JAAC68.45 Auszug aus dem Urteil der Schweizerischen Asylrekurskommission vom 21. Juli 2003 i.S. M.M., Belarus, auch erschienen in Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2003 Nr. 21 Art. 32 al. 2 let. c LAsi. Non-entrée en matière sur une demande d’asile pour violation de l’obligation de collaborer. 1. Le droit d’être entendu doit impérativement être garanti lorsqu’il est prévu de rendre une décision de non-entrée en matière. Cette garantie demeure même s’il est douteux que le demandeur d’asile réside encore au lieu qui lui a été assigné; en pareil cas, l’invitation faite au requérant de déposer ses déterminations doit être notifiée à cette adresse en tant que dernière adresse connue (consid. 3e). 2. Une violation grave du devoir de collaborer ne peut être retenue que lorsqu’un acte de procédure déterminé et prévu concrètement n’a pas pu être exécuté (confirmation de jurisprudence: cf. JICRA 2001 n° 19, JAAC 65.6, JAAC 59.48). Le seul fait que le demandeur d’asile n’ait pu être atteint pendant un certain temps au lieu de résidence qui lui a été assigné ne suffit pas à constituer une telle violation (consid. 3b-d). 3. Le constat que le lieu de résidence du demandeur d’asile est inconnu, débouche, au plan procédural, non pas sur une décision de non-entrée en matière pour violation du devoir de collaborer, mais sur le classement de l’affaire faute d’objet (cf. JAAC 62.10; consid. 4). Art. 32 Abs. 2 Bst. c AsylG. Nichteintreten auf ein Asylgesuch wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht. 11. Bei einem vorgesehenen Nichteintretensentscheid ist die Gewährung des rechtlichen Gehörs zwingend. Dies gilt auch dann, wenn zweifelhaft ist, ob der Asylbewerber sich noch am zugewiesenen Ort aufhält; in diesem Fall ist die Aufforderung zur Stellungnahme an diese letzte bekannte Adresse zuzustellen (E. 3e). 2. Eine grobe Verletzung der Mitwirkungspflicht liegt nur bei Verhinderung einer bestimmten, konkret vorgesehenen Verfahrenshandlung vor (Bestätigung der Praxis, vgl. EMARK 2001 Nr. 19, VPB 65.6, VPB 59.48). Allein die Tatsache, dass der Asylbewerber während einer gewissen Zeit nicht am zugewiesenen Aufenthaltsort anzutreffen ist, genügt dazu nicht (E. 3b-d). 3. Ist ein Asylbewerber unbekannten Aufenthaltes, ist die zutreffende verfahrensrechtliche Konsequenz nicht ein Nichteintretensentscheid wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht, sondern die Abschreibung des Verfahrens als gegenstandslos (vgl. VPB 62.10; E. 4). Art. 32 cpv. 2 lett. c LAsi. Non entrata nel merito della domanda d’asilo per violazione del dovere di collaborare. 1. L’Ufficio federale dei rifugiati (UFR) deve imperativamente tutelare il diritto d’esser sentito del richiedente l’asilo se prevede di pronunciare una decisione di non entrata nel merito della domanda. Questo vale pure se sussistono dubbi sul fatto che il richiedente soggiorni ancora nel luogo di residenza designato. In simile eventualità, l’atto mediante il quale l’UFR concede al ricorrente il diritto d’essere sentito va inviato al suo ultimo indirizzo conosciuto (consid. 3e). 2. Una violazione grave del dovere di collaborare sussiste unicamente se è impedita l’esecuzione di un determinato atto procedurale già concretamente previsto (conferma di giurisprudenza: GICRA 2001 n. 19, GAAC 65.6 e GAAC 59.48). Non costituisce una siffatta violazione, la circostanza che - durante un certo lasso di tempo - il richiedente non possa essere raggiunto presso il luogo di residenza designato (consid. 3b-d). 3. L’irreperibilità del richiedente l’asilo è unicamente motivo di stralcio dai ruoli della causa; non è per contro consentita la pronunzia di una decisione di non entrata nel merito per violazione grave del dovere di collaborare (GAAC 62.10; consid. 4). ZusammenfassungdesSachverhalts: DerBeschwerdeführerstellteam2.Januar2003einAsylgesuch. Am17.Februar2003und17.März2003meldetedieLeitungdes AsylbewerberzentrumsX.demkantonalenAmtfürMigration,der BeschwerdeführerhaltesichausunbekanntenGründennichtmehrinder Unterkunftauf. BeideMalemeldetedasZentrumdenRekurrentennacheiner respektivezweieinhalbWochenwiederbeimAmtfürMigrationan. 2MitSchreibenvom4.April2003teiltedasAmtfürMigrationdemBundesamt fürFlüchtlinge(BFF)gestütztaufeineentsprechendeMeldungdes AsylbewerberzentrumsX.vomgleichenTagmit,derBeschwerdeführerhalte sichseitlängererZeitnichtmehrinderzugewiesenenUnterkunftaufund seiunbekanntenAufenthaltes;dieVorladungfürden15.April2003habe ihmaberabgegebenwerdenkönnen. DiekantonaleBehördebeantragteder VorinstanzdieAbschreibungdesAsylverfahrens. DasBFFtratmitVerfügungvom9.April2003aufdasAsylgesuchdes BeschwerdeführerswegenVerletzungderMitwirkungspflichtnichtein undordneteunterEntzugderaufschiebendenWirkungeinerallfälligen BeschwerdeseinesofortigeWegweisungan. Miteinerals«Wiedererwägungsgesuch»bezeichnetenundandasBFF gerichtetenEingabevom8.Mai2003beantragtederBeschwerdeführer imWesentlichen,dieNichteintretensverfügungseiaufzuhebenunddie aufschiebendeWirkungdiesesGesuchsanzuerkennen. DasBFFüberwiesdieEingabeam11.Juni2003zuständigkeitshalberandie SchweizerischeAsylrekurskommission(ARK;EingangARK:16.Juni2003),und hieltineinemBegleitschreibenfest,beim«Wiedererwägungsgesuch»handle essichoffensichtlichumeineBeschwerdegegendieNichteintretensverfügung desBFFvom9.April2003. MitSchreibenvom12.Juni2003teiltedaskantonaleAmtfürMigrationdem BFFmit,derBeschwerdeführerhaltesichseitdem11.Juni2003nichtmehr inderzugewiesenenUnterkunftaufundseiunbekanntenAufenthaltes. Am 13.Juni2003setztedasAmtfürMigrationdasBFFdavoninKenntnis,dass derBeschwerdeführersichwiederinderzugewiesenenUnterkunftaufhalte, weshalbdieMeldungvom12.Juni2003hinfälliggewordensei. DerzuständigeInstruktionsrichterderARKnahmdieEingabemitVerfügung vom16.Juni2003alsfrist-undformgerechteingereichteBeschwerdegegen dieNichteintretensverfügungdesBFFentgegenundhiessdasGesuchum WiederherstellungderaufschiebendenWirkungdesRechtsmittelsmit Verfügungvom16.Juni2003gut. Am13.Juni2003verfügtedaskantonaleAmtfürMigrationdieEingrenzung desBeschwerdeführersaufdasGebietderGemeindeY.mitderBegründung, dieserhabewährendseinerkurzenAufenthaltsdauerinderSchweizzu etlichenpolizeilichenKlagenundgerichtlichenVerurteilungenAnlassgegeben. MitVerfügungvom23.Juni2003versetztedaskantonaleAmtfürMigration denBeschwerdeführerfürdieDauervondreiMonateninAusschaffungshaft, welcheAnordnungvomkantonalenVerwaltungsgerichtmitUrteilvom 24.Juni2003bestätigtwurde. DasBFFhieltinseinerVernehmlassungvom14.Juli2003anseiner NichteintretensverfügungfestundbeantragtedieAbweisungderBeschwerde. 3DieARKheisstdieBeschwerdegut,hebtdieangefochteneVerfügungaufund weistdasBFFan,dasAsylverfahrendesBeschwerdeführersweiterzuführen. AusdenErwägungen: 3.a. GemässArt.32Abs.2Bst.cdesAsylgesetzesvom26.Juni1998(AsylG, SR142.31)wirdaufAsylgesuchenichteingetreten,wennAsylsuchendeihre Mitwirkungspflicht-aufanderealsderinArt.32Abs.2Bst.a(Nichtabgabe vonIdentitätspapieren)undArt.32Abs.2Bst.bAsylG(Täuschungüberdie Identität)genanntenWeise-schuldhaftgrobverletzen. b. NachArt.8Abs.3AsylGmüssensichAsylsuchende,diesichinderSchweiz aufhalten,währenddesVerfahrensdenBehördenvonBundundKantonen zurVerfügunghalten. SiemüssenihreAdresseundjedeÄnderungdernach kantonalemRechtzuständigenBehördendesKantonsoderderGemeinde sofortmitteilen. DieseVerpflichtungbedeutetnachPraxisderARKnicht,dasssiesichan derihnenzugewiesenenAdressedauerndphysischaufzuhaltenhaben. GemässArt.12AsylGmüssensieaberjederzeitübereineZustelladresse postalischerreichbarsein(VPB50.48=EntscheidungenundMitteilungen derSchweizerischenAsylrekurskommission[EMARK]1994Nr.15,E.6,S.126). c. BeiDurchsichtdervorinstanzlichenAktenfälltvorabauf,dassdie BegründungderangefochtenenVerfügungdieFeststellungenthält,das AufgebotfürdiekantonaleAnhörungzudenAsylgründen,vorgesehenfürden 15.April2003,habedemBeschwerdeführerwegenunbekanntenAufenthaltes nichtausgehändigtwerdenkönnen. WiederBeschwerdeführerzuRecht festhält,istdieseFeststellungaktenwidrig: BeideAbwesenheitsmeldungendes ZentrumsX.vom17.Februar2003und17.März2003enthaltenden-durch FettschriftundUnterstreichenoptischhervorgehoben-Satz: «DasAufgebot fürdieVorladungfürden15.04.03konnteabgegebenwerden!». DenAktenistweiterzuentnehmen,dassderBeschwerdeführeram15.April 2003ordnungsgemässzumvorgeladenenTerminbeim(kantonalenAmt fürMigration)vorsprach. DiesesAmtführteinderFolgenachErlass derNichteintretensverfügungnichteineAsylanhörung,sondernein «Ausreisegespräch»mitdemBeschwerdeführerdurch. d. AuswelchemGrunddieVerletzungderMitwirkungspflichtvorliegendals grob(Art.32Abs.2Bst.cAsylG)zubezeichnensei,ergibtsichauchausder BegründungderangefochtenenVerfügungnicht. NachLehreundkonstanter, publizierterPraxisderARKisteineVerletzungderMitwirkungspflicht nurdannals«grob»zuqualifizieren,wennsiesichaufdieVerhinderung einerbestimmten,konkretvorgesehenenVerfahrenshandlungbezieht. Die VerunmöglichungeinertheoretischdenkbarenAmtshandlungreichtnichtaus (vgl. VPB50.48=EMARK1994Nr.15,E.6,S.126f.,mitweiterenHinweisen, VPB65.6 =EMARK2000Nr.8,S.59ff.,insbesondereE.5,S.68f.,zurFrageder WeitergeltungdieserPraxisunterdem1999inKraftgetretenenrevidierten Asylgesetz). EineerheblicheErschwerungderAbklärungendesAsylverfahrens respektivedieVerhinderungeinerkonkretenVerfahrenshandlungdurch denBeschwerdeführerergibtsichausdenAktennachdemGesagtenwederim HinblickaufdieAnhörungzudenAsylgründennochinandererHinsicht. Die 4materiell-rechtlichenVoraussetzungenfüreinenaufArt.32Abs.2Bst.cAsylG abgestütztenNichteintretensentscheidwarenundsindvorliegendoffenkundig nichterfüllt. AndieserFeststellungvermagauchderUmstandnichtszuändern,dassder BeschwerdeführeroffenbarbereitsverschiedentlichdeliktischinErscheinung getretenist. e. DieVorinstanzführtinihrerVerfügungvom9.April2003aus,dass demBeschwerdeführerdasrechtlicheGehörimHinblickaufdie Mitwirkungspflichtverletzungnichthabegewährtwerdenkönnen,weil dieserunbekanntenAufenthaltsgewesenseiundüberkeinenRechtsvertreter verfügthabe. aa. LetztereFeststellungerstauntinsofern,alsdemkantonalenProtokoll des«Ausreisegesprächs»vom15.April2003zuentnehmenist,dass dieserAnhörungnebeneinerHilfswerksvertreterineine«rechtskundige Person,[…]»,beiwohnte. Offensichtlichhandeltessichdabeiumeine rechtskundigeVertrauenspersonimSinnevonArt.17Abs.3AsylG,diedem BeschwerdeführerinfolgedessenEigenschaftalsunbegleiteterminderjähriger Asylbewerberzugeteiltwordenwar(vgl. VPB63.13 =EMARK1998Nr.13, E.4b;2003Nr.1,S.4ff.). DerpräziseZeitpunktdieserZuteilungergibtsich ausdenderARKvorliegendenAktenzwarnicht. DerzuständigeKantonist indessenvonGesetzeswegenverpflichtet,diesePerson«unverzüglich»nach der(vorliegendam17.Januar2003verfügten)Zuweisungdesminderjährigen Asylsuchendenzubestimmen;esdarfdahervermutetwerden,dassdie VertrauenspersondesBeschwerdeführersamTagderAusfällungder angefochtenenVerfügung,sechsTagevorderAnhörungvom15.April2003, bereitsdefiniertwar. DiesfallswäredieVertrauenspersoneinerseitsfürdie GewährungdesrechtlichenGehörsanzuschreibengewesen;andererseitshätte selbstverständlichauchdieangefochteneVerfügungansieeröffnetwerden müssen. bb. DieVorinstanzhatdemBeschwerdeführerdasrechtlicheGehör,wie ausdererwähntenFormulierungsowieausdenAktenzuschliessenist, offenbarbewusstnichtgewährt: sieführtaus,demBeschwerdeführerhabe dasrechtlicheGehörentgegendergesetzlichenVerpflichtungvonArt.36 Abs.2AsylGnichtgewährtwerdenkönnen. Diesbezüglichist-vondersoeben erwähntenProblematikderoffenbarunterlassenenBerücksichtigungder Vertrauenspersoneinmalabgesehen-Folgendesfestzustellen: DasAsylgesetzsiehtfürFällederUnzustellbarkeitvonPostsendungen ausdrücklicheineRegelungvor. NachArt.12Abs.1AsylGwirdeine ZustellungoderMitteilungandieletztedenBehördenbekannteAdresse vonAsylsuchendennachAblaufderordentlichensiebentägigenAbholfrist rechtsgültig,namentlichauchwenndieSendungalsunzustellbar zurückkommt. NachdieserBestimmunggilteineZustellungoderMitteilung andieletzteAdresseeinesGesuchstellersalsrechtsgültigeröffnet;diesauch dann,wennderGesuchstellerdieSendungnichtzurKenntnisnimmt(vgl. hierzuauchEMARK1993Nr.13,E.3a,S.82f.,undEMARK1995Nr.3,E.3b, S.27). AusdemGesagtenfolgt,dassdasBFFgemässArt.12Abs.1AsylGden BeschwerdeführerzwecksGewährungdesrechtlichenGehörsjedenfalls hätteandessenletztbekannteAdresseanschreibenmüssen. NachAblaufder 5siebentägigenAbholfristhättedienachArt.36Abs.2AsylGvorgeschriebene Gehörsgewährungalsfingiertzugestelltgegolten(zumgleichenErgebniskam dieARKbereitsimUrteilvom20.März2001i.S.M.K.,ehemaligesJugoslawien [unveröffentlichteE.3ddesinEMARK2001Nr.19publiziertenUrteils]). ImÜbrigenistderVollständigkeithalberdaraufhinzuweisen,dassesin derPraxisoffenbardurchausüblichist,dass(auch)Asylsuchendedafür besorgtsind,beieinemWechselihresAufenthaltsortsfürdieBehörden postalischerreichbarzubleiben-seies,dasssiekonkretjemandenin derAsylbewerberunterkunftdamitbeauftragen,ihrePostzusichten oderweiterzuleiten,seiesdasssiebeiderSchweizerischenPosteinen Nachsendeauftraghinterlegen(vgl. auchhierzudaserwähnteUrteilder ARKvom20.März2001,EMARK2001Nr.19,E.4a,S.142). Selbstunterdiesem praktischenGesichtspunktvermagdieFeststellungderVorinstanznichtzu überzeugen,demBeschwerdeführerhabedasrechtlicheGehörgrundsätzlich nichtgewährtwerdenkönnen,weilerunbekanntenAufenthaltsgewesensei. Diesvorliegendumsoweniger,alsderBeschwerdeführersichjeweilsnurfür kurzeZeitnichtimAsylbewerberheimaufgehaltenhat. cc. AuchdieRügederVerletzungdesrechtlichenGehörserweistsichnach demGesagtenalsberechtigt. f. GemässArt.8Abs.1desBundesgesetzesüberdasVerwaltungsverfahren vom20.Dezember1968(VwVG,SR172.021)überweistdieBehördeeine Eingabe,fürderenBehandlungsiesichalsunzuständigerachtet,ohne VerzugandiezuständigeBehörde. DiesegesetzlicheVerpflichtungzur EilemussingesteigertemMassegelten,wennessichbeiderkonkreten EingabeumeinRechtsmittelhandelt,dessenaufschiebendeWirkung entzogenwordenist;diesumsomehr,wenn,wieimAsylverfahren,höchste RechtsgüterbetroffensindunddieAusschaffungeinesAsylsuchendeninden behauptetenVerfolgerstaatnachunbenutztemAblaufder24-stündigenFrist zurEinreichungeinesGesuchsumWiederherstellungderaufschiebenden Wirkungspezialgesetzlichfürzulässigerklärtist(vgl. Art.112Abs.1AsylG). VorliegendhatderBeschwerdeführerseineEingabevom8.Mai2003zwar fälschlicherweiseals«WiedererwägungsgesuchgegendenEntscheiddes BundesamtesfürFlüchtlingevom9.April2003»bezeichnet. Angesichtsder FormunddesInhaltsdieserEingabe,namentlichderpräziseformulierten und, wieobendargelegt,berechtigtenformalenundmateriell-rechtlichenRügen, handelteessichindessenklarerweiseumeineblossfalschbezeichneteund beiderunzuständigenBehördeeingereichteVerwaltungsbeschwerde,was bezüglichderWahrungderRechtedesBeschwerdeführersnichtgrundsätzlich schadet(vgl. diesbezüglichArt.8Abs.1undArt.21Abs.2VwVG).Erstere AuffassungbestätigtauchdieVorinstanzinihrerÜbermittlungsnotizvom 11.Juni2003,wonachdieEingabevom8.Mai2003«offensichtlichals Beschwerdeaufzufassen»sei. DieerwähnteNotizenthältkeinerleiAnhaltspunktefürdieBeantwortung dernaheliegendenFrage,auswelchemGrunddieam9.Mai2003beimBFF eingegangeneBeschwerdeerstviereinhalbWochenspäterandiezuständige ARKüberwiesenwordenist. DiesesVorgehenerwecktdenEindruckeines bewusstenZurückhaltensderBeschwerde. Diesumsomehr,alshätte erwartetwerdendürfen,dassdieEingabe-beiunterstelltemRealisieren derDringlichkeitderSache(erst)am11.Juni2003-derARKvorabperTelefax 6zurKenntnisgebrachtwordenwäre;vorliegendwurdedieBeschwerdemit denAktenperKurierübermitteltundgingerstam16.Juni2003beiderARK ein. NachdemdieangefochteneVerfügungbereitsausandernGründen aufzuhebenist,kanndieFragenachderdiesbezüglichenMotivationder Vorinstanzebensooffenbleiben,wiediejenigenachdenkbaren(rechtlichen) KonsequenzendererheblichverspätetenÜberweisungandiezuständige Behörde. 4. ZusammenfassendistnachdemGesagtenfestzustellen,dassdie VoraussetzungenfüreinenNichteintretensentscheidgestütztaufArt.32Abs.2 Bst.cAsylGnichterfülltsind. WennschonhättedasBFF,wievonderARKin analogenKonstellationenbereitswiederholtfestgestellt,dasAsylgesuchals gegenstandslosgewordenabschreibenmüssenrespektivekönnen. Diesim EinklangmitdemkorrektenkantonalenAntragvom4.April2003. DassdierechtlichenVoraussetzungenfürdieAusfällungeinergleichen VerfügunggestütztaufeinenderanderengesetzlichenNichteintretensgründe gegebenwären,ergibtsichjedenfallsausdenvorliegendenAsylakten nicht(dasfürdieBestätigungderAusschaffungshaftzuständigekantonale Verwaltungsgerichthatte,andersalsdasBFF,inseinemUrteilvom24.Juni 2003dieIdentitätrespektiveNationalitätsowiedieMinderjährigkeitdes BeschwerdeführersinZweifelgezogen,ohnesichindieserFrageallerdings abschliessendzuäussern). DieBeschwerdeistdamitgutzuheissen,dieangefochteneVerfügung aufzuhebenunddasBFFanzuweisen,dasAsylverfahrendes Beschwerdeführersweiterzuführen. 7Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali JAAC 68.45 - Auszug aus dem Urteil der Schweizerischen Asylrekurskommission vom 21. Juli 2003 i.S. M.M., Belarus, auch erschienen in Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2003 Nr. 21 In Verwaltungspraxis der Bundesbehörden Dans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération In Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione Jahr 2004 Année Anno Band 68 Volume Volume Seite --- Page Pagina Ref. No 150 006 539 Das Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert. Le document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale. Il documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.