Kassationsgericht des Kantons Zürich Kass.-Nr. AA080161/U/la Mitwirkende: der Kassationsrichter Herbert Heeb, Vizepräsident, die Kassa- tionsrichterinnen Sylvia Frei, Yvona Griesser und die Kassations- richter Reinhard Oertli und Georg Naegeli sowie der juristische Sekretär Markus Nietlispach Zirkulationsbeschluss vom 11. September 2009 in Sachen X., …, Kläger, Appellant und Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Z. gegen Y., …, Beklagte, Appellatin und Beschwerdegegnerin vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. ____ betreffend Abänderung des Scheidungsurteils (unentgeltliche Rechtspflege / Prozesskaution) Nichtigkeitsbeschwerde gegen zwei Beschlüsse der I. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 23. September 2008 und vom 21. Oktober 2008 (LC080020/Z03 und LC080020/Z04) - 2 - Das Gericht hat in Erwägung gezogen: I. 1. Mit Eingabe vom 21. Januar 2006 (E R act. 1) gelangte der Beschwerde- führer (Kläger und Appellant) mit dem Begehren um Abänderung des am 21. De- zember 2005 ergangenen Scheidungsurteils (ER act. 22/18) an die Einzelrichterin im ordentlichen Verfahren des Bezirkes Wint erthur (Erstinstanz). Nachdem diese mit Verfügung vom 28. November 2006 bei den Parteien die unentgeltliche Pro- zessführung und Rechtsverbei ständung bewilligt hatte (ER act. 28), entliess sie den unentgeltlichen Rechtsvertreter des Be schwerdeführers auf dessen Gesuch hin am 29. Januar 200 8 wieder aus dem Amt (ER act. 59). Am 11. März 2008 er- ging das erstinstanzliche Ur teil. Damit wurden das kl ägerische Begehren, die el- terliche Sorge für die am 20. August 1999 geborene Tochter A. von der Be- schwerdegegnerin (Beklagte und Appellatin) auf den Be schwerdeführer umzutei- len, abgewiesen, das Besuchsrecht des Beschwerdeführer s gegenüber der im Scheidungsurteil getroffenen Regelung eingeschränkt, ei ne Begleitung der Besu- che angeordnet, die am 7. September 2006 errichtete Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB für die Tochter aufrechterhalten sowie die Unterhaltsbei- träge für die Tochter und die Beschwerde gegnerin persönlich für gewisse Zeit- spannen reduziert bzw. aufgehoben (ER act. 64 = OG act. 73). 2. Gegen das einzelrichterliche Urteil erklärte der Beschwerdeführer (per- sönlich) am 18. März 2008 rechtzeitig Berufung (ER act. 68 = OG act. 74). Weil das angefochtene Erkenntnis der Berufungsinstanz aus einer vorläufigen Sicht als in weiten Teilen durchaus nac hvollziehbar erschien und si e es unter diesen Um- ständen für angezeigt hielt, im Berufungsve rfahren vorab über die Weitergeltung der dem Beschwerdeführer von der Erstinstanz gewäh rten unentgeltlichen Pro- zessführung zu befinden, wurde diesem mit zweitinstanzlicher Präsidialverfügung vom 4. April 2008 Frist zur schriftlic hen Stellung der Berufungsanträge und zur Nennung seiner allfälligen Berufungsnoven angesetzt (OG act. 78). In der Folge legitimierte sich Re chtsanwalt lic. iur. Z. mit Eingabe vom 24. April 2008 als neuer Rechtsvertreter des Beschwerdeführers; zugleich ersuch-- 3 - te er darum, ihn zu dessen unentgeltlichem Rechtsbeistand zu bestellen (OG act. 79 und 80). Am 19. Mai 2008 liess der Beschwerdeführer sodann seine Beru- fungsanträge stellen und sein e Berufungsnoven vorbringen (OG act. 81). Da er dabei unter anderem geltend machte, per 1. Februar 2008 eine neue Arbeitsstelle angetreten zu haben, wurde ihm mit Ve rfügung vom 11. Juni 2008 aufgegeben, seine aktuellen finanziellen Verhältni sse umfassend zu belegen (OG act. 83). Dieser Aufforderung kam der Beschwerdefüh rer mit Datum vom 28. August 2008 nach (OG act. 85-87). Am 23. September 2008 beschloss die I. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich (Vorinstanz), dem Besch werdeführer für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Prozessführung zu ent ziehen und dessen Gesuch um Bestel- lung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters für das zweitinstanzliche Verfahren abzuweisen; zugleich wurde der Beschwe rdeführer gestützt auf § 73 Ziff. 4 ZPO verpflichtet, für die Gerichtskosten und eine allfällige Prozessentschädigung an die Gegenpartei eine in 24 monatlichen Raten von Fr. 500.-- zahlbare Prozess- kaution von insgesamt Fr. 12'000.-- zu leisten, und es wurde ihm Frist zur ab- schliessenden Begründung der Berufungsant räge angesetzt (OG act. 89 = KG act. 2B). Das vom Beschwerdeführer am 14. Oktober 2008 sinngemäss gestellte Begehren um Wiedererwägung dieses für ihn negativen Armenrechtsentscheids (OG act. 90) wies die Vorinstanz am 21. Oktober 2008 unter Aufrechterhaltung der Dispositiv-Ziffern 1-3 des Beschlu sses vom 23. September 2008 (betreffend unentgeltliche Rechtspflege und Kautionierung) ab (OG act. 92 = KG act. 2A). 3.a) Mit Eingabe vom 24. Oktober 2008 (P oststempel desselben Tages) hat der Beschwerdeführer gegen di e ihm am 24. September 2008 bzw. 22. Oktober 2008 zugestellten (OG act. 89 und 92) bei den Beschlüsse vom 23. September 2008 bzw. 21. Oktober 2008 innert gebotener Frist (vgl. § 287 ZPO und §§ 191- 193 GVG) kantonale Nichtigkeitsbeschwerd e erhoben (KG act. 1). Damit verlangt er in der Sache selbst die Aufhebung der angefochtenen Entsch eide, die Bestel- lung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands und den Verzicht auf Entzug der un- entgeltlichen Prozessführung für das Berufungsverfahre n (sowie – als Folge da- von – auf Einforderung einer Kaution); eventualiter sei die monatliche Kautionsra- te auf Fr. 176.75 zu reduzieren (KG act. 1 S. 2). Konkret richtet sich die Be-- 4 - schwerde somit gegen die Dispositiv-Zi ffern 1-3 des ersten und gegen die Dispo- sitiv-Ziffern 1-2 des zweiten vorinstanzlichen Beschlusses (s.a. KG act. 1 S. 3, Ziff. 2 a.E., und S. 14). Fer ner stellt der Beschwerdef ührer auch für das Kassati- onsverfahren das prozessuale Gesuch um Bewilligung der (umfassenden) unent- geltlichen Rechtspflege (KG act. 1 S. 2). b) Mit Präsidialverfügung vom 28. Oktober 2008 wurden die vorinstanzlichen Akten beigezogen (s.a. KG act. 3 und 14) und der Beschwerde (von Amtes we- gen) aufschiebende Wirkung ver liehen (KG act. 5). Dem entsprechend wurde das vom Beschwerdeführer unter dem 30. Ok tober 2008 nachgereichte Gesuch um Gewährung des Suspensiveffekts (KG act. 7 und 9-10) am 6. November 2008 als gegenstandslos geworden abgeschrieben (KG act. 15). Eine Kaution war dem Beschwerdeführer angesichts seiner Rügen nicht aufzuerlegen (§ 75 Abs. 2 ZPO). Die Beschwerdegegnerin hat ausdrücklich auf Beantwortung der Be- schwerde und die Vorinstanz auf Vernehmlassung verzichtet (KG act. 11 und 12). II. 1.a) Mit Bezug auf die (als Rechtsmittelvoraussetzung von Amtes wegen zu