<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>BV.2016.00030</span></p><p><span> </span></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Philipp<br/>Sozialversicherungsrichter Vogel<br/>Gerichtsschreiber Wyler</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 23. August 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">BVG-Sammelstiftung Swiss Life</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">c/o Swiss Life AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">General-Guisan-Quai 40, Postfach, 8022 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Klägerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">1.</span><span> </span><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">2.</span><span> </span><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beklagte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beklagte 1 vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Isabelle Vetter-Schreiber</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Hubatka Müller &amp; Vetter, Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Seestrasse 6, Postfach 1544, 8027 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die 1962 geborene Y.___ war vom 1. März 2007 bis am 30. Juni 2008 als Sachbearbeiterin bei der Z.___ angestellt und dadurch bei der X.___ berufsvorsorgeversichert (Arbeitgeberauskunft zuhan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den der Sozialversicherungsanstalt Basel-Landschaft, IV-Stelle, vom 26. Juni 2009, Urk. 15/15). Ab dem 1. Juli 2008 arbeitete sie auf der A.___, wodurch sie bei der BVG-Sammelstiftung Swiss Life berufs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sorgeversichert war. Dieses Arbeitsverhältnis wurde noch während der Probezeit per 24. Juli 2008 von der Arbeitgeberin gekündigt (Arbeitgeberauskunft zuhan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den der IV-Stelle vom 28. Mai 2009, Urk. 15/8). Am 7. Mai 2009 meldete sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bei der Invalidenversicherung zur Früherfassung (Urk. 15</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/1) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und am 19. Mai 2009 (Eingangsdatum gemäss Aktenverzeichnis) zum Leist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bezug an (Urk. 15/4). Nach Vornahme erwerblicher und medizinischer Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen, in deren Rahmen unter anderem ein Gutachten von Dr. med. dipl.-psych</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, eingeholt wurde (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gutachten vom 28. Dezember 2009, Urk. 15/23), hielt die IV-Stelle mit Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schluss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 4. Juni 2010 fest, dass Y.___ mit Wirkung ab 1. August 2009 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente habe, wobei die Leistungen auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund verspäteter Anmeldung erst mit Wirkung ab 1. November 2009 auszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richten seien (Urk. 15/35).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___ wandte sich noch während des laufenden invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ve</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsrechtlichen Verfahrens an die BVG-Sammelstiftung Swiss Life und an </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und ersuchte um Ausrichtung von Invalidenleis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Sowohl die BVG-Sammelstiftung Swiss Life wie auch die X.___ verneinten eine Leistungspflicht (Schreiben der BVG-Sammelstiftung Swiss Life </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom 21. Juni 2010, Urk. 2/17, und der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 5. August 2010</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, vgl. Urteil des hiesigen Gerichts BV.2015.00087 vom 5. Februar 2016, Sachverhalt).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 24. Februar 2013 erhob </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Klage gegen die BVG-Sam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">me</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">l</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stiftung Swiss Life und beantragte die Ausrichtung von reglementarischen Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenleistungen als Vorleistung. Nachdem die X.___ zum Verfah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren beigeladen worden war, verpflichtete das hiesige Gericht mit Urteil vom 27. April 2015 die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sammelstiftung Swiss Life, Y.___ mit Wirkung ab 1. August 2009 eine volle Invalidenrente im Umfang der obligato</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rischen Mindestleistungen der beruflichen Vorsorge als Vorleistung auszurich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, wobei Y.___ auf die Rentenbetreffnisse für die Monate September 2012 bis Oktober 2013 zufolge Zession keinen Anspruch habe (Urteil des hie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sigen Gerichts BV.2013.00014 vom 27. April 2015). Das Bundesgericht hiess die von der BVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sammelstiftung Swiss Life dagegen erhobene Beschwerde mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil vom 11. Dezember 2015 (Urteil 9C_425/2015) teilweise gut, hob das Urteil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des hiesigen Gerichts vom 27. April 2015 auf und wies die Sache an das hiesige Gericht zurück, damit es prüfe, ob Y.___ grundsätzlich Anspruch auf Invalidenleistungen der beruflichen Vorsorge nach Art. 23 lit. a des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) habe, und hernach über die Vorleistungspflicht der BVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sammelstiftung Swiss Life neu entscheide. Das hiesige Gericht stellte daraufhin mit Urteil vom 5. Februar 2016 (BV.2015.00087) in teilweiser Gutheissung der Klage fest, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit Wirkung ab 1. November 2009 Anspruch auf eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">volle Invalidenrente im Umfang der obligatorischen Mindestleistungen der beruf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Vorsorge als Vorleistung der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sammelstiftung Swiss Life</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Auf die Rentenbetreffnisse für die Monate September 2012 bis Oktober 2013 ha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zufolge Zession keinen Anspruch. Dieses Urteil erwuchs unangefochten in Rechtskraft.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die BVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sammelstiftung Swiss Life erhob am 15. April 2016 Klage gegen die X.___ (Beklagte 1) und Y.___ (Beklagte 2) und beantragte:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">„1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es sei festzustellen, dass die Beklagte 1 bezüglich der Invalidität von Y.