Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 24. November 2016 (725 16 238) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Die Voraussetzungen einer unfallähnlichen Körperschädigung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 UVV sind erfüllt, weshalb die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin in Gutheissung der Beschwerde die gesetzlichen Leistungen auszurichten hat. Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan- tonsrichter Markus Mattle, Gerichtsschreiber Robin Eschbach Parteien A.____, Beschwerdeführerin gegen AXA Versicherungen AG , General Guisan -Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin Betreff Leistungen A.1 A.____ war als Lehrerin bei der B.____ angestel lt und aufgrund dieses Arbeitsverhält- nisses bei der AXA Versicherungen AG (AXA) gegen di e Folgen von Unfällen versichert. Am 18. Dezember 2015 meldete sich die Versicherte wege n einer Gelenkserkrankung, einem Me- niskusriss und einem Knorpelschaden bei der AXA zum Leistungsbezug an. Gemäss Fragebo- gen vom 12. März 2016 zum Ereignis vom 19. Oktober 2015 habe die Versicherte beim Trai- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht ning des Kampfsports C.____ einen stechenden Schmerz im Knie verspürt, weshalb sie das Training habe abbrechen müssen. Die Frage, ob sich etwa s Ungewöhnliches oder Programm- widriges ereignet hätte, beantwortete sie mit „nein“. A.2 Mit Verfügung vom 19. April 2016 verneinte die AX A einen Anspruch der Versicherten auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung für den Vorfall vom 19. Oktober 2015 mangels versicherten Ereignisses. In der Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, es fehle am Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors u nd somit nebst der Sinnfälligkeit auch am Erfordernis der Plötzlichkeit. Aus diesem Grund handle es sich rechtlich gesehen we- der um einen Unfall noch um eine entschädigungspflich tige unfallähnliche Körperschädigung. Eine hiergegen erhobene Einsprache der Versicherten, wurde mit Entscheid vom 14. Juni 2016 abgewiesen. B. Hiergegen erhob A.____ mit Eingabe vom 19. Juli 2 016 Beschwerde beim Kantonsge- richt Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht ( Kantonsgericht). Darin beantragte sie sinngemäss, der Einspracheentscheid vom 14. Juni 2016 s ei aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr für das Ereig nis vom 19. Oktober 2015 die gesetzli- chen Leistungen auszurichten. In der Begründung wurde im Wesentlichen und sinngemäss vorgebracht, der Meniskusriss sei während eines körperlich sehr anstrengenden Sporttrainings eingetreten, weshalb die Voraussetzungen eines Unfalls g egeben seien. Eventualiter sei das Ereignis zumindest als unfallähnliche Körperschädigung zu werten. C. In der Beschwerdeantwort vom 5. Oktober 2016 schloss di e AXA auf Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Auf die frist- und formgerecht beim örtlich wie sa chlich zuständigen Gericht erhobene Beschwerde ist einzutreten. 2.1 Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. Mä rz 1981 werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – di e Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheit en gewährt (Abs. 1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung ein- beziehen (Abs. 2). 2.2 Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über de n Allgemeinen Teil des Sozi- alversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die plö tzliche, nicht beabsichtigte schädi- gende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors a uf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. 2.3 Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkma l der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äusser e Faktor allenfalls schwer wiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Übl ichen überschreitet. Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschli- chen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein b egründen keine Ungewöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 mit Hinweis). 2.4 Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des u ngewöhnlichen äusseren Faktors in einer unkoordinierten Bewegung (RKUV 2000 Nr. U 368 S. 100 E. 2d mit Hinweisen; ALFRED MAURER , Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl., Bern 19 89, S. 176 f.) be- stehen. Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsat z, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den na- türlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam „prog rammwidrig" beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor – Veränderung zwischen Körper und Aussen welt – ist wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor ( BGE 130 V 117 E. 2.1; RKUV 2004 Nr. U 502 S. 183 E. 4.1, Nr. U 510 S. 275, Nr. U 523 S. 541 E. 3.1). 3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat Körpersch ädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbezie hen. Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die Un fallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 Gebrauch gemacht und folgende Körp erschädigungen, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzuführen sind, auch ohne unge- wöhnliche äussere Einwirkung den Unfällen gleichgestellt : a. Knochenbrüche; b. Verrenkungen von Gelenken; c. Meniskusrisse; d. Muskelrisse; e. Muskelzerrun gen; f. Sehnenrisse; g. Band- läsionen; h. Trommelfellverletzungen. Diese Aufzählu ng der den Unfällen gleichgestellten Kör- perschädigungen ist abschliessend (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E.2b, je mit Hinweisen). 