<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>IV.2019.00825</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>II. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Gerichtsschreiber Boller</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">1. </span><span class="Standard berschrift2">September 2020</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Pensionskasse der </span><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Y.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch MLaw </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Z.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Libera AG</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Stockerstrasse 34, Postfach, 8022 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">weitere Verfahrensbeteiligte:</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beigeladener</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1965, meldete sich am 24. Februar 2012 unter Hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weis auf ein posttraumatisches Belastungssyndrom bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 11/6). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab, holte bei der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ein psychiatrisches Gutachten ein, das am 29. Mai 2015 erstattet wurde (Urk 11/45), auferlegte dem Versicherten mit Schreiben vom 29. September 2015 eine Mitwirkungspflicht zur Verbesserung des Gesundheits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zustands (Urk. 11/47) und verneinte mit Verfügung vom 10. Dezember 2015 einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 11/58). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte meldete sich am 10. Januar 2019 unter Hinweis auf eine psychi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Erkrankung erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 11/67). Die IV-Stelle klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und verneinte nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 11/78; Urk. 11/81; Urk. 11/83) mit Verfügung vom 15. Oktober 2019 einen Renten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anspruch (Urk. 11/86</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">= Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Pensionskasse der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erhob am 18. November 2019 Beschwerde gegen die Verfügung vom 15. Oktober 2019 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es seien dem Versicherten Leistungen der Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung zuzusprechen, eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nachdem die Beschwerdeführerin mit Gerichtsverfügung vom 28. November 2019 (Urk. 5) hierzu aufgefordert worden war, begründete sie mit Eingabe vom 8. Januar 2020 (Urk. 7) ihre Beschwerdelegitimation.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 11. Februar 2020 (Urk. 10) die Abweisung der Beschwerde. Mit Gerichtsverfügung vom 20. Februar 2020 (Urk. 12) wurde die Beschwerdeantwort der Beschwerdeführerin und dem Versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten bei gleichzeitiger Beiladung d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">esselben zum Prozess zugestellt. </span><span id="FUNKTION1"></span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsm</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">assnahmen wieder herstellen, er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">halten oder verbessern können;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so ist gemäss Art. 87 Abs. 3 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="XX109"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span id="XX100"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Renten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, wel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beruht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ursprüngliche rentenzusprechende oder </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rentenabweisende Verfügung auf einer nicht nachvollziehbaren Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, so ist auch nicht feststellbar, ob sich seither die Arbeitsfähigkeit und der Invaliditätsgrad verändert haben. Es stellt sich die Frage, welche rechtlichen Auswirkungen die festgestellte Mangelhaftigkeit der ursprünglichen Verfügung auf das Revisions</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahren hat. Das Gericht kann bei festgestellter zweifelloser Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) eine auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">17 ATSG gestützte Revisionsverfügung mit dieser substituierten Begründung schützen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zwar ist diese Rechtsprechung in erster Linie für Fälle gedacht, in denen sich die Unrichtigkeit der ursprünglichen Verfügung zu Ungunsten des Versicherten (Herabsetzung oder Aufhebung der Rente) auswirkt. Wenn aber infolge Mangel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haftigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung erst gar nicht überprüft werden kann, ob sich seither der Invaliditätsgrad erheblich verändert hat, muss es in ana</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">loger Anwendung der genannten Rechtsprechung auch möglich sein, die Renten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfügung zu Gunsten eines Versicherten abzuändern, selbst wenn die Revisions</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">voraussetzungen nicht nachzuweisen sind. Hierin liegt keine gerichtliche Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflichtung der Verwaltung, ihre Verfügung in Wiedererwägung zu ziehen, was </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechtsprechungsgemäss unzulässig wäre (vgl. BGE 133 V 50 E. 4.2.1). Vielmehr wird damit lediglich der fehlenden Nachvollziehbarkeit der ursprünglichen Rentenzusprechung Rechnung getragen. Diesen Umstand hat nicht die versicherte Person zu vertreten, ansonsten ihr Anspruch auf revisionsrechtliche (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">17 ATSG) Rentenerhöhung dann beeinträchtigt oder g</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ar vereitelt würde, wenn eine gerichtliche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beurteilung, ob die Revisionsvoraussetzungen tatsächlich eingetreten sind, infolge der Mängel des früheren Verwaltungsaktes von vornherein nicht möglich ist. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kann mangels nachvollziehbarer Arbeitsfähigkeitsbeurteilung zum Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenzusprache kein Vergleich mit der beruflichen Leistungsfä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit zum Zeitpunkt des Revisionsentscheides gezogen werden, ist darauf abzustellen, wie sich die Arbeitsfähigkeit in diesem Zeitpunkt präsentierte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 9C_602/2007 vom 11. April 2008 E. 5.1-2)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gleiches muss gelten, wenn </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ursprüngliche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Verfügung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keine Rente zugespro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en, sondern ein entsprechender</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Anspruch – wie vorliegend –</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> verneint wurde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.8</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit BGE 143 V 418 entschied das Bun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">desgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teilung der Arbeitsfähigkeit einem struk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hierzu gehören auch Abhängigkeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">syndrome</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und Substanzkonsumstörungen, welche seit der mit BGE 145 V 215 vollzogenen Rechtsprechungsänderung ebenfalls als invalidenversicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rechtlich beachtliche psychische Gesundheitsschäden in Betracht fallen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomatische Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Indika</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">toren, die