<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2002.00022</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106898&amp;W10_KEY=4467145&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2002.00022</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.10.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 23.04.2003 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Lohnklasse</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Glaubhaftmachung der diskriminierenden Neueinreihung (Anhebung um nur eine Lohnklasse statt um deren zwei) bei der Umsetzung des Entscheids VK.96.00011 betreffend Behebung geschlechterspezifischer Lohndiskriminierung der Pflegeberufe.<br/>Gemäss VK.96.00011 sind Pflegende mit Diplomniveau (DN) II und Zusatzausbildung (mZA) bzw. besonderen Aufgaben (mbA) von Lohnklasse 13 in Lohnklasse 15 zu überführen. Die Beschwerdeführerin wurde von Klasse 13 neu in Klasse 14 eingestuft mit der Begründung, sie habe keine mbA-Funktion.<br/>Zur Kognition des Verwaltungsgerichts (E. 2a). Die frühere Einreihung in Klasse 13 macht glaubhaft, dass die Aufstufung um nur eine Klasse diskriminierend ist. Rückweisung wegen ungenügender Feststellung des Sachverhalts (E. 2b). Keine Verletzung des allgemeinen Rechtsgleichheitsgebots oder wohlerworbener Rechte (E. 3a+b); Treu und Glauben sowie Verfahrensvorschriften verschaffen keine weitergehenden Ansprüche als das Verbot der Lohndiskriminierung (E. 3c+d).<br/>Rückweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSBEWERTUNG">ARBEITSBEWERTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEURTEILUNGSSPIELRAUM">BEURTEILUNGSSPIELRAUM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DISKRIMINIERUNG">DISKRIMINIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHLECHTERGLEICHHEIT">GESCHLECHTERGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLAUBHAFTMACHUNG">GLAUBHAFTMACHUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Artikel 8, 9, 29 ff BV ST: GLEICHBERECHTIGUNG VON MANN UND FRAU">GLEICHBERECHTIGUNG VON MANN UND FRAU</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES">INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KRANKENPFLEGENDE">KRANKENPFLEGENDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KRANKENSCHWESTER">KRANKENSCHWESTER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNDISKRIMINIERUNG">LOHNDISKRIMINIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNGLEICHHEIT">LOHNGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNKLASSE">LOHNKLASSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PFLEGEBERUFE">PFLEGEBERUFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSGLEICHHEIT">RECHTSGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃBERFÃHRUNGSREGELUNG">ÃBERFÃHRUNGSREGELUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHLERWORBENE RECHTE">WOHLERWORBENE RECHTE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 8 lit. I BV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 lit. III BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 GlG</span><br/><span class="gerade">Art. 6 GlG</span><br/><span class="ungerade">Art. 13 lit. I GlG</span><br/><span class="gerade">Art. 13 lit. V GlG</span><br/><span class="ungerade">§ 8 lit. II PV</span><br/><span class="gerade">§ 10 lit. III PV</span><br/><span class="ungerade">§ 38 lit. III VRG</span><br/><span class="gerade">§ 50 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 74 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A. Mit Entscheid vom 22. Januar 2001 hiess das Verwaltungsgericht die Gleichstellungsklagen diverser BerufsverbÃ¤nde und EinzelklÃ¤gerinnen betreffend die Einreihung der Diplomierten Krankenschwestern, der Diplomierten Krankenschwestern mit Zusatz­aus­bildung und der Stationsschwestern teilweise gut. Dabei wurde festgehalten, grundsÃ¤tzlich seien die Diplomierten Krankenschwestern, denen Auszubildende und/oder Hilfspersonal unterstellt seien, in die Lohnklassen 14 und 15 (anstatt 12 bis 13) einzureihen. Folgerichtig seien Diplomierte Krankenschwestern mit Zusatzausbildung in die Klassen 15 oder 16 (anstatt 13 bis 14) und Stationsschwestern in die Klassen 15, 16 oder 17 (anstatt 14 bis 16) ein­­zureihen (VK.96.00011, E. 10c, vgl. auch E. 4a, www.vgrzh.ch/recht­sprechung). Gleichentags ergingen noch andere Urteile betreffend Gleichstellungsklagen im Gesundheitswesen (in Sachen BerufsschullehrkrÃ¤fte im Gesundheitswesen [VK.96.00013], Physiothera­pierende [VK.96.00015], Ergotherapierende [VK.96.00017], alle ebenfalls unter www.vgrzh.ch/rechtsprechung).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 16. Mai 2001 erliess der Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich mit Beschluss (RRB) 707/2001 einen Einreihungsplan (Neueinreihung Gesundheitsberufe). Demnach sind Diplomierte Krankenschwestern/pfleger mit Diplomniveau (DN) II neu in die Lohnklasse 14 einzureihen. Diplomierte Krankenschwestern/pfleger mit DN I und mit besonderen Aufgaben (mbA) sind ebenfalls in die Klasse 14 einzureihen, jene mit DN II und mbA hingegen in die Klasse 15 (RRB 707/2001 E. B 5).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. A ist seit dem 1. Mai 1995 (von einem einjÃ¤hrigen Unterbruch abgesehen) als Angestellte mit DN II in der Station Z der Klinik G tÃ¤tig. Vor ihrer Anstellung in der Station Z und teilweise noch gleichzeitig arbeitete sie auf der Sta­tion X der Klinik G. FÃ¼r ihre TÃ¤tigkeit in der Station Z war sie vor der per 1. Juli 2001 aufgrund des Urteils des Verwaltungsgerichts vom 22. Januar 2001 erfolgten LohnÃ¼berfÃ¼hrung unbestrit­tenermassen in die Lohnklasse 13 und fÃ¼r jene in der Station X in die Lohnklasse 12 ein­gereiht worden. Aufgrund des erwÃ¤hnten Urteils erhielt A fÃ¼r den Zeitraum ab 1. MÃ¤rz 1996 bis 30. Juni 2001 Lohnnachzahlungen von insgesamt Fr. 35'755.65. Nach unbestritten gebliebener Darstellung von A han­delte es sich dabei um Nachzahlungen im Umfang von zwei Klassen und teilweise einer Stufe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Schreiben vom 1. Juli 2001 wurde A die "[n]eue Einreihung ab 1. Juli 2001" mit­geteilt, und zwar in Lohnklasse 14, Leistungsstufe (LS) 1. Dagegen erhob A Einsprache und beantragte, sie sei "gemÃ¤ss dem Verwaltungsgerichtsurteil vom 22. Januar 2001 und der darauf basierenden Vereinbarung zwischen dem Kanton ZÃ¼rich und der KlÃ¤gerschaft vom 11. Juli 2001 (...) in Lohnklas­se 15, Stufe LS 1/12" einzustufen (vgl. diverse Urkunden [Personaldossier], unter der Rubrik "Beurteilungen"). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 19. MÃ¤rz 2002 wies die Klinik G die Einsprache ab unter anderem mit der BegrÃ¼ndung, nur bei einer frÃ¼heren Einreihung in Lohnklasse 12 (Grundfunktion) kÃ¶nne gemÃ¤ss den Verwaltungsgerichtsurteilen ein Anspruch auf Anhebung um zwei Lohnklassen geltend gemacht werden. Sie, A, sei aber schon gemÃ¤ss VerfÃ¼gung vom 15. Dezember 1999 als diplomierte ...schwester in der Grundfunktion in die Lohnklasse 13, Erfahrungsstufe 8/11, eingereiht wor­den, das heisse um eine Lohnklasse hÃ¶her als die damals fÃ¼r die Grundfunktion vorgesehene Lohnklasse 12, auch im Quervergleich mit dem in der Klinik tÃ¤tigen Pflegepersonal in der Grundfunktion. Mit der HÃ¶hereinreihung in die Lohnklasse 14 per 1. Juli 2001 sei der diskriminierungsfreie Zustand gemÃ¤ss Verwaltungsgerichtsurteil fÃ¼r die ausgeÃ¼bte TÃ¤tigkeit gemÃ¤ss Stellenbeschrieb sowie den Richtpositionsumschreibungen wiederhergestellt worden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. A. In der Folge gelangte A mit Rekurs an die Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich. Sie machte nebst anderem geltend, das Verwaltungs­gericht habe unmissverstÃ¤ndlich festgestellt, dass bis zur Funktion der Stationsleitung eine Anhebung um zwei Klassen erforderlich sei. Es treffe nicht zu, dass sie im Quervergleich mit dem in der Klinik tÃ¤tigen Pflegepersonal zu hoch eingestuft gewesen sei. Auch wenn sie in den jeweiligen VerfÃ¼gun­gen als "dipl. Schwester/Pfleger" bzw. "...schwester" bezeichnet worden sei, so habe sie effektiv eine "mbA-Funktion" (mit besonderen Aufgaben) ausgeÃ¼bt. Dies sei auch der Grund, weshalb sie von Anfang an in Lohnklasse 13 eingereiht worden sei. Diese Lohnklas­se sei gemÃ¤ss den Richtpositionsumschreibungen nicht fÃ¼r die Grundfunktion, sondern ausschliesslich fÃ¼r die mbA-Funktion und fÃ¼r Pfle­gende mit Zusatzausbildung vorgesehen gewesen. Die nun erfolgte Anhebung um nur eine Klasse erweise sich daher als diskriminierend und willkÃ¼rlich.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. Die Gesundheitsdirektion wies mit VerfÃ¼gung vom 21. Juni 2002 den Rekurs ab. Sie hielt im allgemeinen Sinn fest, anlÃ¤sslich der Strukturellen Besoldungsrevision 1987/91 seien die Aufgaben und TÃ¤tigkeiten der verschiedenen Berufsbereiche nach der Met­hode der Vereinfachten Funktionsanalyse bewertet worden. Dabei seien auch die Funk­tionen einer ...schwester (DN II) sowie eines ...pflegers mit Zusatzausbil­dung (DN II mZA) einer eingehenden Untersuchung unterzogen worden (SchlÃ¼sselstellen K und J). Die Bewertungen hÃ¤tten dazu gedient, den Einreihungsplan und die Richtpositionen fÃ¼r die einzel­nen Fachbereiche zu definieren und zu be­reinigen. Sie seien "in der Wegleitung zur Verein­fachten Funktionsanalyse durch die Richtpositionsumschreibungen genauer bezeichnet und im MÃ¤rz 2002 letztmals nachgefÃ¼hrt" wor­den. Aufgrund der Entscheide des Verwaltungsgerichts vom 22. Januar 2001 sowie des Ãber­fÃ¼hrungsbeschlusses des Re­gierungsrats (RRB 707/2001) seien einerseits die Richtpositionen der betreffenden Berufsgruppen aus dem Gesundheitsbereich in um zwei Stufen hÃ¶­here Lohnklassen Ã¼berfÃ¼hrt wor­den. Andererseits sei mit dem Regierungsratsbeschluss das Ziel verfolgt worden, "das LohngefÃ¼ge innerhalb der verschiedenen Pflegebereichsketten zu bereinigen, nicht jedoch Arbeitsplatzbewertungen fÃ¼r einzelne Berufsgruppen vorzunehmen". Daraus ergebe sich, dass das diplomierte Pflegepersonal in der Grundfunktion (DN II) von Lohnklasse 12 nach Lohnklasse 14 und das Pflegepersonal mit besonderen Aufgaben (DN II mbA) von Lohnklasse 13 in Lohnklasse 15 zu Ã¼berfÃ¼hren sei. Das Pflegepersonal mit Zusatzausbildung (DN II mZA) sei von den Lohnklassen 13-14 in die Lohnklassen 15-16 an­zuheben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In Bezug auf A hielt die Gesundheitsdirektion fest, jene kÃ¶nne weder aus dem Verwaltungsgerichtsurteil noch aus dem Regierungsratsbeschluss einen individuellen Anspruch auf eine schematische Anhebung um zwei Lohnklassen ableiten. Massgebend sei die Richtpositionsumschreibung. In der Richtpositionsumschreibung â dabei bezog sich die Vorinstanz auf die "neue Version" der betreffenden Umschreibung â werde nicht zwischen am­bulantem und stationÃ¤rem Bereich unterschieden. Das von A ge­mÃ¤ss Stellenbeschrieb zu erfÃ¼llende Pflichtenheft umfasse eindeutig die Aufgaben einer Schwester DN II und nicht einer solchen mit mbA-Funktion. Auch lasse sich die Anstellung von A nicht mit der "SchlÃ¼sselstelle von J" vergleichen, habe es sich doch bei Letzterer um eine SchlÃ¼s­selstelle "fÃ¼r DN II mZA" gehandelt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Weiter fÃ¼hrte die Gesundheitsdirektion aus, die Betriebsleitung verfÃ¼ge im Rahmen des Einreihungs- und Stellenplanes sowie der zur VerfÃ¼gung stehenden Richtpositionen bei der Gestaltung und Bewertung von vergleichbaren Stellen innerhalb der eigenen Bereiche Ã¼ber ein gewisses Entscheidungsermessen. Die "vorliegend erfolgte verÃ¤nderte Gewichtung der Belastungen in den verschiedenen Bereichen" stelle einen solchen Ermessensentscheid dar und sei grundsÃ¤tzlich rechtmÃ¤ssig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. A. A gelangte in der Folge mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte, sie sei per 1. Juli 2001 in die Lohnklasse 15, Leistungsstufe 1, zu Ã¼berfÃ¼hren, unter EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten des Staats. Da es sich vorliegend um eine Streitigkeit nach dem Bundesgesetz vom 24. MÃ¤rz 1995 Ã¼ber die Gleichstellung von Frau und Mann (Gleich­stellungsgesetz, GlG) handle, komme die Ausschlussbestim­mung von § 74 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) nicht zur Anwendung, so­dass das Verwaltungsgericht zur Behandlung der Beschwerde zustÃ¤ndig sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In materieller Hinsicht hielt A fest, ihre Funktion sei mit jener des SchlÃ¼sselstellen­inhabers J vergleichbar und nicht identisch mit derjenigen einer Schwester DN II in der Grundfunktion. Ihre TÃ¤tigkeit sei aufgrund der Anfor­derungen in allen Kriterien als "mbA-Funktion" zu qualifizieren. Ausserdem verfÃ¼ge sie Ã¼ber die entsprechende Zusatz­ausbildung. Die Herabsetzung ihrer Funktion in die Klasse 14 (anstatt Klasse 15) sei daher, wie sich aufgrund des Verwaltungsgerichtsur­teils vom 22. Januar 2001 ergebe, im Vergleich zur Einreihung der AngehÃ¶rigen der Kantonspolizei geschlechtsdiskriminierend. Im Weiteren hielt sie fest, die Neueinreihung sei willkÃ¼rlich, verstosse gegen Treu und Glauben und stelle einen Eingriff in wohlerworbene Rechte beziehungsweise in die Besitzstands­garantie dar, da sie effektiv um eine Lohnklasse herabgesetzt worden sei. Auch seien die fÃ¼r eine tiefere Einreihung er­forderlichen Verfahrensvorschriften nicht eingehalten wor­den. Ausserdem verstosse die Ein­reihung ihrer Funktion in dieselbe Lohnklasse wie diejenige der Pflegenden in der Grundfunktion gegen das Rechtsgleichheitsgebot.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. Die Beschwerdeantwort vom 12./13. September 2002 schloss auf Abweisung des Rechtsmittels. Die Klinik G hielt fest, A habe keinen Abschluss der gesamten "Y-Zu­satzaus­bildung" belegt. Abgesehen davon sei eine solche Zusatzausbildung zwar erwÃ¼nscht, jedoch kein Erfordernis fÃ¼r die betreffende Anstellung. Im Ãbrigen sei ihre TÃ¤tigkeit in der Station Z nicht hÃ¶her zu bewerten als jene der Pflegenden in der Klinik. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>C. Die Vorinstanz hielt in ihrer Vernehmlassung vom 13. September 2002 unter an­de­rem fest, A habe nicht nachzuweisen vermocht, "dass sie als DN II an ihrem Arbeitsplatz eine mbA-Funktion ausgeÃ¼bt hat bzw. dass fÃ¼r ihre Funktion eine Zusatzausbildung voraus­gesetzt" werde. Da A nicht habe davon ausgehen kÃ¶nnen, eine mbA-Funktion auszuÃ¼ben, habe fÃ¼r den Arbeit­geber auch kein Anlass bestanden, vor der ÃberfÃ¼hrung "eine Art Versetzung (bzw. ÃnderungskÃ¼ndigung) vorzunehmen".</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Auch wenn vorliegend der Streitwert nicht Ã¼ber Fr. 20'000.- liegt â bei einem noch andauernden DienstverhÃ¤ltnis gelten als Streitwert die streitigen BruttobesoldungsansprÃ¼che bis zum Zeitpunkt der HÃ¤ngigkeit beim Verwaltungsgericht zuzÃ¼glich AnsprÃ¼che bis zur nÃ¤chstmÃ¶glichen AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Mar­tin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 38 N. 5 mit Hinweis) â ist vorliegend die Entscheidung nicht in einzelrichterlicher Kompetenz zu fÃ¤llen, sondern der Kammer zu Ã¼bertragen, da es sich um einen Fall von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung handelt (§ 38 Abs. 3 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Beschwerde richtet sich gegen einen Rekursentscheid der Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich Ã¼ber eine personalrechtliche Anordnung, weshalb die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts gegeben ist (§ 74 Abs. 1 VRG). Ungeachtet § 74 Abs. 2 VRG ist das LohngefÃ¼ge vom Verwaltungsgericht jedenfalls insoweit Ã¼berprÃ¼fbar, als es darum geht, eine allfÃ¤llige <i>geschlechtsdiskriminierende</i> Lohnbenachteiligung ausfindig zu machen (vgl. VGr, 4. September 2002, PB.2002.00021, E. 2 mit Hinweis auf Bea Rotach Tomschin, Die Revision des ZÃ¼rcher Verwaltungsrechtspflegegesetzes, ZBl 98/1997, S. 433 ff., 451; Andreas Keiser, Rechtsschutz im Ã¶ffentlichen Personalrecht nach dem revidierten Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, ZBl 99/1998, S. 193 ff., 217; KÃ¶lz/Bosshart/ RÃ¶hl, § 74 N. 12 f.). Nachdem das Verwaltungsgericht in den eingangs (vorne I.A) aufgefÃ¼hrten Gleichstellungsverfahren die Klagen teilweise gutgeheissen und festgestellt hat, die damals geltende Einreihung der Krankenpflegenden (sowie weiterer Berufsgruppen) verstos­se verglichen mit jener der Polizistinnen und Polizisten gegen Art. 8 Abs. 3 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) sowie Art. 3 Abs. 1 und 2 GlG, ist die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde mit Bestimmtheit gegeben, soweit es um die Umsetzung jener Urteile geht beziehungsweise der Sachverhalt darunter subsumiert werden kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. WÃ¤hrend sich die BeschwerdefÃ¼hrerin auf den Standpunkt stellt, ihre im Rahmen der ÃberfÃ¼hrung vorgenommene Einreihung in die Lohnklasse 14 (anstatt 15) stehe im Wi­derspruch zum Verwaltungsgerichtsurteil vom 22. Januar 2001 (VK.96.00011, www.vgrzh.ch/recht­sprechung) und sei daher geschlechtsdiskriminierend, geht der Beschwer­­degegner davon aus, die neue Einreihung der BeschwerdefÃ¼hrerin sei Ausfluss einer in seinem Ermessen liegenden Bereinigung des LohngefÃ¼ges im Vergleich zum Ã¼brigen Pfle­­gepersonal und stehe daher auch im Einklang mit dem erwÃ¤hnten Gleichstellungsentscheid. Der Beschwerdegegner betont jedoch, dass keine neue Arbeitsplatzbewertungen fÃ¼r einzelne Berufsgruppen vorgenommen worden seien.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Vorerst ist in zusammenfassender Wiederholung der entsprechenden ErwÃ¤gungen im Gleichstellungsurteil vom 22. Januar 2001 (VK.96.00011, www.vgrzh.ch/recht­spre­chung) darzulegen, welche Kompetenzen dem Beschwerdegegner im Zusammenhang mit der Lohneinreihung zustehen und inwieweit diese gerichtlich Ã¼berprÃ¼ft werden kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es trifft zu, dass dem Verwaltungsgericht neben der ÃberprÃ¼fung der Sachverhaltsfeststellungen (§ 51 VRG) gemÃ¤ss § 50 Abs. 2 VRG die Rechtskontrolle zusteht, nicht je­doch die ErmessensÃ¼berprÃ¼fung, selbst wenn es sich um eine Gleichstellungsfrage handelt (BGE 125 II 385 E. 5d). In diesem Zusammenhang hat das Verwaltungsgericht im Entscheid vom 22. Januar 2001 (VK.96.00011, E. 3b, www.vgrzh.ch/rechtsprechung) prÃ¤zisierend Folgendes festgehalten:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> "Die Bewertung und Einstufung einer bestimmten TÃ¤tigkeit oder Funktion ist we­der eine reine Sach- noch Rechts- noch Ermessensfrage, sondern enthÃ¤lt Elemente von al­len dreien (BGE 125 II 385 E. 5b). Allerdings handelt es sich dabei nicht um Ermessens­fragen im engeren Sinn. Das wÃ¼rde nur dann zutreffen, wenn die VerwaltungsbehÃ¶rde be­fugt wÃ¤re, als gleichwertig beurteilte TÃ¤tigkeiten in einem bestimm­ten (Ermessens-) Rah­men einer hÃ¶heren oder tieferen Klasse zuzuweisen. Steht die Gleichberechtigung von Mann und Frau in Frage, wird jedoch durch Art. 8 Abs. 3 Satz 2 BV gerade dies untersagt; fÃ¼r gleichwertige Arbeit besteht Anspruch auf gleichen Lohn. Hingegen trifft es zu, dass der unbestimmte Rechtsbegriff der Gleichwertigkeit (von ArbeitstÃ¤tigkeiten) Beurteilungs­spielrÃ¤ume schafft, die in erster Linie die politischen BehÃ¶rden auszufÃ¼llen haben. Auch wenn Bewertungsfragen, wie das Bundesgericht wiederholt festgehalten hat (BGE 125 II 385 E. 5c, 118 Ia 35 E. 3b), vom Gericht zu Ã¼berprÃ¼fende Rechtsfragen darstellen, hat es sich deshalb bei der NachprÃ¼fung der von der VerwaltungsbehÃ¶rde vorgenommenen Be­wertungen ZurÃ¼ckhaltung aufzuerlegen. Das gilt in besonderem Masse, wenn die Verwal­tungsbehÃ¶rde im BemÃ¼hen um ein nach den herrschenden gesellschaftlichen Auffassungen 'gerechtes' Lohnsystem eine Arbeitsbewertung nach einem anerkannten Verfahren durch­gefÃ¼hrt hat, welches durch den mÃ¶glichst weitgehenden Einbezug der Betroffenen und ih­rer VerbÃ¤nde einen hohen Grad von Akzep­tanz erreicht hat. Das Gericht besitzt nicht das von den Projektgremien im Lauf des Verfahrens erworbene und durch ExpertentÃ¤tigkeit unterstÃ¼tzte WÃ¼rdigungsver­mÃ¶gen und kann es sich auch mit Hilfe eines oder einer Sach­verstÃ¤ndigen im Nachhinein und ausserhalb des konkreten Bewertungsprozesses nicht an­eignen. Das Gericht, das ohnehin nicht die absolute Richtigkeit der Einstufungen, sondern unter dem Gesichtswinkel des Diskriminierungsverbots unzulÃ¤ssige Unterscheidungen fest­zustellen hat, hÃ¤lt sich deshalb zurÃ¼ck bei der ÃberprÃ¼fung von Stelleneinreihun­gen, die aufgrund eines arbeitswissenschaftlich einwandfrei und korrekt durchgefÃ¼hrten Bewer­tungsverfahrens zustande gekommen sind. Das Gericht beschrÃ¤nkt sich auf die PrÃ¼fung, ob die Verwaltung sich an die fÃ¼r das Bewertungsverfahren auf­gestellten Regeln gehalten hat, ob alle massgeblichen UmstÃ¤nde ermittelt und be­rÃ¼cksichtigt worden sind, ob die Wertun­gen nach nachvollziehbaren Kriterien und mit gleichen MassstÃ¤ben vorgenommen worden sind und ob Abweichungen ge­genÃ¼ber den Einreihungen, wie sie sich aufgrund der im ana­lytischen Bewertungsverfahren erzielten Arbeitswertpunkte ergeben, sachlich gerechtfertigt und durch die VerwaltungsbehÃ¶rde oder die Projektgremien hinreichend begrÃ¼ndet worden sind." </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In Beachtung dieser GrundsÃ¤tze kam das Gericht sodann zum bereits erwÃ¤hnten Ergebnis, wonach die Einreihung der Pflegenden geschlechtsdiskriminierend sei, und hielt in den ErwÃ¤gungen wÃ¶rtlich fest (a.a.O., E. 10c/bb):</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> "Aus der Einreihung der Diplomierten Krankenschwestern in die Klassen 14 und 15 ergibt sich fÃ¼r die Diplomierte Krankenschwester mit Zusatzausbildung folgerichtig die Einreihung in die Klassen 15 und 16. Es ist von keiner Seite geltend gemacht worden, das VerhÃ¤ltnis der streitbetroffenen Funktionsketten untereinander sei fehlerhaft, und der Beklagte (...) hat eingerÃ¤umt, dass die Anhebung der Funktion 'Diplomierte Schwester' zu einer entsprechenden AufwÃ¤rtsbewegung der gesamten Hierarchie im Pflegebereich fÃ¼hren mÃ¼sste."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da das vorliegende Verfahren Ausfluss des Urteils VK.96.00011 vom 22. Januar 2001 (www.vgrzh.ch/rechtsprechung) ist und der Beschwerdegegner ausdrÃ¼cklich festhÃ¤lt, bei der ÃberfÃ¼hrung gehe es nicht um eine neue Arbeitsplatzbewertung, hat sich am bisherigen VerhÃ¤ltnis der Funktionsketten untereinander grundsÃ¤tzlich nichts geÃ¤ndert und es bleibt fÃ¼r die Verwaltung und das Verwaltungsgericht bei dem im Urteil genannten Spielraum. Das bedeutet somit, dass es dem Beschwerdegegner â seiner (bestrittenen) Behauptung entsprechend â schon frÃ¼her nicht verwehrt gewesen wÃ¤re, die TÃ¤tigkeit in der Station Z im Vergleich zu jener in der Klinik eine Stufe hÃ¶her einzureihen, selbst wenn Ers­tere verglichen mit Letzterer gleichwertig sein sollte (was ebenfalls bestritten wird). Dies wÃ¤re nÃ¤mlich nicht geschlechtsdiskriminierend gewesen, weshalb es dem Verwaltungsgericht ohnehin verwehrt gewesen wÃ¤re, diesbezÃ¼glich Korrekturen vorzunehmen (davon ab­gesehen war diese Frage auch nicht Gegenstand des damaligen Verfahrens). Demnach <i>wÃ¤re es auch nicht geschlechtsdiskriminierend</i>, wenn nun im Rahmen der ÃberfÃ¼hrung die TÃ¤­tigkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin in der Station Z gleich eingestuft wÃ¼rde wie jene der diplomierten Pflegenden in der Klinik, immer vorausgesetzt, die beiden TÃ¤tigkeiten sind ebenbÃ¼rtig. Sollte sich jedoch herausstellen, dass die TÃ¤tigkeit in der Station Z hÃ¶her ein­gestuft war, weil es sich dabei tatsÃ¤chlich um die Funktion einer Diplomierten Krankenschwester mit Zusatzausbildung im Sinn der wiedergegebenen ErwÃ¤gung aus dem genann­ten Urteil handelt (dies wird denn auch von der BeschwerdefÃ¼hrerin behauptet), so stÃ¼nde die Ã¼berfÃ¼hrungsweise erfolgte Neueinreihung nur in die nÃ¤chsthÃ¶here Lohnklasse im Widerspruch zum Urteil des Verwaltungsgerichts und wÃ¤re verglichen zur Einreihung der Po­li­zistinnen und Polizisten geschlechtsdiskriminierend, worauf nun nÃ¤her einzugehen ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) Eine Diskriminierung wird vermutet, wenn sie von der betroffenen Partei glaub­haft gemacht wird. Diese Beweislasterleichterung auferlegt als Folge des Glaubhaftmachens einer Lohndiskriminierung den Gegenbeweis der beklagten Partei (Kathrin Klett, Das Gleichstellungsgesetz, ZBl 98/1997, S. 49 ff., 61 f.; Botschaft des Bundesrates vom 24. Februar 1993 zum Gleichstellungsgesetz, BBl 1993 I 1248 ff., 1300 f.). DiesbezÃ¼glich hat das Verwaltungsgericht im Urteil vom 22. Januar 2001 Folgendes ausgefÃ¼hrt (VK.96.00011, E. 5, www.vgrzh.ch/rechtsprechung):</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> "Glaubhaftmachen heisst, dass das Gericht nicht von der Richtigkeit der aufgestell­ten tatsÃ¤chlichen Behauptungen Ã¼berzeugt zu werden braucht, sondern dass es genÃ¼gt, ihm aufgrund objektiver Anhaltspunkte den Eindruck einer gewissen Wahrscheinlichkeit des Vorhandenseins der in Frage stehenden Tatsachen zu vermitteln, ohne dass es dabei die MÃ¶glichkeit ausschliessen muss, dass die VerhÃ¤ltnisse sich anders gestalten kÃ¶nnten (Bot­schaft [zum Gleichstellungsgesetz], S. 1301 mit Hinweis auf BGE 104 Ia 408 E. 4). Ist also eine Tatsache glaubhaft zu machen, so darf das Gericht weder blosse Behauptungen genÃ¼gen lassen noch einen strin­genten Be­weis verlangen (vgl. BGE 120 II 393 E. 4c). Mithin ist Glaubhaftmachen auf der einen Seite weniger, als wenn Beweis gefÃ¼hrt werden mÃ¼sste. Auf der anderen Seite ist es aber auch mehr als eine blosse Darlegung der Tatsachen. Das Gericht hat dabei in werten­der AbwÃ¤gung der sich gegenÃ¼ber stehenden Interessen die behaupteten Tatsachen auf ihre Wahrscheinlichkeit hin zu prÃ¼fen (vgl. BGE 120 II 393 E. 4c; ferner Oscar Vogel, Grund­riss des Zivilprozessrechts, 6. A., Bern 1999, 10. Kap. N. 25 f.; Max Guldener, Schweizeri­sches Zivilprozessrecht, ZÃ¼rich 1979, S. 323 Anm. 27). Bei genauer Betrachtung bezieht sich der Begriff des Glaubhaftmachens auf zwei Gesichtspunkte: Einerseits auf die Wahr­scheinlichkeit des Vorlie­gens der anspruchsbegrÃ¼ndenden Tatsachen (Tatfrage), anderer­seits darauf, ob aus diesen Tatsachen sich der gestellte Anspruch ergibt (Rechtsfrage) (Sa­bine Steiger-Sackmann, Der Beweis in Gleichstellungsprozessen, in: Ivo Schwander/RenÃ© Schaffhauser [Hrsg.], Das Bundesgesetz Ã¼ber die Gleichstellung von Frau und Mann, St. Gallen 1996, S. 118 f.). Entsprechend hat das Bundesgericht die Tatsache, dass eine bestimmte Massnahme, die sich fÃ¼r die Betroffenen negativ auswirke, einseitig zum Nach­teil eines geschlechtsspezifischen Berufs getroffen worden sei oder sich so auswirke, als gewichtiges Indiz fÃ¼r das Vorliegen einer Diskriminierung gewertet (BGE 125 I 71 E. 4a; 125 II 541 E. 6a)." </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Vorliegend gelingt der BeschwerdefÃ¼hrerin die Glaubhaftmachung, da sie vor der LohnÃ¼berfÃ¼hrung fÃ¼r ihre TÃ¤tigkeit in der Station Z tatsÃ¤chlich in Lohnklasse 13 und nicht nur in Lohn­klasse 12 eingereiht war, wÃ¤hrend sie fÃ¼r die Arbeit auf der Station X gemÃ¤ss Lohnklasse 12 entlÃ¶hnt worden war. Allein dies genÃ¼gt, um die Behauptung, die nun erfolgte ÃberfÃ¼hrung in die Lohnklasse 14 anstatt 15 fÃ¼r die TÃ¤tigkeit in der Station Z sei eine geschlechtsdiskriminierende Korrektur nach unten, als glaubhaft gemacht zu qualifizieren. Auch die Stel­lungnahme des Leitenden Arztes Dr. med. C vom 17. Ap­ril 2002, wonach die TÃ¤tigkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin als ...pflegerin einen erhÃ¶hten Verantwortungsbereich umfasse, stÃ¼tzt die Behauptung der BeschwerdefÃ¼hrerin. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Aus den dargelegten GrÃ¼nden obliegt nun dem Beschwerdegegner der Hauptbe­weis dafÃ¼r, dass die Einreihung der BeschwerdefÃ¼hrerin in die Lohnklasse 14 keine Diskri­minierung darstellt. Da diesbezÃ¼glich der Tatbestand ungenÃ¼gend festgestellt worden ist, ist die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen (§ 80c in Verbindung mit § 64 Abs. 1 VRG). Weil es bei der Frage der Einreihung wie erwÃ¤hnt um die Subsumtion unter das rechtskrÃ¤ftige Verwaltungsgerichtsurteil vom 22. Januar 2001 be­ziehungsweise den ÃberfÃ¼hrungsbeschluss des Regierungsrats vom 16. Mai 2001 (RRB 707/2001) geht und diese Entscheide Korrekturen des frÃ¼heren Einreihungssystems gestÃ¼tzt auf das Gleichstellungsgesetz zum Inhalt haben, dreht sich letztlich die Einreihung der BeschwerdefÃ¼hrerin um denselben Rechtskomplex. Daher wird die Vorinstanz nicht um­­hin kommen, die Voraussetzungen fÃ¼r die TÃ¤tigkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin beziehungs­­weise von in der Station Z tÃ¤tigen Pflegenden trotzdem auch im Vergleich zu den Diplomierten Pflegenden in der Grundfunktion (DN II) in der Klinik sowie zu solchen mit besonderen Auf­gaben (mbA) und Zusatzaufgaben (mZA) einer genauen ÃberprÃ¼fung zu unterziehen um festzustellen, ob es sich bei der Arbeit der BeschwerdefÃ¼hrerin im tatsÃ¤chlichen Sinn um die Funktion einer Pflegenden mit Zusatzausbildung bzw. mit besonderen Aufgaben handelt oder nicht. Um ein objektives Resultat zu erhalten, dÃ¼rfte die Einholung einer Expertise kaum zu umgehen sein (vgl. BGE 125 II 541 E. 5d, 121 I 49 E. 4b, 117 Ia 262 E. 4c). Auch dÃ¼rfte sich (zumindest auszugsweise) der Beizug der Unterlagen betreffend die SchlÃ¼sselstellen J und K aufdrÃ¤ngen um feststellen zu kÃ¶nnen, wie die einzelnen Kriterien gewichtet worden waren. Auf jeden Fall lÃ¤sst sich vorliegend die vorzunehmende Analyse nicht allein gestÃ¼tzt auf die Richtpositionsumschreibung (und schon gar nicht nur unter Heranziehung der neuen Version) rechtsgenÃ¼gend bewerkstelligen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Mit ihren Ã¼brigen Vorbringen vermag die BeschwerdefÃ¼hrerin nur insoweit durch­­zudringen, als diese sich unter die RÃ¼ge der Geschlechterdiskriminierung subsumieren lassen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die BeschwerdefÃ¼hrerin behauptet, die Einreihung ihrer Funktion in dieselbe Lohnklasse wie diejenige der Pflegenden in der Grundfunktion verstosse allgemein gegen das Rechtsgleichheitsgebot. Aus diesem vermag sie aber nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. So hat das Verwaltungsgericht in frÃ¼heren Entscheiden ausdrÃ¼cklich festgehalten (damals noch bezÃ¼glich Art. 4 Abs. 1 der alten Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 [aBV], was aber nichts Ã¤ndert), die Grenzen der JustiziabilitÃ¤t wÃ¼rden klar gesprengt, wenn Ã¶ffent­lichen Angestellten unter Anrufung der Rechtsgleichheit gestattet wÃ¼rde, ihre EntlÃ¶hnung mit derjenigen einer beliebigen anderen Arbeit in der Verwaltung zu vergleichen. WÃ¤hrend bei der Frage, ob eine EntlÃ¶hnung geschlechtsdiskriminierend sei oder nicht, auch unter In­kaufnahme von Schwierigkeiten der JustiziabilitÃ¤t die richterliche Auseinandersetzung mit einem ganzen, austarierten LohngefÃ¼ge verlangt werde, so kÃ¶nne das Gleiche in Anwendung von Art. 4 Abs. 1 aBV, welcher in erster Linie die VerfassungsmÃ¤s­sigkeit des Lohnsystems als Ganzes, weniger aber diejenige des Einzellohns innerhalb dieses GefÃ¼ges im Auge habe, nicht verlangt werden. Es rechtfertige sich daher, bei Abs. 1 von Art. 4 aBV von einer wesentlich schmaleren Vergleichsbasis auszugehen als bei Abs. 2 der Bestimmung (RB 1996 Nr. 20; vgl. auch RB 1996 Nr. 19). Diese Ãberlegungen haben somit zur Folge, dass diesbezÃ¼glich die Beschwerde abzuweisen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht die Verletzung eines wohlerworbenen Rechts gel­tend. VermÃ¶gensrechtliche AnsprÃ¼che staatlicher Angestellter stellen in der Regel keine wohlerworbenen Rechte dar (vgl. BGr, 2. Juli 1999, ZBl 102/2001, S. 319, insbesondere E. 3b mit Hinweisen). Ausserdem war die BeschwerdefÃ¼hrerin vor der ÃberfÃ¼hrung in den Lohnklassen 12 und 13 eingereiht gewesen, sodass die nunmehrige Einreihung in die hÃ¶here Lohnklasse 14 keine Verletzung eines wohlerworbenen Rechts oder der Besitzstandsgaran­tie darstellen kÃ¶nnte. Aber auch der Umstand, dass sie fÃ¼r den Zeitraum vom 1. MÃ¤rz 1996 bis 30. Juni 2001 Lohnnachzahlungen im Umfang von zwei Klassen und teilweise ei­ner Stufe erhalten hat, begrÃ¼ndete fÃ¼r sich allein noch keinen Anspruch der BeschwerdefÃ¼h­rerin, im Rahmen der ÃberfÃ¼hrung ab 1. Juli 2001 effektiv in die Lohnklasse 15 eingereiht zu werden. In diesem Zusammenhang ist der Beschluss des Regierungsrats des Kantons ZÃ¼rich vom 29. August 2001 betreffend Lohnnachzahlungen fÃ¼r Pflege-, medizinisch-technische und ‑therapeutische Berufe (RRB 1283/2001) zu beachten. Danach haben die Lohnnachzahlun­gen fÃ¼r die Zeit vom 1. MÃ¤rz 1996 bis 30. Juni 2001 in <i>pauschalierter</i> Form zu erfolgen und es ist der <i>Verfahrensablauf einfach</i> zu gestalten (E. B 2 und D). Es versteht sich von selbst, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin gestÃ¼tzt darauf keinen fÃ¼r die Zukunft geltenden Anspruch auf eine bestimmte Einreihung ableiten kann. Auch kann nicht die Rede davon sein, dass der Regierungsratsbeschluss vom 29. August 2001 betreffend Lohnnachzahlungen (RRB 1283/2001) den umfassenden Einreihungsplan (Neueinreihung Gesundheitsberufe) vom 16. Mai 2001 (RRB 707/2001) ersetzt hÃ¤tte, was denn auch von keiner Seite behauptet wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Ebenfalls angerufen werden das WillkÃ¼rverbot und der Grundsatz von Treu und Glauben, welche verbieten, vermÃ¶gensrechtliche AnsprÃ¼che staatlicher Angestellter willkÃ¼r­lich abzuÃ¤ndern, nachtrÃ¤glich zu entziehen, im Wert herabzusetzen oder einseitig zu Las­ten einzelner Berechtigter oder bestimmter Gruppen zu verÃ¤ndern. Einer sachlich gerechtfertigten Neuordnung der Rechtsgrundlagen stehen diese Verbote aber grundsÃ¤tzlich nicht entgegen (BGr, 2. Juli 1999, ZBl 102/2001, S. 319 E. 3b; Beatrice Weber-DÃ¼rler, Ver­­trauensschutz im Ã¶ffentlichen Recht, Basel/Frankfurt a.M. 1983, S. 290 ff.). Es kann hier auf die AusfÃ¼hrungen zur Besitzstandgarantie (vorne b) verwiesen werden; die angerufenen GrundsÃ¤tze vermÃ¶gen der BeschwerdefÃ¼hrerin jedenfalls keine weitergehenden AnsprÃ¼che zu verschaffen als das Gebot der Geschlechtergleichstellung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Schliesslich macht die BeschwerdefÃ¼hrerin die Verletzung von Verfahrensvorschriften geltend. Sie beruft sich insbesondere darauf, dass das in § 8 Abs. 2 der Personalverordnung vom 16. Dezember 1998 (PV) vorgesehene Verfahren nicht eingehalten worden sei. § 8 Abs. 2 PV sieht in Verbindung mit § 10 Abs. 3 PV vor, dass in FÃ¤llen, in denen sich eine Stelle aufgrund der Richtpositionsumschreibungen und weiterer Unterlagen nicht zuordnen lÃ¤sst, eine Vereinfachte Funktionsanalyse vorzunehmen ist, wobei eine Reihe mass­geblicher Kriterien aufgezÃ¤hlt wird. Die Vorinstanz wird diese Bestimmungen im Sinn der ErwÃ¤gungen zur Sache (vorne 2b/bb) zu beachten haben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Was die RÃ¼ge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r anbelangt, so braucht angesichts der RÃ¼ckweisung zu genÃ¼gender AbklÃ¤rung und erneuter Entscheidung nicht weiter geprÃ¼ft zu werden, ob das bisherige Verfahren diesem Anspruch zu genÃ¼gen vermochte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. FÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren sind gemÃ¤ss Art. 13 Abs. 5 GlG (vgl. auch § 80b VRG) keine Kosten aufzuerlegen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens obsiegt keine Partei mehrheitlich, weshalb fÃ¼r das Beschwerdeverfahren keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen ist (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 17 N. 32). Ãber das von der BeschwerdefÃ¼hrerin gestellte Begehren auf ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Rekursverfahren wird die Vorinstanz zu befinden haben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Gegen diesen Entscheid ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht gegeben (Art. 13 Abs. 1 GlG; vgl. dazu Margrith Bigler-Eggenberger in: Margrith Bigler-Eggenberger/Claudia Kaufmann [Hrsg.], Kommentar zum Gleichstellungsgesetz, Basel/Frankfurt a.M. 1997, Art. 13 Rz. 32). Der RÃ¼ckweisungsentscheid enthÃ¤lt bezÃ¼glich der Beweislastverteilung eine verbindliche Anordnung an die Vorinstanz und ist (auch angesichts der Natur des Glaubhaftmachens gemÃ¤ss Art. 6 GlG) als Endentscheid zu qualifizieren (Alfred KÃ¶lz/Isa­belle HÃ¤ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 895).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Dispositiv-Ziffer 1 der VerfÃ¼gung der Ge­sundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich vom 21. Juni 2002 wird aufgehoben und die Sache wird im Sinn der ErwÃ¤gungen zur genÃ¼genden Feststellung des Sachverhalts und zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal">...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>