<h2>SubmittedText<h2><p>Laut kürzlicher Mitteilung des EMD sollen die beiden Munitionsfabriken Altdorf und Thun im Rahmen einer grossen Umstrukturierung eidgenössischer Rüstungsbetriebe unter einer einzigen Leitung zusammengefasst werden. Die Geschäftsleitung dieses Unternehmens soll dem Vernehmen nach in Thun angesiedelt werden. Nebst dem Abbau von gleich vielen Stellen in Altdorf und Thun sind mit der führungsmässigen Herabstufung der Munitionsfabrik Altdorf (MFA) ein Aderlass von zahlreichen Kaderstellen und längerfristig eine qualitative Ausdünnung der MFA verbunden. Da das heutige und zukünftige Schwergewicht der Produktion eher für Altdorf spricht, ist die Entscheidung in Uri auch politisch auf grosse Enttäuschung gestossen.</p><p>Ich ersuche den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Wie wird angesichts des betrieblichen Potentials die Herabstufung der MFA zur "Filiale" von Thun begründet?</p><p>2. Welche Gründe haben nebst den in den Medien genannten für den Standort Thun den Ausschlag gegeben?</p><p>3. Ist der Bundesrat bereit, das EMD anzuweisen, die Standortfrage der Geschäftsleitung zu überprüfen beziehungsweise gegebenenfalls durch aussenstehende Fachleute überprüfen zu lassen?</p><p>4. Welche Massnahmen ist der Bundesrat zu ergreifen gewillt, um die jeglicher Regional- und Berggebietsförderung, wie auch staatspolitischen Rücksichten, zuwiderlaufende Massnahme in ihren verhängnisvollen Folgen zu mildern?</p><p>5. Ist der Bundesrat bereit, bei ähnlichen Entscheidungen inskünftig die kleinen Kantone unserer föderalistischen Struktur entsprechend angemessen zu berücksichtigen?</p>