<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 0] </div> <div class="para">2A.389/2000/bol </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. OEFFENTLICHRECHTLICHE ABTEILUNG *********************************** </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">14. September 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es wirken mit: Bundesrichter Hartmann, präsidierendes Mitglied </div> <div class="para">der II. öffentlichrechtlichen Abteilung, Bundesrichter </div> <div class="para">Hungerbühler, Bundesrichterin Yersin und Gerichtsschreiber Hugi Yar. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">--------- </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Sachen </div> <div class="para">C.________, geb. 10. Januar 1982, Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">Fremdenpolizei des Kantons Luzern, Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">betreffend </div> <div class="para">Ausschaffungshaft (<span class="artref">Art. 13b ANAG</span>), </div> <div class="para">wird festgestellt und in Erwägung gezogen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Der angeblich aus Sierra Leone stammende C.________ (geb. 1982) wurde am 17. August 2000 in Biel angehalten und in Luzern in Ausschaffungshaft genommen. Der Haftrichter am Verwaltungsgericht des Kantons Luzern bestätigte diese am 21. August bis zum 17. November 2000. Mit Schreiben vom 4. September 2000 gelangte C.________ an das Bundesgericht mit dem sinngemässen Antrag, er sei aus der Haft zu entlassen, damit er andernorts um Asyl nachsuchen könne, nachdem ihm dieses in der Schweiz verweigert werde. Das Verwaltungsgericht und die Fremdenpolizei des Kantons Luzern beantragen, die Beschwerde abzuweisen. C.________ und das Bundesamt für Ausländerfragen liessen sich nicht mehr vernehmen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und kann im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> mit summarischer Begründung erledigt werden: Das Bundesamt für Flüchtlinge trat auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers am 28. Februar 2000 nicht ein; gleichzeitig wies es ihn weg und forderte ihn auf, das Land sofort zu verlassen. </div> <div class="para">Dieser erstinstanzliche, inzwischen rechtskräftige, Entscheid konnte zur Sicherstellung des Vollzugs der Wegweisung mit Ausschaffungshaft gesichert werden (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=2&amp;from_date=29.08.2000&amp;to_date=17.09.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-II-377%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page377">BGE 125 II 377</a> E. 2b S. 380), nachdem der Beschwerdeführer am 26. März 2000 untergetaucht war, sich in der Folge in Lausanne versteckt hielt und erst fünf Monate später in Biel im Rahmen einer Personenkontrolle wieder angehalten werden konnte. Gestützt hierauf bestehen hinreichend konkrete Hinweise darauf, dass er sich ohne Haft den Behörden zu gegebener Zeit bei Vorliegen der Reisepapiere nicht zur Verfügung halten wird, zumal die Sprachanalyse inzwischen die Beurteilung des Generalkonsulats von Sierra Leone bestätigt hat, dass der Beschwerdeführer nicht aus diesem Land, sondern aus Senegal oder Gambia stammen dürfte. Im Übrigen hat der Beschwerdeführer erklärt, auf keinen Fall in seinen Heimatstaat zurückkehren zu wollen; es besteht somit Untertauchensgefahr (<span class="artref">Art. 13b Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer [ANAG; SR 142. 20]</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=2&amp;from_date=29.08.2000&amp;to_date=17.09.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-II-49%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page49">BGE 122 II 49</a> E. 2a S. 50 f., 148 E. 2b/aa S. 151 ff.). Die zuständigen Behörden haben die Abklärungen und Untersuchungen umgehend in die Wege geleitet, so dass das Beschleunigungsgebot eingehalten ist (vgl. <span class="artref">Art. 13b Abs. 3 ANAG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=2&amp;from_date=29.08.2000&amp;to_date=17.09.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-II-49%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page49">BGE 124 II 49</a> E. 3a S. 50). Dem Vollzug der angeordneten Wegweisung stehen weder rechtliche noch tatsächliche Hindernisse im Sinne von <span class="artref">Art. 13 Abs. 5 lit. a ANAG</span> entgegen, nachdem die Identität des Beschwerdeführers nicht erstellt ist und unklar erscheint, in welchen Staat er auszuschaffen sein wird (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=2&amp;from_date=29.08.2000&amp;to_date=17.09.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-II-217%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page217">BGE 125 II 217</a> E. 2 S. 220). Seine blosse Weigerung, bei der Papierbeschaffung mitzuwirken, lässt die Wegweisung nicht bereits als tatsächlich unmöglich erscheinen. </div> <div class="para">Soweit der Beschwerdeführer einwendet, er werde das Land innert fünf Tagen verlassen, wenn er auf freien Fuss gesetzt würde, ist nicht ersichtlich, wie er dies ohne Reisepapiere rechtmässig tun könnte. Für alles Weitere kann auf die Stellungnahme der Fremdenpolizei und den richterlichen Haftgenehmigungsentscheid verwiesen werden (<span class="artref">Art. 36a Abs. 3 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Fremdenpolizei wird ersucht, dafür besorgt zu sein, dass der vorliegende Entscheid dem Beschwerdeführer korrekt eröffnet und nötigenfalls verständlich gemacht wird. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Dem Verfahrensausgang entsprechend würde der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 156 Abs. 1 OG</span>). Angesichts seiner finanziellen Verhältnisse rechtfertigt sich jedoch, von der Erhebung einer Gerichtsgebühr abzusehen (<span class="artref">Art. 153a OG</span>). Parteientschädigungen sind nicht geschuldet (vgl. <span class="artref">Art. 159 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Fremdenpolizei und dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern sowie dem Bundesamt für Ausländerfragen schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">_____________ </div> <div class="para">Lausanne, 14. September 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>