<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2018.00049</span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Annaheim<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Gerichtsschreiberin Locher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 15. März 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Reto Zanotelli</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Anwaltskanzlei Reto Zanotelli</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Weinbergstrasse 43, 8006 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der 1953 geborene X.___ meldete sich am 27. November 2013 – unter Hinweis auf eine Depression – zum Bezug von Leistungen der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an (Urk. 7/4). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, traf daraufhin erwerbliche sowie medizinische Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen und zog die Akten des Krankentaggeldversicherers (Urk. 7/10) bei. Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens (Urk. 7/21) verfügte sie am 18. August 2014 die Abweisung des Rentenbegehrens, weil der Versicherte die Arbeit wie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der zu 70 % aufgenommen habe (Urk. 7/23).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 3. Mai 2016 ersuchte X.___ – unter Angabe einer schweren Depression beziehungsweise einer psychischen Erkrankung – erneut um Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 7/25). Die IV-Stelle forderte ihn daraufhin mit Schreiben vom 1. Juni 2016 (Urk. 7/30) auf, bis 1. Juli 2016 Beweismittel zur Glaubhaftmachung einer wesentlichen Veränderung der tatsächlichen Verhält</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nisse seit Erlass der letzten Verfügung einzureichen, ansonsten sie auf das Gesuch nicht eintreten werde. Nachdem der Versicherte ihr einen vom 8. Juni 2016 datierenden Bericht der Clienia Y.___ (Urk. 7/31) hatte zukommen lassen, wies die IV-Stelle sein Leistungsbegehren – in Bestätigung ihres Vorbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheids vom 8. September 2016 (Urk. 7/33) und unter Hinweis darauf, dass kein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden ausgewiesen sei – mit Verfügung vom 18. Oktober 2016 (Urk. 7/34) ab. Die dagegen erhobene Beschwerde (Urk. 7/38/1-7) wies das hiesige Gericht – unter Hinweis darauf, dass das Wartejahr im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung noch nicht abgelaufen sei – mit Urteil vom 20. Februar 2017 ab (Urk. 7/40/1-6; Prozess IV.2016.01283). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 1. Mai 2017 meldete sich der Versicherte erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 7/42). Mit Schreiben vom 4. Mai 2017 ersuchte die Verwaltung um Einrei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chung von Beweismitteln zur Glaubhaftmachung einer wesentlichen Verände</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung der tatsächlichen Verhältnisse seit Erlass der letzten Verfügung. Gleichzei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tig machte sie darauf aufmerksam, dass sie ansonsten das Gesuch nicht prüfen und damit auch nicht darauf eintreten könne (Urk. 7/43; siehe auch Urk. 7/47 und Urk. 7/49). Die Therapeuten von X.___ reichten am 28. August 2017 ihren Bericht ein (Urk. 7/50). Mit Vorbescheid vom 25. September 2017 stellte die Verwaltung das Nichteintreten auf das Leistungsbegehren in Aussicht (Urk. 7/52). Daran hielt sie – auf Einwand des Versicherten hin (Urk. 7/58) – mit Verfügung vom 30. November 2017 fest (Urk. 7/64 = Urk. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 12. Januar 2018 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei die </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IV-Stelle zur materiellen Prüfung seines Leistungsbegehrens anzuweisen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 7. März 2018 schloss die Verwaltung auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer mit Gerichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfügung vom 8. März 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Verwaltungsverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Ar. 43 Abs. 1 ATSG). Danach hat die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Verwaltung den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Führen die im Rahmen des Untersuchungsgrund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">satzes von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen den Versicherungsträ</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ger bei umfassender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweiswür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digung zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheinlich zu betrachten, und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">antizipierende Beweiswürdigung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Bleiben jedoch erhebliche Zweifel an Vollständigkeit und/oder Richtigkeit der bisher getroffenen Tatsachenfeststel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von zusätzlichen Abklärungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">massnahmen noch neue wesentliche Erkenntnisse zu erwarten sind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urteil des Bundesgerichts 9C_662/2016 vom 15. März 2017 E. 2.2 mit weiteren Hinwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nachdem der Beschwerdeführer am 3. Mai 2016 erneut um Leistungen der Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lidenversicherung ersucht hatte, wies die Verwaltung mit Verfügung vom 18. Oktober 2016 sein Leistungsbegehren ab. Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 15. November 2016 Beschwerde. Im Urteil vom 20. Februar 2017 führte das hiesige Gericht aus, dass sich die Leistungsverweigerung im Ergebnis insofern als rechtens erweise, als das Wartejahr im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung noch nicht abgelaufen sei. Die Beschwerde sei folglich abzuweisen. Gleichzeitig hielt das Gericht fest, die Beschwerdegegnerin werde indes – allen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">falls auf erneutes entsprechendes Gesuch des Beschwerdeführers hin – zu gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bener Zeit zu prüfen haben, ob die Voraussetzungen für einen Rentenanspruch nach Ablauf der einjährigen Wartezeit am 17. April 2017 beziehungsweise allenfalls 13. März 2017 erfüllt seien. Als Hinweis brachte das Gericht in diesem Zusammenhang zuletzt an, dass die Beschwerdegegnerin in Fällen, in denen ein Rentengesuch zufolge Nichtablaufs der Wartezeit rechtskräftig abgewiesen wor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den sei, im Hinblick auf ein neues Gesuch nicht geltend machen dürfe, die Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lidität habe im Vergleich zum Zeitpunkt der hier strittigen Verfügung nicht zugenommen (Prozess-Nr. IV.2016.01283 E. 3 [Urk. 7/40]). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der nun angefochtenen Verfügung vom 30. November 2017 lautet das Dispo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sitiv auf Nichteintreten auf das Leistungsbegehren. In der Begründung hierzu hielt die Beschwerdegegnerin fest, wesentliche Veränderungen in der berufli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen oder medizinischen Situation hätten nicht festgestellt werden können. Die im Arztbericht von Dr. med. Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt FMH </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">für Psychotherapie und Psychiatrie, vom 28. August 2017 festgehaltene Verschlechterung des Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitszustands ab Juli 2017 werde mit der existenziellen Situation erklärt. Eine mittelgradige Depression, welche durch psychosoziale Umstände verursacht werde und bei Wegfall der Belastung wieder verschwinde, könne nicht zu </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IV-Leistungen berechtigen (Urk. 2). Trotz Wortlaut des Dispositivs und der sowohl die Eintretensvoraussetzungen wie auch die materielle Prüfung des Leistungsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehrens umfassenden Begründung der Verfügung (vgl. dazu auch Beiblatt „Relevante gesetzliche Grundlagen”) ist aufgrund der Erwägungen in der Beschwerdeantwort vom 7. März 2018 (Urk. 6) zu schliessen, dass die Beschwerdegegnerin auf die erneute Anmeldung eingetreten ist. </span><span id="XX108"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In diesem Fall </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hat sie die Sache materiell abzuklären</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. vorstehende E. 1.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus den Akten geht allseitig – entgegen den entsprechenden Ausführungen der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort (Urk. 6 S. 2) – hervor, dass die Verwaltung seit der Anmeldung vom 1. Mai 2017 keinen ärztlichen Bericht zur Klärung des rechtserheblichen Sachverhalts eingeholt hat. Der Bericht der behandelnden Therapeuten vom 28. August 2017 (Urk. 7/50) wurde von diesen nicht nach Aufforderung durch die Beschwerdegegnerin, sondern aufgrund der Initiative des Beschwerdeführers eingereicht. Weitere Berichte – auch nicht von den in der Anmeldung vom 1. Mai 2017 aufgeführten Ärzte (Urk. 7/42 S. 6) oder von im Arztbericht vom 28. August 2017 genannten Therapeuten der Tagesklinik </span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">A.___ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. 7/50 S. 2) – liegen keine bei den Akten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vor diesem Hintergrund wird klar, dass die Beschwerdegegnerin die ihr oblie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">genden Abklärungen nicht vorgenommen hat und die bisherige Aktenlage offensichtlich nicht ausreicht, um den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit beurteilen zu kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen. Diesbezüglich ist insbesondere daran zu erinnern, dass es in diesem Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahrensstadium Sache der verfügenden Verwaltung ist, für die Zusammentra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung des Beweismaterials besorgt zu sein. Das Vorgehen der Beschwerdegegne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rin und insbesondere auch ihre Ausführungen in der Beschwerdeantwort verlet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zen den Untersuchungsgrundsatz. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten steht fest, dass die Beschwerdegegnerin den rechtserhebli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Sachverhalt nicht genügend abgeklärt hat und dass gestützt darauf der Leistungsanspruch des Beschwerdeführers nicht abschliessend beurteilt werden kann. Die angefochtene Verfügung vom 30. November 2017 ist daher aufzuhe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechende Abklärungen treffe und hernach über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Kosten des Verfahrens </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sind auf Fr. 1‘000.-- festzulegen und, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">da die Rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weisung an die Verwaltung nach ständiger Rechtsprechung als vollständiges Obsiegen gilt (vgl. etwa Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richts U 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">99/02 vom 10. Februar 2004 E. 6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit Hinweis auf BGE 110 V 57 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3a; SVR 1999 IV Nr. 10 S. 28 E. 3), ausgangsgemäss von der Beschwerdegegne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin zu tragen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat sodann ausgangsgemäss gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Geset</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zes über das Sozialversicherungsgericht Anspruch auf eine Prozessentschädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache sowie der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 2‘300.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Bar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auslagen) festzusetzen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 30. November 2017 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgten Abklä</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">rungen über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 1’000</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rech</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text4"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span id="Text2"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 2’300</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Reto Zanotelli</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><br/><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubLocher</p><p></p></div> </div></body></html>