<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/html4/loose.dtd"> <html lang="en"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Entscheid: IV.2004.00692</title> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/favicon.ico" rel="SHORTCUT ICON"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/dijit/themes/tundra/tundra.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/ibm/domino/widget/layout/css/domino-default.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xsp.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspLTR.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspFF.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger.scss" media="screen" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger_print.scss" media="print" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body class="xspView tundra"> <form action="/c050018/svg/findexweb.nsf/urteil.xsp?uid=UWEE-9AQN6L" class="xspForm" enctype="multipart/form-data" id="view:_id1" method="post"> <header><div class="container-main noprint"><div class="container-header"><img alt="" class="xspImage" id="view:_id1:_id2:image1" src="/c050018/svg/findexweb.nsf/logo.png"/><div class="container-header-slogan show-for-medium"><h6>Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</h6></div></div></div></header><div class="container"> <div class="inner-container1 wrap clearfix"> <section class="vacancy"><div class="grid-container container-main"> <div class="grid-x grid-margin-x grid-margin-y container-form"> <div class="cell small-9 noprint"> <span>Entscheid: IV.2004.00692<span class="xspTextComputedField"></span></span></div> <div class="cell small-3 noprint"> <a href="#" id="view:_id1:lnkPrint">Drucken</a><a href="#" id="view:_id1:lnkBack">Zurück</a></div> <div class="cell small-12"> <div id="view:_id1:inputRichText1"><div class="domino-par--indent"><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b>IV.2004.00692</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b> </b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">des Kantons Zürich</font><br/> <br/> <font face="serif" size="3">IV. Kammer</font><br/> <br/> <font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichter Engler als Einzelrichter</font><br/> <font face="serif" size="3">Gerichtssekretär Brügger</font><br/> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Urteil vom 25. August 2005</b></font><br/> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">in Sachen</font><br/> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"><b>S.___</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beschwerdeführer</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Christoph M. Bertisch</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Bellerivestrasse 42, Postfach, 8034 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"><b>Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA)</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Nachdem die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Einspracheentscheid vom 10. September 2004 die Übernahme der Kosten einer Brille beziehungsweise Brillenkorrektur für S.___ abgelehnt hat (Urk. 2),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> nach Einsicht in die Beschwerde vom 11. Oktober 2004, mit welcher Rechtsanwalt Dr. Christoph M. Bertisch als Vertreter des Beschwerdeführers beantragt hat, in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids sei die IV-Stelle zu verpflichten, sämtliche Kosten im Zusammenhang mit der Brillenkorrektur gemäss Brillenrezept von Dr. med. A.___, zu tragen (Urk. 1), und in die auf Abweisung der Beschwerde schliessende Beschwerdeantwort der IV-Stelle, vom 15. November 2004 (Urk. 9),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> in Erwägung,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt, da der Streitwert Fr. 20'000.-- nicht übersteigt (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass gemäss Art. 12 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) die versicherte Person Anspruch auf medizinische Massnahmen hat, die nicht auf die Behandlung des Leidens an sich, sondern unmittelbar auf die Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich gerichtet und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, dauernd und wesentlich zu verbessern oder vor wesentlicher Beeinträchtigung zu bewahren,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass Art. 12 IVG namentlich bezweckt, die Aufgabenbereiche der Invalidenversicherung einerseits und der sozialen Kranken- und Unfallversicherung anderseits gegeneinander abzugrenzen, wobei diese Abgrenzung auf dem Grundsatz beruht, dass die Behandlung einer Krankheit oder einer Verletzung ohne Rücksicht auf die Dauer des Leidens primär in den Aufgabenbereich der Kranken- und Unfallversicherung gehört (BGE 104 V 81 Erw. 1, 102 V 41 f.), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass es um die Behandlung des Leidens an