<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird ersucht zu beantragen, dass die Bereiche des Waldes, der Fischerei und der Jagd dem Bundesamt für Landwirtschaft im Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement angegliedert werden und dadurch ein Bundesamt für Landwirtschaft, Wald, Fischerei und Jagd geschaffen wird.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Artikel 43 des Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetzes (RVOG, SR 172.010) gibt dem Bundesrat die Kompetenz, Ämter auf die Departemente zu verteilen, sie umzuverteilen und neue Ämter zu schaffen. Nach Artikel 47 Absatz 2 RVOG legt der Bundesrat durch Verordnung fest, welche Verwaltungseinheiten für die Entscheidung in einzelnen Geschäften oder in ganzen Geschäftsbereichen zuständig sind. Das Gesetz hat dem Bundesrat somit ausdrücklich die Organisationsautonomie für die Regelung der Zuständigkeiten innerhalb der Bundesverwaltung übertragen. Die Motion verlangt, dass die Bereiche Wald, Fischerei und Jagd in das Bundesamt für Landwirtschaft transferiert werden. Mit diesem Begehren greift die Motion in die Organisationskompetenz des Bundesrates ein und verletzt somit dessen in den Artikeln 43 und 47 Absatz 2 RVOG festgelegte Organisationsautonomie.</p><p>Der Bundesrat hat eine Strategie entwickelt, die Schutz- und Nutzaspekte gleichermassen berücksichtigt. Die Synergie zwischen Schutz- und Nutzaspekten bildet einen wichtigen Grundsatz der Schweizer Umweltpolitik. Im Rahmen des Projektes Nove der Regierungs- und Verwaltungsreform wurden die Fragen der Zuordnung der Aufgaben im Zusammenhang mit Schutz und Nutzung geklärt. Gestützt auf die Projektvorschläge Nove hat der Bundesrat im September 1997 über den Verbleib der vom Motionär angesprochenen Aufgabengebiete im Buwal entschieden (Umsetzung des Projektes Nove "Transfer und Reorganisation des Buwal im EVED").</p><p>Mit diesem Beschluss ist die bestmögliche Synergie zwischen den verschiedenen Aufgabengebieten gewährleistet. Das Buwal hat ausserdem bei allen Umweltschutzmassnahmen deren wirtschaftliche und soziale Tragbarkeit zu berücksichtigen. Bei Fragen, die verschiedene Querschnittbereiche betreffen, arbeitet das Buwal eng mit den jeweils betroffenen Stellen zusammen.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.