prüfende) Beschwerdefähigkeit der angefoc htenen Entscheide ist festzuhalten, dass es sich dabei um prozessleitende En tscheide handelt. Im Interesse einer ra- schen Prozesserledigung sind solche grun dsätzlich erst mit dem Endentscheid anfechtbar. Immerhin lässt § 282 Abs. 1 Ziff. 1 ZPO eine selbstständige Anfech- tung derartiger Entscheide zu, wenn ein schwer wieder gutzumachender Nachteil droht. Diese (zusätzliche) Prozessvoraussetzung ist in Fällen der vorliegenden Art (Verweigerung der unentgeltlichen Rechts pflege, verbunden mit der Auferlegung einer Prozesskaution und der Androhung, bei deren Nichtleistung auf das erho- bene Rechtsmittel nicht einzutreten) praxisgemäss erfüllt (vgl. Frank/Sträuli/Mess- mer, Kommentar zur zürcherischen Zivilpro zessordnung, 3. A., Zürich 1997, N 5b zu § 282 ZPO; von Rechenberg, Die Nichtigke itsbeschwerde in Zivil- und Strafsa- chen nach zürcherischem Recht, 2. A., Züri ch 1986, S. 6; Spühler/Vock, Rechts- mittel in Zivilsachen im Kanton Zürich und im Bund, Zürich 1999, S. 64; s.a. SJZ 1995, S. 96 f., Nr. 9). Die (selbstst ändige) Beschwerdefähigkeit der angefochte- nen Beschlüsse ist somit zu bejahen (insofern zutreffend KG act. 1 S. 7, Ziff. 8). - 5 - b) Weiter ist vorweg anzumerken, dass die Vorinstanz mit ihrem das klägeri- sche Wiedererwägungsgesuch abweisend en Beschluss vom 21. Oktober 2008 (KG act. 2A) die Frage der Gewährung des prozessualen Armenrechts keiner (wiedererwägungsweisen) umfassenden Neubeurteilung unterzogen, sondern le- diglich die gegen ihren Beschluss vom 23. September 2008 vorgetragenen Argu- mente des Beschwerdeführers geprüft und sich mithin bloss mit vereinzelten Teil- aspekten ihres (ersten) Entscheids befasst hat. Somit hat sie – formell gesehen – keinen neuen, an die Ste lle des ersten Beschlusse s tretenden (gleichlautenden) Entscheid betreffend unentgeltliche Rechtspf lege im Berufungsverfahren gefällt. Gegenteils wurde – wie aus dem Disposit iv des Beschlusses vom 21. Oktober 2008 erhellt – ersterer gar nicht in Wi edererwägung gezogen. Damit hat der Be- schluss vom 23. September 2008 (rechtlich) weiterhin Bestand, und der zweite Beschluss (betreffend das Wiedererwägungsgesuch) ist lediglich als Ergänzung desselben aufzufassen. Die eigentliche Entscheidbegründung (für die Verweige- rung des prozessualen Armenrechts und die Kautionierung) setzt sich demnach aus den Erwägungen beider Beschlüsse zusammen. c) Schliesslich rechtfertigt sich ein Hinweis auf die besondere Natur des Be- schwerdeverfahrens. Dieses stellt kei ne Fortsetzung des Verfahrens vor dem Sachrichter dar. Zu prüfen ist vielmehr (allein), ob der angefochtene Entscheid aufgrund des bei der Vorins tanz gegebenen Aktenstandes an einem von der be- schwerdeführenden Partei geltend zu machenden und in seinen Grundlagen nachzuweisenden Nichtigkeitsgrund im Sinne von § 28 1 Ziff. 1-3 ZPO leidet (vgl. § 288 ZPO). Daraus folgt unter anderem, dass neue tatsächliche Behauptungen, Einreden, Bestreitungen und Beweise, die eine Ergä nzung des Prozessstoffes bezwecken, über welchen der erkennende Ric hter (Vorinstanz) zu entscheiden hatte, im Beschwerdeverfahren nicht zulä ssig sind (sog. Novenverbot); das gilt selbst dann, wenn die Voraussetzungen von § 115 ZPO erfüllt wären (Frank/ Sträuli/Messmer, a.a.O., N 4a zu § 288 ZPO [und N 7b zu § 115 ZPO]; Spüh- ler/Vock, a.a.O., S. 75; Wa lder-Richli/Grob-Andermacher, Zivilprozessrecht, 5. A., Zürich/Basel/Genf 2009, § 39 Rz 65; ZR 76 Nr. 26; RB 1996 Nr. 121). Aus diesem Grund ist bei der Beurteilung der Beschwerde der erstmals vor Kassationsgericht (und zudem erst nach Ablauf der Beschwerdefrist) geltend ge-- 6 - machte Umstand, dem Beschwerdeführer se i die Arbeitsstelle bereits wieder ge- kündigt worden (KG act. 7 S. 2, Ziff. 2), v on vornherein unbeachtlich. Gleiches gilt für die erst im Beschwerdeverfahren vorgetragenen Ausführungen zur Freiwillig- keit des Bonus (KG act. 7 S. 3, Ziff. 4) und die zu ihrer Untermauerung nachge- reichte Kopie des "Bonus scheme" der Arbeitgeberin des Beschwerdeführers (KG act. 8/1), die bei der Entscheidfindung ebenfalls unberücksichtigt bleiben müssen. 2.a) Die Vorinstanz prüfte in ihrer (ersten) Entscheidbegründung zunächst, ob der Beschwerdeführer trot z Aufnahme einer neuen Erwe rbstätigkeit nach wie vor als mittellos gelten könne. Dabei rechnete sie ihm auf der Einkommensseite neben seinem monatlichen Nett ogehalt von Fr. 7'653.50, einer Kinderzulage von Fr. 170.--, einer Familienzulage von Fr. 250.-- und einer Essensentschädigung von Fr. 214.-- auch einen monatlichen Bonusanteil von mindestens Fr. 493.25 an. Daraus schloss sie auf ein massgeb liches Nettoeinkommen von gerundet Fr. 8'780.-- pro Monat, wobei dieses bei Auszahlung des maximalen Bonus ge- mäss Arbeitsvertrag noch um knapp Fr. 740.-- höher ausfallen könne (KG act. 2B S. 3 f., Erw. 5.1). Alsdann befasste sich die Vorinstanz im Einzelnen mit den klägerischen Be- darfspositionen, aus denen sie im Ergebnis einen monatlichen Gesamtbedarf von Fr. 7'863.10 errechnete (KG act. 2B S. 4 ff., Erw. 5.2-5.3). In diesem Zusammen- hang hielt sie im Hinblick auf die vom Be schwerdeführer geltend gemachte Unter- stützung seiner Mutter im Betrag von mona tlich Fr. 250.-- fest, dass es sich dabei lediglich um moralisch, nicht aber um rechtlich geschuldete Unterstützungsleis- tungen handle, welche der Pflicht des Beschwerdeführers, den Prozess wenn möglich selbst zu finanzieren, nachgingen, weshalb sie in der Bedarfsrechnung nicht berücksichtigt werden könnten (KG act. 2B S. 9, Erw. 5.2/o). Stelle man das klägerische Einkommen dem errechnet en Bedarf gegenüber, so bleibe dem Be- schwerdeführer demnach ein Freibetrag von rund Fr. 920.--, welcher angesichts des Umstandes, dass bei der Einkommensberechnung vom minimalen Bonus (6% des Bruttoeinkommens) ausgegangen wo rden sei, bis Fr. 1'660.-- betragen könne. Der Beschwerdeführer verfüge so mit über genügende finanzielle Mittel, um den Prozess selber finanzieren zu können. Bei dieser Sachlage könne von ei- ner Prüfung der Prozessaussichten im Berufungsverfahren abgesehen werden. - 7 - Vielmehr sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung für das zweitinstanzliche Verfahren bereits gestützt auf seine finanziellen Verhältnisse zu entziehen. Ferner sei sein Gesuch um Bestellung eines unentgeltlichen Rechts- beistands abzuweisen. Schliesslich legte die Vorinstanz dar , weshalb der Beschwerdeführer zur Leistung einer Prozesskaution von Fr. 12'0 00.-- zu verpflichten und zugleich zu berechtigen sei, diese in Raten zu bezahlen (KG act. 2B S. 11, Erw. 6). b) In ihrem Beschluss vom 21. Oktober 2008 ging die Vorinstanz auf die neu vorgebrachten Argumente des Beschwerdeführers ein, mit denen dieser die An- rechnung von Bonuszahlungen bei der Fest setzung seines Einkommens sowie die Nichtberücksichtigung der Unterstützungsleistungen an seine Mutter im kläge- rischen Bedarf bemängelt hatte (vgl. OG act. 90). Zudem begründete sie näher, weshalb dem Beschwerdeführer (auch) kein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen sei (KG act. 2A S. 3 ff., Erw. 5-8). 3. Der Beschwerdeführer macht in der Beschwerdeschrift geltend, die Vorin- stanz habe ihm in Missachtung der Vorschriften über das prozessuale Armenrecht zu Unrecht die unentgeltliche Prozessf ührung entzogen und – im Besonderen – sein Gesuch um Bestellung eines unentgel tlichen Rechtsvertreters zu Unrecht abgewiesen. Überdies wirft er der Vorinsta nz vor, hinsichtlich der Abweisung sei- nes Gesuchs um unentgeltliche Recht sverbeiständung die Begründungspflicht und damit seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt zu haben (KG act. 1 S. 4 ff.). Die damit als verletzt gerügten Vorschriften (§§ 84/87 ZPO und Art. 29 Abs. 3 BV einerseits sowie § 56 Abs. 1 ZPO, Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK andererseits) gehören zu den wesentlichen Verfahrensgrundsätzen im Sinne von § 281 Ziff. 1 ZPO (vgl. von Rechenberg, a. a.O., S. 27; Spühl er/Vock, a.a.O., S. 67; Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 9 und 23 zu § 56 ZPO sowie N 24, 35 und 40a zu § 281 ZPO). Daher prüft das Ka ssationsgericht – im Rahmen der rechtsgenügend erhobenen Rü gen (dazu § 288 ZPO und von Rechenberg, a.a.O., S. 16 ff.; Spühler/Vo ck, a.a.O., S. 56 f., 72 f.; s.a. Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 4 zu § 288 ZPO) – frei, ob die behauptete Verletzung derselben vorliege - 8 - (Spühler/Vock, a.a.O., S. 75; Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 15 zu § 281 ZPO), wobei sich die freie Kogniti on auch auf Tatfragen erstreckt (RB 1987 Nr. 46). Im Übrigen steht der materiellen Beurteilu ng der geltend gemachten Mängel auch § 285 ZPO nicht entgegen, ist gemäss Abs. 2 Satz 2 dieser Vorschrift die Rüge der Verletzung von Art. 29 (Abs. 2 und 3) BV und Art. 6 EMRK im Kassationsver- fahren doch stets zulässig. 4.1.a) Im Einzelnen legt der Beschwerdeführer zunächst dar, wo er vor Vor- instanz geltend gemacht habe, dass und weshalb ihm zur gehörigen Führung des Berufungsverfahrens ein unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen sei. Die Vor- instanz sei jedoch mit keinem Wort auf das Gesuch um unentgeltliche Rechtsver- beiständung eingegangen. Vielmehr heisse es auf Seite 11 des Beschlusses vom 23. September 2008 (KG act. 2B) lediglich: "F erner ist sein Gesuch, es sei ihm in der Person von Rechtsanwalt lic. iur. Z. ein unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen, abzuweisen." Das sei jedoch keine Begründung, zumal er (selbst) mit dem von der Vorinstanz angenommenen Freibet rag von Fr. 917.-- zwar allenfalls die monatlichen Raten (von Fr. 500.--) für die ihm auferlegte Kaution, keinesfalls aber zusätzlich einen (aufgrund des not wendigen Aufwands namhaften) Vor- schuss für seinen Rechtsvertreter bezahl en könne. Gegenteils sei der Vorinstanz diesbezüglich eine Verletzung des rechtlic hen Gehörs vorzuwerf en (KG act. 1 S. 4-7, Ziff. 4-9). b) Aus dem in Art. 29 Abs. 2 BV garant ierten (und bereits aus Art. 4 aBV ab- geleiteten) Anspruch auf rechtliches Gehör folgt die Pflicht der Behörden und der Gerichte, ihre Entscheide zu begründen (B GE 117 Ia 3 f.; 119 Ia 269; 123 I 34; s.a. BGE 126 I 16 f.). Der Betroffene soll daraus ersehen, dass seine Vorbringen tatsächlich gehört, sorgfältig und ernsthaft geprüft und in der Entscheidfindung be- rücksichtigt wurden. Insoweit stellt die Begründungspflicht ei nen Ausfluss aus dem Charakter des rechtlichen Gehörs als persönlichkeitsbezogenem Mitwir- kungsrecht dar (vgl. BGE 122 I 55; 126 I 102; Pra 2002 Nr. 143; Häfelin/Haller/ Keller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht , 7. A., Zürich 2008, Rz 835). Ausser- dem soll die Entscheidmotivation den Betroffenen in die Lage versetzen, die Tragweite der Entscheidung und die Überlegungen, von denen sich die entschei- dende Behörde leiten liess, zu erkennen und sich g egen den betreffenden Ent-- 9 - scheid sachgerecht zur Wehr zu setzen bzw. diesen bei der Rechtsmittelinstanz sachgerecht (und mit der Möglichkeit, die Erfolgschancen zu beurteilen) anzu- fechten; für Letztere ist eine nachvollziehbare Begründung überdies unabdingbare Voraussetzung einer wirksamen Rechtmä ssigkeitsprüfung (einlässlich zu den Funktionen der Begründungspflicht Kneubühl er, Die Begründungspflicht, Bern/ Stuttgart/Wien 1998, S. 26 f. und 94 ff.). In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werd en, von denen sich das Ge richt leiten liess und auf welche sich sein Entscheid stützt (BGer 4P.273/2006 vom 29.1.2007, Erw. 4). Aus der Begründung müssen sich allerdin gs nur die für den Entscheid we- sentlichen Gesichtspunkte ergeben. Insbesondere ist es ni cht nötig, dass sich der Richter ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und mit jedem rechtli- chen Argument auseinandersetzt; vielmehr genügt es, wenn sich aus den Erwä- gungen ergibt, welche Vorbringen als be gründet und welche – allenfalls still- schweigend – als unbegründet betrachtet worden sind (Pra 2001 Nr. 70, Erw. 2/a; 2002 Nr. 119, Erw. 2.2; 2002 Nr. 143, Erw. 2.2; 2002 Nr. 180, Erw. 3.3.1; BGE 126 I 102 f., Erw. 2/b; 119 Ia 269; 112 Ia 109 f. [je m.w.Hinw.]; s.a. von Rechen- berg, a.a.O., S. 27; Frank/Sträuli/Messm er, a.a.O., N 14 zu § 56 ZPO; Kneubüh- ler, a.a.O., S. 26 ff.; ZBl 2005 S. 262). Immerhin erhöhen sich die Anforderungen an die Begründungsdichte (unter anderem), je komplexer die zu beurteilenden Sach- und Rechtsfragen sind, je weiter der der entscheidenden Behörde zukom- mende Ermessens- oder Beurteilungspielraum ist oder je stärker der Entscheid vom bisher Üblichen oder von einer gef estigten Rechtsprechung abweicht (Kneu- bühler, a.a.O., S. 33 ff.). Über diese ( bundesverfassungsrechtlichen) Grundsätze geht auch das kantonale Verfassungs- und Verfahrensrecht (vgl. insbes. Art. 18 Abs. 2 KV und § 157 Ziff. 9 GVG) nicht hinaus (ZR 81 Nr. 88, Erw. 2; einlässlich zum Ganzen auch ZR 106 Nr. 78, Erw. II/2.2/c m.w.Hinw.). c) Im Beschluss vom 23. September 2008 kam die Vorinstanz nach Prüfung der Aktenlage zum Schluss, dass dem Be schwerdeführer bereits gestützt auf sei- ne finanziellen Verhältnisse, die es ihm erlauben würden, den Prozess selber zu finanzieren, die unentgeltliche Prozessführung für das Berufungsverfahren zu ent- ziehen sei. In unmittelbarem Anschluss an diese Auffassung erwog sie, dass fer- ner dessen Gesuch, ihm einen unentgeltlichen Rechtsvertreter zu bestellen, ab-- 10 - zuweisen sei (KG act. 2B S. 11, Erw. 5. 3 a.E.). Ergänzend dazu führte die Vorin- stanz im Entscheid vom 21. Oktober 2008 unter Bezugnahm e auf die hiegegen erhobene klägerische Kritik (vgl. OG act. 90 S. 3 f., Ziff. 5) sodann an, im Be- schluss vom 23. September 2008 sei klar festgehalten worden, dass dem Be- schwerdeführer das Armenr echt aufgrund fehlender Mi ttellosigkeit nicht zu ge- währen bzw. zu entziehen sei. Da diese (d.h . die fehlende Mittellosigkeit) auch für die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvert reters relevant sei, müsse auf die übrigen Voraussetzungen gemäss § 87 ZPO nicht mehr näher eingegangen wer- den, zumal auch nach Art. 29 Abs. 3 BV und gemäss der Rechtsprechung zur EMRK bei der Frage der Gewährung des pr ozessualen Armenrechts auf die fi- nanzielle Situation des Ansprechers abgestellt werden könne (KG act. 2A S. 5, Erw. 8). d) Aus diesen Erwägungen in den angefochtenen Entscheiden geht klar her- vor, weshalb die Vorinstanz das klägeri sche Gesuch um Bestellung eines unent- geltlichen Rechtsvertreters für das Be rufungsverfahren abgewiesen hat: nämlich weil sie den Beschwerdeführer für nicht mittellos hielt, womit es an einer nach § 87 ZPO ("unter den Voraussetzungen von § 84") in Verbindung mit § 84 Abs. 1 ZPO (resp. nach Art. 29 Abs. 3 BV) unab dingbaren Voraussetzung (auch) für die unentgeltliche Rechtsverbeiständung fehle. Damit ist de r Begründungspflicht Ge- nüge getan. Insbesondere hatte die Vorinst anz bei dieser (Rechts-)Auffassung, deren Berechtigung keine Frage der B egründungspflicht, sondern der richtigen Anwendung von Art. 29 Abs. 3 BV bzw. § 87 ZPO betrif ft, (mangels Relevanz für ihren Entscheid) keinen (verfassungsrech tlich gebotenen) Anlass, auf die weite- ren, vom Beschwerdeführer geltend gemachten (kumulativen) Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtsve rbeiständung (Nichtaussicht slosigkeit des Verfah- rens bzw. der Berufungsanträge, sachliche Notwendigkeit) einzugehen (vgl. ZR 105 Nr. 10, Erw. III/3.1/b m.w.Hinw.). Eine Verletzung der Motivationspflicht liegt somit nicht vor, und die Beschwerde erweist sich diesbezüglich als unbegründet. 4.2.a) Zur Frage der Anrechnung von Bonuszahlungen beim klägerischen Einkommen führte die Vorinstanz im Beschluss vom 21. Oktober 2008 aus, dass der Beschwerdeführer zwar ei ne Bestätigung seiner Ar beitgeberin einreiche, wo- nach er aufgrund der Finanzkrise und sei ner Leistungen keine Bonuszahlung er-- 11 - halten werde (vgl. OG act. 91 = KG act. 4/1) . In seinem Arbeitsvertrag finde sich demgegenüber eine Best immung, gemäss welcher er Anspruch auf einen leis- tungsabhängigen Bonus von mi ndestens 6% seines Bruttojahresgehalts habe; genau dieser Mindestbetrag (F r. 493.25) sei ihm (im En tscheid vom 23. Septem- ber 2008) denn auch als Lohnbestandteil angerechnet worden (vgl. KG act. 2B S. 3 f., Erw. 5.1/a und c). Angesichts dieser Vertragsbestimmung erscheine es trotz eingereichter Bestätigung der Arbeitgeber in mit gegenteiligem Inhalt als unglaub- haft, dass der Beschwerdeführer keinen Bonus erhalten solle. Insbesondere finde sich auch kein Hinweis, dass die Bonuszahlung freiwillig sein solle, wie dies sonst in Arbeitsverträgen, welche Bonuszahlungen vorsehen, üblich sei. Solches mache der Beschwerdeführer auch nicht durch Beibringung eines entsprechenden Bo- nusreglements glaubhaft. Es sei daher we iterhin davon auszugehen, dass er An- spruch auf einen Bonus im Umfang von mindestens 6% seines Jahresbruttoge- halts habe bzw. eine solche Bonusbeteilig ung erhältlich machen könnte. Mithin bleibe es dabei, dass ihm ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 8'780.-- anzu- rechnen sei (KG act. 2A S. 3 f., Erw. 5). b) Der Beschwerdeführer rügt die vo rinstanzliche Annahme, er habe einen vertraglichen Anspruch auf einen m onatlichen Bonusanteil von mindestens Fr. 493.25 und könne diesen Betrag (als Einkommensteil) auch erhältlich machen, als willkürlich im Sinne vo n § 281 Ziff. 2 ZPO. Ausserdem wirft er der Vorinstanz in diesem Zusammenhang eine Verletzung der richterlichen Fragepflicht (§ 55 ZPO) vor. Zur Begründung führt er (z usammengefasst) aus, dass Bonussysteme im Unterschied zum 13. Monatslohn ni cht fester Lohnbestandt eil seien. Grund- voraussetzung für einen Bonus sei vielmehr der gute Geschäftsgang, welcher sich jedoch nicht verwirklicht habe. Dass der Beschwerdeführer wegen der aktuel- len Finanzkrise und seiner (mangelhaften) Leistungen ke inen Bonus er halte, er- gebe sich denn auch aus der vor Vorinst anz beigebrachten sch riftlichen Bestäti- gung seiner Arbeitgeberin vo m 2. Oktober 2008, welche mit aller Deutlichkeit be- kräftige, dass er eben gerade keinen Bonus erhalte (OG act. 91). Wenn die Vorin- stanz diese Bestätigung als unglaubhaft " abgetan" habe, liege darin reine Willkür, zumal die Bestätigung nicht von "irgendw elche[n] Subalternen", sondern von der Assistant HR (Personalassistentin) und vom Business Manager (Geschäftsführer) - 12 - unterzeichnet sei. Da es sich bei der fraglichen Best ätigung um eine Urkunde im Rechtssinne handle, unterstelle die Vorinstanz diesen beiden Personen im Er- gebnis eine Urkundenfälschung und ausserdem einen Betrugsversuch. Zumindest hätte die Vorinstanz, wenn sie dem Besch werdeführer einen Bonus habe anrech- nen wollen, ihm in Ausübung der richte rlichen Fragepflicht Gelegenheit geben müssen, dazu Stellung zu nehmen. Und selbst wenn es sich beim vertraglich ver- einbarten Bonus arbeitsrechtlich um ei nen durchsetzbaren Lohnbestandteil han- deln würde, was bestritten werde, gehe aus der Bestätigung der Arbeitgeberin je- denfalls hervor, dass dieser nicht einfac h ausbezahlt werde, sondern ein entspre- chender Anspruch allenfalls gerichtlich durchgesetzt werden müsste. Da derartige Prozesse aber oft jahrelang d auerten, präsentierte sich die aktuelle finanzielle Si- tuation des Beschwerdeführers somit auch in diesem Falle nicht besser (KG act. 1 S. 8 f., Ziff. 10-11, und S. 12, Ziff. 14-18). c) Dazu ist vorauszuschicken, da ss bei der Prüfung des Armenrechtsan- spruchs eine beschränkte Offizialmaxime gilt. Danach obliegt es (letztlich) der ge- suchstellenden Partei, welche diesbezüglich eine Mitwirkungspflicht trifft, ihre Mit- tellosigkeit darzutun. Da es sich dabei jedoch um eine negative Tatsache handelt, gilt für deren Nachweis nicht das (strenge) Beweismass des strikten Beweises; vielmehr reicht es aus, wenn deren Grundlagen glaubhaft gemacht sind (BGE 104 Ia 326 f.; Frank, Ergänzungsband zu Frank/S träuli/Messmer, a.a.O., Zürich 2000, N 5 zu § 84 ZPO; Bühler, Die Prozessarm ut, in: Schöbi [Hrs g.], Gerichtskosten, Parteikosten, Prozesskaution, unentgeltliche Prozessf ührung, SWR Bd. 3, Bern 2001, S. 190 m.w.Hinw.; ZR 95 Nr . 