<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00185</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105512&amp;W10_KEY=4467150&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00185</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.06.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4"></td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Zulassung zum Studium</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b><br/>Nichteintreten infolge Vorliegens des Ausschlussgrundes nach § 43 Abs. 1 lit. f VRG und Zulassungsentscheide zudem keine Angegelegenheit gemäss Art. 6 Ziff. 1 EMRK darstellen.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NICHTEINTRETEN">NICHTEINTRETEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZULASSUNGSENTSCHEID">ZULASSUNGSENTSCHEID</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Kantonale Verwaltungsgerichtsbeschwerde ST: ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS">ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 6 lit. I EMRK</span><br/><span class="ungerade">§ 46 UniversitÃ¤tsG</span><br/><span class="gerade">§ 19a lit. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 43 lit. I f VRG</span><br/><span class="gerade">§ 43 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. Der 1981 geborene A. B. besuchte im Ausland die Schulen gemÃ¤ss dem franzÃ¶si­schen Schulsystem, da sein Vater fÃ¼r eine Schweizer Bank in F./Frankreich be­schÃ¤f­tigt war. Drei Jahre vor Erlangen des "BaccalaurÃ©at" kehrte er in die Schweiz zurÃ¼ck und been­dete die Ausbildung am LycÃ©e FranÃ§ais in ZÃ¼rich. Als 17-jÃ¤hriger erwarb er den erwÃ¤hnten BaccalaurÃ©at der Serie S mit einem Notendurchschnitt von 10.03. Am 30. De­zember 1998 meldete er sich bei der Schweizerischen Hochschulkonferenz zum Studium der VeterinÃ¤r­medizin fÃ¼r das Wintersemester 1999/2000 an der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich an. Mit VerfÃ¼gung vom 11. MÃ¤rz 1999 wies das Rektorat der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich das Gesuch ab, da gemÃ¤ss den verbindlichen Richtlinien fÃ¼r die Zulassung von Inhabern auslÃ¤ndischer Rei­fe­zeugnis­se von Bewerbern mit einem franzÃ¶sischen BaccalaurÃ©at der Serie S ein Noten­durch­schnitt von 12/20 verlangt werde, um an der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich studieren zu kÃ¶nnen. Daran Ã¤ndere auch nichts, dass A. B. ErgÃ¤nzungsprÃ¼fungen vor der eidgenÃ¶s­sischen MaturitÃ¤tskommis­sion absolviert habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. A. B. liess gegen die VerfÃ¼gung des Rektorats vom 11. MÃ¤rz 1999 bei der Re­kurs­kommission der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich rekurrieren. Zwar wurde mit PrÃ¤sidial­verfÃ¼gung vom 8. Juni 1999 A. B. im Sinn einer vorsorglichen Massnahme zum Eignungstest zuge­lassen, allerdings mit dem Hinweis, dass auch bei einem positiven Testergebnis der Ent­scheid Ã¼ber die Immatrikulation vorbehalten bleibe. Obwohl aufgrund des Testergebnisses A. B. ein Studienplatz an der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich hÃ¤tte zu­geteilt werden kÃ¶nnen, wies die Rekurskommission mit Beschluss vom 30. August 1999 den Rekurs ab. GestÃ¼tzt auf die entsprechende Rechtsmittelbelehrung gelangte die Mutter von A. B. mit Rekurs an den Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich. Mit Beschluss vom 10. Mai 2000 trat dieser auf den Rekurs nicht ein mit der BegrÃ¼ndung, es sei das Ver­waltungsgericht zustÃ¤ndig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit von Amtes wegen (§ 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechts­pflege­gesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., 1999, § 5 N. 3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Gericht beurteilt nach § 41 VRG unter anderem Beschwerden gegen letztin­stanz­liche Anordnungen von VerwaltungsbehÃ¶rden, soweit das VRG oder ein anderes Ge­setz keine abweichende ZustÃ¤ndigkeit vorsieht oder eine Anordnung als endgÃ¼ltig bezeich­net und wenn nach § 42 VRG keine unmittelbare AnfechtungsmÃ¶glichkeit bei einer Ver­wal­tungsbehÃ¶rde oder einer RekursbehÃ¶rde des Bundes besteht. GemÃ¤ss den in § 43 Abs. 1 VRG statuierten Ausnahmen ist die Beschwerde unter anderem unzulÃ¤ssig gegen Anord­nun­gen Ã¼ber Ergebnisse von UniversitÃ¤ts‑, Schul‑, Berufs‑ und anderen FÃ¤higkeitsprÃ¼­fun­gen, Klassenzuteilungen sowie Promotions‑ und Zulassungsentscheide (lit. f). Nach der inzwischen in Kraft getretenen neuen Fassung von § 43 Abs. 1 lit. f VRG sind die Aus­schluss­grÃ¼nde ausdrÃ¼cklich auch auf Ergebnisse betreffend Klassenzuteilungen sowie Zu­lassungsentscheide einschliesslich ZulassungsbeschrÃ¤nkungen sowie Ã¼ber Disziplinarmass­nahmen im Schulwesen (ausgenommen der disziplinarische Ausschluss) ausgedehnt wor­den (§ 43 Mittelschulgesetz vom 13. Juni 1999; betreffend Teilinkraftsetzung siehe OS 56 S. 54).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Entgegen der Auffassung des Regierungsrats enthÃ¤lt das Gesetz Ã¼ber die Univer­si­tÃ¤t ZÃ¼rich vom 15. MÃ¤rz 1998 (UniversitÃ¤tsG) hinsichtlich der MÃ¶glichkeit des Weiter­zugs von Anordnungen und Rekursentscheiden von UniversitÃ¤tsorganen im <i>Beschwerde­</i>verfahren keine eigene Regelung. Lediglich in Bezug auf PrÃ¼fungsergebnisse und Promo­tionen erklÃ¤rt § 46 Abs. 5 UniversitÃ¤tsG die Rekursentscheide der Rekurskommission der UniversitÃ¤t als endgÃ¼ltig. Im Ãbrigen verweist das UniversitÃ¤tsgesetz mit der Formulierung "nach Massgabe des Verwaltungsrechtspflegegesetzes" (§ 46 Abs. 1 und 6 UniversitÃ¤tsG) auf die Regelung im Verwaltungsrechtspflegegesetz und dessen Auslegung. Nichts anderes lÃ¤sst sich aus dem von der Vorinstanz beigelegten Bundesgerichtsentscheid vom 16. Juni 1999 (1P.4/199/luc) ableiten. Im genannten Entscheid hatte das Bundesgericht im Rahmen einer staatsrechtlichen Beschwerde unter anderem darÃ¼ber zu befinden, ob durch die Ord­nung der Rekurskommission der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich das LegalitÃ¤tsprinzip und die Gewal­ten­teilung verletzt seien. Das Bundesgericht wies die staatsrechtliche Beschwerde ab, so­weit es darauf eintrat. In der BegrÃ¼ndung verwies es darauf, nach § 46 Abs. 2 Univer­si­tÃ¤tsG unterlÃ¤gen Entscheide der UniversitÃ¤tsorgane nach Massgabe des Verwaltungs­rechts­pflegegesetzes dem Rekurs an die Rekurskommission; deren Entscheide kÃ¶nnten im Rah­men von § 46 Abs. 5 und 6 UniversitÃ¤tsG an das kantonale Verwaltungsgericht weitergezo­gen werden (E. 2 b/aa S. 14). Das Bundesgericht war sich somit der einschrÃ¤nkenden Rege­lung gemÃ¤ss § 43 Abs. 1 lit. f VRG bewusst. Wenn es im Rahmen der PrÃ¼fung, ob mit dem Zugang zum Verwaltungsgericht ein hinreichender gerichtlicher Rechtsschutz im Sinn von Art. 6 Ziff. 1 EMRK garantiert werde, festhielt, von der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ausgeschlossen blieben lediglich Entscheide Ã¼ber das Ergebnis von PrÃ¼fungen und Promo­tionen (E. 4a S. 24 f.), so ist dies ein Teilaspekt, denn in § 46 Abs. 6 des UniversitÃ¤tsge­set­zes ist klar festgehalten, dass die Ã¼brigen Entscheide der Rekurskommission <i>nach Massga­be des Verwaltungsrechtspflegegesetzes an das Verwaltungsgericht weiterziehbar</i> seien. Dies kann nichts anderes heissen, als dass eine WeiterzugsmÃ¶glichkeit an das Verwal­tungs­gericht nur gegeben ist, wenn keine AusschlussgrÃ¼nde gemÃ¤ss § 43 Abs. 1 VRG vor­liegen <i>oder wenn es sich um Angelegenheiten gemÃ¤ss Art. 6 Ziff. 1 EMRK handelt </i>(§ 43 Abs. 2 VRG). Wenn das Bundesgericht im Rahmen der PrÃ¼fung, ob ein hinreichender Rechts­schutz <i>im Sinn von Art. 6 Ziff. 1 EMRK</i> gegeben sei, zum Schluss gekommen ist, die AusschlussgrÃ¼nde gemÃ¤ss § 43 Abs. 1 VRG kÃ¤men nicht zum Zug, so ist dies zutreffend; entsprechend ist in § 43 Abs. 2 VRG festgehalten, die BeschwerdeausschlussgrÃ¼nde wÃ¼r­den nicht greifen, sofern es sich um Angelegenheiten gemÃ¤ss Art. 6 Ziff. 1 EMRK handle. Voraussetzung dafÃ¼r, dass die AusschlussgrÃ¼nde gemÃ¤ss § 43 Abs. 1 lit. f VRG nicht zur Anwendung kommen, ist somit, dass es sich im konkreten Fall um eine Angelegenheit ge­mÃ¤ss Art. 6 Ziff. 1 EMRK handelt. Daher kann entgegen der Meinung des Regierungsrats weder aus dem genannten Bundesgerichtsentscheid noch aus dem UniversitÃ¤tsG abgeleitet werden, die AusschlussgrÃ¼nde gemÃ¤ss § 43 Abs. 1 lit. f VRG kÃ¤men von vornherein nicht zur Anwendung. Vielmehr ist jeweils konkret zu prÃ¼fen, ob es sich um eine Angelegenheit handelt, welche unter die genannte EMRK-Bestimmung fÃ¤llt oder nicht. Nur im ersteren Fall ist das Verwaltungsgericht trotz der AusschlussgrÃ¼nde gemÃ¤ss § 43 Abs. 1 lit. f VRG zustÃ¤ndig. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>HinzuzufÃ¼gen bleibt, dass neben dem Grundsatz der "lex specialis" auch derjenige der "lex posterior" gilt. Unter dem Aspekt der "lex posterior" fÃ¤llt massgeblich ins Ge­wicht, dass § 43 Abs. 1 lit. f VRG mit Wirkung ab 1. MÃ¤rz 2000 neu gefasst und dabei an den gegenÃ¼ber der Regelung im UniversitÃ¤tsgesetz weitergehenden Restriktionen festge­hal­ten wurde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Somit sind die AusschlussgrÃ¼nde gemÃ¤ss § 43 Abs. 1 lit. f VRG nach wie vor mass­geblich, sofern nicht die Voraussetzungen gemÃ¤ss Abs. 2 derselben Bestimmung gegeben sind. Vorliegend ist fÃ¼r die Frage, ob das Verwaltungsgericht auf die Sache einzutreten ha­be, entscheidend, ob ein Ausschlussgrund gemÃ¤ss § 43 Abs. 1 lit. f VRG vorliegt und wenn dem so sein sollte, ob es sich um eine Angelegenheit gemÃ¤ss Art. 6 Ziff. 1 EMRK handelt, was im Folgenden zu prÃ¼fen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Das Verwaltungsgericht hat sich schon mehrfach mit der Auslegung der Aus­schlussgrÃ¼nde gemÃ¤ss § 43 Abs. 1 lit. f VRG befasst. So hielt es in einem Beschluss vom 26. August 1998 (VB.98.00222), wo es um die Anordnung des Numerus clausus fÃ¼r das Studium der Humanmedizin ging, gestÃ¼tzt auf die damals gÃ¼ltige Fassung von § 43 Abs. 1 lit. f VRG noch fest, die ZustÃ¤ndigkeit des Gerichts sei gegeben. Als BegrÃ¼ndung wurde Folgendes ausgefÃ¼hrt:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>"Bei der Auslegung der von der BeschwerdemÃ¶glichkeit aus­ge­nom­menen Kategorie von 'Anordnung Ã¼ber Zulassungs<i>entscheide</i>' gemÃ¤ss § 43 Abs. 1 lit. f VRG weist der Wortlaut darauf hin, dass der Beschwerde die­je­ni­gen Konstellationen nicht unterliegen, bei denen Ã¼ber die Zulassung (zu einer Ausbildung) in dem Sinn <i>entschieden</i> wird, dass jemand eine Ausbildung be­ginnen kann oder nicht. Dies trifft indessen gerade fÃ¼r die <i>Anordnung</i> der Zu­lassungsbeschrÃ¤nkung noch nicht zu; denn damit wird noch in keiner Weise darÃ¼ber geurteilt, ob die Studienbewerbenden letztlich tatsÃ¤chlich zu der an­ge­strebten Ausbildung zugelassen werden oder nicht. Dies ist bei der vorliegen­den ZulassungsbeschrÃ¤nkung fÃ¼r das Studium der Humanmedizin allein abhÃ¤n­gig vom Resultat des absolvierten Eignungstests."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In einem Beschluss vom 3. MÃ¤rz 1999 (VB.98.00404), in welchem es um die Frage der Zulassung zu einem Hautpfachstudium ging, hielt das Verwaltungsgericht sodann fest, wÃ¤hrend bei der (damals noch) beschwerdefÃ¤higen Anordnung des Numerus clausus un­gewiss sei, ob die Kandidierenden tatsÃ¤chlich ihr Studium aufnehmen kÃ¶nnen oder nicht, verhalte es sich bei einer Nichtzulassung zum Hauptfachstudium im konkreten Fall gera­de um­gekehrt. Die Nichtzulassung zum Hauptfachstudium besage nichts anderes, als dass die beschwerdefÃ¼hrende Person den Studiengang nicht im Hauptfach absolvieren und ab­schlies­sen kÃ¶nne. Im angefochtenen Rekursentscheid sei somit <i>einzelfallweise</i> entschieden worden, ob die beschwerdefÃ¼hrende Person das anbegehrte Studienfach im Hauptfach be­legen kÃ¶nne oder nicht. Ein solcher Entscheid falle somit unter die vom Verwaltungsge­richt nicht Ã¼berprÃ¼fbaren "Anordnungen Ã¼ber Zulassungsentscheide" im Sinn von § 43 Abs. 1 lit. f VRG. Dabei mache es keinen Unterschied, ob es sich um die Zulassung zum Studium als solchem oder innerhalb des Studiums um die Zulassung zu einem bestimmten Hauptfach handle. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Vorliegend ergibt sich sowohl aus dem Wortlaut von § 43 Abs. 1 lit. f VRG (frÃ¼­here und heutige Fassung) als auch aufgrund der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts eindeutig, dass die Nichtzulassung von A. B. zum Studium der VeterinÃ¤r­medi­zin an der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich ein nicht beschwerdefÃ¤higer konkreter "(Nicht‑)Zulassungs­ent­scheid" darstellt. Somit ist gemÃ¤ss dieser Bestimmung die Beschwerde an das Verwal­tungs­gericht unzulÃ¤ssig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Zulassungsentscheide bzw. ZulassungsbeschrÃ¤nkungen gemÃ¤ss § 43 Abs. 1 lit. f VRG fallen nicht unter den Anwendungsbereich von Art. 6 Ziff. 1 EMRK (Jochen Abr. Frowein/Wolfgang Peukert, EuropÃ¤ische Menschenrechtskonvention, EMRK-Kommentar, 2. A., Kehl/Strassburg/Arlington 1996, Art. 6 N. 52 S. 190; Ruth Herzog, Art. 6 EMRK und kantonale Verwaltungsrechtspflege, Bern 1995, S. 260 f.). Nichts anderes lÃ¤sst sich aus dem vom Regierungsrat beigelegten Bundesgerichtsentscheid vom 16. Juni 1999 ab­lei­ten. Vielmehr verweist das Bundesgericht auf seine bisherige Praxis sowie jene der Strass­burger Organe, wonach universitÃ¤re PrÃ¼fungen und Promotionen gerade nicht unter den An­wendungsbereich von Art. 6 Ziff. 1 EMRK fallen, stÃ¼nden diese doch nicht in unmittel­barem Zusammenhang mit der Frage der Berufszulassung oder ‑ausÃ¼bung. Der Universi­tÃ¤ts­abschluss stelle lediglich einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Zulassung zu be­rufs­spezifischen Diplomen und zu BerufsausÃ¼bungsbewilligungen dar. Daran Ã¤ndere der Um­stand nichts, dass der UniversitÃ¤tsabschluss praktisch gesehen eine der wesentlichsten Vor­aussetzungen auf diesem Weg darstelle (E. 6c S. 35 mit Hinweisen). Umso mehr muss dies bezogen auf die Zulassungsentscheide gelten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zusammengefasst ergibt sich, dass es sich vorliegend auch nicht um eine Angele­gen­heit gemÃ¤ss Art. 6 Ziff. 1 EMRK handelt, weshalb auch unter diesem Gesichtspunkt die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts nicht gegeben ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) In der Eingabe an die Rekurskommission der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich war auch noch auf die Anwendbarkeit der EuropÃ¤ischen Konvention Ã¼ber die Gleichwertigkeit der Reife­zeugnisse vom 11. Dezember 1953 und die damit einhergehenden ErklÃ¤rungen verwiesen worden (SR 0.414.1). In der Tat sind auf internationaler Ebene Bestrebungen im Gang, die FreizÃ¼gigkeit bezÃ¼glich der Zulassung zum Studium an den UniversitÃ¤ten einzufÃ¼hren bzw. die Bedingungen dafÃ¼r zu vereinheitlichen. Die Schweiz ist auch der Konvention des Europarates und der UNESCO Ã¼ber die Anerkennung von Hochschulqualifikationen in den Staaten der Region Europa (Nr. 165, 1997) ("Lissabonner Konvention") beigetreten, aber mit dem Vorbehalt bezÃ¼glich der kantonalen Bildungshoheit. Diese internationalen Verein­barungen erzeugen jedoch keine direkt von Einzelpersonen einklagbaren RechtsansprÃ¼che, sondern beinhalten AbsichtserklÃ¤rungen und Richtlinien, was sich schon aus den Vertrags­texten ergibt (vgl. Auskunft der Informationsstelle fÃ¼r Anerkennungsfragen [Swiss ENIC] unter:http://www.shk.ch/szfh/deutsch/enic/enicallg.html). Daher sind sie vorliegend nicht unmittelbar anwendbar und setzen somit die BeschwerdeausschlussgrÃ¼nde gemÃ¤ss § 43 Abs. 1 lit. f VRG nicht ausser Kraft (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 4 N. 34 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf die Beschwerde ist daher nicht einzutreten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Der VollstÃ¤ndigkeit halber hat der Regierungsrat noch darauf hingewiesen, dass es sich bei der Rekurskommission der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich nicht um eine den Direktionen des Regierungsrats gleichgestellte Kommission im Sinn von § 19a Abs. 1 bzw. 19b Abs. 1 VRG handle (ErwÃ¤gung C d). Somit wÃ¤re der Regierungsrat so oder so nicht auf den Re­kurs eingetreten. Daran Ã¤ndert aber nichts, dass die Ausnahmen gemÃ¤ss § 43 Abs. 1 lit. f VRG Geltung haben, was wie erwÃ¤hnt zur Folge hat, dass vorliegend auch das Verwal­tungs­gericht auf die Beschwerde nicht eintreten kann (Tobias Jaag, Verwaltungsrecht des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, N. 2987 ff. sowie KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 91). Es liegt auch kein negativer Kompetenzkonflikt zwischen dem Regierungsrat und dem Ver­wal­tungsgericht vor. Das bedeutet, dass gegen den vorliegenden Entscheid der Rekurs­kommission der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich vom 30. August 1999 kein ordentliches Rechtsmittel er­sicht­lich ist (vgl. Jaag, a.a.O.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Demnach beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>