Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 21. November 2013 (720 13 177 / 276) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Bemessung des Invaliditätsgrades Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Micha el Guex, Kantons- richter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin i.V. Laura Castelnovi Parteien A.____, Beschwerdeführerin gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Die 1958 geborene A.____ ist gelernte B.____ und arbeitete von 1974 bis ins Jahr 2008 im C.____ des Kantons Basel-Stadt. Nach Auflösung des Arbeitsverhältnisses war sie ab dem 1. Dezember 2008 als D.____ im Einwohnerheim E.__ __ in einem Pensum von zuletzt 40% beschäftigt. Per 30. November 2011 wurde das Arbei tsverhältnis aufgrund langer Arbeits- unfähigkeit aufgelöst. B. A.____ hatte sich bereits am 24. November 1999 bei der Invalidenversicherung (IV) unter Hinweis auf Depressionen, multiple vegetative Sym ptome sowie Erschöpfungszustände zum Rentenbezug angemeldet. Nachdem die IV-Stelle de s Kantons Basel-Landschaft (IV- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Stelle) die erwerblichen, hauswirtschaftlichen und gesun dheitlichen Verhältnisse abgeklärt hat- te, ermittelte sie einen Invaliditätsgrad von 24%, wor auf sie das Leistungsbegehren mit Verfü- gung vom 19. Dezember 2000 abwies. C. Am 19. April 2011 meldete sich A.____ unter Hinwei s auf Erschöpfungszustände er- neut bei der IV zum Leistungsbezug an, wobei sie beruf liche Massnahmen und eine Rente be- antragte. Die IV-Stelle klärte in der Folge die gesun dheitlichen und beruflichen Verhältnisse erneut ab. Mit Verfügung vom 16. Mai 2013 sprach sie d er Versicherten bei einem Invaliditäts- grad von 57% rückwirkend ab 1. Oktober 2011 eine halbe Rente zu. D. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch lic. iur. Anna Arquint, Behinder- tenforum, am 12. Juni 2013 Beschwerde beim Kantonsgerich t Basel-Landschaft, Abteilung So- zialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, es sei die Verfügung der IV- Stelle vom 16. Mai 2013 teilweise aufzuheben und der Invaliditätsgrad neu festzusetzen. Even- tuell seien weitere Abklärungen zu treffen. Zur Begr ündung wurde im Wesentlichen vorge- bracht, die IV-Stelle habe bei Erlass der Verfügung zu Unrecht auf die Gutachten des Begut- achtungsinstitut F.____ abgestellt. Zudem beanstandete sie die Bemessung der Invalidität. E. Die IV-Stelle beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 4. Juli 2013 die Abweisung der Beschwerde. F. Mit Verfügung vom 15. August 2013 wies das Kantonsger icht das Gesuch der Be- schwerdeführerin um unentgeltliche Prozessführung ab. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV- Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stel le. Es ist somit sachlich zur Behand- lung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist - und formgerecht erhobene Be- schwerde ist einzutreten. 2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochte nen Verfügung vom 16. Mai 2013 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungs gemäss die zeitliche Grenze der richter- lichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3. Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des So- zialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die vor aussichtlich bleibende oder länge- re Zeit dauernde, ganze oder teilweise Erwerbsunfähig keit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach- te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Ver- lust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und ins besondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterl agen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei- ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen S tellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, we lche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Perso n auf dem allgemeinen, ausgegliche- nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frag e kommenden Arbeitsmarkt zumutba- rerweise noch verrichtet werden können (ULRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi- alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (v gl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Be- weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a). 4.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung des Eidgenössisc hen Versicherungsgerichts (EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilung) mit dem Grundsatz der freien Beweis- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht würdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Forme n medizinischer Berichte und Gutach- ten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen ( vgl. die ausführlichen Zusammenstellun- gen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit zahlreichen Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutach- ten externer Spezialärztinnen- und ärzte, welche aufgrun d eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht er statten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Bew eiswürdigung volle Beweiskraft zu- zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuv erlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Di ese im Bereich der Unfallversicherung entwickelten Grundsätze finden für das IV-Verwaltungsve rfahren sinngemäss Anwendung (Ur- teile des EVG vom 9. August 2000, I 437/99 und I 575/9 9, E. 4b/bb). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärztinnen und Ärzte darf und soll das Ger icht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftra gsrechtliche Vertrauensstellung in Zwei- felsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen. Bei der Abschätzung des Beweiswertes im Rahmen einer freien und umfassenden Bew eiswürdigung dürfen allerdings auch die potentiellen Stärken der Berichte behandelnd er Ärztinnen und Ärzte nicht vergessen werden. Der Umstand allein, dass eine Einschätzung von be handelnden Medizinern stammt, darf nicht dazu führen, sie als von vornherein unbeachtlich einzustufen; die einen längeren Zeit- raum abdeckende und umfassende Betreuung durch behandel nde Ärzte bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor. Auf der anderen Seite lässt es die unterschiedliche Natur von Behand- lungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Ärzte e inerseits und Begutachtungsauftrag der amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits ( BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) nicht zu, ein Admin istrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärztinnen und Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gel angen (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die be handelnde Ärztin bzw. der behandelnde Arzt wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Inte rpretation entspringende – Aspekte be- nennt, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 4.4 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körper- liche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Ar t. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Ge sundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen gute n Willens, die verbleibende Leistungs- fähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Ford erbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt (BGE 102 V 165; AHI-Praxis 2001 S. 22 8 E. 2b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 127 V 298 E. 4c in fine). 5. Für die Beurteilung des vorliegenden Falles sind di e folgenden medizinischen Unterla- gen zu berücksichtigen. Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.1 Die IV-Stelle beauftragte das Begutachtungsinstitu t F.____ mit einem polydisziplinären Gutachten. Am 29. Februar 2012 wurden mit Auswirkung a uf die Arbeitsfähigkeit ein chroni- sches Zervikalsyndrom, Schulter-Arm-Schmerzen links, Knieschmerzen links, ein intermittieren- des Lumbalsyndrom, eine generalisierte Angststörung (ICD -10 F40.1) und eine Neurasthenie (ICD-10 F48.0) diagnostiziert. Ohne Auswirkungen auf di e Arbeitsfähigkeit bestünden intermit- tierende Schmerzen in den Fingern, ein Status nach Sp altung des Karpaltunnels rechts und links und ein Status nach depressiver Episode (ICD-10 F32 ). Aus rheumatologischer Sicht wür- den sich die degenerativen Veränderungen der Halswirbel säule und des rechten Knies sowie die Rotatorenmanschettenproblematik auf die Arbeitsfä higkeit der Versicherten auswirken. Ebenfalls Einfluss hätte die lumbale Problematik. Der Versicherten seien aus rheumatologischer Sicht nur noch leichte bis maximal mittelschwere, wechselbe lastende und rückenadaptierte Tä- tigkeiten ohne Zwangshaltungen sowie Arbeiten, welche kein dauerndes oder wiederholtes He- ben der Arme in oder über die Horizontale sowie dauerndes und wiederholtes Gehen notwendig machen würden, zumutbar. Die Knieproblematik habe ab A ugust 2011 zu einer verminderten Arbeitsfähigkeit geführt. Die Einschränkungen betreffend die Belastung des Achsenskeletts und des Schultergürtels bestünden seit Oktober 2010. Die Versi cherte sei bis ins Jahr 2008 im ad- ministrativen Bereich tätig gewesen. Sofern eine wechse lbelastende Arbeitsposition möglich sei, sei der Versicherten aus rheumatologischer Sicht ei ne Tätigkeit im administrativen Bereich grundsätzlich vollschichtig zumutbar. Die Ausübung der bi sherigen Tätigkeit als D.