B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-3505/2012 U r t e i l v o m 2 4 . J u n i 2 0 1 4 Besetzung Richter Christoph Bandli (Vorsitz), Richter Markus Metz, Richterin Marianne Ryter, Richter André Moser, Richter Jürg Steiger, Gerichtsschreiberin Flurina Peerdeman. Parteien Schweizerische Bundesbahnen SBB, Generalsekretariat, Hochschulstrasse 6, 3000 Bern 65, vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. iur. Tomas Poledna und Rechtsanwalt lic. iur. Reto Gygax, Poledna Boss Kurer AG, Bellerivestrasse 241, Postfach 865, 8034 Zürich, Beschwerdeführerin, gegen Bundesamt für Verkehr BAV, Abteilung Infrastruktur, 3003 Bern, Vorinstanz, die Kantone ZH, BE, LU, UR, SZ, GL, ZG, FR, SO, BS, BL, SH, SG, GR, AG, TG, TI, VD, VS, NE, GE, JU, alle vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. iur. Urs Saxer und Rechtsanwältin lic. iur. Bettina Diggelmann, Steinbrüchel Hüssy Rechtsanwälte, Grossmünsterplatz 8, 8001 Zürich, Beigeladene, Gegenstand Verrechnung Amortisationsanteile für die Pensionskassen- sanierung in den Offerten für den regionalen Personen- verkehr. A-3505/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) reichten am 29. April 2011 beim Bundesamt für Verkehr (BAV) Offerten für die Linien des regiona len Personenverkehrs (RPV) für das Fahrplanjahr 2012 ein. Per 30. April 2012 erfolgte die Offertstellung für das Fahrplanjahr 2013. In den Offerten machten die SBB unter anderem Kosten für die Sanierung ihrer Pens i- onskasse von 4,5 Mio. Franken pro Fahrplanjahr geltend. B. Mit Verfügung vom 30. Mai 2012 verpflichtete das BAV die SBB dazu, die Weiterbelastung der Amortisationsanteile, die für die Sanierung der Pe n- sionskasse der SBB (PK SBB) anfielen, aus den RPV Offerten für das Fahrplanjahr 2012 zu entfernen. Die Offerten seien dahingehend zu überarbeiten und den Bestellern erneut vorzulegen (Ziff. 1). Gleiches gel- te auch für die Offerten für das Fahrplanjahr 2013 (Ziff. 2 Satz 1 und 2) sowie für die der Folgejahre (Ziff. 2 Satz 3). Ein Abzug der Amortisations- anteile von der vierten Jahrestr anche 2012 bleibe vorbehalten (Ziff. 3) . Schliesslich dürften die Amortisationsanteile auch nicht der Ist -Rechnung belastet werden (Ziff. 4). Einer allfälligen Beschwerde entzog das BAV die aufschiebende Wirkung (Ziff. 5). In ihrer Begründung führte das BAV im Wesentlichen aus, die SBB hätten in den Offerten 2012 für den RPV zu Unrecht Kosten aus der Einmals a- nierung der PK SBB von 4,5 Mio. Franken geltend gemacht. Im Rahmen der Sanierung der PK SBB sei der Gesetzgeber – neben dem Bundesan- teil von 1148 Mio. Franken, den Darlehenszinsen und de n ordentlichen Arbeitgeberbeiträgen – nicht gewillt gewesen, weitere Kosten zu übe r- nehmen. Dies ergebe sich klar aus den Gesetzesmaterial ien. Andernfalls hätte er den einfacheren und kostengünstigeren Weg ge wählt und den einmaligen Bundesbeitrag entsprechend erhöht. Eine Kostenüberwälzung widerspräche zudem der von de n SBB unterzeichneten Verzichtserkl ä- rung für Nachforderungen gegenüber dem Bund als Träger und Lei s- tungsgarant der ehemaligen Pensions - und Hilfskasse der SBB. Soweit sich daraus eine teilweise Ungleichbehandlung mit anderen Transportun- ternehmen ergebe, sei diese, soweit überhaupt gegeben, sachlich b e- gründet. Die Unzulässigkeit der Anlastung beziehe sich gleichermassen auf die Plan - wie die Ist-Rechnung. Hinsichtlich der Auszah lung der vier- ten Jahrestranche 2012 werde der Vorbehalt angebracht, dass nötige n- falls eine Kürzung im Ausmass des strittigen Teilbetrags vorgenommen A-3505/2012 Seite 3 werde. Die aufschiebende Wirkung einer allfälligen Beschwerde werde vorsorglich e ntzogen, um den Abschluss der Angebotsvereinbarungen nicht zu verzögern. C. Am 2. Juli 2012 erheben die SBB (Beschwerdeführerin) gegen die Verf ü- gung des BAV Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Sie bea n- tragen, die Verfügung des BAV vom 30. Mai 2012 sei aufzuheben (Ziff. 1). Es sei festzustellen, dass die Weiterbelastung der Arbeitgeberbeiträge zu Recht in ihren RPV Offerten für die Fahrplanjahre 2012 und 2013 enthal- ten sei (Ziff. 2 und 3) . Es sei festzustellen, dass sie die Weiterbelastung der Arbeitgeberbeiträge in die RPV Offerten für sämtliche Folgejahre mit einschliessen kön nen, bis die Anteile an der ursprünglichen Zahlung von 938 Mio. Franken gemäss den jeweiligen versicherten Lohnsummen vollständig auf die Divisionen überwälzt worden s eien (Ziff. 4). Es sei festzustellen, dass in ihren Ist-Rechnungen die Berücksichtigung der A r- beitgeberbeiträge statthaft sei und insbesondere in der I st-Rechnung 2012 keine aus der Rechnungsperiode 2011 resultierende Korrektur (nachträgliche Gutschrift im Umf ang der der Jahresrechnung angelast e- ten "Amorti sationsanteile") zu erfolgen habe (Ziff. 5). Eventualiter sei in teilweiser Aufhebung der Verfügung vom 30. Mai 2012 festzustellen, dass die Arbeitgeberbeiträge zumindest aufgrund des Vertrauensschutzes als Element der abgeltungsberechtigten Kosten in den Offerten 2012 bela s- sen werden können und in ihrer Ist-Rechnung 2012 zumindest aufgrund des Vertrauensschutzes keine aus der Rechnungsperiode 2011 resulti e- rende Korrektur (nachträgliche Gutschrift im Umfang der der Jahresrech- nung 2011 angelasteten "Amortisationsanteile") zu erfolgen ha be (Even- tualanträge Bst. a und b). In prozessualer Hinsicht stellen sie den Antrag, die aufschiebende Wirkung der Beschwerde sei wiederherzustellen. Z u- dem sei das BAV vorsorglich anzuweisen, die vorbehaltene Kürzung der vierten Jahrestranche 2012 bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen En t- scheids nicht vorzunehmen sowie den betroffenen Bestellerkantonen eine analoge Vorgabe zu machen. Des Weiteren sei das BAV vorsorglich an- zuweisen, bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids die B e- rücksichtigung der Arbeitgeberbeiträge in den RPV Offerten für das Fahr- planjahr 2012 sowie für allfällige Folgejahre zuzulassen und dies auch gegenüber den Bestellerkantonen so festzulegen. Zur Begründung bringt die Beschwerdeführerin vor, sie habe die auf Ko n- zernstufe geleistete Einmalzahlung für die Sanierung der PK SBB von 938 Mio. Franken, finanziert durch zwei Darlehen, entsprechend den g e-A-3505/2012 Seite 4 setzlichen Vorgaben und buchhalterischen Grundsätzen (Leistungs - und Verursacherprinzip sowie Prinzip der Vollkostenrechnung) den Divisionen im Verhältnis der Lohnsumme gerecht weiterbelastet und dies zeitlich ge- staffelt, da einzelne Divisionen wirtschaftlich nicht in der Lage gewesen seien, diese Kosten sofort und in vollem U mfang zu tragen. Das Vorg e- hen sei mit dem Bund abgesprochen gewesen. Bei den strittigen Kosten handle es sich somit nicht um Amortisationsbeiträge, sondern um gestie- gene Personalkosten, die wie auch die ordentlichen Sanierungsbeiträge und der Zinsaufwand abgeltungsberechtigt seien. Die Ausführungen in den Fussnoten 15 und 17 der Botschaft des Bundesrates vom 5. März 2010 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Schweizerischen Bu n- desbahnen (Sanie rung der Pensionskasse der SBB; BBl 2010 25 23; nachfolgend: Botschaft PK SBB), auf die sich die Argumentation des BAV abstütze, seien für die Anrechenbarkeit von Arbeitgeberbeiträge n nicht massgebend. Diesbezüglich liege eine fehlerhafte Sachverhaltsfestst el- lung vor. Ohnehin könnten die Erläuterungen in der Botschaft PK SBB ei- ne gesetzliche Grundlage nicht ersetzen und es widerspreche den ane r- kannten Auslegungsgrundsätzen, wenn allein aus zwei Fussnoten auf den angeblichen Willen des Gesetz gebers geschlossen werde. Auch die vom BAV angeführte Verzichtserklärung sei im vorliegenden Kontext nicht von Belang , denn sie erfasse einzig Nachforderungen gegenüber dem Bund hinsichtlich der damals ungenügenden Ausfinanzierung der PK SBB und der Bilanzierung als geschlossene Kasse. Daraus könne kein Gene- ralverzicht auf Leistungen jedweder Art für die Zukunft abgeleitet werden. Bei einer Streichung der Position aus den RPV Offerten, wie vom BAV verfügt, müssten ohnehin andere Sparten belastet werden, was im Endef- fekt die Leistungserbringung bzw. das Abgeltungsvolumen wiederum b e- einflussen würde. In der Eventualbegründung beruft sich die Beschwe r- deführerin ferner auf den Gleichheitsgrundsatz sowie auf den Vertrauens- schutz bezüglich der Offerten für das Fahrplanjahr 2012. Schliesslich be- streitet die Beschwerdeführerin, dass das BAV befugt sei, über die noch nicht erstellten Offerten der Folgejahre zu entscheiden. D. Mit Zwischenverfügung vom 7. August 2012 stellt das Bundesverwa l- tungsgericht die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wieder her. Die Anordnung wird mit der Auflage verbunden, dass in den Angebotsverei n- barungen des RPV die strittigen Amortisationszahlungen für die Sani e- rung der P K SBB durch die Beschwerdeführerin auszuweisen s eien. Die Anträge der Beschwerd eführerin um Erlass vorsorglicher Massnahmen werden als gegenstandslos geworden abgeschrieben. A-3505/2012 Seite 5 E. Das BAV ( Vorinstanz) beantragt in der Vernehmlassung vom 1. Oktober 2012 die Abweisung der Beschwerde. Ergänzend zu den Erwägungen der Verfügung vom 30. Mai 201 2 führt es aus, das Bestellverfahren im RPV führe dazu, dass die Transportunternehmen Rückstellungen für die Sanierung der Pensionskasse (PK) selbst zu tragen haben. Dies deshalb, weil die RPV Offerten jeweils ein Jahr im Voraus eingereicht werden müssen, Rückstellungen jedoch umgehend zu bilden seien, wenn der PK eine Unterdeckung drohe. Die Bildung von Rückstellungen sei erfolgs- wirksam und führe damit zu einer Verschlechterung des betreffenden Jah- resergebnisses. Die hier strittigen Kosten für die Sanierung der PK SBB seien somit bereits zum Zeitpunkt der Bildung der Rückstellungen ang e- fallen. Mit Ausnahme der Verzinsung des Darlehens entstünden der Be- schwerdeführerin bis ins Jahr 2034 keine Kosten mehr , denn bei der Rückzahlung des Darlehens handle es sich um eine reine Bilanztransa k- tion, die nicht erfolgswirksam sei. Vorliegend habe die Beschwerdeführe- rin darauf verzichtet, die sich aus der Bildung der Rückstellungen erge- benden Kosten verursachergerecht den einzelnen Divisionen zu überbi n- den. Eine s ofortige Belastung der Sparte RPV in der Grössenordnung von rund 100 Mio. Franken (23 Jahre à 4,5 Mio. Franken) wäre wirtschaft- lich ohne Weiteres tragbar gewesen, da zu diesem Zeitpunkt Spezialr e- serven von rund 14 2 Mio. Franken vorhanden gewesen sei en. Der Ver- zicht auf eine verursachergerechte Belastung der Divisionen sei von der Beschwerdeführerin eigenmächtig und ohne Absprache entschieden wor- den. Der Beschwerdeführerin sei zwar insoweit zuzustimmen, dass mit der erfolgten Sanierung der PK SBB durch den Bund keine Aussage für eine fernere Zukunft getroffen worden sei. Es sei nicht auszuschliessen, dass in einem späteren Zeitpunkt Umstände eintreten, die ein erneutes Eingreifen des Bundes notwendig machen könnten. Solche Umstände l ä- gen aber zurze it nicht vor. Dass mit anderen Transportunternehmen tei l- weise abweichende Lösungen ausgehandelt worden seien, habe zwei Gründe: zum einen sei die finanzielle Lage dieser Transportunternehmen wesentlich schlechter gewesen, zum anderen hätten diese nicht ber eits von einer ausserordentlichen Sanierungsbeihilfe des Bundes profitieren können. F. Die im Rubrum aufgeführten Kantone werden mit Verfügung vom 17. Oktober 2012 zum Verfahren beigeladen. A-3505/2012 Seite 6 G. Mit Zwischenverfügung vom 7. Dezember 2012 wird das Akteneinsicht s- gesuch der Beigeladenen teilweise gutgeheissen. H. Die Beschwerdeführerin hält in der Stellungnahme vom 20. Dezember 2012 an ihren Anträgen fest. Sie legt dar, im RPV könnten am Markt kei- ne kostendeckende n Erträge erwirtschaftet werden, weshalb gesetzlich vorgesehen sei, dass die öffentliche Hand die ungedeckten Kosten im Umfang der Offertstellung finanziere. Die Aufnahme der tatsächlich ange- fallenen und noch nicht abgegoltenen Sanierungskosten in den RPV Of- ferten sei sogar zwingend, denn ein Verzicht würde sich wettbewerbsver- zerrend auswirken und ihr als eine problematische Quersubventionierung angelastet werden. Die von ihr gewählte Lösung der zeitlich gestaffelten Belastung, welche gegenüber der Vorinstanz stets transparent kommuni- ziert worden sei, entspreche der periodengerechten Kostenanrechnung. Der Umgang mit den Rückstellun gen für Vorsorgeverpflichtungen sei zu- dem in der Vergangenheit weder von der externen Revisionsstel le noch von der Vorinstanz, die die Jahresrechnung und Bilanz jährlich prüfe, je beanstandet worden. Der allfällige Vorwurf des "Doppelt-Kassierens" bzw. der "Bereicherung" sei deshalb verfehlt. Entgegen der in der Vernehmlas- sung neu vorgebrachten Argumentation sei es nicht rechtserheblich, dass die Sparte RPV den strittigen Kostenteil aufgrund der vo rhandenen Spe- zialreserven hätte selbst tragen können. Die Spezialreserven könnten nur eingesetzt werden, wenn tatsächlich ein Verlust anfal le. Dazu müsste n aber die Kosten für die P K-Sanierung zwingend der Ist-Rechnung b e- lastet sowie in die Offerten aufgenommen werden. Die Spezialreserven seien auch bereits für andere Zwecke vorgesehen und gesetzlich sei sie zu deren Auflösung nur im Fal l der Aufgabe ihrer Tätigkeit verpflichtet. Angesichts der knapp zu kalkulierenden Offertstellung sei es ohnehin nicht möglich, strukturelle Belastungen in substantieller Dimension mittels Spezialreserven aufzufangen. I. Die Beigeladenen schliessen in ihr er Stellungnahme vom 15. März 2013 auf Abweisung der Beschwerde. Sie stellen sich auf den Standpunkt , die Botschaft PK SBB, die in den Fussnoten 15 und 17 die Amortisation des Darlehens als anrechenbare Kosten klar ausschliesse, sei ein Ausdruck des gesetzgeberischen Willens und diesem komme gerade bei jungen Gesetzen ein besondere s Gewicht bei der Gesetzesausle gung zu. Die jüngere spezialgesetzliche Regelung habe Vorrang vor den allgemeinen A-3505/2012 Seite 7 Abgeltungsvorgaben des RPV. Die Botschaft PK SBB und auch die pa r- lamentarische Debatte zeigten deutlich, dass der Bundesbeitrag von 1148 Mio. Franken die letzte Hilfe für die PK SBB sei und der Bund dabei eine Lastenverteilung zwischen ihm, der Beschwerdeführerin und den Arbeit- nehmenden angestrebt habe, die mit der Verzichts erklärung konsequen- terweise abgesichert worden sei. Die Verzichtserklärung umfasse sämtl i- che Umstände, die damals schon bekannt und absehbar gewesen seien, also auch die anstehende Amortisation der Sanierungsdarlehen. Da der Bund und sie als Bestellerkantone verpflichtet seien, die abgeltungsb e- rechtigten Kosten je hälftig zu tragen, wirke die Verzichtserklärung der Beschwerdeführerin im Ergebnis auch ihnen gegenüber. Gemäss den gesetzlichen Vorgaben dürften nur Kosten in die Offerten aufgenomm en werden, die in der Offertperiode, also in der Zukunft, erwartungsgemäss nicht gedeckt werden könn ten. Rückstellungen, die dem Prinzip der Vo r- sicht entsprechend sofort gebildet werden müssten, sobald eine Unterde- ckung der PK erkennbar sei, oder die Rückzahlung von Darlehen, welche zwecks Auflösung der Rückstellungen aufgenommen worden seien , könnten daher nicht in irgendwelchen späteren Offerten als Kosten aufge- führt werden. Vorliegend seien die Kosten für die Sanierung bereits mit Bildung der Rückstellun gen angefallen, also schon vor dem Jahr 2010. Aufgrund einer geänderten Bezeichnung bzw. interner Buchungsvorgä n- ge könne keine Kostenpflicht nach aussen begründet werden. Wenn die Beschwerdeführerin die Sanierungskosten hätte weiterbelasten wollen, hätte s ie dies buchhalterisch korrekt im selben Jahr tun müssen. Dies hätte zur Folge gehabt, dass die Sparte RPV im Jahr 2010 ein negatives Resultat erzielt hätte, das über die Spezialreserven aufzufangen gewesen wäre, di e der Deckung beliebiger Fehlbeträge dien ten. Wenn die B e- schwerdeführerin freiwillig darauf verzichte, die Spezialreserven zu bean- spruchen, um sie für einen anderen Zweck aufzusparen, dürfe sich dies nicht zu L asten der Besteller auswirken. Ohnehin würden die Besteller durch die Anrechenbarkeit der ordentlichen Arbeitgeberbeiträge und d em grosszügig angesetzten Zinsaufwand von 4 % in den Offerten schon ei- nen substanziellen Beitrag an die Sanierung der PK SBB leisten. Eine weitergehende finanzielle Unterstützung der Beschwerdeführerin wäre eine gegenüber anderen Transportunternehmen nicht zu rechtfertigende zusätzliche Vorzugsbehandlung. J. In der Stellungnahme vom 26. April 2013 bestreitet die Beschwerdeführe- rin die Ausführungen der Vo rinstanz sowie der Beigeladenen. Sie präz i- siert, für die Qual ifizierung der Sanierungskosten als Arbeitgeberbeiträge A-3505/2012 Seite 8 sei es irrelevant, in welcher Form diese finanziert worden seien – mittels Eigen- oder Fremdkapital. Die Art der Mittelbeschaffung sei gemäss aner- kannten Regeln der Buchhaltung nicht massgebend. Auch handle es sich bei den Arbeitgeberbeiträgen weder um periodenfremde Kosten noch be- anspruche sie eine Sonderbehandlung gegenüber anderen Transportun- ternehmen. Die Abgeltung der Arbeitgeberbeiträge stünde ihr – ungeach- tet der politischen Überlegungen der Vorinstanz – von Gesetzes wegen zu. K. Die Vorinstanz bleibt in der am 1. Mai 2013 eingereichten Vernehmlas- sung bei ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde. Sie weist noch- mals auf den Fussnotentext der Botschaft PK SBB hin, welche die Anre- chenbarkeit der Amortisationszahlungen im RPV explizit ausschliesse. Falls denn eine Kostenb elastung des RPV in Frage gekommen wäre, so die Vorinstanz in ihrer weiteren Begründung, hätte dies periodengerecht erfolgen und das negative Resultat durch die Spezialreserven aufgefan- gen werden müssen. In einem solchen Fall ziehe sie die entsprechende Verfügung insoweit in Wiederer wägung (hier konkret: Ziff. 4 der Verf ü- gung vom 30. Mai 2012). L. In der am 21. Mai 2013 ein gereichten Stellungnahme unterstreichen die Beigeladenen, aufgrund des klaren gesetzgeberischen Willens sowie der abgegebenen Verzichtserklärung sei die Darlehensamortisation von der Abgeltung des RPV ausgeschlossen. Eine sofortige Belastung der Sparte RPV im vollem Umfang hätte zwar das Ergebn is für das Jahr 2010 stark negativ beeinflusst, hätte aber ohne Weiteres durch die vorhandenen Spezialreserven aufgefangen werden können. Es treffe zwar zu, dass die Offerten der Transportunternehmen eine schwarze Null aufweisen müs s- ten, d enn würden die Un ternehmen von v ornherein mit einem Gewinn rechnen, hätte dies zwingend eine Kürzung der Abgeltung zur Folge. Dennoch bleibe der Beschwerdeführerin auch in Zukunft genügend Raum, neue Spezialreserven – namentlich durch Effizienzgewinne oder Risikozuschläge – zu bilden. M. Auf entsprechende Aufforderung des Instruktionsrichters bringt die Vori n- stanz mit Eingabe vom 9 . Oktober 2013 weitere Vorakten bei. Sie nimmt sodann dahingehend Stellung, sie halte an Ziff. 4 der Verfügung vom 30. Mai 2012 nicht mehr fest. Sie sei in der Zwischenzeit zum Schluss A-3505/2012 Seite 9 gekommen, d ie Amortisationsanteile dürften der Ist -Rechnung belastet werden. Aus verfahrensökonomischen Gründen habe sie auf den Erlass einer Wiedererwägungsverfügung verzichtet. Des Weiteren erläute rt die Vorinstanz ihre Praxis zur Anrechenbarkeit von Kosten im RPV und äu s- sert sich nochmals zu einzelnen Streitpunkten im vorliegenden B e- schwerdeverfahren. Schliesslich bestätigt sie, die Beschwerdeführerin habe die gebildeten Rückstellungen für Vorsorgeverpflichtungen in den RPV Offerten seinerzeit nicht aufgenommen. N. Am 12. November 2013 wird der Beschwerdeführerin Einsicht in die neu eingereichten Vorakten gewährt. Dem Akteneinsichtsgesuch der Beigela- denen wird am 3. Dezember 2013 in dem Umfange entsprochen, als sich die Vorakten auf die vorliegende Streitsache beziehen. O. Mit Eingabe vom 9. Januar 2014 haben die Beigeladenen von der Gel e- genheit Gebrauch gemacht, Schlussbemerkungen einzureichen. Sie wei- sen darauf hin, die Vorinstanz habe überzeugende Gründe aufgezeigt, weshalb die Rückzahlung des Darlehens keine abgeltungsbe rechtigen Kosten darstelle. Würde hingegen der Argumentation der Beschwerd e- führerin gefolgt, käme dies einer Rückkehr zum vormals geltenden Sys- tem der Defizitdeckung gleich mit den bekannten negativen Folgen für die Effizienz. Eine solche Vorzugsbehandlung der Beschwerdeführerin wider- spräche der gesetzlich vorgesehenen Risikoverteilung im Bestellverfa h- ren. Mit einer Aufhebung von Ziff. 4 der Verfügung vom 30. Mai 2012 er- klären sich die Beigeladenen einverstanden. P. Die Beschwerdeführerin merkt in den Schlussbemerkungen vom 1 3. Ja- nuar 2014 an, die Vorinstanz habe nun anerkannt, dass die Ar beitgeber- beiträge in die Ist-Rechnung aufzunehmen seien. Folgerichtig müsse das Gleiche auch für die Planrechnung gelten. Die Aufnahme der Arbeitg e- berbeiträge in den Offerten sei der periodengerechte Weg, der das Pri n- zip der Vollkostenrechnung respektiere und die tatsächlichen wirtschaftli- chen Verhältnisse abbilde. Auf die B elastung der Divisionen bereits im Zeitpunkt der Bildung der Rückstellungen habe sie aus zwei Gründen verzichtet: Erstens wäre die Tochtergesellschaft SBB Cargo AG zum S a- nierungsfall geworden und zweitens sei im Zeitpunkt der Bildung der Rückstellungen noch nicht bekannt gewesen, was dereinst für Sani e- rungskosten anfallen werden. Ebenso wenig sei klar gewesen, ob und in A-3505/2012 Seite 10 welcher Höhe sich der Bund beteilige und es sei nicht abzuschätzen g e- wesen, welche Resultate die Verhandlungen mit den Gewerkschaften bringen würden. Erst nach Ablauf der Referendumsfrist sei sicher gew e- sen, dass die Sanierung auf diese Weise durchgeführt werde . Ihr Vorge- hen sei daher periodengerecht und trage dem Anliegen der genauen O f- fertstellung Rechnung. Aus den eingereichten Vora kten ergebe sich schliesslich, dass die Praxis der Vorinstanz nicht derart einheitlich sei, wie von ihr behauptet. Gemäss der neueren Praxis sei die Aufnahme von Sa- nierungsbeiträgen in den Offerten sehr wohl gestattet. Es sei nicht e r- sichtlich, wieso diese neue Praxis bei ihr keine Anwendung gefunden ha- be. Möglicherweise sollte damit politischer Druck aufgebaut werden , da- mit eine separate Finanzierungsregelung für die zahlreichen Transportun- ternehmen gefunden werde, die für die Sanierung ihrer PK leistung s- pflichtig seien. Q. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten b e- findlichen Schriftstücke wird, soweit entscheiderheblich, in den nachfo l- genden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 des Verwa l- tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwer- den gegen Verfügungen im Sinn von Art. 5 des Verwaltungsverfahren s- gesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), soweit diese von einer Behörde nach Art. 33 VGG erlassen wurden und keine Au s- nahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Der angefochtene Entscheid stellt eine Verfügung im Sinn von Art. 5 VwVG dar, die von einer Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG gefällt wurde. Eine Ausnahme, w as das Sachgebiet angeht, liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Das Verfahren rich- tet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 1.2 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer durch die angefochtene Verfügung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Die Beschwerdeführerin ist als A-3505/2012 Seite 11 Adressatin der angefochtenen Verfügung durch diese beschwert und s o- mit zur Beschwerde legitimiert. 1.3 Für Feststellungsbegehren gilt auch im Beschwerdeverfahren vor Bundesverwaltungsgericht grundsätzlich Art. 25 Abs. 2 VwVG. Danach ist solchen Begehren nur zu entsprechen, wenn der Gesuchsteller ein schutzwürdiges Interesse nachweist. Als solches gilt ein rechtliches oder tatsächliches und aktuelles Interesse an der sofortigen Feststellung des Bestehens oder Nichtbestehens eines Rechtsverhältnisses. Ein Festste l- lungsbegehren ist weiter nur zulässig, wenn das schutzwürdige Inter esse nicht ebenso gut mit einer Leistungs- oder Gestaltungsverfügung gewahrt werden kann (Subsidiarität der Feststellungsverfügung). Dieses Erforde r- nis gilt allerdings nicht absolut. Kann das schutzwürdige Interesse mit e i- ner Feststellungsverfügung besser gewahrt werden als mit einer Leistungs- oder Gestaltungsverfügung, reich t dies aus (vgl. BGE 137 II 199 E. 6.5, BGE 135 III 378 E. 2.2; Urteile des Bundesverwaltungsg e- richts A-3343/2013 vom 10. Dezember 2013 E. 1.3.1 und A-1067/2011 vom 30. Mai 2012 E. 3.1; ISABELLE HÄNER, in: VwVG, Praxiskommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [nachfolgend: Praxi s- kommentar], Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 25 N. 16 ff.). Die Beschwerdeführerin stellt mit dem Antrag, die Verfü- gung vom 30. Mai 2012 sei aufzuheben (Rechtsbegehren Ziff. 1), bereits ein umfassendes Leistungsbegehren. Den formellen Anträgen um ve r- schiedene gerichtliche Feststellungen (Rechtsbegehren Ziff. 2 -5 sowie Eventualbegehren Bst. a und b ) kommen neben dem Leistungsbegehren keine eigenständige Bedeutung zu, weshalb auf diese Anträge nicht ei n- zutreten ist. 1.4 Abgesehen von den Feststellungsbegehren ist a uf die frist- und form- gerecht erhobene Beschwerde einzutreten (Art. 50 Abs. 1 und 52 VwVG). 2. Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit uneing e- schränkter Kognition. Es überprüft die angefochtene Verfügung auf Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Ausübung des Ermessens – sowie auf Angemessenheit (Art. 49 VwVG). 3. Am 1. Juli 2013 ist das Bundesgesetz vom 16. März 2012 über den zwei- ten Schritt der Bahnreform 2 (AS 2012 5619, AS 2013 1603) in Kraft g e-A-3505/2012 Seite 12 treten. Das Bundesgesetz bewirkte Än derungen an einigen hier anwen d- baren Artikeln des Personenbeförderungsgesetzes vom 20. März 2009 (PBG, SR 745.1). Fehlt es wie hier an einer Übergangsbestimmung im Gesetz, ist aufgrund allgemeiner übergangsrechtlicher Grundsätzen zu entscheiden, welches Recht anwendbar ist. Danach ist bei einer materiel- len Rechtsänderung grundsätzlich das Recht anwendbar, das im Zei t- punkt der Fällung des erstinstanzlichen Entscheids in Kraft steht ( ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, Rz. 325 ff.). Demnach beurteilt sich die vorliegende Beschwerde noch nach der alten Fassung des PBG (AS 2009 5631). 4. Das Verkehrsangebot und die Abgeltung für die einzelnen Sparten wer- den aufgrund von Planrechnungen der Unte rnehmen im Voraus vom Bund sowie von den beteiligten Kantonen und Unternehmen in einer schriftlichen Vereinbarung verbindlich festgelegt ( aArt. 30 Abs. 1 PBG). Können sich Bundesbehörden, Kantone und Unternehmen bei der Au s- handlung oder Anwendung einer Vereinbarung nach Abs. 1 nicht einigen, legt das BAV das Verkehrsangebot und die Abgeltung unter Berücksicht i- gung der Grundsätze von aArt. 30 Abs. 2 PBG fest (vgl. aArt. 30 Abs. 5 PBG). Vorliegend konnte zwischen der Beschwerdeführerin und den Bestellern keine Einigung erzielt werden über die Aufnahme der Kosten für die Ein- malsanierung der PK SBB von 4,5 Mio. Franken in den RPV Offerten für die Fahrplanjahre 2012 und 2013. In Anwendung vo n aArt. 30 Abs. 5 PBG war die Vorinstanz befugt, über diese Streitfrage mittels Verfügung zu entscheiden. Anders präsentiert sich die Sachlage hingegen, soweit die Verfügung vom 30. Mai 2012 verbindliche Vorgaben für die Offerten der Folgejahre enthält. Zu m Zeitpunkt des Verfügungserlasses hat die Beschwerdeführerin für die Folgejahre noch keine Offerten den Bestellern unterbreitet. Demgemäss war zu jenem Zeitpunkt noch offen, ob eine Vereinbarung zustande kommen wird oder nicht. Da aArt. 30 Abs. 5 PBG gemäss klarem Wortlaut nur subsidiär Anwendung findet, wenn eine ei n- vernehmliche Lösung nicht gefunden werden konnte, ist es der Vori n- stanz verwehrt, der Beschwerdeführerin mittels Verfügung verbindliche Vorgaben für zukünftige noch nicht eingereichte Offerten zu machen. Die Vorinstanz überschritt damit ihre Kompetenzen. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt vorab als begründet und Ziff. 2 letzter Satz der Ver- fügung vom 30. Mai 2012 ist aufzuheben. A-3505/2012 Seite 13 5. In verfahrensrechtlicher Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin eine unrich- tige Feststellung des Sachverhalts. Die für die Entscheidfindung (Rechtsanwendung) vorzunehmende Tats a- chenfeststellung setzt voraus, dass die Sachlage korrekt und vollständig ermittelt wurde. Das Verwaltungsverfahren und die Ver waltungsrechts- pflege werden deshalb grundsätzlich von der Unter suchungsmaxime be- herrscht (Art. 12 VwVG). Demnach muss die entscheidende Behörde den Sachverhalt von sich aus abklären. Sie muss die für das Verfahren no t- wendigen Sachverhaltsunterlagen beschaffen und die rechtlich relevanten Umstände abklären sowie darüber ordnungsgemäss Beweis führen (BVGE 2009/60 E. 2.1.1; vgl. auch PATRICK L. KRAUSKOPF/KATRIN EMMEN- EGGER, Praxiskommentar, Art. 12 N. 16). Vorliegend erblickt die B e- schwerdeführerin die fehlerhafte Sachverhaltsfeststellung durch die Vo r- instanz darin, dass diese in ihrem Entscheid zu Unrecht von Darlehen s- amortisationen statt von Arbeitgeberbeiträgen ausgegangen sei. Wie die Beschwerdeführerin jedoch selbst darlegt, kann die Bezeichnung der hier strittigen Kosten nicht massgebend sein, sondern allein d ie Rechtsnatur bzw. die rechtliche Qualifikation derselben. Aus einer allfällig unrichtigen Bezeichnung durch die Vorinstanz kann daher noch nicht auf eine fehle r- hafte oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung geschlossen werden. 6. Zur Feststellung u nd Klärung des Streitgegenstand s in materieller Hi n- sicht sind nachfolgend in einem ersten Schritt die einzelnen Massna h- men, die zur Sanierung der PK SBB ergriffen wurden, zu beleuchten. 6.1 Per 1. Januar 1999 wurden im Rahmen der ersten Bahnreform die SBB neu organisiert und von einem bundeseigenen Betrieb in eine öffent- lich-rechtliche A ktiengesellschaft umgewandelt (vgl. Art. 2 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Schweizerischen Bundesbahnen vom 20. März 1998 [SBBG, SR 742.31]; Botschaft PK SBB, S. 2527; UELI STÜCKELBER- GER/CHRISTOPH HALDIMANN, Schienenverkehrsrecht, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Verkehrsrecht [nachfolgend: Verkehrsrecht], Band IV, Müller [Hrsg.], Basel 2008, S. 306, Rz. 123). Intern teilt sich der SBB Konzern in vier Division en auf: Personenverkehr, SBB Ca r- go/Güterverkehr, Infrastruktur und Immobilien. Hinzu kommen die Steu e- rungs- und Dienstleistungsfunktionen (sog. Konzernbereiche); dazu gehö- ren u.a. das Personal - und Finanzwesen. Die Tochtergesellschaft SBB Cargo AG wird wie eine Division geführt. Alle vier Divisionen und die Kon-A-3505/2012 Seite 14 zernbereiche führen eigene Rechnungen. Die Rechnungslegung erfolgt nach der Fachempfehlung Swiss GAAP FER. 6.2 Per 1. Januar 1999 nahm auch die privatrechtlic he Stiftung PK SBB ihre Tätigkeit auf; die Rechtsgrundlage bildete Art . 16 SBBG. Deren Vor- gängerin, die ehemalige Pensions- und Hilfskasse der SBB, war eine ö f- fentlich-rechtliche, unselbstständige P K mit Fehlbetrag und Leistungsg a- rantie des Bundes , die nicht als geschlossene Kasse geführt wurde. Als die PK SBB verselbstständigt bzw. neu gegründet wurde, musste sie da- her durch den Bund ausfinanziert werden. Der Deckungsgrad der neu gegründeten Kasse betrug im Gründungszeitpunkt 100 %. Der ursprüng- liche Deckungsgrad konnte jedoch nicht gehalten werden . Seit 2001 b e- fand sich die PK SBB in Unterdeckung. Die per Anfang 2007 umgeset z- ten Sanierungsmassnahmen der Beschwerdeführerin führten zwar zu e i- ner Verbesserung der Situation , die Unterdeckung blieb jedoch namhaft (vgl. Botschaft PK SBB, S. 2524 ff., 2542). 6.3 Im Rahmen eines weiteren Sanierungspakets beschlossen die PK SBB und die Beschwerdeführerin im Sommer 2009 folgende Massnah- men: - Nullverzinsung der Altersguthaben für das Jahr 2009. - Verzinsung der Alt ersguthaben mit dem BVG -Mindestzins bis zum D e- ckungsgrad von 107,5 Prozent ab dem Jahr 2010. - Erhöhung des planmässigen Rücktrittsalters von 63,5 auf 65 Jahre bei gleichen Altersleistungen ab 1. Juli 2010. - Sanierungsbeiträge des Arbeitgebers und der Arbeitnehmer von je 2,0 Prozent vom 1. Januar 2010 bis zum 30. Juni 2010 und je 2,5 Prozent (total 5 %) ab dem 1. Juli 2010 bis z u einem Deckungsgrad von 100 % (nachfolgend: ordentliche Sanierungsbeiträge). - Kein Teuerungsausgleich auf Renten bis voraussichtlich Ende 2019. - Weiterer Beitrag der Arbeitgeberin SBB in Höhe von 938 Millionen per 1. Januar 2010 (nachfolgend: Einmalsanierungsbeitrag). Die Beschwerdeführerin finanzierte den von ihr zu leistenden Einmalsa- nierungsbeitrag durch die Aufnahme von zwei Darlehen. So wurden 138 Mio. Franken aus bestehender am Bankenmarkt refinanzierter Liquidität in die PK SBB eingeschossen und 800 Mio. Franken mittels eines Kredits der PK SBB an die Beschwerdeführerin über 25 Jahre bei einem Zinssatz von 4 % finanziert. Im Unterschied zum ersten Sanierungseinschuss der A-3505/2012 Seite 15 Beschwerdeführerin sollte die Verzinsung und Amortisation der Darlehen nicht zentral vom Immobilienbereich getragen, sondern den verschiede- nen Geschäftsfeldern belastet werden (vgl. Botschaft PK SBB, S. 2555 f.). 6.4 Zusätzlich zum vorerwähnten zweiten Sanierungspaket gewährte der Bund der Beschwerdeführerin eine Bundeshilfe von 1148 Mi o. Franken. Hierfür wurde das SBBG mit folgender Übergangsbestimmung (AS 2011 5031; nachfolgend: Übergangsbestimmung SBBG) ergänzt: "Übergangsbestimmung zur Änderung vom 18. März 2011 Refinanzierung eines Sanierungsbeitrags der SBB 1 Der Bund refinanziert die SBB einmalig mit einem Betrag von 1148 Milli o- nen Franken als Beitrag zur Sanierung ihrer Pensionskasse. 2 Die SBB lei sten als Arbeitgeber im Rahmen eines Sanierungskonzepts an ihre Pensionskasse eine Sanierungseinlage in der Höhe von 1148 Millionen Franken und zusätzlich namhafte Sanierungsbeiträge im Sinne von Artikel 65d Absatz 3 Buchstabe a des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge. 3 Die SBB und die Pensionskasse der SBB verzichten auf allfällige Nachfo r- derungen gegenüber dem Bund als Träger und Leistungsgarant der ehem a- ligen Pensions - und Hilfskasse der SB B. Die Pensionskasse der SBB ve r- zichtet auf solche Forderungen auch gegenüber den SBB. 4 Der Refinanzierungsbetrag des Bundes wird an die SBB überwiesen, wenn dem Eidgenössischen Finanzdepartement folgende Dokumente vorliegen: a. eine Bestätigung der Kontr ollstelle der Pensionskasse der SBB, dass sich die SBB gestützt auf ein Sanierungskonzept gegenüber ihrer Pensionskasse zu einer Sanierungseinlage von 1148 Millionen Fra n- ken verpflichtet haben; b. eine Bestätigung der Expertin oder des Experten für berufl iche Vor- sorge der Pensionskasse der SBB, dass gestützt auf das Sani e- rungskonzept die weiteren erforderlichen Sanierungsmassnahmen, einschliesslich namhafter Sanierungsbeiträge der Arbeitgeber sowie der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, ergriffen sind; und c. die Verzichtserklärungen der SBB und der Pensionskasse der SBB nach Absatz 3." A-3505/2012 Seite 16 Aufgrund der gewährten Bundeshilfe zogen die Beschwerdeführerin und die PK SBB ihr Gesuch um vollständige Ausfinanzierung der PK vom 16. Mai 2008 zurück und verzichteten damit auf die gestellte Forderung von 3276,8 Mio. Franken (Beschwerdeführerin) bzw. 2715,5 Mio. Franken (PK SBB) gegenüber dem Bund als Träger und Leistungsgarant der ehemaligen Pensions- und Hilfskasse der SBB. 6.5 In den hier relevanten RPV Offerten für die Fahrplanjahre 2012 und 2013 macht die Beschwerdeführe rin schliesslich folgende Kosten für die PK Sanierung gegenüber dem Bund und den Bestellerkantonen geltend: - Ordentliche Arbeitgeber-Sanierungsbeiträge von 5,1 Mio. Franken. - Zinskosten resultierend aus der Einmalsanierung von 3,4 Mio. Franken. - Wirtschaftliche Sanierungsbeiträge resultierend aus der Einmalsanierung von 4,5 Mio. Franken (nachfolgend: Spartenbeitrag PK). Es ist unbestritten, dass die ersten beiden Kostenpunkte in den RPV Of- ferten abgeltungsberechtigt sind . Hauptstreitpunkt im vorliegend en Be- schwerdeverfahren ist somit allein die Anrechenbarkeit des letztgenann- ten Spartenbeitrags PK von 4,5 Mio. Franken in den vorgelegten Offerten der Beschwerdeführerin . Es handelt sich hierbei um jenen Anteil des Einmalsanierungsbeitrags von 938 Mio. Franken, den die Beschwerd e- führerin der Sparte RPV gemäss der versicherten Lohnsumme – und analog zur Amortisation des Darlehens von 800 Mio. Franken zeitlich ge- staffelt über 25 Jahre – überbinden möchte (vgl. vorstehend E. 6.3). Laut der Beschwerdeführerin ist der Spartenbeitrag PK von 4,5 Mio. Franken das Resultat einer bestmöglichen arithmetischen Annäherung. 