27 PKG 1999 rung des ungestörten Gerichtsbetriebes (SJZ 68 1972 S. 347; Schmid, a. a. O., N 167). Weil der Wortlaut von Art. 108 Abs. 2 StPO in keinem Fall Ton- und Filmaufnahmen zulässt, ist das Gesuch des Berufungsklägers abzulehnen. Nur am Rande sei erwähnt, dass der vom Berufungskläger verfolgte Zweck des Festhaltens des Verfahrensganges auch durch selbst verfertigte Notizen erreicht werden kann. SB 99 63 Urteil vom 29. September 1999 - Berufung; Begründungspflicht (Art. 142 Abs. 1 StPO). Die Begründung der Berufungsanträge hat in der Berufungs- schrift bzw. in der Vernehmlassung zu erfolgen; ein blosser Verweis auf andere Eingaben oder Einlagen ist unzulässig. Aus den Erwägungen: a) Der Berufungskläger beantragt zunächst in seinem Schreiben vom 15. Februar 1999, die von der Staatsanwaltschaft Graubünden mit der Vernehmlassung vom 21. Dezember 1998 eingereichte interne Stellungnah- me des Untersuchungsrichters vom 13. November 1998 sei aus dem Recht zu weisen. b) Eine Vernehmlassung im Berufungsverfahren ist, sofern von die- sem Recht Gebrauch gemacht wird, wie die Berufungsschrift selber schrift- lich zu begründen (Art. 143 Abs. 2 StPO in Verbindung mit Art. 142 Abs. 1 StPO). Schriftliche Einlagen anstelle einer eigenen Begründung, auf welche die Rechtsschrift bloss verweist, sind unstatthaft, ebenso Verweisungen auf andere eigene Eingaben oder gar auf solche anderer Berufungskläger. Nicht zulässig ist auch eine blosse Verweisung auf früher vorgebrachte Argumente anstelle einer Begründung in der Berufungsschrift (vgl. Padrutt, Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons Graubünden, 2. Aufl., Chur 1996, S. 368). Diese restriktive Praxis wird damit begründet, dass es dem Richter nicht zuzumuten ist, dass er das Berufungsthema in Schriftstücken zusam- mensuchen muss, die zum integrierenden Bestandteil der Berufungsschrift erklärt werden. Dieselben Überlegungen gelten aber auch bezüglich der schriftlichen Vernehmlassung im Berufungsverfahren, soweit nicht auf die Erwägungen im angefochtenen Urteil verwiesen wird. Der diesbezügliche Antrag des Berufungsklägers erweist sich demnach als begründet, so dass auf die interne Stellungnahme nicht abgestützt werden kann und diese aus dem Recht zu weisen ist. SB 98 78 Urteil vom 17. Februar 1999 92 27