<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt,</p><p>1. Bericht zu erstatten zur Bedeutung und Wichtigkeit der Versorgungsforschung sowie zu Bedarf und bestehenden Wissenslücken in der Gesundheitsversorgung;</p><p>2. konkrete Massnahmen, also ein nationales Forschungsprogramm, zu beschliessen, um diese Forschungs- und Wissenslücken im Hinblick auf eine wirkungs- und bedarfsorientierte, qualitativ hochstehende Gesundheitsversorgung für die Gesamtbevölkerung zu schliessen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat anerkennt die hohe Bedeutung der Versorgungsforschung für die Verbesserung des Gesundheitssystems. Darum hat er die Versorgungsforschung als Priorität im Forschungskonzept Gesundheit 2013-2016 und als Massnahme in der Strategie Gesundheit 2020 verankert.</p><p>In der Zwischenzeit hat der Bundesrat am 24. Juni 2015 u. a. das Nationale Forschungsprogramm "Gesundheitsversorgung" lanciert. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) wird mit der Durchführung dieses Programms beauftragt, für das über fünf Jahre 20 Millionen Franken zur Verfügung stehen. Es hat zum Ziel, Erkenntnisse zur Struktur und Inanspruchnahme der Gesundheitsversorgung in der Schweiz zu gewinnen. Im Zentrum des Programms steht die Optimierung der Ressourcenzuteilung durch Verminderung der Unter- und Überbeanspruchung von Leistungen. Ein besonderer Schwerpunkt soll zudem auf der Prävention und Behandlung von mehrfachen chronischen Erkrankungen liegen. Schliesslich soll das Forschungsprogramm dazu beitragen, Verfügbarkeit, Verknüpfung und Vergleichbarkeit von Gesundheitsdaten zu verbessern.</p><p>Eine weitere Berichterstattung zur Bedeutung und Wichtigkeit der Versorgungsforschung sowie zu Bedarf und bestehenden Wissenslücken in der Gesundheitsversorgung erachtet der Bundesrat daher nicht als notwendig.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.