<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">6B_57/2009 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 1. Mai 2009 </div> <div class="para">Strafrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Favre, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Ferrari, Mathys, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Borner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, vertreten durch Fürsprecher Dr. Walter Heuberger, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau, Frey- Herosé-Strasse 12, Wielandhaus, 5001 Aarau, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Widerhandlung gegen das SVG, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts </div> <div class="para">des Kantons Aargau, Strafgericht, 3. Kammer, </div> <div class="para">vom 3. Dezember 2008. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sachverhalt: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A. </div> <div class="para">Das Gerichtspräsidium Baden verurteilte X.________ am 16. Juli 2008 wegen grober Verkehrsregelverletzung (ungenügendes Abstandhalten beim Hintereinanderfahren) zu einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu Fr. 200.-- und einer Busse von Fr. 500.--. Für den Fall, dass die Busse nicht bezahlt wird, setzte es eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen fest. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Eine Berufung des Verurteilten hiess das Obergericht des Kantons Aargau am 3. Dezember 2008 teilweise gut. Es bestimmte die Ersatzfreiheitsstrafe auf 3 Tage und bestätigte im Übrigen den erstinstanzlichen Entscheid. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B. </div> <div class="para">X.________ führt Beschwerde in Strafsachen und beantragt, das angefochtene Urteil sei aufzuheben, und er sei wegen einfacher Verkehrsregelverletzung mit Fr. 350.-- zu büssen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Verurteilung des Beschwerdeführers basiert auf einem Polizeirapport. Danach folgten die Polizisten dem Fahrzeug des Beschwerdeführers in Neuenhof auf der Autobahn (Überholspur) über eine Distanz von ca. 1'300 m. Die Geschwindigkeit habe zirka 100 km/h, der Abstand des Beschwerdeführers zum vor ihm fahrenden Fahrzeug habe 10-15 m resp. maximal 2-3 PW-Längen betragen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Weil die rapportierte Geschwindigkeit eine Zirka-Angabe ist, legte die Vorinstanz zugunsten des Beschwerdeführers ihrem Urteil eine Geschwindigkeit von 90 km/h zugrunde "in sinngemässer Anwendung der technischen Weisungen über Geschwindigkeitskontrollen im Strassenverkehr, Ziff. 7.3" (angefochtener Entscheid S. 6 Ziff. 2.2.2). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz vermische willkürlich die Auslegung der Geschwindigkeitsangabe "ca. 100 km/h" mit der Sicherheitsmarge, die gemäss den Technischen Weisungen zwingend abzuziehen sei. Bevor sie abgezogen werden könne, müsse zuerst die massgebliche Geschwindigkeit bestimmt werden. Folglich hätte die Vorinstanz von der Angabe "ca. 100 km/h" auf die massgebliche Geschwindigkeit von 90 km/h schliessen und davon die Sicherheitsmarge abziehen müssen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer beruft sich vergeblich auf die Technischen Weisungen des UVEK über Geschwindigkeitskontrollen im Strassenverkehr vom 10. August 1998. Denn diese Weisungen betreffen ausschliesslich Geschwindigkeitsmessungen, die mit Geräten festgestellt werden (vgl. Weisungen, Ziff. 1), was bei der Fahrt des Beschwerdeführers nicht der Fall war. Zudem wird in Ziffer 13 der Weisungen ausdrücklich festgehalten, dass die freie Beweiswürdigung durch die Gerichte unberührt bleibt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Dass und inwiefern gestützt auf den Polizeirapport die von der Vorinstanz angenommene Geschwindigkeit von 90 km/h willkürlich sein sollte, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Strafgericht, 3. Kammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 1. Mai 2009 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Favre Borner </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>