<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2015-03-04-4F_2-2015.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4F_2/2015 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 4. März 2015</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Kiss, Präsidentin, </div> <div class="para">Bundesrichter Kolly, Bundesrichterin Hohl, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Brugger. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.A.________ und B.A.________, </div> <div class="para">Gesuchsteller, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Luc Humbel, </div> <div class="para">Gesuchsgegner, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Obergericht des Kantons Aargau, Zivilgericht, 2. Kammer. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Revision, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 4D_77/2014 vom 20. Januar 2015. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>In Erwägung,</b> </div> <div class="para">dass A.A.________ und B.A.________ (Gesuchsteller) mit Klage vom 15. Januar 2013 dem Bezirksgericht Bremgarten die folgenden Anträge stellten: C.________ (Gesuchsgegner) "sei zu verurteilen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. wegen des Nichtwahrnehmens der notwendigen Sorgfaltspflicht bei der Instruktion, Aufsicht und Kontrolle der einzelnen Arbeitsarten während des Wiederaufbaus des Hauses, wodurch er einen erheblichen Baumangel verschuldet hat, </div> <div class="para">2. wegen mehrfach versuchter Täuschung: Er bagatellisierte den erheblichen Baumangel, der einen Wasserschaden verursacht; Wasserschaden in Gebäuden ist sehr ernst zunehmen, was im Bauwesen gut bekannt ist, </div> <div class="para">3. wegen vollendeter Verschleppung der Gewährleistungsarbeiten, mit dem Ziel sich so über die Verjährungsfrist seiner Gewährleistungspflicht zu entziehen, </div> <div class="para">4. wegen des Nichtdurchführens der notwendigen Gewährleistungsarbeiten, </div> <div class="para">5. die Kläger für die Wertverminderung der Liegenschaft zuzüglich Schadenersatz, Total CHF 29'900.00 zu entschädigen </div> <div class="para">6. zur Bezahlung sämtlicher Verfahrenskosten. </div> <div class="para">7. Zudem ist die Verjährung anzuhalten bis zur vollumfänglichen Erfüllung aller vom Gericht auferlegten Verpflichtungen." </div> <div class="para">dass der Präsident des Bezirksgerichts Bremgarten am 27. August 2013 die Klage der Gesuchsteller abwies und gleichzeitig feststellte, dass die mit Zahlungsbefehl vom 14. September 2012 des Betreibungsamtes Villmergen in Betreibung gesetzte Forderung (Betreibung Nr. xxx) nicht besteht und entsprechend die Betreibung aufhob; </div> <div class="para">dass die Gesuchsteller gegen diesen Entscheid Berufung an das Obergericht des Kantons Aargau erhoben; </div> <div class="para">dass das Obergericht mit Urteil vom 20. August 2014 die Berufung abwies, soweit es darauf eintrat; </div> <div class="para">dass die Gesuchsteller gegen den Entscheid des Obergerichts Beschwerde an das Bundesgericht erhoben; </div> <div class="para">dass das Bundesgericht mit Urteil 4D_77/2014 vom 20. Januar 2015 auf die Beschwerde der Gesuchsteller nicht eintrat, im Wesentlichen mit der Begründung, dass für deren Behandlung als Beschwerde in Zivilsachen weder der erforderliche Streitwert von Fr. 30'000.-- erreicht werde noch sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stelle und dass es für deren Behandlung als subsidiäre Verfassungsbeschwerde an der Rüge einer Verletzung von verfassungsmässigen Rechten fehle; </div> <div class="para">dass die Gesuchsteller gegen dieses Urteil mit Eingabe vom 4. Februar 2015 ein Revisionsgesuch stellten; </div> <div class="para">dass die Gesuchsteller am 13. Februar 2015 ein weiteres Schreiben einreichten; </div> <div class="para">dass für das Bundesgericht bestimmte Rechtsschriften die Begehren und deren Begründung zu enthalten haben (<span class="artref">Art. 42 Abs. 1 BGG</span>) und namentlich in einem Gesuch um Revision eines bundesgerichtlichen Urteils ein vom Gesetz vorgesehener Revisionsgrund (<span class="artref">Art. 121 ff. BGG</span>) genannt und aufgezeigt werden muss, inwiefern das zu revidierende Urteil an einem entsprechenden Mangel leide, ansonsten auf das Gesuch nicht einzutreten ist (Urteile 4F_12/2012 vom 18. September 2012; 2F_12/2008 vom 4. Dezember 2008 E. 2.1); </div> <div class="para">dass nach <span class="artref">Art. 121 lit. d BGG</span> die Revision verlangt werden kann, wenn das Bundesgericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hat; </div> <div class="para">dass sich die Gesuchsteller in ihrer Eingabe vom 4. Februar 2015 auf den Revisionsgrund nach <span class="artref">Art. 121 lit. d BGG</span> berufen und geltend machen, dass das Bundesgericht Beweismittel, die ihrer Beschwerde im Verfahren 4D_77/2014 beigelegt wurden, nicht berücksichtigt habe; </div> <div class="para">dass sie indessen nicht dartun und auch nicht ersichtlich ist, inwieweit die angerufenen Beweismittel für den Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens 4D_77/2014 erhebliche Tatsachen betreffen sollen, sondern bloss in frei gehaltenen Ausführungen ihren Standpunkt im Verfahren 4D_77/2014 wiederholen, ihre eigene Sicht der Dinge darlegen und dem Bundesgericht sowie seinen Vorinstanzen vorwerfen, verschiedenen Tatsachen keine Aufmerksamkeit geschenkt zu haben; </div> <div class="para">dass sie im Weiteren bloss auf ihrer Ansicht beharren, dass sich im Verfahren 4D_77/2014 eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung gestellt habe, ohne indessen auch insoweit einen Revisionsgrund hinreichend zu begründen; </div> <div class="para">dass somit auf die Eingabe vom 4. Februar 2015 mangels rechtsgenügender Begründung eines Revisionsgrundes nicht einzutreten ist; </div> <div class="para">dass unabhängig davon festgehalten werden kann, dass das Bundesgericht im Urteil 4D_77/2014 vom 20. Januar 2015 aufgrund fehlender Sachurteilsvoraussetzungen nicht auf die Beschwerde der Gesuchsteller eintrat und sich in der Folge zu den von den Gesuchstellern eingereichten Beweismitteln nicht zu äussern brauchte; </div> <div class="para">dass sich der Eingabe vom 13. Februar 2015 sinngemäss der Vorwurf entnehmen lässt, dass das Bundesgericht im Urteil 4D_77/2014 vom 20. Januar 2015 die Replik der Gesuchsteller vom 13. Dezember 2014 nicht berücksichtigte habe; </div> <div class="para">dass die Gesuchsteller damit keinen Revisionsgrund, insbesondere nicht einen solchen nach <span class="artref"><artref id="CH/173.110/121/d" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/121/c" type="start"></artref>Art. 121 lit. c oder d BGG</span><artref id="CH/173.110/121/d" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/d" type="end"></artref> geltend machen, weshalb darauf nicht einzutreten ist; </div> <div class="para">dass die Gerichtskosten dem Verfahrensausgang entsprechend den Gesuchstellern aufzuerlegen sind, unter solidarischer Haftbarkeit (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/66/5" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/66/1" type="start"></artref>Art. 66 Abs. 1 und 5 BGG</span><artref id="CH/173.110/66/5" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/5" type="end"></artref>); </div> <div class="para">dass dem Gesuchsgegner keine Parteientschädigung zuzusprechen ist, da ihm im Zusammenhang mit dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand erwachsen ist (<span class="artref">Art. 68 Abs. 1 BGG</span>); </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden den Gesuchstellern auferlegt, in solidarischer Haftbarkeit. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Zivilgericht, 2. Kammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 4. März 2015 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Kiss </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Brugger </div> </div></body></html>