<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00030</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205888&amp;W10_KEY=13013562&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00030</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 31.05.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nichtbestehen der mündlichen Lizentiatsprüfung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Der Beschwerdeführer hat in einer von fünf mündlichen Prüfungen an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich die Note 2.5 erzielt und damit den gesamten mündlichen Lizentiatsteil nicht bestanden. Er beantragt, die betreffende Prüfung sei mit der Note 3 zu bewerten, eventualiter sei ihm das Recht einzuräumen, die Prüfung bei einem anderen Professor zu wiederholen. Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1.1). Anfechtungsobjekt (E. 1.2). Beschwerdeberechtigung (E. 1.3). Nach § 46 Abs. 4 UniversitätsG können Verfügungen über das Ergebnis von Prüfungen und Promotionen nur auf Rechtsverletzungen und Verletzungen von Verfahrensvorschriften überprüft werden; die Rüge der Unangemessenheit ist bereits im erstinstanzlichen Rekursverfahren ausgeschlossen (E. 2.1). Die Ausgestaltung der Prüfung fällt im Rahmen der Promotionsordnung in das pflichtgemässe Ermessen der Prüfungsinstanz (E. 3). Die Beurteilung und Bewertung der Prüfung ist nachvollziehbar und die Begründung frei von Widersprüchen (E. 4). Das Prüfungsprotokoll erlaubt die Rekonstruktion des Prüfungsablaufs und genügt damit den Anforderungen (E. 5). An der Promotionssitzung wird formell über die Promotion bzw. Nichtpromotion entschieden. Mangels Pflicht zur Ermessensausübung kann daher beim Entscheid über die Nichtpromotion auch keine Ermessensunterschreitung vorliegen (E. 6). § 20 Abs. 2 der Promotionsordnung sieht vor, dass die Prüfung als bestanden gilt, "wenn mindestens ein Notendurchschnitt von 4 erreicht wird und wenn die Summe der Notendefizite 1 nicht übersteigt". Ein ungenügendes Ergebnis wird nach dieser Bestimmung auch dann erzielt, wenn nur eine Note ungenügend ist und das Notendefizit mehr als 1 beträgt (E. 7). Keine Verletzung des Verhältnismässigkeitsprinzips und des Rechtsgleichheitsgebotes (E. 8). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ERZIEHUNG, BILDUNG, WISSENSCHAFT">ERZIEHUNG, BILDUNG, WISSENSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LIZENTIAT">LIZENTIAT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOTE">NOTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRÃFUNGSERGEBNIS">PRÃFUNGSERGEBNIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRÃFUNGSPROTOKOLL">PRÃFUNGSPROTOKOLL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNIVERSITÃT">UNIVERSITÃT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFTLICHE FAKULTÃT">WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFTLICHE FAKULTÃT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/><span class="ungerade">§ 46 Abs. IV UniversitÃ¤tsG</span><br/><span class="gerade">§ 46 Abs. V UniversitÃ¤tsG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A legte im FrÃ¼hjahr 2005 den mÃ¼ndlichen Teil der LizentiatsprÃ¼fung an der Wirtschaftswissenschaftlichen FakultÃ¤t der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich ab. Mit Schreiben vom 23. Juni 2005 teilte ihm der Dekan mit, dass er im Wahlgebiet "B" die Note 2.5 erzielt habe und damit die gesamte mÃ¼ndliche LizentiatsprÃ¼fung nicht bestanden sei.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diesen Entscheid rekurrierte A bei der Rekurskommission der ZÃ¼rcher Hochschulen, die das Rechtsmittel mit Zirkularbeschluss vom 16. Dezember 2005 abwies.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen gelangte A mit Beschwerde vom 20. Januar 2006 an das Verwaltungsgericht und beantragte, der Beschluss sei aufzuheben, die PrÃ¼fung im Wahlfach "B" mit Note 3 oder besser zu bewerten und der mÃ¼ndliche Lizentiatsteil als bestanden zu erklÃ¤ren. Eventualiter sei ihm das Recht einzurÃ¤umen, die genannte PrÃ¼fung bei einem anderen PrÃ¼fer als Prof. C einzeln zu wiederholen, unter EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten der Staatskasse. In prozessualer Hinsicht wurde der Beizug der Akten des Verfahrens vor der Rekurskommission sowie des Protokolls der Promotionssitzung der Abteilung beantragt.</p> <p class="Urteilstext">Die Wirtschaftswissenschaftliche FakultÃ¤t verwies in ihrer Beschwerdeantwort vom 13./15. Februar 2006 auf ihre Stellungnahme vom 24. August 2005, in der sie die Ablehnung des Rekurses beantragt hatte. Die Rekurskommission der ZÃ¼rcher Hochschulen beantragte am 20./23. Februar 2006 die Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Entscheide der Rekurskommission der ZÃ¼rcher Hochschulen sind nach Massgabe des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) an das Verwaltungsgericht weiterziehbar. Seit dem 1. Januar 2004 ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht auch gegen Anordnungen Ã¼ber Ergebnisse von UniversitÃ¤ts-, Schul-, Berufs- und anderen FÃ¤higkeitsprÃ¼fungen, Dispensationen sowie Promotions- und Zulassungsentscheide zulÃ¤ssig; ausgeschlossen bleibt die Beschwerde nur noch gegen Anordnungen von ZulassungsbeschrÃ¤nkungen an Hochschulen (§ 43 Abs. 1 lit. f VRG in Verbindung mit § 46 Abs. 5 des UniversitÃ¤tsgesetzes vom 15. MÃ¤rz 1998 [UniversitÃ¤tsG, LS 425.11]). Die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts ist somit gegeben. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die Beschwerde richtet sich gegen den Entscheid des Dekanats der Wirtschaftswissenschaftlichen FakultÃ¤t der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich vom 23. Juni 2005, mit welchem dem BeschwerdefÃ¼hrer das Nichtbestehen der mÃ¼ndlichen LizentiatsprÃ¼fung mitgeteilt wurde. PrÃ¼fungsentscheide stellen VerfÃ¼gungen dar, wÃ¤hrend die einzelnen Noten fÃ¼r die BegrÃ¼ndung von Examensleistungen in der Regel als ausreichendes Mittel gelten (Alfred KÃ¶lz/Isabelle HÃ¤ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 613; RenÃ© Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel/Frankfurt a.M. 1990, Nr. 35 VII c 4 [je mit Hinweisen]).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>GemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 21 lit. a VRG ist zur Beschwerde berechtigt, wer durch eine angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Ãnderung oder Aufhebung hat. </p> <p class="Urteilstext">Vorliegend findet die Promotionsordnung der Abteilung Ãkonomie der Wirtschaftswissenschaftlichen FakultÃ¤t der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich vom 19. September 1995 (Promotionsordnung, PO) Anwendung. Obwohl formell auf den Beginn des Wintersemesters 2001/2002 aufgehoben, kÃ¶nnen Studierende, die ihr Studium vor dem Wintersemester 1999/2000 aufgenommen haben, die LizentiatsprÃ¼fung noch nach dieser Ordnung ablegen, sofern sie mit den PrÃ¼fungen bis spÃ¤testens 31. Dezember 2004 begonnen haben, was hier der Fall war (vgl. § 55 Abs. 1 und § 56 der PrÃ¼fungs- und Promotionsordnung fÃ¼r das Lizentiatsstudium und das Doktorat in Ãkonomie an der Wirtschaftswissenschaftlichen FakultÃ¤t der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich vom 26. Februar 2001, LS 415.423.1).</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer hat in der mÃ¼ndlichen LizentiatsprÃ¼fung einen genÃ¼genden Notendurchschnitt erreicht; seine PrÃ¼fungsleistung ist indes ungenÃ¼gend, da das Notendefizit mehr als 1 betrÃ¤gt (vgl. § 20 Abs. 2 PO). Er hat zwar die MÃ¶glichkeit, im Rahmen einer WiederholungsprÃ¼fung eine genÃ¼gende Note zu erlangen (vgl. § 20 Abs. 3 PO). Dennoch verfÃ¼gt er Ã¼ber ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an der Aufhebung oder Ãnderung des PrÃ¼fungsentscheids. Zum einen ist eine PrÃ¼fungswiederholung in der Regel mit zusÃ¤tzlichen geistigen, zeitlichen und finanziellen Aufwendungen verbunden. Zum anderen fÃ¤llt ins Gewicht, dass nur eine WiederholungsmÃ¶glichkeit und somit ein erhÃ¶htes Risiko besteht, definitiv abgewiesen zu werden.</p> <p class="Urteilstext">Da auch die weiteren Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist die Beschwerde an die Hand zu nehmen.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach § 46 Abs. 4 UniversitÃ¤tsG kÃ¶nnen VerfÃ¼gungen Ã¼ber das Ergebnis von PrÃ¼fungen und Promotionen nur auf Rechtsverletzungen und Verletzungen von Verfahrensvorschriften Ã¼berprÃ¼ft werden; die RÃ¼ge der Unangemessenheit ist bereits im erstinstanzlichen Rekursverfahren ausgeschlossen (vgl. auch § 5 Abs. 2 der Verordnung Ã¼ber Organisation und Verfahren der Rekurskommission der ZÃ¼rcher Hochschulen vom 19. Oktober 1998, LS 415.111.7). Die Kognition der Rekurskommission entspricht damit derjenigen des Verwaltungsgerichts im Beschwerdeverfahren (vgl. § 50 VRG). </p> <p class="Erwgung2">Die Vorinstanz hat dazu ausgefÃ¼hrt, sie Ã¼berprÃ¼fe auf Grund dieser Regelung nur, ob die Bewertung der mÃ¼ndlichen LizentiatsprÃ¼fung willkÃ¼rlich erfolgt sei bzw. ob die Bewertung auf sachfremden Kriterien beruhe. RÃ¼gen betreffend Verfahrensfehler seien demgegenÃ¼ber mit freier Kognition zu prÃ¼fen.</p> <p class="Urteilstext">In der Rechtsprechung ist zwar anerkannt, dass die RechtsmittelbehÃ¶rde ihre Kognition ohne Verstoss gegen Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) einschrÃ¤nken kann, soweit die Natur der Streitsache einer unbeschrÃ¤nkten ÃberprÃ¼fung des angefochtenen Entscheids entgegensteht. Dies gilt namentlich bei der ÃberprÃ¼fung von Examensleistungen. Allerdings bedeutet dies nur, dass die entscheidende BehÃ¶rde sich ZurÃ¼ckhaltung bei der AusÃ¼bung einer an sich freien Kognition auferlegen kann. Die Kognition der Rekursinstanz in PrÃ¼fungssachen ist jedoch nicht mit der WillkÃ¼rkognition des Bundesgerichts im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde zu verwechseln (vgl. dazu grundlegend VGr, 30. August 2004, VB.2004.00213, E. 3.1.3+4, www.vgrzh.ch; Martin Aubert, Bildungsrechtliche Leistungsbeurteilungen im Verwaltungsprozess, Bern etc. 1997, S. 138 f.). Es ist indes zulÃ¤ssig, wenn die RechtsmittelbehÃ¶rde angesichts des weiten Ermessensspielraums der PrÃ¼fungsbehÃ¶rde erst einschreitet, wenn die PrÃ¼fungsbewertung nicht nachvollziehbar ist, offensichtliche MÃ¤ngel aufweist oder auf sachfremden Kriterien beruht (vgl. VGr, 1. Dezember 2004, VB.2004.00377, E. 3.1, www.vgrzh.ch; Aubert, S. 114 ff.).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die UniversitÃ¤t ZÃ¼rich ist eine selbstÃ¤ndige Ã¶ffentlich-rechtliche Anstalt, die ihre Angelegenheiten im Rahmen von Verfassung und Gesetz selbstÃ¤ndig regelt (§ 1 UniversitÃ¤tsG; vgl. Tobias Jaag, Staats- und Verwaltungsrecht des Kantons ZÃ¼rich, 3. A., ZÃ¼rich etc. 2005, Rz. 4063). Ihr kommt mithin eine gewisse Autonomie zu; die Promotionsordnung ist daher als autonome Satzung zu qualifizieren (vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich etc. 2002, Rz. 157 ff.+1325 f.). Auch aus diesem Grund rechtfertigt es sich, Examensbewertungen nur zurÃ¼ckhaltend zu Ã¼berprÃ¼fen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Anders verhÃ¤lt es sich hingegen, wenn die Auslegung oder Anwendung von RechtssÃ¤tzen streitig ist oder VerfahrensmÃ¤ngel gerÃ¼gt werden (BGE 106 Ia 1 E. 3c, 131 I 467 E. 2.6 ff.; vgl. auch EGMR, 26. Juni 1986, Van Marle, 7/1984/79/123â126, § 36, und EKMR, 2. MÃ¤rz 1994, M. S., 20110/92 [beide unter www.echr.coe.int]). In solchen FÃ¤llen haben sowohl die Vorinstanz als auch das Verwaltungsgericht uneingeschrÃ¤nkte PrÃ¼fungsbefugnis und mÃ¼ssen diese auch ausschÃ¶pfen (VGr, 1. Dezember 2004, VB.2004.00377, E. 3.1, www.vgrzh.ch). </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die mÃ¼ndliche LizentiatsprÃ¼fung ist in § 20 PO geregelt. Nach bestandenem schriftlichem PrÃ¼fungsteil und angenommener Diplomarbeit kann sich die Kandidatin oder der Kandidat zum mÃ¼ndlichen Lizentiatsteil anmelden (Abs. 1). Dieser umfasst fÃ¼nf mÃ¼ndliche EinzelprÃ¼fungen von je etwa 20 Minuten Dauer. Der mÃ¼ndliche Lizentiatsteil ist bestanden, wenn mindestens ein Notendurchschnitt von 4 erreicht wird und die Summe der Notendefizite 1 nicht Ã¼bersteigt (Abs. 2). PrÃ¼fungsergebnisse werden mit den Noten 1 bis 6 bewertet, wobei Noten unter 4 als ungenÃ¼gend gelten. Notendefizite entstehen in ungenÃ¼genden PrÃ¼fungen aus der Differenz zwischen der Note 4 und der erzielten Note (§ 7 PO). Im Falle des Nichtbestehens des mÃ¼ndlichen Lizentiatsteils ist dieser gesamthaft zu wiederholen. Bei Nichtbestehen der WiederholungsprÃ¼fung erfolgt die definitive Abweisung (§ 20 Abs. 3).</p> <p class="Urteilstext">Die Ausgestaltung der PrÃ¼fung fÃ¤llt im Rahmen der Promotionsordnung in das pflichtgemÃ¤sse Ermessen der PrÃ¼fungsinstanz. Da die Promotionsordnung ausser § 20 und den allgemeinen Bestimmungen von §§ 2â8 keine Vorschriften betreffend DurchfÃ¼hrung und Bewertung der mÃ¼ndlichen Klausuren enthÃ¤lt, liegt solches im pflichtgemÃ¤ssen Ermessen der PrÃ¼fungsinstanz bzw. der Examinatoren, die sich dabei an den Grundprinzipien des Verwaltungsrechts, wie das Gebot der Gleichbehandlung und das WillkÃ¼rverbot, zu halten haben (BGr, 3. November 2003, 2P.252/2003, E. 5.3, mit weiteren Hinweisen, www.bger.ch). Als willkÃ¼rlich gilt ein Entscheid, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsÃ¤chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderlÃ¤uft (BGE 128 II 259 E. 5, 127 I 54 E. 2b, 125 I 166 E. 2a, 123 I 1 E. 4a; BGr, 14. Januar 2005, 2P.300/2003 E. 2.3, www.bger.ch, je mit Hinweisen; VGr, 6. April 2005, VB.2005.00044, E. 2.1, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer macht zunÃ¤chst geltend, die PrÃ¼fungsbewertung sei willkÃ¼rlich erfolgt, da der Examinator in seiner BegrÃ¼ndung und Stellungnahme verschiedene protokollwidrige und willkÃ¼rliche Behauptungen aufgestellt habe. Zudem habe er sein Ermessen in mehrfacher Hinsicht missbraucht.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Wie dargelegt (vorn 2) schreitet die RechtsmittelbehÃ¶rde erst ein, wenn die PrÃ¼fungsbewertung nicht nachvollziehbar ist, offensichtliche MÃ¤ngel aufweist oder auf sachfremden Kriterien beruht. Sie braucht zudem nicht jedes Vorbringen in der Rechtsmittelschrift einzeln zu widerlegen, sondern kann sich auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschrÃ¤nken (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 10 N. 40). Es ist daher zulÃ¤ssig, aufgrund eines allgemeinen Eindrucks der PrÃ¼fungsleistung die Frage zu klÃ¤ren, ob die Benotung offensichtliche MÃ¤ngel aufweise bzw. auf sachfremden Kriterien beruhe (VGr, 30. August 2004, VB.2004.00213, E. 3.2.1, www.vgrzh.ch). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.1 </b>Vorab ist festzuhalten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer verschiedene der vom PrÃ¼fenden dargelegten BegrÃ¼ndungen fÃ¼r die Bewertung nicht bestreitet. So wird beispielsweise die Beurteilung der Antworten auf die Fragen "Inwiefern sind UmweltschÃ¤den im Sozialprodukt enthalten?", "Fordert der Umweltschutz ein Nullwachstum des Sozialprodukts?" und "Ist es mÃ¶glich, zugleich Wirtschaftswachstum und geringere UmweltschÃ¤den zu haben?" nicht angezweifelt.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer bezeichnet indes mehrere der in der Stellungnahme ausgefÃ¼hrten BegrÃ¼ndungselemente als protokollwidrig und willkÃ¼rlich. </p> <p class="Urteilstext">Aus der Tatsache, dass eine Aussage des Kandidaten protokolliert ist, kann nicht zwangslÃ¤ufig gefolgert werden, dass sie auch inhaltlich korrekt ist. Zudem stellt das bei mÃ¼ndlichen PrÃ¼fungen erstellte Protokoll kein wÃ¶rtliches Transkript dar, das die vom Examinatoren bzw. vom Kandidaten gemachten Aussagen sowie allfÃ¤llige Pausen und GesprÃ¤chsunterbrÃ¼che vollstÃ¤ndig wiedergibt. Seine Funktion besteht vielmehr darin, Hinweise fÃ¼r die Rekonstruierung des PrÃ¼fungsablaufs zu liefern (dazu auch hinten 5).</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt sich unter anderem auf den Standpunkt, aus dem Protokoll gehe zweifelsfrei hervor, dass er eine kritische Beurteilung des vorgetragenen Aufsatzes vorgenommen habe, wÃ¤hrend der Examinator dies in seiner Stellungnahme bestreitet. Das Protokoll lÃ¤sst zwar darauf schliessen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer â offenbar auf Nachfrage des prÃ¼fenden Professors â gewisse KritikansÃ¤tze geliefert hat; es obliegt indes dem Examinator zu beurteilen, in welchem Masse diese den Anforderungen einer mÃ¼ndlichen PrÃ¼fung genÃ¼gten. Dass, wie in der Stellungnahme des prÃ¼fenden Professors dargelegt, die Frage nach dem Zusammenhang zum Coase-Theorem nicht beantwortet werden konnte, findet eine StÃ¼tze im Protokoll, wo an der entsprechenden Stelle nach der Antwort des BeschwerdefÃ¼hrers in eckigen Klammern "[Nein]" vermerkt ist. Auch geht aus dem Protokoll hervor, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bei der Frage nach der allgemeinen Bedeutung des Coase-Theorems geschwiegen hat ("[Pause]") und ihm der Examinator daraufhin weitere Hinweise gab. Das Protokoll bringt schliesslich auch zum Ausdruck, dass der BeschwerdefÃ¼hrer beim Aufzeichnen der Achsen in einem Angebots-Nachfrage-Diagramm MÃ¼he bekundete ("da habe ich einen Knopf"). </p> <p class="Urteilstext">Die PrÃ¼fungsbewertung ist daher nicht als willkÃ¼rlich zu qualifizieren.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>GerÃ¼gt wird sodann, der prÃ¼fende Professor habe sein Ermessen in mehrfacher Hinsicht missbraucht, "indem er in seiner BegrÃ¼ndung Argumente vorbrachte, die zwar nicht dem Protokoll, jedoch den Tatsachen widersprechen".</p> <p class="Erwgung3">Ermessensmissbrauch liegt vor, wenn die im Rechtssatz umschriebenen Voraussetzungen und Grenzen des Ermessens zwar beachtet worden sind, aber das Ermessen nach unmassgeblichen Gesichtspunkten, insbesondere willkÃ¼rlich und rechtsungleich betÃ¤tigt wird. Ermessensmissbrauch stellt eine Rechtsverletzung dar (HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 463).</p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss Stellungnahme des Examinators befindet sich die Zeitschrift, aus der der BeschwerdefÃ¼hrer in seinem Kurzvortrag einen Artikel prÃ¤sentierte, "an der unteren Grenze der von einem Kurzvortrag geforderten wissenschaftlichen Publikation". Wenngleich die betreffende Zeitschrift an anderer Stelle als eine der wichtigsten bezeichnet wird â aus den Akten geht nicht hervor, wer diese Liste in welchem Zusammenhang erstellt hat â, steht es dem prÃ¼fenden Professor grundsÃ¤tzlich frei, auch die QualitÃ¤t und das Niveau des vorgestellten Artikels zu berÃ¼cksichtigen. Die Stellungnahme lÃ¤sst zudem nicht darauf schliessen, dass sich die EinschÃ¤tzung des Niveaus der betreffenden Zeitschrift in massgeblicher Weise auf die Bewertung ausgewirkt hÃ¤tte. Nicht ersichtlich ist sodann, weshalb die Wahl eines offenbar besonders einfachen Themenblocks durch den Examinator in der zweiten PrÃ¼fungshÃ¤lfte einen Ermessensmissbrauch darstellen sollte.</p> <p class="Urteilstext">Auch der Vorwurf des Ermessensmissbrauchs lÃ¤sst sich somit nicht erhÃ¤rten.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Anzumerken ist sodann, dass der BeschwerdefÃ¼hrer aus der Tatsache, dass seine Leistungen gesamthaft mit dem PrÃ¤dikat "cum laude" bewertet wurden, nichts fÃ¼r die Bewertung der vorliegend zur Diskussion stehenden PrÃ¼fung ableiten kann. Ebenfalls unbeachtlich ist in diesem Zusammenhang das Schreiben eines anderen Kandidaten, aus dem jedenfalls nicht gefolgert werden kann, dass der prÃ¼fende Professor grundsÃ¤tzlich "nicht diejenige Note erteilt, die der Leistung des Kandidaten entspricht". Eine Befragung des betreffenden Kandidaten als Zeugen erÃ¼brigt sich, da auf BeweisantrÃ¤ge der Parteien nur einzugehen ist, wenn ihnen substanziierte Behauptungen zu Grunde liegen (vgl. § 60 in Verbindung mit § 133 der Zivilprozessordnung vom 13. Juni 1976 [ZPO]; Richard Frank et al., Kommentar zur zÃ¼rcherischen Zivilprozessordnung, 3. A., ZÃ¼rich 1997, vor § 133 ff. N. 8, § 133 N. 5).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Es kann daher festgehalten werden, dass die Beurteilung und Bewertung der PrÃ¼fung nachvollziehbar und die BegrÃ¼ndung frei von WidersprÃ¼chen ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer macht sodann geltend, das PrÃ¼fungsprotokoll entspreche den Anforderungen an eine genÃ¼gende Entscheidgrundlage nicht.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Vorab ist zu bemerken, dass PrÃ¼fungsprotokolle nicht "Entscheidgrundlage" oder Basis fÃ¼r eine "pflichtgemÃ¤sse Bewertung der Leistung" bilden, da die Benotung nicht gestÃ¼tzt auf das Protokoll, sondern unmittelbar im Anschluss die PrÃ¼fung erfolgt. Vielmehr dienen sie hauptsÃ¤chlich der BegrÃ¼ndung von PrÃ¼fungsentscheiden, indem sie eine Rekonstruktion des PrÃ¼fungsgesprÃ¤chs ermÃ¶glichen. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Die Anforderungen an die BegrÃ¼ndungsdichte von Examensleitungen hÃ¤ngen primÃ¤r von der Art der zur Diskussion stehenden PrÃ¼fung ab, unter BerÃ¼cksichtigung aller UmstÃ¤nde des Einzelfalls und der Interessen der Betroffenen. GrundsÃ¤tzlich gelten Noten fÃ¼r die BegrÃ¼ndung von PrÃ¼fungs- und Promotionsentscheiden als ausreichendes Mittel. Wird indes ein PrÃ¼fungsergebnis angefochten, haben die betroffenen Examinatoren ihre Bewertungen schriftlich zu erlÃ¤utern (Aubert, S. 144 ff.; vgl. auch KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 39 und 42).</p> <p class="Urteilstext">Aus der Bundesverfassung, insbesondere aus Art. 29 Abs. 2 BV, wurde bislang kein Anspruch auf Erstellung eines Protokolls abgeleitet (Herbert Plotke, Schweizerisches Schulrecht, 2. A., Bern 2003, S. 458). Es steht den PrÃ¼fenden vielmehr grundsÃ¤tzlich frei, eine Bewertung auf andere Weise zu begrÃ¼nden. Auch die vorliegend anwendbare Promotionsordnung statuiert keine Protokollierungspflicht. Da im zu beurteilenden Fall keine anderen MÃ¶glichkeiten zur BegrÃ¼ndung der Note ersichtlich sind, stellt sich die Frage, ob das am 8. Juni 2005 erstellte Protokoll diese Funktion Ã¼bernehmen kann.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>PrÃ¼fungsprotokolle sind so auszugestalten, dass sie eine Rekonstruktion des PrÃ¼fungsgesprÃ¤chs ermÃ¶glichen. Notwendig ist zwar kein wÃ¶rtliches Protokoll, doch reichen drei oder vier Bemerkungen zu einer zwanzigminÃ¼tigen PrÃ¼fung nicht aus (Plotke, S. 458).</p> <p class="Urteilstext">Das Protokoll vom 8. Juni 2005 stellt zwar kein wÃ¶rtliches Transkript der mÃ¼ndlichen PrÃ¼fung dar und beschrÃ¤nkt sich teilweise auf Stichworte, es erlaubt indes zweifellos die Rekonstruktion des PrÃ¼fungsablaufs und genÃ¼gt damit den Anforderungen. Die Stellungnahme des prÃ¼fenden Professors ergibt zusammen mit den Protokollnotizen ein umfassendes Gesamtbild, das es der Rechtsmittelinstanz erlaubt, die massgeblichen Faktoren fÃ¼r die ungenÃ¼gende PrÃ¼fungsnote zu erkennen. </p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt sodann vor, es sei unklar, ob eine Promotionssitzung der Abteilung stattgefunden habe, wie dies von § 23 der Promotionsordnung verlangt werde. An der Sitzung wÃ¼rden "die Noten des Kandidaten nochmals besprochen und gestÃ¼tzt darauf der Entscheid Ã¼ber das Bestehen der PrÃ¼fung gefÃ¤llt". Falls keine solche Sitzung durchgefÃ¼hrt worden sei, habe die Abteilung ihr Ermessen unterschritten. Die Beschwerdegegnerin habe sich zu diesem Punkt zu Ã¤ussern und das allfÃ¤llig bestehende Sitzungsprotokoll zur Stellungnahme zuzustellen.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Ermessensunterschreitung liegt vor, wenn die entscheidende BehÃ¶rde sich als gebunden betrachtet, obwohl ihr von einem Rechtssatz Ermessen eingerÃ¤umt wird, oder wenn sie auf die ErmessensausÃ¼bung ganz oder teilweise verzichtet (HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 470). </p> <p class="Urteilstext">Die DurchfÃ¼hrung einer Promotionssitzung (§ 23 Promotionsordnung) bedeutet nicht, dass an dieser Sitzung die Noten besprochen werden mÃ¼ssten. Vielmehr wird an dieser Sitzung formell Ã¼ber die Promotion bzw. Nichtpromotion entschieden. Mangels Pflicht zur ErmessensausÃ¼bung kann daher beim Entscheid Ã¼ber die Nichtpromotion auch keine Ermessensunterschreitung vorliegen. Erweist sich die dahin gehende RÃ¼ge somit als unbegrÃ¼ndet, kann von dem in diesem Zusammenhang beantragten Beizug des Sitzungsprotokolls abgesehen werden. Nur der rechtserhebliche Sachverhalt ist zu ermitteln (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/<br/> RÃ¶hl, § 7 N. 4).</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Ferner wird geltend gemacht, das Vorgehen der Beschwerdegegnerin verstosse gegen den klaren Wortlaut von § 20 Abs. 2 Satz 3 PO, wonach die PrÃ¼fung als bestanden gilt, "wenn mindestens ein Notendurchschnitt von 4 erreicht wird und wenn die Summe der Notendefizite 1 nicht Ã¼bersteigt". Aus der Definition des Begriffs der Summe folge zwingend, dass fÃ¼r das ErfÃ¼lltsein der zweiten Voraussetzung mindestens zwei Zahlen vorliegen mÃ¼ssten, die addiert werden kÃ¶nnten. Vorliegend sei indes nur in einem Fach eine ungenÃ¼gende Note erzielt worden.</p> <p class="Urteilstext">Wie die Vorinstanz zutreffend ausfÃ¼hrt, besteht der Sinn und Zweck dieser Bestimmung darin, dass die Studierenden nicht nur einen genÃ¼genden Notendurchschnitt erzielen mÃ¼ssen, sondern auch eine mÃ¶glichst gleichmÃ¤ssige Leistung zu erbringen haben. Dadurch wird sichergestellt, dass die Absolventinnen und Absolventen in jedem Fach ein bestimmtes Leistungsniveau erreichen. Aus diesem Grunde gilt eine PrÃ¼fung auch dann als nicht bestanden, wenn nur in einem Fach ein Notendefizit besteht, das grÃ¶sser als 1 ist. Die Subsumtion des Sachverhalts unter § 20 Abs. 2 PO stellt daher keine Rechtsverletzung dar.</p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt schliesslich eine Verletzung des VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzips und des Gleichbehandlungsgrundsatzes. Es erscheine unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, dass der Examinator de facto alleine Ã¼ber das Nichtbestehen der PrÃ¼fung entschieden habe. Zudem verstosse das Erteilen der Note 2.5 gegen die Praxis an der Wirtschaftswissenschaftlichen FakultÃ¤t, keine Noten unter 3 zu erteilen.</p> <p class="Erwgung2"><b>8.1 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>8.1.1 </b>ZunÃ¤chst stellt sich die Frage, ob die Regelung, wonach bereits eine sehr tiefe Note zum Nichtbestehen der PrÃ¼fung fÃ¼hren kann, mit dem Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit zu vereinbaren ist. Dem Verwaltungsgericht steht die abstrakte Normenkontrolle zwar nicht zu (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 41 N. 8). Allerdings kann anlÃ¤sslich der ÃberprÃ¼fung von Entscheiden die RechtmÃ¤ssigkeit der diesen zu Grunde liegenden Normen akzessorisch Ã¼berprÃ¼ft werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 117 f.).</p> <p class="Erwgung3"><b>8.1.2 </b>Das VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzip bedingt, dass eine Massnahme geeignet ist, das im Ã¶ffentlichen Interesse liegende Ziel zu erreichen. Sie muss zudem im Hinblick auf das im Ã¶ffentlichen Interesse angestrebte Ziel erforderlich sein und hat zu unterbleiben, wenn eine gleich geeignete, aber mildere Massnahme fÃ¼r den angestrebten Erfolg ausreichen wÃ¼rde. Eine Verwaltungsmassnahme ist zudem nur gerechtfertigt, wenn sie ein vernÃ¼nftiges VerhÃ¤ltnis zwischen dem angestrebten Ziel und dem Eingriff wahrt, den sie fÃ¼r den betroffenen Privaten bewirkt. Es ist deshalb eine wertende AbwÃ¤gung vorzunehmen, welche im konkreten Fall das Ã¶ffentliche Interesse der Betroffenen miteinander vergleicht. Der staatliche Eingriff muss durch ein das private Interesse Ã¼berwiegendes Ã¶ffentliches Interesse gerechtfertigt sein, um fÃ¼r den Privaten zumutbar zu sein (HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 586 ff.).</p> <p class="Urteilstext">Dass bereits eine Note von 2.5 oder tiefer zum Nichtbestehen der gesamten mÃ¼ndlichen LizentiatsprÃ¼fung fÃ¼hrt, ist Folge davon, dass nicht nur ein genÃ¼gender Notendurchschnitt erforderlich ist, sondern auch das Notendefizit gesamthaft nicht mehr als 1 betragen darf. Die Ratio dieser Regelung wurde bereits dargelegt (vorn 7). Die Beschwerdegegnerin hat zweifellos ein grosses Interesse daran, dass die Promotion an ein bestimmtes Leistungsniveau geknÃ¼pft wird, das in keinem Fach unterschritten werden darf. Es mag fÃ¼r den Einzelnen hart erscheinen, bei einer sehr tiefen Note alle fÃ¼nf mÃ¼ndlichen PrÃ¼fungen wiederholen zu mÃ¼ssen. Allerdings kann die FakultÃ¤t nur auf diese Weise ein bestimmtes Leistungsniveau sicherstellen.</p> <p class="Erwgung3"><b>8.1.3 </b>Dass diese Bestimmung, wie behauptet, "von Seiten der Professoren und der FakultÃ¤t als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig und unzweckmÃ¤ssig erkannt wurde" und in der revidierten PrÃ¼fungs- und Promotionsordnung fÃ¼r das Lizentiatsstudium und das Doktorat in Ãkonomie an der Wirtschaftswissenschaftlichen FakultÃ¤t der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich vom 26. Februar 2001 "gÃ¤nzlich weggefallen" sei, ist sodann nicht korrekt. GemÃ¤ss § 18 Abs. 1 ist die VorprÃ¼fung bestanden, "wenn in den acht TeilprÃ¼fungen mindestens ein Notendurchschnitt von 4 erreicht wird und wenn die Summe der Notendefizite 1 nicht Ã¼bersteigt". Es wird also auch in der revidierten Promotionsordnung auf die Summe der Notendefizite abgestellt. Dass dies im Hauptstudium nicht mehr der Fall ist, hÃ¤ngt ausschliesslich damit zusammen, dass die fÃ¼r das Lizentiat erforderlichen Leistungen nun durch den Erwerb von Anrechnungspunkten erbracht werden, die fÃ¼r jede bestandene Lehreinheit vergeben werden. AbschlussprÃ¼fungen im bisherigen Sinn, die innerhalb einer Session abgelegt werden, sind nicht mehr vorgesehen, weshalb auch fÃ¼r die bisherige Defizitregel kein Raum mehr verbleibt.</p> <p class="Erwgung2"><b>8.2 </b>Der Gleichbehandlungsgrundsatz verlangt, dass Rechte und Pflichten der Betroffenen nach dem gleichen Massstab festzusetzen sind. Gleiches ist nach Massgabe seiner Gleichheit gleich und Ungleiches ungleich zu behandeln. Eine rechtsanwendende BehÃ¶rde verletzt dann den Gleichheitssatz, wenn sie zwei tatsÃ¤chliche Situationen ohne sachlichen Grund unterschiedlich beurteilt (HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 507). </p> <p class="Urteilstext">Dass eine Praxis bestehe, wonach in mÃ¼ndlichen PrÃ¼fungen keine Noten unter 3 erteilt werden, wird in der Beschwerdeschrift nicht nÃ¤her belegt. Diese Behauptung erscheint Ã¼berdies wenig glaubwÃ¼rdig, da ein solches Vorgehen § 7 PO widersprechen wÃ¼rde, wonach PrÃ¼fungsergebnisse mit den Noten 6 bis 1 bewertet werden und eine BeschrÃ¤nkung auf die Skala zwischen 3 und 6 somit eine Ermessungsunterschreitung darstellen wÃ¼rde. Da keine entsprechende Praxis glaubhaft gemacht wird, ist somit auch das Vorliegen einer rechtsungleichen Behandlung zu verneinen.</p> <p class="Erwgung1"><b>9. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zusammenfassend ist die Beschwerde nach dem Gesagten unbegrÃ¼ndet und somit abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>10. </b> </p> <p class="Urteilstext">Entsprechend dem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten dem unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen und bleibt ihm eine ParteientschÃ¤digung versagt (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG, § 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>