<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine neue Seco-Studie zum Thema Stress mit aktuellen Daten ausarbeiten zu lassen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Arbeitsbedingter Stress ist ein wichtiges Thema im Bereich Gesundheit am Arbeitsplatz. Deshalb muss das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) als Oberaufsichtsbehörde über den Vollzug des Arbeitsgesetzes über Informationen zu diesem Phänomen und insbesondere zu seiner Entwicklung im Laufe der Zeit verfügen. Gleichzeitig ist dieses Thema auch in einem breiteren Kontext zu betrachten, nämlich im Rahmen des Monitorings von Gesundheitsrisiken für Arbeitnehmende.</p><p>Als Kompetenzzentrum für diese Fragen führt das Seco regelmässig nationale und internationale Erhebungen zu den Arbeitsbedingungen und gesundheitlichen Belastungen durch.</p><p>Dies geschieht insbesondere in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Statistik, der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen (European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions, Eurofound) sowie mit der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA).</p><p>Seit 2002 enthält die Schweizerische Gesundheitsbefragung (SGB) spezifische Fragen zu arbeitsbedingten Belastungen. Dabei geht es sowohl um physische als auch um psychische Belastungen (die SGB von 2017 wird zurzeit ausgewertet). Ausserdem beteiligt sich die Schweiz regelmässig an der Europäischen Erhebung über die Arbeitsbedingungen (European Working Conditions Survey; nächste Durchführung im Jahr 2020) sowie an der Esener-Studie (Europäische Unternehmenserhebung über neue und aufkommende Risiken der EU-OSHA; Datenerhebung im Jahr 2019). Bei beiden Erhebungen werden auch Fragen zu arbeitsbedingtem Stress gestellt. Alle drei Erhebungen werden alle fünf Jahre durchgeführt.</p><p>Zu diesen verschiedenen Monitoring-Instrumenten kommen weitere Informationen von externen Stellen hinzu. Die Gesamtheit dieser Daten wird von den Fachpersonen beim Seco regelmässig analysiert. Zeigt die Auswertung der Daten, dass zusätzliche Informationen notwendig sind, wird ein entsprechender Auftrag ausgelöst.</p><p>Momentan werden die dem Seco zur Verfügung stehenden Daten über arbeitsbedingten Stress als ausreichend betrachtet. Aus diesen Gründen scheint es dem Bundesrat nicht notwendig, eine zusätzliche Studie zu diesem spezifischen Thema in Auftrag zu geben.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.