<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2014-11-28-2F_19-2014.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2F_19/2014 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 28. November 2014</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Seiler, präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Bundesrichter Stadelmann, Kneubühler, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Hugi Yar. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, Gesuchsteller, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>Kanton St. Gallen</i>, vertreten durch Rechtsanwalt </div> <div class="para">Dr. Stephan Thurnherr, </div> <div class="para"> <i>Kreisgericht St. Gallen,</i> verfahrensleitender Richter, </div> <div class="para"> <i>Kantonsgericht St. Gallen, Einzelrichter im Obligationenrecht</i>. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Staatshaftung; unentgeltliche Rechtspflege, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 2C_957/2014 vom 29. Oktober 2014. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">A.________ macht den Kanton St. Gallen für Schaden (mit-) verantwortlich, der ihm namentlich im Zusammenhang mit Mietstreitigkeiten entstanden ist. Der Einzelrichter im Obligationenrecht des Kantonsgerichts St. Gallen wies am 10. September 2014 eine Beschwerde in diesem Zusammenhang ab. Mit Urteil vom 29. Oktober 2014 trat der Präsident der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung als Einzelrichter auf die von A.________ hiergegen eingereichte Beschwerde mangels rechtsgenügender Begründung der Eingabe nicht ein (Urteil 2C_957/2014). A.________ beantragt, das entsprechende Urteil zu revidieren. Es sei ihm für das Revisionsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung sowie genügend Zeit für eine neue Eingabe zu gewähren. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Urteile des Bundesgerichts werden mit ihrer Ausfällung rechtskräftig; es steht kein ordentliches Rechtsmittel dagegen offen (vgl. <span class="artref">Art. 61 BGG</span>). Das Bundesgericht kann auf seine Entscheide nur zurückkommen, wenn einer der vom Gesetz abschliessend genannten Revisionsgründe (<span class="artref">Art. 121 ff. BGG</span>) vorliegt, wobei das entsprechende Gesuch den Vorgaben von <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> genügend zu begründen ist, d.h., der Gesuchsteller hat in gedrängter Form, sachbezogen und in Auseinandersetzung mit den Ausführungen im zur Revision beantragten Entscheid darzutun, weshalb und inwiefern ein bestimmter Revisionsgrund vorliegt. Die Revision dient nicht dazu, um angebliche Rechtsfehler (fälschlicherweises Nichteintreten, Verweigerung des rechtlichen Gehörs usw.) zu korrigieren (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=34&amp;from_date=24.11.2014&amp;to_date=13.12.2014&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-II-17%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page17">BGE 122 II 17</a> E. 3) oder in der ursprünglichen Rechtsschrift Verpasstes nachzuholen (vgl. die Urteile 2F_20/2012 vom 25. September 2012 E. 2.1 und 4F_1/2007 vom 13. März 2007 E. 5.2; ELISABETH ESCHER, in: BSK Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 9 zu <span class="artref">Art. 121 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Der Gesuchsteller legt vorliegend nicht dar, inwiefern in seinem Fall ein bestimmter Revisionsgrund vorliegen sollte. Er beschränkt sich darauf, den bundesgerichtlichen Entscheid dahin gehend zu kritisieren, dass gestützt darauf der kantonale Entscheid nicht geprüft worden sei. Dies ist indessen Konsequenz daraus, dass seine Eingabe an das Bundesgericht den gesetzlichen Begründungsanforderungen nicht genügte und das Bundesgericht nach den Vorgaben des Gesetzgebers damit auf die Beschwerde nicht eintreten durfte. Soweit der Gesuchsteller sinngemäss geltend macht, Bundesrichter Zünd sei befangen gewesen, da er das rechtswidrige Vorgehen der St. Galler Behörden geschützt habe, verkennt er, dass mit dem Nichteintretensentscheid die Sache selber nicht beurteilt wurde, weil die Eingabe verfahrensrechtlich nicht an die Hand genommen werden konnte. Im Übrigen begründet ein früherer negativer richterlicher Entscheid noch keinen Ausstandsgrund für die Beurteilung einer späteren Rechtssache. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.1.</b> Das Revisionsgesuch erweist sich als unbegründet; es ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.2.</b> Dem Verfahrensausgang entsprechend wird der unterliegende Gesuchsteller kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 66 BGG</span>), da sein Gesuch zum Vornherein aussichtslos war und seinem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung deshalb nicht entsprochen werden kann (<span class="artref">Art. 64 BGG</span>). Es ergibt sich aus <span class="artref">Art. 64 BGG</span> kein Anspruch auf die Beigabe eines Anwalts, um auf Kosten der Allgemeinheit nach potenziellen Revisionsgründen suchen zu lassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Revisionsgesuch wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Kantonsgericht St. Gallen, Einzelrichter im Obligationenrecht, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 28. November 2014 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Seiler </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Hugi Yar </div> </div></body></html>