A bteilung V E -5465/2006 hub/let {T 0/2} U rteil vom 28. Juni 2007 M itw irkung: R ichter H uber, Valenti, R ichterin Teuscher G erichtsschreiberin Lettau A ._______, geboren _______, Afghanistan, vertreten durch Asylhilfe Bern, Annelise G erber, _______, _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 24. M ärz 2006 i. S. A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest: A. D er Beschw erdeführer, ein schiitischer H azara aus der Provinz G hazni verliess seinen H eim atstaat eigenen Angaben zufolge am 15. Juni 2003 und reiste über Pakistan in den Iran, w o er sich etw a neun M onate aufhielt. Ü ber die Türkei und Italien reiste er am 13. O ktober 2004 in die Schw eiz ein und stellte am 14. O ktober 2004 ein Asylgesuch. Am 18.O ktober 2004 erfolgte die Kurzbefragung im Em pfangszentrum C ._______, am 25. N ovem ber 2004 die kantonale Befragung. Zur Begründung des Asylgesuchs m achte der Beschw erdeführer im W esentlichen geltend, er habe zusam m en m it seiner M utter, seinen drei Brüdern und einer Schw ester in dem D orf B._______ (Bezirk D ._______, Provinz G hazni) gew ohnt und acht Jahre lang eine islam ische Lehrstätte (M adrasa) besucht, da es in seinem D orf keine staatliche Schule gegeben habe. D anach habe er in der Landw irtschaft gearbeitet. Er habe sich in seine C ousine väterlicherseits verliebt und ungefähr ein Jahr lang ein Verhältnis m it ihr gehabt. Im Jahr 2003 habe seine M utter beim O nkel vorgesprochen und für ihn um die H and seiner Tochter angehalten, dieser habe aber abgelehnt. Anfang 2003 habe sich seine C ousine m it einem anderen M ann verlobt. Kurz vor der H ochzeit der C ousine habe der Beschw erdeführer m it ihr G eschlechtsverkehr gehabt. Im M ai 2003 habe die C ousine ihren Verlobten geheiratet. Im Juni 2003, als er erfahren habe, dass seine Ehefrau vor der H eirat eine sexuelle Beziehung m it dem Beschw erdeführer gehabt habe, habe sich der Ehem ann scheiden lassen. D er Beschw erdeführer habe seine C ousine nach deren H eirat nicht m ehr gesehen. Sein O nkel habe seine Tochter unter D ruck gesetzt, um den Scheidungsgrund zu erfahren, und daraufhin den Beschw erdeführer w egen Ehrverletzung und unehelicher G eschlechtsbeziehung angezeigt. In seiner Abw esenheit seien Polizisten bei ihm Zuhause erschienen, um ihn festzunehm en. D er Beschw erdeführer sei M itte Juni 2003 zunächst nach Pakistan geflohen. D a er Verfolgung auch durch den O nkel befürchtete, sei er in den Iran geflohen, w o er sich insgesam t etw a neun M onate ohne Aufenthaltserlaubnis aufgehalten und sieben M onate in einer Kachelfabrik gearbeitet habe, bevor er über die Türkei und Italien in die Schw eiz geflohen sei. B. Am 28. O ktober 2004 erstellte ein Sprachexperte der Fachstelle Lingua des dam a- ligen Bundesam tes für Flüchtlinge aufgrund eines am 26. O ktober 2004 m it dem Beschw erdeführer durchgeführten Telefonats ein H erkunftsgutachten. N ach dem G utachten ist der Beschw erdeführer m it Sicherheit Angehöriger der Ethnie H azara und stam m t m it Sicherheit nicht aus Pakistan, sondern m it grosser W ahrschein- lichkeit aus Afghanistan. C . M it Verfügung vom 24. M ärz 2006 - eröffnet am 28. M ärz 2006 - stellte das BFM fest, der Beschw erdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. G leichzeitig ordnete es die W egw eisung aus der Schw eiz und de- ren Vollzug an. 3 D . M it Beschw erde vom 27. April 2006 (Telefaxüberm ittlung) an die dam als zuständi- ge Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) beantragte der Beschw erdeführer durch seine R echtsvertreterin, die Verfügung des BFM aufzuheben, die Flücht- lingseigenschaft festzustellen und ihm Asyl zu gew ähren sow ie eventualiter die U nzulässigkeit beziehungsw eise U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzuges fest- zustellen und infolgedessen die vorläufige Aufnahm e anzuordnen. In verfahrens- rechtlicher H insicht ersuchte er um die G ew ährung unentgeltlicher R echtspflege. E. M it Eingabe vom 5. M ai 2006 reichte die R echtsvertreterin eine Fürsorgebestäti- gung der E._______, _______, vom 3. M ai 2006 zu den Akten. F. In der Zw ischenverfügung vom 17. M ai 2006 teilte der dam als zuständige Instrukti- onsrichter dem Beschw erdeführer m it, über das G esuch um unentgeltliche R echts- pflege gem äss Art. 65 Abs. 1 des Verw altungsverfahrensgesetztes vom 20. D e- zem ber 1968 (Vw VG , SR 172.021) w erde zu einem späteren Zeitpunkt befunden. G . In ihrer Vernehm lassung vom 8. Juni 2006 hält die Vorinstanz vollum fänglich an ihren Erw ägungen fest und beantragt die Abw eisung der Beschw erde. H . M it fristgerechter R eplik vom 27. Juni 2006 teilte die R echtsvertreterin des Be- schw erdeführers der AR K m it, es sei es dem Beschw erdeführer noch nicht gelun- gen, über seinen Freund in Pakistan Identitätspapiere zu beschaffen. I. D er R echtsvertreterin des Beschw erdeführers w urde m it Schreiben des Bundes- verw altungsgerichtes vom 8. M ai 2007 G elegenheit gegeben, bis zum 25. M ai 2007 eine detaillierte Kostennote m it Angaben zum zeitlichen Aufw and der R echts- vertretung, zum angew andten Stundenansatz und zu den getätigten Auslagen ein- zureichen. Bis zum Entscheiddatum w urde keine Kostennote zu den Akten ge- reicht.4 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfü- gungen nach Art. 5 Vw VG , sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 vorliegt. Als Vor- instanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgül- tig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei der AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrens- recht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim at- staat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politi- schen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gel- ten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum in- dest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vor- handensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeb- lich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D ie Vorinstanz erachtet die Verfolgungsvorbringen als unglaubhaft, da diese zu w enig differenziert, nicht hinreichend begründet und teilw eise unplausibel seien.5 D er Beschw erdeführer habe nicht einm al den N am en des Ehem annes seiner C ou- sine gew usst und auch nicht, bei w elcher Behörde gegen ihn Anzeige erstattet w orden sei. Zudem habe er nicht die D aten zu nennen verm ocht, w ann er zu H au- se von der Polizei gesucht w orden sei und zuletzt seine C ousine getroffen habe. W eiter könne er nicht die Strafen nennen, die ihm und seiner C ousine als Folge ih- rer verbotenen Beziehung drohten, obw ohl er bis dahin ununterbrochen in dem D orf gelebt haben w ill. Sodann erscheine es unplausibel, dass die anderen D orf- bew ohner und Fam ilienangehörigen von der einjährigen Liebesbeziehung nichts bem erkt haben sollen. Schliesslich sei es w enig realistisch, dass sein O nkel ihn angezeigt haben soll, da er dadurch insbesondere auch seiner Tochter geschadet hätte. 4.2 D ie R echtsvertreterin des Beschw erdeführers hält der Vorinstanz entgegen, diese verkenne die tatsächlichen G egebenheiten der schiitischen G em einschaft in Af- ghanistan. W er eine unverheiratete Frau entehre, könne oder m üsse von deren Fam ilie getötet w erden. D er Vater seiner C ousine habe ihn anzeigen m üssen, um seine eigene Ehre zu retten. Er hätte den Beschw erdeführer auch töten (lassen) m üssen. D er Beschw erdeführer w isse nicht, w as m it seiner C ousine geschehen sei. Sie habe w ahrscheinlich eine schw ere Strafe bekom m en. Als H auptschuldiger w erde hingegen er betrachtet. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz sei es nicht unrealistisch, dass der Beschw erdeführer und seine C ousine ihre Beziehung über einen längeren Zeitraum hätten geheim halten können. Beide hätten bedacht, dass sie die Bräuche verletzten und im D orf genau beobachtet w ürden. Zudem hätten sie erst kurz vor der H eirat der C ousine verbotenen G eschlechtsverkehr gehabt. D er Beschw erdeführer habe seine G efühle aufgrund der religiösen gesellschaftli- chen R egeln nicht unterdrücken w ollen. Bei R ückkehr w äre der Beschw erdeführer w egen der dortigen Sitten und G ebräuche durch seine Fam ilie an Leib und Leben bedroht. 4.3 D en Ausführungen der Vorinstanz ist im Ergebnis R echt zu geben. D ie Schilderun- gen des Beschw erdeführers erw ecken aufgrund ihrer U nsubstanziiertheit den Ein- druck, er habe das G eschilderte nicht selbst erlebt. Allerdings ist vorab festzustellen, dass auch unter Berücksichtigung der schw ieri- gen Lage in Afghanistan eine Liebesbeziehung zw ischen C ousin und C ousine, w ie die vom Beschw erdeführer geschilderte, denkbar erscheint, und ebenso die Kon- sequenzen R ache der Fam ilie w egen Ehrverletzung und solche strafrechtlicher N atur nicht rundw eg auszuschliessen sind. Auch ist es entgegen der Ansicht der Vorinstanz vorstellbar, dass zw ei junge M enschen, die w issen, dass sie eine ver- botene Beziehung führen, diese über einen längeren Zeitraum zu verheim lichen verm ögen. D ass der Vater der C ousine in einem derartigen Fall Anzeige erstattet, erscheint ebenfalls nicht unrealistisch, sondern durchaus konform m it den entspre- chenden Bräuchen, da aus Sicht der Fam ilie beide Partner durch den unehelichen G eschlechtsverkehr gegen den Ehrenkodex verstossen und Schande über die Fa- m ilie gebracht haben. D ie Vorinstanz führt zu R echt aus, der Beschw erdeführer verm öge nicht einm al den N am en des Ehem annes seiner C ousine nennen (vgl. act. A16, S. 21). D ies verw undert um so m ehr, als dieser spätere Ehem ann zw ischen dem Beschw erde- führer und seiner C ousine über einen längeren Zeitraum G esprächsthem a gew e-6 sen sein m uss. Im m erhin hat die Beziehung zw ischen dem Beschw erdeführer und seiner C ousine angeblich ungefähr ein Jahr gedauert, w obei seine C ousine einen Teil dieser Zeit m it dem ihm angeblich unbekannten anderen M ann verlobt w ar. Auch verm ag er das D atum nicht zu nennen, an w elchem er zu H ause von der Po- lizei gesucht w orden sei (vgl. act. A16, S. 19). Auch dies erscheint unrealistisch, da es sich bei diesem Ereignis gem äss seinem Vorbringen schliesslich um das fluchtauslösende Ereignis handelte, und er an dem Tag seine M utter, bei der er Zeit seines Lebens gew ohnt habe, zuletzt gesehen haben w ill (vgl. act. A16, S. 19). Auch den Tag, an dem er seine C ousine zuletzt getroffen haben w ill, kann er nicht nennen (vgl. act. A16, S. 22). D ies erscheint w enig realistisch angesichts ihrer längeren, heim lichen Liebesbeziehung. Im W eiteren m utet unrealistisch an, dass der Beschw erdeführer nicht w eiss, bei w elcher Behörde gegen ihn Anzeige erstattet w orden sei, zum al zu erw arten w äre, dass die ihn suchenden Polizisten seine M utter darüber inform ierten. Auch dass er die ihm und seiner C ousine dro- henden Strafen w egen Verstoss gegen ungeschriebene Sitten und gesetzliche N orm en nicht kennt und nicht w eiss, ob ihm H aftstrafe oder gar Todesstrafe dro- hen (vgl. act. A16, S. 22), erscheint