<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2002.00004</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106705&amp;W10_KEY=4467146&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2002.00004</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.07.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 23.09.2002 formell erledigt.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Forderung aus dem öffentlichrechtlichen Arbeitsverhältnis</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Beschwerde gegen die Rückforderungsverfügung eines zu hoch ausgefallenen Dienstaltersgeschenks und gegen die teilweise Verneinung eines Ferienabgeltungsanpsruchs.<br/>Berechnung und Höhe des Dienstaltersgeschenks (E. 2).<br/>Irrtum der Beschwerdegegnerin. Massgeblichkeit des Irrtums? Offen gelassen (E. 2a).<br/>Grundlage des Rückforderungsanspruchs (E. 2b+c).<br/>Keine Genehmigung der Übertragung des Ferienanspruchs. Zweck der Genehmigungspflicht (E. 3a).<br/>Keine "Schuldanerkennung" bezüglich der gesamten Ferienansprüche durch den Gemeindepräsidenten (E. 3b).<br/>Verwirkung der nicht korrekt übertragenen Ferienansprüche; kein Anspruch auf Ferienabgeltung (E. 3c).<br/>Verrechnung der sich gegenüberstehenden Forderungen scheitert hier am fehlenden Einverständnis der Beschwerdegegnerin (E. 4).<br/>Entschädigung für die Beschwerdegegnerin (E. 5b).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DIENSTALTERSGESCHENK">DIENSTALTERSGESCHENK</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FERIENABGELTUNG">FERIENABGELTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FERIENANSPRUCH">FERIENANSPRUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES">INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKFORDERUNG">RÃCKFORDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULDANERKENNUNG">SCHULDANERKENNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERJÃHRUNG">VERJÃHRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERRECHNUNG">VERRECHNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWIRKUNG">VERWIRKUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 35 BeamtenV</span><br/><span class="ungerade">Art. 63 lit. I OR</span><br/><span class="gerade">Art. 63 lit. II OR</span><br/><span class="ungerade">Art. 67 lit. I OR</span><br/><span class="gerade">Art. 82 lit. I SchKG</span><br/><span class="ungerade">§ 47 lit. b VB BVO</span><br/><span class="gerade">§ 97 lit. II VB BVO</span><br/><span class="ungerade">§ 101 VB BVO</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A, geboren am 14. April 1936, trat nach annÃ¤hernd 34 Jahren als Finanzverwalter der Gemeinde X per 30. April 1999 in den Ruhestand. Die Funk­tionen als Gemeindeammann und Betreibungsbeamter der Gemeinde X behielt er Ã¼ber diesen Zeitpunkt hinaus bei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>A. In der Lohnabrechnung per Mai 1999 wurde A ein (anteiliges) Dienstaltersgeschenk in der HÃ¶he von Fr. 8'733.45 gutgeschrieben. Der Revisionsbericht der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons ZÃ¼rich vom 14. und 17./18. April 2000 zeigte indes auf, dass die HÃ¶he des Dienstaltersgeschenks falsch berechnet worden war. Da A ein Jahr und ein Monat bis zum Erreichen des 35-jÃ¤hrigen DienstjubilÃ¤ums gefehlt hÃ¤tten, stÃ¼nden ihm lediglich 60 % des regulÃ¤ren Dienst­altersgeschenks zu, mithin also Fr. 6'689.45. Den Differenzbetrag von Fr. 2'044.- forderte der Gemeinderat von X mit Beschluss vom 5. Februar 2001 zurÃ¼ck.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. Am 2. September 1999 machte A gegenÃ¼ber der Gemeinde X einen Anspruch aus Ferienguthaben von 81 Tagen Ã 8,4 h Ã Fr. 61.26 geltend (total Fr. 41'681.30), die sich Ã¼ber die letzten rund zehn Jahre bis zur Beendigung des DienstverhÃ¤ltnisses summiert hatten. Nach der Ansicht des Gemeinderates X konnte gegen diese Berechnung Aâs aus rein rechnerischer Sicht nichts eingewendet wer­den. Da rechtliche VorabklÃ¤rungen ergeben hÃ¤t­ten, dass im vorliegenden Fall eine fÃ¼nf­jÃ¤hrige VerjÃ¤hrungsfrist gelte, beschloss der Gemein­derat, A den (grosszÃ¼gig berechneten) Feriensaldo der letzten fÃ¼nf Jahre zu entschÃ¤digen. Dementsprechend wurde ihm mit Gemeinderatsbeschluss vom 5. Februar 2001 eine EntschÃ¤digung fÃ¼r die seit dem 1. Januar 1994 nicht bezogenen Ferien in der HÃ¶he von Fr. 15'437.50 zugesprochen (30 Tage Ã 8,4 h Ã Fr. 61.26).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen beide genannten BeschlÃ¼sse des Gemeinderates X erhob A am 8. MÃ¤rz 2001 Rekurs beim Bezirksrat. Er beantragte die Feststel­lung, dass der Gemeinde X keine RÃ¼ckforderung unter dem Titel eines (angeblich) in zu hohem Betrag entrichteten Dienst­altersgeschenks zustehe und eventualiter ein allfÃ¤lliger RÃ¼ckforderungsanspruch mit seinem Guthaben aus FerienentschÃ¤digung zu verrechnen sei. Weiter sei die Gemeinde X zu verpflichten, ihm seinen gesamten Ferienabgeltungsanspruch im Betrag von Fr. 41'681.30 (eventualiter Fr. 39'367.30) zuzÃ¼glich 5 % Zinsen seit 1. Mai 1999 zu bezahlen, und seien "die beiden angefochtenen GeschÃ¤fte ... rekursweise zu vereinigen": alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Gemeinde X.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat vereinigte antragsgemÃ¤ss die beiden GeschÃ¤fte und beschloss am 19. Dezember 2001, dass von der Anerkennung des Ferienabgeltungsanspruchs in der HÃ¶he von Fr. 15'437.50 durch die Gemeinde X Vormerk genommen werde, der Rekurs im Rest­betrag des Ferienabgeltungsanspruchs von Fr. 26'243.80 jedoch abgewiesen werde. Wei­ter wurde der Rekurs auch bezÃ¼glich der RÃ¼ckforderung des zuviel vergÃ¼teten Betrages an das Dienstaltersgeschenk abgewiesen. Verfahrenskosten wurden keine erhoben und Par­tei­entschÃ¤digungen wurden nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Am 26./28. Januar 2002 reichte A beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den Beschluss des Bezirksrats ein. Diese enthÃ¤lt die folgenden AntrÃ¤ge:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. a) Es sei festzustellen, dass dem Beschwerdegegner keine RÃ¼ckforderung unter dem Titel eines (angeblich) in zu hohem Betrag<br/> (Fr. 2'044.--) entrichteten Dienstaltersgeschenkes zusteht;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> b) Eventualiter sei ein allfÃ¤lliger RÃ¼ckforderungsanspruch des Beschwerdegegners mit dem Guthaben des BeschwerdefÃ¼hrers aus FerienentschÃ¤digung zur Verrechnung zu stellen;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. Es sei der Beschwerdegegner zu verpflichten, dem BeschwerdefÃ¼hrer Fr. 26'243.80, eventualiter Fr. 24'199.80, zuzÃ¼glich 5 % Zinsen seit 1. Mai 1999 (Beendigung des DienstverhÃ¤ltnisses), zu bezahlen;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. Es seien die beiden angefochtenen BeschlÃ¼sse des Beschwerdegegners im Umfang der vorstehenden AntrÃ¤ge aufzuheben;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>4. Es seien Disp.-Ziff. 2 Abs. 2 und Ziff. 3 des angefochtenen Beschlusses der Vorinstanz aufzuheben;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten des Beschwerdegegners."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In seiner Vernehmlassung vom 15. Februar 2002 schloss der Bezirksrat auf vollumfÃ¤ngliche Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdegegnerin beantragte am 7. MÃ¤rz 2002 eine FristverlÃ¤ngerung fÃ¼r die Beschwerdeantwort. Diese wurde ihr bis am 10. April 2002 gewÃ¤hrt. In ihrer binnen erstreckter Frist erstatteten Beschwer­deantwort vom 10. April 2002 liess die Gemeinde X die vollumfÃ¤ngliche Ab­weisung der Beschwerde beantragen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Las­ten des BeschwerdefÃ¼hrers. Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin legte zudem am 11./12. April 2002 eine Kostennote in der HÃ¶he von Fr. 3'499.60 ins Recht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Beide angefochtenen GemeinderatsbeschlÃ¼sse beschlagen vermÃ¶gensrechtliche AnsprÃ¼che, die sich aus dem BeschÃ¤ftigungsverhÃ¤ltnis des BeschwerdefÃ¼hrers bei der Beschwerdegegnerin ergeben haben. Es handelt sich damit bei beiden BeschlÃ¼ssen um personalrechtliche Anordnungen im Sinn von Art. 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG). Die Beschwerde richtet sich gegen einen erstinstanzlichen Rekursentscheid des Bezirksrats. GemÃ¤ss Art. 74 Abs. 1 VRG ist das Verwaltungsgericht fÃ¼r die Behandlung zustÃ¤ndig. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist nach § 70 in Verbindung mit § 21 lit. a VRG zur Beschwerde legitimiert. Auf die â unter BerÃ¼cksichtigung der Gerichtsferien (§ 71 VRG in Verbindung mit § 140 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976) â rechtzeitig eingereichte Beschwerde gilt es deshalb einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Da der Streitwert die Grenze von Fr. 20'000.- klar Ã¼berschreitet, ist die Kammer fÃ¼r die Behandlung der Beschwerde zustÃ¤ndig (§ 38 Abs. 2 VRG e contrario).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. FÃ¼r die Berechnung des Dienstaltersgeschenks ist aufgrund der Verweisung in </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ziff. 12 der Besoldungs-Verordnung der Gemeinde X vom 15. Juli 1993 unbestrit­tener­mas­sen das zum Ausrichtungszeitpunkt geltende kantonale Personalrecht ein­schlÃ¤gig (§ 35 der Beamtenverordnung vom 15. Mai 1991 [BVO, OS 51 S. 507 ff.] und § 47 der Vollziehungsbestimmungen zur Beamtenverordnung vom 17. April 1991 [VB BVO, OS 51 S. 537 ff.]). Ebenfalls ist im Grundsatz unbestritten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund von § 47 lit. b VB BVO lediglich Anspruch auf 60 % des nÃ¤chstfÃ¤lligen Dienst­­altersgeschenks gehabt hÃ¤t­te, ihm aber ein um Fr. 2'044.- hÃ¶herer Betrag ausgerichtet worden ist. Streitig ist einzig, ob es eine Grundlage fÃ¼r die von der Beschwerdegegnerin am 5. Februar 2001 beschlossene RÃ¼ckforderung des zuviel bezahlten Betrages gibt (nachfolgend b-d) oder ob nicht in der Aus­zahlung des zu hohen Betrages eine bewusste Be­gÃ¼ns­­tigung des BeschwerdefÃ¼hrers durch die Beschwerdegegnerin zu erblicken ist, wie dies der BeschwerdefÃ¼hrer geltend macht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Der BeschwerdefÃ¼hrer lÃ¤sst vorbringen, dass angesichts seiner unbestrittenen besonderen Verdienste fÃ¼r das Wohl der Beschwerdegegnerin, insbesondere auch durch die langjÃ¤hrige Ãbernahme von Doppelchargen, die Vermutung greifen mÃ¼sse, dass ihm die Be­­schwerdegegnerin nicht aus Irrtum, sondern wissentlich und willentlich ein anteiliges Dienstaltersgeschenk in der HÃ¶he von (nahezu) 80 % statt nur von 60 % habe zukommen las­sen wollen. Diese Absicht stÃ¼nde bei der analogen Anwendung des Obligationenrechts (dazu nachfolgend b und c) dem Nachweis eines Irrtums im Sinne von Art. 63 Abs. 1 des Obligationenrechts (OR) entgegen, der wiederum eine Voraussetzung der RÃ¼ckforderbarkeit darstelle.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diesem Argument des BeschwerdefÃ¼hrers kann nicht beigepflichtet werden. Entgegen der beschwerdefÃ¼hrerischen Behauptung und der Darstellung im vorinstanzlichen Entscheid wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer nÃ¤mlich nicht ein Dienst­altersgeschenk in der HÃ¶he von 80 % ausgerichtet, sondern ein proportional zu seiner Dienst­zeit bis zum nÃ¤chsten Dienstaltersgeschenk berechneter Betrag (also ein Bruchteil von 1410/1800 oder 78,3 %). Als gesetzliche Grund­lage wurde ausdrÃ¼cklich und ausschliesslich § 35 BVO genannt. Aus der Berechnungsweise und der Angabe der Rechtsgrundlage erhellt, dass sich die Beschwerdegeg­nerin offensichtlich geirrt hat. HÃ¤tte sie in Kenntnis von § 47 VB BVO gehandelt, wÃ¤re sie gar nicht auf ein Verfahren der linear-proportionalen Berechnung des Anteils am Dienst­altersgeschenk verfallen. Angesichts dieses deutlichen Irrtums kann nicht von einer absichtlichen BegÃ¼nstigung des Beschwerdegegners ausgegangen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Selbst wenn die zu hohe Auszahlung des Dienstaltersgeschenks irrtumsfrei erfolgt wÃ¤re, hÃ¤tte dies â nach einem Teil der Lehre â keine entscheidenden Auswirkungen auf die Entstehung und Durchsetzbarkeit eines RÃ¼ckerstattungsanspruchs im Ã¶ffentlichen Recht: "Wenn Art. 63 des Obligationenrechts von demjenigen, der eine freiwillig bezahlte Nichtschuld zurÃ¼ckfordern will, den Nachweis eines Irrtums Ã¼ber die Schuldpflicht verlangt, so soll dadurch die im Bereiche des Privatrechts und der Privatautonomie durch die ErfÃ¼llung einer Nichtschuld entstehende Vermutung einer Schenkungsabsicht umgestossen werden. Im Ã¶ffentlichen Recht ist ein analoges Irrtumserfordernis jedoch sinnlos, da Schenkungen als typisch privatrechtliche VertrÃ¤ge hier nicht existieren und deshalb auch nicht vermutet werden kÃ¶nnen; der Grundsatz der gesetzmÃ¤ssigen Verwaltung lÃ¤sst einem Irrtumserforder­nis nach dem Vorbild des Privatrechts somit keinen Raum." (Luzius MÃ¼ller, Die RÃ¼ckerstattung rechtswidriger Leistungen als Grundsatz des Ã¶ffentlichen Rechts, Basel 1978, S. 57 f.). Es kann im vorliegenden Fall indes offen bleiben, wie es sich mit dem Irrtumserfordernis verhÃ¤lt, da der Irrtum der Beschwerdegegnerin deutlich erkennbar ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Damit kann auch die Frage offen bleiben, ob eine solche BegÃ¼nstigung eines einzelnen Angestellten â so gross seine Verdienste fÃ¼r den Arbeitgeber auch gewesen sein mÃ¶gen â auf der Grundlage einer absichtlichen Falschberechnung bzw. einer falschen Anwendung des anwendbaren Rechts Ã¼berhaupt zulÃ¤ssig wÃ¤re (vgl. etwa MÃ¼ller, S. 44 f., der aus dem LegalitÃ¤tsprinzip auch in solchen FÃ¤llen die RÃ¼ckforderbarkeit des zuviel bezahlten Betrages ableitet).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Weder das kommunale noch das aufgrund der Verweisung anwendbare kantona­le Personalrecht enthalten eine explizite Bestimmung betreffend die RÃ¼ckforderbarkeit von zu hoch ausgefallenen Dienstaltersgeschenken. Bereits die Vorinstanz ist zutreffend davon ausgegangen, dass diesbezÃ¼glich eine durch die Rechtsanwendung zu fÃ¼llende LÃ¼­cke besteht. Dies wird vom BeschwerdefÃ¼hrer auch nicht in Abrede gestellt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wird im Ã¶ffentlichen Recht eine LÃ¼cke festgestellt, so ist diese primÃ¤r durch analoge Anwendung von Ã¶ffentlichrechtlichen Normen zu fÃ¼llen, d.h. es ist auf Normen abzustel­­len, die das Ã¶ffentliche Recht fÃ¼r verwandte FÃ¤lle bereithÃ¤lt. Erst wenn sich im Ã¶ffentlichen Recht keine analog anwendbare Bestimmung findet, ist â sekundÃ¤r â auf Ã¤hnliche Re­gelungen im Privatrecht zurÃ¼ckzugreifen (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. Aufl., ZÃ¼rich 1998, Rz. 245).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der direkte RÃ¼ckgriff der Vorinstanz auf die privatrechtlichen Normen von Art. 62 ff. OR war im Lichte der vorstehenden AusfÃ¼hrungen nicht ganz korrekt, da zunÃ¤chst nach einer analog anwendbaren Bestimmung im Ã¶ffentlichen Recht hÃ¤tte gesucht wer­den mÃ¼ssen. Im Ergebnis Ã¤ndert sich durch dieses Vorgehen jedoch nichts, da sich der hier anzuwendende Ã¶ffentlichrechtliche Rechtsgrundsatz der RÃ¼ckforderung einer grundlos erbrachten Leistung in den GrundzÃ¼gen ebenfalls an den privatrechtlichen Regeln des Bereicherungsrechts orientiert (HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 143, 145, 609; Max Imboden/RenÃ© Rhi­now, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Band I, 6. A., Basel/Frankfurt a.M. 1986, Nr. 32 B I).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Aufgrund des genannten â hier lÃ¼ckenfÃ¼llend anwendbaren (Alfred Blunschy, Der RÃ¼ckerstattungsanspruch im Ã¶ffentlichen Recht, Einsiedeln 1947, S. 65 f.) â allgemeinen Rechtsgrundsatzes kÃ¶nnen Leistungen, die aus nicht verwirklichten oder nachtrÃ¤glich weggefallenen GrÃ¼nden und im Irrtum Ã¼ber die Leistungspflicht erfolgten, vom leistenden Gemeinwesen zurÃ¼ckgefordert werden, sofern das Gesetz nichts anderes vorsieht (HÃ¤felin/ MÃ¼ller, Rz. 609).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie dargelegt (vorne a) beruhte die Ausrichtung eines zu hohen Dienstaltersgeschenks offensichtlich auf einer (irrtÃ¼mlichen) Falsch- bzw. Nichtanwendung von § 47 VB BVO durch die Beschwerdegegnerin. Weiter ist eine gesetzliche Regelung, die einer RÃ¼ckforderung entgegenstehen kÃ¶nnte, vorliegend nicht ersichtlich. Selbst wenn hier â wie die Vorinstanz anzunehmen scheint â eine einjÃ¤hrige VerjÃ¤hrungsfrist im Sinne von Art. 67 Abs. 1 OR zur Anwendung gelangte, wÃ¤re die RÃ¼ckforderung nicht verjÃ¤hrt, da die Beschwerdegegnerin innert zehn Monaten seit der Kenntnis des RÃ¼ckforderungsanspruchs ge­handelt hat. Ohnehin kommt bei Ã¶ffentlichrechtlichen RÃ¼ckforderungsansprÃ¼chen â abweichend von der privatrechtlichen Regelung â grundsÃ¤tzlich eine fÃ¼nfjÃ¤hrige VerjÃ¤hrungsfrist zur Anwendung, wenn nicht in einem Spezialgesetz eine andere Frist statuiert wird (Imboden/Rhinow, Nr. 32 B VI, Nr. 34 B III a; MÃ¼ller, S. 74 ff., alle mit weiteren Hinweisen; siehe aber etwa zur Anwendung einer einjÃ¤hrigen [relativen] VerjÃ¤hrungsfrist seit Kenntnis des Anspruchs BGE 108 Ib E. 4d/cc und dazu Attilio Gadola, VerjÃ¤hrung und Verwirkung im Ã¶ffentlichen Recht, AJP 1995, S. 47 ff., 52). Eine spezialgesetz­liche Regelung der VerjÃ¤hrungsfristen liegt hier nicht vor.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Schliesslich muss auch das auf Art. 63 Abs. 2 OR abgestÃ¼tzte Argument des BeschwerdefÃ¼hrers erfolglos bleiben, nach welchem die RÃ¼ckforderung des zu viel Ausbezahl­ten daran scheitere, dass es sich bei dieser BegÃ¼nstigung des BeschwerdefÃ¼hrers geradezu um eine sittliche Pflicht der Beschwerdegegnerin gehandelt habe. Im Rahmen eines normativ klar determinierten Ã¶ffentlichrechtlichen AnstellungsverhÃ¤ltnisses bleibt fÃ¼r solche sittlichen Pflichten kein Raum. HÃ¤tte die Beschwerdegegnerin dem BeschwerdefÃ¼hrer mehr zuwenden wollen, als ihm aufgrund der personalrechtlichen Grundlagen zustand, dann hÃ¤tte dies eines speziellen Beschlusses bedurft, der entweder vom GemeindeprÃ¤sident oder â bei einem Fr. 2'500.- Ã¼bersteigenden Betrag â vom Gemeinderat zu fÃ¤llen gewesen wÃ¤re (vgl. Ziff. 6 der GeschÃ¤ftsordnung und Kompetenzregelung des Gemeinderates X).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Ãffentlichrechtliche Leistungen, die aufgrund einer VerfÃ¼gung erbracht worden sind, kÃ¶nnen nur zurÃ¼ckgefordert werden, wenn und soweit diese VerfÃ¼gung in zulÃ¤ssiger Weise geÃ¤ndert worden ist (Imboden/Rhinow, Nr. 32 B II; RenÃ© Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel/Frankfurt a.M. 1990, Nr. 32 B II). Eine nachtrÃ¤gliche AbÃ¤nderung einer VerfÃ¼gung wiederum ist nur unter bestimmten Voraussetzungen mÃ¶glich (vgl. HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 806 ff.). In diesen FÃ¤llen ist insbesondere eine InteressenabwÃ¤gung erforderlich: Es muss zwischen dem Interesse an der richtigen Anwendung des objektiven Rechts einerseits und dem Interesse an der Rechts­­sicherheit bzw. dem Vertrauensschutz andererseits abgewogen werden (HÃ¤felin/MÃ¼l­­ler, Rz. 809).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In formeller Hinsicht handelt es sich bei Abrechnung und Auszahlung des Dienst­al­tersgeschenks um keine VerfÃ¼gungen. Vielmehr hat die Beschwerdegegnerin die einfache schriftliche Abrechnungsweise gewÃ¤hlt, die Ã¼blicherweise auch bei normalen Lohnauszah­lun­gen zur Anwendung gelangt. Dass die Ausrichtung eines Dienstaltersgeschenks als indi­vidueller, an einen Einzelnen gerichteter Hoheitsakt einer BehÃ¶rde, durch welche eine konk­rete Ã¶ffentlichrechtliche Rechtsstellung eines Einzelnen verbindlich geregelt wird, in VerfÃ¼gungsform hÃ¤tte gekleidet werden kÃ¶nnen (vgl. etwa Andreas Keiser, Rechtsschutz im Ã¶f­­fentlichen Personalrecht nach dem revidierten Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, ZBl 99/1998, S. 193 ff., 199; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 74 N. 6), Ã¤ndert nichts daran, dass es sich im konkreten Fall um keine formelle VerfÃ¼gung ge­handelt hat. Die besonderen Voraussetzungen, die fÃ¼r die nachtrÃ¤gliche Ãnderung von VerfÃ¼gungen erforderlich sind, gelangen im vorliegenden Fall deshalb nicht zur Anwendung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Insgesamt erweist sich der von der Beschwerdegegnerin geltend gemachte RÃ¼ckforderungsanspruch als begrÃ¼ndet. Die gegen den Anspruch vorgebrachten EinwÃ¤nde des BeschwerdefÃ¼hrers schlagen nicht durch.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Nachdem die Beschwerdegegnerin mit ihrem Beschluss vom 5. Februar 2001 die seit dem 1. Januar 1994 entstandenen FerienabgeltungsansprÃ¼che des BeschwerdefÃ¼hrers in der HÃ¶he von Fr. 15'437.50 anerkannt und die Vorinstanz davon formell Vor­merk genommen hat, liegt nun einzig noch der nach den beschwerdefÃ¼hrerischen Berechnungen mit Fr. 26'243.80 bezifferte Restbetrag im Streit. Zwar sind sich BeschwerdefÃ¼hrer und Be­schwerdegegnerin darÃ¼ber einig, dass die geltend gemachten AnsprÃ¼che auf effektiv nicht bezogene Ferienzeit grÃ¼nden und die zeitliche Berechnungsgrundlage des An­spruchs korrekt ist. Streitig ist einzig, ob sich die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die VerjÃ¤hrung der AnsprÃ¼che berufen kann, die vor dem 1. Januar 1994 entstanden sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Es ist unbestritten, dass aufgrund der Verweisung in Ziff. A 3 der Besoldungs-Ver­ordnung der Gemeinde X vom 15. Juli 1993 fÃ¼r die Frage des Ferienbezugs das zum Zeit­punkt der AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses geltende kantonale Per­sonalrecht massgebend ist, namentlich § 67 BVO und §§ 94-101 VB BVO. Laut § 97 Abs. 2 VB BVO sind Ferien, die im laufenden Kalenderjahr aus dienstlichen oder triftigen persÃ¶nlichen GrÃ¼nden nicht bezogen werden kÃ¶nnen, in der Regel bis spÃ¤testens Mitte des folgenden Kalenderjahres nachzubeziehen. Ãbertragungen des Ferienguthabens sind von der Direktion zu bewilligen. Die Vorinstanz hat zutreffend ausgefÃ¼hrt, dass diese Regelung, was die Genehmigungskompetenz anbetrifft, nicht unmittelbar auf kommunale VerhÃ¤ltnisse angewandt werden kann. Da aber durch den BeschwerdefÃ¼hrer gar keine Genehmi­gung der Ãbertragung eingeholt und ihm folglich auch keine solche erteilt wurde, braucht nicht abschlies­send geprÃ¼ft zu werden, welches kommunale Organ fÃ¼r die Genehmigung zustÃ¤ndig gewesen wÃ¤re.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerdegegnerin lÃ¤sst nachdrÃ¼cklich darauf hinweisen, dass keine Bewilligung fÃ¼r die Ãbertragung der aufgelaufenen Ferienguthaben auf die Folgejahre eingeholt wurde oder vorgelegen hat, sondern nur ein einziger Beleg von 1997 vom damaligen Finanzvorstand mit einem Visum versehen worden war. Der BeschwerdefÃ¼hrer mÃ¶chte dagegen im Beschluss des Gemeinderates vom 5. Februar 2001 eine (nachtrÃ¤gliche) Bewilligung erblicken, mit welcher implizit die Kumulierung der FerienansprÃ¼che und deren Ãber­tragung Ã¼ber alle Dienstjahre hinweg genehmigt worden sei. Die Beschwerdegegnerin lÃ¤sst diese Interpretation des Gemeinderatsbeschlusses vom 5. Fe­bruar 2001 bestreiten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Sinn des Genehmigungsvorbehaltes in § 97 Abs. 2 VB BVO besteht darin, im Rahmen der FÃ¼rsorgepflicht des Arbeitgebers den Erholungszweck der Ferien zu gewÃ¤hrleisten (vgl. Manfred Rehbinder, Schweizerisches Arbeitsrecht, 15. A., Bern 2002, Rz. 246). Der Staat als Arbeitgeber muss Ã¼berwachen kÃ¶nnen, dass sein Personal zur gesetzlich vorgesehenen Erholungszeit kommt. Weiter soll es der Genehmigungsvorbehalt dem Arbeitgeber auch ermÃ¶glichen, den Ãberblick Ã¼ber die ihm noch zur VerfÃ¼gung stehen­de personelle KapazitÃ¤t zu behalten. WÃ¼rde eine nachtrÃ¤gliche Bewilligung zugelassen, die sich Ã¼ber einen lÃ¤ngeren Zeitraum als das abgelaufene Dienstjahr hinweg erstreckt, so wÃ¼rden die Zwecke des Genehmigungsvorbehalts vereitelt. Von einer nachtrÃ¤glichen Genehmigung kann folglich nicht ausgegangen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Weiter will der BeschwerdefÃ¼hrer das Schreiben des GemeindeprÃ¤sidenten von X vom 4. Juli 2000 dahingehend verstanden wissen, dass darin eine Schuldanerkennung ent­halten sei. In diesem Schreiben bestÃ¤tigte der GemeindeprÃ¤sident die Richtigkeit der zeitlichen Berechnung des Anspruchs des BeschwerdefÃ¼hrers, namentlich die korrekte Behandlung eines Abzugs von 150 Stunden im Jahr 1992. Das Schreiben enthÃ¤lt weiter auch die Aussage, dass nach dieser KlÃ¤rung der Grundlagen der Anspruch des BeschwerdefÃ¼hrers "lediglich um den Betrag gemÃ¤ss Revisor D gekÃ¼rzt" werde (also die rÃ¼ckerstattungspflichtigen Fr. 2'044.-). Aufgrund von Art. 135 Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 137 Abs. 2 OR habe mit dieser Schuldanerkennung am 4. Juli 2000 eine neue, zehnjÃ¤hrige VerjÃ¤hrungs­frist zu laufen begonnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es trifft zwar zu, dass analog zum Zivilrecht auch im Ã¶ffentlichen Recht die Anerkennung einer Forderung durch den Schuldner einen Unterbrechungsgrund darstellt, der die Frist von neuem beginnen lÃ¤sst (siehe Gadola, S. 54, mit weiteren Hinweisen). Die Beschwerdegegnerin zieht indes in Zweifel, dass im genannten Schreiben eine Schuldanerken­nung zu erblicken sei. Auch die Vorinstanz gelangte zum Schluss, dass das Schreiben nicht als solche zu qualifizieren sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Um eine allfÃ¤llige VerjÃ¤hrung zu unterbrechen, muss eine Schuldanerkennung eine Forderung schriftlich beziffern (wobei die klare Bestimmbarkeit des Betrages genÃ¼gt) und unterschriftlich bekrÃ¤ftigen, mithin also dieselben Voraussetzungen erfÃ¼llen wie eine Schuldanerkennung im Sinne von Art. 82 Abs. 1 des Bundesgesetzes Ã¼ber Schuldbetreibung und Konkurs vom 11. April 1889 (SchKG). Als solche gilt nur die schriftliche, vom Schuldner unterzeichnete oder durch Ã¶ffentliche Urkunde ausgewiesene, vorbehaltlose ErklÃ¤rung, dem GlÃ¤ubiger einen genau bestimmten Betrag entweder schon bei der ErklÃ¤rung oder von einem genau festgelegten Zeitpunkt an zu schulden. Aus der ErklÃ¤rung des Schuld­­ners muss dabei klar hervorgehen, dass er nicht nur die Forderung, sondern auch seine Zahlungs- oder Sicherungspflicht gegenÃ¼ber dem GlÃ¤ubiger uneingeschrÃ¤nkt anerkennt. Dabei muss fÃ¼r die Auslegung der gesamte Zusammenhang berÃ¼cksichtigt werden, in dem die Aussage steht (Peter StÃ¼cheli, Die RechtsÃ¶ffnung, ZÃ¼rich 2000, S. 328, mit zahl­­reichen Hinweisen; vgl. auch Adrian Staehelin/Thomas Bauer/Daniel Staehelin (Hrsg.), Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber Schuldbetreibung und Konkurs, Basel/Genf/ MÃ¼nchen 1998, Art. 82 N. 21 f.). Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass es dem Schrei­­ben des GemeindeprÃ¤sidenten, das sich vorab auf die Frage bezieht, was mit den da­mals streitigen 150 Stunden geschehen ist, an der fÃ¼r eine Schuldanerkennung im Sinne von Art. 82 Abs. 1 SchKG geforderten Eindeutigkeit und Klarheit fehlt. Das Schreiben dient offensichtlich nur der KlÃ¤rung des Sachverhalts, der einer allfÃ¤lligen Nachzahlung von FerienabgeltungsansprÃ¼chen zu Grunde gelegt werden soll. Die beilÃ¤ufige ErwÃ¤hnung, dass nach der geklÃ¤rten Sachlage der Anspruch lediglich um den Betrag des zuviel ausbezahlten Dienstaltersgeschenks gekÃ¼rzt werde, ist vor dem gesamten Hintergrund nicht als Schuldanerkennung zu werten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Streitig ist auch, ob es dem GemeindeprÃ¤sidenten Ã¼berhaupt gestattet gewesen wÃ¤re, eine Schuldanerkennung in der vom BeschwerdefÃ¼hrer behaupteten HÃ¶he (nÃ¤mlich Ã¼ber Fr. 41'681.30) abzugeben, da die Finanzkompetenz des GemeindeprÃ¤sidenten aufgrund von Ziff. 6 der GeschÃ¤ftsordnung und Kompetenzregelung des Gemeinderats X auf Fr. 2'500.- beschrÃ¤nkt ist. Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt diesbezÃ¼glich vor, dass fÃ¼r eine sol­che Schuldanerkennung die KompetenzbeschrÃ¤nkung auf Fr. 2'500.- nicht gelte, da es sich dabei um eine reine Sachverhaltsfeststellung handle und nicht um einen Verwaltungsakt im Sinne des Erlasses einer VerfÃ¼gung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es trifft zwar zu, dass das Schreiben des GemeindeprÃ¤sidenten, wie vorne (aa) ausgefÃ¼hrt, lediglich die Sachverhaltsfeststellung beschlÃ¤gt. Um als Schuldanerkennung gÃ¼ltig zu sein, mÃ¼sste es aber den klaren und eindeutigen Bindungswillen des GemeindeprÃ¤siden­ten enthalten und mithin gerade â mindestens materiell â VerfÃ¼gungscharakter aufweisen, da mit der Schuldanerkennung in verbindlicher und erzwingbarer Weise die Rechtsstellung des BeschwerdefÃ¼hrers geregelt wÃ¼rde. WÃ¤re ein solcher Bindungswille anzunehmen, so wÃ¼rde dadurch nach den zutreffenden AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz der ZustÃ¤ndigkeitsrah­men des GemeindeprÃ¤sidenten gesprengt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Da im Schreiben des GemeindeprÃ¤sidenten keine Schuldanerkennung erblickt werden kann, muss hier der Frage nicht weiter nachgegangen werden, ob die Anerkennung eines verwirkten Anspruchs (dazu sogleich 3c) in der vorliegenden Konstellation Ã¼berhaupt mÃ¶glich wÃ¤re bzw. die vom BeschwerdefÃ¼hrer behaupteten Konsequenzen bezÃ¼glich der Ver­­jÃ¤hrungsfrist hÃ¤tte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Soweit sich der BeschwerdefÃ¼hrer auf den Schutz seines Vertrauens darauf beruft, dass die Feststellung des GemeindeprÃ¤sidenten in Absprache mit dem Gesamtgemeinderat erfolgt sei und diese Feststellung vollumfÃ¤nglich in den Beschluss des Gesamtgemein­­derates einfliessen wÃ¼rde, vermag er daraus ebenfalls nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Damit sein Vertrauen in die schriftliche Ãusserung des GemeindeprÃ¤sidenten geschÃ¼tzt werden kÃ¶nnte, mÃ¼ssten die von Rechtsprechung und Lehre formulierten Voraussetzungen des Vertrauensschutzes, der seine Grundlage in Art. 9 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 findet, erfÃ¼llt sein (zu diesen Voraussetzungen etwa HÃ¤felin/MÃ¼l­ler, Rz. 525 ff., auch zum Folgenden). Vorliegend dÃ¼rfte es dem BeschwerdefÃ¼hrer als lang­jÃ¤hrigem und mit den AblÃ¤ufen der Gemeindeverwaltung bestens vertrautem Mitarbei­ter am Vertrauen in die Fehlerlosigkeit der Vertrauensgrundlage (also das Schreiben des Ge­meindeprÃ¤sidenten) bzw. die ZustÃ¤ndigkeit des GemeindeprÃ¤sidenten fehlen. Zudem ist nicht ersichtlich, dass der BeschwerdefÃ¼hrer gestÃ¼tzt auf sein Vertrauen Dispositionen getÃ¤tigt hat, die ohne Nachteil nicht wieder rÃ¼ckgÃ¤ngig gemacht werden kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) aa) Die Beschwerdegegnerin bringt vor, die vom BeschwerdefÃ¼hrer geltend gemachten FerienansprÃ¼che seien verwirkt, da die in § 97 VB BVO statuierten Voraussetzun­gen der Ãbertragung auf eine Folgeperiode â insbesondere die Bewilligung der Ãbertragung durch eine vorgesetzte BehÃ¶rde â offensichtlich nicht erfÃ¼llt seien. Rein aus Kulanz habe die Beschwerdegegnerin dem BeschwerdefÃ¼hrer jedoch Ã¼ber fÃ¼nf Jahre zurÃ¼ck das Ferienguthaben abgegolten, was der fÃ¼nfjÃ¤hrigen VerjÃ¤hrungsfrist entspreche, die bei Nicht-Verwirken gelten wÃ¼rde. Da die beschwerdegegnerische "Kulanzzahlung" vom Gemeinderat beschlossen worden ist, dem die entsprechenden Finanzkompetenzen zustehen, wird ihre GÃ¼ltigkeit von der Beschwerdegegnerin denn auch nicht in Zweifel gezogen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht dagegen sinngemÃ¤ss geltend, die FerienansprÃ¼che unterlÃ¤gen nicht der Verwirkung, sondern lediglich der VerjÃ¤hrung. Da die VerjÃ¤hrung in Analogie zu Art. 339 Abs. 1 OR erst mit dem Ende des DienstverhÃ¤ltnisses einsetze, habe die VerjÃ¤hrungsfrist der gesamten geltend gemachten AnsprÃ¼che erst zu diesem Zeitpunkt begonnen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Zur LÃ¶sung der sich vorliegend stellenden Fragen ist klar zu unterscheiden zwischen FerienansprÃ¼chen, die jÃ¤hrlich entstehen und grundsÃ¤tzlich real bis zur Mitte des Fol­­gejahres bezogen werden mÃ¼ssen, und den FerienabgeltungsansprÃ¼chen, die laut § 101 VB BVO nur unter besonderen Voraussetzungen bei der Beendigung des DienstverhÃ¤ltnisses entstehen. Aufgrund der genannten Bestimmung wird im Grundsatz fÃ¼r nicht bezogene Ferien keine EntschÃ¤digung ausgerichtet. Eine solche bleibt fÃ¼r den Ferienanspruch im Aus­­trittsjahr in AusnahmefÃ¤llen vorbehalten, wenn das DienstverhÃ¤ltnis unter Wahrung der vorgeschriebenen KÃ¼ndigungsfrist aufgelÃ¶st wurde, die Ferien jedoch aus dienstlichen oder triftigen persÃ¶nlichen GrÃ¼nden vor Ablauf der KÃ¼ndigungsfrist nicht mehr bezogen werden konnten. Aus dem systematischen Zusammenhang mit § 97 Abs. 2 VB BVO erhellt, dass sich der Ferienabgeltungsanspruch grundsÃ¤tzlich auch auf Ferienguthaben beziehen kann, deren Ãbertragung auf eine Folgeperiode von der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde bewilligt worden ist. Sind die Ã¼brigen Voraussetzungen der Entstehung eines Ferienabgeltungsanspruchs im Sinne von § 101 VB BVO erfÃ¼llt, so beginnt fÃ¼r diesen â wie der BeschwerdefÃ¼hrer sinnge­­mÃ¤ss vorbringt â die VerjÃ¤hrungsfrist erst in diesem Zeitpunkt zu laufen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Da wÃ¤hrend der gesamten Anstellungsdauer, fÃ¼r welche der BeschwerdefÃ¼hrer AnsprÃ¼che geltend macht, keine rechtsgenÃ¼gende Genehmigung der Ãbertragung durch eine vorgesetzte BehÃ¶rde erfolgt ist und auch im Beschluss des Gemeinderates vom 5. Februar 2001 keine nachtrÃ¤gliche Genehmigung erblickt werden kann (vorne a), sind grundsÃ¤tzlich alle FerienansprÃ¼che des BeschwerdefÃ¼hrers, die vor dem Kalenderjahr 1998 entstanden sind, verwirkt. Aus diesen verwirkten AnsprÃ¼chen kann demnach auch kein Ferienabgeltungsanspruch im Sinne von § 101 VB BVO entstehen. Da weiter im Gemeinderatsbeschluss vom 5. Februar 2001 die Abgeltung der nach dem 1. Januar 1998 entstandenen FerienansprÃ¼che bereits mitenthalten ist, vermag der BeschwerdefÃ¼hrer auch aus dem erst am Ende seiner BeschÃ¤ftigungszeit liegenden VerjÃ¤hrungsbeginn dieses Anspruchs nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Im Ergebnis ist damit auch der Antrag 2 der Beschwer­de abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Wie nun auch im Beschwerdeverfahren hat der BeschwerdefÃ¼hrer bereits vor dem Bezirksrat als Antrag 1b verlangt, "eventualiter sei ein allfÃ¤lliger RÃ¼ckforderungsanspruch des Beschwerdegegners mit dem Guthaben des BeschwerdefÃ¼hrers aus FerienentschÃ¤­digung zur Verrechnung zu stellen". Die Vorinstanz ist auf diesen Eventualantrag nicht eingegangen. Er wird denn auch erst in der Beschwerdeschrift mit einer kurzen BegrÃ¼ndung unterlegt: "FÃ¼r den Fall, dass der Beschwerdegegner mit der RÃ¼ckforderung von Fr. 2'044.-- an zuviel bezogenem Dienstaltersgeschenk durchdringen sollte, reduziert sich der eingeklagte Ferienanspruch um diesen Betrag."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Auch im Ã¶ffentlichen Recht ist die Verrechnung von Geldforderungen grundsÃ¤tz­lich mÃ¶glich, sofern sie nicht durch eine besondere gesetzliche Regelung ausgeschlossen ist. Verrechenbar sind gleichartige Forderungen und Gegenforderungen zwischen den glei­chen RechtstrÃ¤gern, wobei die Forderung des Verrechnenden fÃ¤llig, diejenige der anderen Partei erfÃ¼llbar sein muss (zum Ganzen HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 642 ff.; Imboden/Rhinow, Nr. 33 B I und IV). Dabei ist zu unterscheiden, ob die Verrechnung von der Ã¶ffentlichen Hand oder von einer privaten Partei erklÃ¤rt wird. Insbesondere kÃ¶nnen Ã¶ffentlichrechtliche Verpflichtungen gegenÃ¼ber dem Gemeinwesen nur mit dessen Einwilligung durch Verrech­­nung getilgt werden (Art. 125 Ziff. 3 OR; HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 646; Imboden/Rhinow, Nr. 33 B III d; Rhinow/KrÃ¤henmann, Nr. 33 B III d).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Indem die Beschwerdegegnerin vor dem Bezirksrat beantragen liess, auch den An­trag 1b der Rekursschrift abzuweisen, verweigerte sie implizit die Einwilligung, den von ihr anerkannten Anspruch des BeschwerdefÃ¼hrers auf FerienentschÃ¤digung mit der RÃ¼ckforderung des zuviel ausbezahlten Anteils des Dienstaltersgeschenks zu verrechnen. Insofern schloss die Vorinstanz zu Recht nicht auf die Verrechnung dieser sich ge­gen­Ã¼ber­stehenden Ã¶ffentlichrechtlichen Forderungen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. a) Da der Streitwert dieser personalrechtlichen Streitigkeit die in § 80b VRG sta­tuierte Grenze von Fr. 20'000.- Ã¼berschreitet, werden Gerichtskosten erhoben. Diese sind aufgrund seines vollstÃ¤ndigen Unterliegens dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im Verfahren vor Verwaltungsgericht kann die unterliegende Partei zu einer angemessenen EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe des Gegners verpflichtet werden, namentlich etwa dann, wenn die rechtsgenÃ¼gende Darstellung komplizierter Sachverhalte und schwieriger Rechtsfragen besonderen Aufwand erfordert oder den Beizug eines Rechtsbeistandes rechtfertigt. Das Gemeinwesen besitzt in der Regel jedoch keinen Anspruch auf ParteientschÃ¤digung. Vor allem grÃ¶ssere und leistungsfÃ¤higere Gemeinwesen haben sich so zu organisieren, dass sie Verwaltungsstreitsachen selbst durchfechten kÃ¶nnen (KÃ¶lz/Boss­hart/ RÃ¶hl, § 17 N. 19, mit Hinweis). Die ZurÃ¼ckhaltung gegenÃ¼ber einer EntschÃ¤digung des Ge­­meinwesens trÃ¤gt insoweit zur Verbesserung des Rechtsschutzes der beteiligten Privaten bei, als sich dadurch deren Prozessrisiko im Fall des Unterliegens verringert (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 17 N. 20). Weiter ist auch zu berÃ¼cksichtigen, dass die Erhebung und Beantwortung von Rechtsmitteln zu den angestammten amtlichen Aufgaben eines Gemeinwesens gehÃ¶rt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 19, mit Hinweis auf RB 1986 Nr. 5). Auf der an­deren Seite dÃ¼rften BehÃ¶rden kleinerer Gemeinden ohne die Hilfe eines rechtskundigen Ver­­treters oft Ã¼berfordert sein. Weil sich diese Gemeinden das erforderliche Fachwissen anderweitig beschaffen mÃ¼ssen, kann es gerechtfertigt erscheinen, ihnen einen Anspruch auf ParteientschÃ¤digung zuzubilligen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 20).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die vorliegend zu beurteilende Streitsache beschlÃ¤gt eine Personalstreitigkeit, mithin also einen Bereich, mit dem alle Gemeinwesen mit einer gewissen HÃ¤ufigkeit konfrontiert werden. Der Fall weist aber dennoch einige Besonderheiten auf, welche nicht hÃ¤ufig anzutreffen sind und gerade in einer kleineren Gemeinde wie der Beschwerdegegnerin noch kaum vorgekommen sein dÃ¼rften. Insgesamt kann damit ein Anspruch der Beschwerde­gegnerin auf eine ParteientschÃ¤digung bejaht werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ist ein EntschÃ¤digungsanspruch zu bejahen, so wird nach dem Wortlaut von § 17 Abs. 2 VRG eine "angemessene" EntschÃ¤digung zugesprochen. Dies widerspiegelt den ge­setzgeberischen Grundentscheid, in der Regel keine kostendeckende ParteientschÃ¤digung auszurichten und die obsiegende Partei einen Teil der Aufwendungen selbst tragen zu lassen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 36). Nur in AusnahmefÃ¤llen wird eine volle EntschÃ¤digung zugesprochen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 41). Angesichts der vorstehenden AusfÃ¼h­rungen erscheint es angemessen, den BeschwerdefÃ¼hrer zu einer ParteientschÃ¤digung in der HÃ¶he von Fr. 800.-- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu verpflichten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>