<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 0] </div> <div class="para">I 685/01 Gr </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Präsident Schön, Bundesrichter Ursprung und Bundesrichter </div> <div class="para">Frésard; Gerichtsschreiberin Durizzo </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 26. April 2002 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para">S.________, 1947, Beschwerdeführer, vertreten durch den Rechtsdienst für Behinderte, Schützenweg 10, 3014 Bern, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">IV-Stelle Bern, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Bern </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.- S.________, geb. 1947, meldete sich am 2. März 1999 mit Hinweis auf ein am 11. November 1997 erlittenes Verhebetrauma bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Mit Verfügung vom 15. Februar 2001 sprach ihm die IV-Stelle Bern ab 1. Juli 1999 zufolge eines wirtschaftlichen Härtefalles eine halbe Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 40 % und ab 1. Oktober 1999 eine halbe Rente auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 60 % zu. </div> <div class="para">B.- Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 14. September 2001 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C.- S.________ lässt Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen mit dem Rechtsbegehren um Aufhebung des angefochtenen Entscheides und Zusprechung einer ganzen Invalidenrente. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die IV-Stelle schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde; das Bundesamt für Sozialversicherung verzichtet auf eine Vernehmlassung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.-Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Grundsätze zu den Voraussetzungen und dem Umfang des Rentenanspruchs (<span class="artref"><artref id="CH/831.20/28/1^bis" type="start"></artref><artref id="CH/831.20/28/1" type="start"></artref>Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG</span><artref id="CH/831.20/28/1^bis" type="end"></artref><artref id="CH/831.20/1^bis" type="end"></artref>), zur Bemessung des Invaliditätsgrades bei Erwerbstätigen nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (<span class="artref">Art. 28 Abs. 2 IVG</span>; vgl. auch <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=19&amp;from_date=21.04.2002&amp;to_date=10.05.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F104-V-135%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page136">BGE 104 V 136</a> Erw. 2a und b) sowie zur Aufgabe des Arztes im Rahmen der Invaliditätsbemessung (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=19&amp;from_date=21.04.2002&amp;to_date=10.05.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-V-133%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page134">BGE 115 V 134</a> Erw. 2, 105 V 158 Erw. 1; vgl. auch <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=19&amp;from_date=21.04.2002&amp;to_date=10.05.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-256%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page261">BGE 125 V 261</a> Erw. 4) richtig dargelegt. Darauf kann verwiesen werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- a) Im Wesentlichen gestützt auf die Berichte der Frau Dr. med. A.________ vom 17. Mai 2000 sowie des Dr. </div> <div class="para">med. B.________ vom 26. März 2001 geht die Vorinstanz von einer Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von 50 % in einer leidensangepassten Tätigkeit aus. Diese Beurteilung ist angesichts des Umstandes, dass dem Versicherten nach übereinstimmender Einschätzung des Dr. med. B.________ und der Frau Dr. med. A.________ bei Vorliegen eines Vertebral- und Fibromyalgiesyndroms, eines reaktiven, depressiven Zustandsbilds mit Somatisierungstendenz sowie der Neigung zur psychotischen Dekompensation eine Tätigkeit von vier Stunden leichter, abgegrenzter und strukturierter Arbeit ohne Heben von schweren Gewichten und ohne Zeitdruck zumutbar ist, nicht zu beanstanden. Einer allfälligen Verschlechterung des psychischen Zustandes gemäss den letztinstanzlich eingereichten Berichten der GEWA Stiftung für berufliche Integration, Zollikofen, vom 7. November 2001 und der Frau Dr. med. A.________ vom 19. November 2001 ist mit Blick auf den Verfügungserlass am 15. Februar 2001, welcher Zeitpunkt rechtsprechungsgemäss die Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=19&amp;from_date=21.04.2002&amp;to_date=10.05.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-V-362%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page366">BGE 121 V 366</a> Erw. 1b), nicht im vorliegenden Verfahren Rechnung zu tragen, zumal die Berichte keine Rückschlüsse auf den zeitlich massgeblichen Sachverhalt zulassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) aa) Bei der Prüfung der erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Probleme ergeben die Auszüge aus dem individuellen Konto, dass der Beschwerdeführer in den Jahren 1988 bis 1993 ein auf 1999 aufindexiertes Durchschnittseinkommen von ca. Fr. 57'900.- erzielt hatte. Wegen der starken Schwankungen der Einkommenshöhe während dieser Zeit sowie der mehrjährigen Abwesenheit des Versicherten vom Arbeitsmarkt, unter anderem bedingt durch einen von Juli 1994 bis März 1997 dauernden Strafvollzug, erachtete es die Vorinstanz als höchst ungewiss, dass er im Gesundheitsfall noch einen Verdienst in dieser Grössenordnung erzielen würde. Zu Recht hat das kantonale Gericht daher auf die Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 1998 abgestellt (AHI 1999 S. 240 f. Erw. 3b), was zu einem Valideneinkommen pro 1999 von Fr. 54'200.- führt (TA 1 S. 25, Baugewerbe, Anforderungsniveau 4, aufgerechnet auf 41,8 Wochenstunden, Nominallohnentwicklung 1999 von 0,3 % [Die Volkswirtschaft, 2001 Heft 12, TA B 9.2 S. 80 und TA B 10.2 S. 81]). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">bb) Der Beschwerdeführer ist heute zu 50 % in einer geschützten Werkstatt tätig, obwohl die Ärzte die ihm noch zumutbare Arbeit in den Berichten vom 15. Juni 1999 (Dr. med. B.________) und vom 17. Mai 2000 (Frau Dr. med. </div> <div class="para">A.________) nicht auf diesen Bereich einschränken. Da der Versicherte somit keiner ihm an sich zumutbaren Tätigkeit nachgeht (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=19&amp;from_date=21.04.2002&amp;to_date=10.05.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-V-75%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page76">BGE 126 V 76</a> f. Erw. 3b/bb mit Hinweis), hat das kantonale Gericht zur Ermittlung des Invalideneinkommens zu Recht - ebenfalls - die Tabellenlöhne der LSE 1998 herangezogen. </div> <div class="para">Den psychischen Beeinträchtigungen (Notwendigkeit einer abgegrenzten und strukturierten Arbeit ohne Zeitdruck) mit einem höchstzulässigen Abzug von 25 % (vgl. </div> <div class="para">BGE 126 V 78 ff. Erw. 5) Rechnung tragend, hat es das Invalideneinkommen in Berücksichtigung der 50%igen Arbeitsunfähigkeit auf Fr. 20'130.- festgesetzt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">cc) Aus dem Vergleich von Validen- und Invalideneinkommen resultiert ein Invaliditätsgrad von 62,8 %, welcher dem Beschwerdeführer Anspruch auf eine halbe Invalidenrente gibt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Die Beschwerde ist nach dem Gesagten offensichtlich unbegründet und wird im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> erledigt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para">III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, der Ausgleichskasse des Kantons Bern und </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dem Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt. </div> <div class="para">Luzern, 26. April 2002 </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der II. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: </div> </div></body></html>