<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2025-05-12-5A_348-2025.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_348/2025</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 12. Mai 2025</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Bovey, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwältin Hanna Elisabeth Trippel, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Wechsel der Beistandsperson, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 3. April 2025 (KES.2025.3). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">A.________ (Beschwerdeführerin) und D.________ sind die seit 2004 verheirateten Eltern von C.________ (geb. 2013). Am 7. August 2023 stellte D.________ beim Bezirksgericht Weinfelden ein Eheschutzgesuch. Am 10. November 2023 fällte das Bezirksgericht Weinfelden den Eheschutzentscheid. Die dagegen erhobene Berufung hiess das Obergericht des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 19. März 2024 teilweise gut. Unter anderem ordnete es für C.________ eine Beistandschaft im Sinn von <span class="artref"><artref id="CH/210/308/2" type="start"></artref><artref id="CH/210/308/1" type="start"></artref>Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB</span><artref id="CH/210/308/2" type="end"></artref><artref id="CH/210/2" type="end"></artref> an, übertrug die Obhut dem Vater und regelte den persönlichen Verkehr zwischen der Beschwerdeführerin und dem Kind, wobei es vier Phasen mit sukzessiver Ausweitung des Besuchsrechts bildete, soweit die - in der Folge von der KESB Weinfelden ernannte - Beiständin (Beschwerdegegnerin) dagegen keine begründeten Einwände erhebe. </div> <div class="para">Am 27. September 2024 beantragte die Beschwerdeführerin bei der KESB Weinfelden einen Wechsel der Beistandsperson. Sie führte aus, mit deren Mandatsführung aufgrund von Unstimmigkeiten bezüglich der Besuchskontakte nicht einverstanden zu sein. Mit Entscheid vom 5. Dezember 2024 wies die KESB die Beschwerde gegen die Mandatsführung und den Antrag auf Mandatsträgerwechsel ab. Die hiergegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 3. April 2025 ab. </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 5. Mai 2025 wendet sich die Beschwerdeführerin an das Bundesgericht mit dem Antrag auf Mandatsträgerwechsel. Ferner verlangt sie die unentgeltliche Rechtspflege. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin reicht ihre beiden Eingaben von 24. März 2025 in italienischer Sprache ein, was zulässig ist (<span class="artref">Art. 42 Abs. 1 BGG</span>); das vorliegende Urteil ergeht indes in der Sprache des angefochtenen Entscheides und somit auf Deutsch (<span class="artref">Art. 54 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Der von der Vorinstanz festgestellte Sachverhalt ist für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>). Diesbezüglich kann nur eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung gerügt werden, für welche das strenge Rügeprinzip gilt (<span class="artref">Art. 97 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/106/2" type="start"></artref>Art. 106 Abs. 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/97/1" type="end"></artref>), was bedeutet, dass das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und belegte Rügen prüft, während es auf ungenügend substanziierte Rügen und rein appellatorische Kritik am Sachverhalt nicht eintritt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=25.04.2025&amp;to_date=14.05.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-364%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page364">BGE 142 III 364</a> E. 2.4; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=25.04.2025&amp;to_date=14.05.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F149-III-81%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page81">149 III 81</a> E. 1.3). </div> <div class="para">In rechtlicher Hinsicht hat die Beschwerde eine Begründung zu enthalten, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>), was eine sachbezogene Auseinandersetzung mit dessen Begründung erfordert (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=25.04.2025&amp;to_date=14.05.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=25.04.2025&amp;to_date=14.05.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-364%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page364">142 III 364</a> E. 2.4). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Das Obergericht hat erwogen, soweit die Beschwerdeführerin dem Vater vorwerfe, unfähig zu sein, C.________ zu erziehen und zu unterstützen, versuche sie, den obergerichtlichen Eheschutzentscheid infrage zu stellen, wofür im vorliegenden Beschwerdeverfahren kein Raum sei, weil die Kompetenz zur Abänderung der Eheschutzmassnahmen beim zuständigen Gericht liegen würde. Was die Kritik an der Beiständin anbelange, scheine sich die Beschwerdeführerin daran zu stören, dass diese die Modalitäten der Besuchskontakte vorgebe; sie wolle selbst entscheiden, wo und mit wem sie ihre Tochter treffen dürfe. Bei der Übertragung der Überwachung einer gerichtlich festgelegten Besuchsordnung sei es jedoch die Aufgabe der Beiständin, die Modalitäten für angeordnete Besuche festzulegen und die praktische Ausgestaltung im Einzelnen zu konkretisieren, und sie sei dabei nicht verpflichtet, die Besuchsrechtsausübung nach von der Beschwerdeführerin diktierten Modalitäten umzusetzen. Die Zusammenarbeit gestalte sich zwar schwierig, weil abgesehen vom Erstgespräch die Beschwerdeführerin für die Beiständin nicht erreichbar bzw. greifbar sei. Indes sei kein Fehlverhalten der Beiständin ersichtlich und die Probleme seien primär darauf zurückzuführen, dass die Beschwerdeführerin auf eigenen Besuchsrechtsmodalitäten beharre, woran ein Wechsel der Beistandsperson nichts ändern würde. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin behauptet zwar eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung, sie beschränkt sich aber im Folgenden auf eine appellatorische Schilderung der Dinge aus ihrer Sicht. Darauf kann nicht eingetreten werden, umso weniger als die Ausführungen zum grossen Teil in Vorwürfen gegenüber dem Vater bestehen, welcher in ihren Augen unfähig ist, die Tochter zu erziehen, und diese gegen sie aufhetzen soll. Die steht als Thematik ausserhalb des möglichen Anfechtungsgegenstandes. Was schliesslich die rechtlichen Voraussetzungen für einen Mandatsträgerwechsel anbelangt, erfolgt keine Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angebotenen Entscheides. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und der Präsident im vereinfachten Verfahren entscheidet (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6.</b> </div> <div class="para">Wie die vorstehenden Erwägungen zeigen, konnte der Beschwerde von Anfang an kein Erfolg beschieden sein, weshalb es an den materiellen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege fehlt (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>) und das entsprechende Gesuch abzuweisen ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>7.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, der Kindesvertreterin und dem Obergericht des Kantons Thurgau mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 12. Mai 2025 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Bovey </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>