<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00307</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106991&amp;W10_KEY=4467145&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00307</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.12.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung und Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Materialcontainer in der Landwirtschaftszone; Erstreckung der Frist für Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands.<br/><br/>Im Streit liegt nur noch die Frist zur Beseitigung des Containers (E. 1a).<br/>Die Frist beginnt erst mit Rechtskraft des Beschwerdeentscheids zu laufen (E. 1b).<br/>Der bestehende widerrechtliche Zustand ist zu beseitigen. Die Frist dafür ist so zu bemessen, dass der Pflichtige nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge das Nötige vorkehren kann (E. 2a).<br/>Die neuen Vorbringen sind zulässig (E. 2b).<br/>Ob diese zutreffen, kann offen bleiben, da die Bemessung der Frist jedenfalls nicht rechtsverletzend ist (E. 2c).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESEITIGUNG">BESEITIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESEITIGUNGSFRIST">BESEITIGUNGSFRIST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DAUER">DAUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRISTBEGINN">FRISTBEGINN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRISTDAUER">FRISTDAUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSKRAFT">RECHTSKRAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TEILRECHTSKRAFT">TEILRECHTSKRAFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: VERWALTUNGSZWANG, VOLLSTRECKUNG">VERWALTUNGSZWANG, VOLLSTRECKUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERHERSTELLUNG">WIEDERHERSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERHERSTELLUNGSFRIST">WIEDERHERSTELLUNGSFRIST</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 339 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 341 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 31 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 66 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Im Rahmen einer periodischen Kontrolle stellte die Baukommission X im Juli 2000 fest, dass auf dem in der Landwirtschaftszone gelegenen GrundstÃ¼ck Kat.‑Nr. 01 ohne Bewilligung 1999 ein Gartenhaus errichtet und ca. 1995/96 ein als Ma­te­rialmagazin ge­nutzter Container aufgestellt worden war. B, der PÃ¤chter des GrundstÃ¼cks, reichte am 18. Sep­­­tember 2000 ein Gesuch um nachtrÃ¤gliche Bewilligung die­ser Bauten ein. Die Baudirektion verweigerte ihm am 15. MÃ¤rz 2001 die erforderliche raum­planungsrechtliche Be­wil­ligung sowohl nach Art. 22 wie auch als Ausnahmebewilligung nach Art. 24 â 24d bzw. Art. 37a des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG). Die Baukommission X ver­weigerte ihm hierauf am 28. Juni 2001 auch die bau­polizeiliche Bewilligung nach § 320 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG); sie setzte ihm gestÃ¼tzt auf § 341 PBG Frist bis Ende Oktober 2001 zur Wieder­herstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustandes.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen die gleichzeitig erÃ¶ffneten VerfÃ¼gungen der Baudirektion und der Baukom­­mission X erhob B entsprechend der im kommunalen Beschluss erteilten Rechtsmittel­be­lehrung am 13. Juli 2001 Rekurs an die Baurekurskommission II, sinngemÃ¤ss mit dem An­trag um Erteilung der nachgesuchten Bewilligung. Die Baurekurs­kommission II trat mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 14. August 2001 auf das Rechtsmittel nicht ein und Ã¼berwies es zu­stÃ¤ndigkeitshalber dem Regierungsrat. Dieser wies den Rekurs am 21. August 2002 ab (Disp. Ziff. I); fÃ¼r die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustandes setzte er dem Rekurrenten neu eine Frist von drei Monaten ab Eintritt der Rechtskraft seines Beschlusses an (Disp. Ziff. II).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 11. September 2002 beantragte B dem Verwaltungsgericht, die Frist fÃ¼r die Beseitigung des Materialmagazins (Container) von drei auf sechs Mo­nate zu erstrecken. Die Baudirektion beantragte am 30. September 2002 Abweisung der Beschwerde. Den nÃ¤mlichen Antrag stellte am 21. Oktober namens des Regierungsrats die Staatskanzlei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die Verweigerung einer nachtrÃ¤glichen Bewilligung fÃ¼r die beiden Bauten bzw. die BestÃ¤tigung dieser Verweigerung durch den Regierungsrat wird vom BeschwerdefÃ¼hrer nicht mehr angefochten. Desgleichen hat er sich mit dem Befehl zur Beseitigung der beiden Bauten abgefunden. Nicht angefochten wird schliesslich die dreimonatige Beseitigungs­frist hinsichtlich des Gartenhauses. Im Streit liegt damit einzig noch die Frist fÃ¼r die Be­seitigung des Materialmagazins (Containers), welche der BeschwerdefÃ¼hrer auf sechs statt auf drei Monate befristet haben will. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Laut dem angefochtenen Rekursentscheid lÃ¤uft die darin angesetzte Beseitigungs­­frist von drei Monaten âab Eintritt der Rechtskraft dieses Beschlussesâ. Es fragt sich daher, ob der Rekursentscheid, soweit er nicht angefochten worden ist, in (Teil-) Rechts­kraft erwachsen ist. Weil sodann der BeschwerdefÃ¼hrer selbst mit Bezug auf das Materialmagazin die Verpflichtung zu dessen Beseitigung nicht mehr anficht, fragt es sich, ob eine allfÃ¤llige Teilrechtskraft zur Folge habe, dass die Beseitigungsfrist â unabhÃ¤ngig davon, ob sie in BestÃ¤tigung des angefochtenen Rekursentscheids bei drei Monaten bleibt oder in Gut­­heissung der Beschwerde neu auf sechs Monate festgesetzt wird â im Zeitpunkt, in dem die Beschwerdefrist abgelaufen ist, oder erst im Zeitpunkt, in welchem der heutige Beschwer­­deentscheid in Rechtskraft erwachsen sein wird (vgl. § 66 VRG in der Fassung vom 8. Juni 1997), zu laufen beginne.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In Lehre und Rechtsprechung ist umstritten, ob VerfÃ¼gungen und Entscheide in dem Umfang, in dem sie nicht angefochten werden, in Teilrechtskraft erwachsen (vgl. Michael Merker, Rechtsmittel, Klage und Normenkontrollverfahren nach dem aargauischen Gesetz Ã¼ber die Verwaltungsrechtspflege [VRPG] vom 9. Juli 1968, ZÃ¼rich 1998, § 38 Rz. 50 mit zahlreichen Hinweisen in Anm. 120). Die Bejahung einer solchen Teilrechtskraft bedeutet, dass ein angefochtener Entscheid im Umfang der Teilrechtskraft von vornherein vollstreckbar wird, die Beschwerde also insoweit keine aufschiebende Wirkung entfaltet. Umgekehrt wird mit der Verneinung einer Teilrechtskraft nicht von vornherein ausgeschlossen, dass unangefochten gebliebene Punkte einer VerfÃ¼gung sofort vollstreckbar sind; dies ist vielmehr eine Frage des Umfangs der aufschiebenden Wirkung (vgl. dazu Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 25 N. 8). In der zÃ¼rcherischen Verwaltungsrechtspflege ist eine Teilrechtskraft im umschriebenen Sinn â anders als im zÃ¼rcherischen Zivilprozess (dazu Frank/StrÃ¤uli/Messmer, Kommentar zur zÃ¼rcherischen Zivilprozessordnung, 3. A., ZÃ¼rich 1997, § 190 N. 7a) und in der Sozialversicherungsrechtspflege (vgl. BGE 122 V 351 E. 4b) â nicht allgemein anerkannt; es besteht dazu keine einheitliche Pra­xis. Mit Bezug auf die aufschiebende Wirkung von Rechtsmitteln Dritter gegen Baubewilli­gungen besteht im zÃ¼rcherischen Recht eine Sonderregelung; nach § 339 Abs. 1 PBG hin­dern Rechtsmittel gegen eine Baubewilligung den Baubeginn und Baufortgang nur insoweit, als der Ausgang des Verfahrens die BauausfÃ¼hrung beeinflussen kann (vgl. KÃ¶lz/ Boss­­hart/RÃ¶hl, § 25 N. 25 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ob und inwieweit VerfÃ¼gungen nach der zÃ¼rcherischen Verfahrensordnung einer Teilrechtskraft im umschriebenen Sinn zugÃ¤nglich sind, braucht hier nicht abschliessend beurteilt zu werden. Selbst wenn man von der MÃ¶glichkeit einer Teilrechtskraft ausgeht, greift diese im Einzelfall nur dort ein, wo sich der Natur der Streitsache nach die angefoch­tenen von den nicht angefochtenen Punkten klar trennen lassen (vgl. Alfred KÃ¶lz, Kommen­­tar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 1. A., ZÃ¼rich 1978, § 20 N. 58). Dies trifft hier nicht zu, indem sich die (an sich unbestrittene) Verpflichtung zur Beseitigung des Materialmagazins nicht klar von der streitigen Beseitigungsfrist trennen lÃ¤sst. Solange die Dauer dieser Beseitigungsfrist nicht feststeht, ist der Beseitigungsbefehl auch nicht vollstreckbar; mit Bezug auf eine nicht bzw. noch nicht vollstreckbare Anordnung ist die Annahme einer Teilrechtskraft von vornherein ausgeschlossen. Die streitbetroffene Frist beginnt daher erst ab Rechtskraft des heutigen Beschwerdeentscheids (vgl. § 66 VRG) zu laufen (zur Problematik von § 66 VRG vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl § 66 N. 5).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Mit dem als Materiallager dienenden Container auf dem GrundstÃ¼ck Kat.‑Nr. 01, fÃ¼r welchen nach dem zutreffenden und insoweit unbestrittenen Rekursentscheid eine nachtrÃ¤gliche Bewilligung nicht erteilt werden kann, besteht â wie mit dem dor­tigen Gartenhaus, das ebenfalls nicht bewilligungsfÃ¤hig ist â ein widerrechtlicher Zustand. GemÃ¤ss § 341 PBG hat die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde ohne RÃ¼cksicht auf Strafverfahren und Bestrafung den rechtmÃ¤ssigen Zustand herbeizufÃ¼hren, wozu sie sich nÃ¶tigenfalls â d.h. falls der Betroffene dem Beseitigungsbefehl nicht nachkommt â des Verwaltungszwangs (vgl. §§ 29-31 VRG) bedienen kann. Beim Beseitigungsbefehl, wie er hier ergangen ist, handelt es sich nicht um eine Vollstreckungs-, sondern um eine SachverfÃ¼gung (KÃ¶lz/Bosshart/ RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 29-32 N. 2, § 30 N. 52). Bei der Anwendung von § 341 PBG ist der Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit zu beachten. Das gilt nicht nur bezÃ¼glich der hier nicht mehr streitigen Frage, ob die Bewilligungsverweigerung mit einem Beseitigungsbefehl zu verbinden sei (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl § 30 N. 54; RB 1999 Nr. 126; zum dabei ebenfalls zu beachtenden Grundsatz des Vertrauensschutzes vgl. VGr, 24. Januar 2002, VB.2001.00290 E. 4), sondern auch und besonders bezÃ¼glich der ModalitÃ¤ten ei­nes solchen Befehls, namentlich der Bemessung der Beseitigungsfrist. Bei der Festsetzung dieser ModalitÃ¤ten kommt den VerwaltungsbehÃ¶rden indessen ein erheblicher Ermessensspielraum zu, den das Verwaltungsgericht, dessen ÃberprÃ¼fungsbefugnis nach § 50 Abs. 2 VRG auf eine Rechtskontrolle beschrÃ¤nkt ist, zu respektieren hat. FÃ¼r die Fristansetzung im Zusammenhang mit einem Beseitigungsbefehl sind dabei die gleichen Kriterien massgebend, wie sie bei der Ansetzung einer Frist im Zusammenhang mit einer Zwangsandrohung, d.h. einer VollstreckungsverfÃ¼gung im engeren Sinn gemÃ¤ss § 31 VRG, zu beachten sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Frist soll so bemessen werden, dass der Verpflichtete nach dem gewÃ¶hnlichen Lauf der Dinge selber das Notwendige vorkehren kann. Zu berÃ¼cksichtigen ist, in welchem Ausmass der Betroffene auf die Beschaffung von ErsatzrÃ¤umen angewiesen ist (was wieder­­um von der Art der fraglichen Nutzung abhÃ¤ngt); einzurechnen ist ferner die Zeit, welche zur Beschaffung von ErsatzrÃ¤umen benÃ¶tigt wird (Christian MÃ¤der, Das Baubewilligungsverfahren, ZÃ¼rich 1991, Rz. 669; Magdalena Ruoss Fierz, Massnahmen gegen illega­les Bauen, ZÃ¼rich 1999, S. 215 f.). Sodann ist das bei der Fristansetzung zu berÃ¼cksichtigen­­de Ã¶ffentliche Interesse an der mÃ¶glichst unverzÃ¼glichen Wiederherstellung des rechtmÃ¤s­sigen Zustandes um so stÃ¤rker zu gewichten, je gravierender gegen materiellrechtliche Bauvorschriften verstossen wird. Es gilt abzuwÃ¤gen, wie dringlich die Durchsetzung der Norm bzw. Beseitigung des Normverstosses im Licht der Ã¶ffentlichen Interessen ist und wie lange die Vollstreckung mit RÃ¼cksicht auf die persÃ¶nliche â unter UmstÃ¤nden auch fi­nanzielle â Situation des Verpflichteten aufgeschoben werden soll. Der BerÃ¼cksichtigung solcher UmstÃ¤nde sind jedoch dadurch Grenzen gesetzt, dass im Interesse der rechtsgleichen Behandlung ein bestimmtes Regelmass anzustreben ist, von dem unter besonderen Um­stÃ¤nden abgewichen werden darf und soll. In diesem Sinn hat sich in der Praxis ein Re­gelmass von drei Monaten herausgebildet (MÃ¤der, Rz. 669 mit zahlreichen Hinweisen auf FÃ¤lle mit abweichenden Fristen in Anm. 46; Ruoss-Fierz, a.a.O.; ferner VGr, 6. Juli 2000, VB.2000.00050, E. 3c).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der BeschwerdefÃ¼hrer macht in der Beschwerdeschrift erstmals, jedoch zulÃ¤ssiger­weise (vgl. § 52 Abs. 2 VRG e contrario) geltend, der Container habe, anders als das Gar­­tenhaus, fÃ¼r ihn existentielle Bedeutung. Als Inhaber eines Einmannbetriebes im Garten­bau sei er auf ein Materialmagazin angewiesen. Er habe sich intensiv bemÃ¼ht und bemÃ¼he sich weiterhin, einen geeigneten neuen Standort zu finden. Im Vordergrund stehe ein </span></p> <p class="Einzug1"><span>Standort im Bereich der Autobahn auf dem Areal der Familiengartenanlage der Gemein­­de Y, wo bereits ein ansÃ¤ssiger Gartenbaubetrieb einen Lagerplatz eingerichtet habe. Falls ihm dort ein Platz zur VerfÃ¼gung gestellt werde, werde er umgehend ein Baubewilligungsgesuch einreichen, was aber bekanntlich einige Monate in Anspruch nehme. Zu berÃ¼cksichtigen sei ferner, dass der bisherige Standort neben der Autobahn nieman­dem schade, weshalb die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands nicht dringlich sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Ob diese Behauptungen, mit denen der BeschwerdefÃ¼hrer ein erhebliches privates Interesse an der Beibehaltung des Containers bis zur Realisierung einer ErsatzlÃ¶sung geltend macht, zutreffen, kann offen bleiben. Denn es ist jedenfalls im Ergebnis nicht rechts­verletzend, wenn der Regierungsrat die streitige Frist auf drei Monate bemessen hat. Zu berÃ¼cksichtigen ist heute, dass der Beseitigungsbefehl bereits am 28. Juni 2001 ergangen ist. In ihrem damaligen Beschluss hatte die Baukommission X dem BeschwerdefÃ¼hrer mit der angesetzten Beseitigungsfrist bis Ende Oktober 2001 einen Zeitraum von vier Mona­ten zugebilligt. Aufgrund des dagegen erhobenen Rekurses, Ã¼ber welchen der Regierungs­rat erst am 21. August 2002 entschied, kam der BeschwerdefÃ¼hrer in den Genuss eines weiteren Aufschubs. Diesen muss er sich im vorliegenden Zusammenhang allerdings nicht voll anrechnen lassen, weil er sich mit seinem Rekurs gegen die Bewilligungs­ver­wei­gerung und den Beseitigungsbefehl wehrte, ohne dass dies als rechtsmissbrÃ¤uch­lich zu wer­ten wÃ¤re. Angesichts der bisherigen zeitlichen Abwicklung lag es jedoch im Ermessen des Regierungsrats, die Frist neu auf drei Monate anzusetzen. Diese Bemessung erscheint auch dann nicht rechtsverletzend, falls man davon ausgeht, dass der Beschwer­defÃ¼hrer zur FÃ¼hrung seines Betriebs auf einen Ersatzstandort fÃ¼r den Container an­gewiesen sei. Die lan­ge Dauer des Rekursverfahrens, die kaum mit dem Gebot der Verfahrensbeschleunigung gemÃ¤ss dem hier vom Regierungsrat missachteten § 27a VRG vereinbar war, hat sich im Er­gebnis zugunsten des BeschwerdefÃ¼hrers ausgewirkt. Schliesslich darf berÃ¼cksichtigt werden, dass die fragliche Frist erst mit der Rechtskraft des heutigen Urteils zu laufen beginnt (dazu einlÃ¤sslich E. 1b), weshalb dem BeschwerdefÃ¼hrer, der nach eigenen Angaben schon vor Erhebung der Beschwerde mit der Suche nach einem Er­satzstandort begonnen hat, mehr als sechs Monate seit Erhebung der Beschwerde und mehr als 20 Monate seit Erhebung des Rekurses zur VerfÃ¼gung standen bzw. stehen, eine solche ErsatzlÃ¶sung zu reali­sieren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Das bedeutet, dass der BeschwerdefÃ¼hrer den als Materiallager verwendeten Container auf dem GrundstÃ¼ck Kat. Nr. 01 binnen drei Monaten nach Eintritt der Rechtskraft des heutigen Urteils zu beseitigen hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>