Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Kammer III III 2024 120 Entscheid vom 23. Mai 2025 Besetzung Dr.iur. Jeremias Fellmann, Vizepräsident lic.iur. Karl Gasser, Richter Irene Thalmann, Richterin lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber Parteien 1.Schweizer Heimatschutz, Villa Patumbah, Zollikerstrasse 128, 8008 Zürich, vertreten durch den Schwyzer Heimatschutz, c/o C.________, Präsidentin, 2.Schwyzer Heimatschutz, c/o C.________, Präsidentin, Beschwerdeführer, gegen 1.Gemeinderat Freienbach, Unterdorfstrasse 9, Postfach 140, 8808 Pfäffikon, vertreten durch Rechtsanwalt D.________ 2.Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, Postfach 1186, 6431 Schwyz, 3.Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, Postfach 1260, 6431 Schwyz, Vorinstanzen, 4.E.________AG, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt F.________ 5.G.________stiftung, Beigeladene, Gegenstand Planungs- und Baurecht (Baubewilligung)2 Sachverhalt: A.Am 10. Februar 2020 reichte die E.________AG bei der Gemeinde Freien- bach das Baugesuch für den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses mit Aus- senparkplätzen auf den in der Zentrumszone (Z) gelegenen Grundstücken KTN 001.________ und KTN 002.________ an der H.________ in Freienbach ein. Das Baugesuch wurde publiziert (Abl …) und öffentlich aufgelegt. Innert der Auf- lagefrist erhoben der Schweizer und der Schwyzer Heimatschutz am 4. März 2020 gemeinsam Einsprache gegen das Bauprojekt. Am 22. Mai 2020 reichte die E.________AG revidierte Pläne und ergänzende Un- terlagen ein. Dazu nahmen der Schweizer und der Schwyzer Heimatschutz am 22. Juni 2020 Stellung, wobei sie an ihrer Einsprache festhielten. B.Mit Gesamtentscheid vom 4. September 2020 erteilte das Amt für Raument- wicklung (ARE) die kantonale Baubewilligung für das Bauvorhaben im Sinne der Erwägungen und unter Auflagen und Nebenbestimmungen; auf die dagegen erho- benen Einsprachen trat es aus kantonaler Sicht nicht ein. Unter Eröffnung dieses Gesamtentscheides erteilte der Gemeinderat Freienbach mit Beschluss (GRB) Nr. 300 vom 10. September 2020 der E.________AG die Baubewilligung unter Auflagen und Nebenbestimmungen. Auf die Einsprachen des Schweizer und des Schwyzer Heimatschutzes trat er nicht ein. Eine vom Schweizer und vom Schwy- zer Heimatschutz am 8. Oktober 2020 dagegen gemeinsam erhobene Be- schwerde hiess der Regierungsrat des Kantons Schwyz mit - unangefochten in Rechtskraft erwachsenen - Beschluss (RRB) Nr. 574/2021 vom 24. August 2021 gut, hob den GRB Nr. 300 vom 10. September 2020 sowie den Gesamtentscheid vom 4. September 2020 auf und wies die Sache im Sinne der Erwägungen und zu ergänzenden Abklärungen (insb. Begutachtung durch die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission [ENHK] bzw. die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege [EKD] und Vornahme einer Interessenabwägung bezgl. gewässer- schutzrechtlicher Ausnahmebewilligung) und neuem Entscheid an die Vorinstan- zen zurück (vgl. auch angefochtener RRB Nr. 493/2024 vom 25.6.2024 E. 4.3 und E. 6.1). C.Am 18. Juli 2022 ersuchte das Bauamt Freienbach das Amt für Kultur (AfK) um Einholung eines Gutachtens der ENHK und/oder EKD. Die kantonale Denk- malpflege unterbreitete das Bauprojekt der E.________AG am 30. August 2022 der ENHK/EKD zur Begutachtung. Am 1. Dezember 2022 fand unter Beisein der Denkmalpflege, einer Delegation der ENHK/EKD, der E.________AG, der Ge- meinde Freienbach und des Schweizer sowie des Schwyzer Heimatschutzes ein Augenschein vor Ort statt. Das Gutachten der ENHK/EKD erging am 1. März 2023. 3 D.Am 19. Juni 2023 reichte die E.________AG bei der Gemeinde Freienbach ein revidiertes Baugesuch und ergänzende Unterlagen ein. Das Baugesuch wurde publiziert (Abl …) und öffentlich aufgelegt. Dagegen erhoben innert der Auflagefrist neben weiteren auch der Schweizer und der Schwyzer Heimatschutz am 12. Juli 2023 gemeinsam öffentlich-rechtliche Einsprache. Am 13. November 2023 reichte die E.________AG überarbeitete Pläne und Unterlagen ein. Der Schweizer und der Schwyzer Heimatschutz hielten mit Stellungnahme dazu vom 6. Dezember 2023 an ihrer Einsprache fest (Vi-act. II.-02, in brauner Baumappe). E.Mit Gesamtentscheid vom 9. Januar 2024 erteilte das ARE die kantonale Baubewilligung im Sinne der Erwägungen und unter den Nebenbestimmungen der zuständigen Stellen gemäss Kap. II. Ziff. 1 ff. und wies die Einsprachen aus kan- tonaler Sicht ab, soweit es darauf eintrat. Die eisenbahnrechtliche Zustimmung der I.________ AG vom 4. Juli 2023 und die darin enthaltenen Nebenbestimmungen wurde zum integralen Bestandteil des Gesamtentscheides erklärt (Vi-act. II.-02, in brauner Baumappe). Unter Eröffnung dieses Gesamtentscheides und der eisenbahnrechtlichen Zustim- mung der I.________ AG entschied der Gemeinderat mit GRB Nr. 24 vom 25. Ja- nuar 2024 (Versand: 31.1.2024) wie folgt: 1. Die Einsprache des Schweizer Heimatschutzes und des Schwyzer Heimat- schutzes wird abgewiesen. 2.-3.(Abweisung einer Dritteinsprache; Nichteintreten auf eine Dritteinsprache) 4. Die Bewilligung für den Neubau des Wohn- und Geschäftshauses mit Aussen- parkplätzen, KTN 002.________ und 001.________, H.________, Freienbach, wird im Sinne der Erwägungen erteilt. 5. Für das Bauen unterhalb des Grundwasserspiegels wird eine Ausnahmebewil- ligung erteilt. 6.-13.(Auflagen und Nebenbestimmungen, Baufreigabe, Beiträge und Gebühren, Rechtsmittelbelehrung, Zustellung). F.Am 21. Februar 2024 erhoben der Schweizer und der Schwyzer Heimatschutz dagegen fristgerecht gemeinsam Beschwerde beim Regierungsrat, mit den Anträ- gen: 1. Es seien der Beschluss des Gemeinderats vom 25. Januar 2024 (Auszug Pro- tokoll 24 7.15.4) und der kantonale Gesamtentscheid vom 9. Januar 2024 (82023-0058) betreffend Wohn- und Geschäftshaus, Aussenparkplätze, H.________, Freienbach, KTN 002.________ und 001.________, gesamthaft aufzuheben und das Baugesuch der Beschwerdegegnerin sei nicht zu bewilli- gen. 2. Es sei ein Gutachten der ENHK/EKD einzuholen. 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.4 G.Mit RRB Nr. 493/2024 vom 25. Juni 2024 (Versand: 2.7.2024) vereinigte der Regierungsrat die Beschwerde I (einer Drittperson) sowie die Beschwerde II (des Schweizer und des Schwyzer Heimatschutzes) und entschied wie folgt: 1. Die Beschwerden I und II werden abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 2000.-- wer- den je zur Hälfte (je Fr. 1000.--) dem Beschwerdeführer I und den Beschwerdefüh- rern II auferlegt (…). 3. Der Beschwerdegegnerin und der Gemeinde Freienbach wird eine Parteien- tschädigung von je Fr. 1000.-- zugesprochen, welche wiederum je zur Hälfte (je Fr. 500.--) vom Beschwerdeführer I und von den Beschwerdeführern II (diese unter solidarischer Haftbarkeit) zu tragen ist. 4.-6. (Rechtsmittelbelehrung, Zustellung). H.Dagegen erheben der Schweizer und der Schwyzer Heimatschutz am 23. Juli 2024 innert Frist gemeinsam Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kan- tons Schwyz mit den Anträgen: 1. Es seien in Gutheissung der Beschwerde der Beschluss der Regierung des Kt. Schwyz vom 25. Juni 2024 (RRB 493/2024 bzw. VB 45/2024) und damit auch der Beschluss des Gemeinderats vom 25. Januar 2024 (Auszug Protokoll 24 7.15.4) und der kantonale Gesamtentscheid vom 9. Januar 2024 (B2023- 0058) betreffend Wohn- und Geschäftshaus, Aussenparkplätze, H.________, Freienbach, KTN 002.________ und 001.________, gesamthaft aufzuheben und die Einsprache vom 12. Juli 2023 gutzuheissen, d.h. es sei die Bewilligung für das Baugesuch "Wohn- und Geschäftshaus mit Aussenparkplätzen, H.________, Freienbach, KTN 002.________ und 001.________, Koordinaten 003.________", Amtsblatt (…), zu verweigern und das Baugesuch der Be- schwerdegegnerin sei nicht zu bewilligen; 2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegeg- nerin. I.Mit Vernehmlassung vom 12. August 2024 beantragt das Sicherheitsdepar- tement, die Beschwerde sei unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführer ab- zuweisen soweit überhaupt darauf eingetreten werden könne. Das ARE schliesst mit Vernehmlassung vom 14. August 2024 auf Abweisung der Beschwerde und Erteilung der Baubewilligung für das in Frage stehende Bauprojekt. Der Gemein- derat ersucht mit Vernehmlassung vom 1. Oktober 2024 um Abweisung der Be- schwerde, soweit darauf eingetreten werde; unter Kosten- und Entschädigungsfol- gen zu Lasten der Beschwerdeführer bei solidarischer Haftbarkeit. Die Beschwer- degegnerin stellt am 4. Oktober 2024 ebenfalls Antrag auf Abweisung der Be- schwerde soweit darauf eingetreten werden könne; unter Kosten- und Entschädi- gungsfolgen zu Lasten der Beschwerdeführer. J.Die Beschwerdeführer halten mit Replik vom 9. Dezember 2024 sinngemäss an den am 23. Juli 2024 gestellten Beschwerdeanträgen fest.5 K.Die Beschwerdegegnerin ersucht am 23. Dezember 2024 um antrags- gemässen Entscheid. Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.1Nach § 14 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRP; SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974 kann eine Drittperson u.a. von Amtes wegen als Nebenpartei in das Verfahren einbezogen werden, wenn sie durch eine Verfügung oder einen Ent- scheid voraussichtlich in ihren schützenswerten Interessen betroffen ist (Abs. 1). Die Beigeladene kann im Verfahren Parteirechte ausüben; sie kann Anträge nur zu Gunsten oder zu Lasten der Hauptparteien stellen. Die Verfügung oder der Ent- scheid wird auch gegenüber der Beigeladenen rechtswirksam (Abs. 3). Die Grundstücke KTN 002.________ und 001.________ stehen im Eigentum der Beigeladenen. Damit erfüllt sie die Voraussetzungen von § 14 Abs. 1 VRP, wes- wegen sie - wie bereits vor Vorinstanz - ins Verfahren beigeladen wurden. 1.2.1Das Sicherheitsdepartement, der Gemeinderat Freienbach und die Be- schwerdegegnerin beantragen die Abweisung der Beschwerde vom 23. Juli 2024 unter dem Vorbehalt des Eintretens auf dieselbe. 1.2.2Vor Erlass einer Verfügung oder eines Entscheides prüft die Behörde von Amtes wegen, ob die Voraussetzungen für eine Sachverfügung oder einen Sachentscheid erfüllt sind, so u.a. insbesondere die Vertretungsbefugnis der Par- teivertreter, die Rechtsmittelbefugnis, die Zulässigkeit des Rechtsmittels sowie die frist- und formgerechte Geltendmachung des Rechtsanspruches (§ 27 Abs. 1 VRP lit. c - f). Ist eine dieser Voraussetzungen nicht gegeben, trifft die Behörde eine Nichteintretensverfügung oder einen Nichteintretensentscheid (§ 27 Abs. 2 VRP). Zur Einreichung eines Rechtsmittels ist gemäss § 37 Abs. 1 VRP berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat (lit. a), durch den angefochte- nen Entscheid oder die angefochtene Verfügung besonders berührt ist (lit. b) und ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des Entscheides oder der Verfügung hat (lit. c). Zur Einreichung eines Rechtsmittels sind ferner u.a. Personen, Organisationen und Behörden berechtigt, wenn sie dazu durch einen Rechtssatz ermächtigt sind (Abs. 2 lit. b). 