<h2>SubmittedText<h2><p>Im Zusammenhang mit der Sanierung des Schiessplatzes Vugelles-La Mothe wird der Bundesrat ersucht, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wo stehen die Arbeiten in Vugelles-La Mothe?</p><p>2. Besteht nicht die Möglichkeit, die Arbeiten auf die Schiessanlagen für Infanteriewaffen zu beschränken und von der Sanierung für Panzer Abstand zu nehmen oder angesichts seiner äusserst ungünstigen Lage sogar ganz auf diesen Schiessplatz zu verzichten?</p><p>3. Könnte er in Betracht ziehen, langfristige Kooperationsverträge mit unseren Nachbarländern abzuschliessen, in denen aufgrund der geringeren Bevölkerungsdichte Waffenplätze von mehreren Tausend Hektaren zur Verfügung stehen, die hochwertige technische Anlagen aufweisen und deren Nutzung nur mit einem Minimum an Belästigungen verbunden ist?</p><p>4. Wäre es dank solcher Kooperationsverträge möglich, auf Einrichtungen zu verzichten, die für eine adäquate Ausbildung in unserem Land offensichtlich unzureichend sind, gleichzeitig aber Bevölkerung und Umwelt in sehr hohem Masse beeinträchtigen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Auf dem Schiessplatz Vugelles-La Mothe wird mit Infanteriewaffen und Panzern geschossen. Da die Infrastruktur den heutigen Anforderungen an die Ausbildung der Armee nicht mehr genügt, muss der Schiessplatz saniert werden. Für das entsprechende Projekt läuft derzeit ein militärisches Plangenehmigungsverfahren. Die eidgenössischen Räte haben 1998 für das Vorhaben einen Kredit von 9,56 Millionen Franken gesprochen.</p><p>Der Bundesrat nimmt zu den gestellten Fragen wie folgt Stellung:</p><p>1. Mit den Sanierungsarbeiten ist noch nicht begonnen worden, da das militärische Plangenehmigungsverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Zurzeit wird das Vorhaben zur Sanierung des Schiessplatzes Vugelles-La Mothe nochmals im Hinblick auf die "Armee XXI" überprüft. Wenn diese Überprüfung die Notwendigkeit des Vorhabens bestätigt, wird die militärische Plangenehmigung erteilt werden.</p><p>2. Der bundeseigene Schiessplatz Vugelles-La Mothe dient als Hausschiessplatz für die Rekruten- und Offiziersschulen der Waffenplätze Chamblon und Colombier sowie für Panzerschiessen mit Einsatzlauf bis auf Distanzen von 1000 Metern. Da der Waffenplatz Bière praktisch während des ganzen Jahres lückenlos mit Schulen und Kursen der Artillerie und der mechanisierten Infanterie belegt ist, stellt der Schiessplatz Vugelles-La Mothe die einzige ganzjährige Ausbildungsmöglichkeit für Panzertruppen in der Westschweiz dar. Allerdings genügen die Ausbildungsanlagen den heutigen Anforderungen nicht mehr vollumfänglich, weshalb diese saniert werden müssen.</p><p>3. Die Möglichkeiten zur Ausbildung der Armee im Ausland werden zurzeit im Rahmen des Projektes "Armee XXI" geprüft. Es sind bisher noch keine Entscheide gefällt worden.</p><p>4. Auch wenn sich schon heute Teile der militärischen Ausbildungsmöglichkeiten im Ausland bewähren, so werden in Zukunft die Grundausbildungs- und Fortbildungsdienste in unserem Land erfolgen. Für diese Ausbildung müssen gut ausgebaute Schiess- und Übungsplätze zur Verfügung stehen. Mit der im Rahmen der "Armee XXI" geplanten Verlängerung der Grundausbildungsdienste besteht sogar die Möglichkeit, dass die vorhandenen Waffen- und Schiessplätze in Zukunft stärker belegt sein werden.</p>  Antwort des Bundesrates.