B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-1998/2012 U r t e i l v o m 1 5 . M a i 2 0 1 3 Besetzung Richter Beat Weber (Vorsitz), Richter Daniel Stufetti, Richter Vito Valenti, Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger. Parteien A._______, Z._______ (Polen), Zustelladresse: B._______,, Y._______), Beschwerdeführerin, gegen Schweizerische Ausgleichskasse SAK, Vorinstanz. Gegenstand Altersrente (Auszahlung in Zloty); Schreiben der SAK vom 6. März bzw. 5. April 2012. C-1998/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. M. A._______, geboren am (…) 1925 (nachfolgend: Versicherte oder Be- schwerdeführerin), ist Schweizer Staatsbürgerin. Die gebürtige Polin lebte und arbeitete seit April 1967 in der Schweiz (act. SAK [Vorinstanz]/14) und war seit 1970 mit dem am (…) 1924 geborenen Schweizer Staats - bürger A. A._______ verheiratet (act. SAK/18). Mit Verfügung vom 6. August 1987 sprach die Ausgleichskasse X._______ (nachfolgend: AK X._______) der Versicherten eine AHV - Altersrente ab 1. August 1987 zu (act. SAK/7 1). Am (…) 2009 starb ihr Ehemann (act. SAK/95) . Mit Verfügung vom 6. November 2009 sprach die AK X.________ der Versicherten eine neu berechnete ordentliche Al- tersrente von Fr. 2'276.- zu (act. SAK/101). B. Mit Schreiben vom 22. Mai 2010 und vom 15. Juni 2010 teilte die Vers i- cherte die Wohnsitzverlegung nach Polen und die neue Kontoverbindung zur Auszahlung der Altersrente nach Polen mit (act. SAK/102 f.). Die AK X._______ übermittelte das Dossier deshalb am 16. Juni 2010 an die für im Ausland wohnende V ersicherte zuständige Schweizerische Ausgleichskasse SAK (nachfolgend: Vorinstanz; act. SAK/108). Mit Mittei- lung vom 22. Juni 2010 bestätigte die SAK der Versicherten den Renten- anspruch von Fr. 2'276.- ab Juli 2010 (act. SAK/110). C. C.a Mit Mitteilung vom 6. September 2011 erklärte die SAK der Versicher- ten, die bisher in Schweizer Franken (CHF) ausgerichtete Rente werde ab 1. November 2011 in polnischen Z łoty (PLN) ausbezahlt (act. SAK/127). Sie empfahl, bei Belassen der Bankverbindung die Bank zu in- formieren oder allenfalls eine andere Bankverbindung mitzuteilen. C.b Mit Schreiben vom 11. September 2011 wandte sich die Versicherte an den Schweizer Botschafter in Polen und führte aus, sie sei auf die Auszahlung ihrer Rente in CHF angewiesen, da sie aus der Schweiz Me- dikamente beziehe und diese in CHF bezahlen müsse. Im Übrigen habe sie während 40 Jahren AHV -Beiträge in CHF bezahlt (act. SAK/128). C-1998/2012 Seite 3 Mit weiterem Brief vom 29. September 2011 teilte die Versicherte der SAK mit, sie sei mit der Auszahlung in polnische n Z łoty (oder einer anderen Währung als Schweizer Franken) nicht einverstanden. Sie habe bei ihrer Bank ein Schweizerfrankenkonto und müsse in der Schweiz Medikame n- te bestellen, die sie in CHF bezahlen müsse (act. SAK/130). C.c Mit Schreiben vom 4. Oktober 201 1 teilte die Vorinstanz der Vers i- cherten mit, die Änderung der Zahlungsmodalität beruhe auf Art. 20 der Verordnung über die freiwillige Alters -Hinterlassenen- und Invalidenversi- cherung vom 26. Mai 1961 (VFV, SR 831.111) sowie dem Urteil des Bun- desverwaltungsgerichts vom 9. Juli 2010 [C -2628/2008], welches diese Zahlungsart bestätige. Sie führte weiter aus, die Versicherte habe die Möglichkeit, sich die Rente auf ein Bank - oder Postkonto in der Schweiz überweisen zulassen . F alls sie keine andere Bank verbindung angebe, werde die Rente ab November 2011 zweimal konvertiert (CHF – PLN – CHF), was zu Umrechnungsverlusten führen werde (act. SAK/131). C.d Die Versicherte teilte der SAK in der Folge am 13. Oktober 2011 mit, sie akzeptiere die Umrechnung in PLN nicht und bestehe auf der Auszah- lung der vollen Rente in CHF . Sie verwies auf ihre Schweizer Staatsbü r- gerschaft und die Notwendigkeit, Medikamente aus der Schweiz zu b e- ziehen. Ausserdem führte sie aus, die polnische Währung sei eine schwache Währung, was Auswirkungen auf die Höhe ihrer Rente habe und weshalb die Umrechnung sich zu ihren Ungunsten auswirke (act. SAK/132). C.e Mit Schreiben vom 4. November 2011 teilte die SAK der Versicherten mit, die Änderung des Zahlungsmodus erfolge aufgrund einer "gesetzli- chen Verordnung", weshalb das Verfahren nicht geändert werden könne. Gleichzeitig verwies sie nochmals auf die Möglichkeit, die Rente auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto auszahlen zu lassen (act. SAK/133). C.f Mit weiteren Schreiben vom 15. November 2011, 30. November 2011, 14. Dezember 2011, 14. Januar 2011 und 26. Januar 2011 (per E-Mail), je an die SAK , sowie vom 5. November 2011 und vom 17. Dezember 2011 an die Schweizer Botschaft in Polen, wehrte sich die Versicherte gegen die Auszahlung der AHV -Rente in polnischen Złoty und machte den – durch die Auszahlung der Rente in PLN und auf dem CHF-Konto der pol- nischen Bank in CHF verbuchten – Verlust ab November 2011 zu Lasten der Vorinstanz geltend. Sie bestand im Wesentlichen darauf, dass sie ein Recht auf Erhalt der vollen Rente in CHF – ohne Abzüge – habe, wofür C-1998/2012 Seite 4 sie "kämpfen" werde (act. SAK/134, 136, 137, 139, 141 -143). Mit Schrei- ben vom 17. Dezember 2011 machte sie gegenüber der Botschaft ge l- tend, es sei rechtswidrig, ihren Rentenanspruch insofern zu manipulieren, als dass der jeweilige Anspruch in PLN und von der SAK in der Schweiz zurück in CHF gerechnet werde, und sie die Verluste von jeweils rund Fr. 100.- und mehr trage. Im Übrigen sei sie aus gesundheitlichen Grü n- den nicht in der Lage, in der Schweiz ein B ankkonto zu eröffnen (act. SAK 143). Mit Schreiben an die Schweizer Botschaft vom 22. Januar 2012 (act. SAK/148, 150) machte sie wegen den Auszahlungsmodalitäten nunmehr bestehende Probleme mit dem Steueramt und ihrer Bank gel- tend. In ihren Schreiben an de n Rechtsdienst der SAK vom 10. und 16. Februar 2012 hielt sie daran fest, weiter für ihre Ansprüche und die Rückerstattung der erlittenen Verluste zu kämpfen; diese beliefen sich i n- zwischen auf Fr. 465.85 (act. SAK/146). C.g Mit Briefen vom 23. November 2011, vom 24. Januar 2012 , vom 15. Februar 2012 und vom 6. März 2012 erklärte die SAK der Versicher- ten die aktuelle Rechtslage , wonach die Rentenauszahlung in der La n- deswährung des Wohnorts der Versicherten erfolge , sowie den Mech a- nismus, wonach die in Landeswä hrung ausbezahlten Renten im vorli e- genden Fall durch die Rückübertragung und die Verbuchung der Summe in CHF auf das CHF-Konto der polnischen Bank jeweils Verluste zu Las- ten der Versicherten bewirkten, und empfahl die Eröffnung eines PLN - Kontos in Polen oder die Auszahlung der Rente auf ein Bank - oder Post- konto in der Schweiz (act. SAK/135, 140, 147, 153). Mit Schreiben vom 5. April 2012 – als Antwort auf ein weiteres Schreiben der Versicherten vom 12. März 2012 (act. SAK/155) – verwies die Direk- tion der SAK auf die bisherigen Schreiben der Vorinstanz und führte wei- ter aus, falls die Versicherte es wünsche, könne ihr Begehren durch eine Verfügung mit Rechtsmittelbelehrung abgewiesen werden. Dagegen kö n- ne auf dem anschliessenden vorgesehenen Rechtsweg vorgegangen werden (act. SAK/157). D. D.a Mit Schreiben vom 18. April 2012 wandte sich die Versicherte an das Verwaltungsgericht des Kantons X._______ und machte sinngemäss die monatliche Kürzung der AHV -Rente durch die SAK geltend (act. SAK/159). C-1998/2012 Seite 5 D.b Die vom Verwaltungsgericht zur Vernehmlassung aufgeforderte SAK teilte diesem am 26. April 2012 mit, das Bundesverwaltungsgericht kü m- mere sich zur Zeit um diesen Fall, die Akten seien diesem Gericht am 18. April 2012 zur Verfügung gestellt worden (siehe hienach Bst. E.). In der Sache sei keine einsprachefähige Verfügung ergangen. Im Übrigen verwies sie auf das Referenzurteil C -2623/2008 des Bundesverwaltungs- gerichts vom 9. Juli 2010 (act. SAK/165). E. E.a Mit Eingabe vom 10. März 2012 (Poststempel: 11. April 2012) wandte sich die Versicherte ans Bundesverwaltungsgericht und machte die aus ihrer Sicht rechtswidrige und nicht nachvollziehbare Rentenauszahlung s- praxis der SAK und dadurch erlittene Verluste von November 2011 – März 2012 von Fr. 547.95 geltend. Weiter verwies sie au f ihre ausführl i- che diesbezügliche Korrespondenz und ihre auf dieser Auszahlungspr a- xis beruhenden Probleme mit den polnischen Steuerbehörden ( B-act. 1). Das Bundesverwaltungsgericht nahm die Eingabe als Beschwerde en t- gegen und holte bei der SAK die Vorakten ein ( B-act. 2 -3). Am 6. Mai 2012 teilte die Beschwerdeführerin ihre Zustelladresse in der Schweiz mit und schrieb gleichentags an die SAK, sie solle diese Auszahlungspraxis einstellen, ihr seien inzwischen Verluste von Fr. 671.30 entstanden (B-act. 7). E.b In ihrer Vernehmlassung vom 13. Juni 2012 beantragte die Vorins - tanz – da im vorliegenden Fall keine beschwerdefähige Verfügung ergan- gen sei – auf die Beschwerde sei nicht einzutreten "und Frau A.________ auf Verlangen eine einsprachefähige Verfügung zuzustellen" (B-act. 13). E.c Mit Replik vom 13. August 2012 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Rügen und an ihrer Argumentation fest (B-act. 19). Sie fügte sinngemäss an, die SAK habe die einschlägige Verordnungsbestimmung nur unvol l- ständig zitiert, der weit ere Text von Art. 20 der Verordnung sehe das von ihr gewünschte Vorgehen vor. In ihren (unaufgefordert eingereichten) Eingaben vom 15. August 2012 rügte sie zudem, dass sie die Umrec h- nungskosten selber zu tragen habe, obwohl die Vorinstanz erklärt habe, die Bankkosten selber zu tragen (B-act. 19). E.d In ihrer Duplik vom 27. August 2012 hielt die Vorinstanz an ihrem An- trag, es sei nicht auf das Begehren einzutreten, fest (B-act. 21). C-1998/2012 Seite 6 E.e Mit Verfügung vom 4. September 2012 schloss das Bundesverwa l- tungsgericht den Schriftenwechsel ab (B-act. 22). E.f Die Beschwerdeführerin reichte in der Folge ein weiteres Schreiben vom 11. September 2012 ein, welches sie direkt an die Vorinstanz richtete (B-act. 23 – 25). E.g Am 2. April 2013 machte sie mit Eingaben an verschiedene Adress a- ten (Bundesverwaltungsgericht, Verwaltungsgericht des Kantons X._______, Bundesgericht [je in Luzern und Lausanne ]) wiederum ge l- tend, die Vorinstanz kürze ihr in ungerechtfertigter Weise seit November 2011 die ihr zustehende Altersrente von Fr. 2'316. -. Sie habe mittlerweile einen Verlust von Fr. 1'698.57 erlitten. Sie erwarte endlich eine Antwort darauf, ob sie dieses Geld zurückerhalte. Das Bundesgericht übermittelte die Eingabe n zuständigkeitshalber an das Bundesverwaltungsgericht ( B-act. 29 – 31, 33). Das Verwaltungsge- richt des Kantons X.________ trat mit Einzelrichterentscheid vom 8. April 2013 (Verfahrensnummer […]) nicht auf die als Beschwerde behandelte Eingabe ein (B-act. 32). F. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird – soweit erforderlich – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 lit. d VGG und Art. 85 bis Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters - und Hinterlassenenversiche- rung vom 20. Dezember 1946 (AHVG, SR 831.10) sowie Art. 5 des Bu n- desgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt das Bundesverwaltu ngsgericht Beschwer- den von Personen im Ausland gegen Verfügungen der Schweizerischen Ausgleichskasse. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist somit grundsätzlich – sofern hier ein Anfechtungsobjekt vorliegt (siehe hienach E. 1.4 f., 3.4) – für die Beur- teilung der vorliegenden Streitigkeit zuständig. C-1998/2012 Seite 7 1.2 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwal - tungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt. Indes findet das VwVG aufgrun d von Art. 3 Bst. d bis VwVG keine Anwen- dung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist, was vorliegend auf Grund von Art. 1 Abs. 1 AHVG der Fall ist. 1.3 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 1.4 Gemäss Art. 56 Abs. 2 ATSG kann auch Beschwerde erhoben wer - den, wenn der Versicherungsträger entgegen dem Begehren der betro f- fenen Person keine Verfügung oder keinen Einspracheentscheid erlässt. Da gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts ein Anspruch auf Erlass einer anfechtbaren Verfügung betreffend die Auszahlungswährung b e- steht (vgl. Urteil des Bundesgerichts H 12/07 vom 31. März 2008 E. 4; siehe ausführlich E. 3.2) , die Beschwerdeführerin ohne Zweifel von der von ihr verlangten Anordnung im Einzelfall bzw. der verlangten Verfügung (siehe E. 3.3 f.) besonders berührt wäre und ein schutzwürdiges Intere s- se an deren Erlass hat, ist sie zur Beschwerde legitimiert (vgl. Art. 59 bzw. Art. 56 Abs. 2 ATSG, je in Verbindung mit Art. 5 VwVG). 1.5 Wegen Rechtsverweigerung kann jederzeit Beschwerde geführt we r- den (vgl. Art. 50 Abs. 2 VwVG). Da die Beschwerdeführerin sinngemäss eine Rechtsverweigerung geltend macht, war sie für ihre Beschwerde an keine Frist gebunden. Zudem ist sie beide Male innerhalb von 30 Tagen nach Zustellung des letzten per A-Priority versandten Briefs der SAK vom 6. März 2012 und des Schreibens der SAK-Direktion vom 5. April 2012 (in Berücksichtigung des üblichen Postlaufs von der Schweiz nach Polen) an das Bundesverwaltungsgericht gelangt und hat somit auch die allgemeine Beschwerdefrist eingehalten (vgl. Art. 60 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 VwVG). 1.6 Da die Beschwerde auch formgerecht eingereicht wurde (vgl. Art. 52 VwVG), ist darauf einzutreten. C-1998/2012 Seite 8 2. Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren zur Anwendung gelangen. 2.1 Die Versicherte ist Sch weizer Staatsbürgerin und wohnt in Polen. Nachfolgend ist daher zu prüfen, welches Recht vorliegend anwendbar ist. 2.1.1 Seit 1. April 2006 (vgl. Protokoll vom 26. Oktober 2004 zum A b- kommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andere r- seits über die Freizügigkeit im Hinblick auf die Aufnahme von neuen Mi t- gliedstaaten als Vertragsparte ien infolge ihres Beitritts zur Europäischen Union; AS 2006 995) ist die Republik Polen Vertragspartei des Abko m- mens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenosse n- schaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitglie d- staaten and ererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsabkommen, FZA; SR 0.142.112.681). 2.1.2 Anwendbar sind bis zum 30. März 2012 das FZA, die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (nachfolgend: Verordnung 1408/71), sowie die Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 über die Durchführung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 (nachfolgend: Verordnung 574/72; vgl. auch Art. 153a Abs. 1 Bst. a AHVG). Am 1. April 2012 sind anstelle der Verordnungen (EWG) Nr. 1408/71 und 574/72 die Verordnung (EG) Nr. 883/2004 vom 29. April 2004 des Eur o- päischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordini e- rung der Systeme der sozialen Sicherheit , g eändert durch Verordnung (EG) Nr. 988/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 (Abl. L 284 vom 30.10.2009, S. 43) , in der Fassung von Anhang II zum Abkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der schweizerischen Eidgeno s- senschaft andererseits über die Freizügigkeit ( nachfolgend: Verordnung 883/2004; SR 0.831.109.268.1), sowie die Verordnung (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koordinierung der Systeme der sozialen C-1998/2012 Seite 9 Sicherheit (SR 0.831.109.268.11; nachfolgend: Verordnung 987/2009) für die Schweiz in Kraft getreten (AS 2012 2627 und AS 2012 3051) und im vorliegenden Fall ab diesem Zeitpunkt anwendbar (siehe hienach E. 2.1.4 und 4.2). 2.1.3 Unter Vorbehalt der gemeinschafts - bzw. abkommensrechtlichen Vorgaben sind die Ausgestaltung des Verfahrens, die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen und die Berechnung der schweizerischen Altersrente Sache des innerstaatlichen Rechts ( vgl. BGE 137 V 282 E. 3.2 f., mit Hinweisen auf BGE 131 V 209 E. 5.3 S. 214; BGE 130 V 51 u.w.H.). Nichts anderes ergibt sich im Übrigen aus der Schweizerischen Staatsangehörigkeit. 2.2 Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung eingetretenen Sac h- verhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). In zeitlicher Hinsicht sind deshalb – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 220 E. 3.1.1, Urteil des Bundesgerichts 8C_419/2009 vom 3. November 2009; siehe E. 4.2). 3. Mit ihrem Schreiben vom 10. März 2012 rügt die Beschwerdeführerin sinngemäss eine formelle Rechtsverweigerung durch die SAK. 3.1 Die Versicherungsträger sind dazu verpflichtet, über Leistungen, For - derungen und Anordnun gen, die erheblich sind oder mit denen die be - troffene Person nicht einverstanden ist, schriftlich Verfügungen zu er - lassen (Art. 49 Abs. 1 ATSG). Als Verfügungen gelten Anordnungen der Behörden im Einzelfall, die sich auf öffentliches Recht des Bundes stü t- zen und z.B. die Begründung von Rechten zum Gegenstand haben (vgl. Art. 5 Abs. 1 VwVG). Wenn der zuständige Versicherungsträger pflich t- widrig keine Verfügung erlässt, liegt eine Rechtsverweigerung vor (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2009 [hiernach: ATSG- Kommentar], Art. 56 Rz. 21). 3.2 Das Bundesgericht hat im Urteil H 12/07 vom 31. März 2008 – in wel- chem über die Pflicht der SAK, betreffend die Anordnung der Rentenau s- zahlung nach Slowenien in Euro statt in Schweizer Franken eine Verfü-C-1998/2012 Seite 10 gung zu erlassen, zu befinden war – festgehalten, dass in der Anordnung, eine Altersrente fortan in ausländischer Währung auszubezahlen, ein ma- terieller Verwaltungsakt vorliege. Die Einführung einer solchen Zahlungs - modalität sei geeignet, den Leistungsans pruch zu berühren und ihn – wenn auch allenfalls geringfügig – "masslich" zu verändern. Daraus erge- be sich, dass die SAK – im dort in Frage stehenden Fall – über die neu eingeführte Zahlungsmodalität hätte verfügen müssen. 3.3 Im vorliegend zu beurteilenden Fall hat die Vorinstanz – ähnlich wie im Verfahren zum zitierten Urteil des Bundesgerichts H 12/07 – der Be- schwerdeführerin auf die wiederholten Reklamationen und Rügen mit insgesamt sieben Briefen zwischen Oktober 2011 und April 2012 – teil- weise verfasst v om Rechtsdienst Freiwillige Versicherung der SAK (vgl. act. SAK/140, 147) – reagiert. Erst im Schreiben vom 5. April 2012 hat sie darauf aufmerksam gemacht, die Versicherte könne eine anfechtbare Verfügung gemäss Art. 51 Abs. 2 ATSG verlangen (act. SAK/157). Dieses Verhalten der Vorinstanz erweist sich als nicht nachvollziehbar, zumal das Bundesgericht bereits im Urteil H 12/07 vom 31. März 2008 die Verf ü- gungspflicht der Ausgleichskasse in diesen Fällen festgehalten und die Versicherte in ihren Schreiben klar zum Ausdruck gebracht hatte, dass sie dieses Vorgehen nicht akzeptiere und offensichtlich versuchte, eine über- geordnete Stelle anzurufen (vgl. oben Bst. C.f., D. und E.a; act. SAK/136 und 146 sowie Beschwerdeakten act. 17.3-5). Zudem hat die SAK in i h- ren Briefen an die Beschwerdeführerin bereits am 4. Oktober 2011 selbst auf das Urteil C -2623/2008 vom 9. Juli 2010 verwiesen, im welchem das Bundesverwaltungsgericht im Nachgang zum erwähnten Bundesgerichts- urteil H 12/07 vom 31. März 2008 über die Auszahlung einer Rente in der Landeswährung einer Versicherten entscheiden musste. 3.4 Im Zwischenergebnis ist demnach festzuhalten, dass die Vorinstanz es unterlassen hat – trotz der diesbezüglich klaren Rechtsprechung des Bundesgerichts – über die veränderte Zahl ungsmodalität der Auszahlung der Rente der Beschwerdeführerin mittels anfechtbarer Verfügung bzw. in einem zweiten Schritt mittels Einspracheentscheid zu entscheiden, we s- halb die sinngemäss vorgebrachte Rüge der Rechtsverweigerung be- gründet und die Sache grundsätzlich an die Vorinstanz zum Erlass einer Verfügung zurückzuweisen wäre. 3.5 Zu prüfen bleibt, ob trotz der festgestellten Rechtsverweigerung au s- nahmsweise im Beschwerdeverfahren über die Sache materiell zu befi n- den ist. C-1998/2012 Seite 11 3.5.1 Wird gestützt auf Art. 56 Abs. 2 ATSG mittels Beschwerde eine Rechtsverweigerung geltend gemacht, beschränkt sich der Streitgegen - stand grundsätzlich auf die Frage der Rechtsverweigerung. Die materie l- len Rechte oder Pflichten bilden nicht Streitgegenstand entsprechender Beschwerden. Begrü ndet wird dies im Wesentlichen damit, dass das rechtlich geschützte Interesse de r Beschwerdeführerin darin besteht, einen auf dem Rechtsmittelweg – unter Beachtung eines allfälligen Ei n- spracheverfahrens – an eine gerichtliche Beschwerdeinstanz weiterzieh - baren Entscheid zu erhalten. Ausserdem ist es nicht Sache des Sozia l- versicherungsgerichts, erstmals den rechtserheblichen Sachverhalt zu ermitteln (einschlägig diesbezüglich RKUV 2000 KV Nr. 131 = SVR 2001 KV Nr. 38 E. 2.c und 2.c, worauf sich auch SVR 2005 IV Nr. 26 E. 4.2 und ATSG-Kommentar Art. 56 Rz. 14 berufen; vgl. ausserdem Urteil des Bu n- desgerichts 9C_856/2007 vom 18. Januar 2008). Nur in seltenen Ausnahmefällen ist es gerechtfertigt, aus prozessökon o- mischen Gründen von einer Rückweisung an die Vorinstanz abzusehen und einen materiellen Entscheid zu fällen (vgl. BGE 130 V 90 E. 3.3). Für die Beurteilung, ob ein solcher Ausnahmefall gegeben ist, ist die Praxis für die Heilung von schweren Verfahrensmängeln (insbesondere betre f- fend die Verweigerung des rechtlichen Gehörs) anzuwenden. Gemäss dieser Praxis kann eine Heilung insbesondere dadurch erfolgen, dass der schwere Verfahrensfehler vor einer Instanz behoben werden kann, we l- che sowohl Tat - als auch Rechtsfragen uneingeschränkt überprüft (vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwa l- tungsgericht, 6. Auflage, Zürich/St. Gallen 2010, Rz. 986 mit weiteren Hinweisen; vgl. betreffend Verweigerung des rechtlichen Gehörs: BGE 115 V 297 E. 2h; bestätigt in BGE 127 V 431 E. 3d/aa, 126 V 130 E. 2b mit weiteren Hinweisen), wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer beförderl i- chen Beurteilung der Sache nicht zu ver einbaren wären (vgl. betreffend Verweigerung des rechtlichen Gehörs: BGE 116 V 182 E. 3d und ausführ- lich Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [heute Bundesg e- richt] vom 14. Juli 2006, I 193/04). 3.5.2 In den Briefen vom 4. Oktober 2011 und 4. November 2011 an die Beschwerdeführerin nahm die Vorinstanz Bezug auf die Gesetzesbestim- mung, auf welche sie die Änderung der Zahlungsmodalität stützte , sowie auf den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts, welcher sich im mate- riellen Sinn zu diesem Thema äussert (act. SAK/131, 133). In ihren weite-C-1998/2012 Seite 12 ren Briefen hielt die SAK an den rechtlichen Ausführungen fest und äu s- serte sich dazu, wie die Beschwerdeführerin weitere Umrec hnungsver- luste vermeiden könne . Sie hat i hren Standpunkt zur Rechtslage meh r- fach dargelegt, zweimal die Briefe durch ihren Rechtsdienst verfassen lassen und in ihrem Schreiben vom 5. April 2012 unter Bezugnahme auf die früheren Schreiben klargestellt, dass sie eine noch zu erlassende Ver- fügung ab weisen würde (act. SAK/157). Aus den diversen Briefen der Vorinstanz geht zudem zweifellos hervor, dass sie auch im Rahmen des Einspracheverfahrens an dieser Auffassung festhalten würde. 3.5.3 Die Beschwerdeführerin war aufgrund der Schreiben der SAK in der Lage, die aus ihrer Sicht unrechtmässige Leistungskürzung – jedenfalls im Rahmen einer Rechtsver weigerungsbeschwerde – anzufechten. Die Beschwerdeführerin hat sich gegenüber der Vorinstanz und auch gege n- über dem Bundesverwaltungsgericht mehrfach und eingehend erklären können. Es bedarf deshalb keine r Rückweisung der Sache an die Vori n- stanz, damit der Beschwerdeführerin das rechtliche Gehör ausreichend gewährt werden könnte. 3.5.4 Die Angelegenheit erweist sich zudem insofern als klar, als dass keine weitere Abklärung des Sachverhalts durch die Vorinstanz erforde r- lich ist (vgl. unten E. 4). 3.5.5 Schliesslich verfügt das Bundesverwaltungsgericht als Beschwerde- instanz in dieser Sache über eine uneingeschränkte Überprüfungsbefu g- nis, welche es bei der materiellen Prüfung des Be gehrens der Beschwer- deführerin ausschöpft. 3.5.6 Unter diesen Umständen liegt hier eine wie in E. 3.5.1 dargelegte – seltene – Ausnahmesituation vor, weshalb die Angelegenheit – im von der Beschwerdeführerin ausdrücklich geäusserten Interesse nach einer b e- förderlichen Beurteilung der Sache – und nicht zuletzt in Berücksichtigung ihres vorgerückten Alters – ausnahmsweise aus prozessökonomischen Gründen direkt vom Bundesverwaltungsgericht als erstinstanzliches G e- richt mit voller Kognition (siehe hiezu Urteil H 12/ 07 E. 5 m.w.H.) zu en t- scheiden ist, da die hier grundsätzlich vorzunehmende Rückweisung an die Vorinstanz zur Durchführung des Verwaltungsverfahrens einen unnö- tigen Leerlauf darstellen und das Verfahren zusätzlich verzögern würde. Für die Beschwerdeführerin bleibt die Möglichkeit einer gerichtlichen Überprüfung dieses Entscheids durch das Bundesgericht. C-1998/2012 Seite 13 4. Die Beschwerdeführerin verlangt die weitere Ausrichtung ihrer Altersrente in Schweizer Franken. 4.1 4.1.1 Die Vorinstanz stützt die seit 1. November 2011 geänderte Auszah- lungspraxis auf Art. 20 der Verordnung über die freiwillige Alters-, Hinter- lassenen- und Invalidenversicherung vom 26. Mai 1961 (VFV, SR 831.111; in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung) . Danach werden Renten und Taggelder an Be rechtigte im Ausland direkt durch die Au s- gleichskasse in der Währung des Wohnsitzstaates ausgerichtet. Sofern genügend Sicherheit besteht, kann die Ausgleichskasse die Auszahlung auf ein Post - oder Bankkonto in der Schweiz oder im Wohnsitzstaat des Berechtigten zulassen (vgl. hiezu auch die Wegleitung zur freiwilligen A l- ters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung [WFV], gültig ab 1. J a- nuar 2008, Stand 1. Januar 2011 bzw. 1. Januar 2012, Rz. 5024 – 5039). 4.1.2 Im Urteil C -2623/2008 vom 9. Juli 2010 E. 6.4 f. hat das Bunde s- verwaltungsgericht gestützt auf diese Verordnungsbestimmung festgehal- ten, dass das Vorgehen der Vorinstanz, die Leistungen gestützt auf Art. 20 VFV in der Währung des Wohnsitzlandes (Slowenien) auszurich- ten, grundsätzlich korrekt sei. 4.1.3 Auch das Bundesgericht hat im Urteil 9C_777/2010 vom 15. Juni 2011 (= BGE 137 V 282) E. 3.10 im selben Fall letztinstanzlich festgehal- ten, dass die SAK berechtigt sei, der Beschwerdeführerin die Rente nach Slowenien in der Landeswährung Euro auszuzahlen. Das Bundesgericht ist in BGE 137 V 282 E. 3.4 -3.9 nach Prüfung des FZA in Verbindung mit den Verordnungen 1408/71 und 574/72 sowie des innerstaatlichen Rechts zum Schluss gelangt, dass eine analoge Anwendung von Art. 20 Abs. 2 Satz 1 VFV im Zusammenhang mit der Auszahlung der AHV - Rente ins Ausland (in casu: Slowenien) auf der Hand liege. Die Zentral i- sierung bei der Durchführung der freiwilligen Versicherung und der AHV - Renten ins Ausland durch die SAK, sobald eine Auslandsberührung g e- geben sei, spreche für eine einheitliche Handhabe. Die VFV sei zur Konk- retisierung der – im damaligen Zeitpunkt noch in Kraft stehenden – ein- schlägigen Bestimmungen der Verordnung 574/22 geeignet. Dazu ko m- me, dass in der Europäischen Union die Auszahlungen offenbar regel- mässig in der Währung des Wohnsitzstaates erfolgen würden. Die Strei t- frage, ob die SAK berechtigt sei, der Beschwerdeführerin (in Slowenien) C-1998/2012 Seite 14 die Rente in Euro auszurichten, sei somit grundsätzlich zu bejahen (BGE 137 V 282 E. 3.10). 4.2 Zu prüfen bleibt somit, ob die durch das Bundesgericht in BGE 137 V 282 bejahte Praxis – welche sich auf Slowenien mit der Landeswährung Euro bezog – auch auf den vorliegenden Fall anwendbar ist. Da im vorliegende n Fall keine Verfügung erlassen wurde (siehe oben E. 3.4), die in Streit liegende Praxisänderung der Vorinstanz per Nove m- ber 2011 umgesetzt wurde und das letzte (angefochtene) Schreiben der Vorinstanz vom 6. März bzw. 5. April 2012 datiert, ist nachfolgend die Rechtslage vor und nach dem 1. April 2012 zu prüfen (oben E. 2.1.4). 4.2.1 Gestützt auf die erwähnten Ausführungen des Bundesgerichts zur Rechtslage bis 31. März 2012 ist zwischen der Schweiz und dem EU - Land Polen festzustellen, dass die Verordnung 1408/71 keine Regelung betreffend die Zahlung der Altersrente von d er Schweiz nach Polen en t- hält (vgl. Anhang IV Bst. S der Verordnung 1408/71). Auch in der Ausfüh- rungsverordnung 574/72 zur Verordnung 1408/71 und ihren Anhängen findet sich keine für Polen abweichende Bestimmu ng, welche regeln wür- de, in welcher Währung Altersrenten auszurichten sind. 4.2.2 Die seit 1. April 2012 in Verbindung mit dem FZA anwendbaren EU- Verordnungen 883/2004 und 987/2009) enthalten auch keine Regelungen für die vorliegend interessierende Frage nach der Währung, in welcher Leistungen nach Polen (oder in ein anderes Land der Europäischen Un i- on) auszuzahlen sind. 4.2.3 Unter diesen Umständen ist deshalb – sowohl für den Zeitraum vor dem 1. April 2012 wie auch für den Zeitraum ab dem 1. April 2012 – die im Schweizer Recht vorgesehene Regelung von Art. 20 Abs. 1 Satz 1 VFV entsprechend den Ausführungen des Bundesgerichts in BGE 137 V 282 E. 3.10 (analog) anzuwenden, weshalb die Streitfrage, ob die Vori n- stanz der Beschwerdeführerin die Altersrente in der Währung des Woh n- sitzstaates der Beschwerdeführerin auszahlen darf, auch hier zu bejahen ist. 4.3 Bezüglich des Zeitpunkts der Praxisänderung der SAK, die Rente der Beschwerdeführerin ab 1. November 2011 in polnischer Landeswährung statt wie bisher in Schweizer Franken auszuzahlen, ist Folgendes festzu- stellen: C-1998/2012 Seite 15 4.3.1 Die Beschwerdeführerin lebte seit vielen Jahren in der Schweiz, wo sie seit April 1967 auch gearbeitet hatte, und bezog seit August 1987 eine AHV-Altersrente (vgl. act. SAK/71, oben Bst. A). Im Frühling 2010 kehrte sie nach Polen zurück. Die AHV-Altersrente wurde in der Folge ab Juli 2010 in Schweizer Franken nach Polen ausbezahlt. 4.3.2 Am 6. September 2011 teilte die SAK der Versicherten mit, die Ren- te werde ab November 2011 aus technischen Gründen in Złoty statt in Schweizer Franken ausgerichtet (act. SAK/127). In ihren weiteren Briefen begründete die Vorinstanz den Wechsel der Auszahlung im Wesentlichen mit der Anwendung von Art. 20 VFV, eines bezüglich dieser Regelung nicht mehr bestehenden Ermessensspielraums sowie des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts C-2628/2008 vom 9. Juli 2010 (act. SAK/131, 133, 135, 140; Beschwerdeakte 21). Am 15. Februar 2012 führte sie aus, mit dem Wechsel der Rentenauszahlung von der UBS zur PostFinance gebe es keine Ausnahmen mehr und würden die Renten vorschriftsg e- mäss nur noch in der jeweiligen Landeswährung ausbezahlt (act. SAK/147). 4.3.3 Die Rechtslage in Art. 20 VFV, auf welche die SAK sich beruft, w o- nach Renten an Berechtigte im Ausland direkt in der Währung des Wohn- sitzstaates ausgerichtet werden, besteht seit längerer Zeit. Auf Verlangen war es möglich, die Rente von der Ausgleichskasse an einen in der Schweiz bestellten Vertreter zu bezahlen (vgl. Änderung vom 7. Juli 1982, in Kraft seit 1. Januar 1983 [AS 1982 1282]) . Seit 1. Januar 1997 konnte, sofern genügend Sicherheit bestand, die Auszahlung der Rente auf ein Post- oder Bankkonto des Berechtigten in der Schweiz (oder im Woh n- sitzstaat des Berechtigten) zugelassen werden (Änderung vom 29. N o- vember 1995, in Kraft seit 1. Januar 1997 [AS 1996 686]). Diese Regel ungen sind auch unter dem Blickwinkel der geltenden Ver- ordnungen 1408/71 und 574/72 zum FZA (hievor E. 4.2.3) zulässig, die zwischen der Schweiz und Polen seit dem 1. April 2006 anwendbar sind (vgl. Protokoll zum Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenos- senschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mi t- gliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit im Hinblick auf die Au f- nahme der Tschechischen Republik, der Republik Estland, der Republik Zypern, der Republik Lettland, der Repu blik Litauen, der Republik U n- garn, der Republik Malta, der Republik Polen, der Republik Slowenien und der Slowakischen Republik als Vertragsparteien infolge ihres Beitritts C-1998/2012 Seite 16 zur Europäischen Union ; in Kraft getreten durch Notenaustausch am 1. April 2006; AS 2006 995). 4.3.4 In casu ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin im Mai 2010 nach Polen übersiedelte und damit die Voraussetzungen zur Auszahlung der Altersrente in der Landeswährung des Wohnlandes schuf – entspre- chend der hievor dargelegten Rechtslage g emäss Art. 20 VFV. Das Bun- desverwaltungsgericht stützte im Juli 2010 diese Auszahlungspraxis (vgl.C-2623/2008 vom 9. Juli 2010). Dieser Entscheid wurde am 15. Juni 2011 vom Bundesgericht bestätigt – soweit es sich zur Anwendung von Art. 20 VFV äusserte (BGE 137 V 282 E. 3.9 f.). In Berücksichtigung dessen, dass einerseits die Vorinstanz als Masse n- verwaltung in grossem Umfang Renten an viele Berechtigte auszahlt und deshalb nicht umgehend nach Übersiedlung der Beschwerdeführerin nach Polen die Rentenauszahlung gemäss gesetzlicher Vorgabe auf Zł o- ty wechselte, und andererseits der Tatsache, dass die SAK sich ab So m- mer 2011 auf die vom Bundesgericht nunmehr bestätigte Rechtsprechung stützen konnte, und deshalb im Nachgang zu diesem Urteil die Praxisä n- derung vornahm, ist hier der Wechsel der Auszahlungspraxis per Novem- ber 2011 (Mitteilung der Praxisänderung: 11. September 2011, act. SAK/127) nicht zu beanstanden. Die Beschwerdeführerin kann sich dem gegenüber – gestützt auf eine Auszahlung der Rente nach Polen in Schweizer Franken während 16 Monaten (Juli 2010 – Oktober 2011) – nicht auf eine langjährige gegenteilige Praxis berufen und entsprechende Rechte geltend machen (vgl. hiezu BGE 137 V 282 E. 4.2 e contrario). 4.4 Die Beschwerdeführerin rügt weiter, die SAK verletze mit ihrer geä n- derten Auszahlungspraxis ihr Recht auf Eigentum (vgl. act. 1 S. 2). Dies- bezüglich ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin zwar ihre AHV - Rente während Jahren in Schweizer Franken erhalten hat, anfänglich auch noch nach ihrer Übe rsiedlung nach Polen. Die Praxisänderung der Vorinstanz widerspricht jedoch – wie dargelegt – nicht geltendem Recht. Die langjährige Auszahlung der Rente in CHF begründet allein keine Be- sitzstandsgarantie in dem Sinne, dass die Beschwerdeführerin einen A n- spruch auf die weitere Auszahlung der Rente in Schweizer Franken hätte, insbesondere ist keine entsprechende Zusicherung ersichtlich noch wird eine solche behauptet. Im Übrigen ist zu berücksichtigen, dass die B e- schwerdeführerin ihre monatlich überwiesene A HV-Rente von CHF 2'316.- zum jeweiligen Tagesrichtkurs der Schweizer Grossbanken (für den letzten Werktag vor der Durchführung der Zahlung ) in PLN d.h. in C-1998/2012 Seite 17 gleichwertiger Höhe überwiesen erhält und die SAK die diesbezüglichen Spesen übernimmt (vgl. WFV Rz. 5033 un d 5039 und act. 19.6 f. ; vgl. ausführlich zum Ganzen: BGE 137 V 282 E. 4.3 mit weiteren Hinweisen ). Demnach ist vorliegend keine Verletzung des Besitzstands des B e- schwerdeführerin oder gar ihrer Eigentumsgarantie ersichtlich. 4.5 Die Beschwerdeführerin rügt monatliche Verluste beim erhaltenen Rentenbetrag von rund CHF 100.- (vgl. act. 1). 4.5.1 Vorab ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin diese Verluste in ihren Schreiben sowohl an die Vorinstanz wie an das Bundeverwa l- tungsgericht jeweils pro Monat in Franken und Rappen auflistete, indes keine diesbezüglichen Bankauszüge, welche die Verluste belegen wü r- den, einreichte. Aus den von ihr eingereichten Auszügen der PostFinance vom 17. März 2012 an die Zentrale Ausgleichskasse, Leistun gen AHV/IV, geht entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin hervor, dass per 9. Dezember 2011 und per 11. Januar 2012 die jeweilige Summe in PLN, entsprechend der Rentensumme von CHF 2'316.-, gemäss en t- sprechendem Tageswechselkurs, auf das Konto der Beschwerdeführerin bei der Bank (…) überwiesen wurde (act. 19.6 f.). 4.5.2 Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin ein Bankkonto in Polen als Zahlungsadresse angegeben hat, wobei es sich gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin um ein Schweizerfranken konto – d.h. für die polnische Bank um ein Fremdwährungskonto – handelt. Somit dürften sich die im vorliegenden Fall geltend gemachten Verluste der Be- schwerdeführerin aus dem Umstand ergeben, dass die Rente von CHF 2'316.-, welche am Überweisungstag jeweils zum Tageskurs in PL N um- gerechnet und auf das Konto der Beschwerdeführerin ausbezahlt wird, von der polnischen Bank wiederum in Schweizer Franken auf das Konto verbucht werden , wobei die polnische Bank Empfängergebühren, U m- rechnungsspesen etc. zu L asten der Beschwerdeführerin abzieht (vgl. auch WFV Rz. 5039 Satz 2). Der Beschwerdeführerin wurde deshalb mehrfach empfohlen, die Rente auf ein in polnischer Währung geführtes Konto auszahlen zu lassen, um die Umrechnungsverluste zu vermeiden. Weshalb die Beschwerdeführerin weiterhin die Rente auf das CHF -Konto auszahlen lässt, und die jeweiligen – behaupteten – Verluste in Kauf nimmt, kann an dieser Stelle offen gelassen werden. 4.5.3 Nach Art. 20 VFV kann die SAK die Auszahlung auf ein Post - oder Bankkonto des Berechtigten in der Schweiz zulassen. Die Beschwerd e-C-1998/2012 Seite 18 führerin verfügt demnach auch über die Möglichkeit, die Altersrente in Schweizer Franken auf einem Konto in der Schweiz entgegenzunehmen. Auf diese Möglichkeit wurde sie auch mehrfach hingewiesen. Indess en hat sie die Möglichkeit, sich die Rente auf diesem Weg weiterhin in Schweizer Franken auszahlen zu lassen, mit der Begründung ausg e- schlossen, sie sei zu alt und zu krank, um in der Schweiz ein entspr e- chendes Konto zu eröffnen. Das vorgerückte Alter der Beschwerdeführerin und erwähnter Gesund- heitszustand stehen jedoch nicht der Möglichkeit entgegen, ein Bank - oder Postkonto in der Schweiz zu eröffnen, zumal sie Schweizer Staats- bürgerin ist, über 40 Jahre in der Schweiz gelebt hat und somit auch g e- nügend Beziehungen zur Schweiz haben dürfte, welche ihr ermöglichen sollten, in der Schweiz ein Konto zu eröffnen , gegebenenfalls unter Ei n- räumung einer entsprechenden Vollmacht an die beauftragte Person. Zu- dem beweist ihr ausführlicher S chriftenwechsel mit der Vorinstanz, weite- ren Behörden in der Schweiz und mit dem Bundesverwaltungsgericht, dass sie ohne weiteres in der Lage ist, auf dem Postweg mit Adressaten in der Schweiz zu korrespondieren. 4.6 Gemäss ihren Angaben benötigt die Beschwerd eführerin die AHV- Rente zur Deckung ihres Unterhalts und führt aus, die polnische Währung sei eine schwache Währung und verliere ständig an Wert. Würde sie die Rente direkt in Schweizer Franken erhalten, würde sie den jeweils gün s- tigsten Wechselzeitpunkt abwarten können. 4.6.1 Altersrenten dienen definitionsgemäss dem ständigen Unterhalt (vgl. z.B. BGE 121 V 195 E. 5c S. 201 oben, zuletzt sinngemäss in BGE 137 V 282 E. 5.2). Da die Beschwerdeführerin in Polen lebt, hat sie den wesentlichen Teil ihres Unterhalts – abgesehen von den aus der Schweiz bezogenen Medikamenten – in Złoty zu bestreiten. Zudem besteht kein Anspruch darauf, die Rente jeweils zum günstigsten bzw. wertbringend s- ten Wechselkurs ausbezahlt zu erhalten. Aus dieser Argumentation ve r- mag sie deshalb nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. 4.6.2 Diesbezüglich ist anzumerken, dass die von der Beschwerdeführ e- rin gerügte Auferlegung von Bankspesen, welche durch die Umrechnung und Verbuchung der einbezahlten Zloty in Schweizer Franken auf das polnische CHF-Konto bedingt sein dürften und vollumfänglich als Spesen der polnischen Bank zu Lasten der Beschwerdeführerin abgezogen wer- den dürfen (siehe hievor 4.5.2) – zwar einen nachvollziehbaren Verlust zu C-1998/2012 Seite 19 Lasten der Beschwerdeführerin darstellen, es ihr indessen frei gestellt ist, die Renten – wie bereits von der Vorinstanz mehrfach empfohlen und hievor dargelegt – bei der polnischen Bank auf ein PLN -Konto statt auf ein CHF-Konto auszahlen zu lassen. Falls die Beschwerdeführerin die in Złoty ausbezahlte AHV -Rente bei i h- rer polnischen Bank weiterhin auf ein CHF -Konto buchen lässt, wird die polnische Bank ohne Zweifel ihren Aufwand (Verbuchung der in Złoty ausbezahlten Renten auf ein Fremdwährungs -Konto der Beschwerdefüh- rerin) weiterhin mit Spesen belaste n und die Umbuchung unter Umstän- den zu einem für die Kundin ungünstigen Kurs durchführen. Bezüglich der geltend gemachten Bankgebühren ist die Versicherte an ihre Bank zu verweisen, welche die Kundin darüber zu informieren hat, in welchem Umfang sie Gebühren, Spesen, Umrechnungskurse etc. für die Kontofüh- rung der in Złoty erhaltenen Rente und die Übertragung auf das Schwe i- zerfrankenkonto verrechnet. 4.7 Zusammenfassend ist festzustellen, dass kein Recht der Beschwe r- deführerin darauf besteht, dass ihre AHV -Altersrente in Schweizer Fra n- ken auf ein Konto in Polen ausbezahlt wird, weshalb die Beschwerde a b- zuweisen ist. 5. 5.1 Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85 bis Abs. 2 AHVG), weshalb keine Verfahrenskosten zu erheben sind. 5.2 Die Beschwerdeinstanz kann de r ganz oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1, 2 und 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über d ie Kosten und Entschädigungen vor dem Bu n- desverwaltungsgericht [VGKE], SR 173.320.2). Da die teilweise obsi e- gende Beschwerdeführerin nicht anwaltlich vertreten ist und ihr aufgrund der Aktenlage auch keine notwendigen, verhältnismässig hohen Kosten entstanden sind, wird ihr keine Parteientschädigung zugesprochen. Die teilweise obsiegende Vorinstanz hat keinen Anspruch auf eine Partei- entschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE). C-1998/2012 Seite 20 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird , soweit sie die Rec htsverweigerung durch die Vo r- instanz betrifft, gutgeheissen, im Übrigen wird sie abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3. Es wird keine Parteienschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Beat Weber Susanne Flückiger Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der B e- weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Hände n hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: