<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2018.00695</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=218947&amp;W10_KEY=13013494&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2018.00695</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 30.01.2019</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 05.12.2019 gutgeheissen, den Entscheid aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung an das Verwaltungsgericht zurÃ¼ckgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Härtefallbewilligung Auf die Härtefallbewilligung nach Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG besteht keinen Rechtsanspruch (E. 1.3). Kriterien zur Beurteilung des Härtefallgesuchs (E. 2.1). Der Beschwerdeführer stammt aus Sri Lanka und reiste als anerkannter Flüchtling Frankreichs in die Schweiz. Die auf zehn Jahre ausgestellte französische Aufenthaltsbewilligung ist mittlerweile abgelaufen (E. 2.3). Wohl hält sich der Beschwerdeführer längere Zeit in der Schweiz auf, ist beruflich und sprachlich integriert und hat sich weitgehend wohlverhalten. Zu seinem hier lebenden 11-jährigen Sohn (Aufenthaltsbewilligung) hat er jedoch keinen direkten Kontakt. Soziale Kontakte ausserhalb der Familie sind nicht belegt. Er unterhält somit nicht so enge Beziehungen zur Schweiz, dass von ihm nicht verlangt werden könnte, in einem anderen Land, namentlich Frankreich, zu leben. Der Beschwerdeführer geht selbst davon aus, dass er in Frankreich weiterhin über den Flüchtlingsstatus verfüge und ihm ohne Weiteres eine Aufenthaltsbewilligung erteilt würde. Ferner Fehlen konkrete Hinweise auf eine Gefährdung in Sri Lanka. Der Schluss der Vorinstanz, ihm eine Härtefallbewilligung zu verweigern, ist nicht rechtsverletzend (E. 2.4). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HÃRTEFALLBEWILLIGUNG">HÃRTEFALLBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SRI LANKA">SRI LANKA</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 30 Abs. I lit. b AIG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=41317" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2018.00695</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">30. Januar 2019</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Jsabelle Mayer. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B, dieser substituiert durch lic. iur. C, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A, geboren am â¦, StaatsangehÃ¶riger von Sri Lanka, reiste als anerkannter FlÃ¼chtling Frankreichs am 15. Dezember 2006 in die Schweiz. Am 14. September 2007 heiratete er die im Kanton J aufenthaltsberechtigte Landsfrau D. Dieser Ehe entsprang der Sohn E, geboren am â¦. Mit VerfÃ¼gung vom 27. Mai 2009 hiess das Departement des Innern des Kantons J ein von der Ehefrau gestelltes Familiennachzugsgesuch fÃ¼r A gut, worauf ihm eine Aufenthaltsbewilligung erteilt wurde. Nachdem die Eheleute A/D die eheliche Gemeinschaft am 9. September 2010 aufgegeben hatten, wurde die Ehe am 30. Oktober 2012 geschieden und der Sohn unter die elterliche Sorge der Mutter gestellt.