<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">1B_31/2013 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 20. Februar 2013 </div> <div class="para">I. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Merkli, präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Bundesrichter Karlen, Eusebio, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Härri. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Emmental-Oberaargau, Dunantstrasse 11, 3400 Burgdorf, </div> <div class="para">Regionales Zwangsmassnahmengericht Emmental-Oberaargau, Dunantstrasse 3, 3400 Burgdorf, </div> <div class="para">Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstrasse 10, Postfach 6250, 3001 Bern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Untersuchungshaft, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Beschluss vom 11. Januar 2013 des Obergerichts des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sachverhalt: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A. </div> <div class="para">Die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Emmental-Oberaargau (im Folgenden: Staatsanwaltschaft), führt eine Strafuntersuchung gegen X.________ wegen des Verdachts des Betrugs, des Diebstahls, der Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz und weiterer Delikte. Seit dem 18. Mai 2012 befindet er sich in Untersuchungshaft. </div> <div class="para">Am 25. November 2012 ersuchte er um Haftentlassung. </div> <div class="para">Mit Entscheid vom 10. Dezember 2012 wies das Zwangsmassnahmengericht Emmental-Oberaargau das Gesuch ab. </div> <div class="para">Die von X.________ dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Bern (Beschwerdekammer in Strafsachen) am 11. Januar 2013 ab. Es bejahte den dringenden Tatverdacht; ebenso Flucht- und Kollusionsgefahr. Ob zusätzlich Wiederholungsgefahr gegeben sei, liess es offen. Ersatzmassnahmen anstelle der Untersuchungshaft erachtete es als untauglich. Es verneinte eine Verfahrensverzögerung, die geeignet wäre, die Rechtmässigkeit der Haft in Frage zu stellen, und beurteilte diese als verhältnismässig. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B. </div> <div class="para">X.________ führt Beschwerde beim Bundesgericht mit dem Antrag, er sei sofort aus der Haft zu entlassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C. </div> <div class="para">Die Staatsanwaltschaft sowie das Zwangsmassnahmen- und das Obergericht haben auf Vernehmlassung verzichtet. </div> <div class="para">Die Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern führt aus, X.________ erhebe teilweise Rügen, bei denen der kantonale Instanzenzug nicht erschöpft sei. Auf weitere Bemerkungen hat sie verzichtet. </div> <div class="para">Das Zwangsmassnahmengericht hat auf eine Stellungnahme hierzu verzichtet. </div> <div class="para">X.________ hat eine Replik eingereicht. Er hält an der Beschwerde fest. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">1.1 Verfahrensgegenstand ist die Frage der Rechtmässigkeit der Untersuchungshaft. Auf die Vorbringen, die damit nichts zu tun haben, kann nicht eingetreten werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.2 Gemäss <span class="artref">Art. 221 Abs. 1 StPO</span> ist Untersuchungshaft zulässig, wenn die beschuldigte Person eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtig ist und ernsthaft zu befürchten ist, dass sie: a: sich durch Flucht dem Strafverfahren oder der zu erwartenden Sanktion entzieht; b. Personen beeinflusst oder auf Beweismittel einwirkt, um so die Wahrheitsfindung zu beeinträchtigen (...). </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer bestreitet den dringenden Tatverdacht zu Recht nicht. Dieser ist gegeben. </div> <div class="para">Er macht geltend, es fehle an der Fluchtgefahr. Der Einwand ist offensichtlich unbegründet. Die Vorinstanz hat sich einlässlich zur Fluchtgefahr geäussert (angefochtener Entscheid S. 4 ff. E. 5). Ihre Erwägungen überzeugen. Darauf kann verwiesen werden (<span class="artref">Art. 109 Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para">Gegen die Bejahung der Kollusionsgefahr bringt der Beschwerdeführer nichts vor. Eine Bundesrechtsverletzung ist insoweit auch nicht erkennbar. </div> <div class="para">Ersatzmassnahmen, die nicht nur die Flucht-, sondern auch die Kollusionsgefahr hinreichend bannen könnten, nennt der Beschwerdeführer nicht und sind nicht ersichtlich. </div> <div class="para">Soweit er geltend macht, das Strafverfahren werde nicht genügend vorangetrieben, ist die Beschwerde ebenfalls unbehelflich. Nach der Rechtsprechung kann einzig eine besonders schwer wiegende Verfahrensverzögerung zur Haftentlassung führen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=02.02.2013&amp;to_date=21.02.2013&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-IV-92%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page92">BGE 137 IV 92</a> E. 3.1 S. 96<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=02.02.2013&amp;to_date=21.02.2013&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F128-I-149%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page149">128 I 149</a></span> E. 2.2.1 f., S. 151 f.; je mit Hinweisen). Eine solche ist nicht auszumachen. Die Ausführungen der Vorinstanz auch dazu (S. 8 f. E. 8.3 ff.) sind nicht zu beanstanden. Darauf kann erneut verwiesen werden. </div> <div class="para">Der angefochtene Entscheid verletzt kein Bundesrecht. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Unter den gegebenen Umständen rechtfertigt es sich, auf die Erhebung von Kosten zu verzichten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG</span>). Das sinngemäss gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nach <span class="artref">Art. 64 BGG</span> ist damit hinfällig. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Emmental-Oberaargau, dem Zwangsmassnahmengericht Emmental-Oberaargau, der Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, dem Obergericht des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, und Rechtsanwalt Oliver Gafner, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 20. Februar 2013 </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Merkli </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Härri </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>