1.2.3Die Kantone haben allen von Bundesrechts wegen zur Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten Legitimierten auch Zugang zum Rechts- schutz auf kantonaler Ebene zu gewähren (Art. 111 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005; vgl. Art. 33 Abs. 3 lit. a des Bundesgesetzes über die Raumplanung [RPG; SR 700] vom 22.6.1979).6 Nach Art. 12 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) vom 1. Juli 1966 können gesamtschweizerische Organisationen, die sich dem Naturschutz, dem Heimatschutz, der Denkmalpflege oder verwand- ten Zielen widmen, Verfügungen der kantonalen Behörden oder der Bundesbehör- den anfechten, die in Erfüllung einer Bundesaufgabe im Sinne von Art. 2 NHG er- gangen sind (vgl. Urteil BGer 1C_821/2013 vom 30.3.2015 E. 3.2; Keller, in: Kel- ler/Zufferey/Fahrländer [Hrsg.], Kommentar NHG, 2. Aufl. 2019, Art. 12 Rz. 5; Tschannen/Schindler, in: Hettich/Jansen/Norer [Hrsg.], Kommentar GSchG/WBG, 2016, Art. 67a Rz. 28). Hierzu gehört u.a. der Schweizer Heimatschutz (Art. 12 Abs. 3 NHG i.V.m. Ziff. 5 des Anhangs der Verordnung über die Bezeichnung der im Bereich des Umweltschutzes sowie des Natur- und Heimatschutzes beschwer- deberechtigten Organisationen [VBO; SR 814.076] vom 27.6.1990). Zuständig für die Beschwerdeerhebung ist das oberste Exekutivorgan der Organisation (Art. 12 Abs. 4 NHG). Die Organisationen können ihre rechtlich selbständigen kantonalen und überkantonalen Unterorganisationen für deren örtliches Tätigkeitsgebiet ge- nerell zur Erhebung von Einsprachen und im Einzelfall zur Erhebung von Be- schwerden ermächtigen (Art. 12 Abs. 5 NHG). 1.2.4Voraussetzung für die Beschwerdebefugnis von Organisationen im Sinne von Art. 12 Abs. 1 lit. b NHG ist, dass eine Bundesaufgabe vorliegt. Das kann auch der Fall sein, wenn eine kantonale Behörde verfügt hat. Im Bereich des Gewäs- serschutzes ist eine Bundesaufgabe nach ständiger Rechtsprechung des Bundes- gerichts zu bejahen, wenn - wie vorliegend - ein bau- oder planungsrechtliches Vorhaben auf eine Ausnahmebewilligung nach Art. 19 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer (GSchG; SR 814.2) vom 24. Januar 1991 und Art. 32 Abs. 2 der Gewässerschutzverordnung [GSchV; SR 814.201] vom 28.10.1998) angewiesen ist, weil das Projekt im Gewässerschutzbereich A u liegt und es den mittleren Grundwasserspiegel unterschreitet (vgl. BGE 139 II 271 E. 9.2; Urteile BGer 1C_43/2023 vom 17.1.2024 E. 4; 1C_265/2022 vom 24.4.2023 E. 3.2; 1C_58/2021 vom 27.7.2023 E. 4.5; 1C_583/2017 vom 11.2.2019 E. 5.2; je m.H.). 1.2.5Die auf Art. 12 NHG basierende Beschwerdebefugnis der Beschwerdeführer ist somit auch im vorliegenden Verfahren zu bejahen. Die Beschwerde vom 23. Juli 2024 gegen den am 2. Juli 2024 versandten RRB Nr. 493/2024 vom 25. Juni 2024 erfolgte fristgerecht innert der gesetzlich vorgesehenen Frist von 20 Tagen (§ 56 Abs. 1 VRP). Die Ermächtigung der Beschwerdeführerin Ziff. 2 zur Vertretung der Beschwerdeführerin Ziff. 1 im vorliegenden Verfahren i.S.v. Art. 12 Abs. 5 NHG ist mit der aufgelegten Vollmacht vom 19. August 2024 rechtsgenüglich ausgewiesen. 7 Die einzelzeichnungsberechtigte Organstellung der Präsidentin der Beschwerde- führerin Ziff. 2 und ihre damit einhergehende Vertretungsbefugnis ist gerichtsnoto- risch (vgl. etwa VGE III 2021 108 E. 1.5.2). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist folglich einzutreten. 2.1.1 In den besonders gefährdeten Bereichen bedürfen die Erstellung und die Änderung von Bauten und Anlagen sowie Grabungen, Erdbewegungen und ähnli- che Arbeiten einer kantonalen Bewilligung, wenn sie die Gewässer gefährden kön- nen (vgl. Art. 19 Abs. 2 GSchG und die nicht abschliessenden Konkretisierungen in Art. 32 Abs. 2 GSchV). Zu den besonders gefährdeten Bereichen zählt der vor- liegend relevante Gewässerschutzbereich Au zum Schutz nutzbarer unterirdischer Gewässer (Art. 29 Abs. 1 lit. a GSchV; E. 1.2.3 hiervor). Dieser umfasst die nutz- baren unterirdischen Gewässer sowie die zu ihrem Schutz notwendigen Randge- biete (Anhang 4 Ziff. 111 Abs. 1 GSchV). Im Gewässerschutzbereich A u dürfen keine Anlagen erstellt werden, die unter dem mittleren Grundwasserspiegel liegen. Die Behörde kann Ausnahmen bewilligen, soweit die Durchflusskapazität des Grundwassers gegenüber dem unbeeinflussten Zustand um höchstens 10% ver- mindert wird (Anhang 4 Ziff. 211 Abs. 2 GSchV). Ein an sich unzulässiges Bauwerk kann bewilligungsfähig werden, wenn durch gezielte Ersatzmassnahmen (z.B. Si- ckerpackungen) die vorhandene Durchflusskapazität erhalten oder in Ausnahme- fällen um höchstens 10% vermindert wird. Damit wird die Forderung von Art. 43 Abs. 4 GSchG, wonach Speichervolumen und Durchfluss nutzbarer Grundwasser- vorkommen durch Einbauten nicht wesentlich und dauernd verringert werden dür- fen, präzisiert (Urteil BGer 1C_482/2012 vom 14.5.2014 E. 2.3). Ist eine Bewilli- gung erforderlich, müssen die Gesuchsteller nachweisen, dass die Anforderungen zum Schutze der Gewässer erfüllt sind, und die dafür notwendigen Unterlagen (ge- gebenenfalls hydrogeologische Abklärungen) beibringen (Art. 32 Abs. 3 GSchV). Damit soll die Beurteilung durch die gemäss Art. 32 Abs. 4 GSchV für die Erteilung der Bewilligung zuständigen Behörde ermöglicht werden (vgl. Giovannini, in: Griffel et. al. [Hrsg.], Fachhandbuch Öffentliches Baurecht 2016, Rz. 5.345). 2.1.2 Die Erteilung von Bewilligungen für Bauten und Anlagen in den besonders gefährdeten Gewässerschutzbereichen (Art. 19 Abs. 2 GSchG) obliegt nach § 29 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Gewässerschutzgesetz (EGzGSchG; SRSZ 712.110) vom 19. April 2000 der kantonalen Gewässerschutzfachstelle (dem AUE; § 15 Abs. 1 und 2 lit. a der Wasserverordnung [SRSZ 451.111] vom 23.6.2020). Dieses kann der Bewilligungsbehörde Auflagen und Bedingungen beantragen, da- mit Grundwasservorkommen erhalten bleiben (§ 29 Abs. 1 Satz 1 EGzGSchG).8 2.2.1 Die Gesuchsteller tragen die Beweislast für die Erfüllung der gewässer- schutzrechtlichen Anforderungen (VGE III 2022 45 vom 22.7.2022 E. 5.4 m.H.a. die Urteile BGer 1C_460/2020 vom 30.3.2021 [betr. "Lachen SZ"] E. 4.2.1 und 1C_482/2012 vom 14.5.2014 E. 2.3); ihnen obliegt der Nachweis, dass die Ver- minderung der Durchflusskapazität weniger als 10% beträgt. Vor allem bei kom- plexen Situationen können Grundwassermodellierungen für die Ermittlung der Durchflusskapazität resp. zur Beurteilung von deren Verminderung durch eine An- lage notwendig sein (Urteil BGer 1C_482/2012 vom 14.5.2014 E. 2.3 und E. 2.7). 2.2.2 Die Durchflusskapazität entspricht der Grundwassermenge, die bei vorge- gebenem natürlichem Gefälle einen bestimmten Durchflussquerschnitt des Grund- wasserleiters pro Zeiteinheit zu durchströmen vermag. Für die Berechnung der Durchflusskapazität gilt grundsätzlich folgende Formel (Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft [BUWAL; heute Bundesamt für Umwelt, BAFU] [Hrsg.], Weg- leitung Grundwasserschutz 2004, S. 58): Q = k × F × i wobei: Q = Durchflusskapazität in m³/s k = Durchlässigkeitsbeiwert (Profil-k-Wert) des Grundwasserleiters in m/s F = Durchflussquerschnitt in m² i = Gefälle 2.2.3 Die Umweltfachstellen der Zentralschweizer Kantone (SZ, UR, NW, OW, LU und ZG) haben ein Merkblatt "Bauten im Grundwasser, Berechnungsgrundlagen" herausgegeben (ZUF-Merkblatt; Stand 1.2024 [publ. u.a. auf: www.umwelt-zentral- schweiz.ch → Arbeitshilfen → Boden]). In Ziff. 2 wird als Grundlage für die Beurtei- lung der Verminderung der Durchflusskapazität ein Durchflussnachweis verlangt, der auf nachvollziehbaren Berechnungen beruht. Die Berechnungsgrundsätze in Ziff. 2.1 lauten wie folgt (vgl. auch VGE III 2022 45 vom 22.7.2022 E. 5.7): •Massgebend ist der Bauwerkschnitt mit der grössten Durchflussverminderung, also mit der grössten Einbaudichte senkrecht zur Grundwasserfliessrichtung für die Berechnung der Verminderung der Durchflusskapazität. Die unbebaute Um- gebung, Nachbarparzellen, Trassen von Verkehrsachsen usw. können nicht ein- bezogen werden. •Bereits bestehende durchflussmindernde Bauten und Anlagen unterhalb des ge- planten Bauwerks müssen berücksichtigt werden (…). •Für die Berechnung ist bei homogenen Grundwasservorkommen als Vereinfa- chung die Flächeneinbusse im relevanten Bauwerkschnitt massgebend. •Die Berechnung der Durchflusskapazität erfolgt bei geschichteten Grundwasser- vorkommen oder mehreren Grundwasserstockwerken über den Durchfluss (durchflossene Fläche × Durchlässigkeit des Grundwasserleiters × hydraulisches Gefälle). Das hydraulische Gefälle wird als konstant angenommen. Die betrach- teten Flächen sind mit dem jeweiligen Durchlässigkeitsbeiwert k zu gewichten. 9 •Die geologisch-hydrogeologischen Verhältnisse im Untergrund unterhalb des Bauwerks müssen ausreichend bekannt sein bzw. nachvollziehbar hergeleitet werden (vorhandene Bohrprofile). Bei unbekannten Verhältnissen sind projekt- spezifische Untersuchungen vorzulegen. Bei Grundwasserleitern mit Mächtig- keiten bis 30 m ist die tatsächliche Lage des Stauers massgebend. •Bei Grundwasserleitern mit Mächtigkeiten von über 30 m kann eine maximale Mächtigkeit von 30 m berücksichtigt werden. 2.3.1 Im Urteil 1C_460/2020 vom 30. März 2021 E. 4.2.2 f. hat das Bundesgericht dargelegt, dass kein Rechtsanspruch auf Erteilung einer Ausnahmebewilligung für Einbauten unter den mittleren Grundwasserspiegel im Gewässerschutzbereich Au gemäss Anhang 4 Ziff. 211 Abs. 2 GSchV besteht. Ob die Bewilligung erteilt wird, steht im pflichtgemäss auszuübenden Ermessen der zuständigen Behörde. Nach Massgabe des Zwecks dieser Bestimmung, besonders gefährdete Gewässer zu schützen, legt dies eine zurückhaltende Anwendung der Norm nahe. Für eine Be- einträchtigung der Durchflusskapazität müssen - anders als für besonders gefähr- liche Anlagen in den Gewässerschutzbereichen A u und A o (Anhang 4 Ziff. 211 Abs. 1 GSchV) keine wichtigen Gründe vorliegen. Jedenfalls aber ist eine Interes- senabwägung erforderlich, bei welcher die privaten und öffentlichen Interessen an einer Verminderung der Durchflusskapazität die entgegenstehenden (Gewässerschutz- ) Interessen überwiegen müssen. Aus gewässerschutzrechtlicher Sicht fällt dabei namentlich ins Gewicht, wie gross die Verminderung der Durchflusskapazität in- nerhalb der zulässigen Bandbreite von 10% tatsächlich ausfällt und ob ein unterirdi- sches Gewässer selbst oder bloss ein zu seinem Schutz notwendiges Randgebiet betroffen ist (m.H.a. Anhang 4 Ziff. 111 Abs. 1 GSchV). Aufseiten der Gesuchstel- lenden verdient Berücksichtigung, inwieweit die Verweigerung einer Bewilligung eine sinnvolle, den übrigen (insb. raumplanerischen und umweltrechtlichen) Vor- gaben entsprechende Nutzung ihres Grundeigentums erschwert (bestätigt mit Ur- teil BGer 1C_690/2021 vom 12.9.2023 E. 3.2.2; vgl. auch VGE III 2022 45 vom 22.7.2022 E. 5.5). 2.3.2 Im Informationsschreiben "Interessenabwägung bei Einbauten unter den mittleren Grundwasserspiegel im Gewässerschutzbereich A u" an die kantonalen Gewässerschutzfach- und Umweltkoordinationsstellen vom 24. Februar 2022 hat das BAFU weiter konkretisiert, dass die für die Bewilligung zuständigen Behörden im Einzelfall die relevanten Interessen für und gegen den Einbau unter den mittle- ren Grundwasserspiegel vollständig ermitteln müssen. Im Bewilligungsentscheid müssen die im konkreten Fall relevanten Interessen aufgeführt, bewertet und ge- geneinander abgewogen werden. Wie die Interessenabwägung ausfällt, liegt weit- gehend im Ermessensspielraum der für die Bewilligung zuständigen Behörde. Zu berücksichtigen sind bei der Interessenabwägung jedoch nur jene Interessen, wel-10 che sich auf den Einbau unter den mittleren Grundwasserspiegel beziehen. Aus- wirkungen des Gesamtprojekts, welche sich nicht darauf beziehen, müssen nicht berücksichtig werden (Themen wie z.B. Lärm oder Schattenwurf sind hierbei nicht relevant) (vgl. auch Marti/Stutz, Rechtsgutachten "Gewässerschutz und Ortsbild- schutz nach ISOS", im Auftrag des Bundesamtes für Kultur (BAK), Mai 2024 [publ. auf: www.bak.admin.ch/bak/de/home/baukultur/isos-und-ortsbildschutz/ma- terialien.html → Gutachten], 'Gutachten Marti' S. 57, 'Memorandum Stutz' S. 14). In einer nicht abschliessenden Auflistung nannte das BAFU als mögliche (durch die Gesuchstellerin aufzuzeigende und durch die Entscheidbehörde zu beurtei- lende) Interessen für einen Einbau unter den mittleren Grundwasserspiegel: •Folgen bei Nichterteilung der Ausnahmebewilligung Welche Beeinträchtigung entsteht für die Gesuchstellerin, falls die Ausnahme- bewilligung verweigert würde? Was wären die Folgen für die künftigen Nutzer oder die Allgemeinheit? In jedem Fall ist aufzuzeigen, dass die Bauweise bereits so optimiert wurde, dass der Einbau unter den mittleren Grundwasserspiegel so gering wie möglich ist (z. B. Flächen- statt Pfahlgründung). Als mögliche (durch die Gesuchstellerin aufzuzeigende und durch die Entscheid- behörde zu beurteilende) Interessen gegen einen Einbau unter den mittleren Grundwasserspiegel führte das BAFU auf: •Erhaltung der Nutzbarkeit des Grundwasserleiters Wird die Nutzbarkeit des Grundwasserleiters durch den Einbau beeinträchtigt, auch wenn die Verminderung der Durchflusskapazität kleiner als 10% ist? Die Gesuchstellerin muss belegen, dass das Grundwasser nach wie vor in einer Menge vorhanden ist, dass die gleiche Nutzung möglich ist wie vor dem Einbau. Weiter muss sie aufzeigen, dass durch den Einbau keine Änderung der Fliess- verhältnisse zu erwarten ist, welche zu qualitativen Beeinträchtigungen des Grundwassers führt. •Grundwassernutzung gewährleisten Sind im Einflussbereich des geplanten Einbaus Grundwassernutzungen vorhan- den, welche beeinträchtigt würden? •Weitere relevante Interessen Falls es Hinweise darauf gibt, dass der Einbau weiterer Beeinträchtigungen zur Folge haben könnte, sind auch diese in die Interessenabwägung einzubeziehen. Dies auch, wenn es sich nicht um Gewässerschutzinteressen handelt (z. B. Be- einträchtigung von Erdwärmesonden, Schäden an Gebäuden, Einschränkungen für künftige Bauvorhaben oder wassergebundene Lebensräume). 2.3.3 Laut dem ZUF-Merkblatt muss aufgezeigt werden, dass das Bauvorhaben hinsichtlich Grundwasserschutz vorgängig optimiert wurde. Einbauten unter den mittleren Grundwasserspiegel sind auf das Minimum zu reduzieren. Tiefenfundati- onen im Grundwasser sind nur dann zulässig, wenn keine anderen Fundationsar- ten möglich sind (vgl. Ziff. 2). In einer nicht abschliessenden Aufzählung werden unter Ziff. 2.2 ebenfalls verschiedene Punkte aufgeführt, die es im Rahmen der 11 Interessenabwägung abzuhandeln gilt. Die Gewässerschutzfachstelle beurteilt die Fachunterlagen sowie die Interessenabwägung und prüft die Bewilligungsfähig- keit; die Gemeinde oder der Bezirk prüft die Interessenabwägung und kontrolliert die Bauausführung (vgl. Ziff. 5). 2.4Der Meinung von Fachstellen kommt ein erhöhter Beweiswert zu. Darauf dürfen die Rechtsmittelbehörden zum einen grundsätzlich abstellen, wenn die Rechtsanwendung technische Probleme oder Fachfragen betrifft, zu deren Beant- wortung und Gewichtung die Fachbehörde aufgrund ihres Spezialwissens besser geeignet ist (vgl. Plüss, in: Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspfle- gegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, § 7 Rz. 149). Das Verwaltungsgericht auferlegt sich in ständiger Rechtsprechung (selbst bei voller Kognition) Zurückhal- tung bei der Überprüfung der Ermessensausübung, wenn bei der Ermessensaus- übung ein Fachgremium mitwirkte, bei welchem das Fachwissen ausgeprägter vorhanden ist als beim Verwaltungsgericht (VGE III 2022 45 vom 22.7.2022 E. 5.8 m.w.H.). Fungiert als Vorinstanz eine gesetzlich vorgesehene unabhängige Fach- instanz mit besonderen Fachkenntnissen, so kann und soll das Gericht deren tech- nisches Ermessen respektieren und nicht aus eigenem Gutdünken, sondern nur aus triftigen Gründen von der Beurteilung durch die zuständige Fachbehörde ab- weichen, jedenfalls soweit die Fachinstanz die für den Entscheid wesentlichen Ge- sichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfassend durchgeführt hat (BGE 142 II 451, E. 4.5.1; vgl. auch Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 19 N 55). 3.1Im hydrogeologischer Unbedenklichkeitsnachweis der BK Grundbaubera- tung AG vom 11. Dezember 2019 (Vi-act. II.-02, in grüner Baumappe) (nachfol- gend: BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2019) wurde zum 'Geologischen Schichtaufbau und Hydrogeologie' ausgeführt, das Projektareal liege im Bereich von Fels der Oberen Meeresmolasse, welcher von einer Moräne und Bachschutt überdeckt werde. Zuoberst folge stellenweise eine Deckschicht bzw. künstliche Auffüllung. Der Fels, bestehend aus fein- bis mittelkörnigem Sandstein, weise eine unruhige Oberfläche auf, dessen Verlauf durch die Sondierungen nur unvollständig erfasst werden könne. In der Kernbohrung KB 1 sei der Molassefels bereits in etwa 2.5 m u.T. aufgeschlossen, während dieser in KB 3 bis in eine maximale Tiefe von rund 15 m u.T. nicht angetroffen worden sei (zur Lage der Baugrundsondierungen vgl. Anhang 1.2 und 1.3). Die Moräne sei nur als reliktische bzw. dünne Schicht ausgebildet und bestehe aus mitteldicht bis dicht gelagertem, siltigem Sand. Der Bachschutt setze sich aus Kiessand mit meist geringem Feinanteil zusammen. Im Bereich des Friedhofes unmittelbar südlich des Projektes stünden Moräne und Fels an. Der Molassefels und die Moräne wirkten als Stauer. Als Grundwasserleiter 12 fungiere der Bachschutt. Dieser sei jedoch teilweise von der Felsrippe unterbro- chen. Aufgrund des unregelmässigen Verlaufs der Felsoberfläche könne die Grund- wasserfliessrichtung nicht genau ermittelt werden. Gemäss der kantonalen Grund- wasserkarte sei der mittlere Grundwasserspiegel bei ca. 406.5 m ü.M. zu erwar- ten. Die Grundwassermächtigkeit werde mit > 2 m angegeben. In Wirklichkeit schwanke diese mit dem Auftreten des Bachschutts von 0 m bis > 13 m je nach Standort. Unter 'hydrogeologischer Unbedenklichkeitsnachweis' wurde dargelegt, der Neu- bau sei (inkl. Attika- und Untergeschoss) sechsgeschossig. Gemäss dem derzeiti- gen Projektstand werde das Gebäude flach fundiert; die Unterkante der Boden- platte liege bei ca. 403.35 m ü.M. Aufgrund der Ergebnisse der durchgeführten Sondierungen könne erwartet werden, dass das Gebäude, je nach Bereich auf dem Fels, auf der Moräne sowie auf dem Bachschutt zu liegen komme. Da unmit- telbar im Süden eine Felsrippe mit Moränenbedeckung anstehe, werde davon aus- gegangen, dass eine allfällige Grundwasserströmung eher in West-Ost Richtung stattfinde. Für den hydrogeologischen Unbedenklichkeitsnachweis massgebend sei demnach der Nord-Süd Querschnitt des Projekts. Auf diesem weise der Grund- wasserleiter (Bachschutt) eine natürliche Durchflussfläche von ca. 86.8 m2 auf. Mit dem vorgesehenen Gebäude werde diese auf ca. 28.75 m 2 reduziert. Es seien demnach Kompensationsmassnahmen erforderlich, um wieder 100% des natürli- chen Grundwasserdurchflusses zu gewährleisten. Aus statischen Überlegungen sei aufgrund der komplexen Beschaffenheit des Untergrunds ohnehin eine Kies- schicht unterhalb der Bodenplatte erforderlich, um Setzungsdifferenzen bzw. Zwängungen mit entsprechenden Rissbildungen in der Bodenplatte zu vermeiden. Die Kiesschicht werde im Fels und Moränenbereich eingebaut, was im betrachte- ten Querschnitt einer Länge von rund 36 m entspreche. Der Nachweis werde über den Durchfluss (durchflossene Fläche × Durchlässigkeitsbeiwert k) berechnet. Daraus ergebe sich die Dicke der Kiesschicht d: 86.8 m2 × 10-3 = 28.75 × 10-3 + 36 × d × 10-2 → d = 0.16 m. Der hydrogeologische Unbedenklichkeitsnachweis werde erbracht, wenn unterhalb der Bodenplatte eine Schicht Sickerkies von mind. 0.16 m bzw. rund 0.2 m einge- baut werde. Dabei werde angenommen, dass der Durchlässigkeitsbeiwert des Si- ckerkieses um eine Grössenordnung grösser sei als derjenige des Bachschutts. Der Sickerkies werde im gesättigten Bereich auch für die Hinterfüllung verwendet damit eine hydraulische Verbindung mit dem Bachschutt gewährleistet sei. 3.2Im revidierten hydrogeologischen Unbedenklichkeitsnachweis vom 14. Juni 2023 (Vi-act. II.-02, in brauner Baumappe) (nachfolgend: rev. BK-Unbedenklich- keitsnachweis 2023) hielt die BK Grundbauberatung AG einleitend fest, basierend 13 auf einer Flachfundation habe sie für das vorliegende Bauvorhaben den BK-Unbe- denklichkeitsnachweis 2019 erbracht. Inzwischen werde für die Gebäudefundation von einer Tiefgründung ausgegangen. Deshalb sei der damalige Unbedenklich- keitsnachweis überarbeitet worden. Anschliessend wurden die Ausführungen zum 'Geologischen Schichtaufbau und Hydrogeologie' aus dem BK-Unbedenklichkeits- nachweis 2019 wiederholt, mit den Änderungen, dass der aus fein- bis mittelkörni- gem Sandstein bestehende Fels - dessen Verlauf durch die Sondierungen nur un- vollständig erfasst werden könne - eine ca. SW - NO verlaufende Rippe bilde und davon auszugehen sei, dass der Grundwasserstrom mehr oder weniger parallel zu dieser Felsrippe (von SW nach NO) verlaufe. Die Durchlässigkeit des als Grund- wasserleiter fungierenden Bachschutts wurde mit k ≅ 5·10-4 m/s geschätzt. Danach wurden die Ausführungen zum 'hydrogeologischen Unbedenklichkeits- nachweis' im BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2019 wiedergegeben, mit den Ab- weichungen, dass die Unterkante der Bodenplatte (entsprechend den revidierten Plänen vom 19.6.2023) bei ca. 402.83 m ü.M. liege und die heterogenen Fundati- onsverhältnisse eine Tiefgründung im Bereich der Lockergesteinsschichten erfor- derten, um differenzielle Setzungen zu vermeiden. Demnach sehe das Pfahlkon- zept 57 Verdrängungspfähle mit einem Durchmesser von 0.5 m vor. Da unmittel- bar im Süden eine Felsrippe mit Moränebedeckung anstehe, werde davon ausge- gangen, dass eine allfällige Grundwasserströmung eher in Richtung Südwest- Nordost stattfinde, so dass ein von Nordwest gegen Südost verlaufender (im An- hang 1.4 planerisch eingefügten) Querschnitt als der "ungünstigste" bezeichnet wurde. Entlang diesem weise der Grundwasserleiter (Bachschutt) eine natürliche Durchflussfläche von 281.6 m 2 (Fläche zwischen Oberkante Moräne und Mittel- wasserstand) auf. Zwei Pfähle befänden sich auf dem ungünstigsten Querschnitt, deren Durchmesser für die Berechnung um ein Faktor 1.1 erhöht werden müsse. Mit dem vorgesehenen Gebäude inkl. Pfähle werde damit eine Fläche von 108.78 m2 verbaut, womit eine Durchflussreduktion von > 10% resultiere. Um wie- der 100% des natürlichen Grundwasserdurchflusses zu gewährleisten, sei dem- nach flächendeckend unter der Bodenplatte eine Kiesschicht einzubauen, was im betrachteten Querschnitt einer Länge von rund 45 m entspreche. Es werde im Fol- genden von einer Sickerkiesschicht mit einer Durchlässigkeit von k ≅ 5·10 -3 m/s ausgegangen. Der Nachweis werde über den Durchfluss (durchflossene Fläche × Durchlässigkeitsbeiwert k) berechnet. Somit ergebe sich für die Dicke der Kies- schicht d: A × 5·10-4 m/s = (A - B - d × 45.0 m) × 5·10-4 m/s + d × 45.0 m × 5·10-3 m/s → d = 0.22 m Der hydrogeologische Unbedenklichkeitsnachweis werde erbracht, wenn unter- halb der Bodenplatte eine Schicht Sickerkies von mind. 0.22 m eingebaut werde. 14 Dabei werde angenommen, dass der Durchlässigkeitsbeiwert des Sickerkieses um eine Grössenordnung grösser sei als derjenige vom Bachschutt. Der Sickerkies werde im gesättigten Bereich auch für die Hinterfüllung verwendet, damit eine hy- draulische Verbindung mit dem Bachschutt gewährleistet sei. 'Im Sinne einer Interessensabwägung' führe das gewählte Fundationskonzept zu den geringsten vertretbaren Eingriffen ins Grundwasser. Eine andere Ausführung der Bauwerke sei nicht realistisch. Eine Flachfundation wäre aufgrund der hetero- genen geotechnischen Verhältnisse nicht zweckmässig bzw. würde zu Rissbildung und Verkippung des Gebäudes führen. Zudem sei die Pfahlanordnung und die Pfahldurchmesser in Hinblick auf einen minimalen Einfluss auf das Durchflussver- mögen optimiert. Eine Erhöhung der Fundationskote oder der Verzicht auf eine Einstellhalle sei aus raumplanerischen Gründen ebenfalls nicht zweckmässig. Die betroffenen grundwasserführenden Schichten (Bachschutt) befänden sich im Ab- strom des Friedhofs, neben der ARA und kurz vor dem Zürichsee, wo diese sich entwässerten. Diese Situation erlaube kaum, das tangierte Grundwasser jemals als Trinkwasser nutzen zu können, da die Sicherung der Qualität problematisch erscheine bzw. ein planerischer Grundwasserschutz wäre hier nicht umsetzbar. Zudem könne aufgrund der See-Nähe und der hydraulischen Verbindung zwi- schen dem See und dem Bachschutt keine quantitative Beeinträchtigung einer all- fälligen Grundwasserfassung erwartet werden. Dies betreffe insbesondere die be- stehende Grundwasserfassung auf KTN 004.________. 3.3.1 In dem (mit RRB Nr. 574/2021 vom 24.8.2021 aufgehobenen) Gesamtent- scheid vom 4. September 2020 wurde in Kap. II. Ziff. 2 der Fachbericht "Grund- wasserschutz (Bauten im Gewässerschutzbereich A u)" des AUE wiedergegeben, mit dem die Ausnahmebewilligung für das damalige Bauvorhaben mit Auflagen erteilt wurde (Vi-act. II.-02, in grüner Baumappe). Darin verlangte das AUE u.a., dass unter der Bodenplatte eine 0.2 m mächtige Kiesschicht einzubauen sei; der Sickerkies sei im gesättigten Bereich ebenfalls für die Hinterfüllung zu verwenden. Vor Baubeginn sei aufzuzeigen, wie die Grundwasserabsenkung ausgeführt werde und es sei ein Baustellenentwässerungskonzept einzureichen. Allfällige Be- willigungen für das Einleiten von vorbehandeltem Grund- bzw. Abwasser in die Kanalisation oder in ein Gewässer seien ebenfalls vor Baubeginn einzuholen. Sollte entgegen den "zurzeit gültigen Projektunterlagen" eine Pfahlfundation not- wendig sein, müsse erneut ein Baugesuch mit Pfählungsplan inkl. Durchflussnach- weis des Grundwassers bei der kommunalen Behörde eingereicht werden. 3.3.2 Im Fachbericht "Grundwasser (Bauten im Gewässerschutzbereich A u)" vom 13. Dezember 2023 (Datum: Freigabe) erteilte das AUE die Ausnahmebewilligung 15 für das am 19. Juni 2023 eingereichte (und am 13.11.2023 überarbeitete) Bauvor- haben inkl. Pfahlvorhaben mit Auflagen (Vi-act. III.-03 in: B3). Als Nebenbestim- mung statuierte das AUE, dass unter der Bodenplatte eine Kiesschicht von mind. 0.22 m eingebaut werden müsse. Der Beginn der Bauarbeiten im Grundwasser sei dem AUE und dem Bauamt der Gemeinde Freienbach zu melden. Der Eingriff ins Grundwasser sei durch ein ausgewiesenes Hydrogeologisches Fachbüro zu be- gleiten. Das Einbringen der Kiesschichten sei mit Fotos zu dokumentieren; die Fo- tos seien dem AUE zuzustellen. Die im Anhang Au (Beilage) aufgeführten Gewäs- serschutzmassnahmen bildeten einen integrierenden Bestandteil dieser Baubewil- ligung und seien einzuhalten. In der Begründung wurden Art. 19 Abs. 2 GSchG; Art. 32 Abs. 2 lit. b GSchV; An- hang 4 Ziff. 211 Abs. 2 GSchV sowie Erwägung 4.2.3 des Bundesgerichtsurteils 1C_460/2020 vom 30. März 2021 (auszugsweise) wiedergegeben und festgehal- ten, die Durchflusskapazität des Grundwassers werde gegenüber dem unbeein- flussten Zustand um mehr als 10% eingeschränkt. Mit der aufgezeigten Ersatz- massnahme könne jedoch 100% des unbeeinflussten Durchflusses wiederherge- stellt werden. Die Interessenabwägung sei vorgenommen worden. Gegen den Ein- bau unter den mittleren Grundwasserspiegel spreche das Gewässerschutzgesetz und die Tatsache, dass der mittlere Grundwasserspiegel tangiert werde. Für den Einbau unter den mittleren Grundwasserspiegel spreche die Bebaubarkeit der Pa- rzelle, dass das Projekt aus statischen und geotechnischen Gründen ohne Pfähle nicht möglich sei, im Gebiet kein Setzungspotential vorhanden sei und sich keine Wassernutzungen zu Trinkzwecken in der Nähe befinde. 3.4Im GRB Nr. 24 vom 25. Januar 2024 wurde u.a. ausgeführt, die Durchflusska- pazität werde durch den Einbau des Untergeschosses und der Pfahlfundation um mehr als 10% gemindert. Die Bauherrschaft zeige mittels Nachweis auf, dass diese Minderung durch Ersatzmassnahmen zu 100% kompensiert werde. Die Aus- führungen im rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023 seien plausibel. Ohne eine Fundation könne an dieser Lage nicht gebaut werden bzw. ohne eine entspre- chende Ausnahmebewilligung könne die Gebäudestabilität nicht erreicht werden und ein Untergeschoss mit einer erwünschten Unterniveauparkierung wäre un- möglich. Das Vorhaben mit Untergeschoss stelle hier die bessere / erträglichere Lösung dar, zumal das Bauwerk in seiner Höhe beschränkt sei. Auch bestehe aus ortsbaulicher Sicht ein Interesse an einer Einstellhalle (Unterbringung Fahrzeuge). Die Einschränkung der Bebaubarkeit ohne eine entsprechende Ausnahmebewilli- gung wäre unverhältnismässig (E. 6). In der Interessenabwägung seien die Inter- essen für und gegen den Einbau unter den mittleren Grundwasserspiegel aufge- zeigt worden. Das Projekt sei hinsichtlich des Grundwasserschutzes so optimiert 16 worden, dass ein möglichst geringer Einbau notwendig sei, und es seien die Kom- pensationsmassnahmen dargelegt worden (E. 14.4). 3.5Der Regierungsrat hat im angefochtenen RRB Nr. 493/2024 vom 25. Juni 2024 u.a. erwogen, die Beschwerdegegnerin plane ein Wohn- und Geschäftshaus. Dieses weise ein Untergeschoss, ein Erdgeschoss, drei Ober- und ein Attikage- schoss auf. lm UG befinde sich die Tiefgarage mit 41 Parkplätzen und diverse Keller-, Dispo- und Technikräume. lm EG solle eine rein gewerbliche Nutzung un- tergebracht werden. Das 1. und 2. OG würden eine gemischte Nutzung mit Wohnen und Gewerbe aufweisen. Das 3. OG und das Attikageschoss beinhalteten ausschliesslich Wohnungen. Neben Büro- und Praxisflächen sehe das Projekt ins- gesamt 20 Wohneinheiten vor. lm Vergleich zum ersten Projekt vom 10. Februar 2020, welches 21 Wohnungen und 46 Parkplätze beinhaltet habe, sei das aktuelle Projekt in seinem Umfang somit leicht reduziert worden (E. 4). Das AUE habe den rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023 geprüft und für kor- rekt befunden (E. 6.2 f.). Die Erteilung einer gewässerschutzrechtlichen Ausnah- mebewilligung sei nicht per se ausgeschlossen, wenn die Durchflussverminderung mehr als 10% betrage. Der rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023 lege dar, dass die Durchflussverminderung mittels Einbau einer 0.22 m mächtigen Kies- schicht unter 10% liege bzw. zu 100% kompensiert werden könne. Daher sei nicht zu beanstanden, dass im Gesamtentscheid vom 9. Januar 2024 die gewässer- schutzrechtliche Ausnahmebewilligung für den Einbau unter den mittleren Grund- wasserspiegel erteilt worden sei. lm hier interessierenden Bereich seien die ge- wässerschutzrechtlichen Interessen eher gering. Insbesondere komme die Nut- zung des Grundwassers als Trinkwasser grundsätzlich nicht in Frage. Zudem sei eine Überbauung der Grundstücke ohne Pfählung praktisch nicht möglich (E. 6.4). 4.1Die Beschwerdeführer machen in ihrer Beschwerdeschrift vom 23. Juli 2024 (lit. C. 1. ff.) im Wesentlichen geltend, sie hätten bereits vor der Vorinstanz die Ein- holung eines "korrekten hydrogeologischen Gutachtens" verlangt. Der hydrogeo- logische Unbedenklichkeitsnachweis mit unklaren Berechnungen einer Reduktion der Durchflusskapazität von 38.6% genüge nicht. Die Vorinstanz habe realisiert, dass das Fehlen eines korrekten hydrogeologischen Gutachtens gerügt worden sei, sei darauf jedoch nicht eingegangen, womit das rechtliche Gehör verletzt wor- den sei. Nach dem von den Umweltschutzdirektionen der Zentralschweizer Kantone her- ausgegebenen Merkblatt "Bauen im Grundwassergebiet" mit Beilage "Berechnung des Einflusses von Bauten im Grundwasser" (Merkblatt ZUDK) würden bei Bau- vorhaben, die unter den mittleren Grundwasserspiegel reichten, u.a. Angaben über 17 die Mächtigkeit, das Strömungsgefälle, die Durchlässigkeit des Grundwasserlei- ters im Einflussbereich der Anlage und eine rechnerische Einschätzung über den Einfluss des Bauwerks auf die Durchlässigkeit verlangt. Zu dem rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023 sei festzuhalten, dass: - Abklärungen und konkrete Ausführungen zur Grundwassermächtigkeit fehlten; - Angaben zum Strömungsgefälle fehlten; - die Durchlässigkeit des Grundwasserleiters nicht berechnet worden sei; - rechnerische Einschätzungen fehlten; - konkrete Angaben zu den Stauern fehlten; der Verlauf durch die Sondierungen habe nur unvollständig erfasst werden können (nur 3 Kernbohrungen in nur 1/3 des Baufeldes und nicht überall, wo Pfähle geplant seien; 2/3 der Baufläche seien nicht mit Kernbohrungen untersucht worden, obwohl sich dort auch Grund- wasser befinde); - unberücksichtigt geblieben sei, dass neben dem geplanten Gewerbegebäude bereits ein Stauer stehe; - auch ein Pfahlkonzept i.V.m. den hydrogeologischen Feststellungen fehle (An- sicht der Pfähle im Erdreich mit den Durchflussberechnungen etc.). Bei diesem Bauvolumen genüge es nicht, die Grundwasserfliessrichtung zu ver- muten; diese müsse konkret abgeklärt werden. Mangels hydrogeologischer Ab- klärungen und Grundlagen stehe nicht fest, ob die Voraussetzungen für die Ertei- lung einer gewässerschutzrechtlichen Ausnahmebewilligung erfüllt seien. Also habe auch keine korrekte Interessenabwägung vorgenommen werden können. Das AUE hätte feststellen müssen, dass Grundlagen für die Prüfung der Grund- wasservorgaben fehlten und der Regierungsrat hätte diese Rüge der Beschwer- deführer behandeln müssen. Es sei in Frage zu stellen, ob eine Ausnahme und eine Kompensation bei einer Reduktion des Grundwasserdurchflusses von über 35% überhaupt zulässig sei. Eine breite Blockierung des Grundwasserstroms führe zu Rückstau und könne die Bodenverhältnisse stromaufwärts verändern. Durch den angestiegenen Feuchtigkeitsgehalt reduziere sich die Bodenfestigkeit und an Gebäuden könnten Setzungsschäden entstehen. Wegen der zusätzlichen Nässe könne mehr Feuchtigkeit über Mauerfundamente aufsteigen und (etwa bei der Pfarrkirche) Schäden verursachen, was gutachterlich ausgeschlossen und bei der Interessenabwägung berücksichtigt werden müsse. Zu berücksichtigen sei auch, dass ein kleinerer Bau ohne Pfählung und ohne Beeinträchtigung des Grundwassers möglich sei. Die Notwendigkeit derart viele Parkplätze sei nicht nachgewiesen. Die reinen Privatinteressen würden keinen derartigen Eingriff ins Grundwasser rechtfertige.18 4.2Das ARE hält in seiner Vernehmlassung vom 14. August 2024 u.a. fest, dass: - das Baugesuch durch die Abteilung Grundwasser und Altlasten des AFU einge- hend geprüft worden sei; - der rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis als Beurteilungsgrundlage gedient habe; - durch das geplante Untergeschoss und die Pfahlfundation zwar eine Verminde- rung der Durchflusskapazität des Grundwassers von über 10% erreicht werde, - der Durchfluss mit der vorgesehenen Ersatzmassnahme zu 100% wiederherge- stellt werden könne; - gezielte Ersatzmassnahmen vorgesehen seien, um die vorhandene Durchfluss- kapazität zu erhalten; - somit das in grundwasserschutzrechtlicher Hinsicht an sich unzulässige Baupro- jekt bewilligungsfähig werde; - sich die Aussagen und angegebenen Werte in den eingeholten Gutachten mit den geologischen Unterlagen und Erfahrungen des AfU bezüglich geologischer Schichten und deren Aufbau in der betreffenden Region decken würden; - eine andere Ausführung des Bauwerkes nicht realistisch sei; - eine Flachfundation wegen den heterogenen geotechnischen Verhältnisse nicht zweckmässig sei bzw. zu Rissbildung und Verkippung des neuen Gebäudes führen würde; - durch die Wiederherstellung des Grundwasserdurchflusses sichergestellt werde, dass ein Aufstau und dadurch ein Schaden an weiteren Objekten wie zum Beispiel der Kirche oder am Friedhof ausgeschlossen werden könne; - zusätzlich zur berechneten Sickerpackung unterhalb des Gebäudes auch die Hinterfüllung durchlässig ausgebildet werde, sodass der Durchfluss des Grund- wassers im Endeffekt zu mehr als 100 % wiederhergestellt werde; - durch das Erteilen einer Ausnahmebewilligung für den Einbau unter den mittle- ren Grundwasserspiegel weitere Interessen wie Ortsbild, Heimatschutz, Gebäu- dehöhe und Einordnung des kommunalen Baureglements nicht tangiert würden. 