Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 3. Juli 2014 (725 14 67) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Anspruch auf eine Invalidenrente aufgrund einer stark beeinträchtigten adominanten Hand Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Jgn az Jermann, Kantonsrichter Yves Thommen, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Markus Wick, Advo- kat, Pauer Wick & Mayer, Falknerstrasse 12, 4001 Basel gegen SUVA , Rechtsabteilung , Postfach 4358 , 6002 Luzern , Beschwerd e- gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 106, 4053 Basel Betreff Leistungen A. Der 1962 geborene A.____ war seit 15. September 2004 als Hilfsarbeiter bei B.____ in X.____ angestellt und durch den Arbeitgeber bei der Schweizerischen Unfallversicherungsan- stalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Das Arbeitsverhältnis wurde am 8. März 2011 aus wirtsch aftlichen Gründen per 30. Juni 2011 ge- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht kündigt. Am 24. August 2010 fiel A.____ bei der Arbei t eine Betonschwelle auf die linke Hand. Nach Eingang der durch den Arbeitgeber erstatteten Un fallmeldung erbrachte die SUVA die gesetzlichen Leistungen (Heilkosten, Taggelder) für die Folgen dieses Unfalls. Mit Verfügung vom 25. Oktober 2013 lehnte die SUVA jedoch einen Anspr uch auf eine Invalidenrente ab. Für den verbleibenden Integritätsschaden sprach sie dem Ver sicherten eine Integritätsentschädi- gung in der Höhe von 7,5 % zu. Daran hielt die SUVA a uf Einsprache des Versicherten hin mit Entscheid vom 27. November 2013 fest. B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertr eten durch Advokat Dr. Markus Wick, am 26. Februar 2014 Beschwerde ans Kant onsgericht, Abteilung Sozialversi- cherungsrecht (Kantonsgericht). Darin stellte er folgende Rechtsbegehren: "1. Die Verfügung der SUVA Basel vom 25.10.2013 sowie d er Einspracheentscheid der SUVA Luzern vom 27.11.2013 seien aufzuheben. 2. Vor einem Entscheid bezüglich Invalidenrente sei Folg endes vom kantonalen Versicherungsgericht, even- tualiter durch die SUVA nach entsprechender Zurückweisung der Sache durch das kantonale Versicherungsgericht zu veranlassen: 2.1 Es sei ein umfassendes und neutrales Gutachten in fach medizinischer und beruflicher Hinsicht in Auftrag zu geben, das insbesondere das Profil einer A.____ noch mög lichen, seinem Leiden adaptierten Tätigkeit, den Bedar f an beruflichen Massnahmen (insbesondere eine [Um]Schulung) sowie den Grad seiner diesbezüglichen Erwerbsfä- higkeit zu ermitteln habe. 2.2. Zumindest sei ein fachmedizinisches Gutachten von der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo- gie des Bewegungsapparates des Kantonsspitals Baselland, H errn Dr. med. C.____, zur Frage der Resterwerbsfä- higkeit von A.____ einzuholen, wobei der Fragenkatalog vorgängig mit A.____ resp. seinem Rechtsvertreter abzu- stimmen sei. 2.3 Die IV sei - nach Eingang der vorgenannten Gutachte n - aufzufordern, die Zusprechung beruflicher Mass- nahmen eingehend zu prüfen, insbesondere eine Umschulun g im Hinblick auf eine dem Leiden adaptierte Tätigkei t sowie Berufsberatung und Arbeitsvermittlung. Das Ergebnis dieser beruflichen Massnahmen sei abzuwarten. 3. A.____ sei rückwirkend ab Auslaufen der SUVA-Taggel der eine volle SUVA-Invalidenrente zuzusprechen. 4. A.____ sei umfassend die unentgeltliche Rechtspflege z u gewähren und der Unterzeichnende zu seinem unentgeltlichen Rechtsvertreter zu bestellen. 5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der SUVA respektive des Staates sowohl im vorange- gangenen Einspracheverfahren als auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren." Zur Begründung machte er im Wesentlichen geltend, d ass der Versicherte aufgrund seiner mangelhaften Ausbildung und der bisherigen Berufserfa hrung - wenn überhaupt - eine ange- passte Tätigkeit nur nach einer Umschulung ausüben könne . Erst wenn die beruflichen Mass- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht nahmen abgeschlossen seien, lasse sich beurteilen, ob un d welche konkreten Tätigkeiten der Versicherte noch ausführen und welches Invaliditätseinkomm en er dabei erzielen könne. Da ihm ohne Umschulung die Ausübung einer leidensangepassten Tätigkeit nicht zumutbar sei, habe die SUVA ihm eine ganze Invalidenrente zuzusprec hen. In medizinischer Hinsicht sei es nicht nachvollziehbar, wie eine über fast zwei Jahre best ehende Arbeitsunfähigkeit plötzlich in eine 100%ige Arbeitsfähigkeit umschlagen könne. Eine b edeutende gesundheitliche Verbesse- rung des Gesundheitszustandes sei den Akten nicht zu entne hmen. Es sei zudem unverständ- lich, weshalb weder die IV-Stelle noch die SUVA ein handchirurgisches Gutachten in Auftrag gegeben habe. Solange das Zumutbarkeitsprofil nicht vo n einem Facharzt beurteilt worden sei, müsse bezweifelt werden, dass der Versicherte die linke Hand noch als Zudienerhand benutzen könne. Im Weiteren beanstandete der Versicherte den von der SUVA vorgenommenen Ein- kommensvergleich. C. In ihrer Vernehmlassung vom 29. April 2014 beantrag te die SUVA, vertreten durch Ad- vokat Andrea Tarnutzer-Münch, die Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes ü ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dess en Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetze s über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent- scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen V ersicherungsgericht Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Ver sicherungsgericht desjenigen Kan- tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwer deerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor- liegend befindet sich dieser in Y.____, weshalb die ö rtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1 993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein- spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 A TSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. A uf die – im Übrigen frist- und form- gerecht erhobene – Beschwerde ist demnach einzutreten. 2.1 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsver- hältnisse zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwal tungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den be- schwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfech- tungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzu ng, wenn und insoweit keine Ver- fügung ergangen ist (BGE 131 V 164 f. E. 2.1, 125 V 414 E. 1a und b, je mit Hinweisen). Vorlie- gend bildet der Anspruch des Versicherten auf berufli che Massnahmen der Invalidenversiche- rung nicht Gegenstand des angefochtenen Einspracheentsc heides vom 27. November 2013. Diesbezüglich kann auf die Beschwerde mangels Anfechtung sgegenstandes nicht eingetreten werden. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2.2 Streitgegenstand im System der nachträglichen Verwa ltungsrechtspflege ist das Rechtsverhältnis, das Gegenstand der angefochtenen Verfü gung bildet, und zwar in dem Aus- mass, als die Regelung des Rechtsverhältnisses nach den Part eianträgen des Beschwerdever- fahrens noch streitig ist (vgl. F RITZ GYGI , Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 46). Nach dieser Begriffsumschreibung sind An fechtungsgegenstand und Streitgegen- stand identisch, wenn die Verwaltungsverfügung insgesam t angefochten wird. Bezieht sich demgegenüber die Beschwerde nur auf einen Teil des dur ch die Verfügung bestimmten Rechtsverhältnisses, gehören die nicht beanstandeten Teilaspekte des verfügungsweise festge- legten Rechtsverhältnisses zwar zum Anfechtungs-, nicht ab er zum Streitgegenstand (vgl. BGE 125 V 414 f. E. 1b). Aus dem Gesagten ergibt sich, dass den Parteianträgen entspre- chend dem Verfügungsgrundsatz für die Festlegung des Streitgegenstandes vorrangige Bedeu- tung zukommt. So wie die versicherte Person sich mit ein er Verfügung durch Nichtanfechtung abfinden kann, so steht ihr auch die Befugnis zu, nur e inzelne der verfügungsweise geregelten Rechtsverhältnisse durch Beschwerde richterlich überprüfen zu lassen (vgl. BGE 118 V 313 f. E. 3b mit Hinweisen; ULRICH MEYER , Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, in: BJM 19 89 S. 25). 2.3 Mit Verfügung vom 25. Oktober 2013 sprach die SU VA dem Versicherten für die verblei- benden Beeinträchtigungen aus dem Unfallereignis vom 24 . August 2010 eine Integritätsent- schädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 7, 5 % zu. In seiner gegen diese Verfü- gung erhobenen Einsprache beantragte der Versicherte di e Zusprechung einer Integritätsent- schädigung von mindestens 10 %. Mit Einspracheentscheid vom 27. November 2013 wies die SUVA diesen Antrag ab. In seiner gegen diesen Einsprac heentscheid erhobenen, vorliegend zur Beurteilung stehenden Beschwerde vom 26. Februar 2 014 focht der Versicherte die ihm zugesprochene Integritätsentschädigung in der Höhe von 7, 5 % nicht mehr an. Somit ist der Einspracheentscheid vom 27. November 2013 in Bezug auf d ie dem Versicherten zugespro- chene Integritätsentschädigung in (Teil-) Rechtskraft erw achsen ist, weshalb darauf nicht mehr einzugehen ist. 3.1 Streitig und zu prüfen ist, ob der Versicherte Ansp ruch auf eine Invalidenrente hat. 3.2 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi- cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs- unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10 % invalid, so hat si e Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). 3.3 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrad es bildet dabei die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person unfallbedingt arbeitsunfäh ig ist. Nach Art. 6 ATSG ist die Ar- beitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbe- reich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.4 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und ins besondere auch bei der Beurtei- lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person i st die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche u nd gegebenenfalls auch andere Fach- leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund- heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 3.5 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 3.6 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspre chung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein- geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte , welche aufgrund eingehender Be- obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in d ie Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen ge langen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indi zien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Sodann erkennt die Rechtsprechung Berichten versicherungsinterner medizinische r Fachpersonen und (Akten-) Berichten von Sachverständigen, die nicht im Verfahren n ach Art. 44 ATSG eingeholt werden, zwar ebenfalls Beweiswert zu, es ist allerdings zu betone n, dass ihnen praxisgemäss nicht die- selbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gegebenen Gutachten zuko mmt (BGE 135 V 469 E. 4.4 mit Hinweis auf BGE 125 V 353. E. 3b/ee). Sie sind aber so weit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.1 Die Erstbehandlung nach dem Unfallereignis vom 24. August 2010 fand bei Dr. med. D.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, statt. In seine m Bericht vom 22. November 2010 hielt er als Diagnosen eine heftige Kontusion an der linken Hand mit Verdacht auf ein posttraumati- sches Ganglion Dig. III links, "metalldichter Fremdkörper in den Weichteilen" fest (vgl. auch Be- richt der E.____, vom 26. August 2010). Wegen des Gangl ions am linken Mittelfinger bzw. des Fremdkörpers führten Dr. med. F.____, FMH Chirurgie, am 18. Oktober 2010 und Dr. med. G.____, FMH Chirurgie und Handchirurgie, H.____, am 26. Januar 2011 jeweils eine Exzision durch (vgl. Berichte vom 18. Oktober 2010 und vom 26. J anuar 2011). Die erste kreisärztliche Untersuchung erfolgte am 25. März 2011. Dr. med. I.__ __, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte am 25. März 2011 einen Status nach Kontusion der linken Hand, nach Ganglionentfernung vol ar DIP-Gelenk Dig. III und nach Fremdkörperexzision im Interdigitalraum. Um die Schmerzsymp tomatik objektiv beurteilen zu können, bedürfe es einer handchirurgischen Abklärung. In der Folge wurde der Versicherte von Dr. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatol ogie des Bewegungsapparates und Handchirurgie, J.____, untersucht. In seinem Bericht vom 20. Mai 2011 ging dieser davon aus, dass primär ein Rehabilitationsdefizit der linken Hand mit deutlicher Kraftminderung und damit auch fehlender Stabilisierung vorliege. Es falle auf, dass der Versicherte seine linke Hand prak- tisch nicht einsetze und ständig eine Schonhaltung einn ehme. Aufgrund der klinischen und ra- diologischen Befunde sei das Vorliegen einer karpalen Ba ndläsion unwahrscheinlich, sie könne aber nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden, weshalb er die Durchführung einer Arthro-CT veranlasse. Die CT-Untersuchung vom 17. Mai 2011 zeigte einen Kontrastmittelaus- tritt im Bereich der zentralen, palmaren Anteile des L unotriquetral-Ligaments (vgl. auch Bericht von Dr. C.____ vom 30. Juni 2011). Zur Beurteilung der in der CT beschriebenen lunotriquetra- len Bandläsion und der Stabilität ordnete er eine Ha ndgelenksarthroskopie an (vgl. Bericht vom 2. August 2011), welche schliesslich am 8. August 2011 im K.____ durchgeführt wurde. Diese ergab eine subtotale lunotriquetrale Bandruptur links (vgl. Operationsbericht vom 8. August 2011). In der Folge unterzog sich der Versicherte im J.__ __ einer Lunotriquetral-Arthrodese (vgl. Operationsbericht vom 1. September 2011 und Beri cht vom 23. September 2011). Drei Monate nach diesem Eingriff klagte der Versicherte über einen deutlichen Belastungsschmerz. Dr. med. L.____, leitender Arzt der Handchirurgie, J._ ___, stellte am 30. November 2011 eine sehr deutliche aktive Bewegungseinschränkung fest und ver neinte eine Arbeitsfähigkeit in Be- zug auf das linke Handgelenk. 4.2 Der Kreisarzt hielt anlässlich der zweiten kreisärztliche n Untersuchung vom 5. Januar 2012 fest, dass die geklagten Schmerzen aufgrund der stru kturell objektivierbaren Befunde so- wie der klinischen und radiologischen Untersuchungen ni cht ganz nachvollzogen werden könn- ten. Zumutbar seien dem Versicherten ganztags leichte b is mittelschwere Tätigkeiten, wobei durchgehend manuell repetitive belastende Arbeiten ode r solche mit manuellen Vibrationen nicht mehr möglich seien. Von einer dauernden manuell en Schwerarbeit sei abzusehen. Die Zumutbarkeitsbeurteilung sei mit Dr. L.____ telefonisc h besprochen worden. Auch er sei der Ansicht, dass die subjektiv als stark empfundene Schmerzproble matik aus medizinischer Sicht nicht erklärt werden könne. Dr. L.____ berichtete am 3 0. Januar 2012, dass der Versicherte nach der kreisärztlichen Untersuchung aufgrund der durchg eführten Provokationstests eine massive Reaktion gezeigt habe. Das Handgelenk sei stark ange schwollen und habe bei kleins- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht ten Bewegungen Schmerzen ausgelöst. Er bestätigte zudem , dass er der kreisärztlichen Zu- mutbarkeitsbeurteilung zustimme. Für das weitere Vorge hen empfahl er eine SPECT-CT- Untersuchung. Die SPECT-CT vom 10. Februar 2012 zeigte eine nicht vollständige Überbau- ung der Lunotriquetral-Arthrodese. Der Versicherte sei ab sofort zu 100 % arbeitsunfähig (vgl. Bericht von Dr. L.____ vom 15. Februar 2012). Wegen dieser nicht verheilten Lunotriquetral- Arthrodese erfolgte am 13. März 2012 eine operative R evision (vgl. Operationsbericht vom 13. März 2012). Das Osteosynthesematerial wurde schliesslich am 24. Mai 2012 entfernt (vgl. Operationsbericht vom 25. Mai 2012). Am 18. Juli 2012 b erichtete der Versicherte im Bereich des dorsalen-distalen Unterarmes über anhaltende Beschw erden (vgl. Bericht von Dr. L.____ vom 25. Juli 2012). Dr. C.