<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00126</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Ersatzrichterin Romero-Käser<br/>Gerichtsschreiberin Tiefenbacher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 12. Juli 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Dufourstrasse 140, 8008 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1971, meldete sich a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m 24. August 2011 bei der Invalidenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/5).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Die Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte Abklärungen und ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">neinte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit Verfügung vom 13. Mai 2015 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einen Leistungsanspruch (Urk. 7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/104</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 23. November 2015 im Verfahren Nr. IV.2015.00655 gut und wies die Sache zu ergänzenden Abklärungen an die IV-Stelle zurück (Urk. 7/111). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Folge holte die IV-Stelle unter anderem ein psychiatrisches Gutachten ein, das am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 2016 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erstattet </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/130)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und am 8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juli 2016 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ergänzt wurde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/133)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/136, Urk. 7/140) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 19. Dezember 2016 ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Leistungsanspruch (Urk. 7/145 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte erhob am 30. Januar 2017 - mit Zustimmung der zuständigen Behörde (Urk. 3/2) - Beschwerde gegen die Verfügung vom 19. Dezember 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es seien ihm Leistungen der Invalidenversicherung zuzusprechen (Urk. 1 S. 2 Mitte Ziff. 1-2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 24. Februar 2017 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Gerichtsverfügung vom 28. Februar 2017 wurden antragsgemäss (Urk. 1 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">S. 2 Mitte Ziff. 3-4) die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">willigt (Urk. 8). Am 20. März 2017 erstattete der Beschwerdeführer eine Replik (Urk. 9) und am 31. März 2017 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf Duplik (Urk. 11), was dem Beschwerdeführer am 4. April 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 12). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Alkoholismus und Medikamentenmissbrauch (wie auch Drogensucht) begründen nach ständiger Rechtsprechung keine Invalidität im Sinne des Gesetzes. Viel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mehr wird eine solche Sucht invalidenversicherungsrechtlich erst bedeutsam, wenn sie ihrerseits eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitsschaden eingetreten ist, oder aber wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist, welchem Krankheitswert zukommt (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 124 V 265</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3c; AHI 2002 S. 30, I 454/99 E. 2a). Dabei ist das ganze für die Alkoholsucht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> massgebende</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Ursachen- und Folgespektrum in eine Gesamt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">würdigung einzubeziehen, was impliziert, dass einer allfälligen Wechselwirkung zwischen Suchtmittelabhängigkeit und psychischer Begleiterkrankung Rech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nung zu tragen ist. Was die krankheitsbedingten Ursachen der Alkoholsucht betrifft, ist für die invalidenversicherungsrechtliche Relevanz der Abhängigkeit erforderlich, dass dem Alkoholismus eine ausreichend schwere und ihrer Natur nach für die Entwicklung einer Suchtkrankheit geeignete Gesundheitsstörung zugrunde liegt, welche zumindest eine erhebliche Teilursache der Alkoholsucht darstellt. Mit dem Erfordernis des Krankheitswerts einer allfälligen verursachen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den psychischen Krankheit wird verlangt, dass diese die Arbeits- und Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit einschränkt. Wenn der erforderliche Kausalzusammenhang zwischen Alkoholsucht und krankheitswertigem psychischem Gesundheitsschaden be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">steht, sind für die Frage der noch zumutbaren Erwerbstätigkeit die psychischen und die suchtbedingten Beeinträchtigungen gesamthaft zu berücksichtigen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_906/2013 vom 23. Mai 2014 E. 2.2 und 9C_701/2012 vom 10. April 2013 E. 2 mit Hinweisen sowie 9C_706/2012 vom 1. Juli 2013 E. 3.2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit Hinweis auf I </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">169/06 vom 8. August 2006 E. 2.2).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s Leiden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitswert besteht, welche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die versicherte Person auch bei Aufbietung allen gu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nes anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E. 4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch zugemutet werden kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) davon aus, der medizinischen Stellungnahme sei zu entnehmen, dass aus versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungspsychiatrischer Sicht ein primäres Suchtgeschehen vorliege. Eine remit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tierte depressive Störung sei unbeachtlich, zumal die depressionsartigen Symp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tome mit hoher Wahrscheinlichkeit Begleitphänomene des Suchtmittelkonsums seien, die nach der Suchtreduktion ebenfalls abgenommen hätten (S. 1 unten). Insgesamt liege aus versicherungspsychiatrischer Sicht kein IV-relevanter Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sundheitsschaden vor (S. 2 oben). Eine Persönlichkeitsstörung habe nicht nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewiesen werden können und es könne nicht beurteilt werden, ob schon in der Jugend eine depressive Störung vorgelegen habe. Der Beschwerdeführer leide schon seit der Erstdiagnose einer Hepatitis C (zirka 1992) unter chronischer Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schöpfung und Müdigkeit. Allerdings befinde er sich offenbar nicht in spezial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ärztlicher Behandlung, was gegen einen grossen Leidensdruck spreche. Grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sätzlich gelte auch, dass heute eine Hepatitis C behandelbar sei und somit kei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen dauerhaften Gesundheitsschaden darstelle (S. 2 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), aus dem von der Beschwerdegegnerin eingeholten Gutachten gehe klar hervor, dass er an mehreren Gesundheitsschäden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit leide (S. 6 f. Ziff. 14). Der Gutachter gehe von einem von der Suchterkran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung (zumindest mittlerweile) unabhängigen und selbständigen Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaden aus; einzig darauf beruhe die von ihm attestierte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 50 %, die zudem nur in einer optimal angepassten Tätigkeit realisiert werden könne (S. 8 Ziff. 18). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist, ob ein anspruchsrelevanter Gesundheitsschaden be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">steht und wie es sich mit einem allfälligen Invaliditätsgrad verhält.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p><span>3.1</span><span> </span><span>Im</span><span> Austrittsbericht der </span><span>Y.___</span><span> vom </span><span>11. September 2008 (Urk. 7/26/8-10), wo der Beschwerdeführer vom 29. August bis 8. September 2008 hospitalisiert war, wurden folgende Diagnosen gestellt (S. 1 Mitte):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Störungen durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum anderer psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chotroper Substanzen (Heroin, Kokain, Rohypnol, Tabak), Abhängig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">keitssyndrom (ICD-10 F19.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anamnestisch kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Hepatitis C</span></p><p><span> </span><span>Der Beschwerdeführer habe sich freiwillig in der Klinik gemeldet, um einen an</span><span>dernorts begonnenen Heroinentzug fortzusetzen (S. 1), sei dann aber nach Ver</span><span>haltensschwierigkeiten mit Hilfe eines Aufgebots wieder entlassen worden (S. 2 unten).</span></p><p><span>3.2</span><span> </span><span>Im Austrittsbericht der Y.___ vom </span><span>7. Dezember 2010 (Urk. 7/22/11-16</span><span> = Urk. 7/26/5-7)</span><span>, in welcher der Beschwerdeführer </span><span>erneut </span><span>vom 15. Oktober bis 22. November 2010 </span><span>hospitalisiert war, wurden </span><span>folgende Diagnosen </span><span>genannt</span><span> (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Heroinabhängigkeit, gegenwärtig Teilnahme an einem ärztlich über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">wach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ten Ersatzdrogenprogramm mit Methadon (F11.22)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Benzodiazepinabhängigkeit, Substitutionsversuch mit Alprazolam (F13.22)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kokainabhängigkeit, gegenwärtig in beschützender Umgebung abstinent (F14.21)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf kombinierte und andere Persönlichkeitsstörungen (F61)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Hepatitis C</span></p><p><span> </span><span>Es sei eine komplikationslose Oxazepam-Entwöhnung sowie unter Substitu</span><span>-</span><span>tions</span><span>medikation mit Methadon ein Heroinentzug durchgeführt worden. Im wei</span><span>teren Verlauf seien zur Stimmungsstabilisierung Trazodon (Trittico) ein</span><span>gesetzt worden und die Benzodiazepinmedikation auf Alprazolam (Xanax) um</span><span>gestellt worden (S</span><span>.</span><span> 3).</span></p><p><span>3.3</span><span> </span><span>Im Arztbericht des Fachspitals </span><span>Z.___</span><span> vom 17. Februar 2012 (Urk. 7/22/5-8), wo der Beschwerdeführer vom 24. März bis 6. Juni 2011 aufgrund einer psy</span><span>chosozialen Erschöpfung bei Obdachlosigkeit und Suchtmittelabhängigkeit in Behandlung war, wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits</span><span>fähigkeit gestellt (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">kombinierte Persönlichkeitsstörung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störungen, gegenwärtig leichte Episode</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende Obdachlosigkeit/Erschöpfung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronische Hepatitis C</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">abgebrochene Interferon/Ribavirin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">[-Therapie] </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">für 3 Monate in Bel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">gien</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Transaminasenerhöhung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Poly</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">toxikomanie mit IVDA </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">(intravenous drug a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">buse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">in ärztlich überwach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">tem Ersatzdrogenprogramm</span></p><p><span> </span><span>Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit </span><span>wurden ein </span><span>Status nach Erysipel/Weichteilschwellung Unterschenkel/Malleolus medi</span><span>alis rechts</span><span>, ein </span><span>Status nach Hepatitis A (</span><span>20</span><span>10)</span><span>, ein </span><span>Statuts nach Hepatitis B</span><span> sowie </span><span>HIV negativ (</span><span>20</span><span>11)</span><span> genannt (S. 1 Mitte). </span></p><p><span> </span><span>Auch nach der Entlassung stellten sich weiter die Probleme der beruflichen Per</span><span>spektivlosigkeit, der psychischen Instabilität und der geringen Frustrationstole</span><span>ranz im Rahmen einer kombinierten Persönlichkeitsstörung, aber auch soziale Schwierigkeiten, welche sich aus der Obdachlosigkeit ergeben hätten (S. 2). Auf</span><span>grund der internistischen (Hepatitis), psychiatrischen (</span><span>Persönlichkeitsstörung</span><span>, De</span><span>pres</span><span>sion, Polytoxikomanie) und de</span><span>r</span><span> beschriebenen psychosozialen patho</span><span>ge</span><span>nen Faktoren bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 60 bis 70 % (S. 3).</span></p><p><span>3.4</span><span> </span><span>Dr. med. A.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte in sei</span><span>nem Bericht vom 2. Juli 2012 (Urk. 7/26/1-4) aus, dass er den Beschwerdeführer vom 9. September 2008 bis 23. Februar 2012 behandelt habe (Ziff. 1.2), und nannte folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Opioid-Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig Teilnahme an ärztlich über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">wachtem Ersatzprogramm (ICD-10 F11.22)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Benzodiazepinabhängigkeit (ICD-10 F13.22)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kokainabhängigkeit (ICD-10 F14.21)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">kombinierte Persönlichkeitsstörung (F61)</span></p><p><span> </span><span>Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine chroni</span><span>sche Hepatitis C seit 2002 (Ziff. 1.1). </span></p><p><span>3.5</span><span> </span><span>Lic. phil. </span><span>B.___</span><span>, klinischer Psychologe, und Dr. </span><span>med. C.___</span><span>, </span><span>Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, nannten</span><span> im Bericht vom 6. Februar 2013 (Urk. 7/33) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 2):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung (F33)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">, anamnestisch seit zirka 1990</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">bei akzentuierter Persönlichkeit (F61.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">) Differentialdiagnose (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">DD</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">): k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">om</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">binierte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Persönlichkeitsstörung, anamnestisch seit Jugend</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">organische Mitbeteiligung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">chronische Virushepatitis C, anamnestisch zirka zu Beginn 1990er Jahre</span></p><p><span> </span><span>Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie Substanz</span><span>störungen</span><span> </span><span>als sekundäre Folgestörungen des Diagnosepunktes 1</span><span> (</span><span>sekundäre Opiatabhängigkeit</span><span>, </span><span>Kokainabhängigkeit</span><span>, </span><span>Alkoholabhängigkeit</span><span>, </span><span>Status nach se</span><span>kundärer Benzodiazepinabhängigkeit</span><span>), einen </span><span>Status nach Hepatitis A</span><span>, einen S</span><span>tatus nach Hepatitis B</span><span>, eine </span><span>Thrombozytopenie</span><span>, und einen </span><span>Status nach Ery</span><span>sipel/Weichteilschwellung Unterschenkel/Malleolus medialis rechts</span><span> </span><span>(S. 3)</span><span>.</span></p><p><span> </span><span>Der Beschwerdeführer zeige aufgrund der psychischen Störungen tiefgreifende Veränderungen des Verhaltens, welche besonders die Äusserung der Affekte, die Bedürfnisse und Impulse, den sozialen Kontakt, die sozialen Kompetenzen und insbesondere auch die Arbeitsfähigkeit beträfen</span><span>, d</span><span>ies umso mehr, je grösser der Druck sei, was dann jeweils im Sinne einer Spirale zu Eskalationen führen könne. In beruflichen Situationen sei er unaufmerksam und mache Flüchtig</span><span>keitsfehler bei der Arbeit. Er habe Schwierigkeiten, bei der Durchführung von Aufgaben über längere Zeit aufmerksam zu sein und seine Aufgabe zu Ende zu führen. Er habe Probleme, die Arbeit zu organisieren (S. 20).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vom 12. Mai bis 17. Juni 2014 weilte der Beschwerdeführer stationär in der D.___, worüber am 7. Juli 2014 berichtet wurde (Urk. 7/129). Dabei wurden folgende Austrittsdiagnosen genannt (S. 1 Mitte):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">psychische und Verhaltensstörungen durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum anderer psychotroper Substanzen: Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F19.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mittelgradige depressive Episode (F32.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronische Virushepatitis C</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Patient sei bei stabilisiertem Zustandsbild ausgetreten. Eine Alkoholentwöh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nungstherapie sei indiziert und prognostisch günstig (S. 3 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 18. Juni 2016 erstattete Dr. med. E.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegnerin (Urk. 7/130). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Er nannte die folgenden (nach ICD-10 codierten) Diagnosen (S. 16 f.):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Polytoxikomanie (Heroin, Kokain, Cannabis, Benzodiaze</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">pine) gegenwärtig unter Methadonsubstitution bis auf punktuellen Bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">konsum abstinent (F19.22).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Alkoholabhängigkeit mit gegenwärtigem Konsum (F10.24)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Double Depression mit depressiver Entwicklung bei psychosozialen Belas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">tungen in der Kindheit/Jugend (Entwurzelung und Emigration mit 17 Jahren), aktuell leichtes depressives Syndrom im Sinne einer Dys</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">thymie (F34.1) und anamnestisch rezidivierender depressiver Störung mit zuletzt mittelgradiger depressiver Episode (D.___ 2014), gegenwärtig unter Behandlung remittiert (F33.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">akzentuierte Persönlichkeitszüge mit Reizbarkeit, Impulsivität, vermin-der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ter Frustrationstoleranz (Z73.1), DD: Persönlichkeitsänderung nach langjährigem Suchtmittelkonsum und sozialer Desintegration / kombinierte Persönlichkeitsstörung (F61)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronische Müdigkeit, Erschöpfung, verminderte Belastbarkeit bei somati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">scher Erkrankung (Hepatitis C)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit führte der Gutachter aus, sämtliche Diagnosen beein-trächtig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten die Arbeitsfähigkeit des Exploranden. Medizinisch-theoretisch gehe er auch bei einer optimal angepassten Tätigkeit (einfache, intellektuell we</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nig fordernde, ruhige Tätigkeit mit gleichbleibender Stressbelastung ohne in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tensive interpersonelle Kontakte, mit wohlwollender Umgebung mit stabilen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zugspersonen / Vorgesetzten und unter weitgehender Alkoholabstinenz) und unter Alkoholabstinenz lediglich von einer schätzungsweise 50%igen Restar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beitsfähigkeit (idealerweise verteilt auf 2 x 2½ Stunden vormittags und nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mittags) aus (S. 17 Ziff. 5). Insgesamt gehe er von einer krankheitsbedingten teilweisen Einschränkung medizinisch-theoretisch von schätzungsweise 50 % aus. Eine längerfristige totale Alkoholabstinenz sei bisher auch nach wieder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">holten stationären Behandlungen nicht erreichbar gewesen. Der Explorand sei aber auch während abstinenten Phasen in seiner Leistungsfähigkeit krankheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bedingt beeinträchtigt und nur zu zirka 50 % arbeitsfähig gewesen (S. 16 un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 8. Juli 2016 beantwortete der Gutachter Ergänzungsfragen der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin (Urk. 7/133) und führte unter anderem aus, nach Jahrzehnten sei eine retrograde Beurteilung der Situation in der Jugend nur annäherungsweise mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich. Eine primäre Sucht könne nicht sicher ausgeschlossen werden (S. 1 Ziff. 1). Sekundär hätten sich jedoch krankhafte Zusatzentwicklungen ergeben, welche die Leistungsfähigkeit des Exploranden krankheitsbedingt und auch nach nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gewiesener Abstinenz einschränkten (S. 2 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich der Depression führte der Gutachter unter anderem aus, er gehe von einer depressiven Entwicklung / Veranlagung seit der Kindheit mit Dekompen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sation im Alter von 17 Jahren sowie im Anschluss an die Trennung von der