A bteilung IV D -3460/2007 w et/bue/bes {T 0/2} U rteil vom 25. M ai 2007 M itw irkung: R ichter W espi, Tellenbach, Scherrer G erichtsschreiber Bühlm ann A ._______, geboren _______, alias B ._______, geboren _______dessen Lebenspartnerin C ._______, geboren _______, und deren Kindes D ._______, geboren _______, unbekannter Staatsangehörigkeit, c/o E._______ Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 9. M ai 2007 i.S. N ichteintreten auf A sylgesuch und W egw eisung / _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass die Beschw erdeführer, laut eigenen Angaben in F._______ geborene R om a ohne Staatsangehörigkeit, am 23. Juli 2004 erste Asylgesuche stellten, auf w elche das Bun- desam t m it Verfügung vom 14. M ärz 2005 gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. c des Asylge- setzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) nicht eintrat, w eil die Beschw erdeführer seit dem 25. Februar 2005 unbekannten Aufenthalts w aren, dass die Verfügung des BFM in R echtskraft erw uchs, da dagegen kein R echtsm ittel er- griffen w urde, dass die Beschw erdeführer am 1. April 2007 ein zw eites Asylgesuch einreichten und im E._______ am 5. April 2007 befragt sow ie am 23. April 2007 gem äss Art. 29 Abs. 4 AsylG angehört w urden, dass sie laut ihren Angaben nie Identitätspapiere besassen und dem nach auch keine solche zu den Akten gaben, dass sie w ährend des ersten Asylververfahrens, als die Beschw erdeführerin schw anger ge- w esen sei, auf den R at eines Freundes hin m it diesem nach G ._______ gereist seien, dass der Freund jedoch die R ückreise in die Schw eiz nicht m ehr habe finanzieren können, dieser jedoch den Beschw erdeführer aufgefordert habe, dessen Frau m it anderen M ännern schlafen zu lassen, dass der Beschw erdeführer Bedenkzeit verlangt habe, w eil er m it diesem Vorschlag nicht einverstanden gew esen sei, dass die Beschw erdeführer am nächsten M orgen beim "R om aplatz" H ilfe gefunden hätten, dass sie die H ilfe eines Ehepaares aber nicht hätten annehm en können, w eil sie diesem als G egenleistung ihr Kind hätten geben m üssen, m it der Begründung, der Beschw erdeführer habe kein H aus und kein G eld, um das Kind gross zu ziehen, dass die Beschw erdeführer aus Angst am 30. M ärz 2007 w ieder in die Schw eiz gereist sei- en, dass das BFM m it Verfügung vom 9. M ai 2007 - eröffnet am 10. M ai 2007 - in Anw en- dung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf das Asylgesuch nicht eintrat und die W egw ei- sung aus der Schw eiz sow ie den Vollzug anordnete, dass es zur Begründung im W esentlichen anführte, das erste Asylverfahren sei rechts- kräftig abgeschlossen und die von den Beschw erdeführern für den Zeitraum nach die- sem Verfahren geltend gem achten Ereignisse seien aufgrund von offensichtlichen U nge- reim theiten w eder geeignet, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, noch für die G e- w ährung des vorübergehenden Schutzes relevant, dass die Beschw erdeführer kein W ort (...) sprächen und w eder einen Strassennam en noch irgendein G ebäude in H ._______ hätten nennen können, obw ohl sie die ersten 20 Jahre ihres Lebens angeblich dort verbracht hätten, dass dem nach w ahrheitsgem ässe Angaben der Beschw erdeführer über ihre H erkunft ausgeschlossen w erden könnten, dass auch ihre R eise nach G ._______ unplausibel sei, w eil der Beschw erdeführer nicht 3 habe erklären können, w ie der Freund, dessen Sprache er nicht verstanden habe, ihn habe überreden können, m it seiner hoch schw angeren Frau die Schw eiz zu verlassen, w o sie noch auf einen Asylentscheid gew artet hätten, und nach G ._______ zu gehen, w o sie niem anden gekannt hätten, dass der Beschw erdeführer genauso w enig habe darlegen können, w ie sein Freund ihn aufgefordert habe, seine Frau zum Beischlaf m it anderen M ännern zu bew egen, dass die Vorbringen des Beschw erdeführers, auf w elche sich die Beschw erdeführerin berufen habe, folglich als offensichtlich haltlos zu w erten seien, dass die Beschw erdeführer m it Eingabe vom 18. M ai 2007 gegen diesen Entscheid beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde erhoben und dabei beantragten, der ange- fochtene Entscheid sei vollum fänglich aufzuheben, das Asylgesuch vom 1. April 2007 sei gutzuheissen und es sei die unentgeltliche Prozessführung zu gew ähren, dass die vorinstanzlichen Akten am 21. M ai 2007 beim Bundesverw altungsgericht ein- trafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG ), und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m . Art. 31 – 34 des Ver- w altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]), dass die Beschw erdeführer legitim iert sind, w eshalb auf die frist- und form gerecht einge- reichte Beschw erde - unter Vorbehalt der nachfolgenden Erw ägungen - einzutreten ist (Art. 108a AsylG sow ie Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 52 Vw VG ), dass die Beurteilung von Beschw erden gegen N ichteintretensentscheide praxisgem äss auf die Ü berprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asyl- gesuch nicht eingetreten ist, dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschw erdeinstanz som it darauf beschränkt ist, bei Begründetheit des R echtsm ittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. Entschei- dungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2004 N r. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass die Vorinstanz dem gegenüber die Frage der W egw eisung sow ie deren Vollzugs m ateriell geprüft hat, w eshalb dem Bundesverw altungsgericht einzig diesbezüglich volle Kognition zukom m t, dass aufgrund der beschränkten Kognitionsbefugnis des Bundesverw altungsgerichtes auf das Begehren betreffend G utheissung des Asylgesuchs nicht einzutreten ist, dass m it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundes- recht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver- halts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG ),4 dass die vorliegende Beschw erde - w ie sich aus den nachstehenden Erw ägungen ergibt - offensichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid lediglich sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ; vereinfachtes Verfahren), dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten w ird, w enn Asylsuchende in der Schw eiz be- reits ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen oder ihr G esuch zurückgezogen haben oder w ährend des hängigen Asylverfahrens in den H eim at- oder H erkunftsstaat zurück- gekehrt sind, dass diese Bestim m ung jedoch keine Anw endung findet, w enn die Anhörung H inw eise auf zw ischenzeitlich eingetretene Ereignisse ergibt, die geeignet sind, die Flüchtlingsei- genschaft zu begründen oder die für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes rele- vant sind (Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG ), dass dabei ein Bew eism assstab zur Anw endung kom m t, w elcher tiefer ist als der für die G laubhaftm achung im Sinne von Art. 7 AsylG geltende, und auf Asylgesuche eingetre- ten w erden m uss, w enn sich H inw eise auf eine relevante Verfolgung ergeben, w elche nicht von vornherein haltlos sind (EM AR K 2005 N r. 2 E. 4.3 S. 16 f. und EM AR K 1998 N r. 1 betreffend Art. 16 Abs. 1 Bst. d aAsylG sow ie EM AR K 2000 N r. 14 E. 2.d S. 104 f.), dass die Beschw erdeführer unbestrittenerm assen in der Schw eiz ein erstes Asylverfah- ren erfolglos durchlaufen haben und durch die Verw eigerung der M itw irkungspflicht im - plizit davon auszugehen ist, die Flüchtlingseigenschaft habe dam als nicht bestanden (vgl. EM AR K 1998 N r. 1 E. 5b S. 9), dass hinsichtlich der zur Begründung der zw eiten Asylgesuche geltend gem achten Vor- bringen der Beschw erdeführer vorw eg auf ihre im Em pfangs- und Verfahrenszentrum Basel protokollierten Aussagen zu verw eisen ist, dass gem äss W ürdigung des BFM nach Abschluss des ersten Asylverfahrens offensicht- lich keine Ereignisse eingetreten sind, w elche für die Flüchtlingseigenschaft oder für die G ew ährung des vorübergehenden Schutzes relevant sein könnten, dass das Bundesverw altungsgericht die Ansicht der Vorinstanz teilt und auf die diesbe- züglich zutreffenden Erw ägungen des BFM in der angefochtenen Verfügung zu verw ei- sen ist, dass die Vorbringen in der Beschw erdeschrift nicht zu einer veränderten Betrachtungs- w eise zu führen verm ögen, zum al die Beschw erdeführer im W esentlichen sum m arisch und nicht w eiter substanziiert den in der Verfügung des BFM zusam m engefassten Sach- verhalt w iederholen, dass sie im W eiteren vorbringen, sie seien nicht zur Schule gegangen und könnten w e- der lesen noch schreiben, dass sie, obw ohl sie bei der Einreichung der ersten Asylgsuche orientiert w orden seien, sie m üssten sich w ährend des gesam ten Verfahrens den schw eizerischen Behörden zur Verfügung halten, nicht dam it gerechnet hätten, bei der R ückkehr in die Schw eiz nicht erneut ein Asylgesuch stellen zu können, dass sie im Februar 2005 die Schw eiz leichtsinnig verlassen hätten, w eil sie gedacht hätten, sie könnten jederzeit zurückkehren,5 dass diese Vorbringen nicht zu überzeugen verm ögen, zum al die Beschw erdeführer ge- m äss eigenen Angaben nach der Einreichung der ersten Asylgesuche auf ihre Verpflich- tungen hingew iesen w orden w aren und sie sich deshalb trotz allfälliger fehlender Schul- bildung der Folgen des Verlassens der Schw eiz w ährend hängigem Asylverfahren be- w usst sein m ussten, dass das BFM dem nach in Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG zu R echt auf die Asylgesuche der Beschw erdeführer nicht eingetreten ist, dass das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz zur Folge hat, vorliegend die Beschw erdeführer w eder eine Aufenthaltsbew illi- gung besitzen noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen haben, w eshalb die ver- fügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und zu bestä- tigen ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; vgl. EM AR K 2001 N r. 21), dass zu prüfen bleibt, ob es G ründe gibt, die dem Vollzug der W egw eisung entgegen- stehen, da im Fall eines unzulässigen, unzum utbaren oder unm öglichen Vollzugs das Anw esenheitsverhältnis nach den Bestim m ungen des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer (AN AG , SR 142.20) über die vorläufige Aufnahm e zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG ), dass das BFM zu R echt von der nicht nachgew iesenen Staatsangehörigkeit der Be- schw erdeführer ausging, dass als Konsequenz der von den Beschw erdeführern verw eigerten M itw irkung bei der Identitätsfeststellung deren Staatsangehörigkeit nicht m it genügender Sicherheit fest- steht und alsdann die Ü berprüfung des W egw eisungsvollzugs bloss hypothetisch erfol- gen kann, dass sich dieser U m stand indessen gerade nicht zu G unsten der Beschw erdeführer aus- w irkt, denn die U ntersuchungsm axim e verpflichtet die Asylbehörden nicht dazu, nach all- fälligen W egw eisungshindernissen in hypothetischen H erkunftsländern zu forschen (vgl. EM AR K 2005 N r. 1, E. 3.2.2 S. 4 ff., 2003 N r. 13, E. 4c, S. 83 f.), dass die Beschw erdeführer deshalb die Folgen ihrer m angelhaften M itw irkung respekti- ve Verheim lichung ihrer w ahren Identität und H erkunft zu tragen haben, indem verm u- tungsw eise davon auszugehen ist, es w ürden einer W egw eisung in den tatsächlichen H eim atstaat keine landes- oder völkerrechtlichen Vollzugshindernisse im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m . Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG entgegenstehen (vgl. EM AR K 2005 N r. 1, E. 3.2.2, S. 4 ff.), dass die Beschw erdeführer - sow eit aus den Akten ersichtlich - keine substanziiert dar- gelegten gesundheitlichen Beeinträchtigungen haben, zum al die geltend gem achte Schw angerschaft der Beschw erdeführerin und allfällige in diesem Zusam m enhang be- stehende m edizinische Schw ierigkeiten nicht belegt sind, dass som it der vom BFM verfügte Vollzug der W egw eisung aus der Schw eiz in Einklang m it den m assgeblichen gesetzlichen Bestim m ungen steht, dass es den Beschw erdeführern dem nach nicht gelungen ist darzutun, inw iefern die an- gefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich- tig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (Art. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde abzuw eisen ist, sow eit darauf einzutreten ist, dass das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 6 Abs. 1 Vw VG abzuw eisen ist, da die Vorbringen in der offensichtlich unbegründeten Be- schw erde als aussichtslos qualifiziert w erden m üssen, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 2 und 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]) den Beschw erdeführern aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite)7 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit darauf eingetreten w ird. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden den Beschw erdeführern auferlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichtskasse zu überw eisen. 3. D ieses U rteil geht an: - die Beschw erdeführer (vorab per Telefax, durch Verm ittlung des BFM , E._______, m it der Bitte, dieses U rteil den Beschw erdeführern gegen beigelegte Em pfangsbestätigung auszuhändigen und diese dem Bundesver- w altungsgericht zuzustellen; Beilage: Einzahlungsschein) - die Vorinstanz, E._______, (per Telefax) (R ef.-N r. _______) - I._______ D er R ichter: D er G erichtsschreiber: Thom as W espi Suso Bühlm ann Versand am :