JAAC70.101 Auszug aus dem Entscheid ZRK 2004-103 der Eidgenössischen Zollrekurskommission vom 27. Juni 2006 in Sachen X. Redevance sur le trafic des poids lourds liée aux prestations (RPLP). Exceptions à l’assujettissement à la redevance. Transport de véhicules destinés à la casse. Plaques professionnelles. Taxation par appréciation. Art. 3 al. 1 let. f ORPL. Art. 23 al. 3 ORPL. - Le transport par camion avec des plaques professionnelles de véhicules destinés à la casse ne peut en principe pas bénéficier d’une exception à l’assujettissement à la redevance au sens de l’art. 3 al. 1 let. f ORPL (consid. 2b et 3a). - S’il est établi que le recourant a conduit un camion avec des plaques professionnelles et a ainsi transporté des véhicules destinés à la casse sans annoncer à la Direction générale des douanes (DGD) de manière régulière ces transports assujettis à la redevance, il a violé son obligation de déclaration. Par conséquent, l’autorité inférieure est contrainte de procéder à la taxation de la redevance y relative dans les limites de son pouvoir d’appréciation (consid. 3b). Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA). Abgabefreiheit. Transport von Schrottfahrzeugen. Händlerschilder. Ermessensveranlagung. Art. 3 Abs. 1 Bst. f SVAV . Art. 23 Abs. 3 SVAV . - Transporte von Schrottfahrzeugen durch Lastwagen mit Händlerschildern lösen grundsätzlich keine Abgabebefreiung im Sinne von Art. 3 Abs. 1 Bst. f SVAV aus (E. 2b und 3a). 1- Steht fest, dass der Beschwerdeführer einen Lastwagen mit Händlerschildern fuhr, damit Schrottfahrzeuge transportierte und diese abgabepflichtigen Transporte der Oberzolldirektion (OZD) nicht ordentlich meldete, so verletzte er dadurch seine Deklarationspflichten. Die Vorinstanz ist deshalb verpflichtet, die entsprechende Abgabe nach pflichtgemässem Ermessen zu veranlagen (E. 3b). Tassa sul traffico pesante commisurata alle prestazioni (TTPCP). Esonero dalla tassa. Trasporto di veicoli destinati allo sfasciacarrozze. Targhe professionali. Tassazione sulla base di un apprezzamento. Art. 3 cpv. 1 lett. f OTTP . Art. 23 cpv. 3 OTTP . - In linea di principio, i trasporti di veicoli destinati allo sfasciacarrozze da parte di camion con targhe professionali non è esonerato dalla tassa ai sensi dell’art. 3 cpv. 1 lett. f OTTP (consid. 2b e 3a). - Se il ricorrente guidava un camion con targhe professionali, lo usava per il trasporto di veicoli destinati allo sfasciacarroz-ze e non ha annunciato correttamente tali trasporti imponibili alla Direzione generale delle dogane (DGD), egli ha violato i suoi doveri di dichiarazione. L’autorità inferiore è quindi obbligata ad imporre la relativa tassa, facendo un uso corretto del proprio potere di apprezzamento (consid. 3b). ZusammenfassungdesSachverhalts: A. Am8. April2004erstattetedieKantonspolizeiA.Strafanzeigebeim UntersuchungsrichteramtA.gegenX.wegen«Widerhandlunggegendas Strassenverkehrsgesetzvom19. Dezember1958(SVG,SR741.31)und dieVerkehrsversicherungsverordnungvom20. November1959(VVV,SR 741.31)-MissbräuchlicheVerwendungvonHändlerschildern»,begangen am7. April2004. GemässentsprechendemPolizeirapporthabeX.seinen LastwagenmitdenHändlerschildern«A.(...) U»ausgestattetundbeladen mitSchrottfahrzeugengefahren. X.seibereitsam18. Mai2001wegendes gleichenDelikteszurAnzeigegebrachtworden. «InletzterZeit»seidasmit SchrottwagenbeladeneundverkehrendeFahrzeugmitHändlerschildern wiederöfteraufgefallen. MitSchreibenvom28. April2004hieltdieEidgenössischeOberzolldirektion (OZD)X.dendurchdiePolizeifestgestelltenTransportvonSchrottfahrzeugen vor. Siewiesihnüberdiesdaraufhin,eineerweiterteNachkontrolle habeergeben,dassdasErfassungsgerätfürdieleistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe(LSVA)desFahrzeugsmitderStammnummer «(123...)»bzw. demKontrollschild«A(...) U»fürdieZeitvom14. März2002 (EinbaudatumdesGeräts)biszum3. April2002insgesamt1’480.8kmals Fahrleistungaufgezeichnethabe. Vom4. April2002bisam3. Oktober 2003seidasFahrzeugsodannaufdieFirmaY.desX.eingelöstgewesen. BeimTransportvonSchrottfahrzeugenseiendieVoraussetzungenfüreine 2VerwendungvonHändlerschildernnichterfüllt. DamithabeX.dieordentliche Verkehrszulassungunterlassen. DieLSVAaufdenFahrteninderZeitvom14. Märzbis3. April2002inHöhevonFr. 399.80(1’480.8kmx13.5txFr. 0.02) seinachzuerheben. ÜberdieshabeX.mitderbeigelegtenDeklarationskarte dieDatenausdemErfassungsgerätauszulesenunddiesenachzureichen. FüralleFahrtenabdem4. Oktober2003bisdatoseiendieentsprechenden Beweismittelvorzulegen,dennauchhierfürseiallenfallsdieLSVAgeschuldet B. MitBriefvom2. Juni2004liessX.durchseineRechtsvertreterindie OZDumeinenAusdruckderzwischenzeitlichmittelsDeklarationskarte nachgereichtenDatenersuchen. Am7. Juni2004antwortetedieOZD,die KartehabeaufgezeichneteDatenbisam12. Mai2004enthalten;am29. März 2004seijedochdiephysischeBindungdesErfassungsgeräteszumFahrzeug verletztworden(waseinemEntfernendesGerätesgleichkomme),womitdie IntegritätderaufgezeichnetenDatennichtmehrgewährleistetgewesensei. Am15. Juni2004liessX.vorbringen,erhabeam7. April2004dasFahrzeug mitderStammnummer«(123...)»nichtgefahren. AusderPolizeianzeigevom 8. April2004seiersichtlich,dasservomPolizistenvortagsnichtangehalten wordenseiunddieserdasFahrzeugnichtnäherinspizierthabe. DerPolizist habeoffenbardieaufgeführtenAngabenzumVolvo«V1»auseineranderen Anzeigeübernommen,woesumeinsolchesFahrzeuggegangensei. Der vomPolizistangegebeneVolvo«V1»seieinrotesFahrzeugunddiesessei vonX.seitOktober2003nurgeradefür29.7kmverwendetworden,um ihnnachL.zurCarrosserieC.AGzurReparaturzuverbringen,wofür derEinsatzderHändlerschilderzulässiggewesensei. DieserVolvo«V1» tragedieStammnummer«(123...)»,dieentsprechendenSchilderseienam 3. Oktober2003zurückgegebenundderFahrzeugausweisfürungültig erklärtworden. EsentziehesichderKenntnisvonX.,wasam29. März 2004mitdemErfassungsgerätgeschehensei. DieOZDkönnesichjederzeit davonüberzeugen,dassdiePlombierungdesGerätesunbeschädigtsei. Der DatenausdruckderOZDbestätige,dassdasFahrzeugam7. April2004nicht bewegtwordensei. WasfernerdieZeitvom14. Märzbis3. April2002betreffe, seidasFahrzeugmitderStammnummer«(123...)»nichteingelöstgewesen. X.habeindieserZeitdasFahrzeugnurdazuverwendet,gemässArt. 24Abs. 4Bst. aVVVFahrzeugteileimZusammenhangmitReparaturenimeigenen Betriebzutransportieren,waskeineLSVAauslöse. C. MitVerfügungvom24. Juni2004gegenX.erhobdieOZDLSVA ermessensweiseinHöhevoninsgesamtFr. 1’014.20nach(Fr. 399.80 fürdasFahrzeugmitderStammnummer«(123...)»/Periode14. März bis2. April2002;Fr. 614.40füreinunbekanntesFahrzeugmitdem Kontrollschild«A(...) U»/PeriodeAprilbisMai2004). ZurBegründungwird imWesentlichenangeführt,dieVerwendungnichtordentlichimmatrikulierter FahrzeugemitschweizerischenHändlerschildernzumTransportvon SchrottfahrzeugenfallenichtunterdieBefreiungsvorschriftvonArt. 3der Schwerverkehrsabgabeverordnungvom6. März2000(SVAV,SR641.811). SolchemithinabgabepflichtigeTransportevonSchrottfahrzeugenhabeder BeschwerdeführeranmehrerenTagenindenMonatenAprilundMai2004mit demFahrzeug«A.(...) U»durchgeführt. FürdieFahrtenimUmfangvon1’480.8 3kminderZeitvom14. Märzbis2. April2002bleibederBeschwerdeführer denNachweisschuldig,dassessichumabgabebefreiteTransportegehandelt habe. D. DagegenlässtX.am20. August2004BeschwerdebeiderEidgenössischen Zollrekurskommission(ZRK)führenundbeantragen,dieangefochtene VerfügungunterKosten-undEntschädigungsfolgeaufzuheben. Zur BegründungwerdenzumeinendiegleichenArgumentevorgetragenwie mitdemSchreibenvom15. Juni2004. Zumandernmachtergeltend,zum TransportvonSchrottfahrzeugenbesitzeer«normaleingelöste»Fahrzeuge, fürdieerdieLSVAabrechne. Solegeertäglich600bis800kmfürFahrten mitSchrottautoszurück. Wennervom14. Märzbis2. April2002mitdem FahrzeugmitderStammnummer«(123...)»nur1’480kmzurückgelegthabe,so zeigedies,dasserdamalsnurErsatzteiletransportierthabe. Fernerhabe eram7. April2004nichtdasFahrzeugmitderStammnummer«(123...)» bewegt,sonderndenVolvo«V2»mitderStammnummer«(456...)»nach einerReparaturzuKontrollzwecken. GemässArt. 24Abs. 3Bst. bVVVseies erlaubt,HändlerschilderzuverwendenfürdasÜberführenundErprobenvon FahrzeugenimZusammenhangmitdemFahrzeughandel,mitReparaturen oderUmbautenamFahrzeug;geradedieshabeergemacht,indemerdasmit AbbruchautosbeladeneFahrzeugnacheinerReparaturerprobtundsomit keinenSachtransportausgeführthabe. DanebenhabeerindenMonaten AprilundMai2004keineSchrottfahrzeugemiteinemLastwagenmitden Kontrollschildern«A(...) U»transportiert. Diesseivielmehrmitseinen reguläreingelöstenFahrzeugenmitdenKontrollschildern«A(...)»(Volvo «V3»)sowie«A(...)»(Volvo«V4»)geschehen. FürdieseTransportehabeer LSVA-Rechnungenerhalten;esgehenichtan,dassdieOZDeinunddieselben Fahrtenzweimalverrechne. MitVernehmlassungvom6. Oktober2004beantragtdieOZD,dieBeschwerde abzuweisen. MitunaufgeforderterEingabevom11. November2004hältder BeschwerdeführeranseinemStandpunktfest. AusdenErwägungen: 1. (...) 2.a. (...) b. DerBundesratkannbestimmteFahrzeugartenoderFahrzeugemit besonderemVerwendungszweckvonderAbgabeganzoderteilweisebefreien oderSonderregelungentreffen(Art. 4Abs. 1desBundesgesetzesüber eineleistungsabhängigeSchwerverkehrsabgabevom19. Dezember1997, Schwerverkehrsabgabegesetz,[SVAG],SR641.81). VondieserKompetenz GebrauchmachendhatderVerordnungsgeberu. a. dienichtordentlich immatrikuliertenFahrzeugemitschweizerischenHändlerschilderngemäss Art. 22ff. VVVvonderAbgabepflichtausgenommen(Art. 3Abs. 1Bst. fSVAV). NachArt. 22VVVdürfen-soweithierinteressierend-Händlerschilderfür MotorwagenanallenmehrspurigenMotorfahrzeugenverwendetwerden,die keineMotorrädersind(Abs. 2Bst. a). Art. 24VVVführtinabschliessender Weiseauf,fürwelcheZweckeHändlerschilderverwendetwerdendürfen: zu FahrtenfürdieBehebungvonPannenundzumAbschleppen;zumÜberführen undErprobenvonFahrzeugenimZusammenhangmitdemFahrzeughandel, mitReparaturenoderUmbautenamFahrzeug;zumErprobenvonneuen 4FahrzeugendurchHerstellerundImporteure;zumBegutachtenvon FahrzeugendurchSachverständige;fürdieamtlicheFahrzeugprüfungund dieFahrtzudieserPrüfung;füralleweiterenunentgeltlichenFahrten,sofern sichmitEinschlussdesFührershöchstensneunPersonenimoderaufdem Fahrzeugbefinden(Abs. 3Bst. a-f);mitHändlerschildernverseheneschwere MotorfahrzeugedürfenimFallevonSachtransportenverwendetwerdenfür TransportevonFahrzeugteilenimZusammenhangmitFahrzeugreparaturen oder-umbautenimeigenenBetrieb;dasMitführenvonBallastinden FällennachAbs. 3Bst. b-e;dasAbschleppen,BergenundÜberführen vonUnfall-undPannenfahrzeugenvomUnfall-oderPannenortzueiner nahegelegenenReparaturwerkstätteoderzumBetriebdesInhabersdes Kollektiv-Fahrzeugausweises(Abs. 4Bst. a-c). c. DieAbgabewirdmiteinemvonderZollverwaltungzugelassenen elektronischenMessgerätermittelt. DiesesbestehtausdemimFahrzeug eingebautenFahrtschreiberbzw. Wegimpulsaufnehmersowieeinem Erfassungsgerät(TRIPON),dasdiemassgebendeFahrleistungermittelt undregistriert(Art. 15Abs. 1SVAV).NebstdemErfassungsgerätmuss derFahrzeugführerstetsaucheinAufzeichnungsformularmitführen, dasbeiAusfalloderbeiFehlfunktionenbzw. Fehlermeldungendes Messgerätszuverwendenist(Art. 19Abs. 1SVAV).DerFahrzeugführer mussbeiderkorrektenErmittlungderFahrleistungmitwirken. Ermuss insbesonderedasErfassungsgerätkorrektbedienenundbeiFehlermeldungen oderFehlfunktionendieFahrleistungsdatenimAufzeichnungsformular eintragenunddasErfassungsgerätunverzüglichüberprüfenlassen(Art. 21SVAV).SindFehlermeldungenaufgetretenodersindnachAuffassung derabgabepflichtigenPersondieDatendesErfassungsgerätesausanderen Gründenfalsch,somusssiediesmitderDeklarationschriftlichmitteilenund begründen(Art. 22Abs. 2SVAV).DerAbgabepflichtigehatderZollverwaltung diefürdieBerechnungderAbgabeerforderlichenAngabeninnerhalbvon20 TagennachAblaufderAbgabeperiodezudeklarieren(Art. 22Abs. 1SVAV). DieVeranlagungderAbgabeerfolgtaufGrunddervomAbgabepflichtigen eingereichtenelektronischenoderschriftlichenDeklaration(Art. 23Abs. 1SVAV).DiedurchdasErfassungsgerätermitteltenKilometersindfürdie BerechnungderAbgabemassgebend(Art. 22Abs. 2SVAV). NachdemGesagtenunterliegtderAbgabepflichtigedem Selbstdeklarationsprinzip;diesbedeutet,dassdasGesetzdem AbgabepflichtigendievolleVerantwortungfürdieVeranlagungüberbindet undhoheAnforderungenanseineSorgfaltspflichtstellt(EntscheidederZRK vom27. August2004,veröffentlichtin: VPB69.19 E.2bund3b;vom29. April 2002,veröffentlichtin: ArchivfürSchweizerischesAbgaberecht[ASA]72496; vom7. September2001,veröffentlichtin: ASA7177). DieGesetzmässigkeitdervoranstehendenVerordnungsbestimmungen istinderRechtsprechungbereitsmehrfachbestätigtworden(stattvieler: EntscheidederZRKvom5. Juli2004[ZRK2003-035],E.2c;vom29. April 2002,a.a.O.;vgl. auchUrteildesBundesgerichtsvom10. Oktober2003 [2A.271/2003]). ÜberdiesstützensichdiemeistendieserVerordnungsnormen direktaufdenGesetzesbuchstaben,wieetwadieMitwirkungspflichtbei derkorrektenErmittlungderFahrleistung(Art. 21SVAV,Art. 11Abs. 1 SVAG)oderdasErfassungsgeräteobligatorium(Art. 15Abs. 1SVAV,Art. 11Abs. 2SVAG),worausgleichzeitigdiegrundsätzlicheVerbindlichkeit 5dermitdemvorgeschriebenenGeräterfasstenDatenfolgtsowiedassbei allfälligenFehlerndesErfassungsgerätesdemAbgabepflichtigendiePflicht aufzuerlegenist,dieerforderlichenMassnahmenzurBehebungzuergreifen, unddemAbgabepflichtigenbeibehaupteterFehlerhaftigkeitderdurchdas ErfassungsgerätaufgezeichnetenDatengleichsamdieBeweisführungslastzu übertragenist(EntscheidederZRKvom5. Juli2004,a.a.O.,E.2c;vom29. April 2002,a.a.O.). d. UnterbleibtdieDeklaration,istsielückenhaftoderwidersprüchlichoder machtdieZollverwaltungFeststellungen,dieimWiderspruchzurDeklaration stehen,sonimmtsiedieVeranlagungnachpflichtgemässemErmessen vor(Art. 23Abs. 3SVAV;s. Art. 11Abs. 3SVAG).SinddieVoraussetzungen einersolchenErmessensveranlagungerfüllt,hatdieVerwaltungdiejenige Schätzungsmethodezuwählen,diedenindividuellenVerhältnissendes AbgabepflichtigensoweitalsmöglichRechnungträgt,aufplausiblenAngaben beruhtundderenErgebnisderwirklichenSituationmöglichstnahekommt. EinAbgabepflichtigerkannimVerfahrenvorderRekurskommissiondie gemässArt. 23Abs. 3SVAVvorgenommeneSchätzungbestreiten. Dabei obliegtesdemAbgabepflichtigen,denBeweisfürdieUnrichtigkeitder Schätzungzuerbringen. ErstwennderAbgabepflichtigedenNachweisdafür erbringt,dassdieVerwaltungmitderErmessensveranlagungBundesrecht verletztbzw. dassihrdabeierheblicheErmessensfehlerunterlaufensind, nimmtdieZRKeineKorrekturderSchätzungvor(EntscheidederZRKvom 3. August2004,veröffentlichtin: VPB69.18 E.3e;vom18. Februar2005[ZRK 2003-207],E.2d;vom27. Dezember2004[ZRK2003-151],E.2d). DerZRK kommtbeiderÜberprüfungvonErmessensveranlagungenvolleKognition zu. DemnachkannsienichtnurdieÜberschreitungoderdenMissbrauch desErmessensderVerwaltungüberprüfen(Art. 49Bst. adesBundesgesetzes vom20. Dezember1968überdasVerwaltungsverfahren[VwVG],SR172.021), sondernauchdieUnangemessenheit(Art. 49Bst. cVwVG).Dennochauferlegt sichdieZRKbeiderÜberprüfungvonErmessensveranlagungeneinegewisse Zurückhaltung,soweitdieZweckmässigkeitderEntscheidunginFragesteht (zumGanzen: EntscheidederZRKvom3. August2004,a.a.O.,E.3e;vom18. Februar2005[ZRK2003-207],E.2d;vom27. Dezember2004,a.a.O.,E.2d). 3.a. ImvorliegendenFallistunbestritten,dassTransportevon SchrottfahrzeugendurchLastwagenmitHändlerschilderngrundsätzlich keineAbgabebefreiungimSinnevonArt. 3Abs. 1Bst. fSVAVauslösen(E. 2bhiervor). Umstrittenisteinzig,obderBeschwerdeführerinderPeriode AprilbisMai2004miteinemFahrzeugmitdenKontrollschildern«A(...) U»(E.bhiernach)sowieinderPeriodevom14. Märzbis2. April2002 mitdemFahrzeugmitderStammnummer«(123...)»(E.chiernach)solche abgabepflichtigenTransportevonSchrottfahrzeugenausführte. b.aa. DieKantonspolizeiS.stellteinderPeriodeAprilbisMai2004 inmindestenszweiFällen(7. Aprilund6. Mai2004)fest,dassder BeschwerdeführereinenLastwagenmitdenHändlerschildern«A(...) U» fuhrunddamitSchrottfahrzeugetransportierte(Polizeirapportevom8. Aprilund7. Mai2004). IndemderBeschwerdeführerzumindestdiese abgabepflichtigenTransportederOZDnichtordentlichmeldete,verletzte erseineDeklarationspflichten(E.2chiervor). DieVorinstanzwardeshalbund 6entgegenderAuffassungdesBeschwerdeführersnichtnurberechtigt,sondern geradezuverpflichtet,dieAbgabefürdieMonateAprilundMai2004nach pflichtgemässemErmessenzuveranlagen(E.2dhiervor). DieHöhedergeschätztenAbgabe(Fr. 614.40=20abgabepflichtigeTransporte mitHändlerschildernaufderStreckeH.-T.retour)scheintüberdiesin einerzurückhaltendenÜberprüfungdurchdieZRK(E.2dhiervor)vor demVerhältnismässigkeitsgrundsatzStandzuhalten: DieVorinstanz durfte-angesichtsdesbeschwerdeführerischenTransportvolumens anSchrottfahrzeugen-füreineZeitdauervonzweiMonatenvon20 TransportenmitHändlerschildernausgehen,wenndiePolizeinurschon währenddieserZeitzweisolcherTransportefeststellte. Fernergehtaus denPolizeirapportenausdrücklichhervor,dasfraglicheFahrzeugmit Händlerschildernverkehre«immerwieder»beladenmitSchrottfahrzeugen, wasjedenfallsdieAnnahmederOZDalsnichtübermässigerscheinenlässt, eshättenwährend«insgesamt39Arbeitstagen»20solcherTransporte stattgefunden. OhnediesistderBeschwerdeführerbereitsvordieser PeriodefürdiegleicheArtvonTransportpolizeilichangehaltenund zurAnzeigegebrachtworden(Polizeirapportvom1. Juni2001),woraus zuschliessenist,dasserwenigEinsichtwaltenlässtundweiterhin unbeirrtsolcheTransportevonSchrottfahrzeugenauchmitLastwagen durchführte,welcheHändlerschildertragen(vgl. diedreivorzitierten Polizeirapporte). DiesesGesamtbild,welchesderBeschwerdeführerdurch seinVerhaltenselbstzeichnet,führtjedenfallsnichtzumSchluss,die ErmessensveranlagungderVorinstanzseiunverhältnismässig. Ohnehin oblägeesdemBeschwerdeführer,denNachweisdafürzuerbringen,dassdie VorinstanzmitderErmessensveranlagungBundesrechtverletzt,bzw. dass ihrdabeierheblicheErmessensfehlerunterlaufensind(E.2dhiervor). Diesen NachweisbleibtderBeschwerdeführerschuldig. bb. EsbleibtaufdieVorbringendesBeschwerdeführerseinzugehen,soweit sienichtbereitsausdrücklichoderimplizitwiderlegtsind. Zunächsthälterdafür,dasFahrzeugmitderStammnummer«(123...)» habeeram7. April2004nichtbewegt,sonderndenVolvo«V2»mitder Stammnummer«(456...)»nacheinerReparaturzuKontrollzwecken. Es istnichtauszuschliessen,dassderPolizeirapportvom8. April2004mit BezugaufdenfraglichenLastwageneinenfalschenFahrzeugtypbenannte undessichentgegenderursprünglichenAnnahmederVorinstanznicht umdasFahrzeugmitderStammnummer«(123...)»handelte,welchesam 7. April2004Schrottfahrzeugetransportierte. DiesräumtdieVorinstanz zwischenzeitlichauchein. DerBeschwerdeführerverkenntindes,dasses vorliegendenfallsnichtaufdenFahrzeugtypankommt;alleinmassgebend fürdieAbgabepflichtist,dassereinFahrzeugmitHändlerschildernfuhr, welchesSchrottfahrzeugetransportierte. MitBezugaufdieserelevanten Sachverhaltselemente(Händlerschilder;TransportvonSchrottfahrzeugen) unterstellternicht,diePolizeihabesichgeirrt. Vielmehrbehaupteter,am7. April2004garkeineSchrottfahrzeugeim abgaberechtlichenSinntransportiertzuhaben. DennamVortaghabeer seinenLastwagenVolvo«V2»(Stammnummer«456...»)reparierenmüssen, weildiesereinezuhoheBetriebstemperaturerreichte. Erhabedeshalb Reinigungs-undEntkalkungsmittelindenKühlerfüllenunddieseMittel 7durchdasganzeKühlsystemzirkulierenlassenmüssen. ZudiesemZweck habeerdenLastwagennotwendigerweise(zurbesserenZirkulationder Reinigungsmittel)mitschwerenAbbruchautosbeladenundeinelängere Strecke(Zweisimmen,Gstaad,Bulle,Thörishausundzurücknach...) fahren müssen. DanachhabeerneuesReinigungsmitteleinfüllenunddiegleiche FahrtamdarauffolgendenTag(7. April2004)wiederholenmüssen. Gemäss Art. 24Abs. 3Bst. bVVVseierlaubt,HändlerschilderfüreinesolcheFahrt zuverwenden. GegendieentsprechendeStrafanzeigederPolizeihabeer sichausdiesenGründenbeimUntersuchungsrichterdurchEinsprache gewehrt. Esgehenichtan,dassdieOZDeineSteuerverfügungerlässt,welche sichaufeinenSachverhaltstütze,dernichtinRechtskrafterwachsensei. AufgrundderAktenlageentstehtderEindruck,eshandlesichbeidieser SchilderungdesBeschwerdeführersumeinereineSchutzbehauptung. Die VorinstanzlegtinschlüssigerWeisedar,dassfürdieZirkulationdesWassers imSystemeinesLastwagensgenügt,denMotorzustartenundlaufenzu lassen. JedenfallshältesdieZRKalsfürnichterforderlich,dasshierfüreine derartweiteStreckezweimalgefahrenwird,geschweigedenn,dasseinevolle LadungSchrottfahrzeugeunabdingbarist,wieesderBeschwerdeführer vorzugebenversucht. DerBeschwerdeführerverkenntüberdies,dass eineEinschätzungdurchdieStrafjustizbehördenfürdiesteuerliche BeurteilungdesnämlichenSachverhaltesnichtbindendist(nichterforderlich istnamentlicheinestrafrechtlicheVerurteilung,weshalbauchnicht weiterzuprüfenist,obdasBundesgerichtmittlerweiledieentsprechende strafrechtlicheTatbestandserfüllungdurchdenBeschwerdeführerbestätigt hat,wiedieVorinstanznunmehrvermeldet[Eingabevom16. Mai2006]). SelbstwennseineSachverhaltsbehauptungdiezuständigenStrafbehörden voneinerBestrafungabsehenliessen,ändertediesnichtsamAusgang desvorliegendenAbgabejustizverfahrens. Essinddanebengenügend weitereSachverhaltselementeerstellt(E.aahiervor),welchediefragliche Ermessensveranlagungnichtnuraufdrängen,sonderndieseauchals verhältnismässigerscheinenlassen. c.aa. InderPeriodevom14. Märzbis2. April2002registriertedas ErfassungsgerätdesFahrzeugsmitderStammnummer«(123...)»eine Fahrleistungvon1’480.8km(entsprichtAbgabeninHöhevonFr. 399.80). Es istzunächsteinmalvonderRichtig-undVerbindlichkeitdieserunbestrittenen Datenauszugehen(E.2chiervor). BereitsaufgrundderTatsache,dass derBeschwerdeführerdieseFahrleistungnichtdeklarierte,wardieOZD berechtigt,beiihmBegründungundBelegefürdieangeblicheAbgabefreiheit nachzufordern(vgl. Art. 41SVAV).ÜberdieskonntedemBeschwerdeführer nachgewiesenwerden,verschiedentlichmitHändlerschildernversehenen LastwagenSchrottfahrzeugetransportiertzuhaben,ohnehierfürdie Abgabeabzuliefern(E.bhiervor). UnterdiesenUmständenerweistsich alsrechtmässig,wenndieOZDvomBeschwerdeführerauchfürdieZeit vom14. Märzbis2. April2002verlangte,dieangeblicheAbgabefreiheit derTransportelückenloszubelegen. OhnejeglichenschriftlichenBeleg undnurmitderBehauptung,erhabedenLastwageneinzigzumTransport vonReparaturteilenimeigenenBetriebverwendet,gelingtihmderfür eineAbgabefreiheiterforderlicheNachweisnicht. Daerdienachweislich gefahrenenKilometerwederdeklariertenochderenAbgabefreiheit-auch nichtteilweise-nachwies,wardieOZDgehalten,hierfürebenfallsdie volleAbgabenachzufordern. DaranändertentgegenderAuffassungdes 8BeschwerdeführersderUmstandnichts,dassdasFahrzeuginderfraglichen Zeitoffenbarnichteingelöstwar. Erräumtausdrücklichein,dasssich derLastwageninseinemBesitzebefandunderihnüberdiesverwendete. EntsprechendtreffenihnauchdiesubjektivenHalterpflichtengegenüberder OZD. bb. DerBeschwerdeführerwirftderOZDfernervor,dieseverlangeBelege füreinenZeitraum,dermehralszweiJahrezurückliege. Erkönnenichtmehr rekonstruieren,welcheFahrzeugteileerindiesemZeitraumtransportiert habe. Erverkennt,dassdieVerwaltunginvergleichbarenSituationen innerhalbderVerjährungsfristjederzeitschriftlicheUnterlagenverlangen darf,diegeeignetsind,dievomAbgabepflichtigenbehaupteteAbgabefreiheit seinerTransportenachzuweisen. Gleicheshaterstrechtfürdenvorliegenden Fallzugelten,woderBeschwerdeführernachweislichmehrfachseine DeklarationspflichtverletzteunddadurchdieOZDberechtigteZweifelander AbgabefreiheitderhierfraglichenFahrleistungenimUmfangvon1’480.8km bekundete. WennderBeschwerdeführerunterdiesenUmständenesdamals unterliess,schriftlicheUnterlagenfürdieangeblicheabgabebefreitenFahrten anzulegen,dannhaterbeieinerallfälligenBeweislosigkeitdieKonsequenzen selbstzutragen(vgl. E.2c in fine und2dhiervor). FernerträgtderBeschwerdeführervor,zumTransportvonSchrottfahrzeugen besitzeer«normaleingelöste»Fahrzeuge,fürdieerdieLSVAabrechne. So legeertäglich600bis800kmfürFahrtenmitSchrottautoszurück. Wenner vom14. Märzbis2. April2002mitdemFahrzeugmitderStammnummer «(123...)»nur1’480kmzurückgelegthabe,sozeigedies,dasserdamals nurErsatzteiletransportierthabe. DiesesArgumentüberzeugtschon deshalbnicht,weilihndieserordnungsgemässdeklarierteTransportvon Schrottfahrzeugenmit«normaleingelösten»Lastwagennachweislichinder ZeitvonMai2001bisMai2004nichtdavonabhielt,mehrfachSchrottwagen unterVerwendungvonHändlerschildernzutransportieren(E.bhiervor). InsofernerscheintderVerdachtderVorinstanznichtunbegründet,dass GleichesauchinderZeitvom14. Märzbis2. April2002mitdiesem«nicht eingelösten»FahrzeugunterVerwendungderbekanntenHändlerschilder geschah. DieAbgabefreiheitderFahrleistungimUmfangvon1’480kmbleibt derBeschwerdeführer-wieerwähnt-schuldig,sodassdieBeschwerdeauch indiesemPunktabzuweisenist. 4. (...) 9Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali JAAC 70.101 - Auszug aus dem Entscheid ZRK 2004-103 der Eidgenössischen Zollrekurskommission vom 27. Juni 2006 in Sachen X. In Verwaltungspraxis der Bundesbehörden Dans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération In Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione Jahr 2006 Année Anno Band 70 Volume Volume Seite --- Page Pagina Ref. No 150 007 154 Das Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert. Le document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale. Il documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.