<h2>SubmittedText<h2><p>Laut dem Agrarbericht 2004 hat die Landwirtschaft 28 Prozent an Einkommen seit 1992 verloren, unsere Produzentenpreise sind also bei steigenden Kosten um 28 Prozent gesunken. Auf der anderen Seite zahlt der Schweizer Konsument mehr für die Lebensmittel.</p><p>Das Ziel der neuen Agrarpolitik war, die Differenzen der Nahrungsmittelpreise zwischen der Schweiz und der EU zu reduzieren.</p><p>- Erachtet der Bundesrat dieses Ziel als erreicht, oder ist die Agrarpolitik in dieser Hinsicht gescheitert?</p><p>- Ist die Landwirtschaft schuld, oder woran liegt es, dass dieses Ziel verfehlt wurde?</p><p>- Welche Massnahmen sieht der Bundesrat vor, dieses Ziel zu erreichen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die in der Frage erwähnten 28 Prozent beziehen sich nicht auf das Einkommen, sondern auf die Abnahme der absoluten Preisdifferenz zwischen der Schweiz und der EU zwischen 1990-1992 und 2001-2003. Die Verringerung der Differenz zeigt, dass die Reform der Agrarpolitik in ihrem Einflussbereich die beabsichtigte Wirkung gezeigt hat. Das Ziel der Annäherung an die EU wurde erreicht.</p><p>Relativ ausgedrückt hat die Preisdifferenz zwischen 1990-1992 und 2001-2003 von 49 auf 46 Prozent abgenommen. Die Verbesserung der relativen Wettbewerbsfähigkeit fällt deshalb vergleichsweise bescheiden aus, weil im selben Zeitraum die EU ihre Preise ebenfalls stark reduziert hat (Schweiz minus 24 Prozent, EU minus 20 Prozent). Auf der Konsumentenstufe hat die Preisdifferenz zwischen 1990-1992 und 2001-2003 von 31 auf 38 Prozent zugenommen.</p><p>Angesichts der weiterhin verbleibenden Diskrepanzen bei den Produzenten- und Konsumentenpreisen ist es für den Bundesrat unabdingbar, die Konkurrenzfähigkeit der ganzen Ernährungswirtschaft weiter zu verbessern. Die dazu nötigen Massnahmen reichen von einer konsequenten Anwendung des verschärften Wettbewerbsrechtes über beispielsweise die Versteigerung der Zollkontingente beim Fleisch im Rahmen der Umsetzung der "Agrarpolitik 2007" bis zu einer weiteren Etappe der Agrarreform. Im Übrigen erwartet der Bundesrat, dass der Markteintritt weiterer Anbieter im Detailhandel den Wettbewerb auf dieser Stufe verstärken wird. Die Problematik der Preisdifferenzen zwischen der Schweiz und der EU besteht im Übrigen nicht nur bei Lebensmitteln, sondern auch bei anderen Produkten.</p>