Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 29. Mai 2013 (810 13 44) ____________________________________________________________________ Submission Submission Photovoltaikanlage Schulhaus Besetzung Vorsitzender Kantonsrichter Beat Walther, Kant onsrichter Markus Clausen, Christian Haidlauf, Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess , Gerichtsschreiber Stefan Suter Parteien A.____ AG , Beschwerdeführerin, vertreten durch André Sommer, Rechtsanwalt gegen Einwohnergemeinde B.____ , Beschwerdegegnerin Beigeladene ARGE PVA B.____ bestehend aus: c.____ AG d.____ AG Betreff Submission Photovoltaikanlage Schulhaus, BKP 239 (Verfügung der Gemeinde B.____ vom 8. Januar 2013) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. Im Amtsblatt des Kantons Basel-Landschaft vom 8. Nove mber 2012 schrieb die Ein- wohnergemeinde B.____ die Arbeiten zum Bau einer Pho tovoltaikanlage auf den Dächern der Turnhalle und des Primarschulhauses W.____ im Rahmen de s offenen Verfahrens aus. Mit Entscheid vom 8. Januar 2013 erteilte sie der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) PVA B.____, beste- hend aus der c.____ AG und der d.____ AG, den Zuschlag zum bereinigten Preis von Fr. 268'609.95. B. Mit Eingabe vom 21. Januar 2013 hat die zweitplatzi erte A.____ AG, vertreten durch André Sommer, Rechtsanwalt, gegen den Zuschlagsentscheid der Gemeinde beim Kantonsge- richt, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde erhoben. Sie stellt die Begehren, es sei die Rechtswidrigkeit des Entscheides vom 8. Januar 2013 festzustel- len - sofern der Vertrag bereits abgeschlossen sei. And ernfalls sei der Entscheid aufzuheben und der Zuschlag sei der Beschwerdeführerin zu erteile n. Eventuell sei die Sache an die Ge- meinde mit verbindlichen Anweisungen zurückzuweisen. Dies habe unter Kosten- und Entschä- digungsfolgen zu geschehen. In verfahrensrechtlicher Hi nsicht wurde beantragt, der Beschwer- de sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Zur Begr ündung ihrer Beschwerde macht die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, die Zuschla gsempfängerin (Beigeladene) erfülle das Eignungskriterium des Referenzobjekts nicht. In der Ausschreibung sei der Nachweis eines in den letzten fünf Jahren ausgeführten vergleichbaren Referenzauftrags gefordert worden, den die Zuschlagsempfängerin nicht vorweisen könne. Die Erte ilung des Zuschlags an sie sei des- halb rechtswidrig erfolgt. C. Mit präsidialer Verfügung vom 22. Januar 2013 erte ilte das Kantonsgericht der Be- schwerde superprovisorisch die aufschiebende Wirkung. In ihrer Stellungnahme vom 5. Februar 2013 zum Verfahrensantrag der Beschwerdeführerin auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung beantragte die Einwohnergemeinde B.____ (Beschwerdeg egnerin) die Abweisung dieses An- trags, währenddem sich die Beigeladene nicht vernehmen liess. Das Kantonsgericht hiess mit Präsidialverfügung vom 26. Februar 2013 das Gesuch der Beschwerdeführerin um Erteilung der aufschiebenden Wirkung gut und beliess somit der Be schwerde die mit Verfügung vom 22. Januar 2013 superprovisorisch erteilte aufschiebende W irkung. Zusammenfassend wurde die Gutheissung des Antrages der Beschwerdeführerin dami t begründet, dass bei summari- scher Prüfung der Sach- und Rechtslage aufgrund der Akte n nicht ersichtlich sei, dass die Bei- geladene die Referenzkriterien erfülle, und ebenfalls unklar bleibe, ob und allenfalls wie die Be- schwerdegegnerin deren Angaben verifiziert habe. Die Be schwerde erweise sich demnach als nicht offensichtlich unbegründet und die Beschwerdeführe rin habe ein erhebliches Interesse an der Wahrung der Zuschlagschance. Da keine zwingenden Grü nde für eine rasche Auftragsver- gabe sprächen, sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen. D. Mit Eingabe vom 11. März 2013 reichte die Beigelad ene eine Reihe von zusätzlichen Unterlagen betreffend die in ihrer Offerte aufgefüh rten Referenzobjekte ein. Sie erklärte, die Firma c.