Seite 1 http://www.bl.ch/kantonsgericht Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 4. Oktober 2016 (470 16 198) ____________________________________________________________________ Strafprozessrecht Nichtanhandnahme des Verfahrens Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richterin Susanne Afheldt (Ref.), Richter Markus Mattle; Gerichtsschreiber Dominik Haffter Parteien A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Thilo Pachmann, Pachmann Rechtsanwälte AG, Löwenstrasse 29, 8001 Zürich, Beschwerdeführer gegen Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung WK, Rheinstrasse 27, 4410 Liestal, Beschwerdegegnerin B.____, Beschuldigter Gegenstand Nichtanhandnahme des Verfahrens Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung WK, vom 12. August 2016 Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. Mit Schreiben vom 12. Oktober 2015 sowie mit ergänzender Eingabe vom 29. Februar 2016 erstattete A.____ bzw. sein Rechtsvertreter, Rechtsanwalt Dr. Thilo Pachmann, Strafa n- zeige bei der Staatsanwaltschaft Basel -Landschaft, Hauptabteilung WK, gegen B.____ betref- fend die Straftatbestände der ungetreuen Geschäftsbesorgung sowie des Amtsmissbrauchs. B. Am 12. August 2016 verfügte die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung WK, das Verfahren werde in Anwendung von Art. 310 Abs. 1 lit a StPO nicht anha nd genom- men (Ziffer 1 des Dispositivs). Im Weiteren würden die Kosten zu Lasten des Staates gehen (Ziffer 2 des Dispositivs) und dem Beschuldigten werde keine Entschädigung oder Genugtuung ausgerichtet (Ziffer 3 des Dispositivs). Auf die Begründung diese r Nichtanhandnahmeverfügung sowie der nachfolgenden Eingaben der Parteien wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen des vorliegenden Beschlu s- ses eingegangen. C. Gegen obgenannte Nichtanhandnahmeverfügung erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Thilo Pachmann, mit Eingabe vom 25. August 2016 Beschwerde beim Ka n- tonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, und beantragte, es sei Ziffer 1 des Disposi- tivs der Nichtanhandnahmeverfügung aufzuheben und die Staatsanwaltschaft anzuweisen, ein Strafverfahren gegen den Beschuldigten wegen Verdachts auf ungetreue Geschäftsbesorgung sowie Amtsmissbrauchs zu eröffnen. Dies habe unter Kosten - und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatskasse zu geschehen. Im Weiteren seien die Akten des Strafverfah rens beizu- ziehen und es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung mit Rechtsanwalt Dr. Thilo Pachmann als sein Rechtsvertreter zu bewilligen. D. Der Beschuldigte stellte mit Stellungnahme vom 6. September 2016 die Anträge, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten und das Strafverfahren nicht anhand zu nehmen; eve n- tualiter sei durch die Staatsanwaltschaft festzustellen, dass sämtliche Beschuldigungen haltlos seien. E. Mit Stellungnahme vom 8. September 2016 begehrte di e Staatsanwaltschaft Basel - Landschaft, Hauptabteilung WK, die Abweisung der Beschwerde. Erwägungen 1. Formelles Gegen eine Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft kann innert zehn Tagen bei der Dreierkammer der Abteilung Strafrecht des Kantonsge richts schriftlich und begründet B e- schwerde erhoben werden (Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 der Schweizerischen Stra f- prozessordnung, StPO, SR 312.0; Art. 396 Abs. 1 StPO und § 15 Abs. 2 des Einführungsgeset- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht zes zur Schweizerischen Strafprozessordnung , EG StPO, SGS 250). Zur Beschwerde legit i- miert sind die Parteien, sofern sie ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheides haben, mithin durch die Nichtanhandnahmeverf ü- gung beschwert sind (Art. 382 Abs. 1 StPO). Der Beschwerdeführer ist als gegebenenfalls ge- schädigte Person und Adressat der angefochtenen Nichtanhandnahmeverfügung durch diese unmittelbar in seinen Rechten betroffen, weshalb er zur Beschwerde legitimiert ist. Sodann wurde mit Beschwerde vom 25. August 2016 die Rechtsmittelfrist gewahrt und die Begrü n- dungspflicht wahrgenommen. Da auch die übrigen Beschwerdeformalien erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 2. Materielles 2.1 Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft stützt ihre Nichtanhandnahmeverfügung vom 12. August 2016 auf Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO. Zur Begründung führt sie hinsichtlich des Vo r- wurfs, der Beschuldigte habe als Verantwortlicher für das Konkursverfahren C.____GmbH pflichtwidrig keine Bilanz per Stichtag der Konkurse röffnung erstellt und stattdessen auf die Bilanz per 31. Dezember 2012 abgestellt, aus, die Konkursverwaltung treffe keine gesetzliche Pflicht zur Erstellung einer Bilanz per Stichtag der Konkurseröffnung. Art. 221 des Bundesg e- setzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG, SR 281.1) verpflichte die Konkursverwa l- tung bloss zur Aufnahme eines Inventars. Im Weiteren werde dem Beschuldigten vorgeworfen, er habe pflichtwidrig keine Prosequierung der seitens der C.____GmbH veranlassten provis o- risch eingetragenen Bauhanderkerpfandrechte vorgenommen. Hinsichtlich sämtlicher Verzichte auf Prosequierung der provisorisch eingetragenen Bauhandwerkerpfandrechte seien jedoch keine Hinweise auf strafbare Handlungen des Beschuldigten ersichtlich. Sodann könne dem Vorwurf, der Beschuldigte habe sich strafbar gemacht, indem er insgesamt vier Forderungsei n- gaben zu Unrecht, also ohne eingehende Prüfung, im Konkursverfahren der C.____GmbH kol- loziert resp. zugelassen habe, nicht gefolgt werden. Vielmehr habe die Konkursverwaltung nicht den Bestand der Forderung abzuklären, sondern bloss den wahrscheinlichen Bestand. Im We i- teren seien keine Anhaltspunkte für ein pflichtwidriges Verhalten des Beschuldigten betreffend der Zulassung der entsprechenden Forderungen zum Kollokationsplan gegeben. 2.2 Demgegenüber bringt der Beschwerdeführer mit Beschwerde vom 25. August 2016 vor, die Konkurseingaben der D.____AG, der E.____AG, der F.____AG sowie jene von G.____ seien sehr spärlich substantiiert und dokumentiert gewesen. Insbesondere ha be die Ko n- kurseingabe von G.____ keinerlei Beweismittel für die angebliche Konkursforderung aus Delikt enthalten. Dennoch seien sämtliche bestrittenen Forderungen vom Beschuldigten in vollem Um- fang zugelassen worden, wobei es der Beschuldigte unterlassen h abe, von den Konkursgläubi- gern zusätzliche Beweismittel anzufordern. Ferner seien die Behauptungen der D.____AG, der E.____AG, der F.____AG sowie jene von G.____ betreffend die angeblichen Mängel an den Baustellen mehrfach aktenwidrig und falsch gewesen; g leichwohl seien deren Konkursford e- rungen allesamt kolloziert worden. Folglich habe der Beschuldigte seine Abklärungspflichten Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht verletzt. Des Weiteren habe der Beschuldigte die deliktischen Konkursforderungen der D.____AG und der F.____AG kolloziert, ohne die fragwürdigen Schätzungen der Konkurrenti n- nen der C.____GmbH zu prüfen. Namentlich habe der Beschuldigte weder die Schätzungen durch einen unabhängigen Gutachter überprüfen lassen noch einen Augenschein auf der Ba u- stelle vorgenommen, weshalb er seine Pfli cht verletzt habe, die Konkurseingaben unabhängig und objektiv zu prüfen. Sodann seien die Prozessaussichten für die Eintragung eines Ba u- handwerkerpfandrechts günstig gewesen, weshalb der Beschuldigte zu Unrecht auf die Pros e- quierung der provisorischen Bau handwerkerpfandrechte der C.____GmbH verzichtet habe. Schliesslich seien die D.____AG sowie die E.____AG mutmasslich begünstigt worden, indem der Beschuldigte ihnen die Debitorenforderung der C.____GmbH gegenüber der D.____AG sowie H.____ (Verwaltungsratspräsident der E.____AG) abgetreten habe. Dadurch sei verhi n- dert worden, dass ein anderer Konkursgläubiger die Masseforderungen gegenüber der D.____AG sowie H.____ geltend mache. Es bestehe daher ein hinreichender Tatverdacht, dass sich der Beschuldigte des Amtsmissbrauchs sowie der ungetreuen Geschäftsbesorgung schu l- dig gemacht haben könnte. Ausserdem habe die Staatsanwaltschaft Basel -Landschaft den An- spruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt, indem sie seine Ausführungen in der Begründung der Nichtanhandnahmeverfügung nicht berücksichtigt habe. 2.3 Der Beschuldigte macht hingegen mit Stellungnahme vom 6. September 2016 geltend, der Vorwurf der ungetreuen Geschäftsbesorgung beruhe auf der falschen Annahme, die Ko n- kursverwaltung müsse jene Arbeiten ausführen, welche die Geschäftsleitung versäumt habe. Die Aufgaben und Verantwortungen des Konkursamts würden sich allerdings nach den Normen des SchKG richten und in erster Linie die Liquidation der vorhandenen Vermögenswerte de r Gesellschaft umfassen. Entsprechend falle es nicht in den Aufgabenbereich des Konkursamts, eine Gesellschaft weiter zu führen bzw. Bilanzen und Erfolgsrechnungen zu erstellen. Vielmehr verschaffe sich das Konkursamt mittels Inventar und Kollokationsplan die nötige Übersicht. Fer- ner habe der Beschuldigte sämtliche Entscheidungen im Konkursfall der C.____GmbH au f- grund der vorhandenen Fakten und nach den Normen des SchKG getroffen, wobei er weder sich noch einem Dritten einen Vorteil verschafft habe. Folglic h sei auch der Tatbestand des Amtsmissbrauchs klar nicht gegeben. 2.4 Mit Stellungnahme vom 8. September 2016 führt die Staatsanwaltschaft aus, der B e- schwerdeführer habe die Möglichkeit gehabt, gegen die Entscheide der Konkursverwaltung B e- schwerde zu führen, worauf er allerdings verzichtet habe. Ein Strafverfahren diene daher nicht dazu, die im Rahmen eines bereits abgeschlossenen Konkursverfahrens verpassten resp. nicht ergriffenen Rechtsmittel "wiedergutzumachen" und auch nicht dazu, Ermessensentsche ide der Konkursverwaltung im Nachhinein einer eingehenden Überprüfung zu unterziehen. Vielmehr setze die Eröffnung eines Strafverfahrens bereits zu Beginn konkrete Hinweise auf ein strafb a- res Verhalten voraus, nicht bloss auf ein allfälliges fehlerhaftes V erhalten. Insbesondere sei nicht jedes fehlerhafte Verhalten eines Behördenmitglieds automatisch strafbar. Soweit der B e- schwerdeführer geltend mache, die Forderung der Gesellschaft gegenüber ihm privat sei zu Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht hoch festgesetzt worden, sei darauf hinzuweisen, dass er der damaligen Aufforderung der Kon- kursverwaltung, Belege zu den angeblich von ihm getätigten Zahlungen einzureichen, offenbar nicht nachgekommen sei. Entsprechend sei es nachvollziehbar, dass der Beschuldigte die u n- belegte Behauptung des Beschwer deführers bei der Inventaraufnahme nicht berücksichtigt h a- be. Des Weiteren sei zu konstatieren, dass sich der Beschuldigte durch den Verzicht auf die Prosequierung der provisorisch eingetragenen Bauhandwerkerpfandrechte nicht strafbar g e- macht habe. Mithin sei entweder die Frist zur Einreichung der Prosekutionsklage bereits verstri- chen oder die Prosekutionsklage aufgrund der Sachlage nicht erfolgsversprechend gewesen. Sodann sei der Beschuldigte keineswegs rechtlich verpflichtet gewesen, die Forderungseing a- ben aus Delikt besonders genau zu prüfen. Vielmehr habe er bloss den wahrscheinlichen B e- stand der Forderung abklären müssen. Im Übrigen entscheide von Gesetzes wegen allein die Konkursverwaltung über die Anerkennung der Forderungen, wobei sie an die Erkläru ng des Gemeinschuldners nicht gebunden sei. Hinzu komme, dass bedingte Forderungen gemäss der gesetzlichen Regelung zum vollen Betrag zuzulassen seien. Folglich fehle es an einem strafb a- ren Fehlverhalten des Beschuldigten resp. der Konkursverwaltung. Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör 2.5 In casu ist fraglich, ob die Staatsanwaltschaft den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt hat, indem sie dessen Rügen in ihrer Verfügung vom 12. August 2016 nicht ausreichend berücksichtigt haben soll. Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV, SR 101) haben die Parteien Anspruch auf rechtli- ches Gehör. Art. 107 Abs. 1 StPO konkretisiert diesen Grundsatz in Bezug auf den Strafpr o- zess. Demgemäss haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör; namentlich haben sie das Recht, Akten einzusehen (lit. a), an Verfahrenshandlungen teilzunehmen (lit. b), einen Rechtsbeistand beizuziehen (lit. c), sich zur Sache und zum Verfahren zu äussern (lit. d) sowie Beweisanträge zu stellen (lit. e). Das Äusserungsrecht gemäss Art. 107 Abs. 1 lit. d StPO u m- fasst auch die Pflicht der Behörden, von den Vorbringen der Parteien Kenntnis zu nehmen und diese beim Entscheid in gebührender Weise zu berücksichtigen. Sodann besteht nach ständ i- ger bundesgerichtlicher Rechtsprechung die Pflicht der Behörden, ihre Verfügungen und En t- scheide zu begründen. Der betroffenen Person soll namentlich der Nachvollzug der Schlussfo l- gerungen und gegebenenfalls die sachgerechte Anfechtung des Entscheids ermöglicht werden. In der Begründung müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörden haben leiten lassen. Dabei kann sich die Begründung auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken. U mfang und Tiefe der Begründung haben sich an der Eingriffsintensität des Entscheids sowie dessen Bedeutung für die Parteien und das Verfah- ren zu orientieren ( DANIELA BRÜSCHWEILER, Zürcher Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 80 N 2; HANS VEST/SALOME HORBER, Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 107 N 32; NILS STOHNER, Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 81 N 9 ff.; NIKLAUS SCHMID, Praxiskom- mentar StPO, 2. Aufl. 2013, Art. 80 N 4). Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2.6 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Eine Verletzung des Anspruchs führt grundsätzlich auf Beschwerde hin zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids, una b- hängig davon, ob die Gewährung des rechtlichen Gehörs den Ausgang der materiellen Streiten- tscheidung zu beeinflussen vermag ( HANS VEST/SALOME HORBER, a.a.O., Art. 107 N 6; VIKTOR LIEBER, Zürcher Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 107 N 2a; GEROLD STEINMANN, St. Galler Kommentar BV, 3. Aufl. 2014, Art. 29 N 59; PATRICK GUIDON, Die Beschwerde gemäss Schwei- zerischer Strafprozessordnung, 2011, N 348). Unter gewissen Umständen lässt das Bundesg e- richt jedoch eine Heilung der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör zu. So kann nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung eine nicht besonders schwer wiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn der Betroffene die Möglichkeit e r- hält, sich vor einer oberen Instanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann, und ihm durch die Heilung kein Nachteil erwächst ( HANS VEST/SALOME HORBER, a.a.O., Art. 107 N 6; VIKTOR LIEBER, a.a.O., Art. 107 N 2a; PATRICK GUIDON, Die B e- schwerde gemäss Schweizerischer Strafprozessordnung, 2011, N 348). 2.7 Vorliegend kann der Rüge des Beschwerdeführers, wonach sich die Staatsanwal t- schaft mit mehreren sein er Vorbringen zum hinreichenden Tatverdacht nicht auseinanderg e- setzt habe, keineswegs gefolgt werden. Vielmehr sind den ausgesprochen umfassenden und sorgfältigen Ausführungen der Staatsanwaltschaft in ihrer Verfügung vom 12. August 2016 die wesentlichen Überlegungen, von welchen sie sich hat leiten lassen, offenkundig zu entnehmen. Mithin wird sogar ausführlich dargelegt, dass nach Ansicht der Staatsanwaltschaft keine Hi n- weise auf ein strafbares Verhalten des Beschuldigten ersichtlich sind. Namentlich kann dem Beschwerdeführer augenscheinlich nicht gefolgt werden, soweit er geltend macht, die Staat s- anwaltschaft habe sich nicht mit seiner Rüge befasst, wonach die Konkursverwaltung die Schätzungen der I.____AG sowie der J.____AG durch einen unabhängigen Gutac hter hätte überprüfen lassen müssen. Im Gegenteil hat die Staatsanwaltschaft die entsprechende Rüge des Beschwerdeführers in ihrer Nichtanhandnahmeverfügung vom 12. August 2016 explizit be- handelt und dargelegt, dass von der Einholung von Expertisen im Prüf ungsverfahren gemäss Art. 244 SchKG abzusehen sei. 2.8 Ebenso wenig kann dem Beschwerdeführer hinsichtlich seines Vorbringens beig e- pflichtet werden, sein rechtliches Gehör sei insoweit verletzt, als die Staatsanwaltschaft seine Rüge nicht behandelt habe, dass gewisse Konkursgläubiger bevorteilt worden seien, indem ihnen Vermögensrechte abgetreten worden seien, deren Schuldner sie selber seien. In diesem Zusammenhang ist zu konstatieren, dass die Staatsanwaltschaft in ihrer Begründung der Nich t- anhandnahmeverfügung nicht auf jedes einzelne Vorbringen des Beschwerdeführers einzug e- hen hat. Vielmehr hat sie sich – entsprechend den vorstehenden rechtlichen Ausführungen – auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte zu beschränken. Hinsichtlich des e r- wähnten Vorbringens des Beschwerdeführers ist bereits an dieser Stelle auf die entspreche n- den nachfolgenden Erwägungen zu verweisen, wonach die Rüge offensichtlich haltlos ist. Unter diesen Umständen kann keine Rede davon sein, die Staatsanwaltschaft hätte ei nen für ihre Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Entscheidung wesentlichen Gesichtspunkt in ihrer Begründung unberücksichtigt gelassen. Vielmehr legt der Beschwerdeführer in dieser Hinsicht bloss ein Verhalten der Konkursverwa l- tung bzw. des Beschuldigten dar, welches allenfalls in Bezug auf ein zivilrechtlich vorwerfbares Verhalten zu prüfen wäre. Keineswegs zeigt er jedoch ein strafrechtlich relevantes Verhalten des Beschuldigten auf, weshalb die Staatsanwaltschaft die Haltlosigkeit der Rüge nicht au s- drücklich festzustellen hatte. 2.9 Aufgrund der vorstehenden Darlegungen zeigt sich, dass dem Beschwerdeführer au f- grund der Begründung der Nichtanhandnahmeverfügung vom 12. August 2016 der Nachvollzug der Schlussfolgerungen der Staatsanwaltschaft ohne Weiteres möglich war, zumal seine Rügen in gebührender und geradezu erschöpfender Weise gewürdigt wurden. Der Anspruch auf rech t- liches Gehör des Beschwerdeführers ist dementsprechend nicht verletzt, weshalb die B e- schwerde in diesem Punkt abzuweisen ist. Nichtanhandnahme des Strafverfahrens 2.10 Gemäss Art. 310 Abs. 1 StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die Nichtanhandnahme, sobald aufgrund der Strafanzeige oder des Polizeirapports feststeht, dass die fraglichen Stra f- tatbestände oder die Prozessvoraussetzungen eindeutig nicht erfüllt sind (lit. a), Verfahrenshin- dernisse bestehen (lit. b) oder aus den in Art. 8 StPO genannten Gründen auf eine Strafverfo l- gung zu verzichten ist (lit. c). Eine Nichtanhandnahmeverfügung hat zu ergehen, wenn die Staatsanwaltschaft allein aufgrund der Ermittlungsergebnisse oder der Strafanzeige die Unte r- suchung nicht eröffnet, da die Führung eines Verfahrens geradezu aussichtslos erscheint. Mi t- hin kommt die Nichtanhandnahme nur in Frage, wenn keine Untersuchungshandlungen vorg e- nommen werden. Dabei ist der Grundsatz "in dubi o pro duriore" zu beachten, wonach eine Nichtanhandnahme von der Staatsanwaltschaft nur ausgesprochen werden darf, wenn es ei n- deutig klar erscheint, dass der Sachverhalt nicht strafbar ist oder nicht bestraft werden kann (ESTHER OMLIN, Basler Kommentar StP O, 2. Aufl. 2014, Art. 310 N 6 ff.; NATHAN LANDSHUT/ THOMAS BOSSHARD, Zürcher Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 310 N 1; NIKLAUS SCHMID, Praxiskommentar StPO, 2. Aufl. 2013, Art. 310 N 2; NIKLAUS SCHMID, Handbuch des schweize- rischen Strafprozessrechts, 2. Aufl. 2013, N 1231). Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO verlangt, dass der Verzicht auf die Verfahrenseröffnung nur dann erfolgt, wenn die fraglichen Straftatbestände eindeutig nicht erfüllt sind. Die Situation muss sich demnach so präsentieren, dass gar nie e in Verdacht hätte angenommen werden dürfen oder der Anfangsverdacht vollständig entkräftet worden ist. Mithin darf die Nichtanhandnahme nur verfügt werden, wenn mit Sicherheit fes t- steht, dass der zur Beurteilung vorliegende Sachverhalt unter keinen Strafta tbestand fällt. Dies kann beispielsweise bei rein zivilrechtlichen Streitigkeiten der Fall sein. Bei blossen Zweifeln, ob ein Straftatbestand vorliegt oder ob der Nachweis strafbaren Verhaltens gelingen wird, darf ke i- ne Nichtanhandnahme erfolgen, sondern ist die Untersuchung zu eröffnen oder der Tatverdacht durch eigene oder polizeiliche Ermittlungen abzuklären (NATHAN LANDSHUT/THOMAS BOSSHARD, a.a.O., Art. 310 N 4 f.; ESTHER OMLIN, a.a.O., Art. 310 N 9; NIKLAUS SCHMID, Praxiskommentar StPO, 2. Aufl. 2013, Art. 310 N 3). Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2.11 Vorliegend ist zu prüfen, ob die Nichtanhandnahme zufolge eindeutig nicht erfüllten Straftatbestands zu Recht erfolgt ist. Der ungetreuen Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 1 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB, SR 311.0) macht sich strafbar, wer au f- grund des Gesetzes, eines behördlichen Auftrages oder eines Rechtsgeschäfts damit betraut ist, Vermögen eines anderen zu verwalten oder eine solche Vermögensverwaltung zu beau f- sichtigen, und dabei unter Verletzung seiner Pflichten bewirkt oder zulässt, dass der andere am Vermögen geschädigt wird. Ebenso macht sich strafbar, wer als Geschäftsführer ohne Auftrag gleich handelt. 2.12 Des Amtsmissbrauchs macht sich strafbar, wer als Mitglied einer Behörde oder als Beamter seine Amt sgewalt missbraucht, um sich oder einem anderen einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen oder einem anderen einen Nachteil zuzufügen (Art. 312 StGB). Nach der Rechtsprechung ist der hinsichtlich der Tathandlung sehr allgemein umschriebene Straftatb e- stand einschränkend dahingehend auszulegen, dass nur derjenige die Amtsgewalt missbraucht, welcher die Machtbefugnisse, die ihm sein Amt verleiht, unrechtmässig anwendet, d.h. kraft seines Amtes verfügt oder Zwang ausübt, wo es nicht geschehen dürfte. Art. 312 StGB umfasst demnach nicht sämtliche pflichtwidrigen Handlungen, die ein mit Zwangsbefugnissen ausg e- statteter Beamter bei Gelegenheit der Erfüllung seiner Pflichten ausführt. Dem Tatbestand sind vielmehr nur solche unzulässigen Verfügungen und Massnahmen unterstellt, die der Beamte kraft seines Amtes, in Ausübung seiner hoheitlichen Gewalt trifft. Art. 312 StGB erfasst nicht jede Amtspflichtverletzung; er setzt vielmehr voraus, dass der Täter seine Amtsgewalt in der gesetzlich genannten Absicht missbrauch t, d.h. dass er von der ihm von Amtes wegen z u- stehenden hoheitlichen Gewalt Gebrauch macht, dass er kraft hoheitlicher Gewalt verfügt oder zwingt, wo es nicht geschehen darf. Jeder Beamte verfügt in seinem Tätigkeitsbereich über tatsächliche Macht im Sinne einer faktischen Zugriffsmöglichkeit. Wollte man jeden Missbrauch dieser Stellung als Amtsmissbrauch bestrafen, bestünde die Gefahr, dass im Ergebnis entg e- gen der Absicht des Gesetzgebers jede Amtspflichtverletzung strafrechtlich verfolgt würde (BGE 114 IV 41, E. 2). Sofern dem Beschuldigten tatsächlich prozessuale Fehler vorzuwerfen sind, lässt sich daraus folglich noch nicht ableiten, es bestünden ausreichend Anhaltspunkte für eine strafbare Handlung, zumal nicht jedes rechtswidrige Handeln der Behörden strafrechtlich relevant ist (BGer 1C_133/2016 vom 14. Juli 2016, E. 3.2.2). 2.13 Die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Basel -Landschaft, Hauptab- teilung WK, vom 12. August 2016 erweist sich als ausserordentlich gründlich motiviert. Die Staatsanwaltschaft setzt sich mit den mit Strafanzeigen vom 12. Oktober 2015 sowie 29. Februar 2016 vorgebrachten Darlegungen eingehend auseinander. Hingegen wiederholt der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 25. August 2016 im Wesentlichen seine mit den vorgenannten Strafanzeigen dargelegten Argumenten und geht nur insoweit auf die Ausführu n- gen der Staatsanwaltschaft ein, als er diese unter Wiederholung seiner Vorbringen pauschal bestreitet. Angesichts der ausführlichen, sorgfältigen und umfassenden Begr ündung der Staatsanwaltschaft, welcher das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vollum- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht fänglich zustimmen kann, sowie dem Umstand, dass im Beschwerdeverfahren keine erhebl i- chen Einwände vorgebracht werden, welche nicht bereits Gegenstand d es erstinstanzlichen Verfahrens waren, erscheint es aus prozessökonomischer Sicht sinnvoll, grundsätzlich auf die Begründung der Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Basel -Landschaft, Hauptabteilung WK, vom 12. August 2016 zu verweisen (vgl. Ar t. 82 Abs. 4 StPO). Im Nachfo l- genden wird daher nicht mehr auf sämtliche Vorbringen des Beschwerdeführers eingegangen, zumal diese bereits durch die Staatsanwaltschaft profund behandelt wurden. Vielmehr sollen nur noch einzelne Aspekte in ergänzender Weise vertieft berücksichtigt werden. Bereits vorab kann allerdings in genereller Weise konstatiert werden, dass die Entscheidungen des Beschu l- digten durchwegs im Rahmen seines behördlichen Ermessens lagen. Mithin hat der Beschu l- digte sein Ermessen weder unter - noch überschritten und klarerweise auch nicht missbraucht. Ob eine Entscheidung allenfalls unangemessen war, ist in Bezug auf die Strafbarkeit des B e- schuldigten nicht relevant, zumal es sich bei der Unangemessenheit einer Entscheidung um eine blosse Wertu ngsfrage handelt. Das eine je nach Wertung allenfalls als unangemessen erachtete Entscheidung keine Strafbarkeit zu begründen vermag, ist in Beachtung des Legal i- tätsprinzips gemäss Art. 1 StGB offenkundig. 2.14 Zunächst kann dem Beschwerdeführer in Bezug auf seine Rüge, wonach der Beschu l- digte per Stichtag der Konkurseröffnung eine Bilanz hätte erstellen müssen, klarerweise nicht gefolgt werden. Im Gegenteil ist zu konstatieren, dass sich eine entsprechende Pflicht weder aus der gesetzlichen Regelung noch der Praxis ergibt. Dementsprechend wird seitens des B e- schwerdeführers in keiner Weise dargelegt, auf welche Grundlage der Beschwerdeführer seine Behauptung stützt. Auch ist darauf hinzuweisen, dass es dem gesetzlich geregelten Ablauf des Konkursverfahrens widersprechen würde, wenn das Konkursamt eine Bilanz erstellen würde. Mithin liegt der Zweck des Inventars im Sinne von Art. 221 Abs. 1 SchKG darin, sich einen Überblick über die Vermögensverhältnisse des Schuldners zu verschaffen, das Vermögen zu sichern und eine Grundlage für den Entscheid bezüglich des weiteren Verfahrens zu schaffen. Deshalb wird das Inventar gleich zu Beginn des Verfahrens aufgenommen. Die Inventarau f- nahme dient der Feststellung der Aktiven des Schuldners (des Konkurssubstrats), währe nd die Konkurspublikation mit dem Schuldenruf (Art. 232 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG) der Feststellung der Passiven (der Konkursforderungen) dient ( URS LUSTENBERGER, Basler Kommentar SchKG, 2. Aufl. 2010, Art. 221 N 6). Es ist somit gerade nicht Aufgabe des Konku rsamts resp. des B e- schuldigten, eine Bilanz über die Aktiven und Passiven per Stichtag der Konkurseröffnung zu erstellen. Im Übrigen ist im Konsens mit der Staatsanwaltschaft anzumerken, dass es nicht nur Sache des Beschwerdeführers gewesen wäre, die Tilgu ng der Forderungen geltend zu m a- chen, sondern er mit Schreiben des Konkursamtes vom 6. Februar 2014 sogar explizit aufg e- fordert wurde, der Konkursverwaltung die entsprechenden Belege allfälliger bereits erfolgter Zahlungen einzureichen (act. 10.01.173). 2.15 Im Weiteren wirft der Beschwerdeführer dem Beschuldigten vor, dieser habe sich strafbar gemacht, indem er pflichtwidrig auf die Prosequierung der provisorisch eingetragenen Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Bauhandwerkerpfandrechte verzichtet habe, wodurch er anderen einen unrechtmäss igen Vor- teil verschafft habe. Diesbezüglich ist zunächst darauf hinzuweisen, dass es sich beim En t- scheid über eine allfällige Prosequierung der provisorisch eingetragenen Bauhandwerkerpfan d- rechte durchwegs um eine Ermessensfrage handelt. Dabei sind keine Hinweise auf einen etwa- igen Ermessensmissbrauch und erst recht keine Anhaltspunkte betreffend allenfalls strafbare Handlungen ersichtlich. Namentlich ist in Bezug auf das provisorisch eingetragene Bauhan d- werkerpfandrecht betreffend die K.____strasse in L.____ festzustellen, dass – entgegen den wiederholt vorgebrachten Ausführungen des Beschwerdeführers – die Dokumentation der von der C.____GmbH geleisteten Arbeiten mehr als nur mager ausgefallen ist. Mithin sind die Arbeitsrapporte der C.____GmbH weder dati ert noch wurden diese vom Monteur oder dem Kunden unterzeichnet (act. 10.01377 ff.). Hinzu kommt, dass ein Arbeitsrapport offenbar die "M.____str. N.____" (act. 10.01.381) und somit keine Arbeiten an der K.____strasse in L.____ betrifft. In Anbetracht dies er klaren Aktenlage ist zu konstatieren, dass die Prozessaussichten einer Prosequierung keineswegs als günstig zu bezeichnen sind. Somit hat der Beschuldigte offenkundig keine Pflichtverletzung begangen, indem er auf die Prosequierung des provisorisch eingetragenen Bauhandwerkerpfandrechts betreffend die K.____strasse in L.____ verzichtet hat. Entsprechend fehlt es umso mehr an einem strafrechtlich relevanten Handeln. Im Übrigen unterlässt es der Beschwerdeführer mit Strafanzeigen vom 12. Oktober 2015 sowie 29. Februar 2016 in Bezug auf die weiteren provisorisch eingetragenen Bauhandwerkerpfandrechte darz u- legen, mit welchen Beweismitteln die Prosequierung erfolgreich hätte sein sollen bzw. inwiefern der Bestand der Forderungen hätte bewiesen werden können. E s zeigt sich daher, dass selbst der Beschwerdeführer keine günstigen Prozessaussichten darzulegen vermag. Dieser Umstand steht sodann auch im Einklang mit der Gegebenheit, wonach der Beschwerdeführer ebenso auf seine Möglichkeit verzichtet hat, selbst die Prosekutionsklage auf definitive Eintragung einz u- reichen. 2.16 Im Hinblick auf den Vorwurf des Beschwerdeführers, wonach der Beschuldigte vier Forderungseingaben ohne eingehende Prüfung im Konkursverfahren kolloziert bzw. zugelassen habe, ist erneut zu k onstatieren, dass sich der Beschwerdeführer nur insoweit mit den Ausfü h- rungen der Staatsanwaltschaft auseinandersetzt, als er diese unter Wiederholung seiner bish e- rigen Rügen pauschal bestreitet. Die Staatsanwaltschaft hat in ihrer Nichtanhandnahmeverf ü- gung vom 12. August 2016 jedoch ausführlich dargelegt, dass die Konkursverwaltung resp. der Beschuldigte nur summarisch den wahrscheinlichen Bestand der eingegebenen Forderungen abzuklären hat. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass mit der in Ar t. 244 SchKG statuierten Prüfungspflicht der Zweck verfolgt wird, die Entstehung von Kollokationspr o- zessen möglichst zu verhindern und damit das Konkursverfahren zu beschleunigen. Entspr e- chend ist von der Anordnung von Expertisen (juristischer und sonstige r) im Prüfungsverfahren gemäss Art. 244 SchKG abzusehen, zumal die Einholung eines juristischen Gutachtens in der Regel keine Verkürzung, sondern eine unnötige Verlängerung und Verteuerung des Verfahrens zu Folge hätte ( DIETER HIERHOLZER, Basler Kommentar SchKG, 2. Aufl. 2010, Art. 244 N 18). Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers war es somit nicht Aufgabe des Beschuldi g- Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht ten, eine Expertise hinsichtlich der Höhe der Forderungseingabe der D.____AG sowie der F.____AG einzuholen. Vielmehr hätte der Besc huldigte mit der Beauftragung eines Sachve r- ständigen entgegen dem Sinn und Zweck des Konkursverfahrens gehandelt. Folglich ist ev i- dent, dass sich der Beschuldigte auch in dieser Hinsicht keines strafbaren Verhaltens schuldig gemacht hat. 2.17 Sodann macht der Beschwerdeführer geltend, der Beschuldigte habe die D.____AG gegenüber den anderen Konkursgläubigern bevorzugt, indem er dieser eine Debitorenforderung abgetreten habe, deren Schuldnerin die D.____AG selbst gewesen sei. Dasselbe gelte für die Abtretung der Debitorenforderung an die E.____AG, sei doch der Schuldner der Debitorenfo r- derung, H.____, zugleich der Verwaltungsratspräsident der E.____AG. Diesbezüglich kann dem Beschwerdeführer wiederum nicht gefolgt werden. Zunächst ist darauf hinz uweisen, dass die Mehrheit der Gläubiger des Konkurses mit Beschluss vom 20. Oktober 2014 auf die Gelten d- machung diverser Rechtsansprüche der Masse, unter anderem der Debitorenausstände der D.____AG sowie von H.____, verzichtet hat. In der Folge wurden die se Rechtsansprüche der Masse, nämlich Verantwortlichkeitsansprüche gemäss Art. 754 ff. OR gegenüber den Organen der Konkursitin, allfällige Ansprüche aus Begünstigungshandlungen nach Art. 214 und 285 ff. SchKG sowie Debitorenausstände gemäss der Aufstellun g "Konkurs -Debitoren-Journal" vom 21. Oktober 2014, an die D.____AG, die O.____AG sowie die F.____AG abgetreten (act. 10.01.229 ff.). Aufgrund der Aufstellung "Konkurs -Debitoren-Journal" vom 21. Oktober 2014 ist ersichtlich, dass sich unter anderem Debitor enausstände der D.____AG sowie von H.____ unter den abgetretenen Rechtsansprüchen befinden. Allerdings führt dies keineswegs dazu, dass diese Debitoren bevorteilt werden. Vielmehr wäre es jeder Person, welcher die Rechtsansprüche der Masse abgetreten wurde n, möglich gewesen, Klage einzureichen (STEPHEN V. BERTI, Basler Kommentar SchKG, 2. Aufl. 2010, Art. 260 N 57). Die Debitoren, welchen unter anderem ihre eigenen Forderungen abgetreten wurden, konnten somit die Ge l- tendmachung dieser Ausstände in keiner We ise verhindern. Hinzu kommt, dass die Abtretung nur bei Verzicht der Gläubigermehrheit in Frage kommt, was in casu der Fall war. Demzufolge erleidet die Masse nicht schon dadurch eine Schädigung, dass der Abtretungsgläubiger untätig bleibt. Mithin ist der Abtretungsgläubiger nicht gehalten, zum Nutzen der verzichtenden Mi t- gläubiger zu handeln ( STEPHEN V. BERTI, a.a.O., Art. 260 N 53). Schliesslich ist darauf hinz u- weisen, dass sich die Konkursverwaltung im Rahmen der Abtretung der Rechtsansprüche der Konkursmasse explizit die Annullierung der Abtretung für den Fall vorbehalten hat, dass nicht binnen einer von ihr anzusetzenden Frist die gerichtliche Geltendmachung der Rechtsanspr ü- che erfolgt (act. 10.01.230). Folglich ist eine Bevorteilung insofern klarerweis e nicht gegeben, weshalb die Straftatbestände der ungetreuen Geschäftsbesorgung sowie des Amtsmissbrauchs auch aus diesem Grund von vornherein ausgeschlossen sind. 2.18 Aufgrund der vorstehenden Ausführungen erhellt somit, dass die Nichtanhandnahme zufolge eindeutig nicht erfüllter Straftatbestände zu Recht erfolgt ist und die angefochtene Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Basel -Landschaft, Hauptabteilung WK, vom 12. August 2016 daher in Abweisung der Beschwerde zu bestätigen ist. 3. Kosten 3.1 Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelverfa h- rens nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch jene Partei, auf deren Rechtsmittel nicht eingetreten wird. Entsprechend dem Ausg ang des vorliegenden Verfahrens werden die Verfahrenskosten des Kantonsgerichts in der Höhe von Fr. 1'600.--, be- stehend aus einer Gerichtsgebühr von Fr. 1'500.-- (§ 13 Abs. 1 der Verordnung über die Gebüh- ren der Gerichte, GebT, SGS 170.31) sowie Auslagen v on Fr. 100.--, dem unterliegenden B e- schwerdeführer auferlegt. 3.2 Mit Beschwerde vom 25. August 2016 begehrt der Beschwerdeführer die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für ihn als Privatkläger. Zur Begründung macht er geltend, er erwirtschafte ein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 10'211.-- pro Jahr bzw. Fr. 850.90 pro Monat. Dem stehe ein monatliches Existenzminimum von Fr. 8'371.95 gegen- über. Des Weiteren verfüge er zwar über ein Vermögen von Fr. 40'713.--, welches allerdings in Relation zu setzen sei zu seinen Schulden gemäss der Steuererklärung 2014 von Fr. 117'823.--, Steuerschulden von Fr. 134'050.--, Mietzinsausständen von Fr. 16'816.95 sowie dem gegenüber der P.____AG von Fr. 32'132.45. Folglich sei er mittellos. Ferner sei die Zivi l- klage des Beschwerdeführers nicht aussichtslos, würden doch mehrere konkrete Anhaltspunkte bestehen, wonach der Beschuldigte in rechtswidriger Weise die bestrittenen Konkursforderu n- gen ohne Prüfung der Wahrscheinlichkeit deren Bestands kolloziert habe. Ebenso liege ein hin- reichender Tatverdacht vor, dass der Beschuldigte in Missbrauch seiner Amtsgewalt Debitore n- forderungen zu Unrecht abgetreten und damit andere Gesellschaften begünstigt habe. 3.3 Gemäss Art. 136 Abs. 1 StPO gewährt die Verfahrensleitung der Privatklägerschaft für die Durchsetzung ihrer Zivilansprüche ganz oder teilweise die unentgeltliche Rechtspflege, wenn die Privatklägerschaft nicht über die erforderlichen Mittel verfügt (lit. a) und die Zivilklage nicht aussichtslos ersch eint (lit. b). Im Weiteren setzt die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands voraus, dass diese zur Wahrung der Rechte der Privatklägerschaft notwendig ist (Art. 136 Abs. 2 lit. c StPO) und das Rechtsmittel nicht aussichtslos erscheint (BGer 1B_705/2011 vom 9. Mai 2012, E. 2.3.2; 1B_732/2011 vom 19. Januar 2012, E. 7.1 f.; BGer 1B_332/2012 vom 15. August 2012, E 2.2 ff.; NIKLAUS RUCKSTUHL, Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 132 N 10). Als aussichtslos sind Prozessbegehren anzusehen, bei den en die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halt en oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll einen Pr o- Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht zess, den sie auf eigene Rechnung und Gefa hr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie nichts kostet. Bei schwerwiegenden Eingriffen in die Rechte von Beschwe r- deführenden ist die Aussichtslosigkeit zwar nur mit grosser Zurückhaltung anzunehmen. Auch in Haftprüfungsfällen besteht jedoch kein bedingungsloser Anspruch auf kostenlose Beschwe r- deführung und Rechtsverbeiständung (vgl. BGE 129 I 129, E. 2.3.1, mit zahlreichen Hinweisen). 3.4 Vorliegend führte die Staatsanwaltschaft in ihrer Nichtanhandnahmeverfügung vom 12. August 2 016 in Bezug auf sämtliche vom damaligen Anzeigesteller und heutigen B e- schwerdeführer angeführten angeblich strafbaren Sachverhalte eine Vielzahl von Gründen auf, weshalb diese die fraglichen Straftatbestände eindeutig nicht erfüllen. Der Beschwerdeführer seinerseits beschränkt sich in seiner Beschwerde jedoch auf Argumente, welche die Staatsa n- waltschaft in ihrer Nichtanhandnahmeverfügung bereits eingehend geprüft hat. Mithin bringt er keine neue Begründung vor, sondern wiederholt in erster Linie seine bere its mit den entspr e- chenden Strafanzeigen vom 12. Oktober 2015 und 29. Februar 2016 vorgebrachten Darlegu n- gen, wobei er bloss auf einen Teil der Ausführungen der Staatsanwaltschaft überhaupt Bezug nimmt und insbesondere nicht zwischen allfälligen zivilrecht lichen Fehlern und strafrechtlich relevanten Handlungen unterscheidet. Dies berücksichtigend waren die Gewinnaussichten des Beschwerdeführers im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung offensichtlich beträchtlich geringer als die Verlustgefahren, weswegen die vorliegende Beschwerde gegen die Nichtanhandnahme- verfügung der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung WK, vom 12. August 2016 als von vornherein aussichtslos zu bezeichnen ist, was zur Abweisung des Antrags des B e- schwerdeführers hinsichtlich der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege führen muss. Demnach wird erkannt: ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Der Antrag des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltl i- chen Rechtspflege und Verbeiständung mit Rechtsanwalt Dr. Thilo Pachmann als sein Rechtsvertreter wird zufolge Aussichtslosigkeit abgewiesen. 3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe von Fr. 1'600.--, bestehend aus einer Gebühr von Fr. 1'500.-- sowie Auslagen von Fr. 100.--, gehen zu Lasten des Beschwerdeführers. 4. Dem Beschwerdeführer wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.