<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00004</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105306&amp;W10_KEY=4467151&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00004</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 10.02.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Waffentragschein</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Erteilung eines Waffentragscheins<br/><br/>Die Vorinstanz hat Art. 27 Abs. 2 lit. b WG zu Recht strenger ausgelegt als den fast gleich lautenden § 9 aWVO (E. 4a).<br/>Der Beschwerdeführer kann der Gefährdung auch durch andere Selbstschutzmittel oder Sicherheitstransporte begegnen (E. 4c).<br/>Die Einvernahme des vom Beschwerdeführer genannten Zeugen zu seiner Gefährdung erübrigt sich damit (E. 4b).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEFÃHRDUNG">GEFÃHRDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT">POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WAFFENTRAGEN">WAFFENTRAGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WAFFENTRAGSCHEIN">WAFFENTRAGSCHEIN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 27 lit. II/b WG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. X. Y. ist als Schausteller tÃ¤tig; seit 1994 besitzt er einen Waffentragschein, welcher ihm gestÃ¼tzt auf § 9 der frÃ¼heren kantonalen Waffenverordnung vom 28. September 1942 (aWVO; GS IV, 158) erteilt und letztmals am 20. Oktober 1998 bis 19. Oktober 2000 erneuert worden war. GestÃ¼tzt auf Art. 42 des am 1. Januar 1999 in Kraft getretenen Bundesgesetzes Ã¼ber Waffen, WaffenzubehÃ¶r und Munition vom 20. Juni 1997 (Waffengesetz; WG; SR 514.54), wonach die nach bisherigem kantonalen Recht Ã¼ber eine Waffentragbewilligung verfÃ¼genden Personen, die dieses Recht beibehalten wollen, innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten des Gesetzes ein Gesuch um die entsprechende Bewilligung stellen mÃ¼ssen, ersuchte er am 11. Mai 1999 das Statthalteramt des Bezirks ZÃ¼rich um Erteilung bzw. Erneuerung eines Waffentragscheins. Das Statthalteramt wies das Gesuch am 14. Juni 1999 ab. Den dagegen erhobenen Rekurs wies der Regierungsrat am 8. Dezember 1999 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Beschwerde vom 20. Dezember 1999 beantragte X. Y. dem Verwaltungsgericht, es sei ihm die Bewilligung zu erteilen. Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit beantragte namens des Regierungsrats am 25. Januar 2000 die Abweisung der Beschwerde. Das Statthalteramt verzichtete auf Vernehmlassung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 1 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde funktionell und sachlich zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Sachurteilsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Dem Antrag des BeschwerdefÃ¼hrers, eine mÃ¼ndliche Verhandlung durchzufÃ¼hren, ist nicht zu entsprechen. § 59 VRG stellt die Anordnung einer solchen in das Ermessen des Gerichts. Da sich die zu beurteilende Sachlage mit hinreichender Deutlichkeit aus den Akten ergibt, kann im vorliegenden Fall darauf verzichtet werden (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 59 N. 1 ff.). Auch Art. 6 Ziff. 1 EMRK verleiht dem BeschwerdefÃ¼hrer keinen Anspruch auf eine mÃ¼ndliche Verhandlung, weil Streitigkeiten Ã¼ber Massnahmen auf dem Gebiet der inneren und Ã¤usseren Sicherheit nicht zu dessen Schutzbereich zÃ¤hlen (Ruth Herzog, Art. 6 EMRK und kantonale Verwaltungsrechtspflege, Bern 1995, S. 287).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der Regierungsrat hat die fÃ¼r den vorliegenden Fall massgebenden Bestimmungen des Waffengesetzes zutreffend dargelegt, worauf zu verweisen ist (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Streitig ist einzig, ob die Voraussetzung von Art. 27 Abs. 2 lit. b WG erfÃ¼llt sei. Danach muss die gesuchstellende Person glaubhaft machen, dass sie eine Waffe benÃ¶tigt, um sich selbst, andere Personen oder Sachen vor einer tatsÃ¤chlichen GefÃ¤hrdung zu schÃ¼tzen. Die Voraussetzung, wonach eine "tatsÃ¤chliche GefÃ¤hrdung" von Personen und Sachen vorliegen muss, stellt einen unbestimmten Rechtsbegriff dar, dessen Anwendung aber auch Ermessensfragen aufwirft, die das nach § 50 Abs. 1 und 2 VRG auf Rechtskontrolle beschrÃ¤nkte Verwaltungsgericht nicht frei Ã¼berprÃ¼fen kann (RB 1985 Nr. 128 zu § 9 aWVO).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Vor Regierungsrat machte der BeschwerdefÃ¼hrer geltend, als Schausteller und Betreiber eines "ChilbigeschÃ¤ftes" erziele er an den Wochenenden, vor allem abends, grÃ¶ssere Geldeinnahmen. Weil dies von vielen Leuten bemerkt werde, verbringe er die Tageseinnahmen jeweils noch am gleichen Abend auf eine Bank, wofÃ¼r er wegen des auf Chilbiarealen verfÃ¼gten Fahrverbots kein Auto benÃ¼tzen kÃ¶nne. WÃ¼rde er sich fÃ¼r die Geldtransporte mit anderen Schaustellern zusammentun, erhÃ¶hte sich die Beute. Die Beauftragung von privaten Sicherheitsfirmen sei wegen des allwÃ¶chentlichen Standortwechsels unzweckmÃ¤ssig; zudem wÃ¤ren solche Dienste mit den gleichen Transportproblemen konfrontiert; schliesslich wÃ¼rden sie die Aufmerksamkeit erst recht auf sich ziehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Regierungsrat hat erwogen, nach den Empfehlungen der Schweizerischen Bundespolizei vom 10. November 1998 seien an den Nachweis einer GefÃ¤hrdung im Sinn von Art. 27 Abs. 2 lit. b WG strenge Anforderungen zu stellen. Es mÃ¼ssten konkrete, das Ã¼bliche Mass Ã¼bersteigende GefÃ¤hrdungsmomente nachgewiesen werden. Weil das Waffentragen zum Schutz der Ã¶ffentlichen Sicherheit mÃ¶glichst einzuschrÃ¤nken sei, komme die Erteilung der Bewilligung nur in Betracht, wenn der Gesuchsteller nicht in der Lage sei, der geltend gemachten GefÃ¤hrdung von Personen oder Sachen vorerst durch andere geeignete Massnahmen zu begegnen. ‑ Was der Rekurrent zu seinen geschÃ¤ftsbedingten Geldtransporten vorbringe, reiche fÃ¼r den erforderlichen Nachweis einer Ã¼berdurchschnittlichen GefÃ¤hrdung seiner Person oder seines Eigentums nicht aus. Es handle sich dabei um eine TÃ¤tigkeit, die von vielen GeschÃ¤ftsinhabern, Kino‑ oder Theaterbetreibern ausgefÃ¼hrt werde. Es ginge nicht an, eine Waffentragbewilligung allen Personen zu erteilen, die im Rahmen ihrer geschÃ¤ftlichen oder beruflichen TÃ¤tigkeit hohe GeldbetrÃ¤ge oder wertvolle GegenstÃ¤nde auf sich trÃ¼gen. Allerdings sei "eine gewisse GefÃ¤hrdung des Rekurrenten oder seines Eigentums nicht ohne weiteres von der Hand" zu weisen; diesem SchutzbedÃ¼rfnis kÃ¶nne er aber auch durch andere Vorkehren begegnen. Zum einen liege es an ihm, durch zweckmÃ¤ssiges Verhalten darauf hinzuwirken, dass Dritten Zeitpunkte und ModalitÃ¤ten seiner Geldtransporte nicht bekannt wÃ¼rden. Zum andern habe er nicht plausibel begrÃ¼ndet, weshalb der Einsatz spezialisierter Fachleute nicht in Frage komme. Schliesslich stehe es dem Rekurrenten frei, zum Selbstschutz einen Pfefferspray und/oder ein TaschenalarmgerÃ¤t mitzufÃ¼hren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Wie das Verwaltungsgericht schon zu § 9 aWVO entschieden hat, ist es nicht rechtsverletzend, die Erteilung des (damals erforderlichen) Waffentragscheins vom Nachweis konkreter, das Ã¼bliche Mass Ã¼bersteigender GefÃ¤hrdungsmomente abhÃ¤ngig zu machen (RB 1985 Nr. 128). GemÃ¤ss § 9aWVO durfte der (kantonal geregelte) Waffentragschein nur erteilt werden, wenn der Gesuchsteller nebst der ErfÃ¼llung anderer Voraussetzungen "eine GefÃ¤hrdung von Personen oder Eigentum dartun" konnte (dazu und kritisch zur frÃ¼heren Praxis Walter R. HÃ¤berling, Waffenhandel, Erwerb, Besitz und Tragen von Waffen aus der Sicht des Nebenstrafrechts, ZÃ¼rich 1990, S. 219 ff.). Diese Formulierung entspricht weitgehend jener des heute massgebenden Art. 27 Abs. 2 lit. b WG bezÃ¼glich der nunmehr bundesrechtlich geregelten Waffentragbewilligung. Der BeschwerdefÃ¼hrer verfÃ¼gt seit 1994 Ã¼ber einen gestÃ¼tzt auf § 9 aWVO erteilten Waffentragschein. Wenn ihm nunmehr die neu erforderliche Waffentragbewilligung trotz der Ã¤hnlichen Umschreibung in Art. 27 Abs. 2 lit. b WG verweigert worden ist, ist dies nur rechtmÃ¤ssig, sofern mit dem neuen Gesetz die Anforderungen an das SchutzbedÃ¼rfnis, das zum Waffentragen berechtigt, verschÃ¤rft worden sind. Dies ist mit Blick auf die Entstehung des Gesetzes zu bejahen: WÃ¤hrend die bundesrÃ¤tliche Botschaft noch keinerlei Auskunft Ã¼ber den anzulegenden Massstab gibt (BBl 1996 I 1071), wurde in den parlamentarischen Verhandlungen mehrfach betont, das Waffentragen sei nur noch unter strengen Voraussetzungen zulÃ¤ssig (Amtl. Bull. SR 1996, 521 ff.; NR 1997, 12, 14, 42 ff.). Die durch die Vorinstanzen getroffene strenge Auslegung von Art. 27 Abs. 2 lit. b WG erscheint demnach durch den Willen des Gesetzgebers gedeckt. Aus der dargelegten RechtsÃ¤nderung ergibt sich im Weiteren, dass der dem BeschwerdefÃ¼hrer am 20. Oktober 1998 fÃ¼r die Zeit bis 19. Oktober 2000 erneuerte Waffentragschein (act. 5/2) keine Besitzstandsgarantie (fÃ¼r die bewilligte Dauer) vermitteln konnte (vgl. Art. 42 Abs. 2 WG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt die Auslegung des Regierungsrats, wonach eine besondere, das Ã¼bliche Mass Ã¼bersteigende GefÃ¤hrdung vorliegen muss, damit zur deren Abwendung das Tragen einer Waffe fÃ¼r erforderlich betrachtet wird, nicht in Frage. Er macht jedoch geltend, eine derartige GefÃ¤hrdung sei in seinem Fall zu Unrecht verneint worden. In diesem Zusammenhang beruft er sich erneut auf A.B., Schiessinstruktor bei der Stadtpolizei ZÃ¼rich, welcher als Spezialist nach einem Besuch auf dem Chilbiareal zum Schluss gekommen sei, der BeschwerdefÃ¼hrer sei einer Ã¼berdurchschnittlichen GefÃ¤hrdung ausgesetzt. Weil indessen die Beurteilung des tatsÃ¤chlichen SchutzbedÃ¼rfnisses des BeschwerdefÃ¼hrers eng mit der Auslegung von Art. 27 Abs. 2 lit. b WG, d.h. mit der Frage zusammenhÃ¤ngt, welche Anforderungen generell an das Mass des erforderlichen SchutzbedÃ¼rfnisses zu stellen sind, durfte der Regierungsrat ohne Rechtsverletzung davon absehen, A.B. als Auskunftsperson zu befragen; Gleiches gilt im vorliegendem Verfahren fÃ¼r das Verwaltungsgericht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, die Situation von Schaustellern sei bezÃ¼glich der Aufbewahrung und des Transportes von hohen BargeldbetrÃ¤gen mit jener anderer GeschÃ¤ftsinhaber nicht vergleichbar. Der Regierungsrat hat indessen die gerÃ¼gte Gleichstellung selber relativiert, indem er "eine gewisse GefÃ¤hrdung des Rekurrenten bzw. seines Eigentums" anerkannt hat. Wenn er eine qualifizierte GefÃ¤hrdung im Sinn von Art. 27 Abs. 2 lit. b WG gleichwohl verneint hat, ist dies im Ergebnis nicht rechtsverletzend. Zu Recht verweist er auf andere Mittel zum Selbstschutz wie TaschenalarmgerÃ¤t und Pfefferspray. Zu beachten ist auch, dass bezÃ¼glich der Gefahren im Zusammenhang mit der Aufbewahrung und dem Transport hoher BargeldbetrÃ¤ge der Kreis der BewilligungsempfÃ¤nger sehr weit gezogen werden mÃ¼sste, wenn die Situation von Schaustellern als besondere GefÃ¤hrdung anerkannt wÃ¼rde. Zu Recht hat der Regierungsrat im Rahmen der InteressenabwÃ¤gung berÃ¼cksichtigt, dass das Tragen bzw. die allfÃ¤llige Verwendung einer Schusswaffe, auch wenn diese Verwendung auf den Schutz von Personen oder Sachen ausgerichtet ist, fÃ¼r Dritte mit erheblichen Risiken fÃ¼r Leib und Leben verbunden ist. Das gilt, wie beigefÃ¼gt werden kann, namentlich bei grÃ¶sseren Menschenansammlungen, wie sie hÃ¤ufig bei Veranstaltungen, an denen Schausteller auftreten, vorkommen. Die vor der Vorinstanz angefÃ¼hrten GrÃ¼nde schliesslich, weshalb Sicherheitstransporte durch spezialisierte Unternehmen nicht in Frage kÃ¤men, erscheinen wenig Ã¼berzeugend, sind doch die grÃ¶sseren unter ihnen in der ganzen Schweiz tÃ¤tig und liessen sich jeweils Sammeltransporte fÃ¼r mehrere Schausteller organisieren, was trotz der grÃ¶sseren potentiellen Beute zu erhÃ¶hter Sicherheit auch ohne motorisierte Zufahrt zu den einzelnen Betreibern fÃ¼hrte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>