<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, Artikel 63 des Militärgesetzes so zu ändern, dass die Pflicht der jährlichen ausserdienstlichen Schiessübungen abgeschafft wird.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In Ziffer 7.11 des Entwurfes vom 2. Mai 2001 des Armeeleitbildes XXI (Vernehmlassungsunterlagen) sieht der Bundesrat vor, das Schiesswesen ausser Dienst auch mit der neuen Armee beizubehalten.</p><p>Das ausserdienstliche Schiesswesen dient der Aufrechterhaltung eines Teils des Ausbildungsstandes im Umgang mit der persönlichen Waffe.</p><p>Es stellt auch sicher, dass jeder Angehörige der Armee während der ganzen Dauer des Besitzes einer persönlichen Waffe mindestens einmal jährlich seine Schiessfertigkeit trainieren und die Funktionsfähigkeit seiner Waffe überprüfen kann. Ausserdem soll im Rahmen des obligatorischen Schiessprogramms nach wie vor ein Präzisionsschiessen, welches auch die Grundlage für das Gefechtsschiessen bildet, durchgeführt werden.</p><p>Die Art und der Umfang der Durchführung des obligatorischen Schiesswesens sind noch offen. Sie werden zurzeit von einer Arbeitsgruppe im Heer diskutiert.</p><p>Im Armeeleitbild XXI bleibt die Durchführung des ausserdienstlichen Schiesswesens bei den Landesschützenverbänden. Die Gemeinden sind dabei verpflichtet, Schiessanlagen zur Verfügung zu stellen. Ein Teil der Schiessanlagen ist in den letzten Jahren bereits lärmsaniert worden, und die Anforderungen der Umweltgesetzgebung sind eingehalten. Zusätzlich werden die Lärm- und Bodenbelastungen durch regionale Lösungen, d. h. durch Zusammenlegungen einzelner Schiessanlagen, reduziert. Dies bringt auch eine Verbesserung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses.</p><p>In der Stellungnahme zur Motion Chiffelle 00.3437, "Schiesspflicht. Schluss dem Schuss zu immer mehr Kostenüberschuss", die ebenfalls die Änderung von Artikel 63 des Militärgesetzes verlangt, hat der Bundesrat die Gründe für die Beibehaltung der obligatorischen Schiesspflicht in der "Armee XXI" dargelegt. Die Motion Chiffelle wurde am 8. Juni 2001 vom Nationalrat deutlich abgelehnt.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.