<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2007 35 S.138</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">138</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> [...]<br/> <br/> <span class="ft2"><b>35</b></span> <span class="ft2"><b>Lage und Höhe eines Cheminée-Kamins</b></span><br/> <span class="ft3">-</span> <span class="ft2"><b>Keine Pflicht zum Einbezug der Heizungsanlage in das Baubewilli-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>gungsverfahren für das Cheminée (Erw. 3).</b></span><br/> <span class="ft3">-</span> <span class="ft2"><b>Verhältnis der Vorschriften über den Brand- und den Immissions-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>schutz; Erleichterungen für selten benutzte Anlagen (Erw. 4).</b></span><br/> <br/> <span class="ft5">Entscheid des Verwaltungsgerichts, 3. Kammer, vom 16. März 2007 in Sa-</span><br/> <span class="ft5">chen B. gegen G. (WBE.2005.326).</span><br/> <br/> <span class="ft6"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft1">1.</span><br/> <span class="ft1">Die Beschwerdegegnerin beabsichtigt, im Anbau des Gebäudes</span><br/> <span class="ft1">Nr. 436 ein Cheminée zu erstellen. Die Abgase sollen durch ein Ka-</span><br/> <span class="ft1">minrohr, das die Nordfassade des Anbaus durchstösst und von dort</span><br/> <span class="ft1">zum Dach führt, entweichen. Der Ausstoss der Abgase erfolgt in</span><br/> <span class="ft1">einem Abstand von einem Meter zur Dachfläche des Anbaus (gemes-</span><br/> <span class="ft1">sen im rechten Winkel zur Dachfläche).</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Bau-, Raumplanungs- und Umweltschutzrecht</span> <span class="page_no">139</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">2.</span><br/> <span class="ft1">(...)</span><br/> <span class="ft1">3.</span><br/> <span class="ft1">3.1.</span><br/> <span class="ft1">Die Vorinstanzen haben einen Zusammenhang zwischen den be-</span><br/> <span class="ft1">stehenden Heizungsanlagen und dem Baugesuch für ein Cheminée</span><br/> <span class="ft1">im Anbau des Gebäudes Nr. 436 verneint. Der Anbau sei mit einer</span><br/> <span class="ft1">Bodenheizung ausgerüstet. Daneben gebe es noch ein elektrisches</span><br/> <span class="ft1">Heizelement für die Beheizung dieses Raumes. Da die Bodenheizung</span><br/> <span class="ft1">eine Ansprechzeit habe, sei das Cheminée entweder als Überbrü-</span><br/> <span class="ft1">ckungsmassnahme zur Beheizung des Zimmers gedacht oder zur</span><br/> <span class="ft1">Schaffung einer gemütlichen Atmosphäre. Es diene nicht als einzige</span><br/> <span class="ft1">Quelle zur Heizung des Raums und sei demzufolge auch nur wäh-</span><br/> <span class="ft1">rend einer relativ geringen Dauer in Betrieb. Das Cheminée stosse</span><br/> <span class="ft1">nur wenig Rauch aus und verursache nur geringfügige Immissionen.</span><br/> <span class="ft1">Der Beschwerdeführer ist demgegenüber der Auffassung, das Chemi-</span><br/> <span class="ft1">née diene auch zur Beheizung des Anbaus und Wohnhauses, weshalb</span><br/> <span class="ft1">die bestehenden Heizungsanlagen in die Betrachtung miteinbezogen</span><br/> <span class="ft1">werden müssten.</span><br/> <span class="ft1">3.2.</span><br/> <span class="ft1">Das Hauptgebäude wird mittels einer Ölheizung, der Anbau</span><br/> <span class="ft1">mittels einer im Boden verlegten elektrischen Widerstandsheizung</span><br/> <span class="ft1">beheizt. Das Hauptgebäude und der Anbau verfügen somit bereits</span><br/> <span class="ft1">über funktionsfähige Heizungsanlagen. Ob der Anbau darüber hinaus</span><br/> <span class="ft1">auch noch über ein elektrisches Heizelement verfügt, wie dies an der</span><br/> <span class="ft1">Augenscheinsverhandlung festgestellt, vom Beschwerdeführer heute</span><br/> <span class="ft1">jedoch bestritten wird, ist unter diesen Umständen ohne Bedeutung.</span><br/> <span class="ft1">Ist die Beheizung sämtlicher Räume bereits sichergestellt, erscheint</span><br/> <span class="ft1">die von den Vorinstanzen getroffene Annahme, das geplante Chemi-</span><br/> <span class="ft1">née diene mit Blick auf die Ansprechzeit der Widerstandsheizung im</span><br/> <span class="ft1">Anbau lediglich als Überbrückungsmassnahme und zur Schaffung ei-</span><br/> <span class="ft1">ner gemütlichen Atmosphäre, und sei dementsprechend auch nur</span><br/> <span class="ft1">selten in Betrieb, einleuchtend. Im Gegensatz dazu ist die Vermutung</span><br/> <span class="ft1">des Beschwerdeführers, es werde mit dem offenen Cheminée im An-</span><br/> <span class="ft1">bau eine zusätzliche Heizung eingebaut, welche u.a. auch das Wohn-</span><br/> <span class="ft1">haus beheizen soll, geradezu lebensfremd. Das offene Cheminée ist</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">140</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">aufgrund seiner Konstruktionsweise nicht als Heizungsanlage ausge-</span><br/> <span class="ft1">legt. Aus Praktikabilitätsgründen (es muss regelmässig Brennholz</span><br/> <span class="ft1">nachgelegt werden, überdies entstehen Geruchsimmissionen) dürfte</span><br/> <span class="ft1">die Beheizung des Anbaus auch weiterhin mit der elektrischen Wi-</span><br/> <span class="ft1">derstandsheizung erfolgen. Auch die Annahme, das Cheminée könne</span><br/> <span class="ft1">der Beheizung des Wohnhauses dienen, erscheint weit hergeholt. Der</span><br/> <span class="ft1">Wärmeaustausch mit dem Wohnhaus müsste mangels eines Belüf-</span><br/> <span class="ft1">tungssystems über den Durchgang vom Anbau in das Wohnhaus er-</span><br/> <span class="ft1">folgen, was seine Wirksamkeit doch erheblich in Frage stellen wür-</span><br/> <span class="ft1">de. Zudem wäre der Komfort dieser Heizmethode äusserst einge-</span><br/> <span class="ft1">schränkt und wie erwähnt auch mit lästigen Geruchsimmissionen</span><br/> <span class="ft1">verbunden.</span><br/> <span class="ft1">Es ist daher mit den Vorinstanzen davon auszugehen, dass das</span><br/> <span class="ft1">Cheminée in erster Linie der Schaffung einer gemütlichen Atmos-</span><br/> <span class="ft1">phäre im Anbau dienen soll und aus diesem Grund nur über einen</span><br/> <span class="ft1">beschränkten Zeitraum hinweg in Betrieb genommen wird. Mithin</span><br/> <span class="ft1">fehlt nebst einer konstruktiven Verbindung auch ein funktionaler</span><br/> <span class="ft1">Zusammenhang zwischen dem Cheminée und den bestehenden</span><br/> <span class="ft1">Heizungsanlagen. Die Vorinstanzen hatten deshalb keinen Anlass, die</span><br/> <span class="ft1">bestehenden Heizungsanlagen in das Baubewilligungsverfahren für</span><br/> <span class="ft1">das Cheminée miteinzubeziehen und eine immissionsrechtliche Ge-</span><br/> <span class="ft1">samtbetrachtung vorzunehmen. Sie durften daher auch auf entspre-</span><br/> <span class="ft1">chende Beweiserhebungen verzichten. Ob die bestehenden Hei-</span><br/> <span class="ft1">zungsanlagen sanierungsbedürftig sind, wäre in einem separaten Ver-</span><br/> <span class="ft1">fahren zu beurteilen.</span><br/> <span class="ft1">4.</span><br/> <span class="ft1">Hauptstreitpunkt des vorliegenden Verfahrens ist die Frage,</span><br/> <span class="ft1">welche Höhe bzw. Abstände der Kamin einzuhalten hat.</span><br/> <span class="ft1">4.1.</span><br/> <span class="ft1">Die Vorinstanz verwies auf Art. 36 Abs. 3 lit. c LRV und die</span><br/> <span class="ft1">daraus hervorgegangene Empfehlung über die Mindesthöhe von</span><br/> <span class="ft1">Kaminen über Dach (Kamin-Empfehlungen) des Bundesamtes für</span><br/> <span class="ft1">Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) vom 15. Dezember 1989.</span><br/> <span class="ft1">Gemäss Ziffer 32 Abs. 1 lit. a der Kamin-Empfehlungen müsse die</span><br/> <span class="ft1">Kaminmündung den höchsten Gebäudeteil (z.B. Dachfirst) um min-</span><br/> <span class="ft1">destens 0,5 m überragen. Die Vorinstanz verwies ferner auf ein vom</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Bau-, Raumplanungs- und Umweltschutzrecht</span> <span class="page_no">141</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">BUWAL am 20. Oktober 2000 ergänzend erlassenes Merkblatt über</span><br/> <span class="ft1">die Kaminmindesthöhen für kleinere Feuerungsanlagen. Gemäss</span><br/> <span class="ft1">Ziffer 3 dieses Merkblatts seien neben den lufthygienischen Vor-</span><br/> <span class="ft1">schriften über die Mindesthöhe von Kaminen stets auch die</span><br/> <span class="ft1">Vorschriften der kantonalen Gebäudeversicherung einzuhalten. Die</span><br/> <span class="ft1">baupolizeilich motivierten Vorschriften dienten der Minimierung des</span><br/> <span class="ft1">Brandrisikos durch heisse Abgase und des Funkenwurfs. Für die</span><br/> <span class="ft1">Hausbesitzer und Anlagebetreiber sei stets die strengere der beiden</span><br/> <span class="ft1">Vorschriften massgebend, in der Regel die lufthygienisch begründete</span><br/> <span class="ft1">Kaminhöhe. Vorliegend seien die strengeren Vorschriften des AVA</span><br/> <span class="ft1">(Ziff. 3.1.3 Abs. 3 lit. a der Vollzugshilfe "Wärmetechnische Anla-</span><br/> <span class="ft1">gen") erfüllt. Abzuleiten seien die Abgase über einen Kamin am An-</span><br/> <span class="ft1">bau und nicht über einen Kamin am First des Hauptgebäudes. Dies</span><br/> <span class="ft1">lasse sich schon aus Art. 6 Abs. 1 LRV ableiten, seien die Emissionen</span><br/> <span class="ft1">doch möglichst nahe am Ort ihrer Entstehung zu erfassen. Ohnehin</span><br/> <span class="ft1">würden sich die Immissionen aufgrund der geringen Betriebsdauer in</span><br/> <span class="ft1">engen Grenzen halten. Angesichts der Lage des Gebäudes des Be-</span><br/> <span class="ft1">schwerdeführers wären sie vor allem bei Südwind wahrnehmbar.</span><br/> <span class="ft1">Diese Wetterlage sei jedoch selten und die Beeinträchtigung der Lie-</span><br/> <span class="ft1">genschaft des Beschwerdeführers daher gering.</span><br/> <span class="ft1">4.2.</span><br/> <span class="ft1">Die Beschwerdegegnerin teilt den Standpunkt der Vorinstanz.</span><br/> <span class="ft1">Die Vollzugsvorschriften des AVA seien erfüllt. Bezüglich der LRV</span><br/> <span class="ft1">sei festzuhalten, dass gemäss dem Merkblatt des BUWAL Erleichte-</span><br/> <span class="ft1">rungen für selten benutzte Anlagen gewährt werden könnten. Um</span><br/> <span class="ft1">eine solche Anlage handle es sich hier. In einem seit Jahren genügend</span><br/> <span class="ft1">beheizten Raum werde ein Cheminée erfahrungsgemäss nicht mehr</span><br/> <span class="ft1">als 50 Stunden pro Jahr benützt. Auch der Beschwerdeführer nutze</span><br/> <span class="ft1">sein Cheminée nicht öfter. Der Kamin könne nicht beim First ange-</span><br/> <span class="ft1">bracht werden.</span><br/> <span class="ft1">Der Beschwerdeführer hingegen hält einleitend fest, die</span><br/> <span class="ft1">baupolizeilichen Vorschriften des AVA seien nicht Gegenstand der</span><br/> <span class="ft1">Beschwerde. Bezüglich der Führung des Kamins und der Höhenlage</span><br/> <span class="ft1">der Mündung seien im vorliegenden Fall die lufthygienisch strenge-</span><br/> <span class="ft1">ren Vorschriften aus dem Umweltschutz massgebend. Keine Anwen-</span><br/> <span class="ft1">dung fände Ziffer 21 (richtig Ziffer 24) der Empfehlungen des BU-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">142</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">WAL, welche Erleichterungen für selten benutzte Anlagen erlaube.</span><br/> <span class="ft1">Die seltene Benützung sei in der erteilten Baubewilligung nicht als</span><br/> <span class="ft1">Auflage festgehalten worden. Die Beschränkung auf 50 Betriebsstun-</span><br/> <span class="ft1">den sei eine reine Parteibehauptung. Im Übrigen könne aus Art. 6</span><br/> <span class="ft1">Abs. 1 LRV nicht abgeleitet werden, die Kaminmündung müsse über</span><br/> <span class="ft1">den Anbau und nicht über den Hauptfirst geführt werden.</span><br/> <span class="ft1">4.3.</span><br/> <span class="ft1">Der gemäss "Vollzugshilfe für Wärmetechnische Anlagen im</span><br/> <span class="ft1">kommunalen Brandschutz" des AVA vom Mai 2005 erforderliche</span><br/> <span class="ft1">Abstand der Abgasanlage von 3 m zum höheren Gebäudeteil (Wohn-</span><br/> <span class="ft1">haus) ist hier eingehalten und die Höhe über Dach (im rechten Win-</span><br/> <span class="ft1">kel zur Dachfläche des Anbaus gemessen) erreicht mit 1 m ebenfalls</span><br/> <span class="ft1">die vorgeschriebenen Mindesthöhe (siehe Ziff. 5.8 Abs. 2 und 3 der</span><br/> <span class="ft1">Vollzugshilfe). Mithin sind die Vorschriften des AVA eingehalten,</span><br/> <span class="ft1">was auch der Beschwerdeführer ausdrücklich anerkennt. Strittig ist,</span><br/> <span class="ft1">ob auch die Kamin-Empfehlungen des BUWAL als einschlägige</span><br/> <span class="ft1">Vorschriften über die Luftreinhaltung eingehalten sind. Diese erwei-</span><br/> <span class="ft1">sen sich in der Tat als strenger, verlangen sie doch grundsätzlich,</span><br/> <span class="ft1">dass die Kaminmündung den höchsten Gebäudeteil um mindestens</span><br/> <span class="ft1">0,5 m überragt (Ziff. 32 Abs. 1 lit. a der Kamin-Empfehlungen).</span><br/> <span class="ft1">Wohnhaus und Anbau bilden eine bauliche Einheit, weshalb der</span><br/> <span class="ft1">höchste Gebäudeteil der Dachfirst des Wohnhauses wäre und der</span><br/> <span class="ft1">Kamin diesen um mindestens 0,5 m zu überragen hätte. Der lediglich</span><br/> <span class="ft1">über die Dachfläche des Anbaus reichende Kamin erfüllt diese</span><br/> <span class="ft1">Voraussetzung nicht und erweist sich somit nur dann als bewill-</span><br/> <span class="ft1">ligungsfähig, wenn Erleichterungen im Sinne von Ziffer 24 der Ka-</span><br/> <span class="ft1">min-Empfehlungen gewährt werden können.</span><br/> <span class="ft1">Der Beschwerdeführer wehrt sich gegen Erleichterungen, da die</span><br/> <span class="ft1">seltene Benützung nicht als Auflage angeordnet worden sei. Eine</span><br/> <span class="ft1">solche Beschränkung sei ohnehin lebensfremd. Dem Standpunkt des</span><br/> <span class="ft1">Beschwerdeführers kann nicht gefolgt werden. Wie bereits dargelegt</span><br/> <span class="ft1">wurde, soll das Cheminée nicht Heizzwecken, sondern vorwiegend</span><br/> <span class="ft1">der Schaffung einer gemütlichen Atmosphäre im Anbau dienen und</span><br/> <span class="ft1">weist dementsprechend auch nur sehr eingeschränkte Betriebszeiten</span><br/> <span class="ft1">auf (siehe vorne Erw. 3.2). Ein solches Cheminée ist klarerweise eine</span><br/> <span class="ft1">selten benutzte Anlage im Sinne von Ziffer 24 der Kamin-Emp-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Bau-, Raumplanungs- und Umweltschutzrecht</span> <span class="page_no">143</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">fehlungen. Auf eine bestimmte jährliche Betriebsdauer (die Vorin-</span><br/> <span class="ft1">stanz ging dabei in Anlehnung an die Baurekurskommission des</span><br/> <span class="ft1">Kantons Zürich von einem Richtwert von 50 Stunden aus) kann es</span><br/> <span class="ft1">dabei nicht ankommen, lässt sich die Betriebsdauer doch weder mit</span><br/> <span class="ft1">technischen Hilfsmitteln verlässlich erfassen noch behördlich über-</span><br/> <span class="ft1">wachen. Entscheidend ist die im Bewilligungszeitpunkt beabsichtigte</span><br/> <span class="ft1">und plausibel erscheinende Nutzung des Cheminées, welche hier im</span><br/> <span class="ft1">Sinne einer Prognose eine seltene Nutzung sehr wahrscheinlich er-</span><br/> <span class="ft1">scheinen lässt und deshalb gestützt auf Ziffer 24 Satz 1 der Kamin-</span><br/> <span class="ft1">Empfehlungen Erleichterungen erlaubt. Den Bedenken des Be-</span><br/> <span class="ft1">schwerdeführers wird mit dem Verbot übermässiger Immissionen</span><br/> <span class="ft1">Rechnung getragen (Ziff. 24 Satz 2 der Kamin-Empfehlungen).</span><br/> <span class="ft1">4.4.</span><br/> <span class="ft1">Mithin durften der Beschwerdegegnerin Erleichterungen ge-</span><br/> <span class="ft1">währt werden. Die von ihr gewählte, den Vorschriften des AVA ent-</span><br/> <span class="ft1">sprechende Variante mit einem in die Dachfläche des Anbaus aus-</span><br/> <span class="ft1">mündenden Kamin ist nicht zu beanstanden. Besondere Emissions-</span><br/> <span class="ft1">grenzwerte sind gemäss Ziffer 522 des Anhangs 3 zur LRV bei einem</span><br/> <span class="ft1">Cheminée dieser Bauart nicht einzuhalten. Übermässige Immissio-</span><br/> <span class="ft1">nen sind angesichts der Gebäudeabstände (18 m) ohnehin nicht zu</span><br/> <span class="ft1">erwarten. Damit erweist sich das Bauvorhaben als rechtmässig.</span><br/> <span class="ft1">(Hinweis: Das Bundesgericht hat eine Beschwerde gegen diesen</span><br/> <span class="ft1">Entscheid abgewiesen, soweit es darauf eintrat; Urteil vom 10. Sep-</span><br/> <span class="ft1">tember 2007 [1C_97/2007]).</span><br/> <br/></div> </div> </body> </html>