Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 8. November 2012 (720 12 156 295) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Rentenrevision auf Grund der Änderung der Bemessungsmethode Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons- richter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Markus Schäfer Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Kathrin Bichsel, Advo- katin, Blumenrain 3, Postfach, 4001 Basel gegen IV-Stelle Basel-Landschaft , Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Die 1965 geborene A.____ war vom 1. April 1995 b is Ende August 2005 als Küchen- angestellte bei B.____ tätig gewesen. Am 2. Februar 2005 hatte sie sich unter Hinweis auf eine Endometriose, diverse Operationen und dauernde Schmerze n im Unterleib bei der Eidgenössi- schen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an gemeldet. Nachdem sie die gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse abgeklärt hatte, ermittelte die IV-Stelle Basel- Landschaft bei der Versicherten in Anwendung der allge meinen Bemessungsmethode einen Invaliditätsgrad von 39 %. Gestützt auf dieses Ergebni s und nach Durchführung des Vorbe- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht scheidverfahrens lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom 19. Juni 2007 einen Anspruch von A.____ auf eine IV-Rente ab. Eine von der Versicherte n gegen diese Verfügung erhobene Be- schwerde hiess das Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicher ungsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil vom 4. April 2008 in dem Sinne gut, als es die angefochtene Verfügung vom 19. Juni 2007 aufhob und die Angelegenheit zur weiteren Abklä rung im Sinne der Erwägungen an die IV-Stelle zurückwies. Nach erneuter Abklärung der gesundheitlichen Verhältni sse ermittelte die IV-Stelle bei der Ver- sicherten in Anwendung der allgemeinen Bemessungsmethod e nunmehr einen Invaliditätsgrad von 47 %. Gestützt auf dieses Ergebnis sprach sie A.____ - nach durchgeführtem Vorbescheid- verfahren - mit Verfügung vom 18. August 2010 rückwirken d ab 1. Februar 2004 eine Viertels- rente zu. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Im März 2011 leitete die IV-Stelle von Amtes wegen ein e Überprüfung des laufenden Renten- anspruchs der Versicherten ein. Dieses Verfahren endete mit der Mitteilung an A.____, dass man keine rentenbeeinflussende Änderung des Invaliditä tsgrades festgestellt habe (Mitteilung vom 20. Juni 2011). Nachdem ihr A.____ am 9. November 2011 gemeldet hatte, dass sie am 29. Oktober 2011 Mutter von Drillingen geworden sei, l eitete die IV-Stelle ein erneutes Renten- revisionsverfahren ein. Aufgrund ihrer Abklärungen gela ngte die IV-Stelle zur Auffassung, dass die Invalidität der Versicherten nunmehr nach der gemischten Methode zu bemessen sei, wobei sie in der Folge in Anwendung dieser Methode - mit A nteilen von je 50 % im Erwerbs- und im Haushaltbereich - einen Invaliditätsgrad von 24 % erm ittelte. Gestützt auf dieses Ergebnis hob die IV-Stelle die laufende Viertelsrente der Versiche rten nach durchgeführtem Vorbescheidver- fahren mit Verfügung vom 4. April 2012 auf das Ende d es der Zustellung der Verfügung folgen- den Monats auf. B. Gegen diese Verfügung erhob Advokatin Kathrin Bi chsel namens und im Auftrag von A.____ am 15. Mai 2012 Beschwerde beim Kantonsgericht . Darin beantragte sie, es seien die angefochtene Verfügung aufzuheben, die Angelegenheit zur weiteren Abklärung an die IV- Stelle zurückzuweisen, der Status der Beschwerdeführerin n äher abzuklären und über den Rentenanspruch neu zu verfügen. Eventualiter sei de r Beschwerdeführerin weiterhin eine Vier- telsrente auszurichten; unter o/e-Kostenfolge, wobei de r Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung m it ihrer Rechtsvertreterin zu bewilligen seien. C. Mit Verfügung vom 24. Mai 2012 gewährte das Gericht der Beschwerdeführerin gestützt auf die eingereichten Unterlagen für das vorliegende Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung m it Advokatin Kathrin Bichsel als Rechtsvertreterin. D. In ihrer Vernehmlassung vom 24. August 2012 beantr agte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über d ie Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 15. Mai 2012 ist demnach einzutreten. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittli ch mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähig keit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in e inem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt i m Wesentlichen mit dem Begriff der Ar- beitsunfähigkeit überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte (vgl. etwa BGE 129 V 53 E. 1.1 in fine mit Hi nweisen). Die bis zum 31. Dezember 2002 ergangene diesbezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Versicherungsge- richts (EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abtei lungen) bleibt folglich weitestgehend anwendbar (BGE 130 V 345 E. 3.1.1). 2.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussicht lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie k ann im IV-Bereich Folge von Geburts- gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IV G). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommende n allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver- stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des V orliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 200 8 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über- windbar ist (Satz 2). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2.4 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psych ischen Gesundheitsbeeinträchti- gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Dia gnose nach einem wissenschaftlich an- erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzuge ltenden psychischen Leiden belas- tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umstän den kein Krankheitswert zu- kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psych ische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versi cherten Person trotz des Leidens wil- lensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem E rwerb nachzugehen (BGE 127 V 299 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer d urch eine psychische Gesundheitsbeein- trächtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es al so nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielm ehr, ob anzunehmen ist, die Verwer- tung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Vor- aussetzung - sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 1 02 V 165; vgl. auch BGE 127 V 298 E. 4c in fine). 3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Gr ad der Invalidität wie folgt abge- stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). 3.3 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgab enbereich (z.B. Haushalt) tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht z ugemutet werden kann, wird für die Be- messung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (B etätigungsvergleich; Art. 28a Abs. 2 IVG). 3.4 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sin d, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 I VG festgelegt. In diesem Fall werden zu- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht nächst der Anteil der Erwerbstätigkeit und derjenige d er Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt. Die Invalidität bestim mt sich in der Folge dadurch, dass im Er- werbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenom- men wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Add ierung der in beiden Bereichen ermittel- ten und gewichteten Teilinvaliditäten ergibt (gemisch te Methode der Invaliditätsbemessung; Art. 28a Abs. 3 IVG; BGE 130 V 396 E. 3.3 mit Hinweisen). 4.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten f ür die Zukunft zu erhöhen, herab- zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesen tliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad u nd damit den Rentenanspruch zu beein- flussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine we sentliche Änderung des Gesundheitszu- standes der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente aber auch revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebe nen Gesundheitszustandes erheb- lich verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinwei sen). Ebenso kann auch eine Änderung der Bemessungsmethode - bei gleich gebliebenem Gesundhe itszustand und bei unveränderten erwerblichen Auswirkungen - eine erhebliche Änderung de s Invaliditätsgrads mit sich bringen (UELI KIESER , ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 17 Rz. 20 mit Hin- weisen). 4.2 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer ans pruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspru chs mit rechtskonformer Sachverhalts- abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk- ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkunge n des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 133 V 114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 75 ff. E. 3.2.3). Vorliegend hat die IV-Stelle der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 18. August 2010 r ückwirkend ab 1. Februar 2004 eine Viertelsrente zugesprochen. Nachdem sie im November 2011 e ine Überprüfung des Rentenan- spruchs der Versicherten eingeleitet und die erforderlich en Abklärungen vorgenommen hatte, hob die IV-Stelle die laufende Viertelsrente der Ver sicherten mit Verfügung vom 4. April 2012 auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgende n Monats auf. Somit beurteilt sich die Frage, ob eine Änderung in den tatsächlichen Verhältn issen eingetreten ist, die eine revisions- weise Aufhebung der bis anhin ausgerichteten Rente rech tfertigt, durch Vergleich des Sachver- halts, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung vom 18. August 2010 bestanden hat, mit demjenigen im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung 4. April 2012. 5. Im vorliegenden Fall wird von keiner Partei eine Veränderung der gesundheitlichen Situation der Beschwerdeführerin geltend gemacht. Es i st vielmehr anerkannt, dass sich der medizinische Sachverhalt seit der Rentenzusprache nicht verändert hat. Es erübrigt sich daher, auf die gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin näher einzugehen. 6.1 Wie bereits oben erwähnt (vgl. E. 4.1 hiervor), kommt eine Rentenrevision nicht nur im Falle einer erheblichen Veränderung des Gesundheitszusta ndes der versicherten Person, son- dern insbesondere auch im Falle einer Änderung der Be messungsmethode - bei gleich geblie- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht benem Gesundheitszustand und bei unveränderten erwerbli chen Auswirkungen - in Frage. Die IV-Stelle begründet denn auch die vorliegend strittig e Rentenaufhebung mit dem Umstand, dass der Invaliditätsgrad der Versicherten nicht mehr - wie im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenzusprache - nach der allgemeinen Methode des Eink ommensvergleichs, sondern neu nach der gemischten Methode zu bemessen sei. Nach Auffassu ng der IV-Stelle wäre die Be- schwerdeführerin nämlich wegen der im Oktober 2011 erfo lgten Geburt ihrer Drillinge nicht mehr ganztägig, sondern lediglich noch im Rahmen einer Teilzeittätigkeit erwerbstätig. Diese Einschätzung wird von der Beschwerdeführerin explizit best ritten, macht sie doch geltend, dass sie trotz der Geburt der Drillinge nach wie vor zu 100 % einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit nachgehen würde. 6.2 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitw eilig erwerbstätig oder als nichter- werbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträcht igung bestünde. Entscheidend ist so- mit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versiche rten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 507 E. 3.3 mit Hinweisen; Urteil H. des Bu ndesgerichts vom 17. Juli 2012, 9C_335/2012, E. 3.1). Bei im Haushalt tätigen Versiche rten im Besonderen sind die persönli- chen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältniss e ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbil- dung sowie die persönlichen Neigungen und Begabunge n zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verfügung (hier: 4. April 2012) entwickelt haben, wobei für di e hypothetische Annahme einer im Gesund- heitsfall ausgeübten (Teil-) Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweis- grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 125 V 150 E. 2c, 117 V 194 E. 3b, je mit Hinweisen). 6.3 Die Beschwerdeführerin ist Mutter einer im August 2001 geborenen Tochter und von Drillingen, die im Oktober 2011 zur Welt gekommen sind. Bis zur Geburt der Drillinge hat die Beschwerdeführerin immer daran festgehalten, dass sie im Gesundheitsfall neben der Betreu- ung der Tochter aus wirtschaftlichen Gründen vollzeitlich arbeiten würde. Entsprechend ist ihre Invalidität denn auch bei der ursprünglichen Rentenzusprache - zu Recht - mittels der allgemei- nen Methode des Einkommensvergleichs ermittelt worden. Im Rahmen des nach der Geburt der Drillinge eingeleiteten Revisionsverfahrens gab die IV-Stelle zur Abklärung der Statusfrage und zur Bestimmung der Behinderung im Haushalt eine Ab klärung vor Ort in Auftrag. In ihrem “Abklärungsbericht Haushalt“ vom 16. Februar 2012 füh rt die IV-Abklärungsperson aus, die Versicherte habe die Statusfrage nicht beantworten kö nnen, weil sie „hin und hergerissen war zwischen ihren Gefühlen, die Drillinge betreuen zu woll en und der Notwendigkeit und dem Wunsch, bei guter Gesundheit doch zu arbeiten. (…) Sie k onnte sich nicht entscheiden, ob sie überhaupt arbeiten würde. So gab sie an, dass sie viell eicht 50-80 % arbeiten würde bei guter Gesundheit, aber nur, wenn sie jemanden für die Betre uung der Drillinge finden würde. Sie meinte, dass sie dann auch abends und am Wochenende arb eiten könnte, sodass dann der Ehemann die Kinder betreuen könne. (…) Aufgrund diese r unklaren Statusfrage wurde der Fra- gebogen nicht zugesandt und unterschrieben.“ Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.4 Diese im “Abklärungsbericht Haushalt“ protokollierte n Aussagen der Versicherten sind bei der Würdigung der Frage, in welchem Umfang diese bei guter Gesundheit arbeiten würde, zweifellos zu berücksichtigen. Auch wenn die Aussagen an sich nicht sehr bestimmt sind, so ist doch festzustellen, dass die Versicherte nie ausgesagt hat, dass sie seit der Geburt der Drillin- ge im Rahmen eines vollen Pensums einer Erwerbstätigkei t nachgehen würde. Das maximal in Frage kommende Pensum für eine Teilerwerbstätigkeit be läuft sich gemäss ihren eigenen Aus- sagen auf 80 %. Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin wendet nun allerdings ein, dass auf diese Protokollnotizen der Abklärungsperson nicht abg estellt werden dürfe, weil sie nicht den Aussagen der Versicherten entsprechen würden. Auf grund sprachlicher Verständigungs- schwierigkeiten habe die Abklärungsperson die Versicherte nicht richtig verstanden. Die Abklä- rungsperson selbst habe in ihrem Bericht darauf hinge wiesen, dass bei weiteren Abklärungen eine Übersetzerin beigezogen werden müsste. Dadurch habe sie die vorhandenen Verständi- gungsschwierigkeiten bestätigt. 6.5 Aufgrund des Hinweises der Abklärungsperson, wonach im Hinblick auf künftige Haus- haltabklärungen eine Übersetzerin beizuziehen sei, ersc heint es durchaus möglich, dass es im Laufe der Abklärung zu gewissen Verständigungsschwierigkei ten zwischen der Versicherten und der Abklärungsperson gekommen ist. Allerdings ist es ka um vorstellbar, dass die Versi- cherte ausgesagt haben soll, dass sie auch nach der Geburt der Drillinge bei guter Gesundheit weiterhin zu 100 % ausserhäuslich erwerbstätig wäre, und dass diese Aussage aus sprachli- chen Gründen missverstanden und deswegen nicht protokolliert worden ist. Letztlich kann diese Frage aber offen bleiben. Die Annahme, dass die Versi cherte auch nach der Geburt der Drillin- ge im Rahmen eines Vollpensums weiter gearbeitet hätte , könnte höchstens dann als überwie- gend wahrscheinlich bezeichnet werden, wenn während de r Arbeitszeit der Versicherten eine umfassende Drittbetreuung der im Verfügungszeitpunkt kna pp halbjährigen Drillinge gewähr- leistet wäre. Davon kann vorliegend aber nicht ausgega ngen werden. Die Möglichkeit einer un- entgeltlichen Betreuung durch andere Familienmitglie der dürfte kaum in Frage kommen, wenn man berücksichtigt, dass der Ehemann selbst vollschichtig ar beitet und dass ferner sowohl die Mutter als auch die Schwiegermutter der Versicherten, die für eine Betreuung allenfalls in Frage kämen, nicht in der Schweiz leben. Was die anderweitig e Möglichkeit einer umfassenden kos- tenpflichtigen Drittbetreuung der Kinder - beispielsweise in einem Tagesheim - betrifft, so käme eine solche für die Familie wohl nur in Frage, wenn die dadurch anfallenden Kosten in einem angemessenen Verhältnis zum Einkommen der Beschwerdeführerin stehen würden. Dies muss aber in Anbetracht des Lohnes, den die Versicherte in ih rem bisherigen Beruf als Küchenange- stellte oder in einer vergleichbaren Tätigkeit erzielen würde, bezweifelt werden. Schliesslich erweist sich auch die von der Versicherten erwähnte Möglich keit, dass sie jeweils abends und an den Wochenenden arbeiten könnte, wodurch es ihrem E hemann möglich wäre, die Kinder- betreuung während ihrer Abwesenheit zu übernehmen, im vorliegenden Zusammenhang nicht als zielführend. Eine Erwerbstätigkeit lediglich an den Abenden und an den Wochenenden reicht in zeitlicher Hinsicht für die Ausübung eines Vol lpensums nicht aus. Somit ist aber - un- geachtet der Aussagen der Versicherten - aufgrund der e rwähnten Umstände mit überwiegen- der Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Beschwerdeführeri n heute im Gesundheitsfall nicht mehr in einem Vollpensum, sondern lediglich noch im Ra hmen einer Teilzeittätigkeit einer aus- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht serhäuslichen Erwerbstätigkeit nachgehen würde. Die IV- Stelle hat demnach in der angefoch- tenen Verfügung die strittige Statusfrage zu Recht in diesem Sinne beantwortet. 6.6 Aus dem Gesagten folgt, dass der Invaliditätsgrad de r Versicherten nicht mehr - wie im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung - nach d er allgemeinen Methode des Einkom- mensvergleichs, sondern neu nach der gemischten Methode zu ermitteln ist. Im Sinne eines Zwischenergebnisses kann deshalb festgehalten werden, dass sich die für den Rentenanspruch massgebenden Tatsachen seit Erlass der ursprünglichen Ren tenverfügung vom 18. August 2010 erheblich verändert haben. Demnach hat die IV-St elle das Vorliegen der Revisionsvor- aussetzungen des Art. 17 ATSG zu Recht bejaht. 7. Somit gilt es, in einem nächsten Schritt die Anspru chsberechtigung und allenfalls den Umfang des Anspruchs pro futuro zu prüfen, d.h. es ist auf der Grundlage eines richtig und voll- ständig festgestellten Sachverhalts der Invaliditätsgrad bei Erlass der streitigen Revisionsverfü- gung zu ermitteln, woraus sich die Anspruchsberechtigung und allenfalls der Umfang des An- spruchs ergeben. 7.1 Die IV-Stelle ist in der angefochtenen Verfügun g davon ausgegangen, dass die Versi- cherte im Gesundheitsfall zu 50 % erwerblich und zu 50 % im Haushalt tätig wäre. In Berück- sichtigung dieser zeitlichen Beanspruchung in den beide n Bereichen hat sie in der Folge bei einer Einschränkung im Erwerbsteil von 23,52 % und ei ner solchen im Haushaltsteil von 25 % einen Invaliditätsgrad von (gerundet) 24 % ermittelt [(50 x 23,52 %) + (50 x 25 %)]. Es spricht in Würdigung der gesamten persönlichen, familiären, sozial en und erwerblichen Verhältnisse der Beschwerdeführerin einiges dafür, dass die IV-Stelle vo rliegend zu Recht von je einer 50 %- igen Tätigkeit im Erwerbs- und im Haushaltbereich ausg egangen ist. Wie es sich damit verhält, kann letztlich aber offen bleiben. Die Beschwerdeführer in würde nämlich selbst dann keinen rentenbegründenden Invaliditätsgrad erreichen, wenn m an zu ihren Gunsten bei der zeitlichen Bemessung der Tätigkeit im Erwerbsbereich vom oberen Limit, das sie selbst genannt hat, nämlich von einer ausserhäuslichen Tätigkeit im Umfang von 80 % - und entsprechend von ei- nem Anteil im Haushaltbereich von 20 % - ausgehen würde . In diesem Fall würde sich das Va- lideneinkommen im Erwerbsbereich auf Fr. 49'642.-- (Fr. 62'052.-- x 80 %) belaufen. Das Invali- deneinkommen wäre wiederum unter Beizug der Tabelle nlöhne der Schweizerischen Lohn- strukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik zu er mitteln. Gemäss Tabelle TA1 der LSE 2010 belief sich für die mit einfachen und repeti tiven Aufgaben (Anforderungsniveau 4) beschäftigten Frauen der Durchschnittslohn sämtlicher Se ktoren im Jahre 2010 auf Fr. 4'225.-- (LSE 2010, Tabelle TA1, Frauen, Total Ziff. 01-96). Dabei ist zu beachten, dass dieser Tabel- lenlohn auf einer einheitlichen Arbeitszeit von 40 Woc henstunden beruht und für das Jahr 2010 auf die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41,6 Stunde n (vgl. Die Volkswirtschaft 4/2012 S. 94 Tabelle B 9.2) umzurechnen ist. Daraus resultier t ein Monatslohn von Fr. 4'394.--, bzw. ein Jahresgehalt von Fr. 52'728.--. Da die Versicherte laut den medizinischen Unterlagen (vgl. das ABI-Gutachten vom 26. Januar 2009) in einer solchen Tätigkeit noch zu 70 % arbeitsfähig ist, würde dies für die Beschwerdeführerin grundsätzlich e in Invalideneinkommen von Fr. 36'910.-- (Fr. 52'728.-- x 70 %) ergeben. Von d iesem Betrag wäre - mit der IV-Stelle - noch ein Abzug von 10 % vom Tabellenlohn für die invalidit ätsbedingte Beeinträchtigung vorzuneh- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht men, woraus schliesslich ein Invalideneinkommen von Fr. 33'219.-- resultieren würde. Aus einer Gegenüberstellung der auf diese Weise ermittelten Va liden- und Invalideneinkommen gelangte man im Erwerbsbereich zu einem Invaliditätsgrad von 33,08 %. Unter Annahme einer zeitlichen Beanspruchung von 80 % im Erwerbs- und von 20 % im Hau shaltsbereich würde sich in An- wendung der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung demnach insgesamt ein Invalidi- tätsgrad von (gerundet) 31 % [(80 x 33,08 %) + (20 x 25 %)] ergeben. Dieser läge aber eben- falls unter dem für einen Rentenanspruch mindestens erforderlichen IV-Grad von 40 %. 7.2 Die Beschwerdeführerin beanstandet im Weiteren, d ass vorliegend keine eigentliche Haushaltabklärung durchgeführt worden sei. Dieser Einwa nd erweist sich als zutreffend. Die Abklärungsperson führt dazu in ihrem Bericht aus, eine s olche Abklärung sei in Gegenwart der Drillinge nicht möglich gewesen, „da die Versicherte dauernd von einem Kind zum anderen springen musste, sich gar nicht konzentrieren konnte.“ Du rch die fehlende Haushaltabklärung liegt ohne Zweifel eine unvollständige Sachverhaltserm ittlung vor. Es stellt sich deshalb die Frage, ob eine solche Haushaltabklärung - wie von der B eschwerdeführerin beantragt - nach- zuholen ist. In diesem Zusammenhang gilt es nun allerdings zu berücksichtigen, dass die Versi- cherte im Haushaltbereich zu mindestens 56 % eingeschränkt sein müsste, damit gesamthaft ein anspruchsbegründender Invaliditätsgrad von 40 % resultieren würde [(50 x 23,52 %) + (50 x 56 %) = 39,72 % bzw. (gerundet) 40 %], Dies kann gestü tzt auf die vorhandene Aktenlage aus- geschlossen werden. Laut den massgebenden medizinischen U nterlagen (vgl. das ABI- Gutachten vom 26. Januar 2009) ist die Versicherte in e iner leidensadaptierten Tätigkeit zu 70 % arbeitsfähig. In der Haushalttätigkeit bestehe, so die ABI-Gutachter weiter, ein ähnliches Zumutbarkeitsprofil wie im Erwerbsbereich, allerdings m it der Möglichkeit der freien Zeiteintei- lung. Im Haushalt sei deshalb ebenfalls von einer 30 %-igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen. Hält man sich diese medizinisch-theoretische E inschätzung, die von den Parteien im vorliegenden Revisionsverfahren nicht in Frage gestell t wird (vgl. E. 5 hiervor), vor Augen und berücksichtigt man zusätzlich, dass dem Ehemann im Rahmen der Schadenminderungs- pflicht eine gewisse Mithilfe im Haushalt zumutbar ist, darf in antizipierter Beweiswürdigung da- von ausgegangen werden, dass eine korrekt durchgeführte Haushaltabklärung vorliegend keine mindestens 56 %-ige Einschränkung im Haushaltbereich er geben würde. Unter diesen Um- ständen kann aber auf eine nachträgliche Haushaltabklärung verzichtet werden. 8. Die IV-Stelle ist demnach zu Recht zum Ergebnis gelan gt, dass bei der Versicherten im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom 4 . April 2012 ein rentenausschlies- sender Invaliditätsgrad von weniger als 40 % vorgelegen hat. Somit ist nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle die bisher ausgerichtete Viertelsren te der Versicherten revisionsweise aufge- hoben hat. Ebenfalls als korrekt erweist sich, dass die Rentenaufhebung gestützt auf Art. 88 bis Abs. 2 lit. a der Verordnung über die Invalidenversicher ung (IVV) vom 17. Januar 1061 auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Mona ts - vorliegend somit per Ende Mai 2012 - vorgenommen worden ist. Zusammenfassend ist demn ach festzuhalten, dass die ange- fochtene Verfügung der IV-Stelle vom 4. April 2012 im Ergebnis nicht zu beanstanden ist. Die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um di e Be- willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von 200-1000 Franken festgelegt. Bei F ällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskos- ten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf 600 Franken fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschw erdeführerin unterliegende Par- tei, weshalb die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sin d. Der Beschwerdeführerin ist nun aller- dings mit Verfügung vom 24. Mai 2012 die unentgeltli che Prozessführung bewilligt worden. Aus diesem Grund gehen die Verfahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse. 9.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla- gen. Da der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 24. Mai 2012 die unentgeltliche Ver- beiständung mit ihrer Rechtsvertreterin bewilligt worde n ist, ist diese für ihre Bemühungen aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Ta rifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 180.-- pro Stunde. Die Rechtsvertreterin der Beschw erdeführerin hat in ihrer Honorarnote vom 11. September 2012 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 10 Stunden und 40 Minuten geltend gemacht, was sich umfangmässig in Anb etracht der sich stellenden Sach- verhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Nicht zu beanstanden sind sodann die ausgewiesenen Auslagen von Fr. 190.20. Der Rechtsvertre terin ist deshalb ein Honorar in der Höhe von Fr. 2'279.-- (10 Stunden und 40 Minuten à Fr. 180.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 190.20 + 8 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- wer den der Be- schwerdeführerin auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die Verfahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständu ng wird der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ein Honorar in der Höhe von Fr. 2'279.-- (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) a us der Gerichts- kasse ausgerichtet. http://www.bl.ch/kantonsgericht