A bteilung V E -3019/2007 {T 0/2} U rte il v o m 2 8 . S e p te m b e r 2 0 0 7 R ichterin C hrista Luterbacher (Vorsitz), R ichter Beat W eber, R ichterin Therese Kojic, G erichtsschreiberin M uriel Beck Kadim a. A ._______, geboren (...), Irak, w ohnhaft (...), Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Verfügung des BFM vom 23. April 2007 i.S. N ichteintreten auf das Asylgesuch und W egw eisung / N _______. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandE -3019/2007 Sachverhalt: A . D er Beschw erdeführer – m it G eburtsort B./Irak und letztem W ohnsitz C ./Libanon – verliess seinen H eim atstaat Irak gem äss eigenen Angaben im Jahr 1990, um sich nach dem angeblichen Verschw inden seiner Eltern über Jordanien und Syrien zu seinem O nkel m ütterlicherseits nach C ./Libanon zu begeben. Am 15. Septem ber 2006 habe er den Libanon verlassen und sei über Syrien, die Türkei und w eitere, ihm unbekannte Länder per LKW am 27. Septem ber 2006 illegal in die Schw eiz gelangt, w o er am selben Tag am Em pfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) des BFM in Kreuzlingen um Asyl ersuchte. Am 2. O ktober 2006 w urde der Beschw erdeführer im EVZ Kreuzlingen sum m arisch zu seinen Asylgründen befragt und am 22. Februar 2007 schliesslich einlässlich durch (kantonales Am t) angehört, w elchem er für die D auer des Asylverfahrens zugeteilt w urde. Ergänzend w urde am 16. April 2007 vom BFM eine Anhörung durchgeführt. B . D er Beschw erdeführer m achte zur Begründung seines Asylgesuchs im W esentlichen geltend, seine Eltern seien Ende 1989 vom Sicherheits- dienst abgeholt w orden, w eil sie Kom m unisten gew esen seien. Etw a einen M onat später hätten er und seine beiden älteren Brüder vernom - m en, dass sie gestorben seien. D ies habe seine Brüder dazu bew o- gen, ihn als dam als (...)-Jährigen zu ihrem – im Libanon illegal leben- den – O nkel m ütterlicherseits nach C. zu schicken, w elcher einige Jahre zuvor den Irak als Flüchtling verlassen habe, w eil er dort gefol- tert w orden sei. Er habe im Libanon über eine H ilfsorganisation ver- sucht, sich bei der U N O zw ecks W eiterreise nach Europa registrieren zu lassen. Vor vier Jahren (etw a im Jahr 2002) habe der Beschw erde- führer den Kontakt zu seinen Brüdern verloren, nachdem diese Bag- dad verlassen hätten, um sich gem äss den Angaben des O nkels zum fam iliären U rsprungsort D. zu begeben. D en Libanon habe er schliesslich am 15. Septem ber 2006 verlassen, w eil er sich dort illegal aufgehalten habe und deshalb keine w ürdige Arbeit habe finden können. Im W eiteren sei Irakern dort nicht m it R espekt begegnet w orden. Schliesslich habe im Libanon Krieg geherrscht, w obei vieles zerstört w orden sei. Problem e m it den Behörden, irgendw elchen Parteien, O rganisationen oder G ruppierungen habe er w eder im Irak S eite 2E -3019/2007 noch im Libanon gekannt. Er habe nie versucht, seine Aufenthaltssituation im Libanon zu legalisieren. Zum Beleg seiner Identität reichte der Beschw erdeführer eine von sei- nem O nkel im Jahr 2001 über Freunde im Irak ausgestellte irakische Identitätskarte zu den Akten, w elche indessen von den Schw eizer Be- hörden als Totalfälschung erachtet w urde. C . Am 4. O ktober 2006 w urde durch einen vom BFM beauftragten Exper- ten der Fachstelle Lingua anlässlich eines telefonischen G esprächs m it dem Beschw erdeführer, w elches auf Tonband aufgenom m en w ur- de, eine sprachlich-länderkundliche Lingua-Analyse zur Erm ittlung dessen H erkunft durchgeführt. D ie Analyse-Ergebnisse w urden im Be- richt vom 6. O ktober 2006 festgehalten. G em äss einer Aktennotiz des BFM vom 17. O ktober 2006 w urde das aufgezeichnete G espräch zu- dem noch einem zw eiten für Libanon und Palästina zuständigen Lin- gua-Experten zur Begutachtung vorgelegt (vgl. A15). D . M it Verfügung vom 23. April 2007 - eröffnet am 24. April 2007 - trat das BFM auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers gestützt auf A rt. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) nicht ein und ordnete gleichzeitig dessen W egw eisung aus der Schw eiz an. D ie eingereichte Identitätskarte w urde eingezogen. D as BFM begründete seinen N ichteintretensentscheid im W esentli- chen dam it, dass der Beschw erdeführer keine entschuldbaren G ründe für das Fehlen identitätsbelegender Papiere habe vorbringen können. Zw ar habe er eine irakische Identitätskarte eingereicht, w elche sich in- dessen als Totalfälschung herausgestellt habe. D a ihn keine persönli- chen und asylrelevanten Fluchtgründe m it Irak verbinden w ürden, hät- te er sich zum Erlangen einer Identitätskarte an eine ausländische Vertretung seines H eim atlandes w enden können. Im W eiteren erachtete das BFM die Vorbringen des Beschw erdefüh- rers als unglaubhaft, da sie W idersprüche und Punkte enthalten w ür- den, die der allgem einen Erfahrung und Logik w idersprechen w ürden. Beispielsw eise habe er anlässlich der Kurzbefragung im EVZ nicht er- w ähnt, dass seine Eltern nach der M itnahm e durch den Sicherheits- dienst gestorben seien. Ferner habe er bezüglich des Aufenthaltssta- tus des O nkels im Libanon zuerst angegeben, dieser habe sich dort il- S eite 3E -3019/2007 legal aufgehalten, um später zu schildern, dass er sich bei der U N O habe registrieren lassen, w eshalb von einem legalen Status ausge- gangen w erden könne. Im Ü brigen w iderspreche es der allgem einen Erfahrung, im Libanon ohne Identitätskarte leben zu können. Im G e- genteil erw eise es sich auch dort im m er w ieder als notw endig, sich ausw eisen zu können. D iese Aussage des Beschw erdeführers lasse darauf schliessen, dass er m utm asslich ein libanesischer Staatsbürger sei. Schliesslich basiere die Begründung der R eise des Beschw erde- führers in die Schw eiz im Kern auf w irtschaftlichen Erw ägungen, w es- halb der Beschw erdeführer die Flüchtlingseigenschaft gem äss A rt. 3 und 7 AsylG nicht erfülle. Zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseingenschaft oder eines W egw eisungshindernisses seien aufgrund der Aktenlage som it nicht erforderlich. Schliesslich erachtete das BFM den Vollzug der W egw eisung als zu- lässig, zum utbar und m öglich. D er Beschw erdeführer sei gem äss An- gaben der Befragenden beziehungsw eise der D olm etscher in den An- hörungen als auch des Lingua-Experten in der Lage, das Arabische in Varianten des Irak und des Libanon zu sprechen. D ie Sprechw eise des Beschw erdeführers und seine Sicht der syrischen M enschen im Liba- non entspreche jener der M ehrheit der Libanesen und spreche des- halb für seine H erkunft aus Libanon. W eder die dort herrschende poli- tische Situation noch andere G ründe w ürden der Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs in den Libanon entgegenstehen. E. M it Eingabe an das Bundesverw altungsgericht vom 29. April 2007 (Poststem pel: 30. April 2007) beantragte der Beschw erdeführer die Aufhebung der Verfügung des BFM und sinngem äss die R ückw eisung der Sache zum Eintreten auf das Asylgesuch an die Vorinstanz sow ie die G ew ährung des Asyls. Eventualiter sei ihm aufgrund eines unzu- m utbaren W egw eisungsvollzugs die vorläufige Aufnahm e zu gew äh- ren. F. M it Zw ischenverfügung vom 3. M ai 2007 verzichtete die zuständige Instruktionsrichterin auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. G . D as BFM beantragte in seiner Vernehm lassung vom 31. Juli 2007 die Abw eisung der Beschw erde und verw ies bezüglich der Behauptung des Beschw erdeführers in seiner R ekursschrift, er habe nie gesagt, S eite 4E -3019/2007 sein O nkel sei bei der U N O registriert, auf die Anhörung vom 16. April 2007 (vgl. A28, S. 4). H . R eplizierend bem erkte der Beschw erdeführer am 20. August 2007, er habe nie ausgesagt, dass sich sein O nkel direkt beim U N H C R ange- m eldet habe, sondern, dass er sich über ein im Libanon tätiges H ilfs- w erk beim U N H C R habe registrieren lassen, w as sich auch aus den fortfolgenden Passagen der besagten Anhörung ergebe. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht entscheidet endgültig über Be- schw erden gegen Verfügungen (A rt. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , SR 172.021]) des BFM betreffend das N ichteintreten auf ein Asylgesuch (A rt. 105 Abs. 1 AsylG i.V.m . A rt. 31 - 34 des Verw altungsgerichtsge- setzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; A rt. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [BG G , SR 173.110]). 1.2 Seit dem 1. Januar 2007 findet das neue Verfahrensrecht Anw en- dung (A rt. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht können die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich M issbrauch und Ü ber- schreitung des E rm essens, die unrichtige oder unvollständige Feststel- lung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (A rt. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. 2.1 Bei Beschw erden gegen N ichteintretensentscheide, die gestützt auf A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen w urden, w ar bisher die Beur- teilungszuständigkeit des Bundesverw altungsgerichts auf die Ü berprü- fung der Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asylge- such nicht eingetreten w ar; bei Begründetheit der Beschw erde hob das Bundesverw altungsgericht die angefochtene Verfügung auf und w ies die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurück (vgl. Ent- scheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom - m ission [EM AR K] 2004 N r. 34 E. 2.1 S. 240 f.). S eite 5E -3019/2007 N eu ist auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand. Som it ist im R ahm en einer sum m arischen Prüfung das offenkundige Fehlen der Flüchtlingseigenschaft des Beschw erdeführers und von W egw eisungs- vollzughindernissen ebenfalls zu beurteilen (vgl. zur Publikation vorge- sehenes U rteil D -688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 2.1). N icht einzutreten ist dem gegenüber w eiterhin auf den Antrag betreffend Asylgew ährung. D ie Beurteilungszuständigkeit des Bundesverw altungsgerichts im W egw eisungspunkt ist nicht beschränkt, da sich die Vorinstanz diesbe- züglich gem äss A rt. 44 AsylG in Verbindung m it A rt. 14a des Bundes- gesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer (AN AG , SR 142.20) auch m ateriell zur Sache zu äussern hatte. 2.2 D er Beschw erdeführer ist legitim iert, w eshalb auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten ist (A rt. 108a AsylG sow ie A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 48 Abs. 1 und A rt. 52 f. Vw VG ). 3. D ie Vorinstanz trat in Anw endung des revidierten, am 1. Januar 2007 in Kraft gesetzten A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers vom 27. Septem ber 2006 nicht ein. G em äss dieser Bestim m ung w ird auf ein Asylgesuch nicht eingetreten, w enn die asyl- suchende Person den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des G esuches R eise- oder Identitätspapiere abgibt. G e- m äss A rt. 32 Abs. 3 Bstn. a-c AsylG findet diese N orm keine Anw en- dung, w enn Asylsuchende für die N ichteinreichung von R eise- oder Identitätspapieren entschuldbare G ründe glaubhaft m achen können, auf G rund der Anhörung sow ie gestützt auf die A rt. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt w ird oder sich auf G rund der Anhö- rung erw eist, dass zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W egw eisungsvollzugshindernisses nötig sind. 4. 4.1 D ie Vorinstanz stellte in ihrem Entscheid fest, es lägen keine ent- schuldbaren G ründe vor, die es dem Beschw erdeführer verunm öglicht hätten, R eise- oder Identitätspapiere einzureichen. Ferner bezw eifelte sie die vorgebrachte irakische Staatsangehörigkeit des Beschw erde- führers. W eiter hielt die Vorinstanz fest, der Beschw erdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft gem äss A rt. 3 und 7 AsylG nicht und es sei- en auf G rund der Aktenlage keine zusätzlichen Abklärungen zur Fest- S eite 6E -3019/2007 stellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W egw eisungsvollzugs- hindernisses erforderlich. 4.2 D em gegenüber kom m t das Bundesverw altungsgericht zum Schluss, dass das BFM zu U nrecht einen N ichteintretensentscheid nach A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gefällt hat. Zum Einen gelang es dem Beschw erdeführer, sow ohl sein U nw issen über die Fälschung seiner irakischen Identitätskarte glaubhaft darzu- stellen als auch entschuldbare G ründe für das N icht-U nterbreiten neu- er – echter – Ausw eispapiere vorzubringen (E. 5). D am it können auch die Zw eifel an seiner irakischen Staatsangehörigkeit als aus dem W ege geräum t erachtet w erden. Zum anderen w äre auf das Asylgesuch gestützt auf A rt. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG zw ecks w eiterer, im ordentlichen Verfahren vorzunehm ender Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft - oder von W egw eisungsvollzugshindernissen - einzutreten gew esen, zum al das BFM m ittels einer D irektbefragung zusätzliche Abklärungen tatsächlich gem acht hat (E. 7.1). Schliesslich erscheinen die Zum utbarkeit und M öglichkeit eines etw ai- gen W egw eisungsvollzugs in den Libanon nicht als abschliessend ab- geklärt (E. 5.1.5 und 7.1.3) und die Vollzugshindernisse betreffend den Irak als nicht geprüft (E. 7.2). 5. 5.1 Vorliegend reichte der Beschw erdeführer eine irakische Identitäts- karte zu den Akten, die sich nach Prüfung durch die Schw eizer Behör- den als eine Totalfälschung herausstellte. 5.1.1 D azu erklärte der Beschw erdeführer, er habe diese Identitäts- karte nicht persönlich bei den irakischen Behörden erstellen lassen, da er sich zu diesem Zeitpunkt im Libanon befunden und w egen sei- nes Alters befürchtet habe, im Irak in den M ilitärdienst eingezogen zu w erden. Aus diesem G rund habe sich sein O nkel m it H ilfe von Freun- den (vgl. A24, S. 7 und 9 f.) beziehungsw eise von seinem Bruder und Freunden (vgl. A1, S. 4; A28, S. 5) darum geküm m ert. 5.1.2 In ihrer Verfügung vom 23. April 2007 kam die Vorinstanz zum Schluss, dass nicht geglaubt w erden könne, der Beschw erdeführer sei irakischer Staatsbürger, w eil er sich zum Einen hinsichtlich der Legali- S eite 7E -3019/2007 tät der eingereichten Identitätskarte unterschiedlich geäussert habe, und sich zum anderen nicht um das E rlangen eines neuen Ausw eises über die irakischen Vertretungen im Ausland bem üht habe. 5.1.3 In seiner R echtsm itteleingabe schildert der Beschw erdeführer, er habe die Feststellung der Totalfälschung durch die Schw eizer Be- hörden nie in Frage gestellt, sondern sei darüber sehr erstaunt und verunsichert gew esen, w eil er bisher die Identitätskarte als echt erach- tet habe. N ur bezüglich der U nterschrift, w elche er nicht persönlich habe abgeben können, habe er gew usst, dass eine Irregularität be- standen habe, w eshalb er in einer der Anhörungen gesagt habe, sie sei nicht legal ausgestellt w orden. Im Ü brigen habe er sich erkundigt, ob er bei der irakischen Vertretung in G enf einen Pass erhalten könne. D ies sei verneint w orden, da er dazu einen N ationalitätennachw eis hätte erbringen sollen, w as ihm hingegen nicht m öglich sei. 5.1.4 D em Bundesverw altungsgericht erscheinen die Erklärungen des Beschw erdeführers über seine gefälschte irakische Identitätskarte ge- sam thaft als glaubhaft. D em Anhörungsprotokoll vom 22. Februar 2007 ist zu entnehm en, dass der Beschw erdeführer über die M itteilung der Fälschung seiner Identitätskarte sichtlich erregt w ar. Seine Fragen "D as heisst, jetzt bin ich auch ohne ID ?", "H eisst das, sogar im Irak w erde ich nicht als Iraki anerkannt?" (vgl. A24, S. 8) und seine zusam m enhangslos gem achte Aussage "Ich verstehe überhaupt nicht, kann nicht begreifen, dass m eine ID ein gefälschter Ausweis ist..." (A24, S. 14) zeugen von seiner G efühlserregung sow ie von seinem Erstaunen und w irken sehr reali- tätsnah. Im Ü brigen ist nachvollziehbar, dass der Beschw erdeführer den für die Ausstellung eines Passes im Ausland erforderlichen N ationalitäten- nachw eis nicht erbringen kann, zum al er gem äss seinen w iederholten Angaben w eder m it seinem O nkel im Libanon noch m it seinen Brüdern und w eiteren Verw andten im Irak in Verbindung steht (vgl. A1, S. 3; A24, S. 4 ff.; A28, S. 5). Ferner w eisen die A rt und W eise, w ie der Beschw erdeführer anlässlich der Anhörung vom 22. Februar 2007 beim Sprechen vom Irakischen ins Libanesische w echselte (vgl. A24, S. 15: Bem erkung des/der D ol- m etschers/D olm etscherin) darauf hin, dass sich sein Sprachgebrauch S eite 8E -3019/2007 dem Inhalt und dem U m feld anpasst, w ie es bei Personen, die m it m ehreren D ialekten oder Sprachen aufw achsen, oft vorkom m t. Ü berdies stützen die Ergebnisse der Lingua-Analysen die Vorbringen des Beschw erdeführers, dass er im Irak geboren w urde und dort ge- lebt hat, bevor er sich im Alter von (...) Jahren in den Libanon begeben hat, w o er bis zu seiner Ausreise – im Alter von (...) Jahren – w ohnhaft w ar. Bei den vom Bundesam t in Auftrag gegebenen Lingua-Analysen han- delt es sich zw ar nicht um Sachverständigengutachten im Sinne von A rt. 12 Bst. e Vw VG und A rt. 57 ff. BZP (die auf das Bew eisverfahren sinngem äss Anw endung finden, vgl. A rt. 19 Vw VG ), sondern um schriftliche Auskünfte im Sinne von A rt. 49 BZP (vgl. ebenfalls A rt. 19 Vw VG ), die im konkreten Fall frei zu w ürdigen sind (vgl. A rt. 40 BZP i.V.m . A rt. 19 Vw VG ). D och bei Einhaltung der Anforderungen an die fachliche Q ualifikation, O bjektivität und N eutralität des Experten w ie auch an die inhaltliche Schlüssigkeit und N achvollziehbarkeit der Ana- lyse kann Lingua-Analysen - im Vergleich zu gew öhnlichen Partei- vorbringen - durchaus erhöhter Bew eiswert zugem essen w erden, w ie er gerichtlichen/am tlichen Sachverständigengutachten im Sinne von A rt. 57 ff. BZP generell zukom m t (vgl. die w eiterhin zutreffende Praxis der ehem aligen in asylrechtlichen Beschw erdeverfahren zuständigen Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [AR K] in EM AR K 1998 N r. 34 E. 8g S. 289; 1999 N r. 19 E. 3d S. 126 und 2003 N r. 14). Vorliegend stam m t die Lingua-Analyse von einem qualifizierten Experten, der seine Schlüsse einlässlich, nachvollziehbar und überzeugend darlegt. Ein zw eiter Experte hat dessen Feststellungen ausdrücklich bestätigt. G em äss den Ergebnissen des aufgrund der telefonischen U nterhal- tung m it dem Beschw erdeführer vom 4. O ktober 2006 erstellten Exper- tenberichts vom 6. O ktober 2006 und der Aktennotiz vom 17. O ktober 2006 über die Einschätzung durch einen zw eiten Lingua-Experten m uss davon ausgegangen w erden, dass der Beschw erdeführer sow ohl im Irak w ie im Libanon gelebt hat, w obei aufgrund des von ihm benutz- ten Vokabulars davon auszugehen ist, dass er als Kind im Irak und später im Libanon sozialisiert w orden ist (vgl. A15). Aus diesen Berich- ten ist hingegen keineswegs abzuleiten - w ie es die Vorinstanz fälschli- cherw eise tut -, dass "seine Sprechw eise des Irakischen" "aufgesetzt" w irke. D ie Lingua-Expertisen bestätigen vielm ehr, dass seine Angaben S eite 9E -3019/2007 betreffend die Sozialisation in den beiden Ländern Irak und Libanon zutreffen. Aus diesen G ründen geht das Bundesverw altungsgericht von der glaubhaft gem achten irakischen H erkunft und Staatsangehörigkeit des Beschw erdeführers aus. 5.1.5 D en Akten ist hingegen nicht zu entnehm en, dass der Be- schw erdeführer über einen libanesischen Aufenthaltstitel verfügt. 5.1.5.1 D ie Vorinstanz ging zw ar davon aus, dass sich der O nkel des Beschw erdeführers entgegen dessen Behauptungen legal im Libanon aufgehalten habe, da er gem äss den Schilderungen des Beschw erde- führers bei den U N -Behörden in C . registriert gew esen sei. Ferner verm utete das BFM , dass der Beschw erdeführer libanesischer Staats- bürger sei, da seine Aussage, er hätte im Libanon keine Identitätskarte benötigt, der allgem einen Erfahrung w idersprechen w ürde, w onach m an sich auch im Libanon im m er w ieder auszuw eisen habe. 5.1.5.2 D em gegenüber erläutert der Beschw erdeführer in seiner R echtsm itteleingabe, er habe nie gesagt, sein O nkel sei bei der U N - Behörde direkt registriert gew esen. Er habe vielm ehr ausgesagt, die- ser habe sich bei einem ihm nicht nam entlich bekannten H ilfsw erk an- gem eldet, um über dieses m it H ilfe der U N -Vertretung für Flüchtlinge zu versuchen, in ein anderes Land zu gelangen, w as indessen nie ge- klappt habe. 5.1.5.3 Es ist zunächst festzuhalten, dass der Beschw erdeführer - ent- gegen seiner soeben erw ähnten Behauptung, der N am e der O rganisa- tion, w elche sein O nkel kontaktiert habe, sei ihm nicht bekannt -, an- lässlich der kantonalen Befragung die "U nited N ations for M igration" (vgl. A24, S. 6) nannte. Sodann steht fest, dass er sich zw ar dahinge- hend geäussert hatte, sein O nkel habe sich beim U N H C R angem eldet, jedoch nicht um im Libanon den Flüchtlingsstatus zu erlangen, son- dern, um ins Ausland gelangen zu können (A28, S. 4). D ie Frage, w el- chen Aufenthaltstitel der O nkel des Beschw erdeführers im Libanon be- sass, kann vorliegend jedoch offen bleiben, da daraus kein libanesi- sches Aufenthaltsrecht für den Beschw erdeführer abgeleitet w erden könnte. Es bestehen som it keine Anhaltspunkte in den Akten, die auf einen legalen libanesischen Aufenthaltsstatus, beziehungsw eise eine libanesische Staatsangehörigkeit des Beschw erdeführers hinw eisen w ürden. S eite 10E -3019/2007 5.2 Zusam m enfassend ergibt sich, dass die Erw ägungen des BFM , der Beschw erdeführer erfülle die Anforderungen von A rt. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG nicht, nicht haltbar sind. Im G egenteil ist von der G laub- haftigkeit der geschilderten, entschuldbaren G ründe im Sinne des G e- setzes auszugehen. Es gelingt dem Beschw erdeführer auf nachvoll- ziehbare W eise zu erläutern, w eshalb er unw issentlich eine rechtsun- genügliche irakische Identitätskarte abgegeben hat und nicht in der Lage gew esen ist, rechtzeitig neue echte R eise- oder Identitätspapiere einzureichen. 6. 6.1 W eiter hielt die Vorinstanz fest, der Beschw erdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft gem äss A rt. 3 und 7 AsylG nicht und es seien auf G rund der Aktenlage keine zusätzlichen Abklärungen zur Feststel- lung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W egw eisungsvollzugshin- dernisses erforderlich. 6.1.1 D azu führte sie aus, der Beschw erdeführer sei aus w irtschaftli- chen G ründen in die Schw eiz gereist. D ieser habe ausgesagt, w eder im Irak noch im Libanon je m it irgendw elchen O rganisationen, G rup- pierungen oder Behörden Problem e gehabt zu haben, noch je in H aft gew esen oder vor G ericht gestanden zu sein. 6.1.2 D em gegenüber bringt der Beschw erdeführer in seiner R echts- m ittelschrift vor, die M itglieder der Fam ilie seines Vaters seien in D . lebende, strenggläubige Schiiten, w eshalb seine Eltern diesen H eim at- ort verlassen hätten, um in Bagdad ein liberales Leben führen zu kön- nen. D iese liberale Einstellung habe schliesslich zu ihrer Entführung und zu ihrem Tod geführt. Aus diesen G ründen könne auch er nicht nach Irak zurückkehren, w o im m er noch K rieg herrsche und sich die politischen und religiösen Fronten stetig m ehr verhärten w ürden. 6.2 Aufgrund der vorliegenden Aktenlage kann im R ahm en einer bloss sum m arischen Prüfung der Argum entation des BFM zugestim m t w er- den, dass - unter Verzicht auf zusätzliche tatbeständliche oder rechtli- che Abklärungen - der Beschw erdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt (A rt. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG ). In diesem Zusam m en- hang ist indessen darauf hinzuw eisen, dass das BFM es dennoch als notw endig erachtete, zw ecks w eiterer Abklärungen am 16. April 2007 eine ergänzende Anhörung durchzuführen (vgl. dazu E. 7.1.2). S eite 11E -3019/2007 6.2.1 G em äss A rt. 3 AsylG w ird ein Ausländer als Flüchtling aner- kannt, w enn er in seinem H eim atstaat oder im Land, w o er zuletzt w ohnte, w egen seiner R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen seiner politischen An- schauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gelten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken (A rt. 3 AsylG ). Begründete Furcht vor künftiger staatlicher Verfolgung liegt w iederum nur vor, w enn konkreter Anlass zur Annahm e besteht, letztere hätte sich - aus der Sicht im Zeitpunkt der Ausreise - m it beachtlicher W ahr- scheinlichkeit und in absehbarer Zeit verw irklicht und w erde sich - auch noch aus heutiger Sicht - m it ebensolcher W ahrscheinlichkeit in absehbarer Zukunft verw irklichen. Eine bloss entfernte M öglichkeit künftiger Verfolgung genügt nicht; es m üssen konkrete Indizien vorlie- gen, w elche den Eintritt der erw arteten - und aus einem der vom G e- setz abschliessend aufgezählten M otive erfolgenden - Benachteiligung als w ahrscheinlich und dem entsprechend die Furcht davor als realis- tisch und nachvollziehbar erscheinen lassen (vgl. EM AR K 2004 N r. 1 E. 6a S. 9, m it w eiteren H inw eisen; W ALTER KÄLIN , G rundriss des Asyl- verfahrens, Basel/Frankfurt am M ain, 1990, S. 143 ff.). 6.2.2 D er Beschw erdeführer verliess den Irak im Alter von (...) Jahren im Jahr 1990 freiw illig, nachdem seine Eltern angeblich getötet w ur- den, w eil sie als Kom m unisten erachtet w orden w aren. Es bestehen keine H inw eise darauf, dass er desw egen bei einer allfälligen R ück- kehr in sein H eim atland eine etw aige Verfolgung zu befürchten hätte. D er Beschw erdeführer m acht auch keine vergangene diesbezügliche Verfolgung geltend. Zusam m enfassend kom m t das G ericht zum Schluss, der Beschw erde- führer habe w eder vor seiner Ausreise asylrelevante N achteile erlitten, noch habe er im heutigen und m assgebenden Zeitpunkt - subjektiv und objektiv (vgl. EM AR K 2006 N r. 3 E. 4.9. S. 38. m it w eiteren H inw ei- sen) - begründete Furcht vor künftigen Verfolgungsm assnahm en im Sinne von A rt. 3 AsylG . D aran verm ag der vage H inw eis in seiner Be- schw erdeschrift auf religiöse und politische Auseinandersetzungen im Irak und im Libanon nichts zu ändern. D ie Vorinstanz hat m ithin die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von A rt. 3 AsylG zu R echt verneint. S eite 12E -3019/2007 7. U m unter den dargelegten U m ständen auf das Asylgesuch des Be- schw erdeführers nicht eintreten zu können, m uss sich indessen über- dies aufgrund der Anhörung erw eisen, dass offensichtlich keine zu- sätzlichen Abklärungen zur Feststellung eines W egw eisungshindernis- ses nötig sind (A rt. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG ). 7.1 Vorab ist festzustellen, dass das BFM bereits w eitere Abklärungen im Sinne von A rt. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG vorgenom m en hat. 7.1.1 D as Bundesverw altungsgericht hat in seinem zur Publikation vorgesehenen G rundsatzurteil BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 (E. 5.6.5. f.) festgestellt, dass der G esetzgeber m it A rt. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG ein Sum m arverfahren geschaffen hat, in w elchem über das Bestehen bzw. das N ichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft abschliessend m ateriell zu entscheiden ist, sow eit dies im R ahm en ei- ner sum m arischen Prüfung m öglich ist. Kann auf G rund einer sum m a- rischen m ateriellen Prüfung nicht abschliessend festgestellt w erden, ob die asylsuchende Person offensichtlich Flüchtling ist oder offen- sichtlich nicht Flüchtling ist, ist auf das Asylgesuch gestützt auf A rt. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG zw ecks w eiterer, im ordentlichen Verfahren vorzu- nehm ender Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft - oder von W egw eisungsvollzugshindernissen - einzutreten. O b die Flüchtlingseigenschaft oder die W egw eisungsvollzugshindernisse of- fenkundig fehlen, bem isst sich nicht zuletzt daran, dass in solchen Fäl- len in der R egel eine 20-tägige Entscheidungsfrist und die sum m ari- sche Entscheidbegründung genügen m üssen (analog zu A rt. 40 AsylG ). H ingegen ist es ausgeschlossen, einen N ichteintretensent- scheid zu fällen, w enn das Fehlen der Flüchtlingseigenschaft oder der Vollzugshindernisse eben nicht offenkundig ist, beziehungsw eise w enn zusätzliche Abklärungen jeglicher A rt nötig erscheinen oder der Ent- scheid einer einlässlichen Begründung bedarf. D ies ergibt sich auch aus dem U m kehrschluss zu A rt. 40 AsylG und in Anlehnung an A rt. 41 AsylG . D er G esetzgeber w ollte dam it sicherstellen, dass insbesondere m it Blick auf das verkürzte Verfahren die G efahr einer vorschnellen fal- schen Einschätzung einer Situation - in rechtlicher oder in sachlicher H insicht - ausgeschlossen w erden kann. Zusätzliche Abklärungen in diesem Sinne sind also so zu definieren, dass ein N ichteintretensent- scheid bereits dann ausgeschlossen ist, w enn w eitere (auch interne) sachliche Abklärungen zum Beispiel zur politischen Lage in einem be- stim m ten Land, zur Situation einer bestim m ten Bevölkerungsgruppe S eite 13E -3019/2007 oder zu einem bestim m ten Ereignis nötig w erden; aber auch dann, w enn sich in rechtlicher H insicht Fragen stellen, die nicht ohne w eitere Prüfung beantw ortet w erden können. Solche Abklärungen m üssen nicht zw ingend einen N iederschlag in den Akten finden, vielm ehr ist im R ahm en einer G esam tbetrachtung zu prüfen, ob die Flüchtlingseigen- schaft offenkundig und ohne grossen Begründungsaufw and ausge- schlossen w erden kann. G em äss dieser Bestim m ung ist auch der Be- darf w eiterer Abklärungen zu W egw eisungsvollzugshindernissen zu prüfen. Sollte dieser bestehen, führt dies zu einem ordentlichen Ver- fahren. 7.1.2 D as BFM hat nach der sum m arischen Befragung im EVZ Kreuz- lingen vom 2. O ktober 2006 und der kantonalen Anhörung vom 22. Februar 2007 am 16. April 2007 eine ergänzende Anhörung durch- geführt, die auch Fragen über die H erkunft des Beschw erdeführers und über seine Fluchtgründe aus dem Irak und Libanon beinhalteten. D am it w urden w eitere Abklärungen getätigt, die sich dem BFM offen- sichtlich m indestens im H inblick auf die Prüfung allfälliger W egw ei- sungshindernisse - auch in das H eim atland Irak des Beschw erdefüh- rers - aufgedrängt zu haben schienen. 