<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00031</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105277&amp;W10_KEY=4467151&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00031</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.02.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 20.03.2000 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Straf- und Massnahmenvollzug</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Halbgefangenschaft</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Halbgefangenschaft.<br/><br/>Soweit es um die bundesrechtlich geregelten zeitlichen Minimalvoraussetzungen für die Gewährung der Vollzugsform der Halbgefangenschaft geht, ist das Verwaltungsgericht die zuständige kantonale Beschwerdeinstanz. In anderen Fällen ist dagegen die Zuständigkeit des Gerichts individuell zu prüfen (E. 1).<br/>Wenn bereits die Art und Höhe der Strafe die Gewährung der Halbgefangenschaft verunmöglichen, erübrigt sich von vornherein, auf die individuelle persönliche Situation des Beschwerdeführers abzustellen (E. 2).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG">ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HALBGEFANGENSCHAFT">HALBGEFANGENSCHAFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Ãbrige Rechtsgebiete UR: Straf- und Strafprozessrecht ST: STRAFRECHT, ALLGEMEINER TEIL">STRAFRECHT, ALLGEMEINER TEIL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFVOLLZUG">STRAFVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 1 HalbgefangenschaftV</span><br/><span class="ungerade">§ 43 lit. II VRG</span><br/><span class="gerade">Art. 4 VStGB 1</span><br/><span class="ungerade">Art. 1 VStGB 3</span><br/><span class="gerade">Art. 6 VStGB 3</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. A. B. wurde mit Urteil des Bezirksgerichts X. vom 3. November 1998 rechtskrÃ¤f­tig des gewerbsmÃ¤ssigen Betrugs, der UrkundenfÃ¤lschung sowie der Un­terlassung der Buch­fÃ¼hrung schuldig gesprochen. Das Gericht bestrafte ihn mit einer Zuchthausstrafe von 3 ¼ Jahren abzÃ¼glich bereits erstandener Untersuchungshaft von 138 Tagen. Die Straf­voll­zugsbehÃ¶rde setzte den Strafantritt zunÃ¤chst auf den 20. September 1999 fest und ver­schob den Termin auf Ersuchen von A. B. spÃ¤ter auf den 10. Januar 2000.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Eingabe vom 3. Oktober 1999 stellte A. B. das Gesuch, einen Teil der Strafe, nÃ¤m­lich 14 Monate, in Halbgefangenschaft verbÃ¼ssen zu kÃ¶nnen. Am 7. Oktober 1999 wies der Strafvollzugsdienst das Gesuch ab und nahm in der BegrÃ¼ndung darauf Bezug, dass die HÃ¶he der ausgefÃ¤llten Strafe keinen Vollzug in Halbgefangenschaft zulasse.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Ein dagegen am 6. November 1999 erhobener Rekurs wies die Direk­tion der Justiz und des Innern mit VerfÃ¼gung vom 10. Dezember 1999 ab: Die Vollzugsart der Halbgefangenschaft sei nur mÃ¶glich bis zu einer Freiheitsstrafe von maximal zwÃ¶lf Mo­naten. Eine Kombination der Vollzugsformen (teils geschlossener Strafvollzug, teils Halb­gefangenschaft) sehe weder das eidgenÃ¶ssische noch das kantonale Strafvollzugsrecht vor. PersÃ¶nliche UmstÃ¤nde wie der mÃ¶gliche Verlust der Arbeitsstelle im Fall des ge­schlos­se­nen Vollzugs kÃ¶nnten nicht berÃ¼cksichtigt werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Eingabe vom 14. Januar 2000 beantragte A. B. sinngemÃ¤ss die Aufhebung der vorinstanzlichen VerfÃ¼gung. Angesichts seiner persÃ¶nlichen Situa­tion (mehrjÃ¤h­ri­ge feste Anstellung; 53-jÃ¤hrig) sei ihm ausgehend von einer "Netto-Strafe von rund 22 Mo­naten" fÃ¼r sechs Monate der Normalvollzug und fÃ¼r den Rest der Vollzug in Halbge­fan­gen­schaft zu gewÃ¤hren. Eine solche kombinierte Form der VerbÃ¼ssung mÃ¼sse in Anbetracht der lÃ¼ckenhaften gesetzlichen Regelung geprÃ¼ft werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Amt fÃ¼r Justizvollzug beantragte mit Eingabe vom 21. Januar 2000 Abwei­sung der Beschwerde, und die Vorinstanz verzichtete mit Schreiben vom 24. Ja­nuar/1. Fe­bruar 2000 auf eine Stellungnahme.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist zwar grundsÃ¤tzlich gegen An­ordnungen betreffend den Vollzug von Strafen und Massnahmen ausgeschlossen (§ 43 Abs. 1 lit. g des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 [VRG]). Sie ist jedoch zulÃ¤ssig, wenn gegen solche Anordnungen die Verwaltungsgerichtsbe­schwer­de an das Bundesgericht offen steht (§ 43 Abs. 2 VRG). Vorliegend geht es um die <i>bundesrechtlich</i> geregelten zeitlichen Minimalvoraussetzungen, deren Einhaltung Ã¼ber­haupt erst einen Vollzug in Halbgefangenschaft ermÃ¶glicht (E. 2). Der BeschwerdefÃ¼hrer macht sinngemÃ¤ss eine Verletzung dieser Bestimmungen geltend, weshalb die Verwal­tungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht und demzufolge auch die Beschwerde an das kantonale Verwaltungsgericht zulÃ¤ssig ist. Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts im Zusammenhang mit Fragen der Halbgefangenschaft ist aber nicht in jedem Fall ohne weiteres gegeben. Zwar behÃ¤lt die bundesrÃ¤tliche Verordnung 3 vom 16. Dezember 1985 zum Schweizerischen Strafgesetz­buch (VStGB 3) nach ihrem Wortlaut gegen diesbezÃ¼gliche Entscheide letzter kantonaler Instanzen die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht generell vor (Art. 6 Abs. 2 Satz 2 VStGB 3), was auch die ZulÃ¤ssigkeit der Beschwerde an das kantonale Ver­waltungsgericht nach sich zÃ¶ge. Gleichwohl hat das Bundesgericht in einem Entscheid vom 11. Juli 1989 gegen die Verweigerung der Bewilligung der Halbgefangenschaft die staatsrechtliche Beschwerde zugelassen (BGE 115 IV 131 E. 1 = Pra 79/1990 Nr. 147). Das Gericht stellte darauf ab, ob die kantonale Grundlage selbstÃ¤ndiges kantonales Recht darstelle, was es in jenem Fall bejahte. Soweit man auf dieses Urteil abstellt, wird sich kÃ¼nftig der kantonale Instanzenzug je nach Grundlage des angefochtenen Aktes verschie­den ausgestalten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Nach klarer Vorschrift des Bundesrechts ist der Strafvollzug in Halbgefangen­schaft nur bei einer GefÃ¤ngnisstrafe bis zu einem Jahr mÃ¶glich (Art. 4 Abs. 1 der Verord­nung 1 vom 13. November 1973 zum Schweizerischen Strafgesetzbuch [VStGB 1], Art. 1 Abs. 1 und 2 VStGB 3). ZunÃ¤chst ist fraglich, ob eine <i>Zuchthaus</i>strafe, zu welcher der Be­schwerdefÃ¼hrer verurteilt worden ist, Ã¼berhaupt in Halbgefangenschaft verbÃ¼sst werden kann. Die genannten Verordnungsbestimmungen knÃ¼pfen nÃ¤mlich am Ausdruck der kur­zen <i>GefÃ¤ngnis</i>strafe im Sinn von Art. 37<sup>bis</sup> des Strafgesetzbuchs (StGB) bzw. der <i>GefÃ¤ng­nis</i>strafe im Sinn von Art. 36 StGB an. LosgelÃ¶st von der Strafart sieht aber weder das Bun­desrecht noch das kantonale Recht Ausnahmen von der zeitlichen Voraussetzung vor. Daher erweist sich die Regelung auch nicht als lÃ¼ckenhaft.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Massgeblich ist dabei die vom Gericht ausgesprochene Strafe ohne Abzug von Un­tersuchungshaft (§ 1 Abs. 2 der [kantonalen] Verordnung Ã¼ber die Halbgefangenschaft vom 30. April 1986). FÃ¼r die Berechnung kann deshalb auch nicht derjenige Teil der Strafe in Abzug gebracht werden, der im Fall einer bedingten Entlassung nicht zu verbÃ¼ssen ist. Der BeschwerdefÃ¼hrer wurde zu einer 3 ¼-jÃ¤hrigen Zuchthausstrafe verurteilt. Dieses Straf­mass Ã¼bersteigt bei weitem die Grenze von einem Jahr. Ein Vollzug in Halbgefangen­schaft kommt daher nicht in Frage. Zutreffend hebt die Direktion der Justiz und des Innern hervor, dass die persÃ¶nlichen UmstÃ¤nde fÃ¼r diese Vollzugsfrage keine Rolle zu spielen ver­mÃ¶gen. Es kann daher auf die diesbezÃ¼glichen vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen ver­wie­sen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Eine rechts­gleiche Be­handlung wÃ¤re nÃ¤mlich angesichts der Vielfalt mÃ¶glicher persÃ¶nlicher Lebens­situationen nicht mehr mÃ¶glich, wenn nicht auf die klare zeitliche Grenze der ausgespro­chenen Strafe abgestellt werden kÃ¶nnte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die Beschwerde ist daher abzuweisen, und die Kosten des Verfahrens sind aus­gangsgemÃ¤ss dem BeschwerdefÃ¼hrer zu auferlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids muss der Strafantritt ohnehin neu festgesetzt werden. Daher wird der Antrag des BeschwerdefÃ¼hrers um "aufschiebende Wirkung" gegenstandslos, soweit er sich zusÃ¤tzlich auf die Frage des Zeitpunkts des Straf­antritts beziehen sollte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>