<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00316</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206193&amp;W10_KEY=4467134&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00316</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 16.10.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: Höhe der Haushaltsentschädigung<br/><br/>Erwägungen zum Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe (E. 2.1). Leben berufstätige Kinder oder andere Personen im Haushalt des Hilfesuchenden, wird ein angemessenes Entgelt für die ihnen erbrachten Leistungen einbezogen. Diese Haushaltsentschädigung ist der unterstützten Person als Einkommen einzurechnen. Bei der Festsetzung der Entschädigung ist die finanzielle Situation des Entschädigungspflichtigen zu berücksichtigen. Für einen Zwei-Personen-Haushalt ohne Kinderbetreuung beträgt die Entschädigung in der Regel Fr. 550.- bis Fr. 900.- (E. 2.2).<br/>Bei der Beurteilung der finanziellen Situation des Entschädigungspflichtigen dürfen dessen Schulden nicht ausser Acht gelassen werden. Bei einem monatlichen Nettolohn von Fr. 3'500.- und Schuldenabzahlungen von monatlich Fr. 1'000.- war es dem Entschädigungspflichtigen nicht möglich, die Beschwerdegegnerin mit Fr. 900.- für die Haushaltsführung zu entschädigen, weshalb dieser von der Gemeinde als Haushaltsentschädigung festgesetzte Betrag für die Beschwerdeführerin nicht erhältlich war und deshalb als zu hoch erscheint. Die Vorinstanz hat folglich die Haushaltsentschädigung zu Recht auf Fr. 550.- reduziert (E. 3.3).<br/>Abweisung der Beschwerde (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HAUSHALTFÃHRUNG">HAUSHALTFÃHRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HAUSHALTSENTSCHÃDIGUNG">HAUSHALTSENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULD/-EN">SCHULD/-EN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSTÃTZUNGSEINHEIT">UNTERSTÃTZUNGSEINHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 14 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 15 Abs. I SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 16 Abs. III SHV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">A zog per 1. Oktober 2005 mit ihrem Partner, B, von Y nach X um. Mit Beschluss vom 7. November 2005 gewÃ¤hrte ihr die SozialbehÃ¶rde X ab November 2005 wirtschaftliche Hilfe in der HÃ¶he von monatlich Fr. 465.50. Dabei wurde bei der Bedarfsberechnung fÃ¼r A nach Kap. F.5.2 der Richtlinien der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien in der Fassung von Dezember 2004) eine EntschÃ¤digung fÃ¼r HaushaltsfÃ¼hrung in der HÃ¶he von monatlich Fr. 900.- als Einkommen eingesetzt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen erhob A Rekurs an den Bezirksrat Z. Sie beantragte, dass die EntschÃ¤digung fÃ¼r die HaushaltsfÃ¼hrung auf hÃ¶chstens Fr. 300.- pro Monat festzusetzen sei. Der Bezirksrat Z hiess am 27. Juni 2006 den Rekurs teilweise gut und setzte die EntschÃ¤digung fÃ¼r die HaushaltsfÃ¼hrung auf monatlich Fr. 550.- fest.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die SozialbehÃ¶rde X gelangte am 9. August 2006 mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Sie verlangt, dass der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben sei und beantragt, dass A eine EntschÃ¤digung fÃ¼r die HaushaltsfÃ¼hrung in der HÃ¶he von monatlich Fr. 900.- anzurechnen sei.</p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat Z verwies mit Eingabe vom 21. August 2006 auf die BegrÃ¼ndung des angefochtenen Entscheids und verzichtete im Ãbrigen auf Vernehmlassung. A liess sich nicht vernehmen.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b> Das Verwaltungsgericht ist zur vorliegenden Beschwerde nach § 41 in Verbindung mit § 19c Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b> Die BeschwerdefÃ¼hrerin wendet sich gegen die Herabsetzung der EntschÃ¤digung fÃ¼r die HaushaltsfÃ¼hrung von Fr. 900.- auf Fr. 550.-. Der Streitwert bei periodischen Leistungen bemisst sich nach der Praxis des Verwaltungsgerichts dergestalt, dass es bei periodischen Leistungen in der Regel auf deren Summe innerhalb eines Jahres ankommt (RB 1998 Nr. 21; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 38 N. 5). Folglich ergibt sich vorliegend ein Streitwert von Fr. 4'200.-, weshalb gemÃ¤ss § 38 Abs. 2 VRG der Einzelrichter zum Entscheid berufen ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b> Wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt und den seiner FamilienangehÃ¶rigen nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann, hat nach § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe. Diese soll das soziale Existenzminimum gewÃ¤hrleisten, das neben den Ã¼blichen Aufwendungen fÃ¼r den Lebensunterhalt auch individuelle BedÃ¼rfnisse angemessen berÃ¼cksichtigt (§ 15 Abs. 1 SHG). Grundlage fÃ¼r die Bemessung bilden gemÃ¤ss § 17 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) die SKOS-Richtlinien, wobei begrÃ¼ndete Abweichungen im Einzelfall vorbehalten bleiben.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b> Leben berufstÃ¤tige Kinder oder andere Personen im Haushalt des Hilfesuchenden, wird ein angemessenes Entgelt fÃ¼r die ihnen erbrachten Leistungen einbezogen (§ 16 Abs. 3 SHV). Dies ist vor allem bei familienÃ¤hnlichen Wohn- und Lebensgemeinschaften der Fall, worunter gemÃ¤ss SKOS-Richtlinien, Kap. F.5.1, Paare oder Gruppen zu verstehen sind, welche die Haushaltsfunktionen (Wohnen, Essen, Waschen, Reinigen, Telefonieren usw.) gemeinsam ausÃ¼ben und finanzieren, ohne ein Ehepaar oder eine Familie zu bilden (zum Beispiel Geschwister, Kolleginnen, Freunde oder Konkubinatspaare; zum Sonderfall des "gefestigten Konkubinatspaars", bei dem nicht nur die gÃ¼nstigere Kostenstruktur fÃ¼r die zu unterstÃ¼tzende Person berÃ¼cksichtigt wird, sondern das Einkommen des nicht unterstÃ¼tzten Partners wie bei einer UnterstÃ¼tzungseinheit von vornherein anzurechnen ist, vgl. RB 2003 Nr. 64). FÃ¼hrt eine unterstÃ¼tzte Person in einer solchen familienÃ¤hnlichen Wohn- und Lebensgemeinschaft den Haushalt fÃ¼r eine nicht unterstÃ¼tzte Person, hat sie Anspruch auf eine EntschÃ¤digung fÃ¼r die HaushaltsfÃ¼hrung. Diese EntschÃ¤digung ist der unterstÃ¼tzten Person als Einkommen anzurechnen. Dienstleistungen, die nicht unterstÃ¼tzte Personen einer unterstÃ¼tzten Person bezahlen mÃ¼ssen, sind zum Beispiel Einkaufen, Kochen, Waschen, BÃ¼geln, Reinigung/Unterhalt der Wohnung und Betreuung von Kindern der nicht unterstÃ¼tzten Person. Die EntschÃ¤digung richtet sich nach der Zeit, die fÃ¼r die HaushaltsfÃ¼hrung aufgewendet werden muss. Besorgt die unterstÃ¼tzte Person sÃ¤mtliche Hausarbeiten allein, so darf eine pauschale ArbeitszeitentschÃ¤digung verlangt werden. Dieser Betrag ist zu verringern, wenn nicht unterstÃ¼tzte Personen bei den Hausarbeiten massgeblich mithelfen (Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch, hrsg. von der Abteilung Ãffentliche Sozialhilfe des Sozialamts des Kantons ZÃ¼rich, Ziff. 2.1.3, S. 28, Fassung vom Januar 2005; Felix Wolffers, Grundriss des Sozialhilferechts, 2. A., Bern etc. 1999; BGr, 26. Februar 2004, 2P.48/2004, E. 2.2.1, www.bger.ch; VGr, 20. MÃ¤rz 2003, VB.2003.00048, E. 5a; VGr, 3. August 2004, VB.2004.00244, E. 2.3.; VGr, 28. August 2006, VB.2006.00182, E. 2.2, alle drei Entscheide auf www.vgrzh.ch). Bei der Festsetzung der HaushaltsentschÃ¤digung ist zudem die finanzielle Situation des EntschÃ¤digungspflichtigen zu berÃ¼cksichtigen. Empfohlen wird bei einem Zwei-Personen-Haushalt ohne Kinderbetreuung eine EntschÃ¤digung von Fr. 550.- bis Fr. 900.- (SKOS-Richtlinien, Kap. F.5.2).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b> Von diesen GrundsÃ¤tzen ist auch der Bezirksrat im angefochtenen Rekursentscheid ausgegangen (E. 3.2). Weder macht die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, es mÃ¼sse im Sinn der zu gefestigten Konkubinatspaaren entwickelten Rechtsprechung bezÃ¼glich der Beschwerdegegnerin und B eine eigentliche UnterstÃ¼tzungseinheit angenommen werden, noch bestreitet die Beschwerdegegnerin, dass ihr fÃ¼r die HaushaltsfÃ¼hrung eine EntschÃ¤digung als Einkommen angerechnet werden darf. Streitig ist einzig die HÃ¶he dieser EntschÃ¤digung. Der Bezirksrat hat sie auf Fr. 550.- herabgesetzt, wÃ¤hrend die BeschwerdefÃ¼hrerin sie unverÃ¤ndert auf Fr. 900.- gemÃ¤ss ihrem Beschluss vom 7. November 2005 belassen will.</p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat hat die Herabsetzung der HaushaltsentschÃ¤digung damit begrÃ¼ndet, dass eine HaushaltsentschÃ¤digung in der HÃ¶he von Fr. 900.- gut einem Viertel des Nettoeinkommens von B entspreche. Dies sei im VerhÃ¤ltnis zu dessen Gesamtverdienst in der HÃ¶he von Fr. 3'500.-, aber auch im VerhÃ¤ltnis zu den finanziellen VerhÃ¤ltnissen der Beschwerdegegnerin, zu hoch. Es sei davon auszugehen, dass wer wenig verdiene, sich Leistungen einer anderen Person im Haushalt nur in bescheidenem Ausmass oder zu bescheidenen AnsÃ¤tzen leisten kÃ¶nne, zudem mÃ¼sse die EntschÃ¤digung erhÃ¤ltlich sein. Offen gelassen hat der Bezirksrat die Frage, ob bei der Bestimmung der HaushaltsentschÃ¤digung die SchuldenrÃ¼ckzahlung von B berÃ¼cksichtigt werden mÃ¼ssten.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>In ihrer Beschwerde stellt die BeschwerdefÃ¼hrerin darauf ab, dass fÃ¼r eine nicht unterstÃ¼tzte, voll erwerbstÃ¤tige Person, die ein durchschnittliches Einkommen erziele, in der Regel der im Rahmen der SKOS-Richtlinien empfohlene Maximalbetrag von Fr. 900.- als HaushaltsentschÃ¤digung eingesetzt werde, sofern die nicht unterstÃ¼tzte Person keine weiteren Unterhaltspflichten habe. B sei voll erwerbstÃ¤tig und habe keine weiteren UnterstÃ¼tzungspflichten, weshalb die Festsetzung der HaushaltsentschÃ¤digung in der HÃ¶he von Fr. 900.- nicht unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig sei. Dabei weist die BeschwerdefÃ¼hrerin auf ein von ihr fÃ¼r B erstelltes Budget hin, welches â jedoch ohne BerÃ¼cksichtigung der durch B monatlich abzuzahlenden Schulden â einen Ãberschuss von gut Fr. 1'000.- ergibt.</p> <p class="Urteilstext">Weiter wendet die BeschwerdefÃ¼hrerin ein, dass die monatlich abzuzahlenden Schulden von B fÃ¼r die Festsetzung der HaushaltsentschÃ¤digung nicht berÃ¼cksichtigt werden dÃ¼rften. Die Leistungen des Lebenspartners fÃ¼r erbrachte Dienstleistungen der unterstÃ¼tzten Person gingen der Sozialhilfe, welche subsidiÃ¤r sei, vor. WÃ¼rden die Schulden von B berÃ¼cksichtigt, kÃ¤me dies einer indirekten Bezahlung seiner Schulden durch die SozialbehÃ¶rde gleich, was nicht zulÃ¤ssig sei.</p> <p class="Urteilstext">Schliesslich verweist die BeschwerdefÃ¼hrerin auf einen Bundesgerichtsentscheid vom 26. MÃ¤rz 2002 (Pra 91/2002 Nr. 212, E. 7), wonach fÃ¼r die HaushaltsfÃ¼hrung von einem Stundenansatz von Fr. 27.- ausgegangen werden kÃ¶nne. Selbst wenn man annehme, dass die Beschwerdegegnerin lediglich zwei Stunden pro Werktag Hausarbeiten erledige, ergÃ¤be sich eine monatliche HaushaltsentschÃ¤digung in der HÃ¶he von Fr. 1'080.-, weshalb die festegesetzte HÃ¶he von Fr. 900.- verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sei.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b> Der Argumentation der BeschwerdefÃ¼hrerin, dass die Schulden von B fÃ¼r die Festsetzung der HaushaltsentschÃ¤digung nicht berÃ¼cksichtigt werden mÃ¼ssten, kann nicht beigetreten werden. Wie der Bezirksrat in seinem Rekursentscheid zu Recht festgestellt hat, ist die HÃ¶he der HaushaltsentschÃ¤digung von der finanziellen Situation des EntschÃ¤digungspflichtigen abhÃ¤ngig, denn die HaushaltsentschÃ¤digung muss erhÃ¤ltlich sein (vgl. BGr, 26. Februar 2004, 2P.48/2004, www.bger.ch, Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch, Ziff. 2.1.3, S. 29). Bei der Beurteilung der finanziellen Situation des EntschÃ¤digungspflichtigen dÃ¼rfen dessen Schulden nicht ausser Acht gelassen werden. Ihm bzw. der unterstÃ¼tzten Person muss der Nachweis offen stehen, dass Ersterer Mittel fÃ¼r Schuldzinsen und/oder Abzahlungen aufbringen muss (VGr, 23. April 2003, VB.2002.00344, E. 2.a, www.vgrzh.ch). B hatte zum Zeitpunkt des Beschlusses der BeschwerdefÃ¼hrerin monatlich Fr. 1'000.- an Schuldabzahlungen zu leisten, was von der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht bestritten wird. Bei einem monatlichen Nettolohn von Fr. 3'500.- und Schuldabzahlungen von monatlich Fr. 1'000.- war es B nicht mÃ¶glich, die HaushaltsfÃ¼hrung durch die Beschwerdegegnerin mit Fr. 900.- zu entschÃ¤digen, in dieser HÃ¶he war die HaushaltsentschÃ¤digung fÃ¼r die Beschwerdegegnerin demnach nicht erhÃ¤ltlich und erscheint deshalb als zu hoch. </p> <p class="Urteilstext">Mit ihrem Einwand, der Lebenspartner habe aufgrund der SubsidiaritÃ¤t der Sozialhilfe zunÃ¤chst die MÃ¶glichkeiten der Selbsthilfe auszuschÃ¶pfen, bevor die Lebenspartnerin Sozialhilfeleistungen beanspruche, verkennt die BeschwerdefÃ¼hrerin, dass in einer blossen Haushaltgemeinschaft, wie sie der vorliegenden Bedarfsberechnung zugrunde gelegt wurde, im Gegensatz zu einem gefestigten Konkubinat keine generelle UnterstÃ¼tzungspflicht zwischen den Partnern besteht (SKOS-Richtlinien, Kap. F.5.1). Die einzige finanzielle UnterstÃ¼tzungsleistung, zu welcher der nicht unterstÃ¼tzte Partner verpflichtet ist, besteht in der HaushaltsentschÃ¤digung, welche sich jedoch, wie dargelegt, unter anderem nach dessen finanziellen VerhÃ¤ltnissen bemisst.</p> <p class="Urteilstext">Schliesslich bringt der BeschwerdefÃ¼hrerin auch der Hinweis auf den Bundesgerichtsentscheid vom 26. MÃ¤rz 2002 (Pra 91/2002 Nr. 212) nichts, ging es in jenem Entscheid doch um einen Haushaltsschaden im Sinne von Art. 46 Obligationenrecht (OR), bei welchem die Kosten fÃ¼r die HaushaltfÃ¼hrung nach anderen Kriterien bemessen werden als bei der pauschalen HaushaltsentschÃ¤digung im Sozialhilferecht.</p> <p class="Urteilstext">Die Auffassung des Bezirksrats, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin die HaushaltsentschÃ¤digung mit Fr. 900.- zu hoch festgesetzt hat, ist nach dem Gesagten zutreffend, weshalb er den Betrag fÃ¼r die HaushaltsentschÃ¤digung zu Recht und in angemessener Weise auf monatlich Fr. 550.- reduziert hat.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Die Gerichtskosten sind der unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>der Einzelrichter</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 700.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 760.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Urteilstext">4. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>