Entscheid vom 23. November 2011 II. Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Cornelia Cova, Vorsitz, Andreas J. Keller und Patrick Robert-Nicoud, Gerichtsschreiberin Santina Pizzonia Parteien 1. A. AG 2. B. KOLLEKTIVGESELLSCHAFT 3. C. Beschwerdeführer 1-3 alle vertreten durch Rechtsanwalt Michel Czitron, gegen BUNDESANWALTSCHAFT, Beschwerdegegnerin Gegenstand Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Polen Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG) B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l Geschäftsnummer: RR.2011.41 -43 - 2 - Sachverhalt: A. Die Landesstaatsanwaltschaft der Republik Polen , Büro für Organisierte Kriminalität, III. Aussenstelle in Katowice, führt ein Ermittlungsverfahren gegen D. und weitere Personen u.a. wegen Verdachts der Korruption und der Geldwäscherei. Diese Personen werden verdächtigt, im Zusamme n- hang mit der Ausübung öffentlicher Funktionen bei der Privatisierung von Unternehmen Schmiergelder angenommen und die ihnen obliegenden Pflichten nicht erfüllt zu haben (act. 9.2). B. In diesem Zusammenhang gelangte n die polnischen Behörden mit einem Rechtshilfeersuchen vom 30. März 2009 an die Schweiz. Sie ersuchten u.a. um Einvernahme von C. sowie Durchsuchung der in Zug domizilie rten A. AG (act. 9.2). Das Bundesamt für Justiz (nachfolgend „BJ“) übertrug die Prüfung und Ausführung des Rechtshilfeersuchens in der Folge der Bu n- desanwaltschaft, welche mit Eintretensverfügung vom 7. August 2009 auf das Rechtshilfeersuchen eintrat (act. 9.4). Mit Schreiben vom 17. September 2009 stellten d ie polnischen Behörden ein ergänzendes Rechtshilfeersuchen (act. 9.3). Die Bundesanwaltschaft trat mit ergänze n- der Eintretensverfügung vom 6. November 2009 ebenfalls darauf ein. C. Mit Zwischenverfügung vom 17. November 2009 bewilligte die Bundesa n- waltschaft wie von den polnischen Behörden beantragt die Anwesenheit von Behörden der Berufungsstaatsanwaltschaft Katowice für die ersuchten Rechtshilfemassnahmen und Akt eneinsicht. Auf die dagegen von der A. AG, der E. AG und der Anwaltskanzlei B. Kollektivgesellschaft. erhobene Beschwerde trat die II. Beschwerdekammer des Bundesstra fgerichts mit Entscheid vom 10. Dezember 2009 nicht ein (RR.2009.343-345). D. Bei der Ausführung des Rechtshilfeersuchens stellte sich heraus, dass es sich beim Sitz der A. AG in Zug lediglich um eine Domiziladresse handelte, weshalb sich die weiteren Ermittlungen auf C. als einz iges Verwaltung s- ratsmitglied der A. AG konzentrierten. Da C. Rechtsanwalt und Gesel l- schafter der Anwaltskanzlei B. Kollektivgesellschaft ist, wurde am 19. N o- vember 2009 bei C. eine Hausdurchsuchung durchgeführt, anlässlich derer verschiedene Unterlagen im Zusammenhang mit der A. AG und der E. AG sichergestellt wurden. Anlässlich der Hausdurchsu chung verlangte C . die Versiegelung sämtlicher sichergestellte r Akten und Dokumente. Die I. B e- schwerdekammer des Bundesstrafgerichts hat am 23. Februar 2010 den Antrag der Bundesanwaltschaft auf Entsiegelung und Durchsuchung der beschlagnahmten Dokumentation gutgeheissen. Am 12., 13. und 14. April 2010 wurde in Anwesenheit von Vertretern der ausländischen Behörden - 3 - die Triage der beschlagnahmten Dokumentation durchgeführt. In der Folge wurden die von den polnischen Behörden als relevant bezeichneten Dok u- menten kopiert und die beschlagnahmten Originaldokumente C. mit Verfü- gung vom 15. Oktober 2010 zurückerstattet. C. wurde Gelegenheit geg e- ben, sich zu den zu übermittelnde n Unterlagen zu äussern, welche er mit Eingabe vom 9. Dezember 2010 wahrnahm. Am 15. April 2010 wurde C. in Anwesenheit von Vertretern der polnischen Behörden einvernom men (act. 9.5). E. Mit Schlussverfügung vom 10. Januar 2011 ordnete die Bundesanwal t- schaft die rechtshilfeweise Herausgabe des Prot okolls der Einvernahme von C. und den Beilagen zur Einvernahme an. Darüber hinaus verfügte sie die Herausgabe von 9 Ordnern Geschäftsunterlagen (Bankunterlagen, Jah- resrechnungen, Buchhaltungsunterlagen und allgemei ne Korresponde n- zen, Grundakten, Akten - und Handnotizen), welche anlässlich der Hau s- durchsuchung bei der B. Kollektivgesellschaft beschlagnahmt wurden (act. 1.1). Davon betreffen 6 Ordner die A. AG und 3 Ordner die E. AG. F. Gegen die Schlussverfügung vom 10. Januar 2011 erheben die A. AG (Be- schwerdeführerin 1), die B. Kollektivgesellschaft (Beschwerdeführerin 2) und C. (Beschwerdeführer 3) durch ihren gemeinsamen Rechtsvertreter mit Eingabe vom 8. Februar 2011 bei der II. Beschwerdekammer des Bunde s- strafgerichts Beschwerde . Sie beantragen, die Schlussverfügung sei au f- zuheben, dem Rechtshilfeersuchen sei nicht zu entsprechen und es seien keine Beweismittel an die ersuchende Behörde herauszugeben (act. 1). Mit teilweise gleichlautenden Anträgen lässt der Beschwerdeführer 3 (zusam- men mit der E. AG und der Beschwerdeführerin 2) mit einer zweiten Einga- be vom selben Tag Beschwerde gegen dieselbe Schlussverfügung erhe- ben (Beschwerdeverfahren RR.2011.38-40; hierzu nachfolgend Ziff. 2.2.4). G. Mit Eingabe vom 2. März 20 11 beantragt das BJ die kostenfällige Abwe i- sung der Beschwerde in Bezug auf die Beschwerdeführer 2 und 3 unter Verweis auf die Erwägungen in der angefochtenen Verfügung (act. 7). Was die Beschwerdeführerin 1 anbelangt, stellt es den Antrag, es sei auf dere n Beschwerde mangels Beschwerdelegitimation nicht einzutreten (act. 7). Mit Beschwerdeantwort vom 11. März 2011 beantragt die Bundesanwal tschaft ebenfalls die Abweisung der Beschwerde, soweit auf diese einzutreten sei (act. 9). Mit Schreiben vom 22. April 2011 reichten die Beschwerdeführer ihre Replik ein (act. 13). Darüber wurden die Beschwerdegegnerin und das BJ mit Schreiben vom 26. April 2011 in Kenntnis gesetzt (act. 14). - 4 - Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, in den rechtlichen Erwägungen Bezug genommen. Die II. Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 1. 1.1 Für die Rechtshilfe zwischen der Schweiz und Polen sind in erster Linie die Bestimmungen des Europäischen Übereinkommens über die Rechtshilfe in Strafsachen vom 20. April 1959 (EUeR; SR 0.351.1), welchem beide Staa- ten beigetreten sind, sowie das zu diesem Übereinkommen am 8. Nove m- ber 2001 ergangene zweite Zusatzprotokoll (2. ZP; SR 0.351.12) sowie die Bestimmungen der Art. 48 ff. des Übereinkommens vom 19. Juni 1990 zur Durchführung des Übereinkommens von Schengen vom 14. Juni 1985 (Schengener Durchführungsübereinkommen, SDÜ; ABl. L 239 vom 22. September 2000, S. 19 − 62) massgebend. Die zwischen den Ve r- tragsparteien geltenden weitergehenden Bestimmungen aufgrund bilater a- ler Abkommen bleiben unberührt (Art. 48 Abs. 2 SDÜ). Da die polnischen Behörden auch wegen mutmasslicher Geldwäscherei ermitteln, kann z u- dem das von beiden Ländern ratifizierte Übereinkommen vom 8. November 1990 über Geldwäscherei sowie Ermittlung, Beschlagnahme und Einzi e- hung von Erträgen aus Straftaten (GwUe; SR 0.311.53) zur Anwendung gelangen. Ebenso sind das Strafrechtsübereinkommen über Korruption (SR 0.311.55) und das OECD Übereinkommen vom 17. Dezember 1997 über die Bekämpfung der Bestechung ausländischer Amtsträger im interna- tionalen Geschäftsverkehr (OECD Bestechungs -Übereinkommen; SR 0.311.21) anwendbar (s. auch Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2008.264 vom 9. Juli 2009, E.1.3). 1.2 Soweit das Staatsvertragsrecht bestimmte Fragen nicht abschliessend r e- gelt, gelangen das Bundesgesetz über internationale Rechtshilfe in Stra f- sachen vom 20. März 1981 (IRSG; SR 351.1) und die Verordnung über i n- ternationale Rechtshilfe in Strafsachen vom 24. Februar 1982 (IRSV; SR 351.11) zur Anwendung (Art. 1 Abs. 1 IRSG; BGE 130 II 337 E. 1 S. 339; 128 II 355 E. 1 S. 357; 124 II 180 E. 1a S. 181). D as innerstaatliche Recht gilt nach dem Günstigkeitsprinzip auch dann, wenn dieses geringere Anfo r- derungen an die Rechtshilfe stellt (BGE 136 IV 82 E. 3.1; 129 II 462 E. 1.1 S. 464). Das Günstigkeitsprinzip gilt auch bei der Anwendung der obg e- nannten internationalen Rechtsquellen (vgl. Art. 48 Ziff. 2 SDÜ). Vorbehal- ten bleibt die Wahrung der Menschenrechte (vgl. BGE 135 IV 212 E. 2.3 S. 215; 123 II 595 E. 7c S. 616 ff., je m.w.H.). - 5 - 2. 2.1 Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine Schlussverfügun g der ausführenden Bundesbehörde in internationalen Rechtshilfeangel e- genheiten, gegen welche innert 30 Tagen ab der schriftlichen Mitteilung bei der II. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde geführt werden kann (Art. 80 e Abs. 1 i.V.m. Art. 80 k IRSG; Art. 37 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 StBOG; Art. 19 Abs. 2 des Organisationsreglements für das Bunde s- strafgericht vom 31. August 2010, SR 173.713.161). Die gegen die Schlussverfügung vom 10. Januar 2011 erhobene B e- schwerde wurde am 8. Februar 2011 und damit fristgerecht erhoben. 2.2 2.2.1 Zur Beschwerdeführung ist berechtigt, wer persönlich und direkt von e iner Rechtshilfemassnahme betroffen ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 80 h lit. b IRSG). Personen, g e- gen die sich das ausländische Strafverfahren richtet, sind unter de nselben Bedingungen beschwerdelegitimiert (Art. 21 Abs. 3 IRSG). Ein schutzwürdiges Interesse liegt nicht schon dann vor, wenn jemand i r- gendeine Beziehung zum Streitobjekt zu haben behauptet. Vielmeh r muss eine vom einschlägigen Bundesrecht erfasste "spezifische Beziehungsn ä- he" dargetan sein. Eine blosse mittelbare Betroffenheit genügt hingegen nicht (BGE 129 II 268 E. 2.3.3 S. 269; 128 II 211 E. 2.2 S. 216 f.; 127 II 104 E. 3 S. 107 ff.; 198 E. 2d S. 205; 126 II 258 E. 2d S. 259; 125 II 356 E. 3b/aa S. 361 f.; 123 II 153 E. 2b S. 156, je mit Hinweisen). Als persönlich und direkt betroffen (im Sinne von Art. 80 h lit. b und Art. 21 Abs. 3 IRSG) wird im Falle der Erhebun g von Konteninformationen der j e- weilige Kontoinhaber angesehen (Art. 9a lit. a IRSV; BGE 118 Ib 547 E. 1d; 122 II 130 E. 2b). Bloss wirtschaftlich an einem Konto oder an einer direkt betroffenen Gesellschaft Berechtigte sin d nur in Ausnahmefällen selbst än- dig beschwerdelegitimiert (BGE 123 II 153 E. 2c -d S. 157 f.; Urteile des Bundesgerichts 1A.284/2003 vom 11. Februar 2004, E. 1; 1A.212/2001 vom 21. März 2002 E. 1.3.2; 1A.84/1999 vom 31. Mai 1999, E. 2c; En t- scheid des Bundesstrafgerichts RR.2009 .151 vom 11. September 2009, E. 1.3.2.). Für bloss indirekt Betroffene, insbesondere Personen, die zwar in den erhobenen Kontenunterlagen erwähnt werden, aber nicht direkt von Zwangsmassnahmen betroffen bzw. Inhaber der fraglichen Konten sind, ist die Beschwerdebefugnis grundsätzlich zu verneinen ( BGE 129 II 268 E. 2.3.3 S. 269; 123 II 153 E. 2b S. 157; 161 E. 1d S. 164, je mit Hinweisen; 122 II 130 E. 2b S. 132 f.). - 6 - Als persönlich und direkt betroffen (im Sinne von Art. 80h lit. b und Art. 21 Abs. 3 IRSG) wird im Falle von Hausdurchsuchungen der Eigent ümer oder der Mieter angesehen (Art. 9a lit. b IRSV; BGE 122 II 130 E. 2b; TPF 2007 79 E. 1.6). Das Gleiche gilt nach der Rechtsprechung für Personen, gegen die unmittelbar Zwangsmassnahmen angeordnet wurden (BGE 128 II 211 E. 2.3-2.5 S. 217 ff.; 123 II 153 E. 2b S. 157, je mit Hinweisen). Mit anderen Worten ist demnach z ur Beschwerde befugt, wer sich persönlich einer Durchsuchung oder Beschlagnahme unterziehen muss. Folglich ist be i- spielsweise der Verfasser von Schriftstücken, welche im Besitz eines Dri t- ten beschlagnahmt werden, nicht zur Beschwerde befugt (BGE 130 II 162 E. 1.1 S. 164; 123 II 161 E. 1d S. 164 f.; 116 Ib 106 E. 2a S. 109 ff.). Das gilt auch für Perso nen, auf welche sich die Unterlagen beziehen oder die Eigentümer sind, sofern sie nicht selbst im Besitz der betroffenen Unterl a- gen waren und sich nicht der Hausdurchsuchung unterziehen mussten (Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2009.13 vom 16. März 20 09, E. 2.2-2.3; RR.2007.101 vom 12. Juli 2007, E. 2.1). Daran ä ndert auch ein Mandatsverhältnis nichts, welches zwischen demjenigen, der sich einer Zwangsmassnahme unterziehen musste, und dem Auftraggeber besteht (Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2008 .126 vom 24. Juli 2008, E. 2.2 und RR.2009.13 vom 16. März 2009, E. 2.2). Dass Art. 9a lit. b IRSV grundsätzlich am unmittelbaren Besitz (tatsächliche Verfügungsgewalt) bzw. an der direkten Betroffenheit durch Zwangsmassnahmen anknüpft, bringt das Gesetz d adurch zum Ausdruck, dass bei Hausdurchsuchungen (neben dem Eigentümer der betroffenen Wohnung oder Liegenschaft) "der Mieter" als beschwerdelegitimiert bezeichnet wird (vgl. BGE 128 II 211 E. 2.3 S. 217, E. 2.5 S. 221; 123 II 161 E. 1d S. 164 f.; BOMIO/GLASSEY, La qualité pour recourir dans le domaine de l'entraide judiciaire internationale en matière pénale, Jusletter vom 13. Dezember 2010 , Rz. 35 -40; ZIMMER- MANN, La coopération judiciaire internationale en matière pénale, 3. Aufl., Bern 2009, Rz. 526, 532 ). Dementsprechend hat das Bundesgericht auch entschieden, dass allein der Aufbewahrer und Besitzer (Lagerhalter) von beschlagnahmten Geschäftsunterlagen (und elektronischen Datenspe i- chern) beschwerdelegitimiert sei und nicht deren (von der Beschlagnahme nur indirekt betroffener) Hinterleger bzw. zivilrechtlicher Eigentümer (Urteile 1C_287/2008 vom 12. Januar 2009 E. 2.2 = Pra 2010 Nr. 22 S. 14; 1A.154/1995 vom 27. September 1995 = Rep 1995 S. 117; noch restriktiver BOMIO/GLASSEY, a.a.O., Rz. 37). Der auf ein Rechtshilfeersuchen hin einvernommene Zeuge kann sich nur gegen die Weitergabe der Einvernahmeprotokolle zur Wehr setzen, soweit die von ihm verlangten Auskünfte ihn persönlich betreffen oder wenn er - 7 - sich auf sein Zeugnisverweigerungsrecht beruft (BGE 126 II 258 E. 2d/bb S. 261; 122 II 130 E. 2b S. 133; 121 II 459 E. 2c S. 461 f.; Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2007.52 vom 13. Juni 2007, E. 2.2.). Demgege n- über kommt einem Dritten, selbst wenn er durch protokollierte Aussagen persönlich berührt wir d, keine Beschwerdebefugnis zu (BGE 123 II 153 E. 2b; 124 II 180 E. 2b). In diesem Sinne steht der Gesellschaft aufgrund des Umstandes, dass ein Zeuge über deren Geschäftsaktivitäten und d e- ren Organisation Aussagen macht, keine Beschwerdebefugnis zu. Im Grundsatz ist ebenso wenig eine juristische Person befugt, gegen die He r- ausgabe eines Einvernahmeprotokolls Beschwerde zu führen, in dem ihr Verwaltungsratspräsident sowie eine Angestellte als Zeugen befragt wu r- den (Urteil des Bundesgerichts 1A.282/2003 vom 18. November 2004, E. 1.3.1; bestätigend ZIMMERMANN, a.a.O., Rz. 526, S. 479; teilweise a b- weichend, allerdings ohne Begründung, Urteil 1A.215+217/2005 vom 4. Januar 2006 E. 1.3). Den Inhabern von Bankkonten wird allerdings die Legitimation zur Beschwerde g egen die Übermittlung von Einvernahmeprotokollen zugestanden, wenn und soweit diese Informati o- nen enthalten, die einer Übermittlung von Kontounterlagen gleichkommen, und der betroffene Kontoinhaber bere chtigt wär e, gegen eine allfällige Übermittlung der Un terlagen zu seinem Bankkonto Beschwerde zu führen (BGE 124 II 180 2b, 2c; vgl. auch Art. 9a lit. a IRSV). Nicht einzutreten ist sodann mangels eines eigenen schutzwürdigen Inte r- essens auf stellvertretend für einen Dritten und einzig im Interesse Dritter erhobene Beschwerden (BGE 128 II 211 E. 2.3 und 2.4 S. 217 ff.; Urteil des Bundesgerichts 1A.110/2002 vom 26. November 2002, E. 1.2; TPF 2007 79 E. 1.6 m.w.H.). Das Vorliegen der Beschwerdelegitimation wird von Amtes wegen geprüft. Die beschwerdeführende Person muss ihre Beschwerdelegitimation eing e- hend darlegen bzw. belegen, soweit diese nicht ohne Weiteres ersichtlich ist. Sie trägt die Beweislast dafür, dass sie beschwerdeberechtigt ist (MARANTELLI-SONANINI/HUBER, in: WALDMANN/WEISSENBERGER [Hrsg.], VwVG-Praxiskommentar, Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 48 N. 5). 2.2.2 Mit der angefochtenen Schlussverfügung wurde zum einen die Herausgabe von anlässlich der Hausdurchsuchung beschlagnahmte n Unterlagen bzw. Kopien davon betreffend die Beschwerdeführer in 1 und die E. AG ange- ordnet. Zum anderen wurde die Übermittlung des Protokolls der Einve r- nahme des Beschwerdeführers 3 samt Beilagen verfügt, wobei es sich bei diesen Beilagen um Kopien eines Teils der vorgenannten Unterlagen han- delt (act. 1.1). - 8 - Die Beschwerdef ührerinnen 1 und 2 führen Beschwerde gegen die He r- ausgabe der Unterlagen, soweit diese ausschliesslich der Beschwerdefüh- rerin 1 zuzuordnen sind . Gegen die Herausgabe des Einvernahmeprotokolls führen die Beschwerdeführerin 1 und der B e- schwerdeführer 3 Beschwerde (act. 1 S. 3). 2.2.3 Was die Beschwerde gegen die angeordnete Herausgabe der anlässlich der Hausdurchsuchung in den Büroräumlichkeiten des Beschwerdeführers 3 bei der Beschwerdeführerin 2 beschlagnahmten Unterlagen anbelangt, so gilt die Beschwerdeführeri n 2 als beschwerdelegitimiert im Sinne von Art. 9a lit. b IRSV. Dies gilt im Grundsatz auch in Bezug auf die Beilagen zum Einvernahmeprotokoll, soweit deren Übermittlung mitangefochten wurde. Auf die Beschwerde der Beschwerdeführerin 2 ist demnach einz u- treten. Demgegenüber ist nach der vorstehend zitierten Rechtsprechung die B e- schwerdeführerin 1 nicht zur Beschwerdeführung berechtigt, selbst wenn sich die Unterlagen auf sie beziehen oder sie – wie sie vorbringt (act. 1 S. 3) – deren Eigentümerin ist, da sie nicht selbst im Besitz der betroffenen Unterlagen war und sich nicht der Hausdurchsuchung u nterziehen musste. Dies gilt auch in Bezug auf die anlässlich der Hausdurchsuchung b e- schlagnahmten Bankunterlagen. Auf die Beschwerde der Beschwerdefü h- rerin 1 ist demnach nicht einzutreten. 2.2.4 Was die Beschwerde gegen die Herausgabe des Einvernahmeprotokolls anbelangt, betreffen die vom Beschwerdeführer 3 als Zeugen verlangten Auskünfte u.a. ihn persönlich (s. act. 9.5), weshalb dieser nach der vorste- hend erläuterten Rechtsprechung gegen die Herausgabe des Einverna h- meprotokolls grundsätzlich Beschwerde führen kann. Da er gleichzeitig mit einer weiteren Eingabe vom 8. Februar 2011 dagegen Beschwerde erh o- ben und damit das Beschwerdeverfahren bereits eingeleitet hat (RR.2011.38-40; s. supra lit. F), wird seine diesbezügliche Beschwerde vor- liegend als weitere Eingabe in jenem Verfahren behandel t (s. Entscheid des Bundesgerichts 6P.105/2006 vom 2. November 2006, E. 3) . Soweit sich seine Beschwerde auch gegen die Übermittlung der Beilagen betref- fend die Beschwerdeführerin 1 zum Einvernahmeprotokoll richtet, gilt er als beschwerdelegitimiert im Sinne von Art. 9a lit. b IRSV, weshalb in diesem Punkt auf seine Beschwerde einzutreten ist. Hingegen ist nach der erläuterten Praxis die Beschwerdeführerin 1 als Drit- te nicht legitimiert, die Herausgabe des Protokolls der Zeugenei nvernahme - 9 - des Beschwerdeführers 3 anzufechten, selbst wenn sie durch die protoko l- lierten Aussagen berührt sein sollte. Daraus folgt, dass die Rügen, welche sich gegen die Herausgabe des Ei n- vernahmeprotokolls richten, nachfolgend nicht zu prüfen sind bzw. im B e- schwerdeverfahren RR.2011.40 geprüft werden. 3. Zulässige Beschwerdegründe sind die Verletzung von Bundesrecht (inkl u- sive Staatsvertragsrecht), ei nschliesslich Überschreitung oder Mis sbrauch des Ermessens sowie die unzulässige oder offensichtlich unrichtige A n- wendung ausländischen Rechts in den Fällen nach Art. 65 IRSG i.V. mit Art. 80i Abs. 1 IRSG. Die II. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts überprüft zudem die Richtigkeit und die Vollständigkeit der Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Angemessenheit des angefoc h- tenen Entscheides gemäss Art. 49 lit. b und c des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG; SR 172.021) i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. März 2010 über die Organisation der Strafbehörden des Bundes, Strafbehördenorganisation s- gesetz (StBOG; SR 173.71; s. TPF 2007 57 E. 3.2). 4. Die II. Beschwerdekammer ist nicht a n die Begehren der Parteien gebu n- den (Art. 25 Abs. 6 IRSG). Sie prüft die Rechtshilfevoraussetzungen grund- sätzlich mit freier Kognition, befasst sich jedoch in ständiger Rech t- sprechung nur mit Tat - und Rechtsfragen, die Streitgegenstand der B e- schwerde bilden (vgl. BGE 132 II 81 E. 1.4; 130 II 337 E. 1.4, je m.w.H.; Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2007.34 vom 29. März 2007, E. 3; RR.2007.27 vom 10. April 2007, E. 2.3; s. ferner JdT 2008 IV 66 N. 331 S. 166). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung muss sich die urtei- lende Instanz sodann nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich ause i- nandersetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegen. Sie kann sich auf die für ihren Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Es genügt, wenn die B ehörde wenigstens kurz die Überlegungen nennt, von denen sie sich leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt (Urteil des Bundesgerichts 1A.59/2004 vom 16. Juli 2004, E. 5.2, mit weiteren Hinweisen). 5. 5.1 Im Wesentlichen rügen die Beschwerdeführer mit ihren Ausführungen in einem ersten Punkt, die Sachverhaltsdarstellung im Rechtshilfeersuchen genüge nicht den Begründungsanforderungen. Nach ihrer Darstellung hebe sich das dem ganzen Verfahren zugrunde liegende Rechtshilfeersuchen - 10 - durch “qualifizierte Vagheit, fehlende Konkretisierung und anämische Su b- stanzärme“ hervor (act. 1 S. 14). Alles, was eigentlich gesagt werde, sei, dass der Verdacht bestehe, dass gewisse Beamte sich im Z usammenhang mit einem Privatisierungsverfahren hätten bestechen lassen. Man äussere gewisse gänzlich unbelegte Vermutungen darüber, wie das Bestechung s- geld über Umwegen bezahlt worden sein könnte (act. 1 S. 14). Es werde doch wohl nicht die Meinung sein, dass die Erbringung von Beratung s- dienstleistungen an eine Gesellschaft, welche ebensolche Dienstleistungen an den polnischen Staat und potentielle Investoren erbracht habe , per se ein Konnex zu einem Strafverfahren bilde, weil es offenbar bestechliche Beamte gegeben habe, die sich Bestechungsgelder hätten zukommen las- sen (act. 1 S. 11). Nach Darstellung der Beschwerdeführer hätte die ers u- chende Behörde konkret vorbringen und glaubhaft machen müssen, dass zumindest ein nachvollziehbarer Anfangsverdacht dafür bestehe, dass so l- che Gelder über die Beschwerdeführerin 1 geflossen seie n. Dazu sei die ersuchende Behörde und eo ipso die Beschwerdegegnerin offensichtlich nicht in der Lage, und zwar deshalb, weil sich ein solcher Sac hverhalt nicht verwirklicht habe (act. 1 S. 9). Im Rechtshilfeersuchen stehe auch nichts dazu, wie der Verdacht begründet und erhärtet sei, dass Bestechungsge l- der über die zwei genannten liechtensteinischen Unternehmen ins Ausland transferiert sein könnten, und inwiefern Beweise oder I ndizien vorliegen würden (act. 1 S. 18). Gemäss dem Rechtshilfeersuchen würden die Un- ternehmen F., G. und H. insofern einen Bezug zu den Bestechungsvorwür- fen aufweisen, als diese wie die Beschwerdeführerin 1 an der I. GmbH be- teiligt seien . Das heisse, dass nur das gemeinsame Halten einer Beteil i- gung an einer unverdächtigen Drittfirma durch die Beschwerdeführerin 1 einerseits und eine irgendwie mit einem Verdächtigen verbundene Firma allen Ernstes eine internationale Rechtshilfemassnahme rechtfert igen solle (act. 1 S. 19). Die weitaus am meisten im Massnahmenkatalog genannten Unternehmen würden in der Sachvershaltdarstellung der polnischen B e- hörden nicht einmal erwähnt. Ein Konnex werde im Rechtshilfeersuchen nicht einmal behauptet (act. 1 S. 21). 5.2 In formeller Hinsicht muss das Rechtshilfeersuchen insbesondere Angaben über den Gegenstand und den Grund des Ersuchens nennen (Art. 14 Ziff. 1 lit. b EUeR). Ausserdem muss das Ersuchen in Fällen wie dem vorliege n- den die strafbare Handlung bezeichnen und eine kurze Darstellung des Sachverhalts enthalten (Art. 14 Ziff. 2 EUeR; Art. 27 Ziff. 1 GwUe). Art. 28 Abs. 2 und 3 IRSG i.V.m. Art. 10 IRSV stellen entsprechende Anforderu n- gen an das Rechtshilfeersuchen. Die Sachverhaltsangaben müssen der er- suchten Behörde die Prüfung erlauben, ob die doppelte Strafbarkeit geg e- ben ist (vgl. Art. 5 Ziff. 1 li t. a EUeR), ob die Handlungen wegen deren um - 11 - Rechtshilfe ersucht wird, nicht politische oder fiskalische Delikte darstellen (Art. 2 lit. a EUeR) und ob der Grundsatz der Verhältnismässigkeit gewahrt wird (BGE 129 II 97 E. 3.a S. 98 m.w.H.). Die Rechtsprechung stellt an die Schilderung des Sachverhalts im Recht s- hilfeersuchen keine hohen Anforderungen. Von den Behörden des ers u- chenden Staates kann nicht verlangt werden, dass sie den Sachverhalt, der Gegenstand eines hängigen Strafverfahrens bildet, bereits lückenlos und völlig widerspruchsfrei darstellen. Das wäre mit dem Sinn und Zweck des Rechtshilfeverfahrens nicht vereinbar, ersucht doch ein Staat einen and e- ren gerade deswegen um Unterstützung, damit er die bisher im Dunkeln gebliebenen Punkte aufgrund v on Beweismitteln, die sich im ersuchten Staat befinden, klären kann. Es reicht daher aus, wenn die Angaben im Rechtshilfeersuchen den schweizerischen Behörden ermöglichen zu pr ü- fen, ob ausreichend konkrete Verdachtsgründe für eine rechtshilfefähige Straftat vorliegen, ob Verweigerungsgründe gegeben sind bzw. in we lchem Umfang dem Begehren allenfalls entsprochen werden muss (BGE 129 II 97 E. 3.1 S. 98 m.w.H.). Es kann auch nicht verlangt werden, dass die ers u- chende Behörde die Tatvorwürfe bereits abschliesse nd mit Beweisen b e- legt. Die ersuchte Behörde hat sich beim Entscheid über ein Rechtshilfeb e- gehren ebenso wenig dazu auszusprechen, ob die darin angeführten Ta t- sachen zutreffen oder nicht. So hat der Rechtshilferichter weder Tat - noch Schuldfragen zu prüfen und grundsätzlich auch keine Beweiswürdigung vorzunehmen, sondern ist vielmehr an die Sachdarstellung im Ersuchen gebunden, soweit sie nicht durch offensichtliche Fehler, Lücken oder W i- dersprüche sofort entkräftet wird (vgl. BGE 132 II 81 E. 2.1 S. 85 mit Hin- weisen; Urteil des Bundesgerichts 1A.90/2006 und weitere vom 30. August 2006, E. 2.1; TPF 2007 150 E. 3.2.4). 5.3 Gemäss dem Rechtshilfeersuchen vom 30. März 2009 werfen die poln i- schen Behörden einer Gruppe von hohen Staatsbeamten des Ministeriums für Umw andlung des Staatseigentums bzw. des Schatzministeriums vor, sie hätten im Rahmen der Privatisierung von staatlichen Unternehmen, u.a. Energieunternehmen, in den Jahren 1994 bis 2004 zum Schaden des ö f- fentlichen Interesses ihre Befugnisse überschritten und die ihnen obliegen- den Pflichten nicht erfüllt. So hätten die betreffenden Privatisierungen nur dann vorgenommen werden können, soweit diesen Beamten Vermögen s- vorteile in Form von Schmiergelder gewährt worden seien. Die Schmie r- geldzahlungen seien jeweils n ach Abschluss der Privatisierungsverträge bzw. dem Verkauf der Aktien erfolgt. Der betreffende Investor habe das Schmiergeld entweder direkt oder indirekt über ein Unternehmen, welches ihm Beratungs -, Marketing - bzw. Public -Relations-Dienstleistungen ang e-- 12 - boten habe, an ein ausserhalb von Polen registriertes Unternehmen ausge- richtet, dessen Inh aber in Wirklichkeit der beschuldigte Beamte bzw. eine für diesen Beamten handelnde Person gewesen sei. Bei den verdächtigten Beamten soll es sich um J., D., K. handeln. Im ergänzenden Rechtshilfeer- suchen vom 17. September 2009 werden zusätzlich L. und M. genannt. K. sei von November 1993 bis Juni 1995 Generaldirektor und Kabinettsd i- rektor des Ministeriums für Umwandlung des Staatseigentums gewesen. D. sei von 1994 bis 1997 als Ministerberater und Ministerialrat am Ministerium für Umwandlung des Staatseigentum sowie am Schatzministerium und von November 2001 bis Januar 2003 als Ministerberater des Schatzministers tätig gewesen. Der inzwischen verstorbene J. habe zwisch en 1994 und 2003 verschiedene Funktionen ausgeübt. So sei er Hauptspezialist, stel l- vertretender Direktor, Ministerberater, Ministerialrat und wiederholt stellve r- tretender Direktor am Ministerium für Umwandlung des Staatseigentums sowie am Schatzministerium gewesen. Von Januar 2002 bis Februar 2003 sei er Direktor der Ministerialabteilung für Privatisierung am Schatzminist e- rium gewesen sein. L. sei von 1995 bis 1997 beim Ministerium für Eige n- tumsumgestaltung und Staatsschatzministerium Department für Privati sie- rung und 1997 bis 2002 bei der Privatisierungsagentur beschäftigt gew e- sen. M. sei 2002 stellvertretender Infrastrukturminister gewesen. Nach den bisherigen Ermittlungen der polnischen Behörden seien die Schmiergelder an das liechtensteinische Unternehm en N. ausgerichtet worden. Dieses Unternehmen sowie ein zweites liechtensteinisches Unte r- nehmen namens O. hätten in der Folge die Schmiergelder in Polen inve s- tiert. Die polnischen Behörden verdächtigen auch die Beschwerdeführerin 1, wie die vorgenannten liechtensteinischen Unternehmen N. und O. in Polen tätig gewesen zu sein: Im Zusammenhang mit zwei Privatisierungen (der Priv a- tisierung der Gesellschaft P. GmbH sowie der II. Stufe der Privatisierung der Q. AG) soll die Beschwerdeführerin 1 Beratungsdienstleistungen für die Gesellschaft R. erbracht haben, welche wiederum als Beratungsunterne h- men an den Privatisierungsverfahren teilgenommen habe. Die polnischen Behörden vermuten, dass die formell für Beratungsdienstleistungen erfol g- ten Zahlungen in der Höhe von USD 184'000.