<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">IV.2004.00018</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <br/> <font face="Times New Roman" size="4">III. Kammer</font><br/> <br/> <font face="Times New Roman" size="4">Sozialversicherungsrichter Faesi, Vorsitzender</font><br/> <font face="Times New Roman" size="4">Sozialversicherungsrichterin Annaheim</font><br/> <font face="Times New Roman" size="4">Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Müller</font><br/> <font face="Times New Roman" size="4">Gerichtssekretär Guggisberg</font><br/> <br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 24. Mai 2004</font></b><br/> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">O.___</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführer</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">vertreten durch Dr. phil. A.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA)</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Nachdem die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügung vom 3. Oktober 2003 (Urk. 9/7) und mit Einspracheentscheid vom 9. Dezember 2003 (Urk. 2) das Begehren des 1974 geborenen O.___ um berufliche Massnahmen abgewiesen hat;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">nach Einsicht in die Beschwerdeschrift vom 7. Januar 2004, mit welcher der Beschwerdeführer die Kostenübernahme für eine erstmalige berufliche Ausbildung beantragen liess (Urk. 1), in die auf Abweisung der Beschwerde schliessende Beschwerdeantwort der Verwaltung vom 25. Februar 2004 (Urk. 8) und die weiteren Akten;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">in Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Allgemeinen Teils des Sozialversicherungsrechts [ATSG]) ist und Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">nach Art. 8 Abs. 1 IVG invalide oder von einer Invalidität unmittelbar bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen haben, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit wiederherzustellen, zu verbessern, zu erhalten oder ihre Verwertung zu fördern und dabei die gesamte noch zu erwartende Arbeitsdauer zu berücksichtigen ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Anspruch auf Beiträge an erstmalige berufliche Ausbildung besteht, wenn dem Versicherten aus Gründen eines bleibenden oder längere Zeit dauernden Gesundheitsschadens, somit invaliditätsbedingt, in wesentlichem Umfang zusätzliche Kosten entstehen (Art. 16 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 der Verordnung zur Invalidenversicherung [IVV]),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">nach ständiger in AHI 2000 S. 185 bestätigter Rechtsprechung eine Invalidität nicht nachgewiesen ist, wenn ein Gebrechen einer jungen versicherten Person lediglich den Zugang zu einer kleinen Anzahl von Berufen erschwert, ohne im Übrigen die freie Berufswahl wesentlich zu behindern, da dieser Umstand ihre auf die den allgemeinen Arbeitsmarkt bezogenen Erwerbsfähigkeit praktisch nicht beeinträchtigt,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">das Eidgenössische Versicherungsgericht das Vorliegen einer Invalidität verneint, wenn der Gesundheitsschaden die versicherte Person nur daran hindert, ihr Psychologiestudium fortzuführen, ohne ihre freie Wahl anderer universitärer oder nicht universitärer Ausbildungen erheblich einzuschränken (AHI 2000 S. 185 ff.),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">das zur Abgrenzung entscheidende Beurteilungskriterium somit die Frage betrifft, ob ein (allenfalls zurückliegender) längere Zeit dauernder, erheblicher und für den Berufsbildungsabbruch kausaler Gesundheitsschaden ausgewiesen ist, der die versicherte Person in mehr als einem bestimmten Beruf oder in dessen Erlernung beeinträchtigt oder beeinträchtigt hat (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts in Sachen G. vom 24. Dezember 2002, I 234/02 Erw. 1.3),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">aus den Akten hervorgeht, dass der Beschwerdeführer das Rechtsstudium nach bestandener Zwischenprüfung im Februar 2002 abgebrochen hat und sich danach an die Studentenberatungsstelle wandte (Urk. 9/13 und 9/15),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">er in der Folge an Dr. med. B.___, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, verwiesen wurde (vgl. Urk. 1),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Dr. B.___ die Diagnosen Teil-Hirnleistungsschwäche (verminderte Fähigkeit, visuell-räumlich und zeitlich den Überblick zu gewinnen, Interferenzanfälligkeiten, reduzierte Umstellfähigkeit, lange Reaktionszeit), deutliche Sprachstörung (mit Dyslalie, Dysnomie, Dysphrasie, Dysfluenz, Dysagogie, Dysgraphie; multikausal: bei unsicherer Teil-Hirnleistung, leichter zentralmotorischer Dysfunktion, leichter Rhinolalia clausa), zeitweise depressive Verstimmungen, auch mit Suizidgedanken, Kontaktangst-Symptome, welche ebenfalls deutlich mit der Sprachstörung in Zusammenhang stehen (zunächst, bis man sich an die Sprechweise gewöhnt habe, schlechte Verständlichkeit) sowie Adipositas unterschiedlicher Ausprägung stellte (Bericht vom 18. Juli 2003; Urk. 9/10),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Dr. phil. A.___, Fachpsychologin für Neuropsychologie, darauf hinwies, dass die Gesamtheit der einzelnen Beeinträchtigungen zu einer komplexen Behinderung geführt habe, so dass der Versicherte nicht aufgrund fachlicher oder die Intelligenz beeinträchtigender Probleme, sondern wegen mangelnder Planung, Hemmung bei der Erkundigung der notwendigen und hilfreichen Unterlagen und erhöhter Selbstunsicherheit in der Vorbereitung auf die Schlussprüfungen die Ausbildung abgebrochen habe (Urk. 1 S. 2),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">die gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Versicherten demnach zumindest mitverantwortlich für den Abbruch des Studiums zum Juristen waren,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">der Beschwerdeführer gemäss Dr. phil. A.___ über ein intellektuelles Potential verfügt, das ihm erlaubt, eine Fachhochschule oder Handelsschule zu besuchen (Urk. 1 S. 2, 9/21),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dieser gemäss Dr. B.___ mit guter Einsicht willens ist, seine beruflichen Ziele auf ein Niveau zu verlegen, das ihn angesichts seiner Problematik weniger überfordert (Urk. 9/9),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">demnach die gesundheitliche Beeinträchtigung den Beschwerdeführer nicht in seiner freien Wahl von anderen Berufen mit einem Hochschulabschluss erheblich einschränkt,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">demnach kein Gesundheitsschaden ausgewiesen ist, der den Versicherten in mehr als einem bestimmten Beruf oder in dessen Erlernung beeinträchtigt,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">der Versicherte daher nicht invalid im vorerwähnten Sinn ist und die Verwaltung zu Recht den Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen verneinte;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">erkennt das Gericht:</font></b><br/> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Das Verfahren ist kostenlos.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Dr. phil. A.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Sozialversicherung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</font> <p><font face="Times New Roman" size="4"> </font> </p></div></body></html>