3.2 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung müssen be i unfallähnlichen Körper- schädigungen nach Art. 9 Abs. 2 UVV zur Begründung der Leistungspflicht des Unfallversiche- rers mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit die übrigen Tat bestandsmerkmale des Unfalls erfüllt sein. Besondere Bedeutung kommt hierbei der Voraussetzun g des äusseren Ereignisses zu, das heisst eines ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv f eststellbaren, sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfalles (BGE 129 V 466 E. 2.2). Die schädigende äussere Einwirkung kann in einer körpereigenen Bewegung bestehen (BGE 129 V 466 E. 4.1 mit Hinweisen, vgl. auch BGE 139 V 327 E. 3.3.1). Das Auftreten von Schmerzen allein gilt noch nicht als äusserer Fak- tor im Sinne der Rechtsprechung zu Art. 9 Abs. 2 UVV, ein solcher ist also nicht gegeben, wenn die versicherte Person einzig das (erstmalige) Auftreten von Schmerzen angibt, aber keine gleichzeitig mitwirkende äussere Komponente zu benennen vermag (BGE 129 V 466 E. 4.2.1). Auch ist das Erfordernis eines äusseren schädigenden Fakto rs nicht erfüllt, wenn das Auftreten von Schmerzen bloss mit einem von der versicherten Person b eschriebenen gewöhnlichen Be- wegungsablauf einhergeht. Verlangt wird vielmehr ein Geschehen, welchem ein gesteigertes Gefährdungspotenzial innewohnt, was zutrifft, wenn die als Schmerzauslöser angegebene Be- tätigung im Rahmen einer allgemein gesteigerten Gefa hrenlage vorgenommen wird, wie dies Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht bei vielen sportlichen Aktivitäten der Fall ist. Ein äusse rer Faktor mit erheblichem Schädigungs- potenzial liegt nach der Rechtsprechung vor, wenn die zur Diskussion stehende Betätigung mit einer mehr als physiologisch normalen und psychologisch behe rrschten Beanspruchung des Körpers, insbesondere seiner Gliedmassen, verbunden ist (BGE 139 V 327 E. 3.3.1). Schmer- zen als Symptome einer Schädigung nach Art. 9 Abs. 2 UVV fallen deshalb als massgebender äusserer Faktor nicht in Betracht, wenn sie bei einer a lltäglichen Lebensverrichtung auftreten, ohne dass ein davon unterscheidbares äusseres Moment mitspi elen würde. Wer also etwa beim blossen Aufstehen, Absitzen, Abliegen, bei Bewegung en im Raum, Handreichungen usw. einen einschiessenden Schmerz verspürt, kann allein deswegen noch keine unfallähnliche Kör- perschädigung geltend machen. Die ausschliesslich physiologi sche Beanspruchung des Ske- letts, der Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder stellt kei nen äusseren Faktor dar, dem ein gegenüber der gewohnten, üblichen körperlichen Belastu ng gesteigertes Gefährdungspotenzial innewohnen würde (BGE 129 V 466 E. 4.2.2). Erfüllt ist das Erfordernis des äusseren schädi- genden Faktors demgegenüber bei Änderungen der Körper lage, die nach unfallmedizinischer Erfahrung häufig zu körpereigenen Traumen führen kön nen, so etwa beim plötzlichen Aufste- hen aus der Hocke, bei heftigen belastenden Bewegungen oder bei einer wegen äusserer Ein- flüsse unkontrollierbar gewordenen Positionsänderung (BGE 129 V 466 E. 4.2.3). Für die Beja- hung eines äusseren Faktors ist demnach ein gesteigertes Schädigungspotenzial vonnöten, sei es zufolge einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage, sei es durch Hinzutreten eines zur Un- kontrollierbarkeit einer an sich alltäglichen Verrichtun g führenden Elementes (BGE 139 V 327 E. 3.3.1, 129 V 466 E. 4.3; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts vom 8. Mai 2014, 8C_40/2014, E. 2.2.3, vom 16. Juli 2014, 8C_147/2014, E. 2.4, vo m 10. Oktober 2014, 8C_451/2014, 8C/453/2014, E. 6 und vom 21. November 2014, 8C_620/2 014, E. 2.2, je mit weiteren Hinwei- sen). 3.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UV G setzt – unter anderem – zunächst voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und de m eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integrit ätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusam- menhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Si nne des natürlichen Kausalzusam- menhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. n icht zur gleichen Zeit eingetreten ge- dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall di e alleinige oder unmittelbare Ursa- che gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä digende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige In tegrität der versicherten Person beein- trächtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht w eggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (B GE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitl ichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein- lichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zus ammenhangs genügt für die Begrün- dung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Adäquanz spielt – wie auch vorliegend – als rechtliche Eingrenzun g der sich aus dem natürlichen Kausal- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht zusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich organisch objektiv aus- gewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hi er die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 127 V 103 E. 5b/bb, vgl. auch E. 3.3 hiervor). 3.4 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversiche rers erst, wenn der Unfall nicht die na- türliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darst ellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich n ach dem schicksalsmässigen Verlauf ei- nes krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (Kranken- und Unfallversicherung – R echtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1994 Nr. U 206 S. 326, U 180/93 E. 3b mit Hi nweisen). Ebenso wie der leistungsbe- gründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfall en jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungs- recht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfal- les genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsau fhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsb egründender natürlicher Kausalzu- sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person , sondern beim Unfallversicherer (Sozialversicherungsrecht – Rechtsprechung [SVR] 2009 UV Nr. 3 E. 2.2). Der Beweis des Wegfalls des natürlichen Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorli ege oder die versicherte Per- son nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend ist alle in, ob unfallbedingte Ursachen des Ge- sundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, a lso dahingefallen sind (Urteil des Bundesgericht vom 10. März 2010, 8C_963/2009, E. 2.1). 4.1 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Besc hwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entschei d, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts gen ügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung , die es von allen möglichen Gesche- hensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3). 4.2 Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der versicherten Person glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser Forderung nicht nach, indem sie unvollständige, unge- naue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Beste hen eines unfallmässigen Schadens als unglaubhaft erscheinen lassen, besteht keine Leistung spflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbe- griffs erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die not- wendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auc h die Parteien heranziehen. Ist Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht aufgrund dieser Massnahmen das Vorliegen eines Unfallere ignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt – die blosse Möglichkeit genü gt nicht –, so hat dieses als unbewie- sen zu gelten, was sich zu Lasten der versicherten Person au swirkt (BGE 116 V 136 E. 4b, 114 V 298 E. 5b, 111 V 201 E. 6b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50). 5.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte - wie der Feststellung natürlicher Kausalzu- sammenhänge im Bereich der Medizin - ist die rechtsanwen dende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hin weisen). Das Gericht hat die medizini- schen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsproz ess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bin- dung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeu- tet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuver- lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatt en. Insbesondere darf es bei einan- der widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belan ge umfassend ist, auf allseitigen Un- tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung d er medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleu chtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 5.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 E. 4.4 und 4.5). So wird zur Fra ge der beweisrechtlichen Verwertbarkeit der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach alleine ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum V ersicherungsträger nicht schon auf man- gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Be- richten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 6. Zur Beurteilung des Gesundheitszustandes der Beschwe rdeführerin sind im Wesentli- chen folgende Unterlagen zu berücksichtigen. 6.1 Im Bericht von PD Dr. med. D.____, FMH Radiologie , vom 4. November 2015 nahm dieser eine Beurteilung des MRT des Kniegelenks vom 3. No vember 2015 vor. Er hielt dabei fest, insgesamt bestünden keine relevanten Veränderun gen im medialen Kompartiment, weder Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht ein eindeutiger Meniskusriss noch tiefe Knorpelschäden. E s liege eine Knorpelglatze mit reakti- ven, knöchernen Veränderungen im lateralen femorotibia len Kompartiment und ein komplexer Riss vom Corpus und Hinterhorn vom Aussenmeniskus, praktisch durch die gesamte Menis- kussubstanz vor. Des Weiteren stellte er eine intakte VKB-P lastik fest. Schliesslich bestünden sklerotische Gelenkkörper posterior in der interkondylären Notch, moderate Knorpelschäden im Femoropatellargelenk, ein leichter Gelenkserguss und eine kleine Baker-Zyste. 6.2 Im Bericht „Eintrittsdiagnose“ vom 27. November 201 5 gab Dr. med. E.____, FMH Or- thopädische Chirurgie, einen Unfall als Grund zur Behandlung im Spital an. 6.3 Dr. E.____ stellte im Operationsbericht vom 21. De zember 2015 folgende Diagnosen: Eine lappenförmige Meniskushinterhornläsion links, ein K norpelschaden an der lateralen Femurkondylenrolle links bei Status nach vorderer Kreuzbandplastik links 1997. Die Versicherte habe im Tae-Kwon-Do Training [recte: Training des Ka mpfsports C.____] ein Knietrauma links erlitten und in der Folge Schmerzen und Einklemmgefü hle im medialen Kompartiment empfun- den. Im MRI bestehe eine komplexe laterale Meniskusläsion sowie ein dritt- bis viertgradiger Knorpelschaden an der lateralen Femurkondylenrolle bei intakter vorderer Kreuzbandplastik. Die Indikation zur Arthroskopie mit Sanierung der Meniskusläsion sei gegeben. 6.4 Mit Bericht vom 5. September 2016 bezog Dr. med. F .____, FMH Orthopädische Chirur- gie und Traumatologie des Bewegungsapparates, als bera tender Arzt der AXA aus medizini- scher Sicht Stellung. Gemäss MRI vom 3. November 2015 ge he er von einer erheblichen chro- nischen Knorpel- und Meniskusschädigung auf der Aussenseite, von einer alten Kreuz- bandruptur und Einlage eines Patellarsehnentransplant ates von 1997 sowie einer leichten femoropatellären Knorpelschädigung aus, verbunden mit einem leichten Gelenkerguss und leichtem tibialen Knochenödem in einer Zone der Skler osierung. Es bestehe zudem die Vermu- tung auf Nahtreste im medialen Hinterhorn des Meniskus. Hinweise auf einen klassischen Bone Bruise und Begleitverletzungen in den Kapselbandstruktu ren in der Peripherie würden fehlen. Anlässlich der Arthroskopie vom 11. Dezember 2015 seien die komplexe äussere Meniskus- schädigung in lappenförmiger Anordnung im Hinterhorn und eine zusätzliche Schädigung im mittleren Drittel sowie die bis auf den Knochen reiche nde Knorpelschädigung auf der Aussen- seite bestätigt worden. Der femoropatelläre Knorpelsch aden habe jedoch nicht nachvollzogen werden können. Das Transplantat sei als medizinisch suffizi ent beurteilt worden. Es sei stets die Rede von einer Meniskusläsion (Schädigung) und nicht von einem Riss. Eine Meniskuskap- penläsion gelte auch knapp zwei Monate nach einem Ereignis nicht als Nachweis einer frischen Zusatzschädigung, auch wenn sie im Hinterhorn lokalisiert sein sollte. In der vorliegenden Do- kumentation handle es sich primär um Meniskusveränderungen im Sinne einer chronischen Meniskusschädigung. Es liessen sich aus persönlicher Erfahrung über 35 Jahre morphologisch in der Regel keine zuverlässigen Angaben machen, wann u nd wie die Meniskusschädigung entstanden sei. Die Traumarelevanz komme auch nicht im A rthroskopiebericht von Dr. E.____ zum Ausdruck. Bezüglich Schadensmechanismus und im Schaden sbild würden sich keine Hin- weise auf einen relevanten Zusammenhang mit dem Schwere grad des Ereignisses vom 19. Oktober 2015 und den nachgewiesenen Veränderunge n im MRI vom 3. November 2015 ergeben. Der Vorzustand mit der chronischen Folgeschädig ung einer komplexen Knieverlet- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht zung 1997 sei entscheidend prädiktiv. Es sei aus seiner Sic ht in dieser Situation davon auszu- gehen, dass es sich um das Bild einer akuten Dekompensation einer relevanten Vorschädigung (akute Erkrankung) handle, welche unter den Rahmenbedi ngungen einer nicht angemessenen Sportbelastung entstanden sei. Es handle sich also um ein e eindeutige degenerative Vorschä- digung in weitest gehendem Zusammenhang mit dem Ein griff bzw. Ereignis von 1997. Dr. F.____ wies darauf hin, dass ihm alle Dokumente im Zusammenhang mit der Abklärung und Behandlung des linken Kniegelenks ab 1997 bis 2015, di e Original-Krankengeschichte von Dr. E.____ 2015/2016 und die Fotoprints anlässlich des a rthroskopischen Eingriffs vom 11. De- zember 2015 nicht vorliegen würden. Schliesslich führte e r aus, da die Akten nicht vollständig vorliegend gewesen seien, könne mit diesen Ausführungen der Anspruch an ein ärztliches Gut- achten nicht als erfüllt betrachtet werden. Der Sachverha lt erscheine ihm aber so klar, dass er davon ausgehe, dass ein ärztliches Gutachten keine neuen richtungsweisenden Erkenntnisse liefern könne, um die Unfallkausalität zu beweisen. 7. Der rechtserhebliche Sachverhalt stellt sich wie folg t dar: 7.1 Im „Fragebogen zum Ereignis vom 19. Oktober 2015“ vo m 12. März 2016 gab die Versi- cherte sinngemäss an, sie habe beim Training des Kampfspor ts C.____, welches sie zwei Mal pro Woche ausübe, einen stechenden Schmerz im Knie ver spürt. Nach dem Training habe sie unter starken Schmerzen gelitten, vor allem bei Belast ung. Ausserdem sei das Knie ange- schwollen. Eine Zeit lang habe sie weiter trainiert, bis sie das Training hätte abbrechen müssen. Einen Arzt habe sie aufgrund der Wartezeit bis zum Termi n erst im November 2015 besucht. Die Frage, ob sich etwas Ungewöhnliches oder Programmwidriges ereignet hätte, beantwortete sie mit „nein“. 7.2 Mit Verfügung vom 19. April 2016 verneinte die AX A in der Folge einen Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung für den Vorfall vom 19. Oktober 2015 mangels versicherten Ereignisses. Die Beschwerdeführerin brachte in ihrer Einsprache vom 28. April 2016 vor, sie habe den Unfall vom 19. Oktober 2015 sofort ihrem Arbeitgeber gemel- det, indem sie eine Unfallmeldung ausgefüllt und mit allen benötigten Angaben abgegeben ha- be. Die Sekretärin des Betriebs habe dies bei der Bea rbeitung dann fälschlicherweise als Krankheit angemeldet, wofür sie nichts könne. Sobald si e vom Fehler erfahren habe, habe sie dies richtig gestellt und eine erneute Unfallmeldung verlangt. Sie betreibe Sport auf höchstem Niveau und habe bereits drei Kreuzbandrisse, vier Bände rrisse an Sprunggelenken und einen Bandscheibenvorfall hinter sich, welche alle ohne Einw irkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper eingetreten seien. Trotzdem habe es sich jeweils eindeu- tig um Sportunfälle gehandelt. Es genüge in der Belastung des Trainings das Gelenk zu drehen und schon reisse es. Das geschehe sehr schnell und ohne bew usste Wahrnehmung. Aus die- sem Grund habe sie auf die Frage nach Ausgleiten oder S turz mit „nein“ geantwortet. Während eines intensiven Trainings bemerke man den plötzlichen, stechenden Schmerz im Knie zwar sofort, trainiere kurz weiter und müsse dann einsehen, dass wohl doch eine ernsthafte Verlet- zung passiert sei. Dies sei der Grund für ihre damaligen Angaben gewesen. Der Meniskus sei unter der extremen Belastung eines Trainings des Kamp fsports C.____ gerissen. Dabei handle es sich um einen Sportunfall, genauso wie bei ihren bish erigen Kreuzband- und Bänderrissen. Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Ein intensives sportliches Training mit dauerndem Abspring en und Drehungen der Gelenke sei eindeutig als äusserer schädigender Faktor einzustufen. D as Erfordernis der Plötzlichkeit sei mit einem plötzlichen stechenden Schmerz ebenfalls erfü llt. Aus dem MRI Bericht vom 3. No- vember 2015 sei ersichtlich, dass zwei unterschiedliche Probl eme bestehen würden. Das eine sei die Arthrose, die wohl auf den früheren Kreuzbandr iss von 1997 zurückzuführen sei. Auf- grund der Arthrose habe sie bereits unter Knieprobleme n und Schmerzen gelitten, die jedoch ganz anderer Art waren, als die neu aufgetretenen, ste chenden Schmerzen während des Trai- nings vom 19. Oktober 2015. Die zweite Verletzung sei ein neuer, unfallbedingter Meniskusriss. Während der Arthroskopie und auch nach der Operation sei ihr von Dr. E.____ bestätigt wor- den, dass es sich um eine neue, unfallbedingte Verletzu ng handle. Behandelt worden sei der Meniskusriss und nicht die Arthrose. Meniskusrisse würden zu d en unfallähnlichen Körperschä- digungen gehören, die den Unfällen gleichgestellt seien. 7.3 Die Einsprache der Versicherten wurde mit Entscheid vom 14. Juni 2016 abgewiesen. In ihrer hiergegen erhobenen Beschwerde vom 19. Juli 2 016 machte sie geltend, sie sei Mit- glied des schweizerischen Nationalteams im Kampfsport C.___ _ und trainiere seit über zehn Jahren sehr intensiv. Da das übliche Vereinstraining nicht ausreiche, habe sie mit weite- ren Mitgliedern des Nationalteams ein zusätzliches, wesen tlich härteres Training als Vorberei- tung für die Weltmeisterschaft und die darauffolgende Europameisterschaft eingeführt. Bei ei- nem solchen Training sei am 19. Oktober 2015 ihr Menisku s gerissen, als sie eine sehr an- strengende Übung durchgeführt habe, bei der man über die ganze Hallenlänge möglichst schnell mit dem linken Bein immer wieder abspringen müsse (Sprungkrafttraining). Während einer dieser Längen habe sie bei einem Absprung plötzl ich stechende Schmerzen im linken Knie verspürt. Nach der Übung habe sie ihren Kollegen m itgeteilt, dass etwas mit ihrem Knie nicht stimme. Sie habe noch kurz versucht das Training mi tzumachen, dann aber abbrechen müssen. Es habe eine Weile gedauert, bis sie einen Arzttermin bekommen habe, da Dr. E.____ oft ausgebucht sei. Wegen der entstandenen Kosten, habe sie ihrer Zusatzversicherung den Unfall gemeldet und ihrem Arbeitgeber eine Kopie de r Unfallmeldung gegeben, damit dieser den Unfall bei der AXA ebenfalls habe melden können. Beim MRI seien zwei unterschiedliche Verletzungen festgestellt worden. Einerseits sei ein K norpelschaden erkannt worden, der wahr- scheinlich aufgrund eines alten Kreuzbandrisses über die J ahre im Laufe der weiteren Belas- tungen im Sport entstanden sei. Andererseits sei ein Me niskusriss festgestellt worden. Dr. E.____ habe anhand des Meniskusrisses bestätigen könn en, dass dies ein frischer, durch einen Unfall entstandener Riss gewesen sei, im Gegensatz zu einer Meniskusschädigung durch die Arthrose. Es handle sich um einen sauberen Lappen riss, ansonsten wäre der Meniskus über längere Zeit zerrieben und ausgefranst gewesen. D er frisch gerissene Meniskusteil sei entfernt worden, der Knorpelschaden habe nicht behan delt werden können. Ihre Zusatzversi- cherung habe den Vorfall ohne nachzufragen als Unfall akzeptiert. Die Sekretärin des Arbeitge- bers habe online jedoch fälschlicherweise eine Krankheitsmeldung anstelle einer Unfallmeldung ausgefüllt, obwohl die Sekretärin über ihre Vorlage verfügt hätte, welche sie selbst an die Zu- satzversicherung geschickt habe. Als Laie sei sie gar nicht auf die Idee gekommen, dass man eine Sportverletzung während eines harten Trainings nich t als Unfall werten könnte. Sie sei nicht vertraut mit den genauen Definitionen von „Unf all“ und „unfallähnlicher Vorgang“. Wenn sie während einer harten Sprungübung beim Absprung p lötzlich stechende Schmerzen im Knie Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht habe, dann sei für sie der Zusammenhang klar. Dies gelt e trotzdem sie oft trainiere und das für sie deshalb nicht „ungewöhnlich“ sei. Sie könne nun abe r sagen, dass sehr wohl eine übermäs- sige, für normale Körper ungewöhnliche Belastung vorge legen habe, nämlich eine harte und schnelle Sprungkraft-Übung. Die Schmerzen seien plötzlich w ährend dieser einen Hallenlänge eingeschossen. 7.4 Die Beschwerdegegnerin führte im Einspracheentsche id vom 14. Juni 2016 aus, in der Unfallmeldung sei kein Unfallhergang angegeben word en. Daraufhin sei die Versicherte schrift- lich aufgefordert worden, den genauen Hergang des Unf allereignisses vom 19. Oktober 2015 ausführlich zu schildern. In ihrem Antwortschreiben vom 12. März 2016 habe die Versicherte daraufhin angegeben, während des Trainings des Kampfsp orts C.____ einen stechenden Schmerz im Knie verspürt zu haben. Auf die Frage, ob sich etwas Ungewöhnliches oder Pro- grammwidriges ereignet habe, was zum Ereignis beitrug, habe die Versicherte mit „nein“ ge- antwortet. Die Beschwerden im linken Knie seien gemäss den Angaben der Beschwerdeführe- rin bei einer alltäglichen Betätigung aufgetreten, o hne dass dabei ein ungewöhnlicher äusserer Faktor den Ablauf gestört hätte. Entsprechend sei bei m Ereignis vom 19. Oktober 2015 nicht von einem Unfall gemäss Art. 4 ATSG auszugehen. Es sei un bestritten, dass die involvierten Ärzte einen Meniskusriss links und damit eine unfallähnlich e Körperschädigung diagnostiziert hätten. Beim Training des Kampfsports C.____ habe sich g emäss der Angaben der Beschwer- deführerin nichts Besonderes ereignet. Es seien weder eine unkontrollierte Bewegung, noch eine besondere Belastung oder Ähnliches in der Schaden meldung oder im Fragebogen ver- merkt worden. Obwohl beim festgestellten Meniskusriss von e iner Diagnose gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV auszugehen sei, könne bezüglich der Be urteilung des Ereignisses vom 19. Oktober 2015 aufgrund der Angaben zum Hergang kein ausserhalb des Körpers liegender, objektiv feststellbarer, sinnfälliger Vorfall angenommen werden. 7.5 In ihrer Beschwerdeantwort vom 5. Oktober 2016 br achte die Beschwerdegegnerin vor, das Ereignis vom 19. Oktober 2015 könne nicht als Unfall i m Sinne von Art. 4 ATSG gelten. So gehe weder aus der Hergangsschilderung vom 15. März 2016 noch aus den in der Einsprache gemachten Sachverhaltsangaben ein Hinweis auf einen un gewöhnlichen äusseren Faktor her- vor. Vielmehr sei aufgrund der von der Beschwerdeführer in gemachten Angaben davon auszu- gehen, dass sie während eines intensiven Trainings plötzlic h einen stechenden Schmerz im Knie bemerkt habe und in der Folge nach ca. 10 Minute n das Training schmerzbedingt habe abbrechen müssen. In diesem Sinne habe die Beschwerdefü hrerin auch die Frage der Be- schwerdegegnerin klar verneint, ob sich etwas Ungewöhnliche s oder Programmwidriges ereig- net habe. Ein ungewöhnlicher äusserer Faktor liege somi t nicht vor, weshalb die Voraussetzun- gen eines Unfalls im rechtlichen Sinne nicht erfüllt se ien. Ausserdem gehe aus den Akten her- vor, dass bei der Beschwerdeführerin bereits vor dem Ere ignis vom 19. Oktober 2015 ein von diesem unabhängiger degenerativer Vorzustand im linken K nie vorgelegen habe. Dr. F.____ habe die im MRI vom 3. November 2015 im Rahmen der O peration vom 11. Dezember 2015 gezeigten Veränderungen in seiner Stellungnahme als v orbestehend beurteilt. Die fragliche linksseitige Meniskusschädigung könne nicht mit dem erforde rlichen Beweisgrad der überwie- genden Wahrscheinlichkeit auf das gemeldete Ereignis vom 19. Oktober 2015 zurückgeführt werden. Des Weiteren sei der Einwand der Beschwerdefüh rerin mit Blick auf die Literatur zu- Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht rückzuweisen, wonach ein Lappenriss für ein unfallbedingtes Geschehen spreche. So könne es gemäss medizinischer Erfahrungstatsache auch aufgrund ja hrelanger intensiver Belastung des Knies zu Abnutzungserscheinungen mit Einrissen und Auffa serungen des Meniskus kommen, entsprechend würden echte und isolierte unfallbedingte Lappenrisse als relativ selten gelten. 8.1 Es ist zunächst festzustellen, dass die Ausführungen de r Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung des gesamten Beweismaterials als kohärent zu bezeichnen sind. Insbesonde- re ergänzte sie die anfänglich knappen Schilderungen de s Ereignishergangs widerspruchsfrei, indem sie ausführte, sie habe mit Mitgliedern des Nati onalteams ein zusätzliches, wesentlich härteres Training als Vorbereitung für die Weltmeister schaft und die darauffolgende Europa- meisterschaft eingeführt. Während einem solchen Trainin g habe sie am 19. Oktober 2015 ein sehr anstrengendes Sprungkrafttraining durchgeführt, bei dem man über die ganze Hallenlänge möglichst schnell mit dem linken Bein immer wieder absp ringen müsse, als sie bei einem Ab- sprung plötzlich stechende Schmerzen im linken Knie versp ürt habe. Es bestehen keine An- haltspunkte, die Zweifel an dem von der Beschwerdeführ erin dargelegten Ablauf des Ereignis- ses begründen würden. Auf den vorstehenden Sachverhalt kann demnach abgestellt werden. Nachdem der massgebende Sachverhalt feststeht, ist in eine m weiteren Schritt zu prüfen, ob das Ereignis die Voraussetzungen für das Vorliegen eines Unfalls erfüllt. 8.2 Der äussere Faktor ist das zentrale Begriffscharakte ristikum eines jeden Unfallereig- nisses; er ist Gegenstück zur – den Krankheitsbegriff konstit uierenden – inneren Ursache (BGE 134 V 76 E. 4.1.1). Ein solcher äusserer Faktor ist nicht gegeben, wenn die versicherte Person einzig das (erstmalige) Auftreten von Schmerzen an gibt, aber keine gleichzeitig mitwir- kende äussere Komponente zu benennen vermag. Das Erford ernis ist demnach nicht erfüllt, wenn das Auftreten von Schmerzen bloss mit einem von der versicherten Person beschriebe- nen gewöhnlichen Bewegungsablauf einhergeht. Verlang t wird vielmehr ein Geschehen, wel- chem ein gesteigertes Gefährdungspotenzial innewohnt. D ies trifft zu, wenn die als Schmer- zauslöser angegebene Betätigung im Rahmen einer allgem ein gesteigerten Gefahrenlage vor- genommen wird, wie dies bei vielen sportlichen Aktivitä ten der Fall ist. Ein äusserer Faktor mit erheblichem Schädigungspotenzial liegt nach der Rechtsprechung vor, wenn die zur Diskussion stehende Betätigung mit einer mehr als physiologisch norm alen und psychologisch beherrsch- ten Beanspruchung des Körpers, insbesondere seiner Glied massen, verbunden ist (vgl. E. 3.2 hiervor). Indem die Beschwerdeführerin am Ereignistag beim Training des Kampfsports C.____ über die ganze Hallenlänge möglichst schnell mit dem linken Bein immer wieder abspringen musste, belastete sie das Knie in einer erheblich gesteige rten Intensität im Vergleich zu einer gewöhnlichen Belastung. Ein solches Sprungtraining bir gt ein gesteigertes Gefährdungspoten- zial, zumal beim Absprung wie bei der Landung erheblic he Kräfte auf das Knie wirken und eine unkontrollierte Bewegung potenziell bereits zu einer Verletzung führen kann. Des Weiteren ist die Beschwerdeführerin Mitglied des Nationalteams in i hrem Sport und hat am Ereignistag ein zusätzliches, wesentlich härteres Training als Vorbereitu ng für die Weltmeisterschaft und die darauffolgende Europameisterschaft absolviert. Es ist davon auszugehen, dass Profisportler bei einem solchen Vorbereitungstraining zur Europa- und We ltmeisterschaft regelmässig an ihre körperlichen Grenzen gehen und die Intensität der körpe rlichen Belastung damit grösser ist, als dies sonst der Fall wäre. Bei der von der Beschwerdeführ erin beschriebenen Sprungübung Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht handelt es sich damit ohne Zweifel um eine mehr als physi ologisch normale und psychologisch beherrschte Beanspruchung des Körpers im Sinne der Rechtsp rechung, womit die Vorausset- zung eines äusseren Faktors erfüllt ist. 8.3 Ungewöhnlich im Sinne des Unfallbegriffs ist der äu ssere Faktor, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beur- teilt sich im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen. Defi- nitionsgemäss bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhn lichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selbst (BGE 1 34 V 76 E. 4.1, 129 V 404 E. 2.1, 122 V 233 E. 1, je mit Hinweisen). Bei Körperbewegungen – wie der vorliegenden Sprungüb ung – gilt der Grundsatz, dass das Erfordernis der ungewöhnli chen äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründe ter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam „programmwidrig" beeinflusst hat (vgl. E. 2.4 hiervor). Die einzel- nen Umstände des Unfallgeschehens sind von der versicherten Person glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser Forderung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüch- liche Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubhaft er- scheinen lassen, besteht keine Leistungspflicht des Unfall versicherers (vgl. E 4.2 hiervor). Die Beschwerdeführerin gab im Fragebogen vom 12. März 2016 in Bezug auf das Erei gnis an, es habe sich am 19. Oktober 2015 nichts Ungewöhnliches oder Programmwidriges ereignet. In ihrer Beschwerde vom 19. Juli 2016 bestätigte sie daraufh in erneut, dass sich nichts Unge- wöhnliches ereignet habe. Auch den vorliegenden Akten lässt sich nichts entnehmen, was auf eine programmwidrige Beeinflussung einer Köperbewegun g der Beschwerdeführerin im Sinne des vorstehenden Grundsatzes hindeuten würde. Der Eintr itt von Schmerzen während eines intensiven Sprungtrainings vermag alleine noch keinen ung ewöhnlichen äusseren Faktor auf den menschlichen Körper im Sinne des Unfallbegriffs zu b egründen. Vorausgesetzt wäre viel- mehr eine ungewöhnliche äussere Einwirkung , wie beispielsweise ein Sturz oder ein Ausrut- schen. Eine solche wird – wie ausgeführt – vorliegend n icht geltend gemacht und ist auch auf- grund der Akten nicht erstellt, weshalb die Voraussetzung en eines Unfalls gemäss Art. 4 ATSG nicht erfüllt sind. 9.1 Nachfolgend ist schliesslich zu prüfen, ob die Vorauss etzungen einer unfallähnlichen Körperschädigung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG in Verb indung mit Art. 9 Abs. 2 UVV erfüllt sind. Wie nachfolgende Ausführungen zeigen ist entgegen der Ansicht der Beschwerdegegne- rin festzustellen, dass die Voraussetzungen einer unfallähnlichen Körperschädigung erfüllt sind. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung müssen bei unfa llähnlichen Körperschädigungen nach Art. 9 Abs. 2 UVV zur Begründung der Leistungspf licht des Unfallversicherers mit Aus- nahme der Ungewöhnlichkeit die übrigen Tatbestandsmerkm ale des Unfalls erfüllt sein. Des Weiteren ist das Vorliegen einer Diagnose im Sinne der abschliessenden Liste von Art. 9 Abs. 2 UVV zu prüfen. 9.2 Dr. D.____ diagnostizierte mit Bericht vom 4. Novemb er 2015 in Bezug auf das MRT des Kniegelenks vom 3. November 2015 eine Knorpelglatz e mit reaktiven, knöchernen Verän- derungen im lateralen femorotibialen Kompartiment und einen komplexer Riss vom Corpus und Hinterhorn vom Aussenmeniskus, praktisch durch die gesamte Meniskussubstanz. Damit be- Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht schreibt er eine Verletzung im Sinne eines Meniskusrisses gem äss Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV. Da- ran ändert auch der Bericht von Dr. F.____ vom 5. Sept ember 2016 nichts, welcher den Begriff „Riss“ vermeidet und ausführt, bei der geklagten Gesundh eitsbeeinträchtigung handle es sich primär um Meniskusveränderungen im Sinne einer chronischen Meniskusschädigung. Bezüg- lich Schadensmechanismus und im Schadensbild würden sich kei ne Hinweise auf einen rele- vanten Zusammenhang mit dem Schweregrad des Ereignisses vo m 19. Oktober 2015 und den nachgewiesenen Veränderungen im MRI vom 3. November 20 15 ergeben. Dr. F.____ wider- spricht damit letztlich nicht der Diagnose von Dr. D.___ _ vom 4. November 2015, sondern äus- sert sich zum natürlichen Kausalzusammenhang. Schliesslich ha t auch die Beschwerdegegne- rin in ihrem Einspracheentscheid vom 14. Juni 2016 au sgeführt, es sei unbestritten, dass die involvierten Ärzte einen Meniskusriss links und damit eine un fallähnliche Körperschädigung diagnostiziert hätten. 9.3 Des Weiteren ist das Vorliegen eines natürlichen Ka usalzusammenhangs zu prüfen. Praxisgemäss genügt es für die Bejahung des natürlichen Ka usalzusammenhangs, wenn das schädigende Geschehen eine Teilursache bildet. Ein degen erativer oder pathologischer Vorzu- stand schliesst eine unfallähnliche Körperschädigung nicht aus, sofern ein unfallähnliches Er- eignis den vorbestehenden Gesundheitsschaden verschlimmert oder manifest werden lässt. Tritt bei den in Art. 9 Abs. 2 lit. a bis h UVV absch liessend erwähnten Verletzungen eine schä- digende äussere Einwirkung wenigstens im Sinne eines Ausl ösungsfaktors zu den (vor- oder überwiegend) krankhaften oder degenerativen Ursachen hinzu, liegt eine unfallähnliche Körper- schädigung vor (BGE 123 V 43 E. 2b S.45). Die Beschwerd egegnerin verneint den Kausalzu- sammenhang zwischen der geklagten Meniskusverletzung und dem Ereignis vom 19. Oktober 2015 gestützt auf den Bericht von Dr. F.____ vom 5. September 2016, welcher feststellt, bezüg- lich Schadensmechanismus und im Schadensbild würden sich kei ne Hinweise auf einen rele- vanten Zusammenhang mit dem Schweregrad des Ereignisses vo m 19. Oktober 2015 und den nachgewiesenen Veränderungen im MRI vom 3. November 2 015 ergeben. Nach der Recht- sprechung kommt dem Bericht eines versicherungsinternen Ar ztes nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt en Gutachten externer Fachpersonen und ist nur soweit zu berücksichtigen, als keine – auch nur geringe – Zweifel an der Richtigkeit seiner Schlussfolgerungen bestehen (vgl. E. 5.3 hiervor). Vorliegend ergeben sich nun allerdings Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit des von der Beschwerdegegnerin als massgebend erachteten ver sicherungsinternen ärztlichen Be- richts von Dr. F.____. So stellte Dr. E.____ in seinem O perationsbericht vom 21. Dezember 2015 fest, die Versicherte habe ein Knietrauma links erl itten und in der Folge Schmerzen und Einklemmgefühle im medialen Kompartiment empfunden. Auch im Bericht „Eintrittsdiagnose“ vom 27. November 2015 gab Dr. E.____ einen Unfall al s Grund zur Behandlung im Spital an. Die von Dr. E.____ festgestellte traumatische Verursachu ng des Meniskusrisses erscheint in Anbetracht des zum Ereigniszeitpunkt noch jungen Alters d er Beschwerdeführerin, ihrer guten körperlichen Verfassung und dem von ihr beschriebenen Ere ignisablauf überwiegend wahr- scheinlich. Eine rein degenerative Gesundheitsschädigung ist dagegen nicht anzunehmen. Vielmehr ist davon auszugehen, dass das Ereignis vom 19. O ktober 2015 den vorbestehenden Gesundheitsschaden zumindest verschlimmerte oder manifest we rden liess. Des Weiteren ist Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht festzustellen, dass Dr. E.____ die Beschwerdeführerin al s behandelnder Arzt persönlich unter- suchen konnte und schliesslich sogar die Operation des Knie s durchführte. Damit konnte er sich mit eigenen Augen ein Bild der Meniskusverletzung ma chen im Gegensatz zu Dr. F.____, der die Beschwerdeführerin nicht persönlich untersucht ha t. Es ist demnach, auch wenn vorbe- stehende degenerative Schädigungen am Knie nicht auszu schliessen sind, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass das Ereignis vom 19 . Oktober 2015 zumindest als Teilursache der Meniskusschädigung zu gelten hat. Daran ändern auch die Feststellungen von Dr. F.____ in seinem Bericht vom 5. September 2016 nich ts. Dieser bringt in Bezug auf den relevanten Zusammenhang sogar einen Vorbehalt an, ind em er ausführt, es liessen sich aus persönlicher Erfahrung über 35 Jahre morphologisch in der Regel keine zuverlässigen Angaben machen, wann und wie die Meniskusschädigung entstanden s ei. Bei der Beurteilung des Kau- salzusammenhangs durch Dr. F.____ handelt es sich demnach nicht um eine verbindliche Feststellung, sondern vielmehr um eine Vermutung. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass Dr. F.____ nicht alle Dokumente im Zusammenhang mit der Abklärung und Behandlung des linken Kniegelenks ab 1997 bis 2015, die Original-K rankengeschichte von Dr. E.____ 2015/2016 und die Fotoprints anlässlich des arthroskopisch en Eingriffs vom 11. Dezember 2015 vorgelegen haben. Dr. F.____ räumt dabei selber ein, dass die Akten nicht vollständig vorliegend gewesen seien, weshalb der Anspruch an ein ä rztliches Gutachten nicht als erfüllt betrachtet werden könne. Daran ändert auch seine Aussag e nichts, dass ihm der Sachverhalt klar erscheine und er deshalb davon ausgehe, dass ein ärzt liches Gutachten keine neuen rich- tungsweisenden Erkenntnisse liefern könne, um die Unf allkausalität zu beweisen. Insgesamt bestehen wie ausgeführt erhebliche Zweifel an der Richtigkeit der Einschätzung von Dr. F.____, wogegen mit Dr. E.____ davon auszugehen ist, dass der nat ürliche Kausalzusammenhang be- steht. Die Voraussetzungen einer unfallähnlichen Körpe rschädigung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 UVV sind somit er füllt, weshalb die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin die gesetzlichen Leistungen auszurichten hat. 10. Zusammenfassend ist aufgrund der vorstehenden Ausführ ungen festzustellen, dass die Beschwerde vom 19. Juli 2016 in dem Sinne gutzuh eissen ist, als der Einspracheentscheid der AXA vom 14. Juni 2016 aufzuheben und die Angelegenheit zur Bestimmung der Leistungen an die AXA Versicherungen AG zurückzuweisen ist. 11. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par- teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorlie gende Verfahren keine Kosten zu er- heben. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen. Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Angel egenheit zur Be- stimmung der Leistungen an die AXA Versicherungen AG zu rückge- wiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. http://www.bl.ch/kantonsgericht