-- der Gesellschaft R. an die Beschwerdeführerin 1 in Wahrheit Schmiergeldzahlungen darstellen wü r- den. Zur Begründung ihres Tatverdachts verweisen sie u.a. auf die dive r- sen Verbindungen, welche zwischen der Beschwerdeführerin 1 sowie der Gesellschaft R. und den inkriminierten Beamten bestehen würden. So sei der unter Verdacht stehende M. der Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft - 13 - R. gewesen, welche sowohl für das Schatzministerium wie auch für pote n- tielle ausländische Investoren Beratungsdien stleistungen im Zusamme n- hang mit Privatisierungen erbracht habe. Die in Zug domizilierte Beschwer- deführerin 1 habe sodann im Wert von PLN 300'000.-- Anteile an der Wa r- schauer Gesellschaft I. GmbH erworben, deren Geschäftsführer u.a. die verdächtigten D. und M. gewesen seien. Andere Gesellschafter der I. GmbH seien mit D. verbundene Unternehmen wie die S., F. und H. gewe- sen. Der Sachverhaltsdarstellung ist weiter zu entnehmen, dass sowohl die Beschwerdeführerin 1 wie auch der in die Korruptionsvorwürfe involvierte J. ein Konto bei der Bank T. AG, Zürich gehabt hätten. Gerade auf das Konto 1 der Beschwerdeführerin 1 bei dieser Bank habe die Gesellschaft R. die für die Beratungsdienstleistungen in Rechnung gestellten USD 184'000.-- überwiesen. Die ersuchende Be hörde legte ihrem Rechtshilfeersuchen die betreffenden Rechnungen der Beschwerdeführerin 1 an die Gesellschaft R. aus dem Jahre 2000 bei, welche für die Beschwerdeführerin 1 vom B e- schwerdeführer 3 unterschrieben worden seien. Gemäss dem ergänzenden Rechts hilfeersuchen erheben die polnischen Behörden denselben Vorwurf auch in Bezug auf die Privatisierung der po l- nischen Fluglinie U. AG im Jahre 1999 und der V. AG im Jahre 2002. Kon- kret führen sie aus, dass im Zusammenhang mit der Privatisierung der Fluglinie U. AG auf das Konto der N. mindestens USD 270'000.-- überwie- sen worden seien. Bei der Privatisierung der V. AG im Jahre 2002 sollen EUR 1,2 Mio. auf das Konto der AA. Group Warschau geflossen sein. Den bisherigen Ermittlungen zufolge soll die AA. Group am 1. April 2003 EUR 0,2 Mio. und am 28. Mai 2003 EUR 0,4 Mio. auf das Konto der BB. Ltd auf Zypern überwiesen haben. Aus den von Zypern rechtshilfewe i- se übermittelten Unterlagen ergebe sich, dass vom Konto der BB. Ltd am 6. Juni 2003 EUR 0,4 Mio. auf das Ko nto Nr. 2 der E. AG bei der Bank T. AG überwiesen worden seien. Die für die BB. Ltd ausgestellte und dem Ergänzungsersuchen beigelegte Rechnung der E. AG sei ebenfalls vom Beschwerdeführer 3 unterzeichnet worden. 5.4 Diese Schilderung der Tatvorwürfe genügt den Anforderung an die Darstel- lung des Sachverhalts gemäss Art. 14 Ziff. 2 EUeR , sowie Art. 28 Abs. 2 und 3 IRSG i.V.m. Art. 10 IRSV und Art. 27 Ziff. 1 GwUe ). Die polnischen Behörden nennen in ihrer zusammenfassenden Darstellung die verdächtig- ten Beamten, welche im Zusammenhang mit einzelnen in den Jahren 1994 bis 2004 erfolgten Privatisierungen in Polen Schmiergelder entgegeng e- nommen haben sollen. Sie führen aus, dass die betreffenden Privatisierun- gen nur dann hätten vorgenommen werden können, wenn die betreffenden Investoren den Beamten Vermögensvorteile in Form von Schmiergelder - 14 - gewährt hätten. Sie bezeichnen die einzelnen Gesellscha ften, über welche gemäss den bisherigen Ermittlungen die Schmiergelder geflossen sein sol- len. Sie verweisen sodann auf konk rete Überweisungen, welche sie als Schmiergeldzahlungen im Zusammenhang mit den genannten Privatisi e- rungen vermuten. Es enthält somit die wesentlichen Sachverhaltsang aben zu Ort, Zeit sowie Art der Begehung der Tat (vgl. Art. 10 Abs. 2 IRSV) und erweist sich auch im Einzelnen als ausreichend konkret. Wie aus den nach- folgenden Erwägungen (Ziff. 6) hervorgehen wird, erlaubt sie namentlich die Prüfung, ob der Grundsatz der Verhältnismässigkeit hinsichtlich der er- suchten bzw. angeordneten Rechtshilfemassnahmen gewahrt wird. Wenn die Beschwerdeführer vorbringen, in der Sachverhaltsdarstellung sei die Konnexität zwischen der Beschwerdeführerin 1 (sowie der weiteren aufg e- führten Unternehmen) und der Strafuntersuchung nicht dargelegt, bestre i- ten sie damit den vorste hend wiedergegebenen Vorwurf an sich s owie die Begründetheit des entsprechenden Tatverdachts. Mit ihren Bestreitungen vermögen sie indes keine offensichtlichen Fehler, Lücken oder Widerspr ü- che aufzuzeigen, welche im Sinne der Rechtsprechung (s.o.) die Sach dar- stellung der ersuchenden Behörde sofort entkräften würden. Soweit die Beschwerdeführer rügen, die ersuchende Behörde lege keine Belege vor, verkennen sie, dass nicht verlangt werden kann, dass die ersuchende B e- hörde die Tatvorwürfe bereits abschliessend mit Beweisen belegt (s.o.). Nach dem Gesagten steht fest, dass sich die gegen die Sachverhaltsdarstellung im Rechtshilfeersuchen vorgebrachten Rügen als unbegründet erweisen. Die Sachverhaltsschilderung der ersuchenden B e- hörde ist folglich für den Recht shilferichter bindend. Ob die Tatvorwürfe in der Sache zutreffen, wird der polnische Sachrichter zu en tscheiden haben. Die Strafbarkeit der behaupteten Sachverhalte nach schweizerischem Strafrecht wird (zu Recht) nicht in Frage gestellt. 6. 6.1 Indem die Beschw erdeführer gegen die Gewährung von Rechtshilfe ei n- wenden, weder der angefochtenen Schlussverfügung noch dem Rechtshi l- feersuchen sei ein Konnex zwischen der Beschwerdeführerin 1 und der Strafuntersuchung zu entnehmen (act. 1 S. 5 ff., S. 8 ff.), machen sie auch eine Verletzung des Verhältnismässigkeitsprinzips geltend. In diesem Z u- sammenhang beanstanden sie zugleich den Beurteilungsmassstab der Be- schwerdegegnerin. Deren Vorgehensweise entspreche vielleicht der übe r- aus rechtshilfefreundlichen Haltung der Besc hwerdegegnerin, nicht aber dem Willen des Gesetzgebers bzw. dem klaren und unmissverständlichen Wortlaut des Gesetzes (act. 1 S. 5). Letzteres meine mit Konnexität nicht alles, was von der ersuchenden Behörde nach Erhalt nicht ohne Weiteru n-- 15 - gen wegen offens ichtlicher Irrelevanz der Entsorgung zugeführt würde, sondern das und nur das, was aufgrund des Rechtshilfeersuchens als „e r- forderlich“ erscheine (act. 1 S. 5). Die Beschwerdeführer stellen sich auf den Standpunkt, das Rechtshilfeer suchen stelle eine „f ishing expedition “ dar (act 1 S. 7 f., 14, 15). Nach Darstellung der Beschwerdeführer würden Unterlagen, - welche ausserhalb der massgeblichen Zeit, also vor dem Beginn des Jahres 2004, erstellt worden seien bzw. stammen würden, - welche mit einem Privatis ierungsverfahren nichts zu tun haben würden oder mit einem solchen zwar zu tun haben würde n, aber nicht mit dem Privatisierungsverfahren, welches im Rechtshilfeersuchen erwähnt we r- de, - welche Transaktionen mit Gesellschaften zum Gegenstand haben, we l- che im Rechtshilfeersuchen nicht Erwähnung finden würden, - welche Korrespondenz zwischen dem wirtschaftlich Berechtigten und der Verwaltung der Beschwerdeführerin 1 und ähnliche Unterlagen b e- treffen und die Verwaltung der Gesellschaften zum Gegenstand haben und demzufolge mit dem Gegenstan d der Untersuchung in Polen nichts zu tun haben würden bzw. haben könnten, für eine Übermittlung vorab nicht in Frage kommen, weil sie für die auslä n- dische Untersuchung nicht relevant sein könnten (act. 1 S. 15). Abschliessend geben die Beschwerdeführer diverse Unterlagen an, welche ihrer Ansicht nach für die Strafuntersuchung irrelevant seien (act. 1 S. 21 – 24). 6.2 Rechtshilfemassnahmen haben generell dem Prinzip der Verhältnismä s- sigkeit zu genügen ( ZIMMERMANN, a.a.O., S. 6 69 f., N. 715 mit Verweisen auf die Rechtsprechung; Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2007.64 vom 3. September 2007, E. 3.2). Die akzessorische Rechtshilfe ist nur z u- lässig, soweit sie für ein Verfahren in strafrechtlichen Angelegenheiten im Ausland erf orderlich erscheint oder dem Beibringen der Beute dient (vgl. Art. 63 Abs. 1 IRSG). In diesem Zusammenhang kann entgegen dem Rechtsverständnis der Beschwerdeführer d ie internationale Zusammena r- beit nur abgelehnt werden, wenn die verlangten Unterlagen mit d er verfolg- ten Straftat in keinem Zusammenhang stehen und offensichtlich ungeeignet sind, die Untersuchung voranzutreiben, so dass das Ersuchen nur als Vo r- wand für eine unzulässige Beweisausforschung (“fishing expedition“) e r- scheint. Da der ersuchte Staat im Allgemeinen nicht über die Mittel verfügt, die es ihm erlauben würden, sich über die Zweckmässigkeit bestimmter Beweise im ausländischen Verfahren auszusprechen, hat er insoweit die - 16 - Würdigung der mit der Untersuchung befassten Behörde nicht durch seine eigene zu ersetzen und ist verpflichtet, dem ersuchenden Staat alle diej e- nigen Aktenstücke zu übermitteln, die sich auf den im Rechtshilf eersuchen dargelegten Sachverhalt beziehen können (sog. potentielle E rheblichkeit). Nicht zulässig ist es, den ausländis chen Behörden nur diejenigen Unterl a- gen zu überlassen, die den im Rechtshilfeersuchen festgestellten Sachve r- halt mit Sicherheit beweisen. Den ausländischen Strafverfolgungsbehörden obliegt es dann, aus den möglicherweise erheblichen Akten denjenigen auszuscheiden, welche für die den Beschuldigten vorgeworfenen Taten beweisrelevant sind (zum Ganzen BGE 122 II 367 E. 2c S. 371; 121 II 241 E. 3a S. 242 f.; Urteile des Bundesgerichts 1A.115/2000 vom 16. Juni 2000, E. 2a; 1A.182/2001 vom 26. März 2002, E. 4.2; 1 A.234/2005 vom 31. Januar 2006, E. 3.2; 1A.270/2006 vom 13. März 2007, E. 3 ; Entsche i- de des Bundesstrafgerichts RR.2007.24 vom 8. Mai 2 007, E. 4.1; RR.2007.90 vom 26. September 2007, E. 7.2). Zielt das Rechtshilfeers u- chen auf die Ermittlung ab, auf welche m Weg Geldmittel strafbarer He r- kunft verschoben worden sind, so sind die Behörden des ersuchenden Staates grundsätzlich über alle Transaktionen zu informieren, die von G e- sellschaften und über Konten getätigt worden sind, welche in die Angel e- genheit verwickelt sind (BGE 121 II 241 E. 3c S. 244; Urteile des Bunde s- gerichts 1A.7/2007 vom 3. Juli 2007, E. 7.2; 1A.79/2005 vom 27. April 2005, E. 4.1). Die ersuchte Rechtshilfebehörde muss demnach nur aufzeigen, dass zw i- schen den von der Rechtshilfe betroffenen Un terlagen und dem Gegen - stand der Strafuntersuchung ein ausreichender Sachzusammenhang b e- steht und diejenigen Akten ausscheiden, bezüglich welcher die Rechtshilfe nicht zulässig ist (BGE 122 II 367 E. 2c S. 371). Es ist demgegenüber Sache des von der Rech tshilfemassnahme Betroffe- nen, klar und genau aufzuzeigen, inwiefern die zu übermittelnden Unterl a- gen und Auskünfte den Rahmen des Ersuchens überschreiten oder für das ausländische Verfahren von keinerlei Interesse sein sollen (BGE 122 II 367 E. 2c S. 371 f .). Er hat die Obliegenheit, schon im Stadium der Ausfü hrung des Ersuchens (bzw. der erstinstanzlichen Rechtshilfeverfügung) an der sachgerechten Ausscheidung beschlagnahmter Dokumente nötigenfalls mitzuwirken, allfällige Einwände gegen die Weiterleitung e inzelner Akten- stücke (bzw. Passagen daraus), welche für die Strafuntersuchung offe n- sichtlich entbehrlich sind, im Rahmen seiner Parteirechte gegenüber der ausführenden Behörde rechtzeitig und konkret darzulegen und diese Ei n- wände auch ausreichend zu begründen. Dies gilt besonders bei einer kom- plexen Untersuchung mit zahlreichen Akten. Die Beschwerdeinstanz - 17 - forscht nicht von sich aus nach Aktenstücken, die im ausländischen Verfah- ren (mit Sicherheit) nicht erheblich sein könnten (BGE 130 II 14 E. 4.3 S. 16; 126 II 258 E. 9b/aa S. 262; Urteile des Bundesgerichts 1A.223/2006 vom 2. April 2007, E. 4.1, sowie 1A.184/2004 vom 22. April 2005, E. 3.1). Den Erwägungen in der Schlussverfügungen zufolge sind die Beschwerd e- führer vorliegend mit Eingabe vom 9. Dezember 2010 ihrer Obliegenheit grundsätzlich nachgekommen (act. 1.1 S. 3). 6.3 Zusammenfassend ersuchen die polnischen Behörden um Durchsuchung der Geschäftsräumlichkeiten der in der Schweiz domizilierten Beschwerde- führerin 1 nach Unterlagen betreffend die Gründung, Verwaltung, Leitung, Buchhaltung, Vertretungsverhältnisse, Kontoverbindungen und Geschäfts- verbindungen dieser Gesellschaft , insbesondere zu namentlich aufgefüh r- ten Unternehmen in Warschau, London, Liechtenstein und Lima ssol (act. 9.2 S. 3 f.). Gemäss der verbindlichen Darstellung im Rechtshilfeersu- chen seien im Jahre 2000 im Zusammenhang mit zwei Privatisierungen in Polen der Beschwerdeführerin 1 Schmiergelder auf deren Konto bei der Bank T. AG überwiesen worden, wobei sich die se Überweisungen formell auf Rechnungen gestützt hätten, welche der Beschwerdeführer 3 für die Beschwerdeführerin 1 ausgestellt habe (s. supra Ziff. 5.3). Damit hat die ersuchende Behörde entgegen den Bestreitungen der Beschwerdeführer genügend Verdachtsgründe umschrieben, welche das Ersuchen rechtferti- gen. Von einer „fishing expedition“ kann demnach keine Rede sein. Die zu übermittelnden Dokumente enthalten die Jahresrechnungen 2000 bis 2003, Buchhaltungsunterlagen 2004 und 2005, allgemeine Korrespondenz, Ve r- träge, Bankunterlagen inkl. diverse Zahlungsaufträge, Grundakten der Be- schwerdeführerin 1 und Geschäftsunterlagen betreffend weitere Unterne h- men (Verfahrensakten Bundesanwaltschaft, Ordner, Post. Nr. 1.1., 2.1, 2.2, 2.3, 3.1 [Teil 2] und 3.1 [Teil 2]) . Die vorgenannten Unterlagen sind zur Er- mittlung, wohin die mutmasslichen Korruptionsgelder geflossen sind und welche Personen hinter der Beschwerdeführerin 1 stehen, nicht nur als po- tentiell erheblich und sondern zum Teil auch als unerlässlich einzustufen. So können sich die polnisch en Behörden vorliegend nur dann ein vollstä n- diges Bild über die tatsächlichen Verhältnisse machen, wenn sie umfa s- send u.a. über Gründung, Vertretungsverhältnisse und Geschäftsverbi n- dungen der Beschwerdeführerin 1 informiert werden. Da die unte rsuchten Korruptionsvorwürfe bis auf das Jahr 1994 zurückgehen, erstreckt sich das Untersuchungsinteresse der polnischen Behörden auch auf solche Unte r- lagen, welche vor 2004 erstellt wurden. Der entsprechende Einwand der Beschwerdeführer geht damit fehl (act. 1 S. 15, 21 – 24). Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführer betrifft ein Teil der als irrelevant b e-- 18 - zeichneten Unterlagen gerade solche Gesellschaften wie z.B. die H. oder die I. GmbH, welche im Rechtshilfeersuchen namentlich erwähnt we r- den. Soweit die Beschwerdeführer die angebliche Irrelevanz einzelner U n- terlagen damit begründen, dass diese unbeteiligte Gesellschaften betre ffen (act. 1 S. 15, 21 – 24), verkennen sie, dass im ausländischen Strafverfah- ren zu entscheiden sein wird, ob die fraglichen Gesellschaften in die unter- suchten Vorwürfe verwickelt bzw. ob diese Dokumente im Einzelnen ta t- sächlich relevant sind. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass die im Rechtshilfeverfahren übermittelten Auskünfte und Unterlagen durchaus auch der Entlastung de r Beschuldigten dienen können (vgl. BGE 129 II 462, E. 5.5.; Urteile des Bundesgerichts 1A.182/2006 vom 9. August 2007, E. 2.3 und 3.2; 1A.52/2007 vom 20. Juli 2007, E. 2.1.3). Inwiefern darüber hinaus die zu übermittelnden Unterlagen den Rahmen des Ersuchens überschreiten oder für das ausländische Verfahren von keinerlei Interesse sein sollen, haben die Beschwerdeführer mit ihren weiteren Bestreitungen weder im Grundsatz noch im Einzelnen aufzeigen können und ist auch nicht ersichtlich. Der Sachzusammenhang zwisch en der polnischen Stra f- untersuchung und den zu übermittelnden Beweismittel ist ohne weiteres ausreichend dargetan und eine Verletzung des Verhältnismässigkeitspri n- zips ist nicht auszumachen. Die Beschwerde erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet. 7. Andere Rechtshilfehindernisse sind nicht ersichtlich und die Herausgabe der Geschäftsunterlagen betreffend die Beschwerdeführerin 1 (6 Ordner) ist somit im verfügten Umfang zulässig. Nach dem Gesagten ist die B e- schwerde abzuweisen. 8. Bei diesem Ausgang d es Verfahrens werden die Beschwerdeführer ko s- tenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG i. V. m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG). Für die Berechnung der Gerichtsgebühren gelangt gemäss Art. 63 Abs. 5 VwVG das Reglement des Bu ndesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) zur Anwendung. Unter diesen Umständen ist die Gerichtsgebühr auf Fr. 5'000.-- anzusetzen, unter Anrechnung des geleiste- ten Kostenvorschusses in gleicher Höhe. - 19 - Demnach erkennt die II. Beschwerdekammer: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 5'000. -- wird den Beschwerdeführern auferlegt, unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe. Bellinzona, 24. November 2011 Im Namen der II. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin: Zustellung an - Rechtsanwalt Michel Czitron, - Bundesanwaltschaft, - Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe, Rechtsmittelbelehrung Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgeric ht Beschwerde eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Ar t. 84 Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).