<h2>SubmittedText<h2><p>Während der Stosszeiten wird auf einem Autobahnabschnitt von 5 Kilometern zwischen Lausanne und Genf der Pannenstreifen für den Verkehr freigegeben. Die Installationen kosteten den Bund 35 Millionen Franken.</p><p>- Mit welchen Betriebskosten wird pro Jahr gerechnet?</p><p>- Wurden vorgängig Versuche mit Temporeduktion ohne Spurerweiterung durchgeführt?</p><p>- Welche Wirkung hat bzw. hätte sie in Bezug auf die Verflüssigung?</p><p>- Wie viele Unfälle könnten mit Temporeduktion ohne Pannenstreifeneinbezug vermieden werden?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>- Die temporäre Umwidmung der Standspur zwischen Morges und Ecublens ist das erste derartige Projekt in der Schweiz. Der Versuch dauert mindestens bis Ende 2010.</p><p>Mit dieser Umwidmung sollen die Staustunden reduziert werden. Die Betriebskosten (Verkehrsleitung durch die Polizei, erschwerter Winterdienst usw.) betragen jährlich rund 300 000 Franken.</p><p>- Nein, es wurden vorgängig keine derartigen Versuche durchgeführt. Temporeduktionen ohne Spurerweiterung verbessern zwar den Verkehrsfluss, weil die Geschwindigkeit der einzelnen Fahrzeuge homogenisiert wird. Mit Spitzenwerten von 4400 Fahrzeugen pro Stunde und pro Richtung am Morgen und am Abend reichen aber zwei Fahrspuren - auch bei einem optimalen Verkehrsfluss - nicht aus. Daher sind Temporeduktionen ohne Spurerweiterung zwischen Morges und Ecublens keine Alternative.</p><p>- Die Frage, wie viele Unfälle mit Temporeduktionen ohne Spurerweiterung geschehen würden, ist nach den vorherigen Ausführungen rein hypothetisch. Grundsätzlich steigt aber das Unfallrisiko bei Staus an, zumal sich erfahrungsgemäss häufiger Auffahrunfälle wegen Stop-and-go-Verkehr ereignen.</p><p>Seit Versuchsbeginn Mitte Januar 2010 haben sich keine Unfälle ereignet. Die Kantonspolizei Waadt macht denn auch durchwegs positive Erfahrungen mit der temporären Umwidmung der Standspur. Es ist aber noch zu früh, um systematische Folgerungen daraus abzuleiten.</p>