<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.00865</span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Ersatzrichterin Romero-Käser<br/>Gerichtsschreiberin Fonti</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 15. August 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Ervin Deplazes</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Isler Partner Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Kronenstrasse 9, Postfach 426, 8712 Stäfa</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1966</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meldete sich u</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nter Hinweis auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diverse psychische und somatische B</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eschwerden am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">23. Februar 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bei der Invalidenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung zum Leistungsbezug an (Urk.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 7/6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinisch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e und erwerbliche Situation ab.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach durchgeführtem Vorbescheid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahren (Urk. 7/14</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">20. Juni 2016 einen Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anspruch (Urk.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 7/15</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> = </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2)</span></p><p><br/></p><p><span>2.</span><span> </span><span>Die Versicherte erhob am </span><span>17. August 2016</span><span> Beschwerde gegen die Verfügung vom </span><span>20. Juni 2016</span><span> (</span><span>Urk. </span><span>2) und beantragte, </span><span>diese sei aufzuheben und es sei</span><span> </span><span>die Sache zur weiteren medizinischen Abklärung zurückzuweisen, eventuell sei ihr eine Rente </span><span>zuzusprechen</span><span> (Urk. 1 S. 2</span><span>).</span></p><p><span> </span><span>Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom </span><span>20. September 2016 (Urk. 6</span><span>) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am </span><span>26. September 2016</span><span> zur Kenntnis gebracht (Urk.</span><span> 8</span><span>).</span></p><p><span> </span><span>Mit Gerichtsverfügung vom </span><span>22. November 2016</span><span> wurden antragsgemäss (vgl. </span><span>Urk. </span><span>1</span><span> S. 2</span><span>) die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt (Urk.</span><span> 9</span><span>).</span><span> Die Beschwerdeführerin erstattete am 26. Januar 2017 ihre Replik (Urk. 12). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf das Einreichen einer Duplik (Urk. 15), was der Beschwerdeführerin am 27. Februar 2017 zur Kenntnis ge</span><span>bracht wurde (Urk. 16). </span></p><p><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherte mit vollendetem 20. Altersjahr, die vor der Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit nicht erwerbstätig waren und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, gelten nach Art. 5 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bindung mit Art. 8 Abs. 3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> als invalid, wenn eine Unmöglichkeit vorliegt, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Art. 7 Abs. 2 ATSG ist sinn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss anwendbar. Demnach sind für die Beurteilung des Vorliegens einer Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Rentenanspruch entsteht gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Artikel 29 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1). Der Anspruch entsteht nicht, solange die versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherte Person ein Taggeld nach Art. 22 IVG beanspruchen kann (Abs. 2). Die Rente wird vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3). Beträgt der Invaliditätsgrad weniger als 50 %, so werden die entsprechenden Renten nur an Versicherte ausbezahlt, die ihren Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben. Diese Voraussetzung ist auch von Angehörigen zu erfüllen, für die eine Leistung be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ansprucht wird (Abs. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG) stellt sich unter dem Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtspunkt des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28a </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 IVG in Verbindung mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16 und 7 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Me</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">thode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Üb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">27</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des Invaliditätsgrades (BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ner im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit ist der im Sozialversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derlich (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 137 V 334</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3.2, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 393</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3.3, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">125 V 146</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2c, je mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die gemischte Methode findet auch Anwendung, wenn der (in einem Aufgaben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bereich tätigen) versicherten Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nicht ausüben würde (vgl. BGE 133 V 504 E. 3.3 in fine). Ist jedoch anzuneh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men, die versicherte Person wäre ohne gesundheitliche Beeinträchtigung teiler</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werbstätig oder sie arbeitete unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mit, ohne daneben in einem andern Aufgabenbereich nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> tätig zu sein, ist die Invalidität ausschliesslich nach den Grundsät</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zen für Erwerbstätige, somit nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16 ATSG zu bemessen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28a </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 e contrario </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Die gemischte Methode gelangt hier ebenso wenig zur Anwen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dung wie bei ohne Gesundheitsschaden voll Erwerbstätigen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">27</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVV). Das Valideneinkommen ist nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausgeüb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Teilerwerbstätigkeit festzulegen. Entscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht, was sie bes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenfalls verdienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspensum aus freien Stücken, insbesondere um mehr Freizeit zu haben, oder ist die Ausübung einer Ganztagestätigkeit aus Gründen des Arbeitsmarktes nicht möglich, hat dafür nicht die Invalidenversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherung einzustehen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 125 V 157</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5c/bb mit Hinweisen; ZAK 1992 S. 92 E. 4a). Das Invalideneinkommen bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Dabei kann das – vom Arzt festzulegende – Arbeitspensum unter Umständen grösser sein als das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung geleistete (vgl. BGE 131 V 51 E. 5.1.2). </span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren Invaliditätsbemes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">methode und damit der Beantwortung der entscheiden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Statusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische Willensentscheidungen der versicherten Person berücksichtigen muss. Dies gilt auch für die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre. Diese inneren Tatsa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">thetischer Geschehensabläufe ist eine Tatfrage, soweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Le</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">benserfahrung mitberücksichtigt werden. Rechtsfragen sind hingegen Folgerun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, die ausschliesslich – losgelöst vom konkreten Sachverhalt – auf die allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meine Lebenserfahrung gestützt werden oder die Frage, ob aus festgestellten In</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dizien mit Recht auf bestimmte Rechtsfolgen geschlossen worden ist (vgl. Ur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teile des Bundesgerichts 9C_287/2013 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">November 2013 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und 8C_511/2013 vom 3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">0. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dezember 2013, je </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch zugemutet werden kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) davon aus, aufgrund der versicherungsmedizinischen Beurteilung der eingeholten Arztberichte liege kein Gesundheitsschaden vor, welcher die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin dauerhaft und in erheblichem Ausmass einschränken würde. Es bestehe daher kein Leistungsanspruch.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Daran hielt die Beschwerdegegnerin mit Beschwerdeantwort (Urk. 6) fest. Sie führte insbesondere aus, die körperlichen Beschwerden der Beschwerdeführerin seien in der Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) gewürdigt worden. Danach sei sie für leichte, wechselbelastende Tätigkeiten zu 100 % ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitsfähig (S. 1 Ziff. 3). Sodann sei mangels Hinweisen auf psychische Auffäl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ligkeiten aus der Zeit vor dem Drogenkonsum sowie aufgrund ihres „normalen Werdeganges“ und ihrer guten schulischen Ausbildung von einem primären Suchtgeschehen auszugehen (S. 2 Ziff. 5). Selbst wenn jedoch von einem ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genständigen psychischen Leiden auszugehen wäre, sei gemäss aktenkundigem Arztbericht von wiederholten leicht- bis mittelgradigen depressiven Episoden - welche keine Invalidität begründen würden - sowie von einem Verdacht auf eine kombinierte Persönlichkeitsstörung auszugehen. Eine Verdachtsdiagnose reiche für die Annahme einer invalidisierenden Gesundheitsschädigung nicht aus (Ziff. 6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt (Urk. 1), die Beschwerdegegnerin sei ihrer Untersuchungspflicht nicht rechtsgenüglich nachgekommen, da der Bericht von Dr. Y.___ von der Beschwerdegegnerin teilweise als unleserlich qualifiziert und ohne Rückfragen nur unvollständig berücksichtigt worden sei (S. 5 Ziff. 4). Ebenfalls sei der Bericht der Z.___ unvollständig berücksichtigt worden, indem seine Diagnoseliste nicht vollständig übernommen worden sei (Ziff. 5). Die Beschwerdegegnerin gehe von einem primären Suchtgeschehen aus, ohne dazu aktuelle Abklärungen vorgenommen zu haben (S. 6 Ziff. 7). Zudem sei die im Bericht von der Z.___ festgehaltene akute Niereninsuffizienz nicht weiter abgeklärt wor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den und es würden detaillierte Angaben zur Lungenfunktion fehlen (Ziff. 8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Des Weiteren sei die Annahme falsch, die Beschwerdeführerin sei seit ihrer Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reise Hausfrau (S. 7 Ziff. 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Daran hielt die Beschwerdeführerin mit Replik (Urk. 12) fest und legte weitere ärztliche Stellungnahmen ins Recht (Urk. 13/2, Urk. 13/5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht einen Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anspruch verneint hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 6. Januar 2016 wurde die Beschwerdeführerin notfallmässig ins A.___ eingewiesen (Bericht vom 15. Januar 2016, Urk. 7/11/6-8). Sie wurde während den ersten Tagen der Hospitalisierung aufgrund einer Sepsis bei ambulant erworbener Pneumonie sowie einer akuten Niereninsuffizienz auf der Intensivpflegestation behandelt (S. 2 oben). Es wurden folgende Diagnosen ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellt (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Sepsis bei ambulant erworbener Pneumonie mit Globalinsuffizienz</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">interstitielle Pneumopathie der rechten Lunge (Erstdiagnose, ED, 2014)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">dringender Verdacht auf pulmonalarterielle Hypertonie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Hepatitis C</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">akute Niereninsuffizienz AKIN II-III</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">arterielle Hypertonie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Opioid- und Benzodiazepin-Substitution</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Cannabis-Abhängigkeitssyndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Hausarzt der Beschwerdeführerin, Dr. med. Y.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, nannte im Bericht vom 15. März 2016 folgende Di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">agnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/11/1-5 Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">kombinierte Persönlichkeitsstörung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Heroin-Abhängigkeitssyndrom seit zirka 1994</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Benzodiazepin-Abhängigkeitssyndrom seit zirka 1993</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">interstitielle Pneumopathie (ED 2014), Zustand nach Tuberkulose (1997)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf pulmonalarterielle Hypertonie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">hypertensive Herzkrankheit bei arterieller Hypertonie (ED zirka 2005)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit habe die Methadon-Substitutions-thera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pie seit 1996 beziehungsweise seit 2015 die Therapie mit Sevre-Long. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. Y.___ attestierte der Beschwerdeführerin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Bericht vom 18. März 2016 (Urk. 7/12) führte Dr. med. B.___, Fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Z.___, C.___, aus, es handle sich bei der Beschwerdeführerin um eine Pati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entin mit einer jahrelangen Abhängigkeitsproblematik, retrospektiv (unter Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">behalt) vor dem Hintergrund einer strukturellen Störung. In den letzten Jahren hätten sich die psychischen Symptome, insbesondere das depressive Erleben, verbessert. Dafür sei es zu einer sukzessiven somatischen Destabilisierung ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kommen. Seiner Ansicht nach sei die Beschwerdeführerin aktuell und dauerhaft nicht im ersten Arbeitsmarkt vermittelbar. Aufgrund des reduzierten Allgemein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zustandes sei auch eine Tätigkeit im geschützten Rahmen höchstens in einem Teilpensum denkbar (Ziff. 1.4 Prognose). Er attestierte ihr folglich eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. B.___ stellte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leicht- bis mittelgradig mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Opiatabhängigkeit, gegenwärtig substituiert mit Subutex (ICD-10 F11.22)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Benzodiazepinabhängigkeit (ICD-10 F13.24)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Cannabisabhängigkeit (ICD-10 F12.24)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">interstitielle Pneumopathie der rechten Lunge</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf pulmonalarterielle Hypertonie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Hepatitis C</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">akute Niereninsuffizienz</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">arterielle Hypertonie mit linksventrikulärer Hypertrophie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Zum ärztlichen Befund (Ziff. 1.4) führte Dr. B.___ aus, die Beschwerdeführe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rin sei in reduziertem Allgemein- und adipösen Ernährungszustand. Sie sei be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">wusstseinsklar und allseits orientiert. Es gebe keine Hinweise für kognitive Defi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">zite. Im formalen Gedankengang sei sie deutlich verlangsamt. Es seien keine in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">haltlichen Denkstörungen feststellbar. Die Sprache klinge unter Benzodiazepi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">neinfluss etwas verwaschen. Im Behandlungsverlauf seien phasenweise depres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sive Einbrüche aufgetreten vor allen Dingen auch in Zusammenhang mit ihrer belastenden somatischen und sozialen Situation ohne Perspektiven. In diesen Phasen seien sozialer Rückzug, zunehmende Ängste und Schlafstörungen fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">zustellen. Es liege eine fragile Ich-Struktur vor. Hinweise für Sinnestäuschung oder Wahninhalte würden nicht vorliegen und eine akute Selbst- oder Fremd</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gefährdung sei nicht festzustellen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Den Beurteilungen der beiden RAD-Ärzte (psychiatrisch und somatisch) vom 4. beziehungsweise 5. April 2016 (Urk. 7/13/S. 3f.) ist Folgendes zu entnehmen:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus psychiatrischer Sicht zeige der psychopathologische Befund im Bericht von Dr. B.___ keine depressiven Symptome. Es seien lediglich phasenweise de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pressive Einbrüche vor allem im Zusammenhang mit der belastenden somati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen und sozialen Situation beschrieben worden. Ansonsten ergebe sich grundsätzlich das Bild einer primären Suchtkrankheit (S. 3 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus internistischer Sicht sei bei negativer Hepatitis-C-PCR von einer Aushei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung auszugehen. Die Beschwerdeführerin sei nicht infektiös und eine Auswir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung der Hepatitis C auf die Leberfunktion sei nicht zu erwarten. Die Nierenin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">suffizienz sei im Zusammenhang mit einer schweren Allgemeinerkrankung auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">getreten, eine dauerhafte Einschränkung der Nierenfunktion liege nicht vor. Der Hypertonus mit daraus resultierender linksventrikulärer Hypertrophie schränke die körperliche Belastbarkeit nur geringfügig ein. Angaben zu den Auswirkun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen der interstitiellen Pneumopathie der rechten Lunge würden die Arztberichte nicht enthalten, auch detaillierte Angaben zur Lungenfunktion würden fehlen. Aus internistischer Sicht könne festgehalten werden, dass die Beschwerdeführe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin leichte körperliche Tätigkeiten in Wechselbelastung verrichten könne. Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">züglich der Arbeitszeit bestehe keine Einschränkung (S. 3 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. Y.___ nahm auf Aufforderung des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin am 18. Januar 2017 erneut Stellung zum Gesundheitszustand der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin, wie sich dieser am 13. Januar 2017 präsentiert habe (Urk. 13/2). Er stellte - nebst den bisher bekannten Diagnosen - folgende neue Diagnosen:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">asthmoide Bronchitis</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">neu aufgetretenes Herzgeräusch</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführerin gehe es nicht gut, sie fühle sich körperlich nicht im</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stande, eine Arbeit zu übernehmen. Beim Bergaufgehen und bei Anstrengung komme es zu Schmerzgefühlen im linken Brustkorb. Sehr häufig plage der Husten (S. 1 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schliesslich nahm auch Dr. B.___ im Auftrag des Rechtsvertreters der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin nochmals Stellung (E-Mail vom 18. Januar 2017, Urk. 13/5). Er stellte klar, er habe die Beschwerdeführerin meist nur zu Kurzter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">minen zu medikamentösen Fragen und einmalig auch im Rahmen eines Konsils im A.___ gesehen. Entsprechend sei ihm die Geschichte der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführerin nur ansatzweise bekannt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Frage, ob die aktuelle gesundheitliche Situation alleine auf das Suchtge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schehen zurückzuführen sei, führte Dr. B.___ aus, man müsse wohl differen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zieren: Es gebe sicher somatische Erkrankungen bei der Beschwerdeführerin, die in direktem Zusammenhang mit dem Konsum stehen würden. Der aktuelle psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chische Zustand erscheine ihm aber einerseits zumindest in Ansätzen schon prämorbid vorhanden gewesen zu sein. Andererseits sei dieser aber auch aus ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ner Wechselwirkung verstehbar. Denn im Rahmen von Suchterkrankungen finde eine Wechselwirkung von Sucht und den damit verbundenen Lebensum</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständen und deren Auswirkungen auf die weitere psychische Entwicklung statt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sodann führte Dr. B.___ aus, eine Begutachtung sei nicht nur zur Klärung der Frage bezüglich primärer Suchterkrankung sinnvoll, sondern auch zur Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung des invalidisierenden Gesundheitsschadens generell. Die Beschwerdegeg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nerin gehe davon aus, die Beschwerden der Beschwerdeführerin seien behandel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bar und somit überwindbar. Dabei sei die Chronifizierung des psychischen Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">standsbildes und die progrediente Verschlechterung des Allgemeinzustandes übersehen worden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Den medizinischen Akten lässt sich entnehmen, dass die Beschwerdeführerin vordergründig an einer Suchtproblematik und deren Folgen leidet.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung führt Drogensucht (wie auch Alkoholismus und Medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kamentenmissbrauch) als solche nicht zu einer Invalidität im Sinne des Geset</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zes. Dagegen wird sie im Rahmen der Invalidenversicherung relevant, wenn sie eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger, die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">getreten ist, oder wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sundheitsschadens ist, dem Krankheitswert zukommt (BGE 124 V 265 E. 3c). Aus letzterem Leitsatz folgt nicht, dass die Auswirkungen einer Drogensucht, die ihrerseits auf einen Gesundheitsschaden zurückgeht, per se invaliditätsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gründend sind. Die zitierte Praxis setzt vielmehr den Grundsatz um, dass funk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tionelle Einschränkungen nur anspruchsbegründend sein können, wenn sie sich als Folgen selbständiger Gesundheitsschädigungen darstellen (Art. 6 ff. ATSG und Art. 4 Abs. 1 IVG). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Frage nach einem (selbstständigen) Gesundheitsschaden kann vorliegend aus nachfolgend aufzuzeigendem Grund offen bleiben. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin reiste im Jahr 1992 in die Schweiz ein (Urk. 7/6/2 Ziff. 1.4). Einer Erwerbstätigkeit ging sie seither nicht nach. Dem Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) lässt sich entnehmen, dass die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin seit Jahren als Nichterwerbstätige registriert ist (Urk. 7/10). Daneben hatte sie in den Jahren 2004 bis 2011 jeweils einen sehr geringen Verdienst (meist unter Fr. 100.-- pro Jahr) beim D.___ erzielt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der Anmeldung bei der Beschwerdegegnerin gab die Beschwerdeführerin an, sie sei seit 1992 Hausfrau (Urk. 7/6/6 Ziff. 5.5). Im Rahmen des Beschwerdever</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahrens machte sie jedoch wiederum selbst geltend, sie sei nicht als Hausfrau, sondern als Nichterwerbstätige zu qualifizieren (Urk. 12 S. 7 Ziff. 10). Dieser Ansicht ist beizupflichten, zumal ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Aufgabenbereich (vgl. Stauffer/Cardinaux</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, Bundesgesetz über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die Invalidenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherung (IVG), 3. Auflage 2014, S. 53 Rz 3) fehlt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung haben Versicherte, die in ihrer Erwerbstätigkeit eingeschränkt sind. Sofern jemand aus freien Stücken keiner Erwerbstätigkeit nachgeht und sich als nicht erwerbstätig qualifiziert, ist ein solcher „Erwerbsausfall“ im Falle eines eintretenden Gesundheitsschadens nicht von der Invalidenversicherung abgedeckt beziehungsweise es liegt in ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nem solchen Falle gar kein Schaden vor. Aufgrund der Akten ist ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin kurze Zeit nach ihrer Einreise (1992) drogenabhän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gig (zirka im Jahr 1993 oder 1994) wurde. Folglich basiert der damalige Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zicht, einer Arbeit nachzugehen, auf IV-fremden Gründen (Drogensucht). So</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dann machte die Beschwerdeführerin zu keinem Zeitpunkt geltend, dass sie - sofern ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liegen würde - im Gesundheitsfalle einer Erwerbstätigkeit nachgehen würde. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend hat die Beschwerdeführerin folglich in keiner Hinsicht einen Erwerbsausfall erlitten, weshalb die angefochtene Verfügung vom 20. Juni 2016 im Ergebnis nicht zu beanstanden ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- anzusetzen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, infolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen, unter Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weis auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgerichts (GSVGer), auf die Gerichtskasse zu nehmen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> u</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nentgeltlichen Rechtsvertreter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführerin, Rechtsanwal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vin Deplazes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, steht bei diesem Verfahrens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gang eine Entschädigung aus der Gerichtskasse zu. Mit Honorarnote vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">30. Juni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> machte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> einen Aufwand von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">10</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Stunden und Barauslagen von Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">169.30</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> geltend (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17/2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Dieser Aufwand ist dem Umfang und der Schwierigkeit der Sache angemessen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (§ 34 Abs. 3 GSVGer), weshalb er mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2‘107.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(inkl. Barauslagen und Mehrwert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">steuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kasse genommen. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdeführerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der unentgeltliche Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt Ervin Deplazes, Stäfa,</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird mit </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2‘107</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gerichts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kasse entschädigt. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdeführerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Ervin Deplazes</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannFonti</p></div> </div></body></html>