<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>OH.2022.00001</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>II. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Gerichtsschreiber Boller</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">9. </span><span class="Standard berschrift2">September 2022</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Dr. </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Rolf Thür</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Sameli</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> Thür Rechtsanwälte</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Bahnhofstrasse 58, 8001 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Kanton Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegner</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Kantonale Opferhilfestelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Kaspar Escher-Haus</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">, Postfach, 8090 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dezember</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2019 ersuchte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1987, den Kanton Zürich, Kantonale Opferhilfestelle (im Folgenden: Opferhilfestelle), um Kostengutsprache für die Kosten der anwaltlichen Bemühungen. Beantragt werde grundsätzlich auch Schadenersatz und Genugtuung, wobei deren Höhe noch nicht zu beziffern sei (Urk. 8/1 S. 2). Mit Verfügung vom 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Januar 2020 (Urk. 8/6) wies die Opfer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hilfestelle das Gesuch um Kostenbeiträge, Entschädigung und Genug</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ung ab. Die hiergegen erhobene Beschwerde hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 27. Januar 2021 im Verfahren Nr. OH.2020.00004 (Urk. 8/8) in dem Sinne gut, dass die Verfügung vom 21. Januar 2020 aufgehoben und die Sache zu ergän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zenden Abklärungen und neuer Entscheidung über den Leistungsanspruch an die Opferhilfestelle zurückgewiesen wurde.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 31. März 2021 forderte die Opferhilfestelle den Gesuchsteller auf, sämtliche an der Biopsie vom 22. August 2019 beteiligten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Personen von der Schweige</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflicht zu entbinden und ihr alle diesbezüglichen Akten zuzustellen (Urk. 8/15). Darauf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> reichte der Gesuchsteller am 9. April</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2021 diverse Akten ein (Urk. 8/16/1-28). Mit Verfügung vom 10. Juni 2021 (Urk. 8/18) erteilte die Opferhilfestelle eine auf 10 Stunden limitierte subsidiäre Kostengutsprache für die anwaltliche Vertretung im Opferhilfeverfahren. Die Opferhilfestelle forderte sodann Akten beim Stadtspital</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an (Urk. 8/20), welche am 4. August 2021 eingingen (Urk. 8/21/1-16). Auf entsprechende Aufforderung durch die Opferhilfestelle (vgl. Urk. 8/22) reichte der Gesuchsteller dieser Akten im Zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sammenhang mit dem Unfallversicherungs- und Invalidenver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahren sowie dem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Haftpflicht- beziehungsweise Staatshaftungsverfahren </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ein (Urk. 8/23/1-26)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Mit Verfügung vom 23. November 2021 wies die Opferhilfe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stelle das Gesuch um finanzielle Leistungen der Opferhilfe ab (Urk. 8/25 = Urk. 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Gesuchsteller erhob am 10. Januar 2022 Beschwerde gegen die Verfügung vom 23. November 2021 (Urk. 2) und beantragte, diese sei insoweit aufzuheben, als die Leistungen der Opferhilfe </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(ungedeckte Anwaltskosten sowie Entschädi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung und Genugtuung) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">abgewiesen worden seien, und es sei sowohl die Über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme der anwaltlichen Kosten für die sofortige und längerfristige Hilfe in den Sozialversicherungs-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem Haftpflicht- sowie dem Opferhilfeverfahren zuzuspre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen wie auch die unentgeltliche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verbeiständung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im Opferhilfeverfahren ohne </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stundenlimite</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, eventuell seien die medizinischen Vorfragen zur Körperverletzung im Opferhilfeverfahren gutachterlich abzuklären (Urk. 1 S. 2). Am 19. Januar </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2022 teilte der Beschwerdegegner mit, dass er auf eine Stellungnahme verzichte (Urk. 7). Am 9. Februar 2022 (Urk. 9) reichte der Beschwerdeführer aufforde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsgemäss (vgl. Urk. 5) das Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigkeit (Urk. 10) ein. Mit Verfügung vom 14. Februar 2022 (Urk. 11) wurde dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort mit dem Hinweis zugestellt, dass über seinen Antrag auf unentgeltliche Rechtsvertretung (Urk. 1 S. 2) zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werde.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 1 des Bundesgesetzes über die Hilfe an Opfer von Straftaten (Opfer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hilfegesetz, OHG) hat jede Person, die durch eine Straftat in ihrer körperlichen, psychischen oder sexuellen Integrität unmittelbar beeinträchtigt worden ist (Opfer), Anspruch auf Unterstützung nach diesem Gesetz (Opferhilfe; Abs. 1). Der Anspruch besteht unabhängig davon (Abs. 3), ob der Täter oder die Täterin ermittelt worden ist (lit. a), sich schuldhaft verhalten hat (lit. b) oder vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt hat (lit. c).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Art. 2 OHG umfasst die Opferhilfe Beratung und Soforthilfe (lit. a), länger</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fristige Hilfe der Beratungsstellen (lit. b), Kostenbeiträge für längerfristige Hilfe Dritter (lit. c), Entschädigung (lit. d), Genugtuung (lit. e) oder Befreiung von Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahrenskosten (lit. f).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 4 OHG werden Leistungen der Opferhilfe nur endgültig gewährt, wenn der Täter oder die Täterin oder eine andere verpflichtete Person oder Insti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tution keine oder keine genügende Leistung erbringt (Abs. 1). Wer Kostenbeiträge für längerfristige Hilfe Dritter, eine Entschädigung oder eine Genugtuung bean</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprucht, muss glaubhaft machen, dass die Voraussetzungen nach Abs. 1 erfüllt sind, es sei denn, es sei ihm oder ihr angesichts der besonderen Umstände nicht zumutbar, sich um Leistungen Dritter zu bemühen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Art. 13 OHG leisten die Beratungsstellen dem Opfer und seinen Angehöri</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen sofort Hilfe für die dringendsten Bedürfnisse, die als Folge der Straftat ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehen (Soforthilfe; Abs. 1). Sie leisten dem Opfer und dessen Angehörigen soweit nötig zusätzliche Hilfe, bis sich der gesundheitliche Zustand der betroffenen Per</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">son stabilisiert hat und bis die übrigen Folgen der Straftat möglichst beseitigt oder ausgeglichen sind (längerfristige Hilfe; Abs. 2). Die Beratungsstellen können die Soforthilfe und die längerfristige Hilfe durch Dritte erbringen lassen (Abs. 3). Gemäss Art. 14 Abs. 1 Satz 1 OHG umfassen die Leistungen insbesondere die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">angemessene juristische Hilfe in der Schweiz, die als Folge der Straftat notwendig geworden ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach der Rechtsprechung sind die Anforderungen an den Nachweis einer die Opfer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellung begründenden Straftat je nach dem Zeitpunkt sowie nach Art und Umfang der beanspruchten Hilfe unterschiedlich hoch. Während die Zusprechung einer Genugtuung oder einer Entschädigung den Nachweis der Opferstellung und damit auch einer tatbestandsmässigen und rechtswidrigen Straftat voraussetzt, genügt es für die Wahrnehmung der Rechte des Opfers im Strafverfahren, dass eine die Opferstellung begründende Straftat ernsthaft in Betracht fällt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gleiches gilt für die Soforthilfen. Damit diese ihren Zweck erfüllen können, müs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen sie rasch gewährt werden, bevor endgültig feststeht, ob ein tatbestands</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mässiges und rechtswidriges Verhalten des Täters zu bejahen ist oder nicht. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beweisgrad, der zu erfüllen ist, ist das «Glaubhaftmachen» (Zehntner in SHK-Opferhilferecht, 4. Aufl., Bern 2020, N.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">43 zu Art. 1 OHG, mit Verweis auf die Empfehlungen SVK-OHG 2010</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> S. 14 Ziff. 2.8.1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen kann die Gewährung von Langzeithilfe unter Umständen von den ersten Ergebnissen des Ermittlungsverf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ahrens abhängig gemacht werden, wenn dies unter dem Aspekt der Wirksamkeit der Hilfe möglich ist. Es ist hier der Beweis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grad der «Wahrscheinlichkeit» anzuwenden. Es sollen mehr Gründe für die Annahme des Vorliegens einer Straftat gegeben sein als solche, die dagegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechen (Zehntner sowie Empfehlungen SVK-OHG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> a.a.O.)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kommt die Beratungsstelle im Verlauf der Betreuung einer Person zum Schluss, dass das Opferhilfegesetz im konkreten Fall - entgegen ihrer ersten Einschätzung - nicht anwendbar ist, sieht sie von weiteren Hilfeleistungen ab. Dagegen kann die bereits geleistete Hilfe grundsätzlich nicht zurückgefordert werden, es sei denn, der Gesuchsteller habe sich rechtsmissbräuchlich, unter Vorspiegelung fal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scher Tatsachen, als Opfer aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegeben (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vgl. zum Ganzen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BGE 125 II 265 E. 2c/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit Hinweisen).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei der Ausrichtung von Entschädigung und Genugtuung ist schliesslich in Anlehnung an das Sozialversicherungsrecht vom erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auszugehen (Empfehlungen SVK-OHG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> a.a.O. S. 15).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die zuständige kantonale Behörde stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest (Art. 29 Abs. 2 OHG). Dies enthebt das Opfer nicht von der Pflicht, seine Verhält</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisse zu offenbaren, soweit es in seinen Möglichkeiten liegt und zumutbar ist. Das Opfer trifft eine Mitwirkungspflicht (BGE 126 II 97 E. 2e). Dabei ist zu be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rücksichtigen, dass der Verwaltungsstelle rechtlich und faktisch nicht dieselben </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prozessualen Untersuchungsmittel zur Verfügung stehen wie den Strafverfol</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gungsbehörden (BGE 126 II 97 E. 2e).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.7</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Schweizerische Strafgesetzbuch (StGB) stellt die einfache und die schwere Körperverletzung – ob vorsätzlich oder fahrlässig begangen - unter Strafe (Art. 122, 123 und 125 StGB). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Bundesgericht kam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in BGE 99 IV 208 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zum Schluss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass jede ärztliche, die körperliche Integrität berührende Massnahme den objektiven Tatbest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">and der Kör</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">perverletzung erfüllt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Daran hielt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">es </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit BGE 124 IV 258 fest: Der professionelle Massstab des Arztes und die Wertewelt des Patienten führen nicht zwangsläufig zu denselben Entscheidungen über Gesundheit und Krankheit, zuma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">l es </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei einer Vielzahl von Erkrankungen um die Frage nach etwas mehr Gesundheit oder etwas weniger Krankheit geht, bei deren Beantwortung vielfältige, subjektiv geprägte Abwägungen vorzunehmen sind. Das Wohl des Patienten kann nicht ohne Wei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teres mit der ärztlich indizierten Behandlung gleichgesetzt werden, und insbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sondere kann zum Patientenwohl gerade auch die Ablehnung einer vom Arzt für indiziert gehaltenen Behandlung durch den Patienten gehören. Ausschlaggebend für die Frage nach seinem Wohl ist also der Wille des Patienten und nicht das, was nach Auffassung des Arztes im Interesse des Patienten angezeigt ist. Deshalb erfüllen ärztliche Eingriffe, auch wenn sie nach Auffassung des Arztes medizi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisch indiziert und kunstgerecht durchgeführt worden sind, jedenfalls insoweit den Tatbestand der Körperverletzung, als sie entweder in die Körpersubstanz ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">greifen (z.B. bei Amputationen) oder mindestens vorübergehend die körperliche Leistungsfähigkeit oder das körperliche Wohlbefinden des Patienten nicht nur unerheblich beeinträchtigen oder verschlechtern. Solche Eingriffe können nur durch die Einwilligung des Patienten gerechtfertigt werden (BGE 124 IV 258 E. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.8</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Voraussetzung dazu, dass die Einwilligung als gültig und beachtlich anerkannt werden kann, ist in jedem Fall die ordentliche Aufklärung des Patienten. Das ist Sache des behandelnden Arztes. Er hat den Patienten eingehend über die Art des Eingriffs, dessen Zweck und Folgen, vor allem aber auch über mögliche Kompli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kationen zu informieren. Erst dann ist die Einwilligung auch von seinem tatsäch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Willen ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deckt (Roth/Berkemeier in BSK-St</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GB I, 4. Aufl., Basel 2019, vor Art. 122 StGB, N. 24).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.9</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei fehlender Aufklärung beziehungsweise Einwilligung obliegt es dem Arzt zu beweisen, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Patient hätte auch bei hinreichender Aufklärung in den Eingriff eingewilligt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (hypothetische Einwilligung). Bei Beurteilung der Hypothese ist nicht bloss darauf abzustellen, ob ein vernünfti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ger und besonnener Patient nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erfolg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter Aufklärung seine Einwilligung verweigert hätte. Massgebend muss viel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mehr </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sein, wie sich der in Frage stehende Patient unter den konkreten Umständen verhalten hätte. Dem Schutz des Selbstbestimmungsrechtes des Patienten kommt in dieser Hinsicht ausschlaggebende Bedeutung zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Vom Patienten kann aller</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dings verlangt werden, dass er glaubhaft macht oder wenigstens behauptet, warum er auch bei gehöriger Aufklärung die Einwilligung zur Vornahme des Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">griffs insbesondere aus persönlichen Gründen verweigert hätte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (BGE 117 Ib 197 E. 5c)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu berücksichtigen sind insbesondere frühere mündliche oder schriftliche Äusserungen, ethische oder religiöse Überzeugungen und sonstige persönliche Wertvorstellungen des Patienten (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Shenbao</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Einwilligung in medizinische Behandlungen, Eine rechtsvergleichende Analyse nach schweizerischem und chi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nesischem Privatrecht, Zürich - Basel - Genf 2018, S. 81 N.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">324)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdegegner ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) davon aus, er sei seiner Untersuchungspflicht mit den getroffenen Massnahmen vollständig nachgekommen. Er habe keine rechtlichen oder faktischen Möglichkeiten, eine Stellungnahme respektive Befragung der behandelnden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Medizinalpersonen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu erwirken. In Fällen, in denen ein Verfahren mit einer Haftpflichtversicherung laufe, werde die beklagte Partei nur sehr zurückhaltend Akten herausgeben. Einer Befragung zum Vorliegen einer Straftat unterzögen sich die Betroffenen nicht freiwillig, würden sie doch dadurch sich selbst und ihren Arbeitgeber belasten. In antizipierter Beweiswürdigung könne deshalb ohne Weiteres davon ausgegangen werden, dass eine Befragung der erwähnten Personen keine n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">euen Erkenntnisse bringen würde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (E. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss den Akten sei der Beschwerdeführer bei der Vorbesprechung über die Risiken der Operation aufgeklärt worden. Nach Verheilen der Sprunggelenksver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">letzung habe er sich ausdrücklich mit der Biopsie vom 22. August 2019 einver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">standen erklärt, nachdem er diese früher nicht habe vornehmen lassen wollen (E. 4</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">b</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es liege eine nach den Regeln der Kunst erfolgte Operation und (Nach-)Behand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung vor. Eine Sorgfaltspflichtverletzung sei nicht ersichtlich, womit nicht vom Vorliegen einer Straftat auszugehen und das Gesuch abzuweisen sei (E. 4</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">b</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nachdem der Beschwerdeführer am 20. August 2021 finanzielle Ansprüche bei der Direktion des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Spitals Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">angemeldet habe und die zuständige Versicherung am 20. September 2021 mitgeteilt habe, sie werde die Krankenakten einholen und sich nach zirka 3-4 Monaten wieder melden, seien die Voraussetzungen nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 4 OHG selbst dann nicht erfüllt, wenn vom Vorliegen einer Straftat auszu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehen wäre. Primär seien das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Spital Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> respektive die behandelnden Ärzte respektive deren Ha</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ftpflichtversicherungen zur Deck</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ung allfälliger finanzieller Folgen des Ereignisses vom 22. August 2019 zuständig (E. 5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die angebliche Subsidiarität der Opferhilfe sei nichts anderes als die vom Bundesge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">richt explizit verworfene Pflicht zur vorgängigen Klärung der Zivilansprüche mit einem Gutachten im Zivilprozess (S. 5 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2.1). Entgegen dem Rückweisungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">urteil des hiesigen Gerichts habe der Beschwerdegegner erneut überhaupt keine medizinischen Abklärungen zur Fehlerfrage vorgenommen (S. 6 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2.3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Verlaufsaufklärung zur Operation sei mit Verweis auf die Haftungsbegrün</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dung vom 20. August 2021 gegenüber dem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Spital Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> = Urk. 8/23</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">/26</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) völlig falsch gewesen (S. 6 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2.4.a). In der Haftungsbegründung (Urk. 3) führte der Beschwerdeführer aus, nach dem Zufallsfund mit Tumorverdacht auf einer Magnetresonanztomographie (MRI) sei ihm zur diagnostischen Abklärung eine kleine Probeentnahme empfohlen worden. Die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">s habe er jedoch abgelehnt, da </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">er damit zuerst habe zuwarten wollen, um nichts zu verkomplizieren, bis wenigstens zuerst die vom Unfall vom 11. Mai 2019 herrührenden Beschwerden wieder voll ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heilt gewesen wären. Später sei er von der Ärzteschaft dann aber doch noch dazu gedrängt worden. Im Gegensatz zum für den fremdsprachigen Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führer unverständlichen Aufklärungsformular sei ihm gegenüber die «Aufklä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung» dann aber offensichtlich eine völlige Bagatellisierung dieses diagnostischen Eingriffs gewesen. So sollte angeblich nur ein sehr kleiner Schnitt gemacht und eine kleine Probe aus dem Knochen genommen werden. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dies könne angeblich ohne jegliche zusätzlichen Probleme/Risiken auch schon gemacht werden, bevor die Unfallver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">letzung abgeheilt wäre. Er könne auch direkt wieder nach Hause. Mit diesen offensichtlich falschen Vorstellungen zum Umfang, Verlauf und zu den Risiken des geplanten Eingriffs habe er sich dann doch noch zur angeblichen Bagatellbi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">opsie überreden lassen (Urk. 3 S. 1 f. Ziff. 1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Obwohl der Knöchel vom Unfall damals noch immer gerötet/überwärmt gewesen sei, er Krücken benötigt habe und arbeitsunfähig gewesen sei, sei dann am 22. August 2019 diese Knochenbiopsie gemacht worden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3 S. 2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2a)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Wie er nach der Operation entsetzt habe feststellen müssen, sei entgegen der präope</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rativen Planung ein viel grösserer und massiverer Eingriff erfolgt. So sei einerseits bereits ein Riesenschnitt von etwa 20 bis 30 cm Länge sichtbar gewesen. Zudem habe er entgegen den präoperativen Zusicherungen nicht sofort wieder nach Hause gedurft, sondern habe für drei Tage ungeplant im Spital bleiben müssen, da es offenbar zu einer massiven Blutung gekommen sei (Urk. 3 S. 2 Ziff. 2b). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Eingriff </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sei nicht nur weit über die geplante Entnahme einer nur winzigen Probe hinausgegangen, vielmehr sei dabei fälschlicherweise so viel Knochen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">masse derart – auch von der Schnittform her – entfernt worden, dass dieser Kno</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen gesamthaft gar nicht mehr stabil genug gewesen sei. Dieses schlechte Resultat hätte offensichtlich zumindest mit einer postoperativen Schiene abge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stützt werden sollen, was aber ebenfalls unterlassen worden sei. In der weiterhin bereits vom Unfall vorliegenden Schädigungssituation sei diese fehlende Stabili</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tät umso gravierender gewesen. Sie habe nicht abschliessend ausgeheilt werden können und sei weiterhin in Behandlung. Insbesondere habe er durch diese mas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">siv verzögerte Unfallarbeitsunfähigkeit seine damalige Arbeit verloren und sei nun bei der Invalidenversicherung (IV) angemeldet (Urk. 3 S. 3 Ziff. 4). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dem Beschwerdegegner gehe es gar nicht mehr um die Beurteilung eines konkre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten Falles, sondern um eine rein «politische» Verweigerung der Abklärungs- und Leistungspflicht. Es erscheine als absolut zynisch zu behaupten, dass angeblich eine andere leistungspflichtige Person die Kosten für die nun ja genau gegenüber der Haftpflichtversicherung anfallenden anwaltlichen Bemühungen vorschiessen würde, nachdem sogar Verlustscheine und keinerlei Rechtsschutzversicherung bestünden (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">S. 9 f. Ziff. 1b).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es sei nie behauptet worden,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> dass die Biopsie ohne sein Wissen erfolgt sei. Viel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mehr sei er darüber inhaltlich falsch und unvollständig aufgeklärt worden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Aus seiner offerierten persönlichen Befragung würde nicht nur die falsche Aufklärung hervorgehen, sondern auch, dass er im Sinne einer hypothetischen Einwilligung niemals mit einem derart umfangreichen Eingriff einverstanden gewesen wäre und diesen weiter aufgeschoben hätte bis zur sicheren Ausheilung der unfallbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dingten Basisverletzung (S. 10 Ziff. 2.1b). Auch gemäss den Akten sei er gerade wegen der gleichzeitigen Unfallfolgen und der eigentlich schnell wieder benötig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten Arbeitsfähigkeit sehr skeptisch gegenüber dem zusätzlichen Eingriff gewesen. Jedenfalls sei dieser keinesfalls dringlich angezeigt gewesen, was nur schon die Zeit zwischen der Aufklärung vom Mai 2019 bis zum Eingriff am 22. August 2019 zeige (S. 11 Ziff. 2.1d). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei den nötigen anwaltlichen Abklärungen sei auch eine Prüfung der korrekten Sozialversicherungsansprüche beziehungsweise Zuständigkeiten erforderlich, da am verletzten Fuss zumindest ein Zusammenwirken von bis heute anhaltenden unfallbedingten und fehlerbedingten Beschwerden vorliege (S. 13 Ziff. 3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Rechtsbegehren des Beschwerdeführers (vgl. Sachverhalt E. 2 sowie Urk. 1 S. 2) ist dahingehend widersprüchlich, als er zwar eine Aufhebung der angefoch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tenen Verfügung auch insoweit beantragte, als damit Leistungen in Form von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Entschädigung und Genugtuung abgewiesen worden sind, die Zusprache </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dieser</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Leistungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hingegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">explizit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beantragte. Auch der Beschwerdebegründung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lassen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sich betreffend einen entsprechenden Anspruch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keine Ausführungen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nehmen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im ursprünglichen Gesuch vom 23. Dezember 2019 (Urk. 8/1) hatte der Beschwerdeführer angegeben, es werde grundsätzlich auch Schadenersatz und Genugtuung beansprucht, wobei deren Höhe noch zu beziffern sei (Urk. 8/1 S. 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff. 2.1b). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Grundsatz der Subsidiarität nach Art. 4 Abs. 1 OHG (vgl. E. 1.3) bedeutet, dass die staatlichen Entschädigungsleistungen in der Rangordnung an unterster Stelle stehen und die Leistungspflicht des Staates hinter alle anderen Ansprüche zurücktritt. Nur dann, wenn kein Zahlungspflichtiger zur Deckung des Schadens verpflichtet ist oder dazu verpflichtete Dritte keine genügende Leistung erbringen können, muss letztlich der Staat dem Opfer finanzielle Leistungen ausrichten. Richtet eine Haftpflichtversicherung für das schädigende Ereignis (auf der Basis eines Vergleichs) eine abschliessende Versicherungsleistung aus und verzichtet das Opfer über den darüberhinausgehenden Betrag auf Schadenersatzleistungen, besteht nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung kein Raum mehr für eine Ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung oder Genugtuung nach dem O</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pferhilfegesetz. Im Verhältnis zu den verschiedenen Schadenausgleichs- und Hilfesystemen stellt die Opferhilfe das unterste Netz dar (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gomm</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in SHK-Opferhilferecht, 4. Aufl., Bern 2020, N.1 f. zu Art. 4 OHG mit Verweis auf die Urteile des Bundesgerichts 1C_582/2019 vom 9. April 2020 E. 2.5 f. sowie 1C_210/2010 vom 14. Dezember 2010 E. 2.5). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die finanzielle Opferhilfe deckt keine über die zivilrechtlichen Ansprüche gegen den Täter hinausgehenden Schäden ab (BGE 133 II 361 E. 5.1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer hat am 20. August 2021 beim </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Spital Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ein Haftungsbegehren eingereicht (Urk. 3), worauf die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherung Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> AG am 20. September 2021 als zuständige Haftpflichtversicherung medizinische Abklä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungen in Aussicht stellte (Urk. 8/23/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">0). Im Rücken des potentiell entschädi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gungspflichtigen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Spitals Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beziehungsweise der Stadt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">steht somit eine solvente Haftpflichtversicherung. Eine Zusprache von Entschädigung und Genugtuung ist daher im jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Würden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> diese Leistungen derzeit beantragt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">– wovon nicht ausgegangen wird -</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wäre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die Beschwerde daher abzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 OHG statuiert das Prinzip der Subsidiarität grundsätzlich auch für Kostenbeiträge für Hilfeleistungen Dritter. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Verkürzt ist jedoch der Schluss des Beschwerdegegners, wonach damit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">von vornherein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> bereits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der Anspruch auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">längerfristige</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> juristische Hilfe entfiele (E. 2.1)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, denn diese soll dem Opfer ja gerade zur besseren Durchsetzung seiner Ansprüche gegenüber dem Täter dienen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">es sich bei der beantragten Kostengutsprache für die anwaltlichen Bemühungen um längerfristige juristische Hilfe durch einen Dritten nach Art. 13 Abs. 2 f. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">i.V.m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Art. 14 Abs. 1 OHG </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">– und nicht etwa um Soforthilfe - </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">handelt, hielt das hiesige Gericht bereit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rechtskräftigen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil vom 27. Januar 2021 fest (Urk. 8/8 E. 4.1). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Subsidiarität dürfte hierbei wohl vor allem so zu verstehen sein, dass sie trotz Auslösung von Leistungen durch die Opferhilfe in der Leis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tungskaskade zur Geltendmachung beim leistungspflichtigen Dritten führen kann, wobei hierbei auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7 OHG zu verweisen ist, wonach auch Leistungen aus längerfristiger finanzieller Hilfen, wie auch aus Soforthilfen, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der Subrogation unterliegen (vgl. auch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gomm</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, a.a.O., </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">N. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">24 zu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4 OHG und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">N. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4 zu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7 OHG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nichtsdestotrotz ist es opportun, eine subsidiäre Kostengutsprache für Anwalts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kosten in den Verhandlungen mit der Haftpflichtversicherung von der Voraus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">setzung abhängig zu machen, dass sich die Haftpflichtversicherung weigert, eine Akontozahlung für Anwaltskosten zu leisten. Auch ist es seitens der kantonalen Stelle grundsätzlich legitim, limitierte Kostengutsprachen zu erteilen, damit sie den Stand der Verhandlungen beziehungsweise die Leistungsvoraussetzungen zeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nah überprüfen kann (Fachtechnische Empfehlung der SVK-OHG zur Verein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichung und Konkretisierung der Praxis bezüglich Übernahme von Kosten für juristische Hilfe Dritter 2019, Ziff. 5.2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">; Zehntner, a.a.O., N. 3 zu Art. 5 OHG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Strittig und zu prüfen ist demnach, ob unter Würdigung der aktuell vorhandenen Akten die Opfereigenschaft des Beschwerdeführers mit dem Beweisgrad der Wahrscheinlichkeit erstellt werden kann. Zu untersuchen ist demnach, ob mehr Gründe für die Annahme des Vorliegens einer Straftat gegeben sind als solche, die dagegensprechen (E. 1.5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Unbestritten und unbestreitbar ist, dass die Biopsie vom 22. August 2019 den objektiven Tatbestand einer Körperverletzung erfüllte (E. 1.7). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Strittig und zu prüfen ist in einem ersten Schritt, ob ein Recht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fertigungsgrund in Form einer ausdrücklichen Einwilligung des Beschwerdefüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rers nach ordentlicher Auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">klä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung (E. 1.8) oder eine hypothetische Einwilligung (E. 1.9) vorliegt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nur bejahendenfalls ist von Relevanz, ob der Eingriff nach den Regeln der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ärzt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Kunst erfolgte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Unfallmeldung vom 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mai</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 2019 (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8/4/1) fiel der Beschwerdeführer am 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2019 während des Heruntersteigens von der Arbeitsleiter und zog sich eine Prellung am rechten Fussge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lenk zu (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6 und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">9). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit B</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ericht vom 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2019 (Urk. 8</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/4/3) nannten die Ärzte des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Spitals Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Diagnosen einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Distorsion </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des oberen Sprunggelenks (OSG) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechts sowie den Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dacht auf einen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">osteolytischen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Prozess der ventralen distalen Tibia rechts, Diffe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rentialdiagnose </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(DD) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ossärer Tumor. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erfolge eine Ruhigstellung im OSG-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Softcast</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> für insgesamt sechs Wochen. Konventionell-radiologisch habe sich keine Fraktur ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeigt, jedoch eine unklare Aufhellung mit Unterbruch der Kortikalis und auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gelockertem Periost im Bereich der ventralen Tibia. Ein maligner Prozess könne konventionell-radiologisch nicht sicher ausgeschlossen werden, weshalb die Indi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kation zur weiterführenden Bildgebung mittels MRI gegeben sei. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 20. Mai</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2019 wurde am </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Spital Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ein natives MRI des rechten OSG/Rückfusses vorgenommen (Urk. 8/16/24</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> = Urk. 8/21/16</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Der Befund lautete auf eine axial 9</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">x 6 mm, kraniokaudal 29 mm grosse, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kortikalisständige</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Läsion der anterioren, distalen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Tibiametaphyse</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 1 Mitte). Beurteilt wurde eine exzentrische </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">osteolyti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Läsion an besagter Stelle ohne Weichteilinfiltration oder Gelenkbeteiligung. Der Befund passe in Zusammenschau mit der im Röntgen sichtbaren </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kortikalis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">destruktion</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> am ehesten zu einem eosinophilen Granulom, einem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Adamantinom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> oder einem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Chondromyxoidfibrom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Es werde eine Biopsie zum Malignitätsaus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schluss angeraten (S. 2 unten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im vom Beschwerdeführer unterzeichneten Aufklärungsprotokoll des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Spitals Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 23. Mai 2019 (Urk. 8/21/9) wurde als Diagnose ein unklarer Tumor Tibia rechts genannt. Als Kurzbeschrieb wurde angegeben: «Hautschnitt, Probeentnahme, Naht gegebenenfalls Redon». Als Verlauf ohne Behandlung wurde der Ausschluss der Malignität genannt. Als mögliche allgemeine Nebenwirkungen beziehungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise mögliche massnahmenspezifischen Komplikationen wurden eingetragen: «Blutung, Hautnervenläsion, Frakturrisiko». Der Behandlungs- und Pflegeplan sehe eine ambulante Operation vor. Das Einverständnis mit dem Eingriff wurde mit diesem Formular nicht gegeben beziehungsweise das entsprechende Feld nicht angekreuzt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ärzte des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Spitals Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nannten im Bericht vom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai 2019 (Urk. 8</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/4/2) als Diagno</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen eine Ruptur des Ligamentum </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tibiofibulare</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> anterius rechts mit/bei Ruptur des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fibulocalcaneare</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und Ruptur des tiefen Teils des Ligamentum </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deltoideum</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sowie eine exzentrische </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">osteolytische</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Läsion der anterioren Kortikalis der distalen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Tibia</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">metaphyse</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ohne Weichteilinfiltration oder Gelenkbeteiligung, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Befund passe am ehesten zu einem eosinophilen Granulom, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Adamantinom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> oder einem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Chondro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">myxoidfibrom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer habe den Gips selbständig vor zirka drei Tagen abgenom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men, da die Schmerzen vor allem im Bereich des lateralen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Malleolus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sehr ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prägt gewesen seien</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei besprochen worden, dass dringend eine Ruhigstellung im Gips durchgeführt werden solle. Zudem solle zum Ausschluss eines Maligni</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tätsaspektes der Tumor im Bereich der distalen Tibia </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">biopsiert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> werden. Hierfür werde er aufgeklärt. Die Operation sei im</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ambulanten Setting geplant</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 12. August 2019 wurde im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Spital Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ein MRI des rechten OSG/ </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rückfusses durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geführt (Urk. 8</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/4/4). Es zeigte sich ein regelrechter Verlauf bei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zwischenzeitlich verheilten Kollateralbändern. Das Ligamentum </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fibulotalare</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ante</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rius</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">residuell</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> narbig verdickt. Im dreimonatigen Verlauf zeige sich eine statio</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">näre Darstellung der vorbeschriebenen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kortikalisständigen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Läsion der Tibia. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Verlaufsdokumentation vom 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">August 2019 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Spitals Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Ur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">k. 8</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/4/5) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ist dem Eintrag vom 12. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai 2019 zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer über kon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stante starke Schmerzen berichte, auch in Ruhe. Bei massiver Schwel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung sei der gespaltene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Softcast</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu klein, er könne nicht ordnungsgemäss ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">legt werden. Es werde ein neuer gespaltener </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Softcast</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> angelegt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai 2019 wu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rd</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e ausgeführt, in Ruhe </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unter Analgetika sei der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer schmerzkompensiert, bei Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lastung habe er massive Schmerzen. Es beste</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">he eine massive Schwellung des ganzen Fusses, Bewegungen im OSG seien schmerzbedingt nicht durchführbar. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai 2019 sei die termingerechte Vorstellung zur </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gipszirkularisierung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erfolgt. Es gehe recht gut, Schmerzen bestünden noch und es werde noch Anal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesie benötigt. Die Biopsie wolle der Beschwerdeführer erst nach Abschluss des OSG machen. Die Schwel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung sei deutlich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">regredient</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Es erfolge das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Umgipsen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auf einen geschlossenen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Softcast</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Eine klinische Kontrolle und Gipsentfernung erfolge nach insgesamt sechs Wochen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">post</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Trauma, dann sei auch ein Termin zur Planung der Biopsie zu organisieren. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 2019 erfolge die geplante Gipsentfernung nach insge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">samt sechs Wochen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">post</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Trauma. Der Beschwerdeführer habe noch Schmerzen bei Belastung, gehe deshalb an Stöcken und nehme noch Dafalgan und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Irfen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ein. Es bestehe eine leichte Schwellung am rechten OSG. Die Planung der Biopsie erfolge in zwei Wochen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juli 2019 wu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rd</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> festgehalten, der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer habe weiterhin starke Schmerzen über dem lateralen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Malleolus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, vor allem bei Belastung. Es habe weiter eine Ruhigstellung im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Malleo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Sprint sowie der Beginn der Physiotherapie zu erfolgen. Bezüglich der ossären Läsion wäre eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Biopsieentnahme</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu empfehlen, der Beschwerdeführer wolle diese aktuell nicht machen. Die Risiken seien durch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ausführlich mit ihm besprochen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">worden. Der Beschwerdeführer melde sich, wenn er eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Biopsieentnahme</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> machen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wolle. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Eintrag vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">August 2019 sei der Beschwerdeführer sehr unzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">frieden und habe immer wieder ein stark geschwollenes rechtes Fussgelenk. Er habe aus Eigeninitiative den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Malleosprint</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> abgesetzt. Er berichte, dass die Schwel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung beim Tragen der Schiene abnehme. Bezüglich der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Biopsieentnahme</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführer nun einverstanden. Die Schiene soll</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> langsam ausgeschlichen werden, dies sei mit dem Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> besprochen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">worden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 13. August 2019 wu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rd</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> festgehalten, am rechten Fuss bestünden eine leichte Schwellung und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Druckdolenz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> über dem lateralen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Malleolus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sowie leichte Schmer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zen bei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Su</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ppination</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und Pronation. Das MRI</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zeige einen vernarbten Bandapparat lateral und medial, keine sichtbaren Rupturen. Betreffend die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">osteolytische</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Läsion sei eine Biopsie für die nächste Woche zu planen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Chirurgie, stellvertretender Chefarzt am </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Spital Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, erstattete am 2. September 2019 (Urk. 8/16</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/15) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seinen Operationsbericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Er trägt die Überschrift «Operationsbericht – Operation vom 22. August 2019 – ambu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lant». Die durchgeführte Operation habe eine Exzisionsbiopsie der ventralen, distalen Tibia rechts umfasst. Als Indikation wurde angegeben, es sei anlässlich einer OSG-Distorsion bei weiteren Abklärungen ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Osteolyseherd</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im Bereich der dis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">talen ventralen Tibia aufgefallen. Im MRI habe der Verdacht auf eine maligne Läsion bestanden, «weshalb wir uns nun zur Exzisionsbiopsie entschliessen»</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zur Operation wurde unter anderem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">F</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">olgendes festgehalten: Nach Platzieren der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hoh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">männer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und erster</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Exzision auf Höhe der Kante zeige sich lateral davon der tat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sächliche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Osteolyseherd</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, welcher nun ebenfalls exzidiert werde. Die Präparate gingen zur Histologie. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem provisorischen Austrittsbericht vom 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">August</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2019 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Ärzte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Spitals Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 8/16/7) über die Hospitalisation des Beschwerdeführers vom 22. bis 24. August 2019 lässt sich entnehmen, dass am </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">August 2019 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">als Therapie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine ventrale Exzisionsbiopsie der distalen Tibia rechts durchgeführt worden sei. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Post</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">operat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">iv sei der Beschwerdeführer bei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liegender </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Redondrainage</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ungeplant</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">statio</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">när aufgenommen worden. Die Drainage habe am zweiten postoperativen Tag bei geringer Fördermenge gezogen werden können. Die Mobilisation bei erlaubter </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Teilbelastung von 15 kg sei problemlos erfolgt. Der Beschwerdeführer habe am 24. August 2019 in die häusliche Umgebung entlassen werden können.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Austrittsbericht vom 22. August 2019 (Urk. 8/4/8</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> = Urk. 8/21/8</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) wurde fest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehalten, e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s seien </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lamelläre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Knochenanteile bestehend aus Kortikalis und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">giotischen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Knochenbälkchen mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eingeblutetem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fettmark</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ohne signifikanten pathologischen Befund entnommen worden. Es sei keine Neoplasie nachweisbar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und es bestehe kein Anhalt für Malignität. Diffe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rentialdiagnostisch sei ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Enchondrom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> denkbar. Ein gut differenziertes </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Chon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">drosarkom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> könne rein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">histo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">morphologisch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aber nicht ausgeschlossen werden. Eine Diagnosestellung könne nur in enger Korrelation mit dem radiologischen Befund erfolgen. Zur weiteren Untersuchung werde das Material ans Knochen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">referenzzentrum des Universitäts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spitals </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> verschickt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">11</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Kurzbericht der Ärzte des</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Spitals Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom 27. August 2019 (Urk. 8/16/13</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> = Urk. 8/21/1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Beschwerdeführer an diesem Tag </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ambulant behandelt wor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Es sei eine notfallmässige Selbstzuweisung erfolgt mit starken Schmerzen am ventralen rechten OSG nach Exzisionsbiopsie vom 22. August 2019.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht zum Röntgen OSG anterior-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">posterior</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> / lateral rechts vom 27. August 2019 (Urk. 8/16/21</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> = Urk. 8/21/13</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) wurde festgehalten, verglichen zum MRI vom 12. August 2019 (vgl. Urk. 8/16/22) sei zwischenzeitlich eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Exizisionsbiopsie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der ventralen distalen Tibia erfolgt, es zeige sich ein abgrenzbarer Substanzde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fekt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">12</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ärzte der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Spital Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Notfallstation zur Computertomographie des rech</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Unterschenkels inklusive OSG vom 13. September 2019 (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8/16/17</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) wurde festgehalten, es sei zu einer Schmerzexazerbation bei Status nach Knochenbiopsie an der Tibia rechts am 22. August 2019 gekommen. Der Befund zeige einen zirka 23 x 16 x 30 mm messenden Knochendefekt der anterioren distalen Tibia nach Biopsie. Innerhalb des Defekts zeige sich eine 7 x 7 x 13 mm messende, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">flüssig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitsisodense</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Kollektion mit randständiger Kontrastmittelanreicherung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Austrittsbericht v</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">om 16. September 2019 (Urk. 8/16</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">/10</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> = Urk. 8/16/3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-4</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> = Urk. 8/21/2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) dokumentiert die Hospitalisation des Beschwerdeführers vom 13. bis 16. September 201</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">9. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eine Indikation zur weiteren Therapie lasse sich nicht stel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">len. Der Beschwerdeführer sei zur analgetischen Einstellung stationär aufgenom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">men worden. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.13</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Prof. Dr. med.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und PD Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Fachärzte für Pathologie, Knochentumor-Referenzzentrum</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> des Universitätsspitals </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nann</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten in ihrem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bericht vom 18. September 2019 (Urk. 8/16/9) als Diagnose einen hochdifferenzierten Knorpeltumor ohne eindeutige Malignitätszeichen, in erster Linie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Enchondroma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">protuberans</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Die Gesamtkonstellation mit der auffallend langstreckigen Ausdehnung (axialer Durchmesser 9 mm, koronaler Durchmesser 29 mm) und der Kortikalis-Zentrierung sei ungewöhnlich, es ergäben sich aber keine Anhaltspunkte für Malignität. Differenzialdiagnostisch komme damit eigentlich nur ein intrakortikales Chondrom oder ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Enchondrom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit nur gerin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ger Markraumkomponente und exzentrischem Wachstum (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Enchondroma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">protu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">berans</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) in Frage. Aufgrund der nachvollziehbaren Ma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kraumaffektion werde die letztgenannte Variante für wahrscheinlicher gehalten. Mit der en-bloc-Resektion sollte eine ausreichende Therapie erfolgt sein, sicherheitshalber sollte der Beschwerdeführer aber in klinischen Kontrollen verbleiben (S. 1 f.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.14</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> berichtete am 25. September 2019 (Urk. 8/21/6) über die Sprechstunde vom 18. September 201</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">9. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Er führte aus, es handle sich nach telefonischer Rück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprache mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Prof. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> um ein gutartiges </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Echondroma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">t</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">uberans</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. Oktober 2019 (Urk. 8/21/4) berichtete er, er habe dem Beschwerdeführer anlässlich der letzten Kontrolle die Defektauffüllung mittels </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Cerament</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vorge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schlagen. Der Beschwerdeführer wolle nach wie vor zuwarten, dieser hoffe, ohne Operation durchzukommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">15</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">G.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">für Orthopädische Chirurgie und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Traumatologie des Bewegungsapparates, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zentrums H.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, berichtete am 29. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Oktober 2019 (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8/16/2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">/3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) über die Untersuchun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">g des Beschwerdeführers vom 25. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Oktober</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">201</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">9. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der radiologische Befund des OSG rechts anterior-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">posterior</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom gleichen Tag zeige im Vergleich mit den Vorbefunden eine unveränderte viereckförmige Resektionszone an der distalen Tibia. Es zeige sich eine feine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fissurlinie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> querverlaufend von medial bis zur lateralen Kortikalis. An der media</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">len Kortikalis zeige sich ein leichter Versatz, fraglich dort leichtes </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">varusförmiges</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sinken, insgesamt Verdacht auf Fraktur. Im Weichteilbereich zeige sich eine beginnende Kallusbildung (S. 2 oben). Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">G.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> beurteilte klinisch und radiolo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gisch einen Verdacht auf eine Fraktur beziehungsweise Fissur der distalen Tibia nach der vorgenommenen En-bloc-Knochenresektion. Der Beschwerdeführer sei allerdings ohne Schienenversorgung (S. 2 unten). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">16</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. I.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt für Radiologie und für Nuklearmedizin, beurteilte gemäss seinem Bericht zum CT Unterschenkel nativ rechts vom 1. November 2019 (Urk. 16/2/4) eine scharf berandete distale anteriore </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Tibiakante</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nach Exzision und eine zusätzliche Fissur und Kallusbildung der distalen Tibia nach Fraktur. Es finde sich eine leichte Fehlstellung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">17</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">G.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> berichtete am </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">November 2019 (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8/16/2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">/2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) über die Untersuch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ung des Beschwerdeführers vom 5. November </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">201</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">9. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Er beurteilte, der Verdacht auf eine von der Resektion ausgehende Insuffizienzfraktur werde im CT bestätigt. Die Kallusbildung habe bereits deutlich eingesetzt, es zeige sich keine wesentliche Dislokation (S. 1 unten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dezember</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2019 (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8/1/4) berichtete Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">G.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> über die Untersuchung des Beschwerdeführers vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dezember 2019 und nannte als Hauptdiagnose eine Insuffizienzfraktur der distalen Tibia bei Status nach En-bloc-Resektion eines </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Enchondroms</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der Tibia rechts am 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">August 2019 (S. 1 oben). Es zeige sich nun im Verlauf eine wesentliche Verbesserung und Kallusbildung, klinisch verbunden mit Besserung der Schmerzen (S. 2 Mitte). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Diagnose eines gutartigen Knochentumors werden verschiedene Untersu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chungen und Abklärungen durchgeführt. Dazu gehören unter anderem die Erhe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bung der Krankengeschichte, eine körperliche Untersuchung, ein Röntgen des betroffenen Knochenabschnittes in 2 Ebenen, eventuell weitere Untersuchungen wie Computertomographie, Magnetresonanztomographie, Angiographie oder Sonographie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und z</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ur Sicherung der Diagnose eine Gewebeprobe (Biopsie). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ein gutartiger Knochentumor, dessen Diagnose gesichert ist und der keine Symptome verursacht sowie die Stabilität des Knochens nicht gefährdet</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> muss nur behandelt werden, wenn Komplikationen entstehen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ziele einer Therapie sind bei sympto</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">matischen Tumoren die Schmerzbeseitigung sowie die Erhaltung oder Wiederher</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stellung eines funktionierenden, stabilen Knochens. In der Regel erfolgt die Behandlung durch eine Operation. Dabei wird der Tumor entfernt und der feh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lende </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Knochen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> wenn möglich durch eigenes Knochenmaterial oder sonst durch künstliche Implantate ersetzt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">www.sprechzimmer.ch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> – Knochentumor gutartig, Stand 4. Juli 2022).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Grundsätzlich werden zwei Arten von Biopsien unterschieden: Während bei einer Inzisionsbiopsie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nur ein Teil des verdächtigen Gewebes entnommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> wird, wird bei einer Exzisionsbiopsie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der gesamte verdächtige Bereich herausgeschnitten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">www.gesundheitsinformation.de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> – Was wird bei einer Gewebeentnahme [Biopsie] </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gemacht?,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Stand 4. Juli 2022).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer führte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grundsätzlich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schlüssig und widerspruchsfrei aus, es sei ihm nach dem Zufallsfund mit Tumorverdacht auf einem MRI zur diagnos</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tischen Abklärung eine kleine Probenentnahme empfohlen worden, was er zunächst abgelehnt habe (E. 2.2). Dass die Biopsie mithin gemäss der ärztlichen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aufklärung in deren Vorfeld zur Diagnosesicherung und nicht etwa zur Therapie gedacht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gewesen sein dürfte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, deckt sich m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">it der medizinischen Aktenlage, insbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sondere mit dem Aufklärungsprotokoll vom 23. Mai 2019 (E. 3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Dort wurde angegeben, der Eing</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">riff diene einer Probeentnahme</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zum Ausschluss der Maligni</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tät. Entsprechend hielten die Ärzte des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Spitals Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auch im Bericht vom 24. Mai</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2019 fest, der Tumor sei im Bereich der distalen Tibia zum Ausschluss eines Maligni</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tätsaspektes zu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">biopsieren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (E. 3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Für einen lediglich geringfügigen Eingriff spricht auch, dass die Operation im ambulanten Setting geplant wurde. Ungeplant – so hält es der provisorische Austrittsbericht vom 22. August 2019 ausdrücklich fest (E. 3.9) - musste der Beschwerdeführer dann jedoch postoperativ für zwei Tage stationär aufgenommen werden. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es liegen somit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bereits gewichtige </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anhaltspunkte dafür vor, dass zunächst eine Inzisionsbiopsie geplant gewesen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sein dürfte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, dann jedoch intraoperativ der Ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">scheid zur Exzisionsbiopsie gefällt wurde. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auf eine sol</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">che spontane Planände</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung deuten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sodann </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht nur sein Titel («ambulant»), sondern insbesondere </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gewisse Formulierungen im Operationsbericht vom 22. August 2019 (E. 3.8) hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. So heisst es dort</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, man habe sich «nun» zur Exzisionsbiopsie entschlossen. Nach erster Exzision auf Höhe der Kante zeige sich lateral davon der tatsächliche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Osteolyseherd</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, welcher «nun ebenfalls» - und nicht etwa «planmässig» oder «wie vorgesehen» - exzidiert werde. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Exzidiert wurde unbestrittener Weise «en-bloc» der ganze Tumor in seiner doch stattlichen Grösse von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rund </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">9</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> x 6 x 29 mm (E. 3.3), wohl einschliesslich des umgebenden Gewebes von insgesamt rund 23 x 16 x 30 mm (E. 3.12). Bezeich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nender Weise wurde die en-bloc Resektion seitens </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Operateurs Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (E. 3.9) und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Pathologen Prof. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(E. 3.13) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">als «Therapie» bezeichnet. Dies, nachdem die Schilderungen des Beschwerdeführers im Einklang mit den Akten eben gerade auf einen geplanten diagnostischen und nicht auf einen therapeuti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Eingriff hinweisen (vgl. E. 4.1-2). Es fällt denn auch auf, dass die unzwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deutigen Begriffe «Exzisionsbiopsie» sowie «en-bloc Resektion» erst während beziehungsweise nach dem Eingriff in der ärztlichen Dokumentation auftauchen, während zuvor stets nur von einer Biopsie die Rede gewesen war. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aus den Akten ergeben sich somit einige Anhaltspunkte f</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ür die Darstellung des Beschwerdeführers, dass er </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">seitens der Ärzte des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Spitals Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> am 22. August</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2019 oder zuvor nicht über die geplante Vornahme einer en-bloc Resektion und somit nicht genügend über die Art des Eingriffs, dessen Folgen und Komplikationen infor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">miert worden war. Anhaltspunkte, die gegen seine Darstellung sprechen, sind hingegen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bei vorliegender Aktenlage </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derzeit kaum ersichtlich. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Urteil des hiesigen Gerichts vom 27. Januar 2021 war es in das Ermessen des Beschwerdegegners gestellt worden, seinen neuen Entscheid auf ergänzend ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geholte medizinische Berichte zu stützen, Auskunftspersonen zu befragen oder ein Gutachten zu veranlassen (Urk. 8/8 E. 4.6 in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Er hat sich dafür entschie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den, auf die Befragung von Auskunftspersonen in antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten (E. 2.1). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Diese Entscheidung betreffend die Beweiserhebung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erweist sich mindestens </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unter dem Gesichtspunkt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> als richtig, dass ein Entscheid gestützt auf die eingeholten Akten nach dem erforderlichen Beweisgrad der Wahrschein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit möglich ist und seit der ursprünglichen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gesuchseinreichung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom Dezem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2019 mittlerweile bereits zweieinhalb Jahre verstrichen sind, weshalb eine Befragung der involvierten Ärzte durch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den Beschwerdegegner oder </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">das Gericht und die damit erneut verbundene Verlängerung des Verfahrens die Wirksamkeit der Opferhilfe in Form von Langzeithilfe vereiteln würde (vgl. E. 1.5)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit dem erforderlichen Beweisgrad der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wahrscheinlichkeit ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">somit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">davon aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zugehen, dass die Einwilligung des Beschwerdeführers in den Eingriff vom 22. August 2019 mangels genügender Aufklärung nicht gültig und beachtlich ist (E. 1.8).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zwar würde eine hypothetische Einwilligung die Vornahme des Eingriffs als sol</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen dennoch rechtfertigen, der Beschwerdeführer hat jedoch glaubhaft dargetan, dass er bei gehöriger Aufklärung die Einwilligung zur Vornahme des Eingriffs verweigert hätte (vgl. E. 1.9), weil er schnell wieder arbeitsfähig habe sein wollen, der Eingriff nicht dringlich und er skeptisch gegenüber einem zusätzlichen Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">griff gewesen sei (E. 2.2). Diese Skepsis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gegenüber </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">operativen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eingriffen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ergibt sich ohne Weiteres aus der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Spital Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Verlaufsdokumentation, wonach der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführer am 12. Juli 2019 ang</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ab, er wolle die – unterstellt sogar «nur» diagnos</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tische – Biopsie aktuell nicht machen (E. 3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Auch bezüglich einer Defektauf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">füllung mittels </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Cerament</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zeigte er sich postoperativ skeptisch, er wolle lieber noch zuwarten in der Hoffnung, ohne Operation durchzukommen (E. 3.14). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es erscheint denn auch als nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer die Biop</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">an sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erst nach Abschluss des Heilungsprozesses betreffend das OSG </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führen lassen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wollte, wie er dies Ende Mai 2019 auch g</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">egenüber den Ärzten des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Spitals Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> angege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">b</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">en hatte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (E. 3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Diese Heilung scheint im Zeitpunkt des Eingriffs entgegen dem Beschwerdegegner (E. 2.1) noch nicht eingetreten zu sein, nachdem am 9. August 2019 der Beschwerdeführer noch immer über ein stark geschwolle</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nes rechtes Fussgelenk klagte und erst ein langsames Ausschleichen der Schiene ins Auge gefasst wurde (E. 3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.7</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Unter den massgebenden konkreten Umständen ist daher nach heutigem Akten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stand nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer bei hinreichender Auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">klärung in den Eingriff vom 22. August 2019 eingewilligt hätte. Damit entfällt der Rechtfertigungsgrund der hypothetischen Einwilligung (E. 1.9)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ist</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit dem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zum jetzigen Verfahrenszeitpunkt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erforderlichen Beweisgrad </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der Wahrscheinlichkeit vom Vorliegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> eine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Straftat in Form einer Körp</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erverletzung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auszugehen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (E. 1.7-9), weshalb die Opfereigenschaft </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führers </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zu bejahen ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.8</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zwischen einer die Opfereigenschaft einer geschädigten Person begründenden Straftat und deren Beeinträchtigung der körperlichen, psychischen oder sexuellen Integrität muss ein kausaler Zusammenhang bestehen (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zehntner, a.a.O., N. 40 zu Art. 1 OHG, mit Verweis auf BGE 129 II 312). Auch die Intensität der Überprüfung des Vorliegens des Kausalzusammenhangs differiert in Relation zur Dringlichkeit der zu erbringenden Leistung. Steht eine Leistung im Bereich der längerfristigen Hilfe zur Diskussion, rechtfertigt sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">im Vergleich zur Soforthilfe </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grundsätzlich eine intensivere Abklärung des natürlichen Kausalzusammenhangs, wobei ihre Intensität von der absehbaren Dauer und den mit ihr im Zusammenhang stehen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den Kosten abhängig zu machen ist (Zehntner, a.a.O., N. 9 zu Art. 14 OHG). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">G.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> führte in seinem Bericht vom 7. November 2019 die Insuffizienzfraktur der distalen Tibia auf die Resektion zurück (E. 3.17). Dies wird vom Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gegner nicht substantiiert bestritten, anderslautende medizinische Einschätzun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen liegen nicht vor. Die Kausalität ist demnach derzeit wahrscheinlich, weitere zeitraubende medizinische Abklärungen sind im vorliegenden Verfahren nicht angezeigt, nachdem die Haftungsfrage derzeit zwischen dem Beschwerdeführer und dem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Spital Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> beziehungsweise dessen Haftpflichtversicherung geklärt wird.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.9</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dies führt zur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> grundsätzlichen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Gutheissung des Antrags auf längerfristige juris</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tische Hilfe. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Diese beschlägt einerseits die anwaltlichen Bemühungen zur Durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">setzung der Ansprüche im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Haft</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">licht- beziehungsweise </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Staatshaftungsverfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gegenüber dem Spital Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> als auch diejenigen gegenüber den Sozialversicherern (vgl. Zehntner, a.a.O., N. 34 zu Art. 14 OHG)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wobei der genaue Umfang</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> diesbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">züglich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> durch den Beschwerdegegner festzulegen sein wird.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hierbei ist anzumer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ken, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dem Beschwerdeführer im</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> invalidenversicherungsrechtliche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege nicht gewährt wurde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8/23/1)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, weshalb, bei Geltendmachung je</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dweder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">diesbezüglicher </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aufwendungen, die Opfe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hilfe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stelle abzuklären hätte, ob di</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">per</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sönlichen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> V</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erhäl</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tnisse des Opfers eine Über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nahme der Anwaltskosten rechtfertigen würden (vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gomm</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, a.a.O., </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">N. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">22 zu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4 OHG). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.10</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ein konkreter Entscheid darüber, Anwaltskosten in welcher Höhe für die jeweils angestrengten Verfahren zu vergü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten, ist derzeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht möglich. Detaillierte Auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stellungen darüber, in welchem Verfahren der Rechtsvertreter des Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führers welche Aufwendungen getätigt hat, und weshalb diese </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">notwendig und angemessen waren (vgl. Zehntner, a.a.O., N. 5 zu Art. 14 OHG)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, liegen ebenso wenig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> wie betragsmässig einigermassen spezifizierte Angaben dazu, mit wel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen weiteren Aufwendungen in absehbarer Zeit zu rechnen ist</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Auch hat der Beschwerdeführer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bislang </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht belegt, dass er bei der zuständigen Haftpflicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erfolglos </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine Akontozahlung für die Anwaltskosten beantragt hätte (E. 2.4). Betreffend das Unfallversicherungsverfahren ist nicht einmal der aktuelle Verfahrensstand bekannt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zur genauen Festlegung der Höhe der Kostenvergütungen beziehungsweise zur Leistung von angemessenen Akontozahlungen (vgl. E. 2.4) wird die Sache daher an den Beschwerdegegner zurückzuweisen sein. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ebenfalls über Art. 14 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 und Art. 16 OHG zu entschädigen sind die im Opferhilfeverfahren entstehenden Rechtsvertretungskosten (vgl. Zehntner, a.a.O., N. 3 zu Art. 30 OHG)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Verfügung vom 10. Juni 2021 (Urk. 8/18) hatte der Beschwerdegegner dem Beschwerdeführer für die anwaltliche Vertretung im Opferhilfeverfahren </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">im Sinne einer Soforthilfe </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine auf 10 Stunden limitierte subsidiäre Kostengutsprache erteilt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beantragt demgegenüber juristische Hilfe im Opferhilfe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">verfahren ohne </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Stundenlimite</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 1 S. 2) und kritisiert die Limitierung auf 10</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Stunden als völlig realitätsfern und willkürlich (Urk. 1 S. 4). Im Schreiben vom 14. Juni 2021 an den Beschwerdegegner (Urk. 19) machte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers geltend, es seien bereits rund 14 Stunden aufgelaufen (Urk. 19 Ziff. 1 lit. b), ohne dies allerdings näher zu begründen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Limitierte Kostengutsprachen sind </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">im Bereich der Soforthilfe </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">üblich und sinnvoll. Sie haben den Zweck, dass die zuständige kantonale Stelle die Leistungsvoraus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">setzungen zeitnah überprüfen kann (Fachtechnische Empfehlung der SVK-OHG zur Vereinheitlichung und Konkretisierung der Praxis bezüglich Übernahme von Kosten für juristische Hilfe Dritter 2019, Ziff. 5.2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">; Zehntner, a.a.O., N. 3 zu Art. 5 OHG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">; vgl. auch E. 2.4</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorliegend steht an sich keine Soforthilfe mehr, sondern längerfristige Hilfe zur Debatte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Dennoch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sind</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auch hier A</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kontozahlungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">legitim</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und sinnvoll. Dem Antrag des Beschwerdeführers auf eine - angesichts der Voraussetzung der Not</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wendigkeit der zu vergütenden Leistungen systemfremde - unlimitierte Kosten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gutsprache ist nicht stattzugeben (vgl. auch vorstehend E. 2.4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nachdem der Beschwerdeführer seine Forderung nach einer Ausdehnung der Kostengutsprache nicht näher begründete (E. 4.10), </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ist derzeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auch hier </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht beur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teilbar, wie viele gerechtfertigte Stunden der Rechtsvertreter des Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">füh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rers bislang aufgewendet hat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, und ob entsprechend mittlerweile eine weitere Akontozahlung zu leisten ist.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Auch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dies wird </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">durch den Beschwerdegegner fest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zulegen sein.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.13</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es bleibt damit bei der Feststellung, dass der Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit dem Beweis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grad der Wahrscheinlichkeit die Opfereigenschaft erfüllt und somit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grundsätzlich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Kostenbeiträge für </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">längerfristige </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">juristische Hilfe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dritter </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hat, welche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grundsätz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht nur die Vertretung im Staatshaftungsverfahren und in den Sozialver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungsverfahren, sondern auch diejenige </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">im Opferhilfeverfahren um</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fasst. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zur genauen Festlegung der Höhe der Kostenvergütungen beziehungsweise zur Leistung von angemessenen Akontozahlungen ist die Sache an den Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gegner zurückzuweisen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">34 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sen (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">34 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3 GSVGer).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span id="VV081"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vertretene Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführer Anspruch auf eine Prozessent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung hat.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Verfügung vom 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2022 (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">11) wurde der Rechtsvertreter auf die Möglichkeit der Einreichung einer Honorarnote hingewiesen, wovon dieser nicht Gebrauch gemacht hat. Androhungsgemäss ist d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ie Prozessentschädigung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> daher nach Ermessen festzusetzen, wobei sich eine Entschädigung von</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2‘000.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">als angemessen erweist</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei diesem Verfahrensausgang erweist sich das Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung (Urk. 1 S. 1) als gegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">standslos.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">23. November 2021</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> aufgehoben und die Sache </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">mit der Feststellung, dass der Beschwer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">deführer die Opfereigenschaft erfüllt und einen grundsätzlichen Anspruch auf Kosten</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">beiträge für längerfristige juristische Hilfe Dritter hat, </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">an </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">d</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">i</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">e </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Direktion der Justiz und des Innern des </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Kanton</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">s</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Zürich, Kantonale Opferhilfestelle, </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">zurückgewiese</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">n</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2. </span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3. </span><span> </span><span id="Text4"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Der Beschwerdegegner wird</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> eine Prozessentschä</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">digung von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text3"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2’000</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">MWSt</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">) zu bezahlen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Dr. </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rolf Thür</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement, Bundesamt für Justiz</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, zuzustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>Grieder-MartensBoller</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><div><p> </p></div><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>