<h2>SubmittedText<h2><text><p>In einem am 29. Mai in der "NZZ am Sonntag" erschienenen Interview äusserte sich Bundeskanzlerin Huber-Hotz zur Ernennung des neuen Bundesratssprechers Oswald Sigg und zur Untervertretung der sprachlichen Minderheiten in den Kaderfunktionen des Bundes. Bundeskanzlerin Huber-Hotz sagte, dass bei gleicher Qualifikation, die allerdings nicht immer einfach zu beurteilen sei, die Angehörigen der italienisch- und der französischsprachigen Sprachgemeinschaften Vorrang hätten. Diese hätten jedoch mehr Schwierigkeiten damit, sich in Bern einzuleben, und brächten oft zu wenig Geduld auf. Für gewöhnlich werden diese Argumente benutzt, um die Ungleichheiten zwischen Mann und Frau, die sich so hartnäckig behaupten, zu rechtfertigen.</p><p>Deshalb frage ich mich, wie diese Aussage in diesem Fall zu verstehen ist: Fehlt es an politischem Willen, oder will man damit die Ernennung eines deutschsprachigen Bundesratssprechers rechtfertigen?</p></text>