Übereinkommen Nr. 172 vom 25. Juni 1991 über die Arbeitsbedingungen in Hotels, Gaststätten und ähnlichen Betrieben <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4207_4207_4207/20190614/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4207_4207_4207/20190614"/><FRBRdate date="1995-02-15" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1991-06-25" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2019-06-14" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.822.727.2"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen Nr. 172 vom 25. Juni 1991 über die Arbeitsbedingungen in Hotels, Gaststätten und ähnlichen Betrieben" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention n&lt;sup&gt;o&lt;/sup&gt; 172 du 25 juin 1991 concernant les conditions de travail dans les hôtels, restaurants et établissements similaires" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione n. 172 del 25 giugno 1991 concernente le condizioni di lavoro negli alberghi, ristoranti e esercizi pubblici affini" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4207_4207_4207/20190614/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4207_4207_4207/20190614/de"/><FRBRdate date="1995-02-15" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1991-06-25" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2019-06-14" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4207_4207_4207/20190614/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4207_4207_4207/20190614/de/xml"/><FRBRdate date="1995-02-15" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1991-06-25" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2019-06-14" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.822.727.2</docNumber></p><p> AS <b>1995</b> 4207; BBl <b>1992</b> III 741</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung</p><p><docTitle>Übereinkommen Nr. 172 <br/>über die Arbeitsbedingungen in Hotels, <br/>Gaststätten und ähnlichen Betrieben</docTitle></p><p>Abgeschlossen in Genf am 25. Juni 1991 <br/>Von der Bundesversammlung genehmigt am 16. März 1993<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1995/4206_4206_4206" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1995 </b>4206</ref></p></authorialNote> <br/>Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 15. Februar 1994 <br/>In Kraft getreten für die Schweiz am 15. Februar 1995</p><p> (Stand am 14. Juni 2019)</p></preface><preamble><p>Die Allgemeine Konferenz der Internationalen Arbeitsorganisation,</p><p>die vom Verwaltungsrat des Internationalen Arbeitsamtes nach Genf einberufen wurde und am 5. Juni 1991 zu ihrer achtundsiebzigsten Tagung zusammengetreten ist,</p><p>weist darauf hin, dass die internationalen Arbeitsübereinkommen und -empfehlungen, die allgemein anwendbare Normen betreffend die Arbeitsbedingungen festlegen, auf die Arbeitnehmer in Hotels, Gaststätten und ähnlichen Betrieben Anwendung finden,</p><p>stellt fest, dass die besonderen Bedingungen, die die Arbeit in Hotels, Gaststätten und ähnlichen Betrieben kennzeichnen, es wünschenswert erscheinen lassen, die Anwendung dieser Übereinkommen und Empfehlungen in diesen Kategorien von Betrieben zu verbessern und sie durch spezifischen Normen zu ergänzen, die dazu bestimmt sind, den betreffenden Arbeitnehmer einen ihrer Rolle in diesen rasch wachsenden Kategorien von Betrieben entsprechenden Status zu verschaffen und neue Arbeitnehmer für sie zu gewinnen, indem die Arbeitsbedingungen, die Ausbildung und die Berufsaussichten verbessert werden,</p><p>stellt fest, dass Kollektivverhandlungen ein wirksames Mittel zur Festlegung der Arbeitsbedingungen in diesem Sektor sind,</p><p>ist der Auffassung, dass die Annahme eines Übereinkommens, zusammen mit Kollektivverhandlungen, die Arbeitsbedingungen, die Berufsaussichten und die Arbeitsplatzsicherheit zum Nutzen der Arbeitnehmer verbessern wird,</p><p>hat beschlossen, verschiedene Anträge anzunehmen betreffend die Arbeitsbedingungen in Hotels, Gaststätten und ähnlichen Betrieben, eine Frage, die den vierten Gegenstand ihrer Tagesordnung bildet, und</p><p>dabei bestimmt, dass diese Anträge die Form eines internationalen Übereinkommens erhalten sollen.</p><p>Die Konferenz nimmt heute, am 25. Juni 1991, das folgende Übereinkommen an, das als Übereinkommen über die Arbeitsbedingungen (Hotels und Gaststätten), 1991, bezeichnet wird.</p></preamble><body><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><paragraph eId="art_1/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_1/para_1/listintro">Vorbehaltlich der Bestimmungen von Artikel 2 Absatz 1 gilt dieses Übereinkommen für Arbeitnehmer, die beschäftigt sind in:</listIntroduction><item eId="art_1/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>Hotels und ähnlichen Beherbergungsbetrieben;</p></item><item eId="art_1/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>Gaststätten und ähnlichen Betrieben, die Speisen, Getränke oder beides verabreichen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Definition der vorstehend in den Buchstaben a) und b) genannten Kategorien ist von jedem Mitglied unter Berücksichtigung der innerstaatlichen Verhältnisse und nach Anhörung der in Betracht kommenden Verbände der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer festzulegen. Jedes Mitglied, das das Übereinkommen ratifiziert, kann nach Anhörung der in Betracht kommenden Verbände der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer bestimmte Arten von Betrieben, die unter die oben genannte Definition fallen, bei denen jedoch besondere Probleme von erheblicher Bedeutung auftreten, von dessen Anwendung ausnehmen.</p><blockList><item eId="art_1/para_2/lbl_3"><num>3. </num><p>a) </p><p>Jedes Mitglied, das dieses Übereinkommen ratifiziert, kann nach Anhörung der in Betracht kommenden Verbände der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer seine Anwendung auf andere verwandte Betriebe ausdehnen, die Fremdenverkehrsleistungen erbringen. Diese Betriebe sind in einer der Ratifikation beigefügten Erklärung anzugeben.</p></item><item eId="art_1/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>Jedes Mitglied, das dieses Übereinkommen ratifiziert hat, kann überdies nach Anhörung der in Betracht kommenden Verbände der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer durch eine Erklärung an den Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes die Anwendung des Übereinkommens nachträglich auf weitere Kategorien von verwandten Betrieben ausdehnen, die Fremdenverkehrsleistungen erbringen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_4"><num>4.</num><content><p>Jedes Mitglied, das dieses Übereinkommen ratifiziert, hat in seinem ersten Bericht über die Durchführung des Übereinkommens, den es gemäss Artikel 22 der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1948/915_891_861" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.820.1</b></ref></p></authorialNote> vorzulegen hat, die Arten von Betrieben anzugeben, die gemäss Absatz 2 ausgenommen worden sind, unter Angabe der Gründe für deren Ausnahme und unter Darlegung des jeweiligen Standpunkts der in Betracht kommenden Verbände der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer hinsichtlich einer solchen Ausnahme, und es hat in den folgenden Berichten den Stand seiner Gesetzgebung und Praxis hinsichtlich der ausgenommenen Betriebe anzugeben und mitzuteilen, in welchem Umfang dem Übereinkommen in Bezug auf diese Betriebe entsprochen worden ist oder entsprochen werden soll.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><paragraph eId="art_2/para_1"><num>1.</num><content><p>Im Sinne dieses Übereinkommens bedeutet der Ausdruck «die betreffenden Arbeitnehmer» die Arbeitnehmer, die in den Betrieben beschäftigt sind, auf die das Übereinkommen gemäss den Bestimmungen von Artikel 1 Anwendung finden, unabhängig von der Art und Dauer ihres Beschäftigungsverhältnisses. Jedes Mitglied kann jedoch unter Berücksichtigung des innerstaatlichen Rechts und der innerstaatlichen Verhältnisse und Gepflogenheiten und nach Anhörung der in Betracht kommenden Verbände der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer bestimmte besondere Gruppen von Arbeitnehmern von der Anwendung aller oder einiger Bestimmungen dieses Übereinkommens ausnehmen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_2"><num>2.</num><content><p>Jedes Mitglied, das dieses Übereinkommen ratifiziert, hat in seinem ersten Bericht über die Durchführung des Übereinkommens, den es gemäss Artikel 22 der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1948/915_891_861" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.820.1</b></ref></p></authorialNote> vorzulegen hat, die Gruppen von Arbeitnehmern anzugeben, die gemäss Absatz 1 ausgenommen worden sind, unter Angabe der Gründe für deren Ausnahme, und hat in den folgenden Berichten mitzuteilen, welche Fortschritte im Hinblick auf eine umfassendere Anwendung erzielt worden sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><paragraph eId="art_3/para_1"><num>1.</num><content><p>Jedes Mitglied hat unter Wahrung der Autonomie der in Betracht kommenden Verbände der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer und auf eine dem innerstaatlichen recht und den innerstaatlichen Verhältnissen und Gepflogenheiten entsprechende Weise eine Politik festzulegen und anzuwenden, die darauf abzielt, die Arbeitsbedingungen der betreffenden Arbeitnehmer zu verbessern.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>2.</num><content><p>Das allgemeine Ziel einer solchen Politik muss es sein, dafür zu sorgen, dass die betreffenden Arbeitnehmer nicht vom Geltungsbereich irgendwelcher Mindestnormen ausgenommen werden, die auf innerstaatlicher Ebene für die Arbeitnehmer allgemein angenommen worden sind, einschliesslich solcher, die Ansprüche im Bereich der Sozialen Sicherheit betreffen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1.</num><content><p>Sofern die innerstaatliche Gesetzgebung oder Praxis nichts anderes bestimmt, bedeutet der Ausdruck «Arbeitszeit» die Zeit, während der ein Arbeitnehmer dem Arbeitgeber zur Verfügung steht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2.</num><content><p>Die betreffenden Arbeitnehmer müssen Anspruch auf eine angemessene Normalarbeitszeit und angemessene Überstundenregelungen gemäss der innerstaatlichen Gesetzgebung und Praxis haben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_3"><num>3.</num><content><p>Den betreffenden Arbeitnehmern sind angemessene tägliche und wöchentliche Mindestruhezeiten gemäss der innerstaatlichen Gesetzgebung und Praxis zu gewähren.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_4"><num>4.</num><content><p>Die betreffenden Arbeitnehmer sind, soweit möglich, rechtzeitig im Voraus über die Einteilung der Arbeitszeiten zu unterrichten, damit sie ihr Privat- und Familienleben entsprechend einrichten können.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><paragraph eId="art_5/para_1"><num>1.</num><content><p>Falls von Arbeitnehmern verlangt wird, an Feiertagen zu arbeiten, müssen sie einen entsprechenden Ausgleich in Form von Freizeit oder Entgelt erhalten, der durch Kollektivverhandlungen oder gemäss der innerstaatlichen Gesetzgebung oder Praxis festgelegt wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>2.</num><content><p>Die betreffenden Arbeitnehmer müssen Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub haben, dessen Dauer durch Kollektivverhandlungen oder gemäss der innerstaatlichen Gesetzgebung oder Praxis festzusetzen ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_3"><num>3.</num><content><p>In Fällen, in denen ihr Vertrag ausläuft oder ihre ununterbrochene Dienstzeit für den Erwerb des Anspruchs auf den vollen Jahresurlaub nicht ausreicht, müssen die betreffenden Arbeitnehmer Anspruch auf bezahlten Urlaub im Verhältnis zur Dauer der Dienstzeit oder auf Abgeltung haben, je nachdem, was durch Kollektivverhandlungen oder gemäss der innerstaatlichen Gesetzgebung oder Praxis festgelegt wird.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><paragraph eId="art_6/para_1"><num>1.</num><content><p>Der Ausdruck «Trinkgeld» bedeutet einen Geldbetrag, den ein Kunde dem Arbeitnehmer freiwillig zusätzlich zu dem Betrag gibt, den er für die erhaltenen Leistungen zu zahlen hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>2.</num><content><p>Ungeachtet der Trinkgelder müssen die betreffenden Arbeitnehmer ein Grundentgelt erhalten, das in regelmässigen Zeitabständen gezahlt wird.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><paragraph eId="art_7/para"><content><p>Wo eine solche Praxis besteht, sind der Kauf und Verkauf einer Beschäftigung in den in Artikel 1 erwähnten Betrieben zu verbieten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><paragraph eId="art_8/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Bestimmungen dieses Übereinkommens können durch die innerstaatliche Gesetzgebung, durch Gesamtarbeitsverträge, Schiedssprüche, gerichtliche Entscheidungen oder auf eine andere geeignete, den innerstaatlichen Gepflogenheiten entsprechende Weise durchgeführt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_2"><num>2.</num><content><p>In Mitgliedstaaten, in denen die Bestimmungen dieses Übereinkommens üblicherweise Sache von Vereinbarungen zwischen Arbeitgebern oder Arbeitgeberverbänden und Arbeitnehmerverbänden sind oder üblicherweise auf anderem Wege als dem der rechtlichen Regelung durchgeführt werden, gelten diese Bestimmungen als erfüllt, wenn sie durch solche Vereinbarungen oder andere Mittel auf die überwiegende Mehrheit der betreffenden Arbeitnehmer Anwendung finden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><paragraph eId="art_9/para"><content><p>Die förmlichen Ratifikationen dieses Übereinkommens sind dem Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes zur Eintragung mitzuteilen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><paragraph eId="art_10/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen bindet nur diejenigen Mitglieder der Internationalen Arbeitsorganisation, deren Ratifikation durch den Generaldirektor eingetragen ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_2"><num>2.</num><content><p>Es tritt zwölf Monate, nachdem die Ratifikationen zweier Mitglieder durch den Generaldirektor eingetragen worden sind, in Kraft.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_3"><num>3.</num><content><p>In der Folge tritt dieses Übereinkommen für jedes Mitglied zwölf Monate nach der Eintragung seiner Ratifikation in Kraft.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><paragraph eId="art_11/para_1"><num>1.</num><content><p>Jedes Mitglied, das dieses Übereinkommen ratifiziert hat, kann es nach Ablauf von zehn Jahren seit seinem erstmaligen Inkrafttreten durch förmliche Mitteilung an den Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes kündigen. Die Kündigung wird von diesem eingetragen. Sie wird erst ein Jahr nach der Eintragung wirksam.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>2.</num><content><p>Jedes Mitglied, das dieses Übereinkommen ratifiziert hat und binnen eines Jahres nach Ablauf der in Absatz 1 genannten zehn Jahre von dem in diesem Artikel vorgesehenen Kündigungsrecht keinen Gebrauch macht, bleibt für weitere zehn Jahre gebunden. In der Folge kann es dieses Übereinkommen jeweils nach Ablauf von zehn Jahren nach Massgabe dieses Artikels kündigen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><paragraph eId="art_12/para_1"><num>1.</num><content><p>Der Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes gibt allen Mitgliedern der Internationalen Arbeitsorganisation Kenntnis von der Eintragung aller Ratifikationen und Kündigungen, die ihm von den Mitgliedern der Organisation mitgeteilt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Generaldirektor wird die Mitglieder der Organisation, wenn er ihnen von der Eintragung der zweiten Ratifikation, die ihm mitgeteilt wird, Kenntnis gibt, auf den Zeitpunkt aufmerksam machen, zu dem dieses Übereinkommen in Kraft tritt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><paragraph eId="art_13/para"><content><p>Der Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes übermittelt dem Generalsekretär der Vereinten Nationen zur Eintragung nach Artikel 102 der Charta der Vereinten Nationen<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/160" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.120</b></ref></p></authorialNote> vollständige Auskünfte über alle von ihm nach Massgabe der vorausgehenden Artikel eingetragenen Ratifikationen und Kündigungen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><paragraph eId="art_14/para"><content><p>Der Verwaltungsrat des Internationalen Arbeitsamtes erstattet der Allgemeinen Konferenz, wann immer er es für nötig erachtet, einen Bericht über die Durchführung dieses Übereinkommens und prüft, ob die Frage seiner gänzlichen oder teilweisen Neufassung auf die Tagesordnung der Konferenz gesetzt werden soll.</p></content></paragraph></article><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><paragraph eId="art_15/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_15/para_1/listintro">Nimmt die Konferenz ein neues Übereinkommen an, welches das vorliegende Übereinkommen ganz oder teilweise neu fasst, und sieht das neue Übereinkommen nichts anderes vor, so gilt folgendes:</listIntroduction><item eId="art_15/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>Die Ratifikation des neugefassten Übereinkommens durch ein Mitglied hat ungeachtet des Artikels 11 ohne weiteres die Wirkung einer sofortigen Kündigung des vorliegenden Übereinkommens, sofern das neugefasste Übereinkommen in Kraft getreten ist.</p></item><item eId="art_15/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>Vom Zeitpunkt des Inkrafttretens des neugefassten Übereinkommens an kann das vorliegende Übereinkommen von den Mitgliedern nicht mehr ratifiziert werden.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_2"><num>2.</num><content><p>In jedem Fall bleibt das vorliegende Übereinkommen nach Form und Inhalt für diejenigen Mitglieder in Kraft, die dieses, nicht jedoch das neugefasste Übereinkommen ratifiziert haben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_16"><num><b>Art. 16</b></num><paragraph eId="art_16/para"><content><p>Der französische und der englische Wortlaut dieses Übereinkommens sind in gleicher Weise verbindlich.</p></content></paragraph></article><signature><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">(Es folgen die Unterschriften)</p></signature></body><components><component eId="scope_u1"><doc name="scope"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4207_4207_4207/20190614/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4207_4207_4207/20190614"/><FRBRdate date="1995-02-15" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1991-06-25" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2019-06-14" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.822.727.2"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen Nr. 172 vom 25. Juni 1991 über die Arbeitsbedingungen in Hotels, Gaststätten und ähnlichen Betrieben" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention n&lt;sup&gt;o&lt;/sup&gt; 172 du 25 juin 1991 concernant les conditions de travail dans les hôtels, restaurants et établissements similaires" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione n. 172 del 25 giugno 1991 concernente le condizioni di lavoro negli alberghi, ristoranti e esercizi pubblici affini" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4207_4207_4207/20190614/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4207_4207_4207/20190614/de"/><FRBRdate date="1995-02-15" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1991-06-25" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2019-06-14" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4207_4207_4207/20190614/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4207_4207_4207/20190614/de/xml"/><FRBRdate date="1995-02-15" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1991-06-25" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2019-06-14" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Geltungsbereich am 14. Juni 2019<b><authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1995/4207_4207_4207" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1995</b> 4207</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2005/695" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2005</b> 5019</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2010/541" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2010</b> 3819</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2019/369" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2019</b> 2011</ref>. Eine aktualisierte Fassung des Geltungsbereiches findet sich auf der Internetseite des EDA (www.eda.admin.ch/vertraege).</p></authorialNote></b></block></container></preface><mainBody><table border="1"><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Vertragsstaaten</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Ratifikation</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Inkrafttreten</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><td/><td/><td/><td/><td/></tr><tr><td><p>Barbados</p></td><td><p>22. Juli</p></td><td><p>1997</p></td><td><p>22. Juli</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Belgien</p></td><td><p>14. Juni</p></td><td><p>2017</p></td><td><p>14. Juni</p></td><td><p>2017</p></td></tr><tr><td><p>Deutschland</p></td><td><p>14. November</p></td><td><p>2006</p></td><td><p>14. November</p></td><td><p>2007</p></td></tr><tr><td><p>Dominikanische Republik</p></td><td><p>  4. Juni</p></td><td><p>1998</p></td><td><p>  4. Juni</p></td><td><p>1999</p></td></tr><tr><td><p>Fidschi</p></td><td><p>28. Mai</p></td><td><p>2008</p></td><td><p>28. Mai</p></td><td><p>2009</p></td></tr><tr><td><p>Guyana</p></td><td><p>20. August</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>20. August</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>Irak</p></td><td><p>  9. Juli</p></td><td><p>2001</p></td><td><p>  9. Juli</p></td><td><p>2002</p></td></tr><tr><td><p>Irland</p></td><td><p>  9. Juni</p></td><td><p>1998</p></td><td><p>  9. Juni</p></td><td><p>1999</p></td></tr><tr><td><p>Libanon</p></td><td><p>23. Februar</p></td><td><p>2000</p></td><td><p>23. Februar</p></td><td><p>2001</p></td></tr><tr><td><p>Luxemburg</p></td><td><p>  6. März</p></td><td><p>2003</p></td><td><p>  6. März</p></td><td><p>2004</p></td></tr><tr><td><p>Mexiko</p></td><td><p>  7. Juni</p></td><td><p>1993</p></td><td><p>  7. Juli</p></td><td><p>1994</p></td></tr><tr><td><blockList><item><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>Niederlande</p></item></blockList></td><td/><td/><td/><td/></tr><tr><td><p>    Curaçao</p></td><td><p>15. Juni</p></td><td><p>1999</p></td><td><p>15. Juni</p></td><td><p>1999</p></td></tr><tr><td><p>    Karibische Gebiete (Bonaire,     Sint Eustatius und Saba)</p></td><td><p>15. Juni</p></td><td><p>1999</p></td><td><p>15. Juni</p></td><td><p>1999</p></td></tr><tr><td><p>    Sint Maarten</p></td><td><p>15. Juni</p></td><td><p>1999</p></td><td><p>15. Juni</p></td><td><p>1999</p></td></tr><tr><td><p>Österreich</p></td><td><p>  2. Mai</p></td><td><p>1994</p></td><td><p>  2. Mai </p></td><td><p>1995</p></td></tr><tr><td><p>Schweiz</p></td><td><p>15. Februar</p></td><td><p>1994</p></td><td><p>15. Februar</p></td><td><p>1995</p></td></tr><tr><td><p>Spanien</p></td><td><p>  7. Juli</p></td><td><p>1993</p></td><td><p>  7. Juli</p></td><td><p>1994</p></td></tr><tr><td><p>Uruguay</p></td><td><p>  6. September</p></td><td><p>1995</p></td><td><p>  6. September</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Zypern</p></td><td><p>28. Februar</p></td><td><p>1997</p></td><td><p>28. Februar</p></td><td><p>1998</p></td></tr></table></mainBody></doc></component></components></act></akomaNtoso>