<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00223</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203920&amp;W10_KEY=13013569&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00223</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.01.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 06.09.2004 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Gestaltungsplan</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Privater Gestaltungsplan: Vorliegend sind weder die Voraussetzungen für einen zweiten Schriftenwechsel noch für die Durchführung eines Augenscheins erfüllt (E. 2). Mangels Legitimation hätte die Vorinstanz auf den Rekurs im Sinne von § 338a PBG nicht eintreten dürfen (E. 3.1). Zulässig ist jedoch die Gemeindebeschwerde gemäss § 151 GemeindeG (E. 3.2). Die Vorinstanz hat in seinem Verfahren Art. 6 Abs. 1 EMRK nicht verletzt (E. 4). Der Gestaltungsplan erfasst ein bestimmt umgrenztes Gebiet und entspricht damit den Anforderungen von § 83 Abs. 1 PBG. Der gewählte Planperimeter ist nicht rechtswidrig (E. 5.2). Das Fehlen von spezifischen Mass- und Nutzungsfestlegungen steht der geseztlichen Bestimmung nicht entgegen, da gemäss den Gestaltungsplanvorschriften im gesamten Perimeter subsidiär die Bestimmungen der allgemeinen Bau- und Zonenordnung gelten (E. 5.3). Bei Quartier- und Gestaltungsplan hadelt es sich um zwei selbstständige Instrumente. Ein Gestaltungsplan kann die Erschliessung auch unabhängig von einem Quartierplan ordnen (E. 5.4). Da die Beschwerdeführenden durch die Schutzmassnahmen nicht betroffen sind, können sie die Schutzanordnungen nicht bemängeln (E. 6). Die ungenügende Erschliessung ist erst im Baubewilligungsverfahren zu prüfen (E. 7). Abweisung der Beschwerde (E. 8).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)">ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESTALTUNGSPLAN">GESTALTUNGSPLAN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: IMMISSIONEN">IMMISSIONEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUARTIERPLAN">QUARTIERPLAN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZOBJEKT">SCHUTZOBJEKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: SONDERNUTZUNGSPLÃNE">SONDERNUTZUNGSPLÃNE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 6 Abs. 1 EMRK</span><br/><span class="gerade">§ 151 GemeindeG</span><br/><span class="ungerade">§ 83 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 338a PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Gemeinderat X stimmte am 30. September 2002 dem von den GrundeigentÃ¼mern G, J, K, L und der I AG aufgestellten privaten Gestaltungsplan N zu. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen diesen Beschluss gelangten unter anderen A, V, M, C, D und E an die Baurekurs­kommission II und verlangten dessen Aufhebung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Baurekurskommission wies das Rechtmittel am 6. Mai 2003 ab. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen den Rekursentscheid erhoben die unterlegenen Rekurrenten (B als Rechts­nachfolger von V und M) am 12. Juni 2003 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragten, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Akten an die Vorinstanz zurÃ¼ck­zuweisen, eventuell sei ein Augenschein durchzufÃ¼hren, unter Kosten- und EntschÃ¤di­gungsfolgen zulasten der privaten Beschwerdegegner.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 22. Juli 2003 erklÃ¤rten C und D den RÃ¼ckzug ihrer Beschwerde.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerdeantwort vom 22. August 2003 beantragte G die Abweisung der Beschwer­de, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zulasten der BeschwerdefÃ¼hrer. Die vier weite­ren GrundeigentÃ¼mer liessen sich zur Beschwerde nicht vernehmen. Am 26. September 2003 genehmigte die Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich den festgesetzten privaten Gestaltungsplan. Die Gemeinde X Ã¤usserte sich am 27. Oktober 2003 und beantragte ebenfalls die Beschwerdeabweisung, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrer. Ohne weitere Bemerkungen beantragte auch die Baure­kurskommission II am 4. November 2003 die Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Der RÃ¼ckzug der Beschwerde durch die BeschwerdefÃ¼hrenden 3.1 und 3.2 ist vorzu­merken und das Beschwerdeverfahren entsprechend abzuschreiben.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden beantragen, es seien ihnen die Vernehmlassungen der Beschwerdegegner zur Stellungnahme zuzustellen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Beschwerdeverfahren wird in der Regel nur ein einfacher Schriftenwechsel durch­gefÃ¼hrt. Ein weiterer Schriftenwechsel kann ausnahmsweise erforderlich sein, wenn zum Nachteil eines BeschwerdefÃ¼hrers auf erstmals vor dem Verwaltungsgericht vorge­brachte Tatsachen abgestellt oder ein neuer wesentlicher Rechtsgrund herangezogen wer­den soll (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspfle­gegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 58 N. 10). Vorliegend sind diese Voraussetzun­gen nicht erfÃ¼llt. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Den BeschwerdefÃ¼hrenden wurden die drei Beschwerdevernehmlassungen am 26. Novem­ber 2003 zur Kenntnisnahme zugestellt, ohne dass sie dies dazu veranlasst hÃ¤tte, dem Gericht von sich aus eine weitere Stellungnahme einzureichen. Mit dieser Prozessleitung wur­den auch die Anforderungen, die Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechts­konvention (EMRK) diesbezÃ¼glich an ein faires Verfahren stellt, erfÃ¼llt (vgl. dazu VGr, 4. Dezem­ber 2003, VB.2002.00376, E. 2 und E. 3b, www.vgrzh.ch). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Der fÃ¼r den Beschwerdeentscheid massgebliche Sachverhalt ergibt sich aus den Akten. Auf die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheines vor Ort, wie ihn die BeschwerdefÃ¼hrenden im Eventualfall verlangen, kann daher verzichtet werden.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden erhoben ihr Rechtsmittel vor Baurekurskommission sowohl als Rekurs gestÃ¼tzt auf § 338a des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) wie auch als Gemeindebeschwerde gestÃ¼tzt auf § 151 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (GemeindeG). Die Baurekurskommission bejahte die Legitimation fÃ¼r beide Rechtsmittel.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.1.1 </span></b><span>Die Berechtigung zur Rekurs- und Beschwerdeerhebung setzt nach § 338a PBG voraus, dass der RechtsmittelklÃ¤ger durch die angefochtene Anordnung oder den Erlass berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ãnderung hat. Wird die spezifische Betroffenheit Drit­ter in einem Rechtsmittelverfahren aus befÃ¼rchteten Immissionen abgeleitet, so ist auf die Art und IntensitÃ¤t dieser Immissionen abzustellen. Die Legitimation ist zu bejahen, wenn die mutmasslichen Auswirkungen eines Bauvorhabens deutlich wahrnehmbar sind und ohne technisch aufwÃ¤ndige und kostspielige AbklÃ¤rungen festgestellt und von den allgemeinen Immissionen, wie sie zum Beispiel der Strassenverkehr mit sich bringt, unterschieden werden kÃ¶n­nen. Die Praxis geht davon aus, dass eine Er­hÃ¶hung des VerkehrslÃ¤rmpegels um 1 db (A), was einer Zunahme des Strassenverkehrs um rund 25 % entspricht, wahrnehmbar stÃ¤rkere VerkehrslÃ¤rm­immissionen im Sinn von Art. 9 lit. b der LÃ¤rmschutzverordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV) verursacht (Robert Wolf, Kommentar zum Umweltschutzgesetz, Mai 2000, Vorbemerkungen zu Art. 19-25 N. 9, mit Hinweisen.). Als nicht vom allgemeinen Strassenverkehr unterscheidbar und daher nicht deutlich wahrnehmbar erachtete die Praxis hingegen eine allgemeine Verkehrszunahme von 5 bis 10 % (RB 1985 Nr. 9 = BEZ 1985 Nr. 47).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Obwohl die RechtsmittelbehÃ¶rden die Legitimation von Amtes wegen zu prÃ¼fen ha­ben, entbindet dies einen RechtsmittelklÃ¤ger nicht davon, seine Legitimation im konkreten Fall zu substanziieren, und zwar bereits im Rekursverfahren. Dabei muss insbesondere das qualifizierte eigene bzw. schutzwÃ¼rdige Interesse ausfÃ¼hrlich dargetan werden. Dabei genÃ¼gt nach der Praxis jedoch das Glaubhaftmachen der behaupteten BeeintrÃ¤chtigung, wenn der volle Beweis umfangreiche AbklÃ¤rungen erfordern und die materielle Beurtei­lung vorwegnehmen wÃ¼rde (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 29 f. und N. 41).</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.1.2 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden begrÃ¼ndeten ihre Legitimation im Rekursverfahren damit, dass sie durch die Immissionen des Verkehrs vom und zum Gestaltungsplanareal, durch die ausgeschiedenen Baubereiche und durch die gestalterischen Auswirkungen mehr als irgendwelche Dritte in schÃ¼tzenswerten Interessen betroffen seien.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die den BeschwerdefÃ¼hrenden gehÃ¶renden bzw. von ihnen bewohnten GrundstÃ¼cke liegen an der Q-Strasse 1, 4 und 10 und befinden sich damit sÃ¼dÃ¶stlich des Gestaltungsplan­perimeters. Dass diese GrundstÃ¼cke in ihrer Nutzung durch die Baubereiche des Gestal­tungsplans betroffen sein kÃ¶nnten, ist angesichts ihrer Lage nicht anzunehmen. Am dich­testen beim fraglichen Gebiet liegt das GrundstÃ¼ck der BeschwerdefÃ¼hrerin 4 (Q-Strasse 10), das bereits einen Abstand von rund 100 m zum nÃ¤chsten Baubereich D des Gestal­tungsplangebiets hÃ¤lt. Ebenso wenig ist nachvollziehbar, inwiefern die GrundstÃ¼cke der BeschwerdefÃ¼hrenden in gestalterischer Hinsicht von den strittigen Festlegungen betroffen sein kÃ¶nnten. Der in Art. 15 der Gestaltungsplanvorschriften angeordnete Schutz der Park­landschaft reicht bis zum sÃ¼dÃ¶stlichen Ende des Gestaltungsplangebiets und beschrÃ¤nkt die mÃ¶gliche Nutzung auf den derzeitigen Status. Gemessen an der heute noch massgebenden W2/30%-Zone bildet diese Festlegung fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin 4 eher eine gestal­terische Verbesserung und be­eintrÃ¤chtigt ihre eigene GrundstÃ¼cksnutzung jedenfalls nicht er­kennbar. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>DemgemÃ¤ss bilden die von den BeschwerdefÃ¼hrenden befÃ¼rchteten zusÃ¤tzlichen Verkehrs­immissionen den einzigen Ansatzpunkt fÃ¼r eine hinreichende nachbarliche Betroffenheit. Damit diese Immissionen das notwendige Mass erreichen, mÃ¼sste jedoch glaubhaft gemacht werden, dass der fragliche Gestaltungsplan â gemessen an der derzeit mass­geblichen Rahmennutzungsordnung â auf der Q-Strasse einen wahrnehmbaren Mehr­ver­kehr generiert. Die Baubereiche A bis D gestatten auf den drei GrundstÃ¼cken Kat.-Nrn. 04, 05 und 06 neben dem Bestand der drei Schutzobjekte und des GebÃ¤udes Assek.-Nr. 07 den Neubau von insgesamt 7'051 m<sup>2 </sup>anrechenbarer GeschossflÃ¤che (Art. 5 und 8 der Gestal­tungsplanvorschriften). Diese Nutzungsdichte Ã¼bersteigt bezogen auf das gesamte Areal der drei GrundstÃ¼cke das bisher zulÃ¤ssige AusnÃ¼tzungsmass von 30 % nicht wesentlich. Auf den beiden GrundstÃ¼cken Kat.-Nrn. 08 und 09 sowie auf den Industriezonen­grund­stÃ¼cken entlang der R-Strasse gelten die bisherigen AusnÃ¼tzungsvorschriften der Bau- und Zonenordnung weiter (Art. 3 Abs. 2 und Art. 11 der Gestaltungsplan­vor­schrif­ten). Mit dem Verkehrskonzept des Gestaltungsplans sollen sodann die an der Q-Strasse liegenden GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 06, 08 und 09 ohne Beanspruchung der Q-Strasse Ã¼ber eine neue Zufahrtsstrasse von der R-Strasse her erschlossen werden. Unter diesen UmstÃ¤n­den kann nicht angenommen werden, der Gestaltungsplan lÃ¶se im Gegensatz zur derzei­tigen Nutzungsordnung einen wahrnehmbaren Mehrverkehr auf der Q-Strasse aus. Dies wird von den BeschwerdefÃ¼hrenden denn auch nicht einmal behauptet. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Schliesslich kann auch der Einwand betreffend Verkehrssicherheit die Beschwerde­fÃ¼h­renden nicht zur Rekurserhebung legitimieren, da die Verkehrssicherheit auf der Q-Strasse im Interesse aller StrassenbenÃ¼tzer inklusive Velofahrer und FussgÃ¤nger liegt und die Strassenanwohner daher nicht mehr als die Allgemeinheit von den diesbezÃ¼glichen Auswirkungen des Gestaltungsplans betroffen sind (vgl. RB 1998 Nr. 17 E. 2).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Unter diesen UmstÃ¤nden hÃ¤tte die Baurekurskommission auf den Rekurs der Beschwerde­fÃ¼hrenden mangels Legitimation nicht eintreten dÃ¼rfen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Zu Recht hat die Vorinstanz das Rechtsmittel der BeschwerdefÃ¼hrenden gestÃ¼tzt auf deren Stimmberechtigung in der Gemeinde als Gemeindebeschwerde entgegengenommen. Im Rahmen dieses Rechtsmittels beschrÃ¤nken sich die ÃberprÃ¼fungsmÃ¶glichkeiten der Baurekurskommission im Wesentlichen auf Rechtsverletzungen (§ 151 Abs. 1 Ziff. 1 GemeindeG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden beanstanden, dass die Vorinstanz die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels und eines Augenscheins abgelehnt habe, und erkennen darin die Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs sowie des ihnen aus Art. 6 Abs. 1 EMRK zustehenden Anspruchs auf ein faires Verfahren.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der angefochtene Entscheid stÃ¼tzt sich entgegen dem DafÃ¼rhalten der Beschwerde­fÃ¼hrenden nicht auf Unterlagen, welche die Beschwerdegegner erst mit ihrer Vernehm­lassung einreichten und die nicht Gegenstand der Ã¶ffentlichen Auflage bildeten. Soweit die Vor­instanz ausfÃ¼hrte, der Gestaltungsplan enthalte eigene Anordnungen betreffend die Schutzobjekte, welche auch ohne den Schutzvertrag GÃ¼ltigkeit hÃ¤tten, hat sie den Inhalt des Schutzvertrages im Einzelnen fÃ¼r ihren Entscheid gerade ausser Acht gelassen. Die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels war aus diesem Grunde nicht angezeigt. Aufgrund der Aktenlage hat die Vorinstanz sodann auch zu Recht auf einen Augenschein verzichtet.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Den AnsprÃ¼chen aus Art. 6 Abs. 1 EMRK (zu dessen Anwendbarkeit vgl. VGr, 4. Dezem­ber 2003, VB.2002.376, E. 3b, <a href="http://www.vgrzh.ch/"><span>www.vgrzh.ch</span></a>) hat die Baurekurskommission dadurch genÃ¼gt, dass sie den BeschwerdefÃ¼hrenden die Rekursvernehmlassungen samt Beilagen­verzeichnis zukommen liess. Bei dieser Sachlage wÃ¤re es an den BeschwerdefÃ¼hrenden gelegen, sich zum Inhalt des eingereichten Schutzvertrages und der SchutzverfÃ¼gung zu Ã¤ussern, falls sie dies zur Untermauerung ihres Rechtsmittels als notwendig erachtet hÃ¤tten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden sehen einen Gesetzesverstoss darin, dass der Gestaltungs­plan keinen einheitlichen und zusammenhÃ¤ngenden Perimeter aufweise und im Geltungsbereich des Planes 2 keine besonderen Bestimmungen Ã¼ber die Ausmasse und Nutzweise der zugelassenen Bauten enthalte. Mit der Wahl eines Gestaltungsplanverfahrens wÃ¼rden sodann nach ihrer Auffassung die der BevÃ¶lkerung im Quartierplanverfahren zustehenden Mitwirkungsrechte umgangen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>GemÃ¤ss § 83 Abs. 1 PBG werden mit GestaltungsplÃ¤nen fÃ¼r bestimmt umgrenzte Gebiete Zahl, Lage und Ã¤ussere Abmessungen sowie die Nutzweise und Zweckbestimmung der Bauten bindend festgelegt. Dabei darf von den Bestimmungen Ã¼ber die Regelbauweise und von den kantonalen MindestabstÃ¤nden abgewichen werden. Das Gesetz verlangt damit die Festlegung eines Gebietsperimeters, ohne dabei aber weitere Anforderungen an das Gebiet selber zu stellen, sei es etwa hinsichtlich der GrÃ¶sse oder des flÃ¤chenmÃ¤ssigen Zusammenhangs. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der vorliegend strittige Plan erfasst ein bestimmt umgrenztes Gebiet und entspricht damit den Anforderungen von § 83 Abs. 1 erster Satzteil PBG. Der Umstand, dass die Q-Strasse in ihrem nÃ¶rdlichen Abschnitt den Gebietsperimeter in zwei Teile trennt, vermag daran nichts zu Ã¤ndern.</span><span> Unter </span><span>raumplanerischen Gesichtspunkten spielt der unmittelbare FlÃ¤chen­zusammenhang des Perimeters keine entscheidende Rolle. Als Voraussetzung fÃ¼r eine den GrundsÃ¤tzen und Zielen des Raumplanungsgesetzes verpflichteten Sondernutzungsplanung ist zwar eine gewisse funktionelle ZusammengehÃ¶rigkeit des Gebietes wichtig. Ein solcher Zusammenhang ist hier gegeben. Die Lage des weit gehend unÃ¼berbauten Gebietes des Planes 1 an der ungenÃ¼gend ausgebauten Q-Strasse und die An­lie­gen des Heimatschutzes machen es jedenfalls sinnvoll, das Gebiet gemeinsam mit dem (weit gehend Ã¼berbauten) Gebiet des Planes 2, welches fÃ¼r eine ErschliessungslÃ¶sung von der R-Strasse her beansprucht werden soll, zu beplanen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dass die ErschliessungslÃ¶sung des Gestaltungsplans sich allenfalls auch auf die Q-Strasse in ihrem sÃ¼dlichen Abschnitt auswirken kann, lÃ¤sst den gewÃ¤hlten Planperimeter ebenfalls nicht als rechtswidrig erscheinen. Letztlich kann jede Ã¶rtlich begrenzte Nutzungs­planung auch Auswirkungen auf das umliegende oder Ã¼bergeordnete Strassennetz haben, ohne dass deswegen ein grÃ¶sserer Planperimeter gewÃ¤hlt werden mÃ¼sste. Die BeschwerdefÃ¼hrenden vermÃ¶gen denn auch nicht zu begrÃ¼nden, welchen Sinn es machen sollte, einen Ã¼ber eine Ã¶ffentliche Strasse hinweg gehenden Gestaltungsplanperimeter zu verbieten. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.3 </span></b><span>Auch das Fehlen von spezifischen Mass- und Nutzungsfestlegungen im Plan 2 steht der gesetzlichen Bestimmung nicht entgegen. GemÃ¤ss Art. 3 Abs. 2 der Gestaltungsplanvorschriften gelten im gesamten Perimeter die Bestimmungen der allgemeinen Bau- und Zonenordnung, soweit die Vorschriften nichts Abweichendes bestimmen. Da im weit gehend Ã¼berbauten Gebiet des Planes 2 nur Bedarf fÃ¼r erschlies­sungs­technische Anordnungen besteht, sollen in diesem Bereich die bestehenden Mass- und Nutzungsvorschriften der allgemeinen Bau- und Zonenordnung weiter gelten. Damit steht fÃ¼r den gesamten Perimeter lÃ¼ckenlos und verbindlich fest, wo mit welchen Abmessungen und fÃ¼r welche Nutzungen Bauten errichtet werden kÃ¶nnen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.4 </span></b><span>Schliesslich ist auch eine Umgehung von Vorschriften Ã¼ber den Quartierplan nicht ersichtlich. Quartier- und Gestaltungsplan sind zwei selbststÃ¤ndige Instrumente der kommunalen Nutzungsplanung, die unabhÃ¤ngig voneinander angewendet werden kÃ¶nnen, sich allerdings vielfach ergÃ¤nzen. KÃ¶nnen die Parzellen eines bestimmten Gebietes mit einem Gestaltungsplan nicht vollstÃ¤ndig erschlossen und Ã¼berbaubar gemacht werden, so sind die dafÃ¼r notwendigen Festlegungen in einem ergÃ¤nzenden Quartierplan zu treffen. Jedoch kann ein Gestaltungsplan die Erschliessung sowie die gemeinschaftlichen Ausstattungen und AusrÃ¼stungen auch unabhÃ¤ngig von einem Quartierplan ordnen (vgl. Stephan Eschmann, Der Gestaltungsplan nach zÃ¼rcherischem Recht, ZÃ¼rich 1985, S. 220 f.).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.1 </span></b><span>Im Gestaltungsplangebiet liegen mehrere Schutzobjekte von Ã¼berkommunaler Bedeutung. Die Villa T (Assek.-Nr. 10) samt Umgebung wurde am 22. August 2000 von der Baudirektion unter Schutz gestellt. Ãber den Schutz der Villa U samt Garten- und Teepavillon (Assek.-Nrn. 11, 12 und 13) sowie Park­anlage schloss der GrundeigentÃ¼mer mit der Baudirektion einen verwaltungsrechtlichen Vertrag, der vom Regierungsrat am 21. August 2002 zur Kenntnis genommen wurde und Grundlage einer Unterschutzstellungs­verfÃ¼gung bilden soll. In diesem Vertrag werden die auf den GrundstÃ¼cken Kat.-Nrn. 04, 05 und 06 bestehenden Schutzobjekte, deren Schutzumfang und die Baubereiche A, B, C und D definiert.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Vorschriften zum Gestaltungsplan nehmen verschiedentlich Bezug auf diese Schutzmassnahmen, namentlich auf diejenigen die Villa U betreffend. So sollen nach dem Zweckartikel die denkmalschÃ¼tzerischen Anliegen bezÃ¼glich der Villa U samt der dazu gehÃ¶renden Parkanlage beachtet werden (Art. 1) und die Anordnungen der betreffenden SchutzverfÃ¼gung bzw. des Schutzvertrages gelten, soweit die Vorschriften zum Gestal­tungsplan nichts Abweichendes bestimmen (Art. 3). In Art. 4 werden sodann die einzelnen Schutzobjekte bezeichnet und fÃ¼r deren Schutzumfang auf die SchutzverfÃ¼gung und den Schutzvertrag verwiesen. Mit Art. 5 werden die im Einzelnen zulÃ¤ssigen Nutzweisen fest­gelegt. BezÃ¼glich der Gestaltung wird fÃ¼r alle Bauten, Anlagen und FreiflÃ¤chen im Perimeter eine besonders gute Gesamtwirkung verlangt, wobei Neubauten durch die Natur- und Heimatschutzkommission des Kantons ZÃ¼rich zu beurteilen sind (Art. 14 Abs. 1 und 3). Schliesslich wird auch fÃ¼r den notwendigen Parkunterhalt auf den Schutzvertrag verwiesen (Art. 15).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.2 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden bezweifeln, dass die mit dem Gestaltungsplan ausgeschiedenen Baubereiche A bis D mit der SchutzwÃ¼rdigkeit der Villa U und des Parkes vereinbar seien, und beanstanden insbesondere, dass die Schutzanordnungen nicht koordiniert mit dem Gestaltungsplan publiziert und erÃ¶ffnet worden seien. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.3 </span></b><span>Schutzobjekte im Sinne von § 203 PBG sind mittels Massnahmen des Planungsrechts, Verordnung, insbesondere bei Schutzmassnahmen fÃ¼r ein grÃ¶sseres Gebiet, VerfÃ¼gung oder Vertrag zu schÃ¼tzen (§ 205 lit. a-d PBG). Im vorliegenden Fall wurden die als notwendig erachteten Schutzmassnahmen mit VerfÃ¼gung und Vertrag getroffen; zustÃ¤ndig dafÃ¼r war wegen der Ã¼berkommunalen Bedeutung der Objekte die Baudirektion (§ 211 Abs. 1 PBG). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden sind durch die Schutzmassnahmen der Baudirektion nicht betroffen, da ihre GrundstÃ¼cke zu weit entfernt von den ausgeschiedenen Baubereichen liegen (vgl. E. 3.1 vorstehend). Unter diesen UmstÃ¤nden erwÃ¤chst ihnen kein Nachteil aus MÃ¤ngeln, die die Publikation, ErÃ¶ffnung oder Koordination der Schutzanordnungen betreffen, noch sind sie dadurch betroffen, dass die Schutzanordnungen Grundlage des Gestaltungsplans bildeten. Der Umstand, dass ein Gestaltungsplan auf verschiedene mittels VerfÃ¼gung angeordnete Schutzmassnahmen Bezug nimmt, erÃ¶ffnet den lediglich zur Gemeindebeschwerde legitimierten BeschwerdefÃ¼hrenden jedenfalls keine neue Anfech­tungsmÃ¶glichkeit gegen die Schutzanordnungen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zu Recht machen die BeschwerdefÃ¼hrenden auch nicht etwa geltend, die notwendigen Schutzanordnungen hÃ¤tten von Gesetzes wegen mit dem kommunalen Gestaltungsplan ge­troffen werden mÃ¼ssen, eine individuell konkrete VerfÃ¼gung darÃ¼ber sei daher unzulÃ¤ssig gewesen. Da die fraglichen Schutzobjekte eine Ã¼berkommunale Bedeutung aufweisen, kam es von vornherein nicht infrage, den notwendigen Schutz mittels eines kommunalen Ge­staltungsplans anzuordnen (§ 211 Abs. 1 und 2 PBG).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Schliesslich legen die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht weiter dar, inwiefern die strittigen Baubereiche tatsÃ¤chlich im Widerspruch zu den gesetzlichen Anforderungen des Heimat­schutzes stÃ¼nden.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>7.1 </span></b><span>Nach dem Verkehrskonzept des Gestaltungsplans sollen die Baubereiche A sowie die beiden GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 08 und 09 Ã¼ber eine von der R-Strasse abgehende, neu zu erstellende Zufahrtsstrasse und die Baubereiche B, C und D sowie die Villa U von der U-Strasse her Ã¼ber einen Erschliessungsweg erschlossen werden. Die Q-Strasse selber, die zwischen der O-Strasse und der P-Strasse nur eine Breite von rund 3 m und keinen Fussweg aufweist, ist fÃ¼r die Erschliessung der Bauten des Gestaltungsplangebietes nicht vorgesehen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>7.2 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden bringen vor, zu den Baubereichen des Gestaltungsplan­gebietes kÃ¶nne dennoch Ã¼ber die nur ungenÃ¼gend ausgebaute Q-Strasse zugefahren werden, weshalb die Erschliessung ungenÃ¼gend sei. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Einwand ist unbegrÃ¼ndet. Weder die erstmalige Ausscheidung einer Bauzone noch die Umzonung eines Gebietes in eine nutzungsintensivere Zone setzt bereits das Bestehen einer ausreichenden Groberschliessung des Gebietes voraus. Im Zeitpunkt des Planungs­entscheids muss das Gemeinwesen lediglich bereit sein, die fÃ¼r die Groberschliessung der Bauzonen notwendigen Werke und Anlagen innert bestimmten zeitlichen Etappen zu erstellen (vgl. Art. 15 lit. b des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 [RPG] und § 91 PBG). Im vorliegenden Fall ist das Gebiet des Gestaltungsplans von der U-Strasse und der R-Strasse her bereits hinreichend grob erschlossen. Damit kann der Gemeinde X jedenfalls nicht entgegengehalten werden, sie sei nicht bereit, das fragliche Gebiet innert nÃ¼tzlicher Frist zu erschliessen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die strassenmÃ¤ssige Erschliessung im Sinne von § 237 PBG ist eine erst im Baubewil­ligungsverfahren zu prÃ¼fende Grundanforderung an Bauten und Anlagen. In tatsÃ¤chlicher Hinsicht genÃ¼gt es dabei, wenn ein Bauvorhaben Ã¼ber eine normaliengerecht ausgebaute Zufahrts­mÃ¶glichkeit verfÃ¼gt, ohne dass auch eine faktisch bestehende andere Zufahrts­mÃ¶glichkeit hinreichend ausgebaut sein muss. Damit kann vorliegend offen bleiben, ob den kÃ¼nftigen Bewohnern der Neubauten eine BenÃ¼tzung der ungenÃ¼gend ausgebauten Q-Strasse offen steht oder ob diese BenÃ¼tzung durch das bestehende Fahrverbot mit Zubrin­gerdienstvorbehalt genÃ¼gend verhindert wird.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>7.3 </span></b><span>Weiter bemÃ¤ngeln die BeschwerdefÃ¼hrenden, der mÃ¶gliche Zugang Ã¼ber die Q-Strasse gefÃ¤hrde die Verkehrssicherheit auf dieser Strasse. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Einwand ist im vorliegenden Verfahren nicht relevant, da auch die Verkehrssicherheit zu den Grundanforderungen an Bauten und Anlagen gehÃ¶rt, die erst im Baube­willigungsverfahren zu prÃ¼fen sind (vgl. § 240 Abs. 1 PBG). Zudem liegt die Q-Strasse ohnehin ausserhalb des Gestaltungsplanperimeters; Verbesserungen dieser faktischen ZufahrtsmÃ¶glichkeit kÃ¶nnten damit nicht zum Inhalt des Gestaltungsplans gehÃ¶ren.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>DemgemÃ¤ss ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Verfahrensausgang haben die BeschwerdefÃ¼hrenden die Kosten des Verfahrens zu tragen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 [VRG]). Sie haben zudem den Beschwerdegegner II.1, der allein einen Rechtsvertreter bestellt hat, fÃ¼r seine Umtriebe angemessen zu entschÃ¤digen (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). Keinen Anspruch auf ParteientschÃ¤digung hat die Gemeinde X, da die Beantwortung von Rechtsmitteln zu ihrem angestammten Aufgabenbereich gehÃ¶rt und dies fÃ¼r sie im vorliegenden Fall nicht mit einem ausserordentlichen Aufwand verbunden war (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 19).</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrenden 3.1 und 3.2 wird als durch RÃ¼ckzug der Beschwerde erledigt abgeschrieben.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>und erkennt:</span></p> <p class="Erwgung2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrenden 1, 2 und 4 wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'300.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 210.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'510.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden 3.1 und 3.2 zu je 5/100 auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼reinander, und den BeschwerdefÃ¼hrenden 1, 2 und 4 zu je 30/100 auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼reinander.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrenden 1, 2 und 4 werden verpflichtet, dem Beschwerdegegner II.1 eine ParteientschÃ¤digung von je Fr. 500.- (inkl. MwSt) zu bezahlen, unter solidarischer Haftung fÃ¼r den gesamten Betrag, zahlbar innert 30 Tagen ab Zustellung dieses Urteils.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>5. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>