<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00286</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204510&amp;W10_KEY=13013567&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00286</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.10.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Offenes Submissionsverfahren (Belagssanierungsarbeiten) Vergabe zum Globalpreis (E.3) Unzulässiges Abgebot: Nachdem die Baustelleneinrichtung einmal ausgeschrieben wurde und die Ausschreibungsunterlagen ausdrücklich vorsehen, dass die Arbeiten in einer bis drei Etappen durchgeführt werden, kann bei Vereinbarung eines Festpreises weder die Bestellerin einen Preisnachlass verlangen, wenn die Arbeiten in nur einer Etappe, noch der Unternehmer einen Mehrpreis geltend machen, wenn die Arbeiten in drei Etappen ausgeführt werden. Die Reduktion des Globalangebots der Mitbeteiligten bei Ausführung in einer Etappe stellt ein unzulässgies Abgebot dar (E. 4.3.3). Gutheissung der Beschwerde </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABGEBOT">ABGEBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINHEITSPREIS">EINHEITSPREIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLOBALANGEBOT">GLOBALANGEBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLOBALPREIS">GLOBALPREIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PAUSCHALANGEBOT">PAUSCHALANGEBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 15 IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">Art./§ 40 Abs. I SIA 118</span><br/><span class="ungerade">Art./§ 42 Abs. II SIA 118</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>GrÃ¼n Stadt ZÃ¼rich, ein Zweig des Tief- und Entsorgungsdepartements der Stadt ZÃ¼rich, erÃ¶ffnete im FrÃ¼hjahr 2004 ein offenes Verfahren zur Vergabe von Belagssanierungen und Abschlussregulierungen im Friedhof C, ZÃ¼rich. GemÃ¤ss den Ausschreibungsunterlagen konnten sowohl Akkordangebote (Einheitspreisangebote) als auch Pauschal- oder Globalangebote eingereicht werden. Innert Frist gingen 17 Offerten ein. Mit Beschluss vom 9. Juni 2004 vergab der Stadtrat von ZÃ¼rich die Arbeiten an die B AG, ZÃ¼rich, zum Betrag von netto Fr. 820'000.- (Vergebungsbetrag einschliesslich Regie und Unvorhergesehenes <br/> Fr. 860'000.-). Der Entscheid wurde den nicht berÃ¼cksichtigten Anbietern mit Schreiben vom 15. Juni 2004 erÃ¶ffnet.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Mit Eingabe vom 23. Juni 2004 erhob die A AG, ZÃ¼rich, deren Angebot nicht berÃ¼cksichtigt worden war, beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den Vergabeentscheid und beantragte, dieser sei aufzuheben und der Zuschlag ihr zu erteilen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. Gleichzeitig beantragte die BeschwerdefÃ¼hrerin, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>GrÃ¼n Stadt ZÃ¼rich stellte in ihrer Beschwerdeantwort vom 26. Juli 2004 Antrag auf Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. Ferner beantragte sie, die aufschiebende Wirkung nicht zu erteilen. In Replik und Duplik hielten die Parteien an ihren AntrÃ¤gen fest. Die Mitbeteiligte liess sich nicht vernehmen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Der Beschwerde wurde mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gungen vom 6. und 30. Juli 2004 zunÃ¤chst vorlÃ¤ufig und mit VerfÃ¼gung vom 17. September 2004 fÃ¼r das restliche Beschwerdeverfahren aufschiebende Wirkung erteilt.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden EntscheidgrÃ¼nden wiedergegeben.</span></p> <span><br/> </span> <p class="Sachverhalt1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span> zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weiter gezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 sowie § 2 des Gesetzes vom 15. September 2003 Ã¼ber den Beitritt zur Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen zur Anwendung.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Ein nicht berÃ¼cksichtigter Anbieter ist zur Beschwerde gegen den Vergabeentscheid unter anderem dann legitimiert, wenn er im Fall der Gutheissung der Beschwerde eine realistische Chance hat, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen, oder wenn die Gutheissung zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens fÃ¼hrt, in welchem er ein neues Angebot einreichen kann (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11). Andernfalls fehlt ihm das schutzwÃ¼rdige Interesse an der BeschwerdefÃ¼hrung (§ 70 in Verbindung mit § 21 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vorliegend ist die Legitimation der BeschwerdefÃ¼hrerin gegeben. Sie hat die ausgeschriebenen Arbeiten zu einem tieferen Preis offeriert als die Mitbeteiligte und macht geltend, bei richtiger Bewertung vor der Mitbeteiligten zu rangieren. Bei Gutheissung der Beschwerde hat die BeschwerdefÃ¼hrerin eine realistische Chance, mit ihrem Angebot zum Zug zu kommen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>GemÃ¤ss Dispositiv Ziff. 4 des Stadtratsbeschlusses vom 9. Juni 2004 wurden die Arbeiten fÃ¼r die Belagsanierungen der Mitbeteiligten "zum Betrag von netto Fr. 820'000.- vergeben (Vergebungsbetrag einschliesslich Regie und Unvorhergesehenes Fr. 860'000.-)". Diese Formulierung lÃ¤sst offen, ob die Vergabe zum Akkordpreis (Einheitspreis) oder zum Pauschal-/Globalpreis erfolgt. Auch ist die Bedeutung des Vergebungsbetrags von Fr. 860'000.- einschliesslich Regie und Unvorhergesehenes unklar, nachdem anlÃ¤sslich der UnternehmergesprÃ¤che vom 3. Mai 2004 klargestellt wurde, dass die Globalangebote der BeschwerdefÃ¼hrerin wie auch der Mitbeteiligten Unvorhergesehenes und Regiearbeiten fÃ¼r Arbeiten innerhalb des Perimeters einschliessen. GemÃ¤ss der Mitteilung Ã¼ber die Arbeitsvergebung vom 15. Juni 2004 an die nicht berÃ¼cksichtigten Anbieter wurden die Arbeiten zum Globalpreis von Fr. 820'000.- vergeben. Dies entspricht auch dem Vergabevorschlag des zustÃ¤ndigen IngenieursbÃ¼ros D an GrÃ¼n Stadt ZÃ¼rich vom 28. April 2004 und des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements der Stadt ZÃ¼rich an den Stadtrat vom 1. Juni 2004. Es ist daher davon auszugehen, dass die Formulierung des Vergabebeschlusses durch den Stadtrat ZÃ¼rich lediglich den Kreditrahmen umschreibt und die Vergabe zum Globalpreis von Fr. 820'000.- erfolgte. Hiervon gehen auch die Parteien in ihren Rechtsschriften aus.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Die Beschwerdegegnerin gab in den Ausschreibungsunterlagen folgende Zuschlagskriterien bekannt:</span></p> <p class="EinzugZitat">"- Erfahrungen mit der Umsetzung von vergleichbaren Bauvorhaben in stÃ¤dtischen VerhÃ¤ltnissen</p> <p class="EinzugZitat">- HÃ¶he des Preisangebots, AttraktivitÃ¤t der EntschÃ¤digungsart (Akkord, Globale, Pauschale)</p> <p class="EinzugZitat">- Teamzusammensetzung, Qualifikation des fÃ¼r den Einsatz vorgesehenen Personals und das daraus zu erwartende Leistungsniveau</p> <p class="EinzugZitat">- Technische Kriterien</p> <p class="EinzugZitat">- Bauzeit (alternative Bauprogramme, kÃ¼rzere Bauzeit)</p> <p class="EinzugZitat">- AttraktivitÃ¤t allfÃ¤lliger alternativer Baumethoden, innovativer LÃ¶sungsansÃ¤tze und Einsatz von GerÃ¤ten, welche die Immissionen (LÃ¤rm, Staub usw.) auf die BevÃ¶lkerung reduzieren."</p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei der Bewertung der Offerten gewichtete die Beschwerdegegnerin die QualitÃ¤t der Referenzen sowie die Qualifikation der zum Einsatz gelangenden SchlÃ¼sselpersonen und Lehrlingsausbildung zusammen mit 40%, den Angebotspreis ebenfalls mit 40% und die technischen Kriterien mit 20%. Mit dieser Gewichtung wurden dem Globalangebot der BeschwerdefÃ¼hrerin insgesamt 9,6 und dem Globalangebot der Mitbeteiligten 9,5 (Angebot: Fr. 850'000.-) bzw. 9,8 (Angebot: Fr. 820'000.-) Punkte zugemessen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Laut Ausschreibungsunterlagen konnten die Anbieter sowohl Akkordangebote (Einheitspreisangebote) als auch Festpreisangebote (Pauschal- oder Globalangebote) einreichen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin und die Mitbeteiligte offerierten je zum Einheitspreis und zum Globalpreis. GemÃ¤ss OffertÃ¶ffnungsprotokoll vom 20. April 2004 reichte die BeschwerdefÃ¼hrerin ein Akkordangebot von Fr. 849'632.50 und ein Globalangebot von Fr. 800'000.-, die Mitbeteiligte ein Akkordangebot von Fr. 873'599.72 und ein Globalangebot von Fr. 850'000.- ein. Nach Ã¼bereinstimmenden Aussagen der Parteien erklÃ¤rte die BeschwerdefÃ¼hrerin gegenÃ¼ber der Beschwerdegegnerin, den in Position 221.31 angegebenen Preis fÃ¼r die Lieferung von Netstaler-Kies von Fr. 1.-/m<sup>3</sup> fÃ¼r falsch; das Globalangebot indessen bleibe unverÃ¤ndert. Da vorliegend die Vergabe zum Globalpreis erfolgte, kann offen bleiben, ob es sich beim geltend gemachten Fehler in der Akkordofferte der BeschwerdefÃ¼hrerin um einen "offensichtlichen Schreib- oder Rechnungsfehler" im Sinn von § 29 Abs. 2 der Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 handelt, welcher berichtigt werden kÃ¶nnte.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.3.1 </span></b><span>Die AusfÃ¼hrung der ausgeschriebenen Arbeiten sollte gemÃ¤ss Ziff. 15 der Ausschreibungsunterlagen etwa im Juli 2004 beginnen und je nach Budget von GrÃ¼n Stadt ZÃ¼rich eventuell in drei Etappen von 2004 bis 2006 durchgefÃ¼hrt werden (vgl. auch Ziff. 3.1 "Termine"). Hinsichtlich der Baustelleninstallation war ein Vorhalten der Installationen bis zu drei Monaten einzurechnen; bei AusfÃ¼hrung in einer oder zwei Etappen konnte eine Anpassung der Installationsglobalen erfolgen (Ausschreibungsunterlagen Ziff. 5.2). Das Leistungsverzeichnis sah <i>eine </i>Baustelleneinrichtung (Pos. 111) vor, aufgeteilt in drei Etappen mit Mengen von 0,4 fÃ¼r die erste, 0,3 fÃ¼r die zweite und 0,3 fÃ¼r dritte Etappe. AnlÃ¤sslich des UnternehmergesprÃ¤chs vom 3. Mai 2004 sicherte die Mitbeteiligte fÃ¼r den Fall einer BauausfÃ¼hrung in einer Etappe eine Reduktion der Installationsglobale von <br/> Fr. 30'000.- zu. Die Beschwerdegegnerin korrigierte hierauf das Globalangebot der Mitbeteiligten auf Fr. 820'000.-.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.3.2 </span></b><span>Die SIA-Norm 118 (1977) "Allgemeine Bedingungen fÃ¼r Bauarbeiten" ist vorliegend Vertragsbestandteil fÃ¼r die Ãbernahme und AusfÃ¼hrung der Bauarbeiten (vgl. Ziff. 13 der Ausschreibungsunterlagen). Nach Art. 42 Abs. 2 Satz 2 der SIA-Norm 118 besteht der Pauschalpreis in einem zum Voraus bestimmten festen Geldbetrag, entweder fÃ¼r eine einzelne Leistung oder fÃ¼r einen Werkteil oder fÃ¼r das gesamte Werk des Unternehmers. Der Globalpreis ist ein Pauschalpreis mit vertraglichem Teuerungsvorbehalt. Wird wie hier ein Gesamtpreisvertrag mit einer detaillierten Leistungsbeschreibung abgeschlossen, so werden die (Leistungs-)Mengen, nicht jedoch der Gesamtleistungsumfang pauschaliert (Art. 40 Abs. 1 Satz 2 SIA-Norm 118; vgl. Rainer Schumacher, Die VergÃ¼tung im Bauwerkvertrag, Freiburg 1998, Rz. 605; Peter Gauch, Kommentar zur SIA-Norm 118, Art. 38-156, ZÃ¼rich 1992, Art. 40 N. 7 ff.; Peter Gauch, Der Werkvertrag, 4. A., ZÃ¼rich 1996, Rz. 900 ff.). Pauschaliert ist auch der zur AusfÃ¼hrung der Leistung erforderliche Aufwand (Art. 40 Abs. 2 SIA-Norm 118).</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.3.3 </span></b><span>GemÃ¤ss den Ausschreibungsunterlagen "kann" im Zusammenhang mit lÃ¤ngerem bzw. kÃ¼rzerem Vorhalten der Installationen bei AusfÃ¼hrung in einer oder zwei Etappen eine Anpassung der Installationspauschale erfolgen. Diese Bestimmung kann von vornherein hÃ¶chstens Geltung haben, wenn ein Akkordpreis (Einheitspreis) vereinbart wird. Denn die Menge der einmal ausgeschriebenen Baustelleneinrichtung bleibt sich gleich und ist beim Festpreisvertrag pauschaliert. Zudem gibt es vorliegend nur bei der Offerte mit Einheitspreisen eine Installationspauschale â also einen Pauschalpreis (allein) fÃ¼r die Einrichtung der Baustelle. Das Gesamtpreisangebot hingegen umfasst hier zwingend die Gesamtleistung, da Teilpauschalen laut den Ausschreibungsunterlagen ausdrÃ¼cklich nicht akzeptiert werden (Ausschreibungsunterlagen Ziff. 10.2 "Bedingungen" fÃ¼r Pauschal- oder Globalangebote). Nachdem die Baustelleneinrichtung einmal ausgeschrieben wurde und die Ausschreibungsunterlagen ausdrÃ¼cklich vorsehen, dass die Arbeiten in einer bis drei Etappen ausgefÃ¼hrt werden, kann bei Vereinbarung eines Festpreises weder die Bestellerin (Beschwerdegegnerin) einen Preisnachlass verlangen, wenn die Arbeiten in nur einer Etappe, noch der Unternehmer einen Mehrpreis geltend machen, wenn die Arbeiten in drei Etappen ausgefÃ¼hrt werden. Die Reduktion des Globalangebots der Mitbeteiligten um Fr. 30'000.- bei AusfÃ¼hrung in einer Etappe stellt somit ein unzulÃ¤ssiges und damit unbeachtliches Abgebot dar. Bei der Bewertung der Angebote ist vorliegend von einem Globalangebot der Mitbeteiligten in der HÃ¶he von Fr. 850'000.- auszugehen. Anders hÃ¤tte es sich verhalten, wenn im Voraus beispielsweise unterschiedliche Globalpreise fÃ¼r eine oder drei Etappen angeboten worden wÃ¤ren.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.4 </span></b><span>Wird der von der Mitbeteiligten offerierte Globalpreis korrekt mit Fr. 850'000.- eingesetzt, so erzielt die BeschwerdefÃ¼hrerin bereits bei unverÃ¤nderter Ãbernahme der Ã¼brigen Gewichtungen eine hÃ¶here Punktzahl von 9,6 gegenÃ¼ber 9,5 der Mitbeteiligte. Die gegenteilige Behauptung der Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort vom <br/> 26. Juli 2004 ist aktenwidrig. Unter diesen UmstÃ¤nden kann offen bleiben, ob nicht auch die Benotung des Zuschlagskriteriums "QualitÃ¤t der Referenzen aus bisherigen Erfahrungen des Tiefbauamts oder von Dritten sowie Qualifikation und Erfahrung der zum Einsatz gelangenden SchlÃ¼sselpersonen. Lehrlingsausbildung", bei welchem die BeschwerdefÃ¼hrerin mit der Note 9, die Mitbeteiligte mit der Maximalpunktzahl 10 bewertet wurde, mangelhaft ist. Immerhin ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin diese unterschiedliche Bewertung mit einer am 22. Juli 2004 und damit nach der Beschwerdeerhebung erstellten Aktennotiz sowie mit nach der Duplik eingereichten Abnahmeprotokollen belegte (betreffend nicht aktenkundigen ReferenzauskÃ¼nften vgl. VGr, 13. August 2003, VB.2003.00016, E. 2d und e, www.vgrzh.ch). Was das Kriterium "Lehrlingsausbildung" betrifft, so war dieses in den Ausschreibungsunterlagen gar nicht als Zuschlagskriterium aufgefÃ¼hrt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Zusammengefasst ergibt sich, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin bei korrekter Bewertung des Zuschlagskriteriums "Preis des Angebotes" die beste Benotung aufweist und der Zuschlag fÃ¼r die Vergabe der ausgeschriebenen Arbeiten an sie zu ergehen hat. Die Beschwerde ist daher gutzuheissen und der angefochtene Entscheid aufzuheben. Mit RÃ¼cksicht auf allenfalls erforderliche Nebenbestimmungen oder ergÃ¤nzende vertragliche Regelungen ist der Zuschlag jedoch nicht mit dem Beschwerdeentscheid zu treffen, sondern ist die Sache mit einer entsprechenden Anordnung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen (vgl. VGr, 13. Februar 2002, BEZ 2002 Nr. 33).</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihr von vornherein nicht zu. Die Voraussetzungen fÃ¼r die Zusprechung einer solchen an die nicht anwaltlich vertretene BeschwerdefÃ¼hrerin (§ 17 Abs. 2 VRG) sind ebenfalls nicht gegeben.</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet <span>die Kammer</span>:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der angefochtene Vergabeentscheid des Stadtrats von ZÃ¼rich aufgehoben. Die Sache wird an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckgewiesen, um der BeschwerdefÃ¼hrerin den Zuschlag zu erteilen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 5'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 210.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 5'210.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. ParteientschÃ¤digungen werden keine zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. â¦</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>