<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2018.00480</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=218730&amp;W10_KEY=13013496&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2018.00480</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.11.2018</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 14.05.2019 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Bildung</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nichtbestehen der Aufnahmeprüfung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Die Beschwerdeführerin wehrt sich gegen das Nichtbestehen der Zentralen Aufnahmeprüfung für die Langgymnasien durch ihre Tochter und macht geltend, als Schülerin aus einer Privatschule, deren Vornoten beim Aufnahmeentscheid keine Berücksichtigung fänden, sei die Tochter gegenüber den Prüfungskandidatinnen und -kandidaten aus einer öffentlichen Schule benachteiligt.] Richterliche Kontrolldichte bei der Überprüfung von Examensleistungen (E. 2). Das im Aufnahmereglement vorgeschriebene Aufnahmeverfahren dient der Abklärung der Befähigung und Eignung der Bewerberinnen und Bewerber für die Langgymnasien. Die Zuweisung der Schülerinnen und Schüler erfolgt dabei in erster Linie mittels einer (zentralen) Aufnahmeprüfung; optimieren lässt sich die Prognose für den Erfolg in der Probezeit bzw. für das Verbleiben im Gymnasium zudem durch das Einbeziehen von Erfahrungsnoten in den geprüften Fächern. Im Gegensatz zu den Prüfungsergebnissen der (einheitlichen) Zentralen Aufnahmeprüfung lassen sich Erfahrungsnoten allerdings von vornherein nur beschränkt miteinander vergleichen; besondere Probleme aber bereitet der Vergleich zwischen den Noten von Schülerinnen und Schülern einer öffentlichen Schule mit denjenigen von Schülerinnen und Schülern gleicher (Volksschul-)Stufe, welche eine Privatschule besuchen. Im Vergleich mit den Noten der letzteren Gruppe erlauben jene der Schülerinnen und Schüler öffentlicher Schulen mithin deutlich objektivere Aussagen und Vergleiche (zum Ganzen E. 4.2). Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, wenn das Aufnahmereglement nicht für alle Prüfungskandidierenden identische Aufnahmebedingungen statuiert. Insgesamt werden die Prüfungskandidatinnen und -kandidaten aus einer Privatschule, welche einen Prüfungsnotendurchschnitt von 4,0 erreichen müssen, nicht schlechter behandelt als das Gros der Schülerinnen und Schüler der Volksschule. Letztere müssen unter Berücksichtigung der Vornoten zusammen mit den Prüfungsleistungen einen Notendurchschnitt von 4,5 erreichen. Der Übertritt ins Langgymnasium trotz einer (knapp) ungenügenden Aufnahmeprüfung ist ihnen mithin nur mit einem Erfahrungsnotendurchschnitt von 5,25 oder höher möglich. Das trifft zwar gemäss den Durchschnittswerten auf eine beträchtliche Anzahl der Prüfungskandierenden zu; es darf aber nicht ausser Acht gelassen werden, dass die Aufnahmeregelung für alle Schülerinnen und Schüler der Volksschule gilt, womit bereits eine (erhebliche) Vorselektion stattfindet. Dieser Spielraum ist den politischen Behörden bzw. dem Reglementgeber zuzugestehen, verfügt der Staat doch nur über beschränkte finanzielle Mittel zur Einrichtung und Führung öffentlicher Gymnasien (zum Ganzen E. 4.3). Abweisung. Abweichende Meinung einer Kammerminderheit. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFNAHMEPRÃFUNG">AUFNAHMEPRÃFUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERFAHRUNGSNOTEN">ERFAHRUNGSNOTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LANGGYMNASIUM">LANGGYMNASIUM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOTENSCHNITT">NOTENSCHNITT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATSCHULE">PRIVATSCHULE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSGLEICHHEITSGEBOT">RECHTSGLEICHHEITSGEBOT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 11 Abs. 1 Langgymnasiumaufnahmereglement</span><br/><span class="gerade">Art. 13 Abs. 2 Langgymnasiumaufnahmereglement</span><br/><span class="ungerade">§ 14 MittelschulG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=39270" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2018.00480</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">7. November 2018</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Jso Schumacher<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, Verwaltungsrichter Marco Donatsch, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Sonja GÃ¼ntert. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Kantonsschule B,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Nichtbestehen der AufnahmeprÃ¼fung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die im Jahr 2006 geborene C absolvierte im FrÃ¼hling 2018 an der Kantonsschule B die Zentrale AufnahmeprÃ¼fung fÃ¼r die Langgymnasien. Mit VerfÃ¼gung vom 22. MÃ¤rz 2018 teilte das Rektorat den Eltern von C, A und D, mit, dass C in den massgebenden FÃ¤chern Deutsch und Mathematik die Noten 3,13 bzw. 4,5 erzielt habe, was einen Notendurchschnitt von 3,81 ergebe, womit sie den bei Kandidatinnen und Kandidaten aus Privatschulen fÃ¼r die Aufnahme geforderten Notendurchschnitt von 4,0 nicht erreicht habe.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">A rekurrierte hiergegen bei der Bildungsdirektion mit dem Antrag, den PrÃ¼fungsentscheid zu korrigieren und die Erfahrungsnoten ihrer Tochter "(Deutsch 5,25 und Mathematik 5,5) als eine Form des Nachteilsausgleichs einzubeziehen". Die Bildungsdirektion wies den Rekurs mit VerfÃ¼gung vom 9. Juli 2018 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 15. August 2018 erhob A Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte sinngemÃ¤ss, unter EntschÃ¤digungsfolge sei der Rekursentscheid aufzuheben und ihre Tochter C in die 1. Klasse des Langgymnasiums an der Kantonsschule B aufzunehmen, eventualiter das Verfahren an diese zurÃ¼ckzuweisen zur Neubeurteilung der Benotung des Aufsatzes und der SprachprÃ¼fung; in verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte sie zudem um Edition sÃ¤mtlicher Korrekturanleitungen fÃ¼r die SprachprÃ¼fung. </p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 16. August 2018 wurde die Kantonsschule B angewiesen, C ab Beginn des Schuljahrs 2018/2019 einstweilen in eine 1. Klasse des Langgymnasiums aufzunehmen. Am 22. August 2018 erstattete die Kantonsschule eine Beschwerdeantwort ohne ausdrÃ¼ckliches Begehren. Die Bildungsdirektion schloss mit Vernehmlassung vom 29. August 2018 auf Abweisung des Rechtsmittels. Hierzu Ã¤usserte sich A am 4. September 2018.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r Beschwerden gegen erstinstanzliche Rekursentscheide der Bildungsdirektion Ã¼ber Anordnungen etwa betreffend die Aufnahme in ein Gymnasium nach § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) in Verbindung mit § 39 Abs. 1 des Mittelschulgesetzes vom 13. Juni 1999 (MSG, LS 413.21) und §§ 19 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 Satz 1, 19a sowie 42â44 e contrario VRG zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Korrekturanleitung, deren Edition gefordert wird, reichte die Beschwerdegegnerin bereits im Rekursverfahren zu den Akten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Vor Verwaltungsgericht kÃ¶nnen gemÃ¤ss § 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 lit. a und b VRG nur Rechtsverletzungen sowie die unrichtige Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden; die RÃ¼ge der Unangemessenheit ist grundsÃ¤tzlich ausgeschlossen (§ 50 Abs. 2 VRG; vgl. dazu Marco Donatsch in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [VRG-Kommentar], § 50 N. 25 ff.).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Das Vorliegen einer Rechtsverletzung prÃ¼ft das Verwaltungsgericht im Allgemeinen mit freier Kognition; es darf diese jedoch einschrÃ¤nken, wenn die Natur der Streitsache einer unbeschrÃ¤nkten ÃberprÃ¼fung des angefochtenen Entscheids entgegensteht. Dies ist namentlich bei der ÃberprÃ¼fung von Examensleistungen der Fall (vgl. VGr, 21. November 2017, VB.2017.00446, E. 2.2 f. mit Hinweisen [auch zum Folgenden]; Donatsch, § 20 N. 88, auch zum Folgenden). Hier schreitet das Verwaltungsgericht erst ein, wenn die PrÃ¼fungsbewertung nicht nachvollziehbar ist, offensichtliche MÃ¤ngel aufweist oder auf sachfremden Kriterien beruht.</p> <p class="Erwgung2">Werden im Zusammenhang mit der ÃberprÃ¼fung von Examensleistungen allerdings VerfahrensmÃ¤ngel oder die Auslegung bzw. Anwendung von RechtssÃ¤tzen gerÃ¼gt, besteht kein Anlass fÃ¼r eine solche gerichtliche ZurÃ¼ckhaltung. In diesen FÃ¤llen muss die Rechtsmittelinstanz ihre (uneingeschrÃ¤nkte) ÃberprÃ¼fungsbefugnis voll ausschÃ¶pfen (Donatsch, § 20 N. 89; vgl. auch Stephan HÃ¶rdegen, Aktuelle Aspekte des gerichtlichen Rechtsschutzes im Volksschulrecht, in: Thomas GÃ¤chter/Tobias Jaag [Hrsg.], Das neue ZÃ¼rcher Volksschulrecht, ZÃ¼rich/St. Gallen 2007, S. 65 ff., 81).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Nach § 14 Abs. 1 MSG legt der Regierungsrat die Bedingungen fÃ¼r die Aufnahme in die Mittelschulen fest (Satz 1); die definitive Aufnahme ist vom Bestehen einer PrÃ¼fung und einer Probezeit abhÃ¤ngig (Satz 2). Betreffs der Zentralen AufnahmeprÃ¼fung fÃ¼r die Langgymnasien bestimmt § 8 Abs. 1 des Reglements fÃ¼r die Aufnahme in die Gymnasien mit Anschluss an die 6. Klasse der Primarschule vom 13. Januar 2010 (Aufnahmereglement, AufnahmeR [LS 413.250.1]) dabei nÃ¤her, dass an einem oder zwei Tagen eine schriftliche AufnahmeprÃ¼fung durchgefÃ¼hrt wird, welche die Teile Deutsch (Verfassen eines Textes [60 Minuten]; TextverstÃ¤ndnis und Sprachbetrachtung [45 Minuten]) sowie Mathematik (60 Minuten) umfasst. Die PrÃ¼fungsnote ist das Mittel aus den Noten in beiden FÃ¤chern (§ 10 Abs. 3 Satz 1 AufnahmeR). Sie wird mit zwei Dezimalstellen ausgedrÃ¼ckt (§ 10 Abs. 3 Satz 2 AufnahmeR).</p> <p class="Erwgung2"><span class="SC2641"><span>Bei Kandidatinnen und Kandidaten aus Ã¶ffentlichen zÃ¼rcherischen oder entsprechenden ausserkantonalen Ã¶ffentlichen Schulen, die im Zeitpunkt der Anmeldung die 6. Klasse der Primarschule besuchen, wird beim Entscheid Ã¼ber die Aufnahme zusÃ¤tzlich die Erfahrungsnote mitberÃ¼cksichtigt, das heisst das Mittel der Noten in Deutsch und Mathematik gemÃ¤ss dem letzten regulÃ¤ren Zeugnis (§ 11 Abs. 1, 3 und 5 AufnahmeR); die PrÃ¼fung gilt als bestanden, wenn der Durchschnitt aus der PrÃ¼fungsnote und der Erfahrungsnote mindestens 4,5 betrÃ¤gt (§ 12 AufnahmeR). Bei Kandidatinnen und Kandidaten aus der 5. Klasse der Primarschule (§ 11 Abs. 2 in Verbindung mit § 1a AufnahmeR) sowie solchen aus der 6. Primarklasse einer Privatschule (§ 11 Abs. 1 e contrario AufnahmeR) entscheidet dagegen nach § 13 Satz 1 AufnahmeR allein die PrÃ¼fungsnote; die Erfahrungsnote bleibt unberÃ¼cksichtigt. FÃ¼r einen positiven Aufnahmeentscheid erforderlich ist eine PrÃ¼fungsnote von mindestens 4,0 (§ 13 Satz </span></span>2 <span class="SC2641"><span>AufnahmeR).</span></span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Tochter der BeschwerdefÃ¼hrerin besuchte im Zeitpunkt der PrÃ¼fungsanmeldung die 6. Klasse einer Privatschule. In der schriftlichen AufnahmeprÃ¼fung erzielte sie in Deutsch die Note 3,13 (Verfassen eines Textes: Note 3,0; TextverstÃ¤ndnis und Sprachbetrachtung: Note 3,25) und in Mathematik die Note 4,5. Infolgedessen erreichte sie â was unbestritten ist â den fÃ¼r eine Aufnahme ins Gymnasium nach § 13 Satz 2 AufnahmeR erforderlichen Notendurchschnitt nicht.</p> <p class="Urteilstext">Vor Verwaltungsgericht beanstandet die BeschwerdefÃ¼hrerin nun, als SchÃ¼lerin aus einer Privatschule, deren Vornoten beim Aufnahmeentscheid keine BerÃ¼cksichtigung fÃ¤nden, sei ihre Tochter gegenÃ¼ber den PrÃ¼fungskandidatinnen und -kandidaten aus einer Ã¶ffentlichen Schule "mit Erfahrungsnoten Ã¼ber der Note 5" benachteiligt, mÃ¼ssten Letztere "doch an der PrÃ¼fung keine Note 4 erzielen". Im Fach Deutsch werde diese Benachteiligung zudem zusÃ¤tzlich dadurch akzentuiert, dass bei der Festlegung der Korrekturanleitung regelmÃ¤ssig von sehr guten Erfahrungsnoten der Kandidatinnen und Kandidaten ausgegangen und entsprechend â zur Steuerung der SchÃ¼ler(innen)zahlen â zu einem Ã¤usserst strengen Beurteilungsmassstab gegriffen werde, sodass sich die Kandidatinnen und Kandidaten aus Privatschulen am PrÃ¼fungstag besonders anstrengen mÃ¼ssten, um eine genÃ¼gende Note zu erreichen. Im Ergebnis wird demnach ein Verstoss gegen das Rechtsgleichheitsgebot geltend gemacht und mÃ¶chte die BeschwerdefÃ¼hrerin damit eine Neubeurteilung der AufnahmeprÃ¼fung ihrer Tochter unter MitberÃ¼cksichtigung von deren Erfahrungsnoten erwirken.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Nach dem Grundsatz der Rechtsgleichheit gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, SR 0.101) ist Gleiches nach Massgabe seiner Gleichheit gleich und Ungleiches nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich zu behandeln. Der Grundsatz bzw. das Gebot der rechtsgleichen Behandlung ist demnach verletzt, wenn ein Erlass hinsichtlich einer wesentlichen Tatsache rechtliche Unterscheidungen trifft, fÃ¼r die ein vernÃ¼nftiger Grund in den zu regelnden VerhÃ¤ltnissen nicht ersichtlich ist, oder Unterscheidungen unterlÃ¤sst, die sich aufgrund der VerhÃ¤ltnisse aufdrÃ¤ngen (zum Ganzen <span>RenÃ© Wiederkehr/Paul Richli, Praxis des allgemeinen Verwaltungsrechts, Bd. I, Bern 2012, Rz. 1543 mit Hinweisen</span>).</p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b>Das im Aufnahmereglement vorgeschriebene Aufnahmeverfahren dient der AbklÃ¤rung der BefÃ¤higung und Eignung der Bewerberinnen und Bewerber fÃ¼r die Langgymnasien im Kanton ZÃ¼rich und damit der eignungsgerechten Zuweisung der SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼ler von der 6. bzw. 5. Klasse der Volksschule in die 1. Klasse der gymnasialen Mittelschule bzw. der Oberstufe. "Um fÃ¼r alle Jugendlichen im Kanton ZÃ¼rich die gleichen Zutrittsbedingungen zu schaffen", macht der Reglementgeber die Aufnahme in erster Linie vom Bestehen einer kantonal einheitlichen (zentralen) AufnahmeprÃ¼fung abhÃ¤ngig (vgl. Bericht und Antrag des Regierungsrats an den Kantonsrat vom 18. September 2007 zum Postulat KR-Nr. 188/2005 betreffend "AufnahmeprÃ¼fung Mittelschulen"<span>, KR-Nr. 188/2005 [dieses wie auch die nachzitierten GeschÃ¤fte sind abrufbar unter www.kantonsrat.zh.ch → GeschÃ¤fte → Ãbersicht GeschÃ¤fte → KR-Nr./Vorlagen-Nr.], S. 2; Auszug aus dem regierungsrÃ¤tlichen Protokoll der Sitzung vom 12. MÃ¤rz 2008 betreffend die dringliche Anfrage "UnnÃ¶tige und unverstÃ¤ndliche GefÃ¤hrdung unserer Langzeitgymnasien", S. 2).</span> Eine Untersuchung des Instituts fÃ¼r Bildungsevaluation an der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich "Zur Bedeutung eines fÃ¤cherÃ¼bergreifenden Tests fÃ¼r den Ãbertritt in die Gymnasien des Kantons ZÃ¼rich" aus dem Jahr 2010 zeigt denn auch, dass fÃ¼r den Erfolg in der Probezeit die schriftliche PrÃ¼fungsnote am aussagekrÃ¤ftigsten ist; SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼ler, welche die Probezeit erfolgreich absolvierten, schnitten im schriftlichen Teil der AufnahmeprÃ¼fung deutlich besser ab als jene, welche die Probezeit nicht bestanden (vgl. Antrag des Regierungsrats vom 27. Februar 2013 zum Postulat KR-Nr. 335/2008 betreffend Optimierung des Aufnahmeverfahrens fÃ¼r die Kantonsschulen<span>, KR-Nr. 335/2008, S. 2, auch zum Folgenden; ferner die Medienmitteilung der Vorinstanz vom 9. Mai 2017 "Gymnasiastinnen und Gymnasiasten in der Probezeit stÃ¤rken", abrufbar unter www.bi.zh.ch → Aktuell → Suche/Archiv). ZusÃ¤tzlich optimieren lÃ¤sst sich die Prognose fÃ¼r den Erfolg in der Probezeit bzw. fÃ¼r das Verbleiben im Gymnasium â wie das Untersuchungsergebnis weiter zeigt â durch das Einbeziehen der Erfahrungsnoten in den geprÃ¼ften FÃ¤chern, zumal diese</span> Noten Leistungen abbilden, welche die betreffenden SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼ler Ã¼ber einen lÃ¤ngeren Zeitraum hinweg erbracht haben, und nicht gleichermassen abhÃ¤ngig sind von der Tagesform und der IntensitÃ¤t bzw. QualitÃ¤t der (zumeist spezifisch auf die AufnahmeprÃ¼fung ausgerichteten) PrÃ¼fungsvorbereitung der Kandidierenden (<span>vgl. aber auch den Auszug aus dem Protokoll der Sitzung des Regierungsrats des Kantons ZÃ¼rich vom 26. Oktober 2016 zur Anfrage KR-Nr. 237/2016 "(Regionale Chancengleichheit)", KR-Nr. 237/2016 [Anfrage], S. 4, welcher die Korrelation zwischen Erfahrungsnotendurchschnitt und PrÃ¼fungsresultat aufzeigt)</span>.<span> Im Gegensatz zu den PrÃ¼fungsergebnissen der (einheitlichen) Zentralen AufnahmeprÃ¼fung lassen sich Erfahrungsnoten allerdings von vornherein nur beschrÃ¤nkt miteinander vergleichen, werden Zeugnisnoten doch insbesondere aufgrund des klasseninternen Bezugssystems, also der beobachteten und bewerteten Verteilung in einer bestimmten Klasse, gegeben (vgl. auch den Bericht "Aktueller Stand und EntwicklungsmÃ¶glichkeiten im Bereich der gymnasialen Mittelschulen des Kantons ZÃ¼rich" der Vorinstanz vom Dezember 2006 an den Bildungsrat, Ziff. 6.2.2 [abrufbar unter www.bi.zh.ch → Unsere Direktion → Bildungsplanung → Arbeiten und Projekte → Gymnasiale Mittelschulen im Kanton ZÃ¼rich: aktueller Stand und EntwicklungsmÃ¶glichkeiten]); besondere Probleme aber bereitet der Vergleich zwischen den Noten von SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼lern einer Ã¶ffentlichen Schule mit denjenigen von SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼lern gleicher (Volksschul-)Stufe, welche eine Privatschule besuchen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>So unterstehen Privatschulen, </span>an denen die Schulpflicht erfÃ¼llt wird, zwar der staatlichen Aufsicht und benÃ¶tigen sie eine Bewilligung, welche nur zu erteilen ist, wenn die angebotene Bildung gleichwertig ist wie die an der Ã¶ffentlichen Volksschule angebotene (Art. 117 Abs. 1 der Verfassung des Kantons ZÃ¼rich vom 27. Februar 2005 [LS 101]; § 68 Abs. 1 des Volksschulgesetzes vom 7. Februar 2005 [LS 412.100]); jedoch findet weder bei der Bewilligungserteilung noch bei der AufsichtstÃ¤tigkeit eine QualitÃ¤tskontrolle statt und muss der Unterricht an Privatschulen mit jenem an Ã¶ffentlichen Schulen nicht bis ins Detail Ã¼bereinstimmen. Er muss lediglich die gleiche GewÃ¤hr fÃ¼r die Erreichung der wesentlichen Lernziele bieten (vgl. auch § 67 Abs. 1 der Volksschulverordnung vom 28. Juni 2006 [LS 412.101]). Privatschulen mÃ¼ssen somit nicht den gleichen Unterricht mit der gleichen Lektionenzahl wie die Ã¶ffentlichen Schulen anbieten und kÃ¶nnen insbesondere die Unterrichtszeiten, Absenzen und Dispensationen, Ferien, Disziplinarmassnahmen, die Stellung der SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼ler und die Mitwirkung der Eltern in Abweichung zum Volksschulgesetz selber regeln. Sie kÃ¶nnen zudem auch andere Schwerpunkte namentlich inhaltlicher, pÃ¤dagogischer, weltanschaulicher, religiÃ¶ser oder konfessioneller Art setzen (vgl. zum Ganzen Markus RÃ¼ssli <span>in: Isabelle HÃ¤ner/Markus RÃ¼ssli/Evi Schwarzenbach [Hrsg.], Kommentar zur ZÃ¼rcher Kantonsverfassung, ZÃ¼rich etc. 2007, Art. 117 N. 5; siehe auch die MerkblÃ¤tter des Volksschulamts "Schulung in Privatschulen" vom 9. Februar 2015 und "Beurteilung und Schullaufbahnentscheide an ZÃ¼rcher Privatschulen auf der Volkschulstufe" vom 18. September 2017, abrufbar unter www.vsa.zh.ch → Schulstufen &amp; Schulen → Aufsicht Privatschulen). Aufgrund dieser Freiheiten erscheint die Vergleichbarkeit der Noten von SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼lern der verschiedenen Privatschulen im Kanton untereinander bzw. im VerhÃ¤ltnis zu denjenigen ihrer Mitbewerberinnen und Mitbewerber aus den Ã¶ffentlichen Schulen nochmals zusÃ¤tzlich eingeschrÃ¤nkt. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Deutlich objektivere Aussagen und Vergleiche lassen sich dagegen </span>in Bezug auf die Noten der SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼ler Ã¶ffentlicher Schulen anstellen, da sich diese <span>an </span>detaillierte (organisatorische und inhaltliche) staatliche Vorgaben betreffend den Schulbetrieb als solchen, den Unterricht (so insbesondere die Lehrmittel) und die Leistungsbeurteilungen <span>bzw. die Notengebung (vgl. etwa das Zeugnisreglement vom 1. September 2008 [LS 412.121.31]) zu halten haben (siehe dazu www.vsa.zh.ch <span>→</span> Schulbetrieb &amp; Unterricht)</span>. Die einheitlichen Vorgaben erlauben mithin nicht nur den Vergleich der Noten einzelner SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼ler unterschiedlicher Ã¶ffentlicher Schulen, sondern sie fÃ¼hren auch dazu, dass die Erfahrungsnoten gemÃ¤ss letztem Zeugnis vor der PrÃ¼fungsanmeldung verlÃ¤ssliche(re) RÃ¼ckschlÃ¼sse auf die Eignung und BefÃ¤higung einer Bewerberin bzw. eines Bewerbers fÃ¼rs Gymnasium zu liefern vermÃ¶gen. Hinsichtlich der Privatschulen ist eine entsprechende Aussage umso weniger mÃ¶glich, als diese gar nicht verpflichtet sind, Noten zu vergeben.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, wenn das Aufnahmereglement nicht fÃ¼r alle PrÃ¼fungskandidierenden die identischen Aufnahmebedingungen statuiert. </p> <p class="Erwgung2">Die BerÃ¼cksichtigung der Erfahrungsnoten der PrÃ¼fungskandidierenden aus einer Ã¶ffentlichen Schule ist ein sachlich vertretbares Mittel zur Steuerung des Zugangs zum Langgymnasium und gilt fÃ¼r alle SechstklÃ¤sslerinnen und SechstklÃ¤ssler der Ã¶ffentlichen Volksschule gleichermassen. PrÃ¼fungskandidatinnen und -kandidaten aus einer Privatschule wiederum, welche einen PrÃ¼fungsnotendurchschnitt von 4,0 erreichen mÃ¼ssen, werden nicht schlechter behandelt als das Gros der SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼ler der Volksschule. Letztere mÃ¼ssen unter BerÃ¼cksichtigung der Vornoten zusammen mit den PrÃ¼fungsleistungen einen Notendurchschnitt von 4,5 erreichen. Der Ãbertritt ins Langgymnasium trotz einer (knapp) ungenÃ¼genden AufnahmeprÃ¼fung ist den SechstklÃ¤sslerinnen und SechstklÃ¤sslern der Ã¶ffentlichen Volksschule mithin nur dann mÃ¶glich, wenn ihr Erfahrungsnotendurchschnitt bei 5,25 oder hÃ¶her liegt. Das trifft zwar gemÃ¤ss den Durchschnittswerten der letzten Jahre auf eine betrÃ¤chtliche Anzahl der PrÃ¼fungskandierenden zu (vgl. Anfrage, S. 3; siehe auch den Artikel "ZÃ¼rcher Gymnasien mÃ¼ssen schlechte Noten verteilen" in der NZZ vom 31. Mai 2009); es darf aber nicht ausser Acht gelassen werden, dass der gymnasiale Weg grundsÃ¤tzlich allen Jugendlichen im Kanton ZÃ¼rich offensteht bzw. die Aufnahmeregelung fÃ¼r alle SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼ler der Volksschule gilt, womit bereits dadurch eine (erhebliche) Vorselektion stattfindet. Dieser Spielraum ist den politischen BehÃ¶rden bzw. dem Reglementgeber zuzugestehen, verfÃ¼gt der Staat doch nur Ã¼ber beschrÃ¤nkte finanzielle Mittel zur Einrichtung und FÃ¼hrung Ã¶ffentlicher Gymnasien. Mit der â kritisierten â differenzierten Aufnahmeregelung wird eine optimale Verteilung der beschrÃ¤nkten (Bildungs-)Ressourcen angestrebt, indem in erster Linie geeignete SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼ler in die Probezeit des Langgymnasiums aufgenommen werden sollen. In diesem Zusammenhang fÃ¤llt ins Gewicht, dass der Unterricht an den Ã¶ffentlichen Untergymnasien nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht vom Anspruch auf unentgeltlichen Grundschulunterricht erfasst wird (Art. 19 BV; BGE 140 I 153 E. 2.3.1). </p> <p class="Erwgung2">Nichts zu ihren Gunsten abzuleiten vermag die BeschwerdefÃ¼hrerin schliesslich aus dem ins Feld gefÃ¼hrten Umstand, dass sich das Erreichen der Mindestnote in § 13 AufnahmeR fÃ¼r PrÃ¼fungskandidatinnen und -kandidaten privater Schulen umso schwieriger gestaltet, je hÃ¶her der Erfahrungsnotendurchschnitt der die PrÃ¼fung mitabsolvierenden SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼ler Ã¶ffentlicher Schulen ist, da hohen Vornoten regelmÃ¤ssig mit einer streng(er)en Bewertung der AufnahmeprÃ¼fung begegnet wird, damit <span>diese</span> ihren Zweck als Selektionsinstrument erfÃ¼llen kann (vgl. hierzu bzw. zur ZulÃ¤ssigkeit eines solchen Vorgehens VGr, 30. September 2009, VB.2009.00430, E. 4.3). Die Massnahme trifft alle PrÃ¼fungskandidatinnen und PrÃ¼fungskandidaten gleichermassen. Sind die Erfahrungsnoten der Kandidierenden aus Ã¶ffentlichen Schulen eher tief, dÃ¼rften die Kandidatinnen und Kandidaten aus Privatschulen im umgekehrten Fall zudem regelmÃ¤ssig davon profitieren. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Es ist nach dem Gesagten mit dem Rechtsgleichheitsgebot vereinbar, wenn das Aufnahmereglement unterschiedliche Voraussetzungen fÃ¼r die Aufnahme von PrÃ¼fungskandidatinnen und -kandidaten aus Ã¶ffentlichen und solchen aus Privatschulen formuliert.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten der unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen und ist dieser keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 sowie § 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: GemÃ¤ss Art. 83 lit. t des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) ist die Beschwerde in Ã¶ffentlichrechtlichen Angelegenheiten gegen Entscheide Ã¼ber das Ergebnis von PrÃ¼fungen und anderen FÃ¤higkeitsbewertungen namentlich auf den Gebieten der Schule, der Weiterbildung sowie der BerufsausÃ¼bung ausgeschlossen und alsdann nur die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG gegeben. Art. 83 lit. t BGG erfasst indes nicht auf keiner Beurteilung der persÃ¶nlichen FÃ¤higkeiten beruhende Entscheide aus diesen Bereichen (zum Ganzen HansjÃ¶rg Seiler in: derselbe et al., Bundesgerichtsgesetz [BGG], 2. A., Bern 2015, Art. 83 N. 139 f. und 142 f.; VGr, 23. Mai 2016, VB.2016.00258, E. 5 Abs. 2 mit Hinweisen). Das Ergreifen beider Rechtsmittel muss in der gleichen Rechtsschrift geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 140.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'140.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gung 7 erhoben werden. Sie ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Abweichende Meinung einer Kammerminderheit:</span></p> <p class="MsoHeader"><span>(§ 71 VRG in Verbindung mit § 124 des Gesetzes Ã¼ber die Gerichts- und BehÃ¶rdenorganisation im Zivil- und Strafprozess vom 10. Mai 2010 [LS 211.1])</span></p> <p class="00Vorgabetext"><span> </span></p> <p class="00Vorgabetext"><span>Der Kammermehrheit ist zunÃ¤chst darin zuzustimmen, dass die Erfahrungsnoten von SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼lern Ã¶ffentlicher Schulen nicht mit jenen von PrivatschÃ¼lerinnen und -schÃ¼lern gleichgesetzt werden kÃ¶nnen, weil die Schulung und Benotung in Privatschulen nicht gleich wie in Ã¶ffentlichen Schulen erfolgen muss. Die Rechtsgleichheit zwischen PrÃ¼fungskandidierenden aus Privatschulen und jenen aus Ã¶ffentlichen Schulen wÃ¤re somit am besten und einfachsten zu gewÃ¤hrleisten, wenn gar keine Erfahrungsnoten in das PrÃ¼fungsergebnis einbezogen wÃ¼rden. Derart mÃ¼ssten alle Kandidatinnen und Kandidaten unabhÃ¤ngig davon, welche Schule sie in der 6. Klasse besucht haben, an der Zentralen AufnahmeprÃ¼fung einen Notenschnitt von 4,0 erreichen.</span></p> <p class="MsoHeader"><span>Zwar wird bei den PrÃ¼fungskandidatinnen und -kandidaten aus einer Privatschule dem nachteiligen Verzicht auf die BerÃ¼cksichtigung ihrer (hohen) Vornoten dadurch Rechnung getragen, dass sie ein tieferer PrÃ¼fungsnotendurchschnitt von 4,0 zur Aufnahme berechtigt. Faktisch werden sie aber SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼lern Ã¶ffentlicher Schulen gleichgestellt, welche bei PrÃ¼fungsanmeldung einen Erfahrungsnotendurchschnitt von 5,0 aufweisen. BegrÃ¼ndet wird diese Bestehensgrenze fÃ¼r PrivatschÃ¼lerinnen und -schÃ¼ler ohne Vornoten offenbar damit, dass die meisten SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼ler der Ã¶ffentlichen Schulen erfahrungsgemÃ¤ss mit einem Vornotenschnitt von 5,0 bis 5,25 an die PrÃ¼fung fÃ¼r das Langgymnasium gehen. TatsÃ¤chlich betrug der durchschnittliche Vornotenwert im Jahr 2015 jedoch 5,29 und sind weder seitens der Beschwerdegegnerin noch seitens der Vorinstanz weitere Zahlen bekannt gegeben worden (vgl. Anfrage, S. 3). Ebenso wenig liegen statistische Daten zu den Durchfallquoten der PrivatschÃ¼lerinnen und -schÃ¼ler im Vergleich zu den SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼lern Ã¶ffentlicher Schulen vor. </span></p> <p class="MsoHeader"><span>Es liegt damit eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung der Kandidatinnen und Kandidaten aus Privatschulen vor, welchen der Zugang zum staatlichen Gymnasium in gleicher Weise offenstehen muss wie den Kindern aus Ã¶ffentlichen Schulen. PrivatschÃ¼lerinnen und -schÃ¼ler mÃ¼ssen eine genÃ¼gende PrÃ¼fung ablegen, wÃ¤hrend SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼ler aus Ã¶ffentlichen Schulen mit Vornoten von 5,25 oder hÃ¶her auch mit ungenÃ¼gender PrÃ¼fungsleistung in die Probezeit aufgenommen werden. Hinzu kommt, dass sich das Erreichen der Mindestnote in § 13 AufnahmeR fÃ¼r PrÃ¼fungskandidatinnen und -kandidaten privater Schulen umso schwieriger gestaltet, je hÃ¶her der Erfahrungsnotendurchschnitt der die PrÃ¼fung mitabsolvierenden SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼ler Ã¶ffentlicher Schulen ist, da hohen Vornoten regelmÃ¤ssig mit einer streng(er)en Bewertung der AufnahmeprÃ¼fung begegnet wird, damit <span>diese</span> ihren Zweck als Selektionsinstrument erfÃ¼llen kann (VGr, 30. September 2009, VB.2009.00430, E. 4.3). Diese Selektion trifft â entgegen der Kammermehrheit â die guten PrivatschÃ¼ler, welche ungeachtet ihrer Vorleistungen immer einen PrÃ¼fungsnotenschnitt von mindestens 4,0 erreichen mÃ¼ssen bzw. immer nur mit einer hypothetischen "Vornote" von 5,0 antreten kÃ¶nnen, hÃ¤rter als die Kinder aus Ã¶ffentlichen Schulen, welche mit Vornoten von bzw. Ã¼ber 5,25 an die PrÃ¼fung gehen kÃ¶nnen. Wie sich dieser Mechanismus an der AufnahmeprÃ¼fung 2018 auf das PrÃ¼fungsergebnis der BeschwerdefÃ¼hrerin ausgewirkt hat, wurde nicht abgeklÃ¤rt.</span></p> <p class="MsoHeader"><span>Die Beschwerde wÃ¤re deshalb teilweise gutzuheissen und die Sache an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen gewesen. Die Vorinstanz hÃ¤tte angewiesen werden mÃ¼ssen, abzuklÃ¤ren, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin unter der Annahme, dass alle PrÃ¼fungskandidatinnen und -kandidaten ohne Vornoten an die AufnahmeprÃ¼fung angetreten wÃ¤ren, auch nicht aufzunehmen gewesen wÃ¤re oder ob sie unter dieser Annahme zu dem in die Probezeit aufzunehmenden Prozentsatz der PrÃ¼flinge gehÃ¶rt hÃ¤tte.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>