<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2023.00482</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223607&amp;W10_KEY=13045538&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2023.00482</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.10.2023</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung / Kurzaufenthalt</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Der Beschwerdeführer ist nach der Trennung von seiner ersten Ehefrau rechtskräftig aus der Schweiz weggewiesen worden. Er reichte in der Folge ein Gesuch um Wiedererwägung und um Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilligung zu Ehevorbereitung mit seiner neuen Partnerin ein.] Die Verlobte des Beschwerdeführers wurde in der Schweiz als Flüchtling anerkannt, weshalb von einem faktischen Aufenthaltsrecht ausgegangen werden kann. Aufgrund der zahlreichen Indizien hat sich der Verdacht auf eine lediglich zur Aufenthaltssicherung geplanten Ehe hinreichend erhärtet. Es ist auch nicht nachgewiesen, dass die Eheleute nach dem Eheschluss die Zulassungsvoraussetzungen offensichtlich erfüllen (E. 2.2). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=63786" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2023.00482</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">25. Oktober 2023</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda <br/> Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Aufenthaltsbewilligung/Kurzaufenthalt,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A, geboren 1993, StaatsangehÃ¶riger des Kosovo, reiste im MÃ¤rz 2018 in die Schweiz ein und erhielt im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Schweizer Ehefrau. Mit Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 17. Mai 2021 wurde festgestellt, dass die Ehegatten seit dem 1. MÃ¤rz 2021 getrennt leben. Mit VerfÃ¼gung vom 15. Oktober 2021 widerrief das Migrationsamt die bis am 25. MÃ¤rz 2022 befristete Aufenthaltsbewilligung und wies A aus der Schweiz weg. Die dagegen erhobenen kantonalen Rechtsmittel blieben erfolglos (Entscheid der Sicherheitsdirektion vom 23. MÃ¤rz 2022, Urteil des Verwaltungsgerichts vom 7. September 2022). Mit Urteil vom 10. MÃ¤rz 2023 wies das Bundesgericht die gegen den verwaltungsgerichtlichen Entscheid erhobene Beschwerde ab. Die Ehe von A wurde vom Bezirksgericht Hinwil mit Urteil vom 28. Februar 2023 geschieden. </p> <p class="Urteilstext">Am 26. Juni 2023 reichte A beim Migrationsamt ein Gesuch um wiedererwÃ¤gungsweise Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ein. Er machte geltend, er sei gut integriert und sei eine neue Partnerschaft eingegangen. Das Migrationsamt trat auf das WiedererwÃ¤gungsgesuch mit Entscheid vom 28. Juni 2023 nicht ein und wies das sinngemÃ¤ss gestellte Gesuch um Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilligung zur Vorbereitung der Ehe mit der BegrÃ¼ndung ab, dass dieses Ersuchen unsubstanziiert geblieben sei.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt1"><span>Dagegen erhob </span>A<span> Rekurs und machte neu geltend, dass er die in der Schweiz aufenthaltsberechtigte und als FlÃ¼chtling anerkannte C, geboren 1985, StaatsangehÃ¶rige von Eritrea, heiraten wolle. Die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion wies den Rekurs mit Entscheid vom 27. Juli 2023 ab, soweit sie darauf eintrat.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="MsoNormal"><span>Mit Beschwerde vom 28. August 2023 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben und das Migrationsamt anzuweisen, ihm eine Kurzaufenthaltsbewilligung zwecks Ehevorbereitung zu erteilen. Eventualiter sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache zum neuen Entscheid an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. In prozessrechtlicher Hinsicht beantragte er die aufschiebende Wirkung bis zum rechtskrÃ¤ftigen Entscheid. </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 12. August 2023 hielt der AbteilungsprÃ¤sident fest, dass wÃ¤hrend des Verfahrens alle Vollziehungsvorkehrungen zu unterbleiben haben. <span>Zudem setzte er </span>A <span>aufgrund seiner Schulden gegenÃ¼ber dem Obergericht eine Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses an. </span>A leistete die Kaution fristgerecht. </span></p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼berschreitung und Ermessensunterschreitung und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer macht im vorliegenden Verfahren keine WiedererwÃ¤gungsgrÃ¼nde mehr geltend und ersucht nur noch um Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilligung zur Ehevorbereitung. Beim BeschwerdefÃ¼hrer handelt es sich um einen rechtskrÃ¤ftig aus der Schweiz weggewiesenen DrittstaatsangehÃ¶rigen, der â abgesehen vom prozessrechtlichen Anwesenheitsrecht â Ã¼ber keine Anwesenheitsbewilligung mehr verfÃ¼gt. Er mÃ¶chte eine in der Schweiz aufenthaltsberechtigte, aus Eritrea stammende Frau (mit FlÃ¼chtlingseigenschaft) heiraten, sobald er Ã¼ber eine Kurzaufenthaltsbewilligung verfÃ¼gt.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Die Erteilung von Kurzaufenthaltsbewilligungen richtet sich nach dem Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder und Ã¼ber die Integration vom 16. Dezember 2005 (AIG), soweit keine anderen Bestimmungen des Bundesrechts oder von der Schweiz abgeschlossene vÃ¶lkerrechtliche VertrÃ¤ge zur Anwendung kommen (Art. 2 Abs. 1 AIG).</span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.1 </b>GestÃ¼tzt auf das AIG steht dem BeschwerdefÃ¼hrer auch nach der Heirat mit seiner in der Schweiz aufenthaltsberechtigten Verlobten kein Bewilligungsanspruch im Sinn von Art. 44 Abs. 1 AIG zu, da anders als die Nachzugsbestimmungen betreffend Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern und Personen mit Niederlassungsbewilligung (Art. 42 bzw. 43 AIG) die vorgenannte Bestimmung keinen Nachzugsanspruch einrÃ¤umt; die BehÃ¶rden entscheiden vielmehr nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen (BGE 137 I 284 E. 1.2 und E. 2.3.2). Im Hinblick auf die geplante Eheschliessung vermag er allerdings unter bestimmten Voraussetzungen aus dem in Art. 12 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention vom 4. November 1950 (EMRK) sowie Art. 14 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) garantierten Recht auf Ehe einen Anwesenheitsanspruch zum Zweck der Eheschliessung in der Schweiz abzuleiten. Aus dem in Art. 8 EMRK und Art. 14 BV garantierten Schutz des Familienlebens lÃ¤sst sich ein Anspruch auf Nachzug des Ehegatten bzw. der Ehegattin sowie der Kinder ableiten, soweit die familiÃ¤re Beziehung intakt ist und tatsÃ¤chlich gelebt wird (BGE 139 I 330 E. 1.2, 137 I 284 E. 1.3, 135 I 143 E. 1.3, 130 II 281 E. 3.1; BGr, 5. April 2016, 2C_281/2016, E. 2.2). Kommt den Betroffenen gestÃ¼tzt auf Art. 8 Abs. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV grundsÃ¤tzlich ein Anspruch auf Familiennachzug zu, haben die zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden deshalb nicht nur in pflichtgemÃ¤ssem Ermessen nach Art. 44 AIG Ã¼ber ihr Nachzugsbegehren zu entscheiden, sondern dÃ¼rfen sie dieses nur aus guten GrÃ¼nden abweisen (vgl. zum Ganzen VGr, 12. MÃ¤rz 2020, VB.2020.00040, E. 4.1).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.2 </b>GemÃ¤ss stÃ¤ndiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung setzt die Berufung auf den Schutz des Familienlebens nach Art. 8 Abs. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV insbesondere voraus, dass es sich beim in der Schweiz lebenden Familienmitglied um eine hier gefestigt anwesenheitsberechtigte Person handelt (vgl. BGE 139 I 330 E. 2.1). Von einem gefestigten Anwesenheitsrecht ist dabei grundsÃ¤tzlich nur bei schweizerischer StaatsangehÃ¶rigkeit auszugehen, ebenso bei einer Niederlassungs- oder aber einer Aufenthaltsbewilligung, die ihrerseits auf einem gefestigten Rechtsanspruch beruht auf deren VerlÃ¤ngerung ein Anspruch besteht (BGE 135 I 143 E. 1.3.1; BGr, 6. Juni 2018, 2C_251/2017, E. 2.2). Ausnahmsweise kann es jedoch vorkommen, dass sich eine auslÃ¤ndische Person ohne Bewilligungsanspruch in einer Situation befindet, in der davon auszugehen ist, dass ihre Aufenthaltsbewilligung auch in Zukunft regelmÃ¤ssig verlÃ¤ngert werden wird. In einem solchen Fall muss faktisch von einer gefestigten Anwesenheit der betreffenden Person in der Schweiz ausgegangen werden (BGr, 6. Juni 2018, 2C_251/2017, E. 2.2 â 17. November 2008, 2C_551/2008, E. 4.1 â 4. Mai 2005, 2A.2/2005, E. 2.4.1; ferner BGE 137 I 351 E. 3.1). </p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.3 </b>Dem Grundsatz, wonach der Bewilligungsentscheid im Ausland abzuwarten ist, muss grundrechtskonform nachgelebt werden; unverhÃ¤ltnismÃ¤ssige, schikanÃ¶se Ausreiseverpflichtungen und VerfahrensverzÃ¶gerungen sind im Interesse aller Beteiligten unter BerÃ¼cksichtigung des Beschleunigungsgebots (vgl. Art. 29 Abs. 1 BV) primÃ¤r dadurch zu vermeiden, dass rasch erstinstanzlich in der Sache entschieden wird (vgl. BGE 139 I 37 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.4 </b>Das Bundesverwaltungsgericht kam in einem Grundsatzurteil (BVGE 2017 VII/4) zum Schluss, dass es angezeigt erscheine, bei Familiennachzugsgesuchen von (vorlÃ¤ufig aufgenommenen) FlÃ¼chtlingen betreffend deren Ehegatten und minderjÃ¤hrige Kinder ein faktisches Aufenthaltsrecht anzunehmen und die Dauer des Aufenthalts erst in der GÃ¼terabwÃ¤gung zu berÃ¼cksichtigen. Dabei gehe es nicht um die Vorwegnahme eines Anspruchs auf Familiennachzug, sondern lediglich um die PrÃ¼fung, ob dem Familienleben des FlÃ¼chtlings bei der Beurteilung der Anspruchsvoraussetzungen in zureichender Weise Rechnung getragen worden sei. Die weiteren einzelfallspezifischen UmstÃ¤nde â insbesondere die Inkaufnahme der Trennung der Familie, allfÃ¤llige KontaktmÃ¶glichkeiten in einem Drittstaat sowie die Beurteilung des weiteren Verbleibs in der Schweiz angesichts der Situation im Heimatland â seien ebenfalls in die InteressenabwÃ¤gung nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK miteinzubeziehen (vgl. auch BVGr, 19. April 2021, F-530/2019, E. 6.3). </p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.5 </b>Nach Art. 98 Abs. 4 des Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 (ZGB) mÃ¼ssen Verlobte, die nicht SchweizerbÃ¼rgerinnen oder SchweizerbÃ¼rger sind, wÃ¤hrend des Vorbereitungsverfahrens ihren rechtmÃ¤ssigen Aufenthalt in der Schweiz nachweisen, ansonsten die Zivilstandsbeamten die Trauung nicht vollziehen dÃ¼rfen (vgl. auch Art. 66 Abs. 2 lit. e in Verbindung mit Art. 67 Abs. 3 der Zivilstandsverordnung vom 28. April 2004 [ZStV]). In Konkretisierung des Gesetzeszwecks dieser Bestimmung und in Beachtung von Art. 8 Abs. 1 EMRK (Recht auf Schutz des Familienlebens) sind die MigrationsbehÃ¶rden gehalten, Ehewilligen ohne Aufenthaltsrecht zur Vermeidung einer Verletzung ihres Rechts auf Ehe gemÃ¤ss Art. 12 EMRK bzw. dem analog ausgelegten Art. 14 BV eine vorÃ¼bergehende (Kurz-)Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, sofern keine Hinweise vorliegen, dass die auslÃ¤ndischen Personen mit ihrem Vorhaben die Vorschriften Ã¼ber den Familiennachzug umgehen wollen, und feststeht, dass sie nach der Heirat die Zulassungsvoraussetzungen in der Schweiz offensichtlich erfÃ¼llen (analoge Anwendung von Art. 17 Abs. 2 AIG; BGE 137 I 351 E. 3.5 und 3.7; vgl. auch Marc Spescha in: derselbe et al., Art. 98 ZGB N. 2 f.). Eine Kurzaufenthaltsbewilligung zum Zweck der Eheschliessung soll indes nur erteilt werden, wenn mit dem Eheschluss in absehbarer Zeit zu rechnen ist (vgl. BGr, 17. Januar 2020, 2C_827/2019, E. 3). </p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.6 </b><span>GemÃ¤ss Art. 44 Abs. 1 AIG kann auslÃ¤ndischen Ehegatten von Personen mit Aufenthaltsbewilligung eine Aufenthaltsbewilligung erteilt werden, sofern sie mit diesen zusammenwohnen (lit. a), eine bedarfsgerechte Wohnung vorhanden ist (lit. b), sie nicht auf Sozialhilfe angewiesen sind (lit. c), sie sich in der am Wohnort gesprochenen Landessprache verstÃ¤ndigen kÃ¶nnen (lit. d) oder sich zumindest fÃ¼r ein entsprechendes SprachfÃ¶rderungsangebot angemeldet haben (Abs. 2) und die nachziehende Person keine jÃ¤hrlichen ErgÃ¤nzungsleistungen nach dem Bundesgesetz Ã¼ber ErgÃ¤nzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung vom 6. Oktober 2006 (ELG) bezieht oder wegen des Familiennachzugs beziehen kÃ¶nnte (lit. e). </span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.7 </b>Eine sogenannte Schein- oder AuslÃ¤nderrechtsehe liegt vor, wenn die Eheleute (oder zumindest jemand von ihnen) die Ehe nur zur Erlangung des Aufenthaltsrechts eingehen, ohne eine echte eheliche Gemeinschaft zu beabsichtigen (BGr, 5. April 2011, 2C_820/2010, E. 3.1). In solchen FÃ¤llen hat die auslÃ¤ndische Person auch nach der Heirat kein Aufenthaltsrecht in der Schweiz (vgl. fÃ¼r die vorliegende Konstellation Art. 51 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 42 Abs. 1 AIG).</p> <p class="Erwgung3">Um festzustellen, ob der Anspruch auf eine Kurzaufenthaltsbewilligung zur Vorbereitung der Ehe rechtsmissbrÃ¤uchlich geltend gemacht wird, kÃ¶nnen die allgemein fÃ¼r das Vorliegen einer Umgehungsehe sprechenden Indizien beigezogen werden. Indizien, die auf eine Umgehungsehe und das Fehlen eines Bewilligungsanspruchs nach der Heirat hindeuten, liegen vor, wenn der auslÃ¤ndischen Person die Wegweisung droht, weil sie ohne Heirat keine Aufenthaltsbewilligung erhielte bzw. eine Bewilligung ohne Ehe nicht oder kaum erhÃ¤ltlich gemacht werden kÃ¶nnte. Auch die UmstÃ¤nde des Kennenlernens und die kurze Dauer der Bekanntschaft kÃ¶nnen fÃ¼r einen fehlenden Ehewillen sprechen; dasselbe gilt bei einem grossen Altersunterschied oder wenn die Eheleute gar nie eine Wohngemeinschaft aufgenommen haben. Als Hinweis fÃ¼r eine AuslÃ¤nderrechtsehe â und damit das Fehlen eines offensichtlichen Bewilligungsanspruchs nach der Heirat â kann auch berÃ¼cksichtigt werden, ob die Eheleute sich kaum kennen, die Bezahlung einer Geldsumme fÃ¼r die Heirat vereinbart wurde oder die Eheleute sich in wichtigen Fragen des Zusammenlebens widersprechen bzw. nur beschrÃ¤nkte Kenntnisse Ã¼ber die Lebensgeschichte und die Familie des Partners oder der Partnerin bzw. die Heirat und das Eheleben haben (BGr, 7. Juni 2019, 2C_117/2019, E 4.1 f.). Ebenso kÃ¶nnen widersprÃ¼chliche Aussagen der Beteiligten deren Glaubhaftigkeit herabsetzen und eine AuslÃ¤nderrechtsehe nahelegen (VGr, 29. April 2021, VB.2020.00763, E. 2.3; vgl. BGr, 18. Juli 2012, 2C_502/2012, E. 2.2 â 16. Juli 2010, 2C_205/2010, E. 3.2). Im Zweifelsfall ist die Kurzaufenthaltsbewilligung zur Ehevorbereitung bzw. eine entsprechende Duldung zu erteilen; sollte die Ehe (wider Erwarten) doch rechtsmissbrÃ¤uchlich eingegangen werden, wird â als mildere Massnahme zur Verhinderung der Ehe â die Aufenthaltsbewilligung dem BeschwerdefÃ¼hrer kÃ¼nftig nÃ¶tigenfalls entzogen oder nicht mehr verlÃ¤ngert werden (BGr, 7. Juni 2019, 2C_117/2019, E. 7.1; VGr, 8. Juli 2021, VB.2021.00023, E. 2.5.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.1 </b>Vor dem Hintergrund, dass die Verlobte des BeschwerdefÃ¼hrers als FlÃ¼chtling anerkannt wurde, kann vorliegend â im Sinn des soeben ErwÃ¤hnten â ein faktisches Aufenthaltsrecht angenommen werden. <span>Es ist unbestritten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼ber keinen Aufenthaltstitel in der Schweiz verfÃ¼gt und das Land grundsÃ¤tzlich bis am 28. Juni 2023 hÃ¤tte verlassen mÃ¼ssen. Derzeit hÃ¤lt er sich lediglich aufgrund des verwaltungsgerichtlich verfÃ¼gten Vollzugsstopps im Land auf, ohne dass hiermit aber sein weiterer Aufenthalt im Sinn von Art. 98 Abs. 4 ZGB legalisiert wurde. Damit ist eine Legalisierung seines Aufenthalts zwecks ErmÃ¶glichung des Eheschlusses zu prÃ¼fen.</span> </p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.2 </b>Die Vorinstanz hat dem BeschwerdefÃ¼hrer die Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilligung zur Ehevorbereitung verweigert, da nicht nachgewiesen sei, dass er und seine Verlobte tatsÃ¤chlich beim Zivilstandesamt D ein Gesuch um Eheschliessung eingereicht hÃ¤tten. Es sei deshalb nicht mit einer baldigen Heirat zu rechnen. Hinzu komme, dass nicht nachgewiesen sei, dass seine Verlobte nicht mehr verheiratet sei, da er das Scheidungsurteil nicht eingereicht habe. Aus diesem Grund fehle auch der Nachweis dafÃ¼r, dass seine Verlobte Ã¼ber EinkÃ¼nfte aus nachehelichem Unterhalt verfÃ¼ge. Schliesslich begrÃ¼nde eine Heirat so kurz nach der gerichtlichen BestÃ¤tigung der Aufhebung des Aufenthaltsrechts den Verdacht der Scheinehe. Es habe am BeschwerdefÃ¼hrer gelegen, diese Zweifel zu beseitigen. Er habe nicht einmal nachgewiesen, wo er die neue Partnerin kennengelernt habe und wie die angeblich schon zwei Jahre dauernde Beziehung gelebt werde. Die Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilligung sei deshalb auch wegen Verdachts des Rechtsmissbrauchs abzuweisen. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, seit dem 1. MÃ¤rz 2021 von seiner damaligen Frau getrennt zu leben. Er habe zunÃ¤chst Ã¼bergangsweise fÃ¼r wenige Wochen bei seiner Cousine an der E-Strasse 01 in D gewohnt. Im selben Wohnhaus habe auch seine heutige Verlobte gewohnt. Sie hÃ¤tten sich kurz nach seinem Einzug in die Wohnung seiner Cousine kennengelernt und seien ein Paar geworden. Seitdem Ã¼bernachte er auch bei seiner Verlobten, insbesondere an den Wochenenden. Er lebe zudem seit dem 5. Juli 2023 an der F-Strasse 02 in D mit seiner Verlobten zusammen. Sie wÃ¼rden eine seelische und geistige Schicksalsgemeinschaft bilden, sich finanziell gegenseitig unterstÃ¼tzen, weshalb von einem gefestigten Konkubinat auszugehen sei. Eine konkrete Heirat stehe bevor, weshalb es nicht an ihm liege, die IntensitÃ¤t der Partnerschaft anhand weiterer Indizien zu belegen. Die Auffassung der Vorinstanz sei rechtswidrig. Die Feststellung der Vorinstanz sei auch tatsachenwidrig. Die Verlobte sei mit Urteil vom 15. Februar 2016 rechtskrÃ¤ftig geschieden worden und es sei ihr Kindesunterhalt zugesprochen worden. Auch sei nicht zutreffend, dass sie noch kein Gesuch um Ehevorbereitung eingereicht hÃ¤tten. Richtig sei, dass sie dies am 12. Juli 2023 beim Zivilstandesamt D eingereicht hÃ¤tten. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.4 </b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer hat im vorliegenden Verfahren das Ehescheidungsurteil und das Gesuch um Ehevorbereitung beim Zivilstandesamt D zu den Akten gereicht. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die Verlobte geschieden ist und die beiden Verlobten die Ehe eingehen wollen. Mehrere UmstÃ¤nde weisen jedoch darauf hin, dass der geplante Eheschluss in rechtsmissbrÃ¤uchlicher Weise der Aufenthaltssicherung dienen kÃ¶nnte bzw. zumindest zweifelhaft erscheint, dass der BeschwerdefÃ¼hrer nach dem Eheschluss die Zulassungsvoraussetzungen erfÃ¼llen kÃ¶nnte: </span></p> <p class="Erwgung4"><b>2.2.4.1 </b>Beim BeschwerdefÃ¼hrer handelt es sich um einen rechtskrÃ¤ftig weggewiesenen DrittstaatsangehÃ¶rigen, der die Schweiz verlassen mÃ¼sste. Ohne die Heirat mit einer hier anwesenheitsberechtigten Frau hÃ¤tte er keine Aussicht auf einen weiteren Verbleib in der Schweiz. Sodann spricht fÃ¼r das Vorliegen einer Scheinehe insbesondere der enge zeitliche Zusammenhang zwischen dem Ablauf der Ausreisefrist am 28. Juni 2023 und der Eingabe vom 26. Juni 2023, womit der BeschwerdefÃ¼hrer um wiedererwÃ¤gungsweise Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ersuchte und gleichzeitig mitteilte, dass er erneut heiraten mÃ¶chte. Obwohl die Beziehung bereits seit MÃ¤rz 2021 gelebt werden soll, liegen hierfÃ¼r keinerlei Beweise vor. Der anwaltlich vertretene BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤tte spÃ¤testens vor Verwaltungsgericht Anlass und Gelegenheit gehabt, sich zu den Indizien fÃ¼r eine (geplante) Scheinehe und der QualitÃ¤t seiner Beziehung zu seiner Verlobten zu Ã¤ussern, nachdem ein entsprechender Verdacht von der Vorinstanz klar geÃ¤ussert wurde. Er hat jedoch auch vor Verwaltungsgericht keinerlei Beweismittel wie z.<span> </span>B. Fotos, Textnachrichten, etc. eingereicht, die auf das Vorliegen einer echten Beziehung schliessen lassen wÃ¼rden. Im Verfahren vor Bundesgericht (Beschwerde vom 20. Dezember 2022) hatte der BeschwerdefÃ¼hrer zudem noch angegeben, dass auch nach der rÃ¤umlichen Trennung von seiner (damaligen) Ehefrau, eine Wiedervereinigung in Aussicht gestanden habe und angestrebt worden sei. Als weitere Indizien ist der Altersunterschied von Ã¼ber sieben Jahren und der Umstand, dass die beiden Verlobten nicht aus dem gleichen Kulturkreis stammen, zu nennen. Es ist auch unklar, ob die Verlobten eine gemeinsame Sprache sprechen, in der sie sich verstÃ¤ndigen kÃ¶nnen. Sodann haben sie auch nicht nachgewiesen, dass sie sich finanziell unterstÃ¼tzen. Auch wenn eine (beabsichtigte) Scheinehe nicht leichthin angenommen werden darf, hat sich aufgrund der vorliegenden Indizien der Verdacht auf eine lediglich zur Aufenthaltssicherung geplanten Ehe vorliegend hinreichend erhÃ¤rtet. Dies gilt umso mehr, als dass die Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilligung zur Ehevorbereitung ohnehin aufgrund einer summarischen WÃ¼rdigung der Erfolgsaussichten vorzunehmen ist (BGr, 17. MÃ¤rz 2017, 2C_947/2016, E. 3.5). </p> <p class="Urteilstext">Weiter ist vorliegend nicht nachgewiesen, dass die Eheleute nach dem Eheschluss die Zulassungsvoraussetzungen offensichtlich erfÃ¼llen: Der BeschwerdefÃ¼hrer hat lediglich eine BestÃ¤tigung der Liegenschaftsverwaltung eingereicht, wonach er zur Untermiete bei seiner Verlobten wohne. Dieses Schreiben genÃ¼gt nicht, um nachzuweisen, dass die Ehegatten tatsÃ¤chlich zusammenleben. HierfÃ¼r hÃ¤tten sie z.<span> </span>B. einen gemeinsam unterzeichneten Mietvertrag einreichen kÃ¶nnen. Auch kann mangels Mietvertrag nicht Ã¼berprÃ¼ft werden, ob die beiden nach der Ehe Ã¼ber eine bedarfsgerechte Wohnung verfÃ¼gen werden. Sodann fehlt es am Nachweis, dass die Verlobte nicht von der Sozialhilfe abhÃ¤ngig ist, was zumindest ihre Einkommenssituation gemÃ¤ss dem Ehescheidungsurteil vom 15. Februar 2016 vermuten lÃ¤sst. <span>Aus dem Urteil geht hervor, dass ihr kein nachehelicher Unterhalt zugesprochen wurde und sie zum Zeitpunkt der Ehescheidung ein Einkommen von Fr. 1'300.- (netto) erzielte. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat keinerlei Angaben Ã¼ber ihre aktuelle finanzielle Situation gemacht. Auch fehlt es am Nachweis, dass die beiden sich auf Deutsch verstÃ¤ndigen kÃ¶nnen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Damit sind die Zulassungsvoraussetzungen nicht offensichtlich erfÃ¼llt. Aufgrund der Indizien fÃ¼r eine lediglich zur Aufenthaltssicherung dienende Ehe, ist es dem BeschwerdefÃ¼hrer und seiner Verlobten zuzumuten, den Abschluss des Ehevorbereitungsverfahrens und die sich vorliegend aufdrÃ¤ngenden Scheineheermittlungen im Ausland abzuwarten.</p> <p class="Urteilstext"><span>Damit ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG) und bleibt ihm eine ParteientschÃ¤digung versagt (§ 17 Abs. 2 VRG), zumal eine solche auch nicht beantragt wurde.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der vorliegende Entscheid kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. <span> Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.-; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.-</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.-</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. <span>Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>4. <span>Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil <span>kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde</span> erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) <span>die Sicherheitsdirektion;</span><br/> c) <span>das Staatssekretariat fÃ¼r Migration.</span></span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>