<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt dem Parlament die notwendigen Gesetzesänderungen vorzulegen, so dass pflegerische Leistungen von Mitarbeitern mit Zusatzausbildung Advanced Practice Nursing (APN) in Delegation eines Arztes ärztliche Leistungen über die OKP abrechnen können.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Auffassung, dass zu Advanced Practice Nurses (APN) ausgebildete Pflegeexpertinnen und Pflegeexperten in der Grundversorgung einen wichtigen Beitrag leisten können. Aktuell fehlen in der Schweiz bundesgesetzliche Vorgaben zu den verlangten Kompetenzen und zum Einsatzbereich von Pflegeexpertinnen und -experten APN. Aus diesem Grund soll im Rahmen der 2. Etappe zur Umsetzung der Pflegeinitiative geprüft werden, ob mit einer Revision des Gesundheitsberufegesetzes (GesBG; SR 811.21) a) die Kompetenzen der Masterstufe in Pflege sowie b) die Voraussetzungen für die Berufsausübung der Pflegexpertinnen und Pflegeexperten APN geregelt werden sollen. Für die Ausübung des Berufs der Pflegexpertin APN in eigener fachlicher Verantwortung wäre der Masterabschluss in Pflege eine der Bewilligungsvoraussetzungen. Bei positiver Beurteilung werden entsprechende Vorschläge zur Regulierung unterbreitet. In diesem Zusammenhang müssen insbesondere folgende Punkte geklärt werden:</p><p>-&nbsp;Die Aufgaben, die von Pflegeexpertinnen und -experten APN in Zukunft insbesondere in der ambulanten Gesundheitsversorgung übernommen werden sollen. Dabei ist von besonderem Interesse, welchen Mehrwert diese Aufgaben für die Verorgung in Bezug auf Qualität, Wirtschaftlichkeit etc. bringen können.</p><p>-&nbsp;Die Kompetenzen, die mit dem für die Ausübung der Rolle als Pflegeexpertin und -experte APN und damit für die Übernahme der Aufgaben zu erlangenden Bildungsabschluss erworben werden müssen.</p><p>Auf Basis dieser Erkenntnisse wird der Bundesrat prüfen, welche Leistungen die Voraussetzungen für eine Kostenübernahme durch die Obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) erfüllen und in welcher Form die Zulassung eines neuen Leistungserbringers im Krankenversicherungsgesetz erfolgen kann. Es ist daher nach Ansicht des Bundesrates verfrüht, über die Abrechung von APN zulasten der OKP zu entscheiden.</p><p><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.</p>