sich in der Regel bei der Heilung oder Linderung labilen pathologischen Geschehens geht, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass die Invalidenversicherung grundsätzlich nur solche medizinische Vorkehren übernimmt, die unmittelbar auf die Beseitigung oder Korrektur stabiler oder wenigstens relativ stabilisierter Defektzustände oder Funktionsausfälle hinzielen und welche die Wesentlichkeit und Beständigkeit des angestrebten Erfolges gemäss Art. 12 Abs. 1 IVG voraussehen lassen (BGE 120 V 279 Erw. 3a mit Hinweisen; AHI 2003 S. 104 Erw. 2), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass der Versicherte im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste Anspruch auf jene Hilfsmittel hat, deren er für die Ausübung der Erwerbstätigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich, zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit, für die Schulung, die Aus- und Weiterbildung oder zum Zwecke der funktionellen Angewöhnung bedarf, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass Kosten für Zahnprothesen, Brillen und Schuheinlagen nur übernommen werden, wenn diese Hilfsmittel eine wesentliche Ergänzung medizinischer Eingliederungsmassnahmen bilden (Art. 21 Abs. 1 IVG), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass Dr. med. A.___, Spezialarzt FMH für Augenkrankheiten, mit Schreiben vom 5. Juli 2004 (Urk. 10/34) der Beschwerdegegnerin mitgeteilt hat, der Beschwerdeführer weise eine massive beidseitige Blepharoconjunctivitis auf, welche auch bei der beruflichen Tätigkeit deutlich behindernd sei und in deren Zusammenhang eine Brillenkorrektur als therapeutisches Mittel nützlich wäre, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass Dr. A.___ im Arztzeugnis vom 1. November 2004 (Urk. 6) ausführt, im Rahmen der bestehenden Blepharitis leide der Beschwerdeführer immer wieder an starker Blendung, und durch das Tragen einer Brille könnten bessere lokale Bedingungen zur Heilung geschaffen werden, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass es sich bei der Blepharitis um eine Entzündung der Lidränder infolge mechanischer Reizung (Rauch, Staub), Seborrhö oder bakterieller Besiedlung (meist Staphylokokken) handelt (vgl. Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 259. Auflage, S. 217),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass die Augenentzündung durch das dem Beschwerdeführer zwecks Behandlung seiner Rückenschmerzen verschriebene Cortison hervorgerufen worden ist (Urk. 10/1 S. 5), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass der Beschwerdeführer ausführen lässt, er sei auf die Brille angewiesen, um Schmerzen zu lindern und um eine Verschlimmerung des Gesundheitszustands zu vermeiden (Urk. 1 S. 3),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass der Beschwerdeführer die Brille somit benötigt, um die negativen Folgen einer Augenentzündung zu mildern, welche sich jederzeit weiter verschlimmern, aber auch verbessern kann, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass es sich bei einer Entzündung offensichtlich um labiles pathologisches Geschehen handelt und die Brille zur Behandlung des Leidens an sich eingesetzt wird, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass es um die Behandlung eines Augenleidens geht, welches keinen stabilen oder relativ stabilisierten Defektzustand darstellt, weshalb die Kosten der Brille von der Invalidenversicherung auch dann nicht zu übernehmen sind, wenn diese zum Erreichen therapeutischer Ziele eingesetzt wird, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass die Beschwerdegegnerin demnach einen Anspruch des Beschwerdeführers auf Übernahme der Kosten der Brille beziehungsweise Brillenkorrektur zu Recht verneint hat, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, </font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>erkennt der Einzelrichter:</b></font><br/> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">2. Das Verfahren ist kostenlos.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">3. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Rechtsanwalt Dr. Christoph M. Bertisch</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Bundesamt für Sozialversicherung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">4. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><font face="RotisSansSerif" size="3"><b>30 Tagen</b></font><font face="RotisSansSerif" size="3"> seit der Zustellung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> </div></div></div> </div> </div> </section></div> </div> <input id="view:_id1__VUID" name="$$viewid" type="hidden" value="!2zosdss7tv6b7jf16q6a2wcwd!"/> <input name="$$xspsubmitid" type="hidden"/> <input name="$$xspexecid" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitvalue" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitscroll" type="hidden"/> <input name="view:_id1" type="hidden" value="view:_id1"/></form> </body> </html>