w enig realistisch angesichts der Tatsache, dass er lange Zeit in dem D orf gelebt hat und dem nach m it den G esetzen und G e- bräuchen seines Landes vertraut sein m uss, und ebenso w enig ist nachvollzieh- bar, dass er sich m it der m öglichen Strafe für die verbotene Beziehung nicht auseinandergesetzt haben w ill. Auch dass sein von ihm als nicht einflussreich be- zeichneter O nkel ihn in Pakistan durch die dortige Polizei verfolgen liess (vgl. act. A16, S. 23), verm ag in keiner W eise zu überzeugen. Es erstaunt, dass der Be- schw erdeführer nichts über das w eitere Schicksal seiner C ousine w eiss und auch in dem Brief, den er von seiner Fam ilie erhalten hat (vgl. act. A16, S. 7), keine der- artigen Inform ationen darüber enthalten sind, obw ohl seine M utter angeblich von der Beziehung der beiden w usste. Fraglich ist auch, von w em der Beschw erdefüh- rer, der seine C ousine schon vor deren H ochzeit nicht m ehr gesehen hat, erfahren haben w ill, dass diese von ihrem Vater unter D ruck gesetzt w orden sein soll, die voreheliche Beziehung zu verraten. U nd es erstaunt, dass er auf der anderen Sei- te keine Kenntnis hat, auf w elche W eise auf seine C ousine D ruck ausgeübt w or- den sein soll (vgl. act. A16, S. 22). 4.4 Zusam m enfassend folgt, dass der Beschw erdeführer keine G ründe nach Art. 3 und 7 AsylG nachw eisen oder glaubhaft m achen konnte. D ie Vorinstanz hat das Asylgesuch dem nach zu R echt abgelehnt. 5. 5.1 Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zum utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be- stim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ). D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat ausreisen oder dorthin gebracht w erden kann. Er ist nicht zulässig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz ei- ner W eiterreise des Ausländers in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. N icht zum utbar kann der Vollzug der W egw eisung insbesondere sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (vgl. Art. 14a 7 Abs. 2, 3 und 4 AN AG ). 5.2 D ie erw ähnten drei Bedingungen für einen Verzicht auf den Vollzug der W egw ei- sung (U nzulässigkeit, U nzum utbarkeit, U nm öglichkeit) sind alternativer N atur: so- bald eine von ihnen erfüllt ist, ist der Vollzug der W egw eisung als undurchführbar zu betrachten und die w eitere Anw esenheit in der Schw eiz gem äss den Bestim - m ungen über die vorläufige Aufnahm e zu regeln (Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission / EM AR K 2001 N r. 1 S. 2 E. 6a). G e- gen eine allfällige Aufhebung der vorläufigen Aufnahm e steht dem (ab- und w eg- gew iesenen) Asylsuchenden die Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht offen (vgl. Art. 105 Abs. 1 AsylG ), w obei in dem Verfahren säm tliche Vollzugshin- dernisse von Am tes w egen und nach M assgabe der zu diesem Zeitpunkt herr- schenden Verhältnisse (EM AR K 2006 N r. 6 E. 4.2. S. 54 f., 1997 N r. 27 S. 205 ff.) von neuem zu prüfen sind. 5.3 D er Beschw erdeführer verfügt w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthaltsbe- w illigung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. D ie W egw eisung w urde dem nach zu R echt angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG , EM AR K 2001 N r. 21). 6. 6.1 D er Vollzug der W egw eisung kann gem äss Art. 14a Abs. 4 AN AG insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung dar- stellt. Eine solche kann angesichts der im H eim atland herrschenden allgem einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allge- m einer G ew alt kennzeichnet, angenom m en w erden. Ferner ist von einer konkreten G efährdung auszugehen, w enn eine Person nach ihrer R ückkehr die absolut not- w endige m edizinische Versorgung nicht erhalten könnte oder - aus objektiver Sicht - w egen der vorherrschenden Verhältnisse m it grosser W ahrscheinlichkeit unw ie- derbringlich in völlige Arm ut gestossen w ürde, dem H unger und som it einer ernst- haften Verschlechterung ihres G esundheitszustandes, der Invalidität oder sogar dem Tod ausgeliefert w äre (vgl. EM AR K 1995 N r. 5 E. 6e S. 47, 1994 N r. 18 S. 139 ff., N r. 19 S. 145 ff. und N r. 20 S. 155 ff.). 6.2 D as BFM führte in seiner Verfügung aus, in Afghanistan herrsche keine Situation allgem einer G ew alt. D ie R egierung unter H am id Karzai habe die Situation inge- sam t zu stabilisieren verm ocht. D urch die Einbindung eines G rossteils der lokalen M achthaber sei es ihr gelungen, ihren Einflussbereich w esentlich über Kabul hin- aus auszudehnen. Zur Stabilisierung der Situation trage einerseits das Voran- schreiten des Aufbaus eines Sicherheitsapparates sow ie anderseits das erfolgrei- che Entw affnungsprogram m der M ilizen bei. Ein w eiterer w ichtiger Schritt in R ich- tung Stabilisierung des Landes sei die am 19. D ezem ber 2005 erfolgte Einsetzung des Parlam ents gew esen. D ie Vertreter und Vertreterinnen w ürden ein breites par- teipolitisches Spektrum um fassen, und es sei ein hoher Anteil von Frauen im Par- lam ent zu verzeichnen. D ie R egierung w erde zudem von der internationalen Schutztruppe ISAF (International Security and Assistance Force) unterstützt, und die W iederaufbauteam s PR T (Provincial R econstruction Team ) seien w eiterhin operationell tätig. Anlässlich der internationalen Afghanistan-Konferenz in London Anfang 2006 hätten die Teilnehm er beschlossen, den W iederaufbau auch in Zu-8 kunft zu fördern, und für die kom m enden fünf Jahre internationale W irtschaftshilfe zugesagt. Zudem gebe es gem äss der Verfügung des BFM auch keine individuel- len G ründe, die gegen die Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs sprächen. 6.3 In ihrem in EM AR K 2006 N r. 9 publizierten U rteil nahm die AR K aufgrund der poli- tischen Entw icklung seit dem Sturz des Taliban-R egim es im Jahre 2001 eine diffe- renzierte Lagebeurteilung vor und prüfte - nach in EM AR K 2003 N r. 10 und 30 publizierten U rteilen - erneut die Zum utbarkeit des Vollzugs der W egw eisung nach Afghanistan. Auf der G rundlage der neuen dem okratischen Verfassung vom Januar 2004 w urde der bisherige Präsident der Ü bergangsregierung, H am id Karzai, anlässlich der Präsidentschaftsw ahlen vom O ktober 2004 an der Spitze der R egierung bestätigt. In der Folge fanden am 18. Septem ber 2005 Parlam entsw ahlen statt, und Anfang D ezem ber 2005 w urde das O berhaus geschaffen. Trotz dieser Entw icklung auf institutioneller Ebene konnten viele Problem e im Bereich der Sicherheit, der D e- m okratie, des R echtsstaats, der w irtschaftlichen Entw icklung und der m edizini- schen Infrastruktur (noch) nicht gelöst w erden. D ie hum anitäre und w irtschaftliche Situation bleibt w eiterhin prekär (vgl. EM AR K 2003 N r. 10 E. 10b.bb S. 67 f.). Be- züglich der Sicherheitslage ist festzuhalten, dass in Afghanistan nach w ie vor aus- ländische Truppen stationiert sind, die Teil der so genannten Koalitionstruppen und der International Security Assistance Force (ISAF) sind. Ihre Aktionen sind vorw iegend gegen Partisanen des alten R egim es und Personen, die der Zugehö- rigkeit oder N ähe zur Al-Q a’ida verdächtigt w erden, gerichtet. D ie ISAF hat sich seit O ktober 2003 kontinuierlich von Kabul in den N orden und N ordosten Afgha- nistans vorangearbeitet und w esentlich zur Stabilisierung dieser R egionen beige- tragen. Im Septem ber 2005 konnte sie die w eitgehende Befriedung der R egionen im W esten des Landes sicherstellen und beabsichtigt, ihren Aktionsradius im Sü- den auszudehnen. D ank der Bem ühungen der R egierung und der internationalen Truppen konnte in der Stadt Kabul, in ihrer U m gebung und in verschiedenen im N orden der H auptstadt gelegenen Städten ein genügendes Sicherheitsniveau ge- schaffen w erden. In M azar-e-Sharif kann die Sicherheitslage heute als befriedi- gend bezeichnet w erden, und auch im W esten in der Provinz H erat ist von einer relativ ruhigen Lage auszugehen. In den R egionen im O sten, Südosten und Süden Afghanistans hingegen m uss im m er noch von einer Situation allgem einer G ew alt gesprochen w erden. Zusam m enfassend kam die AR K in ihrem in EM AR K 2006 N r. 9 publizierten U rteil zum Schluss, dass der Vollzug der W egw eisung nur in R egionen als zum utbar zu bezeichnen ist, in denen seit 2004 keine bedeutenden m ilitärischen Aktivitäten m ehr zu verzeichnen sind oder keine dauernde Instabilität besteht. D arunter fallen die Provinz Kabul (vgl. bereits EM AR K 2003 N r. 10), die nördlich der H auptstadt gelegenen Provinzen Parw an, Baghlan, Takhar, Badakhshan, Kunduz, Balkh, Sari Pul und die G ebiete um Sam angan, die nicht zum H azarajat gehören (traditionelles Siedlungsgebiet der H azara, vgl. EM AR K 2003 N r. 30 E. 7a S. 193) sow ie die Pro- vinz H erat im W esten des Landes. D er Vollzug der W egw eisung ist nur für Perso- nen als zum utbar zu erachten, die aus diesen R egionen stam m en oder dort über ein tragfähiges Beziehungsnetz verfügen und w enn konkrete M öglichkeiten der Si- cherung des Existenzm inim um s und der W ohnsituation bestehen (vgl. dazu EM AR K 2003 N r. 10 E. 10b.cc S. 68, N r. 30 E. 7b S. 193 f.). 9 6.4 D as BFM äusserte in seiner Verfügung vom 24. M ärz 2006 keine Zw eifel an der Ethnie und der H erkunft des Beschw erdeführers aus dem H azarajet in der Provinz G hazni. Seine Einschätzung, w onach der W egw eisungsvollzug nach Afghanistan im Ergebnis zum utbar sei, da keine konkrete G efährdung der Bevölkerung vorlie- ge, sich die Sicherheitssituation im Land insgesam t - abgesehen von einigen Pro- vinzen im Süden - stabilisiert habe und der Beschw erdeführer deshalb in seine H eim atregion zurückkehren könne, trifft nach den Erkenntnissen des Bundesver- w altungsgerichts nicht zu. Im publizierten U rteil (EM AR K 2003 N r. 30 E. 6c S. 192 f.) stellte die AR K fest, dass eine R ückkehr in die Provinz G hazni, insbesondere in- folge der prekären N ahrungssituation, der M inenfelder, der angespannten Sicher- heitslage und des oftm als erschw erten Zugangs zu H ilfeleistungen der internatio- nalen O rganisationen, als existenzbedrohend und dam it generell als unzum utbar zu qualifizieren sei. D iese Lageanalyse (bestätigt in EM AR K 2006 N r. 9 E. 7.5 S. 99 f.) w ird vom Bundesverw altungsgericht übernom m en. U nter diesen U m stän- den ist für den Beschw erdeführer - entgegen der Ansicht der Vorinstanz - die R ückkehr in seine H erkunftsregion nicht zum utbar. D as Vorhandensein eines in- takten Beziehungsnetzes in der Provinz G hazni ändert an dieser Einschätzung nichts. 6.5 Abzuklären bleibt dem nach, ob es dem Beschw erdeführer zuzum uten ist, sich im G rossraum Kabul oder in einer der anderen oben genannten Provinzen niederzu- lassen. D ies ist dann der Fall, w enn dort ein tragfähiges Beziehungsnetz vorhan- den ist sow ie konkrete M öglichkeiten der Sicherung des Existenzm inim um s und der W ohnsituation bestehen (vgl. EM AR K 2003 N r. 10 E. 10b.cc S. 68, N r. 30 E. 7b S. 193 f.). Zw ar hat der junge, gesunde und alleinstehende Beschw erdeführer acht Jahre lang eine islam ische Lehrstätte besucht und Arbeitserfahrung in der Landw irtschaft (vgl. act. A1, S. 2) sow ie in einer Kachelfrabrik in F._______/Iran (vgl. act. A16, S. 10) gesam m elt. Trotz dieser für einen W egw eisungsvollzug sprechenden Argum ente ist es ihm nicht zuzum uten, sich in Kabul niederzulasen, da er dort nicht über ein tragfähiges Beziehungsnetz verfügt. G em äss den Befragungsprotokollen leben seine M utter, drei Brüder und eine Schw ester alle in der H eim atregion leben, der Vater ist verstorben (vgl. act. A1, S. 3). D as Vorhandensein des fam iliären Beziehungsnetzes in seinem H eim atdorf in der Provinz G hazni betont auch die Vor-instanz in ihrer Verfügung, allerdings als Argum ent für einen - nach der R echtsprechung des Bundesverw altungsgerichts – siehe vorstehend - nicht tragbaren W egw eisungsvollzug in die H eim atregion des Beschw erdeführers. In ihrer Vernehm lassung m acht die Vorinstanz geltend, sie erachte auch die Anga- ben des Beschw erdeführers hinsichtlich seiner fam iliären Situation als unglaub- haft, da die Asylgründe insgesam t unglaubhaft seien. D aher könne sich das BFM nicht in voller Kenntnis der tatsächlichen persönlichen und fam iliären Situation des Beschw erdeführers zur Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzuges äussern. D a der Beschw erdeführer seine M itw irkungs - und W ahrheitspflicht verletzt habe, sei die U ntersuchungspflicht der Vorinstanz hinsichtlich etw aiger W egw eisungshindernis- se begrenzt, und von der w eiteren Prüfung der Zum utbarkeit könne abgesehen w erden.10 Zw ar ist der Vorinstanz hinsichtlich der U nglaubhaftigkeit der Verfolgung R echt zu geben, aber die in der Vernehm lassung geäusserte Einschätzung, auch die fam i- liären Angaben seien dem zufolge unglaubhaft, kann nicht geteilt w erden. D as BFM verkennt, dass der geltend gem achte Sachverhalt nur hinsichtlich des W egw ei- sungsvollzuges von Bedeutung ist. Aus den für unglaubhaft befundenen Verfol- gungsvorbringen lassen sich keine R ückschlüsse auf die fam iliären Beziehungen beziehungsw eise auf ein eventuelles Beziehungsnetz in Kabul ziehen. Jedenfalls stellt auch die Vorinstanz die H erkunft des Beschw erdeführers nicht in Frage, geht in ihrer Verfügung von den Angaben des Beschw erdeführers zu seiner Fam ilie aus und betont ein fam iliäres Beziehungsnetz (ausschliesslich) in seinem H eim atdorf in der Provinz G hazni. Eine die Vorinstanz von ihrer eingehenden Prüfung der Zum utbarkeit des W egw ei- sungsvollzuges entbindende angebliche M itw irkungspflichtverletzung durch den Beschw erdeführer kann vom G ericht nicht nachvollzogen w erden. Es trifft zw ar zu, dass die U ntersuchungspflicht (Art. 12 Abs. 1 Vw VG ) der Behörden im Asyl- verfahren ihre G renze an der M itw irkungspflicht des G esuchstellers (Art. 8 Abs. 1 Bst. a AsylG ) findet. D em nach sind die Behörden nicht gehalten, nach W egw ei- sungshindernissen in hypothetischen H erkunftsländern zu forschen, w enn der G e- suchsteller keine oder erw iesenerm assen falsche Aussagen zu seiner H erkunft ge- m acht und dam it entsprechende Abklärungen w issentlich erschw ert hat. D ies ist indessen vorliegend nicht der Fall. D ie Angaben des Beschw erdeführers zu seiner H erkunft sind durch die LIN G U A-Analyse bestätigt w urden. Auch ergeben sich aus den Akten keine H inw eise auf enge Beziehungen zu in Ka- bul oder in anderen Provinzen lebenden Personen, w eshalb entgegen der Auffas- sung der Vorinstanz nicht davon ausgegangen w erden kann, der Beschw erdeführ- er verfüge ausserhalb seiner H eim atprovinz über eine gesicherte W ohnsituation und ein tragfähiges Fam ilien- oder Beziehungsnetz, um sich dort eine Existenz- grundlage aufbauen beziehungsw eise sichern zu können. Eine R ückkehr nach Kabul oder in eine andere Provinz kann dem Beschw erdeführer daher - entspre- chend der in EM AR K 2003 N r. 10 aufgeführten restriktiven Voraussetzungen, de- ren Prüfung der Vorinstanz oblag - nicht zugem utet w erden. 6.6 Zusam m enfassend ist festzustellen, dass der Vollzug der W egw eisung nach Af- ghanistan für den Beschw erdeführer im Sinne von Art. 14a Abs. 4 AN AG als unzu- m utbar zu bezeichnen ist. Aus den Akten ergeben sich im Ü brigen keine H inw eise auf allfällige Ausschlussgründe gem äss Art. 14a Abs. 6 AN AG . 7. Entsprechend den Ausführungen ist die Beschw erde bezüglich der N ichtanerken- nung der Flüchtlingseigenschaft und der Verw eigerung des Asyls w ie der Anord- nung der W egw eisung abzuw eisen; sow eit die Beschw erde die Anordnung des W egw eisungsvollzuges betrifft, ist die Beschw erde gutzuheissen. D ie Ziffern 4 und 5 des D ispositivs der vorinstanzlichen Verfügung vom 24. M ärz 2006 sind aufzu- heben, und das BFM ist anzuw eisen, den Aufenthalt des Beschw erdeführers nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e zu regeln (vgl. Art. 44 Abs. 2 AsylG und Art. 14a Abs. 4 AN AG ).11 8. 8.1 Bei diesem Ausgang des Beschw erdeverfahrens w ären die reduzierten Verfah- renskosten in H öhe von Fr. 300.-- dem Beschw erdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D a das Verfahren nicht von vornherein aussichtslos w ar, und die Bedürftigkeit des Beschw erdeführers durch die am 5. M ai 2006 ins R echt gelegte Fürsorgebestätigung ausgew iesen w urde, ist das G esuch um G ew ährung der un- entgeltlichen R echtspflege (Art. 65 Abs. 1 Vw VG ) gutzuheissen, w eshalb von der Kostenauferlegung abgesehen w ird. 8.2 G em äss Art. 64 Abs. 1 Vw VG und Art. 7 Abs. 1 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 (VG KE, SR 173.320.2) ist dem teilw eise obsiegenden und vertretenen Beschw er- deführer eine reduzierte Parteientschädigung (vgl. EM AR K 2002/1) für die ihm not- w endigerw eise erw achsenen und verhältnism ässigen Kosten zuzusprechen. D a es die R echtsvertreterin des Beschw erdeführers trotz entsprechender Aufforderung des Bundesverw altungsgerichtes unterlassen hat, eine Kostennote einzureichen, ist der aufgrund der Aktenlage zuverlässig abschätzbare Vertretungsaufw and ent- sprechend der schriftlichen Ankündigung des Bundesverw altungsgerichts vom 8. M ai 2007 unter Anw endung des vorgesehenen M indeststundenansatzes (Art. 10 VG KE) und unter Berücksichtigung der m assgebenden Berechnungsfaktoren auf Fr. 450.-- festzusetzen (vgl. Art. 14 VG KE). (D ispositiv nächste Seite)12 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird teilw eise gutgeheissen, indem festgestellt w ird, dass der W egw eisungsvollzug unzum utbar ist. D arüber hinaus w ird die Beschw erde abge- w iesen. 2. D ie Ziffern 4 und 5 des D ispositivs der Verfügung vom 24. M ärz 2006 w erden aufgehoben. D as BFM w ird angew iesen, den Beschw erdeführer w egen U nzum ut- barkeit des W egw eisungsvollzuges vorläufig aufzunehm en. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. D as G esuch um G ew ährung der un- entgeltlichen R echtspflege w ird gutgeheissen. 4. D as BFM hat dem Beschw erdeführer für das Verfahren vor dem Bundesverw al- tungsgericht eine anteilsm ässige Parteientschädigung von Fr. 450.-- zu entrichten. 5. D ieses U rteil geht an: - die R echtsvertreterin des Beschw erdeführers (eingeschrieben, 2 Exem plare) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Vorakten (R ef.-N r. N _______; Kopie) - _______ Kantons _______ (Kopie) D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: Bruno H uber M areile Lettau Versand am :