Abteilung III C-7159/2007 {T 0/2} U r t e i l v o m 1 6 . S e p t e m b e r 2 0 0 9 Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), Richter Michael Peterli, Richter Stefan Mesmer, Gerichtsschreiberin Christine Schori Abt. A._______, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Gerold Meier, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Vorinstanz. Invalidenrente, Revision, Verfügung vom 31. August 2007 B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandC-7159/2007 Sachverhalt: A. Herr A._______, geboren am (...) 1948, ist mazedonischer Staatsan- gehöriger und wohnt in Mazedonien. In den Jahren 1977 bis 1995 ar- beitete er in der Schweiz als Kellner. Vom 29. Mai 1995 bis 3. August 1995 sowie vom 1. Januar 1996 bis 31. August 1997 bezog er Taggeld- Leistungen der Arbeitslosenkasse (act. 5). Er zahlte die obligatori- schen Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und In- validenversicherung (AHV/IV). Am 25. August 1997 stellte er ein Ge- such zum Bezug von IV-Leistungen bei der IV-Stelle Z._______ (act. 1). In der Folge wurden die medizinischen und finanziellen Verhältnisse des Versicherten abgeklärt. Unter anderem wurde am 22. und 23. Juli 1998 (act. 32) eine medizinische Begutachtung in der Klink B._______ durchgeführt. Diese Begutachtung ergab, dass der Patient vorwiegend wegen Arthritis urica für mittelschwere und schwere Tätigkeiten zu 100% langfristig arbeitsunfähig sei. Für leichte Tätigkeiten sei er mindestens teilweise arbeitsfähig. B. Mit Verfügung vom 14. Juli 1999 sprach die IV-Stelle Z._______ dem Versicherten eine ganze Invalidenrente mit Wirkung ab 1. Juni 1997 bei einem Invaliditätsgrad von 88% zu (act. 43). In der Folge wurde die Invalidenrente dem Versicherten von der GastroSocial Ausgleichs- kasse ausgezahlt. C. Das Ausländeramt des Kantons Z._______ erliess am 24. Septem ber 2004 eine Feststellungsverfügung (act. 52) und hielt fest, dass die Niederlassungsbewilligung für den Versicherten als erloschen erklärt werde und der Versicherte in der Schweiz keine Aufenthaltsberechti- gung mehr habe. Der Versicherte sei am 12. September 1977 in die Schweiz eingereist und die Kontrollfrist der Niederlassungsbewilligung laufe am 12. September 2005 ab. Der Versicherte lebe seit fast einem Jahr im Ausland in Mazedonien und habe somit seinen Lebensmittel- punkt nicht mehr in der Schweiz. D. Die IV-Stelle Z._______ wollte im Januar 2005 eine Rentenrevision beim Versicherten anheben, musste jedoch am 14. Januar 2005 fest- stellen, dass wegen unbekanntem Aufenthaltsort des Versicherten das Seite 2C-7159/2007 Revisionsverfahren nicht durchgeführt werden konnte. Das Revisions- verfahren wurde deshalb für unbestimmte Zeit sistiert (act. 57). E. Die IV-Stelle Z._______ überwies mit Brief vom 13. Juni 2005 die Akten zuständigkeitshalber an die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA; act. 61), da sie Kenntnis vom Wegzug des Versicherten ins Ausland erhalten habe. Am 7. April 2006 erhob die IVSTA ein Revisionsverfahren (act. 62). Mit Schreiben vom 17. Juli 2006 (act. 64) bat die IVSTA die zuständige mazedonische Sozialversicherungsträgerin, den Versicherten zu unter- suchen und einen Bericht über den aktuellen Gesundheitszustand zu erstellen. Gemäss Telefonnotiz der IVSTA vom 19. Februar 2007 teilte der Versi- cherte telefonisch mit, dass er bei der Untersuchung gewesen sei und „es erstaune, dass der OL C._______ noch keinen Bericht geschickt habe“ (act. 70). F. Nachdem die Unterlagen des mazedonischen Sozialversicherungsträ- gers (act. 81) eingetroffen waren, erstellte Dr. D._______, Médecin Service médical régional de l'Assurance-Invalidité (SMR) Y._______, am 6. Juni 2007 einen Rapport (act. 85). Die Beurteilung der einge- gangen medizinischen Unterlagen würden belegen, dass beim Versi- cherten seit dem 22. Januar 2007 (Untersuchung der mazedonischen Sozialversicherungsbehörde) keine Arbeitsunfähigkeit mehr bestehe. G. Mit Vorbescheid vom 14. Juni 2007 (act. 86) teilte die IVSTA dem Ver- sicherten mit, dass kein Anspruch mehr auf eine Rente bestehe. Der Versicherte erhob am 23. Juli 2007 Einwand (act. 87) und führte aus, er könne auch keine leichteren Tätigkeiten mehr ausführen. Die Invali- dität sei in der mazedonischen Dokumentation vom 22. Januar 2007 beschrieben worden; diese sei nochmals zu überprüfen. H. Die IVSTA (nachfolgend: Vorinstanz) verfügte am 31. August 2008 (act. 89) die Aufhebung der Invalidenrente. Ab dem 1. November 2007 bestehe kein Anspruch mehr auf eine Rente der Invalidenversiche- rung. Aufgrund der neu erhaltenen Unterlagen sei festgestellt worden, Seite 3C-7159/2007 dass der Versicherte wieder in der Lage sei, eine seinem Gesund- heitszustand angepasste Tätigkeit auszuüben. Dabei sei es ihm mög- lich, mehr als 50% des Erwerbseinkommens zu erzielen, das er aktuell erreichen würde, wenn er nicht invalid geworden wäre. I. Dagegen erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 26. September 2009 (eingegangen am 22. Oktober 2009) Beschwerde (in mazedonischer Sprache inkl. deutsche Übersetzung). Er beantragte sinngemäss, es sei ihm weiterhin eine ganze Rente zuzusprechen. In der Beilage reichte er einen Arztbericht vom 21. Septemer 2007 von Dr. E._______, Facharzt für Orthopädie, ein. J. Mit Schreiben vom 9. Januar 2008 zeigte der Anwalt des Beschwerde- führers die Übernahme des Mandats an. K. Am 9. Juni 2008 reichte die Vorinstanz ihre Vernehmlassung ein und beantragte die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der angefochtenen Verfügung. Sie habe im Rahmen des Beschwerdever- fahrens eine nochmalige Stellungnahme des ärztlichen Dienstes ein- geholt. Der zweitbeurteilende Arzt sei in seinem Bericht vom 1. Mai 2005 zur Bestätigung des Eintritts einer wesentlichen gesundheitlichen Besserung gelangt. Seit 2005 seien keine Gichtschübe mehr aufgetre- ten. In Abweichung zum erstbeurteilenden Arzt sei der Beschwerde- führer in seiner angestammten Tätigkeit als Kellner nur wieder höchs- tens 50% arbeitsfähig. In einer leichten, überwiegend sitzenden Tätig- keit sei jedoch eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit gegeben. Der Einkommensvergleich habe bei einer vollschichtigen Ausübung einer leichten Verweisungstätigkeit eine gesundheitlich bedingte Erwerbsein- busse von 23% ergeben. L. Mit Zwischenverfügung vom 18. Juni 2008 forderte die Instruktions- richterin den Beschwerdeführer auf, einen Kostenvorschuss von CHF 400.- einzuzahlen. Daraufhin ersuchte der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 21. Juli 2008 um Bewilligung der unentgeltlichen Pro- zessführung. Er lebe in bitterster Armut und sei nicht in der Lage, den verlangten Kostenvorschuss zu leisten. Replicando führte der Rechtsvertreter in seinem Schreiben vom Seite 4C-7159/2007 18. August 2008 aus, der Sohn des Beschwerdeführers habe seinen Vater besucht. Dem Beschwerdeführer gehe es wesentlich schlechter als in der Zeit, als die Invalidität festgestellt worden sei. Zudem sei er nie untersucht worden. Ein allfälliger Bericht an die Vorinstanz beruhe nicht auf einer Untersuchung. Der Rechtsvertreter beantragte daher, es sei der Beschwerdeführer in der Schweiz zu untersuchen, ihm hier- für ein Visum zu verschaffen und die Kosten für die Reise und den Auf- enthalt vorzuschiessen. Mit Schreiben vom 19. August 2008 reichte der Beschwerdeführer Röntgenbilder, zwei Arztberichte vom 23. Juli 2008 sowie das ausgefüllte Formular für die unentgeltliche Prozess- führung ein. M. Mit Duplik vom 7. Oktober 2008 bestätigte die Vorinstanz ihren Antrag auf Abweisung der Beschwerde. Sie übermittelte zudem die erneut eingeholte Stellungnahme des ärztlichen Dienstes vom 16. September 2008, in der Dr. med. F._______ ausführte, dass vorausgesetzt, dem Bericht der mazedonischen Pensionskasse könne getraut werden, er keine Veranlassung sehe, den Beschwerdeführer zu einer weiteren Untersuchung in die Schweiz kommen zu lassen. Eine relevante Be- fundänderung seit dieser Begutachtung liege offensichtlich nicht vor. N. Mit Zwischenverfügung vom 4. November 2008 hiess das Bundesver- waltungsgericht das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung gut. O. Der Beschwerdeführer reichte am 17. November 2008 seine Triplik ein und machte geltend, dass er „nie eigentlich untersucht worden sei“. Die Feststellungen der mazedonischen Kommission würden nicht mit der tatsächlichen Gesundheitslage des Beschwerdeführers und den Feststellungen seines Arztes übereinstimmen. In Mazedonien „herrsche Korruption, er habe nicht das nötige Geld, um so behandelt zu werden, dass ein objektiver Bescheid resultiere“. Er sei in einem Spital zweimal ausgefragt, aber nicht körperlich untersucht worden. Seine Invalidität sei bereits vor 10 Jahren von Dr. G._______ in der Schweiz und Dr. H._______ in Deutschland festgestellt worden. Sein familiäres Umfeld bestätige, dass sich sein Zustand seither laufend wesentlich verschlechterte habe. Aufgrund der Schmerzen könne er teilweise gar nicht mehr aufstehen. Er sei absolut arbeitsunfähig und könne auch sitzende Tätigkeiten nicht mehr ausüben. Sein Sohn sei Seite 5C-7159/2007 bereit, ihn auf eigene Kosten in die Schweiz kommen zu lassen, damit in der Schweiz eine Untersuchung durchgeführt werden könne. P. Die Vorinstanz hielt in ihrer Quadruplik vom 27. November 2008 fest, dass die Sachverhaltsfeststellungen der Angehörigen in den erhobe- nen objektiven Befunden offensichtlich keine Stütze fänden, weshalb deren Darstellungen keine Veranlassung für eine Begutachtung in der Schweiz geben könnten. Die Beschwerde sei abzuweisen. Die Instruktionsrichterin schloss mit Verfügung vom 4. Dezember 2008 den Schriftenwechsel. Q. Mit unaufgeforderter Eingabe vom 5. Dezember 2008 liess der Be- schwerdeführer bestätigen, dass sein Sohn weiterhin bereit sei, ihn auf eigene Kosten für eine Untersuchung in die Schweiz zu holen. Am 26. Mai 2009 liess der Beschwerdeführer mit unaufgefordertem Schreiben u.a. geltend machen, das Verfahren daure viel zu lange und insbesondere gehe es nicht an, das Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht zu erledigen. Das Bundesverwaltungsgericht liess ihm daraufhin mit Zwischenverfü- gung vom 5. Juni 2009 die Gutheissung der unentgeltlichen Prozess- führung nochmals zukommen. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgeset- zes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (Verwal- tungsverfahrensgesetz, VwVG, SR 172.021), sofern kein Ausnahme- tatbestand erfüllt ist (Art. 31, 32 des Bundesgesetzes über das Bun- desverwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 [Verwaltungsgerichtsgesetz, Seite 6C-7159/2007 VGG, SR 172.32). Zulässig sind Beschwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG. Die IVSTA ist eine Vorinstanz im Sinn von Art. 33 Bst. d VGG (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bun- desgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG, SR 831.20]). Die angefochtene Verfügung ist als Verfügung im Sinn von Art. 5 VwVG zu qualifizieren, und eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zur Beurteilung der vorliegen- den Beschwerde zuständig. 1.2 Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung be- sonders berührt und hat an deren Aufhebung oder Änderung ein schutzwürdiges Interesse (Art. 48 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 59 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts vom 6. Oktober 2000 [ATSG, SR 830.1]). Er ist daher zur Be- schwerde legitimiert. 1.3 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 60 ATSG). Auf die Be- schwerde ist daher einzutreten. 1.4 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesver- waltungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes be- stimmt. Das VwVG findet aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG jedoch keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundes- gesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialver- sicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Nach Art. 2 des ATSG sind die Bestimmungen des ATSG anwendbar, soweit die einzel- nen Sozialversicherungsgesetze des Bundes dies vorsehen. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invaliden- versicherung (Art. 1a-26bis und 28-70) anwendbar, soweit das Bundes- gesetz vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. 1.5 Mit der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann ge- rügt werden, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht (ein- schliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens), beruhe auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtser- heblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). Seite 7C-7159/2007 1.6 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be- gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be- schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut- heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be- gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ G YGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212). 2. Vorab ist zu prüfen, welche materiellen Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren anwendbar sind. 2.1 Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln sind in verfahrensrechtlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2), unter Vorbehalt der spezialgesetzlichen Übergangsbe- stimmungen. In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechts- sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen- den Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). Ein allfälli- ger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel auf- grund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Nor- men zu prüfen (pro rata temporis; BGE130 V 445). 2.2 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger von Mazedonien und lebt dort, so dass vorliegend das am 1. Januar 2002 in Kraft getretene Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Mazedonien über die Soziale Sicherheit vom 9. Dezember 1999 (SR 0.831.109.520.1) anwendbar ist. Gemäss Art. 4 Abs. 1 die- ses Abkommens sind die Staatsangehörigen des einen Vertragsstaa- tes sowie deren Familienangehörige und Hinterlassene in ihren Rech- ten und Pflichten aus den Rechtsvorschriften des anderen Vertrags- staats den Angehörigen dieses Vertragsstaats bzw. deren Angehörigen und Hinterlassenen gleichgestellt; abweichende Bestimmungen blei- ben vorbehalten. Demnach richtet sich vorliegend der Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen der Invalidenversicherung nach schweizerischem Recht, insbesondere dem IVG sowie der Verordnung über die Invali- denversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.201). Seite 8C-7159/2007 3. Nach der ständigen Rechtsprechung des Schweizerischen Bundesge- richts sind für die richterliche Beurteilung grundsätzlich die tatsächli- chen Verhältnisse zur Zeit des Erlasses der angefochtenen Verfügung massgebend (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen, vgl. auch THOMAS LOCHER , Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Auflage, Bern 2003, S. 489 Rz. 20). Im Rentenrevisionsverfahren ist nach der bundesgerichtlichen Recht- sprechung als zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruch- serheblichen Änderung des Invaliditätsgrades die letzte rechtskräftige Verfügung massgeblich, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Be- weiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108 E. 5.4). Im vorlie- genden Revisionsverfahren wird somit der rechtserhebliche Sachver- halt durch die Verfügung vom 14. Juli 1999 (act. 43) einerseits und die Verfügung vom 31. August 2007 (act. 89) andererseits bestimmt. Es wird daher zu prüfen sein, ob zwischen dem 14. Juli 1999 und dem 31. August 2007 eine anspruchsbeeinflussende Änderung des Ge- sundheitszustands eingetreten ist. 3.1 Am 1. Januar 2003 sind die Bestimmungen des ATSG sowie die zugehörige Verordnung vom 11. September 2002 über den Allgemei- nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) in Kraft ge- treten. Nicht anwendbar sind hingegen die Änderungen des ATSG vom 6. Ok tober 2006 und der ATSV vom 28. September 2007 (5. IVG-Revi- sion, AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155, in Kraft seit 1. Januar 2008), da der angefochtene Entscheid vor Inkrafttreten der entsprechenden Be stimmungen ergangen ist (vgl. auch U ELI KIESER , ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich Basel Genf 2009, Art. 82 Rz. 5). Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 IVG zu berücksichtigenden ATSG-Normen zur Arbeitsun- fähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur Bestimmung des Invaliditätsgrades (Art. 16) sowie zur Revision der In- validenrente und anderer Dauerleistungen (Art. 17) hat das Schweize- rische Bundesgericht (vormals: Eidgenössisches Versicherungsge- richt) erkannt, dass es sich bei den in Art. 3-13 ATSG enthaltenen Le- galdefinitionen in aller Regel um eine formellgesetzliche Fassung der Seite 9C-7159/2007 höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den entsprechenden Begriffen vor Inkrafttreten des ATSG handelt und sich inhaltlich damit keine Än- derung ergibt, weshalb die hierzu entwickelte Rechtsprechung über- nommen und weitergeführt werden kann (vgl. BGE 130 V 343 E. 3). Auch die Normierung des Art. 16 ATSG führt nicht zu einer Modifizie- rung der bisherigen Judikatur zur Invaliditätsbemessung bei erwerbs- tätigen Versicherten, welche weiterhin nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs vorzunehmen ist (zu Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2002 in Kraft gestandenen Fassung vgl. BGE 128 V 29 E. 1, BGE 104 V 135 E. 2a und b). 3.2 Im vorliegenden Verfahren finden jene Vorschriften Anwendung, die bei Erlass der Verfügung vom 31. August 2007 in Kraft gestanden sind. Am 1. Januar 2004 sind die Änderungen des IVG vom 21. März 2003 und der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 21. Mai 2003 (IVV; SR 831.201; 4. IV-Revision, AS 2003 3837 bzw. AS 2003 3859) in Kraft getreten. Somit sind vorliegend für die Prüfung des gel- tend gemachten Anspruchs diese Fassungen des IVG und der IVV an- wendbar. Für die Zeit vor Inkraftreten der genannten Erlasse richtet sich ein allfälliger Anspruch nach altem Recht. Die Änderungen des IVG vom 6. Oktober 2006 und der IVV vom 28. September 2007 (5. IV- Revision, AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155, in Kraft seit 1. Januar 2008) sind hingegen nicht anwendbar, da der angefochtene Entscheid vor Inkrafttreten der entsprechenden Bestimmungen ergangen ist. 3.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau- ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Un- fall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG); sie gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat (Art. 4 Abs. 2 IVG). Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis Ende 2003 gültig gewesenen Fassung besteht ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person zu mindestens zwei Dritteln, derjenige auf eine hal- be Rente, wenn sie mindestens zur Hälfte, und derjenige auf eine Vier- telsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid ist. Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen neuen Rentenabstufungen gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Seite 10C-7159/2007 Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Drei- viertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Pro- zent Anspruch auf eine ganze Rente. Viertelsrenten werden allerdings gemäss Art. 28 Abs. 1ter IVG nur an Versicherte ausbezahlt, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Sinne von Art. 13 ATSG in der Schweiz haben. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts (vormals EVG) stellt Art. 28 Abs. 1ter IVG nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, sondern eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c). 3.4 Zu bemerken ist, dass aufgrund des im gesamten Sozialversiche- rungsrechts geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ein in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsunfähiger Versi- cherter gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit in einem anderen Be- rufs- oder Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie mög- lich und zumutbar erscheint (BGE 133 V 508 ff. E. 4, 113 V 28 E. 4a, 111 V 239 E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Ver- trauensarzt einer IV-Stelle zu entscheiden, in welchem Ausmass ein Versicherter seine verbliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätig- keit und zumutbarem Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten kann. Diese sogenannte Verweisungstätigkeit hat sich der Versicherte anrechnen zu lassen (leidensangepasste Verweisungstä- tigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.), wobei es unerheblich ist, ob er seine Rest- arbeitsfähigkeit tatsächlich verwertet oder nicht. 