<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, den Aufwand, die Probleme und den Nutzen der Volkszählung 2000 zu evaluieren und den eidgenössischen Räten bis zur Vorlage des Entwurfes des Registerharmonisierungsgesetzes Bericht über die Ergebnisse zu erstatten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Auffassung des Postulanten, dass eine Evaluation der Volkszählung 2000 mit Blick auf die Vorbereitung der Volkszählung 2010 unerlässlich ist.</p><p>Einzelne Aspekte der Volkszählung 2000 wurden bereits evaluiert, so z. B. die Belastung der Städte und Gemeinden. In einer vom Bundesamt für Statistik (BFS) im Jahre 2002 durchgeführten repräsentativen Umfrage hat die überwiegende Mehrheit der Gemeinden die Möglichkeiten der Registerunterstützung und die Auslagerung der Gemeindearbeiten an ein Dienstleistungszentrum als ganz wesentliche Entlastung und Erleichterung gegenüber der Volkszählung 1990 beurteilt. Diese Teilaspekte der Evaluation sollen in einem umfassenden Gesamtbericht zur Volkszählung 2010 integriert werden, der neben der Evaluation der Volkszählung 2000 die Überarbeitung des Informationsauftrages, die Konzeption der Erhebungsmethoden und die Erarbeitung der Grundlagen für einen Verpflichtungskredit enthalten wird.</p><p>Zudem muss im Zusammenhang mit den Erhebungsmethoden geklärt werden, welche Merkmale, die nicht mit einer Registerzählung erfasst werden können, weiterhin mittels einer Direktbefragung erhoben werden sollen. Zu solchen Merkmalen, die auch in Zukunft nicht in Registern geführt werden, gehören z. B. die Fragen nach dem Arbeitsweg und dem Verkehr, der Sprache, der Erwerbssituation und der Ausbildung.</p><p>Alle diese Aufgaben sind aufwändig und können nicht voneinander unabhängig bearbeitet werden. Das BFS wird dem Bundesrat einen integralen Gesamtbericht, in dem auch die Evaluation der Volkszählung 2000 enthalten sein wird, Anfang 2005 als Entscheidgrundlage für das weitere Vorgehen unterbreiten. Das Harmonisierungsgesetz ist zwar eine der Grundlagen für die Volkszählung 2010, hingegen enthält es keinerlei Festlegungen zur Erhebungsmethode und zum Informationsauftrag der Volkszählung 2010.</p><p>Aus diesen Gründen schlägt der Bundesrat vor, den gewünschten Evaluationsbericht nicht zusammen mit der Botschaft zum Harmonisierungsgesetz im Jahre 2004, sondern als Gesamtbericht zur Volkszählung 2010 gleichzeitig mit dem Antrag zu einem Verpflichtungskredit zur Volkszählung 2010 voraussichtlich im Laufe des Jahres 2005 den eidgenössischen Räten vorzulegen.</p><p>Mit diesem Vorgehen wird auch der Fahrplan für das Harmonisierungsgesetz nicht gefährdet. Die Vernehmlassung zum Harmonisierungsgesetz hat eine breite Akzeptanz zur Vorlage gezeigt, aber auch deutlich gemacht, dass die Umsetzung des Gesetzes Investitionen und genügend Zeit benötigt.</p>  Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.