</p> <p class="Urteilstext">Ein von A gestelltes Gesuch um Kantonswechsel wies das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich am 15. August 2012 ab; die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion stÃ¼tzte diesen Entscheid am 26. September 2013. Mit VerfÃ¼gung vom 16. Dezember 2014 erteilte das Migrationsamt des Kantons J A erneut eine Aufenthaltsbewilligung. GestÃ¼tzt auf die am 18. November 2015 erfolgte Heirat mit der Schweizerin G wurde A im Familiennachzug eine Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich erteilt. Diese Ehe wurde am 30. August 2017 getrennt und am 20. September 2017 geschieden.</p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 9. Mai 2018 wies das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich das Gesuch um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung von A ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den hiergegen erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion am 24. September 2018 ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 29. Oktober 2018 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben und es sei ihm die Aufenthaltsbewilligung gestÃ¼tzt auf einen HÃ¤rtefall zu verlÃ¤ngern. Eventualiter sei die Sache an den Beschwerdegegner zurÃ¼ckzuweisen, verbunden mit der Aufforderung, es sei abzuklÃ¤ren, ob ihm in Frankreich wieder eine Aufenthaltsbewilligung erteilt wÃ¼rde. Zudem ersuchte er um Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend sich das Migrationsamt nicht vernehmen liess, verzichtete die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion auf eine Vernehmlassung.</p> <p class="Urteilstext">Die vom BeschwerdefÃ¼hrer mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 30. Oktober 2018 einverlangte Kaution ging fristgerecht auf dem Konto des Verwaltungsgerichts ein.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼berschreitung und Ermessensunterschreitung, und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 Abs 1 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die Vorinstanz gelangte zum Schluss, der BeschwerdefÃ¼hrer kÃ¶nne â mangels ErfÃ¼llen der Dreijahresfrist nach Art. 50 Abs. 1 lit. a des AuslÃ¤ndergesetzes vom 16. Dezember 2005 (AuG, <i>neu:</i> AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetz [AIG]) â aus der geschiedenen Ehe mit der Schweizerin G kein nacheheliches Aufenthaltsrecht ableiten. Auch sei ihm die Aufenthaltsbewilligung nicht im Rahmen eines umgekehrten Familiennachzugs zu seinem Sohn E bzw. gestÃ¼tzt auf das in Art. 8 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) statuierte Recht auf Familienleben zu verlÃ¤ngern, da der Sohn nicht Ã¼ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfÃ¼ge und in affektiver Hinsicht keine besonders enge Beziehung zwischen Vater und Sohn vorliege. Ebenso wenig liege ein HÃ¤rtefall im Sinn von Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG (<i>neu:</i> AIG) vor.</p> <p class="Urteilstext">In seiner Beschwerde an das Verwaltungsgericht rÃ¼gt der BeschwerdefÃ¼hrer einzig noch, es sei ihm zu Unrecht keine HÃ¤rtefallbewilligung erteilt worden. Die gerichtliche ÃberprÃ¼fung kann sich daher â klare MÃ¤ngel des angefochtenen Entscheids ausgenommen â auf das Beanstandete beschrÃ¤nken (vgl. Marco Donatsch in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 50 N. 10).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Die HÃ¤rtefallbewilligung nach Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG wird nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen erteilt; ein Rechtsanspruch darauf besteht nicht (vgl. BGr, 1. Mai 2017, 2C_76/2017, E. 1.2). Das Verwaltungsgericht besitzt somit bei der PrÃ¼fung, ob ein schwerwiegender persÃ¶nlicher HÃ¤rtefall vorliegt, keine umfassende Kognition. Es fÃ¤llt keinen eigenen Ermessensentscheid, sondern prÃ¼ft lediglich, ob die Vorinstanzen ihr Ermessen rechtsfehlerfrei ausgeÃ¼bt haben (VGr, 1. Februar 2012, VB.2011.00626, E. 1.1 [nicht auf www.vgrzh.ch verÃ¶ffentlicht]).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>GemÃ¤ss Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG kann von den Zulassungsvoraussetzungen (Art. 18â29 AIG) abgewichen werden, um schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefÃ¤llen Rechnung zu tragen. FÃ¼r die Beurteilung, ob ein HÃ¤rtefall vorliegt, werden die Kriterien nach Art. 31 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit (VZAE, in der bis 31. Dezember 2018 gÃ¼ltigen Fassung; vgl. Art. 58a AIG) berÃ¼cksichtigt (Grad der Integration, die Respektierung der Rechtsordnung, die FamilienverhÃ¤ltnisse, die finanziellen UmstÃ¤nde, die Dauer der Anwesenheit oder der Gesundheitszustand des Betroffenen und seiner Familie sowie die MÃ¶glichkeiten fÃ¼r eine Wiedereingliederung im Herkunftsstaat). Der massgebliche HÃ¤rtefall setzt gemÃ¤ss der Rechtsprechung des Bundesgerichts voraus, dass sich der betreffende AuslÃ¤nder in einer persÃ¶nlichen Notlage befindet. Das bedeutet, dass seine Lebens- und Daseinsbedingungen gemessen am durchschnittlichen Schicksal von AuslÃ¤ndern in gesteigertem Mass infrage gestellt sein mÃ¼ssen bzw. dass die Verweigerung der HÃ¤rtefallbewilligung fÃ¼r den Betroffenen schwere Nachteile zur Folge hÃ¤tte (BGE 119 Ib 33 E. 4c). Je lÃ¤nger die betroffene auslÃ¤ndische Person sich rechtmÃ¤ssig in der Schweiz aufgehalten und sich hier verwurzelt hat, desto eher kann ein HÃ¤rtefall vorliegen, der eine ermessensweise Bewilligungserteilung rechtfertigt (Thomas Hugi Yar, Von Trennungen, HÃ¤rtefÃ¤llen und Delikten â AuslÃ¤nderrechtliches rund um die Ehe- und Familiengemeinschaft, Jahrbuch fÃ¼r Migrationsrecht 2012/2013, S. 31 ff., S. 97). <span>Ãberdies ist gemÃ¤ss jÃ¼ngster bundesgerichtlicher Rechtsprechung ab einer rechtmÃ¤ssigen Aufenthaltsdauer von zehn Jahren grundsÃ¤tzlich davon auszugehen, dass die sozialen Beziehungen in der Schweiz so eng geworden sind, dass es fÃ¼r eine Aufenthaltsbeendigung besonderer GrÃ¼nde bedarf, ansonsten aus dem in Art. 8 EMRK geschÃ¼tzten Recht auf Privatleben ein (bedingter) Bewilligungsanspruch abzuleiten ist (vgl. auch den inhaltlich gleichwertigen Art. 13 Abs. 1 BV; BGr, 8. Mai 2018, 2C_105/2017, E. 3.9 [zur Publikation vorgesehen]; BGr, 20. Juli 2018, 2C_1035/2017, E. 5.1; BGr, 17. September 2018, 2C_441/2018, E. 1.3.1). </span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Vorinstanz erwog, ein HÃ¤rtefall liege unter den gegebenen UmstÃ¤nden nicht vor: Auch wenn sich der BeschwerdefÃ¼hrer seit elfeinhalb Jahren in der Schweiz aufhalte und erwerbstÃ¤tig sei, habe die Ehe nur kurz gedauert und sei der BeschwerdefÃ¼hrer durchschnittlich integriert. Ferner sei ihm die RÃ¼ckkehr nach Frankreich, wo er sich zuletzt als anerkannter FlÃ¼chtling aufgehalten habe, zumutbar; dies hindere ihn nicht daran, eine Beziehung zu seinem Sohn aufzubauen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer begrÃ¼ndet sein HÃ¤rtefallgesuch damit, dass er zwar im Besitz einer franzÃ¶sischen Aufenthaltsbewilligung gewesen sei. Diese habe eine GÃ¼ltigkeitsdauer vom 2. August 2006 bis 1. August 2016 aufgewiesen. Die Bewilligung sei demzufolge seit mehr als zwei Jahren nicht mehr gÃ¼ltig. Zwar sei anzunehmen, dass die FlÃ¼chtlingseigenschaft aufgrund eines mehrjÃ¤hrigen Auslandaufenthalts nicht erlÃ¶sche. UnabhÃ¤ngig davon, ob eine RÃ¼ckkehr nach Frankreich mÃ¶glich sei, liege ein HÃ¤rtefall vor: Seit knapp zwÃ¶lf Jahren halte er sich in der Schweiz auf, sei sehr gut integriert, spreche sowohl Deutsch als auch immer noch ein bisschen FranzÃ¶sisch und gehe seit Erteilung der Aufenthaltsbewilligung einer ErwerbstÃ¤tigkeit nach. Zum hier lebenden zehnjÃ¤hrigen Sohn habe er zwar seit LÃ¤ngerem keinen direkten Kontakt mehr, er wolle jedoch nochmals Schritte in die Wege leiten, um das ihm zustehende Besuchsrecht rechtlich durchzusetzen. Auch habe er seit eineinhalb Jahren eine Partnerin in der Schweiz und mehrere, in der Schweiz wohnhafte Familienmitglieder. Zudem verfÃ¼ge er Ã¼ber einen tadellosen Leumund und sei weder in straf- noch in betreibungsrechtlicher Hinsicht in Erscheinung getreten; Sozialhilfe habe er nie beansprucht. Eine RÃ¼ckkehr ins Heimatland oder nach Frankreich sei unzumutbar. In Frankreich habe er nur drei Jahre gelebt; aufgrund der langjÃ¤hrigen Abwesenheit verfÃ¼ge er dort auch Ã¼ber keinen Freundeskreis und wÃ¼rde kaum in absehbarer Zeit eine Arbeitsstelle finden. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ist seit rund zehn Jahren im Besitz einer Aufenthaltsbewilligung und lebt seit zwÃ¶lf Jahren im Land, womit eine lange Aufenthaltsdauer vorliegt. Mit der Schweiz verbindet ihn insbesondere sein 11-jÃ¤hriger Sohn E, zu welchem er nach der Trennung von seiner ersten Ehefrau kaum eine Beziehung aufbauen konnte. Nachdem Ã¼ber E am 18. Juli 2011 eine Beistandschaft zur Ãberwachung des persÃ¶nlichen Verkehrs errichtet worden war, habe der Kindsvater gemÃ¤ss Schreiben der Stadt H vom 29. November 2011 â trotz Widerstand der Kindsmutter â alle Besuche wahrgenommen und grosses Interesse am Aufbau der Beziehung zu E gezeigt; gleiches ergibt sich aus der VerfÃ¼gung des Migrationsamts J vom 16. Dezember 2014. Daraufhin scheint der BeschwerdefÃ¼hrer das Interesse an seinem Sohn wieder verloren zu haben, wie sich aus dem Entscheid der KESB Region J vom 2. MÃ¤rz 2017 ergibt: E sei sehr enttÃ¤uscht von seinem Vater, da dieser nicht an den geplanten Treffen erschienen sei und ihn nun seit lÃ¤ngerer Zeit nicht mehr gesehen habe. Die KESB errichtete daher eine neue Beistandschaft und legte den persÃ¶nlichen Verkehr auf zweimal pro Monat fest. Eine enge affektive Beziehung besteht gemÃ¤ss Angaben des BeschwerdefÃ¼hrers aktuell nicht, auch wenn Bestrebungen seinerseits bestehen, den Kontakt wiederaufzunehmen. Die behauptete finanzielle UnterstÃ¼tzung von Fr. 100.- pro Monat wird nicht belegt. Der zweifach geschiedene BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼hrt denn auch kein von Art. 8 EMRK geschÃ¼tztes Konkubinat, welches die Erteilung einer HÃ¤rtefallbewilligung rechtfertigen kÃ¶nnte (vgl. Botschaft vom 8. MÃ¤rz 2002 zum Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder, BBl 2002 3740). Ansonsten leben einzig weiter entfernte Verwandte (Onkel, Tante, Cousins) in der Schweiz. Dass der BeschwerdefÃ¼hrer ausserhalb des Konkubinats bzw. seiner Familie soziale Kontakte pflegt, wird nicht dargelegt. Im Rahmen der PrÃ¼fung des HÃ¤rtefalls ist positiv zu berÃ¼cksichtigen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer sprachlich und beruflich integriert ist und die geltende Rechtsordnung â mit Ausnahme einer Verurteilung wegen rechtswidrigen Aufenthalts â respektiert hat. Entgegen den AusfÃ¼hrungen in der Beschwerde, wonach er im Betreibungsregister nicht verzeichnet sei, besteht gemÃ¤ss Betreibungsregisterauszug der Stadt I vom 28. Januar 2016 ein Verlustschein Ã¼ber Fr. 1'731.40 und musste der BeschwerdefÃ¼hrer bereits in frÃ¼heren Jahren mehrfach betrieben werden (siehe Betreibungsregisterauszug der Amtsschreiberei H-K vom 18. April 2011). Ebenso musste er im Jahre 2010 im Kanton J Sozialhilfe beanspruchen. Aus dem vorgehend AusgefÃ¼hrten erhellt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer zwar lÃ¤ngere Zeit in der Schweiz weilt, in beruflicher Hinsicht integriert ist und sich weitgehend klaglos verhalten hat, er indessen nicht so enge Beziehungen zur Schweiz unterhÃ¤lt, dass von ihm nicht verlangt werden kÃ¶nnte, in einem anderen Land, namentlich Frankreich, zu leben. Wohl ist die GÃ¼ltigkeit seiner auf zehn Jahre ausgestellten franzÃ¶sischen Aufenthaltsbewilligung im August 2016 abgelaufen. Der BeschwerdefÃ¼hrer selbst geht davon aus, dass er in Frankreich weiterhin Ã¼ber den FlÃ¼chtlingsstatus verfÃ¼ge und ihm ohne Weiteres eine Aufenthaltsbewilligung erteilt werde. Es kann somit nicht Sache der Schweizer BehÃ¶rden sein, weitere AbklÃ¤rungen Ã¼ber seinen Aufenthaltsstatus in Frankreich zu tÃ¤tigen; vielmehr obliegt es dem BeschwerdefÃ¼hrer im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht die Aufenthaltsbewilligung in Frankreich wieder erhÃ¤ltlich zu machen. Mit den in der Schweiz gesammelten beruflichen Erfahrungen sollte es dem nach eigenen Angaben gebrochen FranzÃ¶sisch sprechenden BeschwerdefÃ¼hrer mÃ¶glich sein, sich in Frankreich trotz langjÃ¤hriger Abwesenheit zu reintegrieren. Kommt hinzu, dass â wie hier â bei Fehlen konkreter Hinweise auf eine GefÃ¤hrdung selbst fÃ¼r Tamilen eine RÃ¼ckkehr nach Sri Lanka als zumutbar erscheint (vgl. BGr, 13. Dezember 2018, 2C_656/2018, E. 2.5.1; BVGr, 15. August 2018, E-3227/2017, E. 11.4). Das Verwaltungsgericht hat erst kÃ¼rzlich die RÃ¼ckkehr nach Jaffna im Norden des Landes, woher auch der BeschwerdefÃ¼hrer stammt, fÃ¼r zumutbar erachtet (VGr, 24. Oktober 2018, VB.2018.00442, E. 7.4.3 f. [nicht auf www.vgrzh.ch verÃ¶ffentlicht]; VGr, 12. September 2018, VB.2018.00271, E. 4.4.3). Die Vorinstanz hat mit ihrem Schluss, es liege unter den gegebenen UmstÃ¤nden kein HÃ¤rtefall im Sinn von Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG vor, ihr Ermessen nicht in rechtsverletzender Weise ausgeÃ¼bt. Ferner ist darauf hinzuweisen, dass ein allfÃ¤lliger Anspruch aus dem Recht auf Privatleben (Art. 8 EMRK) nicht substanziiert geltend gemacht wurde und ein solcher aus den Akten auch nicht ersichtlich ist; mangels gefestigten Anwesenheitsrechts des Sohns und der fehlenden affektiven Bindung kann der BeschwerdefÃ¼hrer denn auch aus dem Recht auf Familienleben (Art. 8 EMRK) nichts zu seinen Gunsten ableiten.</p> <p class="Urteilstext"><span>Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen und ist ihm keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§ 65a in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 und § 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der vorliegende Entscheid kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>