JAAC68.20 Entscheid der Eidgenössischen Steuerrekurskommission vom 6. August 2003 in Sachen X AG [SRK 2002-098] Taxe sur la valeur ajoutée. Option. Chiffre d’affaires. Principe de la confiance. Art. 20 al. 1 OTVA. - Option subjective; bases juridiques, nature, ratio et limites; marge d’appréciation du législateur et de l’Administration fédérale des contributions (AFC ; consid. 2c). - La pratique administrative pose comme condition pour une option subjective que, annuellement, plus de Fr. 40’000.- de chiffre d’affaires provenant de livraisons et de prestations de services imposables soit atteint (consid. 2c). Cette limitation du chiffre d’affaires doit également valoir en cas d’option objective (consid. 4a). - Si l’AFC a admis en principe la possibilité d’un assujettissement volontaire et demandé en même temps davantage de renseignements, elle n’est pas liée à cette assurance lorsque le requérant n’atteint pas le chiffre d’affaires nécessaire (consid. 5b/cc). Mehrwertsteuer. Option. Umsatzlimite.Vertrauensschutz. Art. 20 Abs. 1 MWSTV . - Subjektive Option; Rechtsgrundlagen, Wesen, ratio, Grenzen; Ermessensspielraum des Verordnungsgebers und der Eidgenössischen Steuerverwaltung (E. 2c). - Die Verwaltungspraxis setzt für eine subjektive Option voraus, dass pro Jahr mehr als Fr. 40’000.- Umsatz aus steuerbaren Lieferungen oder Dienstleistungen an Mehrwertsteuerpflichtige erzielt wird (E. 2c). Systemnotwendigerweise hat diese Umsatzgrenze aber auch für die objektive Option zu gelten (E. 4a). 1- Hat die Eidgenössische Steuerverwaltung die Möglichkeit einer freiwilligen Steuerpflicht grundsätzlich bejaht und dabei weitere Auskünfte verlangt, ist sie an diese Zusicherung bei Nichterreichen der massgebenden Umsatzlimite durch den Antragsteller nicht gebunden (E. 5b/cc) Imposta sul valore aggiunto. Opzione. Cifra d’affari. Principio della protezione della buona fede. Art. 20 cpv. 1 OIVA. - Opzione soggettiva; basi giuridiche, natura, ratio e limiti; margine di apprezzamento del legislatore e dell’Amministrazione federale delle contribuzioni (consid. 2c). - La prassi amministrativa pone quale condizione per un’opzione soggettiva la realizzazione di una cifra d’affari annua di più di fr. 40’000.-, proveniente da forniture e da prestazioni di servizi imponibili (consid. 2c). Questa limitazione della cifra d’affari deve valere anche in caso di opzione oggettiva (consid. 4a). - Se l’Amministrazione federale delle contribuzioni ha ammesso in linea di principio la possibilità di un assoggettamento volontario e ha pure chiesto maggiori informazioni, essa non è vincolata a tale assicurazione se il richiedente non ha realizzato la cifra d’affari necessaria (consid. 5b/cc). ZusammenfassungdesSachverhalts: A. MitAnfragevom6.Mai1999andieEidgenössischeSteuerverwaltung (ESTV)liessderVereinYumdiemehrwertsteuerlicheBeurteilungdes nachfolgendenSachverhaltesersuchen: DerVereinYführemehrere«Hütten» alseinfacheBerggasthäusermitÜbernachtungs-undVerpflegungsangebot. Erplane,dassogenannteSkihausXauszugliedernineineneuzugründende XAG.DieseAktiengesellschaftwerdedasSkihausXvollständigerwerben, renovierenundweiterbetreiben. Esseinochoffen,obdasSkihausan einenselbständigenPächterverpachtetwerde,oderobesdurchdie Aktiengesellschaftbetriebenwerde. DaerheblicheUnterhaltsarbeiten anstehen,solledieAktiengesellschaftaufjedenFallderMehrwertsteuer unterstelltwerden,damitdieVorsteueraufdenUnterhaltsarbeitenabgezogen undüberhaupteinkonkurrenzfähigerGastwirtschaftsbetriebgeführtwerden könne. DerUmsatzderBeherbergungsleistungendesSkihausesalleinwerde füreinenallfälligenPächterinjedemFallzurMehrwertsteuerpflichtführen. KonkretliessderVereinYunteranderemanfragen,obdieESTVakzeptiere, dasssichdieXAGabihrerGründungfreiwilligderMehrwertsteuerpflichtim SinnevonArt.20derVerordnungüberdieMehrwertsteuervom22.Juni1994 (MWSTV,AS 1994 1464)unterstelle. MitAntwortschreibenvom11.Juni1999erklärtesichdieESTVgrundsätzlich damiteinverstanden,dieXAGnachArt.20Abs.1Bst.aMWSTVimRegister derMehrwertsteuerpflichtigeneinzutragen. FüreinendefinitivenBescheid 2betreffenddenZeitpunktderEintragungbenötigesiejedochnochdiverse zusätzlicheAuskünfte,welchedieVerwaltungaufzählte. Am13.Juli1999 liessdieXAGumEintragungimRegisterderMehrwertsteuerpflichtigen ersuchen. DabeibeziffertesieihrenvoraussichtlichenJahresumsatzmit Fr.180’000.-. Per1.Dezember1999trugdieESTVdieXAGindasRegister derMehrwertsteuerpflichtigenein. B. Am24.Februar2000liessdieXAGeinGesuchum«Optionfürdie VersteuerungvonImmobilien»mitWirkungab1.Dezember1999einreichen; siehabesichmittlerweilefürdieVariante«Gérant»entschiedenund unterstelledamitdenMietumsatzfreiwilligderMehrwertsteuer. Mit Schreibenvom12.April2000eröffnetedieESTVderXAG,dasssiederen EintragungimRegisterderMehrwertsteuerpflichtigenper1.Dezember1999 gestrichenhabe;dieBedingungenfüreineOptionfürdieVersteuerungvon Immobilienseiennichterfüllt. Am28.April2000fordertedieVerwaltungvon derXAGmitErgänzungsabrechnung(EA)dieinAbzuggebrachteVorsteuer fürdas4.Quartal1999imBetragvonFr.25’014.55ein. DieXAGliessdiesalles bestreitenundforderteeinenanfechtbarenEntscheid. C. MitEntscheidvom26.Oktober2000stelltedieESTVfest,dieXAGseinicht mehrwertsteuerpflichtigimSinnevonArt.17Abs.1MWSTVundseideshalb zuRechtrückwirkendimRegisterderMehrwertsteuerpflichtigenwieder gelöschtworden;dieVoraussetzungenfürdieOptionnachArt.20Abs.1 Bst.bMWSTVseiennichterfüllt. ZurBegründunghieltdieVerwaltungdafür, dieXAGvermietedasSkihausXnurunderzieledabeikeineUmsätzeaus desseneigentlichemBetrieb. DamitseiendieVoraussetzungenfürdiereguläre MehrwertsteuerpflichtgemässArt.17Abs.1MWSTVnichtgegeben. DadieX AGzudemausderVermietungderLiegenschafteinenUmsatzvonlediglich Fr.25’000.-erziele,könnenichtdafüroptiertwerden,dennfüreineOption fürdieVersteuerungvonMietumsätzenseieinjährlicherMindestumsatzvon Fr.40’000.-erforderlich. DagegenliessdieXAGam23.November2000Einspracheerhebenundunter anderemdieAnträgestellen,denangefochtenenEntscheidaufzuheben unddasVorsteuerguthabengemässAbrechnungfürdas4.Quartal 1999imBetragvonFr.25’014.55zurückzubezahlen. ZurBegründung brachtesievor,sieerzieleeinenJahresumsatzvonüberFr.40’000.-,da sieauchBeherbergungsleistungenerbringe. Zudemseidiefreiwillige VersteuerungnichtaneineUmsatzgrenzegebunden. EineVerweigerungdes VorsteuerabzugslasseimvorliegendenFalleineerheblicheSteuerbelastung als«taxeocculte»indiePreiseeinfliessen. Geradedieshabemanabermit derEinführungderMehrwertsteuerbeseitigenwollen. Schliesslichseiihr derEintragalsMehrwertsteuerpflichtigezugesichertworden,wassiezu Dispositionenbewegthabe,welchenichtohneNachteilrückgängiggemacht werdenkönnen. IhrVertrauenaufdieZusicherungseifolglichzuschützen. D. MitEinspracheentscheidvom27.Juni2002wiesdieESTVdieEinsprache ab,soweitsiedaraufeintrat. Siestelltezudemfest,dieXAGseinicht mehrwertsteuerpflichtigundseizuRechtrückwirkendaufden1.Dezember 1999imRegisterderMehrwertsteuerpflichtigengelöschtworden. Zur BegründunghieltdieVerwaltungimWesentlichenfest,dieXAGhabedas fraglicheSkihausfüreinenBetragvonjährlichFr.25’000.-vermietetund betreibeesnichtselbst. DieMehrwertsteuerpflichtgemässArt.17Abs.1 3MWSTVsetzeabervoraus,dasssiedieTätigkeitselberausführeunddabei einenMindestumsatzvonFr.75’000.-erziele,wasbeidesnichtderFall sei. EinefreiwilligeMehrwertsteuerpflichtgemässArt.20Abs.1Bst.a MWSTVseiebenfallsausgeschlossen,denndievonderESTVfestgelegte jährlicheMindestumsatzgrenzevonFr.40’000.-werdenichterreicht. Eine MehrwertsteuerpflichtinAnwendungvonArt.20Abs.1Bst.bMWSTV schliesslichseifrühestensaufdenBeginndesQuartalsderAnmeldung möglich,soferndieMindestumsatzgrenzevonFr.40’000.-übertroffenworden sei. E. MitEingabevom7.August2002lässtdieXAG(Beschwerdeführerin) gegendenEinspracheentscheidderESTVvom27.Juni2002Beschwerde beiderEidgenössischenSteuerrekurskommission(SRK)führenund dieAnträgestellen,diesenaufzuheben;dasVorsteuerguthabengemäss Abrechnungfürdas4.Quartal1999imBetragvonFr.25’014.55sei zurückzubezahlen,derBeschwerdeführerinseiendienötigenFormulare fürdieAbrechnungderMehrwertsteuer,soweitdieseabdemJahr2000 nochnichtabgerechnetwerdenkonnte,unverzüglichzuzustellen,allesunter Kosten-undEntschädigungsfolge. InderVernehmlassungvom25.September2002schliesstdieESTVauf kostenpflichtigeAbweisungderBeschwerde. AusdenErwägungen: 1. (Formelles) 2.a. GemässArt.17Abs.1MWSTViststeuerpflichtig,wereinemitder ErzielungvonEinnahmenverbundenegewerblicheoderberuflicheTätigkeit selbständigausübt,sofernseinemehrwertsteuerrechtlichenLeistungenim InlandjährlichFr.75’000.-übersteigen. DieMehrwertsteuerpflichtbeginnt grundsätzlichnachAblaufdesKalenderjahres,indemdermassgebende Umsatzerzieltwordenist(Art.21Abs.1MWSTV).Wirdjedochdiefürdie MehrwertsteuerpflichtmassgebendeTätigkeitneuaufgenommen,sobeginnt dieMehrwertsteuerpflichtmitderAufnahmederTätigkeit,wennzuerwarten ist,dassderfürdieMehrwertsteuerpflichtmassgebendeUmsatzinnerhalbder nächstenzwölfMonateFr.75’000.-übersteigenwird(Art.21Abs.2MWSTV). b. VerwendetderMehrwertsteuerpflichtigeGegenständeoder DienstleistungenfürsteuerbareAusgangsleistungen,sokannerinseiner MehrwertsteuerabrechnungdieihmvonanderenMehrwertsteuerpflichtigen mitdenAngabennachArt.28MWSTVinRechnunggestellteMehrwertsteuer fürLieferungenundDienstleistungenabziehen(Art.29Abs.1und2MWSTV). NichtzumVorsteuerabzugberechtigtjedochdievonderMehrwertsteuer unechtbefreiteVermietungvonGrundstückenoderTeilendavon(Art.14 Ziff.17inVerbindungmitArt.13MWSTV). c. ZurWahrungderWettbewerbsneutralitätoderzurVereinfachung derSteuererhebungkanndieESTVunterdenvonihrfestzusetzenden Bedingungendemjenigen,welchernachArt.17Abs.1MWSTVdie gesetzlichfestgelegteMindestumsatzgrenzenichterreicht,gestatten,fürdie Mehrwertsteuerpflichtzuoptieren(Art.20Abs.1Bst.aMWSTV;sogenannte subjektiveOption). FernerkannsiedieOptionfürdieVersteuerungderin Art.14Ziff.17MWSTVerwähntenUmsätze(ohneWertdesBodens)zulassen, sofernsienachweislichgegenüberMehrwertsteuerpflichtigenerbracht 4werden(Art.20Abs.1Bst.bMWSTV;sogenannteobjektiveOption). Diesfalls wirdderMehrwertsteuerpflichtigezumVorsteuerabzugberechtigt(Art.29 Abs.2Bst.cMWSTV). aa. DieVerwaltungspraxissetztfüreinesubjektiveOptionvoraus,dass proJahrmehralsFr.40’000.-UmsatzaussteuerbarenLieferungenoder DienstleistungenanMehrwertsteuerpflichtigeerzieltwird(Wegleitung 1997fürMehrwertsteuerpflichtige,Rz.682;Broschüre«Steuerpflichtbei derMehrwertsteuer»vomAugust1999,S.24,Ziff.5.2). bb. DernichtmehrwertsteuerpflichtigeErbringereinerLeistungmuss zwarkeineMehrwertsteuerabliefern. SeinUmsatzbleibtaberdennoch wirtschaftlichmitMehrwertsteuerbelastet,wenner-wasdieRegelist-zur ErbringungseinerAusgangsleistungensteuerbelasteteEingangsleistungen inAnspruchnimmt. DennseinVorsteuerabzugsverbot(Art.29Abs.1und2 MWSTVe contrario)bewirkt,dassdieaufdenEingangsleistungenlastende MehrwertsteuerzumKostenfaktorwird. DernichtMehrwertsteuerpflichtige siehtsichgezwungen,dieVorsteueralsKostenelementinseinePreise einzukalkulieren,willersienichtselbertragen. DieserUmstandführt immerdannzuWettbewerbsverzerrungen,wenndieKonkurrenten mehrwertsteuerpflichtigundsomitvorsteuerabzugsberechtigt(vgl. EntscheidderSRKvom6.April2000,veröffentlichtin VPB64.111 E.4a S.1137)oderabermitunterschiedlicherVorsteuerbelastetsind. Überdies darfdernichtmehrwertsteuerpflichtigeErbringerderLeistungdem mehrwertsteuerpflichtigenLeistungsempfängerkeineMehrwertsteuer weiterberechnen,undletztereristebenfallsnichtzumVorsteuerabzug berechtigt(Art.29Abs.1und2MWSTV e contrario). Insofernführen LeistungenvonnichtMehrwertsteuerpflichtigenallenfallszueiner kumulativenBelastungderdavonbetroffenenUmsatzkette. Ausdiesen Gründen(nebstdenVereinfachungsgründen)hatderVerfassungsgeber vorgesehen,dasszurWahrungderWettbewerbsneutralitätdiefreiwillige UnterstellungunterdieMehrwertsteuerpflichtmitAnspruchauf Vorsteuerabzugzugelassenwerdenkann(Art.8Abs.2Bst.d in fine derbis zum31.Dezember1999inKraftbefindlichenÜbergangsbestimmungen der-alten-Bundesverfassungvom29.Mai1874[UeBaBV [58]];sieheAB 1993 N335). MachtderLeistungserbringervondersubjektivenOption Gebrauch,unterwirfterseineUmsätzefreiwilligderBesteuerung. Als nunmehrMehrwertsteuerpflichtigererhälterdasRechtaufVorsteuerabzug. DamitkannerdieSteuerlastaufseinenVorbezügenrückgängigmachen. DievonihmdemFiskusabgelieferteMehrwertsteuerüberwälzteraufden Abnehmer. DieserwirddurchdiefreiwilligeMehrwertsteuerpflichtdes Erbringersebenfallsvorsteuerabzugsberechtigt,fallsersteuerpflichtigist. DieMehrwertsteuerwirktfürdieUnternehmerinfolgedessenkostenneutral. DamitjedochkeineWettbewerbsverzerrungenzwischennicht MehrwertsteuerpflichtigeneinerseitsundMehrwertsteuerpflichtigen andererseitsvorlägen,müsstenzunächstalleLeistungserbringerder subjektivenMehrwertsteuerpflichtunterliegen. DasistnichtderFall. Derdie RechtsetzungskompetenzandenBundesratdelegierendeVerfassungsgeberhat vielmehrzwingendangeordnet,diesubjektiveMehrwertsteuerpflichtwerde erstabeinemUmsatzvonjährlichFr.75’000.-ausgelöst(Art.8Abs.2Bst.d Ziff.1UeBaBV).MithinordnetdieVerfassungWettbewerbsverzerrungen bzw. allfälligeBeeinträchtigungenderWettbewerbsneutralitätgerade 5selbstmittelbaran. AndieseVorgabeistderVerordnungsgeberund sodannderRichtergebunden. Mittels«Kann-Vorschrift»verleihtArt.8 Abs.2Bst.d in fine UeBaBVdemBundesratdieKompetenz,zurWahrung derWettbewerbsneutralitätdiefreiwilligeVersteuerungdergenannten UmsätzemitAnspruchaufVorsteuerabzugzuzulassen. Damiträumtdie VerfassungdemVerordnungsgebereinenSpielraumdesErmessensein, andenderRichterwiederumgebundenist. Dabeiistmassgeblichzu beachten,dassesnichtAbsichtdesParlamentesgewesenseinkann,der VerordnungsgeberhabemittelssubjektiverOptionjeglicherBeeinträchtigung derWettbewerbsneutralitätentgegenzuwirken,dennsonsthätteeskeine Umsatzgrenzevon75’000.-eingeführt. ZumindestaberhätteesdenBundesrat zwingendundnichtlediglichmittels«Kann-Vorschrift»bevollmächtigt, diesubjektiveOptionvorzusehen. DemnachlegtderVerfassungsgeber dieEntscheidungüberdieFrage,inwelchemUmfangdiedurchihn mittelbarhervorgerufenenWettbewerbsverzerrungenmittelssubjektiver Optionzubeseitigensind,indieHändedesVerordnungsgebers. Dessen EntscheidungsspielraumistnachdemGesagtenalssehrweitzubezeichnen. DerBundesratkann-abermussnicht-dieWettbewerbsneutralität wiederherstellen. DieSRKdarfdievomBundesratgetroffeneOptionsregelung, diesichimRahmendesihmzustehendenErmessensliegt,nichtdurcheine eigeneVorschriftschmälern(vgl. EntscheidderSRKvom24.Oktober1997, veröffentlichtinMWST-Journal2/98,S.51ff.,E.3,betreffendobjektive Option). DasGerichtmusssichaufdiePrüfungbeschränken,obArt.20 Abs.1Bst.aMWSTVverfassungsmässigistundnichtoffensichtlichaus demRahmenderdemBundesratdelegiertenKompetenzfällt( BGE123II 299). IndiesemZusammenhangistzubeachten,dassderBundesratden genanntenErmessensspielraumuneingeschränktandieESTVübertragen hat,indemervorschreibt,zurWahrungderWettbewerbsneutralitätoder zurVereinfachungderSteuererhebungkönnedieESTVunterdenvonihr festzusetzendenBedingungendenjenigen,welcherdieUmsatzgrenzevon Fr.75’000.-nichterreicht,subjektivoptierenlassen(Art.20Abs.1Bst.a MWSTV).UnteralldiesenUmständensiehtsichdieSRKveranlasst,auch dasandieESTVimBereichdersubjektivenOptiondelegierteErmessennicht durchihreigeneszuschmälern. SiebeschränktsichauchhieraufdiePrüfung, obdieVerwaltungspraxisverfassungsmässigistundnichtoffensichtlichaus demRahmenderderESTVdelegiertenKompetenzfällt. cc. MitihrerPraxishältdieESTVimplizitedafür,dasseinEingriffindie WettbewerbsverhältnissezwischenMehrwertsteuerpflichtigemeinerseitsund nichtMehrwertsteuerpflichtigemandererseitserstdannerforderlichist,wenn letzterereinenUmsatzabFr.40’000.-erreicht. DerVerfassungsgebertoleriert WettbewerbsverzerrungenimBereichvonUmsätzenbiszuFr.75’000.-(E.bb hievor). ErmöglichtdieVerwaltungpraxisgemässdiesubjektiveOptionab einemsteuerbarenUmsatzvonFr.40’000.-,wirdsiesoweitdemGrundsatz derWettbewerbsneutralitätjedenfallsgerechteralsdasParlamentselbst. WirdvordiesemHintergrundzudemberücksichtigt,dassdieVerwaltung dieWettbewerbsneutralitätwahren«kann»undnicht«muss»,kannes nichtAufgabedesRichterssein,dieseLimiteaufbeispielsweiseFr.30’000.-, Fr.20’000.-usw. odergaraufFr.0.-festzusetzen. Esgiltohnehinauchden GrundsatzderErhebungswirtschaftlichkeitderMehrwertsteuerzubeachten, derfürdenVerfassungsgebereinmassgebenderGrundfürdieLimitevon Fr.75’000.-gewesenist. DieZahlderMehrwertsteuerpflichtigensollteim 6InteressederErhebungswirtschaftlichkeitsogeringalsmöglichgehalten werden(AB 1993 N334). SogingesdemParlamentdarum,denKreisder MehrwertsteuerpflichtigennichtzulastenderErhebungswirtschaftlichkeitzu grosswerdenzulassenunterInkaufnahme,dassderWettbewerbsneutralität nichtinjedemFallzumDurchbruchverholfenwerdenkann(vgl. Dieter Metzger,ErhebungswirtschaftlichkeitundWettbewerbsneutralitätbei derUmsatzsteuer,inArchivfürSchweizerischesAbgaberecht[ASA]63, S.351). SchliesslichhältdieSRKdafür,dassausrechtsstaatlichenGründen mitderOptionsmöglichkeiteinegewisseZurückhaltunggebotenist. Denn mitihrentscheidetderLeistungserbringer-waseigentlichAufgabedes Gesetzgeberswäre-mittelbarüberdieHöhederEndbelastungvonUmsätzen. ErbestimmtdurchseineWahl,zuoptierenodernicht,überdiesteuerliche RechtsfolgeeinerLeistung,überdieWettbewerbsverhältnissezwischen sichundkonkurrierendenMitanbietern. NimmtnichtjederErbringer vonvergleichbarenUmsätzenimnämlichenJahresumfangdassubjektive OptionsrechtinAnspruch,entstehenneuerlicheWettbewerbsverzerrungen. DenndiebeschriebenennachteiligenFolgen(E.bbhievor)werdennurfür dieBeteiligtenjenerUmsatzkettebeseitigt,inwelcherderLeistungserbringer optiert(ausführlich: Daniel Riedo,Option-einekritischeWürdigung,inASA 69,S.475ff.,insbesondereS.485). AusdiesenGründenhältdieUmsatzgrenzevonFr.40’000.-gemäss VerwaltungspraxisvoreinerzurückhaltendenPrüfungdurchdieSRKstand (ineinemrechtskräftigenEntscheidhatdieSRKdieRechtmässigkeitdieser Umsatzgrenzeüberdiesstillschweigendanerkannt: sieheEntscheidderSRK vom28.November2002inSachenM.[SRK2001-123],E.4b/bb). Nurder Vollständigkeithalberistbeizufügen,dassdieVerwaltungspraxismitRechtbei derBerechnungderUmsatzgrenze-wiebeijenergemässArt.17MWSTV-die unechtbefreitenLeistungenvonArt.14MWSTVnichtmitberücksichtigt. 3.a. ImvorliegendenFallliessdieBeschwerdeführerinam13.Juli1999 umEintragungimRegisterderMehrwertsteuerpflichtigenersuchenund dabeiihrenvoraussichtlichenJahresumsatzmitFr.180’000.-beziffern. Per1.Dezember1999trugdieESTVdieBeschwerdeführerinindas RegisterderMehrwertsteuerpflichtigenein. Am9.Februar2000schloss dieBeschwerdeführerinmitderFamilieW.einenMietvertragüberden Mietgegenstand«SkihausX»zueinemjährlichenMietzinsvonFr.25’000.- (zuzüglichUmsatzbeteiligungvon10%abFr.200’000.-). DerMietgegenstand umfasstegemässvertraglicherVereinbarungdie«ganzeLiegenschaftmit Umgebung[…]undvorgenommenemAusbau,Gaststube=54Plätze,Terrasse =75Plätze,Übernachtungsplätze=25Betten,50PlätzeMassenlager». Inder JahresrechnungüberdasersteGeschäftsjahr(1.Juli1999bis30.September 2000)wiesdieBeschwerdeführerineinenPachtzinsfürdasSkihausvon Fr.19’087.40sowieeinen«ErtragLogement»vonFr.36’730.45aus. Imzweiten Geschäftsjahr(1.Oktober2000bis30.September2001)betrugderPachtzins Fr.48’958.40undein«ErtragLogement»wurdenichtmehrausgewiesen. b. DennacheigenenAngabenimerstenGeschäftsjahrvoraussichtlichzu erzielendenUmsatzvonFr.180’000.-hatdieBeschwerdeführerinnichterzielt. SiehatauchdieUmsatzgrenzevonFr.75’000.