<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.1999.00340</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105529&amp;W10_KEY=4467150&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.1999.00340</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.06.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nutzungsplanung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nichtgenehmigung einer Neueinzonung in einer Flughafenanrainergemeinde infolge der Lärmbelastung:<br/><br/>Kognition des Verwaltungsgerichts: Die nach kantonalem Recht beschränkte Kognition wird durch das Raumplanungsgesetz zu einer Ermessenskontrolle erweitert, wobei sich das Gericht eine gewisse Zurückhaltung bei der Überprüfung regierungsrätlicher Genehmigungsbeschlüsse auferlegt (E. 3a).<br/>Keine Beurteilung der bundesrechtlichen Lärmvorschriften. Soweit in einem Bundesgesetz geregelt, sind sie verbindlich; soweit auf Verordnungsstufe geregelt, ist keine Rüge ersichtlich, die zu einer näheren Prüfung veranlassen würde (E. 4a).<br/>Da der massgebliche Planungswert gemäss Lärmschutzverordnung überschritten wird, ist eine Neueinzonung unzulässig (E. 4b).<br/>Grundlagen zur Beurteilung der Aussenlärmimmissionen ortsfester Anlagen (E. 4c/aa). Keine unzulässige Vorwirkung, da geändertes Umweltschutzrecht sofort anzuwenden ist (E. 4c/bb). Weil bei Fluglärm durch bauliche oder andere Massnahme die Einhaltung der Planungswerte nicht herbeigeführt werden kann, ist auch aus diesem Grund eine Neueinzonung unzulässig (E. 4d).<br/>Die Nichteinzonung verstösst im konkreten Fall nicht gegen den Vertrauensschutz und ist auch nicht unverhältnismässig (E. 5).<br/>Kein Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht, da fraglich ist, ob der angeführte Fall einer genehmigten Neueinzonung tatsächlich vergleichbar ist, und die Behörden gewillt sind, die richtige Rechtsanwendung durchzusetzen (E. 6).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINZONUNG">EINZONUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLEICHBEHANDLUNG IM UNRECHT">GLEICHBEHANDLUNG IM UNRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOGNITION">KOGNITION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRM">LÃRM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: LÃRMSCHUTZ">LÃRMSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NUTZUNGSPLAN">NUTZUNGSPLAN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLANUNGSWERT">PLANUNGSWERT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: RAHMENNUTZUNGSPLÃNE">RAHMENNUTZUNGSPLÃNE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSSCHUTZ">VERTRAUENSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORWIRKUNG">VORWIRKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZONENPLAN">ZONENPLAN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 191 BV</span><br/><span class="gerade">Art. 39 lit. I LSV</span><br/><span class="ungerade">Art. 40 LSV</span><br/><span class="gerade">Art. 33 lit. III/a RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 15 USG</span><br/><span class="gerade">Art. 24 USG</span><br/><span class="ungerade">§ 50 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 2. September 1998 beschloss die Gemeindeversammlung Niederhasli eine Revision der kommuna­len Richt- und Nutzungsplanung. Der Gemeinderat Niederhasli ersuchte den Regierungsrat am 1. MÃ¤rz 1999 um Genehmigung der Vorlage. Am 8. September 1999 genehmigte der Regierungsrat die Ãnderung der Richt- und Nutzungs­planung unter einem hier nicht mehr interessierenden Vorbehalt betreffend den Richtplan Siedlung und Landschaft (vgl. VGr, 2. MÃ¤rz 2000, VB.1999.00321). Beim Nutzungsplan nahm der Regierungsrat die Neueinzonung des Gebiets Bergstrasse in Nassenwil von der Genehmi­gung aus.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diese Nichtgenehmigung haben die betroffenen GrundeigentÃ¼mer, die Er­bengemeinschaft <b>E</b>, bestehend aus <b>A</b>, <b>B</b> und <b>C</b>, am 28. Oktober 1999 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erhoben. Sie beantragen, Dispositiv Ziffer III des angefochtenen Beschlusses sei aufzuhe­ben und der Regierungsrat sei einzuladen, auch die Einzonung des Gebietes Bergstrasse in Nassenwil zu genehmigen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Gemeinderat Niederhasli ersuchte am 11. November 1999 um Gutheissung der Beschwerde. Mit Eingabe vom 2. Dezember 1999 schloss die Baudirektion fÃ¼r den Regie­rungsrat auf die Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Er­wÃ¤gungen wiedergegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Der PrÃ¤sident der 3. Abteilung sistierte am 13. Januar 2000 das Verfahren bis zum Erlass der revidierten LÃ¤rmschutz-Verordnung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) GemÃ¤ss den §§ 41 ff. des Verwaltungsrechts­pflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) und § 329 des Planungs‑ und Bau­gesetz vom 7. September 1975 (PBG) ist vorliegend die Beschwerde an das Verwaltungsgericht zulÃ¤s­sig (vgl. BEZ 1999 Nr. 23). Die BeschwerdefÃ¼hrenden sind als betroffene GrundeigentÃ¼­mer gemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 21 lit. a VRG ohne weiteres zur Beschwerdeerhe­bung legitimiert. Auf die rechtzeitig und formrichtig eingereichte Beschwerde ist grund­sÃ¤tzlich einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nachdem der Bundesrat am 12. April 2000 die seit langem in Aussicht gestellte Ãnderung der LÃ¤rmschutz-Verordnung beschlossen hat, mit welcher Belastungsgrenzwerte fÃ¼r den LÃ¤rm von zivilen FlugplÃ¤tzen einschliesslich der LandesflughÃ¤fen festgesetzt wer­den, und nachdem diese Ãnderung, die der Bundesrat bereits auf den 1. Mai 2000 in Kraft gesetzt hat, nun mit etwelcher VerspÃ¤tung auch amtlich publiziert worden ist (AS 2000, 1388), steht einem Entscheid in der Sache nichts mehr entgegen, und die Sistierung ist damit hinfÃ¤llig geworden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Weil die Akten Ã¼ber die Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse hinreichend Aufschluss geben, ist von der DurchfÃ¼hrung des beantragten Augenscheins abzusehen (vgl. RB 1995 Nr. 12 = BEZ 1995 Nr. 32, mit Hinweisen auf Gerichtspraxis und Lehre). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Erlass und Ãnderung kommunaler ZonenplÃ¤ne werden von der Baudirektion bzw. vom Regierungsrat im Genehmigungsverfahren (Art. 26 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 Ã¼ber die Raumplanung [RPG; SR 700]; § 89 in Verbindung mit § 2 lit. a und b PBG) auf RechtmÃ¤ssigkeit, ZweckmÃ¤ssigkeit und Angemessenheit ge­prÃ¼ft (§ 5 Abs. 1 PBG). GemÃ¤ss ei­nem Kreisschreiben der Baudirektion an die Gemein­den Ã¼ber die Genehmigungspraxis nach dem Planungs‑ und Baugesetz vom 1. Juni 1980 wird zwischen voller, abge­schwÃ¤ch­ter und beschrÃ¤nkter PrÃ¼fung unterschieden. Nut­zungsplÃ¤ne unter­stehen einer umfassenden Rechtskontrolle, die nur durch die ZurÃ¼ckhal­tung einge­schrÃ¤nkt wird, die beachtet werden muss, wenn bei der Auslegung unbestimmter Rechts­be­grif­fe die WÃ¼rdigung Ã¶rtlicher VerhÃ¤ltnisse Gegenstand der ÃberprÃ¼fung bildet. Hin­sicht­lich ZweckmÃ¤s­sigkeit und Angemessenheit unterliegen NutzungsplÃ¤ne einer vol­len Ãber­prÃ¼­fung, soweit fÃ¶rmlich aus­gewiesene Ã¼berÃ¶rtliche Interessen berÃ¼hrt werden; im Ãbrigen greift nur eine abge­schwÃ¤ch­te ÃberprÃ¼fung ein, welche lediglich dann zu einer Verwei­ge­rung der Genehmi­gung fÃ¼hrt, wenn die UnzweckmÃ¤ssigkeit oder die Un­angemessenheit of­fensichtlich ist (Walter Hal­ler/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau‑ und Umweltrecht, 3. A., ZÃ¼rich 1999, N. 424).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die ÃberprÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts wÃ¤re an sich nach kantonaler Ord­nung auf Rechtskontrolle beschrÃ¤nkt; es dÃ¼rfte den Nichtgenehmigungsbeschluss des Re­gierungsrats nur umstossen, wenn er sich als rechtsfehlerhaft erwiese (§ 50 VRG) oder auf einer ungenÃ¼genden Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts beruhte (§ 51 VRG). Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG gebietet zusÃ¤tzlich eine Ermessenskontrolle, schliesst jedoch nicht aus, dass auch das Verwaltungsgericht die vom Regierungsrat als Genehmi­gungsbehÃ¶rde geÃ¼bte ZurÃ¼ckhaltung beachtet (RB 1994 Nr. 17 = BEZ 1994 Nr. 22).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Regierungsrat hat im angefochtenen Entscheid erwogen, gemÃ¤ss den Unter­suchungen, die im Hinblick auf die Rahmenkonzession 5. Bauetappe Flughafen ZÃ¼rich durchgefÃ¼hrt wurden, wÃ¼rden im Ortsteil Nassenwil im Jahr 2010 sowohl die Planungs­werte als auch die Immissionsgrenzwerte fÃ¼r die Empfindlichkeitsstufe (ES) II Ã¼berschrit­ten. Die fragliche Neueinzonung oder Neuerschliessung verstosse daher gegen Art. 29 und 30 LSV und kÃ¶nne nicht genehmigt werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu prÃ¼fen ist daher im Folgenden, ob die umstrittene Einzonung entsprechend der Auffassung der Genehmigungsinstanz gegen Ã¼bergeordnetes Recht verstÃ¶sst.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. GemÃ¤ss Art. 24 Abs. 1 USG dÃ¼rfen neue Bauzonen fÃ¼r WohngebÃ¤ude oder an­dere GebÃ¤ude, die dem lÃ¤ngeren Aufenthalt von Personen dienen, nur in Gebieten vorgese­hen werden, in denen die LÃ¤rmimmissionen die Planungswerte nicht Ã¼berschreiten oder in denen diese Werte durch planerische, gestalterische oder bauliche Massnahmen eingehalten werden kÃ¶nnen. Die Umzonung von Bauzonen gilt nicht als Ausscheidung neuer Bauzo­nen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) UnbegrÃ¼ndet ist die Beschwerde insoweit, als darin die Tauglichkeit der gemÃ¤ss dem Umweltschutzgesetz vom 7. Oktober 1983 (USG; SR 814.01) und der LÃ¤rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (SR 814.41) vorzunehmenden Beurteilung von LÃ¤rm, namentlich der geltenden LÃ¤rmgrenzwerte, in Frage gestellt wird. Das Umweltschutzgesetz ist fÃ¼r die Gerichte verbindlich (Art. 191 der Bundesverfassung [BV]. Eine akzessorische PrÃ¼fung von Verordnungsrecht ist grundsÃ¤tzlich mÃ¶glich. Die BeschwerdefÃ¼hrenden brin­gen indessen nichts vor, was eine solche PrÃ¼fung als angezeigt erscheinen liesse. Nament­lich kann vorliegend offen bleiben, ob die neuen von Bundesrat festgesetzten Belastungs­grenzwerte den Kriterien des Umweltschutzgesetzes hinreichend Rechnung tragen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Wie auch die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht in Abrede stellen, weist das streitbe­troffene Gebiet eine massgebliche Belastung durch FluglÃ¤rm, ausgedrÃ¼ckt als Lr<sub>t</sub>, von etwa 61 dB(A) auf; der L<sub>eq</sub> liegt bei 63 dB(A). Der massgebliche Planungswert gemÃ¤ss Ziff. 221 des revidierten Anhangs 5 LSV betrÃ¤gt 57 dB(A) und wird daher deutlich Ã¼berschritten. Die AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrer zu den regierungsrÃ¤tlichen AntrÃ¤gen im Verfah­ren der LSV-Revision â fÃ¼r einen hÃ¶heren Planungswert oder andere Erleichterungen zur FÃ¼llung von BaulÃ¼cken in lÃ¤rmbelasteten Gebieten â sind hinfÃ¤llig geworden, nachdem der Bundesrat Ã¼ber die Revision entschieden hat. Angesichts der klaren Ãberschreitung des massgeblichen Planungswertes ist die Einzonung in Nassenwil kraft Art. 24 Abs. 1 USG unzulÃ¤ssig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Zu Unrecht machen die BeschwerdefÃ¼hrenden geltend, die angefochtene Nicht­genehmigung, die vor der Ãnderung der LÃ¤rmschutz-Verordnung erging, laufe auf eine unzulÃ¤ssige Vorwirkung neuen Rechts hinaus. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) GemÃ¤ss Art. 40 Abs. 1 LSV beurteilt die VollzugsbehÃ¶rde die AussenlÃ¤rmim­missionen ortsfester Anlagen anhand der Belastungsgrenzwerte nach den AnhÃ¤ngen 3 ff. Fehlen Belastungsgrenzwerte, so beurteilt die VollzugsbehÃ¶rde die LÃ¤rmimmissionen nach Art. 15 USG, wobei sie auch die Artikel 19 und 23 USG berÃ¼cksichtigt (Art. 40 Abs. 3 LSV). Die Beurteilung ist mit anderen Worten in direkter Anwendung der Kriterien fÃ¼r die Festlegung der Immissionsgrenzwerte sowie der Alarm- und Planungswerte vorzunehmen. Schon vor Erlass des revidierten Anhangs 5 LSV hatte daher der Regierungsrat im Plange­nehmigungsverfahren zu prÃ¼fen, ob neu ausgeschiedene Bauzonen den Anforderungen von Art. 24 Abs. 1 USG genÃ¼gten. Eine unzulÃ¤ssige Vorwirkung von noch nicht erlassenem Verordnungsrecht kann darin nicht erblickt werden. Nichts deutet im Ãbrigen darauf hin, dass diese PrÃ¼fung vor Erlass der Belastungsgrenzwerte fÃ¼r den LÃ¤rm von zivilen FlugplÃ¤t­zen einschliesslich der LandesflughÃ¤fen im Sinne der AntrÃ¤ge der BeschwerdefÃ¼hrenden hÃ¤tte ausgehen mÃ¼ssen. Der RÃ¼ckgriff auf EntwÃ¼rfe, namentlich auf die VorschlÃ¤ge der fÃ¼r die Erarbeitung der verschiedenen LÃ¤rmgrenzwerte eingesetzten LÃ¤rmschutz-Kommission des Bundes, entspricht vielmehr gÃ¤ngiger und anerkannter Praxis.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Ãberdies ist daran zu erinnern, dass nach mehrfach bestÃ¤tigter Praxis des Bun­desgerichts neues bzw. geÃ¤ndertes Umweltschutzrecht um der Ã¶ffentlichen Ordnung willen sofort, das heisst auch in laufenden gerichtlichen ÃberprÃ¼fungsverfahren, anzuwenden ist (BGE 125 II 591 E. 5e/aa mit Hinweisen, 120 Ib 233 E. 3a, 112 Ib 39 E. 1c). Entsprechend dieser Praxis hat das Verwaltungsgericht den geÃ¤nderten bzw. ergÃ¤nzten Anhang 5 LSV auf den vorliegenden Fall anzuwenden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Trotz an sich Ã¼berschrittener Planungswerte kommt die Ausscheidung neuer Bauzonen dann in Frage, wenn die Planungswerte durch planerische, gestalterische oder bauliche Massnahmen eingehalten werden kÃ¶nnen (Art. 24 Abs. 1 USG). Mit derartigen Massnahmen soll sichergestellt werden, dass der LÃ¤rmpegel jedenfalls an den offenen Fen­stern der lÃ¤rmempfindlichen RÃ¤ume eingehalten ist (vgl. Art.</span> <span>39 Abs. 1 LSV). Wie die Baudirektion mit Recht einwendet, sind solche Massnahmen gegenÃ¼ber FluglÃ¤rm praktisch nicht mÃ¶glich. Im streitbetroffenen Nutzungsplan fehlt es denn auch nicht von ungefÃ¤hr an Vorschriften, welche die Einhaltung der Planungswerte gewÃ¤hrleisten. Ohne solche ver­bindlichen Vorschriften bzw. Massnahmen ist die Einzonung nicht bewilligungsfÃ¤hig (RB 1998 Nr. 104, ausfÃ¼hrlicher in URP 1998 S. 684). Nebenbei bemerkt, ist es entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrenden gewiss nicht Sache der GenehmigungsbehÃ¶rde, erst­instanzlich zu prÃ¼fen, ob solche MÃ¶glichkeiten gegeben seien. Die Nichtgenehmigung ist auch unter diesem Gesichtspunkt nicht zu beanstanden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen geltend, die Nichteinzonung verstosse gegen die Prinzipien der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit und des Vertrauensschutzes. Sie machen geltend, die Einzonung sei bereits 1967 vorgesehen gewesen. Sie sei damals unterblieben, um die BautÃ¤tigkeit nicht zu Ã¼berhitzen. In der Folge sei der Initiant der Ãberbauung, der Vater der BeschwerdefÃ¼hrenden, erkrankt und habe sein Werk nicht mehr weiterfÃ¼hren kÃ¶nnen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) GrundsÃ¤tzlich kann kein EigentÃ¼mer verlangen, dass sein GrundstÃ¼ck im Rah­men einer Nutzungsplanrevision neu der Bauzone zugewiesen wird. Ein Einzonungsan­spruch ist immerhin denkbar, wenn eine BaulÃ¼cke betroffen ist, die so stark von der beste­henden Ãberbauung geprÃ¤gt ist, dass sinnvollerweise nur ihre Aufnahme in die Bauzone in Frage kommt (vgl. BGr, 3. Februar 1995, ZBl 97/1996 S. 272 E. 7c/aa, mit Hinweisen). Ein solcher Einzonungsanspruch kann aber nicht bestehen, wenn die Einzonung wie vor­liegend gegen Ã¼bergeordnetes Recht verstossen wÃ¼rde. Im Ãbrigen befinden sich die am Siedlungsrand liegenden GrundstÃ¼cke der BeschwerdefÃ¼hrenden klarerweise nicht in einer BaulÃ¼cke, bei der raumplanerisch einzig die Zuweisung zur Bauzone sinnvoll erscheint. â Ferner kann Gesichtspunkten der Vorgeschichte, d.h. vertrauensbegrÃ¼ndenden Massnah­men der BehÃ¶rden, bei der InteressenabwÃ¤gung im Rahmen der ordentlichen Planung ein so grosses Gewicht zukommen, dass daraus beim Erlass â bzw. der Ãnderung â eines bun­desrechtskonformen Zonenplans eine Pflicht zur Zuweisung des betreffenden Landes zur Bauzone resultiert (BGr, a.a.O. E. 7c/cc; BGE 119 Ib 124 E. 4c/aa, 229 E. 3d, je mit Hin­weisen). Aus den 1967 gegebenen UmstÃ¤nden kann heute ein solcher Anspruch von vorn­herein nicht abgeleitet werden, haben sich doch seither die rechtlichen und tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse grundlegend geÃ¤ndert. Einerseits liegen hinsichtlich der Raumplanung kon­zeptionell neue rechtliche Grundlagen in Form der eidgenÃ¶ssischen Raumplanungsgesetzes und der einschlÃ¤gigen kantonalen Gesetzgebung vor, anderseits hat sich die Belastungssi­tuation, namentlich durch die ungeahnte Entwicklung des Flughafens, seither markant ver­Ã¤ndert. Ein Einzonungsanspruch aus GrÃ¼nden des Vertrauensschutzes ist ohne weiteres zu verneinen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Dass die Nichteinzonung unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig sei, begrÃ¼nden die BeschwerdefÃ¼h­renden allein damit, dass einzig die Einzonung ihnen gestatten wÃ¼rde, die durch ihren Va­ter getÃ¤tigten Erschliessungsinvestitionen doch noch sinnvoll nutzen zu kÃ¶nnen. Die in den Sechzigerjahren vorgenommenen Erschliessungsarbeiten erwiesen sich aber nicht als nutzlos. Sie dienten bzw. dienen â wie die BeschwerdefÃ¼hrenden selber ausfÃ¼hren â der Nutzung der FlÃ¤che sÃ¼dlich der Bergstrasse. Dieses Gebiet ist heute der Wohnzone E2 zu­gewiesen und mit EinfamilienhÃ¤user Ã¼berbaut. Die Argumentation der BeschwerdefÃ¼hren­den wiederholt im Ãbrigen lediglich die RÃ¼ge des enttÃ¤uschten Vertrauens, mit welcher sie wie erwÃ¤hnt nicht durchdringen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Schliesslich machen die BeschwerdefÃ¼hrenden geltend, der angefochtene Be­schluss verstosse gegen das verfassungsmÃ¤ssige Gebot der Rechtsgleichheit. Mit derselben Zonenplanrevision vom 2. September 1998 seien drei GrundstÃ¼cke an der ZÃ¼richstrasse in Oberhasli der Wohnzone E2 zugewiesen worden, unter Zuordnung der ES II. Diese Einzo­nung sei anstandslos genehmigt worden, obwohl dieses Gebiet stÃ¤rker mit LÃ¤rm belastet sei als jenes der BeschwerdefÃ¼hrenden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Richtig betrachtet, machen die BeschwerdefÃ¼hrenden eine so genannte Gleichbe­handlung im Unrecht geltend. Der Umstand, dass das Gesetz in einigen FÃ¤llen nicht oder nicht richtig angewendet worden ist, gibt indessen dem BÃ¼rger grundsÃ¤tzlich keinen An­spruch darauf, ebenfalls abweichend vom Gesetz behandelt zu werden. Das gilt allerdings nur, wenn lediglich in einem oder in einigen wenigen FÃ¤llen eine vom Gesetz abweichende Behandlung dargetan ist. Wenn es dagegen die BehÃ¶rden ablehnen, die in andern FÃ¤llen geÃ¼bte Praxis aufzugeben, kann der BÃ¼rger verlangen, dass die gesetzwidrige BegÃ¼nsti­gung, die dem Dritten zuteil wird, auch ihm gewÃ¤hrt werde. Andererseits kÃ¶nnen dem aus­nahmsweise einzurÃ¤umenden Anspruch auf Behandlung in Abweichung vom Gesetz ge­wichtige Ã¶ffentliche Interessen oder das berechtigte Interesse eines privaten Dritten an ge­setzmÃ¤ssiger Rechtsanwendung entgegenstehen; hierÃ¼ber ist im Einzelfall im Rahmen ei­ner InteressenabwÃ¤gung zu entscheiden (BGE 123 II 248 E. 3c mit Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Vorliegend ist zweifelhaft, ob Ã¼berhaupt vergleichbare VerhÃ¤ltnisse vorliegen. Dem Bericht vom 7. Juli/10. September 1998 zur Ãnderung des kommunalen Nutzungsplans ist zu entnehmen, dass die Ã¼berbauten Liegenschaften an der ZÃ¼rcherstrasse Bestandteil des Bahnhofquartiers Oberglatt bilden und dass die Einzonung die Liegenschaften vom Aus­nahmerecht in der Landwirtschaftszone in ein ihrer Nutzung entsprechendes ordentliches Zonenregime Ã¼berfÃ¼hren sollte. Selbst wenn aber die Einzonung als rechtlich fragwÃ¼rdig angesehen werden mÃ¼sste, weil nicht nur eine bestehende Ãberbauung sanktioniert, son­dern trotz Ã¼berschrittener Planungswerte eine erhebliche zusÃ¤tzliche BaumÃ¶glichkeit ge­schaffen worden wÃ¤re â was dahingestellt bleiben kann â, so liegen doch keine Hinweise darauf vor, dass die kantonalen Genehmigungsinstanzen systematisch eine rechtswidrige Genehmigungspraxis Ã¼ben. Im Gegenteil legt die Baudirektion in der Beschwerdeantwort dar, dass sie bei Nichteinhaltung der Planungswerte im Genehmigungsverfahren fÃ¼r Neu­einzonungen und QuartierplÃ¤ne dem Regierungsrat eine Nichtgenehmigung wird beantra­gen mÃ¼ssen. Daher kÃ¶nnen die BeschwerdefÃ¼hrenden auch unter dem Titel der Rechts­gleichheit keine rechtswidrige Behandlung beanspruchen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>