<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">7B.213/2004 /bnm </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 12. November 2004 </div> <div class="para">Schuldbetreibungs- und Konkurskammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Escher, Präsidentin, </div> <div class="para">Bundesrichter Meyer, Bundesrichterin Hohl, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Schett. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen für den Kanton Bern, Hochschulstrasse 17, Postfach 7475, 3001 Bern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Berechnung des Existenzminimums, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">SchKG-Beschwerde gegen den Entscheid der Auf- </div> <div class="para">sichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen für den Kanton Bern vom 13. Oktober 2004. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Kammer zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">1.1 In der Pfändungsgruppe Nr. 1 des Betreibungs- und Konkursamtes Berner Oberland, Dienststelle A.________, wurde am 14. Juli 2004 das Existenzminimum des Schuldners X.________ auf monatlich Fr. 2'100.-- bemessen und die Pfändung des überschüssigen Lohnes verfügt. Dagegen erhob X.________ am 9. September 2004 Beschwerde mit den Anträgen auf Erhöhung des Existenzminimums und Rückerstattung des zu viel gepfändeten Lohnes. Umstritten waren die Positionen Wohnkosten und Krankenversicherung: Erstere seien von Fr. 232.-- auf Fr. 752.50, Letztere von Fr. 550.90 auf Fr. 741.05 zu korrigieren. </div> <div class="para">Das Obergericht des Kantons Bern, Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen, wies die Beschwerde mit Entscheid vom 13. Oktober 2004 ab. </div> <div class="para">1.2 Mit Eingabe vom 28. Oktober 2004 hat X.________ die Sache an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts weitergezogen. Er beantragt sinngemäss die Aufhebung dieses Entscheids. </div> <div class="para">Die kantonale Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen hat bei der Aktenübersendung auf Gegenbemerkungen verzichtet (<span class="artref">Art. 80 OG</span>). Vernehmlassungen sind nicht eingeholt worden. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 In tatsächlicher Hinsicht stellt die Vorinstanz fest, die Dienststelle A.________ habe auf das vom Beschwerdeführer unterzeichnete Pfändungsprotokoll verwiesen. Belegt seien danach effektive monatliche Prämienzahlungen von je Fr. 550.90 (Fr. 234.15 an die Versicherung Y.________ und Fr. 316.75 an die Versicherung Z.________). An Hypothekarzinsen habe der Beschwerdeführer laut einer internen Notiz vom 13. Juli 2003 eine effektive Zahlung von Fr. 1'397.50 innerhalb der ersten Jahreshälfte geleistet, also durchschnittlich 1/6 oder Fr. 232.-- pro Monat. </div> <div class="para">Die Aufsichtsbehörde fährt fort, die Betreibungsbehörden hätten bei der Ermittlung des pfändbaren Einkommens die massgebenden tatsächlichen Verhältnisse von Amtes wegen abzuklären, wobei auch der Schuldner mitwirkungspflichtig sei (<span class="artref">Art. 91 SchKG</span>). Letzterer habe die zur Feststellung des Existenzminimums notwendigen Zahlungsbelege grundsätzlich schon beim Pfändungsverfahren wahrheitsgemäss und vollzählig vorzulegen und nicht erst in einem allfälligen Beschwerdeverfahren nachzureichen (<span class="artref">Art. 93 Abs. 3 SchKG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=4&amp;from_date=27.10.2004&amp;to_date=15.11.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-III-70%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page70">BGE 119 III 70</a> E. 1). Im vorliegenden Fall lege der Beschwerdeführer nicht dar, dass er seine Vorbringen bereits vor der Betreibungsbehörde geltend gemacht habe und diese nicht beachtet worden seien. Nachträglichen Änderungen der Verhältnisse könne jedoch mit einer Revision der Pfändung Rechnung getragen werden (<span class="artref">Art. 93 Abs. 3 SchKG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=4&amp;from_date=27.10.2004&amp;to_date=15.11.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F108-III-10%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page10">BGE 108 III 10</a> ff. E. 4). Für die Pfändung wie auch für deren Revision gelte indes, dass den Notbedarf erhöhende Aufwendungen nur soweit berücksichtigt würden, als ihre regelmässige Bezahlung genügend belegt werde (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=4&amp;from_date=27.10.2004&amp;to_date=15.11.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-III-20%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page20">BGE 121 III 20</a> E. 3a; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=4&amp;from_date=27.10.2004&amp;to_date=15.11.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F112-III-19%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page19">112 III 19</a> E. 4 S. 22/23). Als Indiz für die regelmässige Erfüllung einer monatlichen Verpflichtung gelte nach der Praxis der Aufsichtsbehörde die vollständige Bezahlung mindestens während der drei letzten Monate vor der Pfändung bzw. Revision. Ein allfälliges Revisionsgesuch samt den erforderlichen Zahlungsbelegen könne direkt bei der zuständigen Dienststelle eingereicht werden. </div> <div class="para">2.2 Der Beschwerdeführer setzt sich nicht einmal ansatzweise im Sinne von <span class="artref">Art. 79 Abs. 1 OG</span> mit diesen Ausführungen auseinander, sondern trägt dagegen vor, er habe die in seiner Beschwerde vom 9. September 2004 angeführten Zahlungen lückenlos belegt und halte an deren Höhe fest. Zusätzlich zu den Belegen, die bereits beim Pfändungsvollzug vorgelegt worden seien, habe er gleichentags weitere Belege nachgereicht. Offenbar seien diese nicht oder falsch berücksichtigt worden. Die Feststellung im angefochtenen Entscheid betreffend die Zahlungen von Hypothekarzinsen könne nicht zutreffen, wie sich anhand deren Datums vom 13. Juli 2003 feststellen lasse. </div> <div class="para">All diese Einwände können nicht entgegengenommen werden, denn das Bundesgericht ist an die tatsächlichen Feststellungen der Aufsichtsbehörde gebunden, d.h. dass die im angefochtenen Entscheid angeführten Tatsachen verbindlich sind und mit der Beschwerde nach <span class="artref">Art. 19 SchKG</span> nicht in Frage gestellt werden können (Art. 63 Abs. 2 i.V.m. <span class="artref">Art. 81 OG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=4&amp;from_date=27.10.2004&amp;to_date=15.11.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-III-54%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page54">BGE 119 III 54</a> E. 2b S. 55; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=4&amp;from_date=27.10.2004&amp;to_date=15.11.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-III-286%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page286">124 III 286</a> E. 3b S. 288). Insoweit der Beschwerdeführer hinsichtlich der Krankenkassenprämien bloss auf seine Zahlung in der Betreibung Nr. 2 hinweist, kann er nicht gehört werden. Denn die Begründung einer Beschwerde im Sinne von <span class="artref">Art. 19 Abs. 1 SchKG</span> muss in der Beschwerde selbst enthalten sein (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=4&amp;from_date=27.10.2004&amp;to_date=15.11.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F106-III-40%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page40">BGE 106 III 40</a> E. 1 S. 42). </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Das Beschwerdeverfahren ist grundsätzlich kostenlos (<span class="artref">Art. 20a SchKG</span> und <span class="artref">Art. 61 Abs. 2 lit. a GebV SchKG</span>), und es darf keine Parteientschädigung zugesprochen werden (<span class="artref">Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt die Kammer: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Betreibungs- und Konkursamt Berner Oberland, Dienststelle A.________, und der Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen für den Kanton Bern schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 12. November 2004 </div> <div class="para">Im Namen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>