<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2018.00445</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Annaheim<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Gerichtsschreiber Schetty</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 19. Juli 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Tomas Kempf</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Flum Schlegel Kempf Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Webernstrasse 5, 8610 Uster</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der im Jahre 1961 geborene X.___ ist angelernter LKW-Mechaniker und war in verschiedenen Branchen sowie zeitweise selbständig erwerbstätig (Urk. 6/8 S. 4, Urk. 6/15). Infolge Rückenbeschwerden meldete er sich am 18. Juli 1999 bei der IV-Stelle Y.___ zum Leistungsbezug an (Urk. 6/8). Nach er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">folgten Abklärungen sprach diese dem Versicherten mit Verfügungen vom 9. und 16. August 2002 für die Zeit vom 1. Februar 1999 bis 31. Dezember 1999 eine ganze und ab 1. Januar 2000 eine halbe Rente zu (Urk. 6/58-62). Ein bei der nun zuständigen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, am 13. Ja</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nuar 2004 gestelltes Leistungsgesuch zog der Versicherte am 7. Oktober 2004 zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rück (Urk. 6/75). Eine im März 2005 in die Wege geleitete Revision ergab keine rentenrelevante Änderung (Urk. 6/76; Mitteilung vom 2. Mai 2005, Urk. 6/80). Im Rahmen einer weiteren revisionsweisen Überprüfung im Mai 2007 wurde eine polydisziplinäre Abklärung angeordnet (Urk. 6/89; Z.___-Gutachten vom 3. Juni 2008, Urk. 6/118). Mit Mitteilung vom 31. Juli 2008 wurde der bisherige An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruch auf eine halbe Rente bestätigt (Urk. 6/120).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 10. August 2014 äusserte sich der Versicherte im Zusammenhang mit einer erneuten Überprüfung des Rentenanspruchs zu seiner gesundheitlichen Situation (Urk. 6/144). Mit Vorbescheid vom 27. November 2014 wurde die Aufhebung der Rente in Aussicht gestellt (Urk. 6/151), was mit Vorbescheid vom 13. Mai 2015 dahingehend korrigiert wurde, dass eine Herabsetzung auf eine Viertelsrente in Aussicht gestellt wurde (Urk. 6/160).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Folge wurde der medizinische Sachverhalt in mehrfacher Hinsicht ergän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zend abgeklärt (Urk. 6/163, Urk. 6/192, Urk. 6/196, Urk. 6/207, Urk. 6/213) und der Vertreter des Versicherten erhielt jeweils Gelegenheit, zur neuen Aktenlage Stellung zu nehmen (Urk. 6/165, Urk. 6/191, Urk. 6/206, Urk. 6/224). Mit Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gungen vom 27. März 2018 sprach die IV-Stelle dem Versicherten ab 1. Oktober 2015 eine ganze, ab 1. Juni 2016 eine halbe und für die Zukunft eine Viertelsrente zu (Urk. 6/231-243).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob der Vertreter des Versicherten am 8. Mai 2018 Beschwerde und beantragte, es sei dem Beschwerdeführer rückwirkend und künftig eine höhere Rente der Invalidenversicherung auszurichten, eventualiter sei die Sache zur wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwerdeantwort vom 21. Juni 2018 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 57a Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) teilt die IV-Stelle der versicherten Person den vorgesehenen Endentscheid über ein Leistungsbegehren oder den Entzug oder die Herabsetzung einer bisher ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">währten Leistung mittels Vorbescheids mit. Die versicherte Person hat Anspruch auf rechtliches Gehör im Sinne von Art. 42 des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Parteien können innerhalb einer Frist von 30 Tagen bei der IV-Stelle münd</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich oder schriftlich Einwände zum Vorbescheid vorbringen (Art. 73</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV). Hernach ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheidet die IV-Stelle mittels Verfügung, wobei sie sich darin mit den für den Beschluss relevanten Einwänden der Parteien auseinanderzusetzen hat (Art. 74 Abs. 1 und 2 IVV).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die von den kantonalen IV-Stellen erlassenen Verfügungen sind sodann – in Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weichung von Art. 52 und Art. 58 ATSG – ohne vorgängiges Einspracheverfahren direkt beim Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar (Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Art. 42 ATSG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör, wobei sie vor Erlass von Verfügungen, die durch Einsprache anfechtbar sind – was auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verfügungen über Leistungen der Invalidenversicherung nach dem Gesagten nicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zutrifft –, nicht angehört werden müssen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ein Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör, wie er neben der expliziten gesetzlichen Regelung in Art. 42 ATSG auch in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) garantiert wird (vgl. BGE 124 V 180 E. 1a), ist das Recht der versicherten Person, sich vor Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 368 E. 3.1). Der Gehörsanspruch verpflichtet die Behörde, die Vorbringen der betroffenen Person auch tatsächlich zu hören, zu prüfen und in der Entscheidfindung zu berücksichtigen, weshalb sie ihren Entscheid zu begründen hat (BGE 134 I 83 E. 4.1). Die Pflicht der Behörde, ihre Verfügungen – sofern sie den Begehren der Parteien nicht voll entsprechen (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 ATSG) – zu begründen, bezweckt insbesondere, die be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">troffene Person in die Lage zu versetzen, eine Verfügung gegebenenfalls sachge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">recht anfechten zu können (BGE 124 V 180 E. 1a, vgl. auch BGE 134 I 83 E. 4.1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Um den verfassungsrechtlichen Anforderungen zu genügen, muss die Begrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dung wenigstens kurz die Überlegungen nennen, von denen sich die Behörde bei ihrem Entscheid hat leiten lassen und auf die sich der Entscheid stützt. Aus der Begründung muss jedenfalls ersichtlich werden, ob und warum die Behörde ein Vorbringen einer Partei für unzutreffend beziehungsweise unerheblich hält. Es muss erkennbar sein, ob die Behörde es überhaupt in Betracht gezogen hat. Sie darf sich nicht auf den Hinweis beschränken, die Überlegungen der versicherten Person seien zur Kenntnis genommen und geprüft worden. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass eine Anfechtung des Entscheids möglich ist (Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Auflage Zürich/Basel/Genf 2015, N 56 zu Art. 49, mit Hinweis auf BGE 124 V 180). Das Vorbescheidverfahren geht über den verfassungsrechtlichen Mindestanspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) hinaus, indem es Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">legenheit gibt, sich nicht nur zur Sache, sondern auch zum vorgesehenen Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheid zu äussern (BGE 134 V 97 E. 2.8.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Daher führt dessen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">letzung ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Vorbehalten bleiben praxisgemäss Fälle, in denen die Verletzung des Begründungsrechts nicht besonders schwer wiegt und dadurch geheilt wird, dass die Partei, deren rechtliches Gehör verletzt wurde, sich vor einer Instanz äussern kann, welche sowohl Tat- als auch Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fragen uneingeschränkt überprüft. Von einer Rückweisung der Sache zur Gewäh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung des rechtlichen Gehörs an die Verwaltung ist im Sinne einer Heilung des Mangels selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer beförderli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 132 V 387 E. 5.1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Vertreter des Beschwerdeführers machte in formeller Hinsicht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend. So habe sich der Beschwerdeführer noch gar nicht zum vorgesehenen Entscheid äussern können, da die Verfügungen vom 27. März 2018 vom Vorbescheid vom 13. Mai 2015 abweichen würden. Dies müsse unab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hängig von den Erfolgsaussichten bereits aus formeller Sicht zur Aufhebung der angefochtenen Verfügungen führen (Urk. 1 S. 9 f.). Die Beschwerdegegnerin liess sich zu den formellen Einwänden in ihrer Beschwerdeantwort nicht vernehmen (Urk. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Durchführung von weiteren Abklärungen im Vorbescheidverfahren führt nicht zwingend dazu, dass ein neuer Vorbescheid zu erlassen ist; dies hängt von den Umständen des Einzelfalles ab, unter anderem von der inhaltlichen Bedeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung der Sachverhaltsvervollständigung (Urteil des Bundesgerichts 9C_606/2014 vom 9. Dezember 2014 E. 2.1 in fine). Zu prüfen bleibt demnach, wie die getätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten medizinischen Abklärungen im vorliegenden Fall zu gewichten sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die mit Vorbescheid vom 27. November 2014 in Aussicht gestellte Rentenaufhe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bung erfolgte aufgrund der Tatsache, dass der Beschwerdeführer effektiv ein aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reichend hohes Invalideneinkommen erzielen konnte; somit allein aus erwerbli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Überlegungen (Urk. 6/150 S. 4, Urk. 6/151). Am 14. Januar 2015 musste sich der Beschwerdeführer einer Operation am linken Knie unterziehen (Knie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arthroskopie mit Teilmeniskektomie, Urk. 6/163). Im Rahmen des Vorbescheids vom 13. Mai 2015 wurde dabei auf den unkomplizierten Verlauf hingewiesen und festgestellt, dass aufgrund des Eingriffs nicht von einer weiteren langandauern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den/dauerhaften Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Je nach Heilungsverlauf ergebe sich ein entsprechendes Belastungsprofil (Urk. 6/159 S. 4). Weiter wurde im Rahmen des Vorbescheids vom 13. Mai 2015 das Validen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einkommen anhand statistischer Durchschnittwerte ermittelt, da die Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit infolge Konkurs erfolgt sei (Urk. 6/158).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bereits einem Bericht von PD Dr. med. A.___, Leiter Kniechirurgie an der Universitätsklinik B.___, vom 22. Mai 2015 ist dabei zu entnehmen, dass von einer zunehmenden Verschlechterung der Situation auszugehen ist, wobei auch weitere operative Eingriffe in den Raum gestellt wurden (Urk. 6/163). Am 13. Au</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gust 2015 unterzog sich der Beschwerdeführer einer erneuten Operation am lin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ken Knie, wobei eine unicondyläre Knieprothese eingesetzt wurde (Urk. 6/179 S. 11). Am 8. März 2016 erfolgte weiter eine Untersuchung im Zusammenhang mit einer Kurzatmigkeit, wobei die Fachärzte eine chronische Bronchitis bei Nikotin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">konsum diagnostizierten (Urk. 6/192 S. 4). Am 28. und 29. September 2016 war der Beschwerdeführer am Universitären C.___ hospitalisiert, wobei insbesondere eine koronare 3-Ast-Erkrankung, eine hypertensive Herzkrankheit sowie eine periphere arterielle Verschlusskrankheit festgestellt wurden (PAVK I links, Urk. 6/196). Der für den Bericht der Klinik für Neurochirurgie des D.___ vom 15. Juni 2017 verantwortliche Facharzt stellte weiter einen Verdacht auf eine rheumatologische Erkrankung (Morbus Bechterew, DISH) in den Raum (Urk. 6/207), weitere Abklärungen erfolgten auch im Zusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">menhang mit dem bekannten Schlafapnoe-Syndrom (Bericht vom 16. August 2017, Urk. 6/213/1-5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der geschilderte Ablauf der medizinischen Abklärungen im Zeitraum zwischen Mai 2015 und August 2017 zeigt, dass von einer inhaltlich wesentlichen Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verhaltsvervollständigung auszugehen ist. Dies wiederspiegelt sich auch darin, dass der Vertreter des Beschwerdeführers im Verlauf der Abklärungen mehrfach zu den neuen Akten Stellung nehmen konnte (vgl. Sachverhalt 1.3), schliesslich führten insbesondere die Kniebeschwerden zu einem wesentlich anderen Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anspruch, als dem gemäss Vorbescheid vom 13. Mai 2015 in Aussicht gestellten (Urk. 6/227 S. 13). Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens muss es einer versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherten Person möglich sei, sich nicht nur zur Sache, sondern auch zum vorge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sehenen Entscheid selbst zu äussern. Dies war vorliegend aufgrund der umfang</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">reichen weiteren Abklärungen nicht möglich; zudem stellen sich aufgrund der nun mehrfachen Rentenabstufungen zahlreiche revisionsrechtliche Fragen, so dass ein neuer Vorbescheid hätte ergehen müssen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend sind die angefochtenen Verfügungen vom 27. März 2018 be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">reits aus formellen Gründen aufzuheben und es ist die Sache zur rechtsgenügen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Durchführung des Vorbescheidverfahrens an die Beschwerdegegnerin zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rückzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen, welche in Anwen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dung von Art. 61 lit. g ATSG, namentlich unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 2'300.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">n</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Verfügung</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">en</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> vom </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">27. März 2018</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> aufgehoben </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese im Sinne der Er</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wägungen verfahre und hernac</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">h über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> neu verfüge.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 600</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">gestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">eine Prozessentschä</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">digung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 2’300</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Tomas Kempf unter Beilage des Doppels von Urk. 5</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubSchetty</p><p></p></div> </div></body></html>