<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2003.00009</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107267&amp;W10_KEY=4467144&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2003.00009</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.06.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Lohnnachzahlungen</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Anspruch auf Lohnnachzahlungen für Hebammenschülerin?<br/>Eintreten aufgrund des Gleichstellungsgesetzes und Art. 6 EMRK (E. 1). Die vom Verwaltungsgericht am 22. Januar 2001 (VK.96.00011) festgestellte Lohndiskriminierung und die vom Regierungsrat gestützt darauf beschlossenen Lohnnachzahlungen (RRB 1283/2001) betrafen ausgebildete Krankenpflegende (und Hebammen). Bei der Hebammenschule handelt es sich um eine nicht berufsbegleitende Zusatzausbildung, weshalb kein Anspruch auf Lohnnachzahlung aus der früher ausgeübten Tätigkeit als Pflegende abgeleitet werden kann (E. 2). Der in VK.96.00011 vorgenommene Vergleich zwischen Pflegenden und Polizeiangehörigen ist nicht direkt auf das Verhältnis von Polizeiangehörigen in Ausbildung und Hebammenschülerinnen übertragbar (E. 3). Keine weitergehenden Ansprüche aus Treu und Glauben, der Besitzstandsgarantie und dem allgemeinen Rechtsgleichheitsgrundsatz (E. 4).<br/>Rückweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSBEWERTUNG">ARBEITSBEWERTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSBILDUNG">AUSBILDUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESITZSTANDSGARANTIE">BESITZSTANDSGARANTIE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESOLDUNGSKLASSE">BESOLDUNGSKLASSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DISKRIMINIERUNG">DISKRIMINIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHLECHTERGLEICHHEIT">GESCHLECHTERGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Artikel 8, 9, 29 ff BV ST: GLEICHBERECHTIGUNG VON MANN UND FRAU">GLEICHBERECHTIGUNG VON MANN UND FRAU</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HEBAMMENSCHÃLERIN">HEBAMMENSCHÃLERIN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES">INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNDISKRIMINIERUNG">LOHNDISKRIMINIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNGLEICHHEIT">LOHNGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNKLASSE">LOHNKLASSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNNACHZAHLUNG">LOHNNACHZAHLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PFLEGEBERUFE">PFLEGEBERUFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSGLEICHHEIT">RECHTSGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TREU UND GLAUBEN">TREU UND GLAUBEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃBERFÃHRUNGSREGELUNG">ÃBERFÃHRUNGSREGELUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHLERWORBENE RECHTE">WOHLERWORBENE RECHTE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 8 lit. I BV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 lit. III BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 6 lit. I EMRK</span><br/><span class="gerade">Art. 3 GlG</span><br/><span class="ungerade">§ 50 lit. II d VRG</span><br/><span class="gerade">§ 74 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2003 Nr. 25 S. 70</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A. Mit Entscheid vom 22. Januar 2001 hiess das Verwaltungsgericht die Gleichstellungsklagen diverser BerufsverbÃ¤nde und EinzelklÃ¤gerinnen betreffend die Einreihung der Diplomierten Krankenschwestern, der Diplomierten Krankenschwestern mit Zusatz­aus­bildung und der Stationsschwestern teilweise gut. Dabei wurde festgehalten, grundsÃ¤tzlich seien die Diplomierten Krankenschwestern, denen Auszubildende und/oder Hilfspersonal unterstellt seien, in die Lohnklassen 14 und 15 (anstatt 12 bis 13) einzureihen. Folgerichtig seien Diplomierte Krankenschwestern mit Zusatzausbildung in die Klassen 15 oder 16 (anstatt 13 bis 14) und Stationsschwestern in die Klassen 15, 16 oder 17 (anstatt 14 bis 16) ein­zureihen (VK.96.00011, E. 10c, vgl. auch E. 4a, www.vgrzh.ch/rechtsprechung). Die von den IndividualklÃ¤gerinnen gestellten rÃ¼ckwirkenden Lohnbegehren fÃ¼r die Zeit vom 1. Juli 1991 bis 30. Juni 1996 sistierte das Gericht einstweilen. Gleichentags ergingen noch andere Urteile betreffend Gleichstellungsklagen im Gesundheitswesen (in Sachen BerufsschullehrkrÃ¤fte im Gesundheitswesen [VK.96.00013], Physiotherapierende [VK.96.00015] und Ergotherapierende [VK.96.00017], alle ebenfalls unter www.vgrzh.ch/rechtsprechung). Im Zusammenhang mit der wÃ¤hrend der Ausbildungszeit auszurichtenden EntlÃ¶hnung wur­de in den Urteilen nichts weiter festgehalten, bildete diese Frage doch auch nicht Gegenstand jener Verfahren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 16. Mai 2001 erliess der Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich mit Beschluss (RRB) 707/2001 einen Einreihungsplan (Neueinreihung Gesundheitsberufe). Demnach sind Diplomierte Krankenschwestern/pfleger mit Diplomniveau (DN) II neu in die Lohnklas­se 14 einzureihen. Diplomierte Krankenschwestern/pfleger mit DN I und mit besonderen Aufgaben (mbA) sind ebenfalls in die Klasse 14 einzureihen, jene mit DN II und mbA hingegen in die Klasse 15 (RRB 707/2001 E. B.5). Neu eingereiht wurden auch die Hebam­­men. In diesem Zusammenhang hielt der Regierungsrat fest, bei dieser Berufsgruppe hand­le es sich um diplomiertes Pflegepersonal im weiteren Sinn, das bisher, gleich wie die Krankenschwestern in der Grundfunktion, in Klasse 12 eingereiht gewesen sei. Die Ausbil­dung zur Hebamme erfolge entweder Ã¼ber eine dreijÃ¤hrige SRK-anerkannte Berufslehre oder eine 18-monatige Zusatzausbildung nach dem erlangten DN II. Das Aufgabengebiet der Hebamme entspreche von den Anforderungen her demjenigen der Krankenschwester DN II. Vor diesem Hintergrund rechtfertige es sich im Sinne der Gleichbehandlung mit dem diplomierten Pflegepersonal, die Hebamme mit Grundausbildung der Krankenschwes­ter DN II in Klasse 14 und die Hebamme mit Zusatzausbildung der Krankenschwester mit Zu­satzausbildung in Klasse 15 gleichzustellen (RRB 707/2001 E. C). Ãber die wÃ¤hrend der Ausbildungszeit zu entrichtende EntlÃ¶hnung erfolgten keine nÃ¤heren Angaben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Weiteren erliess der Regierungsrat am 29. August 2001 (RRB 1283/2001) einen Beschluss betreffend Lohnnachzahlungen fÃ¼r Pflege-, medizinisch-technische und ‑thera­peu­­tische Berufe (Genehmigung Vereinbarung). Dieser Beschluss grÃ¼ndet auf einer Einigung, welche zur Umsetzung der Verwaltungsgerichtsurteile bzw. im Zusammenhang mit den sistierten Leistungsklagen der IndividualklÃ¤gerinnen zwischen diesen, den klagenden BerufsverbÃ¤nden und Gewerkschaften einerseits und dem Kanton ZÃ¼rich, vertreten durch die Finanzdirektion und die Gesundheitsdirektion, sowie dem Verband ZÃ¼rcher KrankenhÃ¤u­ser anderseits erzielt werden konnte. Danach ist den 47 IndividualklÃ¤gerinnen fÃ¼r die Zeit vom 1. Juli 1991 bis 30. Juni 2001 eine Lohnnach­zahlung fÃ¼r die entsprechenden Klas­sen und Stufen zu gewÃ¤hren, die anhand der jewei­ligen Einreihungsgeschichte berechnet wird. Es wird ein jÃ¤hrlicher Verzugszins von 5 % ab mittlerem Verfalldatum gewÃ¤hrt (RRB 1283/2001 E. B.1). FÃ¼r die Ã¼brigen AngehÃ¶ri­gen der betroffenen Berufe und Funktionen ist eine pauschalierte Lohnnachzahlung fÃ¼r die Zeit vom 1. MÃ¤rz 1996 bis 30. Juni 2001 zu gewÃ¤hren, die im Grundsatz der mit den kla­genden Parteien vereinbarten Klassen- und StufenerhÃ¶hung entspricht. Davon ausgehend wurde auf Grund des jÃ¤hrlich erzielten Bruttolohns und in der Annahme einer durchschnittlichen Einstufung in Erfahrungsstufe 5 (nach der StufenerhÃ¶hung) ein pauschalierter Prozentsatz fÃ¼r jede Berufsgruppe und Funktion berechnet. Auf dem Auszahlungsbetrag wird ein pauschaler Verzugszins von 6 % fÃ¼r die gesamte Verfallzeit gewÃ¤hrt, was ungefÃ¤hr einem jÃ¤hrlichen Verzugszins von etwas weniger als 2.5 % entspricht (RRB 1283/2001 E. B.2).