92, Erw. II/3/d; 90 Nr. 57, Erw. 6.1.5; einläss- lich zum Ganzen auch ZR 108 Nr. 1, Erw. II/3 m.w.Hinw.). Ob eine für die Beurtei- lung des Anspruchs auf unentgeltliche Rechtspflege relevante Tatsache glaubhaft erscheine, prüft die Kassationsinstanz im Zusammenhang mit der Rüge der Ver- letzung von §§ 84/87 ZPO bzw. Art. 29 Abs. 3 BV nicht nur unter dem beschränk- ten Gesichtswinkel von § 281 Ziff. 2 ZPO, sondern frei. d) Ziffer 7 des Arbeitsvertrages vom 1. Februar 2008 (OG act. 87/1) gewährt dem Beschwerdeführer unter dem Titel "A dditional terms and conditions" eine "Participation in bonus scheme (performanc e based within a range of 6%-15% of the annual gross salary)". Wie die Vorinst anz zutreffend feststellt, enthält diese - 13 - Formulierung in der Tat keinen Hinweis auf die Freiwilligkeit des Bonusanteils; sie schliesst diese aber auch nicht aus, garantiert sie dem Beschwerdeführer nach ih- rem Wortlaut doch lediglich eine Teilnahme am Bonusplan. Dessen genaue Aus- gestaltung ist (bzw. war vor Vorinstanz) jedoch nicht aktenkundig. (Dass er vom Beschwerdeführer als unzul ässiges neues Beweismittel nunmehr nachgereicht wurde, ändert daran nichts: vg l. vorne, Erw. II/1/c.) Es ist daher ohne weiteres möglich, dass er Freiwilligkeit der Bonu szahlung als solche vorsieht. Die vertragli- che Bonusabrede könnte mit anderen Wo rten auch bloss den quantitativen Um- fang des Bonus für den Fall festlegen, dass die (im Bonusplan umschriebenen) Voraussetzungen für dessen Ausrichtung erfüllt sind. Insoweit ist die vorinstanzli- che Würdigung, wonach ein Bonusanteil von mindestens 6% des Bruttolohnes vertraglich zugesicherter Lohnbestandteil sei, zwar allenfalls vertretbar, sie er- scheint angesichts des Umstands, dass der Vertrag auf das (nicht aktenkundige) "bonus scheme" verweist, jedoch keineswegs als zwingend. Um diese Unklarheit, auf die der Beschwerdeführer offenbar (erst) durch die Erwägungen im Beschluss vom 23. September 2008 aufmerksam wurde (in denen ihm ein Bonusanteil ange- rechnet wurde), zu beseitigen, reichte di eser eine schriftliche Bestätigung seiner Arbeitgeberin vom 2. Oktober 2008 ein, mit welcher die Personalassistentin und der Business Manager formell bestätigen ( "confirm"), dass der Beschwerdeführer keinen Bonus erhalte (OG act. 91). Im Lichte dieser Bestät igung, an deren Auth entizität und Wahrheit zu zwei- feln mangels diesbezüglic her Anhaltspunkte in den Akten ke inerlei Anlass be- steht, erscheint die vorinstanzliche Würd igung, es erscheine (mangels eines Hin- weises auf die Freiwilligkeit im Arbeit svertrag sowie mangels Einreichung des Bo- nusreglementes) als unglaubhaft, dass der Beschwerdeführer keinen Bonus er- halten solle, (und die daraus gezogene g egenteilige Annahme) zumindest als un- zutreffend (wenn nicht sogar als willkürlich, was im vorliegenden Kontext indessen keine Rolle spielt). Gegenteils ist dam it hinreichend glaubhaft gemacht, dass die Arbeitgeberin ihm – ungeachtet eines allenfalls sogar bestehenden vertraglichen Anspruchs (dazu nachstehend) – keinen Bonus auszahlen werde. Damit kann dem Beschwerdeführer bei der Einko mmensberechnung aber kein Bonusanteil angerechnet werden. Es darf ihm auch ni cht angelastet werden, dass er das Bo-- 14 - nusreglement nicht beigebracht hat. Denn dazu bestand für ihn angesichts der klaren Bestätigung seiner Ar beitgeberin (auch unter dem Aspekt der ihm oblie- genden Mitwirkungspflicht) kein begründeter Anlass. Vielmehr durfte er nach Treu und Glauben annehmen, mit di eser unmissverständlichen schriftlichen Be- stätigung (in der die unterzeichnenden Personen zudem eine Telefonnummer für weitere Rückfragen angaben) rechtsgenügend glaubhaft machen zu können, dass er keinen Bonus erhalte. Wollte die Vori nstanz dennoch Zweifel an der Richtigkeit der (an sich klaren) Best ätigung hegen, hätte sie dem Beschwerdeführer bei der gegebenen Aktenlage (auch auf grund der beschränkten Offizialmaxime) wohl zu- nächst Gelegenheit geben müssen, das Bonusreglement nachzureichen, statt ihm die Nichteinreichung vorzuhalten. An der Nichtberücksichtigung dieses Ei nkommensteils würde selbst dann nichts ändern, wenn der vertraglich fest gesetzte Bonus nicht freiwillig wäre, son- dern ein Rechtsanspruch auf Auszahlun g desselben bestünde. Denn nach dem sog. "Effektivitätsgrundsat z" dürfen bei der Beurteilung eines Gesuchs um Ge- währung der unentgeltlichen Rechtspflege bzw. bei der Prüfung der Frage, ob die gesuchstellende Partei über Mittel verfüge, die es ihr erlauben, die Gerichts- und Anwaltskosten innert gebotener Frist zu bezahlen, nur finanzielle Mittel berück- sichtigt werden, welche bei ihr im Zeitpunkt der Entscheidung effektiv vorhanden und verfügbar oder wenigstens realisierbar sind (vgl. Bühler, a.a.O., S. 137 f.; Meichssner, Das Grundrecht auf unentgeltliche Rechtspflege [Art. 29 Abs. 3 BV], Basel 2008, S. 79 f. [je m.w.Hinw.]; Frank /Sträuli/Messmer, a.a.O., N 11 zu § 84 ZPO). Deshalb sind sowohl bereits verfa llene, aber nicht realisierbare, als auch erst in Zukunft fällig werdende Einkünfte und Vermögenswerte (Anwartschaften) unbeachtlich; die Anrechnung solcher finanzieller Mittel hat vielmehr zu unterblei- ben, da sie tatsächlich (noch) gar nich t verfügbar sind. Das muss auch für Ein- künfte gelten, auf die zwar (möglicherweise) ein Anspruch besteht, die jedoch zu- nächst auf dem Prozessweg eingefordert werden müssten, und zwar – unter Vor- behalt des (hier mangels diesbezüglicher Anhaltspunkte auszuschliessenden) Rechtsmissbrauchs – selbst dann, w enn der Ansprecher auf einen dahingehen- den Prozess verzichtet (vgl. Bühler, a.a .O., S. 138 m.w.Hinw.; s.a. Meichssner, a.a.O., S. 81 f.). Sollte es in casu tats ächlich an der Freiwilligkeit der Bonuszah-- 15 - lung fehlen (was – wie gesagt – nicht schlüssig beurteilt we rden kann), könnte aufgrund der Bestätigung der Arbeitgeberin jedenfalls nicht davon ausgegangen werden, dass der Anspruch im Falle einer Geltendmachung durch den Beschwer- deführer ohne weiteres (und insbesondere ohne gerichtliches Ve rfahren) erfüllt würde. Damit würde es aber an der not wendigen Verfügbarkeit bzw. hinreichen- den Realisierbarkeit dieses Wertes fehl en, weshalb er ebenfalls unberücksichtigt bleiben müsste. e) Die Vorinstanz durfte dem Be schwerdeführer bei der Einkommensbe- rechnung somit keinen Bonusanteil von Fr. 493.25 anrechnen. Diesbezüglich ist die Beschwerde begründet. 4.3.a) Mit Blick auf di e geltend gemachten Unterstützungsleistungen erwog die Vorinstanz, dass der Beschwerdeführer keine Belege eingereicht habe, wel- che regelmässige Zahlungen an seine Mutter glaubhaf t machen würden. Der ak- tuellste Beleg über eine Überweisung datiere vom 15. Mai 2007 und weise einen Betrag von Fr. 1'000.-- aus (vgl. OG act. 48/7). Der Beschwerdeführer habe somit keineswegs dargetan, dass er diese Unterstützungsleistungen in der letzten Zeit regelmässig erbracht habe. Überdies sei festzuhalten, dass aufgrund der sonsti- gen grosszügigen Berücksichtigung von Sc hulden in der Bedarfsberechnung des Beschwerdeführers – diesem seien immerh in ingesamt Fr. 888.-- monatlich für Schuldrückzahlungen angerechn et worden (wovon Fr. 220.-- monatlich "Ehren- schulden" aus einem Studien darlehen des Kantons Wallis ) – ein weiterer Betrag von Fr. 250.-- für die Unterstützung der Mutter nicht angemessen wäre und das vernünftige Verhältnis zu seinem Eink ommen übersteigen würde. Vielmehr könne vom Beschwerdeführer verl angt werden, sich vorüber gehend in seinem Lebens- standard einzuschränken, um den von ih m angestrengten Prozess finanzieren zu können. Eine wiedererwägungsweise Berücksi chtigung der Unterstützungsleis- tungen an die Mutter des Beschwerdeführers komme daher nicht in Betracht (KG act. 2A S. 4 f., Erw. 6). An ihrem ursprünglichen Argument, dass es sich dabei um moralisch, nicht aber rechtlich geschulde te Beiträge handle, welche der Pflicht des Klägers, den Prozess wenn möglich selber zu finanzieren, nachgingen, wes- halb sie in der Bedarfsrechnung nicht berüc ksichtigt werden könnten (vgl. KG act. 2B S. 9, Erw. 5.2/o), hielt die Vorinstanz offenbar nicht mehr fest. - 16 - b) Der Beschwerdeführer rügt, die Vo rinstanz habe die (moralisch geschul- deten) Unterstützungsleistungen an seine Mutter zu Unrecht nicht als Bedarfspo- sition berücksichtigt. So seien gemäss dem Kreisschreiben über den betreibungs- rechtlichen Notbedarf, welches nach zürcherischer Praxis Ausgangspunkt der Be- trachtung bezüglich Mittellosigkeit sei, moralisch geschuldete Unterstützungsleis- tungen im Notbedarf zu berücks ichtigen. Es könne nicht sein, dass solche zwar gegenüber dem pfändenden Gläubiger, nicht aber auch gegenüber dem Gericht bei der Frage der Mittellosigkeit im Sinne von § 84 ZPO zu beachten seien. Der Beschwerdeführer zahle se iner bedürftigen Mutter seit Jahren im Durchschnitt Fr. 250.-- pro Monat, und er habe dies vor Vorinstanz auch nachgewiesen. Zwar seien die Zahlungen aus Ko stengründen nicht in monat lichen Raten erfolgt. Er habe aber belegt, dass er am 15. Mai 2007 fü r die ersten vier Monate dieses Jah- res einen Gesamtbetrag von Fr. 1'000.-- und (am 2. Juni 2008) für die darauffol- genden zwölf Monate einen solchen von Fr. 3'000.-- überwiesen habe. Die vorin- stanzliche Feststellung, wonach er regelmässige Zahlungen nicht belegt habe, sei somit willkürlich und aktenwidrig (KG act. 1 S. 9-11, Ziff. 12-13 m.Hinw. auf ER act. 48/7 und OG act. 87/9/4). c) Wie der Beschwerdeführer zutre ffend ausführt, nimmt die zürcherische Gerichtspraxis das Kreisschreiben der Verwaltungskommission des Obergerichts für die Berechnung des betreibungsrechtl ichen Existenzminimums vom 23. Mai 2001 (ZR 100 Nr. 46) als Ausgangspunkt fü r die Berechnung des armenrechtlich relevanten Notbedarfs (Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 12 zu § 84 ZPO; s.a. Bühler, a.a.O., S. 156; Meichssner, a. a.O., S. 90). Danach sind moralisch ge- schuldete Unterstützungsbeiträge, welche der Schuldner an nicht in seinem Haus- halt wohnende Personen in der letzten Ze it vor der Pfändung nachweisbar geleis- tet hat und voraussichtlich während der Dauer der Pfändung le isten wird, zum monatlichen Grundbetrag hinz uzurechnen (ZR 100 Nr. 46, Ziff. III/4). Dement- sprechend sind auch beim prozessualen Zwangs bedarf (d.h. beim Bedarf im Zu- sammenhang mit der unentgeltlichen Rechtspfl ege) moralisch geschuldete Unter- stützungsbeiträge, die der Gesuchsteller regelmässig und über eine längere Zeit (auch ins Ausland) geleistet hat und die er mutmasslicherweise auch weiterhin leisten wird, in seinem Notbedarf zu berücksichtigen, sofern der Nachweis der - 17 - Zahlung erbracht ist und di e Leistungen im Verhältnis zum Einkommen des Ge- suchstellers ein vernünftiges Mass nicht übersteigen (Meichssner, a.a.O., S. 93 f.; Bühler, a.a.O., S. 166 [je m.w.Hinw.]). d) Zwar hat der Beschwerdeführer keine "regelmässigen" (insbesondere monatliche) Zahlungen an seine Mutter nac hgewiesen. Entgegen vorinstanzlicher Auffassung trifft es aber auch nicht zu, dass der aktuellste (aktenkundige) Beleg vom 15. Mai 2007 datiere und eine Zahlung von Fr. 1'000.-- ausweise (so KG act. 2A S. 4, Erw. 6/b). Vielmehr reicht e der Beschwerdeführer neben dem damit an- gesprochenen Beleg (ER act. 48/7) vor Vori nstanz einen weiteren, neueren Beleg vom 2. Juni 2008 ein, der eine Zahlung vo n Fr. 3'000.-- an seine Mutter ausweist (OG act. 87/9/4). Mit diesen beiden Belegen, mit denen er den Nachweis erbringt, dass er seiner Mutter inner halb der seiner Eingabe vom 28. August 2008 voran- gehenden 16 Monate den Gesamt betrag von Fr. 4'000.-- überwiesen hat, er- scheint die Behauptung, er unterstütze diese aus moralischen Gründen mit Fr. 250.-- pro Monat, als durchaus glaubhaft. Ebenso ist damit glaubhaft gemacht, dass die Unterstützungszahlungen bereits seit einiger Zeit und mutmasslich auch weiterhin fliessen. Dass sie nicht m onatlich, sondern – aus Kostengründen, wie der Beschwerdeführer in plausibler Weise erklärt – jeweilen für grössere Zeiträu- me in entsprechend höheren Beträgen erfolg (t)en, ändert daran nichts, lassen die erwiesenermassen bereits getätigten Über weisungen doch ohne weiteres auf ei- nen durchschnittlichen Betrag von Fr. 250. -- pro Monat schliessen. Da dieser (Durchschnitts-)Betrag im Verhältnis zum massgeblichen Einkommen des Be- schwerdeführers von rund Fr. 8'287.-- (F r. 8'780.-- ./. Fr. 493.25) überdies kei- neswegs unvernünftig hoch anmutet, ist er bei der Festsetz ung des klägerischen Bedarfs somit zu berücksichtigen. Das gilt ungeachtet des Umstands, da ss dem Beschwerdeführer für – eben- falls nachgewiesene – Schuldrückzahlun gen monatlich Fr. 888.-- angerechnet werden (vgl. KG act. 2A S. 4, Erw. 6/b, und KG act. 2B S. 10, Erw. 5.3). Denn bei diesen beiden Ausgabenposten (Schuldrü ckzahlungen/moralische Unterstüt- zungsleistungen) handelt es sich um verschiedene Bedarfspositionen, die bei Vor- liegen der entsprechenden Voraussetzunge n je einzeln und unabhängig vonei- nander in Anschlag zu bringen sind. Es geht deshalb nicht an, den einen Posten - 18 - gegen den anderen aufzuwiegen bzw. die beiden Posten betragsmässig gleich- sam auf eine Gesamtsumme zu beschränken. Wesentlich ist nach der (zürcheri- schen) Rechtsprechung vielmehr einzig, ob die betreffenden (Ab-)Zahlungen tat- sächlich geleistet werden und – bei moralischen Verpflichtungen – ob sie in einem vernünftigen Verhältnis zum Einkommen des Gesuchstellers stehen. (Letzteres dürfte in casu selbst dann zu bejahen sein, wenn es sich auch bei den in den Fr. 888.-- enthaltenen "Ehrenschulden" von Fr. 220.-- aus einem Studiendarlehen um bloss moralisch geschuldete Rückza hlungen handeln sollte. Die Frage des vernünftigen Verhältnisses der Summe dieser beiden moralisch geschuldeten Be- träge zum klägerischen Einkommen braucht letztlich aber nicht abschliessend entschieden zu werden, da dem Beschwerdef ührer selbst bei Nichtberücksichti- gung der Unterstützungszahlungen an sein e Mutter Mittellosigkeit bzw. prozessu- ale Bedürftigkeit zu attestieren wäre [vgl. sogleich, Erw. 5].) Auch in diesem Punkt ist die Besc hwerde somit begründet. Der prozessuale Gesamtbedarf des Beschwerdeführers für sich und seine Familie ist daher (um Fr. 250.-- höher) auf Fr. 8'113.10 zu veranschlagen. 4.4. Zusammenfassend ergibt sich, dass das massgebliche Einkommen des Beschwerdeführers aufgrund des bei der Vorinstanz gegebenen Aktenstandes auf rund Fr. 8'287.-- pro Monat zu beziffern ist. Diesem steht ein monatlicher Bedarf von rund Fr. 8'113.-- gegenüber. Damit verf ügt der Beschwerdeführer über einen monatlichen Einkommensüberschuss von rund Fr. 174.--. Dafür, dass er daneben über armenrechtlich relevante Vermögenswerte verfügen würde, enthalten die Ak- ten keine Anhaltspunkte. 5. Es bleibt zu prüfen, ob der Besch werdeführer – wie in der Beschwerde primär geltend gemacht wird – bei diesen (neu gewürdigten) finanziellen Verhält- nissen als mittellos im Sinne von § 84 Abs. 1 ZPO bzw. Art. 29 Abs. 3 BV gelten könne. a) Mittellosigkeit bzw. Bedürftigkeit (w elche ihrerseits sowohl Einkommens- wie auch Vermögensarmut voraussetzt) ist dann zu bejahen, wenn der Anspre- cher trotz Ausschöpfung sämtli cher eigenen Hilfsmittel (wie beispielsweise Bar- geld, die eigene Arbeitskra ft und den Kredit, den er auf grund seiner Vermögens-- 19 - lage erwarten darf) nicht in der Lage ist, neben dem L ebensunterhalt für sich und seine Familie auch den Prozess zu fi nanzieren (vgl. Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 11 zu § 84 ZPO; s.a. ZR 108 Nr. 1, Erw. II/3/ b; 101 Nr. 14, Erw. 4). Sie beurteilt sich nach der gesamten wirtsc haftlichen Situation des Rechtsuchenden im Zeitpunkt der Einreichun g des Gesuchs. Dazu gehören einerseits sämtliche fi- nanziellen Verpflichtungen, anderseits die Einko mmens- und Vermögensverhält- nisse (BGE 120 Ia 181, Erw. 3/a). Ein allfälliger Überschuss zwischen dem effek- tiv zur Verfügung stehenden Einkommen und dem Zwangsbedarf der gesuchstel- lenden Partei ist mit den für den konkreten Fall zu erwartenden Gerichts- und An- waltskosten in Beziehung zu setzen und danach zu fragen, ob die gesuchstellen- de Partei mit dem ihr verbleibenden Über schuss in der Lage is t, die anfallenden Gerichts- und Anwaltskosten innert absehbarer Zeit bzw. innert angemessener Frist selbst zu finanzieren. Im Sinne ei ner groben Faustregel ge ht die Rechtspre- chung davon aus, dass der monatliche Übersc huss es ihr ermöglichen sollte, die Prozesskosten bei weniger aufwendigen Prozessen innert eines Jahres, bei ande- ren innert zweier Jahre zu tilgen. Entscheidend ist zudem, ob die gesuchstellende Partei mit dem ihr verbleibenden Überschus s in der Lage ist, die anfallenden Ge- richts- und Anwaltskostenvorschüsse innert absehbarer Zeit zu leisten. Andern- falls ist die prozessuale Mittellosigkeit zu bejahen (vgl. Bühler, a.a.O., S. 182 f. und 185 f.; Meichssner, a.a.O., S. 75 f.; Pra 2006 Nr. 143, Erw. 1.2; BGer 4A_87/2007 vom 11.9.2007, Erw. 2.1; 5A_663/2007 vom 28.1.2008, Erw. 3.1; 5A_26/2008 vom 4.2.2008, Erw. 3.1). b) Die Vorinstanz hat die Gerichtsgebühr und die mutmassliche Prozessent- schädigung an die anwaltlich vertretene Beschwerdegegnerin, welche mit den im vorliegenden Kontext allein relevanten Kosten der anwaltlichen Vertretung des Beschwerdeführers als Gesuchsteller (vgl. Bühler, a.a.O., S. 185) zwar nicht über- einstimmen, aber dennoch einen gewissen A nhaltspunkt für deren Höhe liefern, für das Berufungsverfahren auf insgesamt Fr. 12'000.-- veranschlagt (KG act. 2B S. 11, Erw. 6; vgl. zu den mutmasslichen Anwaltsko sten des Beschwerdeführers im Berufungsverfahren auch KG act. 1 S. 4, Ziff. 4, und KG act. 7 S. 2, Ziff. 2 m.Hinw. auf KG act. 8/2). Vergleicht man diese namhaften Kosten mit dem hiege- gen bescheiden anmutenden monatlichen Einkommensüberschuss von rund - 20 - Fr. 174.--, ist ohne weiteres ersichtlich, dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage ist, neben seinem Bedarf auch die anfallenden Gerichts- und Anwaltskosten innert angemessener Frist (im vorstehend dar gelegten Sinne) selbst zu finanzie- ren bzw. die ihm auferlegte Kaution innert absehbarer Fris t zu leisten. Der Über- schuss dürfte nicht einmal für die Begl eichung der zweitinstanzlichen Gerichtsge- bühr innert angemessener Zeit ausreichen, weshalb auch die Gewährung einer auf die Anwaltskosten beschränkten une ntgeltlichen Rechtspflege ausser Be- tracht fällt. Vielmehr ist der Beschwerdeführer als mittellos im Sinne von § 84 Abs. 1 ZPO resp. Art. 29 Abs. 3 BV zu betracht en. (Das gälte im Übrigen selbst dann, wenn man die Unterstützungsbeiträge an seine Mutter von durchschnittlich Fr. 250.-- pro Monat nicht seinem Bedarf zurechnen und der Einkommensüber- schuss demnach Fr. 424.-- bet ragen würde.) Folglich hat die Vorinstanz wesentli- che Verfahrensgrundsätze (§§ 84/87 ZP O und Art. 29 Abs. 3 BV) verletzt und zum Nachteil des Beschwerdeführers den Nichtigkeitsgrund von § 281 Ziff. 1 ZPO gesetzt, indem sie dem Beschwerdeführer für das Berufungsverfahren die Bewilli- gung der unentgeltlic hen Prozessführung entzogen un d dessen Gesuch um Be- stellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters mit der Begründung fehlender Mit- tellosigkeit abgewiesen hat. Auch insoweit erweist sich die Beschwerde als be- gründet. 6. Demzufolge sind die angefochtenen Beschlüsse vom 23. September 2008 bzw. 21. Oktober 2008 in Gutheissung der Beschwerde (im angefochtenen Um- fang) aufzuheben. Die vom Beschwerdeführ er beantragte Fällung eines Sachent- scheids durch das Kassationsgericht (vgl. KG act. 1 S. 2) erscheint unter den ge- gebenen Umständen nicht angezeigt, nachdem die Vorinstanz die Erfolgsaussich- ten der Berufung noch gar nicht beurteilt hat (vgl. KG act. 2B S. 11). Vielmehr ist die Sache zur Neubeurteilung des kläger ischen Anspruchs auf unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbeiständung im Berufungsverfahren an die Vorin- stanz zurückzuweisen (§ 291 Satz 1 und 3 ZPO). III. 1. Nachdem dem Beschwerdeführer im vorliegenden Kassationsverfahren keine Kosten auferlegt wer den (vgl. nachstehende Erw. IV/1), erweist sich sein - 21 - Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (auch) im Kassati- onsverfahren (vgl. KG act. 1 S. 2) als hinfällig. 2.a) Demgegenüber wird der prozessuale Antrag, ihm (auch) für das Kassa- tionsverfahren in der Person seines Re chtsvertreters einen unentgeltlichen Rechtsbeistand zu bestellen, mit Blick auf die Vorschrift von § 89 Abs. 2 ZPO mit der Gutheissung der Beschwe rde nicht gegenstandslos, weshalb darüber zu ent- scheiden ist. b) Wie vorstehend dargelegt, ist dem Beschwerdeführer Mittellosigkeit im Sinne von § 84 Abs. 1 ZPO resp. Art. 29 Abs. 3 BV zu attestieren, zumal er – soll- te ihm tatsächlich gekündigt worden sein (vgl. KG act. 7 S. 2, Ziff. 2 a.E.) – kaum über ein höheres, sondern eher über ein ni edrigeres (Ersatz-)Einkommen verfü- gen dürfte. Ferner kann das Rechts begehren des (obsiegenden) Beschwerdefüh- rers auf Aufhebung der angefochtenen Entsc heide (selbstredend) nicht als aus- sichtslos bezeichnet werden. Und schli esslich dürfte der rechtsunkundige Be- schwerdeführer insbesondere auch wege n der formellen Besonderheiten des Kassationsverfahrens (Rügeprinzip) nicht in der Lage (gewesen) sein, die Be- schwerde ohne anwaltlichen Beistand sac hgerecht zu begründen; gegenteils be- darf er zur gehörigen Führung des Kass ationsverfahrens eines anwaltlichen Rechtsvertreters, womit auch das Erfo rdernis der sachlichen Notwendigkeit an- waltlicher Verbeiständung erfüllt ist; di es umso mehr, als auch die Beschwerde- gegnerin durch eine Rechtsanwältin vertret en ist (Prinzip der Waffengleichheit). Damit sind die Voraussetzungen für die Bestellung eines unent geltlichen Rechts- beistands (§ 87 ZPO in Verbindung mit § 84 ZPO, Art. 29 Abs. 3 BV) erfüllt, und es ist ihm für das Kassationsverfahren in der Person von Rechtsanwalt lic. iur. Z. ein unentgeltlicher Rechtsvertreter beizugeben. IV. 1. Gemäss der auch im Rechtsmittelv erfahren geltenden allgemeinen Regel von § 64 Abs. 2 ZPO werden die Gericht skosten der unterliegenden Partei aufer- legt. Da sich die Beschwerdegegnerin am vorliegenden Kassationsverfahren nicht beteiligt und insbesondere w eder Anträge gestellt noch si ch mit dem (fehlerhaf-- 22 - ten) Entscheid der Vorinstanz identifiziert hat (vgl. KG act. 11), kann sie nicht als vor Kassationsgericht unterliegende Partei betrachtet werden. Dementsprechend können ihr auch keine Kosten auferlegt wer den. Diese sind vielmehr auf die Ge- richtskasse zu nehmen (§ 66 Abs. 2 ZP O; Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 5 zu § 66 ZPO; von Rechenberg, a.a.O., S. 52; Spühler/Vock, a.a.O., S. 80 f.). Mangels Kostenauflage (sowie mangels Unterliegens) kann die Beschwer- degegnerin auch nicht verpflic htet werden, dem unentgel tlichen Rechtsvertreter des im Kassationsverfahr en obsiegenden Beschwerdeführ ers (vgl. § 89 Abs. 1 ZPO) eine Prozessentschädigung zu bez ahlen. Hingegen ist dem unentgeltlichen Rechtsvertreter des Beschwerdeführers für seine Bemühungen und Auslagen im Kassationsverfahren eine Entschädigung aus der Gerichtskasse auszurichten, de- ren Höhe sich nach den Vorschriften der AnwGebV (insbes. § 4 Abs. 1 in Verbin- dung mit § 3 Abs. 5 und § 12 Abs. 1 AnwGebV) richtet (§ 89 Abs. 2 ZPO und § 16 AnwGebV; s.a. Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 9 zu § 89 ZPO) und unter Mitbe- rücksichtigung der ins Recht gereichten Leistungsübersicht (KG act. 8/2) auf Fr. 1'500.-- zuzüglich 7,6% Mehrwertsteuer festzusetzen ist. Zugleich ist der Be- schwerdeführer auf § 92 ZPO hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung dieser Entschädigung verpflichtet werden kann, so llte er später in günstige wirtschaftli- che Verhältnisse kommen. 2. Beim vorliegenden (Rückweisungs-)B eschluss handelt es sich (in der Terminologie des BGG) um einen Zwisch enentscheid im Sinne von Art. 93 BGG (vgl. BGE 133 V 645, Erw. 1; 133 V 481 f., Er w. 4.2) in einer Zivilsache nicht ver- mögensrechtlicher Natur (vgl. BGer 5A_663/2007 vom 28.1.2008, Erw. 1.2; 5A_43/2008 vom 15.5.2008, Erw. 1.1; 5A_394/2008 vom 2.3.2009, Erw. 1.1). Demnach (und weil der Rechtsweg gegen Zwischenentscheide dem in der Haupt- sache zulässigen Rechtsmittel folgt; vgl. BGE 133 III 647 f., Erw. 2.2; BGer 5D_41/2007 vom 27.11.2007, Erw. 2.2) is t gegen ihn die (ordentliche) Beschwer- de in Zivilsachen gemäss Art. 72 ff. BGG an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 BGG genannten Voraussetzungen zulässi g. Ob diese erfüllt sind, ent- scheidet gegebenenfalls das Bundesgericht. - 23 - Das Gericht beschliesst: 1. Das Gesuch des Beschwerdeführ ers um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung im Kassationsverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben. 2. Dem Beschwerdeführer wird für das Kassationsverfahren in der Person von Rechtsanwalt lic. iur. Z. ein unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt. 3. In Gutheissung der Nichtigkeitsbesch werde werden die Dispositiv-Ziffern 1-3 des Beschlusses der I. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 23. September 2008 sowie die Dispositiv-Ziffern 1-2 des Beschlusses vom 21. Oktober 2008 aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen. 4. Die Gerichtsgebühr für das Kassationsverfahren wird festgesetzt auf Fr. 1'000.--. 5. Die Gerichtsgebühr wird auf die Gerichtskasse genommen. 6. Für das Kassationsverfahren wer den keine Prozessentschädigungen zuge- sprochen. 7. Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt lic. iur. Z., wird für seine Bemühungen und Auslagen im Kassationsverfahren mit insgesamt Fr. 1'614.-- (Fr. 1'500.-- zuzüglich 7,6% Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt. Die Nachzahlungspflicht gemäss § 92 ZPO bleibt vorbehalten. 8. Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 90 ff. BGG (insbes. Art. 93 BGG) innert 30 Tagen nach dessen Empfang schriftlich durch eine Art. 42 BGG entsprechende Eingabe Beschwerde ge- mäss Art. 72 ff. BGG an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden. Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Zi- vilsache. Hinsichtlich des Fristenlaufes gelten die Art. 44 ff. BGG. 9. Schriftliche Mitteilung an die Part eien und die I. Zivilkammer des Oberge- richts des Kantons Zürich, je gegen Empfangsschein. - 24 - ______________________________________ KASSATIONSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Der juristische Sekretär: