<h2>SubmittedText<h2><p>Sollte die Zusammenlegung der Flugsicherung an einen einzigen Standort beschlossen werden, wird der Bundesrat aufgefordert, von seinem Vorrecht in diesem Bereich Gebrauch zu machen und dafür zu sorgen, dass die Zentrale im neuen, vom Bund erbauten Gebäude (80 Millionen Franken) der Radio Suisse AG im Flughafen Genf-Cointrin eingerichtet wird. Dies wäre eine gerechte Entschädigung der Westschweiz für die Konzentration der Luftfahrtaktivitäten in Zürich-Kloten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>An seiner Sitzung vom 24./25. September 1997 hat der Verwaltungsrat der Swisscontrol auf Antrag der Geschäftsleitung folgende Beschlüsse gefasst:</p><p>-</p><p>Direktion und Verwaltung der Swisscontrol werden von Bern nach Genf verlegt.</p><p>-</p><p>Genf wird der betriebliche Hauptstandort.</p><p>Die Konzentration des Hauptsitzes und der betriebliche Hauptstandort Genf schaffen dort rund 170 Arbeitsplätze.</p><p>Zürich wird zu einem eigenen Flugsicherungsnebenstandort mit dem für die optimale Abwicklung der An- und Abflüge benötigten Luftraum.</p><p>Die Schweiz will nach dem Jahr 2000 eine der wichtigen Flugsicherungszentralen für den oberen Luftraum in Europa betreiben. Mit dem Standort Genf bleiben alle langfristigen Optionen für ein mögliches bi- oder multinationales Zentrum offen.</p><p>Neben der Direktion werden folgende Dienste am Hauptstandort Genf konzentriert, wo die dazu benötigten Gebäude vorhanden sind:</p><p>-</p><p>das "Area Control Centre" für den oberen Luftraum der gesamten Schweiz über Flugniveau 295 (9'000 Meter)</p><p>-</p><p>das "Terminal Control Centre Genf" (für den An- und Abflug)</p><p>-</p><p>der Kontrollturm Genf</p><p>-</p><p>alle am Nebenstandort Zürich nicht unbedingt benötigten Unterstützungsdienste der Flugsicherung.</p><p>Bei einem positiven Abschluss der gegenwärtigen Verhandlungen mit Frankreich bezüglich der Realisierung eines binationalen Zentrums könnten erste Sektoren eines gemeinsamen Flugsicherungszentrums in Genf voraussichtlich im Verlauf der nächsten Jahre in Betrieb genommen werden.</p><p>Infolge des jüngsten Beschlusses des Verwaltungsrates der Swisscontrol ist die Motion somit gegenstandslos geworden.</p><p>In der Begründung der Motion wird auch die Frage der Flugverbindungen zwischen dem Flughafen Genf-Cointrin und den EU- oder Mittelmeerländern angesprochen. Bekanntlich strebt die Schweiz mit der EU eine weitgehende Liberalisierung des Luftverkehrsmarktes an.  Die vom Bundesrat vorlgelegte Aenderung des Luftfahrtgesetzes verfolgt im übrigen dieselbe Zielsetzung.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion abzuschreiben.