<h2>SubmittedText<h2><p>Laut dem Jagdgesetz gehört der Kormoran zu den jagdbaren Arten. Der Bundesrat erteilt über das Bundesamt für Umwelt (BAFU) den antragsstellenden Kantonen die Bewilligung, die Kormoranbestände zu regulieren.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist sich der Sorgen der Berufsfischer wegen den abnehmenden Fangerträgen auf einigen Schweizer Seen, insbesondere bei den Felchen, bewusst. Die Ursache dafür ist allerdings nicht einzig auf die wachsenden Kormoranbestände zurückzuführen. Die Fischpopulationen und ihre Lebensräume sind zahlreichen Einflüssen ausgesetzt: So werden Felchenpopulationen von Faktoren wie Qualität von Laichplätzen, invasive Arten, Wassertemperatur, Wasserqualität, Sauerstoffverhältnisse, Nahrung, Krankheiten, Entnahme durch Fische und Vögel sowie durch die Befischungsintensität beeinflusst. Die aktuelle Abnahme der Felchenfänge kann auf eine Kombination dieser Faktoren zurückgeführt werden.</p><p></p><p>Bereits heute bestehen rechtliche Rahmenbedingungen zur Regulierung der Kormoranpopulation: Der Kormoran zählt zu den jagdbaren Vogelarten (Art. 5 Abs. 1 Bst. o des Jagdgesetzes [JSG]; SR 922.0). Für die Bestandesregulierung sind die Kantone zuständig (Art. 3 Abs. 1 JSG). Im Weiteren sind die Kantone befugt, Fischerinnen und Fischern, die eine Jagdberechtigung besitzen, eine Bewilligung für das Schiessen von Kormoranen ab Motorbooten zu erteilen, um zu verhindern, dass die Vögel Schäden an den ausgelegten Fanggeräten verursachen (Art. 2 Abs. 1 Bst. j der Jagdverordnung [JSV]; SR 922.01). Sofern die Vorgaben des Urteils A-2030/2011 des Bundesverwaltungsgerichts vom 14. April 2011 eingehalten werden, können zur Verhütung von übermässigen Wildschäden Kormoranbestände auch innerhalb von Wasser- und Zugvogelreservaten reguliert werden (Art. 9 Abs. 1 der Verordnung über die Wasser- und Zugvogelreservate von internationaler und nationaler Bedeutung [WZVV]; SR 922.32). Im seinem Urteil hat das Bundesverwaltungsgericht präzisiert, dass die Regulierung der Kormoranbestände grundsätzlich zulässig ist, wenn die Kantone und die Berufsfischer zuvor angemessene Massnahmen zur Verhütung von Schäden ergriffen haben, und dass der Umfang der erheblichen Schäden dokumentiert werden muss. </p><p></p><p>In Anbetracht dessen, dass heute bereits ein umfassender rechtlicher Rahmen für die Regulierung von Kormoranen besteht und die Abläufe definiert sind, erachtet der Bundesrat die Anliegen der Motion als erfüllt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.