<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.00777</span></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna<br/>Sozialversicherungsrichter Vogel<br/>Gerichtsschreiberin Curiger</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 18. Mai 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Jürg Martin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Martin Rechtsanwälte GmbH</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Garnmarkt 10, 8400 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die 1960 geborene X.___, Mutter vier in den Jahren 1978 (Zwillinge), 1980 sowie 1983 geborener Kinder, meldete sich am 16. Dezember 2003 (Eingangs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">datum) unter Hinweis auf Schmerzen sowie eine Depression bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zug an (Urk. 9/1). In der Folge klärte diese die erwerblichen (Urk. 9/4, 9/9) sowie medizinischen Verhältnisse ab (Urk. 9/10, 9/13) und veranlasste eine psychiatrische Begutachtung bei Dr. med. Y.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, welcher sein Gutachten am 4. September 2004 erstattete (Urk. 9/15). Mit Verfügung vom 26. November 2004 wurde der Versicherten mit Wirkung ab 1. Januar 2003 eine ganze Rente der Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denversicherung zugesprochen (Urk. 9/22).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen ordentlicher Revisionsverfahren in den Jahren 2006 und 2009 teilte die IV-Stelle nach Abklärung der medizinischen Verhältnisse jeweils mit, es bestehe ein unveränderter Rentenanspruch (Urk. 9/29, 9/37). Im August 2013 wurde erneut ein Revisionsverfahren eingeleitet (Urk. 9/40), in dessen Rahmen die Versicherte mit ausgefülltem Formular vom 7. Oktober 2013 mitteilte, sie könne sich nicht vorstellen, einer Erwerbstätigkeit nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zugehen (Urk. 9/42). Nachdem die IV-Stelle weitere Abklärungen getätigt hatte, ordnete sie eine polydisziplinäre Begutachtung bei der Z.___ an, welche ihr Gutachten am 31. März 2015 erstattete (Urk. 9/54). In der Folge wurde die Versicherte zu einem Informationsgespräch eingeladen, welches am 2. Dezember 2015 stattfand (Urk. 9/55). Nach durchgeführtem Vorbescheid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahren (Vorbescheid vom 15. Dezember 2015 [Urk. 9/57], Einwand vom 26. Januar 2016 [Urk. 9/66]), in dessen Rahmen mehrere Arztberichte einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reicht wurden (Urk. 9/60-65), stellte die IV-Stelle die der Versicherten bisher ausgerichtete ganze Invalidenrente mit Verfügung vom 1. Juni 2016 auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats ein; einer allfälli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen dagegen gerichteten Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zogen (Urk. 2 [= Urk. 9/73]).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte mit Eingabe vom 1. Juli 2016 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr die Invalidenrente wie bisher auszurichten, eventualiter sei sie erneut durch eine unabhängige Gutachterstelle abklären zu lassen (Urk. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwerdeantwort vom 24. August 2016 schloss die IV-Stelle auf Abwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung der Beschwerde (Urk. 8), was der Beschwerdeführerin mit Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung vom 18. Oktober 2016 angezeigt wurde. Gleichzeitig wurden die Gesuche um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung sowie um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters abgewiesen (Urk. 13).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach lit. a </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 der am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2012 in Kraft getretenen Schlussbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stimmungen der Änderung vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">März 2011 des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; 6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IV-Revision, erstes Massnahmenpaket; kurz: </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lit. a </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 SchlB IVG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IV-Revision</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) werden Renten, die bei pathogene</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bare organische Grundlage gesprochen wurden, innerhalb von drei Jahren nach Inkrafttreten dieser Änderung überprüft. Sind die Voraussetzungen nach Artikel 7 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungsrechts (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht erfüllt, so wird die Rente herabgesetzt oder aufgehoben, auch wenn die Voraussetzungen von Artikel 17 Absatz 1 ATSG nicht erfüllt sind. Diese Bestimmung ist verfassungs- und EMRK-konform (BGE 139 V 547 E. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die in lit. a </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 SchlB </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IV-Revision </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vorgesehene Rentenherabsetzung beziehungsweise -aufhebung ist nicht auf vor dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2008 zugespro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chene Renten beschränkt. Erging die fragliche Rentenzusprache aber bereits in Beachtung der jeweils relevanten Rechtsprechung zu pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage, bleibt kein Raum für ein Rückkommen unter dem Titel der Schlussbestimmung (BGE 140 V 8 E. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Laufende Renten sind vom Anwendungsbereich von lit. a </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 SchlB zur 6.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IV-Revision nur ausgenommen, wenn und soweit sie auf erklärbaren Beschwerden, das heisst auf einer nachweisbaren objektivierbaren Grundlage beruhen. Lassen sich unklare von erklärbaren Beschwerden trennen, können die Schlussbestimmungen der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IV-Revision auf erstere Anwendung finden (BGE 140 V 197 E. 6.2, in Präzisierung u.a. von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 10.1.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_738/2013 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2014 E. 3.1.2.1 mit Hinweis). Demnach ist die Schlussbestimmung bei kombinierten Beschwerden anwendbar, wenn die unklaren und die „erklärbaren" Beschwerden – sowohl diagnostisch als auch hinsichtlich der funktionellen Folgen – auseinanderge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halten werden können. Ein organisch begründeter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Teil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit kann bei Anwendbarkeit der Schlussbestimmung nur neu beurteilt werden, sofern eine Veränderung im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 ATSG eingetreten ist. Insoweit wird im Anwendungsbereich der Schlussbestimmung vom Grundsatz abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wichen, dass die Verwaltung im Rahmen einer materiellen Revision – um eine solche handelt es sich auch hier – den Rentenanspruch in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht umfassend prüft (Urteil des Bundesgerichts 9C_121/2014 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">September 2014 E. 2.4.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ist ein „Mischsachverhalt" gegeben, bei dem es unmöglich ist festzustellen, wie gross der Anteil der organisch bedingten Beschwerden bei der Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zusprechung war, wäre ein Abstellen auf die aktuelle gutachtliche Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzung nicht zu vereinbaren mit der Rechtsprechung, wonach der auf erklärbaren Beschwerden beruhende Teil der Invalidität unter dem Rechtstitel der Schlussbestimmung nicht überprüft werden kann. In einem solchen Fall bestimmt sich die (zu einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">integralen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Neuprüfung führende) Anwendbarkeit der Schlussbestimmung nach folgendem Grundsatz: Besteht (im Zeitpunkt der Rentenzusprechung und/oder -überprüfung) neben dem syndromalen Zustand eine davon unabhängige organische oder psychische Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung, so hängt die Anwendbarkeit der Schlussbestimmung davon ab, dass die weitere („nichtsyndromale") Gesundheitsschädigung die anspruchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erhebliche Arbeitsunfähigkeit nicht mitverursacht, das heisst letztlich nicht selbständig zur Begründung des Rentenanspruchs beigetragen hat. Wenn sie die Auswirkungen des unklaren Beschwerdebildes bloss verstärkte, bleibt eine Rentenrevision unter diesem Rechtstitel möglich (Urteil des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts 9C_121/2014 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">September 2014 E. 2.6 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Bestand laufender Renten wesentlich von medizinischen Aspekten abhängt, sind an die entsprechenden Abklärungen besonders hohe Anforde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen zu stellen. Namentlich muss verlangt werden, dass die Untersuchun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen im Zeitpunkt der Revision aktuell sind und sich mit der massgeblichen Fragestellung auseinandersetzen. Soweit die versicherte Person sich – auch mit Bezug auf die Chancen, welche die Wiedereingliederungsmassnahmen bieten – der Beurteilung durch die Verwaltung und deren regionalen ärztli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Dienst nicht anschliessen kann, dürfte sich in der Regel eine neue, polydisziplinäre Begutachtung als unumgänglich erweisen (vgl. BGE 139 V 547 E. 10.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">G</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">emäss der mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> begründeten und seither stetig weiter entwi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ckelten Rechtsprechung vermochten eine fachärztlich (psychiatrisch) diagno</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stizierte somatoforme Schmerzstörung und vergleichbare psychoso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">matische Leiden (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG führende Arbeitsunfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit zu bewirken. Vielmehr bestand die Vermutung, dass solche Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bilder oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar seien und nur bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar machten, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt (zur Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geschichte dieser Praxis: </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 135 V 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.1.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichtes 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 2.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ob ein solcher Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahmefall vorlag, entschied sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien (so genannte „Foerster-Kriterien“, vgl. BGE 130 V 352, BGE 131 V 39 E. 1.2, BGE 139 V 547 E. 3.2.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Überwindbarkeitsvermutung aufgegeben und das bisherige Regel-/Ausnahme-Modell durch einen struk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">turierten normativen Prüfungsraster ersetzt. In dessen Rahmen wird im Regelfall anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Stan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dardindikatoren das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen ergebnisoffen und symmetrisch beurteilt, indem gleichermassen den äusseren Belastungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">faktoren wie den vorhandenen Ressourcen Rechnung getragen wird (BGE 141 V 574 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2 mit Hinweisen). Die Anerkennung eines rentenbegrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">denden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2; Urteil des Bundesgerichts 8C_28/2016 vom 15. April 2016 E. 3.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens nach dem dargeleg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Prüfungsraster erübrigt sich rechtsprechungsgemäss, wenn Ausschluss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gründe vorliegen, etwa wenn die Leistungseinschränkung überwiegend auf Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht, welche die Annahme einer gesundheitlichen Beeinträchtigung von vornherein ausschliessen (BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">141 V 281 E. 2.2; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_549/2015 vom 29. Januar 2016 E. 4.1 und 9C_899/2014 vom 29. Juni 2015 E. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Rechtsprechung hat zu den „vergleichbaren psychosomatischen Leiden“ aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">drücklich jene gezählt, die im Nachgang zu BGE 130 V 352 über die Jahre als sogenannte „pathogenetisch-ätiologisch unklare syndromale Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bilder ohne nachweisbare organische Grundlage“ in invalidenversicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechtlicher Hinsicht den gleichen sozialversicherungsrechtlichen Anforderun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen (Regel-Ausnahmemodell mit "Überwindbarkeitsvermutung“) unterstellt wurden (BGE 142 V 342 E. 5.2.1; BGE 141 V 281 E. 4.2; BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3; bislang: Fibromyalgie: BGE 132 V 65 E. 4 [Urteil des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts I 336/04 vom 8. Februar 2006]; dissoziative Sensibilitäts- und Empfin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dungsstörung: Urteil des Bundesgerichts I 9/07 vom 9. Februar 2007 E. 4 in fine, in: SVR 2007 IV Nr. 45 S. 149; dissoziative Bewegungsstörung: Urteil des Bundesgerichts 9C_903/2007 vom 30. April 2008 E. 3.4; Chronic Fatigue Syndrome [CFS; chronisches Müdigkeitssyndrom] und Neurasthenie: Urteile des Bundesgerichts I 70/07 vom 14. April 2008 E. 5; 9C_98/2010 vom 28. April 2010 E. 2.2.2, in: SVR 2011 IV Nr. 17 S. 44, und 9C_662/2009 vom 17. August 2010 E. 2.3, in: SVR 2011 IV Nr. 26 S. 73; spezifische und unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">adäquate HWS-Verletzungen [Schleudertrauma] ohne organisch nachweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bare Funktionsausfälle: BGE 136 V 279 [Urteil des Bundesgerichts 9C_510/2009 vom 30. August 2010]; nichtorganische Hypersomnie: BGE 137 V 64 E. 4 [Urteil des Bundesgerichts 9C_871/2010 vom 25. Februar 2011]; leichte Persönlichkeitsveränderung bei chronischem Schmerzsyndrom: Urteil des Bundesgerichts 8C_167/2012 vom 15. Juni 2012 E 5.2 und 6.1). Gemäss BGE 142 V 342 ist die Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 auch auf eine posttraumatische Belastungsstörung anwendbar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei Vorliegen einer anhaltenden somato</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">formen Schmerzstörung oder eines damit vergleichbaren psychoso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">matischen Leidens (BGE 141 V 281 E. 4.2) sind Indikatoren beachtlich, die das Bundesgericht wie folgt systematisiert hat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281 E. 4.3.1): </span></p><p><span>- </span><span>Kategorie „funktioneller Schweregrad" </span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Gesundheitsschädigung" </span></p><p><span>- </span><span>Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde </span></p><p><span>- </span><span>Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –resistenz </span></p><p><span>- </span><span>Komorbiditäten </span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res</span><span>sourcen)</span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Sozialer Kontext" </span></p><p><span>- </span><span>Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens)</span></p><p><span>- </span><span>gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen ver</span><span>gleich</span><span>baren Lebensbereichen </span></p><p><span>- </span><span>behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Lei</span><span>dens</span><span>druck </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ons</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">potenzia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">len (Ressourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beweisrechtlich entscheidend ist der Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Indikator einer gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen zielt auf die Frage ab, ob die disku</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tierte Einschränkung in Beruf und Erwerb (bzw. bei Nichterwerbstätigen im Aufgabenbereich) einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (z.B. Frei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeitgestaltung) anderseits gleich ausgeprägt ist. Dabei ist das bisherige Krite</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rium des sozialen Rückzugs (wiederum) so zu fassen, dass neben Hinweisen auf Einschränkungen auch Ressourcen erschlossen werden; umgekehrt kann ein krankheitsbedingter Rückzug aber auch Ressourcen zusätzlich vermin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dern. Soweit erhebbar, empfiehlt sich auch ein Vergleich mit dem Niveau sozialer Aktivität vor Eintritt der Gesundheitsschädigung. Das Aktivitätsni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">veau der versicherten Person ist stets im Verhältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu sehen (BGE 141 V 281 E. 4.4.1; vgl. Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das heisst das Ausmass, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden, weist (ergänzend zum Gesichtspunkt Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz unter dem Komplex "Gesundheitsschädigung") auf den tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sächlichen Leidensdruck hin. Dies gilt allerdings nur, solange das betreffende Verhalten nicht durch das laufende Versicherungsverfahren beeinflusst ist. Nicht auf fehlenden Leidensdruck zu schliessen ist, wenn die Nichtinan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruchnahme einer empfohlenen und zugänglichen Therapie oder die schlechte Compliance klarerweise auf eine (unabwendbare) Unfähigkeit zur Krankheitseinsicht zurückzuführen ist. In ähnlicher Weise zu berücksichtigen ist das Verhalten der versicherten Person im Rahmen der beruflichen (Selbst-) Eingliederung. Inkonsistentes Verhalten ist auch hier ein Indiz dafür, die geltend gemachte Einschränkung sei anders begründet als durch eine versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherte Gesundheitsbeeinträchtigung (BGE 141 V 281 E. 4.4.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">falls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 4. Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lage 2003, S. 24 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im angefochtenen Entscheid wurde erwogen, die Rentenzusprache im Jahr 2004 sei aufgrund eines ätiologisch-pathogenetisch unklaren syndromalen Zustandsbildes ohne nachweisbare organische Grundlage erfolgt, weshalb der Rentenanspruch gestützt auf die Schlussbestimmung der Änderung des IVG überprüft werde. Die medizinischen Abklärungen hätten gezeigt, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei. Es sei eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F 45.41) diagnostiziert worden. Die Indikatorenprüfung habe ergeben, dass die Schmerzstörung ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bleibe (Urk. 2 S. 2-3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu den im Vorbescheidverfahren vorgebrachten Einwänden wurde ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führt, die eingereichten Arztzeugnisse ergäben keine neuen medizinischen Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verhalte. Daher bestehe kein Anlass dafür, eine erneute medizinische Abklärung vorzunehmen (Urk. 2 S. 3-4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber bringt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor, sie sei durch die somatoforme Schmerzstörung in ihren Alltagsfunktionen erheblich beeinträchtigt. Alltägliche Hausarbeiten könne sie nicht mehr selbst bewälti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen, sondern sei auf ihre Schwiegertochter angewiesen. Sie leide unter extre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men Schlafstörungen und habe entgegen der Ansicht der Gutachter erhebli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che Mühe, am Morgen aufzustehen. Das Z.___-Gutachten weise diverse, erhebliche Fehler auf. So schreibe der Gutachter, die Beschwerdeführerin schlafe gut, was falsch und frei erfunden sei. Weiter werde behauptet, sie erhalte wöchentlich Besuche der Kinder ihres älteren Sohnes, was ebenfalls falsch sei. Zudem hole sie die Kinder nicht von der Schule ab, wie das im Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten beschrieben werde. Die Beurteilung sei nicht objektiv erfolgt. Auch seien ihre Beschwerden nur unvollständig und ungenügend aufge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nommen worden. So werde vom im Jahr 2005 dokumentierten Suizidversuch nirgends berichtet. Wie aus dem eingereichten Bericht des A.___ hervorgehe, liege eine psychische Komorbidität von erheblicher Schwere vor und es seien sieben Merkmale der rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig in einer mittelgradigen depressiven Epi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sode, erfüllt. Das Leiden sei chronifiziert und therapieresistent. Deshalb sei es der Beschwerdeführerin nicht möglich, die somatoforme Schmerzstörung zu überwinden. Es liege ein invalidisierender Gesundheitsschaden vor (Urk. 1 S. 6-11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im psychiatrischen Gutachten vom 3. September 2004, welches der Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprache zugrunde lag, wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (Urk. 9/15 S. 6):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F 32.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Somatisierungsstörung (ICD-10 F 45.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Y.___ schilderte, die Explorandin klage über Schmerzen entlang der Wirbelsäule, insbesondere auf der rechten Seite. Beim Gehen würden die Schmerzen zunehmen. Sie habe auch migräneartige Kopfschmerzen, fühle sich müde und kraftlos, sei häufig kurzatmig, habe Herzklopfen und ein Druck</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gefühl auf der Brust. Weiter leide sie unter Schwindelzuständen, Schlaflosigkeit und das Essen sei ein Problem. Sie habe keine Lebensfreude mehr, sei traurig und hoffnungslos (Urk. 9/15 S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es handle sich bei der Explorandin um eine eher kleinwüchsige, übergewich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tige, äusserlich gepflegte Person, die kaum ein Wort Deutsch spreche. Die non</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verbale Kontaktaufnahme sei spärlich, sie wirke antriebsarm und regressiv. Entsprechend der Herkunft und Bildung sei ihre Persönlichkeit sehr einfach strukturiert mit geringen Bewältigungsstrategien und rascher Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">forderungstendenz. Die Explorandin sei bewusstseinsklar, die Auffassung, Konzentration und Merkfähigkeit seien nicht auffällig eingeschränkt. Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise auf Ich-Störungen oder Sinnestäuschungen lägen nicht vor. Der for</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">male und inhaltliche Gedankengang sei geordnet, jedoch sehr auf die körper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen und psycho-vegetativen Beschwerden eingeengt (Urk. 9/15 S. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit hielt Dr. Y.___ fest, in ihrer angestammten Tätigkeit als Hilfsarbeiterin in einer Grossbäckerei sei sie zurückliegend ab Januar 2002 als ungefähr 70 % arbeitsunfähig zu beurteilen (Urk. 7/15 S. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der Folge wurde der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 26. No</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vember 2004 eine ganze Invalidenversicherung zugesprochen und ihr Anspruch auf eine ganze Rente in den Jahren 2006 sowie 2010 bestätigt (Urk. 9/22, 9/29, 9/37). Dabei stützte sich die IV-Stelle auf die Angaben der Beschwerdeführerin im Revisionsfragebogen (Urk. 9/26) sowie die Verlaufs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">berichte der behandelnden Ärzte (Urk. 9/27, 9/33, 9/35), worin im Wesentli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen jeweils ein gleichbleibender Gesundheitszustand beschrieben wurde. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus dem Gutachten sowie den Arztberichten ergibt sich, dass die ursprüngli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che Rentenzusprache aufgrund eines pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">malen Beschwerdebildes erfolgte. So verwiesen die behandelnden Ärzte auf die seit dem Jahr 2001 bestehende anhaltende somatoforme Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung (Urk. 9/35 S. 2). Auch Dr. Y.___ diagno</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zierte eine Somatisierungsstörung (ICD-10 F. 45.0). Ein hinreichendes orga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nisches Korrelat für die beklagten Symptome fand sich nicht. Aus den erho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">benen Befunden ergibt sich sodann, dass das Schmerzgeschehen im Vorder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund stand. Die ebenfalls diagnostizierte mittelgradige Episode kann daher nicht als von der Somatisierungsstörung unabhängige Störung betrach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tet werden. Damit steht fest, dass die IV-Stelle die Anwendbarkeit von lit. a Abs. 1 SchlB IVG 6. IV-Revision zu Recht bejahte, womit eine freie Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">prüfung des Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenanspruchs, unabhängig von einer allfällig eingetretenen gesundheitlichen Veränderung, möglich ist (vgl. E. 1.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ein Ausnahmefall im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lit. a Abs. 4 SchlB der 6. IV-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Revision</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liegend zu verneinen. Die Beschwerdeführerin hatte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">im Zeitpunkt des Inkraft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tretens der Änderungen der 6. IV-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Revision</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (1. Januar 2012) weder das 55. Alters</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">jahr zurückgelegt noch die Rente im Zeitpunkt, in dem die Überprüfung eingeleitet wurde (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">August</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 2013, Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9/40), seit mehr als 15 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Jahren bezogen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Z.___-Gutachten vom 31. März 2015 wurden folgende Diagnosen mit Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fluss auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (Urk. 9/54 S. 29):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">pantonale Schallleitungsschwerhörigkeit links (ICD-10 H 90.1) bei</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">chronischer Otitis media simplex links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Tinnitus links (ICD-10 H 93.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">aktuell kompensiert</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden folgende genannt (Urk. 9/54 S. 30):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fakto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ren (ICD-10 F 45.41)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">chronisches unspezifisches multilokuläres Schmerzsyndrom (ICD</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">10 R 52.9)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M 54.80)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">radiologisch Osteochondrose HWK5/6 und Chondrose LWK4/5/SWK1 mit Spondylarthrose der unteren LWS (Röntgen 30.4.2014)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">freie Beweglichkeit der zervikalen und lumbalen Wirbelsäule</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">mit pseudoradikulären Irritationen und funktioneller sensibler Hemi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">symptomatik rechts (ICD-10 R 52.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">unklarer Vorderfussschmerz beidseits (ICD-10 M 79.57)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">radiologisch Zystenbildung am Metatarsaleköpfchen II und V und rechts (Röntgen 30.4.2014)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">klinisch bis auf Spreizfussdeformität unauffälliger Befund</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Leberzirrhose bei chronischer Hepatitis B und D (ICD-10 B 18.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Leberzirrhose Child A (ED: 05/2007)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">HBs-Ag positiv, anti-HBe positiv (09/2008)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">klinisch und endoskopisch kein Umgehungskreislauf, kein Ascites</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Alpha-Fetoprotein negativ</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Therapie mit pegINF 10/2007-09/2008</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Therapie mit Tenofovir 08/2013- (lebenslang vorgesehen)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Adipositas, BMI 30 kg/m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> (ICD-10 E 66.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Migräne (ICD-10 G 43.0 resp. .1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Attacken zum Teil mit, zum Teil ohne Aura</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Ptosen beidseits (ICD-10 H 02.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im psychiatrischen Teilgutachten wurde ausgeführt, die Explorandin gebe an, seit Jahren unter Schmerzen in der ganzen rechten Körperhälfte zu leiden. Es komme auch vor, dass ihr Hinterkopf einschlafe. Sie habe grosse Probleme mit ihrem Ehemann, er verstehe sie nicht und kritisiere sie andauernd. Die Schmerzen hätten begonnen, als sie in die Schweiz eingereist sei. Sie habe gehofft, dass das Leben im Ausland besser werde, ihr Mann habe sich jedoch nie für die Familie interessiert und verbringe seine Freizeit in Cafés. Sie habe einmal vor Jahren vorgehabt, sich umzubringen und sei auf eine Brücke gegangen. Aus Rücksicht auf die Kinder habe sie es sich dann jedoch anders überlegt (Urk. 9/54 S. 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, schil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derte, die Explorandin mache einen gepflegten Eindruck, sei freundlich und kooperativ. Sie berichte nur kurz über ihre Schmerzen und klage am meisten über ihren Mann. Die Stimmung sei klagsam und jammernd, jedoch nicht depressiv. Die Psychomotorik sei lebhaft und wenn sie von ihren Kindern erzähle, helle sich ihre Miene deutlich auf. Die Explorandin sei all</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seits orientiert und drücke sich differenziert aus. Während der Untersuchung zeige sie keine Anzeichen von Konzentrationsschwäche. Ihr Denken sei nicht eingeengt. Auch lägen keine Hinweise auf wahnhaftes Denken, illusionäre Verkennungen, akustische, optische, olfaktorische oder taktile Halluzinatio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen vor. Sie habe einen klaren und guten Bezug zur Realität und zu ihrer Person und berichte weder über einen Lebensverleider, Suizidgedanken noch über Suizidphantasien (Urk. 9/54 S. 11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit hielt Dr. B.___ fest, aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Es könne ihr zugemutet werden, ganztags einer Arbeit nachzugehen (Urk. 9/54 S. 12). </span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im orthopädischen Teilgutachten wurde ausgeführt, die Explorandin gebe an, dass es ihr immer schlechter gehe. Sie könne nicht lange stehen, habe Schmerzen an den Füssen, lumbogluteal beidseits sowie an der gesamten rechten Körperhälfte vom Scheitel bis zur Sohle. Sie könne überhaupt nichts mehr tun (Urk. 9/54 S. 14).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. C.___, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie und Trau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">matologie, hielt fest, die Explorandin sitze während der Anamneseerhe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bung ruhig, könne sich im Sitzen und Stehen flüssig und ohne jegliche Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkung entkleiden und sich sitzend problemlos zum Boden bücken. Der ebene Barfussgang sei hinkfrei, wobei die Vorfüsse entlastet würden. Die gesamte rechte Körperhälfte vom Scheitel bis in die Finger- und Zehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spitzen sei druckdolent. Beim linken Fuss gebe die Explorandin zuerst an, in sämtlichen Zehenspitzen bis in den distalen Unterschenkel bestehe ein Druckschmerz, später würden die Schmerzen nur noch im Mittel- und Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fussbereich angegeben (Urk. 9/54 S. 14-15).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. C.___ führte aus, bei der Untersuchung der Wirbelsäule bestehe unter Gegenspannung eine deutlich bis vollständig aufgehobene Beweglichkeit sämtlicher Abschnitte, doch könne der initial vermehrte Finger-Boden-Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stand später durch eine freie Auslenkung im Langsitz relativiert werden. Bei der Prüfung der erheblich verminderten Kopfrotation erweise sich diese unter Ablenkung als frei. Auch an den Extremitäten liege eine freie Beweglichkeit vor. Die gesamte Untersuchung könne problemlos durchgeführt werden, wobei die völlig diffus geäusserten Druckdolenzen an der gesamten rechten Körperhälfte bei gleichzeitig angegebener Hypästhesie sehr auffallend seien. Nicht fassbar blieben die Druckschmerzhaftigkeiten an Hand und Fuss der linken Seite. Bei der Kraftprüfung an der rechten oberen Extremität komme es zu einer Minderinnervation aller Muskelgruppen. Bei der resistierten Schulteruntersuchung fehle ein derartiges Defizit jedoch vollständig. Zusammenfassend könne gesagt werden, dass sich die von der Explorandin völlig diffus beklagten und klinisch sehr inkonstant präsentierten Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den durch die klinischen und radiologischen Befunde in keiner Weise nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vollziehen lassen würden (Urk. 9/54 S. 17).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, leichte bis mittelschwere Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richtun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen unter Wechselbelastung seien der Versicherten zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkt möglich. Das wiederholte Heben und Tragen von Lasten über 15 kg sollte jedoch vermieden werden (Urk. 9/54 S. 17-18).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im neurologischen Teilgutachten wurde ausgeführt, die Explorandin beant</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">worte häufig die konkret gestellten Fragen nicht und erzähle etwas anderes, was die Befragung schwierig und zeitaufwändig gestalte. Sie gebe inter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mittierend vorhandenes Kopfweh von starker Intensität an, vorwiegend rechtsseitig lokalisiert. Weiter klage sie über chronische Nacken- und Kreuz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schmerzen mit Ausstrahlung in den rechten Arm und ins rechte Bein, begleitet von einer Gefühlsverminderung und von Kraftlosigkeit. Bei der kli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nischen Untersuchung sei die aktive Wirbelsäulenbeweglichkeit deutlich reduziert, eine relevante Verspannung der paravertebralen Muskulatur sei jedoch nicht objektivierbar. Die radikulären Provokationsmanöver seien negativ, die Muskeleigenreflexe symmetrisch lebhaft auslösbar. Anhalts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">punkte für das Vorliegen einer radikulären Reiz- oder Ausfallsymptomatik würden nicht vorliegen (Urk. 9/54 S. 22).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, im Rahmen einer Migräneattacke könne die Arbeitsfähigkeit kurzfristig teilweise oder ganz beeinträchtigt sein. Dies rechtfertige jedoch keine längerfristige Arbeitsunfähigkeit. Aus neurolo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gischer Sicht habe nie eine längerfristige Arbeitsunfähigkeit bestanden (Urk. 9/54 S. 22).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im infektiologischen Teilgutachten wurde ausgeführt, die Explorandin sei unter einer Hepatitis B/D erkrankt, wobei die Ursache dafür unklar sei. Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fällig sei die Diskrepanz zwischen den Angaben im letzten Brief aus der Hepatologie des D.___ vom 10. November 2014, in wel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chem offenbar Symptome verneint wurden und den Angaben der Exploran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">din während der Untersuchung. So gebe sie an, an Pruritus, abdominellem Druckgefühl, Müdigkeit, Schmerzen im rechten Oberbauch und in der Flanke sowie Müdigkeit zu leiden. Der Pruritus könne allerdings kein grösseres Problem sein, da sie keinerlei Kratzspuren am Körper aufweise. Unter der Therapie mit Tenofovir scheine die Hepatitis gut unter Kontrolle zu sein (Urk. 9/54 S. 25).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, aus infektiologischer Sicht sei eine Arbeitsunfähigkeit zu verneinen, da die chronische Hepatitis B/D nach der Therapie mit pegIFN unter der Langzeitbehandlung mit Tenofovir gut kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trolliert sei (Urk. 9/54 S. 25).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im otorhinaloryngologischen Teilgutachten wurde ausgeführt, im Rahmen der audiologischen Untersuchungsbefunde könne eine pantonale Schall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leitungsschwerhörigkeit links bei chronischer Otitis media simplex links, bei noch altersentsprechender Hörschwelle rechts, mit Hörverlust nach CPT-AMA Tabelle von 6 % rechts, sowie 51 % links objektiviert werden. Im Rahmen dieser Hörschwellen bestünden auditive Schwierigkeiten bei Gesprächen mit mehreren Personen unter gesteigertem Umgebungsgeräusch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pegel. Der zusätzlich intermittierend bestehende linksseitige Tinnitus könne zum jetzi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen Zeitpunkt als kompensiert bezeichnet werden (Urk. 9/54 S. 27).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, Tätigkeiten, welche hohe Anforde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">run</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen an das Gehör stellen würden, seien der Versicherten nicht zumutbar. Ebenfalls sollten Tätigkeiten unter erhöhtem Störlärm vermieden werden, da diese möglicherweise zu einer Zunahme der auditiven Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen führen könnten. Unter Berücksichtigung dieser Einschränkungen sei die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherte indessen zu 100 % arbeitsfähig (Urk. 9/54 S. 28).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im gastroenterologischen Teilgutachten kam der Gutachter zum Schluss, die chronische Hepatitis habe zu einer Leberzirrhose geführt. Anfangs sei diese mit Interferon behandelt worden, was jedoch nicht zu einer vollständigen Elimination des Virus geführt habe. Seit rund 1,5 Jahren werde nun eine Therapie mit der Substanz Viread durchgeführt, was zur Kompensation der Leberzirrhose geführt habe. Aus diesem Grund sei die Versicherte in ihrer Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt (Urk. 9/54 S. 29).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der interdisziplinären Zusammenfassung hielten die Gutachter zur Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit fest, insgesamt könne der Versicherten eine uneinge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit in der früher ausgeübten Tätigkeit als Betriebs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">arbeiterin und in jeder anderen körperlich leichten bis mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren Tätigkeit, ohne höhere Anforderungen an das Gehör, attestiert werden (Urk. 9/54 S. 31).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin vermag das Gutachten zu über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeugen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es beruht auf sorgfältigen und allseitigen Untersuchungen (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9/54 S. 8-11, S. 14-16, S. 20-21, S. 24, S. 27, S. 29),</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> berücksichtigt die geklagten Beschwerden (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9/54 S. 9, S. 14, S. 20, S. 25-26</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) und ist in Kenntnis der relevanten Vorakten abgegeben worden (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9/54 S. 3-6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Die Gutachter haben detaillierte Befunde und hieraus begründete Diagnosen erhoben, die medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtend dargelegt und ihre Schlussfol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen nachvollziehbar begründet. Daher erfüllt das Gutachten die recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechungsgemässen Anforderungen an beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">taugliche Entscheidungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lagen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin macht geltend, das Gutachten weise diverse, erhebli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che Fehler auf. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">So </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werde behauptet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, die Beschwerdeführerin schlafe gut, was falsch und frei erfunden sei. Weiter werde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">festgehalten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, sie erhalte wöchent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Besuche der Kinder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ihres älteren Sohnes, was ebenfalls falsch sei. Zudem hole sie die Kinder nicht von der Schule ab, wie das im Gutachten beschrieben werde. Auch seien ihre Beschwerden nur unvollständig und ungenügend aufgenommen worden. So werde vom im Jahr 2005 dokumen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tierten S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">uizidversuch nirgends berichtet (Urk. 1 S. 7-8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus den Berichten der Gutachter geht hervor, dass die Beschwerdeführerin auf die Frage nach ihrem Tagesablauf und der Freizeitgestaltung gegenüber dem begutachtenden Psychiater angab, sie gehe abends um 22.00 Uhr ins Bett und stehe um 7.00 Uhr auf. Gelegentlich stehe sie auf und trinke einen Kaffee. Mehrmals wöchentlich suche sie ihre Kinder auf und besuche die Enkelkinder. Zum Teil hole sie die Enkelkinder auch von der Schule ab (Urk. 9/54 S. 10). Es ist unwahrscheinlich, dass der begutachtende Psychiater diese Angaben frei erfand. Insbesondere ist nicht ersichtlich, welchen Vorteil er aus der Protokollierung falscher Angaben ziehen könnte. Zudem gab die Beschwerdeführerin auch gegenüber dem begutachtenden Neurologen an, wenn es ihr langweilig sei, gehe sie zu ihren Kindern (Urk. 9/54 S. 20). Diese Aussage stimmt mit den Schilderungen, die der begutachtende Psychiater dokumentierte, überein. Aus diesen Gründen vermag der Vorwurf, Dr. B.___ habe in seinem Bericht falsche Angaben gemacht, nicht zu ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fangen. Der Einwand, im Gutachten sei der im Jahr 2005 erfolgte Suizidver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">such unberücksichtigt geblieben, ist aktenwidrig. Aus den Akten geht hervor, dass die Beschwerdeführerin den Suizidversuch gegenüber Dr. B.___ erwähnte (Urk. 9/54 S. 9). Dieser Vorfall fand demnach Eingang in dessen Beurteilung, weshalb von einer unvollständigen Erhebung der Anamnese nicht die Rede sein kann. </span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, gegenwärtig stehe die mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dige depressive Episode als Diagnose im Vordergrund (Urk. 1 S. 5). Als Beleg dafür reichte sie Berichte des A.___ ein (Urk. 3/2, 3/10). In den zwei Berichten werden die ICD-Symptome einer depressiven Episode aufgelistet und es findet sich darin die Schlussfolgerung, es seien 7 Merkmale der rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig in einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10 F 33.1), erfüllt (Urk. 3/10). Wie die Ärzte und Psychologen des A.___ zu dieser Beurteilung gelangten, geht aus den Berichten nicht schlüssig hervor. Zudem unterliessen sie es darzulegen, wie sich die von ihnen diagnostizierte depressive Störung von der chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F 45.41) abgrenzt. Statt auf objektive Befunde stützten sie sich im Wesentlichen auf die subjektiven Klagen der Beschwerdeführerin. Daher sind die Berichte nicht geeignet, die Beweiskraft des Gutachtens zu schmälern. Demzufolge ist auf die Beurteilung im Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achten abzustellen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung führt die Diagnose der anhal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den somatoformen Schmerzstörung nur dann zur Feststellung einer inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lidenversicherungsrechtlich erheblichen Gesundheitsbeeinträchtigung, wenn die Diagnose auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe nach BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Aggra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht. Hinweise auf solche und andere Äus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">se</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen eines sekundären Krankheitsgewinns ergeben sich na</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mentlich, wenn eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht; inten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sive Schmerzen ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geben werden, deren Charakterisierung jedoch vage bleibt; keine medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sche Behandlung und Therapie in Anspruch genommen wird; demonstra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tiv </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vorgetragene Klagen auf den Sachverständigen unglaub</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">würdig wirken; sch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">were Einschränkungen im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist. Nicht per </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">se auf Aggra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vation weist bloss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> verdeutlichendes Verhalten hin. Besteht im Einzelfall Klar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit darüber, dass solche Ausschlussgründe die Annahme einer Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beeinträchti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung verbieten, so besteht von vornherein keine Grundlage für eine Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">li</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">denrente, selbst wenn die klassifikatorischen Merkmale einer somatoformen Schmerzstörung gegeben sein sollten (vgl. Art. 7 Abs. 2 erster Satz ATSG). Soweit die betreffenden Anzeichen neben einer ausgewiesenen verselbstän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digten Gesundheitsschädigung auftreten, sind deren Auswirkun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen derweil im Umfang der Aggravation zu bereinigen (BGE 141 V 281 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">orthopädischen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Untersuchung konnten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Beschwerden weder durch die klinischen noch durch die radiologischen Befunde nachvollzogen werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin habe die Beschwerden diffus geschildert und sehr inkonstant präsentiert. Zudem wurde auf die deutlichen Inkonsistenzen hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gewiesen (Urk. 9/54 S. 17). Der psychiatrische Gutachter hielt fest, die Beschwerdeführerin habe eine ausgeprägte subjektive Krankheitsüberzeugung und zeige wenig Motivation, sich um eine Genesung zu bemühen (Urk. 9/54 S. 12). Auch im orthopädischen Gutachten wurde auf die vollständig fehlende Motivation der Beschwerdeführerin hingewiesen (Urk. 9/54 S. 18). In der interdisziplinären Zusammenfassung stellten die Gutachter fest, die subjektive Arbeitsunfähigkeit sei vor allem auf die Selbstlimitierung sowie invaliditätsfremde Faktoren wie die fehlende berufliche Ausbildung, fehlende Sprach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kenntnis und die jahrelange Arbeitsabstinenz zurückzuführen (Urk. 9/54 S. 31-32).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es erscheint aufgrund dieser Befunde fraglich, ob überhaupt eine versicherte Gesundheitsschädigung vorliegt oder nicht vielmehr von einer Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung auszugehen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die begutachtenden Ärzte sind in Anwendung der bisherigen Rechtsprechung zu den somatoformen Schmerzstörungen zum Ergebnis gelangt, dass die somatoforme Schmerzstörung de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> als überwindbar zu gelten habe und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihrer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> angestammten Tätigkeit uneingeschränkt arbeitsfähig sei. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin macht demgegenüber geltend, dies sei nicht der Fall. Es bestehe eine psychische Komorbidität von erheblicher Schwere sowie eine chronische körperliche Begleiterkrankung, darüber hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aus sei die Krankheit chronifiziert und therapieresistent. Sie habe sich sozial völlig zurückgezogen, weshalb vorliegend die Voraussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen seien (Urk. 1 S. 9-10). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hat das Bundesgericht unlängst von der Rechtsprechung, wonach die somatoforme Schmerzstörung oder ähnliche Störungen und ihre Folgen vermutungsweise mit einer zumutbaren Willensanstrengung über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">windbar sind (BGE 131 V 49 E. 1.2, BGE 139 V 547 E. 3), Abstand genommen und eine neue Basis für die Beurteilung somatoformer Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störungen und ihrer Auswirkungen auf die juristisch zu beurteilen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit begründet:</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> An die Stelle des bisherigen Kriterienkatalogs (bei anhaltender somatoformer Schmerzstörung und vergleichbaren psychosoma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tischen Leiden) treten im Regelfall b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eachtliche Standardindikatoren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">B</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ereits vor der Rechtsprechungsänderung eingeholte Gutachten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verlieren indessen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung zu entscheiden, ob auf die vorhandene Beweisgrundlage abgestellt werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> kann (vgl. BGE 141 V 281 E. 8). Nachfolgend ist deshalb die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin anhand der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom Bundesgericht genannten Indikatoren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu prüfen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unter dem Aspekt „funktioneller Schweregrad“ ist in Betracht zu ziehen, dass die diagnoserelevanten Befunde und Symptome nicht b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">esonders ausgeprägt erscheinen. So wies der orthopädische Gutachter darauf hin, die Beschwerden seien diffus beklagt und klinisch sehr inkonstant präsentiert worden. Sie hätten sich durch die klinischen und die radiologischen Befunde in keiner Weise nachvollziehen lassen (Urk. 9/54 S. 17). Die Beschwerdeführerin sei während der gesamten Untersuchung ruhig dagesessen und habe sich im Sitzen und Stehen flüssig und ohne jede Einschränkung entkleiden sowie problemlos wiederholt zum Boden bücken können (Urk. 9/54 S. 14). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Was den Indikator „Komorbiditäten“ betrifft, wies der psychiatrische Gutachter darauf hin, dass keine relevante psychische Komorbidität bestehe (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9/54 S. 12</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Zudem legten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Gutachter überzeugend dar, dass der Zustand de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> massgeblich durch invaliditätsfremde Faktoren (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fehlende, Ausbildung, fehlende Sprachkenntnisse, jahrelange Arbeitsabstinenz) beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">flusst werde (Urk. 9/54 S. 31-32</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Weiter konnten keine chronischen körperli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Begleiterkrankungen festgestellt werden (Urk. 6/70 S. 12).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zum Komplex „Persönlichkeit“ ist festzuhalten, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weder eine auffällige Persönlichkeitsstruktur noch eine Persönlichkeitsstörung diagnostiziert wurde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9/54 S. 11-12</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Hinsichtlich des Komplexes „Sozialer Kontext“ kann auf durchaus vorhandene Ressourcen de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> geschlossen wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">So lebt sie in einer Ehe, pflegt ein gutes Verhältnis zu ihren Kindern, zur Schwiegertochter und zu den Enkelkindern und telefoniert regelmässig mit ihren in der Schweiz wohnhaften Geschwistern. Zudem verbringt sie jeweils einen Monat im Jahr in ihrem Heimatland, wo sie zwei Wochen in ihrem Dorf und zwei Wochen bei ihrer Tochter verbringt (Urk. 9/54 S. 10</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">11). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zum - beweisrechtlich entscheidenden - Aspekt der Konsistenz ist zu erwähnen, dass die aktenkundigen Behandlungsbemühungen nicht auf einen ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">prägten Leidensdruck schliessen lassen. Zwar begibt sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin zwei Mal pro Woche in eine Physiotherapie (Urk. 9/54 S. 8), befand sich jedoch bis vor Kurzem nie in psychiatrischer Behandlung (Urk. 9/54 S. 12). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Demnach sind auch unter Berücksichtigung der nunmehr im Regelfall beachtli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Standardindikatoren (vgl. E. 1.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) erhebliche funktionelle Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirkungen der Schmerzstörung auf die Arbeitsfähigkeit nicht schlüssig und widerspruchsfrei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Aus rechtlicher Sicht ist daher die somatoforme Schmerzstörung nicht als invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">disierend zu betrachten.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ist daher von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit auszugehen. Ein invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">disierender Gesundheitsschaden liegt nicht vor. Der angefochtene Entscheid erweist sich als rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.-- festzulegen und ausgangsge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mäss vo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zu tragen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Dr. Jürg Martin</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">richt Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstCuriger</p><p></p></div> </div></body></html>