Abkommen vom 3. Juni 2006 zwischen dem Bundesrat der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Regierung der Demokratischen Volksrepublik Algerien über den Personenverkehr <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2007/894/20071126/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2007/894/20071126"/><FRBRdate date="2007-11-26" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2007-11-26" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2006-06-03" name="jolux:dateDocument"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.142.111.279"/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo del 3 giugno 2006 tra il Consiglio federale della Confederazione Svizzera e il Governo della Repubblica Algerina Democratica e Popolare sulla circolazione delle persone" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord du 3 juin 2006 entre le Conseil fédéral de la Confédération suisse et le Gouvernement de la République algérienne démocratique et populaire sur la circulation des personnes" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 3. Juni 2006 zwischen dem Bundesrat der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Regierung der Demokratischen Volksrepublik Algerien über den Personenverkehr" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2007/894/20071126/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2007/894/20071126/de"/><FRBRdate date="2007-11-26" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2007-11-26" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2006-06-03" name="jolux:dateDocument"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2007/894/20071126/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2007/894/20071126/de/xml"/><FRBRdate date="2007-11-26" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2007-11-26" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2006-06-03" name="jolux:dateDocument"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p>0.142.111.279 (Stand am 26. November 2007)</p><p><docNumber>0.142.111.279 </docNumber></p><p> AS <b>2007</b> 6911; BBl <b>2006</b> 7797</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung<i><authorialNote><p> Der französische Originaltext findet sich unter der gleichen Nummer in der entsprechenden Ausgabe dieser Sammlung.</p></authorialNote></i></p><p><docTitle>Abkommen<br/>zwischen dem Bundesrat der Schweizerischen Eidgenossenschaft <br/>und der Regierung der Demokratischen Volksrepublik Algerien <br/>über den Personenverkehr</docTitle></p><p>Abgeschlossen am 3. Juni 2006</p><p>Von der Bundesversammlung genehmigt am 22. Juni 2007<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2007/893" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2007</b> 6909</ref></p></authorialNote></p><p>In Kraft getreten durch Notenaustausch am 26. November 2007</p><p> (Stand am 26. November 2007)</p></preface><preamble><p>Der Bundesrat der Schweizerischen Eidgenossenschaft,<br/>und <br/>die Regierung der Demokratischen Volksrepublik Algerien</p><p>nachstehend «Parteien» genannt,</p><p>im Wunsch, die Beziehungen zwischen den beiden Ländern auszubauen und zu stärken,</p><p>im Wunsch, die Bedingungen für den Verkehr von Personen mit unbefugtem Aufenthalt zwischen den beiden Ländern zu verbessern und dabei die Rechte und Garantien, welche in ihrer nationalen Gesetzgebung und den von den beiden Parteien unterzeichneten internationalen Übereinkommen vorgesehen sind, zu wahren,</p><p>haben Folgendes vereinbart:</p></preamble><body><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><paragraph eId="art_1/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Partei übernimmt ohne Formalitäten ihre Staatsangehörigen, die sich unbefugt im Hoheitsgebiet der anderen Partei aufhalten, auch wenn diese über keinen gültigen Reisepass und keine gültige Identitätskarte verfügen, sofern nachgewiesen oder glaubhaft gemacht wird, dass diese Personen zum Zeitpunkt der Ausreise aus dem Hoheitsgebiet der ersuchenden Partei die Staatsangehörigkeit der ersuchten Partei besitzen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Staatsangehörigkeit wird mit einer gültigen oder abgelaufenen nationalen Identitätskarte und/oder einem gültigen oder abgelaufenen Reisepass nachgewiesen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_3"><num>3.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_1/para_3/listintro">Kann keines der in Absatz 2 genannten Dokumente vorgelegt werden, stellen die konsularischen Vertretungen der ersuchten Partei für die Personen ein Passersatzpapier (Laissez-passer) aus, deren Staatsangehörigkeit sich durch Vorlage eines der folgenden Dokumente nachweisen lässt:</listIntroduction><item eId="art_1/para_3/bull_u1"><num>– </num><p>eine Fotokopie des Reisepasses oder der nationalen Identitätskarte;</p></item><item eId="art_1/para_3/bull_u2"><num>– </num><p>ein abgelaufenes Passersatzpapier oder eine Fotokopie davon;</p></item><item eId="art_1/para_3/bull_u3"><num>– </num><p>ein Militärdienstbüchlein oder eine Fotokopie davon.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_4"><num>4.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_1/para_4/listintro">Nach der Überprüfung durch die zuständigen Behörden der ersuchten Partei kann ein Passersatzpapier ausgestellt werden:</listIntroduction><item eId="art_1/para_4/lbl_a"><num>a. </num><blockList><listIntroduction eId="art_1/para_4/lbl_a/listintro">wenn andere Dokumente, welche die Staatsangehörigkeit glaubhaft machen, oder ein anderes von den Behörden der ersuchten Partei ausgestelltes amtliches Dokument, mit dem sich die Staatsangehörigkeit feststellen lässt, vorgelegt werden, wobei insbesondere folgende Dokumente in Betracht kommen:</listIntroduction><item eId="art_1/para_4/lbl_a/bull_u1"><num>– </num><p>eine vollständige Kopie eines von der ersuchten Partei ausgestellten Auszugs aus dem Geburtsregister;</p></item><item eId="art_1/para_4/lbl_a/bull_u2"><num>– </num><p>ein von der ersuchten Partei ausgestellter Führerschein oder eine Fotokopie davon;</p></item><item eId="art_1/para_4/lbl_a/bull_u3"><num>– </num><p>ein Staatsangehörigkeitsausweis.</p></item></blockList></item><item eId="art_1/para_4/lbl_b"><num>b. </num><p>aufgrund von protokollierten Aussagen, welche die betroffene Person gegenüber den Behörden der ersuchenden Partei gemacht hat, des ausgefüllten Datenblatts und anderer Informationen, mit denen sich die Staatsangehörigkeit der betroffenen Person feststellen lässt, sofern ein von diesen Behörden ausgefertigtes Dokument diese Angaben bestätigt.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><paragraph eId="art_2/para_1"><num>1.</num><content><p>Lässt sich die Staatsangehörigkeit mit den vorgelegten Dokumenten nicht nachweisen oder glaubhaft machen, führen die konsularischen Vertretungen der ersuchten Partei in Strafanstalten, Haft- oder Gewahrsamseinrichtungen oder an einem anderen geeigneten und von beiden Parteien zugelassenen Ort eine Anhörung der betroffenen Person durch.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_2"><num>2.</num><content><p>Wird die Staatsangehörigkeit der betroffenen Person bei der Anhörung durch die konsularischen Vertretungen der ersuchten Partei nachgewiesen, stellen diese ein Passersatzpapier aus.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_3"><num>3.</num><content><p>Wird die Staatsangehörigkeit der betroffenen Person bei der Anhörung durch die konsularischen Vertretungen der ersuchten Partei glaubhaft gemacht, wird nach Absprache mit den zuständigen zentralen Behörden grundsätzlich ein Passersatzpapier ausgestellt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_4"><num>4.</num><content><p>Verfügt die ersuchende Partei über andere Mittel zum Nachweis oder zur Glaubhaftmachung der Staatsangehörigkeit, stellt sie diese der ersuchten Partei unverzüglich zu. Hält die ersuchte Partei diese Mittel zum Nachweis oder zur Glaubhaftmachung für unannehmbar, teilt sie dies den zuständigen Behörden der ersuchenden Partei unter Angabe der Gründe unverzüglich mit.