<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2021.00825</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=222298&amp;W10_KEY=13013465&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2021.00825</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.04.2022</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>IT-Beschaffung; funktionale Ausschreibung; Ausschluss aus dem Vergabeverfahren Bei der funktionalen Ausschreibung beschränkt sich das Leistungsverzeichnis auf die Festlegung des Beschaffungsziels bzw. eines Leistungsprogramms, ohne dass Gegenstand und Umfang der nachgesuchten Leistung abschliessend und genau umschrieben werden (E. 3.1). Die Anbieterinnen hatten eine eigene Bewertung zum Erfüllungsgrad ihres Angebots bezüglich der Kann-Kriterien abzugeben (E. 5.1). Es wurde nicht erwartet, dass zum Zeitpunkt der Offertabgabe ein vollständig ausgereiftes Produkt im Sinn der Zielvorgaben angeboten wurde. Nichtsdestotrotz gehörte die Erfüllung der Zielvorgaben zum funktionalen Beschaffungsgegenstand, worauf in den Ausschreibungsunterlagen explizit hingewiesen wurde. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vergabestelle die Angebote in qualitativer Hinsicht auf dem Stand Offertabgabe beurteilte, aber ein Preisangebot für die vollständige Erfüllung sämtlicher Zielvorgaben verlangte (E. 7, E. 8.2). Die Beschwerdeführerin ist den Vorgaben zur Preisgestaltung nicht nachgekommen; sie hat mithin lediglich ein unzulässiges Teilangebot eingereicht. Das hat zur Folge, dass ihr Angebot in wesentlichen Teilen nicht mit den übrigen Angeboten vergleichbar ist und daher zu Recht vom Vergabeverfahren ausgeschlossen wurde (E. 9.1). Abweisung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHLUSS AUS DEM VERFAHREN">AUSSCHLUSS AUS DEM VERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHREIBUNGSUNTERLAGEN">AUSSCHREIBUNGSUNTERLAGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHAFFUNGSGEGENSTAND">BESCHAFFUNGSGEGENSTAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FUNKTIONALE AUSSCHREIBUNG">FUNKTIONALE AUSSCHREIBUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEISTUNGSVERZEICHNIS">LEISTUNGSVERZEICHNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREISGESTALTUNG">PREISGESTALTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TEILANGEBOT">TEILANGEBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERGLEICHBARKEIT DER ANGEBOTE">VERGLEICHBARKEIT DER ANGEBOTE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 4a Abs. I IVÃ¶B-BeitrittsG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>1. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=56662" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2021.00825</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 1. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">11. April 2022</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Peter Sprenger<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Daniel Schweikert, Ersatzrichterin Irene Egloff Martin, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Regina Meier. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A AG, vertreten durch RA B,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Bildungsdirektion Kanton ZÃ¼rich,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin,</span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Submission,<br/> </b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Ausschreibung vom 25. Juni 2021 erÃ¶ffnete die Bildungsdirektion des Kantons ZÃ¼rich, Mittelschul- und Berufsbildungsamt (MBA), ein offenes Submissionsverfahren zur "Evaluation einer SchuladministrationslÃ¶sung an ZÃ¼rcher Berufsfach- und Mittelschulen (WSekII)". Gesucht wird ein "Realisierungspartner, der im Sinne eines Generalunternehmers die LÃ¶sung fÃ¼r die Administration einfÃ¼hrt, installiert, weiterentwickelt und zusammen mit dem MBA und den mehr als 40 Schulen in Betrieb nimmt". Innert der Eingabefrist gingen vier Angebote mit Eingabesummen zwischen Fr. 9'775'709.- und Fr. 17'548'961.- (jeweils netto, inkl. MWST) ein. Am 13. September 2021 wurde die Anbieterin A AG, von welcher das tiefste Angebot stammt, zur ErlÃ¤uterung ihres Angebots hinsichtlich dessen VollstÃ¤ndigkeit aufgefordert. Es folgte ein wiederholter Schriftenwechsel zu dieser Frage. Mit VerfÃ¼gung vom 26. November 2021 wurde die betreffende Anbieterin infolge UnvollstÃ¤ndigkeit ihres Angebots vom laufenden Submissionsverfahren ausgeschlossen. Der Ausschluss wurde ihr am 29. November 2021 erÃ¶ffnet.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen erhob die A AG, C, am 9. Dezember 2021 Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte, die AusschlussverfÃ¼gung und ein allfÃ¤llig erfolgter Zuschlag seien aufzuheben und die Sache zur DurchfÃ¼hrung der Evaluation unter Einbezug des Angebots der BeschwerdefÃ¼hrerin an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckzuweisen. Eventualiter sei die Sache zur Wiederholung der Submission an die Vergabestelle zurÃ¼ckzuweisen. Subeventualiter sei die Rechtswidrigkeit der angefochtenen VerfÃ¼gung festzustellen. In prozessualer Hinsicht beantragte sie die Erteilung der aufschiebenden Wirkung sowie Einsicht in sÃ¤mtliche Verfahrensakten. Ferner verlangte sie eine ParteientschÃ¤digung zulasten der Beschwerdegegnerin.</p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerdeantwort vom 22. Dezember 2021 beantragte die Beschwerdegegnerin, die Beschwerde wie auch das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung seien abzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. </p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 29. Dezember 2021 wurden der Beschwerdegegnerin weitere Verfahrensschritte einstweilen untersagt und es wurde der BeschwerdefÃ¼hrerin teilweise Einsicht in die mit der Beschwerdeantwort eingereichten Prozessakten gewÃ¤hrt. </p> <p class="Urteilstext">Im zweiten und dritten Schriftenwechsel hielten die Parteien jeweils an ihren Sachbegehren fest. </p> <p class="Urteilstext">Am 25. Februar 2022 erklÃ¤rte die BeschwerdefÃ¼hrerin ihren ausdrÃ¼cklichen Verzicht auf eine weitere Stellungnahme.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggebender kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBI 100/1999, S. 372). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 (IVÃ¶B) sowie die §§ 2 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. September 2003 (IVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nicht berÃ¼cksichtigte Anbietende sind zur Beschwerde gegen einen Vergabeentscheid legitimiert, wenn sie bei deren Gutheissung eine realistische Chance haben, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen, oder wenn die Gutheissung der Beschwerde zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens fÃ¼hrt, in welchem sie ein neues Angebot einreichen kÃ¶nnen; andernfalls fehlt ihnen das schutzwÃ¼rdige Interesse an der BeschwerdefÃ¼hrung (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11; § 21 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959, VRG).</p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat mit Abstand das tiefste Angebot eingereicht. Erweisen sich ihre EinwÃ¤nde gegen den Verfahrensausschluss als begrÃ¼ndet, hÃ¤tte sie somit </span><span>eine realistische Chance, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen. Ihre Legitimation ist daher zu bejahen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nachdem die weiteren Sachurteilsvoraussetzungen ebenfalls gegeben sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Zum Leistungsumfang der strittigen Beschaffung wird in Ziffer 10 des Pflichtenhefts festgehalten:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> "Der Beschaffungsgegenstand ist funktional zu betrachten, die Angebote haben sich an den Vorgaben der Soll-LÃ¶sung gemÃ¤ss Ziffer 7 vorstehend auszurichten. Im Zweifelsfall ist bei der Frage, ob eine konkrete Leistung zum Beschaffungsgegenstand gehÃ¶rt oder nicht, eine Auslegung nach dem Vertrauensprinzip der Soll-Anforderungen vorzunehmen, um die Abgrenzung der Leistungen festzustellen, die vom Beschaffungsgegenstand erfasst oder allenfalls im Sinne einer Ausnahme ausgeschlossen werden."</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b>Bei der funktionalen Ausschreibung beschrÃ¤nkt sich das Leistungsverzeichnis auf die Festlegung des Beschaffungsziels bzw. eines Leistungsprogramms, ohne dass Gegenstand und Umfang der nachgesuchten Leistung abschliessend und genau umschrieben werden (<span>Peter Galli/AndrÃ© Moser/Elisabeth Lang/Marc Steiner, Praxis des Ã¶ffentlichen Beschaffungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich etc. 2013, S. 190 Rz. 419). </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b><span>DemgemÃ¤ss hat die Beschwerdegegnerin in Kapitel 7 des Pflichtenhefts ihre "Soll-LÃ¶sung" prÃ¤sentiert, inklusive ihrer "Grundidee fÃ¼r den LÃ¶sungsaufbau". Diese sieht die Schaffung einer Basiskonfiguration vor, welche die GrundfunktionalitÃ¤t fÃ¼r sÃ¤mtliche Zielgruppen abdeckt. Weiter werde erwartet, dass diese Basiskonfiguration um "schultypenspezifische" ZusatzfunktionalitÃ¤ten erweitert werden kÃ¶nne. DafÃ¼r sei zusÃ¤tzlicher Entwicklungsaufwand nÃ¶tig, welcher im Rahmen des Projekts zu erbringen sei. Es sei darÃ¼ber hinaus auch mit "schulspezifischen" Anpassungen bzw. Entwicklungen zu rechnen. Letztere lÃ¤gen indes in der Verantwortung der jeweiligen Schule. Seitens des Projekts werde lediglich darauf geachtet, dass es "offene Schnittstellen und die notwendigen ParametrisierungsmÃ¶glichkeiten fÃ¼r solche AnpassungswÃ¼nsche gebe". </span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">In der Ausschreibung wurden sodann folgende Zuschlagskriterien festgelegt:</p> <p class="EinzugZitat"><span>1. Technische und funktionale Kriterien inkl. Bedienerfreundlichkeit und Support (50 %)</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. Wirtschaftliche Kriterien; einmalige Kosten, Aufbaukosten, wiederkehrende Kosten (30 %)</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. Referenzen und PrÃ¤sentation (20 %)</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die technisch funktionalen Zuschlagskriterien wurden in Muss-Kriterien und bewertete Kriterien, sogenannte Kann-Kriterien, unterteilt. Bei den Musskriterien hatten die Anbieterinnen die jeweiligen Vorgaben mit erfÃ¼llt/nicht erfÃ¼llt bzw. bestÃ¤tigt/nicht bestÃ¤tigt zu quittieren. Bei nicht ErfÃ¼llen eines Musskriteriums drohte erklÃ¤rtermassen der Ausschluss vom Verfahren. FÃ¼r die Kann-Kriterien wurde in Ziffer 11.1.39 der Submissionsbedingungen eine Bewertungsskala von 0â5 Punkten vorgegeben und es wurde angemerkt, dass die NichterfÃ¼llung der bewerteten Zuschlagskriterien nicht zum Ausschluss aus der Submission fÃ¼hre. Gleichzeitig wurde aber ausdrÃ¼cklich festgestellt:</p> <p class="EinzugZitat"><span> "Die ErfÃ¼llung sÃ¤mtlicher Zuschlagskriterien (bewertet und als Muss-Kriterien ausgestattet) gehÃ¶ren zum Beschaffungsgegenstand und sind entsprechend den Anforderungen zu offerieren."</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Dementsprechend wurde im Pflichtenheft unter dem Titel "Kostenzusammenstellung" festgehalten: </p> <p class="EinzugZitat"><span> "Die Anbieterinnen haben die Gesamtkosten mit Ziel vollstÃ¤ndige ErfÃ¼llung des Beschaffungsgegenstandes, das heisst, die vollstÃ¤ndige ErfÃ¼llung sÃ¤mtlicher technischer und funktionaler Kernkriterien anzubieten."</span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Die detaillierte Auflistung der konkreten Leistungsanforderungen findet sich im Dokument "Decision Advisor". Dort hatten die Anbieterinnen entsprechend der von der Beschwerdegegnerin fÃ¼r die Angebotsbewertung vorgesehenen Punkteskala eine eigene Bewertung zum ErfÃ¼llungsgrad ihres Angebots bezÃ¼glich der Kann-Kriterien abzugeben. FÃ¼r diese Selbstdeklaration war gemÃ¤ss den Vorgaben der Vergabestelle <b>"zwingend"</b> der <b>"aktuelle</b> <b>ErfÃ¼llungsgrad</b> anzugeben (erfÃ¼llte Kriterien durch das angebotene Produkt zum Zeitpunkt der Offertabgabe)". </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat bei 317 von insgesamt 400 Kriterien den maximalen ErfÃ¼llungsgrad (5) deklariert, wÃ¤hrend sie bei 83 Kriterien eine tiefere Punktzahl auswies. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>AnlÃ¤sslich der OffertprÃ¤sentation wurde seitens der Vergabestelle bei allen Anbieterinnen nachgefragt, wie sie es mit der Umsetzung jener FunktionalitÃ¤ten halten, welche gemÃ¤ss Selbstdeklaration aktuell nicht vollstÃ¤ndig erfÃ¼llt sind. WÃ¤hrend die drei anderen Anbieterinnen erklÃ¤rten, deren vollstÃ¤ndige Umsetzung sei in der Preiskalkulation enthalten, hielt die BeschwerdefÃ¼hrerin fest, wo sie im Rahmen ihrer Selbstdeklaration einen tieferen ErfÃ¼llungsgrad angegeben habe, sei auch nur ein solcher offeriert. Im weiteren Schriftenwechsel, der dem Ausschluss voranging, und im Beschwerdeverfahren macht die BeschwerdefÃ¼hrerin hierzu geltend, es liege in der Natur von relativen Zuschlagskriterien, dass Abstriche bei der QualitÃ¤t Ã¼ber den tieferen Preis kompensiert werden kÃ¶nnten. Wenn die Vergabestelle die vollumfÃ¤ngliche ErfÃ¼llung sÃ¤mtlicher Kann-Kriterien wolle, sei dies zwar grundsÃ¤tzlich machbar, mÃ¼sste aber zusÃ¤tzlich mandatiert und vergÃ¼tet werden.</p> <p class="Urteilstext">DemgegenÃ¼ber stellt sich die Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt, dies entspreche nicht den funktionalen Zielvorgaben ihrer Ausschreibung. Wie in den A<span>usschreibungsbedingungen festgehalten, mÃ¼sse das Preisangebot die vollstÃ¤ndige ErfÃ¼llung sÃ¤mtlicher Zielvorgaben abdecken. Nachdem sich die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼ber diese zentrale Ausschreibungsvorgabe hinweggesetzt habe, mÃ¼sse ihr Angebot als unvollstÃ¤ndig qualifiziert und demzufolge von der Vergabe ausgeschlossen werden. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss § 4a Abs. 1 IVÃ¶B-BeitrittsG werden Anbietende aus dem Vergabeverfahren ausgeschlossen, wenn sie die Voraussetzungen fÃ¼r die Teilnahme nicht oder nicht mehr erfÃ¼llen. Dies ist unter anderem der Fall <span>bei fehlender ErfÃ¼llung der durch die Vergabestelle festgelegten Eignungskriterien (§ 4a Abs. 1 lit. a IVÃ¶B-BeitrittsG), bei Missachtung wesentlicher Formerfordernisse, insbesondere durch Nichteinhaltung der Eingabefrist, UnvollstÃ¤ndigkeit des Angebots oder Ãnderung der Ausschreibungsunterlagen</span> (§ 4a Abs. 1 lit. b IVÃ¶B-BeitrittsG) <span>sowie bei NichterfÃ¼llung der Anforderungen der Vergabestelle an die Angaben und Nachweise </span>(§ 4a Abs. 1 lit. c IVÃ¶B-BeitrittsG<span>).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei der Beurteilung solcher MÃ¤ngel ist nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung im Interesse der Vergleichbarkeit der Angebote und des Gleichbehandlungsgrundsatzes ein strenger Massstab anzulegen. Die Rechtsfolge des Ausschlusses ist allerdings nur dann adÃ¤quat, wenn es sich um einen wesentlichen Mangel handelt; einen Ã¼berspitzten Formalismus gilt es zu vermeiden (RB 1999 Nr. 61 = BEZ 1999 Nr. 25 E. 6 = ZBl 101/2000, S. 265; Galli et al., Rz. 456 f. und 470; Herbert Lang, Offertenbehandlung und Zuschlag im Ã¶ffentlichen Beschaffungswesen, ZBl 101/2000, S. 225 ff., 235). Des Weiteren muss das verfassungsmÃ¤ssige Gebot der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999) berÃ¼cksichtigt werden: Wegen unbedeutender MÃ¤ngel in der Offerte dÃ¼rfen Anbietende nicht ausgeschlossen werden (BGr, 26. Januar 2016, 2C_665/2015, E. 1.3.3; Galli et al., Rz. 444 f.).