<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00421</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichter Vogel<br/>Ersatzrichter Wilhelm<br/>Gerichtsschreiber Würsch</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 25. Januar 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1974 und ohne Berufsausbildung, war zuletzt temporär als Bauarbeiter bei der Y.___ angestellt (Urk. 5/1/64 und 5/1/73). Am 19. März 2002 stürzte er mit einem Muldenkipper in eine Grube. Dabei geriet er unter das Fahrzeug und zog sich unter anderem Verletzungen an der Milz, an den Rippen sowie an der Wirbelsäule zu (Urk. 5/1/41 f. und 5/1/46 f.). Unter Hinweis auf diesen Unfall meldete er sich am 3. Februar 2003 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 5/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte daraufhin nebst den Akten des Unfallversicherers (Urk. 5/1, 5/19 und 5/23) einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug, Urk. 5/6), einen Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geberfragebogen (Urk. 5/12) sowie diverse Arztberichte (Urk. 5/14 f. und 5/17) ein. Mit Verfügung vom 17. September 2004 - welche unangefochten blieb - sprach sie dem Versicherten ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 51 % rückwirkend ab März 2003 eine halbe Rente der Invalidenversicherung zu (Urk. 5/30).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nachdem die IV-Stelle zwischenzeitlich mit Verfügung vom 26. Januar 2005 eine Kostengutsprache für berufliche Massnahmen abgelehnt hatte (Urk. 5/33), teilte sie dem Versicherten nach einem von Amtes wegen durchgeführten Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenrevisionsverfahren mit Schreiben vom 9. Dezember 2005 mit, dass er weiter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hin Anspruch auf eine halbe Rente habe (Urk. 5/42). Im weiteren Verlauf erteilte sie am 20. Februar 2006 Kostengutsprache für einen Grundkurs Staplerfahren (Urk. 5/55) und verweigerte mit Verfügung vom 17. Dezember 2007 eine solche für einen Excel-Kurs (Urk. 5/78). Mit Mitteilung vom 21. Juli 2008 orientierte die IV-Stelle den Versicherten darüber, dass er weiterhin Anspruch auf die bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">herige Invalidenrente habe (Urk. 5/92). Dies tat sie in der Folge - irrtümlicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise verfrüht (vgl. Urk. 5/113) - auch mit Schreiben vom 5. April 2011 (Urk. 5/111), nachdem sie insbesondere mehrere medizinische Unterlagen beige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zogen und ein Gutachten in Auftrag gegeben hatte (Urk. 5/103/7 f., Urk. 5/104 f., Urk. 5/109). Nach Eingang des psychiatrischen Gutachtens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Z.___ vom 26. Juni 2012 (Urk. 5/121) verzichtete die IV-Stelle jedoch auf eine weitere Mitteilung an den Versicherten betreffend Bestätigung des Rentenanspruchs, da aus der Expertise keine Veränderung des Gesundheitszustandes ersichtlich gewesen sei (Urk. 5/122/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Zuge eines im Juni 2015 eingeleiteten Rentenrevisionsverfahrens (vgl. Urk. 5/132) holte die IV-Stelle einen vom Versicherten ausgefüllten Fragebogen (Urk. 5/139) sowie aktuelle IK-Auszüge (Urk. 5/143 und 5/159 f.) ein. Mit Schreiben vom 11. August 2016 wurde dem Versicherten mitgeteilt, dass zur Klärung der Leistungsansprüche eine umfassende medizinische Untersuchung notwendig sei (Urk. 5/166), worauf jener am 15. August 2016 darüber infor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mierte, dass er von Ende August bis Mitte Oktober 2016 im Ausland weile (Urk. 5/167). Mit Schreiben vom 17. August 2016 forderte die IV-Stelle den Versicherten dazu auf, bis 31. August 2016 schriftlich zu bestätigen, dass er ab Mitte Oktober 2016 für die angekündigte Begutachtung uneingeschränkt zur Verfügung stehe (Urk. 5/168 f.). Nachdem die Bereitschaftserklärung innert an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesetzter Frist nicht eingereicht worden war (vgl. Urk. 5/170/5), wurde dem Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten mit Vorbescheid vom 22. September 2016 die Einstellung der Rente auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats in Aussicht gestellt (Urk. 5/171). Hiergegen erhob der Versicherte am 6. Oktober 2016 Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wand (Urk. 5/174), worauf ihn die IV-Stelle mit Schreiben vom 11. Oktober 2016 letztmalig aufforderte, die Bereitschaftserklärung bis spätestens 28. Okto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2016 auszufüllen und einzureichen (Urk. 5/176). Dies tat der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte sodann am 17. Oktober 2016 (Urk. 5/178). Am 22. November 2016 wurde er von der MEDAS A.___ über die Termine der spezialärztlichen Untersuchungen orientiert (Urk. 5/189). Den ersten Termin am 8. Dezember 2016 (Orthopädie) nahm der Versicherte wahr (vgl. Urk. 5/191), nicht jedoch diejenigen am 4. und 10. Januar 2017 (vgl. Urk. 5/197 f.). Am 20. Januar 2017 teilte er mit, krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitsbedingt nicht zu den Untersuchungen erschienen zu sein, und reichte in diesem Zusammenhang ein Arztzeugnis vom 14. Januar 2017 ein (Urk. 5/200 f.). Am 9. März 2017 verfügte die IV-Stelle im mit Vorbescheid vom 22. September 2016 angekündigten Sinne (Urk. 5/204 = Urk. 2). Die MEDAS A.___ reichte am 3. April 2017 das orthopädische Teilgutachten ein (Urk. 5/212).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen die Verfügung vom 9. März 2017 (Urk. 2) erhob X.___ am 9. April 2017 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte sinngemäss, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es sei ihm weiterhin eine Invalidenrente auszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richten. Mit Beschwerdeantwort vom 22. Mai 2017 (Urk. 4) schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 9C_261/2009 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">onsgrund im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsleistungen erforderlich sind (Art. 28 Abs. 2 ATSG). Laut Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung not</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Kommen die versicherte Person oder andere Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sonen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Gegebenenfalls kann der Versicherungsträger das von der versicherten Person eingereichte Gesuch mit der Begründung abweisen, der Sachverhalt, aus dem diese ihre Rechte ableiten wolle, sei nicht erwiesen (vgl. BGE 117 V 261 E. 3b, Urteil des Bundesgerichts 9C_961/2008 vom 30. November 2009 E. 3.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Anwendung von Art. 43 Abs. 3 ATSG in einem Fall, bei dem es um laufen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de Leistungen geht und wo die versicherte Person in unentschuldbarer Weise ihrer Auskunfts- oder Mitwirkungspflicht nicht nachkommt, indem sie die Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führungsorgane der Invalidenversicherung daran hindert, den rechtserheblichen Sachverhalt festzustellen, hat eine Umkehr der Beweislast zu Folge. Während es grundsätzlich Aufgabe der Verwaltung ist, eine erhebliche Änderung des Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ditätsgrades abzuklären, wenn sie die Rente reduzieren oder aufheben will, wird ihr dies bei einer schuldhaften Verletzung der Mitwirkungspflicht durch die ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte Person verunmöglicht. In einem solchen Fall obliegt es dieser, nachzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weisen, dass sich ihr Gesundheitszustand oder andere entscheidwesentliche Umstände nicht in einem den Invaliditätsgrad beeinflussenden Ausmass verän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dert haben (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zum Ganzen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil des Bundesgerichts 8C_733/2010 vom 10. Dezember 2010 E. 3.2, 9C_961</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/2008 vom 30. No</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vember 2009 E. 6.3.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Leistungen können gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7b IVG nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">21 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7 dieses Gesetzes oder nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">43 Absatz 2 ATSG nicht nachgekommen ist (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1). Die Leistungen können in Abweichung von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">21 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4 ATSG ohne Mahn- und Bedenkzeitverfahren gekürzt oder verweigert werden, wenn die ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherte Person:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trotz Aufforderung der IV-Stelle nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3c </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 nicht unverzüglich eine Anmeldung vorgenommen hat und sich dies nachteilig auf die Dau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er oder das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit oder der Invalidität aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirkt;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Meldepflicht nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">31 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG nicht nachgekommen ist;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Leistungen der Invalidenversicherung zu Unrecht erwirkt oder zu erwir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ken versucht hat;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">d.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der IV-Stelle die Auskünfte nicht erteilt, welche diese zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgabe benötigt (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beim Entscheid über die Kürzung oder Verweigerung von Leistungen sind alle Umstände des einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person, zu berücksichtigen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind die Regelungen von Art. 43 Abs. 3 ATSG (Nichteintreten oder Sachentscheid aufgrund der Akten) und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7b IVG (Kürzung oder Verweigerung der Leistung) grundsätzlich neben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einander anwendbar (Urteil des Bundesgerichts 9C_370/2013 vom 22. Novem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2013 E.3 mit Hinweis).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der angefochtenen Verfügung vom 9. März 2017 (Urk. 2) stellte sich die Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt, dem Beschwerdeführer sei am 11. August 2016 mitgeteilt worden, dass zur Beurteilung seines Gesundheitszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">standes eine medizinische Untersuchung notwendig sei, da er im letzten halben Jahr nicht in regelmässiger ärztlicher Behandlung gewesen sei. Am 15. August 2016 habe der Versicherte sie darüber informiert, dass er bis Mitte Oktober 2016 im Ausland verweile. Daraufhin habe ihm die IV-Stelle mit Schreiben vom 17. August 2016 eine Bereitschaftserklärung zugestellt und gleichzeitig eine Frist bis 31. August 2016 angesetzt, um mittels Unterschrift zu bestätigen, dass er ab Mitte Oktober für eine Begutachtung zur Verfügung stehe. Zudem sei der Beschwerdeführer auf seine Mitwirkungspflichten hingewiesen worden. Die Bereitschaftserklärung sei innert angesetzter Frist nicht retourniert worden, weshalb der Versicherte seine Mitwirkungspflicht nicht erfüllt habe. Folglich werde die Rente aufgehoben, und es bestehe auch kein Anspruch auf berufliche Massnahmen mehr.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens sei dem Versicherten nochmals eine Bereitschaftserklärung zugesandt worden, welche dieser am 17. Oktober 2016 zurückgeschickt habe. Daraufhin sei der Beschwerdeführer über die geplante polydisziplinäre Begutachtung und die Untersuchungstermine informiert wor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den. Den ersten Termin am 8. Dezember 2016 habe er wahrgenommen. Denje</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nigen vom 4. und 10. Januar 2017 sei er jedoch unentschuldigt ferngeblieben. Somit sei der Beschwerdeführer auch im Vorbescheidverfahren seiner Mitwir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kungspflicht nicht nachgekommen, weshalb die Rente aufgehoben werde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hiergegen brachte der Versicherte in seiner Beschwerde vom 9. April 2017 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 1) vor, das Schreiben vom 17. August 2016 habe er aufgrund seiner Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">landsabwesenheit nicht fristgerecht beantworten können. Die Praxis, ihm absichtlich während seiner Absenz ein relevantes Dokument zuzustellen, sei höchst fragwürdig. Die beiden Untersuchungstermine in Bern habe er krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitsbedingt nicht wahrnehmen können, was ein Arztzeugnis, welches er der IV-Stelle eingereicht habe, bestätige.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zwischen den Parteien ist strittig, ob die Beschwerdegegnerin die Rente des Versicherten zu Recht auf Ende des der Zustellung der angefochtenen Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung (Urk. 2) folgenden Monats aufgehoben hat (vgl. E. 2.1 f.). Zu prüfen ist in diesem Zusammenhang einerseits, ob es sich bei der von der IV-Stelle angeord</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">neten interdisziplinären Begutachtung um eine für die Beurteilung des Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anspruchs notwendige und zumutbare Untersuchung gehandelt hat. Anderer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seits stellt sich die Frage, ob die Beschwerdegegnerin das Mahn- und Bedenk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeitverfahren korrekt durchgeführt hat, und ob der Beschwerdeführer seiner Mitwirkungspflicht in unentschuldbarer Weise nicht nachgekommen ist.</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unter Berücksichtigung der Aktenlage ergibt sich, dass eine verlässliche Beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilung des medizinischen Sachverhalts im Zeitpunkt der revisionsweisen Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">prüfung des Rentenanspruchs nicht möglich und demzufolge die Vornahme weiterer Abklärungen durch die Beschwerdegegnerin notwendig war. Dieser standen zum einen keine aktuellen Arztberichte zur Verfügung, da sich der Beschwerdeführer seit der letzten Rentenbestätigung (Urk. 5/111) nicht mehr in regelmässiger Behandlung befunden hatte (vgl. Urk. 5/148/1 und 5/164). Zum anderen lag das letztmalige Revisionsverfahren bereits einige Jahre zurück, weshalb auch auf die damals herangezogenen medizinischen Unterlagen (vgl. Urk. 5/110) nicht mehr abgestellt werden konnte. Die Anordnung einer interdis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziplinären Begutachtung ist angesichts dieser Gegebenheiten nicht zu beanstan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den, was auch vom Versicherten nicht bestritten wird (vgl. Urk. 1). Von ihm wird ferner berechtigterweise nicht in Abrede gestellt, dass die bei der MEDAS A.___ vorgesehenen Abklärungen generell zumutbar waren, zumal er den Termin für die orthopädische Untersuchung am 8. Dezember 2016 wahrnahm, und übliche Untersuchungen einer Gutachtensstelle ohne konkret entgegenstehende Umstände gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung generell als zumutbar im Sinne von Art. 43 Abs. 2 ATSG zu erachten sind (Urteil des Bundesgerichts I 988/06 vom 28. März 2007 E. 4.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sodann erhebt der Versicherte auch dahingehend keine Einwände, dass die Beschwerdegegnerin das Mahn- und Bedenkzeitverfahren formell korrekt durchgeführt hat. So informierte sie den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 11. August und 8. November 2016 (Urk. 5/166, Urk. 5/168 und 5/183) über die Notwendigkeit einer polydisziplinären medizinischen Untersuchung. Mit Letzte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rem wies sie ausserdem auf die Folgen einer unentschuldbaren Verletzung der Mitwirkungspflichten hin und führte insbesondere die in diesem Kontext ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlägigen gesetzlichen Grundlagen von Art. 7b IVG und Art. 43 ATSG auf. Dem Beschwerdeführer stand bis zu den Begutachtungsterminen (vgl. Urk. 5/189) somit ausreichend Zeit zur Verfügung, um die für den Fall von deren Nichtwahrnehmung angedrohten Sanktionsfolgen überdenken zu können. Das Vorgehen der IV-Stelle ist damit auch unter diesem Gesichtspunkt nicht zu beanstanden (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 8C_674/2013 vom 20. Februar 2014 E. 4.1 f.).</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es bleibt somit zu prüfen, ob der Beschwerdeführer die ihm obliegende Mitwir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungspflicht in unentschuldbarer Weise verletzt hat. In diesem Kontext ist zunächst festzuhalten, dass der Versicherte unbestrittenermassen nicht zu den ihm bekannten Untersuchungsterminen bei der MEDAS A.___ vom 4. und 10. Januar 2017 erschienen ist (Urk. 5/197 f.; vgl. auch Urk. 1). Während die IV-Stelle von einem unentschuldbaren Verhalten ausgeht (Urk. 2 S. 2), macht der Beschwerdeführer geltend, er habe krankheitsbedingt nicht an den vorge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sehenen Untersuchungen teilnehmen können (Urk. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Weigert sich die versicherte Person an der Begutachtung teilzunehmen, trägt sie letztlich die Konsequenzen der Untersuchungsverweigerung. Anders verhält es sich in Nachachtung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur, wenn die Verweigerung der Mitwirkung auf entschuldbaren Gründen beruht, etwa weil sie der versicherten Person nicht zugerechnet werden kann, da sie krankheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halber oder aus anderen Gründen nicht in der Lage war, ihren Pflichten nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zukommen (Urteil des Bundesgerichts 8C_733/2010 vom 10. Dezember 2010 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 5.2 f. mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer reichte bei der IV-Stelle am 20. Januar 2017 ein Arzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeugnis vom 14. Januar 2017 ein (Urk. 5/200 f.). Dieses attestiert für den Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">raum vom 4. bis 16. Januar 2017 eine krankheitsbedingte 100%ige Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit. Die beiden vom Versicherten nicht wahrgenommenen Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">suchungstermine bei der MEDAS A.___ fallen zwar in diese Zeitspanne; in Anbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tracht der konkreten Umstände vermag allerdings allein das Arztzeugnis das Fernbleiben von den medizinischen Abklärungen nicht zu entschuldigen. So wurde dem Beschwerdeführer die Arbeitsunfähigkeit einerseits rückwirkend bescheinigt. Andererseits lassen sich weder dem Arztzeugnis noch der Beschwerdeschrift entnehmen, um welche Art von Erkrankung es sich gehandelt hat und ob infolge derer auch die Reisefähigkeit des Versicherten eingeschränkt war. Zu berücksichtigen ist überdies die Erfahrungstatsache, dass behandelnde Arztpersonen mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc). Schliesslich ist nicht nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vollziehbar, weshalb der Versicherte die Beschwerdegegnerin erst am 20. Januar 2017 kontaktiert und über seine Erkrankung in Kenntnis gesetzt hat. Insgesamt lagen beim Beschwerdeführer somit keine entschuldbaren Gründe für die fehlende Mitwirkung bei der Begutachtung durch die MEDAS A.___ vor. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ausgehend davon war die IV-Stelle berechtigt, die Rente des Beschwerdeführers - wie diesem vorgängig angedroht - in Anwendung von Art. 7b IVG in Verbin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dung mit Art. 21 Abs. 4 ATSG aufzuheben. Zum selben Ergebnis führt die gemäss bundesgerichtlicher Praxis ebenfalls anwendbare Regelung von </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 43 Abs. 3 ATSG, wonach der Versicherungsträger im Falle einer unent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schuldbaren Verletzung der Mitwirkungspflicht gestützt auf die vorhandene Aktenlage verfügen darf. Der medizinische Sachverhalt liess sich im Zeitpunkt der revisionsweisen Überprüfung des Rentenanspruchs nicht schlüssig beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">len, da zum einen keine Berichte von behandelnden Ärzten erhältlich gemacht werden konnten und zum anderen nur in orthopädischer Hinsicht eine - auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund fehlender radiologischer Abklärungen mit grosser Unsicherheit behaftete - Begutachtung durch Dr. B.___ durchgeführt werden konnte (vgl. Urk. 5/212). Demnach ist eine nach wie vor bestehende rentenbegründende Einschränkung der erwerblichen Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht ausgewiesen. Diese Beweislosigkeit fällt zu Ungunsten jener Partei aus, die aus dem unbewie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableitet, was vorliegend der Versicherte ist (vgl. zum Ganzen E. 1.4 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Vollständigkeit halber ist anzufügen, dass sich der Entscheid der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">degegnerin als verhältnismässig erweist (vgl. Art. 7b Abs. 3 IVG). Das unent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schuldigte Nichterscheinen zu den Untersuchungen vom 4. und 10. Januar 2017 ist nicht die einzige unterlassene Mitwirkung. Bereits zuvor kam der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer der schriftlichen Aufforderung der Beschwerdegegnerin vom 17. August 2016, seine zeitliche Verfügbarkeit zur Durchführung der Begutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung nach seiner Rückkehr aus dem Ausland bis spätestens Ende August 2016 unterschriftlich und damit verbindlich zu bestätigen (Urk. 5/172 f.), unentschul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digt nicht nach. Das als eingeschriebene Sendung zugesandte Schreiben holte er nicht ab (vgl. Urk. 5/172 f.). Auch auf die erneute formlose Zustellung (Urk. 7/169) reagierte er nicht. Gleichwohl sah die Beschwerdegegnerin von einer Sanktion ab (vgl. Urk. 5/176). Der Einwand des Beschwerdeführers, die Aufforderung sei erfolgt, obschon er zuvor der Beschwerdegegnerin mitgeteilt habe, er weile bis Mitte Oktober 2016 im Ausland (vgl. Urk. 1, Urk. 5/174/1), vermag nicht überzeugen. Am 15. August 2016 hatte der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin mitgeteilt, er weile ab Ende August bis Mitte Oktober 2016 im Ausland (Urk. 5/175). Mit der Auflage vom 17. August 2016 und der Frist zu deren Erfüllung bis Ende August 2016 berücksichtigte die Beschwerdegegnerin die Angaben des Beschwerdeführers, weswegen ihr kein Vorwurf gemacht wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den kann. Der Beschwerdeführer durfte im laufenden Verfahren allfällige Mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilungen bis Ende August 2016 nicht ausschliessen. Die Verweigerung der Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung erweist sich vor diesem Hintergrund als verhältnismässig. Im Übrigen ist die Rentenaufhebung auf diejenige Zeitspanne beschränkt, während der die Mitwirkung verweigert wird (Urteil des Bundesgerichts 9C_244/2016 vom 16. Januar 2017 E. 3.3, BGE 139 V 585 E. 6.3.7.5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend liegt nach dem Gesagten eine schuldhafte Verletzung der Mitwirkungspflicht des Beschwerdeführers vor, weshalb die von der IV-Stelle verfügte Aufhebung der halben Invalidenrente zu Recht erfolgte. Die angefoch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tene Verfügung vom 9. März 2017 (Urk. 2) erweist sich somit als rechtens, wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wegen die Beschwerde abzuweisen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zu prüfen war, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 500.-- anzusetzen. Entsprechend dem Verfahrensaus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gang sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 500</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">X.___ unter Beilage einer Kopie von Urk. 4 und Urk. 6</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigWürsch</p><p></p></div> </div></body></html>