<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00329</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205547&amp;W10_KEY=13013563&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00329</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 02.11.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Einordnung eines Dachflächenfensters. Nachdem die kommunale Baubehörde die nachträgliche Baubewilligung für zwei Dachflächenfenster im Format 114 x 118 cm aus gestalterischen Gründen im Sinn von § 238 Abs. 1 PBG verweigert hatte, beurteilte die Baurekurskommission die Verweigerung für das nach Süden ausgerichtete Fenster als unvertretbar und hob den erstinstanzlichen Entscheid insoweit auf. Weil die kommunale Baubehörde den Entscheid der Baurekurskommission akzeptierte, lag nach Beschwerdeerhebung durch die Bauherrin vor Verwaltungsgericht nur noch das auf der nördlichen Dachfläche liegende Fenster im Streit. Da die Begründung der Vorinstanzen für die Verweigerung des nach Norden ausgerichteten Dachflächenfensters nicht zu überzeugen vermag und aufgrund der besonderen Konstellation der Streitsache erweist sich die alleinige Verweigerung dieses Fensters als offensichtlich unvertretbar (E. 3). Kostenauflage an die Beschwerdeführerin nach Verursacherprinzip (E. 4). Teilweise Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DACHFENSTER">DACHFENSTER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: GESTALTUNG UND EINORDNUNG">GESTALTUNG UND EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENAUFLAGE">KOSTENAUFLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OBSIEGEN">OBSIEGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERURSACHERPRINZIP">VERURSACHERPRINZIP</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 238 Abs. I PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss vom 23. November 2004 verweigerte der Bauausschuss Hombrechtikon der A AG gestÃ¼tzt auf § 238 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) die nachtrÃ¤gliche Bewilligung fÃ¼r den unter AbÃ¤nderung des Projekts bereits erfolgten Einbau zweier zusÃ¤tzlicher DachflÃ¤chenfenster mit Abmessungen von 114 x 118 cm auf dem Dach des neu erstellten Einfamilienhauses Nr. 2 auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 an der L-Strasse in Hombrechtikon. Bewilligt wurden hingegen DachflÃ¤chenfenster mit einer maximalen Abmessung von 78 x 98 cm. Die Bauherrschaft wurde Ã¼berdies unter Androhung der Ersatzvornahme verpflichtet, die "Ã¼berdimensionierten" DachflÃ¤chenfenster zu entfernen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diesen Bauabschlag erhob die A AG am 20. Dezember 2004 Rekurs an die Baurekurskommission II und beantragte dessen Aufhebung. Die Baurekurskommission II hiess den Rekurs am 12. Juli 2004 nach DurchfÃ¼hrung eines Referentenaugenscheins teilweise gut und hob den Beschluss vom 23. November 2004 insoweit auf, als damit das Fenster auf der sÃ¼dlichen DachflÃ¤che nicht bewilligt wurde; im Ãbrigen wies sie den Rekurs ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 15. August 2005 gelangte die A AG an das Verwaltungsgericht und liess diesem beantragen, der Entscheid der Baurekurskommission II sei aufzuheben und die ProjektÃ¤nderung betreffend den Einbau der zwei DachflÃ¤chenfenster mit den Abmessungen 114 x 118 cm sei zu bewilligen. Am 22. August 2005 reichte der Vertreter der A AG innerhalb der Beschwerdeschrift noch einen Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen ein.</p> <p class="Sachverhalt2">Der Bauausschuss Hombrechtikon verzichtete stillschweigend auf Beschwerdeantwort. Die Baurekurskommission II beantragte am 30. August 2005 ohne weitere Bemerkungen die Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Urteilstext">Die Vorbringen des BeschwerdefÃ¼hrers sowie die ErwÃ¤gungen des angefochtenen Entscheids werden, soweit rechtserheblich, nachfolgend wiedergegeben.</p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig fÃ¼r die Beurteilung von Beschwerden gegen Entscheide der Baurekurskommissionen. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die rechtzeitig erhobene Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Da die kommunale BaubehÃ¶rde gegen den Entscheid der Baurekurskommission und damit gegen die Aufhebung der Bauverweigerung fÃ¼r das DachflÃ¤chenfenster in der sÃ¼dlichen DachflÃ¤che keine Beschwerde erhoben hat, liegt vorliegend einzig noch das verweigerte Fenster in der nach Norden ausgerichteten DachflÃ¤che im Streit.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Der von der BeschwerdefÃ¼hrerin sinngemÃ¤ss beantragte Augenschein rechtfertigt sich nicht. Die ÃberprÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts ist gemÃ¤ss § 50 Abs. 1 VRG beschrÃ¤nkt. Im Zusammenhang mit Fragen der Einordnung im Sinn von § 238 PBG hat das Gericht in erster Linie zur prÃ¼fen, ob die Baurekurskommission die der Gemeinde bei der Anwendung von § 238 PBG zustehende qualifizierte Entscheidungs- und Ermessensfreiheit beachtet hat. Zu beantworten ist vorliegend die Frage, ob die WÃ¼rdigung der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde, das DachflÃ¤chenfenster in der nÃ¶rdlichen DachflÃ¤che sei Ã¼berdimensioniert und fÃ¼ge sich nicht in die bauliche Umgebung ein, als vertretbar erscheint (vgl. dazu nachfolgende E. 3). Dieser Entscheid kann hier aufgrund der BaueingabeplÃ¤ne und der bei den Akten liegenden Fotografien gefÃ¤llt werden. Ein verwaltungsgerichtlicher Augenschein ist daher nicht erforderlich.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der Bauausschuss hat in seinem Beschluss vom 23. November 2004 den beiden DachflÃ¤chenfenstern aufgrund ihrer GrÃ¶sse die befriedigende Gesamtwirkung im Sinn von § 238 Abs. 1 PBG abgesprochen. Sie wÃ¼rden mit Ausmassen von 114 x 118 cm dominant wirken und sich nicht in die harmonische Dachlandschaft der benachbarten Umgebung einfÃ¼gen. Fenster mit Abmessungen von 78 x 98 cm erachtete er jedoch als bewilligungsfÃ¤hig. In seiner Rekursvernehmlassung vom 15. Februar 2005 fÃ¼hrte der Bauausschuss ergÃ¤nzend aus, dass in der benachbarten Umgebung keine Dachfenster in diesem Ã¼berproportionierten Ausmass vorhanden seinen. Die FlÃ¤chendifferenz zwischen einem Dachfenster im Format 114 x 118 cm und einem bewilligungsfÃ¤higen Fenster mit der Abmessung 78 x 98 cm betrage pro Fenster 0,58 m<sup>2</sup>. Eine solche zusÃ¤tzliche GlasflÃ¤che kÃ¶nne im vorliegenden Fall aus GrÃ¼nden der Gestaltung nicht bewilligt werden. Ãberdies wies der Bauausschuss auf den ihm in dieser Frage zukommenden Ermessensspielraum hin.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Baurekurskommission hat gestÃ¼tzt auf ihre Feststellungen am Augenschein zum baulichen Umfeld festgehalten, dass sich das streitbetroffene Einfamilienhaus am Rande eines neuen Quartiers mit kleineren WohnhÃ¤usern verschiedenster Stilrichtungen befinde. Auf vielen HausdÃ¤chern seien DachflÃ¤chenfenster zu sehen. Die zu beurteilenden Dachfenster wÃ¼rden sich von diesen hinsichtlich ihrer GrÃ¶sse nicht augenfÃ¤llig unterscheiden und unter BerÃ¼cksichtigung des Quartiercharakters ergebe sich ohne weiteres eine befriedigende Gesamtwirkung.</p> <p class="Urteilstext">BezÃ¼glich der nach Norden ausgerichteten DachhÃ¤lfte, in welcher sich zwei kleinere, vollstÃ¤ndig in die Dachhaut eingelassene Fenster befinden, gelangte die Vorinstanz zur Auffassung, dass das nicht bewilligte DachflÃ¤chenfenster dominant in Erscheinung trete und somit die Gesamtwirkung dieser DachflÃ¤che negativ beeintrÃ¤chtige. Die dominante Wirkung sei nicht zuletzt auf die aufgesetzte, Ã¼ber die DachflÃ¤che hinausragende Konstruktion des Fensters zurÃ¼ckzufÃ¼hren. Die Verweigerung dieses Fensters sei nicht zu beanstanden.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin wendet gegen den Entscheid der Baurekurskommission hauptsÃ¤chlich ein, dass es widersprÃ¼chlich sei, wenn den beiden DachflÃ¤chenfenstern hinsichtlich ihrer GrÃ¶sse mit Blick auf den Quartiercharakter grundsÃ¤tzlich eine befriedigende Einordnung zugestanden werde und in der Folge das sÃ¼dliche, exponiertere der beiden Dachfenster fÃ¼r bewilligungsfÃ¤hig angesehen, jedoch die Verweigerung des Fensters in der nÃ¶rdlichen DachflÃ¤che im Sinn eines Kompromisses bestÃ¤tigt werde.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Das streitbetroffene Einfamilienhaus befindet sich in einer Zone W2/30. Die Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Hombrechtikon vom 22. MÃ¤rz 1995/27. November 2002 enthÃ¤lt fÃ¼r diese Zone keine Vorschrift zur GrÃ¶sse der Dachfenster. Die Frage der Dimensionierung der Fenster entscheidet sich mithin allein nach der Ãsthetiknorm von § 238 Abs. 1 PBG. Die Baurekurskommission hat die dazu entwickelte Praxis grundsÃ¤tzlich zutreffend dargestellt (Rekursentscheid, E. 2), sodass auf diese AusfÃ¼hrungen verwiesen werden kann (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG).</p> <p class="Erwgung2">Bei der Anwendung von § 238 Abs. 1 PBG steht der kommunalen BaubehÃ¶rde ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Trotz umfassender Kognition (§ 20 VRG) hat sich deshalb die Baurekurskommission bei der ÃberprÃ¼fung eines Einordnungsentscheids der kommunalen BaubehÃ¶rde ZurÃ¼ckhaltung aufzuerlegen. Beruht dieser auf einer vertretbaren WÃ¼rdigung der massgebenden SachumstÃ¤nde, so hat die Rechtsmittelinstanz ihn zu respektieren und darf nicht ihr eigenes Ermessen an die Stelle desjenigen der kommunalen BehÃ¶rde setzen. Die Rekursinstanz darf erst dann eingreifen, wenn sich die vorinstanzliche ErmessensausÃ¼bung als offensichtlich unvertretbar erweist (RB 1981 Nr. 20; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 20 N. 19).</p> <p class="Urteilstext">Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen im Sinn von § 50 Abs. 2 VRG sowie gemÃ¤ss § 51 VRG eine fÃ¼r den Entscheid erhebliche unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden. Hat die Baurekurskommission einen Einordnungsentscheid der kommunalen BehÃ¶rde bestÃ¤tigt, so kann vor Verwaltungsgericht nur geltend gemacht werden, die Rekursinstanz sei zu Unrecht zum Ergebnis gelangt, der erstinstanzliche Entscheid bewege sich im Rahmen des der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde zustehenden Ermessensspielraums. Das Verwaltungsgericht Ã¼berprÃ¼ft dann lediglich, ob die Rekursinstanz die Ã¤sthetische WÃ¼rdigung der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde als vertretbar hat beurteilen dÃ¼rfen; nimmt es statt dessen eine eigene umfassende Beurteilung der Gestaltung und der Einordnung des Bauvorhabens vor, so Ã¼berschreitet es in willkÃ¼rlicher Weise seine eigene Kognition und verletzt damit gleichzeitig die Gemeindeautonomie (BGr, 21. Juni 2005, 1P.678/2004, www.bger.ch).</p> <p class="Urteilstext">Der von der BeschwerdefÃ¼hrerin ins Recht gelegte Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. MÃ¤rz 2005 gibt als PrÃ¤judiz fÃ¼r den vorliegenden Fall nichts her; in jenem Fall war unter dem Gesichtspunkt des Verunstaltungsgebots, das weniger weit geht als die positive Ã¤sthetische Generalklausel von § 238 Abs. 1 PBG, Ã¼ber die Gestaltung eines ganzen Dachs zu entscheiden.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die beiden DachflÃ¤chenfenster sind fÃ¼r sich als Bauteile identisch. Ihre unterschiedliche Wirkung in gestalterischer Hinsicht ergibt sich lediglich im Zusammenhang mit der verschiedenen Gestaltung der beiden DachflÃ¤chen. So hat die Vorinstanz die Einordnung des DachflÃ¤chenfensters auf der sÃ¼dlichen DachhÃ¤lfte in Kombination mit der Schleppgaube und dem Kaminrohr als befriedigend angesehen. Dem nach Norden ausgerichteten DachflÃ¤chenfenster sprach sie die befriedigende Einordnung hingegen wegen seiner dominanten Erscheinung auf der lediglich zwei kleine Dachfenster aufweisenden DachflÃ¤che ab.</p> <p class="Urteilstext">Die Baurekurskommission hat unangefochten festgestellt, dass beide DachflÃ¤chenfenster hinsichtlich ihrer GrÃ¶sse und mit Bezug auf den Quartiercharakter ohne weiteres eine befriedigende Gesamtwirkung erzeugten. Das von der BaubehÃ¶rde im Rekursverfahren vorgebrachte Argument der zusÃ¤tzlichen GlasflÃ¤che von 0,58 m<sup>2</sup> und der von der Baurekurskommission geltend gemachte Mangel, das Hinausragen der Fensterkonstruktion um wenige Zentimeter von der DachflÃ¤che wirke stÃ¶rend, vermÃ¶gen als BegrÃ¼ndung fÃ¼r die Verweigerung des nÃ¶rdlichen Dachfensters nicht zu Ã¼berzeugen. Wie der Vertreter der Gemeinde anlÃ¤sslich des vorinstanzlichen Augenscheins bemerkte, ist diese Seite weniger gut sichtbar. Die Vorinstanz prÃ¤zisierte in ihren Feststellungen, dass das DachflÃ¤chenfenster nur von den erhÃ¶hten NachbargrundstÃ¼cken sichtbar sei. Hinzu kommt, dass vorliegend nur eine Redimensionierung des Fensters bei gleicher Positionierung und nicht ein vollstÃ¤ndiger Verzicht in Frage steht, womit in gestalterischer Hinsicht durch eine Verweigerung wenig gewonnen wird. Weiter ist in Rechnung zu stellen, dass die BaubehÃ¶rde erstens den Entscheid der Baurekurskommission bezÃ¼glich des nach SÃ¼den ausgerichteten DachflÃ¤chenfensters akzeptiert hat und sie sich zweitens im vorliegenden Verfahren betreffend das Fenster auf der nÃ¶rdlichen DachflÃ¤che nicht hat vernehmen lassen. Eine ungleiche Behandlung der beiden von der kommunalen BaubehÃ¶rde verweigerten DachflÃ¤chenfenster lÃ¤sst sich bei dieser Konstellation der Streitsache nicht rechtfertigen. Daher erweist sich auch die Bauverweigerung fÃ¼r das nach Norden ausgerichtete DachflÃ¤chenfenster im Format 114 x 118 cm als offensichtlich nicht vertretbar.</p> <p class="Urteilstext">Somit ist in teilweiser Gutheissung der Beschwerde Dispositivziffer I des angefochtenen Entscheids sowie der Beschluss des Bauausschusses Hombrechtikon vom 23. November 2005 insoweit aufzuheben, als damit die DachflÃ¤chenfenster mit den Abmessungen 114 x 118 cm nicht bewilligt wurden und deren Entfernung unter Androhung der Ersatzvornahme angeordnet wurde (Dispositivziffern 1, 6 und 7); der <a id="juris1">Bauausschuss Hombrechtikon ist einzuladen</a>, die nachtrÃ¤gliche Baubewilligung fÃ¼r beide Fenster zu erteilen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Ausgangspunkt fÃ¼r die umstrittene Bauverweigerung und damit auch fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren ist das eigenmÃ¤chtige und materiell gesetzwidrige Vorgehen der BeschwerdefÃ¼hrerin. Sie hat durch ihr Verhalten letztlich beide Rechtsmittelverfahren selber verursacht. Es ist daher gerechtfertigt, ihr die Kosten des Beschwerdeverfahrens trotz ihres grundsÃ¤tzlichen Obsiegens aufzuerlegen und von der Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung abzusehen (VGr, 1. November 1991, VB 90/0236; 22. April 1993, VB 93/0059; 24. September 1999, <span>VB.99.00179</span>). Die Regelung der Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen durch die Vorinstanz fÃ¼r das Rekursverfahren ist zu bestÃ¤tigen. Der Bauausschuss Hombrechtikon hat sich gegen die hÃ¤lftige Kostenauflage nicht gewehrt. Es wÃ¤re jedoch ausgesprochen unbillig, den Bauausschuss mit weiteren Verfahrenskosten zu belasten und ihn zur Zahlung einer ParteientschÃ¤digung zu verpflichten. BilligkeitsÃ¼berlegungen dÃ¼rfen beim Entscheid Ã¼ber die Fragen der Kostenauflage und der Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung berÃ¼cksichtigt werden (vgl. RB 1985 Nr. 3).</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird Dispositivziffer I des angefochtenen Entscheids sowie der Beschluss des Bauausschusses Hombrechtikon vom 23. November 2005 insoweit aufgehoben, als damit die DachflÃ¤chenfenster mit den Abmessungen 114 x 118 cm nicht bewilligt wurden und deren Entfernung unter Androhung der Ersatzvornahme angeordnet wurde (Dispositivziffern 1, 6 und 7); der Bauausschuss Hombrechtikon wird eingeladen, die nachtrÃ¤gliche Baubewilligung fÃ¼r beide Fenster zu erteilen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>