<h2>SubmittedText<h2><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie haben sich die Sprachaustausche für Schülerinnen und Schüler in den letzten fünf Jahren entwickelt? Wurden Zahlen erhoben?</p><p>2. Ist er mit dieser Entwicklung zufrieden? Und entspricht diese der Zielsetzung des Bundesrates?</p><p>3. Erfüllt die CH-Stiftung als Vereinbarungspartnerin für die Organisation der Sprachaustausche in allen Bereichen ihren Zweck?</p><p>4. Ist die Arbeitsteilung zwischen der CH-Stiftung und den kantonalen Austauschverantwortlichen zweckmässig? Wäre es nicht sinnvoller, wenn sich die CH-Stiftung ganz auf die Aufgaben der nationalen Koordination und die kantonalen Austauschverantwortlichen auf die Aufgaben an der Basis und in ihrem Kanton konzentrieren würden?</p><p>5. Wäre es nicht effizienter, die Fördermittel des Bundes auf die nationale Agentur und die kantonalen Austauschverantwortlichen aufzuteilen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat verweist auf seine Antwort auf die Interpellation Herzog 14.3893 und auf die Kulturbotschaft 2016-2020, die während der Sommersession 2015 vom Parlament verabschiedet wurde.</p><p>1. Die Zahlen für die Sprachaustausche von Schülerinnen und Schülern werden von der CH-Stiftung erhoben, der für die Förderung zuständigen Agentur. Sie sind publiziert unter: <a href="http://www.ch-go.ch/de/publikationen/statistik">http://www.ch-go.ch/de/publikationen/statistik</a>. Die Zahlen zeigen einen Anstieg von 8885 im Schuljahr 2010/11 auf 16 128 im Schuljahr 2013/14.</p><p>2. Obwohl die Zahl der Austauschschülerinnen und -schüler zugenommen hat, erachtet der Bundesrat die aktuelle Situation als unbefriedigend. Aus diesem Grund schlägt er in der Kulturbotschaft zusätzliche Fördermassnahmen vor (BBl 2015 582-584).</p><p>3.-5. Die Leistungen der CH-Stiftung wurden in einer extern durchgeführten Evaluation geprüft. Die Resultate werden derzeit ausgewertet.</p><p>Um eine gemeinsame Gesamtstrategie für die Förderung des Austauschs und der Mobilität zu definieren, haben das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation, das Bundesamt für Kultur, das Bundesamt für Sozialversicherungen, die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren und die CH-Stiftung zudem eine gemeinsame Arbeitsgruppe gebildet. Die Partner wollen im Rahmen dieser Arbeitsgruppe über die bestmögliche Organisationsform diskutieren, um einen effizienten und zielgerichteten Einsatz der öffentlichen Mittel sowie eine optimale Wirkung der Massnahmen zu garantieren. Die Arbeiten wurden im März 2015 aufgenommen. Mit einem Entscheid ist per Ende 2015 zu rechnen.</p><p>In der Kulturbotschaft 2016-2020 sieht der Bundesrat zusätzliche Finanzmittel für die Förderung des schulischen Austauschs in der Schweiz vor (direkte finanzielle Unterstützung kantonaler Austauschprogramme für Schülerinnen und Schüler, für Lehrerinnen und Lehrer sowie während der Berufsbildung, vgl. BBl 2015 584). In diesem Zusammenhang wird auch der Finanzausgleich für Austauschprogramme evaluiert und gegebenenfalls neu ausgerichtet.</p>  Antwort des Bundesrates.