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Auszubildenden werden in der Vereinbarung und in RRB 1283/2001 ebenfalls nicht weiter erwÃ¤hnt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. A war von 1996 bis 1998 als Kranken­pflegende DN II am UniversitÃ¤tsspital ZÃ¼rich tÃ¤tig und als solche in der Besoldungsklasse 12 Erfahrungsstufe (ES) 0 bzw. 1 eingereiht. Am 9. MÃ¤rz 1998 nahm sie die 18-monatige Zusatzausbildung zur Hebamme auf, welche sie anfangs September 1999 abschloss. GemÃ¤ss Ausbildungsvertrag vom 3. Februar 1998 wurde sie wÃ¤hrend der Ausbildung gemÃ¤ss Lohnklasse 12 ES 1 entlÃ¶hnt. Vom Lohn wurde ihr ein mo­natliches Schulgeld von Fr. 1'000.- abgezogen. Heute erhalten HebammenschÃ¼lerinnen aus dem Kanton ZÃ¼rich einen monatlichen Bruttolohn von Fr. 3'000.-, haben aber kein Schulgeld mehr zu entrichten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 25. Januar 2002 erhielt A fÃ¼r die TÃ¤tigkeit als Pflegende DN II in den Jahren 1996 bis 1998 Lohnnachzahlungen im Umfang von Fr. 16'329.50. FÃ¼r die Zeit ihrer Zusatzausbildung wurden ihr keine Nachzahlungen gewÃ¤hrt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der Folge gelangte A mit Einsprache an das UniversitÃ¤tsspital ZÃ¼rich und verlangte Lohnnachzahlungen auch fÃ¼r die Zeit der Zusatzausbildung. Die Einsprache wur­de am 2. Mai 2002 unter anderem mit der BegrÃ¼ndung abgewiesen, bei der Hebammenausbildung handle es sich im Gegensatz zu den IPS-, OPS- und AnÃ¤sthesieausbildungen um eine verkÃ¼rzte Grund­ausbildung und nicht um eine Weiterbildung. Die HebammenschÃ¼lerin sei daher als Lernende zu qualifizieren und habe somit keinen Anspruch auf Lohnnachzahlungen. Ãberdies kÃ¶nne bei den HebammenschÃ¼lerinnen als Lernende "angesichts derselben Einreihung" in Lohnklasse 12 nicht von einer diskriminierenden Einreihung gesprochen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Rekurs vom 3. Juni 2002 gelangte A an die Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich. Sie stellte sich erneut auf den Standpunkt, es seien ihr auch fÃ¼r die Zeit wÃ¤hrend der Zusatzausbildung gestÃ¼tzt auf das Verwaltungsgerichtsur­teil vom 21. Januar 2001 Lohnnachzahlungen im Umfang von zwei Klassen zu gewÃ¤hren. Ihre EntlÃ¶hnung wÃ¤hrend der Ausbildung zur Hebamme gemÃ¤ss Besoldungsklasse 12 sei im Vergleich zum kantona­len Polizeibeamten in Ausbildung, welcher in Lohnklasse 13 ein­gereiht sei, klar diskriminie­rend gewesen, habe sie doch zudem ein Schulgeld zu entrich­ten gehabt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 23. Januar 2003 wies die Gesundheitsdirektion den Rekurs mit der BegrÃ¼ndung ab, mit Beginn der verkÃ¼rzten Grundausbildung zur Hebamme habe A we­der in der fÃ¼r die Nachzahlungen massgeblichen Funktion als Pflegefachfrau noch als Pflege­fachfrau in Weiterbildung gearbeitet, sondern sei in ein eigent­liches AusbildungsverhÃ¤ltnis eingetreten und habe den neuen Status einer "Lernenden" erhalten. Als Lernende sei sie nicht selbstÃ¤ndig einsetzbar gewesen, weder als Pflegefachfrau noch als Hebamme. FÃ¼r den Anspruch auf Lohnnachzahlungen sei jedoch die tatsÃ¤chliche AusÃ¼bung der in der Vereinbarung festgelegten Berufe und Funktionen entscheidend, zumal diese rÃ¼ckwirkend bereits geleistete Arbeit und nicht Neuausbildungen vergÃ¼ten soll­ten. Der entscheidende Unterschied zu einer berufsbegleitenden Weiterbildung zur Pflegefachfrau OPS, IPS oder AnÃ¤sthesie bestehe darin, dass diese berufsbegleitenden Wei­terbildungen es den Pflegefachfrauen weiterhin erlaubten, im angestammten Beruf und Arbeitsumfeld ihre Arbeitsleistung zu erbringen. DemgegenÃ¼ber habe die Arbeitsstelle, welche A innegehabt habe, neu besetzt werden mÃ¼ssen. Da es sich bei den Lohnnachzahlungen ausserdem um ein reines Vollzugs­verfahren der Verwaltungsgerichtsentscheide vom 22. Januar 2001 handle, komme eine neue materielle WÃ¼rdigung des Kreises der nachzahlungsberechtigten Berufsgruppen nicht in Betracht, weshalb auch nicht weiter auf das Argument einzugehen sei, wonach der Polizeibeamte in Ausbildung in Lohnklasse 13 eingereiht sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Am 21. Februar 2003 gelangte A mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Sie beantragte, es seien ihr Nachzahlungen im Betrag von Fr. 12'277.30 plus Fr. 766.65 Zins zu leis­ten. Als BegrÃ¼ndung hielt sie unter anderem fest, die EntlÃ¶hnung der Hebamme in Ausbildung habe sich von derjenigen der diplomierten Kran­kenschwester in der Grundfunktion abgeleitet. Die fÃ¼r Letztere festgestellte Diskriminierung im Vergleich zum Polizeibeamten im Umfang von zwei Klassen habe sich somit auch auf die EntlÃ¶hnung der HebammenschÃ¼­lerinnen ausgewirkt. In diesem Zusammenhang sei nicht relevant, ob es sich bei der Hebammenausbildung um eine Zusatzausbildung oder um eine Weiterbildung handle. Im Weiteren stelle die EntlÃ¶hnung der HebammenschÃ¼­lerin wÃ¤hrend der Ausbildung gemÃ¤ss Lohnklasse 12 im Vergleich zum Kantonspolizis­ten in Ausbildung, welcher gemÃ¤ss Besoldungsklasse 13 eingereiht sei, zweifellos eine Diskriminierung dar.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der Beschwerdeantwort vom 1./2. April 2003 wurde die vollumfÃ¤ngliche Abweisung der Beschwerde beantragt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz beantragte in der Vernehmlassung vom 27. MÃ¤rz 2003 ebenfalls die Abweisung der Beschwerde. Sie verwies darauf, dass entgegen der Meinung der Beschwer­de­fÃ¼hrerin sehr wohl relevant sei, ob es sich bei der Ausbildung zur Hebamme um eine ver­­kÃ¼rzte Grundausbildung oder um eine berufsbegleitende Weiterbildung handle, und stell­­te sich erneut auf den Standpunkt, vorliegend gehe es einzig und allein um die Frage des Anspruchs auf Lohnnachzahlungen und nicht um die Einreihung in eine bestimmte Lohn­klasse.</span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text24"><span> </span></a></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Einzelrichterin zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Da der Streitwert nicht Ã¼ber Fr. 20'000.- liegt, ist die Entscheidung in einzelrichterlicher Kompetenz zu fÃ¤llen (§ 38 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Beschwerde richtet sich gegen einen Entscheid der Gesundheitsdirektion Ã¼ber eine personalrechtliche Anordnung gemÃ¤ss § 74 Abs. 1 VRG. Ungeachtet § 74 Abs. 2 VRG ist das LohngefÃ¼ge vom Verwaltungsgericht jedenfalls insoweit Ã¼berprÃ¼fbar, als es da­­rum geht, eine allfÃ¤llige <i>geschlechtsdiskriminierende</i> Lohnbenachteiligung ausfindig zu machen (Art. 3 und 5 des Gleichstellungsgesetzes vom 24. MÃ¤rz 1995 [GlG]; vgl. VGr, 23. Oktober 2002, PB.2002.00022, E. 1b, www.vgrzh.ch/recht­spre­chung; vgl. auch Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 74 N. 12).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Ausschlussbestimmung von § 74 Abs. 2 VRG kann im Ãbrigen dann nicht zur Anwendung gelangen, wenn sich ein Anspruch auf eine gerichtliche Beurteilung aus Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) ergibt. Nach der neueren Praxis des EuropÃ¤ischen Gerichtshofs fÃ¼r Menschenrechte und des Bundesgerichts, der sich das Verwaltungsgericht angeschlossen hat, stellen VermÃ¶gensansprÃ¼che aus dem Ã¶ffent­lich-rechtlichen DienstverhÃ¤ltnis grundsÃ¤tzlich zivilrechtliche Streitigkeiten im Sinn von Art. 6 Abs. 1 EMRK dar. Besoldungsstreitigkeiten sind hiervon nur ausgenommen, wenn die betreffenden Angestellten des Gemeinwesens allgemeine Staatsinteressen zu wah­­ren haben und an der AusÃ¼bung der Ã¶ffentlichen Gewalt teilhaben (VGr, 20. November 2002, PB.2002.00027, E. 2b, www.vgrzh.ch/rechtsprechung, mit weiteren Hinweisen). Dies trifft namentlich auf die AngehÃ¶rigen von Armee und Polizei zu, nicht aber auf die Be­schwerdefÃ¼hrerin als HebammenschÃ¼lerin (vgl. EGMR, 8. Dezember 1999, Pellegrini, 28541/95, § 66 in Verbindung mit §§ 37-41, Rec. 1999-VIII, http://hudoc.echr.coe.int; Jens Meyer-Ladewig, Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten, Hand­kommentar, Baden-Baden 2003, Art. 6 Rn. 10 ff.). Auf die vorliegende Beschwerde ist da­her auch aufgrund von Art. 6 Abs. 1 EMRK einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Bei den Verwaltungsgerichtsurteilen vom 22. Januar 2001 betreffend die Besol­dung der Pflegenden im Gesundheitswesen ging es zweifellos um die EntlÃ¶hnung von <i>fertig ausgebildetem</i> Personal. Entsprechend war auch zu beurteilen, inwieweit die Einreihung in die verschiedenen Lohnklassen aufgrund einer mit Hilfe der "Vereinfachten Funktionsanalyse" (VFA) vorgenommenen Bewertung aller Arbeitsfunktionen korrekt erfolgt war. Dabei waren sechs Kriterien (K) mit Punkten bewertet worden, nÃ¤mlich Ausbildung und Erfahrung (K1, maximal 320 Punkte), geistige Anforderungen (K2, maximal 300 Punk­­te), Verantwortung (K3, maximal 210 Punkte), psychische Anforderungen/Belas­tun­gen (K4, maximal 50 Punkte), physische Anforderungen/Belastungen (K5, maximal 60 Punk­te) und Beanspruchung der Sinnesorgane/spezielle Arbeitsbedingungen (K6, maximal 60 Punkte). Das Verwaltungsgericht kam zum Schluss, dass in Bezug auf das Kriterium "Aus­bildung und Erfahrung" (K1) die Krankenpflegenden zu tief bewertet worden waren und stellte insoweit einen Verstoss gegen Art. 8 Abs. 3 der Bundesverfassung vom 18. Ap­ril 1999 (BV) und Art. 3 Abs. 1 und 2 GlG fest (VK.96.00011, E. 10c, www.vgrzh.ch/recht­­spre­­chung).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Schon aufgrund der soeben gemachten AusfÃ¼hrungen zeigt sich, dass die Unterschei­dung zwischen einer berufsbegleitenden Weiterbildung und einer nicht berufsbegleiten­­den Zusatzausbildung fÃ¼r die Frage der GewÃ¤hrung von Lohnnachzahlungen fÃ¼r die Zeit der Ausbildung von Bedeutung ist. Da im ersteren Fall die betreffende Person weiterhin im angestammten Bereich berufstÃ¤tig ist und diesbezÃ¼glich Ã¼ber eine abgeschlossene Ausbildung verfÃ¼gt, kommt sie grundsÃ¤tzlich auch in den Genuss von Lohnnachzahlungen gemÃ¤ss Vereinbarung und RRB 1283/2001, was unbestritten geblieben ist. Bei einer (nicht be­­rufsbegleitenden) Zusatzausbildung steht hingegen die Ausbildung der betreffenden Person im Vordergrund, selbst wenn mit einer allfÃ¤lligen EntlÃ¶hnung auch die zur Ausbildung gehÃ¶rende praktische TÃ¤tigkeit abgegolten wird. Daher kann in diesem letzteren Fall die be­­treffende Person fÃ¼r die Ausbildungszeit weder gestÃ¼tzt auf die Verwaltungsgerichtsurteile vom 21. Januar 2001 noch gestÃ¼tzt auf den Einreihungsplan des Regierungsrats (RRB 707/2001), dessen Beschluss betreffend Lohnnachzahlungen (RRB 1283/2001) oder die diesem zugrunde liegende Vereinbarung einen Anspruch auf Lohnnachzahlungen geltend machen, ist sie doch wÃ¤hrend der Ausbildung einerseits nicht mehr im angestammten Bereich tÃ¤tig und andererseits fÃ¼r die neue Funktion noch nicht fertig ausgebildet. Entsprechend sind die EntlÃ¶hnungen wÃ¤hrend der Zusatzausbildungszeit in den genannten Urteilen und Erlassen unerwÃ¤hnt geblieben. Gegebenenfalls hat aber eine Person, welche eine Zusatz­ausbildung abgeschlossen hat, gestÃ¼tzt auf andere Rechtsgrundlagen Anspruch auf Lohn­nachzahlungen wÃ¤hrend der Ausbildungszeit, worauf zurÃ¼ckzukommen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Beschwerdegegner macht wie ausgefÃ¼hrt geltend, die BeschwerdefÃ¼hrerin habe im Rahmen ihrer Zusatzausbildung zur Hebamme den Status einer Lernenden gehabt und sei weder als Pflegefachfrau noch als Hebamme selbstÃ¤ndig einsetzbar gewesen, weshalb sie keinen Anspruch auf Lohnnachzahlungen habe. Die BeschwerdefÃ¼hrerin bestreitet nicht ausdrÃ¼cklich, dass es sich bei der Hebammenausbildung nicht um eine Weiterbildung, sondern um eine Zusatzausbildung handelt, da sie davon ausgeht, diese Unterscheidung sei nicht relevant. Ihrer Auffassung kann so aber aus den dargelegten GrÃ¼nden nicht gefolgt werden, denn wÃ¼rde es sich um eine berufsbegleitende Weiterbildung im erwÃ¤hnten Sinn handeln, hÃ¤tte die BeschwerdefÃ¼hrerin als weiterhin den angestammten Beruf AusÃ¼bende Anspruch auf Lohnnachzahlungen auch fÃ¼r die (parallel laufen­de) Weiterbildungszeit, was bei einer (nicht berufsbegleitenden) Zusatzausbildung nicht der Fall wÃ¤re, zumindest nicht gestÃ¼tzt auf die Urteile des Verwaltungsgerichts vom 22. Ja­nuar 2001, den Einreihungsplan des Regierungsrats (RRB 707/2001) sowie die Vereinbarung und den Beschluss betreffend Lohnnachzahlungen (RRB 1283/2001). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da die VerwaltungsbehÃ¶rde den Sachverhalt grundsÃ¤tzlich von Amtes wegen zu un­tersuchen und das Recht von Amtes wegen anzuwenden hat (§ 7 Abs. 1 und 4 VRG), ist vorliegend zu prÃ¼fen, ob die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen ist, dass es sich bei der von der BeschwerdefÃ¼hrerin absolvierten Hebammenausbildung um eine Zusatzausbildung gehandelt hat. Zwar wird in § 1 der von der Direktion des Gesundheitswesens des Kantons ZÃ¼rich erlassenen alten, hier aber relevanten Schulordnung der Hebammenschule des UniversitÃ¤tsspitals ZÃ¼rich vom 14. MÃ¤rz 1994 festgehalten, die Schule bilde "berufsbegleitend" diplomierte Krankenschwestern zu diplomierten Hebammen aus. Allerdings geht aus den darauf folgenden Bestimmungen hervor, dass es sich bei der eineinhalbjÃ¤hrigen Aus­bildung zur Hebamme um eine Vollzeitausbildung handelt, welche in Theorie und ausbildungsorientierte praktische TÃ¤tigkeit aufgegliedert ist. So ist beispielsweise in § 5 festge­halten, dass die SchÃ¼lerin die dienstlichen Anweisungen ihrer Vorgesetz­ten "in Schule und Praktikum" sorgfÃ¤ltig auszufÃ¼hren habe. In § 8 ist sodann aufgefÃ¼hrt, dass sich die durch­schnittliche wÃ¶chentliche Arbeitszeit "im Praktikum" nach den am Praktikumsort fÃ¼r die Hebammen gÃ¼ltigen Bestimmungen richte. Weiter bestimmt § 12, dass der "theoretische Unterricht" an der Hebammenschule des UniversitÃ¤tsspitals ZÃ¼rich und die "praktische Ausbildung und der klinische Unterricht" an den von der Schule bestimmten Ausbildungsorten stattfÃ¤nden. Allein aus diesen Beispielen ergibt sich, dass die in § 1 der alten Schulordnung verwendete Formulierung "berufsbegleitende" Ausbildung dahingehend zu verstehen ist, dass fÃ¼r die Absolvierung der Hebammenschule eine abgeschlossene Ausbildung als diplomierte Krankenschwester verlangt wird, nicht aber, dass die Auszubildenden wÃ¤hrend der Ausbildung weiterhin im angestammten Bereich tÃ¤tig sein kÃ¶nnen. Somit ist die von der Vorinstanz gezogene Schlussfolgerung, dass es sich bei der Hebammenschule um eine so genannte Zusatzausbildung handelt, nicht zu be­anstanden. Entsprechend stehen der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r die Zeit ihrer Hebammenausbildung auch keine Lohnnachzah­lungen zu, welche sich aus ihrer TÃ¤tigkeit als diplomierte Krankenschwester ableiten lies­sen, war sie doch im fraglichen Zeitraum nicht in dieser Funk­tion tÃ¤tig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat mehrfach darauf hingewiesen, der in <i>Ausbildung</i> stehende Polizeibeamte werde gemÃ¤ss Lohnklasse 13 entlÃ¶hnt, weshalb die (damalige) Ent­­lÃ¶hnung der in <i>Ausbildung </i>stehenden Hebamme gemÃ¤ss Lohnklasse 12 diskriminierend gewesen sei, erst recht, wenn ihr vom Lohn noch ein Schulgeld von monatlich Fr. 1'000.- ab­gezogen worden sei. Die Vorinstanz ist auf diese Argumentation nicht weiter eingegangen, da sie sich auf den Standpunkt stellte, bei den Lohnnachzahlungen handle es sich um ein reines Vollzugsverfahren der Verwaltungsgerichtsentscheide vom 22. Januar 2001, wes­halb eine neue materielle WÃ¼rdigung des Kreises der nachzahlungsberechtigten Berufs­grup­pen nicht in Betracht komme.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nachdem das Bundesgericht die nachtrÃ¤gliche Geltendmachung des Anspruchs auf diskriminierungsfreien Lohn als im Rahmen der fÃ¼nfjÃ¤hrigen VerjÃ¤hrungsfrist fÃ¼r bundesrechtskonform erachtet hat (BGE 124 II 436 E. 10k) und vorliegend das Recht von Amtes wegen anzuwenden ist (§ 7 Abs. 4 VRG), muss materiell auf den Einwand der BeschwerdefÃ¼hrerin, wonach ihr Lohn wÃ¤hrend der Ausbildung zur Hebamme im Vergleich zu jenem des in Ausbildung stehenden Polizeibeamten diskriminierend gewesen sei, grund­sÃ¤tzlich eingegangen werden. Bisher sind die sich in diesem Zusammenhang stellenden Fragen nicht weiter behandelt worden, weshalb sich die RÃ¼ckweisung an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung aufdrÃ¤ngt (§ 80c in Verbindung mit § 64 Abs. 1 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Allerdings wird sich ein Vergleich zwischen dem in Ausbildung stehenden Polizeibeamten und der in den Jahren 1998/99 in Ausbildung stehenden Hebamme nicht so einfach gestalten. Insbesondere lÃ¤sst sich allein aus dem Vergleich der LÃ¶hne des in Ausbildung stehenden Polizeibeamten und der in Ausbildung stehenden Hebamme noch keine Dis­kriminierung der Letzteren glaubhaft machen oder ableiten. Dies aus folgenden GrÃ¼nden: Vorab wird die Frage zu beantworten sein, ob der in Ausbildung stehende Polizeibeam­­te und die in Ausbildung stehende Hebamme Ã¼berhaupt verglichen werden kÃ¶nnen. Auf jeden Fall kann aus den Urteilen des Verwaltungsgerichts vom 22. Januar 2001 nicht unmit­­telbar die Schlussfolgerung gezogen werden, der auszubildende Polizist und die auszubildende Hebamme seien bezÃ¼glich LohnansprÃ¼che vergleichbar, ging es dort doch um be­reits ausgebildetes Personal und lagen daher ausgangsgemÃ¤ss die Voraussetzungen anders als bei den Auszubildenden. Im Rahmen der VFA waren denn auch die Funktionen von fertig ausgebildetem Personal bewertet worden. Ausnahmen im kantonalen LohngefÃ¼ge â darunter kÃ¶nnen allenfalls auch Lohnausrichtungen wÃ¤hrend der Ausbildungszeit fallen â sind nicht von vornherein geschlechtsdiskriminierend, kÃ¶nnte doch derselbe Anspruch auch von AngehÃ¶rigen anderer, nicht weiblich identifizierter Berufsgruppen geltend gemacht werden (dazu VGr, 22. Januar 2001, VK.96.00011, E. 12b mit Hinweisen, www.vgrzh.ch/rechtsprechung). Sollte die Vergleichbarkeit des in Ausbildung stehenden Polizisten und der in Ausbildung stehenden Hebamme bejaht werden, wird im Weiteren zu beachten sein, dass bei den Auszubildenden die EntlÃ¶hnungen nicht isoliert verglichen wer­den kÃ¶nnen. Vielmehr drÃ¤ngt sich eine so genannte gesamtheitliche Betrachtungsweise auf, bilden doch beispielsweise die Ausbildung als solche und deren Kos­ten wesentliche Bestandteile im VerhÃ¤ltnis zwischen der ausbildenden Arbeitgeberschaft und der noch in Ausbildung stehenden Person (vgl. BGE 126 II 217 E. 8b S. 224).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Mit ihren Ã¼brigen Vorbringen vermag die BeschwerdefÃ¼hrerin nur insoweit durch­­zudringen, als diese sich unter die RÃ¼ge der Geschlechterdiskriminierung subsumieren lassen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, fÃ¼r die Ausbildung zur Hebamme sei ihr derselbe Lohn zugesichert worden wie fÃ¼r ihre bisherige TÃ¤tigkeit als Pflegende DN II, nÃ¤m­lich die Einreihung in die Klasse 12 ES 1. Wenn nachtrÃ¤glich der Lohn fÃ¼r die diplomier­te Pflegende um zwei Klassen angehoben worden sei, da er sich als diskriminierend er­­wiesen habe, mÃ¼sse auch ihr Lohn wÃ¤hrend der Ausbildungszeit entsprechend angehoben werden. Die Nichtangleichung stelle einen Verstoss gegen Treu und Glauben dar, da ihr die derselben Lohnklasse entsprechende EntlÃ¶hnung explizit zugesichert worden sei und sie auf diese Besitzstandwahrung habe vertrauen kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht hat schon im Zusammenhang mit anderen FÃ¤llen, bei welchen es um die Einreihung in eine Lohnklasse ging, festgehalten, vermÃ¶gensrechtliche AnsprÃ¼che staatlicher Angestellter wÃ¼rden in der Regel keine wohlerworbenen Rechte darstel­len. Ausserdem stÃ¼nden einer sachlich gerechtfertigten Neuordnung der Rechtsgrundlagen das WillkÃ¼rverbot und der Grundsatz von Treu und Glauben nicht entgegen (z.B. BGr, 2. Juli 1999, ZBl 102/2001, S. 319, insbesondere E. 3b mit Hinweisen; VGr, 23. Oktober 2002, PB.2002.00022, E. 3b+c, www.vgrzh.ch/rechtsprechung; Beatrice Weber-DÃ¼rler, Ver­trauensschutz im Ã¶ffentlichen Recht, Basel/Frankfurt a.M. 1983, S. 290 ff.). Da es vorliegend ausserdem nicht um die Herabsetzung der vertraglich vereinbarten Lohnzahlungen gemÃ¤ss Lohnklasse 12 wÃ¤hrend der Ausbildungszeit geht (die BeschwerdefÃ¼hrerin verlangt vielmehr eine hÃ¶here Einreihung), kann auch keine Verletzung eines wohlerworbenen Rechts oder der Besitzstandsgarantie geltend gemacht werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrerin erachtet es als einen Verstoss gegen die Rechtsgleichheit, dass andere Pflegende, welche eine Ausbildung OPS, IPS oder AnÃ¤sthesie absolviert hÃ¤tten, im Gegensatz zu ihr auch fÃ¼r die Ausbildungszeit Lohnnachzahlungen erhalten haben. Die Vorinstanz hat diesbezÃ¼glich festgehalten, bei der Ausbildung zur OPS, IPS oder AnÃ¤sthesie handle es sich um eine berufsbegleitende Weiterbildung. Im Unterschied zur Be­schwerdefÃ¼hrerin wÃ¼rden jene Auszubildenden ihren angestammten Arbeitsplatz nur fÃ¼r einzelne Tage verlassen und mÃ¼ssten nicht zusÃ¤tzlich zu den Weiterbildungskosten an ihrem Arbeitsplatz ersetzt werden. Die Arbeitsstelle der BeschwerdefÃ¼hrerin habe jedoch neu besetzt werden mÃ¼ssen. Diese AusfÃ¼hrungen sind von der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht weiter bestritten worden. Unter diesen UmstÃ¤nden kann die Hebammenausbildung auch nicht mit den obgenannten Ausbildungen IPS, OPS und AnÃ¤sthesie verglichen werden. Im Weiteren ist darauf hinzuweisen, dass das Verwaltungsgericht in frÃ¼heren Entscheiden ausdrÃ¼cklich festgehalten hat, die Grenzen der JustiziabilitÃ¤t wÃ¼rden klar gesprengt, wenn Ã¶ffentlichen Angestellten unter Anrufung der Rechtsgleichheit gestattet wÃ¼rde, ihre EntlÃ¶hnung mit der­­jenigen einer beliebigen anderen Arbeit in der Verwaltung zu vergleichen. WÃ¤hrend bei der Frage, ob eine EntlÃ¶hnung geschlechtsdiskriminierend sei oder nicht, auch unter Inkauf­nahme von Schwierigkeiten der JustiziabilitÃ¤t die richterliche Auseinandersetzung mit einem ganzen, austarierten LohngefÃ¼ge verlangt werde, so kÃ¶nne das Gleiche in Anwendung von Art. 8 Abs. 1 BV, welcher in erster Linie die VerfassungsmÃ¤ssigkeit des Lohn­sys­tems als Ganzes, weniger aber diejenige des Einzellohns innerhalb dieses GefÃ¼ges im Auge habe, nicht verlangt werden. Es rechtfertige sich daher, bei Abs. 1 von Art. 8 BV von einer wesentlich schmaleren Vergleichsbasis auszugehen als bei Abs. 3 der Bestimmung (vgl. VGr, 23. Oktober 2002, PB.2002.00022, E. 3a mit Hinweisen, www.vgrzh.ch/recht­sprechung). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aufgrund dieser AusfÃ¼hrungen ergibt sich, dass die angerufenen GrundsÃ¤tze von Treu und Glauben bzw. der Besitzstandsgarantie und des Rechtsgleichheitsgebots der BeschwerdefÃ¼hrerin keine weitergehenden AnsprÃ¼che zu verschaffen vermÃ¶gen als das Gebot der Geschlechtergleichstellung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. FÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren sind gemÃ¤ss Art. 13 Abs. 5 GlG (vgl. auch § 80b VRG) keine Kosten aufzuerlegen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens obsiegt keine Partei mehrheitlich, weshalb fÃ¼r das Beschwerdeverfahren keine ParteientschÃ¤digungen zuzusprechen sind (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 17 N. 32). Ãber die Begehren auf ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Rekursverfahren wird die Vorinstanz zu befinden haben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Der vorliegende RÃ¼ckweisungsentscheid erfolgt wegen der Missachtung kantona­ler Verfahrensvorschriften und kann keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken. Nach Auffassung des Gerichts liegt daher weder ein Endentscheid noch ein anfecht­barer Zwischenentscheid vor, weshalb das Rechtsmittel der eidgenÃ¶ssischen Verwaltungsgerichtsbeschwerde (Art. 97 ff. des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 [OG]) im Dispositiv nicht aufgefÃ¼hrt wird. FÃ¼r den Fall, dass eine Partei dennoch mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht gelangen will, sei ergÃ¤nzend auf Art. 106 Abs. 1 OG hingewiesen. Danach ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde innert 30 Tagen, gegen eine ZwischenverfÃ¼gung innert zehn Tagen seit ErÃ¶ffnung der VerfÃ¼gung zu erheben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a></span><span>entscheidet</span><span> die Einzelrichterin:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Dispositiv-Ziffer I der VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich vom 23. Januar 2003 wird aufgehoben und die Sache wird im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Vorinstanz zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>...</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>