<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2025-03-13-5A_194-2025.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_194/2025</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 13. März 2025</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Bovey, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. B.________, </div> <div class="para">2. C.________, </div> <div class="para">3. D.________, </div> <div class="para">alle drei vertreten durch Fürsprecher Manuel Rohrer, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerinnen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Schuldneranweisung für Kindesunterhalt, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, 1. Zivilkammer, vom 6. Februar 2025 (ZK 24 482). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">A.________ und B.________ sind die geschiedenen Eltern der Kinder E.________, C.________ und D.________. In der Scheidungsvereinbarung hielten sie Kinderunterhaltsbeiträge von Fr. 956.-- pro Kind fest. </div> <div class="para">Am 4. September 2024 reichten die Mutter sowie die Töchter C.________ und D.________ beim Regionalgericht Emmental-Oberaargau ein Gesuch um Schuldneranweisung ein. Mit Entscheid vom 25. November 2024 hiess das Regionalgericht das Gesuch gut und verpflichtete den jeweiligen Arbeitgeber des Vaters bis Juli 2026 monatlich Fr. 2'004.-- und ab August 2026 jeweils Fr. 1'002.-- zu überweisen. </div> <div class="para">Die hiergegen eingereichte Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 6. Februar 2025 ab. </div> <div class="para">Mit Beschwerde vom 7. März 2025 gelangte der Vater an das Bundesgericht mit den Begehren, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben, das Gesuch um Schuldneranweisung sei abzuweisen und die Berechnung seines Existenzminimums sei korrekt vorzunehmen. Eventualiter beantragt er, die Schuldneranweisung sei auf ein existenzsicherndes Mass zu reduzieren. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Angefochten ist der kantonal letztinstanzliche Entscheid betreffend Schuldneranweisung mit Fr. 30'000.-- übersteigendem Streitwert; die Beschwerde in Zivilsachen steht offen (<span class="artref">Art. 72 Abs. 1, <artref id="CH/173.110/74/1/b" type="start"></artref>Art. 74 Abs. 1 lit. b, <artref id="CH/173.110/75/1" type="start"></artref>Art. 75 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/90" type="start"></artref>Art. 90 BGG</span><artref id="CH/173.110/75/1" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/74/1/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/72/1" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Der von der Vorinstanz festgestellte Sachverhalt ist für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>). Diesbezüglich kann nur eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung gerügt werden, für welche das strenge Rügeprinzip gilt (<span class="artref">Art. 97 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/106/2" type="start"></artref>Art. 106 Abs. 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/97/1" type="end"></artref>), was bedeutet, dass das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und belegte Rügen prüft, während es auf ungenügend substanziierte Rügen und rein appellatorische Kritik am Sachverhalt nicht eintritt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=24.02.2025&amp;to_date=15.03.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-364%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page364">BGE 142 III 364</a> E. 2.4; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=24.02.2025&amp;to_date=15.03.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F149-III-81%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page81">149 III 81</a> E. 1.3). </div> <div class="para">In rechtlicher Hinsicht hat die Beschwerde eine Begründung zu enthalten, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>), was eine sachbezogene Auseinandersetzung mit dessen Begründung erfordert (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=24.02.2025&amp;to_date=15.03.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=24.02.2025&amp;to_date=15.03.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-364%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page364">142 III 364</a> E. 2.4). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde bezieht sich ausschliesslich auf die Tatsachenfeststellungen im Zusammenhang mit dem Einkommen des Beschwerdeführers, der Wohnkosten, der Fahrkosten und der Krankenkassenprämien. Jedoch beschränkt sich der Beschwerdeführer ausschliesslich auf appellatorische Ausführungen, ohne dass er die Verletzung verfassungsmässiger Rechte, insbesondere des Willkürverbotes geltend machen und substanziieren würde. </div> <div class="para">Einzig im Zusammenhang mit den Wohnkosten erscheint das Wort "willkürlich"; indes genügt die Verwendung dieses Wortes für sich genommen nicht für eine Willkürrüge, denn die Ausführungen bleiben rein appellatorisch. </div> <div class="para">Ohnehin würden diese aber auch inhaltlich keine Willkür begründen, denn mit der blossen Behauptung, die realen Wohnkosten würden mindestens Fr. 1'600.-- betragen, setzt sich der Beschwerdeführer nicht und schon gar nicht substanziiert mit den Erwägungen im angefochtenen Entscheid auseinander. Der Beschwerdeführer wohnt mit seiner Lebenspartnerin in deren Haus und das Obergericht hat festgehalten, dass nach den überzeugenden Ausführungen im erstinstanzlichen Entscheid nur Fr. 1'000.-- und nicht der geltend gemachte Mietzins von Fr. 2'000.-- berücksichtigt werden könne: In einem früheren Verfahren habe der Beschwerdeführer einen tieferen Mietzins behauptet, sodann bezahle die Lebenspartnerin nach seinen divergierenden Angaben einmal Hypothekarzinsen von 2.75 % und ein anderes Mal von knapp 3 % und dann wiederum würden "die hohen Zinsen des Jahres 2023" angeführt. Als Nachweis für die effektiven Kosten habe der Beschwerdeführer einzig offeriert, die Belege könnten bei seiner Lebenspartnerin angefordert werden; es sei jedoch nicht Sache des Gerichtes, bei dieser Belege einzufordern, sondern vielmehr treffe ihn eine Mitwirkungspflicht, seine Wohnkosten mit geeigneten Dokumenten zu belegen. Damit setzt sich der Beschwerdeführer wie gesagt nicht substanziiert auseinander, wenn er ohne Beleg "reale Wohnkosten von mindestens Fr. 1'600.--" behauptet und geltend macht, er müsse die Hälfte der effektiven Gesamtkosten für das Haus tragen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und der Präsident im vereinfachten Verfahren entscheidet (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, 1. Zivilkammer, mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 13. März 2025 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Bovey </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>