<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00048</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205189&amp;W10_KEY=4467138&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00048</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 29.06.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Neubau von drei Mehrfamilienhäusern; Erschliessung des Baugrundstücks.<br/><br/>Das streitbetroffene Grundstück ist von zwei Seiten her zugänglich. Bei dieser Ausgangslage ist die Bauherrschaft bei der Wahl des Zugangs grundsätzlich frei, sofern der bevorzugte Zugang neben der Erschliessung der in seinem Einzugsgebiet noch vorhandenen Baulandreserven auch den durch das Bauvorhaben ausgelösten zusätzlichen Verkehr aufzunehmen vermag. Da der Ausbau der vorgesehenen Zufahrt diese Voraussetzungen nicht erfülle, hat die Vorinstanz ihn als ungenügend betrachtet (E. 3.2).<br/>Die Vorinstanz hat die Verhältnisse zutreffend gewürdigt und ist überdies zu Recht nicht von einer guten Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr ausgegangen. Sie hat in ihren Erwägungen jedoch nicht berücksichtigt, dass für die geplante Zufahrt eine Tempo-30-Zone signalisiert ist. Eine solche Anordnung vermag indessen den gebotenen Fussgängerschutz nicht zu ersetzen. Besondere Gründe, welche Erleichterungen gegenüber den technischen Anforderungen der Zugangsnormalien ermöglichen, sind nicht ersichtlich. Die Zufahrt in die geplante Tiefgarage erscheint auch von der anderen Zufahrtsstrasse her als machbar (E. 3.3).<br/><br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)">ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FUSSGÃNGERSCHUTZ">FUSSGÃNGERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEHWEG">GEHWEG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHER VERKEHR">ÃFFENTLICHER VERKEHR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSSICHERHEIT">VERKEHRSSICHERHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUFAHRTSSTRASSE">ZUFAHRTSSTRASSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUGÃNGLICHKEIT">ZUGÃNGLICHKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUGANGSNORMALIEN">ZUGANGSNORMALIEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 237 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 22a SSV</span><br/><span class="ungerade">§ 12 Zugangsnormalien</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Am 17. November 2003 erteilte der Gemeinderat Horgen der A AG die Bewilli<span class="UrteilstextChar">gung fÃ¼r eine ArealÃ¼berbauung mit drei MehrfamilienhÃ¤usern und einer Unterniveaugarage auf</span> dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 an der T-Strasse in Horgen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Baurekurskommission II hiess am 14. Dezember 2004 einen von verschiedenen Nachbarn erhobenen Rekurs gut und hob die angefochtene Bewilligung auf.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 1. Februar 2005 liess die A AG dem Verwaltungsgericht Aufhebung des Rekursentscheids und BestÃ¤tigung der Baubewilligung unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen beantragen.</p> <p class="Urteilstext">Der Gemeinderat Horgen schloss am 2. MÃ¤rz 2005 auf Gutheissung der Beschwerde. Die Vorinstanz am 4. MÃ¤rz und die private Beschwerdegegnerschaft am 7. April 2005 beantragten je Abweisung der Beschwerde, Letztere zudem die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig fÃ¼r die Behandlung der Beschwerde gegen einen Entscheid der Baurekurskommission II. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf das rechtzeitig erhobene Rechtsmittel einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Baurekurskommission hat die Baubewilligung fÃ¼r die Mehrfamilienhaus-Ãberbauung mit der BegrÃ¼ndung aufgehoben, die T-Strasse stelle keine hinreichende Zufahrt im Sinn von § 237 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) dar. Zwar kÃ¶nne dem amtlichen Quartierplan "T-Strasse", der am 23. Februar/28. September 1998 festgesetzt und am 6. Januar 1999 genehmigt worden ist, keine eindeutige Aussage zur Erschliessung des BaugrundstÃ¼cks entnommen werden; weder ergebe sich daraus die UnzulÃ¤ssigkeit der Erschliessung Ã¼ber die T-Strasse, noch werde eine solche durch den Quartierplan empfohlen. Fest stehe jedoch, dass der Quartierplan die Erschliessung des BaugrundstÃ¼cks auch unter Ausklammerung der seeseitig des GrundstÃ¼cks verlaufenden T-Strasse einwandfrei gelÃ¶st habe, indem mit der U-Strasse, die das GrundstÃ¼ck bergseitig erschliesse, eine hinreichende Zufahrt zur VerfÃ¼gung stehe. Entscheidend sei jedoch, dass der zumindest im vorderen Abschnitt ungenÃ¼gende Ausbau der T-Strasse und die verkehrssicherheitsmÃ¤ssig bedenkliche EinmÃ¼ndung in die V-Strasse schon die Erschliessung der bereits bestehenden Bauten nur knapp gewÃ¤hrleisteten. Trotzdem mÃ¼sse hingenommen werden, dass auch noch die acht zusÃ¤tzlichen Wohneinheiten, die in seinem Einzugsgebiet noch erstellt werden kÃ¶nnten und zwingend auf diese Erschliessung angewiesen seien, Ã¼ber die T-Strasse erschlossen wÃ¼rden. Keinesfalls zulÃ¤ssig sei es dagegen, Ã¼ber diese Strasse auch die 15 Wohneinheiten der geplanten Ãberbauung zu erschliessen, fÃ¼r die mit der U-Strasse eine anderweitige Zufahrt zur VerfÃ¼gung stehe. Dass diese ErschliessungslÃ¶sung weniger vorteilhaft sei, rechtfertige keine andere Betrachtungsweise; wegen der geringen Hangneigung sei die bergseitige Erschliessung ohne weiteres machbar.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin weist daraufhin, dass ihr GrundstÃ¼ck von zwei Seiten her erschlossen sei und dass ihr deshalb die Wahl zustehe, von welcher Strasse her die Zufahrt erfolgen solle. Diese WahlmÃ¶glichkeit kÃ¶nne nur eingeschrÃ¤nkt werden, wenn die gewÃ¤hlte Variante den gesetzlichen Anforderungen nicht genÃ¼ge. Das mÃ¼sse umso eher gelten, wenn wie hier die topografischen VerhÃ¤ltnisse fÃ¼r die Zufahrt von der tiefer liegenden T-Strasse sprÃ¤chen, weil damit ein aufwÃ¤ndiges und immissionstrÃ¤chtiges Rampenbauwerk vermieden werden kÃ¶nne. Der Ausbau der T-Strasse genÃ¼ge den Anforderungen an eine Zufahrtstrasse im unteren Anwendungsbereich gemÃ¤ss den Zugangsnormalien vom 9. Dezember 1987 (LS 700.5). Entgegen der Auffassung der Vorinstanz genÃ¼ge hier ein dem unteren Anwendungsbereich entsprechender Ausbau; bei der relativ geringfÃ¼gigen Ãberschreitung der Grenze von 30 Wohneinheiten fÃ¼r den unteren Anwendungsbereich sei es angesichts der UmstÃ¤nde unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, einen dem oberen Anwendungsbereich entsprechenden Ausbau zu verlangen. Das gelte besonders hier, wo in einem amtlichen Quartierplanverfahren die umstrittene Zufahrtsstrasse auf 60 Wohneinheiten ausgerichtet worden sei und diese Zahl auch unter Beachtung der vorhandenen Baulandreserven nicht erreicht werden kÃ¶nne. Die Vorinstanz gehe fÃ¤lschlicherweise davon aus, dass die Bushaltestelle 500 m entfernt sei und nur zweimal pro Stunde bedient werde. Die meisten Liegenschaften an der T-Strasse lÃ¤gen in einem Umkreis von 300 m zur Bushaltestelle W, welche in den Hauptverkehrszeiten mit vier Kursen pro Stunde in jede Richtung bedient werde. Dass im vorderen Abschnitt statt eines Trottoirs nur eine gelbe Markierung angebracht sei, stelle angesichts der signalisierten Tempo-30-Zone keinen Mangel dar. Nachdem die Kantonspolizei die EinmÃ¼ndung der T-Strasse in die V-Strasse als ausreichend beurteilt habe, sei die Zufahrt auch insofern als genÃ¼gend zu beurteilen.