<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.1999.00262</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105271&amp;W10_KEY=13013583&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.1999.00262</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.01.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Jugendhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Kleinkinderbetreuungsbeiträge Was als Arbeitspensum im Sinn von § 26b lit. a JHG gilt, ergibt sich nicht aus dem Gesetz. Gemäss den massgebenden kantonalen Richtlinien werden vermittlungsfähige Arbeitslose den Erwerbstätigen gleichgestellt (E. 1). Kumulative Voraussetzungen für die Zusprechung von KKBB (E. 2a). Es widerspricht nicht Sinn und Zweck der KKBB, wenn vermittlungsfähige Arbeitslose den erwerbstätigen Personen gleichgestellt werden und die Arbeitslosigkeit im Umfang des zuletzt geleisteten Arbeitspensums als Arbeitspensum im Sinn von § 26b lit. a JHG angerechnet wird (E. 2b). Anspruch der Beschwerdeführenden auf KKBB grundsätzlich bejaht (E. 2c).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: JUGENDHILFE">JUGENDHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KLEINKINDERBETREUUNGSBEITRÃGE">KLEINKINDERBETREUUNGSBEITRÃGE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 26b lit. a JugendhilfeG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. A. und D. B.-E. ersuchten die VormundschaftsbehÃ¶rde C. am 24. Februar 1999 um die Ausrichtung von KleinkinderbetreuungsbeitrÃ¤gen (KKBB) fÃ¼r ihr am 7. Januar 1999 geborenes Kind F.. Die VormundschaftbehÃ¶rde C. lehnte das Gesuch mit Beschluss vom 9. MÃ¤rz 1999 ab.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Hiergegen gelangten A. und D. B.-E. mit Rekurs vom 20. April 1999 an den Be­zirksrat G. und beantragten sinngemÃ¤ss die ÃberprÃ¼fung der Verweige­rung von KKBB. Zur BegrÃ¼ndung brachten sie vor, A. B. beziehe fÃ¼r durchschnitt­lich 21,7 Arbeitstage pro Monat Arbeitslosentaggelder, was der EntschÃ¤digung fÃ¼r ein Ar­beitspensum von 100 % entspreche. Ein solches Pensum sei fÃ¼r den Bezug von KKBB ge­mÃ¤ss § 26b lit. a des Ju­gendhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (JHG) vorausgesetzt. Zwar wÃ¼rde er sich gerne re­gelmÃ¤ssig der Kinderbetreuung widmen, doch sei er dann nicht mehr zu 100 % vermitt­lungsfÃ¤hig und erhalte er auch nicht mehr fÃ¼r ein volles Arbeitspensum von 100 % Ar­beits­losentaggelder. D. B.-E. wiederum sei es kaum mÃ¶glich, einer BeschÃ¤ftigung ausser Haus nachzugehen, da sie sich ganz der Erziehung und Pflege der drei Kinder widme. Der Be­zirks­rat wies den Rekurs mit Beschluss vom 23. Juli 1999 im Sinn der ErwÃ¤gungen ab.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. A. und D. B.-E. erhoben gegen den Bezirksratsbeschluss vom 23. Juli 1999 am 8. September 1999 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und erneuerten sinngemÃ¤ss ihren bereits im Rekursverfahren gestellten Antrag. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 10. Sep­tember 1999 wurde ihnen vorerst Frist zur Verbesserung ihrer Beschwerde­schrift angesetzt, welcher Aufforderung sie innert Frist mangels Abholung der betreffen­den, zweimal zu­ge­stellten Postsendung nicht nachkamen. In der Folge ergab eine einge­hende PrÃ¼fung der Be­schwerdeschrift mit Blick auf die Beschwerdevoraussetzungen, dass in Verbindung mit dem Entscheid des Bezirksrats G. vom 23. Juli 1999 gleichwohl vom Vorliegen einer ge­nÃ¼­genden Beschwerdeschrift auszugehen sei, weshalb der Ge­mein­de C. und dem Bezirks­rat G. mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 1. November 1999 Frist zur Beschwerdeantwort bzw. zur freigestellten Vernehmlassung angesetzt wurde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der Bezirksrat G. schloss am 9. November 1999 auf Beschwerdeabweisung. Die Gemeinde C. liess sich innert Frist nicht vernehmen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Parteivorbringen und die AusfÃ¼hrungen im angefochtenen Entscheid werden, soweit erforderlich, in den nachfolgenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. a) Die Ausrichtung von KKBB durch die Gemeinden bezweckt gemÃ¤ss § 26a JHG, Eltern wirtschaftlich so zu stellen, dass sie sich persÃ¶nlich der Pflege und Erziehung ihrer Kinder widmen kÃ¶nnen, ohne einer vollen ErwerbstÃ¤tigkeit nachgehen zu mÃ¼ssen. Ziel der KKBB ist es somit, die persÃ¶nliche Betreuung der Kinder durch die Eltern selbst dann zu gewÃ¤hrleisten, wenn Letztere aus wirtschaftlichen GrÃ¼nden eigentlich gezwungen wÃ¤ren, in einem Umfang bzw. BeschÃ¤ftigungsgrad einer ErwerbstÃ¤tigkeit nachzugehen, der ihnen die zumindest teilweise Kinderbetreuung verunmÃ¶glicht (Antrag und Weisung des Regierungsrats zur Ãnderung des Jugendhilfegesetzes vom 1. November 1989, ABl 1989 II, 1970; Protokoll des Kantonsrates 1987-1991, Bd. IX, S. 11205, 11211, 11214). KKBB sollen somit lediglich finanzielle Notlagen ausgleichen, die aufgrund der persÃ¶nlichen Be­treuung der Kinder entstehen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Ein Anspruch auf KKBB besteht nur, wenn die ErwerbstÃ¤tigkeit bei zusammenle­benden Elternteilen mindestens ein volles Arbeitspensum und hÃ¶chstens eineinhalb Ar­beits­pensen betrÃ¤gt (§ 26b lit. a JHG). Was als Arbeitspensum in diesem Sinn zu gelten hat, lÃ¤sst sich allerdings weder dem Gesetz und der zugehÃ¶rigen Verordnung zum Jugend­hilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (JHV) noch den Materialien entnehmen (vgl. Antrag und Weisung des Regierungsrats zur Ãnderung des Jugendhilfegesetzes vom 1. November 1989, ABl 1989 II, 1966 ff.; Protokoll des Kantonsrates 1987-1991, Bd. IX, S. 11204 ff., 11209 ff.). Immerhin ergibt sich aus der vom Jugendamt des Kantons ZÃ¼rich (heute Amt fÃ¼r Jugend und Berufsberatung) herausgegebenen Richtlinie Nr. 1 betreffend "BeitrÃ¤ge fÃ¼r die Betreuung von Kleinkindern" vom Januar 1992, dass bei der Berechnung des Ar­beits­pen­sums im Sinn von § 26b lit. a JHG im Fall der Arbeitslosigkeit eines Gesuchstel­lenden das zuletzt geleistete Pensum zu berÃ¼cksichtigen ist, das von der Arbeitslosenversi­cherung anerkannt wird (Ziffer 3.2). Dies wird in Ziffer 3.2 der Richtlinie Nr. 2 vom Januar 1993 be­stÃ¤tigt, wobei ergÃ¤nzend festgehalten wird, dass die Richtlinie nur auf Gesuchstel­ler an­wendbar ist, die vermittlungsfÃ¤hig sind. VermittlungsfÃ¤hige Arbeitslose werden dem­nach den erwerbstÃ¤tigen Personen gleichgestellt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Richtlinien wie jene des kantonalen Jugendamts vom Januar 1992 und 1993 sind als Verwaltungsverordnungen zu qualifizieren (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 96). Als generelle Dienstanwei­sungen an die untergeordneten VerwaltungsbehÃ¶rden kann ihre Verletzung von den Priva­ten nicht mit einem Rechtsmittel geltend gemacht werden. Auch ist das Verwaltungsgericht bei der Entscheidfindung in der Regel nicht an Verwaltungsverordnungen gebunden. Al­ler­dings weicht es nicht ohne Not von einer durch eine Verwaltungsverordnung begrÃ¼nde­ten einheitlichen Praxis der VerwaltungsbehÃ¶rden ab (HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 100).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Richtlinien vom Januar 1992 und 1993 zielen offensichtlich darauf ab, die ein­heitliche Anwendung von §§ 26a ff. JHG durch die Gemeinden und Bezirksjugendsekreta­riate sicherzustellen. Weil vorliegend gerade die Auslegung von § 26b lit. a JHG durch die Richtlinien streitig ist, kann aber nicht unbesehen auf diese abgestellt werden; vielmehr ist zu prÃ¼fen, ob sie mit dem Sinn und Zweck der gesetzlichen Regelung Ã¼ber die KKBB ver­einbar sind.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. a) FÃ¼r die GewÃ¤hrung von KKBB setzt § 26b JHG kumulativ voraus, dass ein bestimmtes Arbeitspensum nicht unter‑ bzw. Ã¼berschritten wird (lit. a), das Kind hÃ¶chstens zweieinhalb Tage pro Woche fremdbetreut wird (lit. b), die Gesuchsteller mindestens seit einem Jahr im Kanton ZÃ¼rich wohnhaft sind (lit. c) sowie bestimmte Einkommens‑ und Ver­mÃ¶gensgrenzen eingehalten werden (lit. d). Weitere Anspruchsvoraussetzungen nennt das Gesetz nicht, so dass die AufzÃ¤hlung als abschliessend zu betrachten ist. Eine ErmÃ¤ch­tigung, im Einzelfall ausnahmsweise von den in § 26b JHG genannten Voraussetzungen ab­zuweichen, lÃ¤sst sich dem Gesetz nicht entnehmen. Einzig § 49e JHV gestattet in be­grÃ¼n­deten SonderfÃ¤llen ein Abweichen "von den Verordnungsbestimmungen", welche sich in erster Linie mit der Berechnung von Lebensbedarf, Einkommensfreibetrag und VermÃ¶­gensgrenze befassen (§§ 49b-49d JHV). Infolgedessen besteht ‑ unter Vorbehalt der Mo­dalitÃ¤ten gemÃ¤ss §§ 49a-49g JHV ‑ ein Anspruch auf KKBB grundsÃ¤tzlich immer dann, wenn die in § 26b JHG aufgefÃ¼hrten Voraussetzungen kumulativ erfÃ¼llt sind.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Mit Bezug auf das minimal geforderte und maximal zulÃ¤ssige Arbeitspensum stellt § 26b lit. a JHG im Sinn einer Pauschalierung lediglich auf den BeschÃ¤ftigungsgrad der Gesuchstellenden ab, wobei es bei zusammenlebenden Eltern diesen Ã¼berlassen ist, zu entscheiden, in welchem Umfang jeder Elternteil erwerbstÃ¤tig ist. Nicht berÃ¼cksichtigt wer­den sodann die Eigenheiten und das Arbeitsumfeld der betreffenden beruflichen TÃ¤tig­keit. Namentlich ist nicht massgebend, ob neben der BerufstÃ¤tigkeit in einem gewissen Mass eine Kinderbetreuung mÃ¶glich ist, wie dies etwa bei Heimarbeit oder bei bestimmten Formen der Schichtarbeit oder bei selbstÃ¤ndiger BerufstÃ¤tigkeit durchaus der Fall sein kann. Dementsprechend kann fÃ¼r die unterschiedliche Behandlung von ErwerbstÃ¤tigen und Arbeitslosen nicht ausschlaggebend sein, ob Arbeitslose in der Regel die MÃ¶glichkeit ha­ben, sich vermehrt der Betreuung ihrer Kinder zu widmen. Stattdessen ist zu bedenken, dass, wer Arbeitslosentaggelder beanspruchen will, alles Zumutbare zu unternehmen hat, um die Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkÃ¼rzen (Art. 17 Abs. 1 des Arbeitslosen­versicherungsgesetzes vom 25. Juni 1982/23. Juni 1995; AVIG; SR 837.0). Arbeitslose sind daher nicht nur zu entsprechenden BemÃ¼hungen und zu deren Nachweis verpflichtet, sondern sie haben auch jede zumutbare Arbeit anzunehmen (Art. 17 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 16 AVIG). Mit dem Bezirksrat ist daher festzuhalten, dass zwar der Bezug von Ar­beitslosentaggeldern keine ErwerbstÃ¤tigkeit im Sinn von § 26b lit. a JHG darstellt; je­doch haben Arbeitslose nach dem Willen des Bundesgesetzgebers ihre ganze Kraft fÃ¼r die Suche einer neuen Arbeitsstelle aufzuwenden. Insbesondere haben sie nach Weisung des Ar­beits­amts fÃ¼r Umschulungs‑ und Weiterbildungskurse sowie Besprechungen und Orien­tie­run­gen zur VerfÃ¼gung zu stehen (Art. 17 Abs. 3 AVIG). Schliesslich sind Arbeitslosen­tag­gel­der sowohl steuerrechtlich (§ 16 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997) als auch so­zial­versicherungsrechtlich (Art. 22a Abs. 1 AVIG mit Bezug auf die AHV) dem Ein­kom­men aus ErwerbstÃ¤tigkeit gleichgestellt. In Anbetracht dessen erscheint es nicht als dem Sinn und Zweck der KKBB widersprechend, wenn bei der Auslegung von § 26b lit. a JHG vermittlungsfÃ¤hige Arbeitslose den erwerbstÃ¤tigen Personen gleichgestellt werden und die Arbeitslosigkeit gemÃ¤ss den Richtlinien des Jugendamts vom Januar 1992 und 1993 im Um­fang des zuletzt geleisteten Arbeitspensums als Arbeitspensum im Sinn von § 26b lit. a JHG angerechnet wird.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Der BeschwerdefÃ¼hrer ist nach Angaben der beschwerdegegnerischen Vormund­schaftsbehÃ¶rde auf dem Arbeitsmarkt schwer vermittelbar; dass er nicht vermittelbar sei (da­zu Art. 15 AVIG) macht die Beschwerdegegnerin nicht geltend. Weil er zudem Ar­beits­losentaggelder im Umfang eines Arbeitspensums von 100 % bezieht und die Be­schwer­de­fÃ¼h­rerin keiner ErwerbstÃ¤tigkeit nachgeht, erfÃ¼llen die BeschwerdefÃ¼hrenden die Vor­aus­set­zung von § 26b lit. a JHG. Ob sie auch die weiteren Anspruchsvoraussetzungen gemÃ¤ss § 26b lit. b‑d JHG erfÃ¼llen, ist von den Vorinstanzen noch nicht beurteilt worden. Gegen­stand des vorliegenden Verfahrens bildet lediglich die Frage, ob den Beschwerde­fÃ¼hrenden die beantragten KKBB zu Recht unter Hinweis auf § 26a lit. a JHG verweigert wurden. Dem­entsprechend ist die Beschwerde gutzuheissen und die Sache in Aufhebung der an­ge­foch­tenen Entscheide im Sinn der ErwÃ¤gungen zum Neuentscheid an die be­schwerde­geg­ne­ri­sche VormundschaftsbehÃ¶rde zurÃ¼ckzuweisen (§ 64 Abs. 1 VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Anzumerken bleibt in diesem Zusammenhang, dass die finanzielle Notlage der Be­schwerdefÃ¼hrenden nicht allein auf die Arbeitslosigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers zurÃ¼ckzu­fÃ¼hren sein dÃ¼rfte, sondern auch darauf, dass sie drei Kinder zu versorgen haben und die BeschwerdefÃ¼hrerin wegen der Kinderbetreuung gegenwÃ¤rtig nicht in der Lage sein dÃ¼rfte, ebenfalls einer ErwerbstÃ¤tigkeit nachzugehen. Ebenso ist zu beachten, dass die Sozialhilfe gegenÃ¼ber anderen staatlichen Leistungen absolut subsidiÃ¤r ist (§ 2 Abs. 2 des Sozialhilfe­gesetzes vom 14. Juni 1981 [SHG]; Felix Wolffers, Grundriss des Sozialhilferechts, 2. A., Bern/Stuttgart/Wien 1999, S. 71), weshalb nicht zu beanstanden ist, dass die Beschwerde­fÃ¼hrenden vorab versuchen, KKBB zugesprochen zu erhalten. Im Rahmen der Ausrichtung von Sozialhilfe wÃ¤re die Beschwerdegegnerin im Ãbrigen befugt, den BeschwerdefÃ¼hren­den verbindliche Auflagen und Weisungen ‑ namentlich hinsichtlich der ErwerbstÃ¤tigkeit ‑ zu erteilen (§ 21 SHG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. ...</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Beschluss der VormundschaftsbehÃ¶rde C. vom 3. MÃ¤rz 1999 und jener des Bezirksrats G. vom 23. Juli 1999 werden aufgehoben. Die Sache wird zur ergÃ¤nzenden Untersuchung und zum Neu­entscheid im Sinn der Er­wÃ¤gungen an die VormundschaftsbehÃ¶rde C. zurÃ¼ck­gewie­sen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">...</p> <p class="Einzug1"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>