Seite 1 Entscheid vom 24. Januar 2014 (530 13 17) _____________________________________________________________________ Nach- und Strafsteuern / Aufrechnung Bargeldbezüge ab nicht deklarierten Konti Besetzung Steuergerichtspräsident C. Baader, Steuerrichter Dr. P. Spitz, P. Salathe, J. Felix, Steuerrichterin M. Elbert, Gerichtsschreiber D. Brügger Parteien A., vertreten durch B. Beschwerdeführer gegen Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 4410 Liestal, Beschwerdegegnerin betreffend Nach- und Strafsteuern zur direkten Bundessteuer 2000 und 2003 Seite 2 Sachverhalt: 1. Mit Verfügung betreffend Nachsteuern und Bussen zur direkten Bundessteuer 2000 und 2003 vom 28. Juli 2011 stellte die Steuerverwaltung fest, dass 1. für die Steuerjahre 2000 und 2003 Nachsteuern für die direkten Bundessteuern erhoben würden, 2. die Steuerbusse fü r den Steuerpflichtigen auf 100 % der Nachste uer festgesetzt und 3. das Strafsteuerverfahren gegen die Steuerpflichtige eingestellt werde. Zur Begründung machte sie geltend, aufgrund einer Untersuchung der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) habe man erfahren, dass der Pflichtige in den Steuerper ioden 2000 und 2003 Fr. 242'459.54 bzw. Fr. 25'165.45 hätte als Einkommen deklarieren müssen. Es handle sich dabei um die Differenz zwischen den Geldzu - und Geldabflüssen auf zwei nicht dek larierten Konti, dem C. AG Kontokorrent Priv ate CHF Konto-Nr. D. un d dem C. AG Kontokorrent Private EUR Konto -Nr. E. Mit Schreiben vom 27. Dezember 2010 habe man das Nach - und Strafsteuerverfahren eingeleitet und den Pflichtigen die Nac hsteuerberechnung zur Vernehmlassung zugestellt. Eine Stellungnahme sei nicht eingegangen. Aus dem Steuerformular und der dazugehörenden Wegleitung gehe hervor, dass sämtliche Einkommens- und Vermögensbestandteile anzugeben seien. Die Pflichtigen hätten Einkünfte nicht deklariert, womit der Tatbestand der Steuerhinterziehung erfüllt worden s ei. Es gehe dabei um Einkommens - und Vermögenswerte des Pflichtigen, welche nicht deklariert worden seien, so dass die Busse nur ihm auferlegt werden könne. Da das Verschulden schwer wiege und ke ine strafmildernden Gründe ersichtli ch seien, sei die Busse a uf 100 % der Nachsteuer festzulegen. 2. Mit Eingabe vom 22. August 2011 erhoben die Pflichtigen Einsprache und beantragten sinngemäss, die Nachsteuerverfügung sei vollumfänglich aufzuheben. Zur Begründung machten sie geltend, bis zum Schreiben vom 27. Dez ember 2010 sei ihnen nicht bekannt gewesen, dass die ESTV eine Untersuchung durchgeführt habe. Die angefochtene Verfügung habe zwei Beilagen enthalten, deren Schrift so klein und die Druckqualität so schlecht gewesen sei, dass sie nicht lesbar gewesen seie n. Zudem sei nirgends dargelegt worden, weshalb die Geldzuflüsse unversteuertes Einkommen sein sollten. 3. Mit Einsprache-Entscheid vom 14. März 2013 wies die Steuerverwaltung die Einsprache ab. Zur Begründung führte sie aus, die Aufrechnungen würden sic h auf zwei Bankkonti stützen, welche vor dem Jahr 2004 weder von den Pflichtigen noch von einer Gesellschaft und seither Seite 3 als Privatkonti deklariert worden seien. Bei den Aufrechnungen handle es sich um die bar bezogenen Geldbeträge zulasten der strittigen Konti, da deren geschäftlicher Zweck nicht erkennbar sei. Vermutungsweise hätten die Bezüge zur Deckung des privaten Lebensunterhaltes g edient. Belege eine behördliche Buchprüfung das Bestehen von Schwarzkonti und dort eing egangenen Geldzuflüsse, so lägen darin rechtsgenügliche Anhaltspunkte für eine unvollständige resp. unrichtige Selbstdeklaration, und zwar nicht nur von Vermögenswerten, sondern auch von steuerbaren Einkünften. Dem Pflichtigen obliege alsdann die Beweislast für steuerausschlie ssende resp. -mindernde Tatsachen. Die eingereichten Unterlagen würden einzig zeigen, dass der Pflichtige eine Geschäftstätigkeit mit Telefonkarten ausübe. Eine geschäftliche Verwendung der aufgerechneten Bargeldbezüge sei indes nicht bewiesen. Der Pflichtige habe in Kauf g enommen, zu wenig Steuern zu bezahlen und den Tatbestand der Steuerhinterziehung zumi ndest eventualvorsätzlich erfüllt. Gründe für eine Strafmilderung seien nach wie vor keine ersichtlich. 4. Mit Beschwerde vom 10. April 2013 beantragten die Pflich tigen sinngemäss, der Einsprache-Entscheid und die Nachsteuerverfügung seien vollumfänglich aufzuheben. Ausgangspunkt des Verfahrens sei eine Untersuchung der ESTV, welche Akten der Bundesanwaltschaft (BA) erhalten habe. Der Pflichtige habe eine Firmengruppe geleitet, welche im Telefonkarten -Geschäft tätig gewesen s ei. Dieses Geschäft sei bargeld intensiv und durch eine relativ geringe Marge gekennzeichnet gewesen. In der Firmengruppe sei ein Cash - Management organisiert worden, damit die knappen Margen nicht durch Transaktionsgebühren geschmälert worden seien. Man habe in Aussicht gestellt, nach Durcharbeitung der Akten der BA sämtliche Aufrec hnungen widerlegen zu können. Dies sei allerdings sehr schwierig, da es um ca. 80'000 Seiten gehe, welche nicht mehr s o organisiert seien wie vor der Beschlagnahmung im Jah r 2006. Mit Beschwerdeergänzung vom 29. April 2013 reichten die Pflichtigen diverse Unterlagen nach. 5. Mit Vernehmlassung vom 27. Mai 2013 beantragte die Steuerverwaltung die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie aus, alles was bisher an Unterlagen eingegangen sei, sage nichts über die genaue Verwendung der Mittel aus. Bis heute werde auf detaillierte Ausführungen, welche über den tatsächlichen Verbleib oder die effektive Verwe ndung der bezogenen Geldmittel aufkläre, gewartet. Seite 4 6. Mit Datum vom 18. Oktober 2013 fand eine erste Verhandlung statt, an welcher die Parteien an ihren Anträgen festhielten. Der Vertreter der Pflichtigen machte ergänzend geltend, im Zuge der gegen den Beschwerdeführer geführten Strafverfahren seien sämtliche Akten der Firmen beschlagnahmt worden. Sämtliche Strafverfahren seien zwischenzeitlich eingestellt worden. In Relation zu den Bargeldtransaktionen im Telefongeschäft des Beschwerdeführers in Millionenhöhe handle es sich bei den angeblich hinterzogenen Beträgen um Peanuts. Sehe man sich die der Verfügung vom 28. Juli 2011 beigelegten Exceltabellen der ESTV genauer an, falle auf, dass nicht angegeben sei, wer sie erstellt habe, wann sie erstellt worden seien und welches die materielle Grundlage dazu sei. Noch weniger seien sie lesbar. Was jedoch vollständig fehle, sei der Nachweis, dass diese Tabellen tatsächlichen die vollständigen Kontobewegungen der angegeben Konti wiedergeben würden. Die Auszüge die ser Konti befänden sich nämlich nicht vollständig bei den Akten. Auf die Exceltabellen allein könne daher nicht abg estellt werden. Die Steuerverwaltung anerkenne offenbar, dass die fraglichen Konti wirtschaftlich nicht dem Steuerpflichtigen gehörten, sonde rn wie es der Untertitel (Rubrik) auf den Kontoauszügen ausweise, einer seiner Unternehmungen. Andernfalls hätte sie ja sämtliche Mittelzuflüsse auf diesen Konti als Einkommen des Steuerpflichtigen aufrechnen müssen. Gehörten die Konti aber wirtschaftlich der Unternehmung, so sei der Beschwerdeführer auch nicht verpflichtet, diese Konti in seiner Steuererklärung zu deklarieren. Die Bankbelege zu den beiden Konti würden sich wahrscheinlich bei den Akten der BA befinden. Dem Beschwerdeführer sei es nicht mö glich, aus den rund 80‘000 Seiten, welche von der BA neu organisiert worden seien, die Bankb elege herauszusuchen. Er befinde sich somit in einem Beweisnotstand, welche in erster Linie die BA verschuldet habe, in zweiter Linie aber die Steuerverwaltung, welche auch keine Beweise für die Richtigkeit der Exceltabellen anführe. Für die angebliche Steuerhinterziehung im Jahr 2000 seien die Jahre 1998 und 1999 (recte : 1997 und 1998) Bemessungsgrundlage. Es gehe somit um Bankbelege aus diesen Jahren, welche den Beschwerdeführer entlasten könnten. Allerdings habe er erst nach Ablauf der zehnjährigen Aufbewahrungsfrist, nämlich am 27. D ezember 2010 erfahren, dass gegen ihn ein Nachsteuerverfahren eingeleitet worden sei. Es könne nicht von ihm verlangt werden, dass er Beweismittel für Transaktionen vorlege, für we lche die gesetzliche Aufbewahrungsfrist abgelaufen sei. Für die angebliche Hinterziehung im Jahr 2000 sei die Verjährung eingetreten. Das Verfahren sei zwar mit Schreiben vom 27. D ezember 2010 eingeleitet worden . Es fehle jedoch ein Nachweis, dass dieses Schreiben den Steuerpflichtigen noch im Jahre 2010 zugestellt worden sei. Im Sinne eines Eventualantrages sei der Beweisnotstand mindestens bei Seite 5 der Bemessung der Steuerbusse zu berücksichtigen und dementsprechend auf die Erhebung derselben zu verzichten. 7. Da unklar war, ob die Exceltabellen sämtliche Bewegungen auf den fraglichen Konti enthalten und wer an diesen Konti in den Jahren 1997, 1998 und 2003 wirtschaftlich berechtigt war, hat das Steuergericht mit Da tum vom 18. Oktober 2013 verfügt, 1. Der Fall wird ausgestellt, 2. Es werden bei der ESTV, der BA und der C. AG je eine amtliche Erkundigung durchgeführt und diese aufgefordert, dem Steuergericht die vollständigen Kontoauszüge der Konti, je für die Zeit vo m 1. Januar bis 31. Dezember 1997, 1. Januar bis 31. Dezember 1998 und 1. Januar bis 31. Dezember 2003 einzureichen sowie dem Steuergericht gleichzeitig Belege darüber z uzustellen, wer an diesen Konti per 1. Januar 1999 und 31. Dezember 2003 wirtschaftlich berechtigt war. Da weiter unklar war, wann das Schreiben der Steuerverwaltung vom 27. Deze mber 2010 den Pflichtigen zugegangen ist, wurde bei der Post CH AG eine entsprechende Anfrage gestellt. 8. Mit Verfügung vom 2. Dezember 2013 wurden die Eingaben d er BA vom 30. Oktober 2013, der ESTV vom 7. November 2013 und der C. AG vom 14. November 2013 sowie der Zustellnachweis der Post CH AG den Parteien zur Kenntnisnahme zugestellt. 9. Anlässlich der heutigen Verhandlung hielten die Parteien an ihren Begehre n fest. Der Vertreter der Beschwerdeführer hielt ergänzend fest, dass aufgrund der amtlichen Erkundigungen nun die vollständigen Kontoauszüge der Jahre 1997, 1998 und 2003 vorlägen. Aufgrund derselben ergebe sich für das Schweizerfranken -Konto pro 1998 ein e Differenz zwischen Geldzu- und Geldabflüssen von total Fr. 30'738.11. Für das Jahr 2003 ergebe sich zwischen den Mittelzu - und den Mittelabflüssen ein Negativsaldo von Fr. -19'227.61. Im Ergebnis sei die a ngefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, welche für das Jahr 2000 eine Nachsteuer auf der Grundlage von Fr. 30'738.11 nachzubesteuerndes Einkommen zu erlassen habe. Für das Jahr 2003 hingegen entfalle eine Nachsteuer total. Es stelle sich jedoch die Frage, ob die b eiden Beträge nicht zu verrechnen wären, womit für die Jahre 2000 und 2003 ein nachzubesteuerndes Einkommen von kumuliert lediglich Fr. 11'511.50 (Fr. 30‘738.11 ./. Fr. 19‘227.61) verbleiben würde. Auf die Strafsteuer sei zu verzichten. Dies gelte umso meh r, als statt dem ursprünglich verfügten hinterzogenen Einkommen von über Fr. 240'000. -- neu ein Bagatellbetrag von lediglich noch Seite 6 rund Fr. 30'000. -- (Jahr 2000) bzw. gar ein Negativsaldo von rund Fr. -20'000.-- (Jahr 2003) resultiere. Ebenfalls berücksicht igt werden müsse, dass die Aufrechnung der Differenz zwischen den Mittelzu- und den Mittelabflüssen auf den beiden Konti als Einkommen ein fiktives Einkommen darstelle. Nur weil es dem Steue rpflichtigen nach mehr als 15 Jahren nicht mehr gelungen sei, die geschäftsmässige Begründetheit der rund Fr. 30'000. -- an Differenz im Jahre 1998 nachzuweisen, heisse dies noch lange nicht, dass er tatsächlich schuldhaft im Sinne des Strafrechts eine Steuerhinterziehung bega ngen habe. Auch aus diesem Grunde sei es angemessen, angesichts des geringen Verschu ldens auf eine Strafsteuer zu verzichten. Auf Nachfrage des Steuergerichts, ob er den geschäf tlichen Zweck der Bargeldbezüge nachweisen könne, wies der Vertreter unter Hinweis auf einen Auszug a us dem Kontoblatt der F. GmbH für den Zeitraum vom 1. Oktober 1998 bis 31. D ezember 1999 auf diverse Einzahlungen des Beschwerdeführers auf das Konto 1110 „Discount A. Telefonzenter“ hin, welche sich auf rund 1 Mio. Fr. belaufen würden. Das Steuergericht zieht in Erwägung: 1. Das Steuergericht ist gemäss Art. 140 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG) vom 14. Dezember 1990 zur Anhandnahme der vorliegenden Streitsache zuständig, wobei gemäss § 4 der Vollzugsverordnung DBG vom 13. Dezember 1994 i.V.m. § 129 Abs. 1 des Gesetzes über die Staats - und Gemeindesteuern (Steuergesetz, StG) vom 7. Februar 1974 Beschwerden, deren umstrittener Steuerbetrag wie im vorliegenden Fall Fr. 8’000.-- übersteigt, vom Präsidenten und vier Richterinnen und Richtern des Steuergeric hts beurteilt werden. Da die in formeller Hinsicht an eine Beschwerde zu stellenden Anforderungen erfüllt sind, ist ohne weiteres darauf einzutreten. 2. Vorliegend unterliegt der Beurteilung, ob die Steuerverwaltung zu Recht Einkommensnachsteuern für die Jahre 2000 und 2003 erhoben hat. a) Ergibt sich gemäss Art. 151 Abs. 1 DBG aufgrund von Tatsachen oder Beweismittel, die der Steuerbehörde nicht bekannt waren, dass eine Veranlagung zu Unrecht unterblieben oder eine rechtskräftige Veranlagung unvollständ ig ist, oder ist eine unterbliebene Seite 7 oder unvollständige Veranlagung auf ein Verbrechen oder Vergehen gegen die Steuerbehörde zurückzuführen, so wird die nicht erhobene Steuer samt Zins als Nachsteuer eingefordert. Hat der Steuerpflichtige Einkommen, Vermög en und Reingewinn in seiner Steuererklärung vollständig und genau angegeben und das Eigenkapital zutreffend ausgewiesen und haben die Steuerbehörden die Bewertung anerkannt, so kann keine Nachsteuer erhoben werden, selbst wenn die Bewertung ungenügend war (Art. 151 Abs. 2 DBG). b) Bei rechtskräftigen Veranlagungen ist eine einfache Nachforderung von Steuerbeträgen, die nicht durch die Verfügung gedeckt sind, nicht möglich. Das Prinzip der Rechtskraft wird jedoch in den Gesetzen regelmässig durchbrochen, ind em auch dem Fiskus die Mö glichkeit gegeben wird, die Verfügung unter bestimmten Voraussetzungen zu seinen Gunsten abzuändern und einen zusätzlichen Steuerbetrag (samt Zins) als Nachsteuer einzufordern (Höhn/Waldburger, Steuerrecht Bd. I, 9. A. , Bern/Stuttgart/Wien 2001, § 36 N 22). Die Nac hsteuer ist die "Mehrsteuer", welche sich gegenüber der ursprünglich veranlagten Steuer ergibt. Mit dem Nachsteuerverfahren soll der vom Fiskus durch die ungerechtfertigte Verkürzung der Steuer erlittene Steuerausfall ausg eglichen werden, doch darf die Nachsteuer nicht zur Überb esteuerung des Pflichtigen führen (vgl. Schneider/Merz in: Nefzger/Simonek/Wenk, Kommentar zum Steuergesetz des Kantons Basel-Landschaft, § 146 N 1). Von den im ordentlichen Vera nlagungsverfahren erhobenen Steuern unterscheidet sich die Nachsteuer nur in formeller Hi nsicht (vgl. Vallender in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, Art. 53 StHG N 2). Die Nachsteuer hat von ihrer Natur her somit keinen pönalen Charakter und ist demnach weder mit einer Busse verbunden noch setzt sie das Verschulden des Steuerpflichtigen voraus (Schneider/Merz, a.a.O., § 146 N 2). Hat jedoch der Steuerpflichtige eine vollständige Deklar ation der Steuerfaktoren vorgenommen und haben die Steuerbehörden die Bewertung anerkannt, kann keine Nachsteuer erhoben werden, selbst wenn es sich im Nachhinein erweist, dass die Bewertung ungenügend war. Da es Sache des Steuerpflichtigen ist, sämtliche mas sgebenden Tatsachen bekanntzugeben, kann der Steuerbehörde nicht entgegengehalten werden, sie hätte bei genügender Sorgfalt vom richtigen Sachverhalt Kenntnis erhalten können. "Bekannt" ist für die Steuerbehörde im Zeitpunkt der Veranlagung nur, aber immerhin, was akten- oder amtskundig ist. Dem Steuerpflichtigen obliegt es dabei, den Nachweis zu erbringen, dass der Behörde die Tatsache hätte bekannt sein müssen (Höhn/Waldburger, a.a.O., § 36 N 24). 3. Zufolge des im Steuerrecht geltenden Untersuchungsgrundsatzes haben die Steuerbehörden den Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln. Seite 8 a) Gemäss Art. 142 Abs. 4 DBG hat das Steuergericht die gleichen Befugnisse wie die Veranlagungsbehörde im Veranlagungsverfahren. Das Steuergericht kann seine Untersuchungs- und Beweismassnahmen auf andere Punkte der Einschätzung ausdehnen, wenn nach den Akten Grund zur Annahme besteht, dass die Einschätzung unrichtig ist (vgl. § 4 Vollzugsverordnung zum DBG vom 13. Dezember 1994 i.V.m. § 126 Abs. 2 StG). b) Der Nachweis für steuerbegründende Tatsachen obliegt der Steuerbehörde, der Beweis für steueraufhebende oder steuermindernde Tatsachen grundsätzlich aber dem Steuerpflichtigen; dieser hat steuermindernde Tatsachen nicht nur zu behaupten, sondern auch zu belegen (vgl. Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts [BGE ] 2A.500/2002 vom 24. März 2003 E. 3.5; Ernst Blumenstein/Peter Locher, System des Steuerrechts, 6. A. Zürich 2002, S. 416 und 453). c) Die Steuerbehörden müssen den rechtserheblichen Sachverhalt von sich aus richtig und vollständig abklären. Der Untersuchungsgrundsatz entbindet die Parteien indessen nicht von ihrer Behauptungslast. Es wird erwartet, dass die steuerpflichtige Person die zu ihren Gunsten sprechenden Umstände von sich aus vorbringt. Sie ist zur Erteilung umfassender Auskünfte über die für die Besteuerung massgebenden Umstände verpflichtet . Beweismittel ist primär die mündliche oder schriftliche Auskunft der pflichtigen Person, also die Parteiaussage (Archiv für Schweizerisches Abgaberecht [ASA], Bd. 68, S. 461). Bei steuererhöhenden Tatsachen trägt die Veranlagungsbehörde die Beweislast; s ie hat aber keine Kenntnis vom Sachverhalt, weshalb der Gesetzgeber Mitwirkungspflichten des Steuerpflichtigen statuiert. Diese Mitwirkungspflichten ändern zwar an der Beweislastverteilung nichts, wirken sich aber auf die Beweiswürdigung aus: wirkt der Steuerpflichtige trotz Mahnung nicht mit, legt er z.B. die von ihm verlangten Unterlagen nicht vor, erscheint er nicht zur Einvernahme usw., obschon die geforderte Mitwirkung zumutbar ist, kann die Veranlagungsbehörde den Beweis nicht erbringen, befindet sie sich in Beweisnot. Beweisnot des Beweisbelasteten rechtfertigt aber die Überwälzung der Beweislast auf den Steuerpflichtigen nicht, die entscheidende Behörde bleibt an die Bewei slastregeln gebunden (vgl. ASA, Bd. 56, S. 626). Der Steuerpflichtige trägt seinerseits die B eweislast für Tatsachen, welche die Steuerschuld mindern oder aufheben, insbesondere auch dafür, dass die geltend gemachte neue Tatsache der Veranlagungsbehörde hätte bekannt sein müssen (Zweifel/Casanova, Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, § 26 N 33). Dass das Steuersubjekt in zwar weitreichendem, aber doch begrenztem Umfang zur Mitwirkung bei der Rekonstruktion des steuererheblichen Sachverhalts verpflichtet ist, muss Seite 9 Konsequenzen für die Verteilung der objektiven Beweislast haben. Diese beweislastrechtlichen Konsequenzen hängen davon ab, ob das Steuersubjekt in gehöriger Weise mitwirkt oder ob es die mögliche und zumutbare Mitwirkung pflichtwidrig und schuldhaft verweigert (ASA, Bd. 67, S. 445). Die en tscheidende Behörde kann die tatsäch lichen Anbringen der Steuerbehörde als erwahrt ansehen, wenn sie glaubhaft erscheinen. Statt vollständigem Beweis reicht die Glaubhaftmachung aus. Das führt dazu, dass der Beweis als vom Beweisbelasteten erbracht erachtet wird, obwohl nichts bewiesen worde n ist. In jedem Fall muss aber die Mitwirkung des Steuerpflichtigen im geforderten Umfang möglich und zumutbar sein (vgl. Behnisch, Die Verfahrensmaximen und ihre Auswirkungen auf das Beweisrecht im Steuerrecht, in: ASA, Bd. 56, S. 627; zur Auskunft spflicht ausführlich auch Zwei fel/Casanova, a.a.O., § 16 N 39 ff.). Die Mitwirkung der steue rpflichtigen Person kann somit weder im Veranlagungs - noch im Rechtsmittelverfahren erzwungen werden. Die säumige steuerpflichtige Person treffen jedoch Rechtsnachteile und Bussen (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. A. Zürich 2009, Art. 126 N 47). Damit wird dem allgemeinen Rechtsgedanken, wonach pflichtwidriges Nichtmitwirken bzw. allgemein beweisvereitelndes Verhalten sich nicht lohnen darf, Rech nung getragen (Schär, Normentheorie und mitwirkungsorientierte Beweislastverteilung in gemischten Steuerveranlagungsverfahren, in ASA, Bd. 67, S. 452). 4. Aufgrund der vom Vertreter erhobenen Verjährungseinrede ist im vorliegenden Fall vorab strittig, ob die Steuerverwaltung noch berechtigt war, betreffend das Jahr 2000 ein Nachsteuerverfahren einzuleiten. a) Nach Art. 152 Abs. 1 DBG erlischt das Recht, ein Nach - und Strafsteuerverfahren einzuleiten, 10 Jahre nach Ablauf der Steuerperiode, für die eine Veranlagung zu Unrecht unterblieb oder eine rechtskräftige Veranlagung unvollständig ist. Diese Regelung ist identisch mit den harmonisierungsrechtlichen Vorgaben von Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kanto ne und Gemeinden (StHG) vom 14. Dezember 1990. Der Beginn der Frist von 10 Jahren setzt beim Ablauf derjenigen Steuerperiode ein, für welche eine Unterbesteuerung vorliegt (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, a.a.O., Art. 152 N 5). b) Vorliegend begann die 10 -jährige Verjährungsfrist somit am 31. Dezember 2000 zu laufen und endete am 1. Januar 2011. Das Nach - und Strafsteuerverfahren wurde seitens der Steuerverwaltung mit Schreiben vom 27. Dezember 2010 eröffnet. Die Beschwerdeführer Seite 10 machten anlässlich der Verhandlung vom 18. Oktober 2013 geltend, es fehle in den Akten ein Nachweis dahingehend, dass das Schreiben den Steuerpflichtigen noch im Jahre 2010 zugestellt worden sei. Eine Anfrage des Steuergerichts gestützt auf den hiervor zi tierten Art. 142 Abs. 4 DBG sowie den Untersuchungsgrundsatz, wonach die Steuerbehörden den Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln haben, bei der Post CH AG hat ergeben, dass die Sendung von der Pflichtigen mit Datum vom 29. Dezember 2010, und damit vor Ablauf der Verjährungsfrist, am Postschalter in G. entgegengenommen worden ist. Die Einleitung des Nach- und Strafsteuerverfahrens war damit für das Jahr 2000 nicht verjährt. 5. Zu prüfen ist weiter, wer an den beiden Konti wirtschaftlich berechtigt war . Der Vertreter macht in diesem Zusammenhang geltend, die fraglichen Konti würden wirtschaftlich nicht dem Beschwerdeführer gehören, sondern, wie es der Untertitel (Rubrik) auf den Kontoauszügen ausweise, einer seiner Unternehmungen. Vermögenswerte, die ei nem nicht gehörten, welche allenfalls treuhänderisch verwaltet würden, müssten nicht in der eigenen Steuererklärung deklariert werden. a) Für das Treuhandgeschäft wird gemeinhin als typisch bezeichnet, dass eine Person (Treuhänder, Fiduziar) Sachen, Wer te oder Forderungen zu vollem Recht erwirbt und sich vertraglich verpflichtet, das Treugut im Interesse der Gegenpartei (Treugeber, Fiduziant) und nach dessen Weisungen zu halten und zu verwalten und unter bestimmten Voraussetzungen unentgeltlich zurückzug eben. Der Treuhänder handelt somit im eigenen Namen, aber für Rec hnung und auf Risiko des Treugebers. Er erhält volles Recht übertragen, unterliegt jedoch einer vertraglichen Verfügungsbeschränkung und Rückgabepflicht (Fellmann, Berner Kommentar, Art. 394 OR N 57 ff.). Nach heutiger Mehrheitsmeinung handelt es sich bei den Treuhandve rhältnissen bzw. fiduziarischen Geschäften um einen Vertrags - oder Geschäftstyp, auf den zumindest teilweise die Regeln des Auftragsrechts anwendbar sind. Das der Treuhand zugru ndeliegende Rechtsverhältnis ist somit oft, aber nicht immer ein Auftrag (BSK OR I - Rolf H. Weber, Art. 394 N 11 f.). b) Der Auftrag kommt formfrei zustande (BSK OR I - Rolf H. Weber, Art. 395 N 9). Treuhandverträge über bewegliche Sachen können ebenso formlos abgeschlossen werden. In der Praxis werden aber, wenigstens bei den grösseren Treuhandgesellschaften, die Treuhandverträge ausnahmslos schriftlich abgefasst. Für die Treuhandgeschäfte der Banken ist Schriftlichkeit in der Verordnung zum Bankengese tz ausdrücklich angeordnet. Für die Seite 11 steuerliche A nerkennung wird für alle Treuhandverhältnisse Schriftlichkeit vorausgesetzt (vgl. Schweizerische Zeitschrift für Beurkundungs - und Grun dbuchrecht [ZBGR] 55 [1974], Müller, Das Treuhandve rhältnis unter Berück sichtigung aktueller Fragen aus dem Sachen - und Zwangsvollstreckungsrecht, S. 271). c) Nach feststehender Praxis sind die Steuerbehörden berechtigt, Rechtsverhältnisse und Rechtsgeschäfte - unter Vorbehalt des Gegenbeweises - demjenigen zuzuschreiben, auf dessen Namen sie lauten. Die Behauptung, ein im eigenen Namen abgeschlossenes Rechtsgeschäft sei treuhänderisch für einen Dritten eingegangen worden, darf unberücksichtigt gelassen werden, wenn das Treuhandverhältnis nicht einwandfrei nachgewiesen wird. Das gilt insbesondere dann, wenn der Treugeber im Ausland domiziliert ist. Ist ein einwandfreier Nachweis für das Bestehen eines Treuhandverhältnisses erbracht worden, so ist für die entspr echenden Einkünfte nicht der Treuhänder, sondern grundsätzlich de r Treugeber steuerpflichtig (vgl. ASA, Bd. 49, S. 212). Die ESTV anerkennt ein Treuhandverhältnis, d.h. verzichtet (unter Besteuerung des Treugebers) auf die Besteuerung des Treuhänders in der Praxis nur, wenn der Treuhandvertrag nachgewiesen ist. Beruft s ich eine in der Schweiz steuerpflichtige Person auf einen solchen mit dem Treugeber im Ausland, dessen Verhältnisse sich der Kontrolle der inländischen Steuerbehörden entziehen, so setzt der Nachweis namentlich einen schriftlichen und unterzeichneten Treuh andvertrag aus der Zeit der Begründung des Treuhandverhältnisses voraus (ASA, Bd. 60, S. 561 f.; vgl. auch Entscheid der Eidgenössischen Steuerrekurskommission [SRK 2004-098] vom 4. Januar 2006, E. 2c). d) Ist für das Treuhandverhältnis kein Nachweis erb racht und sind die vermeintlich treuhänderisch verwalteten Gelder nicht deklariert worden, sind diese im Nach - und Strafsteuerverfahren der Besteuerung zuzuführen (vgl. StGE vom 3. Dezember 2010, 510 10 45, E. 2 f.). e) Vorliegend ist das einzige Indiz d afür, dass die fraglichen Konti wirtschaftlich nicht dem Steuerpflichtigen gehören könnten, die auf den Kontoauszügen unter dem Titel Rubrik aufgeführte H. Dabei handelt es sich wohl um die H. GmbH, welche mit Datum vom 1. Juli 2005 mit Sitz in I. im Kanto n J. ins Handelsregister eingetragen worden ist. Eine Gesellschafterin dieser Unternehmung war die F. AG, welche mit Datum vom 10. März 2000 ins Handelsregister des Kantons K. eingetragen worden war und welche der Beschwerdeführer als Direktor mit Einzelunterschrift führte. Die Aussage des Beschwerdeführers, wonach es sich bei der H. um eine seiner Unternehmungen handelt, ist daher nicht völlig falsch, wobei darauf Seite 12 hinzuweisen ist, dass die Gesellschaft erst nach den hier strittigen Steuerperioden 2000 und 2003 ins Handelsregister eingetragen worden ist. Festzuhalten bleibt weiter, dass weder ein schriftlicher Treuhandvertrag noch andere Belege ins Recht gelegt worden sind, welche die wirtschaftliche Berechtigung an den beiden Konti jemand anderem als dem Be schwerdeführer zuweisen. Der von der zitierten Praxis geforderte Nachweis wurde demnach nicht erbracht. Da aber a nlässlich der ersten Verhandlung vor dem Steuergericht vom 18. Oktober 2013 nicht restlos klar wurde, ob die wirtschaftliche Berechtigung an de n beiden Konti beim Beschwerdeführer lag, hat das Steuergericht gestützt auf den hiervor zitierten Art. 142 Abs. 4 DBG sowie den Unters uchungsgrundsatz, wonach die Steuerbehörden den Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln haben, entsprechende amtliche Er kundigungen bei der ESTV, der BA und der C. AG eingeholt. Diese haben ergeben, dass zwar kein Formular A vorliegt, dass aber sämtliche Formulare (so unter anderem jene betreffend die Kontoeröffnungen) und die Belege betreffend die Bargeldbezüge vom Beschwerdeführer unterzeichnet worden sind. Somit ist keine wirtschaftliche Berec htigung eines Dritten an den beiden Konti belegt. Vielmehr ist aufgrund der amtlichen Erkund igungen der Nachweis erbracht, dass die wirtschaftliche Berechtigung an den beiden Konti i n den fraglichen Jahren beim Beschwerdeführer lag und er deshalb verpflichtet gewesen wäre, dieselben in seiner Steuererklärung zu deklarieren. 6. Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführer die beiden fraglichen Konti bei der C. AG in den Steuerkläru ngen 2000 und 2003 nicht deklariert haben. Strittig ist, ob die zulasten der beiden Konti bar bezogenen Geldbeträge von der Steuerverwaltung zu Recht aufgerechnet worden sind. a) In BGE 2C_233/2010 vom 8. Juli 2010, E. 2.2 wurde folgendes entschieden: „Der Beschwerdeführer wendet im Weiteren sinngemäss ein, bei den Einzahlungen auf das fragliche Konto habe es sich um - von ihm deklarierte - Bareinnahmen aus seinem Gastronomiebetrieb gehandelt, weshalb die Vorinstanz zu Unrecht von unversteuerten Einkünften ausgegangen sei. Diese Sichtweise ist offensichtlich unzutreffend. Belegt nämlich eine behördliche Buchprüfung das Bestehen von Schwarzkonti und die dort eingegangenen Geldzuflüsse, so liegen darin rechtsgenügliche Anhaltspunkte für eine unvollständige bzw. unrichtige Selbstdeklaration, und zwar nicht nur von Vermögenswerten, sondern auch von steuerbaren Einkünften (vgl. BGE 2A.541/2002 vom 22. April 2003 E. 2.1). Dem Pflichtigen obliegt dann die Beweislast für steuerausschliessende bzw. -mindernde Tatsachen (vgl. BGE 92 l 253 E. 2 S. 356 f.; ASA , Bd. 64, S. 493, E. 3c; Bd. 59, S. 632, E. 4; Bd. 55, S. 624, E. 3a; mit weiteren Hinweisen). Dieser ist Seite 13 der Beschwerdeführer nur völlig unzulänglich nachgekommen, ebenso wie seinen Mitwirkungspflichten (vgl. dazu allgemein BGE 121 ll 273 E. 3c S. 284 ff.; 121 lI 257 E. 3 S. 259 ff.‚ je mit weiteren Hinweisen). Auf allen Verfahrensstufen erschöpfen sich seine Ausführungen vielmehr in der Behauptung, bei den Einzahlungen auf das Konto handle es sich um Einlagen aus seinem Privatgeld in die Firma bzw. es handle sich um die Einzahlung von Bareinnahmen aus dem Betrieb, indem in Form von Bargeld im Betrieb verbliebene Einnahmen periodisch auf das Bankkonto einbezahlt worden seien. Mit diesen Erklärungen vermag der Beschwe rdeführer nicht nachzuweisen, dass die fraglichen Einnahmen, welche den entsprechenden Einzahlungen auf das Bankkonto zugrunde lagen, korrekt deklariert wurden.“ b) Vorliegend liegt ein praktisch identischer Fall vor, macht doch die Steuerverwaltung geltend, die bar bezogenen Geldbeträge zulasten der strittigen Konti seien, da deren g eschäftlicher Zweck nicht erkennbar sei, aufzurechnen. Der Beschwerdeführer reichte weder bei der Vorinstanz noch im Verfahren vor Steuergericht Unterlagen ein, welche den geschä ftlichen Zweck der Bargeldbezüge nachzuweisen vermögen. Der Vertreter wies unter Hinweis auf einen Auszug aus dem Kontoblatt der F. GmbH für den Zeitraum vom 1. Oktober 1998 bis 31. D ezember 1999 lediglich auf diverse Einzahlungen des Beschwerdeführers auf das Konto 1110 „Discount A. Telefonzenter“ hin, welche sich auf rund 1 Mio. Fr. belaufen würden. Ein solch pauschaler Hinweis kann nicht genügen, zumal diese Einzahlungen gar kein geschäftsmässig begründeter Aufwand, sondern lediglich eine Mittelverschiebung darstellen. Die geschäftsmä ssige Verwendung der Barbezüge müssten vielmehr im Einzelnen belegt werden, was dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist. c) In diesem Zusammenhang macht der Beschwerdeführer geltend, die zehnjährige gesetzliche Aufbewahrungsfrist sei abgelaufen, so dass von ihm nicht verlangt werden könne, dass er Beweismittel für die fraglichen Transaktionen vorlege. Gemäss Art. 962 Abs. 1 des Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligatio nenrecht) vom 30. März 1911 (OR) sind die Geschäftsbücher, die Buchungsbelege und die Geschäftskorrespondenz während zehn Jahren aufzubewahren. Die Steuergesetze sehen längere Aufbewahrungsfristen, nämlich bis zum Ablauf der steuerlichen Verjährungsfrist vor. Da die absolute Veranlagungsverjährungsfrist gemäss Art. 47 Abs. 1 StHG und Art. 120 Abs. 4 DBG erst nach 15 Jahren eintritt, ist der Steuerpflichtige gehalten, nicht nur während 10 Jahren, sondern während 15 Jahren die für die Steuerpflicht wesentlich en Unterlagen und D aten aufzubewahren. Überdies ist auch die Nachsteuerverjährung von 10 Jahren gemäss Art. 53 Abs. 2 StHG und Art. 152 Abs. 1 DBG, wie oben gesehen, noch nicht Seite 14 abgelaufen, ansonsten gar kein Nach - und Strafsteuerverfahren hätte eröffnet we rden dürfen. Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass gemäss Art. 152 Abs. 3 DBG das Recht, die Nachsteuer festzusetzen, 15 Jahre nach Ablauf der Steuerperiode, auf die sie sich bezieht, erlischt. Da sämtliche vorgenan nten Fristen vorliegend noch nicht a bgelaufen sind, wäre der Beschwerdeführer also gehalten gewesen, seine Dokumente aufzubewahren. d) Weiter weist der Beschwerdeführer darauf hin, sämtliche seiner Unterlagen seien von der BA beschlagnahmt und neu organisiert worden, so dass es unmöglich sei, die fraglichen Bankbelege herauszusuchen. Er befinde sich in einem Beweisnotstand. Diese Argumentation verfängt nicht. Wie gesehen, wurde das Nach - und Strafsteuerverfahren seitens der Steuerverwaltung mit Schreiben vom 27. Dezember 2010, also vor mehr als drei Jahren, eröffnet. Dem Beschwerdeführer verblieb damit mehr als genug Zeit, um die geforderten Unterlagen beizubringen. So hätte er während der Zeit, als die Unterlagen bei der BA lagen, gestützt auf sein aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV) abgeleitetes Akteneinsichtsrecht die Möglichkeit gehabt, die Akten dort zu sichten und allfällige Kopien anzufertigen. Dies gilt noch umso mehr für die Zeit d anach, als ihm die Akten - gemäss eigenen Angaben - von der BA retourniert worden waren, selbst dann, wenn dieselben „neu organisiert“ worden waren. Da die Akten offenbar auch von der BA nach irgendeinem System geordnet waren, hätte der Beschwerdeführer die fraglichen Unterlagen gerade deswegen finden können. Trotz Aufforderung seitens der Steuerbehörden hat er es bis heute unterlassen, steuermindernde Tatsachen ins Recht zu legen, so dass er die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat. e) In Abweichung zum zitierten Bundesgerichtsentscheid, wo sämtliche Kontozuflüsse aufgerechnet worden sind, hat die Steuerverwaltung im vorliegenden Fall - zugunsten des Pflichtigen - von den Kontozuflüssen die belegten Zahlungen an Dritte abgezogen und damit lediglich die vom Beschwerdeführer ab den Konti bezogenen Barbeträge, da keine Belege für deren geschäftsmässige Begründetheit vorlagen, aufgerechnet, wobei - ebenfalls zugunsten des Pflichtigen - nur die Beträge ab Fr. 5‘000. -- aufgerechnet worden sind. Die Aufrechnungen erfolgten damit im Lichte der zitierten Praxis und somit zu Recht. f) Nicht gehört werden kann die vom Vertreter anlässlich der heutigen Verhandlung vertretene Ansicht, es sei lediglich die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben auf den fraglichen Konti aufzurechnen, könnte es doch auf diese Weise bei Schwarzgeldkonti, auf Seite 15 welchen die Einnahmen gleich hoch wie die Ausgaben sind und welche also einen Saldo von Fr. 0. -- aufweisen, gar nie zu einer Aufrechnung kommen. Ebenfalls zurückzuweisen ist die Meinung des Vertreters, die Saldi der beiden Jahre 2000 und 2003 könnten verrechnet werden, da eine solche - über verschiedene Steuerperioden hinweg - ausgeschlossen ist. 7. Nachfolgend ist zu prüfen, ob die zulasten der beiden Konti bar bezogenen Geldbeträge von der Steuerverwaltung in quantitativer Hinsicht korrekt aufgerechnet worden sind. a) Anlässlich der ersten Verhandlung vom 18. Oktober 2013 machte der Vertreter geltend, die der Verfügung vom 28. Juli 2011 beigelegten Exceltabellen seien, wenigstens teilweise, nicht lesbar gewesen. Gestützt auf den hiervor zitierten Art. 142 Abs. 4 DBG sowie den Untersuchungsgrundsatz, wonach die Steuerbehörden den Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln haben, hat das Steuergericht entsprechende amtliche Erkundigunge n bei der ESTV, der BA und der C. AG eingeholt. Mit Eingabe vom 7. November 2013 wies die ESTV in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Exceltabellen durch die BA erfasst worden seien. Seitens der ESTV seien sie alsdann leicht angepasst worden, indem ei nige Kolonnen weggefiltert worden seien (wirtschaftlich Berechtigter, Vollmachten etc.). Diese überarbeiteten Exceltabellen seien danach an die Steuerverwaltung weitergeleitet worden. Gleichzeitig wurden dem Steue rgericht seitens der ESTV die genannten urs prünglichen Exceltabellen der BA nachgereicht. b) Dem Steuergericht liegen somit die ursprünglichen Exceltabellen der BA, die angepassten Exceltabellen der ESTV und sämtliche Kontoauszüge betreffend die fraglichen Konti vor, so dass einerseits ein Abgleic h zwischen den beiden Exceltabellenversionen und andererseits ein solcher zwischen den Exceltabellen und den Kontoauszügen vorgenommen werden konnte. Die in den Tabellen aufgelisteten Bewegungen konnten vollumfänglich nachvollzogen werden. Einzig für die G utschrift auf dem Konto E. vom 10. Januar 1998 im Betrag von DM 17‘000. -- bzw. zum damaligen Kurs von 79.80 DM/Fr. und somit von Fr. 13‘566.-- ist kein Nachweis vorhanden. Daher ist die von der Steuerverwaltung vorgenommene Aufrechnung für das Jahr 2000 in Höhe von Fr. 242‘459.54 um Fr. 13‘566. -- auf Fr. 228‘893.54 zu reduzieren. Die Aufrechnung für das Jahr 2003 im Betrag von Fr. 25‘165.45 ist nicht zu bemängeln. Seite 16 8. Im Folgenden ist zu untersuchen, ob die Steuerverwaltung dem Pflichtigen zu Recht eine Busse auferlegt hat. a) Nach Art. 175 DBG wird, wer als Steuerpflichtiger vorsätzlich oder fahrlässig bewirkt, dass eine Veranlagung zu Unrecht unterbleibt oder dass eine rechtskräftige Veranlagung unvollständig ist, mit einer Busse entsprechend seinem Versch ulden bestraft, die einen Drittel bis das Dreifache, in der Regel das Einfache der hinterzogenen Steuer beträgt; bei Selbstanzeige kann die Busse bis auf einen Fünftel der hinterzogenen Steuer ermässigt werden. b) Der Tatbestand der Steuerverkürzung erforder t in objektiver Hinsicht, dass der Steuerpflichtige einen ungerechtfertigten Steuervorteil erlangt hat, weil die Veranlagungsbehörde für Bestand und Umfang der Steuerpflicht wesentliche Tatsachen nicht gekannt hat und die Veranlagung aus diesem Grund zu Un recht unterblieben oder rechtskräftig ungenügend ausgefallen ist. Vorausgesetzt wird zunächst, dass dem Gemeinwesen gegenüber dem hinterziehe nden, unbeschränkt oder beschränkt steuerpflichtigen Täter eine Steuerforderung zusteht. Auf Grund der Tatsache, da ss die Veranlagung des betreffenden Steuerpflichtigen unvollständig ausgefallen oder zu Unrecht unterblieben ist, hat das Gemeinwesen jedoch einen Steuerausfall erlitten. Dieser Verlust (bzw. die ihm zugrunde liegende unvollständige/unterbliebene Veranl agung) ist die Folge einer unzutreffenden Sachverhaltsfeststellung. Eine unvollständige Veranl agung ist möglich, weil der Veranlagungsbehörde falsche oder unvollständige Angaben (z.B. hinsichtlich Einkünfte oder Vermögenswerte des Steuerpflichtigen) vorliegen , auf welche sie sich bei der Veranlagung abstützt (vgl. Filli/Pfenninger -Hirschi in: Nefzger/Simonek/Wenk, a.a.O., § 151 N 6 f.). Die Steuerhinterziehung wird zumeist als sog. echtes Unterlassungsdelikt dadurch begangen, dass der Steuerpflichtige gesetzli ch umschriebene Mitwirkungspflichten verletzt. Eine richtige Einschätzung ist im ordentlichen ("offenen" Veranlagungs - bzw. im Ste uerjustiz-) Verfahren nicht mehr möglich, weil die entsprechenden Steuerperioden bereits rechtskräftig veranlagt sind (vgl. Ri chner/Frei/Kaufmann/Meuter, Kommentar zum Zürcher Steuerg esetz, a.a. O., § 235 N 28). c) Die Mitwirkungspflicht des Steuerpflichtigen gebietet ihm, alles zu tun, um eine vollständige und richtige Veranlagung zu ermöglichen. Im Interesse der Praktikabilität un d Rechtssicherheit wird diese Pflicht in verschiedenen gesetzlichen Verfahrenspflichten konkretisiert. Diese halten den Steuerpflichtigen an, seine tatsächlichen Verhältnisse Seite 17 darzustellen, B eweismittel für die Richtigkeit seiner Darstellung zu beschaffen o der Beweiserhebungen zu du lden (Zweifel in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, Art. 42 StHG N 3). Die u mfassenden Mitwirkungspflichten des Steuerpflichtigen machen ihn insofern zum Garanten des geschützten Rechtsguts, als er gehalten ist, den E intritt der Rechtskraft einer wegen unzutre ffender Sachverhaltsfeststellung ungenügenden Veranlagung durch Anfechtung zu verhindern (Zweifel, a.a.O., Art. 56 StHG N 7a). d) Die Verletzung der Mitwirkungspflicht zeigt sich im vorliegenden Fall darin, dass der Pflichtige ein Nachsteuerverfahren hätte vermeiden können, wenn er bereits im Rahmen des Veranlagungsverfahrens die Veranlagungsbehörde über seine gesamten finanziellen Verhältnisse in Kenntnis gesetzt, d.h. die beiden fraglichen Konti angegeben hätte. Di e ordentlichen Veranlagungen für die Jahre 2000 und 2003 blieben mangels Deklaration des vollständigen Einkommens unvollständig, weshalb das Gemeinwesen einen Steuerausfall erlitten hat. Demzufolge ist vorliegend der objektive Tatbestand der Steuerhinterziehung erstellt. 9. In subjektiver Hinsicht ist im Folgenden zu prüfen, ob dem Steuerpflichtigen Vorsatz oder Fahrlässigkeit anzulasten ist. a) Vorsätzlich begeht eine Steuerhinterziehung, wer die Tat mit Wissen und Willen ausführt (Art. 18 Abs. 2 des Schweizerisches Strafgesetzbuchs, in der vorliegend zu beurteilenden Fassung, [aStGB] vom 21. Dezember 1937 ). Der Vorsatz muss sich dabei auf alle objektiven Tatbestandsmerkmale beziehen. Der Steuerpflichtige oder der zum Steuerabzug an der Quelle Verpflic htete muss demnach zum einen wissen, dass er steuer - bzw. abzugspflichtig ist und er durch sein Verhalten einen ungerechtfertigten Steuervorteil erwirkt oder einen Quelle nsteuerabzug nicht bzw. nicht vollständig vornimmt, und zum anderen in Kenntnis dessen genau dies verwirklichen wollen. Dem Vorsatz gleichgestellt wird der Eventualvorsatz. Dieser liegt vor, wenn der Täter die Verwirklichung eines Tatbestandes zwar nicht mit Sicherheit voraussieht, aber für möglich hält und ihn für den Fall seines Eintritts billigt oder ihn in Kauf nimmt. Der Vorsatz ist durch die Steuerbehörde nachzuweisen. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts gilt der Nachweis des Vorsatzes bei der Steuerverkürzung als erbracht, wenn mit hi nreichender Sicherheit feststeht, dass der Täter sich der Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit der gemachten Angaben bewusst war. Ist dieses Wissen erwiesen, so wird angenommen, dass der Täter auch mit Willen handelte, d.h. eine Täuschung der Steuerbehörden beabsichtigt und eine zu niedrige Ve ranlagung bezweckt (direkter Vorsatz) Seite 18 oder zumindest in Kauf genommen (Eve ntualvorsatz) hat (vgl. Filli/Pfenninger-Hirschi, a.a.O., § 151 N 18 f.). b) Fahrlässig handelt, wer die Folge seines Verhaltens aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedenkt oder darauf nicht Rücksicht nimmt. Pflichtwidrig ist die Unvorsichtigkeit, wenn der Täter die Vorsicht nicht beobachtet, zu der er nach den Umständen und nach seinen persönlichen Verhältnissen verpflichtet ist. Der gegenüber dem Täter erhobene Vorwurf bezieht sich somit auf fehlende oder ungenügende Sorgfalt. Dem Beschuldigten sind die Umstände vorzuhalten, aus denen sich die Pflichtwidrigkeit seines Verhaltens sowie Vorhersehbarkeit und Vermeidbarkeit des Erfolgs ergeben (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, a.a.O., § 235 N 53). Je nachdem, ob der Täter die mögliche Bedeutung se ines Verhaltens bedacht hat, liegt bewusste oder unbewusste Fahrlässigkeit vor. An das Mass der im Steuerrecht geforderten Sorgfalt werden generell hohe Anforderungen gestellt. Im Einzelfall bestimmt sich die gebotene Sorgfalt danach, wie komplex der zu beurteilende steue rrechtliche Sachverhalt ist und wie "detailliert und klar die Steuerbehörde die Mitwirkung der d azu verpflichteten Person verlangt". Neb en diesen Umständen (objektive Sorgfaltspflicht) sind jedoch auch die persönlichen Verhältnisse des Täters (subjektive Sorgfaltspflicht) zu beachten. Zu beurteilen ist, was ein gewissenhafter und besonnener Mensch mit den gleichen Kenntni ssen und Fähigkeit en des Täters (z.B. hinsichtlich Bildung, geistige Fähigkeiten und berufliche Erfahrung) in der fraglichen Situation getan oder unterlassen hätte (vgl. Filli/Pfenninger-Hirschi, a.a.O., § 151 N 20 f.). c) Vorliegend hat der Pflichtige in seinen Steuererkläru ngen die fraglichen Konti nicht deklariert, obwohl aus dem Steuerformular und der Wegleitung unmissverständlich hervorgeht, dass sämtliche Einkommensbestandteile anzugeben sind. Durch sein Verhalten hat der Pflichtige zumindest eine zu niedrige Veranlagung und damit eine zu tiefe Steuerbelastung in Kauf genommen. Der veranlagenden Behörde war es aufgrund der ihr vorliegenden Unterlagen nicht möglich, eine vollständige Veranlagung zu erstellen. Der Ansicht der Vorinstanz, dass die Pflichtige zumindest eventu alvorsätzlich gehandelt hat, ist demnach beizupflichten. 10. Schliesslich ist der Grad des Verschuldens des Pflichtigen festzusetzen. Seite 19 a) Gemäss Art. 175 Abs. 3 DBG beträgt bei vollendeter Steuerhinterziehung die Busse in der Regel das Einfache der hint erzogenen Steuer. Sie kann bei leichtem Verschulden bis auf einen Drittel ermässigt, bei schwerem Verschulden bis auf das Dreifache erhöht werden. Eine Unterschreitung des gesetzlich vorgesehenen Regelstrafmasses ist nur bei Vorliegen von Strafmilderungsgründen im Sinne von Art. 11, 20 oder 64 aStGB in Verbindung mit Art. 65 f. aStGB zulässig (vgl. Sieber in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, Art. 56 StHG N 36). b) Fiskalstrafen sind echte Strafen, weshalb bei der Beurteilung der Schuld strafrechtliche Grundsätze massgebend sind (vgl. Blumenstein/Locher, System des schweizerischen Steuerrechts, S. 373). Die Schwere des Verschuldens hat massgebenden Einfluss auf die Strafzumessung. Ausgangspunkt dieser Vorwerfbarkeit ist die Freiheit, anders zu handeln und wohl auch das Ausmass des Unheils, das der Täter schuldhaft herbeigeführt hat. Für die Strafzumessung ist in erster Linie das Mass der Schuld erheblich. Bei der Strafzumessung b erücksichtigt der Richter die Beweggründe, das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Schuldigen. Sodann sind besondere Strafschärfungs - und Strafmilderungsgründe zu beachten. Für die Strafzumessung bei der Steuerhinterziehung folgt daraus, dass innerhalb der steue rharmonisierungsrechtlichen Vorgaben die Strafzu messung grundsätzlich nur innerhalb des Strafrahmens von einem Drittel bis zum Dreifachen der hinterzogenen Steuer beachtet werden darf (vgl. Thomas Hofer, Strafzumessung bei der Hinterziehung direkter Steuern, Z ürich/St.Gallen 2007, S. 65 f.). Zu den pers önlichen Verhältnissen zählen Eigenschaften und E rfahrungen des Täters. Sie umfassen sämtliche Lebensumstände im Zeitpunkt der Strafzume ssung. Dazu gehören etwa Familienstand und Beruf, Alter, geringe Lebenserwartung, Gesun dheit, soziale Herkunft, Lebenser fahrung, Bildungsstand, mehr oder weniger günstige Leben sverhältnisse oder auch Alkohol - und Drogenabhängigkeit. Die Lebensumstände können Au fschluss über das Mass der Schuld bzw. darüber geben, wie sehr oder wie wenig der Täter fähig gewesen ist, die Rech tswidrigkeit der Tat zu erkennen oder den Antrieben zur rechtswidrigen Tat zu widerstehen. Erheblich ist dabei auch das Verhalten nach der Tat oder das Umfeld, in welchem der Täter lebt (vgl. Thomas Hofer, a.a.O. S. 87 f.). c) Dass die Steuerverwaltung z um Schluss kam, das Verschulden des Pflichtigen wiege schwer und es lägen keine strafmildernden Gründe vor, ist nicht zu beanstanden. Daran kann auch der Hinweis des Beschwerdeführers auf seinen Beweisnotstand nichts ändern, führt doch gerade letzterer daz u, dass von der Steuerhinterziehung auszugehen war. Der Seite 20 Beweisnotstand kann damit nicht strafmildernd berücksichtigt werden. Daher ist die Busse, welche zu Recht auf 100 % der Nachsteuer festgelegt wurde, nicht zu reduzieren, geschweige denn kann darauf ve rzichtet werden. Die Auferlegung der Regelbusse durch die Vorinstanz ist damit nicht zu bemängeln. Aufgrund all dieser Ausführungen ist die Beschwerde demnach teilweise gutzuheissen. 11. a) Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind den Beschwerdeführ ern nach Art. 144 Abs. 1 DBG reduzierte Verfahrenskosten aufzuerlegen. b) Nach Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 bis 3 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG) kann bei Beschwerden in Steuersachen der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Beizug eines Vertreters eine angemessene Parteientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen werden. Mit Honorarnote vom 24. Januar 2014 machte der Vertreter der Pflichtigen für die beiden Parallelverfahren Nach - und Strafsteuer n zur Staats - und Gemeindesteuer bzw. direkte Bundessteuer eine Parteientschädigung (ohne Verhandlung) in Höhe von Fr. 11‘805.50 geltend, welche sich aus einem Honorar von 36.25 Stunden à Fr. 300. --, Auslagen in Höhe von Fr. 56.-- und Mehr wertsteuer (MWST ) in Höhe von Fr. 874.50 zusammensetzte. Für die Verhandlung sind den B eschwerdeführern zwei weitere Stunden zuzusprechen. Der gerichtlich anerkannte Stundensatz für Anwälte beträgt Fr. 250. -- (vgl. Entscheid des Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft vom 17. Juni 2009, publ. in: BStPra, Bd. XIX, S. 559 ff.). Das Honorar beläuft sich demnach auf Fr. 9‘562.50 (38.25 Stunden à Fr. 250. --/Stunde) bzw. die Parteientschädigung auf insgesamt Fr. 10‘388. -- (inklusive Auslagen von Fr. 56. -- und MWST von Fr. 769.50). Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens wird den Pflichtigen, aufgrund des teilweisen Obsi egens, eine um 9/10 reduzierte Parteientschädigung in Höhe von Fr. 1‘040. -- inkl. Aus lagen und MWST (Fr. 10‘388. -- / 10) bzw. für das vorliegende Verfahren betreffend Nach- und Strafsteuern zur direkten Bundessteuer von Fr. 520.-- (Fr. 1‘040.-- / 2) zu Lasten des Staates resp. der Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft zugesprochen. Seite 21 Demgemäss w i r d e r k a n n t : ://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde im Sinne der Erwägungen wird die Aufrechnung für die Steuerperiode 2000 von Fr. 242‘459.54 auf Fr. 228‘893.54 reduziert. 2 Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 3. Die Steue rverwaltung wird angewiesen, die Nach - und Strafsteuerberechnung entsprechend zu berichtigen. 4. Den Beschwerdeführern werden gemäss Art. 144 Abs. 1 DBG Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 900.-- (inkl. Auslagen) auferlegt, welche mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden. Der zuviel bezahlte Kostenvorschuss von Fr. 100.-- wird den Beschwerdeführern zurückerstattet. 5. Die Steuerverwaltung hat den Beschwerdeführern eine reduzierte Parteientschädigung in Höhe von Fr. 520.-- (inklusive Auslagen und MWST) zu bezahlen. 6. Mitteilung an den Vertreter, für sich und zhd. der Beschwerdeführer (2), die Eidgenössische Steuerverwaltung, Bern (1) und di e Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft (3). Steuergerichtspräsident: C. Baader Gerichtsschreiber: D. Brügger