es </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fak</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">toren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) ande</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rerseits </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schätzen (BGE </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">richts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.9</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss stän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Verfahren </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">haupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der entscheidrele</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vante Sach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) davon aus, es werde von den Behandlern weiterhin die Diagnose einer posttraumati</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Belastungsstörung gestellt, wobei mit Verfügung vom 10. Dezember 2015 bereits ausführlich begründet worden sei, wieso diese Diagnose nicht nachvoll</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziehbar sei. Zusätzlich werde von einem Abhängigkeitssyndrom berichtet. Einschränkungen, welche durch eine Abhängigkeit ausgelöst würden, begründe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten jedoch keinen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung. Eine Veränderung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im Sinne einer Verschlechterung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der medizinischen Situation werde durch die neu eingeholten Berichte nicht begründet (S. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> f.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Es bestehe deshalb </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ungeachtet</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> des neuen Bundesgerichtsentscheids </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">betreffend Suchterkrankungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(vgl. vorstehend E. 1.8) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weiterhin kein Anspruch auf Leistungen der Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung (S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführerin nach Art. 59 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist ausgewiesen, nachdem diese gestützt auf Ziff. 7.3 sowie Ziff. 16-19 ihrer Statuten seit dem 1. Januar 2013 eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ersatzrente an den Versicherten leistet (vgl. Urk. 7 sowie Urk. 8/11-6)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin stellte sich auf den Standpunkt (Urk. 1), die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin habe im Vorfeld der rentenabweisenden Verfügung vom 10. Dezember 2015 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trotz angeblich fehlender Objektivierbarkeit der im Gutachten festgehalte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen vollen Arbeitsunfähigkeit in angepasster und angestammter Tätigkeit auf eine abschliessende und umfassende Abklärung des Gesundheitszustandes des Versicherten verzichtet, weshalb die entsprechenden Schlussfolgerungen willkür</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich gewesen seien (S. 12 Ziff. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">23</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Krankheitsbild des Versicherten zeige sich trotz der Teilnahme an ambulan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten und stationären Behandlungen chronifiziert. Die im Rahmen der Neuanmel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dung eingereichten Arztberichte wiesen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sowohl </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in diagnostischer Hinsicht als auch punkto </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Intensität Beschwerden auf, die wesentlich von der medizinischen Aktenlage im Jahr 2015 abwichen. Insbesondere seien eine andauernde Persön</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeitsänderung nach Extrembelastung mit zusätzlichen Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung und eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit phasenweise auch schweren Epi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">soden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> diagnostiziert worden, die sich auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten auswi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rkten (S. 13 Ziff. 24). Es lägen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ein Revisionsgrund und eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit vor (S. 13 Ziff. 25 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eventuell seien durch die Beschwerdegegnerin weitere Abklärungen in Form einer psychiatrischen Begutachtung vorzunehmen, nachdem im Jahr 2015 keine abschliessende Abklärung des medizinischen Sachverhalts vorgenommen worden sei, der Versicherte aber mittlerweile seiner Schadenminderungs- beziehungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weise Mitwirkungspflicht nachgekommen sei und damit die geltend gemachte Hinderung zur Eruierung des rechtserheblichen Sachverhalts weggefallen sei (S. 13 f. Ziff. 29). Dabei sei auch die neu ergangene Rechtsprechung zum Abhän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gigkei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tssyndrom (vgl. vorstehend E. 1.8</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) zu berücksichtigen (S. 14 Ziff. 31). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">u prüfen ist</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zunächst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, ob </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die rentenabweisende Verfügung vom 10. Dezember 2015 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">11/58) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auf einer nachvollziehbaren Arbeitsfähigkeitsbeurteilung beruhte und somit ein Vergleich mit der beruflichen Leistungsfähigkeit im Zeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">punkt des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Neuanmeldungsentscheides </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gezogen werden kann (vgl. vorstehend E. 1.7). Gegebenenfalls ist weiter die strittige Frage zu beantworten, ob </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ein Revi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sionsgrund im Sinne einer relevanten Änderung in den tatsächlichen Verhältnis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sen seit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dem 10. Dezember 2015 vorliegt. So oder anders ist schliesslich zu prüfen, o</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">b</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der medizinische Sachverhalt seitens der Beschwerdegegnerin genügend abgeklärt wurde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der rentenabweisenden Verfügung vom 10. Dezember 2015 (Urk. 11/58) lagen im Wesentlichen folgende Berichte zugrunde:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">C.___, D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, führte im Kurzaustrittsbericht vom 1. Februar 2011 (Urk. 11/29/2-3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> = Urk. 11/31/16-17 = Urk. 11/31/23-24</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) aus, der Patent sei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">am 23. Dezember 2010</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ein- und am 28. Ja</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nuar 2011 ausgetreten. Er nannte folgende Austrittsdiagnosen (S. 1):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">p</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">osttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) bei/mit</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Status nach Exposition in kriegerische Aktivitäten anfangs der 90er-Jahre</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">mittelschwere</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> depressive</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> Episode (F32.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Alkohol- und Cannabiskonsum zur Sedation (bis vor circa 2 Wochen)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Status nach Heroinkonsum</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Eintritt in ängstlich-agitiertem Zustand mit paranoidem Erleben, ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">prägten Schlafstörungen und Unfähigkeit, sich zu entspannen, habe der Patient mit medikamentöser Neueinstellung sowie intensiven Gesprächen stabilisiert werden können (S. 1 unten). Eine Arbeitsunfähigkeit sei bis zum 31. März 2011 attestiert worden, ab April 2011 sollte eine schrittweise Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit möglich sein (S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht vom 3. März 2011 (Urk. 11/31/25-27) führte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> aus, der Patient sei als Soldat im Krieg in Bosnien zahlreichen massiven Belastungen ausgesetzt gewesen. Er habe exzessiv illegale Substanzen konsumiert und sei einmal fast an einer Überdosis gestorben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Er sei gefangen genommen und im Gefängnis gefoltert worden. Nach dem Krieg habe er alles vergessen, normal leben und nicht mehr über die erlebten Ereignisse sprechen wollen. Seit 1995 habe er belastende Schlaf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwierigkeiten, anfänglich sei er in der Schweiz oft nächtelang durch den Wald gelaufen, weil er Angst vor dem Sterben gehabt habe und keinen Schlaf habe finden können (S. 1 unten).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ärzte der Akuttagesklinik der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> berichteten am 17. Mai 2011 (Urk. 11/12/8-12 = Urk. 11/31/18-22) über die Behandlung vom 28. Februar bis am 25. März 201</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Als Austrittsdiagnose nannten sie eine posttraumatische Belastungsstörung (S. 1 Mitte). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nachdem er im Krieg viel Schlimmes erlebt habe, sei er 1995 aus dem Gefängnis geflohen und durch seine Jugendliebe als Flücht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ling in die Schweiz gekommen. Später hätten sie geheiratet und drei Söhne bekommen. Er habe einige Zeit als Lastwagenchauffeur, zwei Jahre als Busfahrer in Zürich und seit 5 Jahren als solcher bei Stadtbus </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gearbeitet (Urk. 11/12/11 Mitte). Seit den Kriegserlebnissen habe er massive Schlafschwie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rigkeiten. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es seien Selbstmedikationsversuche mit Alkohol und Cannabis erfolgt, wobei letzteres jedoch Paranoia ausgelöst habe. Emotional bemerke er eine zunehmende Gefühlslosigkeit, Gleichgültigkeit und fehlende</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">s Mitgefühl für andere Menschen, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ein zunehmend aggressives Misstrauen mit paranoiden Tendenzen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sowie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">engung auf die Unterstellung negativer Absichten seiner Umgebung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ein aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">prägtes Vermeidungsverhalten mit sozialer Isolation (Urk. 11/12/11 unten). Dies habe im Beruf zu massiven Spannungen geführt (Urk. 11/12/12 oben).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (vorstehend E. 3.2) nannte im Bericht vom 23. März 2012 (Urk. 11/12/1-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">posttraumatische Belastungsstörung (F43.1) bei</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Status nach Exposition in kriegerische Aktivitäten anfangs der 90er Jahre</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mittelschwere depressive Episode (F32.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einer ausgeprägten posttraumatischen Belastungsstörung mit diversen Begleitproblemen (depressive Erkrankung, episodischer Suchtmittelkonsum in selbstmedikativer Absicht, Paar- und Familienprobleme) sei von einer tendenziell schwierigen Prognose auszugehen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Eine Reintegration in die vormalige Tätigkeit als Busschauffeur sei aus aktueller Sicht eher unwahrscheinlich (Ziff. 1.4). Aktuell bestehe in der bisherigen und einer behinderungsangepassten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 100</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Ziff. 1.7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">19. Juli 2012 (Urk. 11/13)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> berichtete Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, ein stationärer Klinikaufent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">halt auf der Spezialstation für Traumafolgestörungen vom 23. April bis 1. Mai 2012 habe </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">noch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> den gewünschten Erfolg gebracht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (S. 1 Ziff. 1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.7</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ärzte der Spezialstation für Traumafolgestörungen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> berichteten am 10. Oktober 2012 (Urk. 11/15) über die Hospitalisation des Versicherten vom 19. Juli bis 30. August 2012</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. S. 1)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Sie nannten folgende Diagnosen mit Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 2 Ziff. 1.1):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">komplexe posttraumatische Belastungsstörung (F43.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Störung durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtiger Substanz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">gebrauch (F10.24)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Störung durch Cannabinoide, Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtiger Substanzgebrauch (F12.24)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Trotz intensiver ambulanter Therapie und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sechswöchigen Hosp</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">italisation sei es zu keiner we</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sentlichen Symptomreduktion gekommen, so dass eher von einem chronische</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n Verlauf ausgegangen werde (S. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4 Mitte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Ziff. 1.4</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auf dem primären Arbeitsmarkt sei der Versicherte für jede Tätigkeit 100</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> arbeitsunfähig. In geschütztem Rahmen wäre ein Arbeitsversuch mit einem Pen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sum von 50</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ab sofort denkbar. Selbst in geschütztem Rahmen werde jedoch mit Abwesenheiten sowie mit schweren interpersonellen Schwierigkeiten gerech</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">net (S. 6 Ziff. 1.7). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vor allem während des Krieges, aber auch in letzter Zeit sei es zu Missbrauch von Substanzen g</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ekom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">men. Durch Cannabis könne er sich entspannen, aber es ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stärke </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">paranoide Vorstellungen, welche erst nach dem zusätzlichen Konsum von Alkohol nachliessen (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">S. 7 Ziff. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.11).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.8</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, führte im Bericht vom 7. März 2014 (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. 11/31/5-8) aus, d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ie ambulante Behandlung erfolge seit dem 17.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Februar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1997</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (S. 1 Ziff. 1.2)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Bei i</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hren Behandlungen habe der Pati</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ent die ganze Zeit psychisch unauffällig gewirkt. Er habe sich nie über psychische Beschwerden beklagt und auch nie über seine traumatischen Erleb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nisse in der Jugend. Am 23.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Dezember </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2010 habe er über seinen sehr schlechten psychischen Zustand berichtet, worauf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">umgehend die Überweisung ins </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erfolgt sei (S. 2 unten Ziff. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.9</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (vorstehend E. 3.2) nannte im Bericht vom 26. März 2014 (Urk. 11/32) weiterhin dieselben Diagnosen, wie sie die Ärzte der Spezialstation für Trauma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">folgestörungen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> am 10. Oktober 2012 gestellt hatten (vorstehend E. 3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Eine Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt sei weiterhin undenkbar. Denkbar sei ein Arbeitsversuch im geschützte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n Rahmen im Pensum von zirka 50 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">% (Ziff. 1.7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.10</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. F.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Facharzt für Neurologie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte in seiner Stel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lungnahme vom 8. Juli 2014 (Urk. 11/46 S. 4 f.) aus, der späte Ausbruch der post</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">traumatischen Belastungsstörung sowie mangelnde Angaben zu den Ressourcen und zu psychosozialen Faktoren beeinträchtigten die diagnostische Sicherheit und es bestehe die Gefahr, den subjektiven Beschwerden folgend die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung quasi im Umkehrschluss zu stellen. Um sämtliche erforderlichen Aspekte zu berücksichtigen, sei eine externe psychi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">atrische Begutachtung dringend zu empfehlen (S. 4 Mitte).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.11</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 29. Mai 2015 erstattete</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">G.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">H.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ihr </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">psychiatri</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sches Gutachten (Urk. 11/45). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nannte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 18 Ziff. 6.1):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">(</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">komplexe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> posttraumatische Belastungsstörung (F43.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide: Abhängig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">keitssyndrom (F12.2)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: schädlicher Gebrauch (F10.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa oder Hypnotika: schädlicher Gebrauch (F13.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eine Beurteilung sei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">allerdings </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nur eingeschränkt möglich. Ausführliche Befunde hätten nur teilweise erhoben werden können, da die Explorationstermine auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grund des Gesundheitszustands des Exploranden jeweils vorzeiti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">g hätten abge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">brochen werden müs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sen. Daher werde der Explorand aktuell für eingeschränkt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> explorationsfähig gehalten (S. 18 Ziff. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die vorliegenden Symptome könnten allenfalls auch einer chronifizierten, andauernden Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (F62.0) zugeordnet werden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Der ungünstige Therapieverlauf und der unklare zeitliche Verlauf der Symptome ermöglichten vorliegend keine klare Abgrenzung zur posttraumati</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Belastungsstörung (F42.0). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abschliessend könne zur Diagnose nicht Stel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lung genommen werden, da eine umfassende Befunderhebung nicht möglich gewesen sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (S. 20 Ziff. 7.2)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aus den wenigen Angaben des Exploranden hätten sich auch keine ausreichen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den Schlüsse auf sein soziales Aktivitätsniveau ziehen lassen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der Schwere des subjektiven Leidens und paranoid misstrauischer Grundeinstellung gegenüber fremden Personen scheine es zurzeit nicht möglich, den Exploranden von einem erneuten stationären oder teilstationären Therapieversuch zu überzeu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eine aktuelle Cannabisabhängigkeit werde bei kontinuierlichem Gebrauch, selbst zum Zeitpunkt der Exploration, als gegeben erachtet. Ebenso werde auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grund des Verhaltens bei der Exploration eine unkontrollierte Einnahme der ärzt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich verordneten Sedativa vermutet. Aktuell sei der Explorand zu 100</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig. Der bisherige ungünstige Krankheitsverlauf im Übergang zur andauern</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den Persönlichkeitsänderung lege einen erneuten stationären Therapieversuch nahe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, sofern der psychische Zustand dies zulasse</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eine neuropsycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">logische Abklärung sei zur diag</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nostischen Abklä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung angezeigt. Anhand des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">psycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">patho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">logischen Befunde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">s sei aber aktu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ell eindeutig von einer Arbeitsunfäh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">igkeit von 100</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auszugehen (S. 20</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">f. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.3).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Diese bestehe sowohl in der letztmals aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geübten als auch in einer behinderungsangepassten Tätigkeit (S. 21 Ziff. 7.6). Die Sicherheit der vorliegenden Beurteilung werde als gering eingeschätzt, da wich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tige Befunde zur Objektivierung der Symptome und zum Ausschluss medizini</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">scher Differentialdiagnosen nicht hätten erhoben werden können (S. 21 Ziff. 7.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4. </span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin begründete die rentenabweisende Verfügung vom 10. Dezember 2015 (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">11/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">58) wie folgt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Kriegserlebnisse lägen über 20 Jahre und somit zu lange zurück, als dass sie eine invalidenversicherungsrechtlich relevante</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> posttraumatische Belastungsstö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erklären könnten. Zudem sei es </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dem Versicherten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> möglich gewesen, bis 2011 voll erwerbstätig zu sein, wa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">s auch im Widerspruch zu den ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schilderten, seit den Kriegsereignissen bestehenden, m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">assiven Schlafstörungen mit Alb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">träumen und nächtlichen Läufen durch den Wald stehe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sei klar, dass bei aktivem Kon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sum von Cannabis und Alkohol die angestammte Tätigke</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">it als Buschauffeur nicht zumut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bar sei. Dennoch sei dies bei Fehlen eines invalidenversic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">herungsrechtlich relevanten Lei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dens, das Folge oder Ursache der Abhängigkeit sei, nicht leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auslösend</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (S. 2 Mitte)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da aufgrund der unvollständigen Angaben und der geringen Kooperation des Versicherten allfällige psychische Einschränkungen nicht hätten objektiviert wer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den können, könne nicht auf das psychiatrische Gutachten abgestellt werden.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Zudem sei der Versicherte während der Begutachtung unter dem Einfluss psycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">troper Substanzen gestanden, was die objektive Beurteilung erheblich erschwert beziehungsweise zu einer Befundverschlechterung geführt habe. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sodann</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> kein objektivierter Leidensdruck f</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">est</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stellbar und der Versicherte schöpfe die Therapiemöglichk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eiten nicht aus (S. 3 Mitte).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Weiter abzuklä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ren sei der medizinische Sachverhalt nicht, da der Versicherte vorerst die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">am 29. September 2015 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auferlegte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Schadenminderungspflicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zu erfüllen habe. Es werde davon ausgegangen, dass mit einer störungsspezifischen (Trauma-)Behandlung sein Gesundheitszustand wesentlich verbessert werden könne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (S. 3 unten)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ärzte der Spezialstation für Traumafolgestörungen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (vorstehend E. 3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) berichteten am 18. Dezember 2017 (Urk. 11/64/7-11) über den Klinikau</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fenthalt des Versicherten vom 20. September bis 12. Dezember 201</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sie nannten folgende psychiatrischen Diagnosen (S. 1 f.):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">komplexe posttraumatische Belastungsstörung (F43.1), Differentialdiag</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">nose (DD): Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (F62.0)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, bei Eintritt schwere Episode ohne psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chotische Symptome (F33.2), bei Austritt mittelgradig (F33.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa oder Hypnotika: Abhängigkeitssyndrom (F12.2), ärztlich verordnet</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeitssyn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">drom (F12.2), seit 2 Jahren abstinent</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide: Abhängig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">keitssyndrom (F12.2), seit 2 Jahren abstinent</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">vorwiegend Zwangsgedanken oder Grübelzwang (F42.0)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nachdem es vor zwei Jahren aufgrund seines Konsumverhaltens (Alkohol, Cannabis) zur Scheidung gekommen sei, trinke und kiffe er nicht mehr (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">S. 2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mitte). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Patient leide unter einer schweren posttraumatischen Belastungsstörung. Symptome aus allen drei Clustern (Intrusion, Vermeidung, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Übererregung) seien in starker Ausprägung vorhanden. Zudem erfülle er die Kriterien einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung. Differentialdiagnostisch müsse eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung in Erwägung gezo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen werden. Dafür sprächen eine misstrauische Haltung, sozialer Rückzug, chronische Gefühle des Bedrohtseins sowie Entfremdung. Es fehlten jedoch fremd</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anamnestische Angaben zur prämorbiden Persönlichkeit, so dass diese Diagnose nicht bestätigt werden könne (S. 4 Mitte).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Während vielen Jahren sei es zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Missbrauch von Substanzen (vor allem Cannabis und Alkohol) gekom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">men, welche er vor alle</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">m im Sinne einer Selbstmedi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kation gegen An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spannung, Angst und negative Ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fühle eingesetzt habe. Heute noch zeige er sich auf sedierende Medi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kation angewiesen (Benzodiazepi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ne, Neurolep</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tika)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, so dass von einer Such</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">t</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">verlage</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung ausgegangen werde. Weitere Symptome wie depressive Stim</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mungslage, Verfolgungsideen, ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">legentliches</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Stimmenhören, Wutausbrüche, Ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">reiztheit sowie agoraphobisches Verm</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eidungsverhalten würden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> im Rahmen der primären komplexen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">posttraumatischen Belastungsstörung inter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pretiert. Insgesamt sei der Patient durch die Gesamtkonstellation im Alltag deut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich eingeschränkt (S. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4 unten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">I.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Fachstelle für Psychiatrische Gutachten, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, erstattete am 29. November 2018 seinen Bericht über die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">von der Beschwerdeführerin in Auftrag gegebene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vertrauensärztliche Untersuchung des Versicherten (Urk. 11/64/1-5). Er führte aus, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dieser </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">habe nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">seiner Flucht in die Schweiz erste Flas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">h-Backs von den erlebten Gewalt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tätigkeiten und der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mehrmaligen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vergewaltigung im Gefängnis gehabt. Über die Arbeit habe er sich von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">diesen Gedanken dist</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anziert. Ab dem Jahr 2009 hätten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Schlaflosig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit, starke Wutausbrüche und Alkoholkonsum </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">begonnen (S. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2 Mitte).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die während der Untersuchung geschilderten und beobachteten Symptome seien mit einer posttraumatischen Belastungsstörung oder einer nach Extrembelastung eintretenden Persönlichkeitsänderung vereinbar (S. 4 unten). Unabhängig von der Diagnose sei der Versicherte zum jetzigen Zeitpunkt schwer krank </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und leide an einer Vielzahl von psychischen Symptomen, die sowohl medikamentös als auch psychotherapeutisch nur schwierig unter Kontrolle zu bringen seien. Aus psychiatrischer Sicht sei er deshalb zum jetzigen Zeitpunkt zu 100</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> arbeitsun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähig (S. 5 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mitte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. J.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Ambulato</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rium für Traumafolgestörungen, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, führte im Bericht vom 21. Februar 2019 (Urk. 11/71) aus, die ambulante Behandlung erfolge seit dem 21. Dezember 2017 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(Ziff. 1.1), wobei die Termine gegenwärtig alle zwei Wochen bei der Psychologin stattfänden (Ziff. 1.2). Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er (Ziff. 2.5):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (F62.0) mit zusätzlichen Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung (F43.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit phasenweise auch schweren Episoden (F33.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa oder Hypnotika: Abhängigkeitssyndrom (F13.2)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die andauernde </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Persönlichkeitsänderung sei während des</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beobachtungszeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">raums der am</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bulanten und stationären Therapien </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in den Jahren 2017 bis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2018 entstanden. Die rezidiviere</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nde depressive Störung, die posttraumatische Belas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tungsstörung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und A</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bhängigkeit von Sedativa bestün</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den seit jeher</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, sprich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">seit den Jahren 2010 bis 2012 (Ziff. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss der Mini-ICF-APP sei die Fähigkeit zur Anpassung an Regeln und Rou</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tinen schwer beeinträchtigt, gleiches gelte für die Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben, die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, die Fähigkeit zur Anwendung fachlicher Kompetenzen und die Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit. Die Durchhaltefähigkeit und die Selbstbehauptungsfähigkeit seien mittelgradig bis schwer beeinträchtigt, die Kontaktfähigkeit zu Dritten und die Gruppenfähigkeit seien schwer eingeschränkt. Die Fähigkeit, familiäre Bezie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hungen aufzunehmen und aufrechtzuerhalten, sei mittelgradig, die Fähigkeit zu Spontanaktivitäten sei schwer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eingeschränkt. Die Fähigkeit zur Selbstpflege sei leicht und die Verkehrsfähigkeit leicht bis mittelgradig beeinträchtigt (Ziff. 3.4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die bisherige Tätigkeit sei nicht zumutbar (Ziff. 4.1). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">An einem guten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Tag und ohne Kontakt zu Mitmen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen sei eine ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">passte Tätigkeit von zirka 2 Stun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den zumutbar, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">jedoch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht auf täglicher Basis. Mit häufigen Fehlzeiten sei zu rech</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen. Auf dem primären Arbeitsmarkt sei der Versicherte generell</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> arbeitsunfähig (Ziff. 4.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Selbst in geschütztem Rahmen werde mit Flucht vor sozialen Kontak</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten und vor Konflikten gerechnet, Teamarbeit sei kaum vorstellbar (Ziff. 4.3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. </span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">K.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte in ihrer Stellungnahme vom 27. Juni 2019 (Urk. 11/75 S. 5 f.) aus, der Versicherte habe die am 29. September 2015 auferlegte Schadenminderungspflicht erfüllt, indem er sich vom 20. September bis 12. Dezember 2017 in die stationäre störungsspezifische Traumabehandlung in der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> begeben habe.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Benzodiazepine würden seit mindestens 2012 durchgehend eingenommen. Es habe eine Suchtverlagerung von Alkohol und Cannabis auf Benzodiazepine statt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gefunden, weshalb nun diesbezüglich nicht mehr Missbrauch, sondern Abhän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gigkeit diagnostiziert werde. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Diagnose einer depressiven Erkrankung sei nicht nachvollzieh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bar. Nach ICD-10 sollten die ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nerellen Gruppenkriterien zur Einordnung einer depressiven Stö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung erfüllt sein. Die Episode sollte nicht auf einen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Missbrauch psychotroper Substan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zen zurückzufü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hren sein. Die Einnahme von Ben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zodiazepinen könne selbst depressive Symptome verursachen. Dies</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e seien dann als psychische Stö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungen durch Sed</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ativa oder Hypnotika zu diagnos</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tizieren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (S. 5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Austrittsbericht der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 18. Dezember 2017 (vorstehend E. 5.1) werde die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung mit Differentialdiagnose Persönlichkeitsänderung gestellt. Die vorliegende Symptomatik überlappe sich jedoch mit der sehr häufig und häufig auftretenden Symptomatik bei Benzodia</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zepineinnahme. Daher sei sie ebenfalls, zumindest als Differentialdiagnose, unter die psychischen Störungen durch Sedativa oder Hypnotika (F13.2) zu subsumie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ren (S. 5 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Insgesamt ergebe sich keine Verschlechterung im Vergleich zum damaligen Gesundheitszustand. Für die Tätigkeit als Busfahrer müsse nicht nur Abstinenz von Alkohol und Cannabis, sondern von allen psychotrop wirksamen Substanzen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vorliegen. So könne die Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt wiederhergestellt werden. Eine Abstinenz sei medizinisch zumutbar, ein Entzug müsse nach Absprache mit den Behandlern wahrscheinlich stationär erfolgen (S. 6 Mitte).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der psychiatrische Gutachter erachtete den Versicherten im Mai 2015 als zu 100</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> arbeitsunfähig, schätzte die Sicherheit seiner Beurteilung aber als gering ein, da wichtige Befunde zur Objektivierung der Symptome und zum Ausschluss medizinischer Differentialdiagnosen nicht hätten erhoben werden können. Dies lag daran, dass die Explorationstermine aufgrund des Gesundheitszustandes des Versicherten jeweils vorzeitig abgebrochen werden mussten, wobei aufgrund des Verhaltens des Versicherten gar die Einnahme von Cannabis zum Zeitpunkt der Exploration als gegeben erachtet und die unkon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trollierte Einnahme von Sedativa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vermutet wurde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Auch liessen sich keine ausreichenden Schlüsse auf sein soziales Aktivitätsniveau ziehen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (vorstehend E. 3.11). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zu Recht hielt die Beschwerdegegnerin daher in ihrer Verfügung vom 10. Dezem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2015 (vorstehend E. 4) fest, es könne nicht auf das psychiatrische Gutachten abgestellt werden. Dieses hatte sie auf Empfehlung ihres RAD-Arztes Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in Auftrag gegeben, welcher eine externe psychiatrische Begutachtung dringend empfohlen hatte, nachdem er die diagnostische Sicherheit angesichts des späten Ausbruchs der posttraumatischen Belastungsstörung und der mangelnden Anga</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ben zu den Ressourcen sowie zu den psychosozialen Faktoren als beeinträchtigt erachtet hatte (vorstehend E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.10). Diese Dringlichkeit bestand </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aus Sicht der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdegegnerin nach Erstattung des Gutachtens offenbar nicht mehr, obwohl sie nicht auf dieses abstellte. Im Gegenteil befand sie, der medizinische Sachverhalt sei nicht weiter abzuklären, da der Versicherte vorerst die Schaden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">minderungspflicht zu erfüllen habe (vorstehend E. 4). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ob d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ieses Vorgehen der Beschwerdegegnerin zum damaligen Zeitpunkt vertretbar </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">oder mit der Beschwerdeführerin willkürlich (vgl. vorstehend E. 2.3) war, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kann offenbleiben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ergebnis dieses Vorgehens ist jedenfalls,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> dass keine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zuverlässige Diagnosestellung und keine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nachvollziehbare Arbeitsfähigkeitsbeurteilung zum Zeitpunkt der rentenabweisenden Verfüg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">im Dezember 2015 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vorliegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Bei genauem Hinsehen liegt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">im Ergebnis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keinerlei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">verlässliche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gutachterliche Beur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teilung des Gesundheitszustandes und der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Arbeitsfähigkeit vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, nachdem der Gutachter seine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einschätzung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der Befunde und Diagnosen sowie der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit von 100</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> selber </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stark </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">relativiert und die Beschwerdegegnerin entsprechend auch nicht auf diese abgestellt hatte (vorstehend E. 6.1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Sachverhalt, wie er der rentenabweisenden Verfügung vom 10. Dezember 2015 zugrunde lag, taugt somit nicht als Vergleichsbasis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und es ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">daher</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kein Vergleich mit der beruflichen Leistungsfähigkeit zum Zeitpunkt des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Neuanmel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dungsentscheides </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">möglich. Folglich entfällt die Frage nach dem Vorliegen eines Revisionsgrundes und es ist einzig darauf abzustellen, wie sich die Arbeitsfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung präsentierte (vgl. vorstehend E. 1.7). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Versicherte absolvierte vom 20. September bis 12. Dezember 2017 einen fast dreimonatigen Klinikaufenthalt auf der Spezialstation für Traumafolgestörungen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (vorstehend E. 5.1) und erfüllte somit die ihm am 29. September 2015 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">von der Beschwerdegegnerin auferlegte Schadenminderungspflicht (vgl. Urk. 11/47</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sowie E. 5.4). Anschliessend begab er sich in die ambulante Behandlung des Ambulatoriums für Traumafolgestörungen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, welche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">seit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">her </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in einem Rhythmus von zweiwöchigen Sitzungen stattfindet (vorstehend E. 5.3). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dies lässt einen relevanten Leidensdruck beim Versicherten vermuten.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dafür, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in objektiver Hinsicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erhebliche psychische Beeinträchtigungen vorliegen, spricht insbesondere die Tatsache, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">I.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> anlässlich der ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trauensärztlichen Untersuchung des Versicherten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zu Handen der Pensionskasse </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">als externer, nicht behandelnder Facharzt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zum Schluss gelangte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, die während der Untersuchung geschilderten und beobachteten Symptome seien mit einer post</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">traumatischen Belastungsstörung oder einer nach Extrembelastung eintretenden Persönlichkeitsänderung vereinbar (vorstehend E. 5.2). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Seinen Feststellungen kommt einiges an Gewicht zu und e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">s ist ernst zu nehmen, wenn er ausführt, der Versicherte sei unabhängig von der Diagnose schwer krank und leide an einer Vielzahl von psychischen Symptomen, die sowohl medikamentös als auch psychotherapeutisch nur schwierig unter Kontrolle zu bringen seien, es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eindrücklich sind auch die vom behandelnden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Psychiater </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">formulierten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigungen gemäss der Mini-ICF-APP und dessen Einschätzung, dass sel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bst in einer Tätigkeit in geschü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tztem Rahmen mit Flucht vor sozialen Kontakten und vor </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Konflikten gerechnet werde, wobei Teamarbeit kaum vorstellbar sei (vorste</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hend E. 5.3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ob auch die von ihm diagnostizierte rezidivierende depressive Störung vorliegt, ist aufgrund der derzeitigen Aktenlage kaum zu beurteilen. Zum Vornherein ohne Relevanz ist</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ob die depressiven Symptome durch die Einnahme von Benzodia</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zepinen verursacht wurde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, worauf die RAD-Ärztin Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">K.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">am 27. Juni 2019 noch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anspielte (vorstehend E. 5.4)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, zumal </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">am 11. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Juli 2019 die bundesge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">richtliche Praxisänderung zu den primären Abhängigkeitssyndromen erging (vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stehend E. 1.8): </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sollte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">demgemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ein Abhängigkeitssyndrom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">oder auch nur eine Substanzkonsumstörung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">betreffend Sedativa oder Hypnotika vorliegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">- wofür die sorgfältig verfassten Berichte der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (vorstehend E. 5.1 und 5.3) durchaus sprechen – so </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wären diese einem strukturierten Beweisverfahren zu unterziehen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ein solches erlaubt die Aktenlage derzeit nicht. Es fehlt hierfür an einer umfas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">senden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gutachterlichen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beurteilung des Gesundheitszustands des Versicherten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">welche über die Befunde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Diagnosen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und die Arbeitsfähigkeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Auskunft gibt und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">das ganze Leistungsprofil mit sowohl negativen als auch positiven Anteilen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> beinhaltet </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und so verfasst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, dass die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">attestierte Arbeitsunfähigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gleichsam aus dem Saldo aller wesentli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen Belastungen und Ressourcen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> abgeleitet wurde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281 E. 3.4.2.1)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der medizinische Sachverhalt kann nach dem Gesagten nicht erstellt werden. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Damit fehlt es an der Grundlage für einen Entscheid. Die Sache ist daher an </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese eine psychiatrische Exper</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tise </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">über den Gesundheitszustand des Versicherten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und dessen Verlauf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">seit seine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Neuanmeldung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vom 10. Januar 2019 (Urk. 11/67) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einhole und über seinen Leis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tungsanspruch neu verfüge. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG sind ermessensweise auf Fr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerle</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8.2</span><span> </span><span id="VV079"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde darf obsiegenden Behörden oder mit öf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichrechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen in der Re</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gel keine Parteientschädigung zugesprochen werden. In An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">du</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ng dieser Bestim</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mung hat das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgericht der SUVA und den privaten UVG-Versiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rern so</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> – von Sonderfällen abgesehen – den Krankenkassen keine Partei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">entschädigungen zugesprochen, weil sie als Orga</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nisa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tionen mit öffentlichrechtlichen Aufgaben zu qua</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lifizieren sind (BGE 112 V 356 E. 6 mit Hinweisen). Das hat grund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sätzlich auch für die Trägerinnen oder Versicherer der berufli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen Vorsorge gemäss BVG zu gelten (BGE 128 V 124 E. 5b, 126 V 143 E. 4a, 118 V 158 E. 7, 117 V 349 E. 8 mit Hinweis).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eine Abweichung von diesem Grundsatz ist vorliegend nicht angezeigt, weshalb der Beschwerdeführerin als berufliche Vorsorgeversicherung keine Parteientschä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">digung zuzusprechen ist.</span></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung vom 15. Oktober 2019 aufgehoben </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Abklärung im Sinne der Er</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">wägun</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">gen, neu verfüge.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Der Beschwerdeführerin wird keine Prozessentschädigung zugesprochen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">MLaw </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Z.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">82 ff. in Verbindung mit </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Juli bis und mit 1</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">August sowie vom 1</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">8. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Dezember bis und mit dem </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">2. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Januar (</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannBoller</p><p><br/></p><div><p> </p></div><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>