B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-3125/2013 U r t e i l v o m 3 . J u l i 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Fulvio Haefeli, mit Zustimmung von Richter Bendicht Tellenbach; Gerichtsschreiber Gert Winter. Parteien A._______, geboren (…), alias A._______, geboren (…), Angola, vertreten durch lic. iur. Heidi Koch-Amberg, Rechtsanwältin, (…), Beschwerdeführerin, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 1. Mai 2013 / N . D-3125/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass das BFM mit Verfügung vom 18. März 2011 ein erstes Asylgesuch der Beschwerdeführerin vom 11. August 2010 ablehnte und die Wegwe i- sung aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete, dass das Bund esverwaltungsgericht eine gegen diese Verfügung ang e- hobene Beschwerde mit Urteil vom 17. April 2012 abwies, dass das BFM der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 4. Mai 2012 eine neue Frist bis 4. Juni 2012 zum Verlassen der Schweiz einräumte, dass die Bes chwerdeführerin in der Folge am 22. Mai 2012 ein Wiede r- erwägungsgesuch einreichte, welches vom BFM als zweites Asylgesuch entgegengenommen wurde, dass die Beschwerdeführerin anlässlich ihrer Direktanhörung vom 17. Ap- ril 2013 durch das BFM zur Begründung ih res Zweitgesuchs im Wesentli- chen geltend machte, sie sei nach der Abweisung ihres ersten Asylg e- suchs aktives Mitglied der "Association Cabindaise en Suisse" (CCS) und rechte Hand des Präsidenten B._______ geworden, dass sie seit September 2011 Sprecherin ( "Porte-Parole") und Sekretärin des Vereins sei und an Kundgebungen und Demonstrationen teilnehme, dass sie auch die Aufgabe habe, die Leute via Internet zu motivieren, dass sie anlässlich einer Kundgebung von Angehörigen der angolan i- schen Botschaft beziehungsweise vom angolanischen Geheimdienst in der Schweiz gefilmt worden sei, dass sie deswegen auf der sogenannten "schwarzen Liste" der angolan i- schen Botschaft figuriere und somit auch den angolanischen Behörden bekannt sei, dass sie auch an Kundgebungen vo r dem UNO -Gebäude in Genf teilg e- nommen habe und telefonisch bedroht worden sei, dass sie zudem Mitglied der FLEC (Frente para a Libertaçao do Enclave de Cabinda) sei, D-3125/2013 Seite 3 dass die Beschwerdeführerin zur Untermauerung ihrer Vorbringen die nachfolgend aufgeführt en Dokumente zu den Akten reichte: drei Dok u- mente der "Association Cabindaise en Suisse ", ferner eine "Attestation d'appartenance au FLEC", datiert vom 5. Mai 2012, ein Schreibe n der FLEC FAC, datiert vom 7. Mai 2012, ein "Communiqué final" der FLEC, datiert vom 16. Februar 2012 und verschiedene andere schriftliche Doku - mente und drei Fotos, einen USB-Stick sowie ein Arztzeugnis vom 5. April 2013, dass das BFM d as zweite Asylgesuch der Beschwerdeführerin mit Verfü- gung vom 1. Mai 2013 – eröffnet am folgenden Tag – ablehnte und die Wegweisung der Beschwerdeführerin aus der Schweiz sowie den We g- weisungsvollzug anordnete, dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen geltend machte, die Beschwerdeführerin sei nach eigenen Angaben erst nach der Abweisung ihres ersten Asylgesuchs Mitglied der "Association Cabindaise en Suisse" geworden, dass vorliegend zwar davon ausgegangen werden könne, die Beschwe r- deführerin sei tatsächlich Mitglied der "Association Cabindaise en Suisse" und der FLEC gewesen, doch lasse sich weder daraus noch aus den zahlreichen eingereichten Beweismitteln ein spezielles politisches Profil der Beschwerdeführerin ableiten, dass sich aufgrund der Akten namentlich nicht der Schluss aufdränge, die Beschwerdeführerin habe sich persönlich in der Öffentlichkeit auf beso n- dere Art und Weise exponiert, dass die Beschwerdeführer in auf dem eingereichten U SB-Stick und auf der CD zwar teilweise alleine abgebildet sei, doch drehten sich ihre dorti- gen verbalen Aussagen lediglich um di e Unabhängigkeit von Cabinda im Allgemeinen und um die Teilnahme der Diaspora an diesem Unabhängig- keitskampf, dass die abgegebenen Medienträger keine gegen eine bestimmte Person oder Persönlichkeit gerichteten Aussagen oder Angriffe enthielten, dass sie au fgrund dessen als zu wenig intensiv und zu wenig gewichtig erschienen, um für die Beschwerdeführerin eine begründete Furcht bei ei- ner Rückkehr nach Angola zu begründen, D-3125/2013 Seite 4 dass auch die Aussage der Beschwerdeführerin, sie und andere Demon - strationsteilnehmer seien von Mitarbeitern oder Angehörigen der angol a- nischen Botschaft in der Schweiz während einer Kundgebung gefilmt wor- den, an dieser Einschätzung nichts zu ändern vermöge, dass die Beschwerdeführerin ihre Aussagen zur "schwarzen Liste" weder habe beweisen noch wirklich plausibel ausführen können, weshalb auch nicht davon ausgegangen werden könne, die Beschwerdeführerin werde wegen der geltend gemachten Aktivitäten in ihrem Heimatland gesucht und deswegen sei in Angola ein Strafverfahren gegen sie eingeleitet wor- den, dass die Vorb ringen der Beschwerdeführerin beziehungsweise die ge l- tend gemachten subjektiven Nachfluchtgründe den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art . 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht standhielten, dass der Vollzug der Wegweisung zulässig und auch zumutbar sei, zumal aufgrund der Beendigung des 27 -jährigen Bürgerkriegs die politische S i- tuation in Angola heute stabil sei, dass im vorliegenden Fall keine individuellen Gründe gegen eine Rüc k- kehr der Beschwerdeführerin in ihr Heimatland sprächen, dass zwar nicht eindeutig feststehe, aus welchem Landesteil von Angola die Beschwerdeführerin stamme, doch müsse festgehalten werden, es könne ihr zugemutet werden, in Luanda zu leben, dass die Beschwerdeführerin die Schule zehn Jahre lang besucht und Handel mit Kleidern betrieben habe, dass sie auch Nahrungsmittel an Verkaufsständen verkauft habe, we s- halb davon auszugehen sei, sie werde bei einer Rückkehr in der Lage sein, sich in Luanda eine wirtschaftliche Existenz aufzubauen, dass sie ferner über ein Beziehungsnetz in Angola verfüge, zumal sie an- gegeben habe, fünf Kinder zu haben, die bei ihrer Schwester in Cabinda lebten, und sie ausserdem noch Brüder habe, dass dem Arztzeugnis vom 15. April 2013 zu entnehmen sei , bezüglich der gesundheitlichen Situation sei es bei der Beschwerdeführerin zu einer mässigen Besserung gekommen, D-3125/2013 Seite 5 dass der Vollzug der Wegweisung nach Angola zumutbar, technisch mög- lich und praktisch durchführbar sei, dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 29. Mai 2013 (Eingangs- stempel BFM vom 30. Mai 2013) gegen diesen Entschei d beim Bundes- verwaltungsgericht Beschwerde erheben und die nachfolgend aufgefüh r- ten Rechtsbegehren stellen liess: Die Verfügung des BFM sei vollumfäng- lich aufzuheben. Eventuell sei Ziffer 3 a ufzuheben und die vorläufige Auf- nahme der Beschwerdeführerin in der Schweiz an zuordnen. Der B e- schwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Der Beschwerd e- führerin sei für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege unter Beigabe der unterzeichneten Anwältin zu gewähren, dass auf die Begründung, soweit wesentlich, in den nachfolgenden Erwä- gungen einzugehen ist, dass der Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts mit Zw i- schenverfügung vom 6. Juni 2013 das Gesuch um Gewährung der unent- geltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Verwal- tungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) abwies und die Beschwerdeführerin aufforderte, bis zum 21. Juni 2013 ei- nen Kostenvorschuss von Fr. 1'200. – zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen, dass der einverlangte Kostenvorschuss am 19. Juni 2013 fristgerecht ge- leistet wurde, dass mit Eingabe vom 20. Juni 2013 ein Schreiben der evangelischen Mennonitengemeinde Schänzli vom 11. Juni 2013 sowie eines der "Com- munauté Cabindaise en Suisse " vom 5. Juni 2013 an den Bundesrat zu den Akten gereicht wurde, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei- det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person S chutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, D-3125/2013 Seite 6 dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG ric h- tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde – un- ter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen – einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG), dass der Be schwerde aufschiebende Wirkung zukommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG) und die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung einer allfäll i- gen Beschwerde die aufschiebende Wirkung nicht entzogen hat (Art. 55 Abs. 2 VwVG), dass daher auf das Rechtsbegehren, die aufschieb ende Wirkung sei zu gewähren, mangels Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten ist, dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorl iegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111 a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem He imatstaat oder im Land, in dem s ie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nati o- nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind D-3125/2013 Seite 7 oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, dass sich die Beschwerdeführerin in ihrem Gesuch vom 22. Mai 2012 auf das Vorliegen subjektiver Nachfluchtgründe berief, dass subjektive Nachfluchtgründe dann vorliegen, wenn ein Asylsuche n- der erst durch die Flucht aus dem Heimat - oder Herkunftsstaat oder w e- gen seines Verhaltens nach der Ausreise eine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG zu befürchten hat, dass Personen, denen subjektive Nachfluchtgründe zuerkannt werden, kein Asyl erhalten, jedoch als Flüchtlinge vorläufig aufgenommen werden (vgl. Art. 54 AsylG; BVGE 2009/28 E. 7.1 S. 352), dass massgeblich ist, ob die heimatlichen Behörden das Verhalten des Asylsuchenden als staatsfeindlich einstufen und dieser deshalb bei einer Rückkehr in den Heimatstaat eine Verfolgung im Sinne des Asylgesetzes befürchten muss, dass die vom Gesetzgeber bezweckte Bestimmung subj ektiver Nac h- fluchtgründe als Asylausschlussgrund ein Addieren solcher Gründe mit Fluchtgründen vor der Ausreise aus dem Heimat- oder Herkunftsstaat, die für sich allein nicht zur Bejahung der Flüchtlingseigenschaft und zur Asy l- gewährung ausreichen, verbietet (vgl. BVGE 2009/28 E. 7.1 S. 352), dass die Beschwerdeführerin im Rahmen des ersten Asylverfahrens kei- ne asylrelevante Verfolgung glaubhaft machen konnte, und das Bundes- verwaltungsgericht die geltend gemachten Asylgründe angesichts des Bestehens einer i nnerstaatlichen Fluchtalternative darüber hinaus als nicht asylrelevant qualifizierte (vgl. Urteil D-2368/2011 vom 17. April 2012 E. 4), dass das Bundesverwaltungsgericht im vorerwähnten Urteil zum Schluss gelangte, die Beschwerdeführerin habe Identitätsdo kumente eingereicht, D-3125/2013 Seite 8 die jedenfalls zum Teil als gefälscht zu qualifizieren seien und mit denen die Beschwerdeführerin versuche, ihre (angebliche) Herkunft oder ihren (angeblichen) Wohnsitz in Cabinda zu beweisen (vgl. a.a.O. E. 4.1), dass die in der Beschwerde vertretene Auffassung, die Beschwerdeführe- rin habe im zweiten Asylverfahren dargetan, dass sie in Angola aufgrund ihrer exilpolitischen Aktivitäten bei einer Rückschaffung an Leib und L e- ben bedroht sei, nicht überzeugt, dass die Beschwerdeführerin (nach der Abweisung ihres ersten Asylg e- suchs) der CCS und der FLEC beitrat und seit September 2011 als Spr e- cherin der CCS sowie als Sekretärin tätig war, an Kundgebungen und De- monstrationen teilnahm und Landsleute für die Anliegen der Opposition zu sensibilisieren versuchte, dass sie nach eigenen Angaben an einer Kundgebung von Angehörigen der angolanischen Botschaft gefilmt worden sei, dass sich aufgrund der Aktenlage indessen nicht der Schluss aufdrängt, sie sei ins Visier der angolanischen Behörde n geraten und müsse sich in begründeter Weise vor Verfolgung fürchten, dass es der Beschwerdeführerin nämlich auch im Rahmen der Anhörung im zweiten Asylverfahren vom 17 . April 2013 nicht gelang, von sich und ihren Aktivitäten das Bild zu vermitteln, das sie in den Augen der angol a- nischen Behörden als staatsgefährdend erscheinen liesse, was deren In- teresse an ihrer Person wecken könnte, dass an dieser Einschätzung auch die von ihr eingereichten Beweismittel nichts ändern, da mit ihnen nicht belegt werden ka nn, dass sie ins Visier der heimatlichen Behörden geraten ist, dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägun- gen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist, dass es sich erübrigt, auf weitere Vorbringen und Beweismittel einzug e- hen, zumal sie nicht zu einer veränderten Betrachtungsweise führen kö n- nen, dass die Beschwerdeführerin somit die Flüchtlingseigenschaft auch au f- grund subjektiver Nachfluchtgründe nicht erfüllt, D-3125/2013 Seite 9 dass es der Beschwerdeführerin somit nicht gelingt, die Flüchtlingseige n- schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichtei ntreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewill i- gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen b e- steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. Entscheidungen und Mittei- lungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzl i- chen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht ang e- ordnet wurde, dass das B undesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegw eisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche B e- weisstandard wie bei der Flüchtlingse igenschaft gilt, das heisst, sie sind zu bew eisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls w e- nigstens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebe r- sax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werde n (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), D-3125/2013 Seite 10 dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoule- ments im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine A n- haltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenosse n- schaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame , unmensch- liche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder die allgemeine Lage im Heimat - bzw. Herkunftsstaat der Be- schwerdeführerin noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Weg- weisung vorliegend zumutbar ist, dass der Vollzug der Wegweisung unter Hinweis auf die Erwägungen im Urteil D-2368/2011 vom 17. April 2012 E. 6.3.2 – 6.3.4 wie auch diejen i- gen in der angefochtenen Verfügung weiterhin als zumutbar zu beurteilen ist, dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Heimat- staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, bei der B e- schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Weg - weisung zu bestätigen ist, dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, in- wiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtse r- heblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unange -D-3125/2013 Seite 11 messen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, so- weit darauf einzutreten ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 1'200.– (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und mit dem am 19. Juni 2013 in gleicher Höhe geleisteten Ko s- tenvorschuss zu verrechnen sind. (Dispositiv nächste Seite) D-3125/2013 Seite 12 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'200.– werden der Beschwerdeführerin auferlegt und mit dem am 19. Juni 2013 in gleicher Höhe geleisteten Kos- tenvorschuss verrechnet. 3. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das BFM und die zustä n- dige kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Fulvio Haefeli Gert Winter Versand: