<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2019.00345</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=219452&amp;W10_KEY=13013491&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2019.00345</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.08.2019</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Der Beschwerdeführer ersucht um eine Härtefallbewilligung, nachdem seine Aufenthaltsbewilligung wegen des Eingehens einer Scheinehe nicht mehr verlängert worden war.] Über die Voraussetzungen für einen Härtefall ist bereits im ersten Verfahren entschieden worden. Der Beschwerdeführer hätte die bereits damals bestehende Arbeitsunfähigkeit bereits in diesem Verfahren geltend machen müssen. Für die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung bis zum Abschluss der laufenden beruflichen Massnahmen besteht kein Anlass, zumal der Beschwerdeführer nach Abschluss der Eingliederungsmassnahmen nicht im hiesigen Arbeitsmarkt erwerbstätig sein würde (E. 2). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSUNFÃHIGKEIT">ARBEITSUNFÃHIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HÃRTEFALL">HÃRTEFALL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHEINEHE">SCHEINEHE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 10 Abs. I AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=43251" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2019.00345</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">21. August 2019</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch lic.</span><span> </span><span>iur. B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich,<b> </b></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Aufenthaltsbewilligung,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A, geboren 1970, StaatsangehÃ¶riger der TÃ¼rkei, heiratete am 6. Dezember 2001 die Schweizer StaatsangehÃ¶rige C in der TÃ¼rkei. Er reiste am 9. Februar 2002 in die Schweiz ein und erhielt im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung. Mit VerfÃ¼gung vom 25. Juni 2013 wies das Migrationsamt das Gesuch um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung von A ab, weil sich die Hinweise auf das Vorliegen einer Scheinehe erhÃ¤rtet hÃ¤tten. Die dagegen erhobenen Rechtsmittel blieben allesamt erfolglos: Letztlich wies das Bundesgericht die Beschwerde von A mit Entscheid vom 8. Januar 2019 (2C_599/2018) ab.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 25. Januar 2019 reichte A ein Gesuch um Erteilung einer HÃ¤rtefallbewilligung ein, welches das Migrationsamt 28. Februar 2019 abwies. Dabei hielt das Migrationsamt fest, dass einem Rechtsmittel gegen diesen Entscheid keine aufschiebende Wirkung zukomme und A ohnehin Ã¼ber keine Anwesenheitsberechtigung im Kanton ZÃ¼rich verfÃ¼ge. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Dagegen erhob A am 2. April 2019 Rekurs bei der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion und beantragte unter anderem die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung. Mit ZwischenverfÃ¼gung vom 3. April 2019 wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ab. </p> <p class="Urteilstext">Mit Entscheid vom 18. April 2019 wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion den Rekurs vom 2. April 2019 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Am 5. April 2019 erhob A gegen die ZwischenverfÃ¼gung vom 3. April 2019 beim Verwaltungsgericht Beschwerde und beantragte, sein Gesuch um aufschiebende Wirkung sei gutzuheissen.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 9. April 2019 verfÃ¼gte das Verwaltungsgericht, dass alle Vollziehungsvorkehrungen bis zum Entscheid Ã¼ber das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen zu unterbleiben haben. </p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 24. April 2019 schrieb das Verwaltungsgericht die Beschwerde gegen die ZwischenverfÃ¼gung der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion vom 3. April 2019 als erledigt ab, nachdem am 18. April 2019 in der Hauptsache ein Entscheid ergangen war (VB.2019.00227).</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit Beschwerde vom 27. Mai 2019 beantragte A dem Verwaltungsgericht die Aufhebung des Entscheids der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion vom 18. April 2019. Es sei ihm eine HÃ¤rtefallbewilligung bzw. eine Aufenthaltsbewilligung "bis zum Abschluss der laufenden beruflichen Massnahmen gemÃ¤ss IVG" zu erteilen. In prozessrechtlicher Hinsicht beantragte er die GewÃ¤hrung der aufschiebenden Wirkung und die unentgeltliche Rechtspflege, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</p> <p class="Sachverhalt2">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 31.<span> </span>Mai 2019 trat das Verwaltungsgericht auf das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung zufolge Gegenstandslosigkeit nicht ein und hielt fest, dass bis zum Entscheid Ã¼ber das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen alle Vollziehungsvorkehrungen zu unterbleiben haben. </p> <p class="Sachverhalt2"><span>WÃ¤hrend die Rekursabteilung auf Vernehmlassung verzichtete, liess sich das Migrationsamt nicht vernehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, -Ã¼ber- und -unterschreitungen und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b><span>Der Antrag des BeschwerdefÃ¼hrers, es sei ihm das prozedurale Aufenthaltsrecht zu gewÃ¤hren, </span>wird <span>mit dem heutigen Urteil gegenstandslos.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Vorinstanz ist im angefochtenen Entscheid zum Schluss gelangt, es liege keine wesentliche Ãnderung des Sachverhalts vor. Der BeschwerdefÃ¼hrer behaupte, er sei wÃ¤hrend seiner langen Arbeitsmigration in der Schweiz arbeitsunfÃ¤hig geworden und behaupte nicht, dass die ArbeitsunfÃ¤higkeit nicht schon wÃ¤hrend des ersten mit Urteil des Bundesgerichts vom 8. Januar 2019 erledigten Verfahrens bestanden habe. Die SVA ZÃ¼rich habe ihm am 31. Januar 2019 eine Kostengutsprache fÃ¼r ein Aufbautraining verfÃ¼gt. Dabei handle es sich um eine Massnahme zur Wiedererlangung der ArbeitsfÃ¤higkeit, was voraussetze, dass die ArbeitsfÃ¤higkeit zu einem frÃ¼heren Zeitpunkt eingeschrÃ¤nkt gewesen sei. Der Sachverhalt, der gegebenenfalls eine HÃ¤rtefallbewilligung mÃ¶glich gemacht hÃ¤tte, wÃ¤re folglich im ersten Verfahren zu prÃ¼fen gewesen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt dagegen im Wesentlichen vor, dass gemÃ¤ss dem Abkommen zwischen der Schweiz und der TÃ¼rkei tÃ¼rkische StaatsangehÃ¶rige, welche in der Schweiz wohnen, gleichbehandelt werden mÃ¼ssen wie hiesige IV-Versicherte. FÃ¼r die Anwendung des Staatsvertrages sei es notwendig, dass er bei der Anmeldung und wÃ¤hrend der DurchfÃ¼hrung des IV-Verfahrens seinen gewÃ¶hnlichen Aufenthalt in der Schweiz habe. Er habe daher einen staatsvertraglichen Anspruch, das IV-Verfahren hier abschliessen zu dÃ¼rfen. Dies habe er auch nicht bereits im Verfahren um VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung vorbringen kÃ¶nnen, da er das Gesuch um Erhalt einer IV-Rente erst am 10. MÃ¤rz 2017 eingereicht habe. Die Vorinstanzen hÃ¤tten sein Recht auf rechtliches GehÃ¶r verletzt, da sie davon abgesehen hÃ¤tte, die Akten der "SVA ZH-IV" zu editieren. GemÃ¤ss Botschaft des Bundesrates falle unter den Begriff des HÃ¤rtefalls auch humanitÃ¤r begrÃ¼ndeter Aufenthalt von Migranten, welche in der Schweiz krank oder invalid geworden seien. Die Bestimmung bilde auch die Grundlage fÃ¼r "Aufenthalte im Rahmen von Eingliederungsmassnahmen und zur AbklÃ¤rung von sozialversicherungsrechtlichen AnsprÃ¼chen". Weiter erfasse die HÃ¤rtefallregelung explizit Arbeitsmigranten wie ihn. Er habe viele Jahre in der Schweiz gearbeitet und sei hier krank bzw. eingliederungsbedÃ¼rftig geworden.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Das VerlÃ¤ngerungsgesuch des BeschwerdefÃ¼hrers wurde rechtskrÃ¤ftig abgewiesen<span>. </span><span>Die rechtskrÃ¤ftige NichtverlÃ¤ngerung einer Aufenthaltsbewilligung beendet eine bisher bestehende Aufenthaltsberechtigung, indem ab der Rechtskraft des Entscheids die Bewilligung nicht mehr besteht und damit (abgesehen von einem bewilligungsfreien Aufenthalt gemÃ¤ss Art. 10 Abs. 1 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 [AIG]) der Aufenthalt in der Schweiz nicht mehr zulÃ¤ssig ist. In der Folge kann grundsÃ¤tzlich jederzeit ein neues Bewilligungsgesuch eingereicht werden. Wird dieses bewilligt, so lebt damit indessen nicht die frÃ¼here, rechtskrÃ¤ftig aufgehobene Bewilligung wieder auf, sondern es handelt sich um eine neue Bewilligung, die voraussetzt, dass im Zeitpunkt ihrer Erteilung die dannzumal geltenden Bewilligungsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind. Das Stellen eines neuen Gesuchs darf jedoch nicht dazu dienen, rechtskrÃ¤ftige Entscheide immer wieder infrage zu stellen. Die VerwaltungsbehÃ¶rde ist von Verfassungs wegen nur verpflichtet, auf ein neues Gesuch einzutreten, wenn die UmstÃ¤nde sich seit dem ersten Entscheid wesentlich geÃ¤ndert haben oder wenn der Gesuchsteller erhebliche Tatsachen und Beweismittel namhaft macht, die ihm im frÃ¼heren Verfahren nicht bekannt waren oder die schon damals geltend zu machen fÃ¼r ihn rechtlich oder tatsÃ¤chlich unmÃ¶glich war oder keine Veranlassung bestand (vgl. BGE 136 II 177 E. 2.1; VGr, 4. Juni 2014, VB.2014.00230, E. 4.1 [diesbezÃ¼glich bestÃ¤tigt in BGr, 9. Februar 2015, 2C_644/2014, E. 1.3]; </span>VGr, 25. Mai 2011, VB.2011.00140, E. 1.2<span>).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Wie bereits im ersten Verfahren rechtskrÃ¤ftig festgestellt wurde, sind die Vorausssetzungen fÃ¼r einen HÃ¤rtefall beim BeschwerdefÃ¼hrer nicht erfÃ¼llt. D</span>er BeschwerdefÃ¼hrer <span>hÃ¤lt sich zwar seit 17 Jahren hier auf. Er kann aus der langen Anwesenheit und ErwerbstÃ¤tigkeit in der Schweiz jedoch nichts zu seinen Gunsten ableiten, weil er sich den Aufenthalt durch TÃ¤uschung der BehÃ¶rden (Eingehen einer Scheinehe) erschlichen hat. Er kann nicht Rechte daraus ableiten, dass er rechtsmissbrÃ¤uchlich ein Anwesenheitsrecht erwirkt hat (vgl. BGr, 29. Oktober 2018, 2D_37/2018, E. 3.3). Sodann ist unbestritten, dass die ArbeitsunfÃ¤higkeit bereits wÃ¤hrend des ersten Verfahrens bestand. In Ãbereinstimmung mit der Vorinstanz ist daher festzustellen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer diese UmstÃ¤nde im ersten Verfahren hÃ¤tte geltend machen mÃ¼ssen. Es handelt sich dabei um keine nachtrÃ¤glich eingetretene wesentliche Tatsache. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Vor diesem Hintergrund erschliesst sich auch nicht, weshalb dem BeschwerdefÃ¼hrer die Anwesenheit bis zum Abschluss </span>der laufenden beruflichen Massnahmen gemÃ¤ss des Bundesgesetzes Ã¼ber die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG) gewÃ¤hrt werden sollte. <span>FÃ¼r die Erteilung einer zweckbedingten, zeitlich begrenzten Aufenthaltsbewilligung besteht kein Anlass, da der BeschwerdefÃ¼hrer nach Abschluss der Eingliederungsmassnahmen nicht im hiesigen Arbeitsmarkt erwerbstÃ¤tig sein wÃ¼rde, da er die Schweiz alsdann zu verlassen hÃ¤tte. </span>Wie das Migrationsamt in seiner VerfÃ¼gung vom 28. Februar 2019 zutreffend festgehalten hat, sollten die Behandlungs- und IntegrationsbemÃ¼hungen vielmehr in seinem Heimatland erfolgen. <span>Soweit fÃ¼r eine allfÃ¤llige Zusprache einer IV-Rente zusÃ¤tzliche versicherungsrechtliche AbklÃ¤rungen in der Schweiz erforderlich sind, kÃ¶nnen diese auch grenzÃ¼berschreitend vorgenommen werden. </span></p> <p class="Urteilstext">Schliesslich ist auch nicht ersichtlich, dass und inwiefern die Vorinstanzen das rechtliche GehÃ¶r des BeschwerdefÃ¼hrers verletzt haben sollen, indem sie die Akten der IV-Stelle der SVA-ZÃ¼rich nicht editiert haben. <span>Dem Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r (Art. 29 Abs. 2 BV) lÃ¤sst sich keine allgemeine Pflicht der BehÃ¶rde zur Abnahme aller angebotenen Beweise und zur WÃ¼rdigung sÃ¤mtlicher Argumente entnehmen. Die Abweisung eines Beweisantrags erweist sich namentlich als zulÃ¤ssig, falls die Verwaltungs- oder GerichtsbehÃ¶rde sich ihre Meinung aufgrund zuvor erhobener Beweise bereits bilden konnte und sie ohne WillkÃ¼r in vorweggenommener, antizipierter BeweiswÃ¼rdigung annehmen darf, die gewonnene Ãberzeugung werde durch weitere Beweiserhebungen nicht erschÃ¼ttert (BGE 136 I 229 E. 5.3; BGE 134 I 140 E. 5.3; BGE 131 I 153 E. 3). Dies ist vorliegend der Fall. </span>Es <span>ist </span>nach dem Gesagten <span>nicht ersichtlich und wird vom BeschwerdefÃ¼hrer auch nicht substanziiert dargetan, inwiefern der Beizug</span> dieser Akten die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanzen erschÃ¼ttern kÃ¶nnte. </p> <p class="Urteilstext">Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer ersucht um unentgeltliche Rechtspflege. Da sein Begehren als von vornherein offensichtlich aussichtslos zu bezeichnen ist, ist das Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten fÃ¼r das Beschwerdeverfahren abzuweisen (§ 16 Abs. 1 und 2 VRG). Die Kosten sind demnach dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG) und es steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht wird, ist Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) zu erheben (vgl. BGr, 18. Juni 2007, 2D_3/2007 beziehungsweise 2C_126/2007, E. 2.2). Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. <span>Das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. <span>Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt. </span></span></p> <p class="Einzug2"><span>5. <span>Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen dieses Urteil kann <span>im Sinn der ErwÃ¤gungen </span>Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>