B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-446/2012 U r t e i l v o m 19 . S e p t e m b e r 2 0 1 2 Besetzung Richter Stephan Breitenmoser (Vorsitz), Claude Morvant und Bernard Maitre; Gerichtsschreiberin Katharina Walder Salamin. Parteien 1. Starticket AG, Gustav Maurer-Strasse 10, 8702 Zollikon, 2. Ticketino AG, D4 Platz 4, 6039 Root Längenbold, 3. ticketportal AG, Rorschacherstrasse 294, 9016 St. Gallen, alle vertreten durch Prager Dreifuss AG, Dr. Philipp Zurkinden, Bernhard C. Lauterburg und/oder Dr. Marino Baldi, Rechtsanwälte, Schweizerhof-Passage 7, 3011 Bern, Beschwerdeführerinnen, gegen Aktiengesellschaft Hallenstadion, Wallisellenstrasse 45, 8050 Zürich, und Ticketcorner AG, Oberglatterstrasse 35, 8153 Rümlang, beide vertreten durch Lenz & Staehelin, Dr. Marcel Meinhardt und/oder Oliver Labhart, Rechtsanwälte, Bleicherweg 58, 8027 Zürich, Beschwerdegegnerinnen, sowie Wettbewerbskommission WEKO, Monbijoustrasse 43, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Untersuchung 32-0221: Vertrieb von Tickets im Hallenstadion Zürich. B-446/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. Mit Schreiben vom 24. Februar 2009 reichte die CTS Eventim Schweiz AG (Anzeigerin 1) beim Sekretariat der WEKO eine Anzeige gegen die Aktiengesellschaft Hallenstadion Zürich (nachfolgend: AGH oder Be- schwerdegegnerin 1) ein und beantragte die Einleitung einer Vorabkl ä- rung gemäss Art. 26 Abs. 1 des Kartellgesetzes vom 6. Oktober 1995 (KG, SR 251). Ferner stellte sie den Antrag, als Beteiligte i.S.v. Art. 43 Abs. 1 Bst. a KG am Verfahren teilnehmen zu können. Zur Begründun g ihrer Anzeige brachte sie vor, die Beschwerdegegnerin 1 habe eine marktbeherrschende Stellung inne und missbrauche diese, indem sie von Veranstaltern durch die Pflicht zur Überlassung eines Ticketkontingents von 50% das Eingehen unangemessener Geschäftsbedingungen gemäss Art. 7 Abs. 2 Bst. c KG erzwinge. A.a Am 2. April 2009 eröffnete das Sekretariat der WEKO eine Vorabkl ä- rung gegen die Beschwerdegegnerin 1. Mit Schreiben vom 8. April 2009 wies das Sekretariat den Antrag der CTS Schweiz auf Beteiligung an de r zu diesem Zeitpunkt laufenden Vorabklärung ab und begründete die A b- weisung damit, dass erst im Untersuchungsverfahren die Möglichkeit zur Beteiligung am Verfahren bestehe. A.b Am 23. Juni 2009 erstattete die damalige VisionOne AG, später u m- firmiert in ticketportal AG (Anzeigerin 2 und später Beschwerdeführerin 3) ebenfalls Anzeige gegen die Beschwerdegegnerin 1. Sie beantragte die Einleitung einer Vorabklärung sowie die Eröffnung einer Untersuchung und machte geltend, die Beschwerdegegnerin 1 sei marktb eherrschend und missbrauche diese Stellung, indem sie den Verkauf der Tickets an die Vermietung des Hallenstadions kopple. B. Am 2. Februar 2010 e röffnete das Sekretariat der WEK O im Einverneh- men mit einem Mitglied des Präsidiums die Untersuchung Nr. 32-0221 gemäss Art. 27 KG gegen die Aktiengesellschaft Hallenstadion Zürich und die Ticketcorner AG (Beschwerdegegnerin 2) betreffend den Vertrieb von Tickets im Hallenstadion Zürich . Gegenstand der Untersuchung war die Frage, ob die AGH über eine marktbeherrsche nde Stellung verfüge und diese missbrauche, indem sie in Ziff. 14.1 ihrer Allgemeinen Geschäft s- bedingungen ( nachfolgend: 50% -AGB-Klausel) für die Benutzung des Hallenstadions Folgendes festhält: B-446/2012 Seite 3 "Der Veranstalter ist verpflichtet, der AGH ein Kontingent v on mindestens 50% der Tic kets aus sämtlichen Kategorien zu Standardkonditionen in Ko n- signation zur Verfügung zu stellen. Ausgenommen davon sind mit zusätzl i- chen Dienstleistungen veredelte Tickets bis max. 5% der Marktkapazität. Die AGH vertreibt diese zu d en gleichen, vom Veranstalter festgelegten Preisen wie die anderen 50% der Tickets zuzüglich Systembenutzungsge- bühr/Vorverkaufsgebühr über eigene Vertriebskanäle und -partner (aktuell Ticketcorner AG)." Ebenso untersuchte das Sekretariat der Vorinstanz , ob zwischen der AGH und der Ticketcorner AG eine unzulässige Wettbewerbsabrede vor- liegt. Die entsprechende Kooperationsvereinbarung weist in Ziff. 10 den folgenden Wortlaut (nachfolgend: 50%-Vereinbarung) auf: "Ticketcorner hat das Recht, mindestens 50% aller Tickets (exkl.V.I.P. - Pakete mit Zusatzleistungen) sämtlicher Ticketkategorien für alle Veransta l- tungen im Hallenstadi on über alle möglichen gegenwärtigen elektronischen sowie in Zukunft al lenfalls weiteren oder anderen Vertriebskanälen und Ver- triebsarten (Call Center, Internet und POS) zu vertreiben." B.a Mit Schreiben vom 11. bzw. 12. März 2010 beschwerte sich die B e- schwerdeführerin 2 über die vertragliche Beziehung zwischen den B e- schwerdegegnerinnen 1 und 2 und teilte mit, sich am Verfahren beteiligen zu wollen. Dasselbe machte die Beschwerdeführerin 1 (damals Cinerent Open Air AG) mit Eingabe vom 24. März 2010 geltend und beantragte ebenfalls, als Verfahrensbeteiligte zugelassen zu werden. B.b Die Anzeigerin 1 zog mit Schreiben vom 18. März 2010 ihre Anzeige zurück, da die von ihr ursprünglich befürchtete n Wettbewerbsabreden doch nicht eingetreten seien. B.c Am 29. März 2010 räumte das Sekretariat der WEKO den Beschwe r- deführerinnen 1 und 3 Parteistellung i.S.v. Art. 6 des Verwaltungsverfah- rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) ein. Ebenso räumte es der Anzeigerin 2 am 27. April 2010 auf deren Gesuch vom 23. April 2010 hin Parteistellung ein. C. Mit Verfügung vom 14. November 2011 wies die Vorinstanz die Beweisan- träge der Beschwerdeführerin 3 ab (Dispositiv Ziff. 1) und stellte die Un- tersuchung ein (Dispositiv Ziff. 2), da sie aufgrund der Untersuchungser- gebnisse zum Schluss kam, dass weder die Beschwerdegegnerin 1 über eine marktbeherrschende Stellung verfüge und folglich auch nicht gegen Art. 7 KG verstossen könne, noch die Abreden zwischen de n Beschwer-B-446/2012 Seite 4 degegnerinnen 1 und 2 als unzulässige Wettbewerbsabreden i.S.v. Art. 5 KG zu qualifizieren seien. D. Mit Beschwerde vom 23. Januar 2012 fochten d ie Beschwerdeführerin- nen 1 -3 diese Verfügung mit den folgenden Anträgen beim Bundesver- waltungsgericht an: "(1) Die Verfügung der Vorinstanz vom 14. November 2011 sei aufzuh e- ben; (2) Es sei festzustellen, dass die Beschwerdege gnerin 1 auf dem Markt für die Vermittlung von Lokalitäten für die Durchführung von Rock - und Pop-Veranstaltungen eine marktbeherrschende Stellung innehat; (3) Es sei festzustellen, dass die Anwendung von Ziff. 14.1 der Allgemei- nen Geschäftsbedingungen (nachfolgend AGB) der Beschwerdegegnerin 1 vo m 1. November 2008 eine missbräuchliche Verhaltensweise eines marktbeherrschenden Unternehmens im Sinne von Art. 7 KG darstelle und es sei der Beschwerdegegnerin unter San ktionsdrohung gemäss Art. 50/54 KG zu verbieten, Ziff. 14.1 anzuwenden; (4) Die Beschwerd egegnerin 1 sei gestützt auf Ar t. 7 KG i.V.m. Art. 49a Abs. 1 KG angemessen zu sanktionieren; (5) Es sei festzustellen, dass die Rz. 10 der Kooperationsvereinbarung vom 1. Januar 2009 zwischen der Beschwerde gegnerin 1 und der B e- schwerdegegnerin 2 eine unzulässige Wettbewerbsabrede im Sinne von Art. 5 Abs. 1 und 3 Bst. c/Abs. 4 KG und/oder eine missbräuchliche Ve r- haltensweise eines marktbeherrschenden Unternehm ens im Sinne von Art. 7 KG darstelle und es sei de n Beschwerdegegnern unter Sanktion s- drohung nach Art. 50/54 KG zu verbieten, diese anzuwenden; (6) Die Beschwerdegegner seien gestützt auf Art. 5 Abs. 1 und Abs. 3 lit. c/ Abs. 4 KG und/oder Art. 7 KG i.V.m. Art. 49a Abs. 1 KG angeme s- sen zu sanktionieren; (7) Eventualiter: Ziff. 1 und 2 der Verfügung der Vorinstanz vom 14. N o- vember 2011 seien aufzuheben und es sei der Sachverhalt zur Neubeu r- teilung an die Vorinstanz zurückzuweisen und es sei die Vorinstanz a n- zuweisen, den Beweisanträgen der Beschwerdeführeri nnen 1 und 2 stattzugeben; Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen." B-446/2012 Seite 5 E. Die Vorinstanz liess sich am 22. Mai 2012 innert erstreckter Frist zur B e- schwerde vernehmen. Sie beantragt deren Abweisung unter Kostenfolge, soweit darauf einzutreten sei. F. Mit Beschwerdeantwort vom 30. Mai 2012 beantragen die Beschwerde- gegnerinnen, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, eventualiter sei sie unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerd e- führerinnen abzuweisen. G. Mit Schreiben vom 9. und. 31. Juli 2012 teilten sowohl die Vorinstanz als auch die Beschwerdegegnerinnen mit, dass sie auf eine Stellungnahme zur Beschwerdeantwort vom 30. Mai 2012 bzw. zur Vernehmlassung der Vorinstanz vom 22. Mai 2012 verzichteten. Die Besch werdeführerinnen reichten am 20. August 2012 ihre Stellung- nahme zur Vernehmlassung der Vorinstanz und zur Beschwerdeantwort ein. Sie bringen darin im Wesentlichen vor, der Schutz des wirksamen Wettbewerbs betreffe immer auch die (privat -)wirtschaftlichen Interessen der einzelnen Wettbewerber. Privatrechtliche Interessen stünden inde s- sen hier offensichtlich nicht im Vordergrund. Die Beschwerdeführerinnen stellten kein abstraktes Feststellungsbegehren. Sie seien vielmehr wegen der marktmächtigen Stellung der Beschwerdegegnerin 1 von einem w e- sentlichen Teil des Marktes für Ticketvertrieb ausgeschlossen. Angesichts dieser Praktik des weitgehenden Marktausschlusses bestehe ohne Zwe i- fel nicht nur ein privates, sondern auch ein öffentliches Interesse an der Frage d er Marktbeherrschung. Die Unterlassungsbegehren der B e- schwerdeführerinnen zielten auf die Beseitigung jener Praktiken ab, w el- che sie faktisch durch die 50% -AGB-Klausel vom Markt ausschlössen. Betreffend ihre Beschwerdelegitimation verwiesen die Beschwerdef ühre- rinnen auf die angefochtene Verfügung sowie die Vorakten. Das Sekret a- riat der WEKO habe die Parteieigenschaft der Beschwerdeführerinnen sorgfältig geprüft und sei zum Schluss gekommen, dass die Beschwerde- führerinnen mehr als jedermann betroffen seien. Falls notwendig könnten sie weitere Nachweise ihrer Benachteiligung liefern. B-446/2012 Seite 6 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gestützt auf Art. 31 des Verwa l- tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwer- den gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Bei der angefochtenen Verfü- gung, mittels welcher die Vorinstanz die Untersuchung 32 -0221 betre f- fend den Vertrieb von Tickets im Hallenstadion Zürich eingestellt hat, handelt es sich um eine Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG ( vgl. Urteil B-4221/2008 des Bundesverwaltungsgerichts vom 28. September 2009 E. 1, m.w.H.). Ein Anfechtungsobjekt im Sinne von Art. 31 VGG liegt d a- mit vor. Bei der WEKO handelt es sich um eine eidg enössische Kommis- sion und damit um eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts nach Art. 33 Bst. f VGG. Da keine Ausnahme von der sachlichen Zuständigkeit i.S.v. Art. 32 VGG vorliegt, ist das Bundesverwaltungsgericht zur Behand- lung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 2. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich in Anwen- dung von Art. 37 VGG nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz, soweit das VGG nichts anderes bestimmt. Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Eintretensvoraussetzungen von Amtes wegen. Gemäss Art. 50 Abs. 1 VwVG ist die Beschwerde innert 30 Tage nach Eröff nung der Verfügung einzureichen. Im vorliegenden Fall wurde die angefochtene Verfügung von der Vorinstanz am 8. Dezember 2011 per Einschreiben verschickt und allen drei Beschwerdefüh rerinnen am 9. Dezember 2011 zugestellt . Die Beschwerdefrist begann somit am 10. Dezember 2011 zu laufen und endete unter Berücksichtigung des Fristenstillstands vom 18. Dezember 2011 bis und mit 2. Januar 2012 gemäss Art. 22a Abs. 1 Bst. c VwVG am 24. Januar 2012 . Mit der Beschwerde vom 23. Januar 2012 ist d ie Be- schwerdefrist von 30 Tagen somit gewahrt. Ebenso erfüllt die Beschwerde die Formerfordernisse nach Art. 52 Abs. 1 VwVG. 3. Als weitere Eintretensvoraussetzung ist die Beschwerdebefugnis der B e- schwerdeführerinnen zu prüfen. Auch diese prüft das Bundesverwa l- tungsgericht zwar von Amtes wegen , die Beschwerdeführerinnen haben indessen ihre Beschwerde berechtigung selbst darzulegen und zu su b- stantiieren, da sich die Begründungspflicht auch auf die Fra ge der B e- schwerdelegitimation erstreckt (vgl. VPB 61.22 E. 1c, m.w.H.; FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 150 f.; ANDRÉ B-446/2012 Seite 7 MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, S. 48, Rz. 2.67). Die Frage der Legitimation ist von den Beschwerdegründen zu trennen und beurteilt sich ausschliesslich nach Art. 48 VwVG. Sie ist rein prozessualer Natur. Fehlt den Beschwerdeführerinnen das Rechtsschutzinteresse, ist auf ihre Beschwerde nicht einzutreten (vgl. MARINO LEBER, Die Beteiligten am Verwaltungsprozess, in: recht 1985, S. 25; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., S. 49, Rz. 2.70). 3.1 Gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG ist zur Beschwerde berechtigt, wer am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teil- nahme erhalten hat (Bst. a), durch die angefochtene Verfügung beso n- ders berührt ist (Bst. b) und ein schutzwürdiges Interesse an deren Au f- hebung oder Änderung hat (Bst. c). Art. 48 VwVG wurde mit dem Erlass des Verwaltungsgerichtsgesetzes mit dem Wortlaut von Art. 89 des Bu n- desgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) in Überei n- stimmung gebracht (Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des VGG) . N eu muss der Beschwerdeführer durch die Verfügung besonders berührt sein, während vorher das Berührtsein an sich ausreichte. Da das Bundesg e- richt indessen auch vorher dieses Kriterium eng auslegte, ergibt sich d a- durch keine Änderung der bisherigen Rechtspre chung zur Beschwerd e- legitimation (vgl. ISABELLE HÄNER, in: Auer/Müller/Schindler (Hrsg.), Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren (VwVG), Zürich 2008, Rz. 19 zu Art. 48). Das in Bst. b erwähnte Berührtsein ist nicht als eine selbständige u nd damit zusätzlich zum schutzwürdigen I n- teresse nach Bst. c zu erfüllende Voraussetzung, sondern als Präzisi e- rung des schutzwürdigen Interesses zu verstehen . Mit den beiden Krite- rien des besonderen Berührtseins und des schutzwürdigen Interesses sollen in erster Linie der grundsätzlich weite Parteibegriff von Art. 6 VwVG eingeschränkt und die Popularbeschwerde ausgeschlossen werden: Die Quantität und Qualität des Rechtsschutzinteresses macht vor allem diese Schwelle aus, welche verhindern soll, dass das Drittbeschwerderecht sich zur Popularbeschwerde ausweitet (vgl. GYGI, a.a.O. S. 149 m.w.H.; VERA MARANTELLI-SONANINI/SAID HUBER, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], PraxisKommentar VwVG, Zürich 2009, N 11 zu Art. 48 VwVG, m.w.H.). 3.2 Die Beschwerdeführerinnen haben am vorinstanzlichen Verfahren als Parteien i.S.v. Art. 6 VwVG teilgenommen und erfüllen damit die in Art. 48 Abs. 1 Bst. a VwVG genannte Voraussetzung (sog. formelle Beschwer). Ob sie ebenfalls über die in Art. 48 Abs. 1 Bst. b VwVG verlangte beso n- dere Beziehungsnähe zur Streitsache verfügen und ein schutzwürdiges B-446/2012 Seite 8 Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen En t- scheids im Sinne von Bst. c haben (sog. materielle Beschwer), ist im Fol- genden vom Bundesverwaltungsgericht unabhängig von den Feststellu n- gen der Vorinstanz zur Parteistellung der Beschwerdeführerinnen zu be- urteilen. 3.3 Die Beschwerdeführerinnen begründen ihre Beschwerdelegitimation damit, dass sie durch den angefochtenen Entscheid sowohl formell als auch materiell beschwert seien und ein aktuelles , praktisches Interesse an dessen Aufhebung hätten. Die Beschwerdegegnerinnen bestreiten demgegenüber deren Beschwerdelegitimation, da sie durch die 50%-AGB-Klausel weder eine deutlich spürb are Verschlechterung ihrer Wettbewerbsposition noch einen deutlich spürbaren wirtschaftlichen Nachteil erleiden würden. Gemäss ständiger bundesgerichtlicher Rech t- sprechung müsse der Beschwerdeführer durch den angefochtenen En t- scheid stärker als jedermann betroffen sein und in einer besonderen, b e- achtenswerten, nahen Beziehung zur Streitsache ste hen. Konkurrenten seien nicht bereits dadurch beschwerdelegitimiert, dass sie in einem Konkurrenzverhältnis zueinander stünden. Vielmehr müssten sie durch die in Frage stehende Abrede oder Verhaltensweise erheblich beeinträch- tigt werden, d.h. eine deutlich spürbare Verschlecht erung ihrer Wettb e- werbsposition und damit einen deutlich spürbaren wirtschaft lichen Nach- teil erleiden. Vorliegend seien d ie Beschwerdeführer innen vom Zugang zum Hallenstadion keineswegs ausgeschlossen, denn es sei ihnen durchaus möglich, als Ticketingunternehmen an Veranstaltungen im Ha l- lenstadion aufzutreten. Ein Ma rkteinstieg werde mithin von den in Frage stehenden Klauseln und Vereinbarungen nicht erschwert. Die Beschwe r- deführerinnen erlitten weder durch die 50% -AGB-Klausel noch durch die beanstandete 50%-Vereinbarung eine deutlich spürbare Verschlecht e- rung ihrer Marktposition und auch keinen ko nkreten wirtschaftlichen Nachteil, weshalb sie nach der Rechtsprechung nicht zur Beschwerde le- gitimiert seien. Die Vorinstanz führt in ihrer Vernehmlassung vom 22. Mai 2012 mit Be- zug auf die Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführerinnen aus, die- se hätten kein Feststellungsinteresse bezüglich ihrer Feststellungsbegeh- ren. Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts sei in jedem Fall ein schutzwürdiges Feststellungsinteresse, welches sich nicht ebenso gut durch eine rechtsgestaltende Verfügung verwirkli chen lassen dürf e, Vor- aussetzung für einen Feststellu ngsentscheid. Hinzu komme, dass Unte r- nehmen ausserhalb eines Un tersuchungsverfahrens nach Art. 27 ff. KG B-446/2012 Seite 9 keinen Feststellungsanspruch hätten, was eine restriktive Haltung gege n- über Feststellungsanträgen von Unternehmen angezeigt erscheinen la s- se, selbst wenn diese – wie vorliegend – im Rahmen von Untersuchungs- verfahren gestellt würden. Da die Beschwerdeführerinnen dieses Fes t- stellungsinteresse nach Art. 25 Abs. 2 VwVG nicht dargelegt hätten und ihre Anträge zugleich Unterlassungsbegehren enth alten würden, bestehe kein Raum für subsidiäre Feststellungsentscheide. Des Weiteren zielten die Unterlassungsbegehren der Beschwerdeführerinnen am Kern der S a- che vorbei, da darin das den Beschwerdegegnerinnen zu untersagende kartellrechtswidrige Verhalten nicht näher ausgeführt werde. Eine Ve r- pflichtung zu einem Tun oder Unterlassen sei so präzise zu formulieren, dass für das betroffene Unternehmen klar sei, welche Verpflichtung ihm auferlegt werden, gegen die es nicht verstossen dürfe. Es stelle sich d a- her die Frage, ob die Beschwerdeführerinnen überhaupt ein ausreiche n- des Rechtsschutzinteresse an der Beurteilung ihrer Unterlassungsbege h- ren nach ihren Anträgen (3) und (5) hätten, da letztlich deren Gutheissung das fragliche, angeblich kartellrechtswidrige Verhalten der Beschwerde- gegnerinnen so oder so nicht zu unterbinden vermöchte. Auf diese Unter- lassungsbegehren sei daher ebenfalls nicht einzutreten. 3.4 Nach Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG setzt die Beschwerdelegitimation ein schutzwürdiges Interesse voraus, das sowohl rechtlicher als auch bloss tatsächlicher Natur sein kann. Gemäss ständiger Praxis ist dieses An- fechtungsinteresse gegeben, wenn eine Gutheissung der Beschwerde den Beschwerdeführerinnen einen praktischen Nutzen verschaffen oder einen durch die angefochtene Verf ügung entstehenden Nachteil wir t- schaftlicher, ideeller, materieller oder anderweitiger Natur vermeiden wür- de. Nach dieser Praxis setzt die materielle Beschwer voraus, dass der Beschwerdeführer stärker als jedermann betroffen ist und in einer beso n- deren, beachtenswerten, nahen Beziehung zur Streitsache steht. So sind Konkurrenten aufgrund der Befürchtung, einer verstärkten Konkurrenz ausgesetzt zu sein, nicht zur Beschwerde legitimiert; diese Art des B e- rührtseins ergibt sich bereits aus dem Prinzip des freien Wettbewerbs und schafft keine schutzwürdige besondere Beziehungsnähe . Ein schutzwü r- diges Interesse kann aber vorliegen für Konkurrenten in Wirtschaftszwe i- gen, die durch wirtschaftspolitische oder sonstige spezielle Regelungen (z.B. Kontingentierung en) in eine besondere Beziehungsnähe unterei n- ander versetzt werden (vgl. BGE 127 II 264, E. 2c , m.w.H.; MARINO LEBER, Parteistellung im Verwaltungsverfahren, insbesondere Mehrpa r- teienverfahren, in: Isabelle Häner/Bernhard Waldmann [Hrsg.], Das ers t- instanzliche Verwaltungsverfahren, Zürich 2008, S. 23 ). Die besondere B-446/2012 Seite 10 Beziehungsnähe muss sich somit aus einer einschlägigen wirtschaftspoli- tischen oder sonstigen speziellen Regelung ergeben (vgl. Urteil 2C_94/2012 des Bundesgerichts vom 3. Juli 2012, E. 2.3 , m.w.H.; BERN- HARD WALDMANN, in: Marcel Alexander Niggli/Peter Uebersax/Hans Wiprächtiger [Hrsg.], BSK -Bundesgerichtsgesetz, 2. A ufl., Basel 2011 , N 23 zu Art. 89). 3.5 Für Fälle, in denen die Zulässigkeit von Wettbewerbsbeschränkungen zur Diskussion steht, können diese besondere Bezugsnähe und damit die Beschwerdebefugnis nur angenommen werden, wenn zusätzlich zur Konkurrenzsituation eine erhebliche Behinderung der wirtschaftlichen Po- sition des Beschwerdeführers durch wettbewerbsbeschränkende Mas s- nahmen hinzutritt (vgl. Beschwerdeentscheid der REKO/WEF vom 25. April 1997 i.S. künstliche Besamung, vorsorgliche Massnahmen, E. 1.7.2., m.w.H., in: RPW 1997/2, S. 249 f.). Im zitierten Entscheid hat die REKO/WEF festgehalten, dass sich die Beteiligung Dritter am vor - instanzlichen Untersuchungsverfahren nach dem spezialgesetzlichen Art. 43 KG richte, dass sich indessen aus Art. 43 und 44 KG nicht schliessen lasse, dass Dritte, welche am erstinstanzlichen Untersuchungsverfahren (mit oder ohne Parteistellung) beteiligt w aren, dadurch automatisch b e- schwerdeberechtigt seien . Aus den Materialien und der Entstehungsg e- schichte des Kartellgesetzes lasse sich nicht erkennen, dass der Geset z- geber den Parteibegriff und damit die Beschwerdeberechtigung über das Verwaltungsverfahrensgesetz hinaus habe ausdehnen wollen ( vgl. RPW 1997/2 S. 249 , m.w.H.). Gestützt auf diesen Entscheid der REKO/WEF unterscheidet in der Folge auch die Lehre zwischen verfahrensbeteiligten Dritten mit und ohne Parteistellung ( vgl. STEFAN BILGER , Das Verwa l- tungsverfahren zur Untersuchung von Wettbewerbsbeschränkungen, Freiburg 2002, S. 224 ff.; DERS., in: Marc Amstutz/Mani Reinert (Hrsg.), Basler Kommentar KG, Basel 2010, N 7, 14 zu Art. 43; PHILIPPE BORENS, Die Rechtsstellung Dritter im Kartellverwaltungsverf ahren der Europä i- schen Gemeinschaft und der Schweiz, Basel 2000, S. 276 ff.; JÜRG BORER, Wettbewerbsrecht I, Kommentar, Schweizerisches Kartellgesetz (KG), 3. Aufl., Zürich 2011 , N 5 f. zu Art. 43; PETER HÄNNI, in: Marc Amstutz/Mani Reinert (Hrsg.), Basler Kommentar KG, Basel 2010, N 19 ff. und 25 nach Art. 43 ; RICHARD KUSTER, in: Baker & McKenzie [Hrsg.], Kartellgesetz, Bundesgesetz über Kartelle und andere Wettbewerbsb e- schränkungen, Bern 2007, N 5 zu Art. 43). B-446/2012 Seite 11 3.6 Im Hinblick auf die Anforderungen, die an das für die Beschwerdelegi- timation massgebende Rechtsschutzinteresse zu stellen sind, kann z u- dem vergleichend auf die Rechtsprechung des deutschen Bundesg e- richtshofs (BGH) hingewiesen werden. So führt auch der B GH an, Dritte seien beschwerdebefugt, wenn sie am Verfahren beteiligt worden seien bzw. ohne Verschulden die Beteiligung am Verfahren versäumt hätten oder geltend machen könnten, durch den Entscheid unmittelbar und ind i- viduell betroffen zu sein. Eine unmit telbare und individuelle Betroffenheit könne sich bereits aus erheblichen wirtschaftlichen Interessen ergeben. Darüber hinaus sei "auch derjenige beschwerdebefugt, der durch den a n- gegriffenen Verwaltungsakt unmittelbar in seinen Rechten berührt" werde. Hierfür reiche eine blosse Beeinträchtigung wirtschaftlicher Interessen a l- lerdings nicht aus. Vielmehr müsse der jeweilige Beschwerdeführer "durch die gegenüber einem oder mehreren Dritten ergangene Verfügung in seinem Rechtskreis unmittelbar betroffen sein" (Beschluss des BGH vom 5. Oktober 2010, EnVR 52/09 [GABi Gas] E. 14 ff. , WuW 2001, S. 55-62). Zur vorliegenden, nach schweizerischem Recht zu beurteile n- den Frage besteht insoweit eine Parallele, als auch nach der Rechtspr e- chung des BGH im Wettbewerbsrecht sowohl rein tatsächliche Interessen als auch die Betroffenheit rechtlich geschützter Positionen die Beschwe r- debefugnis begründen können und das Erfordernis der Beschwerdeb e- fugnis auch im deutschen Verwaltungsverfahrensrecht den Zweck ve r- folgt, Popularbesch werden zu vermeiden. Unter diesen Umständen e r- scheint beachtenswert, dass der BGH erhöhte Anforderungen an die E r- heblichkeit der wirtschaftlichen Interessen stellt, die ein Beschwerdefü h- rer zur Begründung seiner Beschwerdebefugnis vorbringt. 3.7 Eine ähnliche Einschränkung der Beschwerdelegitimation Dritter kennt auch das europäische Wettbewerbsrecht : Nach Art. 263 Abs. 4 AEUV kann jede natürliche oder juristische Person gegen die an sie g e- richteten oder sie unmittelbar und individuell betreffende n Entscheide Klage erheben. Nach der bisherigen Praxis der Unionsgerichte gilt ein Dritter als unmittelbar und individuell betroffen , wenn er durch den ang e- fochtenen Entscheid wegen bestimmter persönlicher Eigenschaften oder besonderer, ihn aus dem Kreis aller übrigen Personen heraushebender Umstände berührt und dadurch in ähnlicher Weise wie der Adressat des Rechtsakts individualisiert wird. Nach dieser Praxis führen rein objektive Eigenschaften, wie z.B. die Eigenschaft als Wirtschaftsteilnehmer auf einem bestimmten Markt, dieses besondere, individuelle Betroffensein regelmässig nicht herbei (vgl. CARL BAUDENBACHER/DIRK BUSCHLE, in: Münchner Kommentar, Europäisches Wettbewerb srecht, München 2007, B-446/2012 Seite 12 N 438; MICHEAL SCHÜTTE, Handbuch des Kartellrechts, 2. Aufl., München 2007, N 209 zu §49). Eine unmittelbare Betroffenheit wäre indessen g e- geben, wenn der angefochtene Entscheid einen direkten Einfluss auf die betroffenen Märkte hätte und deren Lage ändern würde ( vgl. FRITZ RITTER, in: Ulrich Immenga/Ernst -Joachim Mestmäcker, Wettbewerb s- recht, Bd. 1, EU/Teil 1, Kommentar zum Europäischen Kartell recht, 5. Aufl., München 2012). 3.8 Da die Beschwerdeführerinnen ihren geltend gemachten wirts chaftli- chen Nachteil nicht näher substantiieren, sondern in Bezug auf ihre Leg i- timation im Wesentlichen auf die Ausführungen der Vorinstanz zu ihrer Parteistellung hinweisen, prüft das Bundesverwaltungsgericht ihre spez i- fische Beziehungsnähe zum Streitgegenstand und den aus der fraglichen Wettbewerbsbehinderung entstehenden wirtschaftlichen Nachteil au f- grund der vorliegenden Akten. Die Vorinstanz hat in Rz. 79 f. des ang e- fochtenen Entscheids mit Verweis auf Rz. 49 f. festgehalten, die 50%-AGB-Klausel habe zur Folge, dass Kunden der Beschwerdeführ e- rinnen 1 und 3 den Ticketbetrieb für Anlässe, die sie im Hallenstadion durchführten, über Ticketcorner abwickelten, was sie ohne diese Klausel nicht getan hätten. Die fragliche Klausel führe damit unmittelbar und a dä- quat kausal zu einem Umsatzrückgang bei den Beschwerdeführerinnen 1 und 3. Damit sei die besondere Beziehungsnähe dieser beiden Ticketver- triebsunternehmen nachgewiesen und ihnen komme Pa rteistellung zu. Des Weiteren räumte das Sekretariat der Vorinstanz im Untersuchungs- verfahren i.S. einer "dynamischen Betrachtungsweise" auch der B e- schwerdeführerin 2 die Parteistellung ein , obwohl diese als verhältni s- mässig junge Unternehmung aufgrund der 50% -AGB-Klausel bisher ke i- nen deutlich spürbaren wirtschaftlichen Nachteil erlitten habe. 3.9 Die Einräumung der Parteistellung gegenüber den Beschwerdeführe- rinnen 1-3 im erstinstanzlichen Verfahren ist nicht zu beanstanden. Deren Beschwerdebefugnis ergibt sich aber entgegen deren Auffassung nicht bereits aufgrund ihrer Parteistellung in der vorinstanzlichen Unters u- chung. Vielmehr ist diese im Beschwerdeverfahren neu und anhand der genannten Kriterien der spezifischen Beziehungsnähe sowie der unmi t- telbaren, erheblichen Behinderung in i hrer Wettbewerbsstellung zu beur- teilen. Diese schli esst – wie bereits ausgeführt – nach Praxis und Lehre das Erleiden eines deutlich spürbaren wirtschaftlichen Nachteils durch die in Frage stehende Wettbewerbsbeschränkung mit ein. Die geforderte be- sondere, beachtenswerte und nahe Beziehung zur Streitsache setzt mehr voraus als ein beliebiges wirt schaftliches Interesse. Diese ergibt sich B-446/2012 Seite 13 etwa durch eine wirtschaftspolitische Kontingentsordnung, nicht aber be- reits durch die blosse Befürchtung, verstärkter Konkurrenz ausgesetzt zu sein (vgl. BGE 109 198, E. 4 d , m.w.H.). Eine solche wirtschaftspolitische Ordnung können die Beschwerdeführerinnen aus dem Kartellgesetz nicht herleiten. Das Kartellrecht schützt nur den freien Wettbewerb an sich, nicht aber die einzelnen Konkurrenten voreinander. Die beanstandete 50%-ABG-Klausel und die 50% -Vereinbarung zwischen den Beschwe r- degegnerinnen entspr echen dem Grundsatz des im Ticketvertrieb her r- schenden freien Wettbewerbs, in w elchem die Veranstalter frei wählen können, mit welchen Anbietern sie zusammenarbeiten wollen. Der Ve r- kauf von Tickets ist hingegen nicht ein durch eine Kontingentierungsor d- nung gesteuerter Markt, in welchem kein freier Wettbewerb herrscht. So können etwa gemäss dem in BGE 127 II 264 beurteilten Sachverhalt Kantone als Bewilligungserteiler für Lotteriebewilligungen die konkurrie- renden Gesuche untereinander abwägen und dabei neben polizeilichen Voraussetzungen u.a. auch sozialpolitische Aspekte prüfen . Da durch schaffen sie – wie vom Bundesgericht in jenem Entscheid festge stellt – eine besondere Beziehungsnähe unter den Konkurrenten, welche diese zu einer Beschwerde gegen eine Drittbewilligung legitimiert. Ein solcher vergleichbarer Sachverhalt liegt vorliegen d indessen nicht vor: Die Vorin- stanz stellte in der angefochtenen Verfügung vielmehr fest, dass trotz der 50%-AGB-Klausel etliche Veranstalter – z.B. aus Gründen der besseren Verfügbarkeit von Tickets im Ausland oder aus örtlichen Grün den – mit zwei verschiedenen Ticketanbietern zusammenarbeiteten. Ebenso kommt die Vorinstanz zum Schluss, dass das Hallenstadion über keine marktbe- herrschende Stellung für eine spezielle Grösse von Anlässen verfüge und es den Beschwerdeführerinnen somit möglich sei, sowohl Tickets für Ver- anstaltungen im Hallenstadion als auch solche für Veranstaltungen an anderen Aufführungsorten zu verkaufen. Die Beschwerdeführerinnen mö- gen zwar durch das Auftreten von Ticketcorner als Konkurrenten einen wirtschaftlichen Nachteil im Sinne eines entgangenen Gewinns erleiden, sie sind dadurch aber nicht erheblich im Wettbewerb unter den Ticketleis- tungsanbietern behindert. Die durch die Vertragsklausel privilegierte Ste l- lung von Ticketcorner führt damit bei den Beschwerdeführerinnen nicht zu einem erheblichen Nachteil, welcher eine besondere, nahe Beziehung der Beschwerdeführerinnen zur Streitsache schaffen würde . Sie sind d a- mit im Sinne der Rechtsprechung zur Legitimation von Konkurrenten nicht beschwerdeberechtigt. B-446/2012 Seite 14 4. Fehlt den Beschwerdeführerinnen die Beschwerdeberechtigung, ist auf ihre Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolgen nicht einzutre- ten. 4.1 Da die Beschwerdeführerinnen mit ihren Anträgen unterliegen, sind ihnen die Verfahrenskosten aufzuerlegen , welche vorli egend auf Fr. 5'000.-- festgelegt werden. Sie sind mit den am 7. Februar 2012 ge- leisteten Kostenvorschüssen von insgesamt Fr. 15'000. -- zu verrechnen, der Rest des überwiesenen Betrags ist den Beschwerdeführerinnen von der Gerichtskasse zurückzuerstatten. 4.2 Die Beschwerdegegnerinnen haben im vorliegenden Verfahren Pa r- teistellung, da sie als Adressaten der vorinstanzlichen Untersuchung von einer Aufhebung oder Änderung der angefochte nen Verfügung in ihren Rechten und Pflichten direkt betroffen wären. Sie haben als obsiegende Gegenpartei im Beschwerdeverfahren Anspruch auf eine Parteientsch ä- digung (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Diese wird auf Fr. 5'000.-- festgesetzt und den Beschwerdeführerinnen unter solidarischer Haftung auferlegt. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 5'000.-- werden den Beschwerdeführerin- nen 1-3 unter solidarischer Haftung auferlegt. Sie werden mit den am 7. Februar 2012 geleisteten Kostenvorschüssen von insgesamt Fr. 15'000.-- verrechnet. Der Rest ist den Beschwerdeführerinnen 1-3 zurückzuerstatten. 3. Die Beschwerdeführerinnen 1 -3 haben den Beschwerdegegnerinnen un- ter solidarischer Haftung eine Parteientschädigung von Fr. 5'000.-- auszu- richten. B-446/2012 Seite 15 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerinnen (Gerichtsurkunde); – die Beschwerdegegnerinnen (Gerichtsurkunde); – die Vorinstanz (Ref-Nr. 32-0221; Gerichtsurkunde); – das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement EVD (Gerichtsurkunde). Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Stephan Breitenmoser Katharina Walder Salamin Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tage nach Eröffnung beim Bu n- desgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die B e- weismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizul e- gen (Art. 42 BGG). Versand: 20. September 2012