Motion Baumberger 1176 N 17 juin 1994 tano difficoltà anche dalla circostanza che in diversi Stati l'abuso sessuale dei fanciulli è invero punibile, ma che l'età protetta è però fissata a un livello più basso che non in Sviz- zera Questi Stati presteranno assistenza giudiziaria alla Sviz- zera soltanto nella misura in cui il reato è punibile anche nel loro Paese. Dagli Stati che non puniscono atti sessuali con fan- ciulli, poi, la Svizzera non può esigere assistenza giudiziaria di sorta in merito a tali reati. Persino se è dato il sospetto concreto di un reato commesso, un tribunale svizzero avrà difficoltà a ottenere le prove che possano sfociare in una condanna Pro- blemi analoghi si pongono in ordine al traffico di bambini nella miusra in cui si svolga unicamente all'estero. Fondando sulla Convenzione internazionale relativa ai diritti del bambino, la Svizzera dovrà rafforzare molto la collaborazione internazio- nale in questo settore, segnatamente con gli Stati interessati. Già dal 1990 nella Commissione per i diritti dell'uomo delle Na- zioni Unite opera un relatore speciale che si occupa del tema della tratta dei fanciulli - con il quale la Svizzera intrattiene con- tratti - che informa il mondo intero regolarmente su prostitu- zione e su pornografia infantili e propone pertinenti misure. 3. Si pone inoltre la questione a sapere se gli atti sessuali con fanciulli e il traffico di bambini siano gli unici reati commessi al- l'estero per i quali (oltre ai delitti e crimini contro lo Stato giusta l'art 4 CP e la sicurezza militare giusta l'art. 185 n. 5 CP) un perseguimento penale in Svizzera debba essere possibile, senza che sia data la premessa della punibilità nello Stato del reato commesso, oppure se debbano essere presi in conside- razione anche altri reati altrettanto gravi, quali ad esempio la fabbricazione di oggetti o rappresentazioni pornografici con fanciulli (art. 197 n. 3 CP) o la tratta di donne provenienti da Paesi del Terzo Mondo e relativi delitti. In questo caso po- trebbe essere accolta nella Parte generale del Codice penale una disposizione generale a tutela di determinati beni degni di essere protetti dalla legge. 4. Occorrerebbe infine esaminare anche se le fattispecie previ- ste nel Codice penale siano adeguate a rispondere ai pro- blemi cui si rifa la mozione, oppure se non si debbano even- tualmente creare fattispecie nuove. Lo sfruttamento dei fanciulli approfittando delle difficoltà in cui si trovano o in cui sono i genitori ha assunto proporzioni pau- rose in certi Paesi. Il Consiglio federale è deciso a prendere mi- sure adeguate allo scopo di migliorare la protezione dei fan- ciulli che si trovano in tali situazioni. Una pertinente modifica- zione del Codice penale potrebbe sviluppare un certo effetto di prevenzione generale. Le questioni che si pongono in tale contesto devono però essere oggetto di chiarimenti appro- fonditi. Ad numero 2 della mozione: La Svizzera ha firmato il 1 ° maggio 1991 la Convenzione delle Nazioni Unite relativa ai diritti del bambino, del 20 novembre 1989. Il messaggio del Consiglio federale concernente la ratifi- cazione di tale convenzione sarà presumibilmente sottoposto al Parlamento ancora quest'anno. Il numero 2 della mozione è quindi, per tale aspetto, senza oggetto. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Dichiarazione scritta del Consiglio federale Déclaration écrite du Conseil fédéral II Consiglio federale propone di trasformare il numero 1 della mozione in postulato e di respingere il numero 2, perché senza oggetto. Punkt 1-Point 1 Überwiesen als Postulat- Transmis comme postulat Punkt 2-Point 2 Abgelehnt - Rejeté #ST# 94.3056 Motion Baumberger Teilrevision Raumplanungsgesetz (RPG). Baurechtliche Vorentscheide Révision partielle de la loi sur l'aménagement du territoire (LAT). Jugement préjudiciel Wortlaut der Motion vom 1. März 1994 Der Bundesrat wird beauftragt, eine Teilrevision des Bundes- gesetzes über die Raumplanung (namentlich Art. 33 Abs. 3 RPG) vorzulegen, welche dafür sorgt, dass weiterhin pla- nungs- und baurechtliche Vorentscheide in einem schnellen Verfahren und mit verbindlicher Wirkung im Verhältnis zum Gesuchsteller möglich bleiben. Texte de la motion du 1er mars 1994 Le Conseil fédéral est chargé de présenter un projet de révision partielle de la loi sur l'aménagement du territoire (LAT) et notam- ment de son article 33 alinéa 3 afin qu'il reste possible de pro- noncerrapidementdesjugements préjudiciels portantsurl'éla- boration des plans et les projets de construction et ayant un ca- ractère contraignant en ce qui concerne le requérant. Mitunterzeichner- Cosignataires: Keine -Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit Das Bundesgericht hat in einem kürzlich publizierten Ent- scheid vom 9. September 1992 festgestellt, ein Vorentscheid- verfahren ohne Publikation verstosse gegen Artikel 33 Ab- satz 3 RPG und sei dementsprechend bundesrechtswidrig. Zur Begründung hat das Bundesgericht auf die fehlende Ver- fahrensteilnahme Dritter, möglicherweise beschwerdelegiti- mierter Personen, hingewiesen. Die unabdingbare Notwendigkeit schneller, auf Teilbereiche ei- nes Projektes beschränkter Vorentscheidverfahren mit mög- lichst verbindlichem Ergebnis ist im Hinblick auf die zuneh- mend wachsenden Projektierungskosten und die sich deshalb schrittweise entwickelnden Projekte allgemein anerkannt. Der überwiegende Teil aller Kantone kennt in seinen Baugesetzen solche Vorentscheidverfahren. Dem Schutz der Rechte Dritter kann ausreichend Rechnung getragen werden, wenn die Rechtsmittelinstanzen gegenüber Drittbeteiligten an derartige Vorentscheide nicht gebunden sind bzw. wenn Richter, welche bereits im Verhältnis Bauherr-Baubehörde entschieden haben, inspäteren Verfahren in den Ausstand treten. DieVerfahrensan- forderungen, welche Artikel 33 Absatz 3 Buchstabe a RPG stellt, sind daher möglichst rasch anzupassen. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 18. Mai 1994 Rapport écrit du Conseil fédéral du 18 mai 1994 Der Bundesgerichtsentscheid vom 9. September 1992, wel- cher dem Motionär Anlass zu seinem parlamentarischen Vor- stoss gegeben hat, ist publiziert im Schweizerischen Zentral- blatt für Staats- und Verwaltungsrecht, Band 95, S. 66ff. Das Bundesgericht führt darin aus, über Baubewilligungen oder Teil- und Grundsatzentscheide zu Baubewilligungen dürfe sich die Entscheidbehörde gegenüber dem Gesuchsteller erst dann rechtlich bindend äussern, wenn grundsätzlich auch legitimierte Dritte von ihren Verfahrensrechten Gebrauch machen konnten. Es hat sich dafür - wie schon in den nicht publizierten Entscheiden vom 20. Juni 1990 i. S. BRPundvom 29. Juli 1992 i. S. J. St - auf Artikel 33 Absatz 3 Buchstabe a RPG gestützt Es hat zudem darauf hingewiesen, dass eine frühere rechtliche Bindung zwischen Bewilligungsbehörde und Gesuchsteller den Anspruch auf rechtliches Gehör und damit die Bundesverfassung verletze.17. Juni 1994 N 1177 Motion Keller Rudolf Der Motionär verlangt nun, mit einer Teilrevision des RPG solle dafür gesorgt werden, dass weiterhin planungs- und bau- rechtliche Vorentscheide in einem schnellen Verfahren und mit verbindlicher Wirkung im Verhältnis zum Gesuchsteller möglich bleiben. Er verweist dazu auf die zunehmend wach- senden Projektierungskosten. Das Anliegen erscheint berech- tigt. Es deckt sich mit der Zielsetzung des Bundesrates, mit ei- ner Teilrevision des Raumplanungsgesetzes eine möglichst weitgehende Vereinfachung, Beschleunigung und Koordina- tion der Bewilligungsverfahren für Bauten und Anlagen zu er- reichen. Der Bundesrat ist jedoch aus den folgenden Gründen der Ansicht, dass für Vorentscheide in einem schnellen Verfah- ren und mit verbindlicher Wirkung im Verhältnis zum Gesuch- steller eine Revision von Artikel 33 Absatz 3 RPG weder not- wendig noch sinnvoll sei, dass hingegen zu diesem Zweck im Rahmen der Totalrevision des Bundesrechtspflegegesetzes (OG) eine Revision von Artikel 87 OG zu prüfen sei: - Die Beratung Bauwilliger ist eine wichtige Aufgabe, welche dem Gesuchsteller hilft, die Bewilligungsfähigkeit seines Vor- habens abzuschätzen. Sie kann auch dazu beitragen, dass die Qualität der Baugesuche gesteigert und der Anteil an Ge- suchen, welche abgewiesen werden müssen, gesenkt wer- den. Für eine solche Beratung braucht es jedoch kein formali- siertes Verfahren, insbesondere keines mit einer beschränk- ten Bindungswirkung. Die zusätzliche Sicherheit für den Ge- suchsteller fliesst diesfalls nicht aus einer unzulässigen, frü- hen rechtlichen Bindung, sondern aus dem in die Auskunft einfliessenden Sachwissen der Behörden. - Reicht die durch eine Rechtsauskunft gewonnene Sicher- heit dem Gesuchsteller nicht aus, so besteht die Möglichkeit, Grundsatzfragen rechtskräftig zu klären, bevor ein dafür unnö- tiger Projektierungsaufwand betrieben wurde. Damit kann das Risiko erheblich gesenkt werden, dass Projekte, denen eine teure Detailplanung vorausgegangen ist, im Baubewilligungs- verfahren scheitern. Vor- oder Grundsatzentscheide - unter Beteiligung beschwerdeberechtigter Dritter - erfüllen diese Funktion. Aus bundesrechtlicher Sicht besteht nach gelten- dem Recht nur die Einschränkung, dass im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde die Anfechtung von Zwischen- entscheiden (positive Vorentscheide gelten praxisgemäss als solche Zwischenentscheide) nicht in jedem Fall möglich ist (Art. 87 OG). Eine Lockerung brächte einerseits zusätzliche Si- cherheit für Baugesuchsteller, würde andererseits aber das bereits heute massiv überlastete Bundesgericht zusätzlich be- lasten. Der Bundesrat ist bereit, die Frage im Rahmen der To- talrevision des OG zu prüfen. - Vorentscheide ohne Einbezug beschwerdeberechtigter Drit- ter mit Bindungswirkung zwischen Gesuchsteller und Ent- scheidbehörde hingegen erscheinen - wie oben ausgeführt - nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung als verfas- sungswidrig. Auch wenn die Schweiz keine Verfassungsge- richtsbarkeit gegenüber Bundesgesetzen kennt, so ist der Bundesgesetzgeber doch an die Verfassung gebunden. Allfäl- lige Einsprecher haben den Anspruch, dass der Entscheid über ein Bauvorhaben offenbleibt, bis ihre Einsprache zur Kenntnis genommen worden ist. Damit verträgt sich keine vor- gängige rechtliche Bindung der Entscheidbehörde. - Vorentscheide ohne Einbezug beschwerdeberechtigter Drit- ter mit Bindungswirkung zwischen Gesuchsteller und Ent- scheidbehörde gäben dem Gesuchsteller keine genügende Sicherheit, solange beschwerdeberechtigte Dritte ihre Rechte in irgendeiner Form trotzdem noch geltend machen können. Der Einbezug Dritter in das Vorentscheidverfahren liegt daher auch im Interesse des Gesuchstellers. - MUSS für einzelne Teilentscheide zu den gleichen Rechtsfra- gen zweimal ein Verfahren durchgeführt werden - einmal un- ter Ausschluss der Einsprecher und einmal mit ihnen -, so wird die gesamte Verfahrensdauer unverhältnismässig verlän- gert, unter doppelter Belastung der Entscheidinstanzen. Der Einbezug Dritter in das Vorentscheidverfahren liegt auch aus diesem Grund im Interesse des Gesuchstellers und offensicht- lich auch im Interesse des effizienten Umgangs mit den Kapa- zitäten der Entscheidbehörden. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln. Überwiesen als Postulat-Transmis comme postulat #ST# 94.3109 Motion Keller Rudolf Teilprivatisierung des Strafvollzuges Exécution des peines. Privatisation partielle Wortlaut der Motion vom 16. März 1994 Die Kantone müssen auch im Strafvollzugswesen entlastet werden. Der Bundesrat wird daher aufgefordert, dem Parla- ment eine Änderung des Strafgesetzbuches, Artikel 384, vor- zulegen, die es gestattet, in Zukunft den Strafvollzug in den Kantonen noch mehr als bisher möglich an private Institutio- nen zu delegieren. Texte de la motion du 16 mars 1994 Les cantons doivent être déchargés aussi dans le domaine de l'exécution des peines. Le Conseil fédéral est donc chargé de soumettre au Parlement une modification de l'article 384 du Code pénal de manière à permettre aux cantons de déléguer l'exécution des peines à des établissements privés dans une plus large mesure que cela n'a été le cas jusqu'ici. Mitunterzeichner-Cosignataires: Bischof, Borradori, Maspoli, Ruf, Stalder, Steffen (6) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Im schweizerischen Strafvollzugswesen sind Anpassungen und Erneuerungen erforderlich. Die Untersuchungsgefäng- nisse und die Strafvollzugsanstalten sind überfüllt. Die Polizei kann ihre Aufgaben oft nur in unbefriedigender Art und Weise erfüllen, indem sie aus Platzgründen sogar die Verhaftung von Straftätern verzögern oder gar unterlassen muss. Aus Voll- zugsanstalten werden verurteilte Personen vorzeitig oder gar notentlassen. Der Bund delegiert das Strafvollzugswesen den Kantonen, die aber längst überfordert sind. Ihnen fehlen immer mehr die not- wendigen Finanzmittel und die erforderliche Flexibilität, um zeitgerecht handeln zu können. Zudem werden die Betriebs- defizite immer grösser. Anders ausgedrückt verbraucht das Strafvollzugswesen zu viele Steuergelder. In den USA delegieren die Bundesstaaten seit mehr als zehn Jahren den Strafvollzug zunehmend an private Unternehmun- gen. Eine umfassende Studie zeigt, dass diese Privatisierung sowohl in wirtschaftlicher als auch in menschlicher Hinsicht sehr erfolgreich ist. Aus der Strafvollzugsstatistik des Bundesamtes für Statistik sowie aus den Betriebsrechnungen verschiedener kantonaler Vollzugsanstalten ist zu entnehmen, dass 1991 der durch- schnittliche Vollzugstag 193 Franken kostete. Bei rund 900000 Aufenthaltstagen im Strafvollzug wurden 174 Millio- nen Franken Steuergelder verbraucht, wovon 61 Millionen Franken der Defizitdeckung dienten. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 30. Mai 1994 Rapport écrit du Conseil fédéral du 30 mai 1994 Wie bereits aus der Antwort des Bundesrates auf die Interpella- tion Bortoluzzi vom 15. Dezember 1993 (93.3629, Privatisie- rung Strafvollzug) hervorgeht, können aufgrund von Arti-Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion Baumberger Teilrevision Raumplanungsgesetz (RPG). Baurechtliche Vorentscheide Motion Baumberger Révision partielle de la loi sur l'aménagement du territoire (LAT). Jugement préjudiciel In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1994 Année Anno Band II Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 94.3056 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 17.06.1994 - 08:00 Date Data Seite 1176-1177 Page Pagina Ref. No 20 024 163 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.