200 16 858 IV SCP/ZID/SEE Verwaltungsgericht des Kantons Bern Sozialversicherungsrechtliche Abteilung Urteil vom 6. Juni 2017 Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Grütter Gerichtsschreiber Zimmermann A.________ vertreten durch Rechtsanwalt B.________ Beschwerdeführer gegen IV-Stelle Bern Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern Beschwerdegegnerin betreffend Verfügung vom 16. August 2016 Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juni 2017, IV/16/858, Seite 2 Sachverhalt: A. Der 1958 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be- schwerdeführer) meldete sich im Januar 2007 mit Hinweis auf eine De- pression bei der IV-Stelle Bern (nachfolgend: IVB bzw. Beschwerdegegne- rin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 1). Nach- dem die IVB erwerbliche und medizinische Abklärungen (AB 6 ff.) vorge- nommen resp. insbesondere ein interdisziplinäres (allgemeinmedizinisches, rheumatologisches und psychiatrisches) Gutachten vom 15. Mai 2008 (AB 24) eingeholt hatte, sprach sie dem Versicherten mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 20. November 2008 (AB 34) eine halbe Rente ab 1. August 2007 zu. Auf ein Revisionsgesuch des Versicherten vom 17. August 2010 (AB 43) trat die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 24. November 2010 (AB 49) nicht ein. Ein erneutes Revisions- bzw. Erhöhungsgesuch vom 4. August 2011 (AB 52) wies sie nach Vorliegen des interdisziplinären (all- gemeinmedizinischen, rheumatologischen und psychiatrischen) Gutachtens vom 21. Dezember 2012 (AB 63) mit unangefochten gebliebener Verfü- gung vom 14. Februar 2013 (AB 67) ab. B. Im Rahmen einer von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevision im De- zember 2014 (vgl. AB 69) holte die IVB Verlaufsberichte der behandelnden Ärzte (AB 70 f., 78) ein und veranlasste auf Empfehlung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; AB 75) eine polydisziplinäre Begutachtung (all- gemeinmedizinisches, neurologisches, orthopädisches und psychiatrisches Gutachten vom 4. März 2016; AB 91.1). Mit Vorbescheid vom 3. Juni 2016 stellte die IVB unter Hinweis auf die Schlussbestimmungen der Änderung vom 18. März 2011 (6. IV-Revision, erstes Massnahmenpaket, in Kraft seit 1. Januar 2012; nachfolgend Schlussbestimmungen der 6. IV-Revision) des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juni 2017, IV/16/858, Seite 3 SR 831.20) die Aufhebung der Rente in Aussicht (AB 96). Nach erhobenem Einwand (AB 100, 102) hob die IVB die Rente entsprechend dem Vorbe- scheid mit Verfügung vom 16. August 2016 (AB 105) per Ende des der Verfügungszustellung folgenden Monats auf. C. Hiergegen liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, mit Eingabe vom 15. September 2016 Beschwerde erheben und beantra- gen, die Verfügung vom 16. August 2016 sei aufzuheben, eventualiter sei ihm unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung ab Oktober 2016 eine Viertelsrente zuzusprechen. Im Wesentlichen macht er geltend, eine Über- prüfung der laufenden Rente gestützt auf die Schlussbestimmungen der 6. IV-Revision sei vorliegend ausgeschlossen, da weder die ursprüngliche Rentenzusprache ausschliesslich aufgrund der Diagnose eines pathogene- tisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildes erfolgt sei noch im Revisionszeitpunkt ausschliesslich ein solches vorliege. Ausserdem liege kein (materieller) Revisionsgrund vor. Die Beschwerdegegnerin beantragt mit Beschwerdeantwort vom 21. Okto- ber 2016 die Abweisung der Beschwerde. Sie erachtet die Rentenaufhe- bung schon gestützt auf die Schlussbestimmungen als zulässig, anderer- seits liege aber auch ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 des Bundes- gesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversi- cherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vor. Mit Eingabe vom 15. November 2016 verzichtete der Beschwerdeführer auf die Einreichung von Schlussbemerkungen. Mit prozessleitender Verfügung vom 17. Februar 2017 wies der Instrukti- onsrichter auf eine mögliche Schlechterstellung in Bezug auf den Anspruch auf Weiter- bzw. Wiederausrichtung der bisherigen Rente nach Absatz 3 der Schlussbestimmungen im Falle einer Bestätigung der Rentenaufhe- bung gestützt auf Art. 17 ATSG hin. Im Wissen darum hielt der Beschwer- deführer mit Eingabe vom 2. März 2017 ausdrücklich an der Beschwerde fest.Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juni 2017, IV/16/858, Seite 4 Erwägungen: 1. 1.1Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche- rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Be- schwerden gegen solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im vorin- stanzlichen Verfahren mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 1.2Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 16. August 2016 (AB 105). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente der Invalidenversicherung und in diesem Zusammenhang die Rechtmässigkeit der verfügten Rentenaufhebung. 1.3Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 1.4Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 2. 2.1Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau- ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er- werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juni 2017, IV/16/858, Seite 5 oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand- lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er- werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar- beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 2.2Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän- kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab- wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Vermutung, wonach eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung oder ein vergleichbarer ätiolo- gisch unklarer syndromaler Zustand mit zumutbarer Willensanstrengung überwindbar ist, aufgegeben (E. 3.5). Unverändert ist jedoch auch in Zu- kunft dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrachtungs- weise von der grundsätzlichen "Validität" der versicherten Person auszu- gehen ist (E. 3.7.2). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restarbeits- fähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgegliche- nen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Befundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Ge- sundheitsbeeinträchtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 281 E. 2.1 S. 285). 2.3Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juni 2017, IV/16/858, Seite 6 wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be- fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti- gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 281 E. 2.1 S. 285). 2.4Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali- ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch- führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass- nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits- marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). 2.5Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha- ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg- lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 2.6Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu- chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt- nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juni 2017, IV/16/858, Seite 7 schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her- kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352). 2.7Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi- dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh- ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a). 2.8 2.8.1Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge- hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentli- che Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den In- validitätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 E. 3.5 S. 349). Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfü- gung und anderseits derjenige zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern eine materielle Überprüfung des Leis- tungsanspruches tatsächlich stattgefunden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsabklärung, eine Beweiswürdigung und gege- benenfalls – sofern Hinweise für eine Änderung in den erwerblichen Aus- wirkungen des Gesundheitszustands bestanden – ein Einkommensver- gleich durchgeführt worden sind (BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.2).Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juni 2017, IV/16/858, Seite 8 2.8.2Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit- punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge- funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab- klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu- stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind (BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.2). 2.8.3Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren- tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag- gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali- ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1). 2.8.4Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtlichen Beweisthemas und des Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderun- gen von bloss abweichenden Bewertungen abzugrenzen, muss deutlich werden, dass die Fakten, mit denen die Veränderung begründet wird, neu sind oder dass sich vorbestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ihrem Ausmass substantiell verändert haben. Eine verlässliche Abgrenzung der tatsächlich eingetretenen von der nur angenommenen Veränderung ist als erforderliche Beweisgrundlage nicht erreicht, wenn bloss nominelle Dif- ferenzen diagnostischer Art bestehen. Die Feststellung über eine seit der früheren Beurteilung eingetretene tatsächliche Änderung ist hingegen genügend untermauert, wenn die ärztlichen Sachverständigen aufzeigen, welche konkreten Gesichtspunkte in der Krankheitsentwicklung und im Ver- lauf der Arbeitsunfähigkeit zu ihrer neuen diagnostischen Beurteilung und Einschätzung des Schweregrades der Störungen geführt haben (SVR 2013 IV Nr. 44 S. 136 E. 6.1.3).Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juni 2017, IV/16/858, Seite 9 2.9Gemäss lit. a der Schlussbestimmungen der 6. IV-Revision werden Renten, die bei pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Be- schwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage gesprochen wurden, innerhalb von drei Jahren nach Inkrafttreten dieser Änderung überprüft. Sind die Voraussetzungen nach Art. 7 ATSG nicht erfüllt, so wird die Rente herabgesetzt oder aufgehoben, auch wenn die Voraussetzungen von Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind (Abs. 1). Davon nicht erfasst sind Personen, die im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Änderung das 55. Al- tersjahr zurückgelegt haben oder im Zeitpunkt, in dem die Überprüfung eingeleitet wird, seit mehr als 15 Jahren eine Rente der Invalidenversiche- rung beziehen (Abs. 4). Als relevanter Anknüpfungspunkt für den über 15- jährigen Rentenbezug gilt der Beginn des Rentenanspruchs und nicht das Datum der (rechtskräftig erlassenen) Rentenverfügung (BGE 139 V 442 E. 4.3 S. 450). 3. Zu prüfen ist die Rechtmässigkeit der umstrittenen Rentenaufhebung. Hier- zu ist der Sachverhalt im Zeitpunkt der letzten rechtskräftigen Verfügung mit umfassender materieller Prüfung des Rentenanspruchs vom 14. Febru- ar 2013 (AB 67) mit demjenigen im Zeitpunkt der hier angefochtenen ren- tenaufhebenden Verfügung vom 16. August 2016 (AB 105) zu vergleichen und zu prüfen, ob in dieser Zeit eine Änderung in tatsächlichen Verhältnis- sen eingetreten ist, welche geeignet ist, den bisherigen Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.8 hiervor). 3.1Bei Erlass der Verfügung vom 14. Februar 2013 (AB 67) stützte sich die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen auf das interdisziplinäre Gutach- ten des C.________ (MEDAS C.________) vom 21. Dezember 2012 (AB 63). Darin wurden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidi- vierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode mit somati- schem Syndrom und Somatisierungstendenzen mit deutlicher vegetativer Symptomatik und Angstsymptomatik sowie ein lumbalbetontes panverte- brales Syndrom mit/bei degenerativen Veränderungen der Lendenwir- belsäule und Haltungsinsuffizienz (S. 22 Ziff. 7) und ohne Auswirkungen Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juni 2017, IV/16/858, Seite 10 auf die Arbeitsfähigkeit ein Diabetes mellitus II, eine Adipositas, eine unkla- re Beinschwäche beidseits, Spannungskopfschmerzen und ein Status nach Unfall mit Sturz in die Tiefe mit Rippenserienfrakturen links und Hämatoth- rax im Mai 2012 diagnostiziert (S. 23 Ziff. 8). Die depressive Symptomatik äussere sich in Schlafstörungen, Gereiztheit, mangelnder Libido, Antriebs- losigkeit und in Form katastrophisierender Vorstellungen und Ängsten, ve- getativen Symptomen wie Bauchkrämpfen, Zittern und Schwindel. Der Be- schwerdeführer berichte über anhaltende Rückenschmerzen vor allem im Kreuzbereich mit immer wieder auftretender leichter Schwäche in den Oberschenkeln bei längerem Gehen. Bei der klinischen Untersuchung finde man Zeichen eines leicht ausgeprägten lumbovertebralen Syndroms ohne Hinweise für radikuläre Reiz- oder Ausfallsphänomene. Da zuletzt auswär- tig durchgeführte Computertomogramm der Lendenwirbelsäule von August 2008 ergebe degenerative Veränderungen im unteren LWS-Abschnitt (S. 23 Ziff. 9). Bereits aufgrund der somatischen Befunde sei die zuletzt ausgeübte …-Tätigkeit nicht mehr zumutbar, zumal der Beschwerdeführer auch angebe, an Schwindel zu leiden. Des Weiteren sei dieser Beruf mit körperlichen Zwangshaltungen verbunden, die ihm aufgrund des Rücken- leidens nicht mehr zumutbar seien (S. 23 Ziff. 10). Für körperlich adaptierte Tätigkeiten ohne repetitives Lastenheben, ohne körperliche Zwangshaltun- gen und ohne Besteigen von Gerüsten und Leitern bestehe aus somati- scher Sicht eine Einschränkung von rund 20 % wegen vermehrten Pausen. Aufgrund des psychiatrischen Leidens ergebe sich eine zusätzliche Ein- schränkung der Arbeitsfähigkeit. Der Beschwerdeführer sei aufgrund des psychiatrischen Leidens in seiner psychophysischen Belastbarkeit, seiner Kraftentfaltung und seiner Ausdauer eingeschränkt, sodass gesamthaft von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % auszugehen sei (S. 24 Ziff. 11). Der Be- schwerdeführer traue sich in deutlich regressiver Manier keinerlei Arbeits- leistungen mehr zu, sodass er auch kaum zu motivieren sei, wieder eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen (S. 24 f. Ziff. 13). 3.2Hinsichtlich der Entwicklung des Gesundheitszustandes seit Erlass der Verfügung vom 14. Februar 2013 (AB 67) lässt sich den Akten im We- sentlichen das Folgende entnehmen:Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juni 2017, IV/16/858, Seite 11 3.2.1Im Bericht vom 23. Januar 2015 ging der Hausarzt Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, von einer zuneh- menden depressiven Symptomatik aus (AB 70/3 Ziff. 11). 3.2.2Der behandelnde Psychiater Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte im Bericht vom 27. Januar 2015 (AB 71) eine rezidivierende mittelschwere depressive Störung mit anhaltender somatoformer Schmerzstörung. Zeitweilig wirke der Be- schwerdeführer agitiert, dann wieder verzweifelt und gehemmt. Eine hoch- gradige Niedergeschlagenheit, Konzentrationsstörung und Vergesslichkeit sowie erhebliche Störung der Vitalgefühle stünden ganz im Vordergrund und prägten Passivität und schwere Antriebslosigkeit. Sowohl aus der er- kennbaren Entwicklung der Schmerzen als auch die Fixierung auf eine so- matische Krankheit und der Therapieresistenz würden geradezu überdeut- lich auf einen Konversionsmechanismus hinweisen. Die zeitweilig depres- siven Episoden auf die Reaktion seiner Schmerzen seien zunehmend län- ger geworden und hätten sich jetzt zu einer anhaltenden, vollständig chro- nifizierten, verinnerlichten und therapieresistenten schweren Episode ent- wickelt. Damit läge die Kombination zweier schwerer psychischer Störungsbilder vor, die erhebliche Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit in einer beliebigen beruflichen Tätigkeit hätten (AB 71/3 Ziff. 10; vgl. auch AB 71/5 ff. und 78/2 ff.). 3.2.3Bezugnehmend auf die Aktivitäten des Beschwerdeführers (insbe- sondere Flüge in die Ferien) ging die RAD-Ärztin Dr. med. F.________, Fachärztin für Anästhesiologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie, im Bericht vom 8. April 2015 (AB 73) von einer Verbesserung des psychiatri- schen Gesundheitsschadens aus, da eine schwere psychiatrische Erkran- kung, auch eine Depression von entsprechender Ausprägung, damit nicht vereinbar wäre. Was der Beschwerdeführer an Aktivitäten und Kontakten zeige (inklusive seinem Hobby als …) relativiere die Angaben zu den psychiatrischen Befunden des behandelnden Psychiaters (vgl. E. 3.2.2 hiervor). Eine psychiatrische schwere Erkrankung zusätzlich zu psychoso- matischen Beschwerden sei nicht ausgewiesen, damit auch keine Ver- schlechterung gegenüber den Vorbefunden (AB 73/4; vgl. auch AB 75/2).Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juni 2017, IV/16/858, Seite 12 3.2.4Die Gutachter der G.________ (MEDAS G.________) diagnostizier- ten im polydisziplinären Gutachten vom 4. März 2016 was folgt (AB 91.1/31 Ziff. 5.1): Mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit - chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom bei schweren degenerativen Ver- änderungen in der LWS und neuroforminaler Enge L5/S1 beidseits - rezidivierende depressive Störung, leichtgradiger Episode (ICD-10 F33.1) - dysfunktionale Krankheitsverarbeitung (ICD-10 F54.4) - Verdacht auf Claudicatio spinalis Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit - HWS-Beschwerden ohne radiologisches Korrelat - Diabetes mellitus Typ 2 - arterielle Hypertonie - Adipositas - Status nach Spontanabgang eines Nierensteins Februar 2012 - Status nach Nikotinabusus (20 py) - anamnestisch elektrokardiografisch Q in III und AVF - Kopfweh vom Spannungstyp, Medikamentenübergebrauch - Status nach S1 Läsion rechts - Schwindel, nicht vestibulär - anankastische Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.0) Die Rückenbelastbarkeit sei erheblich herabgesetzt (AB 91.1/32 Ziff. 5.1.2). Arbeiten in gebückter, kniender und kauernder oder hockender Haltung seien nicht zumutbar wie auch Arbeiten mit ausschliesslich Treppenstei- gen, Besteigen von Gerüsten, in Höhen und auf unebenem Gelände. Rein gehende, rein stehende und rein sitzende Arbeiten und solche mit monoto- ner Haltung des Oberkörpers seien nicht zumutbar. Gehen mit Tragen von schweren Gewichten über 5 kg seien nicht zumutbar. Das Zumutbar- keitsprofil eines … entspreche nicht diesem Zumutbarkeitsprofil; entspre- chend bestehe in der angestammten Tätigkeit keine verwertbare Arbeits- fähigkeit mehr; in einer Verweistätigkeit bestehe hingegen eine Arbeits- fähigkeit von 100 % (AB 91.1/27 Ziff. 4.1.1). Psychiatrisch habe sich der Zustand verbessert. Es liege keine somatofor- me Störung mehr vor (AB 91.1/32 Ziff. 5.1.2). Es fänden sich zwar Leiden, nicht jedoch eine anhaltende schwerwiegende psychiatrische Erkrankung, die ein positives Leistungsbild in einer angepassten (leichten, einfach struk- turierten) Tätigkeit um mehr als 33 % einschränken würde. Auf psychiatri- schem Gebiet sei von einer leicht abgesenkten Stimmungslage und erleb- ter Perspektivenlosigkeit mit klar formulierter Erwartung eines Zuspruchs Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juni 2017, IV/16/858, Seite 13 einer vollen Invalidenrente auszugehen. Während der Untersuchung sei es dem Beschwerdeführer gut möglich gewesen, sich zwei Stunden zu kon- zentrieren. Auch die Erledigung von Arbeiten mit den … sei ihm eigenen Aussagen zufolge während zweier Stunden möglich. Im Januar 2015 sei vom behandelnden Psychiater noch eine schwere Antriebslosigkeit, erheb- liche Störung der Vitalgefühle, hochgradige Niedergeschlagenheit sowie Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit beschrieben worden (vgl. E. 3.2.2 hiervor). Im Sommer 2015 sei es ihm bereits wieder möglich ge- wesen, einen Monat in seine Heimat zu fahren und sogar alleine zurückzu- fliegen, was sich mit einem schweren depressiven Störungsbild nicht decke (AB 91.1/23 ff. Ziff. 3.3.3). Nach dem Dargelegten bestehe aus interdisziplinärer Sicht eine Restar- beitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit von mindestens 66 %. Die degenera- tiven Veränderungen der LWS seien erstmalig 2012 anlässlich der Begut- achtung festgehalten worden. Es sei jedoch davon auszugehen, dass diese sicherlich schon seit mehreren Jahren bestehen. Die Arbeitsfähigkeit von 0 % als … könne entsprechend sicherlich rein orthopädisch schon ab 2008 postuliert werden, ebenso die Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht von 100 % in einer Verweistätigkeit. Die Restarbeitsfähigkeit von mindestens 66 % aus psychiatrischer Sicht gelte seit der letzten Revision (AB 91.1/30 Ziff. 4.1.6). Der Beschwerdeführer limitiere sich selbst durch sein Schmer- zerleben, durch die dysfunktionale Krankheitsverarbeitung, die Prognose sei nicht durch schwere psychiatrische Krankheit limitiert, jedoch durch fehlendes Anreizsystem eher ungünstig (AB 91.1/30 Ziff. 4.1.7). 3.3Das polydisziplinäre Gutachten der MEDAS G.________ vom 4. März 2016 (AB 91.1; vgl. E. 3.2.4 hiervor) erfüllt die Voraussetzungen der Rechtsprechung an Expertisen (vgl. E. 2.6 hiervor) und erbringt vollen Beweis (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b bb S. 353). Wie sogleich aufzuzeigen sein wird, äussert sich dieses entgegen den Vorbringen in der Beschwerde, S. 9 Art. 9, genügend zu einer allfälligen Veränderung des Sachverhalts. Das Gutachten wurde denn auch vor dem Hintergrund einer bestehenden, vom RAD aber im Ausmass angezweifelten Arbeitsfähigkeit (vgl. AB 91.1/15 Ziff. 2.5.1) und damit mit Blick auf eine allfällige Veränderung des Sachverhalts in Auftrag gegeben. Im somatischen Bereich scheinen Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juni 2017, IV/16/858, Seite 14 sich indessen keine wesentlichen Änderungen ergeben zu haben: Dem orthopädischen Teilgutachten zufolge seien die degenerativen Verände- rungen der LWS erstmalig 2012 anlässlich der Begutachtung festgehalten worden und es sei davon auszugehen, dass diese sicherlich schon seit mehreren Jahren bestünden. Die Arbeitsfähigkeit von 0 % als … könne entsprechend sicherlich rein orthopädisch schon ab 2008 postuliert werden, ebenso die Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer Verweistätigkeit (AB 91.1/20 Ziff. 2.5.8.6). Auch unter neurologischen Gesichtspunkten wurden Arbeiten auf dem … realistischerweise als nicht zumutbar, angepasste Tätigkeiten hingegen als zumutbar erachtet (AB 91.1/22 f. Ziff. 3.2.3). Soweit im Gut- achten der MEDAS C.________ von 2013 aus somatischer Sicht eine Ein- schränkung von rund 20 % (wegen vermehrten Pausen; AB 63/24) postu- liert worden ist, scheint es sich nunmehr um eine bloss abweichende Be- wertung zu handeln (vgl. E. 2.8.4 hiervor). Indessen wird vorliegend die Invalidität mit einem psychiatrischen Leiden begründet (so AB 91.1/15 Ziff. 2.5.1, 91.1/18 Ziff. 2.5.5). Im Gutachten der MEDAS G.________ ist diesbezüglich von einem verbesserten Zustand die Rede (AB 91.1/32 Ziff. 5.1.2). Präzisierend wird im psychiatrischen Teilgutachten (AB 91.3) festgehalten, die Diagnose der somatoformen autonomen Funktionsstörung (des Gastrointestinaltraktes; ICD-10 F45.38) sei klinisch nicht mehr nach- weisbar, sei zuletzt 2008 postuliert worden, habe als mindestens seit aktu- eller Antragstellung remittiert zu gelten und sei somit im vorliegenden Fall nicht zu codieren (S. 18). 3.3.1Verdeutlicht wird diese Veränderung mit Blick nicht bloss auf das Gutachten der MEDAS C.________ vom 21. Dezember 2012 (AB 63; vgl. E. 3.1 hiervor), sondern zusätzlich das ältere vom 15. Mai 2008 (AB 24). Diagnostiziert wurde damals eine depressive Störung mittelgradiger Episo- de mit ausgeprägter vegetativer Symptomatik sowie eine dissoziative Störung der Bewegung und Empfindung (Gangstörung) und ein Verdacht auf eine somatoforme autonome Funktionsstörung des Gastrointestinaltrak- tes (AB 24/16 Ziff. 3.3.4). Das depressive Syndrom zeichne sich insbeson- dere durch Resignation, Selbstentwertungstendenz und Leeregefühl aus und sei von erheblichen vegetativen Symptomen begleitet und habe schliesslich auch kognitive Auswirkungen. Darüber hinaus seien die vom Beschwerdeführer beschriebenen (Kopf-)Schmerzzustände trotz bisher Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juni 2017, IV/16/858, Seite 15 intensiver Abklärungen keinem organischen Korrelat zuzuordnen, weshalb eine somatoforme Schmerzkomponente postuliert werden müsse, ebenso eine somatoforme autonome Funktionsstörung zur Erklärung der von ihm beklagten Beschwerden im Bereiche des Magen-Darm-Traktes. Die Sym- ptomatologie sei auch stark angstüberlagert, insbesondere spielten katas- trophisierende Vorstellungen eine Rolle. Die mit der depressiven Störung interferierenden vegetativen Störungen wie Schwindel usw. sowie die Er- schöpfungszustände und eine affektive Komponente (ängstlich-depressiv bzw. stark angstüberlagerte Symptomatik) würden die Arbeitsfähigkeit be- einträchtigen (AB 24/17 f.). Seither ist bis zur neuerlichen Begutachtung durch die MEDAS C.________ im Jahr 2012 (AB 63; vgl. E. 3.1 hiervor) nach Ansicht der Gutachter keine Veränderung der gesundheitliche Situati- on eingetreten (AB 63/24 Ziff. 11). Die depressive Symptomatik scheine zwar etwas abgenommen zu haben, manifestiere sich aber noch in Durch- schlafstörungen, Antriebslosigkeit, Reizbarkeit, Lärmempfindlichkeit sowie vegetativen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Mundtrockenheit und Bauchkrämpfen und kalten Akren. Der Beschwerdeführer zeige einen et- was verlangsamten Denkablauf und es finde sich eine gewisse Angstsym- ptomatik mit katastrophisierenden Vorstellungen. Insgesamt erscheine er deutlich minderbelastbar. Insgesamt habe sich der psychische Zustand nicht grundlegend geändert bzw. relevant verbessert. Wie bei einer rezidi- vierenden depressiven Störung üblich könnten immer wieder Exazerbatio- nen der depressiven Symptomatik auftreten (AB 63/20 f. Ziff. 4.3.5). 3.3.2Seit diesen Gutachten durch die MEDAS C.________ ist es gemäss aktuellem Gutachten der MEDAS G.________ vom 4. März 2016 (AB 91; vgl. E. 3.2.4 hiervor) zu einer erhebliche Abnahme der Psychopathologie gekommen: So wird im aktuellen psychiatrischen Teilgutachten (AB 91.3) ausdrücklich festgehalten, verglichen mit der Eintrittsdiagnose bei der letz- ten Hospitalisation im 2013 (rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige bis schwere Episode und anhaltende somatoforme Schmerzstörung) habe die Psychopathologie aktuell erheblich abgenommen; in den letzten zwei Jahren sei es zu keiner erneuten Hospitalisation gekommen, es scheine, dass die Symptomatik nicht wieder exacerbiert sei seit der letzten Hospitalisation (S. 13 Ziff. 4.3.2.4). Zwar seien im Januar 2015 vom behandelnden Psychiater Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juni 2017, IV/16/858, Seite 16 noch schwere Antriebslosigkeit, erhebliche Störung der Vitalgefühle, hochgradige Niedergeschlagenheit, Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit beschrieben worden (vgl. E. 3.2.2 hiervor), doch sei es dem Beschwerdeführer im Sommer 2015 bereits wieder möglich gewesen, einen Monat in seine Heimat zu fahren und sogar alleine zurückzufliegen, was sich mit einem anhaltend schweren depressiven Störungsbild nicht decke (S. 23 Ziff. 5.3.5). Im aktuellen psychopathologischen Befund fänden sich keine durchgängig abgesenkte Stimmung, durchgängig verminderter Antrieb oder durchgängig verminderte Vitalgefühle mehr; es habe sich zum Untersuchungszeitpunkt eine leicht abgesenkte Stimmung gezeigt, möglicherweise Hinweise auf leichte Konzentrationsprobleme, leichte Müdigkeit bzw. leichte Erschöpfung, was sich als eine leichte Depressivität im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung zeige (ICD-10 F33.1; S. 15, Ziff. 5.2.1). Bewusstseinsstörungen und Orientierungsstörungen fänden sich nicht, kognitive Störungen liessen sich nicht durchgängig objektivieren, psychonahes Erleben liege nicht vor. Die Emotionalität sei nicht durchgängig negativ geprägt, lediglich leicht niedergedrückt. Eine leichte Störung der Vitalität könne nicht ausgeschlossen werden. Somatisierungstendenz im Rahmen des depressiven Geschehens scheine gegeben. Eigentliche Verhaltensauffälligkeiten im Sinne von Selbstverletzung und Zwängen bestünden nicht, jedoch imponiere eine für den Beschwerdeführer möglicherweise typische Passivität, die ihn in der Anpassung an die Umweltanforderungen eher hemme. Zwischenmenschliche Probleme im Sinne von Konflikten könnten durch Äusserungen von Gereiztheit nicht ausgeschlossen werden, im Vorbefund ebenfalls beschriebene Konflikte zwischen den Eheleuten. Sozialer Rückzug und soziale Dekonditionierung scheinen nicht gegeben. Aus dem Befund lasse sich ein eher leichtes Ausmass des Schweregrades der Psychopathologie ableiten (S. 20 Ziff. 5.2.2.2). Auf psychiatrischem Gebiet sei von einer leicht abgesenkten Stimmungslage und erlebter Perspektivenlosigkeit mit klar formulierter Erwartung eines Zuspruchs einer vollen IV-Rente auszugehen. Es fänden sich zwar Leiden, nicht jedoch eine anhaltend schwerwiegende psychiatrische Erkrankung, die ein positives Leistungsbild in einer angepassten Tätigkeit vollständig einschränken würde. Man komme nicht umhin, Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit zu attestieren (S. 21 Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juni 2017, IV/16/858, Seite 17 Ziff. 5.3.1.3). Wesentlich ist dabei, dass nicht bloss hinsichtlich der depressiven Störung (nur noch leichtgradig bzw. in Form einer Dysthymie; vgl. dazu insb. AB 91.3/11 f. betr. fehlenden Hinweisen auf Einschlaf- und Durchschlafprobleme, sozialen Rückzug etc.; vgl. dazu auch die angefochtene Verfügung [AB 105], S. 4 unten) eine Verbesserung eingetreten ist, sondern die zuvor mit der depressiven Störung noch interferierenden und die Arbeitsfähigkeit wesentlich beeinträchtigenden Begleitstörungen (somatoforme autonome Funktionsstörung des Gastrointestinaltraktes [vgl. dazu AB 91.3/18]; Gangstörung im Sinne einer dissoziativen Störung der Bewegung und Empfindung [AB 91.3/17]; stark angstüberlagerte Symptomatik [AB 91.3/11]: nicht ängstlich oder affektarm) sind nicht mehr feststellbar. 3.4Damit ist eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes ausgewiesen, was einen materiellen Revisionsgrund nach Art. 17 ATSG darstellt und zur freien Prüfung des Rentenanspruchs führt (vgl. E. 2.8.3 hiervor). Die Beschwerdegegnerin hat die Rente gestützt auf die Schlussbestim- mungen zur 6. IV-Revision revidiert (vgl. die angefochtene Verfügung vom 16. August 2016; AB 105). Wie soeben dargelegt ist seit der letzten rechts- kräftigen Verfügung mit umfassender materieller Prüfung des Rentenan- spruchs eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes einge- treten, womit ein Revisionsgrund nach Art. 17 ATSG zu bejahen ist. Ob daneben die Rente im Sinne der angefochtenen Verfügung auch gestützt auf die Schlussbestimmungen zur 6. IV-Revision revidierbar wäre (vgl. E. 2.9 hiervor), kann somit offen gelassen werden, da der Rentenanspruch des Beschwerdeführers so oder anders frei zu überprüfen ist. Auf die Fol- gen einer Rentenaufhebung mit substituierter Begründung wurde der Be- schwerdeführer in der prozessleitenden Verfügung vom 17. Februar 2017 hingewiesen, womit er die daraus für ihn – bei möglicherweise wiederzu- gewinnender Eingliederungsbereitschaft – resultierende Schlechterstellung zu erdulden hätte. 3.5Der interdisziplinären Beurteilung der Gutachter der MEDAS G.________ zufolge wirken sich (noch immer) ein chronisches lumbospon- dylogenes Schmerzsyndrom bei schweren degenerativen Veränderungen Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juni 2017, IV/16/858, Seite 18 der LWS und neuroforminaler Enge L5/S1 beidseits, eine rezidivierende depressive Störung leichtgradiger Episode, eine dysfunktionale Krankheits- verarbeitung und der Verdacht auf Claudicatio spinalis auf die Arbeitsfähig- keit in der angestammten Tätigkeit als … aus (AB 91.1/35 Ziff. 5.3.1), dies seit dem Jahr 2008 (AB 91.1/38 Ziff. 5.6.1). In einer angepassten Tätigkeit wird er indessen aus somatischer Sicht seit 2008 als voll arbeitsfähig er- achtet; Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit werden ausschliesslich mit psychiatrischen Leiden begründet (AB 91.1/38 Ziff. 5.6.2; vgl. bereits E. 3.3 hiervor). Relevant sind somit ein depressives Geschehen leichter Ausprä- gung und eine dysfunktionale Krankheitsverarbeitung auf dem Hintergrund einer Rentenbegehrlichkeit ("[…] final ausgerichtete Entschädigungshaltung in Erwartung einer vollen Rente"; AB 91.3/19). Einer leichtgradigen depressiven Episode ist ohnehin der invalidisierende Charakter abzusprechen ( BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f.; vgl. auch Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 15. Mai 2017, 8C_753/2016, E. 4.3). Das dysfunktionale Verhalten ist nach der Aktenlage bewusstseinsnah und vom Beschwerdeführer dahin gesteuert, das zu erhalten, was er will. So führte er im freien Vortrag (AB 91.3/4 f. Ziff. 3.2.1) denn auch aus, wenn er sich aufrege, würden die Familienangehörigen nachgeben. Bei einer so erlernten Verhaltensstörung im Sinne einer dysfunktionalen Verarbeitung von Schmerzen handelt es sich nicht um eine psychiatrische Diagnose mit Krankheitswert, welche die Arbeitsfähigkeit zu beeinträchtigen vermöchte (Entscheid des BGer vom 9. August 2011, 8C_369/2011, E. 4.3). Ganz allgemein stellen aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht Verhaltensmuster und Beschwerden, welche durch eine Rentenbegehrlichkeit bestimmt und gesteuert werden, keinen invalidisierenden Gesundheitsschaden dar (vgl. vgl. ULRICH MEYER/ MARCO REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, Art. 4 S. 21 f.). Auch wenn das Gutachten der MEDAS G.________ vom 4. März 2016 (AB 91.1) grundsätzlich überzeugt, ist nach dem eben Dargelegten die Beschwerdegegnerin zu Recht von der gutachterlichen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit abgewichen. Damit vermag der Beschwer- deführer eine angepasste Tätigkeit vollumfänglich und ohne Minderung der Leistungsfähigkeit auszuüben.Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juni 2017, IV/16/858, Seite 19 3.6Dem entsprechend resultiert von vornherein kein rentenbegründen- der Invaliditätsgrad mehr (vgl. E. 2.4 hiervor). Selbst unter Gewährung ei- nes Abzuges von 20 % wegen nicht mehr möglicher Schwerarbeit ergibt sich noch immer ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad (vgl. dazu die Berechnung der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 16. August 2016; AB 105/3). 4. 4.1Zu prüfen bleibt ein allenfalls vorgängiger Anspruch des Beschwer- deführers auf berufliche Massnahmen vor der Renteneinstellung. Die Rechtsprechung hat in ganz besonderen Ausnahmefällen nach lang- jährigem Rentenbezug trotz medizinisch (wieder) ausgewiesener Leis- tungsfähigkeit vorderhand weiterhin eine Rente zugesprochen, bis mit Hilfe medizinisch-rehabilitativer und/oder beruflich-erwerblicher Massnahmen das theoretische Leistungspotential ausgeschöpft werden kann, weil in je- dem Einzelfall feststehen muss, dass die (wiedergewonnene) Erwerbs- fähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (erneut) verwertbar ist (Art. 7 Abs. 1 i.V.m. Art. 16 ATSG). Eine unmittelbare Anrechenbarkeit des Inva- lideneinkommens ist dann zu verneinen, wenn Eingliederungsmassnahmen entweder aus medizinischer oder aus beruflich-erwerblicher Sicht unab- dingbare Voraussetzung für eine Umsetzung eines (potentiellen) funktionel- len Leistungsvermögens sind. Aus medizinischer Sicht fällt der Schluss der (vorläufigen) Nichtanrechenbarkeit eines auf der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit beruhenden Invalideneinkommens in Betracht, wenn das grundsätzlich attestierte Leistungsvermögen in der ärztlichen Beurteilung unter den ausdrücklichen Vorbehalt der Durchführung befähigender Mass- nahmen gestellt wird. Aus beruflich-erwerblicher Sicht können im Einzelfall Erfordernisse des Arbeitsmarktes der Anrechnung einer medizinisch vor- handenen Leistungsfähigkeit und medizinisch möglichen Leistungsentfal- tung entgegenstehen, wenn aus den Akten einwandfrei hervorgeht, dass die Verwertung eines bestimmten Leistungspotentials ohne vorgängige Durchführung befähigender Massnahmen allein vermittels Eigenanstren- gung der versicherten Person nicht möglich ist (SVR 2011 IV Nr. 30 S. 88 E. 4.2.2; Entscheid des BGer vom 10. September 2010, 9C_768/2009, E. 4.1).Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juni 2017, IV/16/858, Seite 20 Der Ausnahmetatbestand, wonach die Verwaltung die Notwendigkeit (vor- gängiger) befähigender beruflicher Massnahmen trotz wiedergewonnener Arbeitsfähigkeit abzuklären hat, ist grundsätzlich auf Sachverhalte zu be- schränken, in denen die revisions- oder wiedererwägungsweise Herabset- zung oder Aufhebung der Invalidenrente eine versicherte Person betrifft, die das 55. Altersjahr zurückgelegt oder die Rente seit mehr als 15 Jahren bezogen hat (SVR 2011 IV Nr. 73 S. 222 E. 3.3). 4.2Die formalen Voraussetzungen für eine Ausnahmekonstellation gemäss der vorerwähnten Rechtsprechung sind erfüllt, hatte der Be- schwerdeführer im Zeitpunkt der Revisionsverfügung vom 16. August 2016 (AB 105) doch das 55. Altersjahr zurückgelegt. Er hält sich jedoch für nicht eingliederungsfähig und verzichtete denn auch auf Wiedereingliederungs- massnahmen nach der Schlussbestimmung zur 6. IV-Revision (vgl. AB 98, 104, 106). Die Durchführung beruflicher Massnahmen erscheint daher mit Blick auf den fehlenden Eingliederungswillen zufolge einer stark ausge- prägten Krankheits- und Behindertenüberzeugung als zum Vornherein aus- sichtslos. Es fehlt an der subjektiven Bereitschaft zur beruflichen Wieder- eingliederung und der Beschwerdeführer pocht stattdessen auf die Weiter- ausrichtung einer Rente. Ausserdem unterliegen die dem Beschwerdefüh- rer zumutbaren Hilfsarbeiten keinen besonderen Qualifikationen, womit auch unter diesem Gesichtspunkt keine befähigenden Massnahmen erfor- derlich sind. Folglich bestehen weder aus medizinischer noch aus berufli- cher-erwerblicher Sicht Gründe für eine ausnahmsweise (bzw. vorläufige) Nichtanrechenbarkeit der Restarbeitsfähigkeit. Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin vor Aufhebung der Rente keine Wiedereingliederungsmassnahmen gewährt hat. 5. Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin die bisherige halbe Invalidenrente in Anwendung von Art. 88a Abs. 1 und Art. 88 bis Abs. 2 lit. a IVV zu Recht auf das Ende des der Zustellung der Verfügung vom 16. Au- gust 2016 (AB 105) folgenden Monats aufgehoben. Die Beschwerde er- weist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen.Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juni 2017, IV/16/858, Seite 21Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juni 2017, IV/16/858, Seite 22 6. 6.1Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh- rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss gleicher Höhe entnommen. 6.2Vorliegend besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei- cher Höhe entnommen. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juni 2017, IV/16/858, Seite 23 4. Zu eröffnen (R): - Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers - IV-Stelle Bern - Bundesamt für Sozialversicherungen Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber: Rechtsmittelbelehrung Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün- dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf- fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun- desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge- führt werden.