<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00670</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Ersatzrichterin Romero-Käser<br/>Gerichtsschreiberin Lienhard</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 26. September 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Departement Soziales der Stadt Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Y.___, Soziale Dienste, Sozialversicherungsfachstelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Pionierstrasse 5, 8403 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1965, war zuletzt von Juli 2005 bis Januar 2010 als Serviceangestellte tätig (Urk. 11/10 Ziff. 1, Ziff. 2.7; Urk. 11/10/8). Am 22. Fe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bruar 2010 meldete sie sich wegen psychischen Problemen bei der Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung an (Urk. 11/3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und holte ein psychiatrisches Gutachten (Urk. 11/32) ein. Nach durchgeführtem Vorbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahren (Urk. 11/41; Urk. 11/44; Urk. 11/50) verneinte die IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle mit Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung vom 29. April 2014 einen Leistungsanspruch der Versicherten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 11/51). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Am 16. Februar 2017 (Urk. 11/57) machte die Versicherte eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes geltend. Nach durchgeführtem Vorbescheid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">fahren (Urk. 11/61; Urk. 11/63; Urk. 11/65) trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 19. Mai 2017 auf das neue Leistungsbegehren nicht ein (Urk. 11/67 = Urk. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte erhob gegen die Verfügung vom 19. Mai 2017 (Urk. 2) am 9. Juni 2017 Beschwerde mit dem Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Entscheides und Verpflichtung der Beschwerdegegnerin, auf das Revisionsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehren einzutreten, weiter Zusprache einer ganzen Invalidenrente, eventuell Veranlassung eines polydisziplinären Gutachtens (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">antwort vom 4. August 2017 (Urk. 10) beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 18. August 2017 mitgeteilt wurde. Gleichzeitig wurde ihr antragsgemäss (Urk. 1 S. 2) die unent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geltliche Prozessführung bewilligt (Urk. 12). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">87 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Verände</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vorzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. auch BGE 133 V 108 E. 5.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derungen stellen (ZAK 1966 S. 279, vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2 mit Hinweisen). Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der Eintretensfrage durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">87 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tretensfrage, wenn die Verwaltung auf die Neuanmeldung eingetreten ist (BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 109 V 108 E. 2b).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zur Frage des Bedeutungsgehalts des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">87 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 und 3 IVV hat das Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">desge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richt in BGE 130 V 64 E. 5.2.5 festgehalten, dass die versicherte Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">son mit dem Revisionsgesuch oder der Neuanmeldung die massgebliche Tatsa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chenänderung glaubhaft machen muss, ihr mithin ausnahmsweise eine Beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führungslast zukommt. Tritt die Verwaltung auf das erneute Leistungsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehren ein, hat sie demgegenüber gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verhaltes zu sorgen (Art. 43 ATSG, Art. 57 IVG in Verbindung mit Art. 69 ff. IVV; SVR 2006 IV Nr. 10 S. 39 E. 4.1 [I 457/04]; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vgl. auch BGE 117 V 198 E. 3a).