A bteilung V E -7166/2006 tem /bas {T 0/2} U rteil vom 23. Juli 2007 M itw irkung: R ichterin Teuscher, R ichterin de C oulon, R ichter G ysi; G erichtsschreiber Bähler R _______, geboren _________, Liberia, A_________, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 11. N ovem ber 2002 i.S. Vollzug der W egw eisung / N _______, B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er Beschw erdeführer verliess Sierra Leone, w o er sich seit m ehreren Jahren auf- gehalten hatte, nach eigenen Angaben im Jahr 2002 und gelangte von Italien her kom m end im August 2002, eine W oche bevor er das Asylgesuch stellte, in die Schw eiz, w o er am 26. August 2002 um Asyl nachsuchte. Am 28. August 2002 fand in Kreuzlingen die Em pfangsstellenbefragung statt. B. Am 17. O ktober 2002 erfolgte die Anhörung zu den Asylgründen durch die zustän- dige kantonale Behörde. Im W esentlichen m achte der Beschw erdeführer geltend, aus Liberia zu stam m en, aber im Jahr 1990 m it seiner M utter nach Sierra Leone geflüchtet zu sein, w o sie zw ei oder drei Jahre später von den R ebellen der R evolu- tionary U nited Front (R U F) verschleppt und zu Arbeiten gezw ungen w orden seien. Seine M utter sei von den R ebellen getötet w orden, als er dreizehn oder vierzehn Jahre alt gew esen sei. Bei der Entw affnung der R U F durch U N O -Soldaten habe er flüchten können. N ach einem kurzen Aufenthalt in G uinea sei er nach Sierra Leone zurückgekehrt, w o er von den R ebellen verhaftet w orden sei. N ach seiner Flucht aus dieser G efangenschaft habe er sich in Freetow n versteckt, bevor er das Land habe verlassen können. Für den Inhalt der w eiteren Aussagen w ird auf die Akten verw iesen. D as BFF verzichtete auf w eitere Abklärungen. C . D as BFF stellte m it Verfügung vom 11. N ovem ber 2002 fest, der Beschw erdefüh- rer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. G leich- zeitig verfügte es die W egw eisung des Beschw erdeführers aus der Schw eiz und ordnete den W egw eisungsvollzug an. D . M it Beschw erde vom 12. D ezem ber 2002 an die Schw eizerische Asylrekurskom - m ission (AR K) beantragte der Beschw erdeführer die Aufhebung der Ziffern 4 und 5 des D ispositivs der angefochtenen Verfügung. Es sei die U nzulässigkeit, U nzum ut- barkeit und U nm öglichkeit des W egw eisungsvollzugs festzustellen und die vorläu- fige Aufnahm e anzuordnen. D es W eiteren w urde die G ew ährung der unentgeltli- chen R echtspflege beantragt. E. M it Zw ischenverfügung vom 18. D ezem ber 2002 stellte die AR K fest, dass nur der Vollzug der W egw eisung angefochten w urde und dem zufolge die Verw eigerung der Flüchtlingseigenschaft und des Asyls m it Ablauf der R echtsm ittelfrist in R echtskraft erw achsen seien. Auf die Erhebung eines Kostenvorschusses w urde verzichtet und der Entscheid über die unentgeltliche R echtspflege auf einen späte- ren Zeitpunkt verschoben. D em Beschw erdeführer w urde eine Frist zur Einrei- chung eines ärztlichen Berichts angesetzt. N ach m ehreren - teilw eise sinngem ässen - G esuchen um Fristverlängerung w urde am 29. August 2003 der AR K ein ärztlicher Bericht zugestellt. F. M it Zw ischenverfügung vom 17. M ai 2006 forderte die AR K den Beschw erdeführer auf, einen aktuellen ärztlichen Bericht über seinen psychischen G esundheitszu- stand einzureichen. M it Schreiben vom 8. Juni 2006 hielt die R echtsvertreterin des Beschw erdeführers fest, dass sich der Beschw erdeführer seit dem Jahr 2003 nicht 3 m ehr in psychiatrischer Behandlung befinde, obw ohl er dies nach ihrer Einschät- zung nötig hätte. D er Beschw erdeführer habe sich dagegen einer Augenoperation unterziehen m üssen. Ein Arztzeugnis w erde m öglichst rasch zugestellt. G . M it Schreiben vom 14. Juni 2006 reichte der Beschw erdeführer m ehrere ärztliche Berichte ein und stellte die Einreichung eines postoperativen Arztberichts in Aus- sicht. D ie AR K setzte dem Beschw erdeführer m it Zw ischenverfügung vom 10. August 2006 eine Frist zur Einreichung dieses postoperativen Arztberichts an. D ieser w ur- de am 1. Septem ber 2006 innerhalb der erstreckten Frist ins R echt gelegt. H . Am 28. August 2006 ersuchte das A_______ des Kantons R _______ um eine prioritäre Behandlung des vorliegenden Beschw erdeverfahrens, da der Be- schw erdeführer seit dem 18. August 2006 in U ntersuchungshaft sei. I. D as BFM reichte am 26. O ktober 2006 eine Vernehm lassung ein, w elche sich auf die Frage einer schw erw iegenden persönlichen N otlage gem äss dem m ittlerw eilen aufgehobenen Art. 44 Abs. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) beschränkte. M it Zw ischenverfügung vom 1. N ovem ber 2006 w urde dem Beschw erdeführer eine Frist zur Einreichung einer Stellungnahm e angesetzt. D ie R echtsvertreterin des Beschw erdeführers legte m it Schreiben vom 10. N ovem ber 2006 ihr M andat nie- der. D er Beschw erdeführer verzichtete auf eine Stellungnahm e. J. M it U rteil vom 21. D ezem ber 2006 verurteilte das Strafgericht des Kantons R _______ den Beschw erdeführer zu einer G efängnisstrafe von sechs M onaten m it bedingtem Vollzug. Am 5. April 2007 ersuchte das A_______ des Kantons R _______ um prioritäre Behandlung dieser Beschw erde. D as Bundesverw altungsgericht teilte dem Beschw erdeführer m it Zw ischenverfü- gung vom 13. April 2007 m it, dass eine Ausschluss der Prüfung der Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs beabsichtigt w erde und setzte ihm eine Frist zur Einrei- chung einer Stellungnahm e an, w elche ungenutzt verstrich. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw al- tungsgericht (VG G ; SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw er- den gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG ; SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das AsylG ; das Bun- desverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G ; SR 173.110]).4 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 1. Januar 2007 hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist an- w endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist le- gitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m it- hin einzutreten. 3. D er Beschw erdeführer beantragte in der Beschw erde vom 12. D ezem ber 2002 ausschliesslich die Aufhebung von Ziffer 4 und 5 des D ispositivs. D ie Verw eige- rung der Flüchtlingseigenschaft und des Asyls sow ie die Anordnung der W egw ei- sung w urden nicht angefochten und sind in R echtskraft erw achsen. 4. 4.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; da- bei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zu- m utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzli- chen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG ; SR 142.20]). 4.2 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zuläs- sig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Aus- länders in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 4.3 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). 4.4 G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossen- schaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D e- zem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedri- gende Behandlung oder Strafe (FoK; SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Kon- vention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K; SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder ernied- rigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 4.5 D ie Vorinstanz w ies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass 5 der G rundsatz der N ichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingsei- genschaft erfüllen (vgl. M . G attiker, D as Asyl- und W egw eisungsverfahren, Bern 1999, S. 89). D a der Beschw erdeführer nur den Vollzug der W egw eisung anfocht und der Entscheid über die Flüchtlingseigenschaft deshalb in R echskraft erw ach- sen ist, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen N on- refoulem ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ückkehr des Beschw erdeführers in seinen H eim atstaat ist dem nach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtm ässig. 4.6 Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen des Beschw erdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in seinen H eim atstaat Liberia dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w äre. G e- m äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti-Folterausschusses m üsste der Beschw erdeführer eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihm im Fall einer R ückschie- bung Folter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission / EM AR K 2001 N r. 16, S. 122, m .w .H .). In casu ist festzuhalten, dass der Beschw erdeführer lediglich geltend m acht in Si- erra Leone durch m ögliche R acheakte von O pfern der R ebellenorganisation R U F gefährdet zu sein. U nbesehen der Frage der G laubhaftigkeit seiner Ausführungen kann festgehalten w erden, dass der Beschw erdeführer nicht geltend m acht, in Li- beria, dessen Staatsangehörigkeit er gem äss seinen Angaben besitzt, gefährdet zu sein. U nw esentlich ist, dass der Beschw erdeführer in Liberia über kein Bezie- hungsnetz verfügen w ill, da dies nicht die Zulässigkeit sondern die Zum utbarkeit des Vollzugs der W egw eisung betrifft, w elche in casu nicht zu prüfen ist (vgl. nach- folgend Ziff. 5.7). D ie allgem eine M enschenrechtssituation in seinen H eim atstaat Liberia lässt den W egw eisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt klarerw eise nicht als unzulässig er- scheinen. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig. 4.7 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ück- kehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allge- m einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situati- on allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie - in casu geltend gem acht - einer notw endigen m edizinischen Behandlung, an- genom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). 4.8 G em äss Art. 14a Abs. 6 AN AG findet Art. 14a Abs. 4 AN AG keine Anw endung, w enn der w eg- oder ausgew iesene Ausländer die öffentliche Sicherheit und O rd- nung verletzt hat oder in schw erw iegender W eise gefährdet. D ie Anw endung von Art. 14a Abs. 6 AN AG setzt eine Abw ägung zw ischen den In- teressen der ausländischen Person auf Verbleib in der Schw eiz und denjenigen 6 der Schw eiz an ihrer W egw eisung voraus und schränkt dabei die Interessen des Staates auf den Schutz vor G efährdung der öffentlichen Sicherheit und O rdnung oder deren schw erw iegende Verletzung ein (vgl. EM AR K 2004 N r. 39, Erw . 5.3., S. 271 m .w .H .). N ach der w eiterhin geltenden Praxis der AR K ist die Ausschlussklausel von Art. 14a Abs. 6 AN AG m it Zurückhaltung und insbesondere unter Beachtung des Verhältnism ässigkeitsprinzips anzuw enden (vgl. EM AR K 2004 N r. 39; 2003 N r. 3; 1997 N r. 24). Ein konkreter H inw eis darauf, w as hinsichtlich der Anw endung von Art. 14a Abs. 6 AN AG praxisgem äss als verhältnism ässig gilt, ergibt sich aus dem in EM AR K 1995 N r. 20 festgehaltenen G rundsatz, w onach im Vergleich zu den Ausnahm en bei der w egen U nm öglichkeit angeordneten vorläufigen Aufnahm e (vgl. Bundesratsbeschluss vom 20. April 1994) w egen krim inellen, dissozialen oder rechtsm issbräuchlichen Verhaltens ein höherer M assstab anzusetzen ist. Som it genügt es nicht, w enn die krim inellen H andlungen der betroffenen Person den Schluss zulassen, dass diese nicht gew illt oder nicht fähig ist, sich an die elem entaren gesellschaftlichen R egeln des Zusam m enlebens zu halten. Vielm ehr m üssen diese H andlungen eine schw erw iegende G efährdung oder Verletzung der öffentlichen Sicherheit und O rdnung darstellen. D ie Verurteilung zu einer bedingten Freiheitsstrafe lässt beispielsw eise in der R egel nicht auf eine derartige G efährdung oder Verletzung schliessen, jedoch kann das Strafm ass oder der U m stand, dass durch das begangene D elikt besonders w ertvolle R echtsgüter betroffen sind, zum gegenteiligen Schluss führen. Bei der Interessenabw ägung ist der angedrohte Strafrahm en in Bezug zur verhängten Strafe zu setzen. Im W eiteren kann auch das Vorleben des Beschw erdeführers bei der Interessenabw ägung m itberücksichtigt w erden (vgl. EM AR K 1995 N r. 11). Trotz bedingt ausgesprochener Freiheitsstrafe kann überdies auch die w iederholte D eliktsbegehung ein Anhaltspunkt dafür liefern, dass eine G efährdung der öffentlichen Sicherheit und O rdnung vorliegt, w ird durch eine solche doch die verm utete günstige Prognose erheblich in Frage gestellt (vgl. EM AR K 1995 N r. 10). D er Beschw erdeführer w urde am 21. D ezem ber 2006 vom Strafgericht des Kan- tons R _______ w egen sexueller H andlungen m it einem Kind zu einer G efängnisstrafe von sechs M onaten unter G ew ährung des bedingten Strafvollzugs verurteilt. Bereits in den Jahren 2003 und 2005 w urden vom Einzelrichteram t des Kantons R _______ w egen Verstössen gegen das Transportgesetz G eldstrafen verhängt. W ie dem Entscheid des H aftrichters des Verw altungsgerichts des Kantons R _______ vom 20. April 2007 zu entnehm en ist, w urde die Anordnung der Ausschaffungshaft teilw eise m it dem Schutz des O pfers der sexuellen Ü bergriffe begründet. D er Beschw erdeführer hat m it seinem Verhalten die öffentliche Sicherheit und O rdnung verletzt; zudem liegen gem äss dem Entscheid des H aftrichters G ründe vor, w elche eine andauernde G efährdung der öffentlichen Sicherheit und O rdnung nahe legen. Aus diesen G ründen überw iegt das öffentliche Interesse der Schw eiz am Vollzug der W egw eisung klar das private Interesse des Beschw erdeführers, sich auf die Schrankenbestim m ung von Art. 14a Abs. 4 AN AG zu berufen. D ie An- w endung der Ausschlussklausel von Art. 14a Abs. 6 AN AG erscheint im vorliegen- den Fall zudem als verhältnism ässig.7 4.9 Schliesslich obliegt es dem Beschw erdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung seines H eim atstaates die für eine R ückkehr notw endigen R eisedokum ente zu be- schaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), w eshalb der Vollzug der W egw eisung auch als m öglich zu bezeichnen ist. 4.10 Insgesam t ist die durch die Vorinstanz verfügte W egw eisung zu bestätigen. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (Art. 14a Abs. 1 - 4 AN AG i.V.m Art. 14a Abs. 6 AN AG ). 5. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). Bei offensichtlich unbegründeten Beschw erden kann auf den Schriftenw echsel ver- zichtet w erden (Art. 111 Abs. 1 AsylG ) und der Beschw erdeentscheid sum m arisch begründet w erden (Art. 111 Abs. 3 AsylG ). M it der Beschränkung der Prüfung auf die Zulässigkeit und M öglichkeit des W eg- w eisungsvollzugs und dem Ausschluss der Prüfung von dessen Zum utbarkeit w ur- de die Beschw erde nachträglich offensichtlich unbegründet. Es erübrigt sich som it, eine Vernehm lassung zu den Anträgen in der Beschw erde vom 12. D ezem ber 2002 einzuholen. D ie Beschw erde ist nach dem G esagten im vereinfachten Verfahren abzuw eisen. 6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten grundsätzlich dem Beschw er- deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). G em äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG kann die Beschw erdeinstanz, nach Einreichung der Beschw erde eine Partei, die nicht über die erforderlichen M ittel verfügt, auf Antrag von der Bezahlung der Verfahren- skosten befreien, sofern ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint. Im Zeitpunkt der Einreichung der Beschw erde w ar der Beschw erdeführer m inder- jährig und m achte m edizinische G ründe geltend, w elche genauerer Abklärungen bezüglich der Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzuges bedurften. D ie Beschw er- de w ar som it nicht zum Vornherein aussichtslos. Aufgrund der Aktenlage ist zudem von der nach w ie vor aktuellen Bedürftigkeit des Beschw erdeführers auszugehen. Aus diesen G ründen ist das G esuch um unentgeltliche R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG (Erlass der Verfahrenskosten) gutzuheissen und auf die Er- hebung von Verfahrenskosten zu verzichten. (D ispositiv nächste Seite)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D as G esuch um unentgeltliche R echtspflege w ird gutgeheissen. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. 4. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) - das A_______ des Kantons R _______ D ie vorsitzende R ichterin: D er G erichtsschreiber: M arianne Teuscher Sim on Bähler Versand am :