Staatsvertrag vom 21. Dezember 1906 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Grossherzoglich Badischen Regierung über die Verlegung der Landesgrenze bei Leopoldshöhe <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/24/793_807_783/19080823/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/24/793_807_783/19080823"/><FRBRdate date="1908-08-23" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1906-12-21" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1908-08-23" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.132.136.1"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Traité du 21 décembre 1906 entre le Conseil fédéral suisse et le Gouvernement grand-ducal badois relativement au déplacement de la frontière près de Léopoldshoehe" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Trattato del 21 dicembre 1906 fra il Consiglio federale svizzero e il Governo granducale badese circa lo spostamento del confine presso Leopoldshöhe" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Staatsvertrag vom 21. Dezember 1906 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Grossherzoglich Badischen Regierung über die Verlegung der Landesgrenze bei Leopoldshöhe" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/24/793_807_783/19080823/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/24/793_807_783/19080823/de"/><FRBRdate date="1908-08-23" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1906-12-21" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1908-08-23" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/24/793_807_783/19080823/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/24/793_807_783/19080823/de/xml"/><FRBRdate date="1908-08-23" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1906-12-21" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1908-08-23" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p>0.132.136.1</p><p><authorialNote><p> BS <b>11 </b>43; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/1906/6_645__" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">BBl <b>1906</b> VI 645</ref></p></authorialNote>AS AS<inline name="man-color-FF00FF"> (Stand am 10. Juni 1997)</inline></p><p><docNumber>0.132.136.1</docNumber></p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Originaltext</p><p><docTitle>Staatsvertrag<br/>zwischen dem Schweizerischen Bundesrat<br/>und der Grossherzoglich Badischen Regierung über<br/>die Verlegung der Landesgrenze bei Leopoldshöhe</docTitle></p><p>Abgeschlossen am 21. Dezember 1906<br/>Von der Bundesversammlung genehmigt am 21. Juni 1907<authorialNote><p> AS <b>24</b> 791</p></authorialNote><br/>Ratifikationsurkunden ausgetauscht am 27. August 1907<br/>In Kraft getreten am 23. August 1908</p></preface><preamble><p>Der Schweizerische Bundesrat<br/>und<br/>die Grossherzoglich Badische Regierung</p><p>haben in der Absicht, einen den Bedürfnissen der beiderseitigen Zollverwaltungen mehr entsprechenden Verlauf der Landesgrenze bei dem neu angelegten Verschubbahnhof der Grossherzoglich Badischen Staatseisenbahnen bei Leopoldshöhe herbeizuführen und zur Erreichung dieses Zwecks einen Austausch gleich grosser Gebietsteile vorzunehmen, Bevollmächtigte ernannt:</p><p>(Es folgen die Namen der Bevollmächtigten)</p><p>welche nach gegenseitiger Mitteilung und Anerkennung ihrer Vollmachten und unter Vorbehalt der Ratifikation, badischerseits auch unter Vorbehalt der Zustimmung des Reichs, über folgende Punkte übereingekommen sind:</p></preamble><body><article eId="art_I"><num><b>Art. I</b></num><paragraph eId="art_I/para"><content><p>Seitens der Schweiz wird an Baden zur Vereinigung mit dem badischen Staatsgebiet abgetreten:</p><p>ein westlich der Landesgrenzstrecke, jetzige Grenzmarke 6 bis Grenzmarke 6<i>b,</i> zwischen der badischen Gemarkung Weil und dem Basler Gemeindebann Kleinhüningen liegendes Gebiet, bestehend aus Teilen der Grundstücke des Gemeindebanns Kleinhüningen, Sektion B, Grundbuch Nr. 408<sup>4</sup> (Badische Eisenbahnverwaltung) und Nr. 402 (Armengut Kleinhüningen) im Gesamtmasse von 39 a 47 m<sup>2</sup>. Die dieses Gebiet abgrenzende Linie biegt 16,17 m nördlich der jetzigen Grenzmarke 6, am Schnittpunkt des Grenzzuges mit der Bahneigentumsgrenze, von der bestehenden Grenze in südwestlicher Richtung ab, folgt dieser Eigentumsgrenze bis zu dem Punkte, wo sie mit der äussern, nördlichen Kante des Neuhauswegs zusammentrifft, folgt alsdann dieser Wegkante in östlicher Richtung bis zum Zusammentreffen mit der westlichen Kante der Landstrasse Freiburg–Basel und zieht von diesem Punkte in gerader Linie quer über die Landstrasse nach Grenzmarke 6<i>b</i> der alten Grenze.</p><p>Dieser auf zur Zeit schweizerischem Gebiet liegende Linienzug bildet fortan die Hoheitsgrenze.</p></content></paragraph></article><article eId="art_II"><num><b>Art. II</b></num><paragraph eId="art_II/para"><content><p>Von seiten Badens wird an die Schweiz zur Vereinigung mit dem schweizerischen Staats- und Hoheitsgebiete abgetreten:</p><p>ein östlich der Landesgrenzstrecke, jetzige Grenzmarke 6<i>c</i> bis Grenzmarke 8, zwischen den gedachten Markungen liegendes Gebiet, bestehend aus einem Teile des Grundstücks Lagerbuch Nr. 7939 der Gemarkung Weil (Otterbachgut) im Gesamtmass von 39 a 47 m<sup>2</sup>. Die dieses Gebiet abgrenzende Linie biegt 30,51 in südlich der jetzigen Grenzmarke 6<i>c,</i> am Schnittpunkt des Grenzzuges mit der östlichen Kante des nach dem Otterbachgut führenden Privatwegs, von der bestehenden Grenze ab, zieht in südöstlicher Richtung in gerader Linie bis zu einem unweit der nordöstlichen Ecke des Ökonomiegebäudes des Otterbachgutes liegenden Punkte, der gleichzeitig in der Verlängerung der geraden Linie von der Grenzmarke 9 auf die Grenzmarke 8 liegt, und zwar in einer Entfernung von 146 m von der letztgenannten Grenzmarke; von dem so beschriebenen Punkte ab fällt die abgrenzende Linie mit der gedachten Verlängerungslinie zusammen, so dass sie bei Grenzmarke 8 wieder mit dem alten Grenzzug zusammentrifft.</p><p>Dieser auf zur Zeit badischem Gebiet liegende Linienzug bildet fortan die Hoheitsgrenze.</p></content></paragraph></article><article eId="art_III"><num><b>Art. III</b></num><paragraph eId="art_III/para"><content><p>Das Eigentum an der mit dem in Artikel I beschriebenen Gebiete der badischen Hoheit zufallenden Strecke der Landstrasse Freiburg–Basel geht auf den Badischen Staat über. Dieser übernimmt die Fürsorge für die Unterhaltung dieser Strassenstrecke.</p></content></paragraph></article><article eId="art_IV"><num><b>Art. IV</b></num><paragraph eId="art_IV/para"><content><p>Die Badische Regierung wird dafür Sorge tragen, dass auf dem der badischen Hoheit zufallenden Gebiete die in dem angeschlossenen Plane<authorialNote><p> In der AS nicht veröffentlicht.</p></authorialNote> festgesetzte Bauflucht für die Landstrasse Freiburg–Basel und den Neuhausweg, und insbesondere die darin vorgesehene Abbiegung an der Parzelle Nr. 402 eingehalten wird, solange dies im Interesse der schweizerischen Zollaufsicht geboten erscheint.</p></content></paragraph></article><article eId="art_V"><num><b>Art. V</b></num><paragraph eId="art_V/para"><content><p>Dieser Vertrag tritt nach Erteilung der Ratifikation durch den Schweizerischen Bundesrat und durch Seine Königliche Hoheit den Grossherzog von Baden sowie nach erfolgter Zustimmung des Deutschen Reichs in Kraft.</p></content></paragraph></article><signature><p><i>Zu Urkund dessen </i>haben die beiderseitigen Bevollmächtigten den gegenwärtigen Vertrag sowie den einen Bestandteil des Vertrags bildenden Plan<authorialNote><p> In der AS nicht veröffentlicht.</p></authorialNote> unterfertigt und ihre Siegel beigedrückt.</p><p>So geschehen in zweifacher Ausfertigung.</p><p>Bern, den 21. Dezember 1906.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>L. Forrer</p></td><td><p>Heintze</p></td></tr></table></signature></body></act></akomaNtoso>