<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00589</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205739&amp;W10_KEY=4467136&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00589</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.03.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 23.05.2006 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Gebührenpflicht für nächtliches Dauerparkieren</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verpflichtung zur Nachzahlung von Nachtparkgebühren für den Zeitraum November 2004 bis Februar 2005:<br/><br/>Zuständigkeit der Einzelrichterin (E.1). Gegenstand des Rekurs- und Beschwerdeverfahrens können nur die in der erstinstanzlichen Verfügung auferlegten Nachtparkgebühren sein (E.2.1). Die Unkenntnis der Nachtparkverordnung kann nicht zur Folge haben, dass bei effektivem gesteigertem Gemeingebrauch durch nächtliches Dauerparkieren die gesetzlich festgelegte Gebührenpflicht per se entfallen würde (E.2.2). Es spielt keine Rolle, dass in der Verordnung nicht definiert ist, wann die Nacht beginnt und wann endet, da das Fahrzeug des Beschwerdeführers zwischen 23.55 und 00.30 Uhr erfasst wurde (E.2.3). Der Beschwerdeführer anerkennt die Bezahlung der Gebühr für den Monat Februar (E.2.4.1). Wann liegt regelmässiges gebührenpflichtiges Dauerparkieren vor? (E.2.4.2). Der Bezirksrat befand, dass der Nachweis des regelmässigen Nachtparkierens erbracht worden sei (E.2.4.3). Aufgrund der Gesamtumstände hat die Beschwerdegegnerin den Nachweis des regelmässigen Nachtparkierens nicht erbracht (E. 2.4.4). Teilweise Gutheissung und Kostenfolge (E.3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWEISLAST">BEWEISLAST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESTEIGERTER GEMEINGEBRAUCH">GESTEIGERTER GEMEINGEBRAUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHTPARKIERGEBÃHR">NACHTPARKIERGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHER GRUND">ÃFFENTLICHER GRUND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARKIERGEBÃHREN">PARKIERGEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REGELMÃSSIGKEIT">REGELMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><span>Mit VerfÃ¼gung der Stadtverwaltung DÃ¼bendorf vom 24. MÃ¤rz 2005 wurde A zur Nachzahlung von NachtparkgebÃ¼hren fÃ¼r die Zeit vom 1. November 2004 bis zum 28. Februar 2005 in der HÃ¶he von Fr. 120.- verpflichtet. Dagegen legte A am 30. MÃ¤rz 2005 Einsprache bei der Stadtverwaltung DÃ¼bendorf ein und beantragte die Aufhebung der VerfÃ¼gung vom 24. MÃ¤rz 2005 unter Verzicht auf eine Kostenauflage fÃ¼r den Einspracheentscheid. Im Weiteren seien ZuzÃ¼gern abweichende DÃ¼bendorfer Gepflogenheiten durch AushÃ¤ndigung entsprechender Papiere anlÃ¤sslich der Anmeldung bekannt zu machen. Solange dies nicht erfolge, sei auf die Erhebung von GebÃ¼hren zu verzichten. Die Sicherheitsabteilung der Stadtverwaltung DÃ¼bendorf teilte mit Schreiben vom 1. April 2005 A unter anderem mit, wÃ¤hrend den Monaten November 2004 bis MÃ¤rz 2005 seien nachts insgesamt sieben Kontrollen durchgefÃ¼hrt worden. Bei allen Kontrollen sei sein Fahrzeug auf Ã¶ffentlichem Grund abgestellt gewesen, weshalb an der GebÃ¼hrenrechnung festgehalten werde. A hielt an seiner Einsprache fest, weshalb die Angelegenheit vom Sicherheitsdienst an den Stadtrat zur weiteren Behandlung Ã¼berwiesen wurde. Mit Beschluss vom 11. Mai 2005 wies der Stadtrat die Einsprache unter Kostenfolge zu Lasten von A ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">In der Folge reichte A gegen den stadtrÃ¤tlichen Beschluss vom 11. Mai 2005 Rekurs beim Bezirksrat Uster ein und wiederholte seine frÃ¼heren AntrÃ¤ge. Zudem sei eine Signalisation gemÃ¤ss geltender Signalverordnung anzubringen oder aber es sei die Verordnung Ã¼ber Parkierung aufzuheben bzw. anzupassen. Verordnungen von allgemeinem Interesse seien monatlich zu publizieren. Mit Beschluss vom 7. November 2005 wies der Bezirksrat den Rekurs ab, soweit er darauf eintrat. Den aufsichtsrechtlichen AntrÃ¤gen wurde nicht Folge gegeben.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 14. Dezember 2005 (Datum des Poststempels) gelangte A an das Verwaltungsgericht. Er beantragte die Aufhebung des Beschlusses des Bezirksrats sowie der vorinstanzlichen Entscheide, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zulasten der Stadt DÃ¼bendorf. Des Weiteren seien die BehÃ¶rden von DÃ¼bendorf anzuweisen, die Verordnung Ã¼ber das Nachtparkieren den NeuzuzÃ¼gern unaufgefordert auszuhÃ¤ndigen. Zudem sei die Verordnung entsprechend den Vorschriften Ã¼ber An- und Abmeldungen im Amtsblatt zu verÃ¶ffentlichen. Die frei zugÃ¤nglichen, weiss umrandeten Parkfelder seien zu beschriften und es sei auf das Nachtparkverbot hinzuweisen. Die Stadt DÃ¼bendorf beantragte am 24. Januar 2006 die BestÃ¤tigung ihres Einspracheentscheids vom 11. Mai 2005 sowie des Beschlusses des Bezirksrates vom 7. November 2005, unter Kostenfolge fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer. Der Bezirksrat Uster hatte mit Schreiben vom 5. Januar 2006 auf die BegrÃ¼ndung des angefochtenen Entscheids verwiesen und im Ãbrigen auf eine Vernehmlassung verzichtet.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Einzelrichterin zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist unter anderem zulÃ¤ssig gegen Entscheide des Bezirksrats (§ 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19c Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Ein Ausschlussgrund nach § 43 VRG liegt nicht vor. Angesichts des Streitwerts und mangels grundsÃ¤tzlicher Bedeutung des Falles fÃ¤llt der Entscheid in die einzelrichterliche Kompetenz (§ 38 Abs. 2 und 3 VRG). </span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der Bezirksrat hielt fest, Streitgegenstand des Rekursverfahrens kÃ¶nne nur sein, was Gegenstand des angefochtenen Beschlusses gewesen sei, das heisse die NachtparkgebÃ¼hren. Daher sei auf die AntrÃ¤ge des BeschwerdefÃ¼hrers betreffend Durchsetzung der Signalisationsverordnung, Ãnderung der Nachtparkverordnung und Publikation von Erlassen nicht einzutreten. Sie kÃ¶nnten hÃ¶chstens im Sinn einer Aufsichtsbeschwerde entgegengenommen werden, wobei aber fÃ¼r die Signalisation nicht der Bezirksrat, sondern der Statthalter zustÃ¤ndig wÃ¤re. In der Folge gab der Bezirksrat den aufsichtsrechtlichen AntrÃ¤gen keine Folge bzw. trat auf die entsprechenden AntrÃ¤ge nicht ein. </p> <p class="Urteilstext"><span>Diese Schlussfolgerungen der Rekursinstanz sind nicht zu beanstanden. Wer gegen die Anordnungen einer VerwaltungsbehÃ¶rde bei deren OberbehÃ¶rde Aufsichtsbeschwerde bzw. eine "Aufsichtsanzeige" erhebt, hat nÃ¤mlich keinen Anspruch auf einen fÃ¶rmlichen Beschwerdeentscheid und kann die Ablehnung der verlangten Aufsichtsmassnahme nicht mit einem ordentlichen Rechtsmittel anfechten. Das gilt auch im VerhÃ¤ltnis zum Verwaltungsgericht, dem ohnehin keine Aufsichtsfunktionen gegenÃ¼ber den VerwaltungsbehÃ¶rden zukommt (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 16, mit Hinweisen). Somit ist die Beschwerde abzuweisen, soweit der BeschwerdefÃ¼hrer erneut die genannten AntrÃ¤ge bezÃ¼glich AushÃ¤ndigung der Verordnung an ZuzÃ¼ger, VerÃ¶ffentlichung derselben und Beschriftungen an den Parkfeldern stellt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 98). Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer im Beschwerdeverfahren zum ersten Mal verlangt, dass bei den Parkfeldern auf das Nachtparkverbot hinzuweisen ist, ist hierauf nicht einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer weist erneut darauf hin, von der Verordnung betreffend das nÃ¤chtliche Dauerparkieren auf Ã¶ffentlichem Grund (gesteigerter Gemeingebrauch) der Stadt DÃ¼bendorf vom 4. MÃ¤rz 1996 (Nachtparkverordnung) nichts gewusst zu haben. UnabhÃ¤ngig vom Motto, "Unkenntnis schÃ¼tzt vor Strafe nicht", sei es nicht die Pflicht des BÃ¼rgers sich durchzufragen, was er tun dÃ¼rfe und was nicht bzw. nach Verstecktem zu suchen. Auch sei niemand verpflichtet, sich im Internet zu bewegen oder sich einen Computer zu beschaffen, um an die Informationen zu gelangen. </p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat hatte unter Hinweis auf den allgemeinen Grundsatz, wonach niemand Vorteile aus seiner eigenen Rechtsunkenntnis ableiten kÃ¶nne, festgehalten, es sei von vornherein nicht von Bedeutung, ob der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼ber die GebÃ¼hrenpflicht fÃ¼r nÃ¤chtliches Dauerparkieren individuell informiert worden sei oder nicht. Im Ãbrigen sei unbestritten, dass er bei der Anmeldung beim Einwohneramt ein Formular ausgefÃ¼llt habe, mit welchem er gefragt worden sei, ob er fÃ¼r das Abstellen seines Fahrzeuges wÃ¤hrend der Nacht Ã¼ber einen privaten Abstellplatz verfÃ¼ge oder nicht. Es wÃ¤re zu erwarten, dass jemand, der nicht wisse, weshalb ihm eine solche Frage gestellt werde, nachfrage, wofÃ¼r die entsprechende Information benÃ¶tigt werde. Informationen Ã¼ber die NachtparkgebÃ¼hren seien zudem leicht zugÃ¤nglich. Beispielsweise werde im DÃ¼bendorfer ABC kurz darauf hingewiesen und die Nachtparkverordnung sei auch auf der Internetseite der Stadt DÃ¼bendorf abrufbar.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vorab ist festzuhalten, dass es vorliegend nicht um die Auferlegung einer Strafe bzw. Busse geht, sondern um die nachtrÃ¤gliche Entrichtung einer in der Stadt DÃ¼bendorf gesetzlich festgelegten GebÃ¼hr fÃ¼r gesteigerten Gemeingebrauch zufolge nÃ¤chtlichen Dauerparkierens. Somit ist der vom BeschwerdefÃ¼hrer erwÃ¤hnte Grundsatz, wonach Unkenntnis des Gesetzes nicht vor Strafe schÃ¼tze, nicht entscheidend. Entsprechend stellt sich auch nicht die Frage, inwieweit ein Rechtsirrtum im Sinn von Art. 20 des Strafgesetzbuchs vorgelegen hat. Der Bezirksrat hat denn auch in keiner Weise auf das Strafrecht Bezug genommen, sondern auf den allgemeinen Grundsatz verwiesen, wonach niemand Vorteile aus seiner eigenen Rechtsunkenntnis ableiten kÃ¶nne (BGE 111 V 402 E. 3 mit Hinweis auf BGE 110 V 334 E. 4). Konkret ist damit gemeint, dass die Unkenntnis der Nachtparkverordnung nicht zur Folge haben kann, dass bei effektivem gesteigertem Gemeingebrauch durch nÃ¤chtliches Dauerparkieren die gesetzlich festgelegte GebÃ¼hrenpflicht per se entfallen wÃ¼rde, was sich auch aus dem Grundsatz der Rechtsgleichheit ergibt. Der BeschwerdefÃ¼hrer kann daher aus seinem Vorbringen, die Nachtparkverordnung nicht gekannt zu haben, nicht die Rechtsfolge ableiten, deswegen nachtrÃ¤glich keine GebÃ¼hr zu schulden. Ausserdem hat der BeschwerdefÃ¼hrer am 6. Mai 2004 auf der Gemeinde die mittels Formular gestellte Frage betreffend das Abstellen seines Fahrzeuges wÃ¤hrend der Nacht in der Stadt DÃ¼bendorf durch Ankreuzen der ersten der drei mÃ¶glichen Varianten, nÃ¤mlich Ã¼ber eine Garage, einen privaten Abstellplatz oder keinen privaten Abstellplatz zu verfÃ¼gen, beantwortet. Diese seitens der Gemeinde gestellte Frage und die zum Ankreuzen mÃ¶glichen Antworten waren auch fÃ¼r einen Rechtsunkundigen ein mÃ¶glicher Hinweis dafÃ¼r, dass das nÃ¤chtliche Dauerparkieren auf Ã¶ffentlichem Grund im Gemeindegebiet bewilligungs- bzw. gebÃ¼hrenpflichtig ist. Etwas anderes ist aber, unter welchen Voraussetzungen ein nÃ¤chtliches Dauerparkieren als bewiesen angenommen werden kann, worauf noch zurÃ¼ckzukommen ist.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer erwÃ¤hnt, die Nachtparkierverordnung des Stadtrats sei nicht der Volksabstimmung vorgelegt worden und enthalte keine Angaben darÃ¼ber, wann die Nacht beginne und ende. </p> <p class="Urteilstext"><span>Das lÃ¤ngerfristige Parkieren auf Ã¶ffentlichem Grund bildet gesteigerten Gemeingebrauch, weshalb im Kanton ZÃ¼rich Gemeinden BenutzungsgebÃ¼hren erheben dÃ¼rfen (Ziff. 3 des Anhangs zur Verordnung Ã¼ber die private Inanspruchnahme Ã¶ffentlichen staatlichen Grundes vom 24. Mai 1978, LS 700.3; Tobias Jaag, Staats- und Verwaltungsrecht des Kantons ZÃ¼rich, 3. A., ZÃ¼rich 2005, Rz. 3447; BGE 108 Ia 111 E. 2a sowie 122 I 279 E. 2b; vgl. auch Art. 20 Abs. 2 der Verkehrsregelnverordnung vom 13. November 1962 [VRV], SR 741.11; RenÃ© Schaffhauser, Grundriss des schweizerischen Strassenverkehrsrechts, Bd. I, 2. A., Bern 2002, Rz. 817; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 2404 und 2410). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vorliegend wurde die Nachtparkverordnung der Stadt DÃ¼bendorf vom Gemeinderat genehmigt und festgesetzt (Art. 11 der Nachtparkverordnung). Der Kreis der Bewilligungs- bzw. Abgabepflichtigen sowie die GebÃ¼hrenhÃ¶he sind klar definiert, womit diesbezÃ¼glich den gesetzlichen Anforderungen GenÃ¼ge getan ist (BGE 126 I 180 E. 2a/aa-bb). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Hingegen enthÃ¤lt die Nachtparkverordnung keine nÃ¤here Umschreibung des Nachtbeginns bzw. -endes und auf gesetzlicher Ebene besteht keine einheitliche Definition. So kennt beispielsweise das Bundesgesetz vom 13. MÃ¤rz 1964 Ã¼ber die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel (SR 822.11) die Begriffe "Tagesarbeit" von 06.00 bis 20.00 Uhr, "Abendarbeit" von 20.00 bis 23.00 Uhr und die grundsÃ¤tzlich verbotene "Nachtarbeit" fÃ¼r die Ã¼brige Zeit. Im Zusammenhang mit dem Nachtfahrverbot nennt Art. 91 Abs. 2 VRV die Zeit von 22.00 bis 05.00 Uhr, welche Zeitspanne bei Fehlen anderweitiger Angaben auch im Zusammenhang mit dem in Art. 20 Abs. 2 VRV erwÃ¤hnten nÃ¤chtlichen Parkieren infrage kommen kÃ¶nnte. Im Lexikon wird als Nacht die Zeit zwischen Sonnenuntergang und <br/> -aufgang bezeichnet. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat seitens der Sicherheitsabteilung der Stadtverwaltung DÃ¼bendorf â offensichtlich in Anlehnung an die Regelung gemÃ¤ss Art. 48 Abs. 2 lit. a der Signalisationsverordnung vom 5. September 1979 (SSV; SR 741.21) â die Auskunft erhalten, die NachtparkgebÃ¼hren wÃ¼rden ab 19.00 bis 08.00 Uhr erhoben. Die Ã¼brige Zeit wÃ¼rde durch die Parkuhren und die blaue Zone geregelt. Die Nachtparkkontrollen wÃ¼rden jedoch erst ab 24.00 Uhr durchgefÃ¼hrt. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Es ergibt sich somit, dass die Bestimmung der Zeiten fÃ¼r den Beginn und das Ende nÃ¤chtlichen Parkierens mangels genauerer Definition auslegungsbedÃ¼rftig wÃ¤ren. Da dem Verwaltungsgericht aber keine abstrakte Kontrolle zukommt, ist hier nicht weiter darauf einzugehen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 115 f.). Das Fahrzeug des BeschwerdefÃ¼hrers wurde nÃ¤mlich nicht zu kritischen Zeiten wie zum Beispiel 19.30 oder 06.30 Uhr erfasst, sondern unbestrittenermassen zwischen 23.55 und 00.30 Uhr, welche Zeiten aber zweifellos unter den Begriff der Nacht fallen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Somit bleibt zu prÃ¼fen, inwieweit die durchgefÃ¼hrten Kontrollen genÃ¼gen, um den Nachweis der RegelmÃ¤ssigkeit des nÃ¤chtlichen Parkierens zu erbringen. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer bestreitet nicht, dass sein Fahrzeug zwischen November 2004 bis Ende Februar 2005 zu folgenden Zeiten an der L- bzw. M-Strasse parkiert war: Am 17.11 und 30.11.2004 um 00.15 Uhr, am 06.12.2004 um 00.30 Uhr und am 17.01. und 21.02.2005 um 23.55 bzw. 00.25 Uhr. Hingegen macht er geltend, diese Kontrollen genÃ¼gten nicht, um daraus eine RegelmÃ¤ssigkeit ableiten zu wollen. GegenÃ¼ber der Beschwerdegegnerin hatte er mit Schreiben vom 30. MÃ¤rz 2005 geltend gemacht, eine Garage gemietet zu haben, welche auch benutzt worden sei und benutzt werde. Da er aber seine bisherige Werkstatt am alten Wohnort habe aufgeben mÃ¼ssen, habe er momentan darin Utensilien gelagert. Die kalte Witterung der letzten Wochen habe es ihm verunmÃ¶glicht, in der ungeheizten Garage tÃ¤tig zu sein, was bei wÃ¤rmeren Temperaturen anhand genommen werde, sodass bis Ende April, Anfangs Mai Abhilfe geschafft sein werde. Er erklÃ¤rte sich bereit, fÃ¼r die Monate Februar, MÃ¤rz und April die GebÃ¼hr zu bezahlen.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.2 </b>Der Stadtrat von DÃ¼bendorf hat mit Beschluss vom 6. Juni 1996 den in der Nachtparkverordnung enthaltenen nicht weiter detaillierten Begriff "regelmÃ¤ssig" nÃ¤her ausgelegt. Er hÃ¤lt fest, es dÃ¼rfte eher selten sein, dass ein Fahrzeughalter sein Fahrzeug immer nachts â und das wÃ¤hrend 365 Tagen im Jahr â auf Ã¶ffentlichem Grund in der Stadt DÃ¼bendorf parkiere. Andererseits Ã¼be derjenige Fahrzeughalter, der sein Fahrzeug nur vereinzelt auf Ã¶ffentlichem Grund abstelle, nicht gesteigerten Gemeingebrauch aus. Die ErfÃ¼llung des Begriffes "regelmÃ¤ssig" liege folglich irgendwo dazwischen. Der Stadtrat geht davon aus, zwei Kontrollen pro Monat seien ausreichend. Diejenigen Fahrzeughalter wÃ¼rden als "regelmÃ¤ssige" Dauerparkierer erachtet, deren Fahrzeug bei den nÃ¤chtlichen Kontrollen entsprechend der nachfolgenden Tabelle, jedoch mindestens drei Mal, auf Ã¶ffentlichem Grund angetroffen wÃ¼rden:</p> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoTableGrid"> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">bei</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">3</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Kontrollen</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">3</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Feststellungen</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">bei</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">4 </p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Kontrollen</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">4 </p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Feststellungen</p> </td> </tr> </table> <p class="Urteilstext"> oder</p> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoTableGrid"> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">bei</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">5</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Kontrollen</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">4</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Feststellungen</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">bei</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">6</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Kontrollen</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">5</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Feststellungen</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">bis</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">8</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Kontrollen</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">6 </p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Feststellungen</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">bis</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">10</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Kontrollen</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">7</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Feststellungen</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">bis </p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">12 </p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Kontrollen</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">8</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Feststellungen</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">bis</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">15</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Kontrollen</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">10</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Feststellungen</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">bis </p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">20</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Kontrollen</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">14 </p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Feststellungen</p> </td> </tr> </table> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext"><span>Im Weiteren fÃ¼hrt der Stadtrat aus, jeder Fahrzeughalter werde bei der Wohnsitznahme in der Stadt DÃ¼bendorf durch die Einwohnerkontrolle auf die Nachtparkverordnung aufmerksam gemacht. Es werde ihm eine Karte mit den wichtigsten Vorschriften ausgehÃ¤ndigt, und der zweite Teil der Karte diene dazu, dem Polizeiamt die fÃ¼r die Abrechnung erforderlichen Angaben zu machen. Die ortsansÃ¤ssigen Fahrzeughalter seien damit Ã¼ber die bestehenden Vorschriften orientiert. Weil aber trotzdem nicht alle hiesigen Fahrzeughalter diese Vorschriften zur Kenntnis nÃ¤hmen â vielleicht auch deswegen nicht, weil sich ihr Status Ã¤ndern kÃ¶nne und auch weil die auswÃ¤rtigen Fahrzeughalter in der Regel keine Kenntnis haben â wÃ¼rden alle Fahrzeughalter nach der zweiten Feststellung ihres Fahrzeuges auf Ã¶ffentlichem Grund auf die Vorschriften aufmerksam gemacht und eingeladen, die erforderlichen Angaben zu melden. Damit sei sichergestellt, dass die Fahrzeughalter nicht einfach GebÃ¼hrenrechnungen erhalten, sondern sie wÃ¼rden rechtzeitig benachrichtigt und kÃ¶nnten allenfalls reagieren.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.3 </b>Der Bezirksrat hielt fest, bei diesem Stadtratsbeschluss handle es sich um eine intern verbindliche generelle Dienstanweisung, mit der eine einheitliche Praxis des Gesetzesvollzugs sichergestellt werden soll, eine so genannte vollzugslenkende Verwaltungsverordnung, und damit nicht um eine Rechtsquelle des Verwaltungsrechts. GemÃ¤ss Bundesgerichtspraxis kÃ¶nnten Private die Verletzung von generellen Dienstanweisungen nicht mit Rechtsmitteln anfechten, ausgenommen die Missachtung der generellen Dienstanweisung fÃ¼hre zu einer Verletzung der Rechtsgleichheit, das heisse, wenn nur ein Einzelfall abweichend behandelt werde, im Ãbrigen aber die Rechtsanwendung fortwirkend entsprechend der Dienstanweisung geÃ¼bt werde. Von der Praxis, dass weniger nÃ¤chtliche Kontrollen durchgefÃ¼hrt wÃ¼rden als im Stadtratsbeschluss gefordert, sei jedoch nicht nur der BeschwerdefÃ¼hrer betroffen. FÃ¼r eine Ungleichbehandlung lÃ¤gen somit keine Anzeichen vor, weshalb nur zu prÃ¼fen sei, ob die Nachtparkverordnung richtig angewendet worden sei. Wenn ein Fahrzeug im ersten Monat November 2004 bei zwei von zwei Kontrollen und in den drei Folgemonaten bei drei von drei Kontrollen angetroffen werde, werde der Begriff der RegelmÃ¤ssigkeit im Sinne der Nachtparkierverordnung keineswegs Ã¼berstrapaziert. Eine solche "Trefferquote" lasse ohne weiteres darauf schliessen, dass es sich nicht um EinzelfÃ¤lle handle. Die GebÃ¼hrenerhebung sei daher nicht zu beanstanden.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.4 </b>Nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer den Nachweis erbracht hat, Ã¼ber eine Garage zu verfÃ¼gen, obliegt der Beweis des nÃ¤chtlichen Dauerparkierens in der fraglichen Periode bei der BehÃ¶rde. Die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz gehen davon aus, mit den fÃ¼nf Kontrollen in den Monaten November 2004 bis Februar 2005 sei der Beweis erbracht, obwohl der stadtrÃ¤tliche Beschluss vom 6. Juni 1996 zwei monatliche Kontrollen vorsieht. Zwar dÃ¼rfen die Beweisanforderungen nicht Ã¼berspannt werden und es genÃ¼gt grundsÃ¤tzlich als Hauptbeweis, wenn der von der BehÃ¶rde angenommene Sachverhalt sehr wahrscheinlich ist (RB 1993 Nr. 62 E. 2). Werden aber die in einer Anweisung nÃ¤her prÃ¤zisierten Beweisanforderungen nicht eingehalten, ist umso mehr ein Augenmerk darauf zu richten, ob der behauptete Sachverhalt aufgrund der GesamtumstÃ¤nde trotzdem als "sehr wahrscheinlich" gegeben erachtet werden kann. Der Begriff "wahrscheinlich" meint "mit ziemlicher Sicherheit", und kommt noch der grammatikalisch unverÃ¤nderliche Partikel "sehr" (sehr wahrscheinlich) dazu, so erhÃ¶hen sich die Beweisanforderungen entsprechend. Die Grenze bzw. Voraussetzungen fÃ¼r die ErfÃ¼llung dieser Anforderungen sind im Beschluss des Stadtrates von DÃ¼bendorf umschrieben. </p> <p class="Urteilstext"><span>Im Monat November 2004 wurden, wie im Stadtratsbeschluss vorgesehen, zwei Kontrollen durchgefÃ¼hrt, wobei beide Male das Fahrzeug des BeschwerdefÃ¼hrers erfasst wurde. In BerÃ¼cksichtigung des Umstands, dass das Fahrzeug bei einer anfangs Dezember durchgefÃ¼hrten Kontrolle ebenfalls angetroffen wurde, kÃ¶nnten die Beweisanforderungen trotz des Umstands, dass im Dezember und den darauf folgenden Monaten bloss je eine Kontrolle durchgefÃ¼hrt wurde, noch knapp als erfÃ¼llt gelten. Das heisst aber nicht, dass die daraus resultierende Vermutungsfolge des regelmÃ¤ssigen nÃ¤chtlichen Parkierens im Sinn einer Umkehr der Beweislast nicht entkrÃ¤ftet werden kÃ¶nnte. Dem Fahrzeughalter muss daher vorbehalten bleiben, allfÃ¤llige diesbezÃ¼gliche Nachweise zu erbringen. Entsprechend sieht der Stadtratsbeschluss ausdrÃ¼cklich vor, nach zwei Feststellungen seien "alle" Fahrzeughalter auf die Vorschriften aufmerksam zu machen und einzuladen, die erforderlichen Angaben zu melden (vgl. auch RB 1993 Nr. 62 E. 1). Aus den Akten geht jedoch nicht hervor, dass der BeschwerdefÃ¼hrer nach der zweiten Feststellung eine entsprechende Mitteilung bzw. Einladung zur Stellungnahme erhalten hat, weshalb das Vorbringen des BeschwerdefÃ¼hrers, er sei nicht informiert worden, nicht widerlegt werden kann. Es ist daher von einer Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs auszugehen. Da aber der BeschwerdefÃ¼hrer von sich aus mit Schreiben vom 30. MÃ¤rz und 13. April 2005 â wenn auch nur kurz, was ihm aber unter den gegebenen UmstÃ¤nden nicht zum Nachteil gereichen darf â zur Sache Stellung genommen hat, kann auf eine RÃ¼ckweisung zur DurchfÃ¼hrung eines verbesserten Verfahrens verzichtet werden. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wie erwÃ¤hnt, anerkennt der BeschwerdefÃ¼hrer ein nÃ¤chtliches Dauerparkieren ab Februar 2005 bis April 2005, da er wÃ¤hrend dieser Zeit die Utensilien aus seiner bisherigen Werkstatt in der Garage gelagert gehabt habe, diese aber wegen der kalten Witterung nicht habe aufrÃ¤umen kÃ¶nnen. FÃ¼r die vorangehenden Monate November 2004 bis und mit Januar 2005 wird hingegen die GebÃ¼hrenpflicht nicht anerkannt und damit einhergehend bloss ein "vereinzeltes", nicht gebÃ¼hrenpflichtiges Abstellen auf Ã¶ffentlichem Grund behauptet. Aufgrund der GesamtumstÃ¤nde, nÃ¤mlich dass der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼ber eine Garage verfÃ¼gt, dass nicht davon ausgegangen werden kann, der BeschwerdefÃ¼hrer sei nach der zweiten Feststellung von der BehÃ¶rde informiert worden, und dass in den Monaten Dezember 2004 bis Februar 2005 nur je eine Kontrolle durchgefÃ¼hrt wurde, kann das Vorbringen des BeschwerdefÃ¼hrers jedoch nicht rechtsgenÃ¼gend widerlegt werden. Somit ist der BeschwerdefÃ¼hrer in teilweiser Gutheissung der Beschwerde entsprechend seiner Anerkennung lediglich zur Nachzahlung der GebÃ¼hr fÃ¼r den Monat Februar 2005 zu verpflichten (die GebÃ¼hren fÃ¼r die nachfolgenden Monate bilden nicht Verfahrensgegenstand).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten je zur HÃ¤lfte dem BeschwerdefÃ¼hrer und der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Zudem ist weder fÃ¼r die vorinstanzlichen Verfahren noch fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine EntschÃ¤digung zuzusprechen (§ 17 Abs. 1 und 2 VRG). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer bemÃ¤ngelt, dass das Einspracheverfahren Ã¼berhaupt mit einer Kostenauflage verbunden gewesen sei. Dies ist jedoch nicht zu beanstanden, ist doch dem durch die Einsprache erhÃ¶hten Verwaltungsaufwand bei der Bemessung der VerwaltungsgebÃ¼hr und der Kosten im Rahmen der massgebenden GebÃ¼hrenverordnung angemessen Rechnung zu tragen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10a N. 23). Im Ãbrigen ist auf die diesbezÃ¼glich zutreffenden ErwÃ¤gungen der Rekursinstanz zu verweisen (E. 4.4; § 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG). Da aber der Stadtrat DÃ¼bendorf die OrdnungsantrÃ¤ge des BeschwerdefÃ¼hrers (AushÃ¤ndigung der Nachtparkverordnung an NeuzuzÃ¼ger etc.) nicht weiter behandelt hat, sondern allein die Frage der NachtparkgebÃ¼hren, rechtfertigt es sich, dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Einspracheverfahren bloss einen Viertel der Kosten aufzuerlegen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> die Einzelrichterin</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Disp.-Ziff. II des Beschlusses des Bezirksrats Uster vom 7. November 2005 wird aufgehoben. Der BeschwerdefÃ¼hrer wird verpflichtet, fÃ¼r den Monat Februar 2005 die NachtparkgebÃ¼hr von Fr. 30.- sowie<br/> einen Viertel der erstinstanzlichen Verfahrenskosten von Fr. 106.- zu bezahlen. Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Rekurskosten werden den Parteien je zur HÃ¤lfte auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden den Parteien je zur HÃ¤lfte auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>