13 A bteilung V E -5594/2006 {T 0/2} U rteil vom 13. Juni 2007 M itw irkung: R ichter W eber (Vorsitz), R ichter Schm id, R ichterin Teuscher G erichtsschreiberin Balm elli A._______, Türk vertreten durch D ieter R oth, Advokat, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 12. Juni 2006 in Sachen A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass der Beschw erdeführer gem äss eigenen Angaben am 22. M ai 2005 seinen H eim at- staat verliess, am 26. M ai 2005 in die Schw eiz einreiste und gleichentags ein Asyl- gesuch stellte, dass er am 30. M ai 2005 im Em pfangszentrum Basel erstm als befragt und am 6. Juni 2005 von BFM gestützt auf Art. 29 Abs. 4 AsylG direkt zu den Asylgründen angehört w urde, dass der Beschw erdeführer im W esentlichen geltend m achte, er stam m e aus B._______ und sei kurdischer Ethnie, dass er 1986 auf dem W eg zu einem G efängnisbesuch Flugblätter der TKP/M L auf sich getragen habe, verhaftet w orden sei, sich zw eieinhalb M onate in U ntersuchungshaft be- funden habe, schliesslich jedoch w egen M inderjährigkeit freigesprochen w orden sei, dass der Beschw erdeführer verschiedene sich auf dieses Verfahren beziehende Be- w eism ittel zu den Akten reichte, darunter eine Anklageschrift des C ._______ vom 15. April 1986 sow ie ein U rteil desselben G erichts vom 30. April 1987, dass er ferner erklärte, er stam m e aus einer bekannten, dem okratisch, patriotisch und revolutionär gesinnten Fam ilie und sei seit 1990 M itglied des IH D , habe an Veranstal- tungen w ie dem 1. M ai, dem 8. M ärz sow ie der N ew rozfeier teilgenom m en und auch sonst H ilfe geleistet, sei aber darüber hinaus politisch nicht aktiv gew esen, dass sein Bruder D . am 17. O ktober 1997 in der Schw eiz ein Asylgesuch gestellt habe und am 19. N ovem ber 1999 als Flüchtling anerkannt w orden sei, dass er von der Polizei w egen seines Bruders m ehrm als, zuletzt im Jahr 1998, verhaftet, m isshandelt und jew eils w ieder frei gelassen w orden sei, dass die Polizei auch danach und bis zu seiner Ausreise auf der Suche nach seinem Bruder ihn im m er w ieder zu H ause gesucht habe, er indes nie daheim gew esen sei, w orauf die Polizei jew eils seine Ehefrau, seine Schw ägerin oder seinen Vater m itgenom - m en hätten, dass im Septem ber 2003 in seinem G eschäft in E._______ zw ei M änner zw ei M al aufgetaucht seien, sich als PKK-M itglieder ausgegeben und im N am en der O rganisation 10'000 U S-D ollar von ihm verlangt hätten, andernfalls er oder seine Fam ilie getötet w ür- den, dass er daraufhin aus dem U m kreis von PKK-Anhängern erfahren habe, dass es sich bei diesen M ännern nicht um PKK-M itglieder handle, dass sich die M änner später als Beam te ausgegeben hätten, dass er sich gew eigert habe, der Forderung nachzukom m en, w orauf die M änner ihm nachgestellt, m it dem Auto den W eg abgeschnitten und sein G eschäft in Brand gesteckt hätten, dass er die Erpressung, die Brandstiftung und die Einschüchterungen bei der Polizei nicht angezeigt habe, da ihm die M änner gedroht hätten, ihn und seine Fam ilie um zu-3 bringen, sollte er eine Anzeige m achen, dass ihm die M änner w eiterhin nachgestellt hätten und er sich bedroht gefühlt habe, w eshalb er nur noch in Begleitung von Verw andten in sein G eschäft in E._______ gegangen sei und dieses aufgrund der Bedrohung durch die zw ei M änner im Juni 2004 schliesslich aufgegeben habe und nach B._______ gegangen sei, dass er sich auch in B._______ kaum m ehr auf die Strasse getraut habe, sein psychisches und körperliches G leichgew icht durcheinander gekom m en sei, w eshalb er sich von seiner Fam ilie habe trennen m üssen und ausgereist sei, dass das BFM m it Verfügung vom 8. Juni 2005 feststellte, der Beschw erdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, das Asylgesuch abw ies, die W egw eisung aus der Schw eiz verfügte sow ie deren Vollzug anordnete, dass der Beschw erdeführer m it Eingabe vom 1. Juli 2005 bei der dam als zuständigen Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) Beschw erde einreichte und die Auf- hebung der angefochtenen Verfügung, die G ew ährung von Asyl sow ie eventualiter die Feststellung der U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzuges beantragte, dass die AR K die Beschw erde m it U rteil vom 14. N ovem ber 2005 zufolge von Ver- fahrensfehlern aufhob und das BFM anw ies, das erstinstanzliche Verfahren w ieder auf- zunehm en, dass das BFM im R ahm en des w ieder aufgenom m enen Verfahrens den Beschw erde- führer am 6. Juni 2006 ergänzend zu den Asylgründen anhörte, dass er dabei in Ergänzung und Präzisierung seiner bisherigen Ausführungen im W e- sentlichen geltend m achte, er sei w egen psychischer und physischer Problem e in ärztli- cher Behandlung, dass er im Alter von 14 Jahren gefoltert w orden sei, dass er drei Farbfotografien und eine C D -R om m it einer Ausgabe der Zeitung M illiyet einreichte, die dieses Ereignis belegen w ürden, dass er, w ie viele andere kurdische G eschäftsinhaber in E._______ auch, zw ischen 2001 und 2002 durch die Polizei belästigt und aufgefordert w orden sei, sein G eschäft zu schliessen, dass er w eitere Ausführungen zu dem von ihm in E._______ geführten G eschäft, zum Brandanschlag auf dasselbe sow ie den Ereignissen unm ittelbar danach m achte, dass das BFM m it Verfügung vom 12. Juni 2006 das Asylgesuch erneut abw ies und die W egw eisung sow ie deren Vollzug aus der Schw eiz anordnete, dass der Beschw erdeführer m it Eingabe vom 15. Juni 2006 (D atum des Poststem pels) bei der dam als zuständigen AR K Beschw erde einreichte und sinngem äss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung beantragte, dass der Instruktionsrichter der AR K dem Beschw erdeführer m it Zw ischenverfügung vom 4. Juli 2006 Frist bis am 19. Juli 2006 zur Leistung eines Kostenvorschuss in der H öhe von Fr. 600.-- setzte, dass der Beschw erdeführer den Kostenvorschuss am 17. Juli 2006 fristgerecht leistete, dass der Beschw erdeführer am 19. Septem ber 2006 (Poststem pel) einen ärztlichen Be-4 richt von D r. m ed. F.______, Externe Psychiatrische D ienste G ._______, vom 29. August 2006 zu den Akten gab, dass der neu beauftragte R echtsvertreter m it Eingabe vom 8. D ezem ber 2006 sein Ver- tretungsverhältnis anzeigte und sich ausdrücklich die Eingabe w eiterer Bew eism ittel zu einem späteren Zeitpunkt vorbehielt, und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG ; SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 des Asylgesetz vom 26. Juni 1998 [AsylG ; SR 142.31] i.V.m . Art. 31 - 34 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G ; SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G ; SR 173.110]), dass das Bundesverw altungsgericht die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei der AR K hängigen R echtsm ittel übernim m t und dabei das neue Verfahrensrecht anw endet (Art. 53 Abs. 2 VG G ), dass der Beschw erdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt ist, ein schutz- w ürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschw erde legitim iert ist (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 Vw VG ), dass som it auf seine frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 50 ff. Vw VG ), dass m it Beschw erde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständi- ge Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG ), dass über offensichtlich unbegründete Beschw erden in einem vereinfachten Verfahren entschieden w ird und die vorliegende Beschw erde, w ie nachfolgend aufgezeigt, offen- sichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ), dass die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl gew ährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG ), w obei als Flüchtling eine ausländische Person anerkannt w ird, w enn sie in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zuge- hörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauun- gen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N ach- teilen ausgesetzt zu w erden (Art. 3 Abs. 1 AsylG ), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgew iesen oder zum indest glaubhaft gem acht w er- den m uss (Art. 7 AsylG ), dass das BFM zur Begründung der angefochtenen Verfügung im W esentlichen ausführ-5 te, es erscheine realitätsfrem d, dass die Behörden in der vom Beschw erdeführer geltend gem achten Art und W eise gegen ihn vorgegangen seien, dass es für den Staat verdeckt arbeitende Personen zum fraglichen Zeitpunkt in einer Stadt w ie E._______ kaum m öglich gew esen w äre, den Beschw erdeführer derart unter D ruck zu setzen und sogar sein G eschäft in Brand zu stecken, ohne dabei das öffentli- che Interesse zu w ecken, dass sich die Beam ten insbesondere davor gehütet hätten, dem Beschw erdeführer ge- genüber offen zu legen, dass sie staatliche Angestellte seien, dass dieses Vorkom m nis näm lich in der Presse N iederschlag gefunden hätte, dass Personen, w elche im Jahre 2003 in Städten w ie E._______ behördlicher W illkür ausgesetzt gew esen seien, in keiner W eise gehalten gew esen w aren, dies stillschw eigend hinzunehm en, dass dem Beschw erdeführer, auch w enn er aufgrund seiner Erfahrungen in den 1980er Jahren H em m ungen gehabt habe, sich gegen unrechtm ässige Behandlungen zur W ehr zu setzen, andere M öglichkeiten der G egenw ehr (Anw alt, M enschenrechtsverein) offen gestanden hätten, w as insbesondere deshalb vom Beschw erdeführer hätte erw artet w erden können, da er laut seinen Angaben seit 1990 M itglied des IH D sei, dass seine Schilderungen der Vorfälle zudem stereotyp w irkten und kaum R ealkennzei- chen - w odurch sich Berichte über tatsächlich Erlebtes in aller R egel auszeichnen w ür- den - enthielten, dass sich der Beschw erdeführer anlässlich der verschiedenen Befragungen auch w ider- sprüchlich zu den gesam ten U m ständen des Brandes seines G eschäfts geäussert habe, dass schliesslich nicht auszuschliessen sei, dass der Beschw erdeführer von R eflexver- folgung im Zusam m enhang m it seinem Bruder D . betroffen gew esen sei, dass der Beschw erdeführer indes diesbezüglich, insbesondere hinsichtlich der Anzahl der M itnahm en, keine substanziierten Angaben habe m achen können, dass gem äss den Erkenntnissen des BFM die Behörden ihre Fahndungsbem ühungen in aller R egel einstellen w ürden, w enn sie dam it w ährend längerer Zeit erfolglos geblieben seien, dass der Bruder des Beschw erdeführers die Türkei vor über acht Jahren verlassen habe, w eshalb es realitätsfrem d sei, dass die Behörden ihn heute noch suchen w ürden, das dem nach auch fern der R ealität sei, dass der Beschw erdeführer heute w egen sei- nes Bruders Verfolgungsm assnahm en zu befürchten hätte, dass diese Einschätzung dadurch bestätigt w erde, dass der Beschw erdeführer gem äss seinen Angaben seit Juni 2004 erneut in B._______ gelebt habe, er dies indes unterlassen hätte, w enn er dort Verfolgungsm assnahm en befürchtet hätte, dass der Beschw erdeführer, w ie erw ähnt, nicht habe glaubhaft m achen können, in den letzten Jahren vor der Ausreise noch von asylbeachtlichen N achteilen betroffen gew e- sen zu sein, und der zw ischen den Ereignissen von 1985 bis 1989 und der Ausreise er- forderliche Kausalzusam m enhang dam it nicht gegeben sei, dass der Beschw erdeführer seit Juni 2004 bis zur Ausreise w ieder in B._______ gelebt habe, dem nach grundsätzlich für die Behörden greifbar gew esen w äre, er jedoch ge-6 m äss seinen eigenen Angaben keine asylbeachtlichen N achteilen ausgesetzt w ar, dass auch keine Benachteiligungen gegenüber den drei in B._______ lebenden G eschw istern aktenkundig seien, dass vor diesem H intergrund kein G rund zur Annahm e bestehe, der Beschw erdeführer w ürde bei einer R ückkehr in die Türkei in absehbarer Zukunft und m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit von asylrelevanten Verfolgungsm assnahm en betroffen, dass der Beschw erdeführer in der R echtsm itteleingabe an der G laubhaftigkeit seiner Vorbringen festhält und ausführt, er habe genügend Problem e m it