<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2002.00076</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107216&amp;W10_KEY=13013573&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2002.00076</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.03.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 21.01.2004 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>ausserordentliche Einkünfte (Steuerjahr 1998)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Ausserordentliche Einkünfte von rund dem Fünffachen der Vorjahre Die Pflichtigen können sich nicht auf Vertrauensschutz berufen, da die Auskunft des steueramtlichen Revisors lediglich mündlich und sein Bericht amtsintern war. Innerhalb der Veranlagungsfrist konnte nach der Haupteinschätzung noch eine Einschätzungen der a.o. Einkünfte erfolgen (E. 2a-c). Die Nettoeinkünfte 1998 betrugen das Fünffache des Durchschnitts der letzten fünf Vorjahre und müssen aufgrund des singulären Auftrags, der den Ausschlag für die Einkommenssteigerung gab, als ausserordentlich gewertet werden (E. 3a-c).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN">ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANWALTSTÃTIGKEIT">ANWALTSTÃTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSKUNFT">AUSKUNFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSERORDENTLICHE EINKUNFT">AUSSERORDENTLICHE EINKUNFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEMESSUNGSLÃCKE">BEMESSUNGSLÃCKE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINKOMMENSSTEUER">EINKOMMENSSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: JAHRESSTEUER">JAHRESSTEUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENAUFLAGE">KOSTENAUFLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SYSTEMWECHSEL">SYSTEMWECHSEL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERMITTLUNGSPROVISION">VERMITTLUNGSPROVISION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSSCHUTZ">VERTRAUENSSCHUTZ</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 126 lit. I StG</span><br/><span class="ungerade">§ 130 StG</span><br/><span class="gerade">Art. 69 lit. II StHG</span><br/><span class="ungerade">Art. 69 lit. III StHG</span><br/><span class="gerade">Art. 73 StHG</span><br/><span class="ungerade">§ 1 VV StHG 69</span><br/><span class="gerade">§ 2 VV StHG 69</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Der mit B verheiratete A ist als selbststÃ¤ndiger Anwalt in ZÃ¼rich tÃ¤tig. FÃ¼r die Vermittlung eines KÃ¤ufers der Aktien der C AG erhielt A 1998 die HÃ¤lfte des an ihn und D ausgerichteten Vermittlungshonorars von insgesamt Fr. 2'793'460.- (ohne Mehrwertsteuer). 1998 fielen bei A EinkÃ¼nfte aus anwaltlicher TÃ¤tigkeit einschliesslich des Vermittlerhonorars von Fr. 1'627'459.- an. In den vorangegangenen GeschÃ¤ftsjahren 1993 bis 1997 hatte er ein Nettoeinkommen von Fr. 339'752.- (1993), Fr. 302'647.- (1994), Fr. 233'895.- (1995), Fr. 259'169.- (1996) und Fr. 224'523.- (1997) deklariert.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Nachdem im Juli 2000 die GeschÃ¤ftsjahre 1997 und 1998 des AnwaltsbÃ¼ros E einer steueramtlichen BuchprÃ¼fung unterzogen worden waren, unterbreitete das kantonale Steueramt, Abteilung BÃ¼cherrevision, dem Ehepaar AB einen EinschÃ¤tzungsvorschlag fÃ¼r das Steuerjahr 1998 (Bemessungsjahr 1997), den diese anerkannten. Betreffend die ausserordentlichen EinkÃ¼nfte 1998 kam das kantonale Steueramt, Abteilung BÃ¼cherrevision, in seinem Bericht zum Schluss, dass keine solchen vorlÃ¤gen, da die GeschÃ¤ftsvermittlung zur ordentlichen TÃ¤tigkeit der Anwaltskanzlei gehÃ¶re und damit das Honorar aus dem Verkauf der C AG in die BemessungslÃ¼cke falle. In der Folge unterbreitete das kantonale Steueramt B und A am 13. September 2001 einen Vorschlag, wonach das A fÃ¼r den Verkauf der C AG zustehende Honorar von Fr. 1'396'700.- aufgrund der HÃ¶he als ausserordentliche EinkÃ¼nfte im Steuerjahr 1998 gewÃ¼rdigt und mit einer separaten Jahressteuer erfasst wÃ¼rden. Dieser Vorschlag wurde abgelehnt. Daraufhin erliess das kantonale Steueramt am 14. Februar 2002 einen dem EinschÃ¤tzungsvorschlag entsprechenden EinschÃ¤tzungsentscheid.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die dagegen erhobene Einsprache hiess das kantonale Steueramt am 17. April 2002 teilweise gut, indem es die HÃ¤lfte der geltend gemachten Aufwendungen zum Abzug zuliess und die ausserordentlichen EinkÃ¼nfte dementsprechend auf Fr. 1'321'700.- reduzierte.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Die Steuerrekurskommission I hiess am 27. Juni 2002 den erhobenen Rekurs teilweise gut. Neben den bereits vom kantonalen Steueramt im Zusammenhang mit dem Verkauf der C AG anerkannten Aufwendungen fÃ¼r Lohn- und Honorarzahlungen von Fr. 75'000.- liess sie weitere, zumindest indirekt mit der Erzielung des streitigen Honorars zusammenhÃ¤ngende, geschÃ¤ftsmÃ¤ssig begrÃ¼ndete Aufwendungen von Fr. 56'498.- zum Abzug zu und reduzierte die im Steuerjahr 1998 steuerbaren ausserordentlichen EinkÃ¼nfte auf Fr. 1'265'200.-. Die Kosten des Verfahrens wurden infolge des lediglich geringfÃ¼gigen Obsiegens vollstÃ¤ndig den Eheleuten AB auferlegt.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">III. Mit Beschwerde vom 12. September 2002 beantragten A und B dem Verwaltungsgericht, der Entscheid der Steuerrekurskommission sei aufzuheben und von einer Besteuerung ausserordentlicher EinkÃ¼nfte im Jahre 1998 sei Abstand zu nehmen. Eventualiter seien die steuerbaren ausserordentlichen EinkÃ¼nfte 1998 auf Fr. 133'340.- festzusetzen. Ausserdem verlangten sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Das kantonale Steueramt und die Steuerrekurskommission I schlossen auf Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">1. Ausserordentliche EinkÃ¼nfte, die im Kalenderjahr 1998 oder in einem in diesem</p> <p class="Einzug1">abgeschlossenen GeschÃ¤ftsjahr erzielt wurden, unterliegen im Steuerjahr 1998 einer separaten vollen Jahressteuer. Aufwendungen, die mit der Erzielung der ausserordentlichen EinkÃ¼nfte unmittelbar zusammenhÃ¤ngen, kÃ¶nnen abgezogen werden. Als ausserordentliche EinkÃ¼nfte gelten insbesondere Kapitalleistungen, aperiodische VermÃ¶gensertrÃ¤ge, Lotteriegewinne sowie ausserordentliche ErtrÃ¤ge aus selbststÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit (Art. 69 Abs. 2 und 3 des Bundesgesetzes Ã¼ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 [StHG] bzw. § 1 Abs. 1 und 2 sowie § 2 Abs. 1 der Verordnung des Regierungsrats Ã¼ber den Vollzug von Art. 69 StHG vom 14. Oktober 1998 [OS 54, 718]).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Rekurskommission hat im angefochtenen Entscheid die Rechtsprechung zum Begriff der ausserordentlichen EinkÃ¼nfte zutreffend dargelegt, weshalb das Verwaltungsgericht auf die vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen und den in RB 2001 Nr. 87 publizierten Entscheid vom 21. November 2001 (SB.2001.00034) verweisen kann (vgl. § 161 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. a) Die Pflichtigen behaupten, die mÃ¼ndliche Mitteilung des kantonalen Steueramts, Abteilung BÃ¼cherrevision, es lÃ¤gen fÃ¼r das Jahr 1998 keine ausserordentlichen EinkÃ¼nfte vor, sei ein "feststellender Teilentscheid", der in Rechtskraft erwachsen sei. Eventualiter liege eine VerstÃ¤ndigung zwischen den Pflichtigen und dem Steueramt vor.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">aa) Mit einem Teilentscheid wird Ã¼ber einen Teil des Sachverhalts entschieden und das Verfahren diesbezÃ¼glich endgÃ¼ltig erledigt. UnbekÃ¼mmert der ZulÃ¤ssigkeit von negativen Feststellungsentscheiden, mÃ¼ssen diese schriftlich mitgeteilt werden (§ 126 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 [StG]). Da es sich vorliegend angeblich um eine mÃ¼ndliche Ãusserung des kantonalen Steueramts, Abteilung BÃ¼cherrevision, gegenÃ¼ber den Pflichtigen gehandelt hat, ist bereits das Erfordernis der Schriftlichkeit nicht gegeben. Auch kÃ¶nnen sich die Pflichtigen nicht auf die im Revisionsbericht unter "allgemeine Bemerkungen" erfolgte Feststellung, es handle sich bei dem streitigen Vermittlungshonorar um ordentliches Einkommen, das in die BemessungslÃ¼cke falle, berufen. Abgesehen davon, dass die Pflichtigen nicht behaupten, ihnen sei der Revisionsbericht zugestellt worden, handelt es sich hierbei lediglich um einen Amtsbericht, dem kein VerfÃ¼gungscharakter zukommt. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">bb) Eine VerfÃ¼gung, die sich auf eine VerstÃ¤ndigung stÃ¼tzt, kann ohne EinschrÃ¤nkung auf dem Rechtsmittelweg weitergezogen werden, denn die VerstÃ¤ndigung vermag die Steuerverwaltungs- und -justizbehÃ¶rden nicht zu binden (Martin Zweifel, Die Sachverhaltsermittlung im Steuerveranlagungsverfahren, ZÃ¼rich 1989, S. 3). Alle diese BehÃ¶rden haben das Recht und die Pflicht, solche Abmachungen und VerstÃ¤ndigungen daraufhin zu Ã¼berprÃ¼fen, ob sie mit dem Gesetz vereinbar sind (vgl. RB 2001 Nr. 91). Infolgedessen war das kantonale Steueramt an die von dessen Abteilung BÃ¼cherrevision vorgenommene rechtliche WÃ¼rdigung nicht gebunden, sondern hatte nach dem Gesagten das Recht, diese auf die GesetzmÃ¤ssigkeit zu Ã¼berprÃ¼fen und eine anders lautende EinschÃ¤tzung vorzunehmen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Im Weiteren berufen sich die Pflichtigen sinngemÃ¤ss auf Treu und Glauben. Nach diesem in Art. 5 Abs. 3 der Schweizerischen Bundesverfassung vom 18. April 1999 verankerten Grundsatz hat der BÃ¼rger unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Schutz seines berechtigten Vertrauens in die Richtigkeit und VollstÃ¤ndigkeit behÃ¶rdlicher AuskÃ¼nfte und Zusicherungen, wodurch das Prinzip der gesetzmÃ¤ssigen Verwaltung durchbrochen wird. Die hierfÃ¼r in Lehre und Rechtsprechung entwickelten Kriterien sind das Ergebnis einer AbwÃ¤gung der durch die genannten Prinzipien geschÃ¼tzten Interessen (vgl. RB 1987 Nr. 51). Die Bindung an eine falsche Auskunft setzt unter anderem voraus, dass diese von der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde erteilt wurde, oder dass der BÃ¼rger die BehÃ¶rde aus zureichenden GrÃ¼nden als zustÃ¤ndig betrachten durfte, dass die Auskunft sich auf einen genau umschriebenen Sachverhalt bezog und vorbehaltlos erteilt wurde, und dass ihre Unrichtigkeit fÃ¼r den Fragesteller nicht ohne Weiteres erkennbar war. Erforderlich ist sodann, dass der Adressat der Auskunft gestÃ¼tzt hierauf unwiderrufliche Dispositionen getroffen hat, die ihm im Fall einer gesetzmÃ¤ssigen Entscheidung zum Nachteil gereichen (vgl. RB 1981 Nr. 71). AuskÃ¼nfte Ã¼ber steuerliche Konsequenzen, welche erst nach der Vornahme des rechtlich relevanten Verhaltens erteilt werden, rechtfertigen keine Abweichung vom LegalitÃ¤tsprinzip, weshalb das Vertrauen des Steuerpflichtigen in die erteilte Auskunft nicht geschÃ¼tzt wird (RB 1960 Nr. 78; Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, ZÃ¼rich 1999, § 132 N. 52). FÃ¼r steuermindernde Tatsachen â worunter auch falsche AuskÃ¼nfte und Zusagen von BehÃ¶rden fallen kÃ¶nnen â trÃ¤gt der Steuerpflichtige die Beweislast (vgl. RB 1977 Nr. 60).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die im Revisionsbericht unter "allgemeinen Bemerkungen" erfolgte Feststellung und die damit zusammenhÃ¤ngende mÃ¼ndliche Auskunft, es handle sich bei dem Vermittlungshonorar fÃ¼r den Verkauf der C AG um ordentliches Einkommen, welches in die BemessungslÃ¼cke falle, erfolgte unbestritten frÃ¼hestens im Juli 2000 und damit nach dem Zufluss des Honorars im September 1998. Zudem machen die Pflichtigen auch keine substanzierten AusfÃ¼hrungen darÃ¼ber, welche VermÃ¶gensdispositionen sie im Vertrauen auf die Auskunft, bzw. auf das Ausbleiben von Steuerfolgen getroffen haben. Unter diesen UmstÃ¤nden ist das Vertrauen der Pflichtigen in die Auskunft des kantonalen Steueramts, Abteilung BÃ¼cherrevision, nicht zu schÃ¼tzen. Die Einvernahme von F als Zeuge konnte und kann im Beschwerdeverfahren unter diesen UmstÃ¤nden ohne GehÃ¶rsverweigerung unterbleiben, da er zugunsten der Pflichtigen ohnehin nur die von ihm bereits gemachte Ãusserung Ã¼ber die Steuerbarkeit der ausserordentlichen EinkÃ¼nfte 1998 wiederholen kÃ¶nnte.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Schliesslich stÃ¼tzen sich die Pflichtigen auf den ihnen vom kantonalen Steueramt, Abteilung BÃ¼cherrevision, unterbreiteten EinschÃ¤tzungsvorschlag fÃ¼r die "Staats- und Gemeindesteuern Steuerjahr 1998", mit welchem definitiv entschieden worden sei, dass 1998 keine steuerbaren ausserordentlichen EinkÃ¼nfte vorgelegen hÃ¤tten. Wie die Rekurskommission zutreffend festgestellt hat, beschlÃ¤gt der EinschÃ¤tzungsvorschlag aufgrund der noch massgeblichen Vergangenheitsbemessung lediglich die EinkÃ¼nfte des GeschÃ¤ftsjahrs 1997 (§ 56 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 [aStG]). Ausserordentliche EinkÃ¼nfte, welche das Steuerjahr 1998 betreffen, werden darin in keiner Art und Weise erwÃ¤hnt. Die EinschÃ¤tzung dieser EinkÃ¼nfte hÃ¤tte ohnehin nicht im Rahmen der HaupteinschÃ¤tzung 1998, sondern in einer separaten Veranlagung erfolgen mÃ¼ssen, was vorliegend am 14. Februar 2002 denn auch geschehen ist (§ 1 Abs. 1 VO Art. 69 StHG). Diese erfolgte auch nicht, wie geltend gemacht wird, nach ungebÃ¼hrlich langer Zeit, sondern noch rechtzeitig innerhalb der gemÃ¤ss § 130 StG vorgeschriebenen Veranlagungsfrist von fÃ¼nf Jahren nach Ablauf der Steuerperiode. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. a) Die Frage, ob das im Jahr 1998 zugeflossene Honorar fÃ¼r die Vermittlung eines KÃ¤ufers der C AG eine ausserordentliche Einkunft darstellt, ist aufgrund des Gesagten ausschliesslich unter dem Gesichtswinkel des vorliegend noch anwendbaren Bemessungssystems der PrÃ¤numerandobesteuerung mit Vergangenheitsbemessung und im Licht der in RB 1994 Nr. 42 und RB 2001 Nr. 87 wiedergegebenen Ãberlegungen der Rechtsprechung zu beantworten. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Nach Auffassung der Rekurskommission gehÃ¶rt die Vermittlung von Unternehmen zur normalen GeschÃ¤ftstÃ¤tigkeit der Anwaltskanzlei. Indessen erweise sich das 1998 empfangene Honorar allein aufgrund seiner HÃ¶he als ausserordentlich. Werden in einem Steuerjahr im Vergleich zu den frÃ¼heren Jahren lediglich hÃ¶here NettoeinkÃ¼nfte erzielt, so sind solche EinkÃ¼nfte dann ausserordentlich, wenn die ErhÃ¶hung ungewÃ¶hnlich hoch ausfÃ¤llt. Im Entscheid vom 23. Oktober 2002 (SB.2002.00038, www.vgrzh.ch/rechtsprechung) hat das Verwaltungsgericht eine im Jahr 1998 zugeflossene Dividende, die rund das Zehnfache der in den frÃ¼heren Jahren ausgeschÃ¼tteten Dividenden betrug, als ausserordentlich betrachtet. DemgegenÃ¼ber hat es im Entscheid vom 3. Juli 2002 (SB.2002.00024, www.vgrzh.ch/rechtsprechung) den Anstieg einer Dividende auf das Dreifache der frÃ¼heren AusschÃ¼ttungen und das Sechsfache bezogen auf den Aktiennennwert zwar als sehr stark, aber noch nicht als ungewÃ¶hnlich bezeichnet. Eine Minderheit des Gerichts ging dagegen von einer Unvereinbarkeit mit dem LeistungsfÃ¤higkeitsprinzip und von einer ausserordentlichen ErhÃ¶hung der Dividende aus. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Der 1998 ausgerichtete Nettobetrag der Vermittlungsprovision aus dem Verkauf der Aktien der C AG von Fr. 1'265'200.- entspricht rund dem FÃ¼nfeinhalbfachen des deklarierten Reingewinns 1997 und dem Viereinhalbfachen des von 1993 bis 1997 ziemlich ausgeglichenen Nettoeinkommens, welches im FÃ¼nfjahresdurchschnitt Fr. 271'997.- betrÃ¤gt. Dementsprechend hat der Pflichtige aus dem Vermittlungshonorar, das ihm aus dem Verkauf der C AG 1998 zugeflossen ist, annÃ¤hernd so viel eingenommen, wie er in den letzten fÃ¼nf Jahren gesamthaft aus seiner anwaltlichen TÃ¤tigkeit erwirtschaftet hat. Zwar ist das Erwerbseinkommen freiberuflicher RechtsanwÃ¤lte naturgemÃ¤ss gewissen Schwankungen unterworfen, doch ist vorliegend die streitige Einkunft im Vergleich zum durchschnittlichen Einkommen aus selbststÃ¤ndiger anwaltlicher TÃ¤tigkeit derart hoch, dass sich der Anstieg nicht mehr in der Bandbreite Ã¼blicher Einkommensschwankung einer freiberuflichen TÃ¤tigkeit bewegt. Es liegen auch in dem Sinn ausserordentliche VerhÃ¤ltnisse vor, da der Einkommensanstieg durch ein einziges GeschÃ¤ft verursacht worden ist und nicht durch erhebliche, dem Honorar entsprechende Mehrarbeit. Auch wenn fÃ¼r die Vermittlung eines KÃ¤ufers, wie die Pflichtigen vorbringen, zwei Rechnungen ausgestellt und auch separat bezahlt worden sind, muss dennoch aufgrund der Aktenlage davon ausgegangen werden, es handle sich bei der Vermittlung der Aktien der C AG um ein einziges GeschÃ¤ft. GemÃ¤ss der zwischen dem AdvokaturbÃ¼ro E und G und H geschlossenen Vereinbarung vom 12. MÃ¤rz 1998 haben sich letztere "entschieden, ihre Aktien der Holdinggesellschaft gemeinsam an einen Dritten zu verkaufen". Ferner haben sie den Auftrag "gemeinsam" erteilt und haften fÃ¼r die Bezahlung des Honorars solidarisch. Ungeachtet dessen, dass die Aktien je hÃ¤lftig im Eigentum der Auftraggeber waren und sie nur das Eigentum jeweils an ihrem Anteil verkaufen konnten, muss daher wirtschaftlich von einem Zufluss aus einem einzigen GeschÃ¤ft ausgegangen werden. Ob der Auftrag in einem Vertrag oder in zwei getrennten VertrÃ¤gen mit identischem Inhalt geregelt und/oder zwei Rechnungen ausgestellt worden sind, ist dabei nicht von Bedeutung. Vor diesem Hintergrund fÃ¼hrt das betreffende Einkommen im streitigen Steuerjahr im Vergleich zum periodischen Einkommensfluss aus anwaltlicher TÃ¤tigkeit zu einer unhaltbaren Verzerrung von wirtschaftlicher LeistungsfÃ¤higkeit und Steuerbelastung der Pflichtigen, weshalb das Honorar als ausserordentlich bezeichnet werden muss. Dementsprechend wÃ¤re es auch stossend und mit dem LeistungsfÃ¤higkeitsprinzip unvereinbar, ein derart hohes Einzelhonorar bei der Steuerbemessung zu Beginn der Steuerpflicht zweimal zu berÃ¼cksichtigen. Auch wenn die Rekurskommission keinen mit dem vorliegend zu beurteilenden Fall vergleichbaren Entscheid genannt hat, hat sie den Pflichtigen das rechtliche GehÃ¶r nicht verweigert. Ferner ist das Verwaltungsgericht in seiner Rechtsfindung nicht an den von den Pflichtigen angefÃ¼hrten Entscheid der Rekurskommission II vom 14. Juni 2000 (StE 2001 B 65.4. Nr. 1) gebunden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Aus bemessungsrechtlicher Sicht kommt es, entgegen der Auffassung der Pflichtigen, nicht darauf an, ob das streitbetroffene Honorar rein zufÃ¤llig und ohne ihr Zutun in der BemessungslÃ¼cke zugeflossen ist. Im Weiteren besteht fÃ¼r eine Aufspaltung des Honorars in eine ordentliche und eine ausserordentliche Komponente, welche die Pflichtigen eventualiter verfechten, gemÃ¤ss der zu den im LÃ¼ckenjahr ausgerichteten Dividenden entwickelten Praxis kein sachlicher Grund, sondern ist vom empfangenen Honorar als Ganzem auszugehen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Die Rekurskosten sind den Parteien gemÃ¤ss § 151 Abs. 1, 2. Halbsatz StG anteilsmÃ¤ssig nach Obsiegen und Unterliegen aufzuerlegen. Da die Pflichtigen vor Rekurskommission lediglich im Umfang von 1/22 obsiegt haben, ist es vertretbar, wenn diese ihnen die Rekurskosten infolge ihres geringfÃ¼gigen Obsiegens vollstÃ¤ndig auferlegt hat. Demzufolge ist die vorinstanzliche Kostenverteilung nicht zu beanstanden. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug1">5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den BeschwerdefÃ¼hrenden aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG) und steht ihnen keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit §§ 152 und 153 Abs. 4 StG). </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">6. Der vorliegende Entscheid betrifft einen Sachverhalt, der in die Zeit der in Art. 72 Abs. 1 StHG vorgesehenen achtjÃ¤hrigen, am 31. Dezember 2000 abgelaufenen Frist zur Anpassung der kantonalen Gesetzgebung an das Steuerharmonisierungsgesetz fÃ¤llt. WÃ¤hrend der Ãbergangsfrist sind die Vorschriften dieses Gesetzes nicht anwendbar, und zwar selbst dann, wenn der Kanton sein Steuerrecht bereits an das Gesetz angepasst hat (BGE 123 II 588 E. 2d S. 592 f., auch zum Folgenden). Die in Art. 73 StHG gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide vorgesehene Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist somit zur ÃberprÃ¼fung der Anwendung des kantonalen Steuerrechts selbst dann nicht vor dem 1. Januar 2001 zulÃ¤ssig, wenn das kantonale Recht dem Steuerharmonisierungsgesetz bei dessen In-Kraft-Treten bereits entspricht oder diesem spÃ¤ter, jedoch vor dem 1. Januar 2001, angepasst wird. WÃ¤hrend der Ãbergangsfrist sind bei der Rechtsanwendung somit einzig die Schranken der verfassungsmÃ¤ssigen Rechte zu beachten, deren Verletzung mit staatsrechtlicher Beschwerde zu rÃ¼gen ist (Art. 84 Abs. 1 lit. a des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Die entschiedene Sache liegt jedoch insofern anders, als sich der Gesetzgeber selber Ã¼ber die Anpassungsfrist von Art. 72 Abs. 1 StHG hinweggesetzt hat. Unter den gegebenen besonderen UmstÃ¤nden kÃ¶nnte vertreten werden, dass ausnahmsweise die Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Sinn von Art. 73 StHG bzw. § 154 Abs. 1 StG zulÃ¤ssig wÃ¤re. DarÃ¼ber hat aber das Bundesgericht zu befinden. Das Verwaltungsgericht begnÃ¼gt sich deshalb mit dem vorliegenden Hinweis an die Parteien und verzichtet auf eine entsprechende Rechtsmittelbelehrung im nachfolgenden Entscheiddispositiv.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </p> <p class="Einzug2">...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>