Motion CER-CN (94.442) 2112 N 5 octobre 1995 coûtant un demi-milliard de francs aux contribuables, et ce, uniquement pour la mise en valeur du fromage. La dérégle- mentation est donc indispensable, avis que partage le Con- seil fédéral. Dans son ensemble, la commission soutient les objectifs de l'initiative. Reste à savoir à qui il appartient de légiférer. Etant donné l'état de l'avancement des travaux dans l'administra- tion, la commission est d'avis qu'il ne serait pas sensé que le Parlement se mette lui aussi parallèlement à légiférer dans un domaine aussi complexe. Cela prendrait beaucoup de temps. C'est pourquoi la commission a décidé, par 14 voix sans opposition, de ne pas donner suite à cette initiative. La majorité de la commission (13 voix contre 6) pense qu'il faut transmettre une intervention parlementaire au Conseil fédéral, ceci afin de mettre la pression et d'affirmer sa volonté réelle que des mesures soient prises rapidement concernant le marché du fromage. Motion ou postulat? Le résultat du vote ayant abouti à une égalité, c'est le président de la commission qui a tranché pour la forme de la motion. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt mit 14 zu 0 Stimmen, der Initiative keine Folge zu geben. Mit 13 zu 6 Stimmen sprach sich die Kommission für einen parlamentarischen Vorstoss (Motion oder Postulat) und mit 12 zu 11 Stimmen (mit Stichentscheid des Präsidenten) für eine Motion aus. Damit beantragt die Kommission, dem Bun- desrat eine Motion zu überweisen mit dem Auftrag, die im Be- richt 4/1994 enthaltenen Empfehlungen der Kartellkommis- sion rasch umzusetzen. Proposition de la commission La commission propose, par 14 voix sans opposition, de ne pas donner suite à l'initiative. Par 13 voix contre 6 en faveur d'une intervention parlemen- taire et par 12 voix contre 11 (voix prépondérante du prési- dent) pour une motion plutôt qu'un postulat, la commission propose de transmettre une motion chargeant le Conseil fé- déral de mettre en oeuvre dans les meilleurs délais les re- commandations de la Commission des cartels figurant dans son rapport 4/1994. Le président: M. Strahm Rudolf retire son initiative parle- mentaire au profit de la motion de la commission (95.3350). Zurückgezogen - Retiré #ST# 95.3350 Motion WAK-NR (94.442) Käsemarktordnung Motion CER-CN (94.442) Organisation du marché du fromage Wortlaut der Motion vom 4. Juli 1995 Der Bundesrat wird beauftragt, die Empfehlungen der Kartell- kommission gemäss ihrem Bericht 4/1994 (Seite 11) rasch umzusetzen. - Die staatliche Käsemarktordnung, insbesondere die staat- lich fixierten Preise und Margen auf allen Stufen, die Ablie- ferungs- sowie die Übernahmeverpflichtungen und die Schweizerische Käseunion in ihrer heutigen Form und mit ihren heutigen Befugnissen, ist aufzuheben. Die Vermark- tung der Unionskäse erfolgt durch die Marktteilnehmer. - Der Bund kann die Käseproduktion im Rahmen des Gatt mit Zulagen auf verkäster Milch, Siloverbotszulagen und Pauschalbeträgen für den Käseexport unterstützen. Sollte sich für die Vermarktung der exportfähigen Käsesorten eine gemeinsame Plattform als notwendig erweisen, ist diese durch die Marktteilnehmer zu organisieren. - Der Bund sorgt für den Übergang von der öffentlich-rechtli- chen Milch- und Käsemarktordnung zu einer kartellrechts- konformen Ordnung des Milch- und Käsemarktes auf privat- rechtlicher Basis. Der Milchgrundpreis ist an das Milchpreis- niveau in der EU anzunähern. Im Zuge der Deregulierung der Milch- und Käsemarktordnung ist der staatlich fixierte Milch- grundpreis anschliessend aufzuheben. Zur Kompensation der Erlösminderung und als Entgelt für die Erbringung be- stimmter gemeinwirtschaftlicher Leistungen sind Ausgleichs- zahlungen an die Milchproduzenten zu entrichten. Die Butter- und Magermilchverwertung kann der Bund mit Pauschalbe- trägen unterstützen. Ein - zeitlich limitiertes - System mit In- terventionspreisen, vom Bund direkt administriert, ist allen- falls für die Übergangsphase bis zu einer neuen Milchmarkt- ordnung und als Ultima ratio vorzusehen. Texte de la motion du 4 juillet 1995 Le Conseil fédéral est chargé de mettre en oeuvre dans les meilleurs délais les recommandations de la Commission des cartels figurant dans son rapport 4/1994 (page 25). - La réglementation étatique du marché du fromage doit être supprimée. Il s'agit en particulier d'éliminer les prix et marges fixés par l'Etat, l'obligation de livraison et de prise en charge, ainsi que l'Union suisse du commerce de fromage sous sa forme et avec ses prérogatives actuelles. La commercialisa- tion des fromages de l'union est prise en charge par les ac- teurs économiques concernés. - La Confédération peut soutenir la production de fromage dans la mesure autorisée par le Gatt, notamment par le sup- plément pour le lait transformé en fromage, la contribution de non-ensilage et des contributions forfaitaires pour l'ex- portation de fromage. Si une organisation commune devait s'avérer nécessaire pour la commercialisation des fromages exportables, elle sera confiée aux milieux économiques privés. - La Confédération veille à mettre en place une phase de transition progressive permettant de passer d'un régime éta- tique à un régime conforme au droit cartellaire, établi sur une base de droit privé, et ce, aussi bien sur le marché du lait que sur celui du fromage. Le prix de base du lait doit peu à peu s'approcher de celui de l'UE. Au cours de cette phase de li- béralisation, le prix de base du lait fixé par l'Etat doit être sup- primé. On doit accorder des compensations aux agriculteurs, afin de contrebalancer la baisse de leurs revenus. Ces com- pensations doivent être justifiées par l'accomplissement de prestations d'intérêt général bien définies. La Confédération peut soutenir la mise en valeur du beurre et du lait écrémé par des contributions forfaitaires. Un système d'intervention limité dans le temps, géré directement par la Confédération, doit être prévu comme mesure de dernier recours durant la période de transition, jusqu'à ce que le marché du lait ait trouvé un nouvel équilibre. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 13. September 1995 Mit dem 7. Landwirtschaftsbericht aus dem Jahr 1992 wurde eine Neuorientierung der Agrarpolitik eingeleitet, welche den Veränderungen im In- und Ausland Rechnung trägt. In einer ersten Etappe zur Umsetzung dieser neuen Politik beschloss das Parlament, die neuen Artikel 31 a und 31 b als Rechts- grundlage für nicht-produkteabhängige Direktzahlungen ins Landwirtschaftsgesetz aufzunehmen. Damit wurde die Grundlage geschaffen, um die Preis- und Einkommenspolitik vermehrt zu trennen. Der Bundesrat hat dementsprechend in mehreren Beschlüssen verschiedene administrativ festge- legte Preise gesenkt (z. B. bei der Milch, bei Brot- und Futter- getreide, Raps und Zuckerrüben) sowie produktegebundene Beiträge schrittweise abgebaut und zum Teil ganz aufgeho- ben (z. B. Ausmerzbeiträge, Anbauprämien). Im Gegenzug wurden zwecks Einkommenssicherung in den letzten Jahren die Direktzahlungen (insbesondere ergänzende Direktzah- lungen) laufend heraufgesetzt. Diese stellen einen soliden5. Oktober 1995 N 2113 Motion WAK-NR (94.442) Sockel für die Bewältigung der Gatt-bedingten Anpassungen ' und der Herausforderungen im Zuge von freiheitlicheren Marktordnungen dar. Nun steht die 2. Etappe des agrarpolitischen Reformprozes- ses bevor. Im Vordergrund steht die Verbesserung der Wett- bewerbsfähigkeit der Landwirtschaft und der ihr nachgela- gerten Bereiche durch die Anpassung der bis anhin stark staatlich regulierten Marktordnungen. Der Bundesrat wird die entsprechenden Vorschläge zur 2. Etappe der Agrarreform («AP 2002») im Winter 1995/96 in die Vernehmlassung ge- ben, so dass sie im Verlauf des kommenden Jahres im Par- lament beraten werden können. Die vorgeschlagenen Geset- zesanpassungen führen die 1992 eingeleitete Reform konse- quent und umfassend fort und fügen sich in die Zielrichtung einer nachhaltig produzierenden und wettbewerbsfähigen Landwirtschaft ein. In Anbetracht der wirtschaftlichen Entwicklung und der Ge- fahr, Marktanteile zu verlieren, setzt der Bundesrat alles daran, dass auf allen Stufen (Produktion, Verwertung und Handel) erste Schritte soweit möglich bereits unter dem gel- tenden Recht gemacht werden. Dementsprechend wurden in den Bereichen Käse und Butter bereits verschiedene Mass- nahmen getroffen. Einerseits hat der Bundesrat mehrere Verordnungsänderungen beschlossen, anderseits hat der Verwaltungsrat der Käseunion entsprechende Entscheide getroffen. Beim Käse sind es schwergewichtig Massnahmen betreffend Preise und Margen, Vertragsproduktion, Quali- tätsbeurteilung und Qualitätsbezahlung, Optimierung der Vermarktung durch Segmentierung des Angebotes, Liberali- sierung der Vorverpackung, Markenschutz sowie eine gross- zügigere Regelung der Ortsreserve. Es muss für einen kontinuierlichen Übergang gesorgt wer- den, damit sich die Branche auf die neue Situation einrich- ten kann. Die prioritätsgerechte Milohverwertung mit der Förderung der besten Wertschöpfung muss gewährleistet bleiben. Speziell für den Bereich Käse im Zusammenhang mit den notwendigen Anpassungen in der Milchwirtschaft hat das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement eine Experten- kommission eingesetzt. Diese steht unter dem Vorsitz von Erich Gugelmann (ehemals Mitglied der Verwaltungsdelega- tion Migros-Genossenschaftsbund) und soll konkrete Mass- nahmen zur Umsetzung der im 7. Landwirtschaftsbericht skizzierten Reformen vorschlagen. Schwergewichtig hat die Kommission bisher Fragen organisatorischer und personeller Struktur bearbeitet und gleichzeitig vertiefte Analysen sowohl im Hinblick auf die neue Milchmarktordnung als auch auf die veränderte Funktion der Schweizerischen Käseunion in An- griff genommen. Der Bericht der Kartellkommission stützt die seit 1992 einge- leitete Reform der Agrarpolitik und gibt dem Bundesrat die Bestätigung, dass er mit den eingeleiteten Reformen und den geplanten Massnahmen auf dem richtigen Weg ist. Ohne al- lerdings fundamentale Neuerungen vorzuschlagen, gibt der Bericht wertvolle Ergänzungen zur eingeleiteten Reformpo- litik. Die neue Milchmarktordnung sollte voraussichtlich im Laufe des Jahres 1997 in Kraft gesetzt werden können. Es ist vorgesehen, dass der Bundesrat die entsprechende Bot- schaft im Rahmen der «AP 2002» in der ersten Hälfte 1996 verabschieden wird. Das Vernehmlassungsverfahren wird zeigen, ob die einge- schlagene Richtung beibehalten werden kann oder ob Ände- rungen vorgenommen werden müssen. Der Bundesrat muss deshalb flexibel reagieren können. Aus diesem Grund ist die Motion in ein Postulat umzuwandeln. Rapport écrit du Conseil fédéral du 13 septembre 1995 Le 7e rapport sur l'agriculture paru en 1992 a marqué le dé- but d'une réorientation de la politique agricole tenant compte des changements intervenus en Suisse et à l'étranger. Pour mettre en oeuvre cette nouvelle politique, le Parlement a dé- cidé, dans un premier temps, d'intégrer les articles 31 a et 31 b dans la loi sur l'agriculture, établissant ainsi la base lé- gale nécessaire à l'octroi de paiements directs non liés à la production. Ces dispositions donnent à la Confédération les moyens de séparer plus clairement la politique des prix de celle des revenus. Le Conseil fédéral a, dès lors, abaissé plu- sieurs prix administrés (p. ex., lait, céréales panifiables et fourragères, colza et betteraves sucrières) et prévu la dimi- nution graduelle, voire la suppression de certaines contribu- tions liées aux produits (p. ex., contributions à l'élimination du bétail, primes de culture). En revanche, les fonds versés au