<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">IV.2011.00229 vereinigt mit IV.2011.00378</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">III. Kammer</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichterin Heine, Vorsitzende</font> <p><font size="4">Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer</font> </p><p><font size="4">Ersatzrichter Vogel</font> </p><p><font size="4">Gerichtsschreiber Stocker</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 19. Dezember 2011</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführer</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">vertreten durch Rechtsanwältin Christine Fleisch</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Meier Fingerhuth Fleisch Häberli, Rechtsanwälte</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Lutherstrasse 36, 8004 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Nachdem die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, X.___ mit Verfügung vom 27. Januar 2011 (Urk. 2) beziehungsweise vom 8. März 2011 (Urk. 7/2) mit Wirkung ab 1. Dezember 2010 eine ganze Rente der Eidgenössischen Invalidenversicherung zugesprochen hatte;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> nach Einsicht in</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die Eingaben vom 28. Februar 2011 (Urk. 1) und 5. April 2011 (Urk. 7/1), mit welchen X.___ Beschwerde gegen die oben genannten Verfügungen erheben liess mit dem Antrag, es sei ihm bereits mit Wirkung ab 1. September 2009 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die auf Abweisung der Beschwerden schliessende Beschwerdeantwort der IV-Stelle vom 7. April 2011 (Urk. 8)</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> sowie die übrigen Verfahrensakten;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> unter dem Hinweis darauf, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers das hiesige Gericht mit Schreiben vom 25. November 2011 (Urk. 18) davon in Kenntnis setzte, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 21. Juli 2011 (Urk. 19) mit Wirkung ab 1. September 2009 bis 30. November 2010 eine ganze Invalidenrente zugesprochen und ihm den entsprechenden Betrag bereits ausbezahlt habe, weshalb die Beschwerden gutzuheissen seien und dem Beschwerdeführer eine entsprechende Prozessentschädigung zuzusprechen sei,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die Beschwerdegegnerin sich damit vollumfänglich einverstanden erklärte und ebenfalls die Gutheissung der Beschwerden sowie die Zusprechung einer Prozessentschädigung an den Beschwerdeführer beantragte (Urk. 20),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> in Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> der Versicherungsträger eine Verfügung, gegen die Beschwerde erhoben wurde, nach Art. 53 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung genommen hat,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> nach Einreichen der Beschwerdeantwort eine Wiedererwägung pendente lite nicht mehr möglich ist (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, N 48 zu Art. 53 ATSG),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> einer nach Einreichung der Beschwerdeantwort erlassenen Verfügung nach der Praxis immerhin noch der Charakter eines Antrags an das Gericht zukommt, wobei allerdings die Verfügung selbst als nichtig betrachtet wird (Kieser, a.a.O., mit Hinweisen),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> aus dem Gesagten folgt, dass die Verfügung vom 21. Juli 2011 (Urk. 19), mit der die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeantrag des Beschwerdeführers (Zusprechung einer ganzen Invalidenrente bereits ab 1. September 2009) erfüllt hatte, als nichtig zu betrachten ist, weil die Beschwerdeantwort vom 7. April 2011 (Urk. 8) zu diesem Zeitpunkt schon längst erstattet worden war,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die genannte Verfügung aber immerhin als Antrag der Beschwerdegegnerin auf Gutheissung der Beschwerden entgegenzunehmen ist (vgl. auch Urk. 20),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die übereinstimmenden Parteianträge mit der Rechts- und Aktenlage im Einklang stehen, weshalb die Beschwerden gutzuheissen sind und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten ist, dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. September 2009 eine ganze Invalidenrente auszurichten (wobei anzufügen bleibt, dass der Beschwerdeführer die Leistungen gemäss nichtiger Verfügung vom 21. Juli 2011 bereits erhalten hat [vgl. Urk. 18-19]);</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> in weiterer Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die Kosten des Verfahrens auf Fr. 800.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdegegnerin zu tragen sind (Art. 69 Abs. 1</font><sup><font face="RotisSerif" size="4">bis</font></sup><font face="RotisSerif" size="4"> des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung von Fr. 2'400.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen ist (§ 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht);</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">erkennt das Gericht:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. In Gutheissung der Beschwerden wird die Beschwerdegegnerin verpflichtet, dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. September 2009 eine ganze Rente der Eidgenössischen Invalidenversicherung auszurichten.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung von Fr. 2'400.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Rechtsanwältin Christine Fleisch</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Sozialversicherungen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">sowie an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">5. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p></div></body></html>