B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-5386/2013/mel U r t e i l v o m 2 1 . O k t o b e r 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Hans Schürch, mit Zustimmung von Richterin Claudia Cotting-Schalch; Gerichtsschreiberin Anna Dürmüller Leibundgut. Parteien A._______, geboren (…), B._______, geboren (…), C._______, geboren (…), und D._______, geboren (…), Kosovo, c/o Empfangs- und Verfahrenszentrum, (…), Beschwerdeführende, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 18. September 2013 / N (…). D-5386/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass die Beschwerdeführenden, kosovarische Staatsangehörige und eth- nische Bosniaken mit letztem Wohnsitz in E._______, ihr Heimatland e i- genen Angaben zufolge am 10. August 2013 in Richtung Serbien verlie s- sen und am 12. August 2013 illegal in die Schweiz einreisten, wo sie glei- chentags im Empfangs - und Verfahrenszentrum F._______ um Asyl nachsuchten, dass sie anlässlich der Kurzbefragung en vom 22. August 2013 sowie der einlässlichen Anhörungen vom 3. September 2013 z ur Begründung ihrer Asylgesuche im Wesentlichen geltend machten, der Beschwerdeführer sei vor ca. fünf oder sechs Jahren einmal von einem Albaner mit einem Messer verletzt worden, weil dieser geglaubt habe, er (der Beschwerd e- führer) sei Serbe, dass er diesen Vorfall bei der Polizei angezeigt habe und die Sache in- zwischen erledigt sei, dass ausserdem seine Schwester vor ungefähr eineinhalb Jahren verg e- waltigt und ein paar Monate später erneut tätlich angegriffen worden sei, dass er unter anderem im Autohandel tätig gewesen sei und im Zusa m- menhang mit nicht bezahlten Zollgebühren ab März 2013 Probleme be- kommen habe, dass die Polizei mehrere von ihm vermi ttelte Autos beschlagnahmt habe und die Käufer deswegen ihre Autos nicht erhalten hätten, dass der Bes chwerdeführer im Zusammenhang mit diesen Vorfällen mehrmals auf den Polizeiposten vorgeladen worden und dort einmal von einem Polizisten geschlagen worden sei, worauf jedoch umgehend ein anderer Polizist eingeschritten sei, dass im Juni 2013 einmal jemand einen Ziegel durch das Fenster seines Geschäfts geworfen habe, dass einer der unzufriedenen Autokäufer, N., ihn mehrmals zuhause auf- gesucht, bedroht und ihm zudem vorgeworfen habe, während des Kri e- ges mit Serben zusammengearbeitet zu haben, D-5386/2013 Seite 3 dass er sich am 8. oder 9. August 2013 mit N. getroffen und ihm für das beschlagnahmte Auto Geld angeboten habe, dieser jedoch auf der Lief e- rung des Autos bestanden habe, dass N. ihn mit dem Griff einer Pisto le auf den Kopf geschlagen und ihn ausserdem gewarnt habe, er solle ihn nicht bei der Polizei anzeigen, dass sowohl er als auch weitere in diesen Autohandel involvierte Perso- nen gerichtlich vorgeladen worden seien, er jedoch den Termin vom 11. August 2013 nicht wahrgenommen habe, dass die Beschwerdeführerin ihrerseits keine eigenen Asylgründe vortrug, sondern auf die Probleme des Beschwerdeführers verwies, dass die Beschwerdeführenden vorbrachten, sie seien Bosniaken und würden deshalb im Heimatland benachteiligt und schikaniert und könnten dort nicht in Ruhe leben, dass sie sich aus den erwähnten Gründen entschieden hätten, aus Kos o- vo zu flüchten und in die Schweiz zu kommen, dass für die weiteren Aussagen auf die Protokolle bei den Akten zu ve r- weisen ist, dass das BFM die Asylgesuche der Beschwerdeführenden mit Verfü gung vom 18. September 2013 – eröffnet am 19. September 2013 – ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass das BFM zur Begründung des negativen Entscheids im Wesentl i- chen ausführte, die Vorbringen der Beschwerdeführenden s eien nicht asylrelevant, dass für die weitere Begründung der vorinstanzlichen Verfügung auf die Akten zu verweisen ist, dass die Beschwerdeführenden mit Eing abe vom 24 . September 2013 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben und dabei beantragten, die angefochtene Verfügung sei aufz u- heben, es sei die Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen und Asyl zu g e- währen, (eventuell) sei infolge Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit und U n- möglichkeit des Wegweisungsvollzugs d ie vorläufige Aufnahme anzuor d- nen, D-5386/2013 Seite 4 dass in prozessualer Hinsicht um Gewährung der vollumfänglichen u n- entgeltlichen Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 und 2 des Verwaltungsverfa h- rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]), Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sowie um eventuelle Wieder- herstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde ersucht wurde, dass ausserdem beantragt wurde, die zuständige Behörde sei vorsorglich anzuweisen, die Kontaktaufnahme mit den Behörden des Heimat - oder Herkunftsstaates sowie jegliche Datenweitergabe an dieselben zu unte r- lassen, dass bei allfälliger bereits erfolgter Datenweitergabe die Beschwerdefü h- renden darüber in einer separaten Verfügung zu informieren seien, dass der Beschwerde ein Bericht der Schwe izerischen Flüchtlingshilfe (SFH) vom 6. Mai 2013 (Kosovo: Situation für serbische Rückkehrende in die Region Prizren) beilag, dass der zuständige Instruktionsrichter auf das Begehren, es sei event u- ell die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wiederherzust ellen und gegebenenfalls über eine bereits erfolgte Datenweitergabe zu informi e- ren, mit Zwischenverfügung vom 27. September 2013 nicht eintrat, dass er ausserdem die Gesuche um vorsorgliche Anweisung der zustä n- digen Behörden betreffend Datenweitergabe an d en Heimatstaat der B e- schwerdeführenden respektive Kontaktaufnahme mit demselben sowie um Gewährung der vollumfänglichen unentgeltlichen Rechtspflege und Kostenvorschussverzicht ablehnte, dass die Beschwerdeführenden gleichzeitig aufgefordert wurden, bis zu m 14. Oktober 2013 einen Kostenvorschuss von Fr. 600. – einzuzahlen, an- sonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten werde, dass der Beschwerdeführer ausserdem aufgefordert wurde, im Zusa m- menhang mit den in der Beschwerde geltend gemachten gesundheitl i- chen P roblemen bis zum 14. Oktober 2013 einen Arztbericht einzure i- chen, dass der verlangte Kostenvorschuss am 3. Oktober 2013 einbezahlt wu r- de, D-5386/2013 Seite 5 dass mit Eingabe vom 9. Oktober 2013 ein Kurzaustrittsbericht des Sp i- tals G._______ vom 25. September 2013 , ein Untersuchungsbericht des Spitals G._______ vom 23. September 2013 sowie unübersetzte ärztliche Unterlagen eines Neuro psychiaters aus E._______ vom 5. August 2013 eingereicht wurden, und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asy ls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei- det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass vorliegend keine solche Ausnahme besteht, dass sich das Verfahren na ch dem VwVG richtet, soweit das VGG und das AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilg e- nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung von Bundesrech t, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustim mung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, D-5386/2013 Seite 6 weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111 a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat od er im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nati o- nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder ihrer p o- litischen Anschauungen wegen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), dass die Beschwerdeführerin keine eigenen Asylgründe geltend machte, sondern auf die Probleme des Beschwerdeführers verwies, dass in Bezug auf den geltend gemachten Messerangriff auf den B e- schwerdeführer festzustellen ist, dass sich dieser vor über fünf Jahren e r- eignet hat und dieses Ereignis – wie vom Beschwerdeführer selbst einge- standen – demnach weder ein en zeitlichen noch einen sachlichen Zu- sammenhang mit der Ausreise der Beschwerdeführenden aus Kosovo im August 2013 aufweist, dass die angeblichen Übergriffe auf die Schwester des Beschwerdefü h- rers ebenfalls längere Zeit zurückliegen und offensich tlich keine Verfo l- gung der Beschwerdeführenden selbst darstellen, weshalb dieses Vo r- bringen für die Frage der Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführe n- den nicht relevant ist, dass der Beschwerdeführer im Weiteren Probleme im Zusammenhang mit dem von ihm betriebenen Autohandel geltend machte, dass er vorbrachte, er sei einmal während einer Befragung von einem Polizisten tätlich angegriffen und überdies von N. bedroht und geschlagen worden, dass Unbekannte zudem einmal mit einem Ziegel ein Fenster seines G e- schäfts eingeschlagen hätten, D-5386/2013 Seite 7 dass es dem Beschwerdeführer jedoch ohne Weiteres zumutbar und möglich gewesen wäre, diese Vorfälle bei den zuständigen Sicherheit s- behörden oder allenfalls bei diesen übergeordneten Stellen zur Anzeige zu bringen, dass nach d en Erkenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts die z u- ständigen Behörden im Kosovo im Rahmen ihrer Möglichkeiten kons e- quent gegen Bedrohungen und Übergriffe durch Privatpersonen vorg e- hen, dass auch Angehörige ethnischer Minderheiten im Kosovo die Möglichkeit haben, sich an die Behörden zu wenden und diese um Schutz vor – auch ethnisch motivierten – Übergriffen Dritter zu ersuchen (vgl. dazu BVGE 2011/50 E. 4.7), dass der generelle Schutzwille und die generelle Schutzfähigkeit der z u- ständigen Sicherheitskräft e bezüglich strafrechtlich relevanter Übergriffe auf Angehörige der ethnischen Minderheiten zu bejahen ist, dass es den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist glaubhaft zu m a- chen, der kosovarische Staat wolle seiner Schutzpflicht nicht nachko m- men beziehung sweise sei nicht dazu in der Lage gewesen, Schutz zu gewähren, dass sich ferner die Sicherheitslage für Minderheiten nicht -albanischer Volkszugehörigkeit im Kosovo in den letzten Jahren deutlich entspannt hat; dies insbesondere dank dem Einsatz internationaler Sicherheitskräfte wie UNMIK (United Nations Interim Administration Mission in Kosovo), KFOR (Kosovo Force) oder EULEX (European Union Rule of Law Miss i- on) (vgl. BVGE 2011/50 E. 4.7), dass im Übrigen die Republik Kosovo gemäss Beschluss des Bundesra- tes seit dem 1. April 2009 als verfolgungssicherer Staat gilt (Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG), dass zusammenfassend festzuhalten ist, dass die von den internationalen Schutztruppen unterstützten kosovarischen Behörden gewillt und fähig sind, der Zivilbevölkerun g unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft staatlichen Schutz zu gewähren, weshalb die Beschwerdeführenden nicht auf den subsidiären Schutz der Schweiz angewiesen sind, D-5386/2013 Seite 8 dass die Asylvorbringen der Beschwerdeführenden demnach allesamt nicht asylrelevant sind, dass weder die Ausführungen in der Beschwerde noch der als Beweismit- tel eingereichte SFH -Bericht an dieser Einschätzung etwas zu ändern vermögen, weshalb darauf an dieser Stelle nicht mehr näher einzugehen ist, dass es den Beschwerdeführenden somit nicht gelingt, die Flüchtlingse i- genschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das Bundesamt die Asylgesuche zu Recht abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf E r- teilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m. w.H.), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen B e- stimmungen steht und demnach zu bestätigen ist, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 übe r die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen g e- mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu bewe isen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Auslän derin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 D-5386/2013 Seite 9 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebl i- che Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non - Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet, dass überdies keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige B e- handlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schwe i- zerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die den Beschwerdeführenden im Ko- sovo droht, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgem einer Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder die allgemeine Lage im Kosovo noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, dass im Kosovo im heutigen Zeitpunkt keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht, dass ein Vollzug der Wegweisung für slawische Muslime (Bosniaken, Torbeschen, Gorani) in den gesamten Kosovo (ausgenommen den Bezirk Mitrovica) in der Regel zumutbar ist (vgl. BVGE 2011/50 sowie beispiels- weise das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D-6712/2009 vom 12. April 2010 E. 7.3.3), dass die bosniakische Minderheit in der Gemeinde E._______ immerhin 11.5% der Bevölkerung ausmacht (vgl. http://www.osce.org/koso- vo/13128; zuletzt besucht am 17. Oktober 2013), D-5386/2013 Seite 10 dass die Beschwerdeführenden an ihrem Herkunftsort über ein grosses und tragfähiges familiäres Beziehungsnetz verfügen, welches sie bei B e- darf unterstützen könnte, dass der Beschwerdeführer vor der Ausreise aus dem Kosovo meh rere Jahre lang mit Erfolg eine Handelsfirma betrieben hat und es ihm zuz u- muten ist, diese Tätigkeit bei einer Rückkehr wieder aufzunehmen, um so den Lebensunterhalt für seine Familie zu bestreiten, dass in der Beschwerde vorgebracht wird, der Beschwerdeführer verfüge in der Schweiz über Verwandte, weshalb er und seine Familie sich hier schnell integrieren könnten (Schwester und Schwager des Beschwerd e- führers: hängiges Dublin -Verfahren; Cousine des Beschwerdeführers: Jahresaufenthalterin), dass dieser Umstand indessen offensichtlich kein Wegweisungsvollzugs- hindernis darstellt, dass auf Beschwerdeebene sodann geltend gemacht wird, der B e- schwerdeführer befinde sich wegen gesundheitlicher Probleme im Spital, dass dem eingereichten Kurzaustrittsbericht des Spitals G._______ vom 25. September 2013 zu entnehmen ist, dass der Beschwerdeführer an einer vorübergehenden , leichten depressiven Reaktion im Zusamme n- hang mit der bevorstehenden Abschiebung in den Kosovo gelitten hat, dass er deswegen kurzzeitig mit einem Beruhigungsmittel behandelt wur- de und wegen Verdachts auf gastroösophagealen Reflux ausserdem ei- nen Protonenpumpenhemmer verschrieben bekam, dass er am 25. September 2013 in gutem Allgemeinzustand aus dem Spi- tal entlassen wurde, dass der Beschwerdeführer somit den Akten zufolge im heutigen Zei t- punkt an keinen ernsthaften gesundheitlichen Störungen leidet, welche einen Wegweisungsvollzug in den Kosovo als unzumutbar erscheinen lassen würden, dass er allfällige in Zukunft auftretende psychische Probleme bei Bedarf – wie bereits in der Vergangenheit (vgl. die eingereichten ärztlichen Unte r- lagen aus E._______) – im Heimatland behandeln lassen könnte, D-5386/2013 Seite 11 dass die Beschwerdeführerin den Akten zufolge am Anfang einer Schwangerschaft steht und offenbar in der Vergangenheit bereits Fehlge- burten erlitten hat (vgl. dazu die beim BFM nachgereichten medizinischen Unterlagen aus den Jahren 2005, 2007 und 2010 in serbischer Sprache sowie die Meldung der ORS Service AG vom 1. Oktober 2013 ), dies in- dessen einem Wegweisungsvollzug ebenfalls nic ht entgegensteht, eben- so wenig wie die kürzliche Erkältung der beiden Kinder (vgl. dazu den beim BFM nachgereichten Bericht der Notfallstation des Kantonsspitals H._______ vom 3. Oktober 2013), dass nach dem Gesagten kein Grund zur Annahme besteht, die B e- schwerdeführenden würden bei einer Rückkehr in den Kosovo in eine existenzbedrohende Situation geraten, weshalb der Vollzug der Wegwe i- sung im heutigen Zeitpunkt insgesamt als zumutbar zu erachten ist, dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführenden in den Hei- matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG) und es den Beschwerdeführenden obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513–515), dass der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung demnach zu bestätigen ist, dass es den Beschwerdeführenden somit nicht gelungen ist darzutun, i n- wiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht ver letzt, den rechtse r- heblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten war, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 600.– (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und mit dem am 3. Oktober 2013 in gleicher Höhe einbezahlten Kostenvorschuss zu verrechnen sind. (Dispositiv nächste Seite) D-5386/2013 Seite 12 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden den Beschwerde führenden auferlegt und mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss ve r- rechnet. 3. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und die kanto- nale Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Hans Schürch Anna Dürmüller Leibundgut Versand: