<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>IV.2021.00034</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>IV. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna<br/>Sozialversicherungsrichterin Fankhauser<br/>Gerichtsschreiberin Casanova</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">24. Juni 2021</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1960 und zuletzt tätig im Einzelhandel, meldete sich am 19. Juli 2018 (Eingangsdatum) unter Hinweis auf ein Alkoholproblem mit Leber</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zirrhose bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 10/4). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Schreiben vom 17. Juni 2019 teilte die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IV-Stelle mit, dass aufgrund des Gesundheitszustandes keine Eingliederungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmen möglich seien (Urk. 10/26). Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zinische Abklärungen und führte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">am </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. August 2020 eine Haushalts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klärung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">durch (Urk. 10/50). Nach durchgeführtem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorbescheidverfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Vorbescheid vo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m 17. November 2020, Urk. 10/54; Einwand vom 19. November 2020, Urk. 55-56) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 21. Dezember 2020 ab (Urk. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hiergegen erhob die Versicherte am 17. Januar 2021 Beschwerde und beantragte sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen (Urk. 1). In prozessualer Hinsicht ersuchte sie sinn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss um unentgeltliche Prozessführung. Mit Beschwerdeantwort vom 4. März 2021 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 9 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 10/1-62), worüber die Beschwerdeführerin am 10.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">März </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2021 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 11). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung dafür, dass die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Einschränkung zu 50 % im Bereich Verkauf Lebensmittel arbeiten würde. Diese Tätigkeit sei seit dem 7. März 2018 nicht mehr zumutbar. In einer optimal angepassten Erwerbstätigkeit mit ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fachen kognitiven Arbeiten, bestehe weiterhin eine volle Arbeitsfähigkeit. Im ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechenden Einkommensvergleich und unter Berücksichtigung eines Leidensab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuges von 20 % resultiere eine Erwerbseinbusse in Höhe von 31 %. Im Haushalt sei sie zu 13 % eingeschränkt. Gewichtet resultiere ein rentenausschliessen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Invaliditätsgrad von 22 % (Urk. 2, Urk. 10/60). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin brachte demgegenüber sinngemäss vor, dass sie vollum</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fänglich arbeitsunfähig sei und entsprechend auch kein Invalideneinkommen mehr erzielen könne. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demnach habe sie Anspruch auf Leistungen (Urk. 1).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> über den Allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialvers</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">icherungsrechts, ATSG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.2.1</span><span> </span><span id="XX006"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">artis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auf die Vorgaben eines aner</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend ob</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">jektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.2.2</span><span> </span><span id="XX007"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach bisheriger und langjähriger höchstrichterlicher Rechtsprechung führten Suchterkrankungen als solche nicht zu einer Invalidität im Sinne des Gesetzes. Sie wurden im Rahmen der Invalidenversicherung erst relevant, wenn sie eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt haben, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger, die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender, Gesundheitsschaden eingetre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten war, oder wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitsschadens waren, dem Krankheitswert zukam. Ein invalidisierender psychi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">scher Gesundheitsschaden fehlte demgegenüber, wo in der Begutachtung im Wes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">entlichen nur Befunde erhoben wurden, welche in der Sucht ihre hinrei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chende Erklärung fanden (Hinweise zur bisherigen Rechtsprechung in BGE 145 V 215 E. 4.1).Diese bisherige Rechtsprechung änderte das Bundesgericht mit BGE 145 V 215 dahingehend, dass - fachärztlich einwandfrei diagnostizierten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Abhängig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">syn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dromen beziehungsweise Substanzkonsumstörungen nicht zum vornhe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rein jede invalidenversicherungsrechtliche Relevanz abgesprochen werden kann (E. 5.3.3), sondern diese vielmehr als invalidenversicherungsrechtlich beachtliche (psychische) Gesundheitsschäden in Betracht fallen (E. 6).</span></p><p><span>Gemäss BGE 143 V 418 E. 6 f. ist die Frage nach den Auswirkungen sämtlicher psychischer Erkrankungen auf das funktionelle Leistungsvermögen grundsätzlich unter Anwendung des strukturierten Beweisverfahrens nach BGE 141 V 281 zu beantworten. Hierzu gehören nach dem oben Ausgeführten auch Abhängigkeits</span><span>syndrome (E. 6.2).</span></p><p><span>Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens kann und muss insbesondere dem Schweregrad der Abhängigkeit im konkreten Einzelfall Rechnung getragen werden. Diesem kommt nicht zuletzt deshalb Bedeutung zu, weil bei Abhängig</span><span>keitserkrankungen - wie auch bei anderen psychischen Störungen - oft eine Ge</span><span>mengelage aus krankheitswertiger Störung sowie psychosozialen und soziokul</span><span>turellen Faktoren vorliegt. Letztere sind selbstverständlich auch bei Abhängig</span><span>keitserkrankungen auszuklammern, wenn sie direkt negative funktionelle Folgen zeitigen (vgl. bezüglich der Depressionen BGE 143 V 409 ff. E. 4.5.2). Eine krank</span><span>heitswertige Störung muss umso ausgeprägter vorhanden sein, je stärker psycho</span><span>soziale oder soziokulturelle Faktoren das Beschwerdebild mitprägen (E. 6.3).