<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2014.00252</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=214247&amp;W10_KEY=13013523&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2014.00252</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 26.06.2014</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: Anrechnung einer Haushaltsführungsentschädigung Die Sozialbehörde ist darauf angewiesen, die Rollenverteilung aufgrund äusserer Indizien abzuschätzen. Dabei ist davon auszugehen, dass die unterstützte Person den Haushalt für nicht unterstützte berufstätige Kinder, Eltern und Partnerin oder Partner führt bzw. führen muss. Dem liegt die Annahme zugrunde, dass es der unterstützten Person auch tatsächlich möglich ist, den Haushalt für die nicht unterstützte Person zu führen, was selbstverständlich eines (zumindest stillschweigenden) Einverständnisses der nicht unterstützten Person bedarf, das aber bei engen familiären oder partnerschaftlichen Bindungen regelmässig angenommen werden kann. In diesen Fällen ist daher eine Wohngemeinschaft mit gemeinsamer Haushaltsführung zu vermuten, womit es gegebenenfalls Sache des Sozialhilfeempfängers ist, eine ganz oder teilweise getrennte Haushaltsführung nachzuweisen und so die Vermutung umzustossen (E 2.3). Aufgrund der Wohnumstände ist von einer gemeinsamen Haushaltsführung auszugehen (E. 3.1). Der Beschwerdeführer erbrachte den ihm obliegenden Beweis nicht, dass seiner Partnerin die Ausrichtung der maximalen Haushaltsführungsentschädigung aufgrund ihres (zu) geringen Einkommens überhaupt nicht möglich ist. Schliesslich geht er selber davon aus, bei einer Verbesserung seines Gesundheitszustands und trotz seiner chronischen Erkrankung erneut im Haushalt arbeiten zu können, ohne aber zu belegen, dass seine Partnerin auch dann den gesamten sie betreffenden Anteil an der Haushaltsführung übernimmt, wenn er wieder in der Lage ist, sie darin zu unterstützen (E. 3.2). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESUNDHEITSZUSTAND">GESUNDHEITSZUSTAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HAUSHALT">HAUSHALT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HAUSHALTFÃHRUNG">HAUSHALTFÃHRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HAUSHALTSENTSCHÃDIGUNG">HAUSHALTSENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERMUTUNG">VERMUTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 18 Abs. I SHG</span><br/><span class="gerade">§ 16 Abs. IV SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 7 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=22706" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2014.00252</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">26. Juni 2014</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Matthias Hauser, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Cyrill Bienz.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Gemeinde B,<b> </b>vertreten durch die SozialbehÃ¶rde,<a id="BT_Z_PLZ_N"></a></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Sozialhilfe,</span></b></p> <p class="MsoNormal"><b><span> </span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A wird seit Mai 2002 von der SozialbehÃ¶rde B mit wirtschaftlicher Hilfe unterstÃ¼tzt. Seit 1. Dezember 2013 wohnt er zusammen mit seiner Partnerin C, die erwerbstÃ¤tig ist, in einer Einzimmerwohnung.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit Beschluss vom 19. Dezember 2013 legte die SozialbehÃ¶rde die UnterstÃ¼tzungsleistungen fÃ¼r A fÃ¼r die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 auf Fr. 1'075.25 (unter Anrechnung einer HaushaltsfÃ¼hrungsentschÃ¤digung von Fr. 475.- bei einer Teilnahme am Programm der GemeinnÃ¼tzigen Gesellschaft E [GG E] mit einem 50 %-Pensum) bzw. von Fr. 600.25 (unter Anrechnung der maximalen HaushaltsfÃ¼hrungsentschÃ¤digung von Fr. 950.- ohne Teilnahme am Programm der GG E) zuzÃ¼glich weiterer Kosten und abzÃ¼glich einer allfÃ¤lligen Verbilligung der KrankenkassenprÃ¤mien fest (Dispositivziffer 1). Gleichzeitig wies die SozialbehÃ¶rde A darauf hin, dass die maximale HaushaltsfÃ¼hrungsentschÃ¤digung von Fr. 950.- entsprechend gekÃ¼rzt werde, solange er die TÃ¤tigkeit bei der GG E oder allenfalls eine andere Arbeit wahrnehme. Sollte seine Konkubinatspartnerin C die entsprechenden Unterlagen einreichen, werde die Berechnung der HaushaltsfÃ¼hrungsentschÃ¤digung vorgenommen und diese ab dem darauffolgenden Monat entsprechend angerechnet (Dispositivziffer 2).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen erhob A am 9. Januar 2014 Rekurs beim Bezirksrat D mit dem Antrag, auf die Anrechnung der HaushaltsfÃ¼hrungsentschÃ¤digung sei zu verzichten. Mit Beschluss vom 18. MÃ¤rz 2014 hiess der Bezirksrat den Rekurs im Sinn der ErwÃ¤gungen gut und reduzierte die HaushaltsfÃ¼hrungsentschÃ¤digung in AbÃ¤nderung der Dispositivziffern 1 und 2 des Beschlusses der SozialbehÃ¶rde vom 19. Dezember 2013 von Fr. 950.- auf Fr. 713.- (ohne BerÃ¼cksichtigung der Teilnahme bei der GG E). Der Bezirksrat wies die SozialbehÃ¶rde an, die HaushaltsfÃ¼hrungsentschÃ¤digung erst dann wieder anzurechnen, wenn A gesundheitlich in der Lage sei, den Haushalt zumindest mehrheitlich zu fÃ¼hren. Verfahrenskosten erhob der Bezirksrat keine.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Daraufhin gelangte A am 16. April 2014 mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte die Aufhebung des HaushaltsfÃ¼hrungsbeitrags. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 24. April 2014 verzichtete der Bezirksrat unter Verweis auf die BegrÃ¼ndung des angefochtenen Entscheids auf eine Vernehmlassung, ohne einen formellen Antrag zu stellen. Mit Beschwerdeantwort vom 15. Mai 2014 beantragte die SozialbehÃ¶rde, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, eventualiter sei diese abzuweisen. A liess sich zu diesen Eingaben nicht vernehmen.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Bei Streitigkeiten Ã¼ber periodisch wiederkehrende Leistungen, namentlich im Bereich der Sozialhilfe, ist der Streitwert in der Regel der Summe dieser periodischen Leistungen wÃ¤hrend der Dauer von zwÃ¶lf Monaten gleichzusetzen (VGr, 5. Dezember 2013, VB.2013.00568, E. 1.2; Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 65a N. 17). Angesichts der beantragten Aufhebung der HaushaltsfÃ¼hrungsentschÃ¤digung von monatlich Fr. 713.- betrÃ¤gt der Streitwert folglich Fr. 8'556.-. Daher und da dem Fall keine grundsÃ¤tzliche Bedeutung zukommt, ist die Beschwerde vom Einzelrichter zu beurteilen (§ 38b Abs. 1 lit. c und Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b>Die Beschwerdegegnerin beantragte, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe damit die Aufhebung des HaushaltsfÃ¼hrungsbeitrags verlangt, der Rekurs habe aber lediglich die HÃ¶he desselben und nicht den Einbezug als solchen betroffen. </p> <p class="Urteilstext">Der Antrag der Rekursschrift lautete auf Aufhebung der Dispositivziffern 1 und 2 des Beschlusses der Beschwerdegegnerin vom 19. Dezember 2013 und somit auf gÃ¤nzliche Aufhebung der Anrechnung des HaushaltsfÃ¼hrungsbeitrags. In der BegrÃ¼ndung machte der BeschwerdefÃ¼hrer geltend, seine Partnerin fÃ¼hre ihre Hausarbeiten selber aus, ja sie unterstÃ¼tze auch ihn bei den Hausarbeiten, weshalb es nicht gerechtfertigt sei, den Maximalbetrag anzurechnen. Durch die ErwÃ¤hnung des Maximalbetrags in der BegrÃ¼ndung schrÃ¤nkte er jedoch seinen Rekursantrag nicht ein. Die Vorinstanz erwog, der BeschwerdefÃ¼hrer fechte die Anrechnung einer EntschÃ¤digung nicht im Grundsatz an, stÃ¶re sich aber daran, dass der Maximalbetrag angerechnet werde. Gleichwohl prÃ¼fte sie zu Recht nicht nur die HÃ¶he des HaushaltsfÃ¼hrungsbeitrags, sondern auch, ob die Voraussetzungen fÃ¼r eine Anrechnung Ã¼berhaupt gegeben waren. Somit richtete sich der Rekurs gegen die Anrechnung des HaushaltsfÃ¼hrungsbeitrags an und fÃ¼r sich. Deren grundsÃ¤tzliche ZulÃ¤ssigkeit gehÃ¶rt damit ohne Weiteres auch zum Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens. Von einer Erweiterung desselben bzw. des Rechtsbegehrens im Rahmen der Beschwerde, wovon die Beschwerdegegnerin auszugehen scheint, kann nicht gesprochen werden. Da sÃ¤mtliche Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt und den seiner FamilienangehÃ¶rigen nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann, hat nach § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe. Grundlage fÃ¼r die Bemessung bilden gemÃ¤ss § 17 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien), wobei begrÃ¼ndete Abweichungen im Einzelfall vorbehalten bleiben.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>FÃ¼hrt eine hilfesuchende Person den Haushalt fÃ¼r nicht mit wirtschaftlicher Hilfe unterstÃ¼tzte Personen, wird ihr dafÃ¼r eine angemessene EntschÃ¤digung als Einkommen angerechnet (§ 16 Abs. 4 Satz 1 SHV). Infrage kommt dies insbesondere bei familienÃ¤hnlichen Wohn- und Lebensgemeinschaften, worunter gemÃ¤ss Kap. F.5.1 der SKOS-Richtlinien Paare oder Gruppen zu verstehen sind, die die Haushaltsfunktionen (Wohnen, Essen, Waschen, Reinigen, Telefonieren usw.) gemeinsam ausÃ¼ben und finanzieren, ohne ein Ehepaar oder eine Familie zu bilden (zum Beispiel Geschwister, Kolleginnen, Freunde oder Konkubinatspaare). Nicht infrage kommen dagegen Wohngemeinschaften ohne gemeinsame HaushaltsfÃ¼hrung. Dienstleistungen, die nicht unterstÃ¼tzte Personen einer unterstÃ¼tzten Person bezahlen mÃ¼ssen, sind etwa Einkaufen, Kochen, Waschen, BÃ¼geln und die Reinigung bzw. der Unterhalt der Wohnung sowie auch Betreuung von Kindern der nicht unterstÃ¼tzten Person. Der Umfang der erwarteten Arbeitsleistung im Haushalt hÃ¤ngt von der zeitlichen VerfÃ¼gbarkeit und der ArbeitsleistungsfÃ¤higkeit der unterstÃ¼tzten Person ab. Insbesondere sind deren ErwerbstÃ¤tigkeit, Teilnahme an Ausbildungs- oder Integrationsmassnahmen und die gesundheitliche Situation zu beachten. Wenn die unterstÃ¼tzte Person aus gesundheitlichen GrÃ¼nden nachweislich nicht in der Lage ist, den Haushalt zu fÃ¼hren, darf keine EntschÃ¤digung angerechnet werden. Diese richtet sich einerseits nach der Zeit, die fÃ¼r die HaushaltsfÃ¼hrung aufgewendet werden muss. Dabei ist grundsÃ¤tzlich auf die effektive Aufgabenteilung RÃ¼cksicht zu nehmen. Besorgt die unterstÃ¼tzte Person sÃ¤mtliche Hausarbeiten allein, so darf eine pauschale ArbeitszeitentschÃ¤digung verlangt werden, und der Betrag ist zu verringern, wenn nicht unterstÃ¼tzte Personen bei den Hausarbeiten massgeblich mithelfen. Andererseits ist die finanzielle LeistungsfÃ¤higkeit der nicht unterstÃ¼tzten Person angemessen zu berÃ¼cksichtigen. Der Maximalbetrag der HaushaltsfÃ¼hrungsentschÃ¤digung liegt bei Fr. 950.-, wobei dieser insbesondere dann anzurechnen ist, wenn die leistungspflichtige Person ihre Einkommens- und VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse nicht offenlegt (VGr, 18. August 2011, VB.2011.00331, E. 3.4.2; 5. Dezember 2007, VB.2007.00467, E. 2.2; SKOS-Richtlinien Kap. F.5.2 und H.10; Kantonales Sozialamt, Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch, Kap. 17.4.01, 31. Januar 2013, zu finden unter www.sozialhilfe.zh.ch). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Bei der Festlegung der HaushaltsfÃ¼hrungsentschÃ¤digung ist zu berÃ¼cksichtigen, dass die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde aus naheliegenden GrÃ¼nden nicht feststellen kann, in welchem VerhÃ¤ltnis sich die unterstÃ¼tzte und die nicht unterstÃ¼tzte Person im konkreten Fall die Haushaltsarbeit aufteilen. Die sich aus § 7 VRG ergebende Pflicht der VerwaltungsbehÃ¶rden, den Sachverhalt von Amtes wegen abzuklÃ¤ren, stÃ¶sst hier an enge Grenzen. Die BehÃ¶rde ist deshalb darauf angewiesen, die Rollenverteilung aufgrund Ã¤usserer Indizien abzuschÃ¤tzen. Dabei ist davon auszugehen, dass die unterstÃ¼tzte Person den Haushalt fÃ¼r nicht unterstÃ¼tzte berufstÃ¤tige Kinder, Eltern und Partnerin oder Partner fÃ¼hrt bzw. fÃ¼hren muss. Dem liegt die Annahme zugrunde, dass es der unterstÃ¼tzten Person auch tatsÃ¤chlich mÃ¶glich ist, den Haushalt fÃ¼r die nicht unterstÃ¼tzte Person zu fÃ¼hren, was selbstverstÃ¤ndlich eines (zumindest stillschweigenden) EinverstÃ¤ndnisses der nicht unterstÃ¼tzten Person bedarf, das aber bei engen familiÃ¤ren oder partnerschaftlichen Bindungen regelmÃ¤ssig angenommen werden kann. In diesen FÃ¤llen ist daher eine Wohngemeinschaft mit gemeinsamer HaushaltsfÃ¼hrung zu vermuten (VGr, 18. August 2011, VB.2011.00331, E. 3.4.2; 22. Dezember 2009, VB.2009.00489, E. 4.3; SKOS-Richtlinien Kap. F.5.2; Claudia HÃ¤nzi, </span><span>Leistungen der Sozialhilfe in den Kantonen</span><span>,</span><span> in: Christoph HÃ¤feli [Hrsg.], Das Schweizerische Sozialhilferecht, Luzern 2008, S. 145), womit es gegebenenfalls Sache des SozialhilfeempfÃ¤ngers ist, eine ganz oder teilweise getrennte HaushaltsfÃ¼hrung nachzuweisen und so die Vermutung umzustossen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, seine Freundin erledige alle ihre Arbeiten selber, weshalb er keinen Anspruch auf eine HaushaltsfÃ¼hrungsentschÃ¤digung habe. Infolge seiner momentanen ArbeitsunfÃ¤higkeit Ã¼bernehme sie sogar den Grossteil seiner Haushaltsarbeiten. Wenn er wieder arbeitsfÃ¤hig sei, werde er seinen Teil der Arbeiten wieder Ã¼bernehmen, wÃ¤hrend seine Freundin abermals fÃ¼r ihre eigenen Arbeiten aufkommen und wenn nÃ¶tig gar eine eigene Putzhilfe organisieren werde. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Aufgrund des Umstands, dass der BeschwerdefÃ¼hrer und seine Partnerin in einer Einzimmerwohnung leben, kam die Vorinstanz zu Recht zum Schluss, dass vorliegend eine getrennte HaushaltsfÃ¼hrung angesichts der engen rÃ¤umlichen VerhÃ¤ltnisse faktisch gar nicht mÃ¶glich und deshalb grundsÃ¤tzlich von einer gemeinsamen HaushaltsfÃ¼hrung auszugehen ist (VGr, 26. MÃ¤rz 2009, VB.2008.00522, E. 4.2). DafÃ¼r, dass eine solche denn auch beabsichtigt war, spricht nicht zuletzt der Einzug von </span><span>C</span> in die Wohnung des BeschwerdefÃ¼hrers im Dezember 2013. Eine ausdrÃ¼ckliche Weigerung ihrerseits hinsichtlich der Ãbernahme von Haushaltsarbeiten durch den BeschwerdefÃ¼hrer ist aus den Akten nicht ersichtlich und wurde nicht geltend gemacht. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>In Bezug auf die HÃ¶he der HaushaltsfÃ¼hrungsentschÃ¤digung erwog die Vorinstanz, zwar habe der BeschwerdefÃ¼hrer trotz mehrmaliger Aufforderung die von der Beschwerdegegnerin einverlangten Unterlagen nicht eingereicht und nun die Folgen dieser SÃ¤umnis zu tragen. Die Festsetzung einer maximalen HaushaltsfÃ¼hrungsentschÃ¤digung allein deswegen sei allerdings nicht gerechtfertigt. Zwar leuchte es ein, dass sich die voll berufstÃ¤tige Partnerin nicht im gleichen Mass wie der BeschwerdefÃ¼hrer im Haushalt engagieren kÃ¶nne. Vorliegend gÃ¤be es aber Ã¤ussere, von der Beschwerdegegnerin nicht berÃ¼cksichtigte Indizien dafÃ¼r, dass dieser nicht alle Hausarbeiten allein verrichte. So leide der BeschwerdefÃ¼hrer an einer chronischen rheumatischen Krankheit, und es sei glaubhaft, dass sich die Partnerin am Arbeitsort verpflege und die EinkÃ¤ufe mindestens teilweise am Arbeitsort erledige. Insgesamt sei daher von einer lediglich mehrheitlichen HaushaltsfÃ¼hrung auszugehen, weswegen die Anrechnung einer maximalen EntschÃ¤digung nicht gerechtfertigt und diese um einen Viertel zu reduzieren sei. Die Krankheit schrÃ¤nke den BeschwerdefÃ¼hrer aber auch nicht derart ein, dass ihm eine mehrheitliche HaushaltsfÃ¼hrung grundsÃ¤tzlich verunmÃ¶glicht werde. Aufgrund seiner derzeitigen ArbeitsunfÃ¤higkeit sei ihm eine solche im Moment allerdings nicht zuzumuten.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt nichts dagegen vor, was diese ErwÃ¤gungen infrage stellt. ZunÃ¤chst bestreitet er nicht, der Beschwerdegegnerin entgegen den wiederholten Aufforderungen die seine Partnerin betreffenden Unterlagen nicht eingereicht zu haben, weshalb deren finanzielle LeistungsfÃ¤higkeit nicht berechnet werden konnte. Folglich erbrachte er auch den ihm obliegenden Beweis nicht, dass seiner Partnerin die Ausrichtung der maximalen HaushaltsfÃ¼hrungsentschÃ¤digung aufgrund ihres (zu) geringen Einkommens Ã¼berhaupt nicht mÃ¶glich ist (VGr, 28. August 2006, VB.2006.00186, E. 2.2). Schliesslich geht der BeschwerdefÃ¼hrer selber davon aus, bei einer Verbesserung seines Gesundheitszustands und trotz seiner chronischen Erkrankung erneut im Haushalt arbeiten zu kÃ¶nnen, ohne aber zu belegen, dass seine Partnerin auch dann den gesamten sie betreffenden Anteil an der HaushaltsfÃ¼hrung Ã¼bernimmt, wenn der BeschwerdefÃ¼hrer wieder in der Lage ist, sie darin zu unterstÃ¼tzen. Dass er dies zurzeit nicht tun kann, ist unstrittig (vgl. das aktuelle Arztzeugnis vom 30. April 2014). Die Vorinstanz trug diesem Umstand indes Rechnung und wies die Beschwerdegegnerin an, die HaushaltsfÃ¼hrungsentschÃ¤digung erst dann wieder anzurechnen, wenn der BeschwerdefÃ¼hrer hierzu in der Lage ist.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Unter den vorliegenden Gegebenheiten ist die Anrechnung einer reduzierten HaushaltsfÃ¼hrungsentschÃ¤digung gerechtfertigt. Der Umfang der Reduktion des Maximalbetrags um vorliegend einen Viertel liegt im Rahmen des Ermessens der Vorinstanz und ist unter BerÃ¼cksichtigung der auf Rechtsverletzungen beschrÃ¤nkten Kognition des Verwaltungsgerichts nicht zu beanstanden (vgl. § 50 VRG). Die Beschwerde ist damit abzuweisen.</span></p> <p class="Urteilstext">Wie bereits die Vorinstanz festhielt, steht es der Beschwerdegegnerin frei, aufgrund neuerer Unterlagen oder verÃ¤nderter VerhÃ¤ltnisse die HaushaltsfÃ¼hrungsentschÃ¤digung anzupassen. In diesem Sinn bleibt es auch dem BeschwerdefÃ¼hrer unbenommen, mittels Einreichung von Dokumenten eine solche Anpassung herbeizufÃ¼hren.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Verfahrenskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG), wobei seiner wirtschaftlich bedrÃ¤ngten Lage entsprechend der Praxis mit einer reduzierten GerichtsgebÃ¼hr Rechnung zu tragen ist (PlÃ¼ss, § 13 N. 39). ParteientschÃ¤digungen wurden keine beantragt.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 300.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 120.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 420.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung anâ¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>