9. März 1994 189 Motion des Nationalrates délai n'est pas modifié par le fait que, dans la loi fédérale sur les droits politiques, on reprenne la disposition. On ne va pas raccourcir ce délai, il existe, et l'adaptation des dispositions cantonales devra se faire en application de ce qui a été décidé par le Parlement à l'article 98a de la loi fédérale d'organisation judiciaire. Par conséquent, le projet du Conseil fédéral est simplement d'appliquer strictement ce que le Parlement a décidé et a fait mettre en vigueur par le Conseil fédéral au cours de l'année passée. Ce serait tout de même dommage qu'à la première occasion, sous prétexte qu'il s'agit de droits électoraux, on viole ce que l'on a voulu introduire, précisément pour avoir une structure judiciaire qui soit correctement établie et qui per- mette un certain filtre pour que toutes les affaires n'aillent pas directement au Tribunal fédéral, mais qu'elles soient d'abord tranchées par celles qui sont les mieux placées pour ce faire, c'est-à-dire les autorités cantonales. Abstimmung - Vote Für den Antrag der Minderheit 17 Stimmen Für den Antrag der Mehrheit 10 Stimmen Art. 80 Abs. 1 Antrag der Kommission Mehrheit Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Minderheit (Reymond, Flückiger, Schmid Carlo) Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Art. 80 al. 1 Proposition de la commission Majorité Adhérer au projet du Conseil fédéral Minorité (Reymond, Flückiger, Schmid Carlo) Adhérer à la décision du Conseil national Angenommen gemäss Antrag der Minderheit Adopté selon la proposition de la minorité Art. 81; 84; 85; Ziff. Il, III Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Art. 81; 84; 85; eh. Il, III Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national Angenommen -Adopté Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 27 Stimmen (Einstimmigkeit) An den Nationalrat -Au Conseil national #ST# 93.3008 Motion des Nationalrates (SPK-NR91.434) Nationalratswahlrecht. Massnahmen gegen die Listenzersplitterung Motion du Conseil national (CIP-CN91.434) Elections au Conseil national. Mesures contre l'éparpillement des listes Wortlaut der Motion vom 19. März 1993 Der Bundesrat wird beauftragt, der Bundesversammlung eine Änderung des Bundesgesetzes über die politischen Rechte vorzulegen, die eine zu grosse Listenzersplitterung zu vermei- den erlaubt Vorzusehen sind Massnahmen betreffend die An- zahl der Stimmberechtigten, die einen Wahlvorschlag einrei- chen können, betreffend die finanziellen Auswirkungen für eine Liste, die eine minimale Zahl Stimmen nicht erreicht, und gegebenenfalls betreffend eine Beschränkung von Unterli- sten- und Unter-Unterlistenverbindungen. Texte de la motion du 19 mars 1993 Le Conseil fédéral est invité à soumettre au Parlement une mo- dification de la loi fédérale sur les droits politiques qui per- mette d'éviter un trop grand éparpillement des listes par des mesures relatives au nombre d'électeurs pouvant remettre une liste, fixant les conséquences financières d'une liste n'ob- tenant pas un nombre minimal de voix et limitant, le cas échéant, les cas de sous-apparentements et de sous-sous- apparentements. #ST# 93.3009 Motion des Nationalrates (SPK-NR 91.434, Minderheit) Nationalratswahlrecht. Massnahmen gegen die Listenzersplitterung Motion du Conseil national (CIP-CN 91.434, minorité) Elections au Conseil national. Mesures contre l'éparpillement des listes Wortlaut der Motion vom 19. März 1993 Der Bundesrat wird beauftragt, der Bundesversammlung eine Änderung des Bundesgesetzes über die politischen Rechte zu unterbreiten, welche die Anzahl der Unterschriften von Stimmberechtigten, die einen Wahlvorschlag zu den National- ratswahlen einreichen können, im Verhältnis zur Bevölke- rungszahl der Kantone angemessen erhöht. Texte de la motion du 19 mars 1993 Le Conseil fédéral est invité à soumettre au Parlement une mo- dification de la loi fédérale sur les droits politiques visant à éle- ver de manière appropriée, en fonction de la population des cantons, le nombre de signatures d'électeurs exigées pour le dépôt d'une liste de candidats au Conseil national. Roth Jean-François (C, JU) unterbreitet im Namen der Staats- politischen Kommission (SPK) den folgenden schriftlichen Bericht: 1. Der Nationalrat hat am 19. März 1993 mit 103 zu 47 Stim- men die Motion seiner Staatspolitischen Kommission über- wiesen (93.3008).Interpellation Iten Andreas 190 9 mars 1994 Anschliessend wurde mit 77 zu 28 Stimmen eine Motion der Minderheit der Staatspolitischen Kommission überwiesen. Diese Motion (93.3009) enthält lediglich die erste der drei For- derungen der oben erwähnten Motion. 2. Mit Botschaft vom 1. September 1993 hat der Bundesrat den eidgenössischen Räten einen Entwurf für eine Teilände- rung der Bundesgesetzgebung über die politischen Rechte unterbreitet (93.066). Mit seinen Anträgen zu den Artikeln 24 und 31 des Bundesgesetzes über die politischen Rechte hat der Bundesrat den Auftrag der vom Nationalrat überwiesenen Motionen erfüllt Roth Jean-François (C, JU) présente au nom de la Commis- sion des institutions politiques (CIP) le rapport écrit suivant: 1. Le 19 mars 1993, le Conseil national a voté, par 103 voix contre 47, la transmission de la motion de sa Commission des institutions politiques (93.3008). Le Conseil national a ensuite transmis, par 77 voix contre 28, une motion de la minorité de la Commission des institutions politiques. Cette motion (93.3009) reprend la première des trois exigences de la motion susmentionnée. 2. Dans son message du 1 er septembre 1993, le Conseil fédé- ral a soumis aux Chambres fédérales un projet de révision par- tielle de la législation sur les droits politiques (93.066). Par ses propositions relatives aux articles 24 et 31 de la loi fédérale sur les droits politiques, le Conseil fédéral a rempli le mandat de la motion transmis par le Conseil national. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt, die beiden Motionen als erfüllt ab- zuschreiben. Proposition de la commission La commission propose de classer les deux motions. Roth Jean-François (C, JU), rapporteur: Vous avez effective- ment reçu le rapport écrit La commission propose de classer ces deux motions pour les motifs indiqués dans ce rapport Abgeschrieben - Classé #ST# 93.3274 Interpellation Iten Andréas Botschaften des Bundesrates. Darlegung des Vollzugs in den Kantonen Messages du Conseil fédéral. Mention des problèmes d'exécution dans les cantons Wortlaut der Interpellation vom 4. Juni 1993 Ist der Bundesrat bereit, in den Botschaften zu Gesetz- und Beschlussentwürfen eine Rubrik aufzunehmen, die die Voll- zugsprobleme der Kantone ausführlich darlegt? Texte de l'interpellation du 4 juin 1993 Le Conseil fédéral est-il disposé à inclure dans ses messages à l'appui de projets de loi et d'arrêté une rubrique exposant les difficultés d'exécution par les cantons? Mitunterzeichner - Cosignataires: Bisig, Frick, Gemperli, Hu- ber, Rhyner, Ruesch, Schule (7) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Immer wieder kommt es vor, dass der Bundesgesetzgeber Gesetze oder Beschlüsse erlässt, die die Kantone vor schwie- rige, zum Teil unlösbare Vollzugsprobleme stellen. Das führt in den Kantonen zu einer Vollzugsverdrossenheit und zu einer Demotivierung in der Aufgabenerfüllung. Oft haben die Kan- tone den Eindruck, ihre Vernehmlassungen würden nicht ernst genommen. Um für die Behandlung in den Räten Hin- weise auf die Vollzugsprobleme zu geben, wird der Bundesrat gebeten, eine ständige Rubrik (ähnlich wie finanzielle und per- sonelle Auswirkungen oder Legislaturplanung usw.) in die Botschaften aufzunehmen. Iten Andreas (R, ZG): Mein Vorstoss ist sicher keine weltbewe- gende Sache. Nach Artikel 43 Absatz 3 Buchstabe a des Ge- schäftsverkehrsgesetzes müssen Botschaften und Berichte des Bundesrates über die personellen und finanziellen Aus- wirkungen Auskunft geben. Absatz 3 Litera b dieses Artikels verlangt, dass die Folgekosten für Kantone und Gemeinden darzulegen seien. Darin sind allerdings spezielle Vollzugspro- bleme, die sich auf den unteren staatlichen Ebenen ergeben, noch nicht eingeschlossen. Die Konferenz der Kantonsregierungen ist nicht zuletzt deswe- gen entstanden, weil die Kantone sich vom Bund immer wie- der «überfahren» vorkommen. Es hat sich ein erstaunlicher Unwillen angehäuft, der zu einer Krise des föderativen Voll- zugs führen kann. Diese Vollzugsverdrossenheit zieht immer weitere Kreise, und da der Bund viele Aufgaben diktiert, die er heute zum Teil nicht mehr so subventionieren kann, wie es ur- sprünglich in Gesetzen vorgesehen und versprochen wurde, werden die Reibungsflächen grösser. Das ist der staatspolitische Hintergrund meines Vorstosses, der darauf abzielt, bewusstzumachen, dass der Rubrik «Voll- zugsprobleme in Kantonen» mehr Bedeutung zukommt, als man auf den ersten Blick annimmt. Mit dieser Rubrik könnte nämlich der Bundesgesetzgeber dartun, dass ihm die Voll- zugsprobleme der Kantone bekannt sind und dass er nicht über deren Köpfe hinweg legiferiert. Die unwilligen Reaktionen in den Kantonen heissen sehr oft: «Die da oben wissen gar nicht, was sie beschliessen.» Damit ist eine Missstimmung ge- kennzeichnet, die leichter beseitigt werden könnte, wenn sich die Botschaft über die Vollzugsprobleme aussprechen würde. Auch für die Gesetzesberatungen wäre eine solche Rubrik von Nutzen. Damit könnte sichergestellt werden, dass die Voll- zugsfrage ein Thema bei den Beratungen in den Kommissio- nen ist Mit dem blossen Hinweis auf die Folgekosten ist das noch nicht getan. Meine Kollegen in der Zuger Regierung ha- ben mir gegenüber einige Beispiele erwähnt, bei denen die Vollzugsprobleme unterschätzt wurden. Ich verzichte auf die Auflistung von Beispielen. Die GPK hat etwa beim Vollzug des Tierschutzgesetzes grosse Defizite vorgefunden - Defizite, die erst bei der Umsetzung be- wusst wurden. Das ruft dann in den Kantonen Widerstand her- vor, der bis zur Renitenz führen kann. Bei dringlichen Bundes- beschlüssen, sei es im Bodenrecht oder in der Krankenversi- cherungsgesetzgebung, wurden die Vollzugsprobleme baga- tellisiert und unterschätzt Was häufig auch zu Kritik bei den Kantonen Anlass gibt, sind Verordnungen, die die Gesetze präzisieren und oft zusätzliche Vollzugsprobleme schaffen, die auf Gesetzesebene noch nicht erkennbar sind. So gelangt- um ein aktuelles Beispiel zu erwähnen - die Innerschweizer Umweltschutzdirektorenkon- ferenz mit dem Hinweis an das Parlament, dass die Lärm- schutzverordnung nur vollzogen werden könne, wenn die Zu- schüsse an die Kosten der Sanierungsprogramme der Kan- tone erhöht würden. Der Bundesgesetzgeber muss solche Probleme kennen. Erst jetzt, nachdem die Arbeiten der Kom- mission am Umweltschutzgesetz abgeschlossen sind, kommt dieses Thema von selten der Innerschweizer Umweltschutzdi- rektorenkonferenz auf den Tisch. Wenn der Bundesrat meine bescheidene Anregung aufnimmt, so ist das ein Akt staatspolitischer Klugheit und den Kommis- sionen eine echte Hilfe. Sie schafft Transparenz. Der Bundes- rat müsste in Zukunft nicht nur über die personellen und finan- ziellen Folgen berichten, sondern in einer Rubrik auch über all- fällige und spezifische Vollzugsprobleme. Beim Bundesgesetz über Zwangsmassnahmen im Ausländer- recht wurde vorbildlich auf die Vollzugsprobleme hingewie-Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion des Nationalrates (SPK-NR 91.434, Minderheit) Nationalratswahlrecht. Massnahmen gegen die Listenzersplitterung Motion du Conseil national (CIP-CN 91.434, minorité) Elections au Conseil national. Mesures contre l'éparpillement des listes In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1994 Année Anno Band I Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Ständerat Conseil Conseil des Etats Consiglio Consiglio degli Stati Sitzung 08 Séance Seduta Geschäftsnummer 93.3009 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 09.03.1994 - 15:00 Date Data Seite 189-190 Page Pagina Ref. No 20 024 019 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.