<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00350</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206258&amp;W10_KEY=13013559&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00350</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 16.11.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 19.06.2007 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verweigerung einer Parkierungsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Parkierungsbewilligung für Geschäftsfahrzeug zum zeitlich unbeschränkten Parkieren in der Blauen Zone Der Beschwerdeführer ersucht um eine Parkierungsbewilligung für ein Geschäftsfahrzeug, in dessen Fahrzeugausweis er als Lenker eingetragen ist. Die Gemeinden sind in der Regelung des gesteigerten Gemeingebrauchs an Strassen autonom, insbesondere wo es um den Erlass von Parkierungsvorschriften geht, z.B. Anordnung von "Blauen Zonen" und Ausstellen von Parkkarten für unbeschränktes Parkieren in solchen Zonen (E. 2.1). Ist eine Gemeinde in einem Sachbereich zu autonomer Rechtsetzung befugt, so ist sie es grundsätzlich auch in der Anwendung dieses Rechts (E. 2.2). Bestätigung der Praxis, dass Art. 2 Ziff. 3 PKV lediglich den erforderlichen Bezug zur Zone, nicht jedoch zum Fahrzeug lockert. Einkarten- und Praktikabilitätsprinzip (E. 4.1). Als Wochenaufenthalter weist der Beschwerdeführer einen genügenden Bezug zur Zone auf. Der erforderliche Bezug zum Fahrzeug muss anhand einer sinngemässen Anwendung von Art. 2 Ziff. 1 PKV beurteilt werden. Art. 2 Ziff. 1 PKV ist nach dem Zweck der Parkkartenvorschriften auszulegen, wobei das Einkarten- und das Praktikabilitätsprinzip eine wesentliche Bedeutung erlangen. Beide Prinzipien wären verletzt, wenn man einen Lenkereintrag als Nachweis des erforderlichen Bezugs zum Fahrzeug genügen liesse (E. 4.2). Die Gebot der rechtsgleichen Behandlung ist nicht verletzt, da für Fahrzeuge von ausserkantonalen Geschäften, lediglich eine Parkkarte ausgestellt wird, wenn für diese eine Standortadresse in der Stadt Zürich eingetragen ist. Dann erhalten diese Fahrzeuge jedoch ein ZH-Kontrollschild, weshalb sie nur noch einen minimen Bezug zum Kanton aufweisen, in welchem sich die entsprechende Geschäftsniederlassung befindet (E. 4.3). Abweisung der Beschwerde (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINKARTENPRINZIP">EINKARTENPRINZIP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDEAUTONOMIE">GEMEINDEAUTONOMIE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARKIERBESCHRÃNKUNG">PARKIERBESCHRÃNKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARKKARTEN">PARKKARTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT">POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRAKTIKABILITÃT">PRAKTIKABILITÃT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSGLEICHHEIT">RECHTSGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: STRASSENVERKEHRSRECHT">STRASSENVERKEHRSRECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 22 SVG</span><br/><span class="gerade">Art. 1 Abs. I PKV</span><br/><span class="ungerade">Art. 2 Abs. I PKV</span><br/><span