<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2001.00010</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106199&amp;W10_KEY=4467148&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2001.00010</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.06.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 14.06.2002 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Geltungsbereich des Arbeitsgesetzes</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Geltung des Arbeitsgesetzes für Ärzte an öffentlichrechtlichen Spitälern. Feststellungsbegehren.<br/>Personalrechtliche Streitigkeit (E.1a und 3). Zulässigkeit der Beschwerde. Legitimation von Berufsverbänden (E.1a). Verfahrenstrennung (E.1b; vgl. VB.2001.00200). Feststellungsinteresse. Bestimmung des Streitgegenstands (E.1c). Anwendungsbereich des ArG nach alter und nach seit 1. 8. 2000 geltender Fassung (E.2 a.A.). Keine Anwendung der Arbeits- und Ruhezeitbestimmungen auf Assistenz-, Ober- und Leitende Ärzte an öffentlichrechtlichen Spitälern des Kantons, der Gemeinden und der Zweckverbände. Deren Arbeitsverhältnisse sind öffentlichrechtlich (E.2a/aa). Die Arbeitszeitbestimmungen des ArG sind keine minimal standards (E.2a/bb). Bindung des Verwaltungsgerichts an das Bundesgesetz und die Verordnung (E.2a/bb; 2c/aa+bb). Die Arbeits- und Ruhezeitbestimmungen zählen nicht zu den in Art. 3a und 71 lit. b ArG vorbehaltenen Bestimmungen über den Gesundheitsschutz i.e.S. (E.2c). Keine Kostenbefreiung aus Billigkeit (E.3). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITNEHMERSCHUTZ">ARBEITNEHMERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Ãbrige Rechtsgebiete UR: Besondere Rechtsgebiete ST: ARBEITS- UND ARBEITSVERTRAGSRECHT">ARBEITS- UND ARBEITSVERTRAGSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSZEIT">ARBEITSZEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARZT">ARZT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERUFSVERBAND">BERUFSVERBAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FESTSTELLUNGSINTERESSE">FESTSTELLUNGSINTERESSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Grundrechte ST: FREIHEITSRECHTE">FREIHEITSRECHTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESUNDHEITSSCHUTZ">GESUNDHEITSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWERKSCHAFT">GEWERKSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES">INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KRANKENANSTALT">KRANKENANSTALT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPITAL">SPITAL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERBANDSBESCHWERDE">VERBANDSBESCHWERDE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 2 ArG</span><br/><span class="gerade">Art. 3 lit. d ArG</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 lit. e ArG</span><br/><span class="gerade">Art. 3a ArG</span><br/><span class="ungerade">Art. 6 ArG</span><br/><span class="gerade">Art. 57 ArG</span><br/><span class="ungerade">Art. 58 lit. I ArG</span><br/><span class="gerade">Art. 71 lit. b ArG</span><br/><span class="ungerade">§ 4 ArGV 1</span><br/><span class="gerade">§ 7 ArGV 1</span><br/><span class="ungerade">Art. 191 BV</span><br/><span class="gerade">§ 72 lit. II GemeindeG</span><br/><span class="ungerade">§ 28 KrankenhÃ¤userV</span><br/><span class="gerade">§ 7 PG</span><br/><span class="ungerade">§ 80 lit. b VRG</span><br/><span class="gerade">§ 80 lit. c VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Sektion ZÃ¼rich des Verbands Schweizerischer Assistenz- und OberÃ¤rztinnen und -Ã¤rzte (VSAO-ZH) erstattete zu Gunsten eben solcher BerufsangehÃ¶riger unterm 20. und 24. MÃ¤rz 1998 beim kantonalen Amt fÃ¼r Industrie, Gewerbe und Arbeit (heute Amt fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit, AWA) gegen das Departement Chirurgie sowie die Neurochirurgische und die Dermatologische Klinik am UniversitÃ¤tsspital, die Chirurgische und die Medizinische Klinik am ZÃ¼rcher Stadtspital B, die Medizinische Klinik am Kreis­spital C, die GynÃ¤kologische Klinik am Spital D und die Chirurgischen Kliniken an der Klinik E sowie am Kantonsspital Winterthur im Sinn von Art. 54 Abs. 1 des Arbeitsgesetzes vom 13. MÃ¤rz 1964 (ArG, SR 822.11) Anzeige wegen Verletzung von Bestimmungen des Arbeitsgesetzes und zugehÃ¶riger Verordnungen "Ã¼ber die HÃ¶chstarbeitszeiten etc. ... und Ã¼ber die Gesundheitsvorsorge". Mit Schreiben vom 30. Juni 1998 an "Verschiedene SpitÃ¤ler im Kanton ZÃ¼rich" â d.h. wohl an die betroffenen Ein­richtungen â erinnerte das AWA diese an eine ihnen zugestellte Kopie der Anzeige vom 20. MÃ¤rz 1998 und erbat zur AbklÃ¤rung des Sachverhalts gewisse AuskÃ¼nfte bzw. Unterlagen bis Ende Juli 1998. Am 17. November 1998 teilte das AWA der VSAO-ZH mit, ihm fehle fÃ¼r die interessierenden SpitÃ¤ler die ZustÃ¤ndigkeit.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Schreiben vom 31. MÃ¤rz 1999 an das AWA schloss sich die Vereinigung der OberÃ¤rztinnen und -Ã¤rzte und der Leitenden Ãrztinnen und Ãrzte des Kantons ZÃ¼rich <br/> (VO­LAZ) der VSAO-ZH an; die beiden Gewerkschaften ersuchten um eine anfechtbare VerfÃ¼gung Ã¼ber die ZustÃ¤ndigkeit, dehnten die Anzeige auf die Klinik G, die Klinik H, das Spital I sowie alle Abteilungen des Spitals E aus, monierten, dass bislang hinsichtlich des bereits involvierten Letzteren trotz ZustÃ¤ndigkeit nichts geschehen sei, und forderten gegenÃ¼ber den vier genannten SpitÃ¤lern mit privater TrÃ¤gerschaft ... die Durchsetzung der Schutzbestimmungen zu Gunsten der Leitenden Ãrztinnen und Ãrzte, der OberÃ¤rztinnen und -Ã¤rzte sowie der AssistenzÃ¤rztinnen und -Ã¤rzte mit vollendeter Weiterbildung. Unterm 11. Februar 2000 mahnten VSAO-ZH und VOLAZ beim AWA die anfechtbare VerfÃ¼gung an sowie eine materielle Beurteilung "bezÃ¼glich Einhaltung der Bestimmungen des Arbeitsgesetzes einschliess­lich Verordnungen in den angezeigten Betrieben".</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit am 1. MÃ¤rz 2000 zur Post gegebener VerfÃ¼gung vom 25. Februar 2000 stellte das AWA fest, dass die Bestimmungen des Arbeitsgesetzes Ã¼ber die Arbeitszeiten auf die ArbeitsverhÃ¤ltnisse von Assistenz- sowie OberÃ¤rztinnen und -Ã¤rzten nicht anwendbar seien in den Ã¶ffentlichrechtlichen Krankenanstalten des Kantons (Dispositiv Ziffer I), in den KreisspitÃ¤lern, die auf einem Ã¶ffentlichrechtlichen Zweckverband beruhen (Dispositiv Ziffer II), und in den privaten Krankenanstalten mit gemeinnÃ¼tzigem Charakter, die Subventionen empfangen und sich nach den Arbeitsvorschriften des Kantons Ã¼ber die Ã¶ffentlichen DienstverhÃ¤ltnisse richten (Dispositiv Ziffer III), sowie dass die AssistenzÃ¤rztinnen und <br/> -Ã¤rzte in allen SpitÃ¤lern bezÃ¼glich Gesundheitsvorsorge dem Arbeitsgesetz unterstehen (Dispositiv Ziffer IV); in Dispositiv Ziffer V auferlegte es seine Kosten je hÃ¤lftig VSAO-ZH und VOLAZ, bei solidarischer Haftung fÃ¼reinander.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Dagegen rekurrierten VSAO-ZH und VOLAZ am Montag, 3. April 2000 mit den AntrÃ¤gen, in Aufhebung der VerfÃ¼gung und unter EntschÃ¤digungsfolge sei festzustellen, dass in persÃ¶nlicher Beziehung das Arbeitsgesetz fÃ¼r die OberÃ¤rztinnen und -Ã¤rzte, die Leitenden Ãrztinnen und Ãrzte sowie die AssistenzÃ¤rztinnen und -Ã¤rzte mit abgeschlossener FMH-Weiterbildung gelte und dass die AssistenzÃ¤rztinnen und -Ã¤rzte, die OberÃ¤rztinnen und -Ã¤rzte sowie die Leitenden Ãrztinnen und Ãrzte in allen SpitÃ¤lern fÃ¼r die Gesundheitsvorsorge unter das Arbeitsgesetz fallen sowie dass in betrieblicher Hinsicht die Bestimmungen des Arbeitsgesetzes Ã¼ber die Arbeits- und Ruhezeiten in den Ã¶ffentlichrecht­lichen Krankenanstalten des Kantons, in den SpitÃ¤lern, die auf einem Ã¶ffentlichrechtlichen Zweckverband basieren, und in den privaten Krankenanstalten mit gemeinnÃ¼tzigem Charakter, welche Subventionen erhalten und die Arbeitszeitvorschriften des Kantons Ã¼ber die Ã¶ffentlichen DienstverhÃ¤ltnisse beachten, soweit Anwendung finden, als fÃ¼r die Arbeitneh­menden nicht gÃ¼nstigere Vorschriften existieren; zudem sei das AWA anzuweisen, die angezeigten Sachverhalte zu untersuchen und die geeigneten Massnahmen zu treffen. Mit ergÃ¤nzender Eingabe vom 29. August 2000 und unter Hinweis auf die seit anfangs Monat greifende Revision des Arbeitsgesetzes samt neuen Verordnungen teilten VSAO-ZH und VOLAZ mit, sie wÃ¼rden voraussetzen, dass der hÃ¤ngige Rekurs seine Beurteilung nach dem aktuellen Recht erfahre.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das eidgenÃ¶ssische Staatssekretariat fÃ¼r Wirtschaft (seco) informierte unterm 23. No­vember 2000 Ã¼ber die Anwendbarkeit des revidierten Arbeitsgesetzes auf SpitÃ¤ler und AssistenzÃ¤rzte nebst anderen. Die mit Schreiben vom 1. und 8. Dezember 2000 eingerÃ¤umte Gelegenheit, sich zum Rekurs zu Ã¤ussern, nahmen das StadtzÃ¼rcher Gesundheits- und Umweltdepartement am 21. De­zember 2000, das kantonale Personalamt am 30. Januar 2001, die Gesundheitsdirektion am 5. und der Verband ZÃ¼rcher KrankenhÃ¤user am 14. Feb­ruar 2001 wahr. Datierend vom 22. Februar 2001 kam das AWA der Aufforderung nach, zur Frage Stellung zu beziehen, wie sich das neue Recht auf die anstehende Angelegenheit auswirke.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit VerfÃ¼gung vom Freitag, 23. MÃ¤rz 2001 â VSAO-ZH sowie VOLAZ gemÃ¤ss unbestrittener und plausibler Schilderung des heutigen Vertreters am Montag, 26. MÃ¤rz 2001 ausgehÃ¤ndigt â hiess die Volkswirtschaftsdirektion den Rekurs teilweise gut, hob die Ziffern III und IV in der VerfÃ¼gung des AWA vom 25. Februar 2000 auf (Dispositiv Ziffer I) und stellte fest, dass die Bestimmungen des Arbeitsgesetzes in den privaten Krankenanstalten mit gemeinnÃ¼tzigem Charakter, die Subventionen beziehen und sich an die Arbeitszeitvorschriften des Kantons Ã¼ber die Ã¶ffentlichrechtlichen DienstverhÃ¤ltnisse halten, auf die ArbeitnehmerInnen â d.h. die gewerkschaftlich reprÃ¤sentierten Ãrztinnen und Ãrzte (E. 5e) â unter Vorbehalt von Art. 71 lit. b ArG anwendbar seien (Dispositiv Ziffer II) und dass die AssistenzÃ¤rztinnen und -Ã¤rzte, die OberÃ¤rztinnen und -Ã¤rzte sowie die Leitenden Ãrztinnen und Ãrzte in allen SpitÃ¤lern hinsichtlich der Gesundheitsschutzvorschriften dem Arbeitsgesetz unterliegen (Dispositiv Ziffer III); durch Dispositiv Ziffer IV wurde im Ãbrigen der Rekurs abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Hiergegen liessen VSAO-ZH und VOLAZ am 25. April 2001 mit Beschwerde ans Verwaltungsgericht gelangen und ihm beantragen:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"<b>Prozessual</b></span></p> <p class="EinzugZitat"><span>1. Die Vorinstanz habe folgende Akten zu edieren:<br/> â Die Liste der SpitÃ¤ler, an welche die Umfrage des Amtes fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit vom 30.6.1998, Lauf-Nr. 85718/Ja/bk, gerichtet war;<br/> â bei ihr bzw. beim Amt fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit eingegangene Ant­worten auf diese Umfrage.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. Bei allfÃ¤lligem Nichtvorhandensein der in Ziff. 1 genannten Akten sei die Vorinstanz zu einem Amtsbericht anzuhalten, ob und gegebenenfalls in welchem Umfange sie im Besitze dieser Akten war und weshalb sie sich ihrer entledigte oder weshalb, zu welchem Zeitpunkt und auf wessen Anordnung hin die vom Amt fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit in die Wege geleitete Sachverhaltsermittlung nicht weiterverfolgt wurde.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. Die Vorinstanz habe eine Liste sÃ¤mtlicher Kantons- und direkt von Gemeinden betriebener SpitÃ¤ler sowie der SpitÃ¤ler mit Ã¶ffentlichrecht­licher TrÃ¤gerschaft, welche nicht direkt vom Kanton oder von Gemeinden betrieben werden, und eine solche der privatrechtlich organisierten SpitÃ¤ler einzureichen enthaltend bezÃ¼glich jeden Spitals die ProzentsÃ¤tze der Ã¶ffentlichrechtlich und der privatrechtlich angestellten Arbeitnehmer/innen (ProzentsÃ¤tze sowohl bezogen auf das Total der angestellten Ãrzt/innen und auch auf das Total der im jeweiligen Spital Ã¼berhaupt BeschÃ¤ftigten).</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>4. Den BeschwerdefÃ¼hrer/innen sei das Protokoll zum Ergebnis von Ziff. 1 bis 3 hievor offenzuhalten.<br/> <br/> </span></p> <p class="EinzugZitat"><b><span>Materiell</span></b></p> <p class="EinzugZitat"><span>5. Ziff. II. und IV. der angefochtenen VerfÃ¼gung seien aufzuheben.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>6. Es sei festzustellen, dass die Bestimmungen des Arbeitsgesetzes in den privaten Krankenanstalten mit gemeinnÃ¼tzigem Charakter, die subventioniert sind, vorbehaltlos anwendbar sind.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>7. Es sei festzustellen, dass die Bestimmungen des Arbeitsgesetzes in den kantonalen und von den Gemeinden direkt betriebenen SpitÃ¤lern sowie in denjenigen mit Ã¶ffentlichrechtlicher TrÃ¤gerschaft als Richtwerte gelten, von welchen nicht beliebig abgewichen werden darf.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>8. ErgÃ¤nzend sei festzustellen, dass die Bestimmungen des Arbeitsgesetzes in den kantonalen und von den Gemeinden direkt betriebenen Spi­tÃ¤lern sowie in denjenigen mit Ã¶ffentlichrechtlicher TrÃ¤gerschaft jeden­falls dann vorbehaltlos gelten, soweit und sofern ein solches Spital die Mehrzahl der Arbeitnehmer/innen privatrechtlich anstellt. Dabei habe sich die Beschwerdeinstanz auch dazu zu Ã¤ussern, ob und nach welchen Kriterien mit den Arbeitnehmer/innen abgeschlossene VertrÃ¤­ge als privatrechtlich oder als Ã¶ffentlichrechtlich zu qualifizieren sind.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>9. ErgÃ¤nzend sei festzustellen, dass die Bestimmungen des Arbeitsgesetzes in den kantonalen und von den Gemeinden direkt betriebenen Spi­tÃ¤lern sowie in denjenigen mit Ã¶ffentlichrechtlicher TrÃ¤gerschaft jeden­falls fÃ¼r die in ihnen privatrechtlich angestellten Spital­Ã¤rzt/innen gelten.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>10. Dementsprechend sei unter Verwendung der in Ziff. 3 verlangten Erhebungen im Sinne von Ziff. 6 â 9 hievor zu entscheiden, welche Spi­tÃ¤ler im Kanton ZÃ¼rich auch bezÃ¼glich der beschÃ¤ftigten Spital­Ã¤rzt/innen den Vorschriften des Arbeitsgesetzes vorbehaltlos unterstellt sind bzw. in welchen SpitÃ¤lern diese Vorschriften jedenfalls als wettbewerblich relevante Richtwerte gelten, von welchen nicht beliebig abgewichen werden darf.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>11. Evt. sei die Sache an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen, damit diese die unter Ziff. 1. â 3. verlangten Erhebungen tÃ¤tige und darauf im Sinne der ErwÃ¤gungen Ã¼ber die in AntrÃ¤gen 8 und 9 genannten Anwendbarkeiten spitalbezogen selber neu entscheide.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>12. Es sei festzustellen, dass PrÃ¤senzzeiten von jedenfalls Ã¼ber 55 Stunden/Woche den Vorschriften des Arbeitsgesetzes Ã¼ber den Gesundheitsschutz sowie den Grundrechten auf Leben und Schutz der Privat­sphÃ¤re (Art. 10 und 13 BV [Bundesverfassung vom 18. April 1999, SR 101]) sowie dem Verfassungsgrundsatz der Verwirklichung der Grundrechte (Art. 35 BV) widersprechen und daher unzulÃ¤ssig sind.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>13. Alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des Beschwerdegegners [womit die Vorinstanz gemeint ist]."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Volkswirtschaftsdirektion verzichtete unterm 7. Mai 2001 ausdrÃ¼cklich auf Vernehmlassung, wÃ¤hrend das AWA mit Beschwerdeantwort vom 15./16. Mai 2001 auf Abweisung des Rechtsmittels schloss, soweit darauf einzutreten sei, und am 21./22. Mai 2001 Akten betreffend Subventionsberechtigung der Klinik H einreichte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Der vorliegenden Sache eignet kein Streitwert. Ãber sie muss das Verwaltungsgericht kraft § 38 Abs. 1 f. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) und mangels dort genannter Ausnahmematerien daher in Dreierbesetzung befinden. Ansonsten wÃ¼rde es sich ohnehin um einen Fall von prinzipieller Bedeutung im Sinn von § 38 Abs. 3 Satz 1 VRG handeln, welcher sich zum Entscheid einer Kammer Ã¼bertragen liesse.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>UnabhÃ¤ngig davon, ob es sich gegenwÃ¤rtig um eine personalrechtliche Auseinander­setzung drehe (verneinend Beschwerde S. 3, worauf es bei den Kostenfolgen zurÃ¼ckzukommen gilt), fÃ¤llt die Beurteilung des Rechtsmittels entweder laut §§ 19b Abs. 1, 41 und 43 Abs. 1 oder nach § 74 VRG schon kantonalrechtlich in die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts. Zudem beschlÃ¤gt die angefochtene VerfÃ¼gung das Gebiet des Arbeit­nehmerInnenschutzes und stÃ¼tzt sich auf das eidgenÃ¶ssische Arbeitsgesetz samt AusfÃ¼hrungsverordnungen. Auf Grund von Art. 57 ArG unterliegen Entscheide der letzten kantonalen Instanz der Beschwerde an den Bundesrat, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht unzulÃ¤ssig ist. Deren Ausschluss gemÃ¤ss Art. 99 f. des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 (OG, SR 173.110) lÃ¤sst sich nicht ersehen. Bleibt sie somit kraft Art. 97 ff. OG offen, folgt hieraus fÃ¼r den kantonalen Rechtsschutz mit der Beschwerde (a.a.O.) abermals die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts (vgl. auch [§ 80c in Verbindung mit] §§ 42 und 43 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Rechtsmittelberechtigung fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerinnen â das betonen dieselben korrekt â als Gewerkschaften der hier einschlÃ¤gigen Berufsarten ergibt sich aus Art. 58 Abs. 1 ArG, ohne dass es darauf ankÃ¤me, ob die betroffenen Arbeitnehmen­den oder einzelne von ihnen Mitglieder seien (BGE 119 Ib 374 E. 2b/aa). Diese bundesrechtliche Bestimmung gilt ebenso fÃ¼r das kantonale Verfahren (Art. 98a Abs. 3 OG). Ob auch die Voraussetzungen der egoistischen Verbandsbeschwerde als erfÃ¼llt erscheinen (dazu Alfred KÃ¶lz/ JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, §§ 21 N. 50 ff. und 74 N. 3), darf deshalb offen bleiben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im Gegensatz zum Rest erweist sich das Verfahren betreffend die privaten Krankenanstalten mit gemeinnÃ¼tzigem Charakter, die subventioniert sind und sich nach den Ar­beitszeitvorschriften des Kantons Ã¼ber die Ã¶ffentlichrechtlichen DienstverhÃ¤ltnisse richten, nicht als spruchreif. Es ist deshalb abzutrennen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu <br/> §§ 4-31 N. 36 f.) und als GeschÃ¤ft VB.2001.00200 fortzufÃ¼hren. Damit bleibt nachfolgend Rechtsmittelantrag 6 ganz aus dem Spiel wie auch die AntrÃ¤ge 1-5 und 10 ff., soweit sie sich auf diese PrivatspitÃ¤ler beziehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Feststellungsinteressen der BeschwerdefÃ¼hrerinnen â das noch im Rekurs be­krÃ¤ftigte Leistungsbegehren haben sie nunmehr aufgegeben â wie auch jene des Beschwerdegegners sind dermassen evident, dass darÃ¼ber bis anhin mit gutem Grund kein Wort ver­loren worden ist (vgl. allgemein KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, §§ 4 N. 14, 19 N. 58 ff. und 48 N. 19 sowie insbesondere Art. 1 ff., 6, 9 ff., 41 Abs. 3, 54 Abs. 2 und 71 lit. b ArG; ferner § 29 Ziff. 11 des Gesetzes betreffend die Organisation und GeschÃ¤ftsordnung des Regierungsrates und seiner Direktionen vom 26. Februar 1899 [LS 172.1], § 2 lit. a der Delegationsver­ordnung vom 9. Dezember 1998 [LS 172.14] sowie § 1 Abs. 1 und § 12 der Ver­ordnung zum Arbeitsgesetz vom 27. Januar 1966 [LS 822.1]).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen zeigten <i>fÃ¼nf</i> Ã¶ffentlichrechtliche SpitÃ¤ler bzw. zum Teil nur bestimmte Bereiche derselben an; Beschwerdegegner und Vorinstanz haben alsdann mit VerfÃ¼gung <i>allgemein</i> konstatiert, wie weit das Arbeitsgesetz fÃ¼r staatseigene Krankenanstalten (und sinngemÃ¤ss auch fÃ¼r solche, die direkt von Gemeinden betrieben werden) sowie ZweckverbandsspitÃ¤­ler gelte. Das begrenzt den Kreis vor Verwaltungsgericht statthafter Begehren (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 54 N. 4, auch zum Folgenden). Darum kann insofern auf die Beschwerde nicht eingetreten werden, als die RechtsmittelantrÃ¤ge 10 und 11 in Verbindung insbesondere mit 3 fÃ¼r andere als die <i>konkret</i> angezeigten SpitÃ¤ler bzw. deren Untergliederungen <i>je einzeln</i> die Anwendbarkeit des Arbeitsgesetzes klÃ¤ren lassen wollen. Ebenso wenig an die Hand zu nehmen sind die AntrÃ¤ge 7 und 8 sowie 10-12 in dem Umfang, als sie Feststellungen fÃ¼r mehr denn die gewerkschaftlich reprÃ¤sentierten Berufssparten anstre­ben, weil auch Solches bislang keinen Verfahrensgegenstand gebildet hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Weiterhin zu behaften sind die BeschwerdefÃ¼hrerinnen bei der im Rekursverfahren geÃ¤usserten und durch den angefochtenen Entscheid mit Fug erfÃ¼llten Erwartung, die Sache mÃ¶ge anhand der nach VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners in Kraft getretenen Ãnderungen des Arbeitsgesetzes und von dessen Vollzugsverordnungen beurteilt werden (E. 1; vgl. [§ 80c in Verbindung mit] §§ 70 und 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Hieran Ã¤ndert nichts, dass die VSAO-ZH am 15. Februar 2001 Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des Spitals E erhoben und damit auch VorgÃ¤nge ins Spiel gebracht hat, die sich noch unter altem Recht ereignet haben sollen. Denn das Verwaltungs­gericht braucht keine allfÃ¤lligen Probleme fÃ¼r die StrafbehÃ¶rden zu lÃ¶sen (vgl. Pierre Tschannen/Ulrich Zimmerli/Regina Kiener, Allgemeines Verwaltungsrecht, Bern 2000, S. 85 f.; Max Imboden/RenÃ© Rhinow, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, 6. A., Basel/Frankfurt am Main 1986, Nr. 142 B IIb).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Das Arbeitsgesetz findet laut seinem Art. 1 Abs. 1 (in der am 1. August 2000 in Kraft getretenen Fassung vom 20. MÃ¤rz 1998) vorbehaltlich Art. 2-4 Anwendung auf alle Ã¶ffentlichen und privaten Betriebe. Der aktuelle Text unterdrÃ¼ckt offenbar als Ã¼berflÃ¼ssig die Beispiele der ursprÃ¼nglichen Version (AS 1966, 57 ff.), worunter auch die Betriebe der Krankenpflege figurierten (vgl. Manfred Rehbinder/Roland MÃ¼ller, Arbeitsgesetz, 5. A., ZÃ¼rich 1998, S. 22). Hierzu zÃ¤hlen hinwiederum Kliniken und SpitÃ¤ler (Henri Zwahlen in: Kommentar zum Arbeitsgesetz, Bern 1971, Art. 1 N. 4). GemÃ¤ss dem durch die jÃ¼ngste Revision unberÃ¼hrten Art. 2 Abs. 1 lit. a ArG gilt das Gesetz in betrieblicher Hinsicht vorbehaltlich Art. 3a nicht fÃ¼r Verwaltungen von Bund, Kantonen und Gemeinden, indes auch das nur unter Vorbehalt von Abs. 2; danach bezeichnet eine Verordnung (des Bundesrats, Art. 40 ArG) die den Verwaltungen von Bund, Kantonen und Gemeinden gleich zu achtenden Ã¶ffentlichen Anstalten sowie die dem Gesetz unterworfenen Betriebe von Bund, Kantonen und Gemeinden. Ebenso bestÃ¤ndig und unter Vorbehalt von Art. 3a ist das Gesetz in persÃ¶nlicher Beziehung auf Grund seines Art. 3 nebst anderen nicht anwendbar auf ArbeitnehmerInnen, die eine hÃ¶here leitende TÃ¤tigkeit ausÃ¼ben (lit. d), sowie auf AssistenzÃ¤rztinnen und -Ã¤rzte (lit. e). Kraft des novellierten Art. 3a beanspruchen "die Vorschriften dieses Gesetzes Ã¼ber den Gesundheitsschutz (Art. 6, 35 und 36a) ... jedoch" Geltung fÃ¼r die Verwaltungen von Bund, Kantonen sowie Gemeinden (lit. a) und weiter etwa abermals fÃ¼r hÃ¶­here Kader (lit. b) sowie AssistenzÃ¤rztinnen und -Ã¤rzte (lit. c). Vorher redete der Ingress in Art. 3a ArG statt von Gesundheitsschutz bedeutungsidentisch von Gesundheitsvorsorge (vgl. BBl 1996 I 1326), freilich ohne die Art. 6, 35 und 36a zu erwÃ¤hnen; und bei lit. a fehl­ten noch Kantone und Gemeinden (AS 1994 I 1035). Endlich behielt Art. 71 lit. b ArG schon immer die Bestimmungen von Bund, Kantonen und Gemeinden Ã¼ber das Ã¶ffentlich­rechtliche DienstverhÃ¤ltnis vor; die letzte Ãnderung fÃ¼gte allerdings an, es dÃ¼rfe "von den Vorschriften Ã¼ber den Gesundheitsschutz ... dabei jedoch nur zugunsten der Arbeitnehmer abgewichen werden".</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Art. 2 Abs. 2 ArG ausfÃ¼hrend, erklÃ¤rt einerseits Art. 4 der ebenso am 1. August 2000 in Kraft getretenen Verordnung 1 vom 10. Mai 2000 zum Arbeitsgesetz (ArGV 1, SR 822.111), dieses finde insbesondere Anwendung auf Betriebe von Bund, Kantonen und Gemeinden (Ingress) zur Herstellung, Verarbeitung oder Behandlung von GÃ¼tern und zur Erzeugung, Umwandlung oder Ãbertragung von Energie, vorbehaltlich Art. 2 Abs. 1 lit. b ArG (lit. a), zur BefÃ¶rderung von Personen oder GÃ¼tern, unter dem gleichen Vorbehalt (lit. b), sowie fÃ¼r die Abfuhr, fÃ¼r die Verbrennung oder Verarbeitung von Kehricht, Betriebe der Wasserversorgung und der Abwasserreinigung (lit. c); dasselbe drÃ¼ckte schon Art. 9 der Verordnung I vom 14. Januar 1966 zum Arbeitsgesetz (aArGV 1; AS 1966, 86 ff.) aus. Kraft Art. 7 ArGV 1 (der sich auch auf Art. 71 lit. b ArG stÃ¼tzt) anderseits gelten die <i>Arbeits- und Ruhezeitbestimmungen</i> nicht fÃ¼r Ã¶ffentlichrechtliche Anstalten <i>ohne RechtspersÃ¶n­lichkeit</i> sowie KÃ¶rperschaften des Ã¶ffentlichen Rechts, wenn die Mehrzahl der dort TÃ¤tigen in einem Ã¶ffentlichrechtlichen ArbeitsverhÃ¤ltnis steht (Abs. 1); <i>fÃ¼r privatrechtlich BeschÃ¤ftigte solcher Betriebe ist das Arbeitsgesetz indes integral anwendbar, falls das Ã¶ffentliche Dienstrecht fÃ¼r die ArbeitnehmerInnen nichts GÃ¼nstigeres vorsieht</i> (Abs. 2). Dem­gegenÃ¼ber bezeichnete Art. 8 aArGV 1 als "Ã¶ffentliche Anstalten, auf die das Gesetz gemÃ¤ss Artikel 2, Absatz 2 nicht anwendbar ist, ... Ã¶ffentlichrechtliche Anstalten mit juris­tischer PersÃ¶nlichkeit sowie KÃ¶rperschaften des Ã¶ffentlichen Rechts, soweit deren Arbeitnehmer in einem Ã¶ffentlichrechtlichen oder einem dem Ã¶ffentlichrechtlichen DienstverhÃ¤lt­nis angeglichenen ArbeitsverhÃ¤ltnis stehen" (Abs. 1); Ã¶ffentliche Anstalten in dem Sinn sollten namentlich die Schweizerische Nationalbank und die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt darstellen (Abs. 2). Als eine hÃ¶here leitende TÃ¤tigkeit nach Art. 3 lit. d ArG ausÃ¼bend definiert Art. 9 ArGV 1, wer auf Grund seiner Stellung und Verantwortung sowie in AbhÃ¤ngigkeit von der GrÃ¶sse des Betriebs Ã¼ber weitreichende Entscheidungsbefugnis verfÃ¼gt oder Entscheide von grosser Tragweite massgeblich beeinflussen und dadurch auf die Struktur, den GeschÃ¤ftsgang und die Entwicklung eines Betriebs oder Betriebsteils einen nachhaltigen Einfluss nehmen kann; in Art. 7 aArGV 1 lautete der entsprechende Passus "wer in einem Betrieb oder Betriebsteil Ã¼ber Entscheidungsbefugnis in wesentlichen Angelegenheiten verfÃ¼gt und eine entsprechende Verantwortung trÃ¤gt". Art. 12 Abs. 1 ArGV 1 besagt schliesslich zu Art. 3 lit. e ArG, AssistenzÃ¤rztinnen und -Ã¤rzte seien Ãrztinnen bzw. Ãrzte der Human-, Zahn- und Tiermedizin, die nach erworbenem Staats­examen eine Weiterbildung absolvieren (Ingress) zur Erlangung des ersten Facharzttitels (lit.</span> <span>a) oder fÃ¼r die Zulassung zur ErÃ¶ffnung einer eigenen Praxis (lit. b).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Folgenden ist zu prÃ¼fen, was diese Normen fÃ¼r die verschiedenen BeschwerdeantrÃ¤ge bedeuten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) AntrÃ¤ge 5 (teilweise) und 7-9 (ganz, soweit darauf eingetreten werden kann):</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Ãffentlichrechtliche SpitÃ¤ler samt ihren einzelnen Bereichen gehÃ¶ren unstrittig und unbestreitbar nicht zu den durch Art. 2 Abs. 2 ArG in Verbindung mit Art. 4 ArGV 1 bzw. Art. 9 aArGV 1 dem Arbeitsgesetz unterworfenen Betrieben, sondern vielmehr auf nachgerade klassische Weise zu den Ã¶ffentlichen Anstalten im Sinn von Art. 2 Abs. 2 ArG (Zwahlen, Art. 2 N. 12 und 16; R. Canner/R. Schoop, Arbeitsgesetz, 2. A., ZÃ¼rich 1976, S. 26 ff.; Manfred Rehbinder anlÃ¤sslich einer Buchbesprechung in: JAR 1983, S. 338 ff., 338; VGr SO, 8. November 1990, JAR 1992, S. 332, E. 3 und 3a je Ingress; vgl. auch Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 1048; BGr, 28. Juli 1987, JAR 1988, S. 238, insbesondere E. 2a S. 241; anders noch Rehbinder/MÃ¼ller, S. 33 fÃ¼r so genannte unselbstÃ¤ndige Anstalten, die sie zur Verwal­tung nach Art. 2 Abs. 1 lit. a zÃ¤hlten, weil Art. 8 aArGV 1 nur Anstalten mit juristischer PersÃ¶nlichkeit erwÃ¤hnte), die Art. 7 ArGV 1 jedenfalls bei mangelnder RechtspersÃ¶nlichkeit prinzipiell und im Gegensatz zu Art. 8 aArGV 1 nur von den Arbeits- und Ruhezeitbestim­mungen ausnimmt (vgl. seco in act. 10/14/1 S. 2; S. 1 in der Stellungnahme des Personalamts und S. 2 f. in derjenigen der Gesundheitsdirektion; ungenau zum Letzteren E. 4b S. 5 sowie 5c+d im angefochtenen Entscheid). Die KantonsspitÃ¤ler wie das UniversitÃ¤tsspital und das Kantonsspital Winterthur, die hier besonders interessieren, sind Anstalten ohne RechtspersÃ¶nlichkeit (Tobias Jaag, Verwaltungsrecht des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 808 f. und 3116); dasselbe muss zum einen fÃ¼r GemeindespitÃ¤ler gelten, obschon die Stadt ZÃ¼rich etwa das gegenwÃ¤rtig mit im Vordergrund stehende Stadtspital B als Dienst­abteilung des Gesundheits- und Umweltdepartements bezeichnet (Art. 29 Abs. 1 des Stadtratsbeschlusses Ã¼ber die Departementsgliederung und -aufgaben vom 26. MÃ¤rz 1997, AS [Stadt ZÃ¼rich] 42, 395 ff., 409), weil eine solche Deklaration nichts am Anstalts­cha­ra­kter des Spitals Ã¤ndert (anders E. 5b im angefochtenen Entscheid sowie S. 1 in der Stellungnahme des StadtzÃ¼rcher Gesundheits- und Umweltdepartements; vgl. auch Beschwerde S. 6), und zum andern fÃ¼r SpitÃ¤ler der ZweckverbÃ¤nde als Ã¶ffentlich­rechtlicher KÃ¶rperschaften (vgl. § 7 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 [GemeindeG, LS 131.1]) wie das Kreisspital C und das Spital D (vgl. Jaag, Rz. 746, 1253 ff. und 3117), die vorliegend ebenso spezielle Aufmerksamkeit erheischen. Der Beschwerdegegner stellte deshalb im Rekursverfahren zutreffend fest, auf diese SpitÃ¤ler fÃ¤nden die Arbeits- und Ruhezeitbestimmungen keine Anwendung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dieser Grundsatz von Art. 7 Abs. 1 ArGV 1 griffe immerhin fÃ¼r im Sinn von Art. 7 Abs. 2 ArGV 1 privatrechtlich beschÃ¤ftigte ArbeitnehmerInnen nicht. Aber erstens untersteht dem am 1. Juli 1999 in Kraft getretenen Personalgesetz vom 27. September 1998 (PG, LS 177.10) laut seinem § 1 Abs. 1 das Personal des Staates sowie von dessen unselbstÃ¤ndigen Anstalten und erklÃ¤rt § 7 PG das ArbeitsverhÃ¤ltnis zum Ã¶ffentlichrechtlichen, was auch die KantonsspitÃ¤ler betrifft; der in E. 5c des angefochtenen Entscheids zitierte § 28 der Verordnung Ã¼ber die kantonalen KrankenhÃ¤user vom 28. Januar 1981 (LS 813.11), aus dem inhaltlich Ã¼brigens nichts Abweichendes folgt, ist obsolet (vgl. § 57 PG). Zweitens definiert der durch das Personalgesetz revidierte § 72 Abs. 2 GemeindeG das ArbeitsverhÃ¤ltnis des Gemeindepersonals ebenso als Ã¶ffentlichrechtliches (Satz 1), und zwar zwin­gend sowie mit Wirkung gleichfalls fÃ¼r die ZweckverbÃ¤nde (H. R. Thalmann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 3. A., WÃ¤denswil 2000, §§ 7 N. 4.9.8 und 72 N. 3.4). Die dem teilweise zuwider laufenden Behauptungen bzw. Vermutungen der BeschwerdefÃ¼hrerinnen in Rekurs S. 7 f. und Beschwerde S. 11 ff. verfangen nicht (vgl. auch act. 10/32/4 Einleitung, 10/32/6+7 sowie 10/32/8 S. 5 f.; ferner S. 4 in der Stellungnahme der Gesundheitsdirektion; VGr, 23. September 1997, VK.97.00007, E. 2 [act. 10/23/3], 20. Dezember 2000, PK.2000.00003, insbesondere E. 1b/cc, </span><span class="MsoHyperlink"><span>http://www.vgrzh.ch/­recht­sprechung</span></span><span>, und 23. Mai 2001, PB.2001.00003, insbesondere E. 2b Abs. 1; Cour constitutionnelle du Tribunal Cantonal du canton du Jura, 27. August 1999, SARB 2001 Nr. 194). Also bleibt es einstweilen dabei, dass die Arbeits- und Ruhezeitbestimmungen auf die hier diskutierten SpitÃ¤ler keine Anwendung finden (richtig insofern E. 5b-d im angefochtenen Entscheid). Nun haben das die vorinstanzlichen Dispositive fÃ¼r die von den Gemeinden direkt betriebenen Einrichtungen nicht ausdrÃ¼cklich gesagt; es lÃ¤sst sich indes wegen des Verbots der reformatio in peius fÃ¼r das Verwaltungsgericht auf dieser Verfahrensstufe nicht mehr nachholen (§ 63 Abs. 2 VRG und dazu KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 63 N. 13 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die im Rekurs insofern geschÃ¼tzte beschwerdegegnerische VerfÃ¼gung stellte lediglich negativ fest, die Bestimmungen des Arbeitsgesetzes Ã¼ber die Arbeitszeiten (nÃ¤mlich Art. 9-28) gÃ¤lten in den Ã¶ffentlichrechtlichen SpitÃ¤lern nicht. Und der angefochtene Entscheid hat positiv konstatiert (vgl. E. 6), sÃ¤mtliche gewerkschaftlich reprÃ¤sentierten Ãrztinnen sowie Ãrzte aller Krankenanstalten unterstÃ¼nden den Gesundheitsschutzvorschriften des Arbeitsgesetzes â also im Sinn von Art. 3a Ingress den Art. 6, 35 und 36a ArG. Damit liesse sich die Frage aufwerfen, wie weit Art. 71 lit. b ArG die Anwendung der Ã¼brigen Normen (Art. 7, 29-32, 35a-36 und 37 ff. ArG) vereitle. Eine Antwort darf jedoch ausbleiben, weil es sich im gesamten Rechtsgang offensichtlich nie um die dort geregelten Bereiche gehandelt hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen argumentieren allerdings zu Antrag 7, bei Schaffung des Arbeitsgesetzes habe die Ã¶ffentliche Hand im Ruf einer weit Ã¼ber dem Durchschnitt der Privatwirtschaft befindlichen Arbeitgeberin gestanden, die man nicht habe stÃ¤rker einbinden mÃ¼ssen (in solche Richtung zielend auch Walter Hindermann, EinfÃ¼hrung in das neue Arbeitsgesetz, ZÃ¼rich 1964, S. 19 f., und derselbe, Leitfaden zum Arbeitsgesetz, ZÃ¼rich 1966, S. 33 f.). Seither habe sie ihre Vorbildfunktion in vielerlei Beziehung verloren, weshalb die Revision von 1998 wenigstens die Gesundheitsschutzvorschriften fÃ¼r allgemein anwendbar erklÃ¤rt habe. Inzwischen sei die neue Bundesverfassung in Kraft getreten. Eine Vereinbarkeit mit deren Wettbewerbsgedanken resultiere nur, wenn die Ausgestaltung Ã¶ffentlichrechtlicher ArbeitsverhÃ¤ltnisse keine erheblichen Nachteile von privaten Leistungserbringern in jenen Bereichen zeitige, wo die Wirtschaftsordnung ein gemischtes staatliches und privates Angebot vorsehe. Indem die Vorinstanz zudem die Konkurrenz bloss noch mit eigentlichen Privatkliniken spielen lasse, behindere sie erneut den Wettbewerb sowie die privatwirtschaftliche ErwerbstÃ¤tigkeit der SpitalÃ¤rztinnen und -Ã¤rzte, erleb­ten doch diese bei ihren Anstellungen ein eigentliches Kartell der Kantone, welche ihnen mit we­nigen Ausnahmen Ã¤hnlich schlechte Arbeitszeit-Bedingungen aufzwÃ¤ngen, da der Markt kaum das Ausweichen auf die dÃ¼nn gesÃ¤ten wirklichen Privatkliniken gestatte. In systematischer, die KohÃ¤renz mit Art. 94-96 BV Ã¼ber die GrundsÃ¤tze der Wirtschafts­(frei­heits)ord­nung, die privatwirtschaftliche ErwerbstÃ¤tigkeit und die Wettbewerbs­politik wahrender Auslegung des Arbeitsgesetzes hÃ¤tten dessen Bestimmungen als Richtwerte zu gelten, von denen nicht beliebig abgewichen werden kÃ¶nne (Beschwerde S. 8 ff. mit Hinweis auf Art. 9 Abs. 4 sowie Art. 12 und 15a ArG). Im Rekursverfahren haben die BeschwerdefÃ¼hrerinnen sogar vorgebracht, das Arbeitsgesetz beinhalte minimale Standards, welche die Ã¶ffentlichrechtlichen ArbeitgeberInnen nicht unterschreiten dÃ¼rften.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Vorab lÃ¤sst sich dagegen beipflichtend auf E. 3a-c des angefochtenen Entscheids verweisen ([§ 80c in Verbindung mit] §§ 70 und 28 Abs. 1 Satz 2 VRG; vgl. auch S. 2 in der Stellungnahme des StadtzÃ¼rcher Gesundheits- und Umweltdepartements sowie S. 1 f. bzw. 3 f. in denjenigen des Personalamts und der Gesundheitsdirektion, Letztere auch zum Folgenden). Ob sodann die von der Beschwerde angerufenen Verfassungsbestimmungen als verletzt erscheinen, darf offen bleiben. Alles dort Genannte galt nÃ¤mlich bei Schaffung des Arbeitsgesetzes schon nach der alten Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 (BS 1, 3 ff.; vgl. die Konkordanztabelle in: Die neue Bundesverfassung, herausgegeben von Ulrich Zim­merli, Bern 2000, S. 300), von der erst 1982 eingefÃ¼hrten PreisÃ¼berwachung einmal ab­gesehen (AS 1983 I 240). Und es musste bereits damals erhellen, dass etwa die Ã¶ffentlich­rechtlichen SpitÃ¤ler, wo die Arbeitszeiten insbesondere von Ãrztinnen und Ãrzten seit je sehr hoch lagen, nicht zu den dem Arbeitsgesetz unterworfenen Betrieben gehÃ¶ren wÃ¼rden (vgl. Amtl.Bull. N 1962, S. 146 ff.). Wenn deshalb der SouverÃ¤n den Verordnungsgeber mit Art. 2 Abs. 2 ArG ermÃ¤chtigte, auch solche eventuell die Verfassung missachtende Krankenanstalten den vom Arbeitsgesetz ausgenommenen Ã¶ffentlichen Verwaltungen gleich zu stellen, bindet das die Gerichte (Art. 191 BV; Ulrich HÃ¤felin/Walter Haller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 5. A., ZÃ¼rich 2001, Rz. 2086 ff.; BGE 122 II 411 E. 3b und 116 Ib 270 E. 7c; Fridolin Schiesser, Die akzessorische PrÃ¼fung, ZÃ¼rich 1984, S. 290), und zwar umso mehr, als die jÃ¼ngste Revision des Arbeitsgesetzes trotz mittlerweile akzen­tuierter Problematik insofern nichts geÃ¤ndert hat. Endlich drÃ¤ngt sich der gleiche Schluss wegen Art. 71 lit. b ArG auf, der in absoluter Weise Vorschriften von Bund, Kantonen und Gemeinden Ã¼ber das Ã¶ffentlichrechtliche DienstverhÃ¤ltnis unter anderem betreffend selbst ungÃ¼nstigere Arbeits- und Ruhezeiten vorbehÃ¤lt (Zwahlen, Art. 2 N. 19; Canner/Schoop, S. 269; vgl. auch Rehbinder, S. 340), wie sie denn im Kanton ZÃ¼rich, seinen Gemeinden und deren ZweckverbÃ¤nden gegenÃ¼ber den hier interessierenden Ãrztinnen und Ãrzten durchaus existieren (vgl. act. 5/6 f., 10/8/12 sowie 10/8/13/1 ff.; §§ 116 Abs. 1 und 4, <br/> 134 Abs. 1 sowie 153 der Vollzugsverordnung vom 19. Mai 1999 zum Personalgesetz, LS 177.111; Gesamtarbeitsvertrag fÃ¼r AssistenzÃ¤rztinnen und -Ã¤rzte vom 8. Dezember 1999, LS 811.12; § 72 Abs. 2 Satz 2 GemeindeG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach alledem gilt es Antrag 5 und 7 abzuweisen, soweit in diesem Verfahren darauf einzutreten ist. Mangels MÃ¶glichkeit privatrechtlicher Anstellungen in Ã¶ffentlichrechtlichen SpitÃ¤lern mÃ¼ssen die AntrÃ¤ge 8 und 9 dieses Schicksal teilen, wobei freilich auf den Letzteren vollumfÃ¤nglich einzutreten ist. Das Gericht hat sich deshalb auch nicht im Sinn von Antrag 8 zu den Kriterien auszusprechen, welche privat- und Ã¶ffentlichrechtliche VertrÃ¤ge zu unterscheiden erlaubten. Dass â nebenbei bemerkt â die beschwerdegegnerische VerfÃ¼gung sich im Zusammenhang mit der Thematik der AntrÃ¤ge 5 und 7-9 einer Ãusserung zu den Leitenden Ãrztinnen und Ãrzten enthalten hatte, wie der Rekurs rÃ¼gte, hÃ¤tte die Vorinstanz insofern an einer reformatio in peius nicht gehindert (§ 27 VRG und dazu KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl). Solches ist indes unterblieben. Dabei hat es sein Bewenden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) AntrÃ¤ge 1-4 sowie 10 und 11: Auf Grund des bislang Erwogenen fehlt jeder Anlass, den prozessualen AntrÃ¤gen statt zu geben. Und in dem Umfang, als auf die materiellen AntrÃ¤ge 10 und 11 Ã¼berhaupt einzutreten ist, wurden diese â soweit berechtigt â vorstehend bereits berÃ¼cksichtigt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Antrag 12:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Nachfolgend geht es um alle gewerkschaftlich reprÃ¤sentierten Ãrztinnen und Ãrzte der Ã¶ffentlichrechtlichen SpitÃ¤ler.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Schon bei der Vorinstanz argumentierten die BeschwerdefÃ¼hrerinnen, eine zeitliche Ãberbeanspruchung verletze die fÃ¼r alle vorliegend involvierten Ãrztinnen und Ãrzte wirksamen Vorschriften Ã¼ber den Gesundheitsschutz. Der angefochtene Entscheid verwarf das mit der BegrÃ¼ndung, Art. 3a ArG stipuliere mit der Anwendbarkeit dieser Vorschriften eine Ausnahme von den Ausnahmen des arbeitsgesetzlichen Geltungsbereichs nach Art. 2 und 3 ArG; e contrario ergebe sich, dass der Gesetzgeber die Arbeits- und Ruhezeitbestim­mungen fÃ¼r die in Art. 3a ArG erwÃ¤hnten Betriebsarten und Personenkategorien habe ausschliessen wollen; gegen etwaige zeitliche Ãberbeanspruchungen lasse sich daher nicht mit den arbeitsgesetzlichen Normen betreffend Gesundheitsschutz vorgehen (E. 7b; gleicher Meinung S. 2 in der Stellungnahme des StadtzÃ¼rcher Gesundheits- und Umweltdepartements).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerde bringt vor, Arbeitswochen Ã¼ber 55 Stunden hinaus verstiessen sowohl vor dem Hintergrund von Art. 9 Abs. 4, Art. 12 und 15a ArG gegen Art. 6 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 ArG, wonach der Arbeitgeber verpflichtet sei, "zum Schutze der Gesundheit der Arbeitnehmer alle Massnahmen zu treffen, die nach der Erfahrung notwendig, nach dem Stand der Technik anwendbar und den VerhÃ¤ltnissen des Betriebes angemessen sind", und "die betrieblichen Einrichtungen und den Arbeitsablauf so zu gestalten, dass GesundheitsgefÃ¤hrdungen und Ãberbeanspruchungen der Arbeitnehmer nach MÃ¶glichkeit vermieden werden", als auch gegen das Recht auf Leben und kÃ¶rperliche sowie geistige Unversehrtheit im Sinn von Art. 10 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 BV, den Anspruch auf Achtung des Privat- und Familienlebens gemÃ¤ss Art. 13 Abs. 1 BV und das in Art 35 BV verankerte Gebot der Grundrechtsverwirklichung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Die Bundesverfassung vermag den BeschwerdefÃ¼hrerinnen nicht zu helfen; hierfÃ¼r lÃ¤sst sich mutatis mutandis auf die schon einmal genannten GrÃ¼nde verweisen (vorn a/bb Abs. 2; vgl. Zimmerli, S. 293 ff. sowie BBl 1997 I 145 ff., 152 ff. und 191 ff.). Vielmehr kommt es allein darauf an, was das im Ingress von Art. 2 Abs. 1 ArG vorbehaltene Gebot von Art. 3a ArG bedeute, dass die Vorschriften des Arbeitsgesetzes "Ã¼ber den Gesundheitsschutz (Art. 6, 35 und 36a)" Anwendung fÃ¤nden namentlich "auf die Verwaltungen des Bundes, der Kantone und Gemeinden", wobei durch die in Art. 71 lit. b ArG prinzipiell ebenso vorbehaltenen Vorschriften von Bund, Kantonen und Gemeinden Ã¼ber das Ã¶ffentlichrechtliche DienstverhÃ¤ltnis "von den Vorschriften Ã¼ber den Gesundheitsschutz ... nur zugunsten der Arbeitnehmer abgewichen werden" darf. Das gleiche Problem stellt Art. 7 Abs. 1 ArGV 1, welcher die streitgegenstÃ¤ndlichen Ã¶ffentlichrechtlichen Krankenanstalten ohne RechtspersÃ¶nlichkeit bloss von den Arbeits- und Ruhezeitbestimmungen ausnimmt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Art. 3a ArG samt seinem Vorbehalt in Art. 2 trat erst am 1. Mai 1994 in Kraft und betraf damals nicht bereits die Verwaltungen von Kantonen und Gemeinden (AS 1994 I 1035 f.). Er entstand im Rahmen des Folgeprogramms nach der Ablehnung des EWR-Abkommens (BBl 1993 I 805 ff., 868). In jenem Zusammenhang handelte es sich bloss um eine Ausdehnung des arbeitsgesetzlichen Geltungsbereichs fÃ¼r die Bestimmungen Ã¼ber die Gesundheitsvorsorge (Art. 6 ArG und Verordnung 3 vom 18. August 1993 zum Arbeitsgesetz [ArGV 3, SR 822.113]), weil das Gemeinschaftsrecht noch keine Regelung Ã¼ber die Arbeitszeit kannte (BBl 1992 IV 1 ff., 383 ff., sowie V 520 ff., 659 ff., insbesondere 662). FÃ¼r die jÃ¼ngste Revision des Arbeitsgesetzes wurde wiederholt, sie beschlage "nur die Gesundheitsvorsorge, nicht aber die Vorschriften Ã¼ber die Arbeits- und Ruhezeiten", sodann erweiternd festgestellt, die "Vorschriften des Arbeitsgesetzes Ã¼ber die Gesundheitsvorsorge umfassen die Artikel 6, 35 und 36a sowie die gestÃ¼tzt darauf erlassenen ErgÃ¤nzungs- und AusfÃ¼hrungsvorschriften auf Verordnungsstufe", und endlich betont, wegen der Ausdehnung der "Vorschriften Ã¼ber die Gesundheitsvorsorge auch auf die Verwaltungen der Kantone und Gemeinden ... muss der in Artikel 71 Buchstabe b zugunsten dieser KÃ¶rperschaften enthaltene Vorbehalt in bezug auf die Ã¶ffentlich-rechtlichen DienstverhÃ¤ltnisse angepasst werden" (BBl 1994 II 157 ff., 176, 188 und 217; BBl 1998, 1394 ff., 1401 und 1404); Letzteres umschrieb ziemlich inhaltslos die neue Norm, es dÃ¼rfe "von den Vorschriften Ã¼ber die Gesundheitsvorsorge [bzw. den Gesundheitsschutz] ... nur zugunsten der Arbeitnehmer abgewichen werden". Konsequenter Weise befreit jetzt Art. 7 Abs. 1 ArGV 1 nur mehr von den Arbeits- und Ruhezeitbestimmungen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gewiss darf man Arbeits- und Ruhezeitbestimmungen im weiteren Sinn oder der Sache nach zu den Vorschriften Ã¼ber den Gesundheitsschutz zÃ¤hlen (Canner/Schoop, S. 62; Rehbinder/MÃ¼ller, S. 53; vgl. auch Erich Janutin, Gesundheit im Arbeitsrecht, ZÃ¼rich 1991, S. 80). Und sicher kÃ¶nnen sehr lange Arbeitszeiten GesundheitsgefÃ¤hrdungen und Ãberbeanspruchungen im Sinn von Art. 6 Abs. 2 ArG bedeuten. Nur beinhaltet Art. 6 ArG keine Aspekte von Arbeits- und Ruhezeit, weil solche durch Art. 9 ff. ArG und die hierauf fussenden Art. 13 ff. ArGV 1 erfasst werden. Die auf Art. 6 Abs. 4 und Art 40 ArG gestÃ¼tzte ArGV 3 betreffend Gesundheitsvorsorge redet denn auch nicht von Derartigem. Umgekehrt verhÃ¤lt es sich zwar bei den unter an­derem Art. 35 ArG Ã¼ber den Gesundheitsschutz bei Mutterschaft nÃ¤her regelnden Art. 60 ff. ArGV 1 (Art. 66 ArGV 1 zu Art. 36a ArG), doch spielt das vorliegend, wo es um Art. 6 ArG geht, vorab keine Rolle, weshalb offen bleiben soll, was als arbeitsgesetzliche Basis der dortigen Arbeits- und Ruhezeitnormen zu dienen vermag. Die Entstehungsgeschichte von Art. 3a in Verbindung mit der ErgÃ¤nzung von Art. 71 lit. b ArG drÃ¤ngt keinen abweichenden Schluss auf. Der Verweis daselbst auf Art. 6 ArG gestattet nicht, in das Ã¶ffentlichrechtliche Arbeits- und Ruhezeitregime von Kantonen und Gemeinden einzugreifen. Also gilt es Antrag 12 abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Eine personalrechtliche Streitigkeit liegt zum Beispiel dort vor, wo Feststellungen getroffen werden Ã¼ber den Bestand, Nichtbestand oder Umfang von Rechten oder Pflichten im Rahmen eines Ã¶ffentlichrechtlichen DienstverhÃ¤ltnisses (Andreas Keiser, Rechtsschutz im Ã¶ffentlichen Personalrecht nach dem revidierten Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, ZBl 99/1998, S. 193 ff., 199). So verhÃ¤lt es sich hier. Die Kostenfreiheit nach § 80b VRG muss indes entfallen, weil es sich gleichzeitig um einen Entscheid von grosser Bedeutung handelt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 80b N. 3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen unterliegen vollstÃ¤ndig, mÃ¼ssen die Kosten deshalb je hÃ¤lftig Ã¼bernehmen und wegen gemeinsamen Vorgehens fÃ¼reinander solidarisch haften (§ 80c in Verbindung mit §§ 70 sowie 13 Abs. 2 Satz 1 und § 14 VRG; vgl. KÃ¶lz/Bosshart/ RÃ¶hl, § 14 N. 3). Sie finden freilich, sogar in solchem Fall nicht belastet werden zu sollen, denn sie hÃ¤tten "grundsÃ¤tzliche auch eine breite Ãffentlichkeit brennend interessierende Fragen aufgeworfen" (Beschwerde S. 18). Gewiss kÃ¶nnte aus BilligkeitserwÃ¤gungen die Gerichtskasse einspringen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 23 und 27); das rechtfertigt sich hier aber nicht, fochten die Ã¤rztlichen Gewerkschaften im Wesentlichen doch fÃ¼r die durch sie ReprÃ¤sentierten und weniger zu Gunsten eines gesellschaftlichen KlarstellungsbedÃ¼rfnisses.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>... </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verfahren betreffend die privaten Krankenanstalten mit gemeinnÃ¼tzigem Charakter, die Subventionen erhalten und sich nach den Arbeitszeitvorschriften des Kantons Ã¼ber die Ã¶ffentlichrechtlichen DienstverhÃ¤ltnisse richten, wird abgetrennt und unter der Verfahrensnummer VB.2001.00200 weitergefÃ¼hrt;</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde PB.2001.00010 wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>