Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 28. November 2013 (715 13 196 / 284) ____________________________________________________________________ Arbeitslosenversicherung Ablehnung der Anspruchsberechtigung aufgrund fehlender Vermittlungsfähigkeit; Zu- wenig konkrete Anhaltspunkte, die auf die Ausübung einer selbständigen Erwerbstätig- keit hinweisen würden, deshalb Vermittlungsfähigkeit zu Unrecht verneint; Rückweisung an den Versicherungsträger zur Abklärung der weiteren Anspruchsvoraussetzungen Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Michael Guex, Kan- tonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli Parteien A.____, Beschwerdeführer gegen KIGA Baselland , Postf ach , 4133 Pratteln 1 , Beschwerdegegnerin Betreff Vermittlungsfähigkeit A. A.____ arbeitete vom 1. Januar 2011 bis 29. Februa r 2012 bei der B.____ AG als Abtei- lungsleiter Treuhand und Vizedirektor in einem 100 % P ensum. Zuvor arbeitete er seit August 2005 als Geschäftsführer seiner eigenen Firma, der C.__ __ GmbH. Per Ende Februar 2012 beendeten der Versicherte und die B.____ AG im gegenseitigen Einverständnis den Arbeitsver- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht trag. Am 2. März 2012 meldete sich A.____ zur Stellenver mittlung und zum Bezug von Leistun- gen bei der Arbeitslosenversicherung an. Mit Verfügung vom 20. September 2012 sprach ihm das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) die Vermittlungsfähigkeit per 2. März 2012 mit der Begründung ab, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen sei, dass er in mehreren von ihm gegründeten Unternehmen nach wie vor aktiv sei. Die dagegen von A.____ erhobene Einsprache wies die Einspracheinstan z des KIGA Baselland, Abteilung Ar- beitsvermittlung, mit Entscheid vom 29. Mai 2013 ab. Per 31. Januar 2013 meldete sich der Versicherte von der Arbeitsvermittlung ab. B. Gegen den Einspracheentscheid vom 29. Mai 2013 erho b A.____ mit Eingabe vom 1. Juli 2013 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Ba sel-Landschaft, Abteilung Sozial- versicherungsrecht (Kantonsgericht) und beantragte die A ufhebung der Verfügung vom 20. September 2012 und des Einspracheentscheids vom 29. Mai 2013 sowie die vollständige Aus- richtung von Leistungen der Arbeitslosenversicherung ab dem 2. März 2012. Eventualiter seien ihm die Leistungen teilweise zuzusprechen. Der Beschwer deführer stellt sich in seiner Be- schwerde zusammenfassend auf den Standpunkt, dass er immer in vollem Umfang zur Verfü- gung gestanden habe. Seine zahlreichen Arbeitsbemühungen würden dies belegen. Auch habe er alle Termine beim RAV eingehalten. Er hätte eine geplante Wiederaufnahme der Selbstän- digkeit nicht mit zahlreichen Bewerbungen und Vorstell ungsgesprächen zeitlich belastet und nach rund einem halben Jahr aus der Not heraus eine n eue Gesellschaft gegründet, um even- tuell Einkommen zu generieren. Die Handelsregistereinträge hätten ihn bereits bei seiner Tätig- keit bei der B.____ AG nicht behindert und seine Verf ügbarkeit nicht eingeschränkt. Es sei da- her sehr wahrscheinlich, dass dies auch nach Beendigung de s Arbeitsverhältnisses mit der B.____ AG so geblieben sei. Seit Beginn der Arbeitsl osigkeit habe er verbindlich festgelegt, dass er dem Arbeitsmarkt vollständig zur Verfügung stehe und die Überbleibsel der selbständi- gen Tätigkeit ein 100 %-iges Engagement nicht im Geri ngsten beeinflussen würden. Er stelle nicht in Abrede, dass es sich bei den Engagements der D._ ___ GmbH und der E.____ um Tä- tigkeiten handle, die der Schadenminderungen dienen würden. Die anderen Handelsregisterein- träge jedoch würden die Vermittlungsfähigkeit nicht einschränken. C. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Vernehmlassung vom 19. September 2013 auf Abweisung der Beschwerde. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird – soweit notwendig – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 56 Abs.1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dess en Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes ü ber die obligatorische Arbeitslo- senversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 auf die obligatori- sche Arbeitslosenversicherung anwendbar sind, kann gegen E inspracheentscheide der Versi- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht cherungsträger Beschwerde beim kantonalen Versicherungsge richt erhoben werden. Örtlich zuständig ist nach Art. 58 Abs. 1 ATSG grundsätzlich das V ersicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Besch werdeerhebung Wohnsitz hat. Diese Regelung entspricht nun allerdings für den Bereich der Arbeitslosenversicherung nicht der vor dem Inkrafttreten des ATSG geltenden Zuständigkeitsordnu ng, weshalb der Bundesrat in Art. 100 Abs. 3 AVIG ausdrücklich ermächtigt worden ist, die örtliche Zuständigkeit des kanto- nalen Versicherungsgerichts in Abweichung von Art. 58 AT SG zu regeln. Laut Art. 128 Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversi cherung und die Insolvenzentschädi- gung (AVIV) vom 31. August 1983 ist für die Beurteilun g von Beschwerden gegen Verfügungen (Einspracheentscheide) einer kantonalen Amtsstelle das Ver sicherungsgericht desselben Kan- tons zuständig. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet ein Einspracheentscheid, den das KIGA Baselland als kantonale Amtsstelle im Sinn e von Art. 85 AVIG erlassen hat, so- dass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-L andschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Ver waltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Ve rsicherungsgericht als einzige gerichtli- che Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentsche ide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlu ng der vorliegenden Beschwer- de zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formger echt erhobene – Beschwerde des Versi- cherten vom 1. Juli 2013 ist demnach einzutreten. 2.1 Der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung setzt nach Art. 8 Abs. 1 AVIG voraus, dass die versicherte Person ganz oder teilweise arbeitslo s ist (Art. 10), einen anrechenbaren Arbeitsausfall erlitten hat (Art. 11), in der Schwe iz wohnt (Art. 12), die obligatorische Schulzeit zurückgelegt und weder das Rentenalter der AHV erreich t hat noch eine Altersrente der AHV bezieht, die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Erfüllung der Beitragszeit befreit ist (Art. 13 und 14), vermittlungsfähig ist (Art. 15) und die Kontrollvorschriften erfüllt (Art. 17). 2.2 Gemäss Art. 15 Abs. 1 AVIG ist die arbeitslose Person vermittlungsfähig, wenn sie be- reit, in der Lage und berechtigt ist, eine zumutbare Arbeit anzunehmen und an Eingliederungs- massnahmen teilzunehmen. Zur Vermittlungsfähigkeit geh ört demnach nicht nur die Arbeitsfä- higkeit im objektiven Sinn, sondern subjektiv auch die Be reitschaft, die Arbeitskraft entspre- chend den persönlichen Verhältnissen während der üblich en Arbeitszeit einzusetzen (BGE 125 V 58 E. 6a, 123 V 216 E. 3, je mit Hinweis; ARV 2004 Nr. 2 S. 48 E. 1.2, S. 122 E. 2.1, S. 188 E. 2.2). Die Vermittlungsfähigkeit setzt sich demzufolge aus drei Elementen zusammen, aus der Arbeitsfähigkeit und Arbeitsberechtigung als Elemente objektiver Natur und aus der Vermitt- lungsbereitschaft als Element subjektiver Natur. Unter Arbeitsfähigkeit als "in der Lage sein" ist primär die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, aber auch die Verfügbarkeit in räumlicher sowie in zeitlicher Hinsicht zu verstehen (vgl. T HOMAS NUSSBAUMER , Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Sozial e Sicherheit, 2. Aufl. 2007, Rz. 261; GERHARD GERHARDS , Kommentar zum Arbeitslosenversicherungsgesetz, Bd. I, N. 10 ff. zu Art. 15, je mit Hinweisen). Mit den drei Elementen der Vermittlungsfähigkeit werden schwerge- wichtig subjektive Eigenschaften der arbeitslosen Person erfasst. Die Beurteilung der Vermitt- lungsfähigkeit hat aufgrund einer gesamten Würdigung der für die Anstellungschancen im Ein- zelfall wesentlichen, objektiven und subjektiven Faktore n zu erfolgen. Folgerichtig beurteilt sich Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht die Vermittlungsfähigkeit im Sinne von Art. 15 Abs. 1 AVIG aufgrund einer individuell-konkreten Betrachtungsweise (vgl. SVR 1995 ALV Nr. 26 und Nr. 42). 2.3 Vermittlungsunfähigkeit liegt unter anderem vor , wenn die versicherte Person nicht be- reit oder in der Lage ist, eine Arbeitnehmertätigkei t auszuüben, weil sie eine selbständige Er- werbstätigkeit aufgenommen hat oder aufzunehmen gedenkt, sofern sie dadurch nicht mehr als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer vermittelt werden k ann beziehungsweise ihre Arbeitskraft in dieser Eigenschaft nicht so einsetzen kann oder will, w ie es eine Arbeitgeberin oder ein Arbeit- geber normalerweise verlangt. Versicherte, die im Hinb lick auf anderweitige Verpflichtungen oder besondere persönliche Umstände lediglich während g ewisser Tages- oder Wochenstun- den sich erwerblich betätigen wollen, können nur sehr be dingt als vermittlungsfähig anerkannt werden. Denn sind einer versicherten Person bei der Ausw ahl des Arbeitsplatzes so enge Grenzen gesetzt, dass das Finden einer Stelle sehr ungew iss ist, muss Vermittlungsunfähigkeit angenommen werden. Der Grund für die Einschränkung in den Arbeitsmöglichkeiten spielt da- bei keine Rolle (vgl. BGE 123 V 216 E. 3, 112 V 137, 120 V 388 E. 3a mit Hinweisen; ARV 2003 Nr. 14 S. 129 E. 2.1). Wesentlicher Bestandteil der Ve rmittlungsfähigkeit ist daher die kurzfristi- ge Verfügbarkeit. Sie bedeutet, dass die arbeitslose Person jederzeit erreichbar und täglich zum Antritt einer Beschäftigung oder arbeitsmarktlicher Massn ahme in der Lage ist (vgl. T HOMAS NUSSBAUMER , a.a.O., RZ. 268). Das Gesetz verlangt die Vermittlungsfähigkeit auch be i Aus- übung einer Zwischenverdiensttätigkeit. Allerdings muss dabei beachtet werden, dass bei einer Zwischenverdiensttätigkeit die Vermittlungsfähigkeit sta rk reduziert sein kann. Art. 24 AVIG er- fasst sämtliche Formen (un-)selbständiger (Teil-) Erwerbstätigkeit, ungeachtet von Vorläufigkeit, Übergangscharakter und leichter Auflösbarkeit, weshalb es Sinn und Zweck der Zwischenver- dienstregelung und der Schadensminderungspflicht (Art . 17 AVIG) widersprechen würde, wenn auf der einen Seite eine Voll- oder Teilzeitbeschäfti gung als Zwischenverdienst anerkannt wür- de, zugleich aber ein Leistungsanspruch mit der Begründung verweigert werden könnte, es feh- le wegen der zeitlichen Beanspruchung durch jene Tätigk eit an der Vermittlungsfähigkeit (vgl. THOMAS NUSSBAUMER , a.a.O., RZ. 288; ARV 2002 Nr. 13 S. 108, 1996/97 Nr. 38 S. 212 E. 2a). 2.4 Hinsichtlich der Vermittlungsbereitschaft wird von V ermittlungsunfähigkeit gesprochen, wenn die Bereitschaft, die Arbeitskraft entsprechend den persönlichen Verhältnissen während der üblichen Arbeitszeit einzusetzen fehlt (vgl. BGE 123 V 216 E. 3, 120 V 388 E. 3a, 120 V 394 E. 1; ARV 2004 Nr. 16 S. 132 E. 1, Nr. 13 S. 124, 2 002 Nr. 13 S. 110 E. 4, 2001 Nr. 30 S. 233 E. 2a, Nr. 13 S. 146 E. 1, 1998 Nr. 5 S. 30 E. 3a). Der Versicherte ist gehalten, sich der öffentli- chen Arbeitsvermittlung zur Verfügung zu stellen, ange botene zumutbare Arbeit anzunehmen und sich selbst intensiv nach einer zumutbaren Stelle umzu sehen (Art. 17 AVIG; BGE 122 V 266 E. 4, 120 V 390 E. 4c/bb; ARV 2004 Nr. 13 S. 126 E. 2.3, 2001 Nr. 29 S. 232 E. 2a). Inhalt der Vermittlungsbereitschaft ist auch di e Bereitschaft, an Eingliederungsmass- nahmen teilzunehmen (Art. 15 Abs. 1 AVIG) und die We isungen der Durchführungsorgane zu befolgen. Darunter sind sämtliche Massnahmen zu verstehen, welche der möglichst raschen Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt dienen (vgl. T HOMAS NUSSBAUMER , a.a.O., S. 2262, RZ. 271). Um also im Umfang eines 100% Pensums vermittlung sfähig zu sein, muss die versi- cherte Person bereit sein, eine Anstellung in diesem Umf ang zu suchen und die bestehende Zwischenverdiensttätigkeit aufzugeben oder eine ergänzende Tätigkeit anzutreten. Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2.5 Weiter ist darauf hinzuweisen, dass selbständigerwerbe nde Personen in der Regel nicht bereits von vornherein vom Bezug von Arbeitslosent aggelder ausgeschlossen sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 9. Dezember 2009, 8C_66 2/2009, E. 5.1). Es geht aber darum zu prüfen, ob die Person ihr letztes Arbeitsverhältnis m it dem Ziel selbst gekündigt hat, sich selbständig zu machen, oder ob sie unfreiwillig aus diese m ausgeschieden ist und durch die Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit ihre Anm eldung bei der Arbeitslosenversiche- rung zu vermeiden versucht hat. Nur letzteres rechtferti gt es grundsätzlich, die Anmeldung zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung unter dem Gesichtspun kt der Vermittlungsfähigkeit zu prüfen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 9. Dezember 20 09, 8C_662/2009, E. 5.1). Gleiches gilt aber auch zugunsten einer Person, die nach der Kün digung ihrer früheren unselbständigen Erwerbstätigkeit arbeitslos wurde, Arbeitslosenentschädig ung bezog und während der Dauer ihrer Arbeitslosigkeit einen Zwischenverdienst nach Art. 24 AVIG erzielt hat. Dies kann insbe- sondere auch dann der Fall sein, wenn arbeitslose Personen erst im Verlaufe ihrer Arbeitslosig- keit eine eigene Gesellschaft gründen (vgl. Urteil des B undesgerichts vom 12. Januar 2007, C 277/05, E. 3.4 mit Verweis auf das Urteil des EVG vom 15. Juni 2005, C 102/04, E. 4.2.1). Während im Falle einer neuen, selbständigen Beschäftigu ng, welche erst nach der Entlassung aus der angestammten Tätigkeit aufgenommen wurde, in sbesondere die Vermittlungsbereit- schaft der versicherten Person zu prüfen ist, kann daher ni cht ohne Weiteres von einer Analo- gie zu Art. 31 Abs. 3 lit. c AVIG ausgegangen werden (vgl. Urteil des Sozialversicherungsge- richts des Kantons Zürich vom 10. Juni 2002, AL.2002.001 46). Die Vermittlungsfähigkeit und damit wiederum ein Leistungsanspruch sind diesfalls all erdings dann zu verneinen, wenn die Absicht zur Aufnahme der selbständigen Tätigkeit soweit fo rtgeschritten ist, dass die Annahme einer unselbständigen Tätigkeit nicht oder kaum mehr möglich ist (vgl. Urteil des Bundesge- richts vom 12. Januar 2007, C 277/05, E. 3.4) "und dem zufolge nicht mehr von einer nur vo- rübergehenden, zeitlich beschränkten und investitionsarmen selbständigen Erwerbstätigkeit (im Sinne einer Zwischenverdiensttätigkeit nach Art. 24 AVIG ) gesprochen werden kann. Die Tat- sache, dass der Versicherte eine juristische Person gründet und in das Handelsregister eintra- gen lässt, in welcher er eine arbeitgeberähnliche Stellung einnimmt, genügt für sich allein jeden- falls nicht, um bereits die Aufnahme einer auf Dauer ausgerichteten und nicht bloss vorüberge- henden selbständigen Erwerbstätigkeit zu bejahen" (vgl . Urteil des Bundesgerichts vom 27. August 2009, 8C_81/2009, E. 3.4). Wesentlich ist, dass der Versicherte nach wie vor als Arbeitnehmer tätig sein will, entsprechende Arbeitsbem ühungen unternimmt, vermittlungsfähig ist und die Kontrollvorschriften befolgt. Diese Lösung entspricht der in Art. 24 AVIG statuierten Möglichkeit, auch mittels selbständiger Erwerbstätigkeit einem Zwischenverdienst nachzugehen (vgl. BGE 126 V 214 E. 3a; ARV 2002 Nr. 5 S. 56; THOMAS NUSSBAUMER , a.a.O., Rz. 417). 3. Schliesslich ist auf folgende Verfahrensgrundsätze hi nzuweisen. Das Gericht hat die Abklärung des Sachverhalts nach dem im Sozialversicherungsre cht geltenden Untersuchungs- grundsatz von Amtes wegen vorzunehmen. Für das gesamte Ve rwaltungsverfahren sowie das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren gilt sodann der Grundsatz der freien Beweiswür- digung. Das Gericht ist demzufolge nicht an förmliche Bew eisregeln gebunden, sondern es hat das gesamte Beweismaterial, unabhängig von wem es stam mt, unvoreingenommen und sorg- fältig daraufhin zu prüfen, welche Tatsachen erwiesen sind (vgl. BGE 122 V 160, E. 1c). Die Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache erst und nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ih rem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid n ach dem Beweisgrad der überwie- genden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichke it eines bestimmten Sachverhaltes genügt diesen Beweisanforderungen nicht. Es ist vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die das Gericht von allen möglichen Geschehensa bläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. BGE 120 V 47). Der Untersuchungsgrundsatz schliesslich schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. In der Regel tragen die Parteien eine objektive Beweislast nur insofern, als im Falle der Bewe islosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen geblie benen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Für eine anspruchsbegründende Tatsache liegt die obj ektive Beweislast demnach bei der leis- tungsansprechenden Person. 4. Es ist zunächst zu prüfen, ob die Anspruchsberechtigung ab 2. März 2012 in analoger Anwendung von Art. 31 Abs. 3 lit. c AVIG abzusprechen i st. Dies ist zu verneinen. Aus den Ak- ten geht hervor, dass der Beschwerdeführer vor Eintritt seiner Arbeitslosigkeit bei der B.____ AG gearbeitet hat. Dabei handelt es sich um ein Unter nehmen, bei dem er keine arbeitge- berähnliche Stellung innehatte. Ein potenziell recht smissbräuchliches Verhalten im Sinne von Art. 31 Abs. 3 lit. c AVIG ist damit ausgeschlossen. Vie lmehr mangelt es an einem Zusammen- hang zwischen den vom Beschwerdeführer gegründeten Unte rnehmen – C.____ GmbH, F.____ AG, D.____ GmbH und E.____ – und dem infolge Beendigung des Arbeitsverhältnis bei der B.____ AG erlittenen Verdienstausfall. 5.1 Zu prüfen bleibt somit, ob der Beschwerdeführer f ür die Zeit vom 2. März 2012 bis zu seiner Abmeldung von der Arbeitsvermittlung am 31. Januar 2013 als vermittlungsfähig zu qua- lifizieren ist. 5.2 Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer in seiner beruflichen Laufbahn bereits an mehreren Firmengründungen beteiligt gewe sen ist (vgl. für eine Übersicht das Schreiben des Beschwerdeführers vom 16. April 2012; act. 46). Für die Beurteilung der vorlie- genden Streitfrage sind die folgenden Firmen wesentlich: Firma HR-Eintrag Funktion Sitz C.____ GmbH 24. August 2005 Gesellschafter und Ge- schäftsführer mit Einzelunter- schrift Strasse X.____ F.____ AG 30. September 2011 Mitglied des Verwaltun gsrats mit Einzelunterschrift Strasse X.____ D.____ GmbH 31. August 2012 Gesellschafter und Ge- schäftsführer mit Einzelunter- schrift Strasse X.____ Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht E.____ 17. Dezember 2012 Gesellschafter mit Kollek- tivunterschrift zu zweien Strasse X.____ 5.3.1 Der Beschwerdeführer hat seine Tätigkeit bei der C.____ GmbH per 31. Dezember 2010 aufgegeben und ist als Abteilungsleiter Treuhand /Vizedirektor in ein unselbständiges Ar- beitsverhältnis mit der B.____ AG eingegangen. Den Akt en liegt der Arbeitsvertrag zwischen dem Beschwerdeführer und der B.____ AG vom 1. Dezember 2010 bei. Weiter ist aufgrund der Akten belegt, dass die B.____ AG den Beschwerdeführer al s Arbeitnehmer im Sinne von Art. 333 OR von der C.____ GmbH „übernommen“ hat (vgl. Rub rik „Besondere Bestimmungen“ des Arbeitsvertrages, act. 101). Der Beschwerdeführer führt dazu aus, dass die C.____ GmbH ihren Betrieb mitsamt den Kunden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an die B.____ AG übertra- gen habe. Die F.____ AG, die noch während der Tätig keit bei der B.____ AG gegründet wurde, ist gemäss Beschwerdeführer noch nicht aktiv auf dem Markt aufgetreten. Der Aufwand be- schränke sich auf eine Sitzung im Jahr. Es sei auch nicht geplant gewesen, im Jahr 2012 daran etwas zu ändern (vgl. Schreiben vom 27. Juni 2012; act. 52). Da er bei dieser Firma nicht Akti- onär sei, würde er auch keinen Markteintritt vorbereite n, ohne dafür entschädigt zu werden. Mit Schreiben vom 24. Juli 2012 teilte der Beschwerdeführer mit, dass er von keiner der beiden Gesellschaften eine Entschädigung erhalten habe, was darauf hindeute, dass es keine umfang- reiche Beschäftigung gebe. 5.3.2 Der Umstand, dass es dem Beschwerdeführer trotz der bestehenden Handelsregis- tereinträge und der Position als Gesellschafter/Verwalt ungsrat bei der C.____ GmbH und der F.____ AG sowie dem weiterhin bestehenden Internetauf tritt der C.____ GmbH möglich war, bei der B.____ AG während mehr als einem Jahr in eine m 100 % Pensum zu arbeiten, legt na- he, dass in keiner dieser Gesellschaften eine Tätigkeit a usgeübt wurde, welche die Vermitt- lungsfähigkeit einschränken oder gar verunmöglichen würde. Insoweit die Beschwerdegegnerin deshalb bereits aus der beruflichen Vergangenheit des Beschwerdeführers und dem Umstand, dass er vor Eintritt der Arbeitslosigkeit diverse Untern ehmen gegründet hat, eine eingeschränk- te Vermittlungsfähigkeit annimmt, kann ihr nicht gefol gt werden. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass – wie bereits in Erwägung 3.5 hiervor dargelegt – auch selbständige Tätigkeiten eingesetzt werden können, um der Schadenminderungspflicht nachzuko mmen. Eine auf Dauer ausgerich- tete, allenfalls auch selbständige Zwischenverdiensttätig keit schliesst die Vermittlungsfähigkeit und mithin den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung n icht grundsätzlich aus. Vielmehr hat die Beschwerdegegnerin in diesen Fällen zu prüfen, i n welchem Umfang eine solche Tätigkeit den anrechenbaren Arbeitsausfall allenfalls vermindert oder gar ausschliesst. Dabei ist uner- heblich, ob eine auf Dauer ausgerichtete Erwerbstätig keit bereits bei Eintritt der Arbeitslosigkeit bestanden hat oder erst in deren Verlauf aufgenommen oder ausgedehnt worden ist. 5.3.3 Die operativen Tätigkeiten der C.____ GmbH wur den per 31. Dezember 2010 einge- stellt. Es kann als erstellt gelten, dass der Beschwerdef ührer während seines 100 % Pensums bei der B.____ AG sein Unternehmen, von dem nach de r Übernahme nur noch die Hülle und der Internetauftritt übrig geblieben sind, nicht hat bewirtschaften können und wollen. Ebenso Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht erscheint es als nachvollziehbar, dass ein Unternehmen, da s während eineinhalb Jahren keine Geschäftsaktivitäten zu verzeichnen hatte, von Grund auf n eu aufgebaut werden muss; insbe- sondere auch in Anbetracht der Tatsache, dass der Kunde nstamm von der B.____ AG über- nommen wurde. Es kann daher nicht davon ausgegangen we rden, dass der Beschwerdeführer ab Eintritt der Arbeitslosigkeit seine früheren selbstän digen Erwerbstätigkeiten ohne weiteres hätte wiederaufnehmen können. Es geht somit auch nicht darum, allfällige Schwankungen einer selbständigen Erwerbstätigkeit auszugleichen. 5.3.4 Auch der Vorwurf der Beschwerdegegnerin, der Be schwerdeführer habe sich im soge- nannten sE-Protokoll geweigert verbindlich diejenige n Zeiten anzugeben, in denen er die selb- ständige Erwerbstätigkeit ausübe, trifft nicht zu. Nachde m der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 25. Juni 2012 dazu aufgefordert wurde, die beiden sE-Protokolle betreffend F.____ AG und C.____ GmbH auszufüllen, reichte er diese mit Sch reiben vom 27. Juni 2012 ausgefüllt ein (vgl. act. 52-58). Darin gibt der Beschwerdeführer an, ein Pensum von 100 % zu suchen. Er stehe dem Arbeitsmarkt in einer unselbständigen Erwerbstätigkeit von Montag bis Freitag von 7 bis 18 Uhr zur Verfügung. Er sei bereit und in der La ge, eine zumutbare Stelle im Umfang von 100 % anzutreten (act. 52f.). Weiter bekräftigte er, dass er im Umfang von 100 % verfügbar sei und dass keine Schwankungen aus einer selbständigen Erwe rbstätigkeit überbrückt werden müssten. Indizien, die gegen die Richtigkeit dieser Anga ben des Beschwerdeführers und damit gegen seine 100 % Verfügbarkeit zu diesem Zeitpunkt sprechen würden, liegen keine vor. In- soweit die Beschwerdegegnerin dagegen vorbringt, dass de r Beschwerdeführer weder die Homepage der C.____ GmbH noch die Handelsregistereinträge gelöscht habe, sind dies jeden- falls keine stichhaltigen Argumente, um die Vermittlungsfähigkeit abzulehnen. 5.4 Die Beschwerdeführerin leitet die fehlende Vermi ttlungsbereitschaft weiter aus dem Umstand ab, dass der Beschwerdeführer sich in den Büroräu mlichkeiten an Strasse X.____ aufgehalten habe und dort telefonisch bei der C.____ GmbH erreichbar gewesen sei (vgl. act. 51, 59ff. und 116). Der Beschwerdeführer streitet nic ht ab, sich in den Geschäftsräumlichkeiten an der Strasse X.____ aufgehalten zu haben. Im Schreiben vom 5. September 2012 legt er dar, wann er vom 1. März 2012 bis 30. August 2012 dort anwe send war (vgl. act. 69) und führt aus, dass er in diesen Zeiten auch private Dinge erledigt h abe. Für die F.____ AG habe er in dieser Periode eine Steuererklärung für das Jahr 2011 erstell t und dafür ca. 1.5 Stunden benötigt. Zu- dem habe er Post gesichtet bei einem Aufwand von ca. 1 5 Minuten und ein Dokument an die Aktionäre weitergeleitet. Im März habe er Pendenzen mi t der B.____ AG erledigt. Von April bis August 2012 habe er 24 halbe Tage und 4 Tage für die C.____ GmbH oder für private Dinge eingesetzt. Weiter erklärt der Beschwerdeführer, dass er sich gezwungen gesehen habe, neben den Bestrebungen, ein geeignetes Anstellungsverhältnis zu finden, auch anderweitig ein Ein- kommen zu generieren, nachdem er seit einem halben Jah r ohne Stelle gewesen sei und ihm zudem die Vermittlungsfähigkeit abgesprochen worden sei . Er habe die erhöhte Präsenz im August genutzt, um mit den ehemaligen Geschäftspartnern in Kontakt zu treten und für sich eine Lösung zu finden (act. 70f.). Es gibt keinen Grun d an der Glaubwürdigkeit der Schilderun- gen des Beschwerdeführers zu zweifeln. Die Tatsache, dass der Beschwerdeführer unter seiner alten Geschäftsadresse erreichbar gewesen wäre, reicht nicht aus, um seine Vermittlungsfähig- keit abzulehnen. Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.5 Es gibt somit keine handfesten Anhaltspunkte für ein e selbständige Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers, die seine Vermittlungsfähigkeit vo n Anfang an ausschliessen würde. Jedenfalls ist aufgrund der Akten nicht dargetan, dass di e Bestrebungen des Beschwerdefüh- rers von Beginn weg auf die Aufnahme einer dauernden, selbständigen Erwerbstätigkeit fokus- siert gewesen wären. Es kann nicht als erstellt gelten, da ss dem Beschwerdeführer durch die C.____ GmbH und F.____ AG so enge Grenzen gesetzt gew esen wären, dass das Finden ei- ner unselbständigen (Teilzeit-)Tätigkeit ungewiss ode r gar ausgeschlossen gewesen wäre. Es ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen , dass der Beschwerdeführer nach Eintritt der Arbeitslosigkeit gewillt war, eine unselb ständige Arbeitsstelle zu finden. Diese Ab- sicht wird zudem durch die Protokolle der RAV-Gespräche und der ausgewiesenen Arbeitsstel- lenbemühungen bestätigt. Allein das Risiko, dass eine se lbständige Erwerbstätigkeit jederzeit (wieder) aufgenommen werden könnte, reicht nicht aus, u m die Vermittlungsfähigkeit abzu- lehnen. Mit Blick auf die gesetzlich statuierte Möglichkei t eines Zwischenverdienstes sowohl in unselbständiger wie auch in selbständiger Stellung kan n nichts anderes gelten. In diesem Zu- sammenhang ist darauf hinzuweisen, dass das Formular "Z eitliche Verfügbarkeit bei der Aus- übung einer auf Dauer ausgerichteten selbständigen Erw erbstätigkeit" des RAV explizit darauf verweist, dass selbst eine auf Dauer ausgerichtete selbstän dige Erwerbstätigkeit die Vermitt- lungsfähigkeit und mithin den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung nicht grundsätzlich aus- schliesst. 5.6 Zu berücksichtigen gilt es aber, dass der Beschwerdefü hrer angibt, dass er in den letz- ten Monaten seiner Arbeitslosigkeit analysiert habe, ob ein Neuaufbau der brachliegenden Treuhandgesellschaften eine Perspektive bieten könnte, u m so rasch als möglich eine An- schlusslösung zu finden und eine Basis zu schaffen, um wiede r selbständig ein Einkommen zu generieren. Dieser Umstand kann bei der Beurteilung n icht ausser Acht gelassen werden. Der Beschwerdeführer hat am 31. August 2012 und am 17. Dezember 2012 zwei weitere Firmen im Handelsregister eintragen lassen. Anlässlich des RAV-Berat ungsgesprächs vom 17. Dezember 2012 (act. 144f.) hat er angegeben, dass beide neu geg ründeten Firmen noch inaktiv und bei beiden noch keine Geschäftsaktivitäten geplant seien. Es würden auch noch keine Business- pläne bestehen. Es sei noch gar nicht abgeklärt, ob das Geschäftsmodell erfolgreich sein könn- te. Bezüglich der einen Geschäftsidee fehle ihm auch n och eine Weiterbildung, um von der Finma anerkannt zu werden. Die Akten und auch die Anga ben des Beschwerdeführers lassen somit den Schluss zu, dass er ab September 2012 aufgrund d er erfolglosen Stellensuche ver- sucht hat, seine selbständigen Aktivitäten zu verstärken bzw. wieder zu aktivieren, um ein Ein- kommen zu generieren und seine Perspektiven zu verbessern – und auch, um seiner Scha- denminderungspflicht nachzukommen. Inwiefern er dabei in seiner Vermittlungsfähigkeit einge- schränkt war, kann gestützt auf die vorliegenden Unterlage n nicht beurteilt werden. Diesbezüg- lich müssen weitere Abklärungen beim Beschwerdeführer get roffen werden, wobei er seiner Mitwirkungspflicht nachzukommen hat und konkrete Einblicke in seine Tätigkeiten zu gewähren und anzugeben hat, wie gross die zeitlichen Investitionen gewesen sind. 6. Zusammenfassend kann somit festgestellt werden, dass di e Beschwerdegegnerin die Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdeführers vom 2. März 2012 bis 31. August 2012 zu Un- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht recht verneint hat. Diese liegt für diesen Zeitraum u mfassend vor, weshalb die weiteren An- spruchsvoraussetzungen zu prüfen sind und neu über den Anspr uch des Beschwerdeführers auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung zu entscheiden ist. Da ab September 2012 davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer seine Bestrebu ngen, wieder selbständig erwerbs- tätig zu werden, intensiviert hat, sind für diesen Zeit raum weitere Abklärungen zu treffen. Her- nach ist über die Vermittlungsfähigkeit und den Anspruch des Beschwerdeführers auf Arbeitslo- senentschädigung neu zu entscheiden. Die Beschwerde wir d somit in diesem Sinne gutgeheis- sen. Der Einspracheentscheid vom 29. Mai 2013 wird aufg ehoben und die Angelegenheit wird mit der Feststellung, dass die Vermittlungsfähigkeit vom 2. März 2012 bis 31. August 2012 ge- geben ist, zur Abklärung der Vermittlungsfähigkeit ab dem 1. September 2012 und zur Prüfung der weiteren Anspruchsvoraussetzungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. 7. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vo rliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 8. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenh eiten an das Bundesgericht zulässig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbst ändig eröffnete Zwischenentscheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zustä ndigkeit und über Ausstandsbe- gehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öf fentlich-rechtlichen Angelegenheiten an- fechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Na chteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschw erde sofort einen Endentscheid her- beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Ze it oder Kosten für ein weitläufiges Be- weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BG G). Nach der bundesgerichtlichen Recht- sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BG G. Dies gilt auch für einen Rückwei- sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 E. 4.2). Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich som it um einen Zwischenentscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerd e in öffentlich-rechtlichen Angele- genheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 9 3 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzun- gen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bunde sgericht. Die nachstehende Rechts- mittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefoch tene Einsprache- entscheid vom 29. Mai 2013 aufgehoben, und es wird die Sache mit der Feststellung, dass die Vermittlungsfähigkeit des Besc hwerdefüh- rers vom 2. März 2012 bis zum 31. August 2012 gegeben ist, zur Ab- klärung der Vermittlungsfähigkeit ab dem 1. September 2012 und zur Prüfung der weiteren Anspruchsvoraussetzungen an die B eschwerde- gegnerin zurückgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. http://www.bl.ch/kantonsgericht