7. Die Vorinstanz und die Beigeladenen stellen sich im Wesentl ichen auf den Standpunkt , im Rahmen des Erlasses der Übergangsbestimmung SBBG habe die öffentliche Hand neben der gewährten Bundeshilfe von 1148 Mio. Franken jede weitere Sanierungshilfe für die PK SBB ausge- schlossen und die Beschwerdeführerin habe ihrerseits eine Verzichtser- klärung abgegeben. Eine Abgeltung des Spartenbeitrags PK in den RPV Offerten sei daher ausgeschlossen, wie in den Fussnoten 15 und 17 der Botschaft PK SBB auch ausdrücklich festgehalten werde. Die Beschwer- deführerin bestreit et hingegen, dass die Übergangsbestimmung SBBG auf die vorliegende Streitsache überhaupt Anwendung findet. Nachfol-A-3505/2012 Seite 17 gend ist daher als erstes durch Auslegung zu ermitteln, ob für die vorlie- gende Streitsache die Übergangsbestimmung SBBG einschlägig ist. 7.1 Ausgangspunkt jeder Gesetzesauslegung ist der Wortlaut einer B e- stimmung (vgl. zu diesem auch im Verwaltungsrecht geltenden Grundsatz Art. 1 Abs. 1 des Schweizeri schen Zivilgesetzbuches vom 10. Dezember 1907 [ZGB, SR 210]; HEINZ HAUSHEER/MANUEL JAUN, Die Einleitungstitel des ZGB, Bern 2003, Art. 1 N. 6). Ist der Text nicht ohne Weiteres klar und sind verschiedene Interpretationen möglich, so muss unter Berüc k- sichtigung aller Auslegungsmethoden (grammatikalische, systematische, historische und teleologische) nach seiner wahren Tragweite gesucht werden; dabei kommt es namentlich auf den Zweck der Regelung, die dem Text zu Grunde liegenden Wertungen sowie auf den Sinnzusa m- menhang an, in dem die Norm steht. Im Sinn eines pragmatischen M e- thodenpluralismus ist es abzul ehnen, einzelne Auslegungsmethoden e i- ner hierarchischen Prioritätenordnung zu unterstellen (vgl. BGE 131 III 33 E. 2, BGE 130 II 202 E. 5.1; statt vieler Urteil des Bundesverwaltungsge- richts A-6689/2012 vom 18. Februar 2014 E. 7.1). 7.2 7.2.1 Massgebliches Element der gramm atikalischen Auslegung ist der Gesetzestext, wobei die Form ulierungen einer Gesetzesn orm in den Amtssprachen Deutsch, Französisch und Italienisch gleichwertig sind (BGE 131 II 697 E. 4.1, BGE 120 II 112 E. 3a; ULRICH HÄFELIN/WALTER HALLER/HELEN KELLER, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 8. Aufl., Zü- rich/Basel/Genf 2012, Rz. 90 ff.). Für die hier zu beurteilende Frage sind die ersten drei Absätze der Übergangsbestimmung SBBG von Bedeu- tung. 7.2.2 Abs. 1 Übergangsbestimmung SBBG legt fest , dass der Bund die SBB einmalig mit einem Betrag von 1148 M io. Franken als Beitrag zur Sanierung ihrer PK refinanziert. Der französische bzw. italienische Geset- zestext verwendet mit dem Begriff unique bzw. unico eine ähnliche Wort- wahl. Dem allgemeinen Sprach gebrauch nach besagt der Begriff einma- lig, dass das Geschehen e kaum nochmals in dieser Form vorkommen wird (vgl. Duden, Das Bedeutungswörterbuch, 4. Aufl., Mannheim 2010, S. 308 f.). Dass einmalig im Sinn von letztmalig zu verstehen ist, wie dies von der Vorinstanz vertreten wird, ist somit zumindest dem Wortlaut nach nicht zwingend. A-3505/2012 Seite 18 7.2.3 In Abs. 2 Übergangsbestimmung SBBG ist sodann der Sanierung s- beitrag der SBB geregelt. Demgemäss leisten die SBB als Arbeitgeber im Rahmen eines Sanierungskonzepts an ihre PK eine Sanierungseinlage in der Höhe von 1148 Mio. Franken und zusätzlich namhafte Sanierungsbei- träge im Sinn von Art. 65 d Abs. 3 B st. a des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters -, Hinterlassenen- und Invaliden- vorsorge (BVG, SR 831.40). Der in dem Absatz enthaltene Begriff leisten kann zwar dem allgemeinen Sprachgebrauch nach implizieren, dass die Beschwerdeführerin aus eigener Kraft für die Sanierungsbeiträge auf- kommen muss (vgl. Duden, a.a.O., S. 606). Doch gerade im Kontext ei- ner gesetzlichen Kostenregelung ist es naheliegender, dass der Begriff leisten mit "tilgen einer Geldschuld" gleichzusetzen ist. Diese letzte Aus- legungsart lässt eine Anrechenbarkeit des Spartenbeitrags PK in den Of- ferten zu, da es bei der Erfüllung von Ge ldschulden grundsätzlich keine Rolle spielt, ob der Schuldner die Forderung aus Fremd - oder Eigenkapi- tal erfüllt oder diese Kosten anschliessend einem Dritten – hier den B e- stellern des RPV – in Rechnung stellt. Für diese Auslegungsart spricht zudem auch de r Umstand, dass bereits der Betrag von 1148 Mi o. Fran- ken, der im gleichen Satz des Gesetzestextes genannt wird, nicht aus selbst erwirtschafteten Mitteln der SBB stammt. Der Begriff leisten kann folglich auch so ausgelegt werden , dass der Gesetzgeber der SBB eine reine Zahlungspflicht für Sanierungsbeiträge gegenüber der PK SBB auf- erlegt hat, ohne ihr weitergehende Vorgaben zu den Finanzierungsmoda- litäten zu machen. Ferner fällt in Bezug auf Abs. 2 Übergangsbestimmung SBBG auf, dass der Gesetzestext von namhaften Sanierungsbeiträgen der SBB spricht. Der Verzicht auf die Festlegung der Beitragshöhe ist ein klarer Hinweis darauf, dass der Gesetzgeber nicht bestrebt war, d ie Ein- zelheiten des von der SBB zu übernehmenden Teils der PK-Sanierung in der Gesetzes bestimmung zu regeln . Dieses Auslegungsergebnis deckt sich sowohl mit der französischen Fassung, in welcher von verser bzw. von important die Rede ist, als auch mit dem italienischen Text, das von erogare bzw. von rilevante spricht. 7.2.4 Im Gegensatz zu den er sten beiden Absätzen weist Abs. 3 Über- gangsbestimmung SBBG einen klaren Wortlaut auf. Nach dem im Deu t- schen, Französischen und Italienischen übereinstimmenden Wortlaut ver- zichten die SBB und die PK SBB auf allfällige Nachforderungen gege n- über dem Bund als Träger und Leistungsgarant der ehemaligen Pens i- ons- und Hilflosenkasse der SBB. Der Geltungsbereich der Verzichtse r- klärung wird somit im Gesetzestext ausdrücklich begrenzt, nämlich auf Forderungen, die sich aus der Trägerschaft des Bundes und der Lei s-A-3505/2012 Seite 19 tungsgarantie für die ehemalige Pensions- und Hilfskasse der SBB erge- ben. Andere Forderungen, so auch die Abgeltungsforderungen im Bereich des RPV, werden vom klaren Wortlaut der Norm nicht erfasst. Daraus er- gibt sich, dass d ie Verzichtserklärung gemäss Abs. 3 Übergangsbestim- mung SBBG im vorliegenden Verfahren nicht von Bedeutung ist, da sie ausschliesslich die hier nicht interessierende Ausfinanzierungsforderun g der Beschwerdeführerin und der PK SBB gegenüber dem Bund betrifft. 7.2.5 Als erstes Zwischenfazit ist somit festzuhalten, dass die grammati- kalische Auslegung nur für Abs. 3 Über gangsbestimmung SBBG zu e i- nem klaren Ergebnis führt. Wie es sich mit der Anrechenbarkeit der S a- nierungskosten in den Offerten des RPV gemäss Abs. 1 und 2 Übe r- gangsbestimmung SBBG verhält, lässt sich hingegen keiner der drei sprachlichen Fassungen mit der nötigen Deutlichkeit entnehmen. Dazu sind die weiteren Auslegungskriterien heranzuziehen. 7.3 7.3.1 Die historische Auslegung stellt auf den Sinn und Zweck ab, den man einer Norm zur Zeit i hrer Entstehung gab. Insbesondere bei jungen Erlassen – wie den vorliegenden – ist dem Willen des Gesetzgebers ein grosses Gewicht bei zumessen. Dabei ist eine Abgrenzung zur teleolog i- schen Auslegung, die auf den Re gelungszweck abstellt, wegen der erst vor kurzer Zeit in Kraft getretenen Übergangsbestimmung kaum möglich. Es gilt somit insgesamt, die mit de r Norm verbundenen Zweckvorstellun- gen (ratio legis) zu ermitteln (vgl. BVGE 2010/49 E. 9.3.1, BVGE 2009/63 E. 3.3). Die Gesetzesmaterialien sind zwar nicht unmittelbar entsche i- dend, dienen aber als Hilfsmittel, um den Sinn der Norm zu erkennen (vgl. BGE 136 V 216 E. 5.1, BGE 135 II 78 E. 2.2; HÄFE- LIN/HALLER/KELLER, a.a.O., Rz. 101 und 121 mit Hinweisen). 7.3.2 Zur ratio legis heisst es in der Botschaft PK SBB, der Bund habe aus verkehrspolitischer und volkswirtschaftlicher Sicht ein grosses Int e- resse an einem funktionierenden – hauptsächlich durch die SBB erbrach- ten – öffentlichen Verkehr. Zudem trage er als alleiniger Eigentümer der SBB eine spezielle Verantwortun g für das Gedeihen des Unternehmens. Würde der Bund keinen Beitrag für die PK SBB sprechen, müssten die SBB und die aktiven Versicherten untragbare zusätzliche Leistungen für die Sanierung aufbringen. Nur als gefestigtes Unternehmen mit stabilen sozialpartnerschaftlichen Beziehungen könn ten die SBB die von ihr e r- warteten, für Wirtschaft und Bevölkerung bedeutsamen Leistungen A-3505/2012 Seite 20 erbringen. Das setze voraus, dass sie für ihre P K einen Weg aus der Un- terdeckung finden und dass sich die dazu von den Versicherten ve rlang- ten Opfer in einem vertretbaren Rahmen bewegen würden. Beides sei gleichermassen wichtig, um die Wettbewerbsfähigkeit am Arbeitsmarkt erhalten zu können. Aber auch dem Unternehmen selbst könnten weite r- gehende Sanierungsbeiträge nicht zugemutet werden, soll es die hohen anstehenden Investitionen in genügendem Mass aus eigener Kraft und ohne übermässige Tariferhöhung en finanzieren können (Botschaft PK SBB, S. 2555 ff.). Mit direkten Auswirkungen auf andere Vorsorgeeinrich- tungen der Schweiz sei deswegen nicht zu rechnen, da das SBBG ein Spezialgesetz sei, welches ausschliesslich die Belange der PK SBB regle (Botschaft PK SBB, S. 2566). Die Bundeshilfe werde überdies erst dann geleistet, wenn eine Verzichtserklärung der SBB und der PK SBB vorliege und damit das am 16. Mai 2008 eingereichte Ausfinanzierungsbegehren gegenstandslos werde (Botschaft PK SBB, S. 2553). Aus der Botschaft PK SBB lassen sich somit im Wesentlichen drei Geset- zesziele entnehmen: Mit de r Bundeshilfe sichert der Bund – in seiner Verantwortung als Eigner der SBB – die zukünftige Wettbewerbs - sowie Investitionsfähigkeit der SBB. Die Schaffung eines Präjudizes für zukün f- tige Fälle von Unterdeckungen der PK SBB oder anderer Vorsorgeein- richtungen sollte dabei vermieden werde n. Schliesslich kann mit der G e- setzesänderung eine einvernehmliche Lösung im Rechtsstreit über das von der SBB und der PK SBB eingereichte Ausfinanzierungsbegehren er- zielt werden. 