<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2000.00012</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105775&amp;W10_KEY=4467150&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2000.00012</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 30.08.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 1997, ergänzende Vermögenssteuer</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Zweckentfremdung; Massenverbindlichkeit<br/><br/>X ging Mitte März 1995 Konkurs. Die Konkursverwaltung verkaufte seit 1977 zum Ertragswert besteuerte Grundstücke (Wiesland und Acker) im Jahr 1997. Die die ergänzende Vermögenssteuer (eV) auslösende Zweckentfremdung ist der Verkauf durch die Konkursverwaltung, und nicht der Zeitpunkt des Konkurses selbst. Die eV stellt als nicht periodenbezogene Objektsteuer deshalb eine Massenverbindlichkeit dar. Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN">ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERGÃNZENDE VERMÃGENSSTEUER">ERGÃNZENDE VERMÃGENSSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERTRAGSWERT">ERTRAGSWERT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONKURSERÃFFNUNG">KONKURSERÃFFNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONKURSMASSE">KONKURSMASSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MASSENVERBINDLICHKEIT">MASSENVERBINDLICHKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: VERMÃGENSSTEUER">VERMÃGENSSTEUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWECKÃNDERUNG">ZWECKÃNDERUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 35 aStG</span><br/><span class="gerade">§ 36 aStG</span><br/><span class="ungerade">§ 36TER aStG</span><br/><span class="gerade">§ 36bis aStG</span><br/><span class="ungerade">Art. 240 SchKG</span><br/><span class="gerade">Art. 262 SchKG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A war EigentÃ¼mer mehrerer in den Gemeinden P, N und O gelegener Grund­stÃ¼cke. Diese als Wiesland und Acker bezeichneten Ob­jekte wurden seit 1977 zum Er­tragswert besteuert. Am 14. MÃ¤rz 1995 wurde Ã¼ber A der Konkurs erÃ¶ffnet. Die Konkurs­verwaltung, das Konkursamt M, verÃ¤us­serte 1997 sÃ¤mtliche GrundstÃ¼cke an verschiedene KÃ¤ufer. Am 15. April 1998 auferlegte der SteuerkommissÃ¤r mit drei die jeweilige Liegen­schaftengemeinde betreffenden VerfÃ¼­gungen der Konkursmasse des A (nachfolgend: Kon­kursmasse) fÃ¼r das Steuer­jahr 1997 eine ergÃ¤nzende VermÃ¶genssteuer von einem Promille. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Einspracheentscheid vom 15. Juli 1999 hielt das kantonale Steueramt an der Veranlagung fest. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die dagegen gefÃ¼hrten Rekurse der Konkursmasse wies die Steuerrekurskom­mission I mit Entscheid vom 29. November 1999 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 27. Januar 2000 liess die Konkursmasse dem Verwal­tungs­gericht beantragen, es sei festzustellen, dass es sich bei der ergÃ¤nzenden VermÃ¶gens­steuer nicht um eine Massenverbindlichkeit, sondern um eine Konkursforderung handle und dass bei der Steuerberechnung auf den Verkehrswert der GrundstÃ¼cke per Datum der KonkursÃ¶ffnung am 14. MÃ¤rz 1995 abzustellen sei. Eventualiter sei auch bei der Qualifi­kation der Steuer als Massenverbindlichkeit dieser Zeitpunkt massgebend. Ausserdem ver­langte sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãber­schreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Fest­stel­lung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu be­schrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sach­verhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Re­kurskommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf An­ge­mes­sen­heit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekursinstanz zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechts­verletzende Ermessensfehler, d.h. auf Er­messensÃ¼berschreitung und auf Ermessens­miss­brauch (RB 1999 Nr. 147).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Die VermÃ¶genssteuer wird gemÃ¤ss dem im vorliegenden Fall aufgrund von § 269 Abs. 1 StG anwendbaren § 33 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 (aStG) vom ReinvermÃ¶gen erhoben, das gemÃ¤ss § 34 Abs. 1aStG zum Verkehrswert zu be­wer­ten ist. FÃ¼r land‑ oder forstwirtschaftlich genutzte GrundstÃ¼cke wird von dieser Be­wer­tungsre­gel abgewichen: solche GrundstÃ¼cke werden mit Einschluss der erforderlichen Ge­bÃ¤ude zum Ertragswert bewertet (§ 35 aStG), welcher in der Regel wesentlich unter dem Ver­kehrs­­wert liegt. Mit dieser besonderen Bewertungsregel soll die Land‑ und Forstwirt­schaft in dem Sinn privilegiert werden, dass die VermÃ¶genssteuer nicht auf dem Verkehrs­wert ge­leistet werden muss, der auf die niedrigen aus Land‑ und Forstwirtschaft erzielbaren Er­trÃ¤­ge, aus denen die Steuer bezahlt werden muss, keine RÃ¼cksicht nimmt (vgl. VGr, 19. Ju­ni 1984, StE 1985 B 52.22 Nr. 1 mit Hinweisen, auch zum Folgenden).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der in den niedrigen land‑ und forstwirtschaftlichen ErtrÃ¤gen liegende Grund fÃ¼r die Sonderbehandlung entfÃ¤llt, wenn die zum Ertragswert bewertete Liegenschaft verÃ¤us­sert oder der bisherigen land‑ oder forstwirtschaftlichen Nutzung entfremdet wird (vgl. Zi­ger­lig/Jud, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, Basel und Frankfurt am Main 1997, Art. 14 StHG N. 14, auch zum Folgenden). Als HauptanwendungsfÃ¤lle der Nut­­zungsÃ¤nderung gelten die Ãberbauung des GrundstÃ¼cks und der Umbau landwirtschaft­lich genutzter GebÃ¤ude in anderweitig genutzte Wohnungen oder Garagen. In diesen FÃ¤llen hat die Bewertung fortan zum Verkehrswert zu er­folgen, und es ist kraft § 36 aStG vom Ei­gentÃ¼mer eine ergÃ¤nzende VermÃ¶genssteuer zu er­heben. VerÃ¤usserung und NutzungsÃ¤n­de­rung lassen das bis anhin privilegiert besteuerte Grund­stÃ¼ck in den Liegenschaftsmarkt ein­treten, der wie das Wirtschaftsleben allgemein von der Bewertung zum Verkehrswert be­herrscht ist. Dabei wird etwa bei der entgeltlichen Ver­Ã¤usserung der Verkehrswert der Lie­genschaft realisiert; keine Verkehrswertrealisation ist hingegen bei den TatbestÃ¤nden von § 36<sup>bis</sup> aStG ‑ etwa beim Erbvorbezug oder Erbgang (lit. b) oder im Fall der Schenkung (lit. c) ‑ zu verzeichnen, weshalb die Veranlagung der er­gÃ¤nzenden VermÃ¶genssteuer in sol­chen FÃ¤llen aufgeschoben wird. Bei der Umnutzung des GrundstÃ¼cks in eine andere als die land‑ oder forstwirtschaftliche Bewerbung wird der Ver­kehrswert zwar nicht geldmÃ¤s­sig realisiert; durch die nicht mehr auf die Land‑ oder Forst­wirtschaft beschrÃ¤nkte, sondern sich an der Nachfrage des Markts orientierende Nut­zungs­mÃ¶glichkeit des GrundstÃ¼cks las­sen sich indessen hÃ¶here ErtrÃ¤ge erwirtschaften, wel­che die bevorzugende VermÃ¶gensbe­steuerung zum Ertragswert als nicht mehr angezeigt erscheinen las­sen. Bei der Zweckent­fremdung bleibt denn auch fÃ¼r einen Steueraufschub im Sinn von § 36<sup>bis</sup> aStG kein Raum.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Streitig ist vorab, ob es sich bei der ergÃ¤nzenden VermÃ¶genssteuer um eine Mas­senschuld oder eine gewÃ¶hnliche Konkursforderung handelt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu den Schulden der Konkursmasse gehÃ¶ren insbesondere Ã¶ffentlichrechtliche Ver­bindlichkeiten, die nach der KonkursÃ¶ffnung entstanden sind. Das Bundesgericht hat mehrmals festgestellt, dass zu den Massenverbindlichkeiten im Sinn von Art. 262 Abs. 1 des Schuldbetreibungs- und Konkursgesetzes vom 11. April 1889/16. Dezember 1994 (SchKG) ausser den eigentlichen Konkurskosten auch die Ã¶ffentlichrechtlichen Schulden gehÃ¶ren, die erst nach der KonkurserÃ¶ffnung entstanden sind, wie insbesondere die Grund­stÃ¼ckgewinnsteuer (BGE 122 III 246 E. 5a und 120 III 153 E. 2b), HandÃ¤nderungssteuer (BGer. ASA 1997, 743) und die Kapitalgewinnsteuer nach Art. 53 BdBSt (BGE 122 II 221 E. 3 und 4, auch zum Folgenden). Zur Qualifikation der nicht periodischen Steuer ist einzig darauf abzustellen, ob sich die steuerbegrÃ¼ndenden Ereignisse vor oder nach der Konkurs­erÃ¶ffnung realisiert haben. Bei den periodischen Steuern liegt eine Massenverbindlichkeit nur vor, wenn die VermÃ¶gens- oder Einkommenssteuer das VermÃ¶gen der Konkursmasse oder den Ertrag der Liquidation betreffen und die Faktoren, welche die Steuerpflicht auslÃ¶­sen, nach KonkurserÃ¶ffnung eingetreten sind (BGE 122 II 221). Handelt es sich bei der Steuerschuld um eine Verbindlichkeit der Masse, so ist die durch die Konkursverwaltung vertretene Konkursmasse Steuersubjekt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat vor Verwaltungsgericht erneut den Standpunkt vertre­ten, dass die namentlich zur GrundstÃ¼ckgewinnsteuer entwickelte dargelegte bundesge­richt­­liche Rechtsprechung fÃ¼r den vorliegenden Sachverhalt nicht bzw. nicht ohne weiteres Ã¼bernommen werden kÃ¶nne, da insbesondere die KonkurserÃ¶ffnung eine ZweckÃ¤nderung im Sinn § 36 aStG enthalte und demzufolge die KonkurserÃ¶ffnung vom 14. MÃ¤rz 1995 als steuerauslÃ¶sendes Ereignis zu qualifizieren sei. Diese stelle nÃ¤mlich eine die ergÃ¤nzende VermÃ¶genssteuer auslÃ¶sende NutzungsÃ¤nderung dar, da der EigentÃ¼mer ab diesem Zeit­punkt Ã¼ber die GrundstÃ¼cke nicht mehr habe verfÃ¼gen kÃ¶nnen und auch von deren Nutzung ausgeschlossen gewesen sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Konkursmasse ist ein SondervermÃ¶gen, das von der Konkursverwaltung ver­waltet, verwertet und schliesslich unter die GlÃ¤ubiger verteilt wird (Art. 240 SchKG). Zi­vilrechtlich berechtigt an den Werten der Konkursmasse bleibt der Gemeinschuldner bis zur Verwertung der einzelnen VermÃ¶gensgegenstÃ¤nde (Handschin/Hunkeler, Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber Schuldbetreibung und Konkurs, Band II, Basel, Genf und MÃ¼n­chen 1998, Art. 197 SchKG N. 6). Die ergÃ¤nzende VermÃ¶genssteuer wird stets vom Ei­gen­tÃ¼mer erhoben (Reimann/Zuppinger/SchÃ¤rrer, Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, Band 3, Bern 1969, § 36 N. 5, mit Hinweisen). AnknÃ¼pfungspunkt der Besteuerung ist einzig die VerÃ¤usserung oder Zweckentfremdung bisher landwirtschaftlich genutzten Lan­des. Die Aufgabe des Landwirtschaftsbetriebs durch den EigentÃ¼mer bietet hingegen kei­nen Anlass zur ergÃ¤nzenden VermÃ¶gensbesteuerung. Massgebend ist allein, dass die Lie­genschaft weiterhin landwirtschaftlich genutzt wird (RB 1984 Nr. 44 = StE 1985 B 52.22 Nr. 2). Unerheblich ist, ob der EigentÃ¼mer, wie beispielsweise im Falle der Verpachtung oder EinrÃ¤umung einer Nutzniessung, nicht mehr oder nur noch beschrÃ¤nkt auf die Nut­zungsart des GrundstÃ¼cks Einfluss nehmen kann. Gleiches muss demnach fÃ¼r den Eintritt des Konkurses gelten. Daran Ã¤ndert auch die Tatsache nichts, dass es die primÃ¤re Aufgabe der Konkursverwaltung ist, die GrundstÃ¼cke zu verÃ¤ussern, wozu auch die nÃ¶tigen auf die VerÃ¤usserung hinwirkenden Vorkehrungen, wie namentlich die AuflÃ¶sung von Pacht- und NutzungsvertrÃ¤gen mit Dritten und die Parzellierung eines GrundstÃ¼cks, gehÃ¶ren. Solche Handlungen stellen indessen noch keine NutzungsÃ¤nderung im Sinn von § 36 aStG dar. Es wÃ¤re Sache der Pflichtigen gewesen, darzulegen, die streitbetroffenen GrundstÃ¼cke hÃ¤tten vor deren VerÃ¤usserung eine NutzungsÃ¤nderung in dem Sinn erfahren, dass sie einer ande­ren, gewinnbringenden Nutzung zugÃ¤nglich gemacht worden seien, womit die forst- und landwirtschaftliche Nutzung ausgeschlossen worden sei. Insbesondere macht die Be­schwer­­­­defÃ¼hrerin nicht geltend, das fragliche Acker- und Wiesland in P, N und O sei bis zur VerÃ¤usserung durch das Konkursamt Ã¼berbaut worden. In­sofern hat die Rekurskom­mission I der Pflichtigen das rechtliche GehÃ¶r nicht verweigert, wenn sie die von ihr dies­bezÃ¼glich angebotenen Beweismittel betreffend die AuflÃ¶sung der PachtverhÃ¤ltnisse nicht abnahm. Damit ist erstellt, dass die Zweckentfremdung der Grund­stÃ¼cke erst mit deren Ver­kauf durch die Konkursverwaltung im Jahre 1997 eingetreten ist und sich der steuerbe­grÃ¼ndende Tatbestand erst nach der KonkurserÃ¶ffnung verwirklicht hat. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die ergÃ¤nzende VermÃ¶genssteuer wird berechnet als Differenz zwischen dem Mittel der Ertragswerte und dem Mittel der Verkehrswerte am Anfang und am Ende der massgebenden Besitzesdauer zum einem fixen Steuersatz von einem Promille (§ 36ter aStG). Unerheblich ist dabei, ob die bisherige EinschÃ¤tzung mit einem ReinvermÃ¶gen oder einem Ãberschuss der Passiven abschloss (Reimann/Zuppinger/SchÃ¤rrer, § 36ter N. 10). Da aufgrund dieser schematischen Steuererhebung das Steuerobjekt ohne RÃ¼cksicht auf die ihm gegenÃ¼berstehenden Belastungen des Subjekts wie Schulden und damit unabhÃ¤ngig von deren LeistungsfÃ¤higkeit erfasst wird (§ 36quater aStG), hat die Steuer den Charakter einer Objektsteuer (Blumenstein/Locher, System des Steuerrechts, ZÃ¼rich 1995, S. 141). Mit der ergÃ¤nzenden VermÃ¶genssteuer wird der auf den GrundstÃ¼cken wÃ¤hrend der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung latent zur VerfÃ¼gung gestandene Mehrwert, der erst mit der nach KonkurserÃ¶ffnung vorgenommenen VerÃ¤usserung der fraglichen GrundstÃ¼cke rea­lisiert wurde, besteuert. Die KonkursglÃ¤ubiger haben demnach lediglich Anspruch auf mit der latenten Steuer belastete GrundstÃ¼cke. Sie sind deshalb gegenÃ¼ber dem Fiskus als GlÃ¤ubiger nicht schlechter gestellt. Nicht massgebend ist, ob der Fiskus wie bei der Grund­stÃ¼ckgewinnsteuer ein gesetzliches Pfandrecht geltend machen kann. Aufgrund des Ge­sag­ten ist die ergÃ¤nzende VermÃ¶genssteuer im Sinn von § 36 aStG als nicht periodische Ob­jekt­steuer eine Massenverbindlichkeit. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Schliesslich lÃ¤sst die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend machen, dass auch bei der Qua­lifikation der Steuer als Masseverbindlichkeit bei der Steuerberechnung auf den Ver­kehrswert der GrundstÃ¼cke per Datum der KonkurserÃ¶ffnung am 14. MÃ¤rz 1995 abzustel­len sei, die Konkursmasse fÃ¼r die Dauer des Konkursverfahrens mithin nicht mit VermÃ¶­genssteuern belastet werden dÃ¼rfe. Dem ist entgegenzuhalten, dass es sich bei der streitbe­troffenen Steuer wie bereits dargelegt, nicht um eine subjektbezogene VermÃ¶genssteuer handelt, welche in einem Nachsteuerverfahren erhoben wird, sondern um eine selbstÃ¤ndige Objektsteuer (VGr, 24. MÃ¤rz 1983, ZBl 84 S. 322 = ZR 82 Nr. 76 = StR 39, 31), deren steuerbegrÃ¼ndendes Ereignis sich erst nach KonkurserÃ¶ffnung verwirklicht hat. Folgerich­tig besteht die Steuerpflicht der Masse auch von der Zeit der KonkurserÃ¶ffnung bis zur Ver­Ã¤usserung der Objekte (BGE 62 III 128). Im Ãbrigen ist die Berechnung der ergÃ¤nzen­den VermÃ¶genssteuer nicht streitig. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>