<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2018-11-23-2C_1033-2018.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2C_1033/2018</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 23. November 2018</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Seiler, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Kocher. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gemeinde V.________, </div> <div class="para">Steuerverwaltung des Kantons Graubünden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Staats- und Gemeindesteuern des Kantons Graubünden und direkte Bundessteuer, Steuerperiode 2016, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden, 4. Kammer, vom 2. Oktober 2018 (A 18 25). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> A.________ (geb. 1959) hat steuerrechtlichen Wohnsitz in U.________, Einwohnergemeinde V.________/GR. Mit Verfügungen vom 1. Dezember 2017 veranlagte die Steuerverwaltung des Kantons Graubünden (KSTV/GR) den Steuerpflichtigen für die Steuerperiode 2016 (Staats- und Gemeindesteuern des Kantons Graubünden und direkte Bundessteuer sowie Liquidationsgewinnsteuer). Der Steuerpflichtige erhob am 12. Februar 2018 bei der KSTV/GR Einsprache, auf welche diese mit Einspracheentscheiden vom 16. April 2016 mangels gewahrter Frist nicht eintrat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Am 14. Mai 2018 gelangte der Steuerpflichtige dagegen an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Er machte namentlich geltend, er habe die Veranlagungsverfügungen "leider erst am 7. Februar 2018 genauer gelesen". Die 4. Kammer des Verwaltungsgerichts wies die Beschwerden mit Entscheid A 18 25 vom 2. Oktober 2018 ab. Sie erkannte beweiswürdigend, der Versand der Veranlagungsverfügungen sei am 1. Dezember 2017 mit gewöhnlicher Briefpost (B-Post) erfolgt, was zu einer Zustellung am 6. Dezember 2017 geführt haben dürfte. Unter Berücksichtigung des kantonalrechtlichen Fristenstillstandes sei die Einsprachefrist am 22. Januar 2018 ungenutzt verstrichen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.</b> Mit Eingabe vom 21. November 2018 erhebt der Steuerpflichtige beim Bundesgericht sinngemäss Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten. Er ersucht um Aufhebung des angefochtenen Entscheids und um Veranlagung nach Massgabe seiner finanziellen Verhältnisse, die deutlich ungünstiger seien, als die Veranlagungsverfügungen dies glauben machten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.4.</b> Der Abteilungspräsident als Instruktionsrichter (<span class="artref">Art. 32 Abs. 1 BGG</span> [SR 173.110]) hat von Instruktionsmassnahmen abgesehen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Die KSTV/GR ist auf die Einsprache vom 12. Februar 2018 gegen die Veranlagungsverfügungen vom 1. Dezember 2017 nicht eingetreten, weil die 30-tägige, um den kantonalen Fristenstillstand verlängerte Einsprachefrist versäumt worden sei. Sie hat einen Nichteintretensentscheid gefällt, den das Verwaltungsgericht in der Folge bestätigte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Der Streitgegenstand kann im Laufe eines Rechtsmittelverfahrens zwar eingeschränkt ( <i>minus</i>), nicht aber ausgeweitet ( <i>plus</i>) oder geändert ( <i>aliud</i>) werden (<span class="artref">Art. 99 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=45&amp;from_date=23.11.2018&amp;to_date=12.12.2018&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-V-19%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page19">BGE 143 V 19</a> E. 1.1 S. 22). Im vorliegenden Verfahren kann es einzig darum gehen, ob die Vorinstanz die zum Nichteintreten führenden Sachumstände verfassungsrechtlich haltbar gewürdigt und, daran anschliessend, den unterinstanzlichen Nichteintretensentscheid bundesrechtskonform bestätigt habe. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.</b> Folglich hätte der Gebührenpflichtige vor Bundesgericht in detaillierter Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid hauptsächlich aufzuzeigen gehabt, dass die Vorinstanz bei Auslegung und/ oder Anwendung des massgebenden kantonalen Verfahrensrechts verfassungsrechtlich unhaltbar zum Schluss gelangt sei, der Fristenlauf habe am 7. Dezember 2017 eingesetzt (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=45&amp;from_date=23.11.2018&amp;to_date=12.12.2018&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-V-50%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page50">BGE 144 V 50</a> E. 4.1 S. 52 f. mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.4.</b> Auch wenn zugunsten des Steuerpflichtigen zu berücksichtigen ist, dass eine Laienbeschwerde vorliegt, weshalb praxisgemäss keine allzu hohen formellen Anforderungen zu stellen sind (zuletzt etwa Urteil 2C_991/2018 vom 7. November 2018 E. 3.1), genügt die kurze Eingabe vom 21. November 2018 diesen Erfordernissen offenkundig nicht. Der Steuerpflichtige erklärt zum Fristenpunkt einzig, er habe die Veranlagungsverfügungen vom 1. Dezember 2017 "aus verschiedenen Gründen nicht genau studiert", ohne auch nur anzutönen, dass die Frist nicht am 22. Januar 2018, sondern später verstrichen sei. Die appellatorischen gehaltenen Ausführungen, soweit solche vorliegen, lassen die im Zentrum stehende Verfassungsfrage unberührt, sodass die Rügen nicht zu hören sind. Wenn die Frist versäumt ist, erübrigt es sich, den materiellen Ausführungen des Steuerpflichtigen (insbesondere zu seiner sozialversicherungsrechtlichen Situation) nachzugehen. Wie schon vor der Vorinstanz reichen die knappen Ausführungen zum gesundheitlichen Zustand nicht aus, um von einem rechtsgültig gestellten Gesuch um Wiedereinsetzung in den früheren Stand auszugehen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.5.</b> Die Beschwerde enthält damit offensichtlich keine hinreichende Begründung (Art. 42 Abs. 2 in Verbindung mit <span class="artref"><artref id="CH/173.110/106/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/106/1" type="start"></artref>Art. 106 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/106/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>), weshalb darauf im vereinfachten Verfahren durch einzelrichterlichen Entscheid des Präsidenten nicht einzutreten ist (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.1.</b> Nach dem Unterliegerprinzip sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens grundsätzlich dem Steuerpflichtigen aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 65 und <artref id="CH/173.110/66/1/1" type="start"></artref>Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG</span><artref id="CH/173.110/65" type="end"></artref>). Aufgrund der besonderen Umstände kann auf das Verlegen von Kosten aber verzichtet werden (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.2.</b> Dem Kanton Graubünden, der in seinem amtlichen Wirkungskreis obsiegt, ist keine Parteientschädigung zuzusprechen (<span class="artref">Art. 68 Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Für das bundesgerichtliche Verfahren werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden, 4. Kammer, und der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 23. November 2018 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Seiler </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Kocher </div> </div></body></html>