<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00302</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105814&amp;W10_KEY=13013580&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00302</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 16.11.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: Kostengutsprache Rechtsgrundlagen und Zweck einer Kostengutsprache im Sozialhilferecht; Voraussetzung der Einreichung des Gesuchs um Kostengutsprache i m V o r a u s (E. 2b). Offen gelassen, ob vorliegend der sofortige Beginn einer Drogentherapie hinreichend begründet war, ohne den Entscheid über die Kostengutsprache abzuwarten (E. 2c). Die Sozialbehörde hatte durchaus Anlass, an der Motivation der Beschwerdeführerin für die Entzugstherapie zu zweifeln. Keine Gründe ersichtlich, weshalb die Therapie in der privaten, teueren Einrichtung hätte erfolgreicher sein können als in der kantonalen, preisgünstigeren Klinik. Die Verweigerung der Kostengutsprache ist nicht zu beanstanden (E. 2d). Die Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege sind erfüllt (E. 3). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENGUTSPRACHE">KOSTENGUTSPRACHE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 19 lit. III SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 20 lit. I SHV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 7. April 1999 lehnte die SozialbehÃ¶rde der Gemeinde X den Antrag von A ab, Kostengutsprache fÃ¼r einen Drogenentzug der Antragstellerin in der privaten Entzugs­station Y in Z zu gewÃ¤hren. Dessen ungeachtet, trat A am 9. April 1999 in die private Ent­zugsstation Y fÃ¼r eine Entzugsbehandlung ein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Der Bezirksrat wies den gegen die Verweigerung der Kostengutsprache erhobe­nen Rekurs A's mit Entscheid vom 30. Juni 1999, zugestellt Anfang Juli 2000, ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. A gelangte gegen diesen Beschluss am 14. September 2000 an das Verwal­tungs­gericht. Sie beantragt, der angefochtene Be­schluss sei aufzuheben und die Beschwer­degegnerin sei zu verpflichten, die von der Kran­kenkasse nicht gedeckten Kosten fÃ¼r ihren Aufenthalt in der privaten Entzugsstation Y ab 9. April 1999 zu Ã¼bernehmen. Zudem sei ihr die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat beantragte am 26. September 2000 unter Verweis auf den an­ge­foch­tenen Beschluss die Abweisung der Be­schwerde. Die SozialbehÃ¶rde der Gemeinde X stel­l­te mit begrÃ¼ndeter Eingabe vom 10. Oktober 2000 den selben Antrag.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Parteivorbringen werden, soweit erforderlich, in den ErwÃ¤gungen wiedergege­ben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) GemÃ¤ss den §§ 41 ff. in Verbindung mit § 19c Abs. 2 des Verwaltungsrechts­pflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) ist das Verwaltungsgericht zur Be­urteilung der Beschwerde sachlich und funktionell zustÃ¤ndig. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da die Beschwerde eine Frage von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung aufwirft, ist darÃ¼ber in Dreierbesetzung zu entscheiden, obwohl der Streitwert (Therapiekosten in der GrÃ¶ssen­ordnung von ca. Fr. 10'000.-) klar unter der Grenze von Fr. 20'000.- liegt (§ 38 Abs. 2 und 3 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Bei der ÃberprÃ¼fung des angefochtenen Entscheids hat sich das Verwaltungsge­richt auf eine reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken (§ 50 Abs. 1 VRG). Die Angemessen­heit des Ent­scheids Ã¼berprÃ¼ft es nicht, sondern nur, ob ein Ermessensmissbrauch oder eine Ermes­sens­Ã¼berschreitung vorliege (§ 50 Abs. 2 lit. c VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Die SozialbehÃ¶rde der Beschwerdegegnerin lehnte das Gesuch um Ko­stengut­sprache am 7. April 1999 im Wesentlichen mit der BegrÃ¼ndung ab, die Antragstellerin sei unzuverlÃ¤ssig in der Zusammenarbeit mit der SozialbehÃ¶rde, sie habe verschiedene ambu­lante und stationÃ¤re Massnahmen abgebrochen und ihre Motivation fÃ¼r den Entzug und eine anschliessende Langzeittherapie sei unklar. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat erwog, Sinn und Zweck der Kostengutsprache bestehe u.a. auch da­rin, die Sozialhilfeorgane an der Wahl der geeigneten Therapie teilhaben zu lassen. Die Re­kurrentin habe keinen Anspruch auf einen Therapieplatz nach ihrer (freien) Wahl. Die So­zialhilfebehÃ¶rde solle nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden kÃ¶nnen und sei nicht blosse Zahlstelle. Insbesondere sei es einem Sozialhilfeorgan erlaubt, wirtschaftliche ErwÃ¤­gungen in seine Entscheidfindung einfliessen zu lassen. KÃ¶nne angenommen werden, dass die Erfolgschancen mit der Wahl eines preiswerteren Therapieplatzes nicht geringer seien als die ihr gegenÃ¼berstehende teurere MÃ¶glichkeit, so dÃ¼rfe sich die BehÃ¶rde fÃ¼r die kos­ten­­gÃ¼nstigere LÃ¶sung entscheiden. Vorliegend habe die BehÃ¶rde im Rahmen ihres Ermes­sens gehandelt, wenn sie einer kostengÃ¼nstigeren Behandlung in einer kantonalen Klinik den Vorzug gegeben habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) GemÃ¤ss § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) hat Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe, wer fÃ¼r seinen Le­bens­unterhalt oder den seiner FamilienangehÃ¶rigen mit gleichem Wohnsitz nicht hinrei­chend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln auf­kom­­men kann. Als Teil des sozialen Existenzminimums soll die wirtschaftliche Hilfe auch die notwendige Ã¤rztliche oder thera­peutische Behandlung und die notwendige Pflege in ei­nem Spital, in einem Heim oder zu Hause sicherstellen. Entsprechend § 20 Abs. 1 der Ver­ordnung vom 21. Oktober 1981 zum Sozialhilfegesetz (SHV) sind Gesuche um Kostengut­sprache im Voraus an die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Wohn‑ oder Aufenthaltsgemeinde zu rich­ten. Laut § 19 Abs. 3 SHV besteht ohne Gutsprache oder bei verspÃ¤teter Einreichung des Ge­suchs kein Anspruch auf KostenÃ¼bernahme. Diese Bestimmungen wollen erreichen, dass die unterstÃ¼tzungspflich­tige Gemeinde bei der Auswahl der Leistung, fÃ¼r welche Kos­tengutsprache zu leisten ist, ihre Argumente einbringen und mitentscheiden kann. Die Ge­meinde soll nicht einfach vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Dieser Grundsatz gilt aber bei Behandlun­gen von Krankheiten und krankheits­Ã¤hnlichen Erscheinungen nicht ab­solut. In einem Urteil vom 20. Mai 1999 hat das Verwaltungsgericht erwogen, die nach­trÃ¤g­­liche oder verspÃ¤tete Einreichung eines solchen Gesuchs habe nicht zur Folge, dass die Gesuchstellerin den Anspruch auf FÃ¼rsorgeleistungen von Vornherein verwirke. Vielmehr habe die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse zu ermitteln und zu prÃ¼fen, ob eine situationsbedingte Leistung in Frage stehe, auf deren Ãbernahme die Gesuchstellerin einen Anspruch besitze (RB 1999 Nr. 85, mit Hinweisen). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese Rechtsprechung ist sinngemÃ¤ss auf Situationen zu Ã¼bertragen, in denen eine me­dizinische Behandlung oder eine andere Therapie angetreten wird, obwohl die Sozialbe­hÃ¶rde die Kostengutsprache abgelehnt hat und das gegen diesen Entscheid erhobene Rechts­­­mittel noch hÃ¤ngig ist. Ausschlaggebend muss hier die Frage sein, ob es mÃ¶glich und zumutbar gewesen wÃ¤re, den Therapiebeginn bis zum Abschluss des Rechtsmittelver­fahrens aufzuschieben. Ist dies der Fall und wird die Therapie dennoch angetreten, so ver­wirkt die betreffende Person den UnterstÃ¼tzungsanspruch, weil es nicht angeht, sich ohne hinreichenden Grund Ã¼ber die Beitrags- bzw. KostengutspracheverfÃ¼gung der BehÃ¶rde hin­wegzusetzen. Werden hingegen hinreichende GrÃ¼nde fÃ¼r einen sofortigen Therapiebeginn geltend gemacht, kann die RechtsmittelbehÃ¶rde das Rechtsmittel nicht allein deswegen ab­weisen, weil die betreffende Person die SozialbehÃ¶rde vor vollendete Tatsachen gestellt ha­be, sondern hat sie den angefochtenen Beschluss materiell zu Ã¼berprÃ¼fen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Zur Dringlichkeit des Therapiebeginns macht die BeschwerdefÃ¼hrerin bzw. ihre Vertreterin zusammengefasst geltend, bei DrogenabhÃ¤ngigen sei es wichtig, eine geeignete Therapie dann zu beginnen, wenn die von den Betroffenen aus gesundheitlichen, suchtim­manenten GrÃ¼nden Ã¤usserst schwierig aufzubringende Motivation gegeben sei. Diese Aus­gangslage sei bei ihrem Eintritt in die private Entzugsstation Y gegeben gewesen, weshalb es indiziert gewesen sei, die BeschwerdefÃ¼hrerin sofort und gerade in diese Einrichtung ein­zuweisen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es kann dahingestellt bleiben, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin mit diesen Darlegungen eine hinreichende BegrÃ¼ndung dafÃ¼r vorlegt, dass sie den Ausgang des Rechtsmittelverfah­rens gegen die VerfÃ¼gung der SozialbehÃ¶rde â der im Normalfall wesentlich rascher vor­liegt als hier â nicht abgewartet hat. In der Sache selbst erweist sich die VerfÃ¼gung der So­zialbehÃ¶rde nÃ¤mlich jedenfalls als rechtmÃ¤ssig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Aus den Aktennotizen der Sozialberatung der Beschwerdegegnerin (act. --) geht hervor, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin seit September 1998 Sozialhilfe bezog, weil sie dro­gen­abhÃ¤ngig und nicht in der Lage war, selbst fÃ¼r ihren Lebensunterhalt sowie denjeni­gen ihrer Tochter aufzukommen. Die Sozialberatung unterstÃ¼tzte die Versuche der Be­schwer­de­fÃ¼hrerin, sich durch ein Methadonprogramm oder auf andere Weise von der Sucht zu be­freien. Aus den Aktennotizen geht hervor, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin dabei erfolg­los blieb. Am 22. Januar 1999 teilte die BeschwerdefÃ¼hrerin der Sozialberatung erstmals mit, sie wolle den Entzug in der privaten Entzugsstaton Y versuchen. Die Sozialberatung nahm daraufhin Kontakt mit dieser Einrichtung sowie mit dem Jugendsekretariat auf. Des­sen Ver­treterin Ã¤usserte nach RÃ¼cksprache mit der privaten Entzugsstation Y die Vermu­tung, dieses kÃ¶nnte mit der Behandlung der BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼berfordert sein (Akten­notiz vom 26. Januar 1999). Ãberdies lehnte es die BeschwerdefÃ¼hrerin verschiedentlich ab, mÃ¶g­liche Auskunftspersonen, die Hinweise Ã¼ber die NÃ¼tzlichkeit und Notwendigkeit einer Behandlung in der privaten Entzugsstation Y hÃ¤tten geben kÃ¶nnen, von der Schwei­ge­pflicht zu entbinden (vgl. Aktennotizen vom 7. und 26. Januar sowie 15./23. MÃ¤rz 1999). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der Beschwerde wird geltend gemacht, die BeschwerdefÃ¼hrerin sei fÃ¼r eine Be­handlung in der privaten Entzugsstation Y motiviert gewesen, ganz im Gegenteil zur Be­handlung in der Klinik V, wie ihr Entweichen aus dieser Institution zeige. Indessen hat die Beschwer­­defÃ¼hrerin im MÃ¤rz 1999 die Entzugsbehandlung in der Klinik V, die sie dann fluchtartig abbrach, selbstÃ¤ndig und freiwillig begonnen. Die Beschwerdegegnerin durfte daher durchaus bezweifeln, dass die Motivation der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r den Entzug in der privaten Entzugsstation Y wesentlich besser sei als fÃ¼r jenen in einer anderen Einrich­tung. Auch sonst bringt die BeschwerdefÃ¼hrerin nichts vor, was darauf hindeutet, dass ein (sofortiger) Entzug in der privaten Entzugsstation Y einer Behandlung in einer kantonalen Einrichtung klar vorzuziehen gewesen wÃ¤re. Namentlich gibt bzw. gab es keine konkreten Hinweise darauf, dass die Kleinheit der Einrichtung und der damit verbundene familiÃ¤re Rahmen oder die christliche Ausrichtung der privaten Entzugsstation Y wesentlich hÃ¶here Chancen auf den Erfolg einer Behandlung der BeschwerdefÃ¼hrerin in sich bargen als ein Entzug in einer kantonalen Einrichtung. Schliesslich wirft die BeschwerdefÃ¼hrerin dem Bezirksrat zu Unrecht vor, sich nicht mit den BemÃ¼hungen des Hausarztes und des Pfar­rers, die BeschwerdefÃ¼hrerin in der privaten Entzugsstation Y zu platzieren, auseinander­gesetzt zu haben. Diese BemÃ¼hungen waren nicht aktenkundig, und die BeschwerdefÃ¼hre­rin hat es wie erwÃ¤hnt verschiedentlich abgelehnt bzw. unterlassen, mÃ¶gliche Auskunfts­personen von der Schweigepflicht zu entbinden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GemÃ¤ss § 52 Abs. 2 VRG kÃ¶nnen im vorliegenden Beschwerdeverfahren neue Tat­sachen geltend gemacht werden. Wie dargelegt, ist der Entscheid der SozialbehÃ¶rde im Lichte des Sachverhalts, wie er sich im April 1999 prÃ¤sentierte, nicht zu beanstanden. In der Beschwerde wird darauf hingewiesen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin wÃ¤hrend der Wo­chen in der privaten Entzugsstation Y eine positive Entwicklung erfahren hat. Es mag zu­treffen, dass der kurzfristige Entzug gelungen ist (wobei die BeschwerdefÃ¼hrerin keinen detaillierten Austrittsbericht ins Recht gelegt hat, so dass dem Gericht Ã¼ber die Einzelhei­ten nichts bekannt ist). Anderseits hat die BeschwerdefÃ¼hrerin bereits im November 1999 die anschliessende Langzeittherapie nach erneutem Drogenkonsum wieder abgebrochen (act. --). Wie die Be­schwerdegegnerin ausfÃ¼hrt, lebt die BeschwerdefÃ¼hrerin seither ohne festen Wohnsitz im Raum ZÃ¼rich; erneut angebotene niederschwellige Hilfsangebote blie­ben erfolglos. Auch im Lichte dieser Entwicklung kann der angefochtene Entscheid nicht als rechtswidrig bezeichnet werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerde erweist sich als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Prozess­fÃ¼hrung. GemÃ¤ss § 16 Abs. 1 VRG ist Privaten, denen die nÃ¶­ti­gen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aus­sichts­los erscheint, auf ent­spre­chendes Ersuchen die Be­zahlung von Verfahrenskosten zu erlassen (vgl. zu diesen Voraussetzungen RB 1994 Nrn. 2 und 4).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Mittellosigkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin ist offensichtlich. Nicht aussichtslos ist ein Rechtsmittel dann, wenn die Rechtslage nicht von vornherein klar ist und die Gewinn­aussichten nicht betrÃ¤chtlich geringer sind als die Verlustgefahren (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Boss­hart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 16 N. 31 ff.). Die vorliegende Beschwerde wirft ernsthafte Rechtsfra­gen auf, deren Be­ant­wortung nicht von Vornherein auf der Hand liegt. Auch die zweite Vor­­aussetzung der unentgeltlichen Rechtspflege ist somit erfÃ¼llt. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> Der BeschwerdefÃ¼hrerin wird fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren die unent­gelt­liche Rechtspflege gewÃ¤hrt;</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>