-nichterreicht,weshalbeine MehrwertsteuerpflichtgemässArt.17MWSTVnichtinBetrachtkommt. AuchkonntedieBeschwerdeführerinfürdasersteGeschäftsjahrnicht subjektivfürdieMehrwertsteuerpflichtoptieren,dasiemiteinemder 7MehrwertsteuerunterliegendenUmsatzvonFr.36’730.45(«ErtragLogement») dieentsprechendeUmsatzgrenzevonFr.40’000.-nichterreichte. Nicht mitzuberücksichtigenisthierentgegenderAnsichtderBeschwerdeführerin derausderVermietungdesSkihausesresultierendeZinsvonFr.19’087.40, welcherzusammenmitdem«ErtragLogement»einenBetragergäbe,der Fr.40’000.-übersteigt. Denndabeihandeltessichumeineunechtbefreite LeistunggemässArt.14Ziff.17MWSTV,welchenichtzuberücksichtigen ist(E.2c/cchievor). Infolgedessenbrauchthierderausgewiesene«Ertrag Logement»betragsmässignichtinZweifelgezogenzuwerden,waszumindest möglichwäreangesichtsdesUmstandes,dassdieBeschwerdeführerinlaut demgenanntenMietvertragzwischen11.Dezember1999und30.September 2000auchdenBeherbergungsteildesSkihausesvermietete,sodassindieser ZeitdieEinnahmennichtdurchsieselbsterzieltwerdenkonnten. DiesubjektiveMehrwertsteuerpflichtderBeschwerdeführerinfürdaserste Geschäftsjahrbzw. per1.Dezember1999istnachdemGesagtennichtgegeben. DieESTVhatdieBeschwerdeführerinmitRechtwiederausdemRegisterder Mehrwertsteuerpflichtigengestrichen. DiezwarnichtBeschwerdegegenstandbildendeFrage,obdie BeschwerdeführerinfürdaszweiteGeschäftsjahrsubjektivoptierendürfte, istderVollständigkeithalberebenfallsabschlägigzubeantworten. Für diesesJahrhatsienurunechtvonderMehrwertsteuerausgenommene (Fr.48’958.40),jedochkeinezuversteuerndenUmsätzeausgewiesen. 4. EsbleibtaufdieübrigenArgumentederBeschwerdeführerineinzugehen, soweitsienichtbereitsdurchdievorangehendenErwägungenausdrücklich oderimplizite(beispielsweisedurchdieUmsatzgrenzevonFr.40’000.-inE.2c hievor)wiederlegtsind. a. DieBeschwerdeführerinhältdafür,siekönnefürdenUmsatzausder VermietungderÜbernachtungsgelegenheitenimSinnevonArt.20Abs.1 Bst.bMWSTV-alsoobjektiv-optieren. Siegehtauchhierdavonaus,den MindestumsatzvonFr.40’000.-zuüberschreiten,indemsiesowohldiezu versteuerndenalsauchdieunechtbefreitenLeistungenberücksichtigt. Die Vorinstanzhältentgegen,dieBeschwerdeführerinkönnenichtobjektiv optieren,dadiewohlverstandennichterreichteMindestumsatzgrenzevon Fr.40’000.-auchhiergelte,undnichtnurfürdiesubjektiveOption. DieBeurteilungdurchdieVorinstanzistzuschützen. Diefragliche MindestumsatzgrenzehatsichfürdiesubjektiveOptionalsrechtens herausgestellt(E.2chievor). Systemnotwendigerweisehatsieaberauchfür dieobjektiveOptionzugelten. AndernfallskönntejederLeistungserbringer (vonUmsätzengemässArt.14Ziff.16und17MWSTV)immerdanndie MehrwertsteuerpflichtmittelsobjektiverOptionerwirken,wennerdie MindestumsatzgrenzendersubjektivenMehrwertsteuerpflichtgemässArt.17 MWSTVbzw. gemässsubjektiverOptionnichterreicht. Eskannnichtdem WillendesGesetzgebersentsprechen,dasseinLeistungserbringerüberdie objektiveOptiondieBedingungenvonArt.17MWSTVbzw. dersubjektiven Optionumgeht(sieheauchEntscheidderSRKvom6.April2000,veröffentlicht inVPB64.111 E.4aS.1136,wonachderBeschwerdeführernichtsubjektivfür dieMehrwertsteuerpflichtoptierenkann,wennereinzigunechtbefreite UmsätzeimSinnevonArt.14Ziff.11MWSTVerbringt,diesselbstdann nicht,wennerdieUmsatzlimitevonFr.75’000.-überschreitet). Zwarwird 8jemand,dereinBauvorhabenzwecksVermietungoderVerkaufrealisieren will,objektivoptierenkönnen,auchwennerzunächstnochnichtsubjektiv mehrwertsteuerpflichtigist(vgl. Wegleitunga.a.O.,Rz.680,oderBroschüre «Liegenschaftsverwaltung/Immobilien»vomJanuar1996,S.21,Ziff.4.2, wonachdernichtMehrwertsteuerpflichtigedieOptionbeantragenkann,diese abererstaufdenBeginnderErzielungderentsprechendenUmsätzegewährt wird). Diesistaber-wiegezeigt-systembedingtnurmöglich,wenner gleichzeitigdieVoraussetzungendersubjektivenOptionerfüllt. Dieobjektive OptiongemässArt.20Abs.1Bst.bMWSTVistohnehininersterLinieauf jeneFällezugeschnitten,indenenderLeistungserbringerbereitssubjektiv mehrwertsteuerpflichtigist,seiesaufgrundvonArt.17f. MWSTVodervon Art.20Abs.1Bst.aMWSTV.Soentsprichtesdennauchderzwingenden Steuersystematik,dassobjektivsteuerbareLeistungennurdannzuversteuern sind,wennderErbringersubjektivmehrwertsteuerpflichtigist. DieBeschwerdeführerinerzielteimerstenGeschäftsjahrfürwenigerals Fr.40’000.-zuversteuernde Umsätze(E.3b hievor)mitder Folge,dass dieESTV mitRechtauchdieobjektiveOptionnichtbewilligte. b. SchliesslichberuftsichdieBeschwerdeführerinaufdenGrundsatzvon TreuundGlauben. aa. DieBeschwerdeführerinbringtvor,siehabeimGründungsstadium derESTVoffengelegt,wasihreAbsichtenseienundhabedenEintrag alsMehrwertsteuerpflichtigezugesicherterhalten. DieESTVhabein ihrerAntwortmitkeinerSilbedaraufhingewiesen,dassdieOptionvon einemminimalenUmsatzabhängigseioderseinkönnte. Aufgrunddieser ZusicherunghabesieDispositionengetätigt,welchenichtohneNachteil rückgängiggemachtwerdenkönnten. WärediefreiwilligeVersteuerung derUmsätzenichtzugesichertworden,sowäredieBeschwerdeführerinnicht gegründetworden. SieseideshalbimVertrauenaufdieseZusicherungzu schützen. bb. DasinArt.9derBundesverfassungderSchweizerischen Eidgenossenschaftvom18.April1999(BV,SR101)enthalteneGebotvonTreu undGlaubengiltnachRechtsprechungundLehreauchimVerwaltungsrecht undgibtdemBürgereinenAnspruchaufSchutzdesberechtigtenVertrauens, daserinbehördlicheZusicherungenundsonstiges,bestimmteErwartungen begründendesVerhaltenderBehördensetzt. Esmüssenindessenverschiedene Voraussetzungenkumulativerfülltsein,damitsichderPrivatemitErfolg aufTreuundGlaubenberufenkann. SoisteineunrichtigeAuskunfteiner Verwaltungsbehördenurbindend,wenndieBehördeineinerkonkreten SituationmitBezugaufbestimmtePersonengehandelthat,wennsie dabeifürdieErteilungderbetreffendenAuskunftzuständigwaroder wennderBürgerdieBehördeauszureichendenGründenalszuständig betrachtendurfte,wenngleichzeitigderBürgerdieUnrichtigkeitder AuskunftnichtohneweitereserkennenkonnteundwennerimVertrauen aufdieRichtigkeitderAuskunftDispositionengetroffenhat,dienichtohne Nachteilrückgängiggemachtwerdenkönnensowiewenndiegesetzliche OrdnungseitderAuskunftserteilungkeineÄnderungerfahrenhat( BGE 121II479 ,BGE118Ia254 ,BGE117Ia285 ;Arthur Haefliger,AlleSchweizer sindvordemGesetzegleich,Bern1985,S.220f.; Ulrich Häfelin/Georg Müller, AllgemeinesVerwaltungsrecht,4.Aufl.,Zürich2002,S.128ff. Rz.622ff.; René 9A. Rhinow/Beat Krähenmann,SchweizerischeVerwaltungsrechtsprechung, BaselundFrankfurtamMain1990,Nr.74undNr.75BIII/b/2; Beatrice Weber-Dürler,VertrauensschutzimÖffentlichen Recht,BaselundFrankfurtam Main1983,S.79ff.,S.128ff.). cc. DieAnfrageüberdieMöglichkeiteinerfreiwilligenMehrwertsteuerpflicht gemässArt.20Abs.1Bst.aMWSTVerfolgteam6.Mai1999. Inihrem Antwortschreibenvom11.Juni1999hatdieESTVeineentsprechende MehrwertsteuerpflichtzwargrundsätzlichinAussichtgestellt,«für einendefinitivenBescheidbetreffenddenZeitpunktderEintragung» jedochnochzusätzlicheAuskünfteverlangtumdieentsprechenden Abklärungenzutreffen. Am13.Juli1999beantragtedieinzwischen gegründeteBeschwerdeführerinihreEintragungimRegisterder Mehrwertsteuerpflichtigenundbeziffertedabeiihrenvoraussichtlichen JahresumsatzmitFr.180’000.-. DieESTVhatdieBeschwerdeführerinaufgrund diesesAntrages(unddamitinAnwendungvonArt.17inVerbindungmit Art.21MWSTV)indasRegisterderMehrwertsteuerpflichtigeneingetragen undnichtinAnwendungvonArt.20Abs.1Bst.aMWSTV(Schreibender ESTVandieBeschwerdeführerinvom14.Oktober1999). Eswäredennauch keinGrunddafürersichtlich,dieBeschwerdeführerinnichtwiejedeandere Antragsstellerin,welcheihrenvoraussichtlichen,massgebendenJahresumsatz mitFr.180’000.-beziffert,unterdengegebenenweiterenVoraussetzungen indasRegisterderMehrwertsteuerpflichtigeneinzutragen. MitdemAntrag derBeschwerdeführerinvom13.Juli1999ergabsichfürdieESTVabereine neueBeurteilungsgrundlagefürdiePrüfungderbeantragtensubjektiven Mehrwertsteuerpflicht,welchezudiesemZeitpunktwederfestgestellt nocheingetragenoderderBeschwerdeführerinmitgeteiltwordenwar. UnterdiesenUmständenwardieVerwaltungnichtgehalten,diefreiwillige subjektiveMehrwertsteuerpflichtgemässArt.20Abs.1Bst.aMWSTVder Beschwerdeführerinweitergehendabzuklären. StelltdieBeschwerdeführerin mitihremAntragvom13.Juli1999denSachverhaltneudar,kannsiesich nichtaufdasAntwortschreibenderESTVvom11.Juni1999berufen. Dieses befasstesichmiteinemrechtswesentlichunterschiedlichenSachverhalt. DamitfehltesbereitsanderGrundvoraussetzungdesVertrauensschutzes, nämlichanderVertrauensgrundlage,dasheisstdermassgeblichen behördlichenZusicherung. SchondeshalbkannsichdieBeschwerdeführerin nichtmitErfolgaufdenGrundsatzdesVertrauensschutzesstützen. FernerkönntedieBeschwerdeführerinohnehinnichtsfürihrenVorteilaus demVertrauensschutzableitenmitBezugaufihreBehauptung,eswärenicht zuihrerGründunggekommen,wenndiefreiwilligeVersteuerungderUmsätze nichtzugesichertwordenwäre. AdressatdesAntwortschreibensvom11.Juni 1999warnämlichderVereinY,derAbsenderderentsprechendenAnfrage. MithinmangeltesauchunterdiesemGesichtspunktandererforderlichen VertrauensgrundlagemitBezugaufdieBeschwerdeführerin. DieseBehauptungistohnehinaktenwidrig. NachderimSchreibenvom6.Mai 1999dargestelltenSituationherrschteUngewissheiteinzigmitBezugaufdie Frage,obdasSkihauseinemselbständigenPächterübertragenoderobes durchdiezugründendeBeschwerdeführerinbetriebenwerde. DieAbsicht, dasSkihausXausdemVereinYauszugliedernundzudiesemZweckdie BeschwerdeführerinalsAktiengesellschaftzugründen,istjedochinkeiner Weisehypothetischformuliert. DerAnfrageistwederausdrücklichnoch 10impliziteeinHinweisdaraufzuentnehmen,dieBeschwerdeführerinwerde nichtgegründet,wennihrdieESTVeinefreiwilligeMehrwertsteuerpflicht verwehre. DasGleichegiltmitBezugaufdieRenovationsarbeitenamSkihaus, diedurchdieBeschwerdeführerinvorgenommenwerdensollten. Willalso dieBeschwerdeführerinvorgeben,dieDispositionen(welchesieübrigens nichtdarlegt),welchesieimVertrauenaufdieRichtigkeitderAuskunft derESTVgetroffenhat,bestündenindiesenUmbauarbeiten,dannkann siesichschliesslichauchunterdiesemBlickwinkelnichtmitErfolgaufden Vertrauensschutzberufen. DenndasSkihausumgebauthättesieinAnbetracht desfraglichenSchreibenssooderanders. 5. DemGesagtenzufolgeistdieBeschwerdeabzuweisen. Beidiesem VerfahrensausganghatdieBeschwerdeführerinalsunterliegendePartei dieKostendes Beschwerdeverfahrensvorder SRKzutragen(vgl. Art. 63Abs.1 desBundesgesetzesüberdasVerwaltungsverfahrenvom20.Dezember1968 [VwVG],SR172.021). DieVerfahrenskostenwerdenmitFr.2’000.-(bestehend ausSpruch-undSchreibgebühren)festgesetztundderBeschwerdeführerin zurZahlungauferlegt. DieBeschwerdeinstanzhatimDispositivden KostenvorschussmitdenVerfahrenskostenzuverrechnenundeinen allfälligenÜberschusszurückzuerstatten(Art.63Abs.1VwVG;Art.1ff., insbesondereArt.5Abs.3derVerordnungüberKostenundEntschädigungen imVerwaltungsverfahrenvom10.September1969[VwKV],SR172.041.0). [58]ZulesenaufderInternetseitedesBundesamtesfürJustizunter http://www.ofj.admin.ch/etc/medialib/data/staat_buerger/gesetzgebung/ bundesverfassung.Par.0006.File.tmp/bv-alt-d.pdf 11Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali JAAC 68.20 - Entscheid der Eidgenössischen Steuerrekurskommission vom 6. August 2003 in Sachen X AG [SRK 2002-098] In Verwaltungspraxis der Bundesbehörden Dans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération In Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione Jahr 2004 Année Anno Band 68 Volume Volume Seite --- Page Pagina Ref. No 150 006 458 Das Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert. Le document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale. Il documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.