Abkommen vom 16. Dezember 2004 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Libanesischen Republik über die Rückübernahme von Personen mit unbefugtem Aufenthalt (mit Anhang) <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2006/66/20060215/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2006/66/20060215"/><FRBRdate date="2006-02-15" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2004-12-16" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2006-02-15" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.142.114.899"/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo del 16 dicembre 2004 tra il Consiglio federale svizzero e il Governo della Repubblica libanese sulla riammissione di persone in situazione irregolare (con All.)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord du 16 décembre 2004 entre le Conseil fédéral suisse et le Gouvernement de la République libanaise relatif à la réadmission de personnes en situation irrégulière (avec annexe)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 16. Dezember 2004 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Libanesischen Republik über die Rückübernahme von Personen mit unbefugtem Aufenthalt (mit Anhang)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2006/66/20060215/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2006/66/20060215/de"/><FRBRdate date="2006-02-15" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2004-12-16" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2006-02-15" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2006/66/20060215/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2006/66/20060215/de/xml"/><FRBRdate date="2006-02-15" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2004-12-16" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2006-02-15" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.142.114.899 </docNumber></p><p> AS <b>2006</b> 435</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung</p><p><docTitle>Abkommen<br/>zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und <br/>der Regierung der Libanesischen Republik über die <br/>Rückübernahme von Personen mit unbefugtem Aufenthalt</docTitle></p><p>Abgeschlossen am 16. Dezember 2004</p><p>In Kraft getreten durch Notenaustausch am 15. Februar 2006</p><p> (Stand am 14. Februar 2006)</p></preface><preamble><p>Der Schweizerische Bundesrat <br/>und <br/>die Regierung der Libanesischen Republik</p><p>(nachstehend «Vertragsparteien» genannt),</p><p>im Wunsch, die Solidarität und Zusammenarbeit zwischen ihnen aufrechtzuerhalten und zu fördern,</p><p>in der Absicht, die illegale Einwanderung zu bekämpfen,</p><p>im Bestreben, die Rückübernahme von Personen mit unbefugtem Aufenthalt zu erleichtern,</p><p>haben Folgendes vereinbart:</p></preamble><body><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Rückübernahme von schweizerischen Staatsangehörigen</heading><paragraph eId="art_1/para_1"><num>(1)</num><content><p>Die Schweizerische Eidgenossenschaft übernimmt auf offiziellen Antrag der Libanesischen Republik formlos jede Person, welche die in der Libanesischen Republik geltenden Voraussetzungen für die Einreise oder den Aufenthalt nicht oder nicht mehr erfüllt, wenn nachgewiesen oder glaubhaft gemacht wird, dass diese Person die schweizerische Staatsangehörigkeit besitzt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Libanesische Republik nimmt diese Person unter denselben Voraussetzungen wieder zurück, wenn eine Nachprüfung ergibt, dass sie zum Zeitpunkt der Ausreise aus dem Hoheitsgebiet der Libanesischen Republik die schweizerische Staatsangehörigkeit nicht besass.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Rückübernahme von libanesischen Staatsangehörigen</heading><paragraph eId="art_2/para_1"><num>(1)</num><content><p>Die Libanesische Republik übernimmt auf offiziellen Antrag der Schweizerischen Eidgenossenschaft formlos jede Person, welche die in der Schweizerischen Eidgenossenschaft geltenden Voraussetzungen für die Einreise oder den Aufenthalt nicht oder nicht mehr erfüllt, wenn nachgewiesen oder glaubhaft gemacht wird, dass diese Person die libanesische Staatsangehörigkeit besitzt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Schweizerische Eidgenossenschaft nimmt diese Person unter denselben Voraussetzungen wieder zurück, wenn eine Nachprüfung ergibt, dass sie zum Zeitpunkt der Ausreise aus dem Hoheitsgebiet der Schweizerischen Eidgenossenschaft die libanesische Staatsangehörigkeit nicht besass.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Rückübernahme von Drittstaatsangehörigen und Staatenlosen</heading><paragraph eId="art_3/para_1"><num>(1)</num><content><p>Jede Vertragspartei übernimmt auf offiziellen Antrag der anderen Vertragspartei formlos die Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen, denen sie nach dem innerstaatlichen Recht jeder Vertragspartei die letzte dauernde Aufenthaltsbewilligung erteilt oder den Flüchtlingsstatus zuerkannt hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die ersuchende Vertragspartei nimmt jedoch die in Absatz 1 genannten Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen wieder zurück, wenn später nachgewiesen wird, dass diese Personen zum Zeitpunkt der Ausreise aus dem Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei keine dauernde Aufenthaltsbewilligung besassen und von dieser Vertragspartei keinen Flüchtlingsstatus erhalten hatten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Dauernde Aufenthaltsbewilligung</heading><paragraph eId="art_4/para"><content><p>Als dauernde Aufenthaltsbewilligung nach Artikel 3 gilt jede von den zuständigen Behörden einer Vertragspartei nach ihrem nationalen Recht ausgestellte Erlaubnis, die im Anhang aufgelistet ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Fristen</heading><paragraph eId="art_5/para_1"><num>(1)</num><content><p>Die ersuchte Vertragspartei verfügt über eine Frist von drei Monaten ab Eingang des Gesuchs bei ihrer diplomatischen oder konsularischen Vertretung, um das Gesuch positiv oder negativ zu beantworten. Erhält die ersuchende Vertragspartei innerhalb dieser Frist keine Antwort, gilt dies als stillschweigende Zustimmung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die ersuchte Vertragspartei übernimmt die Person, deren Rückübernahme sie gutgeheissen hat, unverzüglich, spätestens aber innerhalb von drei Monaten. Auf Wunsch der ersuchenden Vertragspartei kann diese Frist um weitere drei Monate verlängert werden, wenn rechtliche oder praktische Schwierigkeiten dies erfordern. Überschreitet die Frist den Zeitraum von sechs Monaten ab Ausstellung des ersten Laissez-passer, muss die ersuchende Vertragspartei einen neuen offiziellen Antrag stellen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Durchbeförderung</heading><paragraph eId="art_6/para_1"><num>(1)</num><content><p>Jede Vertragspartei gestattet auf Antrag der anderen Vertragspartei die Durchbeförderung von Drittstaatsangehörigen unter behördlicher Kontrolle (nachstehend «Durchbeförderung» genannt), sofern die Übernahme in anderen Durchgangsstaaten und im Zielstaat gewährleistet ist. In diesen Fällen braucht die ersuchte Vertragspartei kein Transitvisum auszustellen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Durchbeförderung von in Absatz 1 genannten Drittstaatsangehörigen wird nicht verlangt und wird abgelehnt, wenn hinreichende Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der betreffenden Person im Zielstaat oder in einem allfälligen Durchgangsstaat unmenschliche Behandlung oder die Todesstrafe droht oder dass ihr Leben, ihre körperliche Integrität oder ihre Freiheit wegen ihrer Nationalität, Religion, Rasse oder politischen Überzeugung gefährdet ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_3"><num>(3)</num><content><p>Die Durchbeförderung kann ausserdem abgelehnt werden, wenn die Person im Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei, in einem Durchgangsstaat oder im Zielstaat eine Strafverfolgung oder eine Strafvollstreckung zu erwarten hätte.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_4"><num>(4)</num><content><p>Das Gesuch um Durchbeförderung wird schriftlich auf direktem Weg zwischen den zuständigen Behörden gestellt und beantwortet. Form und Inhalt des Gesuchs sowie das Verfahren sind im Anhang festgelegt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_5"><num>(5)</num><content><p>Weist die ersuchte Vertragspartei ein Gesuch um Durchbeförderung wegen Nichterfüllung der Voraussetzungen nach den Absätzen 1–3 ab, teilt sie der ersuchenden Vertragspartei schriftlich die für ihre Entscheidung massgeblichen Gründe mit. Jede zur Durchbeförderung übernommene Person kann trotz vorgängiger Zusicherung an die ersuchende Vertragspartei wieder zurückgegeben werden, wenn nachträglich bekannt wird, dass die Voraussetzungen nach Absatz 1 nicht erfüllt sind oder Gründe für eine Ablehnung nach Absatz 3 bestehen. In diesen Fällen ist die ersuchende Vertragspartei zur Rückübernahme der betreffenden Person verpflichtet.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Datenschutz</heading><paragraph eId="art_7/para_1"><num>(1)</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_7/para_1/listintro">Soweit für die Durchführung dieses Abkommens Personendaten zu übermitteln sind, werden diese Daten gemäss innerstaatlichem Recht erfasst, bearbeitet und geschützt. Insbesondere sind folgende Grundsätze zu beachten:</listIntroduction><item eId="art_7/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>die Vertragspartei, welche die Daten erhält, verwendet diese nur zu dem in diesem Abkommen vorgesehenen Zweck und unter den von der übermittelnden Partei festgesetzten Bedingungen;</p></item><item eId="art_7/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>auf Antrag unterrichtet die Vertragspartei, welche die Daten erhalten hat, die übermittelnde Partei über die Verwendung der Daten;</p></item><item eId="art_7/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>Personendaten dürfen ausschliesslich an die für die Durchführung dieses Abkommens zuständigen Behörden übermittelt und nur von diesen zu dem im Abkommen vorgesehenen Zweck verwendet werden. Beide Parteien sind verpflichtet, die Übermittlung und den Erhalt von Personendaten aktenkundig zu machen. Die Daten dürfen nur mit vorheriger Zustimmung der übermittelnden Partei an andere Behörden weitergeleitet werden;</p></item><item eId="art_7/para_1/lbl_d"><num>d. </num><p>die Vertragspartei, welche die Daten übermittelt, hat sich zu vergewissern, dass die Daten richtig und für den mit der Übermittlung verbundenen Zweck erforderlich und geeignet sind. Die übermittelnde Vertragspartei muss sich an die Einschränkungen halten, die nach ihrem innerstaatlichen Recht für die Datenübermittlung gelten. Stellt sich heraus, dass unrichtige Daten übermittelt worden sind oder die Übermittlung widerrechtlich war, muss die Vertragspartei, die diese erhalten hat, unverzüglich benachrichtigt werden. Sie muss die Daten entweder berichtigen oder vernichten;</p></item><item eId="art_7/para_1/lbl_e"><num>e. </num><p>die Betroffenen erhalten auf Antrag Auskunft über die übermittelten Daten zu ihrer Person und über den vorgesehenen Verwendungszweck, wobei hierfür das innerstaatliche Recht der Vertragspartei, die um Auskunft ersucht wird, massgebend ist;</p></item><item eId="art_7/para_1/lbl_f"><num>f. </num><p>die übermittelten Personendaten dürfen nur so lange aufbewahrt werden, wie es der Zweck, zu dem sie übermittelt worden sind, erfordert. Jede Vertragspartei betraut eine geeignete unabhängige Stelle damit, die Bearbeitung und Verwendung der aufbewahrten Daten zu kontrollieren;</p></item><item eId="art_7/para_1/lbl_g"><num>g. </num><p>jede Vertragspartei ist verpflichtet, die übermittelten Personendaten gegen unbefugten Zugriff, missbräuchliche Änderungen und widerrechtliche Bekanntgabe zu schützen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>(2)</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_7/para_2/listintro">Personendaten, die im Rahmen der Rückübernahme übermittelt werden, dürfen ausschliesslich betreffen:</listIntroduction><item eId="art_7/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>die Personalien der zu übergebenden Person sowie, falls erforderlich, diejenigen ihrer Familienangehörigen (Name, Vorname, gegebenenfalls früherer Name, Beinamen oder Pseudonyme, Decknamen, Geburtsdatum und -ort, Geschlecht, derzeitige und frühere Staatsangehörigkeit);</p></item><item eId="art_7/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>die Identitätskarte, den Reisepass, andere Identitätsausweise oder Reisedokumente und Laissez-passer (Nummer, Gültigkeitsdauer, Ausstellungsdatum, ausstellende Behörde, Ausstellungsort usw.);</p></item><item eId="art_7/para_2/lbl_c"><num>c. </num><p>sonstige Informationen wie Fingerabdrücke oder Fotografien, die dazu dienen können, die zu übergebende Person zu identifizieren oder festzustellen, ob die in diesem Abkommen vorgesehenen Voraussetzungen für die Rückübernahme erfüllt sind;</p></item><item eId="art_7/para_2/lbl_d"><num>d. </num><p>die Aufenthaltsorte und Reisewege.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Kosten</heading><paragraph eId="art_8/para"><content><p>Die Transportkosten, die im Zusammenhang mit der Rückübernahme oder der Durchbeförderung bis zur Grenze der ersuchten Vertragspartei oder bis zur Grenze des Zielstaates entstehen, trägt die ersuchende Vertragspartei.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Anwendung der Bestimmungen des Abkommens</heading><paragraph eId="art_9/para_1"><num>(1)</num><content><p>Die in diesem Abkommen genannten, für dessen Durchführung zuständigen Behörden sind für die Libanesische Republik das Innenministerium, Generaldirektion für allgemeine Sicherheit, und für die Schweizerische Eidgenossenschaft das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement, Abteilung Vollzugsunterstützung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Einzelheiten der Durchführung dieses Abkommens, vor allem diejenigen in Bezug auf;</p><blockList><item eId="art_9/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>die Vorgehensweise für den Informationsaustausch und die Rückübernahme;</p></item><item eId="art_9/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>die für das Rückübernahmeverfahren erforderlichen Dokumente und Informationen,</p></item></blockList><p>sind im Anhang dieses Abkommens geregelt, welcher ein integrierender Bestandteil desselbigen ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_3"><num>(3)</num><content><p>Technische Änderungen des Anhangs können durch diplomatischen Notenaustausch zwischen den zuständigen Behörden der Vertragsparteien vereinbart werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><heading>Andere Verpflichtungen</heading><paragraph eId="art_10/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_10/para/listintro">Von diesem Abkommen unberührt bleiben die Verpflichtungen der Vertragsparteien nach internationalem Recht, insbesondere die Verpflichtungen aufgrund:</listIntroduction><item eId="art_10/para/bull_u1"><num>– </num><p>der internationalen Übereinkommen über den Schutz der Menschenrechte, darunter der Internationale Pakt vom 16. Dezember 1966<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1993/750_750_750" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.103.2</b></ref></p></authorialNote> über bürgerliche und politische Rechte;</p></item><item eId="art_10/para/bull_u2"><num>– </num><p>der zwischenstaatlichen Auslieferungsverträge.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><heading>Grundsätze der guten Zusammenarbeit</heading><paragraph eId="art_11/para_1"><num>(1)</num><content><p>Die Vertragsparteien unterstützen sich gegenseitig bei der Anwendung und Auslegung dieses Abkommens. Sie unterrichten einander regelmässig über die von ihnen festgelegten Einreisevoraussetzungen für Drittstaatsangehörige. Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Auslegung, Anwendung oder Durchführung dieses Abkommens werden von den zuständigen Behörden der Vertragsparteien durch gegenseitige Konsultationen oder Meinungsaustausch in mündlicher oder schriftlicher Form bereinigt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die diplomatische oder konsularische Vertretung der Vertragspartei, bei der Anträge nach den Artikeln 1 und 2 eingehen, unterstützt die ersuchende Vertragspartei, gemäss den innerstaatlichen Regelungen jeder Vertragspartei, bei der Überprüfung der Staatsangehörigkeit von Personen, die das Land verlassen müssen. Zu diesem Zweck können gemeinsame Anhörungen durchgeführt werden. Wenn nötig werden Sachverständige bestimmt, welche die Staatsangehörigkeit der betreffenden Person überprüfen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_3"><num>(3)</num><content><p>Beide Vertragsparteien setzen sich im Rahmen ihrer Fähigkeiten und Mittel dafür ein, ihre technische Zusammenarbeit im Hinblick auf die Durchführung der in diesem Abkommen vorgesehenen Aktivitäten zu verstärken.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><heading>Informationsaustausch</heading><paragraph eId="art_12/para"><content><p>Aufgrund der Zusammenarbeit im Sinne dieses Abkommens setzen sich beide Vertragsparteien dafür ein, den allgemeinen Informationsaustausch und den Dialog über Migrationsfragen, die für beide Parteien wichtig sind, zu intensivieren.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><heading>Suspendierung und Kündigung</heading><paragraph eId="art_13/para_1"><num>(1)</num><content><p>Jede Vertragspartei kann nach Absprache mit der anderen Vertragspartei die Bestimmungen dieses Abkommens aus Gründen der öffentlichen Ordnung oder der öffentlichen Gesundheit ganz oder teilweise suspendieren. Die Suspendierung ist unverzüglich der anderen Vertragspartei schriftlich mitzuteilen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_2"><num>(2)</num><content><p>Jede Vertragspartei kann dieses Abkommen jederzeit durch schriftliche Notifikation an die andere Vertragspartei kündigen. In diesem Fall tritt das Abkommen 30 Tage nach Erhalt der Notifikation ausser Kraft.</p></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><heading>Anwendungsbereich</heading><paragraph eId="art_14/para"><content><p>Dieses Abkommen gilt ebenfalls für das Hoheitsgebiet des Fürstentums Liechtenstein und für dessen Staatsangehörige.</p></content></paragraph></article><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><heading>Inkrafttreten</heading><paragraph eId="art_15/para_1"><num>(1)</num><content><p>Die beiden Vertragsparteien benachrichtigen einander auf diplomatischem Weg, wenn die für das Inkrafttreten dieses Abkommens erforderlichen verfassungsmässigen Voraussetzungen erfüllt sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_2"><num>(2)</num><content><p>Dieses Abkommen tritt 30 Tage nach Eingang der auf diplomatischem Weg zugestellten letzten Notifikation, mit der die Vertragsparteien einander die Erfüllung der verfassungsmässigen Voraussetzungen bekannt geben, in Kraft.</p></content></paragraph></article><signature><p>Geschehen zu Bern am 16. Dezember 2004 in zwei Urschriften in französischer und arabischer Sprache. Bei Meinungsverschiedenheiten über die Auslegung des Abkommens ist der französische Text massgebend.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Für den <br/>Schweizerischen Bundesrat:</p><p>Christoph Blocher</p></td><td><p>Für die <br/>Regierung der Libanesischen Republik:</p><p>Jamil El Sayed</p></td></tr></table></signature></body><components><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2006/66/20060215/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2006/66/20060215"/><FRBRdate date="2006-02-15" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2004-12-16" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2006-02-15" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.142.114.899"/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo del 16 dicembre 2004 tra il Consiglio federale svizzero e il Governo della Repubblica libanese sulla riammissione di persone in situazione irregolare (con All.)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord du 16 décembre 2004 entre le Conseil fédéral suisse et le Gouvernement de la République libanaise relatif à la réadmission de personnes en situation irrégulière (avec annexe)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 16. Dezember 2004 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Libanesischen Republik über die Rückübernahme von Personen mit unbefugtem Aufenthalt (mit Anhang)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2006/66/20060215/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2006/66/20060215/de"/><FRBRdate date="2006-02-15" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2004-12-16" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2006-02-15" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2006/66/20060215/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2006/66/20060215/de/xml"/><FRBRdate date="2006-02-15" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2004-12-16" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2006-02-15" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Anhang</block></container></preface><mainBody><level eId="annex_u1/lvl_1"><num><i>1. </i></num><heading><i>Zu Artikel 1 des Abkommens:</i></heading><content><blockList eId="annex_u1/lvl_1/list_u1"><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_1/list_u1/listintro">1.1  Die schweizerische Staatsangehörigkeit wird nachgewiesen durch Vorlage:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_1/list_u1/bull_u1"><num>– </num><p>einer gültigen Identitätskarte;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_1/list_u1/bull_u2"><num>– </num><p>eines gültigen Reisepasses oder eines gültigen Passersatzdokuments.</p></item></blockList><p>Bei Vorlage dieser Dokumente anerkennen die Schweizer Behörden die Staatsangehörigkeit der Person, ohne dass es einer weiteren Überprüfung bedarf.</p><blockList eId="annex_u1/lvl_1/list_u2"><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_1/list_u2/listintro">1.2  Die schweizerische Staatsangehörigkeit wird insbesondere glaubhaft gemacht durch:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_1/list_u2/bull_u1"><num>– </num><p>eines der in Ziffer 1.1 genannten Dokumente, dessen Gültigkeit abgelaufen ist;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_1/list_u2/bull_u2"><num>– </num><p>eine militärische Identitätskarte, welche die Zugehörigkeit zur Schweizer Armee belegt;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_1/list_u2/bull_u3"><num>– </num><p>einen Führerausweis;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_1/list_u2/bull_u4"><num>– </num><p>eine Geburtsurkunde;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_1/list_u2/bull_u5"><num>– </num><p>Zeugenaussagen;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_1/list_u2/bull_u6"><num>– </num><p>eigene Angaben der betroffenen Person;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_1/list_u2/bull_u7"><num>– </num><p>die Sprache der betroffenen Person;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_1/list_u2/bull_u8"><num>– </num><p>einen Fingerabdruckvergleich.</p></item></blockList><p>In diesen Fällen gilt die schweizerische Staatsangehörigkeit als erwiesen, sofern die Schweizerische Eidgenossenschaft dies nicht widerlegt hat.</p><blockList eId="annex_u1/lvl_1/list_u3"><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_1/list_u3/listintro">1.3  Wenn die libanesischen Behörden keines der oben genannten Dokumente vorlegen können, stellt die schweizerische diplomatische oder konsularische Vertretung gegen Vorlage der folgenden Dokumente ein Laissez-passer aus:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_1/list_u3/bull_u1"><num>– </num><p>eine Fotokopie des Reisepasses;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_1/list_u3/bull_u2"><num>– </num><p>ein abgelaufenes Laissez-passer oder eine Kopie davon;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_1/list_u3/bull_u3"><num>– </num><p>ein bei einer libanesischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung gestelltes Visumgesuch oder eine Kopie davon;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_1/list_u3/bull_u4"><num>– </num><p>ein bei einer libanesischen Behörde gestelltes Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung oder eine Kopie davon.</p></item></blockList></content></level><level eId="annex_u1/lvl_2"><num><i>2. </i></num><heading><i>Zu Artikel 2 des Abkommens:</i></heading><content><blockList eId="annex_u1/lvl_2/list_u1"><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_2/list_u1/listintro">2.1  Die libanesische Staatsangehörigkeit wird nachgewiesen durch Vorlage:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_2/list_u1/bull_u1"><num>– </num><p>eines gültigen libanesischen Reisepasses;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_2/list_u1/bull_u2"><num>– </num><p>eines nach dem 1. Januar 1993 angefertigten Originalauszugs aus dem Zivilstands- oder Familienregister mit Foto der betroffenen Person (IKHRAJ QAID FARDI oder AAILI);</p></item><item eId="annex_u1/lvl_2/list_u1/bull_u3"><num>– </num><p>einer nach März 1997 ausgestellten gültigen Identitätskarte;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_2/list_u1/bull_u4"><num>– </num><p>eines gültigen Laissez-passer, in dem die libanesische Staatsangehörigkeit des Inhabers angegeben ist.</p></item></blockList><p>Bei Vorlage und nach Überprüfung dieser Dokumente anerkennt die Libanesische Republik die Staatsangehörigkeit der Person, ohne dass es einer weiteren Überprüfung bedarf.</p><blockList eId="annex_u1/lvl_2/list_u2"><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_2/list_u2/listintro">2.2  Die libanesische Staatsangehörigkeit wird insbesondere glaubhaft gemacht durch:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_2/list_u2/bull_u1"><num>– </num><p>eine Kopie der in Ziffer 2.1 genannten Dokumente, mit Foto;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_2/list_u2/bull_u2"><num>– </num><p>einen abgelaufenen libanesischen Reisepass;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_2/list_u2/bull_u3"><num>– </num><p>Fingerabdrücke, die in den libanesischen Fingerabdruckdateien registriert sind;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_2/list_u2/bull_u4"><num>– </num><p>ein abgelaufenes Laissez-passer oder eine Kopie davon, mit Foto;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_2/list_u2/bull_u5"><num>– </num><p>Zeugenaussagen;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_2/list_u2/bull_u6"><num>– </num><p>eine Geburtsurkunde oder eine Kopie davon, mit Foto;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_2/list_u2/bull_u7"><num>– </num><p>einen Führerausweis oder eine Kopie davon, mit Foto;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_2/list_u2/bull_u8"><num>– </num><p>eine von der libanesischen Armee ausgestellte Bescheinigung über den Abschluss des Militärdienstes, mit Foto;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_2/list_u2/bull_u9"><num>– </num><p>ein bei einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung gestelltes Visumgesuch oder eine Kopie davon, mit Foto;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_2/list_u2/bull_u10"><num>– </num><p>ein bei einer schweizerischen Behörde gestelltes Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung oder eine Kopie davon, mit Foto;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_2/list_u2/bull_u11"><num>– </num><p>Erklärungen, welche die betroffene Person den schweizerischen Rechtspflege- oder Verwaltungsbehörden und der libanesischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung abgibt.</p></item></blockList><p>In diesen Fällen gilt die libanesische Staatsangehörigkeit als erwiesen, wenn die zuständige Behörde eine entsprechende Überprüfung vorgenommen hat.</p><p>2.3  Die diplomatische oder konsularische Vertretung liefert das Reisedokument den zuständigen schweizerischen Behörden, nachdem die Generaldirektion für allgemeine Sicherheit hierfür eine Bewilligung erteilt hat, welche die Feststellung der Identität voraussetzt. Verfügt die betroffene Person über einen gültigen Reisepass, ein gültiges Laissez-passer oder ein anderes gültiges Dokument, das in Ziffer 2.1 aufgeführt ist, benachrichtigt die zuständige schweizerische Behörde die diplomatische oder konsularische Vertretung, die der Rückführung zustimmt, wenn die Generaldirektion für allgemeine Sicherheit die Identität festgestellt hat.</p></content></level><level eId="annex_u1/lvl_3"><num><i>3. </i></num><heading><i>Zu den Artikeln 1 und 2 des Abkommens:</i></heading><content><blockList eId="annex_u1/lvl_3/list_u1"><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_3/list_u1/listintro">3.1  Unabhängig davon, was für Dokumente vorliegen, ob unwiderlegbare Beweise für die Staatsangehörigkeit oder Mittel, mit denen die Staatsangehörigkeit glaubhaft gemacht wird, reicht die ersuchende Vertragspartei bei der anderen Partei über deren diplomatische oder konsularische Vertretung ein Rückübernahmegesuch ein, das folgende Informationen über die betroffene Person enthält:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_3/list_u1/lbl_a"><num>a) </num><p>Namen und Vornamen, gegebenenfalls Ledigname;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_3/list_u1/lbl_b"><num>b) </num><p>neuer Foto der betroffenen Person;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_3/list_u1/lbl_c"><num>c) </num><p>Geburtsdatum und -ort;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_3/list_u1/lbl_d"><num>d) </num><p>Staatsangehörigkeit der betroffenen Person;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_3/list_u1/lbl_e"><num>e) </num><p>letzte bekannte oder sonstige Adresse der betroffenen Person im Land, das diese übernehmen soll;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_3/list_u1/lbl_f"><num>f) </num><p>Art, Seriennummer und Gültigkeitsdauer des Reisepasses oder sonstiger Reisedokumente sowie Angaben zur ausstellenden Behörde und eine Fotokopie des Reisedokuments;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_3/list_u1/lbl_g"><num>g) </num><p>Abdrücke aller zehn Finger der betroffenen Person.</p></item></blockList><p>Die ersuchte Vertragspartei muss das Gesuch innerhalb der in diesem Abkommen festgelegten Fristen beantworten.</p><p>3.2  Die ersuchende Vertragspartei begleitet die betroffene Person zur Anhörung bei der diplomatischen oder konsularischen Vertretung der ersuchten Vertragspartei.</p><p>Bei dieser Anhörung erhält die betroffene Person Gelegenheit, sich freiwillig zu ihrem Familienstand, ihrer beruflichen Situation, den Umständen ihres Aufenthalts im Hoheitsgebiet der ersuchenden Vertragspartei und den Auswirkungen ihrer Rückführung zu äussern.</p><p>3.3  Beide Vertragsparteien stimmen unverzüglich der sofortigen Rückführung ihrer Staatsangehörigen zu, die per Flugzeug illegal angekommen oder eingereist sind. Die Rückführung hat möglichst rasch nach ihrer Ankunft oder Einreise und gemäss einer direkten Mitteilung zwischen den zuständigen Behörden der beiden Vertragsparteien zu erfolgen. Bei diesen Personen genügt es, der ersuchten Vertragspartei in dieser direkten Mitteilung den Namen der rückzuübernehmenden Person, den Zeitpunkt ihrer Ankunft oder Einreise, ihr Passfoto und ihre Passnummer zuzustellen, damit die Rückführung so rasch wie möglich vorgenommen werden kann.</p><blockList eId="annex_u1/lvl_3/list_u2"><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_3/list_u2/listintro">3.4  Was die älteren Fälle anbelangt, das heisst libanesische Staatsangehörige, die sich bereits vor Inkrafttreten dieses Abkommens in der Schweiz aufgehalten haben, sind die beiden Vertragsparteien übereingekommen, Massnahmen zur individuellen Rückführung gemäss den Bestimmungen dieses Abkommens anzuwenden. Dabei werden nachstehende Kategorien prioritär behandelt:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_3/list_u2/bull_u1"><num>– </num><p>Libanesen, die aus Gründen der öffentlichen Ordnung zurückgeführt werden müssen;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_3/list_u2/bull_u2"><num>– </num><p>ledige Libanesen;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_3/list_u2/bull_u3"><num>– </num><p>Libanesen, die nach Juni 2000 in die Schweiz eingereist sind und sich dort aufgehalten haben;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_3/list_u2/bull_u4"><num>– </num><p>Libanesen, die freiwillig in den Libanon zurückkehren wollen.</p></item></blockList><p>Nach einer Beobachtungszeit von zwei Jahren ab Inkrafttreten dieses Abkommens werden die zuständigen Behörden der Vertragsparteien die Modalitäten für die Rückübernahme von Libanesen, die eine oder mehrere der im ersten Absatz dieser Ziffer genannten Voraussetzungen nicht erfüllen, vereinbaren.</p><p>3.5  Ist die betroffene Person auf medizinische Betreuung angewiesen und liegt dies in ihrem Interesse, liefert die ersuchende Vertragspartei zudem einen Bericht über deren Gesundheitszustand einschliesslich vorhandener Arztzeugnisse sowie Informationen darüber, ob sie einer besonderen ärztlichen Behandlung bedarf, medizinisch überwacht oder mit der Ambulanz transportiert werden muss.</p><p>3.6  Die beiden Vertragsparteien haben beschlossen, von kollektiven Rückführungen so weit wie möglich abzusehen.</p></content></level><level eId="annex_u1/lvl_4"><num><i>4. </i></num><heading><i>Zu den Artikeln 3 und 4 des Abkommens:</i></heading><content><p>4.1  Als palästinensische Flüchtlinge im Libanon gelten alle Palästinenser und Palästinenserinnen, die bei der Generaldirektion für allgemeine Sicherheit und der Generaldirektion für politische Angelegenheiten und Flüchtlinge im Libanon sowie beim UNRWA registriert sind.</p><blockList eId="annex_u1/lvl_4/list_u1"><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_4/list_u1/listintro">4.2  Die Libanesische Republik stimmt der sofortigen Rückübernahme von palästinensischen Flüchtlingen zu, die im Libanon offiziell registriert sind und sich widerrechtlich in der Schweiz aufhalten, wenn nachgewiesen wird, dass sie aus dem Libanon gekommen sind und von den libanesischen Behörden ausgestellte Flüchtlingsdokumente besitzen und wenn die Echtheit dieser Dokumente festgestellt wird. Folgende Dokumente kommen in Betracht:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_4/list_u1/bull_u1"><num>– </num><p>von der Generaldirektion für allgemeine Sicherheit ausgestellte Reisedokumente für palästinensische Flüchtlinge;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_4/list_u1/bull_u2"><num>– </num><p>libanesisches Laissez-passer, aus dem die palästinensische Nationalität hervorgeht;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_4/list_u1/bull_u3"><num>– </num><p>von der Generaldirektion für politische Angelegenheiten und Flüchtlinge ausgestellte spezielle Identitätskarte für palästinensische Flüchtlinge;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_4/list_u1/bull_u4"><num>– </num><p>von der UNRWA im Libanon ausgestellte Registrierungsbescheinigung;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_4/list_u1/bull_u5"><num>– </num><p>Personenstandsausweis oder Familienschein, ausgezogen aus den Zivilstandsregistern für palästinensische Flüchtlinge im Libanon.</p></item></blockList><p>4.3  Mit einer Kopie der vorgenannten Dokumente kann die Identität der betroffenen Person glaubhaft gemacht werden.</p><p>4.4  Die in Ziffer 4.2 genannten Dokumente müssen dem Rückübernahmegesuch beigefügt werden, das von der schweizerischen Vertragspartei gestellt wird und aufgrund dessen die libanesische Vertragspartei die Dokumente auf ihre Echtheit prüft. Daraufhin stimmt die libanesische Vertragspartei der Rückübernahme zu, sofern das Rückübernahmegesuch nach dem oben festgelegten Verfahren gestellt wird.</p><blockList eId="annex_u1/lvl_4/list_u2"><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_4/list_u2/listintro">4.5  Jedes Rückübernahmegesuch nach Artikel 3 dieses Abkommens (Drittstaatsangehörige, Staatenlose, Flüchtlinge) muss folgende Angaben zur betroffenen Person enthalten:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_4/list_u2/lbl_a"><num>a) </num><p>Namen und Vornamen, gegebenenfalls Ledigname;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_4/list_u2/lbl_b"><num>b) </num><p>Geburtsdatum und -ort;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_4/list_u2/lbl_c"><num>c) </num><p>Staatsangehörigkeit (ausgenommen Staatenlose);</p></item><item eId="annex_u1/lvl_4/list_u2/lbl_d"><num>d) </num><p>letzte Adresse im Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_4/list_u2/lbl_e"><num>e) </num><p>Art, Seriennummer und Gültigkeitsdauer des Reisepasses oder sonstiger Reisedokumente sowie Angaben zur ausstellenden Behörde und eine Fotokopie des Reisedokuments;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_4/list_u2/lbl_f"><num>f) </num><p>Seriennummer und Gültigkeitsdauer der Aufenthaltskarte bzw. ‑bewilligung sowie Foto der betroffenen Person (Fotokopie der Aufenthaltskarte bzw. ‑bewilligung).</p></item></blockList><blockList eId="annex_u1/lvl_4/list_u3"><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_4/list_u3/listintro">4.6  Der dauernde Aufenthalt im Hoheitsgebiet der Schweizerischen Eidgenossenschaft (a) oder im Hoheitsgebiet der Libanesischen Republik (b) wird nachgewiesen durch folgende Dokumente:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_4/list_u3/bull_u1"><num/><p>a) </p><p>– </p><p>eine gültige Niederlassungsbewilligung, ausgestellt von den kantonalen Fremdenpolizeibehörden;</p><blockList><item eId="annex_u1/lvl_4/list_u3/bull_u1/bull_u1"><num>– </num><p>ein gültiger Flüchtlingspass im Sinne des Abkommens vom 28. Juli 1951<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1955/443_461_469" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.142.30</b></ref></p></authorialNote> über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (Konventionsreiseausweis);</p></item><item eId="annex_u1/lvl_4/list_u3/bull_u1/bull_u2"><num>– </num><p>ein gültiger Reisepass für Ausländer.</p></item></blockList></item><item eId="annex_u1/lvl_4/list_u3/bull_u2"><num/><p>b) </p><p>– </p><p>eine libanesische Aufenthaltsbewilligung für Staatenlose;</p><blockList><item eId="annex_u1/lvl_4/list_u3/bull_u2/bull_u1"><num>– </num><p>eine libanesische Aufenthaltsbewilligung für Drittstaatsangehörige.</p></item></blockList></item></blockList><p>4.7  Der dauernde Aufenthalt wird glaubhaft gemacht durch Kopien der in Ziffer 4.6 aufgeführten Dokumente und Beweismittel.</p><p>In diesem Fall erfolgt die Rückübernahme nur mit ausdrücklicher Zustimmung der ersuchten Vertragspartei. Diese beantwortet das Gesuch innerhalb der in Artikel 5 des Abkommens genannten Frist.</p><blockList eId="annex_u1/lvl_4/list_u4"><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_4/list_u4/listintro">4.8  Für die Anwendung dieses Abkommens bezieht sich der Ausdruck «Flüchtling» auf jede Person, die:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_4/list_u4/bull_u1"><num>– </num><p>nach libanesischem innerstaatlichem Recht offiziell als Flüchtling registriert worden ist;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_4/list_u4/bull_u2"><num>– </num><p>für die Schweiz, bezieht sich der Ausdruck Flüchtlinge auf jede Person, die den Flüchtlingsstatus aufgrund des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge erhalten hat.</p></item></blockList><p>4.9  Dasselbe Verfahren ist anzuwenden bei Staatenlosen und Drittstaatsangehörigen, die ihre letzte dauernde Aufenthaltsbewilligung nachweislich im Libanon erhalten haben, bevor sie in die Schweiz eingereist sind.</p></content></level><level eId="annex_u1/lvl_5"><num><i>5. </i></num><heading><i>Zu Artikel 5 des Abkommens:</i></heading><content><p>Die Fristen nach Artikel 5 sind Höchstfristen und beginnen mit der Notifikation des Rückübernahmegesuchs an die diplomatische oder konsularische Vertretung der ersuchten Vertragspartei.</p></content></level><level eId="annex_u1/lvl_6"><num><i>6. </i></num><heading><i>Zu Artikel 6 des Abkommens:</i></heading><content><p>6.1  «Durchbeförderung» bezeichnet das Passieren der Transitzone eines Flughafens der ersuchten Vertragspartei durch die Person, die von einem anderen Zielland als der ersuchten Vertragspartei übernommen werden soll.</p><blockList><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_6/listintro">6.2  Das Gesuch um Durchbeförderung muss folgende Angaben zur betroffenen Person enthalten:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_6/lbl_a"><num>a) </num><p>Namen und Vornamen, gegebenenfalls Ledigname;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_6/lbl_b"><num>b) </num><p>neueres Foto der betroffenen Person;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_6/lbl_c"><num>c) </num><p>Geburtsdatum und -ort;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_6/lbl_d"><num>d) </num><p>Staatsangehörigkeit;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_6/lbl_e"><num>e) </num><p>letzte bekannte Adresse im Zielland;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_6/lbl_f"><num>f) </num><p>Art, Seriennummer und Gültigkeitsdauer des Reisepasses oder sonstiger Reisedokumente sowie Angaben zur ausstellenden Behörde und eine Fotokopie des Reisedokuments.</p></item></blockList><p>6.3  Im Gesuch um Durchbeförderung ist anzugeben, ob die betroffene Person besonderer Sicherheitsmassnahmen oder ärztlicher Betreuung bedarf.</p><p>6.4  Stimmt die ersuchte Vertragspartei dem Gesuch zu, muss die Durchbeförderung innerhalb von 30 Tagen ab Datum des Antwortschreibens erfolgen.</p><p>6.5  Der genaue Zeitpunkt sowie die Modalitäten der Übergabe und der Durchbeförderung (Flugnummer, Abflugs- und Ankunftszeit, Personalien allfälliger Begleitpersonen) werden direkt zwischen der diplomatischen oder konsularischen Behörde des ersuchenden Landes und der ersuchten zuständigen Behörde vereinbart.</p></content></level><level eId="annex_u1/lvl_7"><num><i>7. </i></num><heading><i>Zu Artikel 9 des Abkommens:</i></heading><content><p>7.1  30 Tage nach Unterzeichnung dieses Abkommens teilen die zuständigen Behörden einander brieflich ihre Angaben mit und tauschen eine Liste der für die Rückübernahme oder Durchbeförderung bestimmten Grenzübergangsstellen aus.</p><p>7.2  Die zuständigen Behörden teilen einander unverzüglich jede Änderung der vorgenannten Informationen brieflich mit.</p></content></level><level eId="annex_u1/lvl_8"><num><i>8. </i></num><heading><i>Zu Artikel 11 des Abkommens:</i></heading><content><p>8.1  Wenn die Staatsangehörigkeit einer Person anhand der vorgelegten Dokumente nicht nachgewiesen oder glaubhaft gemacht werden kann, führt die diplomatische oder konsularische Vertretung der ersuchten Vertragspartei auf Antrag der ersuchenden Vertragspartei unverzüglich eine Anhörung der betroffenen Person durch.</p><p>8.2  Wenn die Staatsangehörigkeit der rückzuübernehmenden Person bei der Anhörung durch die diplomatische oder konsularische Vertretung der ersuchten Vertragspartei festgestellt oder hinreichend glaubhaft gemacht wird, stellt die diplomatische oder konsularische Vertretung unverzüglich ein Laissez-passer aus. Hierfür benötigt sie eine Bewilligung der ersuchten zuständigen Behörde, die erteilt wird, nachdem die Identität der betroffenen Person festgestellt worden ist.</p><p>8.3  Die zuständigen Behörden der beiden Vertragsparteien legen in gegenseitigem Einverständnis fest, wie die gemeinsamen Anhörungen zu organisieren und welche Kriterien und Verfahren dabei anzuwenden sind. Jede Partei bestimmt hierfür ihre Sachverständigen.</p><p>8.4  Wenn die zuständigen Behörden der ersuchenden Vertragspartei es für notwendig erachten, können sie zur Feststellung der Staatsangehörigkeit der betroffenen Person eine gemeinsame Anhörung verlangen. Die beiden Vertragsparteien lassen sich dabei von ihren zuständigen Behörden vertreten und können zur Unterstützung Sachverständige beiziehen. Wird die Staatsangehörigkeit glaubhaft gemacht, stellt die zuständige Behörde der ersuchten Vertragspartei unverzüglich ein Laissez-passer aus.</p></content></level></mainBody></doc></component></components></act></akomaNtoso>