des Tarifs wachen. Das versteht sich nur im Bereich der ihnen nach dem Gesetze zustehenden Aufsichtsgewalt, also nur hinsichtlich der Kostenverfügungen der ihnen unterstellten Organe des Betreibungs-, Konkurs- und Nachlassverfahrens. Diese Grenzen der Zuständigkeit der Aufsichtsbehörden sind auch in Tariffragen zu beachten (vgl. BLUMENSTEIN'Handbuch S. 133; JAEGER, N 4 zu <span class="artref">Art. 17 SchKG</span>). Daran konnte und wollte die erwahnte Vorschrift des geltenden Tarifs als einer vom Bundesrat auf Grund von <span class="artref">Art. 16 SchKG</span> erlassenen Verordnung nichts ändern.</div> <br/><div> <a name="idp307248"></a><span class="big bold" id="dispositiv">Dispositiv</span> </div> <br/><div class="paraatf">Demnach erkennt die Schuldbetr.- u. Konkurskammer:</div> <div class="paraatf">Der Rekurs wird abgewiesen.</div> </div></body></html></html>