B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-3457/2011 U r t e i l v o m 1 0 . M a i 2 0 1 2 Besetzung Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), Richter Beat Weber, Richter Stefan Mesmer, Gerichtsschreiberin Christine Schori Abt. Parteien A._______, vertreten durch Dr. iur. Markus Krapf, Rechtsanwalt, Beschwerdeführerin, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Vorinstanz Gegenstand Invalidenrente (Revision), Verfügung vom 12. Mai 2011. C-3457/2011 Seite 2 Sachverhalt: A. Frau A._______ (nachfolgend: Versicherte oder Beschwerdeführerin) , geboren am 28. April 1946, ist schweizerische Staatsangehörige und führte mit ihrem Ehemann ein Hotel in der Schweiz (act. 1, 48). Am 24. Juli 1997 ging bei der IV -Stelle Appenzell-Innerrhoden (nachfolgend: IV-Stelle AI) die Anmeldung der Versicherten zum Bezug von IV - Leistungen ein. Die Versicherte beantragte eine Rente wegen Behind e- rungen im allgemeinen Bewegungsablauf, Steifheit, beständigen Kop f- schmerzen, über 40% eingeschränkte Lungenfunktio n, Müdigkeit und Schlaffheit (act. 1). Nach diversen medizinischen und wirtschaftlichen Ab- klärungen sprach die IV -Stelle AI der Versicherten mit Verfügung vom 26. Juli 2000 eine halbe Invalidenrente mit Wirkung ab 1. Juli 1996 bei ei- nem Invaliditätsgrad vo n 50% zu (act. 46). Im Jahr 2001 zog die Vers i- cherte mit ihrem Ehemann nach Deutschland, so dass neu die IV -Stelle für Versicherte im Ausland ( nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz) für die Versicherte zuständig wurde (act. 47). B. Mit Verfügung vom 7. Juni 2005 sprach die IVSTA der Versicherten eine Dreiviertelsrente mit Wirkung ab dem 1. Januar 2004 bei einem Invalid i- tätsgrad von 60% zu (act. 78). Dagegen erhob die Versicherte Einsprache und beantragte eine ganze Invalidenrente (act. 79). Mit Einsprach eent- scheid vom 6. April 2006 (act. 84) hiess die IVSTA die Einsprache gut und überwies die Akten zur Durchführung ergänzender Abklärungen und zum Erlass einer neuen rechtsmittelfähigen Verfügung dem zuständigen Dienst ihrer IV-Stelle. C. Mit Vorbescheid vom 17. Januar 2007 teilte die IVSTA der Versicherten mit, dass weiterhin ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente bestehe (act. 103). Die Versicherte erhob mit Schreiben vom 25. Januar 2007 Einwand und beantragte sinngemäss, es sei ihr eine ganze Rente bei ei- nem Invaliditätsgrad von 80% zuzuerkennen. Mit Verfügung vom 13. Februar 2007 bestätigte die IVSTA den Anspruch der Versicherten auf eine Dreiviertelsrente mit Wirkung ab dem 1. Januar 2004 (act. 107). Ge- gen diese Verfügung liess die Versicherte am 28. Februar 2007 B e- schwerde beim Bundesverwaltungsgericht erheben und die Gewährung einer ganzen Rente beantragen. Während d ie Vorinstanz in ihrer Ve r- nehmlassung noch die Abweisung der Beschwerde beantragte, hielt sie in C-3457/2011 Seite 3 ihrer Duplik dafür, die Beschwerde sei gutzuheissen und die Sache an sie zurückzuweisen zur weiteren Abklärung. Mit Urteil C-1863/2007 vom 28. August 2009 hiess das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde gut, hob die angefochtene Verfügung vom 13. Februar 2007 auf und wies die Sache zur weiteren A bklärung des Sachverhaltes, insbesondere zu r Anordnung einer weiteren pneumologischen Begutachtung und zum E r- lass einer neuen Verfügung , an die Vorinstanz zurück (act. 116). Auf die von der Versicherten dagegen erhobene Beschwerde trat das Bundesge- richt mit Urteil vom 30. Oktober 2009 nicht ein (act. 117). D. Mit Verfügung vom 28. April 2010 sprach die Schweizerische Ausgleichs- kasse der Versicherten eine ordentliche Altersrente mit Wirkung ab 1. Mai 2010 zu (act. 135). E. Die Vorinstanz teilte der Versicherten mit Vorbescheid vom 14. Juli 2010 (act. 147) mit, es bestehe "weiterhin Anspruch auf eine Dreiviertelsrente". Der durchgeführte Einkommensvergleich habe ergeben, dass die A r- beitsunfähigkeit bei der Ausübung einer sitzenden Tätigkeit im industrie l- len Sektor ab dem 22. Januar 2010 50% betrage, mit einer Einkommens- einbusse von 67%. Die Versicherte liess am 22. Juli 2010 Einsprache er- heben und beantrage n, ihr sei mit Wirkung ab dem 1. Januar 2005 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei de r Beginn der ga n- zen Invalidenrente auf den 1. Februar 2007 festzulegen. Subeventualiter seien weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen und hernach über den Rentenanspruch neu zu befinden (act. 148). Die Vorinstanz erliess daraufhin am 7. Februar 2011 einen neuen Vorbe- scheid und befand, die Dreiviertelsrente werde ab 1. Februar 2010 durch eine ganze Rente ersetzt. Diese werde ab 1. Mai 2010 durch die ordentli- che Altersrente abgelöst (act. 157). Die Versicherte liess am 15. Februar 2011 (act. 163) erneut Einsprache erheben und beantrag en, ihr sei die Rente auf einen früheren Zeitpunkt auf eine ganze Rente zu erhöhen, da sie schon viel früher vollständig arbeitsunfähig gewesen sei. Zur Begrü n- dung liess sie auf die Ausführungen in der Eingabe vom 22. Juli 2 010 verweisen. Es sei unverzüglich eine Verfügung zu erlassen. Die Vorinstanz sprach der Versicherten mit Verfügung vom 12. Mai 2011 eine ganze Rente mit Wirkung ab 1. Februar 2010 bis 30. April 2010 zu (act. 163). Zur Begründung führte sie im Wesentliche n an, die Arbeitsu n-C-3457/2011 Seite 4 fähigkeit sei gestützt auf den Bericht von Dr. B._______ für den zule tzt ausgeübten Beruf der Hotelière zu beurteilen und nicht für die Tätigkeiten als Frisörin oder Verkäuferin. Die Tätigkeit als Gastwirtin zeichne sich durch die Vielfä ltigkeit der ausgeübten Tätigkeiten aus, öfters in stehe n- der Position, wie Frisörin oder Verkäuferin, und dem Tragen von Lasten (teilweise auch schwere Lasten) wie als Verkäuferin. Die Arbeitsunfähig- keit betrage 50% für jegliche Tätigkeiten ab dem 1. Juli 1995. Die übe r- einstimmenden Schlüsse der Spezialisten in Pneumologie und Kardiol o- gie hätten eine höhere Gewichtung als diejenige der behandelnden Hausärztin. Aus der sozialversicherungsrechtlichen Schadenminderung s- pflicht ergebe sich, dass von einer selbst ändig tätigen Person verlangt werden könne, diese Tätigkeit aufzugeben und eine unselbständige T ä- tigkeit anzunehmen. Die Schadenminderungspflicht zwinge dazu, den Prozentsatz der Arbeitsunfähigkeit in der ursprünglichen Tätigkeit als Pro- zentsatz für die In validität anzuwenden. Anlässlich der Verschlechterung vom 5. November 2002 seien der Invaliditätsgrad und der Grad der A r- beitsunfähigkeit zum Prozentsatz von 60% verschmolzen. Deshalb habe die Versicherte ab dem 1. Januar 2004 Anrecht auf eine Dreiviertels rente und in Folge der zweiten Verschlechterung vom 5. November 2009 ein Anrecht auf eine ganze Rente bei einem Invaliditätsgrad von 74%. F. Die Beschwerdeführerin liess am 20. Juni 2011 Beschwerde (BVGer act. 1) beim Bundesverwaltungsgericht einreichen und beantragen, die Verfügung vom 12. Mai 2011 sei aufzuheben und es sei ihr mit Wirkung ab dem 1. Januar 2005 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Eve n- tualiter sei der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab dem 1. Februar 2007 eine ganze Invalidenrente zuzuspre chen. Subeventualiter sei ein gerich t- liches Gutachten über die Krankheitsentwicklung der Beschwerdeführerin einzuholen bzw. die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit die- se ein Gutachten einhole und hernach über den Rentenanspruch der B e- schwerdeführerin neu entscheide. Im Wesentlichen begründete die B e- schwerdeführerin ihre Beschwerde damit, dass sie an einer progredient verlaufenden chronischen obstruktiven Lungenkrankheit leide. Eine wie von der Vorinstanz geltend gemachte sprunghafte Verschlechteru ng der Arbeitsunfähigkeit von 60% auf 90% im November 2009 sei nicht nac h- vollziehbar. Es sei eine mehr als 70%ige Erwerbsfähigkeit (recte: E r- werbsunfähigkeit) ab dem Jahr 2005 anzunehmen. Aus den medizin i- schen Berichten aus den Jahren 2004 bis 2006 sei ers ichtlich, dass die Obstruktion der Lunge bereits damals mittelschwer gewesen sei und d a- her der IV-Grad bereits Ende 2004 70% und im Jahr 2005 die Leistung s-C-3457/2011 Seite 5 fähigkeit der Lunge gerade noch etwa 30% des Normalwertes betragen habe. Bereits im Jahr 2005 habe ei n Lungenemphysem bestanden. Die Beschwerdeführerin leide zusätzlich an Aneurysmen und Rückenprobl e- men, die die Vorinstanz bei ihrer Beurteilung jedoch nicht berücksichtigt habe. Im Weiteren habe die Vorinstanz die offene streitige Frage nach dem Zeitpunkt für eine ganze Rente zwischen dem Jahr 2000 und 2005 bzw. 2007 nicht abgeklärt. Sie verstosse mit ihrem Entscheid gegen den Grundsatz, dass sich sämtliche Parteien nach Treu und Glauben zu ve r- halten hätten. Durch die Änderung ihrer Haltung ha be die Vorinstanz die Abschreibung des letzten Verfahrens veranlasst und f älle nun den gle i- chen Entscheid ein zweites Mal, ohne die relevanten medizinischen Fr a- gen abgeklärt zu haben. Der RAD habe in diesem Verfahren mehrere u n- terschiedliche Stellungnahmen abgegeben, w eshalb auf seine Beurte i- lung nicht abgestellt werden könne. Bezüglich der Methode zur Beme s- sung des Invaliditätsgrades sei die Beschwerdeführerin ursprünglich au f- grund der ausserordentlichen Methode als Ehefrau, welche unentgeltlich im Betrieb des Ehemannes mitarbeitete, beurteilt worden. Es gebe keinen Grund von dieser Bemessungsmethode abzuweichen, da die Beschwe r- deführerin bis zur Pensionierung im Betrieb ihres Ehemannes mitgearbei- tet hätte, wenn sie gesund geblieben wäre. Eine Änderung der Beme s- sungsmethode sei nur bei wesentlichen Änderungen der Verhältnisse möglich. Zusammenfassend weise die Beschwerdeführerin ab dem Jahr 2005 höchstens im Bereich "Arbeiten an der Rece ption/Büro" eine Restarbeits- fähigkeit von 30% auf. In allen übrigen Bereichen habe keine Restarbeits- fähigkeit bestanden. Die Berechnung des Einkommensvergleichs per 1. Januar 2005 ergebe ebenfalls ein Anspruch auf eine ganze Rente bei einem Invaliditätsgrad von 70%. G. Mit Vernehmlassung vom 29. September 2011 (BVGer act. 7) hielt die Vorinstanz fest, dass es sich aufgrund de s bei einem weiteren IV - Stellenarzt Dr. med. C._______ (Spezialarzt für Innere Medizin) eingehol- ten Berichts vom 22. September 2011 (act. 166) aufdränge, das Verfa h- ren durch die Einholung eines polydisziplinären Gutachten s in der Schweiz fortzusetzen. Ob dieses Gutachten vom Gericht oder von der Vorinstanz einzuholen sei, werde der Entscheidung des Gerichts überlas- sen. Dr. C._______ sei in seinem Bericht zur Beurteilung gelangt, dass C-3457/2011 Seite 6 die vorliegenden medizinischen Akten ke ine schlüssige Beurteilung des Verlaufs der Arbeitsunfähigkeit über die Jahre hinweg erlaube und dass sich dementsprechend, da ausser dem Lungenleiden noch weiter Leiden bestünden, die Einholung eines polydisziplinären Gutachtens (pneumol o- gisch, internisti sch, rheumatologisch und psychiatrisch ) aufdränge. Die wirtschaftliche Invaliditätsprüfung sei nicht zu beanstanden. Die B e- schwerdeführerin und ihr Ehemann hätten das eigene Hotel im Jahre 2000 aufgegeben, nachdem auch der Ehemann invalid geworden sei. Die Beschwerdeführerin hätte folglich ab diesem Zeitpunkt die restliche A r- beitsfähigkeit nur noch anderweitig, d.h. in einem Angestelltenverhältnis, verwerten können. Die Bemessungsmethode sei zu Recht von der au s- serordentlichen Methode zur Einkommensvergleic hsmethode gewechselt worden. H. Replikweise hielt die Beschwerdeführerin am 7. Oktober 2011 (BVGer act. 9) erneut fest, dass die ausserordentliche Methode anzuwenden sei. Da es sich um einen Familienbetrieb gehandelt habe, müsse die Situation betrachtet werden, wie wenn beide Ehepartner gesund geblieben wären. Zudem sei das Valideneinkommen offensichtlich falsch, da die Vorinstanz ein Einkommen aus dem Jahr 1996 auf der Basis des Jahres 2000 auf das heutige Niveau hochrechne. Für das Invalideneinkommen sei a uf die Zahlen im Gastgewerbe abzustellen, da von einer 60jährigen gesundhei t- lich angeschlagenen Frau kein Branchenwechsel verlangt werden dürfe. Die Beschwerdeführerin sei weiterhin der Ansicht, dass über die B e- schwerde auch ohne weitere Abklärungen entschieden werden könne. Es seien aber gewisse Sachverhaltselemente unklar. Die Vorinstanz hielt mit Duplik vom 2. November 2011 (BVGer act. 11) an ihren in der Vernehmlassung vom 29. September 2011 gemachten Fest- stellungen fest. I. Mit Verfügung vom 20. Oktober 2011 (BVGer act. 10) schloss die Instruk- tionsrichterin den Schriftenwechsel. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, im Rahmen der nac h- folgenden Erwägungen näher eingegangen. C-3457/2011 Seite 7 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1. Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung der Vorinstanz vom 12. Mai 2011, mit welcher die Dreiviertelsrente ab 1. Februar 2010 durch eine ganze Rente ersetzt wurde. 1.2. Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständi g für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (Verwaltungsverfa h- rensgesetz, VwVG, SR 172.021), sofern kein Ausnahmetatbestand erfüllt ist (Art. 31, 32 des Bundesge setzes über das Bundesverwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 172.32]). Z u- lässig sind Beschwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG. Die IV -Stelle für Versicherte im Ausland ist eine Vorinstanz im Sinn v on Art. 33 Bst. d VGG (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bu n- desgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG, SR 831.20]). Die angefochtene Verfügung ist als Verfügung im Sinn von Art. 5 VwVG zu qualifizieren, und eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zur Beurteilung der vorliegenden B e- schwerde zuständig. 1.3. Die Beschwerdeführerin ist durch die angefochtene Verfügung b e- sonders berührt und hat an deren Aufhebung oder Änderung ein schut z- würdiges Interesse (Art. 48 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 59 des Bunde s- gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 [ATSG, SR 830.1]). Sie ist daher zur Beschwerde legit i- miert. 1.4. Die Beschwerde wurde frist - und formgerecht einge reicht (Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 60 ATSG), weshalb auf sie einzutreten ist. 2. 2.1. Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln sind in ve r- fahrensrechtlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, welche im Zeitpunkt der B eschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 C-3457/2011 Seite 8 E. 3.2), unter Vorbehalt der spezialgesetzlichen Übergangsbestimmu n- gen. In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führend en Sach- verhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). 2.2. Mit der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann gerügt werden, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht (einschlies s- lich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens), beruhe auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). 2.3. Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der B e- gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die B e- schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gu t- heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer B e- gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. BVGE 2009/65 E. 2.1). 3. Streitig und zu prüfen ist , ob die Vorinstanz der Beschwerdeführerin zu Recht revisionsweise eine ganze Rente vom 1. Februar 2010 bis 30. April 2010 zugesprochen hat. Die Beschwerdeführerin beantragt, die Verfügung vom 12. Mai 2011 sei aufzuheben und es sei ihr eine ganze Invalidenrente mit Wirkung ab dem 1. Januar 2005, eventualiter ab dem 1. Februar 2007 zuzusprechen. S u- beventualiter sei ein gerichtliches Gutachten über die Krankheitsentwic k- lung der Beschwerdeführerin einz uholen bzw. die Sache an die Vorin- stanz zurückzuweisen, damit diese ein Gutachten einhole und hernach über den Rentenanspruch neu verfüge. 4. 4.1. Die Beschwerdeführerin ist Schweizer Staatsangehörige, weshalb sich vorliegend der Anspruch der Beschwerdeführerin a uf Leistungen der Invalidenversicherung nach schweizerischem Recht richtet. 4.2. Vorab ist zu prüfen, welche materiellen Rechtsnormen im vor - liegenden Verfahren anwendbar sind. C-3457/2011 Seite 9 4.3. Im vorliegenden Verfahren sind grundsätzlich jene Rechtsvorschriften anwendbar, die bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 12. Mai 2011 in Kraft standen, weiter aber auch solche, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft waren, die aber für die Beurteilung ei nes allenfalls früher entstandenen Leistungsanspruchs von Belang sind (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen, vgl. auch THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozia l- versicherungsrechts, 3. Auflage, Bern 2003, S. 489 Rz. 20). 4.4. Im Rentenrevisionsverfahren ist als zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des In validitätsgrades die letzte rechtskräftige Verfügung massgeblich, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabkl ä- rung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108 E. 5.4). Der rechtser- hebliche Sach verhalt wird somit im vor liegenden Revisionsverfahren durch die Verfügung vom 26. Juli 2000 (act. 18-20) einerseits und die Ver- fügung vom 12. Mai 2011 (act. 57) andererseits bestimmt. Es wird daher zu prüfen sein, inwiefern zwischen dem 26. Juli 2000 und dem 12. Mai 2011 anspruchsbeeinflussende Änderung en des Ge sundheitszustands eingetreten sind (vgl. unten E. 6). Sachverhaltsänderungen, die nach dem massgebenden Zeitpunkt des Er- lasses des angefochtenen Entscheides eingetreten sind, können im vo r- liegenden Beschwerdeverfahren grundsätzlich nicht berücksichtigt we r- den. 4.5. Demzufolge ist das ATSG in der Fassung vom 6. Oktober 2006, in Kraft seit 1. Januar 2008 (5. IV-Revision, AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155) anwendbar, bzw. das ATSG in der Fassung vom 6. Oktober 2000 für die Prüfung des Leistungsanspruchs zwischen dem 1. Januar 2003 und dem 31. Dezember 2007 (vgl. auch UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich Basel Genf 2009, Art. 82 Rz. 5). Weiter ist die Ver - ordnung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozi - alversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) anwendbar. 4.6. Das IVG ist grundsätzlich in der Fassung vom 6. Oktober 2 006, in Kraft seit dem 1. Januar 2008 anwendbar (5. IV-Revision; AS 2007 5129; BBl 2005 4459), bzw. pro rata temporis vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007 in der Fassung vom 21. März 2003 (4. IV-Revision; AS 2003 3837; BBl 2001 3205); ferner die Verord nung vom 17. Januar C-3457/2011 Seite 10 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) seit dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 28. September 2007 (5. IV-Revision; AS 2007 5155) bzw. vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007 in der Fassung vom 21. Mai 2003 (4. IV-Revision; AS 2003 3859). Die 5. IV- Revision brachte für die Invaliditätsbemessung keine substanziellen Ä n- derungen gegenüber der bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Rechtslage, so dass die zur altrechtlichen Regelunge ergangene Rech t- sprechung weiterhin m assgebend ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_373/20008 vom 28. August 2008 E. 2.1). Nicht anwendbar ist die 6. IV-Revision, welche seit dem 1. Januar 2012 in Kraft ist. 5. 5.1. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauer n- de ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die In- validität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Nach dem ATSG in Verbindung mit dem IVG ist der Begriff "Invalidität" demnach nicht nach medizinischen Kriterien definiert, sondern nach der Unfähigkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 132 V 93 E. 4, BGE 110 V 273 E. 4a, BGE 102 V 165) oder sich im bisherigen Auf - gabenbereich zu betätigen. Dabei sind die Er werbs- bzw. Arbeits - möglichkeiten nicht nur im angestammten Beruf bzw. in der bisherigen Tätigkeit, sondern auch in zumutbaren Verweisungstätigkeiten zu prüfen. Nach Art. 8 Abs. 1 ATSG (sowohl in der Fassung vom 6. Oktober 2000, in Kraft vom 1. Januar 2003 bis 31. Dezember 2007 als auch in der Fa s- sung vom 6. Oktober 2006, in Kraft seit 1. Januar 2008) ist die In validität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teil- weise Erwerbsunfähigkeit. Art. 4 IVG führt dazu aus, dass die Invalidität Folge von Geburtsgebrechen, Krankhe it oder Unfall sein kann; nach Abs. 2 dieser Norm gilt die Invalidität als ein getreten, sobald sie die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat. Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträc htigung der körperlichen und geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Un fähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem ande ren Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). C-3457/2011 Seite 11 Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Be handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerb s- möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden aus geglichenen Arbeits- markt (Art. 7 ATSG, Fassung vom 6. Oktober 2000, in Kraft vom 1. Januar 2003 bis 31. Dezember 2007). Mit der 5. IV-Revision hält Art. 7 Abs. 2 ATSG neu fest, dass für die Beurteilung des Vorliegens ei ner Erwerbsun- fähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträcht i- gung zu berücksichtigen sind. Eine Er werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist. Mit dieser neuen Regelung beabsichtigte der Gesetzgeber, dass eine Rente erst dann g e- sprochen wird, wenn die versicherte Person alle zumutbaren Schritte zur Vermeidung oder Ver ringerung der Invalidität vorgenommen hat (BBl 2005 4531). 5.2. Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der von 1. Januar 2004 bis 31. De- zember 2007 in Kraft gewesenen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, der jenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% bes teht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente. Hieran hat die 5. IV-Revision nichts geändert (Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung). 5.3. Das sozialversicherung srechtliche Verfahren ist vom Unter - suchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 ATSG). Danach hat die Ver - waltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachver halts zu sorgen. Dieser G rundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet zum einen sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (Art. 28 ff. ATSG; BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit Hin- weisen). Zum anderen umfasst die behördliche und richter liche Ab - klärungspflicht nicht unbesehen alles, was von einer Partei behauptet oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf den im Rahmen des streitigen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) rechtserhebli chen Sachverhalt. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist ( FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechts pflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 43 und 273). In diesem Rahmen haben Verwaltungsbe hörden und So- zialversicherungsgericht zusätzliche Ab klärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hiezu auf grund der Parteivorbringen oder an-C-3457/2011 Seite 12 derer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a mit Hin weis; Ur teil des Bundesge richts [vormals EVG] vom 20. Juli 2000, I 520/99). 5.4. Eine Invalidenrente wird von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich ändert (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur bei einer wesentl i- chen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann rev i- dierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich g e- bliebenen Gesundheitszustandes erheblich veränd ert haben. Ein Revis i- onsgrund ist ferner unter Umständen auch dann ge geben, wenn eine an- dere Art der Bemessung der Invalidität zur An wendung gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs ein getreten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Unerheblic h ist unter revisionsrechtlichen Aspekten die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts (BGE 112 V 371 E. 2b mit Hinweisen). 5.5. Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, oder eine Zunahme der Hilflosigkeit oder Erhöhung des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder Hi l- febedarfs ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbr e- chung drei Monate gedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV). 5.6. Die Erhöhung der Renten, der Hilflosenentschädigungen und der A s- sistenzbeiträge erfolgt frühestens: a.) sofern der Versicherte die Revision verlangt, von dem Monat an, in dem das Revisionsbegehren gestellt wu r- de; b.) bei einer Revision von Amtes wegen von dem für diesen vorgese- henen Monat an; c.) falls festgestellt wird, dass der Beschluss der IV - Stelle zum Nachteil des Versicherten zweifellos unrichtig war, von dem Monat an, in dem der Mangel entdeckt wurde (Art. 88bis Abs. 2 IVV). 5.7. Die Verwaltung (und im B eschwerdefall das Gericht) ist auf Unterl a- gen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, i n welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Pe r- son ar beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistu n- gen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). C-3457/2011 Seite 13 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un - tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei- lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Be urteilung der me- dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des E x- perten be gründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grun d- sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeic h- nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be- richt oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a). Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässi g- keit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstel- lungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vie l- mehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilic h- keit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen). Sinn und Zweck des im Rahmen der 5. IV- Revision (Bundesgesetz vom 6. Oktober 2006; AS 2007 5129 ff.) neu ge- schaffenen, seit 1. Januar 2008 in Kraft stehenden und vorliegend a n- wendbaren Art. 59 Abs. 2bis IVG sowie des neu gefassten Art. 49 IVV lie- gen darin, dass die IV -Stellen zur Beurteilung der medizinischen A n- spruchsvoraussetzungen auf eigene Ärzte und Ärztinnen zurückgreifen können. Diese sollen aufgrund ihrer speziellen ver sicherungsmedizini- schen Kenntnisse für die Bestimmung der für die Invalidenversicherung massgebenden funktionellen Leistungsfähigkeit der Versicherten veran t- wortlich sein. Damit soll eine konsequente Trennung der Zuständigkeiten zwischen behandelnden Ärzten (Heilbehandlung) und Sozialversicherung (Bestimmung der Auswirkungen des Gesundheitsschadens) geschaffen werden. Die RAD bezeichnen die zumutbaren Tätigkeiten und die unz u- mutbaren Funktionen unter Angabe einer allfälligen medizinisch begrü n- deten zeitlich en Schonung. Damit soll im Hinblick auf eine erfolgreiche Eingliederung eine objektivere Festlegung der massgebenden funktione l- len Leistungsfähigkeit der Versicherten ermöglicht werden. Gestützt auf die Angaben des RAD hat die IV-Stelle zu beurteilen, was einer versicher- ten Person aus objektiver Sicht noch zumutbar ist und was nicht (vgl. U r- teil 9C_323/2009 des BGer vom 14. Juli 2009 E. 4.2 mit zahlreichen wei- teren Hinweisen). Berichten nach Art. 59 Abs. 2bis IVG kann nicht jegliche Aussen- oder Beweiswirku ng abgesprochen werden. Vielmehr sind sie C-3457/2011 Seite 14 entscheidrelevante Aktenstücke (Urteil I 143/07 des BGer vom 14. September 2007 E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil I 694/05 des EVG vom 15. Dezember 2006 E. 5.). 6. 6.1. Handelt es sich wie vorliegend um einen Revisio nsfall, ist vorab a b- zuklären, wann sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der Rentenzusprache bzw. seit der letzten rechtskräftigen Verfügung (hier 26. Juli 2000; act. 46) in einem rentenrelevanten Mass verschlechtert hat (BGE 130 V 343). 6.2. Grundlage für die medizinische Beurteilung des Gesundheitsz u- stands der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der rentenzusprechenden Verfügung vom 26. Juli 2000 bildeten folgende Unterlagen: – Dr. med. D._______, Facharzt Innere Medizin, erstellte am 23. Dezember 1999 ein umfangreiches Gutachten. Er diagnostizier te eine chronisch obstruktive Bronchitis, Lungenemphysem, multiple, inzidentielle Aneurysmen der linken A. carotis interna bei angiographisch v.a. fibro-muskulärer Dysplasie; Status nach Wedge -Resektion eines Tuberkuloms im rechten Oberlappen II/1996. Aus pneumologischer Sicht errechne sich eine medizinisch -theoretische Invalidität von 40%, seit 5 Jahren, wahrscheinlich aber schon län ger. Unter der Vor aussetzung, dass die Patientin im Restaurant nicht körperlich schwere Arbeiten zu verrichten habe (z.B. Harasse und Flaschen schle p- pen, Reinigungsarbeiten etc.), dürfe die prakti sche Arbeitsfähigkeit auf 70% vera n- schlagt werden (act. 26). – Bericht von Dr. med. E._______, Institut für Neuroradiologie Universitätsspital Zürich, vom 10. Februar 2000 (act. 31), in welchem der Arzt zum Schluss k am, dass unter Berücksichtigung der pulmonalen Vorgeschichte die Arbeitsfähigkeit der Patientin auf 50% anzusetzen sei. Als spezielle Einschränkungen empfehle er das Vermeiden von Heben bzw. Tragen von Gewichten ab 5kg und eine Arbeitszeit von 6 Stunden pro Tag. – F._______, beurteilte die Arbeitssituation der Beschwerdeführerin als Gastwirtin am 21. Oktober 1999 und 18. Mai 2000 vor Ort und kam im Bericht vom 18. Mai 2000 (act. 39) zum Schluss, dass die als vollerwerbstätig einzustufende Beschwerdeführe- rin ihre Arbeiten noch zu 48% erfüllen könne und die behinderungsbedingte Er- werbseinbusse 50.41% betrage. C-3457/2011 Seite 15 6.3. Grundlage für die medizinische Beurteilung des Gesundheitsz u- stands der Beschwerdeführerin anlässlich der Revision bis zur angefoch- tenen Verfügung vom 12. Mai 2011 bildeten folgende Unterlagen: – Prof. Dr. med. E._______, berichtete am 21. Mai 2002 (act. 69), bei der Patientin be- stünden multiple intrakranielle Aneurysmen bei zugrunde lie gender fibromuskul ärer Dysplasie mit Befall vor allem der A. carotis, we niger der A. vertebralis. Die am 24. April 2002 durchgeführte MR -Kontrolluntersuchung zeige unveränderte „Grosse, Lokalisation und Morphologie“ der früher nachgew iesenen intrakraniellen Aneurys m- en. – Prof. Dr. med. G._______, Arzt für Innere Medizin, Lungen - und Bronchi alheilkunde und Allergologie , hielt am 5. November 2002 (act. 70) zusammenfassend fest: Z u- stand nach Nikotinabusus, der zu einer chro nisch obstruktiven Bronchitis mit mitte l- schwerer Obstruktion geführt habe. – Dr. med. H._______, IV-Stellenarzt, stellte am 9. Januar 2005 (act. 73) fest, dass die Lungenerkrankung trotz adäquater Therapie schlei chend zunehme. Die Atemstörung sei medikamentös nur wenig re versibel, wes halb in der Zwischenzeit auch bisher noch durchführ bare Arbeiten stets schwieriger anzugehen seien. Es müsse eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit gefordert werden. – IV-Stellenarzt Dr. H._______, bat am 30. März 2006 (act. 83) um eine pneumolog i- sche Untersuchung mit S5 und expliziter Stellungnahme zur Arbeitsunfähigkeit in Prozent für die angestammte Arbeit und mögliche Verweisungstätigkeiten. – Dr. med. I._______, Fachärztin für Diagnostische Ra diologie, urteilte nach ihrer U n- tersuchung am 15. September 2006 (act. 96), es liege ei ne Aortensklerose, ein b e- ginnendes Lungenemphysem, und pleuro perikardiale Adhäsionen an der Herzspitze vor. Leichte Fehl haltung, Osteochondrosen und Facettenarthrose n L4 bis S1. Kein Hinweis auf osteoporotische Frakturen oder Sinterungen. – Prof. Dr. med. G._______, diagnostizierte am 6. Oktober 2006 (act. 97) eine chro - nisch obstruktive Bronchitis nach 105 packyears, Zustand nach Re sektion eines T u- berkuloms aus dem re chten Oberlappen 1996. Die Ganzkörperplethysmographie e r- gebe etwa unverändert deutli che bronchiale Obstruktion und Lungenüberblähung. Im Spasmolyseversuch sei eine signifikante Verbesserung aller Para meter er sichtlich, jedoch bei weitem keine Normalisierung. – Prof. Dr. med. G._______, hielt am 9. November 2006 (act. 98) fest, im Vergleich zum 5. Oktober 2006 hätten sich die Lungenfunktionswer te leicht gebessert, es b e- stehe eine mittelschwere Obstruktion, die im Bronchospasmolysetest partiell revers i-C-3457/2011 Seite 16 bel gewesen sei. Bei der Belastungsuntersuchung habe sich gezeigt, dass der Sauer- stoff-Partialdruck unter Belastung abfalle, im Sinne einer leichten Hypoxä mie (latente respiratorische Partialinsuffizienz). – Dr. med. J._______, Praktische Ärztin, führte in ihrem Bericht vom 2. November 2006 (act. 99) aus, dass die Beschwerdeführerin an einer chro nisch-obstruktiven Ate m- wegserkrankung mit häufigen a sthmoiden Bronchitiden und dauerhafter, extrem b e- lastungsabhängiger Dyspnoe leide. Die Patientin sei auf ständig e Medikamentenab- gabe und Sauerstoff an gewiesen, um leichte Haushaltsarbeiten zu erledigen. Die Medikamente wür den leider die dauerhafte Gesundheitsschädi gung nicht bessern. Die neueste Röntgen -Lungenkontrolle zeige zu sätzlich ein beginnen des Lungenem- physem, Verwachsungen zwi schen Rippen fell und Herz spitze und Verwachsungen nach Lungen lappenresektion rechts (1996) wegen Tuberkulom. Des Weiteren lie ge ein chronisches Schmerzsyndrom der Lendenwirbelsäule vor. Radiologisch nachg e- wiesen seien: S -förmige Fehlhaltung der WS, Bandscheibenschaden L4/L5 u. L5/S1 sowie Osteochondrosen und Facettenarthrosen L4 bis S1 , zudem mehrere Arterie n- aneurysmen, welche insgesamt ein lebensgefährliches Verblutungsri siko darstellten. Wichtig sei die Vermeidung von Str esssituationen und Arbeiten, die mit Blutdrucka n- stieg verbunden seien. Medikamentös behandel te arterielle Hypertonie. Die Diagn o- sen seien chronisch progressi ve Erkrankun gen. Aufgrund der krankheitsbedingten körperlichen Einschränkungen sei die Patientin im täglichen Leben auf die stän dige Hilfe ihres Ehemannes angewiesen (z.B. beim Einkaufen, Tra gen, Wäsche aufhä n- gen, Betten beziehen, Staubsaugen usw.). Die Beschwerdeführerin sei zu 80% oder mehr schwerbehindert. – Dr. med. H._______ hielt am 20. Dezember 2006 (act. 102) nach Beurteilung der Un- terlagen fest, dass er keinen Grund sehe, an seiner letz ten Beurteilung etwas zu ä n- dern. Der Bericht von Dr. med. J._______ an die Anwaltspraxis töne alarmierender als derjenige des Pneu mologen, welcher von ein er mittelschweren obstruktiven Lu n- generkrankung berichte, die sich teilweise auf medikamentöse Therapie noch bes - sere. Auch wenn die Versicherte intermittierend auf Sauer stoff angewiesen sei, b e- stehe weiterhin eine Restarbeitsfähigkeit. – Prof. Dr. med. G._______, reichte beim Sozialgericht Freiburg am 25. Mai 2007 eine Bodyplethysmographie, datiert vom 4. November 2002, ein (act. 112). – Dr. med. J._______, wiederholte in ihrem Bericht vom 23. Juli 2007 (act. 113) ihre Ausführungen vom 2. November 2006. Des Weiteren führte sie an, es lägen eine fortgeschrittene degenerative Veränderung der Lendenwirbelsäule mit chronisch rez i- divierenden Lumboischialgien, mehrere Arterie naneurysmen, medikamentös beha n- delte arterielle Hypertonie und eine de pressive Stimmungslage vor. Bei diesen Diag -C-3457/2011 Seite 17 nosen handle es sich um chronisch progressive Erkrankungen. Die neusten Kont - rollen ergäben deutliche Ver schlechterungen der Lungen - und Arthroseleiden. Die Lebensqualität der Patie ntin sei trotz dauerhafter medikamentöser Therapie meh r- mals am Tag stark eingeschränkt. Die Beschwerdeführerin sei zu 100% erwerbsu n- fähig und auch im täglichen Leben und im Haushalt auf ständige Hilfe ihres Ehema n- nes angewiesen (z.B. beim Ein kaufen, Trage n über 5kg, Wäsche aufhängen, Staubsaugen, Betten beziehen usw.). Auf grund der 5jährigen Beobachtung sei die Patientin nicht mehr in der Lage, ihren Beruf auch nur stundenweise aus zuüben oder leichte Arbeiten zu verrichten. – Bericht des IV-Stellenarztes Dr. med. H._______, vom 19. September 2007 (act. 115), worin er eine erneute pneumologische Untersuchung oder zumindest eine schriftliche Stellungnahme durch Dr. G._______ (Pneumologe) forderte. Es seien dessen anamnestischen und klinischen Angaben, die ih n dazu bewogen hätten, die Arbeitsunfähigkeit bei 60%, und nicht höher, festzulegen. Die medizinischen Unterl a- gen seien in der Ta t widersprüchlich. Der Pneumologe sollte sich , wie bereits am 30. März 2006 gewünscht, konkret auch zur Arbeitsunfähigkeit äussern. – Dr. med. K._______, Internist, Lungen – und Bronchialheilkunde, Allergologie, hielt am 26. November 2009 fest, dass bei den Diagnosen COPD und Emphysem mehr als die Therapien Foster DA 3x1 Hub mit Spacer, Sultanol DA 3x1 Hub mit Spacer und Theophyllin 400 3x1 Kps. nicht möglich sei. Eine Lungentransplantation sei g e- fährlich (act. 138). – Dr. L._______, Facharzt Radiologie , hielt im Kurzbefund vom 1. November 2009 (act. 120) fest, dass ein retrosternaler Strumaknoten mit Verlagerung der Trachea, ausgeprägtes Lungenemphysem, Narben im rechten Oberlappen nach OP und ei n- zelne Bronchiektasen in der Lingula und im rechten Unterlappen vorlägen. – Dres. M._______ und N._______ , Kardiologe n, diagnostizierten gemäss ihrem B e- richt vom 18. November 2009 (act. 121) echokardiographisch gute systolische link s- ventrikuläre Funktion, Ausschluss einer Vorderwandnarbe, kein Nachweis einer B e- lastungskoronarinsuffizienz bis zur 75 Wattstufe, echokar diographisch keine Recht s- herzbelastungszeichen. Zusammenfassend beurteilten die Ärzte, vonseiten des EKG's könnte man eine Vorderwandnarbe erwarten, echokar diographisch sei aber die linksventrikuläre Funktion komplett normal. Kein Nachweis e iner BCI bis zur 75 Wattstufe. Weitere Beobachtung. Sollten Beschwerden im Sinne pectanginöser Be- schwerden auftreten, würde man als nächsten diagnostischen Schritt eine Stres s- echokardiographie-Untersuchung durchführen. C-3457/2011 Seite 18 – Dr. med. J._______ wiederholte in ihrem Bericht vom 18. Dezember 2009 (act. 122) die bekannten Diagnosen und Einschätzungen. Bei den genannten Diagnosen handle es sich um chronisch progressive Erkrankungen. Die neuste n Kontrollen im Jahr 2009 ergäben deutliche Verschlechterung der Lungen - und Arthroseleiden. Die L e- bensqualität der Patientin sei trotz dauerhafter medikamentöser Therapie am Tag stark eingeschränkt. Bei Verschlechterung der Beschwerden (Atemnot oder akute Lumbalgien) sei sie als Hausärztin gezwungen , die Patientin zu Hause aufzusuchen. Die Patientin sei aufgrund des dauerhaften krankheitsbedingten Gesundheitsschaden zu 100% erwerbsunfähig und auch im täglichen Leben und im Haushalt auf ständige Hilfe ihres Ehemannes angewiesen (z.B. Einkaufen, Tragen über 5kg Gewicht, W ä- sche aufhängen, Staubsaugen, Bettenbeziehen, usw.). Die Patientin sei auch nicht mehr in der Lage , ihren Beruf stundenweise auszuüben oder leichte Arbeiten zu ve r- richten. – Im Auftrag des Landessozialgerichts Stuttgart untersuchte Dr. B._______, Lunge n- fachklinik. X._______, die Versicherte ambulant am 22. Januar 2010 und erstellte am 17. Februar 2010 ein internistisch-pneumologisches Gutachten (act. 137). Auf die Frage, welche nicht nur vorübergehenden (länger als sechs Monate) Auswirkungen (Funktionsbeeinträchtigungen) die aufgeführten Gesundheitsstörungen auf den kö r- perlichen, geistigen oder seelischen Z ustand der Versicherten habe, berichtete der Gutachter, dass die fortgeschrittenen, im Verlauf weiterhin progredienten Verschlec h- terungen der Lungenfunktions- und Blutgaswerte, aber auch die in den bildgebenden Verfahren nachweisbaren pathologischen Veränd erungen der Lungenstruktur zu we i- teren körperlichen Einschränkungen bzw. Belastungen führen w ürden. Aktuell seien Belastungen von 75 Watt für die Patientin nur noch kurzfristig unter maximaler A n- strengung zu erbringen. Neben der körperlichen Einschränkung werde es z u einer weiteren seelischen Belastungssituation komme n, da bei klarem Geist der zune h- mende Verlust der Mobilität und damit auch der Teilhabe am sozialen Leben klar r e- gistriert werde. Die atherosklerotischen und aneurysmatischen Veränderungen der hirnversorgenden Gefässe würden insbesondere bei schlecht eingestellter arterieller Hypertonie die Gefahr einer Progredienz bergen , bis hin zu einer lebensbedrohlichen bzw. tödlichen Blutungssituation. Aufgrund dieser Gefässveränderungen seien kö r- perliche Belastungen mittleren und höheren Ausmasses nicht mehr anzuraten, um die geschilderten Risiken so gering wie möglich zu halten. Diese möglicherweise au f- tretende drohende Aku tsituation sei für den seelischen Zustand ebenfalls n icht auf- bauend. Bei bereits vo rbeschriebener depressiver Stimmu ngslage könne diese sich situativ akut oder chronisch ebenfalls verschlechtern. In Bezug auf den Schweregrad, führte der Gutachter aus, der chronisch obstruktiven Bronchitis mit den aufgeführten Unterpunkten sei ein mittels chwerer Schweregrad mit dauernder Einschränkun g der Lungenfunktion zu attestieren. Mit Vergleich zu den aktenkundigen Voruntersuchu n- gen mit Blutgasanalysen und Bodypletzysmographie würden sich aktuell eine um e t-C-3457/2011 Seite 19 wa 50%ige Erniedrigun g der FEV1 ohne Reversibili tät zeigen, ein e schwergradige Erhöhung des zentralen Atemwegswiderstandes, ebenfalls ohn e Reversibilität, sowie eine schwergradige, zumindest noch teilreversible Überblähung. Die bereits in Ruhe nachweisbare geringgradige respiratorische Insuffizienz, die keinen passageren Ch a- rakter habe, verschlechtere sich unter der vorbes chriebenen Belastung deutlich. Die von der Patientin beschriebene bereits bei alltäglichen leichten Belastungen eintr e- tende Luftnot sei anhand der durchgeführt en Belastungsuntersuchung nachvollzieh- bar. Auf die Frage nach dem Grad der Behinderung (GdB) für alle Leiden unter B e- achtung der massgebenden deutschen Rechtsgrundlagen antwortete der Gutachter, für die chronisch obstruktive Bronchitis inklusive der genann ten Unterpunkte schätze er den Teil -GdB seit dem 7. Juni 2005 auf 40 ein. Ab dem Tag der aktuellen Begu t- achtung (21./22. Januar 2010) sei eine deutliche Verschlechterung der lungenfunkti o- nellen Werte, der Blutgasanalysen und der körperlichen Belastbarkeit nachweisbar. Diese hätten Einschränkungen mittleren Grades erreicht, die nicht nur vorübergehe n- den Charakters seien. Somit schätze er die Verschlimmerung ab dem Tag der aktue l- len Begutachtung mit einem Teil -GdB von 60 ein. Der GdB sei seit dem 7. Juni 2005 insgesamt mit 60 einzuschätzen. Ab der aktuellen Begutach tung ( 22. Januar 2010) sei eine Erhöhun g des Gesamt -GdB aufgrund der Befundverschlechterungen g e- rechtfertigt. Bei der Teil -GdB von 60 für die COPD und der zusätzlich bestehenden Teil-GdB von 40 für die Gefässveränderungen und dem Kopfschmerz-Syndrom sei es gerechtfertigt, die Gesamt-GdB auf 80 zu erhöhen. Es befänden sich keine stichhalti- gen weiteren lungenfunktionellen Verlaufswerte ab November 2006 in den Akten, so dass bis zum Tag des aktuellen Gutachtens keine entsprechenden Dokumente vorlä- gen. Dies lasse retrospektiv keine Änderung der bereits vorgenommen en Einschät- zung des GdB zu. – Dr. med. H._______ hielt mit Bericht vom 17. Mai 2010 (act. 141) fest, dass aufgrund des pneumologisch-internistisches Gutachtens von Dr. B._______ vom 12. Februar 2010 von einer 80%igen Arbeitsunfähigkeit ab Untersuchungsdatum (22. Januar 2010) in der angestammten Arbeit auszugehen sei. D.h. weder Verkäuferin noch Fr i- seuse seien heutzutage noch zumutbar , was zu einer 90%igen Arbeitsunfähigkeit ab 21. Januar 2010 führe. In einer sitzenden Verweisungstätigkeit bestehe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit ab 21. Januar 2010. – Im Zusatzbericht vom 6. November 2010 betonte Dr. med. H._______ am 6. November 2010 (act. 151), dass er sich in seiner Beurteilung bezüglich der Date n auf das Gutachten stütz te, das endlich die gewünschten Informationen enthalte . Be- züglich der Höhe der Arbeitsunfähigkeiten müsse er nach nochmaliger Durchsicht Korrekturen anbringen. Es habe ursprünglich ei ne 50%ige Arbeitsunfähi gkeit anläss- lich der Revisio n vom Jahr 2005 be standen, aber am 9. Januar 2006 habe er auf- grund der progressiven Verschlechterung des Gesundheitszustandes eine 60%ige C-3457/2011 Seite 20 Arbeitsunfähigkeit attestiert. Zur Klärung fügte er an: Es bestehe effektiv eine 90%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Arbeit und nicht eine 80%ige. Diese Arbeit s- fähigkeit bestehe nicht erst ab Januar 2010, sondern ab dem Datum der kardiolog i- schen Untersuchung vom 5. November 2009. Die Restarbeitsfähigkeit in eine r ange- passten Verweisungstätigkeit betrage 60%, wie bereits im Jahr 2006 festgelegt. Z u- sammenfassend hielt er folgende Arbeitsunfähigkeiten fest: Angestammte Tätigke i- ten: 50% ab 1. Juli 1996; 60% ab 9. Januar 2006; 90% ab 5. November 2009. Ve r- weisungstätigkeiten: 50% ab 1. Juli 1996; 60% ab 9. Januar 2009. – Im Bericht von Dr. med. H._______ vom 18. November 2010 (act. 53) nahm dieser Korrekturen zu seinen Ausführungen im Bericht vom 6. November 2010 (act. 151) vor. Zusammenfasend hielt er fest, es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit in angestamm- ten Tätigkeiten von 50% ab 1. Juli 1996; von 60% ab 9. Januar 2005 (anstelle von 2006) und von 90% ab 5. November 2009. Nach Durchsicht des gesamten Dossiers mit den unterschiedlichsten Angaben betreffend die Arbeitsunfä higkeit habe er die Arbeitsunfähigkeit von 60% in Verweisungstätigkeiten auf den 5. November 2009 ge- legt. – IV-Stellenarzt Dr. med. C._______, Spezialarzt Innere Medizin, erstellte einen Bericht vom 2. September 2011 (act. 166) im Sinne einer Zweitmeinung i m Rahmen des B e- schwerdeverfahrens. Er nannte die bekannten Diagnosen mit Auswirkung auf die A r- beitsfähigkeit und fasste zusammen, dass die Hausärztin der Versicherten , Dr. J._______, die Versicherte durchweg s als schwerer eingeschränkt einstufe , als die Spezialisten. Grundsätzlich könne er die Beurteilung von Dr. H._______ bestäti- gen. Da sich die Bearbeitung des vorliegenden Falles jedoch mittlerweile über einen Zeitraum hinziehe, der für eine aktuelle, realitätsangepasste medizinische Beurteilung nicht mehr sinnvoll sei, bleibe nichts anderes übrig, als Vieles post festum zu beurtei- len. Dem Einwand des Rechtsvertreters betreffend der mangelnden Würdigung der Vorakten im Gutachten der Klinik X._______ müsse teilweise recht gegeben werden. Zudem sei formalistisch zu bemängeln, dass das Gutachten lediglich von einem ei n- zelnen Spezialisten ausgefertigt worden sei . Es bleibe wohl nichts anderes übrig, als eine multidisziplinäre Untersuchung der Versicherten in der Schweiz durch einen I n- ternisten, einen Pneumologen, einen Rheumatologen und einen Psychiater durchfüh- ren zu lassen, wobei ein besonderes Gewicht auf die Beurteilung der Vorakten gelegt werden müsse (insbesondere sollten auch die Originalbefunde der von Dr. J._______ mehrfach zitierten Lungenfunktionsprüfungen eingefordert werden). 6.4. Die Beurteilungen der Ärzte bezüglich der Arbeits- und Leistungsfä- higkeit der Beschwerdeführerin weichen erheblich voneinander ab. C-3457/2011 Seite 21 6.4.1. Die behandelnde Hausärztin ging bereits im November 2006 von einer Schwerbehinderung von 80% aus und hielt ab Juli 2007 immer wie- der fest, dass die Beschwerdeführerin auch in einer leichten Verwe i- sungstätigkeit keine Arbeitsleistung mehr erbringen könne. 6.4.2. Dr. B._______ bestätigte die mittelschweren Funktionsbeeinträchti- gungen ab Juni 2005 u nd stellte eine deutliche Verschlechterung seit Februar 2010 fest. Jedoch könne er keine retrospektive Einschätzung seit November 2006 vornehmen, da die lungenfunktionellen Verlaufswerte fehlten. Die Ausführungen betreffend den GdB nach deutschem Recht sind für die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit nach schweizerischem Recht insofern aussagekräftig, als den Beurteilungen des Gutachters Hinweise zum Krankheitsverlauf entnommen werden können. 6.4.3. Die übrigen untersuchenden Ärzte äusserten sich nicht zur Arbeits- unfähigkeit der Beschwerdeführerin. 6.4.4. Dr. H._______ stellte im Januar 2005 eine Arbeitsunfähigkeit von 60% fest und ergänzte, dass die Arbeiten für die Beschwerdeführerin stets schwieriger anzugehen seien. Die von Dr. H._______ abgegebenen Einschätzungen der Arbeits unfähigkeit sind allerdings widersprüchlich und weder begründet noch schlüssig. Er nimmt mehrere Korrekturen vor, ohne diese detailliert zu begründen und bezeichnet unterschiedliche Da- ten als Beginn der erhöhten Arbeitsunfähigkeit. Zwar hielt er die medizini- schen Berichte in den Akten für widersprüchlich und hat te Kenntnis da- von, dass gemäss Dr. B._______ eine retrospektive Beurteilung aufgrund fehlender medizinischer Unterlagen nicht möglich sei, kam aber dennoch ohne Begründung zum Schluss, es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 90% in der angestammten Tätigkeit und eine Erwerbsunfähigkeit in Ve r- weisungstätigkeiten von 60% ab dem 5. November 2009. Abgestützt wer- den kann e inzig auf seine Feststellung, dass aufgrund der Akten bei der Beschwerdeführerin seit 2006 eine Rest erwerbsfähigkeit von 40% in e i- ner Verweisungstätigkeit im Sinne des Schweizer Rechts bestehe. Bei dieser Aussage bleibt Dr. H._______ in all seinen Berichten inkl. Korrek- turen. Diese Einschätzung änderte er ers t im Bericht vom 18. November 2010, als er ohne weitere Erklärung ergänzte, dass die Erwerbsunfähig- keit in Verweisungstätigkeiten von 60% (neu) auf den 5. November 2009 festzulegen sei. 6.5. Aufgrund der unbefriedigenden Aktenlage wäre eine weitere Ve r- laufsbegutachtung wünschenswert. Hingegen ist festzustellen, dass eine C-3457/2011 Seite 22 solche in casu mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine gesicherten Erkenntnisse betreffend den Zeitraum von November 2006 bis 22. Januar 2010 bringen könnte, da für diesen Zeitraum keine lun genfunktionellen Verlaufswerte vorhanden sind. Diese können nachträglich naturgemäss nicht mehr nachgeholt werden. Es muss aber davon ausgegangen we r- den, dass über die gesamte Zeit eine (mehr oder weniger) kontinuierliche Verschlechterung des Gesamtzustandes der Beschwerdeführerin stattge- funden hat . Mangels anderweitiger medizinischer Unterlagen muss mit der Beschwerdeführerin davon ausgegangen werden, dass entsprechend dem Bericht von Dr. J._______ vom 2. November 2006 (act. 99) zu die- sem Zeitpunkt eine weitere Verschlechterung der Lungenfunktion stattge- funden hat und mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlic h- keit (BGE 126 V 360 E. 5b) für die Beschwerdeführerin bereits ab diesem Zeitpunkt nur noch leichte Verweisungstätigkeiten in sitzender Position zu 40% möglich waren. 7. 7.1. Nachfolgend ist zu prüfen, nach welcher Bemessungsmethode die Ermittlung des Invaliditätsgrads zu erfolgen hat. 7.2. Die gesetzlichen Grundlagen der Invaliditätsschätzung sind ve r- schieden, je nachdem, ob die betreffende Person vor d em Eintritt der I n- validität erwerbstätig war oder nicht. Während der Invaliditätsgrad einer erwerbstätigen Person nach dem in Art. 16 ATSG vorgesehenen Ei n- kommensvergleich, also wesentlich nach wirtschaftlichen Gesichtspun k- ten (allgemeine Methode) bestimmt wird, ist für die Bemessung der Inv a- lidität von Nichterwerbstätigen, darauf abzustellen, in welchem Masse sie behindert sind, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (spezif i- sche Methode; Art. 8 Abs. 3 ATSG, Art. 5 und 28 Abs. 3 IVG; Art. 27 IVV). Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuve r- lässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische M e- thode für Nichterwerbstätige ( Art. 28 Abs. 2bis IVG in der bis 31. Dezember 2007 gültigen Fassung bzw. seit 1. Januar 2008 Art. 28a Abs. 2 IVG) zunächst anhand eines Betätigungsvergleichs die leidensb e- dingte Behinderung festzustellen (ausserordentliche Methode). Diese ist alsdann im Hinblick auf ihre erwerblichen Auswirkungen noch besonders zu gewichten. Eine besti mmte Einschränkung im funktionellen Leistung s- vermögen einer erwerbstätigen Person kann zwar, braucht aber nicht notwendigerweise eine Erwerbseinbusse gleichen Umfangs zur Folge zu haben (BGE 128 V 29 E. 1, 104 V 135 E. 2c; AHI 1998 S. 252 E. 2b). Die C-3457/2011 Seite 23 ausserordentliche Methode ist keine Untervariante der allgemeinen M e- thode. Es ist somit bei der erwerblichen Gewichtung kein Einkommen s- vergleich vorzunehmen. Um die wirtschaftliche Gewichtung vorzune h- men, bietet sich an, den Wert der verschiedenen Betätigungen im Ver- hältnis zueinander festzustellen und mit der Einschränkung im jeweiligen Tätigkeitsbereich in Beziehung zu setzen. Für die Bemessung des wir t- schaftlichen Werts einer Tätigkeit liegt es nahe, von den diesbezüglichen, möglichst einzelfallbezogenen Ansätzen auszugehen; diese könnten etwa bei den branchenspezifischen Berufsverbänden erfragt werden (BGE 128 V 29 E. 4a - c). Alsdann ist nach der in BGE 128 V 29 E. 4c dargelegten Formel vorzugehen. 7.3. Im gesamten Sozialversicherungsrecht gilt der Grundsatz der Scha- denminderungspflicht, wonach ein in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsunfähiger Versicherter gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit in einem anderen Berufs- oder Erwerbszweig zu suchen und anzu- nehmen, soweit sie möglich und zumu tbar erscheint (BGE 133 V 504 E. 4.2, BGE 113 V 22 E. 4a, BGE 111 V 235 E. 2a). Weiter ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung (Urteil des Bundesgerichts [vormals EVG] vom 29. September 2005 I 204/05 E. 5.2.1; BGE 113 V 28 E. 4a mit Hinweisen) die Selbsteingliederung als Ausdruck der allgemeinen Sch a- denminderungspflicht eine Last, welche die versicherte Person auf sich zu nehmen hat, soll ihr Leistungsanspruch - auf gesetzliche Einglied e- rungsmassnahmen oder Ren te - gewahrt bleiben. Von der versicherten Person dürfen dabei nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berüc k- sichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (AHI 2001 S. 282 E. 5a/aa mit Hinweis). Wie das Bu ndesgericht wiederholt festgestellt hat, folgt aus der sozialvers i- cherungsrechtlichen Schadenminderungspflicht ( BGE 123 V 233 E. 3c mit Hinweisen), dass eine versicherte Person unter Umständen so zu b e- handeln ist, wie wenn sie ihre Tätigkeit als Selb ständigerwerbende auf- gäbe; d.h. sie hat sich im Rahmen der Invaliditätsbemessung jene Ei n- künfte anrechnen zu lassen, welche sie bei Aufnahme einer leidensang e- passten unselbstständigen Erwerbstätigkeit zumutbarerweise ver dienen könnte (AHI 2001 S. 283 E. 5a/bb mit Hinweisen). Diese sogenannte Verweisungstätigkeit hat sich die Versicherte anrechnen zu lassen (le i- densangepasste Verweisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.). 7.4. Die Vorinstanz hat der angefochtenen Verfügung einen Ei nkom- mensvergleich zugrunde gelegt, der auf der allgemeinen Bemessung s- methode beruht. Sie hat dies damit begründet, dass die Beschwerdefüh-C-3457/2011 Seite 24 rerin in ihrer angestammten Tätigkeit Hotelière im Betrieb des Ehema n- nes gewesen sei. Die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann hätten das eigene Hotel im Jahre 2000 aufgeben müssen, nachdem auch der Eh e- mann invalid geworden sei. Andererseits f olge aus der sozialversich e- rungsrechtlichen Schadenminderungspflicht, dass von einer selbständig tätigen Person verlangt werden könn e, diese Tätigkeit aufzugeben und eine unselbständige Tätigkeit anzunehmen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sei es zumutbar, bei der Berechnung der Invalidität, ein Salär zu berücksichtigen, welches die Versicherte bei einer unselbständ i- gen Tätigkeit erzielen könnte. Die Beschwerdeführerin hätte folglich nach Eintritt der Invalidität ihre restliche Arbeitsfähigkeit nur noch in einem A n- gestelltenverhältnis verwerten könne n, weshalb die allgemeine Bemes- sungsmethode anzuwenden sei. 7.5. Die Beschwerdefüh rerin rügt bezüglich der Methodenwahl, bei der erstmaligen Bemessung der Invalidität sei der Invaliditätsgrad aufgrund der ausserordentlichen Methode bemessen worden. Die Versicherte sei als Ehefrau beurteilt worden, welche unentgeltlich im Betrieb des Eh e- mannes mitgearbeitet habe. Es gebe keinen Grund , von dieser Beme s- sungsmethode abzuweichen. Die Beschwerdeführerin hätte bis zur Pe n- sionierung unentgeltlich im Betrieb ihre s Ehemannes mitgearbeitet, wenn sie gesund geblieben wäre. Mit nur einem mitarbeitend en Ehegatten sei es nicht möglich gewesen, das Hotel weiterzuführen. Die Änderung der Methode setze eine wesentliche Änderung der Verhältnisse voraus. Die Vorinstanz belege jedoch keine wesentlichen Änderungen. 7.6. Vorab ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin und ihr Eh e- mann die Führung des Hotels entgegen ihren Ausführungen unabhängig von der Gesundheit der Beschwerdeführerin per Ende 2000 aufgeben mussten, weil das bis anhin gepachtete Hotel verkauft wurde (vgl. act. 39). Zudem wurde auch der Ehemann d er Beschwerdeführerin inva- lid. Wie die Beschwerdeführerin selbst vorbringt, konnte das Hotel mit nur einem mitarbeitenden Ehegatten nicht weitergeführt werden. Die Arg u- mentation der Beschwerdeführerin, dass sie ohne ihren Gesundheit s- schaden bis zu ihrer Pe nsionierung weiterhin zu 100% unentgeltlich im Betrieb des Ehemannes gearbeitet hätte, geht daher fehl. Somit ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ab dem Jahr 2001 im G e- sundheitsfall nicht mehr als H otelière tätig gewesen wäre, sondern nach Verkauf des Hotels eine Anstellung angenommen hätte. C-3457/2011 Seite 25 Ferner hätte die Beschwerdeführerin spätestens im zu beurteilenden Zeitpunkt der fraglichen Verschlechterung ihres Gesundheitszustands (November 2006) mit Rücksicht auf ihre Schadenminderungspflicht von der früheren selbständigen auf eine unselbständige Erwerbstätigkeit wechseln müssen. Die Vorinstanz hat den Invaliditätsgrad daher zu Recht nach der allge- meinen Einkommensvergleichsmethode ermittelt. 8. 8.1. Für die Ermittlung des Einkommens, welches die versicher te Person ohne Invalidität erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was sie im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsäc h- lich verdient hätte. Dabei wird in der Rege l am zuletzt erzielten, nötige n- falls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft (BGE 134 V 322 E. 4.1, 129 V 222 E. 4.3.1; RKUV 2006 U 568 S. 66 E. 2). Für die Ermittlung des hypothetischen Valid e- neinkommens ist nicht nur eine teuerungsbedingte Lohnanpassung g e- mäss Landesindex der Konsumentenpreise vorzunehmen. Vielmehr ist der Tatsache Rechnung zu tragen, dass die Löhne erfahrungsgemäss in den meisten Berufssparten, wenn auch in unterschiedlichem Masse, über die allgemeine Teuerung hinaus erhöht werden. Es ist deshalb mit der teuerungsbedingten Lohnanpassung auch die Reallohnentwicklung zu berücksichtigen (SVR 1999 IV Nr. 24 S. 73 E. 5; ZAK 1991 S. 320 E. 3a). 8.2. Die Vorinstanz ist zur Ermittlung des Invaliditätsgrad s bei Erlass der angefochtenen Verfügung davon ausgegangen, dass grundsätzlich der Lohn einer Angestellten mit spezialisierten beruflichen Kenntnissen im Gastgewerbe gemäss schweizerischer Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamts für Statistik (BfS) massg ebend sei; dabei sei in Berücksic h- tigung der früheren selbständigen Erwerbstätigkeit ein Zuschlag von 10% vorzunehmen. Da jedoch das Valideneinkommen, das am 18. Mai 2000 bei der erstmaligen Zusprechung der Invalidenrente von der kantonalen IV-Stelle anlässlich der Abklärung der Verhältnisse an Ort und Stelle e r- mittelt wurde, nach Indexierung auf den Zeitpunkt der Rentenerhöhung für die Beschwerdeführerin günstiger sei, könne darauf abgestellt werden (act. 143, 154). C-3457/2011 Seite 26 8.3. Die Beschwerdeführerin bringt vor, für die Ermittlung des Validenein- kommens sei das Einkommen als H otelière, welches die Vorinstanz im Jahr 1996 ermittelt habe (Fr. 48'240.-) auf das Jahr 2005 aufzurechnen, was einen Betrag von Fr. 54'369.- (48'240.-/2117x2386) ergebe. Stütze man sich jedoch auf die statistischen Angaben in der Lohnstrukturerh e- bung, resultiere ein Einkommen von Fr. 54'466.-. In diesem Fall sei von einem Einkommen auf dem Niveau 1 und 2 im Gastgewerbe auszug e- hen. Dieses standardisierte Einkommen sei auf ein Einkommen mit der betriebsüblichen Wochenarbeitszeit von 41,6 Stunden im Jahr 2005 au f- zurechnen (4'321.-x1,01/40x41,6x12). Dies ergebe im Jahr 2005 ein Va li- deneinkommen von Fr. 55'000.-. In der Replik ergänzt e die Beschwerdeführerin, dass der Einkommen s- vergleich der Vorinstanz offensichtlich falsch sei, da diese ein Einkommen aus dem Jahr 1996 auf der Basis des Jahres 2000 auf das heutige N i- veau hoch gerechnet habe. Zudem müss te konsequenterweise sowohl das Validen - wie auch das Invalideneinkommen anhand der Einko m- mensmöglichkeiten in allen Sektoren berechne t oder für beide Einko m- men auf das Gastgewerbe abgestützt werden. 8.4. Wie dargelegt, hätte die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall ab dem Jahr 2001 ihre Tätigkeit als Hotelière – gemeinsam mit ihrem Eh e- mann – nicht mehr ausgeübt . Dass die Vorinstanz zugunsten der B e- schwerdeführerin trotzdem auf das bisherige Einkommen abgestellt hat, erscheint aufgrund der konkreten Umstände, insbesondere der hypotheti- schen sachverhaltlichen Entwicklungen, ausnahmsweise gerechtfertigt. Wie oben unter E. 6.5 festgestellt, ist von einer weiteren Verschlecht e- rung der Lungenfunktion ab November 2006 auszugehen. Eine Ve r- schlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgaben- bereich zu betätigen, ist gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV zu berück sichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Das bisherige Valideneinkommen als Hotelière im Jahr 1996 (act. 39) von Fr. 48'240 ist daher auf das Jahr 2007 zu indexieren, woraus ein monatl i- ches Valideneinkommen von Fr. 4'660.- (48'240/12/2117x2454) resultiert. 9. 9.1. Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutba - rerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist pr i- mär von der beruflich -erwerblichen Situation auszugehen, in wel cher die C-3457/2011 Seite 27 versicherte Person konkret steht (BGE 129 V 475 E. 4.2.1, BGE 126 V 76 E. 3b aa). Im Rahmen der Invaliditätsbemessung darf bei der Besti m- mung des trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbaren Einkommens nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichke iten ausgegangen werden. Von der versicherten Per son können nur Vorke h- ren verlangt werden, die unter Berücksichti gung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (BGE 113 V 28 E. 4a; ZAK 1989 S. 321 E. 4a). Zu berücksichtigen ist, dass gesundheitlich beeinträchtigte Perso nen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitstätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Ar beitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurc h- schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit e i- nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 124 V 323 E. 3b bb; SVR 2007 IV Nr. 11 S. 41 E. 3.2; RKUV 2003 U 494 S. 390 E. 4.2.3). Die Frage, ob und in welc hem Aus mass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen per sönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Diens t- jahre, Nationalität/Auf enthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Er messen gesamthaft zu schätzen, wobei der A bzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 129 V 481 E. 4.2.3, BGE 126 V 80 E. 5b bb und cc; AHI 2002 S. 69 ff. E. 4b). 9.2. Die Vorinstanz ging bei der Berechnung des Einkommensvergleichs vom 7. Januar 2011 im Rahmen des Vorbescheidverfahrens (Vorakten act. 154) von einem durchschnittlichen Einkommen im Jahr 2008 von Fr. 3'986.68 aus (LSE 2008, TA1, sonstige öffentliche und per sönliche Dienstleistungen, Anforderungsniveau 4, Frauen, branchenübliche durc h- schnittliche Arbeitszeit von 41.8h/Woche). Ein zusätzlicher Abschlag von 25% auf dem Invalideneinkommen sei angesichts der persönlichen U m- stände am 5. November 2009 angemessen. Für eine Tätigkeit von 40% ergebe dies einen Invalidenlohn von Fr. 2'990.-. Sie führte im Rahmen des Beschwerdeverfahrens aus, es sei nicht auf den Sektor Gastgewerbe abzustellen, da für die Beschwerdeführerin sitzende Verweisungstätigkei- ten im ganzen Dienstleistungsbereich in Frage kämen. 9.3. Gemäss der Beschwerdeführerin ist bei der Ermittlung des Invaliden- einkommens zu berücksichtigen, dass s ie praktisch ihr ganzes Leben im Gastgewerbe gearbeitet habe. Es sei daher auf die Lohnverhältnisse im C-3457/2011 Seite 28 Gastgewerbe abzustellen. Müsste sie einen Arbeitsplatzwechsel vorne h- men, so könne sie höchstens noch eine Tätigkeit im Niveau 4 finden. Im Jahr 2004 habe der standardisiert e Monatslohn im Niveau 4 für Frauen im Gastgewerbe Fr. 3'466.- betragen. Unter Berücksichtigung der Nomi- nallohnentwicklung und der betriebsüblichen Wochenarbeitszeit ergebe dies ein en Jahreslohn für das Jahr 2005 von Fr. 43'688.-. Bei einer Einsatzfähigkeit von 50% und nach Abzug von 25% resultiere ein Inval i- deneinkommen von Fr. 16'383.-. Der maximale A bzug sei gerechtfertigt, da sie im Vergleich zu einem gesunden Arbeitnehmer sehr unflexibel sei , nicht für schwere Arbeiten eingesetzt werden könne und zudem ständig Pausen brauche. Es resultiere ein Invaliditätsgrad von 70% ab dem 1. Januar 2005. 9.4. Vorliegend sind weder subjektive noch objektive Umstände erken n- bar, welche unter dem Aspekt der Schadenminderungspflicht die Au s- übung einer leidensangepassten unselbständigen Erwerbstätigkeit in e i- nem nicht gastgewerblichen Dienstleistungsbetrieb unzumutbar e rschei- nen liessen. Dass die Beschwerdeführerin, die bis anhin im Umfang von 60% als arbeitsfähig einzustufen war, aus invaliditätsfremden Gründen nicht erwerbstätig war, ist im vorliegenden Zusammenhang unbeachtlich. Auch d ie ab Februar 2007 noch möglichen Ver weisungstätigkeiten im Umfang von 40% beinhalten administrative Arbeiten in einem Büro oder in einem anderen Dienstleitungsbetrieb. Eine solche Tätigkeit ist der B e- schwerdeführerin vertraut, da bereits ihr bisheriges Aufgabenfeld als Ho- telière zu 30% aus administrativen Arbeiten bestand. Das hypothetische Invalideneinkommen ist vorliegend anhand der Tabe l- lenlöhne der LSE 2006, TA1, indexiert per 2007 , zu bestimmen. Die der Beschwerdeführerin noch zumutbaren Verweisungstätigkeiten lassen sich vorwiegend im Sektor Dienstleistungen, Wirtschaftszweig 'sonstige öffent- liche und persönliche Dienstleistungen ' finden. Demnach ist von einem monatlichen Invalideneinkommen von Fr. 3'813.- (LSE 2006, TA1, Wirt- schaftszweig 'sonst. öffentl. u. pers. Dienstleis tungen', Niveau 4, Frauen) bzw. indexiert per 2007 (+1.5%) von Fr. 3'870.- auszugehen, dies gemäss LSE bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Std.; umgerechnet auf die wöchentliche Normalarbeitszeit von 41.8 Std. im Jahr 2007 ergibt dies e i- nen Lohn von Fr. 4'044. Bei einer Erwerbsfähigkeit von 40% und dem zu- sätzlich aufgrund des Alters, d en starken Einschränkungen sowie d em kleinen Pensum von der Vorinstanz gewährten maximalen leidensbeding- ten Abzug von 25% beträgt das Invalideneinkommen somit Fr. 1'213.-. C-3457/2011 Seite 29 9.5. Beim Vergleich des Valideneinkommens von Fr. 4'663.- und des Inva- lideneinkommens von Fr. 1'213.- resultiert ein Invaliditätsgrad von 73.97% ([{4'660-1213}x100]:4'660), was einen Anspruch auf eine ganze Rente begründet. 10. Die Beschwerde ist demnach im Eventualantrag gutzuheissen , und die angefochtene Verfügung vom 12. Mai 2011 ist aufzuheben. Der B e- schwerdeführerin ist in Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV vom 1. Februar 2007 bis 30. April 2010 (Altersrente ab 1. Mai 2010) eine ga n- ze Rente zuzusprechen. 11. Es bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteien t- schädigung zu befinden. 11.1. Die Verfahrenskosten werden grundsätzlich der unterliegenden Par- tei auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Keine Verfahrenskosten werden Vor- instanzen oder beschwerdeführenden und unterliegenden Bundesbehö r- den auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Es sind daher keine Verfahrensko s- ten zu erheben. Der Beschwerdeführerin ist gemäss Art. 64 VwVG in Verbindung mit Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) eine Parteientschädigung für ih r erwachsene notwendige und verhältni s- mässig hohe Kosten zuzusprechen. Die Parteientschädigung für B e- schwerdeverfahren vor dem Bun desverwaltungsgericht umfasst die Ko s- ten der Vertretung sowie allfällige weitere notwendige Auslagen der Pa r- tei. Die Parteientschädigung wird nach dem notwendigen Zeitaufwand des Vertreters oder der Vertreterin bemessen, und der Stundenansatz für Anwälte u nd Anwältinnen beträgt mindestens 200 und höchstens 400 Franken (exkl. Mehrwertsteuer) (Art. 64 VwVG in Verbindung mit Art. 7, Art. 9 und Art. 10 VGKE). Gemäss Art. 5 Bst. b in Verbindung mit Art. 14 Abs. 3 Bst. c des Bundesgesetzes vom 2. September 1999 über die Mehrwertsteuer ( Mehrwertsteuergesetz, MWSTG, SR 641.20), in Kraft gewesen bis 31. Dezember 2010 , bzw. Art. 1 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 8 des Bundesgesetzes vom 12. Juni 2009 , in Kraft seit 1. Januar 2011, ist für Leistungen von Anwältinnen und Anwälten, die im Ausland erbracht werden, keine Mehrwertsteuer geschuldet (Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE). C-3457/2011 Seite 30 Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat keine Kostennote einge- reicht, jedoch eine erhöhte Entschädigung für seinen Aufwand, welcher die Vorinstanz durch ihr Verhalten verursacht habe, beantragt. In Berücksichtigung des getätigten Aufwands ist d as Anwaltshonorar inkl. Auslagen pauschal auf Fr. 3'200.- (exkl. MWST) festzusetzen und der Vorinstanz aufzuerlegen. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird entsprechend dem Eventualantrag gutgeheissen und die Verfügung vom 12. Mai 2011 aufgehoben. 2. Der Beschwerdeführerin wird vom 1. Februar 2007 bis 30. April 2010 eine ganze Invalidenrente zugesprochen. 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 4. Die Parteientschädigung wird auf Fr. 3'200.- festgesetzt und der Vori n- stanz zur Zahlung auferlegt. 5. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref. Nr. …) – das Bundesamt für Sozialversicherungen Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. C-3457/2011 Seite 31 Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Franziska Schneider Christine Schori Abt Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich- rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der B e- weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: