<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2017.00265</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=217268&amp;W10_KEY=4467073&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2017.00265</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 08.06.2017</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Submissionsverfahren. Eignungskriterien. Referenzen.<br/><br/>Eignungskriterien sind im Normalfall Ausschlusskriterien, die entweder erfüllt oder nicht erfüllt sind; das Vorliegen der geforderten Eignung führt zur Zulassung, deren Fehlen zum Ausschluss vom Verfahren. Eine über das notwendige Mindestmass hinausgehende Eignung ist grundsätzlich nicht von Bedeutung. Die Eignungskriterien umschreiben die Anforderungen, die an die Anbietenden gestellt werden, um zu gewährleisten, dass sie zur Ausführung des geplanten Auftrags in der Lage sind. Die Vergabebehörde hat objektive Kriterien und die zu erbringenden Nachweise zur Beurteilung der Eignung der Anbietenden festzulegen. Die Eignungskriterien betreffen insbesondere die fachliche, finanzielle, wirtschaftliche, technische und organisatorische Leistungsfähigkeit der Anbietenden und müssen sich auf die ausgeschriebene Leistung beziehen. Innerhalb dieser Grenzen steht der Vergabebehörde bei der Festlegung, Gewichtung und Bewertung der einzelnen Eignungskriterien ein weiter Ermessenspielraum zu, in den das Verwaltungsgericht nicht eingreifen darf. Ein grosses Ermessen besteht namentlich beim Entscheid der Vergabestelle darüber, ob eine Referenzarbeit als mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar erachtet wird (E. 3.4). Es lag im Ermessen der Vergabebehörde, unter Referenzobjekten betreffend "Arbeiten der ausgeschriebenen Art" nicht bloss solche im Betonelementbau, sondern auch solche betreffend andere Hoch- und Betonbauarbeiten zu verstehen, zumal der ausgeschriebene Auftrag neben dem Betonelementbau auch diverse andere Arbeiten beinhaltet. Insgesamt ist die Festlegung des Kriteriums nicht zu beanstanden: Es bezieht sich auf den ausgeschriebenen Auftrag, geht im Hinblick darauf nicht über das Erforderliche hinaus, ist objektiv und betrifft die Leistungsfähigkeit der Anbietenden (E. 3.5). Es ist unerheblich, ob die Beschwerdeführerin das Eignungskriterium besser erfüllt als die Mitbeteiligte; die Letztere erfüllt dasKriterium und ist mithin nicht vom Verfahren auszuschliessen (E. 3.6). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHLUSS AUS DEM VERFAHREN">AUSSCHLUSS AUS DEM VERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGNUNGSKRITERIEN">EIGNUNGSKRITERIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSEN">ERMESSEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFERENZEN">REFERENZEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBMISSIONSVERFAHREN">SUBMISSIONSVERFAHREN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 16 Abs. I lit. a IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">Art. 16 Abs. II IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">§ 4a Abs. I IVÃ¶B-BeitrittsG</span><br/><span class="ungerade">§ 22 SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>1. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=34259" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2017.00265</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 1. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">8. Juni 2017</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Lukas Widmer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Peter Sprenger, Verwaltungsrichterin Maja SchÃ¼pbach Schmid, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Regina Meier.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A AG, vertreten durch RA B,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin,</span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Baudirektion Kanton ZÃ¼rich,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin,</span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel"><a id="RU_AUTOTEXT_DRITT_N">und</a></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>C AG, vertreten durch RA D,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Mitbeteiligte,</span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Submission</span></b><b>,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><span>Mit Ausschreibung vom 3. Februar 2017 erÃ¶ffnete das Hochbauamt der Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich ein offenes Submissionsverfahren betreffend den Neubau der Anlage X. Innert Frist gingen acht Offerten ein. Mit VerfÃ¼gung vom 12. April 2017 wurden der Auftrag zu einem Preis von Fr. 2'137'059.70 an die C AG vergeben.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen die VerfÃ¼gung der <span>Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich </span>gelangte die A AG mit Beschwerde vom 25. April 2017 an das Verwaltungsgericht und beantragte die Aufhebung der angefochtenen VerfÃ¼gung und den Ausschluss der C AG aus dem Vergabeverfahren; zudem sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, die C AG aus dem Verfahren auszuschliessen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin<span>. In prozessualer Hinsicht verlangte sie, der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu erteilen. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 26. April 2017 wurde der Baudirektion einstweilen, bis zum Entscheid Ã¼ber das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung, der Vertragsschluss untersagt.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Hochbauamt der Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich beantragte am 8. Mai 2017 die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der </span><span>A AG<span>. Ausserdem sei der Beschwerde keine aufschiebende Wirkung zu erteilen. Am 9. Mai 2017 verzichtete die die </span>C AG auf eine Mitbeantwortung der Beschwerde und schloss sich den<span> AntrÃ¤gen des Hochbauamts an. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 10. Mai 2017 wurde der Baudirektion der Vertragsschluss weiterhin, bis zum Entscheid Ã¼ber das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung, untersagt und der </span>A AG Frist zur Replik angesetzt.<span> Die Replikschrift, in welcher diese an ihren AntrÃ¤gen festhÃ¤lt, datiert vom 22. Mai 2017.</span></span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung1">Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggebender kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 (IVÃ¶B) sowie die §§ 2 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. September 2003 (IVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nicht berÃ¼cksichtigte Anbietende sind zur Beschwerde gegen einen Vergabeentscheid legitimiert, wenn sie bei deren Gutheissung eine realistische Chance haben, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen, oder wenn die Gutheissung der Beschwerde zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens fÃ¼hrt, in welchem sie ein neues Angebot einreichen kÃ¶nnen; andernfalls fehlt ihnen das schutzwÃ¼rdige Interesse an der BeschwerdefÃ¼hrung (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11; § 21 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Ob eine solche reelle Chance besteht, ist aufgrund der gestellten AntrÃ¤ge und Parteivorbringen zu prÃ¼fen (vgl. BGE 141 II 14 E. 4.9).</p> <p class="Urteilstext">Die (zweitplatzierte) BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt, die Mitbeteiligte sei zur AusfÃ¼hrung des ausgeschriebenen Auftrags nicht geeignet, weshalb sie aus dem Verfahren auszuschliessen sei. WÃ¼rde sie damit durchdringen, so hÃ¤tte sie mit ihrem Angebot eine realistische Chance auf den Zuschlag. Zudem wÃ¤re sie grundsÃ¤tzlich in der Lage und geeignet, den fraglichen Auftrag auszufÃ¼hren. Ihre Legitimation ist zu bejahen.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die VergabebehÃ¶rde formulierte in den Ausschreibungsunterlagen das folgende Eignungskriterium:</p> <p class="Urteilstext">" Erfahrung GrÃ¶sse/KomplexitÃ¤t <br/> Erfahrung in der AusfÃ¼hrung von Arbeiten der ausgeschriebenen Art. Angabe von mindestens 2 Referenzobjekten auf separater Beilage 'Referenzobjekte'. Die Referenzobjekte sollen â im VerhÃ¤ltnis zu den ausgeschriebenen Arbeiten â eine Ã¤hnliche oder grÃ¶ssere KomplexitÃ¤t bzw. ein Ã¤hnliches oder grÃ¶sseres Auftragsvolumen aufweisen. Sie mÃ¼ssen in den letzten fÃ¼nf Jahren ausgefÃ¼hrt worden sein und zum ausgeschriebenen Projekt gut vergleichbar sein."</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt vor, dass dieses Kriterium von der Mitbeteiligten nicht erfÃ¼llt werde, weshalb sie vom Verfahren auszuschliessen sei. Beim ausgeschriebenen Projekt handle es sich um einen Bau der Bauart "Betonelementbau". Die Arbeit mit Betonelementen sei der mit Abstand wichtigste Bestandteil des Auftrags. Deshalb kÃ¶nne mit "Erfahrung in der AusfÃ¼hrung von Arbeiten der ausgeschriebenen Art" bloss solche im Betonelementbau gemeint sein. Entsprechend seien auch ausdrÃ¼cklich nur Referenzobjekte im Betonelementbau geeignet; solche weise die Mitbeteiligte jedoch nicht vor.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die Beschwerdegegnerin bestreitet nicht, dass die Mitbeteiligte keine Referenzobjekte im Betonelementbau auffÃ¼hrte. Auf dem Beurteilungsblatt ist dies bei den Bemerkungen zur ErfÃ¼llung der Eignungskriterien denn auch ausdrÃ¼cklich vermerkt, wÃ¤hrend bei der Beurteilung der BeschwerdefÃ¼hrerin angefÃ¼hrt wird, dass diese in der Vergangenheit bereits Betonelementbauten ausfÃ¼hrte. In Bezug auf die Vergleichbarkeit mit dem ausgeschriebenen Auftrag wird angefÃ¼hrt, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht nur â wie die Mitbeteiligte â Ã¼ber vergleichbare Referenzen hinsichtlich Bauvolumen und KomplexitÃ¤t, sondern darÃ¼ber hinaus auch Ã¼ber solche hinsichtlich Bauart verfÃ¼ge. Zudem ist unter dem Beurteilungspunkt "Eindruck Unternehmerdossier" angemerkt, dass die Mitbeteiligte im Gegensatz zur BeschwerdefÃ¼hrerin wenig Bezug auf den Elementbau genommen habe. Dennoch bejaht die Beschwerdegegnerin die ErfÃ¼llung des Eignungskriteriums durch die Mitbeteiligte und bringt vor, dass sie das Eignungskriterium bei der Ausarbeitung der Ausschreibungsunterlagen bewusst offen formuliert und keine Referenzen im Bereich Betonelementbau verlangt habe, um den Wettbewerb nicht zu stark zu beschrÃ¤nken. Bei der Untersuchung, welche Anforderungen an die Geeignetheit zu stellen seien, sei sie zum Schluss gekommen, dass das vorliegende Projekt auch ohne Erfahrung in Betonelementbau realisiert werden kÃ¶nne. Massgebend sei vielmehr Erfahrung in den Bereichen Hochbau sowie Betonmassivbau und dass die diesbezÃ¼glichen Referenzobjekte betreffend KomplexitÃ¤t und Volumen mit dem ausgeschriebenen Auftrag vergleichbar seien.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.4 </span></b><span>Eignungskriterien sind im Normalfall Ausschlusskriterien, die entweder erfÃ¼llt oder nicht erfÃ¼llt sind; das Vorliegen der geforderten Eignung fÃ¼hrt zur Zulassung, deren Fehlen zum Ausschluss vom Verfahren (§ 4a Abs. 1 IVÃ¶B-BeitrittsG). Eine Ã¼ber das notwen­dige Min­destmass hinausgehende Eignung ist grundsÃ¤tzlich nicht von Bedeutung (VGr, 12. Januar 2011, VB.201000568, E. 5.5). DemgegenÃ¼ber handelt es sich bei den Zuschlagskriterien um Merkmale, die ein Angebot in mehr oder weniger hohem Mass besitzt und die ein AbwÃ¤gen des wirtschaftlichen Werts ermÃ¶glichen (VGr, 27. Oktober 2016, </span>VB.2016.00505, E. 3.1).</p> <p class="Erwgung2">Die <span>Eignungskriterien umschreiben die Anforderungen, die an die Anbietenden gestellt werden, um zu gewÃ¤hrleisten, dass sie zur AusfÃ¼hrung des geplanten Auftrags in der Lage sind (VGr, 17. Februar 2000, VB.1999.00015, E. 6a = RB 2000 Nr. 70 = BEZ 2000 Nr. 25, auch zum Folgenden). Die VergabebehÃ¶rde hat nach § 22 der Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 (SubmV) objektive Kriterien und die zu erbringenden Nachweise zur Beurteilung der Eignung der Anbietenden festzulegen (Abs. 1); die Eignungskriterien betreffen insbesondere die fachliche, finanzielle, wirtschaftliche, technische und organisatorische LeistungsfÃ¤higkeit der Anbietenden (Abs. 2). Sie mÃ¼ssen sich auf die ausgeschriebene Leistung beziehen. Es dÃ¼rfen deshalb nur solche Eignungsnachweise verlangt werden, die im Hinblick auf die geforderte Leistung erforderlich sind. Innerhalb dieser Grenzen steht der VergabebehÃ¶rde bei der Festlegung, Gewichtung und Bewertung der einzelnen Eignungskriterien ein weiter Ermessenspielraum zu, in den das Verwaltungsgericht nicht eingreifen darf. Ein grosses Ermessen besteht namentlich beim Entscheid der Vergabestelle darÃ¼ber, ob eine Referenzarbeit als mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar erachtet wird.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht vorbringt, muss bzw. kann aus der Formulierung des Eignungskriteriums nicht darauf geschlossen werden, dass Referenzen im Bereich Betonelementbau verlangt waren. Es lag in ihrem Ermessen, unter "Arbeiten der ausgeschriebenen Art" auch andere Hoch- bzw. Betonbauarbeiten zu verstehen, zumal der ausgeschriebene Auftrag nicht bloss Betonelementbauarbeiten beinhaltet. Diese machen rund 40 % des Werklohns aus; zusÃ¤tzlich sind jedoch auch Maurerarbeiten, Erdbau, Ortbetonbau und weitere Arbeiten nÃ¶tig. Erst bei der Bewertung der Angebote hat die Beschwerdegegnerin die Erfahrungen der Anbietenden im Betonelementbau miteinbezogen und in den Unterlagen erwÃ¤hnt. Sie hat folglich in den Ausschreibungsunterlagen keine schÃ¼tzenswerten falschen Erwartungen bei den Anbietenden geweckt.</p> <p class="Erwgung2">Insgesamt lag die vorgenommene Festlegung des Eignungskriteriums im Ermessen der VergabebehÃ¶rde: Das Kriterium bezieht sich auf den ausgeschriebenen Auftrag und geht im Hinblick darauf nicht Ã¼ber das Erforderliche hinaus, es ist objektiv und betrifft die LeistungsfÃ¤higkeit der Anbietenden. Es wird denn auch nicht substanziiert dargetan und aus den Akten ergeben sich keinerlei Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass die Mitbeteiligte zur AusfÃ¼hrung des Auftrags nicht in der Lage wÃ¤re. Aus ihren Offertunterlagen geht hervor, dass die zwei von ihr angefÃ¼hrten Referenzobjekte den Anforderungen gemÃ¤ss Ausschreibungsunterlagen entsprechen. Dass die VergabebehÃ¶rde die beiden Referenzobjekte, welche in den letzten fÃ¼nf Jahren ausgefÃ¼hrte Projekte in den Bereichen Hoch- und Betonmassivbau fÃ¼r Fr. 3 Mio. respektive Fr. 2.5 Mio. betreffen, als genÃ¼gende Eignungsnachweise und insbesondere auch fÃ¼r mit dem ausgeschriebenen Auftrag vergleichbar erachtete, lag nach dem Gesagten innerhalb ihres Ermessensspielraums und ist mithin nicht zu beanstanden.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.6 </span></b>Da mangelnde Erfahrung im Betonelementbau folglich nicht zum Verfahrensausschluss fÃ¼hrt, erÃ¼brigen sich AusfÃ¼hrungen dazu, dass nur eines der beiden Referenzobjekte der BeschwerdefÃ¼hrerin ein Projekt betrifft, welches in Betonelementbauweise ausgefÃ¼hrt wurde. Es ist ebenso unerheblich, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin das Eignungskriterium insgesamt besser erfÃ¼llte als die Mitbeteiligte, da <span>Ã¼ber das notwendige Mindestmass hinausgehende Eignung grundsÃ¤tzlich nicht von Bedeutung ist (siehe oben E. 3.4). Die Beurteilung der Zuschlagskriterien â bei welcher die BeschwerdefÃ¼hrerin einzig im Bereich des Angebotspreises geringfÃ¼gig hinter der Mitbeteiligten zurÃ¼ckliegt und bei den anderen Kriterien ebenso wie diese die Maximalpunktzahl erreicht â wurde nicht gerÃ¼gt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.7 </b>Insgesamt erweist sich die Beschwerde nach dem Gesagten als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit dem vorliegenden Urteil in der Sache wird das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin, der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu erteilen, gegenstandslos.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Verteilung der Gerichtskosten richtet sich gemÃ¤ss § 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG grundsÃ¤tzlich nach dem Unterliegen. Dementsprechend sind der BeschwerdefÃ¼hrerin die Kosten aufzuerlegen.</p> <p class="Urteilstext">Der obsiegenden Beschwerdegegnerin ist keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen, da sie Ã¼ber die BegrÃ¼ndung des Vergabeentscheids hinaus, zu welcher sie ohnehin verpflichtet war, keinen erheblichen Aufwand getÃ¤tigt hat (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG und § 38 SubmV). Da die Beschwerde nicht offensichtlich unbegrÃ¼ndet ist, sind auch die Voraussetzungen fÃ¼r die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung gestÃ¼tzt auf § 17 Abs. 2 lit. b VRG nicht erfÃ¼llt. Der Mitbeteiligten, welche auf die Mitbeantwortung der Beschwerde verzichtete, ist ebenfalls keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Der Auftragswert erreicht den im Staatsvertragsbereich massgeblichen Schwellenwert nicht (Art. 1 lit. c der Verordnung des WBF vom 23. November 2015 Ã¼ber die Anpassung der Schwellenwerte im Ã¶ffentlichen Beschaffungswesen fÃ¼r die Jahre 2016 und 2017 [SR 172.056.12]. Gegen dieses Urteil steht daher nur die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) offen (Art. 83 lit. f BGG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 6'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 150.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 6'150.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦ </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>