A bteilung IV D -6500/2006 {T 0/2} U rteil vom 10. A ugust 2007 M itw irkung: R ichter D aniel Schm id (Vorsitz), R ichterin Therese Kojic, R ichter Vito Valenti G erichtsschreiberin Iringo H ockley X._______, geboren [G eburtsdatum ], Türkei vertreten durch H errn Jean O esch, Avocat, [Adresse], Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), vorm als Bundesam t für Flüchtlinge (BFF), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 28. M ai 2003 i.S. A syl und W egw eisung / N [...] B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. a) D er vorm als noch m inderjährige Beschw erdeführer verliess eigenen Angaben zu- folge seinen H eim atstaat am 14. Juli 2002 und gelangte im Laderaum eines Last- w agens über ihm unbekannte Länder am 22. Juli 2002 in die Schw eiz, w o er am folgenden Tag um Asyl ersuchte. Am 9. August 2002 w urde der Beschw erdeführer im A._______ sum m arisch zu seinen Ausreisegründen befragt. Aufgrund dieser Befragung gelangte das Bundesam t zum Schluss, dass der Beschw erdeführer je- denfalls für die D urchführung des Asylverfahrens als urteilsfähig betrachtet w erden könne. In der Folge w urde der Beschw erdeführer für die D auer des Asylverfahrens dem Kanton B._______ zugew iesen. b) Zur Begründung seines Asylgesuchs m achte der Beschw erdeführer im W esentli- chen geltend, er sei w egen U nterstützung der PKK ein Jahr lang im G efängnis ge- w esen. W egen seiner M inderjährigkeit sei er Ende 2000 aus der H aft entlassen w orden. Am 3. Juli 1999 sei er zw ei Tage lang auf dem M ilitärpolizeiposten gefol- tert w orden. Er sei m it dem G ew ehrkolben geschlagen w orden und habe Verlet- zungen am rechten O hr davon getragen. M an habe auch seinen Kopf unter W as- ser gedrückt und von ihm verlangt, anzugeben, w eshalb er die PKK unterstützt und w o er die W affen versteckt habe. Vor seiner Festnahm e vom 3. Juli 1999 sei er von D orfschützern beschossen w orden, als er m it den Tieren unterw egs gew esen sei; noch heute habe er drei Schrotkugeln im H als. Zurzeit w erde er per H aftbefehl gesucht. Sein Bruder sei im Besitz einer Aufenthaltsbew illigung C und halte sich im Kanton C ._______ auf. c) Am 21. August 2002 w urde dem Beschw erdeführer das rechtliche G ehör zu Inhal- ten gem äss Art. 32 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG , SR 142.31] gew ährt. G em äss Abklärungen könne sich der Beschw erdeführer in D eutschland aufhalten, da er eine (Asyl-) Klage beim Verw altungsgericht Stuttgart hängig habe. d) Am 26. August 2002 stim m ten die zuständigen deutschen Behörden einem ent- sprechenden R ückübernahm egesuch nicht zu, da der Beschw erdeführer in D eutschland über keinen Aufenthaltstitel verfüge. e) Am 8. N ovem ber 2002 fand – aufgrund der M inderjährigkeit des Beschw erdefüh- rers in Anw esenheit einer rechtskundigen Vertrauensperson (Art. 17 Abs. 3 AsylG ) – die einlässliche Anhörung zu den Asylgründen statt. D er Beschw erdeführer führ- te ergänzend zu seinen ersten Angaben im A._______ aus, als er nach D eutsch- land gegangen sei, habe gegen ihn noch kein H aftbefehl vorgelegen. Später habe er m it seinem Anw alt in der Türkei gesprochen, der ihm versichert habe, dass sein Fall abgeschlossen sei und dass er keine Angst m ehr zu haben brauche. Auch sei- ne M utter habe ihn erm utigt zurückzukom m en. D a er H eim w eh gehabt habe, sei er dann zurückgekehrt. Aber kaum sei er w ieder im D orf gew esen, hätten die U nter- drückungen seitens der Soldaten w ieder angefangen. Er sei ohne jeglichen G rund auf den Posten gebracht w orden. H iebe, Schläge und Erniedrigungen hätten zur 3 Tagesordnung gehört. Sie seien beschim pft w orden, Terroristen zu unterstützen. Zudem habe m an seine Fam ilie beschuldigt, einen Bom benanschlag auf ein C afé verübt zu haben. Ihm sei ebenfalls angelastet w orden, etw as m it diesem Bom benanschlag zu tun gehabt zu haben; es liege ein H aftbefehl gegen ihn vor. D ies seien die G ründe, w eshalb er nun hier sei. f) G estützt auf ein G esuch des vorm aligen R echtsvertreters und der Vertrauensper- son des Beschw erdeführers stim m ten die zuständigen Behörden des Kantons C ._______ am 19. Februar 2003 einem W echsel des Beschw erdeführers auf ihr G ebiet zu. B. M it Verfügung vom 28. M ai 2003 – eröffnet am 30. M ai 2003 – w ies das Bundes- am t das Asylgesuch des Beschw erdeführers ab und ordnete die W egw eisung so- w ie den W egw eisungsvollzug aus der Schw eiz an. C . G egen diese Verfügung erhob der Beschw erdeführer durch seinen von ihm neu m andatierten R echtsvertreter am 30. Juni 2003 Beschw erde bei der Schw eizeri- schen Asylrekurskom m ission (AR K) und beantragte, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben, ihm sei die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und Asyl zu ge- w ähren. Eventualiter sei der Beschw erdeführer vorläufig in der Schw eiz aufzuneh- m en. Im W eiteren w urde um Einsicht in das vorinstanzliche Aktenstück A16/1 er- sucht. D . M it Zw ischenverfügung vom 11. Juli 2003 w urde das G esuch um Akteneinsicht gutgeheissen und dem Beschw erdeführer G elegenheit zur Stellungnahm e zum edierten Aktenstück (M itteilung des Verw altungsgerichts Stuttgart vom 15. August 2002 betreffend das dort hängige Verfahren des Beschw erdeführers) gegeben. G leichzeitig w urde er aufgefordert, einen Vorschuss an die Verfahrenskosten zu leisten. E. D er Kostenvorschuss w urde am 17. Juli 2003 innert der angesetzten Frist einbe- zahlt. F. M it Eingabe vom 25. Juli 2003 ersuchte der Beschw erdeführer um Fristerstreckung betreffend Stellungnahm e zum nachedierten Aktenstück. Zur Begründung führte er an, er habe beim Verw altungsgericht Stuttgart m it Schreiben vom 22. Juli 2003 um Einsicht in die Verfahrensakten ersucht. G . M it Zw ischenverfügung vom 31. Juli 2003 w urde dem G esuch stattgegeben und dem Beschw erdeführer Frist für das Beibringen der in Aussicht gestellten Bew eis- m ittel inklusive Stellungnahm e dazu bis zum 22. August 2003 angesetzt. H . M it Eingabe vom 14. August 2003 reichte der Beschw erdeführer die Kopie eines "m andat d'arrêt per défaut" des "Tribunal C rim iniel C ham bre no. 2" in D ._______ vom 27. Juni 2003 sam t Ü bersetzung vom 31. Juli 2003 zu den Akten. H insichtlich der G erichtsakten aus Stuttgart führte er an, er habe bis dato die anbegehrten Aktenstücke nicht erhalten. I. In ihrer Vernehm lassung vom 5. N ovem ber 2003 beantragt die Vorinstanz die Ab- w eisung der Beschw erde. Zur Begründung hielt sie fest, das nachträglich zu den Akten gereichte Schreiben an die Staatsanw altschaft D ._______ habe sich auf- grund einer internen Analyse als Fälschung erw iesen. J. M it Eingabe vom 8. D ezem ber 2003 replizierte der Beschw erdeführer auf die Stel-4 lungnahm e des Bundesam tes. K. Am 11. N ovem ber 2005 heiratete der Beschw erdeführer eine Schw eizer Bürgerin. L. M it Zw ischenverfügung vom 19. D ezem ber 2005 w urde dem Beschw erdeführer m itgeteilt, dass er aufgrund des Eheschlusses grundsätzlich einen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbew illigung habe. G leichzeitig w urde er angefragt, ob er bei dieser Sachlage an der Beschw erde festzuhalten oder diese zurückzuziehen gedenke. M . D er Beschw erdeführer liess die ihm zur Stellungnahm e angesetzte Frist ungenutzt verstreichen. D em Beschw erdeführer w urde im Anschluss an den Eheschluss eine Aufenthaltsbew illigung B erteilt, über die er noch heute verfügt. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vor- liegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz; das Bundesver- w altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.119]) 1.2 D as Bundesverw altungsgericht hat per 1. Januar 2007 das vorliegende bei der am 31. D ezem ber 2006 aufgelösten AR K hängige Beschw erdeverfahren übernom m en. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 2. 2.1 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2.2 D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der im Zeitpunkt der R echtsm itteleinreichung volljährige Beschw erdeführer ist legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim at- staat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politi- schen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete 5 Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gel- ten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum in- dest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vor- handensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeb- lich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D as Bundesam t lehnte das Asylgesuch zunächst im W esentlichen m it der Begrün- dung ab, der Beschw erdeführer sei eigenen Angaben zufolge im M ai oder im Juni 2001 in die Bundesrepublik D eutschland eingereist und habe dort um Asyl ersucht. Am 9. Juni 2001 sei er beim Versuch illegal in die Schw eiz zu reisen aufgegriffen und zw ei Tage später von den deutschen Behörden rückübernom m en w orden. Am 11. Septem ber 2001 habe der Beschw erdeführer in D eutschland eine Verw al- tungsbeschw erde gegen den negativen Asylentscheid eingereicht und sei am 2. D ezem ber 2001 ohne H interlassen einer Adresse untergetaucht. Anlässlich des rechtlichen G ehörs habe der Beschw erdeführer zu diesen Abklärungsergebnissen erklärt, er habe sich nur zw ei bis drei W ochen in D eutschland aufgehalten. Ange- sichts der Tatsache, dass er dort am 11. Septem ber 2001 eine Verw altungsbe- schw erde eingereicht habe, könne das Vorbringen, er sei noch im Juni 2001 in die Türkei zurückgekehrt, nicht geglaubt w erden. D a ein grosser Teil der angeblichen Verfolgung des Beschw erdeführers durch die türkischen Behörden in dieser Zeit- spanne angesiedelt sei, sei den diesbezüglichen Vorbringen jede G rundlage ent- zogen. 4.1.1 In der Beschw erde w ird diesbezüglich eingew endet, der Beschw erdeführer habe im m er bestritten, bis am 2. D ezem ber 2001 in D eutschland geblieben zu sein. In diesem Zusam m enhang sei es w ichtig in Erinnerung zu rufen, dass der Beschw er- deführer im Zeitpunkt der G esuchseinreichung in D eutschland knapp 16-jährig ge- w esen sei. D as junge Alter des Beschw erdeführers sei auch bei der Beurteilung der G laubhaftigkeit der Vorbringen zu berücksichtigen. Er habe bei seinen Anhö- rungen angegeben, an psychischen Problem en (insbesondere an "H eim w eh") zu leiden, w as m it ein G rund gew esen sei, dass er innert kurzer Zeit in die Türkei zu- rückgekehrt sei. In der Eingabe vom 25. Juli 2003 führt der R echtsvertreter des Beschw erdeführers ergänzend aus, es sei nicht auszuschliessen, dass in D eutsch- land ein Vorm und aus eigener Inititative gegen den Asylentscheid Beschw erde er- hoben habe; der Beschw erdeführer habe keine Kenntnis von einem solchen Ver- fahren; er habe kein solches eingeleitet. W eiter w ird ausgeführt, der Beschw erde- führer habe m it Schreiben vom 22. Juli 2003 beim Verw altungsgericht Stuttgart um Zustellung einer Kopie der dort eingereichten Beschw erde vom 11. Septem ber 2001 ersucht. 4.1.2 D as Bundesverw altungsgericht kom m t in Ü bereinstim m ung m it der Einschätzung der Vorinstanz zum Schluss, dass der vom Beschw erdeführer behauptete bloss 6 zw ei- oder dreiw öchige Aufenthalt in D eutschland – und dam it die R ückkehr in den H eim atstaat – nicht glaubhaft sind. Schw erw iegend ins G ew icht fällt dabei der U m - stand, dass der Beschw erdeführer die am 25. Juli 2003 in Aussicht gestellte Kopie "seiner" Beschw erde beim Verw altungsgericht Stuttgart bis heute nicht zu den Ak- ten gereicht hat. D am it konnte er die w ährend des Beschw erdeverfahrens aufge- stellte These, er habe nicht persönlich am 11. Septem ber 2001 in D eutschland ein R echtsm ittelverfahren in die W ege geleitet, in keiner W eise belegen, obw ohl dies absolut m öglich und zum utbar gew esen w äre. An diesen Schlussfolgerungen ver- m ag auch das jugendliche Alter des Beschw erdeführers im Zeitpunkt der Asylge- suchseinreichung in D eutschland und anschliessend in der Schw eiz nichts zu än- dern, zum al auch ein 16-Jähriger in der Lage ist, zw ischen so unterschiedlichen Zeitspannen w ie "2 – 3 W ochen" und einem halben Jahr (M ai – D ezem ber 2001) zu unterscheiden. 4.2 In ihrer Vernehm lassung vom 5. N ovem ber 2003 hält die Vorinstanz sodann fest, unter anderem das nachträglich zu den Akten gereichte Schreiben an die Staats- anw altschaft D ._______ (vgl. Prozessgeschichte Bst. H ) enthalte verschiedene H inw eise auf eine Totalfälschung. D as BFM führt zur Begründung insbesondere an, es stelle sich zunächst die Frage, w ie der Beschw erdeführer in den Besitz ei- nes gerichtsinternen D okum ent kom m e, den dazugehörigen H aftbefehl "Ö rnek 29" jedoch nicht beibringe. Es erstaune sodann, dass die Behörden eine beglaubigte Kopie eines D okum entes angefertigt haben sollen, w elches nicht zur W eitergabe vorgesehen sei. Inhaltlich sei anzum erken, dass die Ausschreibung zur Fahndung im Jahre 2003 für einen Straftatbestand, w elcher sich 2001 zugetragen haben soll, realitätsfrem d sei. Schliesslich sei das D okum ent von einem Schw urgericht ausge- fertigt w orden und betreffe som it ein gem einrechtliches D elikt und nicht – w ie gel- tend gem acht – ein politisches Vergehen. 4.2.1 In der R eplik vom 8. D ezem ber 2003 hält der R echtsvertreter des Beschw erdefüh- rers der Vernehm lassung der Vorinstanz entgegen, er habe sehr w ohl ausgeführt, w ie er in den Besitz des besagten D okum ents gelangt sei: Er habe seinen türki- schen Anw alt A.B. m andatiert, sein D ossier zu konsultieren. D abei sei es – w ie in der Schw eiz – m öglich, Kopien anfertigen zu lassen, auch von internen Verfah- rensakten. Ein solches Akteneinsichtsrecht gehöre zu den "droits fondam entaux de la défense". D er Beschw erdeführer habe A.B. nochm als kontaktiert, dam it die- ser nähere Angaben dazu liefere, w ie er zum edierten Aktenstück gekom m en sei, und zur Argum entation des BFM Stellung nehm e. D iese Angaben w ürden nachge- reicht, sobald sie eingetroffen seien. 4.2.2 D ie Argum entation des Beschw erdeführers verm ag nicht zu überzeugen, zum al er bei dieser Ausgangslage auch in der Lage gew esen sein m üsste, eine Kopie des dazugehörigen "Ö rnek 29" erhältlich zum achen. Im Ü brigen hat der Beschw erde- führer die in Aussicht gestellte Stellungnahm e seines türkischen Anw alts bis heute nicht zu den Akten gereicht. D am it ist es ihm nicht gelungen, die Ausführungen des Bundesam ts in seiner Vernehm lassung glaubhaft in Zw eifel zu ziehen respek- tive zu w iderlegen. U nter Berücksichtigung säm tlicher Akten und insbesondere der Tatsache, dass der Beschw erdeführer seine Vorbringen m ittels gefälschter D okum ente zu belegen versuchte, ist sodann der Antrag, w onach über die Schw eizer Botschaft in Ankara Abklärungen vorzunehm en seien, abgew iesen.7 4.3 Bei dieser Sachlage bleibt zusam m enfassend festzuhalten, dass es dem Be- schw erdeführer nicht gelungen ist, die Schlussfolgerungen des BFM um zustossen. Es erübrigt sich, auf die übrigen Ausführungen in den Beschw erdeeingaben w eiter einzugehen, w eil sie am Ergebnis nichts ändern können. D er Beschw erdeführer verm ochte dam it nicht glaubhaft darzulegen, ihm drohten seitens des türkischen Staats flüchtlingsrechtlich relevante M assnahm en. D as Bundesam t hat dam it zu R echt und m it zutreffender Begründung festgestellt, dass der Beschw erdeführer die Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt. D ie Abw eisung des Asylgesuchs ist dam it zu bestätigen. 5. 5.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; da- bei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zu- m utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzli- chen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]). D em Beschw erdeführer w urde im Anschluss an seinen Eheschluss m it einer Schw eizerbürgerin im N ovem ber 2005 eine Aufenthaltsbew illigung B erteilt, über die er noch heute verfügt. D am it ist die angeordnete W egw eisung des Beschw er- deführers gegenstandslos gew orden (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; EM AR K 2001 N r. 21). 5.2 Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esag- ten abzuw eisen, sow eit sie nicht gegenstandslos gew orden ist. 6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschw erdeführer auf- zuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). Aufgrund der teilw eisen G egenstandslosigkeit des Beschw erdeverfahrens ist zu prüfen, w ie sich die Prozessaussichten vor Eintritt der G egenstandslosigkeit dar- geboten haben; entsprechend sind die Kosten zu verlegen (vgl. FR ITZ G YG I, Bun- desverw altungsrechtspflege, 2. A. Bern 1983, S. 326). Aufgrund der dam aligen Ak- tenlage hätte auch bezüglich W egw eisung und W egw eisungsvollzug m it hoher W ahrscheinlichkeit eine Beschw erdeabw eisung resultiert. D ie Kosten sind som it auf insgesam t Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw al- tungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE]) und m it dem am 17. Juli 2003 in dieser H öhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen. (D ispositiv nächste Seite)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird in Bezug auf die Frage der Flüchtlingseigenschaft und Asyl- gew ährung abgew iesen. 2. D ie Beschw erde w ird in Bezug auf die Frage der W egw eisung als gegenstandslos gew orden abgeschrieben. 3. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt. D ieser Betrag w ird m it dem in gleicher H öhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 4. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers, 2 Expl. (eingeschrieben; Beilage: Verfügung des BFF vom 28. M ai 2003 im O riginal) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N [...]) - den C ._______ D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: D aniel Schm id Iringo H ockley Versand am :