<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span id="_GoBack"></span><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>IV.2022.00297</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>V. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Philipp<br/>Ersatzrichterin Curiger<br/>Gerichtsschreiberin R. Müller</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">14. Februar 2023</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Advokat Martin </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Boltshauser</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Procap Schweiz</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die 1971 geborene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, welche zuletzt als Kioskverkäuferin in einem Pensum von 50 % angestellt war (Urk. 7/3/6, 7/22), meldete sich am 14. Februar 2019 (Eingangsdatum) unter Hinweis auf Schwindel, Herzrasen, neurologische Ausfälle sowie Migräne bei der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Urk. 7/3). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die IV-Stelle führte medizinische Abklärungen durch und gab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> am 8. April 2021 eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bidisziplinäre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Abklärung (Psychiatrie sowie Orthopädie) in Auftrag (Urk. 7/63). Die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erstattete ihr </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gutachten am 15. Juli 2021 (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7/66). Der Regional</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e Ä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rztliche Dienst (RAD) gelangte daraufhin zum Schluss, das psychiatrische Gutachten sei nicht nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vollziehbar (Urk. 7/74/11-13), woraufhin die IV-Stelle ein weiteres psychiat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">risches Gutachten in Auftrag gab (Urk. 7/70), welches am 2. Dezember 2021 erstattet wurde (Urk. 7/73). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/75, 77</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, 85</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> f.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren der Versicherten mit Verfügung vom 12. April 2022 ab (Urk. 7/90 = Urk. 2)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dagegen erhob die Versicherte am 24. Mai 2022 Beschwerde und beantragte, die Verfügung vom 12. April 2022 sei aufzuheben und ihr sei eine Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 7. Juli 2022 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 20. Juli 2022 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung (IVV) in Kraft getreten.</span></p><p><span> </span><span>In zeitlicher Hinsicht sind </span><span> vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen </span><span> grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung </span><span>haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). </span><span>Da der Zeitpunkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1</span><span>bis</span><span> IVG) und jener des Rentenanspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invali</span><span>denrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht (</span><span>vgl. </span><span>Rz</span><span>. 1008</span><span> des Kreisschreibens </span><span>zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems</span><span>, K</span><span>S ÜB WE IV</span><span>, gültig ab 1. Januar 2022</span><span>).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX006"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.1, 130 V 396 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E. 5.3 und E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ist jedoch nicht ohne W</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">145 V 215 E. 5.3.2, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.7, 13</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span id="VV037"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">0. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Juni 2021 E. 3.2, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss den medizinischen Abklärungen sei die Beschwerdeführerin seit Oktober 2018 in ihrer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bisherigen Tätigkeit eingeschränkt. In einer angepassten Tätigkeit sei sie dem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegenüber zu 50 % arbeitsfähig, wobei auf folgendes Belastungsprofil zu achten sei: Ruhige, möglichst selbständig ausübbare Routinetätigkeit ohne Kundenkon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">takt, mit der Möglichkeit zwischendurch Pausen einzuschalten und mit berechen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">barer, möglichst gleichmässig über den Tag und die Woche verteilter Stressbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lastung; konstante, wohlwollende Bezugspersonen; keine Schicht- oder Nacht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arbeit; keine Tätigkeit mit Unfallgefahr. Die Beschwerdeführerin sei als zu 50 % erwerbstätig zu qualifizieren, die restlichen 50 % nutze sie für die Erledigung des Haushaltes. Gemäss ärztlichem Gutachten bestehe im Haushalt eine 20%ige Einschränkung, mithin ergebe sich ein Teilinvaliditätsgrad von 10 %. Im erwerb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Bereich ergebe sich gestützt auf einen Einkommensvergleich eine Einschränkung von 34 %, mithin ein Teilinvaliditätsgrad von 17 %. Insgesamt ergebe sich somit ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 27 % (Urk. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> machte demgegenüber im We</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sentlichen geltend, sie wäre im hypothetischen Gesundheitsfall zu 100 % erwerbstätig. Dafür spreche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass sie bereits früher hochprozentig gearbeitet habe. Z</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">udem sei ihr 2004 geborener Sohn nun nicht mehr betreuungsbedürftig und auch die Pflege ihrer Eltern sei nach deren Tod (Mutter 2010, Vater 2019) weggefallen. Für den Fall, dass es bei der Qualifikation als Teilerwerbstätige bliebe, sei die bislang nicht vorgenommene Abklärung an Ort und Stelle zur Quantifizierung der Einschränkung im Haushalt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nachzuholen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 1 S. 4-8). Sodann verm</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">öge das psychiatrische Gutachten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> des Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht zu überzeugen, weshalb nicht darauf abgestellt werden könne. So habe dieser in Abweichung von den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> keine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert, dies aber nicht a</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">usreichend begründet. Zudem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seien die Ausführungen zur Arbeitsunfähigkeit unklar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, weshalb die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin nicht einfach eine 50%ige Arbeitsfähigkeit habe annehmen dürfen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 1 S. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8 f.)