<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2023-07-20-12T_4-2021.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>12T_4/2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Schweizerische Bundesgericht vertreten durch die Verwaltungskommission </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen administrative Aufsicht über </div> <div class="para"> </div> <div class="para">das Bundesverwaltungsgericht, Verwaltungskommission, Kreuzackerstrasse 12, 9000 St. Gallen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">betreffend </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Rechtsverzögerung </div> <div class="para">(Aufsichtsanzeige von Frau A.________ vom 1. September 2021) </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>erwägt :</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> A.________ aus der Türkei reichte am 28. November 2008 erstmals in der Schweiz ein Asylgesuch ein. Dieses Gesuch wurde am 17. August 2010 abgelehnt. Die dagegen erhobene Beschwerde schrieb das Bundesverwaltungsgericht am 9. März 2011 als durch Rückzug gegenstandslos geworden ab. Am 13. November 2017 ersuchte A.________ erneut um Asyl. Mit Verfügung vom 11. April 2018 wies das Staatssekretariat für Migration (SEM) das Asylgesuch ab und verfügte die Wegweisung. Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 16. Mai 2018 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Am 1. September 2021 reichte A.________ beim Bundesgericht Aufsichtsanzeige ein. Die Anzeigerin macht Rechtsverzögerung geltend. Sie ersucht um Feststellung, dass das Beschwerdeverfahren nicht innert angemessener Frist behandelt werde. Das Bundesverwaltungsgericht sei zudem anzuweisen, die Beschwerde beförderlich zu behandeln und zügig einen Entscheid zu fällen. Ausserdem ersucht sie um unentgeltliche Rechtspflege vor Bundesgericht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.</b> Die Verwaltungskommission lud das Bundesverwaltungsgericht mit Verfügung vom 9. September 2021 zur Stellungnahme ein. Am 25. Oktober 2021 reichte das Bundesverwaltungsgericht diese ein und wies darauf hin, dass sich ein Entscheidentwurf in Vorbereitung befinde und das Urteil schnellstmöglich ergehen sollte. Mit Urteil vom 15. November 2021 wurde das Verfahren D-2919/2018 vor Bundesverwaltungsgericht abgeschlossen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> Beim vorliegenden Verfahren handelt es sich um eine Aufsichtsanzeige im Sinne von <span class="artref">Art. 1 Abs. 2 BGG</span> und <span class="artref">Art. 3 lit. f AufRBGer</span> i.V.m. <span class="artref">Art. 71 Abs. 1 VwVG</span>. Die Rechtsprechung ist gemäss <span class="artref">Art. 2 Abs. 2 AufRBGer</span> von der Aufsicht ausgenommen. Das Bundesgericht als administrative Aufsichtsbehörde greift im Falle einer Rechtsverweigerung oder Rechtsverzögerung nur ein, wenn ein strukturelles Problem organisatorischer oder administrativer Natur festgestellt wird (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=26&amp;from_date=20.07.2023&amp;to_date=08.08.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-II-486%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page486">BGE 144 II 486</a>). Die von der Anzeigerin in eigener Sache vorgebrachten Anliegen sind demnach unzulässig. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> Anhaltspunkte, dass das mehrjährige Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht neben des Aufwandes für die Abklärungen aufgrund der sich unablässig ändernden Lage in der Türkei, auch auf organisatorische Mängel zurückzuführen ist, sind nicht ersichtlich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> Parteientschädigungen sind im Aufsichtsverfahren mangels Parteistellung der Anzeigerin ausgeschlossen (12T_1/2014 E. 3) </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach stellt das Schweizerischen Bundesgericht fest:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> Die Anliegen in Bezug auf das Verfahren D-2919/2018 sind unzulässig. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> Der Anzeige wird keine Folge geleistet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> Diese Feststellung wird dem Bundesverwaltungsgericht, Verwaltungskommission, schriftlich mitgeteilt. Der Anzeigerin wird eine Orientierungskopie zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 20. Juli 2023 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Verwaltungskommission </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Donzallaz </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Generalsekretär: Lüscher </div> </div></body></html>