<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>IV.2022.00313</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>III. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Senn<br/>Ersatzrichterin Tanner Imfeld<br/>Gerichtsschreiberin Lanzicher</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">26. Oktober 2022</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Susanne </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Friedauer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">KSPartner</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der 1991 geborene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> war zuletzt vom 1. März 2019 bis 31. Juli 2020 als Fachperson Betreuung bei der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Stiftung angestellt. Am 6. August 2020 meldete er sich unter Hinweis auf eine depressive Störung bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/12). Die Sozialver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische und erwerb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liche Abklärungen und wies das Leistungsbegehren nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 6/37-38) mit Verfügung vom 2. Mai 2022 (Urk. 2) ab.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dagegen erhob der Versicherte am 1. Juni 2022 Beschwerde (Urk. 1) und bean</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese nach den notwendigen Abklärungen in der Sache neu entscheide. Am 14. Juli 2022 (Urk. 5) beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei abzuweisen. Am 30. August 2022 liess sich der Versicherte erneut vernehmen (Urk. 8) und legte einen Arztbericht (Urk. 9) auf. Dieser wurde der Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 1. September 2022 zur Kenntnis gebracht (Urk. 10).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung (IVV) in Kraft getreten.</span></p><p><span> </span><span>In zeitlicher Hinsicht sind </span><span> vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege</span><span>lungen </span><span> grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit</span><span>punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1</span><span>bis</span><span> IVG) und jener des Rentenanspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invali</span><span>denrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht (vgl. </span><span>Rz</span><span>. 1008 des Kreisschreibens zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB </span><span>WE IV, gültig ab 1. Januar 2022).</span></p><p><span> </span><span>Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Da der frühest</span><span>mögliche Rentenanspruch vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 entstanden ist, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwend</span><span>bar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ausschliesslich die Folgen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wieder herstellen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="XX077"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">valid geworden wäre (sog. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Valideneinkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene leistungsabweisende Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fügung vom 2. Mai 2022 (Urk. 2) damit, dass sich die gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers auf seinen bisherigen Arbeitsplatz beschränke. An einem anderen Arbeitsplatz sei ihm eine vollschichtige Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tätigkeit zumutbar. Es sei somit keine gesundheitliche Einschränkung mit dauer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ausgewiesen. Entsprechend sei kein Anspruch auf eine Invalidenrente entstanden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), es werde nicht bestritten, dass die medizinische Aktenlage für die Zusprache einer Rente wohl nicht rechtsgenüglich sei. Entsprechend sei beschwerdeweise auch keine solche beantragt worden. Der Beschwerdegegnerin sei jedoch bei Verfü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gungserlass seine aktuelle gesundheitliche Situation nicht bekannt gewesen. Der letzte Bericht sei 10 Monate alt. Bei einer Depression sei es aber wichtig zu erfahren, ob sich die Situation verändert habe. Er leide seit über zwei Jahren an einer depressiv-psychischen Erkrankung und seit über zwei Jahren liege eine fachärztlich bestätigte 100%ige Arbeitsunfähigkeit vor. Eine kurze und oberfläch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liche Einschätzung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vermöge diese Tatsache</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht umzustossen. Letztere widerspreche zudem allen anderen vorhandenen medizinischen Akten und es beständen weitere - näher dargelegte - Gründe, weshalb Zweifel an deren Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit vorlägen. Auf die RAD-Stellungnahme könne deshalb nicht abgestellt werden (S. 5-8). Die Beschwerdegegnerin habe ihre Leistungsverweigerung auf einer ungenügenden Sachverhaltsermittlung gegründet und den Untersuchungsgrundsatz verletzt. Die Sache sei deshalb an sie zurückzuweisen, damit sie nach den notwendigen Abklärungen in der Sache neu entscheide (S. 11-13).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die behandelnde Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span id="_GoBack"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stellte in ihrem Bericht vom 9. Dezember 2020 zu Händen der Taggeldversicherung des Beschwerdeführers (Urk. 6/28/10-14) folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dazu führte sie aus, der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> werde einmal wöchentlich psychiat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">risch-psychotherapeutisch und zudem psychopharmakologisch behandelt. Es bestehe seit dem 6. April 2020 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 2 und S. 4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Bericht vom 31. März 2021 zu Händen der Beschwerdegegnerin (Urk. 6/30) hielt Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> fest, der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> habe als Betreuer in einem Behindertenheim gearbeitet. Es sei zu schweren traumatischen gewalttätigen Erlebnissen mit Klienten im Berufsleben gekommen. Sie bestätigte eine weiterhin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bestehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit. Im Verlauf der Behandlung bestehe voraussichtlich eine 40 - 60%ige Arbeitsfähigkeit. In einem anderen Beruf stehe die Prognose günstig, es werde eine Umschulung als Florist oder Visagist als sinnvoll erachtet.