<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2025-05-19-5D_26-2025.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5D_26/2025</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 19. Mai 2025</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Bovey, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________ GmbH, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Santini, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Vorläufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn, Zivilkammer, vom 12. Mai 2025 (ZKBER.2025.36). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">Mit Gesuch vom 14. März 2025 (Postaufgabe 17. März 2025) verlangte die Beschwerdeführerin die vorläufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts auf dem Grundstück an der C.________strasse xxx in U.________. </div> <div class="para">Mit Urteil vom 28. April 2024 wies das Richteramt Olten-Gösgen das Gesuch ab. Zur Begründung hielt es fest, das Gesuch sei gegen den Grundstückseigentümer zu erheben. Selbst wenn man wohlwollend auslege, dass das Gesuch gegen die richtige Person eingeleitet worden sei, könne es nicht gut geheissen werden, weil die Ausführungen im Gesuch von der Gegenpartei bestritten worden seien und die Beschwerdeführerin keinerlei Urkunden zu den Akten gelegt habe und die Berechtigung zur Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts somit nicht glaubhaft gemacht sei. </div> <div class="para">Im Rahmen der Berufung reichte die Beschwerdeführerin verschiedene Unterlagen nach. Mit Urteil vom 12. Mai 2025 wies das Obergericht des Kantons Solothurn die Berufung ab. Es hielt fest, dass die Beschwerdeführerin vortrage, vom 24. September 2024 bis am 14. November 2024 Gipser- und Unterlagsbodenarbeiten in der fraglichen Liegenschaft ausgeführt zu haben, weshalb der Anspruch auf Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts verwirkt sei. </div> <div class="para">Mit als Stellungnahme bezeichneter Eingabe vom 14. Mai 2025 wendet sich die Beschwerdeführerin an das Bundesgericht mit den Anträgen, die Erwägungen zur Fristversäumnis seien zu korrigieren, der Entscheid vom 12. Mai 2025 sei aufzuheben und die Sache sei zur materiellen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Angefochten ist der kantonal letztinstanzliche Entscheid betreffend vorläufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts. Weil der für die Beschwerde in Zivilsachen erforderliche Mindeststreitwert von Fr. 30'000.-- (<span class="artref">Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG</span>) nicht erreicht wird, steht nur die subsidiäre Verfassungsbeschwerde zur Verfügung (<span class="artref">Art. 113 BGG</span>). </div> <div class="para">Mit dieser kann einzig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden (<span class="artref">Art. 116 BGG</span>), wofür das strenge Rügeprinzip gilt (Art. 106 Abs. 2 i.V.m. <span class="artref">Art. 117 BGG</span>). Dies bedeutet, dass anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt worden sein sollen, während auf appellatorische Ausführungen nicht eingetreten werden kann (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=15&amp;from_date=15.05.2025&amp;to_date=03.06.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-264%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page264">BGE 140 III 264</a> E. 2.3; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=15&amp;from_date=15.05.2025&amp;to_date=03.06.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-364%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page364">142 III 364</a> E. 2.4). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin ruft kein verfassungsmässiges Recht an, welches verletzt sein soll, und es werden auch keine sinngemässen Verfassungsverletzungen geltend gemacht. Ohnehin könnte aber den Vorbringen, selbst wenn sie im Rahmen von Verfassungsrügen gemacht worden wären, kein Erfolg beschieden sein: </div> <div class="para">Die Behauptung der Beschwerdeführerin, sie habe das Gesuch am 14. März 2025 eingereicht, trifft nicht zu, erfolgte doch nach den Feststellungen im erstinstanzlichen Entscheid die Postaufgabe erst am 17. März 2025. Im Übrigen wurde (soweit ersichtlich) nie eine superprovisorische Eintragung angeordnet, welche das Obergericht hätte bestätigen können, so dass die Frist gemäss <span class="artref">Art. 839 Abs. 2 ZGB</span> im Zeitpunkt des oberinstanzlichen Verfahrens erst recht verwirkt war, denn massgeblich zu deren Wahrung ist die Eintragung im Grundbuch (d.h. die Einschreibung im Tagebuch, Art. 839 Abs. 2 i.V.m. <span class="artref">Art. 972 Abs. 2 ZGB</span>), nicht die Gesuchseinreichung. </div> <div class="para">An der Verwirkung könnte auch die Behauptung, es seien im Januar und Februar 2025 noch Nacharbeiten erfolgt, nichts ändern, selbst wenn sie im Rahmen von Verfassungsrügen erfolgen würde, denn im bundesgerichtlichen Verfahren sind grundsätzlich keine neue Tatsachenvorbringen zulässig (<span class="artref">Art. 99 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und der Präsident im vereinfachten Verfahren entscheidet (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Zivilkammer, mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 19. Mai 2025 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Bovey </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>