8. März 1990 N 303 Vorkommnisse im EMD. Puk Hier wird die Beratung dieses Geschäftes unterbrochen Le débat sur cet objet est interrompu Le président: Une panne dans le système des haut-parleurs nous force à interrompre la séance pendant quelques minu- tes. Unterbruch der Sitzung von 10.25 bis 11.00 Uhr La séance est interrompue de 10 h 25 à 11 h 00 #ST# 90.022 Vorkommnisse im EMD. Parlamentarische Untersuchungs- kommissionen Evénements survenus au DMF. Commissions d'enquête parlementaires Beschluss des Ständerates vom 8. März 1990 Décision du Conseil des Etats du 8 mars 1990 Bundesbeschluss über die Einsetzung von parlamentari- schen Untersuchungskommissionen zur besonderen Klä- rung von Vorkommnissen von grosser Tragweite im Eid- genössischen Militärdepartement Antrag der Büros Ingress Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossen- schaft, gestützt auf Artikel 55 des Geschäftsverkehrsgesetzes, nach Anhören des Bundesrates, beschliesst: Art. 1 Der Nationalrat und der Ständerat setzen je eine Untersu- chungskommission im Sinne der Artikel 55-65 des Geschäfts- verkehrsgesetzes ein. Art 2 Abs. 1 Gegenstand der parlamentarischen Untersuchung bildet die Tätigkeit jener Gruppen, Untergruppen und Aemter des Eid- genössischen Militärdepartementes, die sich mit dem Nach- richtendienst, mit der Abwehr, mit der Vorbereitung von Not- standsmassnahmen und mit der Führung von Personalda- teien befassen oder befasst haben. Abs. 2 Im Rahmen dieses Auftrages umfasst die Untersuchung auch die Tätigkeit von Aemtern und anderen Stellen innerhalb und ausserhalb des Eidgenössischen Militärdepartementes. Abs. 3 Die Untersuchung ergänzt und vertieft frühere Abklärungen der Geschäftsprüfungskommissionen. Art. 3 Die Kommissionen erstatten den beiden Räten Bericht über ihre Untersuchungen sowie über allfällig festgestellte Verant- wortlichkeiten und institutionelle Mängel. Sie unterbreiten Vor- schläge für Massnahmen organisatorischer und rechtlicher Art. Art. 4 Die Kommissionen erstatten den beiden Räten spätestens für die Herbstsession 1990 Bericht. Art. 5 Die Mitglieder der Untersuchungskommissionen können sich nicht vertreten lassen. Art. 6 Abs. 1 Dieser Beschluss ist nicht allgemeinverbindlich; er untersteht nicht dem Referendum. Abs. 2 Er tritt sofort in Kraft. Arrêté fédéral concernant l'institution de commissions parlementaires d'enquête chargées de clarifier les faits d'une grande portée survenus au Département militaire fédéral (nouveau) Proposition des Bureaux Préambule L'Assemblée fédérale de la Confédération suisse, se fondant sur l'article 55 de la loi sur les rapports entre les conseils; après consultation du Conseil fédéral, arrête: Art.1 Le Conseil national et le Conseil des Etats instituent chacun une commission d'enquête au sens des articles 55 à 65 de la loi sur les rapports entre les conseils. Art. 2 AI.1 L'enquête parlementaire portera sur les activités des groupe- ments, groupes et offices du Département militaire fédéral qui sont chargés ou ont été chargés des renseignements et da la sécurité, ainsi que de la préparation des mesures applicables en état de nécessité et da la gestion de fichiers de données personnelles. Al. 2 Dans le cadre de ce mandat, l'enquête portera également sur les activités d'offices et d'autres services, qu'ils soient subor- donnés au Département militaire fédéral ou non. Al. 3 L'enquête complétera et approfondira les investigations aux- quelles les commissions de gestion ont procédé auparavant. Art. 3 Les commissions feront rapport aux deux conseils sur leurs enquêtes ainsi que sur toutes responsabilités éventuelles et défauts de nature institutionnelle. Elles feroht des propositions touchant l'organisation et la législation. Art. 4 Les commissions feront rapport aux deux conseils d'ici la ses- sion d'automne 1990 au plus tard. Art. 5 Les membres des commissions d'enquête ne peuvent se faire remplacer. Art. 6 AI.1 Le présent arrêté, qui n'est pas de portée générale, n'est pas sujet au référendum. Al. 2 II entre en vigueur immédiatement. Antrag Reichling Nichteintreten Antrag Jaeger Das Geschäft 90.022 ist an das Büro zurückzuweisen mit dem Auftrag, auch Mitglieder der beiden in den Büros nicht vertretenen Fraktionen beizuziehen. Der Beschlussentwurf ist zudem dahingehend auszuweiten, dass die Amtsführung im EMD, die fehlende Information des jetzigen EMD-VorstehersEvénements survenus au DMF. CEP 304 N 8 mars 1990 sowie die Rolle des Gesamtbundesrates bezüglich der Ueber- wachungs- und Notstandsmassnahmen des EMD ebenfalls in die Untersuchung einbezogen werden. Proposition Reichling Ne pas entrer en matière Proposition Jaeger Renvoyer l'objet 90.022 au Bureau qui est invité à faire également appel à des membres des deux groupes qui n'y sont pas représentés. Il y a aura lieu par ail- leurs d'étendre le champ d'application du projet d'arrêté en ce sens que l'enquête devra aussi porter sur la gestion du DMF, le manque d'information de l'actuel chef du département ainsi que le rôle joué par le Conseil fédéral dans les'mesures de sur- veillance et les mesures applicables en état de nécessité du DMF. #ST# Persönliche Vorstösse in Zusammenhang mit dem Puk-Bericht (89.006) Interventions personnelles relevant du rapport de la CEP (89.006) Fortsetzung - Suite Siehe Seite 256 hiervor - Voir page 256 ci-devant #ST# 3. EMD. Untersuchung-DMF. Enquête 89.737 Motion der grünen Fraktion Untersuchung des Nachrichtendienstes des EMD Motion du groupe écologiste Enquête sur le Service des renseignements du DMF Wortlaut der Motion vom 6. Dezember 1989 Es wird verlangt, dass der Nachrichtendienst des EMD, inklu- sive die Fälle Jeanmaire/Bachmann, durch die Puk untersucht werde. Texte cte la motion du 6 décembre 1989 II est demandé que la CEP soit chargée d'examiner le Service de renseignements du DMF, notamment ses activités dans les cas Jeanmaire/Bachmann. . Sprecherin - Porte-parole: Stocker Antwort des Büros zuden Vorstössen 89.737 und 89.840 vom 8. Februar 1990 1. Die Puk, die durch den Bundesbeschluss vom 31. Januar 1989 eingesetzt wurde, hat ihre Aufgaben durch die Vorlage ihres Berichtes erfüllt. Sie beschäftigt sich gegenwärtig noch mit der weiteren Verwendung ihrer Unterlagen sowie mit ein- zelnen offenen Fragen im Zusammenhang mit dem Auftrag der Kommission. 2. Das Büro hält fest, dass bei den vorliegenden beiden Motio- nen der «aktuelle Anlass» bzw. die im Gesetz (Art. 55 GVG) ge- forderten «Vorkommnisse von grosser Tragweite»-im Gegen- satz zu den Vorfällen vor gut einem Jahr, welche zur Einset- zung der Puk führten - nicht vorhanden sind. Die Einsetzung einer neuen Puk entspricht deshalb nicht den Anforderungen des Gesetzes (gilt sinngemäss auch für die Ausdehnung des bestehenden Bundesbeschlusses). Das Büro will damit nicht andeuten, dass das EMD keiner sorgfältigen und eingehenden Prüfung und Ueberwachung bedarf. Für diese Prüfung und Ueberwachung sind jedoch die GPK zuständig, welche diese Aufgabe im Rahmen ihrer Mög- lichkeiten und regelmässig wahrnehmen. Die beiden Räte ha- ben zudem einer parlamentarischen Initiative der Puk Folge gegeben, so dass die GPK in absehbarer Zeit eine Delegation bestimmen könnten, die ähnliche Rechte wie eine Untersu- chungskommission besitzen wird. 3. Im Fall Bachmann führte bereits 1981 eine Arbeitsgruppe der GPK eine parlamentarische Untersuchung der angepran- gerten Vorfälle durch und erstattete dem Nationalrat einen um- fassenden Bericht (80.073). Betreffend Jeanmaire ist festzuhalten, dass das gegen ihn ergangene Urteil rechtskräftig ist und nur auf dem Weg eines strafrechtlichen Revisionsverfahrens geändert werden könnte. Die Bundesversammlung kann lediglich untersuchen, ob sich Behörden oder Amtsstellen des Bundes unkorrekt ver- halten haben. Wie aus dem Bericht der Puk hervorgeht (S. 149), hat diese verschiedene der damals betroffenen Personen als Auskunfts- personen angehört und sich zahlreiche Unterlagen beschafft. Das Erinnerungsvermögen der angehörten Personen war nach Aussagen der Puk teilweise lückenhaft, und die Aussa- gen waren äusserst widersprüchlich. Die Puk war nicht beauftragt, Untersuchungen im EMD durch- zuführen. Dies erklärt, weshalb sie die Fälle Bachmann und Jeanmaire nicht speziell unter dem Gesichtspunkt des EMD prüfen konnte. Ein Aktionskomitee für eine parlamentarische Neubeurteilung des Falles Jeanmaire hat am 7. Februar 1990 eine Petition ein- gereicht, in der beantragt wird, dass das Parlament diejenigen Aspekte des Falles Jeanmaire neu untersucht, die in seiner Zuständigkeit liegen. 4. Das Büro hat Verständnis für die Anliegen der beiden Frak- tionen. Es beantragt deshalb, die GPK zu beauftragen, die Amtsführung des EMD speziell zu untersuchen. Besonderes Gewicht soll den Tätigkeiten des Nachrichtendienstes, der Praxis des Datenschutzes, den Sicherheitsverträgen und der Iran-Contra-Affäre gegeben werden. Ausserdem hat das Büro beschlossen, der GPK gemäss Arti- kel 40 des Geschäftsreglementes die Petition zur Neubeurtei- lung des Falles Jeanmaire zur Vorprüfung zu überweisen. Réponse du Bureau aux interventions 89.737 et 89.840 du 8 février 1990 1. La CEP instituée par l'arrêté fédéral du 31 janvier 1989 a rempli son mandat en présentant son rapport. Elle ne s'oc- cupe actuellement que de la gestion de ses dossiers et que de questions en suspens en relation avec le mandat qui lui a été imparti. 2. Le Bureau constate que dans le cas des deux motions, l'élément d'actualité et les «événements de grande portée» ne sont pas réunis (contrairement à ce qui était le cas voici un an environ et qui a conduit à l'institution de la CEP). Les exigen- ces de la loi (art. 55 LREC) ne sont donc pas satisfaites pour l'institution d'une nouvelle CEP (et par analogie non plus pour l'extension du mandat prévu par l'arrêté du 31 janvier 1989). Le Bureau ne veut pas laisser entendre que le DMF ne doit pas faire l'objet d'un examen et d'une surveillance approfondis. Les CDG sont cependant compétentes pour mener cet exa- men et exercer cette surveillance dans le cadre de leurs possi- bilités et de façon régulière. Les deux conseils ont en outre donné suite à une initiative parlementaire de la CEP, ce qui permettrait aux CDG dans un avenir prévisible de désigner une délégation ayant les mêmes droits que ceux reconnus à une commission d'enquête.Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Vorkommnisse im EMD. Parlamentarische Untersuchungskommissionen Evénements survenus au DMF. Commissions d'enquête parlementaires In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1990 Année Anno Band II Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 04 Séance Seduta Geschäftsnummer 90.022 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 08.03.1990 - 08:00 Date Data Seite 303-304 Page Pagina Ref. No 20 018 352 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.