<h2>InitialSituation<h2><p><b>Medienmitteilung des Bundesrates vom 22.06.2022</b></p><p><b>Bundesrat modernisiert die Produktionssysteme von swisstopo</b></p><p><b>Um den aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen und technischen Anforderungen gerecht zu werden, will der Bundesrat das Bundesamt für Landestopografie swisstopo mit neuen, modernen Produktionssystemen ausstatten. Dafür hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 22. Juni 2022 die Botschaft zu einem Verpflichtungskredit über 37 Millionen Franken "Neue Produktionssysteme swisstopo" (NEPRO) gutgeheissen. Der Bundesrat überweist die Botschaft ans Parlament und beantragt die Freigabe der ersten Etappe 2023-2024 im Umfang von 17,3 Millionen Franken.</b></p><p>Die Digitalisierung der Gesellschaft stellt neue Herausforderungen an den Service Public, an die Bundesverwaltung und somit auch an swisstopo, das Geoinformationszentrum der Schweiz. Vor diesem Hintergrund geben unter anderem die "Strategie Digitale Schweiz" und die "Strategie Geoinformation Schweiz" die Leitlinien für das staatliche Handeln vor. Im Weiteren sind Erwartungen der Nutzer und Trends in der Branche erkennbar, so beispielsweise eine kurze Reaktionszeit auf Veränderungen in der Realität, ein einfacher Zugang oder die Entwicklung von Kollaborationsplattformen. Heute sind bei swisstopo für die Geodatenerfassung und deren Verwaltung sowie für die Erstellung der vielseitigen Geoprodukte und Dienste teils veraltete Einzelsysteme im Einsatz. Sie wurden Anfang der 2000er Jahre konzipiert und sind teilweise seit 13 Jahren in Betrieb. Die Kernsysteme von swisstopo zur Geodaten-Produktion haben das Ende ihres Lebenszyklus erreicht und müssen ersetzt werden. Zudem müssen zahlreiche Umsysteme auf den neusten Stand der Technik gebracht werden.</p><p></p><p>Eine langfristige Investition</p><p>Für die Realisierung dieses Vorhabens hat swisstopo im Jahr 2019 das Programm "Neue Produktionssysteme" (NEPRO) gestartet. Es umfasst alle Produktionsketten von der Datenerfassung bis zur Erstellung der Produkte. Die technologischen Möglichkeiten haben sich im letzten Jahrzehnt markant weiterentwickelt. Ein Update der heutigen Technologie genügt nicht, es braucht eine neue, amtsweite Plattform, um den Anforderungen der Digitalisierung gerecht werden zu können.</p><p>Der gesamte Mittelbedarf für das Programm NEPRO für die Laufzeit von 2019-2029 beträgt 65,6 Millionen Franken. Auf Stufe Bund ergibt sich weder ein finanzieller noch ein personeller Mehrbedarf. Rund die Hälfte der Kosten macht der Personalaufwand aus, der aus dem Budget von swisstopo finanziert wird.Für den Sachaufwand und die Investitionen für die Jahre 2023-2029 hat der Bundesrat heute die Botschaft zu einem Verpflichtungskredit von 37 Millionen Franken gutgeheissen und ans Parlament überwiesen, mit dem Antrag, die erste Etappe 2023-2024 von 17,3 Millionen Franken freizugeben. Die notwendigen Voranschlags- und Finanzplankredite werden je hälftig aus dem Globalbudget von swisstopo alimentiert respektive innerhalb des Departements VBS kompensiert.</p><p></p><p>Digitalisierung erfordert eine neue Plattform</p><p>Die zukünftigen Produktionsinfrastrukturen für Georeferenzdaten und die dazugehörenden Systeme müssen fähig sein, aktuelle, verlässliche, adäquate und konsistente amtliche Georeferenzdaten und daraus abgeleitete amtliche Geoprodukte zu produzieren. Dabei müssen verschiedener Datenquellen und kollaborative Prozesse genutzt werden können.</p><p>Zum Programm NEPRO gehören mehr als 30 Projekte und Teilprojekte. Nicht dazu gehören Systeme wie Vertriebsplattformen und Apps, wo die Endnutzerinnen und Endnutzer im Fokus stehen. Das Programm NEPRO läuft bei swisstopo parallel zum laufenden Betrieb, der in oberster Priorität jederzeit gewährleistet sein muss.</p><p>Mit dem Aufbau einer neuen technischen Plattform bei swisstopo kann sichergestellt werden, dass bei der Zusammenarbeit mit andern Bundesämtern und mit den Kantonen die notwendigen Entwicklungsschritte umgesetzt werden können.</p><p>Volkswirtschaftlich gesehen bedeutet dies tiefere Kosten bei der Lösung von immer komplexeren Aufgaben.</p><h2>Proceedings<h2><p>SDA-Meldung</p><p><b>Debatte im Ständerat, 14.12.2022</b></p><p><b>Ständerat spricht 37 Millionen für Modernisierung von Swisstopo</b></p><p><b>Der Ständerat will veraltete IT-Systeme im Bundesamt für Landestopografie (Swisstopo) ersetzen. Er hat am Mittwoch als Erstrat dem entsprechenden Projekt und einem Kredit von 37 Millionen Franken mit 31 zu 0 Stimmen zugestimmt. Das Geschäft geht an den Nationalrat.</b></p><p>Gleichzeitig sollen Gelder im Umfang von 17,3 Millionen Franken für die erste Umsetzungsetappe 2023-2024 freigegeben werden. Der gesamte Mittelbedarf für das Programm "Neue Produktionssysteme (Nepro)" für die Laufzeit von 2019-2029 beträgt 65,6 Millionen Franken. Die Gelder werden dem ordentlichen Budget entnommen.</p><p>Nepro umfasst rund dreissig Projekte und Teilprojekte. Die in Betrieb befindlichen Systeme des Geoinformationszentrums der Schweiz wurden Anfang der 2000er-Jahre konzipiert und sind teilweise seit über 13 Jahren in Betrieb und veraltet.</p><p>Ein Update der heutigen Technologie genügt laut Bundesrat nicht, es brauche eine neue, amtsweite Plattform, um den Anforderungen der Digitalisierung gerecht werden zu können. Die Plattform dient zum einen der Verteidigung und Sicherheit der Schweiz. Sie unterstützt aber namentlich auch Ersthelfer bei Katastrophen oder GPS-Systeme für das Verkehrsnetz Schweiz oder das Gletschermonitoring, wie Verteidigungsministerin Viola Amherd im Rat ausführte.</p><p></p><p>SDA-Meldung</p><p><b>Debatte im Nationalrat, 16.03.2023</b></p><p><b>Landestopografie erhält neue Produktionssysteme</b></p><p><b>Das Bundesamt für Landestopografie (Swisstopo) kann seine zentralen Informatiksysteme ersetzen, die es beispielsweise zur Produktion von Landeskarten benötigt. Nach dem Ständerat hat am Donnerstag auch der Nationalrat dem dafür nötigen Verpflichtungskredit von 37 Millionen Franken zugestimmt.</b></p><p>Laut dem Bundesrat ist der Ersatz der heutigen Systeme nötig, weil diese Anfang der 2000-er Jahre konzipiert wurden und veraltet sind. Ein Update der heutigen Technologie genüge nicht. Es brauche eine neue, amtsweite Plattform, um den Anforderungen der Digitalisierung gerecht zu werden.</p><p>Die Plattform dient zum einen der Verteidigung und Sicherheit der Schweiz. Die Armee ist laut der Sprecherin der vorberatenden Kommission, Aline Trede (Grüne/BE), die grösste Datennutzerin von Swisstopo.</p><p>Die Swisstopo-Daten dienen aber auch Ersthelfer bei Katastrophen, zeigen auf, wie der Verkehr läuft, und sind die Basis des Gletschermonitorings, wie Verteidigungsministerin Viola Amherd im Rat ausführte.</p><p>Geodaten und Geodatenflüsse würden immer umfangreicher, schrieb der Bundesrat in seiner Botschaft ans Parlament. Sie seien vermehrt in Echtzeit verfügbar und stünden zunehmend im Zentrum der Managementaufgaben eines modernen Staats.</p><p>Der Ständerat hatte dem Kredit im Dezember einstimmig zugestimmt. Der Nationalrat tat dies mit 136 zu 41 Stimmen bei sieben Enthaltungen.</p>