B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i ch t T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T ri b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-4218/2025 U r t e i l v o m 1 8 . J u n i 2 0 2 5 Besetzung Einzelrichterin Contessina Theis, mit Zustimmung von Richterin Regina Derrer; Gerichtsschreiberin Martina von Wattenwyl. Parteien A._______, geboren am (…), Afghanistan, (…), Beschwerdeführer, gegen Staatssekretariat für Migration (SEM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (sicherer Drittstaat - Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG); Verfügung des SEM vom 4. Juni 2025. D-4218/2025 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a Der Beschwerdeführer ersuchte am 16. April 202 5 um Asyl in der Schweiz. A.b Mit Vollmacht vom 23. April 2025 zeigte die dem Beschwerdeführer zugewiesene Rechtsvertretung des Bundesasylzentrums (BAZ) der Re- gion (…) ihr Mandat an. A.c Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank der Zent- raleinheit Eurodac vom 22. April 2025 ergab, dass der Beschwerdeführer am 20. Februar 2025 in Griechenland um Asyl ersucht und ihn die griechi- schen Behörden am 5. März 2025 als Flüchtling anerkannt hatten. In den Akten befinden sich ein griechischer Reiseausweis und eine griechi- sche Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers sowie Kopien seiner afghanischen Identitätskarte und sechs afghanische r Reisepässe seiner Kernfamilie sowie weiterer Unterlagen und Dokumente betreffend seine Tätigkeit in Afghanistan und diverse Arztberichte. B. Am 24. April 2025 fand die Personalienaufnahme (PA) statt. C. Am 25. April 2025 ersuchte das SEM die griechischen Behörden gestützt auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und des Rats vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Verfahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal anwesender Drittstaatsangehöriger und auf das Abkommen zwischen der Schweiz und der Hellenischen Re- publik über die Rückübernahme von Personen mit irregulärem Aufenthalt vom 28. August 2006 (SR 0.142.113.729) um die Rückübernahme des Be- schwerdeführers. D. D.a Am 5. Mai 2025 fand das persönliche Gespräch und das rechtliche Ge- hör zum Nichteintreten und zur Rückführung in einen sicheren Drittstaat gemäss Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG statt. Dabei wurden dem Beschwerde- führer Fragen zu seiner Ausreise aus Afghanistan sowie zum Aufenthalt in Griechenland gestellt und ihm das rechtliche Gehör zum medizinischen Sachverhalt gewährt. D-4218/2025 Seite 3 D.b Der Beschwerdeführer gab dabei zu Protokoll, dass ihm am 5. März 2025 in Griechenland internationaler Schutz gewährt worden sei und er ungefähr Mitte April 2025 auf dem Luftweg von Griechenland in die Schweiz eingereist sei. Zur beabsichtigten Wegweisung nach Griechen- land erklärte er, dass sein Zielland von Beginn an die Schweiz gewesen sei und er Griechenland lediglich habe passieren wollen. Sein Leben sei in Griechenland in Gefahr, weil auch dort seine Opponenten und Feinde le- ben würden, vor welchen er aus Afghanistan geflohen sei. Diese seien ein- flussreich und würden andere Menschen – auch mit Zuhilfenahme von Waffen – bedrohen. Die Paschtunen würden in Griechenland kriminelle Tä- tigkeiten ausüben und die Taliban hätten dort eine Vertretung eröffnet, um ethnische Gruppen zu verfolgen. Er sei von Kollegen, die nach Frankreich geflüchtet seien, vor diesen Machenschaften gewarnt worden. Der Infor- mationsaustausch der Paschtunen in Griechenland sei sehr hoch und er als bekannte Persönlichkeit könne in ganz Griechenland gefunden werden. Zur medizinischen Versorgung führt e er aus, dass diese auf der Insel B._______, wo er gelebt habe, schlecht gewesen sei. Er habe lediglich in den letzten Wochen seines dortigen Aufenthalts psychiatrische Betreuung und (…) gegen seine (…) und (…) erhalten. Für seine ernsthaften (…) habe er hingegen keine Behandlung erhalten. Die allgemeine sowie die medizi- nische Versorgung in Griechenland seien sehr schlecht. Er habe mit ande- ren Personen in einem Zelt, in welchem es Insekten und Mäuse gehabt habe, schlafen müssen. Nach dem Erhalt seiner Aufenthaltspapiere habe man ihn aufgefordert, das Flüchtlingslager zu verlassen. Auch einen Fami- liennachzug habe er nicht beantragen können. Zurzeit befinde er sich be- treffend seine physischen und psychischen Probleme in Behandlung. E. E.a Am 5. Mai 2025 wurde dem Beschwerdeführer ergänzend in schriftli- cher Form das rechtliche Gehör zu einer Überstellung nach Griechenland, insbesondere zu den Auswirkungen seines politischen Engagements in Af- ghanistan auf seine Situation in Griechenland, gewährt. Mit Eingabe vom 13. Mai 2025 nahm der Beschwerdeführer Stellung und führte aus, dass er in Afghanistan unter anderem ein Volksvertreter in exe- kutiver Funktion und ein wichtiger Teil der Partei der Nationalen Bewegung gewesen sei; diese hätten gegen die Taliban gekämpft. Er sei auch (…) gewesen, habe sich zahlreiche Feinde gemacht und sei mittels einer schwarzen Liste von den Taliban gesucht worden. D-4218/2025 Seite 4 F. Am 21. Mai 202 5 stimmten die griechischen Behörden der Rücküber- nahme des Beschwerdeführers zu. G. Am 27. Mai 2025 erkundigte sich das SEM bei der zuständigen Stelle (ORS Service AG) über den medizinischen Sachverhalt des Beschwerdeführers. H. Am 3. Juni 2025 nahm die Recht svertretung Stellung zum Entscheident- wurf der Vorinstanz vom 2. Juni 2025. I. Mit Verfügung vom 4. Juni 202 5 (gleichentags eröffnet ) trat die Vor - instanz im Sinne von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, wies ihn aus der Schweiz weg und forderte ihn auf, die Schweiz bis am Tag nach Eintritt der Rechtskraft der Verfügung zu verlassen, ansonsten er in Haft genommen und unter Zwang nach Grie- chenland zurückgeführt werden könne. Weiter wurde der Kanton C._______ mit dem Vollzug der Wegweisung beauftragt und es wurden ihm die editionspflichtigen Akten ausgehändigt. J. Ebenfalls am 4. Juni 2025 informierte die Rechtsvertretung das SEM dar- über, dass der Beschwerdeführer freiwillig nach Griechenland zurückkeh- ren wolle, und legte ihr Mandat nieder. K. Der Beschwerdeführer focht die vorinstanzliche Verfügung mit Beschwerde vom 11. Juni 2025 (Datum Poststempel) beim Bundesverwaltungsgericht an und beantragte darin, dass die Verfügung vom 4. Juni 2025 aufzuheben, auf sein Asylgesuch einzutreten und das Asylverfahren in der Schweiz durchzuführen sowie die Unzulässigkeit respektive die Unzumutbarkeit der Wegweisung nach Griechenland festzustellen sei. Eventualiter sei die an- gefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zwecks weiterer Abklä- rungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Im Beschwerdetext wurde so- dann der Subeventualantrag gestellt, es seien bei den griechischen Behör- den individuelle Garantien einzuholen, dass ihm in Griechenland umge- hend Obdach, Nahrung sowie eine nahtlose, adäquate und regelmässige medizinische Behandlung zukomme. In prozessualer Hinsicht ersuchte er ferner darum, d er B eschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu D-4218/2025 Seite 5 gewähren, der Vollzug sei zu sistieren und die Vorinstanz sowie die Voll- zugsbehörden seien anzuweisen, mittels vorsorglicher Massnahmen bis zum Entscheid über die Beschwerde von jeglichen Vollzugshandlungen abzusehen. Ferner ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Rechts- pflege inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 VGG (SR 173.32) ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG). Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und d em BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 1.2 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdefüh- rung legitimiert (Art. 48 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist – unter Vorbehalt der nachstehenden Erwägung – einzu- treten (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 1.3 Der Beschwerde kommt von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zu und die Vorinstanz hat diese nicht entzogen (Art. 55 VwVG). Auf das Gesuch um Erteilung der aufschie benden Wirkung und um vorsorgliche Vollzugsaussetzung wird daher mangels Rechtsschutzinteresses nicht ein- getreten. 2. Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus- länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die Vor- instanz ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen (Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Beschwerde- instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2012/4 E. 2.2 m.w.H.). Bezüglich der Frage d er Wegweisung und des Wegweisungsvollzugs hat die Vorinstanz eine materielle Prüfung vorgenommen, weshalb dem Bun- desverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt. D-4218/2025 Seite 6 3. Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei- ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste- hend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Auf einen Schriften- wechsel wurde gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG verzichtet. 4. 4.1 In der Beschwerde wird die Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes und der Begründungspflicht gerügt. Formelle Rügen sind vorab zu beurtei- len, da sie allenfalls geeignet sind, eine Kassation der vorinstanzlichen Ver- fügung zu bewirken (vgl. BVGE 2013/34 E. 4.2). 4.2 Die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts in Verletzung der behördlichen Untersuchungspflicht bildet einen Beschwerdegrund (Art. 12 VwVG i.V.m. Art. 106 Abs. 1 Bst. b AsylG). Unrichtig ist die Sachverhaltsdarstellung, wenn der Verfügung ein falscher und aktenwidriger Sachverhalt zugrunde gelegt wird oder Beweise falsch gewürdigt worden sind; unvollständig ist sie, wenn nicht alle für den Ent- scheid rechtswesentlichen Sachumstände berücksichtigt werden (vgl. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechts- pflege des Bundes, 3. Aufl., 2013, Rz. 1043). 4.3 Die Begründungspflicht, welche sich aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 VwVG ergibt, verlangt, dass die Behörde ihren Ent- scheid so begründet, dass die betroffene Person ihn gegebenenfalls sach- gerecht anfechten kann und sich sowohl sie als auch die Rechtsmitte- linstanz über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können (vgl. BVGE 2007/30 E. 5.6). Dabei kann sich die verfügende Behörde au f die wesentlichen Gesichtspunkte beschränken, hat jedoch wenigstens die Überlegungen kurz anzuführen, von denen sie sich leiten liess und auf wel- che sie ihren Entscheid stützt (vgl. BVGE 2008/47 E. 3.2). Nicht erforder- lich jedoch ist, dass sich die Begrün dung mit allen Parteipunkten einläss- lich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich wider- legt (vgl. BGE 136 I 184 E. 2.2.1). 4.4 Der Beschwerdeführer monierte, die Vorinstanz habe es unterlassen, seine konkrete Situation vor Ort in Griechenland rechtsgenüglich zu analy- sieren und seine Ausführungen hierzu angemessen zu würdigen. Ein all- gemeiner Verweis auf die Qualifikation srichtlinie von Griechenland als D-4218/2025 Seite 7 sicheren Drittstaat genüge nicht. Es wäre die Pflicht der Vorinstanz gewe- sen, eine detaillierte Analyse der Situation vor Ort vorzunehmen und diese anschliessend für den Einzelfall konkret zu würdigen. Auch sei den frauen- spezifischen Fluchtgründen unzureichend Rechnung getragen worden. 4.5 Entgegen der Argumentation des Beschwerdeführers hat sich die Vor- instanz – soweit es ihr anhand seiner verallgemeinernden Schilderungen möglich war – mit der ihn betreffenden Situation in Griechenland auseinan- dergesetzt und hinreichend begründet, dass keine konkreten Hinweise oder Nachweise dafür vorliegen würden, dass ihm die griechischen Behör- den oder NGOs vorsätzlich die ihm zustehenden Rechte aus der Qualifika- tionsrichtlinie verweigern würden, nachdem er Griechenland bereits rund fünf Wochen nach der Gewährung des Schutzstatus verla ssen hat und seine Rechte innerhalb dieser kurzen Aufenthaltsdauer kaum hätte geltend machen können. Sodann hat die Vorinstanz zurecht auf die die Qualifikati- onsrichtlinie verwiesen, an die auch der griechische Staat und die Behör- den rechtlich gebunden sin d (vgl. SEM-Akte A36/12 S. 7-8). Aus der Be- schwerdeschrift geht ferner nicht hervor, welche weiteren Abklärungen die Vorinstanz in seinem Fall noch hätte unternehmen müssen. Schliesslich erschliesst sich dem Gericht nicht, inwiefern die Vorinstanz den frauenspe- zifischen Fluchtgründen hätte Rechnung tragen müssen, zumal es sich beim Beschwerdeführer nicht um eine Frau handelt und er auch keine ge- schlechtsspezifischen Gründe vorgebracht hat, welche eine entspre- chende Abklärung erfordert hätten. 4.6 Das Gericht kommt zum Schluss, dass sich die formellen Rügen als unbegründet erweisen. Eine Rückweisung an die Vorinstanz ist demen- sprechend nicht angezeigt. 5. 5.1 In der Stellungnahme zum Entscheidentwurf wurde ausgeführt, dass der Beschwerdeführer nicht nach Griechenland zurückkehren könne, da er bei einer allfälligen Rückkehr dorthin in eine existentielle Notlage geraten würde. Er habe bereits vergeblich bei verschiedenen Hilfsorganisationen um Hilfestellung ersucht. Auch vertraue er dem griechischen Staat nicht und gehe nicht von dessen Schutzwilligkeit in seinem Fall aus. Zudem sei die medizinische Versorgung in Griechenland nicht gleichwertig zu derje- nigen der Schweiz; als er sich dort beim medizinischen Personal wegen seiner (…) beklagt habe, sei er ausgelacht worden und habe nur Schmerz- mittel erhalten. Überdies sei noch ein Arzttermin an der Universitären Psy- chiatrischen Klinik UPK D._______ ausstehend. Dieser müsse abgewartet D-4218/2025 Seite 8 werden, um den medizinischen Sachverhalt h inreichend erstellen zu kön- nen. Er habe sich auch mehrmals konkret suizidal geäussert. Eine Ver- schlechterung seines Gesundheitszustandes sei zu erwarten. 5.2 Die Vorinstanz begründete ihren Nichteintretensentscheid im Wesent- lichen damit, dass gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG auf Asylgesuche nicht einzutreten sei, wenn Asylsuchende in einen vom Bundesrat bezeich- neten sicheren Drittstaat – wie Griechenland einer sei – zurückkehren könnten, in dem sie sich zuvor aufgehalten hätten. Der Beschwerdeführer sei in Griechenland als Flüchtling anerkannt worden und die griechischen Behörden hätten seiner Rückübernahme zugestimmt. Es gebe zwar Anzei- chen dafür, dass er die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG erfülle, da ihm Griechenland jedoch bereits Schutz gewährt habe, könne er dorthin zurückkehren, ohne ein Rückschiebung in Verletzung des Non-Re- foulement-Gebots zu befürchten. In dem ihm gewährten rechtlichen Gehör habe er keine Tatsachen oder Beweismittel dargelegt, welche eine Ände- rung dieser Einschätzung bewirken könnten. Es sei darauf hinzuweisen, dass sich Personen mit Schutzstatus in Griechenland auf die Garantien in der Richtlinie 2011/95/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Dezember 2011 (Qualifikationsrichtlinie) berufen könnten un d ihnen dieselben Rechte wie griechischen Staatsangehörigen , insbeson- dere Zugang zur Fürsorge, zu Sozialleistungen, zum Justizsystem und zum Arbeitsmarkt zustünden. Diese müssten direkt bei den zuständigen Behör- den eingefordert werden. Er habe keine konkreten Hinweise oder Belege dafür erbracht, dass ihm in Griechenland diese Rechte verweigert worden seien und er in eine existenzielle Notlage geraten würde . Andernfalls stünde ihm der Rechtsweg offen, um die ihm zustehenden Rechte aus der Qualifikationsrichtlinie durchzusetzen. Bezüglich seiner vorgebrachten Probleme mit Drittpersonen , sei darauf hinzuweisen, dass Griechenland ein Rechtsstaat mit funktionierendem Justiz- und Polizeisystem sei. Bei all- fälligen Problemen könne er sich an die entsprechenden Stellen wenden. Auch die medizinische Grundversorgung in Griechenland sei gewährleis- tet. Auf das Abwarten eines Arzttermins zur Erstellung des medizinischen Sachverhaltes könne in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden, da dem Beschwerdeführer die Diagnose seiner psychischen Erkrankung bereits aus der Behandlung mit Medikation in Griechenland bekannt sei und er zudem auf die ihm verschriebenen Antidepressiva anspreche. Fer- ner stünden gemäss Rechtsprechung auch gesundheitliche Beeinträchti- gungen im Sinne von mittelgradigen depressiven Episoden einer Wegwei- sung nach Griechenland nicht entgegen. D-4218/2025 Seite 9 5.3 Der Beschwerdeführer entgegnete in seiner Beschwerde , dass sein Leben in Griechenland in Gefahr sei, weil er davon ausgehe, dass ihm auf- grund der Überlastung des griechischen Asylsystems der nötige Personen- schutz nicht gewährt werde. Er sei eine bekannte Persönlichkeit in Afgha- nistan gewesen, habe sich in exekutiver Funktion für d ie Partei der Natio- nalen Bewegung gegen die Taliban eingesetzt und sei auch als (…) tätig gewesen. Er habe erfahren, dass der Informationsaustausch zwischen den Afghanen sehr hoch sei und die Taliban in Griechenland eine Vertretung zur gezielten Verfolgung ethnischer Gruppen eröffnet hätten. Er sei psy- chisch und physisch stark angeschlagen und auf medizinische Behandlung angewiesen, die in Griechenland jedoch nicht hinreichend gewährleistet sei. In Griechenland sei er von denselben Missständen und demselben dysfunktionalen System betroffen, wie im Asylverfahren, eine Wegweisung sei unzulässig und unzumutbar. Aufgrund hoher Arbeitslosigkeit habe er auch keine Perspektive, eine dauerhafte Arbeitsstelle zu finden und seine Grundbedürfnisse nach Nahrung und Unterkunft zu befriedigen , dies, ob- wohl er über Monate hinweg versucht habe, sich eine eigene Lebensgrund- lage aufzubauen. Auch habe er nie gesundheitliche Versorgung erhalten. Trotz zahlreicher Unterstützungsersuchen habe er keine Hilfe von den an- gefragten NGOs erhalten. Durch seine psychische Belastung und die feh- lende medizinische Versorgung drohe ihm bei einer Rückkehr eine exis- tenzielle Notlage. Er habe weder Zugang zu staatlichen Leistungen, noch die Möglichkeit, seine diesbezüglichen Ansprüche durchzusetzen. Auf- grund der in Griechenland herrschenden Zustände drohe ihm die Verelen- dung. Andere europäische Staaten schätzten die Situation in Griechenland für Asylsuchende als so gravierend ein, dass insbesondere Deutschland meist vom Selbsteintrittsrecht Gebrauch mache. Gemäss internationaler Rechtsprechung sei die Situation von Personen mit Schutzstatus in Grie- chenland als prekär zu bezeichnen, es sei auf sein Asylgesuch einzutreten. Andernfalls seien aufgrund seiner Vulnerabilität individuelle Garantien bei den griechischen Behörden einzuholen, dass er bei seiner Rückkehr um- gehend Nahrung, Unterkunft und medizinische Versorgung erhalte. 6. 6.1 Gemäss Art. 31 a Abs. 1 Bst. a AsylG wird auf ein Asylgesuch in der Regel nicht eingetreten, wenn die asylsuchende Person in einen nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG als sicher bezeichneten Drittstaat zurückkehren kann, in welchem sie sich vorher aufgehalten hat. 6.2 Der Bundesrat bezeichnet Staaten, in denen n ach seinen Feststellun- gen effektiver Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG D-4218/2025 Seite 10 besteht, als sichere Drittstaaten (Art. 6 a Abs. 2 Bst. b AsylG). Durch den Beschluss des Bundesrats vom 14. Dezember 2007 wurden sämtliche Län- der der EU und EFTA als sichere Drittstaaten bezeichnet. 6.3 Die Vorinstanz kam in der angefochtenen Verfügung richtigerweise zum Schluss, dass es sich bei Griechenland – als Mitglied der EU – um einen sicheren Drittstaat (im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG) handelt, und legte in ihrer Verfügung zutreffend dar, weshalb sie nicht auf das Asyl- gesuch des Beschwerdeführers eingetreten ist (vgl. SEM-Akte A36/12). Sodann geht aus den Akten hervor, dass de r Beschwerdeführer von den griechischen Behörden am 5. März 2025 als Flüchtling anerkannt worden war, er sich dort aufgehalten hat sowie über einen griechischen , bis zum 29. März 2030 gültigen Reisepass und über eine bis zum 4. März 2028 gültige griechische Aufenthaltsbewilligung verfügt. Schliesslich stimmten die griechischen Behörden am 21. Mai 2025 seiner Rückübernahme expli- zit zu (vgl. SEM-Akten ID-1/2-2/1; A27/1). 6.4 Vor diesem Hintergrund kommt das Gericht zum Schluss, dass die Vo- raussetzungen für einen Nichteintretensentscheid im Sinne von Art. 31 a Abs. 1 Bst. a AsylG erfüllt sind. Die Vorinstanz ist zu Recht nicht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers eingetreten. 7. 7.1 Tritt das SEM auf ein Asylgesuch nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berück- sichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 AsylG). 7.2 Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän- derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei- lung einer so lchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 8. 8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG, [SR 142.20]). Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, D-4218/2025 Seite 11 wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 8.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz (insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom- mens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30], Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand- lung oder Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 der Konvention vom 4. Novem- ber 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten [EMRK, SR 0.101]) einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 8.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer sodann unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunfts- staat aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Ge- fährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vor- läufige Aufnahme zu gewähren. 8.4 Das Bundesverwaltungsgericht hat sich in seinem Referenzurteil E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 einlässlich mit der Situation in Griechenland auseinandergesetzt und an seiner bisherigen Rechtspre- chung festgehalten, wonach der Vollzug der Wegweisung nach Griechen- land für Personen, die dort einen Schutzstatus erhalten haben, grundsätz- lich zulässig ist. Das Gericht geht nicht von einer Situation aus, in der jeder Person mit Schutzstatus in Griechenland eine unangemessene und ernied- rigende Behandlung im Sinne einer Verletzung von Art. 3 EMRK drohe n würde. Trotz existierender Schwachstellen kann nicht von einem dysfunk- tionalen Aufnahmesystem gesprochen werden. Gewisse Angebote existie- ren in Griechenland, die auch für Schutzberechtigte offenstehen, wenn auch die Kapazitäten kaum ausreichend sein dürften und diese bisher vor allem von internationalen Akteuren in Zusammenarbeit mit der lokalen Zi- vilgesellschaft erbracht und finanziert wurden. Es ist unbestritten, dass die Lebensbedingungen in Griechenland schwierig sind; dennoch ist im heuti- gen Zeitpunkt nicht von einem real risk auszugehen, dass der Beschwer- deführer bei einer Rückkehr nach Griechenland einer menschenrechtswid- rigen Behandlung ausgesetzt wäre (bestätigt etwa in den Urteilen des BVGer D-3492/2025 vom 28. Mai 2025; E-8181/2024 vom 8. Januar 2025 D-4218/2025 Seite 12 E. 9.8). Daran ändert auch der Verweis auf die deutsche Rechtsprechung und die zitierte Rechtsprechung des Gerichtshofes der EU (EuGH) nichts. 8.5 8.5.1 Gestützt auf Art. 83 Abs. 5 AIG besteht ferner die Vermutung, dass eine Wegweisung in einen EU- oder EFTA-Staat in der Regel zumutbar ist (vgl. Referenzurteil E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 E. 11.3 bestätigt etwa in den Urteilen des BVGer D-3492/2025 vom 28. Mai 2025; E-8181/2024 vom 8. Januar 2025 E. 9.8). Die Legalvermutung der Zumut- barkeit des Vollzugs der Wegweisung gilt bezüglich Griechenland grund- sätzlich auch für vulnerable Personen, wie zum Beispiel Personen, die an gesundheitlichen Problemen leiden, die nicht als schwerwiegende Erkran- kung einzustufen sind (vgl. a.a.O E. 11.5.1). 8.5.2 Es obliegt der betroffenen Person, diese Legalvermutungen umzu- stossen. Dazu hat sie ernsthafte Anhaltpunkte dafür vorzubringen, dass die Behörden im konkreten Fall das Völkerrecht verletzen, ihr nicht den not- wendigen Schutz gewähren oder sie menschenunwürdigen Lebensum- ständen aussetzen respektive, dass sie im Fall einer Rückkehr nach Grie- chenland dort aufgrund von individuellen Umständen sozialer, wirtschaftli- cher oder gesundheitlicher Art in eine existenzielle Notlage geraten würde (vgl. Referenzurteil E -3427/2021, E -3431/2021 vom 28. März 2022 E. 11.4). 8.6 8.6.1 Der Beschwerdeführer wurde am 5. März 2025 in Griechenland als Flüchtling anerkannt. Den Akten zufolge haben die griechischen Behörden seiner Rückübername zugestimmt und auch festgehalten, dass seine grie- chische Aufenthaltsbewilligung bis zum 4. März 2028 gültig ist (vgl. SEM- Akte A27/1). Sodann sind auch keine Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass für den Beschwerdeführer persönlich ein real risk bestehen würde, bei ei- ner Rückkehr nach Griechenland dort einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt zu werden. Es ist un- bestritten, dass die Lebensbedingungen in Griechenland schwierig sind. Dennoch ist es ihm zuzumuten, sich an die griechischen Behörden zu wen- den und die notwendige Hilfe allenfalls auch auf dem Rechtsweg einzufor- dern. Er hat nicht vorgebracht, dass ihm die ihm zustehende Hilfe in Grie- chenland konkret verweigert worden wäre. 8.6.2 Damit bestehen keine Hinweise dafür, dass der Vollzug der Wegwei- sung des Beschwerdeführ ers den völkerrechtlichen Verpflichtungen der D-4218/2025 Seite 13 Schweiz entgegenstünde, zumal nach dem Gesagten davon auszugehen ist, dass Griechenland als sicherer Drittstaat Schutz vor Refoulement ge- währt und auch in Bezug auf Art. 3 EMRK seinen Verpflichtungen nach- kommt. Eine Wegweisung nach Griechenland erweist sich als zulässig. 8.7 8.7.1 Obwohl die Lebensbedingungen in Griechenland für den Beschwer- deführer als anerkannter Flüchtling nicht einfach sein dürften, liegen ange- sichts seiner äusserst kurzen Aufenthaltsdauer von insgesamt knapp zwei Monaten keine Hinweise für die Annahme vor, dass er bei einer Rückkehr nach Griechenland in eine existenzielle Notlage geraten würde. Er hat auch nicht mit konkreten Beispielen aufgezeigt, dass er sich bisher um die ihm zustehenden Rechte oder Leistungen, die ihm aus der Qualifikationsricht- linie zustehen, bemüht hätte oder diese ihm verwehrt worden wären. Viel- mehr war es ihm möglich, sich an die zuständigen Stellen zu wenden, um innert kürzester Zeit einen Reisepass zu erhalten. Bei Bedarf wird es dem Beschwerdeführer, eigenen Angaben zufolge ein gelernter (…), möglich sein, Hilfe bei den griechischen Behörden und vor Ort tätigen verschiede- nen nationalen sowie internationalen Nichtregierungsorganisationen zu er- halten, um seine ihm zustehenden Rechte durchzusetzen , oder bei den zuständigen Behörden um Schutz vor allfälligen Übergriffen durch Dritte zu ersuchen (vgl. Referenzurteil E -3427/2021, E -3431/2021 vom 28. März 2022 E. 9.10, E. 11.5.3). 8.7.2 Den medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerde- führer nach einer (…)verletzung in Behandlung wegen einer (…)gelenk- fraktur ist und ihm Schmerzmittel und Ruhestellung sowie Hochlagerung des betroffenen (…) verschrieben wurden. Seine nicht lebensbedrohlichen (…) werden medikamentös behandelt. Eine Erstkonsultation bei der Aku- tambulanz der Universitären Psychiatrischen Kliniken UPK D._______ sei ausstehend, er werde jedoch gegen seine psychischen Probleme medika- mentös mit Antidepressiva behandelt. Zudem müsse er täglich den (…) und seine (…), den (…) und das (…) mittels (…) abklären lassen. Ausser- dem habe er dem SEM gegenüber unkonkrete suizidale Gedanken geäus- sert (vgl. SEM-Akten A23/2, A24/3, A25/2, A29/2, A30/1). Insgesamt er- scheinen seine gesundheitlichen Probleme nicht derart schwerwiegend, dass von einem Vollzug der Wegweisung abgesehen werden müsste. Die Medikamente gegen seine verschiedenen Beschwerden hat er (teilweise) bereits in Griechenland erhalten. Es wird ihm zuzumuten sein, nach seiner Rückkehr dort erneut um medizinische Hilfe zu ersuchen. Vor diesem Hin- tergrund kann festgestellt werden, dass er nicht zu den vulnerablen D-4218/2025 Seite 14 Personen gehört, die an schweren Krankheiten im Sinne des erwähnten Referenzurteils leiden, bei denen der Vollzug der Wegweisung nur bei Vor- liegen besonders günstiger Umstände zumutbar ist. Auch seine suizidalen Gedanken stellen gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung für sich al- lein kein Vollzugshindernis dar (vgl. etwa Urteil des BGer 2C_221/2020 vom 19. Juni 2020 E. 2). Seinem Gesundheitszustand – so insbesondere auch einer akuten suizidalen Gefährdung – ist im Rahmen der Vollzugs- modalitäten respektive der Transportfähigkeit Rechnung zu tragen und es sind nötigenfalls im Zeitpunkt des Vollzugs geeignete Massnahmen zu er- greifen (vgl. Art. 71b Abs. 1 Bst. c AIG). 8.7.3 Nach dem Gesagten ist es dem Beschwerdeführer unter Berücksich- tigung der aktuellen Rechtsprechung nicht gelungen, die gesetzliche Ver- mutung, der Wegweisungsvollzug nach Griechenland sei zumutbar, umzu- stossen (vgl. Referenzurteil E -3427/2021, E -3431/2021 vom 28. März 2022 E. 11.4 f.). 8.8 Der Wegweisungsvollzug erweist sich ebenfalls als möglich (Art. 83 Abs. 2 AIG), da sich Griechenland ausdrücklich zu einer Wiederaufnahme des Beschwerdeführers bereit erklärt hat (vgl. SEM-Akte A27/1). 8.9 Zusammenfassend kommt das Bund esverwaltungsgericht zum Schluss, dass die Vorinstanz den Vollzug der Wegweisung zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet hat. 9. Bezüglich seines Subeventualantrages ist festzuhalten, dass das Bundes- verwaltungsgericht in seiner Praxis davon ausgeht, dass die schweizeri- schen Behörden bei den griechischen Behörden in der Regel keine indivi- duellen Zusicherungen bezüglich des Zugangs zu adäquater Unterbrin- gung, Betreuung und medizinischer Versorgung eingeholt werden müssen (vgl. unter vielen die Urteile des BVGer D -3492/2025 vom 28. Mai 2025; E-8181/2024 vom 8. Januar 2025 E. 9.8). 10. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefocht ene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so- wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist somit abzuweisen, so- weit darauf einzutreten ist. D-4218/2025 Seite 15 11. 11.1 Die Beschwerde ist in Anbetracht der vorstehenden Erwägungen als aussichtslos zu qualifizieren. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltli- chen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG ist deshalb unge- achtet der geltend gemachten prozessualen Bedürftigkeit abzuweisen. Der Antrag auf den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses wird mit vorliegendem Urteil gegenstandslos. 11.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 750.– (Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-4218/2025 Seite 16 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wird abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige kantonale Behörde. Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: Contessina Theis Martina von Wattenwyl Versand: