<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00322</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106458&amp;W10_KEY=4467147&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00322</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 14.12.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Spitaltaxen</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>formell: Rechtzeitigkeit des Rekurses gegen die Spitalrechnung; <br/>materiell: Aufklärungspflicht und Haftung des Spitals bezüglich der Verweigerung der Kostenübernahme durch den Zusatzversicherer<br/><br/>Das Verwaltungsgericht ist zuständig (E. 1).<br/>Der Beschwerdegegner ist ein Zweckverband im Sinn des GemeindeG (E. 2).<br/>Die Rechtsmittelbelehrung in der ursprünglichen Rechnung stützt sich auf Ziff. 13 der Taxordnung des Verbands Zürcher Krankenhäuser; für die öffentlichen Krankenhäuser handelt es sich dabei um eine Verweisung auf eine private Verbandssatzung als subsidiäres öffentliches Recht (E. 3a).<br/>Es gelten §§ 4 ff. VRG und das GemeindeG (E. 3b).<br/>Die Einsprache gegen die Verfügung des Spitals steht der gemeinderechtlichen Einsprache nahe (E. 3c).<br/>Wegen der unübersichtlichen Rechtslage war die Unzulässigkeit der Fristerstreckung und die Unzuständigkeit der gewährenden Spitalleitung auch für einen Juristen mit Kenntnissen im Verwaltungsrecht nicht ohne weiteres erkennbar. Der Nichteintretensbeschluss des Bezirksrats ist somit aufzuheben (E. 3d).<br/>Es rechtfertigt sich, selbst materiell zu entscheiden und die Sache nicht zurückzuweisen (E. 4).<br/>Eine Aufklärungspflicht bezüglich der finanziellen Folgen einer Behandlung besteht im Hinblick auf den Entscheid des Patienten. Ereignisse nach der Behandlung können diesen Entscheid nicht beeinflussen. Es besteht kein Anspruch auf Verrechnung nach dem Tarif der allgemeinen Abteilung, wenn der Versicherer die Übernahme der Kosten der Behandlung in der halbprivaten Abteilung ablehnt. Der Beschwerdegegner war auch nicht verpflichtet, sich zugunsten des Patienten um eine entsprechende Kostenübernahme zu bemühen (E. 5e).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFKLÃRUNGSPFLICHT">AUFKLÃRUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINSPRACHE">EINSPRACHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRIST/-EN">FRIST/-EN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRISTERSTRECKUNG">FRISTERSTRECKUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HALBPRIVAT">HALBPRIVAT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KRANKENHAUS">KRANKENHAUS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMITTELBELEHRUNG">RECHTSMITTELBELEHRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFORMATORISCH">REFORMATORISCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHADENERSATZ">SCHADENERSATZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPITAL">SPITAL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPITALTAXE">SPITALTAXE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TAXFORDERUNG">TAXFORDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWECKVERBAND">ZWECKVERBAND</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 7 GemeindeG</span><br/><span class="gerade">§ 57 lit. III GemeindeG</span><br/><span class="ungerade">§ 115a lit. III GemeindeG</span><br/><span class="gerade">§ 19 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 64 lit. I VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A wurde am 2. und 3. September 1998 als stationÃ¤rer Patient der halbprivaten Abteilung im Spital RÃ¼ti-Wald â seit 1. Januar 2000 ein Betrieb des Zweckverbands Gesundheitsversorgung ZÃ¼rcher Oberland (GZO) - behandelt. Nachdem die von ihm angegebene Garantin D-Versicherungen die Ãbernahme von Spitalkosten verweigert hatte, stellte ihm das Spital RÃ¼ti-Wald am 21. April 1999 Kostenanteile von insgesamt Fr. 5'102.95 in Rechnung. BeigefÃ¼gt war eine Rechtsmittelbelehrung, wonach gegen die Taxfestsetzung innert 20 Tagen nach Erhalt der Rechnung beim Ausschuss der Spitalkommission des Kreis­spitals RÃ¼ti "Rekurs" erhoben werden kÃ¶nne, ansonsten die Tax­schuld anerkannt und rechtskrÃ¤ftig festgelegt sei; die "Einsprache" mÃ¼sse schriftlich erhoben und begrÃ¼ndet werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Eingabe vom 28. April 1999 an die Spitalkommission ersuchte A unter Hin­weis darauf, dass die Einsicht in "alle Akten" unerlÃ¤ssliche Voraussetzung fÃ¼r einen "begrÃ¼ndeten Rekurs" sei, um Ãberlassung der "entsprechenden Unterlagen", Zu­stellung eines gÃ¼ltigen Reglements sowie um angemessene VerlÃ¤ngerung der Rekursfrist. Mit vom Verwaltungsdirektor und vom Leiter Finanz- und Rechnungswesen des Spitals un­terzeich­ne­tem Schreiben vom 11. Mai 1999 wurde die Rekursfrist bis 10. Juni 1999 ver­lÃ¤ngert. Mit Eingabe vom 10. Juni 1999 an die Spitalkommission erhob A Re­kurs mit den AntrÃ¤gen, die Rechnung vom 21. April 1999 aufzuheben; fÃ¼r die wÃ¤hrend sei­nes Spitalaufenthalts entstandenen Kosten sei nach den AnsÃ¤tzen fÃ¼r die allgemeine Abtei­lung eine neue Rechnung auszustellen und dem obligatorischen Unfallversicherer zur Kos­tenerstattung einzureichen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Betriebsausschuss des GZO, der mittlerweile den Betrieb des Spitals RÃ¼ti-Wald Ã¼bernommen hatte, beschloss am 25. Juli 2000, auf den Rekurs nicht einzutreten. Er erwog, der erst 50 Tage nach der Rechnungsstellung erhobene Rekurs sei verspÃ¤tet. Daran vermÃ¶ge der Umstand, dass in der Rechnung vom 21. April 1999 die Rechtsmittelfrist irrtÃ¼mlicher­­weise mit 20 statt mit 30 Tagen angegeben worden sei, ebenso wenig etwas zu Ã¤ndern wie die geltend gemachte Fristerstreckung; denn die vom Spital RÃ¼ti-Wald als Rekursgegner bewilligte Fristerstreckung sei fÃ¼r die RekursbehÃ¶rde nicht verbindlich; diese habe sich an das objektive Recht zu halten, wonach Rekursfristen grundsÃ¤tzlich nicht erstreckbar seien. Im Ãbrigen sei anzumerken, dass der Rekurs auch materiell unbegrÃ¼ndet sei. Das Spital RÃ¼ti-Wald kÃ¶nne nicht dafÃ¼r verantwortlich gemacht werden, dass sich die Versicherungsdeckung als ungenÃ¼gend erwiesen habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Den hiergegen am 31. August 2000 erhobenen Rekurs wies der Bezirksrat Hinwil am 29. August 2001 ab. Die Rekurskosten, worunter eine StaatsgebÃ¼hr von Fr. 500.-, auferlegte er dem Rekurrenten. Er bestÃ¤tigte die Auffassung des Betriebsausschusses des Spitals RÃ¼ti-Wald, wonach das vom Rekurrenten erhobene Rechtsmittel verspÃ¤tet gewesen sei. ErgÃ¤nzend hielt auch der Bezirksrat fest, dass der Rekurs in materieller Hinsicht unbegrÃ¼ndet sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>IV. Mit Beschwerde vom 1. Oktober 2001 beantragte A dem Verwaltungsgericht, die Rechnung vom 21. April 1999 sei ersatzlos aufzuheben; eventuell sei die Sache an die GZO zurÃ¼ckzuweisen und diese anzuweisen, eine Rechnung im Sinn "der Aus­fÃ¼hrungen des BeschwerdefÃ¼hrers" zu stellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Zweckverband GZO beantragte dem Gericht am 4. Dezember 2001 Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 1 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Aufgrund des Streitwerts ist die Beschwerde vom Einzelrichter zu behandeln (§ 38 Abs. 2 VRG). Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Das Spital RÃ¼ti, in welchem der BeschwerdefÃ¼hrer am 2./3. September 1998 behandelt wurde, gehÃ¶rte im damaligen Zeitpunkt zur TrÃ¤gerschaft "Spital RÃ¼ti-Wald", welche das Kreisspital RÃ¼ti und das Krankenhaus Wald (deren bisherige TrÃ¤ger ein kommunaler Zweckverband bzw. der Gemeindekrankenverein Wald waren) Ã¼bernehmen sollte, welche aber nie eigene RechtspersÃ¶nlichkeit erlangte. Nachfolgeorganisation ist der auf 1. Januar 2000 gegrÃ¼ndete Zweckverband GZO (vgl. Art. 36 ff. der Statuten). Letzterer kann daher im vorliegenden Fall hinsichtlich der streitbetroffenen Taxforderung als Rechts­nachfolger der frÃ¼heren TrÃ¤gerschaft des Kreisspitals RÃ¼ti bzw. des Spitals RÃ¼ti-Wald gelten. Bei den erwÃ¤hnten ZweckverbÃ¤nden handelt es sich um solche im Sinn von § 7 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (GemeindeG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. In der Rechtsmittelbelehrung der dem BeschwerdefÃ¼hrer vom Spital RÃ¼ti-Wald am 21. April 1999 zugestellten Rechnung Ã¼ber Fr. 5'102.95 wird das Rechtsmit­tel, das binnen zwanzig Tagen beim Ausschuss der Spitalkommission des Kreisspitals RÃ¼ti erhoben werden kÃ¶nne, zugleich als "Rekurs" und als "Einsprache" bezeichnet. Es fragt sich, auf welcher Rechtsgrundlage diese Rechtsmittelbelehrung bzw. das damit zur VerfÃ¼gung gestellte Rechtsmittel beruht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die Rechtsmittelbelehrung stÃ¼tzt sich â wovon auch der Bezirksrat ausgegangen ist (vgl. dessen E. 2) - auf Ziff. 13 der Taxordnung fÃ¼r stationÃ¤re Patienten des Verbands ZÃ¼rcher KrankenhÃ¤user (VZK) vom 1. Juli 1995 (TaxO VZK). GemÃ¤ss dieser Bestimmung kann der Patient und jeder andere Taxschuldner innert 20 Tagen nach Erhalt der Rechnung bei der zustÃ¤ndigen Krankenhauskommission Rekurs erheben. Der Rekurs hat schriftlich unter Angabe eines Begehrens und einer BegrÃ¼ndung zu erfolgen. Wird kein Rechtsmittel ergriffen, so gilt die Taxschuld als anerkannt und erwÃ¤chst in Rechtskraft. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Beim Verband ZÃ¼rcher KrankenhÃ¤user, zu dessen Mitglieder der Zweckverband Kreis­spital RÃ¼ti wie auch der Zweckverband GZO gehÃ¶rt, handelt es sich um einen privatrechtlichen Verein (Art. 1 der Statuten). Die TaxO VZK gilt fÃ¼r die stationÃ¤ren Patienten in den dem VZK angeschlossenen SpitÃ¤ler, die sich ihr durch Beschluss der zustÃ¤ndigen Kran­kenhauskommission unterstellen (Ziff. 1 TaxO VZK). FÃ¼r die ihr unterstel­l­ten <i>Ã¶ffentlichen</i> KrankenhÃ¤user (vgl. § 39 des Gesundheitsgesetzes vom 4. November 1962; dazu Tobias Jaag, Verwaltungsrecht des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 3116 f.) gilt demnach die TaxO VZK im Sinn einer Verweisung auf Bestimmungen einer privaten Verbandssatzung als subsidiÃ¤res Ã¶ffentliches Recht (vgl. Ulrich HÃ¤felin/ Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 244). Soweit es sich dabei um Ã¶ffentliche KrankenhÃ¤user eines <i>kommunalen Zweckverbands</i> handelt, ist eine solche Verweisung allerdings nur rechtsbestÃ¤ndig, wenn dem Zweckverband selber eine entsprechende Rechtssetzungskompetenz zukommt. Die Delegation von Rechtssetzungskompetenzen von einer Gemeinde an den Zweckverband ist zulÃ¤ssig; sie muss sich jedoch aus dem Gesetz oder aus der Verbandsvereinbarung ergeben (Barbara Schellenberg, Die Organisation der ZweckverbÃ¤nde, ZÃ¼rich 1975, S. 94). Eine der­artige Delegationsnorm findet sich im vorliegenden Fall in Art. 22 lit. i der Zweckverbandsvereinbarung Kreisspital RÃ¼ti vom 22. Juni 1988, wonach dem Ausschuss der Spitalkommission die Festsetzung neuer Taxordnungen fÃ¼r stationÃ¤re und ambulante Patienten zusteht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Als VerwaltungsbehÃ¶rden im Sinn von § 4 VRG gelten auch die Organe von kommunalen ZweckverbÃ¤nden im Sinn von § 7 GemeindeG. Die Bestimmungen des zwei­ten Abschnitts des VRG (§§ 4 â 31) sind daher auch auf Streitigkeiten zwischen Zweck­ver­bÃ¤nden und Privaten anwendbar, d.h. auf Verfahren vor Verbandsorganen, weshalb deren BeschlÃ¼sse anfechtbare Anordnungen im Sinn von § 19 VRG bilden kÃ¶nnen (Alfred KÃ¶lz/ JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2.A., ZÃ¼rich 1999, § 4 N. 6). DarÃ¼ber hinaus richtet sich der Rechtsschutz von Privaten gegenÃ¼ber Anordnungen von Verbands­organen nach dem Gemeindegesetz. Dementsprechend verweist Art. 42 der Zweckverbandsvereinbarung Kreisspital RÃ¼ti fÃ¼r den Rechts­schutz allgemein auf die Bestimmungen des kantonalen Rechts. Sodann hÃ¤lt nunmehr Art. 30 der Statuten des Zweckverbands GZO fest, BeschlÃ¼sse und VerfÃ¼gun­gen der Verbandsorgane kÃ¶nnten nach den Bestimmungen des Gemeindegesetzes sowie des Verwal­tungsrechtspflegegesetzes angefochten werden, soweit nicht Privatrecht zur Anwendung komme.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Im Rahmen dieser Ordnung kennzeichnet sich das in der Rechnung vom 21. April 1999 erÃ¶ffnete Rechtsmittel als verbandsinterne Einsprache. Mit Bezug auf Tax­forderungen Ã¶ffentlicher KrankenhÃ¤user steht gegen den diesbezÃ¼glichen Einspracheentscheid der zustÃ¤ndigen Krankenhauskommission (hier des Beschlusses des Betriebsausschusses des Zweckverbands GZO vom 25. Juli 2000) gemÃ¤ss § 19 VRG der Rekurs an den Bezirksrat offen. Auch auf die verbandsinterne Einsprache sind â subsidiÃ¤r - die Bestimmungen und GrundsÃ¤tze des kantonalen Rechts Ã¼ber die Einsprache massgebend. Es fragt sich, ob diese verbandsinterne EinsprachemÃ¶glichkeit der gemeinderechtlichen Ein­sprache im Sinn von § 57 Abs. 3/§ 115a Abs. 3 GemeindeG oder der verwaltungsrechtlichen Einsprache nach § 10a Abs. 2 lit. b VRG zuzuordnen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Unterschiede bestehen in zweierlei Hinsicht. Zum einen ist die gemeinderechtliche Einsprache ein devolutives Rechtsmittel, indem sie der einsprechenden Person einen Anspruch auf einen Entscheid der GesamtbehÃ¶rde gibt, wÃ¤hrend die verwaltungsrechtliche Einsprache von der BehÃ¶rde beurteilt wird, welche die angefochtene Anordnung getroffen hat. Sodann setzt die gemeinderechtlichen Einsprache nach § 57 Abs. 3/115a Abs. 3 GemeindeG voraus, dass ein entsprechendes Rechtsmittel in der betreffenden Gemeindeordnung ausdrÃ¼cklich vorgesehen ist, wÃ¤hrend die verwaltungsrechtliche Einsprache nach § 10a Abs. 2 lit. b VRG zwar generell vorgesehen, ihre ZulÃ¤ssigkeit im Einzelfall aber vom Vorgehen der verfÃ¼genden BehÃ¶rde abhÃ¤ngig ist. Im Ãbrigen sind fÃ¼r beide Einsprachearten weitgehend die gleichen Bestimmungen und GrundsÃ¤tze massgebend (vgl. KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 12 ff., § 10a N. 13 ff.; zur gemeinderechtlichen Ein­spra­che vgl. auch H.R. Thalmann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 3.A., WÃ¤dens­wil 2000, § 57 N. 7.2, § 115a N. 4.1). Namentlich ist sowohl fÃ¼r die verwaltungsrechtliche wie auch fÃ¼r die gemeinderechtliche Einsprache eine gesetzliche Frist von 30 Ta­gen vorgesehen. â Die vorliegend zu beurteilende verbandsinterne Einsprache steht der gemeinderechtlichen Einsprache nach § 57 Abs. 3/§ 115a Abs. 3 GemeindeG insofern nÃ¤her als der verwaltungsrechtlichen Einsprache nach § 10a Abs. 2 lit. b VRG, als sie nicht von dem die Rechnung ausstellenden, sondern von einem diesem Ã¼bergeordneten Organ, dem Betriebsausschuss, beurteilt worden ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Der Bezirksrat Hinwil erwog, der heutige BeschwerdefÃ¼hrer habe einen fÃ¶rmlichen Rekurs an die Spitalkommission des Kreisspitals RÃ¼ti gegen die Rechnung vom 21. April 1999 noch nicht mit seiner Eingabe vom 28. April 1999, sondern erst mit seiner Eingabe vom 10. Juni 1999 und damit nicht innerhalb der massgebenden Frist erhoben, wobei diese Frist allerdings entgegen der insoweit unrichtigen Rechts­mittelbelehrung nicht zwanzig, sondern dreissig Tage betragen habe und entgegen der Auffassung der Spitalleitung, die eine Fristerstreckung von dreissig Tagen gewÃ¤hrt habe, nicht erstreckbar gewesen wÃ¤re. Diese Beurteilung Ã¼berzeugt; es kann auf die diesbezÃ¼glichen ErwÃ¤gungen der Vorinstanz (E. 2 und E. 3 Abs. 1 und 2) verwiesen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Weiteren hat der Bezirksrat erwogen, als Jurist, der damals am Verwaltungsge­richt Schwyz tÃ¤tig gewesen und heute in der Advokatur tÃ¤tig sei, hÃ¤tte der Rekurrent er­ken­nen mÃ¼ssen, dass die fragliche Rechtsmittelfrist grundsÃ¤tzlich nicht erstreckbar gewe­sen wÃ¤re, jedenfalls kein relevanter Erstreckungsgrund vorgelegen habe und dass fÃ¼r eine Erstreckung nicht die Spitalleitung, sondern der Betriebsausschuss als behandelnde Rechts­mittelinstanz zustÃ¤ndig gewesen wÃ¤re. Aus der von der Spitalleitung gewÃ¤hrten Fristerstrec­kung kÃ¶nne daher der Rekurrent nichts zu seinen Gunsten ableiten, ebenso wenig aus dem Umstand, dass die Rechtsmittelfrist entgegen der Rechtsmittelbelehrung nicht zwanzig, sondern dreissig Tage betragen habe (E. 3 Abs. 3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dieser Beurteilung kann nicht beigetreten werden. Wie beide Vorinstanzen (Bezirksrat Hinwil und Betriebsausschuss GZO) einrÃ¤umen, sind der Spitalleitung RÃ¼ti im Zusammenhang mit der streitbetroffenen Rechnung bzw. der MÃ¶glichkeit ihrer Anfechtung zwei Fehler unterlaufen. Zum einen nannte die Rechtsmittelbelehrung eine zu kurze Frist. Zum andern hat die Spitalleitung die (zu kurz) angesetzte Frist von zwanzig Tagen erstreckt, obwohl die Frist grundsÃ¤tzlich nicht erstreckbar war und Ã¼ber die Erstreckung jedenfalls ein anderes Organ, nÃ¤mlich die verbands- bzw. spitalinterne Rechtsmittelinstanz hÃ¤tte entscheiden mÃ¼ssen, wobei erst noch hinzu kommt, dass dies im Zeitpunkt des Entscheides nicht mehr der Ausschuss der Spitalkommission RÃ¼ti, sondern der Betriebsausschuss des Zweckverbandes GZO als Organ der Nachfolgeorganisation war. Nicht nur der erste, sondern auch der zweite Fehler sind im Licht der GrundsÃ¤tze zu beurteilen, die hinsichtlich der Auswirkungen unrichtiger Rechtsmittelbelehrungen entwickelt worden sind. Bei derartigen MÃ¤ngeln ist in Anwendung des Grundsatzes von Treu und Glauben darauf abzustellen, ob sich der Betreffende auf die unrichtige Rechtsmittelbelehrung verlassen durfte oder ob er den Mangel bei gebÃ¼hrender Sorgfalt hÃ¤tte erkennen mÃ¼ssen. Dabei sind bei mangelhafter Rechtsmittelbelehrung grundsÃ¤tzlich weniger strenge Anforderungen an die Sorgfaltspflicht des Betroffenen als bei Ã¼berhaupt fehlender Rechtsmittelbelehrung zu stellen, weil erstere in vermehrtem Mass irrefÃ¼hrend als letztere sind (RB 1995 Nr. 1; KÃ¶lz/ Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 52, auch zum Folgenden). Mangelnde Sorgfalt ist anzunehmen, wenn der Fehler in der Rechtsmittelbelehrung durch die blosse Konsultierung der massgeb­lichen Gesetzesbestimmung hÃ¤tte erkannt werden kÃ¶nnen; nicht erwartet werden darf hingegen, dass neben dem Gesetzestext die Literatur und Rechtsprechung nachgeschlagen wird. Allerdings sind diesbezÃ¼glich bei einem Rechtskundigen wiederum etwas strengere MassstÃ¤be anzulegen als bei einem juristischen Laien.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Licht dieser GrundsÃ¤tze kann dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht entgegengehalten werden, er hÃ¤tte die UnzulÃ¤ssigkeit der gewÃ¤hrten Fristerstreckung und die UnzustÃ¤ndigkeit der die Erstreckung gewÃ¤hrenden Spitalleitung erkennen mÃ¼ssen. Das gilt auch dann, wenn berÃ¼cksichtigt wird, dass es sich beim BeschwerdefÃ¼hrer um einen Juristen mit Kenn­t­nissen und Erfahrungen im Verwaltungsrecht handelt. Ins Gewicht fÃ¤llt dabei vor allem, dass die Regelung des verbands- bzw. spitalinternen Rechtsmittels, dessen Rechtzeitigkeit hier zu beurteilen ist, wie dargelegt (E. 3 a â c) komplex und nur schwer durchschaubar ist. Offenkundig liegt hier nicht eine Situation vor, in welcher der Betroffene mit einem kurzen Blick in den massgebenden Gesetzestext die wahre Rechtslage hÃ¤tte erkennen kÃ¶nnen. Der Bezirksrat Hinwil ist demnach zu Unrecht zum Schluss gelangt, der Nicht­eintretensbeschluss des Betriebsausschusses GZO vom 25. Juli 2000 sei zu bestÃ¤tigen. Der Bezirksratsbeschluss ist daher aufzuheben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Hebt das Verwaltungsgericht einen Beschluss auf, womit die Vorinstanz auf die Sache nicht eingetreten oder den Nichteintretensbeschluss einer unteren Instanz bestÃ¤tigt hat, so weist es die Sache in der Regel an die Vorinstanz oder die untere Instanz zur materiellen Behandlung zurÃ¼ck (§ 64 Abs. 1 VRG). Ausnahmsweise kann es aber auch in solchen FÃ¤llen einen reformatorischen Entscheid treffen, d.h. die Sache materiell beurteilen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 63 N. 11, § 64 N. 2), wenn GrÃ¼nde der VerfahrensÃ¶konomie fÃ¼r ein solches Vorgehen sprechen. Im vorliegenden Fall rechtfertigt es sich, von einer RÃ¼ckweisung absehen. Der Bezirksrat hat im Rahmen einer EventualbegrÃ¼ndung bereits eine materielle Beurteilung vorgenommen (vgl. allerdings RB 1978 Nr. 12, wonach dies jedenfalls eine RÃ¼ckweisung nicht zwingend ausschliessen wÃ¼rde); der BeschwerdefÃ¼hrer setzt sich mit dieser auseinander und strebt mit seinem Beschwerdehauptantrag selber eine materielle Beurteilung durch das Verwaltungsgericht unter Verzicht auf RÃ¼ckweisung an, womit er eine VerkÃ¼rzung des Instanzenzugs in Kauf nimmt; schliesslich bedingt die materielle Beurteilung im Wesentlichen keine ErmessensbetÃ¤tigung, welche dem Verwaltungsgericht nach § 50 Abs. 2 VRG grundsÃ¤tzlich verwehrt wÃ¤re.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. a) Der BeschwerdefÃ¼hrer trat am 2. September 1998 in das Spital RÃ¼ti ein, wurde am 3. September 1998 am Knie operiert und noch am gleichen Tag entlassen. Er unterzeich­­nete am 3. September 1998 eine ErklÃ¤rung, wonach er halbprivat versichert sei. Im Zeit­punkt der Aufnahme und Behandlung lag weder vom obligatorischen Unfallversicherer, den F-Versicherungen, noch vom privaten Zusatzversicherer, den D-Versicherungen, eine Kostengutsprache fÃ¼r den vorzunehmenden Eingriff vor. Die Spitalverwaltung Ã¼bernahm es, um die Kostengutsprache bzw. KostenÃ¼bernahme zu ersuchen. Die F-Ver­si­che­rungen erteilten die Kostengutsprache (fÃ¼r die Behandlung in der All­gemeinen Abteilung) am 9. September 1998 vorbehaltlos. Dagegen erklÃ¤rten die D-Versicherungen am 7. September 1998 eine Gutsprache fÃ¼r unfallbedingte Heilungskos­ten in ErgÃ¤nzung zur Grundversicherung "nur unter Vorbehalt der med. Akten". Am 11. De­­zember 1998 teilten die <br/> D-Versicherungen nach RÃ¼cksprache mit dem obligatorischen Unfallversicherer des Arbeitgebers dem Spital RÃ¼ti mit, dass der Spitalaufenthalt des Patienten krankheitsbedingt gewesen sei, weshalb sie sich nicht an den Kosten be­teilige. Die Spitalverwaltung ersuchte die D-Versicherungen am 17. Dezember 1998 erneut um KostenÃ¼bernahme; die fragliche Behandlung betreffe einen Unfall des BeschwerdefÃ¼hrers; zudem habe der obligatorische Unfallversicherer die Behandlung als Unfall anerkannt und seinen Teil der Rechnung beglichen. Die D antwortete am 18. Fe­bruar 1999, sie lasse die Angelegenheit durch ihren Vertrauensarzt prÃ¼fen. GestÃ¼tzt auf den Bericht ihres Vertrauensarztes vom 12. April 1999 teilte die D dem Spital RÃ¼ti am 14. April 1999 mit, dass sie die fragliche Behandlung nicht als unfallbedingt anerkenne und damit eine KostenÃ¼bernahme definitiv ablehne. Hierauf stellte die Spitalverwaltung RÃ¼ti, wie vorstehend in der Prozessgeschi­chte erwÃ¤hnt, dem BeschwerdefÃ¼hrer am 21. April 1999 die Rechnung Ã¼ber Fr. 5'102.95 zu. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) In seinem Rekurs an den Bezirksrat machte der BeschwerdefÃ¼hrer geltend, indem die Spitalverwaltung RÃ¼ti es Ã¼bernommen habe, bei den Versicherern eine Kostengutsprache einzuholen, sei sie ihm gegenÃ¼ber eine auftragsÃ¤hnliche Verpflichtung eingegangen. Wie sich hieraus sowie aus dem zwischen ihm als Taxschuldner und dem Spital bestehenden RechtsverhÃ¤ltnis ergebe, hÃ¤tte die Spitalverwaltung ihn darÃ¼ber informieren mÃ¼s­­sen, dass die D eine KostenÃ¼bernahme zunÃ¤chst nur unter Vorbehalt erklÃ¤rt und schliess­lich definitiv abgelehnt habe. Das sei indessen nicht geschehen; er sei wÃ¤hrend der ganzen Korrespondenz zwischen dem Spital und der D nicht in die Auseinander­setzung mit­einbezogen worden. Nach der definitiven Ablehnung der KostenÃ¼bernahme durch die D hÃ¤tte fÃ¼r die Spitalverwaltung immer noch die MÃ¶glichkeit bestanden, die erbrachten Leis­tungen ihm gegenÃ¼ber nicht zum Halbprivattarif abzurechnen, zumal die medizinische <br/> Leis­­tung unabhÃ¤ngig von der Art der Abrechnung im gleichen Umfang erbracht worden wÃ¤re; dazu wÃ¤re die Spitalverwaltung aufgrund des TreueverhÃ¤ltnisses mit dem Patienten bzw. der sich daraus ergebenden "Pflicht zur Schadensminderung" nicht nur imstande, son­dern auch verpflichtet gewesen, jedenfalls noch am 7. September 1998, als die D eine Kos­tengutsprache nur unter Vorbehalt erklÃ¤rt habe. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der Bezirksrat erwog, die vom BeschwerdefÃ¼hrer geltend gemachte Haftung des Spitals fÃ¼r den behaupteten Schaden im Umfang des Rechnungsbetrags bestehe von vornherein nicht. Es sei nicht ersichtlich, weshalb die von ihm behauptete positive Vertragsver­letzung durch das Spital sein Risiko erhÃ¶ht haben sollte, von der D keine Versicherungsdeckung zu erhalten. Unerheblich sei in diesem Zusammenhang, wann die Spital­verwal­tung den BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼ber die ablehnende Haltung der D orientiert habe. Die Ablehnung der D berÃ¼hre das RechtsverhÃ¤ltnis zwischen ihr und dem Be­schwerdefÃ¼hrer, nicht das RechtsverhÃ¤ltnis zwischen diesem und dem Spital. Es sei dem BeschwerdefÃ¼hrer unbenommen, gegen die D seinen Anspruch auf Versicherungsdeckung geltend zu machen, was ihm denn auch die Spitalverwaltung noch nach Rekurserhebung mit Schreiben vom 5. Juli 1999 unter Hinweis darauf mitgeteilt habe, dass sie an ihrer Taxforderung festhalte, jedoch von der Einforderung absehe, bis das Verfahren zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und der D abgeschlossen sei. Damit fehle bereits ein adÃ¤quater Kausalzusammenhang zwischen dem Verhalten des Spitals und dem behaupteten "Schaden". Sodann fehle ein Verschulden des Spitals, zumal dieses keine Treuepflicht ver­letzt, sondern im Kontakt mit den vom Rekurrenten bezeichneten Garanten dessen Interessen umfassend wahrgenommen habe. Zu beachten sei sodann, dass die D ihren Vor­behalt erst vier Tage nach Abschluss der stationÃ¤ren Behandlung des Rekurrenten angemeldet habe, in welchem Zeitpunkt die Leistung eines Depots durch den Patienten gar nicht mehr mÃ¶glich gewesen sei. Vor der Behandlung am 2./3. September 1998 sei die Erhebung eines Depots nicht geboten gewesen, weil der Rekurrent damals angegeben habe, er sei halbprivat versichert. Damit habe der Spital keine Sorgfaltspflicht verletzt. Eine Scha­denminderungspflicht des Spitals bestehe in diesem Zusammenhang schon deswegen nicht, weil eine derartige Pflicht gegebenenfalls nicht den SchÃ¤diger, sondern den GeschÃ¤digten treffe. Der Rekurrent habe keinen Anspruch darauf, dass das Spital die zum Halbprivattarif erbrachten Leistungen nachtrÃ¤glich, bei der Rechnungsstellung, zu solchen gemÃ¤ss Tarif fÃ¼r die Allgemeine Abteilung herabstufe; das wÃ¼rde darauf hinauslaufen, dass das Spital rechtmÃ¤ssige Forderungen gegenÃ¼ber einem Patienten abschreiben wÃ¼rde, der sich Ã¼ber seinen Versicherungsschutz geirrt habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) In der Beschwerde wiederholt der BeschwerdefÃ¼hrer im Wesentlichen die mit Rekurs vorgebrachte Argumentation. Insbesondere hÃ¤lt er daran fest, dass die Spitalverwal­tung ihre auftragsrechtliche Sorgfaltspflicht dadurch verletzt habe, dass sie ihn Ã¼ber den von der D am 7. September 1998 erklÃ¤rten Vorbehalt nicht informiert habe. WÃ¤re dies geschehen, hÃ¤tte der BeschwerdefÃ¼hrer bereits damals das Spital um eine Abrechnung Ã¼ber den obligatorischen Unfallversicherer (zum Tarif fÃ¼r die Allgemeine Abteilung) ersuchen kÃ¶nnen. Bei einer derartigen Abwicklung wÃ¤re es mÃ¶glich gewesen, die Kosten der Operation zum Grundtarif abzurechnen, da der operierende Arzt keinen Anspruch auf eine Honorar­forderung gehabt habe. Die Kosten der Pflege und den Aufenthalt als Patient im Status Halbprivat â so rÃ¤umt der BeschwerdefÃ¼hrer nunmehr ein â hÃ¤tte er alsdann selber Ã¼bernommen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerdegegnerin hÃ¤lt dem vorab entgegen, im Zeitpunkt, in dem die D ihren Vorbehalt erklÃ¤rt habe, seien sÃ¤mtliche Leistungen des Spitals schon erbracht gewesen; die vom BeschwerdefÃ¼hrer geltend gemachte tarifmÃ¤ssige "Herabstufung" bereits erbrachter Leistungen kÃ¤me einem Verzicht auf das geschuldete Entgelt gleich. Wenn sich die Spitalverwaltung nach dem Austritt des BeschwerdefÃ¼hrers in dessen Interesse um eine Ver­sicherungsdeckung bemÃ¼ht, so kÃ¶nne dieses Vorgehen keinesfalls dahin gewÃ¼rdigt wer­den, dass sie dazu vertraglich verpflichtet gewesen sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Die Argumente des BeschwerdefÃ¼hrers halten nicht stich. Sie lassen die streitige Taxforderung von Fr. 5'102.95, welche betragsmÃ¤ssig â sofern bezÃ¼glich der am 2./3. Sep­tember 1998 fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer erbrachten Leistungen von den AnsÃ¤tzen fÃ¼r einen Patienten der halbprivaten Abteilung ausgegangen wird â ausgewiesen sind, jedenfalls vom BeschwerdefÃ¼hrer in dieser Hinsicht nicht bestritten werden, nicht als gesetzwidrig erscheinen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zur Ã¤rztlichen AufklÃ¤rungspflicht gehÃ¶rt allenfalls auch die Verpflichtung des Arztes oder des Spitals, einen Patienten Ã¼ber die wirtschaftlichen Folgen einer Heilbehandlung aufzuklÃ¤ren. Bestand und Umfang dieser Verpflichtung hÃ¤ngen jedoch von den UmstÃ¤nden des Einzelfalls ab (vgl. BGE 119 II 456 E. 2 = Pra 84/1995 Nr. 72; VGr, 16. November 2001, VB.2001.00199 E. 2d; 23. September 1997, VB.96.00214 E. 2a; 19. Dezember 1994, VB.1994.0173 E. 2). Wenn und soweit eine solche Verpflichtung zur AufklÃ¤rung Ã¼ber die finanziellen Folgen besteht, setzt sie der Natur der Sache nach stets vor der Behandlung ein, welche die entsprechenden Kosten verursacht. Inhalt und Form der AufklÃ¤rung haben dem Bildungsgrad und der Berufserfahrung des Adressaten zu entsprechen. Der BeschwerdefÃ¼hrer, ein ausgebildeter Jurist mit beruflichen Erfahrungen im Verwaltungsrecht, macht zu Recht nicht geltend, das Spital habe beim seinem Eintritt am 2. September 1998 oder wÃ¤hrend der Behandlung und Pflege bis 3. September 1998 eine derartige Verpflichtung verletzt. Seine Argumente beziehen sich ausschliesslich auf das Verhalten des Spitals nach dieser Behandlung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht mit seiner Argumentation im Wesentlichen einen ver­tragsrechtlichen Schadenersatzanspruch geltend. GestÃ¼tzt auf seine Argumentation, wonach das Spital eine vertragliche Pflicht verletzt und ihm hieraus ein Schaden entstanden sei, kÃ¶nnte er einen diesbezÃ¼glichen Anspruch nach § 19 Abs. 1 in Verbindung mit § 2 des Haftungsgesetzes vom 14. September 1969 (HaftungsG) und § 2 VRG beim Zivilrichter geltend machen (vgl. Jaag, Rz. 2113 und 3137; BGE 115 Ib 175 E. 2). Schon wegen dieser Gabelung des Rechtsweges zwischen Taxforderungen, die auf Anfechtung hin im Verwaltungsrechtspflegeverfahren zu beurteilen sind, und Schadenersatzforderungen, Ã¼ber welche der Zivilrichter zu befinden hat, erscheint es fraglich, ob eine so begrÃ¼ndete Schadenersatzforderung, selbst wenn sie ausgewiesen wÃ¤re, einen Rechtstitel zur Reduktion der Taxforderung bilden kÃ¶nnte. Die Frage muss hier nicht abschliessend beantwortet werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Soweit die Einwendungen des BeschwerdefÃ¼hrers sinngemÃ¤ss dahin zu verstehen sind, die streitige Taxforderung sei rechtswidrig, weil die Spitalverwaltung unter den vorliegenden UmstÃ¤nden lediglich zu einer Fakturierung nach dem Tarif fÃ¼r Patienten der Allgemeinen Abteilung befugt sei, sind sie offenkundig unbegrÃ¼ndet. Es kann diesbezÃ¼glich auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen des Bezirksrats verwiesen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Den Beschwerdegegner traf im Ãbrigen keine Verpflichtung, sich beim privaten Zu­satzversicherer des BeschwerdefÃ¼hrers um Deckung fÃ¼r die Kosten zu bemÃ¼hen: Weil die Behandlung von gestÃ¼tzt auf das Bundesgesetz Ã¼ber die Unfallversicherung vom 20. MÃ¤rz 1981 versicherten Personen in einer anderen als in der Allgemeinen Abteilung keine Pflichtleistung ist, gilt nicht das Naturalleistungsprinzip, wonach der Versicherer Schuldner gegenÃ¼ber dem Leistungserbringer wird, sondern das KostenvergÃ¼tungsprinzip. Von Gesetzes wegen hat die Heilanstalt somit keinen direkten Anspruch gegen den Versicherer, sondern nur gegen den Versicherten. Vorbehalten bleiben abweichende Abmachungen in TarifvertrÃ¤gen zwischen Leistungserbringern und Versicherern (vgl. Art. 15 Abs. 2 der Verordnung Ã¼ber die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982, SR 832.202; dazu Alfred Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2.A., Bern 1989, S. 274 f. und S. 283). Im Rahmen des KostenvergÃ¼tungsprinzips bleibt es daher Sache des Versicherten, bestehende oder vermeintliche VersicherungsansprÃ¼che gegenÃ¼ber dem Versicherer geltend zu machen und durchzusetzen. Aus dem Umstand, dass sich im vorliegenden Fall die Spitalverwaltung RÃ¼ti um eine KostenÃ¼bernahme durch die D bemÃ¼ht hat, kann der BeschwerdefÃ¼hrer hinsichtlich der streitigen Taxforderung, die im RechtsverhÃ¤ltnis zwischen ihm und dem Spital begrÃ¼ndet ist, nichts zu seinen Gunsten ableiten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>