<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2013.00563</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=213542&amp;W10_KEY=13013527&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2013.00563</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 04.12.2013</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Bildung</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Repetition der 2. Klasse</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Offengelassen, ob die Beschwerdeführenden, nachdem deren Sohn nunmehr eine Privatschule besucht, noch ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung der Ausgangsverfügung haben (E. 1.2). Die Repetition einer Klasse kann insbesondere dann angeordnet werden, wenn sonderpädagogische Massnahmen nicht zum Ziel führen und von der Repetition tatsächlich eine Besserung der Situation zu erwarten ist (E. 3.1). Gemäss übereinstimmender Darstellung aller beteiligten Fachpersonen sind die schulischen Schwierigkeiten des Sohns der Beschwerdeführenden auf mangelnde Reife zurückzuführen. Die angeordnete Repetition einer Klasse verschafft ihm die nötige Zeit für die gesamtpersönliche Entwicklung und erscheint deshalb sachgerecht (E. 3.3 f.). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REPETITION EINER KLASSE">REPETITION EINER KLASSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULLAUFBAHNENTSCHEID">SCHULLAUFBAHNENTSCHEID</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 32 Abs. 2 VSG</span><br/><span class="gerade">Art. 33 Abs. 2 VerkehrssicherheitsV</span><br/><span class="ungerade">Art. 33 Abs. 3 VerkehrssicherheitsV</span><br/><span class="gerade">Art. 37 Abs. 1 VerkehrssicherheitsV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=19581" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2013.00563</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">4. Dezember 2013</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Jso Schumacher<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Peter Sprenger, Verwaltungsrichter Marco Donatsch, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Reto HÃ¤ggi Furrer. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1.<b> </b>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.<b> </b>B, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText">beide vertreten durch RA C, </p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Schulpflege X,<b> </b> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin,</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Repetition der zweiten Klasse,</b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>hat sich ergeben: </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">E besucht seit dem Schuljahr 2011/2012 die Unterstufe der Primarschule X. AnlÃ¤sslich eines StandortgesprÃ¤chs vom 20. Juni 2013 wurden die Eltern, A und B, dahingehend informiert, dass E die Repetition der zweiten Klasse empfohlen werde; damit waren die Eltern nicht einverstanden. Der Schulpsychologische Dienst des Bezirks Y empfahl mit Schreiben vom 28. Juni 2013 ebenfalls, E die zweite Klasse repetieren zu lassen. Die Eltern beantragten am 2. Juli 2013, E in die dritte Klasse zu promovieren, ihn aber auf Beginn des Schuljahrs in die Parallelklasse zu versetzen. Mit Beschluss vom 8. Juli 2013 ordnete die Schulpflege an, E habe die zweite Klasse zu repetieren. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Rekurs vom 24. Juli 2013 liessen A und B in der Hauptsache beantragen, unter EntschÃ¤digungsfolge sei der Beschluss vom 8. Juli 2013 aufzuheben und E auf den Beginn des neuen Schuljahrs in eine Parallelklasse zu versetzen. Mit Eingabe vom 11. August 2013 ergÃ¤nzten die Eltern ihre RekursantrÃ¤ge insofern, als sie zusÃ¤tzlich beantragten, die Schulpflege sei zu verpflichten, den sonderpÃ¤dagogischen FÃ¶rderbedarf von E bei einer neutralen Fachstelle abklÃ¤ren zu lassen und gegebenenfalls die entsprechenden sonderpÃ¤dagogischen Massnahmen anzuordnen. Soweit die Umteilung in eine Parallelklasse nicht zumutbar sei, sei die Schulpflege zu verpflichten, E in eine Parallelklasse in einer nahen Nachbargemeinde umzuteilen oder fÃ¼r ein Schuljahr Kostengutsprache fÃ¼r den Besuch einer Privatschule zu leisten. Der Bezirksrat Y wies den Rekurs mit Beschluss vom 14. August 2013 ab, soweit er darauf eintrat, und entzog einer Beschwerde die aufschiebende Wirkung.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A und B liessen am 19. August 2013 Beschwerde beim Verwaltungsgericht fÃ¼hren und beantragen, unter EntschÃ¤digungsfolge seien der Rekursentscheid sowie der Beschluss der Schulpflege vom 8. Juli 2013 aufzuheben, E der Besuch der dritten Klasse zu gestatten, die Schulpflege anzuweisen, E in eine Parallelklasse am Schulort oder in einer Nachbargemeinde zu versetzen und die besonderen pÃ¤dagogischen BedÃ¼rfnissen von E abzuklÃ¤ren. Zudem ersuchten sie darum, als Sofortmassnahme die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wiederherzustellen und E fÃ¼r die Dauer des Verfahrens in eine Parallelklasse am Schulort oder in einer Nachbargemeinde zu versetzen. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom gleichen Tag stellte das Verwaltungsgericht die aufschiebende Wirkung der Beschwerde einstweilen wieder her. Der Bezirksrat verzichtete am 26./27. August 2013 unter Verweis auf die BegrÃ¼ndung des Rekursentscheids auf eine Vernehmlassung; die Schulpflege X beantragte mit Beschwerdeantwort vom 30. August 2013 die Abweisung der Beschwerde unter EntschÃ¤digungsfolge, soweit sich auf jene eintreten lasse. Mit Eingabe vom 9. September 2013 beantragten die A und B, E vorsorglich der Privatschule G zuzuteilen. Mit weiteren Eingaben der Schulpflege vom 20. September 2013 und 25. Oktober 2013 sowie von A und B vom 13. Oktober 2013 und 28. Oktober 2013 bzw. 7. November 2013 hielten die Parteien an ihren jeweiligen AntrÃ¤gen fest. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit nach § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) von Amtes wegen. FÃ¼r Beschwerden gegen erstinstanzliche Rekursentscheide eines Bezirksrats Ã¼ber Anordnungen einer Schulpflege etwa betreffend die Repetition einer Klasse ist das Verwaltungsgericht nach § 75 des Volksschulgesetzes vom 7. Februar 2005 (VSG, LS 412.100) und § 41 Abs. 1 in Verbindung mit §§ 19 Abs. 1 und 3, 19b Abs. 2 lit. c sowie §§ 42â44 e contrario VRG zustÃ¤ndig.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Nach § 49 in Verbindung mit § 21 Abs. 1 VRG ist zur Beschwerde berechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ãnderung hat. Das schutzwÃ¼rdige Interesse besteht im materiellen Nutzen, den die erfolgreiche Beschwerde der beschwerdefÃ¼hrenden Partei eintragen wÃ¼rde bzw. in der Abwendung eines materiellen oder ideellen Nachteils, den der negative Entscheid zur Folge hÃ¤tte. Dabei genÃ¼gt ein praktisches Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids. KÃ¶nnte die geltend gemachte BeeintrÃ¤chtigung indes selbst durch die Gutheissung des Rechtsmittels nicht abgewendet werden, ist das schutzwÃ¼rdige Interesse zu verneinen. <span>Das schutzwÃ¼rdige Interesse muss schliesslich im Zeitpunkt des Rechtsmittelentscheids aktuell sein </span>(vgl. zum Ganzen Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. <span>A., ZÃ¼rich 1999, § 21 N. 21 f. und 25; BGE 125 I 394 E. 4a, 116 Ia 359 E. 2a; VGr, 26. </span>Juli 2012, VB.2012.00228, E. 1.2 â 13. Dezember 2010, VB.2010.00625, E. 2.1 â 14. Juli 2010, VB.2010.00220, E. 2.1).</p> <p class="Urteilstext">E besucht nunmehr eine Privatschule. Insofern stellte sich die Frage, ob Ã¼berhaupt noch ein aktuelles Rechtsschutzinteresse vorliegt. Das kann vorliegend indes offenbleiben, da die Beschwerde bei einer Anhandnahme â wie sich alsbald zeigt â ohnehin abzuweisen ist. </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrenden ersuchten mit der Beschwerde darum, E fÃ¼r die Dauer des Verfahrens in eine Parallelklasse am Schulort oder in einer Nachbargemeinde zu versetzen. Nachdem E neu eine Privatschule besuchte, "prÃ¤zisierten" die BeschwerdefÃ¼hrenden ihren Antrag dahingehend, es sei die vorsorgliche Zuteilung zu dieser Schule anzuordnen. Mit dem heutigen Entscheid werden diese AntrÃ¤ge gegenstandslos.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼ler kÃ¶nnen Klassen wiederholen, wenn dies aufgrund ihrer Leistung oder ihres Entwicklungsstands angezeigt erscheint (§ 32 Abs. 2 VSG). Nach § 33 Abs. 2 und 3 der Volksschulverordnung vom 28. Juni 2006 (VSV, LS 412.101) sind im Rahmen der Gesamtbeurteilung einerseits die kognitiven FÃ¤higkeiten und das Arbeits-, Lern- und Sozialverhalten und anderseits die persÃ¶nliche Entwicklung der SchÃ¼lerin oder des SchÃ¼lers zu berÃ¼cksichtigen. Dabei beruht die Gesamtbeurteilung auf Beobachtungen der Lehrpersonen und auf Lernkontrollen. Ein PrimarschÃ¼ler kann eine Klasse insbesondere dann wiederholen, wenn er dem Unterricht nicht zu folgen vermag und die Wiederholung eine anhaltende Besserung der Situation erwarten lÃ¤sst (§ 37 Abs. 1 Satz 1 VSV). Steht nicht fest, ob ein PrimarschÃ¼ler dem Unterricht nicht zu folgen vermag oder ob den Schwierigkeiten mit sonderpÃ¤dagogischen Massnahmen begegnet werden kann, kann er unter Ansetzung einer angemessenen BewÃ¤hrungsfrist provisorisch promoviert werden (§ 37 Abs. 3 VSV). Demnach kann die Repetition einer Klasse insbesondere dann angeordnet werden, wenn sonderpÃ¤dagogische Massnahmen nicht zum Ziel fÃ¼hren und von der Repetition tatsÃ¤chlich eine Besserung zu erwarten ist. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Nach § 32 Abs. 1 Satz 1 VSG entscheiden die betroffenen Lehrpersonen, die Schulleitung und die Eltern gemeinsam Ã¼ber die Promotion in die nÃ¤chste Klasse. Kann keine Einigung erzielt werden, entscheidet die Schulpflege (§ 32 Abs. 1 Satz 2 VSG). Sie hat die Beteiligten anzuhÃ¶ren und kann Fachpersonen beiziehen sowie weitere AbklÃ¤rungen vornehmen oder anordnen, indes keine PrÃ¼fungen durchfÃ¼hren (§ 34 Abs. 3 VSV).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>E wurde wÃ¤hrend des Kindergartens am 8. April 2011 erstmals durch den Schulpsychologischen Dienst abgeklÃ¤rt. Die beurteilende Psychomotoriktherapeutin kam zum Schluss, E zeige leichte AuffÃ¤lligkeiten im Bereich der Fein- und Graphomotorik sowie der Konzentration und Aufmerksamkeit, und empfahl eine psychomotorische Therapie. Die in der Folge durchgefÃ¼hrte Therapie wurde im Dezember 2011 beendet, weil die Therapeutin zum Schluss kam, E zeige keine psychomotorischen AuffÃ¤lligkeiten mehr und eine Therapie sei deshalb nicht mehr indiziert. AnlÃ¤sslich eines StandortgesprÃ¤chs der Klassenlehrerin mit den BeschwerdefÃ¼hrenden vom 2. Oktober 2012 wurde thematisiert, dass E fÃ¼r seine Hausaufgaben mehr als die vorgesehenen 20 Minuten benÃ¶tige; es wurde vereinbart, dass Klassenlehrerin und Eltern die Situation beobachteten und sich gegenseitig informierten. Am 5. November 2012 fÃ¼hrte die Klassenlehrerin mit den BeschwerdefÃ¼hrenden ein TelefongesprÃ¤ch, bei welchem diesen mitgeteilt wurde, dass E in der Schule gestresst und Ã¼berfordert wirke; ArbeitsauftrÃ¤ge gingen an ihm vorbei und selbstÃ¤ndiges Arbeiten sei kaum mÃ¶glich; allgemein sei bei E keine Schulfreude spÃ¼rbar. Bei SprechauftrÃ¤gen, im Turnen und bei sehr einfachen AuftrÃ¤gen sei er dagegen voll dabei, wirke gelÃ¶st und motiviert. Die Klassenlehrerin und die Eltern vereinbarten, E zur AbklÃ¤rung beim Schulpsychologischen Dienst anzumelden. Diese AbklÃ¤rung ergab, dass E Ã¼ber eine rasche Auffassungsgabe und altersentsprechende denkerische FÃ¤higkeiten verfÃ¼gt; er sei interessiert an Zahlen und habe ein gutes Zahlen- und MengenverstÃ¤ndnis. Leicht erhÃ¶hte Schwierigkeiten zeigten sich bei der Graphomotorik und in der Rechtschreibung. E sei in seiner Art noch sehr verspielt und weniger reif, als aufgrund seines Alters zu erwarten wÃ¤re. Die schulischen Unsicherheiten liessen sich vorwiegend mit mangelnder (Arbeits-)Reife von E und seiner verspielten Art erklÃ¤ren, weshalb von der von den Eltern gewÃ¼nschten Versetzung in eine Parallelklasse abgeraten werde. An einer Besprechung vom 15. Januar 2013 kamen Eltern, Lehrpersonen und die Schulpsychologin gemeinsam zum Schluss, E weiterhin die bisherige Klasse besuchen zu lassen. Ausserdem wurde vereinbart, dass E von Lehrpersonen und Eltern gelobt werden solle, wenn er Anstrengungsbereitschaft und Durchhaltewillen zeige; Aufgaben, die E bewÃ¤ltigen kÃ¶nne, dÃ¼rften und sollten von ihm verlangt werden. Weiter wÃ¼rden FÃ¶rderschwerpunkte auf das Beschleunigen von ArbeitsÃ¼bergÃ¤ngen und auf das Mitarbeiten bei Partnerarbeiten gelegt, wobei die Eltern ihn zu Hause durch Ãbungen unterstÃ¼tzen sollten. Einem Zeugnis vom 10. Februar 2013 lÃ¤sst sich entnehmen, dass die schulischen Leistungen von E knapp genÃ¼gend, Arbeits- und Lernverhalten jedoch ungenÃ¼gend waren.