2002 1 Art. 323 Abs. 1 und Art. 327 Abs. 2 StPO. Rechtsmit tel gegen erst- instanzliche Verfügungen betreffend Protokollberich tigung (Beschluss des Obergerichts Nr. 51/2001/43 vom 9. August 2002 i.S. S.). Auf die Beschwerde gegen eine während des Berufung sverfahrens erlasse- ne erstinstanzliche Verfügung betreffend Protokollb erichtigung ist nicht ein- zutreten. Die mit der Beschwerde erhobenen Rügen si nd im Rahmen des voll- kommenen Rechtsmittels der Berufung zu behandeln. S. wurde am 19. Dezember 2000 vom Einzelrichter des Kantonsgerichts zu einer Busse verurteilt. Hiegegen erhob er am 27. Dezember 2000 Berufung ans Obergericht. Mit Verfügung vom 24. Oktober 2001 wies der Einzelrichter ein Begehren von S. um Berichtigung des Protokolls der Hauptverhandlung vom 19. Dezember 2000 ab. Auf die von S. gegen dies e Verfügung erhobene Beschwerde trat das Obergericht nicht ein. Aus den Erwägungen: 1. – Beim Obergericht ist die vom Angeklagten gegen d as Urteil des Ein- zelrichters vom 19. Dezember 2000 erhobene Berufung pendent. Die Be- rufung erlaubt eine vollständige Überprüfung des an gefochtenen Urteils in tatsächlicher und in rechtlicher Hinsicht sowie auc h bezüglich des Verfahrens (vgl. 323 Abs. 1 der Strafprozessordnung für den Ka nton Schaffhausen vom 15. Dezember 1986 [StPO, SHR 320.100]). Das angefoc htene Urteil vom 19. Dezember 2000 war im Zeitpunkt der Verfügung be treffend die Proto- kollberichtigung vom 24. Oktober 2001 zwar bereits eröffnet, und die Ver- fügung bildet nicht Bestandteil des Urteils. Indess en hat der Einzelrichter mit dieser Verfügung über vom Angeklagten gerügte Mänge l des erstinstanz- lichen Verfahrens befunden, die nach dem Gesagten i m Rahmen des voll- kommenen Rechtsmittels der Berufung grundsätzlich b eurteilt werden kön- nen. Im weitern betreffen die beanstandeten Protoko llstellen den rechtserheb- lichen Sachverhalt. Die verlangten Korrekturen des Protokolls sind damit grundsätzlich geeignet, zu einer Änderung des angef ochtenen Urteils zu füh- ren. Dies legt es auch von der Sache her nahe, die das Protokoll betreffenden Rügen im vorliegenden Berufungsverfahren zu behandeln. 2002 2 Dagegen ist die Beschwerde ausgeschlossen, soweit der gerügte Mangel ohne nicht wiedergutzumachenden Nachteil für den Be schwerdeführer auf anderem Rechtsweg geltend gemacht werden kann (Art. 327 Abs. 2 StPO). Diese Voraussetzung ist nach dem Gesagten mit Blick auf die pendente Be- rufung erfüllt. Somit ist auf die vorliegende Beschwerde nicht ein zutreten. Das Ober- gericht wird über den Berichtigungsantrag im Rahmen des Berufungs- entscheids befinden.