<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2017.01262</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span> </span></p><p><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Ersatzrichterin Romero-Käser<br/>Gerichtsschreiberin Lienhard</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 6. März 2019</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Easy Sana Krankenversicherung AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsdienst</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rue des Cèdres 5, 1920 Martigny</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">weitere Verfahrensbeteiligte:</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___, geb. 2013</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beigeladene</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gesetzlich vertreten durch die Mutter Y.___</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren am 1. April 2013, wurde wegen verschiede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Geburtsgebrechen bei der Invalidenversicherung angemeldet (Urk. 6/2; Urk. 6/5), wobei das Anmeldeformular am 6. Juni 2013 unterzeichnet wurde (Urk. 6/2/7), jedoch erst am 22. Mai 2014 einging (vgl. Urk. 6/4). Die Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte die notwendigen Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen und erteilte am 20. Juni 2014 Kostengutsprache für medizinische Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmen, welche sie jedoch wegen verspäteter Anmeldung erst ab dem 22. Mai 2013 gewährte (Urk. 6/6-10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 7. April 2017 ersuchte der zuständige Krankenversicherer Easy Sana Kran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kenversicherung AG (nachfolgend: Easy Sana) um Wiedererwägung der gewähr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Kostengutsprache und Übernahme der Leistungen bereits ab 1. April 2013 (Urk. 6/16). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 6/20; Urk. 6/23) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 18. Oktober 2017 eine Kostengutspra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che für die stationäre Behandlung der Versicherten ab Geburt sowie eine Wieder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erwägung der Kostengutsprache in diesem Sinne (Urk. 6/26 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 20. November 2017 erhob die Easy Sana Beschwerde gegen die Verfügung vom 18. Oktober 2017 und beantragte, es sei die IV-Stelle zu verpflichten, die Kosten für die stationäre Behandlung der Versicherten im Zeitraum vom 1. April bis 21. Mai 2013 in Höhe von Fr. 72'154.35 zu übernehmen (Urk. 1 S. 7). Mit Beschwerdeantwort vom 17. Januar 2018 (Urk. 5) beantragte die Beschwerdegeg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nerin die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 29. Januar 2018 mitgeteilt wurde (Urk. 7). Am 4. Juni 2018 wurde die Versicherte zum Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahren beigeladen (Urk. 8), liess sich jedoch innert Frist nicht vernehmen, wovon die Parteien am 17. Juli 2018 in Kenntnis gesetzt wurden (Urk. 10). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX118"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherte haben bis zum vollendeten 20. Altersjahr Anspruch auf die zur Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">handlung von Geburtsgebrechen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">es</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> über den All</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gemeinen Teil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Sozialversicherungsrechts, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> notwendigen medizinischen Massnahmen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">13 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">es</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">über die Invalidenversicherung, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als Geburtsgebrechen gelten diejenigen Krankheiten, die bei vollendeter Geburt bestehen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 ATSG in Verbindung mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 Satz 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">V</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erord</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nung über Geburtsgebrechen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">GgV)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Die blosse Veranlagung zu einem Leiden gilt nicht als Geburtsgebrechen. Der Zeitpunkt, in dem ein Geburtsgebrechen als sol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ches erkannt wird, ist unerheblich (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 GgV). Als medizinische Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahmen, die für die Behandlung eines Geburtsgebrechens notwendig sind, gelten sämtliche Vorkehren, die nach bewährter Erkenntnis der medizinischen Wissen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schaft angezeigt sind und den therapeutischen Erfolg in einfacher und zweck</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mässiger Weise anstreben (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 GgV).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Über Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die erheblich sind oder mit de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen die betroffene Person nicht einverstanden ist, hat der Versicherungsträger gemäss Art. 49 Abs. 1 ATSG schriftlich Verfügungen zu erlassen. Die Verfügun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen werden mit einer Rechtsmittelbelehrung versehen und sind zu begründen, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll entsprechen (Art. 49 Abs. 3 ATSG). Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die nicht unter Art. 49 Abs. 1 ATSG fallen, können in Anwendung von Art. 51 Abs. 1 ATSG in einem formlosen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahren behandelt werden. Die betroffene Person kann nach Art. 51 Abs. 2 ATSG den Erlass einer Verfügung verlangen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wird ein – gemäss Art. 51 Abs. 1 ATSG oder einer betreffenden spezialgesetzli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Bestimmung – zulässigerweise formlos ergangener Verwaltungsakt von der betroffenen Person innert angemessener Frist (vgl. dazu BGE 134 V 145 E. 5.3.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_673/2008 vom 19. Juli 2009 E. 3.1) nicht gerügt, wird er rechtsbeständig (BGE 132 V 412 E. 5, 129 V 110 E. 1.2.2; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_14/2011 vom 13. April 2011 E. 5 und 8C_554/2015 vom 19. Oktober 2015 E. 3.4, je mit Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Frist für eine Intervention der betroffenen Person gegen einen unzulässiger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise formlos mitgeteilten Entscheid beträgt nach der Rechtsprechung des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts im Regelfall ein Jahr seit der Mitteilung. Eine längere Frist kommt allenfalls dann in Frage, wenn die betroffene Person – insbesondere, wenn sie rechtsunkundig und nicht anwaltlich vertreten ist – in guten Treuen annehmen durfte, der Versicherer habe noch keinen abschliessenden Entscheid fällen wollen und sei mit weiteren Abklärungen befasst. Ohne fristgerechte Intervention erlangt der Entscheid rechtliche Wirksamkeit, wie wenn er zulässigerweise im Rahmen von Art. 51 Abs. 1 ATSG ergangen wäre (BGE 134 V 145 Regeste, E. 5.3.2 und E. 5.4; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_536/2017 vom 5. März 2018 E. 3.4 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="VV137"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Rechtsbeständigkeit gilt bei zulässigerweise formlos ergangenen Entscheiden (vgl. Art. 51 Abs. 1 ATSG und betreffende spezialgesetzliche Bestimmungen) als eingetreten, wenn anzunehmen ist, die betroffene Person habe sich mit einer ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">troffenen Regelung abgefunden. Dies ist dann der Fall, wenn die nach den Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ständen zu bemessende Überlegungs- und Prüfungsfrist abgelaufen ist, welche der betroffenen Person zusteht, um sich gegen den formlosen oder faktischen Verwaltungsentscheid zu verwahren (vgl. Art. 51 Abs. 2 ATSG; BGE 134 V 145 E. 5.3.1, 132 V 412 E. 5, 129 V 110 E. 1.2.2, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Ablauf einer Zeitspanne, die der Rechtsmittelfrist bei formellen Verfügun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen entspricht, darf hingegen der Versicherungsträger in einer unbeanstandet ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bliebenen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">«</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">formlosen Verfügung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">»</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> oder </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">«</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">faktischen Verfügung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">»</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zugesprochene Leistungen nur unter den Voraussetzungen der Wiedererwägung oder prozessu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">alen Revision (Art. 53 ATSG) zurückfordern (BGE 129 V 110 Regeste; vgl. zu den Rückerstattungsvoraussetzungen auch BGE 142 V 259 E. 3.2 mit Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="VV130"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (sogenannte Wiedererwägung; Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 144 I 103 E. 2.2, 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1 mit Hinweis).</span><span> </span><span id="VV131"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">«kann» </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Versicherungsträger wiedererwägen, muss aber nicht. Ob er eine Verfügung in Wiedererwägung zieht, liegt in seinem Ermessen. Er kann hierzu weder von der betroffenen Person noch vom Gericht verhalten werden. Es besteht mithin kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf Wiedererwägung. Auf eine Beschwerde gegen ein Nichteintreten auf ein Wieder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erwägungsgesuch oder allenfalls gegen einen das Nichteintreten bestätigenden Einspracheentscheid (vgl. aber BGE 133 V 50 E. 4.2.2) kann das Gericht nicht eintreten (BGE 133 V 50 E. 4.2.1, 119 V 475 E. 1b/cc mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_210/2017 vom 22. August 2017 E. 8.2 mit weiteren Hinwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wenn der Versicherungsträger hingegen auf ein Wiedererwägungsgesuch eintritt, die Wiedererwägungsvoraussetzungen prüft und hernach einen Sachentscheid fällt, der gegebenenfalls auch bloss in der Bestätigung der früheren Verfügung bzw. in der Abweisung des Wiedererwägungsgesuchs bestehen kann (BGE 117 V 8 E. 2b/cc), ist dieser Sachentscheid allenfalls mit Einsprache und hernach beschwerdeweise anfechtbar. Die entsprechende Überprüfung hat sich in einem solchen Fall auf die Frage zu beschränken, ob die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung der bestätigten Verfügung gegeben sind. Thema des Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprache- und des Beschwerdeverfahrens bildet also einzig die Prüfung, ob der Versicherungsträger zu Recht die ursprüngliche, formell rechtskräftige Verfügung nicht als zweifellos unrichtig und/oder ihre Korrektur als von unerheblicher Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deutung qualifiziert hat (BGE 119 V 475 1b/cc mit Hinweisen BGE 117 V 8 E. 2a, 116 V 63 E. 3a; Urteile des Bundesgerichts 8C_89/2014 vom 24. Juli 2014 E 2.3 und 9C_908/2011 vom 2. März 2012 E. 2.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid (Urk. 2) wie folgt: Die Beschwerdeführerin habe mit Schreiben vom 7. April 2017 um Wieder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erwägung der Mitteilungen vom 20. Juni 2014 und um Kostenübernahme ab Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">burt gebeten. Die genannten Mitteilungen seien in formelle Rechtskraft erwach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen. Selbst wenn die Voraussetzungen einer zweifellosen Unrichtigkeit und er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heblicher Bedeutung der Berichtigung gegeben seien, bestehe keine Pflicht der verfügenden Behörde, ihren Entscheid in Wiedererwägung zu ziehen. Zudem sei keine zweifellose Unrichtigkeit gegeben, da das behandelnde Spital nicht zur An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meldung der Versicherten befugt gewesen sei und es sich deshalb bei seiner Rech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nung nicht um eine Anmeldung habe handeln können, die an eine unzuständige Behörde gerichtet worden wäre. Die Beschwerdeführerin wäre zur Anmeldung befugt gewesen, habe diese aber nicht vorgenommen. Es sei geradezu treuwidrig, dass sie Jahre, nachdem sie ihrer Vorleistungspflicht nachgekommen sei, um Kos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenübernahme durch die Invalidenversicherung ersuche. Dass die Leistungen in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">folge verspäteter Anmeldung erst ab dem 22. Mai 2013 übernommen worden seien, sei rechtens (S. 1-2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem hielt die Beschwerdeführerin entgegen (Urk. 1), die Rechnung des behan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delnden Spitals sei erst am 18. März 2014 bei ihr eingegangen. Da es sich um die Behandlung von Geburtsgebrechen handle, sei die Beschwerdegegnerin ab Geburt leistungspflichtig. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb das Spital die Rechnung nicht direkt der Invalidenversicherung zugestellt habe. Weiter sei unerklärlich, weshalb die am 6. Juni 2013 unterzeichnete Anmeldung erst am 22. Mai 2014 bei der Beschwerdegegnerin eingegangen sei. Sodann seien die Verfügungen der Beschwerdegegnerin vom 20. Juni 2014, welche fälschlicherweise nicht als solche bezeichnet worden seien, irrtümlicherweise nicht angefochten worden, da sie ir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reführenderweise als Kostengutsprache und nicht als Leistungsablehnung be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeichnet worden seien. Weiter seien sie nicht als Einschreiben, sondern mit nor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">maler Post und in Kopie an sie verschickt worden. Auch die Beigeladene habe die Mitteilungen nicht angefochten. Selbst wenn die Anmeldung als zu spät erfolgt gelten müsste, könne dies nicht dem Krankenversicherer zur Last gelegt werden (S. 2 ff.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitig und zu prüfen ist die Leistungspflicht für die Kosten der stationären Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">handlung der Versicherten im Zeitraum vom 1. April bis 29. (beziehungsweise 21.) Mai 2013. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Mitteilungen vom 20. Juni 2014 (Urk. 6/7-10) wurden als solche bezeichnet und stellen keine Verfügungen im Rechtssinne dar. Sie enthielten dementspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chend den Hinweis, dass schriftlich eine beschwerdefähige Verfügung verlangt werden könne (S. 2). Alle Mitteilungen ergingen in Kopie an die Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rerin, welche denn auch nicht substantiiert bestreitet, diese erhalten zu haben. Bei ihrer Argumentation verkennt sie deshalb, dass selbst wenn die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin nicht befugt gewesen wäre, die Leistungsentscheide in Form einer Mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilung zu erlassen (vgl. dazu vorstehend E. 1.2), es ihr möglich gewesen wäre, eine anfechtbare Verfügung zu verlangen und diese sodann anzufechten. Dies hat sie zu keinem Zeitpunkt getan. Da sie innerhalb der angemessenen Frist von ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nem Jahr nicht intervenierte, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erlangt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en die Mitteilungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> rechtliche Wirksamkeit, wie wenn </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">- sofern dies überhaupt zur Debatte steht - </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zulässigerweise im Rah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men von Art. 51 Abs. 1 ATSG ergangen wäre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n. Eine längere Frist wäre angesichts des Umstands, dass es sich um einen Krankenversicherer mit eigener Rechtsab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilung handelt, nicht angemessen und wird auch nicht geltend gemacht (vgl. vorstehend E. 1.2). Somit sind die Mitteilungen vom 20. Juni 2014 im Juni 2015 in Rechtskraft erwachsen. Daran vermögen die Vorbringen der Beschwerdeführe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rin nichts zu ändern. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin trat in der Folge auf das Wiedererwägungsgesuch der Beschwerdeführerin vom 7. April 2017 ein und wies dieses mittels der vorliegend angefochtenen Verfügung ab, indem sie an ihrem ursprünglichen Entscheid fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hielt. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Thema des Beschwerdeverfahrens bildet also einzig die Prüfung, ob </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die ursprüngliche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, formell rechtskräftige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Verfügung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zu Recht nicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in Wieder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erwägung zog (vgl. vorstehend E. 1.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wer eine Versicherungsleistung beansprucht, hat sich beim zuständigen Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherungsträger in der für die jeweilige Sozialversicherung gültigen Form anzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">melden (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">29 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Begründet ein Versicherungsfall einen Anspruch auf Sozialversicherungsleistungen und ist zunächst unklar, welche Sozialversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherung leistungspflichtig ist, so hat sich die berechtigte Person bei den in Frage kommenden Versicherungen anzumelden (Art. 70 Abs. 3 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Macht eine versicherte Person ihren Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auf medizinische Massnahmen oder auf Hilfsmittel mehr als zwölf Monate nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dessen Entstehung geltend, so wird die Leistung in Abweichung von Artikel 24</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Absatz 1 ATSG nur für die zwölf Monate nachgezahlt, die der Geltendmachung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vorangehen (Art. 48 Abs. 1 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Anmeldung der am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2013 geborenen Versicherten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bei der Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> erfolgte erst am 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2014</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. Urk. 6/4) und somit nach mehr als zwölf Monaten seit Entstehung des Anspruchs. Zu einem früheren Zeitpunkt ist keine Anmeldung erfolgt: Die blosse Rechnungsstellung durch das Spital stellte keine rechtsgenügliche Anmeldung dar, denn es handelt sich beim Spital nicht um eine zur Anmeldung befugte Institution im Sinne von Art. 66 Abs. 1 der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Eine Anmeldung durch die Beschwerdeführerin selbst, die bei dieser Sachlage zur Anmeldung befugt gewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen wäre (vgl. BGE 135 V 106), erfolgte nicht. Damit war die Anmeldung der Versicherten verspätet, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weshalb die Beschwerdegegnerin die Kosten für die me</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dizinischen Massnahmen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rückwirkend </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erst ab 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2013 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu übernehmen hatte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Eine zweifellose Unrichtigkeit dieser Entscheidung ist nicht ersichtlich.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 48 Abs. 2 IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> wird</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ie Leistung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">jedoch trotz verspäteter Anmeldung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">für einen längeren Zeitraum nachgezahlt, wenn die versicherte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Person:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a. den anspruchsbegründenden Sachverhalt nicht kennen konnte; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b. den Anspruch spätestens zwölf Monate, nachdem sie davon Kenntnis erhalten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hat, geltend macht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit BGE 143 V 312 hat das Bundesgericht entschieden, dass Art. 48 Abs. 2 IVG nicht nur für die Versicherten, sondern analog auch für den Krankenversicherer gilt. Mithin kann auch dieser die Nachzahlung seiner Leistung verlangen, wenn der anspruchsbegründende Sachverhalt mehr als zwölf Monate seit der Geltend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">machung des Anspruchs zurückliegt und die Kasse an der verspäteten Kenntnis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahme kein Verschulden trifft. Massgeblich für den Beginn der zwölfmonatigen Frist nach Art. 48 Abs. 2 lit. b IVG ist allein der Zeitpunkt der Kenntnisnahme durch die betroffene Krankenkasse selbst. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorliegend kann sich die Beschwerdeführerin allerdings nicht auf Art. 48 Abs. 2 IVG stützen: Ginge man von ihrer Darstellung aus, wonach sie erstmals am 18. März 2014 Kenntnis von der Rechnung des behandelnden Spitals und damit vom relevanten Sachverhalt erhielt, so wäre zwar das Kriterium von Art. 48 Abs. 2 lit. a IVG erfüllt. Die Beschwerdeführerin versäumte es jedoch, den An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruch innert zwölf Monaten nach Kenntnisnahme bei der Beschwerdegegnerin geltend zu machen, blieb sie doch sowohl nach Erhalt der Spitalrechnung als auch nach Erhalt der Mitteilungen vom 20. Juni 2014 gegenüber der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">degegnerin untätig. Die kumulativ zu Art. 28 Abs. 2 lit. a vorausgesetzte zwölf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">monatige Frist gemäss Art. 48 Abs. 2 lit. b IVG wurde somit nicht eingehalten. Die Beschwerdeführerin gelangte vielmehr erstmals mit ihrem Wiedererwägungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesuch vom April 2017 an die Beschwerdegegnerin. Eine zweifellose Unrichtig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit der Mitteilungen vom 20. Juni 2014 ist somit auch unter Berücksichtigung von Art. 48 Abs. 2 IVG zu verneinen. Damit ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin diese nicht in Wiedererwägung zog. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gerichtskosten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sind auf Fr. 4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- anzusetzen und ausgangsgemäss der unte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rliegenden Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> aufzuerlegen.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Von einer Kostenauflage an die Beigeladene ist abzusehen, da diese keinen Antrag gestellt hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">400</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span id="Text2"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">gestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Easy Sana Krankenversicherung AG</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Y.___</span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannLienhard</p><p></p></div> </div></body></html>