<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.1999.00336</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105309&amp;W10_KEY=13013583&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.1999.00336</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.02.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verwirkung des Rekursrechts. Die fehlende Aussteckung der Stützmauern im Gelände bildet keinen so gewichtigen Verfahrensmangel, dass deshalb auf den nachträglichen Nachbarrekurs einzutreten gewesen wäre (E. 2a). Selbst wenn diesbezüglich anders zu entscheiden wäre, stünde einem Eintreten der Umstand entgegen, dass der heutige Beschwerdeführer - trotz ordnungsgemässer Publikation des Bauvorhabens - kein Begehren um Zustellung des baurechtlichen Entscheids im Sinn von § 315 PBG gestellt hat (E. 2b).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSTECKUNG">AUSSTECKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STÃTZMAUER">STÃTZMAUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFAHRENSMÃNGEL">VERFAHRENSMÃNGEL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTELLUNGSBEGEHREN">ZUSTELLUNGSBEGEHREN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 311 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 315 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 316 PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2000 Nr. 105</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text2"><span>I. A. Der </span></a><span>Gemeinderat G. erteilte Herrn und Frau D. am 19. Mai 1998 unter Bedin­gungen und Auflagen die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r den Ab­bruch des GebÃ¤udes Vers.Nr. ...1 und fÃ¼r den Neubau von zwei EinfamilienhÃ¤usern auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. ....2 an der H.-Strasse/Seestrasse in C.. Das Bauvor­haben wurde im Amtsblatt des Kantons ZÃ¼rich vom 9. April 1998 ausgeschrieben. Da in­nert Frist kein Rekurs eingegan­gen war, erteilte der Gemeinderat G. am 10. MÃ¤rz 1999 die Baufreigabe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. Mit Rekursschrift vom 17. Juni 1999 gelangte A. B. als EigentÃ¼mer der Liegen­schaft Seestrasse ..3 und Nachbar der Bauparzelle Kat.Nr. ....2 mit dem Hauptantrag an die Baurekurskommission II, die Baubewilligung sei insofern aufzuheben, als auf dem Bau­grundstÃ¼ck entlang der Seestrasse StÃ¼tzmauern vorbehaltlos bewilligt wor­den seien. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Entscheid vom 21. September 1999 wies die Baurekurskommission II den Rekurs ab, soweit sie darauf eintrat. Sie hielt vorab fest, dass nach § 315 Abs. 1 des Pla­nungs‑ und Baugesetzes vom 7. September 1975/1. September 1991 (PBG) das Rekurs­recht verwirkt habe, wer nicht rechtzeitig die Zustellung des baurechtlichen Entscheids verlange. Ein solches Gesuch habe der Rekurrent nicht gestellt, weshalb er sein Rekurs­recht verwirkt habe. Daran Ã¤ndere nichts, dass die beiden in der Rekursschrift erwÃ¤hnten Mauern nicht ausgesteckt worden seien. Das Bauvorhaben sei am 9. April 1998 im Amts­blatt des Kantons ZÃ¼rich ausgeschrieben worden. Die Ausschreibung habe den Ã¼blichen Anforderungen genÃ¼gt. Der Text brauche keine Details des Bauprojekts zu enthalten. Er mÃ¼sse jedoch in der Weise aussagekrÃ¤ftig sein, dass sich der betroffene Dritte ein grund­sÃ¤tzliches Bild Ã¼ber mÃ¶gliche Auswirkungen machen kÃ¶nne. Die Profilierung mÃ¼sse ledig­lich einen Hinweis auf mÃ¶gliche BeeintrÃ¤chtigungen geben. Ãber die genaue Gestalt des Vorhabens mÃ¼sse sich der betroffene Nachbar anhand der Ã¶ffentlich aufliegenden PlÃ¤ne orientieren. Zum Ã¼blichen Erscheinungsbild einer Ãberbauung gehÃ¶rten GrundstÃ¼ckab­schlÃ¼sse in Form von Hecken, ZÃ¤unen oder Mauern. Sie bildeten Bestandteil des Um­schwungs bzw. der Umgebungsgestaltung von GebÃ¤uden. Es sei daher ohne weiteres damit zu rechnen, dass ein GrundstÃ¼ck im Rahmen eines Neubauprojekts eingefriedet werde. Die streitigen Mauern seien den projektierten GebÃ¤uden seewÃ¤rts vorgelagert. Durch die Profi­lierung sei der Rekurrent auf ein in seinem unmittelbaren Interessenbereich geplantes Ge­bÃ¤ude hingewiesen worden. Er habe sich nicht darauf verlassen kÃ¶nnen, dass im Vergleich zum Hauptprojekt alle untergeordneten Bauteile durch das Baugespann dargestellt wÃ¼rden. Er hÃ¤tte daher Einsicht in die BauplÃ¤ne nehmen mÃ¼ssen. Die Frage, ob die StÃ¼tzmauern hÃ¤tten ausgesteckt werden mÃ¼ssen, kÃ¶nne offen bleiben, da Mauern und Einfriedigungen Teil der Umgebungsgestaltung bildeten. Angaben Ã¼ber die Gestaltung und Nutzweise des Umschwungs seien dem Umgebungsplan zu entnehmen, der in der Regel zur vollstÃ¤ndigen Baueingabe gehÃ¶re. Dem Umgebungsplan werde fÃ¼r die BewilligungsfÃ¤higkeit einer Re­gelÃ¼berbauung keine ausschlaggebende Bedeutung zugemessen, so dass die Frage der Ge­staltung der Umgebung grundsÃ¤tzlich in ein spÃ¤teres Verfahren verwiesen werden dÃ¼rfe. Die Behauptung des Rekurrenten, er sei infolge der fehlenden Profilierung der StÃ¼tzmauern Ã¼ber das Bauvorhaben getÃ¤uscht worden, lasse sich daher nicht halten. Das Baugespann ha­be gegenÃ¼ber den BauplÃ¤nen lediglich eine ergÃ¤nzende Funktion, da die PlÃ¤ne regelmÃ¤s­sig eine bessere und prÃ¤zisere Auskunft Ã¼ber das Vorhaben gÃ¤ben. Die hier streitigen StÃ¼tz­mau­ern seien aus den massgebenden PlÃ¤nen klar ersichtlich gewesen. HÃ¤tte der Re­kurrent in die PlÃ¤ne Einsicht genommen, so wÃ¤re er Ã¼ber das gesamte Vorhaben informiert ge­we­sen. Die nachbarliche Sorgfaltspflicht gebiete es, die Zustellung des baurechtlichen Ent­scheids zu verlangen, dies unabhÃ¤ngig von einer allfÃ¤lligen spÃ¤teren Rekurserhebung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 26. Oktober 1999 beantragte der unterlegene Rekurrent dem Verwaltungsgericht, der Entscheid der Baurekurskommission II vom 21. September 1999 sei aufzuheben, und die mit der Rekursschrift vom 17. Juni 1999 gestellten AntrÃ¤ge seien gutzuheissen. Die Baurekurskommission II beantragte am 18. November 1999 Ab­weisung der Beschwerde. Der Bauausschuss des Gemeinderats G. teilte mit Eingabe vom 25. November 1999 mit, dass er auf Vernehmlassung verzichte. Die private Be­schwer­degegnerschaft beantragte mit Beschwerdeantwort vom 10. Januar 2000 Abweisung der Beschwerde, unter Kosten‑ und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien gemÃ¤ss Rechtsschriften werden ‑ soweit erforder­lich ‑ nachstehend wiedergegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt wie schon im Rekursverfahren, dass die auf dem Bau­grundstÃ¼ck erstellten StÃ¼tzmauern im GelÃ¤nde nicht ausgesteckt gewesen seien. Damit macht er einen Verfahrensmangel geltend. Es fragt sich, ob er mit diesem Einwand noch zuzulassen sei, da er weder um Zustellung des baurechtlichen Entscheids ersucht (§§ 315 ff. PBG) noch innert der in der Baubewilligung angesetzten Frist Rekurs erhoben hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Das Verwaltungsgericht hat (vorab unter dem Gesichtspunkt einer falschen Ver­fahrenswahl durch die zustÃ¤ndige BaubehÃ¶rde) wiederholt entschieden, dass ein formeller Mangel des Bewilligungsverfahrens auf Rekurs eines Nachbarn hin nicht ohne weiteres zur Aufhebung des baurechtlichen Entscheids fÃ¼hre. Vielmehr komme es darauf an, ob dieser Nachbar seine RÃ¼gen der Baurekurskommission habe vortragen kÃ¶nnen oder nicht. Sei ihm das verwehrt gewesen, habe die Rekurskommission grundsÃ¤tzlich den baurechtlichen Ent­scheid aufzuheben und die Sache zur NeudurchfÃ¼hrung des Baubewilligungsverfahrens an die BaubehÃ¶rde zurÃ¼ckzuweisen. Sei der Nachbar jedoch in der Lage gewesen, seine Ein­wÃ¤nde vorzutragen, bestehe kein Anlass, die Baubewilligung aufzuheben; denn in diesem Fall habe der Rekurrent seine Interessen vollumfÃ¤nglich wahren kÃ¶nnen, womit der ihm zustehende Rechtsschutz gewÃ¤hrleistet worden sei (vgl. RB 1983 Nr. 110, 1981 Nr. 144; VGr, 29. Oktober 1997, VB.97.00114; VGr, 25. September 1997, VB.97.00012; VGr, 29. August 1997, VB.97.00043 + 00045 [und weitere Entscheide]; FranÃ§ois Ruckstuhl, Der Rechtsschutz im zÃ¼rcherischen Planungs‑ und Baurecht, ZBl 86/1985 S. 303; Attilio Ga­dola, Zur Rechtsmittelbefugnis des Nachbarn in Bausachen, Baurecht 1993, Ziffer 1 am Ende, S. 94 oben). Von diesen GrundsÃ¤tzen ist auch hier auszugehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Im vorliegenden Fall wurde das Bauvorhaben, wie die Baurekurskommis­sion II zutreffend festgehalten hat, im Amtsblatt des Kantons ZÃ¼rich vom 9. April 1998 ordnungsgemÃ¤ss publiziert (vgl. Text Rekursentscheid S. 5). Die amtliche Publikation ent­hÃ¤lt den Hinweis, dass das Baugesuch im Gemeindehaus zur Einsichtnahme aufliege. Fer­ner wurde ausdrÃ¼cklich auf die §§ 315 ff. PBG hingewiesen. Die geplanten GebÃ¤ude wur­den im GelÃ¤nde ausgesteckt (§ 311 Abs. 1 PBG). Im GelÃ¤nde nicht markiert waren dage­gen die heute im Streit liegenden StÃ¼tzmauern. Ob diese angesichts ihres doch erheblichen Umfangs ebenfalls hÃ¤tten ausgesteckt werden mÃ¼ssen, ist fraglich. Das Planungs‑ und Bau­gesetz Ã¤ussert sich nicht dazu, mit welcher Genauigkeit ein Projekt ausgesteckt werden muss. Es sind denn auch nicht die Aussteckungen, sondern die PlÃ¤ne und weiteren Ge­suchs­unterlagen, welche genaue AuskÃ¼nfte Ã¼ber das Bauvorhaben geben sollen. Jedenfalls ist mit der Baurekurskommission II festzuhalten, dass im GelÃ¤nde nicht jeder GebÃ¤ude‑ bzw. Bauteil dargestellt werden muss. Das gilt insbesondere fÃ¼r Bauteile, die wie hier die Umgebungsgestaltung betreffen. Ãber die genaue Gestalt des Projekts hat sich der Nachbar anhand der Ã¶ffentlich aufliegenden PlÃ¤ne zu orientieren, die wie gesagt in erster Linie mass­gebend sind. Die Profilierung muss (lediglich) einen Hinweis auf mÃ¶gliche Beein­trÃ¤chtigungen geben (RB 1984 Nr. 117, 1980 Nr. 126; VGr, 26. November 1997, VB.97.00146; Christian MÃ¤der, Das Baubewilligungsverfahren, ZÃ¼rich 1991, N. 283; Erich Zimmerlin, Baugesetz des Kantons Aargau, 2. A., Aarau 1985, § 151 N. 3; Paul Leutenegger, Das formelle Baurecht der Schweiz, 2. A., Bern 1978, S. 141). Hinsichtlich der hier streitigen StÃ¼tzmauern ist sodann zu beachten, dass sich das BaugrundstÃ¼ck un­mittelbar nÃ¶rdlich und damit bergseits der Seestrasse gegenÃ¼ber der Liegenschaft des Be­schwerdefÃ¼hrers befindet. Das aufgeschÃ¼ttete Terrain und das Niveau des Erdgeschosses liegen erheblich Ã¼ber der Seestrasse. Ferner ist unbestritten, dass die neuen StÃ¼tzmauern an die Stelle von bestehenden (wenn auch weniger hohen) frÃ¼heren Mauern zu stehen kom­men. Angesichts dieser Sachlage hÃ¤tte sich der BeschwerdefÃ¼hrer klarerweise fragen mÃ¼s­sen, wie der Parzellenabschluss gegenÃ¼ber der Seestrasse erfolgen werde. Die nachbarliche Sorgfaltspflicht hÃ¤tte geboten, in die BauplÃ¤ne Einsicht zu nehmen, dies unabhÃ¤ngig da­von, dass die neu geplanten Mauern nicht ausgesteckt waren. Jedenfalls war es dem Be­schwerdefÃ¼hrer in keiner Art und Weise verwehrt, seine EinwÃ¤nde gegen das Bauvorhaben (rechtzeitig) vorzutragen. Davon, dass der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼ber das Bauvorhaben "ge­tÃ¤uscht" worden sei, kann keine Rede sein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Selbst wenn man annehmen wollte, es liege angesichts der fehlenden Aus­stec­kung der StÃ¼tzmauern ein so gewichtiger Verfahrensmangel vor, dass es aus dieser Sicht gerechtfertigt wÃ¤re, auf die nachtrÃ¤glich erhobenen RÃ¼gen noch einzutreten, so steht dem der Umstand entgegen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer kein Begehren um Zustellung des bau­rechtlichen Entscheids im Sinn von § 315 Abs. 1 PBG gestellt hat. Das hat zur Folge, dass sein Rekursrecht jedenfalls verwirkt ist (§ 316 Abs. 1 PBG). Diese Bestimmung ist zwin­gender Natur. Die gesetzliche Rechtsfolge der Rekursverwirkung hÃ¤ngt grundsÃ¤tzlich nicht vom Vorhandensein allfÃ¤lliger MÃ¤ngel des baurechtlichen Verfahrens bzw. von deren Ge­wicht bzw. Schwere ab. Keinesfalls wÃ¤re es gerechtfertigt, hier deshalb keine Verwir­kung des Rekursrechts anzunehmen, weil die StÃ¼tzmauern im GelÃ¤nde nicht ausgesteckt waren. Das Gesuch um Zustellung des baurechtlichen Entscheids ist in jedem Fall Voraus­setzung fÃ¼r eine allfÃ¤llige Rekurserhebung. Dabei muss im Moment der Gesuchseinrei­chung nicht schon feststehen, ob es infolge von MÃ¤ngeln der Bauerlaubnis oder des Bewil­ligungs­ver­fah­rens zu einer Rechtsmittelerhebung kommt oder nicht. HÃ¤tte der Beschwerde­fÃ¼hrer die­ses Gesuch gestellt, hÃ¤tte er bereits der Baubewilligung (ohne Einsichtnahme in die PlÃ¤ne) entnehmen kÃ¶nnen, dass die Bauerlaubnis 3 m hohe StÃ¼tzmauern entlang der Seestrasse um­fasst (ErwÃ¤gungen S. 1 Abs. 1). Der BeschwerdefÃ¼hrer hat offensichtlich die ihm als un­mittelbarem Nachbarn obliegende Diligenzpflicht nicht beachtet. Die Folgen seiner Un­tÃ¤tigkeit hat er selber zu tragen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerde ist als unbegrÃ¼ndet abzuweisen. Ein Grund fÃ¼r eine RÃ¼ckweisung an die Baurekurskommission II besteht nicht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>