A bteilung III C -2518/2006 {T 0/2} U rteil vom 12. Juni 2007 M itw irkung: M ichael Peterli, vorsitzender R ichter, Franziska Schneider, R ichterin, Stefan M esm er, R ichter G erichtsschreiberin G ross G ._______, Serbien, Beschw erdeführer, gegen Eidgenössische Invalidenversicherung (IV), IV-Stelle für Versicherte im A usland, Postfach 3100, 1211 G enf 2, Vorinstanz, betreffend Invalidenrente B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. G ._______, geboren 1954, aus dem Kosovo stam m end, m eldete sich am 12. Februar 1997 bei der IV-Stelle G raubünden zum Bezug von Leistungen aus der schw eizerischen Invalidenversicherung, w eil er seit etw a 1987 w e- gen R ücken- und Arm schm erzen behindert sei. Vom 1. bis zum 4. Februar 1999 w urde G ._______ in der M ED AS Zent- ralschw eiz in Luzern um fassend untersucht. D abei w urden folgende D iag- nosen m it w esentlicher Einschränkung der zum utbaren Arbeitsfähigkeit ge- stellt: chronifiziertes lum bospondylogenes Syndrom rechts bei leichter Fehlhaltung und Fehlform der Lendenw irbelsäule m it m uskulärer D ysba- lance, Segm ent-D egeneration L5/S1 und Status nach D iskushernie L5/S1; chronisches zervikobrachiales Syndrom bei O steochondrose C 6/7; chroni- sche Epicondylitis radialis hum eri links (Status nach H ohm ann-W ilhelm 12/96, Status nach R eoperation 3/97); retraktile Kapsulitis im Bereiche der linken Schulter. Ein anam nestisch diagnostiziertes R eflux-Syndrom sow ie eine H yperlipidäm ie bedeuteten keine w esentliche Einschränkung der Ar- beitsfähigkeit, hätten aber Krankheitsw ert. Als N ebenbefunde ohne Aus- w irkungen auf die Arbeitsfähigkeit w urden ein Status nach konservativ be- handelter Aussenbandruptur des rechten oberen Sprunggelenkes 1984 diagnostiziert sow ie eine artifizielle Störung. D ie m edizinischen G utachter schlossen, dass G ._______ w egen der Befunde am Bew egungsapparat die Tätigkeit als Bauarbeiter sow ie säm tliche m ittelschw eren Tätigkeiten nicht m ehr zum utbar seien. In einer leichten, w echselbelastenden Tätigkeit ohne Arbeiten über Schulterniveau schätzten sie die Arbeitsfähigkeit auf 50% ein. D iese eingeschränkte Arbeitsfähigkeit bestehe nach ihrer Ein- schätzung seit Ende 1996 beziehungsw eise Anfang 1997. N am entlich gestützt auf dieses m ultidisziplinäre G utachten bei der M ED AS ging die IV-Stelle des Kantons G raubünden von einer Arbeitsfähigkeit von 50% in leichten, w echselbelastenden Verw eisungstätigkeiten aus, ohne Ar- beiten über Schulterniveau. Auf dieser G rundlage eruierte sie anhand des auf drei D okum entationen von Arbeitsplätzen (D AP) gestützten Einkom - m ensvergleichs einen Invaliditätsgrad von 59% . M it Vorbescheid vom 20. Juli 1999 teilte sie G ._______ m it, dass er ab 1. D ezem ber 1997 An- spruch auf eine entsprechende Invalidenrente besitze. Am 22. M ärz 2000 teilte dieser m it, dass er auf eine Stellungnahm e zum Vorbescheid verzich- te und um Erlass der Verfügung bitte. M it Verfügung vom 13. O ktober 2000 gew ährte die (w egen W egzugs ins H eim atland neu zuständige) IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IV-Stelle) G ._______ ab dem 1. D ezem ber 1997 eine ordentliche halbe Invalidenrente, neben entspre- chenden Zusatzrenten für seine drei Kinder. B. G egen diese Verfügung erhob G ._______ Beschw erde bei der Eidgenössi- schen R ekurskom m ission AH V/IV. M it U rteil vom 8. April 2002 hat die R ekurskom m ission die Beschw erde gutgeheissen. D ie Sache w urde an die IV-Stelle zurückgew iesen, "dam it sie den rechtserheblichen Sachverhalt in 3 w irtschaftlicher und m edizinischer H insicht vollständig abkläre. D azu w er- de sie insbesondere den Invaliditätsgrad aufgrund eines den von der R echtsprechung festgelegten Kriterien entsprechenden Erw erbsvergleichs bestim m en und, w enn nötig, den Beschw erdeführer erneut bei der M ED AS Zentralschw eiz aufbieten m üssen, w obei auch das früher em pfohlene EEG durchzuführen w äre." C . D ie IV-Stelle m achte folglich am 9. Juli 2002 einen neuen Einkom m ensver- gleich, w obei sie nun einen Invaliditätsgrad von 68% eruierte. Am 23. Sep- tem ber 2002 verfügte sie aufgrund dieses Invaliditätsgrades eine ordentli- che ganze Invalidenrente ab dem 1. D ezem ber 1997, zusätzlich zu drei entsprechenden Kinderrenten. D . Am 13. Februar 2004 leitete die IV-Stelle von Am tes w egen ein R evisions- verfahren ein. Im entsprechenden Fragebogen für die R entenrevision gab G ._______ am 22. M ärz 2004 an, er sei seit N ovem ber 1996 vollständig arbeitsunfähig und übe keinerlei Erw erbstätigkeit aus. Auf der G rundlage verschiedener neu eingereichter ärztlicher Berichte hielt D r. m ed. L._______ in seiner Stellungnahm e vom 14. Juli 2004 zu H anden der IV- Stelle fest, dass sich der G esundheitszustand von G ._______ w eder ver- bessert noch verschlechtert habe, so dass von einer unverändert einge- schränkten Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Eine reaktiv depressive Ent- w icklung sei w eiterhin ohne Ausw irkungen auf die Arbeitsfähigkeit. E. M it Verfügung vom 2. Septem ber 2004 stellte die IV-Stelle einen unverän- derten Invaliditätsgrad von 68% fest. Aufgrund der 4. IV-R evision, m it der die R entenabstufung verändert w orden ist, verfügte sie die revisionsw eise H erabsetzung der Vollrente auf eine D reiviertelsrente ab dem 1. N ovem ber 2004. F. G egen diese Verfügung erhob G ._______ am 14. O ktober 2004 Einspra- che. Er beantragte, ihm auf der Basis eines Invaliditätsgrades von m indes- tens 70% auch nach dem 31. O ktober 2004 eine ganze Invalidenrente aus- zurichten. Allenfalls sei ein ergänzendes rheum atologisches und psychiat- risches G utachten einzuholen. Als Bew eism ittel reichte er einen Bericht von D r. m ed. K._______ vom 22. Septem ber 2004 ein, w onach er zu über 75% erw erbsunfähig sei, sow ie einen Bericht von D r. m ed. R ._______ vom 23. Septem ber 2004, w onach er seit 1999 an einer rezidivierenden depres- siven Störung m it einer gegenw ärtig schw eren Episode leide und desw e- gen voll arbeitsunfähig sei. G . M it Einspracheverfügung vom 16. Februar 2005 w ies die IV-Stelle die Ein- sprache ab und bestätigte – auf der Basis der von D r. m ed. E._______ am 28. Januar 2005 attestierten unverändert eingeschränkten Arbeitsfähig- keit – die angefochtene Verfügung vom 2. Septem ber 2004. H . M it Eingabe vom 8. M ärz 2005, ergänzt durch Eingabe vom 4. April 2005, erhebt G ._______ (im Folgenden: der Beschw erdeführer) Beschw erde bei der Eidgenössischen R ekurskom m ission AH V/IV für die im Ausland w oh- nenden Personen. Er beantragt, die Einspracheverfügung aufzuheben. Ihm sei – auf der Basis eines Invaliditätsgrades von m indestens 70% – 4 auch nach dem 31. O ktober 2004 eine ganze Invalidenrente auszurichten. Eventualiter seien ein rheum atologisches und ein psychiatrisches G utach- ten einzuholen. Zur Begründung gibt er an, die Berichte von D r. m ed. R ._______ seien falsch gew ürdigt beziehungsw eise nicht berücksichtigt w orden. Ausserdem habe er seit einiger Zeit H erzproblem e und Schm er- zen im rechten Arm . Er w eise deshalb einen Invaliditätsgrad von über 70% auf und habe som it w eiterhin Anspruch auf eine Vollrente. Ergänzend reicht er sodann einen Bericht von D r. m ed. K._______ vom 7. April 2005 ein, w onach er zu 85% arbeitsunfähig sei, sow ie einen Bericht von D r. m ed. R ._______ vom 15. April 2005, w onach er vollständig arbeitsunfähig sei. I. In ihrer Vernehm lassung vom 8. Juni 2005 beantragt die IV-Stelle m it Ver- w eis auf die erneute Stellungnahm e von D r. m ed. E._______ vom 31. M ai 2005, die Beschw erde abzuw eisen und die angefochtene Verfügung zu be- stätigen. J. M it R eplik vom 1. M ai 2006 reicht der Beschw erdeführer nam entlich einen Bericht von D r. m ed. R ._______ vom 17. M ärz 2006 ein, w onach er seit dem M onat O ktober 1999 an einer rezidivierenden depressiven Störung m it einer gegenw ärtig schw eren Episode leide und aus diesem G rund zu 100% arbeitsunfähig sei. K. M it D uplik vom 30. M ai 2006 beantragt die IV-Stelle m it Verw eis auf ihre neu eingeholte Stellungnahm e von D r. m ed. E._______ vom 28. M ai 2006 erneut die Abw eisung der Beschw erde. L. Am 18. April 2007 gibt das Bundesverw altungsgericht den Parteien den Spruchkörper bekannt. Es sind keine Ausstandsbegehren eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Be- urteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei den Beschw erdediensten der D epartem en- te hängigen R echtsm ittel. D ie Beurteilung erfolgt gem äss Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Bundesverw altungsgericht vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) nach neuem Verfahrensrecht. 1.2 G em äss Art. 31 VG G in Verbindung m it Art. 33 Bst. d VG G und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG , SR 831.20) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der schw eize- rischen IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahm e im Sinne von Art. 32 VVG liegt nicht vor. 1.3 D er Beschw erdeführer ist im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. O ktober 2000 über den Allgem einen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG , SR 830.1) beschw erdelegitim iert. 5 1.4 D a die Beschw erde im Ü brigen frist- und form gerecht (Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw al- tungsverfahren [Vw VG , SR 172.021]) eingereicht w urde, ist auf die Be- schw erde einzutreten. 2. D ie IV-Stelle ging in ihrer Einspracheverfügung vom 16. Februar 2005 da- von aus, dass sich der G esundheitszustand des Beschw erdeführers seit der ursprünglichen R entenverfügung vom 23. Septem ber 2002 w eder ver- bessert noch verschlechtert und sich dessen w irtschaftliche Verhältnisse nicht verändert haben, so dass der Invaliditätsgrad nach w ie vor 68% be- trage. Aufgrund der m it der 4. IV-R evision geänderten R entenabstufung besitze jedoch der Beschw erdeführer nur noch Anspruch auf eine D reivier- telsrente. In der Beschw erde m acht der Beschw erdeführer sinngem äss geltend, dass der Invaliditätsgrad bereits ursprünglich über 70% betragen habe. D avon abgesehen habe seine Leistungsfähigkeit seither abgenom m en, so dass der Invaliditätsgrad jedenfalls zw ischenzeitlich über 70% liege. M ateriell streitig und zu prüfen ist som it vorliegend die revisionsw eise H erabsetzung der dem Beschw erdeführer gew ährten ganzen R ente auf eine D reiviertelsrente ab dem 1. N ovem ber 2004. 3. In zeitlicher H insicht sind grundsätzlich diejenigen R echtssätze m assge- bend, die bei der Erfüllung des zu R echtsfolgen führenden Sachverhalts G eltung haben (BG E 130 V 329, 130 V 445). Angew andt auf D auerverhältnisse bedeutet dieser G rundsatz, dass – w enn nach Erlass einer (rechtskräftigen) D auerverfügung eine (in casu relevan- te) R echtsänderung eintritt – die Verfügung pro futuro anzupassen ist (BG E 112 V 394 E. 3c, m it H inw eisen; vgl. aus der Literatur U R S M Ü LLER , D ie m ateriellen Voraussetzungen der R entenrevision in der Invalidenversi- cherung, Freiburg 2003, S. 107 f.; U ELI KIES ER , D as Verw altungsverfahren in der Sozialversicherung, S. 299 f.). D a die Verfügung lediglich für die Zu- kunft angepasst w ird, steht die R echtskraft einer Verfügung einer solchen unechten R ückw irkung in einem D auerrechtsverhältnis nicht entgegen. Auch besteht kein w ohlerw orbenes und dam it unentziehbares R echt auf unveränderten W eiterbezug der Invalidenrente, bedürfte es doch zur Be- sitzstandsw ahrung in der Sozialversicherung einer entsprechenden aus- drücklichen gesetzlichen Bestim m ung (BG E 108 V 119 E. 5, 115 V 350 E. 1d). 3.1 N ach Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis zum 31. D ezem ber 2003 gültig gew ese- nen Fassung bestand bei einem Invaliditätsgrad von m indestens 66 2/3% Anspruch auf eine ganze R ente. Bei einem Invaliditätsgrad von m indes- tens 50% betrug der Anspruch ein Zw eitel und bei einem solchen von m in- destens 40% ein Viertel einer ganzen R ente. Im R ahm en der am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderung des IVG gem äss dem Bundesgesetz 6 vom 21. Januar 2003 (4. IV-R evision; AS 2003 3837 ff.) ist die R entenab- stufung verfeinert w orden. N eu bestim m t Art. 28 Abs. 1 IVG , dass bei ei- nem Invaliditätsgrad von m indestens 70% Anspruch auf eine ganze R ente besteht. Bei einem Invaliditätsgrad von m indestens 60% beträgt der R en- tenanspruch drei Viertel, von m indestens 50% ein Zw eitel und bei einem solchen von m indestens 40% ein Viertel einer ganzen R ente. 3.2 Im R ahm en der 4. IV-R evision hat der G esetzgeber die Pflicht der Verw al- tung zur revisionsw eisen Ü berprüfung des R entenanspruchs bei laufenden ganzen Invalidenrenten auf der Basis eines Invaliditätsgrades von m ehr als 66 2/3% und w eniger als 70% in Bst. f der Schlussbestim m ungen zur 4. IV-R evision ausdrücklich festgehalten (vgl. U rteile des EVG vom 31. O k- tober 2005, I 487/04, E. 2.3, und vom 27. O ktober 2005, I 586/04, E. 2.2.2). Eine Ausnahm e besteht gem äss dieser Bestim m ung lediglich für jene R entenbezüger, die im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser G esetzes- änderung das 50. Altersjahr bereits vollendet haben, w as auf den Be- schw erdeführer nicht zutrifft. Erw eist sich ein in der kritischen Spannw eite von m ehr als 66 2/3% und w eniger als 70% liegender Invaliditätsgrad bei dieser Ü berprüfung als un- verändert, so ist die bisher gew ährte Vollrente nach Art. 88bis Abs. 2 Bst. a der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) in Verbindung m it Art. 28 Abs. 1 IVG frühestens vom ersten Tag des zw eiten der Zustellung der Verfügung folgenden M onats an auf eine D reiviertelsrente herabzusetzen. 3.3 D ie IV-Stelle w ar som it von G esetzes w egen verpflichtet, die dem Be- schw erdeführer gew ährte Vollrente im Verlaufe des Jahres 2004 einer R e- vision zu unterziehen und sie, sofern die Ü berprüfung einen gleichbleiben- den Invaliditätsgrad ergibt, aufgrund von Art. 28 Abs. 1 IVG auf eine D rei- viertelsrente zu reduzieren. 4. 4.1 Im R ahm en einer R entenrevision nach Bst. f der Schlussbestim m ungen der 4. IV-R evision kann der der ursprünglich gew ährten Vollrente zugrun- deliegende Invaliditätsgrad von 68% nicht unbesehen übernom m en w er- den: So verfügt nach der bundesgerichtlichen R echtsprechung ein Beschw erde- führer, dem eine R ente im beantragten U m fang zugesprochen w ird, über kein schützensw ertes Interesse an der Feststellung eines höheren Invalidi- tätsgrades. N am entlich begründet selbst die M öglichkeit, dass bei einem gleichbleibenden Invaliditätsgrad die Vollrente des Beschw erdeführers im H inblick auf die 4. IV-R evision im Verlaufe des Jahres 2004 gekürzt w er- den könnte, kein aktuelles unm ittelbares Interesse an der Feststellung ei- nes höheren Invaliditätsgrades (U rteil des EVG vom 11. O ktober 2005, I 313/04, m it w eiteren H inw eisen). 7 D ies im pliziert, dass der Invaliditätsgrad innerhalb der Spannw eite zw i- schen 66 2/3% und w eniger als 70% , die nach der alten R entenabstufung zu einer Vollrente führte, zum indest im Zusam m enhang m it den aufgrund der R echtsänderung im Jahr 2004 (4. IV-R evision) notw endigen R entenre- visionen grundsätzlich überprüfbar ist. 4.2 N achfolgend ist deshalb der auf 68% festgelegte Invaliditätsgrad aufgrund der vorhandenen m edizinischen und erw erblichen U nterlagen sow ohl hin- sichtlich des Zeitpunktes beim Erlass der ursprünglichen R entenverfügung vom 23. Septem ber 2002 als auch für die Zeit bis zum Erlass der Einspra- cheverfügung am 16. Februar 2005 frei zu prüfen. 5. 5.1 D ie Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auf 50% in leichten Verw eisungstä- tigkeiten basiert nam entlich auf der vom 1. bis zum 4. Februar 1999 um - fassend und sorgfältig durchgeführten m ultidisziplinären Abklärung bei der M ED AS Zentralschw eiz in Luzern. In einem ersten anhand von drei D oku- m entationen von Arbeitsplätzen vorgenom m enen Einkom m ensvergleich w urde auf dieser Basis ein Invaliditätsgrad von 59% eruiert. Auf den entsprechenden Vorbescheid vom 20. Juli 1999 hatte der Be- schw erdeführer erst am 22. M ärz 2000 und in dem Sinn reagiert, dass er auf eine Stellungnahm e verzichte und um Erlass der Verfügung bitte. M it Verfügung vom 13. O ktober 2000 w urde dem Beschw erdeführer schliesslich eine dem Invaliditätsgrad von 59% entsprechende halbe Invali- denrente zugesprochen. Bis zum Erlass dieser Verfügung hatte der zu die- sem Zeitpunkt anw altlich vertretene Beschw erdeführer w eder sinngem äss noch ausdrücklich vorgebracht, dass sich sein G esundheitszustand seit der um fassenden Abklärung bei der M ED AS vom 1. bis zum 4. Februar 1999 verschlechtert habe. 5.2 Erst im R ahm en des Beschw erdeverfahrens vor der Eidgenössischen R e- kurskom m ission AH V/IV trug der Beschw erdeführer eine Verschlechterung seines G esundheitszustandes seit der m ultidisziplinären Abklärung durch die M ED AS von anfangs Februar 1999 vor. Als Bew eis legte er einen von D r. m ed. B._______ am 14. N ovem ber 2000 verfassten Bericht vor, einen vom 18. Septem ber 2001 datierten sow ie einen nicht datierten Bericht. In den erw ähnten Berichten beschränkte sich D r. m ed. B._______ darauf, aus den von der IV-Stelle in der Verfügung vom 13. O ktober 2000 berück- sichtigten und gew ürdigten D iagnosen pauschal auf eine 30-prozentige Er- w erbsfähigkeit zu schliessen, w obei der Beschw erdeführer nur leichte Ar- beiten verrichten könne (Bericht vom 14. N ovem ber 2000), beziehungsw ei- se auf eine 70-prozentige Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeiten seit dem 2. N ovem ber 1999 (Bericht vom 18. N ovem ber 2001). 5.3 Zw ar ist das Sozialversicherungsrecht vom U ntersuchungsgrundsatz be- herrscht. D anach haben die entscheidenden Behörden von Am tes w egen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachver-8 halts zu sorgen. D ieser G rundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet zum einen sein Korrelat in den M itw irkungspflichten der Parteien (BG E 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a, je m it H inw eisen). Zum anderen um fasst die behördliche und richterliche Abklärungspflicht nicht unbesehen alles, w as von einer Partei behauptet oder verlangt w ird. N am entlich ha- ben die Verw altungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätz- liche Abklärungen stets nur dann vorzunehm en oder zu veranlassen, w enn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten er- gebenden Anhaltspunkten hinreichender Anlass besteht (vgl. BG E 117 V 282 E. 4a; U rteil des EVG vom 20. Juli 2000, I 520/99). H insichtlich des Bew eisw ertes eines ärztlichen Berichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange um fassend ist, auf allseitigen U n- tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschw erden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anam nese) abgegeben w orden ist, in der Beurtei- lung der m edizinischen Zusam m enhänge und in der D arlegung der m edizi- nischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Bew eisw ert ist grundsätzlich so- m it w eder die H erkunft eines Bew eism ittels noch die Bezeichnung der ein- gereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahm e als Bericht oder G ut- achten, sondern dessen Inhalt (BG E 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AH I 2001 S. 112 f.). So w eicht der R ichter nicht ohne zw ingenden G rund von der Einschätzung der m edizinischen Experten ab, deren Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der G erichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestim m ten Sachverhalt m edizinisch zu erfassen. 5.4 D ie IV-Stelle verm ochte in den drei erst im R ahm en des Beschw erdever- fahrens vor der R ekurskom m ission AH V/IV eingebrachten, äusserst knap- pen Berichten von D r. m ed B._______ zu R echt keine genügend begrün- deten H inw eise auf eine Verschlechterung des G esundheitszustandes zu erkennen, die das nachvollziehbare und um fassende G utachten der M ED AS in Frage gestellt und eine w eitergehende m edizinische Abklärung erfordert hätten. Vor diesem H intergrund erw eist sich das Vorgehen der IV-Stelle, die nach der R ückw eisung durch die R ekurskom m ission auf- grund der Aktenlage auf die Veranlassung w eiterer m edizinischer Abklä- rungen verzichtet hat, als kohärent und richtig. 5.5 D ie IV-Stelle w ar aufgrund des U rteils der R ekurskom m ission AH V/IV vom 8. April 2002 verpflichtet, einen neuen, nunm ehr rechtsgenüglichen Ein- kom m ensvergleich durchzuführen. D ieser Pflicht ist sie am 9. Juli 2002 nachgekom m en, w obei sie einen Invaliditätsgrad von 68% eruiert hat. 5.6 Im Ergebnis ist som it festzuhalten, dass die IV-Stelle den der Verfügung vom 23. Septem ber 2002 zugrundeliegenden Invaliditätsgrad von 68% feh- lerfrei eruiert hat. 6. D er Beschw erdeführer trägt sodann vor, dass sich sein G esundheitszu- stand seit Erlass der ursprünglichen R entenverfügung vom 23. Septem ber 2002 verschlechtert habe und er som it nach w ie vor Anspruch auf eine 9 Vollrente besitze. Es ist som it zu prüfen, ob und gegebenenfalls seit w ann sich der G esundheitszustand zw ischen dem 23. Septem ber 2002 und dem Erlass der hier streitigen Einspracheverfügung vom 16. Februar 2005 inso- w eit in dem M asse verschlechtert hat, dass der Invaliditätsgrad von den (korrekt eruierten) 68% auf m indestens 70% rentenrelevant anzuheben ist. D er Beschw erdeführer rügt in seiner Beschw erde ferner, die IV-Stelle sei fälschlicherw eise davon ausgegangen, dass D r. m ed. R ._______ eine D epression seit dem M onat Januar 1999 diagnostiziert habe, und diese D iagnose bei der Abklärung in der M ED AS im Februar 1999 w iderlegt w or- den sei; die depressive Störung sei erst nach der Abklärung der M ED AS, im späteren Verlauf des Jahres 1999 aufgetreten und von D r. m ed. R ._______ diagnostiziert w orden. D a der Beschw erdeführer – nachdem die M ED AS im Februar 1999 (auch) seinen psychischen G esundheitszustand um fassend abgeklärt hat – erst im R ahm en der R entenrevision vorträgt, dass er bereits seit 1999 an einer depressiven Störung leide, ist diese R üge auch in diesem Zusam m enhang zu behandeln (Ziff. 6.1). So hatte ja w ie oben dargelegt die IV-Stelle nach der Abklärung durch die M ED AS (beim Erlass der ursprünglichen R enten- verfügung) keinerlei konkrete Anhaltspunkte, die auf eine rentenrelevante D epression hinw iesen. 6.1 6.1.1 Im R ahm en des R evisionsverfahrens hat der Beschw erdeführer m ehrere zw ischen Januar 2002 und M ärz 2004 verfasste Kurzberichte von D r. m ed. R ._______ eingereicht, der eine rezidivierende depressive Störung m it ei- ner gegenw ärtig schw eren Episode diagnostiziert hatte und den Patienten deshalb rund alle zw ei M onate untersuchte und m edikam entös behandelte. D r. m ed. R ._______ hatte dabei aber w eder eine Verschlechterung des G esundheitszustandes noch eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit fest- gestellt. 6.1.2 Am 23. Septem ber 2004 berichtete D r. m ed. R ._______, dass der Be- schw erdeführer seit 1999 w egen einer rezidivierenden depressiven Stö- rung m it einer gegenw ärtig schw eren Episode bei ihm in Behandlung sei. D er Beschw erdeführer w erde erfolglos m it Antidepressiva und N eurolepti- ka behandelt und unterziehe sich einer psychotherapeutischen Behand- lung. Er sei som it "arbeitsunfähig (Erw erbsunfähigkeit zu 100% )". Im Be- richt vom 15. April 2005 hielt D r. m ed. R ._______ fest, der G esundheitszu- stand des Beschw erdeführers habe sich zw ischenzeitlich nicht verbessert, sondern verschlechtert. D er Patient sei "erw erbsunfähig (Arbeitsunfähig- keit zu 100% )" und benötige w eitere psychiatrische und psychologische Behandlung. Am 17. M ärz 2006 präzisierte D r. m ed. R ._______, dass der Beschw erdeführer seit dem M onat O ktober 1999 an D epressionen leide und seither zu 100% arbeitsunfähig sei. 6.1.3 D r. m ed. S._______, Spezialärztin FM H für Psychiatrie und Psychothera- pie, hatte am 4. Februar 1999 für die M ED AS Zentralschw eiz das psychiat- rische Konsilium durchgeführt, das in jeder H insicht den Anforderungen 10 entspricht, w elche die R echtsprechung an den Bew eisw ert ärztlicher G ut- achten stellt. Sie stützte ihr G utachten auf ein ausführliches G espräch m it dem Be- schw erdeführer, w elches durch eine D olm etscherin übersetzt w urde, und auf säm tliche Akten, w obei sie eine sehr sorgfältige und ausführliche Anam nese vorgenom m en hat. Sie zog bei einem sehr bunten Beschw erde- bild verschiedene psychiatrische Krankheitsbilder in Erw ägung: O rgani- sche Psychose bei Intoxikation oder Entzug im Zusam m enhang m it der M edikation von D iazepam , Lorazepam und C arbam azepin (zeitliche und örtliche D esorientierung, Verlangsam ung, D ysphorie, innere U nruhe, H al- luzinationen), Tem porallappenepilepsie (Verlangsam ung, w echselhafte Affektivität, langanhaltende gereizte Verstim m ung, traum verlorenes Ver- halten, Sensationen im Epigastrium , H alluzinationen), G anser-Syndrom (unklare Antw orten, dissoziative Sym ptom e w ie H erum laufen von Schm er- zen im Körper), Trance-Zustände (traum verlorenes Verhalten), dissoziative Am nesie (Erinnerungsverlust für Strafm andat, Ausschaffung etc.), Schizo- phrene Psychose (akustische H alluzinationen), neuerdings posttraum ati- sche Belastungsstörung (Krieg im Kosovo, em otionale Stum pfheit, G leich- gültigkeit, Teilnahm elosigkeit). D ie Verlangsam ung und D ysphorie hätten auf eine D epression hingew iesen. Für keines der in Betracht gezogenen Krankheitsbilder lagen allerdings ge- nügend Anhaltspunkte vor. D ie Aussagen des Beschw erdeführers erw ie- sen sich als w idersprüchlich und das Verhalten als w enig glaubhaft. Auffal- lend w ar für die G utachterin, dass die depressive Stim m ung nicht durchge- halten w erden konnte, die vorgegebene Angst nicht spürbar w ar und auch keine W ahnstim m ung und kein G efühl der Befrem dung aufkam en. Auch fiel bei der späteren D urchschau der verschiedenen Teile des G ut- achtens nam entlich die zeitliche D esorientierung des Beschw erdeführers bei der psychiatrischen Abklärung auf, w ährend er bei der Erstanam nese als zeitlich sehr gut orientiert w ahrgenom m en w urde. Auch sei bei der Erstanam nese trotz Befragung keine R ede von irgendw elchen H alluzina- tionen gew esen. D ie nam entlich bereits von der psychiatrischen Klinik K._______ in T._______ am 16. O ktober 1997 gestellte D iagnose der artifiziellen Stö- rung (IC D 10: F 68.1) w urde im Ergebnis von der Psychiaterin D r. m ed. S._______ bestätigt. D ie M otivation für dieses Verhalten könne darin lie- gen, dass die (zu diesem Zeitpunkt vorgesehene) Ausschaffung aus der Schw eiz für den Beschw erdeführer eine grosse Schande bedeute, eher aber gehe es um die finanzielle Absicherung. Aus psychiatrischer Sicht be- stehe bei dieser D iagnose keine Arbeitsunfähigkeit. 6.1.4 D r. m ed. R ._______ hat sich bei der D iagnostizierung der D epression in keiner W eise m it dem ausführlichen G utachten von D r. m ed. S._______ oder m it den w eiteren beim Beschw erdeführer vor seiner Ausschaffung in dessen H eim atland durchgeführten psychiatrischen Abklärungen befasst. D ie kurzen Berichte entsprechen nam entlich in dieser H insicht nicht den Bew eisanforderungen, w elche die R echtsprechung an rechtsgenüglich er-11 stellte ärztliche G utachten stellt. D ie W idersprüche, die D r. m ed. R ._______ Beurteilung im Vergleich zu jener von D r. m ed. S._______ vom 4. Februar 1999 aufw eisen, w erden durch die Festlegung des Beginns der D epression auf O ktober 1999 nicht ausreichend geklärt. So fällt insbeson- dere auf, dass die Behandlung der D epression durch D r. m ed. R ._______ erst ab Januar 2002 dokum entiert ist. Entsprechend trug auch D r. m ed. E._______ im R ahm en seiner Stellungnahm e vom 31. M ai 2005 zu H an- den der IV-Stelle vor, die Argum entation des Beschw erdeführers, w onach sich im Anschluss an die M ED AS-U ntersuchung eine rentenrelevante de- pressive Erkrankung eingestellt habe, sei nicht nachvollziehbar. D ie Berichte von D r. m ed. R ._______, w onach der Beschw erdeführer an einer depressiven Störung leide und som it vollständig arbeitsunfähig sei, sind deshalb nicht geeignet, eine rentenrelevante Verschlechterung des G esundheitszustandes m it dem erforderlichen Bew eisgrad nachzuw eisen. 6.2 6.2.1 Im R ahm en des R evisionsverfahrens reichte der Beschw erdeführer aus- serdem einen Bericht von D r. m ed. K._______ vom 22. Septem ber 2004 ein, w onach er w egen seiner gesundheitlichen Problem e in ärztlicher Be- treuung sei und m indestens einm al jährlich eine Serie physiotherapeuti- scher Behandlungen benötige. W egen M issbrauchs von Arzneim itteln (An- tirheum atika) sei es beim Patienten in der letzten Zeit zu entzündlichen Veränderungen der M agenschleim haut gekom m en, so dass er nun auch regelm ässig durch einen G astroenterologen untersucht w erden m üsse. D er Beschw erdeführer sei som it zu über 75% erw erbsunfähig. 6.2.2 Es ist unbestritten, dass der Beschw erdeführer an m ultiplen Pathologien im Bereich des Bew egungsapparates leidet und deshalb in der ange- stam m ten Tätigkeit als Bauarbeiter nicht m ehr arbeitsfähig ist. Auch eine m ittelschw ere Arbeit kann ihm nicht zugem utet w erden. D ie entsprechen- den von D r. m ed. K._______ hervorgehobenen gesundheitlichen Problem e w urden bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auf 50% für leichte Ver- w eisungstätigkeiten allerdings um fassend berücksichtigt. D ie gastroenterologischen Beschw erden sind bereits seit 1999 aktenkun- dig und erw iesen sich als ohne Ausw irkungen auf die 50-prozentige Ar- beitsfähigkeit für leichte Verw eisungstätigkeiten. Es rechtfertigt sich som it nicht, aufgrund des Berichtes von D r. m ed. K._______ von der Annahm e einer 50-prozentigen Arbeitsfähigkeit in leichten Verw eisungstätigkeiten abzuw eichen, zum al dieser äusserst kurz und w enig präzis ist. 6.3 In einem im R ahm en des Beschw erdeverfahrens eingereichten Bericht vom 7. April 2005 gibt D r. m ed. K._______ an, dass der Beschw erdeführer auch an Epicondylitis rechts leide, und desw egen seit Juli 2003 regel- m ässig von ihm behandelt w erde. D en aktenkundigen ärztlichen Kurzbe- richten vom 15. August 2003 und vom 22. Septem ber 2004 lässt sich aller- dings nur die Behandlung des linken Ellbogens entnehm en. Auch der O r- thopäde D r. m ed. Y._______ diagnostizierte in seinem Bericht vom 1. M ai 12 2005 eine Epicondylitis rechts, ohne aber daraus eine (zusätzliche) Ein- schränkung der Arbeitsfähigkeit abzuleiten. Eine Beschäftigung von 50% in leichten Verw eisungstätigkeiten erscheint dem Beschw erdeführer auch vor diesem H intergrund als zum utbar. 6.4 D r. m ed. K._______ beschreibt schliesslich in seinem Bericht vom 7. April 2005, dass der Beschw erdeführer in letzter Zeit starke Schm erzen im pa- rakardialen Brustbereich verspüre. W ie D r. m ed. E._______ in seiner Stel- lungnahm e vom 31. M ai 2005 zu H anden der IV-Stelle dargelegt hat, fin- den sich indes keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass diese vom R heum atolo- gen festgehaltene subjektive Klage auf eine relevante H erzerkrankung m it Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zurückzuführen ist. N am entlich sind, w ie D r. m ed. E._______ in seiner Stellungnahm e festhielt, keine H inw eise auf eine kardiale R isikosituation (erhöhter Blutdruck, Fettstoffw echselstörung, D iabetes o.ä.) aktenkundig. Eine Verschlechterung des G esundheitszu- standes m it Ausw irkungen auf die Arbeitsfähigkeit erw eist sich auf dieser G rundlage als nicht genügend m anifestiert. 6.5 Sow eit überdies die m edizinischen Experten aus den gestellten D iagnosen eine M inderung der Erw erbsfähigkeit ableiten w ollten, w äre dies rechtlich unbeachtlich: U nter dem Begriff der Erw erbsunfähigkeit versteht m an im schw eizerischen Invalidenrecht das gesundheitlich bedingte U nverm ögen eines Betroffenen, durch Verw ertung seiner verbleibenden Arbeitsfähigkeit auf dem für ihn in Frage kom m enden ausgeglichenen Arbeitsm arkt Er- w erbseinkünfte zu erzielen (BG E 105 V 205 E. 2, 106 V 86 E. 2b, 109 V 23). Es handelt sich m ithin um einen w irtschaftlichen Begriff, zu dem der Arzt nicht verbindlich Stellung nehm en kann. 7. Es ist som it zusam m enfassend festzuhalten, dass die IV-Stelle in ihrer Einspracheverfügung vom 16. Februar 2005, m it der sie die bisher gew ähr- te Vollrente durch eine D reiviertelsrente ersetzt hat, den Sachverhalt um - fassend abgeklärt und rechtlich korrekt gew ürdigt hat. D er Antrag des Be- schw erdeführers auf Zusprechung einer Vollrente ist som it abzuw eisen. Vor diesem H intergrund erw eist sich auch eine w eitere Abklärung des Sachverhalts als nicht notw endig, so dass der Antrag des Beschw erdefüh- rers auf Einholung eines rheum atologischen und eines psychiatrischen G utachtens abzuw eisen ist. 8. Es sind keine Verfahrenskosten zu erheben. D er unterliegende Beschw erdeführer hat keinen Anspruch auf Parteient- schädigung (vgl. Art. 64 Abs. 1 Vw VG ).13 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben, und dem Beschw erdeführer w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 3. D ieses U rteil w ird den Parteien eröffnet: – dem Beschw erdeführer (Einschreiben, als G erichtsurkunde; an die Zu- stelladresse A._______, Schw eiz) – der Vorinstanz (Einschreiben, als G erichtsurkunde) – dem Bundesam t für Sozialversicherungen (Einschreiben, als G erichts- urkunde) D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: R echtsm ittelbelehrung G egen diesen Entscheid kann innerhalb von 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesge- richt, Sozialversicherungsrechtliche Abteilungen, Schw eizerhofquai 6, 6004 Luzern, Be- schw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt w erden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echts- schrift hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nter- schrift zu enthalten. D er angefochtene Entscheid und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der Beschw erdeführer in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am :