B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i ch t T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T ri b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-3250/2022 A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d v o m 2 7 . J u l i 2 0 2 3 Besetzung Einzelrichterin Regina Derrer, Gerichtsschreiberin Monique Schnell Luchsinger. Parteien 1. A_______, (total 41 Parteien) alle vertreten durch tarifsuisse ag, vertreten durch Valentin Schumacher, Rechtsanwalt, Beschwerdeführerinnen, gegen 1. B._______, (total 3 Parteien) alle vertreten durch Dr. iur. Ioannis Athanasopoulos, Rechtsanwalt, Beschwerdegegnerinnen, Regierung des Kantons Graubünden, Standeskanzlei, Reichsgasse 35, 7000 Chur, Vorinstanz. Gegenstand KVG, Provisorische Festsetzung des Tarifs für Leistungen der psychologischen Psychotherapie gemäss Art. 11b KLV; Beschluss der Regierung des Kantons Graubünden vom 5. Juli 2022. C-3250/2022 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die Regierung des Kantons Graubünden anlässlich ihrer Sitzung vom 5. Juli 2022 beschlossen hat, dass bis zur Genehmigung bzw. hoheitlichen Festsetzung eines Tarifs für Leistungen der psychologischen Psychothera- pie gemäss Art. 11b der Krankenpflege-Leistungsverordnung vom 29. Sep- tember 1995 (KLV; SR 832.112.31) in der obligatorischen Krankenpflege- versicherung (nachfolgend: OKP) gegenüber den durch tarifsuisse ag ver- tretenen Krankenversicherern für die Dauer des Hauptverfahrens rückwir- kend ab 1. Juli 2022 ein Zeittarif von Fr. 2.58 pro Minute provisorisch fest- gesetzt wird (Ziffer 1), dass für Personen, die die klinische Erfahrung ge- mäss Art. 50c der Verordnung vom 27. Juni 1995 über die Krankenversi- cherung (KVV; SR 832.102) absolvieren, ein Abzug von 10% auf den vor- genannten Zeittarif gilt (Ziffer 2), dass als Abrechnungsgrundlage der zwi- schen den Leistungserbringern und C._______ vereinbarte Tarifstruktur- vertrag in der Einführungsversion (dem Bundesrat am […] zur Genehmi- gung eingereicht) gilt ( Ziffer 3) und dass die Krankenversicherer die Kos- tenbeteiligung der Versicherten (Franchise, Selbstbehalt) rückwirkend auf das Behandlungsdatum neu zu berechnen haben, falls der definitive Tarif tiefer oder höher ausfällt als der provisorisch festgesetzte Tarif ( Ziffer 4; BVGer-act. 1, Beilage 3), dass die im Rubrum genannten Krankenversicherer (nachfolgend: die Be- schwerdeführerinnen) gegen den Beschluss der Regierung des Kantons Graubünden vom 5. Juli 2022 am 22. Juli 2022 (Poststempel) beim Bun- desverwaltungsgericht Beschwere erhoben haben (BVGer-act. 1), dass die Regierung des Kantons Graubünden ( nachfolgend: Vorinstanz) sich am 20. Dezember 2022 (BVGer-act. 13) zur Beschwerde hat verneh- men und deren Abweisung hat beantragen lassen, dass die im Rubrum genannten Bra nchenverbände (nachfolgend: die Be- schwerdegegnerinnen) mit Beschwerdeantwort vom 23. Dezember 2022 (BVGer-act. 14) beantragt haben, auf die Beschwerde sei nicht einzutre- ten; eventualiter seien die Ausgleichsforderungen aus Tarifdifferenzen zwi- schen dem provisorischen und dem definitiven Tarif vorzubehalten, dass die Instruktionsrichterin mit Verfügung vom 4. Januar 2023 (BVGer - act. 15) den Verfahrensbeteiligten unter Hinweis auf Art. 53 Abs. 2 Bst. d KVG mitgeteilt hat, ein zweiter Schriftenwechsel sei nicht vorgesehen, C-3250/2022 Seite 3 dass auf den Antrag der Beschwerdegegnerinnen vom 10 . Januar 2023 (BVGer-act. 16), die vor Bundesverwaltungsgericht hängigen Verfahren C-3817/2022, C -4126/2022, C -4133/2022, C -4375/2022 und das vorlie- gende Verfahren C-3250/2022 seien zu ko ordinieren, mit Zwischenverfü- gung vom 19. Januar 2023 (BVGer-act. 18) nicht eingetreten worden ist, dass die Beschwerdeführerinnen am 13. Januar 2023 (BVGer-act. 17) und am 31. März 2023 (BVGer -act. 19) sowie mit Eingabe vom 12. Mai 2023 (BVGer-act. 21) und die Beschwerdegegnerinnen mit Eingabe vom 3. April 2023 (BVGer-act. 20) jeweils unaufgefordert an das Bundesverwaltungs- gericht gelangt sind und weitere Unterlagen eingereicht haben, dass die Beschwerdeführerin Nr. 41 ( …) die Beschwerdeführerin Nr. 42 (…) mit Fusionsvertrag vom (…) per (…) absorbiert hat (vgl. BVGer - act. 17; zur konstitutiven Wirkung des Handelsregistereintrages: vgl. Art. 21 Abs. 3 und Art. 22 Abs. 1 des Fusionsgesetzes vom 3. Oktober 2003 [FusG, SR 221.301]; Handelsregister des Kantons […], online einge- sehen am 26. Juli 2023), weshalb das Rubrum entsprechend anzupassen ist, dass der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerinnen mit Eingabe vom 18. Juli 2023 (BVGer-act. 23) seine neue Kanzleiverbindung mitgeteilt hat, dass die Beschwerdeführerinnen mit schriftlicher Erklärung vom 21. Juli 2023 (BVGer-act. 24) die Beschwerde vom 22. Juli 2022 ausdrücklich und bedingungslos zurückgezogen haben, dass das Beschwerdeverfahren daher – vorliegend ohne vollständige Prü- fung der Eintretensfrage – im einzelrichterlichen Verfahren als durch Rück- zug gegenstandslos geworden abzuschreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bs t. a VGG; vgl. auch Urteile des BVGer A-6065/2020 vom 24. Juni 2022 E. 1.4.2, A-6433/2018 vom 30. Juli 2019 E. 2.4 ff., A-2913/2010 vom 8. September 2010 E. 3.1 f.), dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, deren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), wobei diese ganz oder teilweise erlassen werden können, wenn ein Rechtsmittel ohne erheblichen Aufwand für das Ger icht durch Rückzug erledigt wird (Art. 6 Bst. a VGKE; vgl. auch Art. 63 Abs. 1 Satz 3 VwVG), C-3250/2022 Seite 4 dass das vorliegende Verfahren zwar durch den Beschwerderückzug der Beschwerdeführerinnen erledigt wird, der Aufwand für das Gericht es – an- gesichts der Tatsache, dass das Verfahren bereits weit fortgeschritten ist – jedoch rechtfertigt, Verfahrenskosten aufzuerlegen, wobei diese angemes- sen zu reduzieren sind, dass die Verfahrenskosten entsprechend dem bisherigen Aufwand auf Fr. 1’500.- festzusetzen sind, dass die Beschwerdeführerinnen die Gegenstandslosigkeit des Verfahrens durch den Rückzug ihrer Beschwerde bewirkt haben, weshalb die Verfah- renskosten ihnen aufzuerlegen sind, dass der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 5'000. - im Umfang von Fr. 1’500.- zu Bezahlun g der Verfahrenskosten zu verwenden und der Mehrbetrag von Fr. 3’500.- zurückzuerstatten ist, dass die Vorinstanz keinen Anspruch auf Parteientschädigung hat (Art. 7 Abs. 3 VGKE), was aufgrund des Beschwerderückzugs vorliegend auch für die Beschwerdeführerinnen zutrifft (vgl. Art. 15 i.V.m. Art. 5 VGKE; vgl. auch Art. 7 Abs. 1 e contrario VGKE), dass die anwaltlich vertretenen, obsiegenden Beschwerdegegnerinnen an- gesichts des Verfahrensstands hingegen Anspruch auf eine volle Partei- entschädigung für die not wendigen Kosten haben (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 ff. VGKE), wobei diese mangels Kostennote und unter Berücksichtigung des aktenkundigen Aufwands auf Fr. 4'500. - festzuset- zen und den unterliegenden Beschwerdeführerinnen unter solidarischer Haftung aufzuerlegen ist. (Dispositiv nächste Seite) C-3250/2022 Seite 5 Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerdeführerin Nr. 42 (…) wird aus dem Rubrum gelöscht. 2. Das Beschwerdeverfahren wird zufolge Rückzugs als gegenstandslos ge- worden abgeschrieben. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.- werden den Beschwerdeführerinnen auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss von Fr. 5'000.- wird im Umfang von Fr. 1'500.- zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. Im Mehr- betrag von Fr. 3'500.- wird der Kostenvorschuss zurückerstattet. 4. Den Be schwerdegegnerinnen wird eine Parteients chädigung von Fr. 4'500.- zugesprochen. Diese wird den Beschwerdeführerinnen unter solidarischer Haftung auferlegt. 5. Dieser Entscheid geht an die Beschwerdeführerinnen , die Beschwerdegegnerinnen und die Vorinstanz. Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: Regina Derrer Monique Schnell Luchsinger Versand: