<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00183</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107317&amp;W10_KEY=4467144&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00183</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 10.07.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: Rückerstattung von Unterstützungsleistungen - Erlassgesuch<br/><br/>Gegen Anordnungen über Erlass und Stundung von Abgaben ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde unzulässig (E. 1). Nichteintreten und Überweisung der Eingabe an den Regierungsrat (E. 2).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERLASSGESUCH">ERLASSGESUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NICHTEINTRETEN">NICHTEINTRETEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZULASSUNGSENTSCHEID">ZULASSUNGSENTSCHEID</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 6 lit. I EMRK</span><br/><span class="ungerade">§ 43 lit. I e VRG</span><br/><span class="gerade">§ 43 lit. II l VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2003 Nr. 18 S. 62</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A bezog vom April 1987 bis Januar 1996 von der Stadt ZÃ¼rich wirtschaftliche Hil­fe im Umfang von Fr. 36'498.80. Am 14. November 1991 verpflich­te­te sie sich in einer von ihrem Vater ebenfalls unterzeichneten "Schuldanerkennung und Erb­abtretungs­er­klÃ¤­rung", ihren Erbteil an dessen kÃ¼nftigen Nachlass fÃ¼r die durch die wirtschaftliche UnterstÃ¼tzung entstandenen und noch entstehenden Auslagen bis zu einem Maxi­malbetrag von Fr. 50'000.- an das FÃ¼rsorgeamt abzutreten. Ihr Vater C verstarb 1999. GemÃ¤ss Nachlass­inventar hinterliess er sei­nen drei TÃ¶chtern ein VermÃ¶gen von Fr. 411'000.-</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Entscheid vom 30. April 2001 verpflichtete die Einzelfallkommission A zur RÃ¼ck­erstattung der bezogenen Hilfe von Fr. 36'498.80</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Schreiben vom 2. Juni 2001 an die Einspracheinstanz und GeschÃ¤ftsprÃ¼fungs­­kommission machte A geltend, die RÃ¼ckzahlung sei ihr nicht mÃ¶glich, weil sie das an­gefallene VermÃ¶gen bereits aufgebraucht habe. Die Einzelfallkommission, welcher dieses Schreiben zur Behandlung als Erlassgesuch Ã¼berwiesen wurde, wies das Ge­such am 23. Juli 2001 ab. Sie erwog, beim anderweitigen Verbrauch der Erbschaft sei A nicht gutglÃ¤ubig gewesen und eine RÃ¼ckzahlung der wirtschaftlichen Hilfe bedeute fÃ¼r sie keine gros­se HÃ¤rte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dagegen erhob A am 23. August 2001 Einsprache mit dem Antrag, das Erlassgesuch gutzuheissen. Die GeschÃ¤ftsprÃ¼fungskommission wies die Einsprache am 23. Juli 2002 ab. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Rekurs vom 10. September 2002 beantragte A dem Bezirksrat ZÃ¼rich wieder­um Gutheissung des Erlassgesuchs vom 2. Juni 2001; eventuell sei die Sache zur ergÃ¤nzenden Untersuchung an die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde zurÃ¼ckzuweisen. Der Bezirksrat wies den Re­kurs am 10. April 2003 ab, soweit er darauf eintrat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>IV. Mit Beschwerde vom 13. Mai 2003 beantragte A dem Verwaltungs­gericht, die Entscheide der Vorinstanzen vom 23. Juli 2001, 23. Juli 2002 und 10. Ap­ril 2003 aufzuheben und das Erlassgesuch vom 2. Juni 2001 gutzuheissen; ferner ersuchte sie darum, ihr die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu bewilligen und ihr in der Person ihres Vertreters lic. iur. B einen unentgeltlichen Rechtsbeistand zu bestellen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat ZÃ¼rich sowie die Einspracheinstanz der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde beantragten unter Verzicht auf weitere AusfÃ¼hrungen Abweisung der Beschwerde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. GemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) beurteilt das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen letztinstanzliche Anordnungen von VerwaltungsbehÃ¶rden, soweit nicht dieses oder ein anderes Gesetz eine abweichende ZustÃ¤ndigkeit vorsieht oder eine Anordnung als endgÃ¼ltig bezeichnet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) GemÃ¤ss § 43 Abs. 1 lit. e VRG ist die Beschwerde unzulÃ¤ssig gegen Anordnungen Ã¼ber Erlass und Stundung von Abgaben. Mit Abgaben sind Kausalabgaben gemeint; der Rechtsschutz bei Streitigkeiten Ã¼ber Stundung und Erlass von Steuern richtet sich nach der Steuergesetzgebung (vgl. § 72 VRG). Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts ist jedoch § 43 Abs. 1 lit. e VRG in ausdehnender Auslegung auch auf andere dem Gemeinwesen geschuldete Leistungen Privater anwendbar. Das gilt namentlich fÃ¼r die RÃ¼ckzahlung Ã¶ffentlicher UnterstÃ¼tzungsleistungen (Subventionen, Sozialhilfeleistungen, Stipendien), die in Form von befristeten Darlehen erbracht worden sind (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/ Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 43 N. 10 und 15). Diese Praxis knÃ¼pft an die Rechtsprechung zu §§ 41 ff. VRG in der ursprÃ¼nglichen, vor der Gesetzesrevision vom 8. Juni 1997 geltenden Fassung vom 24. Mai 1959 an, wonach die ZulÃ¤ssigkeit der Beschwerde nicht aufgrund einer General­klausel mit Ausnahmekatalog, sondern aufgrund einer Enumeration in einzelnen (allerdings Teilgeneralklauseln gleichkommenden) Bestimmungen umschrieben wurde. GemÃ¤ss § 42 VRG in der damaligen Fassung war die Beschwerde zulÃ¤ssig in Streitigkeiten Ã¼ber Ã¶f­fentlichrechtliche Geldleistungen der Privaten an Kanton, Gemeinden und andere Ã¶ffentlich­­rechtliche KÃ¶rperschaften sowie Ã¼ber die RÃ¼ckerstattung Ã¶ffentlichrechtlicher UnterstÃ¼t­zungsleistungen (Abs. 1), wobei mit der Beschwerde die Beurteilung der Leistungspflicht, der im Einzelfall festgesetzten Leistung oder ihrer RÃ¼ckerstattung an den Privaten verlangt werden konnte. In Anwendung dieser Bestimmung entschied das Verwaltungsgericht, in Streitigkeiten Ã¼ber den Erlass von zinslosen, zur RÃ¼ckerstattung fÃ¤lligen Studiendarlehen sei die Beschwerde unzulÃ¤ssig (VGr, 29. Januar 1997, VB.1996.00202). In Anwen­dung von § 43 Abs. 1 lit. e VRG in der neuen Fassung ist das Gericht sodann auf die Beschwerde gegen eine VerfÃ¼gung nicht eingetreten, mit welcher dem BeschwerdefÃ¼hrer der Erlass von Schulden aus Forderungen verweigert wurde, die dem Gemeinwesen aus ge­stÃ¼tzt auf § 20 des Jugendhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 bevorschussten Unterhaltsbei­trÃ¤­gen zustanden (VGr, 25. November 1999, VB.1999.00292). Im gleichen Sinn rechtfertigt es sich, § 43 Abs. 1 lit. e VRG auf den Erlass von Schulden aus Forderungen anzuwenden, die dem Gemeinwesen gestÃ¼tzt auf in Rechtskraft erwachsene VerfÃ¼gungen betreffend die RÃ¼ckerstattung von Sozialhilfeleistungen zustehen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Hier ist die VerfÃ¼gung der Einzelfallkommission vom 30. April 2001, mit der die BeschwerdefÃ¼hrerin gestÃ¼tzt auf § 27 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) so­wie gestÃ¼tzt auf § 19 SHG in Verbindung mit der am 14. November 1991 unterzeichneten "Schuldanerkennung und ErbabtretungserklÃ¤rung" zur RÃ¼ckerstattung von Fr. 36'498.80 ver­pflichtet wurde, in Rechtskraft erwachsen. Das sich gegen diese RÃ¼ckerstattungsverfÃ¼gung richtende Schreiben der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 2. Juni 2001 wurde zwar rechtzeitig, noch vor Ablauf der Einsprachefrist, eingereicht. Da die BeschwerdefÃ¼hrerin darin aber die RÃ¼ckerstattungsverpflichtung an sich nicht bestritt, sondern nur geltend machte, dass das VermÃ¶gen bereits aufgebraucht sei, wurde diese Eingabe zu Recht nicht als Einsprache behandelt, sondern der Einzelfallkommission zur PrÃ¼fung als Erlassgesuch Ã¼berwiesen. Das Erlassgesuch wurde in der Folge von der Einzelfallkommission und anschliessend auf Einsprache hin auch von der GeschÃ¤ftsprÃ¼fungskommission abgewiesen. Soweit in der Re­kursschrift vom 10. September 2002 zum ersten Mal EinwÃ¤nde gegen die RÃ¼ckerstattungsverpflichtung vorgebracht wurden (wohl deswegen, weil der Einspracheentscheid zu dieser Frage gewisse nicht entscheidungserhebliche ErwÃ¤gungen enthielt), ist der Bezirksrat folge­­richtig auf den Rekurs nicht eingetreten, was in der Beschwerde nicht in Frage gestellt wird. Es handelt sich demnach vorliegend ausschliesslich um eine Streitigkeit Ã¼ber den Er­lass von Schulden aus der in Rechtskraft erwachsenen RÃ¼ckerstattungsverpflichtung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Auf die Beschwerde wÃ¤re allerdings gestÃ¼tzt auf § 43 Abs. 2 VRG gleichwohl ein­­zutreten, wenn es sich bei der Streitigkeit um eine zivilrechtliche Angelegenheit im Sinn von Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) handeln wÃ¼rde. Streitigkeiten Ã¼ber die GewÃ¤hrung von Sozialhilfeleistungen sind zivilrechtlich im Sinn die­ser Konventionsbestimmung, wenn das Gesetz oder zumindest die Verfassung einen ent­sprechenden Anspruch einrÃ¤umt (Ruth Herzog, Art. 6 EMRK und kantonale Verwaltungsrechtspflege, Bern 1995, S. 230 ff.). Dies dÃ¼rfte auf die Sozialhilfeleistungen, die der BeschwerdefÃ¼hrerin vom April 1987 bis Januar 1996 ausgerichtet worden sind, im Lichte von §§ 14 f. SHG und Art. 12 der Bundesverfassung zutreffen. Entsprechendes dÃ¼rfte grund­­sÃ¤tzlich hinsichtlich der gestÃ¼tzt auf § 27 SHG geforderten RÃ¼ckerstattung solcher rechtmÃ¤ssig bezogenen Leistungen gelten. Hingegen rÃ¤umt weder die Verfassung noch das Gesetz einen Anspruch darauf ein, dass dem Betroffenen die RÃ¼ckerstattung, gegen die er sich in einem unter Art. 6 Abs. 1 EMRK fallenden Verfahren wehren konnte, trotz Vorliegens eines rechtskrÃ¤ftigen RÃ¼ckerstattungsentscheids erlassen werde. Es verhÃ¤lt sich diesbe­zÃ¼glich im Sozialhilferecht anders als im Sozialversicherungsrecht, wo der Erlass der RÃ¼ckerstattung <i>unrechtmÃ¤ssiger</i> Leistungen unter gesetzlich umschriebenen Voraussetzun­gen zu gewÃ¤hren ist (Art. 25 Abs. 1 Satz 2 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 Ã¼ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts) und wo auch nach der Verfahrensrege­­lung zwischen RÃ¼ckerstattungs- und Erlassverfahren unterschieden wird (vgl. Art. 4 der Verordnung vom 11. September 2002 Ã¼ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, ZÃ¼rich 2003, Art. 25 N. 19 ff., insbesondere N. 25). Der Erlass von Schulden aus einer rechtskrÃ¤ftigen RÃ¼ckerstattungsforderung betreffend Sozialhilfeleistungen steht weitestgehend im Ermessen der BehÃ¶rde, weshalb eine dies­­bezÃ¼gliche VerfÃ¼gung nicht in den Anwendungsbereich von Art. 6 Abs. 1 EMRK fÃ¤llt (vgl. Herzog, S. 84 f.; Mark E. Villiger, Handbuch der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonven­tion, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 379). Daran vermag nichts zu Ã¤ndern, dass die Sozialhilfebe­hÃ¶rde bei der PrÃ¼fung von Erlassgesuchen die im Sozialversicherungsrecht festgelegten Kriterien des guten Glaubens und der grossen HÃ¤rte analog heranzieht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Auf die Beschwerde ist daher nicht einzutreten. Weil die BeschwerdefÃ¼hrerin auf­­grund der unzutreffenden Rechtsmittelbelehrung im angefochtenen Rekursentscheid des Bezirksrats in guten Treuen von der ZulÃ¤ssigkeit der Beschwerde ausgehen durfte, sind die Gerichtskosten auf die Gerichtskasse zu nehmen. Da das Verwaltungsgericht zur Behandlung der Beschwerde nicht zustÃ¤ndig ist, hat es auch nicht Ã¼ber das Begehren um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands zu befinden. Die als Beschwerde eingereichte Ein­­gabe ist gestÃ¼tzt auf § 5 Abs. 2 VRG in Verbindung mit § 19c Abs. 2 VRG dem Regierungsrat zur Behandlung als Rekurs zu Ã¼berweisen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. Die Eingabe der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 13. Mai 2003 wird samt den Akten dem Regierungsrat Ã¼berwiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>