B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-4149/2013/mel U r t e i l v o m 1 4 . N o v e m b e r 2 0 1 3 Besetzung Richter Hans Schürch (Vorsitz), Richter Walter Lang, Richter Yanick Felley, Gerichtsschreiberin Eva Zürcher. Parteien A._______, geboren (…), Russland, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration, Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 19. Juni 2013 / N (…). D-4149/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Der Beschwerdeführer, ein russischer Staatsangehöriger tschetschen i- scher Herkunft, reichte in der Schweiz am 28. Mai 2011 ein erstes Asy l- gesuch ein, welches mit Verfügung des BFM vom 24. Februar 2012 abge- lehnt wurde. Gleichzeitig verfügte das BFM die Wegweisun g des B e- schwerdeführers aus der Schweiz und deren Vollzug. Mit Urteil D-1635/2012 vom 8. Mai 2012 trat das Bundesverwaltungsgericht auf die dagegen erhobene Beschwerde mangels Bezahlung des dafür verlangten Kostenvorschusses nicht ein. Betreffend dieses Asylverfahrens ist auf die entsprechenden Akten zu verweisen. B. Am 5. November 2012 reichte der Beschwerdeführer ein zweites Asylg e- such in der Schweiz ein und machte geltend, er habe die Schweiz am 22. Juni 2012 unkontrolliert verlassen, sei nach B._______ in Russland zurückgekehrt und habe bei seiner Mutter gelebt. Dort sei er am 9. Juli 2012 von der Polizei festgenommen, auf den Polizeiposten gebracht, misshandelt und mit einer Flasche vergewaltigt worden, nachdem er sich geweigert habe, ein schriftliches G eständnis darüber abzugeben, dass er die Aufständischen zwischen 2002 und 2006 unterstützt habe. Dabei sei er bewusstlos geworden und erst wieder im Spital erwacht, wo man ihn genötigt habe zu unterschreiben, dass er auf der Strasse von einem au f- gebrachten Mob in dieser Weise zugerichtet worden sei, und dass er über das Vorgefallene nicht sprechen dürfe. Am 13. Juli 2012 habe er sich u n- bemerkt aus dem Spital entfernt, sei zu einem Freund auf einer nahe se i- ner Heimatstadt gelegenen Farm gegangen und habe sic h dort bis zur Ausreise aufgehalten. Am folgenden Tag habe man ihn an seinem Wohn- ort und auf der Farm gesucht, jedoch nicht gefunden. Anschliessend sei er offiziell ausgeschrieben und steckbrieflich gesucht worden. Zur Untermauerung seiner Vorbringen reich te der Beschwerdeführer die Kopie eines Steckbriefes, Fotos des Aushangs des gleichen Steckbriefes und einen Arztbericht zu den Akten. C. Mit Verfügung vom 15. Februar 2012 – eröffnet am 19. Februar 2013 – trat das BFM auf das zweite Asylgesuch des Beschwerd eführers nicht ein. Es verfügte seine Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug. Es verpflichtete die zuständigen kantonalen Behörden, die Wegwe i- sungsverfügung zu vollziehen und händigte dem Beschwerdeführer die D-4149/2013 Seite 3 editionspflichtigen Akten aus. Zur Begründung wurde dargelegt, dass der Beschwerdeführer – wie bereits anlässlich des ersten, in der Schweiz durchlaufenen Asylverfahrens – nicht bereit sei, seine Identität und seinen Reiseweg offenzulegen, da er keine heimatlichen Reise - und Identitäts- papiere zu den Akten gegeben habe, obwohl ihm deren Bedeutung au f- grund des bereits einmal in der Schweiz durchlaufenen Asylverfahrens bekannt sei. Sein Einwand, er habe den Pass dem Schlepper abgeg e- ben, weil er angenommen habe, diesen nicht mehr zu benötigen, könne unter diesen Umständen nicht gehört werden. Aufgrund der offensichtlich fehlenden Bereitschaft des Beschwerdeführers, an der Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken, müsse die Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen grundsätzlich in Frage gestellt werden. Die s sei umso mehr der Fall, als auch seine weiteren Ausführungen realitätsfremd, widersprüchlich und substanzlos ausgefallen seien. So könne nicht nachvollzogen werden, warum er aus der Schweiz freiwillig in sein Heimatdorf in B._______ zu- rückgekehrt sei, wo er gemäss seinen Angaben verfolgt sei und den Tod befürchten müsse, obwohl ihm zumindest vorübergehend eine zumutbare Niederlassungsmöglichkeit, beispielsweise an seinem früheren Studien - und Wohnort C._______, offengestanden hätte. Aus der sofortigen Rüc k- kehr an den Heimatort müsse der Schluss gezogen werden, dass er dort nichts zu befürchten gehabt habe. Ferner sei seine Angabe, er hätte ein schriftliches Geständnis über die Unterstützung der Aufständischen zw i- schen 2002 und 2006 abgeben sollen, nicht na chvollziehbar, da es nicht glaubhaft erscheine, dass sich die russischen Behörden erst sechs Jahre später für seine Aktivitäten in diesen Jahren interessieren würden und er sich seit dem Jahr 2006 nicht mehr in Tschetschenien aufgehalten habe. Seine Erklärung, die russischen Behörden bräuchten Sündenböcke, ve r- möge nicht zu überzeugen, da für diese Rolle ein besser geeigneter Ka n- didat, beispielsweise einer der in B._______ lebenden Brüder, ausg e- wählt würde und nicht der seit Jahren ausserhalb Tschetscheniens leben- de Beschwerdeführer. Ferner habe er betreffend Unterstützung der Au f- ständischen durch seinen Vater unterschiedliche Angaben zu Protokoll gegeben, indem dieser einerseits Lebensmittel gegeben und andererseits Kühe gebracht haben soll. Auch sei es nich t verständlich, weshalb der Eingang zur Vorratskammer, in welcher sich der Beschwerdeführer ve r- steckt haben solle, unter dem Linoleumboden versteckt gewesen sei, zumal Vorratskammern mit Sicherheit häufig frequentiert würden. Des Weiteren ergäben sich aus dem Text des eingereichten Arztzeugnisses Ungereimtheiten, da dieses am 10. Juni 2012 ausgestellt worden sei, sich aber auf den 9. Juli 2012 beziehe. Aus dem Erscheinungsbild dieses B e- weismittels müsse zudem auf ein Gefälligkeitsdokument geschlossen D-4149/2013 Seite 4 werden, zumal dieses nicht auf einem sonst dafür üblichen Formular au s- gestellt und mit drei verschiedenen Stempeln versehen worden sei, was ein Spitalarzt nicht getan hätte. Zudem sei aus dem Dokument zwar eine Verletzung des Beschwerdeführers ersichtlich; über deren Ursachen wer- de hingegen nichts preisgegeben. Realitätsfremd sei zudem die Länge der geltend gemachten Ohnmacht angesichts der angegebenen Gründe, nämlich Schmerzen. Nicht mit der Realität zu vereinbaren sei schliesslich die Angabe, die Polizei habe i hn nach den Misshandlungen in ein Spital einliefern lassen, und die Aussagen über die Flucht aus dem Spital. In s- gesamt seien die Vorbringen des Beschwerdeführers nicht glaubhaft und würden den Eindruck einer erfundenen Verfolgungsgeschichte hinterla s- sen. Die eingereichten Fotografien und die Kopie eines Steckbriefes ve r- möchten an dieser Einschätzung nichts zu ändern, da der Steckbrief in der vorliegenden Form problemlos von jedermann hergestellt werden könne und der Beschwerdeführer über die Herkunft der Fo tografien wi- dersprüchliche Aussagen zu Protokoll gegeben habe, indem diese eine r- seits von seinem Freund und andererseits von seinem Bruder angefertigt worden seien. Zusammenfassend sei festzuhalten, dass keine Hinweise vorlägen, gestützt auf welche nach dem Abschluss des ersten Asylverfah- rens Ereignisse eingetreten seien, welche geeignet seien, die Flüch t- lingseigenschaft zu begründen, oder die für die Gewährung vorüberg e- henden Schutzes relevant seien. Den Wegweisungsvollzug erachtete die Vorinstanz als zulä ssig, zumutbar und möglich. Insbesondere hielt das BFM fest, dass weder die allgemeine Situation in Tschetschenien noch individuellen Gründe gegen den Vollzug der Wegweisung sprächen. Au f- grund der unglaubhaften Angaben sei davon auszugehen, dass der B e- schwerdeführer sein Heimatland aus andern als den angegebenen Grü n- den verlassen habe. Gestützt auf die bestehende Aktenlage sei er jung, gesund und verfüge im Heimatland über ein Beziehungsnetz sowie eine abgeschlossene Ausbildung. Unter diesen Umständen sei n icht davon auszugehen, dass er bei einer Rückkehr ins Heimatland in eine existe n- zielle Notlage gerate. D. Mit Eingabe vom 26. Februar 2013 reichte der Beschwerdeführer B e- schwerde gegen die vorinstanzliche Verfügung vom 15. Februar 2013 ein. Dabei beantrag te er die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Rückweisung der Sache zur materiellen Überprüfung durch die Vori n- stanz sowie in verfahrensrechtlicher Hinsicht die Gewährung der unen t- geltlichen Prozessführung und den Verzicht auf die Erhebung eines Ko s- tenvorschusses. Zur Begründung wurde vorgebracht, dass sich aus den D-4149/2013 Seite 5 Anhörungsprotokollen Hinweise auf in der Zwischenzeit eingetretene E r- eignisse ergäben, welche geeignet seien, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder die für die Gewährung vorübergehe nden Schutzes rel e- vant seien. Die Vorbringen des Beschwerdeführers seien substanziiert, in sich schlüssig und plausibel. Ausserdem würden sie zahlreiche Rea l- kennzeichen aufweisen. Die geschilderte Vergewaltigung sei ein Beispiel dafür (vgl. Akte B5/15 S. 9). Während ihm dafür in der Erstbefragung Zeit gelassen worden sei, habe sich die befragende Person anlässlich der Bundesanhörung immer wieder mit Fragen dazwischen gestellt, weshalb der Beschwerdeführer dort keine ausführliche Schilderung habe zu Pr o- tokoll geben können. Dennoch würden die im Protokoll und auch von der Hilfswerksvertretung festgehaltenen emotionalen Regungen die Glau b- haftigkeit der Aussagen unterstreichen. In der angefochtenen Verfügung sei die Vergewaltigung kein Thema und die Ohnmacht in diesem Zusam- menhang sei in einem Satz als realitätsfremd qualifiziert worden. Damit habe das BFM die Begründungspflicht und folglich den Grundsatz des rechtlichen Gehörs verletzt. Die Voreingenommenheit der befragenden Person anlässlich der Bundesanhörung komme auch in zahlreichen a n- deren Fragestellungen zum Ausdruck, so beispielsweise im Satz: "Und das soll ich jetzt glauben, nach all dem, was Sie mir jetzt gesagt haben?". Mit Fragen dieser Art könne die nötige Basis, welche bei geschlechtssp e- zifischen Vor bringen als minimale Vertrauensgrundlage nötig sei, nicht geschaffen werden, was es für den Beschwerdeführer schwierig gemacht habe darüber zu sprechen. Das BFM habe in der angefochtenen Verf ü- gung bloss einzelne Vorbringen herausgepickt und diese als reali täts- fremd, widersprüchlich oder unsubstanziiert qualifiziert. Der bezüglich der Unterstützungsleistungen des Vaters erwähnte Widerspruch sei aus den Protokollen nicht ersichtlich. Das BFM werfe dem Beschwerdeführer z u- dem vor, er hätte den Reisepass, welche n er gemäss den Anweisungen des Schleppers habe nach Hause schicken müssen, den Asylbehörden abgeben müssen. Da indessen seine Identität bereits aus dem ersten Asylverfahren bekannt sei, weil er eine russische Identitätskarte zu den Akten gegeben und nicht zurückerhalten habe, könne keine Täuschungs- absicht vorliegen, weshalb die Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers nicht als Ganzes in Frage zu stellen sei. Auch die Argumentation des BFM, wonach es nicht plausibel sei, dass der Beschwerdeführer in sein Heimatdorf zurückgekehrt sei, vermöge nicht zu überzeugen, zumal man ihm anlässlich der Rückkehrberatung erklärt habe, er müsse in sein He i- matland zurückkehren, weshalb er die Rückreise selber organisiert habe, um unerkannt in sein Heimatland einreisen zu könn en. Da er keine ande- re Wahl gehabt habe, sei er in sein Heimatdorf heimgekehrt. Um an se i-D-4149/2013 Seite 6 nem früheren Studienort leben zu können, hätte er sich dort anmelden müssen und wäre damit erkannt worden, was er aber habe verhindern wollen. Das BFM habe auch keine Erklärung abgegeben, warum es das Interesse der Behörden für die Aktivitäten des Beschwerdeführers in den Jahren 2002 bis 2006 als unglaubhaft erachte, obwohl er in den Befr a- gungen ausführlich dazu Stellung genommen habe. Auch die Argumenta- tion des BFM run d um das Versteck des Beschwerdeführers bei der Vo r- ratskammer könne nicht überzeugen. Einerseits habe sich der Beschwe r- deführer entgegen den Ausführungen des BFM nicht in der Vorratska m- mer selber, sondern im Keller darunter versteckt; andererseits stelle d as Argument, die Vorratskammer werde sicher häufig frequentiert, eine blos- se Behauptung dar. Darüber hinaus sei es nicht ersichtlich, warum die Falltüre zum Keller unter der Vorratskammer nicht mit einem Linoleum zugedeckt gewesen sein solle. Vielmehr sei die diesbezügliche Schild e- rung des Beschwerdeführers detailreich und in sich schlüssig ausgefa l- len, während die Einwände des BFM aus der Luft gegriffen und nicht g e- rechtfertigt erscheinen würden. Das vom Beschwerdeführer eingereichte Arztzeugnis enthalte z war einen Datumsfehler, weil es nicht – wie dort festgehalten – am 10. Juni 2012, sondern am 10. Juli 2012 ausgestellt worden sei. Dabei handle es sich um ein Versehen der Person, welche das Dokument ausgestellt habe. Zudem sei es in Russland üblich, dass jeder Arzt einen eigenen Stempel habe, was mit den verschiedenen auf dem Dokument vorhandenen Stempel vereinbar sei. Auch wenn der B e- schwerdeführer nicht wisse, warum er von der Polizei ins Spital eingeli e- fert worden sei, lasse sich der Spitalaufenthalt erklären, so beispielsweise damit, dass die Polizisten nach den Folterungen über den Zustand des Beschwerdeführers erschrocken gewesen seien und sich nicht hätten vorwerfen lassen wollen, jemanden zu Tode gefoltert zu haben, oder dass sie ihn mit der Einlief erung ins Spital weiterhin hätten beobachten und von ihm Informationen gewinnen wollen. Ferner habe das BFM auch b e- züglich der Argumentation im Zusammenhang mit dem Steckbrief – ab- gesehen von der vom Beschwerdeführer unterschiedlich angegebenen Urheberschaft der Fotos – keine Begründung angeführt. Die Ursache die- ses Fehlers sei entweder auf eine versehentlich falsche Angabe des B e- schwerdeführers oder auf eine falsche Protokollierung zurückzuführen. Immerhin würden sich auch in andern Sätzen des Protokolls n ur unvoll- ständige Sätze finden lassen. Insgesamt sei festzuhalten, dass sich aus den protokollierten Aussagen des Beschwerdeführers offensichtlich Hi n- weise dafür ergäben, dass nach seiner Rückkehr in sein Heimatland E r- eignisse eingetreten seien, die geeign et seien, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen. Selbst im Fall von gewissen Zweifeln oder Einwänden D-4149/2013 Seite 7 könnten die gesamten Vorbringen nicht als von vorneherein haltlos b e- zeichnet werden, weshalb das BFM zu Unrecht auf das zweite Asylg e- such des Beschwerdeführers nicht eingetreten sei und damit Bundesrecht verletzt habe. Ferner sei zu erwähnen, dass sich der Beschwerdeführer als Folge der erlittenen Misshandlungen und der damit eingetretenen Flashbacks in ärztlicher Behandlung befinde. Ein Arztbericht werde so bald wie möglich nachgereicht. E. Mit Eingabe vom 18. März 2013 reichte der Beschwerdeführer die En t- bindung von der ärztlichen Schweigepflicht und einen Therapiebericht vom 8. März 2013 zu den Akten. F. In seiner Vernehmlassung vom 19. März 2013 hielt das B FM an seinen Erwägungen fest und teilte mit, dass die Beschwerdeschrift keine neuen erheblichen Tatsachen oder Beweismittel enthalte, welche eine Änderung des Standpunktes rechtfertigen könne. Die Vernehmlassung wurde dem Beschwerdeführer am 20. März 2013 ohne Replikrecht zur Kenntnis g e- bracht. G. Mit Eingabe vom 22. März 2012 wurde die Kopie eines Arztberichtes vom 20. März 2013 und eine Kostennote zu den Akten gegeben. H. Mit Urteil D-996/2013 vom 23. April 2013 hiess das Bundesverwaltung s- gericht die Beschwer de gut; es wies die Sache zur materiellen Behan d- lung und zur Klärung der offenen Sachverhaltselemente an das BFM z u- rück. Zur Begründung wurde im Wesentlichen dargelegt, dass zwar die Einwände des Beschwerdeführers, warum er seine Ausweisepapiere nicht abgegeben habe, nicht zu überzeugen vermöchten; indessen wurde ebenso festgehalten, dass aus der Nichtabgabe von Identitätspapieren nicht auf die generelle Unglaubhaftigkeit der vorgetragenen Fluchtgründe zu schliessen sei, da es sich dabei um eine pauschale und grundsätzliche Infragestellung sämtlicher Ausreisegründe und um zwei verschiedene Themenbereiche handle. Trotz der fehlenden Abgabe des Reisepasses und der dazu gemachten Angaben, welche nicht zu glauben seien, müss- ten die Asylgründe mit der nötigen Sor gfalt, Unvoreingenommenheit und Ernsthaftigkeit geprüft werden, zumal sich dies aus dem den Asylbehö r- den obliegenden Untersuchungsgrundsatz ergebe. Im Sinne einer g e-D-4149/2013 Seite 8 samthaften Betrachtungsweise seien auch diejenigen Fakten, welche für und nicht nur diejenigen, welche gegen den Beschwerdeführer sprächen, zu berücksichtigen. Das BFM habe indessen die Beurteilung der Glau b- haftigkeit einseitig zu Lasten des Beschwerdeführers vorgenommen und zentrale Sachverhaltselemente wie die dargelegten Misshandlungen und damit im Zusammenhang stehende ärztliche Behandlung in den Erw ä- gungen unerwähnt gelassen, während erklärbare oder vernachlässigbare Ungereimtheiten zur Unglaubhaftigkeit des Sachverhalts geführt hätten. Ausserdem sei seine Begründung nicht immer in sich schlüssig und damit nicht überzeugend ausgefallen. Schliesslich ergebe sich aus der ang e- fochtenen Verfügung, dass die geltend gemachten Asylgründe vorliegend komplexer und vielschichtiger seien, als die Verfügung auf den ersten Blick zu erkennen gebe. Insgesamt sei der Sachverhalt vom BFM in ve r- schiedener Hinsicht nicht genügend geklärt worden. Dem Anhörungspro- tokoll lasse sich auch entnehmen, dass die befragende Person ihrer Rolle als neutraler und den Sachverhalt erhebender Person mit wertenden B e- merkungen od er Fragen nicht immer gerecht worden sei und dem B e- schwerdeführer zu verstehen gegeben habe, dass sie ihm offensichtlich nicht glaube, was er vortrage. Das habe auch Auswirkungen auf das Kl i- ma während der Anhörung gehabt. Die Rüge in der Beschwerde, der Befrager sei voreingenommen gewesen, sei somit zu Recht erhoben worden. Dies sei auch darin ersichtlich, dass sich Fragen zu den Reis e- papieren und zur Rückreise auf mehrere Seiten erstreckten, während Fragen zum Aufenthalt bei der Polizei und den in diesem Zusammenhang vorgebrachten Misshandlungen auf weniger als einer Seite Platz gefu n- den hätten. In der angefochtenen Verfügung fehlten zudem Erwägungen über die geltend gemachten Misshandlungen durch die Polizei, womit die Begründungspflicht verletzt worden se i. Selbst wenn das BFM zum Schluss käme, die Vorbringen des Beschwerdeführers könnten den A n- forderungen an die Glaubhaftigkeit insgesamt nicht genügen, müsste die Schlussfolgerung, unter diesen Umständen seien auch die geltend g e- machten Misshandlungen durc h die Polizei nicht glaubhaft, in der Verf ü- gung festgehalten werden. Aufgrund der Bedeutung für den Beschwerd e- führer könne nicht von einer unerwähnt gelassenen und damit "sinng e- mässen" Beurteilung dieses Teils des Sachverhalts durch das BFM au s- gegangen werden. Insgesamt sei die in der Beschwerde erhobene Kritik am Vorgehen des BFM und an seiner Argumentation teilweise gerechtfer- tigt. Aus den bestehenden Akten würden sich – soweit der Sachverhalt geklärt sei – Hinweise auf in der Zwischenzeit eingetretene Er eignisse im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. e des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) ergeben, welche vom BFM als erster Instanz näher D-4149/2013 Seite 9 zu überprüfen seien. Zudem habe sich gezeigt, dass nicht von einer o f- fensichtlichen Haltlosigkeit der Vorbrin gen auszugehen sei. Folglich sei das BFM zu Unrecht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG nicht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers eingetreten, weshalb die Beschwe r- de gutzuheissen sei. I. Am 13. Juni 2013 wurde der Beschwerdeführer nach der Wiedera ufnah- me des erstinstanzlichen Asylverfahrens vom BFM zu seinen Asylgrü n- den angehört. J. Mit Verfügung vom 19. Juni 2013 – eröffnet am folgenden Tag – wies das BFM das zweite Asylgesuch des Beschwerdeführers ab und verfügte se i- ne Wegweisung aus der Schweiz s owie deren Vollzug. Zur Begründung wurde dargelegt, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers insgesamt den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit nicht zu genügen vermöchten. Die Angabe des Beschwerdeführers, die Behörden seien wegen eines Autounfalles im J ahr 2010 in der von ihm dargestellten Weise gegen ihn vorgegangen, sei nicht nachvollziehbar, weil eine allfällige Bestrafung wegen eines Autounfalles aus diesem Grund erfolgt wäre. Es sei nicht plausibel, dem Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang die Un ter- stützung von Rebellen in Tschetschenien unterzuschieben. Zudem habe sich der Autounfall im Bezirk D._______ zugetragen, weshalb die Behö r- den vor Ort und nicht diejenigen in B._______ gegen den Beschwerd e- führer vorgegangen wären. Dasselbe gelte für den V orwurf der Unterstüt- zung von Rebellen in Tschetschenien: Nicht die Behörden in B._______, sondern diejenigen in Tschetschenien wären dafür zuständig. Die Rep u- blik B._______ würde kaum Hand bieten für das vom Beschwerdeführer dargelegte Vorgehen. Somit könne dem Beschwerdeführer nicht geglaubt werden, dass er in B._______ belangt worden sei, weshalb auch die in diesem Zusammenhang geltend gemachten Misshandlungen während der Haft in Frage zu stellen seien. Bei der Angabe des Beschwerdefü h- rers, er sei in Ohnm acht gefallen und erst wieder im Spital zu sich g e- kommen, handle es sich um eine stereotype Aussage, um das Ereignis nicht substanziiert beschreiben zu müssen. Gegen die Darstellung des Beschwerdeführers spreche ferner seine Aussage, er habe im örtlichen Spital keine Bewachung feststellen und sich deshalb problemlos aus dem Spital begeben können, sei indessen kurze Zeit später wieder gesucht worden. Vielmehr sei davon auszugehen, dass er im Fall einer tatsächlich erfolgten Verhaftung im Spital bewacht worden wäre, was aber offensicht-D-4149/2013 Seite 10 lich nicht der Fall gewesen sei. Es ergebe keinen Sinn, eine verhaftete Person nicht zu bewachen, so dass sie fliehen könne, und diese danach wieder zu suchen. Angesichts dessen, dass der Beschwerdeführer nur während weniger Tage im Spital gewesen sei, dort habe frei herumlaufen und mit Bauarbeitern verhandeln können, um sich die Flucht zu ermögl i- chen, sei nicht von einer gravierenden Beeinträchtigung seines Gesun d- heitszustandes auszugehen. Unter diesen Umständen könne es nicht nachvollzogen werden, warum er sich bei seinem Freund während vier Monaten habe erholen müssen, bis er bereit für die Reise in die Schweiz gewesen sei. Auch würden Ausreisevorbereitungen nicht so lange dauern und erfahrungsgemäss würden tatsächlich verfolgte Personen spontan und in wesentlich kürzerer Zeit fliehen. Die von ihm abgegebene Spita l- bestätigung belege lediglich einen medizinischen Befund, wobei die U r- sachen dafür nicht ersichtlich seien. Der Bestätigung fehle indessen eine offizielle Überschrift des Spitals, womit sie formlos erscheine. Zudem sei die Ausstellung des Dokumentes vor dem Ereignis, auf das sie sich b e- ziehen solle, erfolgt. Damit würden ihr Mängel anhaften, gestützt auf we l- che davon auszugehen sei, dass sie von Dritten angefertigt worden sei, weshalb ihr kein substanzieller Beweiswert zukomme. Auch der abgeg e- bene Steckbrief könne ohne weiteres von einer nicht amtlichen Drittpe r- son oder selber angefertigt worden sein, da es sich um einen einfachen Kopierdruck im Format A4 handle. Die übrig en im Sch aukasten befindli- chen Bilder von andern Personen würden in anderer Form erscheinen. Da der Steckbrief zudem über einen andern Aushang gehängt worden sei, was ungewöhnlich sei, könne man nicht mehr sehen, was sich darun- ter befinde. Deshalb bestehe Grund zur Annahme, der Steckbrief sei kurz hineingehängt worden, um Fotos anzufertigen. Auf den eingereichten Bi l- dern sei kein Schloss des Schaukastens ersichtlich, weshalb dieses Vo r- gehen möglich sei. Den Wegweisungsvollzug erachtete die Vorinstanz als zulässig, zumutbar und möglich. Das BFM hielt fest, dass weder die al l- gemeine Situation in Tschetschenien noch individuelle Gründe gegen den Vollzug der Wegweisung sprächen. Eine allfällige psychologische oder psychiatrische Behandlung sei auch im Heimatland durchführbar. K. Mit Eingabe vom 16. Juli 2013 (Datum Poststempel: 19. Juli 2013) reichte der Beschwerdeführer Beschwerde gegen die vorinstanzliche Verfügung vom 19. Juni 2013 ein. Dabei beantragte er die Aufhebung der angefoc h- tenen Verfügung, die Anerkennung als Flüchtling und die Gewährung von Asyl sowie eventualiter die Gewährung der vorläufigen Aufnahme ma n- gels Zulässigkeit und Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs. In verfah-D-4149/2013 Seite 11 rensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvo r- schusses. Zur Begründung wurde vorgebracht, dass er stets gesagt h a- be, die Verbindung zwischen der Verhaftung und dem Autounfall als U r- sache sei bloss seine Vermutung, weil der Fall des Autounfalls zwar juris- tisch abgeschlossen sei, die Kadirow -Leute indessen die Sache nicht r u- hen lassen wollten, wie er vermute. Er gehe davon aus, dass die Tsch e- tschenen seine Festnahme a ngeordnet hätten und die Polizei in B._______ den Auftrag bloss ausführte. Er hätte wohl am folgenden Tag an die Tschetschenen ausgeliefert werden sollen. Hinsichtlich der fehle n- den Bewachung im Spital wisse er nicht, warum keine bestanden habe. Dass eine solche hätte vorhanden sein müssen, sei auch nur eine Vermu- tung des BFM. Seine Flucht aus dem Spital habe er trotz erlittener Folter wegen seiner grossen Angst und des Adrenalins, das ihn habe aktiv we r- den lassen, organisieren können. Danach habe er zuerst während vier Monaten gewartet in der Hoffnung, die Situation werde sich beruhigen. Da er überall die Steckbriefe gesehen habe, sei er aus Angst nicht gefl o- hen. Die Steckbriefe seien zudem deshalb weisser als diejenigen, welche sich bereits im Aushang befunden hätten, weil sie noch neu gewesen sei- en. Zudem seien seine grösser als die andern, weil damit die Aufmer k- samkeit darauf hätte gelenkt werden sollen. Später habe man sie wohl durch ein kleineres Format ersetzt. Nicht nur sein Steckbrief, sondern auch a ndere seien über bereits bestehende gehängt worden. Da der Schaukasten vor dem Polizeiposten stehe und dieser mit Kameras und Wachposten überwacht werde, würde ihn niemand öffnen und den Inhalt verändern, weil das in Russland lebensgefährlich wäre. Die Spi talbestäti- gung sei von einem Regionalspital ausgestellt worden. Regionale Spitäler würden indessen üblicherweise kein eigenes Briefpapier haben; vielmehr würden – wie vorliegend – nur Stempel und Unterschriften verwendet. Wie er bereits gesagt habe, bringe jeder Arzt und das Spital selber einen Stempel an. Die lokale Polizei suche nach wie vor nach ihm; regelmässig werde bei seiner Familie nach ihm gefragt. Im Fall einer Rückkehr ins Heimatland würde er somit erneut verhaftet, was vermutlich wieder mit ernsthaften Nachteilen im Sinne von Art. 3 AsylG verbunden sei. Zudem befinde er sich in einer schlechten physischen und psychischen Verfa s- sung, was die eingereichten Arztberichte bestätigten. Er benötige au f- grund der erlittenen Folterungen im Heimatland eine Operation. Es sei für ihn nicht zumutbar, ins Heimatland zurückzukehren, weil er dort nicht b e- handelt werden könne. Ausserdem würde eine Retraumatisierung stat t- finden. D-4149/2013 Seite 12 Der Eingabe lagen Kopien von Fotos und ein medizinischer Bericht vom 18. Juli 2013 bei. L. Mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 24. Juli 2013 wurde dem Beschwerdeführer mitgeteilt, dass er den Ausgang des Beschwerdeverfahrens in der Schweiz abwarten könne. Er wurde aufg e- fordert, innert der ihm angesetzten Frist eine Fürsorge bestätigung nach- zureichen, verbunden mit der Androhung, im Unterlassungsfall werde d a- von ausgegangen, dass er nicht bedürftig im Sinne des Gesetzes sei. Vorläufig wurde auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet und der Entscheid über das Gesuch u m Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wurde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. M. Mit Eingabe vom 30. Juli 2013 wurde e ine Fürsorgebestätigung vom 29. Juli 2013 nachgereicht. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den B e- hörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesve r- waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei- det auf dem Gebiet des Asyls endgültig , ausser bei Vorliegen eines Au s- lieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwa l- tungsgericht endgültig entscheidet. 1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Der Beschwer- deführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges D-4149/2013 Seite 13 Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einz u- treten. 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. In der Regel entscheidet das Bundesverwaltungsgericht in der Besetzung mit drei Richtern oder drei Richterinnen. Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG kann auch in diesen Fällen auf die Durchführung eines Schrifte n- wechsels verzichtet werden. 4. 4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grun d- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die G e- fährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG). 4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaf t nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für g e- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentl i- chen Punkten zu wenig begründet od er in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 5. 5.1 Nach Durchsicht der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht in Übereinstimmung mit dem BFM zum Schluss, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit insgesamt nicht standzuhalten vermögen. D-4149/2013 Seite 14 5.2 Insbesondere ist dem BFM beizupflichten, dass die vom Beschwerde- führer geltend gemachte Verfolgung in B._______ insgesamt nicht zu überzeugen vermag. 5.2.1 Einerseits sagt e er aus, die Angelegenheit betreffend Autounfall, welcher sich im Bezirk D._______ im Jahr 2010 ereignet habe n soll, sei juristisch abgeschlossen; andererseits vermute er, deswegen im Bezirk B._______ trotzdem noch belangt worden zu sein, was indessen nicht nachvollziehbar ist. Der Einwand in seiner Beschwerde, seine Angabe, die Behörden würden wegen dieses Unfalls nach wie vor gegen ihn vo r- gehen, sei bloss eine Vermutung, erscheint jedoch angesichts der fehlen- den Nachvollziehbarkeit nicht überzeugend. Sollte die Sache mit dem Au- tounfall tatsächlich juristisch abgeschlossen sein, gibt es für die Behörden – auch für diejenigen in B._______ – keinen erklärbaren Grund, warum sie den Beschwerdeführer deswegen noch verfolgen sollten. Ebenfalls nicht überzeugend ist der Einwand des Beschwerdeführers, die Kadirow - Leute wollten die Sache nicht ruhen lassen, weil einer ihrer Angehörigen beim Autounfall gestorben sei (vgl. Akte B12/17 S. 7). Erstens ist diese Angabe bereits anlässlich des ersten Asylverfahrens als unglaubhaft qua- lifiziert worden (vgl. Akte A37/7 S. 3), wobei die Verfügung des BFM vom 24. Februar 2012 in Rechtkraft erwachsen und deren Inhalt somit nicht mehr zu überprüfen ist; zweitens liegen keine vernünftigen Anhaltspunkte vor, gestützt auf welche anzunehmen wäre, dass die (…) Behörden dem Kadirow-Regime Hand bieten würden für eine Racheaktion im Fall des anlässlich des Autounfalls getöteten Angehörigen dieses Regimes und den Beschwerdeführer unter dem Vorwand eines gegen ihn laufenden, aber in Wirklichkeit bereits abgeschlossenen Strafverfahrens, zum Zweck der Racheausübung festnehmen und ausliefern würden; drittens kann auch nicht davon ausgegangen werden, dass das Regime um Kadirow die Macht und die Möglichkeit hat, örtliche Behörden in anderen Republ i- ken – wie vorliegend in B._______ – zu veranlassen, Personen verhaften und ausliefern zu lassen, obwohl die Voraussetzungen für die Amtshilfe gar nicht bestehen beziehungsweise nicht begründet gelten d gemacht werden können. Im Fall des Autounfalles hätten die (…) Behörden leicht erkennen können , dass das Verfahren abgeschlossen ist. Der Einwand des Beschwerdeführers, das Regime um Kadirow habe eine allgegenwär- tige Macht, vermag somit nicht zu überzeugen, weil er gegen die Realität spricht. 5.2.2 Des Weiteren gab der Beschwerdeführer an, er hätte nach der Festnahme durch die Behörden B._______ unter dem Vorwurf, die Au f-D-4149/2013 Seite 15 ständischen in den Jahren 2002 bis 2006 in Tschetschenien unterstützt zu haben, an die tsch etschenischen Behörden ausgeliefert werden und ein entsprechendes Geständnis unterschreiben sollen. Da dieser Vorwurf in- dessen nicht zu treffe, sondern bloss einen Vorwand dar stelle, um ihn an die Leute des Kadirow -Regimes wegen der beim Autounfall getötete n Person auszuliefern, habe er sich geweigert zu unterschreiben. Auch die- se Angaben vermögen nicht zu überzeugen. Es kann nicht geglaubt we r- den, dass die Strafverfolgungsbehörden B._______ ein solch plumpes Vorgehen des Regimes von Kadirow unterstützt hätten, da es in so kra s- ser und offensichtlicher Weise gegen die Rechtsstaatlichkeit verstösst, dass die Behörden selber mit einem Verfahren zu rechnen hätten und schon aus diesem Grund Abstand nehmen würden . Die Behauptungen des Beschwerdeführers erschein en unter diesem Blickwinkel realität s- fremd und somit nicht glaubhaft. Zudem wäre die schriftliche Abgabe e i- nes Geständnisses unter dem Druck der geltend gemachten Folter be- reits als Teil der Strafverfolgung selber zu betrachten. Angesichts dessen, dass die tschetschenischen Behörden ein Interesse an einer Strafverfo l- gung des Beschwerdeführers gehabt haben sollen, ist jedoch davon aus- zugehen, dass diese Behörden das Strafverfahren hätten durchführen wollen, während die (…) Behörden dazu bloss hätten Amtshilfe leisten sollen, welche in der Festnahme und Auslieferung des Beschwerdefü h- rers nach Tschetschenien bestanden hätte. Die Aufforderung an ihn, unter Androhung und Anwendung von Folter ein Geständnis zu unterschreiben, würde indessen einerseits den Auftrag der Amtshilfe sprengen; andere r- seits ist kein plausibler Grund erkennbar, warum die (…) Behörden in ei- nem Amtshilfeverfahren ihre Kompetenzen überschreiten und sich dabei die Finger schmutzig machen sollten, weshalb auch dieser Teil der Au s- führungen des Beschwerdeführers nicht geglaubt werden kann. 5.2.3 Zudem erscheint es realitätsfremd, dass die tschetschenischen B e- hörden den Beschwerdeführer erst im Jahr 2013 unter dem Vorwurf, in früheren Jahren – nämlich zwischen 2002 und 2006 – die Rebellen in Tschetschenien unterstützt zu haben, belangen wollen, obwohl er gestützt auf die Aktenlage mindestens bis zum Zeitpunkt des Autounfalls im Som - mer 2010 für die Behörden erreichbar gewesen wäre und man ein allfäll i- ges Strafverfahren in dieser Angelegenheit somit schon längst hätte ei n- leiten können. 5.2.4 Bezeichnenderweise erwähnte der Beschwerdeführer anlässlich seines ersten Asylgesuchs in der Schweiz keine Unterstellung seitens der tschetschenischen Behörden, die Aufständischen unterstützt zu haben, D-4149/2013 Seite 16 womit dieses Vorbringe n auch nachgeschoben ist , weshalb seine Vo r- bringen, er sei in B._______ unter den von ihm dargelegten Umständen und aus den von ihm vorgebrachten Gründen von den Behörden belangt sowie anlässlich der Festnahme und Inhaftierung misshandelt worden, zu bezweifeln sind. 5.2.5 Darüber hinaus ergeben sich aus seinen Aussagen weitere Ung e- reimtheiten, wie das BFM in der angefochtenen Verfügung zutreffend aus- führte. Insbesondere ist in diesem Zusammenhang festzuhalten, dass der Beschwerdeführer – sollte er in der Tat an d ie tschetschenischen Behör- den ausgeliefert werden – während seines Aufenthaltes im Spital übe r- wacht worden wäre, zumal die Möglichkeit, dass er unbewacht ein allfäll i- ges Auslieferungsbegehren vereiteln könnte, gross ist und die (…) Be- hörden dieses Risiko, mit welchem sie ihre Unfähigkeit bewiesen hätten, nicht eingegangen wären. Dies spricht somit ebenfalls gegen die Glau b- haftigkeit seiner Aussagen. 5.2.6 Hinsichtlich der eingereichten Beweismittel ist festzuhalten, dass die eingereichte Spitalbestätigung zwar ei ne Verletzung des Beschwerdefüh- rers bestätigt, indessen den von ihm vorgetragenen Sachverhalt nicht zu untermauern vermag, weil die darin aufgeführten Verletzungen auch e i- nen andern als den geltend gemachten Ursprung haben können. Unter den gegebenen Umstä nden kann offen bleiben, ob die Spitalbestätigung authentisch ist oder nicht, auch wenn in Übereinstimmung mit dem BFM das Erscheinungsbild Zweifel aufwirft. Als Beweismittel ist sie nicht tau g- lich. 5.2.7 Die vom Beschwerdeführer zu den Akten gegebenen Fotos des Steckbriefes sowie dessen Kopie sind ebenfalls beweisuntauglich, da der ihnen zugrundeliegende Sachverhalt – wie sich aus den vorangehenden Erwägungen ergibt – nicht geglaubt werden kann. Eine eigenhändige An- fertigung dieser Beweismittel kann selbst für d en Fall, dass sich der Schaukasten vor dem ständig überwachten Polizeiposten befindet, au f- grund der fehlenden Glaubhaftigkeit der Vorbringen nicht ausgeschlossen werden. Zudem sollte sich die behördlich Suche nach dem Beschwerd e- führer nicht in der Fotograf ie eines Aushangs und in der Kopie eines Steckbriefes erschöpfen; vielmehr müssten weitere amtliche Dokumente diese Suche bestätigen können, was indessen nicht der Fall ist und somit ebenfalls gegen die Glaubhaftigkeit spricht. D-4149/2013 Seite 17 5.3 Folglich kann dem Beschwerd eführer nicht geglaubt werden, dass er aus den von ihm dargelegten Gründen in seinem Heimatland behördlich gesucht und nach Tschetschenien ausgeliefert werden sollte. Unter di e- sen Umständen sind auch die von ihm in diesem Zusammenhang geltend gemachten Mis shandlungen nicht glaubhaft. An dieser Einschätzung vermögen weder der im Beschwerdeverfahren nachgereichte ärztliche Bericht vom 18. Juli 2013 und die zuvor zu den Akten gegebenen ärztl i- chen Zeugnisse noch die weiteren Beweismittel und Argumente in der Beschwerde etwas zu ändern. Die im Arztbericht diagnostizierte pos t- traumatische Belastungsstörung (PTBS) kann ihre Ursache auch in e i- nem andern als dem vom Beschwerdeführer angegebenen Grund haben. Der Beschwerdeführer hat folglich im Fall einer Rückkehr in sein Heimat- land nicht mit asyler heblicher Verfolgung zu rechnen. Angesichts dieser Einschätzung wird im Übrigen auf die zutreffende Argumentation in der vorinstanzlichen Verfügung vom 19. Juni 2013 verwiesen, um weitere Wiederholungen der Argumentation zu vermeiden. 6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer nicht glaubhaft machen oder belegen konnte, er sei in seinem Heimat land aus asylrechtlich relevanten Gründen ernsthaften Nachteilen aus gesetzt. Sei- ne Furcht vor einer Rückkehr nach Russland ist demnach als flüchtling s- rechtlich nicht begründet zu betrachten. 7. 7.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabe i den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG). 7.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über ein e ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer so l- chen. Die Wegw eisung wurde demnach zu Recht angeordnet ( Art. 44 Abs. 1 AsylG; vgl. BVGE 2009/50 E. 9 m.w.H.). 8. 8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmung en über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]). D-4149/2013 Seite 18 Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu bewe i- sen, wenn der strikte B eweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 8.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflicht ungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, He rkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land g e- zwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesver fassung der Schweizerischen Ei d- genossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Überei n- kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedr i- gender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 8.3 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen V erfügung zutreffend dar- auf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoulement nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G e- fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdefüh- rers in den Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Au s- schaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit e i- ner nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behan d-D-4149/2013 Seite 19 lung ausgesetzt wäre. Gemäss der Praxis des Europäischen Gerichtsho- fes für Menschenrechte (EGMR) sowie je ner des UN -Anti-Folteraus- schusses müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschi e- bung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Be- schwerde Nr. 37201/06, §§ 124–127, mit weiteren Hinweisen). Dies ist dem Beschwerdeführer mangels Glaubhaftigkeit seiner Aussagen nic ht gelungen. Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im Heimatstaat lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt klarerweise nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der We g- weisung sowohl im Sinne der asyl - als auch der völkerrechtlichen B e- stimmungen zulässig. 8.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie i m Heimat - oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind . Wird eine konkrete G e- fährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren. 8.4.1 Angesichts der heutigen Lage in Russland liegt gemäss konstanter Praxis keine Situation all gemeiner Gewalt oder von kriegerischen oder bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen vor. Trotz der bekanntermassen schwierigen Lebensbedingungen ist nicht davon auszugehen, dass eine Rückkehr des Beschwerdeführers ins Heimatland grundsätzlich unz u- mutbar wäre. 8.4.2 Des Weiteren stellte das BFM mit zutreffender Begründung fest, dass die Wegweisung des Beschwerdeführers nach Russland auch in Be- rücksichtigung der individuellen Situation als zumutbar zu betrachten ist. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, sei deshalb auf die diesb e- zügliche Argumentation in der angefochtenen Verfügung verwiesen. In s- besondere verfügt der junge Beschwerdeführer über eine überdurc h- schnittliche Ausbildung ([…]) und hat in B._______ (…) Verwandte (Mut- ter und Geschwister) , welche ih m in der ersten Zeit nach der Rückkehr eine Unterkunft und eine gewisse Unterstützung bieten können. Ausse r- dem liegt es im Er messen des Beschwerdeführers, für sich eine eigene Existenz im Heimatland aufzubauen. Diese begünstigenden Faktoren werden es ih m erleichtern, dort wieder Fuss fassen zu können. Im Übr i- gen lassen allein die allgemein schwierigen Lebensumstände in Russland D-4149/2013 Seite 20 den Wegweisungsvollzug nicht als unzumutbar erscheinen, da blosse s o- ziale und wirtschaftliche Schwierigkeiten nach der weiterhin zutreffende n Rechtsprechung (vgl. BVGE 2010 /41 E. 8.3.5 und 8.3.6 S. 590 f. ), keine existenzbedrohende Situation darstellen, welche den Wegweisungsvol l- zug verhindern könnten. Auch das Bedürfnis des Beschwerdeführers nach einer allfälligen psychologischen oder psychia trischen Behandlung ist nicht als konkrete Gefährdung im Sinne des Gesetzes zu qualifi zieren, zumal eine solche Behandlung ebenso wie die in der Beschwerde e r- wähnte und nicht näher definierte Operation auch in Russland durchg e- führt werden kann. 8.4.3 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar. 8.5 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständ i- gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rüc kkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513–515), weshalb der Vollzug der Wegw eisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 8.6 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegwei sungsvollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AuG). 9. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist ( Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Be- schwerde ist abzuweisen. 10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem Beschwerde- führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) . Da die Beschwerde nicht aussichtslos war, wird indessen in Gutheissung des Gesuchs um Gewäh- rung der unentgeltlichen Rechtspflege auf Verfahrenskosten verzichtet. (Dispositiv nächste Seite) D-4149/2013 Seite 21 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird gut- geheissen. 3. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale Migrationsbehörde. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Hans Schürch Eva Zürcher Versand: