<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2021-03-02-6B_245-2021.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_245/2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 2. März 2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari, Präsidentin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Arquint Hill. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A._________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8090 Zürich, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Nichteintreten auf eine Berufung; Nichteintreten, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Strafkammer, vom 15. Januar 2021 (SB200449-O/U/mc-cs). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Die Präsidentin zieht in Erwägung:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Vorinstanz trat mit Beschluss vom 15. Januar 2021 auf eine Berufung nicht ein. Aus dem angefochtenen Beschluss geht hervor, dass die Frist für eine Berufung am 10. November 2020 ablief, der amtliche Verteidiger mit Eingabe vom 9. November 2020 auf eine Berufung verzichtet hatte und der Beschwerdeführer erst am 17. November 2020 ein als Berufungserklärung bezeichnetes Schreiben einreichte. Der Beschwerdeführer wendet sich an das Bundesgericht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde gegen einen Entscheid ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht einzureichen (<span class="artref">Art. 100 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Der vorinstanzliche Beschluss wurde dem amtlichen Verteidiger des Beschwerdeführers ausweislich des Track&amp;Trace-Auszugs der Schweizerischen Post am 26. Januar 2021 zugestellt. Die Beschwerde hätte daher, um rechtzeitig zu sein, spätestens am 25. Februar 2021 bei der Schweizerischen Post aufgegeben sein müssen (<span class="artref">Art. 100 Abs. 1 BGG</span>). Von der Post wurden die zwei mit gewöhnlicher Post versandten Eingaben des Beschwerdeführers jedoch erst am 26. Februar 2021, mithin nach Ablauf der Rechtsmittelfrist, abgestempelt. Aus dem handschriftlichen Vermerk des Beschwerdeführers auf jedem der beiden Briefumschläge und seinem Begleitschreiben ergibt sich zwar, dass er seine Eingaben bereits am 25. Februar 2021 abends in den Briefkasten Hauptbahnhof eingeworfen haben will. Für diese Behauptung bleibt er jedoch jeglichen Nachweis schuldig. Er benennt weder Zeugen noch Schriftstücke, welche belegten, dass seine Eingaben tatsächlich am 25. Februar 2021 noch vor 24.00 Uhr erfolgten. Damit ist die Rechtzeitigkeit der Beschwerde innert der 30-tägigen Beschwerdefrist nach <span class="artref">Art. 100 Abs. 1 BGG</span> nicht erstellt. Ein allfälliger Wiederherstellungsgrund im Sinne von <span class="artref">Art. 50 BGG</span> ist weder dargetan noch ersichtlich; die verkürzten Öffnungszeiten der Post Filiale Zürich Sihlpost vom 14. Dezember 2020 bis 28. Februar 2021 (Schliessung um 19.00 Uhr statt um 20.00 Uhr) haben eine fristgerechte Beschwerdeeinreichung objektiv nicht unmöglich gemacht. Das allfällige Gesuch um Wiederherstellung müsste folglich abgewiesen werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Im Übrigen wäre die Beschwerde auch deswegen unzulässig, weil sie den Begründungsanforderungen von <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> nicht genügt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde ist folglich im Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. Auf eine Kostenauflage kann ausnahmsweise verzichtet werden (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt die Präsidentin:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 2. März 2021 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Jacquemoud-Rossari </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill </div> </div></body></html>