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><paragraph eId="art_3/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_3/para_1/listintro">Das Gesuch um Ausstellung eines Reisepapiers, das mit einem Formular bei der konsularischen Vertretung der ersuchten Partei eingereicht wird, muss folgende Angaben und Dokumente enthalten:</listIntroduction><item eId="art_3/para_1/bull_u1"><num>– </num><p>Zivilstand der zurückzuführenden Person, deren letzte bekannte Wohnadresse im Hoheitsgebiet der ersuchten Partei und, wenn bekannt, Wohnadresse der Eltern sowie jede andere Angabe, welche die Identifikation der Person ermöglicht;</p></item><item eId="art_3/para_1/bull_u2"><num>– </num><p>Darlegung der Beweismittel, die zur Feststellung der in Artikel 1 genannten Staatsangehörigkeit dienen;</p></item><item eId="art_3/para_1/bull_u3"><num>– </num><p>den nationalen gesetzlichen Erfordernissen entsprechende Bescheinigung, in welcher der rechtskräftige Entscheid zur Rückführung der betroffenen Person sowie die Verwaltungs- oder Gerichtsbehörde, die den Entscheid gefällt hat, angegeben sind;</p></item><item eId="art_3/para_1/bull_u4"><num>– </num><p>im Falle eines überwiegenden Interesses aus Gründen der öffentlichen Gesundheit Angabe allfälliger Krankheiten und Behandlungen, wobei die Interessen der betroffenen Person zu berücksichtigen sind;</p></item><item eId="art_3/para_1/bull_u5"><num>– </num><p>zwei Passbilder der zurückzuführenden Person beizufügen.</p></item></blockList><p>Wenn Angaben fehlen, kann die konsularische Vertretung der ersuchten Partei eine Anhörung der betroffenen Person durchführen, um das Gesuchsformular vollständig ausfüllen zu können.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>2.</num><content><p>Ein von der konsularischen Vertretung ausgestelltes Passersatzpapier mit einer Gültigkeitsdauer von einem (1) Monat wird der ersuchenden Partei innerhalb angemessener Frist zugestellt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_3"><num>3.</num><content><p>Nach Ausstellung des Passersatzpapiers wird die Rückführung innerhalb angemessener Frist vor dem dafür vorgesehenen Datum der Vertretung der ersuchten Partei angekündigt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_4"><num>4.</num><content><p>Verliert das Passersatzpapier vor der Rückführung der betroffenen Person seine Gültigkeit, wird nach Rückgabe des abgelaufenen Passersatzpapiers unverzüglich und ohne weitere Formalitäten ein anderes Dokument mit gleich langer Gültigkeitsdauer ausgestellt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1.</num><content><p>Bei der Rückführung legt die ersuchende Partei der ersuchten Partei ein Protokoll zur Rückführung der Person bis zur Grenze vor, worin Namen, Vornamen, Abstammung, Geburtsdatum und -ort, allfällige Krankheiten und Behandlungen nach Artikel 3 Absatz 1 sowie die Beweismittel für die festgestellte Identität angegeben sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Rückführung erfolgt auf dem Luftweg, und die Zahl der einbezogenen Personen muss mit den Sicherheitsvorschriften vereinbar sein, die je nach den Umständen und den zurückzuführenden Personen festgelegt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Rückführung auf dem Luftweg erfolgt mit Linienflügen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_4"><num>4.</num><content><p>Wann immer dies aus Sicherheitsgründen erforderlich ist, werden die zurückgeführten Personen von Fachpersonal begleitet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_5"><num>5.</num><content><p>Sämtliche durch Rückübernahmen entstehenden Kosten bis zur Grenze der ersuchten Partei trägt die ersuchende Partei.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_6"><num>6.</num><content><p>Die operativen Modalitäten der Umsetzung dieses Artikels sowie allfällige den Umständen entsprechende Anpassungen werden von den zuständigen Stellen der beiden Parteien festgelegt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><paragraph eId="art_5/para"><content><p>Wenn die Überprüfung, welche die zuständigen Behörden der ersuchten Partei nach der Ankunft der betroffenen Person vornehmen, die Staatsangehörigkeit der gemäss diesem Abkommen zurückgeführten Person nicht bestätigt, nimmt die ersuchende Partei diese Person ohne Formalitäten und unverzüglich wieder in ihr Hoheitsgebiet zurück.</p><p>Die praktischen Modalitäten werden von den zuständigen Stellen der beiden Parteien festgelegt.</p><p>Die Kosten für die Rückübernahme trägt die Partei, die um Ausstellung des Passersatzpapiers ersucht hat.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><paragraph eId="art_6/para"><content><p>Ist eine der beiden Parteien der Ansicht, die Umsetzung von Artikel 5, der die Rückübernahme im Falle eines Irrtums regelt, entspreche nicht dem Geist und Buchstaben dieser Bestimmung, kann sie das in Artikel 1 Absatz 4 und in Artikel 2 vorgesehene Rückübernahmeverfahren vorübergehend suspendieren und beantragen, dass der in Artikel 7 vorgesehene Begleitausschuss zusammentritt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><paragraph eId="art_7/para"><content><p>Es wird ein Begleitausschuss eingesetzt, der mit der Umsetzung dieses Abkommens betraut wird. Er tritt nach Bedarf und auf Antrag einer der beiden Parteien zusammen.</p><blockList><listIntroduction eId="art_7/para/listintro">Die beiden Parteien konsultieren sich:</listIntroduction><item eId="art_7/para/lbl_a"><num>a. </num><p>wenn eine der beiden Parteien die Zahl der zurückgeführten Personen, deren Staatsangehörigkeit nicht bestätigt wurde, als zu hoch erachtet;</p></item><item eId="art_7/para/lbl_b"><num>b. </num><p>wenn eine der beiden Parteien die Fristen für die Rückübernahme der Personen, deren Staatsangehörigkeit nicht bestätigt wurde, als zu lang erachtet;</p></item><item eId="art_7/para/lbl_c"><num>c. </num><p>wenn eine der beiden Parteien der Ansicht ist, die Fristen für die Ausstellung der Reisepapiere erlaubten es nicht, die festgesetzten Ziele zu erreichen;</p></item><item eId="art_7/para/lbl_d"><num>d. </num><p>in allen anderen Fällen, in denen sie dies für notwendig erachten.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><paragraph eId="art_8/para_1"><num>1.</num><content><p>Die für die Durchführung dieses Abkommens erforderlichen Personendaten werden gemäss der Datenschutzgesetzgebung der Parteien bearbeitet und geschützt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_2"><num>2.</num><content><p>In diesem Rahmen dürfen die zu übermittelnden Personendaten ausschliesslich die in Artikel 3 dieses Abkommens aufgeführten Angaben betreffen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_3"><num>3.</num><content><p>Personendaten dürfen nur von den für die Durchführung dieses Abkommens zuständigen Behörden und ausschliesslich für die Zwecke dieses Abkommens bearbeitet werden. Die übermittelnde Partei muss sich vergewissern, dass die Daten richtig, für den mit der Übermittlung verbundenen Zweck erforderlich und diesem angemessen sind. Stellt sich heraus, dass unrichtige Daten übermittelt worden sind oder dass deren Übermittlung widerrechtlich war, muss die empfangende Partei unverzüglich benachrichtigt werden; sie muss die betreffenden Daten entweder berichtigen oder vernichten. Die übermittelten Personendaten dürfen nur so lange aufbewahrt werden, wie es der Zweck, zu dem sie übermittelt wurden, erfordert.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_4"><num>4.</num><content><p>Jede Partei unterrichtet die andere Vertragspartei auf Antrag über die Verwendung der übermittelten Personendaten und die dadurch erzielten Ergebnisse. Die Betroffenen erhalten auf Antrag Auskunft über die übermittelten Daten zu ihrer Person und über den vorgesehenen Verwendungszweck, wobei Einschränkungen aus Gründen der öffentlichen Ordnung vorbehalten bleiben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_5"><num>5.</num><content><p>Beide Parteien sind verpflichtet, die Übermittlung und den Erhalt von Personendaten aktenkundig zu machen und die Daten wirksam zu schützen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><paragraph eId="art_9/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_9/para_1/listintro">Die für die Ausstellung von Passersatzpapieren zuständigen Behörden sind:</listIntroduction><item eId="art_9/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>die konsularischen Posten der Demokratischen Volksrepublik Algerien in der Schweiz;</p></item><item eId="art_9/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>die konsularischen Posten der Schweizerischen Eidgenossenschaft in Algerien.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_9/para_2/listintro">Gesuche um Rückübernahme von Personen, die irrtümlicherweise Reisepapiere erhalten haben, sind zu richten an:</listIntroduction><item eId="art_9/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>die konsularischen Posten der Demokratischen Volksrepublik Algerien in der Schweiz;</p></item><item eId="art_9/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>das Justiz- und Polizeidepartement der Schweizerischen Eidgenossenschaft.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_3"><num>3.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_9/para_3/listintro">Die zuständigen Behörden tauschen auf diplomatischem Weg vor Inkrafttreten dieses Abkommens Listen mit folgenden Angaben aus:</listIntroduction><item eId="art_9/para_3/bull_u1"><num>– </num><p>die für die Bearbeitung von Rückübernahmegesuchen zuständigen zentralen oder örtlichen Behörden;</p></item><item eId="art_9/para_3/bull_u2"><num>– </num><p>die Flughäfen, die für die Rückübernahme der betroffenen Personen benutzt werden können.</p></item></blockList><p>Jede Partei kann diese Listen nach freiem Ermessen ändern, muss jedoch die andere Partei vorgängig auf demselben Weg darüber unterrichten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><paragraph eId="art_10/para"><content><p>Von diesem Abkommen unberührt bleiben die Verpflichtungen der Parteien, die sich aus den von ihnen unterzeichneten internationalen Übereinkommen ergeben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><paragraph eId="art_11/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Abkommen wird gemäss den Verfassungsbestimmungen jedes der beiden Staaten ratifiziert.</p><p>Es tritt dreissig (30) Tage nach Eingang der zweiten Notifikation, mit der bekannt gegeben wird, dass diese Bestimmungen erfüllt sind, in Kraft.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>2.</num><content><p>Dieses Abkommen gilt für drei (3) Jahre und kann stillschweigend für einen gleich langen Zeitraum verlängert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Partei kann das Abkommen auf diplomatischem Weg kündigen. Die Kündigung wird drei (3) Monate nach dem Datum der Notifikation an die andere Partei wirksam.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_4"><num>4.</num><content><p>Jede der beiden Parteien behält sich das Recht vor, dieses Abkommen aus Gründen der öffentlichen Ordnung, Sicherheit oder Gesundheit zu suspendieren. Die Suspendierung tritt dreissig (30) Tage nach Eingang der Notifikation auf diplomatischem Weg in Kraft.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_5"><num>5.</num><content><p>Die beiden Parteien benachrichtigen einander über die Aufhebung der Suspendierung dieses Abkommens und dessen erneute Anwendung.</p></content></paragraph></article><signature><p><i>Zu Urkund dessen</i> haben die hierzu gehörig Bevollmächtigten der beiden Parteien dieses Abkommen unterzeichnet.</p><p>Geschehen zu Algier am 3. Juni 2006 in je zwei Urschriften in französischer und arabischer Sprache; beide Texte sind gleichermassen authentisch. </p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Für den Bundesrat der <br/>Schweizerischen Eidgenossenschaft:</p></td><td><p>Für die Regierung der <br/>Demokratischen Volksrepublik Algerien:</p></td></tr><tr><td><p>Micheline Calmy-Rey</p></td><td><p>Mohammed Bedjaoui</p></td></tr></table></signature></body></act></akomaNtoso>