</span></p><p><span>Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann immerhin dort von einem struk</span><span>turierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder geeignet ist. Es bleibt daher etwa dann entbehrlich, wenn für eine - länger dauernde (Art. 28 Abs. 1 </span><span>lit</span><span>. b IVG) - Arbeitsunfähigkeit nach bestehender Aktenlage keine Hin</span><span>weise bestehen oder eine solche im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Be</span><span>richte in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegen</span><span>teiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (E. 7). </span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Ren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tenrevision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invaliditäts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">messung (Art. 28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 117 V 198 E. 3b).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betäti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gungsvergleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Um</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entschei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Per</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">son im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sonderen (vgl. Art. 27 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Verordnung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">über die Invalidenversicherung, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">I</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">VV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Massgebend sind die Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tätig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1, 137 V 334 E. 3.2, 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b).</span></p><p><span> </span><span>Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_42/2021 vom 5. März 2021 E. 3.3 mit Hinweisen).</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.4</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:</span></p><p><span>a.</span><span> </span><span>ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä</span><span>tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen </span><span>wieder herstellen</span><span>, erhalten oder verbessern können;</span></p><p><span>b.</span><span> </span><span>während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span>tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p><span>c.</span><span> </span><span>nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.</span></p><p></p><p><span> </span><span>Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine </span><span>Vier</span><span>telsrente</span><span>, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine </span><span>Dreiviertelsrente</span><span> und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.5</span><span> </span><span id="VV198"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">besonders</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Gemäss stän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">scheidrele</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vante</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).</span></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die medizinische Aktenlage präsentiert sich im Wesentlichen folgendermassen:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Austrittsbericht vom 14. Februar 2018 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 10/17) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">über die stationäre Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">handlung im Sanatorium </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 9. bis zum 18. Januar 2018 hielten die behandelnden Ärzte als Hauptdiagnose psychische und Verhaltensstörung durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F10.2) fest. Als Nebendiagnosen notier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten sie folgende: </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Nutritiv-toxische Hepatopathie, Erstdiagnose Dezember 2017 (ICD-10 K71.9</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Gallenblasenstein ohne Cholezystitis, Erstdiagnose Dezember 2017 (ICD-10</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> K80.20)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Folsäure-Mangelanämie, nicht näher bezeichnet (ICD-10 D52.9)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">leicht eingeschränkte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Thrombozytenfunktion</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> (ICD-10 D69.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Adipositas durch übermässige </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kalorienzufuhr: BMI von 40 und m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ehr, WHO Grad III, BMI 44 kg/m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">, September 2010 Magenbypass</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin sei freiwillig mit Zuweisung aus dem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Spital Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bei vorbekannter Alkoholabhängigkeit zum Alkoholentzug ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">treten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl. Austrittbericht vom 9.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Januar 2018 der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Spitals Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Urk. 10/20)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sie sei notfallmässig ins</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Spital Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eingewiesen wo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rden mit akuter Alkoholintoxikation (3.1 Promille). Sie trinke bereits seit 3 Jahren regelmässig Alkohol, meist Weiss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wein, ca. 1-2 Flaschen am Tag. Laut Zuweisungsschreiben habe sie zudem täglich 1-2 Gläser Whiskey getrunken, dies habe sie aber verneint. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Begonnen habe der regelmässige Konsum nach der Aufgabe ihres Berufs </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">als </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Coiffeuse</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, da sie nach einer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Magenbypassoperation</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> unter wiederkehrendem Durchfall gelitten habe. Sie habe ihren Salon verkaufen müssen und habe in der Folge keine Tagesstruktur mehr gehabt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sie beschreibe ausserdem Traurigkeit, Interessen- und Freudlosigkeit, sozialen Rückzug, verminderten Appetit, Schlafstörungen und depressive Stimmung. Dies schreibe sie dem vermehrten Alkoholkonsum zu. Sie habe gelegentlich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Lebens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">überdrussgedanken</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und passive Todeswünsche, allerdings keine konkreten Pläne. Im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Spital Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei eine antidepressive Therapie mit 10 mg </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Escitalopram</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> begonnen wor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den, dessen Beendigung sie sich aber gewünscht habe. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu Beginn des Aufenthaltes habe sie Mühe gehabt, sich auf ihre eigenen Fähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keiten zu verlassen und einen Rollator zum Laufen zu verwenden. Dies habe sich im Weiteren gebessert, auch durch die Unterstützung der Physiother</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">a</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pie mit Gleichgewichtsübungen und Übungen zur Kräftigung der Muskulatur und Mobi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">li</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sation. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es sei im stationären Setting aufgefallen, dass sie deutlich fixiert auf Suchtmitte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">l</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewesen sei und durch ihr Verhalten und ihre Äusserungen andere Suchtpa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tien</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten belastet bzw. getriggert habe. Die Beschwerdeführerin habe spontan einen Austrittswunsch geäussert und einen Transfer nach Hause mit Hilfe ihrer Tochter organisiert. Sie hätten ihr dringend eine Alkoholabstinenz angeraten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und sich bei einem Rückfall möglichst schnell bei ihnen oder einer anderen Suchtklinik vorzustellen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vom 22. Februar bis zum 6. März 2018 war die Beschwerdeführerin im Spital </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hospitalisiert aufgrund der notfallmässigen Selbstvorstellung bei zunehmender Dyspnoe bei seit Mitte Januar bestehendem Aszites im Rahmen einer am ehesten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">äthylisch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bedingten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dekompensierten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Leberzirrhose. Im Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trittsbericht vom 7. März 2018 notierten die Ärzte folgende </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">folgende</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (gekürzt wiedergegebenen) Diagnosen (Urk. 10/18):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Dekompensierte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Leberzirrhose, Child Score C, MELD-Scor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> 16 Punkte</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Sekundäre bakterielle Peritonitis </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Akute Nierenschädigung</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Hypokaliämie</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Chronisches Abhängigkeitssyndrom, aktuell anamnestisch sistiert seit Dezember 2017</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Eisenmangelanämie</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Magenbypassoperation</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> ca. 2013</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die behandelnden Ärzte entliessen die Beschwerdeführerin in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebessertem Allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meinzustand in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Nachbetreuung des Hausarztes. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.1</span><span> </span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Praktischer Arzt, behandelt die Beschwerdeführerin seit dem 8. März 2018. Er hielt in seinem von der Beschwerdegegnerin eingeholten Bericht vom 11. Oktober 2018 folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest (Urk. 10/12/3):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Dekompensierte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Leberzirrhose, Child Score C, Erstdiagnose Dezember 2017</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Sekundär bakterielle Peritonitis, Erstdiagnose 28. Februar 2018</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Chronisches Alkoholabhängigkeitssyndrom, Entzug Dezember 2017 </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Diffuse Gelenksschmerzen, insbesondere Schulterschmerzen rechts und Zehenkrämpfe II-IV rechts</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ohne Auswirkungen beurteilte er die Adipositas mit Status nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Magenby</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">operation</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2013. Intermittierend</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> träten mehrmals täglich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schwank</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwindelepi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">soden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit Gangunsicherheit auf sowie oftmals Schwächeanfälle. Aktuell sei der Allgemeinzustand der Beschwerdeführerin immer noch schlecht. Der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schwank</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwindel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erlaube es nicht, eine regelmässige Arbeit auszuüben. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im von der Beschwerdegegnerin eingeholten Verlaufsbericht vom 19. Mai 2019 attestierte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit. Eine angepasste Tätigkeit sei durch ihn nicht beurteilbar. Der Allgemeinzustand habe sich eher verschlechtert. Der anamnestisch sporadisch auftretende Alkoholkonsum führe unweigerlich zur erneuten Instabilität (Urk. 10/24</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">=</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Urk. 10/35</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 31. Mai 2019 fand eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abdomensonographie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> inkl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fibroscan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in der Klinik für </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gastronenterologie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und Hepatologie des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Spitals Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> statt. Die untersuchenden Ärzte konstatierten, dass laborchemisch aktuell eine CHILD A Situation vorliege, so dass die Leberzirrhose rekompensiert sei, der MELD sei aktuell bei 9 Punkten. Labor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chemisch lägen erhö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">h</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">te </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">yGT</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, sowie GOT und GPT und ein leicht erhöhtes AFP vor. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sonographisch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">en</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> kein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ascites</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und keine fokalen Läsionen erkennbar. Der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fibroscan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> passe zur bekannten Zirrhose. Entsprechend werde die etablierte Medi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kation fortgeführt mit den Diuretika, gegebenenfalls könnten diese unter eng</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schiger Kontrolle auch ausgeschlichen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">werden. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der überproportional erhöhte GGT sei sehr wahrscheinlich auf den C2-Gebrauch zurückzuführen. Sie solle </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Alkohol meiden. Die nächste Kontrolle finde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in sechs Monaten statt (Urk. 10</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">/29/6 ff.).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In der Verlaufskontrolle vom 3. Dezember 2019 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. 10/37) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">attestierten die Ärzte der Beschwerdeführerin einen guten Allgemeinzustand. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sonographisch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> hätten sie die bekannte kompensierte Zirrhose festgestellt, ohne HCC verdächtige Läsionen. Neu seien eine reizlose </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Cholezystolithiasis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sowie eine einfache Nierenzyste, die nicht vorbeschrieben gewesen seien. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Elastographisch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> liege ein stationärer Befund vor. Im Labor habe eine Verdopplung des GGT-Wertes imponiert (auf 1542 U7L) mit begleitender Erhöhung von ASAT (SGOT; von 93 auf 163 U/L). AFP habe sich im oberen Referenzbereich ohne Dynamik verglichen zu den Vorwerten be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den. Die restlichen Werte seien praktisch stationär. Die laboranalytische Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schlechterung interpretierten sie in erster Linie im Rahmen des Alkoholabusus (de </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ritis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ratio</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> positiv).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 13. Mai 2020 fand eine neuropsychologische Untersuchung in der Klinik für Neurologie des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Spitals Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> statt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 10/46)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Die Untersucher </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">füh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, dass eine neuropsychologische Standortbestimmung bei Verdacht auf kognitive Defizite aufgrund metabolisch-toxischer Leberzirrhose nach Alkoholabusus durchgeführt werde. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">estisch berichte die Beschwerdeführerin von Gedächtnis- und Kon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">z</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">en</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trationsproblemen, schlechtem Schlaf, Müdigkeit und einer hohen psychi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen Belastung sowie Ängsten. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Formal neuropsychologisch zeigten sich bei der allseits orientierten, deutlich nie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gestimmten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> jedoch freundlich zugewandten und kooperativen Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin leichte bis deutliche Minderleistungen im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">attentionalen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und exekutiven Bereich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Qualitativ zeige sie während der ganzen Untersuchung ein sorgfältiges Vorgehen und gute Fehlerkontrolle, allerdings auf Kosten der Verarbeitungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwindigkeit. In einer Verhaltensbeobachtung präsentiere sich eine affektiv sicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich belastete (beginne wiederholt zu weinen) und rasch ermüdende Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführerin. Psychometrisch liessen sich im Fragebogen sowohl der hohe Leidensdruck als auch die körperliche und kognitive Erschöpfung objektivieren. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend entsprächen die heute objektivierten Befunde formal einer leichten neuropsychologischen Funktionsstörung. Deren Ursache dürfte multifak</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">toriell bedingt sein. Eine Auswirkung des langjährigen Alkoholabusus (metabo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">li</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sch-toxische Folgeschäden) könne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht ausgeschlossen werden. Aktuell dürften sich jedoch sicherlich auch die starke psychische Belastung (affektiv/Ängste) und die beschriebene, beobachtbare und psychometrisch objektivierte reduzierte Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">last</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">barkeit unspezifisch leistungsmindernd auswirken. Ebenso sei zu bedenken, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dass sie schlecht/wenig schlafe und sich eigenanamnestisch nicht ganz ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wogen zu ernähren vermöge, was sich ebenfalls konfundierend auf die kognitive Leistungsfähigkeit auswirken könne. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei aktuell klar im Vordergrund stehender multifaktorieller psychischer/affektiver Belastung empfählen sie in erster Linie eine psychotherapeutische oder psychia</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trische Begleitung. Die Beschwerdeführerin zeige sich dieser Empfehlung gegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">über skeptisch. Sie werde es sich in Ruhe durch den Kopf gehen lassen und mit dem Hausarzt besprechen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Alternativ sei im Rahmen der persönlichen Interessen auch eine gestalterische Therapie in Erwägung zu ziehen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Um bezüglich der kognitiven Defizite, insbesondere der als störend erlebten Gedächtniseinschränkungen, alltagsnahe Kompensationsstrategien zu erlernen, empfählen sie zudem Ergotherapie. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eine Überprüfung der medikamentösen Therapie bezüglich der Schlafstörung, gegebenenfalls eine Etablierung eines schlafanstossenden Anti-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Depressivums</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sei angezeigt. Eine neur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">o</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">psychologische Verlaufskontrolle sei in einem Jahr emp</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fohlen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 22. Juni 2020 nahm Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie, des Regionalen Ärztlichen Dienstes, Stellung. Er konstatierte, dass bei der Verlaufsuntersuchung in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Klinik für Gastro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">enterologie und Hepatologie des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Spitals Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 3. Dezember 2019 ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">elastographisch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> stationärer Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fund bestanden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> habe.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ie verschlechterten/erhöhten Leberwerte seien als Folge eines Alkoholabusus interpretiert worden. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Laut dem Bericht der neuropsychologischen Untersuchung im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Spital Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 13. Mai 2020 bestehe eine leichte neuropsychologische F</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unktionsstörung, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">a.e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. multifak</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">t</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">oriell bedingt. Zur Arbeitsfähigkeit seien keine Angaben gemacht worden. Zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sammenfassend sei aufgrund der vorliegenden Unterlagen die von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> im Arztbericht vom 19. Mai 2019 angegebene Leistungsminderung von 100</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">%</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> weiterhin nicht nachvollziehbar. Wie heute besprochen, w</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ürden eine AD-Ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">klä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung und gegebenenfalls</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Rück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">f</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ragen beim behandelnden Psychiater, Neuro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">logen oder Hausarzt empfohlen, um zusätzliche Befunde zu erhalten (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">12/53/7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zu prüfen ist vorab die Qualifikation der Beschwerdeführerin und in diesem Zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sammenhang, ob sie im Gesundheitsfalle über einen invalidenversicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">recht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich relevanten Aufgabenbereich verfügen würde oder die nicht zum aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">serhäus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Erwerb genutzte restliche Zeit als Freizeit und damit als invali</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">denversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungsrechtlich nicht versichert zu werten ist: </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Für den Rentenanspruch finden einzig die Einschränkungen in der Erwerbs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit und im sogenannten Aufgabenbereich Berücksichtigung, nicht jedoch Freizeitaktivitäten oder alltägliche Lebensverrichtungen. Als Aufgabenbereich nach Artikel 7 Absatz 2 IVG der im Haushalt tätigen Versicherten gilt die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Pflege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und Betreuung von Angehörigen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(Art. 27 IVV). Darunter fallen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sportliche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Aktivitäten oder Hobbys. Besteht kein Aufgabenbereich, spielt ein erhöhter Zeitbedarf für Alltagsverrichtungen keine Rolle. Solche Einschränkungen wären allenfalls im Rahmen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hilflosenent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">digung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zu prüfen. Andererseits ist im Erwerbsbereich nicht massgebend, was die versicherte Person, wäre sie gesund geblieben, im besten Fall zu erzielen im Stande wäre. Ist aufgrund der gesamten Umstände des Einzelfalls anzunehmen, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dass sie sich als Gesunde voraussichtlich dauernd mit einer bescheidenen Erwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tätigkeit aus freien Stücken begnügen würde, so ist darauf abzustellen (Meyer/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Reichmuth</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Rechtsprechung des Bun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts zum IVG, Zürich/Basel/Genf 2014</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, 3. Aufl., Art. 28a N 71 mit Hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Massgebend ist entsprechend, ob sich die Beschwerdeführerin zusätzlich zur teil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zeitlichen Erwerbstätigkeit vor Eintritt des Gesundheitsschadens in einem Auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gabenbereich betätigt hat.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Anlässlich der Haushaltsabklärung vom 10. August 2020 gab die Beschwerdeführerin an, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dass sie ohne Gesundheitsschaden im Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mass von 50 % habe arbeiten wollen. Sie h</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">abe dann Arbeitsbemühungen be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">i</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ben, doch keine Unterstützung vom RAV erhalten. Der Alkoholismus sei eigent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich erst dadurch richtig ausgebrochen (Urk. 10/50/3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinweise darauf, dass die Beschwerdeführerin einen Aufgabenbereich im Sinne von Art. 27 IVV ausüben würde, wäre sie gesund, liegen keine vor. Unter diesen Umständen kann nicht vom Vorliegen eines Aufgabenbereichs ausgegangen werden, da die Führung eines Zweipersonenhaushalts nach allgemeiner Lebens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erfahrung auch bei einem vollzeitig Erwerbstätigen anfällt und vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">im gleichen Haushalt lebenden Ehepartner </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auch im Gesundheitsfalle eine Entlastung erwartet werden dürfte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. hierzu auch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Kreisschreiben über die Invalidität und Hilf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">losigkei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">t in der Invalidenversicherung [KSIH], g</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ültig ab 1. Ja</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nuar 2015, Stand 1.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2021, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3042.1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten ist mit dem im Sozialversicherungsrecht erforderlichen Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin ohne Gesundheitsschaden auch im Gesundheitsfall einem 50 %-Pensum nachgehen würde, was auch seitens der P</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">arteien unbestritten blieb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Aufgrund der Qualifikation der Beschwerdeführerin als Teilzeiterwerbstätige ohne Betätigung im Aufgabenbereich kommt vorliegend die gemischte Methode nicht zur Anwen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dung. Dementsprechend ist für die Invaliditätsbemessung einzig ein Einkom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vergleich vorzunehmen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die medizinischen Akten lassen keine abschliessende Beurteilung über die funk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tionellen Auswirkungen der vorliegenden Befunde und Diagnosen zu: </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ärzt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e des Sanatorium</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> äusserten sich in ihrem Austrittsbericht vom 14. Februar 2018 weder zur Arbeitsfähigkeit noch über allfällige funktionelle Einschränkungen (E. 3.1; vgl. Urk. 10/17), womit dieser Bericht keine Beurteilung ermöglicht. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auch die Ärzte des Spital</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> äusserten sich nicht zu funktionellen Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wirkungen der gestellten Diagnosen bzw. erhobenen Befunde, sondern nahmen lediglich Stellung zur stattgehabten Behandlung und äusserten einen Vorschlag zum weiteren Prozedere (E. 3.2, vgl. Urk. 10/18). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auch die Ärzte der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Spitals Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nahmen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in ihren Berichten vom 31. Mai und 3. Dezember 2019 (E. 3.4.1-3.4.2; Urk. 12/29/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6 ff.; Urk. 10/37) keine Stellung zur Arbeitsfähigkeit oder aus den Diagnosen resul</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tierenden funktionellen Einschränkungen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> führte am 8. März 2018 aus, dass der Gesundheitszustand der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin schlecht sei und der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Schwankschwindel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> es nicht erlaube, eine regel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mässige Arbeit auszuüben. Er beurteilte die Leberzirrhose, die Peritonitis, das Alkoholabhängigkeitssyndrom sowie diffuse Gelenkschmerzen als mit Auswir</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kungen auf die Arbeitsfähigkeit. Als Funktionseinschränkung nannte er den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Schwankschwindel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Im Haushalt sei sie bei längeren Gehstrecken und dem Heben von mehr als 5 kg insbesondere beim Einkaufen und in der Wohnungspflege eingeschränkt. Die schweren Aufgaben übernehme häufig der Ehemann (E. 3.3.1; vgl. Urk. 10/12/3 ff.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Verlaufsbericht vom 19. Mai 2019 (E. 3.3.2; Urk. 10/24) beurteilte er neu auch eine arterielle Hypertonie als mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit und erläuterte, dass die Beschwerdeführerin zur Stabilisierung der chronischen Leber</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zirrhose eine diuretische Behandlung benötige, welche zu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">orthostatischen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den führe. Sie leide dabei an Schwindelattacken mit Gleichgewichts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungen. Diverse Gelenkschmerzen seien möglicherweise ebenfalls auf die Neben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wirkungen zurückzuführen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eine angepasste Tätigkeit könne er nicht beurteilen, ihre Leistungsfähigkeit sei zu 100 % vermindert. Der Allgemeinzustand habe sich verschlechtert, der sporadisch auftretende Alkoholkonsum führe unweigerlich zu erneuter Instabilität. Die Krankheit würde auch durch den Ehemann mit Alko</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">holproblemen aufrechterhalten. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die attestierte volle Leistungsminderung ist allerdings aufgrund der ausgeführten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">überschaubaren funktionellen Einschränkungen durch die Schwindelattacken und</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die Gelenkschmerzen ohne detaillierte Darlegung nicht nachvollziehbar. Hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zu kommt, dass unklar bleibt, ob Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> psychosoziale Belastungsfaktoren (ins</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sondere die Alkoholprobleme des Ehemannes) bei seiner Beurteilung der Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit miteinbezog. Entsprechend lassen die Berichte von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> keine schlüssige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die neuropsychologischen Untersucher äusserten sich nicht zu den funktionellen Auswirkungen der diagnostizierten leichten neuropsychologischen Funktionsstö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung und nahmen keine Stellung zum Tätigkeitsprofil einer angepassten Tätig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit. Darüber hinaus wurden - soweit ersichtlich - keine Symptomvalidierungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tests durchgeführt. Demnach kann auch gestützt auf diesen Bericht keine ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schliessende Beurteilung einer allfälligen Arbeitsunfähigkeit vorgenommen werden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (E. 3.5; Urk. 10/46). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">RAD-Arzt Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> würdigte am 22. Juni 2020 die vorliegenden Arztberichte und hielt dafür, dass die von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> attestierte vollumfängliche Leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">min</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derung nicht nachvollziehbar sei aufgrund der vorliegenden Unterlagen. Darüber hinaus empfahl er, eine AD-Abklärung durchzuführen und allenfalls Rückfragen beim behandelnden Psychiater, Neurologen oder Hausarzt zu stellen, um zusätz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liche Befunde zu erhalten (E. 3.6). Eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eigentliche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beurteilung nahm er hingegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht v</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">or</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Schlussfolgerung der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, dass eine optimal angepasste ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fache kognitive Tätigkeit vollumfänglich zumutbar ist (vgl. Urk. 10/53/8), </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">findet daher in den medizinischen Akten keine Stütze und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kann </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">demnach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ohne weiter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gehende medizinische Ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">klärung nicht übernommen werden.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">N</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ebst diverser so</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">matischer Befunde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> liegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auch Hinweise auf eine Suchterkrankung und allenfalls weitere psychiatrische Gesundheitseinschränkungen (vgl. E. 3.5; Urk. 10/46) vor und</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> es kann</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht ausgeschlossen werden, dass diese in ihrer Gesamtheit eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">invalidenversicherungsrechtlich relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nac</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">h sich ziehen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend erweist sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> medizinische </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sachverhalt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> als ungenügend abgeklärt. Die Sache ist daher in Aufhebung der angefochtenen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den Gesundheitszustand der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführerin sowie den Verlauf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Arbeits- und Leistungsfähigkeit mittels </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geeignete</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">r Mittel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> abklärt und danach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">neu über den Leistungsanspruch ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">scheidet</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gesuch um </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gewährung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unentgeltliche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Prozessführung ist demnach gegenstandslos. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">21. Dezember </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2020 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu verfüge.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">gestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstCasanova</p><p><br/></p><p><br/></p><div><p> </p></div><p></p></div> </div></body></html>