<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.01235</span></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Philipp<br/>Sozialversicherungsrichter Vogel<br/>Gerichtsschreiberin Curiger</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 7. August 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Christe</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Christe &amp; Isler Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Obergasse 32, Postfach 1663, 8401 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1958 geborene X.___ meldete sich am 17. März 1998 (Eingangs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">datum) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 8/1). Diese tätigte erwerbliche sowie medizinische Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klärungen (Urk. 8/3-6, 8/9, 8/12, 8/15) und sprach dem Versicherten mit Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung vom 10. Mai 1999 mit Wirkung ab 1. Oktober 1998 eine ganze Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rente zu (Urk. 8/17-18). Im Rahmen von ordentlichen Revisionsverfahren in den Jahren 2001, 2005 und 2010 wurde jeweils vom behandelnden Arzt mitgeteilt, der Gesundheitszustand des Versicherten habe sich nicht verbessert (Urk. 8/26, 8/44, 8/50). Mit Schreiben vom 21. April 2001, 19. Juli 2005 und 18. November 2010 bestätigte die IV-Stelle den Anspruch auf eine ganze Rente der Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">li</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rente jeweils (Urk. 8/28, 8/46, 8/52).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Jahr 2014 wurde erneut ein ordentliches Revisionsverfahren eingeleitet, in dessen Rahmen die behandelnden Ärzte mitteilten, sie würden den Versicherten weiterhin als vollständig arbeitsunfähig erachten (Urk. 8/61-62). Mit Schreiben vom 17. Juli 2014 und 29. September 2014 gab die IV-Stelle bekannt, sie werde eine polydisziplinäre Begutachtung bei der Begutachtungsstelle Y.___ in Auftrag geben (Urk. 8/65, 8/69), womit sich der Versicherte nicht einverstanden erklärte (Urk. 8/70). Am 9. Oktober 2014 ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">füg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te die IV-Stelle die Erstellung eines polydisziplinären Gutachtens (Urk. 8/73), welches am 12. März 2015 erstattet wurde (Urk. 8/80). Mit Vorbescheid vom 30. April 2015 stellte die IV-Stelle die Einstellung der Invalidenrente in Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicht (Urk. 6/81), wogegen der Versicherte Einwand erhob (Urk. 6/83, 6/89). Mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schreiben vom 12. Juni 2015 wurde der Versicherte zu einem Gespräch betref</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nd Eingliederungsmassnahmen eingeladen (Urk. 8/88). Am 7. Oktober 2015 sprach die IV-Stelle dem Versicherten eine Arbeitsvermittlung in Form eines Assessments und der Suche nach einem Trainingsplatz zu (Urk. 8/94). Mit Schreiben vom 18. Juli 2016 wies sie den Versicherten auf seine Mitwir-kungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflicht hin (Urk. 8/96) und stellte mit Vorbescheid vom 19. August 2016 die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einstellung der Eingliederungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">massnahmen in Aussicht (Urk. 8/97). Dagegen wurde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> am 27. September 2016 Einwand erhoben (Urk. 8/102). Mit Verfügung vom 5. Oktober 2016 stellte die IV-Stelle die dem Versicherten bis dahin aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerichtete ganze Invalidenrente auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Monats ein. Einer allfälligen dagegen gerichteten Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen (Urk. 2 [=8/105]). Mit Verfügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">26. Okto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2016 wurden die Eingliederungsmassnahmen eingestellt (Urk. 8</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/106). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Eingabe vom 7. November 2016 erhob der Versicherte Beschwerde gegen die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verfügung vom 5. Oktober 2016 und beantragte, es sei ihm weiterhin eine gan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ze Invalidenrente auszurichten (Urk. 1 S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwerdeantwort vom 17. Januar 2017 schloss die IV-Stelle auf Abwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung der Beschwerde (Urk. 7), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 19. Januar 2017 angezeigt wurde (Urk. 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">säch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einspracheent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">messung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 mit Hinweisen).</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Lässt sich eine massgebliche Sachverhaltsänderung als Voraussetzung für eine revisionsweise Rentenherabsetzung oder –aufhebung nicht nachweisen, so kann die Verwaltung eine rechtskräftig zugesprochene Rente nur herab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzen oder aufheben, wenn die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung erfüllt sind. Dies ist dann der Fall, wenn sich eine formell rechtskräftige Rentenverfügung, die nicht Gegenstand einer materiellen richterlichen Beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teilung gewesen ist, als zweifellos unrichtig erweist und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (vgl. Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">53 Abs. 2 ATSG). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung ist die zweifellose Unrichtigkeit als Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aussetzung für eine Wiedererwägung nur unter restriktiven Bedingungen zu bejahen, da die Wiedererwägung andernfalls zum Instrument für eine jederzei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tige voraussetzungslose Neubeurteilung von rechtskräftig zugespro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Dau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leistungen würde (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 551/03 vom 30. Dezember 2003 E. 2.2.1). Nicht jede Unrichtigkeit, sondern nur eine qua</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">li</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fizierte, offen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichtliche Unrichtigkeit berechtigt somit zur wiedererwä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gungsweisen Herabset</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zung oder Aufhebung einer rechtskräftig zugesproche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Dauer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leistung. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Wiedererwägung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Wür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digung des Sachverhalts (Urteil des Bundesgerichts 8C_33/2011 vom 16. Mai 2011 E. 2.2). Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprache aufgrund falsch oder unzutreffend verstan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ner Rechtsre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geln erfolgt ist oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewandt wurden. Anders verhält es sich, wenn der Wieder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erwägungsgrund im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung notwen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digerweise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurteilung einzelner Schritte bei der Feststellung solcher Anspruchsvo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">raus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzungen (Invaliditätsbemessung, Arbeitsunfähigkeitsschätzung, Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weiswür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digung, Zumutbarkeitsfragen) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigen Leistungszuspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chung dar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">boten, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit aus. Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nünftiger Zweifel da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ran mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss - derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung - denk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bar. Insbeson</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dere ist eine auf keiner nachvollziehbaren ärztlichen Einschätzung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geblichen Arbeitsfähigkeit beruhende Invaliditätsbemessung nicht rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">konform und die entsprechende Verfügung zweifellos unrichtig im wie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wägungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Sinne (Urteil des Bundesgerichts 8C_33/2011 vom 16. Ma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">i 2011 E. 2.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">G</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">emäss der mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> begründeten und seither stetig weiter ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wickelten Rechtsprechung vermochten eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tizierte somatoforme Schmerzstörung und vergleichbare psychosomatische Leiden (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) in der Regel keine lang dauernde, zu einer Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG führende Arbeitsunfähigkeit zu bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vielmehr bestand die Vermutung, dass solche Beschwerdebilder oder ihre Fol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">g</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar seien und nur be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stim</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dern, den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machten, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt (zur Entstehungsgeschichte dieser Praxis: </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 135 V 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.1.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil des Bundesgerichtes 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 2.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ob ein solcher Ausnahmefall vorlag, entschied sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien (so genannte „Foerster-Kriterien“, vgl. BGE 130 V 352, BGE 131 V 39 E. 1.2, BGE 139 V 547 E. 3.2.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Überwindbarkeitsvermutung auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegeben und das bisherige Regel-/Ausnahme-Modell durch einen strukturierten normativen Prüfungsraster ersetzt. In dessen Rahmen wird im Regelfall anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren das tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sächlich erreichbare Leistungsvermögen ergebnisoffen und symmetrisch beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilt,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> indem gleichermassen den äusseren Belastungsfaktoren wie den vorhan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">denen Ressourcen Rechnung getragen wird (BGE 141 V 574 E. 4.2 mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2 mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">se</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrschein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2; Urteil des Bundesgerichts 8C_28/2016 vom 15. April 2016 E. 3.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens nach dem dargelegten Prüfungsraster erübrigt sich rechtsprechungsgemäss, wenn Ausschlussgründe vorliegen, etwa wenn die Leistungseinschränkung überwiegend auf Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht, welche die Annahme einer gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung von vornherein ausschliessen (BGE 141 V 281 E. 2.2;</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_549/2015 vom 29. Januar 2016 E. 4.1 und 9C_899/2014 vom 29. Juni 2015 E. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Rechtsprechung hat zu den „vergleichbaren psychosomatischen Leiden“ aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">drücklich jene gezählt, die im Nachgang zu BGE 130 V 352 über die Jahre als sogenannte „pathogenetisch-ätiologisch unklare syndromale Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bilder ohne nachweisbare organische Grundlage“ in invalidenversicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">licher Hinsicht den gleichen sozialversicherungsrechtlichen Anforderungen (Regel-Ausnahmemodell mit "Überwindbarkeitsvermutung“) unterstellt wurden (BGE 142 V 342 E. 5.2.1; BGE 141 V 281 E. 4.2; BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3; bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lang: Fibromyalgie: BGE 132 V 65 E. 4 [Urteil des Bundesgerichts I 336/04 vom 8. Februar 2006]; dissoziative Sensibilitäts- und Empfindungsstörung: Urteil des Bundesgerichts I 9/07 vom 9. Februar 2007 E. 4 in fine, in: SVR 2007 IV Nr. 45 S. 149; dissoziative Bewegungsstörung: Urteil des Bundesgerichts 9C_903/2007 vom 30. April</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2008 E. 3.4; Chronic Fatigue Syndrome [CFS; chronisches Müdig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keitssyndrom] und Neurasthenie: Urteile des Bundesgerichts I 70/07 vom 14. April</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 2008 E. 5; 9C_98/2010 vom 28. April 2010 E. 2.2.2, in: SVR 2011 IV Nr. 17 S. 44, und 9C_662/2009 vom 17. August 2010 E. 2.3, in: SVR 2011 IV Nr. 26 S. 73; spezifische und unfalladäquate HWS-Verletzungen [Schleuder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ma] ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle: BGE 136 V 279 [Urteil des Bundesgerichts 9C_510/2009 vom 30. August</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2010]; nichtorganische Hyper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">som</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nie: BGE 137 V 64 E. 4 [Urteil des Bundesgerichts 9C_871/2010 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">25. Februar 2011]; leichte Persönlichkeitsveränderung bei chronischem Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">syn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">drom: Urteil des Bundesgerichts 8C_167/2012 vom 15. Juni 2012 E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 5.2 und 6.1). Gemäss BGE 142 V 342 ist die Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 auch auf eine posttraumatische Belastungsstörung anwendbar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei Vorliegen einer anhaltenden soma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">toformen Schmerzstörung oder eines damit vergleichbaren psychosomatischen Leidens (BGE 141 V 281 E. 4.2) sind Indikatoren beachtlich, die das Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richt wie folgt systematisiert hat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281 E. 4.3.1): </span></p><p><span>- </span><span>Kategorie „funktioneller Schweregrad" </span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Gesundheitsschädigung" </span></p><p><span>- </span><span>Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde </span></p><p><span>- </span><span>Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –resistenz </span></p><p><span>- </span><span>Komorbiditäten </span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res</span><span>sourcen)</span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Sozialer Kontext" </span></p><p><span>- </span><span>Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens)</span></p><p><span>- </span><span>gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen ver</span><span>gleich</span><span>baren Lebensbereichen </span></p><p><span>- </span><span>behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Lei</span><span>den</span><span>s</span><span>druck </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Res</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">urcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschät</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">z</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 1. März 2016 E. 2.2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beweisrechtlich entscheidend ist der Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Indikator einer gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen zielt auf die Frage ab, ob die diskutierte Einschränkung in Beruf und Erwerb (bzw. bei Nichterwerbstätigen im Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bereich) einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (z.B. Freizeitge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung) anderseits gleich ausgeprägt ist. Dabei ist das bisherige Kriterium des sozia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">len Rückzugs (wiederum) so zu fassen, dass neben Hinweisen auf Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkungen auch Ressourcen erschlossen werden; umgekehrt kann ein krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitsbedingter Rückzug aber auch Ressourcen zusätzlich vermindern. Soweit erhebbar, empfiehlt sich auch ein Vergleich mit dem Niveau sozialer Aktivität vor Eintritt der Gesundheitsschädigung. Das Aktivitätsniveau der versicherten Person ist stets im Verhältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu sehen (BGE 141 V 281 E. 4.4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das heisst das Ausmass, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden, weist (ergänzend zum Gesichtspunkt Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz unter dem Komplex "Gesundheitsschädigung") auf den tatsächlichen Leidensdruck hin. Dies gilt allerdings nur, solange das betreffende Verhalten nicht durch das laufende Versicherungsverfahren beeinflusst ist. Nicht auf feh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lenden Leidensdruck zu schliessen ist, wenn die Nichtinanspruchnahme einer empfohlenen und zugänglichen Therapie oder die schlechte Compliance klarer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise auf eine (unabwendbare) Unfähigkeit zur Krankheitseinsicht zurück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führen ist. In ähnlicher Weise zu berücksichtigen ist das Verhalten der ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">si</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherten Person im Rahmen der beruflichen (Selbst-) Eingliederung. Inkonsis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tes Verhalten ist auch hier ein Indiz dafür, die geltend gemachte Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkung sei anders begründet als durch eine versicherte Gesundheitsbeeinträchtigung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(BGE 141 V 281 E. 4.4.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 2016 E. 4.1.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keiten die versicherte Person arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im angefochtenen Entscheid wurde erwogen, die medizinischen Abklärungen hätten gezeigt, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers stark verbessert habe und ihm nun eine 100%ige Arbeitstätigkeit zumutbar sei. Aus diesem Grund bestehe kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu den im Vorbescheidverfahren vorgebrachten Einwänden wurde ausgeführt, die Begutachtung habe ergeben, dass beim Beschwerdeführer inzwischen keine posttraumatische Belastungsstörung mehr vorliege, weshalb ein Revisionsgrund vorliege (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber brachte der Beschwerdeführer vor, im Y.___-Gutachten seien im Wesentlichen die gleichen Diagnosestellungen erfolgt wie in den früheren Arzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">berichten. Lediglich hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit sei der begutachtende Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chiater zu einem anderen Schluss gelangt. Er habe ausserdem explizit festge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halten, dass keine Verbesserung des Gesundheitszustandes, sondern eine andere Beurteilung des gleich gebliebenen Sachverhaltes vorliege. Damit fehle es an einem Revisionsgrund. Abgesehen davon könne auf die Beurteilung der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit im Y.___-Gutachten nicht abgestellt werden. Der Verlauf der beruf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Massnahmen habe gezeigt, dass der Beschwerdeführer nicht arbeitsfähig sei. Dies gehe auch aus dem Bericht des behandelnden Psychiaters hervor. Überdies habe die IV-Stelle mit ihrem Vorgehen das rechtliche Gehör verletzt. So sei der Vorbescheid erlassen worden, bevor berufliche Massnahmen durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führt worden seien. Am 27. September 2016 habe der Beschwerdeführer um Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellung der Akten und Ansetzung einer Frist von 30 Tagen zur Stellungnahme ersucht. Obwohl ihm diese mit Schreiben vom 30. September 2016 gewährt worden sei, habe die IV-Stelle am 5. Oktober 2016 die angefochtene Verfügung erlassen. Daher sei die Sache an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit sie ein korrektes Vorbescheidverfahren durchführe (Urk. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Rüge der Gehörsverletzung ist aufgrund ihrer formellen Natur vorweg zu behandeln (vgl. BGE 118 Ia 18 E. 1a). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">29 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 der Bundesver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung (BV) haben die Parteien Anspruch auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechtliches</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu gehört insbesondere deren Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wie der Beschwerdeführer richtig ausführt, wurde der Vorbescheid am 30. April 2015 erlassen und er konnte dazu ausführlich Stellung nehmen. Damit wurde sein Recht auf rechtliches Gehör hinreichend gewahrt. Unerheblich ist dabei, dass zum damaligen Zeitpunkt noch keine beruflichen Massnahmen durchge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führt worden waren, da diese Gegenstand einer separaten Verfügung bilden. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer selber mit E-Mail vo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m 17. Juni 2015 um einen Entscheid betreffend Rente ersuchte, um sich da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nach bezüglich eines Gesprächs hinsichtlich Eingliederungsmassnahmen entscheiden zu können (Urk. 8/98 S. 3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vor diesem Hintergrund wurde mit dem Erlass der Verfügung am 5. Oktober 2016 das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers nicht verletzt. Mit Schreiben vom 27. September 2016 bezog sich der Beschwerdeführer ausschliesslich auf die Verfügung vom 26. September 2016 betreffend Einstellung der Eingliede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">massnahmen (Urk. 8/102). Die Beschwerdegegnerin gewährte ihm am 30. September 2016 eine Frist zur Erhebung eines Einwandes (Urk. 8/103). Da der Beschwerdeführer bereits am 13. Mai 2015 und 19. Juni 2015 Einwände gegen den Vorbescheid vom 30. April 2015 vorgebracht hatte (Urk. 8/83, 8/89), bezog sich diese Frist bloss auf den Einwand betreffend den Vorbescheid hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichtlich Eingliederungsmassnahmen. Das Vorgehen der IV-Stelle ist daher nicht zu beanstanden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinzu kommt, dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine nicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sonders schwerwiegende Verletzung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als geheilt gelten kann, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lage frei überprüfen kann. Unter dieser Voraussetzung ist darüber hinaus – im Sinne einer Heilung des Mangels – selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des Gehörs von einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">abzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">la</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">uf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 133 I 201 E. 2.2, 132 V E. 5.1). Eine Rückweisung an die IV-Stelle zur erneuten Durchführung eines Vorbescheidverfahrens würde im vorliegenden Fall einen formalistischen Leerlauf bedeuten und lediglich dazu führen, dass das Verfahren unnötig verlängert würde, was nicht im Sinne des Beschwerdeführers sein kann. Selbst unter Annahme einer Gehörsverletzung wäre daher eine Rückweisung der Sache nicht gerechtfertigt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht des Therapiezentrums des Z.___ für Folter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">opfer vom 22. Juni 1998 wurden folgende Diagnosen aufgeführt (Urk. 8/9 S. 2):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">komplexe posttraumatische Belastungsstörung (DD: andauernde Persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">lichkeitsänderung nach Extrembelastung, ICD-10: F 62.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Cervicalsyndrom bei deutlicher Osteochondrose und Spondylose C5/C6</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Lumbovertebralsyndrom bei/mit Hyperlordose der Lendenwirbelsäule</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Patient klage über Unruhe, Albträume, Schlafstörungen, ständige Müdigkeit und Konzentrationsstörungen. Er vermeide es nach Möglichkeit aus dem Haus zu gehen. Bei starker Unruhe und Gespanntheit habe er Nacken- und Kopf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schmerzen. Wenn er länger als 30 Minuten jogge, bekomme er Schmerzen in Füssen und Beinen und thorako-lumbale Schmerzen (Urk. 8/9 S. 3).</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Patient sei kooperativ und differenziert. Die Gestik sei auffallend unruhig, der Patient wirke bedrückt und spreche mit leiser Stimme. Die Konzentration und Aufmerksamkeit seien eingeschränkt. Er lebe zurückgezogen, mit der Ten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">denz zur vollständigen Absonderung in Folge von Ängsten im Zusammenhang mit seiner Verfolgungsgeschichte (Urk. 8/9 S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, aus somatischer Sicht wäre eine Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tätigkeit ab sofort möglich. Der psychische Zustand mit den Ängsten und Konzentrationsstörungen wirke jedoch limitierend und erlaube keine Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahme (Urk. 8/9 S. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In ihrem Bericht vom 3. Juli 1998 führten die behandelnden Ärzte folgende Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nosen auf (Urk. 8/12 S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F 43.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD-10: F 62.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Patient leide unter Kopf- und Rückenschmerzen. Er sei chronisch nervös, stets angespannt und könne nie zur Ruhe kommen. Sozial lebe er total zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rückgezogen und bleibe meist in seinem Zimmer. Sogar den Kontakt mit seiner Familie könne er bisweilen nur mit Mühe ertragen. Wenn er aus dem Haus gehen müsse, habe er Angst, verfolgt zu werden. Manchmal höre er Stimmen, es sei als würde ihm jemand etwas zurufen (Urk. 8/12 S. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beim Patienten bestünden starke Aufmerksamkeits- und Konzentrations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Er wirke aufgeregt, gespannt und nervös. Emotional und sozial würden starke Rückzugstendenzen vorliegen. Die Aufmerksamkeits- und Konzen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störungen würden sich auf das allgemeine kognitive Leistungsniveau aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirken. Aufgrund der Angespanntheit und Nervosität sei der Patient schnell über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fordert (Urk. 8/12 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht der behandelnden Ärzte vom 16. Januar 1999 wurden die gleichen Diagnosen wie im Bericht vom 3. Juli 1998 aufgeführt. Auch hinsichtlich der geklagten Beschwerden sowie der Befunde finden sich in den Berichten keine Unterschiede (Urk. 8/15 S. 1-2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Y.___-Gutachten vom 12. März 2015 wurden keine Diagnosen mit Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt. Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden folgende genannt (Urk. 8/80 S. 55):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">asymptomatische mässiggradige langgestreckte Brustwirbelsäule-Kyphose</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> mit konsekutiver Einschränkung der Beweglichkeit der thorakalen Wirbel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">säule</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronische Schmerzstörung bei psychosozialen Belastungsfaktoren (ICD-10: F 45.41)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD-10: F</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">62</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im rheumatologischen Teilgutachten wurde ausgeführt, der Explorand klage üb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er eine diffuse Kraftminderung mit Ermüdungssymptomen. Die Hals- und Wirbel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">säule würden inzwischen keine Schmerzen mehr verursachen (Urk. 8/80 S. 22).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gangbild sei flüssig ohne Schonhinken, der Zehen- und Fersenstand sym</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">metrisch. Hinweise auf eine Hypermobilität oder Instabilität bestünden nicht, die Gelenksbeweglichkeit sei frei mit einer Einschränkung im Segment C4/C5 und C5/C6 mit hartem Anschlag. Der periphere Gelenkstatus sei unauffällig. Der kursorische Hirnnervenstatus und der peripher-neurologische Status seien für sämtliche Qualitäten seitengleich unauffällig (Urk. 8/80 S. 22). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, aus rheumatologisch-somatischer Sicht würden klinische und radiologische Befunde, die das Einhalten von Schon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terien begründen liessen, fehlen. Der Versicherte sei in jeglicher Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig (Urk. 8/80 S. 23-24).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im neuropsychologischen Teilgutachten wurde festgehalten, der Explorand klage</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> darüber, müde und psychisch belastet zu sein. Er leide unter Schlafstörungen und könne nur mit Medikamenten schlafen. Er habe Schmerzen im Hals, im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nacken und ab und zu auch im Kopf. Seine psychische Belastung rühre in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nicht von den Schmerzen her, sondern von den Schlafstörungen (Urk. 8/80 S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">26).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Explorand wirke nervös, knete immerzu die Hände. Biografisch könne er die Daten gut abrufen, insgesamt seien die Beschreibungen und Antworten sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich, inhaltlich jedoch vage. Die emotionale Schwingungsfähigkeit sei durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehend erhalten. Das Instruktionsverständnis sei im Gegensatz zu seiner im Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spräch gezeigten Intelligenz und Reaktionszeit extrem auffällig, die Motiva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion zur Mitarbeit sei eingeschränkt (Urk. 8/80 S. 28).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Testergebnisse würden auf ein Aggravationsverhalten schliessen lassen. Daher könnten die Ergebnisse inhaltlich nicht ausgewertet werden, eine Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzung der Arbeitsfähigkeit aus neuropsychologischer Sicht sei vor diesem Hintergrund nicht möglich (Urk. 8/80 S. 30).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im psychiatrischen Teilgutachten wurde ausgeführt, der Explorand klage auf Nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">frage über Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen. Er sei ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gess</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich, oft unruhig und habe Ein- und Durchschlafstörungen. Er wache mehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mals pro Nacht auf und könne nur mit Mühe wieder einschlafen. Er habe aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">reichend viele soziale Kontakte zu seinen Familienangehörigen, die ihn regel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mässig besuchen würden. Er habe in der Schweiz viele Freunde (Urk. 8/37 S. 35-37).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Explorand sei vollständig orientiert. Die Aufmerksamkeit könne während der gesamten Dauer des Gesprächs aufrechterhalten werden. Die Konzentration sei ungestört. Es lägen keine Störungen des Kurzzeitgedächtnisses vor. Die Merk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit und das Langzeitgedächtnis seien klinisch unauffällig. Das for</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">le Denken sei geordnet, beweglich und gut strukturiert. Inhaltliche Denk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen oder strukturelle Ich-Störungen seien nicht feststellbar. Eine Affekt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pathologie liege nicht vor, der Explorand sei ausreichend schwingungsfähig. Die Gestik und Mimik sowie der Sprachfluss seien normal (Urk. 8/80 S. 39-40).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die objektiven psychopathologischen Befunde würden in Anlehnung an die AMDP-Richtlinien bis auf Hinweise auf eine Persönlichkeitsakzentuierung keine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weiteren psychopathologischen Auffälligkeiten zeigen. Insgesamt wirke der Explo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rand nicht schmerzgequält. Gemäss der Anamnese, den berichteten Symp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tomen, der Verhaltensbeobachtung und der Aktenlage sei von einer andauern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung auszugehen. Die Kriterien </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">für eine posttraumatische Belastungsstörung seien hingegen nicht erfüllt (Urk. 8</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">/80 S. 43-47).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, der Versicherte erlebe sich selbst zwar zu 100 % arbeitsunfähig. Aus fachärztlicher Sicht sei er indessen für alle Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keiten mit geringem Kundenkontakt, ohne Verantwortungsübernahme gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">über anderen Mitarbeitern, vollständig arbeitsfähig (Urk. 8/80 S. 53).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der interdisziplinären Zusammenfassung führten die Gutachter aus, der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherte sei in seiner angestammten Tätigkeit als Hilfsbauarbeiter vollständig arbeitsfähig (Urk. 8/80 S. 61).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer bringt vor, aus dem Gutachten gehe klar hervor, dass sich sein Gesundheitszustand nicht verändert habe. Es handle sich um eine andere Beurteilung des gleich gebliebenen Sachverhalts. Das habe der begutachtende Psychiater selber so festgehalten (Urk. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wie der Beschwerdeführer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zutreffend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ausführt, wies der begutachtende Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ter darauf hin, dass mit der Einschätzung der behandelnden Ärzte in diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scher Hinsicht grundsätzlich Übereinstimmung bestehe (Urk. 8/80 S. 60). Gemäss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichtlicher Rechtsprechung schliessen identisch gebliebene Diagnosen eine revisionsrechtlich erhebliche Steigerung des tatsächlichen Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gens jedoch nicht aus. Dies gilt namentlich dann, wenn sich der Schwere</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grad eines Leidens verringert hat oder es der versicherten Person gelungen ist, sich besser an das Leiden anzupassen (Urteil des Bundesgerichts 8C_49/2011 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2011 E. 4.2). In diesen Fällen stellt die Änderung der Arbeitsfähigkeit einen Revisionsgrund dar, auch wenn der medizinische Sachverhalt an und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">für sich unverändert geblieben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_810/2016 vom 3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2017 E. 3.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Vergleich zwischen den im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-Gutachten erhobenen Befunden mit denje</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nigen in den Vorberichten zeigt, dass sich der Beschwerdeführer inzwischen an sein Leiden angepasst hat. So schilderten die behandelnden Ärzte im Jahr 1998, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beim Beschwerdeführer bestünden starke Aufmerksamkeits- und Konzentra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störungen. Emotional und sozial lägen ausgeprägte Rückzugstendenzen vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Die Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen würden sich auf das allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meine kognitive Leistungsniveau auswirken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 8/12 S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2). Anlässlich der aktuellen Begutachtung konnten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">indes </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keine Aufmerksamkeits- und Konzen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trationsstörungen mehr eruiert werden (Urk. 8/80 S. 39). Auch die starken Rückzugstendenzen liegen nicht mehr vor. Der Beschwerdeführer besucht seine Verwandten im Kosovo (Urk. 8/80 S. 27), hat viele soziale Kontakte zu seinen Familienangehörigen und verfügt in der Schweiz über einen intakten Freundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kreis (Urk. 8/80 S. 37). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Vergleich zu den Vorberichten zeigt sich somit eine erhebliche Verbesserung der Befunde. Die im Gutachten geäusserte Auffassung, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich seit der Rentenzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprache nicht verbessert und es handle sich bloss um eine andere Beurteilung des gleichgebliebenen Sachverhalts (Urk. 8/80 S. 61) trifft daher nicht zu. Die festgestellte Verbesserung der Krankheitssymptome auf Befundebene hat sich sodann in einer wesentlichen Erhöhung des Grades der Arbeitsfähigkeit nieder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geschlagen. Damit ist – entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers – ein Revisionsgrund zu bejahen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Übrigen vermag d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">as </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gutachten zu überzeugen. Es beruht auf sorgfäl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigen und allseitigen Untersuchungen (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8/80 S. 20-23, S. 27-30, S. 36-41</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rücksichtigt die geklagten Beschwerden (Urk. 8/80 S. 22, S. 26-27, S. 35-36) und ist in Kenntnis der relevanten Vorakten abgegeben worden (Urk. 8/80 S. 3-8). Die Gutachter haben detaillierte Befunde erhoben, die aktuellen medizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Zustände und Zusammenhänge einleuchtend dargelegt und ihre Schlussfolge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> diesbezüglich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nachvollziehbar begründet.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Bericht des behandelnden Arztes (Urk. 3), Dr. med. A.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vermag demgegenüber die aktuelle Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzung der Gutachter nicht in Frage zu stellen. Dr. A.___ schildert weder objektive Befunde noch legt er schlüssig dar, inwiefern die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit des Beschwerdeführers beeinträchtigt sein sollte. Eine Erklärung dafür, inwie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fern sich die von ihm diagnostizierte posttraumatische Persönlichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fehlentwicklung damit vereinbaren lässt, dass der Beschwerdeführer inzwischen regelmässig in sein Heimatland in die Ferien fährt, fehlt. Auch setzt er sich in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seinem Bericht nicht mit dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-Gutachten auseinander. Vielmehr be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> er sich darauf, pauschale Kritik an der Einschätzung der IV-Stelle zu äussern, ohne diese jedoch sachlich zu begründen. Unbehelflich ist in diesem Zusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hang auch sein Hinweis auf die allgemeine Einschätzung von psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">the</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rapeutisch tätigen Fachkollegen. Da diese Fachleute den Beschwerdeführer nicht untersuchten, ist unklar, inwiefern sie dessen Arbeitsfähigkeit einschätzen könnten. Schliesslich ist der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">handelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3a/cc). Aus diesen Gründen ist der Bericht von Dr. A.___ nicht geeig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">net, die Einschätzung des Y.___-Gutachters in Frage zu stellen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten kann auf das Y.___-Gutachten grundsätzlich abgestellt werden. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Namentlich erlaubt es auch eine schlüssige Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indikatoren gemäss BGE 141 V 281 (vgl. dazu E. 1.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-1.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unter dem Aspekt „funktioneller Schweregrad“ ist in Betracht zu ziehen, dass die diagnoserelevanten Befunde und Symptome, welche aktuell erhoben werden konnten, nicht ausgeprägt erscheinen. Der Beschwerdeführer konnte gemäss seinen Aussagen von der psychiatrischen Behandlung profitieren, womit ein Behandlungserfolg zu bejahen ist (Urk. 8/80 S. 27). Was den Indikator „Komor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">biditäten“ betrifft, wies der psychiatrische Gutachter darauf hin, dass keine solche bestünden (Urk. 8/80 S. 51). Weiter konnten keine chronischen körper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Begleiterkrankungen festgestellt werden, welche sich auf die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit auswirken (Urk. 8/80 S. 55). Zum Komplex „Sozialer Kontext“ ist fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zuhalten, dass der Beschwerdeführer über zahlreiche Ressourcen verfügt. Er lebt in einer intakten Ehe, verbringt regelmässig Ferien bei seinen Verwandten im Kosovo und hat viele Freunde in der Schweiz (Urk. 8/80 S. 37).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zum – beweisrechtlich entscheidenden – Aspekt der „Konsistenz“ ist zu er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wähnen, dass die aktenkundigen Behandlungsbemühungen nicht auf einen aktu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ell ausgeprägten Leidensdruck schliessen lassen. Zwar befindet sich der Beschwerdeführer weiterhin in ärztlicher Behandlung. Diese findet jedoch nur noch mit einer geringen Frequenz statt (Urk. 8/80 S. 51). Zu erwähnen ist ferner, dass im neuropsychologischen Teilgutachten ein Aggravationsverhalten festgestellt wurde (Urk. 8/80 S. 30).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auch unter Berücksichtigung der nunmehr im Regelfall beachtlichen Standard</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">indikatoren sind erhebliche funktionelle Auswirkungen der diagnostizierten psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chischen Störungen auf die Arbeitsfähigkeit nicht mit überwiegender Wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheinlichkeit nachgewiesen. Mit dem im Sozialversicherungsgericht massge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ist daher gestützt auf das Y.___-Gutachten von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in seiner angestammten Tätigkeit auszugehen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Bundesgericht geht in ständiger Rechtsprechung vom Regelfall aus, dass eine medizinisch attestierte Arbeitsfähigkeit grundsätzlich auf dem Weg der Selbsteingliederung verwertbar ist (Ulrich Meyer, Rechtsprechung zum IVG, 2. Auflage, Zürich 2010, S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">383). In ganz besonderen Ausnahmefällen hat die Rechtsprechung dennoch nach langjährigem Rentenbezug trotz medizinisch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(wieder) ausgewiesener Leistungsfähigkeit vorderhand weiterhin eine Rente zuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprochen, bis mit Hilfe von medizinisch-rehabilitativen und/oder beruflich-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erwerb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Massnahmen das theoretische Leistungspotential ausgeschöpft werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> kann. Es können im Einzelfall Erfordernisse des Arbeitsmarktes der An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechnung einer medizinisch vorhandenen Leistungsfähigkeit und medizinisch zumutbaren Leistungsentfaltung entgegenstehen, wenn aus den Akten einwand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">frei hervorgeht, dass die Verwertung eines bestimmten Leistungspotentials ohne vorgängige Durchführung befähigender Massnahmen allein vermittels Eigenan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">streng</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ung der versicherten Person nicht möglich ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_163/2009 vom 10. September 2010, E. 4.2.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese Rechtsprechung hat das Bundesgericht im Urteil 9C_228/2010 vom 26. April 2011 dahingehend präzisiert, dass die revisions- oder wiedererwä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente bei versicherten Perso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen, die das 55. Altersjahr zurückgelegt oder die Rente seit mehr als 15 Jahren bezogen haben, nur zulässig ist, wenn die Beschwerdegegnerin zuvor Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">glie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derungsmassnahmen durchgeführt hat (E. 3.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass solche versicherte Personen aufgrund des fortgeschrittenen Alters oder der langen Rentendauer und der daraus folgenden langjährigen Arbeitsabstinenz in der Regel nicht selber in der Lage sind, sich dem Arbeitsmarkt zu stellen und sich dort selber wieder einzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gliedern.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dies führt für die Betroffenen zwar nicht zu einer Art Besitzstandsgarantie. Es wird ihnen lediglich, aber immerhin zugestanden, dass die Rente grundsätzlich erst nach geleisteter Eingliederungshilfe eingestellt werden darf (vgl. erwähntes Urteil 9C_228/2010 vom 26. April 2011, E. 3.5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Zeitpunkt der Renteneinstellung war der Beschwerdeführer 58 Jahre alt und bezog seit mehr als 15 Jahren eine Rente. Damit fällt er unter den vom Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gericht besonders geschützten Bezügerkreis.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 12. Juni 2015 lud die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer zu einem Gespräch zwecks Besprechung von Eingliederungsmassnahmen ein (Urk. 8/88). Der Beschwerdeführer teilte mit, er wolle zuerst den Rentenentscheid abwarten (Urk. 8/98 S. 39). Nachdem ihm die Beschwerdegegnerin erläutert hatte, diese müssten zwingend vor dem Rentenentscheid durchgeführt werden, erklärte er sich zu einem Gespräch nach seinem Urlaub vom 20. Juli 2015 bis 20. August 2015 bereit (Urk. 8/98 S. 4). Am 7. Oktober 2015 teilte ihm die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin mit, sie gewähre Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche mittels eines Assessments und der Suche nach einem Trainingsplatz (Urk. 8/94). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 18. Juli 2016 wies sie ihn auf seine Mitwirkungspflicht hin (Urk. 8/96). Na</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch durchgeführtem Vorbescheidverfahren beendete die Beschwerdegegnerin die Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gliederungsmassnahmen mit Verfügung vom 26. Oktober 2016 (Urk. 8/106).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dem Schlussbericht der Arbeitsvermittlung ist zu entnehmen, dass der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführer die Termine einigermassen zuverlässig einhielt. Die Gespräche hätten sich jedoch oft schwierig gestaltet. Er habe keinen Hehl daraus gemacht, dass es ihm oft nicht gut gegangen sei. Nach mehreren Gesprächen mit ihm </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seien die Zweifel an der Vermittelbarkeit immer grösser geworden. Er sei woche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lang krank gewesen, habe Telefongespräche mehrmals abgebrochen. Die ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fundene Stelle habe der Beschwerdeführer nicht antreten können, weshalb die Massnahmen abgebrochen worden seien (Urk. 8/101). Gemäss dem Y.___- Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achten war der Beschwerdeführer im Zeitpunkt, als die Eingliederungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahmen durchgeführt wurden, vollständig arbeitsfähig. Die von ihm gezeigte Unmög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit, sich in den Arbeitsprozess einzugliedern, kann daher nicht auf medizinische Ursachen zurückgeführt werden. Vielmehr lässt sie auf einen fehlenden subjektiven Eingliederungswillen schliessen. Bereits anlässlich der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gutachtung hatte er angegeben, er sehe sich vollständig arbeitsunfähig (Urk. 8/80 S. 53). Der begutachtende Psychiater wies darauf hin, es könne ein erheblicher sekundärer Krankheitsgewinn vermutet werden. Es bestehe keine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Motivation für Eingliederungsmassnahmen (Urk. 8/80 S. 53). Vor diesem Hint</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund ist es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die Einglie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsmassnahmen erfolglos beendete und die bisher ausgerichtete Rente ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellte (vgl. zur Rechtslage bei zu verneinendem Eingliederungswillen auch Urteil des Bundesgerichts 9C_59/2017 vom 21. Juni 2017 E. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten ist die Verfügung vom 5. Oktober 2016 nicht zu bean</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> festzulegen und ausgangsgemäss vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1bis IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Daniel Christe</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstCuriger</p></div> </div></body></html>