7. Oktober 1982 N 1397 Europarat Wiedereingliederungsfonds s'exaspèrent au point parfois d'aboutir à un renforcement d'un certain orgueil ou d'un faux orgueil et peuvent même se traduire par de la mesquinerie ou de la ladrerie. Il y a là une exagération coupable, à mon sens, et une politique à courte vue. C'est pourquoi, en conclusion, j'acquiesce certes pleinement au projet d'arrêté qui nous est proposé. Mais j'espère que tant dans les milieux publics que privés, on fera preuve, en matière spatiale de plus de courage, de plus de volonté et de plus d'ouverture d'esprit en définitive. Präsidentin: Die anderen Fraktionen stimmen der Vorlage zu und verzichten auf das Wort. Begrüssung - Bienvenue Präsidentin: Ich begrüsse auf der Tribüne Herrn Hilmar Ospelt, stellvertretender Regierungschef des Fürstentums Liechtenstein und seine Begleiter. (Beifall) Die Delegation hält sich im Zusammenhang mit dem Abkommen über Jugend und Sport in unserem Lande auf. Ich heisse Sie in unserem Rat herzlich willkommen und wünsche Ihnen einen angenehmen Aufenthalt. M. Aubert, conseiller fédéral: Je n'ai pas grand-chose à ajouter aux rapports extrêmement complets des deux rap- porteurs. J'aimerais cependant observer ce qui suit: II est tout à fait regrettable que le premier lancement opération- nel d'Ariane ait été un échec. Cinq lancements doivent encore avoir lieu sous l'égide de TESA. A partir du sep- tième, Ariane-Space prendra le relève. C'est une société anonyme de droit privé dont les actionnaires sont les entre- prises citées en annexe au message. Echec regrettable certes, mais je crois qu'il ne faut pas perdre foi dans cet engin qui assure enfin une autonomie à l'Europe. Il ne faut pas oublier que, depuis vingt ans déjà, l'Europe construit des satellites mais n'est pas capable de les mettre sur orbites géostationnaires. Il a toujours fallu se servir de lan- ceurs acquis chez le concurrent américain. Ariane ouvre la possibilité d'une autonomie spatiale de l'Europe. Il est évi- dent que cette initiative doit être soutenue. Je rappellerai, au chapitre des échecs, que la fusée Atlas américaine a commencé sa carrière de lanceur après treize échecs; que la version Atlas-Able a connu quatre échecs consécutifs pour les quatre lancements prévus et qu'en 1977 deux satellites européens ont été perdus à la suite d'échecs des deux lanceurs américains Delta. La loi des probabilités s'applique à ces lancements. On table sur un échec pour vingt lancements. Un dernier point qui a inquiété certains parlementaires cha- touilleux du rexpect de notre neutralité. Qu'en est-il si le lancement d'un satellite a un caractère politiquement dou- teux? Il y a trois possibilités pour la Suisse. La première, c'est de demander la convocation du comité. Celui-ci peut être réuni à la demande d'un tiers des membres. Deuxième possibilité: la Suisse peut unilatéralement se dissocier du lancement. Troisièmement, la Suisse peut suspendre son adhésion à la déclaration. Si elle fait usage de cette troi- sième et dernière possibilité, elle peut interdire la livraison d'équipements suisses, donc même de cette fameuse coiffe du lanceur, fabriquée par la maison Contraves. Les transports nucléaires sont, quant à eux, interdits par le Traité de l'Espace. J'aimerais rappeler à M. Wilhelm que la Suisse dépense environ 27 millions de francs par an pour cette entreprise. C'est une somme qui n'est pas négligeable. Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière Gesamtberatung - Traitement global du projet Titel und Ingress, Art. 1 und 2 Titre et préambule, art. 1 et 2 Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Beschlussentwurfes 102 Stimmen (Einstimmigkeit) An den Bundesrat -Au Conseil fédéral #ST# 82.042 Europarat. Wiedereingliederungsfonds Conseil de l'Europe. Fonds de réétablissement Botschaft und Beschlussentwurf vom 26. Mai 1982 (BBL II, 805) Message et projet d'arrêté du 26 mai 1982 (FF II, 825) Antrag der Kommission Eintreten und Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Proposition de la commission Entrer en matière et adhérer au projet du Conseil fédéral Herr Renschier unterbreitet namens der Kommission für auswärtige Angelegenheiten den folgenden schriftlichen Bericht: Die Kommission für auswärtige Angelegenheiten behan- delte am 7. September 1982 die Botschaft über die Erhö- hung des Anteiles der Schweiz am Kapital des Wiederein- gliederungsfonds des Europarates. Der Fonds befasste sich in den ersten Jahren seines Beste- hens mit der Wiedereingliederung von Flüchtlingen in Europa, daher sein Name. Bald erfuhr er aber eine Auswei- tung seiner Tätigkeit; heute ist er ein wirtschaftlicher und sozialer Entwicklungsfonds, der den Mitgliederstaaten mit- tel- oder langfristige Darlehen für die Finanzierung von Ent- wicklungsvorhaben, namentlich in den Bereichen des sozia- len Wohnungsbaus, der Förderung des Handwerks und der beruflichen Schulung sowie der Modernisierung der Land- wirtschaft gewährt. Der Fonds gewährt zwei Arten von Dar- lehen. Einmal die ordentlichen Darlehen zu Marktbedingun- gen und dann Sozialdarlehen zu einem Zinssatz von 1 Pro- zent in Kombination mit einem ordentlichen Darlehen, was den mittleren Zinssatz beträchtlich vermindert. Als Grund für die Kapitalerhöhung wird die Zunahme der Darlehensgesuche angegeben. Eine erste Erhöhung, an der auch die Schweiz beteiligt war, erfolgte 1978. Die heute vor- geschlagene Erhöhung beläuft sich für die Schweiz auf 421 000 US-Dollar. Davon wurden 137000 Dollar liberiert. Dafür hat der Bund allerdings keine Zahlung zu leisten. Die Liberierung erfolgt durch die Umwandlung von Fondsreser- ven, die der Schweiz im Betrag von 137 000 Dollar zuste- hen, in Fondskapital. Die ganze oder teilweise Liberierung des Restbetrages von 284 000 Dollar kann zu einem späte- ren Zeitpunkt verlangt werden, wenn das zuständige Organ des Fonds die Mitgliederstaaten durch einen einstimmigen Beschluss auffordert, den Liberierungssatz ihrer Beteili- gung zu erhöhen. Die einstimmige Kommission beantragt, auf die Vorlage ein- zutreten und dem Bundesbeschluss über die Erhöhung des Anteils der Schweiz am Kapital des Wiedereingliederungs- fonds des Europarates zuzustimmen. Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matièreInitiative parlementaire 1398 7 octobre 1982 Gesamtberatung - Traitement global du projet Titel und Ingress, Art. 1 und 2 Titre et préambule, art. 1 et 2 Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Beschlussentwurfes 108 Stimmen (Einstimmigkeit) An den Ständerat - Au Conseil des Etats #ST# 81.224 Parlamentarische Initiative AHV/IV. Jährlicher Teuerungsausgleich (Mascarin) Initiative parlementaire AVS/AI. Compensation annuelle du renchérissement (Mascarin) Fortsetzung - Suite Siehe Seite 1127 hiervor - Voir page 1127 ci-devant Ogi: Ich beantrage Ihnen namens der einstimmigen SVP- Fraktion, der Initiative über einen jährlichen Teuerungsaus- gleich bei AHV- und IV-Renten keine Folge zu geben und sie abzuschreiben. Es ist unbestritten, dass uns. die zurückliegenden beiden Jahre eine recht massive Inflation gebracht haben. Ebenso unbestritten ist auch der Verfassungsauftrag, wonach die AHV/IV-Renten der Lohn- und Preisentwicklung angepasst werden müssen. Frau Mascarin, die in diesem Rate ebenso wie ich erst im Dezember 1979 eingezogen ist, war bei den langen, seri- ösen und umfangreichen Beratungen über die 9. AHV-Revi- sion nicht dabei. Das mag ein Grund sein, dass sie unter dem unmittelbaren Eindruck der hohen Inflationsrate am 2. Juni 1981 ihre erste parlamentarische Initiative lancierte. Nun ist aber die parlamentarische Initiative das gewichtigste Mittel, das einem Mitglied unseres Rates zur Verfügung steht. Deshalb war dies sowohl für die Kommission Ihres Rates wie auch für die SVP-Fraktion Grund genug, das Anliegen der Initiantin ohne Seitenblick auf deren eventuelle imagepolitische Motivation oder auf die Seriosität in der Ausarbeitung einer gründlichen Prüfung zu unterziehen. In Übereinstimmung mit der Kommission Ihres Rates kam auch die SVP-Fraktion zum Schluss, dass die vorliegende Regelung des Teuerungsausgleichs für AHV- und IV-Rent- ner einen Kompromiss darstelle. Ein Kompromiss übrigens, der erst mit der Verordnung 1982 am I.Januar 1982, also vor knapp zehn Monaten, in Kraft getreten ist und mit den ersten AHV-Renten dieses Jahres erstmals seine Wirksam- keit entfaltete. Es würde nun nicht von seriöser gesetzgeberischer Arbeit zeugen, wenn man die Ergebnisse und Beschlüsse der 9. AHV-Revision bereits wieder umstossen und revidieren wollte, ohne deren Auswirkungen und Konsequenzen zu beobachten und daraus fundierte Schlüsse zu ziehen. Der angezogene Vergleich mit dem Rüstungsprogramm 1982 - Frau Mascarin - ist schlecht gewählt. Eine starke Landesverteidigung ist nämlich auch Voraussetzung für die soziale Sicherheit. Wir vertreten die Meinung, dass anstelle einer generellen jährlichen Anpassung sämtlicher Renten an die Teuerung vermehrt mit dem Mittel der Zusatz- und Ergänzungsleistungen gearbeitet werden sollte. Damit könnte auf die regionale Disparität wesentlich besser Rück- sicht genommen werden. Eine AHV-Rente von 800 Franken mag in einzelnen Teilen der Schweiz absolut ausreichen, liegt aber für den Rentner in grossen Agglomerationen mit entsprechend höheren Lebenskosten sicher unter dem Exi- stenzminimum. Aus diesen Überlegungen beantrage ich Ihnen namens der SVP-Fraktion, der parlamentrischen Initiative keine Folge zu geben und sie abzuschreiben. Frau Segmüller: Ich spreche im Namen der CVP-Fraktion. Der Kaufkraftverlust, der für AHV-Bezüger bei einer Teue- rung von knapp unter 8 Prozent pro Jahr eintritt, ist - ange- sichts unseres Systems des zweijährigen Teuerungsaus- gleichs bei der AHV- ein Problem, dessen Tragweite für die Betroffenen von der CVP voll anerkannt wird. Je kleiner das Einkommen, desto stärker fällt der teuerungsbedingte Ver- lust der Kaufkraft ins Gewicht. Gerade das aber heisst, dass wir es hier nicht in erster Linie nur mit einem Problem der Teuerung zu tun haben, sondern mit einem Problem der Bezüger geringster Einkommen allgemein. Die CVP meint, den wirklich Bedürftigen, jenen, die auf die AHV allein ange- wiesen sind, sei gezielt über den Weg der Ergänzungslei- stungen zu helfen; allenfalls sind deren Bezugsmöglichkei- ten zu überprüfen. Auch das Verhältnis von Minimal- zu Maximalrenten be- trachtet die CVP keineswegs als ein Tabu. Eine Giesskanne aber, wie sie ein jährlicher Teuerungsausgleich wäre, kön- nen wir uns jetzt nicht leisten. Auch die Belastbarkeit der wirtschaftlich aktiven Bevölkerung hat ihre Grenzen. Ver- gessen wir nicht: Immer weniger Berufstätige haben die Renten für immer mehr AHV-Bezüger sicherzustellen, und dies in einer Zeit, wo Arbeitsplätze nicht mehr so gesichert erscheinen wie auch schon. Die CVP ist daher der Meinung, dass der Solidaritätsgedanke zwischen Jung und Alt nicht überstrapaziert werden darf. Im übrigen sind wir der Meinung, dass das erst mit der 9. AHV-Revision eingeführte System nicht schon wieder geändert werden sollte, bevor seine Auswirkungen voll überblickbar sind; dies um so mehr, als der Bundesrat bei einer sehr starken Teuerung von über 8 Prozent pro Jahr bereits jetzt die Kompetenz zur jährlichen Anpassung be- sitzt. Trotz allem Verständnis für die Sorgen der AHV-Bezüger wegen der Teuerung beantragt die CVP-Fraktion aus den dargelegten Gründen, der Initiative sei keine Folge zu geben. Mme Spreng, rapporteur: Avec la majorité de votre com- mission, nous vous recommandons de ne pas donner suite à cette initiative et de la classer. Sur le fond, nous avons apprécié l'idée généreuse d'augmenter autant que possible les rentes AVS à l'aide d'indexations plus fréquentes. M. Dafflon disait il y a quelques jours: «Nous abandonnons les personnes âgées», mais l'AVS n'est-elle pas œuvre de notre époque? Il ne faut pas cependant qu'une innovation coûte plus cher qu'elle n'apporte d'aide. L'effet conjoncturel de l'inflation est connu. M. Mauroy, Pre- mier ministre français, a même demandé récemment la dés- indexation des salaires, qui est cause d'inflation. Admettant que la lutte contre le chômage passe en priorité par la lutte contre l'augmentation des prix, nous devons actuellement attendre l'effet des améliorations dues à la neuvième révi- sion et appliquées cette année pour la première fois. Dans l'étude en cours de la dixième révision, des améliora- tions seront discutées. La situation financière de notre assurance-vieillesse a été précaire, voire déficitaire, pen- dant les deux dernières années. Elle est encore fragile et lui octroyer de nouvelles charges pourrait la déséquilibrer à nouveau. Je vous recommande donc de classer l'initiative. Hösli, Berichterstatter: Ich möchte nicht wiederholen, was wir letzte Woche beim Eintreten grundsätzlich festgehalten haben. Aber ich möchte nochmals erwähnen, dass wir mit der jährlichen Anpassung der Teuerungszulagen der AHV nicht das erreichen, was Frau Mascarin möchte. Hierfür ist das Instrument der Ergänzungsleistungen viel besserSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Europarat. Wiedereingliederungsfonds Conseil de l'Europe. Fonds de rétablissement In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1982 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 14 Séance Seduta Geschäftsnummer 82.042 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 07.10.1982 - 08:00 Date Data Seite 1397-1398 Page Pagina Ref. No 20 010 799 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.