____ führte am 11. Septembe r 2012 gegenüber der SUVA aus, dass eine Bewegungseinschränkung der linken Hand und die Sch merzproblematik bestehen bleiben würden. Dadurch sei die Gebrauchsfähigkeit der linken Hand dauerhaft reduziert. Eine Wieder- aufnahme seiner bisherigen Tätigkeit sei nicht mehr möglich. Gemäss seinen Berichten vom 13. Dezember 2012 und 7. Januar 2013 erachtete Dr. C .____ es dem Versicherten als zumut- bar, eine Arbeit mit leichter Handbelastung ab Februar 2013 zu verrichten. 4.3 In der Abschlussuntersuchung hielt Dr. I.____ am 2 8. Februar 2013 fest, dass seit der letzten kreisärztlichen Untersuchung eine klinisch unveränd erte Situation vorliege. Damals sei die fehlende Durchbauung der Arthrodese nicht klar ge wesen. Da die Revisionsoperation keine Veränderung erbracht habe, könne mit einem weiteren operativen Eingriff keine erhebliche Besserung erwartet werden. Es sei deshalb von einem En dzustand auszugehen. Dem Versi- cherten seien ganztags leichteste Tätigkeiten in Bezug auf die linke Hand zuzumuten. Dabei könne die linke Hand nicht mehr für verantwortungsvol le, mittelschwere manuelle oder taktge- bundene Arbeiten eingesetzt werden. Tätigkeiten mit Vibrationen oder in Stück- und Zeitakkord seien auch nicht mehr möglich. 4.4 Vom 13. bis. 14. September 2013 hielt sich der Ve rsicherte für die Durchführung einer Denervation im J.____ auf (vgl. Operations- und Austrit tsbericht vom 13. September 2013). In der Dreiphasenskelettszintigraphie und der SPECT-CT vom 15. November 2013 zeigte sich eine fortschreitende Konsolidation der Arthrodese zwi schen Lunatum und Triquetrum. Dr. med. M.____, Oberärztin Handchirurgie, J.____, hielt in ih rem Sprechstundenbericht vom 16. De- zember 2013 fest, dass sich klinisch ein abgeschwollenes, rei zloses Handgelenk finden lasse. Es könne ein deutlicher Druckschmerz in der Tabatière, de m scaphoulnären Band und dem Lunatum sowie über dem TFCC (= triangulärer fibrokart ilaginärer Komplex) ausgelöst werden. Aufgrund der chronischen Schmerzzustände und der Arbeitslo sigkeit liege sicherlich eine de- pressive Überlagerung vor, weshalb durch den Hausarzt gegebenenfalls eine stimmungsaufhel- lende Medikation begonnen werden sollte. Dr. med. N._ ___, FMH Anästhesiologie, leitender Arzt der Schmerztherapie, J.____, berichtete am 16. Feb ruar 2014, dass eine geringfügige Besserung unter TENS (= transkutane elektrische Nervenstimulation) feststellbar sei. Eine Wie- derherstellung der ursprünglichen Arbeitsfähigkeit sei jedoch ausgeschlossen. Im Bericht vom 1. April 2014 bestätigte Dr. M.____, dass sich die Beschwe rden ein wenig gebessert hätten. Der Gesundheitszustand an der linken Hand werde sich je doch nicht mehr wesentlich verän- dern. Als bleibender Nachteil sei eine verminderte Belastbarkeit der linken Hand zu erwarten. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.1 Die SUVA stützte sich bei der Beurteilung der Arbei ts- bzw. Erwerbsfähigkeit auf den kreisärztlichen Bericht vom 28. Februar 2013 ab. Sie ging demzufolge davon aus, dass der Versicherte bezüglich der linken Hand leichteste manuelle Tätigkeiten ausführen könne. Die vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden. D ie strittige Frage, welche Auswir- kungen die gesundheitlichen Beeinträchtigungen an der l inken Hand auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten haben, kann gestützt auf die Einschätzung von Dr. I.____ zuverlässig beant- wortet werden. Seine Beurteilung ist für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden, leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein . Zudem stimmen die Befundaufnahmen und die kreisärztliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit mit denjenigen der behandelnden Hand- chirurgen Dr. C.____, Dr. L.____ und Dr. M.____ über ein. Sie kommen zum Schluss, dass der Versicherte die angestammte Tätigkeit nicht mehr ausführ en könne. Dagegen sei es ihm zuzu- muten, leichte Arbeiten auszuüben. Keine der Fachärzte ist der Auffassung, dass die beein- trächtigte Hand vollständig funktionsunfähig sei. Da die Gebrauchsfähigkeit der linken Hand des Versicherten von mehreren Handchirurgen beurteilt wurd e, liegen - entgegen dem Vorbringen des Versicherten - fachärztliche Beurteilungen vor. Es be steht daher kein Anlass, erneute fach- spezifische Abklärungen durchzuführen, zumal ihre Berichte im Wesentlichen nicht voneinander abweichen. 5.2 In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass in der Beurteilung des Kreisarz- tes vom 28. Februar 2013, die am 13. September 2013 durchgeführte Denervation an der linken Hand nicht berücksichtigt werden konnte. Allerdings stand ein solcher Eingriff bereits zum Zeit- punkt der kreisärztlichen Untersuchung zur Diskussion. Da der Versicherte damals keine weite- re Operation wünschte, wurde die Denervation vorerst nicht durchgeführt. Der Kreisarzt erwar- tete von diesem Eingriff allerdings keine Verbesserung und sprach diesem deshalb bei einer allfälligen Durchführung lediglich einen supportiven Charakter zu. Die Prognose des Kreisarztes bestätigte sich sodann, indem nach der am 13. September 2013 erfolgten Denervation im Be- richt des J.____ vom 16. Dezember 2013 festgehalten wurde , dass sich der Zustand an der linken Hand aufgrund dieses Eingriffs nicht verändert h abe. Die linke Hand könne immer noch nur - aber immerhin - leicht belastet werden. Aus dem Bericht vom 16. Februar 2014 geht her- vor, dass unter TENS sogar eine geringfügige Verbesserung stattgefunden habe. Damit ist fest- zustellen, dass die Denervation vom 13. September 2013 j edenfalls keine wesentliche Ver- schlechterung der Funktionsfähigkeit der linken Hand be wirkte. Es ist deshalb davon auszuge- hen, dass die Zumutbarkeitsbeurteilung des Kreisarztes weiterhin Geltung hat. 5.3.1 Daran ändert auch der Einwand des Versicherten ni chts, wonach es nicht nachvollzieh- bar sei, dass er nach einer fast zwei Jahre bestehenden A rbeitsunfähigkeit plötzlich zu 100 % arbeitsfähig sei. Der Versicherte übersieht, dass sich di e Arbeitsunfähigkeit nicht nur nach der Einbusse in der bisherigen Tätigkeit bestimmt (Art. 6 Satz 1 ATSG). Wenn die Ausübung der bisherigen Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen länge r andauert, ist zu prüfen, ob der be- troffenen Person die Ausübung einer anderen Tätigkei t zumutbar ist (vgl. Art. 6 Satz 2 ATSG). Vorliegend wird nicht bestritten, dass der Versicherte seinen angestammten Beruf nicht mehr ausüben kann, weshalb in diesem Beruf eine volle Arbe itsunfähigkeit besteht. Dagegen ist es Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht ihm zumutbar, eine sehr leichte, leidensangepasste Tät igkeit zu 100 % auszuführen, weshalb das Vorgehen der Vorinstanz nicht zu beanstanden ist. 5.3.2 Weiter macht der Versicherte geltend, dass es ihm nicht möglich sei, ohne Umschulung eine andere Tätigkeit als die bisherige auszuüben. In dieser Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass die SUVA bezüglich der Verweistätigkeit von einer Hil fsarbeitertätigkeit ausging. Für eine berufliche Neuorientierung bedarf es keiner besonderen Kenntnisse, da dem Versicherten eine Vielzahl an behinderungsanpassten Hilfsarbeitertätigkeit en offensteht; es besteht daher kein Anspruch auf Umschulungsmassnahmen. Zwar ist der Versichert e in der Auswahl einer Tätig- keit eingeschränkt, da er seine linke Hand nur für leicht este Arbeiten einsetzen kann. Es ist deshalb davon auszugehen, dass eine Eingliederung in d ie Arbeitswelt erschwert ist. Die Rechtsprechung ist in Bezug auf die Voraussetzungen, dass eine Verwertung der Restarbeits- fähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht mehr möglich ist, aber äusserst zurückhal- tend (vgl. zum ausgeglichenen Arbeitsmarkt: BGE 127 V 298 E. 4c). So kann von einer Arbeits- gelegenheit nicht mehr gesprochen werden, wenn die zum utbare Tätigkeit nur noch in so ein- geschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen ei nes durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stel le darum von vornherein als ausge- schlossen erscheint (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. April 2010, 8C_1050/2010, E. 3.3). Wie streng die Voraussetzungen sind, zeigt die Gerichts praxis. Bei Versicherten, welche ihre dominante Hand gesundheitlich bedingt nur sehr eingesc hränkt als unbelastete Zudienerhand einsetzen können, wird regelmässig von einem hinreichend grossen Arbeitsmarkt mit realisti- schen Betätigungsmöglichkeiten ausgegangen (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 28. No- vember 2008, 9C_442/2008, E. 4.2 ff., vom 27. Septemb er 2008, 9C_418/2008, E. 3.2.2, vom 29. Juli 2008, 9C_830/2007, vom 10. Dezember 2007, U 521/06, vom 22. November 2006, U303/06, vom 29. August 2006, I 797/05 und vom 16. Ma i 2006, I 685/05). Im Sinne dieser ständigen Rechtsprechung ist davon auszugehen, dass dem Ver sicherten auf dem ausgegli- chenen Arbeitsmarkt genügend Hilfsarbeitsstellen offen stehen, die seinem Zumutbarkeitsprofil entsprechen. 5.4 Nachdem die vorhandenen Unterlagen eine zuverlässi ge Beurteilung der Frage der er- werblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Einschränkung en des Versicherten an der lin- ken Hand zulassen, kann auf die Einholung weiterer medi zinischer Berichte verzichtet werden (sog. antizipierte Beweiswürdigung; vgl. dazu BGE 126 V 130 E. 2a, 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass es dem Versicherten zuzumuten ist, eine seinem Leiden adaptierte, sehr leichte manuelle Tätigkeit ganztags auszuüben. 6. Weiter beanstandet der Versicherte den Einkommensver gleich. 6.1 Nach Art. 16 ATSG hat die Invaliditätsbemessung bei erwerbstätigen Versicherten auf- grund eines Einkommensvergleichs zu erfolgen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Be- handlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durc h eine ihr zumutbare Tätigkeit bei Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalid eneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie ni cht invalid geworden wäre (Vali- deneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig mög lichst genau ermittelt und einan- der gegenüber gestellt werden, worauf sich aus der Einko mmensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (BGE 104 V 136). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind für den Einkommensvergleich grundsätzlich die Verhältnisse im Zeit punkt des Beginns des Rentenan- spruchs massgebend (vgl. BGE 129 V 222, 128 V 174). Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 19 Abs. 1 UVG, sobald von der Fortsetzung der ärzt lichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (sog. End- zustand). Gestützt auf den kreisärztlichen Bericht vom 28. Februar 2013 war der Endzustand am 28. Februar 2013 erreicht. Eingliederungsmassnahmen der IV-Stelle standen nicht zur Dis- kussion. Demgemäss ist für die Beurteilung des Rentenanspr uchs der 1. März 2013 massge- bend. 6.2.1 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entsche idend, was die versicherte Per- son im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der ü berwiegenden Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom letzten Lohn, den die versicherte Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielte, auszugehen ist ( BGE 134 V 322 E. 4.1; Urteile des Bundesgerichts vom 4. April 2012, 8C_793/2011, E. 3.1 und vom 26. November 2002, I 491/01, E. 2.3.1 mit zahlreichen Hinweisen). Vorliegend verlo r der Versicherte seine Stelle als Hilfsar- beiter bei der B.____ aus wirtschaftlichen Gründen (vgl . Kündigungsschreiben vom 8. März 2011 und Telefonnotiz vom 21. Oktober 2013). Unter die sen Umständen zog die SUVA zu Recht die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstruktur erhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) bei. Allerdings stellte sie nicht auf die Löhne einer bestimmten Branche, son- dern auf die Werte "Total" der Tabelle TA1 der LSE 2010, Nordwestschweiz, ab. Diesem Vor- gehen kann nicht zugestimmt werden. Der Versicherte war vor Eintritt des Gesundheitsscha- dens rund sechs Jahre als Bodenleger und zuvor als Küchen bauer tätig. In Anbetracht der be- ruflichen Situation vor dem Unfallereignis wäre der Versicherte nach der allgemeinen Lebenser- fahrung als gesunde Person weiterhin als Hilfsarbeite r in der Baubranche tätig geblieben; er hätte dort eine den erworbenen Fähigkeiten und Erfa hrungen angepasste und eine über dem Wert "Total" entlöhnte Arbeitsstelle ausgeübt. Es rechtfertigt sich daher, für die Bestimmung des Valideneinkommens auf die Tabelle TA7, Sektor 11 (Tä tigkeiten im Baugewerbe), Männer, der LSE 2010 abzustellen. Dies entspricht im Übrigen auch dem Vorgehen der IV-Stelle (vgl. Vor- bescheid vom 5. Juni 2013). 6.2.2 Näherer Prüfung bedarf sodann die Frage, von w elchem Anforderungsniveau innerhalb der anwendbaren Tabelle TA7 auszugehen ist. In den Tab ellenlöhnen der LSE werden je nach persönlicher Qualifikation der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers vier Anforderungsni- veaus des Arbeitsplatzes unterschieden. Bei der Frage, a uf welchen Wert der LSE abzustellen ist, sind die Ausbildung, die Berufserfahrung und der b erufliche Werdegang der versicherten Person zu berücksichtigen. Der Versicherte ist der Auffassun g, dass bei der Ermittlung des Va- Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht lideneinkommens aufgrund seiner langjährigen und sp ezifischen Kenntnisse als Küchenbauer und zuletzt als Bodenleger sowie der weitgehend selbststä ndigen Erledigung der Arbeiten das Anforderungsniveau 2 (= Verrichtung selbstständiger un d qualifizierter Arbeiten), allenfalls der Mittelwert zwischen den Anforderungsniveaus 2 + 3 (= Ber ufs- und Fachkenntnisse vorausge- setzt), anzuwenden sei. Dem Versicherten ist insoweit beizupflichten, als er über eine langjähri- ge Berufserfahrung als Bodenleger verfügt; eine fachli che Ausbildung besitzt er dagegen nicht. Mangels Berufsausbildung übte er seine Tätigkeit denn auch als Hilfskraft aus (vgl. Arbeits- platzbeschreibung vom 24. Januar 2011 und Fragebogen für Arbeitgebende vom 10. Februar 2012). Um auf das Anforderungsniveau 3 abstellen zu kön nen, müsste der Versicherte beson- dere Fertigkeiten und Fachkenntnisse ausweisen. Der Versi cherte besitzt sicherlich gewisse Fachkenntnisse und Fertigkeiten als Bodenleger. In diese r Hinsicht bestätigte der Arbeitgeber, dass der Versicherte fähig gewesen sei, diverse Vorarbeit en selbstständig auszuführen (vgl. Fragebogen für Arbeitgebende vom 10. Februar 2012). Diese Kenntnisse und Fähigkeiten kön- nen jedoch nicht als derart besonders bezeichnet werden, dass es gerechtfertigt wäre, von der Anforderungsstufe 3 ausgehen zu können. Immerhin benö tigte er für die Haupttätigkeiten eines Bodenlegers weiterhin Anleitungen. Es rechtfertigt sich deshalb, auf die Tabellenlöhne in Tätig- keiten des Baugewerbes der Anforderungsstufe 4 abzustelle n. Unter diesen Umständen erüb- rigt es sich zu prüfen, ob die angestammte Tätigkeit de s Versicherten dem Mittelwert zwischen den Anforderungsniveaus 2 + 3 oder sogar Anforderungsniveau 2 entspricht. 6.3 Laut TA7, Sektor 11 (Tätigkeiten im Baugewerbe), Männer, der LSE 2010 belief sich das Einkommen der im Anforderungsniveau 4 beschäftigten Män ner im Jahr 2010 auf Fr. 5'278.-- monatlich. Dabei ist zu beachten, dass dieser Tabellenlo hn auf einer einheitlichen Arbeitszeit von 40 Wochenstunden beruht und auf die im Jahr 2013 du rchschnittlich geleistete Wochenar- beitszeit von 41,5 Stunden (vgl. Betriebsübliche Arbe itszeit nach Wirtschaftsabteilungen, BFS, Baugewerbe/Bau) umzurechnen ist, was ein Gehalt von Fr. 65'711.-- pro Jahr ergibt. Unter Be- rücksichtigung der im Baugewerbe bis 2013 erfolgten Nomi nallohnentwicklung von 1,0 % (2011), 0,7 % (2012) und 0,5 % (2013; vgl. T1.1.10 Nominallohnindex [Baugewerbe/Bau[ Män- ner 2011 - 2013) beläuft sich somit das massgebende Valid eneinkommen auf jährlich Fr. 67'167.--. 7.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach d er Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in we lcher die versicherte Person konkret steht. Vorliegend geht der Versicherte keiner Erwerbstät igkeit mehr nach. Im Einkommensver- gleich ist deshalb von einem hypothetischen Invalidenein kommen auszugehen. Um dieses zu ermitteln, können nach der Rechtsprechung entweder Ta bellenlöhne gemäss LSE oder die so- genannten Zahlen der DAP (Dokumentation von Arbeits plätzen) herangezogen werden (BGE 126 V 76 E. 3b mit Hinweisen; RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412). 7.2 Im Entscheid BGE 129 V 472 ff. befasste sich das Bun desgericht ausführlich mit der Invaliditätsbemessung aufgrund von Arbeitsplatzbeschrei bungen aus der von der SUVA ge- schaffenen DAP und stellte fest, dass die für die Invalid itätsbemessung herangezogenen DAP- Profile im konkreten Einzelfall repräsentativ sein müssen. Es genügt daher nicht, wenn lediglich ein einziger oder einige wenige zumutbare Arbeitsplätze angegeben werden, weil es sich dabei Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht sowohl hinsichtlich der Tätigkeit als auch des bezahlten Lohnes um Sonder- oder Ausnahmefäl- le handeln kann. Vielmehr muss der Unfallversicherer m indestens fünf DAP-Blätter auflegen, damit die Repräsentativität der DAP-Profile als gegebe n betrachtet werden kann. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrun d der gegebenen Behinderung der versicherten Person in Frage kommenden dokumentierten Ar beitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungs- profil entsprechenden Gruppe. Dadurch wird eine hinr eichende Überprüfung des dem Unfall- versicherer bei der Auswahl der DAP-Blätter zustehenden E rmessens ermöglicht. Sind die er- wähnten verfahrensmässigen Anforderungen nicht erfüllt, kann nicht auf den DAP- Lohnvergleich abgestellt werden (vgl. zitiertes Urteil, E. 4.2.2; vgl. auch BGE 139 V 595 f. E. 6.3). 7.3.1 Vorliegend ermittelte die SUVA das Invalidenein kommen aufgrund der DAP und legte hierzu insgesamt fünf DAP-Blätter auf. Gestützt auf di e darin enthaltenen Lohnangaben bezif- ferte sie das massgebende Jahreseinkommen mit Fr. 59'11 8.--. Darüber hinaus machte sie An- gaben über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung des Versicherten in Fra- ge kommenden dokumentierten Arbeitsplätze (insgesamt 263 DAP), über den dabei erzielbaren Höchstlohn (Fr. 79'400.--), über den Tiefstlohn (Fr. 44'953.--) sowie über den Durchschnittslohn der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechende n Gruppe (Fr. 60'141.--). Der Versi- cherte beanstandete die Ermittlung des Invalideneinkomme ns insofern, als vier der fünf ausge- wählten Verweistätigkeiten beidhändige Arbeiten beinh alten würden, deren Ausführung dem Versicherten gemäss Beurteilung des Kreisarztes nicht mehr z umutbar sei. Indem der Versi- cherte nur noch leichteste Tätigkeiten aufgrund seiner b eeinträchtigten linken Hand ausführen könne, sei diese weitgehend als funktionsunfähig zu bet rachten. Er könne daher praktisch nur noch für einhändige Tätigkeiten auf dem Arbeitsmarkt vermittelt werden. Zudem sei aufgrund der konkreten Umstände nicht auf den Durchschnitts-, son dern auf den Mindestlohn der DAP- Blätter abzustellen. 7.3.2 Eine nähere Betrachtung der fünf von der SUVA aufgelegten DAP-Blättern zeigt, dass für die Ausübung der Tätigkeit als Uhrenglaskontrolleur (DAP-Nr. 6982) beide Hände notwendig sind. Dabei müssten die Uhrengläser von Hand sehr oft gew endet und gedreht werden, was eine ruhige Hand erfordert. Auch wenn die rechte Hand die dominante des Versicherten ist, ist schwer vorstellbar, wie er mit der doch stark beeinträcht igten linken Hand die Arbeit mit zer- brechlichen Uhrengläser ohne deren Beschädigung ausfü hren kann. Für die Verrichtung der in DAP-Nrn. 1004 und 8906 erfassten Tätigkeiten ist eben falls der Einsatz beider Hände erforder- lich. Aus den Arbeitsplatzbeschreibungen geht nicht hervor , wie die Arbeiten konkret zu erledi- gen sind. Es kann somit auch nicht beurteilt werden, in welchem Ausmass die linke Hand des Versicherten bei der Ausführung der Arbeiten belastet wird. Daraus ergibt sich, dass die von der SUVA aufgelegten DAP nicht repräsentativ genug sind, u m darauf abstellen zu können. Das Invalideneinkommen ist demzufolge aufgrund der LSE-Löhne zu ermitteln. 7.4 Praxisgemäss ist bei der Ermittlung des Invalidenein kommens von der Tabelle TA1, Total privater Sektor der LSE-Löhne auszugehen (nicht pu blizierte E. 5a von BGE 133 V 545; vgl. auch BGE 129 V 472 ff. E. 4.3.2 mit Hinweis). La ut LSE 2010 belief sich der Zentralwert für Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht die mit einfachen und repetitiven Aufgaben (Anforderu ngsniveau 4) beschäftigten Männer im privaten Sektor im Jahre 2010 auf Fr. 4'901.-- monatli ch. Dieser Tabellenlohn ist auf die für das Jahr 2013 geltende durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden (vgl. Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, herausgegeben vom BSF, Dokument je-d-03.02.04.19) umzurechnen. Der daraus resultierende Betrag von jähr lich Fr. 61'311.50.-- ist an die bis 2013 erfolgte Nominallohnentwicklung für Männer (2011: 1.0 %; 2012: 0,8 %; 2013: 0,8 %; vgl. T1.1.10 Nominallohnindex, Männer, 2011 - 2013, Tota l) anzupassen, womit als Basis von einem Invalideneinkommen von Fr. 62'919.-- pro Jahr auszugehen ist. 7.5.1 Von dem auf diese Weise erhobenen statistisc hen Wert sind praxisgemäss ver- schiedene Abzüge zulässig. In BGE 126 V 75 ff. entwickel te das Bundesgericht seine Recht- sprechung zu den Abzügen vom Tabellenlohn weiter. Dabei betonte es, dass die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sä mtlichen persönlichen und be- ruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles abhängt ( leidensbedingte Einschränkung, Le- bensalter, Anzahl Dienstjahre, Nationalität/Aufenthalt skategorie und Beschäftigungsgrad), wel- che nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Dabei ist der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale, letztlich aber auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen (vgl. BGE 126 V 80 E. 5b). Vorliegend ist der Versicherte bei einer geeigneten Tätigkeit gesundheits bedingt aufgrund seiner linken adomi- nanten Hand stark eingeschränkt. So kann er mit der linke n Hand nur noch leichteste Arbeiten ausführen, wobei solche mit Vibrationen oder in Stück- oder Zeitakkord nicht mehr möglich sind. Diese Einschränkungen sind in Anbetracht der persönlichen und beruflichen Situation des Ver- sicherten und anhand eines Quervergleichs mit ähnlich gel agerten Fällen mit einem leidensbe- dingten Abzug in der Höhe von 15 % zu berücksichtigen. Nicht anzurechnen sind indessen die fremde Nationalität, das damit verbundene sprachliche De fizit sowie die mangelnde Schul- bzw. Berufsausbildung des Versicherten, da diese letztge nannten Faktoren durch die Wahl des Anforderungsniveaus 4 bereits angemessen berücksichtigt sind bzw. sich in diesem Anforde- rungsniveau nicht (zusätzlich) lohnmindernd auswirken. Umstände, welche für einen Abzug von 20 % oder mehr sprechen würden, liegen nicht vor. 7.5.2 Kürzt man den vorstehend ermittelten Tabellenl ohn von Fr. 62'919.-- um 15 %, so ergibt dies für den Versicherten ein massgebendes Invalideneinkom men von Fr. 53'481.-- (Fr. 62'919.-- x 85 %). 7.6 Stellt man im Einkommensvergleich dieses Invalideneink ommen von Fr. 53'481.-- dem Valideneinkommen von Fr. 67'167.-- gegenüber (vgl. E rwägung 6.3), so resultiert daraus eine Erwerbseinbusse von Fr. 13'686.--, was einen Invaliditä tsgrad von 20.37 % bzw. gerundet (vgl. zur Rundungspraxis BGE 130 V 121 ff.) von 20 % ergibt. A ls Ergebnis ist demnach festzuhal- ten, dass der Versicherte ab 1. März 2013 Anspruch auf e ine auf einem Erwerbsunfähigkeits- grad von 20 % basierende Invalidenrente der SUVA hat. Die Beschwerde ist demgemäss gut- zuheissen. 8. Der Versicherte beantragt die Zusprechung einer Part eientschädigung für das Ein- spracheverfahren. Art. 52 Abs. 3 Satz 1 ATSG hält fest, dass das Einspracheverfahren vor dem Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht Versicherungsträger kostenlos ist. Parteientschädigungen we rden laut Satz 2 der genannten Bestimmung in der Regel nicht ausgerichtet. Ausnahmswei se ist die Zusprechung einer Partei- entschädigung im Einspracheverfahren zulässig, wenn der E insprecher, der nicht über die er- forderlichen Mittel verfügt, um die Anwaltskosten selbst zu tragen, und im Falle des Unterlie- gens die unentgeltliche Verbeiständung (Art. 37 Abs. 4 ATSG) hätte beanspruchen können. Diesfalls soll der Einsprecher bei Obsiegen vom unter liegenden Versicherungsträger entschä- digt werden (BGE 130 V 572 f. E. 2.2 mit Hinweisen). Vorliegend geht aus den Schreiben der SUVA vom 26. Februar 2014 und des Versicherten vom 20 . Mai 2014 hervor, dass die SUVA den im Einspracheverfahren geltend gemachten Aufwand des Rechtsvertreters des Versicher- ten bereits entschädigte. Damit erübrigt es sich, auf di e Frage des Anspruchs auf Parteient- schädigung im vorinstanzlichen Verfahren näher einzugehen. 9.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren v or dem kantonalen Gericht für die Par- teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für den vorliegenden Prozess keine Verfahrenskos- ten zu erheben. 9.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Besch werde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahren s entsprechend ist dem Versicherten eine Parteientschädigung zu Lasten der SUVA zuzuspreche n. Der Rechtsvertreter des Versi- cherten wies in seiner Honorarnote vom 20. Mai 2014 einen Zeitaufwand von insgesamt 7,5833 Stunden sowie Auslagen von Fr. 91.50 aus. Dieser Aufw and ist angesichts der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen angemessen. Bei einem pra xisgemäss zur Anwendung gelan- genden Stundenansatz von Fr. 250.-- hat die SUVA dem Versicherten eine Parteientschädi- gung in der Höhe von Fr. 2‘146.30 (7,5833 Stunden à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen in der Höhe von Fr. 91.50 und 8 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird - soweit darauf eingetrete n werden kann - in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochtene Einspracheentsc heid vom 27. November 2013 aufgehoben und festgestellt wird, d ass der Be- schwerdeführer ab 1. März 2013 bei einer Erwerbsunfähig keit von 20 % Anspruch auf eine Invalidenrente hat. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die SUVA hat dem Beschwerdeführer eine Parteientsc hädigung in der Höhe von Fr. 2‘146.30 (inkl. Auslagen und 8% MwSt.) zu bezahlen. http://www.bl.ch/kantonsgericht