A bteilung IV law /w ic D -5914/2006 {T 0/2} U rteil vom 4. Juni 2007 M itw irkung: R ichter W alter Lang, R ichterin N ina Spälti G iannakitsas, R ichterin C laudia C otting-Schalch G erichtsschreiberin C orinne W irthner A ._______, geboren _______, N epal, alias B._______, geboren _______, N epal, w ohnhaft _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 7. Juli 2006 i.S. A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschw erdeführer seinen H eim atstaat am 15. Februar 2006 und reiste über Indien und Frankreich - unter U m gehung der G renzkontrolle - am 12. M ärz 2006 in die Schw eiz ein, w o er am darauf folgenden Tag im Em pfangszentrum C ._______ ein Asylgesuch stellte. D as Bundesam t erhob am 27. M ärz 2006 seine Personalien, befragte ihn sum m arisch zum R eisew eg und zu den G ründen für das Verlassen seines H eim atstaates und w ies ihn am 28. M ärz 2006 für die D auer des Asylverfahrens dem Kanton D ._______ zu. Am 20. April 2006 führte die zuständige kantonale Behörde eine Anhörung zu den Asylgründen des Beschw erdeführers durch. B. Zur Begründung seines Asylgesuches m achte der Beschw erdeführer im W esent- lichen geltend, er sei ein hinduistischer N epali und stam m e aus E._______. Von 1999 bis 2006 sei er einfacher Soldat der nepalesischen Arm ee gew esen. D ie M aoisten hätten von ihm gefordert, die Arm ee zu verlassen und desw egen auch regelm ässig seine Eltern belästigt. Jedes M al, w enn er zuhause gew esen sei, hätten sie das H aus um stellt und ihn gesucht, er habe glücklicherw eise jedoch im m er fliehen können. D ie M aoisten hätten sow ohl ihn als auch seine Fam ilie m it dem Tode bedroht. Am 9. Januar 2006 - als er zuhause in den Ferien gew esen sei - hätten ihn die M aoisten entführt und in ihr C am p im W ald zw ischen F.______ und G ._______ gebracht, w o sie ihn anschliessend 35 bis 36 Tage festgehalten hätten. N achdem er ihnen D etails über m ilitärische Einrichtungen verraten habe, hätten sie ihn am 14. Februar 2006 frei gelassen. Als er w ieder zuhause gew esen sei, hätten ihm seine Eltern gesagt, dass w ährend seiner Abw esenheit Soldaten bei ihnen gew esen seien und ihn gesucht hätten. Sie hätten behauptet, er habe sie bei den M aoisten verraten. Aus diesen G ründen hätten ihm seine Eltern geraten, sein Leben zu retten und nach Indien zu fliehen. C . M it Verfügung vom 7. Juli 2006 - eröffnet am 10. Juli 2006 - lehnte das Bundesam t das Asylgesuch des Beschw erdeführers ab und ordnete gleichzeitig seine W eg- w eisung aus der Schw eiz sow ie deren Vollzug an. D . M it Beschw erde an die Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) vom 9. Au- gust 2006 (Poststem pel) beantragte der Beschw erdeführer, die angefochtene Ver- fügung sei vollum fänglich aufzuheben, es sei seine Flüchtlingseigenschaft festzu- stellen und es sei ihm in der Schw eiz Asyl zu gew ähren; eventuell sei festzustel- len, dass der Vollzug der W egw eisung w eder zulässig noch zum utbar sei und es sei die vorläufige Aufnahm e anzuordnen. In prozessualer H insicht ersuchte er zu- dem um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege sow ie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. E. M it Zw ischenverfügung vom 22. August 2006 bestätigte der zuständige Instruk- tionsrichter der AR K das dem Beschw erdeführer von G esetzes w egen zustehende 3 R echt auf Aufenthalt in der Schw eiz bis zum Abschluss des Verfahrens. G leichzei- tig hiess er die G esuche um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gut, sow eit die Anordnung der vorläufigen Aufnahm e beantragt w urde; im Ü brigen w urden sie abgew iesen. D em Beschw erdeführer w urde Frist zur Bezahlung eines Kostenvorschuss im Betrag von Fr. 300.-- bis zum 6. Septem ber 2006 angesetzt. Ferner w urde ihm die M öglichkeit geboten, der AR K innert derselben Frist m itzuteilen, ob er die Beschw erde teilw eise zurückziehen w olle, sow eit die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und die Asylgew ährung beantragt w ürden, w obei ihm in Aussicht gestellt w urde, im Falle eines Teilrückzugs w erde die Beschw erde im erw ähnten U m fang ohne Erhebung von Prozesskosten abgeschrieben und die Beschw erde als auf den Vollzugspunkt beschränkt w eiter behandelt. F. M it Eingabe vom 5. Septem ber 2006 (Poststem pel) teilte der Beschw erdeführer der AR K m it, er sei nicht in der Lage, einen Kostenvorschuss von Fr. 300.-- zu leisten, w eshalb er seine Beschw erde hinsichtlich des Asylpunktes zurück ziehe. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G ; SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG ; SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vor- liegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG ; SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsge- setzes vom 17. Juni 2005 [BG G ; SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t am 1. Januar 2007, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der bei der ehem aligen AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. 2.1 D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist bezüglich seiner Begehren legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten.4 2.2 D er Beschw erdeführer hat die Beschw erde hinsichtlich des Asylpunktes zurückge- zogen. D ie Beschw erde ist som it als durch R ückzug gegenstandslos gew orden abzuschreiben, sow eit die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und die Asylgew ährung beantragt w urden. D ie Ziffern 1 und 2 des D ispositivs der angefochtenen Verfügung sind dem zufolge in R echtskraft erw achsen, ebenso w ie die form ell nicht angefochtene Ziffer 3 des D ispositivs der Verfügung betreffend die vom BFM gestützt auf Art. 44 Abs. 1 AsylG verfügte W egw eisung aus der Schw eiz. G egenstand des vorliegenden Beschw erdeverfahrens bildet som it entsprechend der R echtsbegehren lediglich die Frage, ob das Bundesam t den Vollzug der W egw eisung zu R echt angeordnet hat (vgl. Art. 44 Abs. 1 AsylG ) oder ob w egen U nzum utbarkeit beziehungsw eise U nzulässigkeit des Vollzugs der W egw eisung die vorläufige Aufnahm e anzuordnen ist (vgl. Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m . Art. 14a Abs. 3 und 4 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG ; SR 142.20]). 3. G em äss Art. 44 Abs. 2 AsylG regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Auslän- dern nach dem Bundesgesetz über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer vom 26. M ärz 1931, w enn der Vollzug nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zum utbar ist. 3.1 3.1.1 D as Bundesam t hat in seiner Verfügung zutreffend darauf hingew iesen, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung gem äss Art. 5 Abs. 1 AsylG nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. M AR IO G ATTIKE R , D as Asyl- und W egw eisungsverfahren, Bern 1999, S. 89). D a rechtskräftig feststeht, dass der Be- schw erdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt, kann das in Art. 5 AsylG , Art. 25 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) und Art. 33 des Abkom m ens über die R echtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (FK, SR 0.142.30) verankerte Prinzip des flücht- lingsrechtlichen N on-refoulem ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. 3.1.2 U nzulässig ist der Vollzug der W egw eisung gem äss Art. 14a Abs. 3 AN AG , w enn dem Beschw erdeführer für den Fall einer Ausschaffung nach N epal dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 der Konvention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101) oder Art. 1 des Ü bereinkom m ens gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w äre. G em äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti- Folterausschusses m üsste der Beschw erdeführer eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihm im Fall einer R ückschiebung Folter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2001 N r. 16 S. 122 m .w .H .).5 Vorliegend zog der Beschw erdeführer m it Eingabe vom 5. Septem ber 2006 an die AR K seine Beschw erde hinsichtlich des Asylpunktes zurück. G leichzeitig erklärte er jedoch, er halte an seinen Vorbringen w eiterhin fest. Es sei für ihn zurzeit viel zu gefährlich, nach N epal zurückzukehren. Er sei von den M aoisten festgehalten w orden und w erde von der Arm ee gesucht. Falls er erw ischt w erden w ürde, m üsste er Freiheitsentzug, Folter, gar seinen Tod und Ü bergriffe auf seine Fam ilie befürchten. D iese G efahr sei nach w ie vor aktuell und trotz R egierungsw echsel nicht von der H and zu w eisen. D as Bundesam t hat sich in der angefochtenen Verfügung eingehend m it den vom Beschw erdeführer zur Begründung seines Asylgesuches geltend gem achten Vor- bringen auseinandergesetzt und es hat aufgezeigt, inw iefern diese in w esentlichen Punkten als der allgem einen Erfahrung und der Logik des H andelns w idersprechend erachtet. Indem es abschliessend festhält, seine Vorbringen w ürden den Anforderungen an die G laubhaftigkeit gem äss Art. 7 AsylG nicht standhalten, hat es klar gestellt, dass es den zur Begründung des Asylgesuchs geltend gem achten Sachverhalt als m it überw iegender W ahrscheinlichkeit nicht für gegeben hält. D ieser Beurteilung schliesst sich das Bundesverw altungsgericht nach D urchsicht der Akten an. D er Beschw erdeführer m acht zw ar geltend, das Verhalten der M aoisten ihm gegenüber m ache durchaus Sinn, w eil sie dam it rechnen konnten, dass er als Soldat schnell als Sym pathisant der R ebellen gelte, w enn bei ihm U nregelm ässigkeiten festgestellt w ürden; sie hätten ihn desw egen in der H and gehabt. D er U m stand, dass ein Soldat nach einem einw öchigen U rlaub nicht m ehr einrücke, sei für sich selbst schon ein grosses Verdachtsm om ent. Kom m e hinzu, dass die R ebellen ihm den M ilitärausw eis w eggenom m en hätten, w as ihm eine R ückkehr in die Arm ee zusätzlich erschw ert, ja sogar verunm öglicht habe. D iese Erklärungsversuche sind jedoch nicht geeignet, das angebliche Verhalten der M aoisten dem Beschw erdeführer gegenüber plausibel erscheinen zu lassen. D ie spekulativ anm utenden Ausführungen des Beschw erdeführers überzeugen - w ie schon das BFM zutreffend ausführte - schon deshalb nicht, w eil die M aoisten sich keinesw egs darauf verlassen konnten, dass der Beschw erdeführer nicht um gehend seinen Vorgesetzten in der Arm ee über die Lage, G rösse und Beschaffenheit ihres C am ps Bericht erstatten w ird, falls sie ihn freilassen. Es erübrigt sich unter diesen U m ständen auf die w eiteren Einw ände und Erklärungsversuche in der Beschw erde einzugehen, da auch diese nicht ansatzw eise geeignet sind, im H inblick auf die G laubhaftigkeit der Vorbringen des Beschw erdeführers zu einer von derjenigen der Vorinstanz abw eichenden Beurteilung zu führen. Zw ecks Verm eidung von W iederholungen kann an dieser Stelle vollum fänglich auf die diesbezüglich zutreffenden Erw ägungen in der angefochtenen Verfügung verw iesen w erden. Aufgrund der Angaben des Beschw erdeführers besteht m ithin kein G rund für die Annahm e, er m üsse für den Fall der R ückkehr nach N epal m it Folter oder m enschenrechtw idriger Behandlung rechnen. 3.1.3 M angels anderw eitiger konkreter Anhaltspunkte in den Akten, die zu einem gegenteiligen Schluss führen könnten, ist der Vollzug der W egw eisung nach dem G esagten sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig (Art. 14 Abs. 3 AN AG ).6 3.2 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung verzichtet, w enn die R ückkehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine sol- che G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allgem einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allge- m einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie bei- spielsw eise einer notw endigen m edizinischen Behandlung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). 3.2.1 D ie Vorinstanz erachtet den W egw eisungsvollzug des Beschw erdeführers nach N epal als zum utbar. D azu führte sie in der angefochtenen Verfügung aus, w eder die in N epal herrschende politische Situation noch andere G ründe w ürden gegen die Zum utbarkeit der R ückführung des Beschw erdeführers dorthin sprechen. Ende April 2006 seien in N epal sow ohl die R egierung als auch das Parlam ent vom König w ieder eingesetzt w orden. Zudem hätten die M aoisten Ende April 2006 einen dreim onatigen W affenstillstand verkündet und ihre Kooperationsbereitschaft m it der neuen R egierung im H inblick auf die vorgesehene verfassungsgebende Ver- sam m lung bekundet. D arauf habe auch die R egierung ihrerseits m it einem W affen- stillstand reagiert. Som it bestehe in N epal keine Situation allgem einer G ew alt. 3.2.2 D er Beschw erdeführer m acht dagegen in der Eingabe vom 9. August 2006 im W esentlichen geltend, das BFM gehe bei der Beurteilung der Zum utbarkeit der W egw eisung von einem zu optim istischen Szenario aus. Er verw eist in diesem Zusam m enhang auf verschiedene im Internet erschienene M eldungen und führt aus, die Situation in N epal habe sich bereits w ieder zugespitzt; ein nachhaltiger Friedensprozess sei noch nicht in Sicht. 3.2.3 D as Bundesverw altungsgericht geht davon aus, dass die allgem eine Lage in N e- pal nicht durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgem einer G ew alt gekennzeichnet ist, aufgrund derer die Zivilbevölkerung als konkret gefährdet be- zeichnet w erden m üsste (vgl. dazu die Analyse der jüngsten Entw icklung in N epal im U rteil der AR K vom 17. O ktober 2006, i.S. R .P.B., N epal, publiziert unter EM AR K 2006 N r. 31 E. 4.3.3.-4.3.5. S. 331 ff.). D iese Einschätzung w ird auch durch die unlängst erfolgten Friedensgespräche zw ischen den m aoistischen R e- bellen und der Sieben-Parteien-Allianz bestärkt, w elche am 21. N ovem ber 2006 in einem um fassenden Friedensabkom m en m ündeten, w elches unter anderem die Verstaatlichung des Verm ögens des nepalesischen Königshauses sow ie die Ent- w affnung der R ebellen und Teilm obilisierung der Arm ee unter Aufsicht der U N O vorsieht. M itte D ezem ber 2006 schlossen N epals R egierungsallianz und die m ao- istischen R ebellen ihre Verhandlungen zu einer Ü bergangsverfassung ab, w elche die M onarchie vorübergehend ausser Kraft setzt. D em nach ist bis M itte des Jahres 2007 anstelle von König G yanendra der R egierungschef das Staatsoberhaupt. N ach Auflösung des bisherigen Parlam entes w urde am 15. Januar 2007 eine neue Ü bergangsregierung eingesetzt, an der erstm als auch die M aoisten beteiligt sind. Sie verfügen über 83 der insgesam t 330 M andate, w om it sie die zw eitgrösste Kraft im Parlam ent in Kathm andu stellen. D ie Ü bergangsverfassung w ird gelten, bis eine Sonderkom m ission eine dauerhafte Verfassung ausgearbeitet hat. D ieses G rem i- um soll im Laufe des Jahres gew ählt w erden. Ebenfalls noch in diesem Jahr sollen W ahlen zu einer verfassungsgebenden Versam m lung stattfinden (vgl. N ZZ O nline 7 vom 7. N ovem ber 2006, m zbern.ch vom 8. N ovem ber 2006, N ZZ O nline vom 23. N ovem ber 2006, N ZZ O nline vom 16. D ezem ber 2006, Spiegel O nline vom 15. Januar 2007 und N ZZ O nline vom 16. Januar 2007, tagesschau.de vom 4. M ärz 2007, N ZZ O nline vom 13. M ärz 2007, tagesschau.de vom 1. April 2007, tagesschau.de vom 24. April 2007). D er Vollzug der W egw eisung ist unter diesen U m ständen nicht generell als unzum utbar zu bezeichnen (Art. 14a Abs. 4 AN AG ). Aufgrund der Aktenlage besteht ferner kein G rund zur Annahm e, der Beschw erdeführer gerate im Falle der R ückkehr aus individuellen G ründen w irtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher N atur in eine existenzbedrohende Situation, w elche den Vollzug der W egw eisung als unzum utbar erscheinen liesse. D er offenbar gesunde Beschw erdeführer verfügt über eine insgesam t achtjährige Schulbildung sow ie Englischkenntnisse. Seine Eltern und seine beiden älteren G eschw ister leben nach w ie vor in seinem H eim atort bzw . im H eim atland. D er Be- schw erdeführer kann som it auf ein bestehendes Beziehungsnetz zurückgreifen. Es kann unter diesen U m ständen davon ausgegangen w erden, dass es ihm im Falle der R ückkehr in seine H eim at aus eigener Kraft oder allenfalls m it U nter- stützung der Fam ilie gelingen w ird, sich eine w irtschaftliche Existenzgrundlage aufzubauen. 3.3 Zusam m enfassend ist festzuhalten, dass das BFM den Vollzug der W egw eisung zu R echt als zum utbar erachtet hat. D ie Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ge- stützt auf Art. 14a Abs. 3 - 4 AN AG fällt som it nicht in Betracht. 4. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). In der Zw ischenverfügung vom 22. August 2006 hat der Instruktionsrichter der AR K die Beschw erde im R ahm en des G esuches um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege als nicht von vornherein aussichtslos beurteilt, sow eit darin die Anordnung der vorläufigen Aufnahm e infolge U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs beantragt w ird. W ie sich aus den vorstehenden Erw ägungen ergibt, hat sich die allgem eine Situation in N epal in der Zw ischenzeit jedoch erheblich geändert. G estützt auf Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ist die aus heutiger Sicht offensichtlich unbegründete Beschw erde deshalb unter Verzicht auf die D urchführung eines Schriftenw echsels und m it sum m arischer Begründung im vereinfachten Verfahren abzuw eisen, sow eit sie nicht als durch R ückzug gegenstandslos gew orden abzuschreiben ist. 5. M it Zw ischenverfügung vom 22. August 2006 w urde dem Beschw erdeführer die unentgeltliche R echtspflege gem äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG gew ährt, sow eit die An- ordnung der vorläufigen Aufnahm e beantragt w ird. G leichzeitig w urde ihm im Fall eines Teilrückzugs der Beschw erde, sow eit die Asylgew ährung betreffend, die Abschreibung des Verfahrens ohne Erhebung von Prozesskosten in Aussicht gestellt. M it Eingabe vom 5. Septem ber 2006 zog der Beschw erdeführer seine Beschw erde im entsprechenden U m fang zurück. Auf die Auferlegung von 8 Verfahrenskosten ist dem nach zu verzichten (Art. 6 Bst. a des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE; SR 173.320.2]). 6. G estützt auf Art. 15 i.V.m . Art. 5 VG KE ist dem Beschw erdeführer keine Parteientschädigung zuzusprechen. (D ispositiv nächste Seite)9 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird als durch R ückzug gegenstandslos gew orden abgeschrieben, sow eit die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und die Asylgew ährung beantragt w erden. 2. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit beantragt w ird, es sei festzustellen, dass der Vollzug der W egw eisung w eder zulässig noch zum utbar ist. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. Es w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 5. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung (R ef.-N r. N _______) - das _______ D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: W alter Lang C orinne W irthner Versand am :