<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament eine Vorlage zu unterbreiten, gemäss welcher Artikel 6 des Bundesgesetzes über den Wald (WaG, SR 921.0) dergestalt geändert wird, dass die Kantone künftighin unabhängig vom Ausmass der Rodungsfläche für die Erteilung von Ausnahmebewilligungen für Rodungen zuständig sind.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Rahmen des Projektes Nr. 2 der Verwaltungskontrolle des Bundesrates (VKB) über die Koordination der Entscheidverfahren hat der Bundesrat am 13. September 1995 u. a. beschlossen, dass die Zuständigkeiten für die Rodungsbewilligungen zwischen Bund und Kantonen neu aufzuteilen seien. Insbesondere soll bei Projekten, deren Beurteilung schwergewichtig in kantonaler Kompetenz liegt, neu auch die Rodungskompetenz kantonalisiert werden.</p><p>Die im Zusammenhang mit dem VKB-Projekt Nr. 2 erforderlichen Gesetzesänderungen sind dem Bundesrat in einem Sammelantrag im Sommer 1996 zur Einleitung des Vernehmlassungsverfahrens vorzulegen. Es ist zweckmässig, die Frage der neuen Aufteilung der Rodungskompetenz zusammen mit den anderen gewichtigen Fragen der Verfahrenskoordination und -beschleunigung im Rahmen des erwähnten Projektes zu regeln.</p><p>Die Motion bezweckt die vollständige Übertragung der Rodungskompetenz auf die Kantone. Eine derart weitgehende Kompetenzverschiebung entspricht jedoch nicht den im Bundesratsbeschluss vom 13. September 1995 geäusserten Absichten.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.