titre de paiements directs (notamment paiements directs complémentaires), destinés à assurer le revenu agricole, ont constamment augmenté ces dernières années. Ces paie- ments forment une base de revenu solide devant permettre à l'agriculture de maîtriser la situation résultant du Gatt et de relever les défis qu'entraîné la libéralisation des marchés. Il s'agit maintenant d'aborder la deuxième étape du proces- sus de réforme, qui portera en premier lieu sur l'amélioration de la compétitivité de l'agriculture et des secteurs situés en aval, moyennant une réorganisation des marchés aujourd'hui fortement réglementés par l'Etat. Les propositions élaborées à cet effet seront mises en consultation au cours de l'hiver 1995/96; le Parlement pourrait donc en délibérer dans le cou- rant de l'année prochaine. Les modifications de la loi propo- sées sont la suite logique de la réforme initiée en 1992; elles répondent par ailleurs à l'objectif d'une agriculture compéti- tive pratiquant des modes de production durables. En considération de l'évolution économique et du risque de perdre des parts de marché, le Conseil fédéral met tout en oeuvre pour engager le processus dans le cadre du droit en vigueur, à tous les échelons de la filière (production, mise en valeur et commerce). De premières dispositions ont déjà été prises à cet effet, notamment dans les domaines du fromage et du beurre. Le Conseil fédéral a adopté la modification de plusieurs ordonnances, et le conseil d'administration de l'Union suisse du commerce de fromage a décidé de la mar- che à suivre. S'agissant du fromage, les mesures touchent avant tout les prix et les marges, la production sous contrat, l'appréciation de la qualité et le paiement selon la qualité, la segmentation de l'offre en vue d'optimiser la commercialisa- tion, la suppression de certaines prescriptions relatives au préemballage, la protection des marques ainsi qu'un assou- plissement de la réglementation concernant la réserve lo- cale. Le passage au nouveau système doit se faire graduellement pour permettre à la branche de s'adapter à la nouvelle situa- tion. Il faut notamment que le lait continue d'être dirigé vers les débouchés produisant la valeur ajoutée maximale. En vue de la réorganisation de l'économie laitière, le Dépar- tement fédéral de l'économie publique a institué une commis- sion d'experts pour le secteur du fromage. Cette commission, présidée par Erich Gugelmann (ancien membre de la déléga- tion administrative de la Fédération des coopératives Migros), est chargée de proposer des mesures concrètes permettant de réaliser les réformes esquissées dans le 7e rapport sur l'agriculture. Jusqu'à présent, la commission a notamment abordé les questions d'organisation et de personnel, mais elle a également entrepris des études approfondies dans la pers- pective du marché laitier réorganisé et de la nouvelle fonction de l'Union suisse du commerce de fromage. Le rapport de la Commission des cartels soutient la réforme initiée en 1992 et atteste que le Conseil fédéral est sur la bonne voie. Il ne propose pas d'innovations fondamentales, mais suggère néanmoins quelques compléments intéres- sants à la politique de réforme engagée. La nouvelle organi- sation du marché laitier sera probablement mise en oeuvre en 1997. Il est prévu que le Conseil fédéral adopte le mes- sage dans le cadre de la «Politique agricole 2002» au cours du premier semestre 1996. La consultation montrera s'il est indiqué de poursuivre dans la même voie ou si des modifications s'imposent. Le Conseil fédéral doit avoir la possibilité d'agir avec souplesse. Il con- vient par conséquent de transformer la motion en postulat. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.Motion CER-CN (94.442) 2114 N 5 octobre 1995 Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral propose de transformer la motion en pos- tulat. Neuer Antrag der Kommission Mehrheit Überweisung als Postulat Minderheit (Strahm Rudolf, Hämmerle, Gros Jean-Michel, Ledergerber, Matthey, Thür, Zwygart) Überweisung als Motion Nouvelle proposition de la commission Majorité Transmission sous forme de postulat Minorité (Strahm Rudolf, Hämmerle, Gros Jean-Michel, Ledergerber, Matthey, Thür, Zwygart) Transmission sous forme de motion Strahm Rudolf (S, BE), Sprecher der Minderheit: Ich bitte Sie, den Vorstoss der WAK zur Käsemarktordnung als Mo- tion und nicht als Postulat zu überweisen, dies im Gegensatz zum Bundesrat und zum Bundesamt für Landwirtschaft, die - zusammen mit der Milchlobby - einen weiteren Zeitgewinn erzielen wollen. Die Motion lautet ganz einfach: Die Empfehlungen der Kar- tellkommission sind möglichst rasch in die Tat umzusetzen. Diese Forderung der Motion tönt lapidar, alle bekennen sich rhetorisch dazu, beim Käsemarkt müsse nun etwas gehen, die Schweizerische Käseunion müsse in ihrer heutigen Form aufgelöst respektive umgebaut werden. Aber die bisherige Verzögerungstaktik und der erneute Kampf des Bundesam- tes für Landwirtschaft und der Milchlobby gegen die Kommis- sionsmotion haben uns herausgefordert. Die Diskussion in der WAK hat gezeigt, dass man bei den Akteuren der Milch- politik zwar immer von Handeln spricht, aber doch Zeitschin- derei betreibt. Ich bitte Sie um Verständnis, wenn wir es jetzt wissen wollen, wenn wir diese Abstimmung über die Motion mit Namensliste auch zu einem Bekenntnis machen, ob man es nun ernst meint oder nicht. Die Verbilligung von Käse im Ausland kostet die Eidgenos- senschaft über 500 Millionen Franken pro Jahr; für jedes Jahr des Zuwartens mit der Auflösung der Käseunion sind weitere 500 Millionen Franken und allfällige Nachtragskredite nötig, vielleicht sogar mehr. Per 31. Juli 1995 sind von den Unionskäsesorten insgesamt 15 000 Tonnen unverkäuflicher Käse am Lager gewesen. Das ist dreimal mehr als die übli- chen Lagerbestände, und