Kantonsgericht Schwyz Beschluss vom 21. August 2023 ZK2 2022 15 Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsidentin Daniela Pérez-Steiner, Kantonsrichterinnen Veronika Bürgler Trutmann und Bettina Krienbühl, Gerichtsschreiber Alen Draganovic. In Sachen A.________, Gesuchsgegner und Berufungsführer, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, gegen C.________, Gesuchstellerin und Berufungsgegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt D.________, betreffend vorsorgliche Massnahmen; Eheschutz (Berufung gegen die Verfügung der Einzelrichterin am Bezirksgericht Höfe vom 4. März 2022, ZES 2018 471);- hat die 2. Zivilkammer,Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben und in Erwägung: 1. a) Am 21. August 2018 reichte die Gesuchstellerin beim Bezirksgericht Höfe ein Eheschutzgesuch ein und machte unter anderem Kinderunterhalts- beiträge rückwirkend ab 7. April 2017 für die gemeinsame Tochter der Partei- en G.________ geltend (Vi-act. A/I). Nach Durchführung des Verfahrens ver- fügte der Einzelrichter am Bezirksgericht Höfe Folgendes (Vi-act. A/A): 1.-4.2 […] 5.1 Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin an den Unterhalt von G.________ die folgenden Beiträge zu bezahlen, zahlbar jeweils im Voraus auf den ersten eines jeden Monats: CHF 2’030.00/Mt. von Juli 2018 bis und mit November 2020 (CHF 610.00 Barunterhalt und CHF 1’420.00 Betreuungsunterhalt); CHF 2’030.00/Mt. von Dezember 2020 bis und mit Januar 2021 (CHF 670.00 Barunterhalt und CHF 1’360.00 Betreuungsunterhalt); CHF 1’288.00/Mt. von Februar 2021 bis und mit März 2022 (CHF 787.00 Barunterhalt und CHF 501.00 Be- treuungsunterhalt); CHF 768.00/Mt. von April 2022 bis und mit August 2022 (Barun- terhalt); CHF 797.00/Mt. ab September 2022 (Barunterhalt). 5.2 […] 6. Der aktuellen Unterhaltsregelung liegen folgende Einkommens- und Bedarfszahlen zugrunde: Erwerbseinkommen Gesuchstellerin (ab April 2022): CHF 2’893.00 Erwerbseinkommen Gesuchsgegner (ab April 2022): CHF 5’704.00 Kinderzulage G.________: CHF 230.00 Bedarf Gesuchstellerin: CHF 2’627.00 Bedarf Gesuchsgegner: CHF 3’337.00 Bedarf G.________ (bei der Mutter, bis August 2022):CHF 898.00 Bedarf G.________ (beim Vater, bis August 2022): CHF 960.00 Bedarf G.________ (bei der Mutter, ab September 2022):CHF998.00 Bedarf G.________ (beim Vater, ab September 2022):CHF1’060.00Kantonsgericht Schwyz 3 7. […] 8.1 Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 12’785.70 werden den Par- teien je hälftig auferlegt. 8.2 […] 8.3 […] 8.4 Der Gesuchsgegner hat CHF 6’392.85 in die Gerichtskasse zu be- zahlen. 9. Es wird gegenseitig keine Parteientschädigung zugesprochen. 10.1 […] 10.2 […] 11. […] b) Gegen diese Verfügung erhob der Gesuchsgegner (nachfolgend Beru- fungsführer) mit Eingabe vom 24. März 2022 Berufung und stellte folgende Rechtsbegehren (KG-act. 1): 1.1 Es sei Dispositiv-Ziffer 5.1 der angefochtenen Verfügung aufzuhe- ben und es sei der Berufungskläger zu verpflichten, der Beru- fungsbeklagten an den Unterhalt von G.________ die folgenden Beiträge zu bezahlen, zahlbar jeweils im Voraus auf den ersten ei- nes jeden Monats: a) Ab 1.7.2018 bis 30.11.2020: CHF 1’055.00 (Barunterhalt: CHF 765.00; Be- treuungsunterhalt: CHF 290.00) b) Ab 1.12.2020 bis 31.1.2021: CHF 1’179.00 (Barunterhalt: CHF 789.00; Be- treuungsunterhalt: CHF 390.00) c) Ab 1.2.2021 bis 31.10.2021: CHF 1’185.00 (Barunterhalt: CHF 795.00; Be- treuungsunterhalt: CHF 390.00) d) Ab 1.11.2021 bis 28.2.2022: CHF 315.00 (Barunterhalt) e) Ab 1.3.2022 bis 31.8.2022: CHF 323.00 (Barunterhalt) f) Ab 1.9.2022 bis 31.7.2025: CHF 590.00 (Barunterhalt) g) Ab 1.8.2025: CHF 219.00 (Barunterhalt)Kantonsgericht Schwyz 4 1.2 Es sei Dispositiv-Ziffer 6 der angefochtenen Verfügung aufzuheben und entsprechend anzupassen. 1.3 Es seien Dispositiv-Ziffern 8.1, 8.4 und 9 der angefochtenen Ver- fügung aufzuheben und es seien die Gerichtskosten in Höhe von CHF 12’785.70 der Berufungsbeklagten zu ¾ und dem Berufungs- kläger zu ¼ aufzuerlegen, habe der Berufungskläger der Gerichts- kasse CHF 3’196.40 bezahlen und sei die Berufungsbeklagte zu verpflichten, den Berufungskläger ausserrechtlich mit CHF 5’260.00 zu entschädigen. 2. Eventualiter seien Dispositiv-Ziffern 5.1, 6, 8.1, 8.4 und 9 der ange- fochtenen Verfügung aufzuheben und es sei die Angelegenheit in- soweit an die Vorinstanz zur Neubeurteilung zurückzuweisen. 3. Dem Berufungskläger sei die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung in der Person des Unterzeichneten zu ge- währen. 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zulasten der Berufungsbeklagten. Mit Berufungsantwort vom 7. April 2022 beantragte die Gesuchstellerin (nach- folgend Berufungsgegnerin), die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen un- ter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zulasten des Berufungs- führers und es sei ihr die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren sowie der Unterzeichnete als unentgeltlicher Rechtsbeistand einzusetzen (KG-act. 9). Der Berufungsführer nahm mit Eingabe vom 21. April 2022 Stellung zur Beru- fungsantwort (KG-act. 13), worauf die Berufungsgegnerin mit Eingabe vom 5. Mai 2022 reagierte (KG-act. 15). 2. Auf Eheschutzverfahren ist das summarische Verfahren anwendbar (Art. 271 lit. a ZPO; Pfänder Baumann, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Kommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. A. 2016, Art. 271 ZPO N 4). Es gelangt das Beweismass der Glaubhaftmachung zur Anwendung, d.h. es reicht aus, wenn für das Vorhandensein der infrage kommenden Tat- sachen eine grössere Wahrscheinlichkeit spricht als für das Gegenteil (Sutter- Somm/Hostettler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. A. 2016, Art. 271 ZPO N 12; vgl. BGer Urteil 5A_165/2018 vom 25. September 2018, E. 3.3). Im Verhältnis Kantonsgericht Schwyz 5 zwischen den Ehegatten gelten der Dispositionsgrundsatz i.S.v. Art. 58 Abs. 1 ZPO sowie die eingeschränkte Untersuchungsmaxime nach Art. 272 i.V.m. Art. 271 lit. a ZPO (Six, Eheschutz, 2. A. 2014, N 1.03; vgl. Sutter-Somm/ Hostettler, a.a.O., Art. 272 ZPO N 12). Demgegenüber gelangen bei Kinderbe- langen der uneingeschränkte Untersuchungs- und der Offizialgrundsatz zur Anwendung, wonach das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen erforscht und ohne Bindung an die Parteianträge entscheidet (Mazan/Steck, in: Spüh- ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar Schweizerische Zivilprozess- ordnung, 3. A. 2017, Art. 296 ZPO N 3, 7 und 30; vgl. BGer Urteile 5A_262/2019 vom 30. September 2019, E. 5.2, und 5A_704/2013 vom 15. Mai 2014, E. 3.4, nicht publiziert in BGE 140 III 231). Bezüglich Kindesun- terhalt kommt unabhängig von der Art des Verfahrens stets die Offizialmaxime und die uneingeschränkte Untersuchungsmaxime im Sinn der Erforschungs- pflicht zur Anwendung (BGE 147 III 301, E. 2.2). Unter der Herrschaft der un- eingeschränkten Untersuchungsmaxime ist das Gericht verpflichtet, alle not- wendigen und geeigneten Abklärungen vorzunehmen, um den rechtlich rele- vanten Sachverhalt festzustellen. Dabei ist es weder an die behaupteten noch an die zugestandenen Tatsachen oder an die von den Parteien vorgebrachten Beweismittel gebunden (BGer Urteile 5A_31/2014 vom 11. Juli 2014, E. 3.3; 5A_877/2013 vom 10. Februar 2014, E. 4.1.2). Dennoch bleibt das Sammeln des Prozessstoffes in erster Linie Sache der Parteien. Diese sind nach dem Grundsatz von Treu und Glauben zur Mitwirkung verpflichtet und nicht davon entbunden, eigene Beweisanträge zu stellen und Beweismittel einzureichen (Mazan/Steck, a.a.O., Art. 296 ZPO N 12 f., m.w.H; Schweighauser, in: Sutter- Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilpro- zessordnung, 3. A. 2016, Art. 296 ZPO N 10-12). In der uneingeschränkten Untersuchungsmaxime unterstehenden Verfahren können die Parteien Noven vorbringen, selbst wenn die Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt sind (BGE 144 III 349, E. 4.2.1 = Pra 108 [2019] Nr. 88).Kantonsgericht Schwyz 6 3. Im Berufungsverfahren angefochten sind die von der Vorinstanz ab Juli 2018 festgelegten Kindesunterhaltsbeiträge für die gemeinsame Tochter der Parteien. Die von der Vorinstanz vorgenommene Regelung der Unterhaltsfra- ge vor Juli 2018 ist hingegen nicht umstritten. a) Ist die Aufhebung des gemeinsamen Haushalts begründet, so muss das Gericht nach Art. 176 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB auf Begehren eines Ehegatten die Unterhaltsbeiträge an die Kinder und den Unterhaltsbeitrag an den Ehegatten festlegen. Der Kindesunterhalt wird durch Pflege, Erziehung und Geldzahlung geleistet (Art. 276 Abs. 1 ZGB). Der Unterhaltsbeitrag wird demnach in natura (Naturalunterhalt) sowie in Form von Geldleistungen (Geldunterhalt bzw. Bar- und Betreuungsunterhalt) erbracht. Diese beiden Arten von Beiträgen an den Kindesunterhalt sind nach der Konzeption des Gesetzes gleichwertig (BGer Urteil 5A_727/2018 vom 22. August 2019, E. 4.3.1). Während der Natu- ralunterhalt in der Betreuung und Erziehung des Kindes besteht, umfasst der Barunterhalt alle direkten Kinderkosten, d.h. sämtliche an Dritte für die not- wendige Pflege, Erziehung und Ausbildung des Kindes zu erbringenden Ent- gelte. Der Betreuungsunterhalt dient demgegenüber der Abgeltung der indi- rekten Kosten, die einem Elternteil dadurch entstehen, dass er aufgrund der persönlichen Kinderbetreuung davon abgehalten wird, durch Arbeitserwerb für seinen Lebensunterhalt aufzukommen (BGE 144 III 481, E. 4.3). Art. 276 Abs. 2 ZGB sieht vor, dass die Eltern gemeinsam, ein jeder Elternteil nach seinen Kräften, für den gebührenden Unterhalt des Kindes sorgen. Aus dieser Bestimmung und aus dem Grundsatz der Gleichwertigkeit von Natural- und Geldunterhalt folgt, dass die Aufteilung des Geldunterhalts auf beide Eltern sowohl von den jeweiligen Betreuungsanteilen als auch von ihrer Leistungs- fähigkeit abhängt. Nach der Praxis des Bundesgerichts hat grundsätzlich der- jenige Elternteil, der das Kind nicht oder nicht wesentlich betreut, für dessen Barunterhalt aufzukommen, während der (haupt-)betreuende Elternteil seinen Unterhaltsbeitrag gleichwertig in natura, also durch Pflege, Erziehung und Betreuung erbringt (BGer Urteil 5A_1032/2019 vom 9. Juni 2020, E. 5.4.1).Kantonsgericht Schwyz 7 b) Die Berechnung sämtlicher Arten von Unterhalt hat grundsätzlich nach der zweistufigen Methode zu erfolgen (BGE 147 III 308, E. 3; für den Betreu- ungsunterhalt: BGE 144 III 377, Regeste und E. 7; für den Barunterhalt: BGE 147 III 265, E. 6.1 und 6.6; für den nachehelichen Unterhalt: BGE 147 III 293, E. 4.5; Mordasini/Stoll, Die Praxisänderungen im [nach-]ehelichen Unter- haltsrecht auf dem Prüfstand, in: FamPra.ch 3/2021, S. 528 f.). Nach dieser Methode sind zum einen die finanziellen Mittel, d.h. in erster Linie die effekti- ven oder hypothetischen Einkommen, und zum anderen der Bedarf der Betei- ligten (der sog. gebührende Unterhalt) festzustellen (BGE 147 III 265, E. 7). Der geschuldete Unterhaltsbeitrag ergibt sich aus der Verteilung der vorhan- denen Mittel entsprechend den ermittelten Bedarfszahlen unter Berücksichti- gung der Betreuungsverhältnisse und weiterer Umstände des Einzelfalls (ebd. E. 7.3). Ein nach der Deckung des betreibungsrechtlichen bzw. bei genügenden Mitteln des sog. familienrechtlichen Existenzminimums verblei- bender Überschuss ist nach der konkreten Situation ermessensweise zu ver- teilen (ebd. E. 7). Hingegen ist bei ungenügenden Mitteln das Verhältnis der zueinander in Konkurrenz tretenden Unterhaltskategorien zu regeln. Es gilt folgende Reihenfolge: Zuerst ist der Barunterhalt der minderjährigen Kinder, im Anschluss der Betreuungsunterhalt, sodann allfälliger (nach-)ehelicher Un- terhalt und abschliessend der Volljährigenunterhalt zu decken (ebd. E. 7.3). 4. Zunächst ist auf das Einkommen der Berufungsgegnerin einzugehen. a) Die Vorinstanz rechnete der Berufungsgegnerin von Juli 2018 bis Januar 2021 kein Einkommen an, weil sie in dieser Zeit keiner bezahlten Arbeit nach- gegangen sei und die rückwirkende Anrechnung eines hypothetischen Ein- kommens nicht in Frage komme, da es an der realen Möglichkeit einer rück- wirkenden Einkommenserzielung fehle (angef. Verfügung, E. 7.4 und 7.5). aa) Der Berufungsführer bringt vor, die Tochter der Parteien, G.________, habe in den Jahren 2017/2018 den Kindergarten in Ungarn und nach ihrer Kantonsgericht Schwyz 8 Rückkehr ab August 2018 denjenigen in H.________ besucht. Entsprechend sei die Gesuchstellerin verpflichtet gewesen, bereits damals eine Erwerbs- tätigkeit im Umfang von 50 % auszuüben, zumal aufgrund deren Verhaltens spätestens ab April 2017 mit einer Wiederaufnahme des gemeinsamen Haus- halts nicht mehr habe gerechnet werden können. Dies habe die Berufungs- gegnerin an der vorinstanzlichen Hauptverhandlung anerkannt und sich in ihrer Eingabe vom 9. März 2020 selbst rückwirkend ein hypothetisches Ein- kommen angerechnet. Obwohl sie gewusst habe, dass sie eine Stelle mit ei- nem Pensum von mindestens 50 % ausüben müsse, habe sie vorinstanzlich nicht einmal aufgezeigt, dass sie sich überhaupt um entsprechende Stellen bemüht habe. Hinzu komme, dass bei ihr bei Probearbeiten im Dezember 2020 starker Alkoholgeruch festgestellt worden sei, weshalb sie die Stelle nicht bekommen habe. Für sie sei das Erfordernis eines beruflichen Einsatzes nicht nur seit Anbeginn vorhersehbar gewesen, sondern ihr müsse auch un- redliches Verhalten vorgeworfen werden. Ihr sei deshalb rückwirkend ab Juli 2018 ein hypothetisches Arbeitspensum von 50 % bis Oktober 2021 und mit- hin ein hypothetisches monatliches Nettoeinkommen von mindestens Fr. 1’930.00 anzurechnen (zum Ganzen KG-act. 1, Rz. 11-14). bb) Dagegen bringt die Berufungsgegnerin vor, die Vorinstanz habe ihr kor- rekterweise kein hypothetisches Einkommen angerechnet. Vorliegend stelle sich nicht die Frage, ob die Berufungsgegnerin an ihre frühere berufliche Stel- lung anknüpfen könne, sondern ob der Einstieg in das schweizerische Berufs- leben zumutbar und möglich sei. Sie bestreite zwar nicht, dass ihr ein Arbeits- pensum von 50 % nach einer angemessenen Übergangsfrist zumutbar sei, da sie bereits seit Jahren versuche, in der Schweiz eine Stelle zu finden. Es sei ihr jedoch bisher nicht möglich gewesen, eine Stelle zu bekommen. Dies liege daran, dass sie für schweizerische Arbeitgeber nicht interessant sei, insbe- sondere aufgrund fehlender Sprachkenntnisse, ihrer langen Abwesenheit vom Arbeitsmarkt, ihres Aufenthaltsstatus und Alters sowie des ihr möglichen Pen- sums in Anbetracht, dass sie zu dieser Zeit mehrheitlich ihre Tochter betreut Kantonsgericht Schwyz 9 habe. Die gelebten Verhältnisse während der Ehe seien denn auch so gewe- sen, dass sie sich um die gemeinsame Tochter gekümmert habe und nicht erwerbstätig gewesen sei. Ihre Ausbildung werde überdies in der Schweiz nicht anerkannt. Die Covid-19-Pandemie habe die Situation auf dem Arbeits- markt ausserdem nicht gerade entspannt, insbesondere in der Reinigungs- branche. Der Berufungsgegnerin könne auch kein unredliches Verhalten vor- geworfen werden. Dieses erfasse Fälle, in denen beispielsweise eine Person absichtlich eine Stelle ausschlage, damit sie nicht arbeiten müsse, was mit dem Verhalten der Berufungsgegnerin ab April 2017 bis August 2018 nicht vergleichbar sei. Sie habe sich denn auch beim RAV registriert. Dass ihr ein hypothetisches Einkommen für 40-50 % bzw. Fr. 1’569.00 anzurechnen sei, habe sie ferner lediglich als Eventualbegründung vorgebracht. Selbst wenn ihr ein hypothetisches Einkommen anzurechnen wäre, müsste ihr eine angemes- sene Übergangsphase zugestanden werden (zum Ganzen KG-act. 9, Rz. 11- 14). cc) aaa) Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung aktualisiert sich der Grundsatz der Eigenversorgung ab dem Zeitpunkt der Scheidung in besonde- rer Weise; eine betreffende Pflicht besteht allerdings bereits ab dem Tren- nungszeitpunkt, wenn keine vernünftige Aussicht auf Wiederaufnahme des Ehelebens mehr besteht (BGE 147 III 308, E. 5.2; 147 III 249, E. 3.4.4). Ist in tatsächlicher Hinsicht erstellt, dass mit einer Wiederaufnahme des gemeinsa- men Haushaltes nicht mehr ernsthaft gerechnet werden kann, hat das Ehe- schutzgericht im Rahmen von Art. 163 ZGB die für den nachehelichen Unter- halt geltenden Kriterien von Art. 125 ZGB miteinzubeziehen und aufgrund der neuen Lebensverhältnisse zu prüfen, ob und in welchem Umfang vom Ehegat- ten, der bisher den gemeinsamen Haushalt geführt hat und davon aber nach dessen Aufhebung entlastet ist, erwartet werden kann, dass er seine Arbeits- kraft anderweitig einsetze und eine Erwerbstätigkeit aufnehme oder ausdeh- ne. Dass eine vorhandene Arbeitskapazität auszuschöpfen ist, entspricht denn Kantonsgericht Schwyz 10 auch einem allgemeinen Grundsatz im Unterhaltsrecht (BGE 147 III 301, E. 6.2). bbb) Gemäss dem sog. Schulstufenmodell ist dem hauptbetreuenden Eltern- teil im Normalfall ab der obligatorischen Beschulung des jüngsten Kindes eine Erwerbsarbeit von 50 %, ab dessen Eintritt in die Sekundarstufe I eine solche von 80 % und ab dessen Vollendung des 16. Lebensjahres ein Vollzeiterwerb zumutbar (BGE 144 III 481, E. 4.7.6). Ausgangspunkt dieser Regelung ist die Anknüpfung an die Übernahme von Betreuungsaufgaben durch den Staat, wodurch der obhutsberechtigte Elternteil mit der obligatorischen Einschulung des Kindes (Kindergarten- oder Schuleintritt) in verbindlicher Weise während der betreffenden Zeit von der persönlichen Betreuung der Kinder entbunden wird (BGE 144 III 481, E. 4.7.6). Die Pensen gemäss Schulstufenmodell gel- ten für den Fall, dass ein Elternteil die Hauptbetreuung für das Kind innehat. Dem Elternteil, welchem die alleinige Obhut zukommt, ist also auch an denje- nigen Werktagen, die in dessen Betreuungszeit fallen, ein Pensum von 50 % bzw. 80 % bzw. 100 % zumutbar. Dies dient insofern als Ausgangspunkt, als der betreuende Elternteil auch anders als durch die obligatorische Beschulung von Betreuungspflichten entlastet und dadurch für eine Erwerbstätigkeit frei werden kann. Zu denken ist zum Beispiel an die Betreuung in einer Kinder- krippe oder durch eine Tagesmutter, aber auch an freiwillige Kindergartenjah- re und kindergarten- oder schulergänzende Angebote (BGE 144 III 481, E. 4.7.7). Gleiches muss gelten, wenn der andere Elternteil – etwa im Rahmen der alternierenden Obhut – einen über das übliche Besuchsrecht hinausge- henden Anteil an der Betreuung des Kindes übernimmt. In diesem Falle ist es dem betreuenden Elternteil möglich, an den Tagen, an welchen der andere Elternteil die Betreuung innehat, seine Erwerbsfähigkeit auszuschöpfen. Im Ergebnis bedeutet dies für die alternierende Obhut, dass jedem Elternteil an seinen Betreuungstagen eine Erwerbstätigkeit im Umfang der Schulstufen- pensen und an den Werktagen ohne Kinderbetreuung eine volle Erwerbstätig- keit zumutbar ist (zum Ganzen ZK2 2021 29 vom 5. Oktober 2021, E. 4b/bb).Kantonsgericht Schwyz 11 ccc) Bei der Festsetzung der zu leistenden Unterhaltsbeiträge ist grundsätz- lich vom tatsächlich erzielten Einkommen auszugehen (BGE 137 III 118, E. 2.3; BGer 5A_299/2012 vom 21. Juni 2012, E. 3.2; BGE 128 III 4, E. 4.a). Ein höheres, hypothetisches Einkommen kann angerechnet werden, sofern dessen Erreichung zumutbar und möglich ist (BGE 143 III 233, E. 3.2; BGer Urteil 5A_299/2012 vom 21. Juni 2012, E. 3.2; BGE 137 III 118, E. 2.3; vgl. BGE 128 III 4, E. 4.a; vgl. auch BGer Urteil 5A_21/2012 vom 3. Mai 2012, E. 3.3; vgl. Schwander, in: Basler Kommentar Zivilgesetzbuch I, 5. A. 2014, Art. 176 ZGB N 4). Damit ein höheres Einkommen als das tatsächlich erzielte angerechnet werden kann, genügt es mithin nicht, dass der betroffenen Per- son weitere Anstrengungen zugemutet werden können. Vielmehr muss es auch möglich sein, aufgrund dieser Anstrengungen ein höheres Einkommen zu erzielen. Wo die reale Möglichkeit einer Einkommenssteigerung fehlt, muss eine solche somit ausser Betracht bleiben (BGE 143 III 233, E. 3.2; BGE 128 III 4, E. 4.a; BGer Urteil 5A_299/2012 vom 21. Juni 2012, E. 3.2). Wird einer Partei ein hypothetisches Einkommen angerechnet, ist dies grundsätzlich nur für die Zukunft und nicht rückwirkend möglich. Darüber hinaus ist dem betref- fenden Ehegatten eine angemessene Übergangsfrist einzuräumen, die sich nach den Umständen des Einzelfalles richtet. Ein vom erwähnten Grundsatz abweichender Entscheid, mit dem ein hypothetisches Einkommen ohne Um- stellungsfrist oder gar rückwirkend angerechnet wird, rechtfertigt sich bloss bei Vorliegen besonderer Umständen, z.B. wenn der betroffenen Partei ein unred- liches Verhalten vorgeworfen werden muss oder wenn die geforderte Umstel- lung und das Erfordernis eines vermehrten beruflichen Einsatzes für sie klar vorhersehbar waren (BGer Urteil 5A_549/2017 vom 11. September 2017, E. 4 m.w.H.; OGer ZH, Beschluss und Urteil LE180048-O/U vom 11. April 2019, E. III./B./3.7 m.w.H.). Diese Vorhersehbarkeit kann grundsätzlich frühestens mit der Zustellung des erstinstanzlichen Entscheids bejaht werden (OGer ZH, Beschluss und Urteil LE180048-O/U vom 11. April 2019 E. III./B./3.7 m.H.; ZK2 2020 74 vom 15. Juni 2021, E. 4b/cc).Kantonsgericht Schwyz 12 dd) Vorab ist festzuhalten, dass der Berufungsführer vorbringt, aufgrund des von der Berufungsgegnerin ab April 2017 an den Tag gelegten Verhaltens habe mit einer Wiederaufnahme des gemeinsamen Haushalts nicht mehr ge- rechnet werden können (KG-act. 1, Rz. 12). Gemäss Darstellung der Beru- fungsgegnerin habe sie, nachdem sie im April 2017 mit der gemeinsamen Tochter nach Ungarn reiste, aufgrund der zuvor erlebten Ehejahre, die ge- prägt gewesen seien von Erniedrigung und Zwang sowie kontrollsüchtigem, isolierendem und mitleidlosem Verhalten des Berufungsführers, in Ungarn umgehend (Anmerkung Gericht: wohl nach dem Tod ihres Vaters am ________) die Scheidung eingereicht (vgl. Vi-act. A/I, Rz. 4 ff.). Das in Ungarn angerufene Gericht trat allerdings laut Berufungsgegnerin nicht auf die Schei- dungsklage ein (Vi-act. A/I, Rz. 7 und 9). Die Berufungsgegnerin kehrte nach ihrer Rückreise in die Schweiz am 28. Juni 2018 ausserdem nicht in die frühe- re Familienwohnung zurück (angef. Verfügung, E. 2.2) und machte nach eige- nen Ausführungen am 16. Juli 2018 erneut eine Scheidungsklage in Ungarn anhängig (Vi-act. A/I, Rz. 14), die das Bezirksgericht Dunaújváros „ablehnte“ (angef. Verfügung, E. 1.1; Vi-BB 25). Bei dieser Ausgangslage konnte mithin spätestens ab Rückkehr der Berufungsgegnerin in die Schweiz nicht mehr ernsthaft mit einer Wiederaufnahme des gemeinsamen Haushalts gerechnet werden. Des Weiteren ist unbestritten, dass die gemeinsame Tochter G.________ ab August 2018 den Kindergarten in H.________ und davor bis zu ihrer Rückkehr in die Schweiz am 28. Juni 2018 in Ungarn besuchte sowie dass hauptsächlich die Berufungsgegnerin G.________ zu dieser Zeit betreu- te (vgl. KG-act. 1, Rz. 12 und 27). Daher wäre der Berufungsgegnerin gemäss Schulstufenmodell spätestens nach Eintritt ihrer Tochter in den Kindergarten eine Erwerbstätigkeit von 50 % zumutbar gewesen. Da die Berufungsgegnerin jedoch zu dieser Zeit unbestrittenermassen nicht erwerbstätig war, müssten für die rückwirkende Anrechnung eines hypothetischen Einkommens beson- dere Umstände vorliegen (siehe E. 4a/cc/ccc), was im Folgenden zu prüfen ist.Kantonsgericht Schwyz 13 ee) Zunächst behauptet der Berufungsführer die geforderte Umstellung und das Erfordernis eines vermehrten beruflichen Einsatzes seien für die Beru- fungsgegnerin klar vorhersehbar gewesen (KG-act. 1, Rz. 12 f.). Im vor- instanzlichen Verfahren wollte der Berufungsführer der Berufungsgegnerin ein hypothetisches Nettoeinkommen für mögliche Tätigkeiten bei Versicherungen resp. Banken, als Englischlehrerin, Übersetzerin oder Kinderbetreuerin rück- wirkend in der Höhe von Fr. 3’000.00 bzw. mindestens Fr. 2’500.00 ab dem 28. Juni 2018 für ein 50 %-Pensum anrechnen lassen (Vi-act. A/IX, Rz. 22; Vi- act. D/51, Rz. 17 ff.). Die Berufungsgegnerin stellte sich in ihrem Schlussvor- trag vom 6. Dezember 2021 und ihren darauffolgenden Stellungnahmen hin- gegen auf den Standpunkt, dass ihr ein Einkommen in einem 50 %-Pensum nach einer angemessenen Übergangsfrist zwar zumutbar sei, sie jedoch trotz intensiver Suche seit Jahren nicht einmal eine Stelle im Tiefstlohnbereich ha- be finden können, weshalb ihr mangels Möglichkeit der Erzielung eines höhe- ren Einkommens kein hypothetisches Einkommen anzurechnen sei. (Vi- act. D/50, Rz. 2.2.1 ff.; Vi-act. D/52, Rz. 14 f.; Vi-act. D/54, Rz. 4 ff.). Als Even- tualbegründung brachte sie vor, bei allfälliger Anrechnung eines hypotheti- schen Einkommens sei ihr eine angemessene Übergangsphase zuzugeste- hen und in Bezug auf die Höhe des hypothetischen Einkommens könnten ihr für eine 50 %-Anstellung wohl höchstens rund Fr. 1’600.00 bzw. Fr. 1’558.45 angerechnet werden (vgl. Vi-act. D/50, Rz. 2.2.7 f.). Zudem bestritt sie, an ihre berufliche Stellung in Ungarn anknüpfen und in der Schweiz als Englischlehre- rin arbeiten zu können (Vi-act. D/52, Rz. 14; Vi-act. D/54, Rz. 4 und 6). Im vor- instanzlichen Verfahren war mithin höchst umstritten, ob, ab welchem Zeit- punkt, für welche Arbeit und welches Pensum sowie in welcher Höhe der Be- rufungsgegnerin ein hypothetisches Einkommen allenfalls anzurechnen ist. Daran ändern die Ausführungen der Berufungsgegnerin in ihrer Eingabe vom 9. März 2020, in der sie noch ein maximales hypothetisches Einkommen von Fr. 1’569.00 nannte und sich dieses selbst in ihren Unterhaltsberechnungen rückwirkend anrechnete (Vi-act. A/VIII, Rz. 6.1, 6.3/h und 6.6), nichts, weil einerseits zumindest aus ihren folgenden Stellungnahmen erhellt, dass es sich Kantonsgericht Schwyz 14 bloss um einen Eventualstandpunkt handelte, und andererseits das Gericht bei Beurteilung des Kindesunterhalts nicht an die Anträge und Behauptungen der Parteien gebunden ist (siehe E. 2). Mit Zustellung der vorinstanzlichen Verfügung am 8. März 2022 erhielt die Berufungsgegnerin seitdem im Einzel- nen Klarheit darüber, was in Bezug auf ihre Eigenversorgungskapazität kon- kret von ihr verlangt wird, weshalb von einer klaren Vorhersehbarkeit in Bezug auf die geforderte Umstellung und das Erfordernis eines vermehrten berufli- chen Einsatzes vor diesem Zeitpunkt nicht ausgegangen werden kann. ff) Der Berufungsführer wirft der Berufungsgegnerin ferner ein unredliches Verhalten aufgrund fehlender Suchbemühungen vor (KG-act. 1, Rz. 13). Es trifft zwar zu, dass die Berufungsgegnerin die im vorinstanzlichen Verfahren vorgebrachte intensive Stellensuche nicht mit vielen Belegen untermauern konnte und vorbrachte, die Anfragen bezüglich freier Arbeitsstellen sowie die jeweiligen Absagen seien überwiegend mündlich erfolgt (Vi-act. D/52, Rz. 16), doch reichte sie zumindest in Bezug auf einige ihrer Anstrengungen konkrete Nachweise ein. So ergibt sich aus ihren Eingaben und Belegen, dass sie u.a. am 7. Oktober 2021 einen Probetag bei der I.________ GmbH absolvierte (Vi- act. D/50.3; Vi-act. D/54, Rz. 7), sich ferner um einen Probetag bei der J.________ im Dezember 2020 bemühte (Vi-act. D/50.4), gemäss Beschluss der Fürsorgebehörde der Gemeinde Freienbach vom 14. Juli 2021 an Wie- dereingliederungsmassnahmen des K.________ teilnahm (Vi-act. D/50.5) so- wie kurzzeitigen Arbeitsstellen bei der Kita L.