<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2020.00335</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=220566&amp;W10_KEY=13013481&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2020.00335</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 08.09.2020</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 21.10.2020 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Widerruf der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA eines türkischen Staatsangehörigen, nachdem dessen österreichische Ehefrau nach Wien gezogen war.] Der Beschwerdeführer ist zwar nach wie vor mit einer EU-Bürgerin verheiratet. Diese hat jedoch im August 2018 ihren Lebensmittelpunkt nach Wien verschoben; ihr Aufenthaltsrecht ist erloschen. Das von seiner Ehefrau abgeleitete Aufenthaltsrecht des Beschwerdeführers ist demnach untergegangen und seine Bewilligung kann gestützt auf Art. 23 Abs. 1 VEP und Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG widerrufen werden (E. 2.2). Da der Beschwerdeführer wie bereits vor Vorinstanz angibt, dass er "weiterhin ein eheliches Verhältnis mit seiner Frau" lebe, ist kein nachehelicher Aufenthaltsanspruch zu prüfen (E. 5.1). Die Nichterteilung einer Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des pflichtgemässen Ermessens nach Art. 96 AIG ist angesichts der Straffälligkeit des Beschwerdeführers, seiner Schulden sowie des Sozialhilfebezugs in der Vergangenheit nicht rechtsverletzend (E. 5.2). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSREISE DES EHEGATTEN">AUSREISE DES EHEGATTEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 96 AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 23 Abs. 1 VEP</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=47993" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2020.00335</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">8. September 2020</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sidentin Tamara NÃ¼ssle<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Marco Donatsch, Verwaltungsrichter Martin Bertschi, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber David Henseler.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A,<b> </b>vertreten durch RA B,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA</span></b><b>,</b></p> <span><br/> </span> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b><span>A ist ein 1980 geborener StaatsangehÃ¶riger der TÃ¼rkei. Er reiste am 4. November 2002 in die Schweiz ein und ersuchte erfolglos um Asyl. In der Folge wurde er durch das Bundesamt fÃ¼r FlÃ¼chtlinge (heute Staatssekretariat fÃ¼r Migration [SEM]) aufgefordert, die Schweiz bis am 1. Juni 2004 zu verlassen. Am 5. Mai 2004 heiratete er eine in der Schweiz niedergelassene Landsfrau, worauf ihm das Migrationsamt des Kantons Aargau eine Aufenthaltsbewilligung erteilte. Mit VerfÃ¼gung vom 26. September 2007 wurde eine weitere VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung verweigert, da sich die Ehefrau von A ins Ausland abgemeldet hatte. Die dagegen erhobenen Rechtsmittel blieben erfolglos. Am 18.</span> August 2008 wurde die Ehe geschieden. Per 31. Januar 2009 meldete sich<span> </span><span>A</span> nach unbekannt ab.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 12. MÃ¤rz 2010 heiratete A in der TÃ¼rkei die Ã¶sterreichische StaatsangehÃ¶rige C. Aus der Ehe gingen die SÃ¶hne D (geboren 2010) und E (geboren 2012) hervor; sie besitzen wie ihre Mutter die Ã¶sterreichische StaatsbÃ¼rgerschaft<span>. C reiste am 20. September 2011 in die Schweiz ein, wo ihr am 18. Oktober 2011 eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zur unselbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit erteilt wurde, zuletzt mit GÃ¼ltigkeit bis am 19. September 2021. </span>Im Januar 2012 reisten auch D und A in die Schweiz ein, wo ihnen im Familiennachzug ebenfalls eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA erteilt wurde, zuletzt mit GÃ¼ltigkeit bis am 19. September 2021. Am 15. Mai 2012 erhielt auch Sohn E eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA, ebenfalls zuletzt mit GÃ¼ltigkeit bis am 19. September 2021. </p> <p class="Urteilstext">Am 27. August 2018 gab C auf der Einwohnerkontrolle F eine schriftliche AbmeldeerklÃ¤rung ab, worin sie bestÃ¤tigte, dass sie den Wohnsitz in der Schweiz aufgebe, am 28. August 2018 ausreise und sich und die beiden SÃ¶hne abmelde. Sie nahm zudem Kenntnis vom ErlÃ¶schen der auslÃ¤nderrechtlichen Bewilligungen. Das Migrationsamt tÃ¤tigte in der Folge AbklÃ¤rungen zum Bestand der ehelichen Beziehungen. GestÃ¼tzt darauf und nach GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs widerrief das Migrationsamt mit VerfÃ¼gung vom 4. Oktober 2019 die Aufenthaltsbewilligung von A (Dispositiv-Ziff. I) und stellte fest, dass die Aufenthaltsbewilligungen von C, D und E erloschen seien (Dispositiv-Ziff. II). </p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Entscheid vom 14. April 2020 hiess die Sicherheitsdirektion einen dagegen erhobenen Rekurs teilweise gut und hob Dispositiv-Ziff. II der angefochtenen VerfÃ¼gung auf. Im Ãbrigen wies es den Rekurs ab, soweit er nicht gegenstandslos war </span>(Dispositiv-Ziff. I). </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 14. Mai 2020 liess A Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben und beantragen, unter EntschÃ¤digungsfolge sei der Rekursentscheid aufzuheben und "[sei] seine Aufenthaltsbewilligung zu verlÃ¤ngern"; eventualiter sei von der Wegweisung abzusehen, subeventualiter "sei die Sache zurÃ¼ckzuweisen". </p> <p class="Urteilstext">Die Sicherheitsdirektion verzichtete am 5. Juni 2020 auf eine Vernehmlassung; das Migrationsamt erstattete keine Beschwerdeantwort. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r Beschwerden gegen erstinstanzliche Rekursentscheide der Sicherheitsdirektion Ã¼ber Anordnungen des Migrationsamts betreffend das Aufenthalts-recht nach §§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b><span>GemÃ¤ss Art. 2 Abs. 2 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005</span><span> </span><span>gilt dieses Gesetz fÃ¼r StaatsangehÃ¶rige eines Mitgliedstaates der EuropÃ¤ischen </span>Gemeinschaft<span> (heute EuropÃ¤ische Union [EU]) nur so weit, als das FreizÃ¼gigkeitsabkommen vom 21. Juni 1999 (FZA, SR 0.142.112.681) keine </span>abweichenden<span> Bestimmungen enthÃ¤lt oder das AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetz gÃ¼nstigere Bestimmungen vorsieht. </span>GestÃ¼tzt auf Art. 7 lit. d und e FZA in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 und 2 lit. a Anhang I FZA haben Ehegatten von EU-StaatsangehÃ¶rigen mit Aufenthaltsrecht in der Schweiz ungeachtet der eigenen StaatsangehÃ¶rigkeit das Recht, bei diesen Wohnung zu nehmen und eine ErwerbstÃ¤tigkeit auszuÃ¼ben. Dieses abgeleitete Aufenthaltsrecht knÃ¼pft an den formellen Bestand der Ehe an und darf grundsÃ¤tzlich nicht vom Erfordernis des Zusammenlebens abhÃ¤ngig gemacht werden, sofern nicht rechtsmissbrÃ¤uchlich zur blossen Aufenthaltssicherung an einer nur noch formell bestehenden Ehe festgehalten wird (vgl. BGE 130 II 113 [= Pra. 93/2004 Nr. 171] E. 8 f.; BGE 139 II 393 E. 2.1). <span>Die Bewilligungsvoraussetzungen entfallen aber sowohl bei der rechtsmissbrÃ¤uchlichen Berufung auf eine inhaltsleere (Schein-)Ehe als auch bei fehlendem hiesigen Aufenthaltsrecht des Ehegatten, von welchem das eigene Aufenthaltsrecht abgeleitet wird. Diesfalls entfÃ¤llt der Zweck, zu welchem das (abgeleitete) Aufenthaltsrecht erteilt wurde, weshalb gestÃ¼tzt auf Art. 23 der Verordnung Ã¼ber die EinfÃ¼hrung des freien Personenverkehrs vom 22. Mai 2002 (VEP, SR 142.203) und Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG die Aufenthaltsbewilligung widerrufen oder nicht (mehr) verlÃ¤ngert werden kann, da das FreizÃ¼gigkeitsabkommen diesbezÃ¼glich keine eigenen abweichenden Bestimmungen enthÃ¤lt (vgl. zum Ganzen BGE 130 II 113 [= Pra. 93/2004 Nr. 171] E. 9; BGE 139 II 393 E. 2.1).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ist zwar nach wie vor mit einer EU-BÃ¼rgerin verheiratet. C hat sich jedoch per 28. August 2018 gemeinsam mit den beiden SÃ¶hnen aus der Schweiz abgemeldet und erklÃ¤rt, ihren hiesigen Wohnsitz aufzugeben; ihren Lebensmittelpunkt hat sie zu diesem Zeitpunkt nach Wien verschoben. Die Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA von C ist demnach bereits seit Ã¼ber einem Jahr erloschen (vgl. Art. 6 Abs. 5 Anhang I FZA; Art. 61 Abs. 1 lit. a und d AIG). Das von seiner Ehefrau abgeleitete Aufenthaltsrecht des BeschwerdefÃ¼hrers ist demnach untergegangen, und seine Bewilligung kann gestÃ¼tzt auf Art. 23 Abs. 1 VEP<span> und Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG</span><span> </span>widerrufen werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Da die beiden SÃ¶hne des BeschwerdefÃ¼hrers nicht in der Schweiz die Schule besuchen, kann sich dieser nicht auf Art. 3 Abs. 6 Anhang I FZA berufen, um daraus ein Aufenthaltsrecht in der Schweiz abzuleiten. Gleiches gilt mit Blick auf Art. 3 Abs. 1 Anhang I FZA, da seine Ehefrau Ã¼ber kein (selbstÃ¤ndiges) Aufenthaltsrecht in der Schweiz mehr verfÃ¼gt.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Aus dem in Art. 8 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK, SR 0.101) sowie Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, SR 101) verankerten Recht auf Achtung des Familienlebens kann der BeschwerdefÃ¼hrer nichts zu seinen Gunsten ableiten, da seine Familie in der Schweiz nicht mehr aufenthaltsberechtigt ist (vgl. BGE 144 II 1 E. 6.1). <span>Eine besonders intensive Integration des BeschwerdefÃ¼hrers in der Schweiz ist nicht ersichtlich; eine solche behauptet er denn auch nicht. Eine Berufung auf das in den vorerwÃ¤hnten Bestimmungen ebenfalls verankerte Recht auf Privatleben kommt somit ebenfalls nicht in Betracht (vgl. nur BGE 144 I 266 E. 3.4).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer gibt wie bereits vor Vorinstanz an, dass er "weiterhin ein eheliches VerhÃ¤ltnis mit seiner Frau" lebe. Er verkennt dabei jedoch, dass er â da er sein Aufenthaltsrecht in der Schweiz von seiner Ehefrau ableitet â nach deren definitiven Ausreise Ã¼ber kein Aufenthaltsrecht in der Schweiz mehr verfÃ¼gt. Er fÃ¼hrt zwar zu Recht aus, dass unter dem FZA das Zusammenwohnen nicht Bewilligungsvoraussetzung ist. Aus seinem Hinweis auf Art. 49 AIG (in Verbindung mit Art. 2 FZA und Art. 2 Abs. 2 AIG) und den darin geregelten Ausnahmen vom Erfordernis des Zusammenwohnens kÃ¶nnte er jedoch ohnehin nichts zu seinen Gunsten ableiten, weil keine wichtigen GrÃ¼nde fÃ¼r getrennte Wohnorte geltend gemacht werden. Somit kann offenbleiben, ob diese Bestimmung vorliegend Ã¼berhaupt anwendbar ist (vgl. BGE 140 II 345 [= Pra. 104/2015 Nr. 75] E. 4.4.1 mit Hinweis). Denn fÃ¼r den Bestand seines (abgeleiteten) Aufenthaltsrechts unter dem FZA ist der Bestand des (originÃ¤ren) Aufenthaltsrechts seiner Ehefrau in der Schweiz vorausgesetzt. Letzteres ist jedoch â wie aufgezeigt â erloschen. Dem BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤tte es freigestanden, zusammen mit seiner Ehefrau und den beiden SÃ¶hnen nach Wien zu ziehen. Da der BeschwerdefÃ¼hrer vorbringt, dass die eheliche Beziehung weiterhin intakt sei und Ã¼ber die Landesgrenze hinweg gelebt werde, ist ein nachehelicher Aufenthalt demnach nicht zu prÃ¼fen; die AusfÃ¼hrungen des BeschwerdefÃ¼hrers zum Anspruch auf nachehelichen Aufenthalt gemÃ¤ss FZA gehen an der Sache vorbei. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Die Vorinstanz und der Beschwerdegegner lehnten die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des pflichtgemÃ¤ssen Ermessens nach Art. 96 AIG angesichts der StraffÃ¤lligkeit des BeschwerdefÃ¼hrers, seiner Schulden sowie des Sozialhilfebezugs in der Vergangenheit ab. Dieser Schluss erweist sich nicht als rechtsverletzend; auf die entsprechenden ErwÃ¤gungen kann verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). </p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dass ein schwerwiegender persÃ¶nlicher HÃ¤rtefall im Sinn von Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG vorliegen wÃ¼rde, wird nicht geltend gemacht und wÃ¤re auch nicht ersichtlich. Wegweisungsvollzugshindernisse bestehen sodann ebenfalls nicht. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. </p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen und ist ihm eine ParteientschÃ¤digung zu versagen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG; § 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Erwgung1"><b>9. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: So­-weit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht wird, ist die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) zulÃ¤ssig; ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG). Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text31"></a>erkennt</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 70.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'070.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gung 9 Beschwerde erhoben werden. Sie ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>