A bteilung V E -5302/2007 kom /stk {T 0/2} U rteil vom 27. A ugust 2007 M itw irkung: R ichter König, Badoud, G ysi G erichtsschreiberin M aeder-Steiner A ._______ , Staatsangehörigkeit unbekannt, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 13. Juli 2007 i.S. Vollzug der W egw eisung (N ichteintreten auf W ie- dererw ägungsgesuch) / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass der Beschw erdeführer eigenen Angaben zufolge am 7. N ovem ber 2006 in die Schw eiz einreiste und am 19. N ovem ber 2006 um Asyl nachsuchte, dass das Bundesam t für M igration (BFM ) auf sein Asylgesuch m it Verfügung vom 30. M ärz 2007 w egen Täuschung über die Identität nicht eintrat und die W egw eisung des Beschw erdeführers aus der Schw eiz sow ie den W egw eisungsvollzug anordnete, dass diese Verfügung unangefochten in R echtskraft erw uchs, dass der Beschw erdeführer m it Eingabe vom 22. M ai 2007 beim BFM ein W iedererw ä- gungsgesuch betreffend dessen Verfügung vom 30. M ärz 2007 einreichte, dass er zur Begründung seines W iedererw ägungsgesuchs im W esentlichen geltend m achte, ein W egw eisungsvollzug erw eise sich aus gesundheitlichen G ründen als unzu- m utbar, dass er in seiner H eim at im Jahr 2001 m it einem G ew ehrkolben auf das linke O hr ge- schlagen w orden sei und seither Schm erzen am O hr und der gesam ten linken G esichts- hälfte habe, dass er ausserdem in der Schw eiz G eschlechtsverkehr m it einem M ann gehabt habe und eine H IV-Ansteckung befürchte, dass bezüglich seiner Schm erzen am O hr und der befürchteten H IV-Ansteckung Abklä- rungen im G ange seien, dass er ausserdem bei den B._______ in Behandlung sei, dass der Beschw erdeführer zur U nterm auerung seiner gesundheitlichen Problem e ver- schiedene Bew eism ittel, nam entlich ein R ezept sow ie die Vereinbarung eines Term ins bei den B._______ sow ie die Beschreibung eines M edikam ents zu den Akten reichte, dass der Beschw erdeführer ausserdem ein Arztzeugnis der neurologisch-neurochirurgi- schen Poliklinik vom 17. M ai 2007 einreichte, w elches keinen negativen Befund beschei- nigt, dass er die Einreichung w eiterer Bew eism ittel nach Abschluss der m edizinischen U nter- suchungen in Aussicht stellte, dass das BFM m it Zw ischenverfügung vom 29. M ai 2007 unter H inw eis auf die Aus- sichtslosigkeit des Verfahrens das G esuch des Beschw erdeführers um G ew ährung der unentgeltlichen Prozessführung abw ies, einen G ebührenvorschuss erhob und festhielt, bei N ichtbezahlung des Vorschusses innert Frist w erde auf das W iedererw ägungsge- such nicht eingetreten, dass der Beschw erdeführer innerhalb der gesetzten Frist einen ärztlichen Bericht der B._______ vom 23. M ai 2007 nachreichte und die w iedererw ägungsw eise Aufhebung des Entscheids des BFM vom 29. M ai 2007 bezüglich G ebührenvorschusserhebung beantragte, dass der Beschw erdeführer innerhalb der gesetzten Frist den G ebührenvorschuss nicht 3 leistete, dass das BFM m it Verfügung vom 13. Juli 2007 auf das W iedererw ägungsgesuch infol- ge N ichtleistens des G ebührenvorschusses nicht eintrat und die R echtskraft sow ie die Vollstreckbarkeit des N ichteintretensentscheids vom 19. N ovem ber 2006 (rec- te: 30. M ärz 2007) feststellte und festhielt, einer allfälligen Beschw erde kom m e keine aufschiebende W irkung zu, dass der Beschw erdeführer m it Eingabe vom 7. August 2007 gegen diese Verfügung beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde erhob und unter anderem die Aussetzung des W egw eisungsvollzugs, die G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege sow ie sinn- gem äss den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses beantragte, dass der Beschw erde ein ärztlicher Bericht der B._______ vom 25. Juli 2005 (recte: 25. Juli 2007) beigelegt w ar, dass der zuständige Instruktionsrichter des Bundesverw altungsgerichts m it Zw ischen- verfügung vom 8. August 2007 den W egw eisungsvollzug bis zum definitiven Entscheid über die aufschiebende W irkung der Beschw erde vorsorglich aussetzte, und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG , SR 142.31] i.V.m . Art. 31 - 34 des Bundesgesetzes über das Bundesver- w altungsgericht vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundes- gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]), dass sich die Zuständigkeit des Bundesverw altungsgerichts für Beschw erden gegen das N ichteintreten beziehungsw eise die Ablehnung von W iedererw ägungsgesuchen aus dem U m stand ergibt , dass nach Lehre und Praxis W iedererw ägungsentscheide grund- sätzlich w ie die ursprüngliche Verfügung auf dem ordentlichen R echtsm ittelw eg w eiter- gezogen w erden können (vgl. BG E 113 Ia f; VPB 1985 N r. 24; FR ITZ G YG I, Bundesverw al- tungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 220; U R SIN A BEER LI-BO N O R AN D , D ie ausserordent- lichen R echtsm ittel in der Verw altungsrechtspflege des Bundes und der Kantone, Zürich 1985, S. 174 f.), dass der Beschw erdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt ist, ein schutz- w ürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschw erde legitim iert ist (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 Vw VG ), dass som it auf seine frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 50 ff. Vw VG ), dass m it Beschw erde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständi- ge Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG ), dass über offensichtlich unbegründete Beschw erden in einem vereinfachten Verfahren 4 entschieden w ird und die vorliegende Beschw erde, w ie nachfolgend aufgezeigt, offen- sichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ), dass sich die Beurteilung von Beschw erden gegen N ichteintretensentscheide praxisge- m äss auf die Ü berprüfung der Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu R echt (vorliegend auf das W iedererw ägungsgesuch) nicht eingetreten ist, dass das BFM , w enn es ein nach rechtskräftigem Abschluss des Asyl- und W egw ei- sungsverfahren eingereichtes W iedererw ägungsgesuch ablehnt oder darauf nicht ein- tritt, für das betreffende Verfahren eine G ebühr erhebt (vgl. Art. 17b Abs. 1 AsylG ), dass das BFM von der gesuchstellenden Person in dieser Verfahrenskonstellation einen G ebührenvorschuss in der H öhe der m utm asslichen Verfahrenskosten innert angem es- sener Frist verlangen kann, w obei es auf die Erhebung eines solchen Vorschusses ver- zichten kann, w enn die gesuchstellende Person bedürftig ist und ihre Begehren nicht von vornherein aussichtslos erscheinen oder w enn das W iedererw ägungsgesuch von ei- ner unbegleiteten m inderjährigen Person stam m t und zudem nicht von vorherein aus- sichtslos erscheint (vgl. Art. 17b Abs. 2 und 3 AsylG ), dass das BFM als Begründung für die Erhebung des G ebührenvorschusses in seiner Zw ischenverfügung vom 29. M ai 2007 ausführte, die Begehren im W iedererw ägungsge- such w ürden sich als von vornherein aussichtslos erw eisen, dass der Beschw erdeführer, w as seine körperlichen Beschw erden anbelange, diese be- reits im ordentlichen Verfahren geltend gem acht habe respektive hätte geltend m achen können, dass die geltend gem achten psychischen Problem e des Beschw erdeführers zu w enig konkret und substanziiert seien, dass der Beschw erdeführer ausserdem durch die Verheim lichung seiner H erkunft eine sinnvolle Prüfung des Vorliegens allfälliger W egw eisungsvollzugshindernisse schlicht- w eg verunm ögliche, dass diese juristische W ürdigung der dam aligen Aktenlage durch die Vorinstanz nach Auffassung des Bundesverw altungsgerichts nicht zu beanstanden ist, dass die Vorbringen des Beschw erdeführers in seinem W iedererw ägungsgesuch einer- seits physische Problem e betreffen, die er - w ie die Vorinstanz zu R echt ausgeführt hat - bereits im ordentlichen Verfahren hätte geltend m achen können, dass gew isse körperliche Beschw erden (Kopf- respektive O hrenschm erzen) vom Be- schw erdeführer überdies bereits im ordentlichen Asylverfahren aktenkundig gem acht und vom BFM in seiner Verfügung vom 30. M ärz 2007 einer rechtlichen W ürdigung un- terzogen w orden w aren (vgl. Verfügung, S. 3), w eshalb bezüglich dieser G esundheits- problem e insow eit kein R aum für eine w iedererw ägungsrechtliche N eubeurteilung be- stand, dass die geltend gem achten psychischen Problem e zum Zeitpunkt der Einreichung des W iedererw ägungsgesuchs zu w enig substanziiert w aren, zum al den eingereichten Be- w eism itteln keine D iagnose zu entnehm en w ar, dass nach dem G esagten nicht zu beanstanden ist, dass das BFM dem W iedererw ä-5 gungsgesuch vom 22. M ai 2007 keine ernsthaften Erfolgschancen attestierte und die Eingabe als von vornherein aussichtslos im Sinne von Art. 17b Abs. 2 AsylG qualifizier- te, dass der Beschw erdeführer innert der bis zum 13. Juni 2007 laufenden Frist den vom BFM einverlangten G ebührenvorschuss nicht geleistet hat, dass das BFM infolge N ichtleistung des G ebührenvorschusses androhungsgem äss auf das W iedererw ägungsgesuch vom 22. M ai 2007 nicht eingetreten ist, dass die Beschw erde vom 7. August 2007 auch sinngem äss keine R üge beinhaltet, das BFM habe im R ahm en des W iedererw ägungsverfahrens irgendw elche Verfahrensrechte verletzt, dass es dem Beschw erdeführer dem nach nicht gelungen ist darzutun, inw iefern die an- gefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich- tig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (Art. 106 AsylG ), dass der Beschw erdeführer zusam m en m it der Beschw erde einen Arztbericht der B._______ vom 25. Juli 2007 eingereicht hat, der sich ausführlich zu seinem aktuellen psychischen G esundheitszustand äussert, dass in diesem neuesten Bericht die R ede davon ist, der "psychische Zustand [des Be- schw erdeführers könne] nicht als stabil bezeichnet w erden [und] seine Suiziddrohungen [seien] [...] ernst zu nehm en", w ogegen dem vom Beschw erdeführer im erstinstanzlichen W iedererw ägungsverfahren vorgelegten ärztlichen Zeugnis der B._______ unter diesem G esichtspunkt einzig zu entnehm en w ar, dieser "distanzier[e] sich zuverlässig von Suizidalität" (vgl. Arztzeugnis vom 23. M ai 2007, S. 2), dass es sich bei der erst auf Beschw erdeebene geltend gem achten Suizidalität zw ar um ein Sachverhaltselem ent handelt, das unter w iedererw ägungsrechtlichem Blickw inkel - vorliegend zum indest m it Bezug auf die M öglichkeit des Vollzugs der W egw eisung im Sinne von Art. 14a Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [SR 142.20, AN AG ] - relevant sein könnte, dass das vorliegende Beschw erdeverfahren, w ie oben erw ähnt, inhaltlich auf die Prü- fung der Frage beschränkt ist, ob das BFM zu R echt aufgrund der N ichtleistung des G e- bührenvorschusses auf das W iedererw ägungsgesuch nicht eingetreten ist und es dem Bundesverw altungsgericht aufgrund seiner eingeschränkten Kognition verw ehrt ist, die- sen neu vorgebrachten potenziellen W iedererw ägungsgrund einer (faktisch erst- und zu- gleich letztinstanzlichen) m ateriellen Prüfung zu unterziehen, dass die Beschw erde nach dem G esagten abzuw eisen ist und die Akten der Vorinstanz zur Prüfung des Arztberichts vom 25. Juli 2007 unter w iedererw ägungsrechtlichen G e- sichtspunkten zu überw eisen sind, dass der vom Instruktionsrichter verfügte provisorische Vollzugsstopp (vorsorgliche M assnahm e vom 8. August 2007) bis zu anders lautender Verfügung des BFM in Kraft bleibt, dass die Beschw erde, sow eit sie vom Bundesverw altungsgericht inhaltlich zu beurteilen ist, als aussichtslos erscheint, es som it an der m ateriellen Voraussetzung zur G ew äh- rung der unentgeltlichen R echtspflege fehlt und som it das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege gem äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG abzuw eisen ist, 6 dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 1'200.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kos- ten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]) dem Beschw erdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite)7 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D as G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG w ird abgew iesen. 3. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 1'200.--, w erden dem Beschw erdeführer auferlegt. 4. D ie Akten w erden dem BFM zur Beurteilung des m it der Beschw erde eingereich- ten Arztberichts vom 25. Juli 2007 unter w iedererw ägungsrechtlichen G esichts- punkten überw iesen. 5. D ie vom Instruktionsrichter verfügte vorsorgliche M assnahm e (provisorischer Voll- zugsstopp) bleibt bis zu anders lautender Verfügung des BFM in Kraft. 6. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (eingeschrieben; Beilage: angefochtene Verfügung im O riginal; Einzahlungsschein) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______), unter H inw eis auf D ispositivziffern 4 und 5 - den C ._______, unter gleichem H inw eis D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: M arkus König Karin M aeder-Steiner Versand am :