________ und der M.________ GmbH im Jahr 2021 nachging (Vi-act. D/50, Rz. 2.2.4; Vi-act. D/50.18-50.21). Ferner ist zu berücksichtigen, dass die Gemeinde Freienbach die Berufungs- gegnerin nach ihrer Rückreise aus Ungarn in die Schweiz am 28. Juni 2018 (Vi-act. D/52, Rz. 9; Vi-act. D/51, Rz. 14) ab dem 1. August 2018 (bzw. in Be- zug auf die Notunterkunft N.________ bereits ab dem 23. Juli 2018) mit wirt- schaftlicher Sozialhilfe unterstützte (Vi-act. D/50.11). Gemäss Beschluss der Fürsorgebehörde Freienbach vom 1. Dezember 2019 wurde die Berufungs- gegnerin verpflichtet, sich um jede sich bietende Erwerbstätigkeit zu kümmern Kantonsgericht Schwyz 15 und ihre Bemühungen monatlich schriftlich der Fürsorgebehörde zu belegen (Vi-KB 21, E. 4). Dass sie dieser Verpflichtung gegenüber der Fürsorgebehör- de nicht nachgekommen ist oder die Fürsorgebehörde sie in diesem Zusam- menhang allenfalls gemahnt hatte (vgl. § 26a des Gesetzes über die Sozialhil- fe des Kantons Schwyz [ShG], SRSZ 380.100), ergibt sich weder aus den Akten noch bringt der Berufungsführer dies vor. Der Berufungsgegnerin kann daher nicht vorgeworfen werden, gar keine Suchbemühungen angestrengt zu haben. Hinzu kommt, dass die Berufungsgegnerin nach den Aussagen des Berufungsführers während des Zusammenlebens nie in der Schweiz gearbei- tet habe, sondern als Hausfrau tätig gewesen sei und sich um die gemeinsa- me Tochter gekümmert habe (Vi-act. D/20, S. 22; Vi-act. D/1.5, S. 3; vgl. Vi- act. D/1.18, Polizeiliche Einvernahme des Berufungsführers vom 27. Februar 2018, S. 2). In Anbetracht der mangelnden Berufserfahrung in der Schweiz sowie der eingeschränkten Deutschkenntnisse der Berufungsgegnerin (vgl. Vi- act. D/20, S. 7 unten), ihres Alters (Jahrgang ________), ihres Aufenthaltssta- tus nach ihrer Rückkehr in die Schweiz (Erhalt der Kurzaufenthaltsbewilligung L wohl erst im Verlauf des Jahres 2019 [vgl. Vi-KB 21, S. 1 oben; vgl. Vi-KB 17]) und des ihr aufgrund ihrer Betreuungspflichten möglichen Pensums er- scheint es glaubhaft, dass sie Schwierigkeiten hatte, eine (unbefristete) Ar- beitsstelle zu finden, weil die genannten Umstände sie als Arbeitskraft grundsätzlich eher unattraktiv auf dem hiesigen Arbeitsmarkt wirken lassen. Daran ändert auch nichts, dass die Berufungsgegnerin fliessend Englisch spricht, weil sie dies allein nicht zu einer gesuchten Arbeitskraft macht (vgl. BGer Urteil 5A_562/2009 vom 22. Januar 2010, E. 4.3). Daher bliebe, selbst wenn der Berufungsgegnerin früher und/oder mehr Suchbemühungen zumutbar gewesen wären, ungewiss, ob sie dadurch tatsächlich schneller eine Stelle gefunden hätte, zumal sie selbst nach der Verpflichtung durch die Für- sorgebehörde Freienbach, sich um jede sich bietende Erwerbstätigkeit zu kümmern und dies monatlich schriftlich zu belegen, rund anderthalb Jahre brauchte, um zumindest eine befristete sowie eine Stelle auf Abruf zu erhalten (vgl. Vi-act. D46.1 und 46.4), und über zwei Jahre brauchte, um eine unbefris-Kantonsgericht Schwyz 16 tete Stelle zu finden (vgl. KG-act. 9/1). Unter Berücksichtigung all dessen er- scheint ein geradezu unredliches Verhalten der Berufungsgegnerin in diesem Zusammenhang, auch wenn sie nur wenige konkrete Nachweise ihrer Such- bemühungen liefern konnte, nicht glaubhaft. Dies umso mehr, als der Beru- fungsgegnerin grundsätzlich erst mit Zustellung der vorinstanzlichen Verfü- gung klar vorhersehbar sein konnte, was in Bezug auf ihre berufliche Situation konkret von ihr verlangt wird (siehe E. 4a/ee). gg) Überdies wirft der Berufungsführer der Berufungsgegnerin ein unredli- ches Verhalten vor, weil sie selbstverschuldet auf eine Anstellung verzichtet habe (KG-act. 1, Rz. 13). Diesbezüglich verweist er auf den Zwischenbericht vom 11. Februar 2021 (Vi-act. D/33.1) der sozialpädagogischen Familienbe- gleiterin, O.________, die seit Oktober 2019 die Familie betreut (vgl. angef. Verfügung, E. 4.3; vgl. Vi-act. D/21.1, S. 1). Diese führte im besag- ten Bericht aus, beim Probearbeiten in der Kita J.________ im Dezember 2020 sei bei der Berufungsgegnerin starker Geruch nach Alkohol festgestellt worden, weshalb sie die Arbeitsstelle nicht bekommen habe (Vi-act. D/33.1, S. 2). Wie die Vorinstanz bereits festhielt, finden sich in den Akten mehrere konkrete Hinweise auf einen problematischen Alkoholkonsum der Berufungs- gegnerin (angef. Verfügung, E. 4.3). So brachte der Berufungsführer einen solchen schon in der polizeilichen Einvernahme vom 27. Februar 2018 vor (Vi- act. D/1.18, Polizeiliche Einvernahme des Berufungsführers vom 27. Februar 2018, S. 2). O.________ hielt ferner in ihrem Abklärungsbericht vom 30. Ja- nuar 2020 fest, dass sie bei der Berufungsgegnerin beim Erstgespräch und den Hausbesuchen Alkohol habe riechen können (Vi-act. D/21.1, S. 2 unten). Eine Alkoholproblematik der Berufungsgegnerin scheint mithin unabhängig von ihren Suchbemühungen bestanden zu haben, weshalb sie gemäss Beru- fungsführer bereits während des Zusammenlebens in Therapie gewesen sei (Vi-act. D/1.18, Polizeiliche Einvernahme des Berufungsführers vom 27. Fe- bruar 2018, S. 2). Dass sie durch ihren Alkoholkonsum hingegen allgemein oder zumindest in dem konkret genannten Fall absichtlich versucht haben soll, Kantonsgericht Schwyz 17 einer Anstellung zu entgehen bzw. ihr Einkommen niedrig zu halten, um zu Ungunsten des Berufungsführers höhere Kindesunterhaltsbeiträge für die ge- meinsame Tochter zu erwirken, bringt weder der Berufungsführer vor noch sind Anzeichen dafür in den Akten vorhanden. Da es sich ausserdem um ei- nen Einzelfall handelte, mithin in Bezug auf die übrigen Suchbemühungen der Berufungsgegnerin keine solchen Vorkommnisse verzeichnet sind, sie denn auch weitere Bemühungen anstellte und letztlich eine unbefristete Anstellung ab dem 1. März 2022 (KG-act. 9/1), d.h. noch vor Erlass der angefochtenen Verfügung erhielt, ist auch in diesem Zusammenhang ein geradezu unredli- ches Verhalten der Berufungsgegnerin, das die Anrechnung eines hypotheti- schen Einkommens rückwirkend oder ohne Umstellungsfrist rechtfertigen würde, nicht glaubhaft, insbesondere in Anbetracht des Umstands, dass die entsprechende bundesgerichtliche Rechtsprechung bloss eine Ausnahme vom Grundsatz darstellen soll (siehe E. 4a/cc/ccc). hh) Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz der Berufungsgegnerin kein hypothetisches Einkommen rückwirkend bzw. ohne Umstellungsfrist anrechnete, sondern vom tatsächlich erzielten Einkommen ausging. b) Die Vorinstanz führte sodann aus, die Berufungsgegnerin habe ab Mai 2021 erste Arbeitseinsätze gegen Entlöhnung geleistet. Im Recht lägen ein Arbeitsvertrag als Aushilfe auf Abruf mit der Kita L.________ sowie ein befris- teter Arbeitsvertrag mit der M.________ GmbH, der am 30. November 2021 verlängert worden sei. Für Mai, Juni und Oktober 2021 lägen drei Lohnab- rechnungen über eine Gesamtlohnsumme von netto Fr. 2’911.07 im Recht, wovon Fr. 1’928.17 auf den Oktober 2021 entfallen würden, und die Beru- fungsgegnerin gehe in ihrem Schlussvortrag davon aus, sie werde im Novem- ber und Dezember 2021 jeweils Einkünfte in Höhe des Oktoberlohns erzielen. Für die Unterhaltsbemessung rechnete die Vorinstanz der Berufungsgegnerin auch für Januar, Februar und März 2022 Einkünfte von monatlich netto Kantonsgericht Schwyz 18 Fr. 1’928.17 an, womit sie auf eine unterhaltsrelevante Gesamtlohnsumme bis Ende März 2022 von Fr. 12’551.92 kam, was verteilt auf 14 Monate (Februar 2021 bis und mit März 2022) ein durchschnittliches Nettomonatseinkommen von Fr. 897.00 ergebe (angef. Verfügung. E. 7.6). aa) Soweit der Berufungsführer der Berufungsgegnerin wiederum rückwir- kend ein hypothetisches Einkommen von Fr. 1’930.00 monatlich bis Oktober 2021 bzw. Fr. 2’893.00 monatlich von November 2021 bis Februar 2022 an- rechnen möchte (KG-act. 1, Rz. 23), wird auf E. 4a ff. verwiesen. Eine rück- wirkende Anrechnung eines hypothetischen Einkommens rechtfertigt sich nach dem Gesagten im vorliegenden Fall nicht. Zu ergänzen bleibt, dass die Vereinbarung der Parteien betreffend Kinderbe- lange (Vi-act. D/50.7), die die Vorinstanz genehmigte (angef. Verfügung, E. 3.5) und auf die sich der Berufungsführer zur Begründung der verlangten Erhöhung des hypothetischen Einkommens der Berufungsgegnerin ab No- vember 2021 bezieht (KG-act. 1, Rz. 27), zwar eine alternierende Obhut der Parteien regelt und die Betreuung in zwei Phasen, nämlich eine teilweise Be- treuung durch den Berufungsführer ab dem 17. November 2021 und eine Be- treuung zu im Wesentlichen gleichen Teilen durch die Parteien ab März 2022, aufgliedert (Vi-act. D/50.7, Ziff. 2 ff.), wodurch der Berufungsgegnerin auf- grund teilweiser Übernahme der Kinderbetreuung durch den Berufungsführer grundsätzlich eine Steigerung der Erwerbstätigkeit zumutbar gewesen wäre. Dies ändert jedoch entgegen der Auffassung des Berufungsführers nichts daran, dass für die Berufungsgegnerin erst seit Zustellung der vor- instanzlichen Verfügung klar vorhersehbar sein konnte, was in Bezug auf ihre Einkommenssituation konkret von ihr verlangt wird (siehe E. 4a/ee), insbeson- dere, nachdem sie auch in ihren letzten Stellungnahmen im vorinstanzlichen Verfahren im Dezember 2021 bzw. Januar 2022 trotz der genannten Verein- barung den Standpunkt vertrat, es sei ihr trotz ihrer Bemühungen nicht mög- lich, eine unbefristete Anstellung zu finden bzw. ein stabiles Einkommen zu Kantonsgericht Schwyz 19 erzielen, weshalb ihr auch kein hypothetisches Einkommen anzurechnen sei (Vi-act. D/50, Rz. 3.4, 3.10 und 3.16; Vi-act. D/52, Rz. 14; Vi-act. D/54, Rz. 4, 6 und 11). Zudem ging sie davon aus, dass die Parteien die eigentliche alter- nierende Obhut erst ab März 2022 vereinbart hätten und der Betreuungsanteil des Berufungsführers davor von untergeordneter Bedeutung sei (Vi-act. D/50, Rz. 3.11.1 und 3.17), weshalb sie auch im Berufungsverfahren vorbringt, vor März 2022 sei ihr noch kein Pensum von 75 % anzurechnen (KG-act. 9, Rz. 21). In der genannten Vereinbarung ist in Bezug auf das Arbeitspensum der Berufungsgegnerin im Gegensatz zu demjenigen des Berufungsführers denn auch nichts geregelt (vgl. Vi-act. D/50.7, Ziff. 4). Ebenso in diesem Zu- sammenhang war mithin der erstinstanzliche Verfahrensausgang entschei- dend für die Frage, ob und in welchem Ausmass die Gesuchstellerin ihre Ei- genversorgungskapazität zu steigern hat, weshalb von einer klaren Vorher- sehbarkeit vor diesem Zeitpunkt nicht ausgegangen werden kann. bb) Wie die Vorinstanz zutreffend ausführte, erzielte die Berufungsgegnerin gemäss den im Recht liegenden Lohnabrechnungen vom Mai, Juni und Okto- ber 2021 in diesen Monaten insgesamt einen Nettolohn von Fr. 2’911.07 (Vi- act. D/50.18 und 50.19). Nach den Ausführungen der Berufungsgegnerin er- hielt sie ferner im November und Dezember 2021 jeweils einen Nettolohn wie im Oktober 2021, mithin je Fr. 1’928.17, was für den Zeitraum von November 2021 bis und mit Februar 2022 ein monatliches Durchschnittseinkommen von Fr. 964.10 ergebe (KG-act. 9, Rz. 21; vgl. Vi-act. D/50, Rz. 3.10; vgl. Vi- act. D/50.19). Das von der Berufungsgegnerin dargelegte tatsächlich erzielte Einkommen bestreitet der Berufungsführer denn auch nicht, sondern stellt sich lediglich auf den Standpunkt, ihr sei ein hypothetisches Einkommen rückwir- kend anzurechnen. Der Arbeitsvertrag der Berufungsgegnerin mit der M.________ GmbH war bis Ende Dezember 2021 befristet und bei der Kita L.________ war die Berufungsgegnerin nur auf Abruf angestellt (Vi- act. D/46.1, 46.4 und 50.21). Hinweise darauf, dass das Arbeitsverhältnis mit der M.________ GmbH über den Dezember 2021 hinaus verlängert wurde Kantonsgericht Schwyz 20 oder dass die Berufungsgegnerin im Jahr 2022 für die Kita L.________ tätig war, finden sich in den Akten keine und dies bringt der Berufungsführer auch nicht vor. Weil sich – wie schon gesagt – die rückwirkende Berücksichtigung eines hypothetischen Einkommens vorliegend nicht rechtfertigt (siehe E. 4a ff.) und sich weder aus den Ausführungen der Parteien noch den Akten ergibt, dass die Berufungsgegnerin im Januar und Februar 2022 tatsächlich ein Ein- kommen erzielte, ist ihr für diese Zeit kein solches anzurechnen. Insgesamt erzielte die Berufungsgegnerin in der Zeit vom Februar 2021 bis und mit Fe- bruar 2022 somit Fr. 6’767.41 (Fr. 2’911.07 + 2 x Fr. 1’928.17), was auf diese 13 Monate verteilt ein Nettoeinkommen von aufgerundet Fr. 521.00 pro Monat ergibt. In Bezug auf den März 2022 ist festzuhalten, dass der Berufungsführer aus- führt, der Berufungsgegnerin sei ab diesem Zeitpunkt entsprechend den vor- instanzlichen Erwägungen ein Einkommen von Fr. 2’893.00 anzurechnen (KG-act. 1, Rz. 35). Die Vorinstanz rechnete der Berufungsgegnerin in Anbe- tracht der von den Parteien ab März 2022 vereinbarten alternierenden Obhut unter Berücksichtigung einer kurzen Übergangsfrist ab April 2022 ein Ein- kommen von Fr. 2’893.00 in einem 75 %-Pensum an (angef. Verfügung, E. 7.7). Wie die Berufungsgegnerin im Berufungsverfahren neu vorbringt, fand sie eine unbefristete Arbeitsstelle beim Reinigungsunternehmen P.________ von Q.________ ab dem 1. März 2022 (KG-act 9/1). Lohnabrechnungen reichte sie keine ein. Da sie weder gegen die Berechnungen der Vorinstanz (angef. Verfügung, E. 7.7) noch gegen die Anrechnung von Fr. 2’893.00 ab März 2022 durch den Berufungsführer (KG-act. 1, Rz. 35) opponiert, sondern sich selbst einen Lohn in dieser Höhe ab März 2022 anrechnet (KG-act. 9, Rz. 27 ff.), ist davon auszugehen, dass sie ab März 2022 effektiv ein Netto- einkommen von Fr. 2’893.00 in einem 75 %-Pensum erzielte, auch wenn im Arbeitsvertrag kein konkretes Pensum genannt wird und der Stundenlohn leicht tiefer ist als derjenige, von dem die Vorinstanz ausging (vgl. KG-act. 9/1; vgl. angef. Verfügung, E. 7.7).Kantonsgericht Schwyz 21 cc) Der Vollständigkeit halber ist noch auf Folgendes einzugehen: Im vor- instanzlichen Verfahren erachtete der Berufungsführer Arbeitstätigkeiten der Berufungsgegnerin bei Versicherungen resp. Banken, als Englischlehrerin, Übersetzerin oder Kinderbetreuerin in der Schweiz als möglich und zumutbar und wollte ihr entsprechend ein hypothetisches Einkommen für diese Tätigkei- ten anrechnen lassen (vgl. Vi-act. A/IX, Rz. 22; vgl. Vi-act. D/51, Rz. 17 ff.). Die Berufungsgegnerin vertrat hingegen den Standpunkt, dass sie trotz inten- siver Suche seit Jahren nicht einmal eine Stelle im Tiefstlohnbereich habe finden können, weshalb ihr mangels Möglichkeit der Erzielung eines höheren Einkommens kein hypothetisches Einkommen anzurechnen sei. (Vi-act. D/50, Rz. 2.2.1 ff.; Vi-act. D/52, Rz. 14 f.; Vi-act. D/54, Rz. 4 ff.). Zudem bestritt sie, an ihre berufliche Stellung in Ungarn (als Englischlehrerin und teilweise Tätig- keiten bei Versicherungen) anknüpfen und in der Schweiz entsprechend arbei- ten zu können (Vi-act. D/52, Rz. 14; Vi-act. D/54, Rz. 4 und 6). Im Berufungs- verfahren ist dies jedoch nicht umstritten. Vielmehr legt der Berufungsführer seiner Berechnung in Bezug auf das (hypothetische) Einkommen der Beru- fungsgegnerin selbst den von der Vorinstanz festgestellten Lohn der Beru- fungsgegnerin bei der M.________ GmbH zugrunde, mithin einen Lohn in der Reinigungsbranche (KG-act. 1, Rz. 14). Dies ist aus den folgenden Gründen nicht zu beanstanden: Es ist unbestritten, dass die Berufungsgegnerin in Un- garn als Englischlehrerin tätig war. Sie gab denn auch selbst zu Protokoll, über eine akademische, universitäre Ausbildung als Englischlehrerin zu verfü- gen, die international anerkannt werde (Vi.act. D/13, S. 14, Fragen 34 und 35). Ob der Abschluss in der Schweiz ebenfalls anerkannt werde, wisse sie jedoch nicht (ebd. Frage 36). Gemäss Reglement über die Anerkennung ausländi- scher Ausbildungsabschlüsse der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) vom 27. Oktober 2006 (nachfolgend EDK- Reglement) müssen Diplome aus EU-Staaten grundsätzlich anerkannt wer- den. Dass eine solche Anerkennung vorliegt, ergibt sich nicht aus den Akten und wird vom Berufungsführer nicht vorgebracht. Die Gesuchstellenden müs- sen für eine solche Anerkennung u.a. den Nachweis erbringen, dass sie über Kantonsgericht Schwyz 22 die zur Berufsausübung erforderlichen mündlichen und schriftlichen Kenntnis- se einer schweizerischen Landessprache verfügen (vgl. Art. 3 Abs. 2 lit. a EDK-Reglement). Laut Merkblatt des Generalsekretariats der EDK vom 18. Februar 2021 müssen Antragstellende mit einem Lehrdiplom über sehr hohe – nahezu muttersprachliche – Kompetenzen in einer Landessprache der Schweiz (Deutsch, Französisch oder Italienisch) verfügen. Als Nachweis aus- reichender Sprachkompetenzen in Deutsch, Französisch oder Italienisch wird ein international anerkanntes Sprachdiplom auf dem Niveau C2 des Gemein- samen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) verlangt. Für Lehrpersonen der Sekundarstufe I und Maturitätsschulen, die ausschliesslich eine Nicht-Landessprache (z.B. Englisch, Spanisch) als Fremdsprache unter- richten, genügt ein Sprachdiplom auf dem Niveau B2 des GER. Der Beru- fungsführer bestreitet zwar die mangelnden Deutschkenntnisse der Beru- fungsgegnerin, doch sind diesbezüglich zahlreiche Hinweise in den Akten vor- handen. Im psychologischen Gutachten vom 22. Oktober 2019 hielt der Gut- achter beispielsweise fest, die Berufungsgegnerin spreche und verstehe et- was Deutsch, sei jedoch meistens auf Übersetzung angewiesen. Nur manch- mal verstehe sie eine Frage direkt (Vi-act. D/20, S. 7 mittig und unten). Die Fürsorgebehörde Freienbach führte im Beschluss vom 10. Dezember 2019 aus, die Berufungsgegnerin habe ein ungefähres Deutsch-Niveau B1 (Vi- KB 21, S. 2 oben). Ferner bringt ihr Rechtsvertreter vor, er müsse mit ihr auf Englisch kommunizieren (KG-act. 15, Rz. 4), und zudem ist ersichtlich, dass sie auch bei ihrer Jobsuche auf Englisch kommunizierte (vgl. Vi-act. D/50.4). Hinzu kommt, dass sie an der vorinstanzlichen Verhandlung einen Übersetzer benötigte (Vi-act. D/13, S. 2 oben). In Anbetracht dessen ist nicht glaubhaft, dass die Berufungsgegnerin die sprachlichen Voraussetzungen für eine Aner- kennung erfüllt, insbesondere, da sie diese zudem mit einem anerkannten Sprachdiplom nachweisen müsste. Ob und gegebenenfalls in welchem Zeit- raum sie ein solches erlangen könnte, bleibt ungewiss. Ebenso unklar bleibt, ob die übrigen Voraussetzungen für eine Anerkennung erfüllt wären oder ob allenfalls Ausgleichsmassnahmen angeordnet würden (vgl. Art. 4 ff. EDK-Kantonsgericht Schwyz 23 Reglement). Dementsprechend ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz von der Berufungsgegnerin nicht verlangte, in der Schweiz als Englischlehre- rin tätig zu sein. Nachdem die Berufungsgegnerin weder über eine andere Ausbildung verfügt noch in der Schweiz vor der Trennung erwerbstätig war (vgl. Vi-act. D/20, S. 22; Vi-act. D/1.5, S. 3; vgl. Vi-act. D/1.18, Polizeiliche Einvernahme des Berufungsführers vom 27. Februar 2018, S. 2), spricht nichts dagegen, dass die Berufungsgegnerin in der Reinigungsbranche tätig ist, insbesondere nachdem sie seit März 2022 eine entsprechende unbefriste- te Arbeitsstelle finden konnte (KG-act. 9/1), womit ihr eine solche Tätigkeit offensichtlich zumutbar und möglich ist. Welche Tätigkeiten sie ohne Ausbil- dung in der Schweiz bei Versicherungen oder Banken ausüben könnte, die ihr einen höheren Lohn einbringen würden, bringt der Berufungsführer ohnehin nicht vor. Ebenso wenig legt er im Berufungsverfahren dar, dass die Beru- fungsgegnerin ohne Ausbildung als Kinderbetreuerin einen höheren als den ihr in der Reinigungsbranche angerechneten Lohn erzielen könnte. c) Der Berufungsführer rechnet der Berufungsgegnerin sodann ein monat- liches Nettoeinkommen von Fr. 3’471.00 für ein 90 %-Pensum ab August 2025 an, weil G.________ ab diesem Zeitpunkt in die Oberstufe übertreten wird. Die Berufungsgegnerin bringt dagegen im Wesentlichen vor, eine solche Ausdehnung sei nur möglich, wenn die Betreuung des Kindes sichergestellt werden könne, was vorliegend nicht zwingend der Fall sei, da knappe Ver- hältnisse vorlägen, und dies allenfalls mit Mehrkosten verbunden wäre (KG- act. 9, Rz. 40). Die Berufungsgegnerin müsste gemäss Schulstufenmodell ab Eintritt der Tochter in die Oberstufe selbst als hauptbetreuender Elternteil einem Pensum von 80 % nachgehen (siehe E. 4a/cc/bbb). Aufgrund der ab März 2022 ver- einbarten alternierenden Obhut zu im Wesentlichen gleichen Teilen und der damit einhergehenden Übernahme von Betreuungsaufgaben durch den Beru- fungsführer ist es der Berufungsgegnerin aber zumutbar und möglich, ihr Pen-Kantonsgericht Schwyz 24 sum auf 90 % zu erhöhen (Pensum von 100 % in jeder zweiten Woche, in der der Berufungsführer die Tochter vollumfänglich betreut; Pensum von 80 % in den Wochen, in denen die Berufungsgegnerin die Tochter vollumfänglich be- treut; vgl. Vi-act. D/50.7). Weil diese Umstellung darüber hinaus erst ab Au- gust 2025 vorzunehmen ist, hat die Berufungsgegnerin auch genügend Zeit, um sich entsprechend zu organisieren. Der Berufungsgegnerin ist daher, wie vom Berufungsführer vorgebracht, ab August 2025 ein Nettoeinkommen von monatlich Fr. 3’471.00 ([Fr. 2893.00 / 75] x 90) in einem 90 %-Pensum anzu- rechnen. d) Nach dem Gesagten ist bei der Berufungsgegnerin zusammenfassend von folgendem monatlichen Einkommen auszugehen: 1. Juli 2018 bis 31. Januar 2021: Fr. 0.00 1. Februar 2021 bis 28. Februar 2022: Fr. 521.00 1. März 2022 bis 31. Juli 2025: Fr. 2893.00 Ab 1. August 2025: Fr. 3471.00 5. Alsdann ist auf das Einkommen des Berufungsführers einzugehen. a) Das von der Vorinstanz anhand der Lohnausweise, Lohnblätter und Lohnabrechnungen bezifferte monatliche Durchschnittseinkommen des Beru- fungsführers vom Juli 2018 bis und mit Januar 2021 von monatlich Fr. 5’704.00 netto, welches dieser als jahrelanger S.________ bei der R.________ AG in einem 100 %-Pensum generierte, wird von den Parteien nicht beanstandet. Es wird entsprechend auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen (angef. Verfügung, E. 7.4 f.; § 45 Abs. 5 Justizge- setz des Kantons Schwyz [JG, SRSZ 231.110]). b) Ab Februar 2021 bis und mit Februar 2022 rechnete die Vorinstanz dem Berufungsführer aufgrund eines wegen Kurzarbeit tieferen Lohns und unter Kantonsgericht Schwyz 25 Berücksichtigung der damaligen Pandemiesituation ein durchschnittliches monatliches Nettoeinkommen von Fr. 4’985.00 an. Auch dies bleibt im Beru- fungsverfahren von den Parteien unbestritten. Es kann daher wiederum auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (angef. Verfü- gung, E. 7.6). Entgegen den Ausführungen der Vorinstanz gehen jedoch beide Parteien da- von aus, dass dem Berufungsführer nicht erst ab April 2022, sondern bereits ab März 2022 wieder ein Nettoeinkommen von Fr. 5’704.00 anzurechnen ist (KG-act. 1, Rz. 35; KG-act. 9, Rz. 27 und 34; vgl. angef. Verfügung, E. 7.6). Auch mit der Einreichung der Lohnabrechnung vom März 2022 (KG-act. 4 und 4/1) führt der Berufungsführer in Bezug auf die Anrechnung von Fr. 5’704.00 ab März 2022 nichts Gegenteiliges aus. Beim Berufungsführer ist daher ab März 2022 von einem monatlichen Nettoeinkommen von Fr. 5’704.00 auszugehen. Es bleibt festzuhalten, dass sich die Parteien in ih- rer Vereinbarung betreffend Kinderbelange, die der Berufungsführer am 24. November 2021 und die Berufungsgegnerin am 6. Dezember 2021 unter- zeichneten, darüber einigten, dass der Berufungsführer trotz der ab dem 17. November 2021 bzw. ab März 2022 vereinbarten Obhutsregelung sein bisheriges Arbeitspensum von 100 % aufrechterhält (Vi-act. D/50.7), was die Vorinstanz genehmigte (angef. Verfügung, Dispositivziff. 3.3). Aufgrund des- sen ist trotz der Übernahme von Betreuungsaufgaben durch den Berufungs- führer weiterhin von einem Nettoeinkommen für ein 100 %-Pensum auszuge- hen.Kantonsgericht Schwyz 26 c) Dem Berufungsführer ist zusammenfassend mithin folgendes monatliche Einkommen anzurechnen: 1. Juli 2018 bis 31. Januar 2021: Fr. 5704.00 1. Februar 2021 bis 28. Februar 2022: Fr. 4985.00 Ab 1. März 2022: Fr. 5704.00 6. Beim Einkommen der gemeinsamen Tochter G.________ ist die vom Berufungsführer bezogene Kinderzulage von Fr. 220.00 ab Juli 2018 und von Fr. 230.00 ab Januar 2021 zu berücksichtigen, wie die Vorinstanz zutreffend erwog und was die Parteien nicht beanstanden (angef. Verfügung, E. 7.4 und 7.6). 7. Sodann ist auf den Bedarf des Berufungsführers einzugehen. a) Die Vorinstanz errechnete für den Zeitraum von Juli 2018 bis November 2020 einen Bedarf des Berufungsführers von Fr. 3’673.00 (Grundbetrag Fr. 1’200.00, Wohnkosten Fr. 2’270.00, Krankenversicherung Fr. 203.00; an- gef. Verfügung, E. 7.4). aa) Der Berufungsführer ist der Ansicht, bei seinen Wohnkosten seien die zusätzlichen Nebenkosten von durchschnittlich Fr. 67.00 pro Monat zu berücksichtigen (KG-act. 1, Rz. 15). Die Berufungsgegnerin bringt vor, der Berufungsführer lege nicht dar, weshalb diese Nebenkosten anzurechnen sei- en und ausserdem übersteige sein Mietzins von Fr. 2’270.00 bereits 1/3 sei- nes monatlichen Einkommens, was als ein Entgegenkommen anzusehen sei und weshalb es sich rechtfertige, die Nebenkosten nicht zu berücksichtigen (KG-act. 9, Rz. 15; KG-act. 15, Rz. 9). Bei der zweistufigen Methode der Unterhaltsberechnung wird der Bedarf grundsätzlich anhand der Richtlinien der Konferenz der Betreibungs- und Kantonsgericht Schwyz 27 Konkursbeamten der Schweiz für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums (BlSchK 2009, S. 193 ff., nachfolgend SchKG-Richtlinien) festgestellt (BGE 147 III 265, E. 7.2). Als Zuschlag für die Wohnkosten wird der effektive Mietzins inkl. Nebenkosten angerechnet. Ein den wirtschaftlichen Verhältnissen und persönlichen Bedürfnissen nicht angemessener Mietzins ist nach Ablauf des nächsten Kündigungstermins auf ein ortsübliches Normal- mass herabzusetzen (Ziff. II SchKG-Richtlinie). Bei den für die Frage der An- gemessenheit der Wohnkosten ist vor allem auf die Anzahl Personen, für die ein Ehegatte verantwortlich ist, und seine Gesundheit abzustellen. Auf Seiten des obhutsberechtigten Ehegatten ist im Regelfall von einem Zimmer pro Ehegatte und Kind zuzüglich einem Raum auszugehen. Der nicht obhutsbe- rechtigte Ehegatte hat Anspruch auf Wohnkosten für eine Wohnung mit Gäs- tezimmer, sodass er das Besuchs- und Ferienrecht angemessen ausüben kann. Leicht überhöhte Wohnkosten im Einzelfall können allerdings noch an- gemessen sein, wenn im Gegenzug die Arbeitswegkosten entsprechend tiefer ausfallen (Six, a.a.O., Rz. 2.99). Gemäss Mietvertrag des Berufungsführers bezahlt dieser eine Bruttomiete von monatlich Fr. 2’270.00 (Nettomiete Fr. 2’100.00, Akonto Heiz- /Betriebskosten Fr. 170.00) für eine 4.5-Zimmer-Wohnung an der E.________strasse xx (Vi-BB 20). Selbst in Anbetracht der ab November 2021 bzw. März 2022 vereinbarten alternierenden Obhut erscheint die Not- wendigkeit einer 4.5-Zimmer-Wohnung fraglich und somit die Anrechnung von Wohnkosten für eine Wohnung dieser Grösse beim Berufungsführer doch leicht übersetzt. Weil er aber weder Arbeitswegkosten noch Kosten für eine auswärtige Verpflegung geltend macht, zumal er bei der R.________ AG nicht weit von seinem Wohnort arbeitet (vgl. angef. Verfügung, E. 7.4), und die Be- rufungsgegnerin ihm Wohnkosten in der Höhe von Fr. 2’270.00 zugesteht, erscheint die Berücksichtigung von Wohnkosten in dieser Höher gerade noch angemessen. Die Anrechnung der vorgebrachten zusätzlichen Nebenkosten rechtfertigt sich bei dieser Ausgangslage jedoch nicht.Kantonsgericht Schwyz 28 bb) Ferner will der Berufungsführer ausgehend von dem von ihm der Beru- fungsgegnerin angerechneten hypothetischen Einkommen und dem daraus resultierenden Überschuss in seinem Bedarf auch den VVG-Prämienanteil seiner Krankenversicherung sowie seine Steuern anrechnen lassen (KG- act. 1, Rz. 15 f.). Es sei pro Monat von durchschnittlichen Krankenkassenprä- mien KVG und VVG von Fr. 240.00 sowie von Steuern in der Höhe von Fr. 250.00 auszugehen. Selbst wenn lediglich die KVG-Prämie berücksichtigt würde, sei für die Zeit von Juli 2018 bis November 2020 eine durchschnittliche Krankenkassenprämie von Fr. 209.00 pro Monat zu berücksichtigen (KG- act. 1, Rz. 15 f.). Nachdem der Berufungsgegnerin kein hypothetisches Einkommen anzurech- nen ist (siehe E. 4a ff.) und mithin kein Überschuss in dieser Phase resultiert (siehe E. 10a), sind weder die VVG-Prämienanteile noch die Steuern zu berücksichtigen (vgl. SchKG-Richtlinien, Ziff. II. und III.; vgl. Six, a.a.O., Rz. 2.74 und 2.108). Die Krankenkassenprämie KVG des Berufungsführers betrug im Jahr 2018 monatlich Fr. 203.10 (Vi-BB 21) und ab 2019 Fr. 210.80 (KG-act. 1/3). Dies ergibt eine durchschnittliche monatliche Prämie für die Zeit von Juli 2018 bis November 2020 von abgerundet Fr. 209.00 ([6 Monate x Fr. 203.10 + 23 Monate x Fr. 210.80] / 29 Monate), die dem Berufungsführer anzurechnen ist. cc) Im Übrigen beanstandet der Berufungsführer die vorinstanzlichen Fest- stellungen betreffend seinen Bedarf in diesem Zeitraum nicht. Von Juli 2018 bis November 2020 betrug der monatliche Bedarf des Berufungsführers somit Fr. 3’679.00 (Grundbetrag Fr. 1’200.00, Wohnkosten Fr. 2’270.00, Kranken- versicherung Fr. 209.00). b) Die Vorinstanz ging für Dezember 2020 und Januar 2021 weiter von den genannten Bedarfszahlen beim Berufungsführer aus (siehe E. 7a). Für diese Phase bleibt es denn auch bei den bereits dargelegten Beanstandungen des Kantonsgericht Schwyz 29 Berufungsführers (KG-act. 1, Rz. 21), weshalb auf die vorangehenden Erwä- gungen verwiesen wird (siehe E. 7a/aa ff.). Von Februar 2021 bis Oktober 2021 verzichtet der Berufungsführer selbst auf die Anrechnung der VVG- Prämien sowie der Steuern und berücksichtigt lediglich die zusätzlichen Ne- benkosten von Fr. 67.00 (KG-act. 1, Rz. 24 f.). Die Nebenkosten sind jedoch ebenso wenig hinzuzurechnen (siehe E. 7a/aa). Allerdings ist beim Berufungs- führer ab Januar 2021 eine Krankenkassenprämie von abgerundet Fr. 227.00 zu veranschlagen (Vi-BB 38), was für Dezember 2020 und Januar 2021 eine durchschnittliche Prämie von je Fr. 218.00 ergibt. Für diesen Zeitraum betrug der Bedarf des Berufungsführers mithin Fr. 3’688.00 (Grundbetrag Fr. 1’200.00, Wohnkosten Fr. 2’270.00, Krankenversicherung Fr. 218.00). Ab Februar 2021 bis Oktober 2021 ist entsprechend den vorinstanzlichen Erwä- gungen von einem Bedarf von Fr. 3’697.00 (Grundbetrag Fr. 1’200.00, Wohn- kosten Fr. 2’270.00, Krankenversicherung Fr. 227.00; vgl. angef. Verfügung, E. 7.6) auszugehen. c) aa) Der Berufungsführer verlangt, dass bereits ab November 2021 die von den Parteien vereinbarte Betreuungsregelung in der Bedarfsrechnung berücksichtigt wird. Da er ab diesem Zeitpunkt die gemeinsame Tochter zu knapp 40 % betreue, sei ihm ein Grundbetrag von Fr. 1’350.00 anzurechnen. Ebenso sei ein Teil des Grundbetrags der Tochter in der Höhe von Fr. 160.00 und ein Wohnkostenanteil der Tochter von Fr. 312.00 bei ihm anzurechnen (KG-act. 1, Rz. 28 ff.). Die Berufungsgegnerin ist hingegen der Auffassung, dass der Berufungsführer die gemeinsame Tochter erst ab März 2022 in ei- nem Ausmass betreut habe, der eine Aufteilung der Grundbeträge und des Wohnkostenanteils bei ihm rechtfertige (KG-act. 9, Rz. 22 ff.). Wenn ein Kind zufolge einer den üblichen Rahmen deutlich übersteigenden Regelung des persönlichen Verkehrs mindestens einen Drittel der Zeit beim besuchsberechtigten Elternteil verbringt, rechtfertigt sich eine anteilsmässige Aufteilung des Grundbetrags für das Kind auf beide Elternteile (Six, a.a.O., Kantonsgericht Schwyz 30 Rz. 2.84) und folglich die Anrechnung eines höheren Grundbetrags bei beiden Elternteilen (ZK2 2020 43 vom 16. September 2021, E. 5f/aa). Gemäss Ver- einbarung der Parteien verbrachte G.________ in der ersten Phase ab dem 17. November 2021 jede zweite Woche von Mittwochmittag bis Montagmittag (grundsätzlich mit Mittagessen) beim Berufungsführer, erstmals vom 17. bis 21. November 2021. Zusätzlich ass G.________ jeden Montag, sofern der Montag ein Schultag war, bei ihm. Die restliche Zeit verbrachte G.________ bei der Berufungsgegnerin (Vi-act. D/50.7, Rz. 2.1.1 f.). Ab diesem Zeitpunkt übernahm mithin der Berufungsführer alle zwei Wochen bzw. 14 Tage die Be- treuung von G.________ für vier ganze Tage (Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag) und zwei Halbtage (Montagmorgen und Mittwochnachmittag), was einem Betreuungsanteil von über einem Drittel (5/14 resp. rund 36 %) ent- spricht. Dem Berufungsführer ist daher zuzustimmen, dass sich bereits ab November 2021 eine anteilsmässige Aufteilung des Grundbetrags der Tochter sowie die Anrechnung eines höheren Grundbetrags bei beiden Elternteilen rechtfertigen, was konsequenterweise auch beim Wohnkostenanteil des Kin- des zu berücksichtigen ist (ZK2 2020 43 vom 16. September 2021, E. 5f/bb). bb) Der Einfachheit halber sowie weil diese Zeitperiode bis zur von den Par- teien ab März 2022 vereinbarten alternierenden Obhut zu im Wesentlichen gleichen Teilen bloss vier Monate beschlägt und der Berufungsführer sich darüber hinaus trotz Übernahme von Betreuungsaufgaben bereit erklärte, wei- terhin in einem 100 %-Pensum zu arbeiten (Vi-act. D/50.7, Ziff. 4), rechtfertigt es sich, bereits ab November 2021 für die Unterhaltsberechnung rechnerisch von einer Betreuung von G.________ durch die Parteien zu gleichen Teilen auszugehen, was entsprechend bei den Grundbeträgen der Parteien und demjenigen von G.________ sowie bei den Wohnkosten zu berücksichtigen ist. In Bezug auf die Aufteilung des Grundbetrags und des Wohnkostenanteils von G.________ wird auf E. 9b/aa f. verwiesen. Was den Grundbetrag der Parteien angeht, ist nichts daran zu beanstanden, – entsprechend den Erwä- gungen der Vorinstanz (angef. Verfügung, E. 7.7), jedoch bereits ab Novem-Kantonsgericht Schwyz 31 ber 2021 – beiden Parteien Fr. 1’275.00 anzurechnen, weil dies das Mittel zwischen dem Grundbetrag für einen alleinstehenden Schuldner und dem erhöhten Grundbetrag einer alleinerziehenden Person darstellt (vgl. SchKG- Richtlinien, Ziff. I; vgl. OGer ZH, Beschluss und Urteil LE190009-O/U vom 31. Mai 2019, E. C./2.5). cc) Der Wohnkostenanteil des Kindes ist bei beiden Elternteilen nach gros- sen und kleinen Köpfen sowie Anzahl Tagen pro Woche beim betreffenden Elternteil zu berechnen (ZK2 2020 43 vom 16. September 2021, E. 5f/bb), weshalb der Anteil von G.________ beim Berufungsführer nach dem Gesag- ten Fr. 378.00 (Fr. 2’270.00 x 1/3 x 1/2) beträgt und sich die Wohnkosten des Berufungsführers auf Fr. 1’892.00 (Fr. 2’270.00 - Fr. 378.00) belaufen. dd) Auf die erneut vorgebrachte Anrechnung der VVG-Prämien sowie der Steuern des Berufungsführers (KG-act. 1, Rz. 32) ist mangels Überschusses in dieser Zeit zu verzichten (siehe E. 10d). ee) Ab November 2021 bis Februar 2022 ist daher von einem monatlichen Bedarf des Berufungsführers von Fr. 3’395.00 (Grundbetrag Fr. 1’275.00, Wohnkosten Fr. 1’892.00, Krankenversicherung Fr. 228.00 [vgl. Vi-BB 38 und 39]) auszugehen. d) aa) Wegen des höheren anrechenbaren Einkommens der Berufungs- gegnerin ab März 2022 (siehe E. 4b/bb) übersteigen die Einkünfte den Bedarf der Parteien und der gemeinsamen Tochter erstmals (siehe E. 10e). Aufgrund dessen können die Steuern im Bedarf der Parteien berücksichtigt werden. Da weder der Berufungsführer noch die Berufungsgegnerin die vorinstanzlichen Erwägungen im Zusammenhang mit den Steuern beanstandet, kann auf diese verwiesen werden (angef. Verfügung, E. 7.7). Folglich sind beim Berufungs- führer ab März 2022 Steuern in der Höhe von Fr. 240.00 und bei der Beru- fungsgegnerin in der Höhe von Fr. 70.00 zu veranschlagen.Kantonsgericht Schwyz 32 bb) Darüber hinaus verlangt der Berufungsführer die Berücksichtigung sei- ner VVG-Prämien, weshalb bei ihm Krankenkassenprämien (KVG und VVG) von Fr. 260.00 anzurechnen seien (KG-act. 1, Rz. 39; Vi-BB 38 und 39). Die Berufungsgegnerin möchte ab März 2022 hingegen bei beiden Parteien ent- sprechend den vorinstanzlichen Erwägungen Fr. 312.00 und bei G.________ Fr. 81.00 für Krankenkassenprämien im Bedarf berücksichtigt haben (KG- act. 9, Rz. 31; angef. Verfügung, E. 7.7). Demgegenüber ist der Berufungsfüh- rer der Ansicht, dass bei der Berufungsgegnerin und G.________ für das Jahr 2022 keine Krankenkassenprämien anzurechnen seien, weil die Prämienver- billigung im Jahr 2021 bereits für das Folgejahr gesprochen worden sei (KG- act. 1, Rz. 40). Dem Berufungsführer ist entgegenzuhalten, dass die Ausgleichskasse bei Kenntnis von wesentlichen Änderungen der wirtschaftlichen oder familiären Verhältnisse von Amtes wegen eine Neuberechnung der Prämienverbilligung durchführen (§ 11a der Vollzugsverordnung zum Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über die Krankenversicherung des Kantons Schwyz, SRSZ 361.111) und überhöhte Prämienverbilligungen allenfalls zurückfordern kann (§ 19 Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über die Krankenversiche- rung des Kantons Schwyz [EGzKVG], SRSZ 361.100; vgl. EGV-SZ 2016, B 3.1, E. 3.5). Selbst wenn eine Prämienverbilligung für das Jahr 2022 im Vor- jahr basierend auf den damaligen wirtschaftlichen Verhältnissen bereits ge- währt worden wäre, kann mithin nicht ohne Weiteres darauf abgestellt werden. In Anbetracht dessen, mangels anderweitiger Hinweise in den Akten, aufgrund des erhöhten Einkommens ab März 2022 sowie unter Berücksichtigung des Umstands, dass der Berufungsführer der Berufungsgegnerin und der gemein- samen Tochter trotz seiner Ausführungen ab September 2022 selbst Kran- kenkassenprämien von Fr. 260.00 resp. Fr. 81.00 ohne Prämienverbilligung anrechnet (KG-act. 1, Rz. 45), rechtfertigt es sich, davon auszugehen, dass die Prämienverbilligung bereits ab März 2022 deutlich sank. Daher ist ent- sprechend den nachvollziehbaren vorinstanzlichen Erwägungen, auf die ver-Kantonsgericht Schwyz 33 wiesen werden kann (angef. Verfügung, E. 7.7), ermessensweise von einer Krankenkassenprämie der Berufungsgegnerin in der Höhe von Fr. 312.00 auszugehen, wobei es angezeigt erscheint, den Parteien eine Prämie in der- selben Höhe anzurechnen, zumal die Berufungsgegnerin dies dem Berufungs- führer ausdrücklich zugesteht (KG-act. 9, Rz. 31), und bei G.________ eine Prämie von Fr. 81.00 zu berücksichtigen. cc) Der monatliche Bedarf des Berufungsführers beträgt ab März 2022 so- mit Fr. 3’719.00 (Grundbetrag Fr. 1’275.00, Wohnkosten Fr. 1’892.00, Kran- kenversicherung Fr. 312.00, Steuern Fr. 240.00). 8. Ferner ist auf den Bedarf der Berufungsgegnerin einzugehen. a) Der von der Vorinstanz festgestellte monatliche Bedarf der Berufungs- gegnerin für die Zeit von Juli 2018 bis November 2020 in der Höhe von Fr. 2’220.00 (Grundbetrag Fr. 1’350.00, Wohnkostenanteil Fr. 870.00) und derjenige von Dezember 2020 bis Oktober 2021 in der Höhe von Fr. 2’320.00 (Grundbetrag Fr. 1’350.00, Wohnkostenanteil Fr. 970.00) sind nicht umstritten. Diesbezüglich wird auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwie- sen (angef. Verfügung, E. 7.4 ff.). b) Wie bereits ausgeführt, ist ab November 2021 für die Unterhaltsberech- nung rechnerisch von einer Betreuung von G.________ durch die Parteien zu gleichen Teilen auszugehen, was entsprechend bei den Grundbeträgen und dem Wohnkostenanteil zu berücksichtigen ist (siehe E. 7c/aa f.). aa) Der Berufungsgegnerin ist wie dem Berufungsführer ein Grundbetrag von Fr. 1’275.00 anzurechnen (E. 7c/aa f.). bb) Der Wohnkostenanteil von G.________ bei der Berufungsgegnerin be- trägt Fr. 243.00 (Fr. 1’460.00 [Vi-act. D/50.23] x 1/3 x 1/2) und die Wohnkos-Kantonsgericht Schwyz 34 ten der Berufungsgegnerin belaufen sich auf Fr. 1’217.00 (Fr. 1’460.00 - Fr. 243.00). cc) Der monatliche Bedarf der Berufungsgegnerin beträgt ab November 2021 somit Fr. 2’492.00 (Grundbetrag Fr. 1’275.00, Wohnkosten Fr. 1’217.00). c) Aufgrund des höheren anrechenbaren Einkommens der Berufungsgeg- nerin ab März 2022 (siehe E. 4b/bb) und des damit vorhandenen Überschus- ses (siehe E. 10e) sind, wie bereits ausgeführt, bei der Berufungsgegnerin Krankenkassenprämien von Fr. 312.00 und Steuern von Fr. 70.00 zu berück- sichtigen (siehe E. 7d/aa f.). Der monatliche Bedarf der Berufungsgegnerin beträgt ab März 2022 somit Fr. 2’874.00 (Grundbetrag Fr. 1’275.00, Wohnkos- ten Fr. 1’217.00, Krankenversicherung Fr. 312.00, Steuern Fr. 70.00). d) Nachdem der Berufungsgegnerin ab August 2025 wiederum ein erhöh- tes Einkommen anzurechnen ist, sind in ihrem Bedarf auch höhere Steuern zu veranschlagen. Ausgehend von den unbestritten gebliebenen vorinstanzlichen Erwägungen zur Besteuerung der Berufungsgegnerin (angef. Verfügung, E. 7.7, S. 32) und unter ermessensweiser Annahme eines steuerbaren Ein- kommens von Fr. 30’000.00 bei einer alleinstehenden Person mit einem Kind und ohne Vermögen sind ab August 2025 Steuern in der Höhe von Fr. 115.00 bei der Berufungsgegnerin anzurechnen. Der monatliche Bedarf der Beru- fungsgegnerin beträgt ab August 2025 somit Fr. 2’919.00 (Grundbetrag Fr. 1’275.00, Wohnkosten Fr. 1’217.00, Krankenversicherung Fr. 312.00, Steuern Fr. 115.00).Kantonsgericht Schwyz 35 9. Des Weiteren ist auf den Bedarf von G.________ einzugehen. a) Der von der Vorinstanz festgestellte monatliche Bedarf von G.________ für die Zeit von Juli 2018 bis November 2020 in der Höhe von Fr. 830.00 (Grundbetrag Fr. 400.00, Wohnkostenanteil Fr. 430.00), derjenige von De- zember 2020 bis Januar 2021 in der Höhe von Fr. 890.00 (Grundbetrag Fr. 400.00, Wohnkostenanteil Fr. 490.00) und derjenige von Februar 2021 bis Oktober 2021 in der Höhe von Fr. 1’017.00 (Grundbetrag Fr. 400.00, Wohn- kostenanteil Fr. 490.00, Mittagstisch Fr. 127.00) sind nicht umstritten. Dies- bezüglich wird auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen (angef. Verfügung, E. 7.4 ff.). b) Wie bereits ausgeführt, ist ab November 2021 für die Unterhaltsberech- nung rechnerisch von einer Betreuung von G.________ durch die Parteien zu gleichen Teilen auszugehen, was entsprechend bei den Grundbeträgen und dem Wohnkostenanteil zu berücksichtigen ist (siehe E. 7c/aa f.). aa) Für G.________ ist im Haushalt ihrer Mutter und in demjenigen ihres Vaters jeweils ein Grundbetrag von Fr. 200.00 einzusetzen. bb) Ihr Wohnkostenanteil beim Berufungsführer beträgt Fr. 378.00 (E. 7c/cc) und bei der Berufungsgegnerin Fr. 243.00 (E. 8b/bb). cc) Wie die Vorinstanz festhielt, war und ist G.________ im Haushalt der Berufungsgegnerin angemeldet (angef. Verfügung, E. 7.7). Die unbestrittenen Kosten für den Mittagstisch von Fr. 127.00 sind daher beim Bedarf von G.________ im Haushalt der Berufungsgegnerin zu berücksichtigen, was die Parteien denn auch nicht beanstanden. dd) Der Bedarf von G.________ ab November 2021 im Haushalt des Beru- fungsführers beträgt somit Fr. 578.00 (Grundbetrag Fr. 200.00, Wohnkosten-Kantonsgericht Schwyz 36 anteil Fr. 378.00) und in demjenigen der Berufungsgegnerin Fr. 570.00 (Grundbetrag Fr. 200.00, Wohnkostenanteil Fr. 243.00, Mittagstisch Fr. 127.00). c) Ab März 2022 ist im Bedarf von G.________ zusätzlich die Krankenkas- senprämie von Fr. 81.00 zu berücksichtigen (E. 7d/bb). Da G.________ im Haushalt der Mutter angemeldet ist und die Parteien dies im Übrigen nicht beanstanden, ist diese entsprechend den vorinstanzlichen Erwägungen beim Bedarf von G.________ im Haushalt der Berufungsgegnerin anzurechnen (angef. Verfügung, E. 7.7). Damit erhöht sich der Bedarf von G.________ im Haushalt ihrer Mutter ab März 2022 auf Fr. 651.00 (Grundbetrag Fr. 200.00, Wohnkostenanteil Fr. 243.00, Mittagstisch Fr. 127.00, Krankenversicherung Fr. 81.00). d) G.________ wurde am ________ 2022 zehn Jahre alt, weshalb ihr Grundbetrag unbestrittenermassen ab September 2022 auf Fr. 600.00 zu er- höhen und in den Haushalten der Parteien mit je Fr. 300.00 zu berücksichti- gen ist. Der Bedarf von G.________ ab September 2022 im Haushalt des Be- rufungsführers beträgt somit Fr. 678.00 (Grundbetrag Fr. 300.00, Wohnkos- tenanteil Fr. 378.00) und in demjenigen der Berufungsgegnerin Fr. 751.00 (Grundbetrag Fr. 300.00, Wohnkostenanteil Fr. 243.00, Mittagstisch Fr. 127.00, Krankenversicherung Fr. 81.00). e) Der Berufungsführer will die Kosten für den Mittagstisch ab August 2025, mithin ab Übertritt von G.________ in die Oberstufe und ab Erhöhung des Pensums der Berufungsgegnerin auf 90 %, streichen (KG-act. 1, Rz. 49). Die Berufungsgegnerin bringt vor, dass ein Mittagstisch oder eine anderweiti- ge Betreuung allenfalls weiterhin sichergestellt werden müsse (KG-act. 9, Rz. 40). Der Berufungsführer legt nicht dar, weshalb die Kosten für den Mit- tagstisch gestrichen werden sollen. Es ist zumindest nicht auszuschliessen, dass G.________ auch nach Übertritt in die Oberstufe auf einen solchen an-Kantonsgericht Schwyz 37 gewiesen sein wird, insbesondere in Anbetracht, dass die Berufungsgegnerin ab diesem Zeitpunkt zu 90 % erwerbstätig sein und der Berufungsführer wei- terhin 100 % arbeiten sollte. Daher rechtfertigt es sich, die Kosten für den Mit- tagstisch auch über den August 2025 hinaus zu berücksichtigen. Am Bedarf von G.________ seit August 2022 ändert sich deshalb nichts. 10. Aufgrund der festgestellten und im Übrigen unbestritten gebliebenen Einkommens- und Bedarfszahlen ergeben sich die folgenden Unterhaltsbe- rechnungen: a) Phase 1: 1. Juli 2018 bis 30. November 2020 Ehemann Ehefrau G.________ Einkommen Fr. 5704.00 Fr. 0.00 Fr. 220.00 Bedarf Fr. 3679.00 Fr. 2220.00 Fr. 830.00 Differenz Fr. 2025.00 Fr. -2220.00 Fr. -610.00 Die Leistungsfähigkeit des Berufungsführers lag in dieser Phase bei Fr. 2’025.00 pro Monat. Demgegenüber konnte die Berufungsgegnerin man- gels Einkommens weder den Bedarf von G.________ noch ihren eigenen selbständig finanzieren. Der Überschuss des Berufungsführers ist daher zunächst beim ungedeckten Barunterhalt von G.________ in der Höhe von Fr. 610.00 zu berücksichtigen. Vom verbleibenden Überschuss des Beru- fungsführers von Fr. 1’415.00 ist der Betreuungsunterhalt von G.________ zu decken, der aus der Differenz zwischen den Lebenshaltungskosten der Ge- suchsgegnerin von Fr. 2’220.00 und ihrem Einkommen von Fr. 0.00 besteht (vgl. ZK2 2019 6 vom 3. November 2020, E. 4b/bb m.w.H.), womit beim Be- treuungsunterhalt ein Manko von Fr. 805.00 (Fr. 1’415.00 - Fr. 2’220.00) resul- tiert. Kantonsgericht Schwyz 38 Der vom Berufungsführer der Berufungsgegnerin zu bezahlende Kindesunter- halt beläuft sich für den Zeitraum von Juli 2018 bis und mit November 2020 demnach auf monatlich Fr. 2’025.00 (Fr. 610.00 Barunterhalt; Fr. 1’415.00 Betreuungsunterhalt; Manko Betreuungsunterhalt: Fr. 805.00), zuzüglich allfäl- liger Kinder-, Familien- und Ausbildungszulagen. b) Phase 2: 1. Dezember 2020 bis 31. Januar 2021 Ehemann Ehefrau G.________ Einkommen Fr. 5704.00 Fr. 0.00 Fr. 225.00 Bedarf Fr. 3688.00 Fr. 2320.00 Fr. 890.00 Differenz Fr. 2016.00 Fr. -2320.00 Fr. -665.00 Da die Kinderzulage für G.________ im Dezember 2020 noch Fr. 220.00 und im Januar 2021 Fr. 230.00 betrug (E. 6), rechtfertigt es sich, von einer durch- schnittlichen Kinderzulage von Fr. 225.00 auszugehen. Die Leistungsfähigkeit des Berufungsführers lag in dieser Phase bei Fr. 2’016.00 pro Monat. Demge- genüber konnte die Berufungsgegnerin mangels Einkommens weder den Be- darf von G.________ noch ihren eigenen selbständig finanzieren. Der Über- schuss des Berufungsführers ist daher zunächst beim ungedeckten Barunter- halt von G.________ in der Höhe von Fr. 665.00 zu berücksichtigen. Vom verbleibenden Überschuss des Berufungsführers von Fr. 1’351.00 ist der Be- treuungsunterhalt von G.________ zu decken, womit ein Manko von Fr. 969.00 (Fr. 1’351.00 - Fr. 2’320.00) beim Betreuungsunterhalt verbleibt. Der vom Berufungsführer der Berufungsgegnerin zu bezahlende Kindesunter- halt beläuft sich für den Zeitraum von Dezember 2020 bis und mit Januar 2021 demnach auf monatlich Fr. 2’016.00 (Fr. 665.00 Barunterhalt; Fr. 1’351.00 Betreuungsunterhalt; Manko Betreuungsunterhalt: Fr. 969.00), zuzüglich allfälliger Kinder-, Familien- und Ausbildungszulagen.Kantonsgericht Schwyz 39 c) Phase 3: 1. Februar 2021 bis 31. Oktober 2021 Ehemann Ehefrau G.________ Einkommen Fr. 4985.00 Fr. 521.00 Fr. 230.00 Bedarf Fr. 3697.00 Fr. 2320.00 Fr. 1017.00 Differenz Fr. 1288.00 Fr. -1799.00 Fr. - 787.00 Die Leistungsfähigkeit des Berufungsführers lag in dieser Phase bei Fr. 1’288.00 pro Monat. Trotz erster Arbeitseinsätze im Jahr 2021 (E. 4b/bb) generierte die Berufungsgegnerin nicht genügend Einkommen, um ihren eige- nen oder denjenigen Bedarf von G.________ abdecken zu können. Der Über- schuss des Berufungsführers ist daher zunächst beim ungedeckten Barunter- halt von G.________ in der Höhe von Fr. 787.00 zu berücksichtigen. Vom verbleibenden Überschuss des Berufungsführers von Fr. 501.00 ist der Be- treuungsunterhalt von G.________ zu decken, womit beim Betreuungsunter- halt ein Manko von Fr. 1’298.00.00 (Fr. 501.00 - Fr. 1’799.00) resultiert. Der vom Berufungsführer der Berufungsgegnerin zu bezahlende Kindesunter- halt beläuft sich für den Zeitraum von Februar 2021 bis und mit Oktober 2021 demnach auf monatlich Fr. 1’288.00 (Fr. 787.00 Barunterhalt; Fr. 501.00 Be- treuungsunterhalt; Manko Betreuungsunterhalt: Fr. 1’298.00), zuzüglich allfäl- liger Kinder-, Familien- und Ausbildungszulagen.Kantonsgericht Schwyz 40 d) Phase 4: 1. November 2021 bis 28. Februar 2022 Ehe- mann Ehe- frau G.______ __ bei Vater G.______ __ bei Mutter Einkommen Fr. 4985.00 Fr. 521.00 Fr. 0.00 Fr. 230.00 Bedarf Fr. 3395.00 Fr. 2492.00 Fr. 578.00 Fr. 570.00 Diffe- renz Fr. 1590.00 Fr. -1971.00 Fr. -578.00 Fr. -340.00 Wie schon erwähnt, ist für die Unterhaltsfrage bereits ab November 2021 von einer hälftigen Betreuung der Tochter durch die Parteien auszugehen (E. 7c/aa ff.). Dass die Kinderzulage trotz neuer Betreuungssituation beim Einkommen von G.________ im Haushalt der Berufungsgegnerin zu berück- sichtigen ist, ist nicht umstritten. Bei alternierender Obhut mit je hälftigen Betreuungsanteilen haben die Eltern den Geldunterhalt proportional zu ihrer Leistungsfähigkeit zu tragen (BGE 147 III 265, E. 5.5). Die finanzielle Leistungsfähigkeit ist damit für die Aufteilung des Barunterhalts auf die Eltern das ausschliessliche Kriterium, denn diesfalls tragen sie gleichermassen durch Pflege und Erziehung zum Unterhalt des Kindes bei, sodass sie auch beide gleichermassen für den Barbedarf des Kin- des aufzukommen haben (BGer Urteil 5A_727/2018 vom 22. August 2019, E. 4.3.2.3). Die Leistungsfähigkeit besteht im Überschuss, welcher einem El- ternteil nach Abzug seines Bedarfs von seinem eigenen Einkommen verbleibt (vgl. Urteil BGer 5A_727/2018, E. 4.3.2.2). Die Leistungsfähigkeit des Berufungsführers lag in dieser Phase bei Fr. 1’590.00 pro Monat. Die Berufungsgegnerin vermochte es hingegen immer Kantonsgericht Schwyz 41 noch nicht, mit ihrem Einkommen ihren eigenen Bedarf zu decken. Weil die Berufungsgegnerin im Unterschied zum Berufungsführer nicht leistungsfähig ist, rechtfertigt es sich nicht, sie zur Beteiligung an G.________s Barunterhalt zu verpflichten (vgl. BGer Urteil 5A_727/2018 vom 22. August 2019, E. 4.3.2.2; vgl. ZK2 2020 43 vom 16. September 2021, E. 5i/hh), weshalb der Berufungsführer für diesen aufzukommen hat. Der Überschuss des Beru- fungsführers ist daher zunächst beim ungedeckten Barunterhalt von G.________ in der Höhe von insgesamt Fr. 918.00 (Fr. 578.00 + Fr. 340.00) zu berücksichtigen. Vom verbleibenden Überschuss des Berufungsführers von Fr. 672.00 ist der Betreuungsunterhalt von G.________ zu decken. Nachdem bereits ab November 2021 von einer hälftigen Betreuung der Tochter durch die Parteien auszugehen ist (E. 7c/aa ff.), kann auch nur die Hälfte des Man- kos der Berufungsgegnerin als betreuungsbedingt betrachtet und mithin als Betreuungsunterhalt berücksichtigt werden (vgl. OGer ZH, Beschluss und Ur- teil LE170024-O/U vom 12. Dezember 2017, E. III./B./6.5.4; vgl. ZK2 2020 43 vom 16. September 2021, E. 5i/gg), weshalb beim Betreuungsunterhalt ein Manko von Fr. 313.50 (Fr. 672.00 - [Fr. 1’971.00 / 2]) verbleibt. Der vom Berufungsführer der Berufungsgegnerin zu bezahlende Kindesunter- halt beläuft sich für den Zeitraum von November 2021 bis und mit Februar 2022 demnach auf monatlich Fr. 1’012.00 (Fr. 340.00 Barunterhalt; Fr. 672.00 Betreuungsunterhalt; Manko Betreuungsunterhalt: Fr. 313.50), zuzüglich allfäl- liger Kinder-, Familien- und Ausbildungszulagen.Kantonsgericht Schwyz 42 e) Phase 5: 1. März 2022 bis 31. August 2022 Ehe- mann Ehe- frau G.______ __ bei Vater G.______ __ bei Mutter Einkommen Fr. 5704.00 Fr. 2893.00 Fr. 0.00 Fr. 230.00 Bedarf Fr. 3719.00 Fr. 2874.00 Fr. 578.00 Fr. 651.00 Diffe- renz Fr. 1985.00 Fr. 19.00 Fr. -578.00 Fr. -421.00 Die Leistungsfähigkeit des Berufungsführers lag in dieser Phase bei Fr. 1’985.00 pro Monat und diejenige der Berufungsgegnerin bei monatlich Fr. 19.00, womit auch der Anspruch auf Betreuungsunterhalt entfällt. Grundsätzlich hätten die Parteien den Bedarf von G.________ im Verhältnis ihrer Überschüsse zu tragen (E. 10d), doch rechtfertigt es sich in Anbetracht des Anteils der Berufungsgegnerin am Gesamtüberschuss von bloss rund 1 %, dass der Bedarf auch in dieser Phase vom Berufungsführer allein finan- ziert wird. Daher ist der Überschuss des Berufungsführers zunächst beim un- gedeckten Barunterhalt von G.________ in der Höhe von insgesamt Fr. 999.00 (Fr. 578.00 + Fr. 421.00) zu berücksichtigen. Der verbleibende Überschuss des Berufungsführers von Fr. 986.00 ist grundsätzlich nach grossen (Eltern) und kleinen (Kind) Köpfen zu verteilen (BGE 147 III 265, E. 7.3). Dies ergibt einen Überschussanteil von abgerundet Fr. 197.00 (Fr. 986.00 x 1/5) für G.________ und jeweils Fr. 394.00 (Fr. 986.00 x 2/5) für beide Elternteile. Der Berufungsgegnerin ist jedoch man- gels Antrags im vorinstanzlichen Verfahren sowie im Berufungsverfahren kein aus dem Überschussanteil herrührender Ehegattenunterhalt zuzusprechen (vgl. ZK2 2021 6 vom 24. August 2021, E. 8.4), weshalb ihr Anteil am Über- schuss des Berufungsführers diesem verbleibt. Indessen rechtfertigt es sich, Kantonsgericht Schwyz 43 ihr ihren eigenen Überschuss von Fr. 19.00 mangels Erheblichkeit zu belas- sen. Bei alternierender Obhut mit je hälftiger Betreuung ist der Überschussan- teil des Kindes in dessen Bedarf je zur Hälfte auf Seiten des Vaters und auf Seiten der Mutter anzurechnen (ZK1 2020 6 vom 1. Juni 2021, E 4g/aa). Demnach beläuft sich der vom Berufungsführer der Berufungsgegnerin zu bezahlende Kindesunterhalt für den Zeitraum von März 2022 bis und mit Au- gust 2022 auf monatlich gerundet Fr. 520.00 Barunterhalt (Fr. 421.00 Barbe- darf + 1/2 x Fr. 197.00 Überschussanteil), zuzüglich allfälliger Kinder-, Famili- en- und Ausbildungszulagen. f) Phase 6: 1. September 2022 bis 31. Juli 2025 Ehe- mann Ehe- frau G.______ __ bei Vater G.