<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2017.00458</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=217664&amp;W10_KEY=13013503&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2017.00458</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 15.11.2017</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die Verletzung des Beschleunigungsgebots kann nicht dazu führen, dass ein Familiennachzugsgesuch im Nachhinein (hypothetisch) bewilligt wird, wenn wie im vorliegenden Fall zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung kein Anspruch auf Bewilligung bestand und die Bewilligungsvoraussetzungen nicht erfüllt sind (E. 2.2.1). Die Vorinstanz hat die Erteilung einer Ermessensbewilligung zu Recht verweigert. Die Feststellung der Vorinstanz, es liege keine gute Integration vor, ist nicht zu beanstanden. Auch sind keine Gründe ersichtlich, welche gegen eine Wiedereingliederung im Heimatland sprechen (E. 2.2.2). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHLEUNIGUNGSGEBOT">BESCHLEUNIGUNGSGEBOT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 44 AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 29 Abs. I BV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 EMRK</span><br/><span class="ungerade">§ 4a VRG</span><br/><span class="gerade">Art. 77 VZAE</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=35865" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2017.00458</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span><b><span> </span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">15. November 2017</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Leana Isler, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin,</span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Aufenthaltsbewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A, geboren 1985, StaatsangehÃ¶rige von Serbien, heiratete am 29. Dezember 2006 C, der damals im Besitz einer Niederlassungsbewilligung war. Am 23. August 2007 reiste sie in die Schweiz ein und erhielt im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung. Ende Juni 2009 verliess C die Schweiz (ohne sich abzumelden). Infolgedessen widerrief das Migrationsamt mit VerfÃ¼gung vom 25. Juni 2010 die Aufenthaltsbewilligung von A. Dagegen erhob A am 28. Juli 2010 Rekurs beim Regierungsrat. Am 30. September 2010 reiste C erneut in die Schweiz ein und nahm das eheliche Zusammenleben wieder auf.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 10. August 2011 stellte das Migrationsamt fest, dass die Niederlassungsbewilligung von C erloschen ist und erteilte ihm gestÃ¼tzt auf Art. 30 Abs. 1 lit. k des AuslÃ¤ndergesetzes vom 16. Dezember 2005 (AuG; <span>Wiederzulassung von AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤ndern, die im Besitz einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung waren</span>) eine Aufenthaltsbewilligung. Infolgedessen ersuchte A am 8. Dezember 2011 um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Ehemann (Familiennachzugsgesuch). Dieses Familiennachzugsgesuch wies das Migrationsamt mit VerfÃ¼gung vom 17. Januar 2012 aufgrund der nicht ausreichenden finanziellen Mittel der Eheleute ab. Gegen diese VerfÃ¼gung erhob A am 14. Februar 2012 Rekurs bei der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion. Diese hiess den Rekurs teilweise gut, hob die VerfÃ¼gung vom 17. Januar 2012 auf und Ã¼berwies die Akten an den Regierungsrat zuhanden des hÃ¤ngigen Rekursverfahrens.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Am 3. September 2012 ersuchte C um VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung. Mit Beschluss vom 11. Februar 2015 hiess der Regierungsrat den Rekurs von A gegen die VerfÃ¼gungen vom 25. Juni 2010 bzw. 17. Januar 2012 teilweise gut, hob diese auf soweit sie nicht gegenstandslos geworden waren, wies den Rekurs im Ãbrigen ab und wies die Sache zum neuen Entscheid an das Migrationsamt zurÃ¼ck. Mit VerfÃ¼gung vom 24. September 2015 wies das Migrationsamt das Gesuch von C um VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung ab, worauf dieser am 5. November 2015 die Schweiz verliess.