6. Oktober 1994 1821 Mehrwertsteuer tant l'économie tout entière, vont devenir plus compétitives sur le marché international. L'Office fédéral des questions conjoncturelles voit poindre le premiers signes d'un redresse- ment de la conjoncture. Il n'en demeure pas moins que le taux de chômage va continuer à s'accroître et, aussi paradoxal que cela puisse paraître, que l'introduction de la TVA va retarder la reprise puisque les industriels vont attendre la date du 1er janvier 1995 pour investir, sachant qu'avant cette date ils ne pourront déduire l'impôt préalable de leurs investisse- ments. On pourrait contrecarrer le phénomène en avançant cette date. Cela affecterait assez peu la caisse fédérale, car, jusqu'à présent, on n'a jamais tenu compte du manque à gagner de l'Icha qui a résulté des investissements différés. L'article 8 alinéa 3 des dispositions transitoires de la constitu- tion donne la possibilité au Conseil fédéral d'anticiper la dé- duction de l'impôt préalable opérée sur les investissements. Le Conseil fédéral a fait savoir qu'il n'entendait pas en faire usage. C'est la raison pour laquelle nous le chargeons ici de préparer un projet qui permettra aux entreprises de déduire, à compter du 1 er juillet 1994, l'impôt préalable sur leurs investis- sements. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 17. August 1994 Siehe Stellungnahme zur Motion 93.3576 hiervor Rapport écrit du Conseil fédéral du 17 août 1994 Voir rapport sur la motion 93.3576 ci-devant Schriftliche Erklärung des Bundesrates Der Bundesrat beantragt, die Motion abzuschreiben. Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral propose de classer la motion. #ST# 93.3669 Motion Leu Josef Befreiung tierärztlicher Leistungen von der Mehrwertsteuer Taxe sur la valeur ajoutée. Exonération des soins vétérinaires Wortlaut der Motion vom 17. Dezember 1993 Der Bundesrat wird aufgefordert, im Rahmen seiner Verord- nungskompetenz zur Mehrwertsteuer tierärztliche Leistungen als Leistungen im Bereich des Gesundheitswesens zu aner- kennen und von der entsprechenden Steuer zu befreien. Texte de la motion du 17 décembre 1993 Le Conseil fédéral est chargé de classer les soins vétérinaires, dans le cadre de sa compétence d'arrêter des ordonnances concernant la taxe sur la valeur ajoutée, parmi les prestations au profit de la santé et de les exonérer de ladite taxe. Mitunterzeichner - Cosignataires : Aubry, Baumberger, Blatter, Bortoluzzi, Bühler Simeon, Bürgi, Columberg, Daepp, Deiss, Dormann, Engler, Epiney, Eymann Christoph, Fischer-Seen- gen, Gobet, Grossenbacher, Gysin, Hafner Rudolf, Iten Jo- seph, Jäggi Paul, Keller Anton, Kühne, Leuenberger Ernst, Loeb François, Meier Samuel, Rutishauser, Rychen, Schmid- halter, Schnider, Sieber, Stamm Judith, Tschuppert Karl, Wan- ner, Wick, Wyss William, Zwahlen, Zwygart (37) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Umsätze aus Heilbehandlungen, die von Ärzten, Zahnärz- ten, Heilpraktikern oder Angehörigen ähnlicher Berufe ausge- übt werden, sollen zu Recht von der Mehrwertsteuer ausge- nommen sein, da sie Leistungen für die Volksgesundheit er- bringen. Auch Tierärzte erbringen Leistungen, die im weiteren Sinne der öffentlichen Gesundheit dienen. So tragen sie dazu bei, dass sich Krankheiten vom Tier nicht auf den Menschen über- tragen (Beispiel: Tollwut oder Brucellose). Der Tierarzt verhin- dert mit seiner Tätigkeit auch, dass Krankheiten über Lebens- mittel, die vom Tier stammen, auf den Menschen übertragen werden, zum Beispiel Salmonellose oder Tuberkulose. Bei der Bekämpfung von Infektionsherden, wie zum Beispiel bei der Salmonellose, ist der Tierarzt der einzige, der effizient handeln kann, weil er dafür entsprechend ausgebildet ist. Sowohl die Weltgesundheitsorganistion (WHO) wie auch das Internatio- nale Tierseuchenamt in Paris (OIE) geben dem Tierarzt in Zu- kunft eine wichtige Stellung im öffentlichen Gesundheits- dienst. Die veterinärmedizinische Versorgung wird also auch in unserem Land immer wichtiger für die öffentliche Gesund- heit. Ein Weiteres kommt hinzu: Werden diese Leistungen durch die Mehrwertsteuer verteuert, werden viele Bauern angesichts des bestehenden Kostendrucks im Agrarsektor darauf ver- zichten, den Tierarzt in Anspruch zu nehmen. Die Folge wäre ein unerwünschtes Absinken der Prävention und der veterinär- medizinischen Versorgung in Nutztierbeständen, verbunden mit der Gefahr unverantwortlicher Selbsthilfeaktionen der Tier- halter. Nicht nur bei Nutztieren, auch bei Heimtieren spielen Zoonosen (Infektionskrankheiten, die vom Tier auf den Men- schen übertragen werden können) eine nicht zu unterschät- zende Rolle. Als Mittler zwischen Tier und Mensch ist der Tier- arzt zudem am ehesten in der Lage, in Anliegen des Tierschut- zes kompetent zu beraten. Aus diesen Gründen sollten konsequenterweise auch tierärzt- liche Leistungen - oder mindestens gewisse tierärztliche Lei- stungen - als Leistungen im Bereich des Gesundheitswesens gemäss Artikel 8 Absatz 2 Buchstabe b Ziffer 2 der Über- gangsbestimmungen der Bundesverfassung anerkannt und von der Mehrwertsteuer ausgenommen werden. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 28. Februar 1994 Rapport écrit du Conseil fédéral du 28 février 1994 Mit seiner Botschaft vom 5. Juni 1989 zur Neuordnung der Bundesfinanzen und zur Änderung des Bundesgesetzes über die Stempelabgaben schlug der Bundesrat seinerzeit vor, im Rahmen der Modernisierung der Umsatzbesteuerung unter anderem die Tierärzte und Tierspitäler für ihre Untersuchung, Behandlung und Pflege von Tieren von der Steuerpflicht zu befreien. Die eidgenössischen Räte lehnten jedoch diesen Vorschlag ab, und zwar hauptsächlich mit dem Argument, dass er nicht im Einklang mit dem Recht der EG (heute: EU) stehe. In der Tat war die Steuerbefreiung der Tierärzte nach diesem Recht nur übergangsrechtlich zugelassen und mit Wirkung ab 1. Januar 1992 aufgehoben worden. Dementsprechend sah der in der Volksabstimmung vom 2. Juni 1991 von Volk und Ständen verworfene Bundesbeschluss vom 14. Dezember 1990 über die Neuordnung der Bundesfinanzen die Unterstel- lung der Tierärzte unter die Mehrwertsteuerpflicht vor. Als es bei der parlamentarischen Beratung der Botschaft des Bundesrates vom 18. Dezember 1991 zum Ersatz der Finanz- ordnung und zu den besonderen Verbrauchssteuern darum ging, den eidgenössischen Räten eine möglichst eurokompa- tible Mehrwertsteuervorlage zu unterbreiten, war es daher vor- gegeben, dass die Bestimmungen über die subjektive Steuer- pflicht die Unterstellung der Tierärzte und Tierspitäler vorsa- hen. Weder in den vorberatenden Kommissionen noch in den Debatten des National- und Ständerates wurde diese Rege- lung in Frage gestellt. Dementsprechend führt der von den Räten am 18. Juni 1993 verabschiedete Bundesbeschluss über die FinanzordnungTaxe sur la valeur ajoutée 1822 N 6 octobre 1994 bei den Ausnahmen von der subjektiven Steuerpflicht die Tierärzte und Tierspitäler nicht auf (vgl. Art. 8 Abs. 2 Bst d der Übergangsbestimmungen der Bundesverfassung in der Fas- sung dieses Bundesbeschlusses). Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen. #ST# 94.3250 Motion Zisyadis Doppelte MWSt auf Büchern TVA et prix du l ivre. Empêcher la double TVA Wortlaut der Motion vom 16. Juni 1994 Die bevorstehende Einführung der Mehrwertsteuer (MWSt) wird für den Schweizer Buchhandel schwerwiegende Folgen haben. Konsumentinnen und Konsumenten sowie Bibliotheken wer- den nämlich auf importierten Büchern nicht nur die Mehrwert- steuer bezahlen müssen, der das Schweizervolk kürzlich zu- gestimmt hat, sondern auch diejenige, die vom Herkunftsland erhoben wird. Eine solche Doppelbelastung stellt eine Aus- nahme dar. Waren aus Frankreich und Deutschland werden bei der Ein- fuhr in die Schweiz üblicherweise von Steuern befreit Für das Buch gilt diese Regel jedoch nicht. Der Detailbuchhandel befindet sich zurzeit in einer schwieri- gen Situation. Angesichts der sich abzeichnenden Konzentra- tion drohen kleine Buchhandlungen, die bisher ein vielfältiges Angebot führen konnten, zu verschwinden. Die Ausdünnung des Verkaufsnetzes im Buchhandel wird für die Autorinnen und Autoren verhängnisvolle Folgen haben und sich somit auf das kulturelle Leben im allgemeinen nachhaltig auswirken. Ich fordere den Bundesrat auf, sich bei internationalen Ver- handlungen dafür einzusetzen, dass in die Schweiz impor- tierte Bücher von den durch die Exportländer erhobenen Steuern befreit werden. Texte de la motion du 16 juin 1994 La prochaine introduction de la TVA dans notre pays va plon- ger le secteur économique du livre dans une situation pré- caire. Il serait anormal qu'à l'avenir, l'acheteur suisse, les bibliothè- ques, doivent s'acquitter deux fois de la taxe à la valeur ajou- tée, celle du pays d'origine et celle résultant de la décision prise récemment par le peuple suisse. Il est usuel que les marchandises exportées par la France ou l'Allemagne vers la Suisse le soient au bénéfice de la détaxe. Le livre fait exception à cette règle. Le commerce du livre de détail vit une situation difficile, avec une tendance à la concen- tration et la disparition des petites unités très diversifiées jusqu'ici. L'affaiblissement du niveau des librairies aura des suites néfastes pour les auteurs et créateurs et donc des conséquences culturelles importantes. Le Conseil fédéral est invité à s'engager dans des négocia- tions internationales afin d'obtenir la généralisation de la dé- taxe à l'exportation pour les livres importés. Mitunterzeichner-Cosignataires: Aguet, Borei François, Brüg- ger Cyrill, Carobbio, de Dardel, Ruffy, Spielmann, Ziegler Jean (8) Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 31. August 1994 Rapport écrit du Conseil fédéral du 31 août 1994 On ne voit pas dans quelle mesure l'exportation de livres de- vrait être traitée différemment des autres biens en la frappant d'une double imposition. Selon le principe, reconnu au niveau international, du pays destinataire, les biens exportés sont im- posés là où ils sont consommés ou utilisés. Il s'ensuit que tous les biens exportés sont exonérés de la TVA en vigueur dans le pays exportateur et soumis à la TVA dans le pays qui les im- porte. Ce principe est également valable dans les rapports avec l'UE dont feront partie tous les Etats voisins de la Suisse à compter du 1 er janvier 1995. Le régime de la TVA de l'UE pré- voit d'exonérer les livraisons de biens aux destinataires extra- communautaires et ne fait pas d'exception pour les imprimés. Il appartient à chaque Etat de régler la manière dont un fournis- seur est tenu d'apporter la preuve de l'exportation effectuée et, partant, de l'exonération fiscale. La Suisse ne peut toutefois exercer aucune influence en la matière ni répondre à la ques- tion de savoir si un fournisseur est en mesure d'apporter la preuve requise. On relèvera par ailleurs qu'en Suisse la livrai- son et l'importation de livres doivent être imposées au taux ré- duit de 2 pour cent. De plus, les libraires assujettis ont le droit de déduire l'impôt préalable. De toute façon, l'introduction de la TVA n'aggrave nullement la situation économique des librai- res. A moyen terme, il devrait même être possible d'abaisser le prix d'achat des livres produits en Suisse, d'où un renforce- ment de la compétitivité de ce secteur économique. En fait, la suppression de la «taxe occulte» sur les biens d'investisse- ment et les moyens d'exploitation a pour effet de réduire les coûts de production des livres produits en Suisse. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral propose de rejeter la motion. #ST# 93.3546 Motion des Ständerates (Küchler) Mehrwertsteuer. Sondersatz für touristische Leistungen Motion du Conseil des Etats (Küchler) Taxe à la valeur ajoutée. Taux particulier applicable aux prestations touristiques Wortlaut der Motion vom 1. März 1994 Der Bundesrat wird beauftragt, den eidgenössischen Räten, gestützt auf Artikel 8ter der Übergangsbestimmungen der Bundesverfassung, einen Erlass vorzulegen, der gleichzeitig mit dem Wechsel zur Mehrwertsteuer die Anwendung eines reduzierten Satzes für touristische Leistungen vorsieht. Texte de la motion du 1er mars 1994 Le Conseil fédéral est chargé, comme l'y autorise l'article 8ter des dispositions transitoires de la constitution, de présenter aux Chambres un projet qui prévoira l'imposition des presta- tions touristiques à un taux réduit lors du passage à la taxe sur la valeur ajoutée. Antrag der Kommission Ablehnung der Motion Proposition de la commission Rejeter la motionSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion Leu Josef Befreiung tierärztlicher Leistungen von der Mehrwertsteuer Motion Leu Josef Taxe sur la valeur ajoutée. Exonération des soins vétérinaires In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1994 Année Anno Band III Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 93.3669 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 06.10.1994 - 15:00 Date Data Seite 1821-1822 Page Pagina Ref. No 20 024 528 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.