<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00478</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203977&amp;W10_KEY=4467142&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00478</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.02.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>polizeiliche Meldepflicht/Wohnsitz</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Aufhebung einer polizeilichen Abmeldung, weil angeblich kein Wohnortswechsel erfolgt ist:<br/><br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1). <br/>Streitigkeiten betreffend das polizeiliche Domizil werden in aller Regel mit dem Tod der betreffenden Person gegenstandslos. Vom polizeilichen Domizil zu unterscheiden sind der zivilrechtliche Wohnsitz und weitere Spezialwohnsitze wie zum Beispiel Steuerdomizil, politischer Wohnsitz, Sozialleistungswohnsitz mit eigenständigen Anknüpfungspunkten. Die Bejahung der Niederlassung präjudiziert die Frage nach der Bestimmung der (Spezial-)Wohnsitze nicht (E. 2.2).<br/>Der Bezirksrat hätte deshalb auf den Rekurs der Erbin der Verstorbenen mangels Legitimation nicht eintreten sollen. Die gegen den Rekursentscheid erhobene Beschwerde ist deshalb schon aus diesem Grund abzuweisen (E. 2.4).<br/>Kostenfolge (E. 3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NIEDERLASSUNG">NIEDERLASSUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: POLIZEILICHES DOMIZIL">POLIZEILICHES DOMIZIL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERDOMIZIL">STEUERDOMIZIL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ÃBRIGES BESONDERES VERWALTUNGSRECHT">ÃBRIGES BESONDERES VERWALTUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHNSITZ">WOHNSITZ</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 21 lit. a VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>C, geboren 1913, lebte vom 1. April 1985 bis 31. Oktober 2002 in der Gemeinde X. Mit letztwilliger VerfÃ¼gung vom 11. Oktober 2001 setzte sie Rechtsanwalt B als Willensvollstrecker sowie fÃ¼r den nach Ausrichtung von VermÃ¤chtnissen verbleibenden Rest des Nachlasses A als Erbin ein. Am 17. September 2002 unterzeichnete sie zu Gunsten von A eine Generalvollmacht fÃ¼r die Vertretung vor allen BehÃ¶rden der Verwaltung und der Rechtspflege und fÃ¼r die Vornahme aller Arten von RechtsgeschÃ¤ften und Rechtshandlungen. Am 31. Oktober 2002 kÃ¼ndigte sie ihre Wohnung in X per 30. November 2002. Am 4. November 2002 meldete sie sich bei der Einwohnerkontrolle X ab; sie deponierte ihre Schriften per 1. November 2002 in der Gemeinde Y/SZ, wo sie ins Alters- und Pflegeheim H eintrat. Sie verstarb dort am 6. Dezember 2002. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Einwohnerkontrolle X teilte A am 16. Dezember 2002 mit, die von ihr veranlasste Abmeldung von B werde rÃ¼ckgÃ¤ngig gemacht; falls sie damit nicht einverstanden sei, kÃ¶nne sie eine anfechtbare VerfÃ¼gung verlangen. Rechtsanwalt B widersetzte sich mit Schreiben vom 19. Dezember 2002 einer Annulation der Abmeldung; es gehe nicht an, dass die Gemeinde mit einem derartigen Vorgehen Ã¼ber den Kopf der Betroffenen Ã¼ber den Wohnsitz bestimmen kÃ¶nne. Der Wohnsitz von C habe sich ab 1. November 2002 in der Gemeinde Y befunden; es sei Sache der dortigen zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde, das Steuerinventar zu erstellen, das Willensvollstreckerzeugnis und die Erbbescheinigung auszustellen sowie die letztwillige VerfÃ¼gung zu erÃ¶ffnen. Sollte die Stadt X an der Annulation der Abmeldung festhalten, werde um Erlass einer anfechtbaren VerfÃ¼gung ersucht. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 23. Dezember 2002 entsprach der Gemeinderat X dem letzteren Begehren und ordnete an, dass die am 4. November 2002 erfolgte Abmeldung von C wiedererwÃ¤gungsweise auf dieses Datum hin rÃ¼ckgÃ¤ngig gemacht werde.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Dagegen erhob Rechtsanwalt B </span><span>"</span><span>in Sachen Nachlass C und eingesetzte Erbin A</span><span>"</span><span> am 27. Januar 2003 Rekurs an den Bezirksrat Z mit dem Antrag, die PrÃ¤sidialverfÃ¼gung des Gemeinderates X vom 23. Dezember 2003 sei aufzuheben und festzustellen, dass der letzte Wohnsitz von C sich in Y befunden habe. Der Bezirksrat ging davon aus, das Rechtsmittel werde von A, vertreten durch Rechtsanwalt B, erhoben. Mit Beschluss vom 18. November 2003 wies er den Rekurs ab (Disp.-Ziff. I) und auferlegte die Verfahrenskosten von Fr. 951.- der Rekurrentin (Disp.-Ziff. II). Aufgrund verschiedener als Auskunftspersonen befragten Personen erwog er, C habe spÃ¤testens im Oktober 2002 ihre UrteilsfÃ¤higkeit verloren, weshalb die am 17. September 2002 zu Gunsten der Rekurrentin ausgestellte Generalvollmacht spÃ¤testens in diesem Zeitraum ihre GÃ¼ltigkeit eingebÃ¼sst habe. Unter diesen UmstÃ¤nden kÃ¶nne die Unterbringung im Alters- und Pflegeheim H in Y nicht als willentliche Wohnsitznahme gelten, sondern sei in Anwendung von Art. 24 Abs. 1 und Art. 26 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) davon auszugehen, dass X Wohnsitz von C geblieben sei. Weil deren Generalvollmacht zu Gunsten der Rekurrentin jedenfalls im Oktober 2002 erloschen sei, sei damals auch keine rechtsgÃ¼ltige Abmeldung der Vollmachtgeberin erfolgt.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt1"><span>Dagegen erhob Rechtsanwalt B im Namen von A am 29. Dezember 2003 Beschwerde an das Verwaltungsgericht mit den AntrÃ¤gen, der Rekursentscheid des Bezirksrats vom 18. November 2003 sowie die PrÃ¤sidialverfÃ¼gung des Gemeinderats X vom 23. Dezember 2002 seien aufzuheben, und es sei festzustellen, dass sich der letzte Wohnsitz von C in Y befunden habe, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Beschwerdegegners. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Der Bezirksrat Z verzichtete auf Vernehmlassung. Der Gemeinderat X ersuchte am 26. Januar 2004 um Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin.</span></p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span> zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zu prÃ¼fen ist vorab die vom Bezirksrat nicht erÃ¶rterte Frage, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Eigenschaft als eingesetzte Erbin von C oder ob allenfalls Rechtsanwalt B in seiner Eigenschaft als Willensvollstrecker zur Erhebung des am 27. Januar 2003 erhobenen Rechtsmittels legitimiert waren.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>GemÃ¤ss § 21 lit. a VRG ist zum Rekurs berechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ãnderung hat. Das schutzwÃ¼rdige Interesse besteht im materiellen Nutzen, den der erfolgreiche Rekurs dem Rekurrenten eintragen wÃ¼rde, bzw. in der Abwendung eines materiellen oder ideellen Nachteils, den der negative Entscheid zur Folge hÃ¤tte. Das geltend gemachte Interesse muss aktuell sein; ein bloss virtuelles Interesse genÃ¼gt nicht (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Boss­hart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 21 N. 21, 25 und 26). Durch die VerfÃ¼gung vom 23. Dezember 2002 wurde A insoweit </span><span>"</span><span>berÃ¼hrt</span><span>"</span><span> und auch formell beschwert, als diese VerfÃ¼gung im Hinblick auf ihr vorangehendes TÃ¤tigwerden fÃ¼r C und ihre Stellung als eingesetzte Erbin sowie auf Ersuchen des Willensvollstreckers hin erlassen wurde. Diese Bezugnahme aber genÃ¼gte nicht, um ihr die Rekurslegitimation zu verschaffen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 27). Der Sache nach betrifft die fragliche VerfÃ¼gung die polizeiliche Niederlassung der am 6. Dezember 2002 verstorbenen C. Die der BeschwerdefÃ¼hrerin A von C erteilte Generalvollmacht ist unbestrittenermassen mit deren Tod am 6. Dezember 2002 erloschen. A hat denn auch das Rechtsmittel im eigenen Namen erhoben; nach dem Tod von C wÃ¤re eine Rekurserhebung in deren Namen mangels ParteifÃ¤higkeit von vornherein nicht mehr mÃ¶glich gewesen (RB 1998 Nr. 41). Sodann wÃ¤ren auch die Voraussetzungen eines Par­teiwechsels, wie noch darzulegen sein wird, nicht gegeben gewesen. Ob A berechtigt ist, sich mit Rekurs gegen das vom Beschwerdegegner in Anspruch genommene polizeiliche Domizil von C zu wehren, hÃ¤ngt in erster Linie davon ab, welche Bedeutung der polizeilichen Niederlassung zukommt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Wer in einer politischen Gemeinde im Kanton ZÃ¼rich Wohnsitz nimmt, hat sich dort zur Niederlassung anzumelden; wer sich daneben noch in einer anderen Gemeinde zum Wohnen aufhÃ¤lt, hat sich dort zusÃ¤tzlich zum Aufenthalt anzumelden (§ 32 Abs. 1 Satz 1 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 [GemeindeG]). Von der Meldepflicht wegen Aufenthalts in der Gemeinde ist befreit, wer sich nur vorÃ¼bergehend und nicht lÃ¤nger als drei Monate aufhÃ¤lt, desgleichen, wer sich vorÃ¼bergehend zur Pflege in einem Kranken­heim befindet oder wer in ein Heim eingewiesen ist (§ 33 GemeindeG). Der Melde­pflich­tige ist zur Auskunft verpflichtet (§ 35 GemeindeG). Die Gemeinde fÃ¼hrt das Einwohner­register, welches aufgrund der Meldungen gemÃ¤ss § 35 Bestand, Entwicklung, VerÃ¤nde­rungen und Struktur der BevÃ¶lkerung wiedergibt (§ 38 Abs. 1 GemeindeG). Das so gere­gelte Institut der "Niederlassung" betrifft das so genannte polizeiliche Domizil; die gesetz­liche Regelung steht fÃ¼r Schweizerinnen und Schweizer in engem Zusammenhang mit der gemÃ¤ss Art. 24 der Bundesverfassung (BV) gewÃ¤hrleisteten Niederlassungsfreiheit; fÃ¼r AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder besteht ein enger Bezug zum allgemeinen AuslÃ¤nderrecht und Asylrecht des Bundes (Ulrich Cavelti in: Bernhard Ehrenzeller et al. (Hrsg.), Die Schweizerische Bundesverfassung, ZÃ¼rich 2002, Art. 24 N. 10 ff.; H.R. Thalmann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 3. A., ZÃ¼rich 2000, Vorbem. zu §§ 32-39 N. 2, § 32 N. 4). Streitigkeiten betreffend das polizeiliche Domizil werden daher in aller Regel mit dem Tod der betreffenden Person gegenstandslos, sind doch Ã¶ffentlichrechtliche An­sprÃ¼che und Pflichten unter Vorbehalt von Ausnahmen, zu denen die mit dem polizeilichen Domizil verbundenen Pflichten nicht gehÃ¶ren, nicht Ã¼bertragbar (RB 1998 Nr. 41 E. 1; VGr, 26. Januar 2000, VB.1999.00338; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwal­tungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 826 ff.). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vom polizeilichen Domizil zu unterscheiden sind der zivilrechtliche Wohnsitz und weitere Spezialwohnsitze wie zum Beispiel Steuerdomizil, politischer Wohnsitz, Sozial­leistungs­wohnsitz mit eigenstÃ¤ndigen AnknÃ¼pfungspunkten (Karl SpÃ¼hler, Die Rechtsprechung zur polizeilichen Meldepflicht bei Niederlassung und Aufenthalt, ZBl 93/1992, S. 337 ff., S. 339 ff.). Der Entscheid Ã¼ber das polizeiliche Domizil bedeutet nur, dass der Nieder­las­sung kein administratives Hindernis entgegensteht, und die Bejahung der Nie­derlassung prÃ¤judiziert die Frage nach der Bestimmung der (Spezial-)Wohnsitze nicht (SpÃ¼h­ler, S. 341; Thalmann, § 32 N. 6.3). Weil derartige nach dem Zivil- oder nach Spezialrecht sich bestimmende Wohnsitze auch nach dem Tod der direkt betroffenen Person noch Wirkun­gen entfalten kÃ¶nnen, ist es durchaus mÃ¶glich, dass diesbezÃ¼gliche Streitigkeiten mit dem Tod nicht gegenstandslos werden; das gilt vorab fÃ¼r Verfahren mit einem unmittelbar finanziellen Streitwert; deren Fortsetzung erfolgt alsdann in der prozessualen Form eines Parteiwechsels, indem die Erben kraft der mit dem Erbanfall verbundenen Universal­sukzession (Art. 560 ZGB) an die Stelle des Erblassers treten, es sei denn, es handle sich um hÃ¶chstpersÃ¶nliche unvererbliche AnsprÃ¼che (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 106; be­zÃ¼glich zivilrechtlicher Streitigkeiten vgl. Frank/StrÃ¤uli/Messmer, Kommentar zur zÃ¼rche­rischen Zivilprozessordnung, 3. A., ZÃ¼rich 1997, § 49 N. 24 ff., § 65 N. 4, § 190 N. 6). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im vorliegenden Fall war im Zeitpunkt des Todes von C am 6. Dezember 2002 noch kein Rechtsmittelverfahren betreffend das polizeiliche Domizil der Verstorbenen pendent; andernfalls hÃ¤tte ein solches Verfahren als gegenstandslos geworden abgeschrieben werden kÃ¶nnen; ein dessen Fortsetzung ermÃ¶glichender Parteiwechsel (von C zu A als deren eingesetzte Erbin) wÃ¤re nach den vorstehenden ErwÃ¤gungen nicht zulÃ¤ssig gewesen (vgl. VGr, 26. Januar 2000, VB.1999.00338; RB 1998 Nr. 41 E. 1). Aus den gleichen GrÃ¼nden ist auch ein die Rekurslegitimation begrÃ¼ndendes schutzwÃ¼rdiges Interesse der BeschwerdefÃ¼hrerin, die nach dem Tod von C getroffene VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 23. Dezember 2002 anzufechten, zu verneinen. Daran vermag der Umstand, dass es sich bei dieser VerfÃ¼gung um eine WiedererwÃ¤gung handelt, mit der auf die vor dem Tod von C erfolgte Abmeldung zurÃ¼ckgekommen wurde, nichts zu Ã¤ndern; denn ein damals im Namen von C eingeleitetes Rechtsmittelverfahren hÃ¤tte nach dem Gesagten nach deren Tod als gegenstandslos geworden abgeschrieben werden kÃ¶nnen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Wie anzumerken ist, kann die BeschwerdefÃ¼hrerin aus dem Umstand, dass ihr Rechtsvertreter zugleich Willensvollstrecker des Nachlasses von C ist (zu dessen Aufgabenbereich als Willensvollstrecker vgl. Art. 518 ZGB), bezÃ¼glich ihrer Rekurslegitimation nichts zu ihren Gunsten ableiten. Auch wenn der Willensvollstrecker im eigenen Namen Rekurs erhoben hÃ¤tte, wÃ¤re hierauf nicht einzutreten gewesen; denn er hat darin zu Recht nicht geltend gemacht, von der angefochtenen VerfÃ¼gung sei unmittelbar der Bestand des Nachlasses als solcher betroffen (RB 1998 Nr. 41 E. 2 mit Hinweisen; zur ParteifÃ¤higkeit eines Willensvollstreckers in einer den Bestand des Nachlasses unmittelbar betreffenden Ã¶ffentlichrechtlichen Streitigkeiten vgl. BEZ 1995 Nr. 19).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Demnach hÃ¤tte der Bezirksrat Z auf den am 27. Januar 2003 erhobenen Rekurs "in Sachen Nachlass C und eingesetzte Erbin A" nicht eintreten sollen. Die Beschwerde, welche A gegen den (sie als Rekurrentin anerkennenden) Rekursentscheid erhoben hat, ist schon aus diesem Grund abzuweisen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Klarheit halber sei jedoch darauf hingewiesen, dass die VerfÃ¼gung des Beschwerde­gegners vom 23. Dezember 2002 nicht geeignet ist, den zivilrechtlichen Wohnsitz oder das Steuerdomizil der Verstorbenen zu prÃ¤judizieren (vgl. vorne E. 2.2 und E. 5b des Rekurs­entscheids).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Weil sich die BeschwerdefÃ¼hrerin durch die in der VerfÃ¼gung vom 23. Dezember 2002 enthaltene Rechtsmittelbelehrung zur Rekurserhebung veranlasst sehen konnte, rechtfertigt es sich, die Kostenauflage des Bezirksrats (Disp.-Ziff. II des Rekursentscheids) aufzuheben. Aus dem gleichen Grund sind die Gerichtskosten auf die Gerichtskasse zu nehmen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 23). Eine ParteientschÃ¤digung steht der unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrerin nach § 17 Abs. 2 VRG von vornherein nicht zu. Eine solche EntschÃ¤digung ist aber auch dem Beschwerdegegner nicht zuzusprechen, gehÃ¶rt doch die Beantwortung von Rechtsmitteln zum angestammten Aufgabenbereich eines Gemeinwesens; dieses kann daher eine ParteientschÃ¤digung nur in FÃ¤llen mit ausser­ordentlichem Aufwand beanspruchen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 19 f.). Diese Voraus­setzung ist hier nicht erfÃ¼llt. </span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet <span>die Kammer</span>:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird im Sinn der ErwÃ¤gungen abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die Rekurskosten werden in Aufhebung von Disp.-Ziff. II des Rekursentscheids der Staatskasse belastet.</p> <span><br/> </span> <p class="Einzug2">3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 800.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 860.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">5. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Urteilstext">6. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>