B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-4604/2013 U r t e i l v o m 1 4 . M ä r z 2 0 1 4 Besetzung Richter Martin Zoller (Vorsitz), Richter Daniele Cattaneo, Richterin Nina Spälti Giannakitsas, Gerichtsschreiber Daniel Widmer. Parteien A._______, geboren (…), Türkei, vertreten durch lic. iur. Serif Altunakar, Rechtsberatung, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 16. Juli 2013 / N (…). D-4604/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Der Beschwerdeführer verliess eigenen Angaben zufolge seinen Hei - matstaat am (…) 2013 (…) und gelangte über ihm unbekannte Länder am 18. Juni 2013 illegal in die Schweiz. Gleichentags suchte er in B._______ um Asyl nach. Am (…) 2013 fand im dortigen Empfangs- und Verfahrens- zentrum (EVZ) eine erste Befragung statt. Am (…) 2013 wurde er, eben- falls im EVZ B._______, durch das Bundesamt in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) angehört. A.a Der Beschwerdeführer machte im Wesentlichen geltend, er sei türki- scher Staatsangehöriger kurdischer Ethnie und in C._______ in der Pr o- vinz D._______ geboren, habe jedoch seit (…) Jahren in E._______ in der gleichnamigen Provinz gewohnt, wo sich auch seine Eltern, seine (…) Brüder und eine (…) Schwester aufhielten. Er habe das F._______ absol- viert und sich während (…) Jahre erfolglos auf die Aufna hmeprüfungen für die Universität vorbereitet. In der Folge habe er gelegentlich beim (…) ausgeholfen. Als politisch interessierte Person habe er dem (…) der P ._______ ange- hört und dabei Plakate aufgehängt und Flugblätter verteilt, um die Leute über die Nevroz-Feiern und Kundgebungen zu informieren. Anlässlich der Nevroz-Feier 2010 sei er in seinem Quartier festgenommen und auf einen Posten gebracht worden, wo er geschlagen beziehungsweise gefoltert und bedroht worden sei. Dabei habe er eine (…) erlitten und (…) davon- getragen. Gegen (…) Uhr nachts sei er freigelassen worden, sein Freund G._______ jedoch erst am nächsten Morgen. In der Folge sei G._______ am (…) 2010 ermordet worden. Aus Angst sei er daraufhin nach H._______ gegangen und während (…) Monate dort geblieben. Danach sei er nach E._______ zurückgekehrt und habe heimlich für die Partei weitergearbeitet, wobei es im Jahr 2011 eine Verhaftungswelle gegeben habe, bei welcher viele Funktionäre und die Parteipräsidenten der Pr o- vinz und des Landkreises verhaftet worden seien. Im (…) 2013 habe er sich mit Freunden getroffen, um die Nevroz - Feierlichkeiten vorzubereiten. Die Sitzung habe bei einem Kollegen von ihm stattgefunden. Dabei habe die Polizei plötzlich eine Razzia durchg e- führt. Ihm und (…) I._______ sei dabei die Flucht gelungen, während di e (…) übrigen Anwesenden festgenommen und J._______ bisher als einzi- ger von ihnen wieder freigelassen worden sei. Er selbst habe sich z u- sammen mit I._______ bei einem (…) versteckt, wo er von seinem D-4604/2013 Seite 3 K._______ (…) informiert worden sei, dass die Polizei ihn zu Hause g e- sucht und das Haus durchsucht habe. Sein K._______ sei daraufhin mit einem (…) von ihm (…) zu ihnen gefahren und habe I._______ zu (…) gefahren. Daraufhin hätten sie ihn abgeholt und zu einem L._______ ge- bracht. Sein K._______ habe ihm dort mitgeteilt, dass er noch einige Ma- le von Polizisten (…) gesucht worden sei. Dort habe er auch erfahren, dass sein I._______ zwischenzeitlich am (…) 2013 ermordet worden sei. Er vermute, dass Angehörige de s militärischen Geheimdienstes JITE M sowohl seinen G._______ als auch I._______ umgebracht hätten, da die- se für eine prokurdische Partei gearbeitet hätten. Aus Angst, dasselbe Schicksal zu erleiden, sei er im (…) 2013 zu einem (…) nach M._______ gereist. (…), woraufhin er seinen Heimatstaat am (…) 2013 mit Hil fe ei- nes Schleppers verlassen habe. Er habe nie einen Reisepass beantragt oder erhalten, und die Reise in die Schweiz nur mit seiner Identitätskarte absolviert. Was seine Familie angehe, sei sein früher politisch aktiv gewesener K._______ in den 1990er-Jahren einmal von Beamten in Zivil, vermutlich Angehörigen des JITEM, von E._______ nach N._______ ins Gefängnis gebracht und dort für (…) Monate inhaftiert worden. Dabei sei sein K._______ auch gefoltert worden. Seither sei dieser in erheblichem Mass gehbehindert und politisch nicht mehr aktiv. (…), welche seit mehr als (…) Jahren in (…) wohnhaft seien, seien früher ebenfalls politisch aktiv gewe- sen, während ein (…) L._______ (…) in N._______ getötet worden sei, als er (…) Jahre alt gewesen sei. Weitere Familienangehörige seien poli- tisch nicht aktiv. A.b Für die weiteren Aussagen des Beschwerdeführers wird, soweit für den Entscheid wesentlich, auf die Protokolle bei den Akten verwiesen. A.c Zum Nachweis seiner Identität reichte der Beschwerdeführer s einen Nüfus zu den Akten. B. Mit (…) Verfügung vom 16. Juli 2013 stellte das Bundesamt fest, der B e- schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. Gleichzeitig verfügte es die Wegweisung des Beschwe r- deführers aus der Sc hweiz und beauftragte den Kanton O._______ mit dem Vollzug. D-4604/2013 Seite 4 Zur Begründung führte das BFM im Wesentlichen aus, die geltend g e- machten Verfolgungsvorbringen des Beschwerdeführers genügten weder den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit noch denjenigen an die Flücht- lingseigenschaft. So seien die Schilderungen der Ereignisse im Zusam- menhang mit de r Nevroz-Feier 2010 völlig unsubstanziiert, vage und r e- petitiv ausgefallen, und erweckten trotz wiederholter Aufforderung zur De- tailschilderung in keiner Weise den Eindruck, dass er diese Vorfälle selbst erlebt habe. Seine Ausführungen dazu, wie G._______ am (…) 2010 um- gekommen sei, seien widersprüchlich und blieben entsprechend spekul a- tiv. Zudem sei nicht nachvollziehbar, weshalb der JITEM oder andere Be- amte G._______ hätten töten sollen, zumal dieser weder in exponierter Stellung für P ._______ tätig gewesen sei noch eine höhere Funktion i n- nerhalb der Partei ausgeübt habe, jedoch allgemein bekannt sei, dass die türkischen Behörden in der Regel kein wirkliches Interesse an einfachen Mitgliedern der P ._______ hätten und diese nicht ernsthaft bedroht seien. In diesem Kontext vermöge die Erklärung des Beschwerdeführers, w o- nach G._______ von Angehörigen des JITEM (…) worden sei, da er auch (…) habe, nicht zu überzeugen. Schliesslich widerspreche es der allg e- meinen Erfahrung und Logik des Handelns, dass er nach dem Weggang von E._______ nach H._______, wo er (…) Monate untergetaucht sein will, nicht mehr habe erfahren können, ob er zu Haus e noch gesucht, wann J._______ aus der Haft entlassen worden und was nach der Fre i- lassung mit diesem weiter geschehen sei. Angesichts der unglaubhaften Verfolgungsvorbringen könne auch nicht geglaubt werden, dass er in di e- sem Zusammenhang geschlagen und dabei (…) verletzt worden sei. Ebenso vage, repetitiv und spekulativ blieben dessen Ausführungen zu den geltend gemachten heimlichen politischen Tätigkeiten nach dem Vor- fall im Jahr 2010 bis und mit zur angeblichen Razzia während der Vorbe- reitungen zum Nevroz-Fest 2013 und dem Tod des I._______, wobei die Ereignisse im Jahr 2013 darüber hinaus unsubstanziiert und überhaupt nicht in sich stimmig geschildert worden seien. In diesem Zusammenhang sei nicht nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer nach der angeb li- chen Festnahme im Jahr 2010 als Organisationsmitglied der Nevroz - Feierlichkeiten nicht registriert worden sei und nicht wisse, ob über ihn im Jahr 2013 beziehungsweise im Zeitpunkt der Einreichung des Asylg e- suchs ein Datenblatt bestanden habe oder zwischenzeitlich Anzeige ge- gen ihn erhoben worden sei. Schliesslich sei in zeitlicher und sachlicher Hinsicht kein genügend enger Kausalzusammenhang zwischen den Vo r- bringen bezüglich K._______, L._______, der Verhaftungswelle im Jahr 2011 und der geltend gemacht en einmaligen Mitnahme und Festhaltung D-4604/2013 Seite 5 auf dem Posten vor dem Nevroz-Fest 2010 und der Ausreise im (…) 2013 ersichtlich. Selbst bei Wahrunterstellung der den Beschwerdeführer betreffenden Vorfälle liessen die von ihm geltend gemachten Tätigkeiten für die P ._______ nicht darauf schliessen, dass er in exponierter Tätigkeit für die P ._______ tätig gewesen sei und die Behörden deswegen an ihm derart interessiert gewesen wären, um ihn staatlichen Verfolgungsmass- nahmen auszusetzen. Schliesslich sei der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich. C. Mit Eingabe vom 15. August 2013 (Datum des Poststempels) an das Bundesverwaltungsgericht beantragte der Beschwerdeführer durch se i- nen Rechtsvertreter unter Kosten - und Entschädigungsfolge, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben, festzustellen, dass er die Flüch t- lingseigenschaft erfülle, und ihm Asyl zu gewähren; eventualiter sei die Unzulässigkeit und Unzumutbarkeit der Wegweisung festzustellen. In pro- zessualer Hinsicht wurde unter Beilage einer Fürsorg ebestätigung der Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses beantragt. Gleichzei- tig wurden (…) eingereicht. Darauf sowie auf die Begründung wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den Erwägungen eingegangen. D. Mit Zwischenverfügung vom (…) 2013 teilte das Bundesverwal - tungsgericht dem Beschwerdeführer mit, dass er den Ausgang des Ve r- fahrens in der Schweiz abwarten könne, verzichtete auf die Erhebung e i- nes Kostenvorschusses und überwies die Akten der Vorinstanz zur Ve r- nehmlassung. E. E.a Mit Vernehmlassung vom (…) 2013 beantragte das Bundesamt die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte es aus, die B e- schwerdeschrift enthalte keine neuen erheblichen Tatsachen oder B e- weismittel, welche eine Änderung seines Standpunkts rechtfertigten, und verwies auf seine Erwägungen, an welchen es festhielt. Auf die detaillie r- te materielle Begründung wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den Erwägungen (vgl. namentlich nachstehend E. 5.1) eingegangen. D-4604/2013 Seite 6 E.b Die Vernehmlassung wurde dem Beschwerdeführer am (…) 2013 zur Kenntnis gebracht und ihm eine Frist bis zum (…) 2013 zur Replik ange- setzt. F. In seiner Replik vom (…) 2013 nahm der Beschwerdeführer Stellung zum Inhalt der Vernehmlassung, worin er grundsätzlich an seinen bisherigen Vorbringen festhielt. Gleichzeitig reichte er (…) ein. Darauf und auf die detaillierten Ausführungen wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den Erwägungen eingegangen. G. Seit (…) 2013 läuft im Kanton Q._______ ein Ehevorbereitungsverfahren (der Beschwerdeführer beabsichtigt, eine in der Schweiz als Flüchtling anerkannte Landsmännin zu heiraten), welches im gegenwärtigen Zei t- punkt – weitere Dauer unbekannt – noch läuft. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den B e- hörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesve r- waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei- det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser – was in casu nicht zutrifft – bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 1.3 Das vorliegende Verfahren war im Zeitpunkt d es Inkrafttretens der Änderung des AsylG vom 14. Dezember 2012 – mithin am 1. Februar D-4604/2013 Seite 7 2014 – hängig, weshalb vorliegend das neue Recht gilt (vgl. Abs. 1 der entsprechenden Übergangsbestimmungen). 2. Die Beschwerde ist frist - und formgerecht eingereicht. Der Beschwerde- führer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änder ung. Er ist d aher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 108 Abs. 1 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG). Mithin ist auf die Beschwerde einzutreten. 3. Die Kompetenz des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen R ü- gen bestimmen sich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG. 4. 4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grun d- sätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person anerkannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, wo sie zuletzt wohnte, we- gen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Ge- fährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen un- erträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG). 4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für g e- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentl i- chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlic h sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 5. 5.1 In der Rechtsmitteleingabe wird unter Wiederholung der bisherigen Vorbringen an der Glaubhaftigkeit der den Beschwerdef ührer betreffen- den Vorfälle – seiner Festnahme während des Nevroz -Festes 2010, se i- ner heimlich ausgeführten politischen Tätigkeiten nach dem Tod des G._______, der Razzia anlässlich der Vorbereitungssitzung im (…) 2013 D-4604/2013 Seite 8 für das Nevroz -Fest und d en anschliessenden Begebenheiten bis zur Ausreise im (…) 2013 – festgehalten und eingewendet, nicht nur b e- stimmte Parteifunktionäre seien exponiert, sondern auch bestimmte Pa r- teiaktivisten. Die beiden ermordeten (…) des Beschwerdeführers seien keine Parteifunktionäre, sondern Aktivisten gewesen. Ihre Ermordung mache ohne Zweifel deutlich, dass nicht nur Personen in exponierter Stel- lung gefährdet seien. Selbst ein gewöhnlicher Sympathisant könne info l- ge seiner politischen Aktivitäten ins Visier der Polizei beziehungswei se "unbekannter Täter" geraten und liquidiert werden (…). Diese Argumentation vermag nicht zu überzeugen. Vielmehr ist den Au s- führungen in der Vernehmlassung des BFM beizupflichten, wonach auch die auf Beschwerdeebene eingereichte (…) – nichts an dessen u n- substanziierter, undifferenzierter und realitätsfremden Schilderung der Vorfälle, welche in keiner Weise den Eindruck von Selbsterlebtem vermitt- le, zu ändern verm ag. So hat das BFM in der angefochtenen Verfügung eine mögliche Mitgliedschaft des Beschwerdef ührers bei der P ._______ nicht in Abrede gestellt, jedoch dargelegt, dass dessen geltend gemachte Tätigkeiten nicht den Schluss zuliessen, er sei für die P ._______ in expo- nierter Stellung tätig gewesen beziehungsweise die Behörden seien des- wegen an ihm int eressiert und er wäre deshalb staatlichen Verfolgung s- massnahmen ausgesetzt. Selbst wenn, wie vom Beschwerdeführer ge l- tend gemacht, bei der Verhaftungswelle im Jahr 2011 Funktionäre oder Mitglieder der P ._______ in exponierter Stellung verhaftet worden wären und sich darunter auch ihm bekannte Personen befänden, mache er – so das Bundesamt in schlüssiger Weise weiter – weder geltend, bei dieser Aktion verhaftet oder gesucht worden zu sein, noch dass er seit dem Tod von G._______ am (…) 2010 bis zum (…) 2013 gesucht worden sei. Dies stütze die Annahme des BFM, dass er für die Polizei, den Geheimdienst oder den JITEM keine genügend wichtige Funktion oder Position in der P ._______ innegehabt habe, um ein tatsächliches Interesse seitens der Behörden an seiner Person zu begründen. Dies gelte auch für die Vo r- bringen im Zusammenhang mit dem Tod von G._______, selbst wenn dessen Ableben in einem politischen Kontext gesehen würde. Daran vermöchten die auf Beschwerdeebene eingereichten (…) nichts zu ä n- dern, umso wen iger, als darin über die Todesursache von G._______ ebenfalls nur spekuliert werde. Aus diesen gehe zudem hervor, dass G._______ auch (…) gewesen sei, bereits früher Morddrohungen erha l- ten habe und schon im (…) einmal von unbekannten Personen angegri f- fen u nd dabei verletzt worden sei, so dass er sich in medizinische B e- handlung ins Spital habe begeben müssen. Bei genauerer Betrachtung D-4604/2013 Seite 9 würden diese (…) die Frage aufwerfen, weshalb der Beschwerdeführer nie erwähnt habe, dass G._______ nebst (…) auch noch als (…) habe, womit G._______ automatisch in einer exponierten Stellung gewesen wä- re. Auch bleibe die Frage offen, weshalb der Beschwerdeführer anlässlich seiner Schilderungen im Zusammenhang mit dem Tod G._______ die Angriffe auf diesen durch unbekannte Pers onen und die dabei erlittene Verletzung nicht erwähnt habe (…). An dieser zutreffenden Einschätzung der Vorinstanz vermag auch nichts zu ändern, dass der Beschwerdeführer in seiner Replik vom (…) 2013 in pauschaler Weise wiederholt, er sei während vieler J ahre politisch aktiv und ein enger Freund und Mitkämpfer von G._______ gewesen, selbst mehrmals durch Polizisten in Zivil beobachtet und beschattet worden und habe nach dem Mord an G._______ seine politischen Aktivitäten reduzie- ren und sehr vorsichtig sein müssen. Dasselbe gilt für seine weitere Wi e- derholung in der Replik, allein in den letzten (…) Jahren seien mehr als (…) Mitglieder, Funktionäre, Sympathisanten und Parteiaktivisten der P ._______, welche auf legaler Ebene politisiert hätten, verhaftet word en, wobei er auf einen gleichzeitig in Kopie eingereichten Bericht aus (…) verweist (…). Schliesslich erweist sich auch sein Verweis auf die Prot o- kollstelle (…), womit er deutlich zum Ausdruck gebracht habe, dass (…) G._______ bei der genannten (…) tätig gewesen sei, als unbehelflich (…). So gab er nämlich damals anlässlich der Befragung im EVZ B._______ vom (…) 2013 wörtlich zu Protokoll, "Er [ G._______] (…). Demgegenüber erwähnte er die Tätigkeit von G._______ als (…) weder bei der Befragung im EVZ B._______ noch anlässlich der Anhörung vom (…) 2013 mit irgendeinem Wort. 5.2 In der Beschwerde wird sodann erneut darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer aus einer kurdischen Familie stamme, welche seit lä n- gerer Zeit aufgrund ihrer politischen Aktivit äten den türkischen Siche r- heitskräften bekannt sei, wobei auf ein gleichzeitig eingereichte s Dok u- ment des (…) – verwiesen wird. Aus diesem politischen Umfeld sta m- mend, habe sich der Beschwerdeführer vor ein paar Jahren der P ._______ angeschlossen, in deren (…) er langjährig politisch aktiv g e- wesen sei. In diesem Sinne sei der erforderliche Kausalzusammenhang zwischen der geltend gemachten Festnahme im Jahr 2010 beziehung s- weise der Verha ftungswelle im Jahr 2011 und der Ausreise des B e- schwerdeführers im (…) 2013 erstellt (…). Auch daraus vermag der B e- schwerdeführer nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Diesbezüglich kann, neben den Erwägungen in der angefochtenen Verfügung, welche D-4604/2013 Seite 10 sich nach einer Überprüfung der Akten als zutreffend erweisen (vgl. Sachverhalt B st. B), auf die ebenfalls zutreffenden Ausführungen in der Vernehmlassung des BFM vom (…) 2013 verwiesen werden: So habe der Beschwerdeführer erklärt, K._______ sei im Zusammenhang mit seiner politischen Einstellung und Tätigkeit im Jahr 1990 nach N._______ ge- bracht und dort massiv gefoltert und geschlagen worden, ehe er (…) Mo- nate später nach Hause zurückgekehrt sei, während (…) im Jahr (…) in N._______ getötet worden sei und (…) vor (…) Jahren aus politischen Gründen in die Schweiz geflüchtet seien. Nach den Misshandlungen im Jahr 1990 sei K._______ des Beschwerdeführers aber nicht mehr pol i- tisch aktiv gewesen, sondern damals nur noch unter Aufsicht gestanden. Gemäss dem Dokument (…) sei K._______ des Beschwerdeführers, zu- sammen mit drei weiteren Personen, wegen Unterstützung der Partiya Karkerên Kurdistan (Arbeiterpartei Kurdistans, PKK) im Zeitraum von 1993 bis (…) angeklagt gewesen, wobei keine zusätzlichen Ermittlungen mehr erforderli ch seien (…). Der Beschwerdeführer vermag damit aber seine Aussagen, wonach der polizeiliche Druck aus politischen Gründen auf die Familie immer noch anhalte, nicht darzulegen. Entsprechend kön- nen diese Vorbringen nicht in einen genügend engen zeitlichen und sach- lichen Zusammenhang mit der Au sreise des Beschwerdeführers im (…) 2013 gebracht werden. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer nach seiner Rückkehr aus H._______ im (…) 2010 bis zum geltend gemachten Vorfall im (…) 2013 in E._______ offensichtlich von den türkischen B e- hörden nicht behelligt wurde. 5.3 Schliesslich wird in der Beschwerde eingewendet, der Beschwerd e- führer sei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit registriert und es bestehe auch ein Datenblatt über ihn, zumal er seit Jahren politi sch aktiv gewesen, bereits festgenommen und auch mit dem Tod bedroht worden sei. Es sei jedoch eine Tatsache, dass die betreffende Person dies nicht schwarz auf weiss beweisen könne. Vor diesem Hintergrund habe der Beschwerdeführer zu Recht gesagt, dass er diesbezüglich nichts wisse (…). In diesem Zusammenhang kann vorweg erneut auf die stringenten Erwägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen we r- den (vgl. Sachverhalt Bst. B). Zudem führte das BFM in seiner Verneh m- lassung zutreffend aus, Anzeigen und Anklagen würden zur Kenntnis g e- bracht. Auch müsste es gemäss den in der Türkei geltenden Date n- schutzrichtlinien möglich sein, selbst oder über einen Anwalt, von den Behörden in Erfahrung zu bringen, ob zur eigenen Person ein Datenblatt bestehe. Entsprechen d könne auch jeder Bürger die Löschung eines "veralteten" Datenblattes verlangen, sofern dieses nicht ohnehin von A m-D-4604/2013 Seite 11 tes wegen gelöscht worden sei (…). An dieser Einschätzung vermag der weitere Einwand in der Replik des Beschwerdeführers nichts zu ändern, wonach es zumindest in politischen Fällen nicht zutreffe, dass die türki- sche Justiz, wie von der Vorinstanz dargestellt, perfekt sei und sich an rechtsstaatliche Prinzipien halte (…). Das Bundesverwaltungsgericht stellt diesbezüglich zum einen fest, dass die Vorinstanz ihre Schlussfolgerung in diesem Kontext vielmehr aufgrund einzelfallspezifischer Fakten – mit- hin auf den Fall des Beschwerdeführers abstellend – gezogen hat. An- derseits widerspricht nach Ansicht des Gerichts bereits der Umstand, dass der Beschwerdeführer nach seinem Weggang aus E._______ im (…) 2013 nicht mehr erfahren haben will, ob er zu Hause noch gesucht wird, wann J._______ aus der Haft entlassen worden ist und er dessen weiteres Schicksal nicht kannte, der allgemeinen Erfahrung und Logik des Handelns; zudem ist nicht nachvollziehbar, weshalb er sich als an- geblich behördlich verfolgte Person offensichtlich auch von der Schweiz aus nicht darum bemühte, über seine eigene Verfolgungssituation etwas in Erfahrung zu bringen, obwohl er über seine hier wohnhaften L._______ in (…) Kontakt mit seiner Familie im Heimatstaat steht (…). 5.4 In Würdigung der gesamten Umstände und Vorbringen des B e- schwerdeführers erübrigt es sich, auf die weiteren Ausführungen in der Beschwerde, die übrigen Eingaben und die eingereichten Beweismittel im Einzelnen einzugehen, da diese an der vorgenommenen Würdigung des Sachverhalts nichts zu ändern vermögen. Die Vorinstanz hat demnach das Asylgesuch zu Recht abgelehnt. 6. Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 AsylG). Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine fremdenpolizeiliche Aufenthaltsbewilligung noch einen Anspruch auf Erteilung einer sol - chen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 AsylG; vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 mit weiteren Hinwei sen). 7. Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Auslä n-D-4604/2013 Seite 12 dern (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bu ndesgesetzes vom 16. De- zember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]). 7.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtun - gen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Auslän - ders in den Heimat -, Herkunfts - oder in einen Drittstaat entgegenste - hen (Art. 83 Abs. 3 AuG). 7.1.1 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus e i- nem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Dieses flüchtlingsrechtliche Rückschiebungsverbot schützt nur Personen, die die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG respektive Art. 1A FK er- füllen. Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erheb- liche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Rückschi e- bungsverbots vorliegend nicht zur Anwendung gelangen. Der Vollzug der Wegweisung in die Türkei ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. 7.1.2 Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Überei n- kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand in einen Staat ausgeschafft werden, in dem ihm Folter oder eine andere Art unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung droht. Weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den Akten ergeben sich Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausg e- setzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofs für Me n- schenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste D-4604/2013 Seite 13 der Beschwerdeführer eine konkrete Gefährdung ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen , dass ihm im Falle einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124-127, mit weiteren Hinweisen). Dies ist vorliegend nicht der Fall. Es besteht kein konkreter Anlass zur Annahme, dem B e- schwerdeführer würde bei einer Rückkehr in sein Heimatland eine me n- schenrechtswidrige Behandlung drohen, zumal es ihm – wie oben unter Ziff. 5 der Erwägungen festgehalten wurde – nicht gelungen ist, eine a k- tuelle Verfolgungssituation darzutun. 7.1.3 Der Vollzug der Wegweisung ist damit sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 7.2 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug der Wegweisung für Ausländerinnen und Ausländ er unzumutbar sein, wenn sie im Heimat - oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, all- gemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. BVGE 2009/51 E. 5.5 S. 748, BVGE 2009/41 E. 7.1 S. 576 f.; Botschaft zum Bundesg e- setz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818). Der Beschwerdeführer war eigenen Angaben zufolge während (…) Jah- ren bis zu seiner Ausreise vom (…) 2013 überwiegend in (…) E._______ in der gleichnamigen Provinz wohnhaft (…). Er hat den Primar - und Se- kundarschulunterricht während (…) Jahren besucht und im Jahr (…) das F._______ abgeschlossen. In der Folge hat er keinen Beruf erlernt, war jedoch im (…) tätig und bereitete sich während (…) Jahre auf die Univer- sität vor, ohne schliesslich ein Studium zu beginnen (…). Seine nächsten Familienangehörigen (…) sind nach wie vor in E._______ wohnhaft, wäh- rend eine weitere (…) in C._______ (…) sei (…). Der Beschwerdeführer ist noch jung und leidet – soweit aktenkundig – an keinen, geschweige denn schwerwiegenden, gesundheitlichen Problemen. Demnach liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass der Beschwerdef ührer bei einer Rückkehr in seinen Heimatstaat aus individuellen Gründen wirtschaftl i- cher, sozialer oder gesundheitlicher Natur in eine existenzbedrohende Si- tuation geraten würde. Nach dem Gesagten kann der Vollzug der We g- weisung – entgegen der in der Rech tsmitteleingabe vertretenen Auffa s-D-4604/2013 Seite 14 sung – sowohl in genereller als auch in individueller Hinsicht als zumutbar bezeichnet werden. 7.3 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi - gen Vertretung seines Heimatstaates die für eine Rückkehr n otwendigen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; vgl. BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 ff.), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 7.4 Insgesamt hat das Bundesamt den Vollzug der Wegweisung zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt e i- ne Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG). 8. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). Die Beschwerde ist abzuweisen. 9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären dessen Kosten dem B e- schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). Nachdem sich die Beschwerde jedoch zum Zeitpunkt ihrer Anhängigmachung nicht als aussichtslos erwiesen hat, und aufgrund der Aktenlage nach wie vor von der prozessualen Bedürftigkeit des Beschwerdeführers auszugehen ist, ist in Gutheissung des entsprechenden Gesuchs auf die A uferlegung von Verfahrenskosten zu verzichten. (Dispositiv nächste Seite) D-4604/2013 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. In Gutheissung des Gesuchs um Gewährung der unentgeltlichen Pr o- zessführung werden dem Beschwerdeführer die Verfahrenskosten erla s- sen. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Martin Zoller Daniel Widmer Versand: