<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00012</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204361&amp;W10_KEY=4467140&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00012</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 14.07.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Mängel der Baueingabe? Verletzung der kommunalen BZO und der anerkannten Regeln der Baukunst gemäss § 239 Abs. 1 PBG?<br/><br/>Die eingereichten Pläne bringen das geplante Vorhaben genügend genau zum Ausdruck. Insbesondere lassen sie die Auswirkungen auf das Nachbargrundstück deutlich genug erkennen. Die Vorinstanz hat zu Recht erwogen, dass die vorhandenen Pläne lediglich hinsichtlich der statischen Beurteilung nicht genügten (E. 3).<br/>Es sind keine Gründe ersichtlich, um den Begriff des "gewachsenen Bodens" in Ziff. 12.7 BZO Kilchberg anders zu bestimmen als gemäss der Legaldefinition von § 5 ABauV. Ob das Bauprojekt § 178 EG ZGB verletzt ist eine Frage des zivilrechtlichen Nachbarrechts und demnach nicht von den Verwaltungsbehörden zu entscheiden (E. 4).<br/>Gestützt auf § 3 Abs. 2 BauVV hat die Baubehörde im Rahmen des Bewilligungsverfahrens von der Bauherrschaft die notwendigen Angaben einzufordern, um die geplante Baute hinsichtlich der Anforderungen von § 239 Abs. 1 PBG abschliessend beurteilen zu können, wenn sie bereits anhand der eingereichten Pläne erkennt, dass die geplante Baute nicht den anerkannten Regeln der Baukunde entspricht. Die Vorinstanz hat deshalb die Bauherrschaft richtigerweise verpflichtet, einen diesbezüglichen fachmännischen Bericht vorzulegen. Weitere Anordnungen hatte die Baurekurskommission nicht zu treffen (E. 5).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSCHÃTTUNG">AUFSCHÃTTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWACHSENER BODEN">GEWACHSENER BODEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLÃNE">PLÃNE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STÃTZMAUER">STÃTZMAUER</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 5 ABauV</span><br/><span class="ungerade">§ 3 Abs. II BauVV</span><br/><span class="gerade">§ 178 EG ZGB</span><br/><span class="ungerade">Ziff. 12.7 BZO Kilchberg</span><br/><span class="gerade">§ 239 Abs. I PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Am 17. MÃ¤rz 2003 (in der Ausfertigung offenbar irrtÃ¼mlich datiert vom 13. MÃ¤rz 2003) erteilte die Baukommission Kilchberg B unter Auflagen und Bedingungen die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r die Erneue­rung eines Biotops, das Versetzen eines Natursteinbrunnens sowie fÃ¼r GelÃ¤ndeverÃ¤n­de­run­gen auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 an der L-Strasse in Kilchberg.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Auf einen hiergegen von A als EigentÃ¼merin der Ã¶stlich an das Baugrund­stÃ¼ck angrenzenden Parzelle Kat.-Nr. 02, M-Strasse, erhobenen Rekurs, mit dem neben der Aufhebung der Baubewilligung zahlreiche weitere AntrÃ¤ge gestellt wurden, hiess die Baurekurskommission II insoweit gut, als die Baubewilligung mit folgender Nebenbestimmung ergÃ¤nzt wurde (Dispositivziffer I):</span></p> <p class="EinzugZitat">"Vor Baubeginn ist der Baukommission Kilchberg ein fachmÃ¤nnischer Bericht Ã¼ber die geologischen BodenverhÃ¤ltnisse, den gegenwÃ¤rtigen Zustand der Mauer und deren Statik, die Auswirkungen der einzelnen TerrainverÃ¤nderungen auf die Mauer und die Massnahmen zu deren Sicherung zur PrÃ¼fung vorzulegen."</p> <p class="Urteilstext"><span>Im Ãbrigen wurde der Rekurs abgewiesen soweit darauf eingetreten wurde.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen diesen Rekursentscheid erhob A am 12. Januar 2004 Beschwerde an das Verwaltungsgericht mit folgenden AntrÃ¤gen:</span></p> <p class="EinzugZitat">"1. Die angefochtenen Entscheide beider Instanzen seien aufzuheben, die Baukommission Kilchberg sei anzuweisen, die von der Bauherrin am 14.2.03 eingereichten Unterlagen als vorschriftswidrig und fÃ¼r den Entscheid unzureichend zurÃ¼ckzuweisen.</p> <p class="EinzugZitat">2. Die Bauherrschaft ist anzuhalten, die bereits vorgenommenen Ãnde­run­gen des Terrains, soweit sie offenkundig nicht bewilligungsfÃ¤hig sind, zurÃ¼ckzubauen.</p> <p class="EinzugZitat">3. Die Bauherrschaft ist wegen der bereits ohne Baubewilligung begon­ne­nen Bauarbeiten zu bÃ¼ssen.</p> <p class="EinzugZitat">4. Die Baurekurskommission sei anzuhalten, im Sinn von § 336 Abs. 2 PBG gegen die Kilchberger Baukommission tÃ¤tig zu werden, damit diese inskÃ¼nftig ihrer Pflicht zur PrÃ¼fung der Baugesuche nachkommt und dies nicht den Nachbarn aufbÃ¼rdet, und damit sie inskÃ¼nftig ihre BaubeschlÃ¼sse formal korrekt erstellt.</p> <p class="EinzugZitat">5. SÃ¤mtliche Verfahrenskosten seien den Gegenparteien aufzuerlegen, der Rekurrentin sei eine angemessene ParteientschÃ¤digung zuzuspre­chen.</p> <p class="EinzugZitat">6. Dieser Beschwerde sei unverzÃ¼glich die aufschiebende Wirkung zuzu­erkennen."</p> <p class="Urteilstext"><span>Die Vorinstanz am 20. Januar und die Baukommission am 13. Februar 2004 beantragten Abweisung der Beschwerde, letztere zudem die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung. Die private Beschwerdegegnerin liess am 17. MÃ¤rz 2004 beantragen, die Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ein von der Beschwerdegegnerin gestelltes Sistierungsgesuch wurde mit PrÃ¤sidial­ver­fÃ¼­gung vom 5. Mai 2004 abgewiesen.</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Beschwerde kommt gemÃ¤ss § 55 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) aufschiebende Wirkung zu, sofern mit der angefochtenen Anordnung nichts anderes bestimmt wurde. Das trifft hier nicht zu; Antrag 6 der BeschwerdefÃ¼hrerin stÃ¶sst ins Leere.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Gegenstand des Rekurs- wie des Beschwerdeverfahrens kann nur sein, was auch Ge­genstand der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung war bzw. nach richtiger Gesetzesauslegung hÃ¤tte sein sollen (RB 1983 Nr. 5; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Ver­waltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19â28 N. 86 und 88).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Mit dem angefochtenen Beschluss vom 17. MÃ¤rz 2003 hat die BaubewilligungsbehÃ¶rde einzig Ã¼ber die BewilligungsfÃ¤higkeit des von der privaten BeschwerdefÃ¼hrerin geplanten Bauvorhabens entschieden. Weitere Anordnungen hat sie richtigerweise nicht getroffen. Insbesondere brauchte sie nicht den RÃ¼ckbau von bereits vorgenommenen, nachtrÃ¤glich von ihr bewilligten Arbeiten anzuordnen. Falls sich die Bewilligung als nicht rechtsbe­stÃ¤n­dig erweist, wird die BaubehÃ¶rde den RÃ¼ckbau nach Eintritt der Rechtkraft des entspre­chenden Rechtsmittelentscheids anzuordnen haben. Auf Antrag 2 der BeschwerdefÃ¼hrerin ist deshalb nicht einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Auch Ã¼ber strafrechtliche Sanktionen im Sinn von § 340 des Planungs- und Bauge­setzes vom 7. September 1975 (PBG) brauchte die BaubehÃ¶rde in der angefochtenen Bau­bewilligung nicht zu befinden. Abgesehen davon betreffen solche Sanktionen gegen die Bauherrschaft oder der Verzicht darauf die BeschwerdefÃ¼hrerin als Nachbarin nicht in schÃ¼tzenswerten Interessen im Sinn von § 338a Abs. 1 PBG, sodass auf Antrag 3 auch aus diesem Grund nicht einzutreten ist.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>GemÃ¤ss § 336 Abs. 2 PBG geben die Baurekurskommissionen der Baudirektion davon Kenntnis, wenn sie im Zusammenhang mit einem laufenden Rekursverfahren aufsichts­rechtliche Massnahmen als angezeigt erachten. Weder eine solche Anzeige noch der Ver­zicht darauf betrifft die beschwerdefÃ¼hrende Nachbarin in schÃ¼tzenswerten Interessen im Sinn von § 338a Abs. 1 PBG, weshalb auch auf Antrag 4 nicht einzutreten ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Durch MÃ¤ngel des Bauverfahrens ist der Nachbar nur beschwert, wenn ihm daraus ein Nach­teil erwÃ¤chst (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 38). Inwiefern das hier zutrifft, hat die BeschwerdefÃ¼hrerin in keiner Weise dargelegt und ist auch nicht ersichtlich. Wie ihre Ein­gaben im Rekurs- und Beschwerdeverfahren zeigen, war sie auf Grund der Baugesuchsun­terlagen ohne weiteres in der Lage, die Auswirkungen auf ihr eigenes GrundstÃ¼ck abzu­schÃ¤tzen. Selbst wenn die PlÃ¤ne Ungenauigkeiten aufweisen, die bei der BeschwerdefÃ¼h­rerin "einen mittleren Lachanfall" auslÃ¶sten, ist aus ihnen dennoch hin­reichend ersichtlich, dass die bestehende StÃ¼tzmauer an der Grenze lediglich verstÃ¤rkt und mit einem Drahtzaun als Absturzsicherung versehen sowie in einem Abstand von 1,2 m eine zweite Mauer errichtet werden soll, die das bestehende Terrain um ca. 35 cm Ã¼ber­ragen wird. Ebenfalls ist ersichtlich, dass unter- und oberhalb der neuen Mauer Abgra­bun­gen bzw. AufschÃ¼ttungen geplant sind, sodass das zur Grenze hin abfallende GrundstÃ¼ck statt der bisherigen BÃ¶schung eine Abtreppung erfÃ¤hrt. Dass in den ErwÃ¤gungen zur Baubewilligung ungenau ausgefÃ¼hrt wird, die StÃ¼tzmauer solle um ca. 20 cm erhÃ¶ht wer­den soll, Ã¤ndert nichts an der hinreichenden Aussagekraft der eingereichten Unterlagen; ins­besondere ist auf Grund der EinfÃ¤rbung der PlÃ¤ne klar ersichtlich, dass an der HÃ¶he der be­stehenden StÃ¼tzmauer nichts geÃ¤ndert werden soll, sodass sich ab diesem Referenz­niveau auch die HÃ¶he der neu geplanten zweiten Mauer und der entsprechenden AufschÃ¼t­tun­gen hinreichend genau ermitteln lÃ¤sst. Wo und in welcher GrÃ¶sse Brunnen und Biotop geplant sind, ist ebenfalls genÃ¼gend genau ersichtlich, um der Nachbarin eine Beurteilung der Aus­wirkungen auf ihr GrundstÃ¼ck zu erlauben. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin die Ungenauig­keit der BaueingabeplÃ¤ne rÃ¼gt, ist deshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 21 N. 38). Auch die Baurekurskommission ist auf die entspre­chenden RÃ¼gen richtigerweise nur insoweit eingegangen, als sie erwogen hat, die vorhan­denen PlÃ¤ne reichten nicht aus, um die statischen Auswirkungen des Bauvorhabens auf die sanierungsbedÃ¼rftige StÃ¼tzmauer zu beurteilen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>GemÃ¤ss Ziffer 12.7 Abs. 1 der Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Kilchberg vom 4. April 1995 (BZO) darf in der Zone W2B das gewachsene Terrain um hÃ¶chstens 1,50 m abgegraben oder aufgefÃ¼llt werden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤lt diese Bestimmung fÃ¼r verletzt, weil als gewachsenes Terrain entgegen der Auffassung der Vorinstanz der ur­sprÃ¼ngliche, und nicht der durch die bestehende StÃ¼tzmauer gesicherte, vor rund 70 Jahren angelegte GelÃ¤ndeverlauf zu gelten habe.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Rechtsauffassung der Baurekurskommission, die sich auf § 5 der Allgemeinen Bau­verordnung vom 22. Juni 1977 (ABauV) stÃ¼tzt, ist zutreffend und entspricht der Praxis des Verwaltungsgerichts (VGr, 28. Januar 1998, VB.1997.00487 [unpubliziert]; VGr, 24. MÃ¤rz 2004, VB.2003.00364/366, www.vgrzh.ch); auf die entsprechenden ErwÃ¤gungen ist in zu­stimmendem Sinn zu verweisen (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG). Die BeschwerdefÃ¼hrerin verkennt, dass der gewachsene Boden nach der zÃ¼rcherischen bau­rechtlichen Praxis auf jeden Fall seit dem Inkrafttreten des Planungs- und Baugesetzes stets als dynamischer und nicht als statischer Begriff verstanden wurde (vgl. hierzu RB 1995 Nr. 84; R. Friedrich/K. SpÃ¼hler/E. Krebs, Bauordnung der Stadt Winterthur, Winterthur 1970, § 19 N. 10; Peter MÃ¼ller, Begriffsbrevier zum Planungs- und Baugesetz, ZÃ¼rich 1976, Wirtschaftsbulletin 15 der ZÃ¼rcher Kantonalbank, S. 33; Felix Huber, Der gewachsene Boden, PBG aktuell 4/2002, S. 5 ff.; Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 3. A., ZÃ¼rich 2003, S. 13-22 ff.). Es sind keine GrÃ¼nde er­sichtlich, bei der Anwendung von Ziffer 12.7 BZO den gewachsenen Boden anders zu be­stimmen als gemÃ¤ss der Legaldefinition von § 5 ABauV, bei welcher Bestimmung es sich um kompetenzgemÃ¤ss erlassenes AusfÃ¼hrungsrecht zum Planungs- und Baugesetz handelt. Ob das geplante Projekt § 178 des EinfÃ¼hrungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilge­setz­buch vom 2. April 1911 (EG ZGB) verletzt, ist eine Frage des zivilrechtlichen Nachbar­rechts und demgemÃ¤ss nicht von den VerwaltungsbehÃ¶rden zu entscheiden (§ 1 VRG); es handelt sich um keine fÃ¼r die Ã¶ffentlichrechtliche BewilligungsfÃ¤higkeit notwendigerweise zu entscheidende zivilrechtliche Vorfrage, zu deren Beantwortung die Verwaltungs­behÃ¶r­den unter bestimmten Voraussetzungen befugt sind (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 1 N. 31). Je­denfalls ist es nicht rechtsverletzend, wenn die Vorinstanzen bei der hier einzig in Frage stehenden Anwendung von Ziffer 12.7 BZO den seit rund 70 Jahren bestehenden GelÃ¤ndeverlauf als "gewachsenen Boden" im Sinn dieser Bestimmung angenommen haben. Die Beschwerde erweist sich insoweit als unbegrÃ¼ndet.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wie die Baurekurskommission zutreffend ausgefÃ¼hrt hat, hat ein Bauvorhaben den An­forderungen von § 239 Abs. 1 PBG bezÃ¼glich Fundation, Konstruktion und Material grund­sÃ¤tzlich bereits bei der Erteilung der Baubewilligung oder spÃ¤testens bei Baubeginn zu genÃ¼gen. Auf Grund der gemÃ¤ss § 3 der Bauverfahrensverordnung vom 3. Dezember 1997 (BauVV) einzureichenden BaueingabeplÃ¤ne im Massstab 1:100 lassen sich aber diese technischen Fragen nicht abschliessend beurteilen. Es genÃ¼gt deshalb im Regelfall, dass die BaubehÃ¶rde die Einhaltung von § 239 Abs. 1 PBG bei der Kontrolle der Bauaus­fÃ¼h­rung (§ 327 PBG) Ã¼berwacht (vgl. Christian MÃ¤der, Das Baubewilligungsverfahren, ZÃ¼rich 1991, Rz. 580, 596 ff.). Anders verhÃ¤lt es sich dagegen, wenn bereits die BaueingabeplÃ¤ne er­kennen lassen, dass die geplante Baute nicht den anerkannten Regeln der Baukunde entspricht oder die geplanten Bauarbeiten die Umgebung des BaugrundstÃ¼cks zu gefÃ¤hrden drohen. In einem solchen Fall hat die BaubewilligungsbehÃ¶rde bereits im Rahmen des Be­willigungsverfahrens die notwendigen Anordnungen zu treffen, um zu verhindern, dass durch Erstellung oder Bestand der Baute Personen oder Sachen gefÃ¤hrdet werden. Dabei hat die BaubehÃ¶rde gestÃ¼tzt auf § 3 Abs. 2 BauVV von der Bauherrschaft in erster Linie die notwendigen Angaben einzufordern, die erforderlich sind, um die Beschaffenheit der Baute gemÃ¤ss den Anforderungen von § 239 Abs. 1 PBG abschliessend beurteilen zu kÃ¶n­nen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wie die bezÃ¼glich bautechnischer Fragen fachkundige Baurekurskommission auf Grund eines Augenscheins erkannt hat, befindet sich die bestehende StÃ¼tzmauer in einem labilen Gleichgewicht, das durch die geplanten Bauarbeiten gestÃ¶rt werden kÃ¶nnte, und ist die von der Bauherrschaft in Aussicht genommenen Sanierung nicht geeignet, eine GefÃ¤hrdung des NachbargrundstÃ¼cks auszuschliessen. Die Baurekurskommission hat deshalb die Bauherr­schaft richtigerweise verpflichtet, der BaubehÃ¶rde vor Baubeginn fachmÃ¤nnische AbklÃ¤­rungen zu den jetzigen geologischen VerhÃ¤ltnissen des Hangs, zum Zustand der Mauer und deren Statik sowie zu entsprechenden Sicherungsmassnahmen zur PrÃ¼fung vorzulegen (vgl. vorn, Ziff. II).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Weitere Anordnungen hatte die Baurekurskommission entgegen der Auffassung der Be­schwerdefÃ¼hrerin nicht zu treffen. Insbesondere wÃ¤re eine Aufhebung der Baubewilligung unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig gewesen, solange nicht fest steht, dass die bestehende Mauer nicht saniert werden kann. Wie es sich damit verhÃ¤lt, wird erst der von der Vorinstanz geforderte Bericht zeigen. Die Beschwerde erweist sich auch insoweit als unbegrÃ¼ndet.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin beanstandet die Belastung mit Rekurskosten sowie die Verweige­rung der beantragten ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.1 </span></b><span>GemÃ¤ss § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG tragen mehrere am Verfahren Beteiligte die Kosten in der Regel entsprechend ihrem Unterliegen. Wenn die Vorinstanz die Verfahrenskosten der Rekurrentin und heutigen BeschwerdefÃ¼hrerin zu ¾ und der Bauherrschaft zu ¼ auferlegt hat, kann ihr keine Verletzung dieser Bestimmung vorgeworfen werden. Die Beschwer­de­fÃ¼hrerin hat im Rekursverfahren neben dem Antrag auf Aufhebung der Baubewilligung zahlreiche weitere AntrÃ¤ge gestellt und hat damit nur insoweit Erfolg gehabt, als die Baubewilligung mit der erwÃ¤hnten Nebenbestimmung ergÃ¤nzt wurde. Dieser Teilerfolg sowie der Umstand, dass die private Gegenpartei ein Gesuch um Entzug der aufschie­benden Wirkung gestellt und hernach wieder zurÃ¼ckgezogen hatte, sind mit der Auflage von einem Viertel der Verfahrenskosten an die private Gegenpartei hinreichend berÃ¼ck­sich­tigt worden. Diese Kostenverteilung folgt, wie vom Gesetz vorgesehen, in erster Linie dem Unterlieger- und ergÃ¤nzend dem Verursacherprinzip (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 14 ff.).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.2 </span></b><span>GemÃ¤ss § 17 Abs. 2 VRG kann die unterliegende Partei oder Amtsstelle zu einer UmtriebentschÃ¤digung verpflichtet werden. Eine ParteientschÃ¤digung steht damit von vorn­herein nur der ganz oder zumindest Ã¼berwiegend obsiegenden Partei zu, also nicht der im Rekursverfahren mit ihren AntrÃ¤gen weit gehend erfolglos gebliebenen Beschwer­de­fÃ¼hrerin; welchen Aufwand sie fÃ¼r die Rekurserhebung betrieben hat, ist nicht von Be­lang. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>7. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Damit erweist sich die Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist, in allen Teilen als unbe­grÃ¼ndet und ist folglich abzuweisen. Bei diesem Ausgang sind der BeschwerdefÃ¼hrerin gemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG die gesamten Gerichtskosten aufzuerlegen. Eine ParteientschÃ¤digung steht ihr als vollstÃ¤ndig unterliegender Partei nicht zu, sondern sie ist zur Leistung einer EntschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) an die anwaltlich vertretene private Gegenpartei zu verpflichten (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). Der nicht durch einen Anwalt vertretenen Baukommission ist kein besonderer Aufwand entstanden, weshalb ihr keine EntschÃ¤digung zusteht.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf<br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'090.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird zu einer ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (Mehrwert­steuer inbegriffen) an die private Beschwerdegegnerin verpflichtet, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtkraft des Entscheids.</p> <p class="Urteilstext"><span>5. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>