Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 20. September 2018 (720 18 183 / 256) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Würdigung des medizinischen Sachverhalts: Dem verwaltungsextern eingeholten Gut- achten kommt ausschlaggebender Beweiswert zu Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsri chter Yves Thommen, Kan- tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin i.V. Martina Somogyi Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Carole Held, Rechtsan- wältin , Rechtsdienst Behindertenforum, Bachlettenstrasse 12, 4054 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Der 1972 geborene und zuletzt als Logistiker bei der G.____ AG in H.____ in einem 100 % Pensum tätige A.____ wurde am 14. Oktober 2015 durch seinen Hausarzt und Rheuma- tologen Dr. med. B.____, FMH Innere Medizin und Rhe umatologie, zur Früherfassung bei der IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) gemeldet. Am 4. Februar 2016 meldete sich A.____ unter Hinweis auf Rückenschmerzen bei der IV-Stelle zum L eistungsbezug an. Vom 18. Juli 2016 bis 21. Oktober 2016 wurden berufliche Massnahmen beim I.____, einem Verein, der unter ande- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht rem Privatpersonen bei der Laufbahnplanung, beim Ste llenwechsel oder vor der Pensionierung berät und unterstützt, durchgeführt. Nach Abklärung sein er gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse, namentlich nach Einholung eines psychiatrische n und eines rheumatologischen Gutachtens von Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie, respektive Dr. med. D.____, FMH Rheuma- tologie und Innere Medizin, welche am 13. bzw. 15. Juni 2018 erstellt wurden, lehnte die IV- Stelle nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens einen Rentenanspruch des Versicherten mit Verfügung vom 25. April 2018 in Anwendung der a llgemeinen Bemessungsmethode des Einkommensvergleichs aufgrund eines Invaliditätsgrades von 13 % ab. B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin C arole Held, am 30. Mai 2018 Be- schwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungs- recht (Kantonsgericht). Er beantragte, es sei ihm in A ufhebung der angefochtenen Verfügung ab 1. September 2016 eine Dreiviertelsrente aufgrund einer 50%-igen Arbeitsunfähigkeit und unter Gewährung eines leidensbedingten Abzuges von 20 % , eventualiter eine halbe Rente unter Berücksichtigung einer 50%-igen Arbeitsunfähigkei t und unter Gewährung eines leidens- bedingten Abzuges von 10 % auszurichten. Zur Begründun g wird im Wesentlichen angeführt, dass mit Blick auf die nachvollziehbar begründeten und den gutachterlichen Feststellungen ent- gegengesetzten Ausführungen und Einschätzungen des behan delnden Rheumatologen Dr. B.____ das Gutachten von Dr. D.____ in Zweifel zu ziehen sei. Abgestützt werden solle auf die klaren Befunde und Beurteilungen von Dr. B.____, der den Patienten über Jahre begleitet habe und deswegen nachvollziehbar eine noch vorhandene R estarbeitsfähigkeit von lediglich 50 % begründen könne. C. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom 13. Juni 20 18 auf Abweisung der Be- schwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes üb er die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobene Be- schwerde des Versicherten vom 30. Mai 2018 ist demnach einzutreten. 2. Streitig und zu prüfen ist, ob der Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu Recht abgelehnt wurde. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittli ch mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 3.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die du rch eine Beeinträchtigung der körper- lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, vo lle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbei t zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Ber uf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 3.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussicht lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie k ann im IV-Bereich Folge von Geburts- gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IV G). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommende n allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver- stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des V orliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der g esundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 3.4 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Gr ad der Invalidität wie folgt abge- stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.5 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätig en Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1). 4.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrad es im Erwerbsbereich bildet die Fra- ge, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihre r gesundheitlichen Beeinträchti- gungen arbeitsunfähig ist. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä- higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und i m Beschwerdefall das Gericht) auf Un- terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur- teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind di e ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbe itsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 4.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vg l. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). 4.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 E. 4.4 und 4.5). So ist den im R ahmen des Verwaltungsverfahrens ein- geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte , welche aufgrund eingehender Be- obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in d ie Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen ge langen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indi zien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weitere n Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der E rfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtlic he Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussa gen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therape utisch tätigen (Fach-)Arztes einer- seits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten ander- seits (BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des damaligen Eidgen össischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] vom 1 3. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stet s in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnde n Ärzte zu anderslautenden Einschät- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht zungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung auf- drängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und n icht rein subjektiver ärztlicher Interpretati- on entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder un- gewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts v om 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 5. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversi cherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben IV- Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklä- rung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lan- ge, bis über die für die Beurteilung des streitigen An spruchs erforderlichen Tatsachen hinrei- chende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 6.1 Für die Beurteilung des vorliegenden Falls sind im Wesentlichen die folgenden medizi- nischen Unterlagen zu berücksichtigen: 6.2 Dr. B.____ diagnostizierte im ersten ärztlichen Zeu gnis vom 27. September 2015 eine akute Exazerbation eines chronisch rezidivierenden lumbove rtebralen Schmerzsyndroms mit radikulärem Reizsyndrom L4/5, L5/S1 links. Der Patient sei seit dem 17. August 2015 zu 100 % arbeitsunfähig. 6.3 Dr. med. E.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, attestierte mit Arztbericht vom 29. Dezember 2015 ein chronisches Lumbovertebralsyndrom m it intermittierendem radikulärem Reiz L4 links bei mediolateraler Diskushernie L3/4 links un d L4/5 rechts und äusserte einen hohen Verdacht auf eine chronische Schmerzstörung mit Tendenz zur Aggravation. 