<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2018.00841</span></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Philipp<br/>Ersatzrichterin Bänninger Schäppi<br/>Gerichtsschreiberin Meier</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 30. November 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die 1997 geborene X.___ war zuletzt als Malerin bei der Y.___ tätig (Urk. 9/19). Am 4. März 2017 verdrehte sie sich beim Einsteigen in ihr Motorfahrzeug das rechte Knie (Urk. 9/1/1), was eine Patella-Luxation zur Folge hatte (Urk. 9/1/5). Am 9. Juni 2017 (Eingangsdatum) meldete sie sich unter Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weis auf Kniebeschwerden bei der Invalidenversicherung des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 9/4). Die IV-Stelle tätigte in der Folge medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zinische (Urk. 9/13, 9/16) und erwerbliche (Urk. 9/19) Abklärungen und holte die Akten der Unfallversicherung (Urk. 9/7, 9/21) ein. Am 17. Oktober 2017 wurde die Versicherte am rechten Knie operiert (Urk. 9/21/62). Im Rahmen der Berufs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ratung führte die IV-Stelle am 27. Februar 2018 mit der Versicherten ein Erst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gespräch durch, anlässlich welchem die Versicherte ihren Wunsch nach einer Umschulung zur Physiotherapeutin äusserte (Urk. 9/35/3). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 9/32) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichtlich Umschulung zur Physiotherapeutin mit Verfügung vom 13. September 2018 (Urk. 2 [=Urk. 9/34]) ab.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 26. September 2018 (Urk. 1) Beschwerde und beantragte, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Kosten einer Umschulung zur Physiotherapeutin (mit oder ohne Taggeld) zu übernehmen. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 30. Oktober 2018 (Urk. 8) auf Abweisung der Beschwerde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3. </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) Sie kann Folge von Geburts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gliche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit (Abs. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Nach Massgabe der Art. 13 und 21 IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich (Abs. 2). Nach Massgabe von Art. 16 Abs. 2 lit. c IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu erhalten oder zu verbessern (Abs. 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahmen (lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gliederung (lit. a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln (lit. d).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 17 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den kann (Abs. 1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit ist die Wiedereinschulung in den bisherigen Beruf gleichgestellt (Abs. 2). Als Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schulung gelten gemäss Art. 6 Abs. 1 IVV Ausbildungsmassnahmen, die Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherte nach Abschluss einer erstmaligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne vorgängige berufliche Ausbildung wegen ihrer Invalidität zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit benötigen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung ist unter Umschulung grundsätzlich die Summe der Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die notwendig und geeignet sind, der vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewesenen ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherten Person eine ihrer früheren annähernd gleichwertige Erwerbsmöglichkeit zu vermitteln. Dabei bezieht sich der Begriff der «annähernden Gleichwertigkeit» nicht in erster Linie auf das Ausbildungsniveau als solches, sondern auf die nach erfolgter Eingliederung zu erwartende Verdienstmöglichkeit. In der Regel besteht nur ein Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Umständen bestmöglichen Vorkehren. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Denn das Gesetz will die Eingliederung lediglich so weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist (BGE 130 V 488 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_163/2008 vom 8. August 2008 E. 2.2). Schliesslich setzt der Anspruch auf Umschulung voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere des Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten und in den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20 % erleidet, wobei es sich um einen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">blossen Richtwert handelt (BGE 130 V 488 E. 4.2, 124 V 108 E. 2a und b mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen auf u.a. AHI 1997 S. 80 E. 1b; ZAK 1984 S. 91 oben, 1966 S. 439 E. 3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Rechtsprechung (BGE 143 V 95 E. 3.6.2) kann nach dem in Art. 9 der Bundesverfassung (BV) verankerten Grundsatz von Treu und Glauben eine un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richtige Auskunft, welche eine Behörde dem Bürger erteilt, unter gewissen Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ständen Rechtswirkungen entfalten. Voraussetzung dafür ist, dass: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">es sich um eine vorbehaltslose Auskunft der Behörden handelt;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Auskunft sich auf eine konkrete, den Bürger berührende Angelegenheit bezieht;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Amtsstelle, welche die Auskunft gegeben hat, dafür zuständig war oder der Bürger sie aus zureichenden Gründen als zuständig betrachten durfte;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">d) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Bürger die Unrichtigkeit der Auskunft nicht ohne Weiteres hat erkennen können; </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Bürger im Vertrauen hierauf nicht ohne Nachteile rückgängig zu machende Dispositionen getroffen hat; </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">f) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Rechtslage zur Zeit der Verwirklichung noch die gleiche ist wie im Zeitpunkt der Auskunftserteilung;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">g) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">das Interesse an der richtigen Durchsetzung des objektiven Rechts dasjenige am Vertrauensschutz nicht überwiegt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vertrauensschutz setzt nicht zwingend eine unrichtige Auskunft oder Verfügung voraus; er lässt sich auch aus einer blossen behördlichen Zusicherung und sonstigem, bestimmte Erwartungen begründendem Verhalten der Behörden her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leiten. Unterbleibt eine Auskunft entgegen gesetzlicher Vorschrift (vgl. Art. 27 ATSG) oder obwohl sie nach den im Einzelfall gegebenen Umständen geboten war, hat die Rechtsprechung dies der Erteilung einer unrichtigen Auskunft gleichgestellt (BGE 131 V 472 E. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im angefochtenen Entscheid (Urk. 2) erwog die Beschwerdegegnerin, dass eine Tätigkeit als Physiotherapeutin nach Einschätzung des regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) nicht behinderungsangepasst sei, weshalb die Beschwerdeführerin hierbei nicht in der Umschulung unterstützt werden könne. Infolgedessen wies sie deren Leistungsbegehren ab. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber brachte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor (Urk. 1), ihr sei im Gespräch vom 27. Februar 2018 und beim Telefonat vom 4. April 2018 mitgeteilt worden, dass die IV-Stelle für die Kosten ihrer Umschulung aufkommen werde, was sie als verbindliche Zusage erachtet habe. Infolge ihrer Knieverletzung sei sie nicht mehr in der Lage, ihren bisherigen Beruf als Malerin auszuüben. Ihr sei zu einer sitzenden Tätigkeit geraten worden, was im Beruf der Physio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">the</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rapeutin durchaus der Fall sein könne. Der RAD gehe daher fälschlicherweise </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">davon aus, dass es sich beim Beruf der Physiotherapeutin nicht um eine behin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsangepasste Tätigkeit handle. Des Weiteren sei der Heilungsverlauf schleppend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und noch nicht abgeschlossen. Im Übrigen sei ihr weder der Vorbescheid noch die Verfügung der IV-Stelle eingeschrieben (und damit fristauslösend) zugesandt worden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 11. Mai 2017 stellten Dr. med Z.___ und Dr. med. A.___ vom B.___ fest, dass sich die Beschwerdeführerin am 4. März 2017 eine Patella-Luxation im rechten Kniegelenk zugezogen hatte. Seit dem Unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ereignis am 4. März 2017 habe diese ihre Tätigkeit als Malerin zwar wieder auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genommen, in den vergangenen zwei Wochen seien die Schmerzen jedoch erneut schlimmer geworden. Falls erneut eine Patellaluxation erfolgen sollte, sei eine operative Stabilisierung zu empfehlen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 10. August 2017 hielt Dr. med. C.___, Fachärztin für Chirurgie fest, eine Einschränkung in der angestammten, körperlich schweren, Tätigkeit sei überwiegend wahrscheinlich. Vor einer abschliessenden Beurteilung sei jedoch erneut ein MRI des Knies zu erstellen (Urk. 9/21/24-26). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit MRI-Befund vom 11. August 2017 (Urk. 9/13) stellte Dr. med. D.___, Facharzt für Radiologie, einen inzwischen ausgeprägten retropatellären Knorpelschaden fest. Infolgedessen wurde am 17. Oktober 2017 am B.___ eine Kniegelenksoperation mit MPFL (Mediales Petallo-Femorales-Ligament)-Rekonstruktion durchgeführt (Urk. 9/16).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. E.___, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, RAD, hielt am 5. Februar 2018 (Urk. 9/33) fest, dass die angestammte Tätigkeit als Malerin der Beschwerdeführerin fortan nicht mehr zumutbar sei. Dem Belastungsprofil entspreche eine überwiegend sitzend ausgeübte, leichte wechselbelastende Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit mit gelegentlichem Heben und Tragen von Lasten bis 5kg, ohne Knien, Krie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen, Hocken, Kauern, ohne Arbeiten mit erhöhten Anforderungen an die Stand- und Gangsicherheit und ohne dauerhaftes Gehen und Stehen auf unebenem Grund sowie ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juli 2018 (Urk. 3/58) stellte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">appa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rates</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, eine insuffiziente VKB-Plastik des rechten Kniegelenks fest. Bei der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführerin würden sich persistierende Knieschmerzen zeigen, bei welchen die Physiotherapie zu keiner weiteren Verbesserung führe. Er erklärte, dass auch ein weiteres operatives Vorgehen keine Schmerzfreiheit garantieren könne. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 11. Oktober 2018 (Urk. 6) teilte Dr. F.___ zuhanden der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">füh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rerin mit, durch einen Wechsel in der Physiotherapie sei in letzter Zeit eine Verbesserung des Zustandes festzustellen gewesen. Daher könne noch nicht ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schliessend beurteilt werden, ob die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit tatsächlich nicht mehr arbeitsfähig sei. Dies sei vom weiteren Heilungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verlauf abhängig. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorab ist festzuhalten, dass die IV-Stelle nicht dazu verpflichtet ist, ihre Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gungen mit eingeschriebener Postsendung zu verschicken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung obliegt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">jedoch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Beweis der Tatsache sowie des Zeitpunktes der Zustel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung einer Verfügung der Verwaltung. Weil der Sozialversicherungsprozess von der Untersuchungsmaxime beherrscht wird, handelt es sich dabei nicht um die subjektive Beweisführungslast (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ZGB), sondern in der Regel nur um die soge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nannte objektive Beweislast in dem Sinne, dass im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 117 V 261 E. 3b). Wird die Tatsache oder das Datum uneingeschriebener Sendungen bestritten, muss daher im Zweifel auf die Darstellung der Empfängerin oder des Empfängers abgestellt werden (BGE 124 V 400 E. 2a mit Hinweisen).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Die Beschwerdeführerin bestreitet grundsätzlich nicht, dass ihr sowohl der Vorbescheid als auch die Verfügung zugestellt wurden. Die Zustellung per A-Post erfolgte dabei fristauslösend. Da die Beschwerde (Urk. 1) vom 26. September 2018 datiert und die Verfügung der IV-Stelle (Urk. 2) am 13. September 2018 erstellt wurde, erfolgte die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erhebung im vorliegenden Fall unabhängig vom tatsächlichen Zustellzeitpunkt in jedem Fall fristwahrend, innert der 30-tägigen Beschwerdefrist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zu prüfen ist weiter, ob sich die Beschwerdeführerin nach Treu und Glauben auf eine Zusage der IV-Stelle zur Übernahme von Umschulungskosten verlassen durfte. Damit der Vertrauensschutz greift, muss die Aussage der zuständigen Behörde vorbehaltlos erfolgt sein (E. 1.5). Vorliegend wurde der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">füh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rerin anlässlich des Erstgesprächs am 27. Februar 2018 zwar mitgeteilt, dass sie grundsätzlich Anspruch auf Umschulungsmassnahmen habe, dass aber hinsicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich Vergleichsrechnung und Belastungsprofil für die Umschulung zur Physio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">therapeutin noch Unklarheiten bestünden und deshalb noch weitere Abklärungen notwendig seien. Mit Telefongespräch vom 8. März 2018 wurde der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin mitgeteilt, dass die Vergleichsrechnung in Ordnung sei, jedoch weiter abzuklären sei, ob die Tätigkeit der Physiotherapeutin dem Belastbarkeitsprofil entspreche. Im Telefongespräch vom 17. April 2018 wurde der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">füh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rerin schliesslich mitgeteilt, dass die Tätigkeit als Physiotherapeutin nicht behin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derungsangepasst sei (Urk. 9/35). Demnach hat die Beschwerdegegnerin weder eine Zusage hinsichtlich Umschulung zur Physiotherapeutin gemacht, noch wäre eine solche vorbehaltlos erfolgt. Im Gegenteil hielt die Beschwerdegegnerin gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">über der Beschwerdeführerin stets fest, dass die Beurteilung des Anspruchs von weiteren Abklärungen abhängig sei. Die Beschwerdeführerin kann sich im vorliegenden Fall daher nicht auf den Vertrauensschutz berufen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrer Leistungsbeurteilung auf die Stellungnahme des RAD (E. 3.4), wonach der Beschwerdeführerin die ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei, die Tätigkeit als Physiotherapeutin aber nicht als behinderungsangepasst betrachtet werden könne (vgl. Urk.9/35/4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">suchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie wür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. E.___ hielt in seiner Stellungnahme fest, dass die angestammte Tätigkeit der Beschwerdeführerin nicht mehr zumutbar sei und formulierte ein Belastungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">profil für eine angepasste Tätigkeit. Demzufolge hat eine angepasste Tätigkeit überwiegend sitzend zu erfolgen und sind insbesondere das Knien, Kriechen, Hocken und Kauern sowie erhöhte Anforderungen an die Stand- und Gangsi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit auf unebenem Grund zu vermeiden (E. 3.4). Dass ein solches Belas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungsprofil die Tätigkeit als Physiotherapeutin ausschliesst, ist ohne Weiteres nachvoll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziehbar. Die Physiotherapeutin unterstützt Menschen jeden Alters darin, eine grösstmögliche Bewegungs- und Leistungsfähigkeit zu entwickeln, zu erhal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten oder wieder zu erreichen, wobei sie nicht nur passive, sondern insbesondere auch aktive, manuelle oder physikalische Behandlungsmethoden anwendet und Pati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten mit gezielten Übungen (z.B. mit Hanteln, Fitnessgeräten, Therapiebällen etc.) anleitet und falsche Ausführungen korrigiert. Mithin erfordert der Beruf als Physiotherapeutin - entgegen der Annahme der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 2) - umfassende körperliche Fitness, welche Anforderungen die Beschwerdeführerin - zumindest aktuell - nicht erfüllt. Solange es an einer Arbeitsfähigkeit in der bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">herigen, körperlich eher anspruchsvollen Tätigkeit als Malerin (vgl. Urk. 6/33) mangelt, ist auch eine Eignung als Physiotherapeutin nicht gegeben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Mit Blick auf diese Aktenlage ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gegnerin einen Umschulungsanspruch der Beschwerdeführerin zur Physiothe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">peutin verneint hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin unter Hinweis auf ihren behandelnden Arzt nunmehr vorbringt, die gesundheitliche Situation sei noch nicht stabil und die Frage, ob sie in ihrem angestammten Beruf als Male</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rin künftig wieder tätig sein könne, sei noch nicht abschliessend zu beantworten (Urk. 5, Urk. 6). Sollte sich bewahrheiten, dass der Beschwerdeführerin ihre angestammte Tätigkeit (wieder) zumutbar ist, so entfällt ein Anspruch auf Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">schu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lung ohnehin gänzlich.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Lichte der obigen Erwägungen besteht kein Anspruch der Beschwerdeführerin auf Umschulung zur Physiotherapeutin. Die angefochtene leistungsverweigernde Verfügung befasst sich ausdrücklich und abschliessend mit dem Anspruch auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Umschulung zur Physiotherapeutin. Über weitere Umschulungsmassnahmen wurde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht entschieden und es wurde der Beschwerdeführerin mitgeteilt, dass sie diesbezüglich ein neues Gesuch einreichen könne. Dazu ist jedoch anzumerken, dass generell kein Anspruch auf Umschulungsmassnahmen besteht, sollte sich die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit als weiterhin arbeitsfähig erweisen (vgl. E. 3.6 und 4.3.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerde ist unbegründet und daher abzuweisen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Kosten des Verfahrens gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind ermessensweise auf Fr. 600.-- festzusetzen und entsprechend dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verfahrensausgang </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der unterlie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führ</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">600</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstMeier</p><p></p></div> </div></body></html>