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In ihrem Bericht vom 15. April 2021 (Urk. 6/33) zu Händen der Taggeldversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung führte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> aus, der Verlauf sei positiv. In einem anderen Beruf könne von einer positiven Prognose ausgegangen werden. Die aktuelle Tätigkeit werde jedoch nicht mehr zumutbar sein, ebenso wenig die Ausübung der aktuellen Tätigkeit in einer anderen Arbeitsumgebung.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 15. Juli 2021 (Urk. 6/35) bestätigte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und hielt fest, dass eine angepasste Tätigkeit stress- und gewaltfrei sein sowie über klare Strukturen und klare Abläufe verfügen müsse. Es dürfe kein Leistungsdruck bestehen und die Tätigkeit müsse möglich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erweise ohne Kontakt zu anderen Menschen sein. Es bestehe derzeit keine Belast</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">barkeit für Massnahmen der Wiedereingliederung. Weiter wies sie auf eine leichte Verbesserung des Gesundheitszustandes und eine ungünstige Prognose hin.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie vom regionalen ärzt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Dienst der IV-Stelle (RAD), führte in ihrer Stellungnahme vom 14. Dezember 2021 (Urk. 6/36/4-5) aus, die psychopathologischen Befunde würden keine mittelgradige depressive Symptomatik gemäss den entsprechenden ICD-10-Kriterien erkennen lassen. Die Diagnoseänderung von einer mittelgradigen depressiven Episode (F32.11) in eine rezidivierende depressive Störung sei absolut nicht nachvollziehbar. Warum nur eine 40 - 60%ige Arbeitsfähigkeit erreicht werden könne, sei nicht glaubhaft. Insgesamt müsse von einer arbeitsplatzbezo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">genen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden, was heisse, dass der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> an einem anderen Arbeitsplatz zu 100 % arbeitsfähig sein sollte. Warum es im Verlauf der Behandlung zu immer schwereren Diagnosen und ungünstige</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ren Prognosen gekommen sei, sei nicht plausibel nachzuvollziehen. Ein langanhaltender Gesundheitsschaden sei nicht ausgewiesen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In ihrem Bericht vom 16. August 2022 (Urk. 9) zu Händen des Beschwerdeführers stellte die behandelnde Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> folgende Diagnosen (S. 3):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, stabilisiert (F33.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ADHS (F90.0)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">bipolare affektive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, stabilisiert (F31.3)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">posttraumatische Belastungsstörung (F43.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">soziale Phobien (F40.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dazu führte sie aus, der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sei in einem dysfunktionalen Umfeld aufgewachsen, habe niemals im Leben Stabilität gehabt, schon seit seiner Kind</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heit sehr viele traumatische Erlebnisse durchlebt und sei von seiner Grossmutter und seiner an psychischen Störungen leidenden Mutter misshandelt worden. Im Verlauf der Behandlung habe sich die depressive Symptomatik aufgrund der zunehmenden körperlichen Beschwerden (Schulterschmerzen, Sinusitis, Venenthrombose und Analfissur im August 2021, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Uveitis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Sehverlust am linken Auge im 2021, Syphilis im November 2021) massiv verschlechtert. Zusätz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich habe er unter Angst und Panikattacken gelitten. Aufgrund der Chronifizie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung der depressiven Störung sei es sehr schwierig gewesen, eine Stabilisierung der Symptomatik zu erreichen. Anamnestisch sei berichtet worden, dass der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> bereits im Schulalter unter Problemen mit seiner Impulsivität gelitten habe. Er habe sich nicht gut konzentrieren können, sei schnell abgelenkt worden und habe sich sehr schnell überreizt gefühlt. Dazu sei er gemobbt, nicht akzeptiert und ausgeschlossen worden. Im Verlauf der Behandlung sei es zu einem Verdacht sowohl auf ADHS seit dem Kinderalter als auch auf eine bipolare Störung gekommen. Diese Diagnosen hätten im Verlauf der Behandlung bestätigt werden können. Aufgrund von mangelnden positiven Erfahrungen in sozialen Situationen falle es dem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> schwer, generell am sozialen Leben teilzunehmen, soziale Interaktionen würden ihm viel Stress und Unwohlsein bereiten (S. 1-2). Aufgrund seiner Vorgeschichte und seinen negativen Erfahrun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen im Rahmen von Abklärungen und Psychotherapie habe er sich ständig bemüht, die Symptome zu verstecken, um die daraus resultierenden sozialen Probleme nicht weiter zu verstärken (S. 3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der angefochtenen leistungsabweisenden Verfügung vom 2. Mai 2022 auf die Stellungnahme ihrer RAD-Ärztin Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 14. Dezember 2021 (E. 3.5 hiervor).</span></p><p><span>4.2</span><span> </span><span id="XX212"></span><span>Die RAD stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzun</span><span>gen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversi</span><span>cherung nach Art. 6 ATSG massgebende funkti</span><span>onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgaben</span><span>bereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2</span><span>bis</span><span> IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fach</span><span>kompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich unter</span><span>suchen. Sie halten die </span><span>Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.3.2).</span></p><p><span> </span><span>Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht </span><span> gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwal</span><span>tung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entschei</span><span>den haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdi</span><span>gen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).</span></p><p><span> </span><span>Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter</span><span>ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den pra</span><span>xisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (</span><span>BGE 134 V 231</span><span> E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifi</span><span>kationen verfügt (</span><span>BGE 137 V 210</span><span> E. 1.2.1). </span><span>Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweis</span><span>würdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel</span><span>lungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aus dem Grundsatz der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Waffengleichheit folgt das Recht der versicherten Per</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">son, mittels eigener Beweismittel die Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärzt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen in Zweifel zu ziehen. Diese von der versicherten Person eingereichten Beweismittel stammen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">regel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mäs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> von behandelnden Ärzten oder von anderen medizini</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Fach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">personen, die in einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherten Person stehen. Auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grund der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trags</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, wird im Streitfall eine </span><span id="page471"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">direkte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Leistungszusprache</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zig gestützt auf die Angaben der behandeln</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den Ärzte aber kaum je in Frage kommen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">RAD-Ärztin Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> hielt in ihrer Stellungnahme vom 14. Dezember 2021 fest, es müsse von einer arbeitsplatzbezogenen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden, woraus sie schloss, dass der Beschwerdeführer an einem anderen Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ort auch in seiner angestammten Tätigkeit voll arbeitsfähig sei. Dazu ist festzuhalten, dass der Beginn der Erkrankung im April 2020 wohl auf Probleme </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">am Arbeitsplatz zurückzuführen war (vgl. Urk. 6/8), jedoch Hinweise dafür</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bestehen, dass sich die arbeitsplatzbedingten psychischen Beschwerden inzwischen verselbständigt haben und invalidenversicherungsrechtlich relevant sein könnten. Immerhin wurde das Arbeitsverhältnis des Beschwerdeführers per 31. Juli 2020 aufgelöst, sein Gesundheitszustand hat sich inzwischen aber den</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">noch und trotz intensiver und mehrjähriger Therapie verschlechtert. Verschwindet die psychische Störung nicht, wenn psychosoziale Belastungsfak</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">toren wegfallen, sondern hat sich ein ei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">genständiger, invalidisierender Gesundheitsschaden entwickelt, spielt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">es keine Rolle mehr, ob psycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">soziale oder soziokulturelle Umstände bei der Entstehung einer Gesundheitsschädigung eine wichtige Rolle spielten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urteil des Bundesgerichts 9C_93/2015 vom 29. September 2015 E. 6.2.1). Die behandelnde Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> hielt zudem ausdrücklich fest, dass der Beschwerdeführer nicht nur in der aktuellen Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig sei, sondern dass ihm auch die Ausübung der aktuellen Tätigkeit in einer anderen Arbeitsumgebung nicht mehr zumutbar sei (E. 3.3 hiervor). Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> äusserte sich dazu ebenso wenig wie zum von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> fest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gehaltenen Belastungsprofil, welches nach Möglichkeit ohne Kontakt zu anderen Menschen sein sollte (E. 3.4 hiervor), was bei einer Tätigkeit als Fachperson Betreuung offensichtlich nicht möglich ist. Die Stellungnahme von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist diesbezüglich nicht nachvollziehbar. Ebenso wenig ist nachvollziehbar, weshalb sie es als nicht glaubhaft erachtete, dass der Beschwerdeführer in der angestamm</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten Tätigkeit nur noch eine 40 - 60%ige Arbeitsfähigkeit erreichen könne, begründete sie dies doch mit keinem Wort. Weiter mag es zwar zutreffen - wie von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> festgehalten -, dass die in den Berichten der behandelnden Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> wiedergegebenen psychopathologischen Befunde keine mittelgradige, sondern lediglich eine leichte depressive Symptomatik gemäss den massgebenden ICD-10-Kriterien erkennen lassen (vgl. etwa Urk. 6/33/41), doch ist in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass gemäss der nunmehr geltenden Rechtsprechung auch leichten oder mittelschweren depressiven Störungen nicht mehr von vornherein eine invalidisierende Wirkung abgespro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen werden kann. Vielmehr ist anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen ergebnisoffen und symmetrisch zu beurteilen. Die vorhandenen medizinischen Beurteilungen erweisen sich dazu als zu wenig aussagekräftig. Überdies scheint sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">seit dem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> im Juli 2021 von der Beschwerdegegnerin eingeholten Bericht (E. 3.4 hiervor) bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung verschlechtert zu haben (vgl. Urk. 9). Dies dürfte der RAD-Ärztin nicht bewusst gewesen sein und wurde von ihr entsprechend nicht berücksichtigt, könnte aber allenfalls erklären, weshalb es im Verlauf der Behand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lung zu immer schwereren Diagnosen und ungünstigeren Prognosen gekommen ist, was Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> - jedoch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ohne Kenntnis der zusätzlich aufgetretenen somatischen Beschwerden - als nicht plausibel erachtete. Nachdem der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführer zudem gemäss Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> bereits im 20. Lebensjahr und anschliessend wiederholt depressive Episoden erlebt hatte (Urk. 9 S. 1), ist auch die Aussage von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, gemäss welcher die Diagnoseänderung von einer depressiven Episode in eine rezidivierende depressive Störung absolut nicht nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vollziehbar sei, zu relativieren. Zusammenfassend kann die Aussage von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, gemäss welcher auch in der angestammten Tätigkeit ein langanhaltender Gesundheitsschaden nicht ausgewiesen sei, nicht schlüssig nachvollzogen werden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zwar können RAD-Stellungnahmen nicht einfach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">immer dann in Frage ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stellt werden, wenn die behandelnden Arztpersonen eine abweichende Meinung zur Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">äussern</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_668/2015 vom 17. Februar 2016 E. 3). Jedoch ist</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auf einen RAD-Bericht nicht abzustellen, wenn – wie hier – auch nur geringe Zweifel an dessen Zuver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lässigkeit und Schlüs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sigkeit bestehen (vgl. E. 4.2 hiervor).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auch gestützt auf die Berichte der behandelnden Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> lässt sich aber nicht abschliessend beurteilen, in welchem Umfang der Beschwerdeführer arbeitsfähig ist. Denn es lässt sich - wie bereits dargelegt - einerseits anhand der in ihren Berichten wiedergegebenen psychopathologischen Befunde die von ihr gestellte Diagnose einer mittelgradigen depressiven Symptomatik nicht ohne Weiteres nachvollziehen und wurde von ihr andererseits mit keinem Wort begründet, weshalb sie im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Juli 2021 die Prognose trotz einer Verbesserung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers als verschlechtert erachtete (vgl.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E. 3.4 hiervor). So anerkannte denn auch der Beschwerdeführer, dass die medizi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nische Aktenlage</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> für die Zusprache einer Rente nicht rechtsgenüglich ist und für einen diesbezüglichen Entscheid weitere Abklärungen erforderlich sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten kann der Ansicht der Beschwerdegegnerin, wonach sich die gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers auf seinen bishe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rigen Arbeitsplatz beschränke und an jedem anderen Arbeitsort eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe, nicht gefolgt werden. Vielmehr kann aufgrund der Akten nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit festgelegt werden, in welchem Umfang der Beschwerdeführer arbeitsfähig ist, fehlt es doch an einer differen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zierten und rechtsgenügenden Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatri</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">scher Sicht. Angesichts des Verzichts der Beschwerdegegnerin auf eine externe Begutachtung im Rahmen des Verwaltungsverfahrens rechtfertigt sich eine gerichtliche Begutachtung nicht. Der angefochtene Entscheid ist deshalb aufzuheben und die Sache - wie vom Beschwerdeführer beantragt - zur weiteren Abklärung und anschliessendem neuen Entscheid über seine Leistungsansprüche an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57). Die Kosten des Verfahrens gemäss Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG sind </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ermessensweise auf Fr. 600.-- festzusetzen und entsprechend dem Ausgang des</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Verfahrens der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dem Beschwerdeführer steht eine Prozessentschädigung zu,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">welche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitauf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wand und den Barauslagen festge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">setzt wird (§ 34 Abs. 1 und 3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Entsprechend ist ihm </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine solche von Fr. 2‘200.-- (inklusive Bar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ausla</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 2. Mai 2022 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen, damit diese, nach erfolgter Abklä</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">rung im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> und Einzahlungsschein </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">werden der Kostenpflichtigen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text4"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschä</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">digung von Fr. 2‘200.-- (inkl. Barauslagen und </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">MWSt</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">) zu bezahlen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Susanne </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Friedauer</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung"> Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">ge</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">mit</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubLanzicher</p><p></p></div> </div></body></html></html>