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>§ 236 Abs. 1 PBG verlangt unter dem Titel "Erschliessung", dass ein GrundstÃ¼ck fÃ¼r die darauf vorgesehenen Bauten und Anlagen genÃ¼gend zugÃ¤nglich sein muss. Hinreichende ZugÃ¤nglichkeit bedingt in tatsÃ¤chlicher Hinsicht eine der Art, Lage und Zweckbestimmung der Bauten und Anlagen entsprechende Zufahrt fÃ¼r Fahrzeuge der Ã¶ffentlichen Dienste und der BenÃ¼tzer (§ 237 Abs. 1 PBG). Zufahrten sollen fÃ¼r jedermann verkehrs­sicher sein. Der Regierungsrat erlÃ¤sst Ã¼ber die Anforderungen Normalien (§ 237 Abs. 2 PBG). Diese sind richtunggebend, indem sie zeigen, was Fachleute bei durchschnittlichen Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnissen fÃ¼r angemessen halten (RB 1984 Nr. 100 = BEZ 1985 Nr. 5, mit Hinweisen auf frÃ¼here Entscheide).</p> <p class="Urteilstext">Von diesen technischen Anforderungen, wie sie fÃ¼r Ausfahrten im Anhang zur Verkehrssicherheitsverordnung vom 15. Juni 1983 (LS 722.15) und fÃ¼r den Strassenausbau in den Zugangsnormalien festgehalten sind, kÃ¶nnen gestÃ¼tzt auf § 360 Abs. 3 PBG aufgrund der tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse Erleichterungen gewÃ¤hrt werden (VGr, 18. August 2004, BEZ 2004 Nr. 64; 27. September 1988, VB 88/0078; zu § 11 Zugangsnormalien vgl. RB 1988 Nr. 74 = BEZ 1988 Nr. 45; VGr, 5. Oktober 1998, VB.1998.00154; 26. November 1997, VB.1997.00131 und 132).</p> <p class="Urteilstext">Bei der GewÃ¤hrung solcher Erleichterungen kommt den Gemeinden ein von den Rekursinstanzen zu beachtender Ermessensspielraum zu (RB 1986 Nr. 13). Diese prÃ¼fen, ob die GemeindebehÃ¶rde, den ihr eingerÃ¤umten Ermessenspielraum nicht Ã¼berschritten hat, das heisst im vorliegenden Zusammenhang insbesondere, ob die bewilligte ErschliessungslÃ¶sung als verkehrssicher und unter dem Gesichtswinkel der ZweckmÃ¤ssigkeit als vertretbar erscheint. Das Verwaltungsgericht hat im Rahmen seiner gemÃ¤ss § 50 VRG eingeschrÃ¤nkten PrÃ¼fungsbefugnis unter anderem zu beurteilen, ob die Rekursinstanz den Gemeindeentscheid mit der gebotenen ZurÃ¼ckhaltung geprÃ¼ft hat.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Hier kann das BaugrundstÃ¼ck, das zwischen T-Strasse und U-Strasse eine Tiefe von ca. 80 m aufweist, Ã¼ber jede dieser beiden Strassen erreicht werden. Dem Quartierplan kann, wie die Baurekurskommission zutreffend erwogen hat, keine eindeutige Festlegung entnommen werden, dass die Erschliessung des GrundstÃ¼cks nicht Ã¼ber die T-Strasse erfolgen dÃ¼rfe. Der Bauherrschaft steht es deshalb frei, das BaugrundstÃ¼ck vollstÃ¤ndig Ã¼ber die T-Strasse zu erschliessen, sofern dieser neben der Erschliessung der in seinem Einzugsgebiet noch vorhandenen Baulandreserven auch diesen zusÃ¤tzlichen Verkehr aufzunehmen vermag (VGr, 17. Dezember 2003, BEZ 2004 Nr. 2).</p> <p class="Urteilstext">Nach den ErwÃ¤gungen der Vorinstanz ist diese Voraussetzung bei der T-Strasse nicht erfÃ¼llt, weil sein Ausbau im vorderen Abschnitt sowie die EinmÃ¼ndung in die V-Strasse bereits fÃ¼r die Erschliessung der heute bestehenden 33 Wohneinheiten nur knapp genÃ¼gten. Es sei deshalb zwar hinzunehmen, dass die auf den vorhandenen Landreserven mÃ¶glichen weiteren 8 Wohneinheiten, die Ã¼ber keine andere Zufahrt verfÃ¼gten, noch Ã¼ber die T-Strasse erschlossen wÃ¼rden, nicht jedoch die 15 geplanten, die mit der U-Strasse anderweitig Ã¼ber eine hinreichende Zufahrt verfÃ¼gten.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Diese WÃ¼rdigung ist insofern zutreffend, als bereits mit den bestehenden 33 Wohneinheiten die KapazitÃ¤t einer Zufahrtsstrasse im unteren Anwendungsbereich gemÃ¤ss Anhang "Technische Anforderungen" der Zugangsnormalien knapp und mit den zukÃ¼nftig mÃ¶glichen 56 Wohneinheiten deutlich Ã¼berschritten ist. Sodann ist die Vorinstanz zu Recht nicht von einer guten Erschliessung mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr ausgegangen (vgl. VGr, 18. Dezember 2001, BEZ 2002 Nr. 5): Das BaugrundstÃ¼ck und ein erheblicher Teil der von der T-Strasse erschlossenen GrundstÃ¼cke liegen deutlich mehr als 300 m Fussdistanz von der Bushaltestelle W (Endstation) entfernt, die vom Ortsbus 134 von Montag bis Samstag tagsÃ¼ber durchgehend zweimal stÃ¼ndlich und vom Ortsbus 135 werktags zwischen 07.00 und 08.30 Uhr sowie zwischen 16.30 und 18.00 Uhr zusÃ¤tzlich zweimal stÃ¼ndlich bedient wird. Bei einer solchen Entfernung zur Haltestelle und dieser geringen Kursfrequenz liegt keine gute Erschliessung vor.</p> <p class="Urteilstext">In ihren ErwÃ¤gungen nicht berÃ¼cksichtigt hat die Baurekurskommission, dass fÃ¼r die T-Strasse eine Tempo-30-Zone im Sinn von Art. 22a der Signalisationsverordnung vom 5. September 1979 (SR 741.21) signalisiert ist, welche ein besonders vorsichtiges und rÃ¼cksichtsvolles Fahren verlangt. Eine solche Anordnung vermag indessen den gebotenen FussgÃ¤ngerschutz nicht zu ersetzen. So ist es gemÃ¤ss § 12 Zugangsnormalien zwar zulÃ¤ssig, dass im Interesse der Verkehrsberuhigung durch VerkehrsfÃ¼hrung und bauliche Ge­staltung der ZugÃ¤nge die Fahrzeuglenker zu zurÃ¼ckhaltender Fahrweise gezwungen werden (Abs. 1); die Festlegungen Ã¼ber die Trennung des FussgÃ¤nger- und Fahrverkehrs bleiben jedoch ausdrÃ¼cklich vorbehalten (Abs. 2). Daraus ist zu schliessen, dass auf den gebotenen FussgÃ¤ngerschutz auch dann nicht zu verzichten ist, wenn die Verkehrsberuhigung durch die Signalisation einer Tempo-30-Zone erfolgt. Eine solche soll die Verkehrssicherheit verbessern und nicht den Verzicht auf den durch die Zugangsnormalien gebotenen FussgÃ¤ngerschutz rechtfertigen, der bei Zufahrtsstrassen im oberen Anwendungsbereich die Erstellung eines Gehwegs erfordert. Das gilt besonders hier, wo dem betroffenen Strassenabschnitt unbestrittenermassen eine gewisse Bedeutung als FussgÃ¤ngerverbindung und Spazierweg zukommt.</p> <p class="Urteilstext">Besondere GrÃ¼nde, welche Erleichterungen gegenÃ¼ber den technischen Anforderungen der Zugangsnormalien ermÃ¶glichen, sind hier nicht ersichtlich. Das BaugrundstÃ¼ck fÃ¤llt zwar zur T-Strasse hin leicht ab. Die Topografie ist aber nach den unbestritten gebliebenen Darlegungen der fachkundigen Vorinstanz nicht so, dass die Zufahrt in eine Tiefgarage von der U-Strasse her als nicht machbar erscheint.</p> <p class="Urteilstext">Ist damit wegen des fehlenden FussgÃ¤ngerschutzes die ErschliessungskapazitÃ¤t der T-Strasse beschrÃ¤nkt und wird diese bereits durch diejenigen Liegenschaften ausgeschÃ¶pft, welche auf der T-Strasse als Zufahrt zwingend angewiesen sind, so ist es nicht rechtsverletzend, wenn die Baurekurskommission der T-Strasse nicht als hinreichende Zufahrt zur geplanten, Ã¼ber die U-Strasse erschliessbaren Ãberbauung gewÃ¼rdigt hat.</p> <p class="Urteilstext">Erweist sich der Rekursentscheid schon aufgrund des fehlenden FussgÃ¤ngerschutzes im vorderen Bereich der T-Strasse als rechtens, kann offen bleiben, ob die EinmÃ¼ndung in die V-Strasse den Anforderungen der Verkehrssicherheit genÃ¼gt.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde erweist sich damit als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen. AusgangsgemÃ¤ss sind die Verfahrenskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG), die Ã¼berdies zu einer angemessenen ParteientschÃ¤digung an die Beschwerdegegnerschaft zu verpflichten ist (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG; § 12 GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997, LS 175.252). Als angemessen erweisen sich im vorliegenden Fall Fr. 800.- (Mehrwertsteuer inbegriffen).</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 6'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 6'090.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird zu einer ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 800.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) an die Beschwerdegegnerschaft verpflichtet, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft des Entscheids.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>