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Mit VerfÃ¼gung 14. MÃ¤rz 2016 wies das Migrationsamt das Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung von A vom 8. Dezember 2011 ab und setzte ihr Frist zum Verlassen der Schweiz bis am 14. Mai 2016. Weiter stellte es fest, dass ein allfÃ¤lliger Rekurs gegen diese VerfÃ¼gung keine aufschiebende Wirkung entfalte.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 19. Juni 2017 ab, soweit er nicht gegenstandslos geworden war und setzte A Frist zum Verlassen der Schweiz bis am 15. September 2017.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">Mit Beschwerde vom 16. Juli 2017 beantragte A, es sei der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben und ihr eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. In formeller Hinsicht beantragte sie, es sei festzustellen, dass der vorliegenden Beschwerde die aufschiebende Wirkung zukomme und ihr den weiteren Aufenthalt sowie die ErwerbstÃ¤tigkeit beim bisherigen Arbeitgeber fÃ¼r die Dauer des Beschwerdeverfahrens ausdrÃ¼cklich zu bewilligen.</p> <p class="Sachverhalt1">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 12. Juli 2017 wurde angemerkt, dass wÃ¤hrend des Verfahrens alle Vollziehungsvorkehrungen zu unterbleiben haben.</p> <p class="Sachverhalt1">WÃ¤hrend die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion auf Vernehmlassung verzichtete, liess sich das Migrationsamt nicht vernehmen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung1">Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼berschreitung und Ermessensunterschreitung, und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid erwogen, dass die Besonderheit des Falles darin liege, dass das Rekursverfahren vor dem Regierungsrat insgesamt Ã¼ber fÃ¼nf Jahre in Anspruch genommen habe und sich in der Zwischenzeit der Sachverhalt verÃ¤ndert habe. Zum Zeitpunkt der Einreichung des Familiennachzugsgesuchs sei der Ehegatte der BeschwerdefÃ¼hrerin im Besitz einer Aufenthaltsbewilligung gewesen und in der Folge habe er die Schweiz am 5. November 2015 verlassen. Er habe somit nicht Ã¼ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht in der Schweiz verfÃ¼gt, weshalb die BeschwerdefÃ¼hrerin auch keinen Rechtsanspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung aus Art. 8 der Menschenrechtskonvention vom 4. November 1950 (EMRK) habe ableiten kÃ¶nnen und die Erteilung im Ermessen der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde gelegen habe. Der Ã¼berlangen und nicht von der BeschwerdefÃ¼hrerin verschuldeten Verfahrensdauer sei jedoch insoweit Rechnung zu tragen, als dass die BeschwerdefÃ¼hrerin so zu behandeln sei, als wÃ¤re sie wÃ¤hrend dieser Zeit im Besitz einer Aufenthaltsbewilligung im Sinn von Art. 44 AuG gewesen. Die Vorinstanz prÃ¼fte in der Folge die "VerlÃ¤ngerung" der Aufenthaltsbewilligung analog zu Art. 77 <span>Verordnung Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit</span> vom <span>24. Oktober 2007 (</span>VZAE) und kam zum Schluss, dass die Voraussetzungen fÃ¼r eine "VerlÃ¤ngerung" der Aufenthaltsbewilligung nicht erfÃ¼llt seien. Es liege auch kein schwerwiegender persÃ¶nlicher HÃ¤rtefall vor, weshalb ihr auch nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen keine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen sei.</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.1 </b>Im Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen haben die Parteien Anspruch auf Beurteilung innert nÃ¼tzlicher Frist (Art. 29 Abs. 1 BV; § 4a VRG, vgl. auch § 27c VRG). Die Vorinstanz ist zwar zu Recht von einer Ã¼berlangen Verfahrensdauer ausgegangen, dauerte das Rekursverfahren beim Regierungsrat Ã¼ber fÃ¼nf Jahre, jedoch kann die BeschwerdefÃ¼hrerin wegen <span>einer Missachtung des Beschleunigungsgebotes </span>nicht so behandelt werden, als hÃ¤tte sie eine Aufenthaltsbewilligung gehabt.<span> Aus einer allfÃ¤lligen Missachtung des Beschleunigungsgebotes nach Art. 29 Abs. 1 BV lÃ¤sst sich grundsÃ¤tzlich kein absoluter Anspruch auf eine positive Leistung des Staates â wie namentlich die Bewilligung eines Familiennachzugsgesuchs â ableiten (BGE 139 V 411 E. 3.4; BGr, 26. August 2013, 2C_97/2013, E. 3.1.4; BGr, 30. August 2011, 2C_189/2011, E. 4). </span>Eine allfÃ¤llige Verletzung dieser Norm vermittelt somit keinen Anspruch auf Bewilligung des Familiennachzugs.<span> Umso mehr kann die Verletzung des Beschleunigungsgebots nicht dazu fÃ¼hren, dass ein Familiennachzugsgesuch im Nachhinein (hypothetisch) bewilligt wird, wenn wie im vorliegenden Fall zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung kein Anspruch auf Bewilligung bestand und die Bewilligungsvoraussetzungen nicht erfÃ¼llt sind. </span><span>Der BeschwerdefÃ¼hrerin ist aus der Verfahrensdauer auch kein Nachteil erwachsen, zumal sie wÃ¤hrend des Verfahrens in der Schweiz verbleiben durfte und auch keine</span> RechtsverzÃ¶gerungsbeschwerde erhoben hat. Sie kann daher aus dem Umstand, dass der Regierungsrat das Beschleunigungsgebot verletzt hat, bezÃ¼glich des Familiennachzugsgesuchs nichts zu ihren Gunsten ableiten. <span>Entgegen den ErwÃ¤gungen der Vorinstanz sind daher die Voraussetzungen fÃ¼r einen nachehelichen Aufenthalt (Art. 77 Abs. 1 lit. a [erfolgreiche Integration] oder lit. b [wichtige persÃ¶nliche GrÃ¼nde] VZAE) fÃ¼r die Bewilligungserteilung nicht massgebend, sondern ist zu prÃ¼fen, ob ihr nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen ist.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.2.2 </span></b><span>GemÃ¤ss Art. 30 Abs. 1</span><span> </span><span>lit.</span> b AuG kann <span>im Rahmen von Art. 96 AuG </span>von den Zulassungsvoraussetzungen (Art. 18 â 29 AuG) abgewichen werden, um schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefÃ¤llen Rechnung zu tragen. FÃ¼r die Beurteilung, ob ein HÃ¤rtefall vorliegt, werden die Kriterien nach Art. 31 VZAE berÃ¼cksichtigt (<span>Grad der Integration, die Respektierung der Rechtsordnung, die FamilienverhÃ¤ltnisse, die finanziellen UmstÃ¤nde, die Dauer der Anwesenheit oder der Gesundheitszustand des Betroffenen und <a id="page350"></a>seiner Familie</span> sowie die MÃ¶glichkeiten fÃ¼r eine Wiedereingliederung im Herkunftsstaat<span>). Der massgebliche HÃ¤rtefall setzt gemÃ¤ss der Rechtsprechung des Bundesgerichts voraus, dass sich der betreffende AuslÃ¤nder in einer persÃ¶nlichen Notlage befindet. Das bedeutet, dass seine Lebens- und Daseinsbedingungen gemessen am durchschnittlichen Schicksal von AuslÃ¤ndern in gesteigertem Mass infrage gestellt sein mÃ¼ssen bzw. dass die Verweigerung der HÃ¤rtefallbewilligung fÃ¼r den Betroffenen schwere Nachteile zur Folge hÃ¤tte (BGE 119 Ib 33 E. 4c). Bei AuslÃ¤ndern, die sich seit zehn und mehr Jahren in der Schweiz aufhalten, ist in der Regel vom Vorliegen eines schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefalls auszugehen, sofern diese finanziell unabhÃ¤ngig, sozial und beruflich gut integriert sind und sich bis dahin klaglos verhalten haben (vgl. BGE 124 II 110 E. 3). </span>Die ErmessensausÃ¼bung kann das Verwaltungsgericht nur auf das Ãberschreiten, Unterschreiten oder den Missbrauch des Ermessens Ã¼berprÃ¼fen, hingegen nicht auf die Angemessenheit des Entscheids (§ 50 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. a und b VRG).</p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.2.3 </span></b>Die Vorinstanz hat die Erteilung einer Ermessenbewilligung verweigert. <span>Es bestehen keine Hinweise dafÃ¼r, dass sie ihr Ermessen dabei in rechtsverletzender Weise ausgeÃ¼bt hat. Vielmehr hat sie in Anwendung von Art. 96 Abs. 1 AuG alle rechtserheblichen Kriterien berÃ¼cksichtigt und die Verweigerung genÃ¼gend begrÃ¼ndet. So fÃ¼hrt die Vorinstanz zutreffend aus, </span>dass <span>sich die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht massgeblich in die hiesigen VerhÃ¤ltnisse integrieren konnte. </span>Die heute fast 32-jÃ¤hrige BeschwerdefÃ¼hrerin ist im August 2007 im Alter von 22 Jahren erstmals in die Schweiz eingereist. Im Juni 2009 kehrte sie in ihr Heimatland zurÃ¼ck und reiste im September 2010 erneut in die Schweiz ein. Sie hÃ¤lt sich somit seit Ã¼ber sieben Jahren hier auf, insgesamt betrÃ¤gt die Aufenthaltsdauer in der Schweiz Ã¼ber neun Jahre. Die relativ lange Aufenthaltsdauer ist indes insofern zu relativieren, als dass sich die BeschwerdefÃ¼hrerin seit Ã¼ber sieben Jahren ohne gÃ¼ltigen Aufenthaltstitel hier aufhÃ¤lt und ihr<span> Anwesenheitsrecht bloss aus der aufschiebenden Wirkung der langdauernden Rechtsmittelverfahren herleiten kann (BGr, </span><span>24. September 2013, 2C_23/2013, E. 3.1). Unter BerÃ¼cksichtigung der </span>UmstÃ¤nde dieses Einzelfalls, namentlich aufgrund der Ã¼bermÃ¤ssigen Verfahrensdauer beim Regierungsrat, ist diese Zeit dennoch mitzuberÃ¼cksichtigen (vgl. VGr, 12. Februar 2014, VB.2013.00614, E. 3.5.2; 10. Juli 2013, VB.2013.00106, E. 5). Trotz der neunjÃ¤hrigen Anwesenheit kann dennoch nicht von einer Verwurzelung die Rede sein. Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist ihren finanziellen Verpflichtungen wiederholt nicht nachgekommen. GemÃ¤ss Betreibungsregisterauszug des Betreibungsamts ZÃ¼rich 11 vom 28. August 2014 hat sie Betreibungen im Gesamtbetrag vom Fr. 60'473.60 und existieren Verlustscheine im Gesamtbetrag von Fr. 26'696.50. Zwar schliessen Schulden eine Integration nicht aus, wenn die <span>auslÃ¤ndische Person im Begriff ist, die Schulden in wirksamer Weise zurÃ¼ckzubezahlen (BGr, 30. Oktober 2015, </span>2C_175/2015, E. 2.3)<span>. Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, fallen d</span>ie bis anhin durch LohnpfÃ¤ndung etc. erfolgten Zahlungen in der HÃ¶he von Fr. 9'354.- im VerhÃ¤ltnis zu den Gesamtschulden nur marginal ins Gewicht. Zudem lÃ¤sst sich dem von ihr eingereichten Schreiben des Betreibungsamts ZÃ¼rich 11 vom 12. Juni 2017 entnehmen, dass sie die gepfÃ¤ndeten Lohnquoten von Fr. 339.10 im April und Mai 2017 nicht Ã¼berwiesen hat. Die BeschwerdefÃ¼hrerin verdient aktuell netto ca. Fr. 2'600.- und hat gemÃ¤ss eigenen Angaben Aussicht auf eine weitere kleine Teilzeitstelle. Damit liegt zwar eine gewisse berufliche Integration vor, jedoch ist der Schluss der Vorinstanz, die BeschwerdefÃ¼hrerin kÃ¶nne aufgrund der massiven Schulden in wirtschaftlicher Hinsicht nicht als integriert geltend, nicht zu beanstanden. Daran vermag auch die unsubstanziiert vorgebrachte Behauptung, der Ehemann habe das <span>finanzielle Chaos verursacht, nichts zu Ã¤ndern. Ebenso erhellt sich nicht, inwiefern die Vorinstanz mit dieser Schlussfolgerung gegen das Diskriminierungsverbot verstossen haben soll. Der nicht weiter ausgefÃ¼hrte Vorwurf, Sans Papiers kÃ¶nnten ihre Schulden angeblich Ã¼ber </span>Asylorganisationen<span> abwickeln, wÃ¤hrend ihr nur vorgeworfen werden kÃ¶nne, den falschen Mann geheiratet zu haben, vermag jedenfalls solches nichts zu beweisen. Weiter hat die Vorinstanz zu Recht festgestellt, dass </span>weder ersichtlich noch von der BeschwerdefÃ¼hrerin behauptet wird, dass sie in sozialer Hinsicht integriert ist. Unbestritten ist hingegen eine gewisse sprachliche Integration. Nach dem Gesagten ist die Feststellung der Vorinstanz, es liege keine gute Integration vor, nicht zu beanstanden. Auch sind keine GrÃ¼nde ersichtlich, welche gegen eine Wiedereingliederung im Heimatland sprechen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat die prÃ¤genden Jahre in ihrem Heimatland verbracht und besuchte ihre Eltern und ihren Bruder, die nach wie vor dort leben, regelmÃ¤ssig. Sie ist mit den dortigen VerhÃ¤ltnissen somit bestens vertraut und es ist ihr ohne Weiteres zumutbar, nach Serbien zurÃ¼ckzukehren. Soweit sie vorbringt, ihre Wiedereingliederung in Serbien sei <span>stark gefÃ¤hrdet, da ihre Chancen als 32-jÃ¤hrige geschiedene und massiv Ã¼berschuldete Frau auf dem Heiratsmarkt nicht die Vorteilhaftesten seien, ist nicht ersichtlich, dass sich dadurch ihr Schicksal von demjenigen anderer AuslÃ¤nder in vergleichbaren Situationen abhebt. Die Vorinstanz hat ihr Ermessen nach dem Gesagten nicht rechtsverletzend ausgeÃ¼bt.</span></p> <p class="Urteilstext">Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung1">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen und ihr steht keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a Abs. 2 sowie § 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1">DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>