<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00117</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107302&amp;W10_KEY=4467143&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00117</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 30.07.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Der Beschwerdeführer 2, ein ausländischer Staatsangehöriger, der bereits seit mehreren Jahren in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft mit dem Beschwerdeführer 1, einem Schweizer, lebte, heiratete 1998 zum Schein eine Schweizerin, um in der Schweiz beim Beschwerdeführer 1 verbleiben zu können. Nach der Scheidung der Scheinehe 1999 wurde dem Beschwerdeführer 1 die Aufenthaltsbewilligung nicht verlängert. Aufgrund seines mit der Eingehung der Scheinehe begangenen Rechtsmissbrauchs könne er sich auch nicht auf die gleichgeschlechtliche Partnerschaft mit dem Beschwerdeführer 1 berufen, die grundsätzlich unter dem Schutz des Privatlebens gemäss Art. 8 Abs. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV stünde.<br/>Die Eintretensvoraussetzungen der Beschwerde sind vorliegend erfüllt, da die Beschwerdeführer den Bestand ihrer intensiven Partnerschaft genügend belegen können. Ob die gleichgeschlechtliche Partnerschaft einen Aufenthaltsanspruch zu vermitteln vermag oder ob dieser allenfalls wegen Rechtsmissbrauchs verwirkt wäre, bildet Gegenstand der materiellen Prüfung (E. 1b+c).<br/>Art. 7 Abs. 2 ANAG enthält einen Umgehungstatbestand, der nach überwiegender Auffassung in keinem direkten Zusammenhang mit dem Rechtsmissbrauchsverbot steht. Selbst bei einer Qualifikation der Scheinehe als zweckwidrige Verwendung eines Rechtsinstituts vermag Art. 7 Abs. 2 ANAG die von der Beschwerdegegnerin behaupteten Rechtsfolgen nicht zu zeitigen, da diese Norm sich einzig auf die Folgen einer bestehenden Scheinehe bezieht (E. 2b+c).<br/>Das von den Beschwerdeführern vorgebrachte Argument des rechtfertigenden Notstands bei der Eingehung der Scheinehe verfängt nicht, da weder eine strafrechtliche Sanktion zu beurteilen ist noch die Subsidiarität der Notstandshandlung beachtet worden ist (E. 3).<br/>Keine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz, da sich der Sachverhalt mit genügender Klarheit aus den Akten ergibt (E. 4a).<br/>Voraussetzungen, unter denen aus der Garantie des Privatlebens bei gleichgeschlechtlichen Partnerschaften ein Anwesenheitsanspruch abgeleitet werden kann (E. 4b). Die Beschwerdeführer erfüllen vorliegend die Voraussetzungen. Die privaten Interessen der Beschwerdeführer überwiegen die fremdenpolizeilichen Interessen an der Fernhaltung des Beschwerdeführers 2 (E. 4c). Dem Gedanken der rechtsgleichen Behandlung der sich korrekt um eine Aufenthaltsbewilligung Bemühenden und derjenigen, die mittels einer Scheinehe ihren Aufenthalt in der Schweiz ermöglicht haben, wird genügt, wenn bei der Beurteilung der Beziehungsintensität gleichgeschlechtlicher Partnerschaften die Dauer der Scheinehe sowie alle mit der Scheinehe zusammenhängenden Folgen, welche die Beziehungsintensität zu steigern vermochten, angemessen berücksichtigt bzw. in Abzug gebracht werden (E. 4d). Es besteht auch beim Obsiegen nur ein Anspruch auf angemessene Entschädigung der notwendigen Parteikosten, was vorliegend zu einer angemessenen Kürzung der geltend gemachten Anwaltskosten der Beschwerdeführer führt (E. 5b).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFENTHALTSANSPRUCH">AUFENTHALTSANSPRUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DISKRIMINIERUNGSVERBOT">DISKRIMINIERUNGSVERBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINTRETENSANSPRUCH">EINTRETENSANSPRUCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLEICHGESCHLECHTLICHKEIT">GLEICHGESCHLECHTLICHKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HOMOSEXUELL">HOMOSEXUELL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOTSTAND">NOTSTAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATLEBEN">PRIVATLEBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMISSBRAUCH">RECHTSMISSBRAUCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REGISTRIERUNGSGESETZ">REGISTRIERUNGSGESETZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHEINEHE">SCHEINEHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Grundrechte ST: ÃBRIGE GRUNDRECHTE">ÃBRIGE GRUNDRECHTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMGEHUNG">UMGEHUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWECKWIDRIGE VERWENDUNG (RECHTSINSTITUT)">ZWECKWIDRIGE VERWENDUNG (RECHTSINSTITUT)</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 4 ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 7 lit. II ANAG</span><br/><span class="gerade">Art. 9 lit. II a ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 9 lit. IV a ANAG</span><br/><span class="gerade">Art. 8 lit. II BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 13 lit. I BV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 lit. I EMRK</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 lit. II EMRK</span><br/><span class="gerade">Art. 103 lit. I b Ziff3 OG</span><br/><span class="ungerade">§ 17 Abs. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 17 Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 43 lit. I h VRG</span><br/><span class="gerade">§ 43 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2003 Nr. 28 S. 76</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. B, StaatsangehÃ¶riger von X, reiste 1998 in die Schweiz ein und heiratete am gleichen Tag in ZÃ¼rich die Schweizerin F. GestÃ¼tzt auf diese Heirat wurde ihm am 16. Sep­tember 1998 eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehe­frau erteilt, welche bis 31. August 2000 verlÃ¤ngert wurde. Im November 1999 wurde ihm die selbstÃ¤ndige Er­werbstÃ¤tigkeit als âQâ bewilligt. Die Ehe mit F wurde vom Bezirksgericht ZÃ¼rich 1999 ge­schieden. Aus der Ehe sind keine Kinder hervorgegangen.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Nachdem B auf dem am 2. August 2000 gestellten Ge­such um VerlÃ¤ngerung der Auf­enthaltsbewilligung seinen Zivilstand mit "geschieden" be­zeichnet hatte, stellte ihm die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit (Fremdenpolizei, heute: Migrationsamt) die Verweige­rung der VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung in Aussicht und gewÃ¤hrte ihm das recht­liche GehÃ¶r. Innert erstreckter Frist stellte er, jetzt zusammen mit dem Schweizer A, ein auf Art. 8 der EuropÃ¤ischen Men­schenrechtskonvention (EMRK) gestÃ¼tztes Gesuch um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung. Die beiden machten geltend, sie fÃ¼hrten seit zehn Jahren eine eheÃ¤hnliche Be­ziehung. Der einzige Zweck der geschiedenen Ehe mit F sei gewesen, das dauerhafte Zusammenleben in der Schweiz zu ermÃ¶glichen. Zur Aufnahme des ehelichen Zusammenlebens mit F sei es gar nie gekom­men, da B von Anfang an mit A zusammengewohnt habe.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">GestÃ¼tzt auf diesen Sachverhalt wies die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit das Gesuch um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung am 8. Januar 2001 ab und setzte B bis am 31. MÃ¤rz 2001 Frist zur Aufgabe der ErwerbstÃ¤tigkeit und zum Verlassen des zÃ¼rche­rischen Kantonsgebiets. Sie erwog im Wesentlichen, B habe die Aufenthaltsbewilligung durch falsche Angaben bzw. das Verschweigen wesentlicher Tatsachen rechtsmissbrÃ¤uchlich erschlichen, weshalb eine VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung ausser Betracht falle.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">II. Gegen diese VerfÃ¼gung liessen A und B am 5. Februar 2001 Rekurs beim Regierungsrat erheben. Sie beantragten die Aufhebung der angefochtenen VerfÃ¼gung und die Er­teilung der Aufenthaltsbewilligung zum Ver­bleib beim schweizerischen Lebenspartner, al­les unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des Staates. Zudem beantragten sie, B die auf den 31. MÃ¤rz 2001 angesetzte Ausreisefrist abzunehmen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Aufgrund der aufschiebenden Wirkung des Rekurses wurde B der Aufenthalt wÃ¤hrend des Rekursverfahrens gestattet. Materiell wurden die AntrÃ¤­ge am 26. Februar 2003 kos­tenpflichtig abgewiesen, wobei der Entscheid mit keiner Rechts­mittelbelehrung versehen wurde, da der Regierungsrat von einem fehlenden Anspruch auf eine Aufenthaltsbewill­ligung ausging.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Am 31. MÃ¤rz/1. April 2003 liessen A (BeschwerdefÃ¼hrer 1) und B (Beschwerde­fÃ¼hrer 2) Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben und folgende AntrÃ¤ge stellen:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="EinzugZitat">"1. Es sei der Entscheid Nr. ... des Beschwerdegegners vom 26. Februar 2003 sowie die VerfÃ¼gung ... des Migrationsamtes des Kantons ZÃ¼rich vom 8. Januar 2001 aufzuheben.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">2. Das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich sei anzuweisen, dem BeschwerdefÃ¼hrer 2 die Jahresaufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Schweizer Lebenspartner zu verlÃ¤ngern und einen entsprechenden posi­­tiven Antrag beim Bundesamt fÃ¼r AuslÃ¤nderfragen zu stellen.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">3. Dem BeschwerdefÃ¼hrer 2 sei gestÃ¼tzt auf § 55 VRG zu gestatten, den Entscheid Ã¼ber die Beschwerde beim BeschwerdefÃ¼hrer 1 abzuwarten (aufschiebende Wirkung).</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">4. Unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des Staates fÃ¼r beide Rechtsmittelinstanzen."</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 4. April 2003 wurde der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit (Beschwerdegegnerin) und dem Regierungsrat (Vorinstanz) eine Frist von zehn Ta­gen zur Stellungnahme angesetzt, ob dem BeschwerdefÃ¼hrer 2 das Abwarten des Rechts­mittelentscheids beim BeschwerdefÃ¼hrer 1 im Sinne einer vorsorglichen Mass­nahme zu gestatten sei. Am 14. April 2003 beantragte die Staatskanzlei im Auftrag des Regierungs­rats, auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventuell diese abzu­weisen. Gegen die vorsorgliche Massnahmen wurde nichts eingewendet. Die Be­schwer­de­geg­nerin erstattete keine Beschwerdeantwort und Ã¤us­serte sich auch nicht zu einer allfÃ¤lligen vorsorglichen Massnahme. Am 24. April 2003 wurde in einer weiteren PrÃ¤sidialverfÃ¼gung festgehalten, dass Entfernungsmassnahmen gegenÃ¼ber dem Beschwer­defÃ¼hrer 2 bis zum Entscheid des Verwaltungsgerichts in der Hauptsache zu unterbleiben hÃ¤tten. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">1. a) Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist auf dem Gebiet der Fremdenpo­lizei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht (§ 43 Abs. 1 lit. h und Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Dies ist der Fall bei Entscheiden betreffend Aufenthalts- und Niederlassungsbewilligungen, auf deren Erteilung die auslÃ¤ndische Person einen bundes- oder vÃ¶lkerrechtlichen Anspruch hat (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. De­­zem­ber 1943 [OG]).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Einen bundes- oder vÃ¶lkerrechtlichen Anspruch auf Erteilung einer fremdenpolizei­lichen Bewilligung hat eine Person mit auslÃ¤ndischer StaatsangehÃ¶rigkeit dann, wenn ihr ein solcher gestÃ¼tzt auf eine Sondernorm des Landes- oder Staatsvertragsrechts eingerÃ¤umt wird (BGE 128 II 145 E. 1.1.1 mit Hinweisen). In allen anderen FÃ¤llen entscheiden die zu­stÃ¤ndigen BehÃ¶rden Ã¼ber die Bewilligung des Aufenthalts im Rahmen der gesetzlichen Vor­schriften und der VertrÃ¤ge mit dem Ausland nach freiem Ermessen (Art. 4 des Bundesgesetzes Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder vom 26. MÃ¤rz 1931 [ANAG]). </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">b) Die BeschwerdefÃ¼hrer berufen sich auf das Grundrecht der persÃ¶nlichen Freiheit und die Garantie des Privatlebens gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 der Bun­desverfassung vom 18. April 1999 (BV) in Verbindung mit dem Diskriminierungsverbot von Art. 8 Abs. 2 BV und leiten daraus einen Anspruch des BeschwerdefÃ¼hrers 2 auf Er­teilung einer Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seinem Lebenspartner, dem BeschwerdefÃ¼hrer 1, ab.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Vorinstanz vertritt dagegen die Ansicht, dass unter den vom Bundesgericht definierten Voraussetzungen (BGE 126 II 425 E. 4c) zwar grundsÃ¤tzlich ein Anwesenheitsanspruch eines auslÃ¤ndischen gleichgeschlechtlichen Partners einer Person mit gefestigtem Auf­­enthaltsrecht in der Schweiz bestehen kÃ¶nne. Vorliegend sei die Berufung auf den Schutz des Privatlebens jedoch infolge des offensichtlichen Rechtsmissbrauchs unstatthaft, weshalb auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung gar nicht nÃ¤her eingegangen werden mÃ¼s­­se. Damit bezog die Vorinstanz zur ZulÃ¤ssigkeit der Beschwerde an das Verwaltungsge­­richt verneinend Stellung.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Die Vorinstanz verkennt bei ihrer Argumentation, dass es sich in der vorliegenden Konstellation bei der Frage eines allfÃ¤lligen Rechtsmissbrauchs um eine materielle Frage handelt, nicht um eine formelle Eintretensfrage. Zwar schreibt Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG insofern eine materielle VorprÃ¼fung vor, als nur auf Beschwerden eingetreten werden muss, auf deren Erteilung ein Anspruch besteht. Das Vorliegen eines Anspruchs lÃ¤sst sich wiederum nicht ohne Blick auf die materielle Rechtslage beurteilen. Die bundesgerichtliche Praxis unterscheidet jedoch deutlich zwischen der Eintretensfrage gemÃ¤ss Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG und dem materiellen Anspruch (vgl. zur BegrÃ¼ndung dieser Praxis BGE 110 Ib 201 E. 3a; Alfred Koller, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die Verweigerung einer Aufenthaltsbewilligung, SJZ 86/1990, S. 353 ff., 357; Martin Bertschi/Tho­mas GÃ¤chter, Der Anwesenheitsanspruch aufgrund der Garantie des Privat- und Fa­milien­lebens, Bemerkungen zur Schutzwirkung von Art. 8 EMRK in verschiedenen aus­lÃ¤nder­recht­lichen Konstellationen, ZBl 104/2003, S. 225 ff., 228, 253 ff., mit Hinweisen). Es ge­nÃ¼gt demnach fÃ¼r den Eintretensanspruch, wenn die Voraussetzungen dargetan werden, die Ã¼blicherweise einen materiellen Anspruch begrÃ¼nden (Bertschi/GÃ¤chter, S. 255 f.). So wird denn auch in FÃ¤llen, in denen die Bewilligungsverweigerung wegen des Vorliegens einer so genannten "AuslÃ¤nderrechtsehe" (Art. 7 Abs. 2 ANAG) zu beurteilen ist, aufgrund des formel­len Bestandes der an sich anspruchsvermittelnden Ehe auf eine Beschwerde eingetreten. Ob tatsÃ¤chlich eine Umgehung der auslÃ¤nderrechtlichen Bewilligungsvorschriften vorliegt, bildet Gegenstand der materiellen PrÃ¼fung (z.B. BGE 128 II 145 E. 1.1.2).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">c) Wegen der UnmÃ¶glichkeit, durch Heirat einen Anspruch nach Art. 7 Abs. 1 oder Art. 17 Abs. 2 ANAG zu begrÃ¼nden, kann sich die um eine Bewilligung ersuchende auslÃ¤n­dische Person, welche eine gefestigte gleichgeschlechtliche Beziehung zu einer in der Schweiz lebenden Person mit einem gefestigten Anwesenheitsrecht unterhÃ¤lt, auf den Schutz des Privatlebens berufen (BGE 126 II 425 E. 4c). Bei der Verweigerung einer erstmaligen Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ist von einem Eingriff in das Privatleben nur dann auszugehen, wenn sie eine BeeintrÃ¤chtigung von einer gewissen Schwere bedeutet, was eine qualifizierte Partnerschaft voraussetzt. Wie hinsichtlich des Familienlebens im Sinn von Art. 8 Abs. 1 EMRK (BGE 122 II 1 E. 1e, 109 Ib 183 E. 2a+b) muss eine nahe, echte und tatsÃ¤chlich gelebte Beziehung bestehen. Um eine gefestigte Beziehung annehmen zu kÃ¶nnen, spielt gemÃ¤ss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Dauer der Beziehung bzw. des gemeinsamen Haushalts eine ausschlaggebende Rolle. Daneben ist die In­tensitÃ¤t der Partnerschaft aufgrund zusÃ¤tzlicher Faktoren â wie etwa der Art und des Umfangs einer vertraglichen Ãbernahme gegenseitiger FÃ¼rsorgepflichten, des Integrationswillens und der IntegrationsfÃ¤higkeit bzw. der Akzeptanz in den jeweiligen Familien und im Bekannten- bzw. Freundeskreis der Betroffenen â zu belegen (BGE 126 II 425 E. 4c/bb). Da bei einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft jegliches Ã¤usserliche PrÃ¼fungsmerkmal wie die nahe Verwandtschaft oder eine Ehe fehlt, sind bei der PrÃ¼fung der Eintretensvoraus­­setzungen entsprechend hÃ¶here Anforderungen an die Darlegung einer unter den Schutz des Privatlebens fallenden Beziehung zu stellen. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Im vorliegenden Fall vermÃ¶gen die BeschwerdefÃ¼hrer zu belegen, dass ihre gleichgeschlechtliche Beziehung bereits einige Jahre dauert (hinten 4c). Zudem haben die Beschwer­defÃ¼hrer am 11. MÃ¤rz 2003 notariell beurkundet gegenseitig FÃ¼rsorgepflichten Ã¼ber­nommen und streben eine Registrierung ihrer Partnerschaft gemÃ¤ss dem am 1. Juli 2003 in Kraft getretenen Gesetz Ã¼ber die Registrierung gleichgeschlechtlicher Paare vom 12. Januar 2002 an (Registrierungsgesetz, LS 231.2). Das Vorliegen einer grundsÃ¤tzlich unter den Schutz von Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV fallenden gleichge­schlecht­lichen Beziehung, also eines Anspruchs im Sinne von Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG, ist damit zu be­jahen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die rechtzeitig er­hobene Beschwerde grundsÃ¤tzlich einzutreten. <span>Ausgenommen bleibt allerdings das Begehren, das Migrationsamt (bzw. die Beschwer­degegnerin) sei anzu­weisen, einen positiven Antrag beim Bundesamt fÃ¼r AuslÃ¤nderfragen (BFA, neu: IMES) zu stellen. Sowohl wegen des Verbots einer Ausdehnung des Streitgegenstands als auch we­gen des Fehlens einer ent­sprechenden Kompetenz des Verwaltungsgerichts kann dieses Begehren nicht an die Hand genommen werden (VGr, 26. Februar 2003, VB.2002.00408, E. 1d, www.vgrzh.ch/recht­spre­chung).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">2. a) Es ist unbestritten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer 2 die Ehe mit F einzig zur Erlan­gung einer Aufenthaltsbewilligung eingegangen ist, mithin zur Umgehung der Vorschrif­ten Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung von AuslÃ¤nderinnen und Aus­lÃ¤ndern. Der Tat­bestand von Art. 7 Abs. 2 ANAG wurde demnach erfÃ¼llt. Als Rechtsfolge nennt Art. 7 Abs. 2 ANAG, dass im Fall einer Scheinehe kein Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung einer Aufenthaltsbewilligung besteht.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Die Vorinstanz argumentiert, der in der Absicht der Umgehung der auslÃ¤nderrechtlichen Vorschriften liegende Rechtsmissbrauch fÃ¼hre nach dem Wortlaut von Art. 7 Abs. 2 ANAG dazu, dass AnsprÃ¼che gemÃ¤ss Art. 7 Abs. 1 ANAG gar nicht erst entstÃ¼nden. Der Be­schwerdefÃ¼hrer kÃ¶nne nichts aus dem Umstand herleiten, dass der Rechtsmissbrauch nicht schon beim Entscheid Ã¼ber die erstmalige Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim schweizerischen Ehegatten erkennbar war, er mit seinem bewusst auf die TÃ¤uschung der FremdenpolizeibehÃ¶rde gerichteten ManÃ¶ver Erfolg gehabt habe und sich seit 1998 im Kanton ZÃ¼rich aufhalte. WÃ¼rde zur Beurteilung der Partnerschaft die Lebensgemeinschaft wÃ¤hrend des rechtsmissbrÃ¤uchlichen Aufenthalts positiv berÃ¼cksichtigt, fÃ¼hrte dies dazu, dass durch ein verpÃ¶ntes Verhalten (Eingehen einer Scheinehe) ein Vorteil gegenÃ¼ber den sich korrekt verhaltenden und in legaler Weise eine Bewilligung anstrebenden gleichgeschlechtlichen Paaren erreicht werden kÃ¶nnte. Dass das Eingehen einer Schein­ehe nicht strafbar sei, Ã¤ndere an dieser Beurteilung nichts. Massgeblich sei, dass der Rechtsmissbrauch auch nach Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV keinen Schutz finde. So­mit sei auch ein Anspruch gestÃ¼tzt auf diese Bestimmungen, insoweit sie den Schutz des Privatlebens bezweckten, zu verneinen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dieser Argumentation lassen die BeschwerdefÃ¼hrer entgegen halten, der Vorwurf des Rechtsmissbrauchs ziele ins Leere, da die Lebenspartnerschaft der BeschwerdefÃ¼hrer un­abhÃ¤ngig von der Scheinehe des BeschwerdefÃ¼hrers 2 begrÃ¼ndet worden sei und die Letz­­tere nur dem Zweck gedient habe, das dauerhafte Zusammenleben der Beschwer­de­fÃ¼hrer in der Schweiz zu ermÃ¶glichen. Bei der Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung durch die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz handle es sich um eine Strafe fÃ¼r das Ein­­gehen einer Scheinehe, die in keinem Gesetz vorgesehen sei. Im Ãbrigen kÃ¶nne "auch das Verbot des Rechtsmissbrauchs rechtsmissbrÃ¤uchlich geltend gemacht werden und untersteh[e] in diesem Falle ebenfalls dem Rechtsmissbrauchsverbot".</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Art. 7 Abs. 2 ANAG enthÃ¤lt einen gesetzlich normierten Umgehungstatbestand. Die auslÃ¤nderrechtlichen Bewilligungsvorschriften werden im Fall von Art. 7 Abs. 2 ANAG dadurch umgangen, dass eine (Schein-)Ehe eingegangen wird, die von Anfang an nicht auf eine eheliches Zusammenleben ausgerichtet war (vgl. Alain Wurzburger, La juris­prudence rÃ©cente du Tribunal fÃ©dÃ©ral en matiÃ¨re de police des Ã©trangers, Bern 1997, S. 7 ff., 10). Die Rechtsfolge dieses Verhaltens besteht darin, dass der durch die Scheinehe angestrebte Aufenthaltsanspruch erlischt, was jedoch mit einer VerfÃ¼gung der Fremdenpoli­zeibehÃ¶rden festzustellen ist.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Vorinstanz erblickt nun in Art. 7 Abs. 2 ANAG einen Ausdruck des allgemeinen Rechtsmissbrauchsverbots und beruft sich in der Folge auf dieses, um dem BeschwerdefÃ¼hrer auch AnwesenheitsansprÃ¼che, die aus dem Privatleben im Sinne von Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV abgeleitet werden, abzuerkennen. Dazu ist zu bemerken, dass die Rechtsfigur der Umgehung nur von einem Teil der Lehre mit dem allgemeinen Rechtsmissbrauchsverbot in Verbindung gebracht wird, wie es in Art. 2 Abs. 2 des Zivilgesetzbuchs (ZGB) seinen Ausdruck gefunden hat (z.B. Minh Son Nguyen, Droit public des Ã©trangers, Bern 2003, S. 270; Marc Spescha/Peter StrÃ¤uli, AuslÃ¤nderrecht, Kommentar, ZÃ¼­rich 2001, S. 34 f.). Ein Ã¼berwiegender Teil der Lehre erblickt in der Gesetzes­umgehung einen Tatbestand, der mit den Mitteln der Normauslegung gelÃ¶st werden kann, ohne dass ein RÃ¼ckgriff auf das Rechtmissbrauchsverbot nÃ¶tig wÃ¤re (z.B. Max Baumann, ZÃ¼rcher Kom­mentar, 1998, Art. 2 N. 53 ZGB; Martina Caroni, Privat- und Familienleben zwischen Menschenrecht und Migration, Berlin 1999, S. 95; Heinz Hausheer/Manuel Jaun, Die Einlei­tungsartikel des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, Bern 1998, Rz. 3.20, 3.28; Heinrich Honsell, Basler Kommentar, 2002, Art. 2 N. 31 ZGB; Hans Merz, Berner Kommentar, 1962/66, Art. 2 N. 93 ZGB; sinngemÃ¤ss Wurzburger, S. 10; fÃ¼r eine AnknÃ¼pfung des Umgehungstatbestands an den Grundsatz von Treu und Glauben gemÃ¤ss Art. 2 Abs. 1 ZGB Hans Michael Riemer, Die Einleitungsartikel des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, 2. A., Bern 2003, S. 119). Die VerknÃ¼pfung mit dem allgemeinen Rechtsmissbrauchsgedanken und dessen Anwendung auf alle UmstÃ¤nde, die nach der AuflÃ¶sung der Scheinehe eingetreten sind, geht jedoch klar Ã¼ber den in Art. 7 Abs. 2 ANAG enthaltenen Normzweck hinaus und entbehrt damit einer hinreichenden Grundlage. Selbst wenn man die Scheinehe der Fallgruppe der zweckwidrigen Verwendung eines Rechts bzw. eines Rechtsinstituts zu­ordnen wollte (so etwa Jeanne Keller, Die zweckwidrige Verwendung von Rechtsinstituten des Familienrechts, ZÃ¼rich 1986, S. 54 ff.), die von Teilen der Lehre dem Rechtsmissbrauchs­­verbot zugerechnet wird (z.B. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungs­recht, 4. A., ZÃ¼rich/Basel/Genf 2002, Rz. 716), wÃ¼rde die Berufung auf dieses fÃ¼r alle AnsprÃ¼che, die unabhÃ¤ngig von der Scheinehe geltend gemacht werden, einer norma­tiven Basis entbehren. Zudem liefe eine solche Argumentation auf eine eigentliche Grund­rechtsverwirkung hinaus. Diese â rechts­staatlich Ã¤usserst problematische Rechtsfigur â ist in der Schweiz jedoch nicht anerkannt (vgl. JÃ¶rg Paul MÃ¼ller, Grundrechte in der Schweiz, 3. A., Bern 1999, S. 180; Markus Schefer, Die Kerngehalte von Grundrechten, Bern 2001, S. 377 ff., 386 f.). Zudem stÃ¼nde sie auch im Widerspruch zur Tatsache, dass eine auslÃ¤ndi­schen Person, die aufgrund einer Scheinehe in die Schweiz gelangt ist, nach der AuflÃ¶sung der Scheinehe dennoch durch die nachfolgende Eingehung einer "echten" Ehe ein Anwesen­­heitsanspruch gemÃ¤ss Art. 7 Abs. 1 bzw. Art. 17 Abs. 2 ANAG erwerben kann. Die all­fÃ¤lligen auslÃ¤nderrechtlichen Folgen einer Scheinehe sind â wie im Folgenden zu zeigen sein wird (hinten 4d) â differenzierter zu behandeln.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Auch Art. 9 Abs. 2 lit. a und Abs. 4 lit. a ANAG kÃ¶nnen nicht als Grundlage fÃ¼r die Verweigerung herangezogen werden, da aufgrund dieser Bestimmung nur Aufenthalts- bzw. Niederlassungsbewilligungen widerrufen werden kÃ¶nnen, die durch falsche Angaben oder wissentliches Verschweigen wesentlicher Tatsachen erschlichen worden sind. Dass dies fÃ¼r die dem BeschwerdefÃ¼hrer 2 aufgrund der Scheinehe erteilte Aufenthaltsbewilligung zutrifft, wird von den BeschwerdefÃ¼hrern nicht bestritten. Im vorliegenden Fall sind aber nicht die auslÃ¤nderrechtlichen Folgen der Scheinehe, sondern die Voraussetzungen einer anspruchsbegrÃ¼ndenden Berufung auf Art. 8 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV zu beurteilen. Weder wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer 2 bislang auf dieser Grundlage eine Aufenthalts­bewilligung erteilt noch wird geltend gemacht, dass die zur AnspruchsbegrÃ¼ndung vor­­gebrachten Tatsachenbehauptungen nur der Erschleichung einer Aufenthalts­bewilligung dienten. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Zusammenfassend beschrÃ¤nken sich die Rechtsfolgen von Art. 7 Abs. 2 ANAG auf AnsprÃ¼che, die aus einer ungeschiedenen Scheinehe abgeleitet werden. DarÃ¼ber hinaus hat das Eingehen einer Scheinehe keine direkten Rechtsfolgen. Insbesondere erweist sich die Ausweitung der Umgehungsfolgen auf das grundrechtlich geschÃ¼tzte Privatleben als un­­zulÃ¤ssig.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Da im vorliegenden Fall die (Schein-)Ehe des BeschwerdefÃ¼hrers 2 mit F bereits 1999 geschieden wurde und keine AnsprÃ¼che aus dieser Verbindung abgeleitet werden sol­len, besteht kein Raum fÃ¼r einen Beizug von Art. 7 Abs. 2 ANAG zur Beantwortung der sich hier stellenden Rechtsfragen. Auch ein RÃ¼ckgriff auf die dem Rechtsmissbrauchsverbot zugeordnete Fallgruppe der "zweckwidrigen Verwendung eines Rechts" schlÃ¤gt nicht durch. Nichts deutet weiter darauf hin, dass sich die BeschwerdefÃ¼hrenden le­dig­lich aus auslÃ¤nderrechtlichen GrÃ¼nden auf ihre gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft berufen, mithin eine "Scheinpartnerschaft" bestÃ¼nde. Die Vorinstanz hat demnach zu Unrecht nicht Ã¼berprÃ¼ft, ob vorliegend die Voraussetzungen fÃ¼r die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung an einen gleichgeschlechtlichen Lebenspartner erfÃ¼llt sind.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Ob im Rahmen dieser PrÃ¼fung eine Scheinehe zu berÃ¼cksichtigen ist und ob die wÃ¤hrend der Scheinehe in der Schweiz verbrachte Zeit an die massgebliche Beziehungsdauer angerechnet werden darf, wird nachfolgend erÃ¶rtert (hinten 4d).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Die BeschwerdefÃ¼hrer wehren sich gegen die von der Beschwerdegegnerin und der Vorinstanz postulierte Ausweitung der Folgen der Scheinehe, indem sie sich auf einen aussergesetzlichen "rechtfertigenden Notstand" im strafrechtlichen Sinn berufen. Zum Zeit­punkt der Eingehung der Scheinehe â nicht mehr aber nach der neueren bundesgerichtlichen Praxis â sei es faktisch unmÃ¶glich gewesen, fÃ¼r einen gleichgeschlechtlichen auslÃ¤ndi­schen Lebenspartner eine Aufenthaltsbewilligung zu erhalten. Das Rechtsgut des Privatlebens, das durch eine zu befÃ¼rchtende Verhinderung der Anwesenheit des BeschwerdefÃ¼hrers 2 verletzt worden wÃ¤re, habe schwerer gewogen als das Interesse an der korrekten Durch­setzung der fremdenpolizeilichen Bestimmungen, weshalb es keinesfalls gerechtfertigt werden kÃ¶nne, die BeschwerdefÃ¼hrer heute irgendwelche Nachteile wegen der seinerzeit eingegangenen Scheinehe tragen zu lassen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Selbst wenn hier die Abwendung einer strafrechtlichen Sanktion zu beurteilen wÃ¤re, was aber auch nach der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrenden nicht der Fall ist, mÃ¼sste die Ar­gu­mentation mit dem Notstand im Sinn von Art. 34 des Strafgesetzbuchs (StGB) scheitern: Auch das von den BeschwerdefÃ¼hrern angefÃ¼hrte PrÃ¤judiz (BGE 117 IV 179 E. 3b) bringt nÃ¤mlich den Gedanken der SubsidiaritÃ¤t der Notstandshandlung zum Ausdruck. Eine Tat ist nach diesem Grundsatz nur dann gerechtfertigt, wenn sie als notwendiges, angemessenes und einzig mÃ¶gliches Mittel zur Erreichung des angestrebten Ziels betrachtet werden kann (vgl. auch JÃ¶rg Rehberg/Andreas Donatsch, Strafrecht I, 7. A., ZÃ¼rich 2001, S. 196; Kurt Seelmann, Basler Kommentar, 2003, Art. 34 N. 8 StGB, mit Hinweisen). Dies wÃ¤re hier nur zu bejahen, wenn vor dem Eingehen der Scheinehe alle legalen Mittel zur Erlangung der Aufenthaltsbewilligung ergriffen worden wÃ¤ren, was aber unterlassen worden ist. Soweit ersichtlich wurde vor dem Abschluss der Scheinehe unter keinem Titel ein Gesuch um eine Aufenthaltsbewilligung gestellt. Die Einholung einer diesbezÃ¼glichen Rechtsauskunft bei einem Anwalt im Jahr 1995 genÃ¼gt auf jeden Fall nicht.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Den BeschwerdefÃ¼hrern ist aber insoweit Recht zu geben, als sie sich gegen die weit gehenden Folgen wehren, die Beschwerdegegnerin und Vorinstanz an die Scheinehe knÃ¼pfen wollen; dies ergibt sich aber bereits aus dem beschrÃ¤nkten Anwendungsbereich von Art. 7 Abs. 2 ANAG und nicht aus dem Notstandsgedanken (vorne 2).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. a) Da die Vorinstanz davon ausging, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer 2 aufgrund seines mit der Eingehung der Scheinehe begangenen Rechtsmissbrauchs auch nicht mehr auf Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV berufen kÃ¶nne, unterliess sie zu Unrecht (vorn 2b) die PrÃ¼fung, ob die Voraussetzungen fÃ¼r die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung aufgrund dieser Bestimmungen erfÃ¼llt seien.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das Verwaltungsgericht kann eine Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor­instanz zurÃ¼ckweisen, insbesondere wenn mit der angefochtenen Anordnung nicht auf die Sache eingetreten oder der Tatbestand ungenÃ¼gend festgestellt worden ist (§ 64 Abs. 1 VRG). Die RÃ¼ckweisung an die untere Instanz verlÃ¤ngert ein Verfahren jedoch regelmÃ¤s­sig, was dem Rechtsschutzgedanken abtrÃ¤glich ist. Der Gesetzgeber hat die RÃ¼ckweisung deshalb als Ausnahme verstanden (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 64 N. 1).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Obwohl die Vorinstanz keine nÃ¤heren AbklÃ¤rungen zum Sachverhalt getroffen hat, kÃ¶nnen die fÃ¼r die Entscheidung massgeblichen Punkte aufgrund der Aktenlage als genÃ¼gend geklÃ¤rt gelten, weshalb das Verwaltungsgericht selbst entscheiden kann.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Um eine gefestigte Beziehung annehmen zu kÃ¶nnen, die unter den Schutz des Pri­vatlebens gemÃ¤ss Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV fÃ¤llt, spielt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Dauer der Beziehung bzw. des gemeinsamen Haushalts eine ausschlaggebende Rolle. Daneben ist die In­tensitÃ¤t der Partnerschaft aufgrund zusÃ¤tzlicher Faktoren â wie etwa der Art und des Umfangs einer vertraglichen Ãbernahme gegen­seitiger FÃ¼rsorgepflichten, des Integrationswillens und der IntegrationsfÃ¤higkeit bzw. der Akzeptanz in den jeweiligen Familien und im Bekannten- bzw. Freundeskreis der Betroffenen â zu belegen (BGE 126 II 425 E. 4c/bb). Bei der Frage der Beziehungsdauer und auch der Dauer einer gemeinsamen HaushaltfÃ¼hrung ist jedoch nicht auf einen bestimmten Mindestzeitrahmen abzustellen. Entsprechend ist in der neuen Fassung der Wei­sung des Bun­desamts fÃ¼r AuslÃ¤nderfragen (heute: IMES) betreffend die Aufenthaltsbewilligung gleich­geschlechtlicher Partnerinnen und Partner (BFA, Weisungen und ErlÃ¤uterungen Ã¼ber Einreise, Aufenthalt und Arbeits­markt, 2. A., Bern, Februar 2003, Nr. 557, www.aus­laen­der.ch) auf die Festlegung einer Mindestdauer fÃ¼r die Beziehung verzichtet worden (gemÃ¤ss der bis­herigen Fassung wurde fÃ¼r die Annahme eines gefestigten VerhÃ¤ltnisses unter anderem eine Beziehungsdauer von in der Regel mindestens vier Jahren vorausgesetzt). In einem Entscheid Ã¼ber die Ausnahme von den HÃ¶chstzahlen stellte das EidgenÃ¶ssische Jus­tiz- und Polizeidepartement zudem klar, dass an die Dauer des Zusammenlebens keine unre­alistischen Anforderungen gestellt werden dÃ¼rften, wenn die MÃ¶glichkeiten des Zusammen­lebens durch die geografische Distanz von vornherein beschrÃ¤nkt seien. Weiter dÃ¼r­fe fÃ¼r die Annahme einer gefes­tigten Paarbeziehung nicht auch auf die Akzeptanz im Familien- und Freundeskreis abgestellt werden, da vielerorts auch heute noch Vorbehalte gegen ho­mosexuelle Verbindungen bestÃ¼nden. Letztlich sei nicht allein entscheidend, ob das Ã¤us­sere Erscheinungsbild auf eine gefestigte Partnerschaft hinweise. Von Bedeutung sei ebenso die unmissverstÃ¤ndliche WillensÃ¤usserung der Partner und das erkennbare BemÃ¼hen, eine Paarbeziehung jetzt und kÃ¼nftig zu leben. Unsicherheiten, mit welchen derartige AbsichtserklÃ¤rungen behaftet seien, kÃ¶nnten allenfalls zu einem spÃ¤teren Zeitpunkt, wenn die VerlÃ¤ngerung der Bewilligung zu beurteilen sei, berÃ¼cksichtigt werden (EidgenÃ¶ssisches Justiz- und Polizeidepartement, 30. August 2001, A3-0120115, auszugsweise wiedergegeben in ZBl 104/2003, S. 274 ff.).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) aa) Die BeschwerdefÃ¼hrer kennen sich seit 1988. Wie sich aus ihren eigenen Dar­le­gungen, schriftlich eingereichten Zeugenaussagen sowie zahlreichen Fotos schliessen lÃ¤sst, fÃ¼hren die BeschwerdefÃ¼hrer seit ungefÃ¤hr 1989/1990 eine enge Beziehung. Der BeschwerdefÃ¼hrer 2 ist im Familien- und Bekanntenkreis des BeschwerdefÃ¼hrers 1 eingefÃ¼hrt und hat als dessen Partner auch an verschiedenen Familien­fes­ten teilgenommen. Der BeschwerdefÃ¼hrer 2 hat sich vor seiner Heirat mehrmals wÃ¤hrend der maximalen bewilligungs­frei mÃ¶glichen Aufenthaltszeit beim BeschwerdefÃ¼hrer 1 in der Schweiz aufgehalten. Letzterer hat zudem meist seine gesamten Ferien mit dem BeschwerdefÃ¼hrer 2 in dessen Heimat oder an anderen Ferienorten verbracht. Bis zum Abschluss der Scheinehe mit F hat die Beziehung der BeschwerdefÃ¼hrer demnach bereits etwa acht bis neun Jahre gedauert. Es ist weiter un­be­stritten, dass die Ehe mit F nie gelebt wurde und die Beziehung der BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¤hrend und nach dieser Ehe fortdauerte. Im Hinblick auf das am 1. Juli 2003 in Kraft getretene Registrierungsgesetz haben sie einen Partnerschaftsvertrag abgeschlossen und damit notariell beurkundet gegenseitige FÃ¼rsorgepflichten Ã¼bernommen . Allein die nachgewiesene Beziehungsdauer vor dem Abschluss der Scheinehe, die Integration des BeschwerdefÃ¼hrers 2 im Umfeld des BeschwerdefÃ¼hrers 1 sowie die vertragliche Ãbernahme gegenseitiger FÃ¼rsorgepflichten fÃ¼hrt damit grundsÃ¤tzlich zur Bejahung des Anwesenheitsanspruchs, wenn nicht Ã¼berwiegende Ã¶ffentliche Interessen fÃ¼r die Fernhaltung des BeschwerdefÃ¼hrers 2 angefÃ¼hrt werden kÃ¶nnen (vgl. Art. 8 Abs. 2 EMRK; dazu sogleich bb). Im vorliegenden Fall stellt sich weiter die Frage, ob und wie die Scheinehe und das mit dieser erschlichene Aufenthaltsrecht des BeschwerdefÃ¼hrers 2 zu be­rÃ¼ck­sich­ti­gen ist (hinten d).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">bb) Art. 4 ANAG, der die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung in das Ermessen der FremdenpolizeibehÃ¶rden stellt, ist unter Beachtung der gesamten Ordnung des AuslÃ¤nderrechts zu verstehen. Verweigerungen von Aufenthaltsbewilligungen kÃ¶nnen etwa den im schweizerischen AuslÃ¤nderrecht anerkannten Zielen des Schutzes des Landes vor Ãberfremdung, der Erhaltung des Gleichgewichts auf dem inlÃ¤ndischen Arbeitsmarkt, der Aufrecht­erhaltung eines ausgewogenen VerhÃ¤ltnisses zwischen dem Bestand der schweizerischen und der auslÃ¤ndischen WohnbevÃ¶lkerung, der Schaffung gÃ¼nstiger Rahmenbedingun­gen fÃ¼r die Eingliederung der hier wohnenden und arbeitenden AuslÃ¤nder sowie der Ver­besserung der Arbeitsmarktstruktur und einer mÃ¶glichst ausgeglichenen BeschÃ¤ftigung dienen. Diese Interessen erscheinen auch unter dem Gesichtswinkel von Art. 8 Abs. 2 EMRK legitim (vgl. BGE 126 II 425 E. 5b/bb, mit zahlreichen Hinweisen).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Alle genannten Ã¶ffentlichen Interessen kÃ¶nnten grundsÃ¤tzlich gegen den Aufenthalt des BeschwerdefÃ¼hrers 2 vorgebracht werden, was die Beschwerdegegnerin jedoch nicht explizit tut. Selbst bei einer AbstÃ¼tzung der Bewilligungsverweigerung auf eines oder mehrere dieser Interessen mÃ¼ssten im konkreten Fall die privaten Interessen der Beschwerde­fÃ¼h­rer Ã¼berwiegen, da es fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer 1, der beruflich und familiÃ¤r in der Schweiz stark verwurzelt ist, nicht zumutbar wÃ¤re, die Beziehung zum BeschwerdefÃ¼hrer 2 im Ausland zu leben. Angesichts der Ã¼ber zehnjÃ¤hrigen Beziehungsdauer erscheint auch eine Pflege der Beziehung im Rahmen bewilligungsfrei mÃ¶glicher Aufenthalte des BeschwerdefÃ¼hrers 2 in der Schweiz bzw. Ferienaufenthalten des BeschwerdefÃ¼hrers 1 beim BeschwerdefÃ¼hrer 2 als unzumutbar, zumal der BeschwerdefÃ¼hrer 2 wÃ¤hrend seines Aufenthalts in der Schweiz zu keinen massgeblichen Klagen Anlass gegeben hat.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Die Vorinstanz vertritt die Ansicht, das mit der Eingehung der Scheinehe begrÃ¼n­dete Zusammenleben der BeschwerdefÃ¼hrer in der Schweiz, das unterdessen schon Ã¼ber vier Jahre andauert, dÃ¼rfe bei der WÃ¼rdigung der an sich grundrechtlich geschÃ¼tzten Lebensgemeinschaft nicht berÃ¼cksichtigt werden. Der BeschwerdefÃ¼hrer 2 halte sich seit September 1998 im Kanton ZÃ¼rich auf, ohne dass dieser Aufenthalt sich auf eine ordentliche bzw. rechtmÃ¤ssige fremdenpolizeiliche Bewilligung stÃ¼tzen kÃ¶nne. Das Zusammenleben der BeschwerdefÃ¼hrer sei vielmehr erst durch eine rechtsmissbrÃ¤uchlich erwirkte Anwesenheit ermÃ¶glicht worden. Es Ã¤ndere zudem nichts, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer 2 seit der Einreichung des Rekurses bei der Vorinstanz aufgrund der damit verbundenen aufschiebenden Wirkung hier aufhalte. Eine BerÃ¼cksichtigung dieser Aufenthaltsdauer fÃ¼hrte nach der Ansicht der Vorinstanz zu einer Benachteiligung derjenigen, die sich in korrekter und legaler Weise um eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim gleichgeschlechtlichen Partner bemÃ¼hten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Vorinstanz verkennt mit dieser BegrÃ¼ndung, dass die Anforderungen, die nach der aktuellen Praxis an die BeziehungsintensitÃ¤t einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft gestellt werden (vorn b), mit Ausnahme der vertraglichen Ãbernahme von FÃ¼rsorgepflichten, im Rahmen des MÃ¶glichen bereits vor der Eingehung der Scheinehe erfÃ¼llt waren. Es trifft zwar zu, dass eine auslÃ¤ndische Person, die zur Umgehung fremdenpolizeilicher Vorschriften eine Scheinehe eingeht, nicht besser gestellt werden darf als eine sich korrekt ver­haltende Person. Auf der anderen Seite darf sie aber auch nicht schlechter gestellt werden, indem alle Entwicklungen der Beziehung, die sich nach der AuflÃ¶sung der Scheinehe ergeben haben, nicht berÃ¼cksichtigt werden. Selbst wenn die Beziehung der BeschwerdefÃ¼hren­den nach der AuflÃ¶sung der Scheinehe nur im gleichen Umfang wie vor deren Eingehung ge­pflegt worden wÃ¤re, der BeschwerdefÃ¼hrer 2 sich also nach wie vor nur zeitweise mit Be­suchervisa beim BeschwerdefÃ¼hrer 1 in der Schweiz und der BeschwerdefÃ¼hrer 1 sich ferienhalber in der Heimat des BeschwerdefÃ¼hrers 2 aufgehalten hÃ¤tte, wÃ¤re ihre Beziehung als genÃ¼gend intensiv und eng zu qualifizieren, um einen Aufenthaltsanspruch des Be­schwerdefÃ¼hrers 2 zu begrÃ¼nden (vgl. EidgenÃ¶ssisches Justiz- und Polizeidepartement, 30. August 2001, A3-0120115, auszugsweise wiedergegeben in ZBl 104/2003, S. 274 ff., E. 12 Abs. 2). Dazu kommt die Tatsache, dass die BeschwerdefÃ¼hrer unterdessen vertraglich gegenseitige FÃ¼rsorgepflichten Ã¼bernommen haben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dem von der Vorinstanz zu Recht vorgebrachten Gedanken der Gleichbehandlung mit den sich korrekt um eine Aufenthaltsbewilligung BemÃ¼henden wird genÃ¼gt, wenn bei der Beurteilung der BeziehungsintensitÃ¤t gleichgeschlechtlicher Partnerschaften die Dauer der Scheinehe sowie alle mit der Scheinehe zusammenhÃ¤ngenden Folgen, welche die BeziehungsintensitÃ¤t zu steigern vermochten, angemessen berÃ¼cksichtigt bzw. in Abzug gebracht werden. Mit der NichtberÃ¼cksichtigung der gesamten Entwicklung nach der AuflÃ¶sung der Scheinehe, insbesondere dem Fortbestehen der bereits vorher begrÃ¼ndeten Lebens­gemeinschaft, ist die Vorinstanz zu weit gegangen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">e) Im Ergebnis ist die Beziehung der BeschwerdefÃ¼hrer als so gefestigt und intensiv zu beurteilen, dass sie â selbst unter NichtberÃ¼cksichtigung der Dauer der Scheinehe und der mit dieser verbundenen aufenthaltsrechtlichen Folgen â, nach der aktuellen Praxis aufgrund von Art. 8 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV dem BeschwerdefÃ¼hrer 2 ein Aufenthaltsrecht zu vermitteln vermag. Die Beschwerde ist damit im Hauptpunkt gutzuheissen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die vorinstanzlichen und die Gerichts­kosten der Beschwerdegeg­nerin aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 28).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Da die Streitsache verhÃ¤ltnismÃ¤ssig schwierige Rechtsfragen aufgeworfen hat, rechtfertigt sich auch die Ausrichtung einer ParteientschÃ¤digung an die obsiegenden BeschwerdefÃ¼hrer (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). Mit einer solchen sind aber hÃ¶chstens die notwen­digen Rechtsverfolgungskosten zu vergÃ¼ten. Weiter sieht das Gesetz lediglich eine an­gemessene EntschÃ¤digung der Umtriebe vor (siehe KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 36). Ge­mÃ¤ss § 12 Abs. 1 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997 wird die ParteientschÃ¤digung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen bemessen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrer beziffern ihren EntschÃ¤digungsanspruch mit Fr. 3'025.- fÃ¼r das Rekurs- und Fr. 7'026.- fÃ¼r das Beschwerdeverfahren, wo­bei der erstgenannte Betrag noch einige Aufwendung im Zusammenhang mit dem erst­in­stanzlichen Verfahren beinhaltet, die nicht zu entschÃ¤digen sind (§ 17 Abs. 1 VRG). Gemes­sen an der Bedeutung der Streitsache und dem Schwierigkeitsgrad des Prozesses erscheint der Gesamtbetrag von Fr. 10'051.- fÃ¼r beide Verfahren unangemessen hoch. Angemessen erscheint eine EntschÃ¤di­gung von Fr. 1'000.- fÃ¼r das Rekursverfahren und Fr. 2'500.- fÃ¼r das Beschwerdeverfahren, beide BetrÃ¤ge inklusive Mehrwertsteuer.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"></a>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird. Die VerfÃ¼gung der Beschwerdegegnerin vom 8. Januar 2001 und der Beschluss des Regierungsrats vom 26. Februar 2003 werden aufgehoben. Die Beschwerdegegnerin wird eingeladen, dem BeschwerdefÃ¼hrer 2 im Sinn der ErwÃ¤gungen eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens von Fr. 1'442.- werden der Beschwerdegeg­nerin auferlegt. Diese wird verpflichtet, den BeschwerdefÃ¼hrern fÃ¼r das Rekursverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) auszurich­ten, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf<br/> Fr. 2'200.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'260.-- Total der Kosten. </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">5. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, den BeschwerdefÃ¼hrern fÃ¼r das Verfahren vor Verwaltungsgericht eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'500.- (Mehrwert­steuer inbe­griffen) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">6. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="MsoNormal">7 ....</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>