A bteilung V E -6916/2006 gyk/sw n/sca {T 0/2} U rteil vom 4. Septem ber 2007 M itw irkung: R ichter Kurt G ysi (Vorsitz), R ichterinnen M adeleine H irsig-Vouilloz, R egula Schenker Senn G erichtsschreiber N icholas Sw ain A ._______, geboren _______, Türkei, w ohnhaft _______, vertreten durch _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), vorm als Bundesam t für Flüchtlinge (BFF), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 22. Juli 2002 i.S. A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er Beschw erdeführer ersuchte erstm als am 23. D ezem ber 1992 in der Schw eiz um Asyl. M it Verfügung vom 5. Januar 1993 ordnete das dam als zuständige Bun- desam t für Flüchtlinge (BFF) die vorsorgliche W egw eisung des Beschw erdeführers nach D eutschland an. Am 13. O ktober 1997 ersuchte der Beschw erdeführer ein zw eites M al um Asyl in der Schw eiz. M it Verfügung vom 27. O ktober 1997 ordnete das BFF w iederum die vorsorgliche W egw eisung nach D eutschland an. B. Am 28. April 2002 reiste der Beschw erdeführer erneut in die Schw eiz ein und stell- te am 21. M ai 2002 im Em pfangszentrum Kreuzlingen ein Asylgesuch. N ach der Kurzbefragung vom 28. M ai 2002 w urde er für die D auer das Verfahrens dem Kan- ton _______ zugeteilt. Am 10. Juli 2002 fand eine direkte Befragung durch das BFF statt. C . Zur Begründung seines Asylgesuchs brachte der Beschw erdeführer im W esentli- chen vor, er habe sein H eim atland zusam m en m it seiner Fam ilie im Jahre 1989 verlassen. Sie hätten zunächst in D eutschland um Asyl ersucht. N ach Ablehnung ihres Asylgesuchs seien seine Eltern und G eschw ister 1996 in die Schw eiz einge- reist, w o ihnen am 22. April 1997 Asyl gew ährt w orden sei. Ihm selber sei zu- nächst aufgrund seiner H eirat m it einer deutschen Staatsbürgerin am 25. O ktober 1996 von den deutschen Behörden am 10. Februar 1997 eine befristete Aufent- haltsbew illigung erteilt w orden. D er Antrag auf Verlängerung dieser Bew illigung sei in der Folge aber vom Landratsam t Lindau m it Entscheid vom 27. August 1998 ab- gelehnt w orden. D ie Ehe m it seiner dam aligen Ehefrau sei m it U rteil des Landge- richts Lindau vom 17. Juni 1999 geschieden w orden. Er habe sich noch bis August 1998 in D eutschland und danach bis Januar 1999 illegal in R ussland aufgehalten. D araufhin habe er in Belgien ein Asylgesuch gestellt. D ieses Verfahren sei im Zeit- punkt seiner Einreise in die Schw eiz noch hängig gew esen. Seine Problem e w ür- den nur m it den Aktivitäten seines Vaters zusam m enhängen. D ieser habe im Jahre 1992 oder 1993 für das kurdische Exilparlam ent kandidiert und trete _______ auf. Viele seiner Verw andten seien getötet w orden oder verschw unden und viele seien in W esteuropa als Flüchtlinge anerkannt. Er selber habe sich nur in einem Kultur- verein engagiert, sei politisch aber nie aktiv gew esen. Er habe den Ausgang des Asylverfahrens in Belgien nicht abgew artet, da er es nicht m ehr ausgehalten habe, von seiner Fam ilie getrennt zu sein. Zur Stützung seiner Vorbringen reichte der Beschw erdeführer folgende Bew eism it- tel zu den Akten: - Entscheid des BFF betreffend seine Eltern und G eschw ister vom 22. April 1997, in Kopie - Schreiben der Zürcher Freiplatzaktion vom 18. April 1997 an das BFF betreffend das Verfahren der Eltern des Beschw erdeführers, in Kopie - beglaubigtes Bestätigungsschreiben von X._______, einem Bekannten seines Vaters, vom 20. N ovem ber 1995 in Kopie - eidesstattliche Versicherung von X._______, vom 24. Januar 1997, in Kopie - Schreiben der deutschen Botschaft in Ankara an den Landrat Lindau betreffend 3 F.M ., vom 12. Januar 1995, in Kopie - Ausschnitt aus der Zeitung „G üneydogu“ vom 8. Septem ber 1988, in Kopie - Scheidungsurteil des Am tsgerichts Lindau vom 17. Juni 1999, im O riginal - G esuch des Beschw erdeführers um Verlängerung der Aufenthaltsbew illigung in D eutschland vom 28. O ktober 1997 - Bescheid des Landratsam ts Lindau vom 4. N ovem ber 1997, in Kopie - Entscheid des Landratsam ts Lindau vom 27. August 1998, betreffend Verläng- erung der Aufenthaltsbew illigung, in Kopie - Ausschnitt aus Südschw äbische N achrichten 4/89, in Kopie - m ehrere Fotos einer Kundgebung, in Kopie - Schreiben von „Integrity Sozialversicherungskasse für Selbständige“ vom 27. Septem ber 1999 (in Kopie) und 28. M ärz 2000 (im O riginal) - Bescheinigung der „Integrity Sozialversicherungskasse für Selbständige“ vom 15. O ktober 1999, im O riginal - Anhang zur Verfügung betreffend Verw eigerung eines Aufenthaltsrechts durch die „D irection G énérale de l'O ffice des Étrangers“, undatiert, in Kopie - Schreiben des öffentlichen Sozialhilfezentrum s C .P.A.S. Büllingen vom 10. Au- gust 2000, im O riginal - Beschw erdeeingabe des Beschw erdeführers an das „C om m issariat G énéral aux R éfugiés et aux Apatrides“ vom 16. Septem ber 1999, in Kopie - Vorladung durch das „C om m issariat G énéral aux R éfugiés et aux Apatrides“ vom 8. O ktober 1999, in Kopie - Entscheid des „C om m issariat G énéral aux R éfugiés et aux Apatrides“ vom 31. M ai 2000, in Kopie - Bescheinigung des Eintretens auf das Asylgesuch durch „D irection G énérale de l'O ffice des Étrangers“ vom 3. Juli 2000, in Kopie - Verfügung betreffend Zuteilung des Beschw erdeführers an einen W ohnort durch die „D irection G enerale de l'O ffice des Étrangers“ vom 5. Juli 2000, in Kopie - Vorladung durch das „C om m issariat G énéral aux R éfugiés et aux Apatrides“ vom 17. N ovem ber 2000, in Kopie - Schreiben des R echtsvertreters des Beschw erdeführers an das „C om m issariat G énéral aux R éfugiés et aux Apatrides“ vom 20. Septem ber 2001, in Kopie - Schreiben des R echtsvertreters an den Beschw erdeführer vom 5. M ärz 2000, im O riginal - _______des Vaters des Beschw erdeführers, im O riginal D . M it Verfügung vom 22. Juli 2002 - eröffnet am 29. Juli 2002 - w ies das BFF das Asylgesuch des Beschw erdeführers ab und ordnete seine W egw eisung aus der Schw eiz an. Ferner entzog es einer allfälligen Beschw erde die aufschiebende W ir- kung. Zur Begründung führte es aus, dass seine Vorbringen den Anforderungen an die G laubhaftigkeit gem äss Art. 7 AsylG nicht standzuhalten verm öchten. Ausser- dem sei der Vollzug der W egw eisung zulässig, zum utbar und m öglich. Auf die de- taillierte Begründung w ird - sow eit entscheidw esentlich - in den Erw ägungen ein- gegangen. E. M it Eingabe seines R echtsvertreters vom 27. August 2002 erhob der Beschw erde- führer Beschw erde gegen die vorinstanzliche Verfügung und beantragte deren Aufhebung sow ie die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft sow ie die G ew äh- rung des Asyls. In verfahrensrechtlicher H insicht ersuchte er um G ew ährung der 4 unentgeltlichen R echtspflege sow ie um O ffenlegung des Aktenstücks C /12 und G ew ährung einer N achfrist zur Beschw erdeergänzung. Auf die Begründung w ird - sow eit entscheidw esentlich - in den Erw ägungen eingegangen. Zur Stützung seiner Vorbringen reichte er ein D iagram m seiner Verw andtschaft ein. F. M it Eingabe vom 2. Septem ber 2002 stellte der Beschw erdeführer zusätzlich den Antrag, die Sache sei zur Ergänzung der U ntersuchung und Erlass eines neuen Entscheides an die Vorinstanz zurückzuw eisen. Zum Beleg seiner Vorbringen reichte der Beschw erdeführer eine schriftliche Erklärung der bei der Befragung vom 10. Juli 2002 anw esenden H ilfsw erkvertreterin vom 27. August 2002, eine Lis- te verfolgter Verw andter, sow ie einen an seine Eltern gerichteten D rohbrief eines Landsm annes, inklusive Ü bersetzung, ein. G . M it Zw ischenverfügung vom 6. Septem ber 2002 hiess der zuständige Instruktions- richter die G esuche um W iederherstellung der aufschiebenden W irkung der Be- schw erde sow ie - unter Vorbehalt der N achreichung einer M ittellosigkeitsbestäti- gung - um unentgeltliche R echtspflege gem äss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) gut und verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Ferner forderte er den Beschw erdeführer zur Einreichung einer M ittellosigkeitsbestätigung sow ie einer Zustim m ungserklärung seines Vaters betreffend den Beizug von dessen Verfah- rensakten auf. Schliesslich w urden die G esuche um Zustellung des Aktenstücks C /12 und Ansetzung einer N achfrist zur Beschw erdeergänzung abgew iesen. H . M it Eingabe vom 23. Septem ber 2002 ersuchte der Beschw erdeführer um Verzicht auf die Bestätigung der M ittellosigkeit respektive G ew ährung einer N achfrist zur Einreichung einer solchen. I. M it Zw ischenverfügung vom 25. Septem ber 2002 w ies der zuständige Instruktions- richter das G esuch um Verzicht auf die Fürsorgebestätigung ab und gew ährte dem Beschw erdeführer eine N otfrist von drei Tagen ab Erhalt zu deren Einreichung. J. M it Eingabe vom 27. Septem ber 2002 reichte der Beschw erdeführer eine Fürsor- gebestätigung des Asylbew erberzentrum s _______ gleichen D atum s nach. K. In ihrer Vernehm lassung vom 24. O ktober 2002 hielt die Vorinstanz an der ange- fochtenen Verfügung fest und beantragte die Abw eisung der Beschw erde. L. M it Eingabe vom 25. O ktober 2002 reichte der Beschw edeführer eine schriftliche Zustim m ung seiner Eltern zum Beizug der Akten ihres Asylverfahrens ein. M . M it Zw ischenverfügung vom 26. N ovem ber 2002 gab der Instruktionsrichter dem G esuchsteller G elegenheit zur Stellungnahm e zur vorinstanzlichen Vernehm las- sung. N . M it Eingabe vom 3. D ezem ber 2002 ersuchte der Beschw erdeführer erneut um O f- fenlegung des Aktenstücks C /12 und Verlängerung der Frist zur Stellungnahm e um eine W oche. O . M it Zw ischenverfügung vom 9. D ezem ber 2002 w urden dem Beschw erdeführer Kopien des Aktenstücks C /12 zugestellt und antragsgem äss die Frist zur Stellung- nahm e verlängert. P. M it Eingabe vom 17. D ezem ber 2002 nahm der Beschw erdeführer zur Vernehm -5 lassung der Vorinstanz Stellung. Ferner reichte er eine Erm ächtigung zum Beizug der Akten bezüglich seines Asylverfahrens in D eutschland sow ie Kopien des Flüchtlingsausw eises seines C ousins _______ ein. Q . M it Eingabe vom 25. N ovem ber 2003 reichte der Beschw erdeführer eine Video- kassette ein, auf w elcher Sendungen des kurdischen TV-Senders M ed TV aufge- zeichnet seien. R . M it Schreiben vom 25. O ktober 2004 stellte _______ der AR K einen türkischen R eisepass des Beschw erdeführers, w elcher diesen beim Strassenverkehrsam t ein- gereicht hatte, zu. S. Am 26. M ai 2005 heiratete der Beschw erdeführer eine Schw eizerbürgerin. T. M it Zw ischenverfügung vom 11. O ktober 2005 w urde der Beschw erdeführer aufge- fordert, innert 30 Tagen bei der zuständigen Behörde ein G esuch um Erteilung ei- ner Aufenthaltsbew illigung einzureichen. Im U nterlassungsfall w erde davon ausge- gangen, dass er im Asylverfahren auf die G eltendm achung von aus Art. 8 der Kon- vention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K; SR 0.101) abgeleiteten Ansprüchen verzichte. U . Am 18. O ktober 2005 erklärte der Beschw erdeführer telefonisch, er habe gegen- über der Ausländerbehörde des Kantons _______unterschriftlich auf die Erteilung einer B-Bew illigung verzichtet, da vom ihm verlangt w orden sei, bei der türkischen Botschaft einen gültigen R eisepass zu beschaffen. Als politisch Verfolgter könne er aber nicht Kontakt m it den heim atlichen Behörden aufnehm en und könne daher die geforderten D okum ente nicht beibringen. V. M it Telefax-Eingabe seines R echtsvertreters vom 24. N ovem ber 2006 ersuchte der Beschw erdeführer um baldige Verfahrenserledigung und w ies darauf hin, dass er im Falle der R ückschaffung in die Türkei dam it rechnen m üsse, in den M ilitärdienst eingezogen und dort m assiven Schikanen ausgesetzt zu w erden. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t ferner am 1. Januar 2007 die Beurtei-6 lung der vorm als bei der AR K hängigen R echtsm ittel. D abei gelangt das Verfah- rensrecht zur Anw endung (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist le- gitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m it- hin einzutreten. 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim at- staat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politi- schen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gel- ten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum in- dest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vor- handensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeb- lich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D ie Vorinstanz führte zur Begründung der angefochtenen Verfügung aus, dass die Ausführungen des Beschw erdeführers hinsichtlich der geltend gem achten G efähr- dung in der Türkei unsubstanziiert, vage und ausw eichend seien und keine konkre- ten H inw eise auf eine Verfolgung erkennbar seien. Zudem sei sein Verhalten nicht m it der angeblichen G efährdung vereinbar. D er R ückzug des Verfahrens in Belgi- en und der U m stand, dass er sich vom türkischen Konsulat in D eutschland einen R eisepass habe ausstellen lassen, w iderspreche dem Verhalten einer tatsächlich verfolgten Person. Insbesondere verm öge die Erklärung für die Ausreise aus Bel- gien, er habe Sehnsucht nach seiner in der Schw eiz lebenden Fam ilie gehabt, nicht zu überzeugen, da er m ehrere Jahre alleine in verschiedenen europäischen Staaten gelebt habe. Im W eiteren sei nicht davon auszugehen, dass die türkischen Behörden ein Interesse hätten, den Beschw erdeführer, w elcher bereits 1989 als 13-jähriger sein H eim atland verlassen habe, zu verfolgen. An dieser Einschätzung verm öchten auch die eingereichten Bew eism ittel nichts zu ändern. Im Ü brigen sei der W egw eisungsvollzug als zulässig und zum utbar zu erachten. Es w ürden keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass ihm eine gem äss Art. 3 EM R K verbotene Strafe oder Behandlung drohe. Zudem handle es ich beim G esuchsteller um einen 7 jungen, gesunden M ann m it beruflicher Erfahrung. Es sei daher davon auszugeh- en, dass er in der Lage sein w erde, sich eine w irtschaftliche Existenz im H eim at- land aufzubauen, zum al er m it finanzieller U nterstützung seiner Verw andten in der Schw eiz rechnen könne. 4.2 Zur Begründung seiner Beschw erde rügte der Beschw erdeführer in seinen Einga- ben vom 27. August 2002 und 2. Septem ber 2002 zunächst, dass es anlässlich der vorinstanzlichen Befragung unterlassen w orden sei, gezielte Fragen zur Verfol- gung seiner Fam ilienangehörigen zu stellen und dem U m stand, dass er vorgängig in Belgien um Asyl ersucht habe, eine unangem essen hohe Bedeutung beigem es- sen w orden sei. D er Anspruch auf rechtliches G ehör sei verletzt w orden, indem die von ihm geltend gem achte Furcht vor R eflexverfolgung anlässlich der Befragungen ungenügend abgeklärt und in der angefochtenen Verfügung nicht adäquat gew ür- digt w orden sei. D ass die Befragung m angelhaft gew esen sei, w erde durch die bei- gelegte schriftliche Äusserung der anw esenden H ilfsw erksvertreterin bestätigt. U n- beachtet geblieben sei ausserdem , dass er auch selber exilpolitisch aktiv gew esen sei sow ie dass er in Belgien als Flüchtling anerkannt w orden sei. D ie Argum entati- on der Vorinstanz, dass seine Vorbringen unglaubhaft seien, beruhe auf der Be- fangenheit der zuständigen Am tsperson und sei daher zurückzuw eisen. Vielm ehr sei die Angst vor R eflexverfolgung angesichts der zahlreichen verfolgten Personen in seiner Verw andtschaft objektiv begründet. N am entlich sei zu berücksichtigen, dass die türkischen Behörden seiner Schw ester _______, w elche der M itglied- schaft bei der PKK verdächtigt w erde, bisher nicht hätten habhaft w erden können. Es sei davon auszugehen dass er, der Beschw erdeführer, im Falle der R ückschaf- fung in die Türkei von den Behörden als G eisel benützt w ürde, um seinen Vater m undtot zu m achen. Völlig unbegründet sei im W eiteren der Vorw urf der Vorins- tanz, dass sein Verlangen nach Vereinigung m it seiner Fam ilie nicht plausibel sei. D ies sei vielm ehr durchaus nachvollziehbar, habe er doch seit dem 13. Lebensjahr stets m it der Belastung eines nicht gefestigten Aufenthaltsrechts gelebt. D ie Aus- stellung eines R eisepasses durch ein türkisches Konsulat in D eutschland sei auf- grund der Einw irkung der deutschen Behörden erfolgt und die diesbezügliche M oti- vation der türkischen Behörden sei nicht klar. Ferner m üsste er im M ilitärdienst m it schw ersten Schikanen rechnen, aufgrund seiner m angelhaften Kenntnisse der tür- kischen Sprache, seines langjährigen Auslandsaufenthalts und des R ufes seiner Fam ilie als politische Aktivisten. 4.3 In ihrer Vernehm lassung stellte die Vorinstanz im W esentlichen fest, dass die Aus- führungen zur Begründung der Beschw erde nicht geeignet seien, an der H altlosig- keit der Vorbringen des Beschw erdeführers etw as zu ändern. D ie Behauptung, er sei in Belgien erstinstanzlich als Flüchtling anerkannt w orden, sei aktenw idrig. D ie von ihm eingereichten Bew eism ittel verm öchten zudem keine N achfluchtgründe zu begründen. D ie R ügen der H ilfsw erksvertreterin seien haltlos, nachdem sie von der G elegenheit, nach der Befragung Bem erkungen anzubringen, keinen G e- brauch gem acht habe. 4.4 In seiner R eplikeingabe stellte der Beschw erdeführer fest, dass die vorinstanzliche Vernehm lassung polem isch erscheine und relevante Vorbringen, w ie seine exilpo- litische Tätigkeit und die von seiner Fam ilie erlittene Verfolgung, nicht berücksich- tigt habe. Anhand der nunm ehr offengelegten Akten sei einzuräum en, dass die belgischen Behörden ihn nicht als Flüchtling anerkannt hätten, sondern ein R ekurs 8 zw ecks w eiterer U ntersuchungen gutgeheissen w orden sei. Es w erde der Beizug der Akten der belgischen Behörden beantragt. Es sei tendenziös und stelle eine selektive W ahrnehm ung dar, dass der R ückzug des Asylgesuchs in Belgien als grundlos erachtet w erde, sow ie dass zw ar die Ablehnung des Asylgesuch in D eutschland berücksichtigt w erde, nicht aber die U m stände, dass seiner Fam ilie in der Schw eiz Asyl gew ährt w orden sei und dass erw iesenerm assen zahlreiche Ver- w andte w egen ihres Einsatzes im Kam pf für die kurdische Sache verfolgt w ürden. Angesichts der freundschaftlichen Beziehung zw ischen der Bundesrepublik und der Türkei könnten die Entscheidungen der deutschen Behörden bezüglich der Asylgesuche von Kurden aus der Türkei nicht kritiklos als sachgerecht betrachtet w erden, w ie das Beispiel des Asylverfahrens der m it seinem Vater befreundeten Fam ilie von F.M . zeige. Ferner habe die Vorinstanz verkannt, dass gem äss Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 1993 N r. 6 erleichterte Bew eisanforderungen gälten, w enn nahe Fam i- lienangehörige bereits als Flüchtlinge anerkannt w orden seien. 5. 5.1 Zu den vom Beschw erdeführer erhobenen verfahrensrechtlichen R ügen ist Folgen- des festzustellen: 5.1.1 D er U ntersuchungsgrundsatz gehört zu den allgem einen G rundsätzen des Asyl- verfahrens (vgl. Art. 12 Vw VG i.V.m . Art. 6 AsylG ). D em nach hat die Behörde von Am tes w egen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Sie m uss die für das Verfahren notw endigen Sachver- haltsunterlagen beschaffen und die rechtlich relevanten U m stände abklären sow ie ordnungsgem äss darüber Bew eis führen (beispielsw eise durch die Einholung ei- nes G utachtens). D ieser G rundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt, er findet sein Korrelat in der M itw irkungspflicht des Asylsuchenden (vgl. Art. 13 Vw VG und Art. 8 AsylG ). Im R ahm en des U ntersuchungsgrundsatzes kann sich die entschei- dende Behörde in der R egel darauf beschränken, die Vorbringen der Asylgesuch- steller zu w ürdigen und die von ihnen angebotenen Bew eise abzunehm en, ohne w eitere Abklärungen vornehm en zu m üssen. D ennoch kann sich eine ergänzende U ntersuchung aufdrängen, w enn auf G rund dieser Vorbringen und Bew eism ittel berechtigte Zw eifel oder U nsicherheiten w eiter bestehen, die voraussichtlich nur m it Erm ittlungen von Am tes w egen beseitigt w erden können (vgl. EM AR K 1995 N r. 23, S. 222, E. 5a). Vorliegend kom m t das G ericht zum Schluss, dass die Vorinstanz den Sachverhalt zur G enüge erstellt hat. D ie Bundesbefragung vom 10. Juli 2002 ist zw ar nicht sehr ausführlich ausgefallen; dem diesbezüglichen Protokoll kann aber entnom m en w erden, dass dem Beschw erdeführer hinreichend G elegenheit gegeben w urde, seine Asylgründe vollständig darzulegen und auch einige gezielte N achfragen, nam entlich zum fam iliären H intergrund gestellt w urden. Einen anderen Schluss lassen im Ü brigen auch die Ausführungen der H ilfsw erkvertreterin in ihrem Schreiben vom 27. August 2002 nicht zu. Es ist festzustellen, dass diejenigen Äusserungen des Beschw erdeführers, w elchen nach ihrer Ansicht vom Befrager zuw enig Beachtung geschenkt w orden seien, im Befragungsprotokoll ausdrücklich festgehalten w urden. Ausserdem ergeben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass das von ihr gerügte Verhalten des Befragers den 9 Beschw erdeführer daran gehindert hätte, seine Asylgründe vorzubringen. 5.1.2 Art. 32 Abs. 1 Vw VG gebietet der Behörde eine W ürdigung aller erheblichen und rechtzeitigen Vorbringen der Parteien bevor sie verfügt. D ie Pflicht zur Begründung einer Verfügung ergibt sich aus Art. 35 Vw VG . G em äss der Praxis des Bundesge- richts ist eine Begründung grundsätzlich so abzufassen, dass der Betroffene diese gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann (BG E 122 II 363). Sow ohl die Betrof- fenen als auch die R echtsm ittelinstanz m üssen sich von der Tragw eite des Ent- scheids ein Bild m achen können. Es m üssen deshalb w enigstens kurz die Ü berle- gungen genannt w erden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (BG E 122 IV 14 f.; EM AR K 1995 N r. 12, E. 12c S. 114 ff.). D ies bedeutet jedoch nicht, dass sich die Behörde m it jeder tatbeständlichen Behauptung, jedem rechtlichen Einw and und jedem Bew eism ittel auseinanderset- zen m uss. Vielm ehr kann sie sich auf die für den Entscheid w esentlichen G e- sichtspunkte beschränken (EM AR K 1993, N r. 3, E. 4b, S. 16 ff., m it H inw eisen; BG E 117 Ib 492). Sow eit w eitergehend, richten sich die Anforderungen an die Be- gründungsdichte nach dem Verfügungsgegenstand, den Verfahrensum ständen und den Interessen der Betroffenen. Bei schw erw iegenden Eingriffen in die recht- lich geschützten Interessen des Betroffenen - und um solche kann es insbesonde- re bei der Frage der G ew ährung des Asyls gehen - verlangt die bundesgerichtliche R echtsprechung eine sorgfältige Begründung (BG E 112 Ia 110). Tatsächlich hat die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung das Fehlen von glaubhaften H in- w eisen auf eine begründete Furcht vor Verfolgung recht knapp und pauschal be- gründet. Aus ihren Ausführungen geht jedoch in ausreichendem M asse hervor, w orauf sie ihre Einschätzung stützt; die Beschw erdeeingaben vom 27. August 2002 und 2. Septem ber 2002 zeigen auf, dass es dem Beschw erdeführer durch- aus m öglich w ar, die Verfügung des BFF sachgerecht anzufechten und sich m it dessen W ürdigung der Bew eism ittel auseinander zu setzen. Im Ü brigen ist die Fra- ge, ob die von der Vorinstanz getroffene Einschätzung gerechtfertigt ist, keine ver- fahrensrechtliche Frage, sondern w ird im R ahm en der m ateriellen Beurteilung der Asylvorbringen des Beschw erdeführers zu berücksichtigen sein. N ach dem G esag- ten liegt auch keine Verletzung der Begründungspflicht vor. Zusam m enfassend erscheinen die verfahrensrechtlichen R ügen des Beschw erde- führers nicht gerechtfertigt. Im Folgenden ist die Asylrelevanz seiner Vorbringen zu prüfen. 5.2 Zunächst ergibt sich aus den Akten, dass der Beschw erdeführer vor seiner Ausrei- se aus der Türkei keinen behördlichen Benachteiligungen ausgesetzt w ar und sich nicht durch eigene Aktivitäten im H eim atstaat einem Verfolgungsrisiko ausgesetzt hat, zum al er im Zeitpunkt der Ausreise erst 13-jährig w ar. In Ü bereinstim m ung m it der Vorinstanz ist ferner festzustellen, dass auch die vom Beschw erdeführer vor- gebrachte M itgliedschaft in einer kurdischen Tanzgruppe w ährend seines Aufent- halts in D eutschland keine G efährdung zu begründen verm ag. Auch w enn gew isse Verbindungen dieser Vereinigung zu politischen Kreisen nicht ausgeschlossen w erden können, ist nicht davon auszugehen, dass sich der Beschw erdeführer durch diese rein kulturellen Aktivitäten derm assen exponiert hat, dass er deshalb m it Verfolgung zu rechnen hätte, zum al seine M itgliedschaft in dieser G ruppe über zehn Jahre zurückliegt und er dam als noch in jugendlichem Alter w ar. Im Ü brigen 10 ergeben sich aus dem vom Beschw erdeführer eingereichten, angeblich von einem Landsm ann verfassten D rohbrief keine hinreichend konkreten Indizien für das Vorliegen einer asylrelevanten G efährdung. 5.3 Zu den vom Beschw erdeführer befürchteten Schikanen im M ilitärdienst ist festzu- halten, dass die Pflicht zur Leistung des M ilitärdienstes respektive eine w egen dessen N ichtleistens drohende Strafe nach Praxis der Schw eizer Behörden asyl- rechtlich grundsätzlich nicht als relevant zu beurteilen ist. Es gehört vielm ehr zu den legitim en R echten jedes Staates, seine Bürger zum M ilitärdienst einzuberufen und zur D urchsetzung der W ehrpflicht strafrechtliche oder disziplinarische Sanktio- nen gegen R efraktäre oder D eserteure zu verhängen. D ie Pflicht zur Leistung des M ilitärdienstes beziehungsw eise eine w egen dessen N ichtleistens drohende Strafe stellt nur dann eine asylrelevante Verfolgung dar, w enn der W ehrpflichtige w egen seiner R efraktion oder D esertion m it einer Strafe zu rechnen hat, w elche entw eder aus G ründen nach Art. 3 AsylG diskrim inierend höher ausfällt (m alus) oder an sich unverhältnism ässig hoch ist, oder w enn die Einberufung zum W ehrdienst darauf abzielt, einem W ehrpflichtigen aus einem der in Art. 3 AsylG genannten G ründe erhebliche N achteile zuzufügen oder diesen in völkerrechtlich verpönte H andlun- gen zu verstricken (vgl. EM AR K 2004 N r. 2 E. 6b aa, S. 12 ff., m it w eiteren H inw ei- sen). W ehrpflichtige M änner w erden in der Türkei aufgrund der Staatsangehörig- keit und des Jahrgangs für das M ilitär aufgeboten, ohne dass dieser Verpflichtung eine asylrelevante Verfolgungsabsicht des Staates zugrunde liegen w ürde. Ebenso m üsste eine allfällige Strafe w egen W ehrdienstverw eigerung als legitim e staatliche M assnahm e zur D urchsetzung einer staatsbürgerlichen Pflicht und dam it als asyl- rechtlich ebenfalls nicht relevant charakterisiert w erden. Zw ar w erden D ienstleis- tende kurdischer Ethnie in Einzelfällen von anderen Soldaten oder von Vorgesetz- ten schikaniert respektive zu niedrigen Arbeiten verpflichtet. Auch unter Berück- sichtigung des bekannterm assen strengen disziplinarischen R egim es in der türki- schen Arm ee ergeben sich aber vorliegend insgesam t keine konkreten Anhalts- punkte für die Annahm e, dass der Beschw erdeführer m it beachtlicher W ahrschein- lichkeit im M ilitärdienst N achteile in flüchtlingsrechtlich relevantem Ausm ass zu be- fürchten hätte. Viele R ekruten kurdischer Ethnie stam m en aus Fam ilien m it ver- gleichbarem politischem H intergrund, so dass nicht davon auszugehen ist, dass der Beschw erdeführer über ein Profil verfügt, w elches ihn besonders exponieren w ürde. Ferner hat er nach eigenen Angaben Kenntnisse der türkischen Sprache. 5.4 Aus den vom Beschw erdeführer eingereichten D okum enten bezüglich des von ihm in Belgien angehobenen Asylverfahrens ergibt sich, dass die belgischen Behörden zunächst m it Verfügung vom 13. Septem ber 1999 auf sein Asylgesuch nicht eintra- ten, m it der Begründung, er habe das vorhergehende Asylgesuch in D eutschland verschw iegen (vgl. Schreiben des „M inistere de l'Intérieur, D irection G énérale de l'O ffice des Étrangers“). D ie gegen diese Verfügung gerichtete Beschw erde w urde m it Entscheid vom 31. M ai 2000 gutgeheissen unter H inw eis darauf, dass das Asylbegehren des Beschw erdeführers nicht aussichtslos erscheine und w eitere Abklärungen notw endig seien. Ferner w urde der Aufenthalt für die D auer des Ver- fahrens bew illigt (vgl. Verfügung des „C om m issariat G énéral aux R éfugiés et aux Apatrides“ vom 31. M ai 2000). Im Zeitpunkt der Einreise des Beschw erdeführers in die Schw eiz w ar dieses Asylverfahren noch nicht abgeschlossen. Som it ergibt sich, dass die belgischen Behörden zw ar aufgrund einer sum m arischen Prüfung 11 das Asylgesuch des Beschw erdeführers als nicht aussichtslos taxierten, dass aber bis zu seiner Ausreise keine um fassende m aterielle Beurteilung erfolgt w ar und keine rechtskräftige Entscheidung zur Frage des Bestehens der Flücht- lingseigenschaft erfolgt ist. D er Beschw erdeführer kann som it aus den Verfügung- en der belgischen Asylbehörden im vorliegenden Verfahren nichts zu seinen G uns- ten ableiten. Angesichts dieses Ergebnisses erübrigt sich der Beizug der Akten der belgischen Behörden, w eshalb der entsprechende Antrag des Beschw erdeführers abzuw eisen ist. Im G egenzug kann aber der U m stand, dass der Beschw erdeführer den Entscheid der belgischen Behörden nicht abw artete, nicht als Indiz dafür gew ertet w erden, dass er sich nicht als gefährdet erachtete. N ach Einschätzung des G erichts erscheint seine Schilderung, dass er die Trennung von seiner Fam ilie nicht m ehr ertragen habe, angesichts der besonderen Konstellation des vorliegenden Falles durchaus nachvollziehbar. 5.5 Sow eit der Beschw erdeführer R eflexverfolgung w egen der Aktivitäten seiner Fam i- lie befürchtet, ist Folgendes festzuhalten: 5.5.1 Aus den D arlegungen des Beschw erdeführers sow ie den beigezogenen Verfah- rensakten seiner Eltern und G eschw ister (N _______) ergibt sich folgendes Bild: D em Vater des Beschw erdeführers sow ie seiner M utter und den G eschw istern w urde m it Entscheid vom 22. April 1997 erstinstanzlich in der Schw eiz Asyl ge- w ährt. D er Vater, w elcher in der H eim at als _______ tätig w ar, w ar Sym pathisant der KAW A und später der PKK und w urde w egen seiner prokurdischen H altung m ehrfach verhaftet und gefoltert. Im Jahre 1989 reiste er m it seiner Fam ilie aus der Türkei aus und ersuchte vorerst in D eutschland um Asyl. W ährend des Aufent- halts in D eutschland engagierte er sich kulturell und religiös und _______. Seit der Einreise in die Schw eiz ist er nach Angaben des Beschw erdeführers vornehm lich als _______w urden, in Erscheinung getreten. Eine Schw ester des Beschw erdefüh- rers nam ens _______ hat sich verm utlich der PKK angeschlossen und ist seit 1995 unbekannten Aufenthalts. D er Beschw erdeführer sow ie seine Eltern sagten in den jew eiligen Befragungen übereinstim m end aus, es sei ihnen überm ittelt w or- den, dass _______ um s Leben gekom m en sei, doch sei dies nicht sicher. Ferner ergibt sich aus der Beschw erdeschrift, dass zahlreiche M itglieder der w eiteren Ver- w andtschaft in verschiedenen europäischen Staaten als Flüchtlinge anerkannt sind. D ie in der Türkei verbliebenen Verw andten seien starken R epressalien aus- gesetzt. So sei ein O nkel m ütterlicherseits im Jahre 1992 zu einer G efängnisstrafe von 35 Jahren verurteilt w orden. 5.5.2 Vor diesem H intergrund erscheint die in der Beschw erde erhobene R üge, das BFM habe dem fam iliären U m feld des Beschw erdeführers zu w enig Beachtung ge- schenkt, als berechtigt. D er Einschätzung der Vorinstanz, es bestünden keine kon- kreten H inw eise auf eine G efährdung des Beschw erdeführers w egen der Aktivitä- ten seines Vaters, da seine diesbezüglichen Aussagen vage und ausw eichend sei- en, kann nicht gefolgt w erden. Auch w enn seine Schilderungen zu seinem fam iliä- ren H intergrund nicht sehr detailliert ausgefallen sind, ergeben sich aus diesen hinreichende Anhaltspunkte dafür, dass er aus einer Fam ilie stam m t, w elche in der Vergangenheit R epressalien durch die türkischen Behörden ausgesetzt w ar und dass er aufgrund dessen selber gefährdet sein könnte. Im Ü brigen stim m en seine 12 Angaben m it denjenigen seiner in der Schw eiz als Flüchtlinge anerkannten Fam i- lienangehörigen in deren Asylverfahren überein. D em zufolge hat die Vorinstanz die vom Beschw erdeführer geltend gem achte R eflexverfolgung bei der Prüfung des Asylgesuchs zu w enig berücksichtigt. In der Folge geht es vor allem darum zu untersuchen, ob für den Beschw erdeführer im Falle einer R ückkehr in die Türkei eine begründete Furcht vor R eflexverfolgung besteht. 5.5.3 D ie AR K geht in konstanter Praxis davon aus, dass in der Türkei staatliche R e- pressalien gegen Fam ilienangehörige von politischen Aktivisten angew endet w er- den, die als so genannte R eflexverfolgung flüchtlingsrechtlich erheblich im Sinne von Art. 3 AsylG sein können. D ie W ahrscheinlichkeit, O pfer einer R eflexverfol- gung zu w erden, ist nach der Praxis der AR K vor allem dann gegeben, w enn nach einem flüchtigen Fam ilienm itglied gefahndet w ird und die Behörde Anlass zur Ver- m utung hat, dass jem and m it der gesuchten Person in engem Kontakt steht. D iese W ahrscheinlichkeit erhöht sich, w enn ein nicht unbedeutendes politisches Engage- m ent der reflexverfolgten Person für illegale politische O rganisationen hinzukom m t beziehungsw eise ihr seitens der Behörden unterstellt w ird (vgl. EM AR K 2005 N r. 21, E. 10.1., S. 195, m it w eiteren H inw eisen). 5.5.4 Begründete Furcht vor Verfolgung im Sinne von Art. 3 Abs. 1 AsylG liegt vor, w enn konkreter Anlass zur Annahm e besteht, die Verfolgung hätte sich - aus der Sicht im Zeitpunkt der Ausreise - m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit und in abseh- barer Zeit verw irklicht beziehungsw eise w erde sich - auch aus heutiger Sicht - m it ebensolcher W ahrscheinlichkeit in absehbarer Zukunft verw irklichen. D abei genügt es nicht, dass diese Furcht lediglich m it Vorkom m nissen oder U m ständen, die sich früher oder später m öglicherw eise ereignen könnten, begründet w ird. O b in einem bestim m ten Fall eine solche W ahrscheinlichkeit besteht, ist aufgrund einer objekti- vierten Betrachtungsw eise zu beurteilen. Es m üssen dam it hinreichende Anhalts- punkte für eine konkrete Bedrohung vorhanden sein, die bei jedem M enschen in vergleichbarer Lage Furcht vor Verfolgung und dam it den Entschluss zur Flucht hervorrufen w ürden. D ennoch ist für die Bestim m ung der begründeten Furcht nicht allein m assgebend, w as ein hypothetischer D urchschnittsm ensch in derselben Si- tuation em pfinden w ürde. D iese rein objektive Betrachtungsw eise ist zusätzlich durch das von der betroffenen Person bereits Erlebte und das W issen um Konse- quenzen in vergleichbaren Fällen zu ergänzen. W er bereits staatlichen Verfol- gungsm assnahm en ausgesetzt w ar, hat objektive G ründe für eine ausgeprägtere (subjektive) Furcht. D ie subjektive Furcht ist diesfalls bereits dann begründet, w enn sie zw ar diejenige eines in der gleichen Situation befindlichen D urchschnitts- m enschen übersteigt, aber trotzdem nachvollziehbar bleibt (vgl. EM AR K 2004 N r. 1 E. 6a S. 9, m it w eiteren H inw eisen). 5.5.5 Vorliegend ist zunächst darauf hinzuw eisen, dass der Beschw erdeführer sich, w ie bereits unter Ziffer 5.2 erw ähnt, nach eigenen Angaben selber nicht politisch betä- tigt und sich dam it nicht durch eigene H andlungen exponiert hat. Ü berdies hat er nicht geltend gem acht, dass er sich m it seinen politisch aktiven Fam ilienangehöri- gen und Verw andten solidarisiert hätte. Vielm ehr hat er anlässlich der Befragun- gen klar zum Ausdruck gebracht, dass er sich von den Aktivitäten seines Vaters distanziert habe, w eil diese seiner Fam ilie nur Problem e verursacht hätten. Es er- geben sich aus den Akten ausserdem keine konkreten H inw eise dafür, dass nach einem seiner Fam ilienangehörigen von den türkischen Behörden aktiv gesucht 13 w ird und dam it, dass die türkischen Sicherheitskräfte im heutigen Zeitpunkt ein Interesse daran hätten, den Beschw erdeführer über seine Angehörigen zu befragen - und entsprechend unter D ruck zu setzen - um von ihm Inform ationen über deren vergangenes und gegenw ärtiges politisches Engagem ent zu erhalten. Zw ar ist davon auszugehen, dass der Vater des Beschw erdeführers sich durch sein Engagem ent in D eutschland in der Vergangenheit in nicht unerheblicher W ei- se exponiert hat - nam entlich durch _______ -, jedoch ergeben sich aus den Akten keine Anhaltspunkte dafür, dass er nach w ie vor Aktivitäten in einem M asse entfalten w ürde, dass m it sich daraus ergebenden Konsequenzen für den Beschw erdeführer im heutigen Zeitpunkt zu rechnen w äre. G em äss Aktenlage ist ferner unklar, ob seine Schw ester _______, w elche sich den PKK-G uerilla anschloss, noch am Leben ist. Aber auch w enn dies der Fall sein sollte, erscheint unw ahrscheinlich, dass der Beschw erdeführer deshalb m it R epressalien seitens der Behörden zu rechnen hätte, da diesen klar sein dürfte, dass er angesichts seines langjährigen Auslandsaufenthalts keinen Kontakt zu seiner Schw ester hatte und dam it keine Inform ationen zu deren Aufenthaltsort geben kann. Im Ü brigen ergeben sich aus den Akten keine H inw eise darauf, dass der Beschw erdeführer in engem Kontakt zu seinen sich in Schw eden und D eutschland als Flüchtlinge aufhaltenden entfernteren Verw andten hat und die in dem von ihm aufgezeichneten Fam iliendiagram m dargestellten Behelligungen der in der Türkei verbliebenen Verw andten ereigneten sich, sow eit datiert, vor über 10 Jahren. Kei- ne Konsequenzen dürfte der Beschw erdeführer insbesondere aus der Verurteilung eines O nkels m ütterlicherseits zu einer langjährigen G efängnisstrafe zu befürchten haben, da nach diesem ja nicht gesucht w ird. D iese Einschätzung w ird bestätigt durch den U m stand, dass ein Bruder des Beschw erdeführers m it Eingabe vom 14. August 2006 auf das ihm gew ährte Asyl verzichtet hat, m it der Begründung, er habe m it der Türkei keine Problem e m ehr und w olle sich einen türkischen R eisepass ausstellen lassen. Insgesam t liegen keine hinreichend konkreten Anhaltspunkte für eine dem Beschw erdeführer im heutigen Zeitpunkt drohende R eflexverfolgung w egen eines oppositionellen Profils seiner Fam ilie vor. 5.5.6 Einen anderen Schluss lassen auch die vom Beschw erdeführer eingereichten Be- w eism ittel nicht zu. So liegen keine H inw eise dafür vor, dass seine Fam ilie w eiter- hin Kontakt zu dem in D eutschland als Flüchtling anerkannten Bekannten seines Vaters nam ens _______ pflegt, so dass aus dessen schriftlichen Erklärungen nicht auf eine auch im heutigen Zeitpunkt noch bestehende G efährdung geschlossen w erden kann. Auch der durch Kopien des Flüchtlingsausw eises dokum entierte U m stand, dass der C ousin _______ in D eutschland als Flüchtling anerkannt w ur- de, verm ag keine R eflexverfolgung zu belegen, zum al nicht ersichtlich ist, aus w el- chem G rund dem C ousin die Flüchtlingeigenschaft zugesprochen w urde und ob eine Verbindung zum Beschw erdeführer besteht. D ie vom Beschw erdeführer ein- gereichte Videokassette, w elche Aufzeichnungen von Sendungen kulturellen In- halts zeigt, ist nicht geeignet, zu einem anderen Schluss zu führen. Zum einen kann Videoaufnahm en aufgrund ihrer M anipulierbarkeit generell nur ein be- schränkter Bew eisw ert beigem essen w erden. Zum anderen erscheinen die aufge-14 zeichneten, vorw iegend m usikalischen D arbietungen nicht geeignet, ein Verfol- gungsinteresse zu w ecken. 5.6 N ach dem G esagten gelangt das G ericht zusam m enfassend zum Schluss, dass der Beschw erdeführer keine G ründe nach Art. 3 AsylG nachw eisen oder glaubhaft m achen kann. D ie Vorinstanz hat sein Asylgesuch dem nach zu R echt abgelehnt. 6. 6.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; da- bei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zu- m utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzli- chen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG ; SR 142.20]). 6.2 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zuläs- sig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Aus- länders in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 6.3 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). 6.4 G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossen- schaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D ezem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder er- niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EM R K darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 7. 7.1 D er m it einer Schw eizerbürgerin verheiratete Beschw erdeführer hat gem äss Art. 7 Abs. 1 AN AG grundsätzlich Anspruch auf die Erteilung einer frem denpolizeilichen Aufenthaltsbew illigung, hat es aber bisher unterlassen, ein entsprechendes G e- such einzureichen. D em zufolge besteht kein Anlass die von der Vorintanz ange- ordnete W egw eisung aufzuheben (EM AR K 2001 N r. 21 E. 9 - 11). D em Beschw er- deführer bleibt es indessen unbenom m en, sich nach Abschluss des Asylverfah- rens bei der zuständigen kantonalen Behörde um die Erteilung einer Aufenthalts- bew illigung zu bem ühen. 7.2 D ie Vorinstanz w ies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingsei- genschaft erfüllen (vgl. M . G attiker, D as Asyl- und W egw eisungsverfahren, Bern 15 1999, S. 89). D a es dem Beschw erdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G efährdung nachzuw eisen oder glaubhaft zu m achen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen N on-refoulem ents im vorlie- genden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ückkehr des Beschw erdefüh- rers in seinen H eim atstaat ist dem nach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtm ässig. 7.3 Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen des Beschw erdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in seinen H eim atstaat dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w äre. G em äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti-Fol- terausschusses m üsste der Beschw erdeführer eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihm im Fall einer R ückschiebung Folter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. EM AR K 2001 N r. 16, S. 122, m it w eiteren H inw eisen). D ie allgem eine M enschenrechtssituation in seinem H ei- m atstaat lässt den W egw eisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt klarerw eise nicht als unzulässig erscheinen. Im Ü brigen ist darauf hinzuw eisen, dass der Beschw er- deführer durch das U nterlassen der Einreichung eines G esuchs um Erteilung einer Aufenthaltsbew illigung auf die G eltendm achung von aus Art. 8 EM R K fliessenden Ansprüchen aufgrund seiner H eirat m it einer Schw eizerbürgerin verzichtet hat. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig. 7.4 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ück- kehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allge- m einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situati- on allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise einer notw endigen m edizinischen Behandlung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). 7.5 In einem im Jahr 2004 publizierten U rteil kam die AR K zum Schluss, dass nach der Aufhebung des Ausnahm ezustandes der W egw eisungsvollzug auch in die süd- östlichen Provinzen der Türkei generell als zum utbar zu erachten sei (EM AR K 2004 N r. 8). D iese Einschätzung w ird auch vom Bundesverw altungsgericht geteilt. Ferner ergeben sich auch aus der individuellen Situation des Beschw erdeführers keine W egw eisungshindernisse. Es soll nicht verkannt w erden, dass dem Be- schw erdeführer die R eintegration im H eim atstaat nicht leicht fallen dürfte, nach- dem er diesen 1989 im Alter von 13 Jahren verlassen hat und seither nicht m ehr dorthin zurückgekehrt ist. Andererseits ist aber zu beachten, dass er nach eigenen Angaben gew isse Kenntnisse der kurdischen und der türkischen Sprache hat und dass der junge und gesunde Beschw erdeführer gem äss Aktenlage über eine Schulbildung und berufliche Erfahrung in verschiedenen Bereichen verfügt. U nter diesen U m ständen ist davon auszugehen, dass es dem Beschw erdeführer, allen- falls m it finanzieller U nterstützung seiner sich in der Schw eiz aufhaltenden Fam ili- enangehörigen, m öglich sein w ird, sich in der Türkei eine Existenz aufzubauen. Zw ar hat der Beschw erdeführer, w ie unter Ziffer 5.4. erw ähnt, glaubhaft dargetan, 16 dass er in der Vergangenheit unter der Trennung von seiner Fam ilie gelitten hat. D er U m stand, dass ähnliche Problem e angesichts des m it einer erneuten Tren- nung von der Fam ilie verbundenen W egw eisungsvollzugs auftreten könnten, lässt aber nicht auf das R isiko einer Verschlechterung des G esundheitszustandes in einem derartigen Ausm asse schliessen, dass dies eine konkrete G efährdung im Sinne von Art. 14a Abs. 4 AN AG darstellen w ürde. N icht Prüfungsgegenstand ist im Ü brigen die Frage, ob der Beschw erdeführer die Voraussetzungen von Art. 14 Abs. 2 AsylG (in Kraft seit 1. Januar 2007) zur Annahm e eines schw erw iegenden persönlichen H ärtefalles und m ithin zur Erteilung einer allfälligen frem denpolizeili- chen Aufenthaltsbew illigung erfüllt. 7.6 N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung som it auch als zum utbar zu bezeichnen. 7.7 Schliesslich obliegt es dem Beschw erdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung seines H eim atstaates die für eine R ückkehr notw endigen R eisedokum ente zu be- schaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), w eshalb der Vollzug der W egw eisung auch als m öglich zu bezeichnen ist. 7.8 Insgesam t ist die durch die Vorinstanz verfügte W egw eisung zu bestätigen. D ie Vorinstanz hat deren Vollzug zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erach- tet. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (Art. 14a Abs. 1 - 4 AN AG ). 8. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esag- ten abzuw eisen. 9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens w ären die Kosten dem Beschw erdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D a indessen m it Zw ischenverfügung vom 6. Septem ber 2002 das G esuch des Beschw erdeführers um unentgeltliche R echts- pflege gem äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG gutgeheissen w urde und keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sich seine finanzielle Lage seither m assgeblich verändert hat, w ird auf die Auferlegung von Verfahrenskosten verzichtet. (D ispositiv nächste Seite)17 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers (eingeschrieben; Beilagen: ange- fochtene Verfügung im O riginal, Videokassette) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) - Y._______ D er R ichter: D er G erichtsschreiber: Kurt G ysi N icholas Sw ain Versand am :