<h2>SubmittedText<h2><p>Die von der Schweizer KMU-Wirtschaft so geschätzte Höhere Berufsbildung verliert gegenüber der Hochschulbildung immer mehr an Boden. Trotzdem ist es den Höheren Fachschulen weiterhin nicht erlaubt, nach einem mehrjährigen, ausgesprochen anspruchsvollen Anerkennungsverfahren, den erfolgreichen Absolvent:innen eines Bildungsgangs den so begehrten und international verständlichen Bachelor Professional-Titel abzugeben.&nbsp;Ausländische Investorengruppen, die in der Schweiz Hotelfachschulen für internationale Studierende betreiben, sind an der HF-Stufe nicht mehr interessiert, da sie die Anerkennungsverfahren der Bildungsgänge als langwierig und die Abschlüsse als unattraktiv für ihr Zielpublikum betrachten. Das HFKG eröffnet ihnen die praktische Möglichkeit, sich als Fachhochschulinstitut hochoffiziell als schweizerische Bildungsinstitution akkreditieren zu lassen. Damit ist selbstverständlich auch das Recht verbunden, gemäss Art. 62 HFKG geschützte Bachelor- und Master-Titel abzugeben.&nbsp;<br>Diese vom Bund gewährte Abkürzung wird von immer mehr kommerziellen ausländischen Bildungsanbieter:innen gerne in Anspruch genommen. Englischsprachige Programme von nationalen Höheren Fachschulen, wie z. B. der renommierten Schweizerischen Hotelfachschule in Luzern, bleiben in diesem höchst ungleichen Wettbewerb auf der Strecke.</p><p>&nbsp;</p><p>Der Bundesrat wir gebeten, folgende Fragen zu beantworten:&nbsp;</p><ol><li>Welche Strategie verfolgt der Bund, um die Stärken des schweizerischen Berufsbildungssystems zu erhalten und der Abwanderung von Bildungsanbieter:innen und Studierenden in den Hochschulbereich Einhalt zu gebieten?</li><li>Wie stellt der Bund angesichts der grassierenden Zahl von Fachhochschulinstituten – betrieben durch ausländische Investorengruppen – die Qualität im Hochschul- und insbesondere Forschungsbereich sowie den Zusammenhalt im schweizerischen Bildungswesen sicher?</li><li>Verfolgt der Bund die Strategie, mit der einfachen Zulassung von FH-Instituten, den Eintritt in den Bewerbungsprozess bei Unternehmen und damit in den schweizerischen Arbeitsmarkt verstärkt über Fachhochschulabschlüsse zu öffnen?</li><li>Ist es im Interesse des Bundes, wenn jetzt auch Höhere Fachschule eine Akkreditierung als Fachhochschulinstitut anstreben, weil ihnen diese erlauben würde, neue Bildungsprogramme viel rascher und mit gefragteren Titeln am Markt anzubieten?</li></ol>