3.5 Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren ist vom Untersu- chungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 ATSG). Danach hat die Verwal- tung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet zum einen sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (Art. 28 ff. ATSG; BGE 125 V 195 E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Zum anderen umfasst die behördliche und richterliche Ab- klärungspflicht nicht unbesehen alles, was von einer Partei behauptet oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf den im Rahmen des streitigen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) rechtserhebli- chen Sachverhalt. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vor- liegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist (FRITZ G YGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 43 und 273). In diesem Rahmen haben Verwaltungsbe- Seite 11C-7159/2007 hörden und Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender An- haltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 20. Juli 2000, I 520/99). 3.6 Eine Invalidenrente wird von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich ändert (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur bei ei- ner wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann ge- geben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur An- wendung gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetre- ten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Unerheblich ist unter re- visionsrechtlichen Aspekten die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts (BGE 112 V 371 E. 2 b mit Hinweisen). 3.7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdeverfahren das Gericht) auf Unterlagen angewie- sen, die der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfü- gung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheits- schaden zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um- fang und bezüglich welcher Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicher- ten noch zugemutet werden können. Es sind demnach nicht nur die Er- werbsmöglichkeiten im angestammten Beruf, sondern auch in zumut- baren Verweisungstätigkeiten zu prüfen. Bei der Bemessung der Invali- dität ist auf die objektiven wirtschaftlichen Folgen der funktionellen Be- hinderung abzustellen, welche nicht zwingend mit dem vom Arzt fest- gelegten Grad der funktionellen Einschränkung übereinstimmen müs- sen (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2, BGE 110 V 275 E. 4a [= ZAK 1985 S. 462 E. 4A]). 4. 4.1 Es gilt zu beurteilen, ob sich der Gesundheitszustand des Be- schwerdeführers im Überprüfungszeitraum vom 14. Juli 1999 (letzte Seite 12C-7159/2007 materielle Verfügung) bis 31. August 2007 (angefochtene Verfügung) in rentenrelevantem Ausmass verbessert hat. 4.2 Grundlage für die medizinische Beurteilung des Gesundheitszu- stands des Beschwerdeführers im Zeitpunkt der Verfügung vom 14. Ju- li 1999 bildeten folgende Unterlagen: - Dr. med. I._______, bestätigte in seinem Arztbericht vom 14. Ja- nuar 1997, dass der Versicherte bei ihm wegen einer schwer thera- pierbaren Gicht mit diversen Gelenkschmerzen in Behandlung ste- he und der Patient zurzeit 100% arbeitsunfähig sei (act. 11). Der Arzt beurteilte den Gesundheitszustand mit Arztbericht vom 17. Ok - tober 1997 weiterhin gleich (act. 16). - Dr. med. J._______ ging in seinem Bericht vom 25. November 1996 davon aus, dass die Gichtschübe jeweils aufgrund eines Diätfehlers auftreten. Eine konsequente Lebensweise würden weitere Gicht- schübe vermeiden (act. 17). - Dr. med. G._______ und Dr. med. K._______, Klinik B._______, kamen in ihrer Begutachtung vom 3. September 1998 zum Schluss, der Beschwerdeführer leide an Arthritis urica, disseminierte idiopathische skelettale Hyperostose der Brustwirbelsäule und der unteren Lumbalwirbelsäule, Verdacht auf degenerativ bedingte mediale Meniskusläsion rechtes Kniegelenk und arterielle Hypertonie. Er sei für mittelschwere und schwere Tätigkeiten längerfristig zu 100% arbeitsunfähig. Für leichte Tätigkeiten, d. h. abwechselnd sitzende und stehende Tätigkei ten, ohne nennenswerte Stereotypien und ohne nennenswerte thermische und/oder mechanische Einflüsse sei der Patient theoretisch mindestens teilweise arbeitsfähig. Die Arbeitsfähigkeit könne nicht massgeblich verbessert werden. Es handle sich um eine chronische Erkrankung, welche zu einer dauerhaften Einschränkung der Ar- beitsfähigkeit führe (act. 32). 4.3 Folgende Unterlagen bildeten die Grundlage für die medizinische Beurteilung des Gesundheitszustands im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 31. August 2007: - Dres. med. L._______, M._______, N._______, Mitglieder der Kommission für die Erhebung der Arbeitsfähigkeit, der mazedoni- schen Alters- und Invalidenversicherung erstellten am 22. Januar Seite 13C-7159/2007 2007 eine Beurteilung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers durch (act. 81). Sie führten die Anamnese und die medizinische Dokumentation gemäss den Akten auf. Den aktuellen Gesundheitszustand bezeichneten die Ärzte als regulär, einzig die Beweglichkeit der Wirbelsäule sei im Bereich Brustkorb-Lenden leicht eingeschränkt und schmerzhaft. Auf dem rechten Bein im Bereich des Sprunggelenks-Oberschenkel sei die Haut sehr pigmentiert ohne Ödeme und Entzündung. Die Mo- bilität sei bei der aktuellen Untersuchung bei allen Gelenken re- gulär. Auch der psychische und neurologische Zustand sei regu- lär. Diagnostiziert werden könne eine Gonarthrose (ICD-10: M17) bzw. Gonarthrosis bill. incipiens. Der Beschwerdeführer sei fähig die Arbeit in seiner letzten Tätigkeit vollzeitlich auszuführen. Es bestehe keine Invalidität. - Dr. med. D._______, SMR Y._______, beurteilte den Gesund- heitszustand des Beschwerdeführers aufgrund der Akten und hielt in seinem Bericht vom 6. Juni 2007 (act. 85) fest, es handle sich um eine Arthritis urica. Der mazedonische Bericht führe eine Verbesserung des Gesundheitszustandes aus. Es seien keine Zeichen von Entzündungen bei der Untersuchung der Gelenke auffindbar und die Mobilität sei normal. Die radiologische Unter- suchung zeige Veränderungen der beginnenden Gonarthrose beidseits. Es bestehe daher seit dem 22. Januar 2007 keine Ar- beitsunfähigkeit mehr. - Dr. E._______, Facharzt für Orthopädie, Mazedonien, erstellte am 21. September 2007 einen Arztbericht (Beilage zu BVGer act. 1) und stellte fest, es bestünden beim Beschwerdeführer klinische Schmerzen im oberen Teil der Wirbelsäule, das Bewe- gen der Lendenwirbelsäule und der Hüften sei eingeschränkt. Zudem bestehe „Lab. höher SE, CRP und AC. uricum“. Der Ge- sundheitszustand habe sich während der vergangenen Jahre nicht gebessert, die Leiden schritten fort. Er verschrieb ihm Medi- kamente, Diät und Ruhe. - Dr. F._______, IV-Stellenarzt, beurteilte aufgrund der Akten die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers und hielt in seinem Be- richt vom 1. Mai 2008 (act. 92) fest, dass dem Versicherten ins- besondere basierend auf dem Gutachten der Klinik B._______ vom 3. September 1998 eine ganze Rente zugesprochen worden Seite 14C-7159/2007 sei. Im Vordergrund seien damals die Gichtschübe des Versicherten gestanden, die immer wieder zu Knieschmerzen und Zehengrundgelenksschmerzen geführt hätten. Der im Rahmen des Re visionsverfahrens eingeholte Bericht der mazedonischen Versicherung vom 22. Januar 2007 beschreibe klar, dass keine relevanten pathologischen Befunde vorlägen und der Beschwerdeführer seit 2005 anfallsfrei sei, weshalb keine Invalidität vorliege. Das mit der Einsprache eingereichte Arztattest von Dr. E._______ lege keine neuen Untersuchungsresultate vor, sondern zähle lediglich Diagnosen auf (Lumbalgien, Coxarthrose, Arthritis urica) und teile mit, dass sich der Zustand des Versicherten nicht gebessert habe. Es sei bereits anlässlich der Rentengewährung darauf hingewiesen worden, dass bei angemessener Lebensweise und damit Ausbleiben von Gichtschüben eine Arbeitsfähigkeit vorliege. Eine Quantifizierung der Arbeitsfähigkeit in Verweisungstätigkeiten sei damals nicht erfolgt. Aufgrund der vorliegenden Befunde sei der Beschwerdeführer in sitzenden/abwechselnden, eher körperlich leichten Arbeiten uneingeschränkt arbeitsfähig. In rein stehenden Tätigkeiten (am gleichen Ort) sei er wohl eher nicht mehr einsetzbar, wegen der Minderbelastbarkeit der Gelenke (Knie). Die Arbeit als Kellner wäre höchstens halbtägig zumutbar. Mögliche Verweisungstätigkeiten wären: Überwachung Parking/Museum, Magaziner/Lagerist, Auslieferungen mit einem Auto, Reparatur von kleinen Apparaten/Haushaltsartikeln, Billet- verkäufer, interner Kurier, Empfang/Réception oder Dateneinga- be/Scannage. - Dr. O._______, X._______, Spezialklinik für Orthopädie und Traumatologie, Ohrid Mazedonien, untersuchte den Beschwerde- führer am 23. Juli 2008 und berichtete über die Laborbefunde (Beilage zu BVGer act. 25). - Dr. P._______, X._______, Spezialklinik für Orthopädie und Traumatologie, Ohrid Mazedonien nahm am 23. Juli 2008 (Beilage zu BVGer act. 25) eine ambulante Untersuchung des Beschwerdeführers vor und hielt in seinem Bericht fest, der Patient sei in der Schweiz vor 14 Jahren mit Alopurinol und Korti- kotherapie behandelt worden. Dennoch sei dieser Prozess rezi- div, in der Form von Poliartrithis. Der Röntgenbefund zeige dege- nerative Veränderungen im Knie und den Knöcheln. Der Prozess Seite 15C-7159/2007 werde wiederholt. Er solle in eine Badekur gehen und die gege- bene Therapie für „Urinartrit“ nehmen. Die lateinische Diagnose laute: Arthritis urica genus bill, art. talocruralis et articulatio cubiti bill (ICD-10: M10). 4.4 Die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht haben die me- dizinischen Unterlagen nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdi- gung - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm- liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet für das Gericht, dass es alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu ent- scheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beur- teilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro- zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes ei- nes Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Be- lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anam nese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizini- schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Si- tuation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a, BGE 122 V 160 E. 1c mit Hinweisen; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a). Der erhöhte Be- weiswert umfasst allerdings nur medizinische Fragen, zu deren Beant- wortung Ärzte im Sozialversicherungsverfahren beigezogen werden, nicht aber weitere Fragen wie z.B. die wirtschaftliche Beurteilung. 