<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00379</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106512&amp;W10_KEY=13013576&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00379</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 06.02.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Ausschluss aus der Jagdberechtigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Einem durch Strafbefehl wegen Begünstigung durch Verschweigen eines Jagdvergehens mit sieben Tagen Gefängnis bedingt bestraften Jagdaufseher ist der Jagdpass ohne Rechtsverletzung für drei Jahre entzogen worden. Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts gegeben; Anwendbarkeit kantonalen Rechts; kein weiterer Schriftenwechsel (E. 1). Gründe für ein Abweichen der Verwaltungsbehörden vom rechtskräftigen Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft sind nicht gegeben; zum Vergehen des Beschwerdeführers in jagdlicher Hinsicht; keine Selbstbegünstigung bzw. entschuldbare Begünstigung wegen naher Beziehung zum Begünstigten (E. 2). Der Entzug des Jagdpasses für drei Jahre erweist sich als verhältnismässig (E. 3). Keine Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften (E. 4). Die geringfügige Änderung der erstinstanzlichen Verfügung durch den Rekursentscheid stellt den Beschwerdeführer kaum besser, weshalb dessen vollständige Belastung mit den Rekurskosten nicht zu beanstanden ist (E. 5). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGÃNSTIGUNG">BEGÃNSTIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTZUG">ENTZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: JAGD- UND FISCHEREIRECHT">JAGD- UND FISCHEREIRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: JAGDAUFSEHER">JAGDAUFSEHER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: JAGDPASS">JAGDPASS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTBEGÃNSTIGUNG">SELBSTBEGÃNSTIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFBEFEHL">STRAFBEFEHL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Ãbrige Rechtsgebiete UR: Straf- und Strafprozessrecht ST: STRAFRECHT, BESONDERER TEIL">STRAFRECHT, BESONDERER TEIL</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 11 lit. II JagdG</span><br/><span class="gerade">§ 11 lit. Ik JagdG</span><br/><span class="ungerade">§ 54 JagdG</span><br/><span class="gerade">Art. 305 StGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2002 Nr. 66 S. 161</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A bestand im Jahr 1994 die JagdprÃ¼fung. Mit einem befreundeten Ã¤lteren JÃ¤ger Ã¼bte er fortan die Jagd aus und war mehrmals als Jagdgast in dessen Revieren tÃ¤tig. Darauf aufmerksam gemacht, dass in X ein Jagdaufseher gesucht werde, bewarb sich A um diese An­stellung und wurde von der Jagdgesellschaft X eingestellt. Die Vereidigung als Jagdaufseher nahm der Statthalter des Bezirkes Y am 30. September 1999 vor. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aufgrund der dramatischen Wildschadensituation durch ansteigenden Schwarzwild­bestand (Wildschweine) erliess die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons ZÃ¼rich Ã¼ber das Amt fÃ¼r Landschaft und Natur (Fischerei- und Jagdverwaltung) mit VerfÃ¼gung vom 15. Fe­bruar 2000 besondere jagdliche Massnahmen zur Reduktion des Schwarzwildbestandes. Unter anderem wurde die Schonzeit, ausgenommen fÃ¼r fÃ¼hrende Bachen, verkÃ¼rzt. Der Ab­schuss von Frischlingen aus Rotten heraus sowie von ÃberlÃ¤ufern bis 50 kg in der freien Flur wurde wÃ¤hrend der Schonzeit (16. Februar bis 15. Juni) erlaubt; davon ausgenommen waren wiederum fÃ¼hrende Frischlings- und ÃberlÃ¤uferbachen sowie generell Einzeltiere.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wegen Klagen Ã¼ber WildschweinschÃ¤den, insbesondere einer Sammelbeschwerde zahlreicher Landwirte im Revier X, sowie nach einem Augenschein durch Verwalter C von der Fischerei- und Jagdverwaltung des Kantons ZÃ¼rich im Revier wurde die InaktivitÃ¤t der Jagdgesellschaft X beanstandet. Die Fischerei- und Jagdverwaltung setzte ihr mit Schreiben vom 19. Mai 2000 eine Frist bis 15. Juni 2000 an, um mindestens sechs Wildschweine zu erlegen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Sechs AbschÃ¼sse wurden vom damaligen Obmann D innert Frist gemel­det. Aufgrund verschiedener GerÃ¼chte, dass mindestens eine fÃ¼hrende Bache (Mutterschwein nach dem zweiten Jahr oder nach mindestens einem Wurf) erlegt worden sei, wurde die Fischerei- und Jagdverwaltung aktiv. Es ergab sich, dass der RevierpÃ¤chter und spÃ¤­tere Obmann (ab Juli 2000) E am 5. Juni 2000 eine fÃ¼hrende Bache erlegt hatte. Um sich Ãrger zu ersparen, hatte er den Jagdaufseher A beauftragt, die Zitzen (GesÃ¤uge) herauszuschneiden, was dieser ausfÃ¼hrte, damit beim Verkauf nicht bemerkt werde, dass es sich um ein Muttertier handelte. Der Abschuss vom 5. Juni 2000 wurde auf diese Weise als â im Rahmen der Sondermassnahmen gegen WildschweinschÃ¤den zulÃ¤ssiger â Abschuss eines ÃberlÃ¤ufers (Wild­schwein im zweiten Jahr) deklariert, ohne Hinweis darauf, dass es eine fÃ¼hrende <br/> Bache gewesen war. Eine Selbstanzeige von E oder die Anzeige dieses fehlbaren SchÃ¼tzen durch den Jagdaufseher A unterblieb. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft Y vom 14. September 2000 wurde A der BegÃ¼nstigung im Sinne von Art. 305 Abs. 1 des Strafgesetzbuches (StGB) schuldig gespro­chen und mit sieben Tagen GefÃ¤ngnis bestraft, deren Voll­zug fÃ¼r eine Probezeit von zwei Jahren bedingt aufgeschoben wurde. Eine von A dagegen erhobene Einsprache erwies sich als verspÃ¤tet, weshalb der Einzelrichter in Strafsachen am Bezirksgericht Y darauf mit VerfÃ¼gung vom 8. Dezember 2000 nicht eintrat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 12. April 2001 erÃ¶ffnete die Fischerei- und Jagdverwaltung gegen A infolge seiner Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe ein Administrativverfahren und hÃ¶rte ihn dazu am 31. Mai 2001 an. Mit VerfÃ¼gung vom 21. Juni 2001 schloss das Amt fÃ¼r Landschaft und Natur A ab 14. September 2000 fÃ¼r die Dauer von drei Jahren vom Besitz eines Jagdpasses aus. Den Jagdpass hatte A umgehend abzugeben; ausserdem entzog ihm das Amt in Dispositiv-Ziffer II seiner VerfÃ¼gung den JagdfÃ¤higkeitsausweis als Jagdaufseher. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Rekurs vom 23. Juli 2001 verlangte A die Aufhebung der VerfÃ¼gung vom 21. Juni 2001; eventualiter sei er fÃ¼r hÃ¶chstens ein Jahr vom Besitz eines Jagdpasses auszuschliessen und sei von weiteren administrativen Massnahmen abzusehen. Am 26. Oktober 2001 wies die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons ZÃ¼rich den Rekurs ab. Dispositiv-Ziffer II der VerfÃ¼gung vom 21. Juni 2001 wurde insofern geÃ¤ndert, als A nach Ablauf der Sperrfrist von drei Jahren die FÃ¤higkeits­prÃ¼fung als Jagdaufseher zu wiederholen hatte. Den Entzug des JagdfÃ¤higkeitsausweises erachtete die Rekursinstanz mangels gesetzlicher Grundlage als nicht zulÃ¤ssig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht vom 29. November 2001 verlangte A, es sei der Entscheid der Volkswirtschaftsdirektion vom 26. Oktober 2001 vollumfÃ¤nglich aufzuheben und das Hauptbegehren des Rekurses gutzuheissen, even­tualiter sei er vom Besitz des Jagdpasses fÃ¼r die Dauer von hÃ¶chstens einem Jahr auszuschliessen und sei von weiteren administrativen Massnahmen abzusehen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Volkswirtschaftsdirektion.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Schreiben vom 5. Dezember 2001 verzichtete die Volkswirtschaftsdirektion auf Vernehmlassung, wÃ¤hrend das Amt fÃ¼r Landschaft und Natur in der Beschwerdeant­wort vom 15./18. Januar 2002 Abweisung des Rechtsmittels beantragte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Vorab hat das Verwaltungsgericht Ã¼ber seine ZustÃ¤ndigkeit zu entscheiden (§ 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Im Streit liegt eine von der Volkswirtschaftsdirektion in Anwendung von § 11 Abs. 1 lit. k des Gesetzes Ã¼ber Jagd und Vogelschutz vom 12. Mai 1929 (JagdG) verfÃ¼gte Jagdsperre (Entzug des Jagdpasses) sowie die Verpflichtung zur Wiederholung der PrÃ¼fung als Jagdaufseher (§ 14<sup>bis </sup>JagdG in Verbindung mit §§ 8 und 9 Abs. 1 der Verordnung Ã¼ber die JÃ¤gerprÃ¼fung vom 3. Oktober 1979 [JÃ¤gerprÃ¼fungV]). Der Rekursentscheid der Volkswirtschaftsdirektion kann gestÃ¼tzt auf § 41 VRG mit Beschwerde angefochten werden. Ein Ausschlussgrund im Sinne der §§ 42 oder 43 VRG besteht nicht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Art. 3 Abs. 1 und 2 des eidgenÃ¶ssischen Jagdgesetzes vom 20. Juni 1986 (JSG) Ã¼berlÃ¤sst es den Kantonen, die Jagd zu regeln und zu planen. Insbesondere steht es den Kantonen zu, die Voraussetzungen fÃ¼r die Jagdberechtigung zu bestimmen, das Jagdsystem und -gebiet festzulegen und fÃ¼r eine wirkungsvolle Aufsicht zu sorgen. Art. 4 Abs. 1 JSG setzt eine kantonale Jagdberechtigung zur Jagd voraus. Die Jagdberechtigung wird davon abhÃ¤ngig gemacht, dass die Bewerber in einer vom Kanton festgelegten PrÃ¼fung die erforder­lichen Kenntnisse nachweisen (Art. 4 Abs. 2 JSG). Den Kantonen steht sodann das Recht zu, besondere Massnahmen zu ergreifen, um zu grosse BestÃ¤nde zu vermindern oder erheblichen Wildschaden zu vermeiden (Art. 5 Abs. 5, 12 Abs. 1 und 2 JSG; Art. 3<sup>bis</sup> Abs. 2 der eidgenÃ¶ssischen Jagdverordnung vom 29. Februar 1988 [JSV]). Schliesslich ob­liegt es den Kantonen, neben den bundesgesetzlich vorgesehenen weitere GrÃ¼nde fÃ¼r den Entzug der Jagdberechtigung sowie VerweigerungsgrÃ¼nde festzulegen (Art. 20 Abs. 1 und 3 JSG). Auf das vorliegende Verfahren findet daher kantonales Recht Anwendung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der Beschwerdegegner hat seiner Eingabe vom 15. Januar 2002 einige wenige Beilagen eingelegt, die sich indessen fÃ¼r die Entscheidfindung als nicht massgeblich erweisen. Auf einen weiteren Schriftenwechsel ist daher zu verzichten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der BeschwerdefÃ¼hrer macht zunÃ¤chst geltend, die VerwaltungsbehÃ¶rden seien nicht an den Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft Y vom 14. September 2000 gebunden. Der Strafrichter habe nicht beachtet, dass der Tatbestand von Art. 305 Abs. 1 StGB gar nicht erfÃ¼llt worden sei, da die Jagdverwaltung schon zehn Tage nach der Tat vom Vorfall Kenntnis gehabt und eine Strafuntersuchung eingeleitet habe. Weiter habe der Strafrichter die sehr enge Beziehung zwischen Jagdaufseher und RevierpÃ¤chter nicht beachtet, was eine Bestrafung ausgeschlossen hÃ¤tte (Art. 305 Abs. 2 StGB). Die VerwaltungsbehÃ¶rde sei zudem deswegen nicht an das Strafurteil gebunden, weil sie selber Beweise erhoben habe. Im Strafbefehl sei das SelbstbegÃ¼nstigungsprivileg nicht beachtet und damit eine rechtliche Frage nicht abgeklÃ¤rt worden. Ausserdem habe es am Vorsatz gefehlt. Wenn die Vorinstan­­zen das Strafurteil hinterfragt hÃ¤tten, hÃ¤tten sie erkannt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer gar nie hÃ¤tte verurteilt werden dÃ¼rfen. Ferner beantragt der BeschwerdefÃ¼hrer die Einvernahme diverser Zeugen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Nach § 11 Abs. 1 lit. k JagdG sind von der Pacht eines Jagdreviers und vom Besitz eines Jagdpasses Personen ausgeschlossen, die wegen eines Verbrechens oder wegen eines vorsÃ¤tzlich begangenen Vergehens zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden sind. Im Strafbefehl vom 14. September 2000 war der BeschwerdefÃ¼hrer der BegÃ¼nstigung im Sinne von Art. 305 Abs. 1 StGB schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von sieben Tagen verurteilt worden. BegÃ¼nstigung im Sinne von Art. 305 StGB stellt ein Vergehen dar (Art. 9 Abs. 2 StGB). Der Beschwerdegegner war daher grundsÃ¤tzlich zur VerfÃ¼gung von Administrativmassnahmen berechtigt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im Urteil vom 7. Juli 1993 (BGE 119 Ib 158), worauf sich auch der BeschwerdefÃ¼hrer beruft und welches den Fall eines FÃ¼hrerausweisentzuges betrifft, hatte das Bundesgericht allgemein festgestellt, dass im Interesse der Rechtssicherheit und der Rechtseinheit nicht ohne Not von den Feststellungen im Strafurteil abzuweichen sei. Denn in der WÃ¼rdigung des Tatbestandes sollten grundsÃ¤tzlich zwischen Verwaltung und Strafjustiz keine Dif­ferenzen bestehen, und es sei auch in ausgesprochenen ZweifelsfÃ¤llen wenn immer mÃ¶g­­lich das Strafurteil abzuwarten, bevor eine Administrativmassnahme verfÃ¼gt werde. Von den tatsÃ¤chlichen Feststellungen im Strafurteil dÃ¼rfe die VerwaltungsbehÃ¶rde nur dann abweichen, </span></p> <p class="Einzug1"><span>·<span> </span></span><span>wenn sie Tatsachen feststellt und ihrem Entscheid zugrunde legt, die dem Strafrichter unbekannt waren oder die er nicht beachtet hat;</span></p> <p class="Einzug1"><span>·<span> </span></span><span>wenn sie zusÃ¤tzliche Beweise erhebt, deren WÃ¼rdigung zu einem anderen Entscheid fÃ¼hrt, oder wenn die BeweiswÃ¼rdigung durch den Strafrichter den feststehenden Tatsachen klar widerspricht; wo keine zusÃ¤tzlichen Beweise erhoben werden, hat sich die VerwaltungsbehÃ¶rde grundsÃ¤tzlich an die WÃ¼rdigung des Strafrichters zu halten;</span></p> <p class="Einzug1"><span>·<span> </span></span><span>wenn der Strafrichter bei der Rechtsanwendung auf den Sachverhalt nicht sÃ¤mtliche Rechtsfragen abgeklÃ¤rt hat. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Bundesgericht hielt weiter fest, dass die VerwaltungsbehÃ¶rde insbesondere dann auf die Tatsachen im Strafurteil abzustellen habe, wenn dieses im ordentlichen Verfahren mit Ã¶ffentlicher Verhandlung unter AnhÃ¶rung der Parteien und Einvernahme von Zeugen ergangen sei, ausser es bestÃ¼nden klare Anhaltspunkte fÃ¼r die Unrichtigkeit dieser Tatsachenfeststellung (BGE 119 Ib 158 E. 2 c/aa und 3 c/aa).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Allerdings ist fraglich, ob diese Rechtsprechung hier Ã¼berhaupt zur Anwendung kommt, nachdem § 11 Abs. 1 lit. k JagdG Personen, die wegen eines vorsÃ¤tzlich begangenen Vergehens zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden sind, vom Besitz eines Jagdpasses ausschliesst. Die Frage kann indessen offen bleiben, da die zustÃ¤ndige Direktion nach § 11 Abs. 2 JagdG jedenfalls die Dauer der administrativen Sperrfrist im Einzelfall festzulegen hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Was der BeschwerdefÃ¼hrer vorbringt, ist nicht geeignet, um vom Strafbefehl vom 14. September 2000 und dem zugrundeliegenden Sachverhalt abzuweichen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Vorab ist kurz auf die Abnahme weiterer Beweise einzugehen, die vom Beschwer­defÃ¼hrer zur Untermauerung seines untadeligen Rufs als JÃ¤ger und Jagdaufseher ver­langt wird. Ob der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼ber einen derart untadeligen Ruf wie angegeben verfÃ¼ge, kann offen bleiben. Die Frage, ob er sich nach Art. 305 Abs. 1 StGB strafbar gemacht habe, hÃ¤ngt nicht von seinem Ruf, sondern von der ErfÃ¼llung des erforderlichen Tat­bestandes ab. In der Einvernahme vom 14. August 2000 durch die Kantonspolizei ZÃ¼rich gab er an, der Abschuss einer Bache sei zwar gemeldet worden, nicht aber, dass sie fÃ¼hrend gewesen sei. Weiter habe er deren Zitzen auf Anweisung von E "natÃ¼rlich" abgeschnitten, um zu verhindern, dass beim Verkauf des Tieres aufgefallen wÃ¤re, dass es ein Muttertier ge­wesen sei. Zwar sei er der verlÃ¤ngerte Arm der Jagdverwaltung. Er kÃ¶nne aber seinen Ar­beitgeber wegen des Abschusses einer fÃ¼hrenden Bache, deren Abschuss gewichtsmÃ¤s­sig zulÃ¤ssig gewesen wÃ¤re, nicht anzeigen. Deswegen habe er seinen Chef unterstÃ¼tzt. In der Befragung vor Bezirksanwalt vom 14. September 2000 bestÃ¤tigte der BeschwerdefÃ¼hrer diese Angaben. Zwar fÃ¼hrte er dort aus, er wisse auch nicht so genau, was zu tun sei, wenn eine fÃ¼hrende Bache erlegt worden sei, gestand aber ein, dass er den Abschuss einer fÃ¼hrenden Bache hÃ¤tte melden mÃ¼ssen. Sicher hÃ¤tte er dem betreffenden JÃ¤ger zuvor aber noch Zeit fÃ¼r eine Selbstanzeige eingerÃ¤umt. Da er aber der Meinung gewesen sei, dies gegen­Ã¼ber E nicht durchsetzen zu kÃ¶nnen, habe er das GesÃ¤uge weggeschnitten, damit das Tier nicht als fÃ¼hrende Bache erkannt werden kÃ¶nne, und keine Anzeige erstattet. Diesem klar auf die Vertuschung des Fehlschusses von E gerichteten Verhalten gegenÃ¼ber muss seine Aussage an der Befragung vom 31. Mai 2001, wonach er der Ansicht gewesen sei, E werde den Fehlschuss selber melden, als blosse Schutzbehauptung qualifiziert werden. Der BeschwerdefÃ¼hrer musste vielmehr von Anfang an da­von ausgehen, dass E keine Selbstanzeige machen wÃ¼rde. Es ist nun nicht einzusehen, inwiefern die Frage, ob der BeschwerdefÃ¼hrer als JÃ¤ger Ã¼ber einen tadellosen Ruf verfÃ¼ge, auf den zugestandenen Sachverhalt einen Einfluss haben kÃ¶nnte. Die Vorinstanz liess bei der Bemessung der Administrativmass­nahmen den Ruf des BeschwerdefÃ¼hrers als JÃ¤ger ausser Betracht. Da sich diese Mass­nahmen als angemessen erweisen (dazu hinten 3), braucht die Frage, welchen Ruf der BeschwerdefÃ¼hrer als JÃ¤ger und Jagdaufseher geniesst, nicht nÃ¤her geprÃ¼ft zu werden. Von einer Einvernahme der angerufenen Zeugen und der Ab­nahme weiterer Beweismittel ist daher abzusehen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Wie bereits die Vorinstanz ausfÃ¼hrte, hat sich die VerwaltungsbehÃ¶rde grundsÃ¤tzlich an die WÃ¼rdigung des Strafrichters zu halten, wenn sie keine zusÃ¤tzlichen Beweise erhoben hat. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist allerdings der Meinung, der Beschwerdegegner habe Beweis abgenommen, indem er ihn am 31. Mai 2001 befragt habe. Dabei Ã¼bersieht der BeschwerdefÃ¼hrer, dass die VerwaltungsbehÃ¶rden â im Unterschied zum Ver­waltungs­ge­richt (§ 60 VRG) â weder das Recht zur Einvernahme von Zeugen haben noch die persÃ¶nliche Befragung der Parteien unter Ermahnung zur Wahrheit vornehmen dÃ¼rfen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflege­gesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 7 N. 14 f.). Die Einvernahme vom 31. Mai 2001 erfolgte denn auch unter dem Titel der Wahrung des rechtlichen GehÃ¶rs des BeschwerdefÃ¼hrers, wÃ¤hrend seine vor dem Bezirksanwalt anlÃ¤sslich der Befragung vom 14. September 2000 getÃ¤tigten Aussagen als Beweismittel verwendet werden durften. Haben die Vorinstanzen demnach keine Bewei­se abgenommen, so ist die Sachverhaltsermittlung und die rechtliche WÃ¼r­digung durch den Strafrichter von den VerwaltungsbehÃ¶rden zu Ã¼bernehmen. DafÃ¼r spricht ferner, dass der BeschwerdefÃ¼hrer vom Bezirksanwalt zusÃ¤tzlich einvernommen wurde, obwohl dies in mit Strafbefehl erledigten Verfahren nicht zwingend vorgesehen ist (§ 317 Abs. 1 und 2 StPO; Niklaus Schmid, Strafprozessrecht, 3. A., ZÃ¼rich 1997, N. 910; vorn b).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Selbst wenn man aber in der Befragung des BeschwerdefÃ¼hrers vom 31. Mai 2001 die Abnahme eines Beweismittels durch den Beschwerdegegner sehen wollte, wÃ¤re nicht anders zu befinden. Entgegen den AusfÃ¼hrungen des BeschwerdefÃ¼hrers hatte der Beschwer­degegner nach der Einvernahme vom 31. Mai 2001 weder in jagdlicher noch anderer Hinsicht ein grÃ¶sseres Wissen als der Strafrichter. Die VerwaltungsbehÃ¶rde hatte den BeschwerdefÃ¼hrer auch nicht ein zweites Mal im Sinne des Strafgesetzes zu bestrafen, son­dern administrative Massnahmen aufgrund der bereits erfolgten Bestrafung zu verfÃ¼gen und damit das Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers unter anderen als rein strafrechtlichen Ge­sichtspunkten zu prÃ¼fen. Das ergibt sich aus der Befragung vom 31. Mai 2001, welche der Beurteilung des Verhaltens des BeschwerdefÃ¼hrers als JÃ¤ger und Jagdaufseher diente. Die behauptete Abnahme von Beweisen bedeutet zudem nicht zwingend, dass die Verwaltungs­behÃ¶rde damit den strafrechtlich relevanten Sachverhalt vervollstÃ¤ndigen wollte, der bereits unzweifelhaft erhoben worden war. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer legt selber nicht fundiert dar, dass durch die behauptete Beweisabnahme neue, dem Strafrichter unbekannte Tatsachen erkannt worden wÃ¤ren oder die zusÃ¤tzlich abgenommenen Beweise zu einem anderen Entscheid gefÃ¼hrt hÃ¤tten. Im Ãbrigen dÃ¼rfte das Protokoll der Einvernahme vom 31. Mai 2001, das nach (allerdings unzutreffender) Meinung des BeschwerdefÃ¼hrers tendenziÃ¶s verfasst, mit eigenen Wertungen versehen und damit in Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs erstellt worden sei, als Beweismittel wohl nicht berÃ¼cksichtigt werden. Der BeschwerdefÃ¼hrer verhÃ¤lt sich somit wider­sprÃ¼chlich, wenn er die Befragung vom 31. Mai 2001 als Abnahme eines Beweises betrachtet und gestÃ¼tzt darauf verlangt, die VerwaltungsbehÃ¶rde habe den Strafbefehl vom 14. September 2000 nicht zu beachten, gleichzeitig aber geltend macht, der abgenommene Beweis sei wegen Mangelhaftigkeit nicht verwertbar. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Damit erÃ¼brigt es sich, auf die weiteren Vorbringen des BeschwerdefÃ¼hrers einzugehen, die offenkundig darauf ausgerichtet sind, im vorliegenden Verfahren das verpasste Rechtsmittelverfahren gegen den Strafbefehl vom 14. September 2000 nachzuholen, was nicht zulÃ¤ssig ist. Nachdem es dem BeschwerdefÃ¼hrer aber offenbar Schwierigkeiten bereitet, die Korrektheit des Strafbefehls anzuerkennen, wird kurz auf seine wichtigsten Einwendungen dagegen eingegangen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Der BeschwerdefÃ¼hrer bestreitet, dass die tatbestÃ¤ndliche Handlung von Art. 305 Abs. 1 StGB Ã¼berhaupt erfÃ¼llt worden sei, sei doch bereits nach etwa zehn Tagen eine Strafuntersuchung eingeleitet worden. Das trifft nicht zu; die Strafuntersuchung wurde erst Ende Juni und damit etwa drei Wochen nach dem Vorfall vom 5. Juni 2000 eingeleitet. Im Ãbrigen verkennt der BeschwerdefÃ¼hrer das Wesen von Art. 305 StGB. Mass­gebend fÃ¼r die ErfÃ¼llung des Tatbestandes ist in erster Linie, dass das Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers <i>geeignet</i> war, E der drohenden Strafverfolgung (den AbklÃ¤rungen, ob eine Person schuldig ist oder nicht, BGE 69 IV 118) zu entziehen. Es ist nicht erforderlich, dass diese Folge tatsÃ¤chlich eintritt (BGE 114 IV 36 E. 1b). So erfÃ¼llt den Tatbestand, wer beispielsweise durch Vertuschung eines Deliktes verhindert, dass eine Untersuchung Ã¼berhaupt angehoben wird, wie das der BeschwerdefÃ¼hrer einerseits durch Unterlassen der Anzeige, dass E verbotenerweise eine <i>fÃ¼hrende</i> Bache ge­schossen hatte, anderseits durch Entfernen der Zitzen am erlegten Tier tat (dazu GÃ¼nter Stra­tenwerth, Schweizerisches Strafrecht, Besonderer Teil II, 5. A., Bern 2000, § 55 N. 5). Zwar wurde trotz der VertuschungsaktivitÃ¤ten eine Strafuntersuchung eingeleitet. Entschei­dend aber ist, dass diese ohne Zutun des BeschwerdefÃ¼hrers, sondern wegen Beobachtungen anderer Leute angehoben wurde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer beging eine Unterlassung, indem er E wegen des Abschusses der fÃ¼hrenden Bache nicht anzeigte. Der Tatbestand der BegÃ¼nstigung durch Unterlassung kann nur dann erfÃ¼llt werden, wenn den BegÃ¼nstigenden eine Garantenpflicht trifft. DafÃ¼r genÃ¼gt nicht jede, sondern nur eine qualifizierte Rechtspflicht, sei es eine Obhutspflicht oder eine Ãberwachungspflicht (BGE 120 IV 98 E. 2c). Den Jagdaufseher trifft nach § 54 Ziff. 1 JagdG eine qualifizierte Ãberwachungspflicht. Das Bundesgericht hielt fest, dass den Tatbestand der BegÃ¼nstigung durch Unterlassen der Jagdaufseher erfÃ¼llen kÃ¶nne, der ein ihm zur Kenntnis gelangtes Jagdvergehen pflichtwidrig nicht anzeige. Der Jagdaufseher habe die Einhaltung der Jagdvorschriften zu Ã¼berwachen, was ihm im Rahmen seiner Befug­nisse eine dem Polizisten analoge Rolle verleihe, weshalb er kraft seiner Funktion an </span></p> <p class="Einzug1"><span>der Strafverfolgung mitzuwirken habe (BGE 74 IV 164, 120 IV 98 E. 2c; BGE 123 IV 70 = Pra 86/1997 Nr. 128). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer den Vorsatz zur Tatbegehung bestreitet, ist ihm nicht zu folgen. Seinen eigenen Angaben vor dem Bezirksanwalt zufolge trifft es nÃ¤mlich nicht zu â wie hier vorgebracht â , dass er erwarten durfte, E werde sich selber anzeigen. Bereits der erteilte â und vom BeschwerdefÃ¼hrer eilfertig ausgefÃ¼hrte â Auftrag Eâs, der abgeschossenen fÃ¼hrenden Bache die Zitzen abzuschneiden, damit sie nicht als Muttertier erkennbar sei, zeigt, dass E nicht gewillt war, seinen Abschuss wahrheitsgemÃ¤ss anzuzeigen. Ausserdem fragte der BeschwerdefÃ¼hrer bei E nie nach, ob dieser seinen Fehlschuss angezeigt habe. Dass dem Beschwerdegegner der Vorfall vom 5. Juni 2000 zur Kenntnis kam, entlastet den BeschwerdefÃ¼hrer nicht, da er nichts dazu beitrug. Dabei wÃ¤re er verpflichtet gewesen, eine Anzeige zu erstatten oder E zur Selbstanzeige anzuhalten, was er in der Absicht, den RevierpÃ¤chter und "Chef" E vor der Strafverfolgung zu schÃ¼tzen, unterliess. Zwei­fel an der vorsÃ¤tzlichen Tatbegehung, die sich Ã¼berdies aus seinen Aussagen vor der Polizei und dem Bezirksanwalt ergibt (dazu vorn aa), sind daher nicht angebracht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>ee) Der BeschwerdefÃ¼hrer beanstandet, der Strafrichter habe die sehr enge Beziehung zwischen ihm und dem RevierpÃ¤chter E bzw. seine AbhÃ¤ngigkeit vom RevierpÃ¤chter E nicht beachtet, und er hÃ¤tte deshalb im Sinne von Art. 305 Abs. 2 StGB von einer Bestrafung Umgang nehmen mÃ¼ssen. Nach Art. 305 Abs. 2 StGB kann der Richter von einer Bestrafung absehen, wenn der TÃ¤ter in so naher Beziehung zum BegÃ¼ns­ti­gten steht, dass sein Verhalten entschuldbar ist. Im Urteil vom 22. Oktober 1948, wo der Bruder des beeidigten Jagdaufsehers widerrechtlich eine Rehgeiss geschossen und dieser den fehlbaren Bruder nicht angezeigt hatte, hielt das Bundesgericht fest, die Vorinstanz sei wohl berechtigt, nicht aber verpflichtet, den dortigen BeschwerdefÃ¼hrer (Jagdaufseher) wegen seiner Verwandtschaft mit dem BegÃ¼nstigen freizusprechen (BGE 74 IV 164 E. 3). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine Ã¤hnlich enge Beziehung liegt hier zwischen dem fehlbaren SchÃ¼tzen und dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht vor. Der Jagdaufseher hat ihm zur Kenntnis gelangende Jagdverge­hen anzuzeigen, wer immer diese begeht. Dem Jagdaufseher sind die Funktionen der Jagd­polizei Ã¶ffentlich Ã¼bertragen; er ist staatliches Polizeiorgan (Ernst Baur, ZÃ¼rcherisches Jagdrecht, 2. A., ZÃ¼rich 1967, § 53 N. 10 [S. 140]). Der Staat muss sich darauf verlassen kÃ¶nnen, dass der Jagdaufseher seine Aufsichtspflicht vorbehaltlos ausÃ¼bt. Dass er gleichzeitig Angestellter des PÃ¤chters des Jagdreviers oder der Jagdgesellschaft ist (§ 53 Abs. 2 JagdG; § 44 Abs. 1 der Jagdverordnung vom 5. November 1975 [JagdV]), darf ihn nicht daran hindern, gerade auch die Mitglieder der im Revier zur Jagd berechtigten Jagdgesellschaft, eingeschlossen Obmann und RevierpÃ¤chter, seiner Aufsichtspflicht zu unterstellen und von diesen begangene Jagdvergehen anzuzeigen. Insofern dient der Jagdaufseher der Eigenkontrolle der Jagdgesellschaft, was auch in deren Interesse liegt. Daraus auf eine besondere Befangenheit oder AbhÃ¤ngigkeit zu schliessen, geht nicht an, ansonsten das Institut des Jagdaufsehers wenig wirksam wÃ¤re. Ausserdem Ã¼bte der BeschwerdefÃ¼hrer die Jagd­­aufsicht nicht hauptberuflich aus; eine AbhÃ¤ngigkeit aus existenziellen GrÃ¼nden wird nicht geltend gemacht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>ff) Weiter bringt der BeschwerdefÃ¼hrer vor, der Richter habe das SelbstbegÃ¼nstigungsprivileg nicht beachtet und damit eine rechtliche Frage nicht abgeklÃ¤rt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die <i>AusÃ¼bung </i>der Aufsichtsfunktion des Jagdaufsehers besteht darin, dass er kraft seiner besonderen Rechtsstellung ein bestimmtes Gut vor den ihm drohenden Gefahren schÃ¼t­zen (BGE 123 IV 70 = Pra 86/1997 Nr. 128) und entsprechend Jagdvergehen im Revier ahnden muss, unabhÃ¤ngig davon, wer sie begangen hat. Der Wortlaut von Art. 305 Abs. 1 StGB ergibt, dass der TÃ¤ter einen anderen als sich selbst begÃ¼nstigen muss, um den Straftatbestand zu erfÃ¼llen. Die SelbstbegÃ¼nstigung als solche bleibt straflos. Ist allerdings mit der SelbstbegÃ¼nstigung ein allfÃ¤lliges weiteres Delikt verbunden, so bleibt dieses nach der Rechtsprechung strafbar (BGE 124 IV 127 E. 3 b/aa). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie dargelegt, war das Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers darauf ausgerichtet, den RevierpÃ¤chter, seinen "Chef" E vor der Strafverfolgung zu schÃ¼tzen, nachdem dieser verbotenerweise eine fÃ¼hrende Bache erlegt hatte. Wohl kann in der Unterlassung der Anzeige, dass E eine <i>fÃ¼hrende</i> Bache abgeschossen hatte, insofern eine SelbstbegÃ¼nstigung gesehen werden, als der BeschwerdefÃ¼hrer hoffen konnte, seine Manipulationen am geschossenen Tier (Entfernung der Zitzen) kÃ¤men damit nicht zum Vorschein. Dies stand bei seinem Ver­halten jedoch nicht im Vordergrund, wie sich aus seinen Aussagen ergibt (dazu vorn aa). Ausserdem verletzte er mit der Unterlassung der Anzeige gegen E gerade seine Aufsichtspflicht als Jagdaufseher (dazu Baur, § 53 N. 8-10 [S. 139 f.]), worin keine SelbstbegÃ¼nstigung erkannt werden kann. Soweit eine SelbstbegÃ¼nstigung Ã¼berhaupt vorliegt, ist sie angesichts der gewollten BegÃ¼nstigung Es durch den BeschwerdefÃ¼hrer zu vernachlÃ¤ssigen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Es ergeben sich demnach weder im Sachverhalt noch in der rechtlichen Beurteilung des Strafbefehls vom 14. September 2000 Ãnderungen, welche ein Abweichen der Ver­waltungsinstanzen vom Strafbefehl nach den vom Bundesgericht aufgestellten Regeln rechtfertigten. Von einem "offensichtlich" falschen Strafurteil kann keine Rede sein. Der Strafbefehl vom 14. September 2000 ist somit fÃ¼r das Verwaltungsgericht â wie schon fÃ¼r die Vorinstanzen â verbindlich. Damit sind die Voraussetzungen zum Entzug des Jagdpasses und der angeordneten Wiederholung der JagdaufseherprÃ¼fung grundsÃ¤tzlich er­fÃ¼llt. Zu prÃ¼fen bleibt, ob diese Anordnungen verhÃ¤ltnismÃ¤ssig waren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤lt die angeordneten Massnahmen fÃ¼r unverhÃ¤ltnismÃ¤s-sig und will eine ErmessensÃ¼berschreitung des Beschwerdegegners erkennen. Der Entzug des Jagdpasses stelle fÃ¼r ihn einen schweren Eingriff in seine PersÃ¶nlichkeit dar. Die Kombination des "Entzugs" des JagdfÃ¤higkeitsausweises mit einer dreijÃ¤hrigen Sperrfrist sei un­verhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Sein Verstoss richte sich gegen eine generelle Norm fÃ¼r alle Beamten (§ 21 StPO). Daraus dÃ¼rfe nicht abgeleitet werden, es handle sich um einen besonders schlim­­men Verstoss gegen das Jagdrecht. Da der "Entzug" des FÃ¤higkeitsausweises (fÃ¼r Jagdaufseher) bereits seine Pflichten als Jagdaufseher berÃ¼cksichtigt habe, mÃ¼sse der Entzug des Jagdpasses daran gemessen werden, was der Verstoss gegen die Meldepflicht bei einem "normalen" JÃ¤ger an Administrativmassnahmen nach sich zÃ¶ge. Es sei zwischen den jagdlichen FÃ¤higkeiten und den polizeilichen FÃ¤higkeiten des Jagdaufsehers zu unterscheiden. Das Fehlverhalten des BeschwerdefÃ¼hrers habe sich auf seine Pflichten als Jagdaufseher bezogen. Die Verletzung der Meldepflicht sage nichts Ã¼ber sein waidmÃ¤nnisches Verhalten aus.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Der BeschwerdefÃ¼hrer hat ein Vergehen begangen, weshalb er sich nach § 11 Abs. 1 lit. k in Verbindung mit Abs. 2 JagdG jagdunwÃ¼rdig erweist (Baur, § 11 N. 2c [S. 41]) und die VerwaltungsbehÃ¶rde Administrativmassnahmen zu erlassen hat. Die Dauer der zu verfÃ¼genden Massnahmen wird nicht zuletzt davon abhÃ¤ngen, ob das der Freiheitsstrafe zugrunde liegende Verhalten in Zusammenhang mit der Jagd steht oder nicht, hat doch der Kanton sicherzustellen, dass sich in der Jagd nur betÃ¤tigt, wer Ã¼ber die erforderlichen jagdlichen FÃ¤higkeiten verfÃ¼gt (§ 11 Abs. 1 lit. g, § 14<sup>bis</sup> Abs. 1 und 2 JagdG; §§ 7 und 9 JagdV). VerstÃ¶sse gegen Pflichten, welche dem JÃ¤ger oder Jagdaufseher obliegen, werden mit Blick auf die Dauer der zu verfÃ¼genden Sperrfrist anders zu werten sein als die Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe wegen eines jagdfremden Vergehens (wie z.B. Fahren in angetrunkenem Zustand). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Eine Aufteilung nach polizeilichen und jagdlichen FÃ¤higkeiten drÃ¤ngt sich zur Bemessung der Administrativmassnahmen nicht auf. Das Herausschneiden des GesÃ¤uges zur Vertuschung des Abschusses einer fÃ¼hrenden Bache entspricht weder dem Verhalten eines gewissenhaften JÃ¤gers noch eines gewissenhaften Jagdaufsehers. Gleichzeitig ist die Unterlassung der Anzeige des Abschusses einer fÃ¼hrenden Bache mit der Aufsichtspflicht des Jagdaufsehers nicht vereinbar. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat damit in jeder Hinsicht fehlerhaft gehandelt, nicht nur bezÃ¼glich der Meldepflicht, wie dies Ã¼brigens schon aus dem Strafbefehl vom 14. September 2000 hervorgeht. Er nahm zusÃ¤tzlich in Kauf, dass die ver­waisten Frischlinge verhungern oder auf andere Art zugrunde gehen wÃ¼rden. TatsÃ¤chlich wurde aus der BevÃ¶lkerung eine entsprechende Mitteilung Ã¼ber ausgehungerte Frischlinge gemacht, was nicht fÃ¼r einen waidgerechten Betrieb der Jagd spricht, den der PÃ¤chter bzw. die Jagdgesellschaft sicherstellen sollte (dazu Baur, § 7 N. 4 [S. 29]). Das zeigt sich auch daran, dass der BeschwerdefÃ¼hrer nach dem Abschuss der fÃ¼hrenden Bache am selben Ort bloss einmal ansass, um die Frischlinge zu erlegen, die ihm aber nicht begeg­neten. Im Ãbrigen ist auf die zutreffenden AusfÃ¼hrungen im angefochtenen Entscheid zu verweisen, woran die Vorbringen des BeschwerdefÃ¼hrers nichts Ã¤ndern. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Eine ErmessensÃ¼berschreitung gilt als Rechtsverletzung und liegt vor, wenn die Verwaltung dort "Ermessen" Ã¼bt, wo ihr nach dem Gesetz kein solches zukommt. Ermessens­Ã¼berschreitung ist eine Kompetenzanmassung der Verwaltung gegenÃ¼ber dem Gesetzgeber; zugleich bedeutet sie eine Verletzung des Grundsatzes der GesetzmÃ¤ssigkeit der Ver­­waltung (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 78). Unter pflichtgemÃ¤ssem Ermessen ist vorab die Bindung der Verwaltung an das VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzip zu verstehen (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 50 N. 98). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Von einer ErmessensÃ¼berschreitung kann vorliegend nicht gesprochen werden. Gerade der Umstand, dass die zustÃ¤ndige Direktion die Dauer der Sperrfrist zwischen einem und zehn Jahren <i>bemessen</i> muss (§ 11 Abs. 1 lit. k JagdG), verweist sie auf ihr Ermessen. Nach unbestrittenen Angaben der Vorinstanz wird bei einem jagdfremden Vergehen (Fahren in angetrunkenem Zustand) eine Sperrfrist von einem bis eineinhalb Jahren verhÃ¤ngt. Vorliegend steht die gegen den BeschwerdefÃ¼hrer ausgesprochene Freiheitsstrafe klar im Zusammenhang mit einem Jagdvergehen, das nicht mehr leicht zu nehmen und mit dem Verhalten eines gewissenhaften JÃ¤gers und Jagdaufsehers schlicht nicht vereinbar ist (vorn a). Angesichts des beschriebenen Verhaltens des BeschwerdefÃ¼hrers, welches erhebliche Zweifel an seinen jagdlichen FÃ¤higkeiten hervorruft, erweist sich die angeordnete Sperrfrist insbesondere unter BerÃ¼cksichtigung seiner Stellung als Jagdaufseher mit der damit verbun­denen Garantenpflicht als angemessen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Dem BeschwerdefÃ¼hrer wurde der FÃ¤higkeitsausweis als Jagdaufseher nicht entzogen, sondern er wurde im angefochtenen Entscheid nach Ablauf der Sperrfrist zur Wieder­holung der Jagdaufseher-PrÃ¼fung aufgefordert, was von § 14<sup>bis</sup> Abs. 2 JagdG gedeckt ist und durch die erwÃ¤hnten Zweifel an seinen jagdlichen FÃ¤higkeiten gerechtfertigt erscheint. Obwohl das Vorgehen bei JagdÃ¼bertretungen zum PrÃ¼fungsstoff der JagdaufseherprÃ¼fung gehÃ¶rt (Ziffer 10 der VerfÃ¼gung der Finanzdirektion Ã¼ber die JÃ¤gerprÃ¼fung vom 2. November 1979 [PrÃ¼fungsverfÃ¼gung]), hat der BeschwerdefÃ¼hrer das in ihn gesetzte Vertrauen als Kontrollorgan enttÃ¤uscht. Es ist daher nicht verfehlt, ihn nach dreijÃ¤hriger Absenz von der Jagd die PrÃ¼fung als Jagdaufseher wiederholen zu lassen, welche den PrÃ¼fungsstoff fÃ¼r die JÃ¤gerprÃ¼fung mit ErgÃ¤nzungen umfasst (Ziffern 4-6 und 10 PrÃ¼fungsverfÃ¼gung). Die Wiederholung der JagdaufseherprÃ¼fung erscheint auch deswegen geboten, weil die Kantone u.a. je nach Wildschadensituation ermÃ¤chtigt sind, Massnahmen gegen Schaden anrichtende Tiere zu verordnen oder auch die Schonzeiten zu verkÃ¼rzen (Art. 5 Abs. 5, Art. 12 JSG; § 3<sup>bis</sup> Abs. 2 JSV). Ãber solche Massnahmen wird sich der BeschwerdefÃ¼hrer nach Ablauf der Sperrfrist wieder informieren mÃ¼ssen, um sein Amt als Jagdaufseher ausÃ¼ben zu kÃ¶nnen. Von Unangemessenheit oder UnverhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit kann daher nicht gesprochen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Insgesamt erweist sich der Entscheid der Vorinstanz daher als richtig und den UmstÃ¤nden angemessen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Der BeschwerdefÃ¼hrer wirft dem Beschwerdegegner und der Vorinstanz weiter die Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften vor, worauf â soweit nicht bereits geschehen â nur kurz einzugehen ist, da sich diese Vorbringen als haltlos erweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, er habe die Einsprache gegen den Strafbefehl vom 14. September 2000 verpasst, weil ihm der Bezirksanwalt fÃ¤lschlicherweise zugesichert habe, es folge der strafrechtlichen Bestrafung kein Administrativverfahren. Dies wird von Bezirksanwalt F klar bestritten. Wie es sich damit verhÃ¤lt, kann offenbleiben. Der BeschwerdefÃ¼hrer hatte die Einsprache gegen den Strafbefehl vom 14. September 2000 rechtzeitig verfasst (am 29. September 2000), jedoch zu spÃ¤t (30. September 2000) zur Post gebracht. Er hat sich die Nichteinhaltung der Rechtsmittelfrist selber zuzuschreiben. Durch ein Schreiben vom 12. April 2001 erfuhr der BeschwerdefÃ¼hrer zudem von dem gegen ihn angehobenen Administrativverfahren. SpÃ¤testens zu diesem Zeitpunkt hÃ¤tte er Schritte zur Wiederherstellung der Rechtsmittelfrist einleiten mÃ¼ssen. Heute kann darauf nicht mehr zurÃ¼ckgekommen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer beanstandet, dass anstelle des mit dem Fall betrau­ten Mitarbeiters G ein H tÃ¤tig geworden sei, lÃ¤sst er sein Vorbringen der­art unbestimmt, dass eine mÃ¶glicherweise angetÃ¶nte Befangenheit nicht ersichtlich wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Verschiedentlich wirft der BeschwerdefÃ¼hrer der Vorinstanz und dem Beschwerdegegner Aktenwidrigkeit vor. Aktenwidrigkeit liegt dann vor, wenn ein Bestandteil der Ak­ten gar nicht oder nicht in seiner wahren Gestalt, die Urkunde z.B. nicht mit dem richtigen Wortlaut in die BeweiswÃ¼rdigung einbezogen ist und deshalb die angefochtene tatsÃ¤ch­liche Feststellung sich als blanker Irrtum erweist (OGr, 1. Oktober 1991, ZR 90/1991 Nr. 26, mit Hinweisen). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der VerfÃ¼gung vom 21. Juni 2001 hatte der Beschwerdegegner ausgefÃ¼hrt, der Be­schwerdefÃ¼hrer habe erklÃ¤rt, die Zitzen beim fÃ¼hrenden Wildschwein auf Geheiss von E entfernt zu haben. Ob diese Aussage zutreffe â so der Beschwerdegegner weiter â , stehe nicht mit Sicherheit fest, die MÃ¶glichkeit sei jedoch vorhanden. TatsÃ¤chlich hatte E am 24. Juni 2000 und in der Befragung vom 15. August 2000 zugegeben, dass er den Beschwer­defÃ¼hrer beauftragt habe, die Zitzen zu entfernen. Indessen hat der Beschwerdegegner diese MÃ¶glichkeit nicht verneint, sondern als durchaus realistisch anerkannt. Von einem blanken Irrtum Ã¼ber eine tatsÃ¤chliche Feststellung kann nicht gesprochen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Unter Hinweis auf Ziffer 9 in der Rekursschrift spricht der BeschwerdefÃ¼hrer sodann von unrichtigen Tatsachenfeststellungen, welche die Entfernung des GesÃ¤uges betreffen. Inwiefern eine Aktenwidrigkeit vorliegen soll, wird nicht dargetan. Die Ã¼brigen Vorbrin­gen des BeschwerdefÃ¼hrers vermÃ¶gen keine aktenwidrigen Annahmen der Vorinstanz oder des Beschwerdegegners zu belegen. Es trifft entgegen den Aus­fÃ¼hrungen des Beschwer­defÃ¼hrers nicht zu, dass der Beschwerdegegner in der Vernehmlassung zum Rekurs erklÃ¤rt habe, E habe auf eine allein ziehende ÃberlÃ¤uferbache geschossen. An der angegebenen Stelle liess sich der Beschwer­degegner vielmehr Ã¼ber das verantwortungsvolle Verhalten gewissenhafter JÃ¤ger im Allgemeinen aus. Der Vorwurf der Aktenwidrigkeit fÃ¤llt auf den BeschwerdefÃ¼hrer zurÃ¼ck.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Mit der Aufforderung, die JagdaufseherprÃ¼fung nach drei Jahren zu wiederholen, wird der BeschwerdefÃ¼hrer gegenÃ¼ber dem erstinstanzlichen Entscheid, worin ihm der FÃ¤higkeitsausweis als Jagdaufseher entzogen worden war, nicht markant besser gestellt, denn die verfÃ¼gte Aufforderung zur Wiederholung der JagdaufseherprÃ¼fung kann nur bedeuten, dass sein bestehender FÃ¤higkeitsausweis als Jagdaufseher nicht mehr anerkannt wird. Mit Bestehen der JÃ¤gerprÃ¼fung erhÃ¤lt der Bewerber den FÃ¤higkeitsausweis fÃ¼r JagdpÃ¤chter und JagdgÃ¤ste (§ 7 Abs. 1 JÃ¤gerprÃ¼fungV). Dieser bildet die Voraussetzung zur Zulassung zur JagdaufseherprÃ¼fung (§ 9 Abs. 1 JÃ¤gerprÃ¼fungV; Ziffer 7 Abs. 1 PrÃ¼fungsverfÃ¼gung). Mit Ablauf der dreijÃ¤hrigen Sperrfrist gelangt der BeschwerdefÃ¼hrer wieder in den Besitz seines FÃ¤higkeitsausweises als JagdpÃ¤chter und Jagdgast. Es wird ihm dann mÃ¶glich sein, er­neut die JagdaufseherprÃ¼fung zu bestehen. Die Vorinstanz hat den BeschwerdefÃ¼hrer dadurch, dass sie ihn nach Ablauf der Sperrfrist zur Wiederholung der JagdaufseherprÃ¼fung aufforderte, faktisch nicht besser gestellt als der Beschwerdegegner, welcher ihm den FÃ¤hig­keitsausweis als Jagdaufseher entzogen hatte. Es besteht daher kein Anlass, von der vor­instanzlichen Kostenregelung abzuweichen, wie das der BeschwerdefÃ¼hrer sinngemÃ¤ss, je­doch ohne Quantifizierung, verlangt. Auch insofern ist die Beschwerde daher abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. â¦</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>