diese 15000 Tonnen Käse ent- sprechen einem Drittel des Jahresexportvolumens. Es ist ein totaler Preissturz im Gang, zusätzliche Absatz- und Verwer- tungskosten in der Grössenordnung von 100 Millionen Fran- ken sind nötig, und es ist wieder ein Nachtragskredit nötig. Zum Teil muss der Käse bis auf weniger als 5 Franken pro Ki- logramm «heruntersubventioniert» werden, damit er im Aus- land, auf den Märkten von New York, Berlin und Rom, über- haupt noch verkäuflich ist. Der Handlungsbedarf ist dringend, auch angesichts der Situation der Bundeskasse. Wenn die Minderheit der Kommission auf einer Motion be- harrt, wie dies die WAK ursprünglich gefordert hat, dann des- halb, weil es ein Signal braucht. Man muss auch zeitlichen Druck machen. Ich möchte kurz die Vorgeschichte skizzieren: Wir haben 1994 eine parlamentarische Initiative eingereicht, und zwar bevor das Paket «Agrarpolitik 2002» veröffentlicht worden ist. Es ist logisch, dass jetzt, nachdem die Vernehmlassung begonnen hat, die parlamentarische Initiative nicht mehr der richtige Weg ist. Der Weg über eine parlamentarische Initia- tive soll dann beschriften werden, wenn die Verwaltung nicht von selbst handelt. In diesem Sinne habe ich die parlamentarische Initiative for- mell zurückgezogen. Ich habe meine Absicht in der Kommis- sion schon angekündigt. Die WAK beschloss am 4. Juli 1995 eine Kommissionsmo- tion anstelle der parlamentarischen Initiative, welche die Um- setzung der Empfehlungen der Kartellkommission betreffend den Käsemarkt und die Käseunion anstrebt. Das Bundesamt für Landwirtschaft wollte sich aber nicht unter Zugzwang set- zen lassen. Es setzt auf das Projekt «Agrarpolitik 2002». Wir möchten nicht bis ins Jahr 2002 warten, auch wenn man vor- her mit dem Umbau beginnt. Das geht uns zu lange. Man hat jetzt genügend geredet. Man hat den Bericht der Kartellkom- mission und muss nicht warten, bis der ganze Agrarmarkt umgebaut ist. Trotz dem ursprünglichen Antrag auf Überweisung der Mo- tion hat sich diese Woche die Mehrheit der WAK der Empfeh- lung für ein Postulat angeschlossen. Was will die Kartellkommission in ihren Empfehlungen? Es sind drei Punkte: 1. Die staatliche Käsemarktordnung mit den fixierten Preisen und Margen ist aufzuheben. 2. Die Unterstützung der Käseproduktion soll nur noch auf Gatt-konformem Wege vor sich gehen, d. h. durch Zulagen auf der Milch, die verkäst wird. Also eine Input-Subvention, nicht mehr Käseverbilligungsaktionen und Absatzgarantien. 3. Die Käsemarktordnung soll in eine privatrechtliche Form übergeführt werden. Die Käsehändler sollen die Vermark- tung - einzeln oder koordiniert - selber an die Hand nehmen. Das ist auch mit Erfolg möglich, wie es uns z. B. die Vermark- ter des Appenzeller Käses gezeigt haben. Ich möchte, auch gegenüber der bäuerlichen Seite, betonen, dass ich nicht für eine Crash-Stratégie plädiere. Es soll nicht ein totaler Abbruch der bisherigen Übung stattfinden, son- dern es soll eine Übergangsphase eingebaut werden, wie es auch die Kartellkommission vorgesehen hat. Ich persönlich bin gewiss auch für besondere Massnahmen zugunsten von Randgebieten, wo sie sich allenfalls aufdrängen. Ich möchte das ausdrücklich betonen. Herr Binder von der Seite der Milchlobby und der bäuerlichen Kreise wird sagen, es werde ohnehin etwas geschehen, auch ohne Motion, so dass ein Postulat genüge. Aber wir ha- ben durch die Kommissionsarbeit nun genügend konkret be- gründeten Anlass, um auf der Form der Motion zu beharren, damit nicht bis zum endgültigen Vollzug der Argrarreform «AP 2002» zugewartet wird. Sonst verlieren wir nämlich wie- der sechs bis sieben Jahre. Mit der Abstimmung mit Na- mensliste möchten wir auch ein Bekenntnis fordern, ob man mit der Deregulierung beim Käse endlich Ernst macht oder nicht. Ich bitte Sie, den Vorstoss der WAK in der ursprünglichen, verbindlichen Motionsform zu überweisen. Es geht uns nicht um eine «Strafaktion gegen den Käse», sondern einzig um sehr viel Geld in der Bundeskasse. Binder Max (V, ZH), Berichterstatter: Eingangs ein Wort zu Herrn Strahm Rudolf: Ich spreche hier nicht als Milchlobbyist. Ich bin weder in einem Milchverband noch sonst in einer Or- ganisation tätig. Ich bin einfacher Milchproduzent, und zwar Milchproduzent für Emmentaler Käse, also sehr unverdäch- tig. Am 16. Dezember 1994 reichte Herr Strahm eine parlamen- tarische Initiative zur Revision der Käsemarktordnung ein. Er hat sie heute zurückgezogen. Der Inhalt der parlamentari- schen Initiative war keine Neuerfindung, sondern gibt die Empfehlungen der Kartellkommission zu diesem Thema aus dem Bericht 4/1994, Seite 11, wieder. Im wesentlichen geht es dabei darum, mehr Markt in den Milchmarkt zu bringen. Konkret fordern die Kartellkommission und Herr Strahm Ru- dolf die Aufhebung der staatlichen Käsemarktordnung, vor allem der staatlich fixierten Preise und Margen auf allen Stu- fen. Die Ablieferungs- und Übernahmepflicht und die Käse- union in der heutigen Form und mit den heutigen Aufgaben sollen aufgehoben werden. Im weiteren spricht sich der Vorstoss darüber aus, mit wel- chen Massnahmen die Auswirkungen der Deregulierung der Milch- und Käsemarktordnung aufzufangen sind. Als flankie- rende Massnahmen werden Direktzahlungen vorgeschlagen. Die WAK Ihres Rates hat sich an ihrer Sitzung vom 4. Juli die-5. Oktober 1995 N 2115 Motion WAK-NR (94.442) ses Jahres mit dieser Initiative befasst. Aufgrund der rasanten Entwicklung der Neuorientierung der Landwirtschaft, mit Aus- sicht auf den zweiten Reformschritt mit der 2. Etappe der Agrarreform («AP 2002») und vor allem im Wissen darum, dass das Bundesamt für Landwirtschaft bereits wesentliche Arbeiten unternommen hat - auch im Sinn der Kartellkommis- sion -, hat die Kommission mit 14 zu 0 Stimmen beschlossen, der parlamentarischen Initiative keine Folge zu geben. Des weiteren hat sie mit 13 zu 6 Stimmen beschlossen, mit einem Kommissionsvorstoss Druck auf die verantwortlichen Stellen auszuüben. In einer dritten Abstimmung entschied sich die Kommission mit 12 zu 11 Stimmen (mit Stichentscheid des Präsidenten) für die zwingende Form der Motion. Der Bundesrat beantragt Ihnen mit Datum vom 13. Septem- ber 1995, die Motion in ein Postulat umzuwandeln, und er- klärt sich bereit, allenfalls dieses Postulat anzunehmen. Ich habe bereits gesagt, dass die Arbeiten des Bundesamtes für Landwirtschaft und die Entscheide des Bundesrates ge- nau dem Problem, das in diesem Vorstoss angesprochen wird, Rechnung tragen. Der Spruch der offenen Türen, die eingerannt werden, trifft hier absolut zu. Man könnte sogar so weit gehen und sagen: Selbst das Postulat ist überholt und nicht mehr nötig. Herr Strahm, es geht keinesfalls um eine Verschleppung, um eine Verzögerung der Lösung des Problems. Auch wir von der landwirtschaftlichen Seite sind sehr daran interessiert, dieses Problem auf eine gute Art zu lösen, auf eine Art, die dem Bund, dem Konsumenten und vor allem auch der Pro- duktion hilft. Mit der Neuorientierung der Landwirtschaft wurde die Trennung von Preis- und Einkommenspolitik ein- geführt. Die Grundlage dafür bildeten die bekannten Artikel 31 a und 31 b des Landwirtschaftsgesetzes. Des weite- ren wurde der Milchpreis gesenkt; er wird auf den 1. Februar 1996 nochmals um 10 Rappen reduziert. Der Bundesrat hat aber auch andere, administrativ festge- legte Preise gesenkt, so z. B. beim Raps, bei den Zuckerrü- ben, beim Brot- und Futtergetreide. Im weiteren hat er pro- duktegebundene Beiträge zum Teil ganz aufgehoben: Ich er- innere Sie an die aufgehobenen Ausmerzbeiträge im Vieh- sektor und die Anbauprämien im Pflanzenbau. Sie und vor allem auch Herr Strahm müssen nun endlich ein- mal zur Kenntnis nehmen, dass etwas passiert ist. Es pas- siert mehr, auch ohne neue Vorstösse. Solche Vorstösse lie- gen nämlich schon vor. Frau Ständerätin Beerli hat einen Vorstoss zur Deregulierung bei den der Landwirtschaft vor- und nachgelagerten Stufen eingereicht. Frau Baumann Ste- phanie hat dieses Frühjahr einen Vorstoss zur Aufhebung der Butyra und der Käseunion eingereicht. Sie sehen also, auch von dieser Seite ist der Druck auf die verantwortlichen Stellen bereits da. Ich möchte Ihnen auch sagen, dass die 2. Etappe der Agrar- reform («AP 2002») demnächst in die Vernehmlassung geht und dass Sie in diesem Rat im nächsten Jahr darüber ent- scheiden werden. Ohne Referendum könnte die neue Milch- marktordnung bereits im Laufe des Jahres 1997 eingeführt werden. Sie sehen also auch hier, dass die Arbeiten so weit fortge- schritten sind, dass die Motion und selbst das Postulat tat- sächlich offene Türen einrennen. Die Arbeiten, die nun im Gange sind, sind auch absolut im Sinn der Kartellkommis- sion. Vielleicht noch ein Wort zu den 15 000 Tonnen Käse, die Herr Strahm hier angesprochen hat. Es trifft tatsächlich zu, dass in unseren Lagern in der Schweiz im Moment diese Menge von 15 000 Tonnen Käse lagert. Ich könnte es mir jetzt einfach und billig machen und sagen, dies hänge mit der Währungs- situation zusammen. Wir können aber solche Probleme nicht nur der Währung anlasten, sondern müssen sie auch mit an- deren Massnahmen lösen. Diese Ansätze haben berejts früh begonnen, und zwar auf der Produzentenseite. So sind die Käsereien bereits im Winter 1994/95 in der Produktion massiv eingeschränkt worden. Wir sind auch im Sommer 1995 ein- geschränkt. Ich erlebe das als Produzent für eine Emmentaler Käserei täglich hautnah. Wir können also nicht alle Milch, die wir produzieren, zu Käse verarbeiten. Die Einschränkung wird auch im Winter 1995/96 weitergehen. Aber wenn Sie die Pro- duktion vor allem von Emmentaler Käse kennen, wissen Sie, dass dieser Käse von der Produktion bis zum Moment, wo er in den Verkauf geht, eine gewisse Reife braucht. Das dauert eine gewisse Zeit, und so dauert es natürlich auch eine ge- wisse Zeit, bis diese Massnahmen letztlich am Markt wirksam werden. Jetzt beginnt man bei der Käseunion zu spüren, dass diese Einschränkungen Wirkung zeitigen. Der Abbau hat bereits stattgefunden. Er soll auch längerfri- stig stattfinden, indem man eventuell gewisse Käsereien um- funktioniert, umstellt. Man sucht neue Käseproduktionen. Sie können nicht einfach die Käsereien dauernd einschränken, sonst werden sie «sterben». Es werden viele Dorfkäsereien «sterben». Damit wird auch Kultur verlorengehen. Man sucht also Wege, um die Milchverwertung in andere Kanäle, auf neue Produkte, zu lenken. Ein zweiter Punkt: Man ist sehr stark daran, die Marktsitua- tion zu verbessern. Man sucht neue Märkte, auch im Aus- land. Die Anzeichen hierfür stehen nicht schlecht. Als dritte Massnahme - ich habe das bereits angetönt - steht die neue Milchmarktordnung im Raum, die bereits 1997 in Kraft treten könnte, wenn Sie diese 2. Etappe der Agrarre- form («AP 2002») gutheissen. Es ist für mich persönlich ein wenig unverständlich, dass ge- rade jene Leute, die gegen die Revision des Milchwirtschafts- beschlusses waren, der ja bereits in diese Richtung gewirkt hätte, heute wieder mit solchen Vorstössen aufwarten. Die Kommission hat sich letzte Woche auch noch einmal mit der Motion befasst: Die Mehrheit ist dem Bundesrat gefolgt. Sie beantragt - mit 8 zu 5 Stimmen -, den Vorstoss in Postu- latsform zu überweisen, im Wissen darum, dass sehr vieles bereits im Fluss ist und dass wir hier nicht nur offene Türen, sondern offene Häuser einrennen. Ich bitte Sie, Bundesrat und Kommissionsmehrheit zu folgen und den Vorstoss in Postulatsform zu überweisen. Philipona Jean-Nicolas (R, FR), rapporteur: Même si l'initia- tive parlementaire Strahm Rudolf vient d'être retirée, je crois qu'il est nécessaire de suivre très rapidement les péripéties et les décisions qui nous ont amenés à vous proposer d'ac- cepter aujourd'hui le postulat en question. L'initiative parlementaire Strahm Rudolf a été déposée le 16 décembre de l'année dernière. Il demande de modifier, dans les meilleurs délais, la loi fédérale du 27 juin 1969 sur la commercialisation du fromage, dans le sens des recom- mandations de la Commission des cartels. Il dit qu'il y a lieu, par le biais de cette révision, de supprimer la réglementation étatique du marché du fromage, en particulier les prix et les marges officiels à tous les niveaux, les obligations en matière de livraison et de prise en charge ainsi que l'Union suisse du commerce de fromage sous sa forme actuelle et les pouvoirs qui lui sont conférés. La commission, par 14 voix sans opposition, a décidé de ne pas donner suite à l'initiative, mais plutôt pour des raisons de forme et non pas sur le fond. En même temps, la commission a décidé, par 13 voix contre 6, de déposer une intervention parlementaire, motion ou postulat. C'est par la voix prépon- dérante du président qu'elle a choisi la forme d'une motion qui va tout à fait dans le sens de l'initiative parlementaire Strahm Rudolf. Le Conseil fédéral demande de transformer cette motion en postulat pour les raisons suivantes: il juge que le passage au nouveau système doit se faire graduellement pour permettre à la branche de s'adapter à la nouvelle situation. Il faut no- tamment, dit-il, que le lait continue d'être dirigé vers les dé- bouchés produisant une valeur ajoutée maximale; ceci est un impératif, me semble-t-il. Il faut aussi considérer que le rap- port de la Commission des cartels soutient la réforme du Conseil fédéral et atteste que ces propositions vont dans la bonne direction. La Commission des cartels ne propose d'ailleurs pas d'innovation fondamentale et demande que cette politique-là continue. La nouvelle organisation du mar- ché du lait, selon le Conseil fédéral, sera mise en oeuvre très probablement en 1997.Motion CER-CN (94.442) 2116 N 5 octobre 1995 Notre commission s'est donc à nouveau demandé s'il fallait maintenir la motion ou accepter la transformation en postulat. Elle a ainsi considéré que pour faire face aux règles nouvel- les des marchés suisses et mondiaux qui marqueront les rè- gles économiques au siècle prochain, l'agriculture doit rapi- dement mettre en place des organisations nouvelles. Je vous rappelle qu'aujourd'hui nous vivons sous le régime d'une seule organisation, semi-étatique, qui chapeaute l'ensemble de la production et de la commercialisation des différentes sortes de fromages. Pour l'avenir, il faudra mettre en place des organisations, dont la Confédération se sera retirée, mais qui devront reunir dans un espace régional les produc- teurs de lait, les transformateurs, les négociants et exporta- teurs concernés par un produit déterminé. La commission a ainsi jugé qu'il est indispensable de réussir ce passage, qu'il serait dangereux de précipiter les choses, au risque de faire rater le tout. En effet, le passage aux nou- velles structures doit être entrepris avec beaucoup d'atten- tion et de précision pour que les mécanismes du marché pro- duisent leurs effets stimulants, innovateurs et régulateurs. Agir aujourd'hui avec trop de précipitation risquerait de pro- longer une situation qui ne satisfait personne, mais une situa- tion où la Confédération est très engagée de par la volonté du législateur de ces dernières décennies. Les modifications en question sont en cours. Il faut laisser au Conseil fédéral un minimum de marge de manoeuvre et de souplesse. Il faut aussi éviter de faire de cette question une affaire de prestige. C'est donc par 8 voix contre 5 que la commission vous pro- pose de suivre le Conseil fédéral et de transmettre un postu- lat. Delamuraz Jean-Pascal, conseiller fédéral: Tout bon repas se termine par un fromage; une excellente session, qui a connu hier son plat de viande au Conseil des Etats, se ter- mine aussi par le fromage, c'est le plat qui vous est servi ce matin, à l'avant-dernier jour de la législature. J'aimerais dire que j'enregistre le retrait de l'initiative parle- mentaire Strahm Rudolf, en sorte que la seule question qui soit posée à votre autorité, maintenant, est de savoir s'il s'agit de transmettre la motion de la commission en tant que motion ou, comme le souhaite le Conseil fédéral, sous la forme d'un postulat. Je vous propose en effet de choisir la formule du postulat. Pourquoi? Parce que la direction qui est tracée, tant par la défunte initiative parlementaire Strahm Rudolf que par la Commission des cartels, ainsi d'ailleurs que par votre com- mission, est exactement celle que suit le Conseil fédéral. Il a commencé l'assainissement des structures agricoles, pre- mière étape, lors du 7e rapport sur l'agriculture; il continue maintenant avec la deuxième étape qui sera soumise à con- sultation incessamment, le Conseil fédéral doit encore for- mellement se prononcer sur cette démarche, et elle aboutira à des propositions au Parlement, le printemps prochain. Cette direction générale va vers l'assainissement de ce mar- ché du fromage, la suppression de méthodes et de structures trop rigides qui expliquent aujourd'hui l'impasse dans la- quelle on est, et en particulier la lourde charge financière que cela entraîne pour la Confédération. Nous sommes donc par- faitement d'accord, pour la direction générale de l'opération, quant au but à atteindre, aussi bien du côté des producteurs que du côté des consommateurs d'ailleurs. En revanche, si je vous ai proposé de transmettre la motion sous la forme du postulat, et si je me réjouis que la majorité de la commission en ait fait de même, c'est parce qu'il y avait dans le texte de la motion décidément trop d'exigences et de détails, dans lesquels le Conseil fédéral n'estime pas oppor- tun de se laisser enfermer, maintenant déjà. En effet, si tout le monde est d'accord quant au principe, on peut varier de pensée quant aux moyens qu'on engagera. Et la consultation sert à quelque chose. Les résultats qu'elle produira et que nous analyserons au tout début de l'année 1996, lorsque les trois mois auront été accomplis, peuvent révéler peut-être, sur quelques points d'exécution, des formules et des direc- tions autres que celles qui sont contenues d'une manière as- sez précise dans la motion. Il faut laisser au Conseil fédéral la liberté de manoeuvre pour pouvoir, à ce moment-là, aviser, tenir compte de la consultation. Et puis il faut vous laisser à vous, Parlement, qui êtes le législateur, la possibilité de ma- noeuvrer le moment venu, sans vous inclure dès aujourd'hui dans des textes qui vous obligeraient, et vous permettre de prendre les législations que vous jugerez opportunes. C'est cela, et cela seulement le sens d'un postulat, qui reste extraordinairement vivant, puisque la procédure même que l'on veut est en train de se dérouler et qu'elle suit un rythme encore plus soutenu que nous ne l'imaginions; il faut bien le rappeler. Je termine en ajoutant un élément de fait à l'intervention de M. Strahm Rudolf. M. Strahm a parlé de 15 000 tonnes de surplus de fromage qui ne seraient pas vendables. Cela n'est pas tout à fait exact, c'est même totalement faux. Il s'agit, avec 15 000 ton- nes, des stocks d'emmental dans leur totalité, dont un stock normal de fromage qui doit être affiné pour le consommateur. Ce n'est donc pas la somme de l'invendable, mais ce sont les stocks totaux que l'on a accumulés. On est en présence d'un surplus, mais qui n'est certainement pas de 15 000 tonnes. En conclusion, merci de transmettre la motion de la commis- sion sous la forme du postulat. Namentliche Abstimmung - Vote par appel nominal (Réf.: 1852) Für Überweisung als Motion stimmen: Votent pour la transmission sous forme de motion: Aguet, Aubry, Bär, Baumann Ruedi, Baumann Stephanie, Bodenmann, Borei François, Brügger Cyrill, Bühlmann, Büh- rer Gerald, Bundi, Carobbio, Comby, Cornaz, de Dardel, Da- vid, Deiss, Diener, Dreher, Dünki, Eberhard, Eggenberger, Eymann Christoph, Fankhauser, von Feiten, Gobet, Goll, Gonseth, Gros Jean-Michel, Gross Andreas, Haering Binder, Hafner Ursula, Hollenstein, Hubacher, Jenni Peter, Kern, Le- dergerber, Leemann, Leuba, Leuenberger Ernst, Loeb Fran- çois, Maeder, Mauch Ursula, Meier Hans, Meier Samuel, Meyer Theo, Misteli, Moser, Nabholz, Narbel, Ostermann, Poncet, Ruffy, Sandoz, Scherrer Jürg, Scheurer Rémy, Schmid Peter, Seiler Rolf, Singeisen, Spielmann, Steiger Hans, Steinemann, Strahm Rudolf, Stucky, Thür, Tschäppät Alexander, Tschopp, Vollmer, Weder Hansjürg, Zbinden, Züger, Zwygart (72) Für Überweisung als Postulat stimmen: Votent pour la transmission sous forme de postulat: Baumberger, Berger, Bezzola, Binder, Bircher Peter, Bonny, Bürgi, Cavadini Adriano, Columberg, Couchepin, Darbellay, Engler, Fehr, Fischer-Hägglingen, Fischer-Sursee, Frainier, Frey Walter, Fritschi Oscar, Früh, Gadient, Giger, Grossen- bacher, Gysin, Hari, Heberlein, Hess Otto, Hess Peter, Iten Joseph, Jaggi Paul, Keller Anton, Kühne, Langenberger, Leu Josef, Mamie, Maurer, Miesch, Mühlemann, Müller, Nebiker, Neuenschwander, Perey, Philipona, Pini, Raggenbass, Rei- mann Maximilian, Rohr, Ruckstuhl, Rutishauser, Rychen, Savary, Schenk, Schmidhalter, Schnider, Schweingruber, Segmüller, Seiler Hanspeter, Stamm Luzi, Steffen, Stei- negger, Steiner Rudolf, Theubet, Tschuppert Karl, Vetterli, Wanner, Weyeneth, Wick, Wittenwiler, Wyss William (68) Der Stimme enthalten sich - S'abstiennent: Graber O) Stimmen nicht - Ne votent pas: Allenspach, Aregger, Bäumlin, Béguelin, Bignasca, Bischof, Blocher, Borer Roland, Bortoluzzi, Brunner Christiane, Bu- gnon, Caccia, Camponovo, Caspar-Hutter, Cincera, Danu- ser, Dettling, Dormann, Ducret, Duvoisin, Eggly, Epiney, Fasel Hugo, Fischer-Seengen, Friderici Charles, Giezendan- ner, Grendelmeier, Hämmerle, Hegetschweiler, Herczog, Hildbrand, Jeanprêtre, Jori, Keller Rudolf, Lepori Bonetti, Leuenberger Moritz, Maître, Marti Werner, Maspoli, Matthey, Oehler, Pidoux, Rechsteiner, Robert, Rohrbasser, Ruf,5. Oktober 1995 N 2117 Parlamentarische Initiative (Bonny) Scherrer Werner, Schmid Samuel, Schmied Walter, Sieber, Spoerry, Stalder, Stamm Judith, Suter, vakant l, Wiederkehr, Ziegler Jean, Zisyadis (58) Präsident, stimmt nicht - Président, ne vote pas: Frey Claude (1) #ST# 90.273 Parlamentarische Initiative (Bonny) Rechtsschutz der Betroffenen im PUK-Verfahren Initiative parlementaire (Bonny) Procédure CEP. Protection juridique des intéressés Zweite Phase - Deuxième étape Siehe Jahrgang 1992, Seite 1194 - Voir année 1992, page 1194 Bericht und Gesetzentwurf der SPK-NR vom 25. August 1994 (BBI 1995 l 1120) Rapport et projet de loi de la CIP-CN du 25 août 1994 (FF 1995 l 1098) Stellungnahme des Bundesrates vom 26. April 1995 (BBI III 367) Avis du Conseil fédéral du 26 avril 1995 (FF III 355) Kategorie IV, Art. 68 GRN - Catégorie IV, art. 68 RCN Antrag der Kommission Eintreten Proposition de la commission Entrer en matière Heberlein Trix (R, ZH), Berichterstatterin: Die heute zu be- handelnde Vorlage hat nach dem gestrigen Entscheid des Ständerates eine besondere Aktualität erlangt, so dass wir hoffen, dass die entsprechende Behandlung im Ständerat so rasch erfolgt, dass die neuen Vorschriften bereits für die neu eingesetzte PUK zum Tragen kommen. Am 14. Dezember 1990 reichte Herr Bonny die zur Diskus- sion stehende parlamentarische Initiative ein, mit welcher er die Rechte der Betroffenen im Verfahren parlamentarischer Untersuchungskommissionen präzisieren und verbessern möchte. Unser Rat hat am 19. Juni 1992 beschlossen, dieser Initiative Folge zu geben. Die Staatspolitische Kommission erhielt daraufhin den Auftrag, diese Vorlage auszuarbeiten. Sie hat am 25. August 1994 ihren Bericht und den Gesetz- entwurf zur parlamentarischen Initiative zuhanden unsere^ Rates verabschiedet. Am 26. April 1995 verabschiedete der Bundesrat seine Stel- lungnahme zu dieser Initiative. Grundsätzlich stimmte erden Anträgen der Kommission zu, machte jedoch einige präzisie- rende Anträge. Am 1. September 1995 diskutierte die Staats- politische Kommission die Stellungnahme des Bundesrates und modifizierte ihre Anträge teilweise. Insbesondere be- rücksichtigten wir das Anliegen des Bundesrates, dass er ei- nen Vertreter des Kollegiums bezeichnen kann und dieser wiederum einen Verbindungsmann zur PUK bestimmen kann. Aufgrund der Erfahrungen erweist sich diese Möglich- keit als dringend notwendig. Da die Kommission die wichti- gen Punkte des Bundesrates anscheinend übernommen hat, hält der Bundesrat nicht mehr an seinen übrigen Punkten fest. Die Vorlage, wie sie Ihnen die Staatspolitische Kommission vorlegt, möchte die Rechte der im PUK-Verfahren unmittel- bar Betroffenen im Geschäftsverkehrsgesetz revidieren und verbessern. Die Kommission hält ausdrücklich fest, dass mit der Ausarbeitung dieser Vorlage die Arbeiten der beiden Par- lamentarischen Untersuchungskommissionen der letzten Jahre in keiner Weise in Frage gestellt werden sollen. Einige Präzisierungen und Verbesserungen bezüglich des Verfah- rens aber hält sie im Hinblick auf weitere PUK für angezeigt. Eine PUK würdigt bekanntlich das Verhalten nicht unter straf- und disziplinarrechtlichen Gesichtspunkten, sondern unter politischen. Den Betroffenen droht keine unmittelbare Sank- tion; die Ergebnisse des Verfahrens können aber die Betei- ligten in ihren persönlichen Interessen unter Umständen nicht weniger gravierend treffen als ein Strafurteil. Es kann ih- nen zum Beispiel durch Publizität, die ein solches Verfahren mit sich bringt, eine öffentliche Ächtung drohen, wie die Er- fahrung zeigt. Bereits die geltenden Bestimmungen des Geschäftsver- kehrsgesetzes tragen dem Umstand Rechnung, indem sie den Rechtsschutz teilweise analog dem Straf- und Verwal- tungsverfahren regeln. Nicht geregelte, offene Fragen könn- ten heute aufgrund allgemeiner Rechtsgrundsätze beantwor- tet werden. Es ist allerdings denkbar, dass bei künftigen Un- tersuchungen die Einhaltung dieser Grundsätze angesichts spezifischer Eigenheiten des parlamentarischen Untersu- chungsverfahrens, wie zum Beispiel des Vorrangs von politi- schen Erwägungen, des Zeitdrucks und anderer Möglichkei- ten, nicht in jedem Falle gewährleistet werden kann. Aus diesem Grunde beantragt Ihnen die Kommission einige Präzisierungen der geltenden Bestimmungen. Neben den Rechten der Betroffenen muss ebenfalls das öffentliche In- teresse am Untersuchungsergebnis berücksichtigt werden. Dieses ist sehr stark zu gewichten, wird doch eine PUK zur Aufklärung von Vorkommnissen von grosser Tragweite ein- gesetzt. Die Rechte der Betroffenen dürfen also den Hand- lungsspielraum der PUK nicht wesentlich einengen und die Erfüllung des Untersuchungszweckes nicht beeinträchtigen. Wir beantragen Ihnen, im Geschäftsverkehrsgesetz folgende Präzisierungen vorzunehmen: Die PUK soll verpflichtet wer- den, Personen über ihre Eigenschaft als unmittelbar Betrof- fene unverzüglich zu informieren. Weiter sollen Auskunfts- personen auf ihr Aussageverweigerungsrecht aufmerksam gemacht werden. Der Bundesrat soll das Recht erhalten, ein Mitglied des Kollegiums als seinen Vertreter zu bezeichnen. Dieses Mitglied erhält seinerseits das Recht, eine geeignete Verbindungsperson für die Teilnahme an den Befragungen und für die Akteneinsicht zu bezeichnen. Unmittelbar Betrof- fenen kann der Beizug eines Anwalts gewählt werden. Vor- würfe im Berichtsentwurf müssen den Betroffenen im Wort- laut unterbreitet werden, damit sie sich innerhalb einer vorge- gebenen Frist wirksam gegen die Vorwürfe und Untersu- chungsergebnisse verteidigen können. Weiter werden die schriftlichen und mündlichen Stellungnahmen der Personen, gegen die Vorwürfe erhoben werden, im Bericht sinngemäss wiedergegeben. Dies sind die wichtigsten Neuerungen der Vorlage, welche Ihnen die Staatspolitische Kommission aufgrund der parla- mentarischen Initiative Bonny vorlegt. Wir haben uns auf das Wesentliche beschränkt und ersuchen Sie, auf diese Vorlage einzutreten. Leuba Jean-François (L, VD), rapporteur: L'initiative parle- mentaire Bonny, a été déposée le 14 décembre 1990, c'est- à-dire dans la précédente législature. On ne peut que se ré- jouir que le traitement de ce texte ne se soit pas étendu sur trois législatures. C'est le 19 juin 1992 que votre Conseil décidait de donner suite à cette initiative. Le 25 août 1994, la Commission des institutions politiques de votre Conseil a arrêté un texte pour donner suite à cette initiative. Le Conseil fédéral a déposé des observations en avril 1995, par lesquelles il s'est dit en principe d'accord avec les objectifs de l'initiative, mais a de- mandé un certain nombre de modifications. C'est le 1er septembre 1995, enfin, que la Commission des institu- tions politiques a modifié ses propositions pour tenir compte des observations du Conseil fédéral et arriver ainsi au résul- tat qui vous est présenté aujourd'hui. La commission s'est penchée fondamentalement sur la question du rôle d'une commission d'enquête parlementaire.Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion WAK-NR (94.442) Käsemarktordnung Motion CER-CN (94.442) Organisation du marché du fromage In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1995 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 12 Séance Seduta Geschäftsnummer 95.3350 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 05.10.1995 - 08:00 Date Data Seite 2112-2117 Page Pagina Ref. No 20 026 142 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. 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