<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2014.00109</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=214142&amp;W10_KEY=4467107&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2014.00109</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 14.05.2014</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Voraussetzungen für einen Aufenthaltsanspruch aufgrund der Beziehung zu einem hier niedergelassenen Kind.<br/><br/>Der aus Kuba stammende Beschwerdeführer hat mit einer hier niedergelassenen Lands- und Ehefrau ein gemeinsames Kind gezeugt, sich jedoch von dieser noch vor Erreichen der Dreijahresfrist von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG dauerhaft getrennt.<br/><br/>Nach ständiger Praxis zum konventions- und verfassungsmässig geschützten Recht auf Familienleben ist dem Elternteil, der nicht mit seinem Kind zusammenlebt, der Aufenthalt dann zu gewähren, wenn zwischen ihm und seinem Kind in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung besteht, die wegen der Distanz zu seinem Herkunftsland praktisch nicht aufrechterhalten werden könnte, und wenn zusätzlich das bisherige Verhalten des Ausländers zu keinerlei Klagen Anlass gegeben hat.<br/><br/>Die Obhut über das gemeinsame Kind wurde der Mutter zugesprochen, während dem Beschwerdeführer lediglich ein Besuchsrecht eingeräumt und Unterhaltsverpflichtungen auferlegt wurden. Auch wenn nicht auszuschliessen ist, dass der Kindsmutter inskünftig aufgrund psychischer und physischer Auffälligkeiten die Obhut entzogen werden könnte, ist eine Obhutszuteilung an den Beschwerdeführer nicht absehbar. Eine ausreichend enge wirtschaftliche Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer und seinem Kind ist zu verneinen, da dieser seinen Unterhaltsverpflichtungen nicht nachgekommen und sozialhilfeabhängig ist sowie in Verletzung seiner Mitwirkungspflichten von Art. 90 AuG nicht ausreichend darlegen konnte, weshalb ihm die Erzielung des im Unterhaltsentscheid hypothetisch zugrundegelegten Einkommens nicht möglich gewesen sein sollte. Auch ein tadelloses Verhalten ist zu verneinen, da er rechtskräftig u.a. wegen Gewaltdelikten verurteilt worden ist und während seinem hiesigen Aufenthalt schuldhaft und in erheblichen Umfang von der öffentlichen Fürsorge unterstützt werden musste. Letzteres würde vorliegend auch einen Widerrufsgrund nach Art. 62 lit. eAuG begründen und selbst den Widerruf einer Niederlassungsbewilligung nach Art. 63 Abs. 2 lit. c AuG rechtfertigen. Der Beschwerdeführer kann somit keine Bleiberechte aus seinem Recht auf Familienleben ableiten. Der Beschwerdeführer macht weiter einen nachehelichen Härtefall geltend, weil ein Wegweisungsvollzug und eine Wiedereingliederung in Kuba aufgrund des zwischenzeitlichen Verlusts seines heimischen Residenzrechts nicht möglich sei. Da er seinen Mitwirkungspflichten betreffend der Abklärung einer entsprechenden Rückkehrmöglichkeit nicht nachgekommen und sich nicht ausreichend aktiv um eine Rückkehr bemüht hat, hat eine Rückkehrunmöglichkeit nach Kuba indes als nicht erwiesen zu gelten und ist damit unbeachtlich. Da ihm angesichts seines kurzen Aufenthalts, der kurzen Dauer der Ehegemeinschaft und seiner fortbestehenden Heimatbeziehungen auch ermessensweise keine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen ist, ist die Beschwerde abzuweisen. Ebenso zufolge Aussichtslosigkeit sein Begehren um uP/uRB. Abweisung der Beschwerde und des Gesuchs um uP/uRB. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Garantien der EMRK ST: ART. 8 EMRK">ART. 8 EMRK</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENGE BEZIEHUNG">ENGE BEZIEHUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIENLEBEN">FAMILIENLEBEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FÃRSORGEABHÃNGIGKEIT">FÃRSORGEABHÃNGIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HYPOTHETISCHES EINKOMMEN">HYPOTHETISCHES EINKOMMEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KUBA">KUBA</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITWIRKUNGSPFLICHT">MITWIRKUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OBHUT">OBHUT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OBHUTSENTZUG">OBHUTSENTZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFEABHÃNGIGKEIT">SOZIALHILFEABHÃNGIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMGEKEHRTER FAMILIENNACHZUG">UMGEKEHRTER FAMILIENNACHZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNMÃGLICHKEIT DER AUSREISE">UNMÃGLICHKEIT DER AUSREISE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERHALTSPFLICHT">UNTERHALTSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERHALTSZAHLUNG">UNTERHALTSZAHLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEGWEISUNGSVOLLZUG">WEGWEISUNGSVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIRTSCHAFTLICH BESONDERS ENGE BEZIEHUNG">WIRTSCHAFTLICH BESONDERS ENGE BEZIEHUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 50 Abs. II AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 50I lit. b AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 62 lit. e AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 63 Abs. I lit. c AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 83 AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 83 Abs. 7 lit. c AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 83 Abs. VII lit. c AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 90 AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 13 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 Abs. I EMRK</span><br/><span class="gerade">Art. 8 Abs. II EMRK</span><br/><span class="ungerade">§ 16 Abs. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 16 Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">Art. 31 VZAE</span><br/><span class="gerade">Art. 134 Abs. II ZGB</span><br/><span class="ungerade">Art. 286 ZGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=22505" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2014.00109</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">14. Mai 2014</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Leana Isler, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Felix Blocher.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Aufenthaltsbewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Der 1972 geborene kubanische StaatsangehÃ¶rige A reiste am 18. September 2004 zunÃ¤chst zwecks Aufenthalts bei seiner damaligen Partnerin C mit einem Besuchervisum fÃ¼r 90 Tage in die Schweiz ein und ersuchte bereits am 25. November 2004 um die Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilligung zur Heiratsvorbereitung mit der damals noch mit D (geboren 1930) verheirateten und hier niedergelassenen Landsfrau E (geboren 1965). Nach der Abweisung des entsprechenden Gesuchs kehrte A am 4. MÃ¤rz 2005 zunÃ¤chst nach Kuba zurÃ¼ck. </p> <p class="Urteilstext"><span>In der Folge wurde die Ehe von E und D geschieden und aus der Beziehung zwischen Erstgenannte</span>r<span> und A ging 2005 der Sohn F hervor. Nachdem A die Einreise zunÃ¤chst noch verweigert wurde, reiste dieser nach erfolgter ErmÃ¤c</span>h<span>tigung zur Visumserteilung am 20.</span> <span>Januar 2009 zur Ehevorbereitung in die Schweiz ein und schloss am 22.</span> <span>Januar 2009 in G die Ehe mit E. Hierauf wurde ihm eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner hier niedergelassenen Ehefrau erteilt und letztmals am 9.</span> <span>April 2010 bis zum 19.</span> <span>Januar 2011 verlÃ¤ngert. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 19.</span> <span>April 2012 wies das Migrationsamt </span>im Licht der Trennung der Eheleute per 21. Juli 2010 <span>das VerlÃ¤ngerungsgesuch von A ab und setzte diesem zum Verlassen der Schweiz eine Frist bis zum 18.</span> <span>Juli 2012.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Den von A hiergegen erhobenen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich am 23.</span> <span>Januar 2014 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 24.</span> <span>Februar 2014 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, es sei der Rekursentscheid der Sicherheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich vom 23.</span> <span>Januar 2014 aufzuheben und das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich anzuweisen, die Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers umgehend zu verlÃ¤ngern. Weiter beantragte er die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen </span>ProzessfÃ¼hrung<span> und die Bestellung seines Rechtsvertreters als unentgeltlichen Rechtsbeistand sowie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>WÃ¤hrend sich das Migrationsamt nicht vernehmen liess, verzichtete die Sicherheits</span>­<span>direktion auf Vernehmlassung</span>. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, -Ã¼ber- oder -unterschreitung, und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. a und b </span>des <span>Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24.</span> <span>Mai 1959 [VRG])</span>.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b><span>Der auslÃ¤ndische Ehegatte einer </span>hier niedergelassenen AuslÃ¤nderin<span> hat Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn diese mit ihm zusammenwohnt (Art. 4</span>3<span> Abs. 1 </span>des Bundesgesetzes Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder vom 16. Dezember 2005 [<span>AuG</span>]<span>). Getrennte Wohnorte schliessen bei fortbestehender Familien- respektive Ehegemeinschaft einen entsprechenden Bewilligungsanspruch nicht aus, wenn hierfÃ¼r wichtige GrÃ¼nde geltend gemacht werden kÃ¶nnen, so wenn berufliche Verpflichtungen oder erhebliche familiÃ¤re Probleme eine vorÃ¼bergehende Trennung erfordern (Art.</span> <span>49 AuG in Verbindung mit Art.</span> <span>76 der Verordnung Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit vom 24.</span> <span>Oktober 2007 [VZAE]). Eine relevante Ehegemeinschaft im Sinn dieser Bestimmun­gen ist indes nur gegeben, solange die eheliche Beziehung tatsÃ¤chlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille besteht (BGE 137 II 345 E. 3.1.2).</span><span> </span>FÃ¼hren Eheprobleme zu einer dauerhaften Trennung, liegt kein wichtiger <span>Grund fÃ¼r getrennte Wohnorte im Sinn von Art.</span> <span>49 AuG und Art.</span> <span>76 VZAE vor und die Ehe ist spÃ¤testens mit dem Auszug eines Ehepartners aus der ehelichen Wohnung als aufgehoben zu betrachten</span><span> </span><span>(BGr, 9.</span> <span>Dezember 2009, 2C_388/2009</span>, E. 4; <span>BGr, 18.</span> <span>Juli 2013, 2C_596/2013, E.</span> <span>3.1).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b>Der BeschwerdefÃ¼hrer lebt gemÃ¤ss EheschutzverfÃ¼gung des Einzelrichters des Bezirksgerichts G vom 1. Oktober 2010 seit dem 21. Juli 2010 getrennt von seiner hier niedergelassenen Ehefrau. Der gegenseitige Wille zur Fortsetzung der Ehegemeinschaft ist erloschen und eine Wiederaufnahme der ehelichen Beziehung und des Zusammenlebens ist nicht geplant. Damit entfÃ¤llt ein Aufenthaltsanspruch nach Art. 43 Abs. 1 AuG.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Nach AuflÃ¶sung der Ehe oder der Familiengemeinschaft besteht der Bewilligungsanspruch des Ehegatten weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre gedauert hat und eine erfolgreiche Integration gegeben ist (Art. 50 Abs. 1 lit.</span> <span>a AuG). FÃ¼r die Berechnung der </span>absolut geltenden <span>Dreijahresfrist ist ausschliesslich die in der Schweiz in ehelicher Gemeinschaft verbrachte Zeit massgebend (BGr, 11.</span> <span>Oktober 2011, 2C_430/2011, E. 4.1.1</span>; <span>BGr, 16.</span> <span>Februar 2011, 2C_781/2010, E.</span> <span>2.1.3). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b>Die eheliche Gemeinschaft des BeschwerdefÃ¼hrers in der Schweiz hat lediglich vom Eheschluss in G am 22. Januar 2009 bis zur Trennung der Ehegatten am 21. Juli 2010 und damit weniger als die von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG geforderten drei Jahre gedauert. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b><span>Auch wenn die Ehegemeinschaft in der Schweiz keine drei Jahre gedauert hat, kann sich ein Aufenthaltsanspruch ergeben, wenn wichtige persÃ¶nliche GrÃ¼nde einen weiteren Landesaufenthalt erforderlich machen (Art.</span> <span>50 Abs.</span> <span>1 lit.</span> <span>b AuG, der sogenannte nacheheliche HÃ¤rtefall). Ein persÃ¶nlicher nachehelicher HÃ¤rtefall gemÃ¤ss dieser Bestimmung setzt aufgrund der gesamten UmstÃ¤nde des Einzelfalls eine erhebliche IntensitÃ¤t der Konsequenzen fÃ¼r das Privat- und Familienleben voraus</span> und kann namentlich vor<span>liegen, wenn die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gefÃ¤hrdet erscheint, ferner bei Opfern ehelicher Gewalt (Art.</span> <span>50 Abs.</span> <span>2 AuG). GemÃ¤ss Art.</span> <span>31 VZAE sind darÃ¼ber hinaus insbesondere auch die Integration, die Respektierung der Rechtsordnung, die finanziellen und familiÃ¤ren VerhÃ¤ltnisse, die Anwesenheitsdauer sowie der Gesundheitszustand des Betroffenen zu berÃ¼cksichtigen</span>.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b><span>Bei der Beurteilung der familiÃ¤ren VerhÃ¤ltnisse ist insbesondere auch dem Schutz des Familienlebens nach Art.</span> <span>8 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und Art. 13 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18.</span> <span>April 1999 (BV) Rechnung zu tragen</span>. <span>Unter dem Schutz der zitierten Bestimmungen steht vor allem die Kernfamilie. Darunter ist das Zusammenleben minderjÃ¤hriger Kinder mit ihren Eltern zu verstehen. Dabei soll nur das intakte und tatsÃ¤chlich gelebte Familienleben geschÃ¼tzt werden (BGE 137 I 284 E. 1.3</span>; vgl. auch Art. <span>3 des Ãbereinkommens Ã¼ber die Rechte des Kindes vom 20.</span> <span>November 1989 </span>[<span>KRK</span>], welcher eine <span>vorrangige BerÃ¼cksichtigung des Kindeswohls</span> vorsieht, jedoch eher programmatischen Natur ist und <span>nach stÃ¤ndiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung </span>[vgl. z.<span> </span>B. BGE <span>135 I 153 E.</span> <span>2.2.2</span>] <span>kein</span>en<span> unmittelbare</span>n<span> Anspruch auf Erteilung einer auslÃ¤nderrechtlichen Bewilligung </span>einrÃ¤umt)<span>. Insoweit ist namentlich zu berÃ¼cksichtigen, ob der AuslÃ¤nder in einer schÃ¼tzenswerten Beziehung zu einem in der Schweiz anwesenheitsberechtigten Kind </span>steht<span> (vgl. </span>BGr, 19. Mai 2011, 2C_327/2010<span>). Nach der stÃ¤ndigen Praxis zu den erwÃ¤hnten Verfassungs- und Konventionsbestimmungen ist dem auslÃ¤ndischen Elternteil, der nicht mit seinen Kindern zusammenlebt, der Aufenthalt dann zu gewÃ¤hren, wenn zwischen ihm und den Kindern in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung besteht, die wegen der Distanz zu seinem Herkunftsland praktisch nicht aufrechterhalten werden kÃ¶nnte, und wenn zusÃ¤tzlich das bisherige Verhalten des AuslÃ¤nders zu keinerlei Klagen Anlass gegeben hat</span> (<span>BGE 139 I 315 E.</span> <span>2.5</span>; BGr, 16. Juli 2012, 2C_145/2012, E. 2.3; <span>BGr, 22. MÃ¤rz 2012, 2C_1031/2011, E. 4.1.4</span>, je mit weiteren Hinweisen). <span>Nur unter diesen kumulativen Voraussetzungen kann das private Interesse am Verbleib im Land gestÃ¼tzt auf ein Besuchsrecht ausnahmsweise das Ã¶ffentliche Interesse an einer einschrÃ¤nkenden nationalen Einwanderungspolitik im Rahmen von Art.</span> <span>8 EMRK Ã¼berwiegen (BGr, 22.</span> <span>MÃ¤rz 2012, 2C_103</span>1<span>/2011, E.</span> <span>4.1.4, mit weiteren Hinweisen, auch auf die Rechtsprechung des </span>EuropÃ¤ischen Gerichtshofs fÃ¼r Menschenrechte [<span>EGMR</span>]<span>). </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Auch gemÃ¤ss der Lehre soll bei besonders engen affektiven Beziehungen zumindest in FÃ¤llen, in denen sich die besuchsberechtigte Person bereits im Familiennachzug in der Schweiz aufgehalten hat, ein besonderes Ã¶ffentliches Interesse (StraffÃ¤lligkeit von einem gewissen Gewicht, erhebliche FÃ¼rsorgeabhÃ¤ngigkeit) fÃ¼r den Eingriff in das Familienleben vorausgesetzt werden (vgl. Thomas Hugi Yar, "Bis dass der Tod Euch scheidet", in: Jusletter vom 17.</span> <span>MÃ¤rz 2014, </span>Rz. 19<span>; Marc Spescha, die familienbezogene Rechtsprechung im Migrationsrecht [FZA/AuG/EMRK] ab August 2012 bis Ende Juli 2013, in: FamPra.ch 4/2013, S.</span> <span>982).</span></p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.1 </b>Die Obhut Ã¼ber das gemeinsame Kind F wurde mit EheschutzverfÃ¼gung des Bezirksgerichts G vom 1. Oktober 2010 zunÃ¤chst allein der Kindsmutter zugeteilt, wobei zugleich eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 des Zivilgesetzbuchs (ZGB) angeordnet wurde. Nachdem sich F bereits seit dem 21. August 2013 im Einvernehmen mit den Kindseltern in der Kinderstation H in I aufgehalten hatte, wurde mit superprovisorischer VerfÃ¼gung der Kindes- und ErwachsenenschutzbehÃ¶rde (KESB) der Stadt G vom 17. Januar 2014 auch die mÃ¼tterliche Obhut vorlÃ¤ufig aufgehoben und das Kind bis zum definitiven Entscheid der KESB in genannter Kinderstation untergebracht. Hintergrund dieser Fremdplatzierung waren Berichte Ã¼ber psychische und physische AuffÃ¤lligkeiten der Kindsmutter, deren vorÃ¼bergehende Einweisung in eine psychiatrische Klinik und fortdauernde familiÃ¤re Konflikte, welche sich negativ auf das Kindswohl auswirkten und eine Anschlussplatzierung in einem Sonderschulheim indizierten. Der entsprechenden VerfÃ¼gung der KESB vom 17. Januar 2014 ist zu entnehmen, dass "die Kindseltern derzeitig nicht in der Lage erscheinen, ihrem Kind die notwendige Betreuung, FÃ¶rderung und StabilitÃ¤t zu bieten" und "ein weiterer Verbleib des Kindes in der Obhut der Kindeseltern bzw. der Mutter unter diesen Voraussetzungen nicht zu verantworten ist". Dass dem BeschwerdefÃ¼hrer in absehbarer Zeit die Obhut Ã¼ber das gemeinsame Kind zugeteilt werden kÃ¶nnte, ist nicht ersichtlich. Der erwÃ¤hnten VerfÃ¼gung der KESB sowie eines in deren Namen verfassten BestÃ¤tigungsschreibens vom 21. Februar 2014 ist vielmehr zu entnehmen, dass aktuell ein Umplatzierungsverfahren in ein geeignetes Schulheim hÃ¤ngig ist. Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt im vorliegenden Verfahren zwar weitere Schritte zur Erlangung der Obhut Ã¼ber seinen Sohn in Aussicht, macht aber nicht substanziiert geltend, welche rechtlichen Schritte er diesbezÃ¼glich bereits eingeleitet hat. Da eine Verletzung des Rechts des BeschwerdefÃ¼hrers auf Familienleben primÃ¤r von dessen eigenen Beziehung zu seinem Kind abhÃ¤ngt, kommt einer allfÃ¤lligen Erziehungs- oder ObhutsunfÃ¤higkeit der Kindsmutter keine entscheidende Bedeutung zu. Vielmehr ist vorab entscheidend, dass nach Aktenlage weder gegenwÃ¤rtig noch in absehbarer Zeit eine Obhutszuteilung an den BeschwerdefÃ¼hrer zu erwarten ist. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.2 </b>Unter dem Gesichtspunkt des Anspruchs auf Familienleben ist in der Regel keine dauernde Anwesenheit des nicht obhutsberechtigten Elternteils im Gastland bzw. Aufenthaltsland der Kinder erforderlich. Vielmehr reicht es Ã¼blicherweise bereits aus, wenn das Besuchsrecht im Rahmen von Kurzaufenthalten vom Ausland her ausgeÃ¼bt werden kann, wobei allenfalls die ModalitÃ¤ten des Besuchsrechts entsprechend auszugestalten sind (BGr, 23. Februar 2014, 2C_757/2013, E. 4.2). </p> <p class="Urteilstext"><span>Aufgrund der rÃ¤umlichen Distanz zwischen der kubanischen Heimat des BeschwerdefÃ¼hrers und dem schweizerischen Aufenthaltsort von dessen Kind wÃ¤re es dem BeschwerdefÃ¼hrer kaum mÃ¶glich, den Kontakt zu seinem Kind im bisherigen Ausmass auch von Kuba aus beizubehalten. Auch wenn im Rahmen einer Neuregelung des Besuchsrechts das bisherige Wochenendbesuchsrecht durch die Etablierung eines ausgedehnten Ferienbesuchsrechts ersetzt wÃ¼rde, erschiene fraglich, inwieweit dieses durch den BeschwerdefÃ¼hrer auch wahrgenommen werden kÃ¶nnte, zumal ihm die finanziellen Mittel fÃ¼r regelmÃ¤ssige Flugreisen zwischen Kuba und der Schweiz fehlen dÃ¼rften. </span></p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.3 </b>GemÃ¤ss jÃ¼ngster Rechtsprechung des Bundes­gerichts ist das Erfordernis der besonderen IntensitÃ¤t der affektiven Beziehung bei gesuchstellenden Personen, die wie der BeschwerdefÃ¼hrer schon eine Aufenthalts­bewilligung besassen, bereits dann erfÃ¼llt, wenn der persÃ¶nliche Kontakt im Rahmen eines nach heutigem Massstab Ã¼blichen Besuchsrechts ausgeÃ¼bt wird. Das formelle Ausmass des Besuchsrechts ist freilich nur insoweit massgebend, als dieses auch tatsÃ¤chlich wahrgenommen wird (BGE 139 I 315 E. 2.5).</p> <p class="Erwgung4">Das anfÃ¤nglich noch eher rudimentÃ¤r ausgestaltete Besuchsrecht des nicht obhutsberechtigten BeschwerdefÃ¼hrers wurde spÃ¤ter auf zwei Wochenendbesuche pro Monat ausgedehnt, wobei kein Ferienbesuchsrecht vereinbart wurde. Das Besuchsrecht konnte in der Folge â auch aufgrund des Verhaltens der Kindsmutter â nicht immer reibungslos ausgeÃ¼bt werden. Ob damit bereits ein gerichtsÃ¼bliches Besuchsrecht und eine ausreichende Beziehung in affektiver Hinsicht gegeben ist, kann jedoch offenbleiben, da der BeschwerdefÃ¼hrer sich weder tadellos verhalten noch sein Kind in wirtschaftlicher Hinsicht ausreichend unterstÃ¼tzt hat. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer wurde im eheschutzrichterlichen Entscheid des Bezirksgerichts G vom 1. Oktober 2010 per 1. Januar 2011 zu monatlichen Kindesunterhaltszahlungen in HÃ¶he von Fr. 380.- verpflichtet. Diese mussten bislang bevorschusst werden. Es wird vom BeschwerdefÃ¼hrer sodann auch nicht bestritten, seinen auferlegten Unterhaltspflichten nicht vollumfÃ¤nglich nachgekommen zu sein. GemÃ¤ss seiner Stellungnahme vom 6. Januar 2014 bezahlt er an die Alimentenbevorschussung "was er kann", ohne jedoch entsprechende Zahlungen zu belegen. Auch wenn damit unklar bleibt, ob und in welchem Umfang der BeschwerdefÃ¼hrer bislang Unterhaltszahlungen geleistet hat, darf ohne Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes angenommen werden, dass er seine finanziellen Verpflichtungen gegenÃ¼ber seinem Kind bislang kaum wahrgenommen hat. </p> <p class="Erwgung4">Ebenso wenig ist ersichtlich, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer um eine Neufestsetzung oder Sistierung der UnterhaltsbeitrÃ¤ge gemÃ¤ss Art. 134 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 286 ZGB bemÃ¼ht hat. Es ist sodann auch nicht ersichtlich, weshalb es dem grundsÃ¤tzlich erwerbsfÃ¤higen BeschwerdefÃ¼hrer bislang nicht mÃ¶glich gewesen sein sollte, mit entsprechenden BemÃ¼hungen bei der Arbeitssuche das vom Eheschutzrichter per 1. Januar 2011 hypothetisch auf Fr. 3'400.- festgesetzte Netto-Monatseinkommen zu erzielen. So war der BeschwerdefÃ¼hrer bereits verschiedentlich als Allrounder oder Reinigungskraft auf dem ersten Arbeitsmarkt tÃ¤tig und erzielte dabei ­beispielsweise im MÃ¤rz 2011 noch einen Nettolohn von Fr. 3'829.95.-. Seine Erwerbsaussichten stellen sich heute aufgrund der hinzugewonnenen Sprachkenntnisse sogar eher noch besser dar als vom Eheschutzgericht bei der Festlegung seines hypothetischen Einkommens antizipiert wurde. Es wÃ¤re am BeschwerdefÃ¼hrer gelegen, im Rahmen seiner Mitwirkungspflichten nach Art. 90 AuG nÃ¤her darzulegen, weshalb es ihm bis heute nicht gelungen ist, einen nachhaltigen Verdienst zu erzielen. Der Schwebezustand seines auslÃ¤nderrechtlichen Bewilligungsverfahrens vermag hierzu jedenfalls keine ausreichende ErklÃ¤rung zu liefern: So war es dem BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¤hrend dem gesamten vorliegend zu beurteilenden Bewilligungsverfahren erlaubt, einer ErwerbstÃ¤tigkeit nachzugehen. Der ihm hypothetisch angerechnete Monatserwerb von Fr. 3'400.- netto entspricht dem Ã¼blichen Erwerbseinkommen einer Vollzeit tÃ¤tigen, ungelernten Reinigungskraft. Bei dieser Sachlage hÃ¤tte der BeschwerdefÃ¼hrer zumindest seine ArbeitsbemÃ¼hungen und entsprechende Absagen nÃ¤her dokumentieren und im Bewilligungsverfahren vorlegen sowie die GrÃ¼nde fÃ¼r die frÃ¼hzeitige Beendigung seiner teils unbefristeten ArbeitseinsÃ¤tze nÃ¤her darlegen mÃ¼ssen. Zwar wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer durch die Sozialabteilung J mit Meldung vom 28. MÃ¤rz 2012 noch attestiert, sich "Ã¼berdurchschnittlich" um Arbeit zu bemÃ¼hen, weshalb "[l]Ã¤ngerfristig [â¦] sicherlich" eine AblÃ¶sung von der SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit zu erwarten sei. Entsprechende SuchbemÃ¼hungen sind jedoch in den Akten kaum dokumentiert und fehlen in jÃ¼ngerer Zeit vollstÃ¤ndig. Zudem ist der BeschwerdefÃ¼hrer entgegen der EinschÃ¤tzung der Sozialabteilung J in genannter Meldung weiter sozialhilfeabhÃ¤ngig sowie zur Reintegration auf dem ersten Arbeitsmarkt seit dem 1. Januar 2013 zu 100 % bei einer Sozialfirma angestellt. Der erwÃ¤hnten Meldung der SozialhilfebehÃ¶rde kann somit auch entnommen werden, dass diese die Erwerbsaussichten des BeschwerdefÃ¼hrers noch im FrÃ¼hjahr 2012 als intakt einschÃ¤tzte. Auch aus diesem Grund ist nicht nachvollziehbar, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrer zwischenzeitlich keine Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt gefunden hat.</p> <p class="Urteilstext"><span>Damit wurde eine zureichende wirtschaftliche Beziehung zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und seinem Kind von der Vorinstanz zu Recht verneint.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.5 </b>Auf das Recht auf Familienleben kann sich praxisgemÃ¤ss nur berufen, wer durch sein bisheriges Verhalten in der Schwei<i>z</i> zu keinerlei Klagen Anlass gegeben hat (sog. "tadelloses Verhalten", vgl. BGr, 3. Dezember 2013, 2C_586/2013, E. 3.2.6; BGr, 27. November 2013, 2C_329/2013, E. 3.2). Ein tadelloses Verhalten wird insbesondere durch rechtskrÃ¤ftige Verurteilungen infrage gestellt, soweit es sich hierbei nicht um eigentliche BagatellfÃ¤lle handelt. Auch anhaltende SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit kann zu Tadel Anlass geben, wobei Umfang, Grund und Dauer des Sozialhilfebezugs berÃ¼cksichtigt werden mÃ¼ssen.</p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers erscheint nicht tadellos, wurde der BeschwerdefÃ¼hrer doch mehrfach gegen seine Ehefrau handgreiflich und bedrohte diese mit dem Tod, weshalb ein vom 21.</span> <span>Juli bis 4.</span> <span>November 2010 gÃ¼ltiges Rayon- und Kontaktverbot gegen ihn verhÃ¤ngt und er mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft K vom 11.</span> <span>August 2010 </span>rechtskrÃ¤ftig <span>wegen mehrfacher einfacher KÃ¶rperverletzung, mehrfacher Drohung und mehrfacher TÃ¤tlichkeiten mit einer bedingten Geldstrafe von 90</span> <span>TagessÃ¤tzen zu Fr. 30.- und mit einer Busse von Fr.</span> <span>500.- bestraft und mit VerfÃ¼gung vom 8.</span> <span>September 2010 vom Migrationsamt verwarnt wurde. Wegen der Missachtung der angeordneten Schutzmassnahmen wurde er sodann mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft K vom 13.</span> <span>Dezember 2011 wegen Ungehorsams gegen amtliche VerfÃ¼gungen erneut verurteilt und mit einer Busse von Fr.</span> <span>300.- bestraft. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Weiter musste </span>der BeschwerdefÃ¼hrer<span> wÃ¤hrend seines Aufenthalts in der Schweiz i</span>n<span> erhebliche</span>m<span> Umfang von der Ã¶ffentlichen FÃ¼rsorge unterstÃ¼tzt werden</span><span> </span>(vgl. E. 5 nachstehend)<span>. </span>Aufgrund der Vorstrafen des<span> BeschwerdefÃ¼hrers und </span>dessen<span> erhebliche</span>r, andauernder und vorwerfbaren <span>FÃ¼rsorgeabhÃ¤ngigkeit kann von einem tadellosen Verhalten keine Rede mehr sein.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.6 </b>Da es damit sowohl an einem tadellosen Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers als auch an einer ausreichend engen wirtschaftlichen Beziehung desselben zu seinem hier aufenthaltsberechtigten Sohn mangelt, kann sich der BeschwerdefÃ¼hrer weder erfolgreich auf sein konventions- und verfassungsmÃ¤ssig geschÃ¼tztes Recht auf Familienleben berufen noch hieraus einen nachehelichen HÃ¤rtefall ableiten. Damit erlaubt das besondere Ã¶ffentliches Interesse (StraffÃ¤lligkeit von einem gewissen Gewicht, erhebliche FÃ¼rsorgeabhÃ¤ngigkeit) bei gleichzeitiger Verletzung von Unterhaltsverpflichtungen gegenÃ¼ber dem eigenen Kind den Eingriff in das Familienleben des BeschwerdefÃ¼hrers, sowohl im Licht von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG wie auch von Art. 8 EMRK.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Ein nachehelicher HÃ¤rtefall kann praxisgemÃ¤ss auch daraus resultieren, dass der Vollzug der Wegweisung nicht mÃ¶glich und damit eine Wiedereingliederung in der Heimat ernsthaft gefÃ¤hrdet erscheint, weil wÃ¤hrend des hiesigen Aufenthalts das heimische Residenzrecht definitiv untergegangen ist. Ein entsprechender Bewilligungsanspruch geht sodann auch einem Verfahren um vorlÃ¤ufige Aufnahme im Sinn von Art. 83 AuG vor (BGr, 8. Januar 2013, 2C_13/2012, E. 4).</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.1 </b>Kubanische Emigranten verlieren nach kubanischem Recht bei lÃ¤ngerer Heimatabwesenheit grundsÃ¤tzlich das Recht auf eine definitive RÃ¼ckkehr und Wohnsitznahme in Kuba. Aufgrund der per 14. Januar 2013 gelockerten Gesetzgebung kÃ¶nnen die kubanischen BehÃ¶rden jedoch aufgrund einer "Fall-zu-Fall-Praxis" die RÃ¼ckkehr auf formelles Gesuch hin erlauben. Die Betroffenen trifft dabei nach bundesgerichtlicher Praxis eine weitreichende Mitwirkungspflicht (vgl. auch Art. 90 AuG). Insbesondere mÃ¼ssen diese ein entsprechendes formelles Gesuch bei der kubanischen Botschaft einreichen, sich aktiv um einen positiven Ausgang des heimatlichen RÃ¼ckkehrverfahrens bemÃ¼hen und die kantonalen BehÃ¶rden hierÃ¼ber mittels entsprechender Belege umfassend informieren. Wird dieser Mitwirkungspflicht nicht bzw. ungenÃ¼gend nachgekommen, hat die RÃ¼ckkehrunmÃ¶glichkeit als nicht erwiesen zu gelten und ein Bewilligungsanspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG entfÃ¤llt (vgl. BGr, 8. Januar 2013, 2C_13/2012, E. 4.4.2). </p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.2 </b>Wie nun auch in der Beschwerdeschrift eingerÃ¤umt wird, hat der BeschwerdefÃ¼hrer seine Mitwirkungspflichten betreffend AbklÃ¤rung einer RÃ¼ckkehrmÃ¶glichkeit nach Kuba verletzt und sich nicht ausreichend aktiv um seine RÃ¼ckkehr bemÃ¼ht. Zu Lasten des BeschwerdefÃ¼hrers hat damit eine RÃ¼ckkehrunmÃ¶glichkeit nach Kuba als nicht erwiesen zu gelten. Irrelevant ist hierbei, inwieweit sich der BeschwerdefÃ¼hrer als Vater eines hier in schwierigen familiÃ¤ren VerhÃ¤ltnissen wohnhaften Sohnes verpflichtet gesehen hat, seine auslÃ¤nderrechtlichen Mitwirkungspflichten zu missachten und seine RÃ¼ckkehrmÃ¶glichkeiten damit zu schmÃ¤lern: Die Beachtung des Kindswohls und der Elterninteressen bei der Anordnung auslÃ¤nderrechtlicher Massnahmen ist allein Sache der MigrationsbehÃ¶rde und der Rechtsmittelinstanzen, welche hierzu eine entsprechende InteressenabwÃ¤gung vorzunehmen haben. Hingegen ist es dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht erlaubt, durch unkooperatives Verhalten selbst den Vollzug auslÃ¤nderrechtlicher Entscheide zu vereiteln (vgl. auch Art. 83 Abs. 7 lit. c AuG). Ein nachehelicher HÃ¤rtefall im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG lÃ¤sst sich somit auch nicht mit einer allenfalls fehlenden RÃ¼ckkehrmÃ¶glichkeit des BeschwerdefÃ¼hrers begrÃ¼nden.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span>GemÃ¤ss Art. 62 lit. e AuG ist eine Aufenthaltsbewilligung unter anderem zu widerrufen</span> (und somit erst Recht auch nicht mehr zu verlÃ¤ngern)<span>, wenn der AuslÃ¤nder oder eine Person, fÃ¼r die er zu sorgen hat, auf Sozialhilfe angewiesen ist.</span><span> </span><span>Im Gegensatz zu Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG, der den Widerruf der Niederlassungsbewilligung wegen SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit regelt, verlangt Art. 62 lit. e AuG nicht explizit, dass der AuslÃ¤nder "dauerhaft und in erheblichem Mass" von der FÃ¼rsorge abhÃ¤ngig ist (vgl. </span><span>BGr, 20. Juni 2013, 2C_1228/2012, E. 2.2</span>; <span>Silvia Hunziker in: Martina </span><span>Caroni/</span>Thomas <span>GÃ¤chter/</span>Daniela <span>Thurnherr [Hrsg.], </span>Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG], Bern 2010, <span>Art. 63 AuG N. 21</span><span>). In der Literatur wird indes gefordert, bei lÃ¤nger dauerndem Aufenthalt des AuslÃ¤nders in der Schweiz seien die Voraussetzungen fÃ¼r einen Widerruf nach Art. 62 lit. e AuG denjenigen von Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG anzugleichen, wÃ¤hrend bei (sehr) kurzem Aufenthalt bereits der Umstand, dass Sozialhilfe bezogen wird, einen Widerruf rechtfertigen soll (so Andreas ZÃ¼nd/Ladina Arquint Hill in: Peter Uebersax et al. [Hrsg.], AuslÃ¤nderrecht, 2. A., Basel 2009, Rz. 8.30). </span><span>Ein Widerruf einer Niederlassungsbewilligung n</span>ach dem <span>hÃ¶here Anforderungen erheischenden Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG</span> kommt sodann in<span> Betracht, wenn eine Person hohe finanzielle UnterstÃ¼tzungsleistungen erhalten hat und nicht damit gerechnet werden kann, dass sie in Zukunft fÃ¼r ihren Lebensunterhalt sorgen wird (vgl. BGr, 10. Juni 2010, 2C_74/2010, E. 3.4). Als erheblich wurde bei sozialhilfeabhÃ¤ngigen</span><span> </span><span>Niedergelassenen SozialhilfebezÃ¼ge im Umfang von Fr. 96'000.- bei neunjÃ¤hriger Erwerbslosigkeit erachtet (BGE 123 II 529 E. 4) oder BezÃ¼ge von Fr. 90'000.- durch eine Einzelperson wÃ¤hrend acht Jahren (BGr, 18. Februar 2013, 2C_958/2011, E. 2.3</span>). GemÃ¤ss den "Weisungen und ErlÃ¤uterungen AuslÃ¤nderbereich" des Bundesamts fÃ¼r Migration (Ziff. 8.3.2 lit. d in der Version vom 25. Oktober 2013) rechtfertigt sich der Widerruf der Niederlassungsbewilligung in der Regel schon bei einem Sozialhilfebezug von mehr als Fr. 80'000.- wÃ¤hrend mindestens zwei bis drei Jahren<span>. Bei sozialhilfeabhÃ¤ngigen Personen ohne Niederlassungsbewilligung ist die Grenze tiefer anzusetzen (vgl. Hunziker in: Caroni/GÃ¤chter/Thurnherr, Art. 62 AuG N. 50). Das Vorliegen eines Widerrufsgrunds fÃ¼hrt nicht zwingend zur NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung (vgl. Marc Spescha in: derselbe et al., </span>Migrationsrecht, 3. A., ZÃ¼rich 2012, <span>Art. 62 AuG N. 2). Die NichtverlÃ¤ngerung der Bewilligung rechtfertigt sich nur, wenn die im Einzelfall vorzunehmende InteressenabwÃ¤gung die entsprechende Massnahme auch als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheinen lÃ¤sst. Im Rahmen der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung sind insbesondere die Ã¶ffentlichen Interessen an einer Wegweisung und die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse des AuslÃ¤nders sowie der Grad seiner Integration zu berÃ¼cksichtigen (Art. 96 AuG</span>, vgl. auch E. 6 nachstehend<span>). Zu berÃ¼cksichtigen ist zudem, ob der AuslÃ¤nder seine SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit verschuldet hat. Denn eine unverschuldete SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit soll nicht zu einem Widerruf bzw. zu einer NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung fÃ¼hren (Hunziker in: Caroni/GÃ¤chter/Thurnherr</span>,<span> Art. 62 AuG N. 51</span>; <span>BGr, 20. Juni 2013, 2C_1228/2012, E. 2.2). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2</span></b><span> </span><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer hat allein zwischen dem 1. Januar 2011 bis zum 1. Oktober 2013 Sozialhilfe in HÃ¶he von Fr. 68'028.- bezogen, nachdem er bereits zwischen dem 1. MÃ¤rz 2009 und dem 1. November 2010 mit rund Fr. 22'670.- unterstÃ¼tzt werden musste. Seine FÃ¼rsorgeabhÃ¤ngigkeit dauert weiter an. Es ist zudem nicht nachvollziehbar, weshalb es dem BeschwerdefÃ¼hrer bislang nicht gelungen ist, sich aus seiner SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit zu lÃ¶sen und wieder auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuss zu fassen (vgl. E. 4.2.4 vorstehend). Der Fall ist sodann auch nicht mit dem vom BeschwerdefÃ¼hrer angefÃ¼hrten Entscheid (EGMR, 11. Juni 2013, Hasanbasic, 52166/09) vergleichbar, bei welchem die FÃ¼rsorgegelder fÃ¼r eine vierkÃ¶pfige Familie bezogen wurden, beide Gesuchsteller zuvor schon einmal wÃ¤hrend Jahrzehnten in der Schweiz gelebt und sich hier integriert hatten, die beschwerdefÃ¼hrende Ehegattin schon einmal fÃ¼r lÃ¤ngere Zeit im Besitz einer Niederlassungsbewilligung gewesen und den Eheleuten die RÃ¼ckkehr in ihr gemeinsames Heimatland schon aufgrund des Gesundheitszustands des Ehemanns nicht ohne Weiteres zuzumuten war. Im Gegensatz dazu ist der BeschwerdefÃ¼hrer lediglich wenige Jahre und grÃ¶sstenteils mit prekÃ¤rem Aufenthaltsstatus in der Schweiz wohnhaft, und hier nach wie vor unzureichend integriert (vgl. auch E. 6 nachstehend). Hinzu kommt, dass auch der Sohn des BeschwerdefÃ¼hrers mangels zureichender Alimentierung durch denselben massiv durch die Ã¶ffentliche Hand unterstÃ¼tzt werden musste.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Damit ist vorliegend nicht nur der Widerrufsgrund von </span><span>Art. 62 lit. e AuG</span><span> gegeben, vielmehr wÃ¤ren aufgrund der schuldhaften, dauerhaften und erheblichen FÃ¼rsorgeabhÃ¤ngigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers auch die weitergehenden Voraussetzungen fÃ¼r einen Widerruf einer Niederlassungsbewilligung nach Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG erfÃ¼llt. Bereits aus diesem Grund konnte dem BeschwerdefÃ¼hrer die VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung versagt werden.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.1 </span></b><span>Ausserhalb des Anspruchsbereichs entscheiden die kantonalen AuslÃ¤nderbehÃ¶rden nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen gemÃ¤ss Art. 96 AuG Ã¼ber die Erteilung oder VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung (vgl. Peter Bolzli in: Spescha et al., Migrationsrecht, Art. 33 AuG N. 7). </span><span>Diese haben bei der ErmessensausÃ¼bung die Ã¶ffentlichen Interessen und die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse sowie den Grad der Integration der AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder zu berÃ¼cksichtigen (Art. 96 Abs. 1 AuG). Zu beachten sind dabei die in Art. 3 und 4 AuG konkretisierten GrundsÃ¤tze, wonach insbesondere auch der demografischen, sozialen und gesellschaftlichen Entwicklung der Schweiz Rechnung zu tragen ist (vgl. Art. 3 Abs. 3 AuG sowie Spescha in: </span>d<span>ers. et al., Migrationsrecht, Art. 96 AuG N. 3). </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>6.2</span></b><span> </span><span>Die Praxis des Migrationsamts, wonach eine Aufenthaltsbewilligung bei einer ehelichen Gemeinschaft, die weniger als drei Jahre </span>in der Schweiz gelebt wurde<span>, in der Regel nur dann im freien Ermessen erneuert wird, wenn besondere individuelle UmstÃ¤nde einer Wegweisung entgegenstehen, hÃ¤lt vor dem Gesetz stand (VGr, 12. September 2012, VB.2012.00394, E. 3.2). Es </span><span>finden sich vorliegend keine Hinweise darauf, dass das Migrationsamt sein Ermessen in qualifizierter Form unangemessen ausgeÃ¼bt hÃ¤tte und sich dabei insbesondere von sachfremden Motiven hÃ¤tte leiten lassen. </span>Die Schwierigkeiten des BeschwerdefÃ¼hrers, den Kontakt zu seinem in der Schweiz verbleibenden Kind Ã¼ber die Distanz aufrechtzuerhalten, sind zwar zu berÃ¼cksichtigen: Da aber ein entsprechender Aufenthaltsanspruch zu verneinen ist und keine besonderen UmstÃ¤nde die ermessensweise VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung nahelegen, erscheint die NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung vorliegend auch unter MitberÃ¼cksichtigung der Kindsinteressen nicht willkÃ¼rlich. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat sein Heimatland erst im Januar 2009 verlassen und seine <span>prÃ¤genden Kinder- und Jugendjahre </span>in Kuba verbracht, wo auch seine Mutter und seine Schwester wohnen. Aufgrund seiner fortbestehenden Kontakte zu seiner kubanischen Heimat und der noch relativ kurzen Aufenthaltsdauer in der Schweiz ist davon auszugehen, dass er mit den kubanischen VerhÃ¤ltnissen immer noch vertraut ist und dort nach wie vor Ã¼ber ein intaktes Beziehungsnetz verfÃ¼gt. </p> <p class="Urteilstext">Da der BeschwerdefÃ¼hrer sich nur unzureichend um eine RÃ¼ckkehr bemÃ¼ht und eine<span> RÃ¼ckkehrunmÃ¶glichkeit </span>aufgrund seiner mangelhafter Mitwirkung <span>als nicht erwiesen zu gelten </span>hat, ist vorderhand davon auszugehen, dass der Wegweisungsvollzug angesichts der "Fall-zu-Fall-Praxis" der kubanischen BehÃ¶rden mÃ¶glich ist (vgl. E. 4.3 vorstehend). Weitere Vollzugshindernisse im Sinn von Art. 83 Abs. 1 AuG sind nicht ersichtlich<span>.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde ist damit abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege</span>: <span>GemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 16 Abs. 1 VRG ist Privaten, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheinen, auf entsprechendes Ersuchen die Bezahlung von Verfahrenskosten und KostenvorschÃ¼ssen zu erlassen. Sie haben zudem Anspruch auf die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, wenn sie nicht in der Lage sind ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren (</span>§ 16 <span>Abs. 2</span> VRG<span>).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b><span>Mittellos ist, wer zur Deckung der Prozess- bzw. Vertretungskosten auf Mittel zurÃ¼ckgreifen mÃ¼sste, die er zur Deckung seines Grundbedarfs und desjenigen seiner Familie benÃ¶tigt (Kaspar PlÃ¼ss </span><span>in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3.</span> <span>A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG ], </span><span>§ 16 N. 18). </span></p> <p class="Urteilstext">Der weiterhin sozialhilfeabhÃ¤ngige BeschwerdefÃ¼hrer <span>verfÃ¼gt nicht Ã¼ber genÃ¼gend finanzielle Mittel, um seine Verfahrenskosten innert angemessener Frist tilgen zu kÃ¶nnen, ohne zugleich in seinen eigenen Grundbedarf eingreifen oder seine Unterhalts</span>­<span>ver</span>­<span>pflichtunge</span>n <span>weiter vernachlÃ¤ssigen zu mÃ¼ssen. Damit ist seine Mittellosigkeit zu bejahen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>7.3 </span></b><span>Offensichtlich aussichtslos sind Begehren, deren Aussichten auf Gutheissung um derart viel kleiner als jene auf Abweisung erscheinen, dass sie deshalb kaum als ernsthaft be</span>­<span>zeich</span>­<span>net werden kÃ¶nnen. Massgebend ist, ob ein Ã¼ber die nÃ¶tigen Mittel </span>verfÃ¼gender <span>Selbst</span>­<span>zahler sich bei vernÃ¼nftiger Ãberlegung und AbwÃ¤gung der Aussichten zu einem Ver</span>­<span>fahren entschliessen wÃ¼rde oder davon Abstand nÃ¤hme (PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 16 N. 46</span> <span>f.).</span></p> <p class="Urteilstext">Aufgrund der gefestigten bundesgerichtlichen Rechtsprechung musste vorliegend die Beschwerde insbesondere wegen des nicht tadellosen Verhaltens des BeschwerdefÃ¼hrers, dessen dauerhaften, vorwerfbaren und erheblichen SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit und dessen zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht nicht besonders engen Beziehung zu seinem Sohn von vornherein als aussichtslos erscheinen. </p> <p class="Urteilstext"><span>Demzufolge ist sein Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und unentgeltlichen Rechtsbeistand zufolge Aussichtslosigkeit abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a Abs. 1 VRG) und es steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>9. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht wird, ist Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) zu erheben (vgl. BGr, 18. Juni 2007, 2D_3/2007 beziehungsweise <a id="OLE_LINK2">2C_126/2007</a>, E. 2.2). Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Das Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an:â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>