<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00194</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105558&amp;W10_KEY=4467150&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00194</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 06.07.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bei der Erteilung des Rechts zum Plakataushang auf öffentlichem Grund durch das Gemeinwesen handelt es sich nicht um eine Vergabe im Sinn des Submissionsrechts sondern um die Verleihung einer Sondernutzungskonzession. Gegen einen derartigen Beschluss steht demnach die direkte Beschwerde an das Verwaltungsgericht nicht zur Verfügung und ist ein entsprechendes Rechtsmittel zuständigkeitshalber an den Bezirksrat zu überweisen (E. 1 und 2).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BENÃTZUNG ÃFFENTLICHEN GRUNDES">BENÃTZUNG ÃFFENTLICHEN GRUNDES</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONZESSION">KONZESSION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLAKATIERUNG">PLAKATIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SONDERNUTZUNGSKONZESSION">SONDERNUTZUNGSKONZESSION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBMISSION">SUBMISSION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃBERWEISUNG">ÃBERWEISUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 5 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2000 Nr. 44</span><br/><span class="gerade">RB 2000 Nr. 65</span><br/><span class="ungerade">ZBL 2001 S. 96</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Gemeinde <b>C</b> beabsichtigt, einer geeigneten Unternehmung gegen Entgelt das Recht zum Plakataushang auf Ã¶ffentlichem Grund zu Ã¼bertragen. Im Herbst 1999 lud sie die Firmen <b>A</b> und die <b>E</b> ein, ihr entsprechende Offerten fÃ¼r die Dauer von fÃ¼nf Jahren ab Anfang Januar 2001 mit VerlÃ¤ngerungsmÃ¶glich­keit zu unterbreiten. Die Gemeinde behan­delte das Verfahren sinngemÃ¤ss als Submission und gab in den Offertunterlagen "Zu­schlagskriterien" bekannt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Schreiben vom 18. Mai 2000 teilte das Hochbauamt <b>C</b> der Firma <b>A</b> mit, dass das Recht zum Plakataushang gemÃ¤ss Beschluss vom 14. April 2000 an die Firma <b>E</b> ver­geben worden sei. Das Schreiben erging in der Form eines Zuschlagsentscheids, und ge­mÃ¤ss der darin enthaltenen Rechtsmittelbelehrung konnte gegen den Entscheid innert 10 Tagen Beschwerde an das Verwaltungsgericht erho­ben werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> II. Mit Eingabe vom 29. Mai 2000 erhob die Firma <b>A</b> beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den Entscheid des Hochbauamts. Sie beantragte in der Hauptsache, es sei "die ZuschlagsverfÃ¼gung der Beschwerdegegnerin vom 14. April 2000 aufzuheben", unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Beschwerde­gegnerin. In verfah­rensrechtlicher Hinsicht stellte die BeschwerdefÃ¼hrerin das Gesuch, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Die Gemeinde <b>C</b> stellte mit Eingabe vom 26. Juni 2000 den Antrag, der Beschwerde sei keine aufschiebende Wir­kung zu erteilen, und er­suchte um Ansetzung einer neuen Frist fÃ¼r die materielle Be­schwerdeantwort.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit wesentlich, nachstehend wiederge­geben. </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die Parteien gehen Ã¼bereinstimmend davon aus, dass der Entscheid zur Gestat­tung des Plakataushangs eine Vergabe eines Ã¶ffentlichen Auftrags im Sinn der Vorschriften Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen darstelle und daher mit der unmittelbaren Be-schwerde an das Verwaltungsgericht gemÃ¤ss den spezialgesetzlichen Bestimmungen ange­fochten werden kÃ¶nne. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht steht gegen alle Entscheide einer Ge­meindebehÃ¶rde Ã¼ber die Vergabe eines Ã¶ffentlichen Auftrags zur VerfÃ¼gung. FÃ¼r Ver­ga­ben im Anwendungsbereich der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Be­schaffungswesen vom 25. November 1994 (IVÃ¶B) ergibt sich dies aus § 3 des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung vom 22. Septem­ber 1996 (IVÃ¶B-Bei­trittsG) in Verbindung mit Art. 15 IVÃ¶B. FÃ¼r andere Vergaben hat der Regierungsrat mit § 1 Abs. 3 der Submissionsverordnung vom 18. Juni 1997 (SubmV) gestÃ¼tzt auf § 2 Abs. 2 und § 7 Abs. 1 IVÃ¶B-BeitrittsG die Bestimmungen des Beitrittsge­setzes und der Submissionsverordnung auf Ã¶ffentliche Beschaffungen der Gemeinden an­wendbar erklÃ¤rt, soweit es durch das Bundesgesetz vom 6. Oktober 1995 Ã¼ber den Bin­nenmarkt (BGBM) verlangt wird (vgl. VGr, 24. MÃ¤rz 1999, BEZ 1999 Nr. 13, E. 1; Al­fred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die vorliegend zu beurteilende Streitsache betrifft jedoch nicht die Vergabe eines Ã¶ffentlichen Auftrags. Das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen umfasst die Beschaffung von GÃ¼tern, Bau- und Dienstleistungen durch Ã¶ffentliche Auftraggeber (Peter Galli/Daniel Lehmann/Peter Rechsteiner, Das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen in der Schweiz, ZÃ¼rich 1996, N. 1). Diese Beschaffungsarten sind in der Interkantonalen Vereinbarung â ebenso wie im Vergaberecht des Bundes und im zugrunde liegenden Staatsvertragsrecht â nÃ¤her umschrieben (Art. 6 IVÃ¶B, § 4 Abs. 1 sowie Anh. 1 und 2 SubmV). Das Binnenmarktge­setz grenzt den Anwendungsbereich der Vorschriften Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungs­wesen (Art. 5 und 9 BGBM) freilich nicht auf dieselbe Weise ein, und die kantonale Sub­missionsverordnung enthÃ¤lt dementsprechend subsidiÃ¤re Bestimmungen fÃ¼r Ã¶ffentliche AuftrÃ¤ge, die der Interkantonalen Vereinbarung nicht unterstellt sind (§ 4 Abs. 2 SubmV). Auch bei dieser weiteren Umschreibung Ã¶ffentlicher AuftrÃ¤ge handelt es sich jedoch stets um RechtsgeschÃ¤fte, mit denen die Ã¶ffentliche Hand sich gegen entsprechende Bezahlung die fÃ¼r ihre TÃ¤tigkeit nÃ¶tigen Sachmittel und Leistungen beschafft, das heisst um "Ein­kÃ¤ufe" des Staates. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei der vorliegend strittigen Erteilung des Rechts zum Plakataushang auf Ã¶ffentli­chem Grund fliessen Leistung und Gegenleistung in die umgekehrte Richtung. Die Ã¶ffent­liche Hand erteilt dem Privaten eine Berechtigung, fÃ¼r welche sie ein finanzielles Entgelt verlangt; es handelt sich somit, im Gegensatz zum Beschaffungswesen, um den "Verkauf" einer staatlichen Leistung. Diese Erbringung einer staatlichen Leistung gegen Entgelt stellt keine Ã¶ffentliche Beschaffung dar und unterliegt weder den Vorschriften des Binnenmarkt­gesetzes (vgl. BGE 125 I 209 E. 6) noch jenen des interkantonalen und kantonalen Verga­berechts. Die direkte Beschwerde an das Verwaltungsgericht gemÃ¤ss Art. 15 IVÃ¶B und § 3 IVÃ¶B-BeitrittsG steht daher gegen den angefochtenen Beschluss der Beschwerdegegnerin nicht zur VerfÃ¼gung. Auf die Beschwerde ist nicht einzutreten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Mit dem Recht zum Plakataushang auf Ã¶ffentlichem Grund wird dem BegÃ¼n­stigten eine Sondernutzungskonzession verliehen (RB 1984 Nr. 22; vgl. BGE 125 I 209 E. 6). Gegen die Verleihung der Konzession stehen die ordentlichen Rechtsmittel der Ver­waltungsrechtspflege zur VerfÃ¼gung; die Spezialvorschrift von § 82 lit. b des Verwaltungs­rechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) gelangt nicht zur Anwendung, wo erst die Erteilung der Konzession, nicht eine vermÃ¶gensrechtliche Streitigkeit aus einer bestehenden Konzession, in Frage steht (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 82 N. 4). Der Be­schluss des Gemeinderates kann daher â sofern die Ã¼brigen Eintretensvoraussetzungen erfÃ¼llt sind â zunÃ¤chst mit Rekurs beim Bezirksrat angefochten werden (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 19 N. 89). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das von der BeschwerdefÃ¼hrerin gestÃ¼tzt auf die unzutreffende Rechtsmittelbeleh­rung irrtÃ¼mlich an das Verwaltungsgericht gerichtete Rechtsmittel ist gemÃ¤ss § 5 Abs. 2 VRG an den Bezirksrat <b>F</b> weiterzuleiten. Der Bezirksrat wird zu prÃ¼fen haben, wie­weit auf das Rechtsmittel einzutreten ist und ob den Parteien Gelegenheit zu einer ergÃ¤n­zenden Stellungnahme im Hinblick auf die neue Rechtslage zu geben sei. Auch fÃ¼r allfÃ¤l­lige Ent­scheide bezÃ¼glich der aufschiebenden Wirkung liegt die ZustÃ¤ndigkeit alsdann beim Be­zirksrat. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Angesichts der besonderen UmstÃ¤nde sind fÃ¼r den vorliegenden Nichteintretens- und Ãberweisungsentscheid keine Kosten zu erheben (vgl. KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 13 N. 23); eine ParteientschÃ¤digung ist nicht zuzusprechen. Ãber die Kosten- und EntschÃ¤di­gungsfolgen in der Hauptsache wird alsdann der Bezirksrat zu entscheiden haben. </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Das Rechtsmittel wird zustÃ¤ndigkeitshalber an den Bezirksrat <b>F</b> Ã¼berwiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>