<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00485</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205909&amp;W10_KEY=4467135&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00485</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 14.06.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Erstellung einer Überbauung in Kernzone.<br/><br/>Bei der Anwendung von § 238 PBG steht der kommunalen Baubehörde ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Hat die Baurekurskommission einen Einordnungsentscheid der kommunalen Behörde aufgehoben, so kann vor Verwaltungsgericht geltend gemacht werden, die Rekursinstanz habe ermessensüberschreitend im Sinn von § 50 Abs. 2 lit. c in die qualifzierte Entscheidungs- und Ermessensfreiheit der Gemeinde eingegriffen (E. 2.2). Das Bauvorhaben wurde mehrmals überarbeitet und die Baubehörde hat sich mit dem Vorhaben intensiv auseinandergesetzt (E. 2.4). Die Einwände der Vorinstanz sind pauschal gehalten; der Vorwurf des eintönigen Gesamteindrucks durch die Vorinstanz ist nur eine andere subjektive ästhetische Würdigung des Bauprojekts. Die Baubehörde hat das ihr zustehende Ermessen rechtsgenügend ausgeübt (E. 2.6).<br/>Die Baubehörde erliess keine Nebenbestimmungen, welche zu wesentlichen Projektänderungen führen würden. Die Folgeentscheide betreffend die Erfüllung der Nebenbestimmungen wären den Beschwerdegegnern zuzustellen, so dass diese ihre Rechte vollumfänglich wahren könnten (§ 316 Abs. 2 PBG; E. 3.3).<br/>Ausbau der Quartierstrasse zu einer Zufahrtsstrasse. Das Baugrundstück ist trotz einer Überbauung mit 20 neuen Wohneinheiten genügend erschlossen (E. 4.5). <br/>Gutheissung und Wiederherstellung der Baubewilligung (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSEN">ERMESSEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)">ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KERNZONE">KERNZONE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEBENBESTIMMUNG">NEBENBESTIMMUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃBERBAUUNG">ÃBERBAUUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 237 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 238 Abs. II PBG</span><br/><span class="gerade">§ 321 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 5 Abs. II Zugangsnormalien</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Gemeinderat Thalheim an der Thur erteilte der Baugesellschaft A (B und C) am 15. MÃ¤rz 2005 die Baubewilligung fÃ¼r den Abbruch eines Wohnhauses mit Scheune sowie den Neubau eines Mehrfamilienhauses, von vier Reihen-EinfamilienhÃ¤usern und fÃ¼nf Doppel-EinfamilienhÃ¤usern mit Tiefgarage und AussenabstellplÃ¤tzen auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 an der L-Strasse und der M-Strasse in P.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diesen Beschluss erhoben D und E, F sowie G mit separaten Eingaben, aber gleichem Wortlaut am 13. April 2005 Rekurs. Sie beantragten, die Bewilligung fÃ¼r die Erstellung des Bauvorhabens sei in dieser Form nicht zu erteilen.</p> <p class="Urteilstext">Nach DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins am 19. Juli 2005 vereinigte die Baurekurskommission IV am 8. September 2005 die drei Rekursverfahren, hiess die Rekurse gut und hob die Baubewilligung vom 15. MÃ¤rz 2005 auf. Die Baurekurskommission IV kam zum Schluss, die BaubehÃ¶rde habe das ihr in Einordnungsfragen zustehende Ermessen mit der Erteilung der baurechtlichen Bewilligung nicht rechtsgenÃ¼gend ausgeÃ¼bt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 5. Oktober 2005 erhob die Baugesellschaft A, bestehend aus B und C, Beschwerde gegen den Entscheid der Baurekurskommission IV mit dem Antrag, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und die Baubewilligung des Gemeinderates Thalheim an der Thur vom 15. MÃ¤rz 2005 zu bestÃ¤tigen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegner.</p> <p class="Urteilstext">Der Gemeinderat Thalheim an der Thur als Mitbeteiligter ersuchte mit Eingabe vom 19. Oktober 2005 ebenfalls um Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides und BestÃ¤tigung der Baubewilligung.</p> <p class="Urteilstext">Am 20. Oktober 2005 beantragte die Vorinstanz ohne weitere Bemerkungen die Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegner verzichteten auf Einreichung einer Beschwerdeantwort.</p> <p class="Urteilstext">Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit rechtserheblich, in den EntscheidgrÃ¼nden wiedergegeben.</p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss Art. 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der gegen den Entscheid der Baurekurskommission gerichteten Beschwerde zustÃ¤ndig.</p> <p class="Urteilstext">Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die rechtzeitige Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Bei der Anwendung von § 238 PBG steht der kommunalen BaubehÃ¶rde ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Trotz umfassender Kognition (§ 20 VRG) haben sich deshalb die Baurekurskommissionen bei der ÃberprÃ¼fung eines Einordnungsentscheids der kommunalen BaubehÃ¶rde ZurÃ¼ckhaltung aufzuerlegen. Beruht dieser auf einer vertretbaren WÃ¼rdigung der massgebenden SachumstÃ¤nde, so hat die Rechtsmittelinstanz ihn zu respektieren und darf nicht ihr eigenes Ermessen an die Stelle desjenigen der kommunalen BehÃ¶rde setzen. Die Rekursinstanz darf erst dann eingreifen, wenn sich die vorinstanzliche ErmessensausÃ¼bung als offensichtlich unvertretbar erweist (RB 1981 Nr. 20; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 20 N. 19).</p> <p class="Urteilstext">Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen im Sinn von § 50 Abs. 2 VRG sowie gemÃ¤ss § 51 VRG eine fÃ¼r den Entscheid erhebliche unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden. Hat die Baurekurskommission einen Einordnungsentscheid der kommunalen BehÃ¶rde aufgehoben, so kann vor Verwaltungsgericht insbesondere geltend gemacht werden, die Rekursinstanz habe ermessensÃ¼berschreitend im Sinn von § 50 Abs. 2 lit. c VRG in die qualifizierte Entscheidungs- und Ermessensfreiheit der Gemeinde eingegriffen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 78). Das Verwaltungsgericht Ã¼berprÃ¼ft dabei lediglich, ob die Rekursinstanz die Ã¤sthetische WÃ¼rdigung der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde als offensichtlich nicht mehr haltbar hat beurteilen dÃ¼rfen; nimmt es stattdessen eine eigene umfassende Beurteilung der Gestaltung und der Eingliederung des Bauvorhabens vor, so Ã¼berschreitet es in willkÃ¼rlicher Weise seine eigene Kognition und verletzt damit gleichzeitig die Gemeindeautonomie (BGr, 21. Juni 2005, 1P.678/2004, www.bger.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Vorinstanz fÃ¼hrte aus, das Bauvorhaben in der Kernzone P halte die erhÃ¶hten Ã¤sthetischen Anforderungen im Sinne von § 238 Abs. 2 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) an ein derartiges Vorhaben nicht ein. Die Kernzone P werde zum einen durch die alte Bausubstanz geprÃ¤gt, die vornehmlich aus stattlichen BauernhÃ¤usern bestehe. Zum andern bestehe der Ortsteil aber auch aus Bauten, die in den letzten 40 Jahren erstellt worden seien. Die meisten dieser neueren GebÃ¤ude seien grossvolumige MehrfamilienhÃ¤user und orientierten sich von ihrer Erscheinung her an den bestehenden BauernhÃ¤usern und ÃkonomiegebÃ¤uden. Allerdings seien auch GebÃ¤ude anzutreffen, die in gestalterischer Hinsicht sorgfÃ¤ltiger hÃ¤tten ausgefÃ¼hrt werden kÃ¶nnen. Es fÃ¤nden sich zusÃ¤tzlich auch kleinvolumige EinfamilienhÃ¤user. P sei durchgrÃ¼nt, was seine besondere QualitÃ¤t als Wohnstandort unterstreiche. Insgesamt ergebe sich der Eindruck eines gut erhaltenen Weilers, der durch seinen ruralen Charakter gekennzeichnet werde. Zum Bauvorhaben fÃ¼hrte die Vorinstanz aus, in gestalterischer Hinsicht bestehe die Ãberbauung aus sieben gleichfÃ¶rmigen GebÃ¤udekomplexen. Die einzelnen GebÃ¤udekÃ¶rper wÃ¼rden sich zwar teilweise durch ihre GrÃ¶sse und in der Detailgestaltung unterscheiden, insgesamt hÃ¤tten sie aber doch eine zu uniforme Gestaltung zur Folge. In ihrer dichten Abfolge ergÃ¤ben die einzelnen GebÃ¤ude zusammen einen eintÃ¶nigen Gesamteindruck, der durch die GrÃ¶sse des BaugrundstÃ¼ckes einerseits und durch die Ãberschaubarkeit der Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse andererseits zu einer unangebrachten Dominanz der neuen Ãberbauung fÃ¼hre. Durch die gestaffelte, reihenweise Anordnung der GebÃ¤ude werde dieser Eindruck zusÃ¤tzlich verstÃ¤rkt. Das Vorhaben habe sodann tief schÃ¼rfende GelÃ¤ndeverÃ¤nderungen zur Folge. Die von der BaubehÃ¶rde verlangten ProjektÃ¤nderungen wÃ¼rden sich vornehmlich auf die Detailgestaltung der Fassade beschrÃ¤nken. Diese fÃ¼hrten nicht zu einer guten Einordnung, da die Ãberbauung als Ganzes die erhÃ¶hten gestalterischen Anforderungen nicht zu erfÃ¼llen vermÃ¶ge. Der Mangel lasse sich nicht auflageweise heilen, sondern erfordere eine umfassende Neukonzipierung. Die geplante Ãberbauung nehme auf das Umfeld zu wenig RÃ¼cksicht. Die BaubehÃ¶rde habe das ihr in Einordnungsfragen zustehende Ermessen mit der Erteilung der baurechtlichen Bewilligung nicht rechtsgenÃ¼gend ausgeÃ¼bt.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Einem ersten Baugesuch vom 6. August 2004 hat die kommunale BaubehÃ¶rde diverse EinwÃ¤nde entgegengehalten, mit der Empfehlung, die PlÃ¤ne zu Ã¼berarbeiten. Wie der Baubewilligung und den AusfÃ¼hrungen der BaubehÃ¶rde in deren Rekursantwort vom 27. April 2005 zu entnehmen ist, kam es in der Folge zur zweimaligen Ãberarbeitung der Baueingabe und zu diversen Besprechungen mit der Bauherrschaft. In der angefochtenen Baubewilligung hat die BaubehÃ¶rde sodann festgehalten, das Vorhaben halte die erhÃ¶hten Anforderungen an ein Bauvorhaben in der Kernzone in verschiedenen Bereichen nicht ein, weshalb diverse ProjektÃ¤nderungen notwendig seien. Die geforderten ProjektÃ¤nderungen wurden im Dispositiv aufgefÃ¼hrt. Es handelt sich bei diesen ProjektÃ¤nderungen um Anpassungen der Fassaden und DÃ¤cher sowie um die Reduktion der GelÃ¤ndeverÃ¤nderungen. Der BaubehÃ¶rde kann damit nicht entgegengehalten werden, sie habe das ihr zustehende Ermessen gar nicht ausgeÃ¼bt. Vielmehr ist ersichtlich, dass sich die BaubehÃ¶rde mit dem Vorhaben intensiv auseinandergesetzt hat. Es stellt sich damit allein die Frage, ob deren<span> Ã¤sthetische WÃ¼rdigung von der Vorinstanz zu Recht als offensichtlich nicht mehr haltbar beurteilt wurde. </span></p> <p class="Erwgung2">Die EinwÃ¤nde der Vorinstanz sind sehr pauschal gehalten. Weshalb die Beurteilung der BaubehÃ¶rde sich als offensichtlich nicht mehr haltbar erweisen sollte, geht daraus nicht hervor. Die WÃ¼rdigung der Vorinstanz, dass das Vorhaben eine zu uniforme Gestaltung bzw. einen eintÃ¶nigen Gesamteindruck aufweise, was zu einer unangebrachten Dominanz der Ãberbauung fÃ¼hre, ist keineswegs zwingend. Zu Recht machen die BeschwerdefÃ¼hrer geltend, der Vorwurf des eintÃ¶nigen Gesamteindrucks durch die Vorinstanz sei einfach eine andere subjektive Ã¤sthetische WÃ¼rdigung des Bauprojekts. Wenn die BaubehÃ¶rde die Beurteilung des Bauvorhabens durch die Vorinstanz nicht teilt, so kann dies aufgrund des der Gemeinde in Einordnungsfragen zustehenden Ermessens nicht beanstandet werden.</p> <p class="Erwgung2">Der vorinstanzliche Schluss, dass die BaubehÃ¶rde das ihr zustehende Ermessen nicht rechtsgenÃ¼gend ausgeÃ¼bt habe, vermag nicht zu Ã¼berzeugen. Die Vorinstanz hat damit zu Unrecht in das der BaubehÃ¶rde zustehende Ermessen eingegriffen. Der vorinstanzliche Entscheid ist daher aufzuheben.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Beschwerdegegner rÃ¼gten im vorinstanzlichen Verfahren, die Baubewilligung weise dermassen viele Auflagen und Bedingungen auf, dass sie sich als "Laien" kein Bild machen kÃ¶nnten, wie das Bauvorhaben schliesslich aussehen werde. Die von der Bauherrschaft noch einzureichenden ProjektÃ¤nderungen und fehlenden PlÃ¤ne kÃ¶nnten von ihnen ja nicht mehr eingesehen werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>MÃ¤ngel eines Baugesuchs kÃ¶nnen laut § 321 Abs. 1 PBG durch Nebenbestimmungen geheilt werden, solange dies ohne besondere Schwierigkeiten geschehen kann. Dies trifft gewÃ¶hnlich dann zu, wenn damit keine wesentliche ProjektÃ¤nderung verbunden ist (RB 1983 Nr. 112 = BEZ 1984 Nr. 5). Sodann ist es zulÃ¤ssig, gewisse Detailfragen einem spÃ¤teren Bewilligungsverfahren vorzubehalten, sofern es sich dabei um Elemente handelt, bei denen der gesetzmÃ¤ssige Zustand auf jeden Fall erreicht werden kann (VGr, 27. April 1989, BEZ 1989 Nr. 14).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Im zu beurteilenden Fall hat die BaubehÃ¶rde keine Nebenbestimmungen erlassen, welche zu wesentlichen ProjektÃ¤nderungen fÃ¼hren wÃ¼rden. Auch wurden keine Bewilligungen vorbehalten, welche mit der Baubewilligung hÃ¤tten koordiniert werden mÃ¼ssen. Sodann hat bereits die Vorinstanz darauf hingewiesen, dass die Folgeentscheide betreffend die ErfÃ¼llung der Nebenbestimmungen den Beschwerdegegnern gestÃ¼tzt auf § 316 Abs. 2 PBG zuzustellen sind und diese damit ihre Rechte vollumfÃ¤nglich wahren kÃ¶nnen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die Beschwerdegegner rÃ¼gten im vorinstanzlichen Verfahren weiter die ungenÃ¼gende Erschliessung des Vorhabens. Die als Quartierstrasse konzipierte M-Strasse sei weder im jetzigen noch im vorgesehenen ausgebauten Zustand geeignet, den Mehrverkehr einer Ãberbauung mit 20 neuen Wohneinheiten zu bewÃ¤ltigen. Zudem sei zu beachten, dass die Ausfahrt der M-Strasse auf die N-Strasse Ã¼ber einen in beiden Gegenrichtungen befahrenen Radstreifen fÃ¼hre.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Eine Baubewilligung darf nur erteilt werden, wenn das BaugrundstÃ¼ck fÃ¼r die darauf vorgesehenen Bauten und Anlagen genÃ¼gend zugÃ¤nglich ist (§ 233 ff. PBG; insbesondere § 237 PBG). GestÃ¼tzt auf den Auftrag in § 237 Abs. 2 PBG hat der Regierungsrat die Normalien Ã¼ber die Anforderungen an ZugÃ¤nge vom 9. Dezember 1987 (Zugangsnormalien) erlassen. Die technischen Anforderungen an die ZugÃ¤nge sind im Anhang der Zugangsnormalien aufgefÃ¼hrt (§ 5 Abs. 2 Zugangsnormalien).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Bereits die BaubehÃ¶rde hat in der Baubewilligung vom 15. MÃ¤rz 2005 festgehalten, dass der normaliengerechte Ausbau der M-Strasse noch ausstehe. Die normaliengerechte Fahrbahnbreite betrage 4,6 m. Die erforderliche Landabtretung fÃ¼r diesen Ausbau habe zu Lasten der Parzelle Nr. 01 (BaugrundstÃ¼ck) zu erfolgen. Der vollstÃ¤ndige Ausbau der Erschliessung gehe zu Lasten des EigentÃ¼mers dieses GrundstÃ¼cks. Unbestrittenermassen wÃ¤re aber der sÃ¼dliche Teil der M-Strasse damit immer noch nicht den Zugangsnormalien entsprechend ausgebaut.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Die Vorinstanz fÃ¼hrte dazu aus, die BaubehÃ¶rde habe vernehmlassungsweise geltend gemacht, den weiteren Ausbau der M-Strasse zu prÃ¼fen. Sodann sei anlÃ¤sslich des Augenscheins geltend gemacht worden, das BaugrundstÃ¼ck sei grundsÃ¤tzlich von Norden her erschlossen. Solange die M-Strasse nicht ausgebaut sei, kÃ¶nne auch eine LÃ¶sung mit einem Einbahnsystem getroffen werden. Eine derartige LÃ¶sung erachtete die Vorinstanz als nicht unbedenklich. Zwar sei gegen eine Erschliessung des BaugrundstÃ¼ckes von Norden her nichts einzuwenden. Es mÃ¼sse dann aber sichergestellt werden, dass die Erschliessung auch tatsÃ¤chlich in dieser Weise erfolge. Aufgrund der Gegebenheiten mit der O-Strasse als Hauptverkehrsachse scheine es mehr als zweifelhaft, dass die Anwohner durch den Weiler fahren wÃ¼rden, um von Norden her zum BaugrundstÃ¼ck zu gelangen, und nicht den direkten Weg von SÃ¼den her zu wÃ¤hlen. Im sÃ¼dlichen Bereich sei die M-Strasse aber zu wenig breit und damit nicht verkehrssicher.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Die M-Strasse weist bis zum BaugrundstÃ¼ck eine Breite von 5 m auf. Dem BaugrundstÃ¼ck entlang soll sie auf 4,6 m ausgebaut werden. Nach dem Anhang Zugangsnormalien genÃ¼gt ein derartiger Ausbau als Zufahrtsstrasse fÃ¼r bis zu 30 Wohneinheiten bzw. bei dichter Bebauung und guter Erschliessung mit Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln bis zu 60 Wohneinheiten. Damit ist das BaugrundstÃ¼ck Ã¼ber den nÃ¶rdlichen Teil der M-Strasse und die auf dem BaugrundstÃ¼ck vorzunehmende Verbreiterung dieser Strasse genÃ¼gend erschlossen. Dass die M-Strasse im SÃ¼den eine geringere Fahrbahnbreite aufweist, ist baurechtlich nicht massgebend. Ob bis zum allfÃ¤lligen Ausbau des sÃ¼dlichen Teils der M-Strasse Massnahmen ergriffen werden sollen, um das Befahren dieses Strassenteils durch die zukÃ¼nftigen Nutzer des vorliegend strittigen Bauvorhabens zu verhindern, braucht hier nicht entschieden zu werden, handelt es sich doch dabei nicht um eine baupolizeiliche, sondern um eine rein strassenpolizeiliche Angelegenheit.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Vorinstanz den Rekurs zu Unrecht gutgeheissen und die Baubewilligung aufgehoben hat. Die Beschwerde ist daher gutzuheissen und die Baubewilligung vom 15. MÃ¤rz 2005 antragsgemÃ¤ss wieder herzustellen. Angesichts dieses Verfahrensausgangs werden die Beschwerdegegner solidarisch kostenpflichtig (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Die Voraussetzungen zur Bezahlung von ParteientschÃ¤digungen sind nicht gegeben (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Entscheid der Baurekurskommission IV vom 8. September 2005 wird aufgehoben und die Baubewilligung des Gemeinderates Thalheim an der Thur vom 15. MÃ¤rz 2005 wieder hergestellt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 6'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 180.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 6'180.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Rekurskosten von Fr. 4'972.- sowie die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden unter solidarischer Haftung zu je 1/6 den Beschwerdegegnern 1.1 und 1.2 und zu je 1/3 den Beschwerdegegnern 2 und 3 auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>