6.4 Mit Arztbericht vom 22. Februar 2016 bestätigte D r. B.____ folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: ein chronisch-rezi divierendes lumobvertebrales Schmerzsyndrom mit intermittierendem radikulärem Reiz L4/5 und L5/SI links, MRI LWS 09/15: breitbasige, grössenprogrediente mediolateral links lie gende Diskushernie LWK 3/4 mit reces- saler Kompression der Nervenwurzel L4 links, grössenprogred iente mediolateral rechts liegen- de Diskushernie LWK 4/5 mit recessaler Kompression der Ne rvenwurzel L5 rechts, breitbasige mediolateral rechts liegende unveränderte Diskushernie LWK 5/SWK I, epidurale Steroidinfiltra- tion LWK 3/4 links 10/15 ohne Effekt, St.n. dreiwöchige r ambulanter Rehabilitation 01/16 ohne anhaltenden Effekt – sowie einen lateralen Knieschmerz l inks bei Verdacht auf Reizung des Ansatzes Tractus iliotibialis / Lig. Collaterale lat. An der 100%-igen Arbeitsunfähigkeit seines Patienten hielt er fest. Im Arztbericht vom 15. November 2016 ging er weiterhin von einer 100%-igen Arbeitsunfähigkeit für Tätigkeiten als Lager ist aus. Für leichte bis maximal mittel- schwere Tätigkeiten dürfte längerfristig maximal eine 8 0%-ige Arbeitsfähigkeit bestehen. Im Vordergrund stehe eine Vermeidung von Belastungen de s Achselskelettes. Mit Schreiben vom 9. Dezember 2016 führte Dr. B.____ aus, dass seine Einsc hätzung bezüglich der Arbeitsfähig- keit im Umfang von 80 % zu optimistisch gewesen und die Arbeitsfähigkeit dementsprechend zu hoch eingestuft worden sei. Es bestehe in angepasster T ätigkeit für leichte Tätigkeiten eine Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Restarbeitsfähigkeit von ca. 40 %. Die Änderung seiner E inschätzung begründete er damit, dass die Krankheit sehr wechselhaft verlaufe und deshal b die Verschlechterung der Situation nicht vorhersehbar gewesen sei. 6.5.1 In Folge der vom Hausarzt unterschiedlich beurteil ten Arbeitsunfähigkeit beauftragte die Beschwerdegegnerin zur Abklärung des Gesundheitszustan des des Beschwerdeführers Dr. D.____ und Dr. C.____ am 15. März 2017 mit der E rstellung eines bidisziplinären (rheuma- tologisch-psychiatrischen) Gutachtens. 6.5.2 Dr. D.____ diagnostizierte in seinem rheumatolog ischen Teilgutachten vom 13. Juni 2017 mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ei n chronisches Lumbovertebralsyndrom mit/bei lumbosakraler Übergangsanomalie mit partiell er Lumbalisation von S1 und mit/bei Chondrose L3/4 mit linksseitiger Duskushernie L3/4, Chon drose L4/5 mit rechtsseitiger Dis- kushernie L4/5, Chondrose L5/S1 mit rechtsseitiger Diskus hernie L5/S1 (MRI 2. September 2015, 12. Januar 2017). Als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wur- den Knieschmerzen medial und lateral im vorderen Knie gelenksbereich beidseitig, ohne klini- sches Korrelat festgehalten. Dr. D.____ ging für die b isherige Arbeit als Logistiker von einer 100%-igen Arbeitsunfähigkeit aus, da es sich um eine körp erlich mittelschwere bis schwere Arbeit handle. In Bezug auf eine Verweistätigkeit sei ab Februar 2016 von einer 100%-igen Ar- beitsfähigkeit auszugehen. Vorausgesetzt sei, dass es sich ni cht um eine mittelschwere oder schwere Tätigkeit handle. In Frage komme eine körperlich leichte Tätigkeit, bei welcher der Versicherte nicht über 10 kg heben, stossen oder ziehen müss e. Die leichte Tätigkeit bedinge, dass sie möglichst nicht repetitiv, nicht dauernd nur sitzen d, nur stehend oder nur gehend vor- genommen werden könne. Der Explorand solle zudem nic ht in Zwangsstellungen, vornüberge- beugt, repetitiv bückend oder dauernd Überkopf arbeiten müssen. 6.5.3 Dr. C.____ stellte in seinem psychiatrischen Teilgu tachten vom 15. Juni 2017 keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Al s Diagnose ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit attestierte er eine chronische Schmerzstö rung mit somatischen und psychi- schen Faktoren (ICD-10 F45.41). Weiter hielt er fest, d ass der Explorand im Alltag und im Um- gang mit seinen somatischen Beschwerden nicht durch psychische Beschwerden beeinträchtigt sei. Er ging deshalb von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit sowohl in der angestammten Tätigkeit als Logistiker als auch in jeder anderen Verweistätigkeit aus. 6.5.4 In der Konsensbesprechung vom 13. Juni 2017 zwi schen Dr. D.____ und Dr. C.____ wurde festgehalten, dass die rheumatologische Beurteilun g als Gesamtbeurteilung für die Fä- cher Rheumatologie und Psychiatrie gelte, da aus psychiatr ischer Sicht keine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit bestehe. 6.6 Dr. med. F.____, FMH Orthopädie und Physikalische un d Rehabilitative Medizin, Arzt des Regionalen Ärztlichen Dienstes beider Basel (RAD), hielt in seiner Stellungnahme vom 10. Juli 2017 fest, dass den gutachterlichen Schlussfolgerungen gefolgt werden könne. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.7 Mit Schreiben vom 12. September 2017 führte Dr. B.____ nochmals aus, dass er den Versicherten bereits seit Januar 2012 betreue. Während dieser Zeit habe er die mehrmaligen Schmerzschübe verfolgen können. Bildgebend bestünden unb estritten degenerative Verände- rungen in der lumbalen Wirbelsäule. Dr. B.____ macht geltend, er habe versucht seinen Patien- ten zu unterstützen und zu motivieren, sich trotz Schmerz wi eder beruflich zu finden. Dement- sprechend habe er am 15. November 2016 die Restarbeitsf ähigkeit auf 80 % für leichte bis mit- telschwere Tätigkeiten eingeschätzt. Nach erneuter Schmer zexazerbation, bei welcher sein Patient mit einer ausgeprägten schmerzbedingten Schiefha ltung und einer lumbalen Blockade bei ausgeprägtem muskulärem Hartspann in der Praxis e rschienen sei, habe er am 9. Dezember 2016 eine Restarbeitsfähigkeit von ca. 40-5 0 % festgehalten. Die drei Wochen davor diagnostizierte 80%-ige Arbeitsfähigkeit sei ret rospektiv als optimistisch zu hoch einzu- schätzen. Dr. B.____ kritisiert, dass in der gutachterlichen Untersuchung nicht berücksichtigt worden sei, dass es im Laufe der letzten Jahre immer wi eder zu akuten Schmerzexazerbatio- nen gekommen sei. Im Stadium dieser schubartig auftret enden Schmerzexazerbationen liege eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vor, auch für adapt iere, leichte Tätigkeiten. Es sei wahr- scheinlich immer wieder mit Schmerzschüben und dadurch be dingter vollständiger Arbeitsunfä- higkeit zu rechnen, da unbestritten mechanisch-degenera tive Veränderungen der Lendenwir- belsäule vorlägen. Somit ergäbe sich unter Berücksichtigung dieser Gesamtsituation aus soma- tischer Sicht eine theoretische Arbeitsfähigkeit von ca. 50 % für leichte, adaptierte Tätigkeiten. Es sollten immer wieder Pausen eingelegt werden und di e Arbeitsposition sollte regelmässig gewechselt werden können. Dies könne beispielsweise be i einer Präsenzzeit von sechs Stun- den täglich mit einer Arbeitsleistung von maximal vier St unden erreicht werden; alternativ durch zwei Stunden am Vormittag und zwei Stunden am Nachmittag. 6.8 In der Folge ersuchte die IV-Stelle den Gutachter Dr. D.____ um eine Stellungnahme zur abweichenden Einschätzung von Dr. B.____. Am 25. Okt ober 2017 führte Dr. D.____ dazu aus, dass im Schreiben von Dr. B.____ vom 12. September 2017 keine neuen Aspekte erkenn- bar seien, welche die gutachterliche Beurteilung ändern würden. Dr. D.____ machte geltend, dass er die degenerativen Veränderungen in seinem Gutac hten breit gewürdigt habe, insbe- sondere habe er zu den diversen MRI-Befunden ausgiebi g Stellung genommen. Der Hausarzt stelle auf die subjektiven Angaben des Exploranden ab. Man könnte im Übrigen keine dauernde Arbeitsunfähigkeit mit vorübergehenden, respektive dro henden Arbeitsunfähigkeitsepisoden begründen, wie dies von Dr. B.____ getan werde. Rücken schmerzepisoden würden zum nor- malen Leben gehören, was gemäss Statistiken der Versiche rungsgesellschaften ausgewiesen sei. Derartige Episoden könnten selbstverständlich zu eine r vorübergehenden Arbeitsunfähig- keit führen, nur lasse sich damit keine dauernde Arbeit sunfähigkeit begründen. Insgesamt sei deshalb an den Ausführungen in seinem Teilgutachten vom 13. Juni 2017 festzuhalten. 6.9 In Würdigung dieser zusätzlichen Ausführungen von Dr. D.____ vom 25. Oktober 2017 hielt Dr. F.____ mit Stellungnahme vom 15. November 2017 daran fest, dass auf das bidiszipli- näre Gutachten abzustellen sei. 7.1 Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung des G esundheitszustandes und der Ar- beitsfähigkeit auf die Ergebnisse, zu denen die Dres. D. ____ und C.____ in ihren Gutachten Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht vom 13. bzw. 16. Juni 2017 gelangt waren. Sie ging demzufolge davon aus, dass der Versicher- te vollständig arbeitsunfähig in der angestammten Tätig keit als Logistiker sei. Für eine ange- passte Verweistätigkeit werde vorausgesetzt, dass es sich u m eine körperlich leichte Tätigkeit handle, bei der auf Heben, Stossen oder Ziehen über 10 kg verzichtet werde. Zudem solle die Tätigkeit möglichst nicht repetitiv, nicht dauernd sit zend, nicht nur stehend oder gehend ausge- übt werden können. Zwangshaltungen sollten, ebenso wi e vornübergebeugtes, repetitiv ge- bücktes oder dauerndes Überkopf Arbeiten, vermieden wer den. Für eine solch angepasste leichte Verweistätigkeit bestehe ab Februar 2016 eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit. 7.2 Primär gilt es festzustellen, dass das psychiatrische Te ilgutachten vom 15. Juni 2017 vom Beschwerdeführer nicht bestritten wird. In Bezug au f das rheumatologische Teilgutachten vom 13. Juni 2017 rügte der Beschwerdeführer weder di e von Dr. D.____ gestellte Diagnose noch die attestierte 100%-ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Logistiker. Umstritten ist einzig das Ausmass der Arbeitsfähigkeit für Verweistätigkeiten. Der Beschwerde- führer machte geltend, dass er gestützt auf die Beurteil ung von Dr. B.____ vom 9. Dezember 2017 zu höchstens 50 % für leichte Tätigkeit en arbeitsfähig sei. Dessen Einschät- zung basiere auf einer über fünfjährigen Behandlungsdauer seit Januar 2012, in welcher er den Beschwerdeführer wegen dessen Rückenbeschwerden therapier t habe und mehrfach wieder- kehrende Schmerzschübe sowie die Degeneration der lumbal en Wirbelsäule habe mitverfolgen können. Dr. D.____ hingegen habe den Beschwerdeführer lediglich einmal gesehen. Dr. B.____ habe die über Jahre schubartig auftretenden Schmerzexa zerbationen mit jeweils vollständigen Arbeitsunfähigkeiten für jegliche Tätigkeiten behan delt. Die Tatsache, dass selbst Dr. B.____ als behandelnder Rheumatologe im November 2016 vorübe rgehend eine zu optimistische Ein- schätzung der Arbeitsfähigkeit abgegeben habe, die er w enige Wochen später wieder habe revidieren müssen, bestätige die Unerlässlichkeit einer Längsschnittbeurteilung zur Feststellung der tatsächlich vorhandenen Restarbeitsfähigkeit. Das Gu tachten von Dr. D.____ sei deshalb zumindest in Zweifel zu ziehen, so dass für einen Renten entscheid nicht darauf abgestellt wer- den könne. 8.1 Fraglich ist also, ob den Berichten von Dr. B.____ so entscheidende Bedeutung zu- kommt, dass sie als konkretes Indiz gegen die Zuverlässigkeit der gutachterlichen Einschätzun- gen bewertet werden müssen. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist vorab festzu- stellen, dass lediglich bei verwaltungsinternen Gutachte n, nicht aber bei Gutachten, die durch verwaltungsexterne Spezialärztinnen oder -ärzte erstellt worden sind, bereits geringe Zweifel genügen, um deren Beweiswert in Frage zu stellen (vgl. hiervor E. 4.4; BGE 122 V 157 E. 1c und d). Festgestellt werden kann, dass das bidisziplinäre Gutachten der Dres. D.____ und C.____ vom 13. bzw. 15. Juni 2017 auf eingehenden Beo bachtungen und Untersuchungen ba- siert. Beide Gutachter berichten nach Einsicht in die Akt en und erörtern ihre Befunde in schlüs- siger Weise. Sie beziehen Stellung zu den von den beha ndelnden Ärzten gestellten Diagnosen und begründen allfällige Diskrepanzen. Das bidisziplinä re Gutachten vermittelt ein hinreichen- des Bild über den Gesundheitszustand und die Arbeitsfäh igkeit des Versicherten, so dass es bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnisse n gelangt. Es entspricht damit den vom Bundesgericht verlangten Anforderungen. Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 8.2 Daran vermögen auch die Ausführungen des Beschwerde führers nichts zu ändern. Dr. B.____ schätzte im Arztbericht vom 15. November 2016 eine 80%-ige Arbeitsfähigkeit so- wohl für leichte als auch für mittelschwere Tätigkeiten als zumutbar ein. Diese Zumutbarkeits- beurteilung hat er in Kenntnis der gescheiterten Eingl iederungsmassnahmen beim I.____, bei welcher der Beschwerdeführer in einem 50 % Pensum Mahlzeiten transportiert und ausgeliefert hat, vorgenommen. Damit hat Dr. B.____ in einem erste n Schritt die Arbeitsfähigkeit des Be- schwerdeführers – im Gegensatz zu Dr. D.____ – sogar für mittelschwere Tätigkeiten bejaht. Wenn Dr. B.____ am 9. Dezember 2016 – d.h. gerade ma l nach drei Wochen – seine Einschät- zung zur Arbeitsfähigkeit dahingehend änderte, dass der Beschwerdeführer nur noch zu 50 % für leichte Tätigkeiten arbeitsfähig sei, ohne dafür eine nachvollziehbare Begründung zu nennen und ohne dass sich der Gesundheitszustand verändert hat, l iegt es mit überwiegender Wahr- scheinlichkeit nahe, dass er bei seiner Beurteilung auf die subjektiven Angaben des Beschwer- deführers abgestellt hat. Wenn der Beschwerdeführer sich insbesondere auf die fünfjährige Be- handlungserfahrung von Dr. B.____ seit Januar 2012 ber uft, ist umso weniger nachvollziehbar, wieso dieser innerhalb von drei Wochen seine Zumutbar keitsbeurteilung von mittelschweren zu leichten Tätigkeiten und von einer 80%-igen zu einer 50 %-igen Arbeitsfähigkeit änderte. Das Gutachten ist gerade deshalb erstellt worden, weil der behandelnde Hausarzt unterschiedliche Einschätzungen vorgenommen hat. Es steht fest, dass beide hausärztlichen Beurteilungen im Gutachten gewürdigt worden sind. Es ist deshalb nicht er sichtlich, inwiefern die widersprüchli- chen Hausarztberichte Zweifel an der gutachterlichen Beu rteilung von Dr. D.____ hervorrufen können sollen. Auch mit Bericht vom 12. September 2017 konnte Dr. B.____ keine neuen, nachvollziehbaren Aspekte hervorbringen, welche seine revid ierte Einschätzung der Arbeitsfä- higkeit begründeten, weshalb Dr. D.____ mit Stellungn ahme vom 25. Oktober 2017 an seiner gutachterlichen Einschätzung festhielt. Damit sind im Gu tachten schlussendlich keine Aspekte ungewürdigt geblieben. Insgesamt ist deshalb festzustell en, dass die Hausarztberichte keine konkreten Indizien präsentieren, die gegen die Zuverlässig keit der gutachterlichen Einschät- zung von Dr. D.____ sprechen. Die Beschwerdegegnerin hat deshalb zu Recht auf die schlüs- sigen gutachterlichen Ausführungen abgestellt und ist vo n einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit für leichte adaptierte Tätigkeiten ausgegangen ist. 9.1 In einem nächsten Schritt gilt es den Invaliditätsgr ad zu berechnen. Wie bereits er- wähnt (vgl. oben E. 3.5), ist dieser grundsätzlich aufg rund der allgemeinen Methode des Ein- kommensvergleichs zu bestimmen (Art. 16 ATSG). Für die Ermittlung des Valideneinkommens stellt sich die Frage, was der Beschwerdeführer aufgrun d seiner beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände zu erwarten gehabt hätte, wenn er nicht invalid geworden wäre. Dabei entspricht es empirischer Erfahrung, dass die bisherige T ätigkeit im Gesundheitsfall weiterge- führt worden wäre, weshalb Anknüpfungspunkt für die Be stimmung des Valideneinkommens in der Regel der zuletzt erzielte, der Teuerung sowie der realen Einkommensentwicklung ange- passte Verdienst ist (RKUV 1993 Nr. U 169 S. 100 f. E. 3b). Ohne Gesundheitsschaden könnte der Beschwerdeführer gemäss den Akten und Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin in seiner angestammten Tätigkeit als Logistiker ein Jahreseinkomme n von Fr. 69‘160.– (13 Monate x Fr. 5‘320.–) erzielen. Dies wird vom Beschwerdeführer d enn auch nicht bestritten. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 9.2 Das Invalideneinkommen bestimmt sich entsprechend d en gesetzlichen Vorgaben da- nach, was die versicherte Person nach Eintritt der Invalid ität und nach der Durchführung allfälli- ger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tä tigkeit bei ausgeglichener Ar- beitsmarktlage hypothetisch zu erzielen in der Lage wäre. Massgebend ist, welches die Ver- dienstmöglichkeiten einer versicherten Person sind, von de r anzunehmen ist, dass sie diese Verdienstmöglichkeiten denn auch voll ausnützt (Urteil d es Bundesgerichts vom 14. April 2008, 8C_664/2007, E. 6.2). Kann bei der Bemessung des Inval ideneinkommens nicht auf das tat- sächlich erzielte Erwerbseinkommen abgestellt werden, weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens ihre verbleibende Arbeitsfähigkeit nicht in zumutbarer Weise voll ausschöpft, so können nach der Rechtsprechung die Tabell enlöhne gemäss den vom Bundes- amt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukt urerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3). Bei der Ermittlung d es trotz Gesundheitsschadens zumutba- rerweise erzielbaren Einkommens stützte sich die IV-Stell e auf die Tabelle TA1_tirage_skill_level, Privater Sektor Total, Kompeten zniveau der Tätigkeit 1, Spalte Männer, der LSE 2014. Dieses Vorgehen wird vom Beschwerdeführer zu Recht nicht bestritten. Dem- nach belief sich das Total aller Männerlöhne im Kompet enzniveau 1 („einfache Tätigkeiten kör- perlicher oder handwerklicher Art“) im Jahre 2014 auf F r. 5'312.– monatlich, basierend auf 40 Wochenstunden. Unter Berücksichtigung der Nominallohnen twicklung von 0.3 % (vgl. BFS T1.1.10 Nominallohnindex Männer 2011-2015) und Umrech nung auf die betriebsübliche wö- chentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden (Bundesamt für S tatistik Dokument je-d-03.02.04.19) berechnete sie ein jährliches Invalideneinkommen von Fr . 66‘652.–. Dies wird vom Beschwer- deführer nicht bestritten. Zusätzlich nahm die IV-Stelle einen leidensbedingten Abzug von 10 % für invaliditätsfremde Beeinträchtigungen vor, woraus ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 59‘987.– resultiert. Durch Gegenüberstellen von V alideneinkommen und Invalideneinkom- men hatte sie einen Invaliditätsgrad von 13 % berechnet . Aufgrund dieses Ergebnisses lehnte sie einen Rentenanspruch mangels Erreichens des hierfür massgebenden Schwellenwerts (vgl. E. 3.4) zu Recht ab. Selbst bei einem maximal zulässigen Abzug von 25 % würde kein Renten begründender Invaliditätsgrad resultieren. Das Invalide neinkommen beliefe sich diesfalls auf Fr. 49‘989.–, woraus sich ein Invaliditätsgrad von 28 % ergeben würde. Damit ist auch die Rüge des Beschwerdeführers bezüglich leidensbedingtem Abzugs hinfällig. 10. Insgesamt ist festzuhalten, dass vorliegend auf das bid isziplinäre Gutachten von Dr. D.____ und Dr. C.____ abzustellen und dem Beschwe rdeführer die Ausübung einer an sei- ne Leiden angepasste leichte Tätigkeit im Rahmen von 1 00 % zuzumuten ist. Die Ermittlung des Validen- und Invalideneinkommen erfolgte korrekt weshalb festzustellen ist, dass die Verfü- gung vom 25. April 2018 keinen Anlass zur Beanstandung gi bt und die IV-Stelle zu Recht die Ausrichtung der Rente ablehnte. Die Beschwerde ist somit abzuweisen. 11.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um di e Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von Fr. 200.– bis Fr. 1'000.– festgeleg t. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstan den ist, setzt das Gericht die Verfah- renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenr ahmens einheitlich auf Fr. 800.– Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par- tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb ihm die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. 11.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausga ng entsprechend wettzuschla- gen. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- w erden dem Be- schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Koste nvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. http://www.bl.ch/kantonsgericht