<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00148</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106250&amp;W10_KEY=13013577&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00148</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 16.08.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Legitimation zur ideellen Verbandsbeschwerde bei einer Unterschutzstellung (E. 1). Keine Zulassung zur nachträglichen Anfechtung des Unterschutzstellungsbeschlusses aufgrund des Vertrauensschutzes (E. 3a). Fehlende Nichtigkeit der Verfügung zur Entlassung aus dem Schutzinventar. Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: IDEELLE VERBANDSBESCHWERDE">IDEELLE VERBANDSBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHTRÃGLICHE ANFECHTUNG">NACHTRÃGLICHE ANFECHTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NICHTIGKEIT">NICHTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZOBJEKT">SCHUTZOBJEKT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSCHUTZSTELLUNG">UNTERSCHUTZSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSSCHUTZ">VERTRAUENSSCHUTZ</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 204 Abs. II PBG</span><br/><span class="gerade">§ 238 Abs. II PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 309 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 338a Abs. II PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. Am 24. Oktober 2000 erteilte die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich dem Hochbauamt des Kantons ZÃ¼rich die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r den Neubau der Technischen Berufs­schule mit Hochhaus auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. AU6787 (alt Kat.Nrn. AU2401, AU2404,­ AU6610), Sihlquai 101/Ackerstrasse 70, in ZÃ¼rich 5. Der bewilligte Neubau setzt den Abbruch der Liegenschaft Sihlquai 101 (alt Kat.Nr. AU2404), des ehemaligen kantonalen Salzmagazins, voraus. Dieses hatte der Stadtrat mit Beschluss vom 19. Juni 1996 wie folgt unter Schutz gestellt (Dispositiv Ziff. 1):</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> "Das ehemalige kantonale Salzmagazin, Vers.-Nr. 1150, auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 2404, in Aussersihl-ZÃ¼rich, samt seiner Umgebung ist in dem unter Ziffer 2 aufgefÃ¼hrten Umfang (fast vollstÃ¤ndige GebÃ¤udehÃ¼lle, Tragkonstruktion, Raumaufteilung, BÃ¼roeinbau) ein Schutzobjekt im Sinne von § 203 Abs. 1 lit. c PBG (Planungs- und Baugesetz vom 7. September 1975) und wird dementsprechend gemÃ¤ss § 205 PBG unter Schutz gestellt mit folgenden EinschrÃ¤nkungen:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> a) Die Unterschutzstellung steht der Erteilung einer Baubewilligung fÃ¼r ein Berufsschulhaus auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 2404 nicht entgegen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> b) Bei der AusfÃ¼hrung des bewilligten Schulhausvorhabens darf das Schutzobjekt abgebrochen werden. Mit dem Abbruch erfolgt die Entlassung aus Schutz und Inventar."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In den ErwÃ¤gungen zu diesem Beschluss hatte sich der Stadtrat eingehend mit der Bedeutung des Schutzobjekts auseinandergesetzt. Trotz des hohen Interesses an seiner Erhaltung kam er abschliessend zum Schluss, dass das Ã¶ffentliche Interesse an der Errichtung eines Berufsschulhauses an diesem Ort Vorrang verdiene, weshalb die Unterschutzstellung entsprechend zu beschrÃ¤nken sei. Der Unterschutzstellungsbeschluss vom 19. Juni 1996 wurde ordnungsgemÃ¤ss publiziert und blieb unangefochten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen die Baubewilligung vom 24. Oktober 2000 gelangte die ZÃ¼rcherische Vereinigung fÃ¼r Heimatschutz (ZVH) am 30. November 2000 an die Baurekurskommis­sion I mit den HauptantrÃ¤gen, die Bau- und Abbruchbewilligung aufzuheben, das Salz­magazin als Schutzobjekt zu erhalten und fÃ¼r das geplante Berufsschulhaus ein LÃ¶sung zu wÃ¤hlen, bei welcher das Salzmagazin Bestand haben kÃ¶nne.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission wies das Rechtsmittel am 30. MÃ¤rz 2001 ab, im Wesent­lichen mit der BegrÃ¼ndung, der seinerzeitige Unterschutzstellungsbeschluss des Stadtrats, aus welchem die Resolutivbedingung der Unterschutzstellung klar hervorgehe und der jedenfalls nicht nichtig sei, sei formell rechtskrÃ¤ftig und die gegen diesen Beschluss erhobenen RÃ¼gen seien somit verspÃ¤tet. Auch die Voraussetzungen fÃ¼r einen Widerruf des Unterschutzstellungsbeschlusses bzw. der umstrittenen Bedingung seien nicht erfÃ¼llt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 4. Mai 2001 beantragte die ZVH dem Verwaltungsgericht die Aufhebung des Rekursentscheids und der Baubewilligung, die Erhaltung des Salzmaga­zins als Schutzobjekt, die Wahl eines Projekts, welches den Weiterbestand des Schutz­objekts ermÃ¶gliche, den Beizug eines Gutachtens der kantonalen Denkmalpflegekommission, die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins und eines zweiten Schriftenwechsels; eventuell sei die Demontage und der Wiederaufbau der Salzmagazinhalle an einem Ersatzstandort anzuordnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz am 22. Mai, die BaubewilligungsbehÃ¶rde und die Bauherrschaft am 5. Juni 2001 beantragten Abweisung der Beschwerde, letztere zudem die Zusprechung einer angemessenen ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Parteivorbringen im Einzelnen werden â soweit erforderlich â im Rahmen der nachfolgenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. </span>Laut § 338a Abs. 2 PBG sind gesamtkantonal tÃ¤tige Vereinigungen, die sich seit wenigstens zehn Jahren im Kanton statutengemÃ¤ss dem Natur‑ und Heimatschutz oder ver­wandten, rein ideellen Zielen widmen, zu Rekurs und Beschwerde berechtigt gegen An­ord­nungen und Erlasse, soweit sie sich auf den III. Titel oder § 238 Abs. 2 PBG stÃ¼tzen, so­wie gegen Bewilligungen fÃ¼r Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen. Nach der am 1. Sept­ember 1991 revidierten Fassung dieser Bestimmung sind die gleichen Organisa­tio­nen im weiteren befugt, Ã¼berkommunale GestaltungsplÃ¤ne ausserhalb der Bauzonen an­zu­fechten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Wie das Verwaltungsgericht im Entscheid RB 1990 Nr. 10 erkannt hat, verschafft die blosse Behauptung, ein nicht inventarisiertes Objekt sei dennoch schutzwÃ¼rdig, den Na­tur‑ und HeimatschutzverbÃ¤nden keinen Zugang zum Rekursverfahren. In RB 1990 Nr. 11 (= BEZ 1990 Nr. 11) hat das Gericht sodann festgehalten, dass § 338a Abs. 2 PBG nicht rein prozessual betrachtet werden dÃ¼rfe, wonach schon die Berufung auf eine Miss­ach­tung des III. Gesetzestitels bzw. von § 238 Abs. 2 PBG legitimationsbegrÃ¼ndend wÃ¤re. Denn so gesehen kÃ¶nnten diese VerbÃ¤nde praktisch gegen jede Anordnung rekurrieren, was der Absicht des Gesetzgebers (Protokoll des Kantonsrates 1983 ‑ 1987, S. 8132 f.) offen­sicht­lich zuwiderliefe. Die Verbandsbeschwerde komme nur dort zum Zug, wo die Be­hÃ¶r­de ihren Entscheid auf den III. Titel oder § 238 Abs. 2 PBG stÃ¼tze bzw. aufgrund eines In­ventareintrags darauf hÃ¤tte stÃ¼tzen sollen. In neueren Entscheiden hat das Gericht die Legitimation der VerbÃ¤nde aber auch in FÃ¤llen anerkannt, in denen das zustÃ¤ndige Gemeinwesen seiner Pflicht zur Inventarisierung nicht nachgekommen war und die SchutzwÃ¼rdigkeit als glaubhaft dargetan und wahrscheinlich erschien (RB 1997 Nr. 2; VGr, 22. August 1996, VB.96.00065). Legitimiert sind die VerbÃ¤nde des Natur- und Heimatschutzes insbesondere auch dann, wenn die Baubewilligung fÃ¼r einen Neubau den Abbruch eines inventarisierten GebÃ¤udes miteinschliesst (RB 1996 Nr. 13). Obwohl dies im vorliegenden Fall nicht zutrifft, sondern die Bewilligung fÃ¼r den Abbruch bereits mit der seinerzeitigen bedingten Unterschutzstellung erteilt worden ist, ist die Rekurskommission im Licht der neueren Rechtsprechung und angesichts der unbestrittenen SchutzwÃ¼rdigkeit des vom Abbruch bedrohten Salzlagers zu Recht auf den Rekurs der ZVH eingetreten und steht dieser auch die Legitimation zur Beschwerde zu.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Aufgrund der folgenden ErwÃ¤gungen erweist sich das Verfahren als spruchreif, weshalb auf einen zweiten Schriftenwechsel ebenso wie auf zusÃ¤tzliche Untersuchungshandlungen verzichtet werden kann.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Wie die Baurekurskommission I richtig erkannt hat, erhebt die BeschwerdefÃ¼hrerin keine RÃ¼ge gegen die Baubewilligung fÃ¼r den Neubau als solche, sondern macht geltend, dem Neubau stehe die Unterschutzstellung des ehemaligen Salzmagazins vom 19. Juni 1996 entgegen, die insofern klar fehlerhaft und damit nichtig sei, als sie nicht gelte fÃ¼r den Fall, dass auf diesem GrundstÃ¼ck ein Schulhausneubau errichtet werden solle, und fÃ¼r diesen Fall die Abbruchbewilligung samt Entlassung aus Schutz und Inventar erteilt worden sei.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) ZunÃ¤chst ist mit der Baurekurskommission I festzuhalten, dass aus dem Beschluss des Stadtrats vom 19. Juni 1996 mit hinreichender Klarheit hervorgeht, dass die Unterschutzstellung des ehemaligen Salzmagazins nicht gelten soll, wenn auf diesem Areal ein Berufsschulhaus erstellt werden sollte, und dass fÃ¼r diesen Fall der Abbruch bewilligt und das GebÃ¤ude aus dem Inventar entlassen sei. Es lÃ¤sst sich auch den ErwÃ¤gungen dieses Beschlusses nichts entnehmen, was der BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤tte Anlass zur Annahme bie­ten kÃ¶nnen, sie wÃ¼rde im Falle der Beanspruchung der Liegenschaft durch den Schulhausneubau die Frage der vollstÃ¤ndigen oder teilweisen Unterschutzstellung noch in einem spÃ¤­teren Verfahren aufwerfen kÃ¶nnen. Mit GrÃ¼nden des Vertrauensschutzes lÃ¤sst sich deshalb eine Zulassung der BeschwerdefÃ¼hrerin zur nachtrÃ¤glichen Anfechtung des Stadtratsbeschlus­ses vom 19. Juni 1996 nicht rechtfertigen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Der Inventareintrag des Salzmagazins wÃ¼rde der Baubewilligung dann im Wege stehen, wenn die seinerzeitige Entlassung nichtig und damit unbeachtlich wÃ¤re. In diesem Fall wÃ¤re zumindest vom Fortbestehen des Inventareintrags auszugehen und mÃ¼sste die ZulÃ¤ssigkeit der Entlassung neu geprÃ¼ft werden. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Voraussetzungen, unter denen nach Lehre und Rechtsprechung die Nichtigkeit einer VerfÃ¼gung anzunehmen ist, hat die Baurekurskommission I zutreffend dargelegt; darauf kann gemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 28 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 959 (VRG) verweisen werden. Diese Voraussetzungen sind nicht erfÃ¼llt. Der Stadtrat als zustÃ¤ndige BehÃ¶rde hat sich seinerzeit eingehend mit der SchutzwÃ¼rdigkeit des ehemaligen Salzmagazins befasst, jedoch das Ã¶ffentliche Interesse an einem Berufsschulhaus an diesem Standort hÃ¶her gewichtet als dasjenige an der Erhaltung des Schutzobjekts. Das ist eine durchaus vertretbare und auch im Licht von § 204 PBG Ã¼ber die sogenannte Selbstbindung des Gemeinwesens keine offensichtlich rechtswidrige WÃ¼rdigung, die auch dadurch nicht in Frage gestellt wird, dass im Rahmen des Wettbewerbs fÃ¼r das Berufsschulhaus ein Projekt eingereicht worden ist, das die Erhaltung des Salzmagazins erlaubt hÃ¤tte. Dass es der Stadtrat unterlassen hat zu prÃ¼fen, ob ein Abbruch und Wiederaufbau des Salzmagazin an einem andern Ort in Frage kÃ¤me, was gemÃ¤ss § 204 Abs. 2 PBG geboten gewesen wÃ¤re, hÃ¤tte sich im Rahmen des Anfechtungsverfahrens vorbringen lassen, ist aber kein besonders schwerer und leicht erkennbarer Mangel, der die VerfÃ¼gung als nichtig erscheinen lassen kÃ¶nnte. Sodann liegt keineswegs auf der Hand, dass das Planungs- und Baugesetz es ausschliesst, eine Unterschutzstellung mit einer Resolutivbedingung zu verknÃ¼pfen. Und schliesslich wÃ¼rden der Annahme der Nichtigkeit, selbst wenn die Ã¼brigen Voraussetzungen erfÃ¼llt wÃ¤ren, hier GrÃ¼nde des Vertrauensschutzes entgegenstehen, nachdem die Bauherrschaft im Vertrauen auf die Ãberbaubarkeit des GrundstÃ¼cks fÃ¼r ein neues Berufsschulhaus eine aufwÃ¤ndige Planung durchgefÃ¼hrt hat. Dass dabei auch ein Projekt eingereicht wurde, das die Erhaltung des Salzmagazins vorsieht, Ã¤ndert daran nichts; entscheidend ist, dass die Bauherrschaft aufgrund des Stadtratsbeschlusses vom 19. Juni 1996 die Erhaltung des Salzmagazins nicht zur Wettbewerbsbedingung machen musste. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Baurekurskommission I hat die BestÃ¤ndigkeit der Inventarentlassung auch unter dem Gesichtspunkt des Widerrufs geprÃ¼ft. Die Voraussetzungen hierzu sind gemÃ¤ss den zutreffenden AusfÃ¼hrungen der Baurekurskommission, auf die wiederum verwiesen werden kann, nicht erfÃ¼llt. Abgesehen davon kann man sich fragen, ob die Baurekurskommission diese Frage Ã¼berhaupt hat prÃ¼fen mÃ¼ssen, ohne dass die BeschwerdefÃ¼hrerin ein entsprechendes WiedererwÃ¤gungsgesuch an den fÃ¼r einen (teilweisen) Widerruf der VerfÃ¼gung vom 19. Juni 1996 in erster Linie zustÃ¤ndigen Stadtrat gestellt hat. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht unter Bezugnahme auf den Rekursentscheid geltend, eine mit dem Stadtratsbeschluss vom 19. Juni 1996 erteilte Abbruchbewilligung wÃ¤re gemÃ¤ss § 322 PBG nach 3 Jahren erloschen. Sie Ã¼bersieht damit, dass eine formelle Abbruchbewilligung nach der bedingten Inventarentlassung nicht notwendig war. Eine solche ist gemÃ¤ss § 309 Abs. 1 lit. c PBG nur erforderlich fÃ¼r den Abbruch von GebÃ¤uden in der Kernzone. Wird bei einem anderen GebÃ¤ude auf eine Unterschutzstellung verzichtet und das Schutzobjekt aus dem Inventar entlassen, so ist der Abbruch nach Eintritt der Rechtskraft einer solchen VerfÃ¼gung ohne weiteres zulÃ¤ssig; dass in der VerfÃ¼gung vom 19. Juni 1996 fÃ¼r den Fall des Schulhausneubaus der Abbruch gleichwohl ausdrÃ¼cklich bewilligt worden ist, Ã¤ndert daran nichts.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Die Frage, ob statt der vollstÃ¤ndigen Inventarentlassung die Demontage und der Wiederaufbau des Salzmagazins an einem Ersatzstandort hÃ¤tte angeordnet werden mÃ¼ssen, wÃ¤re wie erwÃ¤hnt im Rahmen des Stadtratsbeschlusses vom 19. Juni 1996 zu prÃ¼fen gewesen und einen entsprechenden Antrag hÃ¤tte die BeschwerdefÃ¼hrerin bei rechtzeitiger Anfechtung dieses Beschlusses stellen kÃ¶nnen. Jedenfalls bildet diese Frage nicht Gegenstand der angefochtenen Baubewilligung vom 24. Oktober 2000. Auf den entsprechenden Antrag der BeschwerdefÃ¼hrerin ist deshalb nicht einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Damit erweist sich die Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist, als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">1.<span> </span>Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.<br/> <br/> </p> <p class="Einzug2"><span>2.<span> </span></span>...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>