<span> Der VergabebehÃ¶rde kommt jedenfalls, wie bei der Bewertung von Eignungskriterien, ein erheblicher Ermessensspielraum zu, in den das Verwaltungsgericht nicht eingreift (Art. 16 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 IVÃ¶B, § 50 Abs. 2 VRG; VGr, 29. Juli 2014, VB.2014.00175, E. 3.1 mit weiteren Hinweisen; Galli et al., Rz. 564).</span></span></p> <p class="Erwgung2">Vorliegend sind sich die Parteien insoweit einig, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin mit ihrem Angebot sÃ¤mtliche Eignungs- und Muss-Kriterien erfÃ¼llt. Auch hinsichtlich der sogenannten Kann-Kriterien ist unbestritten, dass die Deklaration eines nicht 100%-igen ErfÃ¼llungsgrads bei einzelnen Leistungsaspekten keinen Ausschlussgrund darstellt. </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin wurde denn auch nicht ausgeschlossen, weil sie zum Zeitpunkt der Offertabgabe keinen 100%-igen ErfÃ¼llungsgrad liefern konnte, sondern weil sie die zu dessen Erreichung erforderlichen Projektentwicklungskosten und damit die Umsetzung der Zielvorgaben nicht offeriert hat. </p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Wie die Beschwerdegegnerin in den Ausschreibungsgrundlagen mehrfach betont, handelt es sich vorliegend um eine funktionale Ausschreibung. Dementsprechend wurde nicht erwartet, dass zum Zeitpunkt der Offertabgabe ein vollstÃ¤ndig ausgereiftes Produkt im Sinn der Zielvorgaben angeboten werden kann. Nichtsdestotrotz gehÃ¶rt die ErfÃ¼llung der Zielvorgaben zum funktionalen Beschaffungsgegenstand, worauf in den Ausschreibungsunterlagen sowohl in Ziffer 11.1.14 (Kostenzusammenstellung) als auch in Ziffer 11.1.39 (Zuschlagskriterien) jeweils explizit hingewiesen wurde.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>Wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin aus dem Umstand, dass bei den Kann-Kriterien nach dem ErfÃ¼llungsgrad <i>zum Zeitpunkt der Offerteinreichung</i> gefragt wurde, zu ihren Gunsten ableiten will, mehr kÃ¶nne auch mit einer funktionalen Ausschreibung nicht verlangt werden, so kann ihr nicht gefolgt werden. Gerade bei komplexen DienstleistungsauftrÃ¤gen im Bereich der IT-Beschaffung erweist sich eine funktionale Umschreibung des Beschaffungsgegenstandes durchaus als sachgerecht. Sodann rÃ¤umt die BeschwerdefÃ¼hrerin selbst ein, dass die vollstÃ¤ndige Umsetzung der fraglichen FunktionalitÃ¤t sehr wohl machbar wÃ¤re, aber ihrer Ansicht nach eben zusÃ¤tzlich entschÃ¤digt werden mÃ¼sste. Damit bestÃ¤tigt sie aber auch, dass der nachgefragte ErfÃ¼llungsgrad vorliegend im Sinn der Beschwerdegegnerin durchaus als dynamische GrÃ¶sse zu verstehen ist. </p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>Die AnknÃ¼pfung an den aktuellen ErfÃ¼llungsgrad zum Zeitpunkt der Offertabgabe erfolgte vorliegend explizit nur in Bezug auf die Grundlagen der qualitativen Zuschlagsbewertung und mit dem ausdrÃ¼cklichen Vermerk, dass der Beschaffungsgegenstand darÃ¼ber hinausgehe. Mithin kann daraus auch nur abgeleitet werden, dass die Vergabestelle zwar sÃ¤mtliche Leistungsaspekte qualitativ beurteilt, aber eben basierend auf dem Stand Offertabgabe und nicht Projektabschluss. Unter dem Gesichtspunkt der Vergleichbarkeit der Angebote ist dieser Ansatz nachvollziehbar, zumal die offerierten Produkte unbestrittenermassen durchwegs einen ErfÃ¼llungsgrad aufweisen, welcher eine hinreichende Leistungsbeurteilung erlaubt. Angesichts des der VergabebehÃ¶rde bei der Festsetzung der Bewertungsgrundlagen zustehenden Ermessensspielraums erweist sich der beschwerdegegnerische Bewertungsansatz daher jedenfalls als vertretbar. Er wird von der BeschwerdefÃ¼hrerin im Ãbrigen auch nicht substanziiert infrage gestellt. </p> <p class="Erwgung2"><b>7.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bemÃ¤ngelt dagegen, dass die Preisbewertung nicht auf der gleichen Bewertungsgrundlage basiere, sondern die Gesamtkosten gemÃ¤ss den Zielvorgaben zum Gegenstand hat. </p> <p class="Erwgung2">Entgegen dem beschwerdefÃ¼hrerischen DafÃ¼rhalten ist insofern kein Widerspruch erkennbar. Die Kostenzusammenstellung bezieht sich vorliegend auf den gleichen Katalog von Leistungsaspekten wie die qualitative Beurteilung. Der Preisaspekt hat indessen neben den qualitativen auch die quantitativen Aspekte des Beschaffungsgegenstandes abzubilden. Vorliegend bedeutet das ein Mehr an Entwicklungsbedarf, welches zusÃ¤tzlich zum bereits vorhandenen LÃ¶sungsansatz nachgefragt wurde und wofÃ¼r die Anbieterinnen ein Kostendach zu offerieren hatten. </p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext">Damit Angebotspreise vergleichbar sind, hat die Vergabestelle einerseits die zu erbringenden Leistungen qualitativ und quantitativ ausreichend zu definieren und zu beschreiben. Andererseits muss sie in den Ausschreibungsunterlagen verstÃ¤ndliche Angaben zur Art des anzubietenden Preises machen und festlegen, wie die einzelnen Leistungen anzubieten sind, damit die Angebote verglichen werden kÃ¶nnen (Claudia Schneider Heusi, Die Bewertung des Preises in: Aktuelles Vergaberecht, ZÃ¼rich/Basel/Genf 2018, S. 333 Rz. 20 f.; VGr, 25. November 2021, VB.2021.00229 E. 3.2). </p> <p class="Erwgung2"><b>8.1 </b>Dass es vorliegend an einer ausreichenden Leistungsumschreibung gefehlt hÃ¤tte, wurde nicht substanziiert behauptet und ist auch nicht ersichtlich. Immerhin waren die Anbieterinnen anhand der Leistungsvorgaben ohne Weiteres in der Lage, den derzeitigen ErfÃ¼llungsgrad ihrer Angebote zu beziffern, was nur mÃ¶glich ist, wenn auch das Endprodukt bzw. der noch anstehende Entwicklungsbedarf hinreichend bestimmbar ist. </p> <p class="Erwgung2"><b>8.2 </b>Was die Angaben der Vergabestelle zur Art des anzubietenden Preises betrifft, so kann der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht gefolgt werden, wenn sie diese als missverstÃ¤ndlich bezeichnet. Die Beschwerdegegnerin hat in den Submissionsbedingungen wiederholt und unmissverstÃ¤ndlich die Offerte eines verbindlichen Kostendachs fÃ¼r die Umsetzung sÃ¤mtlicher Zielvorgaben verlangt. </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat diese Vorgaben ohne vorgÃ¤ngige RÃ¼ckfrage ignoriert und begrÃ¼ndet ihr Vorgehen nun mit einem Verweis auf Ziffer 11.1.19 der Submissionsbedingungen und die Position EK18 des "Decision Advisor". Dort findet sich unter dem Titel "ErgÃ¤nzungen" bzw. der Randbemerkung "ZusÃ¤tzliche Kosten" jeweils folgende, vom Wortlaut her identische Aussage:</p> <p class="EinzugZitat"><span> "Wenn zur Erreichung des im Anforderungskatalog angegebenen ErfÃ¼llungsgrads kostenrelevante ZusÃ¤tze notwendig sind, so sind diese in der Aufstellung wirtschaftliche Kriterien (Reiter 03) enthalten."</span></p> <p class="Urteilstext">Daraus will die BeschwerdefÃ¼hrerin unter Berufung auf Treu und Glauben ableiten, dass sich der Angebotspreis nur auf den durch die Anbieterinnen angegebenen ErfÃ¼llungsgrad beziehen mÃ¼sse. TatsÃ¤chlich ergibt sich aus der betreffenden Formulierung und dem Kontext, in dem sie steht, aber nur, dass kostenrelevante ZusÃ¤tze bzw. ErgÃ¤nzungen, welche bereits zum Zeitpunkt der Offertabgabe als notwendige LÃ¶sungsbestandteile erkannt wurden, kostenmÃ¤ssig in der Offerte enthalten sein mÃ¼ssen. FÃ¼r weitere RÃ¼ckschlÃ¼sse bietet die Formulierung keine taugliche Grundlage. Insbesondere lÃ¤sst sie nicht darauf schliessen, dass die Kostenzusammenstellung damit abgeschlossen wÃ¤re. Was diese zu umfassen hat, findet sich bereits vorgÃ¤ngig unter dem Titel "Kostenzusammenstellung" in Ziffer 11.1.14 der Submissionsbedingungen. Demnach hatten die Anbieterinnen "die Gesamtkosten mit Ziel vollstÃ¤ndige ErfÃ¼llung des Beschaffungsgegenstandes, das heisst, die vollstÃ¤ndige ErfÃ¼llung sÃ¤mtlicher technischer und funktionaler Kriterien anzubieten". Diese Vorgabe lÃ¤sst in ihrer Klarheit keinen Raum fÃ¼r die von der BeschwerdefÃ¼hrerin vertretene gegenteilige Auffassung. </p> <p class="Erwgung1"><b>9. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist den Vorgaben zur Preisgestaltung gemÃ¤ss Ziffer 11.1.14 der Submissionsbedingen als einzige Anbieterin nicht nachgekommen. Konkret heisst das, dass sie zu rund einem FÃ¼nftel der Leistungspositionen gemÃ¤ss "Decision Advisor" lediglich ein unzulÃ¤ssiges Teilangebot eingereicht hat. Das hat zur Folge, dass ihr Angebot in wesentlichen Teilen nicht mit den Ã¼brigen Angeboten vergleichbar ist und daher zu Recht vom Vergabeverfahren ausgeschlossen wurde. </p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde erweist sich demgemÃ¤ss als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>9.1 </b>Damit braucht auch den ausfÃ¼hrlichen Parteivorbringen zum Entwicklungsumfang gemÃ¤ss Ziffer 7.4 des Pflichtenhefts bzw. der Unterscheidung zwischen schultypenspezifischen und schulspezifischen FunktionalitÃ¤ten nicht weiter nachgegangen zu werden. Immerhin bleibt anzumerken, dass insofern gar keine Differenz der Parteistandpunkte festgestellt werden kann. Wie die BeschwerdefÃ¼hrerin im Schreiben vom 14. Oktober 2021 festhÃ¤lt, geht sie mit der Beschwerdegegnerin einig, dass entsprechender zusÃ¤tzlicher Entwicklungsaufwand fÃ¼r beide FunktionalitÃ¤ten zu leisten ist, aber nur fÃ¼r schulspezifische FunktionalitÃ¤ten separat honoriert wird.</p> <p class="Erwgung2"><b>9.2 </b>Nicht entscheidrelevant war sodann auch die von der Beschwerdegegnerin mit der Beschwerdeantwort eingereichte KostenschÃ¤tzung zu dem von der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht offerierten Umfang des Beschaffungsgegenstands. Es kann daher auf die von der BeschwerdefÃ¼hrerin hierzu beantragte Editierung weiterer Unterlagen verzichtet werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>10. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit dem vorliegenden Endentscheid wird das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin um GewÃ¤hrung der aufschiebenden Wirkung gegenstandslos.</p> <p class="Erwgung1"><b>11. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>AusgangsgemÃ¤ss wird die BeschwerdefÃ¼hrerin kostenpflichtig (§ 65a Abs. 1 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG) und steht ihr eine ParteientschÃ¤digung nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Dagegen ist sie zu einer solchen an die Beschwerdegegnerin zu verpflichten. Letztere ist ihrer BegrÃ¼ndungspflicht bereits im vorgÃ¤ngig zum Verfahrensausschluss gefÃ¼hrten Schriftenwechsel hinreichend nachgekommen. Der ihr im Beschwerdeverfahren entstandene Aufwand ist daher uneingeschrÃ¤nkt als besonderer Aufwand im Sinn von § 17 Abs. 2 lit. a VRG zu qualifizieren.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>12. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Der Gesamtwert der Vergabe Ã¼bersteigt den massgeblichen Schwellenwert fÃ¼r Dienstleistungen (Art. 52 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Anhang 4 Ziff. 2 des Bundesgesetzes Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen (BÃ¶B) vom 21. Juni 2019). Gegen diesen Entscheid ist daher die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) zulÃ¤ssig, sofern sich eine Rechtsfrage von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellt, andernfalls steht dagegen nur die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen (Art. 83 lit. f BGG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 10'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 245.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 10'245.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, der Beschwerdegegnerin eine ParteientschÃ¤digung von <span>Fr. 3'000.- zu entrichten, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Entscheids.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellt, Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Sofern diese nicht zulÃ¤ssig ist, kann subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerden sind innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>