____ AG sei für die reine Montage der Photovo ltaikanlage verantwortlich, währenddem die Firma d.____ AG diese anschliesse. In der Sache machte sie keine weiteren Ausführungen. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht E. In ihrer Vernehmlassung in der Hauptsache vom 12. M ärz 2013 stellt die Beschwerde- gegnerin den Antrag, es sei die Beschwerde unter o/e-K ostenfolge zu Lasten der Beschwerde- führerin vollumfänglich abzuweisen. Zur Begründung fü hrt sie im Wesentlichen aus, die Beige- ladene habe ein Referenzobjekt angeführt, das die Bedingungen der Ausschreibungsunterlagen vollumfänglich erfülle, sowie zwei weitere Referenzen beigebracht, die eine etwas geringere Leistung als gefordert erbrächten. Sämtliche Referenze n seien von der beauftragten Elektro- fachplanerin im Rahmen einer Plausibilitätskontrolle üb erprüft und für in Ordnung befunden worden. F. In ihrer Stellungnahme vom 15. April 2013 hält di e Beschwerdeführerin an ihren Rechtsbegehren fest. Sie trägt dazu vor, dass die Beschw erdegegnerin die Eignungsprüfung nicht rechtskonform durchgeführt habe. In Wirklichkeit wei se die Beigeladene kein einziges Re- ferenzobjekt nach. Es fehlten praktisch bei allen aufgef ührten Objekten wesentliche Belege da- für, dass die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft - wie i n den Ausschreibungsunterlagen gefor- dert - die Planung, Lieferung, Installation und Inb etriebnahme einer Photovoltaikanlage der ge- forderten Anlagengrösse selbst ausgeführt hätten. G. An der heutigen Parteiverhandlung nehmen auf der Seite der Beschwerdeführerin ihr Rechtsvertreter und ihr Mitarbeiter, E.____, teil. Al s Vertreterin der Beschwerdegegnerin er- scheint deren Gemeindeverwalterin F.____. Sie wird be gleitet von G.____, Leiter der Bauabtei- lung. Die Beigeladene wird von H.____ (c.____ AG) un d I.____ (d.____ AG) vertreten. Das Kantonsgericht befragt zunächst J.____, Bereichsleiter Pl anung der K.____ AG, als Auskunfts- person. Die Parteien halten anschliessend vollumfänglich a n ihren bereits gestellten Anträgen fest. Auf die Aussagen der Auskunftsperson und die weiter en Ausführungen der Parteien wird, soweit erforderlich, in den Urteilserwägungen eingegangen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g: 1. Gemäss § 30 des Gesetzes über öffentliche Beschaffungen (BeG) vom 3. Juni 1999 in Verbindung mit § 31 lit. f BeG kann gegen eine Zuschl agsverfügung innerhalb von 10 Tagen Beschwerde beim Kantonsgericht erhoben werden. Soweit dieses Gesetz nichts anderes vor- sieht, richtet sich das Verfahren nach dem Gesetz über die Verfassungs- und Verwaltungspro- zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 (§ 30 Abs. 5 B eG). Danach ist gestützt auf § 47 Abs. 1 lit. a VPO zur Beschwerde befugt, wer durch die angefochtene Verfügung oder den an- gefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an der Änderung oder Auf- hebung hat. Als Verfügungsadressatin und nicht berücksicht igte Mitbewerberin ist die Be- schwerdeführerin nach ständiger Praxis des Kantonsgericht s formell und materiell beschwert, da eine nicht berücksichtigte Anbieterin an einer korre kten Abwicklung des Vergabeverfahrens grundsätzlich ein hinreichendes eigenes Interesse hat (vgl. statt vieler: Urteil des Kantonsge- richts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 24. April 2013 [810 12 289] E. 1, KGE VV vom 18. März 2009 [810 08 397] E. 1 .4; KGE VV vom 19. Oktober 2005 [810 05 229] E. 1; P ETER GALLI /A NDRÉ MOSER /E LISABETH LANG /E VELYNE CLERC , Praxis des Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht öffentlichen Beschaffungsrechts, 2. Aufl., Zürich 2007, Rz. 854). Da die übrigen formellen Erfor- dernisse wie Fristwahrung und Form eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können g emäss § 45 Abs. 1 lit. a und lit. b VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen - abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen - untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO). 3.1 Im vorliegenden Fall ist einzig strittig, ob die Be schwerdegegnerin das Eignungskriteri- um "Referenzobjekt mit einer minimalen Anlagegrösse von 100 kWp [Kilowatt-Peak] in den letz- ten 5 Jahren ausgeführt" (Ziffer 11 4. Lemma der publizierten Ausschreibung) im Fall der Beige- ladenen zu Recht als erbracht angesehen hat. 3.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass die Beig eladene den fraglichen Eig- nungsnachweis nicht erbracht habe, weshalb ihr Angeb ot vom Verfahren hätte ausgeschlossen werden müssen. In der Ausschreibung werde der Nachweis e ines in den letzten fünf Jahren ausgeführten vergleichbaren Referenzauftrags gefordert . Die ARGE PVA B.____ könne keine solche Referenz vorweisen. Gegebenenfalls böten ihre Li eferanten Referenzen für deren Pro- dukte. Die Beigeladene habe aber nie selbst eine Photo voltaikanlage der geforderten Grösse geplant, geliefert, installiert und in Betrieb genommen, wie es in den Ausschreibungsunterlagen gefordert worden sei. Die von ihr gemachten Angaben u nd eingereichten Unterlagen zu den Referenzobjekten seien unvollständig. Es fehlten jeweils die Plangenehmigung, es liege auch keine Fertigstellungsanzeige an und keine Abnahmebes tätigung durch das Eidgenössische Starkstrominspektorat (ESTI) vor. Weder die Planung (zu Ausrichtung, Neigung, Anzahl, Sys- tem der Photovoltaikelemente), noch die Installation der Elektrik, noch deren Anschluss an den Wechselrichter (zur Umwandlung von Gleichstrom in Wechse lstrom), noch der Betrieb sowie die Funktions- und tatsächliche Leistungsfähigkeit der jeweiligen Anlagen seien überhaupt gel- tend gemacht worden. Mit den von der Beigeladenen ei ngereichten Unterlagen werde nicht schlüssig dargestellt und schon gar nicht nachgewiesen, da ss diese in den letzten fünf Jahren ein Referenzobjekt mit einer minimalen Anlagengrösse v on 100 kWp ausgeführt habe. Die Be- schwerdegegnerin habe deshalb die Eignungsprüfung der Beigeladenen nicht rechtskonform durchgeführt. Sie habe das Vorliegen eines Referenzobj ekts und damit die Eignung zu Unrecht bejaht. 3.3 Die Beschwerdegegnerin führt aus, die Beigeladene belege ein Referenzobjekt ge- mäss den Bedingungen der Ausschreibungsunterlagen sowie zwei weitere Referenzen, die eine etwas geringere kWp-Leistung erbrächten. Sämtliche Ref erenzen - auch diejenigen der Be- schwerdeführerin - seien von der beauftragten Elektrofachplanerin K.____ AG überprüft und für in Ordnung befunden worden. Bei dieser Prüfung hand le es sich praxisgemäss um eine Plausi- bilitätsprüfung, in welche sämtliche Angaben der Offe rentin einbezogen würden. Falls aufgrund dieser Prüfung Zweifel an der Richtigkeit der Referen zangaben aufgekommen wären, so hätte sie eine Detailprüfung vorgenommen. Im vorliegenden F all hätten keine Anhaltspunkte dafür bestanden, dass die von der Beigeladenen beigebrachten R eferenzen nicht korrekt seien, wes- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht halb keine detaillierteren Abklärungen erfolgt seien. Weiter bemerkt die Beschwerdegegnerin, dass eine vertiefte Abklärung der Referenzen einen unv erhältnismässigen Aufwand verursa- chen würde. Ferner sei darauf hinzuweisen, dass die ARG E PVA B.____ als Bietergemein- schaft auftrete. In einem solchen Fall müssten nicht all e Mitglieder sämtliche Eignungskriterien erfüllen, es reiche vielmehr aus, wenn die für die fra glichen Leistungen verantwortlichen Mit- glieder geeignet seien. Aus den eingereichten Unterlag en der Beigeladenen gehe hervor, dass diese insgesamt über die erforderlichen Referenzen und damit über die entsprechende Eignung verfüge. Der Zuschlag sei deshalb zu Recht an sie erfolgt. 4.1 Eignungskriterien umschreiben die Anforderungen, w elche an die Anbietenden gestellt werden, um hinreichend zu gewährleisten, dass sie insbes ondere in finanzieller, fachlicher, technischer, logistischer und personeller Hinsicht zur Ausfü hrung des geplanten Auftrags in der Lage sind und dass es im Rahmen einer allfälligen Auftr agserfüllung nicht zu Problemen kommt, die letztlich auf eine irgendwie geartete Unfä higkeit des Leistungserbringers zurückzu- führen sind. Die Vergabebehörde kann dementsprechend ge mäss § 7 Abs. 1 BeG von den An- bietenden verlangen, dass sie ihre fachliche Qualifikation sowie ihre finanzielle, wirtschaftliche und technische Leistungsfähigkeit nachweisen. Die Leistungs fähigkeit muss in der Ausschrei- bung mit objektiven und überprüfbaren Eignungskriterie n umschrieben werden (§ 7 Abs. 2 BeG). Eignungskriterien sind im Normalfall Ausschlusskrite rien, die entweder erfüllt oder nicht erfüllt sind. Demzufolge wird in der Regel ausgeschlossen, wer die Eignungskriterien nicht oder nur teilweise erfüllt oder keinen entsprechenden Eignungsnachweis erbringt (§ 8 lit. c BeG). 4.2 Bei der Wahl der Eignungskriterien und der einzur eichenden Eignungsnachweise so- wie bei deren Bewertung kommt der Vergabebehörde ein grosses Ermessen zu, in welches das Gericht nicht eingreifen darf. Die Bewertung muss inde s in sachlich haltbarer und begründbarer Weise erfolgen, ansonsten der Vergabebehörde eine R echtsverletzung anzulasten ist. Hinge- gen kann es nicht Sache der Beschwerdeinstanz sein, anstell e der Vergabestelle eine eigene Bewertung vorzunehmen (vgl. GALLI /M OSER /L ANG /CLERC , a.a.O., RZ. 349; Urteil des Bundesge- richts [BGer] 2D_52/2011 vom 10. Februar 2012 E. 3.2; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts [BVGer] vom 16. März 2010 [B-6253/2009] E. 3.2; KGE VV vom 31. Oktober 2012 [810 12 244] E. 4.1; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 29. Oktober 2002, AGVE 2002, S. 333, E. 3.c). 5.1 Im detaillierten Leistungsbeschrieb vom 7. Novemb er 2012 wird festgehalten, dass vom Anbietenden im vorliegenden Verfahren unter ander em folgendes Eignungskriterium zu erfüllen sei: "Referenzobjekt: Nachweis eines in den letzten fünf Jah ren ausgeführten vergleichbaren Refe- renzauftrages der anbietenden Firma resp. Bietergemei nschaft, welcher bezüglich Leistungsart und Leistungsumfang mit der ausgeschriebenen Leistung v ergleichbar ist. Bei der vorgelegten Referenz wurde die Planung, Lieferung, Installation und Inbetriebnahme durch den Submitten- ten erstellt. Das Referenzobjekt hat einer minimalen An lagegrösse von 100 kWp zu entspre- chen." Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.2 In ihrer Offerte vom 3. Dezember 2012 listet die Beigeladene auf dem Unternehmer- blatt der Ausschreibungsunterlagen drei seit 2010 rea lisierte Referenzprojekte auf, wobei eines mit "80 kW" und zwei mit "100 kW" aufgeführt werden. In den Offertbeilagen befindet sich dazu einerseits ein Infoblatt der L.____ AG in Q.____, au s dem hervorgeht, dass auf dem Dach des Betriebes eine Solarstrom-Anlage mit einer erwarteten Jahresleistung von "ca. 80'000 Kw/h Strom" erstellt worden sei. Andererseits wird auf die " 100 kW Anlage" an der X.____strasse 80 in Y.____ (recte: Z.____), ausgeführt durch die d.____ AG, Bezug genommen, wobei sich in der Dokumentation einzig Fotografien der elektrischen Instal lationen befinden. Zum dritten aufge- führten Referenzprojekt an der T.____strasse 133 in Y.____ finden sich in den Beilagen keiner- lei weiterführende Angaben. In den am 11. März 2013 eingereichten Unterlagen findet sich eine Installationsanzeige an die IWB Industrielle Werke Ba sel betreffend die Solaranlage in Y.____, eine Installationsanzeige an die EBL (Genossenschaft E lektra Baselland) in Bezug auf die An- lage in Z.____ sowie eine Bestätigung der L.____ AG hinsichtlich der Photovoltaikanlage in Q.____. Das Referenzprojekt in Z.____ wird weiter do kumentiert mit Elektroplänen der d.____ AG sowie einem am 24. April 2012 datierten Sicherheit snachweis Elektroinstallation gemäss Niederspannungs-Installationsverordnung. Zur ausgeführten Installation hält dieser Sicherheits- nachweis unter anderem fest: "Installation einer 100 k Wpic Photovoltaikanlage Anlage (sic) nur AC Bereich." 5.3 Anlässlich der heutigen Verhandlung führt der als Auskunftsperson befragte Vertreter der mit der Offertevaluation betrauten Elektrofachplanerin K.____ AG aus, das von der Beigela- denen aufgeführte Referenzobjekt an der X.____strasse i n Z.____ erfülle gemäss seiner Beur- teilung die Anforderungen an den Eignungsnachweis. D ie Referenzangaben seien - wie bei derartigen Konstellationen üblich - nicht im Detail, so ndern bloss auf ihre Plausibilität geprüft worden. Die Firmen c.____ AG, d.____ AG und deren S ubunternehmen seien ihm persönlich bekannt und er wisse aus eigener Erfahrung, dass sie ber eits Photovoltaikanlagen von mit dem vorliegenden Projekt vergleichbaren Dimensionen erstell t hätten. Er habe ihre Angaben in der Offerte deshalb für plausibel erachtet und auf eine vertiefte Untersuchung der angeführten Re- ferenzobjekte verzichtet, zumal aus der Qualität der Off erte ebenfalls klar hervorgegangen sei, dass die Beigeladene über das nötige Know-how verfüge. Im Übrigen sei der Zusammen- schluss zu einer Arbeitsgemeinschaft, in der einer der Part ner die Montagearbeiten und ein an- derer die Elektroinstallation ausführe, branchenüblich und sinnvoll. 6. Die Beschwerdeführerin wendet zunächst ein, die Bes chwerdegegnerin habe die Eig- nung der Beigeladenen nicht rechtskonform geprüft. I hre Bewertung basiere auf einer unvoll- ständigen Sachverhaltsabklärung, denn sie habe es unterl assen, die nötigen Unterlagen beizu- ziehen. Es fehlten bei den von der Beigeladenen aufgef ührten Objekten jeweils die Plangeneh- migung der Anlage, die Fertigstellungsanzeige an das ES TI, dessen Abnahmebestätigung so- wie Belege für die Errichtung, Inbetriebnahme, Funktion und Leistung der entsprechenden Pho- tovoltaikanlage. 6.1 Die Beurteilung, ob die Referenzen den Nachweis erbringen, dass der effektiv ausge- schriebene Auftrag ausgeführt werden kann, bleibt in e rster Linie der Vergabestelle überlassen (GALLI /M OSER /L ANG /C LERC , a.a.O., Rz. 349; H ANS RUDOLF TRÜEB , in: Matthias Ösch/Rolf H. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Weber/Roger Zäch [Hrsg.], Kommentar Wettbewerbsrecht, Band 2, 3. Aufl., Zürich 2011, Rz. 6 zu Art. 9 BöB; Zwischenverfügung der Eidgenössischen Rekur skommission für das öffentliche Beschaffungswesen vom 22. August 2006, BR 2006, S. 187, E. 5c/cc). Deren Ermessensspiel- raum umfasst unter anderem die Bereiche, welche Informa tionen von den Anbietenden im Rahmen der Offertstellung zu Referenzobjekten anzugeben sind, welche diesbezüglichen Bele- ge zusammen mit der Offerte einzureichen sind, wie die Angaben der Anbietenden verifiziert werden und ob im Einzelfall allenfalls nachträglich zu sätzliche Unterlagen einverlangt werden. Das Kantonsgericht darf als Beschwerdeinstanz - im Rahme n der eingeschränkten Sachver- halts- und Rechtskontrolle - dieses Ermessen der Vergabeb ehörde nicht unter dem Titel der Sachverhaltskontrolle aushebeln. Dementsprechend hat sic h die nachfolgende Prüfung auf die Frage zu beschränken, ob die Vergabestelle von mehreren denkbaren Varianten zur Beurtei- lung der Referenzen eine zulässige ausgewählt hat. 6.2 Im vorliegenden Fall enthielt das Unternehmerblat t der Ausschreibungsunterlagen eine Tabelle mit dem Titel "Referenzobjekte während der l etzten 3 (sic) Jahre", in der die Anbieten- den den Ort des Objekts sowie dessen Erstellungsdatum un d Gesamtleistung anzugeben hat- ten. Weiter wurde die Nennung des jeweiligen Auftraggebers und die Telefonnummer einer Re- ferenzperson verlangt. Weitergehende Informationen war en nicht gefordert, ebenso wenig schrieben die Ausschreibungsunterlagen vor, dass die Refere nzangaben mit Belegen zu un- termauern seien. Die vorgenannten Referenzangaben üb erprüfte die Beschwerdegegnerin im Rahmen der Eignungsbewertung auf ihre Nachvollziehbar keit. Erfüllte das angegebene Refe- renzobjekt die in den Ausschreibungsunterlagen geforderte Mindestleistung und erschienen die Auskünfte plausibel, so bejahte die Beschwerdegegnerin die Eignung des entsprechenden An- bieters. 6.3 Auch wenn es denkbar sein mag, dass eine Vergabestel le in einem ähnlich gelagerten Fall von den Anbietenden weitergehende Informationen und spezifische Belege einverlangt, so handelt es sich beim von der Beschwerdegegnerin gewählten Vorgehen, von den Anbietenden eine Selbstdeklaration zu fordern und diese lediglich au f ihre Plausibilität zu überprüfen, um eine taugliche und zulässige Methode, um die Eignung für die Auftragserfüllung zu kontrollieren. Es entspricht verbreiteter Praxis bei der Eignungsbewertu ng, dass seitens des öffentlichen Auf- traggebers nur bestimmte schriftliche Nachweise einverla ngt werden. Die Vergabebehörde ist dabei nicht verpflichtet, jeden Nachweis zu verifizieren od er jede Referenz zu kontaktieren (vgl. für das Beschaffungsrecht des Bundes Art. 9 Abs. 1 der Ver ordnung vom 11. Dezember 1995 über das öffentliche Beschaffungswesen). Nur soweit sic h aus den Unterlagen Fragen oder Zweifel an der Korrektheit der Nachweise vernünftigerw eise aufdrängen, ist diesen nachzuge- hen (TRÜEB , a.a.O., Rz. 6 zu Art. 9 BöB). Wie die Auskunftsperso n an der heutigen Verhand- lung mit überzeugender Begründung darlegt, war dies bei den Referenzangaben der Beigela- denen nicht der Fall. 6.4 Mit ihrer Argumentation, für eine Bejahung der Eignung müsse die Ausführung des Referenzprojekts mit zahlreichen Belegen lückenlos nac hgewiesen sein, überspannt die Be- schwerdeführerin ganz grundsätzlich die an die Eignungsbe wertung zu stellenden Anforderun- gen. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend bemerkt, wäre es in der Tat nicht sachgerecht und Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht würde den Rahmen einer Eignungsprüfung sprengen, we nn Nachweise für jeglichen (allenfalls untergeordneten) Teilbereich der ausgeführten Arbeit en am Referenzobjekt eingefordert und diese vollumfänglich verifiziert würden. Die der Beschwe rdeführerin offenbar vorschwebende erschöpfende Dokumentationspflicht der Offerenten und deren rigorose Kontrolle durch die Vergabebehörde geht denn auch weit über das hinaus, was die Beschwerdegegnerin den An- bietenden in den Ausschreibungsunterlagen in Aussicht gestellt hatte und was die Anbietenden deshalb erwarten durften. Dies zeigt sich exemplarisch auch an der Offerte der Beschwerdefüh- rerin vom 30. November 2012, in der sie als Nachweis ih rer Referenzen neben dem ausgefüll- ten Unternehmerblatt lediglich Ausdrucke ihrer Website b eigelegt hat. Wenn aber die Be- schwerdeführerin selbst offenkundig davon ausging, für de n Nachweis der Eignung genüge eine plausible Selbstdeklaration, so kann sie der Beschwer degegnerin nicht zum Vorwurf ma- chen, sie habe die Bewertung aufgrund genau dieser Informationen vorgenommen. 6.5 Nach dem Gesagten kann als Zwischenergebnis festgeh alten werden, dass die Be- schwerdegegnerin vorliegend im Rahmen des ihr zustehenden breiten Ermessens gehandelt hat bei der Frage, wie der Nachweis für die Eignung zu erbringen und wie dieser Nachweis zu bewerten ist. In diesen erheblichen Ermessensspielraum darf das Kantonsgericht nicht eingrei- fen. 7. Die Beschwerdeführerin rügt weiter, die ARGE PVA B .____ habe weder beim Projekt in Z.____ noch bei den anderen Referenzobjekten die Planung, Lieferung, Installation und Inbe- triebnahme selber vorgenommen, so wie es in den Ausschreibungsunterlagen gefordert worden sei. Sie sei von der Beschwerdegegnerin deshalb zu Unrecht als geeignet beurteilt worden. 7.1 Die Bietergemeinschaft ist im Gegensatz zum im Vergab everfahren mit seiner Offerte allein auftretenden Einzelanbieter ein als solcher ni cht rechtsfähiger Zusammenschluss von zwei oder mehreren solidarisch haftenden natürlichen od er juristischen Personen, die alle zu- sammen ein einziges, gemeinsames Angebot einreichen, das sie auch gemeinsam und als fak- tische Einheit erfüllen wollen. Vergaberechtlich ist ei ne Bietergemeinschaft als eine einzige An- bieterin zu behandeln (Urteil des Verwaltungsgerichts d es Kantons Aargau vom 18. August 2008, AGVE 2008, S. 179, E. 5.2). Mithin muss eine Bi etergemeinschaft als solche und insge- samt die Eignungskriterien erfüllen. Dies bedeutet, das s grundsätzlich nicht alle Mitglieder sämtliche Eignungskriterien zu erfüllen haben. Im Hinblick auf den mit Eignungskriterien verfolg- ten Zweck, die Befähigung bezogen auf den konkret zu vergebenden Auftrag sicherzustellen, ist die Gemeinschaft vielmehr unter einem bestimmten Eignu ngskriterium als genügend zu be- trachten, sofern nur gerade jene Mitglieder dieses Kriterium erfüllen, welche diejenigen Leistun- gen ausführen sollen, für deren gehörige Erbringung das fragliche Eignungskriterium formuliert worden ist. Geht es dabei um die Fähigkeit zur Ausführung ganz spezifischer Teilleistungen, die im Rahmen des fraglichen Auftrags neben anderen stehen, so reicht es zur Erfüllung des hierfür formulierten Eignungskriteriums aus, wenn dieses durch jenen Konsortialpartner erfüllt wird, der diese Leistung auch tatsächlich ausführen wird (M ARTIN BEYELER , Der Geltungsanspruch des Vergaberechts, Zürich 2012, Rz. 1482). Wie die Beigela dene in ihrer Eingabe vom 11. März 2013 ausführt und der Vertreter der d.____ AG an de r heutigen Verhandlung bestätigt, werde die c.____ AG im Falle der Auftragserteilung für die Montage der Komponenten der Photovol- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht taikanlage verantwortlich sein, währenddem die Zuständ igkeit für die Elektroinstallation bei der d.____ AG liegen werde. Nach dem Gesagten genügt es d emnach, wenn erstere ihre Eignung für die Montage und letztere ihre Eignung für die Installation nachweist. 7.2 Die Beschwerdeführerin bestreitet, dass die d.____ A G über die in der Ausschreibung verlangte Erfahrung bei der Elektroinstallation verfügt . Aus den eingereichten Unterlagen gehe einzig hervor, dass diese bei der Photovoltaikanlage in Z .____ die Planung und Installation im AC-Bereich (AC: alternating current, Wechselstrom) vorg enommen habe. Eine solche Anlage bestehe jedoch auch aus einem DC-Bereich (DC: direct cur rent, Gleichstrom). Belege zu ent- sprechenden DC-Planungen und Arbeiten fehlten jedoch v ollständig. Die d.____ AG streitet anlässlich der heutigen Verhandlung nicht ab, dass ihr i m DC-Bereich eine Referenz fehlt. Sie führt jedoch aus, die Arbeitsgemeinschaft habe unter a nderem für den DC-Bereich die R.____ AG als erfahrenes und seinerseits geeignetes Subunternehm en beigezogen. Mit diesem Unter- nehmen bestehe eine reibungslose Zusammenarbeit. Die O fferte der Beigeladenen vom 3. Dezember 2012 enthält denn auch ein verbindliches An gebot der R.____ AG vom 26. November 2012, welches das Projektengineering (Pl anung, Dokumentation, Anschlussge- such beim Netzbetreiber, Abnahme durch das ESTI) sowie d ie Lieferung der Solarmodule, der Wechselrichter und der DC-Verdrahtung umfasst. 7.3 Entgegen der von der Beschwerdeführerin vertretene n Ansicht kann nach Lehre und Rechtsprechung ein Bieter ein bestimmtes leistungsspezifisch es Eignungskriterium dadurch erfüllen, dass er, dem die gefragten Eigenschaften in seiner Person abgehen, auf seinen Sub- unternehmer verweist, denn Sinn und Zweck des Beizugs von Drittunternehmen besteht ja ge- rade darin, dass von deren Fachwissen, Leistungsfähigkeit und Erfahrung profitiert werden kann. Diese Praxis liegt auch im öffentlichen Interesse, d enn der Beizug von Subunternehmen ermöglicht es zum einen auch kleinen und mittleren Unt ernehmen, sich um Aufträge zu bewer- ben, die nach Umfang und nach Aufgabenstellung sonst nu r den Grossen der Branche vorbe- halten blieben, wodurch der Vergabewettbewerb gestär kt wird (vgl. dazu den Zwischenent- scheid des BVGer vom 3. März 2009 [B-504/2009] E. 5.3). Zum anderen verwirklicht sie den gesetzgeberischen Grundsatzentscheid zugunsten der Freiheit der Bieter in ihrer Arbeitsteilung (vgl. dazu B EYELER , a.a.O., Rz. 1591). Ist vorgesehen, dass die Leistungen, hinsichtlich deren das fragliche Eignungskriterium formuliert worden ist, d urch den Subunternehmer ausgeführt werden sollen und erfüllt dieser das Kriterium, so ist dem Bieter deshalb unter diesem Aspekt die Eignung zuzuerkennen: Wenn nur der Subunternehmer eine bestimmte Leistung tatsächlich ausführen wird und dieser zu dieser Leistungserbringu ng unter dem spezifisch dafür formulier- ten Kriterium geeignet ist, so ist der Bieter dank sei nes Erfüllungsgehilfen insofern selber als geeignet zu betrachten. Der fachliche Leistungsausweis m uss deshalb für dasjenige Unterneh- men vorliegen, das die Leistung bei der Vertragserfü llung tatsächlich erbringen wird (B EYELER , a.a.O., Rz. 1656 ff.; GALLI /M OSER / LANG /C LERC , a.a.O., Rz. 405; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. September 2010, BVR 2011, S. 228, E. 3.d; Entscheid des Verwal- tungsgerichts des Kantons Zürich vom 8. April 2009 [VB.2008.00194] E. 3.6). 7.4 Im vorliegenden Fall wurde der Beizug von Subunter nehmen in den Ausschreibungs- unterlagen ausdrücklich für zulässig erklärt (vgl. die Posit ionen 260 ff. des Normpositionenkata- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht logs [NPK]). Die Beigeladene hat von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und unter anderem für die Ausführung des DC-Bereichs die R.____ AG beig ezogen. Den Einsatz dieses Subunter- nehmens hat die Beigeladene durch den direkten Einbez ug seines Angebots in ihrer Offerte vom 3. Dezember 2012 verbindlich zugesichert. Die Eignung der d.____ AG zur Ausführung der Elektroinstallation durfte somit in Kombination mit d erjenigen der R.____ AG beurteilt werden. Bei der R.____ AG handelt es sich gemäss den übereinstimm enden Aussagen aller Verfah- rensbeteiligten um eine führende Anbieterin von Phot ovoltaikanlagen, die augenscheinlich eine Vielzahl von vergleichbaren Referenzaufträgen im DC-Bere ich vorzuweisen vermag und deren Befähigung für die Ausführung des vorliegenden Projekt s nicht zweifelhaft sein kann. Es ist so- mit nicht zu bemängeln, wenn die Beschwerdegegnerin d ie Eignung der Beigeladenen zusam- men mit dem beigezogenen Subunternehmen geprüft und bei dieser Betrachtungsweise für gesamthaft nachgewiesen erachtet hat. 8. Nach dem Gesagten ergibt sich zusammenfassend, dass kei ne Anhaltspunkte erkenn- bar sind, welche auf eine rechtsfehlerhafte Wahrnehmung des Ermessens durch die Beschwer- degegnerin hindeuten würden. Die Vergabebehörde hat die Eignung der Anbietenden in einer zulässigen Art und Weise bewertet. Ihre Schlussfolgerung, dass im Falle der Beigeladenen zu- mindest das Referenzobjekt in Z.____ die in der Ausschr eibung vorgegebenen Kriterien erfüllt und dass gewisse Defizite in Teilbereichen dieses Eignung snachweises durch das Subunter- nehmen, das die betroffenen Auftragsteile ausführen wird, kompensiert werden, erweist sich als sachlich haltbar. Die Schlussfolgerung der Beschwerdegeg nerin, dass die Beigeladene die in den Ausschreibungsunterlagen vorgegebenen Anforderungen erfüllt und mithin zur Ausführung des geplanten Auftrags geeignet erscheint, ist nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist dem- zufolge abzuweisen. 9. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umf assen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel in angemessenem Au smass der ganz oder teilweise unterliegenden Partei auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). A ngesichts des Ausgangs des Verfahrens sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'800.-- der Beschwerdeführerin aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von F r. 2'500.-- zu verrechnen. Der zu viel geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 700.-- ist der Beschwerdeführerin zurück- zuerstatten. Angesichts des Ausgangs des Verfahrens sind di e ausserordentlichen Kosten ge- mäss § 21 Abs. 1 VPO wettzuschlagen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'800.-- werden der Be- schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kost envorschuss in der Höhe von Fr. 2'500.-- verrechnet. Der zu viel gel eistete Kostenvor- schuss in der Höhe von Fr. 700.-- wird der Beschwerdeführerin zurücker- stattet. 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Vorsitzender Gerichtsschreiber