<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 0] </div> <div class="para">I 44/01 Vr </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Präsident Lustenberger, Bundesrichter Meyer und Ferrari; </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Ackermann </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 20. August 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para">A.________, 1958, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Adrian Fiechter, Poststrasse 6, 9443 Widnau, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Brauerstrasse 54, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para">Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen, St. Gallen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 23. März 1998 lehnte die IV-Stelle des Kantons St. Gallen den Rentenanspruch der A.________ u.a. gestützt auf die Ergebnisse eines Gutachtens vom 22. Oktober 1997 der Medizinischen Abklärungsstelle der Invalidenversicherung (MEDAS) am Spital X.________ ab. </div> <div class="para">Die hiegegen mit dem Antrag auf Zusprechung einer halben Invalidenrente erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 21. September 2000 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.________ führt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Rechtsbegehren auf Aufhebung des kantonalen Entscheides und Zusprechung einer ganzen Invalidenrente; eventualiter sei die Sache zur "Neubeurteilung an die Sozialversicherungsanstalt zurückzuweisen" und "durch das Gericht ein neutrales Gutachten anzufordern". In prozessualer Hinsicht wird um die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeiständung ersucht. </div> <div class="para">Während die IV-Stelle auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, hat sich das Bundesamt für Sozialversicherung nicht vernehmen lassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- In materiell- und beweisrechtlicher Hinsicht hat das kantonale Gericht die zur Beurteilung des Rentenanspruchs erwerbstätiger Personen massgeblichen Rechtsgrundlagen gemäss Gesetz und Rechtsprechung im angefochtenen Entscheid zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen (<span class="artref">Art. 36a Abs. 3 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- a) Der kantonale Gerichtsentscheid ist mit der Feststellung zu bestätigen, dass das Gutachten der MEDAS vom 22. Oktober 1997 hinsichtlich Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit und bezogen auf die Verhältnisse, wie sie bis zum Erlass der ablehnenden Verwaltungsverfügung vom 23. März 1998 eingetreten und für die sozialgerichtliche Beurteilung nach ständiger Rechtsprechung (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=8&amp;from_date=04.08.2001&amp;to_date=23.08.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-V-362%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page366">BGE 121 V 366</a> Erw. 1b mit Hinweisen) massgeblich sind, voll beweiskräftig ist. Die MEDAS als speziell für solche Begutachtungen verordnungsmässig vorgesehenes (<span class="artref">Art. 72bis IVV</span>) und nach der Rechtsprechung neutrales, der Objektivität verpflichtetes und unabhängiges Abklärungsorgan (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=8&amp;from_date=04.08.2001&amp;to_date=23.08.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-V-175%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page175">BGE 123 V 175</a>) hat in der Expertise vom 22. Oktober 1997 den Gesundheitszustand umfassend aufgearbeitet. Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemachten Schmerzen und Beeinträchtigungen sind in der Stellungnahme der MEDAS-Ärzte zur Arbeitsfähigkeit berücksichtigt worden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Nun enthält der letztinstanzlich nachgereichte Bericht des Dr. med. L.________, Rheumatologie FMH, vom 9. Februar 2001, welcher auf Untersuchungen der Beschwerdeführerin am 19. Januar und 1. Februar 2001 beruht, neu die Diagnose einer Fibromyalgie, welche nach Auffassung des Rheumatologen die Arbeitsfähigkeit in den bisherigen Tätigkeiten aufhebt und für leichte und optimal angepasste Arbeiten auf 20 % herabsetzt. Da indessen zwischen der MEDAS-Begutachtung, welche der Ablehnungsverfügung zu Grunde liegt, und den Untersuchungen durch Dr. med. L.________ mehr als drei Jahre verflossen sind, ist der gutachtliche Bericht vom 9. Februar 2001 nicht geeignet, die medizinischen Entscheidgrundlagen und die darauf fussende Beurteilung für den Zeitpunkt des Verfügungserlasses im März 1998 in Zweifel zu ziehen. Daran vermag die Berufung auf die hausärztlichen Atteste nichts zu ändern, wie die Vorinstanz zutreffend dargetan hat. </div> <div class="para">Fehl gehen auch die übrigen Einwände in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, namentlich jener im Zusammenhang mit der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode. Selbst wenn es sich so verhalten sollte, dass die Beschwerdeführerin wegen ihres Leidens - schmerzbedingt - Anfang 1995 ihre bisherige Ganz- auf eine Halbtagesarbeit reduzierte, kann darin keineswegs der medizinisch gesicherte Nachweis erblickt werden, dass der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des Verfügungserlasses nur noch ein Halbtagespensum im Rahmen der angestammten Berufsarbeit zumutbar gewesen sei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Vorinstanz hat sie daher zu Recht als Erwerbstätige qualifiziert und die Invaliditätsbemessung nach den hiefür geltenden Grundsätzen überprüft. Weder auf Grund der Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde noch nach der Aktenlage besteht Anlass, die vorinstanzlich bestätigte Invaliditätsbemessung in Frage zu stellen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Da sich die sozialversicherungsgerichtliche Prüfungspflicht auf die Verhältnisse bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung beschränkt, hatte die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nach dem Gesagten keine Aussicht auf Erfolg. </div> <div class="para">Die anbegehrte unentgeltliche Verbeiständung kann daher nicht gewährt werden (<span class="artref">Art. 152 Abs. 1 OG</span> in Verbindung mit <span class="artref">Art. 135 OG</span>). Das Gesuch um Befreiung von den Gerichtskosten ist gegenstandslos (<span class="artref">Art. 134 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4.- Da die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offensichtlich unbegründet ist, wird sie im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> erledigt. </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II.Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para">III. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV.Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen, der Ausgleichskasse des Kantons St. Gallen und dem Bundesamt für Sozialversicherung </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">zugestellt. </div> <div class="para">Luzern, 20. August 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der II. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>