4.3Der Gemeinderat macht am 1. Oktober 2024 vernehmlassend im Wesentli- chen geltend, der Regierungsrat habe sich im angefochtenen RRB Nr. 493/2024 mit dem rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis und dessen Prüfung durch das AUE hinlänglich auseinandergesetzt. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liege nicht vor. Die vorliegende Interessenabwägung sei nicht willkürlich (m.H.a. den Gesamtentscheid vom 9.1.2024 S. 5 und 15 und den GRB Nr. 24 E. 6 und E. 14.4). Es bestünden ortsbildschützerische Interessen am Bau einer genügend grossen Tiefgarage, damit in der geschützten Umgebung der H.________ möglichst keine weiteren oberirdischen Parkplätze entstünden. Diese Interessen würden jene an einer Nichtbeeinträchtigung des Grundwassers überwiegen, zumal der Grundwas- serdurchfluss mit den vorgesehenen Ersatzmassnahmen wieder zu 100% herge- stellt werden könne. Die Forderung nach weniger Tiefgaragenplätzen sei verfehlt. Eine Rechtsgrundlage, aufgrund derer eine Verkleinerung des Bauprojektes mit 19 Reduktion der Tiefgarage verfügt werden könnte, sei nicht ersichtlich. Die Be- schwerdegegnerin habe Anspruch auf die Erteilung der Baubewilligung für das zo- nenkonforme Projekt, welches die Bauvorschriften erfülle. 4.4Die Beschwerdegegnerin hält in ihrer Vernehmlassung 4. Oktober 2024 u.a. fest, im 1. Rechtsgang habe der Regierungsrat den BK-Unbedenklichkeitsnach- weis 2019 geprüft und diesen inhaltlich resp. dessen technischen Aussagen soweit nicht in Frage gestellt. Im angefochtenen RRB Nr. 493/2024 (E. 6) habe der Re- gierungsrat die Erteilung der gewässerschutzrechtlichen Ausnahmebewilligung für den Einbau unter den mittleren Grundwasserspiegel im 2. Rechtsgang geschützt. Er habe sich dabei ausführlich mit dem rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023 befasst, den Fachbericht des AUE überprüft und auch ihre Eingabe an die Ge- meinde vom 19. Juni 2023 beachtet. Der Regierungsrat habe überdies eigene Er- wägungen zur Interessenabwägung angestellt und eine Überbauung mit Pfahlfun- dation als rechtens erkannt. Ein hydrogeologisches Gutachten sei keine Voraussetzung für die Erteilung der Baubewilligung. Im 1. Rechtsgang habe der Regierungsrat an das Bundesgerichts- urteil 1C_460/2020 vom 30. März 2021 angeknüpft. Dabei sei es um die umfas- sende Interessenabwägung gegangen und nicht um ein fehlendes Gutachten bzw., dass ein solches bereits im Rahmen der Erteilung der Baubewilligung inkl. gewässerschutzrechtlicher Ausnahmebewilligung hätte beurteilt werden müssen. Der Regierungsrat habe die Erteilung der gewässerschutzrechtlichen Ausnahme- bewilligung zurecht geschützt. Die Interessenabwägung habe nunmehr in genü- gender Weise und mit klarem Ergebnis vorgenommen werden können. Weitere gutachterliche Abklärungen hätten nicht zwingend gefordert werden müssen. In der Beschwerdeschrift vom 23. Juli 2024 würden nicht die Kernaussagen im rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023 kritisiert, sondern deren bisher fehlende gut- achterliche Verifizierung. Die Beschwerdegegnerin habe die BK Grundbaubera- tung AG damit konfrontiert und die gutachterliche Auseinandersetzung mit diesen Kritikpunkten in Auftrag gegeben. Im "hydrogeologischen Bericht zur Baueingabe" vom 1. Oktober 2024 (Bg-act. 1) (nachfolgend: BK-Bericht 2024) werde der rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023 bestätigt und es würden schlüssige Antwor- ten zu den Behauptungen der Beschwerdeführer geliefert, betreffend: •fehlenden Abklärungen und konkrete Ausführungen zur Grundwassermächtigkeit →in Kap. 3 Abs. 3; •nicht untersuchtes Strömungsgefälle in →Kap. 3 Abs. 5 (das Grundwasser fliesse in Richtung NE mit einem Gefälle von 8 - 12‰ schräg zum Zürichsee ab); •nicht berechnete Durchlässigkeit des Grundwasserleiters →in Kap. 3 Abs. 3;20 •fehlende rechnerischen Einschätzungen →in Kap. 4; •fehlende konkrete Angaben zu den Stauern →in Kap. 3 Abs. 3; •Nichtberücksichtigung eines bereits bestehenden Stauers →in Kap. 4 Abs. 2 (das bestehende, westliche Nachbargebäude liege nicht im Grundwasser); •fehlenden Pfahlkonzept i.V.m. den hydrogeologischen Feststellungen →in Kap. 4 und 5 (es habe sich gar ergeben, dass neben der bisher favorisierte Pfahlfundation auch ein Flachfundation ohne Pfähle denkbar sei. Mit beiden Fundationsarten könne die Vorgabe [keine Reduktion der Durchflusskapazität] eingehalten werden. Die Flachfundation - wenn statisch-konstruktiv effektiv möglich - würde den Eingriff in den Grundwasserleiter zusätzlich reduzieren); •ungenügende Vermutung bezüglich der Grundwasserfliessrichtung →in Kap. 3 Abs. 5 (die rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023 gemäss Grund- wasserkarte angegebene Grundwasserfliessrichtung habe sich aus den aktu- ellen Wasserstandsmessungen bestätigt). Mit dem durch Beilagen (1 - 8) untermauerten BK-Bericht 2024 könnten die geolo- gischen und hydrogeologischen Verhältnisse auf dem Baugrundstück detailliert festgehalten und die in der Beschwerde thematisierten angeblichen Unsicherhei- ten aus technischer Sicht umfassend beseitigt werden. Die geologisch-hydrogeo- logischen Verhältnisse im Bauareal und dessen Einflussbereich seien aufgrund der lokalen und umgebenden Datengrundlagen plausibel und für eine Beurteilung der Umströmungssituation klar ausreichend bekannt. Die bisherigen Kenntnisse gemäss den kantonalen Kartenwerken und dem rev. BK-Unbedenklichkeitsnach- weis 2023 würden durch die zusätzlich durchgeführten Untersuchungen belegt und bestätigt. Die Eingriffe in den Grundwasserleiter könnten vollständig kompensiert werden. Es seien unveränderte hydrogeologische Verhältnisse gewährleistet. 4.5Die Beschwerdeführer halten in ihrer Replik vom 9. Dezember 2024 im We- sentlichen fest, mit fünf zusätzlichen Rammsondierungen, vier Grundwasserpegeln und dem BK-Bericht 2024 liessen sich die Beschwerderügen nicht beheben. Die Praxis verlange Angaben über die Mächtigkeit, das Strömungsgefälle und die Durchlässigkeit des Grundwasserleiters im Einflussbereich der Anlage sowie eine rechnerische Einschätzung über den Einfluss des Bauwerks auf die Durchlässig- keit (m.H.a. VGE III 2018 136 vom 12.2.2019 E. 2.1.3). Bei Bauten unterhalb des mittleren Grundwasserspiegels sei die Berechnung der Durchflusskapazität unab- dingbar. Gemäss dem ZUF-Merkblatt (Ziff. 2.2) gehöre zum Berichtsinhalt: - Ausgangslage, Beschreibung der relevanten Bauten und Anlagen im Grundwasser - Angaben zu Wasserhaltung, Baugrubenabschlüssen und Grundwasserüberwa- chung, falls relevant - geologisch-hydrogeologische Verhältnisse21 - Ausmass der Beeinträchtigung des Grundwassers durch die Einbauten (ohne Kompensationsmassnahmen) - Beschreibung und Dimensionierung allfälliger Kompensationsmassnahmen - Beschreibung der Unsicherheiten Die Berechnung der Beeinträchtigung des Grundwassers durch die Einbauten fehle weiterhin. Eine Durchflussnachweisberechnung sei noch immer nicht ge- macht. Laut dem BK-Bericht 2024 (S. 8) stelle die Ermittlung des effektiv massge- benden Querschnitts für die Umströmungsberechnung im vorliegenden Fall ein nicht exakt lösbares Problem dar. Dies sei nicht haltbar; ein Durchflussnachweis möge nicht exakt berechenbar sein, jedoch müsse ein solcher ohne Kompensati- onsmassnahme rechnerisch nachvollziehbar abgeschätzt werden können. Allen- falls müssten weitere Untersuchungen des Bodens durchgeführt werden. Auch das BAFU verlange die Berechnung des Durchflussnachweises (m.H.a. das Urteil BGer 1C_460/2020 vom 30.3.2021 E. 3.3.5). Ohne eine solche dürfe eine Aus- nahmebewilligung nicht erteilt werden, denn eine solche basiere auf einer damit im Zusammenhang stehenden Interessenabwägung. Entsprechend fehle weiter- hin auch ein Pfählungskonzept mit den entsprechenden Durchflussberechnungen. Eine Interessenabwägung bezüglich der unter den mittleren Grundwasserspiegel gelegenen Tiefgarage liege nicht vor und es werde auch kein öffentliches Interesse geltend gemacht. Die Tiefgarage könne auch nicht zum Ortsbildschutz beitragen, da auch Aussenparkplätze geplant sind. Dass die Tiefgarage für die Bauherrschaft "zweckmässig" sei; genüge nicht. Laut dem BK-Bericht 2024 könne mit gewissen Zusatzmassnahmen auch ohne Pfähle bei einer Mischfundation über die Schicht- grenzen hinweg in der Regel ein weitgehend gleichmässiges, problemloses Set- zungsverhalten gewährleistet werden. Das Weglassen der Pfahlfundation würde eine Optimierung hinsichtlich des Eingriffs in den Grundwasserleiter darstellen. Damit sei eine Ausnahmebewilligung für eine Pfählung, welche im Vergleich zur Flachfundation einen schwerwiegenderen Eingriff für das Grundwasser darstelle, unzulässig. Es bestehe die Gefahr, dass sich durch neue, massive unterirdische Bauten Wasser staue, das für den historischen Friedhof und die eidgenössisch geschützte Kirche eine Gefahr darstelle. Die hydrogeologischen Abklärungen seien nach wie vor ungenügend und die Interessenabwägung willkürlich. 4.6Die Beschwerdegegnerin hält dem mit Duplik vom 23. Dezember 2024 u.a. entgegen, es bestünden erhebliche ortsbildschützerische Interessen am Bau der Tiefgarage, welche jene an einer Nichtbeeinträchtigung des Grundwassers über- wiegen würden, zumal der Grundwasserdurchfluss mit den vorgesehenen Ersatz- massnahmen wieder zu 100% hergestellt werden könne.22 Der BK-Bericht 2024 basiere auf ergänzend durchgeführten, detaillierten Untersu- chungen. Er bestätige den rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023 und belege dessen hydrogeologischen Annahmen mit zusätzlichen Daten. Bezogen auf die vermeintliche Mängelliste aus der Beschwerdeschrift vom 23. Juli 2024 hätten vor- zeitig schlüssige Antworten geliefert werden können. Die hydrogeologisch relevan- ten Sachverhalte auf der Bauparzelle seien in allen für die Problemstellung ent- scheidenden Punkten umfassend geklärt. Die von den Beschwerdeführern behauptete, nach wie vor fehlende Berechnung der Beeinträchtigung des Grundwassers durch die Einbauten würden sich auf die Berechnung der Durchflusskapazität im Ausgangszustand und auf die entspre- chenden Berechnungsvorgaben im kantonalen Merkblatt beziehen. Die im Merk- blatt dargestellten Berechnungsmodelle mit einfachen Schicht- und Grundwasser- verhältnissen vermöchten die speziellen, im Bauareal vorliegenden Sachverhalte jedoch nicht abzubilden. Daher sei es müssig, ein unzutreffendes Berechnungs- modell auf eine klar andere Problemstellung anzuwenden. Vorliegend könne die Kapazitätsverminderung ohne Kompensation je nach Betrachtungsort zwischen 0% (Bereich ohne Grundwasserleiter) und 100% (Bereich mit genau 3.3 bis 3.5 m vorhandenem GW-Leiter unter dem Grundwasserspiegel) variieren. Diese Fest- stellung sei im Hinblick auf eine sachgerechte hydrogeologische Beurteilung nicht relevant. Die dargelegten Durchflussverhältnisse seien im Ausgangszustand wie im Endzustand mit Kompensation aus hydrogeologischer Sicht völlig klar und be- dürften keiner weiteren Abklärungen oder anderer Berechnungsmodelle. Bezüglich der gewählten Fundationsart seien aus hydrogeologischer Sicht alle re- levanten Punkte klar. Eine Fundation ohne Pfählung stelle - wie im BK-Bericht 2024 erwähnt - aus rein hydrogeologischer Sicht den geringeren Eingriff in den GW-Leiter dar. Falls sich damit die Gebrauchstauglichkeit des Gebäudes nicht ge- währleisten lasse, gebiete jede vernünftige Interessenabwägung den leicht grös- seren Eingriff in den GW-Leiter, was sich mit entsprechender Mehrkompensation ohne weiteres als gesetzeskonform erweise. Die effektive Lage des mittleren Grundwasserspiegels sei aus den vorliegenden Daten und Beschrieben klar erkennbar. Mit dem BK-Bericht 2024 habe die Be- schwerdegegnerin alles vorgekehrt, um die Baubewilligung und den vorinstanzli- chen Beschwerdeentscheid eindeutig zu bestätigen. 5.1.1 Zur Beurteilung des hier streitigen Baugesuchs lag den Vorinstanzen der BK-Bericht 2024 nicht vor. Hingegen hatten sie den BK-Unbedenklichkeitsnach- weis 2019 und den rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023 zur Verfügung. Der BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2019 und der rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 23 2023 stellen auf dieselben Baugrundsondierungen ab, nämlich auf die Schichtver- zeichnisse der Baggerschlitze BS 1 und BS 2 (resp. BS 19-1 und BS 19-2) sowie die geologischen Profile der Kernbohrungen KB 1, KB 2 und KB 3 (resp. KB 19-1, KB 19-2 und KB 19-3). Sodann werden in den Situationsplänen 1:500 (mit Lage Baugrundsondierungen) (jeweils Anhang 1.2 zu den Unbedenklichkeitsnachwei- sen) noch ein Piezometer (Pz) bei KS 2 resp. bei KS 19-2 aufgeführt sowie im Anhang 1.2 zum rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023 zusätzlich noch KB 16- 3 sowie BS 17-1 und BS 17-4 (auf KTN 005.________ östlich des Baugrundstücks) und KB 16-4 +Pz (auf KTN 006.________ nördlich des Baugrundstücks). Auf diese Sondierungen wird in den Berichtstexten indes nicht Bezug genommen. Der BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2019 wie auch der rev. BK-Unbedenklich- keitsnachweis 2023 halten denn auch grundsätzlich denselben geologischen Schichtaufbau mit einem von einer Moräne, Bachschutt und (teilweise) einer Deck- schicht/Auffüllung überdeckten Molassefels fest, dessen Verlauf durch die Sondie- rungen nur unvollständig habe erfasst werden können. Der Molassefels und die Moräne wirkten als Stauer. Als Grundwasserleiter fungiere der Bachschutt. Dieser sei jedoch teilweise von der Felsrippe unterbrochen. Im Unbedenklichkeitsnachweis 2019 konnte die Grundwasserfliessrichtung wegen dem unregelmässigen Verlauf dieser - den Grundwasserleiter teilweise unterbre- chenden - Felsrippe, nicht genau ermittelt werden. "Da unmittelbar im Süden eine Felsrippe mit Moränebedeckung ansteht, wird davon ausgegangen, dass eine all- fällige Grundwasserströmung eher in West-Ost Richtung stattfindet". Im rev. Unbedenklichkeitsnachweis 2023 wurde demgegenüber festgehalten, es sei davon auszugehen, dass der den Grundwasserleiter teilweise unterbrechende Fels - dessen Verlauf durch die Sondierungen nur unvollständig erfasst werden konnte - eine ca. Südwest-Nordost verlaufende Rippe bilde; es sei davon auszu- gehen, dass der Grundwasserstrom mehr oder weniger parallel zur Felsrippe ver- laufe, also von Südwest nach Nordost. "Da unmittelbar im Süden eine Felsrippe mit Moränebedeckung ansteht, wird davon ausgegangen, dass eine allfällige Grundwasserströmung eher in Südwest-Nordost Richtung stattfindet". 5.1.2 Dem rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023 lässt sich nicht entnehmen, welche Grundlagen es den Autoren - bei offenkundig unverändertem Kenntniss- tand wie beim BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2019, d.h. dem durch die Sondie- rungen nur unvollständig erfassten Verlauf der Felsrippe – nunmehr ermöglicht haben soll, deren Verlauf neu von ca. Südwest nach Nordost festzulegen, aus dem sie eine um ca. 45° veränderte Grundwasserfliessrichtung von Südwest nach Nordost und damit einhergehend (im Sinne des ZUF-Merkblatt Ziff. 2.1, erstes 24 Lemma) senkrecht dazu einen neuen, massgebenden Nordwest-Südost Bauwerk- schnitt ableiten konnten. Dem rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023 ermangelt es mit anderen Worten insoweit an Stringenz, als die Autoren auf der Basis derselben Grundlagen wie im Unbedenklichkeitsnachweis 2019 zu davon massgeblich abweichenden Ergebnis- sen bezüglich der Grundwasserfliessrichtung gelangt sind, ohne konkrete Gründe hierfür zu benennen. In besonderer Weise veranschaulicht wird dies dadurch, dass die unmittelbar im Süden anstehende Felsrippe mit Moränebedeckung mit jeweils identischen Worten im BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2019 zur Folgerung einer "eher in West-Ost Richtung" verlaufenden Grundwasserströmung führte, im rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023 dagegen zu einer solchen "eher in Südwest- Nordost Richtung". 5.2.1 Ähnlich verhält es sich bezüglich der Art der Fundation. Im BK-Unbedenk- lichkeitsnachweis 2019 wie im rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023 wurde je- weils festgehalten, der sechsgeschossige Neubau (inkl. Attika- und Unterge- schoss) komme je nach Bereich auf dem Fels, auf der Moräne sowie auf dem Bachschutt zu liegen. Im BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2019 wurde in der kom- plexen Beschaffenheit des Untergrunds offenbar kein Anlass erkannt, der ent- schieden gegen eine Flachfundation gesprochen hätten, vielmehr basierte der da- malige Projektstand auf einer Flachfundation, bei der aus statischen Überlegungen eine Kiesschicht unterhalb der Bodenplatte als erforderlich bezeichnet wurde, um Setzungsdifferenzen bzw. Zwängungen mit entsprechenden Rissbildungen in der Bodenplatte zu vermeiden. Demgegenüber bedingen dieselben heterogenen Fundationsverhältnisse gemäss dem rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023 geradezu unvermeidlich eine Tief- gründung im Bereich der Lockergesteinsschichten, um differenzielle Setzungen zu vermeiden. In der dortigen Interessenabwägung wurde eine andere Ausführung der Bauwerke als nicht realistisch bezeichnet; eine Flachfundation sei aufgrund der heterogenen geotechnischen Verhältnisse nicht zweckmässig bzw. würde zu Rissbildung und Verkippung des Gebäudes führen. 5.2.2 Wie bei der veränderten Annahme der Grundwasserfliessrichtung findet sich auch zum Meinungsumschwung von der als realisierbar erachteten Möglich- keit einer Flachfundation im BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2019 zur Deklaration einer solchen als unrealistisch im rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023 keine Erklärung. Auch diesbezüglich gelangten die Autoren bei an sich gleichen Grund- lagen ohne konkrete Begründung zu abweichenden Ergebnissen. Ihren Folgerun- gen mangelt es folglich an Überzeugungskraft.25 5.3Gemäss dem Informationsschreiben "Interessenabwägung bei Einbauten unter den mittleren Grundwasserspiegel im Gewässerschutzbereich Au" des BAFU vom 24. Februar 2022 (E. 2.3.2 hiervor) muss im Rahmen der Interessenabwä- gung "in jedem Fall" aufgezeigt werden, dass die Bauweise bereits so optimiert wurde, dass der Einbau unter den mittleren Grundwasserspiegel so gering wie möglich ist (z. B. Flächen- statt Pfahlgründung). Gleichermassen wird im ZUF- Merkblatt Ziff. 2 (E. 2.3.3 hiervor) statuiert, dass Einbauten unter den mittleren Grundwasserspiegel auf das Minimum zu reduzieren sind. Tiefenfundationen im Grundwasser sind nur dann zulässig, wenn keine anderen Fundationsarten mög- lich sind. Nachdem eine Flachfundation des vorliegenden Bauvorhabens (mit einer Kies- schicht unterhalb der Bodenplatte zur Vermeidung von Setzungsdifferenzen bzw. Zwängungen mit entsprechenden Rissbildungen) - für die laut Ingress zum rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023 am 11. Dezember 2019 noch ein hydrogeo- logischer Unbedenklichkeitsnachweis erbracht worden ist - in demselben Bericht anschliessend ohne sachbezogene Erläuterungen als nicht realistisch und nicht zweckmässig ausgeschlossen wurde, kann auch der dortigen Darstellung unter "Interessenabwägung" nicht beigepflichtet werden, wonach das nunmehr gewählte Fundationskonzept einer Tiefgründung zu den geringsten vertretbaren Eingriffen ins Grundwasser führe. Denn eine Diskussion der möglichen Fundationsarten un- ter Aufzeigung der Konsequenzen (Vor-/Nachteile resp. Gewinn/Verlust) für die Bauherrschaft im Sinne des ZUF-Merkblatt Ziff. 2.2 hat schlicht nicht stattgefun- den; der Ausschluss einer Flachfundation für das vorliegende Bauvorhaben er- folgte ohne nachvollziehbar Begründung. 5.4Der Fachbericht vom 13. Dezember 2023, mit dem das AUE als kantonalen Gewässerschutzfachstelle für das vorliegende Bauvorhaben eine Ausnahmebe- willigung mit Auflagen erteilt hat (E. 3.3.2 hiervor), äussert sich nicht dazu, dass der rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023, bei an sich unveränderten Grund- lagen, im Verhältnis zum BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2019 ohne konkrete Be- gründung zu abweichenden Ergebnissen bezüglich der Grundwasserfliessrichtung und der Möglichkeit einer Flachfundation gelangt ist. Abstellend auf den rev. BK- Unbedenklichkeitsnachweis 2023 hat es lediglich festgehalten, dass das Projekt aus statischen und geotechnischen Gründen ohne Pfähle nicht möglich sei - und dies obschon es gestützt auf den BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2019 im Jahre 2020 noch selber eine Ausnahmebewilligung für das damalige, auf eine Flachfun- dation (mit einer Kiesschicht unterhalb der Bodenplatte zur Vermeidung von Set- zungsdifferenzen bzw. Zwängungen mit entsprechenden Rissbildungen) grün- dende Bauvorhaben mit Auflagen bewilligt hatte (E. 3.3.1 hiervor). Aus welchen 26 besonderen (im rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023 aufgezeigten) Umstän- den eine solche Flachfundation des vorliegenden Bauvorhabens nunmehr unmög- lich sei, resp. welche spezifischen statischen und/oder geotechnischen Realitäten im BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2019 (und in der eigenen Ausnahmebewilli- gung aus dem Jahre 2020) nicht oder ungenügend berücksichtigt worden seien oder aber sich zwischenzeitlich verändert oder geklärt hätten, lässt sich dem Fach- bericht des AUE vom 13. Dezember 2023 nicht entnehmen. Diesbezüglich schaf- fen auch die - in der Vernehmlassung des ARE vor der Vorinstanz vom 3. April 2024 (Vi-act. III.-03) wiedergegebenen - Ausführungen des AUE im Mitbericht vom 5. März 2024 keine Klarheit. Damit aber hat das AUE, dem es als kantonale Gewässerschutzfachstelle obliegt, die Fachunterlagen sowie die Interessenabwägung zu beurteilen und die Bewilli- gungsfähigkeit zu prüfen (E. 2.3.4 hiervor), namentlich beim entscheidwesentli- chen Kriterium, ob die Bauweise bereits so optimiert wurde, dass der Einbau unter den mittleren Grundwasserspiegel so gering wie möglich ist (vgl. E. 2.3.2 f. hier- vor), seine Beurteilung ohne die erforderliche Abklärungstiefe vorgenommen. Viel- mehr hat es die Angaben aus dem rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023 über- nommen, ohne diese kritisch zu hinterfragen, wozu mit Blick auf den BK-Unbe- denklichkeitsnachweis 2019 und die vom AUE im Jahr 2020 erteilte Ausnahmebe- willigung ohne weiteres Anlass bestanden hätte. Entsprechend vermag die Beur- teilung des AUE - die im GRB Nr. 24 und im RRB Nr. 493/2024 übernommen wurde (E. 3.4 f. hiervor) - das Verwaltungsgericht nicht zu binden (E. 2.4 hiervor). Vielmehr ist den Beschwerdeführern beizupflichten, dass im rev. BK-Unbedenk- lichkeitsnachweis 2023 weder bezüglich der darin vermuteten Grundwasserfliess- richtung noch bezüglich des Ausschlusses einer Flachfundation eine hinreichend abgeklärte Grundlage erkannt werden kann, auf die sich eine Ausnahmebewilli- gung nach Art. 19 Abs. 2 GSchG abstützen lässt (E. 2.1.1 in fine). 5.5.1 Nach der Rechtsprechung des Regierungsrats ist der rechnerische Nach- weis der Durchflusskapazität für das Grundwasser (dazu E. 2.2.2 hiervor) eine Voraussetzung für die Erteilung einer gewässerschutzrechtlichen Ausnahmebewil- ligung. Diese wiederum ist Voraussetzung für die Fundation des Gebäudes und die bauliche Unterschreitung des mittleren Grundwasserspiegels und somit eine "conditio sine qua non" für die ganze Baute. Auch nach der Rechtsprechung des Regierungsrats ist es daher unzulässig, den Nachweis der Durchflusskapazität erst vor der Baufreigabe zu verlangen bzw. einzureichen. Der Nachweis muss ent- sprechend spätestens im Zeitpunkt der Baubewilligung vorliegen (vgl. VGE III 2018 160 + III 2019 36 vom 27.5.2019 E. 2.2 und E. 3.4.1; vgl. auch VGE III 2019 52 + 96 vom 29.8.2019 E. 1.1.2). Die Fachbehörde hat den rechnerischen Nachweis 27 der Durchflusskapazität zu prüfen und ebenso, unter welchen detaillierten Aufla- gen und Bedingungen die noch zulässige Verringerung der Durchflusskapazität gewährt werden kann. Die Ermittlung der Verringerung der Durchflusskapazität muss zwangsläufig der Bestimmung der adäquaten Ersatzmassnahmen, mit wel- chen das gesetzliche Mindestmass der Durchflusskapazität gewährleistet werden kann, vorangehen (vgl. VGE III 2017 226 vom 30.5.2018 E. 3.4.3 erster Absatz; VGE III 2018 160 + III 2019 36 vom 27.5.2019 E. 3.2.4 in fine). 5.5.2Der rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023 ist zum Ergebnis gelangt, dass der Grundwasserdurchfluss zu 100% wiederhergestellt werde, wenn unter- halb der Bodenplatte eine Schicht Sickerkies mit einer Durchlässigkeit von k ≅ 5·10-4 m/s von mindestens 0.22 m eingebaut werde. Die Berechnung basiert darauf, dass der als Grundwasserleiter fungierende Bachschutt (mit einer ge- schätzten Durchlässigkeit von k ≅ 5·10 -3 m/s) entlang des ungünstigsten Quer- schnitts eine natürliche Durchflussfläche A = 281.6 m2 aufweise und mit dem vor- gesehenen Gebäude inklusive Pfähle eine Fläche B = 108.78 m 2 verbaut werde, wobei die Länge im betrachteten Querschnitt mit 45 m angegeben wurde. Auf- grund der Flächeneinbusse im relevanten Bauwerkschnitt wurde eine Durchfluss- reduktion von > 10% festgehalten. Sieht man davon ab, dass die festgehaltene Grundwasserfliessrichtung (und damit einhergehend der relevante Bauwerkschnitt senkrecht dazu) nach den vorstehen- den Ausführungen im rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023 nicht in nachvoll- ziehbarer Weise hergeleitet wurde (E. 5.1.1 f.), ist resp. wäre die gewählte Methode gemäss dem ZUF-Merkblatt (Ziff. 2.1 drittes Lemma) für die Berechnung der Durchflussverminderung als Vereinfachung zulässig, wenn homogene Grund- wasservorkommen vorliegen. Zu diesen letzteren Voraussetzungen enthält der rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023 indessen keine klaren Aussagen. Dagegen ergibt sich aus den Ausführungen zum geologischen Schichtaufbau und Hydrologie (in den BK-Unbedenklichkeitsnachweisen 2019 und 2023), dass der als Grundwasserstauer fungierende Molassefels durch die Sondierungen nur un- vollständig erfasst werden konnte und den als Grundwasserleiter fungierenden Bachschutt in einem unregelmässigen Verlauf teilweise unterbricht. Bei der Kern- bohrung 19-1 (im südöstlichen Bereich des für die Berechnung gewählten Bau- werkschnitts; vgl. Anhänge 1.3 und 1.4) wurde der Molassefels bereits in etwa 2.5 m u.T. aufgeschlossen. Bei der Kernbohrung 19-3 (im nordwestlichen Bereich des für die Berechnung gewählten Bauwerkschnitts) wurde der Molassefels in der Endtiefe von 15 m u.T. dagegen nicht angetroffen (vgl. Anhänge 4.1 und 4.3).28 Aus diesen Angaben ist zwangsläufig zu schliessen, dass jedenfalls die Mächtig- keit des als Grundwasserleiter fungierenden Bachschutts, welcher den Molasse- fels und die Moräne überdeckt, entlang des gewählten Bauwerkschnitts keines- wegs homogen ist, resp. im rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023 geschätzt wurde, um die Durchflussfläche (A) von 281.6 m2 entlang des gewählten Bauwerk- schnitts zu bestimmen. Der rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023 äussert sich zur Bestimmung dieser Durchflussfläche so wenig wie zur Herleitung der Mächtig- keit der verbauten Fläche (B) von 108.78 m 2. Dividiert man letztere durch die Länge von 45 m resultiert eine Höhe von 2.4173 m, die deutlich geringer ist als die Differenz von 3.67 m zwischen dem mittleren Grundwasserspiegel von ca. 406.5 m ü.M. und der Unterkante der Bodenplatte von ca. 402.83 m ü.M. Unklar ist des Weiteren, wie die beiden auf dem Querschnitt liegenden Pfähle mit je einem - um den Faktor 1.1 erhöhten - Durchmesser (von 0.5 m) in die Fläche B einge- rechnet wurden, zumal deren Längen gar nicht bekannt sind (vgl. ZUF-Merkblatt Szenario 2). Entsprechend lässt sich auch nicht nachvollziehen, ob und inwieweit die Durchflussfläche im Sinne eines "worst-case-Szenarios" so berechnet wurde, dass zur Berechnung der Kompensationsmassnahmen sämtliche auf dem Schnitt mit grösster Durchflussverminderung liegenden, unterhalb des mittleren Grund- wasserspiegels geplanten Bauteile berücksichtigt wurden. 5.5.3Damit aber ist den Beschwerdeführern auch zuzustimmen, dass die Ein- schätzung des Einflusses des Bauwerks auf die Durchlässigkeit - und damit ein- hergehend die erforderlichen Kompensationsmassnahmen - im rev. BK-Unbe- denklichkeitsnachweis 2023 nicht überprüfbar sind. Dem Fachbericht des AUE vom 13. Dezember 2023 ist denn auch keine entsprechende Prüfung zu entneh- men. Es kann diesbezüglich auf die vorstehenden Ausführungen (E. 5.4.1 letzter Absatz) verwiesen werden. Eine Grundlage, auf der das AUE und in der Folge auch der Regierungsrat im angefochtenen RRB Nr. 493/2024 auf den im rev. BK- Unbedenklichkeitsnachweis 2023 nicht erbrachten rechnerischen Nachweis der Durchflusskapazität des Grundwassers verzichten konnten, ist angesichts der Rechtsprechung (E. 5.5.1 hiervor) und mangels Begründung nicht ersichtlich. Der Umstand, dass der Regierungsrat im ersten Rechtsgang die technischen Aus- sagen des BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2019 - welche nicht mit jenen des BK- Unbedenklichkeitsnachweis 2023 deckungsgleich sind (E. 5.1.1 f.) - nicht in Frage stellte, vermag daran nichts zu ändern, zumal der damalige Entscheid des Regie- rungsrats nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet. 5.6Bezüglich der Interessenabwägung ist anzufügen, dass im rev. BK-Unbe- denklichkeitsnachweis 2023 u.a. ausgeführt wurde, eine Erhöhung der Fundations- kote oder der Verzicht auf eine Einstellhalle sei aus raumplanerischen Gründen 29 nicht zweckmässig. Das AUE hat im Fachbericht vom 13. Dezember 2023 (wohl dazu) festgehalten, die Bebaubarkeit der Bauparzelle spreche für den Einbau unter den mittleren Grundwasserspiegel. Im Gesamtentscheid vom 9. Januar 2024 (E. 3d) ergänzte das ARE, für den Einbau unter den mittleren Grundwasserspiegel spre- che insbesondere, dass die Parzelle sonst nicht oder nur erschwert bebaubar sei. All diesen Interessen für einen Einbau unter den mittleren Grundwasserspiegel ist gemeinsam, dass sie bloss allgemein formuliert und bezüglich des konkreten, 6-geschossigen Bauprojekts mit einer Gesamtkubatur von 16’091.09 m3 (vgl. dazu E. 3.5 erster Absatz hiervor; Vi-act. II.-02, kubische Berechnungen in brauner Bau- mappe) von geringer Aussagekraft sind. Es wurden weder die realen Beeinträch- tigungen genannt, die für die Gesuchstellerin resp. das Bauprojekt entstehen wür- den, falls die Ausnahmebewilligung verweigert würde, noch konkrete Folgen für die künftigen Nutzer oder die Allgemeinheit (vgl. dazu E. 2.3.1 in fine hiervor). Die von der Beschwerdegegnerin in ihrer Eingabe an die Gemeinde vom 19. Juni 2023 (Vi-act. II.-02, in brauner Baumappe) angeführte Zweckmässigkeit einer weit- gehend unterirdischen Anordnung der notwendigen Abstellplätze leuchtet in einer sensiblen Umgebung ohne Weiteres ein. Zu beachten ist jedoch, dass gemäss Plan 1902-01 (Erdgeschoss) vom 7. November 2023 in unmittelbarer Nähe zur geschützten Umgebung der H.________ gleichwohl noch 45 oberirdische Parkfel- der vorgesehen sind. Da weitere oberirdische Parkfelder aufgrund der Platzver- hältnisse kaum denkbar sind, ist der ortsbildschützerische Beitrag der geplanten Tiefgarage zu relativieren. Bei dem im Fachbericht des AUE vom 13. Dezember 2023 speziell, aber bloss stichwortartig erwähnten, angeblich nicht vorhandenen Setzungspotential bleibt unklar, ob es um ein eigenständiges Interesse für den Einbau unter den mittleren Grundwasserspiegel handelt oder ob damit eine fehlende Möglichkeit einer Flach- fundation bekräftigt werden soll. So oder anders steht diese Aussage isoliert im Raum, ohne erläuternde Hinweise auf entsprechende statische und/oder geotech- nische Erkenntnisse. 5.7Im Ergebnis erweist sich die Beschwerde in dem Sinne als begründet, als im rev. BK-Unbedenklichkeitsnachweis 2023 weder hinsichtlich der darin vermuteten Grundwasserfliessrichtung noch bezüglich des Ausschlusses einer Flachfundation eine hinreichend abgeklärte Grundlage erkannt werden kann, auf die sich eine Ausnahmebewilligung nach Art. 19 Abs. 2 GSchG abstützten lässt (E. 5.3 f. hier- vor). Des Weiteren erweist sich auch die dortige Einschätzung des Einflusses des Bauwerks auf die Durchlässigkeit und damit auch die erforderlichen Kompensati- onsmassnahmen als nicht überprüfbar (E. 5.5.2 f. hiervor). 30 Aus den genannten Gründen ist Beschwerde gutzuheissen und der angefochtene RRB Nr. 493/2024 vom 25. Juni 2024 sowie der mitangefochtene GRB Nr. 24 vom 25. Januar 2024, der Gesamtentscheid vom 9. Januar 2024 und die Ausnahme- bewilligung des AUE vom 13. Dezember 2023 aufzuheben und die Sache ist zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung und neuem Entscheid an die Vorinstanzen 1 (Gemeinderat) und 2 (ARE) resp. das AUE zurückzuweisen. Daran vermag der seitens der Beschwerdegegnerin am 4. Oktober 2024 eingereichte BK-Bericht 2024) grundsätzlich nichts zu ändern (vgl. dazu E. 6.1 ff. hiernach). Ob das (private) Interesse der Beschwerdegegnerin an einem Untergeschoss im geplanten Ausmass die öffentlichen, gewässerschutzrechtlichen Interessen tatsächlich zu überwiegen vermag, wird anhand einer Interessenabwägung (durch die Gesuchstellerin) aufzuzeigen und (durch die Entscheidbehörde) zu prüfen sein, die sich in nachvollziehbarer und daher überprüfbarer Weise mit den konkreten Folgen und Konsequenzen der (Nicht-)Erteilung auseinandersetzt (E. 5.6 und E. 2.3.2 ff. m.H. hiervor). 6.1Gemäss dem erst im vorliegenden Verfahren zu den Akten gereichten BK- Bericht 2024 wurden zusätzlich 5 Rammsondierungen (RS 24-1 bis RS 24-5) inkl. 4 Piezometern auf Tiefen zwischen ca. 1.5 m und 16.2 m u.T. sowie eine Grund- wasserüberwachung vom 30. August 2024 bis 16. September 2024 durchgeführt. Damit konnten u.a. die vormals angenommene Grundwasserfliessrichtung verifi- ziert und die geologisch-hydrologischen Verhältnisse bestätigt werden. Der Bach- schutt wurde nicht mehr per se als fundationstechnisch ungeeignet angesprochen. Mit gewissen Zusatzmassnahmen (Reduktion Fundamentpressungen Bachschutt, Einbau einer Kofferschicht unter dem Gebäude im Felsbereich, steifere Ausbildung UG) könne auch ohne Pfähle bei einer Mischfundation über die Schichtgrenzen hinweg in der Regel ein weitgehend gleichmässiges, problemloses Setzungsver- halten gewährleistet werden. Das Weglassen der Pfahlfundation würde eine Opti- mierung hinsichtlich des Eingriffs in den Grundwasserleiter darstellen. Die Ermitt- lung des effektiv massgebenden Querschnitts für die Umströmungsberechnung stelle ein nicht exakt lösbares Problem dar. Die Umströmung werde nach dem An- satz "volle Kompensation des infolge Bauteileinbindung wegfallenden Grundwasserleiter-Bereichs" über den Transmissivitätsverlust nachgewiesen. Dies habe insbesondere in nicht homogen und komplex geschichteten Untergrund- verhältnissen den Vorteil, dass der Nachweis unabhängig von den Lokalverhält- nissen des Querschnittes immer erfüllt sei. Gleichzeitig würden im Bereich der Felsrippe mit einer Kofferschicht unter dem Gebäude die Voraussetzungen für eine Flachfundation ohne Pfähle geschaffen und die natürlicherweise leicht stauende Wirkung der Felsrippe etwas abgebaut. Bergseitig des Bauareals könne damit ein 31 Anstieg des Grundwasserspiegels grundsätzlich ausgeschlossen werden. Bei zu- sätzlicher Berücksichtigung der Kompensationsschicht erhöhe sich deren notwen- dige Mächtigkeit geringfügig auf 0.28 m. Für den Fall einer Pfahlfundation seien infolge Pfahleinbindung in den Grundwasserleiter zusätzliche Transmissivitätsver- luste von max. 10-15% zu kompensieren, womit die Stärke der Kompensations- schicht auf 0.30 bis 0.35 m ansteige. Grundsätzlich könnten mit beiden Fundationsarten die Vorgaben der Gewässer- schutzverordnung (keine Reduktion der Durchflusskapazität) klar eingehalten wer- den. Eine Flachfundation, wenn statisch-konstruktiv effektiv möglich, würde den Eingriff in den Grundwasserleiter zusätzlich reduzieren und sei aus hydrogeologi- scher Sicht zu bevorzugen. Falls aus statisch-konstruktiven Überlegungen ein kon- kretes Risiko bestehe, dass ohne Pfahlfundation die Gebrauchstauglichkeit des Neubaus nicht gewährleistet werden kann, seien die lnteressen der Bauherrschaft an einem schadensfreien Objekt klar höher zu gewichten als die bei gewährleiste- ter, voller Kompensation unspezifischen Nachteile einer Pfahlfundation für das Grundwasser. 6.2.1Die Zuständigkeit für die Erteilung von Ausnahmebewilligungen im Gewäs- serschutzbereich Au liegt von Gesetzes wegen beim AUE als Gewässerschutz- fachstelle. Ihr obliegt als solche die Fachunterlagen sowie die Interessenabwä- gung zu prüfen und Auflagen und Bedingungen festzulegen resp. zu beantragen (E. 2.1.2; E. 2.3.2 f., E. 5.5.1 m.w.H. hiervor). Bei dieser Rechts- und Sachlage ist es dem Verwaltungsgericht versagt, wie von der Beschwerdeführerin insinuiert, anhand des neu eingereichten BK-Berichts 2024 die Ausnahmebewilligung des AUE vom 13. Dezember 2023 - mit verstärkter Kompensationsschicht - zu verifizieren. Dies gilt, auch wenn das Verwaltungsge- richt grundsätzlich neue Tatsachen und Beweismittel berücksichtigen kann. Einer- seits wird durch diese Möglichkeit nicht die Bewilligungszuständigkeit auf die Ge- richtsebene verschoben, anderseits fehlt es dem Verwaltungsgericht zwangsläufig an der erforderlichen Fachkompetenz zur eingehenden Überprüfung von Plausibi- lität und Verlässlichkeit des nachgereichten Berichts. Darüber hinaus ist zu beach- ten, dass mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde neben der unrichtigen Rechts- anwendung unter Einschluss der Überschreitung oder des Missbrauchs des Er- messens (§ 55 Abs. 1 lit. b VRP) nur die unrichtige oder unvollständige Feststel- lung des rechtserheblichen Sachverhaltes geltend gemacht werden kann (§ 55 Abs. 1 lit. a VRP). Hieraus ergibt sich, dass sich der Untersuchungsgrundsatz im verwaltungsgerichtlichen Verfahren grundsätzlich nur auf punktuelle Ergänzungen des Sachverhaltes beziehen kann. Von einer punktuellen Ergänzung des Sachver-32 haltes kann indessen nicht mehr gesprochen werden, wenn grundlegende, bis an- hin von der zuständigen Fachinstanz nicht beurteilte sachverhaltliche Vorausset- zungen für eine (Ausnahme-)Bewilligung betroffen sind (vgl. VGE III 2017 226 E. 3.4.3). 6.2.2 Der neu eingereichte BK-Bericht 2024 und dessen kontroverse Einschät- zung durch die Parteien wirft namentlich die von der zuständigen Fachinstanz zu beurteilende Fragen auf, ob bei komplexen geologisch-hydrogeologischen Ver- hältnissen im Untergrund unterhalb des Bauwerks die Verminderung der Durch- flusskapazität mittels einer (vereinfachten) Transmissivitätsverlustberechnung in hinreichender Weise nachgewiesen werden kann, oder ob projektspezifische Un- tersuchungen vorzulegen sind (vgl. ZUF-Merkblatt Ziff. 2; E. 2.2.1 ff. und E. 5.5.1 hiervor). Zudem wird (erstmals) zu prüfen sein, mit welcher Bauweise das Bauvor- haben so optimiert wird, dass der Einbau unter den mittleren Grundwasserspiegel so gering wie möglich ist, wobei entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin mit dem BK-Bericht 2024 weder der Ausgang der Verhältnismässigkeitsprüfung vorweggenommen wurde noch, ob es hinsichtlich der - gemäss Bericht - für die Frage der Fundationsart zentralen Punkt der statisch-konstruktiven Überlegungen weiterer Abklärungen bedarf (E. 2.3.2 f. hiervor; Art. 32 Abs. 3 GSchV). Das AUE als Gewässerschutzfachstelle wird ihm Rahmen der Neubeurteilung (E. 5.7) u.a. insbesondere auch diese Fragen zu prüfen und zu beurteilen haben. Soweit sich für die Bauherrschaft herausstellen sollte, dass vor Baubeginn auf- grund geologischer oder anderer Gründe nicht beurteilt werden kann, inwieweit sich die optimierte Bauweise tatsächlich realisieren lässt, drängt sich ein Alterna- tivgesuch für eine pfahllose Fundation und eine Pfahlfundation auf, was sich dies- falls nicht nur mit verfahrensökonomischen Gründen rechtfertigen lässt (Fritz- sche/Bösch/Wipf, Zürcher Planungs- und Baurecht, 5. Aufl., 2011, S. 279), son- dern auch mit der Koordinationspflicht, bzw. durch diese geboten ist (vgl. VGE III 2018 160 + III 2019 36 vom 27.5.2019 E. 3.4.3). 6.2.3 Hinsichtlich der von den Beschwerdeführern geäusserten Befürchtungen eines bergseitigen Anstiegs des Grundwasserspiegels, erscheint es grundsätzlich plausibel, dass durch eine Kompensationsschicht, die den Eingriff in den Grund- wasserleiter vollständig kompensiert, ein bergseitiger Grundwasserspiegelanstieg verhindert werden kann (vgl. BK-Bericht 2024 Kap. 4). Immerhin ist aber festzu- stellen, dass das ARE in seiner Vernehmlassung vom 14. August 2024 wohl fest- gehalten hat, es werde zusätzlich zur Sickerpackung unterhalb des Gebäudes auch die Hinterfüllung durchlässig ausgebildet, die - laut rev. BK-Unbedenklich- keitsnachweis 2023 - eine hydraulische Verbindung mit dem als Grundwasserleiter fungierenden Bachschutt gewährleisten soll. Anders als noch im 1. Rechtsgang 33 (Gesamtentscheid vom 4.9.2020 Kap. II. Ziff. 2) haben das AUE und das ARE vorliegend aber darauf verzichtet, eine entsprechende Ausführung mittels Auflage zu sichern. Im BK-Bericht 2024 (Kap. 4) wird eine Hinterfüllung denn auch nicht mehr thematisiert. Das AUE als Gewässerschutzfachstelle wird ihm Rahmen der Neubeurteilung auch diesbezüglich Klarheit schaffen. 7.1Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als begründet. Der ange- fochtene RRB Nr. 493/2024 vom 25. Juni 2024 sowie der mitangefochtenen GRB Nr. 24 vom 25. Januar 2024 und der Gesamtentscheid vom 9. Januar 2024 werden aufgehoben und die Sache wird im Sinne der Erwägungen (insbesondere in E. 5.7 sowie E. 6.2.2 f.) zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung und Neubeurteilung an die Vorinstanzen 1 (Gemeinderat) und 2 (ARE) resp. das AUE als Gewässer- schutzfachstelle (E. 2.1.2 hiervor) zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung und neuem Entscheid zurückgewiesen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens kann eine einlässliche Auseinandersetzung mit den weiteren von den Beschwerdeführern vorgetragenen Rügen wie der Ver- letzung des rechtlichen Gehörs durch die Vorinstanz Ziff. 3 unterbleiben. 7.2Eine Rückweisung der Sache zu weiterer Abklärung und zu neuem Ent- scheid (mit noch offenem Ausgang) gilt nach ständiger Praxis für die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten (wie auch der Zusprechung einer Parteientschä- digung) als Obsiegen der Beschwerde führenden Partei, und zwar unabhängig da- von, ob die Rückweisung überhaupt beantragt oder ob das entsprechende Begeh- ren im Haupt- oder im Eventualantrag gestellt wurde (vgl. Urteil BGer 1C_266/2020 vom 4.1.2021 E. 4, mit Hinweise auf BGE 141 V 281 E. 11.1 und Urteile BGer 1C_283/2019 vom 24.7.2020 E. 5 und 1C_597/2014 vom 1.7.2015 E. 6.1, je m.H.). 7.3.1 Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Verfahrenskosten (Ge- richtsgebühr, Kanzleikosten, Barauslagen) für das Verwaltungsgerichtsverfahren von Fr. 3'000.-- je zu einem Drittel (je Fr. 1'000.--) der Beschwerdegegnerin, der Gemeinde Freienbach und dem Kanton Schwyz aufzuerlegen (Art. 72 Abs. 2 VRP). 7.3.2 Die auf die Beschwerdeführer entfallenden Kosten des regierungsrätlichen Verfahrens von Fr. 1'000.-- sind neu je zur Hälfte (je Fr. 500.--) der Gemeinde Frei- enbach und der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Die der Gemeinde Freien- bach und der Beschwerdegegnerin zugesprochenen Parteientschädigungen fallen dahin, soweit sie zulasten der Beschwerdeführer (je Fr. 500.--) gehen.34 7.3.3 Der Beschwerdeführer Ziff. 2 wurde vom Beschwerdeführer Ziff. 1 gestützt auf Art. 12 Abs. 5 NHG zur Beschwerdeerhebung ermächtigt und handelt durch ihre einzelzeichnungsberechtigte Präsidentin (vgl. E. 1.2.4 hiervor). Da die Be- schwerdeführer somit nicht anwaltlich vertreten sind, besteht praxisgemäss kein Anspruch auf eine Parteientschädigung. 8.Rückweisungsentscheide, mit denen eine Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, sind in der Regel Zwischenentscheide, wel- che nur unter der Voraussetzung von Art. 92 und 93 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) vom 17. Juni 2005 beim Bundesgericht anfechtbar sind (vgl. Urteil BGer 2C_525/2013 + 2C_526/2013 vom 2.7.2013 E. 2 mit Hinweisen). Mithin ist fraglich, ob gegen die- sen Zwischenentscheid eine selbständige Beschwerdemöglichkeit ans Bundesge- richt gegeben ist. Um allen Eventualitäten gerecht zu werden, wird dieser Ent- scheid gleichwohl mit einer Rechtsmittelbelehrung versehen, wobei die Parteien daraus im Falle eines Weiterzuges nichts zu ihren Gunsten ableiten können.35 Demnach erkennt das Verwaltungsgericht: 1. In Gutheissung der Beschwerde werden der angefochten RRB Nr. 493/2024 vom 25. Juni 2024 sowie der mitangefochtene GRB Nr. 24 vom 25. Januar 2024 und der Gesamtentscheid vom 9. Januar 2024 aufgehoben, und die Sache wird im Sinne der Erwägungen (zusammengefasst in E. 7.1) zur er- gänzenden Sachverhaltsabklärung und Neubeurteilung an die Vorinstanzen 1 und 2 zurückgewiesen. 2. Die auf die Beschwerdeführer entfallenden Kosten des regierungsrätlichen Verfahrens von Fr. 1'000.-- werden neu je zur Hälfte (je Fr. 500.--) der Ge- meinde Freienbach und der Beschwerdegegnerin auferlegt. Die der Ge- meinde Freienbach und der Beschwerdegegnerin zugesprochenen Parteien- tschädigungen fallen dahin, soweit sie zulasten der Beschwerdeführer (je Fr. 500.--) gehen. 3. Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, Kanz- leikosten und Barauslagen) von Fr. 3'000.-- werden je zu einem Drittel (je Fr. 1'000.--) der Beschwerdegegnerin, der Gemeinde Freienbach und dem Kanton Schwyz auferlegt. Die Beschwerdeführer haben am 31. Juli 2024 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'500.-- bezahlt, der ihnen aus der Gerichtskasse zurückzuerstatten ist. Die Gemeinde Freienbach sowie die Beschwerdegegnerin haben ihre Be- treffnisse von je Fr. 1'000.-- innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids auf das Postfinancekonto IBAN CH10 0900 0000 6002 2238 6 des Verwal- tungsgerichts zu überweisen. Auf die kantonsinterne Verrechnung wird ver- zichtet. 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau- sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82 ff. BGG). Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zuläs- sig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbeschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt wer- den (Art. 113 ff. BGG). 36 5. Zustellung an: - die Beschwerdeführer (2/R) - den Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin (2/R) - den Rechtsvertreter der Gemeinde Freienbach (2/R) - die Beigeladene (R) - den Regierungsrat (EB) -das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB) - das kantonale Amt für Raumentwicklung (EB) - und das Bundesamt für Umwelt BAFU, 3003 Bern (A). Schwyz, 23. Mai 2025 Im Namen des Verwaltungsgerichts Der Vizepräsident: Der Gerichtsschreiber: *Anforderungen an die Beschwerdeschrift Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru- mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen. Versand: 2. Juni 2025