Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Kammer III III 2023 46 Gegen diesen Entscheid wurde Beschwerde beim Bundesgericht erhoben (Verfahren 1C_511/2023) Entscheid vom 20. Juli 2023 Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident Monica Huber-Landolt, Richterin Irene Thalmann, Richterin MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber Parteien A.________ AG, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. B.________, gegen 1.Bezirksrat Einsiedeln, Hauptstrasse 78, Postfach 161, 8840 Einsiedeln, 2.Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, Postfach 1186, 6431 Schwyz, 3.Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, Postfach 1260, 6431 Schwyz, Vorinstanzen, Gegenstand Planungs- und Baurecht (nachträgliche Baubewilligung)2 Sachverhalt: A.Die A.________ AG (nachstehend Bauherrschaft) ist Alleineigentümerin des Grundstücks KTN __01 (932 m 2), C.________, D.________-strasse __02, Einsiedeln. Dieses Baugrundstück liegt in einer Wohnzone 1 (W1). Es grenzt öst- lich an die D.________-strasse (KTN __03; Kantonsstrasse, im Eigentum des Kantons Schwyz). Weiter östlich liegt der E.________-see. Die Bauherrschaft reichte am 11. März 2019 beim Bezirksrat Einsiedeln ein Ge- such für den Abbruch des bestehenden Wohnhauses und den Neubau eines Mehrfamilienhauses (MFH) mit Tiefgarage auf dem Baugrundstück ein. Eine hiergegen erhobene Einsprache wurde am 28. Juni 2019 wieder zurückgezogen. Mit Beschluss (BRB) Nr. 2019.176 vom 14. August 2019 erteilte der Bezirksrat die Baubewilligung gestützt auf den Gesamtentscheid des Amts für Raument- wicklung (ARE) vom 12. Juli 2019. Mit BRB Nr. 146 vom 16. September 2019 erteilte die Bau- und Umweltbehörde des Bezirks Einsiedeln zudem die Bewilligung für eine Wärmepumpe mit Erd- wärmenutzung. Mit BRB Nr. 083 vom 11. Mai 2020 bewilligte die Bau- und Umweltbehörde des Bezirks gestützt auf den Gesamtentscheid des ARE vom 24. April 2020 eine Pro- jektanpassung bzw. eine Vergrösserung der Kellerräume und Änderungen am Sitzplatz im Nordwesten des Wohnhauses. B.Anlässlich der Baukontrolle vom 13. November 2020 wurden neben ande- ren unbewilligten Abweichungen von den erteilten Baubewilligungen festgestellt, dass die Bauherrschaft anstelle der bewilligten Wärmepumpe mit Erdwärmenut- zung eine Luft/Wasser-Wärmepumpe mit Aussenaufstellung installieren und Än- derungen bei der Umgebungsgestaltung vorgenommen hatte. Die Bauherrschaft reichte hierfür am 14. Dezember 2020 auf Aufforderung hin ein nachträgliches Baugesuch für die bereits erstellte Luft/Wasser-Wärmepumpe ein. Am 23. De- zember 2020 reichte sie auch noch das geforderte Baugesuch für die unbewillig- ten Änderungen der Umgebungsgestaltung ein. Im Amtsblatt Nr. __ vom ______ 2021 (S. __) wurden die Baugesuche für die Luft/Wasser-Wärmepumpe (Aus- senaufstellung; Projektanpassung zu Neubau mit Wohnhaus mit Tiefgarage; be- reits ausgeführt) sowie die Umgebung je einzeln publiziert und öffentlich aufge- legt. C.1Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs zur vorgesehenen Nichtbewilli- gung der unerlaubten Änderungen wegen Missachtung des Gewässerraums verweigerte das ARE mit Gesamtentscheid (B2019-0032-P3) vom 11. Mai 2022 3 die kantonale Baubewilligung für das Baugesuch B2021-0026 betreffend die be- reits ausgeführte Luft/Wasser-Wärmepumpe. Zur Wiederherstellung des recht- mässigen Zustandes wurde die Verschiebung der Luft/Wasser-Wärmepumpe in einen Bereich ausserhalb des Gewässerraums verlangt. Mit BRB Nr. 2022.153 vom 29. Juni 2022 entschied der Bezirksrat unter Eröffnung des Gesamtent- scheides des ARE wie folgt: 1 Die nachgesuchte Baubewilligung wird im Sinne der Erwägungen abgelehnt. 1.1 Der Gesamtentscheid des Amtes für Raumentwicklung vom 11. Mai 2022 ist Bestandteil dieser Baubewilligung. Die entsprechenden Auflagen und Nebenbestimmungen sind strikt zu befolgen. 1.2 Gemäss Kapitel lV Dispositiv Ziffer 2 des Gesamtentscheides (GE) sind nachfolgende Massnahmen erforderlich: - Verschiebung der Luft/Wasser-Wärmepumpe ausserhalb des Gewässerraums Für die Ausführung der Massnahmen wird dem Gesuchsteller eine Frist von drei Monaten ab Rechtskraft dieser Verfügung eingeräumt (vgl. Dispositiv Ziffer 3 des GE) lnnert dieser Frist ist ein bewilligungsfähiges Projekt im Sinne der Erwägungen und Ziffer 8 des Sachverhalts beim Bezirk einzureichen. 1.3 Vollstreckungsandrohungen 2 (Verzeigung) 3-6 (Gebühren/Kosten bei verspäteter Meldung meldepflichtiger Bauschritte; Behandlungsgebühren; Rechtsmittelbelehrung; Zufertigung). C.2Gegen diesen BRB Nr. 2022.153 vom 29. Juni 2022 erhob die Bauherr- schaft mit Eingabe vom 9. August 2022 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz mit den folgenden Anträgen (Verfahren I [VB 163/2022]): 1. Der Beschluss des Bezirksrates Einsiedeln Nr. 2022.153 vom 29. Juni 2022 und der dazugehörige Gesamtentscheid des Amts für Raumentwicklung vom 11. Mai 2022 seien aufzuheben und die Bewilligung für die Projektänderungen zum Abbruch Wohnhaus (Assek.-Nr. __04), Neubau Wohnhaus mit Tiefgarage betreffend Luft/Wasser-Wärmepumpe (Aussenaufstellung) auf KTN __01, D.________-strasse __02, D.________, sei zu erteilen. 2. Eventualiter sei auf die Anordnung der Verschiebung der Luft/Wasser- Wärmepumpe ausserhalb des Gewässerraums gemäss Ziff. 1.2. des Beschlusses des Bezirksrates Einsiedeln vom 29. Juni 2022 und Ziff. 2 des Gesamtentscheids des Amts für Raumentwicklung vom 11. Mai 2022 zu verzichten. 3. Subeventualiter seien der Beschluss des Bezirksrates Einsiedeln Nr. 2022.153 vom 29. Juni 2022 und der dazugehörige Gesamtentscheid des Amts für Raumentwicklung vom 11. Mai 2022 aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanzen zurückzuweisen.4 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. gesetzliche MwSt.) zulasten der Vorinstanzen. Zudem stellte die Bauherrschaft neben dem Antrag (Verfahrensantrag Ziff. 2) auf Vereinigung des Beschwerdeverfahrens mit der Beschwerde gegen den BRB Nr. 2022.154 vom 29. Juni 2022 (vgl. nachstehend lit. D.1 f) folgenden Verfah- rensantrag: 1. Das Beschwerdeverfahren sei zu sistieren, bis der Gewässerraum des E.________-sees im Bezirk Einsiedeln rechtskräftig festgelegt wurde bzw. die laufende Zonenplanrevision im Bezirk Einsiedeln rechtskräftig abgeschlossen ist. D.1Mit Gesamtentscheid (2019-0032-P4) verweigerte das ARE die kantonale Baubewilligung für das Baugesuch B2021-0022 für die bereits ausgeführten zwei Parkplätze, die Sickerverbundsteine, die Treppe und die Blocksteinmauer. Die Bewilligung für die Einfahrt wurde nach den Vorgaben des Tiefbauamtes erteilt. Unter Eröffnung dieses Gesamtentscheides des ARE entschied der Bezirksrat mit BRB Nr. 2022.154 vom 29. Juni 2022 wie folgt: 1 Die nachgesuchte Baubewilligung wird im Sinne der Erwägungen abgelehnt. 1.1 Der Gesamtentscheid des Amtes für Raumentwicklung vom 11. Mai 2022 ist Bestandteil dieser Baubewilligung. Die entsprechenden Auflagen und Nebenbestimmungen sind strikt zu befolgen. 1.2 Gemäss Kapitel lV Dispositiv Ziffer 2 des Gesamtentscheides (GE) sind nachfolgende Massnahmen erforderlich: - Rückführung der beiden Parkplätze und der Sickerverbundsteine, der Treppe und der Blocksteinmauer in den ursprünglichen Zustand, d. h. in den Garten mit einem Zugangsweg (gelb eingezeichnet im Plan AF- Umgebung vom 21. Dezember 2020). Der Einfahrtsbereich in die Kantonsstrasse muss mittels Rabatte, Stellstein oder ähnlichem baulich klar definiert werden. Der Einfahrtsbereich in die Kantonsstrasse ist dabei auf eine Breite von max. 5.50 m zu begrenzen. - Die Sichtweiten müssen auf den definierten Einfahrtsbereich nachgewiesen werden. Innerhalb der Sichtfelder dürfen keine Fahrzeuge, Einfriedungen, Rabatten, Bäume, Sträucher, Schneedepots, Hagungen oder andere Hindernisse, welche höher als 0.60 m, sind, die notwendige Sichtweite behindern. - Die Einfriedungen entlang des Trottoirs sind gegenüber dem Trottoir zu vermassen. - Vor dem Rückbau muss ein angepasster Plan der Einfahrt mit den Sichtweiten und den Vermassungen dem Tiefbauamt zur Genehmigung eingereicht werden. 1.3 Für die Ausführung der Massnahmen gemäss Dispositiv-Ziff. 1.2 wird der Bauherrschaft eine Frist von drei Monaten ab Rechtskraft dieser Verfügung eingeräumt. 5 1.4 Vollstreckungsandrohungen 2. (Verzeigung) 3-6 (Gebühren/Kosten bei verspäteter Meldung meldepflichtiger Bauschritte; Behandlungsgebühren; Rechtsmittelbelehrung; Zufertigung). D.2Gegen diesen BRB Nr. 2022.154 vom 29. Juni 2022 erhob die Bauherr- schaft mit Eingabe ebenfalls vom 9. August 2022 Beschwerde beim Regierungs- rat mit den folgenden Anträgen (Verfahren II [VB 164/2022]): 1. Der Beschluss des Bezirksrates Einsiedeln Nr. 2022.154 vom 29. Juni 2022 und der dazugehörige Gesamtentscheid des Amts für Raumentwicklung vom 11. Mai 2022 seien aufzuheben und die Bewilligung für die Projektänderungen zum Abbruch Wohnhaus (Assek.-Nr. __04), Neubau Wohnhaus mit Tiefgarage betreffend Umgebung (in Abweichung zur Baubewilligung) auf KTN __01, D.________-strasse __02, D.________, sei zu erteilen. 2. Eventualiter sei auf die Anordnung der Rückführungs- und Rückbaumassnahmen gemäss Ziff. 1.2 des Beschlusses des Bezirksrates Einsiedeln Nr. 2022.154 vom 29. Juni 2022 und Ziff. 2. des Gesamtentscheids des Amts für Raumentwicklung vom 11. Mai 2022 zu verzichten. 3. Subeventualiter seien der Beschluss des Bezirksrates Einsiedeln Nr. 2022.154 vom 29. Juni 2022 und der dazugehörige Gesamtentscheid des Amts für Raumentwicklung vom 11. Mai 2022 aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanzen zurückzuweisen. 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. gesetzliche MwSt.) zulasten der Vorinstanzen. Zudem stellte die Bauherrschaft die gleichen Verfahrensanträge wie im Verfah- ren I (VB 163/2022; vorstehend lit. C.2). E.Mit Beschluss (RRB) Nr. 183/2023 vom 7. März 2023 entschied der Regie- rungsrat wie folgt über die beiden Beschwerden vom 9. August 2022: 1. Die Beschwerden I und ll werden abgewiesen 2. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 2400.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt (…). 3. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen. 4.-6. (Rechtsmittelbelehrung, Zustellung). Zum Sistierungsantrag erwog der Regierungsrat (Erw. 5.3), es könne nicht sein, dass die bereits vor über zwei Jahren ohne Bewilligung erstellten und seither wi- derrechtlich genutzten Bauvorhaben mittels Verfahrenssistierung weiterhin be- stehen blieben bzw. provisorisch genutzt werden dürften, bis sich die Rechtslage möglicherweise irgendwann zugunsten der Beschwerdeführerin ändere und die umstrittenen Bauvorhaben bewilligungsfähig würden.6 F.Gegen diesen RRB Nr. 183/2023 (Versand am 14.3.2023) lässt die Bau- herrschaft mit Eingabe vom 4. April 2023 fristgerecht Beschwerde beim Verwal- tungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit den folgenden Anträgen: 1. Der Beschluss Nr. 183/2023 des Regierungsrates vom 7. März 2023 sei aufzuheben und die Bewilligungen für die Projektänderungen zum Abbruch Wohnhaus (Assek.-Nr. __04), Neubau Wohnhaus mit Tiefgarage auf KTN __01, D.________-strasse __02, D.________, betreffend Luft/Wasser- Wärmepumpe (Aussenaufstellung; Gesuch Nr. 2019-0032-P3 [B.2021-0026]) sowie Umgebung (in Abweichung zur Baubewilligung, bereits erstellt; Gesuch Nr. 2019-0032-P4 [B2021-0026]) seien zu erteilen. 2. Eventualiter seien auf die Anordnung der Verschiebung der Luft/Wasser- Wärmepumpe ausserhalb des Gewässerraums gemäss Ziff. 1.2. des Beschlusses des Bezirksrates Einsiedeln Nr. 2022-153 vom 29. Juni 2022 und Ziff. 2 des Gesamtentscheids des Amts für Raumentwicklung vom 11. Mai 2022 sowie auf die Anordnung der Rückführungs- und Rückbaumassnahmen gemäss Ziff. 1.2. des Beschlusses des Bezirksrates Einsiedeln Nr. 2022.154 vom 29. Juni 2022 und Ziff. 2 des Gesamtentscheids des Amts für Raumentwicklung vom 11. Mai 2022 zu verzichten. 3 Subeventualiter sei der Beschluss Nr. 183/2023 des Regierungsrates vom 7. März 2023 aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. gesetzliche MwSt.) zulasten der Vorinstanzen. sowie folgenden Verfahrensanträgen: 1. Das Beschwerdeverfahren sei zu sistieren, bis der Gewässerraum des E.________-sees im Bezirk Einsiedeln rechtskräftig festgelegt wurde bzw. die lau-fende Zonenplanrevision im Bezirk Einsiedeln rechtskräftig abgeschlossen ist. 2. Es sei ein Augenschein vor Ort mit anschliessender öffentlicher Verhandlung durchzuführen. 3. Es seien die vorinstanzlichen Akten beizuziehen. G.Mit der Verfügung vom 5. April 2023 betreffend Fristansetzung zur Einrei- chung einer Vernehmlassung wurden die Vorinstanzen aufgefordert, insbesonde- re auch Stellung zum Sistierungsantrag zu nehmen. Mit Vernehmlassung vom 11. April 2023 beantragt das ARE die Abweisung der Beschwerde wie auch des Sistierungsantrags. Ebenso beantragt der Bezirksrat mit Eingabe vom 13. April 2023, die Beschwerde sei unter Kostenfolgen zu Las- ten der Beschwerdeführerin abzuweisen und auch dem (erneuten) Sistierungsan- trag sei keine Folge zu leisten. Das Sicherheitsdepartement teilt mit Schreiben vom 14. April 2023 seinen Verzicht auf eine Vernehmlassung mit. 7 H.Mit Schreiben vom 18. April 2023 legte das Verwaltungsgericht der Be- schwerdeführerin unter anderem einerseits dar, dass gestützt auf die Erwägun- gen im angefochtenen RRB und die vernehmlassenden Ausführungen des ARE der Abschluss der Gewässerraumfestlegung, ob und wann die Gewässerräume entlang des E.________-sees im Zonenplan grundeigentümerverbindlich festge- legt sein würden, noch keinesfalls in Sichtweite sei. Der Sistierungsantrag sei daher abzuweisen. Anderseits erweise sich ein Augenschein aufgrund einer summarischen Sichtung der aktenkundigen Unterlagen nicht als erforderlich. Die (Nicht-)Wahrung des Gewässerraumes lasse sich ohne weiteres aus den Planun- terlagen ablesen. Der Beschwerdeführerin wurde Frist bis spätestens 28. April 2023 für die Mittei- lung angesetzt, ob am Antrag auf eine öffentliche Verhandlung festgehalten wer- de. Für den Fall des Verzichts wurde gleichzeitig Frist zur Einreichung einer Re- plik (bis spätestens 9.5.2023) angesetzt. Hierauf informierte die Beschwerdeführerin das Verwaltungsgericht mit Schreiben vom 28. April 2023, für den Fall der Gutheissung des Antrages auf einen - ange- zeigten - Augenschein werde auch an der Durchführung einer öffentlichen Ver- handlung festgehalten. Andernfalls (Nichtdurchführung eines Augenscheines) werde auch auf eine öffentliche Verhandlung verzichtet. Mit Schreiben vom 1. Mai 2023 hielt das Verwaltungsgericht an der fehlenden Notwendigkeit eines Augenscheines fest, was einem Verzicht der Beschwerde- führerin auf die Durchführung einer öffentlichen Verhandlung gleichkomme. Die Frist zur Einreichung einer Replik wurde neu auf den 22. Mai 2023 angesetzt. I.Mit Replik vom 12. Juli 2023 (innert erstreckter Frist) hält die Beschwerde- führerin unverändert an ihren Anträgen gemäss der Verwaltungsgerichtsbe- schwerde vom 4. April 2023 fest. Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.1Das trapezförmige Baugrundstück grenzt im Osten auf einer Länge von rund 23 m an die D.________-strasse an. In diesem Bereich liegt es zwischen rund 6 m (nördlich) bis rund 8 m (südlich) innerhalb des Gewässerraumes des E.________-sees von 20 m. Seine Ausdehnung nach West beträgt (maximal) rund 32 m, seine Ausdehnung in Nord-Süd-Richtung auf der Westseite beträgt rund 38 m. Das auf dem trapez- förmigen Baugrundstück vorbestehende Haus wies Grundmasse von knapp 10 m 8 (West-Ost) auf gut 12 m (Nord-Süd) auf und stand ungefähr in einem 45°-Winkel zur D.________-strasse in einer Distanz von (mindestens) gut 11 m. Die bewilligte Baute (vgl. Plan Nr. 01, Situation_200, rev. 26.6.2020, 1:200) weist demgegenüber Grundmasse von 18 m (unter Einschluss einer Terrasse im Erd- geschoss [EG] von 1.00 m Tiefe auf der Ostseite) auf knapp 17 m auf. Der Win- kel der Ausrichtung gegenüber der D.________-strasse ist spitzer (< 30 °) ge- worden. Im EG, Obergeschoss (OG) und Dachgeschoss (DG) sind je eine Woh- nung geplant. Der Zugang zu diesen Wohnungen erfolgt (neben einem Lift von der Garage im UG her) auf der Nordseite über Aussentreppen. Im Untergeschoss (UG), in welches von der D.________-strasse her im südli- chen Bereich der Ostseite eingefahren wird, sind Autoabstellplätze vorgesehen. Die bestehende (Doppel-)Garage südlich der Neubaute (je knapp 19 m 2) bleibt erhalten; ebenso der westlich davon anschliessende (unterirdische) Abstellraum von insgesamt rund 123 m 2 (EG/"Zwischengeschoss" [ZG]; vgl. am 11.5.2020 genehmigter Plan Nr. 02, Grundrisse, vom 9.3.2020 [Änderungseingabe im Mel- deverfahren], 1:100; sowie am 11.5.2020 genehmigter Plan Nr. 04, Fassaden, vom 29.3.2020 [Änderungseingabe im Meldeverfahren], 1:100). Entlang des öst- lichen Bereichs waren an der Südseite dieses EG/ZG der überdachte Standort Grüncontainer/Container vorgesehen. Im nördlichen Bereich des Untergeschosses (UG) war ein Tech- nik/Heizung/sanitarische Anlagen-Raum mit einer Erdsonde geplant (am 11.5.2020 genehmigter Plan Nr. 02, Grundrisse, vom 29.3.2020 [Änderungsein- gabe im Meldeverfahren], 1:100; vgl. Plan Nr. 27, Kanalisation/Werkleitungen, vom 5.10.2019, 1:50; vgl. Baubeschrieb vom 11.3.2019: "das MFH wird mit einer EWP beheizt"). 1.2.1Abweichend von den Baubewilligungen vom 14. August 2019, 16. Septem- ber 2019 und 11. Mai 2020 sowie den bewilligten Plänen vom 11. Mai 2020 (vgl. vorstehend Ingress lit. A) hatte die Beschwerdeführerin namentlich anstelle der Wärmepumpe mit Erdwärmenutzung im Ostbereich der Südseite der bestehen- den Garage eine Wärmepumpe installiert (vgl. nicht bewilligter Plan Nr. 32, AF- Umgebung, vom 21.12.2020, 1:100; nicht bewilligter Katasterplan vom 18./20.11.2020, 1:500). 1.2.2Des Weiteren wurden abweichend vom bewilligten Plan Nr. 02 (Grundrisse, vom 29.3.2020, 1:100) unter anderem auf dem nordöstlichen Vorplatz (entlang der D.________-strasse) anstelle des bestehenden Zuganges und Gartens der Boden mit Verbundsteinen belegt, zwei Besucherparkplätze (je 2.35 m x 5.00 m) 9 und eine Blocksteinmauer errichtet sowie der Treppenzugang erweitert (vgl. nicht bewilligter Plan Nr. 32, AF-Umgebung, vom 21.12.2020, 1:100). 1.3.1Das ARE erachtete mit dem Gesamtentscheid B2019-0032-P3 vom 11. Mai 2022 (S. 3 f. Ziff. 3) die Wärmepumpe gestützt auf die Beurteilung des Amts für Gewässer als nicht bewilligungsfähig, da sie den Gewässerraum des E.________-sees tangiere. Solange der Gewässerraum oder ein Verzicht auf ei- ne Ausscheidung z.B. auf Grund eines künstlichen Gewässers nicht grundei- gentümerverbindlich in der Nutzungsplanung festgelegt sei, gelte ein Gewässer- raum von 20 m gemäss den Übergangsbestimmungen der Gewässerschutzver- ordnung (GSchV; SR 814.201) vom 28. Oktober 1998. Als Neuanlage bestehe für die Wärmepumpe kein gewässerschutzrechtlicher Bestandesschutz. Ein Aus- nahmegrund im Sinne von Art. 41c Abs. 1 lit. a bis lit. d GSchV für die Unter- schreitung des Gewässerabstandes bestehe nicht. Der Bezirksrat übernahm die- se Beurteilung im BRB Nr. 2022.153. 1.3.2Mit Gesamtentscheid B2019-0032-P4 vom 11. Mai 2022 (S. 4 f. Ziff. 3) er- achtete das ARE gestützt auf die Beurteilung des Amts für Gewässer die beiden Parkplätze und die Sickerverbundsteine, die Treppe und die Blocksteinmauer ebenfalls als nicht bewilligungsfähig, da sie sich innerhalb der Uferlinie von 20 m befinden, und verlangte deren Rückführung in den ursprünglichen Zustand (d.h. den Garten mit einem Zugangsweg). Weder handle es sich um bestandesge- schützte Anlagen im Gewässerraum, noch seien sie standortgebunden und lägen auf Grund der privaten Nutzung auch nicht im öffentlichen Interesse. Ein Aus- nahmegrund sei nicht ersichtlich. Der Bezirksrat übernahm diese Beurteilung im BRB Nr. 2022.154. 1.4Der Regierungsrat vereinigte im angefochtenen Beschluss die beiden Be- schwerdeverfahren gegen die BRB Nr. 2022.153 und Nr. 2022.154 (Erw. 1). Ein aufsichtsrechtliches Einschreiten, weil die beiden BRB zunächst direkt der Bau- herrschaft und nicht deren Rechtsvertreter zugestellt worden waren, erachtete er als nicht angezeigt (Erw. 2). Im Weiteren bestätigte er die Beurteilung des ARE/Amts für Gewässer. Solange die Kantone den Gewässerraum noch nicht festgelegt bzw. auf die Ausscheidung eines Gewässerraumes nicht ausdrücklich verzichtet hätten, gälten bei stehenden Gewässern mit einer Wasserfläche von mehr als 0.5 ha die Vorschriften für Anlagen nach Art. 41c Abs. 1 und 2 GSchV auf einer Breite von 20 m entlang der Gewässer (Abs. 2 lit. c ÜbBSt GschV). Die ohne Bewilligung erstellten Bauvorhaben auf dem Baugrundstück seien innerhalb des Gewässerraumes grundsätzlich nicht bewilligungsfähig (Erw. 5). Gemäss Einschätzung der Planungspersonen könne die grundeigentümerverbindliche Nutzungsplanung mit den Gewässerräumen frühestens im Juni 2024 verbindlich 10 werden, sofern sie an der Volksabstimmung angenommen und kein Rechtsmittel dagegen ergriffen werde. Der Bezirksrat gehe dagegen sogar von einem noch späteren Termin aus (Erw. 5.2 f.). Eine Ausnahmesituation im Sinne von Art. 41c Abs. 1 lit. a und lit. a bis GSchV liege nicht vor (Erw. 6.1 ff.). Die Voraussetzungen für die Wiederherstellung seien gegeben (Erw. 8.1 ff.). 1.5Die Beschwerdeführerin macht unter anderem im Wesentlichen geltend, der Regierungsrat habe am 31. Oktober 2017 ausdrücklich festgelegt, dass der E.________-see als künstliches Gewässer gelte und auf die Gewässerraumfest- legung verzichtet werden könne (S. 6 f. Rz. 6 f.). Die Vorinstanz schenke der Tatsache, dass für die Anwendung eines übergangs- rechtlichen Gewässerraums von 20 m keinerlei öffentliche lnteressen sprechen, keine Beachtung. Die vorliegend zu beurteilenden Projektänderungen tangierten keine öffentlichen lnteressen, was dadurch belegt werde, dass ein Gewässer- raum von 15 m über sämtliche Behörden und lnstanzen hinweg als ausreichend erachtet werde. Andernfalls würde der Bezirk Einsiedeln im Rahmen der Zonen- planrevision keine Festlegung des Gewässerraums auf 15 m beabsichtigen oder hätte der Kantonsrat unter Berücksichtigung sämtlicher zuständigen Fachbehör- den den Gewässerabstand nicht von 20 m auf 15 m reduziert (§ 66 Abs. 1 PBG, in der seit 1.7.2022 geltenden Fassung) (S. 7 Rz. 8). Art. 41c Abs. 1 lit. a und lit. a bis GSchV würden verletzt (S. 7 ff. Rz. 9 ff). D.________ sei nebst dem Dorf Einsiedeln das einwohnerreichste Viertel des Bezirks und dicht überbaut. Nur weil die einzelnen Grundstücke im Dorf D.________ nicht bis zum letzten Winkel überbaut seien, sondern - was charak- teristisch für Einfamilienhausquartiere sei - grosszügige Gärten und Gartenanla- gen aufwiesen, bedeute dies nicht, dass es sich um ein peripheres, locker über- bautes Gebiet handle. Bei den beanstandeten Bauten gehe es nicht um ein Ge- bäude oder eine andere Baute, sondern lediglich um eine Wärmepumpe, die mi- nimal den übergangsrechtlichen Gewässerraum tangiere, sowie eine Umge- bungsgestaltung, die nicht nur keine öffentlichen lnteressen tangiere, sondern im Vergleich zum früheren Zustand gar eine Aufwertung, insbesondere auch für die Funktionen des Gewässerraums (Freihaltung, Zugänglichkeit, Unterhalt usw.) bedeute. Die Vorinstanz übersehe wohl, dass mit der Kantonsstrasse eine Anla- ge im Gewässerraum stehe, die aufgrund des Motorfahrzeugverkehrs und den damit verbundenen lmmissionen wohl den grösstmöglichen Eingriff in den Ge- wässerraum bedeute. Entgegen den Ausführungen der Vorinstanz sei sodann ca. 50 m nördlich des Baugrundstücks ein grosser Parkplatz vorhanden, der see- seitig der Kantonsstrasse und damit auch im Gewässerraum liege. Die Freihal-11 tung des übergangsrechtlichen Gewässerraumes auf dem Baugrundstück ver- möge keine Funktion mehr zu erfüllen. Unverhältnismässig seien die angeordneten Wiederherstellungsmassnahmen (S. 9 ff. Rz. 14 ff.). 2.1Das ARE hat mit der Vernehmlassung vom 11. April 2023 einlässlich und überzeugend dargelegt, dass und weshalb eine Sistierung des Verfahrens vorlie- gend nicht in Frage kommt (S. 2; vgl. auch vorstehend Ingress lit. G f.). Hierauf kann verwiesen werden. 2.2Der für die Beurteilung der vorliegenden Streitfrage erhebliche Sachverhalt ist zum einen mit den aktenkundigen Plänen und Unterlagen hinreichend dokumentiert. Zum andern vermitteln die allgemein zugänglichen elektronischen Hilfsmittel einen rechtsgenüglichen Einblick ins Baugrundstück sowie die bauliche Struktur des Quartiers und der Umgebung (webGIS; Google Earth; vgl. Urteile BGer 1C_138/2014 vom 3.10.2014 Erw. 5.2; 1C_157/2016 vom 6.9.2016 Erw. 2.2 [i.Sa. P. c. GR Schwyz]; vgl. die vorstehenden Abbildungen). Vom beantragten Augenschein kann daher ohne Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes und des rechtlichen Gehörs der Beschwerdeführerin abgesehen werden. 3.1Der Regierungsrat hat die massgebenden gesetzlichen Grundlagen umfas- send dargelegt (angefochtener RRB Erw. 4 ff.; Art. 36a ff. des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer [Gewässerschutzgesetz, GSchG; SR 814.20] vom 24.1.1991 betreffend Festlegung des Gewässerraumes durch die Kantone). Für die Breite des Gewässerraumes stehender Gewässer legt Art. 41b Abs. 1 GschV eine Mindestbreite von 15 m gemessen ab der Uferlinie fest. Unter be- stimmten - vorliegend nicht interessierenden - Voraussetzungen muss diese Brei- te erhöht werden (Art. 41b Abs. 2 lit. a bis lit. d GSchV). Die Breite des Gewäs- serraums kann in dicht überbauten Gebieten den baulichen Gegebenheiten an- gepasst werden, soweit der Schutz vor Hochwasser gewährleistet ist (Art. 41b Abs. 3 GSchV). Soweit keine überwiegenden Interessen entgegenstehen, kann auf die Festlegung des Gewässerraums verzichtet werden, unter anderem wenn das Gewässer künstlich angelegt ist (Art. 41b Abs. 4 lit. c GSchV). Die Kantone haben den Gewässerraum gemäss den Art. 41a (für Fliessgewässer) und 41b GSchV bis zum 31. Dezember 2018 festzulegen (Abs. 1 der Übergangsbestim- mungen [ÜbBst] zur Änderung vom 4.5.2011). Solange sie den Gewässerraum nicht festgelegt haben, gilt bei stehenden Gewässern mit einer Wasserfläche von 12 mehr als 0.5 ha eine Gewässerraumbreite von 20 m (Abs. 2 lit. c ÜbBst zur Än- derung vom 4.5.2011). 3.2Gemäss der Publikation des Bundesamtes für Umwelt (BAFU), Bundesam- tes für Raumentwicklung (ARE) sowie Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) "Gewässerraum - Modulare Arbeitshilfe zur Festlegung und Nutzung des Gewäs- serraums in der Schweiz" vom Juni 2019 (nachstehend jeweils: Modul [1, 2, 3]) können die Kantone auf die Festlegung des Gewässerraums bei künstlich ange- legten Gewässern verzichten, soweit keine überwiegenden Interessen entgegen- stehen. Überwiegende Interessen, die einem Verzicht auf die Festlegung des Gewässerraums bei künstlich angelegten Gewässern entgegenstehen, sind ins- besondere Interessen des Hochwasserschutzes sowie die allenfalls vorhandene besondere ökologische Bedeutung des Gewässers. Als Beispiel eines solchen Gewässers wird der Klingnauer Stausee (AG) genannt (Modul 2, S. 17 f. Ziff. 2.6.3). Unter Bezugnahme auf die Definition des Begriffs der künstlichen Gewässer (Modul 1, S. 14) hat der Bezirksrat die Anforderungen an den Verzicht auf die Festlegung eines Gewässerraumes für den E.________-see als nicht ge- geben erachtet (vgl. Erläuterungsbericht nach Art. 47 RPV zur "Festlegung Ge- wässerraum E.________-see" der R+K Büro für Raumplanung vom 6.3.2021, S. 10 Ziff. 2.1.2). Der Bezirksrat hat also hinsichtlich der Qualifikation des E.________-sees als künstliches Gewässer eine vom Regierungsrat abweichende bzw. differenzierte Beurteilung vorgenommen, die vorliegend nicht weiter in Frage zu stellen ist. Soweit sich die Beschwerdeführerin unter Bezugnahme auf das Merkblatt des Umweltdepartements "Festlegung der Gewässerräume" vom 20. Dezember 2017/29. März 2018 die gegenteilige (regierungsrätliche) Auffassung zu eigen macht, kann sie hieraus nicht zu ihren Gunsten herleiten. Anzumerken ist, dass die regierungsrätliche Auffassung bzw. der Verzicht auf die Festlegung eines Gewässerraumes kaum widerstandslos hingenommen würde und das erwähnte Merkblatt bereits einmal Gegenstand eines Verfahrens war (vgl. VGE III 2019 19 vom 26.6.2019). Konsequenz wäre ein zeitlich kaum bzw. nicht mehr absehbarer Horizont, bis Klarheit über den zu beachtenden (oder nicht zu beachtenden) Ge- wässerraum bestünde (vgl. vorstehend Ingress lit. H sowie Erw. 2.1; nachste- hend Erw. 5.6.2). 3.3Bis zur Festlegung des Gewässerraumes durch die Kantone (Bezirke und Gemeinden) gilt gemäss der erwähnten gesetzlichen Vorgabe von Abs. 2 lit. c ÜbBst zur Änderung der GSchV vom 4. Mai 2011 eine Gewässerraumbreite von 20 m. Für die Beachtung und Anwendung dieser Breite bedarf es keines öffentli- chen Interesses. Hingegen erfordert die Bewilligung einer Anlage bei an und für 13 sich gegebenen Voraussetzungen - so auch im Falle von Art. 41c Abs. 1 lit. a und lit. a bis GSchV -, dass einer Bewilligung keine überwiegenden Interessen entgegenstehen, worunter namentlich gegenläufige öffentliche Interessen zu ver- stehen sind. 4.1Es ist unbestritten, dass die Luft/Wasser-Wärmepumpe sowie die ohne Bewilligung vorgenommenen Änderungen der Umgebungsgestaltung im Ostbe- reich des MFH innerhalb des übergangsrechtlich massgebenden Gewässerrau- mabstandes von 20 m liegen. Unbestritten ist ebenso, dass diese Anlagen weder standortgebunden sind und nicht im öffentlichen Interesse liegen und dass vor- liegend auch kein Bestandesschutz (Art. 41c Abs. 2 GSchV) greifen kann. Strittig ist hingegen, ob die Beschwerdeführerin einen Anspruch auf eine (nachträgliche) Bewilligung aus Art. 41c lit. a oder lit. abis GSchV ableiten kann. 4.2.1Gemäss Art. 41c Abs. 1 GSchV dürfen im Gewässerraum nur standortge- bundene, im öffentlichen Interesse liegende Anlagen wie Fuss- und Wanderwe- ge, Flusskraftwerke oder Brücken erstellt werden. Sofern keine überwiegenden Interessen entgegenstehen, kann die Behörde ausserdem unter anderem die Er- stellung zonenkonformer Anlagen in dicht überbauten Gebieten (lit. a) sowie zo- nenkonforme Anlagen ausserhalb von dicht überbauten Gebieten auf einzelnen unüberbauten Parzellen innerhalb einer Reihe von mehreren überbauten Parzel- len (lit. abis) bewilligen. Sinn und Zweck dieser Ausnahmetatbestände ist es, gewisse Bauten und Anla- gen im Gewässerraum nicht zu verhindern, falls diese gemäss Baureglement (Bauzone) respektive Raumplanungsgesetzgebung (ausserhalb der Bauzone) grundsätzlich bewilligungsfähig wären. Zudem muss die Massnahme sachlich gerechtfertigt erscheinen, und das grundsätzliche Bauverbot im Gewässerraum darf nicht ausgehöhlt werden. Die Ausnahmetatbestände sind daher, wo notwen- dig, generell restriktiv auszulegen (Modul 3.1 Ziff. 2.2 mit Hinweis auf BGE 140 II 428 [Dagmersellen] Erw. 7). In diesem Urteil (BGE 140 II 428; vgl. BGE 143 II 77 [F.________, Altendorf] Erw. 2.7) hat das Bundesgericht unter anderem dargelegt (Erw. 7), der Begriff "dicht überbautes Gebiet" sei ein Begriff der GSchV und damit des Bundesrechts, der bundesweit einheitlich auszulegen ist. Ein Spielraum der Kantone bestehe nur beim Vollzug im Einzelfall. Der Begriff "dicht überbautes Gebiet" werde nicht nur in Art. 41c Abs. 1 GSchV verwendet, sondern auch in Art. 41a Abs. 4 und Art. 41b Abs. 3 GSchV, im Zusammenhang mit der planerischen Festlegung des Gewässerraums: In dicht überbauten Gebieten dürfe der Gewässerraum den baulichen Gegebenheiten angepasst werden, unter Unterschreitung des minima-14 len Raumbedarfs des Gewässers gemäss Art. 41a Abs. 2 bzw. Art. 41b Abs. 1 GSchV. Eine sachgerechte Planung setze einen genügend gross gewählten Pe- rimeter voraus. Planungsperimeter sei - zumindest in kleineren Gemeinden - in der Regel das Gemeindegebiet. Dabei liege der Fokus auf dem Land entlang der Gewässer und nicht auf dem Siedlungs- oder Baugebiet als Ganzem. Wie die Beispiele im Erläuternden Bericht des BAFU vom 20. April 2011 (Parlamentari- sche Initiative Schutz und Nutzung der Gewässer - Änderung der Gewässer- schutz-, Wasserbau-, Energie- und Fischereiverordnung) zeigten, habe der Ver- ordnungsgeber eine Anpassung des Gewässerraums bzw. Ausnahmebewilligun- gen vor allem in dicht überbauten städtischen Quartieren und Dorfzentren zulas- sen wollen, die (wie Basel und Zürich) von Flüssen durchquert werden. In sol- chen Gebieten sollten die raumplanerisch erwünschte städtebauliche Verdich- tung und die Siedlungsentwicklung nach innen ermöglicht und Baulücken ge- schlossen werden können. Dagegen bestehe in peripheren Gebieten, die an ein Fliessgewässer angrenzten, regelmässig kein überwiegendes Interesse an einer verdichteten Überbauung des Gewässerraums. Hier müsse daher der minimale Raumbedarf des Gewässers gemäss Art. 41a Abs. 2 und Art. 41b Abs. 1 GSchV respektiert und von nicht standortgebundenen Anlagen freigehalten werden. Mit dem Begriff "dicht überbaut" habe der Verordnungsgeber zum Ausdruck ge- bracht, dass eine "weitgehende" Überbauung (wie in Art. 36 Abs. 3 des Bundes- gesetzes über die Raumplanung [Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700] vom 22.6.1979) nicht genüge. Ebenso verneinte das Bundesgericht mit Urteil 1C_473/2015 vom 22. März 2016 (Hurden) eine dichte Überbauung. Es erwog unter anderem, die Bauparzelle liege im Ortsteil Hurden, der kleinsten der aus fünf Ortschaften bestehenden am Zürichsee gelegenen Gemeinde Freienbach. Die Kernzone dieses Ortsteils liege weiter aussen auf der in den Zürichsee ragenden Landzunge. Die Bauparzelle selbst liege auf einer etwa 31'000 m 2 grossen Insel, welche vom Festland nur über den Inselweg erreichbar sei. Die betroffene Insel sei aufgrund dieser geo- graphischen Gegebenheiten von den Hauptsiedlungsgebieten sowohl Pfäffikons als auch Hurdens deutlich abgesetzt. Sie selbst sei, entsprechend der Zuweisung zur Landhauszone, locker überbaut. Der Uferbereich sei gemäss dem angefoch- tenen Entscheid, abgesehen vom Durchstichkanal, mit grösstenteils naturbelas- sener Ufervegetation besetzt, und Bauten und Anlagen grenzten vorwiegend nicht direkt ans Ufer. Insofern bestünden zwei wesentliche Unterschiede zum Ufergebiet im Fall von Rüschlikon. Mit BGE 140 II 437 (betreffend Rüschlikon) hatte das Bundesgericht das Bestehen eines dicht bebauten Gebiets trotz relativ viel Grünraum bejaht. Ausschlaggebend war, dass die Bauparzelle nicht peri- pher, sondern im Hauptsiedlungsgebiet der Agglomeration am linken Seeufer, 15 das praktisch durchgehend überbaut ist, liegt. Hinzu kam, dass auch die Baupar- zelle und die benachbarten Parzellen seeseitig mit Boots- und Badehäusern (bzw. Wochenendhäusern) in dichter Folge überstellt waren, sodass das Ufer – vom See aus betrachtet – auch im fraglichen Bereich als dicht überbaut erschien (Erw. 5.3). Der Regierungsrat verweist im angefochtenen RRB zudem auf VGE III 2019 29 vom 24. Oktober 2019. 4.2.2In Würdigung der ergangenen bundesgerichtlichen Rechtsprechung formu- liert die Arbeitshilfe Gewässerraum in Modul 3.2 (Ziff. 2.1) neben der vorerwähn- ten restriktiven Anwendung der Ausnahmetatbestände folgende Grundsätze für "dicht überbaut": - Wahl eines genügend gross gewählten Betrachtungsperimeters. In der Regel bedeutet dies – zumindest bei kleineren Gemeinden – den Einbezug des ge- samten Gemeindegebiets in die Betrachtung. - Der Fokus liegt auf dem Land entlang des Gewässers. - Nicht die Überbauung der Parzellen alleine, sondern deren Lage im Betrach- tungsperimeter ist ausschlaggebend für die Beurteilung. - Eine "weitgehende Überbauung" gemäss Art. 36 Abs. 3 RPG ist nicht ausrei- chend. - Nicht dicht überbaut sind peripher gelegene Gebiete mit wenigen überbauten Parzellen, die an grosse Grünräume angrenzen. - Eine Verbauung des Ufers respektive beschränkte Aufwertungsmöglichkei- ten sind nicht ausreichend zur Annahme von "dicht überbaut". - Fehlendes raumplanerisches Interesse an einer verdichteten Überbauung des Gewässerraums im Sinne der Verdichtung nach innen ist ein Indiz dafür, dass es sich nicht um ein dicht überbautes Gebiet handelt. - Von einem raumplanerischen Interesse an einer Verdichtung im Gewässer- raum kann ausgegangen werden, wenn dieser sich in einer Zentrums- oder einer Kernzone oder einem Entwicklungsschwerpunkt befindet. 4.2.3Der Regierungsrat hat in Beachtung der dargelegten Rechtsprechung und in Anwendung der sich hieraus ergebenden einschlägigen Grundsätze Folgen- des erwogen (Erw. 6.3): - Das Dorf D.________, in dem sich das Baugrundstück befinde, erstrecke sich über eine Länge von ca. 700 m entlang des E.________-sees und weise eine Breite von ca. 400 m auf.16 - Das ländliche Dorf grenze folglich bloss an den E.________-see und sei mehrheitlich mit Ein- und Mehrfamilienhäusern überbaut - Dazwischen lägen jeweils grosszügige Gärten und Grünanlagen. Das Bau- grundstück selber befinde sich in der Zone W1 und sei von Grünflächen und teilweise noch nicht überbauten Parzellen umgeben. - Selbst entlang der Hauptstrasse bzw. der D.________-strasse befänden sich quer durch das ganze Dorf diverse nicht versiegelte Grünflächen. - Damit stehe fest, dass das Bauvorhaben weder in einer Zentrumszone noch in einem Entwicklungsschwerpunkt liege. Vielmehr sprächen diverse Kriteri- en, wie z.B. die diversen Grünflächen, das Fehlen einer städtischen Über- bauung sowie die locker überbaute Dorfumgebung gegen das Vorliegen ei- nes dicht überbauten Gebietes. - Damit liege sowohl bei der blossen Betrachtung der unmittelbaren Umgebung als auch beim Einbezug des ganzen Dorfes in den Betrachtungsperimeter de- finitiv kein dicht überbautes Gebiet vor. - Dies gelte umso mehr, als der Ausnahmetatbestand restriktiv anzuwenden sei. - Auch die Argumentation, dass bereits eine Strasse zwischen dem Baugrund- stück und dem E.________-see verlaufe und dieser Uferabschnitt daher für den Gewässerschutz nur reduziert schutzwürdig sei, überzeuge nicht. Eine bestehende Verbauung des Ufers respektive beschränkte Aufwertungsmög- lichkeiten seien nämlich bei der Annahme von "dicht überbautem" Gebiet nicht entscheidend. 4.2.4Dieser zu bestätigenden Analyse des Regierungsrates gibt es grundsätz- lich nichts beizufügen. Vernehmlassend weist das ARE zu Recht (erneut) darauf hin, dass beim Ortsteil D.________ weder von einer urbanen Zentrums- oder Kernzone die Rede sein kann noch von einem Hauptsiedlungsgebiet. Die vorin- stanzliche Beschreibung von Ausdehnung, Lage und Struktur des Dorfes bzw. Einsiedler Ortsteiles D.________ lässt sich anhand von webGIS, Google Earth wie auch https://map.geo.admin.ch ohne weiteres verifizieren und erweist sich als zutreffend. Der Vergleich beispielsweise mit dem Fall "Rüschlikon" (mit gleich grossen Ausschnitten) illustriert die von den Vorinstanzen zu Recht verneinte dichte Überbauung im vorliegenden Fall: Zweifelsohne ist D.________ als kleines, in sich geschlossenes Dorf (Ortsteil) zu erachten und muss entsprechend den gesamten Beurteilungsperimeter bilden. Der abgebildete Ausschnitt zeigt denn auch das gesamte Dorf. Demgegenüber bildet der Ortsbann Rüschlikons entlang dem Zürichsee samt den westlichen 17 ebenfalls überbauten Hanglagen, der sich gegenüber den nördlich und südlich anschliessenden Gemeinden (Kilchberg; Thalwil) strukturell und optisch nicht ab- grenzen lässt, einen zusammenhängenden Siedlungsstreifen (mit Urteil BGer 1C_106/2018 vom 2.4.2019 i.Sa. Räbmatt/Oberwil ZG charakterisiert als "Haupt- siedlungsgebiet der Agglomeration am linken Ufer des Zürichsees […], das prak- tisch durchgehend überbaut" ist); auf eine periphere Lage deutet nichts hin. Hieran ändern die Grünräume, welche das Siedlungsgebiet mitprägen, wie das Bundesgericht dargelegt hat, nichts. Demgegenüber ist der Ortsteil D.________ klar dem "ländlichen" Raum zuzuordnen; von einer Zentrumsfunktion oder gar ei- nem Entwicklungsschwerpunkt kann - anders als das "regionale Zentrum" Ein- siedeln - keine Rede sein (vgl. hierzu Richtplan des Kantons Schwyz, Richtplan- text, Stand 26.6.2020, S. 27 [Plan Stand 1.3.2016, 1:130'000, mit Legende]; S. 30 B-1 und B-1.1). Richtig ist zwar, dass der Ortsteil D.________ auf der Richtplankarte Teil Nord (1:25'000, Stand 26.6.2020) mit gelb als "Wohn-, Misch- und Zentrumszone" koloriert ist. Entgegen der Auffassung in der Beschwerde (S. 8 Rz. 10) lässt sich hieraus nicht auf eine Zentrumsfunktion dieses Ortsteils schliessen. Dies wird durch den Verweis der Richtplankarte auf Kapitel B-3 des Richtplantextes (S. 37 ff.) klargestellt, worin abhängig von der Einwohner- und Beschäftigtenzahl zwischen urbanem, periurbanem und ländlichem Raum diffe- renziert wird. Der Bezirk leitet die Beschreibung des Ortsteils D.________ auf seiner Homepage entsprechend mit "die kleine Häusergruppe mitten in diesem Viertel, unweit des Sees" ein (vgl. https://www.einsiedeln.ch/kultur- leben/portrait/die-viertel-des-bezirkes/ D.________, besucht am 13.7.2023). Des Weiteren ist im Falle von Rüschlikon der gesamte Uferbereich zwischen der Küstenstrasse und dem Zürichsee ebenfalls gleichmässig wie das westlich der Küstenstrasse liegende Gebiet bebaut. Der auf das Land entlang des Gewässers zu richtende Fokus spricht ebenfalls eine deutliche Sprache. Weder mit der Posi- tionierung der Luft/Wasser-Wärmepumpe noch den unbewilligten Anlageteilen (wie Parkplätze, Bodenpflästerung) kann ein Beitrag zu verdichtetem Bauten ge- leistet werden. Bei einer in der W1 zulässigen Überbauungsziffer (ÜZ) von 20% für Hauptbauten und 8% für Nebenbauten (vgl. Art. 49 Abs. 1 i.V.m. Art. 34 des Baureglements des Bezirks Einsiedeln vom 9.2.2014, Ausgabe 1.5.2015), was bei einer anrechenbaren Grundstücksfläche von 932 m 2 zulässigen Flächen für die Haupt- und Nebenbaute von 186.4 m 2 bzw. 74'56 m 2 entspricht, sind diese mit 186 m2 bzw. 60.00 m 2 jedenfalls für die Hauptbaute ausgeschöpft (vgl. Plan Nr. 06, Überbauungsziffer/Schnurgerüst, rev. 05.03.2019, 1:250). Soweit die Bauliegenschaft vorliegend durch die D.________-strasse vom E.________-see getrennt wird, drängt sich der Vergleich mit dem vorerwähnten Fall "Räb- matt/Oberwil ZG" auf, wo die fraglichen Parzellen durch die - wohl intensiver als 18 die D.________-strasse frequentierte - Artherstrasse vom See getrennt waren und die seeseitigen Parzellen ebenfalls eingezont sind. Der vorinstanzlichen Einstufung, dass die Bauparzelle vorliegend nicht in einem dicht überbauten Gebiet gelegen ist, ist somit zuzustimmen. 4.3.1Mit Art. 41c lit. a bis GSchV soll Situationen ausserhalb von dicht überbau- tem Gebiet Rechnung getragen werden können, wo die Raumverhältnisse für das Gewässer aufgrund bestehender Anlagen mit Bestandesschutz auf lange Sicht beengt bleiben werden und das Freihalten einzelner unüberbauter Parzel- len keinen grossen Nutzen für die Funktionen des Gewässers bringt. Unter die- sen Voraussetzungen kann eine Ausnahmebewilligung für zonenkonforme Anla- gen auf einzelnen unüberbauten Parzellen (d. h. grundsätzlich solche, die keine Gebäude aufweisen) innerhalb einer Reihe von mehreren überbauten Parzellen ausserhalb dicht überbauter Gebiete erteilt werden. Auch hierbei dürfen keine überwiegenden Interessen entgegenstehen. Vor dem Hintergrund, dass die Aus- nahmetatbestände von Art. 41c Abs. 1 lit. a bis d GschV generell restriktiv auszu- legen sind, muss es sich zwingend um mindestens eine unüberbaute (d. h. grundsätzlich eine, die keine Gebäude aufweist) Parzelle handeln, damit von ein- zelnen unüberbauten Parzellen im Sinne von Artikel 41c Abs. 1 lit. abis GSchV die Rede sein kann (Modul 3.2 S. 4 f. Ziff. 2.2). Den Modulen bzw. der Arbeitshilfe kommt zwar kein Gesetzescharakter zu. Indes soll damit zum einen ein schweizweit harmonisierter, aber dennoch flexibler Voll- zug der Gewässerraumbestimmungen ermöglicht werden (Modul 1 S. 3 Ziff. 2.1 "Ausgangslage"). Zum andern stellt auch das Bundesgericht regelmässig hierauf ab (vgl. Urteile BGer 1C_453/2020 vom 21.9.2021 [betr. Muota] Erw. 5, 5.2 f.; 1C_567/2020 vom 1.5.2023 Erw. 7.3; 1C_654/2021 vom 28.11.2022 Erw. 4.1; 1C_553/2019 vom 17.5.2021 Erw. 3.1.2). Schliesslich spricht nichts dagegen, dass das Modul betreffend Art. 41c lit. abis GschV die Absichten des Gesetz- bzw. Verordnungsgebers widerspiegelt, spricht doch der Verordnungswortlaut unmiss- verständlich von "zonenkonformen Anlagen (…) auf einzelnen unüberbauten Pa- rzellen (…). Dem Regierungsrat kann ohne weiteres beigepflichtet werden, dass dies vorliegend nicht der Fall ist. Die beanstandeten Anlagen wurden auf einem (schon lange) überbauten Grundstück errichtet. Die gegenteilige Auffassung der Beschwerdeführerin, dass eine Ausnahmesituation im Sinne von Art. 41c Abs. 1 lit. abis GSchV auch auf einem bereits überbauten Grundstück gegeben sein kann, findet keine Grundlage im Gesetz. Denkbar ist allenfalls, dass auf einem grossen Grundstück, das nur in einem Teilbereich überbaut ist (und das sich ent- sprechend - zumindest gedanklich - ohne weiteres zwecks Errichtung weiterer Bauten parzellieren liesse), im Interesse des verdichteten Bauens noch eine oder 19 mehrere Wohnbauten realisiert werden könnten. Dies ist vorliegend jedoch nicht der Fall. Die ÜZ für Hauptbauten auf dem Baugrundstück ist ausgeschöpft (vgl. vorstehend Erw. 4.2.4). 4.3.2Ergänzend führt der Regierungsrat (angefochtener RRB Erw. 7.1 f.) unter Verweis auf das vorerwähnte Modul 3.2 (Ziff. 2.2) zudem aus, die Ausnahmebe- stimmung von Art. 41c Abs. 1 lit. a bis GSchV komme nur zur Anwendung, wenn eine ganze Reihe von aneinander angrenzenden Grundstücken bereits derart mit im Gewässerraum stehenden Bauten überbaut sei, dass dem Gewässerraum in Bezug auf die einzelne unüberbaute Parzelle keine Bedeutung mehr zukomme. Ein solcher Sachverhalt liege nicht vor. Südlich des Baugrundstücks befinde sich das Grundstück KTN __05, welches zum grössten Teil noch nicht überbaut sei. Weiter in südliche Richtung angrenzend liege das Grundstück KTN __06, wel- ches überhaupt nicht bebaut sei. Unmittelbar nördlich des Baugrundstücks ent- ferne sich die D.________-strasse deutlich von der Uferlinie, wodurch an dieser Stelle keine Gebäude oder nicht standortgebundene Anlagen mehr im Gewäs- serraum stünden und der Gewässerraum seine Funktion problemlos erfüllen könne. Auf jeden Fall liege keine Situation vor, in welcher der Gewässerraum nördlich und südlich des Baugrundstücks bereits derart verbaut sei, dass die Freihaltung des Gewässerraumes auf dem Baugrundstück sinnlos erschiene. Dementsprechend komme der Ausnahmetatbestand von Art. 41c Abs. 1 lit. a bis GSchV nicht zur Anwendung. Dieser regierungsrätlichen Beurteilung kann ebenfalls vollumfänglich beigepflich- tet werden. 4.4Nachdem die unbewilligten Anlagen weder in einem "dicht überbauten" Gebiet (Art. 41c Abs. 1 lit. a GschV) noch auf einer bis anhin einzelnen unüber- bauten Parzelle neben ansonsten überbauten Parzellen (Art. 41c Abs. 1 lit. a bis GschV) errichtet wurden, erübrigt sich die Prüfung, ob einer Bewilligung allenfalls überwiegende Interessen entgegenstehen. 5.1Rechtswidrige Bauten, die nachträglich nicht bewilligt werden können, müssen grundsätzlich beseitigt werden (BGE 136 II 359 Erw. 6). Die mit der An- ordnung der Beseitigung einer Baute verbundene Eigentumsbeschränkung ist nur zulässig, wenn sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruht, im öffentlichen Interesse liegt und verhältnismässig ist (Art. 36 BV). 5.2Die Bewilligungsbehörde verfügt auf Kosten des Bauherrn die Abänderung oder Entfernung von widerrechtlichen Bauten und Anlagen, sofern die Abwei-20 chung gegenüber den Bauvorschriften nicht bedeutungslos ist (§ 87 Abs. 1 PBG). Die gesetzliche Grundlage ist somit gegeben. 5.3Das öffentliche Interesse an der Freihaltung des Gewässerraumes ist bei nicht standortgebundenen Anlagen grundsätzlich auch dann zu bejahen, wenn dieser Raum teilweise bereits überbaut ist (vgl. Urteil BGer 1C_402/2020 vom 25.1.2021 Erw. 4.4). Hieran kann vorliegend auch die zwischen dem Baugrunds- tück und dem See verlaufende D.________-strasse nichts ändern. Dieser Um- stand kann vielmehr gebieten, den Gewässerraum erst recht von weiteren zu- sätzlichen Belastungen durch nicht standortgebundene Anlagen frei zu halten ist. Namentlich steht das öffentliche Interesse an der Freihaltung des Gewässerrau- mes auch der Erweiterung bestehender Bauten und Anlagen im Gewässerraum, was vorliegend mit der (teils) im Gewässerraum liegenden Umgebungsgestaltung und der Luft/Wasser-Wärmepumpe der Fall ist, entgegen (vgl. Urteil BGer 1C_43/2015 vom 6.11.2015 Erw. 7.4). 5.4.1Das Verhältnismässigkeitsprinzip verlangt, dass eine Massnahme für das Erreichen des im öffentlichen oder privaten Interesse liegenden Ziels geeignet und erforderlich ist und sich für die Betroffenen in Anbetracht der Schwere der Grundrechtseinschränkung als zumutbar erweist (BGE 140 I 2 Erw. 9.2.2). Die Eignung beschlägt die Frage, ob die behördlich angeordnete Wiederherstel- lungsmassnahme für das Erreichen des im öffentlichen (oder privaten) Interesse liegenden Zieles überhaupt zweckdienlich ist (vgl. Wiederkehr, in: Wieder- kehr/Richli, Praxis des allgemeinen Verwaltungsrechts, Bern 2012, Rz. 1778). Unter dem Aspekt der Erforderlichkeit ist das mildestmögliche Mittel zu ergreifen, d.h. die Massnahme darf in sachlicher, räumlicher, zeitlicher und personeller Hin- sicht nicht über das Notwendige hinausgehen (Wiederkehr, a.a.O., Rz. 1793). Schliesslich muss ein vernünftiges (ausgewogenes) Verhältnis zwischen Ein- griffszweck und Eingriffswirkung (Verhältnismässigkeit im engeren Sinne) beste- hen (Wiederkehr, a.a.O., Rz. 1830). Die Verhältnismässigkeit im engeren Sinne ist primär aus der subjektiven Sicht des Verfügungsadressaten zu beurteilen. Der angestrebte Zweck muss in einem vernünftigen Verhältnis zu den eingesetzten Mitteln bzw. zu den zu seiner Verfolgung notwendigen Beschränkungen stehen. Der Eingriff in Grundrechte darf in sachlicher, räumlicher, zeitlicher und personel- ler Hinsicht nicht einschneidender sein als erforderlich (Urteile BGer 1C_270/2008 vom 6.2.2009 Erw. 3.3; 1A.78/2004 vom 16.7.2004 Erw. 5.1.1 [i.Sa. B. vs. GR Schwyz]; 1A.146/2003 vom 14.6.2004 Erw. 5.1; 1A.119/2002 vom 26.9.2002 Erw. 2.1; BGE 128 I 3 Erw. 3e/cc).21 Die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands kann unverhältnismässig sein, wenn die Abweichung vom Erlaubten nur unbedeutend ist, wenn die berühr- ten allgemeinen Interessen den Schaden, der dem Eigentümer durch die Wie- derherstellung entstünde, nicht zu rechtfertigen vermögen (BGE 132 II 21 Erw. 6.4; BGE 123 II 248 Erw. 4a; Urteil BGer 1C_405/2012 vom 5.2.2013 Erw. 3.3) oder wenn die Wiederherstellung nicht im öffentlichen Interesse liegt, ebenso, wenn der Bauherr in gutem Glauben angenommen hat, die von ihm ausgeübte Nutzung stehe mit der Baubewilligung im Einklang, und ihre Fortset- zung nicht gewichtigen öffentlichen Interessen widerspricht (BGE 132 II 21 Erw. 6). Eine Berufung auf den guten Glauben fällt nur in Betracht, wenn der Bauherr bei zumutbarer Aufmerksamkeit und Sorgfalt annehmen durfte, er sei zur Bauausführung oder Nutzung berechtigt (BGE 136 II 359 Erw. 7.1). Auf den Grundsatz der Verhältnismässigkeit kann sich auch ein Bauherr berufen, der nicht gutgläubig gehandelt hat. Er muss aber in Kauf nehmen, dass die Behörden aus grundsätzlichen Erwägungen, nämlich zum Schutz der Rechtsgleichheit und der baulichen Ordnung, dem Interesse an der Wiederherstellung des gesetzmäs- sigen Zustands erhöhtes Gewicht beimessen und die dem Bauherrn allenfalls erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem Masse berücksichtigen (BGE 132 II 21 Erw. 6.4). So wurde beispielsweise erkannt, einer Bauherrin, die bösgläubig ein Attikageschoss errichtete, das die bewilligte und zulässige Fläche um über 100 m² überschritt, könnten für den Rückbau Kosten und sonstige finan- zielle Nachteile in der Grössenordnung zwischen 500'000 und 1,3 Mio. Franken zugemutet werden (Urteil BGer 1C_299/2015 vom 13.4.2016 Erw. 4 f.; vgl. Urteil BGer 1C_495/2020 vom 12.8.2021 Erw. 10.1 i.Sa. B. vs. Gemeinderat Wollerau). 5.4.2Die Eignung und Erforderlichkeit des verlangten Rückbaus zur Wiederher- stellung des rechtsmässigen Zustandes - d.h. Einhaltung des übergangsrechtli- chen Gewässerraumes von 20 m - kann nicht ernsthaft bestritten werden. 5.4.3Die Beschwerdeführerin muss sich Bösgläubigkeit vorwerfen lassen. Be- reits unmittelbar im Nachgang zur Einreichung des Baugesuchs vom 11. März 2019 wurde sie vom ARE mit Schreiben vom 17. April 2019 darauf aufmerksam gemacht, dass Bauten und Anlagen einen Mindestabstand von 20 m ab Grenze der Wasserzone einzuhalten haben. Mit E-Mail vom 13. Mai 2019 informierte die Beschwerdeführerin das ARE, "auf Container-PP und Besucher-PP wird im Ge- wässerraum verzichtet (…)", dies unter Beilage von Planunterlagen, welche die Beschwerdeführerin selber als "Gekriebel" qualifizierte (ebenso im E-Mail vom 16.5.2019 an die gleichen Adressaten). Im Gesamtentscheid vom 12. Juli 2019 führte das ARE explizit aus (S. 6 oben), gemäss den revidierten Unterlagen vom 22. Mai 2019 tangierten der Einfahrtsbereich, ein Teil der bestehenden Garage 22 sowie der Hauszugang den Gewässerraum. Die übrigen Gebäude sowie die Tiefgarage lägen "nicht im Gewässerraum respektive wurden in den revidierten Unterlagen ausserhalb des Gewässerraumes verschoben". Der Hauszugang werde am selben Ort mit derselben Fläche erstellt wie der bereits bestehende Hauszugang. Die baulichen Massnahmen im Bereich des Hauszuganges seien daher im Rahmen des gewässerschutzrechtlichen Bestandesschutzes bewili- gungsfähig. Der Einfahrtsbereich liege bereits im bestehenden Zustand im Ge- wässerraum und sei aufgrund der Lage der anschliessenden D.________- strasse standortgebunden. Es würden keine zusätzlichen Flächen befestigt. Mit der Änderungseingabe vom 6. April 2020 (Eingang am 7.4.2020, mit Plan Nr. 01 Situation_200 vom 29.3.2020, 1:200, ohne Revisionsdatum) wurde nur um die Bewilligung für geringfügige Änderungen im Nord- und Ostbereich und klare- rweise ausserhalb der Uferlinie von 20.00 m im Meldeverfahren ersucht. Wenn die Beschwerdeführerin in der Folge gleichwohl abweichende und unbewil- ligte Umgestaltungen der Umgebung und statt der Errichtung der Erdsonden- wärmepumpe an einem Standort teils innerhalb des Gewässeraumes eine Luft/Wasser-Wärmepumpe installierte, konnte dies nur willentlich und im Wissen um die Unrechtmässigkeit des Tuns und - entgegen ihrer Auffassung (Replik S. 4 f. Ziff. 6) - nicht in gutem Glauben geschehen. Der Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands ist entsprechend erhöhtes Gewicht beizumessen; die dem Bauherrn erwachsenden Nachteile, die vorlie- gend absehbar ausschliesslich finanzieller Natur sind, können entsprechend nur in verringertem Masse berücksichtigt werden. Dies gebietet der Grundsatz der gleichen und willkürfreien Behandlung von Baugesuchstellern sowie das präven- tive Verhindern von allfälligem eigenmächtigem baurechtlichem Verhalten Dritter ("Nachahmungstäter"). 5.4.4Trotz der Bösgläubigkeit der Beschwerdeführerin rechtfertigt sich vorlie- gend in Abweichung von den vorinstanzlichen Anordnungen eine differenzierte Beurteilung der Wiederherstellungsmassnahmen. 5.5Die Luft/Wasser-Wärmepumpe ist im Plan Nr. 32 (AF-Umgebung vom 21.12.2020, 1:100) mit Grundmassen von "60/190" angegeben (gemäss den Herstellerangaben weist das Modell G.________ Grundmasse von 1.950 m auf 0.925 m auf und ist rund 1.395 m hoch; mit 0.60 m wird der zu wahrende Min- destabstand gegenüber einer längsseitigen Wand ausgewiesen). Gemäss dem erwähnten Umgebungsplan tangiert die Luft/Wasser-Wärmepumpe die Uferlinie von 20 m mit maximal rund 0.70 m, den beanspruchten Gewässerraum mit rund 0.65 m2. Es ist durchaus vertretbar, diese Unterschreitung als geringfügig zu er-23 achten. Zwar argumentiert der Regierungsrat auch mit durch die Verwendung der Luft/Wasser-Wärmepumpe im Gewässerraum verursachten Emissionen. Aller- dings spezifiziert er diese Emissionen nicht weiter. Diese dürften sich im Wesent- lich auf die Lärmgeräusche reduzieren, welche wiederum nicht durchgehend an- fallen und im Verhältnis zum permanent iterativen Strassenverkehrslärm ver- nachlässigbar sind. Berücksichtigt werden darf auch, dass Wärmepumpen nur wenig elektrische Primärenergie benötigen, was diese zu einer umweltfreundli- chen Heiz- (und Kühl-)Technologie macht, womit sie ein wesentliches Element zur Erreichung der gesetzten energie- und klimapolitischen Ziele bilden (vgl. EnergieSchweiz, Bundesamt für Energie BFE, Die Wärme-Pumpen-Heizung, S. 13), was als öffentliches Interesse gewertet werden kann. Zwar ist hierin eben- falls ein privates Interesse (Energiesparpotential) zu erkennen und lässt sich da- mit eine Verletzung des Gewässerraumes grundsätzlich nicht legitimieren, darf aber im Verbund mit der Geringfügigkeit der Gewässerraumverletzung durchaus zu Gunsten der Beschwerdeführerin beim Verzicht auf eine Wiederherstellung bzw. Verschiebung der Luft/Wasser-Wärmepumpe um die erwähnten rund 70 cm beachtet werden. 5.6Anders verhält es sich mit der Umgebungs- und Vorplatzgestaltung. Dieser (Platz mit Parkplätzen; Treppe im Nordostbereit samt Mauer [diese überwie- gend]) befindet sich vollumfänglich mit 6.50 m bis 7.50 m (im Nordbereich) inner- halb der Seeuferlinie von 20 m und tangiert selbst die Uferlinie von 15 m in nicht unerheblichem Masse (vgl. Plan Nr. 32, AF-Umgebung vom 21.12.2020, 1:100). 5.6.1Die ursprüngliche geplante und auch bewilligte Umgebungs- und Vorplatz- gestaltung verunmöglicht eine zonen- und sachgerechte Nutzung des neuen MFH nicht. Dies wird von der Beschwerdeführerin auch nicht behauptet. Andern- falls wäre die Bewilligung nicht erteilt worden bzw. hätte sie nicht erteilt werden können. Sachliche Gründe, welche einer Wiederherstellung entgegenstehen, sind nicht ersichtlich. 5.6.2Die Beschwerdeführerin bezieht sich insbesondere auf das zeitliche Ele- ment und macht namentlich geltend, dass die Gewässerraumfestlegung auf 15 m bevorstehe, und es daher unverhältnismässig wäre, sie zu einem Rückbau zu verpflichten für Bau- und Anlagenteile, welche sie schon bald rechtmässig errich- ten könnte. Hierzu führt das ARE mit seiner vom 11. April 2023 unter anderem aus, - es sei nicht absehbar, ob die Stimmberechtigten die Nutzungsplanänderung an der Urnenabstimmung genehmigen würden;24 - die Nutzungsplanänderung müsse auch vom Regierungsrat genehmigt wer- den; - zum heutigen Zeitpunkt könne nicht gesagt werden kann, ob und wann der revidierte Nutzungsplan mit den angepassten (grundeigentümerverbindli- chen) Gewässerräumen in Kraft treten werde; - die GSchV-Übergangsbestimmungen müssten so lange Anwendung finden und von den zuständigen Behörden durchgesetzt werden, bis der Gewässer- raum grundeigentümerverbindIich ausgeschieden sei. Diesen Ausführungen ist vollumfänglich beizupflichten. Zu ergänzen ist, dass ei- ner zukünftigen Nutzungsplanänderung/-anpassung, die überdies nicht gesichert ist, keine Vorwirkung zukommen kann. Überdies wird, wie gesagt, in nicht uner- heblichem Umfang selbst der Gewässerraum von 15 m verletzt. Unbehelflich ist der Beschwerdeführerin der Hinweis auf die grundsätzliche Mög- lichkeit der vorzeitigen abschnittsweisen Festlegung des Gewässerraumes. Zum einen soll laut der von ihr zitierten Rechtsprechung (Replik S. 3 Ziff. 3 mit Ver- weis auf Urteile BGer 1C_556+558+562/2013 vom 21.9.2016 Erw. 10.3; VGE III 2019 29 vom 24.10.2019 Erw. 6.4.2) in diesem Fall die Festlegung bzw. der all- fällige Verzicht auf die Festlegung des Gewässerraumes nicht auf die Bauparzel- le beschränkt sein, sondern eine planerisch sinnvolle Länge des betroffenen Ge- wässers einbeziehen. Zum andern besteht keine Pflicht, einen noch nicht festge- legten Gewässerraum im Rahmen eines Baugesuches zu beurteilen und festzu- legen. Es dürfte dies vielmehr auf klare Fälle beschränkt sein, um nicht das Bau- bewilligungsverfahren zu verlängern und die Gesamtplanung nicht zu präjudizie- ren. Dies muss umso mehr gelten, wenn im konkreten Fall baurechtlich grundsätzlich keine Not für die Festlegung eines Gewässerraumes besteht, wie das initiale Baugesuch dokumentiert. Überdies und insbesondere kann es nicht Sinn und Zweck künftiger Nutzungsplanungsrevisionen sein, als was auch die nutzungs- planerische Ausscheidung eines Gewässerraumes zu verstehen ist, widerrechtli- che Bauten zu legalisieren (vgl. Urteile BGer 1C_443/2018 sowie 1C_444/2018, beide vom 3.7.2019 Erw. 4.5 [i.S. Gde. Wollerau]). 5.6.3Das Interesse der Beschwerdeführerin an einem Verzicht auf die Wieder- herstellung der Umgebung/Vorplatz reduziert sich mithin auf den finanziellen As- pekt. Mit den Vorinstanzen spricht nichts gegen die Zumutbarkeit dieser Kosten, zumal die Beschwerdeführerin zu diesen keine konkreten Angaben macht. 5.6.4Insgesamt bleibt hinsichtlich der angeordneten Wiederherstellung der Um- gebung/Vorplatz somit auch die Verhältnismässigkeit im engeren Sinne gewahrt. 25 Das private Interesse der Beschwerdeführerin an einem Verzicht auf die Wieder- herstellung ist im Vergleich zum hohen Interesse an der Wahrung des Gewässer- raumes, selbst wenn dieser möglicherweise inskünftig geringer ausfallen dürfte, als bescheiden zu veranschlagen. Die angeordnete Wiederherstellung ist folglich als rechtmässig zu bestätigen. 5.7Die Beschwerde ist somit insoweit teilweise gutzuheissen, als der ange- fochtene RRB Nr. 183/2023 die Verpflichtung der Beschwerdeführerin zur Wie- derherstellung des rechtmässigen Zustandes der Luft/Wasser-Wärmepumpe (angeordnete Verschiebung ausserhalb des Gewässerraumes) bestätigt hat. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. 6.1Die Kosten für den Erlass eines Entscheides oder Zwischenbescheides werden in der Regel der unterliegenden Partei überbunden. Unterliegt sie nur teilweise, werden die Kosten auf die Parteien anteilsmässig verteilt (§ 72 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [SRSZ 234.110; VRP] vom 6.6.1974 ). Die obsiegende Partei kommt für die Kosten auf, die sie durch ein pflichtwidriges Verhalten im Verfahren verursacht hat (§ 72 Abs. 3 VRP). Das Erstellen von Bauten ohne Bewilligung und das eigenmächtige Abweichen von bewilligten Bauplänen ist als Pflichtwidrigkeit zu qualifizieren. Die Pflichtwid- rigkeit wiegt vorliegend durch die wissentliche und willentliche Verletzung des Gewässerabstandes zudem schwer. Hinzu kommt, dass die Verweigerung der nachträglichen Baubewilligung durch die Vorinstanzen zu bestätigen ist und das Obsiegen der Beschwerdeführerin als marginal zu qualifizieren ist. Sie hat entsprechend vollumfänglich für die Verfahrenskosten aufzukommen. Ebenso bleibt es bei der Kostenverlegung des angefochtenen RRB. 6.2Aus den gleichen Gründen ist der Beschwerdeführerin weder für das vor- instanzliche noch das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren eine Partei- entschädigung zuzusprechen. Der Bezirksrat ist nicht beanwaltet und hat ebenfalls keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.2627 Demnach erkennt das Verwaltungsgericht: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene RRB Nr. 183/2023 vom 7. März 2023 insoweit aufgehoben, als der Regierungs- rat die Verpflichtung der Beschwerdeführerin zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes hinsichtlich der Luft/Wasser-Wärmepumpe (Ver- schiebung ausserhalb des Gewässerraumes) bestätigt hat. Im Übrigen wird die Beschwerde im Sinne der Erwägungen abgewiesen. 2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von Fr. 2'500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie hat am 17. April 2023 einen Kostenvorschuss in gleicher Höhe entrich- tet, womit die Rechnung ausgeglichen ist. 3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau- sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005). Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe- schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 5. Zustellung an: - den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R) - den Bezirksrat Einsiedeln (R; unter Beilage der Replik vom 12.7.2023) - den Regierungsrat (EB) - das Sicherheitsdepartement (EB; unter Beilage der Replik vom 12.7.2023) - das Amt für Raumentwicklung (EB; unter Beilage der Replik vom 12.7.2023) - das Bundesamt für Raumentwicklung ARE, 3003 Bern (A) - und das Bundesamt für Umwelt BAFU, 3003 Bern (A). Schwyz, 20. Juli 2023 Im Namen des Verwaltungsgerichts Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:28 *Anforderungen an die Beschwerdeschrift Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru- mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen. Versand: 21. August 2023