Partnerin und Mutter des gemeinsamen Kindes aus (S. 2 unten). Die Suchter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">krankung, die depressive Entwicklung und psychosoziale Faktoren seien eng miteinander verwoben. Auch in guten Phasen mit Drogenabstinenz und enger Führung sei die Leistungsfähigkeit des Exploranden krankheitsbedingt einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkt gewesen (S. 3 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wahrscheinlich seien bereits der Drogenkonsum im Alter von 14 Jahren im Hei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">matland sowie der spätere harte Drogenkonsum in der Schweiz im Alter von 17 Jahren ein Ausdruck der akzentuierten Persönlichkeitsstörung mit verminderter Frustrationstoleranz gewesen (S. 3 Ziff. 3). Sodann führte der Gutachter aus, bei der medizinisch-theoretischen Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit von 50 % habe er versucht, sämtliche Krankheitsfaktoren mit zu berücksichtigen, dies unter gleichzeitigem Ausschluss von IV-fremden psychosozialen Elementen, und sei so zum Schluss einer medizinisch-theoretisch 50%igen Restarbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit, wie im Gutachten beschrieben, gekommen. Die aktuelle Teilstabilisierung sei auch unter antidepressiver medikamentöser Behandlung eingetreten, der Ex</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">plorand selbst betone, dass er sich unter der aktuellen Medikation einigermas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen stabil habe halten können (S. 3 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Explorand erlebe sich als vollständig arbeitsunfähig. Wie beschrieben gehe er - der Gutachter - von einer zirka 50%igen medizinisch-theoretischen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkung der Arbeitsfähigkeit aufgrund der depressiven Entwicklung und der Persönlichkeitsbeeinträchtigungen auch unter weitgehender Abstinenz von Suchtmittelkonsum und unter Abstraktion von psychosozialen Faktoren aus </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(S. 4 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 13. Juli 2016 nahm Dr. med. F.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), zum Gutachten Stellung (Urk. 7/135 S. 3 f.). Sie führte unter anderem aus, es handle sich um ein primä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">res Suchtgeschehen. Der Beschwerdeführer habe mit 14 Jahren mit einem Alko</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hol-, Nikotin- und Cannabiskonsum begonnen. Da vor Beginn des Suchtge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schehens kein einschlägiger invalidisierender Gesundheitsschaden vorgelegen habe, sei versicherungspsychiatrisch von einer primären Sucht auszugehen. Eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">remittierte depressive Störung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bleibe IV-irrelevant</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, zumal die depressionsartigen Symptome mit hoher Wahrscheinlichkeit Begleitphänomene des Suchtmittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">konsums seien, die nach der Suchtreduktion ebenfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s abgenommen hätten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine Persönlichkeitsakzentuierung, wenn sie denn überhaupt vorläge, wäre nicht IV-relevant, eine Persönlichkeitsstörung sei nicht belegt. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Insgesamt liege aus versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherungspsychiatrischer Sicht kein IV-relevanter Gesundheitsschaden vor (S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 24. November 2016 ergänzte die RAD-Ärztin ihre Stellungnahme mit der Feststellung, der Beschwerdeführer leide schon seit der Erstdiagnose der Hepati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tis C (zirka 1992) unter chronischer Erschöpfung und Müdigkeit. Allerdings be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">finde er sich offenbar nicht in spezialärztlicher Behandlung, was gegen einen grossen Leidensdruck spreche, und grundsätzlich gelte auch, dass heute eine Hepatitis C behandelbar sei und somit keinen dauerhaften Gesundheitsschaden darstelle (Urk. 7/143 S. 3 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus allen verfügbaren Arztberichten ergibt sich, dass beim Beschwerdeführer offensichtlich eine erhebliche, langjährige und mannigfache Suchtproblematik besteht. Dabei besteht Übereinstimmung in der Feststellung, dass der Polytoxi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">komanie erfolgreich mit einer Methadonsubstitution begegnet werden konnte (vorstehend E. 3.3 und 3.7), während die Alkoholabhängigkeit weiterhin aktuell ist (vorstehend E. 3.5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wiederholt, aber nicht durchgehend, wurde sodann eine rezidivierende depres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sive Störung diagnostiziert, so 2012 als leichte Episode (vorstehend E. 3.3), 2013 ohne Angabe eines Schweregrades (vorstehend E. 3.5), 2014 als mittelgradige Episode (vorstehend E. 3.6) und schliesslich im Gutachten von 2016 als gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wärtig unter Behandlung remittiert (vorstehend E. 3.7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Was die Diagnose kombinierter und anderer Persönlichkeitsstörungen (ICD-10 F61) angeht, bestehen einige Unschärfen. 2008 wurde sie mit dem Zusatz „anamnestisch“ genannt (vorstehend E. 3.1), 2010 als Verdachtsdiagnose (vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehend E. 3.2), 2012 einmal ohne (vorstehend E. 3.3) und einmal mit ICD-Co</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dierung (vorstehend E. 3.4). 2013 wurde die Diagnose einer akzentuierten Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sönlichkeit mit der ICD-Codierung für eine kombinierte Persönlichkeitsstörung versehen (F61.1), die dann ihrerseits als Differentialdiagnose (anamnestisch seit Jugend) genannt wurde (vorstehend E. 3.5). 2014 wurde sie nicht aufgeführt (vorstehend E. 3.6) und im Gutachten von 2016 wurde sie zusammen mit der Diagnose akzentuierter Persönlichkeitszüge (Z73.1) als Differentialdiagnose ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nannt (vorstehend E. 3.7), wobei der Gutachter in seiner ergänzenden Stellung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahme dann von einer „akzentuierten Persönlichkeitsstörung“ sprach (vorste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hend E. 3.8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine Hepatitis C wurde verschiedentlich als Diagnose genannt in Berichten, in denen nicht zwischen Diagnosen mit und ohne Auswirkung auf die Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit unterschieden wurde, so 2008 (vorstehend E. 3.1), 2010 (vorstehend </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 3.2) und 2014 (vorstehend E. 3.6). Einmal wurde sie ausdrücklich als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit genannt (vorstehend E. 3.4), ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schiedentlich aber auch als solche mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, so 2012 (vorstehend E. 3.3), 2013 (vorstehend E. 3.5) und im Gutachten von 2016 (vorstehend E. 3.7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Rechtsprechung unterscheidet seit Jahrzehnten zwischen sogenannt reinem Suchtgeschehen, das als nicht entschädigungswürdig taxiert wird, und Abhän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gigkeitsproblematiken, denen aus einem von zwei möglichen Gründen an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruchsrelevante Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zugebilligt werden (vorstehend E. 1.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Einer dieser beiden möglichen Gründe ist das sogenannt sekundäre Suchtgesche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hen, das dann angenommen wird, wenn gemäss medizinischer Einschätzung eine vorbestehende - in aller Regel psychische - Beeinträchtigung das Auftreten der Suchterkrankung bewirkt hat. Der Nachweis dafür ist mitunter schwierig, betrifft er doch mit Kindheit und Jugend Zeiten, die oft schlecht do</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kumentiert sind. Dementsprechend einzelfallbezogen erscheint die einschlägige Rechtsprechung, in der dies verneint (so etwa die Urteile des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9C_856/2012 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">August 2013</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_694/2008 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">März 2009</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, 8C_582/2008 vom 14. Januar 2009, I 955/05 vom 6. November 2006, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">I 940/05 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">0. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">März 2006</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) oder bejaht (so etwa die Urteile des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_820/2012 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2013</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">I 390/01 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juni 2002</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">I 758/01 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">November 2002</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) wurde. Anzumerken ist auch, dass in der Literatur (von, mit ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ner Ausnahme, psychiatrisch qualifizierten Autoren) die „medizinisch nicht belegbare Unterteilung in eine primäre und eine sekundäre Sucht“ kritisch ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">würdigt wurde (Michael Liebrenz, Roman Schleifer, Claudine Aeschbach, Toni Berthel, Dorothea Klecha, Ralph Mager, Gerhard Ebner, Volker Dietmann, Marc Walter, Rolf-Dieter Stieglitz, Ueli Kieser: Das Suchtleiden bzw. die Abhängig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keitserkrankungen - Möglichkeiten zur Begutachtung nach BGE 141 V 281, SZS 2016, S. 12 ff., S. 32).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der andere mögliche Grund für eine Anspruchserheblichkeit der Suchterkran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kung besteht darin, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sie ihrerseits eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger die Erwerbsfähigkeit beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigender Gesundheitsschaden eingetreten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Darüber hinaus ist schliesslich die Möglichkeit zu bedenken, dass neben der Suchterkrankung (und ohne durch sie bewirkt worden zu sein) eine gesundheit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Beeinträchtigung von Krankheitswert besteht und eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründet. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Gutachter erklärte auf Nachfrage, wahrscheinlich seien bereits der Drogen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">konsum im Alter von 14 Jahren und harte Drogenkonsum im Alter von 17 Jahren Ausdruck einer akzentuierten Persönlichkeitsstörung gewesen (vorste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hend E. 3.8). Damit brachte er zum Ausdruck, dass seines Erachtens von einer auf eine vorbestehende psychische Beeinträchtigung folgenden sekundären Suchterkrankung auszugehen sei. Dazu in gewissem Widerspruch steht jeden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">falls vordergründig, dass er als Diagnose nicht eine Persönlichkeitsstörung, son</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dern lediglich akzentuierte Persönlichkeitszüge (Z73.1) nannte. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass die Klassifizierung als akzentuierte Persönlichkeitszüge und oder als Persönlichkeitsstörung davon abhängen dürfte, in welcher Intensität die zur Diagnose führenden Auffälligkeiten vorhanden sind. Dass der Gutachter an gleicher Stelle als Differentialdiagnose unter anderem auch eine Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keitsstörung (F61) anführte, lässt erkennen, dass er diese Intensität als mindes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens an der Grenzlinie der beiden Diagnosen liegend beurteilte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sodann fällt ins Gewicht, dass eine Persönlichkeitsstörung als Diagnose, als Verdachtsdiagnose oder als Differentialdiagnose in praktisch allen früheren Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">urteilungen genannt wurde. In einer Gesamtschau aller verfügbaren Angaben erscheint es mithin als wahrscheinlicher, dass von einer - seit der Jugend beste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">henden - Persönlichkeitsstörung auszugehen ist als nicht. Dementsprechend kann der nicht weiter begründeten Feststellung der RAD-Ärztin, eine solche sei „nicht belegt“ (vorstehend E. 3.9), nicht gefolgt werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ist das Bestehen einer Persönlichkeitsstörung wahrscheinlicher als ihr Fehlen, so ist auch das Vorliegen einer sekundären, der Persönlichkeitsstörung geschulde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Suchtproblematik wahrscheinlicher als ein primäres, sogenannt reines Suchtgeschehen. Dass der Gutachter auf Nachfrage erklärte, eine primäre Sucht könne „nicht sicher ausgeschlossen“ werden (vorstehend E. 3.8), steht dem nicht entgegen. Im Gegenteil: Da sie lediglich nicht sicher ausgeschlossen werden könne (was auch für zahlreiche andere diagnostische Feststellungen gelten dürfte), weist darauf hin, dass sie als weniger wahrscheinlich anzunehmen ist als eine sekundäre.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vor diesem Hintergrund kann der nur sehr knapp begründeten Feststellung der RAD-Ärztin, es handle sich um ein primäres Suchtgeschehen (vorstehend E. 3.9), nicht gefolgt werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für die abschliessende Beurteilung entscheidend ist die Feststellung des Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ters, auch wenn eine primäre Sucht nicht sicher ausgeschlossen werden könne, so hätten sich jedenfalls sekundär krankhafte Zusatzentwicklungen ergeben, welche die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers krankheitsbedingt und auch nach nachgewiesener Abstinenz einschränkten (vorstehend E. 3.8). Dazu hatte er schon im Gutachten ausgeführt, sämtliche der von ihm gestellten Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nosen beeinträchtigten die Arbeitsfähigkeit; auch während abstinenten Phasen sei der Beschwerdeführer krankheitsbedingt in seiner Leistungsfähigkeit einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkt und nur zu zirka 50 % arbeitsfähig gewesen (vorstehend E. 3.7). In seiner ergänzenden Stellungnahme präzisierte er abermals, er habe die Restar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beitsfähigkeit in Berücksichtigung aller Krankheitsfaktoren, aber unter Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schluss von psychosozialen Elementen, mit 50 % beziffert (vorstehend E. 3.8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der vom Gutachter genannte Umfang der - auch unter Abstinenz - verbleiben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Arbeitsfähigkeit korrespondiert mit der 2012 erfolgten Einschätzung, als unter Einschluss der Polytoxikomanie und der psychosozialen Belastungsfakto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren eine Arbeitsunfähigkeit von 60-70 % attestiert worden war (vorstehend </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 3.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Plausibilisiert wird die Einschätzung ferner durch den Umstand, dass der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführer in früheren abstinenten Phasen in eben diesem Umfang von 50 % arbeitsfähig gewesen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nicht zu vernachlässigen ist schliesslich, dass die seit rund 25 Jahren beste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hende Hepatitis C auch nach Einschätzung der RAD-Ärztin eine chronische Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schöpfung und Müdigkeit zur Folge hat (vorstehend E. 3.9). Dass sie, weil sie heute behandelbar sei, keinen dauerhaften Gesundheitsschaden darstelle, ist eine Argumentation, der nicht gefolgt werden kann, vermischt und verwechselt sie doch die auf allgemeiner Ebene festzustellende nunmehrige Behandelbarkeit eines Leidens mit der konkreten Ebene, auf welcher einem seit über zwei Jahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zehnten bestehenden Leiden die Dauerhaftigkeit wohl nicht ernsthaft abgespro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen werden kann. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die Schlussfolgerungen des von der Beschwerdegegnerin eingesetzten Gutachters (im Unterschied zu denjenigen der RAD-Ärztin) vollumfänglich zu überzeugen vermögen, so dass von einer Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beitsfähigkeit in näher umschriebenen angepassten Tätigkeiten von 50 % aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zugehen ist, und zwar wegen der nebst oder in der Folge der Suchtproblematik bestehenden Gesundheitsschäden, so dass nicht abschliessend zu entscheiden ist, ob das Vorliegen einer sekundären und nicht primären Sucht nicht nur wahrscheinlicher, sondern überwiegend wahrscheinlich sei. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Von diesem Sachverhalt ist somit auszugehen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men), in Bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eiden hypo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">thetischen Erwerbsein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des Einkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vergleichs gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28a </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16 ATSG grundsätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annäherungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne eine Invalidität erzielbare hypotheti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sche Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lideneinkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog. Pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zentvergleich; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3a).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Invaliditätsgrad ist namentlich dann durch Prozentvergleich zu ermitteln, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fall zudem angenommen werden kann, die Gegenüberstellung der nach Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Prozentzahlen be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werteten hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Re</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sultat. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die konkreten Verhältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen Validen- und Invalidenein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen die für den Umfang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e von 70, 60, 50 und 40 % (Art. 28 Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG) eindeutig über- oder untersch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tet (Urteil des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 8C_333/2013 vom 11. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dezember 2013 E. 5.3 mit Hinweisen).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Rentenanspruch entsteht gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">29 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Rente</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> wird vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">steht (Art. 29 Abs. 3 IVG). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Angesichts der jahrelangen Abwesenheit des Beschwerdeführers vom ersten Arbeitsmarkt wäre das hypothetische Valideneinkommen gestützt auf Werte der Lohnstatistik zu ermitteln. Da für das hypothetische Invalideneinkommen ebenfalls auf diese Werte abzustellen ist, ergibt sich der Invaliditätsgrad auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund eines Prozentvergleichs (vorstehend E. 5.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einer verbleibenden Arbeitsfähigkeit von 50 % beträgt die Einschränkung und damit der Invaliditätsgrad 50 %, was den Anspruch auf eine halbe Rente begründet (vorstehend E. 5.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Anmeldung des Beschwerdeführers datiert vom 24. August 2011 (Urk. 7/5), so dass der Rentenanspruch im Februar 2012 entstand, womit der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer ab 1. Februar 2012 Anspruch auf eine halbe Rente hat. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit dieser Feststellung ist die Beschwerde gutzuheissen und die angefochtene Verfügung aufzuheben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG sind ermessensweise auf Fr. 800.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers machte mit Honorar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">note vom 21. Juni 2017 einen Aufwand von 11 Stunden und eine Spesenpau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schale von 3 % geltend, total Fr. 2‘692.--. Somit hat die Beschwerdegegnerin den unentgeltlichen Rechtsvertreter mit Fr. 2‘692.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 19. Dezember 2016 mit der Feststellung aufgehoben, dass der Beschwerdeführer ab 1. Februar 2012 Anspruch auf eine halbe Rente hat.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rech</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem unentgeltlichen Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler, Zürich,</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessentschädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2'692</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-weismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannTiefenbacher</p><p></p></div> </div></body></html>