Inhalt
I.	Allgemende Bestimmungen	3
II.	Hundekontrolle	3
III.	Hundehaltung	4
IV.	Pflichten des Hundehalters	4
V.	Strafbestimmungen	6
VI.	Inkrafttreten	7
Allgemende Bestimmungen
Hundekontrolle
Hundehaltung
Pflichten des Hundehalters
Strafbestimmungen
Inkrafttreten
Systematische Sammlung
des Kommunalrechts der
Gemeinde Sagogn
Nummer
1110.01
Titel
Hundegesetz
Ausgabe
Ausgabe vom 06.10.2009
Gültig ab
24.06.2010 - übersetzt
Einleitende Bemerkungen

Aus Gründen der Vereinfachung beziehen sich Personen-, Funktions- und Gewerbeangaben in dieser amtlichen Publikation jeweils auf alle Geschlechter, ausser wenn explizit etwas anderes definiert ist. Dies ist eine Gebrauchsübersetzung ohne Rechtskraft. Es gilt die verabschiedete romanische Version.

Letzte informale Änderung 19.02.2024 durch Thomas Candrian.
Einleitende Bemerkungen

Aus Gründen der Vereinfachung beziehen sich Personen-, Funktions- und Gewerbeangaben in dieser amtlichen Publikation jeweils auf alle Geschlechter, ausser wenn explizit etwas anderes definiert ist. Dies ist eine Gebrauchsübersetzung ohne Rechtskraft. Es gilt die verabschiedete romanische Version.

Letzte informale Änderung 19.02.2024 durch Thomas Candrian.
Anwendung
Art. 1
Anwendung
Dieses Gesetz regelt die gesetzlichen Grundlagen über die Hundehaltung auf dem Gebiet der Gemeinde Sagogn.
Zuständigkeit
Art. 2
Zuständigkeit
Der Gemeindevorstand und die Gemeindeverwaltung führen dieses Gesetz in Koordination mit dem Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit des Kantons Graubünden aus. 

Sie sorgen dafür, dass die Hundehalter informiert und beraten werden.
Registrierung
Art. 3
Registrierung
Die Gemeindeverwaltung führt eine Hundedatenbank der in der Gemeinde gemeltenden Hunden. 
Meldepflicht
Art. 4
Meldepflicht
Jeder Hund muss durch den Besitzer gemeldet werden. Die Meldung muss jedes Jahr bis spätestens am 31. Januar erfolgen.

Der Hundebesitzer muss einen Beweis vorlegen, dass der Hund gemäss dem übergeordneten Recht registriet wurde.

Hunde ab dem dritten Lebensmonat sind meldepflichtig.

Hunde müssen innerhalb von 30 Tagen angemeldet werden.

Ein Besitzerwechsel innerhalb der Gemeinde mussinnerhalb von 30 Tagen gemeldet werden.

Ein Wohnortswechsel und der Tod des Hundes müssen innerhalb von 10 Tagen gemeldet werden.
Hundesteuer
Art. 5
Hundesteuer
Mit der Anmeldung muss die Hundesteuer gemäss Art. 11ff des Steuergesetzes bezahlt werden.
Impfkontrolle
Art. 6
Impfkontrolle
Hundehalter sind dazu verpflichtet, ihre Hunde gemäss dem übergeordneten Recht impfen zu lassen.
Herrenlose oder entlaufene Hunde
Art. 7
Herrenlose oder entlaufene Hunde
Herrenlose oder entlaufene Hunde müssen der Gemeindeverwaltung innerhalb von zwei Arbeitstagen gemeldet werden. Ausserdem wird gemäss Art. 67 des kantonalen Veterinätgesetzes vorgegangen.
Hundezucht / Tierheim
Art. 8
Hundezucht / Tierheim
Um eine professionnelle Hundezucht oder ein Tierheim führen zu können, benötigt man eine Bewilligung des Gemeindevorstandes. Diese wird erteilt, wenn die persönlichen Bedingungen des Antragstellers sowie auch die räumlichen Bedingungen gewährleisten, dass die öffentliche Sicherheit garantiert ist und dass es nicht zu Ruhestörungen kommt. 

Der Gemeindevorstand ist dazu befugt, die Zucht jederzeit und ohne Voranmeldung begutachten zu lassen.
Sorgfaltspflichten
Art. 9
Sorgfaltspflichten
Es ist verboten, den Hund unbeaufsichtigt herumrennen zu lassen. 

Hundehalter müssen darauf achten, dass ihr Hund die Umgebung nicht durch kontinuerliches Bellen belästigt und dass er andere Tiere oder Menschen nicht gefährdet oder fremdes Eigentum beschädigt.

Wenn sich ein Hund im öffentlichen Raum unbeaufsichtigt bewegt, kann die Gemeindeverwaltung den Hund einfangen lassen. Falls es nicht möglich ist, den Hund innerhalb von fünf Tagen dem Besitzer zurückzugeben (Entschädigung für Futter, Bleibe und Fürsorgung), verfügt der Gemeindevorstand über den Hund.

Hundehalter sorgen dafür, dass ihre Hunde keine Schäden auf Wiesen anrichten und dass sie Schutzmarkierungen des Waldes oder der Jagd nicht überschreiten.

Verbotene Aufenthalsorte für Hunde
Art. 10
Verbotene Aufenthalsorte für Hunde
Es ist untersagt, Hunde in Gebäude der öffentlichen Verwaltung, der Schule und Kirche, auf Schulareale, Spielplätze, Sportanlagen und Friedhöfe mitzunehmen. Davon ausgenommen sind Hilfs- und Begleithunde.

Der Gemeindevorstand ist dazu befugt, dieses Gesetz auf weitere Gebäude auszuweiten.

Während der Vegeationszeit zwischen April und Oktober ist der Zugang zu den Agrarflächen, welce von Drittpersonen genutzt werden, untersagt.

Leinenpflicht
Art. 11
Leinenpflicht
Für den Schutz von Mensch und Tier sowie aus Gründen der Verkehrssicherheit gilt auf dem gesamten Wohngebiet der Gemeinde Sagogn eine Schnurpflicht.

Für Hunde, die durch ihr Verhalten auffallen, kann der Gemeindevorstand diese Zwangspflicht auf weitere Teile des Gemeindegebiets ausweiten.

In den Wäldern und an den Waldrändern gilt von April bis Juli ein allgemeines Berührungs-Obligatorium. In der übrigen Zeit gilt das Berührungs-Obligatorium für Hunde, die von der Aufsichtsperson nicht kontrolliert werden können und Strassen und Wege verlassen.

4 Die Kosten der Forderungen und Massnahmen hat der Inhaber zu tragen.
Beseitigung von Hundekot
Art. 12
Beseitigung von Hundekot
Hundehalter haben dafür zu sorgen, dass der Kot ihrer Tiere unverzüglich aus öffentlichem oder privatem Eigentum Dritter entfernt wird.

Plastiktüten mit Exkrementen dürfen weder auf öffentlichen Plätzen und Strassen noch auf privaten Parzellen oder Parzellen, die für Landwirtschaft und Wald genutzt werden, gelagert werden. Sie sind in Spezialcontainern (Robidog) oder anderen öffentlichen rumänischen Containern zu entsorgen.

Personen, die diesem Gebot zuwiderhandeln, müssen neben einem Kasten auch die Reinigungs- und Reparaturkosten bezahlen.
Strafbestimmungen
Art. 13
Strafbestimmungen
Gegenüber Hundehaltern, die ihren Pflichten aus diesem Gesetz nicht nachkommen, kann der Gemeindevorstand die notwendigen Massnahmen zur Aufrechterhaltung von Ruhe, Ordnung und Sicherheit verfügen. Diese können unabhängig von einem Kast nach Art. 15 dieses Gesetzes verfügt werden.

Weitere Massnahmen des untergeordneten Rechts bleiben vorbehalten.
Strabestimmungen
Art. 14
Strabestimmungen
1 Wer wissentlich oder unverantwortlich gegen die Vorschriften dieses Gesetzes verstösst oder gegen Bestimmungen verstösst, auf denen es beruht, wird – falls das Bundes- oder Kantonsgesetz nicht Vorrang hat – mit bis zu 1000 Franken bestraft.
Incassament da castitgs disciplinars
Art. 15
Incassament da castitgs disciplinars
Der Gemeindevorstand erlässt und veröffentlicht eine Liste von Verstössen. Aufgrund von dieser Liste kann die Gemeindepolizei vor Ort eine Disziplinarstrafe erteilen.

Vor Ort dürfen Disziplinarstrafen nur erteilt werden, wenn der Vorfall von einem Mitglied der Gemeindepolizei gesehen wurde und wenn die betroffene Person sich schuldig bekennt.

Wenn die beschuldigte Person die Strafgebühr sofort bezahlt, erhält sie einen Beleg. Mit dem Bezahlen der Strafgebühr wird die Busse rechtsgültig.

Wenn die betrofffene Person die Busse nicht sofort bezahlt, erhält sie ein Formular mit einer Bedenkfrist. Wird die Busse nicht innerhalb von 30 Tagen bezahlt, wird die Person beim Gemeindevorstand angezeigt und es wird eine ordinäre Strafprozessordnung eingeleitet.

Inkrafttreten
Art. 16
Inkrafttreten
Dieses Gesetz tritt in Kraft, nachdem es durch die Gemeindeversammlung angenommen wurde.
Ausgabe vom Gemeindevorstand genehmigt am
-
Ausgabe von der Gemeindeversammlung genehmigt am
24.06.2010
Ausgabe von der Regierung des Kantons GR genehmigt am
-
Hundegesetz
Systematische Rechtssammlung		Seite 2 von 7
Hundegesetz - Inkrafttreten	24.06.2010 - übersetzt
Systematische Rechtssammlung		Seite 2 von 7