<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2004.00053</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204723&amp;W10_KEY=13013567&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2004.00053</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.12.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung für die Steuerperiode 1.1. - 31.12.2001</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Abschreibung/verdeckte Gewinnausschüttung Macht eine steuerpflichtige Gesellschaft geltend, Rechte Dritter seien ihr aufgrund eines Treuhandverhältnisses wirtschaftlich zuzurechnen und bildeten daher Gesellschaftsaktiven, so hat sie das Bestehen des Treuhandverhältnisses einwandfrei nachzuweisen. Da die pflichtige Gesellschaft den entsprechenden Nachweis nicht erbracht hat, haben die fraglichen Automatenaufstellrechte frühestens mit der rechtsgültigen Übertragung auf die Pflichtige Gesellschaftsaktiven bilden können. Für einen Teil der betreffenden Rechte liegt indessen keine rechtsgültige Übertragung auf die Pflichtige vor, da die erforderlichen Formvorschriften nicht eingehalten worden sind, während die anderen Rechte zum Zeitpunkt der Übertragung infolge der Verweigerung der Spielbankenkonzession wertlos waren. Die von der Pflichtigen vorgenommenen Abschreibungen sind daher geschäftsmässig nicht begründet gewesen. Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABSCHREIBUNG">ABSCHREIBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKTIVIERUNG">AKTIVIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFWAND">AUFWAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUTOMATENAUFSTELLRECHTE">AUTOMATENAUFSTELLRECHTE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: BESTEUERUNG DER JURISTISCHEN PERSONEN">BESTEUERUNG DER JURISTISCHEN PERSONEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BILANZ">BILANZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: CASINO">CASINO</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHÃFTSMÃSSIG BEGRÃNDET">GESCHÃFTSMÃSSIG BEGRÃNDET</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESELLSCHAFTSAKTIVEN">GESELLSCHAFTSAKTIVEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOVENVERBOT">NOVENVERBOT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REINGEWINN">REINGEWINN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPIELAUTOMAT">SPIELAUTOMAT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TREUHANDVERHÃLTNIS">TREUHANDVERHÃLTNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERDECKTE GEWINNAUSSCHÃTTUNG">VERDECKTE GEWINNAUSSCHÃTTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WERTLOSES RECHT">WERTLOSES RECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZESSION">ZESSION</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 64 Abs. I lit. b Ziff. 2 StG</span><br/><span class="gerade">§ 64 Abs. I lit. e Ziff. 2 StG</span><br/><span class="ungerade">§ 135 StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><span class="UrteilstextChar"><b><span>I. </span></b></span><span class="UrteilstextChar"><span> </span></span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span class="UrteilstextChar"><span>C ist beherrschende AktionÃ¤rin, VerwaltungsratsprÃ¤sidentin und GeschÃ¤ftsfÃ¼hrerin der A AG. Sie schloss am 11. Juli 2000 mit der D AG</span></span><span> einen Vertrag ab, womit sie gegen Bezahlung von Fr. â¦ das Recht erhielt, einen Geldspielautomaten ab ErÃ¶ffnung des in X vorgesehenen Casinos (Konzession B) fÃ¼r die Dauer von fÃ¼nf Jahren aufzustellen. FÃ¼r den Fall, dass es nicht zur ErÃ¶ffnung des Casinos kommen sollte, wofÃ¼r es einer Konzession durch den Bund bedurfte, bestand kein Anspruch auf RÃ¼ckerstattung des erwÃ¤hnten Betrags. Gleichlautende VertrÃ¤ge schlossen am selben Tag auch E und F, Tochter bzw. Ehemann von C, ab. In der Folge vergÃ¼tete die A AG in ErfÃ¼llung dieser VertrÃ¤ge der D AG je Fr. â¦, insgesamt also Fr. â¦ Diesen Betrag stellte sie in ihrer Bilanz per 31. Dezember 2000 unter den Aktiven als "Beteiligung D" ein. F schloss am 31. MÃ¤rz 2001 drei weitere AutomatenaufstellvertrÃ¤ge mit VergÃ¼tungen Ã¼ber je Fr. â¦ ab, welche er mit Zession vom 16. Mai 2001 auf die A AG Ã¼bertrug. Den entsprechenden Gesamtbetrag von Fr. â¦ aktivierte die A AG ebenfalls unter der "Beteiligung D". Der Bundesrat lehnte am 16. Mai 2001 das Konzessionsgesuch der D AG ab. Per Ende 2001 schrieb die A AG die erwÃ¤hnte Beteiligung von Fr. â¦ vollumfÃ¤nglich ab. </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Das kantonale Steueramt veranlagte die A AG mit EinschÃ¤tzungs- und Einspracheentscheid vom 3. Juli 2003 bzw. 26. Februar 2004 fÃ¼r die Steuerperiode 2001 mit einem steuerbaren Reingewinn von Fr. â¦ (zum Satz von 10 %) und einem steuerbaren Kapital von Fr. â¦ (zum Satz von 1,5 â°). Es liess die Abschreibung von Fr. â¦ auf der "Beteiligung D" nicht zu und betrachtete diese als verdeckte GewinnausschÃ¼ttung. Das Steueramt stellte sich auf den Standpunkt, die von F am 16. Mai 2001 erworbenen Automatenaufstellrechte von Fr. â¦ seien wertlos gewesen, weil der Bundesrat an diesem Tag das Konzessionsgesuch abgelehnt habe. FÃ¼r die im GeschÃ¤ftsjahr 2000 bilanzierten Rechte von ebenfalls Fr. â¦ fehle es an der erforderlichen Zustimmung der D AG zur Abtretung an die A AG.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Steuerrekurskommission I wies den hiergegen gerichteten Rekurs der Pflichtigen am 21. Mai 2004 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Pflichtige liess dem Verwaltungsgericht mit Beschwerde vom 26. Juni 2004 sinngemÃ¤ss beantragen, sie sei fÃ¼r die Steuerperiode 2001 mit einem steuerbaren Reingewinn von Fr. â¦ einzuschÃ¤tzen. Ausserdem verlangte sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Steuerrekurskommission I und das kantonale Steueramt schlossen auf Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachverhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Re­kurs­kommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemessen­heit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekursinstanz zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessensÃ¼berschreitung und auf Ermessensmissbrauch.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Ihr Ermessen Ã¼berschreitet die BehÃ¶rde, wenn sie den Rahmen des ihr gesetzlich zustehenden Ermessens verlÃ¤sst, indem sie nach Ermessen entscheidet, obwohl ihr das Gesetz kein solches einrÃ¤umt. Ein Ermessensmissbrauch liegt vor, wenn die BehÃ¶rde das Ermessen zwar im gesetzlich vorgegebenen Rahmen ausÃ¼bt, dieses aber unter sachfremden Gesichtspunkten oder in Missachtung allgemeiner Rechtsprinzipien betÃ¤tigt; das ist insbesondere der Fall, wenn die ErmessensbetÃ¤tigung als unhaltbar, als willkÃ¼rlich und rechtsungleich erscheint (RB 1999 Nr. 147).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Im Steuerbeschwerdeverfahren gilt das Novenverbot, wonach neue tatsÃ¤chliche Vorbringen oder Beweismittel vor Verwaltungsgericht ausgeschlossen sind. FÃ¼r das Gericht ist somit die gleiche Aktenlage massgebend wie fÃ¼r die Rekurskommission. Tatsachen oder Beweismittel, die nicht im Rekursverfahren â und zwar grundsÃ¤tzlich wÃ¤hrend der Rekursfrist â behauptet bzw. vorgelegt oder angerufen worden sind, dÃ¼rfen infolgedessen mit der Beschwerde nicht nachgebracht werden. Ausgenommen sind einzig echte Noven, namentlich neue tatsÃ¤chliche Behauptungen und Beweismittel, die auf einem Revisions- oder Nachsteuergrund (§ 155 bzw. § 160 StG) beruhen oder der StÃ¼tzung von geltend gemachten Rechtsverletzungen dienen, die ihrer Natur nach neuer tatsÃ¤chlicher Vorbringen oder Beweismittel bedÃ¼rfen. Neue, erstmals vor Verwaltungsgericht gestellte Rechtsbegehren sind schliesslich allgemein zulÃ¤ssig, sofern sie sich nicht auf Tatsachen und Beweismittel stÃ¼tzen, welche unter das Novenverbot fallen (RB 1999 Nr. 149).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Diese Rechtslage im Steuerbeschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht ist vergleichbar mit derjenigen im Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren vor Bundesgericht, wo gemÃ¤ss Art. 105 Abs. 2 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 (OG) die Sachverhaltsfeststellung das Bundesgericht bindet, wenn eine richterliche BehÃ¶rde als Vorinstanz den Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig, unvollstÃ¤ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt hat, woraus sich in solchen FÃ¤llen die UnzulÃ¤ssigkeit neuer Tatsachen und Beweismittel ergibt (BGE 125 II 217 E. 3a; BGr, 2. Mai 2000, 2A.499/1999 E. 1b, www.bger.ch; Alfred KÃ¶lz/Isabelle HÃ¤ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. A., ZÃ¼rich 1998, N. 940 ff.). Damit befindet sich das vor dem ZÃ¼rcher Verwaltungsgericht bei Steuerbeschwerden geltende Novenverbot auch in Ãbereinstimmung mit Art. 98a Abs. 3 OG.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b><span>Der steuerbare Reingewinn einer Aktiengesellschaft setzt sich gemÃ¤ss § 64 Abs. 1 StG zusammen aus dem Saldo der Erfolgsrechnung, unter BerÃ¼cksichtigung des Saldovortrags des Vorjahres (Ziff. 1), und (unter anderem) allen vor Berechnung des Saldos der Erfolgsrechnung ausgeschiedenen Teilen des GeschÃ¤ftsergebnisses, die nicht zur Deckung von geschÃ¤ftsmÃ¤ssig begrÃ¼ndetem Aufwand verwendet werden (Ziff. 2), wie insbesondere geschÃ¤ftsmÃ¤ssig nicht begrÃ¼ndete Abschreibungen und RÃ¼ckstellungen (lit. b) sowie offene und verdeckte GewinnausschÃ¼ttungen und geschÃ¤ftsmÃ¤ssig nicht begrÃ¼ndete Zuwendungen an Dritte (lit. e). </span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b><span>Als Abschreibung gilt die gewinnmindernde Her­absetzung des Gewinnsteuerwerts eines Aktivums auf den massgeblichen Bilanzwert (RB 1986 Nrn. 40 und 41 = StE 1987 B 23.43.2 Nr. 4; vgl. Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, ZÃ¼rich 1999, § 64 N. 40, mit weiteren Hinweisen). GeschÃ¤ftsmÃ¤ssig nicht begrÃ¼ndet sind etwa Abschreibungen auf fiktiven Aktiven oder auf WirtschaftsgÃ¼tern, die nicht der Aktiengesellschaft zustehen, weil ihr das Eigentum an einer Sache oder das Recht an einer Forderung in rechtlicher oder wirtschaftlicher Hinsicht abgeht.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Auf eine verdeckte GewinnausschÃ¼ttung ist zu schliessen, wenn eine juristische Per­son, indem sie sich entreichert, ihren Gesellschaftern oder diesen nahe stehenden Perso­nen, diese bereichernd, bewusst geldwerte Vorteile zuwendet, die sie unbeteiligten Dritten nicht einrÃ¤umen wÃ¼rde (RB 1985 Nr. 42 = StE 1985 B 72.13.22 Nr. 4). Eine solche Aus­schÃ¼ttung kann etwa darin bestehen, dass die Gesellschaft dem AktionÃ¤r oder einer diesem nahe stehenden Person fÃ¼r ein Aktivum einen Ã¼bersetzten Kaufpreis zahlt (August Reimann/Ferdinand Zup­pinger/Erwin SchÃ¤rrer, Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, 3. Band, Bern 1969, § 45 N. 100 ff.). Die steuerliche Gewinnkorrek­tur ist in dem Zeitpunkt vorzunehmen, in wel­chem sich die Vorteilszuwendung auf die Erfolgsrechnung auswirkt. Hat die Gesell­schaft einen Ã¼bersetzten Kaufpreis bezahlt oder ein von vornherein nicht wieder erhÃ¤ltli­ches Darlehen gewÃ¤hrt, ist demzufolge die Korrektur in dem GeschÃ¤ftsjahr vorzunehmen, in dem die Abschreibung des Aktivums erfolgt ist (RB 1982 Nr. 72 mit Hinweisen; RB 1992 Nr. 25). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Um die Beurteilung der <span>geschÃ¤ftsmÃ¤ssigen</span> BegrÃ¼ndetheit geltend gemachter Aufwendungen und allfÃ¤lliger damit einhergehender verdeckter GewinnausschÃ¼ttungen zu ermÃ¶glichen, ist die steuerpflichtige Gesellschaft kraft der sie treffenden gesetzlichen Obliegenheiten (§ 135 StG) gehalten, an der AbklÃ¤rung der solchen Aufwendungen zugrunde liegenden Tatsachen mitzuwirken (RB 1987 Nr. 35, auch zum Folgenden). Zu diesem Zweck hat sie insbesondere spÃ¤testens vor Ablauf der Rekursfrist eine substanziierte Sachdarstellung zu geben und die Beweismittel fÃ¼r deren Richtigkeit beizubringen. Die Rekurskommission hat von sich aus keine Untersuchung zu fÃ¼hren, um sich fehlende tatsÃ¤chliche Grundlagen zu beschaffen (RB 1975 Nr. 64). Sie hat die Steuerpflichtige weder zur ErgÃ¤nzung ihrer mangelhaften Sachdarstellung noch zur Beibringung besserer Beweismittel anzuhalten. Diesfalls ist zu Ungunsten der beweisbelasteten Gesellschaft der Nachweis der <span>geschÃ¤ftsmÃ¤ssigen</span> BegrÃ¼ndetheit geltend gemachter Aufwendungen als misslungen zu betrachten (vgl. RB 1977 Nr. 60). </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.5 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.5.1 </span></b><span>Macht eine steuerpflichtige Gesellschaft geltend, Rechte Dritter seien ihr aufgrund eines TreuhandverhÃ¤ltnisses wirtschaftlich zuzurechnen und bildeten daher Gesellschaftsaktiven, so hat sie das Bestehen des TreuhandverhÃ¤ltnisses einwandfrei nachzuweisen. Dieser Nachweis hat grundsÃ¤tzlich jenen Anforderungen zu genÃ¼gen, welche die EidgenÃ¶ssische Steuerverwaltung in ihrem "Merkblatt TreuhandverhÃ¤ltnisse" vom Oktober 1967 umschrieben hat (VGr, 28. Januar 1991, StE B 72.13.22 Nr. 24). ErfÃ¼llt ein Vertrag diese Anforderungen nicht, vermag er deshalb den direkten, "einwandfreien" Beweis fÃ¼r das Vorhandensein des behaupteten TreuhandverhÃ¤ltnisses nicht zu erbringen. Dennoch ist nicht ausgeschlossen, dass ein derartiger Vertrag je nach den UmstÃ¤nden und der Art der fehlenden Anforderung ein mehr oder weniger gewichtiges Indiz fÃ¼r ein solches VerhÃ¤ltnis bilden kann (VGr, 10. Januar 2001, StE 2002 B 72.14.2 Nr. 30).