7.3.3 Die hier interessierende Frage der Abgeltungsberechtigung des Spartenbeitrages PK in den RPV Offer ten wird sodann in den Fussnoten 15 und 17 der Botschaft PK SBB behandelt: "15 Sanierungsbeiträge des Arbeitgebers werden in den abgeltungsberechti g- ten Bereichen des öffentlichen Verkehrs (Infrastruktur und regional er Perso- nenverkehr) als abgeltungsberechtigte Kosten anerkannt. Sofern der Zin s- aufwand den einzelnen Geschäftsfeldern weiterbelastet und demzufolge nicht von einer nicht abgeltungsberechtigten Geschäftseinheit zentral getr a- gen wird, gilt dies ebenfalls für den Zinsaufwand des für die Personalvorso r- ge aufgenommenen Fremdkapitals. Hingegen gehört die Rückzahlung der zugunsten der Personalvorsorge aufgen ommenen Darlehen gemäss Art. 49 ff. des Eisenbahngesetzes (EBG; SR 742.101) respektive Art. 28 ff. des Personenbeförderungsgesetzes (PBG; SR 745.1) nicht zu den abge l- tungsberechtigten Kosten. Denn bei der Rückführung von Darlehen handelt es sich um keinen über die Erfolgsrechnung zu verbuchenden Aufwand, sondern um eine Bilanztransaktion. Diese Regelung gil t nicht nur für die SBB, sondern für alle abgeltungsberechtigten Unternehmen des öffentlichen A-3505/2012 Seite 21 Verkehrs. Die Anerkennung der Sanierungsbeiträge des Arbeitgebers sowie eines allfälligen Zinsaufwands als abgeltungsberechtigte Kosten bedeutet j e- doch nicht, dass die Abgeltungen der öffentlichen Hand automatisch um di e- sen Betrag erhöht werden. Die von der öffentlichen Hand abgegoltenen u n- gedeckten Plankosten werden durch eine Vielzahl von (sich ändernden) P a- rametern definiert. Die Anerkennung der Amortisation der Darlehen als a b- geltungsberechtigte Kosten würde eine Änderung der gesetzlichen Grundl a- gen voraussetzen und würde den jährlichen Abgeltungsbedarf in hoher zwe i- stelliger Millionenhöhe ansteigen lassen. Diese Lösung würde jedoch dazu führen, dass die öffentliche Hand den Sanierungsbeitrag der Unternehmen in den abgeltungsberechtigten Bereichen vollständig übernimmt. Eine direkte Finanzierung (d.h. ein Sonderbeitrag) wäre entsprechend der konsequentere und für die öffentliche Hand auch kostengünstigere Weg." "17 Per 1.1.2010 wurden 138 Millionen aus bestehender am Bankenmarkt r e- finanzierter Liquidität der SBB in die PK SBB eingeschossen und 800 Milli o- nen mittels eines Kredits der PK SBB an die SBB über 25 Jahre bei einem Zinssatz von 4 % finanziert (4 % sind de rjenige Zinssatz, den die PK SBB zu einer ausgeglichenen Rechnung benötigt). Im Unterschied zum ersten Sani e- rungseinschuss der SBB werden Verzinsung und Amortisation des Darl e- hens nicht zentral vom Immobilienbereich getragen, sondern den verschi e- denen Gesc häftsfeldern belastet (in den abgeltungsberechtigten Bereichen Infrastruktur und Regionaler Personenverkehr werden nur die Zinsen als a b- geltungsberechtigte Kosten anerkannt; vgl. Fussnote 15)." Bemerkenswert ist zunächst der Umstand, dass die Anrechenbarkeit der Sanierungsbeiträge im RPV ausschliesslich im Fussnotentext Erwähnung findet; dies lässt bereits gewisse Rückschlüsse auf de n Bedeutungsge- halt zu. Eine Fussnote ist eine Anmerkung, die aus dem Fliesstext ausge- lagert wird, um den Text lesbar zu gestal ten. Eine Fussnote beinhaltet gewöhnlich eine Anmerkung, Legende, Bemerkung, Quellenangabe oder eine weiterführende Erklärung zu einem Text (vgl. www.wikipedia.org > Suchbegriff "Fussnote", besucht am 30. April 2014). Gemäss dem ver- bindlichen Leitfaden zum Verfassen von Botschaften des Bundesrates sollen Fussnoten ausschliesslich für Verweise auf Erlasse, Materialien und weiterführende Literatur verwendet werden. Ergänzende Textausfü h- rungen, zum Beispiel Vertiefungen oder Kommentare, seien nicht in die Fussnoten zu setzen, sondern in den Fliesstext zu integrieren (vgl. Bot- schaftsleitfaden, Leitfaden zum Verfassen von Botschaften des Bunde s- rates, Stand Juni 2013, S. 65, publiziert auf der Webseite der Schweizeri- schen Bundeskanzlei, < http://www.bk.admin.ch > Dokumentation > Sprachen > Deutschsprachige Dokumente > Leitfaden für Botschaften des Bundesrates, besucht am 30. April 2014). Entsprechend der Bede u- tung, die Fussnoten gemeinhin zukommt, ist die vollständige Auslagerung der Erläuterungen aus dem Fliesstext ein Zeichen dafür, dass diese nicht A-3505/2012 Seite 22 Bestandteil der Gesetzesvorlage sind. Dies hat umso mehr zu gelten, als die Abgeltungsberechtigung von Sanierungsbeiträgen i n den RPV Offer- ten sowohl für die SBB als auch für den Bund und die Bestellerk antone finanzielle Auswirkungen i n Millionenhöhe zeitigt . Hätte der Bundesrat diese Frage tatsächlich in der Gesetzesvorlage selbst neu regeln wollen, hätte er wohl nicht nur eine eigene Gesetzesbestimmung geschaffen, sondern diese auch in einem eigenen Abschnitt der Botschaft ausführlich erläutert. Betrachtet man sodann den Inhalt des Fussnoten textes, so wird deutlich, dass darin ausschliesslich die bestehende Rechtslage betreffend Abgel- tung des RPV erläutert wird. Die Auffassung der Vorinstanz, wonach der Gesetzgeber mit Erlass der Übergangsbestimmung SBBG jegliche Anlas- tung der Sanierungs beiträgen im RPV ausschli essen wollte, wird durch den Fussnotentext insofern widerlegt, als zumindest die ordentlichen S a- nierungsbeiträge sowie die Zinsen ausdrücklich als abgeltungsberechtigte Kosten anerkannt werden. In der Fussnote wird explizit darauf aufmerk- sam gemacht, dass die genannte Kostenverteilung nicht nur für die SBB, sondern für alle Transportunternehmen gelte und erst eine abweichende Regelung einer Änderung der gesetzlichen Grundlage bedürfte. Der deutsche Wortlaut des Fussnotentextes ist dabei identisch mit der franzö- sischen (FF 2010 2329) und der italienischen Fassung (FF 2010 2249). Aus dem Gesamtzusammenhang des Fussnotentextes ergibt sich somit, dass mit Erlass der Übergangsbestimmung SBBG gerade keine Neurege- lung der RPV Kostenverteilung einhergeht. Augenscheinlich ist in diesem Zusammenhang ferner, dass die Rechtslage, wie sie in den Fussnoten 15 und 17 dargelegt wird, im Wesentlichen einem internen Merkblatt der Vor- instanz vom 13. Mai 2009 entspricht. Die besagte Praxis bestand somit schon zu einem Zeitpunkt , als die Übergangsbestimmung SBBG noch nicht in Kraft war. 7.3.4 In den Debatten im National- und Ständerat w urden die Ziele der Gesetzesvorlage, so wie sie in der Botschaft PK SBB aufgeführt sind, wieder aufgegriffen. Aus den Wortprotokollen geht deutlicher als aus der Botschaft hervor, dass der vorgeschlagene Sanierungsbeitra g des Bu n- des abschliessend sei; es sei der letzte Sanierungsbeitrag (Votum Freitag für die Kommission , Amtliches Bulletin der Bundesversammlung [AB] 2010 S 1146, Votum Hutter für die Kommission, AB 2011 N 186 ). Dieses "Schlussstrichargument" ist jedoch im jeweiligen konkreten Sachzusam- menhang zu sehen . Die Befürworter der Vorlage verwarfen mit dieser Begründung einerseits das alternativ vorgeschlagene Teildeckungsverfah-A-3505/2012 Seite 23 ren und andererseits traten sie damit den Befürchtungen entgegen, der Bundesbeitrag könnte sich präjudiziell gegenüber allfälligen weiteren Sa- nierungsforderungen der PK SBB oder solcher anderer sanierungsbedürf- tiger PK auswirken (Votum Stähelin, AB 2010 S 1146, Votum Freitag für die Kommission, AB 2010 S 1149, Votum Hutter für die Kommission, AB 2011 N 186). Die Voten betrafen somit nicht die Abgeltungsberechtigung des RPV. Diese Frage wurde in den Räten gar nicht thematisiert. 7.3.5 Für die historisch -teleologische Auslegung ergibt sich zusamme n- fassend, dass ein gesetzgeberischer Wille, die Abgeltung von PK Sanierungsbeiträgen im RPV in der Übergangsbestimmung SBBG neu zu regeln, nicht erkennbar ist . In den Fussnoten 15 und 17 der Bot- schaft PK SBB wird ausschliesslich auf die bestehende Rechtslage hin- gewiesen. 7.4 Bei der systematischen Auslegung wird der Sinn einer Rechtsnorm bestimmt durch ihr Verhältnis zu anderen Rechtsnor men und durch den systematischen Zusammenhang, in dem sie sich in einem Gesetz pr ä- sentiert (statt vieler Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -6689/2012 vom 18. Februar 2014 E. 7.1; HÄFELIN/HALLER/KELLER, a.a.O., Rz. 97 ff.). Mit Blick auf die Gesetzessystematik gilt es zu beachten, dass es eines der erklärten Ziele der Revision des PBG vom 20. März 2009 war, die Bestimmungen, die die regelmässige Personenbeförderung betreffen, in einem einzigen Gesetz zusammenzufassen ( vgl. Zusatzbotschaft des Bundesrates zur Bahnreform 2 [Revision der Erlasse über den öffentl i- chen Verkehr] vom 9. März 2007, BBl 2007 2681, S. 2711, nachfolgend: Zusatzbotschaft Bahnreform 2 ). Entsprechend sind heute sämtliche G e- setzesbestimmungen zum RPV im PBG zu finden. Demgegenüber ist im SBBG die Errichtung, de r Zweck und die Organisation der SBB geregelt (Art. 1 SBBG). Aus den genannten, gegeneinander klar abgegrenzten Geltungsbereichen beider Gesetze ergib t sich, dass die hier strittige Ab- geltungsberechtigung von PK Sanierungsbeiträgen im PBG zu regeln wä- re, insbesondere da die Regelung für alle Transportunternehmen gelten sollte. Eine Aufnahme in der Übergangsbestimmung SBBG, wie dies von der Vorinstanz vertreten wird, würde hingegen eine Verletzung d er G e- setzessystematik bedeuten. 7.5 Als Fazit der Auslegung ist zusammenfassend festzuhalten, dass ge- mäss klarem Wortlaut von Abs. 3 Übergangsbestimmung SBBG die Ver- zichtserklärung der Beschwerdeführerin keine Anwendung auf Abge l-A-3505/2012 Seite 24 tungsforderungen des RPV findet. Die grammatikalische Auslegung von Abs. 1 und 2 Übergangsbestimmung SBBG führt zwar aufgrund des offe- nen Wortlauts zu keinem eindeutigen Ergebnis, es sprechen jedoch ernstzunehmende Anhaltspunkte gegen eine dortige Normierung der Ab- geltungsberechtigung von PK Sanierungsbeiträgen in den RPV Offerten. Die teleologisch-historische Auslegung ergibt sodann, dass der Geset z- geber mit Er lass der Übergangsbestimmung SBBG die Abgeltungsb e- rechtigung des RPV nicht neu regeln wollte. Vielmehr wird in den Fussno- ten 15 und 17 der Botschaft PK SBB nur die bestehende Rechtslage wie- dergegeben. Das Ergebnis der teleologischen Auslegung findet sich schliesslich in der systematischen Auslegung bestätigt. Im Rahmen einer Gesamtbeurteilung führen somit die verschiedenen Auslegungsmethoden zum Ergebnis, dass die vorliegende Streitsache nicht in den Geltungsb e- reich der Übergangsbestimmung SBBG fällt. Mangels spezialgesetzlicher Regelung in der Übergangsbestimmung SBBG bleibt somit nachfolgend gestützt auf die allgemeinen Bestimmun- gen von aArt. 28 ff. PBG und die entsprechenden Ausführungsverordnun- gen zu klären, ob die Beschwerdeführerin berechtigt ist, den Spartenbei- trag PK in die RPV Offerten für die Fahrplanjahre 2012 und 2013 aufzu- nehmen. 8. 8.1 Gemäss aArt. 28 Abs. 1 PBG gelten Bund und Kantone den U nter- nehmen die laut Planrechnung ungedeckten Kosten des von ihnen g e- meinsam bestellten Angebotes des RPV ab (Bestellprinzip). Die Reg e- lung in a Art. 28 Abs. 1 PBG entspricht – abgesehen von geringfügigen redaktionellen Änderungen – dem früheren aArt. 49 Abs. 1 EBG, d er am 1. Januar 1996 mit der R evision des Eise nbahngesetzes in Kraft trat (AS 1995 3680). Die damalige Revision hatte als Kernpunkt die Neuor d- nung der Finanzierung des RPV zum Gegenstand. Wesentlichster Punkt war die Einführung des Bestellprinzips. Bis zu diesem Zeitpunkt haben die Besteller (Bund und Kantone) jeweils die Defizite der Bahnunterne h- men nachträglich abgedeckt. Das Bestellprinzip bedeutete eine Abkehr von diesem System. Es besagt, dass der Bund und die Kantone die Lei s- tungen des RPV gemeinsam b ei den einzelnen Verkehrsunternehmen bestellen. Dabei legen sie die Abgeltungen und die zu erbringende Lei s- tung gemeinsam fest. Können die Unternehmen diese Leistungen nicht zu den vereinbarten Beiträgen erbringen, haben die Unternehmen die Fehlbeträge selbst zu tragen, eine Defizitdeckung im Nachhinein ist au s-A-3505/2012 Seite 25 geschlossen. Nur die jährlichen Planfehlbeträge, die sich aus der Gege n- überstellung von Plankosten und Planerlösen ergeben, werden vom Bund und den Kantonen in Form von sog. Abgeltungen übernommen. Mi t die- sem System soll die unternehmerische Verantwortung gestärkt werden (vgl. Botschaft des Bundesrates über die Revision des Eisenbahngese t- zes, Abgeltung und Finanzhilfen für den Regionalverkehr, vom 17. N o- vember 1993 , BBl 1994 497, S. 528; STÜCKELBERGER/HALDIMANN, Ver- kehrsrecht, S. 321, Rz. 172). Die Regelung von aArt. 28 Abs. 1 PBG sieht somit keine allgemeine Defizitgarantie für den RPV mehr vor. Vielmehr hat der Gesetzgeber bewusst den Transportunternehmen ein erhebliches wirtschaftliches Risiko auferlegt, indem er nach aArt. 28 Abs. 1 PBG aus- schliesslich die Abgeltung der geplanten ungedeckten Kosten des jeweili- gen Jahres zulässt. 8.2 Die Bestimmung von aArt. 28 Abs. 1 PBG ist sodann im Zusamme n- hang mit den gesetzlichen Vorgaben zum Rechnungswesen zu sehen. So legt Art. 36 Abs. 1 PBG fest, dass soweit ein Unternehmen die Gesam t- aufwendungen einer Verkehrssparte mit den Erträgen und den von Bund und Kantonen erbrachten finanziellen Leistungen nicht decken kann, es den Fehlbetrag selbst zu verantworten hat. Es trägt diesen auf die neue Rechnung vor. Übersteigen die Erträge und die von Bund und Kantonen erbrachten finanziellen Leistungen hingegen die Gesamtaufwendungen einer abgeltungsberechtigten Verkehrssparte, so weist das Unternehmen mindestens zwei Drittel dieses Überschusses der Spezialreserve zur D e- ckung künftiger Fehlbeträge abgeltungsberechtigter Verkehrssparten zu. Erreicht die Spezialreserve der Verkehrssparten 25 % des Jahresumsat- zes der abgeltungsberechtigten Verkehrssparten oder beträgt sie 12 Mio. Franken, so steht der Gewinn dem Unternehmen zur freien Verfügung (Art. 36 Abs. 2 PBG; vgl. Zusatzbotschaft Bahnreform 2, S. 2706). 8.3 Des Weiteren hat die Beschwerdeführerin die Vorgaben der Veror d- nung über die Abgeltung des regionalen Personenverkehrs vom 11. November 2009 (ARPV, SR 745.16) sowie der Verordnung des UVEK über das Rechnungswesen der konzessionierten Unternehmen vom 18. Januar 2011 (RKV, SR 742.221) zu beachten. Gemäss Art. 17 Abs. 3 Bst. b ARPV muss die Offerte eine verbindliche Planrechnung enthalten. Die Planrechnung dient dem Nachweis der ungedeckten Kosten einzelner Angebote einer Sparte oder der Sparte insgesamt in der Offerte (Art. 2 Bst. d RKV). Zudem müssen Transportunternehme n mit abgeltungsb e- rechtigten Verkehrsangeboten mindestens für die Ist-Rechnung eine nach Sparten gegliederte Betriebskosten- und Leistungskostenrechnung führen A-3505/2012 Seite 26 (Art. 29 Abs. 1 ARPV). Die Betriebskosten - und Leistungsrechnung als Ist-Kostenrechnung bildet d ie Grundlage für den Ergebnisausweis der einzelnen Sparten eines Unternehmens (Art. 2 Bst. a RKV). Nach Art. 29 Abs. 4 ARPV kann die Betriebskosten - und Leistungsrechnung als Pla n- rechnung dazu verwendet werden, in der Offerte die geplanten ungedeck- ten Kosten pro Linie auszuweisen. Für die Betriebskosten- und Leistungs- rechnung wie auch für die Planrechnung sind das Leistungs - und das Verursacherprinzip sowie das Prinzip der Vollkostenrechnung massg e- bend (Art. 13 Abs. 1 und Art. 14 Abs. 1 RKV). 8.4 Da der Gesetzg eber schliesslich darauf verzichtet hat, eine eigene allgemeine Kostendefinition für den RPV zu erlassen, erscheint es sac h- gerecht, bei der Anwendung von aArt. 28 Abs. 1 PBG an den betrieb s- wirtschaftlichen Kostenbegriff anzuknüpfen. Der Begriff Kosten wird im betrieblichen Rechnungswesen verwendet; er bildet das Pendant zum Aufwand im finanziellen Rechnungswesen. Während die Betriebsbuc h- haltung auf eine objektive (echte) Darstellung der Wirtschaftlichkeit a b- zielt, ist die Finanzbuchhaltung auf die externe B erichterstattung ausge- richtet. Differenzen zwischen Kosten und Aufwand ergeben sich aus den unterschiedlichen Zielsetzungen der Betriebs - und der Finanzbuchha l- tung, namentlich aus Bewertungsdifferenzen und unterschiedlichen Beur- teilungen von bestimmten Ges chäftsfällen (vgl. BRUNO RÖÖSLI, Das b e- triebliche Rechnungswesen, 7. Aufl., Zürich 2009, S. 17 ff., S. 37). Unter Kosten als Begriff des betrieblichen Rechnungswesens sind der nach be- trieblich-objektiven Gesichtspunkten festgestellte, in Geldeinheiten au s- gedrückte Substanzabfluss zu verstehen bzw. die bewerteten Güter - und Dienstleistungsabgänge (Wertverzehr/Substanzverbrauch) einer Periode, die aus der betrieblichen Leistungserstellung entstehen. Die Kosten bi l- den zusammen mit dem Gegenstück der Leistung die Basis der Betriebs- buchhaltung. Leistungen sind die mit Geld bewerteten, sachzielbezog e- nen Güter- und Dienstleistungserstellungen (Substanz zufluss) eines U n- ternehmens pro Periode ( JEAN-PAUL THOMMEN, Lexikon der Betriebswir t- schaft, 4. Aufl., Zürich 2008, S. 370, S. 396, RÖÖSLI, a.a.O., S. 424 f.; vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -2836/2012 vom 17. Juni 2013 E. 6.2.2 mit Hinweisen). 8.5 In Bezug auf die hier zu beurteilende Streitsache bleibt somit zu kl ä- ren, ob der Spartenbeitrag PK von 4,5 Mio. F ranken zu den geplanten ungedeckten RPV Kosten der Fahrplanjahre 2012 bzw. 2013 zu zählen ist; denn nur solche Kosten sind gemäss aArt. 28 Abs. 1 PBG abge l- tungsberechtigt. A-3505/2012 Seite 27 9. 9.1 Im Vorfeld der Sanierung der PK SBB im Jahr 2010 hat d ie B e- schwerdeführerin über mehrere Jahre Rückstellungen – in den Jahre s- rechnungen als "Passiven aus Vo rsorgeeinrichtungen" bezeichnet – ge- bildet. Nach den übereinstimmenden Angaben der Beschwerdeführerin und der Vorinstanz wurde n diese Rückstellungen in ke iner Form der Sparte RPV weiterbelastet. Im Jahr 2010 leistete die Beschwerdeführerin den Einmalsanierungsbei- trag von 938 Mio. Franken zu Gunsten der PK SBB. Finanziert wurde der Einmalsanierungsbeitrag in Form eines Darlehens der PK SBB in der H ö- he von 800 Mio. Franken (Laufz eit 25 Jahre) sowie in Form eines am Bankenmarkt aufgenommenen Darlehens in der Höhe von 138 Mio. Franken (Laufzeit 10 Jahre). Die Leistung des Einmalsanierungsbeitrags war für d ie Beschwerdeführerin liquiditätswirksam und wurde in ihrer F i- nanzrechnung als Aufwand verbucht. Es kam in diesem Jahr einzig de s- halb nicht zu Auswirkungen auf die Erfolgsrechnung, da bereits in früh e- ren Jahren Rückstellungen gebildet worden waren, die nun in entspr e- chendem Umfang aufgelöst wurden. Hinsichtlich der Finanzierungsform mittels Darlehen gilt es Folgendes zu beachten: Die anstehende Rückzahlung der Darlehen über 25 bzw. 10 Jahre ist in der Finanzbuchhaltung jeweils eine reine Bilanztransaktion, da sowohl die flüssigen Mittel als auch die Höhe der Darlehen abnehmen. Die jährlichen Amortisationszahlungen sind deshalb liquiditätswirksam, aber erfolgsneutral. Auch in der Betriebsbuchhaltung stellen diese Rück- zahlungen keine Kosten dar. Die Aufnahme der auf 25 bzw. 10 Jahre an- gelegten Darlehen sichert folglich zwar die Finanzierung des Einmals a- nierungsbeitrags, ändert jedoch nichts an dem U mstand, dass der ge- samte Substanzabfluss im Zusammenhang mit der Einmalsanierung im Jahr 2010 erfolgt ist, d.h. die Kosten von 938 Mio. Franken im Jahr 2010 angefallen sind. 9.2 Vorliegend hat die Beschwerdeführerin den Einmalsanierungsbeitrag von 938 Mio. Franken für die PK SBB intern den einzelnen Divisionen zeitlich gestaffelt analog zur Amortisation des Darlehens überbunden. Dieses Vorgehen ist, soweit es die Sparte RPV betrifft, mit den Gesetzes- vorgaben zum Bestellverfahren nicht vereinbar. Wie gezeigt, ist der Ein- malsanierungsbeitrag im Jahr 2010 angefallen. Gemäss dem Bestellprin- zip hätte die Beschwerdeführerin den daraus resultierenden Sanierungs-A-3505/2012 Seite 28 beitrag für die Sparte RPV von rund 100 Mio. Franken (23 Jahre à 4,5 Mio. Franken) vorgängig, d.h. spätestens in die Planrechnung bzw. Offer- ten des Fahrplanjahres 2010, aufnehmen müssen . Die Aufnahme der Kosten in die Offerten für die Fahrplanj ahre 2012 un d 2013 ist ausg e- schlossen, da der Einmalsanierungsbeitrag – im Unterschied zu den Zinskosten und den ordentlichen Sanierungsbeiträgen – in den Jahren 2012 und 2013 nicht mehr anfallen wird. Das Gleiche hätte im Übrigen auch dann zu gelten, wenn die Beschwe rdeführerin den Einmalsani e- rungsbeitrag aus Eigenmitteln aufgebracht und anschliessend die Kosten den Divisionen zeitlich gestaffelt überbunden hätte. Eine solche konz ern- intern gewährte "Ratenzahlung" würde ebenfalls dem im Bereich des RPV zu beachtenden B estellprinzip widersprechen. In diese m Zusa m- menhang spielt die Finanzierungsform durch Fremd - oder Eigenkapital keine Rolle. So oder so kommt die von der Beschwerdeführerin ang e- strebte Verschiebung der im Jahr 2010 angefallenen Kosten in den Offer- ten für die Fahrplanjahre 2012 und 2013 einer nachträglichen Defizitd e- ckung gleich, die der Gesetzgeber mit Einführung des Bestellprinzips ge- rade abschaffen wollte. Würden die Amortisation von Darlehen bzw. eine konzernintern gewährte "Ratenzahlung" als abgeltungsberechtigte Kosten anerkannt, hätten die Transportunternehmen es in der Hand , ungeplant angefallene Kosten d es laufenden Jahres den Bestellern nachträglich doch noch in Rechnung zu stellen, indem sie diese in Form von konzern- interner "Ratenzahlung" in die Offerten der Folgejahre aufnehmen. Im Er- gebnis bestünde faktisch kein Unterschied mehr zum bewusst aufgeg e- benen früheren Defizitdeckungsprinzip (vgl. BGE 131 V 461 E. 4.1). Zwar wäre es bei einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise korrekt, dass – ungeachtet des tatsächliche Kostenanfalls im Jahr 2010 – die B e- schwerdeführerin die PK SBB aufgrund der Finanzierungsform mittels Darlehen faktisch erst über einen Zeitraum von 25 Jahren saniert. Doch selbst bei dieser wirtschaftlichen Betrachtungsweise lässt sich das Vo r- gehen der Beschwerdeführerin mit dem Bestell prinzip nicht vereinbaren. Denn es würde zum gleichen Ergebnis führen, nämlich einer Umgehung der Vorgaben des Bestellprinzips. Zusammengefasst stellt es eine rein unternehmerische Entscheidung der Beschwerdeführerin dar, die Kosten den einzelnen Divisionen zeitlich g e- staffelt zu überbinden, statt gesamthaft im Jahr 2010 , als die Kosten tat- sächlich angefallen sind. In Beachtung des Bestellprinzips ist es daher der Beschwerdeführerin verwehrt, den Spartenbeitrag PK in die Plan- rechnungen 2012 und 2013 und damit in die hier zu beurteilenden Offer-A-3505/2012 Seite 29 ten der Fahrplanj ahre 2012 und 2013 aufzunehmen. Ziff. 1 und Ziff. 2 Satz 1 und 2 der angefochtenen Verfügung vom 30. Mai 2012 erweisen sich daher als materiell richtig. 10. Ähnliches gilt für die Anrechenbarkeit des Spartenbeitrag s PK in der Ist-Rechnung: Nach Art. 29 ARPV führen Transportunternehmen mit a b- geltungsberechtigten Verkehrsa ngeboten mindestens für die Ist-Rechnung neben ihrer Finanzrechnung ei ne nach Sparten gegliederte Betriebskosten- und Leistungsrechnung. Wie bei der Planrechnung sind die Transportunternehmen auch bei der Erstellung der Betriebskosten - und Leistungsrechnung verpflichtet, das Leistungs- und das Verursacher- prinzip sowie das Pr inzip der Vollkostenrechnung einzuhalten (Art. 13 Abs. 1 RKV, vgl. vorstehend E. 8.3). Die Beschwerdeführerin hätte nach den genannten Grundsätzen den auf den RPV anfallenden Anteil des Einmalsanierungsbeitrages von rund 100 Mio. Franken gesamthaft in die Ist-Rechnung des Jahres 2010 verbuchen müssen. Das Recht auf Anrechnung ergibt sich aus dem Umstand, dass die Kosten von 93 8 Mio. Franken tatsächlich im Jahr 2010 angefallen sind und in den Jahren zuvor darauf verzichtet wurde, die Sparte RPV mit der Bildung der Reserven für Vorsorgeverpflichtungen zu be lasten. Der Rechtsstandpunkt der Beschwerdeführerin erweist sich somit nach dem Gesagten als berechtigt und ihr sind die aus der Rechnungsperiode 2010 resultierenden entsprechenden Korrekturbuchungen in der Ist -Rechnung zu gestatte n. Ziff. 4 der angefochtenen Verfügung ist somit gemäss An- trag der Beschwerdeführerin sowie der Vorinstanz aufzuheben. 11. Abschliessend sind die noch verbleibenden Einzelfragen und –anträge zu prüfen. 11.1 11.1.1 Die Beschwerdeführerin macht ergänzend geltend, auf die sofort i- ge Belastung der einzelnen Divisionen habe sie verzichtet, da zum Zei t- punkt der Bildung der Rückstellungen noch nicht bekannt gewesen sei , was dereinst für Sanierungskosten anfallen werden. Ebenso wenig sei klar gewesen, ob und in welcher Höhe sich der Bund beteilige und es sei nicht abzuschätzen gewesen, welche Resultate die Verhandlungen mit den Gewerkschaften bringen würden. A-3505/2012 Seite 30 11.1.2 Wie ausgeführt, wurde der Einmalsanierungsbeitra g von 938 Mio. Franken im Jahr 2010 geleistet. Damit ist der Einwand der Beschwerd e- führerin entkräftet, wonach im Jahr 2010 die Höhe des von ihr zu leiste n- den Sanierungsbeitrags noch ungewiss gewesen sei. Die Beschwerd e- führerin kam im Jahr 2010 ihrer Verbi ndlichkeit gegenüber der PK SBB vorbehaltlos nach, weshalb ein allfälliges Scheitern des damals laufenden Gesetzgebungsverfahrens bzw. der Verhandlungen mit den Gewer k- schaften den Sanierungsbeitrag der Beschwerdeführerin höchstens noch erhöht, aber nicht r eduziert hätte. Eine nachträgliche Reduktion des Ei n- malsanierungsbeitrages wäre allenfalls dann in Betracht gekommen, wenn die Beschwerdeführerin an dem Ausfinanzierungsbegehren gege n- über dem Bund festgehalten hätte und damit durchgedrungen wäre. Au f- grund des ungewissen Ausgangs jenes Verfahrens durfte sie sich jedoch nicht darauf verlassen. Im Umfang von 938 Mio. Franken stand der von der Beschwerdeführerin zu erbringende Einmalsanierungsbeitrag somit spätestens im Jahr 2010 mit hinreichender Sicherheit fest. 11.2 11.2.1 Die Beschwerdeführerin rügt sodann eine Verletzung der Recht s- gleichheit. Wohl aus politischen Überlegungen habe die Vorinstanz ihre Praxis zur Anrechenbarkeit von Arbeitgeberbeiträgen auf die hier strittigen RPV Offerten nicht angewendet. 