____ sei der Explorandin bleibend nicht mehr möglich. Aus psychiatrisch er Sicht sei die Versicherte stark vermindert belastbar, sie benötige lange Erholungsphase n und sei verlangsamt. Im Verlaufe des Tages sei zudem mit kognitiven Schwierigkeiten zu re chnen. Komplexe Tätigkeiten seien der Versicherten deshalb nicht mehr zumutbar. Möglich se ien aber klar strukturierte Arbeiten ohne zu grosse körperliche Belastungen, wobei auch bei e iner solchen Tätigkeit von einer Ein- schränkung der Arbeitsfähigkeit von 50% auszugehen sei. I m Haushaltsbereich betrage die Einschränkung circa 30%. Diese Einschränkung der Arbeits fähigkeit bestehe mindestens seit der Aufnahme der psychiatrischen Therapie im November 2 010. Gesamtmedizinisch betrachtet seien der Versicherten schwer belastende und komplexe Ar beiten nicht mehr zumutbar. Ange- passte und klar strukturierte Arbeiten seien aber seit November 2010 zu 50% möglich. 5.2 Im Bericht vom 4. September 2012 stellt Dr. med. G.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, fest, dass die Beschwerdeführerin immer unter ge sundheitlichen Problemen gelitten habe, die zu verminderter Belastbarkeit, vermehrter M üdigkeit und Panikattacken geführt hät- ten. Im Jahre 2008 sei es zu einer erheblichen Zunahme d er Beschwerden mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gekommen, weshalb auch ein Case-Manag ement eingeleitet worden sei. Auf- grund der Zunahme der Beschwerden sei seinerzeit auch der Arbeitsplatzwechsel erfolgt, wie sich aus den Berichten des Case-Managements vom 9. Februar 2009 ergebe. 5.3 Auf Anfrage der IV-Stelle hielt der ehemalige b ehandelnde Arzt der Versicherten, Dr. med. H.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, am 1 8. Dezember 2012 fest, dass die Beschwerdeführerin von ihm nie krankgeschrieben worden sei. Ob der Stellenwechsel im Jahre 2008 aus gesundheitlichen Gründen erfolgt sei, könne er nicht bestätigen. Er habe die Versi- cherte seit dem 4. Februar 2009 nicht mehr gesehen. Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.1 Die IV-Stelle stützt sich in der angefochtenen Verf ügung vom 16. Mai 2013 bei der Be- urteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigke it der Versicherten vollumfänglich auf die Ergebnisse, zu denen die Gutachter des Begutachtu ngsinstituts F.____ am 29. Februar 2012 gelangt waren. Sie ging davon aus, dass der Beschwe rdeführerin die Ausübung ihrer zu- letzt ausgeübten Tätigkeit als D.____ nicht mehr möglich sei. Die Tätigkeit als I.____ sei aber im Umfang von 50% zumutbar. Wie oben ausgeführt (vgl . E. 4.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externe r Spezialärzte, die aufgrund einge- hender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsi cht in die Akten Bericht erstatte- ten und bei der Erörterung der Befunde zu einem schlü ssigen Ergebnis gelangen, bei der Be- weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nic ht konkrete Indizien gegen die Zu- verlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indizien lieg en keine vor. Das Gutachten des Be- gutachtungsinstituts F.____ beruht auf eingehenden Unte rsuchungen der Versicherten und be- rücksichtigt die übrigen bei den Akten liegenden medizini schen Berichte. Zudem gingen die Gutachter auf die Beschwerden der Versicherten ein und vermitteln ein hinreichendes Bild über deren Gesundheitszustand. Es wird deutlich, dass der Ver sicherten aus gesamtmedizinischer Sicht schwer belastende und komplexe Arbeiten nicht mehr zumutbar sind und angepasste Tä- tigkeiten beschwerdebedingt nur eingeschränkt ausgeübt we rden können. Vor diesem Hinter- grund ist auch die fachärztliche Einschätzung der Arbeits fähigkeit nachvollziehbar begründet und es ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin seit Oktober 2011 für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als D.____ eine Arbeitsunfähigkeit von 100% und in ihrer angestammten Tätigkeit als I.____ eine Arbeitsunfähigkeit von 50% aufweist. Insgesamt ist die Beurteilung im Gutachten des Begutachtungsinstituts F.____ sowohl in der Darlegung der medizinischen Zu- sammenhänge als auch bezüglich der daraus gezogenen Schlussfolgerungen überzeugend. 6.2 Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, ist nicht geeignet, die ausschlagge- bende Beweiskraft dieses Gutachtens in Frage zu stellen. Wenn sie beanstandet, die Gutachter hätten sich mit den Abklärungsberichten und den anderen fachärztlichen und hausärztlichen Einschränkungen nicht bzw. nur rudimentär auseinanderges etzt, kann ihr nicht gefolgt werden. Die Gutachter haben die Berichte der behandelnden Ärzt e und diejenigen der Eingliederungs- massnahmen hinreichend gewürdigt, kamen aber zum überz eugenden Schluss, dass der Ver- sicherten eine angepasste Tätigkeit im Umfang von 50% zu mutbar ist. Davon ist auszugehen. Zunächst ist der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen. Zudem benennen sie in ihren Berichten keine Aspekte, die im Rahmen der Begutachtung durch die Fachärzte des Begutachtungsinstituts F.____ uner- kannt oder ungewürdigt geblieben wären. Insgesamt lie gen keine Indizien vor, welche die Be- weiskraft des Gutachtens des Begutachtungsinstituts F.____ i n Zweifel ziehen würden. Dem- nach stellt das Gutachten des Begutachtungsinstituts F.____ vom 29. Februar 2012 eine über- zeugende Entscheidgrundlage dar. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit darauf abgestellt hat. 6.3 Im vorliegenden Fall lassen die vorhandenen medizin ischen Unterlagen eine zuverläs- sige Beurteilung der verbleibenden Restarbeitsfähigkei t der Versicherten zu, weshalb auf eine zusätzliche medizinische Abklärung verzichtet werden kann. Der Anspruch auf rechtliches Ge- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht hör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen, u nd – als Korrelat – die Pflicht der Be- hörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses v erfassungsmässigen Anspruchs indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für d ie Entscheidung der Streitsache er- heblich sind. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des rel evanten Sachverhalts ergeben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. Eine solche antizipierte Beweiswürdigung ist na ch konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (vgl. BGE 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). 7.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätig en Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invaliditätsgra d aufgrund eines Einkommens- vergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen , das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der med izinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla- ge erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden w äre (Valideneinkommen). Der Einkom- mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol gen, dass die beiden hypothetischen Er- werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt un d einander gegenübergestellt wer- den. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditä tsgrad bestimmen (allgemeine Me- thode des Einkommensvergleichs; BGE 104 V 136 E. 2a und b). 7.2.1 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entsch eidend, was die versicherte Person nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im Zeitpunkt des Renten- beginns tatsächlich verdienen würde, wenn sie nicht inva lid geworden wäre. Die Einkom- mensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel von der Tätigkeit, welche die versicherte Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens ausgeübt hat, auszugehen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 26. November 2002, I 491/01, E. 2.3.1). Entscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Eink ommen erzielen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Es geht um die Fra ge, was die versicherte Person auf- grund ihrer beruflichen Fähigkeit und persönlichen Umstände zu erwarten gehabt hätte. Für die Vornahme des Einkommensvergleichs ist in zeitlicher Hinsic ht grundsätzlich auf die Gegeben- heiten im Zeitpunkt des Rentenbeginns abzustellen (BGE 129 V 222, 128 V 174), welcher un- bestritten ins Jahr 2011 zu liegen kommt (vgl. Art. 29 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 IVG). 7.2.2 Die IV-Stelle hat das Valideneinkommen nicht au fgrund der angestammten Tätigkeit der Beschwerdeführerin als B.____, sondern gestützt auf den zuletzt ausgeübten Beruf als D.____ ermittelt. Sie ging davon aus, dass die Versiche rte bei einem Pensum von 100% ein Einkommen von Fr. 62‘413.-- erzielen könnte. Diesem Vo rgehen kann nicht beigepflichtet wer- den. Zu beachten ist, dass der im Jahr 2008 vorgenommene Wechsel der Arbeitsstelle wegen gesundheitlichen Gründe erfolgte, wie sich aus der Bestätigung des C.____ vom 18. September 2012 ergibt. Darin wird glaubhaft dargelegt, dass di e gesundheitlichen Beeinträchtigungen ur- sächlich für den Wechsel der Arbeitsstelle waren und die Versicherte ihre Stelle nicht aus inva- liditätsfremden Gründen gewechselt hat. Dem genannte n Schreiben ist weiter zu entnehmen, Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht dass die Versicherte von der Lohnklasse 09 in die Lohnklass e 04 zurückgestuft wurde, was ebenfalls gegen einen Stellenwechsel auf freiwilliger Basis spricht. Daran vermag - entgegen der Ansicht der IV-Stelle - auch der Umstand, dass die V ersicherte als D.____ in einem höhe- ren Pensum beschäftigt war als in ihrer früheren Tät igkeit als I.____, nichts zu ändern. Es ist nicht der Beschwerdeführerin anzulasten, dass sie ihrer Schadensminderungspflicht nachkam und sich um eine anderweitige berufliche Tätigkeit be mühte. Unter diesen Umständen bemisst sich aber das Valideneinkommen am Einkommen, welches die Versicherte in ihrer angestamm- ten Tätigkeit als I.____ erzielt hatte. Den glaubhaft en Angaben der Beschwerdeführerin im Fra- genbogen zur Ermittlung der Erwerbsfähigkeit vom 9. Dezember 2012 folgend, verdiente sie als I.____ beim C.____ im Jahr 2008 in einem 40% Pensum F r. 2'540.-- pro Monat. Weil unbestrit- tenermassen davon auszugehen ist, dass die Beschwerdeführe rin im Gesundheitsfall einer vol- len Erwerbstätigkeit nachgehen würde, ist dieser Lohn auf ein 100% Pensum hochzurechnen, was ein monatliches Einkommen von Fr. 6'350.-- ergibt. Unter Berücksichtigung der Nominal- lohnentwicklung bis ins Jahr 2011 (vgl. BSF T1.1.93_V, N ominallohnindex Frauen 2008 bis 2011) resultiert ein Jahreseinkommen (inkl. 13. Monatslohn) von Fr. 87‘612.--. 7.3 Das Invalideneinkommen wird unter Beizug der Tabel len der Schweizerischen Lohn- strukturerhebung des BSF vom Jahre 2010 (LSE) ermittelt. Zu prüfen ist dabei das massge- bende Anforderungsniveau. In die Kategorie der Betät igung mit Anforderungsniveau 1+2 fällt das 'Verrichten höchst anspruchsvoller und schwierigster Arbeiten bzw. selbständiger und quali- fizierter Arbeiten', während für das Anforderungsnivea u 3 'Berufs- und Fachkenntnisse voraus- gesetzt' sind und zum Anforderungsniveau 4 'einfache und repetitive Tätigkeiten' zählen (LSE 2010, S. 25). Bei der Bemessung des Anforderungs niveaus fällt zunächst die schulische und berufliche Ausbildung einer versicherten Person in s Gewicht. Hinsichtlich der Ausbildung der Beschwerdeführerin ist festzustellen, dass sie einen Lehrabschluss als B.____ aufweist. Die Beschwerdeführerin war vom Jahre 1974 bis ins Jahre 2008 als I.____ beim C.____ tätig, infol- gedessen sie eine langjährige Berufserfahrung in ihre r angestammten Tätigkeit vorzuweisen hat. Mit diesem Ausbildungs- und Erfahrungshintergrun d kann sie sich über einschlägige Be- rufs- und Fachkenntnisse ausweisen und es stehen ihr nicht nur Hilfsarbeiten in der Rubrik ‚ein- fache und repetitive Tätigkeiten’ offen. Aufgrund der beruflichen Qualifikation und der langjähri- gen Berufserfahrung ist festzuhalten, dass vorliegend bei der Bestimmung des Invalidenein- kommens der Zentralwert des Anforderungsniveaus 3 zu Grunde zu legen ist. Laut Tabelle TA1 belief sich der Zentralwert für im Anforderungsniveau 3 beschäftigten Frauen im privaten Sektor im Jahre 2010 auf Fr. 5'202.-- (LSE 2010, Total priva ter Sektor). Zu berücksichtigen ist, dass der ermittelte Tabellenlohn auf einer einheitlichen Arbeitszeit von 40 Wochenstunden beruht und für das Jahr 2011 auf die durchschnittliche Wochenar beitszeit von 41,7 Stunden (vgl. "Die Volkswirtschaft" 3-2013, Seite 90, Tabelle B9.2) umzurec hnen ist. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2011 resultiert ein hypothetisches Einkommen von rund Fr. 65'728.-- (Fr. 5'202.--: 40 x 41,7 x 12 x 101%). U nter Berücksichtigung der noch vorhande- nen Restarbeitsfähigkeit von 50% resultiert demnach ei n Invalideneinkommen von rund Fr. 32'864.-- (Fr. 65'728.-- x 50%). 7.4 Von dem auf diese Weise erhobenen statistischen Wert sind praxisgemäss verschie- dene Abzüge zulässig. Im Entscheid BGE 126 V 75 ff. hat d as Bundesgericht seine Rechtspre- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht chung zu den Abzügen vom Tabellenlohn bereinigt und w eiterentwickelt. Dabei hat es betont, dass die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtli- chen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalls abhängt (leidensbe- dingte Einschränkung, Lebensalter, Anzahl Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche nach pflichtgemässem Ermesse n gesamthaft zu schätzen sind. Dabei ist der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksic htigung aller jeweils in Betracht fal- lenden Merkmale letztlich aber auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen (BGE 126 V 80 E. 5b). Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Perso n wegen eines oder mehrerer der genannten Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest -)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichen Erfolg verwerten kann. Vorliegend sind mit Blick auf die ärztliche Zumutbarkeitsbeurteilung der Ärzteschaft des Begutachtungsin- stituts F.____ nebst der zeitlichen Begrenzung keine zusä tzlichen Aspekte ersichtlich, die auf eine Erschwernis der erwerblichen Verwertung der Resta rbeitsfähigkeit schliessen lassen wür- den. Unter diesen Umständen ist von der Vornahme eine s leidensbedingten Abzuges abzuse- hen. 7.5 Stellt man im Einkommensvergleich das Invalidenein kommen von Fr. 32'864.-- dem Valideneinkommen von Fr. 87‘612.-- gegenüber, so resultiert daraus eine Erwerbseinbusse von Fr. 54‘748.--, was einen IV-Grad von rund 62% ergibt (zur Rundungspraxis des Bundesgerichts vgl. BGE 130 V 121 ff.). Bei einem IV-Grad von 62% ha t die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. Die Beschwerde ist demnach in de m Sinne gutzuheissen, als festgestellt wird, dass die Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. Okto ber 2011 Anspruch auf eine Dreivier- telsrente hat. 8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgeric ht kostenpflichtig. Die Verfahrens- kosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 des kantonalen Ges etzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 i n der Regel in angemessenem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. Beim Ent scheid über die Verlegung der Verfah- rens- und der Parteikosten ist grundsätzlich auf den Pro zessausgang abzustellen. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin obsiegende und die IV-Stelle unterliegende Partei. In casu hätte deshalb die IV-Stelle als unterliegende Partei grund sätzlich die Verfahrenskosten zu tragen. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu beachten, dass lau t § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vo- rinstanzen – vorbehältlich des hier nicht interessieren den § 20 Abs. 4 VPO – keine Verfahrens- kosten auferlegt werden. Aufgrund dieser Bestimmung hat die IV-Stelle als Vorinstanz trotz Un- terliegens nicht für die Verfahrenskosten aufzukommen. Dies hat zur Folge, dass für den vorlie- genden Prozess keine Verfahrenskosten erhoben werden. De r Beschwerdeführerin ist der ge- leistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- zurückzuerstatten. 8.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschw erde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin obsieg ende Partei ist, ist ihr eine Partei- entschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Die Rechtsvertreterin der Beschwerde- führerin hat mit Honorarnote vom 7. November 2013 für das vorliegende Verfahren einen Zeit- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht aufwand von 14 Stunden und 45 Minuten geltend gemacht , was sich umfangmässig als ange- messen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversich erungsprozessen praxisgemäss für Verbandsangestellte von gemeinnützigen Organisatio nen bei durchschnittlichen Fällen zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 150.-- zu entschädigen. Dem Beschwerdefüh- rer ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'212.50 (14 Stunden und 45 Minuten à Fr. 150.--) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen , als die Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 16. Mai 2013 aufge hoben und festgestellt wird, dass die Beschwerdeführerin mit Wirku ng ab 1. Okto- ber 2011 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente hat. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschu ss in der Höhe von Fr. 600.-- zurückerstattet. 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerde führerin eine Par- teientschädigung in der Höhe von Fr. 2‘212.50 zu bezahlen. http://www.bl.ch/kantonsgericht