<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Heading1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2015.00194</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende</p><p>Sozialversicherungsrichter Spitz</p><p>Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter</p><p>Gerichtsschreiberin Bonetti</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 30. September 2016</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch DAS Rechtsschutz-Versicherungs-AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">MLaw Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Badenerstrasse 141, 8004 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___ wurde im Jahr 1993 mit Trisomie 21 geboren und nach seiner Entmündigung unter die elterliche Sorge gestellt (Urk. 7/97). Er besuchte zunächst die Sonderschule (Urk. 7/94/4) und absolvierte im Herbst 2010 über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dies ein Schnupperpraktikum (Urk. 7/75). Von Mitte 2011 bis Mitte 2013 besuchte er die Werkstattschule Z.___ (Urk. 7/88 f. und 7/93). Schliesslich begann er im August 2014 in der Stiftung A.___ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">– nach einem Vorbereitungsjahr mit einem monatlichen Verdienst von Fr. 400.– (Urk. 7/112 und 7/116/1 f.) – </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine einjährige IV-Anle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hre </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/155</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und 7/165/1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Wohnhaft war er während dieser ganzen Zeit zu Hause bei den Eltern (Urk. 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Eidgenössische Invalidenversicherung leistete Kostengutsprache für die medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zinische Behandlung der Geburtsgebrechen gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ziff</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">163 (Trichter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">brust) und 313</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Vorhofseptumdefekt) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Anhanges zur Verord</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nung über Geburtsgebrechen (GgV; Urk. 7/1 und 7/4), nicht aber für die Ergotherapie (Urk. 7/39). Des Weiteren sprach sie dem Versicherten pädagogisch-therapeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tische (Urk. 7/7) und sonderschulische (Urk. 7/21 und 7/31) Massnahmen zu und übernahm die Kosten für ein elektronisches Kommunikationsgerät (B.A.Bar; Urk. 7/47). Ferner leistete sie Kostengutsprache für die IV-Anlehre im Sinne einer erstmaligen beruflichen Ausbildung (Urk. 7/152) und sprach dem Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten in diesem Kontext – zusätzlich zur seit Februar 2011 gewährten ganzen Invalidenrente (Urk. 7/106 und 7/108) – ein Taggeld zu (Urk. 7/153, 7/157 und 7/165).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Darüber hinaus verfügte die Eidgenössische Invalidenversicherung erstmals im Jahr 1997 rückwirkend ab Juni 1996 P</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">flegebeiträg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e. Dabei berücksichtigte sie zu Beginn eine Hilflosigkeit leichten und ab April 1997 eine solche mittleren Grades (Urk. 7/17). Letztere bestätigte sie in den Revisionen in den Jahren 1999 (Urk. 7/23) und 2003 (Urk. 7/36). Mit Inkrafttreten der 4. IV-Revision wurden die Pflegebeiträge für hilflose Minderjährige alsdann in die Hilflosentschädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung (Art. 42 ff. IVG) überführt. Infolgedessen sprach die Eidgenössische Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lidenversicherung dem Versicherten im Jahr 2004 eine Entschädigung wegen mittelschwerer Hilflosigkeit zu (Urk. 7/43; Abklärungsbericht Urk. 7/42). Diese bestätigte sie in den drei folgenden Revisionen nach weiteren Abklärungen und über die Volljährigkeit des Versicherten hinaus (Jahr 2008: Urk. 7/53-58; Jahr 2011: Urk. 7/86 f. und 7/81; Jahr 2013: Urk. 7/99 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im aktuellen Revisionsverfahren liess die seit dem Jahr 2003 örtlich zuständige (Urk. 7/27) Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (nachfol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gend: IV-Stelle), die Mutter des Versicherten einen Fragebogen ausfüllen (Urk. 7/114) und tätigte telefonische Abklärungen (Bericht vom 10. Januar 2014, Urk. 7/116). Hernach kündigte sie dem Versicherten mit Vorbescheid vom 10. Januar 2014 an, die Entschädigung auf eine solche wegen leichter Hilflosig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit zu reduzieren (Urk. 7/117). Aufgrund seines Einwands (Urk. 7/121 und 7/123) fand im Mai 2014 ein Abklärungsgespräch im A.___ statt (Bericht vom 27. Juni 2014, Urk. 7/137). Anschliessend stellte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 27. Juni 2014 erneut eine Reduktion der Hilflosenentschädigung in Aussicht (Urk. 7/141). Dieser erhob wiederum Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wand (Urk. 7/149 und 7/156). Letztlich verfügte die IV-Stelle am 12. Januar 2015, dass sich sein Anspruch ab 1. Februar 2015 auf eine Entschädigung wegen leichter Hilflosigkeit reduziere, und entzog einer allfälligen Beschwerde gegen die Verfügung die aufschiebende Wirkung (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob der Versicherte am 12. Februar 2015 Beschwerde mit dem Antrag, es sei ihm weiterhin eine Entschädigung wegen mittelschwerer Hilflo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sigkeit auszurichten (Urk. 1; Beilagen Urk. 3/3-7). Mit Beschwerdeantwort vom 20. März 2015 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 42 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> haben Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) in der Schweiz, die hilflos sind, Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung. Vorbehalten bleibt Artikel 42</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG. Als hilflos gilt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Art. 9 ATSG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">son, die wegen einer Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">persönlichen Überwachung bedarf. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bereich der Invalidenversicherung gilt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">überdies </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auch eine Person als hilflos, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zu Hause lebt und wegen der gesundheitlichen Beeinträchtigung dauernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen ist (Art. 42 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 Satz 1 IVG; Art. 38 IVV).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Praxisgemäss (BGE 121 V 88 E. 3a mit Hinweisen) sind die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtungen massgebend (BGE 127 V 94 E. 3c, 125 V 297 E. 4a):</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-/Auskleiden, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufstehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Absitzen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">/Abliegen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Essen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, Körperpflege, Verrichtung der Notdurft und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fortbewegung (im oder ausser Haus)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kontaktaufnahme.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In A</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rt. 37 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wird umschrie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben, was unter schwerer, mittelschwerer und leichter Hilflosigkeit im Sinne von Art. 42 Abs. 2 IVG zu verstehen ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Nach Abs. 2 gilt die Hilflosigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">als mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telschwer, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">a. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">in den meisten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">(gemäss Rechtsprechung also in mindestens vier, vgl. BGE 121 V 88 E. 3b. und 107 V 145 E.2) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">alltäglichen Lebensverrichtungen regel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">mässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">b. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">licher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">den persönlichen Überwachung bedarf; oder </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">c. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">licher Weise auf die Hilfe Dritter und überdies dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV angewiesen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Erhöhung, Herabsetzung oder Aufhebung einer Hilflosenentschädigung setzt nach Art. 17 Abs. 2 ATSG einen Revisionsgrund voraus. Darunter ist jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, u.a. Verbesserung oder Verschlechterung des Gesundheitszustandes oder Verwendung neuer Hilfsmittel, zu verstehen, die geeignet ist, den Grad der Hilflosigkeit und damit den Umfang des Anspruchs zu beeinflussen. Gemäss Art. 88</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. 2 lit. a IVV in Verbindung mit Art. 35 Abs. 2 IVV erfolgt die Herabsetzung oder Aufhebung der Hilflosenentschädigung in der Regel frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats an (vgl. BGE 137 V 424 E. 3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auf einer materiellen Prüfung des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, Beweiswürdigung und Bemessung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und prozessualen Revision (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. zur Invalidenrente: </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 134 V 131 E. 3 und 133 V 108 E. 5.4 mit Hinweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">; Ueli Kieser, ATSG-Kommetar, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015 N 68 zu Art. 17</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ine Verfügung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verzichtbar, wenn bei einer von Amtes wegen durchgeführten Revision keine leistungsbeeinflus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sende Änderung der Verhältnisse festgestellt wurde (Art. 74</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> lit. f IVV)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wird auf entsprechende Mitteilung hin keine Verfügung verlangt (Art. 74</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">quater</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVV), ist jene in Bezug auf den Vergleichszeitpunkt einer (ordentlichen) rechtskräf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigen Verfügung gleichzustellen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. zur Invalidenrente: </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urteile des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts 9C_771/2009 vom 10. September 2010 E. 2.2 und 9C_586/2010 vom 15. Oktober 2010 E. 2.2 mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, die Selb-ständig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit des Beschwerdeführers sei in der Z.___ gefördert worden. Mit klaren Strukturen und Anweisungen sei er in den alltäglichen Lebensbereichen mehrheitlich selbständig. Ohne lebenspraktische Begleitung sei er indes nicht fähig, alleine zu wohnen. Im Sinne der Schadenminderungspflicht sei zu beachten, dass durch eine spezifische Förderung und den Einbezug von Hilfs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mitteln die Erledigung der Haushaltsarbeiten gefördert werden könne. In den einzelnen Lebensverrichtungen könne damit sogar überwiegend wahrscheinlich mehrheitlich eine vollständige Selbständigkeit erreicht werden. Angesichts der Anmeldung zur erstmaligen beruflichen Ausbildung seien die kognitiven Fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keiten hierzu vorhanden. Würden entsprechende Massnahmen aus persönlichen oder kulturellen Gründen nicht ergriffen, sei dies irrelevant. Ferner sei dieselbe Hilfestellung nur einmal zu berücksichtigen. So könne der Beschwerdeführer die Körperpflege mit entsprechender Anleitung und Kontrolle im Rahmen der lebenspraktischen Begleitung selbst durchführen. Dasselbe gelte für die Rasur mit einem elektrischen Rasierapparat, da er einen gezeigten Ablauf nachahmen könne. Ferner werde die Reinigung nach dem Stuhlgang vorwiegend an den Wochenenden durch Dritte übernommen, so dass in diesem Bereich die Regel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mässigkeit nicht gegeben sei (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem entgegnete der Beschwerdeführer, man müsse ihm witterungsgerechte Klei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dung bereit legen. Er müsse auch zum Duschen aufgefordert und dabei überwacht werden, damit er z.B. das Shampoo ausspüle. Beim Rasieren benötige er ebenfalls Unterstützung. Ausserdem könne er sich selbst nach dem Stuhlgang nicht gründlich reinigen. In der Werkstätte werde dies nicht kontrolliert, wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halb nicht auf die Aussagen von A.___ abzustellen sei. Folglich sei er neben der dauernden lebenspraktischen Begleitung, die keine direkte bzw. indirekte Dritthilfe, Pflege oder Überwachung beinhalte, zusätzlich in den Lebensverrichtungen „An-/Auskleiden“, „Verrichtung der Notdurft“ und „Kör</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">perpflege“ regelmässig und in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen, obschon ihn seine Familie, so gut es gehe, fördere und unterstütze (Urk. 1 S. 5 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die bisherige Entschädigung wegen Hilflosigkeit mittleren Grades wurde letzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mals mit Mitteilung vom 27. November 2012 bestätigt (Urk. 7/100). Indessen ergibt sich aus dem dazugehörigen Bericht gleichen Datums, dass dannzumal auf eine rechtskonforme Abklärung des Sachverhalts verzichtet wurde in der Annahme, der in wenigen Monaten endende Besuch der Z.___ werde sich ins</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesamt positiv auf die Selbständigkeit in den alltäglichen Lebensbereichen aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirken (vgl. Urk. 7/99). Ob ein Revisionsgrund vorliegt, beurteilt sich demnach durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der vorhergehenden Mitteilung vom 19. Mai 2011 (Urk. 7/87) mit demjenigen bei Herabsetzung der Entschädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung mit Verfügung vom 12. Januar 2015 (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Mitteilung vom 19. Mai 2011 beruhte auf dem Abklärungsbericht vom 5. April 2011, verfasst von B.___ nach einem Gespräch mit dem Beschwerdeführer und seinen Eltern am 28. März 2011 an deren Wohnort. Sie schlussfolgerte, der Beschwerdeführer sei weiterhin in den Lebensverrichtungen „An-/Auskleiden“, „Körperpflege“, „Verrichten der Notdurft“ sowie „Fortbewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung“ hilfsbedürftig (Urk. 7/81). In der angefochtenen Verfügung wurde dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegenüber gestützt auf die Abklärungsberichte von C.___ vom </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">10. Januar 2014 und 27. Juni 2014 einzig die Notwendigkeit einer lebensprak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tischen Begleitung berücksichtigt (Urk. 7/137). Der ältere Bericht basierte auf telefonischen Abklärungen beim Vater sowie beim stellvertretenden Gruppen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leiter des A.___, D.___. Für den aktuellsten Bericht traf sich die Abklärungsperson am 28. Mai 2014 mit dem Vater und der Tante des Beschwerdeführers sowie dem Gruppenleiter des A.___s, zu einem Gespräch im A.___. Seitens der Mutter des Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rers finden sich einige unterschriftlich bestätigte Angaben im Revisionsfragebo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen vom 9. September 2013 (Urk. 7/114).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ein Abklärungsbericht unter dem Aspekt der Hilflosigkeit hat folgenden Anforde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen zu genügen: Als Berichterstatterin wirkt eine qualifizierte Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">son, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich ergebenden Beeinträch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigungen und Hilfsbedürftigkeiten hat. Bei Unklarheiten über physische oder psychische Störungen und/oder deren Auswirkungen auf alltägliche Lebensver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richtungen sind Rückfragen an die medizinischen Fachpersonen nicht nur zulässig, sondern notwendig. Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und detailliert bezüglich der einzelnen alltäglichen Lebensverrichtungen sowie den tatbestandsmässigen Erfordernissen der dauernden Pflege und der persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Überwachung (Art. 37 IVV) und der lebenspraktischen Begleitung </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Art. 38 IVV) sein. Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Ste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lle erhobenen Angaben zu stehen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bare Fehleinschätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2, 133 V 450 E. 11.1.1, 130 V 61 E. 6.2, 128 V 93).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Art. 38 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVV liegt ein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bedarf an lebenspraktischer Begleitung im Sinne von Art. 42 Abs. 3 IVG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vor, wenn eine volljährige, versicherte Person ausserhalb eines Heimes lebt und infolge Beeinträchtigung der Gesundheit:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ohne Begleitung einer Drittperson nicht selbständig wohnen kann;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">für Verrichtungen und Kontakte ausserhalb der Wohnung auf Begleitung einer Drittperson angewiesen ist; oder </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ernsthaft gefährdet ist, sich dauernd von der Aussenwelt zu isolieren.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ist lediglich die psychische Gesundheit beeinträchtigt, so muss gleichzeitig ein Anspruch auf mindestens eine Viertelsrente bestehen (Art. 38 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVV).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zu berücksichtigen ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die lebenspraktische Begleitung zudem nur, wenn sie regel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mässig – gemäss Rechtsprechung im Durchschnitt mindestens zwei Stunden pro Woche über eine Periode von drei Monaten gerechnet (BGE 133 V 450 E. 6.2) – und im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenhang mit den </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">oberwähnten Situationen erforderlich ist. Nicht darunter fallen daher </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">insbesondere Vertretungs- und Verwaltungstätigkeiten im Rahmen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von Massnahmen des Erwachsenenschutzes nach den Artikeln 390-398 Zivilgesetzbuch (ZGB; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 38 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 IVV).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Ferner ist unerheblich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, ob </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherte Person auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Hilfe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beispielsweise der Eltern </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zählen kann (BGE 133 V 450 E. 2.2.3 und 5).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gesetz macht den Anspruch nicht davon abhängig, ob die lebenspraktische Begleitung kostenlos erfolgt oder nicht (BGE 133 V 472 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 5.3.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Begleitung zur Ermöglichung des selbständigen Wohnens wurde alsdann in Rz 8050 ff. des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kreisschreiben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesamtes für Sozialversicherung (BSV) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (KSIH, in der ab 1. Januar 2015 geltenden Fassung) konkretisiert. Demnach ist die lebensprak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tische Begleitung notwendig, damit der Alltag selbständig bewältigt werden kann. Sie liegt vor, wenn die betroffene Person auf Hilfe bei der Tagesstruktu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rierung und/oder Unterstützung bei der Bewältigung von Alltagsituationen </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(z.B. Fragen der Gesundheit, Ernährung und Hygiene, einfache administrative Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keiten) angewiesen ist. Unter dieser Voraussetzung kann kumulativ auch ein Hilfebedarf im Haushalt anerkannt werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die benötigte Hilfe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in den sechs massgeblichen alltäglichen Lebensverrichtun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-/Auskleiden, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufstehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Absitzen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/Abliegen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Essen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Körperpflege, Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtung der Notdurft und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fortbewegung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kontaktaufnahme</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kann praxisgemäss nicht nur in direkter Dritthilfe, sondern auch bloss in Form einer Überwachung der versicherten Person bei Vornahme der relevanten Lebensverrichtungen bestehen, indem etwa die Drittperson sie auffordert, eine Lebensverrichtung vorzunehmen, die sie wegen ihres psychischen Zustandes ohne besondere Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">forderung nicht vornehmen würde (sog. indirekte Dritthilfe; BGE 121 V 88 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. 3c, 107 V 145 E. 1c und 139 E. 1b, 105 V 38; 106 V 153, 105 V 52 E. 4a; Urteil des Bundesgerichts I 431/05 vom 13. Oktober 2005 E. 1.3 mit Hinweis).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei Lebensverrichtungen, welche mehrere Teilfunktionen umfasse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n, ist nach der Rechtsprechung für die Erheblichkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht verlangt, dass die versicherte Person bei der Mehrzahl dieser Teilfunktionen fremder Hilfe bedarf; vielmehr ist bloss erforderlich, dass sie bei einer dieser Teilfunktionen regelmässig in erheblicher Weise auf direkte oder indirekte Dritthilfe angewiesen ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(BG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E 117 V 148 E. 2 mit Hinweisen). Des Weiteren können Hilfestellungen Dritter, derer eine versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherte Person bei mehreren Lebensverrichtungen bedarf, grundsätzlich nur ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mal berücksichtigt werden. Bei der Zuordnung zu einer bestimmten Lebensver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtung hat eine funktional gesamtheitliche Betrachtungsweise Platz zu greifen (Urteil des Bundesgerichts 9C_691/2014 vom 11. Dezember 2014 E. 4. 2 mit Hinweisen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die Hilfe ist schliesslich erst regelmässig, wenn sie die versicherte Person täglich oder eventuell (nicht voraussehbar) täglich benötigt. Gelegent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Zwischenfälle der Hilfsbedürftigkeit führen nicht zur Annahme einer Not</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wendigkeit regelmässiger Dritthilfe (ZAK 1986 S. 484 E. 3c; Urteil I 563/04 vom 2. März 2005 E. 6.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Abgrenzung der beiden Institute führte das Bundesgericht zusammengefasst aus, die lebenspraktische Begleitung stelle zwar ein eigenständiges Institut der Hilfe dar, das weder die (direkte oder indirekte) Dritthilfe bei den sechs alltäg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Lebensverrichtungen noch die Pflege oder Überwachung beinhalte. Dies bedeute indes nicht, dass jene Tätigkeiten, welche unter dem Gesichtspunkt der Hilfsbedürftigkeit bei den sechs alltäglichen Lebensverrichtungen relevant seien, grundsätzlich nicht Regelungsgegenstand des Instituts der lebenspraktischen Begleitung sein könnten. Vielmehr würden sich Überschneidungen bei den bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Instituten rechtsprechungsgemäss nicht verhindern lassen. In Bezug auf solche Überschneidungen halte Rz 8048 des KSIH [unverändert seit 1. Januar 2004 ausgenommen der Hinweis „9C_691/2014“] unmissverständlich fest, dass gleiche Hilfestellungen nur einmal - wobei die Hilfe bei der Pflege gesellschaft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">licher Kontakte explizit als Beispiel genannt werde - berücksichtigt werden dürften. Diese Abgrenzung sei sachlich gerechtfertigt und damit gesetzes- und verordnungskonform, zumal eine Hilfestellung unter mehreren Lebensverrich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungen ebenfalls nach einer funktional gesamtheitlichen Betrachtungsweise zuzuordnen und nur einmal zu berücksichtigen sei (vgl. insbesondere Urteile des Bundesgerichts 9C_691/2014 vom 11. Dezember 2014 E. 4 und 9C_639/2015 vom 14. Juni 2016 E. 4.1 sowie BGE 133 V 450 E. 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der Praxis gestaltet sich die Zuordnung einer Hilfestellung zuweilen schwie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rig. Die Beschwerdegegnerin wies diesbezüglich auf die mit BGE 133 V 450 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 10.2 begründete Rechtsprechung hin, wonach es sich bei der lebenspraktischen Begleitung im Sinne von Art. 38 Abs. 1 lit. a IVV rechtfertigt, beim Zeitaufwand neben der indirekten auch die direkte Dritthilfe zu berücksichtigen. Demnach könne die Begleitperson die notwendigerweise anfallenden Tätigkeiten auch selber ausführen, wenn die versicherte Person dazu gesundheitsbedingt trotz Anleitung oder Überwachung/Kontrolle nicht in der Lage sei. Es ist allerdings zu betonen, dass das Bundesgericht in jenem Entscheid nur die Anrechnung stellvertretend erledigter Haushaltsarbeiten zu beurteilen hatte, d.h. es lag ins</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">besondere keine Überschneidung mit den alltäglichen Lebensverrichtungen „Körperpflege“, „Verrichtung der Notdurft“ oder „An-/Auskleiden“ vor. Diese Rechtsprechung wurde wiederum im Kontext mit Haushaltsarbeiten mit Urteil I 661/05 vom 23. Juli 2007 E. 7.6.2 bestätigt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hervorzuheben ist indessen, dass das Bundesgericht in E. 7.4 des letztgenannten Urteils festhielt, die versicherte Person müsse gemäss Abklärungsbericht immer wieder zur Körperpflege und zum Kleiderwechseln angehalten werden. Wie oft sei unklar. Nach Durchführung der erforderlichen Abklärungen werde daher mithin zu prüfen sein, ob allenfalls der Tatbestand nach Art. 37 Abs. 2 lit. c IVG [recte: IVV] oder Art. 37 Abs. 3 lit. a IVV gegeben sei. Diskussionslos separat zur lebenspraktischen Begleitung berücksichtigte das Bundesgericht die Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verrichtung „Körperpflege“ in seinem Urteil 9C_115/2011 vom 30. März 2011 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 5, da die mit Trisomie 21 geborene versicherte Person regelmässig zum Duschen aufgefordert werden musste und bei der Zahnpflege auf Hilfe angewiesen war (ähnlich auch Urteil des Sozialversicherungsgerichts IV.2009.00582 vom 18. Dezember 2010 E. 4.2). Demgegenüber kam das Bundesgericht im Urteil 9C_691/2014 vom 11. Dezember 2014 zum Schluss, es bestehe bei einer funk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tional gesamtheitlichen Betrachtungsweise kein Anlass, das notwendige Moti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vieren zum morgendlichen Aufstehen trotz des sachlich engen Zusammenhangs zur übrigen Tagesstrukturierung – insbesondere zum erforderlichen Motivieren für anderer Verrichtungen – aus der lebens-praktischen Begleitung gleichsam auszuklammern und neu als indirekte Dritthilfe bei der Lebensverrichtung „Aufstehen/Absitzen/Abliegen“ zu berücksichtigen. Als gefestigt gilt die Recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechung zur Lebensverrichtung „Fortbewegung/Kontaktaufnahme“. So stellte das Bundesgericht beispielsweise mit Urteil 9C_639/2015 vom 14. Juni 2016 E. 4.2 einmal mehr fest, dass die Begleitung zum Arzt oder Coiffeur, zu Verwand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten und Freunden, zur Psychotherapie und bei Einkäufen einzig unter die lebenspraktische Begleitung zu subsumieren sei. Dies obschon sie auch gesell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schaftliche Kontakte betreffe, wie sie der Alltag mit sich bringe, und damit Regelungsgegenstand der alltäglichen Lebensverrichtung „Fortbewegung“ bilde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund dieser Rechtsprechung hat das BSV Rz 8050 des KSIH per 1. März 2016 ergänzt. Demnach enthält die Hilfe bei der Tagesstrukturierung beispiels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise die Aufforderung aufzustehen, Hilfe beim Festlegen und Einhalten von fixen Mahlzeiten, einen Tag- und Nachtrhythmus zu beachten, einer Aktivität nachzugehen etc. Die Unterstützung bei der Bewältigung von Alltagssituationen beinhaltet ebenfalls Anleitungen, Aufforderungen usw. Im Bereich Hygiene wird die versicherte Person zum Beispiel daran erinnert, sie solle sich duschen. Braucht die versicherte Person allerdings direkte Hilfe beim Duschen, soll dies unter der alltäglichen Lebensverrichtung „Körperpflege“ berücksichtigt werden und nicht bei der lebenspraktischen Begleitung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Referenzbericht vom 5. April 2011 verzichtete die Abklärungsperson B.___ bewusst auf die Prüfung des Anspruchs auf lebenspraktische Begleitung. Sie führte aus, diese entfalle, da das selbständige Wohnen derzeit kein Thema sei (Urk. 7/81/3). Indessen bejahte sie eine Hilfsbedürftigkeit in der alltäglichen Lebensverrichtung „Fortbewegung/Kontaktaufnahme“. Dazu notierte sie, den Schulweg könne der Beschwerdeführer mit dem öffentlichen Verkehr alleine meistern. Wenn er aber einen Fussgängerstreifen überqueren müsse, passe er überhaupt nicht auf. (Zahn-)Arzttermine sowie andere Termine fänden nur in Begleitung der Eltern statt (Urk. 7/81/2). Ausserdem hielt sie einleitend fest, ein Gespräch mit dem Beschwerdeführer sei nur bedingt möglich, die Artikulation sei sehr schlecht (Urk. 7/81/1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Vergleich dazu ist dem Abklärungsbericht vom 10. Januar 2014, verfasst von C.___, zur Lebensverrichtung „Fortbewegung/Kontaktaufnahme“ zu entnehmen, der Beschwerdeführer könne eingeübte Wege mit dem öffent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Verkehr selber bewältigen. Einfache Wege im Dorf könne er ebenfalls selber gehen. An fremden Orten sei er überfordert und habe Mühe mit der Ori</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entierung. Er habe jeweils ein Natel bei sich und könne telefonieren, wenn er auf dem Arbeitsweg nicht zurechtkomme. Er habe keine Kollegen oder Freunde und kein Interesse abzumachen oder etwas zu unternehmen. Die Eltern würden seine Freizeit stellvertretend organisieren, er sei damit überfordert. Zur lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">praktischen Begleitung führte die Abklärungsperson aus, der Beschwerdeführer sei aufgrund seiner Behinderung nicht fähig, den Alltag alleine zu strukturieren. Er sei unselbständig, hilflos und überfordert. Unter der Woche sei die Tages</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">struktur durch die Tätigkeit im A.___ gegeben, während die Eltern mit ihm die Freizeitgestaltung planen und stellvertretend organisieren müssten. Er müsse jeweils rechtzeitig auf Termine vorbereitet, dazu instruiert und stets begleitet werden. So sei er z.B. nicht fähig, gegenüber einem Arzt Angaben zu machen. Eingeübte Wege könne er zwar selbständig zu Fuss oder mit dem öffentlichen Verkehr bewältigen, da er die Gefahren mehrheitlich kenne. Er müsse jedoch überwacht und kontrolliert werden, damit er zur richtigen Zeit zur Arbeit gehe und alles Notwendige (z.B. Bahnbillett) bei sich habe. Zwei bis drei Sachen könne er mit genauer Anleitung im Dorfladen selbst einkaufen. Die Rei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nigungsarbeiten im Haushalt und die Einkäufe würden aber mehrheitlich stell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vertretend von den Eltern übernommen, es finde nur wenig Anleitung statt. Ohne die Begleitung/Anleitung durch diese würde er im Alltag nicht funktio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nieren (Urk. 7/116/3 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Bericht wird durch den Abklärungsbericht vom 27. Juni 2014 weitgehend bestätigt (Urk. 7/137/5-7). Ergänzend ergibt sich daraus, der Beschwerdeführer sei motorisch selbständig. Er verfüge nur über eine eingeschränkte Kommuni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kationsfähigkeit, d.h. könne Probleme nicht formulieren und nicht Buchstaben entziffern, sondern nur Wörter „erkennen“. Des Weiteren sei der Zeitbegriff für ihn schwierig. Er habe abends zudem keine Energie mehr für den Haushalt und pflege selbständig keine sozialen Kontakte. Schliesslich springe er nur noch in Ausnahmesituationen auf die Strasse, ohne auf den Strassenverkehr zu achten. Obschon er zu Hause wenig bis gar nicht gefördert werde (hin und wieder werde mit ihm das Zimmer aufgeräumt), könne eine lebenspraktische Begleitung berücksichtigt werden, da er mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht alleine leben könnte. Eine schwere Verwahrlosung, die einen Heim- oder Klinikaufent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halt begründe, könne so verhindert werden (Urk. 7/137/2 und 5 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Berichte decken sich folglich mit den Angaben der Mutter des Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führers im Revisionsfragebogen vom 9. September 2013. In Ziff. 2.9 führte sie aus, ihm müsse der Tagesablauf immer erklärt werden. Das Zeitgefühl sei beim ihm nicht entwickelt. Er müsse zudem zu allen seinen Terminen, z.B. Arzt oder Coiffeur, begleitet werden (Urk. 7/114/5). In Ziff. 2.2 gab sie ferner an, der Beschwerdeführer müsse geweckt werden, und in Ziff. 2.6, dass an fremden Orten immer nach ihm geschaut werden müsse und er Hilfe bei der Integration benötige, da er sehr schüchtern sei (Urk. 7/114/4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es ist somit den Parteien beizupflichten, dass ein Bedarf an lebenspraktischer Begleitung aufgrund des Abklärungsergebnisses zweifelsohne ausgewiesen ist. Die Notwendigkeit einer lebenspraktischen Begleitung ist angesichts des nicht vorhandenen Zeitgefühls, der fehlenden Orientierung, der eingeschränkten Kommunikationsfähigkeit, der notwendigen Motivation zur Vornahme ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schiedener Verrichtungen und fehlenden Kompetenzen etwa im Haushalt ohne weiteres nachvollziehbar. Wie es sich mit dem konkreten respektive tatsächli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Zeitaufwand für die einzelnen Hausarbeiten, die Begleitung zu Arzttermi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen, die Tagesstrukturierung ausserhalb des A.___s, die Organisation sozialer Kontakte oder dergleichen verhält, kann dahingestellt bleiben. Das Bundesgericht hat mit Urteil 9C_18/2008 vom 19. Dezember 2008 E. 4.3 (mit Hinweisen) nochmals bestätigt, dass bereits aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung ein durchschnittlicher Bedarf von zwei Stunden pro Woche als gegeben erachtet werden könne, wenn alle ausserhäuslichen Tätigkeiten der Begleitung bedürften. Dies muss auch im Fall des Beschwerdeführers gelten, der ausgenommen für den eingeübten Arbeitsweg praktisch immer der Begleitung bedarf und darüber hinaus auf Hilfe bei der Tagesstrukturierung und im Haus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halt angewiesen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es bleibt aber anzumerken, dass der Hauptunterschied zwischen den Berichten der Jahre 2011 und 2014 im Detaillierungsgrad und der rechtlichen Würdigung des vorstehend geschilderten Sachverhalts besteht. Eine Verbesserung der Selb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ständigkeit ist einzig in Bezug auf die Aufmerksamkeit im Strassenverkehr erkennbar. Diese fällt jedoch nicht ins Gewicht, da der Beschwerdeführer aus anderen Gründen nach wie vor nur einfache Wege im Dorf und eingeübte Wege selbständig zurücklegen kann. Die Abklärungsperson B.___ schloss eine lebenspraktische Begleitung denn auch unter falschen Gesichtspunkten aus, indem sie nicht auf den objektiven Zustand des damals soeben volljährig gewordenen Beschwerdeführers, sondern auf dessen tatsächliche Umgebung (Zusammenleben mit den Eltern) abstellte. Besonders hervorzuheben ist zudem, dass die Abklärungsperson C.___ zur Begründung des Anspruchs auf lebenspraktische Begleitung keine Hilfestellungen im Überschneidungsbereich mit den drei strittigen alltäglichen Lebensverrichtungen heranzog.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine Hilflosigkeit in der Lebensverrichtung „An-/Auskleiden“ liegt nach </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rz 8014 KSIH auch vor, wenn sich die versicherte Person zwar selber ankleiden kann, ihr hingegen die Kleider bereitgelegt werden müssen oder kontrolliert werden muss, ob sie sich der Witterung entsprechend gekleidet hat oder ob sie Vor- und Rückseite der Kleidungsstücke verwechselt hat (vgl. auch Urteile des Sozialversicherungsgerichts IV.2008.00974 vom 23. Februar 2010 E. 3.4 und IV.2012.00278 vom 20. August 2013 E. 4.2 und 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hierzu führte B.___ im Bericht vom 5. April 2011 aus, der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer könne sich selber anziehen und Reissverschlüsse schliessen, nicht aber Knöpfe. Die Eltern müssten darauf achten, dass er die Kleider nicht verdrehe sowie saison- und witterungsgerechte Kleidung trage. Ebenfalls müssten sie ihn regelmässig zum Kleiderwechseln auffordern (Urk. 7/81/1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ähnlich äusserte sich C.___ im Bericht vom 10. Januar 2014. Der Beschwerdeführer habe Mühe, sich wettergerecht anzuziehen. Mehrheitlich würden die Kleider mit ihm zusammen gerichtet. Er müsse regelmässig zum Wechseln der Kleider aufgefordert und darauf hingewiesen werden, die Kleider richtig zu ordnen, wie Hemd/T-Shirt in die Hose stecken, Hosenreissverschluss schliessen etc. Er habe mehrheitlich Schuhe mit Klett- oder Reissverschluss, damit sei er selbständig. Der Vater habe ferner bemerkt, die Dritthilfe finde in diesem Bereich im Sinne der lebenspraktischen Begleitung statt (Urk. 7/116/2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Bericht vom 27. Juni 2014 gaben der Vater und die Tante des Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführers wiederum an, die Kleider würden gerichtet. Oftmals werde dies stellvertretend erledigt. Der Beschwerdeführer habe Mühe, sich wetterge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">recht zu kleiden. Er würde immer die gleichen Kleider anziehen, würde er nicht darauf aufmerksam gemacht, dass er diese wechseln müsse. Mehrheitlich/oft würden die Kleider durch die Eltern bereit gelegt. Bevor der Beschwerdeführer das Haus verlasse, müssten die Kleider schliesslich geordnet werden, z.B. Hemd/Pullover in die Hosen, Hosenreissverschluss schliessen etc. Der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer benötige vorwiegend indirekte Dritthilfe. A.___ soll ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führt haben, der Beschwerdeführer habe kognitiv grosse Fortschritte gemacht. Er wechsle im A.___ nun ohne Aufforderung die Schuhe, komme nach dem Gang zum WC mit geordneten Kleidern daher und ziehe sich für den Heimweg selbst die Jacke an. C.___ schlussfolgerte daraus, mit klaren Anwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sungen bzw. gezielter Förderung sei der Beschwerdeführer in diesem Bereich mehrheitlich selbständig (Urk. 7/137/3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Mutter des Beschwerdeführers äusserte sich im Revisionsfragebogen nicht differenziert zur Hilfsbedürftigkeit beim An- und Auskleiden. Sie hielt unter Ziff. 2.1 lediglich fest, es müsse immer kontrolliert werden, ob er auch alles richtig mache (Urk. 7/144/4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer hat somit Fortschritte gemacht, was das Verkehrt-herum-Anziehen und das Ordnen der Kleider anbelangt. Ersteres wird von den Eltern nicht mehr erwähnt. Letzteres wird insbesondere auch durch die Angaben der Betreuer D.___ und A.___ zur Verrichtung der Notdurft bestätigt (vgl. Urk. 7/116/3 und 7/137/4), wonach der Beschwerdeführer seine Kleider danach mehrheitlich akzeptabel ordnet. Dass er inzwischen verstanden hat, dass er im A.___ immer die Schuhe wechseln und auf dem Weg nach Hause die am Morgen mitgebrachte Jacke anziehen muss, belegt indessen nicht, dass er nun auch seine Kleider ohne entsprechende Aufforderung regelmässig wechseln würde oder selbst witterungsgerecht zusammenstellen kann. Das eine ist ein eingeübter Ablauf, das andere erfordert einige Überlegungen. Der Beschwerdeführer ist beim Ankleiden aufgrund der glaubwürdigen Angaben seiner Familienmitglieder daher geringfügig selbständiger geworden, aber nach wie vor auf regelmässige Dritthilfe, wie in Rz 8014 des KSIH umschrieben, angewiesen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die alltägliche Lebensverrichtung „Körperpflege“ umfasst Waschen, Kämmen, Rasieren und Baden/Duschen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_373/2012 vom 22. August 2012 E. 4.2 unter Verweis auf die bis heute unveränderte Rz 8020 des KSIH in der ab 1. Januar 2012 gültigen Fassung; zu den einzelnen Hilfe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellungen vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_912/2008 vom 5. März 2009 E. 10.1.2 und 10.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht vom 5. April 2011 wurde zur Körperpflege festgehalten, der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer habe bereits Karies. Er wolle aber die Zähne nicht mit einer elektrischen Zahnbürste reinigen und da er diese mit der Handzahnbürste nur oberflächlich reinige, müssten die Eltern nachreinigen. Beim Duschen/Baden müssten sie darauf achten, dass er sich richtig wasche, und sie müssten ihm die Haare waschen, da er das Shampoo selber nicht richtig ausspüle. Sie würden ihn auch rasieren, da er keinen elektrischen Rasierer wolle (Urk. 7/81/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dem Bericht vom 10. Januar 2014 ist zu entnehmen, der Beschwerdeführer müsse zur Körperpflege mehrheitlich aufgefordert und überwacht werden. Oft seien die Eltern beim Duschen dabei und würden ihm verbale Anleitung geben. Sonst würde er sich nicht gründlich reinigen. Bei der Zahnreinigung müsse er ebenfalls überwacht und immer wieder von neuem angeleitet werden. Beim Rasieren müsse mehrheitlich direkte Hilfe geleistet werden, damit sei der Beschwerdeführer überfordert (Urk. 7/116/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus dem Bericht vom 27. Juni 2014 ergibt sich, der Beschwerdeführer müsse jeden Abend zum Duschen aufgefordert werden und benötige dabei vorwiegend indirekte Dritthilfe. Er würde dies sonst nicht gründlich ausführen bzw. den Schaum [recte: nicht] aus dem Haar spülen. Eine Kontrolle bzw. Überwachung sei immer notwendig. Er rasiere sich nicht gründlich, weshalb immer eine Nachrasur durch Dritte notwendig sei. Die elektrische Zahnbürste und den elektrischen Rasierapparat verweigere er oft. Gemäss dem Vater würden mehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlich die Eltern das Rasieren und die Zahnreinigung übernehmen. Sie hätten nach der Arbeit oft keine Energie mehr, den Beschwerdeführer anzuleiten und sich auf Diskussionen mit ihm einzulassen, weshalb sie einzelne Handreichun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen/Hilfestellungen der Einfachheit halber stellvertretend übernehmen würden. Daraus schlussfolgerte die Abklärungsperson, dass es im Sinne der Schaden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">minderungspflicht den Familienmitgliedern zumutbar sei, klare Anleitun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen/Abläufe im Sinne einer Tagesstrukturierung wie z.B. einen Dusch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">plan/Erinnerungshilfen aufzustellen und Instruktionen bei einzelnen Handlun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen zu übernehmen. Es handle sich bei der Körperpflege definitiv um repetitive Handlungen, bei welchen durch intensives, regelmässiges und striktes Training mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Selbständigkeit erreicht werden könne. Aus motorischer Sicht und aufgrund der kognitiven Fähigkeiten sei der Beschwerdeführer hierzu in der Lage. Im Arbeitsprozess sei es ihm gemäss A.___ nämlich möglich, nach Instruktionen und Anleitungen mehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlich selbständig zu arbeiten, mit regelmässiger Qualitätskontrolle durch Dritte. Die Unterstützung/Überwachung finde in diesem Bereich vorwiegend im Rahmen der lebenspraktischen Begleitung statt (Urk. 7/137/3 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ausführungen der Mutter des Beschwerdeführers im Revisionsfragebogen korrespondieren soweit mit den Angaben der übrigen Familienangehörigen. So notierte sie unter Ziff. 2.4 dem Beschwerdeführer müsse beim Waschen bzw. Baden/Duschen immer geholfen werden, sonst wasche er sich nicht sauber. Beim Rasieren müsse vollständig Hilfe geleistet werden (Urk. 7/114/4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Abklärungsperson C.___ stellt den von den Familienangehörigen geltend gemachten Hilfsbedarf bei der Körperpflege also nicht in Abrede, sieht diesen aber als durch die lebenspraktische Begleitung abgegolten und sprach mehrfach von einer Verletzung der Schadenminderungspflicht. Es ist diesbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">züglich festzustellen, dass das Motivieren zum Duschen letztlich nur eine von vielen benötigten Hilfestellungen ausmacht. Der Beschwerdeführer muss wäh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rend der Körperpflege auch beaufsichtigt, angeleitet und nötigenfalls – z.B. bei der Rasur und Zahnreinigung – tatkräftig unterstützt werden, andernfalls die Hygiene nicht gewährleistet wäre (vgl. auch E. 5.4 zur Verrichtung der Not</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">durft). Der neue Abklärungsbericht weist in diesem Sinne selbst darauf hin, dass selbst bei eingeübten Abläufen noch eine regelmässige Qualitätskontrolle not</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wendig ist und die Hilfe eben nur „vorwiegend“ (= nicht ausschliesslich) im Rahmen der lebenspraktischen Begleitung stattfindet. Dies spricht in Anbetracht der Ausführungen in E. 4.4 klar für die Annahme einer zusätzlichen Hilfsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dürftigkeit in der Lebensverrichtung „Körperpflege“ neben dem Anspruch auf lebenspraktische Begleitung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdegegnerin ist weiter insofern beizupflichten, als sich die versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherte Person im Rahmen der ihr obliegenden Schadenminderungspflicht grundsätzlich allen Massnahmen zu unterziehen hat, welche ihr ermöglichen, ihre Selbständigkeit zu fördern. In diesem Sinne ist es ihr zumutbar, Kurse zu absolvieren und auch sonst alles Persönliche vorzukehren, um ihre Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen zu mindern. Hierfür ist ihr allerdings eine angemessene Anpassungszeit zuzubilligen (Urteil des Bundesgerichts 9C_410/2009 vom 1. April 2010 E. 5.4). Die Verletzung der Schadenminderungspflicht setzt denn auch ein vorsätzliches Verhalten seitens der versicherten Person voraus, wobei diese durch ein Bedenk- und Mahnzeitverfahren in die Lage zu versetzen ist, sich die nachteili</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen Folgen ihres Verhaltens zu vergegenwärtigen (Urteil des Bundesgerichts I 824/20 vom 13. März 2007 E. 3.3.1). Die Auswirkungen des Gesundheitsscha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dens sind ferner durch die Mithilfe der Familienangehörigen möglichst zu mil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dern. Diese Mithilfe geht zwar tatsächlich weiter als die ohne Gesundheitsscha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den zu erwartende Unterstützung, jedoch darf den Familienangehörigen keine unverhältnismässige Belastung entstehen. Vielmehr ist stets danach zu fragen, wie sich eine vernünftige Familiengemeinschaft einrichten würde, sofern keine Versicherungsleistungen zu erwarten wären (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_410/2009 vom 1. April 2010 E. 5.5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorliegend ist überwiegend wahrscheinlich, dass der mittlerweile über 20 Jahre alte Beschwerdeführer angesichts seiner eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten und Kommunikationsmöglichkeiten (vgl. z.B. Urk. 7/137/2) gar nicht versteht, dass er zur Benützung von Hilfsmitteln wie einer elektrischen Zahnbürste oder einem elektrischen Rasierer verpflichtet wäre. Seine Eltern sind indessen offen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar bemüht, solche vermehrt einzusetzen, soweit er es zulässt. Ebenfalls leiten sie ihn im Rahmen ihrer Möglichkeiten an. Nicht zumutbar ist ihnen sicherlich, dass sie – wie von der Abklärungsperson angedeutet - ihr Arbeitspensum redu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zieren respektive eine Lohneinbusse hinnehmen, um abends mehr Energie zu haben, mit dem Beschwerdeführer jeweils über die Vornahme einzelner Hand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lungen zu diskutieren. Darüber hinaus gilt es zu bedenken, dass man bezüglich der Selbständigkeit bereits grosse Hoffnung in den Besuch der Z.___ setzte (Urk. 7/99), der Beschwerdeführer aber erst aufgrund der guten Entwicklungen in den letzten Monaten des Vorbereitungsjahres im A.___ für eine IV-Anlehre gerade noch in Betracht gezogen wurde (Urk. 7/137/2). Soweit die Beschwerdegegnerin die Auffassung vertritt, der Beschwerdeführer könne durch spezifische Förderung mit Kursen und Therapien bezüglich Selbständigkeit in den alltäglichen Lebensbereichen und Haushaltsarbeit gefördert werden, hat sie dies vor der nächsten Revision abzuklären und entsprechende Eingliederungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">massnahmen zu veranlassen. Ein intensives Training in den Alltagskompeten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zen sprengt sowohl die den Eltern zumutbare Mithilfe als auch Sinne und Zweck einer lebenspraktischen Begleitung und zeitigt – wenn überhaupt – kaum sofort Wirkung. Im Übrigen bestehen keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer aus kulturellen Gründen zu wenig gefördert wird.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Rz 8021 des KSIH in der seit 1. Januar 2014 geltenden Fassung liegt im Bereich „Verrichten der Notdurft“ eine Hilflosigkeit vor, wenn die versicherte Person für die Körperreinigung bzw. das Überprüfen der Reinlichkeit, für das Ordnen der Kleider oder für das Absitzen bzw. Wiederaufstehen Dritthilfe bedarf (vgl. auch BGE 121 V 88 E. 6). Mit Urteil 8C_30/2010 vom 8. April 2010 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 7.2.1 hob das Bundesgericht insbesondere hervor, dass auch eine nur kurze, regelmässige Nachkontrolle als erheblich gelte, da sie eine notwendige Teil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">funktion dieser Lebensverrichtung darstelle.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht vom 5. April 2011 steht dazu, der Beschwerdeführer gehe selbständig auf das WC. Die Unterhosen seien aber verschmiert, weshalb die Eltern nach dem Stuhlgang nachreinigen würden, obwohl der Beschwerdeführer jeden Abend auch noch dusche (Urk. 7/81/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dem Bericht vom 10. Juli 2014 ist zu entnehmen, der Beschwerdeführer gehe selbständig und immer rechtzeitig auf das WC. Gemäss Angaben des Vaters rei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nige er sich nach dem Stuhlgang jedoch mehrheitlich nicht gründlich. Dies sei ein Grund, weshalb er täglich unter Aufsicht duschen müsse. D.___ habe indes erklärt, eine Dritthilfe bei der Reinigung nach dem Stuhlgang finde im A.___ nicht statt. Den Betreuungspersonen sei bis anhin noch nie etwas Negatives aufgefallen wie verschmierte Hände oder dass der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer einen üblen Geruch an sich habe. Die Kleider seien nach dem WC Gang mehrheitlich ordentlich gerichtet (Urk. 7/116/2 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ähnlich lautet der Bericht vom 27. Juni 2014. Der Beschwerdeführer gehe zu Hause und auf der Arbeit selbständig auf das WC. Gemäss den Eltern reinige er sich nach dem Stuhlgang nicht gründlich. Die Unterhosen seien oft verschmiert. Wenn er zu Hause stuhle, werde daher anschliessend immer durch Dritte gerei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nigt. Diese Hilfestellungen seien vorwiegend an den Wochenenden. Bis anhin habe der Beschwerdeführer dies immer akzeptiert. Strikte Instruktionen/ Anlei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungen zur Selbständigkeit würden nicht stattfinden. Nach Angaben von A.___ sei am Arbeitsplatz allerdings noch nie festgestellt worden, dass sich der Beschwerdeführer nicht oder absolut ungründlich reinige – bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spielsweise aufgrund eines üblen Geruchs oder unüblicher Bewegungen wegen Juckens am After. Der Beschwerdeführer arbeite von Montag bis Freitag in der Werkstatt und erledige seine „Geschäfte“ mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mehrheitlich während der Arbeit. Wenn er diesbezüglich negativ aufgefallen wäre, hätte man entsprechende Massnahmen ergreifen müssen. Auch seien die Kleider nach dem WC-Gang mehrheitlich akzeptabel geordnet. Die Abklärungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">person schloss daraus, aufgrund seiner kognitiven Fähigkeiten könne der Beschwerdeführer mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mit intensiven, strik</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Anleitungen in diesem Bereich zur vollständigen Selbständigkeit gefördert werden. Dies sei ebenso zumutbar, wie der Einsatz von Hilfsmitteln (z.B. einer Intimreinigungsbürste). Zudem dusche er täglich, die Intimpflege sei täglich gegeben (Urk. 7/137/4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Revisionsfragebogen vom 9. September 2013 wurde in Ziff. 2.5 „Verrichtung der Notdurft“ zum Hilfsbedarf in den Teilfunktionen (1) Ordnen der Kleider, (2) Körperreinigung/Überprüfung der Reinlichkeit und (3) unübliche Art der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richtung der Notdurft gefragt. Zum ersten Punkt erklärte die Mutter des Beschwerdeführers, er benötige keine Hilfe. Zum zweiten Punk führte sie aus, er putze sich manchmal nicht sauber; es müsse nachgeholfen werden. Zum dritten Punkt merkte sie an, wenn er Durchfall habe, müsse er immer gewaschen wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den (Urk. 7/114/4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Tatsache, dass die Betreuungspersonen im A.___ den Beschwerdeführer nach dem Stuhlgang nicht kontrollieren, muss grundsätzlich nicht bedeuten, dass er dies nicht nötig hat. Wie bereits im Jahr 2011 haben die Familienange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hörigen glaubhaft dargetan, dass seine Unterhosen verschmiert sind und er unter anderem deshalb täglich duschen muss, weil er sich nach dem Stuhlgang nicht gründlich reinigt. Über den Grad der Verschmutzung ist allerdings nichts Konkretes bekannt. Nicht nachvollziehbar ist indessen die Begründung in der angefochtenen Verfügung, dass der Hilfsbedarf nur unregelmässig am Wochen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ende gegeben sei. Dies würde nämlich implizieren, dass sich der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer abhängig vom Wochentag unterschiedlich sauber reinigt. Relativiert wird das Ausmass der Hilfsbedürftigkeit aber durch die Angaben der Mutter im Revisionsfragebogen. Danach ist die Nachreinigung nur noch „manchmal“ nötig – unabhängig vom Durchfall (missverständlich Urk. 7/137/4 unten). Nachdem bereits eine Hilfsbedürftigkeit in den beiden Lebensverrichtungen „An-/Auskleiden“ und „Körperpflege“ bejaht wurde, kann trotzdem auf weitere Abklärungen verzichtet werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gesamthaft betrachtet ist durch die aktuellen Abklärungen bloss eine geringfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gige Verbesserung der Selbständigkeit des Beschwerdeführers nachgewiesen, die keine revisionsweise Herabsetzung der bisherigen Entschädigung wegen Hilflo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sigkeit mittleren Grades auf eine solche leichten Grades rechtfertigt. Die lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">praktische Begleitung darf zudem nicht derart umfassend ausgelegt werden, dass letztlich der Anspruch auf eine Entschädigung im Sinne von Art. 37 Abs. 1 lit. c IVV fast immer vereitelt würde. Nur wenn Hilfestellungen tatsächlich im Überschneidungsbereich der lebenspraktischen Begleitung und einer der sechs massgeblichen alltäglichen Lebensverrichtungen zur Diskussion stehen, kann die funktionale Zuordnung greifen. Dies betrifft definitionsgemäss primär die „Fortbewegung/Kontaktaufnahme“ und nur am Rande andere Lebensverrich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungen wie „Körperpflege“, „Verrichtung der Notdurft“ und „An-/Auskleiden“. Dies gilt umso mehr, wenn nicht nur eine Motivation zur Vornahme der Hand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung notwendig ist, sondern gewisse Handreichungen stellvertretend übernom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men werden müssen. Darüber hinaus dürfen keine übermässigen Anforderungen an die Betreuung durch Familienangehörige gestellt werden und ist für mach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bare Verbesserungen jeweils eine Anpassungsfrist zu gewähren.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ist neben dem unbestrittenen Bedarf an lebenspraktischer Begleitung eine Hilfsbedürftigkeit in den alltäglichen Lebensverrichtungen „An-/Auskleiden“ und „Körperpflege“ ausgewiesen. Damit hat der Beschwerdeführer wie bisher Anspruch auf eine Entschädigung wegen mittelschwerer Hilflosigkeit neu jedoch gestützt auf Art. 37 Abs. 2 lit. c IVV. Eine Wiedererwägung der Mitteilung vom 11. Mai 2011 unter den Voraussetzungen von Art. 53 Abs. 2 ATSG mit Wirkung für die Zukunft fällt bei diesem Prozessergebnis von vorn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">herein ausser Betracht. Die Verfügung vom 12. Januar 2015 ist daher aufzuhe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben und festzustellen, dass der Beschwerdeführer ab 1. Februar 2015 weiterhin Anspruch auf eine Entschädigung wegen mittelschwerer Hilflosigkeit hat. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p><span>7.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufwand unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.– bis Fr. 1‘000.– festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG). Sie sind vorliegend auf Fr. 800.– anzusetzen und gemäss dem Verfahrensausgang der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 2 GSVGer). Dem Beschwerdeführer, vertreten durch seine Eltern als Inhaber der erstreckten elterlichen Sorge (Urk. 7/97), vertreten durch die DAS Rechtsschutz-Versicherungs-AG (Urk. 4), ist unter Berücksichtigung dieser Grundsätze eine Prozessentschädigung von Fr. 1‘600.– (inkl. Mehrwert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">steuer und Barauslagen) zuzusprechen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 12. Januar 2015 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer auch nach dem 1. Februar 2015 Anspruch auf eine Ent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung wegen mittelschwerer Hilflosigkeit hat. </span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">–</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin auferlegt. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">stellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">-</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schä</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">digung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 1600.–</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">DAS Rechtsschutz-Versicherungs-AG, unter Beilage einer Kopie von Urk. 9</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage einer Kopie von Urk. 9</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigBonetti</p><p></p></div> </div></body></html>