<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00035</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204163&amp;W10_KEY=4467141&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00035</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 08.04.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 28.02.2005 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Kinderspielplatz in Erholungszone: Neuinstallation von Spielgeräten, neue Umgebungsgestaltung (auf Gelände eines bestehenden Kinderspielplatzes)<br/><br/>Das Bauprojekt ist als Neu-Anlage zu beurteilen (E. 1) und entspricht dem Zweck einer Erholungszone (E. 2).<br/><br/>Konkrete örtliche Lage des Kinderspielplatzes und Rechtsgrundlagen für die Bewilligung nach Forstrecht und Baupolizeirecht (E. 3.1).<br/>Die Voraussetzungen für die forstrechtliche Bewilligung sind erfüllt, weil keine Beeinträchtigung des Waldes vorliegt (E. 3.2).<br/>Die Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung nach § 220 Abs. 1 PBG sind allein für den Kletterturm, der als Gebäude gilt, zu prüfen. Diese sind erfüllt, weil die Bauart des Turms "besondere Verhältnisse" (im Sinn von § 220 Abs. 1 PBG) nahe legt, ein öffentliches Interesse für den Kinderspielplatz besteht und in diesem Zusammenhang kein Einbezug der nachbarlichen Interessen verlangt ist (E. 3.3.2).<br/><br/>Rechtsgrundlagen für die Beurteilung der Lärmimmissionen (E. 4.1). Nicht entscheidend ist die Trägerschaft, die den Kinderspielplatz betreibt (E. 4.3.1). Die konkrete Situation lässt den Schluss zu, dass keine <br/>e r h e b l i c h e Störung vorliegt, die den Immissionsgrenzwert übersteigt. Offen gelassen, ob die Störung g e r i n g f ü g i g ist, weil ein überwiegendes öffentliches Interesse besteht, das Erleichterungen zulässt: Notwendigkeit eines Kinderspielplatzes im Quartier, keine baulichen oder technischen Vorkehrungen und keine weitere zeitliche Beschränkung des Betriebs möglich, ohne den Zweck des Kinderspielplatzes zu vereiteln (E. 4.3.2).<br/><br/>Der Kinderspielplatz erreicht eine befriedigende Gesamtwirkung (E. 5).<br/><br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DISPENS">DISPENS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERHOLUNGSZONE">ERHOLUNGSZONE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: FORSTRECHT">FORSTRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KINDERLÃRM">KINDERLÃRM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KINDERSPIELPLATZ">KINDERSPIELPLATZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRM">LÃRM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: LÃRMSCHUTZ">LÃRMSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHBAR">NACHBAR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPIELPLATZ">SPIELPLATZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WALDABSTAND">WALDABSTAND</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 40 Abs. I LSV</span><br/><span class="ungerade">§ 220 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 238 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 262 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 15 USG</span><br/><span class="ungerade">Art. 23 USG</span><br/><span class="gerade">Art. 25 USG</span><br/><span class="ungerade">Art. 17 WaG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 24. MÃ¤rz/8. April 1987 erteilte der Bauausschuss der Gemeinde X dem Bewohner­verein L die nachtrÃ¤gliche baurechtliche Bewilligung fÃ¼r die Einrichtung eines Kinderspielplatzes auf dem stÃ¤dtischen GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 in X. Gegen diese Bewilligung erhob A als EigentÃ¼merin des benachbarten Grund­stÃ¼cks Kat.-Nr. 02 Rekurs an die Baurekurskommission. Am 31. Juli 1989/14. August 1989 schloss die Rekurrentin mit dem Bewohnerverein L eine Vereinbarung Ã¼ber die Errichtung eines Dichtzaunes als LÃ¤rmschutz­massnahme und zog gestÃ¼tzt darauf ihren Rekurs zurÃ¼ck. Am 12. Oktober 1989 bewilligte der Bauausschuss die Errichtung der LÃ¤rm- und Sichtschutzwand auf dem Spielplatz. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Departement Technische Betriebe der Gemeinde X ersuchte am 19. November 2002 um Bewilligung der Spielplatzsanierung durch Abbruch der bestehenden und Neubau von KinderspielgerÃ¤ten, Zugangswegen und Treppen. Die wegen Unterschreitens des Waldabstandes notwendige forstrechtliche Bewilligung erteilte das Amt fÃ¼r Landschaft und Natur der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons ZÃ¼rich am 10. Dezember 2002. Der Bauausschuss der Gemeinde X bewilligte das Gesuch am 28. April 2003 und erÃ¶ffnete mit der baurechtlichen auch die forstrechtliche Bewilligung.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen beide Bewilligungen erhob A Rekurs an die Baurekurskommission und beantragte die Aufhebung der Bewilligungen. Die Baurekurskommission vereinigte die beiden Rekursverfahren und wies die Rechtsmittel nach DurchfÃ¼hrung eines Augenscheines am 4. De­zember 2003 ab (auszugsweise BEZ 2004 Nr. 19).</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dagegen erhob A am 20. Januar 2004 Beschwerde an das Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Rekursentscheid sei aufzuheben.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons ZÃ¼rich verzichtete am 29. Januar 2004 auf eine Stellungnahme. Die Baurekurskommission beantragte am 6. Februar 2004 ohne weitere Bemerkungen die Abweisung der Beschwerde. In seiner Beschwerdeantwort vom 15. MÃ¤rz 2004 beantragte der Bauausschuss der Gemeinde X ebenfalls die Abweisung der Beschwerde. </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der strittige Spielplatz wurde von den Vorinstanzen als neue Anlage und damit unabhÃ¤ngig vom derzeitigen Bestand beurteilt. Diese Qualifikation ist angesichts der vollstÃ¤ndig neuen Anordnung der zu erneuernden SpielgerÃ¤te, der neuen Chaussierung, BÃ¤nke, Treppen und Wege zu Recht erfolgt und im Beschwerdeverfahren unbestritten geblieben. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><i><span> </span></i></p> <p class="Erwgung2"><span>Das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 liegt in der Erholungszone E2, welche nach dem kommunalen Siedlungs- und Landschaftsplan vorgesehen ist fÃ¼r Allmend (A), Sportplatz, Freibad, Tennisplatz und dergleichen (C) sowie fÃ¼r FamiliengÃ¤rten, Campingplatz und dergleichen (D). Der strittige Kinderspielplatz entspricht, wie die Vorinstanzen richtig festgestellt haben, diesem Zonenzweck. Die BeschwerdefÃ¼hrerin anerkennt dies.<i> </i></span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Der Spielplatz L liegt in ansteigendem GelÃ¤nde zwischen dem M-Weg und der N-Strasse, welche unmittelbar dem Waldrand entlang verlÃ¤uft. In einem Abstand von ca. 4 m zum Wald ist eine gut 8 m lange HÃ¤ngebrÃ¼cke vorgesehen, welche zu einem Ã¼berdachten 3.5 m hohen Kombiturm (Waldabstand rund 12 m) fÃ¼hrt, der talseitig mit einer Rutschbahn verbunden ist. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>GestÃ¼tzt auf Art. 17 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 Ã¼ber den Wald (SR.921.0, WaG), § 3 der kantonalen Waldverordnung vom 28. Oktober 1998 (LS 921.11, WaldV) und Anhang Ziff. 1.3 der Bauverfahrensverordnung vom 3. Dezember 1997 (LS 700.6, BVV) erteilte das Amt fÃ¼r Landschaft und Natur der Volkswirtschaftsdirektion die fÃ¼r Bauten und Anlagen innerhalb eines Waldabstandes von 15 m notwendige forstrechtliche Bewilligung. Gleichzeitig gewÃ¤hrte auch der Bauausschuss X gestÃ¼tzt auf § 262 und § 220 PBG die fÃ¼r oberirdische GebÃ¤ude innerhalb eines Waldabstandes von 30 m notwendige baurechtliche Ausnahmebewilligung. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin wandte im Rekursverfahren gegen diese beiden Bewilligungen ein, die Volkswirtschaftsdirektion kÃ¶nne die Erteilung der Ausnahmebewilligung nicht an die Gemeinde delegieren und mÃ¼sse selber prÃ¼fen, ob die Voraussetzungen fÃ¼r eine solche gegeben seien. Im angefochtenen Entscheid legte die Baurekurskommission die zÃ¼rcherische ZustÃ¤ndigkeitsordnung bei Unterschreitung von WaldabstÃ¤nden dar und zeigte insbesondere den Unterschied zwischen der forstrechtlichen Bewilligung und der baupolizeilichen Ausnahmebewilligung auf. Sie kam zum Schluss, dass die BaubehÃ¶rde den baurechtlichen Dispens fÃ¼r den als GebÃ¤ude zu beurteilenden Kombiturm, die Volkswirtschaftsdirektion hingegen die forstrechtliche Bewilligung fÃ¼r die Abstandsunterschreitung der gesamten Spielplatzanlage zu erteilen habe. Die BeschwerdefÃ¼hrerin scheint diese zutreffenden ErwÃ¤gungen im Beschwerdeverfahren anzuerkennen und bestreitet nunmehr ausschliesslich das Vorliegen der notwendigen Bewilligungsvoraussetzungen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Nach Art. 17 Abs. 1 WaG sind Bauten und Anlagen in WaldesnÃ¤he nur zulÃ¤ssig, wenn diese die Erhaltung, Pflege und Nutzung des Waldes nicht beeintrÃ¤chtigen. § 3 WaldV konkretisiert den einzuhaltenden Waldabstand beim Fehlen einer Waldabstandslinie auf 15 m. Die Volkswirtschaftsdirektion erwog in der angefochtenen Bewilligung, eine solche BeeintrÃ¤chtigung liege hier nicht vor, da zwischen dem Spielplatz und dem Wald die<br/> N-Strasse verlaufe. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt im Beschwerdeverfahren nichts vor, was diese zutreffende Argumentation zur forstrechtlichen Bewilligung in Frage stellen kÃ¶nnte. Ihre Kritik richtet sich nach ihrem Inhalt ausschliesslich gegen den baurechtlichen Dispens.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.3.1 </span></b><span>Nach § 262 Abs. 1 PBG dÃ¼rfen oberirdische GebÃ¤ude die im Zonenplan festgelegte Waldabstandslinie nicht Ã¼berschreiten; ausserhalb des Bauzonengebiets betrÃ¤gt der Abstand von der forstrechtlichen Waldgrenze 30 m. Nach § 220 PBG ist von Bauvorschriften im Einzelfall zu befreien, wenn besondere VerhÃ¤ltnisse vorliegen, bei denen die Durchsetzung der Vorschriften unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheint (Abs. 1). Ausnahmebewilligungen dÃ¼r­fen nicht gegen den Sinn und Zweck der Vorschrift verstossen, von der sie befreien, und auch sonst keine Ã¶ffentlichen Interessen verletzen, es sei denn, es wÃ¼rde die ErfÃ¼llung einer dem Gemeinwesen gesetzlich obliegenden Aufgabe verunmÃ¶glicht oder Ã¼bermÃ¤ssig erschwert (Abs. 2). Ein Nachbar darf durch Ausnahmebewilligungen von Vorschriften, die auch ihn schÃ¼tzen, nicht unzumutbar benachteiligt werden; Ausnahmebewilligungen dÃ¼rfen jedoch nicht von der Zustimmung des Nachbarn abhÃ¤ngig gemacht werden (Abs. 3).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bezogen auf die baupolizeiliche Ausnahmebewilligung erwog die Vorinstanz im Wesentlichen, dass mit dem Bauverbot im Abstandsbereich verschiedene Ziele verfolgt wÃ¼rden, im Vordergrund stÃ¼nden die GewÃ¤hrleistung der Wohnhygiene und die Freihaltung der WaldrÃ¤nder von GebÃ¤uden aller Art aus Sicherheits- und LandschaftsschutzÃ¼berlegungen. Der strittige Kombiturm stelle zwar wegen seines Daches ein abstandspflichtiges GebÃ¤ude im rechtstechnischen Sinn dar, lege jedoch von seiner Eigenart und zentralen Bedeutung fÃ¼r den Spielplatz eine Ausnahmebewilligung nahe. Nachbarliche Interessen wÃ¼rden durch die Ausnahmebewilligung nicht tangiert.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt dagegen vor, der Kombiturm bilde zusammen mit der Rutschbahn und der HÃ¤ngebrÃ¼cke ein GebÃ¤ude, von dem Ã¼bermÃ¤ssige LÃ¤rmimmissionen fÃ¼r die Nachbarn ausgingen. Die Stadt habe beim Erlass der neuen Bau- und Zonenordnung im Jahr 2000 auf eine Waldabstandslinie im Bereich des Spielplatz L verzichtet, weshalb der gesetzliche Abstand von 30 m einzuhalten sei. Es sei nicht ersichtlich, welcher ernsthafte Grund ein Abweichen von der gesetzlichen Regelung rechtfertige, namentlich sei auch nicht dargetan, inwiefern eine Bauverweigerung fÃ¼r die Stadt eine HÃ¤rte darstelle.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.3.2 </span></b><span>GemÃ¤ss § 2 Abs. 1 der Allgemeinen Bauverordnung vom 22. Juni 1977 (LS 700.2, ABV) sind GebÃ¤ude als Bauten und Anlagen definiert, die einen Raum zum Schutz von Menschen oder Sachen gegen Ã¤ussere, namentlich atmosphÃ¤rische EinflÃ¼sse mehr oder weniger vollstÃ¤ndig abschliessen. Aus dieser Legaldefinition ergibt sich, dass von den verschiedenen SpielgerÃ¤ten des Spielplatzes einzig der Kombiturm als GebÃ¤ude waldabstandspflichtig ist. Diese QualitÃ¤t kommt dem Turm nicht wegen seiner Verbindung mit der Rutschbahn oder der HÃ¤ngebrÃ¼cke, sondern ausschliesslich wegen des vorgesehenen Zeltdachs von 2 x 2 m zu. Wenn die Baurekurskommission in der bautechnischen Eigenart dieses GebÃ¤udes und der Bedeutung des Turms fÃ¼r den als Anlage grundsÃ¤tzlich nicht § 262 PBG unterstellten Spielplatz besondere VerhÃ¤ltnisse im Sinne von § 220 Abs. 1 PBG erblickt, so ist dies nicht rechtsverletzend. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zutreffend ist auch die von den Vorinstanzen dargelegte Zielsetzung von § 262 PBG und die vorgenommene Gewichtung der Ã¶ffentlichen Interessen im Sinne von § 220 Abs. 2 PBG. Dass die Gemeinde X im fraglichen Bereich keine Waldabstandslinie festgesetzt hat, liegt daran, dass solche Linien gemÃ¤ss § 66 Abs. 1 PBG nur im Bauzonengebiet festgesetzt werden, das fragliche GrundstÃ¼ck jedoch in der Erholungszone E2 liegt. Daraus lÃ¤sst sich jedoch kein weiter gehendes Ã¶ffentliches Interesse an der Einhaltung des Waldabstandes ableiten als bei Vorliegen einer Abstandslinie. Dass ein Ã¶ffentliches Interesse an der Einrichtung des Spielplatzes an der vorgesehen Stelle wie auch an der Erstellung des Kombiturmes selber besteht, wurde von der Beschwerdegegnerin bereits im Rekursverfahren Ã¼berzeugend dargelegt. Mit dem Spielplatz L soll ein grÃ¶sseres Wohngebiet versorgt werden, welches ausserhalb der Einzugsgebiete bestehender QuartierspielplÃ¤tze liegt. Der als wichtiges Element fÃ¼r Bewegungsspiele geplante Kombiturm kÃ¶nnte auf dem fraglichen GrundstÃ¼ck ohne Verletzung des Waldabstandes oder der Baulinie entlang dem M-Weg gar nicht errichtet werden. Die spezielle Hanglage des Areals verlangt sodann eine Platzierung des Turms im oberen GrundstÃ¼cksbereich und damit nahe am Waldrand. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nachbarliche Interessen, die gemÃ¤ss § 220 Abs. 3 PBG zu berÃ¼cksichtigen wÃ¤ren, sind vorliegend keine ersichtlich. Insbesondere bestehen die von der BeschwerdefÃ¼hrerin befÃ¼rchteten LÃ¤rmimmissionen grundsÃ¤tzlich unabhÃ¤ngig davon, ob der Turm Ã¼berdacht und damit erst waldabstandspflichtig im Sinne von § 262 PBG wird, und wÃ¤ren diese Immissionen auch dann nicht geringer, wenn der Turm ausserhalb des Waldabstandes und innerhalb der Baulinie etwa in der nordwestlichen GrundstÃ¼cksecke platziert wÃ¼rde. Im Ãbrigen bildet § 262 PBG ohnehin keine Vorschrift, die auch den in WaldnÃ¤he wohnenden Nachbarn schÃ¼tzt, und damit gemÃ¤ss § 220 Abs. 3 PBG einen Einbezug der nachbarlichen In­teressen bei der InteressenabwÃ¤gung verlangt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Die LÃ¤rmimmissionen ortsfester Anlagen sind anhand der vom Bundesrat festgelegten Belastungsgrenzwerte zu beurteilen (Art. 40 Abs. 1 der LÃ¤rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 [SR 814.41, LSV]). Fehlen solche Werte fÃ¼r bestimmte LÃ¤rmarten wie etwa fÃ¼r menschliche LautÃ¤usserungen, so sind die LÃ¤rmimmissionen im Einzelfall nach den Kriterien der Art. 15 (Immissionsgrenzwerte), 19 (Alarmwerte) und 23 (Planungswerte) des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 (SR 814.01, USG) zu bewerten (Art. 40 Abs. 3 LSV). Im Rahmen dieser Einzelfallbeurteilung sind der Charakter des LÃ¤rms, Zeitpunkt und HÃ¤ufigkeit seines Auftretens sowie die LÃ¤rmempfindlichkeit bzw. LÃ¤rmvorbelastung zu berÃ¼cksichtigen. Dabei ist nicht auf das subjektive LÃ¤rmempfinden einzelner Personen abzustellen, sondern eine objektivierte Betrachtung unter BerÃ¼cksichtigung von Personen mit erhÃ¶hter Empfindlichkeit (Art. 13 Abs. 2 USG) vorzunehmen (BGE 130 II 32 E. 2.2 S. 36, 126 II 366 E. 2c, 1<span>23 II 74 </span>E. 3d und 5a = URP 1997, S. 122). LÃ¤rmemissionen sind grundsÃ¤tzlich bei der Quelle und im Rahmen der Vorsorge auch unabhÃ¤ngig von der bestehenden Umweltbelastung so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich mÃ¶glich und wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 1 und 2 USG). Allerdings gibt es GerÃ¤usche, die nicht mit emissionsbeschrÃ¤nkenden Massnahmen reduziert werden kÃ¶nnen, ohne dass damit der eigentliche Zweck der TÃ¤tigkeit in Frage gestellt wÃ¼rde. Dazu sind auch kindliche LautÃ¤usserungen beim Spiel im Freien zu zÃ¤hlen. Solche GerÃ¤usche kÃ¶nnen nicht vÃ¶llig verboten, sondern im Wesentlichen nur einschrÃ¤nkenden Betriebszeiten unterstellt werden, wobei eine InteressenabwÃ¤gung zwischen dem RuhebedÃ¼rfnis der BevÃ¶lkerung und dem Interesse an der lÃ¤rmverursachenden TÃ¤tigkeit vorzunehmen ist (BGE 126 II 366 E. 2d).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vorliegend ist eine neue Anlage zu beurteilen (vgl. E. 1). Deshalb ist ein Massstab anzuwenden, der dem Planungswert entspricht und nur ein Immissionsniveau zulÃ¤sst, bei dem nach richterlicher Beurteilung hÃ¶chstens geringfÃ¼gige StÃ¶rungen auftreten (Art. 25 Abs. 1 USG, Art. 7 Abs. 1 lit. b LSV; BGE 130 II 32 E. 2.2 S. 35, 123 II 325 E. 4d/bb S. 335; BGr, 4. MÃ¤rz 2002, 1A.73/2001, E. 2.2, www.bgr.ch). Ein Ã¼berwiegendes Ã¶ffentliches Interesse am Betrieb des Kinderspielplatzes kann allenfalls die GewÃ¤hrung von Erleichterungen rechtfertigen (Art. 25 Abs. 2 USG, Art. 7 Abs. 2 LSV; BGE 130 II 32 E. 2.2 S. 36, 123 II 325 E. 4e/bb).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Zum LÃ¤rmschutz erwog die Baurekurskommission, dass LautÃ¤usserungen von Kindern keine IntensitÃ¤t erreichen wÃ¼rden, die zu einer erheblichen BeeintrÃ¤chtigung des Wohlbefindens der BevÃ¶lkerung fÃ¼hren kÃ¶nnte. Kinder und Jugendliche wÃ¼rden mit all ihren Ãusserungen zum Wohnen gehÃ¶ren, SpielplÃ¤tze seien daher in der massgebenden Wohnzone mit Empfindlichkeitsstufe II zu akzeptieren. Die Rekurrentin stÃ¶re sich vor allem an dem zwischen 14.00 und 16.00 bisweilen 17.00 Uhr auftretendem LÃ¤rm, wenn der Spielplatz von ganzen Klassen von ca. zehn Kindern aufgesucht werde. Derartige Immissionen seien hinzunehmen, zumal sie tagsÃ¼ber und zudem in einer relativ eingegrenzten Zeitspanne anfielen. Vorliegend sei der Erlass und Anschlag einer Benutzungsordnung mit eingeschrÃ¤nkten Betriebszeiten (werktags 9.00 bis 12.00 und 13.30 bis 20.00 Uhr sowie sonntags 10.00 bis 12.00 und 13.30 bis 20.00 Uhr) vorgesehen, die bereits bisher eingehalten worden seien. Damit sei dem Vorsorgeprinzip genÃ¼gend Rechnung getragen, wobei weitere Massnahmen oder EinschrÃ¤nkungen aufgrund plÃ¶tzlicher unvorhersehbarer VerÃ¤nderungen im Besucherkreis vorbehalten bleiben wÃ¼rden. Anzumerken bleibe, dass die Erstellung von LÃ¤rmschutzwÃ¤nden zur Verminderung der Immissionen weniger in Betracht kÃ¤me, da solche WÃ¤nde nur bei entsprechender Dimensionierung wirksam wÃ¤ren, was zu Konflikten unter Einordnungsgesichtspunkten fÃ¼hren wÃ¼rde.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt dagegen vor, der Spielplatz mit seiner GrÃ¶sse von fast 400 m</span><sup><span>2</span></sup><span> sei kein Spielplatz fÃ¼r das Quartier, sondern werde durch quartierfremde KindergÃ¤rten und Kinderhorte benutzt und Ã¼bersteige damit die massgebenden Grenzwerte. Die Stadt verfÃ¼ge Ã¼ber sehr grossen Landbesitz im Bereich O und sei nicht auf den Standort L angewiesen. Mit der Verlegung des Kombiturms an die SÃ¼dgrenze und durch die Errichtung einer LÃ¤rmschutzwand kÃ¶nnten Verbesserungen erzielt werden. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.3.1 </span></b><span>FÃ¼r die Beurteilung der vom Spielplatz L zu erwartenden LÃ¤rmimmissionen ist davon auszugehen, dass der Spielplatz nicht lÃ¤nger von einer privaten TrÃ¤gerschaft, sondern kÃ¼nftig als Ã¶ffentlicher Spielplatz betrieben wird. Auch wenn die angefochtene Baubewilligung die vorgesehene Widmung des Spielplatzes einem separaten Verfahren vorbehielt, kann die geplante ÃffentlicherklÃ¤rung fÃ¼r die prospektive LÃ¤rmbeurteilung nicht ausser Acht bleiben, da ein Ã¶ffentlicher Spielplatz einen grÃ¶sseren Kreis von Benutzern anziehen und damit belastender sein kann als ein privater Spielplatz. Allerdings fÃ¼hrt diese Ausgangslage im vorliegenden Fall nicht zur Erwartung, dass die vom erneuerten Spielplatz ausgehenden Immissionen tatsÃ¤chlich intensiver als die bisherigen sein werden. Der Spielplatz L wurde bis anhin zwar durch eine private TrÃ¤gerschaft gefÃ¼hrt, war aber nicht auf einen bestimmten Benutzerkreis beschrÃ¤nkt und wurde dementsprechend auch bereits durch quartierfremde KindergÃ¤rten und Horte aufgesucht. Im Weiteren spielt es fÃ¼r die Frage, ob die vom Spielplatz ausgehenden LÃ¤rmimmissionen die BevÃ¶lkerung in ihrem Wohlbefinden stÃ¶ren oder nicht, grundsÃ¤tzlich keine Rolle, ob die LautÃ¤usserungen von quartiereigenen oder quartierfremden Kindern ausgehen. </span></p> <p class="Erwgung3"><span>Im Streit steht ein eher kleiner Spielplatz mit einer FlÃ¤che von rund 400 m<sup>2</sup>, die mit zahlreichen BÃ¤umen und BÃ¼schen bestÃ¼ckt ist. Diese FlÃ¤che entspricht der bei der Erstellung von MehrfamilienhÃ¤usern gemÃ¤ss § 248 PBG erforderlichen Spiel- und RuheflÃ¤che fÃ¼r WohnungsgeschossflÃ¤chen von rund 2'000 bis 4'000 m<sup>2</sup> (ca. 10 - 20 %). UnabhÃ¤ngig vom konkreten Einzugsgebiet dÃ¼rfte ein Spielplatz von dieser GrÃ¶sse nur einer sehr beschrÃ¤nkten Anzahl von Kindern und Betreuungspersonen Platz bieten. Entsprechend den Angaben der BeschwerdefÃ¼hrerin geht der sie stÃ¶rende LÃ¤rm denn auch jeweils von Gruppen mit rund zehn Kindern und wÃ¤hrend der Nachmittage aus.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.3.2 </span></b><span>Die konkrete Situation wie namentlich der Benutzerkreis, die GrÃ¶sse des Spielplatzes, die Lage der SpielgerÃ¤te und der zeitliche Rahmen der Benutzung lassen den Schluss zu, dass auf jeden Fall keine <i>erhebliche</i> StÃ¶rung vorliegt und somit kein Immissionsniveau erreicht wird, das Immissionsgrenzwerte fÃ¼r LÃ¤rm Ã¼berstiege (Art. 15 USG). Entgegen der Beurteilung durch die Vorinstanz (E. 8 S. 14 f.) ist darÃ¼ber hinaus aber auch danach zu fragen, ob die Planungswerte eingehalten werden bzw. infolge Fehlens solcher Werte die StÃ¶rungen im Sinn der erwÃ¤hnten bundesgerichtlichen Rechtsprechung (E. 4.1) lediglich <i>geringfÃ¼gig</i> sind. Dies lÃ¤sst sich schwer beurteilen, doch kann die Frage offen gelassen werden, da auf jeden Fall ein Ã¼berwiegendes Ã¶ffentliches Interesse zu bejahen ist, das Erleichterungen im Sinn von Art. 25 Abs. 2 USG zulÃ¤sst. Der Standort des Spielplatzes liegt nÃ¤mlich in einem typischen Wohnquartier. In der nÃ¤heren Umgebung befindet sich kein Kinderspielplatz. Will man dem BedÃ¼rfnis Rechnung tragen, dass Betreuungspersonen mit Kindern in ihrem Wohnquartier und in kurzen Distanzen SpielmÃ¶glichkeiten erreichen kÃ¶nnen, so muss zwangslÃ¤ufig ein Kinderspielplatz im Quartier selber zu liegen kommen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Eine Verschiebung des Turms Richtung SÃ¼den oder Westen wÃ¼rde fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin zwar eine gewisse Erleichterung bringen, gleichzeitig aber die Liegenschaften im SÃ¼den und Westen entsprechend mehr belasten. Diese Massnahme wÃ¤re daher nicht geeignet, den LÃ¤rm des Spielplatzes gesamthaft zu begrenzen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Auch technische Vorkehrungen sind nicht in Betracht zu ziehen; denn das Spiel von Kindern im Freien wÃ¤hrend der Tagesstunden ist eine zum Wohnen gehÃ¶rende AktivitÃ¤t im Ã¼blichen Rahmen und verlangt in der Regel nur dann nach weiter gehenden lÃ¤rmbegrenzenden Massnahmen, wenn mit relativ geringem Aufwand eine wesentliche zusÃ¤tzliche Emissionsreduktion erreicht werden kann (BGE 127 II 306 E. 8 S. 318, 124 II 517 E. 5a). Da im vorliegenden Fall nur LÃ¤rmschutzwÃ¤nde in betrÃ¤chtlicher LÃ¤nge und HÃ¶he Ã¼berhaupt zu einer massgebenden LÃ¤rmreduktion fÃ¼hren kÃ¶nnten, erweisen sie sich als wirtschaftlich nicht tragbar und damit als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Zudem liessen sich solche LÃ¤rmschutzwÃ¤nde in der Tat kaum befriedigend einordnen. Zu bemerken bleibt, dass das Projekt immerhin den 1989 im Interesse der BeschwerdefÃ¼hrerin errichteten Ã¼ber 7 m langen Dichtzaun beibehÃ¤lt, der allerdings eher nur als Sichtschutz dienen dÃ¼rfte.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ebenfalls keine LÃ¶sung stellt eine weitere BeschrÃ¤nkung der Benutzungszeiten dar. Nach den Aussagen der BeschwerdefÃ¼hrerin tritt der LÃ¤rm nÃ¤mlich vorab wÃ¤hrend zwei bis drei Stunden am Nachmittag durch die Benutzung von Kindergarten- und Hortkinder auf. Keine oder zumindest weniger starke BeeintrÃ¤chtigungen durch den LÃ¤rm hat die BeschwerdefÃ¼hrerin offenbar am Abend und an Sonn- und Feiertagen hinzunehmen. Ausserdem garantieren die Benutzungszeiten die Mittagsruhe auch an Werktagen. Die LÃ¤rmimmissionen konzentrieren sich somit auf eine Zeitspanne, wo auch sonst lÃ¤rmintensive TÃ¤tigkeiten des Arbeitslebens vorgenommen werden. Eine weitere zeitliche Reduktion der Ãffnungszeiten des Spielplatzes am Nachmittag wÃ¼rde den Zweck des Spielplatzes vereiteln.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei der AbwÃ¤gung der gegenÃ¼berstehenden Interessen Ã¼berwiegt das Ã¶ffentliche Interesse an der Benutzung des Spielplatzes wÃ¤hrend des Tages gegenÃ¼ber dem privaten RuhebedÃ¼rfnis der betroffenen Nachbarn wÃ¤hrend dieser Zeit. Damit bleibt es bei der zutreffenden Feststellung der Vorinstanz, dass mit der Benutzungsordnung die zu erwartenden LÃ¤rmemissionen vorerst genÃ¼gend begrenzt werden.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>GemÃ¤ss § 238 Abs. 1 PBG sind Bauten, Anlagen und Umschwung fÃ¼r sich und in ihrem Zusammenhang mit der baulichen und landschaftlichen Umgebung im Ganzen und in ihren einzelnen Teilen so zu gestalten, dass eine befriedigende Gesamtwirkung erreicht wird; diese Anforderung gilt auch fÃ¼r Materialien und Farben. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dazu erwog die Baurekurskommission zutreffend, der Spielplatz sei optimal ins GelÃ¤nde und die bestehende Bepflanzung eingepasst und die gewÃ¤hlten GerÃ¤te seien aufeinander abgestimmt. Sie seien weder speziell auffÃ¤llig noch sonst wie geeignet, eine unbefriedigende Gesamtwirkung entstehen zu lassen. Was die BeschwerdefÃ¼hrerin dagegen vorbringt, Ã¼berzeugt nicht. Allein die Tatsache, dass der Spielplatz innerhalb des Waldabstandes zu liegend kommt, vermag keine ungenÃ¼gende Einordnung zu begrÃ¼nden. Wie die von der Vorinstanz erstellten Fotografien zeigen, setzt die bisherige Anlage mit ihrer dichten Bepflanzung den bestehenden Wald in aufgelockerter Form optisch fort und erreicht so einen erwÃ¼nschten gestalterischen Ãbergang zur anschliessenden Ãberbauung. Es besteht kein Grund zur Annahme, dass mit der erneuerten Anlage nicht eine Ã¤hnliche Wirkung erzielt wird.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde ist daher abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens hat die BeschwerdefÃ¼hrerin die Verfahrenskosten zu Ã¼bernehmen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihr damit von vornherein nicht zu.</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 120.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'120.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Urteilstext"><span>6. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>