</span></p> <p class="Erwgung3"><span>Die Pflichtige behauptet, die streitbetroffenen sechs Spielautomatenaufstellrechte, welche die HauptaktionÃ¤rin <span class="UrteilstextChar">C, ihr Ehemann </span>F<span class="UrteilstextChar"> bzw. ihre Tochter </span>E von der <span class="UrteilstextChar">D AG am 11. Juli 2000 bzw. </span>31. MÃ¤rz 2001 zum Preis von jeweils Fr. â¦ erhalten hatten, seien von diesen Personen auf Rechnung der Pflichtigen treuhÃ¤nderisch erworben worden. Sie gibt indessen zu, dass schriftliche VertrÃ¤ge nicht vorhanden sind. Damit fehlt es an einem grundlegenden Erfordernis fÃ¼r den einwandfreien Nachweis des TreuhandverhÃ¤ltnisses. Denn dieser setzt schriftliche Abmachungen zwischen Treugeber und TreuhÃ¤nder aus der Zeit der BegrÃ¼ndung der Treuhand voraus ("Merkblatt TreuhandverhÃ¤ltnisse" Abschnitt A, Ziff. 1).</span></p> <p class="Erwgung3"><span>Zwar ist nicht auszuschliessen, dass das TreuhandverhÃ¤ltnis zwischen den Beteiligten mÃ¼ndlich vereinbart worden ist, doch kann der Beweis hierfÃ¼r weder mit dem Hinweis auf die "Praxis [â¦] zwischen Familienmitgliedern und der (Familien-) AG" noch mit der â immerhin als Indiz zu wÃ¼rdigenden â spÃ¤ter erfolgten Ãbertragung der Rechte von den Mitgliedern der Familie der HauptaktionÃ¤rin an die Pflichtige schlÃ¼ssig erbracht werden. </span></p> <p class="Erwgung3"><span>Somit haben die fraglichen Automatenaufstellrechte frÃ¼hestens mit der rechtsgÃ¼ltigen Ãbertragung auf die Pflichtige Gesellschaftsaktiven bilden kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Erwgung3"><span class="UrteilstextChar"><b><span>2.5.2 </span></b></span><span>Zwischen den Parteien ist nicht bestritten, dass die VertrÃ¤ge Ã¼ber die Automatenaufstellrechte vom <span class="UrteilstextChar">11. Juli 2000 â wie die bei den Akten liegenden Vereinbarungen vom </span>31. MÃ¤rz 2001 â vorsehen, dass fÃ¼r die Ãbertragung der Rechte die schriftliche Zustimmung der <span class="UrteilstextChar">D AG erforderlich ist und zusÃ¤tzliche Absprachen der Schriftlichkeit bedÃ¼rfen.</span></span></p> <p class="Erwgung3"><span>Die Pflichtige macht sinngemÃ¤ss geltend, C, E, F und die <span class="UrteilstextChar">D AG hÃ¤tten sich darauf geeinigt, dass zwischen ihnen fÃ¼r weitere Absprachen und die Zustimmung zur Ãbertragung der </span>Automatenaufstellrechte <span class="UrteilstextChar">die Schriftform nicht erforderlich sei. Sie hat indessen weder dargelegt, wann und unter welchen UmstÃ¤nden die D AG mit welchem Mitglied der HauptaktionÃ¤rsfamilie diese Vereinbarung getroffen hat, noch hat sie Beweismittel fÃ¼r ihre Behauptung beibringen kÃ¶nnen. Die von der Pflichtigen erstmals in der Beschwerde eingereichte undatierte BestÃ¤tigung von G, dem angeblich damals Verantwortlichen</span> der <span class="UrteilstextChar">D AG fÃ¼r den Verkauf, ist verspÃ¤tet und kann wegen des Novenverbots nicht berÃ¼cksichtigt werden (vgl. vorn E. 1.2).</span></span></p> <p class="Erwgung3"><span class="UrteilstextChar"><span>Demzufolge ist zu Ungunsten der beweisbelasteten Pflichtigen davon auszugehen, dass im Einklang mit den aktenkundigen VertrÃ¤gen allgemein fÃ¼r Absprachen zwischen den Vertragsparteien und insbesondere fÃ¼r die rechtsgÃ¼ltige Ãbertragung der Automatenaufstellrechte das Erfordernis der Schriftlichkeit galt. </span></span></p> <p class="Erwgung3"><span class="UrteilstextChar"><b><span>2.5.3 </span></b></span><span>FÃ¼r die Ãbertragung der <span class="UrteilstextChar">Automatenaufstellrechte aus den VertrÃ¤gen vom 11. Juli 2000 zwischen der D AG und C, </span>F <span class="UrteilstextChar">bzw. </span>E hat die Pflichtige zwar schriftliche AbtretungserklÃ¤rungen eingereicht, welche die Unterschriften der Pflichtigen einerseits sowie <span class="UrteilstextChar">C </span>und<span class="UrteilstextChar"> </span>E anderseits, nicht aber von F, aufweisen. Auf allen ErklÃ¤rungen fehlt aber die Unterschrift der <span class="UrteilstextChar">D AG. Da aus den Akten auch sonst die schriftliche Zustimmung dieser Gesellschaft nicht hervorgeht, ergibt sich, dass die erwÃ¤hnten Rechte nicht rechtsgÃ¼ltig auf die Pflichtige Ã¼bertragen worden sind.</span></span></p> <p class="Erwgung3"><span>Mithin hat die Pflichtige insoweit Abschreibungen von insgesamt Fr. â¦ auf VermÃ¶genswerten vorgenommen, die nicht zu ihren Gesellschaftsaktiven gehÃ¶rten. Die Abschreibungen sind daher geschÃ¤ftsmÃ¤ssig nicht begrÃ¼ndet gewesen.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.5.4 </span></b><span class="UrteilstextChar"><span>Die Automatenaufstellrechte aus den VertrÃ¤gen vom </span></span><span>31. MÃ¤rz 2001 <span class="UrteilstextChar">zwischen der D AG und </span>F sind mit schriftlichen AbtretungserklÃ¤rungen vom 16. Mai 2001 <span class="UrteilstextChar">auf die Pflichtige Ã¼bertragen worden. </span>Die ErklÃ¤rungen enthielten die namens der <span class="UrteilstextChar">D AG von H unterschriebene </span>Zustimmung zur Abtretung der vertraglichen Rechte. Da aus dem Umstand allein, dass dieser erst im Oktober 2002 Mitglied des Verwaltungsrats der Gesellschaft wurde, welche mittlerweile ihren Namen in I AG geÃ¤ndert hatte, nicht geschlossen werden kann, er sei nicht zur Zustimmung ermÃ¤chtigt gewesen, ist entgegen den Vorinstanzen anzunehmen, dass die fraglichen Rechte am 16. Mai 2001 rechtsgÃ¼ltig auf die Pflichtige Ã¼bertragen worden sind.</span></p> <p class="Erwgung3"><span>Indessen geht aus der bei den Akten liegenden Pressemitteilung des Bundes und der Eidg. Spielbankenkommission hervor, dass am selben Tag das Gesuch der <span class="UrteilstextChar">D AG um Erteilung einer Spielbankenkonzession vom Bundesrat abgelehnt worden ist. Weil mit dieser Ablehnung die Ã¼bertragenen Rechte wertlos wurden, hÃ¤tte die Pflichtige ausfÃ¼hren (und belegen) mÃ¼ssen, unter welchen UmstÃ¤nden und zu welchem genauen Zeitpunkt des 16. Mai 2001 die einzelnen Unterschriften auf den AbtretungserklÃ¤rungen angebracht worden waren. Indem die Pflichtige, welche fÃ¼r die geschÃ¤ftsmÃ¤ssige BegrÃ¼ndetheit der Abschreibungen die Beweislast trÃ¤gt (vgl. vorn E. 2.4), diese ihr ohne weiteres zumutbaren Angaben nicht gemacht, geschweige denn belegt hat, wirkt sich die entstandene Beweislosigkeit zu ihren Ungunsten aus. Infolgedessen ist davon auszugehen, dass die Pflichtige vom Ehemann der HauptaktionÃ¤rin â somit von einer dieser nahe stehenden Person â wertlose Automatenaufstellrechte im Betrag von Fr. â¦ erworben und aktiviert hat. Die </span>per Ende 2001 erfolgte vollstÃ¤ndige Abschreibung d<span class="UrteilstextChar">ieser wertlosen Aktiven ist geschÃ¤ftsmÃ¤ssig unbegrÃ¼ndet und vermag deshalb den steuerbaren Gewinn nicht zu schmÃ¤lern. </span>Ausserdem hat die Pflichtige ihrer HauptaktionÃ¤rin im Umfang der Abschreibungen verdeckt Gewinn ausgeschÃ¼ttet.</span></p> <p class="Erwgung3"><span>Das fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG) und steht ihr keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit § 152 und § 153 Abs. 4 StG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Urteilstext"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>