<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2024-07-09-1F_12-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1F_12/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 9. Juli 2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Kneubühler, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Haag, Merz, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Baur. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Gesuchsteller, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________, </div> <div class="para">Gesuchsgegner, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, </div> <div class="para">Postfach, 8036 Zürich, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Güterstrasse 33, Postfach, 8010 Zürich, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, Hirschengraben 13/15, Postfach 2401, 8021 Zürich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 7. März 2023 (1C_88/2023). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Mit Urteil 1C_88/2023 vom 7. März 2023 trat das Bundesgericht auf die Beschwerde von A.________ gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich vom 1. Februar 2023 betreffend Ermächtigung wegen Verletzung der Begründungspflicht im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 BGG</span> nicht ein. Mit dem betreffenden Beschluss hatte das Obergericht die Ermächtigung zur Eröffnung eines Strafverfahrens gegen B.________ verweigert. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 12. Juni 2024 gelangt A.________ unter anderem mit einer "Beschwerde" betreffend das Urteil 1C_88/2023 vom 7. März 2023 an das Bundesgericht. Er verlangt, dass das Bundesgericht auf das Urteil zurückkomme und dieses im Sinne seiner Anträge abändere. </div> <div class="para">Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.1.</b> Urteile des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft (<span class="artref">Art. 61 BGG</span>). Die Aufhebung oder Abänderung rechtskräftiger Bundesgerichtsurteile kommt nur im Verfahren der Revision nach <span class="artref">Art. 121 ff. BGG</span> in Betracht. Die Eingabe des Gesuchstellers ist daher ungeachtet ihrer falschen Bezeichnung als "Beschwerde" als Revisionsgesuch entgegenzunehmen (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=22&amp;from_date=29.06.2024&amp;to_date=18.07.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-II-409%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page409">BGE 133 II 409</a> E. 1.1; Urteil 1F_15/2023 vom 19. Februar 2024 E. 1.2) </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.2.</b> Der Gesuchsteller äussert in seiner Eingabe an das Bundesgericht Kritik hinsichtlich der Umstände, unter denen das am 17. September 2022 gestützt auf das kantonale Gewaltschutzgesetz gegen ihn verfügte Rayon- und Kontaktverbot angeordnet wurde, das in der Folge zu seiner Strafanzeige gegen den Gesuchsgegner und zur Verweigerung der Ermächtigung durch das Obergericht führte. Er wirft dem Bundesgericht in diesem Zusammenhang vor, es habe mit dem Urteil 1C_88/2023 vom 7. März 2023 "die Sache für das Obergericht unter den Teppich gekehrt" und damit <span class="artref">Art. 9 BV</span> verletzt. Inwiefern das bundesgerichtliche Urteil an einem Revisionsgrund im Sinne von <span class="artref">Art. 121 ff. BGG</span> leiden sollte, ergibt sich aus den Vorbringen des Gesuchstellers allerdings nicht. Weder beruft sich dieser auf einen Revisionsgrund noch setzt er sich unter Revisionsgesichtspunkten mit diesem Urteil auseinander. Auch sonst ist nicht ersichtlich, inwiefern ein Revisionsgrund vorliegen sollte. Soweit sich der Gesuchsteller mit seiner Eingabe gegen die Beurteilung des Bundesgerichts richtet, er habe die Begründungspflicht verletzt, weshalb auf seine Beschwerde nicht einzutreten sei, ist er im Weiteren mit dieser Kritik an der Rechtsanwendung im Revisionsverfahren nicht zu hören. Damit ist auf das Revisionsgesuch ohne weitere Prüfung und ohne Schriftenwechsel (<span class="artref">Art. 127 BGG</span>) nicht einzutreten. Das Bundesgericht behält sich im Weiteren vor, inskünftig ähnliche Eingaben in der vorliegenden Angelegenheit formlos abzulegen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Bei diesem Verfahrensausgang ist der Gesuchsteller an sich kostenpflichtig; auf eine Kostenerhebung kann aber verzichtet werden (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen (<span class="artref">Art. 68 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 9. Juli 2024 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Kneubühler </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Baur </div> </div></body></html>