<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00031</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106062&amp;W10_KEY=13013579&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00031</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 29.03.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nutzungsplanung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Rekurslegitimation des Zürcher Heimatschutzes (im Zusammenhang mit dem Häusergeviert am Kreuzplatz in Zürich): Rechtsmittellegitimation von Heimatschutzvereinigungen im Allgemeinen (E. 3 a.A.). Zusammenfassung zu den Objekten des Heimatschutzes, zum Instrumentarium der Schutzmassnahmen, zum Begriff der Kernzone und zum Verhältnis dieser baurechtlichen Massnahmen zueinander (E. 3c). Die Legitimation ist jedenfalls n i c h t allgemein dort zuzusprechen, wo im Interesse des Heimatschutzes eine Kern- oder Freihaltezone anzuordnen wäre. Für die Legitimation müssen vielmehr näher konkretisierte Anhaltspunkte für das Vorliegen eines Schutzobjekts gegeben sein. Unabhängig davon ist die Rekurslegitimation vorliegend deshalb zu verneinen, weil heute keine rechtliche Möglichkeit mehr besteht, einen Substanzschutz zu gewährleisten, und insofern ein schutzwürdiges Interesse fehlt (E. 3d). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HEIMATSCHUTZ">HEIMATSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KERNZONE">KERNZONE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REKURSLEGITIMATION">REKURSLEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZWÃRDIGES INTERESSE">SCHUTZWÃRDIGES INTERESSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERBANDSBESCHWERDE">VERBANDSBESCHWERDE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 23 NaturschutzV</span><br/><span class="gerade">§ 50 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 203 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 205 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 338a Abs. II PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Der Gemeinderat der Stadt ZÃ¼rich setzte am 24. November 1999 Teil II der neuen Bau- und Zonenordnung fest. Dadurch wurde das gemÃ¤ss Bauordnung 1963 in der fÃ¼nfge­schossigen Wohnzone A liegende Geviert zwischen Zeltweg, Kreuzplatz, Klosbachstrasse und Artergut in ZÃ¼rich 7-Hottingen, das mit der Bau- und Zonenordnung 1992 der Kern­zone zugewiesen und dessen Gebietscharakter in Art. 58 vom 17. Mai 1992 (BZO 1992) definiert worden war, der Wohnzone W5 zugeteilt. Der Festsetzungsbeschluss wurde am 7. Januar 2000 publiziert. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Rekurs vom 23. Dezember 1999 beantragte der ZÃ¼rcher Heimatschutz die Beibehaltung der Kernzone und der Regelung von Art. 58 BZO 1992. Die Baurekurskom­mission I lud die Baudirektion ein, den Genehmigungsentscheid zu treffen und einzurei­chen; ferner bot sie jenen GrundeigentÃ¼mern, die seinerzeit die Zuweisung ihrer Grund­stÃ¼cke zur Kernzone angefochten hatten, Gelegenheit zur Stellungnahme. Von diesen Ver­nehmlassungsberechtigten reichten die heutigen privaten Mitbeteiligten am 20. Juni 2000 eine gemeinsame Stellungnahme ein. Mit VerfÃ¼gung vom 27. Juli 2000 genehmigte die Baudirektion ZÃ¼rich die angefochtene Festsetzung. Die Baurekurskommission I wies den Rekurs am 24. November 2000 ab. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 16. Januar 2001 beantragte der ZÃ¼rcher Heimatschutz dem Verwaltungsgericht, fÃ¼r das streitbetroffene Geviert die Kernzone gemÃ¤ss BZO 1992 zu belassen; in verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde beantragt, den Zeugniswert der Ge­bÃ¤udegruppe als schutzwÃ¼rdiges Ortsbild abzuklÃ¤ren und dazu ein Gutachten der kantona­len Natur- und Heimatschutzkommission einzuholen; ferner sei ein Augenschein vorzu­nehmen und ein zweiter Schriftenwechsel durchzufÃ¼hren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die privaten Mitbeteiligen beantragten dem Gericht am 19./26. Februar 2001 Ab­weisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Den nÃ¤mlichen Antrag stellte der Stadtrat ZÃ¼rich am 28. Februar 2001. Die Baudirektion verzichtete auf Vernehmlassung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Kommunale NutzungsplÃ¤ne bzw. diesbezÃ¼glich ergangene Rekursentscheide unterliegen nach § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) und § 329 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975/8. Juni 1997 (PBG) der Beschwerde an das Verwaltungsgericht (RB 1998 Nr. 26). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zur Anfechtung des seinen Rekurs abweisenden Entscheids der Baurekurskommis­sion I ist der BeschwerdefÃ¼hrer nach § 70 in Verbindung mit § 21 VRG unabhÃ¤ngig davon legitimiert, ob ihm die Baurekurskommission die Rekurslegitimation zu Recht zuerkannt habe oder nicht (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungs­rechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 96).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Weil auch die Ã¼brigen Sachurteilsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Be­schwer­de einzutreten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsel steht nach § 58 Satz 2 VRG im Ermessen des Gerichts. Zur Wahrung des rechtlichen GehÃ¶rs ist ein zweiter Schriften­wech­sel nur dann erforderlich, wenn das Gericht in entscheidender Weise auf erstmals in der Be­schwerdeantwort vorgebrachte Tatsachenbehauptungen abstellen will. Das trifft hier nicht zu. Es ist daher zu Recht kein zweiter Schriftenwechsel angeordnet worden. Die Ein­gabe des BeschwerdefÃ¼hrers vom 23. Februar 2001 (act. 11) ist als verspÃ¤tet aus dem Recht zu wei­sen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Streitsache lÃ¤sst sich sodann aufgrund der vorliegenden Akten ohne weitere Beweiserhebungen beurteilen. Den AntrÃ¤gen auf DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins und Einholen eines Gutachtens ist daher nicht zu entsprechen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die Beschwerdegegner wenden vorab ein, die Baurekurskommission habe die Rekurslegitimation des BeschwerdefÃ¼hrers nach § 338a Abs. 2 PBG zu Unrecht bejaht. GemÃ¤ss dieser Bestimmung sind zum Rekurs und zur Beschwerde gegen Anordnungen und Erlasse, soweit sie sich auf den III. Titel (§§ 203 â 217) oder § 238 Abs. 2 PBG stÃ¼t­zen, sowie gegen Bewilligungen fÃ¼r Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen auch gesamtkantonal tÃ¤tige Vereinigungen berechtigt, die sich seit wenigstens zehn Jahren im Kanton statutengemÃ¤ss dem Natur- und Heimatschutz oder verwandten, rein ideellen Zie­len widmen; die nÃ¤mliche Befugnis steht diesen Vereinigungen gegen die Festsetzung von Ã¼berkommunalen GestaltungsplÃ¤nen ausserhalb der Bauzonen zu.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die Baurekurskommission hat in diesem Zusammenhang die langjÃ¤hrigen Aus­einandersetzungen Ã¼ber den Fortbestand der aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammenden GebÃ¤udegruppe am Kreuzplatz dargestellt, beginnend im Jahre 1984 mit dem damaligen Ge­such der GrundeigentÃ¼mer um Feststellung der NichtschutzwÃ¼rdigkeit der GebÃ¤ude­gruppe, vorlÃ¤ufig endend mit dem Urteil des Bundesgerichts vom 14. Oktober 1993 (BGE 119 Ia 305), womit dieses die von der Baurekurskommission angeordnete Aufhebung der Schutzverordnung vom 14. November 1990, die ihrerseits unter Widerruf des Unterschutz­stellungsverzichts vom 5. Juni 1985 ergangen war, in BestÃ¤tigung des verwaltungsgericht­lichen Beschwerdeentscheids vom 20. August 1992 und Abweisung der dagegen erhobe­nen staatsrechtlichen Beschwerde der Stadt ZÃ¼rich geschÃ¼tzt hatte, sowie abschliessend mit der Verwerfung des Gestaltungsplanes in der Volksabstimmung vom 29. November 1998. Auf diese Darstellung der Vorinstanz (E. 2) kann verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Zu ergÃ¤nzen ist, dass die 1992 festgesetzte Kernzone Kreuz­platz formell nie in Rechtskraft erwachsen ist, auch nicht kraft Verweisung in Disp. Ziff. I Teil 2 der aufsichtsrechtlichen Bau- und Zonenordnung der Baudirektion vom 9. Mai 1995, weil die dagegen erhobenen Rekurse nach wie vor bei der Baurekurskommission pendent sind. Formell gilt demnach fÃ¼r das streitbetroffene HÃ¤usergeviert nach wie vor die BZO 1963 und damit die Zonierung in der fÃ¼nfgeschossigen Wohnzone A.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Zur Legitimationsfrage hat die Baurekurskommission I sodann erwogen: Die vom Rekurrenten verfochtene Zuweisung zur Kernzone stÃ¼tze sich auf den III. Titel des Planungs- und Baugesetzes; sie finde ihre Grundlage in § 205 PBG, wonach Objekte des Natur- und Heimatschutzes unter anderem mit Massnahmen des Planungsrechts geschÃ¼tzt werden kÃ¶nnten. Welchen Anforderungen Baugesamtheiten zu genÃ¼gen hÃ¤tten, damit die Festsetzung einer Kernzone in Frage komme, richte sich nach der ebenfalls im III. Titel enthaltenen Bestimmung von § 203 Abs. 1 lit. c PBG und § 23 Abs. 1 der (kantonalen) Natur- und Heimatschutzverordnung vom 20. Juli 1977 (NaturschutzV). Dass sich die zo­nenrechtliche Ausgestaltung dieses Schutzes im Einzelnen nach § 50 PBG richte, vermÃ¶ge an dieser grundlegenden Zuordnung nichts zu Ã¤ndern. Sodann setze die Legitimation zur ideellen Verbandsbeschwerde nicht voraus, dass sich die angefochtene Festlegung auf den III. Titel des PBG stÃ¼tze; es genÃ¼ge "unter gewissen Voraussetzungen" die RÃ¼ge, dass sich die zu treffende Festlegung auf den III. Titel hÃ¤tte stÃ¼tzen sollen. Dies gelte im Bereich des Denkmalschutzes jedenfalls dann, wenn das Objekt inventarisiert oder dessen Qualifika­tion als Schutz­objekt vÃ¶llig unbestritten sei (RB 1991 Nr. 9 = BEZ 1991 Nr. 23 = ZBl 92/ 1991, S. 495). Welche Voraussetzung fÃ¼r die Rekurslegitimation ideeller VerbÃ¤nde im Kon­text mit planungsrechtlichen Schutzmassnahmen erfÃ¼llt sein mÃ¼ssten, lasse sich der zitierten Rechtsprechung nicht entnehmen. Die VerbÃ¤nde kÃ¶nnten sich wohl dort fÃ¼r die Festsetzung einer Kernzone einsetzen, wo die zu erfassende GebÃ¤udegesamtheit (auch) unter Denkmalschutz gestellte, jedenfalls aber inventarisierte Objekte aufweise, oder dort, wo eine GebÃ¤udegesamtheit bereits richtplanerisch als schutzwÃ¼rdiges Ortsbild ausge­schieden sei (vgl. § 22 Abs. 2 PBG). Beides sei vorliegend nicht der Fall. Hingegen kÃ¶nne nicht Ã¼bersehen werden, dass die GebÃ¤udegruppe am Kreuzplatz eine ganz besondere Vor­geschichte aufweise. Mit der erstmaligen Festsetzung einer dem Planungs- und Baugesetz angepassten Bau- und Zonenordnung (BZO 1992) sei das Geviert noch der Kernzone zu­gewiesen worden. Insbesondere sei die GebÃ¤udegruppe im Rahmen einer Verordnung for­mell unter Schutz gestellt worden. Diese Verordnung sei zwar im damaligen Rechtsmittel­verfahren aufgehoben worden; weil dies indessen "auch aus widerrufsrechtlichen GrÃ¼nden" geschehen sei, sei der Zeugniswert der GebÃ¤udegruppe bis heute nicht abschliessend beur­teilt worden. Dazu komme, dass der nachgerade 10 Jahre dauernde Rechtsstreit "eine um­fassende KlÃ¤rung der heimatschutzrechtlichen Behandlung der GebÃ¤udegruppe als ange­zeigt" erscheinen lasse. Damit sei der Rekurrent "im Sinn einer einzelfallweisen und un­prÃ¤­judiziellen Zuerkennung der Anfechtungsbefugnis" zum Nutzungsplanungsrekurs zu­zu­lassen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) GemÃ¤ss § 203 Abs. 1 lit. c PBG bilden Objekte des Heimatschutzes unter ande­rem Ortskerne, Quartiere, Strassen und PlÃ¤tze, GebÃ¤udegruppen, GebÃ¤ude und Teile sowie ZugehÃ¶r von solchen, die als wichtige Zeugen einer politischen, wirtschaftlichen, sozialen oder baukÃ¼nstlerischen Epoche erhaltenswÃ¼rdig sind oder die Landschaften oder Siedlun­gen wesentlich mitprÃ¤gen, samt der fÃ¼r ihre Wirkung wesentlichen Umgebung. In § 23 NaturschutzV werden die in § 203 Abs. 1 lit. c PBG genannten Objekte nÃ¤her konkretisiert und den zwei Hauptkategorien des "Ortsbildschutzes" und des "Denkmalschutzes" zuge­ordnet. Der Schutz (der in § 203 PBG aufgezÃ¤hlten Objekten des Natur- und Heimatschut­zes) erfolgt laut § 205 PBG durch Massnahmen des Planungsrechts (lit. a), Verordnung (insbesondere bei ein grÃ¶sseres Gebiet umfassenden Schutzmassnahmen) (lit. b), VerfÃ¼­gung (lit. c) und Vertrag (lit. d). Schutzmassnahmen gemÃ¤ss § 205 lit. b, c und d PBG sind anzu­ordnen, wenn oder soweit planungsrechtliche Massnahmen und die Bauvorschriften einen fachgerechten Schutz sowie Pflege und Unterhalt nicht sicherstellen (§ 9 Abs. 1 Natur­schutzV). GemÃ¤ss § 50 PBG umfassen Kernzonen schutzwÃ¼rdige Ortsbilder, wie Stadt- und Dorfkerne oder einzelne GebÃ¤udegruppen, die in ihrer Eigenart erhalten oder erweitert werden sollen (Abs. 1). Die Bau- und Zonenordnung kann nÃ¤her umschriebene Bauweisen vorschreiben oder gestatten sowie die Stellung und HÃ¶henlage der Bauten sonst nÃ¤her ord­nen, wobei Nutzungsziffern nur zulÃ¤ssig sind, sofern sie dem Zonenzweck nicht widerspre­chen (Abs. 2). Die Bau- und Zonenordnung kann ferner besondere Vorschriften Ã¼ber die Masse und die Erscheinung der Bauten enthalten (Abs. 3). Der planungsrechtliche Schutz von Ortsbildern erfolgt in erster Linie durch die Festsetzung von Kern- oder Freihaltezonen und/oder mit Hilfe von GestaltungsplÃ¤nen (§ 24 NaturschutzV).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Anliegen des Natur- und Heimatschutzes kÃ¶nnen auf vielfÃ¤ltige Weise durch Mass­nahmen des Planungsrechts im Sinn von § 205 lit. a PBG verfolgt werden. Wie die Unter­scheidung zwischen § 205 lit. a und lit. b PBG zeigt, sind mit Massnahmen des Planungs­rechts nicht primÃ¤r eigentliche Schutzverordnungen gemeint, sondern die BerÃ¼cksichtigung von Anliegen des Natur- und Heimatschutzes bei der Festlegung von Rahmen- und Sonder­nutzungsplÃ¤nen. Soweit dabei solche Anliegen berÃ¼cksichtigt werden, sind sie in der Regel nicht das alleinige Motiv fÃ¼r die Zuweisung von GrundstÃ¼cken zu einer bestimmten Nut­zungszone. So kann etwa die Zuweisung eines Areals zu einer Nichtbauzone durchaus der Erhaltung eines Schutzobjektes im Sinn von § 203 Abs. 1 lit. a PBG dienen, ohne dass da­rin das hauptsÃ¤chliche oder gar alleinige Motiv fÃ¼r die nutzungsplanerische Festlegung lie­gen muss. Zwischen Schutzobjekten im Sinn von § 203 PBG und nutzungsplanerischen Massnahmen, wie sie in erster Linie mit § 205 lit. a PBG anvisiert werden, besteht daher nur ein loser Zusammenhang. VerhÃ¤ltnismÃ¤ssig eng ist dieser Zusammenhang zwischen den in § 203 Abs. 1 lit. c PBG umschriebenen Schutzobjekten und dem Typ der Kernzone im Sinn von § 50 PBG (vgl. § 24 NaturschutzV), auch wenn sich die Anwendungsbereiche dieser Bestimmungen nicht decken. Die Kernzone ist eine Bauzone im Sinn von Art. 15 des Bundesgesetzes Ã¼ber die Raumplanung vom 22. Juni 1979 (RPG) und nicht eine Schutz­zone im Sinn von Art. 17 Abs. 1 lit. c RPG). Schutzobjekte im Sinn von § 203 Abs. 1 lit. c PGB erfordern schon von ihrer Definition her einen gewissen Substanzschutz, den die Kernzone allein nicht zu bewirken vermag. Daran vermag auch der Umstand, dass kommunale Bestimmungen Ã¼ber die Kernzone eine (spezifisch zonenrechtliche) Bewilli­gungspflicht fÃ¼r GebÃ¤udeabbrÃ¼che vorsehen kÃ¶nnen (vgl. RB 1993 Nr. 37; prÃ¤zisiert in RB 1994 Nr. 80; bezÃ¼glich Kernzonen in der Stadt ZÃ¼rich vgl. Art. 42 Abs. 2 der Bau- und Zo­nenordnung in der Fassung vom 24. November 1999 [BZO 1999]), nichts zu Ã¤ndern. An­der­seits ist die Festsetzung einer Kernzone nur zulÃ¤ssig, wenn in deren Bereich ein Mi­ni­mum von erhaltenswÃ¼rdigen Bauten vorhanden ist (BEZ 1988 Nr. 8; Christoph Fritzsche/ Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 2. A., ZÃ¼rich 2000, S. 103). - Von diesen GrundsÃ¤tzen ist im vorliegenden Fall (bei der materiellen Beurteilung des Rekurses) zutref­fend auch die Baurekurskommission I ausgegangen (E. 7.1). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Die dargelegte Bedeutung und Funktion planungsrechtlicher Massnahmen fÃ¼r den Heimatschutz (im Sinn des Ortsbild- und Denkmalschutzes) nach den Bestimmungen von §§ 203 ff. PBG, auf welche § 338a Abs. 2 PBG Bezug nimmt, ist bei der Auslegung dieser legitimationsrechtlichen Vorschrift zu berÃ¼cksichtigen. Aus der dargestellten Rechts­lage ergibt sich, dass VerbÃ¤nden, die sich wie der BeschwerdefÃ¼hrer dem Natur- und Heimatschutz widmen, die Legitimation zum Rekurs gegen Nutzungsplanungen nicht all­gemein dort zuzusprechen ist, wo ihrer Auffassung nach im Interesse des Heimatschutzes eine Kernzone oder eine Freihaltezone anzuordnen wÃ¤re. Wie im Zusammenhang mit Re­kursen gegen die Erteilung von Baubewilligungen und die Verweigerung besonderer Schutz­massnahmen entschieden worden ist, setzt zwar die Rekurslegitimation der ideellen VerbÃ¤nde nicht voraus, dass sich die angefochtene Anordnung auf den III. Titel bzw. auf § 238 Abs. 2 PBG stÃ¼tzt, sondern sind sie grundsÃ¤tzlich auch mit Rekurs und Beschwerde gegen Anordnungen zuzulassen, die sich auf die genannten Bestimmungen stÃ¼tzen sollten; dabei genÃ¼gt aber eine diesbezÃ¼gliche blosse Behauptung nicht, sondern mÃ¼ssen nÃ¤her kon­kretisierte Anhaltspunkte fÃ¼r das Vorliegen eines Schutzobjektes gegeben sein (RB 1990 Nr. 10; RB 1990 Nr. 11 = BEZ 1990 Nr. 11; RB 1991 Nr. 3 und 9 = ZBl 92/ 1991, S. 495 = BEZ 1991 Nr. 23). Von dieser Rechtsauffassung ist im vorliegenden Fall zutreffend auch die Baurekurskommission I ausgegangen, wenn sie erwogen hat, die Ver­bÃ¤nde kÃ¶nnten sich wohl dort fÃ¼r die Festsetzung einer Kernzone einsetzen, wo die zu er­fassende GebÃ¤udegesamtheit (auch) unter Denkmalschutz gestellte, jedenfalls aber inventa­risierte Objekte aufweise, oder dort, wo eine GebÃ¤udegesamtheit bereits richtplanerisch als schutzwÃ¼rdiges Ortsbild ausgeschieden sei (E. 3.3). Diese Voraussetzungen sind im vorlie­genden Fall unbestrittenermassen nicht erfÃ¼llt. Auf welche andere Weise und in welchem Grad das Vorliegen eines Schutzobjekts dokumentiert sein muss, damit die Rekurslegiti­mation von VerbÃ¤nden im Zusammenhang mit NutzungsplÃ¤nen gleichwohl bejaht werden kÃ¶nnte, muss hier aus den nachfolgenden GrÃ¼nden nicht abschliessend beurteilt werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission hat die Rekurslegitimation des BeschwerdefÃ¼hrers gleichwohl (obwohl ein inventarisiertes Objekt oder eine richtplanerische Vorgabe fehle) bejaht, weil der Zeugniswert der GebÃ¤udegruppe trotz Aufhebung der Schutzverordnung bis heute nicht abschliessend beurteilt worden sei und der nachgerade 10 Jahre dauernde Rechtsstreit eine umfassende KlÃ¤rung der heimatschutzrechtlichen Behandlung der Ge­bÃ¤ude als angezeigt erscheinen lasse. Diese UmstÃ¤nde bilden indessen keine hinreichende Grundlage fÃ¼r die Bejahung der Rekursbefugnis. Die zur Legitimation angestellten ErwÃ¤­gungen der Vorinstanz vermÃ¶chten die Rekursbefugnis des BeschwerdefÃ¼hrers hÃ¶chstens zu begrÃ¼nden, wenn heute noch die rechtliche MÃ¶glichkeit bestÃ¼nde, die mit dem vorlie­genden Rechtsmittel verfochtene Festsetzung einer Kernzone anschliessend mit Massnah­men zu ergÃ¤nzen, die â zumindest hinsichtlich Teilen der betroffenen GebÃ¤udegruppe â einen Substanzschutz gewÃ¤hrleisten wÃ¼rden. Gerade dies ist aber nach den (im Rahmen der materiellen Beurteilung getroffenen) ErwÃ¤gungen der Vorinstanz heute nicht mehr mÃ¶g­lich. Wie sie richtig erkannt hat und sich klar aus dem Gutachten Gubler ergibt (act. 6 S. 15 ff.), wÃ¤re eine allfÃ¤llige qualifizierte Zeugeneigenschaft der GebÃ¤udegruppe an die Substanz der Bauten oder einzelner Teile gebunden; wie die Vorinstanz sodann zutreffend erwogen hat, kann infolge der rechtskrÃ¤ftigen Aufhebung der Schutzverordnung eine sol­che Substanzerhaltung mittels besonderer Schutzmassnahmen nicht mehr durchgesetzt werden (E. 7.2 S. 12). Diese durchaus zutreffenden Feststellungen mÃ¼ssen jedoch richtig betrachtet bereits zum Schluss fÃ¼hren, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer die Rekurslegitimation nach § 338a Abs. 1 PBG abzusprechen ist. Wie das allgemeine Beschwerderecht nach § 21 lit. a VRG und nach § 338a Abs. 1 PBG ein schutzwÃ¼rdiges Interesse (bestehend im mate­riellen Nutzen einer erfolgreichen Beschwerde oder in der damit bewirkten Abwendung eines materiellen oder ideellen Nachteils) voraussetzt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 21), ist fÃ¼r die Rekurslegitimation der VerbÃ¤nde nach § 338a Abs. 2 PBG ein schutzwÃ¼rdiges In­teresse erforderlich; in der Regel muss dieses darin bestehen, dass eine BeeintrÃ¤chtigung ideeller Interessen, zu deren Verteidigung sie befugt sind, tatsÃ¤chlich verhindert werden kann. Ein solches schutzwÃ¼rdiges Interesse fehlt hier, weil nach den zutreffenden ErwÃ¤­gungen der Baurekurskommission (E. 7.2 S. 12) eine allfÃ¤llige qualifizierte Zeugeneigen­schaft an die Substanz der GebÃ¤udegruppe gebunden wÃ¤re und ein solcher Substanzschutz nicht mehr durch besondere Schutzmassnahmen umgesetzt werden kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. WÃ¤re mit der Vorinstanz davon auszugehen, der BeschwerdefÃ¼hrer sei zur Erhe­bung des Rekurses legitimiert, so wÃ¤re im Ergebnis hieraus fÃ¼r ihn nichts gewonnen. Die Rekurskommission hat einlÃ¤sslich dargelegt, dass und weshalb die Zuweisung der streitbe­troffenen GebÃ¤udegruppe zur Zone W5 bzw. der damit verbundene Verzicht auf die Fest­legung einer Kernzone recht- und zweckmÃ¤ssig ist. Es kann auf ihre diesbezÃ¼glichen Er­wÃ¤gungen (E. 7) verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG), die durch die Vorbringen in der Beschwerdeschrift nicht entkrÃ¤ftet werden. Entscheidend sind wie erwÃ¤hnt die vom BeschwerdefÃ¼hrer nicht widerlegten Feststellungen, dass eine allfÃ¤l­lige qualifizierte Zeugeneigenschaft an die Substanz der GebÃ¤udegruppe gebunden wÃ¤re und ein solcher Substanzschutz nicht mehr durch besondere Schutzmassnahmen umgesetzt werden kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Demnach ist die Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen abzuweisen. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird im Sinn der ErwÃ¤gungen abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">...</p> <p class="Einzug2"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>