der Polizei gehabt, w eshalb er sich nicht an diese habe w enden können, dass er keine Belege für den Brand seines G eschäftes beibringen könne, da es seine Verw andten oder Freunde nicht riskieren könnten, D okum ente für ihn zu besorgen, dass er zum Beauftragen eines türkischen Anw alts das Konsulat aufsuchen m üsste, w as unm öglich sei, zum al ihm auch die finanziellen M ittel fehlen w ürden, dass bei der Beurteilung seiner Aussagen m itzuberücksichtigen sei, dass er anlässlich der Befragungen unter einem enorm en psychischen D ruck gestanden habe und verw irrt gew esen sei, dass zu diesen Einw änden festzustellen ist, dass den Akten keine H inw eise zu entneh- m en sind, w onach der Beschw erdeführer anlässlich der insgesam t drei Befragungen un- ter dem vorerw ähnten psychischen D ruck gestanden hätte oder verw irrt gew esen w äre, dass nam entlich auch der anlässlich der D irektanhörung anw esende H ilfsw erksvertreter, w elcher zur Beobachtung der Anhörung eingesetzt w urde, keine entsprechenden Be- m erkungen festhielt, w elche die Behauptung des Beschw erdeführers stützen w ürden, dass der Beschw erdeführer überdies im R ahm en des ersten R echtsm ittelverfahrens vor der AR K nicht geltend m achte, er sei anlässlich der Erst- sow ie der D irektbefragung un- ter D ruck gestanden sow ie verw irrt gew esen, dass vom Beschw erdeführer indes ohne w eiteres hätte erw artet w erden dürfen, dass er seinen psychischen beziehungsw eise verw irrten Zustand bereits dam als geltend ge- m acht hätte, und es sich bei diesem Vorbringen dem nach um eine blosse Schutzbe- hauptung handelt, auf w elche nicht w eiter einzugehen ist, dass der Beschw erdeführer sodann entgegen der von ihm vertretenen Ansicht zur Be- auftragung eines türkischen R echtsanw alts nicht das Konsulat aufsuchen m üsste, dass er nach den Erkenntnissen des Bundesverw altungsgerichts über seine Verw and- ten, beispielw eise m it H ilfe des M enschenrechtsvereins in B._______, Bew eism ittel zu seiner Verfolgungssituation beschaffen könnte, ohne dass sich seine Verw andten irgendeiner G efährdung aussetzen w ürden, dass es dem Beschw erdeführer - als M itglied des IH D - dam als w ie heute zum utbar ge- w esen w äre, sich an diesen Verein zu w enden und ihn um H ilfe anzugehen, dass der Beschw erdeführer trotz entsprechenden Vorbehaltes in seiner Eingabe vom 8. D ezem ber 2006 bis heute keine w eiteren Bew eism ittel eingereicht hat, dass der Beschw erdeführer schliesslich m it dem blossen Festhalten an der G laubhaftig- keit seiner Vorbringen nicht substanziiert darlegt, inw iefern das BFM im Einzelnen zu U nrecht auf U nglaubhaftigkeit geschlossen hat,7 dass zur Verm eidung von W iederholungen vollum fänglich auf die zutreffenden Erw ägun- gen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung verw iesen w erden kann, dass der Beschw erdeführer som it keine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft m achen und nicht als Flüchtling anerkannt w erden kann, m ithin das BFM ihm m angels erfüllter Flüchtlingseigenschaft zu R echt das nachgesuchte Asyl nicht gew ährt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG ), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbew illigung erteilt hat und der Beschw erdeführer zudem keinen Anspruch auf Erteilung einer sol- chen hat (vgl. die w eiterhin zutreffende Praxis der AR K in Entscheidungen und M itteilun- gen der AR K [EM AR K] 2001 N r. 21), w eshalb die verfügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und dem nach vom Bundesam t zu R echt angeord- net w urde, dass das BFM , ist der Vollzug nicht zulässig, nicht zum utbar oder nicht m öglich, das An- w esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnah- m e von Ausländern regelt (Art. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung in Beachtung der m assgeblichen völker- und landes- rechtlichen Bestim m ungen zulässig ist, da die Flüchtlingseigenschaft nicht besteht und keine Anhaltspunkte für eine m enschenrechtsw idrige Behandlung ersichtlich sind, die dem Beschw erdeführer in seinem H eim at- oder H erkunftsstaat droht (Art. 14a Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Auslän- der [AN AG , SR 142.20]), dass der Beschw erdeführer geltend m acht, er leide an einer posttraum atischen Belas- tungsstörung, w eshalb der Vollzug der W egw eisung nicht zum utbar sei, dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführte, es sei aktenkundig, dass der Beschw erdeführer laut dem ärztlichen Bericht vom 20. D ezem ber 2005 w egen einer posttraum atischen Belastungsstörung (IC D -10 F43.1) seit dem 22. Septem ber 2005 re- gelm ässig einen Psychotherapeuten aufsuche, Psychopharm aka einnehm e und "voraus- sichtlich bis zum 16. D ezem ber 2005" in Behandlung sei, m ithin zu erw arten sei, dass die Behandlung nicht m ehr lange andauern w erde, dass der Beschw erdeführer sodann w egen Blasenproblem en M edikam ente einnehm e, zudem unter Stress leide, er indes zur Einnahm e von M edikam enten nicht auf einen Aufenthalt in der Schw eiz angew iesen sei, dass eine adäquate psychotherapeutische Behandlung auch im H eim atland m öglich sei und dort praktisch alle M edikam ente erhältlich seien, dass der Beschw erdeführer in der R echtsm itteleingabe daran festhält, aufgrund seiner psychischen Erkrankung sei der W egw eisungsvollzug nicht zum utbar, dass er ein ärztliches Zeugnis von D r. m ed. F._______ der Externen Psychiatrischen D ienste G ._______, vom 29. August 2006 einreichte, in w elchem eine Persönlichkeitsver-änderung nach posttraum atischer Belastungsstörung (IC D -10: F 62.0) diagnostiziert w ird, dass unter Ziffer 1.1 (Anam nese) des Zeugnisses die Asylvorbringen des Beschw erde- führers in kurzer Form w iedergegeben w erden, dass zu den vom Beschw erdeführer angegebenen Beschw erden ausgeführt w ird, er 8 leide unter m assivsten Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, auto- und frem d- agressiven Im pulsen, sei sehr einsam und erlebe Flashbacks, dass zum Psychostatus festgehalten w ird, der Allgem einzustand des Beschw erdefüh- rers sei unauffällig, er sei w ach, bew usstseinsklar, allseits orientiert, allerdings w ürden Konzentrationsstörungen vorliegen, im form alen D enken sei er um ständlich, eingeengt auf die aktuelle Situation und zeige ein erhöhtes M isstrauen, W ahn- und Sinnes- täuschungen oder Ich-Störungen seien nicht vorhanden, im Affekt sei er ratlos, de- prim iert, hoffnungslos, ängstlich, gereizt, innerlich unruhig, es kom m e im m er w ieder zum Aufflam m en von Erinnerungen an die M isshandlungen, im Antrieb sei er antriebsarm , m otorisch unruhig und m utistisch, es bestehe ein deutlicher sozialer R ückzug, im puls- hafte Aggressivität, Einschlaf- und D urchschlafstörungen verbunden m it M üdigkeit, dass zur Behandlung ausgeführt w ird, eine psychiatrisch/psychotherapeutische integ- rierte Behandlung verbunden m it einer m edikam entösen Therapie sei bis auf w eiteres erforderlich, dass zur Prognose dargelegt w ird, m it einer konsequent durchgeführten stabilisierenden Psychotherapie könne die Sym ptom atik m it grosser W ahrscheinlichkeit reduziert w er- den, es bestehe eine durchaus gute Prognose, dass m it einem ärztlichen Zeugnis grundsätzlich nicht die U rsache einer psychischen Krankheit belegt w erden kann (vgl. die w eiterhin zutreffende Praxis der AR K in EM AR K 1999 N r. 5 E. 4f.bb), dass vorliegend die von den behandelnden Ärzten den beiden Zeugnissen zugrunde ge- legte Anam nese den vom Bundesverw altungsgericht als nicht glaubhaft bew erteten Asylvorbringen entspricht, dass dem nach die U rsache der diagnostizierten posttraum atischen Belastungsstörung anderer N atur ist, als vom Beschw erdeführer geltend gem acht und von den Ärzten an- genom m en w urde, dass dem Beschw erdeführer bereits im ärztlichen Zeugnis vom 20. D ezem ber 2005 eine gute Prognose bei konsequent durchgeführter Therapie gestellt w urde, dass diese Prognose im ärztlichen Zeugnis vom 29. August 2006 w iederholt w urde, dass nam entlich dem zw eiten ärztlichen Zeugnis keine näheren Angaben zum genauen Therapieverlauf (H äufigkeit der therapeutischen Sitzungen, genaue M edikam entation) zu entnehm en sind, w as indes auch in Anbetracht des beschränkten Platzes auf dem den Ärzten zur Verfügung gestellten Form ular durchaus erw artet w erden dürfte, dass der Beschw erdeführer seit nunm ehr bald zw ei Jahren eine psychiatrisch/psycho- therapeutische Therapie besucht und m edikam entös behandelt w ird, dass bei dieser Sachlage und insbesondere in Berücksichtigung der guten Prognose vorliegend in freier richterlicher Bew eisw ürdigung (Art. 40 des Bundesgesetzes vom 4. D ezem ber 1957 über den Zivilprozess [BZP, SR 273] i.V.m . Art. 19 Vw VG ) davon aus- zugehen ist, dass sich der G esundheitszustand des Beschw erdeführers in Anbetracht der knapp zw eijährigen Behandlung durch denselben Externen Psychiatrischen D ienst bis heute w esentlich stabilisiert und verbessert hat, dass sich dieser Schluss um so m ehr aufdrängt, als der seit D ezem ber 2006 durch einen Advokaten vertretene Beschw erdeführer im R ahm en der ihm obliegenden M itw irkungs-9 pflicht bis heute kein w eiteres ärztliches Zeugnis eingereicht hat, dass der Beschw erdeführer, sollte er w eiterhin auf eine therapeutische und m edikam en- töse Behandlung durch einen Psychiater angew iesen sein, eine solche nach den Er- kenntnissen des Bundesverw altungsgerichts auch in der Türkei in Anspruch nehm en kann, dass im Ü brigen betreffend die Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs vollum fänglich auf die zutreffenden Erw ägungen in der angefochtenen Verfügung verw iesen w erden kann, dass der 35-jährige Beschw erdeführer bei einer R ückkehr in die Türkei auf ein beste- hendes Beziehungsnetz zurückgreifen kann, leben doch zahlreiche Verw andte, nam ent- lich seine Ehefrau und Kinder sow ie m ehrere G eschw ister nach w ie vor in B._______, dass es dem Beschw erdeführer auch zuzum uten ist, sich bei einer R ückkehr eine neue w irtschaftliche Existenz aufzubauen, dass der Beschw erdeführer über langjährige Berufserfahrungen als selbständiger H änd- ler verfügt, w as ihm beim Aufbau einer neuen w irtschaftlichen Existenz von N utzen sein w ird, dass es dem Beschw erdeführer, falls er nicht an seinen bisherigen W ohnort zurückkeh- ren m öchte, aufgrund der geltenden N iederlassungsfreiheit unbenom m en ist, in einem anderen Landesteil W ohnsitz zu nehm en, dass vorliegend der Vollzug der W egw eisung som it als zum utbar zu erachten ist, dass der Vollzug der W egw eisung des Beschw erdeführers in die Türkei auch m öglich ist, da keine praktischen H indernisse erkennbar sind, die einer R ückkehr entgegenste- hen könnten, und er verpflichtet ist, sich bei der heim atlichen Vertretung allenfalls be- nötigte R eisepapiere zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), dass nach dem G esagten som it keine W egw eisungshindernisse vorliegen und der vom BFM verfügte Vollzug der W egw eisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschw erdeführer dem nach nicht gelungen ist darzutun, inw iefern die an- gefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich- tig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (Art. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde abzuw eisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]) dem Beschw erdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ) und m it dem am 17. Juli 2006 zu G unsten der AR K geleisteten Kostenvorschuss in gleicher H öhe zu verrechnen sind. (D ispositiv nächste Seite)10 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt und m it dem in gleicher H öhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 3. D ieses U rteil geht an: - Beschw erdeführer durch Verm ittlung seines R echtsvertreters, 2 Expl. (einge- schrieben) - BFM , Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) - H ._______ D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: Beat W eber Barbara Balm elli Versand am :