<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2013-11-07-6B_989-2013.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_989/2013 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 7. November 2013</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Mathys, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Schneider, Denys, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber C. Monn. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. <i>Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau</i>, </div> <div class="para">Frey-Herosé-Strasse 12, Wielandhaus, 5001 Aarau, </div> <div class="para">2. A.________, </div> <div class="para">vertreten durch Fürsprecher Dr. Urs Lienhard, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Fahrlässige Körperverletzung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht, 2. Kammer, vom 27. August 2013. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Das Bundesgericht zieht in Erwägung:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">X.________ fuhr am 6. Dezember 2010, um 19.40 Uhr, mit seinem Personenwagen auf der Hauptstrasse durch Menziken. Er übersah einen Fussgänger, welcher die Strasse von rechts nach links und unmittelbar neben einem Fussgängerstreifen überqueren wollte. Der Fussgänger wurde frontal erfasst, zu Boden geschleudert und erheblich verletzt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Gerichtspräsidium Kulm verurteilte X.________ am 2. Juli 2012 wegen fahrlässiger Körperverletzung zu 20 Tagessätzen Geldstrafe zu Fr. 100.--, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von zwei Jahren, sowie einer Busse von Fr. 500.-- bzw. einer Ersatzfreiheitsstrafe von fünf Tagen. X.________ wurde dem Grundsatz nach aus dem Verkehrsunfall vom 6. Dezember 2010 dem Fussgänger gegenüber haftpflichtig erklärt. Eine gegen diesen Entscheid gerichtete Berufung wies das Obergericht des Kantons Aargau am 27. August 2013 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">X.________ beantragt beim Bundesgericht, das Urteil vom 27. August 2013 sei aufzuheben. Er sei von Schuld und Strafe freizusprechen. Die Zivilforderungen seien abzuweisen bzw. eventuell auf den Zivilweg zu verweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>). Soweit der Beschwerdeführer darauf hinweist, dass die beiden kantonalen Instanzen teilweise von verschiedenen Szenarien ausgingen (Beschwerde S. 1), ist er nicht zu hören, zumal er selber nicht geltend macht, dass die Vorinstanz ihre Version des Sachverhalts offensichtlich unrichtig im Sinne von <span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span> bzw. willkürlich im Sinne von <span class="artref">Art. 9 BV</span> festgestellt hätte. Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass der Fussgänger die Strasse von rechts nach links überqueren wollte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">In rechtlicher Hinsicht bzw. in Bezug auf die Frage, ob der Beschwerdeführer fahrlässig handelte, kann in Anwendung von <span class="artref">Art. 109 Abs. 3 BGG</span> auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. Urteil S. 19-22 E. 4.7 und 4.8). Danach ist der Beschwerdeführer seiner Pflicht, vor dem Fussgängerstreifen beide Trottoirseiten zu beobachten, nicht in genügendem Masse nachgekommen. Sonst hätte er den Fussgänger spätestens im gleichen Zeitpunkt wie seine Mitfahrerin, die diesen auf dem Trottoir rennen sah und einen Warnruf abgeben konnte, sehen müssen und das notwendige Brems- bzw. Ausweichmanöver noch rechtzeitig einleiten können (Urteil S. 21/22). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, er habe den Fussgänger praktisch zum selben Zeitpunkt wie die Beifahrerin bemerkt und gleichzeitig mit deren Warnruf zu bremsen begonnen (Beschwerde S. 2). Es steht indessen fest, dass die Beifahrerin den Fussgänger bereits früher gesehen hat (Urteil S. 10 E. 4.2.2.). Demgegenüber sagte der Beschwerdeführer aus, er habe, als er auf der Höhe des Fussgängerstreifens war, plötzlich eine rennende Person vor seinem Auto wahrgenommen, wobei er nicht sagen könne, woher sie gekommen sei (Urteil S. 10 E. 4.2.1.). Im Gegensatz zu seiner Beifahrerin hat er den Fussgänger also nicht wahrgenommen, als dieser sich noch auf dem Trottoir befand. Bei dieser Sachlage ist die Schlussfolgerung der Vorinstanz, er habe dem Trottoir nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt, nicht zu beanstanden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde ist im Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span> abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang sind die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von <span class="artref">Art. 64 BGG</span> wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde sowie zufolge fehlenden Nachweises der Bedürftigkeit abzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Dem Beschwerdegegner 2 ist keine Entschädigung auszurichten, weil er vor Bundesgericht keine Umtriebe hatte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Strafgericht, 2. Kammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 7. November 2013 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Mathys </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Monn </div> </div></body></html></html>