4.5 Die Kurzatteste der Dres. E._______, O._______, P._______ sind nicht umfassend. Es wird z.T. lediglich die Diagnose oder die Labor- werte aufgeführt und festgehalten, dass der Patient an Bewegungsein- schränkungen leide. Die Arbeitsunfähigkeit wird nicht thematisiert. Diese Arztatteste entsprechen nicht den bundesgerichtlichen Anforderungen an einen hohen Beweiswert eines Beleges. Der Bericht des IV-Stellenarztes Dr. D._______ ist eher kurz gehalten, wiederholt lediglich die Aussagen der mazedonischen Alters- und Inva- lidenversicherung und stimmt diesen zu. 4.6 Der medizinische Rapport der Kommission für Einschätzung der Arbeitsfähigkeit der mazedonischen Alters- und Invalidenversicherung Seite 16C-7159/2007 wurde in Kenntnis der Anamnese und der relevanten Arztberichte er- stellt. Die Aussagen und Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar und in sich widerspruchsfrei. Diese Stellungnahme entspricht den rechtli- chen Anforderungen an ein Beweismittel mit erhöhtem Beweiswert. Der Beschwerdeführer bringt vor, dass er von der mazedonischen Al- ters- und Invalidenversicherung nur befragt aber nicht körperlich unter- sucht worden sei. Es ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass die mazedonischen Behörden ihre medizinischen Feststellungen aufgrund einer tatsächlichen Untersuchung des Beschwerdeführers trafen. Im Bericht ist jedenfalls umschrieben, dass die „heutige Untersuchung“ dieses Resultat ergab. Des Weiteren wurden mehrere Laboruntersuchungen gemacht und deren Resultate aufgeführt. Der Beschwerdeführer hat zudem in einem Telefongespräch vom 19. Februar 2007 mit der IVSTA informiert, dass er bei den Untersuchungen gewesen sei. Gemäss Telefonnotiz brachte der Beschwerdeführer damals nicht vor, die Untersuchung sei nicht korrekt erfolgt. Auch im Einwand vom 23. Juli 2007 beruft sich der Beschwerdeführer auf die mazedonische Dokumentation ohne deren Richtigkeit anzuzweifeln. Das Bundesverwaltungsgericht hat aufgrund der Akten keinen Anlass, davon auszugehen, dass der mazedonische Sozialversicherungsträger den Beschwerdeführer nicht lege artis untersucht hat. Der Bericht des IV-Stellenarztes Dr. F._______ beinhaltet ebenfalls die Anamnes e, die medizinische Dokumentation, die Aussagen sind aus- führlich, in sich widerspruchsfrei und der Arzt thematisiert die Arbeits- unfähigkeit sowohl in der angestammten Tätigkeit wie auch in Verwei- sungstätigkeiten. Die Schlussfolgerungen sind begründet und nachvoll- ziehbar. Auch diese Arztberichte entsprechen den Anforderungen an ein Beweismittel mit hohem Beweiswert. Es ist auf diese abzustützen. 4.7 Der Beschwerdeführer beantragte eine medizinische Untersu- chung in der Schweiz, wobei sein Sohn bereit sei, für die Transport- kosten aufzukommen. Die Berichte geben ein vollständiges Bild über die gesundheitlichen Schäden der Beschwerdeführerin wieder und gestatten eine zuverläs- Seite 17C-7159/2007 sige Beurteilung der Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers. Auf die vom Beschwerdeführer vorgeschlagene Begutachtung ist daher in an- tizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 122 II 469 E. 4a, BGE 122 III 223 E. 3c, BGE 120 1b 229 E. 2b, BGE 119 V 344 E. 3c mit Hinwei- sen) zu verzichten. 4.8 Der mazedonische Sozialversicherungsträger geht von einer Gon- arthrose im Knie bzw. einer Gonarthrosis bill. incipiens aus, welche je- doch keinen grossen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe, da es dem Be schwerdeführer zumutbar sei, in seiner angestammten Tätigkeit vollschichtig zu arbeiten. Während Dr. D._______ dieser Einschätzung zustimmt, schränkt Dr. F._______ die Arbeitsfähigkeit des Beschwer- deführers insofern ein, als er die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in seinem angestammten Beruf als Kellner auf 50% und in Verweisungstätigkeiten zu 100% einschätzt. Der Beschwerdeführer selbst betonte mehrmals, dass es ihm viel schlechter gehe als im Zeitpunkt der letzten materiellen Verfügung. Er führte jedoch lediglich seine Bewegungseinschränkungen auf, reichte dafür aber keine Belege ein. Die Einwendungen des Beschwerdeführ- ers sind daher wenig überzeugend. Die Beurteilung des IV-Stellenarztes Dr. F._______ erscheint realistisch und nachvollziehbar, es ist darauf abzustützen. 4.9 Insgesamt kommt das Gericht gestützt auf die Beurteilungen des mazedonischen Sozialversicherungsträgers und des IV-Stellenarztes Dr. F._______ zum Schluss, dass gemäss dem im Sozialversicherungsrecht massgeblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 E. 5b) zwischen der letzten materiellen Überprüfung vom 14. Juli 1999 und der Verfü- gung vom 31. August 2007 eine rentenrelevante Verbesserung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers eingetreten ist. 5. Die Vorinstanz führte korrekterweise einen Einkommensvergleich zur Berechnung des Invaliditätsgrades durch. 5.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein- kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus- Seite 18C-7159/2007 geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Wei- se zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüberge- stellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi- tätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen (allge- meine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b; ZAK 1990 S. 518 E. 2). Gemäss BGE 129 V 222 E. 4.1 und 4.2 sind für den Einkommensvergleich die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu er- heben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichsein- kommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind. Mittels Aufindexierung der Einkommen kann die zeitidentische Grundlage er- reicht werden. 5.2 Hinsichtlich des Validenlohnes stützte sich die Vorinstanz auf den für die Verfügung vom 14. Juli 1999 verwendeten letzten verdienten Lohn des Beschwerdeführers von CHF 51'635.- und indexierte diesen für das Jahr 2006, was ein monatliches Valideneinkommen von CHF 4'794.51 ergibt. Das von der Vorinstanz berechnete Valideneinkommen ist korrekt und vom Bundesverwaltungsgericht nicht zu beanstanden. 5.3 Zur Bestimmung des Invalideneinkommens verwies die Vorinstanz auf die schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) 2006 des Bundes- amtes für Statistik, Privater Sektor TA1, Anforderungsniveau 4, Män- ner. Die Vorinstanz berechnete den Durchschnittslohn der vom IV-Stel- lenarzt vorgeschlagenen, noch möglichen Verweistätigkeiten unter Be- rücksichtigung der durchschnittlichen Arbeitszeit. Zusätzlich gewährte sie einen relativ grosszügigen leidensbedingten Abzug von 20%, was ein Invalideneinkommen von monatlich CHF 3'670.99 ergibt. Es liegen keine Unterlagen vor, aus denen hervorginge, dass der Be- schwerdeführer auf dem freien Arbeitsmarkt grundsätzlich nicht Seite 19C-7159/2007 vermittelbar wäre, wie die verfügende Behörde beim Erlass der renten- zusprechenden Verfügung vom 14. Juli 1999 angenommen hatte. Auch diese Berechnung entspricht der Rechtsprechung und wurde richtig vorgenommen. Der leidensbedingte Abzug von 20% ist im Er- messen der Vorinstanz und es besteht für das Bundesverwaltungsge- richt kein An lass, in diese Ermessensausübung der Vorinstanz einzu- greifen (vgl. BG E 124 V 321 E. 3b bb). Es sei hier festgehalten, dass auch ein m aximaler leidensbedingter Abzug von 25% zu keinem ren- tenauslösendem Invaliditätsgrad (nämlich 28.22%) führen wü rde. W ird das Valideneinkomm en von CHF 4'794.51 mit dem Invalidenein- kom me n von CH F 3'670.99 in Be ziehung gesetzt, so ergibt sich eine Erwerbseinbusse von CH F 1'123.52. Da s entspricht einem Invaliditäts- grad von 23.43% ([{4'794.51 - 3'670.99} x 100]: 4'794.51). Der Einkom- mensvergleich wu rde korrekt erstellt. Be i einem Invaliditätsgrad von 23.43% entsteht kein An spruch auf eine Invalidenrente. 6. In Anwendung von Art. 88bis Abs. 2 Bst. a IVV wurde die Rentenaufhe- bung korrekt per 1. November 2004 verfügt. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz zu Recht ver- fügt hat, dem Beschwerdeführer ab dem 1. November 2004 keine Ren- te mehr auszurichten. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. 7. Sollte sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit dem 31. August 2007 verschlechtert haben, so steht es dem Beschwerde- führer frei, ein neues Gesuch um Ausrichtung einer Invalidenrente zu stellen (BGE 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen). 8. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteientschädigung. 8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG (in der seit dem 1. Juli 2006 gültigen Fassung) ist das Beschwerdeverfah- ren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV- Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei aufer- legt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Aufgrund der Gutheissung des Gesuchs Seite 20C-7159/2007 um unentgeltliche Prozessführung, sind vorliegend keine Verfahrens- kosten zu erheben. 8.2 Angesichts der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen sowie der Eingaben des Rechtsvertreters erscheint vorliegend eine Entschädigung von CHF 1'600.- als angemessen (Art. 7 ff. des Regle- ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die obsie- gende Vorinstanz hat keinen Entschädigungsanspruch (Art. 7 Abs. 3 VGKE). 8.3 Es wird darauf hingewiesen, dass gemäss Art. 65 Abs. 4 VwVG die bedürftige Partei verpflichtet ist, Honorar und Kosten des Anwalts an die Körperschaft oder autonome Anstalt zu vergüten, die sie be- zahlt hat, wenn sie später zu hinreichenden Mitteln gelangt. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung von CHF 1'600.- zu Lasten der Gerichtskasse zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: - den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Röntgenbilder) - die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Einschreiben) - das Bundesamt für Sozialversicherung Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Seite 21C-7159/2007 Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Franziska Schneider Christine Schori Abt Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf- fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange- fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die be- schwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). Versand: Seite 22