B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-2735/2019 U r t e i l v o m 2 0 . J u n i 2 0 1 9 Besetzung Richter David Weiss (Vorsitz), Richter Christoph Rohrer, Richter Michael Peterli, Gerichtsschreiber Roland Hochreutener. Parteien A._______ GmbH, vertreten durch Dr. iur. Andrea Caroni, Rechtsanwalt, Beschwerdeführerin, gegen Zollinspektorat Basel St. Jakob, St. Jakobs-Strasse 226, 4052 Basel, handelnd durch Oberzolldirektion (OZD), Hauptabteilung Verfahren und Betrieb, Monbijoustrasse 40, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Lebensmittelgesetz (LMG) Rückweisung von Tabakproduk- ten, Neuverlegung der Kosten und der Parteientschädigung, Urteil des Bundesgerichts 2C_718/2018 vom 27. Mai 2019. C-2735/2019 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass das Zollinspektorat Basel St. Jakob (nachfolgend: Vorinstanz) mit Ver- fügung vom 16. September 2016 Waren im Umfang von 244.8 kg mit der Bezeichnung «Odens Kautabak 10 Extreme White (Snus)» zurückgewie- sen und die von der A._______ GmbH (nachfolgend: Beschwerdeführerin) dagegen erhobene Einsprache mit Einspracheentscheid vom 14. Oktober 2016 abgewiesen hat (Akten der Vorinstanz [act.] 3 und 5), dass das Bundesverwaltungsgericht die von der Beschwerdeführer in da- gegen erhobene Beschwerde mit Urteil C -6579/2016 vom 19. Juni 2018 abgewiesen, der Beschwerdeführerin die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.- auferlegt und keine Parteientschädigung zugesprochen hat (Akten im Be- schwerdeverfahren C-6579/2016 vom 19. Juni 2018 [BVGer act.] 35), dass die Beschwerdeführerin gegen dieses Urteil mit Eingabe vom 27. Au- gust 2018 Beschwerde in öffentlich -rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht erhoben hat mit dem Antrag, der Entscheid des Bundesver- waltungsgerichts sei aufzuheben und das Zollinspektorat sei anzuweisen, die zurückgewiesene Ware, «Odens Kautabak 10 Extreme White (Snus)», 42 Karton, 244.8 kg, umgehend der Beschwerdeführerin zuzustellen; even- tualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an das Bundesverwaltungsge- richt oder an das Zollinspektorat zurückzuweisen (BVGer act. 40 samt Bei- lage), dass das Bundesgericht die Beschwerde mit Urteil 2C_718/2018 vom 27. Mai 2019 gutgeheissen, den Entscheid des Bundesverwaltungsge- richts vom 19. Juni 2018 aufgehoben und die Eidgenössische Zollverwal- tung (EVZ) angewiesen hat, die zurückgewiesene Ware der Beschwerde- führerin umgehend zuzustellen (Dispositiv -Ziff. 1), ihr für das bundesge- richtliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 2'500.- zu bezahlen (Dispositiv-Ziff. 3) sowie die Sache zur Neuverteilung der Kosten und der Parteientschädigung für das vorangegangene Verfahren an das Bundes- verwaltungsgericht zurückgewiesen hat (Dispositiv-Ziff. 4), dass demnach das Bundesverwaltungsgericht das Verfahren zur Neuver- legung der Kosten und der Parteientschädigung unter der Verfahrensnum- mer C-2735/2019 wieder aufgenommen hat, dass im Sinne der bundesgerichtlichen Erwägungen neu über die Kosten und die Parteientschädigung für das Verfahren C -6579/2016 zu befinden ist, C-2735/2019 Seite 3 dass die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei aufzuer- legen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), dass mit Blick auf die Gutheissung der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten im Urteil 2C_718/2018 und die Anweisung an die EZV, die zurückgewiesene Ware umgehend der Beschwerdeführerin zuzustel- len, von einem vollständigen Obsiegen der Beschwerdeführerin auszuge- hen ist, dass der Beschwerdeführerin demnach keine Kosten aufzuerlegen sind und ihr der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 2'000.- nach Eintritt der Rechtskraft auf ein von ihr zu benennendes Konto zurückerstatten ist, dass der unterliegenden Vorinstanz keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG), dass die Beschwerdeinstanz der ganz oder teilweise obsiegend en Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwach - sene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen kann (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), dass die Vorinstanz keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario; Art. 7 Abs. 3 VGKE). dass der obsiegenden und anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer in zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung zuzusprechen ist, dass der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin im Verfahren C - 6579/2016 keine Honorarnote eingereicht hat und die Entschädigung des- halb aufgrund der Akten festzusetzen ist (14 Abs. 2 Satz 2 VGKE), dass die Parte ientschädigung (inkl. Auslagenersatz und MWSt) für das Verfahren C-6579/2016 unter Berücksichtigung des gebotenen und akten- kundigen Aufwandes auf Fr. 3'500.- (inkl. Barauslagen und MWSt) festzu- setzen ist, dass für den vorliegenden Kostenentscheid keine Verfahrenskosten aufzu- erlegen sind und keine Parteientschädigung auszurichten ist. C-2735/2019 Seite 4 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Für das Verfahren C-6579/2016 werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 2'000.- nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils auf ein von ihr zu bezeichnendes Konto überwiesen. 2. Der Beschwerdeführerin wird für das Verfahren C-6579/2016 zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.- zugesprochen. 3. Für das vorliegende Verfahren werden keine Verfahrenskosten erhoben und keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular Zahladresse) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Gesundheit (Einschreiben) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: David Weiss Roland Hochreutener Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. C-2735/2019 Seite 5 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange- legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts- schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die B egehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die be- schwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: