<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">5A_842/2009 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 18. Dezember 2009 </div> <div class="para">II. zivilrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Hohl, Präsidentin, </div> <div class="para">Bundesrichter von Werdt, Herrmann, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Füllemann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. Parteien </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">2. Z.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Vormundschaftsbehörde A.________, </div> <div class="para">verfahrensbeteiligtes Amt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Fürsorgerische Freiheitsentziehung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerden nach Art. 72ff. BGG gegen den Entscheid vom 20. Oktober 2009 der Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen (Abteilung V). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Nach Einsicht </div> <div class="para">in die (gestützt auf Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6 BGG erhobenen) Beschwerden gegen den Entscheid vom 20. Oktober 2009 der Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, die eine Klage des Beschwerdeführers Nr. 1 gegen die Bestätigung der über seine 1978 geborene Tochter (Beschwerdeführerin Nr. 2) in Anwendung von <span class="artref">Art. 397a ZGB</span> angeordneten fürsorgerischen Freiheitsentziehung in der betreuten Wohngemeinschaft A.________ abgewiesen hat, soweit sie darauf eingetreten ist, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Erwägung, </div> <div class="para">dass die vom Beschwerdeführer Nr. 1 erhobene Beschwerde zum Vornherein unzulässig ist, soweit dieser Schadenersatz wegen eines Unfalls fordert, weil diese Forderung weder Gegenstand des angefochtenen Entscheids bildete noch Gegenstand des bundesgerichtlichen Verfahrens sein kann, </div> <div class="para">dass sodann die Verwaltungsrekurskommission im Entscheid vom 20. Oktober 2009 - auf Grund ärztlicher Berichte - erwog, die an einer Geisteskrankheit im Sinne von <span class="artref">Art. 397a Abs. 1 ZGB</span> leidende Beschwerdeführerin Nr. 2 bedürfe namentlich wegen ihrer Erstickungsängste aufwändiger Betreuung, die ausserhalb der A.________ nicht gewährleistet werden könne, was bei sofortiger Entlassung zur Folge hätte, dass die Beschwerdeführerin Nr. 2 innert kurzer Zeit verwahrlosen würde, </div> <div class="para">dass die Verwaltungsrekurskommission weiter erwog, das von der Beschwerdeführerin Nr. 2 (als einzig mögliche Alternative zur A.________) angestrebte Wohnen bei ihrem 74-jährigen, die Realität verkennenden Vater würde diesen völlig überfordern, hätte (zufolge der schwierigen Beziehungen zwischen Vater und Tochter) eine drastische Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Tochter zur Folge und würde auch für die Umgebung (Ex-Ehefrau und zweite Tochter) eine unzumutbare Belastung bedeuten, </div> <div class="para">dass das Bundesgericht seinem Beschwerdeentscheid den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zu Grunde zu legen hat (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>), es sei denn, die für den Verfahrensausgang entscheidenden Feststellungen sind offensichtlich unrichtig, d.h. unhaltbar und damit willkürlich nach <span class="artref">Art. 9 BV</span> (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=30.11.2009&amp;to_date=19.12.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-III-393%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page393">BGE 133 III 393</a> E. 7.1 S. 398) oder beruhen auf einer anderweitigen Rechtsverletzung (<span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span>), </div> <div class="para">dass die bundesgerichtliche Überprüfung eines verfassungswidrig festgestellten Sachverhalts voraussetzt, dass in der Beschwerdeschrift die Verfassungsverletzung gerügt (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=30.11.2009&amp;to_date=19.12.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-I-83%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page83">BGE 134 I 83</a> E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen, 133 IV 286 E. 1.4 S. 287f.), d.h. neben der Erheblichkeit der gerügten Tatsachenfeststellungen dargelegt wird, inwiefern diese verfassungswidrig, namentlich unhaltbar sind, weil sie den Tatsachen klar widersprechen, auf einem offenkundigen Versehen beruhen oder sich sachlich nicht vertreten lassen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=30.11.2009&amp;to_date=19.12.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-II-249%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page249">BGE 133 II 249</a> E. 1.2.2 S. 252), </div> <div class="para">dass im vorliegenden Fall die Beschwerdeführer in ihren Eingaben an das Bundesgericht zwar die Tatsachenfeststellungen der Verwaltungsrekurskommission pauschal bestreiten, jedoch keine den erwähnten Begründungsanforderungen entsprechenden Rügen erheben, </div> <div class="para">dass somit das Bundesgericht von den tatsächlichen Feststellungen der Verwaltungsrekurskommission über den Krankheitszustand der Beschwerdeführerin Nr. 2, ihre Behandlungsbedürftigkeit und die drohende Selbstgefährdung auszugehen hat, zumal auch kein Grund besteht, den Sachverhalt von Amtes wegen zu berichtigen oder zu ergänzen (<span class="artref">Art. 105 Abs. 2 BGG</span>), </div> <div class="para">dass auf Grund des von der Verwaltungsrekurskommission festgestellten Sachverhalts die gestützt auf <span class="artref">Art. 397a Abs. 1 ZGB</span> verfügte Zurückbehaltung der Beschwerdeführerin Nr. 2 in der A.________ bundesrechtskonform ist, </div> <div class="para">dass nämlich gemäss dieser Bestimmung eine Person wegen Geisteskrankheit in eine geeignete Anstalt eingewiesen und darin zurückbehalten werden darf, wenn ihr die nötige persönliche Fürsorge nicht anders zuteil werden kann, </div> <div class="para">dass im vorliegenden Fall der zufolge des Krankheitszustandes der Beschwerdeführerin Nr. 2 nötige Schutz vor Selbstgefährdung nur durch die angeordnete stationäre Betreuung gewährleistet werden kann, zumal beim Entscheid auch die Belastung zu berücksichtigen ist, welche die Beschwerdeführerin Nr. 2 für ihre Umgebung bedeutet (<span class="artref">Art. 397a Abs. 2 ZGB</span>), </div> <div class="para">dass im Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen im Entscheid der Verwaltungsrekurskommission verwiesen wird (<span class="artref">Art. 109 Abs. 3 BGG</span>), </div> <div class="para">dass sich somit die Beschwerden, soweit sie zulässig sind, als offensichtlich unbegründet erweisen, </div> <div class="para">dass keine Gerichtskosten erhoben werden, </div> <div class="para">dass das bundesgerichtliche Urteil im Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span> ergeht, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerden werden abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Beschwerdeführern, der Verfahrensbeteiligten und der Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 18. Dezember 2009 </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Hohl Füllemann </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>