<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>BV.2015.00036</span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Gerichtsschreiberin Locher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 28. September 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Rémy Wyssmann</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Wyssmann und Partner</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Schachenstrasse 34b, Postfach 368, 4702 Oensingen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Stiftung Auffangeinrichtung BVG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsdienst</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Weststrasse 50, Postfach, 8036 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beklagte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Hans-Ulrich Stauffer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rümelinsplatz 14, Postfach, 4001 Basel</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle des Kantons Solothurn sprach der 1972 geborenen X.___ mit Verfügung vom 12. Juli 2006 mit Wirkung ab 1. August 2004 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zu (Urk. 14/37). Diese bestätigte sie in der Folge anlässlich des im August 2007 (Urk. 14/44) von Amtes wegen einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leiteten Revisionsverfahrens mit Mitteilung vom 12. März 2009 (Urk. 14/55). Mit Schreiben vom 21. November 2006 hatte auch die Stiftung Auffangein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtung BVG einen Anspruch auf eine volle Invalidenrente, und zwar eben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">falls ab 1. August 2004, bejaht (Urk. 2/6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen eines weiteren, im März 2011 von der IV-Stelle initiierten Revisions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahrens (Urk. 14/58) wurde X.___ am 5. Oktober 2011 von Dr. med. Y.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chiatrisch begutachtet (Expertise vom 24. Januar 2012 [Urk. 14/68]; siehe auch Urk. 14/95). Gestützt darauf verfügte die Verwaltung – in Bestätigung ihres Vorbescheids – die Einstellung der Invalidenrente per Ende des auf die Zustel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung des Entscheids folgenden Monats (Verfügung vom 16. April 2013 [Urk. 14/97]). Die hiegegen am 21. Mai 2013 von der Versicherten erhobene Beschwerde (Urk. 14/101/3-39) hiess das Versicherungsgericht des Kantons So</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lothurn mit Urteil vom 17. Juli 2014 gut (Prozess-Nr. VSBES.2013.144 [Urk. 14/107/2-19]). Die IV-Stelle verfügte daraufhin am 19. August 2014 die weitere Ausrichtung der ganzen Rente ab 1. Juni 2013 [Urk. 14/108]).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Schreiben vom 17. Februar 2015 teilte die Stiftung Auffangeinrichtung BVG mit, dass sie ihre Leistungen rückwirkend per 1. Oktober 2008 aufhebe, wobei aufgrund der bereits teilweise eingetretenen Verjährung einzig die vom 1. April 2010 bis am 30. Juni 2013 ausbezahlten Rentenansprüche – die über letzteres Datum hinaus gehenden Leistungen habe sie aufgrund der Verfügung vom 16. April 2013 bereits zu einem früheren Zeitpunkt sistiert – zurückgefor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dert würden (Urk. 2/10). Daran hielt sie auch nach mehrfachem Schriftenwech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sel fest (vgl. Urk. 2/11-17). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Eingabe vom 13. Mai 2015 erhob X.___ Klage gegen die Stif</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung Auffangeinrichtung BVG mit folgendem Rechtsbegehren (Urk. 1 S. 2):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">„1.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin spätestens ab 30. Juni 2013 und weiterhin die gesetzlichen und reglementarischen Leistungen nach Massgabe einer Erwerbsunfähigkeit von 100 % in der Höhe von mindestens CHF 6‘219.- jährlich oder CHF 518.25 monatlich (inkl. Kin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derinvalidenrente) zuzüglich einem Verzugszins zu 5 % seit wann rechtens und zuzüglich Teuerungszulage auszurichten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es sei gerichtlich festzustellen, dass für die Rückforderung der Beklag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten in der Höhe von CHF 24‘990.55 keine rechtliche Grundlage besteht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 3.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es sei eine öffentliche Gerichtsverhandlung nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK mit Publikums- und Presseanwesenheit durchzuführen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 4.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vor der Eröffnung des materiellen Endentscheides sei dem unter- zeichne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Rechtsanwalt Gelegenheit zur Einreichung einer de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">taillierten Kostennote zur Geltendmachung einer Parteientschädigung zu geben (vgl. Art. 29 Abs. 2 BV). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 5.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.“</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Stiftung Auffangeinrichtung BVG beantragte mit Klageantwort vom 28. August 2015 die Abweisung der Klage; eventuell sei festzustellen, dass mit Wirkung ab 1. Februar 2012 infolge Überentschädigung keine Leistung durch die Beklagte mehr auszurichten sei (Urk. 8 S. 2). Nachdem mit Verfügung vom 1. September 2015 (Urk. 10) die Akten der Invalidenversicherung beigezogen worden waren (Urk. 14) und der Klägerin mit Verfügung vom 9. November 2015 Frist angesetzt worden war, um mitzuteilen, ob sie an ihrem Antrag auf Durchführung einer öffentlichen Gerichtsverhandlung festhalte, wobei bei Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zicht auf die Durchführung einer öffentlichen Gerichtsverhandlung innert glei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cher Frist die Replik zu erstatten sei (Urk. 16), stellte die Klägerin in ihrer Replik vom 29. Februar 2016 den Antrag auf Gutheissung der Klage. Gleichzeitig hielt sie an der beantragten Durchführung einer öffentlichen Verhandlung fest und ersuchte neu um Sistierung des Klageverfahrens bis zum rechtskräftigen Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schluss des vor der „Verwaltungsbehörde“ des Kantons Solothurn eingeleiteten Verwaltungsverfahrens (Urk. 21 S. 15). Die Beklagte hielt duplicando an ihren Rechtsbegehren fest und beantragte die Ablehnung des Sistierungsantrags (Urk. 25 S. 2 f.). Mit Gerichtsverfügung vom 4. April 2016 wurde das Sistie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsgesuch abgewiesen (Urk. 27). Am 13. Juni 2017 wurde eine mündliche Hauptverhandlung durchgeführt, zu welcher die Klägerin in Begleitung ihres Rechtsanwalts Rémy Wyssmann sowie Rechtsanwalt Dr. Hans-Ulrich Stauffer namens der Beklagten erschienen (Urk. 32, 34 und S. 6 ff. des Protokolls). An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lässlich dieser stellte die Klägerin nachstehendes Rechtsbegehren (Urk. 32 S. 5 f.):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">„1.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es sei eine gerichtliche Begutachtung den Fall der Versicherten betref</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fend mit Verlaufsuntersuchung, fremdanamnestischen Abklärungen und psychologischen Testverfahren durchzuführen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin spätestens ab 30. Juni 2013 und weiterhin die gesetzlichen und reglementarischen Leistungen nach Massgabe einer Erwerbsunfähigkeit von 100 % in der Höhe von mindestens CHF 6‘219.- jährlich oder CHF 518.25 monatlich (inkl. Kin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derinvalidenrente) zuzüglich einem Verzugszins zu 5 % seit wann rechtens und zuzüglich Teuerungszulage auszurichten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 3.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es sei gerichtlich festzustellen, dass für die Rückforderung der Beklag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten in der Höhe von CHF 24‘990.55 keine rechtliche Grundlage besteht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 4.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.“</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="BV016"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus der engen Verbindung zwischen dem Recht auf eine Rente der Invalidenversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherung und demjenigen auf eine Invalidenleistung nach dem Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) ergibt sich, dass der Invaliditätsbegriff im obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge und in der Invalidenversicherung grundsätzlich der glei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che ist (BGE 123 V 269 E. 2a, 120 V 106 E. 3c, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Praxisgemäss sind daher die Vorsorgeeinrichtungen im Bereich der gesetzlichen Mindestvorsorge (Art. 6 BVG) an die Feststellungen der IV-Organe (Eintritt der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit, Eröffnung der Wartezeit, Festsetzung des Invaliditätsgrades) gebunden, soweit die IV-rechtliche Betrachtung aufgrund ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ner gesamthaften Prüfung der Akten nicht als offensichtlich unhaltbar erscheint (BGE 126 V 309 E. 1 in fine). Diese Konzeption fusst auf der Überlegung, die Organe der (obligatorischen) beruflichen Vorsorge von eigenen aufwändigen Abklärungen freizustellen, und gilt nur bezüglich Feststellungen und Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lungen der IV-Organe, welche im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren für die Festlegung des Anspruchs auf eine Invalidenrente entscheidend waren (BGE 132 V 1 E. 3.2). So hat beispielsweise eine verspätete Anmeldung zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung rechtsprechungsgemäss die freie Überprüfbarkeit des leistungserheblichen Sachverhaltes durch die Vorsorgeein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">richtung beziehungsweise das Berufsvorsorgegericht zur Folge (Urteil des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">desgerichts 9C_49/2010 vom 23. Februar 2010 E. 2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Diese Bindungswirkung setzt voraus, dass die Vorsorgeeinrichtung (spätestens) ins Vorbescheidverfahren (aArt. 73</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> der Verordnung über die Invalidenversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">cherung [IVV]; seit 1. Juli 2006: Art. 73</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> IVV) einbezogen und ihr die Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">verfügung formgültig eröffnet wurde (Urteil des Bundesgerichts 9C_81/2010 vom 16. Juni 2010 E. 3.1, mit Hinweisen). Dem BVG-Versicherer steht ein selb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ständiges Beschwerderecht im Verfahren nach IVG zu. Unterbleibt ein solches Einbeziehen der Vorsorgeeinrichtungen, ist die IV-rechtliche Festsetzung des Invaliditätsgrades (grundsätzlich, masslich und zeitlich) berufsvorsorgerechtlich nicht verbindlich (BGE 130 V 270 E. 3.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Stellt die Vorsorgeeinrichtung auf die invalidenversicherungsrechtliche Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">trachtungsweise ab, muss sich die versicherte Person diese entgegenhalten las</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sen, soweit diese für die Festlegung des Anspruchs auf eine Invalidenrente ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">scheidend war, und zwar ungeachtet dessen, ob der Vorsorgeversicherer im Verfahren der Invalidenversicherung beteiligt war oder nicht. Vorbehalten sind jene Fälle, in denen eine gesamthafte Prüfung der Aktenlage ergibt, dass die In</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">validitätsbemessung der Invalidenversicherung offensichtlich unhaltbar war (BGE 130 V 270 E. 3.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span id="idp467504"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine auf dem Entscheid der Invalidenversicherung beruhende Invalidenrente aus (obligatorischer) beruflicher Vorsorge (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">23 BVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ist unter den Voraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzungen von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(ATSG) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">revisionsweise anzupassen (</span><a href="http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;from_year=1954&amp;to_year=2017&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;from_date_push=&amp;top_subcollection_clir=bge&amp;query_words=&amp;part=all&amp;de_fr=&amp;de_it=&amp;fr_de=&amp;fr_it=&amp;it_de=&amp;it_fr=&amp;orig=&amp;translation=&amp;rank=0&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-V-67%3Ade&amp;number_of_ranks=0&amp;azaclir=clir"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BGE 133 V 67</span> </a><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Diese Regelung schliesst indessen weitere Möglichkeiten der Aufhebung einer Rente aus beruflicher Vorsorge nicht aus. Insbesondere im Bereich der überobli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gatorischen Vorsorge und dort, wo die Vorsorgeeinrichtung den Rentenent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheid ohne Bindung an jenen der Invalidenversicherung getroffen hat, kann aus der bish</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erigen Ausrichtung einer Rente –</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> welche weder mittels Verfügung zugesprochen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">och gerichtlich überprüft </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(vgl.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">73 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 BVG) wurde - nicht auf einen Anspruch für die Zukunft geschlossen werden in dem Sinn, dass die Einstellung der Zahlungen lediglich nach einer wesentlichen Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 ATSG) zulässig wäre.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine versicherte Person hat nur so lange Anspruch auf Invalidenleistungen der beruflichen Vorsorge, als die Voraussetzungen für ihre Ausrichtung erfüllt sind. Sowohl bei der obligatorischen Vorsorge, bei der die Änderung oder Aufhebung einer Rente den gleichen materiellen Voraussetzungen unterstellt ist wie die Re</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vision oder Wiedererwägung einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rente der Invalidenversicherung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, als auch in der weitergehenden Vorsorge muss der Leistungsanspruch grundsätzlich ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">passt werden, wenn er den gegenwärtigen tatsächlichen oder rechtlichen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hältnissen objektiv n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">icht oder nicht mehr entspricht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Auch wenn eine Vorsorge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einrichtung sich grundsätzlich an die Entscheidungen der Invalidenversicherung hält, ist es aus Gründen der Gleichbehandlung der Versicherten rechtens, wenn sie ihre Leistungen anpasst, wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass diese aufgrund von offensichtlich unhaltbaren Kriterien gewährt worden sind. Ebenso wenig wie eine Vorsorgeeinrichtung an einen Entscheid der Invalidenversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung gebunden ist, wenn dieser offensichtlich unhaltbar ist, besteht eine Bin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dungswirkung, wenn sie die offensichtliche Fehlerhaftigkeit des Entscheides, auf welchen sie sich abgestützt hatte, erst nachträglich erkennt. Dabei hat sich die Vorsorgeeinrichtung bei </span><span id="page412"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihrem Entscheid an die verfassungsmässigen Schran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ken (wie Rechtsgleichheit, Willkürverbot und Verhältnismässigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) zu halten (BGE 141 V 405 E. 3.6 mit weiteren Hinweisen)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Klägerin führte zur Klagebegründung im Wesentlichen aus, die Verfügung der IV-Stelle Solothurn vom 19. August 2014 sei der Beklagten zugestellt wor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den und mangels einer Ergreifung eines Rechtsmittels zwischenzeitlich in Rechtskraft erwachsen. Entsprechend sei die invalidenversicherungsrechtliche Festsetzung des Invaliditätsgrads berufsvorsorgerechtlich verbindlich. Das Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsgericht des Kantons Solothurn habe sodann rechtskräftig festgestellt, dass von einer offenkundigen Unrichtigkeit der Rentenbestätigung vom 12. März 2009 nicht gesprochen werden könne. Die Beklagte könne sich folg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich auch nicht auf den Befreiungsgrund der offensichtlichen Unrichtigkeit des ursprünglichen Entscheids berufen, um sich der Bindungswirkung zu entziehen (Urk. 1 S. 17 f.). Das Gutachten von Dr. Y.___ vom 24. Januar 2012 belege zudem keine Verbesserung des Gesundheitszustands (Urk. 21 S. 2). Es sei er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiesen, dass es sich bei der betreffenden Expertise lediglich um eine rechtlich unbeachtliche anderslautende Einschätzung eines im Übrigen unverändert ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bliebenen medizinischen Sachverhalts handle (Urk. 21 S. 4). Das Gutachten er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise sich zudem als unvollständig und widersprüchlich und sei qualitativ fragwürdig. Es könne deshalb darauf nicht abgestellt werden, weshalb ein Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtsgutachten zu erstellen sei (Urk. 32). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beklagte stellte sich demgegenüber hauptsächlich auf den Standpunkt, sie stütze sich bei der Einstellung ihrer Leistung auf die Feststellungen, welche Dr. Y.___ anlässlich seiner ausführlichen Untersuchung 2012 gemachte habe. Wenn diese Feststellungen aufgrund prozessual-rechtlicher Vorschriften nicht zu einer Einstellung der Leistungspflicht der Invalidenversicherung führen wür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den, sei daraus nicht zu schliessen, dass auch die Leistungspflicht der Beklagten unbeeinflusst weiter bestehen würde. Die Bindungswirkung einer Vorsorgeein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtung an den Entscheid der Invalidenversicherung gemäss Art. 23 lit. a BVG beinhalte keine Bindung an die Feststellung der IV bezüglich der Beendigung der Leistungspflicht. Gemäss Art. 26 Abs. 3 BVG ende der Anspruch auf Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denleistungen bei Wegfall der Invalidität; gemäss den Reglementsbestimmun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen bei einem IV-Grad von unter 50 %. Beides sei vorliegend der Fall. Die Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkung in der Erwerbs- und auch der Arbeitsfähigkeit sei weggefallen und es liege spezialärztlich attestiert eine volle Arbeitsfähigkeit vor. In einer solchen Konstellation stehe es der Vorsorgeeinrichtung frei, unabhängig vom Weiterbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stand der IV-Rente ihre Leistung zu beenden (Urk. 8 S. 5 f. und Urk. 25 S. 4). Gemäss Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons Solothurn vom 17. Juni 2014 müsse die Invalidenversicherung weiterhin eine Rente ausrichten. Dies je</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">doch nicht, weil die Arbeitsunfähigkeit noch weiter bestehen würde, sondern weil die laufende Rente nicht regelkonform im Rahmen einer Wiedererwägung aufgehoben worden sei. Rechtskräftig festgestellt sei jedoch, dass die der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rentung zugrunde liegende Einschränkung ab Juni 2008 nicht mehr bestanden habe. In diesem Fall – d.h. wenn die Feststellung der IV respektive die Weiter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leistung der IV-Rente nicht den tatsächlichen Gegebenheiten entspreche – habe die Vorsorgeeinrichtung nicht zwingend der weiteren Leistungsausrichtung der Invalidenversicherung zu folgen (Urk. 34 S. 2 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die im Jahr 2013 von der IV-Stelle verfügte Renteneinstellung wurde durch Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons Solothurn vom 17. Juli 2014 mit der Feststellung aufgehoben, dass der Klägerin weiterhin eine ganze Rente zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">steht (Urk. 14/107/2-19). Die Beklagte wurde – soweit ersichtlich – in das ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtliche Verfahren nicht einbezogen und das Urteil wurde ihr nicht formgültig eröffnet. Eine Bindungswirkung ist damit nicht gegeben. Eine solche kann auch nicht aufgrund der Zustellung der Verfügung vom 19. August 2014, die die Weiterausrichtung der ganzen Rente zum Inhalt hatte (Urk. 14/108), bestehen. Denn diese bedeutete lediglich einen Nachvollzug des Gerichtsurteils.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei den Rentenleistungen der Beklagten handelt es sich einzig um Leistungen aus obligatorischer beruflicher Vorsorge. Bei diesen ist – wie bereits erwähnt – die Änderung oder Aufhebung den gleichen materiellen Voraussetzungen un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terstellt wie die Revision oder Wiedererwägung einer Rente der Invalidenversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherung (BGE 141 V 405 mit Hinweis auf BGE 133 V 67 E. 4.3.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen ist damit, ob vorliegend die Voraussetzungen einer materiellen Revi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sion analog Art. 17 Abs. 1 ATSG gegeben sind und in diesem Zusammenhang insbesondere die Frage nach einer anspruchsrelevanten Änderung des Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitszustands. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die der ursprünglichen Rentenzusprache zugrunde liegende Rentenverfügung der IV-Stelle vom 12. Juli 2006 wurde der Beklagten nicht zugestellt (Urk. 14/37). Allerdings stützte sie sich – nach Einsichtnahme in die Akten der Invalidenversicherung (Urk. 14/38) – darauf. Die anlässlich des ersten Revisi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">onsverfahrens ergangene Mitteilung vom 12. März 2009, in deren Rahmen die in Bezug auf den Rentenanspruch relevanten Punkte – nach Einholung eines psychiatrischen Gutachtens (E. 3.3.4) - materiell überprüft wurden, wurde der Beklagten hingegen zur Kenntnis gebracht und von ihr ohne Weiterungen ak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeptiert (Urk. 14/55). Damit besteht grundsätzlich eine Bindungswirkung an die darin getroffenen Feststellungen. Die nämliche Mitteilung bildet damit zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer revisionsrechtlich relevanten Ände</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung des Invaliditätsgrads.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die betreffende Mitteilung basierte im Wesentlichen auf den folgenden medizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Akten:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, stellte in seinem Bericht vom 29. September 2007 (Urk. 14/46) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige bis schwere depressive Episode (ICD-10 F33.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Gemischte Angststörung mit Panikstörung (ICD-10 F41.3)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Diverse spezifische Phobien (u.a. Klaustrophobie; ICD-10 F40.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Rezidivierende Kopf- und Nackenschmerzen nach HWS-Distorsions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">trauma am 15. August 2003</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Er attestierte eine seit Oktober 2003 bestehende Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Im Vordergrund stünden eine allgemeine Verunsicherung und stressassoziierte Fragilität mit geringer Impulskontrolle sowie eine mittelschwere bis schwere anxiodepressive Symptomatik. Die weitere Prognose sei offen (S. 2 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. A.___, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, nannte in seinem Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richt vom 29. Dezember 2007 (Urk. 14/47/3-8) nachstehende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Anhaltende phobische Depression mit</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">gststörung und Panikattacken sowie Agoraphobie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">p</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">sycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">sozialer Problematik</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">laufende</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> mehrjährige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> Psychotherapi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">e bei Psychiater Herr Dr. med. A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">, Psychiatriezentrum Biel</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">ausgeprägter Nervosität/I</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">nnere</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> Unruhe</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Anhaltendes ausgeprägtes Schmerz-Syndrom im Bereiche der HWS/Occipital-/Suboccipitalregion seit HWS-Distorsionstrauma am 15.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> August 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">003</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">mit ausgeprägter vegetativer Begleits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">y</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">mptomatik (Schwindel, Kribbel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">parästhesien der Extremitäten, chronische Müdigkeit, präsynkopale Zustände, Schluckstörung, Globusgefühl) und Kopfschmerzen, Kraft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">losigkeit, ausgeprägter Bewegungseinschränkung der HWS, ve</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">rmin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">derter Konvergenz der Augen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Streckfehlhaltung HWS/LWS</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">auch vor dem 15. August 2003 behandlungsbedürftige „Rückenbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">schwerden“: März </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">2000 Untersuchung/Behandlung wegen Zervikal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">gie/Lu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">mbago nach Sturz auf Treppe; April </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">2000 Kopfschmerzen und Schwindel, Übelkei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">t mit Verdacht auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> vegetative Dystonie, chronische Müdigkei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">t mit präsynkopalen Zuständen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">über lange Zeit ohne relevante Besserungstendenz unter bisher erfolg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">ten multiplen ambulan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">ten/stationären/medikamentösen/psychothera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">peutischen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Behandlun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">gen sowie Abklärungen/Untersuchungen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">aktuell: weiterhin mittels i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">ntermittierender Physiotherapie-Serien und NSAR p.o. behandlungsbedürftige Beschwerden im</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> Sinne von anhal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">tendem zerviko-z</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">ephalem Schmerz-/Schwindel-Syndrom (klinisch ausgeprägte Irritationszonen paravertebral beidseits im Bereiche der Kopfgelen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">ke bzw. der Suboccipitalregion)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beurteilte er folgende </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diagnosen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (S. 1 f.):</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">„Peptische Beschwerden“</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Differentialdiagnose: </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Refluxsymptomatik</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Hartnäckig persistierende Fersenschmerzen seit Monaten 2007</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Differentialdiagnose</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> ursächlich am ehesten auf eine Fehl-/Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">lastung zurückzuführen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Therapie: lokale p</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">hysi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">otherapeutische Massnahmen und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> Anpassen ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">ner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> orthopädischen Schuheinlage Dezember 2007</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">iabetischer Stoffwechsellage unter der Schwangerschaft 2006</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Geburt eines gesunden Kindes 2006</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Blutzuckerwert und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">HbA1c-Bestimmung September 2007:</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> normal</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Lumbale Rückenschmerzen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">letzter Zeit zuweilen verstärkt</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">vor allem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> intermittierend lumboradik</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">uläre Schmerz-Symptomatik beid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">seits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der nämliche Arzt gab an, es bestehe seit 15. August 2003 eine volle Arbeitsunfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit (S. 2). Als Befunde erhob er eine erheblich eingeschränkte Beweglichkeit der HWS in allen Richtungen, einen paravertebralen Hartspann beidseits mit multiplen Irritationszonen über den Intervertebralgelenken, eine Druckdolenz über den Processus spinosi der HWS und ausgeprägte Irritations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zonen der Occipital-/Suboccipitalregion. Radiologisch zeige sich eine ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prägte Streckhaltung der HWS bei sonst unauffälligem Befund (S. 3)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnosti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zierte in seinem psychiatrischen Verlaufsgutachten vom 28. Dezember 2008 (Urk. 14/53.1) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01), eine rezidivierende depressive Störung, gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0) und ein Abhängigkeitssyndrom durch Benzodiazepine, ständiger Substanzgebrauch (ICD-10 F13.25). Dem Abhängig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitssyndrom durch Tabak, gegenwärtig abstinent (ICD-10 F17.20 [S. 34]), mass er keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bei. Er schilderte, seit seiner Begut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achtung vom 20. Juli 2005 hätten die depressiven Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerden der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Klägerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deutlich abgenommen. Zum</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Untersuchungszeitpunkt würden jedoch weiterhin depressive Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bestehen. Hauptsymptome seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine Traurig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit, eine Freud- und Interesse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">losigkeit, Schuld- und Versagensgefühle, eine Gereiztheit, Schlafstörungen, ein reduzierter Antrieb und Sel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stmordgedanken.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Ebenfalls hätten die Schmerzen der Klägerin abgenommen, sodass sie nicht mehr regel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mässig auf die Einnahme von Analgetika angewiesen sei. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die relativ gut defi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nierte Gruppe von Phobien, mit Befürchtungen, das Haus zu verlassen, Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schäfte zu betreten, in Menschenmengen und auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> öffentlichen Plätzen zu sein sowie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> alleine mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bahn oder Bus zu reisen verbund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en mit Angstsymptomen in den gefürchteten Situationen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> würden für das Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liegen einer Agoraphobie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> spre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die wiederkehrende</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n schweren Angstattacken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, die sich nicht auf eine spe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zifische Situation oder besondere Umstände beschränken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> würden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und desh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">alb auch nicht vorhersehbar seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit plötzlich auftretendem Herzklopfen, Brust</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schmerz, Erstickungsgefühlen und Schwindel und sekundär der Furcht zu Ster</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben, vor Kontrollverlust oder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Angst wahnsinnig zu werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">würden auf eine Panikstörung hindeuten (S. 35)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Vordergrund </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehe – so der Experte weiter –</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aktuell phänomenologisch eine Agoraphobie mit Panikstörung (I</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">CD-10 F40.01), was sich nach Abklingen der schweren depressiven Episode seit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seiner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Begutachtung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">20. Juli 2005 her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auskristallisiert habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Unabhängig davon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ob zuerst eine depressive Episode oder </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Panikattacken vorgelegen hätten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aus den Unterlagen und dem aktuellen Zustandsbild der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Klägerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deutlich hervor, dass es sich um ein schweres Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitsbild </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">handle. Vor diesem Hintergrund sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> es nicht nach-vollziehbar, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">is anhin keine stationäre, psychopharmakologi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Psychotherapie stattgefunden habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, welche nach wie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vor indiziert sei. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einer langfristigen stationären</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> psychopharmakologischen Psych</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">othe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rapie mit Blutspiegelkontrollen der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ordneten Psychopharmaka könne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sich die Arbeitsfähigkeit der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Klägerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> deutlich verbessern. Zur Prognose </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">könne </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lediglich im Verlaufe einer solchen Therapie Stellung genommen werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 36). Die Symptome der erhobenen Diagnosen würden eine schwergradige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bewirken, wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halb die Ausübung der bisherigen Tätigkeit wie auch einer leidensangepassten Arbeit der Klägerin nicht zumutbar sei. Seit dem Jahr 2003 sei der Grad der Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitsfähigkeit konstant geblieben (S. 37 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der im regionalen ärztlichen Dienst der Invalidenversicherung tätige Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, führte am 11. März 2009 zum Verlaufsgutachten von Dr. B.___ aus, es fehle darin die Berücksichtigung der Schmerzsymptomatik, welche am ehesten im Rahmen einer somatoformen Schmerzstörung klassifiziert werden müsse. Es handle sich um einen chronifi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zierten und sehr komplexen Verlauf der Erkrankung der Beschwerdeführerin. Anamnestisch müsse von einem Verlauf mit tendenzieller Verschlechterung seit Ende der 1990er-Jahre ausgegangen werden. Die Benzodiazepin-Abhängigkeit scheine aufgrund der Anamnese und der Laborwerte eher gering zu sein. Es sei fraglich, ob die Versicherte im Rahmen einer Reduktion beziehungsweise einer Aufgabe des Benzodiazepinkonsums eine reelle, verwertbare Steigerung der Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitsfähigkeit erfahren würde; dies insbesondere auch deshalb, da relevante psychiatrische Symptome bereits früher, vor Einnahme der Medikamente, be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">standen hätten. Hinzu komme, dass stationäre </span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Spital</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufenthalte für die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführerin phobisch belastend seien und somit deren Zumutbarkeit ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geschränkt sei. Insgesamt könne er ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren im Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sammenhang mit einer stationären psychiatrischen Behandlung nicht unterstüt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zen. Es bestehe weiterhin eine generelle Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Urk. 14/54). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die im Jahr 2013 von der IV-Stelle verfügte Rentenaufhebung erfolgte insbeson</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dere gestützt auf das Gutachten von Dr. Y.___ vom 24. Januar 2012 (Urk. 14/68.1). Der Experte konnte keine sich auf die Arbeitsfähigkeit auswir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kenden Diagnosen stellen (S. 20). Den folgenden Diagnosen mass er keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bei (S. 20):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf Aggravation (ICD-10 F86.0; Entwicklung körperlicher Symp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">tome aus psychischen Gründen) Differentialdiagnose Simulation (ICD-10 Z76.5), mit/bei</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">subjektiver Klage über Angst, Panikstörung, Agora- und spezifischer Phobien</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">chronischer Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fakto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">ren (ICD-10 F45.41), Differentialdiagnose Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0), somatoform-autonome Funktionsstörungen (ICD-10 F45.3)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Persönlichkeit mit narzisstischen, paranoiden, emotional instabilen (im</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">pulsiver Typus), histrionischen und eventuell schizoiden Zügen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Aktuell Dysthymie (ICD-10 F34.1; Pharmaspiegel für Zoloft weit unter therapierbarem Bereich)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Low-dose-Benzodiazepin-Abhängigkeit (ICD-10 F13.24)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. Y.___ führte aus, bei der Klägerin handle es sich um eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heute 4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">0-jäh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rige, mit einem BMI von circa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 27 übergewichtige montenegrinische Staatsange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hörig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e in leicht suboptimalem Pflege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zustand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Sie spreche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit modulierter, nicht belegter, normal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> lauter, stark affektmodulier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter, im ersten Interviewteil zeitweise maximal erhobener bis fast schreiender Stimme und leichtem Akzent ein Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">misc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">h aus Hochdeutsch und Schweizer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deutsch. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Untersuchung sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> initial sehr schwierig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherte habe sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t auf den Stuhl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auf die Couch setzen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wollen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, was </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihr nicht zugestanden worden sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. In der Folge </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe sie sich äusserst „unkooperativ“ sowie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anmassend bis frech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> verhalten.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Stimme, Mimik, Verhalten und averbale Mitteilungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hätten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> grösstmögliche arrogante Renitenz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ausgedrückt. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Angst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sich zu </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einem Zeitpunkt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> übertragen;</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seien keine entsprechenden vegetativen Begleitsymptome (Erröten/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erblassen, Mundtrocken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heit, Schweiss, vertieftes oder sonst auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fälliges Atmen [Hyperventilation]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Tre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mor, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schwindel, motorische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Unruhe usw.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> beobachtet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> worden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine Zeitlang sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> das Interview stark abbruchgefährdet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Kontakt habe aber in der Folge </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehalten werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> können und im weiteren Verlauf sei das</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Verhalten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Klägerin deutlich adä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">quater</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> geworden und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auch die affektive Spürbarkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe sich ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bessert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. I</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hre stimmliche Erregtheit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sich vollkommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gelegt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, es </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> schliesslich ein hinlänglicher affektiver Kontakt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> entstanden. Affektiv sei sie schwingungsfähig gewesen. Der Grundaffekt sei zweifellos nicht kli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisch de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pressiv, sondern dysphorisch/aggres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siv, dahinter subdepressiv beziehungsweise</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> dysthym niedergestimmt und anhedonisch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> äus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">serst wehrhaft, energisch, spannkräftig und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">durchsetzungsfähig gewirkt und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">über den ganzen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verlauf des 100-minütigen Inter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">views nicht die geringsten Anhalte für Energiemangel, Müdigkeit oder Ermüdbarkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gezeigt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das formale Denken sei schnell, konzis und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> kohärent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. In Rage </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit ihren scharf formuli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erten Wortschwallen überschwemmt und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jegliche Intervention so lange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> übertönt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, bis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit entsprechender Lautstärke </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">antwor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Sie schein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> initial ihre eigene Aggressivität in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu projizieren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine verbogene Realitätsinterpretation (Realitätsverzerrung)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gezeigt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Qua</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">litative Wahrnehmungsstörungen psychotischen Rangs (Sinnestäuschungen, Halluzinationen) oder andere Anhaltspunkt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e für psychotisches Erleben seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> je</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">doch nicht zu e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ruieren gewesen. Die Aufmerksamkeit sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nur dann vermindert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, wenn die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Klägerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in voller Fahrt gar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht habe zuhören wollen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Eine Konzentra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tionsschwäche habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> klinisch nicht vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gelegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mnestischen und gedächtnismässi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen Funktionen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> organischen, sondern aus Moti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vationsg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ründen beeinträchtigt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Orientierung sei allseits gegeben und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> das Bewusstsein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gedankeninhaltlich sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Versicherte – so der Experte weiter –</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in einer sehr auffälligen Weise auf sich, ihre Leiden und Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dürfnisse zentriert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, während ihre Behauptungen, dass ihre Familienan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehörigen u</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nd Kinder deshalb zu kurz kämen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, eher affektiert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kten. G</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">egen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">über Anderen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bringe sie nur ein sehr geringes Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fühlungsvermögen auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 17).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Gutachter schilderte weiter, anlässlich der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Untersuchung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe die Klägerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> weit im Vordergrund über Angst, spez</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ielle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Phobien, Panikattacken, wechselnde, inkonstant vorhandene und ausgeprägte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schmerzen (Rücken/Nacken, vor allem bei Wetterwechsel)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beziehungsweise somatoform-autono</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">me Störung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en respek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tive</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vegetati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ve Symptome und Schlafstörungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, ferner dysphorische Verstim</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mung, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">„</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unleidigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">“ und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aggressive Verhaltensweisen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geklagt. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine klinisch relevante Depression </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe nicht bestanden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die veranlasste Medikamentenspie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gelbestimmung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (bei klinischem Fehlen einer relevanten Depression) eine Sertralin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- und Xanax</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-Konzentration weit unter dem therapeutischen Bereich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gezeigt. Offensichtlich sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> jedoch nicht nur die Medikamenten-Com</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pliance nach wie vor ungenügend. D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mache auch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> keinen Sport</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und kein aktives Muskelaufbautraining und sei übergewichtig. Sie klage</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> über nächtliche Schlaf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störungen, schlafe aber manchmal auch am Tag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 31 f.)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die Diagnostik bei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Klägerin sei schwierig, da es für sämtliche hauptgeklagten psychiatrischen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerden (Ä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ngste, Phobien, Panikattacken, Schmerzen) keine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Objektivie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsmöglichkeit gebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Insgesamt könne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chmerzverarbeitungsstörung vorliegen. Gleichzeitig gebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> es auch Hinweise auf das Vorliegen krankheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fremder Faktoren an der Unterhaltung des Beschwerdebildes. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am ehesten sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im vorliegenden Fall eine chronis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che Schmerzstörung mit somatisc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hen und psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chischen Faktoren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(ICD-10 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">F45.41</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in Betracht zu ziehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Er habe im Rahmen der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Untersuchung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keinen Anhalt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zervikoz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ephale Schmerzen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gesehen und es habe auch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine Einschränkung der Kopfbewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">glichkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bestanden (S. 32 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem Gutachten von Dr. Y.___ kann weiter entnommen werden, dass das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anfän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">glich nach dem Unfall beobachte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">depressive Zustandsbil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">d am ehesten e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">iner Anpassungsstörung zu ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> scheint</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aktuellen Untersuchung finde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sich höchstens noch eine Dysthymie. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ob heute überhaupt eine kr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitswertige Störung vorliege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mehr als fraglich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Er verneine dies</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> spätestens </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ende</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2008. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgrun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">d der klinischen Präsentation kö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> es si</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ch bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klagten Angst-Panik-phobischen Störung heute ebenso gut, oder eher, schlicht um Simulation</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> invalidisierender Leiden (respektive</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mindestens Ag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">g</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ravation und Perpetuation im Interesse des Krankh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eitsgewinns und der IV-Leistungserhal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) handeln</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die Klägerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zweifellos nicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sehr differenziert; sie sei auch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wenig introspektionsfähig, weshalb ihre psychischen Verarbeitungsmöglichkei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten recht limitiert sein dürften. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf nur schon geringe psychische Konflikte und Ereignisse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit Belastun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gsgehalt reagiere sie nach ihren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Angabe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit Angst und Panik, die (wie auch im</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Rahmen der Begutachtung)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von aussen h</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er nicht als solche spürbar seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, sondern sich als Arroganz, Frechhei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t, Ü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">berheblichkeit, ri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gide Verweigerung mit Tendenz zu unkontrollierbarem Aufbau massiver Ag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gressionshaltung und (offenbar meist nur fantasierter) Befürchtung von tätli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chem Ausagieren in Form fremdaggressiver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Durchbruchshandlungen ausdrücke</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Auf solche Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">läufe wiederum scheine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sie hinterher mit erheblichen Schuldge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fühlen, Selbstvorwürfen, narzisstischer Selbstentwertung, Vers</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">agens- und In</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">suffizienzgefühlen und längerfristig mit Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meidung und dem Versuch zur Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">drängung des Ablaufs zu reagieren. Auf diese Weise könnten alle solchen Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lebnisse unverarbeitet und innerseelisch energisch aktiv bleiben, also nicht "zurückgesetzt" werden, was die innere Angst-Spannung aufrechterhalte und sich als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Generalisierte Angststörung (GAD), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">P</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anik, Phobien mit vegetativen Ä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">quivalenten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">äussere</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und auf Dauer in Form eines Teufelskr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eises zu immer stärkerer Abwehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">panzerung, immer negativer besetzten Selbsturteilen und schliesslich sozialem Rückzugsverhalten und i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nnerer Vereinsamung führen könne. Beweis-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">objektivierbar sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> dies alles aber nicht.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Sofern die Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wirk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich im geklagten Ausmass leide, müsse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von ihr die Bereitschaft und der Tatbeweis für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">volle Therapie-Compliance erwartet werden dürfen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu fordern seien deshalb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Spiegelbestimmungen und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einstellung der Medika</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mente bis zum Erreichen suffizienter Plasmaspiegel. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Psychotherapeutisch eigne sich vor allem die kognitive</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Verhaltenstherapie, die lege artis durch eine dafür ausgebildete T</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">herapeutenperson vorzunehmen sei. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit diesen (ambulanten) Methoden sollte eine wesentliche klinische Besserung erreichbar sein.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im kör</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">perlichen Bereich müsste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> als adjuvante Massnahmen Gewichtsabnahme, akti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ves Muskelaufbautrain</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ing und Sport gefordert werden (S. 35 ff.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zur Frage der Arbeitsfähigkeit gab der Experte an, er gehe davon aus, dass seit spätestens Ende 2008 keine erhebliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr vorliege (S. 39). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beklagte ist – wie erwähnt – an den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Solothurn mangels Bindungswirkung und an die gestützt darauf getroffene Feststellung der IV-Organe – nämlich die Weiterausrichtung der Rente – grundsätzlich nicht gebunden. Analog zu den Renten der Eidgenössi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Invalidenversicherung sind jene der hier allein zur Diskussion stehenden obligatorischen beruflichen Vorsorge im Rahmen einer Revision anzupassen oder aufzuheben, wenn sich die Verhältnisse in anspruchsrelevanter Weise ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ändert haben. Im Bereich der obligatorischen Vorsorge ist damit die Aufhebung einer Rente den gleichen materiellen Voraussetzungen unterstellt wie die Revi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sion oder Wiedererwägung einer Rente der Invalidenversicherung (BGE 133 V 67 E. 4.3.1, BGE 138 V 409 E. 3.2, BGE 141 V 405 E. 3.6). Das Vorbringen der Beklagten, wonach der Anspruch auf eine Rente mit Wegfall der Invalidität en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">det (Urk. 34 S. 4), ist damit dahingehend zu präzisieren, dass hierfür die – bei obligatorischer beruflicher Vorsorge – aufgestellten Voraussetzungen zur Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenaufhebung erfüllt sein müssen. Entgegen der Meinung der Beklagten (Urk. 8 S. 5) kann eine Vorsorgeeinrichtung ihre Leistungspflicht im Obligatoriumsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reich damit auch nicht einfach dann einstellen, wenn aus berufsvorsorgerechtli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Gründen eine solche zu verneinen ist. Für den Bereich der weitergehenden Vorsorge hingegen kann das Reglement im Rahmen der verfassungsmässigen Schranken (wie Rechtsgleichheit, Willkürverbot und Verhältnismässigkeit) eine eigene Ordnung aufstellen. Es gilt der Grundsatz, wonach Invalidenleistungen der beruflichen Vorsorge anzupassen oder einzustellen sind, wenn sie den ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genwärtigen tatsächlichen oder rechtlichen Verhältnissen objektiv nicht oder nicht mehr entsprechen (Urteil des Bundesgerichts 9C_604/2014 vom 31. März 2015 E. 3.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ob das Gutachten von Dr. Y.___ den rechtsprechungsgemässen Anforderun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen an eine beweiskräftige Entscheidungsgrundlage entspricht, kann vorliegend offen bleiben. Denn der Experte – auf dessen Beurteilung die Beklagte ihre Leistungseinstellung stützte (Urk. 8 S. 5) – geht davon aus, dass eine erhebliche Verbesserung des Gesundheitszustands bereits im Dezember 2008 eingetreten ist. Vor dem Hintergrund, dass die Rentenmitteilung vom März 2009 – aufgrund ihrer Bindungswirkung – zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruchserheblichen Änderung bildet, ist ein zwischenzeitlich eingetretener ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">besserter Gesundheitszustand ausgeschlossen und es liegt einzig eine unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schiedliche ärztliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sundheitszustands vor. Damit ist eine anspruchserhebliche Änderung des Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verhalts nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, weshalb es nach dem Grundsatz der materiellen Beweislast beim bisherigen Rechtszustand bleibt (Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerichts 8C_481/2013 vom 7. November 2013 E. 2.4, nicht publiziert in BGE 139 V 585). Angesichts dessen besteht auch kein Anlass, ein Gerichtsgutachten einzuholen (vgl. Urk. 1 S. 19). Hinzu kommt, dass auch die Berichte der behan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delnden Therapeuten (vgl. Urk. 14/60, 14/62, 14/71, 14/90-91 und 14/93) keine massgebliche Verbesserung des Gesundheitsschadens der Klägerin belegen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da nach dem Gesagten die Voraussetzungen für eine materielle Revision analog Art. 17 ATSG nicht erfüllt sind, ist eine Anpassung der Rente unter prozessual</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">revisions- und wiedererwägungsrechtlichen Gesichtspunkten (analog Art. 53 ATSG) zu prüfen (BGE 141 V 405 E. 5.1 und Urteil des Bundesgerichts 9C_604/2014 vom 31. März 2015 E. 3.1). Ein prozessualer Revisionsgrund wird nicht geltend gemacht und ein solcher ist auch nicht zu ersehen. Vorbehalten bleibt in diesem Fall die Frage, ob die Beklagte die Leistungszusprache in Wie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dererwägung ziehen konnte. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann der Versicherungsträ</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ger nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">53 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 ATSG wiedererwägungsweise auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn sie zweifellos unrichtig sind und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Vorausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzt wird, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne quali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn die notwendigen fachärztlichen Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führt wurden oder wenn eine Leistung aufgrund </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">falscher Rechtsregeln bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hungsweise</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestim</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mungen zugesprochen wurde. Soweit </span><span id="page415"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ermessensgeprägte Teile der Anspruchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vertret</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">barer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigkeit aber aus (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BGE 141 V 405 E. 5.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anhaltspunkte dafür, dass die durch Rentenmitteilung vom 12. März 2009 er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">folgte Bestätigung der Leistungszusprache qualifiziert unrichtig ist, finden sich keine in den Akten. Diesbezüglich stützte sich die IV-Stelle insbesondere auf das Verlaufsgutachten von Dr. B.___ vom 28. Dezember 2008 ab (Urk. 14/53.1). Die vom Experten als im Vordergrund stehende Diagnose einer Agoraphobie mit Panikstörung lässt sich vereinbaren mit der vom behandelnden Psychiater Dr. A.___ diagnostizierten gemischten Angststörung mit Panikstörung (Urk. 14/46). Beide Ärzte gingen von einer schwergradigen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus, was auch vom RAD-Mediziner Dr. C.___ bestätigt wurde (Urk. 14/54). Dr. Y.___ stellte in seinem Gutachten vom 26. Januar 2012 zwar das Vorliegen der geklagten „Angst-Panik-phobischen Störung“ in Frage, konnte diese aber auch nicht ohne Vorbehalt ausschliessen (Urk. 14/68.1 S. 36). Damit äusserte er zwar Zweifel an der Diagnosestellung durch den Gutachter Dr. B.___, doch diese sind nicht derart, dass sie die Rentenbestätigung – wie dies für eine Wiedererwägung erforderlich wäre – als offensichtlich unrichtig erscheinen lassen. Dass nur ein einziger Schluss, nämlich derjenige der zweifel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">losen Unrichtigkeit der Leistungszusprache, möglich wäre, kann demnach nicht gesagt werden. Ebenso wenig bestehen Hinweise darauf, dass die rentenbestäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gende Mitteilung aufgrund falsch oder unzutreffend verstandener Rechtsregeln beziehungsweise</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erlassen wurde. Bei dieser Sachlage scheidet auch die Wiederer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wägung als Rückkommenstitel aus.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beklagten steht es frei, unabhängig von der Invalidenversicherung eine erneute psychiatrische Begutachtung zu veranlassen und bei verändertem Sachverhalt revisionsweise Anpassungen vorzunehmen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da das Gutachten von Dr. Y.___ lediglich eine unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitszustands auf die Arbeitsfähigkeit darstellt (vgl. E. 4.2), erübrigt sich die Frage nach einer Kürzung der Rentenleistungen zur Vermeidung einer Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entschädigung, da nach wie vor von einer massgeblichen Arbeitsunfähigkeit auszugehen ist, so dass der Klägerin kein „Verzichtseinkommen“ (Urk. 8 S. 6 f.) anzurechnen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten liegt weder ein materieller Revisionsgrund (analog Art. 17 ATSG) vor, noch sind die Voraussetzungen für eine wiedererwägungs- oder prozessualrevisionsrechtliche Aufhebung der Rentenleistungen gegeben (analog Art. 53 ATSG). Die Klägerin hat damit auch über den 30. Juni 2013 hinaus Anspruch auf die Ausrichtung von Leistungen der Beklagten. Eine Rückforde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung der vom 1. April 2010 bis 30. Juni 2013 ausbezahlten Rentenleistungen fällt folglich ausser Betracht. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Blick darauf, dass sich die Klägerin in ihrem Rechtsbegehren eines (ziffern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mässig) konkreten Antrags betreffend Leistungsumfang – die Klägerin gab darin einzig die von ihr anbegehrte Höhe einer minimalen monatlichen respektive jährlichen Rentenleistung an (Urk. 1 S. 2 und Urk. 32 S. 6) – enthalten hat, ist die Beklagte in Gutheissung der Klage zu verpflichten, der Klägerin, basierend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 100 %, auch über den 30. Juni 2013 Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denleistungen entsprechend den gesetzlichen und reglementarischen Bestim</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mungen zu gewähren. Mithin bleibt die konkretere Festsetzung des Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anspruchs, so auch in masslicher Hinsicht, einstweilen der Beklagten überlas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen; in einem allfällig diesbezüglich sich ergebenden Streitfall stünde der Klä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerin erneut der Klageweg offen (vgl. BGE 129 V 450).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf Invalidenleistungen sind Verzugszinsen geschuldet, wobei grundsätzlich Art. 105 Abs. 1 des Obligationenrechts anwendbar ist (BGE 119 V 131 E. 4). Danach ist der Verzugszins vom Tag der Anhebung der Betreibung oder der ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtlichen Klage an geschuldet. Der Zinssatz beträgt 5 %, sofern das Reglement der Vorsorgeeinrichtung keine andere Regelung kennt (BGE 119 V 131 E. 4c). Art. 34 des Vorsorgereglements – Allgemeine Bestimmungen (gültig ab 1. Januar 2014</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">; </span><a href="http://www.chaeis.net"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">www.chaeis.net</span> </a><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) sieht vor, dass Vorsorgeleistungen im Verzugs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fall zum BVG-Mindestzinssatz zu verzinsen sind. Der BVG-Mindestzinssatz be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trug vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2015 1.75 % und vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 1.25 %; ab 1. Januar 2017 liegt er bei 1 % (Art. 12 lit. h-j der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge [BVV 2]). Demzufolge hat die Beklagte ab 13. Mai 2015 (Einreichung der Klage) Verzugszinsen von 1.75 %, vom 1. Januar 2016 bis am 31. Dezember 2016 solche von 1.25 % und ab 1. Januar 2017 solche von 1 % zu entrichten. Der reglementarisch ab 1. Januar 2017 festgelegte Verzicht auf Zinsen bei rückwirkenden Rentenzahlungen (Art. 34 Abs. 1) bleibt vorliegend ohne Relevanz, geht es doch nicht um Zahlungen nachträglich festgestellter Rentenansprüche, sondern um eine zu Unrecht erfolgte Einstellung der Zahlun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ausgangsgemäss ist die Beklagte gestützt auf § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) zu verpflichten, der anwaltlich vertretenen Klägerin eine Prozessentschädigung zu entrichten. Gemäss § 7 Abs. 1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht (GebV SVGer) wird namentlich für unnötigen Aufwand kein Ersatz gewährt. Der von Rechtsanwalt Rémy Wyssmann mit Kostennote vom 13. Juni 2017 geltend gemachte Aufwand von 28.97 Stunden und Fr. 404.10 Barauslagen (Urk. 33) ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht angemessen. Insbesondere erscheinen die wiederholt an die Versicherte zugestellten Briefe als unnötige Aufwendungen und der für den Kurzbrief vom 18. November 2015 und das Fristerstreckungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesuch vom 11. Dezember 2015 geltend gemachte Aufwand von 0.84 Stunden (zuzüglich Barauslagen) erweist sich als überhöht; die Korrespondenz mit am Verfahren nicht beteiligten Dritten (Rechtsschutzversicherung, IV-Stelle, Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleichskasse) ist nicht im Rahmen der Prozessentschädigung abzugelten. Bei Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achtung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wertsteuer) sowie der in ähnlichen Fällen zugesprochenen Beträgen ist die Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung von Rechtsanwalt Rémy Wyssmann auf Fr. 6‘300.-- (inklusive Bar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beklagten steht eine Prozessentschädigung ausgangsgemäss nicht zu.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span id="Text1"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Klage</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">die Beklagte verpflichtet, der Klägerin, basierend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 100 %, auch über den 30. Juni 2013 hinaus Invaliden</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">leistungen entsprechend den gesetzlichen und reglementarischen Bestimmungen zu gewähren, zuzüglich Verzugszins von 1.75 % für die bis am 13. Mai 2015 fällig ge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wordenen Betreffnisse ab diesem Zeitpunkt und für die restlichen ab dem jeweiligen Fälligkeitsdatum, vom 1. Januar bis am 31. Dezember 2016 zum Satz von 1.25 % und ab 1. Januar 2017 zum Satz von 1 %.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text4"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beklagte wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span id="Text2"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Klägerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessentschädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Fr. </span><span id="Text3"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">6'300</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der Beklagten wird keine Prozessentschädigung zugesprochen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Rémy Wyssmann</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Dr. Hans-Ulrich Stauffer</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">6.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubLocher</p></div> </div></body></html>