<h2>SubmittedText<h2><p>Die Verfehlungen an der letzten Tour de France waren so gravierend, dass die Diskussion über Pflichten, Ethik und Regeln des Sports, aber auch der ganzen Gesellschaft jenseits der Polemiken in den Medien geführt werden muss. Einmal mehr hat man mit dem Finger auf unser Land gezeigt, in welchem es so einfach ist, sich raffinierte Medikamente mit grosser pharmakologischer Wirkung zu beschaffen, die man andernorts kaum bekommt, weil sie dort kontrolliert werden. Gestützt auf Art. 32 Abs. 3 und Art. 36 des Geschäftsreglements des Nationalrates stelle ich nun folgende Fragen:</p><p>1. Ist der Bundesrat bereit, die bestehenden gesetzlichen Grundlagen unverzüglich zu revidieren, um der Bekämpfung des Dopings mehr Effizienz zu verleihen?</p><p>2. Ist er insbesondere bereit zu prüfen, ob eine Strafverfolgung von Amtes wegen eingeführt werden kann gegen die Leiter, die Kaderleute, Sponsoren, Ärzte, Physiotherapeuten, Masseure und andere Betreuer, die eine Substanz oder eine Methode transportiert, empfohlen, abgegeben, angeboten, verschrieben oder verabreicht haben, die die körperliche und die sportliche Leistungsfähigkeit bei einem Wettkampf oder bei der Vorbereitung zu einem Wettkampf künstlich erhöht?</p><p>3. Ist er schliesslich bereit, sich beim Internationalen Olympischen Komitee und anderen Organisationen und Verbänden dafür einzusetzen, dass</p><p>- die Massnahmen, die in anderen Ländern wie Frankreich bereits getroffen wurden und in der Schweiz übernommen werden sollen, nicht isolierte Bemühungen bleiben, sondern von diesen Organisationen anerkannt werden;</p><p>- zuerst ein Anreiz geschaffen, dann verbindliche Massnahmen ergriffen werden, damit analoge Regelungen in allen Mitgliedländern eingeführt werden.</p>