<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>KK.2016.00046</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Gerichtsschreiberin Tiefenbacher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 13. September 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Kläger</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Fürsprecher Andreas Hubacher</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Hubacher &amp; Rolli Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Bundesgasse 16, Postfach, 3001 Bern</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Avenue de Cour 41, 1007 Lausanne</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beklagte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Zustelladresse: VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Place de Milan, Case postale 120, 1001 Lausanne</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1982, war vom 1. Mai 2011 bis 30. April 2014 bei der Y.___ SA als Hockeyspieler angestellt (Urk. 7/21 Bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lage 7) und damit bei der Vaudoise Versicherungen Holding AG (nachstehend: Vaudoise) in der Kollektiv-Krankenversicherung Lohnausfall (vgl. Urk. 2/2/4/1) versichert (Urk. 2/2/4/4 = Urk. 7/56b). Seit dem 19. Dezember 2013 galt er als bezogen auf Leistungssport / Hockey sportunfähig (Urk. 7/21 Beilage 3; Urk. 7/41). Ab 1. Mai 2014 war er als Agent für die Z.___ AG tätig (vgl. Urk. 2/2/4/15; Agenturvertrag und Zusatzvertrag vom 15./23. April 2014, Urk. 7/21 Beilage 8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Vergleichsverhandlungen (vgl. Urk. 7/22-26) richtete die Vaudoise dem Versicherten Taggelder in der Höhe von Fr. 425.20 von Mai bis Juni 2014 und in der Höhe von Fr. 360.40 von Juli bis November 2014 aus (Urk. 7/27), ebenso für Dezember 2014 (Urk. 7/31) und von Januar bis Mai 2015 (Urk. 7/34, Urk. 7/36, Urk. 7/40, Urk. 7/42-43).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 3. Juli 2015 teilte die Vaudoise dem Versicherten mit, das Taggeld sei verse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hentlich mit 100 % statt 80 % beziffert worden; statt Fr. 306.40 betrage es Fr. 288.35 (Urk. 2/2/4/5 = Urk. 7/47). Am 24. Juli 2015 teilte sie mit, das resul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tierende Guthaben von 26‘298.25 werde mit künftigen Abrechnungen verrech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">net (Urk. 2/2/4/6 = Urk. 7/51), was sie den Monat Juli betreffend gleichentags umsetzte (Urk. Urk. 7/52). Der Versicherte erklärte sich am 7. Oktober 2015 mit dem Ansatz von 80 % einverstanden (Urk. 7/59 S. 1 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 17. November 2015 teilte die Vaudoise dem Versicherten mit, bis zur Klä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung näher bezeichneter offener Punkte sei es ihr nicht möglich, ab Oktober 2015 Taggelder zu bezahlen (Urk. 7/68). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 19. Februar 2016 teilte die Vaudoise dem Versicherten mit, aufgrund ihrer näher dargelegten Berechnungen des Taggeldanspruchs resultiere ein Saldo zu ihren Gunsten von Fr. 20‘886.05 (Urk. 7/72). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 23. Juni 2016 reichte X.___ beim Bezirksgericht A.___ Klage gegen die Vaudoise ein, mit dem Rechtsbegehren, diese sei zu verurteilen, ihm einen Betrag von Fr. 17‘117.15 zu bezahlen (Urk. 2/1 S. 2 oben). Mit Verfügung vom 1. September 2016 überwies das Bezirksgericht A.___ die Klage zustän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digkeitshalber an das hiesige Gericht (Urk. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Klageantwort vom 10. November 2016 (Urk. 6) beantragte die Vaudoise die Abweisung der Klage und erhob Widerklage im Umfang von Fr. 20‘886.05 (S. 5 Ziff. 1-2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Replik vom 13. Dezember 2016 hielt der Kläger an seinem Rechtsbegehren fest und beantragte, die Widerklage sei abzuweisen (Urk. 10 S. 2 oben Ziff. 1-2). Mit Duplik vom 28. Februar 2017 hielt die Beklagte an ihren Anträgen fest (Urk. 14).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Parteien verzichteten am 11. und 19. April 2017 auf eine Hauptverhandlung (Urk. 17-18), was ihnen am 20. April 2017 gegenseitig zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 19). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung nach dem Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesetz über die Krankenversicherung (KVG) unterstehen nach Art. 12 Abs. 3 KVG dem Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG). Die Kan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tone können gestützt auf Art. 7 der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO) ein Gericht bezeichnen, welches als einzige kantonale Instanz für Streitigkeiten in diesem Gebiet sachlich zuständig ist. Im Kanton Zürich liegt die Zuständig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit beim Sozialversicherungsgericht (§ 2 Abs. 2 lit. b GSVGer). Das Verfahren richtet sich nach der ZPO, wobei das einfache Verfahren zur Anwendung ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">langt (Art. 243 Abs. 2 lit. f ZPO) und die Klage direkt beim Gericht anhängig zu machen ist (BGE 138 III 558 E. 3.2 und 4.6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die sachliche und örtliche Zuständigkeit des hiesigen Gerichts zur Beurteilung der eingereichten Klage ist gegeben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitigkeiten aus den Zusatzversicherungen gemäss VVG sind privatrechtlicher Natur (BGE 133 III 439 E. 2.1 mit Hinweisen). Als Teil des Privatrechts räumt das VVG den Parteien weitgehende Vertragsfreiheit ein, solange sie die Schran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ken der Rechtsordnung beachten, wobei sich der Vertragsinhalt betreffend die Zusatzversicherungen regelmässig nach den vorformulierten Allgemeinen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragsbedingungen (AVB) richtet (Iten, Der private Versicherungsvertrag: Der Antrag und das Antragsverhältnis unter Ausschluss der Anzeigepflicht, Freiburg 1999, S. 23). Art. 100 Abs. 1 VVG erklärt sodann die Bestimmungen des Obli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gationenrechts (OR) als anwendbar, soweit das VVG keine Vorschriften enthält.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anwendbar sind vorliegend die Allgemeinen Bedingungen Kollektiv-Kranken-versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherung Lohnausfall, Ausgabe 01.05.2009 (Urk. 2/2/4/4 = Urk. 7/56b). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Klage (Urk. 1) wurde geltend gemacht, bei der Taggeldbemessung sei durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehend von einem Bruttomonatseinkommen von Fr. 5‘024.-- auszugehen, was eine monatliche Differenz zum berücksichtigten Statistiklohn von Fr. 180.-- und auf 18 Kalendertage bezogen eine solche von Fr. 108.-- ergebe. Daraus re</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sultierten folgende Ansprüche (S. 6):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">1. Juli 2014 - 31. Oktober 2015 = 16 x Fr. 180.-- =</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Fr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">2'880.--</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">1.-18. November 2015 = 1 x Fr. 108.-- =</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Fr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">108.--</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Total</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Fr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">2'988.--</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ferner sei die Beklagte ihrer Leistungspflicht nur bis Ende September 2015 nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gekommen und habe dem Kläger die bisher nicht bezahlten Taggelder für Oktober bis 18. November 2015 auszurichten, was einem Betrag von Fr. 14‘129.15 (49 x Fr. 288.35) entspreche (S. 6 f. Ziff. 10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammengefasst schulde die Beklagte dem Kläger Fr. 2‘988.-- plus Fr. 14‘129.15, mithin Fr. 17‘117.15 (S. 7 Ziff. 11). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beklagte ging in der Klageantwort (Urk. 7) ebenfalls davon aus, strittig sei die Berechnung des Erwerbsausfalles des Klägers vom 1. Juli 2014 bis 18. November 2015, entsprechend 506 Tagen (S. 2 Ziff. 1-5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sie machte geltend (S. 2 f. Ziff. 6-8), mit der Gründung der am 29. September 2015 im Handelsregister eingetragenen „B.___ GmbH“ hätten bereits noch nicht ausbezahlte Lohnbestandteile bestanden, nämlich die Provision für einen vom Kläger vermittelten, per 1. Mai 2016 in Kraft tretenden Spielervertrag, mit welcher der Kläger im November 2016 rechnen könne. In diesem Zusammenhang führte sie Art. 11.1 AVG an: „Berechnungsgrundlage für das Taggeld ist der bei Beginn der Arbeitsunfähigkeit vom deklarierten Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trieb bezogene AHV-Lohn zuzüglich Familienzulagen, einschliesslich noch nicht ausbezahlter Lohnbestandteile, auf die ein Anspruch besteht.“ (S. 2 unten). Der Kläger sei bereits 2015 im Bereich der Vermittlung von Hockeyspielern tätig gewesen, deshalb sei es wichtig, über den genauen Betrag der entsprechenden Provisionen im Sinne von noch nicht ausbezahlten Lohnbestandteilen infor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">miert zu werden. Es könne nicht einfach auf den Lohnausweis 2014 und die Lohnabrechnungen von Januar bis November 2015 abgestellt werden, denn die Einkommensreduktion ab Juni 2015 habe mit dem Beginn der Tätigkeit des Klägers als Vermittlungsagent eines Hockeyspielers zu tun (S. 3 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es sei deshalb richtig, dass sie sich betreffend das Jahr 2015 nur auf die Lohnab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechnungen von Januar bis Mai 2015 gestützt habe (S. 3 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem vom Kläger mit Fr. 4‘643.40 bezifferten durchschnittlichen Monatslohn im Jahr 2014 hielt die Beklagte entgegen, der Kläger habe damit zu Unrecht auf den Nettolohn abgestellt und überdies nicht berücksichtigt, dass die Monate Mai und Juni 2014 entgegenkommenderweise aufgrund des früheren Lohnes als Ho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ckeyspieler entschädigt worden seien (S. 3 unten). Sodann habe der Kläger das Total durch 18 statt 16 Monate (plus 18 Tage) dividiert (S. 3 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Hinblick auf ihre Widerklage präsentierte die Beklagte sodann folgende - bereits mit Schreiben vom 19. Februar 2016 (Urk. 7/72) dargelegte - Rechnung (S. 4 Mitte): </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Den Lohn als Versicherungsberater im Jahr 2014 bezifferte sie (für 2014) mit Fr. 37‘147.-- (Juli bis Dezember 2014). Für das Jahr 2015 rechnete sie einen von Januar bis Mai 2015 erzielten Durchschnittslohn von Fr. 8‘736.50 auf die Zeit bis 18. Oktober 2015 um (x 10 + 18/30), womit Fr. 92‘606.90 resultierten. Die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sem Lohn als Versicherungsberater von Juli 2014 bis 18. November 2015 von Fr. 129‘753.90 (2014: Fr. 37‘147.--, 2015: Fr. 92'606.90) stellte sie einen Lohn als Hockeyspieler von Fr. 268‘366.70 gegenüber und bezifferte den Einkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mensverlust mit Fr. 136‘612.80, das Taggeld mit Fr. 219.15 und den effektiven Einkommensverlust mit Fr. 110‘889.90 (Fr. 219.15 x 506 Tage). Bereits bezahlt habe sie während 457 Tagen ein Taggeld von Fr. 288.35 (gemäss provisorischer Berechnung gestützt auf LSE-Daten), mithin Fr. 131‘775.95 (S. 4 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus der Gegenüberstellung des zu entschädigenden Einkommensverlusts von Fr. 110‘889.90 und dem bereits ausgerichteten Betrag von Fr. 131‘775.95 er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mittelte sie einen Saldo zu ihren Gunsten von Fr. 20‘886.05 (S. 5 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Kläger wandte sich in der Replik (Urk. 10) gegen die Qualifikation der aus der neu gegründeten GmbH im November 2016 anfallenden Provision als noch nicht ausbezahlter Lohnbestandteil; der Arbeitsvertrag habe mit der Swiss Life (Select) bestanden, auf welchem die Beklagte die Taggelddifferenz berechnet habe (S. 1 Ziff. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Einkommensrückgang ab Sommer 2015 sei entgegen der Behauptung der Beklagten nicht auf Spielervermittlung zurückzuführen, sondern entspreche normalen (saisonal und durch Ferien und Schulungen) bedingten Schwankun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen (S. 1 f. Ziff. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Nettolohn sei lediglich beim Nachweis, dass der Lohn im Mai 2015 dem durchschnittlichen Monatseinkommen 2014 entsprochen habe, verwendet wor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den. Die anschliessende Berechnung basiere auf dem Bruttolohn (S. 3 Ziff. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Vorgehen der Beklagten, den Lohn 2015 aus den ertragsstärksten Monaten Januar bis Mai hochzurechnen, sei nicht zulässig, denn damit werde die Lohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entwicklung ab Juni 2015 ausgeblendet. Zudem zeige der Lohnausweis 2014, dass bis Dezember 2014 ein durchschnittlicher Monatslohn von Fr. 4‘643.37 (brutto) beziehungsweise Fr. 4‘262.12 (netto) realisiert worden sei (S. 3 f. Ziff. 4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beklagte führte in ihrer Duplik (Urk. 14) aus, die Gründung des Unterneh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mens zur Spielervermittlung habe den Arbeitsvertrag als Versicherungsberater und das daraus entstandene Einkommen sehr wohl beeinflusst, wie der Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kommensrückgang ab Juni 2015 zeige (S. 1 Ziff. 1-2). Es sei unbestritten, dass sich die Berechnung des Erwerbsausfalls auf den Bruttolohn beziehe. Auf einen statistischen Lohn habe sie sich nur gestützt, solange die Lohnabrechnungen nicht vorhanden gewesen seien, womit der Kläger einverstanden gewesen sei </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(S. 2 f. Ziff. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig ist die Höhe des Taggelds, dies in Abhängigkeit davon, welche Beträge dem früheren Lohn von Fr. 194‘000.-- gegenübergestellt werden, um die Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">werbseinbusse zu ermitteln.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beklagte führte in ihrem Schreiben vom 12. November 2014 unter anderem aus, sie schlage vor, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">das Taggeld ausgehend von einem Statistiklohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5‘204.-- pro Monat, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">62‘448.-- pro Jahr) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu berechnen, woraus eine Erwerbseinbusse von Fr. 121‘552.-- und ein Taggeld von Fr. 266.40 resultiere. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ende werde sie den effektiven Lohnausfall gestützt auf die Steuerbescheinigun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen für das Jahr 2014 und 2015 berechnen und eine korrigierte Abrechnung vornehmen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 2/2/4/15 S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Schreiben vom 24. November 2014 führte sie aus, ab Juli 2014 werde das Taggeld ausgehend von einem Statistiklohn (Fr. 5‘204.-- pro Monat, Fr. 62‘448.-- pro Jahr) berechnet, womit im Vergleich zum früheren Lohn von Fr. 194‘000.-- eine Erwerbseinbusse von Fr. 131‘552.-- und ein Taggeld von Fr. 360.40 resultiere. Nach Leistungsende werde sie gestützt auf die Steuerbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheinigungen für das Jahr 2014 und 2015 den effektiven Lohnausfall berech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen und eine korrigierte Abrechnung vornehmen (Urk. 7/25). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In ihrem Schreiben vom 13. Oktober 2015 führte die Beklagte unter anderem aus, bei Leistungsende werde sie gestützt auf das effektive Einkommen eine Korrekturabrechnung vornehmen (Urk. 7/63). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Lohnausweis vom 21. Januar 2015 erzielte der Kläger vom 23. April bis 31. Dezember 2014 bei der Z.___ AG ein Einkommen von brutto Fr. 37‘147.-- und netto Fr. 34‘097.-- (Urk. 2/2/4/8 = Urk. 7/46a = 7/69/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Laut Abrechnungen der Z.___ AG für Januar bis November 2015 (Urk. 2/2/4/9 = Urk. 7/69/3) sowie Dezember 2015 bis Februar 2016 (Urk. 2/2/4/14) wurden folgende Provisionen abgerechnet:</span></p><table><tr><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Jahr</span></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Monat</span></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">brutto in Fr. (gerundet)</span></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2015</span></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Januar</span></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">13‘686</span></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Februar</span></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8‘196</span></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">März</span></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5‘879</span></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April</span></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">10‘832</span></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai</span></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5‘090</span></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juni</span></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3‘840</span></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juli </span></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2‘986</span></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">August</span></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3‘096</span></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">September</span></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4‘253</span></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Oktober</span></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1‘394</span></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">November</span></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1‘800</span></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dezember</span></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1‘624</span></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2016</span></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Januar</span></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2‘212</span></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Februar</span></p></td><td><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">11‘007</span></p></td></tr></table><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 24. September 2015 wurde zwischen dem Kläger als Direktor der B.___ GmbH und C.___ ein Management- beziehungsweise Agenturvertrag abgeschlossen (Urk. 7/71/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 29. September 2015 wurde die B.___ GmbH mit dem Kläger als einzelzeichnungsberechtigtem Gesellschafter und Geschäftsführer im Handelsregister eingetragen (Urk. 2/2/4/7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 13. Oktober 2015 wurde in den Medien berichtet, der Spielervertrag von C.___ mit seinem Club sei verlängert worden; dabei sei der Kläger sein Agent gewesen (Urk. 7/61). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 17. November 2015 teilte die Beklagte dem Kläger mit, sie sei darüber infor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">miert worden, dass er keinen Lohn für seine Tätigkeit als Agent von C.___ erhalte und forderte ihn auf, bestimmte Unterlagen einzureichen (Urk. 7/68).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 20. Januar 2016 erklärte der Kläger, die im Management-Vertrag vorgesehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Provisionen würden erst ab Vertragsbeginn des Spielers (1. Mai 2016) fliessen, womit mit einer ersten halbjährlichen Zahlung im November 2016 zu rechnen sei (Urk. 7/71/1 S. 1 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Parteien gingen übereinstimmend davon aus, dass die laufenden Taggeldzah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lungen auf der Basis eines nur mutmasslichen Erwerbsausfalls be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">messen wurden, indem anstelle des noch nicht bekannten effektiven Einkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mens ein Statistiklohn eingesetzt wurde. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beklagte stellte in Aussicht, den effektiven Lohnausfall „gestützt auf die Steuerbescheinigungen für das Jahr 2014 und 2015“ beziehungsweise „gestützt auf das effektive Einkommen“ zu berechnen und dementsprechend eine korri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gierte Abrechnung vorzunehmen (vorstehend E. 3.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das von den Parteien gewählte Vorgehen ist einleuchtend, und die getroffene Regelung ist klar und eindeutig: Massstab für den Erwerbsausfall ist das vom Kläger in der fraglichen Zeit effektiv erzielte Einkommen, entsprechend dem Betrag, der auch für seine Steuerpflicht massgebend ist. Hochrechnungen ir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gendwelcher Art sind damit ebenso wenig vorgesehen wie ein Einbezug von späteren, erst anwartschaftlich vorhandenen Ansprüchen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Davon abgesehen ist der Standpunkt der Beklagten, die Provisionseinnahmen des Klägers seien ab Juni 2015 tiefer ausgefallen, weil er bereits als Spielerver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mittler tätig gewesen sei, nicht überzeugend. Der Kläger hat einen einzigen Spielervertrag vermittelt, über dessen Zustandekommen im Oktober 2015 be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richtet wurde (vorstehend E. 3.4). Dass dies seit Juni 2015 mit einem so erhebli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Aufwand verbunden gewesen sein sollte, dass damit die Abnahme der Provisionseinnahmen zu erklären wäre, ist blosse Spekulation. Dies kann jedoch letztlich offen bleiben, denn auch eine solche Abnahme ist mit Blick auf die Taggeldberechnung gar nicht erklärungsbedürftig, wurde doch ohne Relativie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung vereinbart, dass auf das effektiv erzielte Einkommen abgestellt werde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Somit ist für das Jahr 2014 das laut Lohnausweis erzielte Einkommen von Fr. 37‘147.-- (vorstehend E. 3.2) massgebend.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für das Jahr 2015 massgebend sind die Monate Januar bis Oktober mit einem Total von Fr. 59‘252.-- sowie ein pro rata Anteil (18 Tage von 30 = 0.6) der im November abgerechneten Fr. 1‘800.--, mithin Fr. 1‘080.--, womit für 2015 ins</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesamt ein Einkommen von Fr. 60‘332.-- resultiert.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der fraglichen Zeit hat der Kläger somit ein effektives Einkommen von Fr. 97‘479.-- (Fr. 37‘147.-- + Fr. 60‘332.--) realisiert.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als entgangenes Einkommen sind Fr. 194‘000.-- einzusetzen. Dies ergibt von Juli bis Dezember 2014 Fr. 97‘000.-- und für die Zeit von Januar bis 18. November 2015 Fr. 171‘367.-- (Fr. 194‘000.-- : 12 x 10.6), mithin Total Fr. 268‘367.--.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Verglichen mit dem effektiven Einkommen von Fr. 97‘479.-- beträgt die Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">busse somit Fr. 170‘888.--, was einen Taggeldanspruch von Fr. 136‘710.-- ergibt (Fr. 170‘888.-- x 0.8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beklagte hat Zahlungen im Umfang von Fr. 131‘775.95 (Fr. 288.35 x 457) erbracht. Dem steht der Anspruch des Klägers von Fr. 136‘710.-- gegenüber, was eine Differenz zugunsten des Klägers von Fr. 4‘934.05 ergibt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In diesem Umfang ist die Klage gutzuheissen, während die Widerklage abzuwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dem Kläger steht eine Prozessentschädigung zu, die beim praxisgemässen Stun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">denansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ermessensweise auf Fr. 4‘000.-- festzusetzen und der Beklagten aufzuerlegen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In teilweiser Gutheissung der Klage wird die Beklagte verpflichtet, dem Kläger Fr. 4‘934.05 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird die Klage abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Widerklage wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beklagte wird </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Kläger</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">eine Prozessentschädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 4'000</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Fürsprecher Andreas Hubacher</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">6.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde in Zivilsachen nach Art. 72 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht (BGG) eingereicht werden. Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannTiefenbacher</p><p></p></div> </div></body></html>