<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2017-08-08-5A_577-2017.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para"> <b>5A_577/2017 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 8. August 2017</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter von Werdt, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Schöbi, Bovey, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde U.________. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Beistandschaft, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 21. Juni 2017. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">Mit Entscheid vom 4. September 2013 schied das Bezirksgericht Kreuzlingen die Ehe von A.________ und B.________. Die elterliche Sorge über die Kinder C.________ (2004) und D.________ (2005) wurde der Mutter zugewiesen. </div> <div class="para">Am 14. Mai 2014 trat A.________ erstmals in die Klinik E.________ ein; es wurde eine Anpassungsstörung im Rahmen einer psychosozialen Belastungssituation festgestellt. Die Kinder wurden bei einer Pflegefamilie in V.________ untergebracht. </div> <div class="para">Am 22. Mai 2014 ordnete die KESB U.________ für A.________ eine Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung an. </div> <div class="para">Am 19. Juni 2014 wies die KESB A.________ zur psychiatrischen Begutachtung erneut in die Klinik ein. Im Gutachten vom 5. August 2014 wurde eine wahnhafte Störung diagnostiziert, die sich mit kognitiven Einschränkungen in den Bereichen Gedächtnis und Konzentration überlagert. Eine Krankheits- oder Problemeinsicht bestehe nicht. Für die Lebensbereiche mit wahnhafter Interpretation von Ereignissen bestehe Urteilsunfähigkeit. Komplexere Aufgaben im Alltag (Umgang mit Behörden und Dienstleistern, Wohnungssuche) würden zu Überforderung führen. </div> <div class="para">Am 8. Januar 2015 hob die KESB die fürsorgerische Unterbringung auf und wies auf die Notwendigkeit einer ambulanten psychiatrischen Unterstützung hin. </div> <div class="para">Am 1. Dezember 2016 teilte A.________ mit, sie vertrage die Arbeit des Beistandes nicht mehr. Am 23. Dezember 2016 berichtete dieser über die Führung des Mandats und beantragte dessen Fortsetzung. Mit Entscheid vom 27. April 2017 genehmigte die KESB den Bericht und die Rechnung und bestätigte die Beistandschaft. </div> <div class="para">Die hiergegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 21. Juni 2017 ab. </div> <div class="para">Gegen den obergerichtlichen Entscheid hat A.________ am 2. August 2017 eine Beschwerde eingereicht und erklärt, damit nicht einverstanden zu sein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid betreffend Fortführung einer Beistandschaft; gegen solche Erwachsenenschutzmassnahmen steht die Beschwerde in Zivilsachen offen (Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6, <span class="artref">Art. 75 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/90" type="start"></artref>Art. 90 BGG</span><artref id="CH/173.110/75/1" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde hat eine Begründung zu enthalten, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>), was eine Auseinandersetzung mit der Begründung des angefochtenen Entscheides erfordert (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=31.07.2017&amp;to_date=19.08.2017&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2 S. 116). </div> <div class="para">Soweit ihre Ausführungen nachvollzogen werden können, trägt die Beschwerdeführerin sinngemäss vor, der Grund für die Massnahme sei ihr unbekannt. Sie sei psychisch und körperlich vorbereitet, ab sofort ihre Kinder zu betreuen und von den Leuten die Arbeit zu übernehmen. Diese Behauptung deckt sich einzig mit der Feststellung der fehlenden Krankheitseinsicht und steht im Übrigen in offensichtlichem Widerspruch zu den gutachterlichen Feststellungen und den Ausführungen im angefochtenen Entscheid, wonach die erwachsenenschutzrechtliche Massnahme weiterhin erforderlich und geeignet ist, um dem bestehenden Schwächezustand der Beschwerdeführerin zu begegnen. Die Platzierung der Kinder ist zwar im angefochtenen Entscheid indirekt thematisiert, eine Rückplatzierung bildet aber nicht das Thema des angefochtenen Entscheides, weshalb sie im bundesgerichtlichen Verfahren, soweit dies sinngemäss der Fall sein sollte, nicht verlangt werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde ist im Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG</span> abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann. </div> <div class="para">Angesichts der konkreten Umstände sich keine Gerichtskosten zu erheben (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der KESB U.________ und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 8. August 2017 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: von Werdt </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>