reder
intr, 1. ergiebig sein, dauerhaft sein. – a) in toc che reda, eine ertragreiche Wiese. – b) (impers.) quei reda ton sco nuot, das gibt so viel wie nichts her, das ist nicht ergiebig. – 2. (mit Modalv.). – a) far ~ enzatgei, etw. "strecken", etw. ausreichend machen; far ~ il fein, das Heu "strecken". – b). – a) schar ~ enzatgei, sich mit etw. eingehend beschäftigen. – b) schar ~ da magliar/schar ~ da luvrar, tüchtig essen; tüchtig arbeiten. – 3. langsam vorwärtsgehen, langsam voranschreiten, harzen. – a) la lavur reda, die Arbeit geht schleppend vonstatten; (impers.) ei reda da vegnir meglier, die Besserung macht nur langsame Fortschritte; enzatgei aschia reda ei d'anflar, so etwas wird man schwerlich finden. – b) (interj.) scuder, gliez reda! Dreschen, das ist eine happige Sache!
ergiebig sein, dauerhaft sein, langsam vorwärtsgehen, langsam voranschreiten, schleppend vonstatten gehen
[lat. reddere ‘zurückgeben', das auf gleichbed. rendere traf; Formen wie 3. reda, auch tess. (Biasca) radaa, 3. rèda, weisen die oit. Var. auf -are als sekundär aus; vgl. valt. (Grosio) redèr ‘lavorare di buona lena e con profitto'].