A bteilung IV D -1691/2007 zom /rep {T 0/2} U rteil vom 3. M ai 2007 M itw irkung: R ichter Zoller, M onnet, W espi G erichtsschreiber R eim ann A ._______, geboren (...), Sri Lanka, w ohnhaft c/o (...) Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom (...) i.S. A syl und Einreisebew illigung / (...) B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass der Beschw erdeführer - ein srilankischer Staatsangehöriger tam ilischer Ethnie aus B._______ - am 21. Juni 2006 bei der Schw eizerischen Botschaft in C olom bo schriftlich ein Asylgesuch stellte, dem er einen persönlichen Lebenslauf, eine Auflistung im R ahm en der ethnischen Konflikte in Sri Lanka getöteter Verw andter sow ie je ein Be- stätigungsschreiben des Bischofs der D iözese C ._______ vom 17. August 2006, des R echtsanw alts und N otars D ._______ vom 15. August 2006, eines M itglieds des Parlam ents in E._______ vom 16. Juni 2006, von F._______ vom 15. August 2006 und eines M itglieds der O rganisation "Justice of Peace" vom 16. August 2006 beilegte, dass er am 20. Juli 2006 seitens der Schw eizerischen Botschaft aufgefordert w urde, sei- ne Ausreisegründe eingehend darzulegen und säm tliche verfügbaren Bew eism ittel bei- zubringen, dass der Beschw erdeführer der Schw eizer Botschaft im August 2006 beziehungsw eise am 28. Septem ber 2006 w eitere Begleitschreiben zusandte, denen er zusätzliche D oku- m ente (nam entlich zw ei am tliche Todesbescheinigungen getöteter Verw andter sow ie ein Bestätigungsschreiben der O rganisation "N onviolent Peaceforce" vom 26. August 2006) beifügte, dass der Beschw erdeführer am 8. N ovem ber 2006 durch einen M itarbeiter der Schw ei- zerischen Botschaft in C olom bo zu seinen Asylgründen befragt w urde, dass er der Schw eizerischen Botschaft in C olom bo am 14. N ovem ber 2006 aberm als ein Schreiben zukom m en liess und zusam m en m it diesem w eitere U nterlagen (insbe- sondere ein D rohschreiben der Liberation Tigers of Tam il Eelam [LTTE] vom 18. O kto- ber 2006, Bestätigungsschreiben der People's W elfare Association vom 17. N ovem ber 2006, der M ethodist C hurch vom 12. N ovem ber 2006, der O rganisation "N onviolent Peaceforce" vom 17. N ovem ber 2006, von H errn G ._______ vom 6. N ovem ber 2006 sow ie m ehrere Artikel der Zeitung "VIR AKESAR I") einreichte, dass den Eingaben des Beschw erdeführers vom 21. Juni 2006, vom August 2006, 28. Septem ber 2006 und vom 14. N ovem ber 2006, den dabei eingereichten D okum enten sow ie seinen Angaben anlässlich der Anhörung durch die Schw eizerische Botschaft vom 8. N ovem ber 2006 nam entlich zu entnehm en ist, dass er im Jahre 2001 von Ange- hörigen der LTTE zw angsrekrutiert w orden sei, dass er zunächst C om puter- und Zeichnungsarbeiten für die O rganisation ausgeführt habe und später als Lehrer innerhalb der LTTE tätig gew esen sei, dass ihn die LTTE im Jahre 2003 zu W eiterbildungszw ecken nach Indien geschickt habe, w o er C om puterkurse besucht habe, dass er im M ärz 2004 nach Sri Lanka zurückgekehrt sei und die LTTE nach der Abspal- tung der um O berst Karuna gruppierten Kam pftruppen von der LTTE im selben M onat verlassen habe, dass er seit N ovem ber 2005 von der LTTE und seit etw a Juli 2006 von der Karuna-Frak- tion gesucht w erde, w eshalb er sich bei verschiedenen Verw andten habe verstecken m üssen, dass sow ohl die LTTE als auch die abgespaltene G ruppe um O berst Karuna m assive 3 D rohungen gegen ihn ausgesprochen hätten, falls er sich ihnen nicht (w ieder) anschlies- se, w eshalb er um sein Leben fürchte, dass das Bundesam t m it - durch die Schw eizerische Botschaft in C olom bo am 22. Janu- ar 2007 an den Beschw erdeführer versandter - Verfügung vom 29. D ezem ber 2006 des- sen Asylgesuch abw ies und ihm die Einreise in die Schw eiz verw eigerte, dass der Beschw erdeführer m it an die Schw eizerische Botschaft in C olom bo gerichte- tem und von dieser am 23. Februar 2007 zuständigkeitshalber an das Bundesverw al- tungsgericht w eiter geleitetem Schreiben vom 11. Februar 2007 um Ü berprüfung der Verfügung des BFM vom 29. D ezem ber 2006 ersuchte, und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verw altungsverfahren vom 20. D ezem ber 1968 [Vw VG , SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG , SR 142.31] i.V.m . Art. 31 - 34 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]), dass auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 50 ff. Vw VG ), dass über offensichtlich unbegründete Beschw erden in einem vereinfachten Verfahren entschieden w ird und die vorliegende Beschw erde, w ie nachfolgend aufgezeigt, offen- sichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ), dass das BFM ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen kann, w enn der G esuch- steller keine Verfolgung glaubhaft m acht oder ihm die Aufnahm e in einem D rittstaat zugem utet w erden kann (Art. 3, 7, 52 Abs. 2 und 20 Abs. 2 AsylG ), dass bei diesem Entscheid die Voraussetzungen zur Erteilung einer Einreisebew illigung restriktiv zu um schreiben sind, w obei den Behörden ein w eiter Erm essensspielraum zu- kom m t, indem neben der erforderlichen G efährdung im Sinne von Art. 3 AsylG nam ent- lich die Beziehungsnähe zur Schw eiz, die M öglichkeit der Schutzgew ährung durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, die praktische M öglichkeit und objektive Zum utbarkeit zur anderw eitigen Schutzsuche sow ie die voraussichtlichen Ein- gliederungs- und Assim ilationsm öglichkeiten in Betracht zu ziehen sind (vgl. die w eiter- hin geltende Praxis gem äss Entscheidungen und M itteilungen der AR K in EM AR K 1997 N r. 15 S. 126 ff.), dass das BFM in der angefochtenen Verfügung zutreffend festgehalten hat, dass die LTTE ihre Position seit der U nterzeichnung des W affenstillstandsabkom m ens Ende Fe- bruar 2002 w esentlich verstärkt habe und hierdurch nam entlich die in den von ihr kon- trollierten G ebieten w ohnhafte Bevölkerung einem verm ehrten D ruck ausgesetzt sei,4 dass die O rganisationen H um an R ights W atch und Am nesty International bereits im Au- gust 2003 festgestellt hätten, dass die LTTE den W affenstillstand system atisch dazu m issbrauche, abw eichende Stim m en unter der tam ilischen Bevölkerung zum Schw eigen zu bringen, w as sich auch in einer Zunahm e sogenannter "political killings" m anifestiere, dass ferner festzuhalten ist, dass die Situation im O sten Sri Lankas - und insbesondere in der H erkunftsregion E._______ des Beschw erdeführers - nach Ansicht des Bundesverw altungsgerichts derzeit ausgesprochen unruhig und unstabil ist, dass das dortige Bild einerseits von w ieder aufgeflam m ten Kam pfhandlungen zw ischen der srilankischen Arm ee und Verbänden der Tam il Tigers, andererseits von gew alttä- tigen Auseinandersetzungen zw ischen den verfeindeten G ruppen des ehem aligen LTTE-C om m anders für den O sten - O berst Karuna - und des LTTE-Führers im N orden - Prabakharan - geprägt ist, dass es vor diesem H intergrund durchaus denkbar ist, dass der Beschw erdeführer von beiden M ilizengruppierungen gesucht w orden ist und angesichts der ausgesprochenen D rohungen auch w eitergehende Ü bergriffe auf seine Person befürchtet, dass das Bundesverw altungsgericht indessen auf die Tatsache verw eist, dass sich das Einflussgebiet der Anhänger Karunas vornehm lich im O sten Sri Lankas befindet, dass sich der Beschw erdeführer ferner nach eigener D arstellung nie m ilitärisch für die Zw ecke der Karuna-G ruppe oder diejenige der LTTE einspannen liess, sondern vor- nehm lich als Lehrer für die LTTE gearbeitet hat, dass die vom Beschw erdeführer nam haft gem achten Behelligungen durch die LTTE und die Karuna-G ruppe som it nach Ansicht des Bundesverw altungsgerichts als bloss lokale Verfolgungsm assnahm en seitens D ritter zu betrachten sind, denen er sich durch W ohn- sitznahm e ausserhalb seiner engeren H eim at entziehen kann, zum al er sich nie politisch betätigt haben w ill, w eshalb hinsichtlich seiner Person nicht von der G efahr einer lan- desw eiten Verfolgung seitens der LTTE oder der Karuna-G ruppe ausgegangen w erden kann, dass daher auch ausgehend von der in der Beschw erde geltend gem achten generellen U nterstützung der Karuna-Fraktion durch die srilankischen Sicherheitskräfte (vgl. Be- schw erde S. 1 Ziff. 1) m angels eines erhöhten G efährdungsprofils des Beschw erdefüh- rers nicht von einem landesw eiten Verfolgungsinteresse der Karuna-Fraktion oder der LTTE an seiner Person auszugehen ist, dass der Beschw erdeführer som it in seinem H eim atland über eine - die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft ausschliessende (vgl. hierzu etw a EM AR K 1995 N r. 2 S. 16 f., E. 3.a) - innerstaatliche Fluchtalternative verfügt, dass der U m stand, w onach der Beschw erdeführer zw ischenzeitlich nach H ._______ gereist ist, um dort Zuflucht vor der eskalierenden G ew alt in seinem H eim atland zu suchen (vgl. Beschw erde S. 1 oben), an letzterer Feststellung nichts zu ändern verm ag, dass es dem in I._______ befindlichen Beschw erdeführer überdies gestützt auf Art. 52 Abs. 2 AsylG zuzum uten ist, sich dort um eine Aufnahm e zu bem ühen, zum al dieses Land vom Bundesrat m it Beschluss vom 18. M ärz 1991 als verfolgungssicherer Staat bezeichnet w orden ist (letztm als bestätigt in EM AR K (...)),5 dass bei dieser Sachlage auch keine Veranlassung besteht, die vom Beschw erdeführer auf R echtsm ittelebene in Aussicht gestellten, die angebliche Verflechtung zw ischen sri- lankischen Sicherheitsbehörden und Karuna-G ruppe belegenden w eiteren D okum ente abzuw arten (vgl. Beschw erde S. 1 Ziff. 1), zum al darüber hinaus auf die Tatsache zu verw eisen ist, w onach ein G rossteil der m it dem Asylgesuch vom 21. Juni 2006 bei der Schw eizerischen Botschaft in C olom bo eingereichten Bew eism ittel von einem späteren - m ithin zukünftigen Zeitpunkt - datieren, w om it auch berechtigte Zw eifel an der G laubhaf- tigkeit der Vorbringen des Beschw erdeführers aufkom m en, dass ferner die Tatsache, dass sich die Sicherheitslage nam entlich im N orden und O s- ten des Landes generell verschlechtert hat, am H inw eis auf eine grundsätzlich beste- hende innerstaatliche W ohnsitzalternative im Südteil des Landes - insbesondere im G rossraum C olom bo - nichts zu ändern verm ag (vgl. EM AR K 2006 N r. 6 S. 53 ff.; 2001 N r. 16 E. 6), dass sich som it w eder aus den Vorbringen in der Beschw erdeeingabe noch aus den Ak- ten beziehungsw eise den im vorinstanzlichen Verfahren beigebrachten Bew eism itteln H inw eise darauf ergeben, dass die Vorinstanz ihr Erm essen nicht nach den dargelegten Kriterien ausgeübt hätte, dass sich die Beschw erde daher als offensichtlich unbegründet erw eist, w eshalb sie, w ie obenstehend erw ähnt, im vereinfachten Verfahren m it sum m arischer Begründung abzu- w eisen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ), dass auf die Erhebung von Verfahrenskosten aus verw altungsökonom ischen G ründen in Anw endung von Art. 6 Abs. 1 Bst. b des R eglem ents über die Kosten und Entschädi- gungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 (VG KE, SR 173.320.2) zu verzichten ist. (D ispositiv nächste Seite)6 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer durch Verm ittlung der schw eizerischen Vertretung in C olom bo - die Schw eizerische Botschaft in C olom bo, m it der Bitte um Eröffnung des U r- teils an den Beschw erdeführer (via die zuständige Schw eizer Vertretung in In- dien) sow ie um Zustellung einer Em pfangsbestätigung an das BFM - das BFM m it den Akten (R ef.-N r. N 492 828) D er R ichter: D er G erichtsschreiber: M artin Zoller Philipp R eim ann Versand am :