B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-1130/2011, A-1133/2011 U r t e i l v o m 5 . M ä r z 2 0 1 2 Besetzung Richter Christoph Bandli (Vorsitz), Richter Lorenz Kneubühler, Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot, Gerichtsschreiber Toni Steinmann. Parteien Integration Handicap, Rechtsdienst, Bürglistrasse 11, 8002 Zürich, Beschwerdeführerin 1, und Stiftung zur Förderung einer behindertengerechten bau- lichen Umwelt, c/o Schweizerische Fachstelle für Behindertengerechtes Bauen, Kernstrasse 57, 8004 Zürich, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Nadja Herz, Holbeinstrasse 34, Postfach 1109, 8034 Zürich, Beschwerdeführerin 2, gegen Schweizerische Bundesbahnen SBB, Division Personenverkehr, P-KS-VP, Wylerstrasse 123/125, 3000 Bern 65, vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. Hans Rudolf Trüeb und Rechtsanwältin lic. iur. Julia Bhend, Walder Wyss AG, Seefeldstrasse 123, Postfach 1236, 8034 Zürich, Beschwerdegegnerin, und Bundesamt für Verkehr BAV, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Pflichtenheft und Typenskizzen betreffend Fernverkehrs- Doppelstock-Triebzüge IR100, IR200 und IC200. A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 3 Sachverhalt: A. Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) unterbreiteten dem Bundes- amt für Verkehr (BAV) am 29. November 2010 das Pflichtenheft bzw. den Anforderungskatalog "Projekt Fernverkehr Doppelstockzüge" sowie die Typenskizzen (Stand: 26. November 2010 ) für die neu zu bauenden Fernverkehrs-Doppelstock-Triebzüge (FV-Dosto) IR100, IR200 und IC200 zur Genehmigung. Der Typenskizze zum IC200 läs st sich in Bezug auf die behindertengerechte Gestaltung insbesondere entnehmen, dass im Unterdeck des Speisewagens ein Rollstuhlbereich mit drei Stellplätzen sowie eine rollstuhlgängige Toilette geplant sind. Gemäss dem Pflichte n- heft (vgl. PAK Zeile Nr. 15 380) ist dieser Bereich u.a. so auszugestalten, "dass sowohl Per sonen im Rollstuhl sowie anderweitig Gehbehinderte mitsamt ihren Begleitpersonen (insgesamt mindestens 8 Personen) sich an Tischen verpflegen können. Die Gestaltung dieses Bereichs orientiert sich am Restaurantdesign, um eine gleichwertige Atmosphäre zu scha f- fen." B. Mit Verfügung vom 12. Januar 2011 genehmigte das BAV das eingereich- te Pflichtenheft unter mehreren Auflagen. Hinsichtlich der behindertenge- rechten Gestaltung der Fahrzeuge hat das BAV die Auflage Ziff. 2.6 in die Verfügung aufgenommen, wonach ihm für die Typenzulassung die U m- setzung der behindertengerechten Gestaltung schriftlich zu bestätigen und eine Differenzbetrachtung der Entscheidung 2008/164/EG der Ko m- mission vom 21. Dezember 2007 über die technische Spezifikation für die Interoperabilität bezüglich "eingeschränkt mobiler Personen" im konvent i- onellen transeuropäischen Eisenbahnsystem und im transeuropäischen Hochgeschwindigkeitsbahnsystem ( TSI-PRM, ABl. L 64/72) zur Verord- nung vom 23. November 1983 über Bau und Betrieb der Eisenbahnen (EBV, SR 742.141.1) und zur Verordnung des Eidgenössischen Departe- ments für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation ( UVEK) vom 22. Mai 2006 über die technischen Anforderungen an die behinderten ge- rechte Gestaltung des öffentlichen Verkehrs (VAböV, SR 151.342) vorz u- legen sei. A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 4 C. C.a Gegen diese Verfügung erhebt die Organisation Integration Handicap (Beschwerdeführerin 1) am 16. Februar 2011 Beschwerde beim Bunde s- verwaltungsgericht. Sie beantragt im Wesentlichen, die Auflage Ziff. 2.6 "Bedürfnisse behinderter Menschen" der Verfügung vom 12. Januar 2011 sei bezüglich der Lage, Dimensionierung und Detailgestaltung der Roll- stuhlbereiche und Rollstuhltoiletten um mehrere Punkte zu ergänzen bzw. zu konkretisieren (Anträge 1 und 2) und es seien in den eingereichten Ty- penskizzen entsprechende Änderungen vorzunehmen (Antrag 3). In fo r- meller Hinsicht hält sie fest, die Beschwerde habe aufschiebende Wi r- kung. Es sei den SBB zu untersagen, bis zur rechtsgültigen K lärung der strittigen Punkte Handlungen vorzunehmen oder vornehmen zu lassen, die eine präjudizierende Wirkung hätten bzw. die Frage der Verhältni s- mässigkeit einer Anordnung oder Auflage im Sin n der gestellten Anträge beeinflussten. Die Beschwerdeführerin 1 stösst sich u.a. an der Lage und der Ausgestal- tung des geplanten Rollstuhlbereichs im IC200. Die vorgesehene Kombi- nation des Rollstuhlbereichs mit der für Rollstuhlfahrer und Gehbehinde r- te zugänglichen Verpflegungszone im Unterdeck des Speisewagens führe zu unzulänglichen und unzumutbaren Verhältnissen. Insbesondere Pe r- sonen im Rollstuhl würden dadurch erhebliche und unnötige Einschrä n- kungen der Nutzungsmöglichkeiten und des Reisekomforts erfahren, z u- mal sie zwangsweise in einer Zone reisen müssten, in der auch gegessen würde. Zu dem entstehe eine unerwünschte "Behindertenzone" , die für andere Fahrgäste unattraktiv sei und zeitweise zu wenig Platz biete. Von einer Integration der Rollstuhlplätze in den allgemeinen Fahrgastbereich könne keine Rede sein. Sie schlage deshalb vor, den Rollstuhlbereich von der geplanten rollstuhlgängigen Verpflegungszone zu trennen und in einen dem Speisewagen benachbarten Wagen zu verlegen. C.b Mit Beschwerde vom gleichen Datum gelangt auch die Stiftung zur Förderung einer behindertengerechten baulichen Umwelt (Beschwerd e- führerin 2) an das Bundesverwaltungsgericht und beantragt – in weitge- hender Übereinstimmung mit den Anträgen der Beschwerdeführerin 1 – eine Ergänzung bzw. Konkretisierung der Auflage Ziff. 2.6 "Bedürfnisse behinderter Menschen" der Verfügung vom 12. Januar 2011 (Anträge 1 bis 3 ). Zusätzlich verlangt sie, der Speisewagen im Obergeschoss des A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 5 IC200 sei für Passagiere mit Mobilitätsbehinderungen durch einen Aufzug zugänglich zu machen (Antrag 4). Die Beschwerdeführerin 2 bemängelt aus den gleichen Gründen wie die Beschwerdeführerin 1 die Lage, Dimensionierung und Detailgestaltung der geplanten Rollstuhlbereiche und Rollstuhltoiletten . Darüber hinaus macht sie geltend, den Rollstuhlfahrenden und Gehbehinderten werde aus baulichen Gründen der Zugang zum Speisewagen im Obergeschoss des IC200 verwehrt. Damit liege eine Benachteiligung beim Zugang zu einem Fahrzeug des öffentlichen Verkehrs im Sinn von Art. 2 Abs. 3 des Behindertengleichstellungsgesetzes vom 13. Dezember 2002 (BehiG, SR 151.3) vor , deren Beseitigung bzw. Unterlassung verlangt werden könne (Art. 7 Abs. 2 BehiG). Die Machbarkeit des verlangten Aufzugs sei aus finanzieller, technischer und betrieblicher Sicht zu bejahen. Der für Mobilitätsbehinderte zu erw artende Nutzen eines Zugang s zum Speise- wagen überwiege die betrieblichen und wirtschaf tlichen Interessen der SBB bei W eitem. Die Erstellung eines Lifts sei gleichstellungsrechtlich und gemäss den einschlägigen Vorschriften ge boten und ohne w eiteres auch verhältnismässig. D. Mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Zwischenverfügung vom 5. April 2011 hat das Bundesverwaltungsgericht das Gesuch der B e- schwerdeführerin 1 um Erlass vorsorglicher Massnahmen abgewiesen und die von Amtes wegen geprüfte Frage des Entzugs der aufschieben- den Wirkung der Beschwerde verneint. Gleichzeitig wurden die beiden Beschwerdeverfahren A -1130/2011 und A -1133/2011 unter der G e- schäftsnummer des Ersteren vereinigt. E. Das BAV (Vorinstanz) hält in der Vernehmlassung vom 13. Mai 2011 ins- besondere fest, in der Verfügung vom 12. Januar 2011 seien das Pflic h- tenheft und die Typenskizzen nicht vorbehaltlos , sondern unter verschie- denen Auflagen genehmigt worden. Die Verfügung enthalte bezüglich der einzelnen Festlegungen im Anforderungskatalog und in den Typenskizzen keine expliziten Bewilligungen oder Beanstandungen . Jedoch könne mit Blick auf den Vertrauensschutz insoweit eine implizite Bewilligung ange- nommen werden, als eine endgültige Festlegungsabsicht erkennbar und A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 6 eine Überprüfung der Vorschriftskonformität aufgrund der Projektunterla- gen möglich gewesen sei. Dabei komme eine Überprüfung der Vorschriftskonformität nur für solche Punkte in Betracht, die in hinre i- chender Detaillierung in den Unterlagen dargestellt worden seien. Mit Blick a uf die Beschwerdeanträge beschränke sich der Gegenstand der Genehmigungsprüfung vorliegend auf die Anzahl Rollstuhlplätze, die L a- ge des Rollstuhlbereichs im IC200 , den Aufzug zum Speisewagen im Oberdeck sowie die Unterbringung der Technikschränke und des Bioreak- tors. Für alle übrigen Beschwerdeanträge fehle es an einem anfechtbaren Verfügungsgegenstand. Die Vorinstanz macht im Weiteren Ausführungen zu den einzelnen implizit bewilligten und streitigen Festlegungen. Bezüglich der Lage des Rol l- stuhlbereichs im IC200 legt sie u.a. dar, es gebe keine Vorschrift, die ver- langen wür de, dass die drei Rollstuhls tellplätze nicht im Unterdeck des Restaurantwagens angeordnet sein dürften. Zudem bestehe keine g e- setzliche Pflicht, sowohl eine rollstuhlgängige Verpflegungszone als auch Stellplätze für Rollstühle in einem anderen Wagen zu schaffen. Zu beach- ten sei überdies, dass die SBB beabsichtigen würden, die IC -Module nur in den Randstunden als eigenständigen Zug verkehren zu lassen. Zu den übrigen Betriebszeiten verkehre immer ein IC -Modul zusammen mit e i- nem IR-Modul, das nochmals über drei Rollstuhlplätze und eine rollstuh l- gängige Toilette verfüge. Bezüglich des von der Beschwerdeführerin 2 verlangten Personenaufzugs zum Sp eisewagen im Oberdeck führt die Vorinstanz aus, dass ein solcher Aufzug aus Sicherheitsgründen nur wäh- rend des Stillstands des Zuges benutzt werden könnte, was aber weder mit den Bedürfnissen der Rollstuhlfahre r noch mit der Gewährleistung e i- nes Fahrgastwechsels innert nützlicher Frist vereinbar wäre. Die Benu t- zung des Aufzugs an den Haltestellen würde nämlich während einer e r- heblichen Zeit den Fahrgastwechsel über die betroffene Treppe veru n- möglichen. Dementsprechend könne der Verzicht auf einen Aufzug ke i- nen Anlass zur Beanstandung geben. Als Ersatzlösung werde denjenigen Personen, denen der Zugang zum Speisewagen im Oberdeck verwehrt sei, das Restaurantangebot im Unterdeck gewährleistet. A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 7 F. In der Beschwerdeantwort vom 16. Mai 2011 beantragen die SBB (B e- schwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerden, soweit darauf ei n- zutreten sei. Sie machen im Wesentlichen geltend, die geplanten FV-Dosto würden die verfassungsmässigen und gesetzlichen Anforderungen erfüllen und eine Diskriminierung oder eine Benachteil igung behinderter Menschen liege nicht vor. Den Personen im Rollstuhl und den Gehbehinderten werde der autonome Zugang zu den Zügen und zum Verpflegungsbereich gewährt, was bisher in keinem einzigen Fernverkehrszug möglich gewesen sei. Daneben bestünden zahlreiche weitere Verbesserungen für die behinder- ten Reisenden im Vergleich zu den früheren Fernverkehrskompositionen (IC2000 und ICN), wie die Spaltüberbrückung zum Perron hin bei den Eingangstüren, die Visualisierung des WC-Status für sehbehinderte Men- schen, die Stellplätze für Rollstühle gemäss TSI -PRM (Grösse und Ge s- taltung), der Notruf im Universal -WC, das Bedienpanelkonzept für das WC gemäss den Vorgaben der Schweizerischen Fachstelle Behinderte und öffentlicher Verkehr (BöV) sowie die Leitfunktion für sehbehinderte Menschen im Durchgang des Oberdecks durch indirekte Beleuchtung. Diese und andere Änderungen würden die FV-Dosto zu den behinderten- freundlichsten Kompositionen machen, die je auf Schweizer Schienen un- terwegs gewesen seien. Ferner führt die B eschwerdegegnerin aus, es bestehe ke in gesetzlicher Anspruch auf die Trennung von Verpflegungsbereich und speziellem Rollstuhlbereich. Insgesamt seien fünf (IR100) bzw. neun (IR200 und IC200) Plätze für Rollstuhlfahrer vorgesehen. Da ein IC -Zug tagsüber in der Regel aus einem IC -Modul und einem IR -Modul bestehen werde, könne ein Rollstuhlfahrer, der keine Restau rantatmosphäre wünsche, im IR-Modul einen rollstuhlgängigen Bereich mit Universaltoilette finden. Z u- dem stehe in jedem Unterd eck der 2. Klasse sowie pro Zugsteil in je e i- nem Unterdeck der 1. Klasse ein Multifunktionsabteil zur Verfügung. In diesen Abteilen und in den Rollstuhlbereichen könne ein Rollstuhlfahrer mit mehreren Begleitpersonen reisen. Eine "Ghettoisierung" liege nicht vor. A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 8 Schliesslich m acht die Beschwerdegegnerin geltend, der Zugang zum Speisewagen werde den Rollstuhlfahrern und Gehbehinderten durch B e- dienung im Unterdeck ge währt. Der Einbau eines Lifts sei aus siche r- heitstechnischen, betrieblichen und technischen Gründen nicht möglich. G. Am 14. Juli 2011 teilten die Verfahrensbeteiligten dem Bundesverwa l- tungsgericht mit, dass sie im Rahmen aussergerichtlicher Vergleichsg e- spräche eine Einigung hinsichtlich verschiedener Beschwerdeanträge e r- zielt hätten und das Verfahren in diesen Punkten a ls gegenstandslos ab- geschrieben werden könne. Streitbetroffen seien nunmehr lediglich noch die Anträge betreffend die Verlegung des Rollstuhlbereichs im IC200 in einen dem Speisewagen benachbarten Wagen (Anträge 1.1 und 3.2 der Beschwerdeführerin 1 und Ant rag 1 der Beschwerdeführerin 2) und den Aufzug zum Oberdeck des Speisewagens (Antrag 4 der Beschwerdefü h- rerin 2). In diesen Punkten sei keine Einigung möglich, weshalb das Ver- fahren diesbezüglich weiterzuführen sei. H. H.a In der Stellungnahme vom 14. Juli 2 011 macht die Beschwerdeführe- rin 1 Ausführungen zu m ihrerseits einzig noch bestrittenen Punkt betref- fend die Verlegung des Rollstuhlbereichs im IC200 (Anträge 1.1 und 3.2). Sie ist der Auffassung, dass das Zusammenlegen des Rollstuhlbereichs und der rollst uhlgängigen Verpflegungszone einerseits das verfassung s- rechtliche Diskriminierungsverbot und andererseits auch das gesetzliche Benachteiligungsverbot gemäss dem BehiG verletze. Vorliegend gehe es nicht um die Frage, ob eine Person im Rollstuhl Zugang zum F ahrzeug habe oder nicht, sondern um die Frage, welche Qualität der Dienstlei s- tung (vorliegend das Reisen) einer Person im Rollstuhl gerechterweise (im Vergleich mit anderen Fahrgästen) angeboten werden müsse. Weil sich die technischen Bestimmungen dazu nic ht äussern, bestehe eine Lücke, die im Lichte des verfassungsrechtlichen Diskriminierungsverbots und des BehiG zu füllen sei. In diesem Zusammenhang seien z.B. auch die vom BAV im Jahre 2003 ge nehmigten " Funktionalen Anforderungs- profile für einen Behindertengerechten Verkehr" (FAP) oder die " bisher üblichen Stan dards" heranzuziehen. Wenn die Integration der Rollstuh l- plätze in den allgemeinen Fahrgastbereich in allen Fahrzeugen der B e- schwerdegegnerin seit 1980 befriedigend gelöst worden sei, müsse d ies A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 9 faktisch durchaus relevant sein, zumal vorliegend genau diese fehlende Integration ein wesentlicher Streitpunkt bilde. Der eigentliche Rollstuhlbe- reich würde durch die Kombination mit der Verpflegungszone massiv und in unzumutbarer Weise verschlechtert ; ein Rollstuhlfahrer h ätte quasi zwangsweise im Speisebereich zu reisen. Der Verweis auf die weiteren Rollstuhlplätze in den Multifunktionsabteilen sei nicht stichhaltig, weil di e- se eine stark reduzierte Qualität hätten (kein Zugang zur Toilette, kürzerer Sitzabstand, keine Railbar). Zudem sei keineswegs gesichert, dass ein IC-Modul mit einem IR-Modul gekoppelt und deshalb ein alternativer Roll- stuhlbereich bestehe n werde . Die Beschwerdegegnerin schränke diese Möglichkeit auf "tagsüber" sowie "in der Regel" ein und die Einsatzdoktrin könne sich jederzeit ändern. Die Wahlmöglichkeiten für Personen im Rollstuhl würden durch den geplanten Rollstuhlbereich stark einge- schränkt. So stünde die Option " Reisen, aber nicht im Bist ro" Personen mit grossem Rollstuhl ode r mit Zugmotor und jenen, die eine Toilette b e- nützen wollen, faktisch nicht offen. Eine solche Einschränkung werde sonst keinem Fahrgast zugemutet. Somit sei klar von einer unzulässigen Benachteiligung zu sprechen, die ohne weiteres behoben werden könne. Die sich aufdrängende Verlegung des Rollstuhlbereichs in den benac h- barten Wagen sei durchaus verhältnismässig und müsse weder ins G e- wicht fallende Mehrkosten noch Verzögerungen verursachen. Bei g e- schicktem Layout könne ein allfälliger Sitzplatzverlust minim al gehalten werden (maximal vier bis fünf Sitze). Zudem sei die Verlegung sowohl technisch als auch zulassungsrechtlich problemlos möglich. H.b Die Beschwerdeführerin 2 beschränkt sich in ihrer Stellungnahme vom 15. Juli 2011 auf Ausführungen zu den noch s treitigen Anträgen 1 und 4 (Verlegung des Rollstuhlbereichs im IC200 in einen dem Speis e- wagen benachbarten Wagen; Aufzug zum Oberdeck des Speisewagens). Sie betont, dass die geplante Zusammenlegung des Rollstuhlbereichs und der Verpflegungszone sowie die v orgesehene Separation von den übrigen Reisenden eine Benachteiligung im Sinn des BehiG darstelle und das verfassungsrechtliche Diskriminierungsverbot verletze. Es gehe en t- gegen der Behauptung der Beschwerdegegnerin nicht um die Gelten d- machung eines Anspruc hs auf eine bestimmte Gestaltung des Fah r- zeugs, sondern um die Kernfrage der Einhaltung des Diskriminierungs - und Benachteiligungsverbots. A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 10 Im Weiteren macht die Beschwerdeführerin geltend, dass der Speisew a- gen im Oberdeck als öffentlich zugänglicher Berei ch eines Fahrzeugs für Menschen mit einer Behinderung grundsätzlich zugänglich sein müsse. Mit dem Zugang zur Verpflegungszone im Unterdeck werde die verlangte Zugänglichkeit zum Speisewagen – selbst wenn die in Aussicht gestellte Bedienung durch das Perso nal des Speisewagens funktionieren sollte – nicht rechtsgenüglich hergestellt. Der fehlende Zugang zum Speisewagen im Oberdeck stelle eine Benachteiligung im Sinn des BehiG dar, deren Unterlassung verlangt werden könne, sofern dies mit einer verhältni s- mässigen Massnahme möglich sei. Entgegen der Auffassung der B e- schwerdegegnerin sei der Einbau eines Lifts aus sicherheitstechnischen, betrieblichen und technischen Gründen möglich. Bereits in den vor 20 Jahren in Betrieb genommenen und heute verkehrenden Doppe l- stockzügen bestehe ein Aufzug für Materialtransporte, der für einen Stan- dardrollstuhl Platz biete. Da die Technik in der Zwischenzeit wesentliche Fortschritte gemacht habe, sei der Einbau eines Lifts, der auch dem Pe r- sonentransport diene, technisch ohne w eiteres machbar. Dass dabei g e- wisse betriebliche Herausforderungen zu bewältigen seien, stehe dem nicht entgegen. Wenn es aus Sicherheitsgründen erforderlich sein sollte, die Benützung des Aufzugs auf die Haltezeiten in den Bahnhöfen zu b e- schränken, sei di es nicht entscheidend , weil während der Fahrt in der Regel ohnehin kein Anlass bestehe, den Speisewagen zu verlassen. Auch die geschätzten Kosten für einen Au fzug von Fr. 100'000. -- bis Fr. 150'000.-- seien im Vergleich zu den Gesamtkosten von rund 35 Mio. Franken für eine Langkomposition mit Restaurant durchaus verhältni s- mässig. Insgesamt sei das Interesse der Behinderten an der Benutzung des Speisewagens insbesondere mit Blick auf die soziale Integration e r- heblich. Dieses Interesse überwiege die betrieblichen und wirtschaftlichen Interessen der Beschwerdegegnerin bei W eitem, weshalb der Einbau e i- nes Personenaufzugs verhältnismässig sei. I. In ihrer Stellungnahme vom 8. September 2011 hält die Beschwerdege g- nerin am Antrag auf Abweisung der Beschwerden fest. Sie bekräftigt, dass der geplante Rollstuhlbereich im Unterdeck des Spe i- sewagens nicht zu einer Ausgrenzung oder Herabsetzung der Behinde r- ten führe und somit auch nicht diskriminierend sei. Aus dem Diskrimini e-A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 11 rungsverbot ergebe sich kein gerichtlich durchs etzbarer Anspruch auf Herstellung absoluter und unterschiedsloser Gleichheit. Im Weiteren liege auch keine Benachteiligung im Sinn des BehiG vor. Ein Rollstuhlfahrer habe Zugang zu sämtlichen Wagen und es stünden ihm neun Sitzplätze im IC200 und die gleiche Anzahl im gekoppelten IR200 zur Verfügung. Er könne wählen, ob er in einem Wagen mit oder ohne Restaurantatm o- sphäre und Verpflegungsmöglichkeit reisen möchte. Selbst wenn eine sachlich ungerechtfertigte Schlechterstellung vorliegen würde, wäre die verlangte Trennung des Rollstuhlbereichs von der Verpflegungszone nicht verhältnismässig. Die Verlegung des Rollstuhlbereichs würde einerseits zu Mehrkosten und andererseits zu einem Verlust von Sitzplätzen und damit von Kapazität führen. Der Verlust von neun Plätzen pro IC200 führe bei der bestellten Flotte von 20 Fahrzeugen zu einem Verlust von 180 Plätzen. Dies ergebe – bei einer Fahrleistung von 1'200 km pro Komposition und Tag – einen Verlust von 216'000 Personenkilometern pro Tag oder 78'840'000 Personenkilometern pro Jahr. Zudem würde die Modifikation im Design und Engineering die Inbetriebnahme der Wagen um acht bis zwölf Monate verzögern und die Kosten der Anpassungen würden sich auf rund 10 Mio. Franken belaufen. Angesichts dieser Nachteile stehe der ger inge Nutzen für die Rollstuhlfahrer in einem kra s- sen Missverhältnis, weshalb die Verlegung unverhältnismässig wäre. Im Weiteren führt die Beschwerdegegnerin aus, dass der autonome Z u- gang zum Speisewagen den Mobilitätsbehinderten durch Bedienung im Unterdeck ermöglicht werde. Es bestünden zulassungsrechtliche, siche r- heitstechnische, betriebliche und wirtschaftliche Gründe für den Verzicht auf einen Personenaufzug. Der für wenige Mobilitätsbehinderte zu erwar- tende geringe Nutzen stehe offensichtlich in einem Missverhältnis zu den negativen Folgen eines Lifteinbaus. J. Auf weitergehende Vorbringen und die sich bei den Akten befindlichen Dokumente wird – soweit entscheidwesentlich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 12 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, S R 172.021). Das BAV ge- hört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine Ausnahme, was das Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben (Art. 32 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zur Beurteilung der v orliegenden Beschwerde zuständig. Das Verfahren richtet sich gemäss Art. 37 VGG nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt. 2. Die im Rahmen aussergerichtlicher Vergleichsgespräche erzielte Ein i- gung hinsichtlich verschiedener Beschwerdeanträge (Be schwerdeführe- rin 1: Anträge 1.2 bis 1.11, 2 und 3.1; Beschwerdeführerin 2: Anträge 2.1 bis 2.10 und 3.1 bis 3.4) haben die Parteien dem Bundesverwaltungsg e- richt zur Kenntnis gebracht, weshalb das Verfahren insoweit ohne weit e- res als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist ( ANDRÉ MO- SER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bu n- desverwaltungsgericht, Basel 2008, Rz. 3.219). Es erübrigt sich deshalb zu prüfen, ob auf diese Beschwerdeanträge überhaupt einzutreten gew e- sen wäre. Zu prüfen bleibt hingegen, ob auf die zwei weiterhin streitigen Beschwer- deanträge betreffend die Verlegung des Rollstuhlbereichs im IC200 in e i- nen dem Speisewagen benachbarten Wagen (Anträge 1.1 und 3.2 der Beschwerdeführerin 1 und Antrag 1 der Beschwerdeführerin 2) und d en Aufzug zum Oberdeck des Speisewagens (Antrag 4 der Beschwerdefü h- rerin 2) einzutreten ist. 3. 3.1 Nach Art. 48 Abs. 2 VwVG sind jene Personen, Organisationen und Behörden beschwerdelegitimiert, denen ein Bundesgesetz dieses Recht einräumt. Behindertenorgan isationen, die mit eigener Rechtspersönlich- keit ausgestattet sind, sich seit mindestens zehn Jahren nach ihrem st a-A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 13 tutarischen Zweck hauptsächlich für die besonderen Belange der Behi n- derten einsetzen, von gesamtschweizerischer Bedeutung sind sowie im Anhang 1 der Behindertengl eichstellungsverordnung vom 19. November 2003 (BehiV, SR 151.31) aufgeführt werden, steht insbesondere in einem bundesrechtlichen Zulassungs- oder Prüfungsverfahren von Fahrzeugen nach Art. 18w des Eisenbahngesetzes vom 20. Dezem ber 195 7 (EBG, SR 742.101) ein Beschwerderecht zu (Art. 9 Abs. 1, 2 und 3 Bst. c Ziff. 2 BehiG und Art. 5 Abs. 1 BehiV). 3.2 Mit der angefochtenen Verfügung hat die Vorinstanz die vor Baub e- ginn eines Eisenbahnfahrzeugs einzureichenden Unterlagen (Pflichte n- heft und Typenskizze) genehmigt und dabei geprüft, ob die Vorschriften der EBV und ihrer Ausführungsbestimmungen eingehalten sind (Art. 6a EBV i.V.m. Art. 6 Ziff. 3.2 der Ausführungsbestimmungen vom 15. Dezember 1983 zur EBV [AB -EBV, SR 742.141.11], A usgabe vom 1. Juli 2010). Diese Genehmigung stellt den ersten Verfahrens schritt zur Zulassung eines Eisenbahnfahrzeugs dar; der zweite Schritt bildet die Typenzulassung bzw. die Betriebsbewilligung, mit welcher die Vorinstanz bestätigt, dass das Fahrzeug technisch-betrieblich soweit geprüft ist, dass dessen Verwendung für einen bestimmten Zweck unter bestimmten B e- dingungen möglich und – soweit erforderlich – die Interoperabilität g e- währleistet ist (Ziff. 2.1, 2.2, 2.3, 3f und 3g der Richtlinie "Zulassung E i- senbahnfahrzeuge" der Vorinstanz vom 1. April 2002). Die Genehmigung des Pflichtenhefts und der Typenskizze gehört als Schritt auf dem Weg zur Zulassung eines Eisenbahnfahrzeugs zum Verfahren nach Art. 18w EBG, in welchem den Behindertenorganisationen ein Beschwerder echt zusteht (Art. 9 Abs. 3 Bst. c Ziff. 2 BehiG). Da zudem beide Beschwerde- führerinnen im Verzeichnis der nach BehiG beschwerde - und klageb e- rechtigten Behindertenorganisationen aufgeführt sind (Anhang 1 Ziff. 6 und 12 BehiV) und unbestrittenermassen sämtliche Legitimationsvoraus- setzungen nach Art. 9 Abs. 1 BehiG und Art. 5 Abs. 1 BehiV erfüllen, sind sie vorliegend zur Beschwerdeerhebung befugt. 4. 4.1 Im Verfahren der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege gilt als Streitgegenstand das Rechtsverhältnis, das Gegenstand der angefochte- nen Verfügung bildet, in dem Umfang, in dem es im Streit liegt. B e- schwerdebegehren, die neue, in der angefochtenen Verfügung nicht g e-A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 14 regelte Fragen aufwerfen , sind unzulässig. In einem Rechtsmittelverfah- ren kann der Streitgegenstand grundsätzlich nur eingeschränkt , jedoch nicht ausgeweitet werden (BGE 131 II 200 E. 3.2; MOSER/BEUSCH/KNEU- BÜHLER, a.a.O., Rz. 2.8). Was Streitgegenstand ist, bestimmt sich nach dem angefochtenen Entscheid und den P arteibegehren (BGE 133 I I 35 E. 2). 4.2 Im Rahmen der Genehmigung des Pflichtenhefts und der Typenskizze hat die Bewilligungsbehörde zu klären , ob die massgebenden gesetzl i- chen Vorschriften eingehalten werden (Art. 6a EBV). Der Prüfungsumfang bestimmt sich dabei nach dem Detaillierungsgrad der Unterlagen. Soweit im Pflichten heft und der Typenskizze konkrete und verbindliche Festl e- gungen enthalten sind, hat sie die Vorinstanz auf ihre Vorschriftskonformi- tät hin zu überprüfen und darüber zu entscheiden. Dies soll der Gesuc h- stellerin dazu dienen, bereits vor der Entwicklung bzw. H erstellung eines neuen Fahrzeugs Gewissheit darüber zu erlangen, dass dieses nach Ein- schätzung der Bewilligungsbehörde in den geprüften Punkten rechtsko n- form und damit zulassungsfähig ist. Weitere Elemente, zu denen den Un- terlagen keine konkreten und verbindlichen Aussagen entnommen we r- den können und die damit Gegenstand der Detail planung sein sollen, bil- den hingegen nicht Gegenstand des Genehmigungsverfahrens. 4.3 Hinsichtlich der noch streitbetroffenen Beschwerdeanträge (Verlegung des Rollstuhlbereichs im IC200 bzw. Aufzug zum Oberdeck des Speis e- wagens) enthalten das Pflichtenheft und die Typenskizzen konkrete und verbindliche Festlegungen. Diese wurden von der Vorinstanz, wie sie in ihrer Vernehmlassung vom 13. Mai 2011 bestätigt hat, auf die Vorschriftskonformität hin überprüft und (implizit) genehmigt. Sie bildeten somit Gegenstand der Verfügung und gehören – weil sie von den B e- schwerdeführerinnen beanstandet werden – auch zum Streitgegenstand. 5. 5.1 Die an gefochtene Genehmigung des Pflichtenhefts und der Type n- skizzen ist als Zwischenverfügung zu qualifizieren, weil sie nur einen Schritt auf dem Weg zur Fahrzeugzulassung darstellt ( MO- SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.41 ff.). Sie ist deshalb – abgese- hen von einer hier nicht interessierenden Ausnahme – nur selbständig an- fechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 15 kann (Art. 46 Abs. 1 Bst. a VwVG). Ein solcher Nachteil muss nicht recht- licher, sondern kann auch tatsächlicher Natur s ein (Urteil des Bunde s- verwaltungsgerichts A-2160/2010 vom 3. Januar 2011 E. 2.2.3 mit Hi n- weisen; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.45 ff.; MARTIN KAY- SER, in : Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren VwVG, Zürich/St. Gallen 2008, Rz. 10 ff. zu Art. 46). 5.2 Soweit die Vorinstanz die Unterlagen aufgrund eines hinreichenden Detailierungsgrads überprüfen und genehmigen konnte, kommt der ange- fochtenen Verfügung Verbindlichkeit zu. Die Genehmigungsverfügung präjudiziert einerseits das weitere Zulassungsverfahren und bildet and e- rerseits Grundlage für die mit beträchtlichen Investitionen verbundene weitere Projektierung und Fahrzeugherstellung. Entsprechend den übe r- einstimmenden Ausführungen der Verfahrensbeteiligt en sprechen vorli e- gend sowohl wirtschaftliche und prozessökonomische Interessen als auch das Gebot der Rechtssicherheit dafür, eine sofortige Überprüfbarkeit der Zwischenverfügung zuzulassen (vgl. FELIX UHLMANN/SIMONE WÄLLE- BÄR, Praxiskommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfa h- ren VwVG, in: Waldmann/Weissenberger, Rz. 7 zu Art. 46). 6. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte n Beschwerden (Art. 50 und 52 VwVG) ist demnach einzutreten , soweit das Verfahren nicht als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist (vgl. E. 2 hiervor). 7. Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit uneing e- schränkter Kognition. Es überprüft die angefochtene Verfügung auf Ve r- letzungen von Bundesrecht – einschliesslich unrichtiger oder unvollstä n- diger Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Überschre i- tung oder Missbrauch des Ermessens – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG). Der Vorinstanz steht jedoch im Sinn eines eigentlichen "technischen Ermessens" ein gewisser Entscheidungsspielraum zu, s o- weit es um die Beurteilung von Spezialfragen geht, in denen sie über ein besonderes Fachwissen verfügt (BGE 135 II 296 E. 4.4.3, 133 II 35 E. 3, 131 II 680 E. 2.3.2, je mit Hinweisen; ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜL-A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 16 LER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Ver waltungsrecht, 6. Auflage, Z ü- rich/St. Gallen 2010, Rz. 460 f. und 473 f., mit Hinweisen). 8. In materieller Hinsicht beschränkt sich die nachfolgende Prüfung auf zwei Streitpunkte entsprechend den beiden noch verbliebenen Anträgen (vgl. E. 2 hiervor) . Dabei wird – nachdem die massgebenden gesetzlichen Grundlagen dargelegt worden sind (vgl. E. 8.1 ff. hiernach) – zunächst auf die beantragte Verlegung des Rollstuhlbereichs im IC200 (vgl. E. 9 hiernach) und danach auf den beantragten Personenaufzug zum Ober- deck des Speisewagens (vgl. E. 10 hiernach) einzugehen sein. 8.1 Nach Art. 8 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Ei d- genossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) darf niemand diskrim i- niert werden, namentlich nicht wegen einer Behinderung. Das Diskrimi- nierungsverbot verbietet dem Staat (und allenfalls im Rahmen von Art. 35 BV anderen Trägern staatlicher Aufgaben), Menschen wegen ihrer B e- hinderung gegenüber anderen Personen in vergleichbarer Situation quali- fiziert ungleich zu behandeln, indem an das Merkmal der Behinderung ei- ne Benachteiligung geknüpft wird, die als Herabwürdigung oder Ausgre n- zung zu verstehen ist . Es enthält aber keinen individualrechtlichen, g e- richtlich durchsetzbaren Anspruch auf Herstellung faktischer Gleichheit (vgl. BGE 134 II 249 E. 3.1, 134 I 105 mit Hinweisen). In Art. 8 Abs. 4 BV wird das Diskriminierungsverbot von Art. 8 Abs. 2 BV in Bezug auf Menschen mit einer Behinderung ergänzt. Die Bundesve r- fassung erteilt mit dieser Bestimmung den Gesetzgebern von Bund und Kantonen den Auftrag, Massnahmen zur Beseitigung von Benachteiligun- gen der Behinderten vorzusehen (Botschaft des Bundesrates zur Volk s- initiative "Gleiche Rechte für Behinderte" und zum Entwurf eines Bunde s- gesetzes über die Beseitigung von Benachteiligungen behinderter Me n- schen vom 11. Dezember 2000 [nachfolgend: Botschaft BehiG], BBl 2001 1715 ff., 1775 und 1817; BGE 131 V 9 E. 3.5.1.2; BVGE 2008/26 E. 4.2). Gestützt auf diese Be stimmung wurde das BehiG erlassen, welches am 1. Januar 2004 in Kraft trat. A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 17 8.2 8.2.1 Das BehiG bezweckt, Benachteiligungen zu verhindern, zu verri n- gern oder zu beseitigen, denen Menschen mit Behinderungen ausgesetzt sind. Es setzt Rahmenbedingungen, die es Menschen mit Behinderungen erleichtern, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und insbesondere selbstständig soziale Kontakte zu pflegen, sich aus - und fortzubilden und eine Erwerbstätigkeit auszuüben (Art. 1 BehiG). Der Geltungsbereich des BehiG erstreckt sich u.a. auf öffentlich zugängliche Einrichtungen des ö f- fentlichen Verkehrs (Bauten, Anlagen, Kommunikationssysteme, Bil lett- bezug) und Fahrzeuge, die dem EBG unterstehen (Art. 3 Bst . b Ziff. 1 BehiG). Ausserdem er fasst das BehiG die grundsätzlich von jedermann beanspruchbaren Dienstleistungen Privater, der SBB, weiterer konzess i- onierter Unternehmen und des Gemeinwesens (Art. 3 Bst. e BehiG). 8.2.2 Gemäss Art. 2 Abs. 2 BehiG liegt eine Benachteiligung vor, wenn Behinderte rechtlich oder tatsächlich anders als nicht Behinderte beha n- delt und dabei ohne sachliche Rechtfertigung schlechter gestellt werden als diese, oder wenn eine unterschiedliche Behandlung fehlt, die zur ta t- sächlichen Gleichstellung Behinderter und nicht Behinderter notwendig wäre. Beim Zugang zu einer Baute, einer Anlage, einer Wohnung oder einer Einrichtung oder einem Fahrzeug des öffentlichen Verkehrs lieg t ei- ne Benachteiligung vor, wenn der Zugang für Behinderte aus baulichen Gründen nicht oder nur unter erschwerenden Bedingungen möglich ist (Art. 2 Abs. 3 BehiG). Zudem liegt eine Benachteiligung vor, wenn die In- anspruchnahme einer Dienstleistung für Behin derte nicht oder nur unter erschwerenden Bedingungen möglich ist (Art. 2 Abs. 4 BehiG). Wer im Sinn von Art. 2 Abs. 3 BehiG beim Zugang zu einer Einrichtung oder einem Fahrzeug des öffentlichen Verkehrs benachteiligt wird, kann bei der zuständigen Behörde verlangen, dass die SBB oder ein anderes konzessioniertes Unternehmen die Benachteiligung beseitigt oder unte r- lässt (Art. 7 Abs. 2 BehiG). Liegt eine Benachteiligung im Sinn von Art. 2 Abs. 4 BehiG vor, kann beim Gericht oder bei der Verwaltungsbehörde verlangt werden, dass die SBB, ein anderes konzessionierte s Unterneh- men oder das Gemeinwesen die Benachteiligung beseitigt oder unterlässt (Art. 8 Abs. 1 BehiG). A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 18 8.2.3 Nach Art. 11 Abs. 1 BehiG kann aus Gründen der Verhältnismässig- keit auf die Anordnung der Beseitigung einer Benachteiligung verzichtet werden. Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt, dass eine Massnahme im Hinblick auf d as angestrebte Ziel geeignet und erforde r- lich ist und in einem vernünftigen Verhältnis zu den damit verbundenen Belastungen steht (BGE 136 I 87 E. 3.2, 133 I 77 E. 4.1, je mit Hinweisen; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 586 ff.). In Konkretisierung dieses verfassungsmässigen Grundsatzes sieht Art. 11 Abs. 1 BehiG vor, dass die Beseitigung einer Benachteiligung dann nicht anzuordnen ist, wenn der für Behinderte zu erwartende Nutzen insbesondere in einem Missve r- hältnis zum wirtschaftlichen Aufwand oder zu den Anliegen der Verkehrs- und Betriebssicherheit steht. Als weitere Kriterien, denen im Rahmen der Interessenabwägung einzelfallweise Rechnung zu tragen ist, nennen G e- setz- und Verordnungsgeber namentlich: Die Übergangsfristen für Anpas- sungen im öffentlichen Verkehr gemäss Art. 22 BehiG (Art. 12 Abs. 2 B e- hiG), die Zahl der Personen, die ein e Baute oder Anlage (bzw. vorliegend ein Fahrzeug) benutzen oder eine Dienstleistung in Anspruch nehmen (Art. 6 Abs. 1 Bst. a BehiV), die Bedeutung eines Fahrzeugs oder einer Dienstleistung für Behinderte (Art. 6 Abs. 1 Bst. b BehiV) sowie der prov i- sorische oder dauerhafte Charakter einer Dienstleistung bzw. eines Fah r- zeugs (Art. 6 Abs. 1 Bst. c BehiV). Für den Fall des Verzichts auf die B e- seitigung einer Benachteiligung aus Verhältnismässigkeitsgründen ist die SBB, das vom Bund konzessionierte Unternehmen oder das Gemeinw e- sen zu verpflichten, eine angemessene Ersatzlösung anzubieten (Art. 12 Abs. 3 BehiG). Damit wird der Grundsatz der Verhältnismässigkeit ve r- stärkt, indem an Stelle einer vollständigen Beseitigung einer Benachteil i- gung eine differenzierte, auf die konkreten Verhältnisse zugeschnittene Zwischenlösung angeordnet wird (Botschaft BehiG, BBl 2001 1782; BVGE 2008/58 E. 10). Ob schon sich sowohl Art. 11 Abs. 1 BehiG als auch Art. 12 Abs. 3 BehiG nach dem Wortlaut lediglich auf die Beseiti- gung einer Benachteiligung beziehen, sind sie auch bei einer in Frage stehenden Unterlassung einer Benachteiligung anzuwenden. Es sind kei- ne Gründe ersichtlich, die Verhältnismässigkeitsprüfung bzw. allfällige Er- satzlösungen auf Beseitigungsansprüche zu beschränken (MARKUS SCHEFER/CAROLINE HESS-KLEIN, Die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung im Baubereich und im öffentlichen Verkehr, Zeitschrift für Schweizerisches Recht [ZSR], Band 130 [2011] I S. 411). A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 19 8.3 8.3.1 Gestützt auf die Kompetenz, die Gestaltung der Bahnhöfe, Halt e- stellen und Fahrzeuge zu regeln (Art. 15 Abs. 1 BehiG), hat der Bunde s- rat die Verordnung vom 12. November 2003 über die behindertengerec h- te Gestaltung des öffentlichen Verkehrs (VböV, SR 151.34) erlassen. Da- nach gilt als funktionale Anforderung, dass Behinderte, die in der Lage sind, den öffentlichen Raum autonom zu benützen, auch Dienstleistungen des öffentlichen Verkehrs autonom beanspruchen können sollen (Art. 3 Abs. 1 VböV). Die den Fahrgästen dienenden Einrichtungen und Fah r- zeuge des öffentlichen Verkehrs müssen für Behinderte sicher auffindbar, erreichbar und benützbar sein (Art. 4 Abs. 1 VböV). Zudem muss ein g e- nügend grosser Teil der Fahrgastbereiche für Behinderte zugänglich sein (Art. 4 Abs. 2 VböV). Gemäss Art. 5 Abs. 1 VböV muss der Zugang zu Fahrzeugen für Hand - und Elektrorollst ühle mit einer Länge bis zu 120 cm, einer Breite von bis zu 70 cm und einem Gesamtgewicht von bis zu 300 kg sowie für Rollatoren gewährleistet sein. 8.3.2 Die vom UVEK nach Massgabe von Art. 8 VböV erlassene VAböV sieht in Art. 2 vor, dass für die allgemeinen Anforderungen an die behi n- dertengerechte Gestaltung von Bauten, Anlagen und Fahrzeugen die Norm SN 521 500/SIA 500 "Hindernisfreie Bauten ", Ausgabe 2009, massgebend ist, wobei abweichende und weiterführende Anforderungen an den Eisenbahnverkehr in den AB -EBV festgehalten sind. In diesen wird hinsichtlich der Bedürfnisse behinderter Menschen insbesondere festgehalten, dass in jedem Zug eine angemessene Zahl Rollstuhlplätze vorzusehen ist, wobei im Fernverkehr jeder Zug einen Rollstuhlbereich mit mindestens drei Stellplätzen und eine genügend grosse Rollstuhlto i- lette mit ausreichender Manövrierfläche aufweise n soll. Zudem soll der Zugang zum Speisewagen möglichst gewährleistet wer den ( Art. 48.3 Ziff. 13 AB-EBV). 9. 9.1 Zwischen den Verfahrensbeteiligten ist zunächst umstritten, ob der im Pflichtenheft bzw. in der Typenskizze zum IC200 vorgesehene Rollstuh l- bereich zu Recht genehmigt wurde. Während die Vorinstanz und die B e- schwerdegegnerin dies bejahen, erachten es die Beschwerdeführerinnen als erforderlich, den Rollstuhlbereich von der geplanten rollstuhlgängigen Verpflegungszone zu trennen und in einen dem Speisewagen benachbar-A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 20 ten Wagen zu verlegen. Da die massgebenden Ausführungsbestimmu n- gen zur behindertengerechten Gestaltung von Fahrzeugen (VböV, VAböV, AB-EBV, SN 521 500/SIA 500 "Hindernisfreie Bauten" ) diesbezüglich un- bestrittenermassen keine expliziten Regelungen enthalten, leiten die B e- schwerdeführerinnen ihren Antrag insbesondere direkt aus dem BehiG und dem darin enthaltenen Benachteiligungsverbot ab. Dabei besteht kein Zweifel und ist zu Recht unbestritten, dass das betroffene Eise n- bahnfahrzeug in den Geltungsbereich des BehiG fällt. Einerseits stellt der dem EBG unterstehende, nach seiner Inbetriebnahme der Allgemeinheit zur Benützung offen stehende und damit öffentlich zugängliche IC200 ein Fahrzeug im Sinn von Art. 3 Bst. b Ziff. 1 BehiG dar; a ndererseits werden darin dereinst von jedermann beanspruchbare Dienstleistungen (u.a. Transport, Verpflegung, Toilette) angeboten, die unter Art. 3 Bst. e BehiG fallen (vgl. zur Möglichkeit der gleichzeitigen Erfassung als Einrichtung bzw. Fahrzeug und Dienst leistung im Bereich des öffentlichen Verkehrs : MARKUS SCHEFER, Bericht über die Grundlagen einer Evaluation des B e- hindertengleichstellungsgesetzes, Basel 2009, S. 79 f.; SCHEFER/HESS- KLEIN, a.a.O., S. 410 ). Nachfolgend wird deshalb zu prüfen sein, ob der im IC200 vorgesehene Rollstuhlbereich zu einer Benachteiligung im Sinn des BehiG führen würde. 9.2 9.2.1 Die im IC200 geplante Zusammenlegung des eigentlichen Rol l- stuhlbereichs (mit drei Stellplätzen gemäss Art. 48.3 Ziff. 13 AB-EBV) und der Verpflegungszone für Mobilitätsbehinderte hätte zur Folge, dass Roll- stuhlfahrer – unabhängig davon, ob sie sich verpflegen möchten oder nicht – grundsätzlich im Speisebereich reisen müssten. Zwar bestünde – wie die Beschwerdegegnerin zu Recht vor bringt – insofern eine gewisse Alternative, als sechs Multifunkti onsabteile pro IC -Modul vorgesehen sind. D iese Abteile könnten indessen nicht von allen P ersonen im Rol l- stuhl benutzt werden, weil sie im Vergleich zu den eigentlichen Rollstuh l- stellplätzen wesentliche Nachteile aufweisen (u.a. kürzerer Sitzabstand, kein Zugang zur rollstuhlgängigen Universaltoilette). Soweit die B e- schwerdegegnerin als zusätzliche Ausweichmöglichkeit auf den Rol l- stuhlbereich im gekoppelten IR -Modul verweist, schränkt sie diese Mög- lichkeit selber auf die Hauptverkehrszeiten bzw. auf "tagsüber" sowie "in der Regel" ein. Zudem könnte die Beschwerdegegnerin diese – einzig in ihrem Belieben liegende – Einsatzmöglichkeit jederzeit den veränderten A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 21 Bedürfnissen anpassen. Es handelt sich somit nicht um eine auf Dauer gesicherte Alternative, weshalb sie vorliegend unberücksichtigt zu bleiben hat. Anders zu beurteilen wäre die Sache hingegen, wenn der IC200 nicht nur in den Hauptverkeh rszeiten, sondern während seines mehrere Jahr- zehnte dauernden Einsatzes zwingend immer mit einem IR200 gekoppelt würde. Denn in diesem Fall hätten die Rollstuhlfahrer ständig die Wahl einen Rollstuhlbereich im allgemeinen Fahrgastbereich (IR200) oder im Verpflegungsbereich (IC200) zu benutzen , we shalb die nachfolgend e r- wähnten Benachteiligungen nicht bestehen würden. Mangels qualitativ genügender und hinreichend gesicherter Ausweich- möglichkeiten würde die Kombination der behindertengerechten Verpfl e- gungszone mit dem Rollstuhlbereich dazu führen, dass die Rollstuhlfahrer unter gewissen Umständen gezwungen w ären, im Speisebereich zu re i- sen. Betroffen wären insbesondere diejenigen Rollstuhlfahrer, die auf die Benutzung der rollstuhlgängigen Universaltoilette angewiesen wären, gemeinsam mit anderen Personen im Rollstuhl unterwegs sein möchten oder aus anderen Gründen nicht in einem Multifunktionsabteil reisen könnten. Wenn die Rollstuhlfahrer grundsätzlich – und unter gewissen Umständen sogar zwangsweise – im Speisebereich reisen müssten, wür- den sie im Vergleich zu den anderen Fahrgästen mit uneingeschränkter Auswahlmöglichkeit schlechter gestellt. Diese faktische Schlechterste l- lung würde eine Benachteiligung im Sinn von Art. 2 Abs. 2 BehiG darstel- len, weil zur tatsächlichen Gleichstellung Massnahmen zu Gunsten der Rollstuhlfahrer und damit eine unterschiedliche Behandlung gegenüber den anderen Fahrgästen notwendig wären. Weiter ist in Betracht zu ziehen, dass der Rollstuhlbereich in einem ledig- lich einseitig erschlossenen und eher kurzen Wagen geplant ist. Dies hät- te gemäss der genehmigten Typenskizze (Stand: 26. November 2010) zur Folge, dass neben den drei Rollstuhlplätzen lediglich noch 11 Sitzplätze für andere Fahrgäste bestünden, was im Hinblick auf die angestrebte In- tegration der Rollstuhlfahrer nicht optimal wäre. Auch wenn dieser U m- stand für sich alleine n icht ausschlaggebend erscheint – zumal entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerinnen keine unzumutbare Spezia l- zone für Behinderte im Sinn eines "Ghettoabteils" entstehen würde –, muss er immerhin soweit beachtet werden, als er die ohnehin festgestel l- te Benachteiligung noch zusätzlich akzentuiert. A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 22 9.2.2 Neben der festgestellten Benachteiligung nach Art. 2 Abs. 2 BehiG würde der geplante Rollstuhlbereich auch zu solchen nach Art. 2 Abs. 3 und 4 BehiG führen. Das Bundesgericht hielt im Zusammenhang mit einer öffentlich zugängl i- chen Baute fest, dass mit dem Zugang im Sinn von Art. 2 Abs. 3 BehiG auch die Benutzbarkeit der öffentlich zugänglichen Bereiche der Baute er- fasst werde (BGE 134 II 249 E. 3.3 mit Hinweis auf die Erläuterungen des Bundesamtes für Justiz zur BehiV vom November 2003, S. 4 [Gemäss diesen Erläuterungen ist im Begriff "Zugang" auch die Möglichkeit eing e- schlossen, die öffentlich zugänglichen Teile eines Gebäudes und dessen Annexeinrichtungen – wie Toiletten, Lifte usw. – zu benutzen.]; vgl. auch SCHEFER, a.a.O., S. 27 f. und 30 ). Da keine Gründe für eine unterschied- liche Behandlung von öffentlich zugänglichen Bauten und Fahrzeugen er- sichtlich sind, hat das Gleiche auch für Letztere zu gelten. Indem der ge- plante Rollstuhlbereich dazu führen würde, dass die Rollstuhlfahrer grundsätzlich bzw. unter gewissen Umständen zwangsweise im Speise- bereich reisen müssten (vgl. E. 9.2.1 hiervor), würde ihnen die Benutzung des allgemeinen Fahrgastbereichs erschwert oder allenfalls sogar ve r- unmöglicht. Damit würden sie beim Zugang zu einem öffentlich zugängli- chen Fahrzeugbereich im Sinn von Art. 2 Abs. 3 BehiG benachteiligt. Weiter würde auch eine Benachteiligun g bei der Inanspruchnahme einer Dienstleistung im Sinn von Art. 2 Abs. 4 BehiG vorliegen. Denn wie be- reits erwähnt (vgl. E. 9.1 hiervor), werden im IC200 dereinst verschiedene von jedermann beanspruchbare Dienstleistungen angeboten, zu denen neben der im Vordergrund stehenden Transport dienstleistung insbeson- dere auch die Benutzung einer Toilette oder die Möglichkeit zur Reise im Speisewagen bzw. im allgemeinen Fahrgastbereich gezählt werden kö n- nen. Indem es den Rollstuhlfahrern durch die vorgesehene Zusammenle- gung des eigentlichen Rollstuhlbereichs mit der Verpflegungszone er- schwert oder unter gewissen Umständen sogar verunmöglicht w ürde, im allgemeinen Fahrgastbereich zu rei sen, würden sie bei der Inanspruc h- nahme einer Dienstleistung ("Reise im allgemeinen Fahrgastbereich") benachteiligt. 9.2.3 Hinsichtlich dieser Benachteiligungen nach Art. 2 Abs. 3 und 4 B e- hiG haben die Beschwerdeführerinnen einen Rechtsanspruch darauf, A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 23 dass die Beschwerdegegnerin die Benachteiligung en unterlässt (Art. 7 Abs. 2 und Art. 8 Abs. 1 BehiG) , sofern dies verhältnismässig ist (Art. 11 Abs. 1 BehiG) . Dass im Zusammenhang mit der ebenfalls festgestellten Benachteiligung nach Art. 2 Abs. 2 BehiG (vgl. E. 9.2.1 hiervor) kein so l- cher Unterlassungsanspruch besteht, ist vorliegend nicht weiter von B e- deutung. Denn einerseits würde mit der Unterlassung der Benachteil i- gungen nach Art. 2 Abs. 3 und 4 BehiG zugleich auch diejenige nach Art. 2 Abs. 2 BehiG verhindert und andererseits wäre die Einhaltung des BehiG im vorliegenden Verfahren ohnehin von Amtes wegen zu prüfen (Art. 5 BehiG; SCHEFER/HESS-KLEIN, a.a.O., S. 410; SCHEFER, a.a.O., S. 33 und 80). In diesem Sinn wären die festgestellten Benachteiligungen vorliegend unabhängig vom Vorliegen eines subjektiven Rechtsanspruchs der Beschwerdeführerinnen zu berücksichtigen und – soweit verhältnis- mässig – zu verhindern. 9.3 Nachfolgend bleibt zu prüfen, ob allenfalls aus Gründen der Verhäl t- nismässigkeit davon abzusehen ist, die Unterlassung der Benachteiligun- gen bzw. die beantragte Verlegung des Rollstuhlbereichs in einen dem Speisewagen benachbarten Wagen anzuordnen (vgl. zu den bei der Ve r- hältnismässigkeitsprüfung massgebenden Bestimmungen : E. 8.2.3 hie r- vor). 9.3.1 Die beantragte Verlegung des Rollstuhlbereichs – unter gleichzeiti- ger Beibehaltung des Zugangs zur Verpflegungszone (vgl. dazu E. 10.3 hiernach) – würde ohne Zweifel dazu führen, dass die festgestellten B e- nachteiligungen nicht entstehen würden. Denn mit der Umsetzung dieser Massnahme hätten die Rollstuhlfah rer die Wahl, ob sie im allgemeinen Fahrgastbereich oder in der Verpflegungszone reisen möchten; eine unter gewissen Umständen zwangsweise Reise im Speisebereich würde somit verhindert. Die beantragte Massnahme ist demnach geeignet, die ang e- strebte Abwendung der Benachteiligungen zu erreichen. Im Weiteren e r- scheint sie mangels ersichtlicher Alternativen auch erforderlich. Die B e- schwerdegegnerin macht denn auch keine Vorschläge, inwiefern das a n- gestrebte Ziel mit einer milderen Massnahme erreicht werden könnte. 9.3.2 In Bezug auf die Interessen der Beschwerdeführerinnen an der Ver- legung des Rollstuhlbereichs ist zunächst zu beachten, dass entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin nicht wenige, sondern potenziell A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 24 sämtliche Personen im Rollstuhl davon profitieren könnten. Daran ändert nichts, dass gewisse Rollstuhlfahrer in einer konkreten Situation – sei es beispielsweise, weil sie alleine unterwegs wären und in einem Multifunk - tionsabteil reisen könnten oder weil sie sich ohnehin verpflegen möchte n – von den festgestellten Benachteiligungen nicht betroffen wäre n. Denn dies könnte bei ihrer nächsten Bahnreise bereits wieder anders sein. Da grundsätzlich alle Rollstuhlfahrer und damit eine Vielzahl von Personen einen Nutzen aus der Verlegung des Rollstuhlbereichs ziehen könnten, besteht ein erhebliches Interesse an deren Anordnung. Im Weiteren ist zu beachten, dass der streitbetroffene IC200 mitsamt den darin angebotenen Dienstleistungen der Allgemeinheit zur Benützun g of- fen stehen und eine breite Bevölkerungsschicht ansprechen wird. En t- sprechend ist davon auszugehen, dass dereinst eine grosse Anzahl von Personen das Fahrzeug (und dabei insbesondere den allgemeinen Fah r- gastbereich) benutzen bzw. die Dienstleistungen in Anspruch nehmen wird, was bei der Interessenabwägung zu berücksichtigen ist (Art. 6 Abs. 1 Bst. a BehiV). Da sich eine Schlechterstellung in einem von der Allgemeinheit derart stark frequentierten Bereich für die betroffenen Rol l- stuhlfahrer besonders grav ierend auswirken würde, ist der beantragten Massnahme ein erhöhtes Gewicht beizumessen. Ferner ist in Betracht zu ziehen, dass dem öffentlichen Verkehr als Teil der für jede soziale und wirtschaftliche Tätigkeit unabdingbaren Mobilität eine zentrale Bedeut ung bei der Integration von Behinderten in die G e- sellschaft zukommt. Werden Fahrzeuge und Dienstleistungen des öffen t- lichen Verkehrs behindertengerecht ausgestaltet bzw. angeboten, wird den Behinderten – in Nachachtung des Gesetzeszwecks (Art. 1 Abs. 2 BehiG) – die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben erleichtert, sei es um persönliche Kontakte zu pflegen oder um einer Ausbildung bzw. E r- werbstätigkeit nachzugehen ( Amtliches Bulletin der Bundesversammlung [AB] 2001 S 610; SCHEFER, a.a.O., S. 66 ff.). Aus diesem Grund bildet der öffentliche Verkehr denn auch eines der wichtigsten Wirkungsfelder des BehiG (Botschaft BehiG, BBl 2001 1804; SCHEFER/HESS-KLEIN, a.a.O., S. 402). Angesichts dieser existenziellen Bedeutung des öffentlichen Ver- kehrs für Menschen mit e iner Behinderung ergibt sich ein gewichtiges I n- teresse an der beantragten Verlegung des Rollstuhlbereichs (Art. 6 Abs. 1 Bst. b BehiV). Dass dabei nicht die eigentliche Transportdienstleistung, A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 25 sondern die Möglichkeit zur Reise im allgemeinen Fahrgastberei ch in Frage steht, vermag das Interesse nicht zu schmälern. Denn auch bei der Möglichkeit, im allgemeinen Fahrgastbereich zu reisen, handelt es sich um ein wesentliches Element des öffentlichen Verkehrs. Schliesslich bleibt zu berücksichtigen, dass der gep lante IC200 über mehrere Jahrzehnte im Einsatz sein wird. Das Fahrzeug und die darin angebotenen Dienstleistungen werden von dauerhaftem Charakter im Sinn von Art. 6 Abs. 1 Bst. c BehiV sein, weshalb sich die festgestellten Benachteiligungen sehr lange zu Ungunsten der Personen im Rollstuhl auswirken würden. Aufgrund dieses zeitlichen Aspekts kommt der bea n- tragten Massnahme ein erhöhtes Gewicht zu. Daran ändern die geset z- lich vorgesehenen Übergangsfristen im öffentlichen Verkehr nichts, denn diese beziehen sich lediglich auf – vorliegend nicht in Frage stehende – Anpassungen bereits bestehender Bauten und Fahrzeuge (Art. 22 i.V.m. Art. 12 Abs. 2 BehiG). 9.3.3 Die Beschwerdegegnerin macht hinsichtlich ihrer Interessen ge l- tend, die Verlegung des Rollstuhlbereichs würde einen unverhältnismä s- sigen zeitlichen und finanziellen Aufwand nach sich ziehen. Aufgrund der erforderlichen Modifikationen im Design und Engineering würde die Inb e- triebnahme der Wagen um acht bis zwölf Monate verzögert, was ei n- schneidende betriebliche und finanzielle Konsequenzen hätte. Auch wenn es ohne weiteres verständlich ist, dass die Beschwerdegegnerin diese durchaus erheblichen Nachteile vermeiden möchte, haben diese bei der Interessenabwägung ausser Acht zu bleiben. Denn bei den aus der Ve r- zögerung entstehenden Aufwänden handelt es sich um solche, die einzig aufgrund des mangelhaften Gesuchs um Genehmigung des Pflichte n- hefts und der Typenskizzen anfallen würden. Berücksichtigt werden könn- te jedoch lediglich jener zusätzliche Aufwand, der auch entstanden wäre, wenn die Massnahme bereits im Genehmigungsgesuch enthalten gew e- sen wäre, und nicht derjenige, der aus der nachträglichen Anpassung e i- nes mangelhaften Gesuchs entsteht (vgl. Botschaft BehiG, BBl 2001 1782, Erläuterungen de s Bundesamtes für Justiz zum Entwurf eines Bundesgesetzes über die Benachteiligung behinderter Menschen, S. 12; SCHEFER, a.a.O., S. 35.; SCHEFER/HESS-KLEIN, a.a.O., S. 398). A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 26 Soweit die Beschwerdegegnerin zudem Anpassungskosten von ca. Fr. 500'000.-- pro I C200 (für die geplanten 20 Kompositionen rund 10 Mio. Franken) geltend macht, lässt sich nicht abschliessend beurte i- len, ob diese auch entstanden wären, wenn die beantragte Massnahme von Anfang an geplant gewesen wäre. Insbesondere bei den erwähnten Kosten von ca. 3 Mio. Franken für das "Re-Engineering" erscheint es fraglich, ob diese nicht mindestens zum Teil auf das mangelhafte Geneh- migungsgesuch zurückzuführen wären und deshalb teilweise unberück- sichtigt bleiben müssten. Daneben würden indessen auch Mehrkosten – so etwa für den Einbau einer zweiten rollstuhlgängigen Universaltoilette – anfallen, die zweifellos zu beachten sind. Auch wenn gewisse Mehrkosten anfallen dürften, wären diese – insbesondere in ein Verhältnis zu den sich auf mehrere Millionen bel aufenden Kosten eines IC200 gesetzt – nicht von besonders erheblicher Bedeutung. Der finanzielle Aufwand würde sich – soweit er denn vorliegend überhaupt beachtet werden kann – in ei- nem vernünftigen Rahmen bewegen. Weiter ist der von der Beschwerdegegnerin geltend gemachte Verlust von Sitzplätzen in Betracht zu ziehen . Ein Vergleich zwischen der genehmig- ten Typenskizze (Stand: 26. November 2010 ) und dem von der B e- schwerdegegnerin mit Stellungnahme vom 8. September 2011 eing e- reichten Plan ergibt, dass die beantragte Verlegung des Rollstuhlbereichs in einen dem Speisewagen benachbarten Wagen – unter gleichzeitiger Beibehaltung zweier Rollstuhlstellplätze in der Verpflegungszone – zu ei- ner Reduktion von vier Sitzplätzen (Wagentyp "HXX": neu 17 Sitzplätze [anstelle von bisher 27 Sitzplätzen]; Wagentyp "H04": neu 17 Sitzplätze [anstelle von bisher 11 Sitzplätzen ]) und einem Gewinn von zwei Rol l- stuhlstellplätzen pro Komposition führen würde . Eine Einbusse von vier Sitzplätzen wäre zwar nicht belanglos, würde aber im Verhältnis zu den über 600 Sitzplätze n pro IC200 nicht massiv ins Gewicht fallen. Daran würde sich selbst dann nichts ändern, wenn – wie die Beschwerdegegne- rin offenbar aufgrund eines seit der angefochtenen Verfügung veränder- ten Planungsstands gel tend macht – neun Sitzplätze verloren gingen . Obschon Fahrgäste, die nicht auf einen Rollstuhl angewiesen sind, zwe i- fellos ein grosses Interesse an einer hinreichenden Sitzplatzanzahl h a- ben, dürfte ein beträchtlicher Anteil von ihnen ohne weiteres gewisse Ein- schränkungen beim Platzangebot in Kauf nehmen, um den Personen im Rollstuhl eine Reise ohne Schlechterstellung zu ermöglichen. Dies gilt A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 27 umso mehr, als sich diese – auf die Hauptverkehrszeiten beschränkten – Einschränkungen im Vergleich zur heutigen Situation kaum wahrnehmbar verschärfen dürften. Denn wie die Beschwerdegegnerin selber einräumt , wird den Reisenden bereits heute zugemutet, längere Strecken im St e- hen zu bewältigen . Soweit die Beschwerdegegnerin im Weiteren vor- bringt, ein Verlust von neun Si tzplätzen pro IC200 ergebe bei der bestell- ten Flotte von 20 Fahrzeugen und einer tägli chen Fahrleistung von 1'200 km pro Komposition einen Verlust von 216'000 Personenkilometern pro Tag oder 78'840'000 Personenkilometern pro Jahr , kann daraus kein direkt verwertbarer Schluss bezüglich der Bedeutung eines Sitzplatzve r- lusts gezogen werden. Denn bei den aufgeführten Zahlen wird nicht diffe- renziert, ob die Sitze besetzt oder leer sind ; es handelt sich denn auch nicht um Personenkilometer, sondern um Sitzplatzkilometer. Diese Anga- be ist vorliegend jedoch nicht weiter relevant, weil der Verlust eines le e- ren Sitzplatzes nicht beachtlich wäre. Entscheidend wäre vielmehr die Sitzplatzauslastung, die sich für die Zukunft indessen nicht verlässlich abschätzen lässt. Selbst wenn aber von einer sehr hohen Auslastung und einem damit einhergehenden erhöhten Interesse an möglichst vielen Sitzplätzen ausgegangen würde, erschiene ein Verlust von vier bzw. neun Sitzen noch tragbar. 9.3.4 Wägt man die erwähnten Interessen gegeneinander ab, so zeigt sich, dass der mit der Anordnung der beantragten Massnahme zu erwa r- tende Nutzen für die Rollstuhlfahrer nicht in einem Missverhältnis zu den damit verbundenen Nachteilen für die Beschwerdegegner in steht. Die I n- teressen der Beschwerdeführerinnen bzw. Rollstuhlfahrer an der Unte r- lassung der Benachteiligungen sind – wie gezeigt (vgl. E. 9.3.2 hiervor) – in verschiedener Hinsicht bereits je einzeln gewichtig und lassen g e- samtheitlich betrachtet die V erlegung des Rollstuhlbereichs in erhöhtem Masse angezeigt erscheinen. Die der Beschwerdegegnerin daraus en t- stehenden Nachteile beschränken sich dagegen – soweit sie denn bei der vorliegenden Interessenabwägung überhaupt berücksichtigt werden kö n- nen – auf zwei Bereiche (Zusatzkosten und Sitzplatzverluste; vgl. E. 9.3.3 hiervor), die selbst zusammen betrachtet nicht untragbar erscheinen. Weitere Interessen, wie z.B. solche in Bezug auf die Verkehrs- oder Be- triebssicherheit (Art. 11 Abs.1 Bst. c BehiG), macht die Beschwerdegeg- nerin nicht geltend und sind auch nicht ersichtlich. Insgesamt übertreffen die Interessen der Beschwerdeführerinnen bzw. Rollstuhlfahrer diejenigen A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 28 der Beschwerdegegnerin deutlich, weshalb die beantragte Massnahme als verhältnismässig zu bezeichnen ist. 9.4 Bezüglich des ersten Streitpunkts kann nach dem Gesagten zusam- menfassend festgehalten werden, dass der im Pflichtenheft bzw. in der Typenskizze zum IC200 vorgesehene Rollstuhlbereich bundesrechtswi d- rig wäre, weil er zu Benachteiligungen im Sinn des BehiG füh ren würde (vgl. E. 9.2 hiervor), die mit einer verhältnismässigen Massnahme ver hin- dert werden können (vgl. E. 9 .3 hiervor). Die ange fochtene Verfügung vom 12. Januar 2011 ist deshalb insoweit aufzuheben, als die Vorinstanz den geplanten Rollstuhlbereich genehmigt hat. Die Beschwerdegegnerin ist zu verpflichten, die festgestellten Benachteiligungen zu unterlassen und den Rollstuhlbereich (mit drei Stellplätzen gemäss Art. 48.3 Ziff. 13 AB-EBV und einer rollstuhlgängigen Universaltoilett e) entsprechend der mit Stellungnahme vom 8. September 2011 eingereichten Typenskizze in einen dem Speisewagen benachbarten Wagen zu verlegen und gleichzei- tig die Verpflegungszone im Unterdeck des Speisewagens mit zwei Rol l- stuhlplätzen und einer rollstuhlg ängigen Universaltoilette beizubehalten (vgl. E. 10.4 hiernach). Da die Beschwerdeführerinnen mit ihrem Antrag auf Verlegung des Rol l- stuhlbereichs durchdringen, erübrigt es sich, auf ihre weiteren Vorbringen in diesem Zusammenhang einzugehen. Es kann insbe sondere offen g e- lassen werden, ob die beantragte Massnahme allenfalls auch gestützt auf die FAP oder die "bisher üblichen Standards" in den von der Beschwe r- degegnerin seit 198 0 in Betrieb genommenen Fahrzeugen erforderlich gewesen wäre. 10. Im Weiteren ist streitig und zu prüfen, ob das Pflichtenheft bzw. die T y- penskizze zum IC200 insoweit zu Recht genehmigt wurde, als darin kein Aufzug zum Speisewagen im Oberdeck vor gesehen ist. Während die Be- schwerdegegnerin und die Vorinstanz dies bejahen, ist die Beschwerd e- führerin 2 der Auffassung, dass der Einbau eines Lifts gleichstellung s- rechtlich und gemäss den einschlägigen Vorschriften geboten und ohne weiteres auch verhältnismässig wäre. A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 29 10.1 Bezüglich der streitigen Frage ergibt sich aus Art. 48.3 Ziff. 13 AB - EBV, dass der Zugang zum Speisewagen möglichst gewährleistet werden soll. Damit ist – entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin – zweifellos der Zugang mit einem Rollstuhl gemeint, weil die Bestimmung vorgängig Anforderungen an die Rollstuhlplätze und die Rollstuhltoilette enthält (vgl. E. 8.3.2 hiervor). Zu beachten ist allerdings, dass der Rol l- stuhlzugang zum Speisewagen durch das Wort "möglichst" insoweit rel a- tiviert wird, als er lediglich im Rahmen der Verhältnismässigkeit zu g e- währleisten ist. Gemäss der Typenskizze zum IC200 ist der Speisewagen im Oberdeck des Fahrzeugs nur über eine Treppe erreichbar und für Rollstuhlfahrer somit nicht zugänglich. Dies ist mit Art. 48.3 Ziff. 13 AB- EBV lediglich vereinbar, wenn der Rollstuhlzugang nicht mit einer verhält- nismässigen Massnahme gewährleistet werden kann. Dass der Zugang zum Speisewagen grundsätzlich zu gewährleisten ist, ergibt sich nicht nur aus Art. 48.3 Ziff. 13 AB-EBV, sondern auch direkt aus dem BehiG. Indem nämlich der gemäss Typenskizze zum IC200 v or- gesehene Speisewagen im Oberdeck weder für Rollstuhlfahrer noch für Personen mit einer starken Gehbehinderung zugänglich bzw. benutzbar wäre, würden diese – wie die Beschwerdeführerin 2 zu Recht geltend macht – beim Zugang zu einem öffentlich zugänglichen Fahrzeugbereich im Sinn von Art. 2 Abs. 3 BehiG benachteiligt . Zudem würde auch eine Benachteiligung bei der Inanspruchnahme einer Dienstleistung im Sinn von Art. 2 Abs. 4 BehiG vorliegen, weil die Rollstuhlfahrer und ein Teil der Gehbehinderten von der Möglichkeit zur Reise im Speisewagen des Oberdecks ausgeschlossen wären. Daran ändert entgegen dem Vorbri n- gen der Beschwerdegegnerin nichts, dass im Unterdeck des Speisew a- gens eine bediente Verpflegungszone für Mobilitätsbehinderte vorges e- hen ist. Denn diese Zone unterscheidet sich vom Speisewagen im Obe r- deck insbesondere hinsichtlich der Lage und Grösse und stellt – ohne die Benachteiligungen vollständig auszugleichen – eine Ersatzlösung im Sinn von Art. 12 Abs. 3 BehiG dar (vgl. E. 10.3 hiernach). Bezüglich der er- wähnten Benachteiligungen nach Art. 2 Abs. 3 und 4 BehiG hat die B e- schwerdeführerin 2 einen Rechtsanspruch darauf, dass die Beschwerd e- gegnerin diese unterlässt (Art. 7 Abs. 2 und Art. 8 Abs. 1 BehiG), sofern dies verhältnismässig ist (Art. 11 Abs. 1 BehiG). A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 30 10.2 Nachfolgend bleibt deshalb sowohl nach Art. 48.3 Ziff. 13 AB-EBV als auch nach Art. 11 Abs. 1 BehiG zu prüfen, ob die Anordnung des b e- antragten Personenaufzugs verhältnismässig ist (vgl. zu den bei der Ve r- hältnismässigkeitsprüfung ma ssgebenden Bestimmungen: E. 8.2.3 hie r- vor). 10.2.1 Der beantragte Einbau eines Personenaufzugs würde ohne Zwe i- fel dazu führen, dass sowohl die Rollstuhlfahrer als auch die Personen mit einer starken Gehbehinderung Zugang zum Speisewagen im Obe r- deck erhielt en. Die beantragte Massnahme ist demnach geeignet, das von der Beschwerdeführerin 2 angestrebte Ziel zu erreichen. Zudem er- scheint sie auch erforderlich, weil keine gleich geeignete, aber mildere Al- ternative ersichtlich ist. 10.2.2 In Bezug auf die Interes sen der Beschwerdeführerin 2 am Einbau eines Personenaufzugs gilt Ähnliches wie bei den erwähnten Interessen an der Verlegung des Rollstuhlbereichs (vgl. E. 9.3.1 hiervor). Es kann deshalb weitgehend auf die entsprechenden Ausführungen verwiesen werden. Er gänzend anzufügen bleibt, dass sich die festgestellten B e- nachteiligungen beim Zugang zum Speisewagen im Vergleich zu denjeni- gen im Zusammenhang mit dem geplanten Rollstuhlbereich potenziell auf eine grössere Anzahl von Behinderten auswirken könnten. Denn betroffen wären nicht mehr ausschliesslich Rollstuhlfahrer, sondern zusätzlich auch noch die Personen mit einer starken Gehbehinderung. In dieser Hinsicht besteht somit ein etwas erhöhtes Interesse am beantragten Einbau eines Personenlifts. Umgekehrt verhält es sich hingegen bezüglich der Kriterien nach Art. 6 Abs. 1 Bst. a und b BehiV. Da dem Speisewagen im Vergleich zum allgemeinen Fahrgastbereich eine weniger zentrale Bedeutung z u- kommt und entsprechend auch von einer geringeren Anzahl Personen frequentiert sein wird, fallen die entsprechenden Interessen am Einbau eines Aufzugs weniger ins Gewicht als diejenigen an der Verlegung des Rollstuhlbereichs. 10.2.3 Hinsichtlich der Interessen der Beschwerdegegnerin ist zunächst in Betracht zu ziehen, dass bis jetz t offenbar noch kein Personenlift en t- wickelt wurde, der in einem Zug mit Wankkompensation funktionieren würde. Die Beschwerdeführerin 2 stellt dies nicht in Abrede, erachtet aber den Einbau eines Personenaufzugs als technisch machbar. Soweit sie A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 31 dazu auf d ie Materialaufzüge in den vor mehreren Jahren in Betrieb g e- nommenen Doppelstockzügen verweist, lässt sich daraus kein verwertba- rer Schluss zur technischen Machbarkeit eines Personenlifts ziehen. Ein solcher hätte nämlich in verschiedener Hinsicht – so etwa bezüglich der Sicherheit und der Grösse – höhere bzw. andere Anforderungen zu erfül- len als die zum Transport der Minibar dienenden Aufzüge in den best e- henden Doppelstockzügen. Ob diese Anforderungen allesamt erfüllbar wären, erscheint zweifelhaft. Denn ei n Personenaufzug wäre auf eine lichte Höhe von mindesten 1.90 m auszulegen, damit Mobilitätsbehinde r- te aufrecht stehen könnten. Dies hätte – wie die Beschwerdegegnerin nachvollziehbar vorbringt – zur Folge, dass der Lift oben und unten aus dem Profil des W agens hinausragen und deshalb kaum zugelassen wü r- de. Da bisher kein Personenlift für die Benutzung in einem Zug mit Wank- kompensation entwickelt wurde und die technische Machbarkeit nicht o f- fensichtlich zu bejahen ist, hat die Beschwerdegegnerin ein verstän dli- ches und gewichtiges Interesse daran, dass die beantragte Massnahme nicht angeordnet wird. Ferner ist gestützt auf die vernehmlassungsweise Angabe der Vorinstanz zu beachten, dass ein Personenlift aus Sicherheitsgründen nur während des Stillstands des Fahrzeugs betrieben werden dürfte. Dies erscheint aufgrund der im IC200 vorgesehenen Wankkompensation nachvollzie h- bar und lässt sich mit Blick auf das besondere Fachwissen der Vorinstanz in Fragen der Verkehrs - und Betriebssicherheit nicht ernsthaft in Zwe ifel ziehen (vgl. zum "technischen Ermessen" der Vorinstanz: E. 7 hiervor). Wenn nun aber die Benutzung des Lifts auf die Haltezeiten an den Bah n- höfen beschränkt wäre, hätte dies zur Folge, dass ein möglichst schneller und reibungsloser Fahrgastwechsel erschwert würde. Denn während des Lifteinsatzes wäre der Personenfluss im Ober- und Untergeschoss genau in derjenigen Zeit blockiert, in welcher die freie Zirkulation am wichtigsten wäre. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht vorbringt, würde ein e r- schwerter und verlangsamter Fahrgastwechsel den im "Angebotskonzept Bahn 2030" geplanten Abfertigungszeiten von drei Minuten entgegenst e- hen, was erhebliche betriebliche Konsequenzen insbesondere hinsichtlich der Einhaltung des Fahrplans nach sich ziehen könnte. Damit würde letzt- lich nicht nur die Betriebsplanung, sondern auch das Ziel, die Kapazitäten zu erhöhen, in Frage gestellt. Vor diesem Hintergrund hat die Beschwe r-A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 32 degegnerin verständlicherweise ein erhebliches Interesse daran, dass der beantragte Einbau eines Personenaufzugs nicht angeordnet wird. Weiter ist zu berücksichtigen, dass die Anordnung der beantragten Mass- nahme beträchtliche finanzielle Folgen für die Beschwerdegegnerin hätte. Da bisher kein Personenlift für die Benutzung in einem Zug mit Wan k- kompensation entwickelt wurde, wären – wie die Beschwerdegegnerin zu Recht geltend macht – zunächst Machbarkeitsstudien, gefolgt von Ing e- nieurarbeiten notwendig. Alsdann müssten die einzelnen Aufzüge für die 20 Fahrzeuge produziert und verschiedenen Funktionsprüfung en unte r- zogen werden. Dass für die Entwicklung und Produktion der Aufzüge Kosten im zweistelligen Millionenbereich entstehen könnten, erscheint plausibel, ist letztlich aber hypothetisch. Auch wenn der Kostenaufwand nicht genau abgeschätzt werden kann, ste ht immerhin fest, dass dieser erheblich ins Gewicht fallen würde und – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin 2 – bei der Interessenabwägung zu berücksichtigen ist. Denn die erwähnten Entwicklungs - und Produktionskosten wären auch entstanden, wenn der Aufzug bereits im Gesuch um Genehmigung des Pflichtenhefts und der Typenskizzen enthalten gewesen wäre; es würde sich nicht um nachträgliche Anpassungskosten handeln, die einzig aufgrund des mangelhaften Genehmigungsgesuchs entstehen würden (vgl. dazu E. 9.3.3 hiervor). 10.2.4 Die Abwägung der sich gegenüberstehenden Interessen ergibt, dass der mit der Anordnung des Lifteinbaus zu erwartende Nutzen für die Rollstuhlfahrer und die Personen mit einer starken Gehbehinderung in e i- nem Missverhältnis zu den d amit verbundenen Nachteilen für die B e- schwerdegegnerin stehen würde. Die sicherheitstechnischen, betriebl i- chen und wirtschaftlichen Interessen der Beschwerdegegnerin sind be- reits je einzeln äusserst gewichtig und führen in ihrer Gesamtheit betrach- tet ohne weiteres zum Ergebnis, dass die Anordnung der beantragten Massnahme unverhältnismässig wäre. Dazu kommt, dass auch im öffen t- lichen Interesse liegende sicherheitsrelevante Aspekte, wie beispielswe i- se eine erschwerte Evakuation von Mobilitätsbehinderten und Personen im Rollstuhl, den Lifteinbau in Frage stellen. Ob es – wie die Beschwe r- degegnerin vorbringt – aus Sicherheitsgründen nicht möglich wäre, eine für die internationale Interoperabilität vorausgesetzte Zulassung des Lifts in der Schweiz, Österreich un d Deutschland zu erhalten, braucht nicht A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 33 abschliessend geklärt zu werden, weil vorliegend ohnehin davon abzus e- hen ist, den beantragten Lifteinbau anzuordnen. Auf die von der B e- schwerdegegnerin in diesem Zusammenhang gestellten Beweisanträge kann deshalb in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 136 I 229 E. 5.3, 134 I 140 E. 5.3, je mit Hinweisen). 10.3 Weil nach dem Gesagten aus Verhältnismässigkeitsgründen davon abzusehen ist, den beantragten Personenaufzug bzw. die Unterlassung der festgest ellten Benachteiligungen anzuordnen, ist die Beschwerd e- gegnerin zu verpflichten, eine angemessene Ersatzlösung anzubieten (Art. 12 Abs. 3 BehiG). Die von der Vorinstanz genehmigten Unterlagen (Pflichtenheft und Typenskizze zum IC200) sehen im Unterdeck des Speisewagens einen bedienten und sich am Restaurantdesign orienti e- renden Verpflegungsbereich vor, der sowohl für Rollstuhlfahrer als auch für anderweitig Gehbehinderte zugänglich und benutzbar sein soll. Diese Verpflegungszone mit rollstuhlgängiger Univer saltoilette stellt eine ang e- messene und rechtsgenügliche Ersatzlösung im Sinn von Art. 12 Abs. 3 BehiG dar und lässt sich nicht beanstanden. Daran ändert sich nichts, wenn sie entsprechend der mit Stellungnahme vom 8. September 2011 eingereichten Typenskiz ze lediglich noch über zwei (anstelle der u r- sprünglich geplanten drei) Rollstuhlplätze verfügen würde. Denn eine so l- che Reduktion ist mit Blick auf die anzuordnende Verlegung des eigentl i- chen Rollstuhlbereichs in einen dem Speisewagen benachbarten Wagen (vgl. E. 9.4 hiervor) gerechtfertigt und angemessen. 10.4 Bezüglich des zweiten Streitpunkts kann zusammenfassend fes t- gehalten werden, dass der Zugang zum Speisewagen im Oberdeck des IC200 zwar grundsätzlich sowohl nach Art. 48.3 Ziff. 13 AB-EBV als auch nach dem BehiG zu gewährleisten wäre (vgl. E. 10.2 hiervor), vorliegend jedoch von der Anordnung des beantragten Personenaufzugs aus Ve r- hältnismässigkeitsgründen abzusehen ist (vgl. E. 10.2.4 hiervor). Als E r- satzlösung im Sinn von Art. 12 Abs. 3 BehiG hat die Beschwerdegegnerin aber die geplante rollstuhlgängige Verpflegungszone im Unterdeck des Speisewagens unter Beibehaltung von zwei Rollstuhlplätzen und der roll- stuhlgängigen Universaltoilette umzusetzen (vgl. E. 10.3 hiervor). Auf- grund des Gesagten hat die Vorinstanz das Pflichtenheft bzw. die Typen- skizze zum IC200 insoweit zu Recht genehmigt, als darin kein Aufzug zum Speisewagen im Oberdeck des Fahrzeugs vorgesehen ist. A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 34 11. 11.1 Zusammengefasst ist festzuhalten, dass die angefochtene Verf ü- gung vom 12. Januar 2011 in (teilweiser) Gutheissung der Beschwerden insoweit aufzuheben ist, als die Vorinstanz den gemäss Pflichtenheft und Typenskizze zum IC200 vorgesehenen Rollstuhlbereich genehmigt hat. Die Beschwerdegegnerin ist zu verpflichten, den Rollstuhlbereich (mit drei Stellplätzen gemäss Art. 48.3 Ziff. 13 AB-EBV und einer rollstuhlgängigen Universaltoilette) entsprechend der mit Stellungnahme vom 8. September 2011 eingereichten Typenskizze in einen dem Speisewagen benachba r- ten Wagen zu verlegen und gleichzeitig die Verpflegungszone im Unte r- deck des Speisewagens mit zwei Rollstuhlplätzen und einer rollstuhlgän- gigen Universaltoilette beizubehalten. Soweit die Beschwerdeführerin 2 zusätzlich einen Personenaufzug zum Speisewagen im Oberdeck des Fahrzeugs beantragt hat, ist ihre B e- schwerde abzuweisen. Trotzdem werden die geplanten FV -Dosto in ve r- schiedener Hinsicht zu einer klaren Verbesserung für die behinderten Reisenden führen (vgl. dazu Bst. F des Sachverhalts) . Die Fahrzeuge sind insgesamt als behindertenfreundlich zu qualifizieren und werden den Behinderten – in Nachachtung des Geset zeszwecks (Art. 1 BehiG) – die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben wesentlich erleichtern. 12. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gilt die Beschwerdeführerin 1 als vollständig und die Beschwerdeführerin 2 als teilweise obsiegend. Weil die Geltendmachung von Rechtsansprüchen nach Art. 7 und 8 BehiG un- entgeltlich ist (Art. 10 Abs. 1 BehiG) und keine mutwillige oder leichtsinn i- ge Beschwerdeführung vorliegt (Art. 10 Abs. 2 BehiG), sind kein e Verfah- renskosten aufzuerlegen (BVGE 2008/58 E. 12) . Die von den Beschwe r- deführerinnen geleisteten Kostenvors chüsse in der Höhe von je Fr. 1'500.-- sind diesen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden U r- teils zurückzuerstatten. 13. Die vollständig obsiegende Beschwerdeführerin 1 hat, da sie nicht a n- waltlich vertreten ist, keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 35 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwa l- tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Sowohl die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin 2 als auch die a n- waltlich vertretene Beschwerdegegnerin gelten als teilweise obsiegend, wobei das Verhältnis zwischen Obsiegen und Unterliegen ausgeglichen ist. Es rechtfer tigt sich deshalb, die Parteientschädigungen wettzuschl a- gen (Art. 64 Abs. 1 und 3 VwVG). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Das Beschwerdeverfahren wird in Bezug auf die Anträge 1.2 bis 1.11, 2 und 3.1 der Beschwerdeführerin 1 sowie die Anträg e 2.1 bis 2.10 und 3.1 bis 3.4 der Beschwerdeführerin 2 als gegenstandslos geworden a b- geschrieben. 2. Der Antrag 4 der Beschwerdeführerin 2, wonach ein Personenaufzug zum Speisewagen im Oberdeck des IC200 einzubauen sei, wird abgewiesen. 3. Im Übrigen werden d ie Beschwerden im Sinn der Erwägungen gutge- heissen, und die angefochtene Verfügung vom 12. Januar 2011 wird i n- soweit aufgehoben, als die Vorinstanz den gemäss Pflichtenheft und T y- penskizze zum IC200 vorgesehenen Rollstuhlbereich genehmigt hat. 4. Es werden k eine Verfahrenskosten erhoben. Die von den Beschwerd e- führerinnen geleisteten Kostenvorschüsse von je Fr. 1'500. -- werden ih- nen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. Hierzu haben sie dem Gericht ihre Kontonummer bekannt zu geben oder einen Einzahlungsschein zuzustellen. 5. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. A-1130/2011, A-1133/2011 Seite 36 6. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerinnen (Gerichtsurkunde) – die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. 421.1/2011-01-07/170; Einschreiben) – das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Christoph Bandli Toni Steinmann Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Frist steht still vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern (Art. 46 Abs. 1 Bst. a BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefoch- tene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit si e der Beschwerdefüh- rer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: