<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">IV.2007.00373</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">III. Kammer</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichter Faesi, Vorsitzender</font> <p><font size="4">Sozialversicherungsrichterin Annaheim</font> </p><p><font size="4">Ersatzrichterin Condamin</font> </p><p><font size="4">Gerichtssekretärin Fischer</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 30. Mai 2007</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">P.___ geb. 1998</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführer</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gesetzlich vertreten durch die Eltern U.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1.1 Weil der 1998 geborene P.___ unter Dysphasie, Dysgrammatismus, Stottern, Dysgnosie und leichter Nasalität litt (vgl. Urk.11/3), erteilte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügung vom 30. September 2004 (Urk. 11/4) auf entsprechendes Gesuch vom 27. August 2004 hin (vgl. Urk. 11/1) für die Zeit vom 1. April 2004 bis 31. Juli 2007 Kostengutsprache für Sonderschulmassnahmen (Sprachheilbehandlung).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1.2 Am 5. September 2006 meldete die Mutter des Versicherten diesen erneut zum Bezug von Leistungen (Heilpädagogische Schule) der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an (Urk. 11/12). Nachdem die IV-Stelle entsprechende Abklärungen getätigt hatte (vgl. Urk. 11/16), erteilte sie P.___ am 3. Oktober 2006 Kostengutsprache für Sonderschulmassnahmen (Schul- und Kostgeldbeitrag für die Zeit vom 21. August 2006 bis 31. Juli 2007, Entschädigung für notwendige pädagogisch-therapeutische Massnahmen nach IV-Tarif [vgl. Urk. 11/17]). Mit Vorbescheid vom 29. Dezember 2006 (Urk. 11/21) beziehungsweise Verfügung vom 12. Februar 2007 (Urk. 2) verneinte die IV-Stelle unter Hinweis darauf, dass die Wirksamkeit von Ergotherapie und psychomotorischer Therapie bei Sprachgebrechen wissenschaftlich nicht belegt sei, einen Anspruch des Versicherten auf medizinische Massnahmen (psychomotorische Therapie zur Unterstützung der Sprachheilbehandlung) .</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2. Gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 12. Februar 2007 (Urk. 2) liess der Versicherte am 9. März 2007 (Urk. 1) beziehungsweise 26. März 2007 (Urk. 7) mit dem sinngemässen Antrag, die IV-Stelle sei zu verpflichten, die Kosten für die psychomotorische Therapie zu übernehmen, Beschwerde erheben.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Die Beschwerdegegnerin beantragte am 15. Mai 2007 (Urk. 10) Rückweisung des Verfahrens an die IV-Stelle, damit Abklärungen betreffend die medizinische Indikation der Psychomotoriktherapie durchgeführt werden könnten.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3. Da die IV-Stelle den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers verneinte, ohne zuvor entsprechende Abklärungen vorgenommen zu haben, ist dem Antrag der Beschwerdegegnerin stattzugeben und die Sache an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit diese die erforderlichen Abklärungen treffe und hernach erneut über den Anspruch des Beschwerdeführers auf Übernahme der Kosten der Psychomotoriktherapie entscheide.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">4. Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</font><sup><font face="RotisSerif" size="4">bis </font></sup><font face="RotisSerif" size="4">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG], in der seit dem 1. Juli 2006 geltenden Fassung) und auf Fr. 400.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Das Gericht erkennt:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 12. Februar 2007 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Die Gerichtskosten von Fr. 400.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- U.___, unter Beilage des Doppels von Urk. 10</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Sozialversicherungen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Krankenkasse CSS</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> sowie an</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- die Gerichtskasse</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p></div></body></html>