class="gerade">Art. 2 Abs. II PKV</span><br/><span class="ungerade">Art. 2 Abs. III PKV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A ist Wochenaufenthalter in der Stadt ZÃ¼rich. Am 7. Dezember 2005 stellte er mÃ¼ndlich bei der Stadt ZÃ¼rich ein Gesuch um Erteilung einer Parkierungsbewilligung in der Blauen Zone 01 fÃ¼r einen auf seinen Arbeitgeber, B AG, immatrikulierten leichten Motorwagen. Das Gesuch wurde durch die Dienstabteilung Verkehr des Polizeidepartements der Stadt ZÃ¼rich zunÃ¤chst mÃ¼ndlich und am 8. Dezember 2005 schriftlich abgelehnt. Gegen diese VerfÃ¼gung erhob A am 9. Januar 2006 Einsprache, welche der Stadtrat von ZÃ¼rich am 15. MÃ¤rz 2006 ablehnte.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 25. April 2006 erhob A gegen den Einspracheentscheid des Stadtrats Rekurs beim Statthalteramt des Bezirks ZÃ¼rich. Mit VerfÃ¼gung vom 2. August 2006 wies das Statthalteramt den Rekurs ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A gelangte mit einer als "Rekurs" bezeichneten Beschwerde vom 4. September 2006 an das Verwaltungsgericht. Er beantragt, dass der Rekursentscheid des Statthalteramtes aufzuheben sei. Die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich sei zudem anzuweisen, ihm fÃ¼r das Fahrzeug C, Kontrollschild-Nr. 02, rÃ¼ckwirkend per 7. Dezember 2005 eine Parkkarte fÃ¼r die Blaue Zone 01 gegen GebÃ¼hr zu erteilen. Das Statthalteramt verzichtete am 13. September 2006 auf Vernehmlassung, wÃ¤hrend das Polizeidepartement der Stadt ZÃ¼rich am 2. Oktober 2006 um Abweisung der Beschwerde ersuchte.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 in Verbindung mit § 19c Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Strittig sind die Auslegung und die Anwendung von Art. 2 der Vorschriften Ã¼ber das unbeschrÃ¤nkte Parkieren in der Blauen Zone vom 17. April 1986 (Parkkartenvorschriften, PKV). Diese Vorschriften regeln das unbeschrÃ¤nkte Parkieren in der Blauen Zone und damit den gesteigerten Gemeingebrauch Ã¶ffentlicher Strassen. In diesem Sachbereich kommt den zÃ¼rcherischen Gemeinden Autonomie zu (BGE 122 I 279 E. 2e und 8b; VGr, 3. Dezember 1998, VB.98.00304, E. 1a). </p> <p class="Urteilstext">Die Berechtigung zum Bezug einer Parkierungsbewilligung wird in Art. 2 PKV geregelt. Nach Art. 2 Ziff. 1 PKV erhalten schriftenpolizeilich gemeldete Anwohner fÃ¼r jeden auf ihren Namen und ihre Adresse in der entsprechenden Zone eingetragenen leichten Motorwagen eine Parkierungsbewilligung fÃ¼r diese Zone. In der entsprechenden Zone ansÃ¤ssige GeschÃ¤ftsbetriebe erlangen gemÃ¤ss Art. 2 Ziff. 2 PKV eine Parkierungsbewilligung fÃ¼r jeden auf ihren Namen eingelÃ¶sten leichten Motorwagen. Nach Art. 2 Ziff. 3 kann zudem auch gleichermassen Betroffenen eine Parkierungsbewilligung erteilt werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Ist eine Gemeinde in einem Sachbereich zu autonomer Rechtsetzung befugt, so ist sie grundsÃ¤tzlich auch in der Anwendung dieses Rechts autonom (BGE 116 Ia 52 E. 2a S. 55). Dies hat zur Folge, dass es einer Rekursinstanz, welcher gemÃ¤ss § 20 Abs. 1 VRG die freie Rechts- und Ermessenskontrolle zukommt, verwehrt ist, von einer vertretbaren Auslegung des kommunalen Rechts durch die GemeindebehÃ¶rden abzuweichen (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. A., ZÃ¼rich etc. 2006, Rz. 1399).</p> <p class="Erwgung2">Dem Verwaltungsgericht obliegt im Beschwerdeverfahren die Rechtskontrolle. Ermessen wird â abgesehen von den FÃ¤llen des Missbrauchs und der Ãberschreitung â nicht Ã¼berprÃ¼ft (§ 50 Abs. 1 und 2 VRG). Damit beschrÃ¤nkt sich die ÃberprÃ¼fung von Rekursentscheiden im Bereich kommunaler Autonomie auf die Frage, ob die Rekursinstanz rechtsverletzend eine vertretbare Auslegung des kommunalen Rechts durch die GemeindebehÃ¶rde verworfen oder eine nicht mehr vertretbare Auslegung dieses Rechts in unzulÃ¤ssiger Weise geschÃ¼tzt hat.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Das Statthalteramt ZÃ¼rich fÃ¼hrt in seinem Rekursentscheid aus, dass die BewilligungsbehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich in konstanter Praxis davon ausgehe, dass aus PraktikabilitÃ¤tsgrÃ¼nden beim Bewilligungsentscheid darauf abzustellen sei, ob der Gesuchsteller als Halter des betreffenden Fahrzeugs im Fahrzeugausweis eingetragen sei. Dies sei leicht Ã¼berprÃ¼fbar und entspreche dem berechtigten BedÃ¼rfnis der BehÃ¶rde, den Vollzugsaufwand zu beschrÃ¤nken. Ein Lenkereintrag kÃ¶nne hingegen bei den StrassenverkehrsÃ¤mtern voraussetzungslos erwirkt werden. WÃ¼rde man auf den Lenkereintrag abstellen, mÃ¼sste die BehÃ¶rde jeweils die Gebrauchsberechtigung am Fahrzeug gesondert Ã¼berprÃ¼fen. Dieser Aufwand wÃ¤re kaum zu bewÃ¤ltigen und widerspreche dem Prinzip der leichten ÃberprÃ¼fbarkeit der Berechtigung. Deshalb stelle der Lenkereintrag keinen geeigneten Berechtigungsnachweis dar. Es wÃ¼rde zudem dem Einkartenprinzip widersprechen, wenn auch derjenige, der privatrechtlich Ã¼ber ein Fahrzeug verfÃ¼ge, ohne jedoch als Halter immatrikuliert zu sein, als Berechtigter im Sinne von Art. 2 Ziff. 1 PKV gelten wÃ¼rde. Dass Lenker von Fahrzeugen von Firmen mit ausserkantonalem Sitz eine Parkierungsbewilligung in der Stadt erhielten, verletzte schliesslich die Rechtsgleichheit nicht, da diese Fahrzeuge aufgrund interkantonaler ZustÃ¤ndigkeitsbestimmungen in der Stadt ZÃ¼rich immatrikuliert seien, weshalb kein Konflikt mit dem Einkartenprinzip bestehe. Insgesamt bestÃ¼nden folglich vernÃ¼nftige und sachlich gerechtfertigte GrÃ¼nde, dem BeschwerdefÃ¼hrer die beantragte Parkkarte zu verweigern.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer legt zunÃ¤chst Art. 2 Ziff. 1 und Art. 2 Ziff. 2 PKV grammatikalisch aus. In Art. 2 Ziff. 1 PKV, welcher die Berechtigung der Anwohner regle, stehe das Wort "eingetragen", wÃ¤hrend nach Art. 2 Ziff. 2 PKV fÃ¼r die Parkberechtigung von GeschÃ¤ftsbetrieben erforderlich sei, dass die Fahrzeuge auf ihren Namen "eingelÃ¶st" seien. Die WÃ¶rter "eingetragen" und "eingelÃ¶st" dÃ¼rften nicht in dem Sinne als Synonyme verwendet werden, dass sowohl nach Ziff. 1 als auch nach Ziff. 2 von Art. 2 PKV ein Eintrag als Halter erforderlich sei, um eine Parkkarte erlangen zu kÃ¶nnen. Es genÃ¼ge vielmehr, wenn der nach Art. 2 Ziff. 1 PKV Berechtigte als Lenker eingetragen sei. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe deshalb nach Art. 2 Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 2 Ziff. 3 PKV als eingetragener Lenker einen Anspruch auf eine Parkkarte. In etwas widersprÃ¼chlicher Weise gibt der BeschwerdefÃ¼hrer an anderer Stelle jedoch an, dass auf Wochenaufenthalter Art. 2 Ziff. 1 PKV gar nicht anwendbar sei, da nach dieser Bestimmung Fahrzeuge von Anwohnern, welche um eine Parkbewilligung ersuchen, auf deren Namen und Adresse in der entsprechenden Zone eingetragen sein mÃ¼ssten. Dies kÃ¶nne fÃ¼r Wochenaufenthalter nicht gelten, da in deren Fahrzeugausweis ihr gesetzlicher Wohnsitz eingetragen sei. Wochenaufenthalter kÃ¶nnten ihre Berechtigung einzig durch andere Mittel, wie zum Beispiel einer Kopie der Wochenaufenthaltsbewilligung, dartun. Deshalb sei auf den BeschwerdefÃ¼hrer einzig Art. 2 Ziff. 3 PKV anwendbar.</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer betrachtet sodann das Einkartenprinzip nicht als verletzt. Bei dessen konsequenter Anwendung kÃ¶nne verhindert werden, dass fÃ¼r dasselbe Fahrzeug zwei Parkkarten fÃ¼r verschiedene Zonen ausgegeben werden. Auch das PraktikabilitÃ¤tsprinzip sei nicht verletzt. Es genÃ¼ge, dass die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde Ã¼berprÃ¼fe, dass ein der Zone entsprechender Lenkereintrag im Fahrzeugausweis vorhanden sei, dass der Lenker tatsÃ¤chlich in dieser Zone wohne, dass fÃ¼r das nÃ¤mliche Fahrzeug keine auf eine andere Zone lautende Parkkarte erteilt worden sei bzw. erteilt werde sowie dass der Gesuchsteller nicht fÃ¼r ein zweites GeschÃ¤ftsfahrzeug um eine Parkkarte ersuche. Schliesslich macht der BeschwerdefÃ¼hrer geltend, dass er, indem sein Gesuch um eine Parkkarte abgewiesen worden sei, in seinem Anspruch auf rechtsgleiche Behandlung verletzt worden sei. Zum einen seien ihm FÃ¤lle bekannt, in welchen Lenkern von GeschÃ¤ftsfahrzeugen Parkkarten erhalten hÃ¤tten, obwohl sie im Kanton oder sogar in der Stadt wohnhaft gewesen seien. Zum andern wÃ¼rden Gesuche von Lenkern von kantonsfremden GeschÃ¤ftsfahrzeugen bewilligt, wenn sie in der Stadt wohnten oder als Wochenaufenthalter gemeldet seien. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Art. 2 Ziff. 3 PKV regelt den Auffangtatbestand, wonach anderen Gesuchsteller, die von der ParkierungsbeschrÃ¤nkung gleichermassen wie Anwohner oder in der entsprechenden Zone domizilierte GeschÃ¤ftsbetriebe betroffen sind, fÃ¼r einen leichten Motorwagen ebenfalls eine Parkierungsbewilligung fÃ¼r die entsprechende Zone erteilt werden kann. Art. 2 Ziff. 1 und 2 PKV enthalten je zwei Bezugselemente, nÃ¤mlich das VerhÃ¤ltnis des Ansprechers zur Zone (der Anwohner muss schriftenpolizeilich gemeldet oder der GeschÃ¤ftsbetrieb daselbst ansÃ¤ssig sein) sowie das VerhÃ¤ltnis des Ansprechers zum Fahrzeug, welches auf den Namen des Ansprechers "eingetragen" bzw. "eingelÃ¶st" sein muss. In stÃ¤ndiger Praxis geht die BewilligungsbehÃ¶rde davon aus, dass Art. 2 Ziff. 3 PKV das erforderliche Mass an Betroffenheit nur im Bereich einer Lockerung des Zonenbezugs, nicht jedoch hinsichtlich des Fahrzeugbezugs anerkennt. Diese Praxis wurde vom Verwaltungsgericht mehrmals bestÃ¤tigt (vgl. RB 1998 Nr. 63). </p> <p class="Urteilstext">Die Parkkartenvorschriften werden zudem durch zwei Prinzipien geprÃ¤gt, welche auch der BeschwerdefÃ¼hrer grundsÃ¤tzlich anerkennt. Aus dem Ziel des Parkkartensystems, wonach die stÃ¤dtische BevÃ¶lkerung vor LÃ¤rm und Luftverschmutzung geschÃ¼tzt werden soll (Art. 1 Ziff. 1 PKV), ergibt sich das Einkartenprinzip. Danach wird fÃ¼r jeden leichten Motorwagen grundsÃ¤tzlich nur eine Parkkarte fÃ¼r einen einzigen Berechtigten erteilt, nÃ¤mlich den Privaten am Wohnsitz (Art. 2 Ziff. 1 PKV), dem GeschÃ¤ftsbetrieb an seinem Sitz (Art. 2 Ziff. 2 PKV) oder dem gleichermassen Betroffenen (Art. 2 Ziff. 3 PKV). Dem PraktikabilitÃ¤tsprinzip liegt der Gedanke zugrunde, dass die Berechtigung durch die BewilligungsbehÃ¶rde leicht zu Ã¼berprÃ¼fen sein muss.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Unbestritten ist, dass der BeschwerdefÃ¼hrer, indem er als Wochenaufenthalter an der L-Strasse in der Stadt ZÃ¼rich lebt, insofern als gleichermassen Betroffener im Sinne von Art. 2 Ziff. 3 PKV gilt, als er einen genÃ¼genden Bezug zur Zone 01, fÃ¼r welche er um eine Parkkarte ersucht, aufweist. Zu prÃ¼fen ist jedoch, ob der BeschwerdefÃ¼hrer auch einen genÃ¼genden Bezug zum Fahrzeug darlegen kann. Wie in obenstehender ErwÃ¤gung 4.1 ausgefÃ¼hrt wurde, lockert Art. 2 Ziff. 3 PKV die Betroffenheit nur hinsichtlich des Bezugs zur Zone, nicht jedoch hinsichtlich des Bezugs zum Fahrzeug. Gelten fÃ¼r Anwohner und Wochenaufenthalter die gleichen Kriterien fÃ¼r den Fahrzeugbezug, so ist dieser bei Wochenaufenthaltern anhand einer sinngemÃ¤ssen Anwendung von Art. 2 Ziff. 1 PKV zu beurteilen. Strittig ist dabei, in welcher Weise der Gesuchsteller seinen genÃ¼genden Bezug zum Fahrzeug nachzuweisen hat. Art. 2 Ziff. 1 PKV verlangt von Anwohnern, dass das Fahrzeug auf deren Namen und Adresse eingetragen ist. Der BeschwerdefÃ¼hrer geht in Anwendung der grammatikalischen Auslegung davon aus, dass ein Eintrag als Lenker ausreiche, wÃ¤hrend das Statthalteramt und die Beschwerdegegnerin einen Eintrag als Halter fÃ¼r zwingend erachten. Der Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers kann nicht beigetreten werden. Einzig weil der Stadtrat in Ziff. 1 und Ziff. 2 von Art. 2 PKV zwei unterschiedliche WÃ¶rter fÃ¼r den Eintrag gewÃ¤hlt hat, lÃ¤sst sich nicht mit Bestimmtheit feststellen, dass damit auch Verschiedenes gemeint ist. Insbesondere lÃ¤sst sich durch die grammatikalische Auslegung in keiner Weise belegen, dass sich ein Eintrag als Lenker als genÃ¼gend im Sinne von Art. 2 Ziff. 1 PKV erweist. </p> <p class="Urteilstext">Damit fÃ¼hrt die grammatikalische Auslegung vorliegend nicht zu einem schlÃ¼ssigen Ergebnis. Art. 2 Ziff. 1 PKV ist deshalb nach dem Zweck der Parkkartenvorschriften auszulegen. Dabei sind das Einkartenprinzip sowie das PraktikabilitÃ¤tsprinzip als grundlegende, von der Rechtsprechung anerkannte Prinzipien heranzuziehen. WÃ¼rde man, so wie der BeschwerdefÃ¼hrer Art. 2 Ziff. 1 PKV versteht, einem Privaten fÃ¼r ein GeschÃ¤ftsfahrzeug eine Parkkarte erteilen, wenn er als Lenker eingetragen ist, so bestÃ¼nde dann eine WahlmÃ¶glichkeit fÃ¼r ein und dasselbe Fahrzeug, wenn auch der GeschÃ¤ftsbetrieb in ZÃ¼rich ansÃ¤ssig wÃ¤re. Einerseits wÃ¤re der private Lenker nach Art. 2 Ziff. 1 PKV zum Bezug einer Parkkarte berechtigt, anderseits gemÃ¤ss Art. 2 Ziff. 2 PKV auch der als Halter eingetragene GeschÃ¤ftsbetrieb. WÃ¤ren beispielsweise genug ParkmÃ¶glichkeiten am Ort der GeschÃ¤ftsniederlassung vorhanden, so wÃ¼rde eine Parkkarte fÃ¼r den Wohnsitz bzw. den Wochenaufenthaltsort des Angestellten beantragt. Umgekehrt wÃ¼rde eine Parkkarte am Ort der GeschÃ¤ftsniederlassung gelÃ¶st, wenn der Angestellte eine private ParkmÃ¶glichkeit hÃ¤tte. Wie der Stadtrat in seinem Beschluss vom 15. MÃ¤rz 2006 zu Recht ausfÃ¼hrt, sind die Parkkartenvorschriften so angelegt, dass fÃ¼r ein einziges Fahrzeug nie eine WahlmÃ¶glichkeit entstehen kann. Nur auf diese Weise kann das den Parkvorschriften inhÃ¤rente Ziel, unerwÃ¼nschte Pendlerfahrten zu vermeiden, erreicht werden. Der BeschwerdefÃ¼hrer will hingegen den Einzelfall betrachten und zumindest in FÃ¤llen, in welchen das GeschÃ¤ft nicht in der Stadt ZÃ¼rich niedergelassen ist, den Lenkereintrag fÃ¼r die Berechtigung gemÃ¤ss Art. 2 Ziff. 1 PKV genÃ¼gen lassen. Dieser Auffassung ist zu entgegnen, dass der in Art. 2 Ziff. 1 geforderte Eintrag schon alleine aus GrÃ¼nden der Rechtssicherheit und des Gebots rechtsgleicher Behandlung einheitlich auszulegen ist. Da bereits eine hypothetische WahlmÃ¶glichkeit das Einkartenprinzip verletzt, genÃ¼gt der Lenkereintrag nicht als Nachweis des genÃ¼genden Bezugs des Ansprechers zum Fahrzeug.</p> <p class="Urteilstext">Ist eine juristische Person als Halter eines Fahrzeuges immatrikuliert, so kann ein Privater beim Strassenverkehrsamt voraussetzungslos einen Lenkereintrag erwirken. Insofern genÃ¼gt der Lenkereintrag auch deshalb fÃ¼r den Nachweis des genÃ¼genden Bezugs des Privaten zum Fahrzeug nicht, vielmehr mÃ¼sste die BehÃ¶rde in jedem Einzelfall die Grundlage der vom Haltereintrag abweichenden Gebrauchsberechtigung, im vorliegenden Fall beispielsweise den Arbeitsvertrag, auf ihre GÃ¼ltigkeit Ã¼berprÃ¼fen. Dies wÃ¼rde angesichts der Vielzahl der denkbaren FÃ¤lle zu einem unzumutbaren Aufwand fÃ¼r die BewilligungsbehÃ¶rde fÃ¼hren und wÃ¼rde dem PraktikabilitÃ¤tsprinzip widersprechen. Der LÃ¶sungsansatz des BeschwerdefÃ¼hrers erweist sich dabei als untauglich. Bei Anwendung der von ihm vorgeschlagenen PrÃ¼fkriterien (E. 3.2), kann der genÃ¼gende Fahrzeugbezug nicht mit Sicherheit festgestellt werden. Beispielsweise kÃ¶nnten andere Personen einen stÃ¤rkeren Fahrzeugbezug aufweisen und der Gesuchsteller nur deshalb im Fahrzeugausweis als Lenker eingetragen sein, damit er in der betreffenden Zone eine Parkkarte erlangen kann.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¼rde Art. 2 Ziff. 1 PKV so ausgelegt, dass fÃ¼r den Berechtigungsnachweis ein Eintrag als Lenker genÃ¼gt, wÃ¤ren demnach sowohl das Einkarten- als auch das PraktikabilitÃ¤tsprinzip verletzt. Es scheint deshalb richtig zu sein, trotz der unterschiedlichen Wortwahl in Ziff. 1 und Ziff. 2 von Art. 2 PKV daran festzuhalten, dass nur Private, die als Halter eines Fahrzeuges immatrikuliert sind, fÃ¼r dieses eine Parkkarte erlangen kÃ¶nnen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Schliesslich rÃ¼gt der BeschwerdefÃ¼hrer eine Verletzung des Gebots der rechtsgleichen Behandlung. Er wendet einerseits ein, dass ihm FÃ¤lle bekannt seien, in denen Lenkern von GeschÃ¤ftsfahrzeugen eine Parkkarte erteilt worden sei, obwohl der GeschÃ¤ftsbetrieb seine Niederlassung in der Stadt oder dem Kanton ZÃ¼rich habe. Andererseits betrachtet er das Gebot der rechtsgleichen Behandlung auch deshalb als verletzt, weil er als Lenker eines Firmenfahrzeugs eines im Kanton ZÃ¼rich niedergelassenen GeschÃ¤fts keine Parkkarte erhalte, wÃ¤hrend Lenker von Firmenfahrzeugen von GeschÃ¤ften, die ihre Niederlassung ausserhalb des Kantons ZÃ¼rich haben, eine Parkkarte erhielten. </p> <p class="Urteilstext">Die Einwendungen des BeschwerdefÃ¼hrers vermÃ¶gen nicht durchzudringen. Der Vorwurf, dass in gleichgelagerten FÃ¤llen Fahrzeuglenkern eine Parkierungsbewilligung erteilt worden sei, erscheint als reine Behauptung, fÃ¼r welche der BeschwerdefÃ¼hrer keine Anhaltspunkte anfÃ¼hrt. Selbst wenn jedoch in EinzelfÃ¤llen tatsÃ¤chlich anders entschieden worden wÃ¤re, hÃ¤tte der BeschwerdefÃ¼hrer nicht ohne Weiteres einen Anspruch auf eine Parkkarte, sondern es mÃ¼sste zunÃ¤chst Ã¼berprÃ¼ft werden, ob er sich mit Erfolg auf eine Gleichbehandlung im Unrecht berufen kÃ¶nnte. Was die angebliche Ungleichbehandlung mit Lenkern von Firmenfahrzeugen ausserkantonaler GeschÃ¤ften betrifft, ist darauf hinzuweisen, dass diese, wie das Polizeidepartement in seiner Vernehmlassung vom 18. Mai 2006 zum Rekurs des BeschwerdefÃ¼hrers ausfÃ¼hrt, lediglich eine Parkkarte erhalten, wenn im Fahrzeugausweis eine Fahrzeugstandortadresse in der Stadt ZÃ¼rich angegeben ist. Da gemÃ¤ss Art. 22 Strassenverkehrsgesetz vom 19. Dezember 1958 (SVG) fÃ¼r die Fahrzeugimmatrikulation der Standortkanton zustÃ¤ndig ist, sind diese Fahrzeuge von Bundesrechts wegen zwingend in ZÃ¼rich immatrikuliert und erhalten ein ZH-Kontrollschild. Eine Verletzung des Einkartenprinzips liegt in solchen FÃ¤llen nicht vor, da diese Fahrzeuge nur noch einen minimen Bezug zum Kanton aufweisen, in welchem sich die entsprechende GeschÃ¤ftsniederlassung befindet. Insofern bestehen erhebliche Unterschiede zu Fahrzeugen von im Kanton ZÃ¼rich domizilierten GeschÃ¤ften, weshalb keine Ungleichbehandlung vorliegt.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">DemgemÃ¤ss beruht die von den stÃ¤dtischen BehÃ¶rden ausgesprochene Verweigerung einer Parkkarte auf einer korrekten Auslegung der Parkkartenvorschriften, weshalb der sie schÃ¼tzende Rekursentscheid sich als rechtmÃ¤ssig erweist. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen. AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Urteilstext">4. Mitteilung an â¦</p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>