B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-304/2013 U r t e i l v o m 2 3 . A u g u s t 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Daniel Stufetti, Gerichtsschreiberin Patrizia Levante. Parteien A._______, Beschwerdeführerin, gegen Schweizerische Ausgleichskasse SAK, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Witwenrente, Einspracheentscheid der SAK vom 29. November 2012. C-304/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die Schweizerische Ausgleichskasse (nachfolgend: SAK oder Vorin- stanz) mit Entscheid vom 29. November 2012 (SAK-act. 53/7-9) die von A._______ erhobene Einsprache abwies und damit die Verfügung vom 7. Juli 2011 bestätigte, wonach ihr weiterhin eine Witwenrente auszuric h- ten ist (SAK-act. 24), dass A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) diesen Einsprache- entscheid mit (undatierter) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht (Eingangsstempel: 21. Januar 2013) anfocht und die Ausrichtung einer vollen Altersrente beantragte (act. 1), dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 7. Februar 2013 (act. 3) weitere Unterlagen nachreichte, dass sich die Vorinstanz mit Schreiben vom 25. April 2013 (act. 9) ver- nehmen liess und den Antrag stellte, mangels Einhaltung der Rechtsmi t- telfrist sei auf die Beschwerde nicht einzutreten, dass die Beschwerdeführerin mit Replik vom 10. Mai 2013 ( act. 11) gel- tend machte, sie sei in der angefochtenen Verfügung nicht ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht worden, dass die Übergabe der Beschwe r- de an die ausländische Post bzw. den privaten Kurierdienst nicht fristwah- rend sei, und dass sie seitens der V orinstanz auf die Möglichkeit zur Ein- spracheerhebung per Postkurier aufmerksam gemacht worden sei, dass die Vorinstanz mit Replik vom 21. Juni 2013 (act. 14) an ihrem A n- trag festhielt, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungsg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern – wie vorl ie- gend – keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist, dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten, wozu auch die SAK gehört (Art. 33 Bst. d VGG), dass Verfügungen der Vorinstanz im Bereic h der Renten nach Art. 85 bis Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und C-304/2013 Seite 3 Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) vor Bundesverwaltungs- gericht anfechtbar sind, dass die Beschwerde gemäss Art. 60 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) innerhalb von 30 Tagen seit der Eröffnung des Ei n- spracheentscheides einzureichen ist, dass schriftliche Eingaben spätestens am letzten Tag der Frist dem Versi- cherungsträger eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver- tretung zu übergeben sind (Art. 39 Abs. 1 ATSG), dass diese Gesetzes vorschrift in der Rechtsmittelbelehrung wörtlich wie- derzugeben ist, damit sich die Verwaltung darauf berufen kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_339/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.2 mit Hinweisen), dass zudem gemäss Art. 19 Abs. 2 des Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und den Vereinigten Staaten von Amerika über Soziale Sicherheit (SR 0.831.109.336 .1) ein Rechtsmittel, das innerhalb einer bestimmten Frist bei einem Träger des einen Ve r- tragsstaates einzureichen ist, als fristgerecht eingereicht gilt, wenn es i n- nert der gleichen Frist bei einem entsprechenden Träger des anderen Vertragsstaates eingereicht wird, wobei die freiwillige Alters-, Hinterlasse- nen- und Invalidenversicherung von diesem Abkommen nicht erfasst wird (Ziff. 2 des Schlussprotokolls), dass somit weder Art. 39 Abs. 1 ATSG noch der erwähnte Staatsvertrag die Aufgabe der Beschwerde bei der ausländischen Post oder einem pr i- vaten Kurierdienst als fristwahrend bezeichnen, dass die Beweislast für die Einhaltung der Frist diejenige Partei trägt, die daraus Folgen ableiten will, weshalb die versicherte Per son die rechtzei- tige Einreichung der Beschwerdeschrift nachzuweisen hat, während der Behörde der Zustellnachweis hinsichtlich der Verfügung obliegt (UELI KIE- SER, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2009, Art. 39 Rz. 5), dass die angefochtene Verfügung – wie von der Rechtsprechung gefo r- dert – den Wortlaut von Art. 39 Abs. 1 ATSG wörtlich wiedergibt und des- halb eine korrekte Rechtsmittelbelehrung enthält, C-304/2013 Seite 4 dass die angefochtene Verfügung gemäss aktenkundigem Rückschein (SAK-act. 50) dem damaligen Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin am 3. Dezember 2012 eröffnet wurde, dass damit die 30-tägige Beschwerdefrist am 4. Dezember 2012 zu la u- fen begann (Art. 38 Abs. 1 ATSG) und unter Berücksichtigung des Fri s- tenstillstands während der Gerichtsferien vom 18. Dezember bis und mit 2. Januar (Art. 38 Abs. 4 Bst. c ATSG) am 18. Januar 2013 ablief, dass die am 17. Januar 2013 erfolgte Aufgabe der Beschwerde beim pri- vaten US-amerikanischen Kurierunternehmen FedEx zulässig ist, nach dem Gesagten aber nicht als fristwahrend gilt, dass die Vorinstanz keine anderslautende Information erteilte (vgl. act. 11.4), dass die Einhaltung der Frist im Sinne von Art. 39 Abs. 1 ATSG folglich nicht nachgewiesen ist, dass somit die beim Bundesverwaltungsgericht am 21. Januar 2013 ein- gereichte Beschwerde verspätet ist, dass kein Gesuch um Wiederherstellung der Frist nach Art. 41 ATSG ge- stellt wurde und auch kein Grund für eine Fristwiederherstellung ersicht- lich ist, dass folglich auf die Beschwerde im einzelrichterlichen Verfahren nicht einzutreten ist (vgl. Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG), dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind (Art. 85bis Abs. 2 AHVG). C-304/2013 Seite 5 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein) – die Vorinstanz (Ref-Nr. _______) – das Bundesamt für Sozialversicherungen Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Stufetti Patrizia Levante Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat d ie Begehren, deren Begründung mit Angabe der B e- weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: