<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die gesetzlichen Normen zur Feststellung des Ausländeranteils denjenigen der EU anzupassen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Demographische Verhältniszahlen in der amtlichen Statistik der Schweiz: Grundlage für die Berechnung des Anteils einer bestimmten Bevölkerungsgruppe ist immer die gesamte Wohnbevölkerung (ständige oder mittlere), deren Teil sie ist. Wird ein Anteil einer Gruppe an einer anderen berechnet, wie die Motion es verlangt, so fehlt der Bezug auf eine gemeinsame Basis.</p><p>Ausser demographischen Verhältniszahlen, Anteilen, Quoten bzw. Ziffern veröffentlicht das Bundesamt für Statistik immer auch die dazugehörigen Grundzahlen (absolute Werte), so dass es jederzeit möglich ist, daraus weitere, der jeweiligen Fragestellung angepasste Masszahlen selbst zu errechnen.</p><p>2. Situation in der EU: Es ist nicht bekannt, worauf sich die Aussage des Motionärs bezieht, wonach die EU den Anteil der ausländischen Wohnbevölkerung in Prozenten der Bürger des jeweiligen Landes berechnet und veröffentlicht. Es gilt:</p><p>- Es gibt keine EU-Norm oder -Empfehlung, welche die Berechnungsart der Ausländeranteile festlegt.</p><p>- Die Zentralstelle für Statistik in der EU (Eurostat) rechnet in allen ihren Statistiken den Ausländeranteil stets als Prozentsatz der Gesamtbevölkerung.</p><p>- Das generelle Berechnungsverfahren zur Ermittlung des Anteils der ausländischen Wohnbevölkerung in der EU, das auch in der Schweiz angewandt wird, schliesst selbstverständlich nicht aus, dass für bestimmte Fragestellungen das vom Motionär geforderte Verfahren angewandt werden kann.</p><p>- Die Berechnungsweise des Ausländeranteils in der Schweiz entspricht damit der gängigen EU-Praxis.</p>