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Schliesslich sei beim Einkommensvergleich zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin in ihrer bisherigen Tätigkeit als Kioskverkäuferin einen im Vergleich zum Lohn für einfache Hilfstätigkeiten im Detailhandel wesentlich geringeren Lohn erzielt habe. Dies sei auf invaliditätsfremde Faktoren zurückzuführen, weshalb eine Parallelisierung der Einkommen vorzunehmen sei (Urk. 1 S. 10 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gutachter der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> AG nannten in ihrem Gutachten vom 15. Juli 2021 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/66/7):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Komplexe posttraumatische Belastungsstörung (ICD-11: 6B41)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Generalisierte Angststörung (ICD-10: F41.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Zustand nach Knie-TEP links am 11.05.2020 mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">erstgradiger</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Beugeinsta</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">bilität</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Impingementsyndrom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> linke Schulter bei AC-Gelenksarthrose links</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Knickplattfuss links mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Tibialis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">posterior</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Tendinitis links mit moderater Arthrose im linken OSG und Arthrose im linken MTP 1</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Zudem führten sie folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an (Urk. 7/66/7):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak, Abhängigkeitssyn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">drom – ständiger Substanzgebrauch (ICD-10: F17.25)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Geringe Skoliose thorakolumbal bei Flachrücken, muskuläre Dysbalance im BWS- und LWS-Bereich</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Senk- und Spreizfuss rechts</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Gonarthrose rechts aktuell ohne Belastungsdefizit</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der orthopädische Gutachter Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt FMH für Chirurgie sowie für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">apparates, führte aus, aufgrund der Einschränkung bezüglich der linken unteren Extremität und der Bewegungseinschränkung der linken oberen Extremität sei die Belastbarkeit der Versicherten im orthopädischen Fachgebiet eingeschränkt. Ausschliesslich gehende oder stehende Tätigkeiten, Arbeiten mit Absturzgefahr (häufiges Besteigen von Treppen, Leitern oder Gerüsten) und Überkopfarbeiten mit dem linken Arm könnten nicht mehr ausgeübt werden (Urk. 7/66/48). Eine optimal angepasste Tätigkeit bestehe in einer leichten bis mittelschweren körper</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Tätigkeit vorwiegend sitzend mit gelegentlichem Gehen oder Stehen ohne Überkopfarbeiten links. In einer solchen Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit. In der bisherigen Tätigkeit sei lediglich nach der Knie-TEP-Implantation vom 11.05.2022 von einer drei- bis maximal sechsmonatigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Anschliessend habe wieder eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit bestanden, wobei diese als angepasste Tätigkeit anzusehen sei (Urk. 7/66/49).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der psychiatrische Gutachter, Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, führte aus, im Rahmen der gutachterlichen Erhebung hätten sich eine protrahiert generierte komplexe posttraumatische Belastungsstörung in überlappender Komorbidität mit einer generalisierten Angststörung verifizieren lassen. In Anbetracht des vielschichtigen, im Ausprä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gungsgrad als schwer zu bewertenden sowie zwischenzeitlich chronisch-verfestigten Krankheitsgeschehens müsse von einem prinzipiell äusserst vulnerablen psychopathologischen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Funktionsniveau ausgegangen werden. Diese Begebenheit wirke sich in entscheidender Weise auf die abschliessend vorzuneh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus, welche in Bezug auf den ersten Arbeitsmarkt mit den damit unabdingbar verbundenen individuellen Stress</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">induktoren sowohl aufgrund des sich aufzeigenden defizitären psychischen Zustandsbildes als auch aus präventiv-medizinischer Indikation derzeit sowie vermutlich auf Dauer aufgehoben sei. Dies gelte sowohl für die angestammte als auch für jegliche angepassten Tätigkeiten in retrospektiver Betrachtung seit der im Oktober 2018 stattgehabten symptomatischen Manifestation des vorab beschriebenen komorbiden Krankheitsgeschehens (Urk.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 7/66/33)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen der Konsensbeurteilung attestierte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die Gutachter der Versicherten sowohl in der angestammten als auch in jeglichen angepassten Tätigkeiten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit Oktober 201</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Diese begründe sich massgeblich mit den Gesundheitsstörungen des psychiatrischen Fachgebietes (Urk. 7/66/9).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In ihrer Stellungnahme vom 5. August 2021 führte die RAD-Ärztin, Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Fachärztin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> FMH</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> für Psychiatrie und Psychotherapie, aus, das psychiatrische Teilgutachten sei in seinen medizinischen Schlussfolgerungen nicht plausibel. Die Diagnosen der komplexen posttraumatischen Belastungsstö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung gemäss ICD-11 sowie der generalisierten Angststörung liessen sich aufgrund des praktisch unauffälligen psychopathologischen B</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">efundes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, vor allem ohne </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">traumaspezifische</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Symptome, nicht nachvollziehen. Der Gutachter habe offen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sichtlich rein auf die Aussagen der Versicherten abgestellt, welche allerdings eine im Vergleich zu den früheren Berichten anderslautende Anamnese angegeben habe. Zum Beispiel habe sie früher ausdrücklich angegeben, die Hinrichtungen nicht mitangesehen zu haben. Auch seien die Träume anders beschrieben worden. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eine Konsistenzprüfung habe äusserst oberflächlich stattgefunden, ansonsten hätte der Gutachter die Abweichungen bemerken müssen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zudem sei der ICD-11 erst ab 2022 gültig, mithin existiere aktuell keine komplexe posttraumatische Belastungsstörung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Eine solche Störung müsste mit F62.0 (andauernde Persön</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeitsänderung nach Extrembelastung) kodiert werden und auch die entsprechenden Kriterien erfüllen. Herleitungen gemäss den ICD-10/DSM-5-Kriterien hätten allerdings nicht stattgefunden und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Letztere </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wären aufgrund des Gutachtens auch nicht erfüllt gewesen. Insgesamt könne eine anhaltende 100%ige Arbeitsunfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit nicht nachvollzogen werden. Auf das Gutachten könne entsprechend nicht abgestellt werden (Urk. 7/74/12 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">RAD-Arzt Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt FMH für Chirurgie, empfahl sodann, den Beurteilungen des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bidisziplinären</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Gutachtens in somatischer Hinsicht zu folgen. Die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Schlussfolgerungen in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht seien plausibel (Urk. 7/74/11). Zur versicherungsmedizinischen Prüfung und Plausibilisierung der psychiatrisch geltend gemachten Einschrän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kungen empfahl er </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">demgegenüber unter Hinweis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auf die Beurteilung von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die Einholung eines neuen psychiatrischen Gutachtens (Urk. 7/74/13).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte in seinem Gutachten vom 2. Dezember 2021 folgende Diagnosen (Urk. 7/73/20):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Agoraphobie mit Panikstörung</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Mittelgradige depressive Episode (F32.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Subsyndromale</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> PTBS bei Status nach Kriegstraumatisierung mit Verlust von nahen Angehörigen (F43.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> führte aus, die Versicherte habe sowohl bei der MADRS (Montgomery-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Asberg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Depression-Rating-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Scale</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) als auch bei der Hamilton Depressionsskala Werte erreicht, welche einem mittelgradigen depressiven Syndrom entsprächen (Urk. 7/73/15 f.)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und auch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die ICD-10 Kriterien einer mittelgradigen Depression seien erfüllt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 7/73/20)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Ebenfalls erfüllt seien die ICD-10 Kriterien einer Agoraphobie, wobei diese bei der Versicherten von Panikattacken begleitet sei (Urk. 7/73/20). Die ICD-10 Kriterien zur Diagnose einer posttraumatischen Belas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tungsstörung seien demgegenüber nur teilweise erfüllt. So sei das Kriterium, wonach die Betroffenen einem kurz oder lang anhaltenden Ereignis oder Geschehen von aussergewöhnlicher Bedrohung oder mit katastrophalem Ausmass ausgesetzt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">waren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, das nahezu bei jedem tiefgreifende Verzweiflung auslösen würde, bei der Versicherten teilweise erfüllt. Das Kriterium der anhaltenden Erinnerungen oder des Wiederauflebens der Belastung durch aufdringliche Nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hallerinnerungen (Flashbacks), sich wiederholenden Träumen oder durch innere Bedrängnis in Situationen, die der Belastung ähneln oder mit ihr in Zusammen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hang stehen, sei bei der Versicherten ebenfalls teilweise erfüllt. Sie habe keine eigentlichen Flashbacks, sondern bildhafte Erinnerungen mit dem Wissen, dass sie sich in ihrer Wohnung befinde. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Kriterium, wonach Umstände, die der Belastung ähneln oder mit ihr in Zusammenhang stehen, tatsächlich oder möglichst vermieden werden, wobei dieses Verhalten vor dem belastenden Ereig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nis nicht bestand, sei bei der Versicherten teilweise erfüllt, da sie Berichterstat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tungen am TV vermeide. Das Kriterium der teilweisen oder vollständigen Unfähigkeit, sich an einige wichtige Aspekte der Belastung erinnern zu können, sei bei der Versicherten nicht erfüllt. Schliess</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">l</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ich sei auch das Kriterium der anhaltenden Symptome einer erhöhten psychischen Sensitivität und Erregung, welche vor der Belastung nicht vorhanden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">waren, teilweise erfüllt, da die Versicherte die Merkmale der Schlafstörungen sowie der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hypervigilanz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> im Sinne erhöhter Sensitivität zeige. Zusammenfassend sei diagnostisch eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">subsyndro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">male</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Ausprägung einer posttraumatischen Belastungsstörung nach schwer belastenden Kriegs- und Fluchterlebnissen zu beschreiben. Im Vordergrund stünden aber die Agoraphobie mit Panikstörung und die depressive Symptomatik (Urk. 7/73/21 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Weiter hielt Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> fest, d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ie Angaben der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> bezüglich der Anam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nese und der Krankheitsentwicklung seien </span><span id="CURSOR"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">plausibel und nachvollziehbar. Es bestünden leichte Verdeutlichungstendenzen bezüglich der körperlichen Beschwerden, jedoch keine Hinweise auf bewusste Aggravation oder gar Simula</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tion. Nicht nachvollziehbar sei die Selbstdefinition als für alle Tätigkeiten vollständig arbeitsunfähig. Auch bei der Haushaltstätigkeit erlebe sich die Versicherte als nur für kleine Hilfstätigkeiten in der Lage, was aus psychiatrischer Si</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cht nicht nachvollziehbar sei (Urk. 7/73/24).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der beschriebenen psychischen Störungen und Beeinträchtigungen sei in Bezug auf die Haushaltstätigkeit von einer Einschränkung von ca. 20 % auszugehen. Innerhalb des Familiensystems scheine die Krankenrolle der Explorandin fixiert zu sein, sodass die Haushaltsarbeit weitgehend von Angehö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rigen übernommen werde (Urk. 7/73/24).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die bisherige Tätigkeit als Kioskverkäuferin sei der Versicherten seit Oktober 2018 nicht mehr zumutbar. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eine optimal angepasste Tätigkeit müsste folgende Merk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">male aufweisen: Ruhige, möglichst selbständig ausübbare Routinetätigkeit ohne Kundenkontakt, mit der Möglichkeit zwischendurch Pausen einzuschalten und mit berechenbarer, möglichst gleichmässig über den Tag und die Woche verteilter Stressbelastung; konstante, wohlwollende Bezugspersonen; keine Schicht- oder Nachtarbeit; keine Tätigkeit mit Unfallgefahr. Aktuell sei eine angepasste Tätig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit in Form von Heimarbeit ausübbar. Innert 3-6 Monaten nach Intensivierung der Behandlung gelte die Beurteilung auch für eine ausserhäusliche Tätigkeit. In einer derartigen Tätigkeit sei der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">V</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ersicherten eine Präsenz von 4-5 Stunden pro Tag zumutbar, wobei eine leichte Leistungsminderung von 10-20 % durch den erhöhten Pausenbedarf bestehe. Insgesamt bestehe somit eine 50%ige Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit, wobei diese Einschätzung seit Oktober 2018 gelte (Urk. 7/73/24 ff.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In somatischer Hinsicht ist grundsätzlich auf das orthopädische Gutachten von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 7/66/38-51) abzustellen, dessen Beweiswert von der Beschwerdeführerin zurecht nicht in Frage gestellt wurde. Demgemäss sind ihr leichte bis mittelschwere körperliche Tätigkeiten vorwiegend sitzend mit gelegentlichem Gehen oder Stehen ohne Überkopfarbeiten links, worunter auch die bisherige Tätigkeit falle, vollumfänglich zumutbar (Urk. 7/66/48 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In psychiatrischer Hinsicht stützte sich die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen auf das Gutachten von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 2. Dezember 202</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dieses wurde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in Kennt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nis der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 7/73/4-7) und den von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden (Urk. 7/73/7-13) sowie gestützt auf die umfassenden und sorgfälti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen fachärztlichen Untersuchungen und Testungen (Urk. 7/73/13-19)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erstattet</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Die medizinischen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Überlegungen sowie die daraus gezogenen Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar und detailliert begründet (Urk. 7/73/20-27). Damit erfüllt das Gutachten die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweistaug</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liche ärztliche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Entscheidgrundlage</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. E. 1.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">), weshalb diesem Beweiswert zukommt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">macht geltend</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, die Diagnosestellung von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> weiche in Bezug auf die posttraumatische Belastungsstörung ohne </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Durchführung eines standardisierten Testverfahrens und damit ohne </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ausreichende Begründung von den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ab (Urk. 1 S. 8 f.). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">W</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ichtigste Grundlage gutachterlicher Schlussfolgerungen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> bildet</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">– gegebenenfalls neben standardisierten Tests – </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tensbeobachtung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(Urteil des Bundesgerichts 8C_127/2022 vom 8. Juli 2022 E. 5.2.2 mit Hinweisen)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Einsatz von standardisierten Tests ist entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin nicht zwingend notwendig. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Beurteilung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">genügt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den vorgenannten Vorgaben, setzte er sich doch mit den für die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss ICD-10 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zu erfüllenden Kriterien eingehend auseinander und erachtete diese bei der Beschwerdeführerin unter Bezugnahme auf die Anamnese sowie die erhobenen Befunde als nur teilweise erfüllt. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Entsprechend </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kam er zum Schluss, es liege eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">subsyndromale</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> PTBS vor und stellte fest, dass die Agoraphobie mit Panikstörung sowie die depressive Symptomatik im Vordergrund stünden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. 7/73/20 ff.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Soweit der behandelnde Psychiater </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">diesbezüglich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ausführt, es sei vom beobacht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">baren Krankheitsverlauf der Versicherten als auch allein schon von den statis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tischen Parametern hochwahrscheinlich ableitbar, dass die Agoraphobie mit Panikstörung sowie die mittelgradige Depression durch das Ausbrechen der PTBS angetrieben würden (Urk. 3), ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dem Umstand Rechnung zu tragen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, dass die medizinische </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Folgenabschätzung eine hohe Variabilität aufweist und unaus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weichlich Ermessenszüge trägt. So kommt Expertinnen und Experten bereits bei der Wahl der Methode zur Erstellung des Gutachtens immer ein gewisses Ermessen zu. Entscheidend ist grundsätzlich nicht die Anwendung einer bestimmten Methode, sondern massgebend ist vielmehr, dass das Gutachten gesamthaft gesehen nachvollziehbar begründet und überzeugend ist. Die psychi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">atrische Exploration eröffnet dem begutachtenden Psychiater sodann praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und rechtlich zu respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_202/2021 vom 17. Dezember 2021 E. 4.2.3 mit weiteren Hinweisen). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Davon ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vorliegend auszugehen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ohnehin sind</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht in erster Linie die Diagnosen, sondern die daraus resultierenden funktione</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">llen Einschränkungen entscheidend (vgl. vorstehend E. 1.3; vgl. auch das Urteil des Bundesgerichts 9C_549/2017 vom 13. Februar 2018 E. 3.3 mit Hinweis). Diesbezüglich erkannte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> aufgrund der diagnostizierten psychischen Störungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">– auch unter Einsatz von Testverfahren – </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine mittelgradige Beeinträchtigung der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin in der Planung und Strukturierung von Aufgaben, der Kontaktfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit zu Dritten, der Gruppenfähigkeit und der Verkehrsfähigkeit sowie eine schwere Beeinträchtigung in der Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, der Durchhaltefähigkeit sowie der Spontanaktivitäten (Urk. 7/73/19), welche Beeinträchtigungen letztlich auch Niederschlag im Belastungsprofil fanden (Urk. 7/73/25).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Weitergehende funktionelle Einschränkungen ergeben sich auch aus dem Bericht des behandelnden Psychiaters nicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. 3).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Insofern die Beschwerdeführerin alsdann </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die Ausführungen von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zur Arbeitsunfähigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">als unklar bemängelt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, kann ihr ebenfalls nicht gefolgt werden.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aus der Beantwortung der entsprechenden Fragen zur Arbeitsfähigkeit in ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">passter Tätigkeit ergibt sich, dass er zunächst die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zeitkomponente (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">maximale tägliche P</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">räsenzzeit von</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 4-5 Stunden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und die Leistungskomponente (leichte Leistungsminderung von 10-20 % durch erhöhten Pausenbedarf) je einzeln beur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teilte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anschliessend</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zusammenfassend bezogen auf ein 100 %-Pensum im freien Arbeitsmarkt eine 50%ige Arbeitsfähigkeit attestierte (Urk. 7/73/25). Diese Einschätzung lässt keine Fragen offen, weshalb die Beschwerdegegnerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ohne Rückfragen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">darauf abstellen durfte. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten sind keine Gründe ersichtlich, welche an der Beweiskraft des Gutachtens von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 2. Dezember 2021 zweifeln liessen, weshalb </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vollumfänglich darauf abgestellt werden kann. Von weiteren Abklärungen (vgl. Urk. 1 S. 2) ist demzufolge kein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">entscheidrelevanter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Aufschluss zu erwarten. Entsprechend ist im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung davon abzusehen (BGE 144 V 361 E. 6.5; BGE 136 I 229 E. 5.3 mit Hinweisen; BGE 124 V 90 E. 4b).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Demnach ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">seit Oktober 2018 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in ihrer angestammten Tätigkeit vollumfänglich eingeschränkt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist. E</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ine angepasste Tätigkeit (ruhige, möglichst selbständig ausübbare Routinetätigkeit ohne Kundenkon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">takt, mit der Möglichkeit zwischendurch Pausen einzuschalten und mit berechen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">barer, möglichst gleichmässig über den Tag und die Woche verteilter Stressbelas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tung; konstante, wohlwollende Bezugspersonen; keine Schicht- oder Nachtarbeit; keine Tätigkeit mit Unfallgefahr) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ist ihr </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">demgegenüber zu 50 % zumutbar.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zu prüfen bleibt, wie sich die 50%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit in erwerblicher Hinsicht auswirkt.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In Anbetracht der Anmeldung der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin vom 14. Februar 2019 (Urk. 7/3) und dem Beginn des Wartejahres im Oktober 2018 (Urk. 7/73/24 ff.), stellt der 1. Oktober 2019 den Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns dar (Art. 28 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 29 Abs. 1 IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Rentenrevision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">er Invalidi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tätsbemessung (Art. 28a IVG) zu bestimmen (BGE </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">144</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> I 28 E. 2.2, 117 V 198 E. 3b).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betäti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gungsvergleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umstän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Beson</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deren </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. Art. 27 IVV) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Mass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gebend sind die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">recht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1, 137 V 334 E. 3.2, 125</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">; Urteil des Bundesgerichts 8C_178/2021 vom 11. Mai 2021 E. 3.2 mit Hinweisen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aus den Akten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin über keine Berufsausbil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dung verfügt (Urk. 7/73/10) und nach der Einreise in die Schweiz im Jahr 1993 zunächst nicht erwerbstätig war. Erst im Jahr 1999 nahm sie eine (Teilzeit-)Erwerbstätigkeit auf (Urk. 7/8). Gemäss eigenen Angaben war sie im Jahr 1999 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in einem Pensum von ca. 20 % als Reinigungsmitarbeiterin, in den Jahren 2000-2009 in einem Pensum von ca. 80 % als Kioskverkäuferin und in den Jahren 2010-2012 ebenfalls in einem Pensum von ca. 80 % als Mitarbeiterin in einer Tankstelle tätig (Urk. 7/73/10 f.). Zuletzt arbeitete die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin von 2013 bis 2018 in einem Pensum von 50 % als Kioskverkäuferin (Urk. 7/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">22, Urk. 7/73/11</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin ist sodann verheiratet und Mutter eines im Jahr 2004 geborenen Sohnes (Urk. 7/1). Nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> eigenen Angaben der Beschwerdeführerin hätten sie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und ihr Ehemann </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zunächst in der gleichen Wohnung mit ihren Eltern gewohnt, ab 2005 aber im gleichen Haus eine eigene 2-Zimmerwohnung gemie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tet, wobei sie weiterhin die Eltern im Haushalt unterstützt habe. Die Mutter sei 2010 gestorben. Der Vater sei im Jahr 2016 erkrankt und ab 2017/2018 pflege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bedürftig gewesen, wobei sie ihn mit der Unterstützung der Spitex betreut habe. Im Mai 2019 sei der Vater gestorben (Urk. 7/73/11).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gegen die von der Beschwerdeführerin beschwerdeweise geltend gemachte 100%ige Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall spricht zunächst, dass sie nach Lage der Akten noch nie vollzeitig erwerbstätig war. Auch wenn sich aus den gegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">über dem Gutachter </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gemachten Angaben zu ihren beruflichen Tätigkeiten eine höherprozentige Tätigkeit in den Jahren 2000-2012 ergibt, war die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin zuletzt für mehrere Jahre nur noch in einem Pensum von 50 % tätig. Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass rechtsprechungsgemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die bei Eintritt des Gesundheitsschadens seit mehreren Jahren tatsächlich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geübte Tätigkeit ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">starkes Indiz dafür</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> bildet</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, welchem Pensum eine versicherte Person im Gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitsfall nachgehen würde (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_29/2020 vom 19. Februar 2022 E. 5.3.2)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Die Beschwerdeführerin beantwortete die im Rahmen eines Telefongesprächs gestellte Frage, zu welchem Pensum sie im Gesundheits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fall ausserhäuslich arbeiten würde, denn auch dahingehend, dass sie weiterhin zu 50 % erwerbstätig wäre (Urk. 7/51). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Soweit die Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weise</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> geltend macht, sie habe die Frage nicht verstanden (Urk. 1 S. 6), kann ihr nicht gefolgt werden. Zwar ist einer früheren Gesprächsnotiz vom 8. August 2019 zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin keine Auskunft zur Qualifikation habe geben können und sie vermutlich nicht verstanden habe, weshalb diese Information wichtig sei (Urk. 7/18). Dafür, dass die Beschwerdeführerin die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zu einem späteren Zeitpunkt erneut gestellte und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unmissverständlich formulierte Frage nicht richtig verstanden hat, bestehen in den Akten allerdings keine Anhaltspunkte. Vielmehr hielt Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in seinem Gutachten fest, die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin habe sich auf hochdeutsch differenziert ausdrücken können (Urk. 7/73/13), was gegen Sprach- oder Verständigungsschwierigkeiten spricht.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Nachdem den Angaben «der ersten Stunde» in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">flusst sein könnten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (BGE 143 V 168 E. 5.2.2, 121 V 45 E. 2a, je mit Hinweisen)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vermögen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schliesslich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auch die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> beschwerdeweisen Ausführungen, wonach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine Vollerwerbstätigkeit als </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">überwiegend wahrscheinlich erscheine, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zumal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">inzwischen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die Betreuungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aufgaben gegenüber ihrem Sohn </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Pflegebedürf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tigkeit ihres Vaters weggefallen seien</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 1 S</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 6 f.)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, nicht zu überzeugen.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Diesbezüglich ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">insbesondere</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin ihr Pensum bereits 2013 – und damit unabhängig von der Pflegebedürftigkeit des Vaters, welche erst 2017/2018 eingetreten ist – auf 50 % reduziert hatte, weshalb </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">im konkreten Fall </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vom Wegfall der Pflegebedürftigkeit nicht auf eine Erhöhung des Pensums geschlossen werden kann. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Insgesamt kann die Frage nach dem hypothetischen Status der Beschwerdefüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rerin naturgemäss nicht mit Sicherheit beantwortet werden, jedoch ist die Annahme einer 50%igen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall – und entsprechend eines Haushaltsanteils von 50 % - angesichts der geschilderten Umstände plausibel. Ein höherer Grad einer hypothetischen Erwerbstätigkeit ist demgegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">über nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit erstellt. Mithin ist die vorgenommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Qualifikation der Beschwerdegeg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nerin nicht zu beanstanden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Berechnung des Invaliditätsgrads ist demnach das Berechnungsmodell der gemischten Methode im Sinne von Art. 28a Abs. 3 IVG anzuwenden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss dem in Art. 27</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 2–4 IVV per 1. Januar 2018 eingeführten neuen Berechnungsmodell für die Festlegung des Invaliditätsgrads von teilerwerbstäti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen Versicherten nach der gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG) werden der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich – weiterhin – summiert (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">27</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 2 IVV). Die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbstätig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit richtet sich nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">16 ATSG, wobei das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird (Art. 27</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 3 lit. a IVV) und die prozentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungsgrads, den die versicherte Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet wird (Art. 27</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 3 lit. b IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Der Anteil wird anhand der Differenz zwischen dem Beschäfti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gungsgrad nach Absatz 3 lit. b und einer Vollerwerbstätigkeit gewichtet (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">27</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 4 IVV).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin ging im Haushaltsbereich gestützt auf das psychiatrische Gutachten von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> von einer 20%igen Einschränkung aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 2; Urk. 7/73/26 f.). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Soweit die Beschwerdeführerin diesbezüglich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geltend macht, es hätte eine Abklärung an Ort und Stelle durchgeführt werden müssen (Urk. 1 S. 8), ist ihr entgegenzuhalten, dass bei psychischen Leiden, auch wenn eine Haushalts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">abklärung durchgeführt wird, in der Regel den ärztlichen Stellungnahmen mehr Gewicht einzuräumen ist als dem Bericht über die Haushaltsabklärung, weil es der Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen (Urteil </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgerichts 9C_671/2017</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 12. Juli 2018 E. 4.2 mit weiteren Hinweisen).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sich eine gesundheitliche Beeinträchti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gung oft in viel geringerem Ausmass auf die Erledigung der Hausarbeit als auf die Teilerwerbstätigkeit auswirkt, sodass im Aufgabenbereich häufig ein tieferer Invaliditätsgrad als im erwerblichen Bereich resultiert (vgl. Urteil des Bundesge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">richts 9C_565/2015 vom 29. Januar 2016 E. 4.3 mit Hinweisen). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wenn die versicherte Person </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen kann</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, ist sie im Rahmen ihrer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Schadenminderungspflicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">denn auch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gehalten, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in erster Linie ihre Arbeit einzuteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch zu nehmen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ein invaliditätsbedingter Ausfall darf bei im Haushalt tätigen Personen nur insoweit angenommen werden, als die Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt werden können, durch Drittpersonen gegen Entlöhnung oder durch Angehörige verrichtet werden, denen dadurch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nachgewiesenermassen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbseinbusse</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> oder doch eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unverhältnismässige</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Belastung entsteht (BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hinweisen).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Angesichts der dargelegten Rechtsprechung und unter Berücksichtigung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der zumutbaren Mithilfe des mit der Beschwerdeführerin im gleichen Haushalt lebenden Ehemannes sowie des inzwischen volljährigen Sohnes (Urk. 7/73/11), ist vorliegend nicht von einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">höheren als der gutachter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich attestierten Einschränkung im Haushalt auszugehen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Demnach resultiert im Haushaltsbereich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ein Teilinvaliditätsgrad von 10 % </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(20 % x 0.5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.5</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.1</span><span> </span><span id="XX171"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Validen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einkommens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 145 V 141 E. 5.2.1, 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (BFS)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> periodisch heraus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.2, 129 V 472 E. 4.2.1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Die Verwendung der Tabellenlöhne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist subsidiär, das heisst deren Beizug erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/Reichmuth,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Bundesgesetz </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">über die Invalidenversicherung, 3. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auflage 2014, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin berechnete das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Valideneinkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gestützt auf das von der Beschwerdeführerin zuletzt erzielte Einkommen als Kioskverkäuferin und ermittelte aufgerechnet auf ein 100 %-Pensum einen Wert von Fr. 41'640.--. Dem stellte sie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ein basierend auf dem Tabellenlohn LSE 2018 für Hilfsarbeiterinnen errechnetes Invalideneinkommen von Fr. 27'275.-- gegenüber</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 7/76). Daraus ergab sich ein Invaliditätsgrad von 34 % </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">respektive ein Teilinvaliditätsgrad im Erwerbsbereich von 17 % (34 % x 0.5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">), was zu einem rentenausschliessenden Gesamtinvaliditätsgrad von 27 % (Teilinvaliditätsgrad Haushaltsbereich von 10 % + Teilinvaliditätsgrad Erwerbsbereich von 17 %) führte (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin bringt vor, sie habe einen im Vergleich zum Lohn für einfache Hilfstätigkeiten im Detailhandel wesentlich geringeren Lohn erzielt, was auf invaliditätsfremde Faktoren zurückzuführen sei, weshalb eine Parallelisierung vorzunehmen sei (Urk. 1 S. 10 f.).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Wie nachfolgende Erwägungen zeigen,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> führt allerdings auch eine Parallelisierung nicht zu einem rentenbegründenden Invali</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ditätsgrad.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.3</span><span> </span><span id="XX082"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bezog eine versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen (z.B. geringe Schulbildung, fehlende berufliche Ausbildung, mangelnde Deutschkenntnisse, beschränkte Anstellungsmöglichkeiten wegen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Saisonnierstatus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen, ist diesem Umstand bei der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invaliditäts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bemessung nach Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">16 ATSG Rechnung zu tragen, sofern keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie sich aus freien Stücken mit einem bescheideneren Einkommensniveau begnügen wollte. Nur dadurch ist der Grundsatz gewahrt, dass die auf invaliditätsfremde Gesichtspunkte zurückzuführenden Lohnein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bussen entweder überhaupt nicht oder aber bei beiden Vergleichseinkommen gleichmässig zu berücksichtigen sind</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (BGE 141 V 1 E. 5.4)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Diese Parallelisierung der Einkommen kann praxisgemäss entweder auf Seiten des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Valideneinkommens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> durch eine entsprechende Heraufsetzung des effektiv erzielten Einkommens oder aber auf Seiten des Invalideneinkommens durch eine entsprechende Herab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">setzung des statistischen W</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ertes erfolgen (BGE 135 V 58 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1, 134 V 322 E.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1). Eine Parallelisierung ist indessen nur vorzunehmen, wenn die Differenz zum massgebenden Durchschnitt deutlich ist. Deutlich unterdurchschnittlich im Sinne von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 134 V 322</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 4 ist der tatsächlich erzielte Verdienst, wenn er mindestens 5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom branchenüblichen LSE-Tabellenlohn abweicht (vgl. BGE 135 V 297 </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E. 6.1.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sind die Voraussetzungen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einkommensparallelisierung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erfüllt, weil die versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen infolge fehlender Berufsaus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bildung und mangelhafter Sprachkenntnisse ein unterdurchschnittliches </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Validen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erzielt hatte, welches um mindestens 5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> unter dem branchenüb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen LSE-Tabellenlohn liegt, so vermögen dieselben Faktoren praxisgemäss nicht zusätzlich auch noch einen Leidensabzug zu b</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">egründen (vgl. BGE 135 V 297 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der Durchführung der Parallelisierung ist mit Blick auf eine dem Grundsatz der Rechtsgleichheit genügende Invaliditätsgradermittlung zu vermeiden, dass diese – bei einer kontinuierlich ansteigenden Differenz zwischen tatsächlich erzieltem Lohn und branchenüblichem Durchschnittseinkommen – ab Erreichen des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erheblichkeitsgrenzwertes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> von mindestens 5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gegebenenfalls eine sprung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hafte Erhöhung des Invaliditätsgrades zur Folge hat. Es ist daher nur in dem Umfang zu parallelisieren, in welchem die prozentuale Abweichung den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erheb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeitsgrenzwert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> von 5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> übersteigt, bezweckt doch die Parallelisierung praxis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss nur die Ausgleichung einer deutlichen – also nicht jeder kleinsten – Abweichung des tatsächlich erzielten Verdienstes vom tabellarisch bestimmten branchenüblichen Referenzeinkommen (vgl. BGE 135 V 297 E. 6.1.3)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der vom Bundesamt für Statistik im Rahmen seiner periodisch durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geführten Lohnstrukturerhebung (LSE) ermittelte Tabellenwert betrug im Bereich Detailhandel im Jahr 2018 monatlich Fr. 4'425.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-- (LSE 2018, TA1, Kompetenzniveau 1, Wirtschaftszweig 47, Frauen). Angepasst an die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">betriebs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">übliche Arbeitszeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in der zur Diskussion stehenden Branche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">von 41.7 Stunden pro Woche im Jahr 2019 (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BFS, Tabelle T.03.02.03.01.04.01, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Wirtschaftsabteilung 47) sowie unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung (vgl. BFS, Tabelle T 39, Entwick</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, Frauen) ergibt sich ein zur Beurteilung der Unterdurchschnittlichkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">massgebendes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Jahresein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kommen von gerundet Fr. 55‘904.-- (Fr. 4‘425.-- x 12 . 40 x 41.7 : 2732 [2018] x 2759 [2019]. Demnach erweist sich das von der Beschwerdeführerin vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielte Einkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. 41'640.--; Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7/22)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> bei einer Differenz von Fr. 14‘264.-- als um 25.5 % unterdurchschnittlich.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einer Parallelisierung in dem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erheblichkeitsgrenze</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> von 5 % über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">steigenden Umfang</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> resultiert ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Valideneinkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> von Fr. 50'176.-- (Fr. 41'640.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">--</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">x 1.205). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Berechnung des Invalideneinkommens sind unbestrittenermassen Tabellenlöhne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, konkret der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Lohn für Hilfsarbeiterinnen gemäss LSE 2018, Tabelle TA1, Zeile «Total Privater Sektor», Frauen, Kompetenzniveau 1, von Fr. 4'371.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">--</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heranzuziehen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Unter Angleichung an die betriebsübliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden pro Woche im Jahr 2019 (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BFS, Tabelle T.03.02.03.01.04.01, Betriebs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">übliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Total) sowie unter Berücksich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tigung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nominallohnentwicklung (vgl. BFS, Tabelle T 39, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, Frauen) ergibt sich für eine 50%ige Tätigkeit per 2019 ein Invalideneinkommen von gerundet Fr. 27‘611.-- (Fr. 4‘371.-- : 40 x 41.7 x 12 : 2732 [2018] x 2759 [2019] x 0.5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich der Frage, ob nebst der Parallelisierung Anlass zu einem zusätzlichen Abzug vom Tabellenlohn auf Seiten des hypothetischen Invalideneinkommens besteht, ist festzuhalten, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rechtsprechungsgemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die Notwendigkeit einer psychisch bedingt verstärkten Rücksichtnahme seitens Vorgesetzter und Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kollegen nicht automatisch einen zusätzlichen Grund für eine Reduktion darstellt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_393/2020 vom 21. September 2020 E. 3.1). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auch der Umstand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, dass nur noch leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar sind, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ist selbst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit kein Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten bis mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundesgerichts 9C_507/2020 vom 29. Oktober 2020 E. 3.3.3.2 mit Hinwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sen). Der erhöhte Pausenbedarf wurde alsdann bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit berücksichtigt. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Schliesslich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die fehlende Berufsausbildung bereits im Rahmen der Parallelisierung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Berücksichtigung.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem parallelisierten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Valideneinkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> von Fr. 50'176.-- und einem Invalideneinkommen von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. 27‘611.-- resultiert eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einkommenseinbusse</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> von Fr. 22‘565.-- und damit eine Einschränkung von 45 %. Dies führt zu einem Teilinvaliditätsgrad im Erwerbsbereich von 22.5 % (45 % x 0.5). Bei einem Teilinvaliditätsgrad im Haushaltsbereich von 10 % ergibt sich ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rentenaus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schliessender</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Gesamtinvaliditätsgrad von 32.5 %. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der angefochtene Entscheid im Ergebnis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht zu beanstanden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, was zur Abweisung der Beschwerde führt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p><span>6.</span><span> </span><span>Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1</span><span>bis</span><span> IVG). Im vorliegenden Verfahren sind sie auf Fr. 800.-- anzusetzen und ausgangsgemäss </span><span>der</span><span> unterliegenden </span><span>Beschwer</span><span>deführerin</span><span> aufzuerlegen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Advokat Martin </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Boltshauser</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">82 ff. in Verbindung mit </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Juli bis und mit 1</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">August sowie vom 1</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">8. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Dezember bis und mit dem </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">2. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Januar (</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>VogelR. Müller</p><p><br/></p><div><p> </p></div></div> </div></body></html></html>