</p> <p class="Urteilstext">Am 8. MÃ¤rz 2013 wurde E erneut psychomotorisch abgeklÃ¤rt. Die Therapeutin fÃ¼hrte aus, E sei bei der AbklÃ¤rung am Ende des Tages sehr mÃ¼de; er wirke auf die Therapeutin traurig; in die Schule gehe er nicht gerne, ausser in die Turn- und Mathematikstunden. Ihrer Meinung nach kÃ¶nne E von einer Wiederaufnahme der Psychomotoriktherapie profitieren; das FÃ¶rderziel sei in erster Linie, das SelbstwertgefÃ¼hl von E zu steigern. AnlÃ¤sslich eines StandortgesprÃ¤chs vom 19. MÃ¤rz 2013 fÃ¼hrte die Klassenlehrerin aus, die Situation habe sich nicht verÃ¤ndert; E sei nicht bereit, Anstrengungen auf sich zu nehmen, Musik und Sport liebe er aber. LeistungsmÃ¤ssig sei er in Mathematik genÃ¼gend und in Sprache knapp genÃ¼gend. Die schulische HeilpÃ¤dagogin ergÃ¤nzte, in der Kleingruppe zeige sich das gleiche Bild; E sei oft frustriert. Die BeschwerdefÃ¼hrerin erklÃ¤rte, E kÃ¶nne seine Arbeiten zu Hause schneller erledigen; die Eltern hÃ¤tten das GefÃ¼hl, E werde in der Schule nicht richtig gefordert; er fÃ¼hle sich oft kritisiert und empfinde die Schule als streng; eine Repetition kÃ¶nne eine Unterforderung zur Folge habe. Im GesprÃ¤ch vom 20. Juni 2013 wurde den BeschwerdefÃ¼hrenden schliesslich empfohlen, E die zweite Klasse repetieren zu lassen, weil die Situation sich nicht verÃ¤ndert habe; die BeschwerdefÃ¼hrenden waren damit nicht einverstanden. In der Stellungnahme vom 28. Juni 2013 empfahl die beigezogene Schulpsychologin, E die zweite Klasse repetieren zu lassen mit dem Ziel, ihm Zeit fÃ¼r seine gesamtpersÃ¶nliche Entwicklung zu geben und ihm die dringend benÃ¶tigten Erfolgserlebnisse zu ermÃ¶glichen. Einem Bericht der Lehrpersonen lÃ¤sst sich schliesslich entnehmen, dass E die Lernziele in den FÃ¤cher Mathematik und Schrift (knapp) erreichte, im Fach Sprache hingegen nicht.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Aufgrund der dargestellten Sachlage erscheint der Schluss der Beschwerdegegnerin, es sei im Sinn von E, die zweite Klasse zu wiederholen, nicht rechtsverletzend. E hat Schwierigkeiten, dem Unterricht zu folgen, hÃ¤lt damit teilweise die ganze Klasse auf und setzt sich dadurch selber unter Druck. Auch in der Kleingruppe ist ein konzentriertes Arbeiten Ã¼ber lÃ¤ngere Zeit nur mÃ¶glich, wenn er intensiv durch eine Lehrperson begleitet wird. Die zustÃ¤ndigen Fachpersonen kommen Ã¼bereinstimmend mit den Lehrpersonen zum Schluss, die Schwierigkeiten von E seien eine Folge mangelnder Reife; dem lasse sich am besten mit einer Repetition begegnen. Dieser Schluss erscheint nachvollziehbar. Unbestritten hat E altersentsprechende denkerische FÃ¤higkeiten und ein gutes Zahlen- und MengenverstÃ¤ndnis. Ihm fehlt es aber am nÃ¶tigen Durchhaltewillen und am KonzentrationsvermÃ¶gen. Die Schulpsychologin fÃ¼hrt dies auf mangelnde Reife und die noch verspielte und wenig selbstÃ¤ndige Art zurÃ¼ck. E mÃ¼sse deshalb mehr Zeit gegeben werden. Bei dieser Ausgangslage scheint eine integrative FÃ¶rderung nicht angezeigt, weil diese das Problem nur beschrÃ¤nkt beheben kann â die Anforderungen an E stiegen dennoch und er hÃ¤tte wohl weiterhin Schwierigkeiten, dem Unterricht zu folgen. DemgegenÃ¼ber verschafft ihm eine Repetition der zweiten Klasse die nÃ¶tige Zeit fÃ¼r die gesamtpersÃ¶nliche Entwicklung. Eine Repetition dÃ¼rfte deshalb zu einer Besserung der Situation von E fÃ¼hren. Der BefÃ¼rchtung der BeschwerdefÃ¼hrenden, E kÃ¶nnte fachlich teilweise unterfordert sein, sollte die Lehrperson gegebenenfalls durch entsprechende Zusatzaufgaben ohne Weiteres Rechnung tragen kÃ¶nnen. Die Anordnung der Beschwerdegegnerin erweist sich somit als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig.</p> <p class="Erwgung2">Auch der Vorwurf der BeschwerdefÃ¼hrenden, die Beschwerdegegnerin habe die pÃ¤dagogischen BedÃ¼rfnisse von E nicht genÃ¼gend abgeklÃ¤rt, vermag nicht durchzudringen. Die Beschwerdegegnerin liess E sowohl mehrfach in psychomotorischer Hinsicht als auch in psychologischer Hinsicht abklÃ¤ren; die entsprechenden Berichte kommen Ã¼bereinstimmend zum Schluss, die Schwierigkeiten von E seien auf seine mangelnde Reife zurÃ¼ckzufÃ¼hren. Bei dieser Ausgangslage musste die Beschwerdegegnerin keine weiteren AbklÃ¤rungen vornehmen. </p> <p class="Urteilstext">Schliesslich vermag auch der eingereichte Bericht einer Privatschule nichts am vorliegenden Ergebnis zu Ã¤ndern. Ob E die Voraussetzungen zum Besuch einer dritten Klasse an der Volksschule erfÃ¼llt, lÃ¤sst sich diesem Bericht nicht entnehmen. Zwar soll das Arbeitstempo von E sich mit zunehmender Sicherheit erhÃ¶hen und dem entsprechen, was von einem Kind in der dritten Klasse erwartet werden dÃ¼rfe. Unter welchen Bedingungen dieses Arbeitstempo zustande kommt, namentlich wie eng die Betreuung von E in der Privatschule ist, lÃ¤sst sich dem Bericht nicht entnehmen. Er ist deshalb nicht geeignet, die Feststellungen sowohl der Lehrpersonen als auch der beteiligten Psychomotoriktherapeutin und der Schulpsychologin umzustossen. </p> <p class="Urteilstext">Demnach erweist sich die AusgangsverfÃ¼gung als rechtmÃ¤ssig. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten den BeschwerdefÃ¼hrenden unter solidarischer Haftung fÃ¼reinander je zur HÃ¤lfte aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 sowie § 14 VRG, KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 14 N. 3). Eine ParteientschÃ¤digung ist ihnen nicht zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin ersucht ebenfalls um eine ParteientschÃ¤digung. Dem Gemeinwesen steht in der Regel keine ParteientschÃ¤digung zu, weil das Erheben und Beantworten von Rechtsmitteln zu den angestammten amtlichen Aufgaben gehÃ¶rt und die BehÃ¶rden gegenÃ¼ber den Privaten meist einen Wissensvorsprung aufweisen (RB 2008 Nr. 18 E. 2.3.1 Abs. 2; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 19 f.). In diesem Sinn ist der Beschwerdegegnerin ebenfalls keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zur Rechtsmittelbelehrung im nachfolgenden Dispositiv ist Folgendes zu erlÃ¤utern:</p> <p class="Urteilstext">Soweit es vorliegend um einen Entscheid Ã¼ber das Ergebnis von PrÃ¼fungen und anderen FÃ¤higkeitsbewertungen geht, steht dagegen nur die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) offen (Art. 83 lit. t BGG; vgl. zur weiten Auslegung des Begriffs der FÃ¤higkeitsbewertung BGr, 16. August 2007, 2C_187/2007, E. 2.1, und 3. Mai 2007, 2C_176/2007, E. 2; Thomas HÃ¤berli, Basler Kommentar, 2011, Art. 83 BGG N. 296 ff.). Ansonsten kann Beschwerde in Ã¶ffentlichrechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. BGG erhoben werden. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 300.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'800.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden unter solidarischer Haftung fÃ¼reinander je zur HÃ¤lfte auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>