______ __ bei Mutter Einkommen Fr. 5704.00 Fr. 2893.00 Fr. 0.00 Fr. 230.00 Bedarf Fr. 3719.00 Fr. 2874.00 Fr. 678.00 Fr. 751.00 Diffe- renz Fr. 1985.00 Fr. 19.00 Fr. -678.00 Fr. -521.00 Die Leistungsfähigkeit des Berufungsführers beträgt in dieser Phase Fr. 1’985.00 pro Monat und diejenige der Berufungsgegnerin monatlich Fr. 19.00, womit kein Anspruch auf Betreuungsunterhalt besteht. Grundsätz- lich hätten die Parteien den Bedarf von G.________ im Verhältnis ihrer Über- schüsse zu tragen (E. 10d), doch rechtfertigt es sich in Anbetracht des Anteils der Berufungsgegnerin am Gesamtüberschuss von bloss rund 1 %, dass der Bedarf auch in dieser Phase weiterhin vom Berufungsführer zu tragen ist. Da- her ist der Überschuss des Berufungsführers zunächst beim ungedeckten Barunterhalt von G.________ in der Höhe von insgesamt Fr. 1’199.00 (Fr. 678.00 + Fr. 521.00) zu berücksichtigen. Kantonsgericht Schwyz 44 Der verbleibende Überschuss des Berufungsführers von Fr. 786.00 ist erneut nach grossen und kleinen Köpfen zu verteilen. Dies ergibt einen Überschuss- anteil von abgerundet Fr. 157.00 (Fr. 786.00 x 1/5) für G.________ und je- weils Fr. 314.00 (Fr. 786.00 x 2/5) für beide Elternteile. Der Berufungsgegne- rin ist jedoch wiederum mangels Antrags kein aus dem Überschussanteil herrührender Ehegattenunterhalt zuzusprechen (vgl. E. 10e m.H.), weshalb ihr Anteil am Überschuss des Berufungsführers diesem verbleibt. Ihr eigener Überschuss von Fr. 19.00 wird ihr der Einfachheit halber belassen. Der Über- schussanteil des Kindes in dessen Bedarf ist wiederum je zur Hälfte auf Sei- ten des Vaters und auf Seiten der Mutter anzurechnen. Demnach beläuft sich der vom Berufungsführer der Berufungsgegnerin zu bezahlende Kindesunterhalt für den Zeitraum von September 2022 bis und mit Juli 2025 auf monatlich gerundet Fr. 600.00 Barunterhalt (Fr. 521.00 Barbe- darf + 1/2 x Fr. 157.00 Überschussanteil), zuzüglich allfälliger Kinder-, Famili- en- und Ausbildungszulagen. g) Phase 4: Ab 1. August 2025 Ehe- mann Ehe- frau G.______ __ bei Vater G.______ __ bei Mutter Einkommen Fr. 5704.00 Fr. 3471.00 Fr. 0.00 Fr. 230.00 Bedarf Fr. 3719.00 Fr. 2919.00 Fr. 678.00 Fr. 751.00 Diffe- renz Fr. 1985.00 Fr. 552.00 Fr. -678.00 Fr. -521.00 Die Leistungsfähigkeit des Berufungsführers beträgt in dieser Phase Fr. 1’985.00 pro Monat und diejenige der Berufungsgegnerin monatlich Fr. 552.00, womit ein Anspruch auf Betreuungsunterhalt entfällt. Die Parteien haben den Bedarf von G.________ im Verhältnis ihrer Überschüsse zu tragen (E. 10d). Der Anteil der Berufungsgegnerin am Gesamtüberschuss von Kantonsgericht Schwyz 45 Fr. 2’537.00 beträgt rund 22 % ([100 / 2’537.00] x 552.00) und derjenige des Berufungsführers rund 78 % ([100 / 2’537.00] x 1985.00). Die Berufungsgeg- nerin hat mithin aufgerundet Fr. 264.00 (Fr. 149.00 [22 % von Fr. 678.00] + Fr. 115.00 [22 % von Fr. 521.00]) und der Berufungsführer Fr. 935.00 (Fr. 529.00 [78 % von Fr. 678.00] + Fr. 406.00 [78 % von Fr. 521.00]) an den Bedarf von G.________ zu bezahlen. Nach gegenseitiger Verrechnung hat der Berufungsführer der Berufungsgegnerin an den Bedarf der Tochter noch einen Betrag von Fr. 257.00 auszurichten (Fr. 521.00 - Fr. 264.00). Vom verbleibenden Überschuss der Parteien in der Höhe von Fr. 1’338.00 hat G.________ Anspruch auf 1/5, mithin aufgerundet auf Fr. 268.00. Dieser ist wiederum im obigen Verhältnis von den Parteien zu tragen, d.h. Fr. 209.00 vom Berufungsführer und Fr. 59.00 von der Berufungsgegnerin, wovon jeweils die Hälfte aufgrund der alternierenden Obhut auf den Haushalt des jeweils anderen entfällt. Nach gegenseitiger Verrechnung verbleibt ein Überschussan- teil von Fr. 75.00 ([Fr. 209.00 / 2] – [Fr. 59.00 / 2]), den der Berufungsführer der Berufungsgegnerin an den Kindesunterhalt auszurichten hat. Demnach beläuft sich der vom Berufungsführer der Berufungsgegnerin zu bezahlende Kindesunterhalt ab August 2025 auf monatlich Fr. 332.00 Barun- terhalt (Fr. 257.00 Barbedarf + Fr. 75.00 Überschussanteil), zuzüglich allfälli- ger Kinder-, Familien- und Ausbildungszulagen. 11. a) Trifft die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie auch über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 318 Abs. 3 ZPO). Die Vorinstanz erwog im Hinblick auf die Kostenfolgen, in casu obsiege keine Partei vollständig. Gerade auch beim Unterhalt unterlägen bei- de Parteien in nicht unerheblichem Masse. Es erscheine daher angemessen und richtig, die Gerichtskosten den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen und auf die Zusprechung einer Prozessentschädigung zu verzichten (angef. Verfü- gung, E. 8.1). Der Berufungsführer verlangt in Bezug auf die vorinstanzlichen Kantonsgericht Schwyz 46 Prozesskosten, dass die Gerichtskosten zu 3/4 der Berufungsgegnerin und zu 1/4 dem Berufungsführer auferlegt würden sowie dass die Berufungsgegnerin ihn mit Fr. 5’260.00 entschädige, weil er mit seinen Anträgen bezüglich Unter- halt in grösserem Ausmass durchdringe als die Berufungsgegnerin (KG-act. 1, Rz. 52 f.). Die Berufungsgegnerin folgt hingegen der Ansicht der Vorinstanz (KG-act. 9, Rz. 43). Im vorinstanzlichen Verfahren forderte der Berufungsführer zunächst selbst Unterhaltsbeiträge von der Berufungsgegnerin (vgl. Vi-act. A/III sowie A/IX). Anlässlich seines Schlussvortrags beantragte er für den Fall des Eintretens auf die Anträge der Berufungsgegnerin demgegenüber, es sei von der Ver- pflichtung zur Zahlung von künftigen und/oder rückwirkenden Kindesunter- haltsbeiträgen einer Partei an die andere abzusehen (Vi-act. D/51). Die Beru- fungsgegnerin verlangte im vorinstanzlichen Verfahren zu Beginn Kindesun- terhalt in der Höhe von Fr. 750.00 monatlich zuzüglich allfälliger Kinder- oder Ausbildungszulagen rückwirkend ab dem 7. April 2017 (Vi-act. A/I). In ihrem Schlussvortrag stellte sie hingegen die Anträge auf Zusprechung von Kindes- unterhaltsbeiträgen von monatlich mindestens Fr. 750.00 für die Zeit von April 2017 bis Juli 2018, Fr. 2’358.85 von August 2018 bis November 2020, Fr. 1’915.00 von Dezember 2020 bis Februar 2022, Fr. 2’141.80 von März 2022 bis August 2022 sowie Fr. 2’601.81 ab August 2022 (Vi-act. D/50). In Anbetracht der von der Vorinstanz gesprochenen Unterhaltsbeiträge und der trotz teilweiser Gutheissung der Berufung verhältnismässig geringfügigen Re- duktion rechtfertigt es sich, die vorinstanzliche Kosten- und Entschädigungs- regelung beizubehalten. Hinsichtlich der Höhe der Gerichtskosten äusserten sich die Parteien nicht, weshalb es damit sein Bewenden hat. b) aa) Die Kosten des Berufungsverfahrens sind bei teilweiser Gutheissung der Berufung grundsätzlich nach dem Verfahrensausgang zu verteilen (Art. 106 Abs. 2 ZPO). Gemäss Art. 107 Abs. 1 lit c ZPO kann in familienrecht-Kantonsgericht Schwyz 47 lichen Verfahren von den Verteilungsgrundsätzen abgewichen und die Vertei- lung der Prozesskosten nach Ermessen erfolgen. Die Berufung wird zwar teilweise gutgeheissen, doch werden die Kindesunter- haltsbeiträge nicht in dem vom Berufungsführer beantragten Ausmass ange- passt. Vielmehr handelt es sich um eine verhältnismässig geringfügige Reduk- tion. Nichtsdestotrotz obsiegt auch die Berufungsgegnerin mit ihrem Abwei- sungsantrag nicht vollumfänglich. Angesichts dessen rechtfertigt es sich, die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 3’000.00 dem Berufungsführer zu 4/5 (Fr. 2’400.00) und der Berufungsgegnerin zu 1/5 (Fr. 600.00) aufzuerlegen. bb) Dementsprechend hat der Berufungsführer die Berufungsgegnerin redu- ziert zu entschädigen. In summarischen Verfahren beträgt das Honorar pra- xisgemäss auch im Berufungsverfahren Fr. 300.00 bis Fr. 4’800.00 (§ 10 GebTRA; ZK2 2021 31 vom 22. Februar 2022, E. 10). Innerhalb dieses Ta- rifrahmens ist die Vergütung nach der Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleistung sowie dem not- wendigen Zeitaufwand zu bemessen (§ 2 Abs. 1 GebTRA). Ist der Anwalt als unentgeltlicher Rechtsvertreter von der öffentlichen Hand zu entschädigen, so beträgt der Stundenansatz nach Massgabe von § 2 Abs. 1 GebTRA Fr. 180.00 bis Fr. 220.00. Die Auslagen werden zusätzlich vergütet (§ 5 Abs. 1 GebTRA). Reicht eine Partei eine spezifizierte Kostennote über ihre Tätigkeit und Auslagen ein und erscheint sie angemessen, ist sie der Festsetzung der Vergütung zugrunde zu legen. Andernfalls wird die Entschädigung nach pflichtgemässem Ermessen festgesetzt. (§ 6 Abs. 1 GebTRA). Der Rechtsvertreter des Berufungsführers reichte sowohl eine Kostennote zum üblichen Ansatz von Fr. 250.00 pro Stunde als auch eine Kostennote zum Ansatz eines unentgeltlichen Rechtsvertreters von Fr. 180.00 pro Stunde ein (KG-act. 17), derjenige der Berufungsgegnerin hingegen lediglich eine zum Ansatz eines unentgeltlichen Rechtsvertreters (KG-act. 19). Nachdem Kantonsgericht Schwyz 48 beiden Parteien die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung zu gewähren ist (siehe E. 11c ff.), ist auf die Kostennoten zum Ansatz für unent- geltliche Rechtsvertreter abzustellen. In der entsprechenden Kostennote macht der Rechtsvertreter des Berufungsführers ein Honorar von Fr. 3’174.67 (inkl. Auslagen und MWST) geltend (KG-act. 17/2). Angesichts seiner 20- seitigen Berufungsschrift, der kurzen Eingabe vom 28. März 2022, der sechs- seitigen Stellungnahme vom 21. April 2022 sowie des Umstands, dass im Be- rufungsverfahren lediglich die Unterhaltsfrage umstritten war und sich keine allzu schwierigen tatsächlichen und rechtlichen Probleme stellten, erscheint eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 3’174.64 nicht angemessen, weshalb sie in Anbetracht des soeben Gesagten ermessensweise auf Fr. 2’500.00 (in- kl. Auslagen und MWST) festzusetzen ist. Der Rechtsvertreter der Berufungs- gegnerin macht in seiner Kostennote ein Honorar von Fr. 3’069.00 geltend (KG-act. 19/1). Darin ist die Mehrwertsteuer soweit ersichtlich noch nicht berücksichtigt, deren Hinzurechnung er in der Berufungsantwort ausdrücklich beantragt (KG-act. 9, Antrag Ziff. 2). Auslagen macht er hingegen keine gel- tend. Inklusive Mehrwertsteuer von 7.7 % würde das Honorar Fr. 3’305.31 betragen. Unter Berücksichtigung des bereits Gesagten sowie der 29-seitigen Berufungsantwort und der siebenseitigen Stellungnahme vom 5. Mai 2022 erscheint auch diese Entschädigung nicht angemessen, weshalb sie ebenfalls zu kürzen und ermessensweise auf Fr. 2’800.00 (inkl. MWST) festzulegen ist. Der Berufungsführer hat mithin der Berufungsgegnerin eine Parteientschädi- gung von Fr. 2’240.00 (4/5 vom Fr. 2’800.00) und die Berufungsgegnerin dem Berufungsführer eine von Fr. 500.00 (1/5 von Fr. 2’500.00) auszurichten. Nach gegenseitiger Verrechnung ergibt dies eine Parteientschädigung von Fr. 1’740.00, die der Berufungsführer der Berufungsgegnerin zu bezahlen hat. c) Sowohl der Berufungsführer als auch die Berufungsgegnerin ersuchen um unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung für das Beru- fungsverfahren und haben ihr Gesuch begründet und – wie noch aufzuzeigen Kantonsgericht Schwyz 49 ist – rechtsgenüglich belegt. Der Berufungsführer widmete sich in diesem Zu- sammenhang wenigstens kurz zum Anspruch auf Prozesskostenbevorschus- sung (KG-act. 1, Rz 55); die Berufungsgegnerin schwieg sich hierzu aus. Der Anspruch auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ist subsidiär zum Anspruch auf Prozesskostenvorschuss resp. -beitrag unter Ehegatten (BGE 138 III 672, E. 4.2.1). Wird kein entsprechender Antrag gestellt, ist von einer anwaltlich vertretenen Partei darzutun, weshalb ihrer Ansicht nach auf einen Prozesskostenvorschuss zu verzichten ist. Wird dies unterlassen, muss kein Hinweis im Sinne von Art. 56 ZPO erfolgen, dient doch die richterliche Fragepflicht nicht dazu, prozessuale Nachlässigkeiten auszugleichen (OGer ZH, Beschluss LY200032-O/U vom 2. November 2020, E. 5.2). Davon abgesehen, dass beiden Parteien bereits vor Vorinstanz die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde bzw. angesichts ihrer glaubhaft gemachten Mit- tellosigkeit auch im Berufungsverfahren erscheint die Aussichtslosigkeit eines Gesuchs um Prozesskostenbeitrag beziehungsweise die Überflüssigkeit einer entsprechenden Erörterung trotz des unzureichenden Vorbringens der Beru- fungsgegnerin offensichtlich, sodass es überspitzt formalistisch erscheinen würde, von ihr dennoch eine solche zu verlangen (OGer ZH, Beschluss LY200032-O/U vom 2. November 2020, E. 5.2). Folglich erübrigen sich weite- re Erörterungen hierzu. Eine Person hat Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichts- los erscheint (Art. 117 ZPO). Mittellosigkeit liegt vor, wenn eine Person für die Prozesskosten nur dann aufkommen kann, wenn Mittel beansprucht werden müssen, derer sie zur Deckung des Grundbedarfs für sich und ihre Familie bedarf (Rüegg/Rüegg, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommen- tar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. A. 2017, Art. 117 ZPO N 7; BGE 144 III 531, E. 4.1). Es gilt der Effektivitätsgrundsatz, wonach nur Ein- künfte und Vermögenswerte in die Beurteilung einbezogen werden dürfen, die Kantonsgericht Schwyz 50 effektiv vorhanden und verfügbar oder wenigstens kurzfristig realisierbar sind. Noch nicht fällige oder streitige Ansprüche und nicht realisierbare Vermö- genswerte sind nicht zu berücksichtigen (Emmel, in: Sutter-Somm/ Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilpro- zessordnung, 3. A. 2016, Art. 117 ZPO N 5; Bühler, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band I, 2012, Art. 117 ZPO N 8). Massgebend sind die wirtschaftlichen Verhältnisse im Zeitpunkt der Gesuchstellung (BGE 120 Ia 179, E. 3a; 135 I 221, E. 5.1 = Pra 2010 Nr. 25; Emmel, a.a.O., Art. 117 ZPO N 4). Aussichtslos erscheinen Rechtsbegehren, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und daher nicht mehr als ernsthaft bezeichnet werden können (Rüegg/Rüegg, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommen- tar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. A. 2017, Art. 117 ZPO N 18). Ein unentgeltlicher Rechtsbeistand wird dann angeordnet, wenn dies zur Wahrung der Rechte der betroffenen Partei notwendig ist (Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO). aa) Gemäss Lohnabrechnung vom März 2022 (KG-act. 4/1) erzielte der Be- rufungsführer im Zeitpunkt der Berufungserhebung einen Nettolohn von Fr. 5’368.15 (inkl. Kinderzulage von Fr. 230.00). Auch wenn das Bundesge- richt für die Bedarfsbestimmung im Rahmen der Unterhaltsberechnung die Richtlinien der Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten der Schweiz für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums (BlSchK 2009 S. 193 ff.) für anwendbar erklärte (BGE 147 III 265 E. 7.2), ist für die Bestimmung des Bedarfs im Zusammenhang mit der unentgeltlichen Rechts- pflege gemäss Art. 117 ZPO weiterhin auf die entsprechenden Richtlinien des Kantonsgerichts Schwyz abzustellen (vgl. Rüegg/Rüegg, in: Spüh- ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozess- ordnung, 3. A. 2017, Art. 117 ZPO N 12; Jent-Sørensen, in: Oberham- mer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar, Schweizerische Zivilprozessord- nung, 3. A. 2021, Art. 117 ZPO N 15). Zum Bedarf des Beklagten von Fr. 3’719.00 (siehe E. 7d/cc) sind der aufgrund der alternierenden Obhut auf Kantonsgericht Schwyz 51 seinen Haushalt entfallende Bedarf der gemeinsamen Tochter von Fr. 578.00 (siehe E. 9b/dd f.) sowie die an die Berufungsgegnerin aufgrund der vor- instanzlichen Verfügung bezahlten Kindesunterhaltsbeiträge von Fr. 768.00 zzgl. Kinderzulage von Fr. 230.00 (vgl. KG-act. 15/1, Gutschriften des Beru- fungsführers vom 28. März 2022; Ziff. II.5 der Richtlinien des Kantonsgerichts Schwyz vom 7. Dezember 2009 für die Berechnung des betreibungsrechtli- chen Existenzminimums nach Art. 93 SchKG) und darüber hinaus ein Zu- schlag von 30 % auf den Grundbeträgen von Fr. 1’275.00 des Berufungsfüh- rers (siehe E. 7c/bb) sowie auf demjenigen von Fr. 200.00 der Tochter (siehe E. 9b/aa), d.h. Fr. 382.50 und Fr. 60.00, hinzuzurechnen (Ziff. I der Richtlinien der Gerichtspräsidentenkonferenz vom 3. November 2003 betreffend Offizial- verteidigung und unentgeltliche Rechtspflege). Nach Abzug der gesamten Auslagen von seinem Einkommen im Zeitpunkt der Gesuchstellung ergibt sich eine Unterdeckung von Fr. 369.35. Über wesentliches Vermögen verfügt der Berufungsführer nicht (vgl. KG-act. 1/7 und 1/8). Die Mittellosigkeit im Sinne von Art. 117 ZPO ist daher zu bejahen. bb) Die Berufungsgegnerin geht von einem in Bezug auf das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung relevantem faktischen Einkommen von Fr. 987.00 aus (KG-act. 9, Rz. 45.1). Diesbezüglich verweist sie jedoch lediglich auf ihren Arbeitsvertrag vom 1. März 2022 (KG-act. 9/1), aus dem bloss der Stundenlohn und ein Arbeitspensum von mindestens 60 Stunden pro Monat ersichtlich sind. Wie viel sie effektiv zum Zeitpunkt der Gesuchstellung betreffend unentgeltliche Rechtspflege arbeitete und welches Einkommen sie dadurch faktisch erzielte, ergibt sich daraus nicht. Doch selbst bei Berücksichtigung eines Einkommens von Fr. 2’893.00 (siehe E. 4b/bb) zzgl. in dieser Zeit effektiv erhaltene Kindesunterhaltsbeiträge von Fr. 768.00 und Kinderzulagen von Fr. 230.00 (vgl. KG-act. 15/1, Gutschriften des Beru- fungsführers vom 28. März 2022; angef. Verfügung, Dispositivziffer 5.1 und 5.2) unter Abzug ihres Bedarfs von Fr. 2’874.00 (siehe E. 8c) und desjenigen der gemeinsamen Tochter in ihrem Haushalt von Fr. 651.00 (siehe E. 9c) so-Kantonsgericht Schwyz 52 wie unter Anrechnung eines Zuschlags von 30 % auf den Grundbeträgen von Fr. 1’275.00 der Berufungsgegnerin (siehe E. 7c/bb) sowie auf demjenigen der Tochter von Fr. 200.00 (siehe E. 9b/aa), d.h. Fr. 382.50 und Fr. 60.00, ergibt sich ein Manko von Fr. 76.50. Die Berufungsgegnerin erhielt denn auch im Zeitpunkt der Antragsstellung immer noch wirtschaftliche Sozialhilfe (vgl. KG- act. 15/1, Gutschrift der Gemeinde Freienbach vom 29. März 2022). In Bezug auf ihr Vermögen bringt die Berufungsgegnerin vor, sie verfüge als Erbin über einen hälftigen Gesamteigentumsanteil an einem Grundstück in Ungarn, das einen Wert von ca. HUF 15’000’000.00, was für ihren Anteil mit- hin HUF 7’500’000.00 bzw. aktuell rund Fr. 20’000.00 entspreche. Dies über- steige zwar den der Berufungsgegnerin zustehenden Notgroschen, doch erfül- le dieses Vermögen den Effektivitätsgrundsatz nicht, da es sich um eine im Ausland gelegene Liegenschaft handle, diese aufgrund des Gesamteigentums auch nicht verkauft oder vermietet werden könne und ausserdem keine kon- kreten Kauf- oder Hypothekarangebote vorlägen (KG-act. 9, Rz. 45.2; Vi- act. D/4, S. 2). Der Berufungsführer führt hierzu aus, es sei der Berufungs- gegnerin seit dem Jahr 2018 möglich gewesen, die Liegenschaft oder ihren Anteil daran zu verkaufen, und er bestreitet, dass Gesamteigentum vorliege (KG-act. 13, Rz. 22). In diesem Zusammenhang ist zu berücksichtigen, dass die Fürsorgebehörde der Gemeinde Freienbach die Berufungsgegnerin be- reits seit dem 1. August 2018 mit wirtschaftlicher Sozialhilfe unterstützte (Vi- act. D/50.11). Bei der Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen für die wirt- schaftliche Sozialhilfe sind die tatsächlich verfügbaren oder kurzfristig reali- sierbaren Mittel der gesuchstellenden Person, mithin auch ihr Vermögen in Form von Grundeigentum im In- und Ausland zu berücksichtigen (§ 15 ShG i.V.m. § 6 der Vollziehungsverordnung zum Gesetz über die Sozialhilfe des Kantons Schwyz, [ShV, SRSZ 380.111] sowie § 4 Abs. 2 ShV i.V.m. SKOS- Richtlinien, D.3.1 f.). Diese sind gemäss dem Subsidiaritätsprinzip von der gesuchstellenden Person zu veräussern, bevor wirtschaftliche Hilfe in An- spruch genommen werden kann. Erst wenn alle anderen Möglichkeiten der Kantonsgericht Schwyz 53 Hilfe ausgeschöpft sind, kann staatliche Hilfeleistung erbracht bzw. beansprucht werden (VGer SZ, Entscheid III 2020 201 vom 28. Juni 2021, E. 4.3). Trotz der Unterstützung mit wirtschaftlicher Sozialhilfe seit dem Jahr 2018 verlangte die Fürsorgebehörde Freienbach – soweit aus den Akten ersichtlich – nie von der Berufungsgegnerin, dass sie ihr Grundstück in Un- garn verkaufe (vgl. Vi-KB 21; vgl. Vi-act. D/50.11). Die Parteien, namentlich der Berufungsführer, machen denn auch nichts Gegenteiliges geltend und bringen ebenso wenig vor, die Fürsorgebehörde habe die Anspruchsvoraus- setzungen nicht korrekt geprüft. Bereits aus diesem Grund erscheint es glaubhaft, dass die Liegenschaft keinen realisierbaren Vermögenswert dar- stellt und mithin der Effektivitätsgrundsatz diesbezüglich nicht erfüllt ist. Hinzu kommt, dass die Berufungsgegnerin die besagte Liegenschaft bereits vor- instanzlich betreffend unentgeltliche Rechtspflege thematisierte (Vi-act. D/4, S. 2), die Vorinstanz ihr aber gleichwohl die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung gewährte (Vi-act. D/6). In Anbetracht all dessen sowie des Umstands, dass die Berufungsgegnerin ansonsten über kein wesentliches Vermögen verfügt (vgl. KG-act. 15/1), er- scheint ihre Mittellosigkeit ebenfalls glaubhaft. cc) Die Rechtsbegehren der Parteien waren, insbesondere auch aufgrund des umstrittenen (hypothetischen) Einkommens der Berufungsgegnerin, nicht von vornherein aussichtslos. Ausserdem ist die Unterhaltsfrage sowohl für die Eltern als auch das Kind von erheblichem Interesse. Angesichts der Komple- xität der Kindesunterhaltsberechnung für juristische Laien ist die Notwendig- keit einer anwaltlichen Vertretung unter Berücksichtigung des Prinzips der Waffengleichheit in einem Fall wie dem vorliegenden für beide Parteien zu bejahen. Angesichts dessen ist sowohl der Berufungsgegnerin als auch dem Berufungsführer die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung zu gewähren.Kantonsgericht Schwyz 54 d) Infolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege sind die den Par- teien auferlegten Gerichtskosten unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht von Art. 123 ZPO auf die Staatskasse zu nehmen. e) Unterliegt die unentgeltlich prozessführende Partei, so wird deren un- entgeltlicher Rechtsbeistand vom Kanton angemessen entschädigt (Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO). Obsiegt die unentgeltlich prozessführende Partei und ist die Parteientschädigung bei der Gegenpartei nicht oder voraussichtlich nicht ein- bringlich, so wird der unentgeltliche Rechtsbeistand vom Kanton angemessen entschädigt. Mit der Zahlung geht der Anspruch auf den Kanton über (Art. 122 Abs. 2 ZPO). Prozessieren beide Parteien mit unentgeltlicher Rechtspflege, sind im gleichen Prozess sowohl die Voraussetzungen von Art. 122 Abs. 1 ZPO als auch von Art. 122 Abs. 2 ZPO erfüllt. Da die unterlegene Partei nicht leistungsfähig ist, ist gemäss Abs. 2 die unentgeltliche Rechtsverbeiständung der obsiegenden Partei zum Vornherein vom Kanton zu entschädigen (Rüegg/Rüegg, a.a.O., Art. 122 ZPO N 1);-Kantonsgericht Schwyz 55 beschlossen: 1. In teilweiser Gutheissung der Berufung werden Dispositivziffern 5.1 und 6 der Verfügung der Einzelrichterin am Bezirksgericht Höfe vom 4. März 2022 (ZES 2018 471) aufgehoben und wie folgt ersetzt: 5.1 Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin an den Unterhalt von G.________ die folgenden Beiträge zu bezahlen, zahlbar jeweils im Voraus auf den ersten eines jeden Monats: Fr. 2’025.00/Mt. von Juli 2018 bis und mit November 2020 (Fr. 610.00 Barunterhalt; Fr. 1’415.00 Betreu- ungsunterhalt); Fr. 2’016.00/Mt. von Dezember 2020 bis und mit Januar 2021 (Fr. 665.00 Barunterhalt; Fr. 1’351.00 Betreu- ungsunterhalt); Fr. 1’288.00/Mt. von Februar 2021 bis und mit Oktober 2021 (Fr. 787.00 Barunterhalt; Fr. 501.00 Betreu- ungsunterhalt); Fr. 1’012.00/Mt. von November 2021 bis und mit Februar 2022 (Fr. 340.00 Barunterhalt; Fr. 672.00 Betreu- ungsunterhalt); Fr. 520.00/Mt. von März 2022 bis und mit August 2022 (Fr. 520.00 Barunterhalt); Fr. 600.00/Mt. von September 2022 bis und mit Juli 2025 (Fr. 600.00 Barunterhalt); Fr. 332.00/Mt. ab August 2025 (Fr. 332.00 Barunterhalt); 6. Der aktuellen Unterhaltsregelung liegen folgende Einkommens- und Bedarfszahlen zugrunde: Erwerbseinkommen Gesuchstellerin bis Juli 2025: Fr. 2’893.00 Erwerbseinkommen Gesuchstellerin ab August 2025: Fr. 3’471.00 Erwerbseinkommen Gesuchsgegner: Fr. 5’704.00 Kinderzulage G.________: Fr. 230.00Kantonsgericht Schwyz 56 Bedarf Gesuchstellerin bis Juli 2025: Fr. 2’874.00 Bedarf Gesuchstellerin ab August 2025: Fr. 2’919.00 Bedarf Gesuchsgegner: Fr. 3’719.00 Bedarf G.________ (bei der Mutter bis August 2022): Fr. 651.00 Bedarf G.________ (beim Vater bis August 2022): Fr. 578.00 Bedarf G.________ (bei der Mutter ab September 2022): Fr. 751.00 Bedarf G.________ (beim Vater ab September 2022): Fr. 678.00 Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen und die Verfügung der Einzelrichte- rin am Bezirksgericht Höfe vom 4. März 2022 (ZES 2018 471) bestätigt. 2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 3’000.00 werden in der Höhe von Fr. 2’400.00 dem Berufungsführer und im Übrigen (Fr. 600.00) der Berufungsgegnerin auferlegt. Vorbehalten bleibt die nachfolgende Dispositivziffer 4.c. 3. Der Berufungsführer hat der Berufungsgegnerin eine reduzierte Partei- entschädigung von pauschal Fr. 1’740.00 (inkl. MWST) zu bezahlen. Vorbehalten bleibt die nachfolgende Dispositivziffer 4.e. 4. a) Dem Berufungsführer wird die unentgeltliche Rechtspflege gewährt und es wird ihm Rechtsanwalt B.________ als unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt. b) Der Berufungsgegnerin wird die unentgeltliche Rechtspflege gewährt und es wird ihr Rechtsanwalt D.________ als unentgeltlicher Rechts- vertreter bestellt.Kantonsgericht Schwyz 57 c) Die den Parteien in Dispositivziffer 2 auferlegten Gerichtskosten wer- den einstweilen auf die Gerichtskassen genommen. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 Abs. 1 ZPO. d) Rechtsanwalt B.________ wird für das Berufungsverfahren aus der Kantonsgerichtskasse mit Fr. 2’500.00 (inkl. Auslagen und MWST) entschädigt. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht des Beru- fungsführers nach Art. 123 Abs. 1 ZPO. e) Rechtsanwalt D.________ wird für das Berufungsverfahren aus der Kantonsgerichtskasse mit Fr. 1’060.00 sowie zufolge Uneinbringlich- keit der vom Berufungsführer zu tragenden Parteientschädigung gemäss Dispositivziffer 3 mit Fr. 1’740.00, insgesamt mit Fr. 2’800.00 (inkl. MWST) entschädigt. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht der Berufungsgegnerin im Umfang von Fr. 1’060.00 gemäss Art. 123 Abs. 1 ZPO. Im Umfang von Fr. 1’740.00 geht der Entschädigungs- anspruch der Berufungsgegnerin gegenüber dem Berufungsführer auf den Kanton über (Art. 122 Abs. 2 ZPO). 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsa- chen wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte (Art. 98 BGG) beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Beschwerde- schrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. Der Streitwert übersteigt Fr. 30’000.00.Kantonsgericht Schwyz 58 6. Zufertigung an Rechtsanwalt B.________ (2/R), Rechtsanwalt D.________ (2/R), die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, mit den Akten) und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv). Namens der 2. Zivilkammer Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin Der Gerichtsschreiber Versand 22. August 2023 rfl