7.1.3 Im Sinne der unter E. 7.1.1 zitierten R echtsprechung hätte das BFM som it schon zur D urchführung dieser zusätzlichen Abklärungen auf das Asylgesuch eintreten m üssen, da es dam als W egw eisungshin- dernisse beziehungsw eise die Flüchtlingseigenschaft auf G rund der ersten Anhörung - d.h. ohne w eitere Abklärungen - offensichtlich nicht ausgeschlossen hatte. D a ein N ichteintreten auf ein Asylgesuch gem äss A rt. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG in all jenen Fällen, die einer eingehenden Prüfung bedürfen und die nicht sum m arisch begründet w erden können, ausgeschlossen ist, w äre die angefochtene Verfügung des BFM vom 23. April 2007 bereits aus diesem G rund aufzuheben und die Sache zur N eubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuw eisen. Ferner bestehen, w ie bereits unter E. 5.1.5 erw ähnt, keine H inw eise in den Akten, aus denen auf einen legalen libanesischen Aufenthaltssta- tus, beziehungsw eise eine libanesische Staatsangehörigkeit des Be- schw erdeführers zu schliessen w äre. D as BFM ging som it in seiner Verfügung vom 23. April 2007 fälschlicherw eise von der verm uteten li- banesischen H erkunft aus (vgl. E. II.4. S. 6), w obei es diese w iederum auf dem R ubrum derselben Verfügung nicht bestätigte, sondern dort S eite 14E -3019/2007 eine "unbekannte H erkunft" angab. Sollte das BFM w eiterhin an einem W egw eisungsvollzug in den Libanon festhalten, w äre aufgrund der vom Bundesverw altungsgericht als glaubhaft erachteten irakischen Staatsangehörigkeit zusätzlich zu prüfen, unter w elchen Voraussetzun- gen eine R ückkehr des Beschw erdeführers in den Libanon erfolgen könnte und ob diese Voraussetzungen vorliegend erfüllt sind. 7.2 D er Beschw erdeführer w urde seinen glaubhaften Angaben zufolge in Bagdad geboren. Seine Fam ilienangehörigen stam m en ursprünglich aus D ., also aus einem G ebiet, w elches adm inistrativ der Zentralregierung untersteht. M it Kreisschreiben vom 10. O ktober 2005 inform ierte das BFM , dass es im August 2005 beschlossen hatte, abgew iesene Asylsuchende aus dem Irak in der R egel w egen U nzum utbarkeit des W egw eisungsvoll- zugs individuell vorläufig aufzunehm en. D a vorliegend von der irakischen Staatsangehörigkeit des Beschw er- deführers auszugehen ist, drängt sich die Prüfung allfälliger W egw ei- sungsvollzugshindernisse in den Irak auf. D iese hatte die Vorinstanz fälschlicherw eise nicht geprüft, w eil sie die irakische Staatsangehörig- keit des Beschw erdeführers als unglaubhaft erachtete und stattdessen von dessen libanesischer H erkunft ausging. 8. Zusam m enfassend ergibt sich, dass das BFM zu U nrecht einen N icht- eintretensentscheid gestützt auf A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG erlassen und dam it Bundesrecht verletzt hat (vgl. A rt. 106 AsylG ). D ie Be- schw erde ist daher gutzuheissen, die angefochtene Verfügung des BFM vom 23. April 2007 aufzuheben und die Sache im Sinne der vor- stehenden Erw ägungen zur N eubeurteilung im ordentlichen Verfahren, an die Vorinstanz zurückzuw eisen. 9. 9.1 Bei diesem Ausgang des Beschw erdeverfahrens sind keine Ver- fahrenskosten aufzuerlegen (vgl. A rt. 63 Abs. 1 und 2 Vw VG ). 9.2 Einem obsiegenden Beschw erdeführer ist in Anw endung von A rt. 64 Abs. 1 Vw VG sow ie A rt. 7 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem - ber 2006 (VG KE, SR 173.320.2) für die ihm erw achsenen notw endigen S eite 15E -3019/2007 und verhältnism ässig hohen Kosten eine Parteientschädigung zuzu- sprechen. D em nicht anw altlich vertretenen Beschw erdeführer ist vorliegend in- dessen, da ihm durch die Beschw erdeführung keine unverhältnism ä- ssig hohen Kosten entstanden sind, trotz seines O bsiegens keine Par- teientschädigung zu entrichten. (D ispositiv nächste Seite) S eite 16E -3019/2007 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen. D ie Verfügung des BFM vom 23. April 2007 w ird aufgehoben. 2. D ie Sache w ird zur m ateriellen Prüfung des Asylgesuchs im ordentli- chen Verfahren im Sinne der Erw ägungen an das BFM zurückgew ie- sen. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. Es w ird keine Parteientschädigung entrichtet. 5. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (Einschreiben; Beilage: angefochtene Verfü- gung im O riginal) - die Vorinstanz (per Kurier) m it den Akten N _______ (unter H inw eis auf Ziffer 2 des D ispositivs), in Kopie - (kantonales Am t) D ie vorsitzende R ichterin: D ie G erichtsschreiberin: C hrista Luterbacher M uriel Beck Kadim a Versand: S eite 17