<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00011</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107131&amp;W10_KEY=4467144&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00011</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 18.03.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Mahngebühr</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Rechnungstellung für die Kontrolle eines<br/>Lastenaufzugs; Mahngebühren von insgesamt Fr. 60.--<br/><br/>Die Vorinstanz hat die Beweise nicht willkürlich gewürdigt (E. 1).<br/>Die Forderungen wurden mit Entstehung fällig; die Beschwerdeführerin durfte daher den Rechtsvorschlag aufheben (E. 2).<br/>Sie stellte für die Ausfertigung der angefochtenen Verfügung zu Recht eine Gebühr in Rechnung (E. 3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWEISWÃRDIGUNG">BEWEISWÃRDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FÃLLIGKEIT">FÃLLIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONTROLLGEBÃHR">KONTROLLGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LIFT">LIFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MAHNUNG">MAHNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MAHNUNGSKOSTEN">MAHNUNGSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSVORSCHLAG">RECHTSVORSCHLAG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 63 GemeindeG</span><br/><span class="ungerade">Art. 1 lit. A GemeindegebÃ¼hrenV</span><br/><span class="gerade">Art. 75 OR</span><br/><span class="ungerade">§ 13 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Mit Schreiben vom 18. Dezember 2001 stellte das Amt fÃ¼r Baubewilligungen der Stadt ZÃ¼rich B, Mitglied des Verwaltungsrats der C AG, in seiner Eigenschaft als EigentÃ¼mer der Liegenschaft K-strasse Rechnung fÃ¼r BemÃ¼hungen Ã¼ber Fr. 630.-, die zuvor am 8. Februar 2001 irrtÃ¼mlich der C AG (unter Nr. ...) in Rechnung gestellt worden waren. Die Rechnung erging unter einer neuen Nummer (...), jedoch unter dem ursprÃ¼nglichen Datum vom 8. Februar 2001 und umfasste folgende Positionen:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>27.10.99 Kontrolle der bestehenden Liftanlage Fr. 300.-</span></p> <p class="Einzug1"><span> Ausfertigungs- und VerwaltungsgebÃ¼hr Fr. 30.-</span></p> <p class="Einzug1"><span>14.06.00 1. Nachkontrolle Fr. 105.-</span></p> <p class="Einzug1"><span>15.06.00 1. MahngebÃ¼hr Fr. 30.-</span></p> <p class="Einzug1"><span>10.07.00 2. MahngebÃ¼hr Fr. 30.-</span></p> <p class="Einzug1"><span>19.09.00 3. MahngebÃ¼hr Fr. 30.-</span></p> <p class="Einzug1"><span>17.11.00 2. Nachkontrolle Fr. 105.-</span></p> <p class="Einzug1"><span>Total Fr. 630.-</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 30. Januar 2002 erfolgte ein letzte Zahlungsaufforderung, die jedoch nicht B, sondern dem ebenfalls dem Verwaltungsrat der C AG angehÃ¶renden D ausgehÃ¤ndigt wurde. Am 10. April 2002 wurde die Betreibung (Nr. ...) eingeleitet. Gegen den am 25. April 2002 zugestellten Zahlungsbefehl erhob B gleichentags Rechtsvorschlag. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 11. Juni 2002 auferlegte das Amt fÃ¼r Baubewilligungen der Stadt ZÃ¼rich B fÃ¼r den Verwaltungsaufwand im Zusammenhang mit der periodischen Kontrolle des Lastenaufzugs im GebÃ¤ude K-strasse eine GebÃ¼hr von Fr. 630.