<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2021.00261</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=221833&amp;W10_KEY=13013470&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2021.00261</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 10.11.2021</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 10.01.2022 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung (Aus- und Weiterbildung)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zur Aus- und Weiterbildung? [Die Beschwerdeführerin ist im Besitz eines ausländischen Bachelorabschlusses. An einer ausserkantonalen Universität nahm sie an einem LL.M.-Studiengang teil. Um einen Bachelorlehrgang an einer Hochschule zu absolvieren, wurde ihr eine Aufenthaltsbewilligung zur Ausbildung erteilt. Aus ihrem Verlängerungsgesuch für die Aufenthaltsbewilligung ergab sich, dass sie für das Herbstsemester 2020 in einem anderen Fach der Hochschule eingeschrieben war; aus einer neu eingereichten Immatrikulationsbestätigung ergab sich, dass sie nochmals in einem anderen Studiengang studierte. Die Vorinstanzen gelangten zum Schluss, es könne nicht von einer zielgerichteten Aus- und Weiterbildung ausgegangen werden.] Gemäss Art. 27 Abs. 1 lit. d AIG können ausländische Personen unter anderem zur Aus- oder Weiterbildung zugelassen werden, wenn sie die persönlichen Voraussetzungen für die vorgesehene Ausbildung erfüllen. Die persönlichen Voraussetzungen sind nach Art. 23 Abs. 2 VZAE namentlich dann nicht erfüllt, wenn es Hinweise darauf gibt, dass die Ausbildung in der Schweiz nur vorgeschoben ist, um eine Aufenthaltsbewilligung zu erschleichen. Personen über dreissig Jahre wird nur unter besonderer Zurückhaltung einer Aufenthaltsbewilligung zu Ausbildungszwecken erteilt (E. 2.2). Der Entscheid über die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zu Aufenthaltszwecken erfolgt nach pflichtgemässem Ermessen (E. 2.3). Die Einreiseerlaubnis der Beschwerdeführerin war mit der Bedingung verknüpft, dass nach der Einreise eine definitive Immatrikulation erfolgen würde. Die Beschwerdeführerin wurde vorab darauf hingewiesen, dass ein Studienwechsel nicht bewilligt würde (E. 3.1). Gemäss Weisungen des SEM wird ein Wechsel der Fachrichtung während der Ausbildung nur in Ausnahmefällen bewilligt. Zwischen- und Abschlussprüfungen müssen innert nützlicher Frist abgelegt werden (E. 3.2). Der Beschwerdeführerin hätte spätestens mit Aufnahme des Studiums an einer anderen Fakultät klar sein müssen, dass es sich um einen Studiengangwechsel handelt. Auch wenn ihr Forschungsinteresse breit gefächert ist, lässt die Tatsache, dass sie im ursprünglich beabsichtigten Studium während eines Jahrs lediglich 6 ECTS erzielte, nicht auf ein zielorientiertes und speditives Vorgehen schliessen, da durchschnittlich im Rahmen eines Vollzeitstudiums an der Universität 30 ECTS pro Semester erreicht werden. Mit dem Einschreiben in den neuen Studiengang müsste die über 30-jährige Beschwerdeführerin ihr Studium wieder von vorne beginnen (E. 3.3). Die Beschwerdeführerin konnte nicht dartun, weshalb ihr ausnahmsweise ein Wechsel der Fachrichtung bewilligt werden müsste (E. 3.4). Abweisung uP (E. 4.2). Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUS- UND WEITERBILDUNG">AUS- UND WEITERBILDUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STUDIENWECHSEL">STUDIENWECHSEL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STUDIUM">STUDIUM</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 27 AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 23 Abs. II VZAE</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=54621" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2021.00261</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">10. November 2021</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Jsabelle Mayer. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung (Aus- und Weiterbildung),</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A, StaatsangehÃ¶rige des Landes X, geboren â¦, nahm von Februar 2016 bis Dezember 2016 an der ausserkantonalen Hochschule B an einem LL.M.-Studiengang in â¦ teil. Im Dezember 2016 bewarb sie sich ein erstes Mal erfolglos fÃ¼r einen Studienplatz an der Wirtschaftswissenschaftlichen FakultÃ¤t an der Hochschule E. UngefÃ¤hr zeitgleich ersuchte sie im Kanton B um VerlÃ¤ngerung der bis am 30. Juni 2017 gÃ¼ltigen Kurzaufenthaltsbewilligung, um eine Masterarbeit zu schreiben oder aber ein Praktikum zu absolvieren und damit die fehlenden 10 ECTS-Punkte fÃ¼r den vollen LL.M. an der Hochschule B zu erreichen. Am 25. September 2018 ersuchte sie um ein Visum fÃ¼r einen langdauernden Aufenthalt in der Schweiz zum Bachelorstudium an der Wirtschaftswissenschaftlichen FakultÃ¤t der Hochschule E (Hauptfach â¦). Weil sie das erforderliche Sprachzertifikat nicht rechtzeitig erbringen konnte, scheiterte die Immatrikulation zu diesem Zeitpunkt und wurde das Gesuch vom 25. September 2018 als gegenstandslos abgeschrieben.</p> <p class="Sachverhalt2">Nachdem A am 11. Januar 2019 das Deutsch-Zertifikat Cl erworben hatte, ersuchte sie am 26. MÃ¤rz 2019 erneut um ein Visum fÃ¼r einen lÃ¤ngerdauernden Aufenthalt zwecks Bachelorstudium an der Wirtschaftswissenschaftlichen FakultÃ¤t der Hochschule E (Hauptfach â¦). Nach AbklÃ¤rung des Sachverhalts erteilte das Migrationsamt die ErmÃ¤chtigung zur Visumserteilung fÃ¼r eine Aufenthaltsdauer von einem Jahr mit VerlÃ¤ngerungsmÃ¶glichkeit, worauf A am 29. August 2019 mit einer entsprechenden Erlaubnis in die Schweiz einreiste, um ein Bachelor-Studium in Wirtschaftswissenschaften, Fachrichtung â¦, an der Hochschule E aufzunehmen. Nach ihrer Immatrikulation fÃ¼r das Herbstsemester 2019 erhielt sie am 30. September 2019 eine bis am 11. September 2020 gÃ¼ltige Aufenthaltsbewilligung zur Ausbildung. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit Gesuch vom 4. September 2020 beantragte A die VerlÃ¤ngerung ihrer Aufenthaltsbewilligung zur Ausbildung. Mit ihrem VerlÃ¤ngerungsgesuch reichte sie eine Studienbescheinigung der Mathematisch-naturwissenschaftlichen FakultÃ¤t der Hochschule E fÃ¼r das Herbstsemester 2020 fÃ¼r den Bachelor of Science (Studienfach â¦) ein. Aus der vom Migrationsamt angeforderten ImmatrikulationsbestÃ¤tigung vom 4. Juni 2020 ergab sich, dass A ab 1. August 2020 bis 31. Januar 2021 an der Rechtswissenschaftlichen FakultÃ¤t der Hochschule E fÃ¼r den Studiengang Bachelor of Law (Hauptfach â¦) eingeschrieben war. FÃ¼r das zuvor besuchte Studium an der Wirtschaftswissenschaftlichen FakultÃ¤t (â¦) erwarb sie 6 ECTS Credits. </p> <p class="Sachverhalt2">Nach GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs verweigerte das Migrationsamt gestÃ¼tzt auf diesen Sachverhalt mit VerfÃ¼gung vom 4. Januar 2021 das Gesuch um VerlÃ¤ngerung im Wesentlichen mit der BegrÃ¼ndung, dass aufgrund des bisherigen Verlaufs nicht von einer zielgerichteten Aus- und Weiterbildung ausgegangen werden kÃ¶nne. Vielmehr scheine das Studium der Umgehung der auslÃ¤nderrechtlichen Vorschriften Ã¼ber die Zulassung und den Aufenthalt zu dienen. Zum Verlassen der Schweiz wurde A eine Frist bis am 15. Februar 2020 angesetzt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den gegen die Verweigerung der VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung am 2. Februar 2021 erhobenen Rekurs wies die Rechtsabteilung der Sicherheitsdirektion am 16. MÃ¤rz 2021 ab und setzte A eine neue Frist zum Verlassen der Schweiz bis 20. Mai 2021.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 19. April 2021 beantragte A (nachfolgend: die BeschwerdefÃ¼hrerin) im Wesentlichen sinngemÃ¤ss, die Entscheide der Vorinstanzen seien aufzuheben und es sei ihr die Aufenthaltsbewilligung zu verlÃ¤ngern sowie eine angemessene EntschÃ¤digung zuzusprechen. Zudem beantragte sie die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung. Am 21. April 2021 ging eine ergÃ¤nzende Eingabe, datiert vom 19. April 2021, ein, in der sie ihre AntrÃ¤ge weiter erlÃ¤uterte.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend die Vorinstanz am 28. April 2021 auf eine Vernehmlassung verzichtete, reichte das Migrationsamt keine Beschwerdeantwort ein.</p> <p class="Urteilstext">Mit Poststempel vom 4. Juni 2021 reichte A, ein mit "Memorandum" bezeichnetes Schreiben ein, welches weitere Rechtsbegehren enthielt. Es sei das Migrationsamt zu bestrafen, weil es sich "Datenraub und Amtsmissbrauch" habe zuschulden kommen lassen und sowohl das Migrationsamt also auch die Sicherheitsdirektion seien fÃ¼r die zweckwidrige Bearbeitung von Personendaten im C-VIS zu bestrafen. Weiter beantragte sie einen Schadenersatz infolge PersÃ¶nlichkeitsverletzung, alles unter Kostenfolgen fÃ¼r das Migrationsamt und die Sicherheitsdirektion.</p> <p class="Urteilstext">Am 4. August 2021 (Poststempel vom 3. August 2021) ging ein weiteres Schreiben, datiert vom 1. Juli 2021, mit der Ãberschrift "Addendum zu VB.2021.00261" mit weiteren AusfÃ¼hrungen ein, welches der Gegenpartei gleichentags zur Kenntnisnahme zugestellt wurde. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b><span>Mit der Beschwerde kÃ¶nnen Rechtsverletzungen und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>GemÃ¤ss § 52 Abs. 1 in Verbindung mit § 20a Abs. 2 VRG sind neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel im Beschwerdeverfahren zulÃ¤ssig. Es ist entsprechend auf die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse im Zeitpunkt des gegenwÃ¤rtig zu fÃ¤llenden Entscheids abzustellen (vgl. BGr, 20. April 2009, 2C_651/2008, E. 4.2; BGE 135 II 369 E. 3.3; VGr, 16. Juni 2021, VB.2021.00104, E. 4.3). Die von der BeschwerdefÃ¼hrerin im vorliegenden Verfahren eingereichten neuen Unterlagen sind demnach â soweit rechtserheblich â zu berÃ¼cksichtigen. Jedoch ist der Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens auf die VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung zu Studienzwecken begrenzt. Der Streitgegenstand eines Verfahrens wird durch das Thema der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung und den dazugehÃ¶rigen Sachverhalt sowie durch die RekursantrÃ¤ge vor der Vorinstanz definiert. Insoweit die BeschwerdefÃ¼hrerin mit ihrem nachgereichten Memorandum eine Bestrafung wegen "Datenraub[s] und Amtsmissbrauch[s]" beantragt, handelt es sich hier â soweit das Verwaltungsgericht hierfÃ¼r Ã¼berhaupt zustÃ¤ndig wÃ¤re â um eine unzulÃ¤ssige Ausweitung des Streitgegenstands, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend macht, die Vorinstanzen wÃ¼rden sich auf unrechtmÃ¤ssig beschaffte Informationen aus dem zentralen Informationssystem (C-VIS) stÃ¼tzen, ist ihr entgegenzuhalten, dass die Vorinstanzen gemÃ¤ss § 7 VRG eine Untersuchungspflicht trifft und die MigrationsbehÃ¶rden gemÃ¤ss Art. 109c lit. e des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG) in Verbindung mit Art. 10 Abs. 1 lit. g und Abs. 2 der Verordnung vom 18. Dezember 2013 Ã¼ber das zentrale Visa-Informationssystem und das nationale Visumsystem (Visa-Informationssystem-Verordnung, VISV, SR 142.512) Einblick ins ORBIS hat und entsprechende Daten Ã¼berprÃ¼fen kann. Soweit das Abstellen auf diese Daten zudem notwendig ist, trifft die BeschwerdefÃ¼hrerin eine Mitwirkungspflicht und sie hÃ¤tte die Informationen von sich aus bekanntgeben mÃ¼ssen. Wie nachfolgend aufgezeigt, ist das Abstellen auf ihr Schengen-Visum jedoch zur BegrÃ¼ndung nicht relevant, weshalb auf das Vorbringen nicht weiter einzugehen ist. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b><span>Strittig ist, ob die zum Zweck der Aus- und Weiterbildung erteilte Aufenthaltsbewilligung der BeschwerdefÃ¼hrerin zu verlÃ¤ngern ist. </span><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b><span>GemÃ¤ss Art. 27 Abs. 1 AIG kÃ¶nnen auslÃ¤ndische Personen fÃ¼r eine Aus- oder Weiterbildung zugelassen werden, wenn die Schulleitung bestÃ¤tigt, dass die Aus- oder Weiterbildung aufgenommen werden kann (lit. a), eine bedarfsgerechte Unterkunft zur VerfÃ¼gung steht (lit. b), die notwendigen finanziellen Mittel vorhanden sind (lit. c) und sie die persÃ¶nlichen und bildungsmÃ¤ssigen Voraussetzungen fÃ¼r die vorgesehene Aus- oder Weiterbildung erfÃ¼llen (lit. d). Die persÃ¶nlichen Voraussetzungen sind namentlich dann nicht erfÃ¼llt, wenn frÃ¼here Aufenthalte und Gesuchsverfahren oder andere UmstÃ¤nde darauf hinweisen, dass die Aus- oder Weiterbildung in der Schweiz nur vorgeschoben ist, um eine Aufenthaltsbewilligung zu erschleichen (Art. 23 Abs. 2 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit [VZAE]). GemÃ¤ss Art. 23 Abs. 3 VZAE werden Aus- oder Weiterbildungen in der Regel fÃ¼r lÃ¤ngstens acht Jahre bewilligt. Ausnahmen von der Achtjahresregel sind aber mÃ¶glich, wenn sie einer zielgerichteten Aus- oder Weiterbildung dienen. Dies ist etwa der Fall, wenn die Ausbildung einen logischen Aufbau hat und nicht zur Umgehung der strengeren Zulassungsvoraussetzungen benutzt wird, wobei bei Personen Ã¼ber dreissig Jahre besondere ZurÃ¼ckhaltung gilt und besondere UmstÃ¤nde vorliegen mÃ¼ssen (Weisungen und ErlÃ¤uterungen AuslÃ¤nderbereich [Weisungen AIG] des Staatssekretariats fÃ¼r Migration [SEM], Oktober 2013, Stand 1. November 2021, Ziff. 5.1.1.5). GemÃ¤ss stÃ¤ndiger Praxis werden in erster Linie Bewilligungen fÃ¼r eine Erstausbildung in der Schweiz erteilt. Personen, die eine solche bereits im Ausland erhalten haben, werden zugelassen, wenn die in der Schweiz angestrebte Aus- oder Weiterbildung der Vertiefung ihrer bereits erworbenen Kenntnisse dient (VGr, 24. Februar 2021, VB.2020.00820, E. 2.2; BVGr, 22. Juni 2020, F-2625/2018, E. 6.4).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b><span>Die Aufenthaltsbewilligung wird fÃ¼r einen bestimmten Aufenthaltszweck erteilt und kann mit weiteren Bedingungen verbunden werden (Art. 33 Abs. 2 AIG). Sie kann verlÃ¤ngert werden, wenn kein Widerrufsgrund gemÃ¤ss Art. 62 AIG vorliegt (Art. 33 Abs. 3 AIG). Wie aus dem Kann-Wortlaut sowohl von Art. 27 als auch Art. 33 Abs. 3 AIG hervorgeht, ist im Rahmen der VerlÃ¤ngerung ein Ermessensentscheid zu fÃ¤llen und ist somit eine AbwÃ¤gung der privaten Interessen der BeschwerdefÃ¼hrerin am weiteren Verbleib gegen die Ã¶ffentlichen Interessen an einer Beendigung ihres Aufenthalts erforderlich (Art. 96 Abs. 1 AIG; vgl. auch VGr, 19. Juni 2019, VB.2019.00260, E. 2.1 in fine; BVGr, 22. Juni 2020, F-2625/2018, E. 6.3). </span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin reichte fÃ¼r das Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung eine Bescheinigung der Hochschule E vom 5. April 2019 ein, welche die Zulassung fÃ¼r das Herbstsemester 2019 an der Wirtschaftswissenschaftlichen FakultÃ¤t fÃ¼r das Hauptfach â¦ sowie das Nebenfach â¦ bestÃ¤tigte. Im Vorfeld wurde ihr vom Migrationsamt mitgeteilt, dass sie ein endgÃ¼ltiges Zulassungsschreiben fÃ¼r den effektiven Studiengang einreichen mÃ¼sse, damit das Migrationsamt das Gesuch prÃ¼fen kÃ¶nne. Mit Schreiben vom 8. April 2019 stellte das Migrationsamt der BeschwerdefÃ¼hrerin unter anderem die Frage, weshalb sie einen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften absolvieren mÃ¶chte, nachdem sie bereits ein Masterstudium in Law und zudem einen LL.M.-Studiengang absolviert hÃ¤tte. Die BeschwerdefÃ¼hrerin beantwortete die Frage sinngemÃ¤ss dahingehend, dass sie die Zulassung zum Masterstudiengang der Wirtschaftswissenschaften nicht erhalten hÃ¤tte und nur eine Zulassung fÃ¼r den Bachelorstudiengang erhalten wÃ¼rde. Beim LL.M. handle es sich nicht um einen konsekutiven Lehrgang, da ihr in ihrer Heimat erworbener Bachelor of Law eine Mischung aus Wirtschaftswissenschaften und Rechtswissenschaften sei, welcher das Hauptfach â¦ beinhaltet hÃ¤tte. </p> <p class="Erwgung2">Die Einreiseerlaubnis vom 7. Mai 2019 war mit der Bedingung verknÃ¼pft, dass nach der Einreise eine definitive Immatrikulation erfolgen wÃ¼rde. Im Begleitschreiben zur ErmÃ¤chtigung zur Visumserteilung vom 8. Mai 2019 wurde ausdrÃ¼cklich darauf hingewiesen, dass gemÃ¤ss den gesetzlichen Bestimmungen lÃ¤ngstens ein Aufenthalt zur Aus- oder Weiterbildung von acht Jahren mÃ¶glich sei und die bereits im Kanton B absolvierten 17 Monate daran angerechnet werden wÃ¼rden. Zur Einhaltung dieser zeitlichen Bedingungen sei das Studienprogramm strikt einzuhalten und die Teil- sowie SchlussprÃ¼fungen seien innerhalb angemessener Frist zu absolvieren. Zudem werde â basierend auf Ziff. 5.1.1.7 der Weisungen AIG â weder ein Studienwechsel noch eine weitere Ausbildung nach dem Studium bewilligt. Nach dem Abschluss des Studiums (ein Bachelor- und ein Masterstudium) habe die Ausreise, wie zugesichert, fristgerecht zu erfolgen. In der Bewilligung selbst werden ausser dem Zweck des Aufenthalts zur Ausbildung keine weiteren Bemerkungen angebracht und es wurde auf den Begleitbrief nicht explizit Bezug genommen. Inwieweit deshalb die Bewilligung zur Ausbildung an die Absolvierung des vorab geprÃ¼ften Studienfachs Wirtschaftswissenschaften mit dem Haupt- und Nebenfach Teil der Bewilligung wurde und damit die Voraussetzungen fÃ¼r die BewilligungsverlÃ¤ngerung beim Studiengangwechsel nicht mehr erfÃ¼llt sind, kann hier aufgrund der nachfolgenden AusfÃ¼hrungen offenbleiben.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>GemÃ¤ss Weisungen AIG (Ziff. 5.1.1.7 Abs. 3, auch zum Folgenden) <span>wird ein Wechsel der Fachrichtung wÃ¤hrend der Aus- oder Weiterbildung nur in hinreichend begrÃ¼ndeten AusnahmefÃ¤llen bewilligt. </span>AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder, die sich zu Aus- oder Weiterbildungszwecken in der Schweiz aufhalten, mÃ¼ssen ihre Zwischen- und SchlussprÃ¼fungen innerhalb nÃ¼tzlicher Frist ablegen. ErfÃ¼llen sie diese Anforderungen nicht, wird der Zweck ihres Aufenthalts als erreicht erachtet und die Aufenthaltsbewilligung nicht verlÃ¤ngert. Das Migrationsamt erwog vor dem Hintergrund, dass ein Studienwechsel nur in AusnahmefÃ¤llen bewilligt werde, fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin stÃ¼nde der Aufenthaltstitel in der Schweiz im Vordergrund und das Studium diene dazu, die Zulassungsbestimmungen zum Aufenthalt fÃ¼r AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder zu umgehen. Dabei wertete es, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin vorgÃ¤ngig einen LL.M.-Studiengang in ... an der Hochschule B wÃ¤hrend 17 Monaten besuchte und sich bereits im September 2018, fast zeitgleich mit dem VerlÃ¤ngerungsgesuch im Kanton B, das erste Mal um einen Aufenthaltstitel fÃ¼r das Studium an der Wirtschaftswissenschaftlichen FakultÃ¤t der Hochschule E bemÃ¼hte, fÃ¼r welches sie sich im Herbstsemester 2019 einschreiben konnte. Nach einem Jahr an der Wirtschaftswissenschaftlichen FakultÃ¤t der Hochschule E, in dem sie lediglich 6 ECTS-Punkte erreichte, habe sie sich fÃ¼r den Bachelor-Studiengang an der Rechtswissenschaftlichen FakultÃ¤t ab 1. August 2020 und auch noch fÃ¼r einen Bachelor in Mathematik im Herbstsemester 2020 eingeschrieben. Zudem hielt es fest, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin bereits 30 Jahre alt sei und sie sich, nachdem das erste Gesuch um Einreise im September 2018 abgeschrieben wurde, zu Erwerbszwecken im Land L aufgehalten habe. Die Vorinstanz kam zum selben Schluss und erwog weiter, dass sich ein Abschluss in keinem Studienfach in absehbarer Zeit abzeichne und die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht schlÃ¼ssig darlegen kÃ¶nne, weshalb sie einen Bachelor of Law einer Schweizer Hochschule benÃ¶tige. Ihr Verhalten hinterlasse vielmehr den Eindruck, sie halte sich zu irgendwelchen Studienzwecken in der Schweiz auf, ohne eine Ausbildung bzw. einen Abschluss ernsthaft voranzutreiben. Zudem sei ein Wille, die Schweiz nach ErfÃ¼llung des Aufenthaltszwecks beziehungsweise nach Abschluss der Ausbildung wieder zu verlassen, nicht mehr erkennbar. Es wÃ¼rden gewichtige Anzeichen dafÃ¼r bestehen, dass sie mit dem Studienaufenthalt bzw. dem Studienwechsel eine dauerhafte Anwesenheit in der Schweiz anstrebe, jedoch diene der vorÃ¼bergehende Aufenthalt zur Aus- und Weiterbildung diesem Zweck nicht.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Mit dem VerlÃ¤ngerungsgesuch reichte die BeschwerdefÃ¼hrerin eine Studienbescheinigung fÃ¼r das Herbstsemester 2020 (gÃ¼ltig bis 31. Januar 2021) an der Mathematischen-naturwissenschaftlichen FakultÃ¤t der Hochschule E ein. Auf entsprechendes Schreiben des Migrationsamts reichte die BeschwerdefÃ¼hrerin eine ImmatrikulationsbestÃ¤tigung der Hochschule E ein, welche festhÃ¤lt, dass sie ab dem Herbstsemester 2020 an der Rechtswissenschaftlichen FakultÃ¤t immatrikuliert ist und zuvor, wie bewilligt, bis Ende Juli 2020 an der Wirtschaftswissenschaftlichen FakultÃ¤t immatrikuliert war. Innert einem Jahr hat sie an derselben FakultÃ¤t lediglich 6 ECTS-Punkte erworben und nicht an den PrÃ¼fungen teilgenommen. Inwieweit eine Anrechnung der Leistungen aus der Wirtschaftswissenschaftlichen FakultÃ¤t in der Rechtswissenschaftlichen FakultÃ¤t der gleichen BildungsstÃ¤tte mÃ¶glich ist, wird aus den Akten nicht ersichtlich und von der BeschwerdefÃ¼hrerin auch nicht geltend gemacht. In Kombination mit ihrem Vorstudium, einem Bachelor of â¦ von der M-UniversitÃ¤t in ihrem Heimatland X, der wohl Teile der Wirtschaftswissenschaften mit den Rechtswissenschaften verbindet, ist erklÃ¤rbar, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin dies gemÃ¤ss ihren AusfÃ¼hrungen offenbar nicht als Studiengangwechsel im eigentlichen Sinn erkennt. Ein Wechsel der Studienrichtung wÃ¼rde jedoch grundsÃ¤tzlich ein neues Gesuch nÃ¶tig machen. Ein solches mÃ¼sste, wie dargelegt, jedoch hinreichend begrÃ¼ndet werden und wÃ¼rde nur in AusnahmefÃ¤llen bewilligt. Aber auch wenn sie aus den dargelegten GrÃ¼nden kein solches Gesuch fÃ¼r den Wechsel in die Rechtswissenschaftliche FakultÃ¤t stellte, musste ihr spÃ¤testens bei der Aufnahme des Studiums an der Mathematischen FakultÃ¤t klar sein, dass es sich â auch wenn dies innerhalb derselben Bildungseinrichtung erfolgte â um einen Studiengangwechsel handelt. In der ImmatrikulationsbestÃ¤tigung vom 4. Juni 2020 wird das Belegen der Studienrichtung an der Mathematikwissenschaftlichen FakultÃ¤t nicht erwÃ¤hnt, weshalb davon auszugehen ist, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin sich nach deren Ausstellen dort eingeschrieben hat. Die BeschwerdefÃ¼hrerin begrÃ¼ndet ihre Situation mit ihrem interdisziplinÃ¤ren Forschungsinteresse und damit, dass sie so schnell wie mÃ¶glich die notwendigen Erkenntnisse erlangen mÃ¶chte. Sowohl beim Bachelor of Science (Hauptfach â¦) als auch beim Bachelor an der Rechtswissenschaftlichen FakultÃ¤t handelt es sich um VollzeitstudiengÃ¤nge, die im Minimum 6 Semester und jeweils 180 ECTS-Punkte erfordern, weshalb es realitÃ¤tsfremd erscheint, zwei VollzeitstudiengÃ¤nge gleichzeitig belegen zu wollen. Die Tatsache, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin innert eines Jahrs, seit der tatsÃ¤chlichen Aufnahme des Studiums, in der Wirtschaftswissenschaftlichen FakultÃ¤t lediglich 6 ECTS-Punkte erreichte, lÃ¤sst zudem nicht auf ein zielorientiertes und speditives Vorgehen schliessen, da durchschnittlich im Rahmen eines Vollzeitstudiums an der Hochschule E 30 ECTS-Punkte pro Semester erreicht werden. Auch wenn, wie sie darlegt, ihr Forschungsinteresse breit gefÃ¤chert ist, Ã¤ndert dies nichts daran, dass ihr von Beginn an bekannt war, dass ihr kein Studienwechsel bewilligt werden wÃ¼rde. Ein Anspruch auf Erteilung einer Bewilligung zu Studienzwecken besteht gemÃ¤ss Art. 27 AIG ohnehin nicht, weshalb deren Erteilung auch an gewisse Voraussetzungen geknÃ¼pft werden kann. Auch wenn ihr unbenommen ist, Kurse in ... an verschiedenen Hochschulen zu absolvieren, darf sie dies nicht an einem effizienten zielgerichteten Studienabschluss hindern. Die Tatsache, dass sie einerseits bereits im Kanton B zur Weiterbildung zugelassen war und nun entgegen des ausdrÃ¼cklichen Hinweises, nach einem wenig zielorientierten Jahr an der Wirtschaftswissenschaftlichen FakultÃ¤t einen Studienwechsel vornimmt, hinterlÃ¤sst nicht den Eindruck, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin einen schnellen Studienabschluss bezweckt. Mit dem Einschreiben in einen neuen Studiengang muss die Ã¼ber 30-jÃ¤hrige BeschwerdefÃ¼hrerin ihr Studium wieder von vorne beginnen, weshalb ihr von der Gesamtbewilligungsdauer von acht Jahren bereits Ã¼ber 3,5 Jahre (43 Monate) fehlen â ohne dass sie einen an einen Studienabschluss anrechenbaren Erfolg verzeichnen kann. Weiter lassen ihre AusfÃ¼hrungen zu ihrem Forschungsinteresse vermuten, dass sie nach der Vollendung des Bachelors- und Masterstudiengangs in Rechtswissenschaften einen weiteren Aufenthalt zur Vollendung ihrer Forschungsinteressen bezweckt. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin konnte nicht dartun, weshalb ihr ausnahmsweise ein Wechsel der Fachrichtung bewilligt werden mÃ¼sste. Vor dem Hintergrund, dass ein Studienwechsel nur in AusnahmefÃ¤llen bewilligt wird und aufgrund des von der BeschwerdefÃ¼hrerin gezeigten Verhaltens sowie dem vormaligen, offenbar nicht abgeschlossenen LL.M.-Studiengang im Kanton B durfte die Vorinstanz im Rahmen ihres Ermessens die Situation dahingehend werten, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin die persÃ¶nlichen Voraussetzungen gemÃ¤ss Art. 27 Abs. 1 Bst. d AIG in Verbindung mit Art. 23 Abs. 2 VZAE nicht erfÃ¼llt, und fÃ¼r sie der Aufenthaltstitel in der Schweiz im Vordergrund steht. Durch den Studiengangwechsel hat sich der Zweck der erteilten Bewilligung zudem erfÃ¼llt. Kommt hinzu, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin bereits Ã¼ber einen Bachelor-Abschluss des Landes X und damit Ã¼ber eine abgeschlossene Erstausbildung verfÃ¼gt (vgl. E. 2.2. in fine), weshalb schon die Zulassung zum Bachelorstudium in Wirtschaft grosszÃ¼gig war. Im Ãbrigen gibt es keine Hinweise darauf, dass die Vorinstanz ihr Ermessen rechtsverletzend ausgeÃ¼bt hÃ¤tte. Der fast â¦-jÃ¤hrigen BeschwerdefÃ¼hrerin ist eine RÃ¼ckkehr in ihr Heimatland X zuzumuten, wo sie nach eigenen Angaben die MÃ¶glichkeit hÃ¤tte, Arbeit zu finden. Ferner lebt dort ihre Familie (Eltern). Damit durfte die Vorinstanz im Rahmen ihres pflichtgemÃ¤ssen Ermessens die VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung verweigern. </p> <p class="Erwgung2">Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a VRG) und steht dieser keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren. </span>GemÃ¤ss § 16 Abs. 1 VRG haben Private, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offenkundig aussichtslos erscheinen, auf Ersuchen Anspruch auf unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung. Offenkundig aussichtslos sind Begehren, deren Chancen auf Gutheissung um derart viel kleiner als jene auf Abweisung erscheinen, dass sie kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen (Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 16 N. 46). Der BeschwerdefÃ¼hrerin wurde bereits mit der Erteilung der Bewilligung angekÃ¼ndigt, dass ihr ein Studiengangwechsel nicht bewilligt werden wÃ¼rde, weshalb die Chancen auf ein Obsiegen als Ã¤usserst gering zu erachten sind. Das Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung ist damit bereits zufolge offensichtlicher Aussichtslosigkeit abzuweisen. Im Weiteren ist die Mittellosigkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin schon deshalb fragwÃ¼rdig, weil sie gemÃ¤ss Art. 27 Abs. 1 lit. c AIG Ã¼ber die nÃ¶tigen Mittel verfÃ¼gen muss, um die Voraussetzungen zum Erhalt der Aufenthaltsbewilligung zu Studienzwecken zu erfÃ¼llen. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht wird, ist Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) zu erheben (vgl. BGr, 18. Juni 2007, 2D_3/2007 bzw. 2C_126/2007, E. 2.2). Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Das Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>