<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="WordSection1"> <p class="MsoNormal"><span><span><img height="154" src="01354709_tmp_image001.gif" width="317"/></span></span><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <br clear="ALL"/> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b><span> vom <a name="VF_DAT_ENTSCHEID">17. April 2019</a></span></p> <p class="MsoNormal"><span>Es wirken mit:</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Präsident Flückiger <a name="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a></span></p> <p class="MsoNormal"><span>Oberrichterin Weber-Probst </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Oberrichter Marti <span> </span></span></p> <p class="MsoNormal"><span>Gerichtsschreiberin Wittwer</span></p> <p class="MsoNormal"><span>In Sachen</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>A.___</span></b><span> vertreten durch Claudia Pascali-Armanaschi, Inclusion Handicap</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Beschwerdeführerin </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Ausgleichskasse Kt. Solothurn,</span></b><span> Postfach 116, 4501 Solothurn, <a name="BT_AUTOTEXT_VRTR"></a></span></p> <p class="MsoNormal"><span>Beschwerdegegnerin </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>betreffend <b>Ergänzungsleistungen IV</b> (Einspracheentscheid vom 22. März 2018)</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <span><br clear="all"/> </span> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>zieht das Versicherungsgericht in <b>Erwägung</b>:</span></p> <p class="MsoNormal"><span>I.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>1.1 Die 1997 geborene A.___ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) bezieht seit Dezember 2016 Ergänzungsleistungen (EL) zu ihrer ausserordentlichen Rente der Invalidenversicherung (vgl. Akten der Ausgleichskasse [AK-Nrn.] I 21 und I 37 ff.). Aufgrund der Geburt ihres Sohnes am 2. August 2017 nahm die Ausgleichskasse des Kantons Solothurn (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) eine Neuberechnung vor (vgl. AK-Nr. I 87). Am 1. September 2017 heiratete die Beschwerdeführerin den Vater ihres Kindes, B.___, welcher im Dezember 2017 zu ihr und dem Kind in die Wohnung zog (vgl. AK-Nrn. I 94 f., II 8 S. 1). Der ebenfalls 1997 geborene Ehemann absolviert seit August 2016 eine erstmalige berufliche Ausbildung als Strassentransportpraktiker EBA (vgl. Lehrvertrag vom 22. Juli / 2. August 2016 in AK-Nr. I 84), welche infolge eines Unfalles bis Ende Juli 2019 verlängert worden ist (vgl. Lehrvertrag vom 12. / 20. Dezember 2017 in AK-Nr. II 12; siehe auch AK-Nr. II 14 betr. unfallbedingter Verlängerung). </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1.2 Mit Verfügung vom 14. Februar 2018 (AK-Nr. II 31) berechnete die Beschwerdegegnerin den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Ergänzungsleistungen aufgrund des Zuzuges des Ehemannes ab 1. Januar 2018 neu, wobei sie bei letzterem die Differenz zwischen Ausbildungslohn und Durchschnittslohn einer ungelernten Hilfskraft (CHF 38'580.00) als hypothetisches Erwerbseinkommen anrechnete (vgl. Berechnungsblätter in AK-Nrn. II 33 und 35). Die dagegen erhobene Einsprache vom 27. Februar 2018 (AK-Nr. II 46) wies die Beschwerdegegnerin mit Einspracheentscheid vom 22. März 2018 (AK-Nr. II 60; Akten-Seiten [A.S.] 1 ff.) ab.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.1 Mit Zuschrift vom 1. Mai 2018 lässt die Beschwerdeführerin beim Versicherungsgericht des Kantons Solothurn (nachfolgend: Versicherungsgericht) fristgerecht Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 22. März 2018 erheben. Sie stellt folgende Rechtsbegehren (A.S. 5 ff.):</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Es sei der Einspracheentscheid vom 22. März 2018 insofern aufzuheben, als bei der Berechnung des Anspruchs ein hypothetisches Einkommen angerechnet worden ist und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, eine Berechnung ohne Anrechnung eines hypothetischen Einkommens vorzunehmen. </span></p> <p class="MsoNormal"><span>– unter Entschädigungsfolge – </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.2 Die Beschwerdegegnerin stellt mit Beschwerdeantwort vom 26. Juni 2018 folgende Anträge (A.S. 13 ff.):</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde sei abzuweisen. </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.<span> </span></span><span>Es sei der AKSO vor einer allfälligen Rückweisung an dieselbe, die Möglichkeit zur Nachreichung der erforderlichen Abklärungen sowie zur ergänzenden Stellungnahme im Rahmen des Beschwerdeverfahrens zu gewähren, oder es seien die für die Urteilsfindung notwendigen Dokumente und Informationen von Amtes wegen bei den zuständigen Stellen, Ämtern oder Dritten einzuholen.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.3 Die Beschwerdeführerin verzichtet in der Folge auf eine Replik (A.S. 20).</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.4 Die Vertreterin der Beschwerdeführerin reicht am 21. August 2018 ihre Kostennote ein (A.S. 22 f.), welche mit Verfügung vom 22. August 2018 (A.S. 24) zur Kenntnisnahme an die Beschwerdegegnerin geht.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.5 Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften der Parteien wird, soweit erforderlich, in den folgenden Erwägungen eingegangen. Im Übrigen wird auf die Akten verwiesen.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>II.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1.1 Die Sachurteilsvoraussetzungen (Einhaltung der Frist und Form, örtliche und sachliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts) sind erfüllt, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1.2 Streitig und zu prüfen ist einzig, ob die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen ab 1. Januar 2018 zu Recht ein hypothetisches Erwerbseinkommen ihres Ehegatten (B.___) von CHF 28'453.00 (im Januar 2018 [AK-Nr. II 33 S. 1]) bzw. CHF 30'703.00 (ab Februar 2018 [AK-Nr. II 35 S. 1]) angerechnet hat.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die übrigen in den Berechnungsblättern zur Verfügung vom 14. Februar 2018 (AK-Nr. II 31) deklarierten Einnahmen- und Ausgabenposten (vgl. AK-Nrn. II 33 und 35) sind unwidersprochen geblieben – und es ergeben sich auch keine Hinweise aus den Akten, wonach diese zu beanstanden wären –, weshalb es sich praxisgemäss rechtfertigt, von einem umfassenden Überprüfen dieser Positionen abzusehen (vgl. BGE 131 V 329 E. 4 S. 330).</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.1 Anspruch auf Ergänzungsleistungen (EL) haben Personen mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz, die Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben (Art. 4 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung [ELG, SR 831.30]). Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG).</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.2 Im Rahmen der EL-Berechnung werden gemäss Art. 11 Abs. 1 lit. a ELG zwei Drittel der Erwerbseinkünfte als Einnahmen angerechnet, soweit sie bei alleinstehenden Personen jährlich CHF 1'000.00 und bei Ehepaaren und Personen mit rentenberechtigten Waisen oder mit Kindern, die einen Anspruch auf eine Kinderrente der AHV oder IV begründen, CHF 1'500.00 übersteigen. Angerechnet werden auch Einkünfte und Vermögenswerte, auf die verzichtet worden ist (Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG).</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.3 Ein Verzicht auf Erwerbseinkommen im Sinne von Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG liegt auch vor, wenn der Ehegatte einer EL-berechtigten Person auf die Ausnützung seiner Erwerbsfähigkeit verzichtet, obwohl er nach Art. 163 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB, SR 210) zum Ausüben einer Erwerbstätigkeit verpflichtet ist. Demnach haben die Ehegatten gemeinsam, ein jeder nach seinen Kräften, für den gebührenden Unterhalt der Familie zu sorgen (Art. 163 Abs. 1 ZGB). Übt der rentenberechtigte Ehegatte keine Erwerbstätigkeit mehr aus, kann vom nichtinvaliden Ehegatten, der bis anhin nicht oder nur beschränkt erwerbstätig war, verlangt werden, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen oder die bisherige auszudehnen (Erwin Carigiet/Uwe Koch: Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 2. Auflage Zürich 2009, S. 157 mit Hinweis auf BGE 117 V 287).</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>3.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>3.1 Die Beschwerdegegnerin begründet die vorliegend vorgenommene Anrechnung von hypothetischem Erwerbseinkommen (vgl. E. II. 1.2 hiervor) im Wesentlichen damit, dass die Finanzierung der Lebensunterhaltungskosten bzw. der Erstausbildung des Ehemannes nicht über die Ergänzungsleistungen erfolgen könnten. Dem Wunsch, selbständig in einer eigenen Wohnung mit seiner Ehefrau und seinem Kind leben zu können, könne in Nachachtung der Schadenminderungspflicht nicht entsprochen werden bzw. die Ergänzungsleistungen dürften nicht hierfür verwendet werden. Bis zum Abschluss der Erstausbildung bzw. bis zum Erreichen des 25. Altersjahres seien (gemäss Art. 276 f. ZGB) die Eltern des Ehemannes unterhaltspflichtig und hätten damit ihren Umständen entsprechend für die Kosten der Erstausbildung aufzukommen. Sollte dies für die Eltern nicht möglich sein, müssten andere Finanzierungsquellen gefunden werden bzw. müsste dies eventuell durch die Sozialhilfe mitfinanziert werden oder könnte allenfalls die Beantragung von Stipendien eine Lösung sein (A.S. 2 f.). Aufgrund der Schadenminderungspflicht seien einer versicherten Person Massnahmen zuzumuten, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Versicherungsleistungen zu erwarten hätte. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung stelle die Tatsache, dass ein Ehegatte noch in Ausbildung sei, keinen Grund dar, auf ein hypothetisches Einkommen in der EL-Berechnung zu verzichten, obwohl der Ehepartner mit dem Ausbildungsabschluss auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt sicherlich einen Vorteil zu erwarten habe. Andernfalls würde die Ausbildung des Ehegatten indirekt über die Ergänzungsleistungen finanziert, was dem Zweck der Ergänzungsleistungen nicht entsprochen hätte bzw. ihm zuwiderlaufen würde. Schliesslich sei der Ehegatte gestützt auf Art. 163 ZGB zum Unterhalt an die Ehe verpflichtet (A.S. 14 mit Verweis auf das Urteil des Bundesgerichts 9C_240/2010 vom 3. September 2014 [recte: 2010] E. 4.2).</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>3.2 Die Beschwerdeführerin bringt demgegenüber vor, gestützt auf Art. 14 der Bundesverfassung (BV, SR 101) gelte es, den Anspruch auf Achtung des Familienlebens und somit das Zusammenleben der Familie zu gewährleisten. Die Beschwerdeführerin und deren Ehemann hätten das Recht, mit ihrem Kind zusammenzuleben, und die Schadenminderungspflicht gehe nicht so weit, dass der Ehemann der Beschwerdeführerin getrennt von Frau und Kind und bei seinen Eltern leben müsse. Zudem gelte es, den Wunsch des Ehemannes, die Lehre zu beenden, auch im Licht von Art. 27 und 94 BV zu respektieren und zu ermöglichen (Freiheit der Berufswahl, berufliche Entfaltung). Durch die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens werde der Ehemann der Beschwerdeführerin faktisch gezwungen, seine Lehrstelle aufzugeben, weil der Familie sonst die finanziellen Mittel fehlten. Es könne ihm nicht zugemutet werden, zeitlebens als Hilfsarbeiter tätig zu sein, zumal die von ihm begonnene Ausbildung nicht lange dauere und er auch keine kürzere Ausbildung wählen könnte. Zudem übersehe die Beschwerdegegnerin, dass der Ehemann der Beschwerdeführerin mit einem Lehrabschluss eher in der Lage sein werde, seine Familie zu unterstützen (A.S. 7). Was sodann die Unterhaltspflicht der Eltern des Ehemannes betreffe, so hänge diese davon ab, ob es den Eltern aus finanziellen Gründen zumutbar sei, ihren Sohn zu unterstützen, weshalb die Beschwerdegegnerin gehalten gewesen wäre, die finanzielle Situation der Eltern abzuklären. Soweit die Beschwerdegegnerin auf eine Mitfinanzierung durch die Sozialhilfe oder die Beantragung von Stipendien verweise, übersehe sie, dass der EL-Anspruch gemäss Art. 11 Abs. 3 lit. b und e ELG sowohl dem Sozialhilfeanspruch als auch dem Anspruch auf Stipendien vorgehe (A.S. 8).</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>4. Mit Blick auf das vorstehend Ausgeführte stellt sich vorliegend die Frage, ob auch dann von einem Verzicht auf Erwerbseinkünfte (Art. 11 Abs. 1 lit. g i.V.m. lit. a ELG) auszugehen ist, wenn der in die Anspruchsberechnung einzuschliessende Ehegatte der EL-beziehenden Person deshalb keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, weil er sich in einer Erstausbildung befindet. </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>4.1 Das Bundesgericht hat im von der Beschwerdegegnerin zitierten Urteil 9C_240/2010 vom 3. September 2010 erwogen (E. 4.2), der Umstand, dass die 1956 geborene Ehegattin des dort am Recht stehenden EL-Bezügers im September 2008 ein Universitätsstudium begonnen habe, rechtfertige es nicht, auf die Anrechnung eines hypothetischen Erwerbseinkommens zu verzichten. Ein Universitätsabschluss sei zwar zweifellos ein Vorteil auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt, es sei aber mit Blick auf die Ausbildung und Berufserfahrung der Ehefrau nicht notwendig, um eine geeignete Anstellung zu finden. Hinzu komme, dass andernfalls die Sozialversicherung gezwungen würde, indirekt die (neue) Ausbildung der Ehefrau des Beschwerdeführers zu finanzieren, was dem Ziel des ELG, den Rentenbezügern der AHV und IV ein Mindesteinkommen zu garantieren, zuwiderliefe. </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>4.2 In der Lehre wird zur Frage, ob die Absolvierung einer Ausbildung der Anrechnung eines Verzichtseinkommens entgegenstehe, insbesondere Folgendes ausgeführt:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>4.2.1 In die EL-Berechnung einbezogene Kinder des EL-Ansprechers oder eine Waise, die in die Anspruchsberechnung einbezogen ist oder – alleinlebend – selbst einen EL-Anspruch geltend macht, verzichten nicht auf Erwerbseinkünfte, wenn sie eine Ausbildung absolvieren (Ralph Jöhl/Patricia Usinger-Egger<span>: </span>Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, in: Ulrich Meyer [Hrsg.], Soziale Sicherheit, SBVR Band XIV, 3. Auflage 2016, S. 1681-1955, Rz. 130 S. 1811). Die Ausbildung geht hier der EL-spezifischen Schadenminderungspflicht in der Form der Erzielung von Erwerbseinkünften vor. Bis zur Vollendung des 18. Altersjahres wird eine Ausbildung fingiert, die jede Erwerbstätigkeit ausschliesst, so dass auf keinen Fall ein hypothetisches Erwerbseinkommen angerechnet werden darf. Geht das Kind allerdings bereits vor der Vollendung des 18. Altersjahres einer Erwerbstätigkeit nach und erzielt es ein Erwerbseinkommen (in der Regel wohl einen Lehrlingslohn), so ist dieses effektive Einkommen anzurechnen. Bei einem Kind oder einer Waise, das bzw. die nach der Vollendung des 18. Altersjahrs noch in Ausbildung ist, muss grundsätzlich ebenfalls gelten, dass die Ausbildung der Erzielung von Erwerbseinkünften vorgeht. Sollte es dem Kind/der Waise jedoch trotz Ausbildung möglich und zumutbar sein, daneben einer Erwerbstätigkeit nachzugehen – zu denken ist etwa an eine Ausbildung an einer Abendschule, die berufsbegleitend ausgerichtet ist und daneben Zeit für eine Erwerbstätigkeit lässt – kann im Unterlassungsfall der Verzichtstatbestand nach Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG erfüllt sein (Jöhl/Usinger-Egger<span>, </span>a.a.O., Rz. 130 S. 1811 f.).</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>4.2.2 In Bezug auf über 25-jährige Ehegatten des EL-Ansprechers gilt laut derselben Lehrmeinung, dass die Weiterbildung eines Erwachsenen, anders als die erstmalige berufliche Ausbildung eines jungen Menschen, keine Rechtfertigung für fehlende oder ungenügende Erwerbseinkünfte sein kann, auch wenn damit die Chancen auf eine Arbeitsstelle verbessert werden oder wenn nach Abschluss der Weiterbildung ein Erwerbseinkommen erzielt werden kann, das einen Einnahmenüberschuss bewirkt (Jöhl/Usinger-Egger<span>, </span>a.a.O., Rz. 130 S. 1812, mit Verweis auf das Urteil des Bundesgerichts 9C_240/2010 vom 3. September 2010 in Fn. 529). Dies müsse selbst dann gelten, wenn der Ehegatte nie einen Beruf erlernt und deshalb bisher Hilfstätigkeiten ausgeübt hat. Würde die Weiterbildung (oder die erstmalige berufliche Ausbildung eines Hilfsarbeiters) den Vorrang vor der Erzielung von Erwerbseinkünften geniessen, so würde die Ergänzungsleistung zweckentfremdet. Sie würde nämlich im Ergebnis zu einem staatlichen Stipendium, weil sie den Existenzbedarf nicht wegen der effektiven Unfähigkeit, den Existenzbedarf selbst zu decken, sondern wegen des ausbildungsbedingt fehlenden Willens, den Existenzbedarf selbst zu decken, ausgerichtet würde. Eine Ausnahme sei dann anzunehmen, wenn eine kurze Weiterbildung es einer Person erlaubt, existenzsichernde Erwerbseinkünfte zu erzielen (etwa wenn ein ausländischer Ehegatte eines EL-Ansprechers eine Zusatzausbildung absolvieren will, um auch in der Schweiz als Arzt tätig sein zu können; siehe zum Ganzen Jöhl/Usinger-Egger<span>, </span>a.a.O., Rz. 130 S. 1812).</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>4.3 </span></p> <p class="MsoNormal"><span>4.3.1 Der zitierte, soweit ersichtlich einzige höchstgerichtliche Entscheid zur Frage, ob eine laufende Ausbildung die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit unter dem Aspekt von Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG als unzumutbar erscheinen lässt (9C_240/2010; vgl. E. II. 4.1), kann auf die hier gegebene Situation nicht ohne weiteres übertragen werden, denn die Situation war eine vollständig andere. Dort stand eine neue Ausbildung auf Universitätsniveau zur Diskussion, welche eine 52-jährige Person mit guter Ausbildung und reicher Berufserfahrung in Angriff nahm. Demgegenüber geht es hier darum, ob der Ehemann der Beschwerdeführerin EL-rechtlich gehalten ist, seine zweijährige, wegen eines Unfalls auf drei Jahre verlängerte Erstausbildung in einer Lehre, welche er ein Jahr vor dem Eheschluss als 19-jähriger begonnen hatte, abzubrechen, um einer vollzeitlichen ungelernten Erwerbstätigkeit nachzugehen. Angesichts dieses völlig anders gelagerten Sachverhalts lässt sich aus dem Urteil 9C_240/2010 vom 3. September 2010 für den vorliegenden Fall nichts ableiten. </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>4.3.2 Die zitierten Ausführungen von Jöhl/Usinger-Egger (E. II. 4.2 hiervor) vermögen – jedenfalls insoweit, als sie für die hier gegebene Konstellation bedeutsam sein könnten – zu überzeugen. Damit wird gewährleistet, dass EL-beziehende oder in die EL-Berechnung eingeschlossene junge Personen die Möglichkeit erhalten, wie andere Gleichaltrige eine angemessene Erstausbildung zu absolvieren. Gleichzeitig wird verhindert, dass Personen nach dem 25. Altersjahr zu Lasten der Allgemeinheit eine Ausbildung nachholen können. </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>4.3.3 Zur hier gegebenen Konstellation, in welcher nicht ein in die EL-Berechnung eingeschlossenes Kind oder eine selbst EL-berechtigte Waise, sondern der Ehegatte der EL-beziehenden Person deutlich weniger als 25 Jahre alt ist und eine Erstausbildung absolviert, äussert sich auch die zitierte Lehrmeinung nicht. Anders als das Kind gegenüber seinen Eltern, ist der Ehegatte aufgrund der ehelichen Unterhaltspflicht (Art. 163 ZGB) gehalten, die EL-beziehende Person finanziell zu unterstützen. Dazu kann auch eine Verpflichtung gehören, die eigene Lebensführung so auszugestalten, dass sie es erlaubt, ein existenzsicherndes Einkommen zu erzielen. Dies gilt verstärkt, wenn die Ehegatten Eltern eines gemeinsamen Kindes sind, welches seinerseits einen Anspruch auf (auch finanziellen) Unterhalt hat (Art. 276 ZGB). Andererseits ist zu berücksichtigen, dass sich aus Art. 163 ZGB umgekehrt auch ein Anspruch des ausbildungsbedürftigen Ehegatten auf diesbezügliche Unterstützung durch den nicht in Ausbildung begriffenen Ehegatten ergeben kann (vgl. Heinz Hausheer/Rolf Brunner, in: Hausheer/Spycher [Hrsg.]: Handbuch des Unterhaltsrechts, 2. Auflage 2010, Rz. 03.118 f.). Weiter kann im Rahmen einer längerfristigen Betrachtungsweise auch EL-rechtlich nicht vollständig unberücksichtigt bleiben, dass eine Erstausbildung die Aussichten auf ein künftiges existenzsicherndes Einkommen, welches eine weitere staatliche Unterstützung der noch sehr jungen Familie entbehrlich machen könnte, erheblich verbessert. Vor diesem Hintergrund ginge es zu weit, zu verlangen, der Ehegatte einer EL-beziehenden Person müsse in jedem Fall bereits in sehr jungen Jahren auf eine Ausbildung verzichten. Wenn – gemäss der vorstehend zitierten, überzeugenden Lehrmeinung – ein in die EL-Berechnung einbezogenes Kind oder eine Waise, die nach Art. 4 Abs. 1 lit. abis ELG zum Bezug einer selbständigen jährlichen Ergänzungsleistung berechtigt ist, in jungen Jahren eine Ausbildung absolvieren kann, obwohl dies den Bedarf nach Ergänzungsleistungen erhöht, muss dies im Grundsatz – mit gewissen Abstrichen aufgrund der ehelichen und elterlichen Unterhaltspflicht – auch für den Ehegatten gelten. Vor diesem Hintergrund erscheint die Anrechnung eines hypothetischen Erwerbseinkommens im Regelfall jedenfalls dann nicht als gerechtfertigt, wenn eine verhältnismässig kurze Erstausbildung absolviert wird, welche sich nicht mit der Ausübung einer (zusätzlichen) Erwerbstätigkeit vereinbaren lässt und die künftigen Verdienstaussichten verbessert. Dabei kann auch eine Rolle spielen, ob die Ausbildung schon begonnen wurde, bevor sich die EL-rechtliche Frage nach der Anrechnung eines Verzichtseinkommens stellte.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>4.4 Ausweislich der Akten absolviert der Ehemann der Beschwerdeführerin seit dem 1. August 2016 eine Lehre als «Strassentransportpraktiker EBA» (AK-Nr. II 12 S. 3 f.), wobei es sich gemäss übereinstimmenden Aussagen der Parteien um die erstmalige berufliche Ausbildung des Ehemannes handelt (vgl. A.S. 2, 7 und E. II. 3). Ebenfalls ist unbestritten, dass die Verlängerung der Lehre um ein Jahr bis am 31. Juli 2019 (AK-Nr. II 12 S. 1) auf einen Unfall und dadurch bedingte längere Absenzen zurückzuführen ist (Wiederholung des ersten Lehrjahres; vgl. AK-Nr. II 14 und A.S. 6). Der Ehemann der Beschwerdeführerin wurde am 24. Januar 1997 geboren und ist portugiesischer Staatsangehöriger (AK-Nr. 8). </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Der in die EL-Berechnung miteinbezogene Ehegatte der Beschwerdeführerin trat die vorerwähnte Lehrstelle somit im Alter von 19 Jahren an, ein Jahr vor der Heirat mit der Beschwerdeführerin und der Geburt des gemeinsamen Kindes. Soweit bekannt, wird er seine erstmalige berufliche Ausbildung voraussichtlich Ende Juli 2019 im Alter von 22 Jahren abschliessen. Vor diesem Hintergrund kann er nicht mit über 25-jährigen Ehegatten gleichgestellt werden, deren aus- bzw. weiterbildungsbedingter Verzicht auf die Erzielung von Erwerbseinkommen grundsätzlich zu einer Anrechnung von entsprechenden hypothetischen Einkünften führt (vgl. E. II. 4.2.2). Ebenso wenig lässt sich der vorliegende Sachverhalt, wie bereits dargelegt (vgl. E. II. 4.3.1), mit dem von der Beschwerdegegnerin angeführten Bundesgerichtsurteil 9C_240/2010 vom 3. September 2010 vergleichen. Mit Blick auf die vorstehend formulierten Grundsätze (E. II. 4.3.3 hiervor) kann der Beschwerdegegnerin nicht gefolgt werden, wenn sie davon ausgeht, der Ehemann der Beschwerdeführerin sei aufgrund seiner zivilrechtlichen Unterhaltspflicht gehalten, die im August 2016 mit 19 Jahren begonnene Lehre, welche regulär nur zwei Jahre dauern würde und sich wegen eines Unfalls um ein Jahr verzögert hat, abzubrechen. Die Ausgestaltung der Lehre lässt es – anders als manche weiterführenden Ausbildungsgänge (vgl. Hausheer/Spycher, a.a.O., Rz. 06.111) – auch nicht als zumutbar erscheinen, nebenher noch einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Als Einkommen des Ehemanns ist daher nur der tatsächlich erzielte Lehrlingslohn zu berücksichtigen. </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>4.5 Soweit die Beschwerdegegnerin weiter geltend macht, dem Ehemann der Beschwerdeführerin wäre es unter dem Aspekt der Schadenminderungspflicht zuzumuten, weiterhin bei seinen Eltern (und nicht bei der Beschwerdeführerin und dem gemeinsamen Kind) zu wohnen, kann ihr ebenfalls nicht gefolgt werden. Wie die Beschwerdeführerin zu Recht ausführt, geht hier der Anspruch auf Achtung des Familienlebens (Art. 8 Ziff. 1 EMRK und Art. 14 BV) vor. Selbst die Sozialhilfe, welche generell strengere Anforderungen vorsieht als die Ergänzungsleistungen, kennt in der hier gegebenen Konstellation keine solche Verpflichtung: Zwar erhalten im Kanton Solothurn j<span class="textcontent">unge Erwachsene nur im Ausnahmefall Unterstützungsleistungen, die ein eigenständiges Wohnen ausserhalb des Elternhauses ermöglichen (§ 93 Abs. 1<sup>bis</sup> Satz 1 der kantonalen Sozialverordnung [SV, BGS 831.2]). Für junge Erwachsene, welche mit eigenen Kindern zusammenleben, gelten diese (und andere) Einschränkungen jedoch nicht (vgl. den letzten Satz derselben Bestimmung).</span></span></p> <p class="MsoNormal"><span class="textcontent"><span> </span></span></p> <p class="MsoNormal"><span class="textcontent"><span>4.6 Die Beschwerdegegnerin weist im Einspracheentscheid auf die Unterhaltspflicht der Eltern des Ehemanns hin. Diese dauert, soweit es den Eltern nach den gesamten Umständen zugemutet werden darf, bis zum ordentlichen Ende der Erstausbildung (vgl. Art. 277 Abs. 2 ZGB) und wird durch die erfolgte Heirat grundsätzlich nicht beeinflusst (vgl. Hausheer/Spycher, a.a.O., Rz. 06.112 und 08.56). Der Hinweis ist daher grundsätzlich berechtigt. Allerdings besteht der Unterhaltsanspruch des mündigen Kindes, wie der Gesetzestext festhält, nur insoweit, als es den Eltern zugemutet werden kann, was von deren finanziellen Verhältnissen abhängt. Dazu wird die Beschwerdegegnerin noch Abklärungen zu treffen haben, wobei die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann gehalten sind, alle notwendigen Auskünfte und Informationen zu liefern. Sollte der Ehemann Anspruch auf einen Unterhaltsbeitrag seiner Eltern haben, wäre dieser bei der Berechnung des EL-Anspruchs als anrechenbare Einnahme zu berücksichtigen (vgl. Art. 11 Abs. 1 lit. h ELG). </span></span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>4.7 Die im Einspracheentscheid weiter genannten Einnahmequellen «Sozialhilfe» und «Stipendien» sind, wie die Beschwerdeführerin zutreffend ausführen lässt, bei der EL-Berechnung nicht zu berücksichtigen (Art. 11 Abs. 3 lit. b und e ELG).</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>5. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen ab 1. Januar 2018 zu Unrecht ein hypothetisches Erwerbseinkommen ihres Ehegatten (B.___) von CHF 28'453.00 (im Januar 2018 [AK-Nr. II 33 S. 1]) bzw. CHF 30'703.00 (ab Februar 2018 [AK-Nr. II 35 S. 1]) angerechnet hat.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die Beschwerde ist daher gutzuheissen und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Ergänzungsleistungen ab dem 1. Januar 2018 ohne Anrechnung eines hypothetischen Erwerbseinkommens ihres Ehegatten neu festlege. Die Beschwerdegegnerin wird eine entsprechende Verfügung (nicht direkt einen Einspracheentscheid) zu erlassen haben. Vorgängig wird ergänzend abzuklären sein, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang der Ehemann der Beschwerdeführerin während des hier relevanten Zeitraums einen Unterhaltsanspruch gegenüber seinen Eltern hatte. Die Beschwerdeführerin und den Ehemann trifft in diesem Zusammenhang eine umfassende Auskunfts- und Mitwirkungspflicht.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>6.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>6.1 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf Ersatz der Parteikosten, die vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen werden (Art. 61 lit. g ATSG). Ein Obsiegen, das den Anspruch auf eine Parteientschädigung begründet, liegt nach der Rechtsprechung auch dann vor, wenn die Sache zu neuem Entscheid an den Versicherungsträger zurückgewiesen wird (BGE 132 V 215 E. 6.2 S. 235). </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>6.2 Die Vertreterin der Beschwerdeführerin macht mit Kostennote vom 21. August 2018 (A.S. 23) einen Aufwand von 5.25 Stunden geltend, wovon im Jahr 2018 lediglich ein Aufwand von 0.25 Stunden und der Rest (5.75 [recte: 5.00] Stunden) im Jahr 2017 entstanden sei. Es ist jedoch davon auszugehen, dass auch das Verfassen der Beschwerdeschrift (aufgeführt mit 2.5 Stunden) sowie die im Zusammenhang mit der Replik angegebenen 0.25 Stunden erst im Jahr 2018 angefallen sind, zumal der angefochtene Einspracheentscheid erst am 22. März 2018 erging. Die übrigen (gemäss Kostennote) im Jahr 2017 entstandenen und damit vor dem Einspracheentscheid liegenden Aufwendungen und Auslagen sind als vorprozessualer Aufwand praxisgemäss nicht zu entschädigen. Es ergibt sich somit ein zu entschädigender Aufwand von 3 Stunden sowie für das Jahr 2018 aufgeführte Auslagen in Höhe von CHF 2.00. Bei Rechtsvertretern ohne Anwaltspatent – im vorliegenden Fall war lic. iur. Claudia Pascali-Armanaschi für den Rechtsdienst Integration Handicap tätig – kommt praxisgemäss der hälftige reguläre Stundenansatz von CHF 115.00 (ansonsten CHF 230.00; § 160 Abs. 2 GT) zur Anwendung. Es ergibt sich somit eine Parteientschädigung von CHF 373.70 (3 Stunden zu CHF 115.00 zuzügl. Auslagen [2018: CHF 2.00] und Mehrwertsteuer [2018: 7.7 %]).</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>7. Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. a ATSG).</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Demnach wird<b> erkannt</b>:</span></p> <p class="MsoListParagraphCxSpFirst"><span>1.<span> </span></span><span>In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 22. März 2018 aufgehoben.</span></p> <p class="MsoListParagraphCxSpMiddle"><span>2.<span> </span></span><span>Die Sache wird an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie im Sinne der Erwägungen verfahre und anschliessend den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Ergänzungsleistungen ab dem 1. Januar 2018 mittels Verfügung neu festlege.</span></p> <p class="MsoListParagraphCxSpMiddle"><span>3.<span> </span></span><span>Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von CHF 373.70 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.</span></p> <p class="MsoListParagraphCxSpLast"><span>4.<span> </span></span><span>Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Rechtsmittel</span></b></p> <p class="MsoNormal"><span>Gegen diesen Entscheid kann <b>innert 30 Tagen</b> seit der Mitteilung beim Bundesgericht <i>Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten</i> eingereicht werden (Adresse: Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern). Die Frist beginnt am Tag nach dem Empfang des Urteils zu laufen und wird durch rechtzeitige Aufgabe bei der Post gewahrt. Die Frist ist nicht erstreckbar (vgl. Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgesetzes, BGG).<span> Bei Vor- und Zwischenentscheiden (dazu gehört auch die Rückweisung zu weiteren Abklärungen) sind die zusätzlichen Voraussetzungen nach Art. 92 oder 93 BGG zu beachten.</span></span></p> <p class="MsoListParagraph"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Versicherungsgericht des Kantons Solothurn</span></b></p> <p class="MsoNormal"><span>Der Präsident Die Gerichtsschreiberin</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Flückiger Wittwer</span></p> </div></body></html>