- (Disp. Ziff. 1). Damit wurde die auf den gleichen Betrag lautende Rechnung Nr. ... ersetzt (Disp. Ziff. 2). Ferner wurde der Rechtsvorschlag in der mit Zahlungsbefehl vom 12. April 2001 eingeleiteten Betreibung Nr. ... fÃ¼r den Betrag von Fr. 630.- nebst Zins von 5 % seit 30. Januar 2002 sowie fÃ¼r Bearbeitungskosten von Fr. 30.-, bisher aufgelaufene Betreibungskosten von Fr. 66.90 und Verfahrenskosten von Fr. 172.- aufgehoben (Disp. Ziff. 3). Die Kosten fÃ¼r diese VerfÃ¼gung von Fr. 172.- wurden B auferlegt (Disp. Ziff. 4).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Den dagegen von B erhobenen Rekurs hiess die Baurekurskommission I am 22. November 2002 teilweise gut. Sie bestÃ¤tigte dabei die in Rechnung gestellten GebÃ¼hren grÃ¶sstenteils, nÃ¤mlich im Umfang von Fr. 570.-, d.h. fÃ¼r die Kontrolle vom 27. Oktober 1999 einschliesslich Ausfertigungs- und VerwaltungsgebÃ¼hr, fÃ¼r die dritte MahngebÃ¼hr vom 19. September 2000 sowie die 2. Nachkontrolle vom 17. November 2000 Disp. Ziff. I). Nicht bestÃ¤tigt wurden hingegen die erste und die zweite MahngebÃ¼hr vom 15. Juni bzw. 10. Juli 2000, weil nicht erwiesen sei, dass dem Rekurrenten diese Mahnbriefe zur Kenntnis gelangt seien. Nicht bestÃ¤tigt wurde sodann die verfÃ¼gte Beseitigung des Rechtsvorschlags, da die fragliche Forderung im Zeitpunkt der Zustellung des Zahlungsbefehls nicht fÃ¤llig gewesen sei. Die Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 1'130.- auferlegte sie dem Rekurrenten zu einem Drittel und dem Rekursgegner zu zwei Dritteln (Disp. Ziff. II). ParteientschÃ¤digungen sprach sie keine zu (Disp. Ziff. III).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Hiergegen erhob die Stadt ZÃ¼rich am 15. Januar 2003 Beschwerde mit dem Hauptantrag, den Entscheid der Baurekurskommission, soweit darin der Rekurs teilweise gutgeheissen worden sei, aufzuheben und die VerfÃ¼gung des Amts fÃ¼r Baubewilligungen vom 11. Juni 2002 vollumfÃ¤nglich zu bestÃ¤tigen; eventuell sei die in dieser VerfÃ¼gung (Disp. Ziff. 3) angeordnete Aufhebung des Rechtsvorschlags in reduziertem Umfang (nÃ¤mlich hinsichtlich GebÃ¼hren von Fr. 570.- statt Fr. 630.-, hinsichtlich der bisher aufgelaufenen Betreibungskosten von Fr. 66.90 sowie hinsichtlich der VerfÃ¼gungskosten von Fr. 172.-) wiederherzustellen; bei Gutheissung des Hauptantrags seien die Rekurskosten vollumfÃ¤nglich dem Rekurrenten (heutigen Beschwerdegegner) aufzuerlegen und der Stadt ZÃ¼rich zu dessen Lasten eine ParteientschÃ¤digung sowohl fÃ¼r das Rekurs- wie auch fÃ¼r das Beschwerdeverfahren zuzusprechen; bei Gutheissung des Eventualantrags seien die Rekurskosten dem Beschwerdegegner zu 14/15 (statt lediglich zu 1/3) und der BeschwerdefÃ¼hrerin zu 1/15 (statt zu 2/3) aufzuerlegen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Beschwerdegegner reichte keine Beschwerdeantwort ein. Die Baurekurskommission verzichtete auf Vernehmlassung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die am 27. Oktober 1999 durchgefÃ¼hrte Kontrolle der Liftanlage in der Liegenschaft des Beschwerdegegners ergab verschiedene MÃ¤ngel, zu deren Behebung bis 31. Mai 2000 der Beschwerdegegner mit Schreiben vom 29. November 1999 aufgefordert wurde. Die NichterfÃ¼llung dieser Auflage fÃ¼hrte zu den in der VerfÃ¼gung vom 11. Juni 2002 zusÃ¤tzlich in Rechnung gestellten weiteren Verfahrensschritten (1. Nachkontrolle, drei Mahnschreiben sowie 2. Nachkontrolle). In seinem Rekurs machte der Beschwerdegegner vorab geltend, er habe weder von der am 27. Oktober 1999 durchgefÃ¼hrten Kontrolle noch von den weiteren Verfahrenshandlungen (Mahnungen und Nachkontrollen) Kenntnis gehabt. Die Rekurskommission hat diese Einwendungen grÃ¶sstenteils verworfen. Die Kosten fÃ¼r die Kontrolle vom 27. Oktober 1999 habe der Rekurrent unabhÃ¤ngig davon zu tragen, ob er Ã¼ber diese Amtshandlung informiert worden sei. Die GebÃ¼hr fÃ¼r die Nachkontrolle vom 14. Juni 2000 habe er trotz seiner Behauptung, die uneingeschrieben versandte Aufforderung zur MÃ¤ngelbehebung vom 29. November 1999 nicht erhalten zu haben, zu tragen, weil seine diesbezÃ¼gliche Sachdarstellung angesichts dessen, dass er in der Zwischenzeit einen der beanstandeten MÃ¤ngel behoben habe, unglaubwÃ¼rdig sei. Das mit eingeschriebener Post versandte dritte Mahnschreiben vom 19. September 2002 sei dem Rekurrenten â wie die postalische EmpfangsbestÃ¤tigung belege â tatsÃ¤chlich zugestellt worden, weshalb ihm auch die fÃ¼r dieses Schreiben erhobene MahngebÃ¼hr sowie die GebÃ¼hr fÃ¼r die 2. Nachkontrolle vom 17. November 2000 zu Recht in Rechnung gestellt worden seien. Anders verhalte es sich hingegen mit Bezug auf die GebÃ¼hren von je Fr. 30.-. fÃ¼r die Mahnschreiben vom 15. Juni und 10. Juli 2000. Zum Einen sei es dem hierfÃ¼r die Beweislast tragenden Amt fÃ¼r Baubewilligungen nicht gelungen, den Zustellungsnachweis fÃ¼r die uneingeschrieben versandten Sendungen zu erbringen; zum andern lÃ¤gen fÃ¼r die Annahme einer Zustellung keine zusÃ¤tzlichen Indizien vor.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt, hinsichtlich der streitigen Zustellung der beiden Mahnschreiben vom 15. Juni und 10. Juli 2000 habe die Vorinstanz eine willkÃ¼rliche BeweiswÃ¼rdigung getroffen. Der Beschwerdegegner habe im Rekursverfahren die Zustellung sÃ¤mtlicher Schreiben bestritten, welche im Zusammenhang mit den streitigen GebÃ¼hren erheblich seien. Auch die Baurekurskommission habe diese Behauptungen zum Teil (so namentlich bezÃ¼glich der Schreiben vom 29. November 1999 und 19. September 2000) als wahrheitswidrig befunden; aus ihrer eigenen Beurteilung ergebe sich demnach ein Verhalten des Beschwerdegegners, das dessen UnglaubwÃ¼rdigkeit auch bezÃ¼glich der Zustellung der Mahnschreiben vom 15. Juni und 10. Juli 2000 belege; ihre ErwÃ¤gung, es lÃ¤gen keine fÃ¼r die Zustellung dieser Schreiben sprechende Indizien vor, sei demnach nicht haltbar und verstosse gegen den Grundsatz der freien BeweiswÃ¼rdigung. Damit habe die Vorinstanz Ã¼berspitzte Anforderungen an den mittelbaren Nachweis der beiden uneingeschrieben versandten Briefe gestellt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die RÃ¼ge der willkÃ¼rlichen BeweiswÃ¼rdigung ist unbegrÃ¼ndet. Die Baurekurskommission hat die Frage der Zustellung bezÃ¼glich der verschiedenen im Zusammenhang mit der GebÃ¼hrenforderungen erheblichen Schreiben je einzeln geprÃ¼ft und ist dabei zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen gelangt. Darin liegt eine differenzierte BeweiswÃ¼rdigung, die jedenfalls nicht schon deswegen als willkÃ¼rlich oder als Verstoss gegen den Grundsatz der freien BeweiswÃ¼rdigung bezeichnet werden kann, weil es die Vorinstanz abgelehnt hat, die GlaubwÃ¼rdigkeit der Sachdarstellung des Beschwerdegegners insgesamt zu verneinen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Mit Bezug auf die ebenfalls angefochtene Aufhebung des Rechtsvorschlags (Disp. Ziff. 3 der VerfÃ¼gung vom 11. Juni 2002) hat die Baurekurskommission erwogen, gemÃ¤ss betreibungsrechtlichen GrundsÃ¤tzen seien VerwaltungsbehÃ¶rden an sich befugt, auch ohne RechtsÃ¶ffnungstitel fÃ¼r ihre Forderungen Betreibung einzuleiten und â falls dagegen Rechtsvorschlag erhoben werde â eine fÃ¶rmliche VerfÃ¼gung zu erlassen sowie anschliessend â nach Eintritt der Rechtskraft der VerfÃ¼gung â die Betreibung fortzusetzen. Voraussetzung fÃ¼r die Beseitigung des Rechtsvorschlags sei jedoch, dass der in Betreibung gesetzte Anspruch schon im Zeitpunkt der Zustellung des Zahlungsbefehls fÃ¤llig gewesen sei; andernfalls dÃ¼rfe die VerwaltungsbehÃ¶rde den Rechtsvorschlag nicht beseitigen. An dieser Voraussetzung fehle es hier. DafÃ¼r, dass dem Rekurrenten die uneingeschrieben versandte GebÃ¼hrenrechnung samt Begleitschreiben vom 18. Dezember 2001 tatsÃ¤chlich zugekommen sei, fehlten hinreichende Anhaltspunkte; namentlich dÃ¼rfe ein solcher Schluss nicht von vornherein aus dem von der Rekursgegnerin kritisierten Verhalten des Rekurrenten gezogen werden. Hingegen sei davon auszugehen, dass die Zahlungsaufforderung vom 30. Januar 2002 dem Rekurrenten rechtsgÃ¼ltig zugestellt worden sei; zwar sei sie nicht ihm, sondern D, dem VerwaltungsratsprÃ¤sidenten der an der K-strasse domizilierten C AG ausgehÃ¤ndigt worden, was jedoch als rechtsgÃ¼ltige Zustellung an den Rekurrenten gelten kÃ¶nne. Hieraus kÃ¶nne die Rekursgegnerin jedoch bezÃ¼glich der FÃ¤lligkeit der Forderung nichts zu ihren Gunsten ableiten. Denn aus dem Schreiben vom 30. Januar 2002 gehe weder hervor, dass es sich um die aus der Liftkontrolle resultierenden GebÃ¼hrenansprÃ¼che handle, noch wie sich der in Rechnung gestellte Betrag von Fr. 630.- im Detail zusammensetze; es sei nicht einmal ersichtlich, dass es sich um eine Rechnung der Abteilung Aufzugsanlagen handle. Demnach sei davon auszugehen, dass der Rekurrent erstmals mit der angefochtenen VerfÃ¼gung vom 11. Juni 2002 von der detaillierten, aus der Liftkontrolle resultierenden GebÃ¼hrenforderung Kenntnis erhalten habe. Im Zeitpunkt der Zustellung des Zahlungsbefehls vom 25. April 2002 sei daher diese Forderung nicht fÃ¤llig gewesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin wendet sich vorab gegen die BeweiswÃ¼rdigung der Rekurskommission, wonach davon auszugehen sei, dass der Rekurrent die GebÃ¼hrenrechnung samt Begleitschreiben vom 18. Dezember 2001 nicht erhalten habe, und sie verweist diesbezÃ¼glich auf ihre AusfÃ¼hrungen im Zusammenhang mit der ebenfalls streitigen Zustellung der Mahnbriefe vom 15. Juni und 10. Juli 2000. Der Einwand ist aus den vorstehend dargelegten GrÃ¼nden (E. 1) unbehelflich.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht sodann geltend, entgegen der Auffassung der Baurekurskommission dÃ¼rfe aus der mangelnden Spezifikation der Zahlungsaufforderung vom 30. Januar 2002 nicht geschlossen werden, die fragliche Forderung sei im damaligen Zeitpunkt noch nicht fÃ¤llig gewesen. Dieser Einwand trifft zu. Eine Forderung ist in jenem Zeitpunkt fÃ¤llig, in welchem der GlÃ¤ubiger ErfÃ¼llung fordern darf; der Begriff der FÃ¤lligkeit bezieht sich demnach auf die ErfÃ¼llbarkeit der Forderung in <i>zeitlicher</i> Hinsicht (Koller in Alfred Koller/Anton Schnyder/Jean N. Druey, Das schweizerische Obligationenrecht, 9. A., ZÃ¼rich 2000, § 30 N. 2 und § 32 N. 3). In analoger Anwendung von Art. 75 des Obligationenrechts (OR) ist vorliegend davon auszugehen, dass die FÃ¤lligkeit mangels abweichender Bestimmung sogleich â d.h. bei Entstehung der Forderung â eintrat. Der Eintritt der FÃ¤lligkeit setzte damit nicht voraus, dass die Forderung spezifiziert wurde. Demnach war das Amt fÃ¼r Baubewilligungen befugt, mit seiner VerfÃ¼gung vom 11. Juni 2002 den gegen die Betreibung Nr. ... erhobenen Rechtsvorschlag aufzuheben. Aufgrund des heutigen Entscheids betrifft diese Aufhebung einen GebÃ¼hrenbetrag von Fr. 570.- nebst Zins seit 30. Januar 2002 sowie die bisher aufgelaufenen Betreibungskosten von Fr. 66.90 sowie die Kosten der VerfÃ¼gung vom 11. Juni 2002 im Betrag von Fr. 172.- (zu Letzteren vgl. nachfolgend E. 3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die Baurekurskommission I hat auch Disp. Ziff. 4 der VerfÃ¼gung vom 11. Juni 2002 (wonach dem Beschwerdegegner fÃ¼r diese VerfÃ¼gung GebÃ¼hren von insgesamt Fr. 172.- auferlegt worden sind) aufgehoben, dies mit der BegrÃ¼ndung, weil der Rekurrent erstmals mit der angefochtenen VerfÃ¼gung Ã¼ber die fraglichen AnsprÃ¼che in Kenntnis gesetzt worden sei, dÃ¼rften ihm fÃ¼r diese VerfÃ¼gung keine Kosten auferlegt werden. Dieser Auffassung ist nicht beizutreten. Die GebÃ¼hrenpflicht stÃ¼tzt sich hier auf § 13 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG), § 63 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (LS 131.1) sowie § 1 lit. A Ziff. 5 der regierungsrÃ¤tlichen Verordnung Ã¼ber die GebÃ¼hren der GemeindebehÃ¶rden vom 8. Dezember 1966 (LS 681). Der Umstand, dass aufgrund der von der Baurekurskommission vorgenommenen und vom Verwaltungsgericht vorstehend bestÃ¤tigten BeweiswÃ¼rdigung davon auszugehen ist, dass der Beschwerdegegner von der vorangehenden Rechnung Nr. ... samt Begleitschreiben vom 18. Dezember 2001 keine Kenntnis erhalten hat, vermag hieran nichts zu Ã¤ndern. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> Die GebÃ¼hrenauflage gemÃ¤ss Disp. Ziff. 1 der VerfÃ¼gung vom 11. Juni 2002 im Umfang von Fr. 570.- (d.h. entsprechend Disp. Ziff. 1 des Rekursentscheids) bestÃ¤tigt.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Disp. Ziff. 3 der VerfÃ¼gung vom 11. Juni 2002 insoweit bestÃ¤tigt, als der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. ... fÃ¼r den Betrag von Fr. 570.- nebst Zins zu 5 % seit 30. Januar 2002, fÃ¼r die bisher aufgelaufenen Betreibungskosten von Fr. 66.90 sowie fÃ¼r die Kosten der VerfÃ¼gung von Fr. 172.- aufgehoben wird.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Die Kostenauflage von Fr. 172.- gemÃ¤ss Disp. Ziff. 4 der VerfÃ¼gung vom 11. Juni 2002 bestÃ¤tigt.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> Die vorstehenden Kosten sind binnen dreissig Tagen nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids der BeschwerdefÃ¼hrerin zu zahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>