<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00182</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206100&amp;W10_KEY=13013560&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00182</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 28.08.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: Höhe der Haushaltentschädigung (Fr. 900.- oder Fr. 675.-): Zuständigkeit des Einzelrichters (E.1). Streitig ist die Höhe der Haushaltsentschädigung, welche sich die Sozialhilfebezügerin anrechnen lassen muss. Der Bezirksrat hat die Entschädigung auf Fr. 675.- herabgesetzt; die Beschwerde führende Gemeinde möchte sie auf Fr. 900.- belassen haben (E.2.3). Die Erwägungen der Vorinstanz überzeugen. Da der Bezirksrat die Reduktion der Haushaltsentschädigung nicht mit mangelnder Leistungsfähigkeit des Wohnpartners begründet hat, sind die finanziellen Verhältnisse des Wohnpartners als Drittperson für die infrage stehende Position der Bedarfsrechnung nicht ausschlaggebend (E.2.4). Abweisung der Beschwerde (E.3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HAUSHALTSENTSCHÃDIGUNG">HAUSHALTSENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITWIRKUNGSPFLICHT">MITWIRKUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A wohnt seit der Trennung von ihrem Ehemann mit ihren beiden Kindern zusammen mit C in dessen Eigentumswohnung in X. Mit Beschluss vom 10. August 2005 gewÃ¤hrte ihr die SozialbehÃ¶rde X ab Juni 2005 wirtschaftliche UnterstÃ¼tzung nach Massgabe der folgenden Berechnungsfaktoren: Als Wohnkostenanteil wird ein Betrag von Fr. 1'001.- (zwei Drittel der auf Fr. 1'502.- bezifferten Gesamtkosten) angerechnet. Als Grundbedarf wird unter Annahme eines Vierpersonenhaushalts Fr. 1'542.- eingesetzt, was drei Vierteln der empfohlenen Pauschale von Fr. 2'054.- gemÃ¤ss den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien in der Fassung vom Dezember 2004) entspricht. Sodann wird ein Betrag von Fr. 500.- zur Abgeltung der Betreuung der Kinder durch die Mutter von C anerkannt. Von dem sich so ergebenden monatlichen Gesamtbedarf von Fr. 3'043.- werden als Einkommen der Unterhaltsbeitrag des Vaters fÃ¼r die zwei Kinder (Fr. 1'600.-), das jeweilige Erwerbseinkommen von A im Vormonat (Fr. 850.- im Mai fÃ¼r die Berechnung Juni) sowie ein Betrag von Fr. 900.- abgezogen, welch letzteren sich A als HaushaltsentschÃ¤digung von C anrechnen lassen mÃ¼sse. FÃ¼r den Monat Juni 2005 ergab sich zwar so ein EinkommensÃ¼berschuss von Fr. 307.-, jedoch unter weiterer BerÃ¼cksichtigung eines Einkommensfreibetrags von Fr. 100.- sowie der (nicht als Sozialhilfeleistung geltenden) KrankenkassenprÃ¤mien von Fr. 464.40 gleichwohl ein von der Gemeinde zu deckendes Defizit von Fr. 257.40.</p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Mit Rekurs vom 19. September 2005 liess A durch ihren Rechtsvertreter dem Bezirksrat Y beantragen, statt einem Wohnkostenanteil von Fr. 1'001.- einen solchen von Fr. 1'200.- (entsprechend dem mit C vereinbarten Mietzins) einzurechnen und statt einer HaushaltsentschÃ¤digung von Fr. 900.- eine solche von maximal Fr. 400.- abzuziehen, woraus sich eine ErhÃ¶hung der wirtschaftlichen Hilfe um monatlich Fr. 699.- ergebe; ausserdem ersuchte sie um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und der unentgeltlichen RechtsverbeistÃ¤ndung sowie um Ausrichtung einer ParteientschÃ¤digung. </p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat Y hiess den Rekurs am 15. MÃ¤rz 2005 teilweise gut. Er wies die Sache zur Neuberechnung an die SozialbehÃ¶rde X zurÃ¼ck mit der Vorgabe, den Wohnkostenanteil auf Fr. 1'126.- (3/4 der Gesamtkosten von Fr. 1'502.-) und die HaushaltsentschÃ¤digung auf Fr. 675.- festzusetzen. Ausserdem beschloss er, keine Verfahrenskosten zu erheben sowie die Begehren der Rekurrentin um Ausrichtung einer ParteientschÃ¤digung sowie GewÃ¤hrung der unentgeltlichen RechtsverbeistÃ¤ndung abzuweisen. In einem weiteren Beschluss vom 23. MÃ¤rz 2006 Ã¤nderte der Bezirksrat Y seinen Beschluss vom 15. MÃ¤rz 2006 wiedererwÃ¤gungsweise dahin ab, dass bei der Neuberechnung der wirtschaftlichen Hilfe gegenÃ¼ber dem Beschluss der SozialbehÃ¶rde vom 10. August 2005 einzig die HaushaltsentschÃ¤digung abzuÃ¤ndern sei (Fr. 675.- statt Fr. 900.-), wogegen der Wohnkostenanteil unverÃ¤ndert mit Fr. 1'001.- einzusetzen sei. </p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 13. April 2006 beantragte die Gemeinde X dem Verwaltungsgericht, Ziffer II des Beschlusses des Bezirksrats Y vom 17. MÃ¤rz 2006 (gemeint ist offenbar Ziffer II des Beschlusses vom 15. MÃ¤rz 2006 und damit auch Ziffer I des WiedererwÃ¤gungsbeschlusses vom 23. MÃ¤rz 2006) insoweit abzuÃ¤ndern, als darin die HaushaltsentschÃ¤digung auf Fr. 675.- festgelegt wurde; stattdessen sei die HaushaltsentschÃ¤digung entsprechend dem Beschluss der SozialbehÃ¶rde vom 10. August 2005 auf Fr. 900.- zu belassen. </p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat Y beantragte am 9. Mai 2006 Abweisung der Beschwerde. Den nÃ¤mlichen Antrag stellte A in der Beschwerdeantwort vom 27. Juni 2006; zudem ersuchte sie um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung (auch rÃ¼ckwirkend fÃ¼r das Rekursverfahren) sowie um Ausrichtung einer ParteientschÃ¤digung. </p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde nach § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19c Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig. Da der Streitwert den massgebenden Schwellenwert von Fr. 20'000.- fÃ¼r eine einzelrichterliche Beurteilung nicht Ã¼bersteigt, ist der Fall vom Einzelrichter zu beurteilen (§ 38 Abs. 2 VRG). Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt und den seiner FamilienangehÃ¶rigen nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann, hat nach § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe. Diese soll das soziale Existenzminimum gewÃ¤hrleisten, das neben den Ã¼blichen Aufwendungen fÃ¼r den Le­bens­unterhalt auch individuelle BedÃ¼rfnisse angemessen berÃ¼cksichtigt (§ 15 Abs. 1 SHG). Grundlage fÃ¼r die Bemessung bilden gemÃ¤ss § 17 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) die SKOS-Richtlinien, wobei Abweichungen im Einzelfall vorbehalten bleiben. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Leben berufstÃ¤tige Kinder oder andere Personen im Haushalt des Hilfesuchenden, wird ein angemessenes Entgelt fÃ¼r die ihnen erbrachten Leistungen einbezogen (§ 16 Abs. 3 SHV). Das ist vor allem bei familienÃ¤hnlichen Wohn- und Lebensgemeinschaften der Fall, worunter gemÃ¤ss SKOS-Richtlinien, Kap. F.5.1, Paare oder Gruppen zu verstehen sind, welche die Haushaltsfunktionen (Wohnen, Essen, Waschen, Reinigen, Telefonieren usw.) gemeinsam ausÃ¼ben und finanzieren, ohne ein Ehepaar oder eine Familie zu bilden (zum Beispiel Geschwister, Kolleginnen, Freunde oder Konkubinatspaare; zum Sonderfall des "gefestigten" Konkubinatspaars, bei dem nicht nur die gÃ¼nstigere Kostenstruktur fÃ¼r die zu unterstÃ¼tzende Person berÃ¼cksichtigt wird, sondern das Einkommen des nicht unterstÃ¼tzen Partners wie bei einer UnterstÃ¼tzungseinheit von vornherein anzurechnen ist, vgl. RB 2003 Nr. 64). FÃ¼hrt eine unterstÃ¼tzte Person in einer solchen familienÃ¤hnlichen Wohn- und Lebensgemeinschaft den Haushalt fÃ¼r eine nicht unterstÃ¼tzte Person, hat sie Anspruch auf eine EntschÃ¤digung fÃ¼r die HaushaltsfÃ¼hrung. Diese EntschÃ¤digung ist der unterstÃ¼tzten Person als Einkommen anzurechnen. Dienstleistungen, die nicht unterstÃ¼tzte Personen einer unterstÃ¼tzten Person bezahlen mÃ¼ssen, sind zum Beispiel Einkaufen, Kochen, Waschen, BÃ¼geln, Reinigung/Unterhalt der Wohnung und Betreuung von Kindern der nicht unterstÃ¼tzten Personen. Die EntschÃ¤digung richtet sich nach der Zeit, die fÃ¼r die HaushaltsfÃ¼hrung aufgewendet werden muss. Besorgt die unterstÃ¼tzte Person sÃ¤mtliche Hausarbeiten allein, so darf eine pauschale ArbeitszeitentschÃ¤digung verlangt werden. Dieser Betrag ist zu verringern, wenn nicht unterstÃ¼tzte Personen bei den Hausarbeiten massgeblich mithelfen (Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch, herausgegeben von der Abteilung Ãffentliche Sozialhilfe des Sozialamts des Kantons ZÃ¼rich, Ziff. 2.1.3/S. 28; Felix Wolffers, Grundriss des Sozialhilferechts, 2. A., Bern etc. 1999, S. 160; BGr, 26. Februar 2004, 2P.48/2004, www.bger.ch; VGr, 11. Mai 2000, VB.2000.00072, E. 2b; VGr, 20. MÃ¤rz 2003, VB.2003.00048, E. 5a; VGr, 3. August 2004, VB.2004.00244, E. 2.3, alle drei Entscheide auf www.vgrzh.ch). Empfohlen wird bei einem Zwei-Personen-Haushalt ohne Kinderbetreuung eine EntschÃ¤digung von Fr. 550.- bis Fr. 900.- (SKOS-Richtlinien, Kap. F.5.2).</p> <p class="Urteilstext">Bei der Festlegung der HaushaltsfÃ¼hrungsentschÃ¤digung ist zu berÃ¼cksichtigen, dass die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde aus nahe liegenden GrÃ¼nden nicht feststellen kann, in welchem VerhÃ¤ltnis sich die unterstÃ¼tzte und die nicht unterstÃ¼tzte Person im konkreten Fall die Haushaltsarbeit aufteilen. Die sich aus § 7 VRG ergebende Pflicht der VerwaltungsbehÃ¶rden, den Sachverhalt von Amts wegen abzuklÃ¤ren, stÃ¶sst hier an enge Grenzen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist deshalb darauf angewiesen, die Rollenvertei­lung aufgrund Ã¤usserer Indizien abzuschÃ¤tzen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Von diesen GrundsÃ¤tzen ist auch der Bezirksrat im angefochtenen Rekursentscheid ausgegangen (E. 3.2 und 3.4). Weder macht die Beschwerde fÃ¼hrende Gemeinde geltend, es mÃ¼sse im Sinn der zu gefestigten Konkubinatspaaren entwickelten Rechtsprechung bezÃ¼glich der Beschwerdegegnerin und C eine eigentliche UnterstÃ¼tzungseinheit angenommen werden, noch bestreitet die Beschwerdegegnerin, dass ihr fÃ¼r die HaushaltsfÃ¼hrung eine EntschÃ¤digung als Einkommen angerechnet werden darf. Streitig ist allein die HÃ¶he dieser EntschÃ¤digung. Der Bezirksrat hat sie auf Fr. 675.- herabgesetzt, wÃ¤hrend die BeschwerdefÃ¼hrerin sie unverÃ¤ndert auf Fr. 900.- gemÃ¤ss ihrem Beschluss vom 10. August 2005 belassen haben will.</p> <p class="Erwgung2">Der Bezirksrat hat die Herabsetzung der HaushaltsentschÃ¤digung damit begrÃ¼ndet, dass die Rekurrentin (heutige Beschwerdegegnerin) zu einem Pensum von 20-25 % erwerbstÃ¤tig sei und zudem bei der Betreuung ihrer Kinder von C teilweise entlastet werde. Weil sie abends arbeite, erscheine es auch glaubhaft, dass sie fÃ¼r C nicht das Abendessen zubereite. Mehrere Indizien sprÃ¤chen somit dafÃ¼r, dass die Rekurrentin nicht alle Hausarbeiten allein verrichte. Die SozialbehÃ¶rde hÃ¤tte diese Indizien berÃ¼cksichtigen mÃ¼ssen; auch wenn sie von der Rekurrentin und deren Wohnpartner keine nÃ¤heren â belegte â Informationen erhalten habe, hÃ¤tte sie nicht einfach die maximale EntschÃ¤digung einsetzen dÃ¼rfen. Anderseits leuchte es ein, dass der voll berufstÃ¤tige Wohnpartner sich nicht in gleichem Masse wie die Rekurrentin im Haushalt engagiere. Als angemessen erweise sich eine HaushaltsentschÃ¤digung von drei Vierteln des gemÃ¤ss SKOS-Richtlinien empfohlenen HÃ¶chstbetrags von Fr. 900.-.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Diese ErwÃ¤gungen Ã¼berzeugen, weshalb auf sie im zustimmenden Sinn verwiesen werden kann (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). In der Beschwerde wird nichts vorgebracht, was die diesbezÃ¼gliche Beurteilung der Vorinstanz entkrÃ¤ften kÃ¶nnte. </p> <p class="Erwgung2">In der Beschwerde wird in erster Linie geltend gemacht, die Beschwerdegegnerin habe die von ihr verlangten AuskÃ¼nfte Ã¼ber die finanziellen VerhÃ¤ltnisse ihres Lebenspartners bisher verweigert, was allein schon die Festsetzung der gemÃ¤ss SKOS-Richtlinien empfohlenen maximalen EntschÃ¤digung von Fr. 900.- rechtfertige. Dieses Argument greift zu kurz. Dabei braucht hier nicht generell geprÃ¼ft zu werden, inwieweit eine unterstÃ¼tzte Person verpflichtet ist, im Rahmen der sie treffenden Mitwirkungspflicht bei der AbklÃ¤rung der fÃ¼r die Bedarfsberechnung erheblichen VerhÃ¤ltnisse (§ 18 SHG, § 27 SHV) Ã¼ber die finanzielle Situation ihres Wohnpartners Auskunft zu geben. Solange wie hier kein gefestigtes Konkubinat und damit keine UnterstÃ¼tzungseinheit angenommen wird, reicht die Auskunftspflicht jedenfalls nur insoweit, als die finanziellen VerhÃ¤ltnisse des Wohnpartners als Drittperson fÃ¼r die infrage stehende Position der Bedarfsberechnung erheblich sind. Bei der Bemessung der als Einkommen anrechenbaren HaushaltsentschÃ¤digung kann die finanzielle LeistungsfÃ¤higkeit des Schuldners (Wohnpartners) insofern erheblich sein, als bei geringer LeistungsfÃ¤higkeit eine tiefere oder gar keine EntschÃ¤digung anzurechnen ist, wofÃ¼r dann allerdings die unterstÃ¼tzte Person die Beweislast trÃ¤gt (vgl. VGr, 23. April 2003, VB.2002.00344, nicht publiziert). Ein solcher Sachverhalt liegt jedoch hier nicht vor, hat doch der Bezirksrat die Reduktion der HaushaltsentschÃ¤digung nicht mit mangelnder LeistungsfÃ¤higkeit des Wohnpartners begrÃ¼ndet. </p> <p class="Erwgung2">Die BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼hrt weiter aus, "zwischenzeitlich" kÃ¶nne festgehalten werden, dass die Beschwerdegegnerin "kaum" (als Serviceangestellte) erwerbstÃ¤tig gewesen sei. In ihrem Beschluss vom 10. August 2005 ist die BeschwerdefÃ¼hrerin indessen selber davon ausgegangen, dass die Beschwerdegegnerin zu 20-25 % erwerbstÃ¤tig sei. AllfÃ¤lligen VerÃ¤nderungen wÃ¤re durch einen neuen Beschluss Rechnung zu tragen (vgl. auch E. 3.5 des Rekursentscheids bezÃ¼glich einer allfÃ¤lligen Ãnderung zu Gunsten der Beschwerdegegnerin). Die in diesem Zusammenhang geÃ¤usserte BefÃ¼rchtung der BeschwerdefÃ¼hrerin, infolge laufender VerÃ¤nderung der Erwerbssituation die Bedarfsberechnung jeden Monat anpassen zu mÃ¼ssen, was aus verfahrensÃ¶konomischen GrÃ¼nden nicht angehe, ist unbegrÃ¼ndet. Sozialhilferechtliche Bedarfsberechnungen und diesbezÃ¼gliche BeschlÃ¼sse beruhen naturgemÃ¤ss auf tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnissen, die sich laufend Ã¤ndern kÃ¶nnen; das bedeutet jedoch nicht, dass bereits geringfÃ¼gige Schwankungen zu einer sofortigen Anpassung fÃ¼hren mÃ¼ssen. </p> <p class="Erwgung2">Auch die Ã¼brigen Einwendungen sind unbegrÃ¼ndet. Aus der in der Beschwerdeschrift vorgenommenen GegenÃ¼berstellung verschiedener Positionen der im Beschluss vom<br/> 10. August 2005 vorgenommenen Bedarfsberechnung lÃ¤sst sich nicht schliessen, dass die damals festgesetzte HaushaltsentschÃ¤digung von Fr. 900.- angemessen bzw. die vom Bezirksrat angeordnete Herabsetzung auf Fr. 675.- rechtswidrig sei. Die im Beschluss vom 10. August 2005 festgesetzte EntschÃ¤digung von Fr. 900.- lÃ¤sst sich auch nicht damit rechtfertigen, dass der in den SKOS-Richtlinien empfohlene betragsmÃ¤ssige Rahmen offenbar seit lÃ¤ngerem nicht der Teuerung angepasst worden sei. Dies einzig bei der Bedarfsberechnung der Beschwerdegegnerin zu berÃ¼cksichtigen, wÃ¼rde auf eine rechtsungleiche Behandlung hinauslaufen. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Die Gerichtskosten sind der unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Das Begehren der Beschwerdegegnerin um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung erweist sich damit als gegen­standslos.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die Beschwerdegegnerin ersucht um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen RechtsverbeistÃ¤ndung. GemÃ¤ss § 16 VRG hat eine private Prozesspartei Anspruch auf Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, wenn ihr wegen Mittellosigkeit sowie aufgrund eines als nicht aussichtslos zu wÃ¼rdigenden Begehrens die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zusteht (Abs. 1) und wenn sie zudem nicht in der Lage ist, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren (Abs. 2). </p> <p class="Urteilstext">Soweit die Beschwerdegegnerin ihr Gesuch auch fÃ¼r das Rekursverfahren stellt, ist ihm schon deswegen nicht zu entsprechen, weil ihr diesbezÃ¼gliches Begehren bereits vom Bezirksrat abgelehnt worden ist. Auf diesen vorinstanzlichen Beschluss kÃ¶nnte nur zurÃ¼ckgekommen werden, wenn ihn die Beschwerdegegnerin mit eigener Beschwerde angefochten hÃ¤tte, was sie nicht getan hat. Im Ãbrigen hat der Bezirksrat zutreffend dargelegt, dass die zu beurteilende Streitsache nicht derart komplex sei, dass die Rekurrentin auf einen Rechtsbeistand angewiesen gewesen wÃ¤re. Gleiches muss umso mehr fÃ¼r das jetzige Verfahren vor Verwaltungsgericht gelten, in dem lediglich noch die Bemessung der HaushaltsentschÃ¤digung streitig blieb und sich die Beschwerdegegnerin auf die Verteidigung des bezirksrÃ¤tlichen Rekursentscheids beschrÃ¤nken konnte. Das Begehren um unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung ist daher abzuweisen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Die Beschwerdegegnerin ersucht ausserdem um Ausrichtung einer ParteientschÃ¤digung. GemÃ¤ss § 17 Abs. 2 VRG kann im Rekurs- und im Beschwerdeverfahren die unterliegende Partei oder Amtsstelle zu einer angemessenen EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe ihres Gegners verpflichtet werden, namentlich wenn die rechtsgenÃ¼gende Darlegung komplizierter Sachverhalte und schwieriger Rechtsfragen besonderen Aufwand erforderte oder den Beizug eines Rechtsbeistandes rechtfertigte. GemÃ¤ss stÃ¤ndiger Praxis werden an die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung nach § 17 Abs. 2 lit. a VRG weniger strenge Anforderungen als an die Notwendigkeit eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes im Sinn von § 16 Abs. 2 VRG gestellt. Zudem besteht bei der Zusprechung von ParteientschÃ¤digungen ohnehin ein grÃ¶sserer Beurteilungsspielraum, weil die Voraussetzungen dafÃ¼r in § 17 Abs. 2 lit. a und b VRG nicht abschliessend umschrieben werden. Im vorliegenden Fall rechtfertigt sich die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung an die obsiegende Beschwerdegegnerin. Als angemessen erweist sich ein Betrag von Fr. 500.-.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text17"></a>verfÃ¼gt</span><span> </span><span>der Einzelrichter</span><span>:</span></p> <p class="Urteilstext">Das Begehren der Beschwerdegegnerin um unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung wird abgewiesen.</p> <p class="Urteilstext">und entscheidet:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 800.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 860.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, der Beschwerdegegnerin binnen 30 Tagen nach Zustellung dieses Entscheids eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu zahlen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>