<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>UV.2016.00169</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichter Bachofner<br/>Ersatzrichterin Lienhard<br/>Gerichtsschreiberin Tiefenbacher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 10. Januar 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Kreso Glavas</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Advokatur Glavas AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Markusstrasse 10, 8006 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Suva</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsabteilung</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Postfach 4358, 6002 Luzern</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Sabine Baumann Wey</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Vetsch Rechtsanwälte AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Ledergasse 11, 6004 Luzern</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1964, war seit 2010 bei der Y.___ beschäf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigt und damit bei der Suva obligatorisch gemäss dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) versichert, als sie sich am 8. Juni 2015 am rechten Knie verletzte (Urk. 22/1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 27. November 2015 stellte die Suva die von ihr bis dahin erbrachten Leistungen per 22. September 2015 ein (Urk. 22/37). Die dagegen am 16. Dezember 2015 und 23. Januar 2016 erhobene Einsprache (Urk. 22/42, Urk. 22/45 = Urk. 22/46 = Urk. 22/48/1-2 = Urk. 3/3; Urk. 22/48/4) wies sie mit Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spracheentscheid vom 15. Juni 2016 ab (Urk. 22/51 = Urk. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen den Einspracheentscheid vom 15. Juni 2016 (Urk. 2) erhob die Versicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te am 8. August 2016 Beschwerde und beantragte (Urk. 1 S. 2 oben), dieser sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihr weiterhin die UVG-Leistungen zu gewähren (Ziff. 1), und es sei eine medizinische Oberexper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tise zur Provenienz der Beschwerden von Amtes wegen in Auftrag zu geben (Ziff. 2). Am 26. August 2016 (Urk. 7) reichte sie bildgebende Unterlagen zu einer am 24. September 2015 erfolgten Arthroskopie (Urk. 8/2-3) und am 28. Oktober 2016 (Urk. 17/1) entsprechende Videoaufnahmen (Urk. 17/2) ein. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Suva beantragte mit Beschwerdeantwort vom 19. Dezember 2016 (Urk. 21) die Abweisung der Beschwerde, dies unter Hinweis auf eine am 12. Dezember 2016 erstattete chirurgische Beurteilung (Urk. 23). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Replik vom 10. Mai 2017 (Urk. 33) und Duplik vom 18. Mai 2017 (Urk. 36) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest, was ihnen gegenseitig zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 34, Urk. 37). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. No</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vember 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des UVG und der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirklicht hat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dement</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. Juni 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht übli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">U 142 S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">75 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">172/94 vom 26.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">U 363 S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">45; BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">119 V 7 E. 3c/aa). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">blosse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es sich hiebei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechende Beweislast </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> anders als bei der Frage, ob ein leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">begründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht bei der ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherten Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">son, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">U 206 S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">328</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">f. E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3b, 1992 Nr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">U 142 S. 76). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">massge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">März 2014 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3.1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Mit dem Erreichen des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tatus quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tatus quo sine vel ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Heilbehandlungskosten nach Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">10 UVG fallen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3b/bb/ee). Trotz dieser grundsätzlichen Beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eignung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lassten Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">holung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">würdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 225 E. 5.2; BGE 135 V 465 E. 4.4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_348/2016 vom 9. Dezember 2016 E. 2.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid (Urk. 2) davon aus, gemäss schlüssiger kreisärztlicher Beurteilung sei der im Bericht vom 1. Oktober 2015 über die am 24. September 2015 erfolgte Arthroskopie genann</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te Menis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">riss (S. 8 lit. d) nicht unfallbedingt (S. 12 Mitte). Der Status quo sine sei vier Wochen nach dem Unfall erreicht gewesen, weshalb die Leistungen zu Recht per 22. September 2015 eingestellt worden seien (S. 13). Daran hielt sie in der Beschwerdeantwort (Urk. 22) unter Hinweis auf eine weitere, am 12. Dezember 2016 erstattete Beurteilung (Urk. 23) fest.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin zog demgegenüber die Schlüssigkeit der kreisärztlichen Beurteilung in Zweifel (Urk. 1 S. 4 f. Ziff. 5 f.). In der Replik betonte sie, der Operateur Dr. Z.___ habe „die unfallbedingte Meniskusläsion als rein intramurale traumatische Läsion resp. eine klar strukturelle Veränderung im Sinne eines Längsrisses erkannt“ (S. 1 Ziff. 1), erneuerte den Antrag auf ein Gerichtgutachten (S. 2 Ziff. 3) und stellte in Aussicht, eine selber veranlasste weitere Beurteilung unter anderem durch Dr. Z.___ einzureichen (S. 2 Ziff. 5). Am 23. Juni 2017 teilte sie mit, Dr. Z.___ habe ihr nicht geantwortet (Urk. 38). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerden am rechten Knie und deren Behandlung über den 22. September 2015 hinaus in natürlichem Kausal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zusammenhang mit dem am 8. Juni 2015 erlittenen Unfall stehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Unfallmeldung vom 8. Juni 2015 wurde ausgeführt, die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin sei gleichentags auf dem nassen Terrassenboden ausgerutscht und habe sich das Knie verdreht (Urk. 22/1 Ziff. 4 und 6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen einer am 20. November 2015 erfolgten Besprechung schilderte die Beschwerdeführerin selber den Vorfall wie folgt (Urk. 22/35 S. 1 Mitte):</span></p><p class="Normal Dispotext"><span class="Normal Dispotext">Am 08.06.2015 bin ich bei mir zu Hause, aussen vom Sitzplatz ins Gebäude</span><span class="Normal Dispotext">innere gelaufen. Wegen der Nässe ausserhalb hatte ich feuchte Sohlen. Als ich in Eile beim Hineinlaufen an der Sitzplatztürschwelle mit meinem linken Fuss hängen geblieben bin, rutschte ich mit meinem rechten Fuss auf dem Wohn</span><span class="Normal Dispotext">zimmerplattenboden aus, in der Vorwärtsbewegung halb seitlich nach rechts weg und verdrehte mir dabei gehörig mein rechtes Knie. Im weiteren Bewe</span><span class="Normal Dispotext">gungsablauf produzierte ich unfreiwillig einen beinahe Spagat, wobei ich mir dabei mein rechtes Knie heftig am Wohnzimmerplattenboden angestossen habe. Während diesem unkonventionellen Bewegungsablauf verspürte ich, auch deutlich hörbar, ein Geräusch in meinem rechten Knie, als würde jemand mit einer Poulet-Schere etwas zerschneiden. Ich sass für einen Moment erschrocken und halb beduselt auf dem Wohnzimmerboden und wusste nicht recht, wie mir geschah. Meine Tochter eilte herbei und war mir dann behilflich um wieder aufzustehen. Da ich meinen linken Fuss an der Türschwelle heftig angestossen hatte, erlitt ich eine blutende Risswunde am linken Fuss. Anfäng</span><span class="Normal Dispotext">lich fokussierte sich alles nur auf meinen linken Fuss. Ich hatte aber fortan Beschwerden (Schmerzen) in meinem rechten Knie.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Erstbehandlung erfolgte am 8. Juni 2015 durch Dr. med. A.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, der im am 8. Oktober 2015 ausgefüll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Zeugnis (Urk. 8/24) als Befund „Druckdolenz medial Ansatzbereich Seiten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bänder, fragliche Meniskuszeichen“ und als Röntgenbefund „MRI Knie rechts: Distorsion mediales Seitenband“ festhielt (Ziff. 4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Unfallschein attestierte Dr. A.___ eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab 8. Juni, eine solche von 50 % ab 10. Juni und eine solche von 0 % ab 11. Juli 2015 (Urk. 22/7), dies letztmals am 22. September 2015 (Urk. 22/12). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ein am 9. Juni 2015 erstelltes MRI wurde unter anderem wie folgt beurteilt: Indirekte Zeichen der Zerrung der Weichteile entlang des medialen Retina</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">culums, ohne Nachweis einer dehiszenten Ruptur und somit vereinbar mit einer Zerrung / allenfalls niedriggradigen Partialruptur mit mittelgradigen ödematö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen Veränderungen im angrenzenden subkutanen Fettgewebe antero-medial, kein Frakturnachweis, normale übrige Bandstrukturen, Knorpelüberzüge und Menisci, geringgradiger Kniegelenkserguss (Urk. 22/25). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin führte im Rahmen einer (am 20. November 2015 erfolg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten) Besprechung (Urk. 22/35 = Urk. 3/4) unter anderem aus, der noch am glei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Tag konsultierte Dr. A.___ habe Röntgen und MRI veranlasst. Ihr rechtes Knie sei fortan permanent entzündet gewesen, mit Schwellung und Schmerzen. Sie sei mit einer Kniegelenksschiene und Gehhilfen versorgt worden. Gemäss dem ersten Befund sei eine Innenbandverletzung diagnostiziert worden, die MRI-Nachbesprechung habe keine präzisen Befunde am Kreuzband und am Meniskus ergeben (S. 1 f.). Die behandelnde Physiotherapeutin habe den Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dacht geäussert, dass etwas mit dem Meniskus nicht stimme. Der Hausarzt habe sie ferienhalber auf einen Termin in drei Wochen hinaus vertröstet, worauf sie Dr. Z.___ (nachstehend E. 3.3), auch im Sinne einer zweiten Meinung, konsul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tiert habe (S. 2 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. Z.___, Facharzt für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Orthopädische Chirurgie und Traumatolo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gie des Bewegungsapparates</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, vermerkte am 12. August 2015 in der Krankenge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schichte (Urk. 22/9/1) eine Selbstzuweisung und hielt fest, die Beschwerdeführe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rin sei vor 9 Wochen mit dem linken Bein ausgerutscht, habe dabei das rechte Bein im Sinne eines Valgustraumas distorsioniert und sei dann auf dem rechten Kniegelenk medial gelandet. Der Hausarzt habe eine mediale Kollateralband</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zerrung sowie eine Zerrung des medialen Retinaculums diagnostiziert („keine eigentliche Ruptur, Menisken intakt“). Zum MRI vom 9. Juni 2015 (vorstehend E. 3.2) hielt er fest: mediale Kollateralbandzerrung beziehungsweise Teilruptur, keine sichere Meniskusläsion, altersentsprechende Nativbilder. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 21. August 2015 notierte Dr. Z.___ eine deutliche Verbesserung; die Beschwerdeführerin könne wieder mehr oder weniger normal gehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 4. September 2015 notierte Dr. Z.___ nach 14 Tagen mit sehr guten Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hältnissen wieder eine deutliche Verschlechterung, worauf er ein MRI veranlass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das am 9. September 2015 erstellte MRT wurde unter anderem wie folgt beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilt: Ein sicheres Korrelat für die Persistenz der Beschwerden finde sich nicht. Eine Hyperintensität im Hinterhorn des Innenmeniskus werde grundsätzlich als degenerativ eingestuft, allerdings könnte eine sehr kleine, rein intramurale Läsi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">on ein gleichartiges Bild bieten (Urk. 22/20).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 24. September 2015 operierte Dr. Z.___, worüber er am 1. Oktober 2015 berichtete (Urk. 22/23). Bezogen auf das mediale Kompartiment berichtete er, dass sich eine intramurale Rissbildung zeige, die mit dem Tasthaken von proxi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mal und distal her im Hinterhorn palpabel und zirka 15 mm lang sei (S. 2 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. A.___ vermerkte im Unfallschein eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab 24. September 2015 (Urk. 22/22). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Zeugnis vom 8. Oktober 2015 (Urk. 22/24) bezeichnete Dr. A.___ die Diagno</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">se mit „Distorsion mediales Seitenband (im Verlauf Auftreten einer Meniskuslä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sion)“ (Ziff. 5), und attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab 8. Juni 2015 (Ziff. 8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Unfallschein vermerkte Dr. A.___ - nebst der initialen Arbeitsunfähigkeit von 100 %, der Arbeitsunfähigkeit von 0 % ab 11. Juli und wiederum von 100 % ab 24. September 2015 - eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % ab 5. Oktober und von 0 % ab 26. Oktober 2015 (Urk. 22/28/2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kreisarzt Prof. Dr. med. B.___, Facharzt für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, führte am 23. Oktober 2015 aus, nach Kenntnis der medizinischen Berichte und des MRI vom 9. September 2015 habe das Unfallereignis vom 8. Juni 2015 zu einer Distorsion des Kniegelenks ohne strukturelle traumatische Läsion geführt. Der Status quo sine sei 4 Wochen nach dem Unfallereignis erreicht (Urk. 22/26).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 2. November 2015 erstattete Prof. B.___ eine ärztliche Beurteilung (Urk. 22/32). Darin führte er aus, nachweislich der bildgebenden Befunde eines MRI vom 9. Juni 2015 habe das Unfallereignis vom 8. Juni 2015 zu einer Zerrung des medialen Seitenbandes beziehungsweise des medialen Kapsel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bandapparates ohne weitere strukturell traumatische Läsion geführt. Es hätten sich vor allem degenerative Veränderungen im Sinne einer Chondromalazie Grad II-III am medialen Femurkondylus gezeigt. Die im Operationsbericht vom 1. Oktober 2015 beschriebene intramurale Meniskusrissbildung sei nicht unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bedingt entstanden (S. 2 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Vorlage des Aussendienstberichts mit der Hergangsschilderung durch die Beschwerdeführerin selber (vorstehend E. 3.1) führte Prof. B.___ aus, er sehe keine Veranlassung, seine bisherigen Stellungnahmen zu ändern (Urk. 22/36). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Z.___ führte in einem Zeugnis vom 25. Januar 2016 (Urk. 22/45 = Urk. 22/48/4 = Urk. 22/54 = Urk. 3/5) aus, er behandle die Beschwerdeführerin seit 12. August 2015, und nannte folgende Diagnosen:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Kniedistorsion mit medialer Kollateralband-Teilruptur, Par</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">tialläsion des vorderen Kreuzbandes, medialer Meniskushinterhorn-Längs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">riss, Chondromalazie II-III medialer Condylus sowie Grad I-II Retro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">patellarfläche, Plica medio- und infrapatellaris rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach arthroskopischer medialer Teilmeniskektomie, Knorpel- Débridement medialer Condylus und Plica-Entfernung rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sodann führte er unter anderem aus, nach einem Sturz am 8. Juni 2015 sei von einer Bänderzerrung ausgegangen worden. Wegen persistierenden Beschwerden habe er die Patientin erstmals am 12. August 2015 gesehen. Die konservative Therapie habe nicht den gewünschten Erfolg gebracht, so dass am 24. Sep</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tember 2015 eine mediale Teilmeniskektomie habe durchgeführt werden müssen. Die primär als Degeneration des Meniskus eingestufte beziehungsweise rein intramurale traumatische Läsion habe sich dabei als klare strukturelle Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">änderung im Sinne eines Längsrisses entpuppt. Der postoperative Verlauf habe dann auch die Diagnose bestätigt, indem nach primär sehr langwierigem und ungünstigem Verlauf sehr schnell postoperativ eine Verbesserung eingetreten sei. Die Patientin sei jetzt ohne Beschwerden und habe kürzlich Skifahren können. Nicht nur durch die strukturellen Veränderungen, sondern auch durch den günstigen Verlauf nach Beseitigung des Meniskusrisses müsse eindeutig von einer posttraumatischen Schädigung des medialen Meniskus ausgegangen werden. Gleichzeitig seien Zeichen der partiellen vorderen Kreuzbandschädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung und der medialen Kollateralbandteilläsion vorhanden. Eine Übernahme durch die Unfallversicherung scheine ihm deshalb logisch.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. C.___, Facharzt für Chirurgie, Suva-Kompetenz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zentrum Versicherungsmedizin, erstattete am 12. Dezember 2016 eine Beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilung (Urk. 23), dies gestützt auf die ihm vorliegenden Akten (S. 2 ff.) und die aus fünf Elementen bestehende Bilddokumentation (S. 6 oben). Er fasste die von Dr. Z.___ am 1. Oktober 2015 postoperativ genannten Diagno</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen wie folgt zusammen (S. 7 Mitte):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Teilruptur des medialen Kollateralbandes</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">„eventuelle" Partialläsion des vorderen Kreuzbandes</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Längsriss des Innenmeniskushinterhorns</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Chondromalazie II-III° des medialen Femurkondylus</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Chondromalazie I-II° der retropatellaren Gelenkfläche</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Plica mediopatellaris und eine Plica infrapatellaris</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Z.___ berichte, bei der Narkoseuntersuchung (bei der durch die Relaxation der Muskulatur kein Gegenspannen möglich sei) bestehe medial und lateral kei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ne Instabilität. Eine vermehrte Aufklappbarkeit des medialen Gelenkspalts, die bei einer Verletzung des medialen Kollateralbands zu erwarten wäre, werde damit weder im Rahmen der Narkoseuntersuchung noch mit einem der vorgängigen Arztberichte dokumentiert. Zusammen mit den Befundberichten zu beiden Kernspintomographien, die ausdrücklich keine Verletzung des medialen Kollate</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ralbandes beschrieben, könne die von Dr. A.___ und Dr. Z.___ gestellte Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nose einer unfallkausalen „Teilruptur" oder „Zerrung" des medialen Kollateral</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bandes nicht gestützt werden (S. 7 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bereits auf den Röntgenbildern vom Unfalltag sei jedoch ein Befund erkennbar, der als typischer Hinweis für eine vor langer Zeit stattgehabte Verletzung des medialen Kollateralbandes gelte (S. 7 f.). Entsprechend werte Dr. Z.___, der die von ihm gefertigten Röntgenbilder vom 12. August 2015 noch als „alters</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entsprechend" befundet habe, diesen Befund als Relikt eines Unfalls vor 30 Jahren. Eine Verletzung des Innenbandapparats des rechten Kniegelenks der Versicherten sei im Rahmen des Ereignisses vom 8. Juni 2015 nicht über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiegend wahrscheinlich eingetreten. Es lägen jedoch Hinweise auf eine lange Zeit zurückliegende Verletzung des medialen Bandapparats des rechten Kniege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lenks (ohne persistierende Instabilität) vor (S. 8 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sodann legte Dr. C.___ dar, aus welchen Gründen er zum Schluss kam, eine Verletzung des vorderen Kreuzbands (VKB) sei im Rahmen des Ereignisses vom 8. Juni 2015 nicht überwiegend wahrscheinlich eingetreten (S. 8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Traumatische Zerreissungen des Innenmeniskus träten vorwiegend im Alter zwischen 10 und 30 Jahren auf. Die Versicherte sei zum Zeitpunkt des Unfalls bereits 51 Jahre alt gewesen. In dieser Altersgruppe seien Texturstörungen und Zusammenhangstrennungen des Meniskus sehr weit verbreitet und in der Mehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zahl der Fälle asymptomatisch. Häufig seien diese Veränderungen mit Knorpel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schäden bis hin zur Arthrose vergesellschaftet. Isolierte traumatische Meniskus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">risse seien selten. Für eine Unfallkausalität eines Meniskusrisses werde mit der Literatur eine „Begleitverletzung" des Bandapparats (vorzugsweise des VKB und der Kollateralbänder) oder eine Fraktur (zum Beispiel des Schienbeinkopfes) gefordert (S. 8 unten). Als Ausnahme werde einzige der sogenannte Drehsturz genannt (S. 8 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im vorliegenden Fall sei zwar ein solcher Drehsturz nicht gegeben, die Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherte beschreibe jedoch sehr eindrücklich im Rahmen der Aussendienstbefra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung am 20. November 2015 einen Mechanismus, bei dem das rechte Kniege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lenk neben einem Anprall auch einer Rotationsbewegung ausgesetzt gewesen sei. Das Ereignis könnte somit grundsätzlich eine Verletzung des Innenmeniskus begründen (S. 9 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit der einen Tag nach dem Ereignis durchgeführte Kernspintomographie - die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">se gelte für die Diagnostik von Meniskusschäden traumatischer und degenerati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver Natur als Goldstandard - werde jedoch keine traumatische Zerreissung des Innenmeniskus dokumentiert. Zeitnah zum Ereignis werde somit kein „Riss“ des Innenmeniskus der Versicherten objektiviert, weder als Folge des Verschleisslei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dens noch traumatischer Genese (S. 9 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Z.___ beschreibe mit seinem Operationsbericht minime Unregelmässigkei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten am Rand des Innenmeniskus und eine „intramurale Rissbildung", die mit dem Tasthaken palpabel sei. Einen Riss, der die Ober- oder Unterfläche des Meniskus erreichte, beschreibe er damit nicht. Mit der von ihm vorgelegten intra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">operativen Photodokumentation stelle er auch keinen solchen Riss dar, der Tasthaken tauche nur in das Meniskusgewebe ein, die Oberflächenkontinuität sei nicht erkennbar unterbrochen (S. 10 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gegen eine Unfallkausalität in Bezug auf die Veränderung des Innenmeniskus der Versicherten würden sprechen (S. 10):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">die Befunde der beiden Kernspintomographien bezüglich des Innen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">meniskus (kein „Riss", intramurale degenerative Veränderungen)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">keine dokumentierten „Begleitverletzungen" ausser einer Zerrung der Weichteile entlang des medialen Retinakulums </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">der intraoperative Befund (kein „Riss", der die Ober- oder Unterfläche erreicht)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">die untypischen klinischen Zeichen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">die Besserung der Beschwerden nach Infiltration von Strukturen aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">serhalb des Gelenks am 12. August 2015 durch Dr. Z.___ (eine Besse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rung bei intraartikulärer Schmerzursache wäre nicht zu erwarten)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für eine Unfallkausalität spreche lediglich, dass Schmerzen innenseitig am Kniegelenk beschrieben würden (allerdings nicht im Bereich der Texturstörung des Innenmeniskus im Bereich des Hinterhorns sondern im Bereich des Ansatzes der Seitenbänder). Es sei nicht überwiegend wahrscheinlich, dass das Ereignis vom 8. Juni 2015 zu einer traumatischen Zerreissung des Innenmeniskushinter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">horns des rechten Kniegelenks der Versicherten geführt habe (S. 10 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Z.___ beschreibe in seinem Operationsbericht eine fortgeschrittene Chon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dropathie des Knorpelbelags des medialen Femurkondylus (eine Meniskopathie sei häufig mit einer Chondropathie vergesellschaftet), sowie auch eine Plica mediopatellaris und infrapatellaris. Die Plicae sehe Dr. Z.___ wohl als patholo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gisch an, denn er reseziere beide. Die Chondropathie behandle er mit einem Débridement und einer Glättung des Knorpels. Die Chondropathie und die Plicae sehe Dr. Z.___ nicht als Unfallfolge an. Diese Einschätzung könne bestätigt werden. Die fortgeschrittene Chondropathie sei eine häufige Ursache für Knie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schmerzen (S. 10 f.)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Erfolg der Operation in Bezug auf Beschwerden seitens der Versicherten könne daher, angesichts der Vielzahl der operativen Massnahmen, nicht auf die Meniskusresektion allein beschränkt werden (S. 11 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Versicherte habe sich bei dem Unfall vom 8. Juni 2015 das rechte Kniege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lenk verletzt. Mit der Kernspintomographie vom 9. Juni 2015 werde als unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kausaler struktureller Schaden ein Ödem im Bereich des medialen Retinakulums der Kniescheibe objektiviert. Eine unfallkausale Verletzung des medialen Retinakulums sei nicht dokumentiert („ohne Nachweis einer dehiszenten Ruptur", „vereinbar mit einer Zerrung"). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese Verletzung habe Schmerzen innenseitig am rechten Kniegelenk zur Folge. Es könne davon ausgegangen werden, dass die Folgen des Unfalls am 11. Juli 2015 (dem Tag des Eintritts der vollen Arbeitsfähigkeit), spätestens jedoch 6 Wochen nach dem Ereignis verheilt gewesen seien. Die in der Folge aufge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trete</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Beschwerden seien nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit Folge des Ereignisses vom 8. Juni 2015 (S. 11 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Veränderungen des Innenmeniskus des rechten Kniegelenks der Versicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten seien nicht überwiegend wahrscheinlich Folge des Ereignisses vom 8. Juni 2015. Der Unfall treffe ein bereits vorgeschädigtes Kniegelenk (Status nach Innen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bandverletzung, fortgeschrittene Chondropathie, Meniskopathie). Der Argumentation von Dr. Z.___ könne nicht gefolgt werden (S. 11 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die intramurale Veränderung des Innenmeniskus, die nicht der Definition eines Meniskus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">risses entspreche, sei nicht überwiegend wahrscheinlich Folge des Ereignisses vom 8. Juni 2015 (S. 12 Ziff. 1). Der Status quo sine sei über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiegend wahrscheinlich spätestens 6 Wochen nach dem Ereignis erreicht gewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen (S. 12 Ziff. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. C.___ berücksichtigte in seiner Beurteilung (vorstehend E. 3.9) alle akten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kundigen Berichte und alle verfügbaren bildgebend erhobenen Befunde, so ins</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">besondere das einen Tag nach dem Unfall erstellte MRI und auch die intraope</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rativ erstellten Videoaufnahmen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss seiner Schlussfolgerung handelte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">es sich bei der am 8. Juni 2015 erlittenen Verletzung am rechten Knie um eine Zerrung, nicht aber Ruptur, des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Retinaculum patellae </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kniescheibenhalteband</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Dies konnte Beschwerden auslö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen, die nach spätestens 6 Wochen abgeheilt waren beziehungsweise im konkre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Fall nach rund 5 Wochen, als wieder eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert wurde. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese Beurteilung basiert auf der ausgesprochen sorgfältigen Auseinander</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzung mit der anderslautenden These des behandelnden Orthopäden Dr. Z.___, der aus näher dargelegten Gründen zum Schluss gelangt war, ein erst intraoperativ entdeckter Meniskusriss sei erstens dem erlittenen Unfall zuschreiben und zweitens die Ursache der länger als 6 Wochen anhaltenden Beschwerden (vorstehend E. 3.8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. C.___ entkräftete die genannte These der Unfallkausalität der Veränderun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen am Innenmeniskus in jeder erdenklichen Hinsicht. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Traumatische Meniskusrisse treten in der Alterskohorte der Beschwerdeführerin in aller Regel nicht isoliert auf, sondern zusammen mit anderen Verletzungen des Knies, woran es im vorliegenden Fall jedoch fehlt. Als mögliche Ausnahme von dieser Regel nannte Dr. C.___ einen allfälligen Drehsturz. Einen solchen hat die Beschwerdeführerin zwar nicht erlitten, jedoch erachtete Dr. C.___ den von der Beschwerdeführerin beschriebenen Hergang als einen einem Drehsturz vergleichbaren Mechanismus, was illustriert, wie ergebnisoffen und differenziert Dr. C.___ seine Beurteilung vorgenommen hat. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gegen die - nach dem Dargelegten als Ausnahme in Frage kommende – An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahme eines Meniskusrisses spricht jedoch in aller Deutlichkeit die Bildge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bung. So wurde im einen Tag nach dem Unfall erstellten MRI bezüglich der Menisken ein normaler Befund erhoben (vorstehend E. 3.2). Im MRI vom 9. September 2015 wurde eine mögliche sehr kleine, rein intramurale Läsion im Hinterhorn des Innenmeniskus festgestellt (vorstehend E. 3.4), also kein Menis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kusriss. Auch die intraoperativen Videoaufnahmen dokumentieren nicht einen Meniskusriss.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Überzeugend ist auch das Argument von Dr. C.___, dass das gute Ansprechen auf die am 12. August 2015 erfolgte Infiltration ausserhalb des Gelenks gegen eine intraartikuläre Schmerzursache spricht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schliesslich lässt auch der Erfolg der am 24. September 2015 durchgeführten Operation nicht auf eine Unfallkausalität der Schädigung am dabei teilentfern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Meniskus schliessen. Denn nebst der Teilmeniskektomie gehörte zur Opera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion auch die Behandlung einer fortgeschrittenen Chondropathie und die Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fernung zweier Gelenkshautfalten (plicae), so dass die spätere Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">freiheit auf eine Gesamtheit therapeutischer Vorkehren zurückzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beurteilung durch Dr. C.___ erweist sich zusammengefasst als in jeder Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicht schlüssig, in sich widerspruchsfrei und nachvollziehbar begründet, so dass ihr voller Beweiswert zukommt (vgl. vorstehend E. 1.6). Es sind keinerlei Indi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zien ersichtlich, die gegen ihre Zuverlässigkeit sprechen würden, so dass keine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auch nicht geringe - Zweifel an der erfolgten Beurteilung angebracht sind. Damit hat die Beschwerdegegnerin den Nachweis erbracht, dass der Kausalzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sammenhang betreffend Kniebeschwerden per 22. September 2015 dahingefal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">len ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dies gilt umso mehr, als eine ergänzende Stellungnahme von Dr. Z.___, die möglicherweise solche Zweifel hätte begründen können, zwar ausdrücklich in Aussicht gestellt wurde, dann aber unterblieben ist (vgl. Urk. 38).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dies führt zur abschliessenden Feststellung, dass sich die im angefochtenen Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheid erfolgte Terminierung der Leistungspflicht per 22. September 2015 als rechtens erweist und dieser somit zu bestätigen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Dr. Kreso Glavas</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Dr. Sabine Baumann Wey, unter Beilage des </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Doppel</span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">s von</span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"> </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Urk. </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">38 </span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannTiefenbacher</p></div> </div></body></html>