<h2>SubmittedText<h2><p>Seit November 2002 ist der Monte-Olimpino-2-Tunnel zwischen Chiasso und Como wegen Wassereinbrüchen unbenutzbar. Dies führt zu schwerwiegenden Beeinträchtigungen des transnationalen Güterverkehrs. Der Tunnel wurde von der Schweiz mit 40 Millionen Franken A-fonds-perdu-Beitrag und 20 Millionen Franken Darlehen finanziert.</p><p>1. Wann ist der Tunnel wieder betriebsbereit?</p><p>2. Welche Auswirkungen hat die Schliessung dieses wichtigen Tunnels auf die Ertragslage der SBB Cargo AG? Für das Jahr 2002? Für das Jahr 2003, falls der Tunnel - wie Auguren meinen - erst Ende 2003 wieder betriebsbereit ist?</p><p>3. Wurden die Ursachen des Schadens bei diesem noch jungen Tunnel untersucht? Wurden die Bauausführungen überprüft und die Bauarbeiten abgenommen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Monte-Olimpino-2-Tunnel liegt auf italienischem Boden. Er ist Teil des italienischen Schienennetzes, d. h. er fällt in den Verantwortungsbereich der italienischen Infrastrukturgesellschaft RFI.</p><p>Die Sanierungsarbeiten sind in vollem Gang, wobei die RFI zu ihren Lasten schweizerische Tunnelspezialisten beigezogen hat.</p><p>Gemäss Stellungnahme des italienischen Verkehrsministeriums vom 13. Februar 2003 soll der Tunnel ab Mitte April 2003 einspurig wieder befahrbar sein. Für die zweite Spur wird mit einer Inbetriebnahme im Juni 2003 gerechnet. Dies wurde am Verkehrskongress in Lugano am 15. Februar vom Direktor der italienischen Infrastrukturgesellschaft RFI, Ing. Moretti, bestätigt.</p><p>Gemäss Aussage der SBB wird mit einem monatlichen Ertragsausfall von mehreren Millionen Franken gerechnet.</p><p>Die ursprünglichen Bauarbeiten erfolgten unter Leitung und Abnahme der italienischen Staatsbahnen. Ursache des Schadens waren offenbar Schwankungen beim Grundwasserspiegel, die zu Auswaschungen von Feinmaterial und damit zu Gleisabsenkungen führten. Auch die Sanierungsarbeiten liegen im Verantwortungsbereich der italienischen Staatsbahnen bzw. der Infrastrukturgesellschaft RFI.</p>