11.2.2 Die Vorinstanz bestreitet den Vorwurf der rechtungleichen Behand- lung und weist darauf hin, sollte sich überhaupt eine teilweise Ungleic h- behandlung mit anderen Transportunternehmen ergeben, sei diese sac h- lich begründet. Der Beschwerdeführerin sei zwar insoweit zuzustimmen, dass mit der erfolgten PK Sanierung durch den Bund keine Aussage für eine fernere Zukunft getroffen worden sei. Es sei nicht auszuschliessen, dass in einem späteren Zeitpunkt Umstände ei ntreten, die ein erneutes Eingreifen des Bundes notwendig machen könnten. Solche Umstände l ä- gen aber zurzeit nicht vor. Dass mit anderen Transportunternehmen tei l- weise abweichende Lösungen ausgehandelt w orden seien, habe zwei Gründe: Zum einen sei die fina nzielle Lage dieser Unternehmen wesen t- lich schlechter gewesen, zum anderen hätten diese nicht bereits von e i- ner ausserordentlichen Sanierungsbeihilfe des Bundes profitieren kön- nen. 11.2.3 Die Beigeladenen berufen sich ihrerseits auf den Gleichheit s- grundsatz und machen geltend, eine Gutheissung der Beschwerde und A-3505/2012 Seite 31 damit eine weitergehende finanzielle Unterstützung der Beschwerdefü h- rerin wäre eine gegenüber anderen Transportunternehmen nicht zu recht- fertigende zusätzliche Vorzugsbehandlung. Die Beschwerdeführerin habe bereits jetzt eine sehr viel grössere staatliche Unterstützung erhalten als jedes andere Transportunternehmen. 11.2.4 Der Grundsatz der Rechtsgleichheit nach Art. 8 der Bundesverfas- sung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) verlangt, dass Gleiches nach Massgabe seiner Gleichheit gleich, Ungleiches nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich behandelt wird. Das Rechtsgleichheitsgebot ist verletzt, wenn rechtliche Unterscheidu n- gen getroffen werden, für die ein vernünf tiger Grund in den zu regelnden Verhältnissen nicht ersichtlich ist, oder Unterscheidungen unterlassen werden, die sich auf Grund der Verhältnisse aufdrängen ( BGE 140 I 77 E. 5.1, BGE 139 I 242 E. 5.1, BGE 138 I 321 E. 3.2, BGE 134 I 23 E. 9.1, BGE 129 I 346 E. 6; Urte il des Bundesverwaltungsgerichts A-330/2013 vom 26. Juli 2013 E. 8.4.3; HÄFELIN/HALLER/KELLER, a.a.O., Rz. 752 f., JÖRG PAUL MÜLLER/MARKUS SCHEFER, Grundrechte in der Schweiz, 4. Aufl., Bern 2008, S. 653 ff., je mit Hinweisen). Soweit die Beschwerdeführerin ihre Forderung nach einer Abgeltung des Spartenbeitrags PK auf das Rechtsgleichheitsgebot nach Art. 8 BV stützt und im Vorgehen der Vorinstanz eine rechtsungleiche Behandlung sieht, dringt sie nicht durch . Es ist nicht ersichtlich und wird von der Beschw er- deführerin auch nicht begründet dargelegt, dass diesbezüglich in tatsäc h- licher Hinsicht gleiche Situationen vorliegen bzw. – wenn dies der Fall wä- re – diese ohne sachlichen Grund unterschiedlich behandelt worden w ä- ren. Namentlich sind in den umfangreichen Akten keinerlei Anhaltspunkte dafür erkennbar, dass die Vorinstanz anderen Transportunternehmen e i- ne perioden fremde Anrechnung von PK Sanierungs beiträgen gestattet hätte. Die von der Vorinstanz angesprochenen Hilfsmassnahmen gegen- über einzelnen Transportunternehmen bei Härtefälle n stützen sich auf andere hier nicht anwendbare Rechtsgrundlagen, namentlich auf Art. 18 Abs. 3 der Verordnung über die Konzessionierung und Finanzierung der Eisenbahninfrastruktur vom 4. November 2009 (KFEV, SR 742.120). 11.3 11.3.1 In Bezug auf die Offerten für das Fahrplanjahr 2012 beruft sich die Beschwerdeführerin schliesslich auf den Vertrauensschutz . Mit E -Mail vom 16. August 2011, so die Beschwerdeführerin in ihrer Begründung, A-3505/2012 Seite 32 habe die Vorinstanz unmissverständlich bestätigt, was bereits anlässlich des Quartalsgespräch s vereinbart worden sei, nämlich dass die Sani e- rungsbeiträge in den RPV Offerten abgeltungsberechtigt seien. Aufgrund dieser Auskunft habe sie Dispositionen getätigt, die nicht oder nur mit er- heblichem Aufwand wieder rückgängig gemacht we rden könnten. So h a- be sie die RPV Offerten für das Jahr 2012 finalisiert, die entsprechenden Planrechnungen erstellt und diese hätten Eingang in die mittelfristige U n- ternehmensplanung gefunden, welche Bestandteil der Leistungsvereinba- rung für die Jahre 2013 bis 2016 sei. Zudem seien einzelne Angebotsver- einbarungen unter Berücksichtigung der hier kontroversen Kosten abge- schlossen worden. Da s Vertrauen in die Auskunft der Vorinstanz vom 16. August 2011, welche erst mit Schreiben vom 6. Oktober 2011 widerru- fen worden sei, sei deshalb zu schützen. In der Stellungnahme vom 20. Dezember 2012 führt die Beschwerdeführerin ergänzend an, die Vor- instanz habe die Jahresrechnung 2011 vorbehaltlos genehmigt. 11.3.2 Die Vorinstanz hat sich im Schriftenwechsel zum geltend gemach- ten Anspruch aus Vertrauensschutz nicht geäussert. 11.3.3 Die Beigeladenen stellen in Abrede , dass vorliegend die Voraus- setzungen für einen Anspruch aus Vertrauensschutz erfüllt seien. Der Be- schwerdeführerin sei die Unrichtigkeit der Auskunft, die ihr per E-Mail am 16. August 2011 erteilt worden sei, bekannt oder wäre für sie zumindest ohne Weiteres erkennbar gewesen. Denn es dürfe angenommen werden, dass die Beschwerdeführerin die sie betreffende Botschaft PK SBB und die dortigen Erläuterungen in den Fussnoten 15 und 17 eingehend stu- diert habe. Der Beschwerdeführerin fehle es insofern am berechtigten Vertrauen, zumal die Vorinstanz die unrichtige Auskunft rechtzeitig am 6. Oktober 2011 korrigiert habe. Des Wei teren scheitere der Anspruch vorliegend an der Kausalität. Auch ohne die Auskunft der Vorinstanz hätte die Beschwerdeführerin aller Wahrscheinlichkeit nach entsprechend di s- poniert. Schliesslich stelle die Fertigstellung der Offerten für das Fah r- planjahr 2012 keine Vermögensdisposition dar, da diese seit April 2011 fällig gewesen seien . Zusammengefasst verfange daher das Argument des Vertrauensschutzes nicht. 11.3.4 Der in Art. 9 BV verankerte Grundsatz von Treu und Glauben ve r- leiht einer Person Anspruch auf Schutz des berechtigten Vertrauens in behördliche Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte Erwartungen b e- gründendes Verhalten der Behörden. Dies kann zur Folge haben, dass eine gesetzliche Regelung im Einzelfall nicht angewandt und eine im W i-A-3505/2012 Seite 33 derspruch zur gesetzlichen Ordnung stehende Anordnung getroffen wird. Dieser Schutz setzt voraus, dass eine Behörde dem Betroffenen eine konkrete Auskunft oder Zusicherung erteilt hat, dass sie dafür zuständig war, dass der Adressat die Unrichtigkeit der Angabe nicht erkennen konn- te und dass er im Vertrauen auf die erhaltene Auskunft nicht wieder rüc k- gängig zu machende Disposi tionen getroffen hat . Schliesslich scheitert die Berufung auf Treu und Glauben dann, wenn ihr überwiegende öffentli- che Interessen gegenüberstehen (vgl. zum Ganzen BGE 137 I 69 E. 2.5.1, BGE 131 II 627 E. 6, BGE 121 V 65 E. 2; Urteile des Bundes- verwaltungsgerichts A-4990/2013 vom 20. März 2014 E. 3, A-4858/2012 vom 15. August 2013 E. 9.4 und A-4796/2011 vom 12. März 2012 E. 4.2; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 688 ff., PIERRE TSCHAN- NEN/ULRICH ZIMMERLI/MARKUS MÜLLER, Allgemeines Verwaltungsrecht, 3. Aufl., Bern 2009, § 22 Rz. 10 ff. , BEATRICE WEBER-DÜRLER, Vertra u- ensschutz im öffentlichen Recht, Basel 1983, S. 79 ff., je mit Hinweisen). 11.3.5 Vorliegend wird nicht behauptet und es ergibt sich im Übrigen auch nicht aus den Akten, dass die Vorinstanz die Beschwerdeführerin durch eine unrichtige Auskunft davon abgehalten hätte, den gesamten auf den RPV zufallenden Einmalsanierungsbeitrag von rund 100 Mio. Franken in die Offerten für das Fahrplanjahr 2010 periodengerecht aufzunehmen. 11.3.6 Hingegen macht die Beschwerdeführerin geltend, die Vorinstanz habe ihr im Qu artalsgespräch vom 11. August 2011 bzw. in der E-Mail vom 16. August 2011 zugesichert, den Sanierungsbeitrag PK in die Offer- ten für das Fahrplanjahr 2012 aufnehmen zu dürfen. Gemäss den Akten stellte die Vorinstanz der Beschwerdeführerin im Quartalsgespräch vom 11. August 2011 in Aussicht, sie werde – nachdem die noch offenen Fragen beantwortet seien – die Abgeltungsberechtigung des Spartenbeitrags PK schriftlich bestätigen. Kurz darauf sicherte die Vorinstanz per E-Mail vom 16. August 2011 und unter Bezugnahme auf jene Besprechung die Anrechenbarkeit in den RPV-Offerten zu. Erst nach Erhalt der überarbeiteten Offerten für das Fahrplanjahr 2012 rief die Vor- instanz mit Schreiben vom 6. Oktober 2011 ihre Praxis der Beschwerde- führerin in Erinnerung und korrigierte damit die zuvor erteilte Auskunft. Der Beschwerdeführerin ist d ahingehend zuzustimmen, dass die E-Mail vom 16. August 2011 eine auf den konkreten Sachverhalt bezogene, vo r- behaltlos erteilte Auskunft der zuständigen Behörde enthält. Sie ist daher grundsätzlich geeignet, eine Vertrauensgrundlage zu bilden. Fraglich ist A-3505/2012 Seite 34 in indes, ob die Be schwerdeführerin die Unrichtigkeit der Auskunft e r- kannte bzw. hätte erkennen müssen. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin im Bereich des RPV als besonders sachkundig einzustufen , weshalb es gerechtfertigt ist, im Vergleich zu Laien einen strengeren Massstab anzusetzen (vgl. HÄFE- LIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 657 mit Hinweisen). In Anwendung die- ses strenge ren Massstabes hätte die Beschwerdeführerin wissen müs- sen, dass ihre Offerte n erst dann Rechtsverbindlichkeit er langen, wenn entweder eine schrift liche Angebotsvereinbarun g (vgl. aArt. 30 Abs. 4 PBG) oder eine in Rechtskraft erwachsene Verfügung nach aArt. 30 Abs. 5 PBG vorliegt. Darüber hinaus hätte der Beschwerdeführerin hin- sichtlich der E-Mail vom 16. August 2011 auffallen müssen, dass die B e- stellerkantone sich zu der Anrechenbarkeit der Sanierungskosten in den Offerten bislang nicht geäussert hatten. Es lag weder ein Einverständnis der Bestellerkantone vor noch hat die Vorinstanz diesen im Hinblick auf eine hoheitliche Festlegung der Abgeltung nach aArt. 30 Abs. 5 PBG das rechtliche Gehör gewähr t. Da die Zulassung der strittigen Kosten in d en Offerten sich finanziell zu Lasten der Bestellerkantone ausgewirkt hätte, wäre deren Mitwirkung zwingend erforderlich gewesen. Abgesehen von den rechtlic hen Vorgaben zum RPV widerspricht es auch der gängigen Verwaltungspraxis, dass die Vorinstanz eine derart weitreichende En t- scheidung per E-Mail eines Mitarbeiters und damit formlos und ohne Un- terschrift der Direktion der Beschwerdeführerin zur Kenntnis brachte. Aus den Gesamtumständen hätte daher die sachkundige Beschwerdeführerin darauf schliessen müssen, dass die E-Mail vom 16. August 2011 lediglich Teil eines Meinungsaustausches ist und ihr keine Rechtsverbindlichkeit zukommt. Angesichts d er klar erke nnbaren formellen Mängel hätte sich die Beschwerdeführerin auf die Auskunft der Vorinstanz nicht ohne Weite- res stützen dürfen. Obwohl das Verhalten der Vorinstanz nicht dem Bild einer verlässlichen Verwaltung entspricht, sind aus den genannten Grü n- den die Voraussetzungen für einen Anspruch aus Vertrauensschutz nicht erfüllt. 11.3.7 Soweit sich die Beschwerdeführerin darauf beruft, die Vorinstanz habe die Jahresrechnung 2011 im Rahmen der subventionsrechtlichen Prüfung nach Art. 37 PBG vorbehaltlos genehmi gt, ist nicht ersichtlich, inwiefern aus diesem Umstand ein Vertrauensschutz abzuleiten wäre , zumal ungeachtet der Prüfungspflicht durch die Vorinstanz die Beschwer- deführerin die primäre Verantwortung für die inhaltliche Richtigkeit ihrer Jahresrechnung trägt. A-3505/2012 Seite 35 12. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde in der Hauptsache als unbegründet. D ie Beschwerde ist daher gestützt auf die vorstehenden Erwägungen mehrheitlich abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Im Übrigen ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und Ziff. 2 letzter Satz sowie Ziff. 4 der angefochtenen Verfügung vom 30. Mai 2012 sind aufz u- heben. Der Klarheit halber ist anzufügen, dass die Beschwerdeführerin rückerstattungspflichtig ist , soweit während des laufenden Beschwerd e- verfahrens der Spartenbeitrag PK infolge der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde abgegolten wurde (vgl. HANSJÖRG SEILER, Praxiskom- mentar, Art. 55 N. 69 f. mit Hinweisen). Das Bundesverwaltungsgericht hat nicht darüber zu entscheiden, wie die Beschwerdeführerin die Mindereinnahmen im RPV nun auszugleichen hat, da es über den Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdever- fahrens hinausführen würde (vgl. ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltun gsgericht, 2. Aufl., Basel 2013, Rz. 2.8 mit Hinweisen). Es liegt grundsätzlich in der unte r- nehmerischen Verantwortung der Beschwerdeführerin, das vorliegende Urteil gemäss den gesetzlichen Vorgaben und in Zusammenarbeit mit der Vorinstanz sowie den Bestel lerkantonen umzusetzen. Es mag zwar sein, dass die Spezialreserven nach Art. 36 PBG zumindest langfristig nicht für strukturelle Belastungen von substantieller Dimension ausgelegt sind, wie dies von der Beschwerdeführerin vorgebracht wird. Es wird jedoch A uf- gabe der Vorinstanz bzw. des Gesetzgebers sein , hier eine Lösung zu finden, sollten sich in Zukunft die bestehenden gesetzlichen Vorgaben zur Abgeltung im RPV in Bezug auf Vorsorgeverpflichtungen tatsächlich als ungenügend oder für die Transportunternehmen als wirtschaftlich nicht tragbar erweisen. Ebenfalls klar ausserhalb des Streitgegenstandes liegt die Frage, ob dieses Urteil auch auf die übrigen Divisionen und insbeso n- dere auf die Tochtergesellschaft SBB Carg o AG analog Anwendung fi n- det. 13. Es bleibt über die Kosten - und Entschädigung im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht zu entscheiden. 13.1 13.1.1 Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Par- tei auferlegt. Unterliegt diese nur teilweise, so wer den die Kosten ermä s-A-3505/2012 Seite 36 sigt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Keine Verfahrenskosten haben Vorinstanzen oder Bundesbehörden zu tragen; anderen als Bundesbehörden, die B e- schwerde führen und unterliegen, werden Verfahrenskosten auferlegt, soweit sich der Streit um vermöge nsrechtliche Interessen von Körper- schaften oder autonomen Anstalten dreht (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht setzt die Kosten für die Durchführung des B e- schwerdeverfahrens – einschliesslich der Kosten für die Zwischenverf ü- gungen vom 7. August 2012 und 7. Dezember 2012 – auf insgesamt Fr. 15'000.- fest (Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Im vorliegenden Fall wird die Beschwerde im Hauptpu nkt abgewiesen. Durchgedrungen ist die Beschwerdeführerin mit ihren Rechtsbegehren lediglich betr. Ziff. 2 letzter Satz und Ziff. 4 der angefochtenen Verfügung sowie mit ihren prozessualen Anträgen in de r Zwischenverfügung vom 7. August 2012 betr. Wiederhe rstellung der aufschiebenden Wirkung (vollständig) sowie in der Zwischenverfügung vom 7. Dezember 2012 betr. Akteneinsicht (teilweise). Bei diesem Verfahrensausgang ist die Be - schwerdeführerin als zu vier Fünfteln unterliegend zu betrachten. 13.1.2 Es stellt sich indes die Frage, ob die Beschwerdeführerin als sp e- zialgesetzliche Aktiengesellschaft von der Gebührenpflicht gemäss Art. 63 Abs. 2 VwVG befreit ist. Im kürzlich ergangenen Urteil 1C_602/2012 vom 2. April 2014 E. 10 hat das Bundesgericht seine Praxis bestätigt, demge- mäss im bundesgerichtlichen Verfahren die SBB keine Kosten tragen und keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung haben, da sie öffentlich - rechtliche Aufgaben wahrnehmen ( Art. 66 Abs. 4 und Art. 68 Abs. 3 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110] i.V.m. Art. 2 und 3 SBBG; vgl. BGE 126 II 54 E. 8, BGE 139 II 289 nicht publ. E. 5; vgl. für die Kosten vor Bundesverwaltungsgericht Urteil des Bu n- desgerichts 1C_602/2012 vom 2. April 2014 E. 10). Anders als Art. 66 Abs. 4 BGG knüpft der Wortlaut von Art. 63 Abs. 2 VwVG, der für das Ver- fahren vor Bundesverwaltungsgericht massgebend ist, nicht an die Wahr- nehmung öffentlicher Aufgaben, sondern an den Behördenbegriff an . Die dargelegte Rechtsprechung des Bundesgerichts kann somit für den vo r- liegenden Fall nicht unbesehen übernommen werden, auch wenn bei de Gesetzesbestimmungen letztlich auf Art. 156 Abs. 2 des früheren Bun- desrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 (OG, BS 3 521) zu- rückgehen (vgl. Art. 158 Abs. 3 OG; Botschaft des Bundesrates an die Bundesversammlung über das Verwaltungsverfahren vom 24. September A-3505/2012 Seite 37 1965, BBl 1965 II 1348, S. 1372; MARCEL MAILLARD, Praxiskommen tar, Art. 63 N. 5). Auf Bundesebene ist der organisatorische Geltungsbereich des VwVG in Art. 1 Abs. 2 VwVG definiert ( NADINE MAYHALL, Praxiskommentar, Art. 1 N. 8). Als spezialgesetzliche Aktiengesellschaft fällt die SBB gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht mehr unter die autonomen eidgenössischen Anstalten und Betriebe nach Art. 1 Abs. 2 Bst. c VwVG (BGE 126 II 54 E. 8; Entscheid der Rekurskommission UVEK vom 17. Oktober 2000, veröffentlicht in Verwaltungspraxis der Bundesbehö r- den [VPB] 65.63 E. 5.2.2; vgl. anders Urteil des Bundesverwaltungsg e- richts A-7454/2009 vom 29. März 2011 E. 1.1.2). Der Anwendungsbereich von Art. 1 Abs. 2 Bst. e VwVG betr. Verwaltungsträger ausser halb der Bundesverwaltung ist sodann lediglich unter der Voraussetzung eröffnet, dass sich der ausserhalb der Bundesverwaltung stehende Verwaltungs- träger im betreffenden Einzelfall der Handlungsform der Verfü gung im Sinn von Art. 5 VwVG bedient ( MAYHALL, Praxiskommentar, Art. 1 N. 31; vgl. BGE 101 Ib 99 E. 2b). Letztere Bestimmung greift für die vorliegende Streitsache somit ebenfalls nicht, da der Beschwerdeführerin im Bereic h der Abgeltung des RPV keine Verfügungsbefugnis zusteht. Nach der dar- gelegten Rechtslage kommt der Beschwerdeführerin im vorliegenden Fall keine Behördeneigenschaft im Sinn von Art. 63 Abs. 2 i.V.m. Art. 1 Abs. 2 VwvG zu . Sie wird daher im Um fang ihres Unterliegens kostenpflichtig und hat vier Fünftel der Verfahrenskosten, mithin Fr. 12'000.-, zu tragen. Die Kosten werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 15'000.- verrechnet. Der Überschuss von Fr. 3'000.- ist der Beschwer- deführerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurüc k- zuerstatten. 13.1.3 Kosten auferlegt werden nur Personen, die Parteistellung im B e- schwerdeverfahren haben. Nebst der beschwerdeführenden Partei kommt auch demjenigen Parteistellung zu, der sich mit eigenen Anträgen am Beschwerdeverfahren beteiligt hat ( BVGE 2011/19 E. 59.1; MICHAEL BEUSCH, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], Zürich/St. Gallen 2008, Art. 63 Rz. 12). Bei den Beigeladen en handelt es sich um öffentlich -rechtliche Körperschaften, die sich mit eigenen Anträgen am vorliegenden Verfah- ren beteiligt und Vermögensinteressen verfolgt haben. Praxisgemäss gilt die Kostenpflicht bei vermögensrechtli chen Streitigkeiten gemäss Art. 63 Abs. 2 VwVG unabhängig von der Parteirolle ( vgl. Urteile des Bunde s- verwaltungsgerichts A-5086/2013 vom 2. April 2014 E. 4.1, A-5044/2011 A-3505/2012 Seite 38 vom 29. März 201 2 E. 5.1, A-7810/2010 vom 15. Juli 2011 E. 5 und A-1034/2010 vom 13. Januar 2011 E. 15.2; JÉRÔME CANDRIAN, Introduc- tion à la procédure administrative fédérale, Basel 2013, Rz. 212). Folglich sind die Beigeladenen im Umfang ihres Unterliegens von einem Fünftel ebenfalls für kostenpflichtig zu erklären. Sie haben die restlichen Verfa h- renskosten von Fr. 3'000.- zu gleichen Teilen und unter solidarischer Haf- tung zu übernehmen (vgl. Art. 6a VGKE). 13.1.4 Der Vorinstanz sind keine Verfahrenskosten zu überbinden (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 13.2 13.2.1 Obsiegende Parteien haben Anspruch auf eine Parteientschäd i- gung für die ihnen er wachsenen notwendigen Kosten. Keinen Anspruch auf Parteientschädigung haben Bundesbehörden und, in der Regel, a n- dere Behörden, die al s Parteien auftreten ( Art. 7 Abs. 3 VGKE). Diese fehlende Anspruchsberechtigung der B undesbehörden stellt das zwi n- gende Kor relat zur fe hlenden Kostenpflicht dar (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Daraus ist umgekehrt zu folgern, dass bei grundsätzlich bestehender Kostenpflicht einer Behörde dieser bei Obsiegen entsprechend auch eine Parteientschädigung zuzusprechen ist (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 4.66 mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-6484/2011 vom 21. November 2012 E. 6). Nebst der Beschwerdeführe- rin im Umfange des teilweisen Obsiegens haben demgemäss auch die anwaltlich vertretenen Beigeladenen einen Anspruch auf Parteientschädi- gung (vgl. Urteile des Bundes verwaltungsgerichts A-6403/2010 vom 7. April 2011 E. 8 und A-5646/2008 vom 13. August 2009 E. 3.4 und E. 12 mit Hinweisen). Der Rechtsvertreter der Beigeladenen hat am 21 . Mai 2013 eine Koste n- note eingereicht und stellt darin bei einem Zeitaufwand von insgesamt 117.6 Stunden und einem Ansatz von Fr. 400.- für Partner bzw. von Fr. 330.- für Mitarbeitende ein Honorar von insgesamt Fr. 45'186.75.- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) in Rechnung. Angesichts des erhöh- ten Koordinationsbedarfs, der Komplexität der vorliegenden Streitsache sowie der Streitsumme erscheint der geltend gemachte Aufwand gerecht- fertigt. Der Schriftenwechsel nach dem 21. Mai 2013 wird dabei von der Kostennote der Beigeladenen nich t erfasst, weshalb diese r zusätzlich in Anwendung von Art. 14 Abs. 2 VGKE aufgrund der Akten festzusetzen ist. A-3505/2012 Seite 39 Die Parteikosten der Beigeladenen belaufen sich auf diese Weise auf ge- samthaft Fr. 46'000.-. 13.2.2 Entsprechend dem auf die Verfahrenskosten angewandten Verteil- schlüssel haben die Beigeladenen Anspruch auf Ersatz von vier Fünft eln und die beschwerdeführende Seite Anspruch auf einen Fünftel der ersatz- fähigen Parteikosten. Praxisgemäss werden die Parteikostenansprüche jeder Seite behandelt, als ob sie quan titativ gleichwertig wären, und ve r- rechnet, so dass die Beschwerdeführerin den Beigeladenen im Ergebnis drei Fünftel von deren Parteikosten zu ersetzen haben (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-5272/2009 vom 30. November 2010 E. 15). Damit verblei bt eine pauschale Partei entschädigung von gesamthaft Fr. 27'600.- (drei Fünftel von Fr. 46'000.- [inkl. Mehrwertsteuer und Ausla- gen]), die den Beigeladenen von der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zu entrichten ist. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und Ziff. 2 letzter Satz sowie Ziff. 4 der Verfügung vom 30. Mai 2012 werden aufgehoben. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. 2.1 Der Beschwerdeführerin werden für das Verfahren vor Bundesverwal- tungsgericht Verfahrenskosten in der Höhe von Fr 12'000.- auferlegt. Die- ser Betrag wird mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 15'000. - verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 3'000. - wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. Hierzu hat sie dem Bundesverwaltungsgericht ihre Bank - oder Postver- bindung bekannt zu geben. 2.2 Die Beigeladenen werden für das Verfahren vor Bundesverwaltung s- gericht mit Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 3'000.- belastet. Sie ha- ben diesen Betrag innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft des vo r- liegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse des Bundesverwaltung s-A-3505/2012 Seite 40 gerichts zu überweisen. Die Zustellung des Einzahlu ngsscheins erfolgt mit separater Post. 3. Den Beigeladenen wird eine Parteientschädigung von gesamthaft Fr. 27'600.- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zugesprochen, welche ihnen von der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft des vo r- liegenden Urteils zu vergüten ist. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. 720/2012-05-07/238; Einschreiben) – das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde) – die Beigeladenen (Gerichtsurkunde) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Christoph Bandli Flurina Peerdeman A-3505/2012 Seite 41 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), soweit er nicht un- ter die Ausnahme gemäss Art. 83 Bst. k BGG fällt. Die Frist steht still vom 15. Juli bis und mit dem 15. August (Art. 46 Abs. 1 Bst. b BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: