<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">IV.2009.00049</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">I. Kammer</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende</font> <p><font size="4">Sozialversicherungsrichter Spitz</font> </p><p><font size="4">Ersatzrichterin Maurer Reiter</font> </p><p><font size="4">Gerichtssekretärin von Streng</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 21. Juni 2010</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführer</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">vertreten durch Vereinigung ''Mergim Tared''</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Schaffhauserstrasse 285, 8057 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Unter Hinweis darauf,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass der 1953 geborene X.___ vom 21. April 1978 bis 30. April 2004 bei der W. ___ AG als Tiefbaumaschinist tätig war, wobei das langjährige Arbeitsverhältnis durch die W.___ AG infolge angespannter Auftragslage aufgelöst wurde (Urk. 7/4/1-6, Urk. 7/14), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass der Versicherte im Anschluss daran Taggelder der Arbeitslosenversicherung bezog (Urk. 7/16),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass er sich am 17. Mai 2006 insbesondere unter Hinweis auf Rücken- und Kopfschmerzen bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug anmeldete (Urk. 7/1), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, den Versicherten durch das Medizinische Zentrum O.___ polydisziplinär begutachten liess (Gutachten vom 23. April 2008, Urk. 7/24), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die IV-Stelle gestützt darauf nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/30-36) mit Verfügung vom 3. Dezember 2008 einen Rentenanspruch des Versicherten verneinte, da er in einer behinderungsangepassten Tätigkeit im Umfang von 100 % arbeitsfähig sei (Urk. 2), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass der Versicherte dagegen am 15. Januar 2009 Beschwerde erheben liess mit dem Antrag, es sei ihm eine ganze Rente zuzusprechen (Urk. 1, vgl. Urk. 3/2), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass er dabei im Wesentlichen geltend machte, die IV-Stelle habe zu Unrecht auf das Gutachten abgestellt, da es in Bezug auf die Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes nicht beweiskräftig sei, entgegen der Annahme der Gutachter sei er nämlich wegen psychischer Beschwerden nicht mehr arbeits- und erwerbsfähig, wie dies das Medizinische Zentrum E.___ in seinem Bericht vom 6. Februar 2007 festgestellt habe (Urk. 1, Urk. 7/19), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die IV-Stelle in der Beschwerdeantwort vom 23. Februar 2009 auf Abweisung der Beschwerde schloss (Urk. 6), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass der Beschwerdeführer in der Replik vom 15. April 2009 an seinem Standpunkt festhielt und die IV-Stelle am 8. Mai 2009 auf eine Duplik verzichtete (Urk. 11, Urk. 14), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">in Erwägung,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die IV-Stelle die massgeblichen Gesetzesbestimmungen richtig wiedergegeben hat und darauf verwiesen wird (Urk. 2), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die IV-Stelle im angefochtenen Entscheid auf das erwähnte Gutachten des Medizinischen Zentrums O.___ vom 23. April 2008 abstellte (Urk. 7/24), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Gutachter des Medizinischen Zentrums O.___, welche den Beschwerdeführer am 21., 22. und 28. Februar 2008 internistisch, psychiatrisch und rheumatologisch untersucht hatten, hinsichtlich der Befunde anführten, der internistische Status habe sich unauffällig gezeigt, in der psychiatrischen Untersuchung seien keine relevanten psychopathologischen Befunde eruierbar gewesen, insbesondere hätten sich weder Hinweise auf innerseelische Konflikte noch Hinweise auf einen Verlust der sozialen Integration ergeben, der Beschwerdeführer verfüge insgesamt über ausreichende Ressourcen zur Bewältigung von psychosozialen Belastungsfaktoren, aus psychiatrischer Sicht bestehe mithin keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/24/19), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die rheumatologische Untersuchung schliesslich eine chronifizierte belastungsabhängige cervicovertebrale und lumbovertebrale Schmerzsymptomatik ergeben habe, welche auf degenerative Veränderungen der Hals- und Brustwirbelsäule zurückzuführen sei (Urk. 7/24/15), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Gutachter insgesamt als Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine chronifizierte, belastungsabhängige cervico- und lumbovertebrale Schmerzsymptomatik mit Osteochondrosen C5 bis C7, plurisegmentalen, mässigen Chondrosen der Brustwirbelsäule sowie inkonstante Weichteildysbalancen im Bereich der Wirbelsäule sowie der Schultergürtelregion nannten (Urk. 7/24/20), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass sie in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit feststellten, aufgrund der fortgeschrittenen degenerativen Veränderungen der Hals- und Brustwirbelsäule sei der Beschwerdeführer für schwere körperliche Arbeiten nicht mehr geeignet, die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Bauarbeiter und Maschinist sei ihm daher nicht mehr zumutbar, dagegen sei ihm eine behinderungsangepasste Tätigkeit aus polydisziplinärer Sicht in vollem Umfang zumutbar (Urk. 7/24/23 f.), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Gutachter schliesslich zu den Angaben des Medizinischen Zentrums E.___ im Bericht vom 6. Februar 2007, wonach der Beschwerdeführer wegen mittelgradiger depressiver Episode sowie anhaltender somatoformer Schmerzstörung zu 100 % arbeitsunfähig sei, anführten, eine solche Beurteilung sei nicht plausibel, da sich weder Hinweise auf eine depressive Symptomatik noch Anhaltspunkte für einen Verlust der sozialen Integration finden liessen, und überdies noch bemerkten, dass Gleiches auch für die Einschätzung von Dr. med. L.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, im Bericht vom 24. Juli 2006 gelte, wonach der Beschwerdeführer wegen mittelgradiger depressiver Episode mit somatischem Syndrom zu 50 % arbeitsunfähig sei (Urk. 7/24/26 f., vgl. Urk. 7/5, Urk. 7/19), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass das Gutachten, wie die IV-Stelle zutreffend erkannt hat, umfassend und schlüssig ist und somit die von der Rechtsprechung an eine beweiskräftige Entscheidungsgrundlage gestellten Anforderungen erfüllt (BGE 125 V 352), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die IV-Stelle daher zu Recht darauf abgestellt hat und von einer 100%igen Restarbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit ausgegangen ist (Urk. 7/29/4),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass der mit der Beschwerde eingereichte Kurzbericht von Dr. L.___ vom 10. Dezember 2008, wonach es zu einer Acerbation der Depressivität gekommen sei, am Ergebnis nichts ändert und unbeachtlich ist, da er keine Befunde nennt, die nicht schon im Gutachten berücksichtigt worden sind (Urk. 3/2), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass für den Einkommensvergleich nach Art. 16 des Bundesgesetzes über den allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) auf den Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns abzustellen ist, im vorliegenden Fall damit auf das Jahr 2007 (Arbeitsunfähigkeit für zuletzt ausgeübte Tätigkeit seit Mai 2006 gemäss Bericht des Hausarztes vom 5. November 2006, Urk. 7/8), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Ermittlung des im Gesundheitsfall vom Versicherten erzielbaren Einkommens (Valideneinkommen) rechtsprechungsgemäss so konkret wie möglich zu geschehen hat und deshalb in der Regel vom letzten Lohn, welchen der Versicherte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielt hat, auszugehen ist (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 101 Erw. 3b), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass nach der zitierten Rechtsprechung und der Aktenlage, insbesondere angesichts der mehr als zwanzigjährigen Berufserfahrung des Beschwerdeführers als Tiefbaumaschinist davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer ohne Gesundheitsschaden - nach dem Verlust der Arbeitsstelle bei der W.___ AG und der zeitweisen Arbeitslosigkeit - seine langjährige Tätigkeit als Tiefbaumaschinist fortgesetzt hätte, bei einer neuen Firma, aber zum selben Reallohn wie bei der alten Firma bzw. der W.___ AG, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die abweichende Meinung der IV-Stelle, wonach der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall nicht mehr als Tiefbaumaschinist, sondern nur noch als Hilfsarbeiter tätig gewesen wäre, unter diesen Umständen nicht haltbar ist, wie der Beschwerdeführer zu Recht geltend gemacht hat (vgl. Urk. 7/28), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass für das Valideneinkommen mithin auf den zuletzt erzielten Lohn bei der W. ___ AG abzustellen ist und dieser, wie dem Arbeitgeberbericht vom 21. Juni 2006 zu entnehmen ist, ab 1. Februar 2004 monatlich Fr. 5'929.-- bzw. jährlich Fr. 71'148.-- betrug, wozu noch ein 13. Monatslohn von maximal ebenfalls Fr. 5'929.-- zu addieren ist (Urk. 7/4/2 Ziff. 12; vgl. zudem die Angaben zum 13. Monatslohn in den Lohnkonti 2002 bis 2004; Urk. 7/4/7-9), was angepasst an die seither eingetretene Teuerung für das Jahr 2007 zu einem Valideneinkommen von Fr. 79'965.-- führt (Fr. 77'077.-- x 2049/1975), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass für das Invalideneinkommen praxisgemäss auf den Tabellenlohn für mit einfachen und repetitiven Arbeiten, im privaten Sektor beschäftige Männer abzustellen ist, wie er der periodisch vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) zu entnehmen ist, und dieser Lohn im Jahr 2006 gemäss der LSE 2006 monatlich Fr. 4'732.-- betrug, was unter Berücksichtigung der Teuerung und der betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden für das Jahr 2007 zu einem Einkommen von Fr. 60'226.-- führt (Fr. 4'732.-- x 12 x 41,7/40 x 2049/2014 )</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass dem Umstand, dass der Beschwerdeführer wegen seiner Rückenbeschwerden im Vergleich zu voll leistungsfähigen Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt ist, mit dem von der IV-Stelle gewährten Abzug von 15 % genügend Rechnung getan ist, und für einen weitergehenden Abzug, wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht, kein Raum mehr besteht (BGE 126 V 75 ff.), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass sich damit ein Invalideneinkommen von Fr. 51'192.-- (60'226.-- x 0,85) ergibt, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass aus dem Vergleich des Invalideneinkommens mit dem Valideneinkommen eine Erwerbseinbusse von Fr. 28'773.-- bzw. ein Invaliditätsgrad von rund 36 % resultiert, was keinen Rentenanspruch begründet, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die IV-Stelle einen Rentenanspruch daher zu Recht verneint hat, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die angefochtene Verfügung vom 3. Dezember 2008 daher zu bestätigen und die Beschwerde abzuweisen ist, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten (Art. 69 Abs. 1</font><sup><font face="RotisSerif" size="4">bis</font></sup><font face="RotisSerif" size="4"> des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG) von Fr. 500.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind, </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5"> </font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">erkennt das Gericht:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Vereinigung ''Mergim Tared''</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Sozialversicherungen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">sowie an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p></div></body></html>