<h2>SubmittedText<h2><p>Die Grossverteiler versprechen, dass importiertes Obst und Gemüse nach dem "Global-Gap-Standard" zertifiziert ist. Damit wird der Produktionsprozess von der Aussaat über die Arbeitshygiene bis zum Verkauf im Grosshandel überprüft. Aktuelle Medienberichte zeigen aber, dass in der europäischen Gemüsekammer Almerias weiterhin katastrophale Arbeitsbedingungen herrschen.</p><p>- Ist dies dem Bundesrat bekannt?</p><p>- Was kann er tun, um Mindeststandards von der International Labour Organization (ILO) bei Importen durchzusetzen?</p><p>- Werden Kundinnen und Kunden getäuscht?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Gemäss den dem Bundesrat vorliegenden Informationen arbeiten alle Detailhändler in der Schweiz mit dem Global-Gap-Standard. Weitere Informationen sind beim Verein Swiss Gap verfügbar, welcher für Global Gap in der Schweiz verantwortlich ist. Diese Initiative ist vollständig privat und wird vom Bund nicht überwacht. Die Kernübereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), welche als Mindeststandards in der Arbeitswelt gelten, werden von den Mitgliedstaaten der Organisation ratifiziert. Spanien ist ein Mitgliedstaat der ILO. Es liegt in der Pflicht der Mitgliedstaaten, die Einhaltung der ratifizierten Übereinkommen durchzusetzen und der ILO darüber periodisch Rechenschaft abzulegen. Die Schweiz nimmt im Rahmen des jährlich tagenden Normenanwendungsausschusses der ILO, welcher die Einhaltung der Übereinkommen überprüft, regelmässig Stellung zu Umsetzungsproblemen. Den zuständigen Bundesbehörden sind keine entsprechenden Beschwerden von Konsumentinnen und Konsumenten bekannt.</p>