<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00361</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106689&amp;W10_KEY=13013576&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00361</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.06.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission (Wiederaufnahme des Verfahrens VB.2000.00261)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Beweiswürdigung im Submissionsbeschwerdeverfahren Wiederaufnahme des Verfahrens nach Kassationsentscheid durch das Bundesgericht (E. 1). Würdigung der Aussagen von Zeugen und persönlich Befragten (E. 4-5). Ermessen der Vergabebehörde beim Entscheid über den Zuschlag (E. 6). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWEISLAST">BEWEISLAST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWEISWÃRDIGUNG">BEWEISWÃRDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSEN">ERMESSEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PERSÃNLICHE BEFRAGUNG">PERSÃNLICHE BEFRAGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: SACHVERHALTSFESTSTELLUNG">SACHVERHALTSFESTSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERGABEENTSCHEID">VERGABEENTSCHEID</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZEUGENEINVERNAHME">ZEUGENEINVERNAHME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZEUGE/ZEUGIN">ZEUGE/ZEUGIN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 16 lit. II IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">§ 17 Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 148 ZPO</span><br/><span class="gerade">§ 149 lit. III ZPO</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Der "Zweckverband Pflegeheim X" fÃ¼hrte von Februar bis Juli 2000 ein zweistu­figes Submissionsverfahren fÃ¼r die Vergabe eines Projektierungsauftrags betreffend Um­bau und Sanierung seines Pflegeheims in Z durch. Aufgrund der PrÃ¤qualifikation wurden fÃ¼nf Projektteams zur Einreichung eines Angebots in der zweiten Stufe des Wettbewerbs eingeladen. Nach PrÃ¼fung der eingegangenen Angebote forderte der Zweckverband die beiden Teams, welche am besten bewertet waren, nÃ¤mlich die Firma D, und das General­planerteam A, bestehend aus den ArchitekturbÃ¼ros A1 und A2, zu einer Ãberarbeitung ihrer Projekte auf. Mit Ent­scheid vom 14. Juli 2000 vergab der Zweckverband den Auftrag an die Firma D. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diesen Ent­scheid erhoben die im Generalplanerteam A zusammenge­schlossenen ArchitekturbÃ¼ros am 27. Juli 2000 Beschwerde an das Ver­wal­tungs­ge­richt (Verfahren VB.2000.00261). Ein Gesuch um aufschiebende Wirkung wurde vom Gericht abgelehnt, worauf der Zweckverband den Vertrag mit der Firma D abschloss. Mit Urteil vom 10. Mai 2001 hiess das Ver­wal­tungs­ge­richt die Be­­schwer­de gut und stellte fest, dass der Vergabeentscheid vom 14. Juli 2000 rechtswidrig sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen das Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richt erhob der Zweckverband am 25. Juni 2001 staatsrechtliche Be­schwer­de an das Bun­des­ge­richt. Mit Urteil vom 12. Oktober 2001 hiess dieses die Be­schwer­de gut und hob den Ent­scheid des Ver­wal­tungs­ge­richts auf.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>IV. Am 14. MÃ¤rz 2002 fÃ¼hrte eine Abordnung des Gerichts eine Beweisverhand­lung durch, an welcher 11 Zeugen einvernommen sowie der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer Nr. A2 per­sÃ¶nlich befragt wurden. Mit Eingaben vom 29. April und 21. Mai 2002 nahmen die Par­teien zum Ergebnis des Beweisverfahrens Stellung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit erforderlich, in den nachstehenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben. </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Im Anschluss an den RÃ¼ckweisungsentscheid des Bundesgerichts wird das kanto­nale Verfahren in dem Zustand wieder aufgenommen, in welchem es sich unmittelbar vor dem Erlass des aufgehobenen Ent­scheids befunden hat (Jean-FranÃ§ois Poudret, Commen­taire de la loi fÃ©dÃ©rale d'organisation judiciaire, Vol. II, Bern 1990, Art. 66 N. 1.2). FÃ¼r die erneute Beurteilung durch das Ver­wal­tungs­ge­richt sind die entscheidwesentlichen ErwÃ¤­gun­gen des Bundesgerichts verbindlich; zusÃ¤tzliche RechtsgrÃ¼nde oder Tatsachen, zu de­nen sich das Bundesgericht nicht geÃ¤ussert hat, dÃ¼rfen jedoch in Betracht gezogen werden (Poudret, Art. 66 N. 1.3.2; Alfred KÃ¶lz/Isabelle HÃ¤ner, Verwaltungs­verfahren und Verwal­tungsrechtspflege des Bundes, 2. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 1019; RenÃ© Rhi­now/Hein­rich Kol­ler/Christina Kiss, Ãffentliches Prozessrecht und Justizver­fas­sungs­recht des Bundes, Basel 1996, Rz. 1586). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die im Be­schwer­deverfahren thematisierten Rechts- und Sachfragen wurden be­reits weitgehend im Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts vom 10. Mai 2001 beurteilt. Auf diese AusfÃ¼hrungen kann verwiesen werden. Die nachstehenden ErwÃ¤gungen beschrÃ¤nken sich auf Fragen, welche in der Folge des bundesgerichtlichen Ent­scheids einer ergÃ¤nzenden KlÃ¤­rung bedÃ¼rfen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. In der letzten Phase des Vergabeverfahrens hatte der Be­schwer­de­geg­ner die bei­den verbliebenen Bewerber, nÃ¤mlich die Be­schwer­de­fÃ¼h­renden des vorliegenden Verfah­rens sowie die Mitbeteiligte, dazu aufgefordert, die von ihnen prÃ¤sentierten Vorprojekte hin­sichtlich verschiedener Punkte zu Ã¼berarbeiten. Unter anderem wurde ihnen mitgeteilt, dass die Sanierungskosten unter 20 Millionen Franken liegen mÃ¼ssten. Vor der Ãberarbei­tung hatte das Projekt der Be­schwer­de­fÃ¼h­renden eine KostenschÃ¤tzung von Fr. 21'200'000.-, jenes der Mitbeteiligten eine solche von Fr. 16'225'000.- aufgewiesen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der Folge reichten die Be­schwer­de­fÃ¼h­renden ein Ã¼berarbeitetes Vorprojekt mit einer KostenschÃ¤tzung von Fr. 19'000'000.-, einschliesslich einer Reserve von 8,6 %, ein (KostenschÃ¤tzung vom 11. Ju­li 2000). Die Ã¼berarbeitete KostenschÃ¤tzung der Mitbeteilig­ten belief sich auf Fr. 16'500'000.-, worin Reserven von rund 3,6 % sowie Kosten fÃ¼r pro­visorische Pavillonbauten von rund 1,2 % enthalten waren (KostenschÃ¤tzung vom 12. Juli 2000). Damit hatten beide Anbieter die Kostenvorgabe von 20 Millionen eingehalten. Die Be­schwer­de­fÃ¼h­renden machen jedoch geltend, ihrem Vertreter sei anlÃ¤sslich der PrÃ¤senta­tion des Ã¼berarbeiteten Projekts am 14. Juli 2000 durch den VerwaltungsratsprÃ¤sidenten des Be­schwer­de­geg­ners mitgeteilt worden, dass eine noch tiefere Kostenvorgabe von 18 Millionen Franken hÃ¤tte beachtet werden mÃ¼ssen. Aufgrund der damaligen Ãusserung hÃ¤tten sie Ã¼berdies annehmen mÃ¼ssen, dass die Mitbeteiligte schon frÃ¼her Ã¼ber dieses Kos­tenziel orientiert worden sei. Der Be­schwer­de­geg­ner bestreitet, dass eine Aussage dieses Inhalts gemacht worden sei. Zum Beweis fÃ¼r seine Sachdarstellung beantragte er die Ein­vernahme aller an der PrÃ¤sentation vom 14. Juli 2000 anwesenden Mitglieder des Beurtei­lungsgremiums. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Urteil vom 10. Mai 2001 wies das Ver­wal­tungs­ge­richt darauf hin, dass der PrÃ¤­sident des Beurteilungsgremiums unbestrittenermassen bereits an der Delegiertenversamm­lung des Zweckverbandes vom 20. Juni 2000 einen Betrag der Baukosten von ca. 18 Mil­lio­nen genannt hatte. Damit habe er zumindest erkennen lassen, dass diese GrÃ¶ssenordnung fÃ¼r den Be­schwer­de­geg­ner von Bedeutung sei. Dass dieser Betrag beim Zuschlag keine Rolle gespielt habe, erachtete das Gericht als unglaubwÃ¼rdig; bei realistischer Betrachtung mÃ¼sse davon ausgegangen werden, dass der anvisierte Betrag von 18 Millio­nen Franken beim Vergabeentscheid â wenn nicht als absolute GrÃ¶sse, so doch als Ziel­vor­gabe â von Bedeutung gewesen sei. Da diese Vorgabe den Be­schwer­de­fÃ¼h­renden nicht rechtzeitig be­kannt gegeben worden sei, stelle deren Einbezug in die Beurteilung der Angebote ein un­zulÃ¤ssiges Kriterium dar. Aus diesem Grund erachtete es die Be­schwer­de als begrÃ¼ndet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach den ErwÃ¤gungen des bun­des­ge­richtlichen Urteils vom 12. Oktober 2001 wa­ren die vom Ver­wal­tungs­ge­richt erwÃ¤hnten GrÃ¼nde indessen nicht derart schlÃ¼ssig, dass sie einen Verzicht auf die Abnahme der vom Be­schwer­de­geg­ner angebotenen Beweise, insbe­sondere die Einvernahme der genannten Zeugen, gerechtfertigt hÃ¤tten. Diese Beweisabnah­me war daher im vorliegenden Verfahren nachzuholen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. An der Beweisverhandlung vom 14. MÃ¤rz 2002 wurden die Mitglieder des Beur­teilungsgremiums (stimmberechtigte ebenso wie beratende), die an der PrÃ¤sentation der Ã¼berarbeiteten Projekte vom 14. Juli 2000 teilgenommen hatten, als Zeugen befragt. Ledig­lich auf die Befragung des Mitglieds G, der sich mit einem triftigen Grund entschuldigt hatte, wurde verzichtet, und anstelle des technischen Beraters H, der an der fraglichen Sit­zung vom 14. Juli 2000 nicht hatte teilnehmen kÃ¶nnen, wurde der ihn vertretende I einver­nommen. Ferner wurden der VerwaltungsratsprÃ¤sident der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin Nr. A1, K, als Zeuge und der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer Nr. A2 persÃ¶nlich befragt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gegenstand des Beweisverfahrens war die Sachdarstellung der Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den, wonach ihnen anlÃ¤sslich der PrÃ¤sentation des Ã¼berarbeiteten Projekts am 14. Juli 2000 von Seiten des Be­schwer­de­geg­ners mitgeteilt worden sei, dass eine Kostenvorgabe von 18 Millionen Franken hÃ¤tte beachtet werden mÃ¼ssen. Nach ihren Angaben hatte der Ver­waltungsratsprÃ¤sident des Be­schwer­de­geg­ners, M, an jener Sitzung gefragt: "Wir hatten doch eine Kostenvorgabe von 18 Millionen; hat man ihnen das nicht gesagt?" </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In den Einvernahmen wurde diese Darstellung lediglich vom VerwaltungsratsprÃ¤si­denten der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin Nr. A1, Herrn K, bestÃ¤tigt. Nach seinen Aussagen war an der Sitzung vom 14. Juli 2000 eine Ãusserung diesen Inhalts an Herrn O gerichtet wor­den. Ferner gab der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer Nr. A2, der selber nicht an der PrÃ¤sentation teilgenom­men hatte, zu Protokoll, dass K ihm nach der Sitzung sehr aufgebracht telefoniert habe, weil plÃ¶tzlich ein neues Kostendach in der HÃ¶he von 18 Millionen genannt worden sei. Ausserdem habe er im September 2001 an einem privaten Anlass das Jury-Mitglied P ge­troffen, das ihm die fragliche Ãusserung bezÃ¼glich einer Kostenvorgabe von 18 Millionen bestÃ¤tigt habe. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Von den Ã¼brigen Zeugen erinnerte sich einzig Herr O, dass M einen Betrag von 18 Millionen erwÃ¤hnt habe. Dabei habe es sich jedoch um ein bilaterales GesprÃ¤ch zwi­schen ihm (O) und M gehandelt, bei welchem M auf den Projektierungskredit Bezug ge­nommen habe. Im Zusammenhang mit dem Projek­tie­rungskredit sei ein Betrag von 18 Millionen ermittelt worden, doch habe dieser fÃ¼r die Beurteilung der Projekte keine Bedeu­tung gehabt. Der Zeuge P hielt es fÃ¼r mÃ¶glich, dass ein Kos­tendach von 18 Millio­nen erwÃ¤hnt worden sei, doch wisse er dies nicht mehr genau. Die Ã¼brigen Zeugen sowie die Zeugin Q erinnerten sich nicht, an der fraglichen Sitzung eine Ãusserung betreffend eine Kostenvorgabe von 18 Millionen gehÃ¶rt zu haben. Soweit sie Ã¼berhaupt Aussagen zu den erwarteten Kosten machten, gingen sie davon aus, dass eine Limite von 20 Millionen gegolten habe. Sie stellten auch durchwegs in Abrede, dass bei der internen Beurteilung der beiden Projekte eine tiefere Limite beachtet worden sei. Zur Nennung eines Betrags von 18 Millionen anlÃ¤sslich der Delegiertenversammlung vom 20. Juni 2000 erklÃ¤rte M, dass es dabei auch um einen politischen Aspekt gegangen sei; man habe befÃ¼rchtet, dass das Projekt an der Delegiertenversammlung scheitern kÃ¶nnte, und testen wollen, ob ein Vor­schlag in dieser KostenhÃ¶he Chancen habe. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aufgrund dieser Aussagen kann die Darstellung der Be­schwer­de­fÃ¼h­renden, wonach anlÃ¤sslich der PrÃ¤sentation vom 14. Juli 2000 eine Kostenvorgabe von 18 Millionen Fran­ken erwÃ¤hnt worden sei, nicht als bewiesen gelten. Auf die Aussage des Zeugen K allein, der als Mehrheitsteilhaber und VerwaltungsratsprÃ¤sident der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin Nr. A1 ein unmittelbares Interesse am Ausgang des Prozesses hat, kann nicht abgestellt werden. Seine Aussagen wirkten zwar durchaus glaubwÃ¼rdig. Dasselbe gilt jedoch auch fÃ¼r die Ã¼brigen Zeugen; fÃ¼r eine Absprache unter den Zeugen, wie sie der Vertreter der Be­schwer­de­fÃ¼h­renden vermutet, bestehen keine Anhaltspunkte. Es kann denn auch nicht ausge­schlos­sen werden, dass die Wahrnehmung von K auf einem MissverstÃ¤ndnis beruhte, in­dem er der vom Zeugen O bestÃ¤tigten "bilateralen" ErwÃ¤hnung eines Betrags von 18 Mil­lionen durch M eine Bedeutung beimass, welche dieser nicht entsprach. Nicht abgestellt werden kann sodann auch auf die AusfÃ¼hrungen in der persÃ¶nlichen Befragung von S, der von einem im Anschluss an die PrÃ¤sentation gefÃ¼hrten TelefongesprÃ¤ch sowie einer Be­gegnung mit dem Zeugen P berichtete; Aussagen in der persÃ¶nlichen Befragung vermÃ¶gen fÃ¼r sich allein keinen Beweis zu bilden, soweit sie zu Gunsten des Befragten lauten (vgl. § 149 Abs. 3 der Zivilprozessordnung vom 13. Juni 1976).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Be­schwer­de­fÃ¼h­renden in ihrer Stellungnahme zum Bewei­s­ergebnis vermÃ¶gen keine andere WÃ¼rdigung zu rechtfertigen. Sie weisen zwar zutreffend darauf hin, dass der Ent­scheid Ã¼ber den Zuschlag im Beurteilungsgremium offensichtlich umstritten war. So waren einzelne Zeugen der Meinung, dass Ã¼ber architektonische Fragen mangels Fachwissen nicht habe diskutiert werden kÃ¶nnen bzw. dass der Kostenfrage ein zu grosses Gewicht beigemessen worden sei. Wesentlich ist jedoch, dass auch die Mitglieder des Beurteilungsgremiums, die dessen Beratungen als unbefriedigend empfanden und of­fensichtlich das Projekt der Be­schwer­de­fÃ¼h­renden vorgezogen hÃ¤tten, keine Hinweise auf eine Kostenvorgabe von 18 Millionen geben konnten. Die AusfÃ¼hrungen der Be­schwer­de­fÃ¼h­renden zur unterschiedlichen Interessenlage verschiedener Zeugen erweisen sich inso­fern als unbehelflich. Dass die Aussagen der Zeugen zur Beratung des Beurteilungsgremi­ums, insbesondere zur Bedeutung, welche die Kosten und andere Gesichtspunkte beim Ent­scheid spielten, teilweise auseinander gingen, ist demgegenÃ¼ber von untergeordneter Bedeutung und vermag ihre GlaubwÃ¼rdigkeit nicht grundsÃ¤tzlich in Frage zu stellen. Dass die Kostenfrage bei der Beurteilung der Projekte eine Rolle spielte, war zulÃ¤ssig (vgl. den ersten Ent­scheid des Ver­wal­tungs­ge­richts vom 10. Mai 2001, E. 4a), und es ist im Ãbrigen auch nicht die Aufgabe des Be­weisverfahrens, die internen AblÃ¤ufe bei der Entscheidfin­dung des Beurteilungsgremiums zu klÃ¤ren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Aufgrund des Beweisergebnisses ist somit nicht davon auszugehen, dass anlÃ¤ss­lich der PrÃ¤sentation vom 14. Juli 2000 eine Kostenvorgabe von 18 Millionen Franken er­wÃ¤hnt worden ist. Angesichts des eindeutigen Ergebnisses der Aussagen kann entgegen den ErwÃ¤gungen des Urteils vom 10. Mai 2001 auch aus der Ãusserung, die der PrÃ¤sident des Beurteilungsgremiums an der Delegiertenversamm­lung des Zweckverbandes vom 20. Juni 2000 gemacht hatte, kein gegenteiliger Schluss gezogen werden. Die ErklÃ¤rung, welche der Zeuge M fÃ¼r den damals genannten Betrag der Baukosten von ca. 18 Millionen gegeben hat, erscheint durchaus als plausibel. Die vom Zeugen O fÃ¼r die Herleitung des Betrages von 18 Millionen gegebene BegrÃ¼ndung, wonach dieser einem Mittelwert aus den KostenschÃ¤tzungen der beiden Teams von 16 bzw. 19 Millionen entsprochen habe, kann allerdings nicht zutreffen, denn die Ã¼berarbeiteten Vorprojekte, welche diese Zahlen ent­hielten, wurden erst am 12. Juli 2000, also nach der Delegiertenversamm­lung vom 20. Juni 2000, eingereicht. Zum selben ungefÃ¤hren Resultat konnte jedoch auch eine Mittelung zwi­schen den frÃ¼heren KostenschÃ¤tzungen von rund 16 bzw. 21 Millionen fÃ¼hren. Die Aus­sage des Zeugen erscheint daher auch in diesem Punkt nicht von vornherein als unglaub­wÃ¼rdig. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es besteht somit kein ausreichender Grund fÃ¼r die Annahme, dass eine Kostenvor­gabe von 18 Millionen Franken bestanden habe. Die Annahme einer derartigen Vorgabe, die mangels rechtzeitiger Bekanntgabe ein unzulÃ¤ssiges Vergabekriterium dargestellt hÃ¤tte, war jedoch die Grundlage des gutheissenden Be­schwer­deentscheids vom 10. Mai 2001. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Selbst wenn man davon ausgehen wollte, eine WÃ¼rdigung der Zeugenaussagen von K und der persÃ¶nlichen Befragung von S einerseits sowie der Zeugenaussagen der Mitglie­der des Beurteilungsgremiums anderseits fÃ¼hrten nicht zu einem eindeutigen Ergebnis, wÃ¤re gleichwohl festzuhalten, dass der Beweis fÃ¼r die behauptete Kos­tenvorgabe in der HÃ¶he von 18 Millionen nicht habe erbracht werden kÃ¶nnen und die BeschwerdefÃ¼hrenden demnach die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hÃ¤tten. Die objektive Beweislast trifft diesbezÃ¼glich nÃ¤mlich die BeschwerdefÃ¼hrenden, da diese daraus Rechte ableiten. Dass das verwaltungsgerichtliche Verfahren durch den Untersuchungsgrundsatz geprÃ¤gt ist, Ã¤n­dert an der objektiven Beweislast nichts (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 7 N. 5). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Nachdem die Grundlage des gutheissenden Be­schwer­deentscheids vom 10. Mai 2001 dahinfÃ¤llt, sind noch die weiteren von den Be­schwer­de­fÃ¼h­renden im Verfahren VB.2000.00261 erhobenen Einwendungen zu prÃ¼fen, soweit diese mit dem Be­schwer­de­entscheid vom 10. Mai 2001 nicht bereits beurteilt wurden. Dabei handelt es sich im We­sentlichen um materielle EinwÃ¤nde gegen die Beurteilung der Ã¼berarbeiteten Projekte durch den Be­schwer­de­geg­ner. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) In der angefochtenen VerfÃ¼gung vom 14. Juli 2000 fÃ¼hrte der Be­schwer­de­geg­ner zu deren BegrÃ¼ndung aus, eine erneute PrÃ¼fung der wesentlichen Beurteilungspunkte habe ergeben, dass der Vorschlag der Mitbeteiligten in architektonischer Hinsicht, Gestaltung der Eingangspartie und bezÃ¼glich der betrieblichen AblÃ¤ufe eher den Vorstellungen des Beurteilungsgremiums entspreche. Zudem lÃ¤gen die angebotenen Honorarkonditionen so­wie KostenschÃ¤tzungen gÃ¼nstiger. Der Be­schwer­de­geg­ner verweist damit sinngemÃ¤ss auf die Stellungnahme des Beurteilungsgremiums an dessen Sitzung vom 14. Juli 2000. Diese ist in einem Dokument vom 20. Juli 2000 zusammengefasst, auf welches auch die Be­schwer­­de­fÃ¼h­renden Bezug nehmen. In der Be­schwer­deantwort beruft sich der Be­schwer­de­geg­ner zur BegrÃ¼ndung seines Ent­scheids auf die Stellungnahmen des Beurteilungsgremiums an dessen Sitzungen vom 6./7. Juni und 20. Juli 2000 sowie auf die BegrÃ¼ndung der angefochtenen VerfÃ¼gung vom 14. Juli 2000. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nachdem das Beurteilungsgremium in der Sitzung vom 6./7. Juni 2000 die beiden Projekte der Be­schwer­de­fÃ¼h­renden und der Mitbeteiligten als gleichwertig beurteilt hatte, musste es am 14. Juli 2000 aufgrund der Ã¼berarbeiteten Projekte eine Wahl zwischen den beiden Anbietern treffen. Die Zusammenfassung der Sitzung vom 14. Juli 2000 enthÃ¤lt eine GegenÃ¼berstellung der architektonischen und betrieblichen Qua­litÃ¤ten beider Projekte sowie einen Vergleich der KostenschÃ¤tzungen. Im Ergebnis gelangt das Beurteilungsgre­mium zum Schluss, dass der Vorschlag der Mitbeteiligten in archi­tek­tonischer Hinsicht und bezÃ¼glich der betrieblichen AblÃ¤ufe im Gesamten eher den Vor­stellungen des Gre­miums entspreche, obschon die Pflegeabteilungen noch zu verbessern seien. Zudem lÃ¤gen die angebotenen Honorarkonditionen sowie die KostenschÃ¤tzung bei diesem Projekt gÃ¼ns­tiger. Es empfiehlt daher, den Zuschlag der Mitbeteiligten zu erteilen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Be­schwer­de­fÃ¼h­renden beanstanden die Beurteilung als "sehr dÃ¼rftig" und ten­denziÃ¶s. So seien die in der Sitzung vom 6./7. Juni 2000 als problematisch gewerteten Belange des Projekts der Mitbeteiligten nur teilweise behoben worden. Die negativ beur­teilte AuffÃ¼llung der HÃ¶fe bleibe bestehen. In einem andern Punkt fÃ¼hre die architektoni­sche Verbesserung (Verzicht auf die Absenkung des Mitteltrakts) zu Nachteilen betriebli­cher Art; dennoch werde in der erneuten Beurteilung behauptet, die betrieblichen AblÃ¤ufe des Projekts seien verbessert worden. Ferner habe die Verlegung der Nasszellen in die Zim­mer dazu gefÃ¼hrt, dass die Zimmer sehr klein seien, was auch vom Beurteilungsgre­mium als Nachteil erkannt werde. Die BenÃ¼tzung der Nasszellen von zwei Seiten sei eben­falls ungÃ¼nstig. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Anderseits verwahren sich die Be­schwer­de­fÃ¼h­renden gegen ihres Erachtens unbe­rechtigte Kritik an ihrem eigenen Projekt. Den wiederholt beanstandeten Vorbau, dessen GrÃ¶sse und Nutzen nach Meinung des Beurteilungsgremiums "nicht schlÃ¼ssig beantwortet" werden kÃ¶nne, hÃ¤tten sie aus architektonischer Ãberzeugung beibehalten, aber gestalterisch wesentlich Ã¼berarbeitet. Die Haltung des Beurteilungsgremiums sei widersprÃ¼chlich, wenn es diesen Eingangsbereich offenbar als zu gross erachte, denjenigen der Mitbeteiligten da­gegen als zu eng beanstande. Unzutreffenderweise wÃ¼rden ferner vier Zimmer im Projekt der Be­schwer­de­fÃ¼h­renden als Nordzimmer bezeichnet, obschon diese gleichzeitig auch ein Fenster gegen Osten oder Westen aufwiesen. EinzurÃ¤umen sei einzig, dass das Siegerpro­jekt bezÃ¼glich Honorarkonditionen und geschÃ¤tzter Baukosten etwas gÃ¼nstiger sei. Diesem Aspekt sei aber offenbar ein Gewicht beigemessen worden, das die bekannt gegebene Ge­wichtung des Kriteriums Wirtschaftlichkeit Ã¼bersteige. Die Be­schwer­de­fÃ¼h­renden weisen Ã¼berdies darauf hin, dass zwei Anbieter, deren Projekte bereits im Rahmen der ersten Be­urteilung vom 6./7. Juni 2000 ausgeschieden seien, sich ebenfalls schriftlich Ã¼ber die dÃ¼rf­tige BegrÃ¼ndung der Jury beschwert hÃ¤tten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Bei den angesprochenen Fragen handelt es sich durchwegs um Wertungen, die grundsÃ¤tzlich im Ermessen der Vergabestelle liegen und vom Ver­wal­tungs­ge­richt nicht Ã¼berprÃ¼ft werden kÃ¶nnen (Art. 16 Abs. 2 der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶f­fentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994 [IVÃ¶B]). Zu prÃ¼fen ist lediglich eine allfÃ¤llige Ãberschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens (VGr, 7. Juli 1999, BEZ 1999 Nr. 26 E. 6a = ZBl 101/2000, S. 271). Die vom Beurteilungsgremium angestellten Ãberlegungen, auf die sich auch der Be­schwer­de­geg­ner zur BegrÃ¼ndung seines Ent­scheids stÃ¼tzt, sind zwar, wie die Be­schwer­de­fÃ¼h­renden zu Recht feststellen, nicht in jeder Hinsicht vÃ¶llig widerspruchsfrei, was wohl auf die bekanntermassen gegensÃ¤tzlichen Meinungen innerhalb des Gremiums zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist. Sie erscheinen jedoch insgesamt als sachliche Auseinandersetzung mit den Vor- und Nachteilen der beiden Projekte und kÃ¶nnen nicht als Ausdruck eines Missbrauchs oder einer Ãberschreitung des Ermessens gewertet werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Be­schwer­de erweist sich daher auch in diesem Punkt als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. Dem Ausgang des Verfahrens gemÃ¤ss werden die Be­schwer­de­fÃ¼h­renden kosten­pflichtig, und sie haben dem Be­schwer­de­geg­ner eine angemessene Par­tei­ent­schÃ¤­di­gung aus­zurichten. Der Rechtsvertreter des Be­schwer­de­geg­ners reichte am 29. April 2002 eine Honorarnote ein, in welcher er seinen Aufwand fÃ¼r das gesamte Be­schwer­dever­fah­ren (VB. 2000.00261 und VB.2001.00361) auf insgesamt Fr. 43'077.90 bezifferte. GestÃ¼tzt auf § 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/6. September 1987 (VRG) wird jedoch im Verfahren vor Ver­wal­tungs­ge­richt keine kostendeckende, sondern nur eine angemessene EntschÃ¤digung zugesprochen; das Gesetz nimmt dabei in Kauf, dass die obsiegende Partei einen Teil ihrer Aufwendungen selbst zu tragen hat (Alfred KÃ¶lz/ JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 17 N. 36; BGr, 7. Juli 1998, URP 1998, S. 538). Die EntschÃ¤­digung wird nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeit­aufwand und den Barauslagen bemessen (§ 12 Abs. 1 der Ver­ord­nung Ã¼ber die GebÃ¼h­ren, Kos­ten und EntschÃ¤digungen im Verfahren vor Ver­wal­tungs­ge­richt vom 26. Juni 1997). Dabei ist vorliegend zu berÃ¼cksichtigen, dass die vermÃ¶gensrechtliche Tragweite des Verfahrens nach der Abweisung des Gesuchs um aufschiebende Wirkung mit der PrÃ¤­sidialverfÃ¼gung vom 1. September 2000 stark reduziert war. Anderseits war der Zeitauf­wand der Parteivertreter, nicht zuletzt auch im Zusammenhang mit den umfangreichen Zeugeneinvernahmen, zweifellos erheblich. In Anbetracht aller Gesichtspunkte erscheint eine Par­tei­ent­schÃ¤­di­gung an den Be­schwer­de­geg­ner von insgesamt Fr. 6'000.- als angemes­sen.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Be­schwer­de wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf: <br/> Fr. 5'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:</span></p> <p class="Einzug2"><span> Fr. 578.20 Zeugengelder,<br/> Fr. 210.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 5'788.20 Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den Nr. A1 und Nr. A2 werden verpflichtet, dem Be­schwer­de­geg­ner je eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 3'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) unter solidarischer Haftung fÃ¼r den Gesamtbetrag von Fr. 6'000.- zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Ent­scheids.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>5. â¦</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>