A bteilung III C -711/2007 {T 0/2} U rteil vom 3. Juli 2007 M itw irkung: R ichter Trom m er (Vorsitz); R ichter Vuille und Vaudan; G erichtsschreiberin Kaufm ann. P._______, Beschw erdeführerin, vertreten durch N ._______, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz, betreffend Verw eigerung der Einreisebew illigung. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie thailändische Staatsangehörige P._______ (im Folgenden: G esuch- stellerin bzw . Beschw erdeführerin) beantragte am 30. N ovem ber 2006 bei der Schw eizerischen Botschaft in Bangkok ein Visum für einen dreim onati- gen Besuchsaufenthalt bei N ._______ (im Folgenden: G astgeber) in U n- tersiggenthal (AG ). D ie Schw eizer Vertretung überw ies das G esuch der Vorinstanz zur Prüfung und zum Entscheid. B. In Beantw ortung eines Fragekataloges teilte der G astgeber dem M igra- tionsam t des Kantons Aargau am 16. D ezem ber 2006 unter anderem m it, bei seinem G ast handle es sich um eine gute Bekannte. Sie sei die N ach- barin der Ehefrau eines seiner Kollegen. Er habe sie nach m ehrm aligem Briefverkehr im O ktober 2006 persönlich kennen gelernt. Sie arbeite als N äherin in einer Kleiderfabrik, lebe m it der jüngeren von zw ei Töchtern und ihrer M utter zusam m en und habe für den U nterhalt der Fam ilie aufzukom - m en. D ie ältere Tochter halte sich unter der W oche bei einer Schw ester auf. G eplant sei ein dreim onatiger Aufenthalt. C . D ie Vorinstanz verw eigerte die nachgesuchte Einreisebew illigung in einer Verfügung vom 3. Januar 2007. D ies im W esentlichen m it der Begründung, die anstandslose und fristgerechte W iederausreise könne angesichts der w irtschaftlichen und soziokulturellen Lage im H erkunftsland sow ie der per- sönlichen Verhältnisse der G esuchstellerin (fehlende gesellschaftliche und berufliche Verpflichtungen; jedenfalls fehlender N achw eis einer Erw erbstä- tigkeit) nicht als gesichert betrachtet w erden. D . M it Beschw erde vom 27. Januar 2007 (D atum des Poststem pels) liess die Beschw erdeführerin – vertreten durch den G astgeber – beim Bundesver- w altungsgericht um Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und um Er- teilung der gew ünschten Einreisebew illigung ersuchen. In verfahrensrecht- licher H insicht rügt sie, die Vorinstanz habe sie nie zur Einreichung von besonderen N achw eisen für eine fristgerechte W iederausreise aufgefor- dert und dam it den Anspruch auf G ew ährung des rechtlichen G ehörs ver- letzt. In m ateriellrechtlicher H insicht m acht die Beschw erdeführerin im plizit geltend, die Vorinstanz gehe zu U nrecht davon aus, die anstandslose und fristgerechte W iederausreise nach einem Besuchsaufenthalt w äre nicht ge- sichert. Bei ihrer rechtlichen W ürdigung habe die Vorinstanz die vom G ast- geber geleisteten G arantien, und die bestehenden fam iliären Verpflichtun- gen unberücksichtigt gelassen. Auf diese und w eitere Vorbringen sow ie auf die zusam m en m it der Beschw erde eingereichten U nterlagen w ird, so- w eit entscheidsw esentlich, in den Erw ägungen eingegangen. E. M it einer w eiteren Eingabe vom 15. M ärz 2007 (D atum des Poststem pels) liess die Beschw erdeführerin die Ü bersetzung einer bereits m it der Be- schw erde eingereichten Arbeitsbestätigung zu den Akten reichen. Auf das entsprechende Bew eism ittel w ird in den Erw ägungen eingegangen. F. D ie Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehm lassung vom 13. April 2007 die 3 Abw eisung der Beschw erde. D ie Beschw erdeführerin stam m e aus einer R egion, aus der als Folge der dort herrschenden w irtschaftlichen und so- ziokulturellen Verhältnisse ein starker Zuw anderungsdruck zu verzeichnen sei. D ie Behörden sähen sich deshalb gezw ungen, eine grundsätzlich res- triktive Visum spolitik zu verfolgen. D as R isiko einer nicht fristgerechten bzw . anstandslosen W iederausreise sei nur dann zu relativieren, w enn ei- nem G ast in der H eim at besondere fam iliäre, berufliche oder gesellschaftli- che Verpflichtungen oblägen. D ie in diesem Zusam m enhang in der Be- schw erdeschrift geltend gem achten O bliegenheiten erreichten die erforder- liche Intensität nicht. G . In einer R eplik vom 27. April 2007 (D atum des Poststem pels) hält die Be- schw erdeführerin an ihren R echtsbegehren und an deren Begründung fest. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Verfügungen des BFM betr. Einreiseverw eigerung unterliegen der Be- schw erde an das Bundesverw altungsgericht (Art. 20 Abs. 1 des Bundesge- setzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer vom 26. M ärz 1931 [AN AG , SR 142.20], Art. 31 ff. des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]). 1.2 G em äss Artikel 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverw al- tungsgericht nach dem Bundesgesetz über das Verw altungsverfahren vom 20. D ezem ber 1968 (Vw VG , SR 172.021), sow eit dieses G esetz nichts an- deres bestim m t. D as U rteil des Bundesverw altungsgerichts ist endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.3 D ie Beschw erdeführerin ist zur Beschw erde legitim iert; auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde ist einzutreten (Art. 20 Abs. 2 AN AG , Art. 48 ff. Vw VG ). 1.4 1.4.1 D ie Beschw erdeführerin rügt eine Verletzung des Anspruchs auf rechtli- ches G ehör, indem die Vorinstanz ihr G esuch um Erteilung eines Einreise- visum s abgew iesen habe, ohne sie vorgängig zur Einreichung besonderer N achw eise aufzufordern, w elche eine anstandslose und fristgerechte W ie- derausreise als w ahrscheinlich erscheinen liessen. 1.4.2 D ieser R echtsauffassung kann nicht gefolgt w erden: D er verfassungs- m ässige Anspruch auf rechtliches G ehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfas- sung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101], Art. 29 Vw VG ) beschlägt nur die Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes, nicht aber die rechtliche W ürdigung desselben (BG E 132 II 485, Erw . 3.2). D em Betroffenen ist deshalb in der R egel kein R echt auf vorgängige Stellungnahm e bezüglich Fragen der rechtlichen Beurteilung 4 und W ürdigung von Tatsachen einzuräum en, es sei denn, die Behörde ge- denke, sich in ihrem Entscheid auf einen völlig unüblichen nicht voraus- sehbaren R echtsgrund abzustützen (vgl. Entscheid der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission vom 24. M ai 1994, teilw eise publiziert in der Ver- w altungspraxis des Bundes, VPB 59.53 m it H inw eisen). In Verfahren, die auf Antrag des Betroffenen eingeleitet w erden, m uss das Äusserungsrecht uno actu m it der Verfahrenseinleitung ausgeübt w erden. D er Betroffene hat die Bew eise, m it denen er seine Vorbringen zu unterm auern gedenkt, gleichzeitig m it der Antragsstellung anzubieten. Aus dem G ehörsanspruch folgt nicht allgem ein, dass dem Betroffenen die G elegenheit zur Bezeich- nung von Bew eism itteln ausdrücklich gew ährt w erden m uss; eine solche ausdrückliche Aufforderung erübrigt sich insbesondere dann, w enn die N otw endigkeit, eine Behauptung zu bew eisen, aus der Verfahrenssituation eindeutig hervorgeht (KLAU S R EIN H A R D T, D as rechtliche G ehör in Verw al- tungssachen, Zürich 1968, S. 206). Sofern der Antrag aus G ründen abge- w iesen w erden soll, die dem Betroffenen nicht bekannt sind und zu denen er sich nicht schon in der Antragsbegründung geäussert hat, sind ihm die- se G ründe m itzuteilen. Andernfalls entfällt diese M itteilungspflicht (KLAU S R EIN H A R D T, a.a.O ., S. 20). 1.4.3 Vorliegend w urde das erstinstanzliche Verfahren auf Antrag der Beschw er- deführerin eingeleitet. D ass der G ew ähr für eine fristgerechte W iederaus- reise grosse Bedeutung zukom m t, liegt bei einem Einreisevisum zu Be- suchszw ecken in der N atur der Sache und m uss nicht speziell hervorgeho- ben w erden. D ie Beschw erdeführerin hatte allen Anlass, ihre Verhältnisse m öglichst vollständig offenzulegen und nach M öglichkeit auszuw eisen. D ie Vorinstanz stützte ihren anschliessenden negativen Entscheid einzig auf die von der Beschw erdeführerin und ihrem G astgeber eingereichten U nter- lagen und Auskünfte ab. Sie w ar som it nicht verpflichtet, der Beschw erde- führerin in Form eines Verfügungsentw urfes das Ergebnis ihrer Bew eis- w ürdigung und rechtlichen Beurteilung - näm lich, dass die fristgem ässe W iederausreise nicht gew ährleistet sei - vorgängig m itzuteilen, dam it sich diese dazu äussern und ergänzende Belege einreichen konnte. 1.4.4 Erachtet die Behörde som it die Visum svoraussetzungen der gesicherten W iederausreise nicht als erfüllt, ohne die Partei dazu vorgängig anzuhören und ihr die G elegenheit zum G egenbew eis einzuräum en, so verletzt sie nicht deren Anspruch auf rechtliches G ehör. Sie fällt allenfalls einen m ate- riell unrichtigen Entscheid, der als solcher beschw erdew eise beanstandet w erden kann. Falls eine Behörde bei der Sachverhaltserm ittlung in G estalt w illkürlicher Bew eisw ürdigung oder Verletzung des U ntersuchungsgrund- satzes Verfahrensfehler begeht, so kom m t solchen Fehlern in einem Ver- fahren w ie dem vorliegenden keine selbständige Bedeutung zu. D enn das Bundesverw altungsgericht verfügt dabei über freie Kognition (Art. 49 Bst. b Vw VG ; vgl. ferner FR ITZ G YG I, Bundesverw altungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 287). 2. 2.1 D ie schw eizerische R echtsordnung gew ährt grundsätzlich keinen An-5 spruch auf Bew illigung der Einreise. D er Entscheid darüber ist – vorbehält- lich nachfolgend zu erörternder H inderungsgründe – von der Bew illigungs- behörde in pflichtgem ässer Ausübung ihres Erm essens zu fällen (Art. 4 und Art. 16 Abs. 1 AN AG , Art. 9 Abs. 1 der Verordnung über Einreise und Anm eldung von Ausländerinnen und Ausländern vom 14. Januar 1998 [VEA, SR 142.211]; PETER U EBE R SAX, Einreise und Anw esenheit, in: PETER U EBE R SAX / PETER M Ü N C H / TH O M A S G EIS ER / M AR TIN AR N O LD (H rsg.), Ausländer- recht, Ausländerinnen und Ausländer im öffentlichen R echt, Privatrecht, Steuerrecht und Sozialrecht der Schw eiz, Basel/G enf/M ünchen 2002, S. 143; U R S BO LZ, R echtsschutz im Ausländer- und Asylrecht, Basel und Frankfurt a.M ., 1990, S. 29 m it w eiteren H inw eisen; PH ILIP G R AN T, La pro- tection de la vie fam iliale et de la vie privée en droit des étrangers, Basel usw . 2000, S. 24). 2.2 Ausländerinnen und Ausländer benötigen zur Einreise in die Schw eiz ei- nen Pass und ein Visum , sofern sie nicht aufgrund besonderer R egelung von diesem Erfordernis ausgenom m en sind (Art. 1 bis 5 VEA). U m ein Visum zu erhalten, m üssen Ausländerinnen und Ausländer die in Artikel 1 Absatz 2 VEA aufgeführten Voraussetzungen erfüllen. Sie haben unter anderem G ew ähr für eine fristgerechte W iederausreise zu bieten (Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA). 3. 3.1 D ie Beschw erdeführerin bedarf aufgrund ihrer N ationalität zur Einreise in die Schw eiz nebst dem Pass eines Visum s. D ie Vorinstanz verw eigerte die Erteilung eines solchen Visum s m it der Begründung, die anstandslose und fristgerechte W iederausreise erscheine nicht als hinreichend gesichert. 3.2 W enn es zu beurteilen gilt, ob das Kriterium der gesicherten W iederausrei- se erfüllt ist, m uss ein zukünftiges Verhalten beurteilt w erden. D azu lassen sich in der R egel keine Feststellungen, sondern lediglich Prognosen m a- chen. D abei rechtfertigt es sich durchaus, Einreisegesuchen von Bürgerin- nen und Bürgern aus Staaten oder R egionen m it politisch respektive w irt- schaftlich vergleichsw eise ungünstigen Verhältnissen zum vornherein m it Zurückhaltung zu begegnen, da die persönliche Interessenlage in solchen Fällen häufig nicht m it dem Ziel und Zw eck einer zeitlich befristeten Einrei- sebew illigung in Einklang steht. 3.3 D ie Asienkrise von 1997 liess auch die W irtschaft Thailands schrum pfen, dem Land gelang allerdings schnell der U m schw ung hin zu neuem W irt- schaftsw achstum . Seit 2005 sind die W achstum sw erte w ieder leicht rück- läufig. H auptträger des W achstum s 2005 w aren, gestützt durch um fangrei- che Konjunkturprogram m e der R egierung, der Export und öffentliche In- vestitionen, die den privaten Verbrauch als W achstum sm otor klar abgelöst haben (Q uelle: http://w w w .ausw aertiges-am t.de, Stand: O ktober 2006). D ie grundsätzlich erm utigenden w irtschaftlichen Entw icklungen können aber nicht über die Tatsache hinw egtäuschen, dass (vor allem in landw irt- schaftlich geprägten Teilen des Landes) nach w ie vor breite Bevölkerungs- schichten von vergleichsw eise schw ierigen ökonom ischen und sozialen 6 Lebensbedingungen betroffen sind. D as Bruttoinlandprodukt pro Kopf der Bevölkerung betrug im Jahre 2005 nur gerade 2'628 U SD . Entsprechend hoch ist der Anteil jener, die versuchen, ins Ausland zu gelangen, um sich dort unter günstigeren Lebensbedingungen eine bessere Existenz sichern zu können. D er Trend zeigt sich erfahrungsgem äss dort besonders stark, w o durch die Anw esenheit von Verw andten oder Freunden bereits ein m i- nim ales soziales Beziehungsnetz im Ausland besteht. Im Falle der Schw eiz führt dies angesichts der restriktiven Zulassungsregelung nicht selten zur U m gehung ausländerrechtlicher Bestim m ungen. 4. Bei der R isikoanalyse sind aber nicht nur solch allgem eine U m stände und Erfahrungen, sondern auch säm tliche G esichtspunkte des konkreten Ein- zelfalles zu berücksichtigen. O bliegt einem G esuchsteller oder einer G e- suchstellerin im H eim atland beispielsw eise eine besondere berufliche, ge- sellschaftliche oder fam iliäre Verantw ortung, kann dieser U m stand durch- aus die Prognose für eine anstandslose W iederausreise begünstigen. U m - gekehrt m uss bei G esuchstellern, die in ihrer H eim at keine besonderen Verpflichtungen haben, das R isiko für ein frem denpolizeilich nicht vor- schriftsgem ässes Verhalten (nach bew illigter Einreise zu einem Besuchs- aufenthalt) hoch eingeschätzt w erden. 5. 5.1 Bei der Beschw erdeführerin handelt es sich um eine 37-jährige, geschie- dene Frau. Sie hat zw ei Töchter, w obei die jüngere im Zeitpunkt der G e- suchseinreichung 14 Jahre alt w ar und noch zur Schule ging. M it dieser und der eigenen M utter zusam m en lebt die Beschw erdeführerin in C hum - puang. D ie ältere Tochter ist offenbar schon selbständig und lebt als W o- chenaufenthalterin bei einer Schw ester der Beschw erdeführerin. Aus den Akten ist zu schliessen, dass die Beschw erdeführerin für ihren eigenen Le- bensunterhalt sow ie für denjenigen ihrer M utter und ihrer jüngeren Tochter aufkom m t. Sie hat som it durchaus fam iliäre Bindungen und Verpflichtun- gen im H eim atland. Solche Verhältnisse (zurückbleibende Fam ilienange- hörige) bilden für sich allein aber noch keine G arantie für eine anstandslo- se und fristgerechte W iederausreise. W esentliche Bedeutung kom m t hier den w irtschaftlichen Verhältnissen zu, in denen sich die Betroffenen befin- den. D er W unsch nach einer Em igration ist näm lich häufig auch m it der H offnung und Erw artung verbunden, nahe Angehörige später nachziehen zu können, oder zurückbleibende Fam ilienangehörige aus dem Ausland ef- fizienter unterstützen zu können, w as in vielen Fällen nicht unrealistisch sein dürfte. Vorliegend ist nicht bekannt, in w elchen w irtschaftlichen Ver- hältnissen die Beschw erdeführerin und die von ihr unterstützten Fam ilien- angehörigen leben. Aufgrund der gesam ten U m stände kann aber nicht da- von ausgegangen w erden, diese Verhältnisse seien besonders vorteilhaft. 5.2 In beruflicher H insicht ist festzustellen, dass die Beschw erdeführerin in ih- rem persönlichen Einreisegesuch unter der entsprechenden R ubrik "Arbei- terin" verm erkte. D ie R ubrik, in der ein Arbeitgeber zu benennen gew esen w äre, liess sie offen. D er G astgeber hielt in seinem Auskunftsschreiben vom 16. D ezem ber 2006 gegenüber dem M igrationsam t Kanton Aargau 7 fest, sein G ast arbeite als N äherin in einer Kleiderfabrik. Im Beschw erde- verfahren w urde eine Arbeitsbestätigung vom 18. Januar 2007 und eine entsprechende Ü bersetzung zu den Akten gereicht. G em äss dieser Bestä- tigung arbeitet die Beschw erdeführerin jedoch als Putzfrau tem porär bei ei- ner öffentlichen Am tsstelle der Provinz N akhon R atchasim a und erw irt- schaftet dabei ein m onatliches Einkom m en von 5'000 Baht (191 C H F; W echselkurs vom 26.06.2007). Selbst w enn es zutreffen sollte, dass die Beschw erdeführerin in der kurzen Zeit zw ischen den beiden Auskünften die Stelle gew echselt hat, so könnte unter den gegebenen U m ständen je- denfalls nicht von etablierten und existenzsichernden beruflichen Verhält- nissen ausgegangen w erden. D as zeigt sich letztendlich auch darin, dass die Beschw erdeführerin dem Arbeitsplatz nicht nur für w enige W ochen, sondern gleich für volle drei M onate fernbleiben m öchte. 5.3 Insgesam t sind vorliegend in den Verhältnissen vor O rt keine Verpflichtun- gen zu erkennen, w elche die Beschw erdeführerin nachhaltig davon abhal- ten könnten, ins Ausland zu em igrieren. Vor dem aufgezeigten allgem ei- nen und persönlichen H intergrund durfte die Vorinstanz dem nach davon ausgehen, dass keine hinreichende G ew ähr für eine fristgerechte und an- standslose W iederausreise der Beschw erdeführerin nach einem Besuchs- aufenthalt besteht. 5.4 D iese R isikoeinschätzung lässt sich m it den Zusicherungen des G astge- bers noch nicht grundlegend in Frage stellen. Er betont zw ar die Seriosität der Beziehung und seine Absicht, für eine strikte Einhaltung der Besuchs- m odalitäten besorgt zu sein. An seiner Integrität und seinem guten W illen ist sicherlich nicht zu zw eifeln. Bei der R isikoeinschätzung sind aber nicht so sehr die Verhältnisse des G astgebers, als vielm ehr diejenigen des G as- tes von Bedeutung. D er G astgeber kann zw ar für gew isse finanzielle R isi- ken, nicht aber für ein bestim m tes Verhalten seines G astes in rechtlich oder auch nur faktisch durchsetzbarer W eise garantieren. Letztlich bleibt es dem G ast selbst anheim gestellt, ob er sich an die deklarierten Vorga- ben hält oder nicht. In diesem Zusam m enhang ist darauf hinzuw eisen, dass sich der G astgeber und sein G ast noch nicht besonders lange ken- nen. 6. Aus diesen D arlegungen folgt, dass die angefochtene Verfügung im Lichte von Art. 49 Vw VG nicht zu beanstanden ist. D ie Beschw erde ist deshalb abzuw eisen. 7. D em Ausgang des Verfahrens entsprechend w ird die unterliegende Be- schw erdeführerin kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D ie Verfah- renskosten sind auf Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 3 Bst. b des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes- verw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]). D ispositiv S. 88 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 600.-- w erden der Beschw erdeführerin auf- erlegt. Sie sind durch den am 12. Februar 2007 geleisteten Kostenvor- schuss gedeckt. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (Einschreiben) - der Vorinstanz (Einschreiben; Akten 2 265 278 m it separater Post) D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: A. Trom m er D . Kaufm ann Versand am :