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid (Urk. 2) wie folgt: Es seien mit den neu eingereichten medizinischen Unterlagen keine Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">änderungen feststellbar gewesen, beispielsweise seien keine neuen Diagnosen oder Befunde ersichtlich. Die vorhandenen Diagnosen und Symptome seien schon länger im beschriebenen Ausmass bekannt und im psychiatrischen Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten von 2013 widerlegt worden. Die somatoforme Schmerzstörung vermöge an sich noch keine Invalidität zu begründen. Es bestehe weiterhin keine Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dität (S. 1-2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">In ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 10) führte die Beschwerdegegnerin aus, 2013 sei vom Gutachter eine somatoforme Schmerzstörung sowie eine nicht näher bezeichnete anhaltende wahnhafte Störung diagnostiziert worden. Gestützt auf die damals geltende Rechtsprechung zu den somatoformen Schmerzstörungen habe keine Invalidität bestanden. In den neuen Berichten werde der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">deführerin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Gemäss Beurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) sei gestützt auf diese Unterlagen keine Verschlechterung ausgewiesen, da die genannten Beschwerden und Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nosen bereits früher bekannt gewesen seien. Der Hausarzt mache keine Anga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ben zum Verlauf des Gesundheitszustandes, und die Z.___ begründe die Verschlechterung nicht. Die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens erübrige sich (S. 1-2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem hielt die Beschwerdeführerin entgegen (Urk. 1), es sei gestützt auf die aktuel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">len Arztberichte von einer deutlichen Verschlechterung und Chronifi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zierung auszugehen und sie sei in allen Lebensbereichen deutlich eingeschränkt. Eine entsprechende Prüfung ihrer Ressourcen anhand des strukturierten Beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahrens sei nicht durchgeführt worden (S. 2 ff.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im Sinne von Art. 87 Abs. 2 IVV glaubhaft gemacht hat, dass sich ihr gesundheitlicher Zustand erheblich verschlechtert hat, dies verglichen mit dem Zeitpunkt, in welchem der Rentenanspruch letztmals materiell geprüft wurde (BGE 133 V 108),</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mithin April 2014. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nicht zum Streitgegenstand gehört die Frage, ob die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin einen Rentenanspruch hat; auf den diesbezüglichen Antrag (Urk. 1 S. 2 Ziff. 3) ist deshalb nicht einzutreten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die medizinische Sachlage präsentierte sich vor Erlass der Verfügung vom 29. April 2014 (Urk. 11/51)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wie folgt: Dr. med. A.___, Facharzt für All</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gemeine Innere Medizin, diagnostizierte mit Bericht vom 6. März 2012 (Urk. 11/11) eine depressive Entwicklung, ein somatoformes Schmerzsyndrom, eine fixierte BWS-Kyphose sowie ein lumboradikuläres Syndrom L4/5 links. Diese Diagnosen hätten Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1). Die Beschwerdeführerin sei seit dem 4. April 2011 anhaltend zu 100 % arbeitsunfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hig (Ziff. 1.6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, stellte mit Bericht vom 23. April 2012 (Urk. 11/12) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, mittelgradig bis schwer, ICD-10 F33.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">generalisierte Angststörung, ICD-10 F41.1</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">asthenische Persönlichkeitsstörung, ICD-10 F60.7</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">In der angestammten Tätigkeit als Serviceangestellte bestehe seit dem 3. Februar 2010 volle Arbeitsunfähigkeit. Eine Arbeit sei zurzeit nicht möglich (Ziff. 1.6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">1.7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ärztinnen der Z.___ stellten mit Bericht vom 27. Juni 2012 (Urk. 11/14) fol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mittelgradige depressive Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F32.10)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Beschwerdeführerin sei vom 6. Januar bis 12. April 2012 in teilstationärer Behandlung gewesen (Ziff. 1.2). Es könne aktuell keine Prognose gestellt wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">den, da die Beschwerdeführerin vor allem aufgrund ihrer wechselnden Orien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tierungsstörungen und der ausgeprägten Geruchssensibilität bisher eine Behandlung kaum ausgehalten und sich auch keinerlei Besserung eingestellt habe (Ziff. 1.4). Als Servicefachfrau sei sie im Zeitraum der teilstationären Behandlung nicht arbeitsfähig gewesen (Ziff. 1.6). Aktuell sei auch im geschützten Rahmen keine Beschäftigung möglich. Eine Teilnahme im Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">training während der teilstationären Behandlung sei aufgrund der ausgeprägten Symptomatik nicht zustande gekommen (Ziff. 1.7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. C.___, Oberarzt, Z.___, nannte mit Bericht vom 14. März 2013 (Urk. 11/31) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf Erkrankung aus dem psychotischen Formenkreis (ICD-10 nicht codierbar)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">fremdanamnestisch:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">mittelgradige depressive Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F32.10)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Patientin sei aktuell zu 100 % arbeitsunfähig in jeglicher Tätigkeit, auch im geschützten Rahmen. Die Prognose sei ungünstig (S. 1). Zum ärztlichen Befund hielt Dr. C.___ fest, es handle sich um eine verhüllte Frau, die sich ihre Klei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">der vors Gesicht halte, weil „die Gerüche“ sie störten. Sie habe kaum gespro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">chen, habe gleich wieder gehen wollen, sie habe keine Kraft. Es gelinge nur wenig Gespräch. Die Patientin habe ihn als Arzt aus Zürich verkannt, sei aber ansonsten einigermassen orientiert gewesen (Ziff. 1.4). Als Serviceangestellte sei sie mindestens seit dem 16. November 2012 vollständig arbeitsunfähig (Ziff. 1.6). Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar und in einer ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">passten Tätigkeit bestehe keine Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.7). Sämtliche psychische Funktionen seien schwer eingeschränkt (Urk. 11/31/5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. D.___ und Dr. med. E.___, Facharzt und Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierten in ihrem am 23. Mai 2013 nach Berücksichtigung der Akten, Erhebung der Anamnese und Durchführung einer eigenen Untersuchung zuhanden der Beschwerdegegnerin erstatteten Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achten (Urk. 11/32) eine somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4), diffe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rentialdiagnostisch eine nicht näher bezeichnete, anhaltende wahnhafte Störung (ICD-10 F22.9; S. 15). Zum Befund wurde festgehalten (S. 11): Die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin sei alleine, pünktlich und knapp ausreichend gepflegt zum Gespräch erschienen. Sie sei zu Zeit, Ort und Situation nicht orientiert gewesen. Zur eige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Person habe sie ausser den eigenen Namen und dem Herkunftsland nicht viel angeben können. Aufmerksamkeit, Konzentration und Auffassungsgabe seien schwer eingeschränkt gewesen. Das Langzeitgedächtnis sei beeinträchtigt und schwer überprüfbar gewesen. Ihre Angaben, dass sie „nicht wisse“, hätten über weite Strecken nicht einfühlbar gewirkt. Die Aggravations- und Verdeutli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chungstendenzen der körperlichen Beschwerden hätten die Kommunikation erschwert. Die Angaben zu Gefühlen und Wahrnehmungen seien schwer fassbar gewesen. Inhaltlich sei sie auf Schmerzen und „nicht wissen“ und „nicht können“ eingeengt gewesen. Sie habe sich ängstlich klagend und auffällig hilfsbedürftig gezeigt. Gleichzeitig habe sie Misstrauen und Ablehnung signali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">siert. Die Kooperation sei derart eingeschränkt gewesen, dass auch nach der über zweistündigen Untersuchungszeit unklar geblieben sei, ob sie tatsächlich mit der Situation überfordert gewesen sei oder bewusst unklare und schwer nachvollziehbare Angaben über ihre Biographie und ihren Zustand gemacht habe. Die Intelligenz sei vermutlich im unteren Normbereich. Ein affektiver Rapport habe nicht hergestellt werden können. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Dr. D.___ und Dr. E.___ diskutierten und verwarfen sodann die Differential</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">diagnosen einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.2), einer nicht näher bezeichneten, anhaltenden wahnhaften Störung (ICD</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">10 F22.9) sowie einer generalisierten Angststörung und einer asthenischen Persönlichkeitsstörung, wie sie von Dr. B.___ festgestellt wurden (S. 18 f.). In Anbetracht der erhobenen Befunde lasse sich resümieren, dass keine wesentli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">chen Hauptfähigkeitsstörungen und ebenso keine deutliche Psychopathologie vorlägen. Die Explorandin zeige aber eine Aggravation ihrer Symptome, weil sie sich subjektiv schwer eingeschränkt erlebe. Somit rechtfertige sich abschlies</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">send die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung, da sie das Konzept der Störung migrationsspezifischer und soziokultureller Einflussfaktoren umfassen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">der beschreibe (S. 19 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Medizinisch-theoretisch sollte eine Teilarbeitsfähigkeit zumindest in einer Nischentätigkeit vorhanden sein. Auf dem ersten Arbeitsmarkt sei die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">deführerin wegen ihres auffälligen Verhaltens nicht vermittelbar. Die Krankheit müsse als Ausdruck einer schwierigen psychosozialen Situation bei einer wenig integrationswilligen Frau gesehen werden. Eine nähere Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">schätzung eines zumutbaren Arbeitspensums sei schwierig, weshalb eine spezialisierte Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rung zu empfehlen sei (S. 19 unten f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ein psychisches Leiden mit Krankheitswert sei vorhanden. Retrospektiv könne medizinisch-theoretisch davon ausgegangen werden, dass die Explorandin aus psychiatrischer Sicht seit der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Berentung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zumindest in einem Teilpensum in einer angepassten Tätigkeit arbeitsfähig gewesen wäre. Genauer lasse sich dies aber nicht einschätzen. Eine psychische Störung sei in Form von Wahrnehmungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störungen, Gefühl von Ohnmacht und Hilflosigkeit, kognitiven Einschränkun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen sicher vorhanden. Aufgrund der verschiedenen diskutierten Inkongruenzen könne aber nicht eingeschätzt werden, ob diese tatsächlich schwerwiegend seien. Eine chronische körperliche Begleiterkrankung sei laut Aktenanamnese vorhanden; die Beschwerdeführerin leide unter chronischen Schmerzen. Ihre Angaben dazu seien aber eher vage und wenig greifbar gewesen. Ein ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiesener sozialer Rückzug scheine vorhanden, allerdings lebe die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin mit einem Mitbewohner zusammen und sei daher nicht völlig alleine. Der verfestigte, therapeutisch nicht mehr angehbare innerseelische Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rer Krankheitsgewinn) sei eindeutig vorhanden. Seit Beginn der Krankschrei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bung sei die Explorandin nicht mehr in ihre angestammte Tätigkeit zu inte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grieren. Die Gründe hierfür (Geruchsbelästigung im Café) seien nicht ganz plausibel und nachvollziehbar, da sie ja die Geruchsbelästigung anscheinend auch im übrigen Lebensumfeld verspüre. Es lägen unbefriedigende Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lungsergebnisse trotz konsequenter Rehabilitationsmassnahmen und Therapien vor. Die bisherigen Therapieversuche hätten eher eine Überforderung der Explorandin dargestellt. Die tagesklinische Behandlung sei nicht nachhaltig und nicht sehr erfolgreich gewesen (S. 24 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. A.___ hielt mit Bericht vom 21. Dezember 2013 (Urk. 11/38) fest, er habe die Patientin wegen des Rückenleidens seit Anfang 2012 lediglich viermal gese</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hen. Dabei sei die Arbeitsfähigkeit eigentlich kein Thema gewesen. Nach seiner Einschätzung bestehe aber eine mindestens 50%ige Arbeitsunfähigkeit wegen des Rückenleidens, wobei diese Beschwerden wegen der gleichzeitig bestehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Depression schwer einzuschätzen seien. Die Arbeitsfähigkeit gelte sowohl für eine Tätigkeit als Serviceangestellte als auch für andere leicht körperbetonte Arbeiten. Die hauptsächliche Arbeitsunfähigkeit resultiere seines Erachtens aus der psychischen Erkrankung (Urk. 11/38/5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt auf diese Aktenlage und nach Prüfung der damals anwendbaren Foerster-Kriterien (vgl. Urk. 11/40/5) verneinte die Beschwerdegegnerin einen invalidisierenden Gesundheitsschaden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Glaubhaftmachung einer Verschlechterung reichte die Beschwerdeführerin folgende Berichte ein. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Dr. med. F.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stellte mit Bericht vom 18. Juli 2016 (Urk. 11/58/1-5 = Urk. 3/4) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1): </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.40)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Schizophrenie (ICD-10 F20.9)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Dr. F.___ hielt fest, die Beschwerdeführerin leide unter diffusen Schmerze</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">n in der ganzen Wirbelsäule und im gesamten Abdomen, welche in den morphologischen Befunden kein Korrelat hätten. Er könne nicht beurteilen, wie sich das Schmerzsyndrom seit der letzten Abklärung im November 2012 entwickelt habe. Es bestehe eine ausgeprägte Angststörung. Die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">führerin sei in sämtlichen Lebensbereichen eingeschränkt, habe sich sozial vollständig zurückgezogen, verlasse die Wohnung praktisch nicht allein. Sie könne keinerlei Haushaltarbeiten übernehmen, die Medikamente müssten ihr abgegeben werden. Sie bedürfe regelmässiger Betreuung und könne nicht alleine leben (S. 2). Sie sei in der angestammten Tätigkeit vollständig arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">unfähig (S. 3 unten). Auch eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei nicht zumutbar (S. 4 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. G.___, Oberärztin, Z.___, stellte mit Bericht vom 5. September 2016 (Urk. 11/58/6-10 = Urk. 11/56 = Urk. 3/3) folgende Diagnosen mit Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.9)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1) mit vereinzelten Panik</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">attacken (ICD-10 F41.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronifizierte mittelgradige bis schwere depressive Episode mit Verdacht auf pseudodemenzielle Entwicklung mit psychotischen Symptomen (ICD-10 F32.3)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">differentialdiagnostisch nicht näher bezeichnete anhaltende wahnhafte Störung (ICD-10 F22.9)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Der psychische Zustand der Beschwerdeführerin habe sich seit 2012 deutlich verschlechtert und chronifiziert. Sie leide unter diffusen Halluzinationen (olfaktorisch, optisch, Geschmack, akustisch sowie taktil) und sei zeitlich und örtlich desorientiert. Aufgrund der chronischen Schmerzen leide sie unter Schlafstörungen. Ohne die Unterstützung ihres Mitbewohners wäre sie nicht in der Lage, alleine zu leben und ihren Alltag zu bestreiten (S. 1). Trotz vieler Schmerzmittel sei keine Besserung eingetreten. Es sei ihr aufgrund der ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">prägten Regression, der Ängste und pseudodementiellen Entwicklung nicht möglich, an gruppentherapeutischen Sitzungen teilzunehmen oder von psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">therapeutischen Massnahmen im engeren Sinn zu profitieren. Selbst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">reflektion oder -introspektion seien ihr nicht möglich. Sie zeige in ausgeprägtem Mass Anhedonie, Abflachung von Modulationsfähigkeit und Schwingungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">fähigkeit und gedrückte Stimmung. Es bestünden ferner ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">prägte mnestische Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">schränkungen, die oft mit Orientierungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">schwierigkeiten einhergingen und Lernprozesse fast unmöglich machten. Dies sei im Sinne einer schweren depressiven Störung als pseudodementielle Sympto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">matik und die anhaltenden diffusen Halluzinationen seien als psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tisches Syndrom zu werten. Die depressive Symptomatik habe sich verstärkt und sei bislang der medikamentö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sen und psychotherapeutischen Intervention nicht zugänglich gewesen (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Beschwerdeführerin leide sehr stark unter einer Angststörung mit ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">prägter Einschränkung der Alltagsbewältigung durch Vermeidung und Verhal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tensveränderungen. Sie sei in allen Lebensbereichen auf Hilfe und Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">stützung angewiesen, verlasse ihre Wohnung kaum alleine, nur für die Therapietermine sowie die Physiotherapie, da beide in der Nähe ihres Wohnortes seien. Ansonsten werde sie von ihrem Wohnpartner begleitet und betreut. Sie sei trotz anamnestisch guter Deutschkenntnisse kaum in der Lage, Auskünfte zu geben und zu kommunizieren. Sie sei nicht in der Lage, alleine einzukaufen, zu kochen oder den Haushalt zu führen und sei zur Planung, Strukturierung oder Flexibilität nicht fähig. Auch leide sie unter sehr starken kognitiven Defiziten, die neurologisch in Bildgebung ohne auffälligen Befund geblieben seien. Sie könne sich nicht alleine um ihre Belange kümmern (S. 2 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Patientin komme etwa alle vierzehn Tage zu ihren Kontrollterminen und zur supportiven Behandlung. Die Kommunikation sei aufgrund der starken kommu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nikativen Einschränkungen und mnestischen Defiziten deutlich erschwert (S. 2 unten). Dauerthema seien ihre Schmerzen und Körpermissempfindungen. Infor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">mationen über ihren Alltag seien nur von ihrem Mitbewohner erhältlich. Ziel sei derzeit die psychiatrische Anbindung und der Erhalt des therapeutischen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">trauens (S. 3 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Es sei der Beschwerdeführerin aktuell unmöglich, ihre persönlichen Ressourcen zu nutzen. Einziger beobachtbarer Behandlungserfolg in den letzten Jahren sei, dass die optischen, sehr angstauslösenden Halluzinationen etwas in den Hinter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">grund geraten seien durch die Medikation mit Quetiapin. Die Beschwerdeführe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rin könne das Büro betreten, ohne dass sie vor den Schlangen auf dem Fussbo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">den flüchten müsse. Auch sie selbst sage, dass die Schlangen weg seien. Diverse medikamentöse Behandlungsversuche seien bislang ohne nennenswerten Erfolg geblieben. Einschneidende Veränderungen, vor allem hinsichtlich Wiedererlan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gung einer Teilarbeitsfähigkeit, sehe man bei dieser schwer kranken Patientin nicht (S. 3 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Zur Frage der Behandlungsresistenz hielt Dr. G.___ fest, es sei im Verlauf trotz teilstationärer, medikamentöser und aktuell ambulanter Behandlung kaum zu einer Veränderung des schwer regressiven Zustandsbildes gekommen. Zu einem stationären Aufenthalt sei die Beschwerdeführerin bislang nicht bereit gewesen und eine Indikation für einen ärztlichen Freiheitsentzug bestehe nicht. Allerdings sei auch von einem stationären Aufenthalt keine schnelle Verände</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rung zu erhoffen (S. 3 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Beschwerdeführerin sei seit mindestens 2012 in jeder Tätigkeit vollständig arbeitsunfähig. Dies gelte auch für den geschützten Bereich (S. 4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die leistungsverneinende Verfügung vom 29. April 2014 erging gestützt auf das Gutachten von Dr. D.___ und Dr. E.___ (vorstehend E. 3.5). Darin wurden eine somatoforme Schmerzstörung, differentialdiagnostisch eine nicht näher bezeichnete, anhaltende wahnhafte Störung diagnostiziert. Die Gutachterin und der Gutachter hielten nach Diskussion anderer Diagnosen fest, es rechtfertige sich abschliessend die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung, weil sie „das Konzept der Störung migrationsspezifischer und soziokultureller Einfluss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">faktoren umfassender beschreibe“. Dies ist angesichts des Umstands, dass sozio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kulturelle Einflussfaktoren bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes einer versicherten Person grundsätzlich unberücksichtigt bleiben müssen, fragwürdig, auch wenn präzisierend festgehalten wurde, dass die Krankheit der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin als Ausdruck einer schwierigen psychosozialen Situation bei einer wenig integrationswilligen Frau gesehen werden müsse. Was mit wenig Integra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tionswillen gemeint war, erscheint jedoch unklar, insbesondere angesichts des Umstandes, dass die Beschwerdeführerin während gut fünf Jahren problemlos eine regelmässige Arbeit verrichten konnte. Dass die Fachärztin und der Fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">arzt kein zumutbares Arbeitspensum festlegen konnten und eine spezialisierte Abklärung empfahlen, zeigt die Schwierigkeit beim Beurteilen der Auswirkun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen des nach gutachterlicher Ansicht klar vorhandenen psychischen Leidens mit Krankheitswert, liess aber schlussendlich die zu beurteilende Frage nach der Restarbeitsfähigkeit aus medizinischer Sicht offen. Auch blieb der Umstand, dass die Gutachterin und der Gutachter fälschlicherweise von einer bereits erfolgten Berentung der Beschwerdeführerin ausgingen (vgl. S. 24 des Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens), nach Lage der Akten unberücksichtigt. Dass die Beschwerdegegnerin bei dieser Sachlage und der genannten Diagnose die Invalidität der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin anhand der damals geltenden Förster-Kriterien beurteilten und ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">neinten, ist zwar nachvollziehbar, aber angesichts der doch vorhandenen Män</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gel des Gutachtens nicht vollends überzeugend. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beweiswert des früheren Gutachtens ist jedoch vorliegend nicht Prozess</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">thema, und die Beschwerdeführerin hätte gegen die frühere leistungsvernei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nende Verfügung Beschwerde erheben können. Auch stellt die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> geänderte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Rechtsprechung zu den somatoformen Schmerzstörungen für sich allein keinen Neuanmeldungs- bzw. Revisionsgrund dar (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">141 V 585</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 5)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, weshalb die Frage, ob eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin gestützt auf das Gutachten D.___/E.___ nach heutigen Kriterien gleich ausfallen würde, offen bleiben muss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ein Vergleich mit einer früheren medizinischen Sachlage, wie er bei einer Neuanmeldung vorzunehmen ist, ist jedoch nur mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich, wenn die frühere Sachlage rechtsgenüglich abgeklärt und nachvollziehbar beurteilt wurde. Dies ist vorliegend zumindest fraglich. Eine frühere Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung, die möglicherweise gestützt auf ungenügende Grundlagen erging und dennoch einen Leistungsanspruch verneinte, darf nicht dazu führen, dass der versicherten Person die Glaubhaftmachung einer Verschlechterung übermässig erschwert wird. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aktuell konnte Dr. F.___ nicht beurteilen, wie sich das Schmerzsyndrom seit der letzten Beurteilung entwickelt habe (vgl. vorstehend E. 4.1), weshalb auf seinen Bericht nicht entscheidwesentlich abgestellt werden kann. Neu wurde jedoch gemäss der Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Dr. G.___, zusätzlich zu den bereits festgestellten Diagnosen eine chronifizierte mittelgra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dige bis schwere Episode mit Verdacht auf eine pseudodemenzielle Entwicklung mit psychotischen Symptomen diagnostiziert. Die depressive Symptomatik habe sich verstärkt und sei der medikamentösen und psychotherapeutischen Inter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vention nicht zugänglich gewesen. Einziger beobachtbarer Behandlungserfolg sei in den letzten Jahren die Reduktion der optischen, sehr angstauslösenden Halluzinationen gewesen. Die Beschwerdeführerin sei in allen Lebensbereichen auf Hilfe und Unterstützung angewiesen, verlasse die Wohnung kaum alleine, nur für die Therapietermine, da diese in der Nähe ihres Wohnortes lägen. Ansonsten werde sie von ihrem Wohnpartner begleitet und betreut. Sie könne sich nicht alleine um ihre Belange kümmern. Es sei trotz teilstationärer, ambu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lanter und medikamentöser Therapie kaum zu einer Veränderung des schwer regressiven Zustandsbildes gekommen, und es sei auch von einem stationären Aufenthalt keine schnelle Veränderung zu erhoffen (vorstehend E. 4.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens im Sinne des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">87 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 und 3 IVV sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die Tatsa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chenänderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2 mit Hinweisen). Erheblich ist eine Sachverhaltsän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juni 2013 E. 2.3 mit Hinweisen auf 8C_1009/2010 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2011 E. 2.2 und 9C_838/2011 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2012 E. 3.3.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Weiter kann die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Eintretensvorschrift </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">des Glaubhaftmachens </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">kräftigen Leistungsabweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaub</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">würdig dartut (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Diese Voraussetzungen sind vorliegend unter Berücksichtigung des vorstehend Gesagten (E. 5.2) erfüllt; es bestehend gewisse Anhaltspunkte für eine Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">schlechterung und eine genaue medizinische Abklärung ist angezeigt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Beschwerdegegnerin ist somit zu Unrecht auf die Neuanmeldung nicht ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">getreten. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Beschwerde ist daher gutzuheissen und die Sache zur materiellen Beurteilung an die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> zurückzuweisen.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgesetz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">es über die Invalidenversicherung, IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wir</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">d die Verfügung vom 19. Mai</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> 201</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">7</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit s</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">ie auf das Leistungsbegehren der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">in</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eintrete und dieses materiell prüfe.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Departement Soziales der Stadt Winterthur</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannLienhard</p><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>