___ im Sinne von Art. 23 BVG leistungspflichtig ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin die gemäss Urteil des erkennenden Sozialversicherungsgerichts vom 5. Februar 2016 (Prozess</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nummer BV.2015.00087) im Sinne einer Vorleistung erbrachten Renten zuzüglich Zins zu 5 % ab Klageerhebung zurückzuerstatten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___ sei zum vorliegenden Verfahren beizuladen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eventualiter sei festzustellen, dass weder die Klägerin noch eine andere Vorsorgeeinrichtung Invaliditätsleistungen zugunsten von Y.___ zu erbringen hat, weshalb die Klägerin auch nicht vorleistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tig ist und die Beklagte 2 verpflichtet ist, die ihr von der Klägerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausgerichteten Rentenleistungen zuzüglich Zins zu 5 % zurückzuer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.“</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beklagte 2 beantragte mit Klageantwort vom 1. Juni 2016 die Abweisung der Klage (Urk. 5). Die Beklagte 1 beantragte mit Klageantwort vom 31. August 2016 ebenfalls die Abweisung der gegen sie gerichteten Klage, soweit darauf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">überhaupt einzutreten sei (Urk. 11). Nachdem von der Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stalt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Basel-Landschaft, IV-Stelle, die Akten der Eidgenössischen Invalidenversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung beigezogen worden waren (Verfügung vom 6. September 2016, Urk. 13; Urk. 15/1-130), hielt die Klägerin mit Replik vom 20. Oktober 2016 (Urk. 18) mit der Präzisierung, dass die vorgeleisteten Renten insgesamt Fr. 125‘790.90 betrügen, an ihren Anträgen fest. Die Beklagten hielten in ihren Dupliken vom 15. November 2016 (Beklagte 2, Urk. 21 und Urk. 22) und vom 11. Januar 2017 (Beklagte 1, Urk. 24) an ihren Anträgen fest, was den Parteien mit Verfügung vom 12. Januar 2017 (Urk. 25) zur Kenntnis gebracht wurde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegenstand der vorliegenden Klage ist eine Regressforderung der Klägerin im Sinne von Art. 26 Abs. 4 BVG. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diese Norm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> regelt für den Fall, dass sich der Versicherte beim Entstehen des Leistungsanspruchs nicht in der leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigen Vorsorgeeinrichtung befindet, dass diejenige Vorsorgeeinrichtung vorleis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflichtig ist, der er zuletzt angehört hat. Steht die leistungspflichtige </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorsorgeeinrichtung fest, so kann die vorleistungspflichtige Vorsorgeein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ng auf diese Rückgriff nehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_671/2014 vom 30. Januar 2015 E. 3.4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die örtliche und sachliche Zuständigkeit des hiesigen Gerichts zum Entscheid über die strittigen Leistungen ist gegeben (Art. 73 BVG in Verbindung mit § 2 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Invalidenleistungen nach BVG werden von derjenigen Vorsorgeeinrichtung geschuldet, welcher die den Anspruch erhebende Person bei Eintritt des ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherten Ereignisses angeschlossen war. Im Bereich der obligatorischen beruf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Vorsorge fällt dieser Zeitpunkt nicht mit dem Eintritt der Invalidität nach dem Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG), sondern mit dem Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tritt der Arbeitsunfähigkeit zusammen, deren Ursache zur Invalidität geführt hat (vgl. Art. 23 BVG). Auf diese Weise wird dem Umstand Rechnung getragen, dass die versicherte Person meistens erst nach einer längeren Zeit der Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit (nach einer Wartezeit von einem Jahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG in Verbindung mit Art. 26 BVG) invalid wird. Damit nämlich der durch die zweite Säule bezweckte Schutz zum Tragen kommt, muss das Invaliditätsrisiko auch dann gedeckt sein, wenn es rechtlich gesehen erst nach einer langen Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit eintritt, während welcher die Person unter Umständen aus dem Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verhältnis ausgeschieden ist und daher nicht mehr dem Obligatorium unterstanden hat (BGE 123 V 262 E. 1b, 121 V 97 E. 2a, 120 V 112 E. 2b, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 23 BVG kommt auch die Funktion zu, die Haftung mehrerer Vorsorgeein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtungen gegeneinander abzugrenzen, wenn eine in ihrer Arbeitsfähigkeit bereits beeinträchtigte versicherte Person ihre Arbeitsstelle (und damit auch die Vorsorgeeinrichtung) wechselt und ihr später eine Rente der Invalidenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung zugesprochen wird. Der Anspruch auf Invalidenleistungen nach Art. 23 BVG entsteht in diesem Fall nicht gegenüber der neuen Vorsorgeeinrichtung, sondern gegenüber derjenigen, welcher die Person im Zeitpunkt des Eintritts der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit angehörte. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Damit eine Vorsorgeeinrichtung, der eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitneh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">mer beim Eintritt der Arbeitsunfähigkeit angeschlossen war, für das erst nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Beendigung des Vorsorgeverhältnisses eingetretene Invaliditätsrisiko aufzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">kommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> hat, ist indes erforderlich, dass zwischen Arbeitsunfähigkeit und Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lidität ein enger sachlicher und zeitlicher Zusammenhang besteht (BGE 130 V 270 E. 4.1). In sachlicher Hinsicht liegt ein solcher Zusammenhang vor, wenn der der Invalidität zu Grunde liegende Gesundheitsschaden im Wesentlichen der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">selbe ist, der zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat. Sodann setzt die Annahme </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">eines engen zeitlichen Zusammenhangs voraus, dass die versicherte Person nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Eintritt der Arbeitsunfähigkeit nicht während längerer Zeit wieder arbeitsfähig wurde. Die frühere Vorsorgeeinrichtung hat nicht für Rückfälle oder Spätfolgen einer Krankheit einzustehen, die erst Jahre nach Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit eintreten. Demnach darf nicht bereits eine Unterbrechung des zeitlichen Zusammenhangs angenommen werden, wenn die Person bloss für kurze Zeit wieder an die Arbeit zurückgekehrt ist. Ebenso wenig darf die Frage des zeitlichen Zusammenhangs zwischen Arbeitsunfähigkeit und Invalidität in schematischer (analoger) Anwendung der Regeln von Art. 88a Abs. 1 der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ordnung über die Invalidenversicherung (IVV) beurteilt werden, wonach eine anspruchsbeeinflussende Verbesserung der Erwerbsfähigkeit in jedem Fall zu berücksichtigen ist, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">dauert hat und voraussichtlich andauern wird. Zu berücksichtigen sind vielmehr </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">die gesamten Umstände des konkreten Einzelfalles, namentlich die Art des Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">heitsschadens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">, dessen prognostische ärztliche Beurteilung und die Beweg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gründe, die die versicherte Person zur Wiederaufnahme der Arbeit veranlasst haben (BGE 123 V 262 E. lc, 120 V 112 E. 2c/aa und 2c/bb mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus der engen Verbindung zwischen dem Recht auf eine Rente der Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung und demjenigen auf eine Invalidenleistung nach BVG ergibt sich, dass der Invaliditätsbegriff im obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge und in der Invalidenversicherung grundsätzlich der gleiche ist (BGE 123 V 269 E. 2a, 120 V 106 E. 3c, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Praxisgemäss sind daher die Vorsorgeeinrichtungen im Bereich der gesetzlichen Mindestvorsorge (Art. 6 BVG) an die Feststellungen der IV-Organe (Eintritt der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit, Eröffnung der Wartezeit, Festsetzung des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Invaliditätsgrades) gebunden, soweit die IV-rechtliche Betrachtung aufgrund einer gesamthaften Prüfung der Akten nicht als offensichtlich unhaltbar erscheint</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> (BGE 126 V 309 E. 1 in fine). Diese Konzeption fusst auf der Überlegung, die Organe der (obligatorischen) beruflichen Vorsorge von eigenen aufwändigen Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">klärungen freizustellen, und gilt nur bezüglich Feststellungen und Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lungen der IV-Organe, welche im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren für die Festlegung des Anspruchs auf eine Invalidenrente entscheidend waren (BGE 132 V 1 E. 3.2). So hat beispielsweise eine verspätete Anmeldung zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung rechtsprechungsgemäss die freie Überprüfbarkeit des leistungserheblichen Sachverhaltes durch die Vorsorgeein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">richtung beziehungsweise das Berufsvorsorgegericht zur Folge (Urteil des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gerichts 9C_49/2010 vom 23. Februar 2010 E. 2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Klägerin erklärte zur Begründung ihrer Klage im Wesentlichen (Urk. 1 und Urk. 18), der zeitliche Zusammenhang zwischen der mindestens im Dezember 2007 eingetretenen und mindestens bis Juni 2008 andauernden Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit und dem Rückfall im August 2008 sei nicht unterbrochen worden. Die Arbeitsstelle sei von der A.___ bereits nach zwei Wochen gekün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digt worden. Dieser kurze Einsatz sei nicht geeignet, den zeitlichen Zusammen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hang mit der zuvor bestehenden Arbeitsunfähigkeit zu unterbrechen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine paranoid-halluzinatorische Schizophrenie sei sowohl die Ursache der im November/Dezember 2007 eingetretenen Arbeitsunfähigkeit als auch der Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lidität der Beklagten 2. Der materielle Zusammenhang der beiden Perioden der Arbeitsunfähigkeit und der Invalidität sei somit gegeben. Sämtliche psychischen Gesundheitsstörungen der Beklagten 2 seien spätestens seit Januar 2008 einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">akuten bzw. chronifizierten Positivsymptomatik einer paranoid-halluzinato</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">risc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hen Psychose mit ausgeprägtem Verfolgungswahn und –system zuzuordnen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bestehe sowohl ein zeitlicher als auch ein sachlicher Zusammenhang zwischen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Ende 2007 eingetretenen mehrmonatigen Arbeitsunfähigkeit der Beklagten 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und deren heutigen Invalidität, sei die Beklagte 1 letzterer gegenüber leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflichtig. In Anwendung von Art. 26 Abs. 4 BVG habe die Beklagte 1 somit die von ihr erbrachten Vorleistungen zurückzuerstatten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es werde bestritten, dass der Anspruch auf Rückerstattung der als Vorleistung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erbrachten Rentenbetreffnisse verjährt sei. Ihr Rückerstattungsanspruch sei früh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">es</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tens mit Inkrafttreten des Urteils des angerufenen Gerichts vom 5. Februar 2016 entstanden oder werde gemäss Art. 26 Abs. 4 BVG erst fällig, wenn die leistungspflichtige Vorsorgeeinrichtung feststehe. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beklagte 1 liess zur Begründung ihres Antrages auf Abweisung der Klage im Wesentlichen vorbringen, die Festlegung des Beginns des Wartejahres durch die Invalidenversicherung auf August 2008 sei ungeachtet des Faktes der verspä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teten Anmeldung korrekt gewesen. Die Beklagte 2 sei bei der Z.___ zwar vom 13. November 2007 bis zum 30. Juni 2008 zu 100 % bzw. 50 % krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geschrieben gewesen. Sie sei jedoch nicht wegen der schliesslich invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">renden Erkrankung arbeitsunfähig geworden. Aufgrund der im Jahr 2010 er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">folg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten PTA (Angioplastie) der Nierenarterie sei retrospektiv klar, dass die Ende 2007/Anfang 2008 festgestellte Hypertonie mit der Nierenstenose zusammen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehangen habe. Diese sei erfolgreich behandelt worden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 10. Dezember 2007 habe die Beklagte 2 erstmals den Psychiater Dr. C.___ aufgesucht. Dieser habe die Beklagte 2 zunächst wegen eines psychophysischen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erschöpfungszustandes im Sinne einer mittelschweren Depression mit soma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Syndrom krankgeschrieben. Ab Januar 2008 habe Dr. C.___ keine Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfähigkeit mehr bescheinigt. Die Hausärztin Dr. med. D.___, Fachärztin FMH für Allgemeine Innere Medizin, habe die Beklagte 2 von Ende Januar 2008 bis 30. Juni 2008 krankgeschrieben. Gegenüber der Kranken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung habe Dr. med E.___, Praktische Ärztin, welche die Praxis von Dr. D.___ übernommen habe, anhand der Krankenakten eine Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfähigkeit zunächst wegen Hypertonie und dann wegen Erschöpfungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zustand von Januar bis Juni 2008 bestätigt. Dies stellten klar andere Diagnosen als die später manifest gewordene Schizophrenie dar.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus den Angaben der A.___ sei ersichtlich, dass die Beklagte 2 vor und bei Stellenantritt im Sommer 2008 arbeitsfähig gewesen sei. Die gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Beeinträchtigung, welche zur Invalidisierung geführt habe, sei erst nach der Kündigung der Arbeitsstelle mit der Dekompensation im August 2008 aufgetreten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus den aktuellen Arztberichten aus dem Jahr 2014 sei schliesslich ersichtlich, dass die schizoaffektive Störung aktuell zumindest teilweise verbessert sei. Neben den bisherigen Diagnosen beeinträchtige spätestens seit anfangs 2014 die Fibromyalgie die Beklagte 2 körperlich stark. Für eine allfällige daraus resultie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rende Invalidisierung sei sie jedenfalls nicht leistungspflichtig. Entsprechend bestehe diesbezüglich auch kein Regressanspruch. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sollte wider Erwarten eine Leistungspflicht ihrerseits bejaht werden, wären Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ansprüche der Beklagten 2 ihr gegenüber, welche vor mehr als fünf Jahren fällig geworden seien, verjährt. Sie erhebe daher die Einrede der Verjährung. Verzugszinsen wären nur in Höhe der reglementarischen Zinsen geschuldet.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beklagte 2 führte im Wesentlichen aus (Urk. 5 und Urk. 22), August 2008 sei der Zeitpunkt des ersten Ausbruchs der der Invalidität zugrunde liegenden Erkrankung. Vor August 2008 habe sie nicht an Halluzinationen, totalen Panik</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">attacken und absoluter Gehunfähigkeit gelitten. Sie habe sogar die Kündigungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">frist bei der Z.___ um einen Monat verkürzt, da sie sich Ende Mai 2008 völlig stabil gefühlt habe. Sie sei im Juni 2008 lediglich noch krankge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schrieben worden, da sie nur noch für das Umschichten von schweren Dossiers abgestellt worden sei und diese körperlich schwere Arbeit wiederum wegen der fast geschlossenen Arterie zu hohem Blutdruck geführt habe. Während der Arbeitstätigkeit für die A.___ sei sie nie krank gewesen. Es sei von der A.___ im Übrigen nicht nur ihr, sondern sämtlichen Mitar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tern ihrer Abteilung gekündigt worden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es liegen im Wesentlichen die folgenden Arztberichte, welche sich zum Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt des Eintritts der relevanten Arbeitsunfähigkeit der Beklagten 2 äussern, vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">:</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. C.___ nannte mit Bericht an die IV-Stelle vom 29. Mai 2009 (Urk. 15/10) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisch paranoid-halluzinatorische Schizophrenie (ICD-10 F20.00), Differentialdiagnose schizoaffektive Psychose (ICD-10 F25.2), bestehend seit vielen Jahren </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Stalking Opfer</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beklagte 2 sei bereits zwischen Dezember 2007 und Mai 2008 bei ihm in psychiatrischer sowie bei seinem delegierten Psychologen in ambulanter psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">therapeutischer Behandlung gewesen. Damals sei die Beklagte 2 mit der Symp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tomatik eines ausgeprägten psychophysischen Erschöpfungszustandes im Sinne einer mittelschweren Depression mit somatischem Syndrom sowie vegeta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiver Begleitsymptomatik (hoher Blutdruck, Fieber etc.) bei Status nach mehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jährigen, schweren psychosozialen Belastungen und diversen schweren Verlus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und Traumata zur Behandlung gekommen. Anfangs 2008 habe die Beklagte 2 auch noch ihre letzte Stelle als Bankkauffrau bei der Z.___ ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">loren (Ursache unklar, wahrscheinlich aber wegen der deutlichen psychischen Störung der Beklagten 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Durch regelmässige psychotherapeutische Gespräche mit dem delegierten Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">logen sei es in der Folge zu einer deutlichen Beruhigung und Stimmungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufhellung gekommen. Die Beklagte 2 habe zum damaligen Zeitpunkt bezüglich ihrer Persönlichkeitszüge keine speziellen Auffälligkeiten und auch keine Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise auf ein psychotisches Geschehen gezeigt. Nachdem sie sich vollständig stabilisiert gehabt habe, habe sie sogar wieder eine Stelle als rechte Hand eines Sozialamtvorstehers finden können. Bei dieser Stelle habe die Beklagte 2 aber von Beginn an eine deutliche psychische Auffälligkeit gezeigt und es sei rasch, das heisst innert weniger Tage und Wochen, zu einer psychischen Dekompen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sation gekommen. Am 4. August 2008 habe die Beklagte 2 die Symptomatik einer paranoiden Psychose mit maniformer Angetriebenheit gezeigt. Die Stelle sei ihr deswegen umgehend gekündigt worden. Die Beklagte 2 sei sicherlich seit Ausbruch der jetzigen paranoiden Psychose (anlässlich des Stellenbeginns im Juli 2008) zu 100 % eingeschränkt (das heisst seit mindestens Anfang August 2008). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgrund der gestellten Diagnose sei die Prognose schlecht. Offensichtlich sei es in der Vergangenheit im Rahmen von beruflichen und psychosozialen Belas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en immer wieder zu psychischen Dekompensationen gekommen und es müs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">se im Nachhinein davon ausgegangen werden, dass diese nicht nur de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pressiver, sondern von schizophren-psychotischer Symptomatik gewesen seien. So sei die Beklagte 2 nach dem Unfalltod ihres zweiten Ehemannes auf der Hochzeitsreise für längere Zeit dort geblieben und arbeitsunfähig gewesen. Ebenso sei es im Rahmen der letzten Stelle bei der Z.___ im Jahr 2007 zu einer psychischen Dekompensation gekommen, die zwar damals mehr als depressive Erschöpfungssymptomatik imponiert habe, im Nachhinein aber wahrscheinlich als präpsychotische Negativsymptomatik interpretiert werden könnte. Beim letzten Stellenantritt im Juli 2008 sei es rasch zur vollständigen psychotischen Dekompensation mit zuerst maniformer Antriebsstörung und Hyperaktivität und danach ausgeprägter paranoider Symptomatik gekommen. Aufgrund dieses zunehmend schlechteren Verlaufs in den letzten Jahren sei auch für die zukünftige Prognose davon auszugehen, dass die Beklagte 2 bei erneuter beruflicher Belastung wieder schizophren-psychotisch dekompensieren dürfte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 10. August 2009 (Urk. 12/16) berichtete Dr. C.___ dem Vertrauensarzt der Beklagten 1, die Beklagte 2 sei während ihrer Tätigkeit bei der Z.___ bis November 2007 voll arbeitsfähig gewesen. Erst vom 16. November bis 13. Dezember 2007 sei sie durch die Hausärztin wegen des extrem hohen Blut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">druckes sowie weiterer begleitender vegetativer, stressbedingter Symptome ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfähig geschrieben worden. Anlässlich der ersten Konsultation bei ihm am 10. Dezember 2007 habe die Beklagte 2 die Symptome eines psychophysischen Erschöpfungszustandes im Sinne einer mittelschweren Depression mit somati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schem Syndrom und vegetativen Begleitsymptomen (wie hohen Blutdruck, Fieber, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Durchfall) bei Status nach mehrjährigen schweren psychosozialen Belastungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und diversen schweren Verlusten/Traumatas (ICD-10 F43.21/Differential</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nose</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ICD-10 F32.11) gezeigt. Damals habe es noch keinerlei Anzeichen bzw. Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise auf eine möglicherweise vorliegende, schwerwiegendere oder gar chro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche psychiatrische Störung, beispielsweise im Sinne einer Psychose (Schizo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">phre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nie oder schizoaffektive Störung), gegeben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. E.___ hielt mit Bericht vom 27. Oktober 2009 (Urk. 12/1 2. Seite) fest, dass Dr. D.___ der Beklagten vom 13. November 2007 bis am 30. Juni 2008 eine 50- bzw. 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert habe. Als Ursache für die Arbeitsunfähigkeit gab sie zunächst eine Hypertonie und ab 9. Januar 2008 einen Erschöpfungszustand an. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beklagte 2 wurde am 16. Dezember 2009 von Dr. B.___ im Auftrag der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IV-Stelle exploriert. Dieser diagnostizierte mit Gutachten vom 28. Dezember 2009</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 15/23) eine paranoid-halluzinatorische Schizophrenie, unvollstän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dige Re</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sion (ICD-10 F20.04). Der Verlauf der Störung weise, folge man den vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Arztberichten sowie den Eigenangaben der Beklagten 2, auf einen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mittler</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weile jahrelangen und bis vor kurzem nicht behandelten Krankheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">l</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auf hin. Für einen schon längeren Krankheitsprozess spreche allein schon das auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fallend ausgebaute Wahnsystem der Beklagten 2. Entsprechend sei mittlerweile von einer deutlichen Tendenz zur Chronifizierung auszugehen. Der aktuelle Un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">suchungsbefund belege eine weiterhin dynamische Wahn- und ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prägte Negativsymptomatik. Unter den Bedingungen der freien Wirtschaft bestehe aus psychiatrischer Sicht derzeit keine Arbeitsfähigkeit.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hinsichtlich des Verlaufs der Erkrankung der Beklagten 2 sind die folgenden ärztlichen Berichte aktenkundig:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. F.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Neurologie, berichtete am 23. Mai 2014 (Urk. 12/11) der SVA Aargau, IV-Stelle, welche – unter anderem nach Würdigung des Berichts von Dr. F.___ - </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit Mitteilung vom 7. August 2014 (Urk. 12/6) einen unveränderten Invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tät</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grad der Beklagten 2 feststellte. Auf die Frage, ob sich der Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaden der Beklagten 2 verändert habe, erklärte Dr. F.___, die körperliche Schwäche habe zugenommen. Aktuell könne die Beklagte 2 nur kürzere Strecken laufen. Sie werde von Dr. G.___ mit Acyclovir behandelt. Hinsichtlich des Verlaufs in den letzten sechs bis zwölf Monaten erklärte Dr. F.___, zur erneu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten psychotischen Dekompensation sei es nicht gekommen. Die Wahngedanken seien nur unsicher fassbar, insofern profitiere die Beklagte 2 von Abilify. Die Belastungsfähigkeit habe aber abgenommen, sie sei unselbständiger geworden und es werde für sie zunehmend schwerer mit den gerichtlichen Auseinander</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzungen, den täglichen Anforderungen der Selbstversorgung und ihren finan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziellen Aufgaben zurechtzukommen. Die Prognose werde als ungünstig einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schätzt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verlaufsbericht an die IV-Stelle Aargau vom 11. Juni 2014 (Urk. 12/12) erklärte Dr. E.___ betreffend Veränderung des Gesundheitsschadens der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beklagten 2, die Diagnose gemischte schizoaffektive Störung (ICD-10 F25.2)/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">phrenie (ICD-10 F20.0) sei zeitweise verbessert, doch nur die leichteste psychische Belastung führe zu massiven Rückfällen, beispielsweise SMS-Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schimpfungen auch an sie, als ob sie ihr Feind wäre. Die Fibromyalgie (ICD-10 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">M79.7) als körperliches Erscheinungsbild sei zunehmend. Insgesamt habe die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klagte 2 seit 2009 körperlich schwer abgebaut. Die Diagnosen gemischte schizo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">affektive Störung (ICD-10 F25.2) und Schizophrenie (ICD-10 F20.0) erklärten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Fibromyalgie. Laut medizinischer Literatur lägen überdurchschnittlich häufig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> psychische Störungen bei diesen Patienten vor. Inwieweit diese psychischen Störungen selbst Folge der chronischen Schmerzen seien oder aber die Symp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tome der Fibromyalgie eine zugrundeliegende psychische Störung reflektierten, könne medizinisch nicht differenziert werden, es sei aber naheliegend, dass die psychische Ursache hier der Auslöser sei. Die sich dazu gesellte Immunschwäche habe sich wohl durch den psychischen Stress, der durch die gemischte schizo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">af</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiven Störung und Schizophrenie in sich selbst bestehe, aufgebaut. Körper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> baue die Beklagte 2 zunehmend ab. Psychisch scheine sie gefestigter, zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise. Die Beklagte 2 sei zu 100 % arbeitsunfähig. Die Ausübung einer Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tätigkeit sei undenkbar und eine Änderung auch nicht absehbar. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beklagte 2 war vom 6. Januar bis 24. April 2015 in stationärer Behandlung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">H.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">I.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> für Psychiatrie und Psychotherapie, Ärztliche Leitung, und Dr. J.___, Sta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ärztin, nannten mit Austrittsbericht vom 3. Februar 2015 (Urk. 12/13) als Diagnosen:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">abklingendes manisches Syndrom, initial akut-polymorph-psychotisches Bild </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mit Symptomen einer Schizophrenie (ICD-10 F23.1), Differen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">tial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">diagnose organisches maniformes Syndrom bei anamnestischer Neuro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">borreliose</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Alkoholmissbrauch (ICD-10 F10.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Nikotinabhängigkeit (ICD-10 F17.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beklagte 2 sei in Begleitung der Polizei wegen akuter Fremdgefährdung auf Grundlage des Psych KHG bei ihnen aufgenommen worden. Nachdem sich der Zustand der Beklagten 2 während des Aufenthaltes verschlechtert habe, habe ihr zwangsweise 100 mg Ciatyl Acuphase injiziert werden müssen. Daraufhin habe sich der Zustand der Beklagten 2 kontinuierlich verbessert. Sie habe in der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Folge ihre Medikamente freiwillig eingenommen. Umfassend krankheitsein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichtig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei sie jedoch bis zum Zeitpunkt der Entlassung nicht gewesen. Sie sei vielmehr davon ausgegangen, dass ihr Zustand nicht durch eine psychiatrische Grunder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">krankung, sondern durch eine Intoxination mit Drogen durch einen Bekannten zu erklären sei. Das Drogenscreening auf alle gängigen Substanzen sei jedoch negativ gewesen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beklagte 2 meldete sich am 7. Mai 2009 bei der Invalidenversicherung zur </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Früherfassung (Urk. 15/1) und am 19. Mai 2009 zum Leistungsbezug an (Urk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. 15/4). Da gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">steht, und ein Rentenanspruch unter anderem voraussetzt, dass die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen ist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), hatten die Organe der Invalidenversicherung lediglich den Gesundheitszustand der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten 2 ab November 2008 zu prüfen. Entsprechend hielt die IV-Stelle mit Beschluss vom 4. Juni 2010 (Urk. 15/35) zwar fest, dass die Beklagte 2 mit Wir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung ab 1. August 2009 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente habe, sie rich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tete ihre Leistungen aufgrund verspäteter Anmeldung jedoch erst mit Wirkung ab 1. November 2009 aus. Da die Anmeldung bei der Invalidenversicherung so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit verspätet erfolgt war, besteht keine Bindungswirkung der Vorsorgeeinrich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungen an die invalidenversicherungsrechtliche Festsetzung des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit der Beklagten 2 (vgl. E. 2.4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Parteien gehen übereinstimmend und im Einklang mit den Akten davon aus, dass die Beklagte 2 im August 2008 aufgrund einer Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis arbeitsunfähig war und diese Arbeitsunfähigkeit in einem sachlichen und zeitlichen Zusammenhang mit der Invalidität der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten 2 steht bzw. stand (vgl. E. 3). Strittig und zu prüfen ist, ob die Beklagte 2 bereits während Versicherungsdeckung bei der Beklagten 1, welche bis am 30. Juni 2008 gedauert hatte (Urk. 15/15 und Urk. 15/18), aufgrund derselben Ursache arbeitsunfähig wurde, ohne dass hernach der zeitliche Zusammenhang unterbrochen worden wäre (vgl. E. 2.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beklagten 2, welche seit 1. März 2007 bei der Z.___ arbeitete und dabei nur während einzelnen Tagen arbeitsunfähig gewesen war (vgl. Urk. 15/15), wurde von Dr. D.___ ab November 2007 eine 50%ige bzw. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Diese Krankschreibung erfolgte unter de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m Titel essentielle (primäre) Hypertonie (ICD-10 I10) und Erschöpfung durch über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mässige Anstrengung (ICD-10 T73.3; vgl. Urk. 12/1) bzw. Erschöpfungszustand (E. 4.1.4). Dr. C.___, bei welchem die Beklagte zunächst von Dezember 2007 bis Mai 2008 in Behandlung war, ging zum damaligen Zeitpunkt von der Sympto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">matik eines ausgeprägten psychophysischen Erschöpfungszustandes im Sinne einer mittelschweren Depression mit somatischem Syndrom sowie vegetativer Begleitsymptomatik (hoher Blutdruck, Fieber etc.) bei Status nach mehrjährigen, schweren psychosozialen Belastungen und diversen schweren Verlusten und Traumata aus (E. 4.1.2). Die Symptomatik einer paranoiden Psychose wurde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ärzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich erst nach Ende der Versicherungsdeckung bei Beklagten 1 im August 200</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8 festgestellt (E. 4.1.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus dem Umstand, dass erstmals nach Ende der Versicherungsdeckung bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beklagten 1 die Symptomatik einer paranoiden Psychose ärztlich festgestellt wurde, kann nicht ohne Weiteres gefolgert werden, dass nicht bereits die früh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ere</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Arbeitsunfähigkeit durch eine Erkrankung aus dem schizophrenen Formen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kreis verursacht wurde. So erklärte denn auch Dr. C.___ mit Bericht vom 29. Mai 2009 (E. 4.1.2), dass es in der Vergangenheit im Rahmen von beruflichen und psychosozialen Belastungen immer wieder zu psychischen Dekompensationen gekommen sei. Es müsse im Nachhinein davon ausgegangen werden, dass diese nicht nur depressiver, sondern von schizophren-psychotischer Symptomatik ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wesen seien. So sei es im Rahmen der letzten Stelle bei der Z.___ im Jahr 2007 zu einer psychischen Dekompensation gekommen, die zwar damals mehr als depressive Erschöpfungssymptomatik imponiert habe, im Nachhinein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aber wahrscheinlich als präpsychotische Negativsymptomatik interpretiert werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> könnte. Dr. C.___ hielt im Bericht vom 29. Mai 2009 hinsichtlich seiner Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nose chronische paranoid-halluzinatorische Schizophrenie (ICD-10 F20.00), Diffe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rentialdiagnose schizoaffektive Psychose (ICD-10 F25.2) denn auch fest, dass diese seit Jahren bestehend sei. Dementsprechend führte er in einem (weiteren) Bericht an die IV-Stelle vom 6. Juni 2009 (Urk. 15/11) als Diagnose an: akute paranoide Psychose seit Antritt einer neuen Stelle im Juli 2008 im Sinne eines Relaps einer vorbestehenden Schizophrenie (Urk. 15/11/4). Diese Einschätzung erscheint schlüssig, kann doch bei einer Schizophrenie retrospektiv möglicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise eine Prodromalphase identifiziert werden, in der Symptome und Verhal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weisen wie Interesseverlust an der Arbeit, an sozialen Aktivitäten, am per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Erscheinungsbild und an der Körperhygiene zusammen mit generali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sierter Angst, leichter Depression und Selbstversunkenheit Wochen oder sogar Monate dem Auftreten psychotischer Symptome vorangehen können (vgl. Dilling/Mombour/Schmidt [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen, ICD-10 Kapital V, Klinisch-diagnostische Leitlinien, 10. Auflage, S. 130).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Die Aussage von Dr. C.___ im Bericht vom 10. August 2009 (E. 4.1.3), dass es Ende 2007 noch keinerlei Anzeichen bzw. Hinweise auf eine möglicherweise vorliegende, schwerwiegendere oder gar chronische psychiatrische Störung, bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spielsweise im Sinne einer Psychose (Schizophrenie oder schizoaffektive Störung)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gegeben habe, steht einer retrospektiven Klassifikation der Ende 2007 bzw. Anfang 2008 festgestellten Symptome unter der Diagnose Schizophrenie dementsprechend nicht entgegen. Vielmehr entspricht diese der Tatsache, dass die Prodromalphase unter Umstände erst retrospektiv festgestellt werden kann. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. B.___ hielt in seinem zuhanden der IV-Stelle am 28. Dezember 2009 verfassten Gutachten (E. 4.1.5) in Übereinstimmung mit dem Gesagten fest, der Verlauf der Störung weise auf einen mittlerweile jahrelangen und bis vor Kurzem nicht behandelten Krankheitsverlauf hin. Für einen schon längeren Krankheitsprozess spreche allein schon das auffallend ausgebaute Wahnsystem der Beklagten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit erstellt, dass die der Beklagten 2 ab Ende 2007/Anfang 2008 attestierte Arbeitsunfähigkeit in einem sachlichen Zusammenhang mit der zur Invalidität führenden Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis steht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beklagte 2 war ab dem 9. Januar 2008 bis zum Ende der Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deckung bei der Beklagten 1 am 30. Juni 2008 anhaltend aufgrund desselben Leidens (Erschöpfungszustand) krankgeschrieben (E. 4.1.4). Nach dem Ende der Versicherungsdeckung bei der Beklagten 1 war die Beklagte 2 bis am 24. Juli 2008 für die A.___ tätig, wobei die Arbeitgeberin das Arbeitsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hältnis bereits am 16. Juli 2008, das heisst gut zwei Wochen nach Beginn des Arbeitsverhältnisses und Ende der Versicherungsdeckung bei der Beklagten 1, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kündigte. Die Kündigung war ausgesprochen worden, weil das Auftreten und Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halten im Team und gegenüber der Kundschaft nicht den Erwartungen ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprach (Urk. 15/8). Der zeitliche Zusammenhang zwischen der während der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungsdeckung bei der Beklagten 1 aufgetretenen und hernach zur Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">li</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ät führenden Arbeitsunfähigkeit, welche unbestrittenermassen (vgl. E. 3) spätes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens ab Anfang August 2008 ununterbrochen andauerte, wurde daher, selbst wenn die Beklagte 2 ab 1. Juli 2008 wieder arbeitsfähig gewesen wäre, nicht unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">brochen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da somit ein enger sachlicher und zeitlicher Zusammenhang zwischen der wäh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rend der Versicherungsdeckung bei der Beklagten 1 eingetretenen Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit und der Invalidität besteht, ist die Beklagte 1 grundsätzlich die im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sinne von Art. 23 BVG leistungspflichtige Vorsorgeeinrichtung. Zu prüfen bleibt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, ob die Beklagte 1 auch über das Jahr 2013 hinaus leistungspflichtig ist oder ob ihre Leistungspflicht aufgrund der Tatsache, dass die weiter bestehende Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit durch eine neue Ursache begründet ist, entfällt (vgl. E. 3.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das hiesige Gericht verpflichtete die Klägerin mit Urteil vom 5. Februar 2016 (BV.2015.00087) zur Erbringung von Vorleistungen zugunsten der Beklagten 2. Die Beklagte 1, welche zum Verfahren beigeladen worden war, ist an dieses Urteil gebunden (vgl. Volz in: Zünd/Pfiffner Rauber [Hrsg.], GSVGer, 2. Auflage, § 14 N 31). Wie das Bundesgericht in seinem Urteil vom 11. Dezember 2015 (9C_425/2015) festgehalten hatte, setzt ein Anspruch auf Vorleistungen im Sinne von Art. 26 Abs. 4 BVG voraus, dass grundsätzlich ein Anspruch auf Invalidenleistungen der obligatorischen beruflichen Vorsorge nach Art. 23 lit. a BVG besteht. Dies bedeutet, dass mit dem Urteil des hiesigen Gerichts vom 5. Februar 2016 rechtskräftig entschieden wurde, dass die Beklagte 2 zumindest bis und mit 5. Februar 2016 Anspruch auf Rentenleistungen der obligatorischen beruflichen Vorsorge hat. Nachdem die Beklagte 2 nach dem Ausscheiden aus der Versicherungsdeckung bei der Klägerin nicht mehr weiter berufsvorsorge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichert war, wurde somit auch rechtskräftig festgestellt, dass die Beklagte 2 nicht aufgrund einer erst nach Ende ihrer Versicherungsdeckung bei der Klä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rin aufgetretenen Krankheit invalid wurde. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es kann sodann erstellt werden, dass die Beklagte 2 im Jahr 2014 weiterhin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufgrund derselben Ursache wie im Zeitpunkt des Rentenbeginns erwerbsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hig war. Aus den Berichten von Dr. F.___ vom 23. Mai 2014 (E. 4.2.2) und Dr. E.___ vom 11. Juni 2014 (E. 4.2.3) geht zwar tatsächlich hervor, dass die Beklagte 2 verstärkt an körperlichen Beschwerden leidet. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Beklagte 2 nicht weiterhin aufgrund der Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis zu 100 % erwerbsunfähig ist. So legte Dr. E.___ in ihrem Verlaufsbericht vom 11. Juni 2014 (E. 4.2.3) dar, dass bereits die leichteste psychische Belastung zu massiven Rückfällen führe. Dr. E.___ hielt zudem fest, dass nicht klar zwischen den chronischen körperlichen Schmerzen und der psychischen Störung unterschieden werden könne. Dass die Beklagte 2 weiter an einer erheblichen psychischen Störung leidet, geht auch aus dem Bericht der Ärzte des H.___ (E. 4.2.4; Urk. 12/13) hervor. So war die Beklagte 2 während des stationären Aufenthaltes dermassen aggressiv, dass ihr zwangs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise Ciatyl verabreicht werden musste. Die Beklagte 2 nahm zudem bis zur ihrer Entlassung ihre Mahlzeiten nicht normal zu sich, sondern sie rührte sie mit den Händen zu einem Brei. Weiter wurde beobachtet, wie sie Dreck vom Boden ass.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beklagte 1 ist somit auch über das Jahr 2013 hinaus die gemäss Art. 23 BVG leistungspflichtige Vorsorgeeinrichtung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beklagte 1 erhob für die Rentenbetreffnisse, welche vor mehr als fünf Jah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren fällig geworden sind, die Einrede der Verjährung (Urk. 11 S. 13).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 41 Abs. 2 BVG verjähren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Forderungen auf periodische Beiträge und Leistungen nach fünf, andere nach zehn Jahren. Die Artikel 129-142 des Obli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tionenrechts sind anwendbar. Die Verjährung einer Forderung kann jedoch nicht zu laufen beginne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, bevor die Forderung überhaupt entstanden ist. Die Rückgriffsforderung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss Art. 26 Abs. 4 BVG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entsteht erst mit der Leistung an die Gläubigerin, nicht schon mit der Belangung durch diese (BGE 139 V </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">42 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 3.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nachdem die Klägerin erst mit Urteil des hiesigen Gerichts vom 5. Februar 2016 zur Erbringung von Vorleistungen an die Beklagte 2 verpflichtet worden ist, und sie am 15. April 2016 Klage gegen die Beklagten erhob (Urk. 1), sind noch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keine Leistungen verjährt. Die Klägerin fordert im Übrigen auch keine Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n ein, welche sie selber trotz Verjährung erbracht hätte, erhob die Beklagte 2 doch am 24. Februar 2013 Klage gegen die Beklagte 1, weshalb die ab 1. November </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2009 zu erbringenden Vorleistungen im Zeitpunkt der damaligen Klageerhe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ng noch nicht verjährt waren. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Klägerin beantragte die Ausrichtung von Verzugszin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu 5 % </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Klage</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erhebung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. 1). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beklagte stellte die Verzinsung der zu erbringenden Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungen nicht in Frage, anerkannte jedoch lediglich Verzugszinsen in Höhe des technischen Zinses (Urk. 11 S. 13). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das BVG enthält keine Regelung zur Verzinsung der Rückgriffsforderung ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mäss Art. 26 Abs. 4 BVG. Auch den dazugehörenden Materialen sind keine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinweise zu entnehmen (vgl. Hürzeler, Intrasystemische Vorleistungspflichten i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n der beruflichen Vorsorge, in: Schaffhauser/Kieser [Hrsg.], Das prekäre Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verhältnis im Sozialversicherungsrecht, S. 131 ff., S. 163).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung sind für Rentenleistungen, für w</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">elche das BVG ebenfalls keine Verzugszinsen festhält, grundsätzlich Verzugszinsen zu leisten. Das Bundesgericht begründet diese Verzugszinspflicht im Wesentlichen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit der vertraglichen Grundlage des Vorsorgevertrages (BGE 119 V 131 E. 4b mi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t Verweis auf BGE 115 V 27 E. 8c). Da zwischen der die Vorleistungen erbringen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Vorsorgeeinrichtung und der leistungspflichtigen Vorsorgeeinrichtung kein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vertragsverhältnis besteht, kann diese bundesgerichtliche Rechtsprechung be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">treffend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Verzugszinsen auf Rentenleistungen für Rückgriffsforderungen gemäss Art. 26 Abs. 4 BVG nicht analog angewendet werden. Nachdem nach höchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terlicher Rechtsprechung auf dem Gebiete der Sozialversicherung keine Verzugszinsen geschuldet sind, es sei denn, das Gesetz siehe etwas Abwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des vor (BGE 119 V 131 E. 3a), ist die Rückgriffsforderung gemäss Art. 26 Abs. 4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> BVG mangels gesetzlicher Grundlage nicht zu verzinsen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">10.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ist somit die Beklagte 1 zu verpflichten, der Klägerin die zuhanden der Beklagten 2 erbrachten Vorleistungen zurückzuerstatten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">11.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">11.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da § 33 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in Verbindung mit Art. 73 Abs. 2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ein in der Regel kostenloses Verfahren garantiert und der im Wesentlichen unterliegenden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beklagten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> keine mutwillige </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">oder leichtsinnige Prozessführung vorzuwerfen ist (e contraria § 33 Abs. 2 GSVGer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">), sind keine Gerichtskosten zu erheben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">11.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde darf obsiegenden Behörden od</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er mit öffentlichrechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen in der Regel keine Parteientschädigung zugesprochen werden. Das hat grundsätzlich auch für die Trägerinnen oder Versicherer der beruflichen Vorsorge gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gelten (BGE 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">26</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> V 143 E. 4). Vorliegend besteht keine Veranlassung, von diesem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Grundsatz abzuweichen, weshalb der im Wesentlichen obsiegenden Klägerin ke</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ine Prozessentschädigung zuzusprechen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In teilweiser Gutheissung der Klage wird die Beklagte 1 verpflichtet, der Klägerin die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">an die Beklagte 2 mit Wirkung ab 1. November 2009 erbrachten Vorleistungen zurück</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">zuerstatten</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der Klägerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird keine Prozessentschädigung zugesprochen.</span></p><p></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">BVG-Sammelstiftung Swiss Life</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Dr. Isabelle Vetter-Schreiber</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Y.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">zustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstWyler</p></div> </div></body></html>