<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>AL.2024.00127</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>III. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichterin Senn als Einzelrichterin<br/>Gerichtsschreiber Stocker</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">23. September 2024</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sac</span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span><span class="Standard StandardEinzug">hen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Amt für Arbeit (AFA)</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Arbeitslosenversicherung</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Postfach, 8090 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegner</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 12. Februar 2024 (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">59</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">60</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) verpflichtete das Amt für Arbeit (AFA) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1973,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zur Rückerstattung der für die Zeit vom 30. November 2023 bis 31. Januar 2024 ausbezahlten Taggelder der Arbeitslosenversicherung in der Höhe von Fr. 2'039.75. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft (vgl. Urk. 6/58).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 14. Februar 2024 stellte der Versicherte ein Erlassgesuch (Urk. 6/62) mit der Begründung, dass ein persönlicher Härtefall vorliege und er gutgläubig gewesen sei. Mit Verfügung vom 4. Juni 2024 (Urk. 6/51</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-54</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) wies das AFA das Erlassgesuch ab. Die dagegen vom Versicherten mit Eingabe vom 6. Juni 2024 (Urk. 6/50) erhobene Einsprache wies das AFA mit Entscheid vom 28. Juni 2024 (Urk. 2) ab.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 3. Juli 2024 (Urk. 1) Beschwerde mit dem Antrag, es sei ihm die Rückforderung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von Fr. 2'039.75 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu erlassen. Das AFA schloss in seiner Beschwerdeantwort vom 23. August 2024 (Urk. 5) auf Abweisung der Beschwerde, was dem Versicherten mitgeteilt wurde (vgl. Urk. 7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Ausführungen der Parteien ist, soweit für die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Entscheidfindung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erfor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derlich, in den Erwägungen einzugehen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Einzelrichterin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Streitwert Fr. 30’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">[</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">])</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Laut Art. 95 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> richtet sich die Rückfor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derung ausser in den Fällen nach Art. 55 und Art. 59c</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 4 AVIG nach Art. 25 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Gemäss Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Rückforderungsanspruch erlischt drei Jahre, nachdem die Versicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber fünf Jahre seit der Auszahlung der einzelnen Leistung. Wird der Rückerstattungsanspruch aus einer strafbaren Handlung hergeleitet, für welche das Strafrecht eine längere Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">jährungsfrist vorsieht, so ist diese Frist massgebend (Art. 25 Abs. 2 ATSG in der ab 1. Januar 2021 geltenden Fassung).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Was die Frage des gutgläubigen Leistungsbezugs betrifft, liegt guter Glaube nach ständiger Rechtsprechung nicht schon bei Unkenntnis des Rechtsmangels vor. Vielmehr darf sich der Leistungsempfänger nicht nur keiner böswilligen Absicht, sondern auch keiner groben Nachlässigkeit schuldig gemacht haben. Folglich entfällt der gute Glaube von vornherein, wenn die zu Unrecht erfolgte Leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausrichtung auf eine arglistige oder grobfahrlässige Melde- oder Auskunfts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verletzung zurückzuführen ist; anderseits kann sich die rückerstattungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflichtige Person aber auf den guten Glauben berufen, wenn ihr fehlerhaftes Verhalten nur eine leichte Fahrlässigkeit darstellt (ARV 1992 Nr. 7 S.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">103 E. 2b mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdegegner führte im angefochtenen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 2) im Wesentlichen aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 2 f.)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass sich die Rückforderung in der Höhe von Fr. 2'039.75 ergeben habe, weil dem Beschwerdeführer von der zuständigen Arbeitslosenkasse für die Zeit vom 30. November 2023 bis 31. Januar 2024 Arbeitslosenentschädigung ausgerichtet </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">worden sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Auszahlungsdatum: </span><span id="_Hlk176443441"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">24. Janu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ar 2024</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">), obwohl die Abteilung Arbeitslosenversicherung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des AFA </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit Verfügung vom 15. September 2023 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Vermittlungsfähigkeit ab dem 21. August 2023 verneint </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehabt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe. Da sich am Verhalten des Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führers nichts geändert habe (weiterhin keine genügenden Arbeitsbemühung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">), sei er weiter vermittlungsunfähig gewesen. Das habe er gewusst; und er habe auch gewusst, dass er keinen Anspruch auf die Arbeitslo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">enentschädigung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe. Deshalb sei er nicht gutgläubig gewesen. Damit erübrige sich die Prüfung der Frage, ob eine grosse Härte vorliege.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen des vorliegenden Prozesses hielt der Beschwerdegegner an dieser Sichtweise fest (vgl. Urk. 5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber führte der Beschwerdeführer in der Beschwerdeschrift vom 3. Juli 2024 (Urk. 1) aus, dass die Voraussetzungen für den Erlass der Rückforderung gegeben seien: Einerseits sei der Tatbestand der Gutgläubigkeit (Entgegennahme von erhaltenen Taggeldern) erfüllt, und andererseits liege ein persönlicher Härte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fall (Pflege und Unterstützung der 87-jährigen Mutter nach einem Oberschenkel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halsbruch bis zu ihrem Ableben am 24. November 2023) vor. Durch die Nichtabklärung des guten Glaubens habe nicht festgestellt werden können, dass eine grosse Härte vorliege. Da beide Voraussetzungen kumulativ erfüllt seien, sei ihm die Rückforderung von Fr. 2'039.75 zu erlassen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdegegner das Gesuch des Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führers um Erlass der Rückforderung zu Recht abgewiesen hat, weil der Beschwerdeführer nicht gutgläubig war.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus den Akten ist ersichtlich, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Beschwerdegegner mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unangefochten in Rechtskraft erwachsener </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verfügung vom 15. September 2023 (Urk. 6/215-218) die Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdeführers </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ab dem 21. August 2023 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">neint hatte, weil er wiederholt seine Schadensminderungspflicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verletzt hatte (fehlende oder unzureichende Arbeitsbemühungen; vgl. dazu auch das Parallel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahren AL.2024.00118</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">[</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil vom 4. September 2024]</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genannten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verfügung geht auch hervor, dass die Verneinung der Vermittlungsfähigkeit ohne Weiteres zum Verlust des Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ab 21. August 2023 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Daraus folgt, dass der Beschwerdeführer, als ihm am 24. Januar 2024 die Tag</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gelder der Arbeitslosenversicherung für die Zeit vom 30. November 2023 bis 31. Januar 2024 ausgerichtet wurden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl. Urk. 6/74-76)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, wissen musste, dass er darauf keinen Anspruch hatte. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Er war vermittlungsunfähig und wusste das; und er wusste</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vermittlungsunfähige Personen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ha</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> konnte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">somit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nach Lage der Dinge nicht gutgläubig sein.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aber selbst wenn sich der Beschwerdeführer nicht bewusst gewesen sein sollte, dass er keinen Anspruch auf die ausbezahlten Taggelder hatte und dass er zur Rückerstattung der unrechtmässig erhaltenen Gelder verpflichtet werden würde, er also in einem gewissen Sinne «gutgläubig» gewesen wäre (was allerdings aufgrund der offen zutage liegenden Umstände ein rein theoretische Hypothese ist), könnte er sich nicht auf den guten Glauben berufen. Nach der (analog anwendbaren) Bestimmung von Art. 3 Abs. 2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Zivilgesetzbuchs (ZGB)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist nämlich jemand, der bei der Aufmerksamkeit, wie sie nach den Umständen von ihm verlangt werden darf, nicht gutgläubig sein konnte, nicht berechtigt, sich auf den guten Glauben zu berufen. Wenn also der Beschwerdeführer tatsächlich geglaubt hätte, dass er trotz Verneinung der Vermittlungsfähigkeit die erhaltene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Arbeitslosenentschädigung behalten dürfe, dann wäre diese Ansicht derart lebensfremd, dass er in diesem «guten» Glauben nicht zu schützen wäre.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> schwierigen persönlichen Verhältnisse</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> des Beschwerdeführers</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> änder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nichts daran, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht gutgläubig im Sinne von Art. 25 Abs. 1 ATSG war, weshalb ein Erlass nicht in Frage kommt. Angesichts dessen muss auch nicht geprüft werden, ob eine grosse Härte im Sinne von Art. 25 Abs. 1 ATSG vorliegt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Demzufolge ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Die Einzelrichterin erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Amt für Arbeit (AFA)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">seco</span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"> - Direktion für Arbeit</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">der </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">beschwerdeführenden</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> Partei oder ihrer Rechtsvertretung</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die EinzelrichterinDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>SennStocker</p><p><br/></p><div><p> </p></div><p></p></div> </div></body></html>