{"Signatur": "CH_BGE_012", "Spider": "CH_BGE", "Sprache": "fr", "Datum": "2024-02-13", "HTML": {"Datei": "CH_BGE/CH_BGE_012_20240213-4976-20_2024-02-13.html", "URL": "https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?highlight_docid=cedh://20240213_4976_20:de&lang=de&type=show_document", "Checksum": "d8c0194194b92cdb5ce12520c2dab462"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["20240213_4976_20", "Jann-Zwicker et Jann c. Suisse"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bundesgericht (BGE) EGMR 13.02.2024 20240213_4976_20 (Jann-Zwicker et Jann c. Suisse)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Tribunal f\u00e9d\u00e9ral (ATF) CEDH 13.02.2024 20240213_4976_20 (Jann-Zwicker et Jann c. Suisse)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Tribunale federale (DTF) CEDU 13.02.2024 20240213_4976_20 (Jann-Zwicker et Jann c. Suisse)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Bundesgericht (BGE) EGMR"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conf\u00e9deration Tribunal f\u00e9d\u00e9ral (ATF) CEDH"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Tribunale federale (DTF) CEDU"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Regeste\n<br><i>Diese Zusammenfassung existiert nur auf Franz\u00f6sisch.</i>\n<br>SUISSE: Art. 6 par. 1 CEDH. Victime de l'amiante. Dur\u00e9e des proc\u00e9dures conduites devant les tribunaux et d\u00e9faut d'acc\u00e8s \u00e0 un tribunal pour faire valoir les griefs des requ\u00e9rants en cons\u00e9quence de la prescription de leur action.\nL'affaire concerne le d\u00e9c\u00e8s en 2006, d'un proche des requ\u00e9rants, des suites d'un cancer de la pl\u00e8vre qui aurait \u00e9t\u00e9 provoqu\u00e9 par une exposition \u00e0 l'amiante remontant aux ann\u00e9es 1960 et 1970. La victime habitait alors dans une maison lou\u00e9e \u00e0 Eternit AG, \u00e0 proximit\u00e9 imm\u00e9diate de l'une des usines de cette soci\u00e9t\u00e9, o\u00f9 l'amiante \u00e9tait transform\u00e9. Ni la proc\u00e9dure p\u00e9nale engag\u00e9e en 2006 ni la proc\u00e9dure civile entam\u00e9e en 2009 (respectivement avant et apr\u00e8s le d\u00e9c\u00e8s de la victime) n'ont permis aux requ\u00e9rants d'obtenir gain de cause. Le Tribunal f\u00e9d\u00e9ral a jug\u00e9 que l'action civile \u00e9tait prescrite.\nLa Cour a conclu \u00e0 deux violations du droit \u00e0 un proc\u00e8s \u00e9quitable. La premi\u00e8re au motif d'un d\u00e9faut d'acc\u00e8s \u00e0 un tribunal et la seconde en raison de la dur\u00e9e de la proc\u00e9dure devant les juridictions nationales (ch. 64-83 et ch. 95-103).\nConclusion: violations de l'art. 6 par. 1 CEDH.\n<br> Inhaltsangabe des BJ\n(1. Quartalsbericht 2024) Recht auf ein faires Verfahren (Art. 6 Abs. 1 EMRK); Verj\u00e4hrung eines durch ein Asbestopfer eingeleiteten Verfahrens. Der Fall betrifft den Tod des Vaters bzw. des Bruders der Beschwerdef\u00fchrer (M.J.) im Jahr 2006 infolge einer Krebserkrankung, die auf den Kontakt mit Asbest in den 1960er und 1970er Jahren zur\u00fcckzuf\u00fchren sei. Die innerstaatlichen Gerichte und zuletzt das Bundesgericht haben festgestellt, dass die von den Beschwerdef\u00fchrern eingereichte Zivilklage auf Schadenersatz nach damals geltendem Recht verj\u00e4hrt ist (Art. 60 Abs. 1 und Art. 127 des Obligationenrechts, OR). Darin war eine absolute Verj\u00e4hrungsfrist von 10 Jahren vorgesehen, vom Tage angerechnet, an welchem das sch\u00e4digende Verhalten erfolgte.\nVor dem Gerichtshof machten die Beschwerdef\u00fchrer unter Berufung auf Artikel 6 Absatz 1 EMRK geltend, dass sie infolge der Verj\u00e4hrung ihrer Klage keinen Zugang zu einem Gericht h\u00e4tten, um ihre Beschwerde vorzubringen. Zudem beschwerten sie sich \u00fcber die, ihrer Meinung nach, unverh\u00e4ltnism\u00e4ssig lange Dauer der gerichtlichen Verfahren, insbesondere vor dem Bundesgericht, welche insgesamt sechs Jahre betrug.\nIn Bezug auf das Recht auf Zugang zu einem Gericht befand der Gerichtshof, dass die Situation der Beschwerdef\u00fchrer \u00c4hnlichkeit hat mit dem Fall des Urteils Howald Moor u.a. gegen die Schweiz vom 11. M\u00e4rz 2014 (Nr. 52067/10 und 41072/11). Der Gerichtshof machte darauf aufmerksam, dass die neue absolute Verj\u00e4hrungsfrist von 20 Jahren (Art. 60 Abs. 1bis OR) im vorliegenden Fall noch nicht anwendbar war. Ebenfalls wies er darauf hin, dass M.J., dessen Symptome noch vor dem Jahr 2006 aufgetreten waren, nicht \u00fcber die Stiftung Entsch\u00e4digungsfonds f\u00fcr Asbestopfer (Stiftung EFA) h\u00e4tte entsch\u00e4digt werden k\u00f6nnen. Der Gerichtshof bewertete es grunds\u00e4tzlich als positiv, dass die Stiftung im Jahr 2022 den Kreis der Beg\u00fcnstigten auf Personen erweiterte, deren Symptome nach dem Jahr 1996 und nicht erst ab 2006 aufgetreten sind. Er war jedoch der Ansicht, dass dies angesichts der rechtlichen Bedingungen f\u00fcr eine Entsch\u00e4digung nichts an seiner Schlussfolgerung \u00e4ndert. Zur Frage der Verh\u00e4ltnism\u00e4ssigkeit zwischen dem Recht des Opfers auf Zugang zu einem Gericht und der einzuhaltenden Rechtssicherheit des Staats wies der Gerichtshof darauf hin, dass die Latenzzeiten zwischen einer Asbesteinwirkung und der Entstehung von Brustfellkrebs zwischen 15 und 45 Jahren oder mehr betragen k\u00f6nnen. Er erinnerte daran, dass der Umstand, bei dem eine Person nach wissenschaftlichen Erkenntnissen unm\u00f6glich wissen kann, dass sie an einer bestimmten Krankheit leidet, bei der Berechnung der Verj\u00e4hrungsfrist einberechnet werden sollte. Angesichts der langen Latenzzeiten kann also davon ausgegangen werden, dass asbestbedingte Klagen bei einer zehnj\u00e4hrigen und, mit den neuen innerstaatlichen Bestimmungen, vermutlich auch bei einer zwanzigj\u00e4hrigen Frist fast immer verj\u00e4hren, wenn der Beginn der Verj\u00e4hrungsfrist (dies a quo) an das betreffende sch\u00e4digende Verhalten gebunden ist. Der Gerichtshof stellte klar, dass es nicht seine Aufgabe sei, \u00fcber politische Entscheide zu befinden, die von den Staaten zur Beschr\u00e4nkung des Rechts auf Zugang zu einem Gericht getroffen wurden. Er wies jedoch darauf hin, dass im vorliegenden Fall aufgrund eines dies a quo gem\u00e4ss der Rechtsprechung des Bundesgerichts keine materielle Pr\u00fcfung der Entsch\u00e4digungsgesuche der Beschwerdef\u00fchrer durchgef\u00fchrt wurde. Er stellte klar, dass dies auch mit der neuen Regelung der Fall w\u00e4re, solange der dies a quo auf die gleiche Weise bestimmt w\u00fcrde. Indem die innerstaatliche Rechtsprechung die Rechtssicherheit der f\u00fcr den Schaden verantwortlichen Personen st\u00e4rker gewichtete als das Recht der Opfer auf Zugang zu einem Gericht, standen die verfolgten Ziele zudem in keinem angemessenen Verh\u00e4ltnis zu den eingesetzten Mitteln. So kam der Gerichtshof zu dem Schluss, dass f\u00fcr die Beschwerdef\u00fchrer kein konkretes und wirksames Recht auf Zugang zu einem Gericht bestand.\nIn Bezug auf die Dauer des Verfahrens stellte der Gerichtshof fest, dass es haupts\u00e4chlich darum ging zu beurteilen, ob die Sistierung des Verfahrens vor dem Bundesgericht \u00fcber eine Dauer von viereinhalb Jahren eine \u00abangemessene Frist\u00bb darstellte. In diesem Fall hielt er es nicht f\u00fcr notwendig, dass das Bundesgericht eine Revision des relevanten Rechts abwartete, um das Verfahren wieder aufzunehmen. Der Gerichtshof kam zu dem Schluss, dass Artikel 6 Absatz 1 EMRK aufgrund der unverh\u00e4ltnism\u00e4ssig langen Dauer des innerstaatlichen Verfahrens verletzt wurde. Verletzung von Artikel 6 Absatz 1 EMRK (einstimmig)."}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Regeste\n<br>SUISSE: Art. 6 par. 1 CEDH. Victime de l'amiante. Dur\u00e9e des proc\u00e9dures conduites devant les tribunaux et d\u00e9faut d'acc\u00e8s \u00e0 un tribunal pour faire valoir les griefs des requ\u00e9rants en cons\u00e9quence de la prescription de leur action.\nL'affaire concerne le d\u00e9c\u00e8s en 2006, d'un proche des requ\u00e9rants, des suites d'un cancer de la pl\u00e8vre qui aurait \u00e9t\u00e9 provoqu\u00e9 par une exposition \u00e0 l'amiante remontant aux ann\u00e9es 1960 et 1970. La victime habitait alors dans une maison lou\u00e9e \u00e0 Eternit AG, \u00e0 proximit\u00e9 imm\u00e9diate de l'une des usines de cette soci\u00e9t\u00e9, o\u00f9 l'amiante \u00e9tait transform\u00e9. Ni la proc\u00e9dure p\u00e9nale engag\u00e9e en 2006 ni la proc\u00e9dure civile entam\u00e9e en 2009 (respectivement avant et apr\u00e8s le d\u00e9c\u00e8s de la victime) n'ont permis aux requ\u00e9rants d'obtenir gain de cause. Le Tribunal f\u00e9d\u00e9ral a jug\u00e9 que l'action civile \u00e9tait prescrite.\nLa Cour a conclu \u00e0 deux violations du droit \u00e0 un proc\u00e8s \u00e9quitable. La premi\u00e8re au motif d'un d\u00e9faut d'acc\u00e8s \u00e0 un tribunal et la seconde en raison de la dur\u00e9e de la proc\u00e9dure devant les juridictions nationales (ch. 64-83 et ch. 95-103).\nConclusion: violations de l'art. 6 par. 1 CEDH.\n<br> Synth\u00e8se de l'OFJ\n(1er rapport trimestriel 2024)\nDroit \u00e0 un proc\u00e8s \u00e9quitable (article 6 \u00a7 1 CEDH) ; prescription de l'action engag\u00e9e par une victime de l'amiante.\nL'affaire concerne le d\u00e9c\u00e8s en 2006 du p\u00e8re et fr\u00e8re des requ\u00e9rants (M.J.), des suites d'un cancer qui aurait \u00e9t\u00e9 provoqu\u00e9 par une exposition \u00e0 l'amiante remontant aux ann\u00e9es 1960 et 1970. Les tribunaux nationaux, en derni\u00e8re instance le Tribunal f\u00e9d\u00e9ral, ont constat\u00e9 que l'action civile en r\u00e9paration engag\u00e9e par les requ\u00e9rants \u00e9tait prescrite, conform\u00e9ment au droit en vigueur \u00e0 l'\u00e9poque (art. 60 \u00a7 1 et art. 127 du Code des obligations; CO). Celui-ci pr\u00e9voyait un d\u00e9lai de prescription absolu de 10 ans, \u00e0 compter du jour o\u00f9 le fait dommageable s'est produit.\nDevant la Cour, les requ\u00e9rants ont fait valoir, invoquant l'article 6 \u00a7 1 CEDH, un d\u00e9faut d'acc\u00e8s \u00e0 un tribunal pour faire valoir leurs griefs en cons\u00e9quence de la prescription de leur action. Ils se sont plaints \u00e9galement de la dur\u00e9e, excessive selon eux, des proc\u00e9dures conduites devant les tribunaux, en particulier de la dur\u00e9e de la proc\u00e9dure men\u00e9e devant le Tribunal f\u00e9d\u00e9ral, soit six ans au total.\nConcernant l'acc\u00e8s \u00e0 un tribunal, la Cour a jug\u00e9 que la situation des requ\u00e9rants est semblable \u00e0 celle qui \u00e9tait en cause dans l'arr\u00eat Howald Moor et autres c. Suisse du 11 mars 2014 (requ\u00eates nos 52067/10 et 41072/11). La Cour a rappel\u00e9 que le nouveau d\u00e9lai de prescription absolu de 20 ans (art. 60 al. 1bis CO) n'\u00e9tait pas encore applicable en l'esp\u00e8ce. Elle a relev\u00e9 \u00e9galement que, les sympt\u00f4mes de M. J. \u00e9tant apparus avant 2006, celui-ci n'aurait pas pu b\u00e9n\u00e9ficier d'une indemnit\u00e9 aupr\u00e8s du Fonds d'indemnisation pour les victimes de l'amiante (Fondation EFA). La Cour a jug\u00e9 positif en principe qu'en 2022 le cercle des b\u00e9n\u00e9ficiaires de cette Fondation ait \u00e9t\u00e9 \u00e9largi de mani\u00e8re \u00e0 englober les personnes dont les sympt\u00f4mes sont apparus apr\u00e8s 1996 et non plus 2006. Elle a toutefois jug\u00e9 que cela ne change rien \u00e0 sa conclusion, compte tenu des conditions juridiques attach\u00e9es \u00e0 la perception d'une indemnit\u00e9. Quant \u00e0 la question de la proportionnalit\u00e9 entre le droit de la victime \u00e0 l'acc\u00e8s \u00e0 un tribunal et le droit de l'Etat \u00e0 la s\u00e9curit\u00e9 juridique, la Cour a relev\u00e9 que les p\u00e9riodes de latence entre l'exposition \u00e0 l'amiante et l'apparition d'un cancer de la pl\u00e8vre varient entre 15 ans et 45 ans (voire plus) apr\u00e8s l'exposition. Elle a rappel\u00e9 que lorsqu'il est scientifiquement prouv\u00e9 qu'une personne est dans l'impossibilit\u00e9 de savoir qu'elle souffre d'une certaine maladie, une telle circonstance devrait \u00eatre prise en compte pour le calcul du d\u00e9lai de prescription. Compte tenu des longs d\u00e9lais de latence, on peut donc supposer que les actions li\u00e9es \u00e0 l'amiante seront presque toujours prescrites dans le cas d'un d\u00e9lai de dix ans, et probablement aussi dans le cas d'un d\u00e9lai de vingt ans en vertu des nouvelles dispositions nationales, si le d\u00e9but du d\u00e9lai de prescription (dies a quo) est li\u00e9 au fait dommageable en question. La Cour a pr\u00e9cis\u00e9 qu'il ne lui appartient pas d'appr\u00e9cier les choix politiques op\u00e9r\u00e9s par les \u00c9tats pour d\u00e9finir les limitations au droit d'acc\u00e8s \u00e0 un tribunal. Elle a relev\u00e9 toutefois qu'en raison de la fixation du dies a quo en l'esp\u00e8ce conform\u00e9ment \u00e0 la jurisprudence du Tribunal f\u00e9d\u00e9ral, les requ\u00e9rants n'ont pas vu leurs demandes d'indemnisation examin\u00e9es sur le plan mat\u00e9riel. Elle a pr\u00e9cis\u00e9 qu'il en irait de m\u00eame sous l'empire de la nouvelle prescription si la m\u00eame mani\u00e8re de d\u00e9terminer le dies a quo \u00e9tait maintenue. De plus, la jurisprudence interne accordant plus de poids \u00e0 la s\u00e9curit\u00e9 juridique des personnes responsables du dommage qu'au droit d'acc\u00e8s \u00e0 un tribunal pour les victimes, il n'y a pas eu de proportionnalit\u00e9 raisonnable entre les buts poursuivis et les moyens employ\u00e9s. La Cour en a conclu que le droit d'acc\u00e8s des requ\u00e9rants \u00e0 un tribunal n'a pas \u00e9t\u00e9 concret et effectif.\nEn ce qui concerne la dur\u00e9e de la proc\u00e9dure, la Cour a relev\u00e9 qu'il s'agissait essentiellement de d\u00e9terminer si la p\u00e9riode de quatre ans et demi de suspension de proc\u00e9dure devant le Tribunal f\u00e9d\u00e9ral a constitu\u00e9 un \u00ab d\u00e9lai raisonnable \u00bb. Elle a estim\u00e9 qu'il n'\u00e9tait en l'esp\u00e8ce pas n\u00e9cessaire que le Tribunal f\u00e9d\u00e9ral attende les r\u00e9formes du droit pertinent avant de reprendre la proc\u00e9dure. La Cour en a conclu qu'il y a eu violation de l'article 6 \u00a7 1 de la Convention du fait que l'\u00c9tat en raison de la dur\u00e9e excessive de la proc\u00e9dure nationale. Violation de l'article 6 \u00a7 1 CEDH (unanimit\u00e9)."}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Regesto\n<br><i>Questo riassunto esiste solo in francese.</i>\n<br>SUISSE: Art. 6 par. 1 CEDH. Victime de l'amiante. Dur\u00e9e des proc\u00e9dures conduites devant les tribunaux et d\u00e9faut d'acc\u00e8s \u00e0 un tribunal pour faire valoir les griefs des requ\u00e9rants en cons\u00e9quence de la prescription de leur action.\nL'affaire concerne le d\u00e9c\u00e8s en 2006, d'un proche des requ\u00e9rants, des suites d'un cancer de la pl\u00e8vre qui aurait \u00e9t\u00e9 provoqu\u00e9 par une exposition \u00e0 l'amiante remontant aux ann\u00e9es 1960 et 1970. La victime habitait alors dans une maison lou\u00e9e \u00e0 Eternit AG, \u00e0 proximit\u00e9 imm\u00e9diate de l'une des usines de cette soci\u00e9t\u00e9, o\u00f9 l'amiante \u00e9tait transform\u00e9. Ni la proc\u00e9dure p\u00e9nale engag\u00e9e en 2006 ni la proc\u00e9dure civile entam\u00e9e en 2009 (respectivement avant et apr\u00e8s le d\u00e9c\u00e8s de la victime) n'ont permis aux requ\u00e9rants d'obtenir gain de cause. Le Tribunal f\u00e9d\u00e9ral a jug\u00e9 que l'action civile \u00e9tait prescrite.\nLa Cour a conclu \u00e0 deux violations du droit \u00e0 un proc\u00e8s \u00e9quitable. La premi\u00e8re au motif d'un d\u00e9faut d'acc\u00e8s \u00e0 un tribunal et la seconde en raison de la dur\u00e9e de la proc\u00e9dure devant les juridictions nationales (ch. 64-83 et ch. 95-103).\nConclusion: violations de l'art. 6 par. 1 CEDH.\n<br> Sintesi dell'UFG\n(1\u00b0 rapporto trimestriale 2024)\nDiritto a un processo equo (art. 6 par. 1 CEDU); prescrizione dell'azione promossa da una vittima dell'amianto.\nLa causa riguarda il decesso, nel 2006, del padre e fratello dei ricorrenti (M.J.) a seguito di un cancro provocato dall'esposizione all'amianto risalente agli anni 1960 e 1970. I tribunali nazionali, in ultima istanza il Tribunale federale, hanno constatato che l'azione civile promossa dai ricorrenti era prescritta conformemente al diritto in vigore all'epoca (art. 60 cpv. 1 e art. 127 del Codice delle obbligazioni; CO) che prevedeva un termine di prescrizione assoluta di dieci anni a partire dal giorno dell'evento scatenante.\nInvocando l'articolo 6 paragrafo 1 CEDU, i ricorrenti hanno sostenuto, dinnanzi alla Corte, di non aver avuto accesso a un tribunale per far valere le loro denunce a causa della prescrizione della loro azione. Hanno inoltre lamentato la durata, a loro parere eccessiva, dei procedimenti giudiziari, in particolare di quello dinnanzi al Tribunale federale durato in tutto sei anni.\nPer quanto riguarda l'accesso a un tribunale, la Corte ha rilevato che la situazione dei ricorrenti \u00e8 simile a quella riscontrata nella sentenza Howald Moor e altri contro la Svizzera dell'11 marzo 2014 (ricorsi n. 52067/10 e 41072/11). La Corte ha ricordato che il nuovo termine di prescrizione assoluta di 20 anni (art. 60 cpv. 1bis CO) non era ancora applicabile al caso in oggetto. Ha altres\u00ec rilevato che i sintomi di M. J. erano comparsi prima del 2006 e che costui non avrebbe potuto beneficiare di un'indennit\u00e0 del Fondo per le vittime dell'amianto (Fondazione EFA). Secondo la Corte \u00e8 in linea di massima positivo che nel 2022 la cerchia dei beneficiari di questa Fondazione sia stata ampliata fino a comprendere le persone i cui sintomi sono apparsi dopo il 1996 e non pi\u00f9 dopo il 2006. Tuttavia ha ritenuto che questo aspetto non modifica le sue conclusioni, viste le condizioni legali per il percepimento di un'indennit\u00e0. Per quanto riguarda la proporzionalit\u00e0 tra il diritto della vittima di accedere a un tribunale e quello dello Stato di salvaguardare la certezza del diritto, la Corte ha rilevato che i periodi di latenza tra l'esposizione all'amianto e la comparsa di un cancro alla pleura variano da 15 a 45 anni (o pi\u00f9) dall'esposizione. Ha ricordato che, se scientificamente provata, l'impossibilit\u00e0 di sapere che si \u00e8 affetti da una certa malattia va presa in considerazione per il calcolo del termine di prescrizione. Tenuto conto dei lunghi periodi di latenza, si pu\u00f2 dunque supporre che, se l'inizio della decorrenza del termine (dies a quo) \u00e8 legato all'evento scatenante, le azioni relative all'amianto sarebbero quasi sempre prescritte con un termine di dieci anni e probabilmente anche con un termine di 20 anni come quello previsto dalle nuove disposizioni nazionali. La Corte ha precisato che non spetta a lei valutare le scelte politiche degli Stati per definire le restrizioni all'accesso a un tribunale. Tuttavia ha rilevato che, poich\u00e9 il dies a quo nel presente caso era stato fissato secondo la giurisprudenza del Tribunale federale, le richieste d'indennit\u00e0 dei ricorrenti non hanno potuto essere materialmente esaminate. Ha precisato che le cose non cambierebbero con la nuova prescrizione se il dies a quo venisse determinato allo stesso modo. Inoltre, non vi \u00e8 stata una proporzionalit\u00e0 ragionevole tra gli scopi perseguiti e i mezzi impiegati, poich\u00e9 la giurisprudenza nazionale ha anteposto la certezza del diritto dei responsabili del danno al diritto delle vittime di accedere a un tribunale. La Corte ha concluso che il diritto di accesso a un tribunale dei richiedenti non \u00e8 stato n\u00e9 concreto n\u00e9 effettivo.\nPer quanto riguarda la durata del procedimento, la Corte ha rilevato che si trattava essenzialmente di determinare se il periodo di quattro anni e mezzo di sospensione del procedimento dinnanzi al Tribunale federale ha costituto un \u00abtermine ragionevole\u00bb. Ha ritenuto che, nel caso in esame, non era necessario che il Tribunale federale aspettasse le pertinenti riforme del diritto prima di riprendere il procedimento. La Corte ha concluso che la Svizzera ha violato l'articolo 6 paragrafo 1 della Convenzione a causa dell'eccessiva durata del procedimento nazionale. Violazione dell'articolo 6 capoverso 1 CEDU (unanimit\u00e0)."}], "ScrapyJob": "446973/47/2590", "Zeit UTC": "16.08.2025 02:08:31", "Checksum": "86e23b8aab589fe338389c9fa68d7e4f"}