<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2015.01115</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichter Spitz<br/>Ersatzrichter Wilhelm<br/>Gerichtsschreiberin Widmer</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 29. Mai 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch AXA-ARAG Rechtsschutz AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsdienst Zürich, lic. iur. O.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Affolternstrasse 42, Postfach 6944, 8050 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die 1963 geborene X.___ ist gelernte Damenschneiderin und arbeitete vom 1. Januar 1997 bis zum 5. Februar 2007 vollzeitlich als solche in einem Modeladen in Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">11. September 2007</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> meldete sie sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unter Hinweis auf ein psychisches Leiden sowie Rückenbeschwerden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zum Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zug von Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungen der Invalidenversicherung an (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/1). Die Sozialversicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stalt des Kantons </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klärte die medizinischen und erwerblichen Verhältnisse ab. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/50) ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">neinte sie den Anspruch der Versicherten auf berufliche Massnahmen mit Verfügung vom 7. September 2009 (Urk. 7/53).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 1. Dezember 2009 sprach sie ihr mit Wirkung ab dem 1. Februar 2008 eine ganze Invalidenrente zu (Urk. 7/59, vgl. auch Urk. 7/55).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anlässlich eines im Dezember 2009 mittels Fragebogen betreffend Rentenrevi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sion (Urk. 7/67) eingeleiteten Revisionsverfahrens holte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (nachfolgend: IV-Stelle), einen Auszug aus dem individuellen Konto der Versicherten (IK-Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zug; Urk. 7/68) sowie Berichte der behandelnden Ärzte ein (Urk. 7/69-70, Urk. 7/73) und teilte der Versicherten am 20. Juli 2010 mit, sie habe bei einem unveränderten Invaliditätsgrad von 100 % weiterhin Anspruch auf die bisherige Invalidenrente (Urk. 7/75).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im August 2012 leitete die IV-Stelle erneut ein Revisionsverfahren ein, wobei sie die Versicherte den Fragebogen betreffend Rentenrevision ausfüllen liess (Urk. 7/81), Berichte der behandelnden Ärzte zu den Akten nahm (Urk. 7/80, Urk. 7/83, Urk. 7/85), einen IK-Auszug (Urk. 7/82) sowie das Gutachten des A.___, vom 3. September 2013 erstel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">len liess (Urk. 7/98) und zu letzterem eine Stellungnahme ihres </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einholte (Urk. 7/100/5-6). Mit Vorbescheid vom 10. April 2014 stellte sie der Versicherten in Aussicht, dass sie ihre bisherige ganze Rente mit Wirkung auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats aufheben werde (Urk. 7/102). Dagegen erhob die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte am 20. Juni 2014 Einwand (Urk. 7/106) und reichte am 30. Oktober 2014 den MRI-Bericht vom 24. September 2014 ein (Urk. 7/107). Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens nahm die IV-Stelle weitere Berichte der behan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delnden Ärzte zu den Akten (Urk. 7/110-111, Urk. 7/113, Urk. 7/117). Diese legte sie ihrem RAD zur Stellungnahme vor (Urk. 7/121/3-4). Mit Verfügung vom 22. September 2015 hob sie die bisherige ganze Invalidenrente wie angekündigt auf (Urk. 7/120 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 23. Oktober 2015 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr weiterhin eine ganze Rente zuzusprechen. Eventualiter seien bei den sie behandelnden Ärzten weitere Verlaufsberichte einzuholen bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hungsweise seien weitere Abklärungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vorzunehmen, insbesondere eine neurologische Abklärung (Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 17. November 2015 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Am 29. und am 31. Dezember 2015 sowie am 25. August 2016 reichte die Beschwerdeführerin weitere Arztberichte ein (Urk. 9 bis Urk. 12, Urk. 16 und Urk. 17). Am 13. Januar 2016 und am 19. September 2016 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine Stellung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme dazu (Urk. 14 und Urk. 19). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nachfolgenden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sozialversicherungsrechts; ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzes über die Invalidenversicherung; IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2009</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">onsgrund im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG dar. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">folgerungen begründet sind. Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlaggebend für den Beweiswert ist grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sätz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung gestützt auf das A.___-Gutachten vom 3. September 2013 auf den Standpunkt, der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich wahrscheinlich ab Dezember 2012, sicher ab Juni 2013, erheblich verbessert. Es sei ihr nun möglich, eine körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit, welche ohne Überkopfarbeiten, nicht in kniender und hockender Stellung sowie ohne häufiges Treppengehen und Belastungen der Hände ausgeübt werden könne, im Umfang von 80 % in einer Vollzeitstelle auszuüben. Unter Vornahme eines Leidensabzugs von 10 % ermittelte sie einen nicht mehr rentenbegrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denden Invaliditätsgrad von 32 %. Unter Hinweis auf die RAD-Stellungnah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men vom 9. Februar 2015 sowie vom 7. Juli 2015 verneinte sie eine wesent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Veränderung des Gesundheitszustands nach der Begutachtung. Ferner wies sie darauf hin, dass auch der behandelnde Psychiater von einer Verbes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">serung des Gesundheitszustands ausgegangen sei, und nahm zu den Einwen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dungen der Beschwerdeführerin gegen das A.___-Gutachten Stellung (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin machte in ihrer Beschwerdeschrift geltend, das A.___-Gutachten sei formell nicht korrekt zustande gekommen und materiell nicht schlüssig (Urk. 1 S. 3). Darin, dass die Fragen an die Gutachterstelle nicht ausformuliert worden seien, sei eine nicht heilbare Verletzung des recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Gehörs zu erblicken (Urk. 1 S. 4). Ferner seien die Zusatzfragen nicht ausreichend beantwortet worden, beispielsweise die Frage nach einer Verän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derung des Gesundheitszustands (Urk. 1 S. 4 f.). Hinzu komme, dass am 20. Mai 2014 eine - bereits vor der Begutachtung geplante - vierte Rücken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">operation durchgeführt worden sei und dass die Degeneration rasch fort</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schreite (Urk. 1 S. 3 f.). Weiter brachte sie vor, die Beschwerdegegnerin habe den Untersuchungsgrundsatz sowie den Grundsatz der freien Beweiswürdi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung verletzt (Urk. 1 S. 4, Urk. 1 S. 7). Am psychiatrischen Teilgutachten bemängelte sie namentlich, dass die Zusatzfragen betreffend somatoforme Schmerzstörung beantwortet worden seien, obwohl keine Diagnose gestellt worden sei, welche unter die pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">malen Beschwerdebilder ohne nachweisbare organische Grundlage falle. Fer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ner habe der Gutachter diese Fragen nicht beantwortet, sondern lediglich die Kriterien aufgeführt und verneint (Urk. 1 S. 5). Das rheumatologische Teil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gutachten sei unvollständig und die Gutachterin habe die Akten unvollstän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dig studiert. Insbesondere sei unzutreffend, dass Dr. B.___ nie eine Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfähigkeit attestiert habe. Mit seiner abweichenden Beurteilung habe sie sich nicht auseinandergesetzt. Ebenso wenig habe sie begründet, weshalb trotz der gestellten Diagnosen eine 80%ige Arbeitsfähigkeit bestehe (Urk. 1 S. 5 f.). Die Ergebnisse der neurologischen Untersuchung seien nicht eindeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tig und widersprächen jenen der rheumatologischen Untersuchung. Hinzu komme, dass das neurologische Teilgutachten nicht in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden sei und Widersprüche aufweise (Urk. 1 S. 6). Insgesamt sei das A.___-Gutachten weder umfassend noch schlüssig. Zudem sei es im Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt der Verfügung nicht mehr aktuell gewesen (Urk. 1 S. 6 f.). Die nach der Begutachtung eingetretenen Veränderungen seien vom RAD nicht hinrei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chend geprüft worden (Urk. 1 S. 7). Dadurch, dass sie bezüglich der an der Uniklinik C.___ stattfindenden neurologischen Abklärungen der Halswir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">belsäule keine weiteren Abklärungen vorgenommen habe, habe die IV-Stelle den Untersuchungsgrundsatz verletzt (Urk. 1 S. 7 f.). Mangels Beweiskraft des A.___-Gutachtens sei auf die Beurteilung der behandelnden Ärzte oder auf die Ergebnisse einer allenfalls noch durchzuführenden neurologischen Abklärung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">abzustellen (Urk. 1 S. 8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">V</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ergleichszeitpunkt für die revisionsrechtliche Prüfung bildet die Mitteilung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 20. Juli 2010. Darin wurde gestützt auf ärztliche Verlaufsberichte von im Vergleich zum Zeitpunkt der Rentenzusprache unveränderten Verhältnis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen ausgegangen (Urk. 7/75). Anlass zur Rentenzusprache gaben eine mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11) sowie eine Lumboischialgie. Massgeblich waren laut dem Case Report der IV-Stelle Z.___ vom 7. Dezember 2009 nicht beherrschbare Rückenbeschwerden bei Lockerung des OP-Materials, Materialbruch und -infektion. Nach einer Reoperation mit Versteifung über insgesamt fünf Höhen fand ein langsamer Heilungsprozess statt. Eine erneute Belastbarkeit des Rückens war bis Ende 2009 nicht zu erwarten (Urk. 7/58/4). Aufgrund des sehr ungünstigen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">laufs mit stets weiteren erforderlichen Massnahmen nahm der RAD eine 100%ige Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit an (Urk. 7/58/6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anlässlich der ersten Rentenrevision beurteilte Dr. med. D.___, Fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">arzt für Allgemeine Medizin, die Einschränkungen der Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rerin noch gleich wie im Jahr 2008 (Urk. 7/69/5), wobei er in seinem Bericht vom 17. Februar 2010 der mittelgradigen depressiven Episode mit soma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tischem Syndrom sowie dem chronischen postoperativen Schmerzsyndrom Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zumass (Urk. 7/69/6). Er attestierte der Beschwerdeführerin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 23. April 2008 bis auf Weiteres und führte aus, die Arbeitsfähigkeit sei total eingeschränkt und aktuell in keiner Form denkbar. Sie könne nicht eingegliedert werden (Urk. 7/69/8). Er gab an, möglicherweise werde der nächste operative Eingriff im April 2010 eine Schmerzreduktion herbeiführen (Urk. 7/69/7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich der Arbeitsunfähigkeit gab Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt für Ortho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pädische Chirurgie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, am 19. März 2010 an, eine solche sei nicht von ihnen attestiert worden. Während der Hospitalisation vom 28. Februar bis </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">am 19. März 2008 habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden (Urk. 7/70/2). Zudem wies er auf eine bevorstehende Material-Entfernung hin (Urk. 7/70/5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. E.___, Facharzt für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Psychiatrie und Psychotherapie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, führte in seinem Bericht vom 19. Mai 2010 aus, durch die chronischen Schmerzen und durch die Depression seien die Anpassungsfähigkeit (Einengung des Denkens) sowie die Belastbarkeit (verminderte Vitalkraft, verminderter Antrieb, schnelle Ermüdbarkeit) der Beschwerdeführerin deutlich eingeschränkt. Dies wirke sich in einem verminderten Leistungsvermögen (Arbeitstempo) und in einer verminderten Belastbarkeit aus. Zurzeit sei auch eine behinderungsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gepasste Tätigkeit nicht möglich und zumutbar. Nach erneuter stationärer Rehabilitation empfehle er versuchsweise die Integration der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin an einem geschützten Arbeitsplatz mit langsamer Steigerung der Belastung auf 50 % (Urk. 7/73/10). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen des im August 2012 eingeleiteten Revisionsverfahrens </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/80 ff.), das zur angefochtenen Verfügung vom 22. September 2015 (Urk. 2) führte, wurde ein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verlaufsbericht von Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eingeholt. Dieser hielt fest, der Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Beschwerdeführerin verschlechtere sich (Urk. 7/80/3). Es sei gar keine Tätigkeit möglich (Urk. 7/80/1). Er führte in seinem Bericht vom 1. September 2012 aus, bei der Beschwerdeführerin handle es sich um eine chronische Schmerzpatientin mit glaubhaft prolon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gierter depressiver Entwicklung und konsekutiv somatischem Syndrom. Die alltäglichen Schmerzen und die körperlichen Einschränkungen seien stark störend und hinterliessen einen grossen Leidensdruck. Auch mit Morphinen und Durogesic-Pflastern habe keine Besserung erzielt werden können. Aktu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ell werde sie mit Targin und Antidepressiva behandelt. Die Therapien seien im ambulanten Rahmen vollkommen ausgeschöpft. Die Arthodese der Iliosakral-Gelenke (ISG) beidseits am 4. Mai 2012 habe einen Versuch darge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellt, die Schmerzen besser zu beherrschen, was aber nicht genügend gelun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen sei. Zum ganzen Desaster komme nun eine Meniskus-Läsion links dazu, welche durch die Gehstörung zusätzliche lumbale Beschwerden provoziere (Urk. 7/80/4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. B.___ nannte in seinem Bericht vom 2. Oktober 2012 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Teillähmung L3, ein chronisches Schmerzsyn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">drom, ein depressives Zustandsbild sowie einen Status nach mehreren LWS-Eingriffen sowie einer ISG-Fusion (Urk. 7/83/1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. E.___ berichtete am 21. Dezember 2012 über eine leichte Besserung der Schmerzsymptomatik sowie eine Stabilisierung der psychischen Verfassung der Beschwerdeführerin. Er diagnostizierte noch eine leichtgradige depressive Episode (ICD-10: F32.0) und erachtete es aufgrund der erreichten Verbesse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung als möglich, die Beschwerdeführerin in einem geschützten Bereich zu integrieren (Urk. 7/85/6-7), mit langsamer Steigerung der Belastung auf 50 % (Urk. 7/85/9). Dies sei indiziert zur Alltagsstrukturierung sowie zur Aktivie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung der vorhandenen Ressourcen. Durch die chronischen Schmerzen und die leichte depressive Symptomatik seien die Anpassungsfähigkeit und die Belastbarkeit immer noch deutlich eingeschränkt, jedoch weniger stark als früher (Urk. 7/85/8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 3. September 2013 erstatteten die Ärzte des A.___ ein polydisziplinäres Gutachten (Urk. 7/98). Das A.___-Gutachten basierte auf einer allgemeininter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nistischen, einer psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chiatrischen, einer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> rheumatologischen und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einer neurolo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gischen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Untersuchung (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/98</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und Urk. 7/98/8 ff.). Die Gutachter stützten sich auf die anlässlich der Untersuchungen erhobenen Befunde, die Ergebnisse der Anamnese, die vorhandenen Akten sowie auf die Angaben der Beschwerdeführerin. Die Konklusion des Gutachtens ist im Rahmen eines multidisziplinären Konsensus erarbeitet worden. Dabei nannten die A.___-Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achter als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diagnosen mit Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom (ICD-10: M54.5), belastungsabhän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gige Gonalgien beidseits (ICD-10: M17.9), ein Belastungsdefizit beider Hände (ICD-10: M15.2) sowie ein chronisches zervikospondylogenes Schmerzsyn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">drom (ICD-10: M53.1). Keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit massen sie der gegenwärtig remittierten rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10: F33.4), dem Verdacht auf Überlagerung durch eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) sowie dem fortgesetzten Nikotinkonsum mit schädlichem Gebrauch (ICD-10: F17.1)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/98/24-25</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sie führten aus, a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">us allgemeininter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scher Sicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei die Arbeitsfähigkeit bei der Diagnose eines fortgesetzten Nikotinkonsums, bei einem leichten Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewicht und weitgehend unauffälligen Befunden nicht eingeschränkt (Urk. 7/98/10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei der psychiatrischen Untersuchung zeigten sich laut Gutachten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einwand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">freie kognitive Funktionen mit während der gesamten Untersuchung erhalte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ner Konzentration und Aufmerksamkeit, unauffälliger Psychomotorik und ausgeglichenem Affekt. Der Gutachter führte aus, die Beschwerdeführerin zeige einen praktisch unauffälligen Psychostatus mit ausgeglichener gefasster und euthymer Verfassung mit guter Schwingungsfähigkeit, lebhafter Mimik und offener sowie freier Kommunikation. Zurzeit sei die depressive Störung somit als remittiert anzusehen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">98/12). Dass sie sich noch nicht in der Lage fühle, eine berufliche Tätigkeit aufzunehmen, begründe sie mit der redu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zierten Beweglichkeit im Rücken. Da die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Arbeitsunfähigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aber aktuell nur teilweise mit den somatischen Befunden erklärt werden könne, sei von einer zusätzlichen psychischen Überlagerung im Sinne einer somatoformen Schmerzstörung auszugehen. Diese sei nur leicht ausgeprägt und eine aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmsweise Unüberwindbarkeit sei unter Berücksichtigung der Foerster-Krite</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rien nicht gegeben. Nach dem Gesagten sei die Arbeitsfähigkeit aus psychiat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rischer Sicht nicht mehr eingeschränkt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">98/13). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie rheumatologische Gutachterin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gab an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Beschwerdeführerin habe über Dauerschmerzen im Lumbalbereich, Schmerzen im Zervikalbereich mit Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">strahlung in beide Arme, über gelegentliches Einschlafen des ersten bis dritten Fingers der rechten Hand, über wiederkehrende Schmerzen und Schwellungen der PIP-Gelenke der Digiti (Dig.) II-V der Hände beidseits sowie über eine Morgensteifigkeit der Hände und über belastungsabhängige Schmerzen im Bereich beider Kniegelenke geklagt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">98/15). Die Gutachterin hielt fest, aufgrund einer erstmalig im Jahr 2000 symptomatisch gewordenen Spondylo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">listhese Grad I nach Meyerding L3/4 seien im Februar 2007 eine Diskusher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nienoperation L3/4 und L4/5 sowie eine dorsale Distraktionsspondylodese </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">L3-S1 durchgeführt worden. Nachdem es durch diese Operation zu einer massiven Beschwerdezunahme mit Generalisierung der Schmerzsymptomatik gekommen sei, seien zwischen Februar 2008 und Mai 2012 drei weitere Operationen im Lumbalbereich durchgeführt worden, wodurch insgesamt eine Verbesserung der Beschwerdesymptomatik habe erzielt werden können. Dennoch sei es zur Entwicklung eines lumbospondylogenen Schmerzsyndroms gekommen. Die Beweglichkeit der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Lendenwirbelsäule</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei entsprechend der Spondylodese-Ope</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rationen mit einer Versteifung zwischen L2 und S1 deutlich eingeschränkt. Die Re- und Inklination sowie die Seitneige beidseits erfolge nahezu ausschliess</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich aus der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Brustwirbelsäule</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> heraus. Klinische Hinweis-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeichen für eine radi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kuläre oder Wurzelkompressionssymptomatik fänden sich nicht. Der Lasègue sei beidseits negativ. Dies korreliere gut mit dem Befund der Computertomo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">graphie der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Lendenwirbelsäule</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom Oktober 2010, bei welcher keine Dis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kushernie nachzuweisen gewesen sei. Es zeige sich ein regelrechter postopera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiver Befund mit guter ossärer Durchbauung L2 bis S1 und regelrecht einlie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genden Schrauben iliosakral rechts. Darüber hinaus bestehe ebenfalls seit etlichen Jahren ein chronisches zervikospondylogenes Schmerzsyndrom mit intermittierenden Zervikobrachalgien rechts bei Dysbalancen der Schultergür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">telmuskulatur. Die Beweglichkeit der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Halswirbel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">säule</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (HWS) sei nur leichtgra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dig eingeschränkt. Auf den anlässlich der Begutachtung durchgeführten Rönt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genaufnahmen der HWS zeige sich eine Spondylosis deformans C5/6, die sowohl für die Schmerzen als auch für die Funktionseinschränkungen mitver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">antwortlich sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">98/18). Auch hier würden klinische Hinweiszeichen für eine radikuläre oder Wurzelkompres-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sionssymptomatik wie Reflexausfälle oder eine Abschwächung von Kenn-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">muskeln fehlen. Im Bereich des rechten Kniege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lenks finde sich nach arthroskopischer medialer und lateraler Teilmeniskekto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mie, Knorpelglättung und Mikrofrakturierung am 29. Mai 2013 eine leichte Überwärmung sowie ein fraglicher Erguss. Beide Kniegelenke seien frei beweglich mit negativen Meniskuszeichen und ohne Bandinstabilitäten. Auf den Röntgenaufnahmen sei eine beginnende mediale Gonarthrose zweiten Grades ersichtlich. Bezüglich der angegebenen Beschwerden an den Händen führte die Gutachterin aus, die Röntgenaufnahmen zeigten noch keine arthro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tischen Veränderungen. Aufgrund der Beschwerdesymptomatik wie auch des klinischen Befundes bestünden dennoch beginnende Bouchard-Arthrosen mit der entsprechenden Beschwerdesymptomatik. Hinweise für ein entzündliches rheumatisches Geschehen seien weder klinisch noch labortechnisch noch radiologisch vorhanden. Zusammengefasst fänden sich für die von der Beschwerdeführerin von Seiten des Bewegungsapparates angegebenen Schmerzen und Funktionseinschränkungen zum überwiegenden Teil ein ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechendes morphologisches Korrelat. Die rheumatologische Gutachterin gelangte zum Schluss, die Beschwerdeführerin sei zu 80 % arbeitsfähig für leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ohne Einnahme von wirbelsäulenbelas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenden Zwangshaltungen, ohne Überkopfarbeiten, ohne Tätigkeiten in knien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der oder hockender Haltung, nicht auf unebenem Grund, ohne die Notwendig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit des häufigen Treppensteigens sowie ohne besondere Belastungen für die Hände beidseits. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit einer Änderungsschneiderin in einem Braut- und Festmodegeschäft sei ihr nicht mehr zumutbar </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">98/19). Bis August 2008 sowie nach der Operation im Jahr 2010 sowie nach jener vom 5. Mai 2012 habe während jeweils eines halben Jahres auch für angepasste Tätigkeiten keine Arbeitsfähigkeit bestanden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">98/19).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem neurologischen Teilgutachten ist zu entnehmen, bei der klinischen Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">suchung sei eine tief thorakal rechtskonvexe Torsionsskoliose der Wir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">belsäule aufgefallen. Im Bereich der Beine sei einzig eine Hyposensibilität an der Medialseite des linken Unterschenkels bis oberhalb des Knöchels auffal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lend. Dieser Befund der residuellen radikulären sensiblen Ausfallssymptoma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tik der Wurzel L4 links sei funktionell bedeutungslos. Hinweise auf eine anhaltende radikuläre Reiz- respektive motorische Ausfallssymptomatik wür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den klinisch fehlen. Die Beschwerdeführerin habe über konstant vorhandene Nackenschmerzen mit intermittierender Ausstrahlung in den rechten Arm bis zu den Fingern I-III geklagt. Die radikulären HWS-Provokationsmanöver seien aber negativ gewesen und sensomotorische Ausfälle oder Reflexano</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">malien seien keine zu finden gewesen (Urk. 7/98/23-24). Abschliessend hielt der Gutachter fest, aus neurologischer Sicht im engeren Sinn ergebe sich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Bezüglich der reduzierten Belast</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">barkeit des Achsenorgans verwies er auf das rheumatologische Teilgutachten. Die aktuelle Einschätzung gelte ab etwa zwei Monate nach dem letzten ope</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rativen Eingriff, also seit Anfang August 2012 (Urk. 7/98/24). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus interdisziplinärer Sicht gelangten die A.___-Gutachter zum Schluss, die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin sei einzig aus rheumatologischer Sicht eingeschränkt. In einer entsprechend angepassten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin zu 80 % arbeitsfähig, wobei das Pensum vollschichtig mit erhöhtem Pausenbedarf umgesetzt werden könne. Die angestammte Tätigkeit sei seit Februar 2007 nicht mehr zumutbar. Für eine angepasste Tätigkeit habe wegen der Rückenoperationen vom Februar 2007 bis im August 2008 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Eine weitere vorübergehende vollständige Arbeitsunfähigkeit von jeweils sechs Monaten sei nach den Operationen im Jahr 2010 und vom 4. Mai 2012 anzunehmen. Aus psychiatrischer Sicht sei der Verlauf der Depression und der damit zusammenhängenden Arbeitsunfähigkeit seit 2007 schwankend gewesen. Höhere depressive Episoden seien jeweils bei vermehrten Rückenschmerzen aufgetreten. Im Dezember 2012 sei vom behandelnden Psychiater noch eine leichte depressive Episode angegeben worden. Bis zur Untersuchung durchs A.___ habe sich die depressive Symptomatik vollständig zurückgebildet (Urk. 7/98/26). Die gutachterlich eruierte Arbeitsfähigkeit bestehe wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheinlich seit Dezember 2012, sicher aber ab dem Untersuchungszeitpunkt im Juni 2013. Arbiträr könne von einer vorangehend ab 2007 meist aufge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hobenen Arbeitsfähigkeit auch in Verweistätigkeiten ausgegangen werden (Urk. 7/98/27). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Med. pract. F.___, Fachärztin für orthopädische Chirurgie und Traumatologie und RAD-Ärztin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erachtete das A.___-Gutachten als beweiskräf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tig. Sie gab an, eine Verbesserung des Gesundheitszustands sei ausgewiesen (Stellungnahme vom 21. September 2013, Urk. 7/100/5-6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. G.___, Fachärztin für Radiologie und Neuroradiologie, berichtete am 24. September 2014 über die gleichentags erfolgte Magnetreso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nanztomographie der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Halswirbelsäule</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Beschwerdeführerin. Sie führte aus, es lägen deutliche osteodiskäre Foraminalstenosen auf der Höhe C2/C3, C4/C5, C5/C6 rechts sowie C5/C6, C3/4 links, weniger ausgeprägt C3/4 rechts, mit möglicher Komprimierung der entsprechenden austretenden Nervenwurzeln durch diese deutlichen degenerativen Veränderungen vor. Hingegen sei keine Spinalkanalstenose auszumachen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">107/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. D.___ nannte in seinem Verlaufsbericht vom 14. Dezember 2014 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unter anderem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Diagnose eines zervikoradikulären Reizsyndroms C6 links bei Foraminalstenosen C2-6 rechts und C3-6 links mit Kompression der Nerven </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">110/5). Er gab an, seit Jahren erhalte die Beschwerdeführerin Targin und Cymbalta, ohne dass die Schmerzen oder die Depression positiv zu beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">flussen gewesen sei. Die Arthrodese der ISG beidseits am 4. Mai 2012 habe weder eine Linderung der Schmerzen noch eine Verbesserung der Belastbarkeit bewirkt. Alle Therapien im ambulanten Rahmen seien vollkommen ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schöpft. Zum ganzen Desaster komme nun noch eine Meniskusläsion links dazu, welche durch die Gehstörung zusätzliche lumbale Beschwerden provo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziere </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">110/6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 20. sowie am 27. Mai 2014 berichtete Dr. B.___ über den operativen Eingriff vom 20. Mai 2014. Er gab an, es habe sich um eine Fusion der Nearthrosgelenke zu beiden Seiten, um eine ISG-Verschraubung auf der linken Seite und eine nochmalige Anziehung der Schrauben auf der rechten Seite gehandelt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">111/6). Ferner führte er aus, die Beschwerdeführerin beklage einzig lokale Beschwerden. Im Rahmen der Schmerzgrenze sei die Mobilisation frei respektive dürfe die Beschwerdeführerin voll belasten. Einzig ausgedehntes Treppensteigen, massive Inklination sowie forcierter Stress auf die ISG-Gelenke seien wenn möglich in den ersten sechs bis acht Wochen postoperativ zu vermeiden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">111/7, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">110/8-9). Laut dem Austrittsbericht der H.___ hielt sich die Beschwerdeführerin im Anschluss an diese Operation vom 28. Mai bis am 17. Juni 2014 in genannter Klinik auf. Dem Bericht ist zu entnehmen, die Beschwerdeführerin sei unter der bei Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tritt etablierten analgetischen Therapie mit Targin und Brufen weitgehend beschwerdefrei gewesen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">110/16). Am 16. Dezember 2014 gab Dr. B.___ an, aufgrund der im Mai 2014 durchgeführten Operation sei die Beschwerdeführerin weiterhin nicht arbeitsfähig. Auf längere Sicht könne mit einer Verbesserung des Gesamtzustandes gerechnet werden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">111/8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">RAD-Ärztin med. pract. F.___ fasste in ihrer Stellungnahme vom 9. Februar 2015 die zwischenzeitlich eingegangenen medizinischen Berichte zusammen und gelangte zum Schluss, dadurch sei keine dauerhafte Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlechterung des Gesundheitszustands gegenüber dem Status zum Zeitpunkt der Begutachtung im A.___ ausgewiesen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">121/4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. E.___ berichtete am 10. Februar 2015, die im Dezember 2012 noch beste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hende leichte depressive Episode habe sich im Laufe der ersten Jahreshälfte 2013 zurückgebildet und sei seit Juni 2013 vollständig remittiert. Seither weise die Beschwerdeführerin ein stabiles psychisches Befinden ohne Beschwerden bei unauffälligem Psychostatus auf. Aus psychiatrischer Sicht bestünden keine Einschränkungen für die bisherige oder eine angepasste Tätigkeit mehr </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">113/1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2.10</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. B.___ führte in seinem Bericht vom 22. Juni 2015 aus, aufgrund der statt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehabten Operationen sei die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsunfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hig. Trotz weiterer Therapien und Bemühungen seitens der Beschwerdeführerin sei es ihr nicht gelungen, ihren körperlichen Zustand soweit zu verbessern, dass es ihr möglich wäre, wieder in ihrem Beruf zu arbeiten. Der Krankheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">befund habe sich sowohl im Bereich der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Lendenwirbelsäule</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> als auch im Bereich der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Halswirbelsäule</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> verschlechtert </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">117/3). Es sei mit weiteren Operationen zu rechnen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">117/4). Med. pract. F.___ merkte dazu am 7. Juli 2015 an, der Bericht enthalte keine Befunde, welche eine Verschlechte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung der Funktion der Wirbelsäule seit dem A.___-Gutachten belegen würden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">121/7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-Gutachten, auf welches die IV-Stelle abstellte, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">basiert auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den fachärzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Untersuchungen der Beschwerdeführerin, e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wurde in Kenntnis der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">medizinischen Vorakten erstattet, es beantwortet d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ie gestellten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n umfassend und es setzt sich mit anderslau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenden Beurteilungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auseinander. Somit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erfüllt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">es </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die von der Recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechung gestellten formellen Vorausset</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zungen an ein beweiskräftiges Gutachten (vgl. vorstehende E. 1.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anders als im in der Beschwerdeschrift (Urk. 1 S. 4 Ziff. 13) angeführten Urteil des hiesigen Gerichts IV.2013.00040 vom 28. März 2013, E. 8.2, sind vorliegend nicht gewisse medizinische Sachverhalte bereits abschliessend gerichtlich beurteilt worden (vgl. E. 8.2.3 des angeführten Entscheids), sodass der im Merkblatt der IV-Stelle enthaltene Fragenkatalog (Urk. 7/87/4) zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sammen mit den gestellten Zusatzfragen (Urk. 7/87/3) passend war. Dem Merkblatt lässt sich inhaltlich entnehmen, was im Rahmen der Begutachtung abzuklären war (Urk. 7/87/4). Dass die Fragen nicht formell als Fragen </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">for</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">muliert wurden, wurde nach Erhalt des Merkblatts respektive vor der Begut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achtung noch nicht beanstandet und die Zwischenverfügung vom 24. April 2013 betreffend die Anordnung der Begutachtung (Urk. 7/93) blieb unange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fochten. Zudem wurde der Beschwerdeführerin Gelegenheit gegeben, Zusatz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fragen zu stellen (Urk. 7/89/1). Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin die Ausübung ihrer Mitwirkungsrechte nicht möglich war, fehlen bei dieser Ausgangslage. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dass die Begutachtung trotz bevorstehender Operation durchgeführt wurde (vgl. den Einwand in Urk. 1 S. 4 Ziff. 14), ist nicht zu beanstanden, zumal keine Verpflichtung zur Berücksichtigung allfälliger zukünftiger Verände</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen besteht. Ferner gab Dr. B.___ auch in seinem Bericht vom 22. Juni 2015 noch an, es sei mit weiteren Operationen zu rechnen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. 7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">117/4)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, sodass das Abwarten einer langen operationsfreien Phase ohnehin keinen Sinn gemacht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und den Rentenanspruch unabhängig von der materiellen Rechtslage perpetuiert hätte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dass die von der IV-Stelle formulierten Zusatzfragen (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7/87/3) dem A.___ möglicherweise gar nicht zugestellt (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7/90) und von diesem auf jeden Fall nicht als solche beantwortet wurden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. 7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">98/28 Ziff. 7), stellt keinen Mangel dar, solange das Gutachten dennoch umfassend und schlüssig ist, was in nachstehenden Erwägungen geprüft wird. Dem diesbezüglichen beschwerdeweisen Einwand </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 S. 4 f. Ziff. 15) ist somit im Rahmen der formellen Prüfung des A.___-Gutachtens nicht zu folgen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Obwohl die Gutachter sich nicht explizit dazu äusserten, ob im Vergleich zur Rentenbestätigung vom 20. Juli 2010 eine wesentliche Veränderung der tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sächlichen Verhältnisse eingetreten ist, ist ersichtlich, dass sie eine solche feststellten. So hielten sie fest, mittels der Operationen im Lumbalbereich habe insgesamt eine Besserung der Beschwerdesymptomatik erzielt werden können (Urk. 7/98/18). In Übereinstimmung damit gab auch die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin selber eine Besserung ihrer Schmerzen an (Urk. 7/98/21, Urk. 7/98/23, Urk. 7/98/26). Nach der Operation vom April 2010 (vgl. Urk. 7/69/7) lag laut den A.___-Gutachtern während eines halben Jahres eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit auch in Verweistätigkeiten vor (Urk. 7/98/19), womit sie im massgeblichen Vergleichszeitpunkt vom 20. Juli 2010 ebenfalls von einer komplett aufgehobenen Erwerbsfähigkeit ausgingen (vgl. auch Urk. 7/98/27 Ziff. 6.3). Demgegenüber sahen sie die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin in einer angepassten Tätigkeit ab November 2012 wieder arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähig (Urk. 7/98/26-27 Ziff. 6.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Währenddem im Vergleichszeitpunkt auch aus psychiatrischer Sicht keine behinderungsangepasste Tätigkeit zumutbar war (Urk. 7/73/10), lag im Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt der angefochtenen Verfügung aus psychiatrischer Sicht aufgrund einer Remission der Depression sowohl laut dem behandelnden Psychiater als auch laut dem A.___-Gutachten keine Einschränkung mehr vor </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">98/26-27 und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">113/1)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Insgesamt ist eine relevante Verbesserung nach dem Gesagten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss ständiger Praxis des Bundesgerichts prüft die Verwaltung - wenn ein Revisionsgrund gegeben ist - den Rentenanspruch in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht umfassend ("allseitig"), wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (Urteil des Bundesgerichts 9C_378/2014 vom 21. Oktober 2014, E. 4.2). Daher kann - falls es sich als beweiskräftig erweist - auf das A.___-Gutachten abgestellt werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In somatischer Hinsicht ist es nachvollziehbar, dass die A.___-Gutachter die Beschwerdeführerin mit ihrem chronischen lumbo- und zervikospondyloge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Schmerzsyndrom und dem Belastungsdefizit beider Hände (Urk. 7/98/24-25) in ihrer angestammten Tätigkeit als arbeitsunfähig erachteten. Hingegen gingen sie in einer den verschiedenen Leiden der Beschwerdeführerin ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">passten Tätigkeit von einer vollschichtig umsetzbaren Arbeitsfähigkeit aus. Den Einschränkungen aufgrund der Beschwerden an der Wirbelsäule, den Knien und den Händen trugen sie dadurch, dass sie belastende Tätigkeiten vom Zumutbarkeitsprofil ausnahmen, sowie durch die Annahme eines erhöhten Pausenbedarfs Rechnung (vgl. Urk. 7/98/26 Ziff. 6.2). Weshalb die Beschwerdeführerin auch in einer sämtlichen Leiden angepassten Tätigkeit zu mehr als 20 % eingeschränkt sein sollte, ist nicht ersichtlich. Die Darlegun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen im Gutachten leuchten entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ein (vgl. den Einwand der Beschwerdeführerin in Urk. 1 S. 6 Ziff. 21).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin brachte vor, die rheumatologische Gutachterin habe sich nicht mit der abweichenden Beurteilung durch Dr. B.___ auseinander</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesetzt und diese nur unvollständig zur Kenntnis genommen (Urk. 1 S. 5-6 Ziff. 20). Dass Dr. B.___ in seinem Bericht vom 19. November 2008 ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geben hatte, die Beschwerdeführerin werde voraussichtlich für die nächsten zwei Jahre erwerbsunfähig sein (Urk. 7/36/4), tut für die Beurteilung im Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">punkt der A.___-Begutachtung nichts zur Sache, weshalb nicht zwingend darauf einzugehen war. Die Ausführung der rheumatologischen Gutachterin, dass Dr. B.___ zugleich angemerkt hatte, eine Arbeitsunfähigkeit sei nie von ihnen attestiert worden (Urk. 7/98/20 Ziff. 4.2.7), ist zutreffend (Urk. 7/36/3). Weshalb sie die Auffassung von Dr. B.___, wonach die Beschwerdeführerin auch in einer adaptierten Tätigkeit kaum mehr einsetz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar sei, nicht bestätigen konnte, begründete die Gutachterin zwar nicht (Urk. 7/98/20), jedoch war dies auch nicht möglich, nachdem Dr. B.___ sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nerseits nicht begründet hatte, weswegen er auch eine angepasste Tätigkeit nicht mehr für zumutbar hielt (Urk. 7/83/1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zum Vorbringen der Beschwerdeführerin, es lägen Widersprüche innerhalb des Gutachtens vor (Urk. 1 S. 6 Ziff. 22), ist anzumerken, dass eine mässige Einschränkung der Wirbelsäule insgesamt (Urk. 7/98/22 unten) einer starken Einschränkung der Lendenwirbelsäule bei jedoch erhaltener Beweglichkeit der Brustwirbelsäule und einem Finger-Boden-Abstand von maximal Knie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">höhe (Urk. 7/98/16) nicht widerspricht. Hinzu kommt, dass die Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen der Beweglichkeit aufgrund klinischer Untersuchungen angegeben wurden. Dabei liegt es naturgemäss nicht an den Gutachtern, sondern gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">benenfalls am möglicherweise variierenden Zustand der Explorandin, wenn die Ergebnisse unterschiedlich ausfallen. So erweckt es auch keine Zweifel am Gutachten, wenn die Fingerspitzen der Beschwerdeführerin einmal zirka in der Mitte der Unterschenkel (Urk. 7/98/22) und einmal maximal auf Knie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">höhe (Urk. 7/98/16) zum Stillstand kamen, wobei es sich aufgrund der Anga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben „zirka“ und „maximal“ im Übrigen ungefähr um die gleiche Höhe gehandelt haben könnte. Dass die Beschwerdeführerin anlässlich der rheu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">matologischen Untersuchung beim Einnehmen der tiefen Hocke das rechte Knie gestreckt hielt (Urk. 7/98/16), schliesst nicht aus, dass bei der neurolo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gischen Untersuchung das Hochstemmen aus lediglich halber Hocke ohne Befund war (Urk. 7/98/22).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Laut dem in der Beschwerde (Urk. 1 S. 6 Ziff. 23) angeführten Bericht der I.___ Klinik vom 11. Juli 2011 ergaben die Radiographien keine Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise auf wesentliche Pathologien (Urk. 7/80/6), weshalb der neurologische Gutachter auf eine Auseinandersetzung mit diesem - nicht abweichenden - Bericht verzichten durfte. Im Bericht von Dr. B.___ vom 2. Oktober 2012 fehlen weitere Angaben zur diagnostizierten Teillähmung L3 (Urk. 7/83/1) und zur Neuropathie (Urk. 7/83/4), was eine Auseinandersetzung mit dieser Diagnose verunmöglicht. Darin, dass der Gutachter sensible Ausfälle bejahte (Urk. 7/98/23-24), motorische hingegen verneinte (Urk. 7/98/23), sind keine Unstimmigkeiten zu erkennen. Dass sensible Ausfälle an den Beinen </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. Urk. 7/98/23 Ziff. 4.3.4) keine Arbeitsunfähigkeit bewirken ist sodann nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vollziehbar, zumal die allermeisten Erwerbstätigkeiten erfahrungsgemäss keine intakte sensible Wahrnehmung an den Beinen voraussetzen. Das Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">handensein von Paresen wurde nach detaillierter Prüfung verneint (Urk. 7/98/22). Nach dem Gesagten erweist sich das A.___-Gutachten aus somatischer Sicht als überzeugend.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dass im psychiatrischen Teilgutachten keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt wurde (Urk. 7/98/12), ist vor dem Hintergrund der weitgehend unauffälligen Befunde mit praktisch unauffälligem Psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">status mit ausgeglichener gefasster und euthymer Verfassung mit guter Schwingungsfähigkeit, lebhafter Mimik sowie offener und freier Kommuni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kation (Urk. 7/98/12) nachvollziehbar. Zudem stimmt diese Beurteilung mit den Angaben des behandelnden Psychiaters überein (vorstehende E. 3.3.9).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die interdisziplinäre A.___-Beurteilung steht sodann in Einklang mit den einzel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Teilgutachten und ist daher ebenfalls schlüssig und nachvoll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zieh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, zwischen der Begutachtung durch das A.___ und dem Erlass der angefochtenen Verfügung sei eine Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlechterung eingetreten. Dadurch, dass die IV-Stelle keine weiteren Abklärungen vorgenommen habe, habe sie den Untersuchungsgrundsatz verletzt (Urk. 1 S. 7 f. Ziff. 27-30). Die IV-Stelle legte die im weiteren Verlauf eingegangenen medizinischen Berichte RAD-Ärztin med. pract. F.___ vor, welche das Vorliegen wesentlicher neuer medizinscher Sachverhalte verneinte (Urk. 7/121/3-4, Urk. 7/121/7-8; vorstehende E. 3.3.8 und E. 3.3.10 am Ende). Dass med. pract. F.___ in der erneuten Operation keine dauer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hafte Verschlechterung erkannte, begründete sie in nachvollziehbarer Weise damit, dass nach der Operation eine primäre Vollbelastung erlaubt war, dass beim Austritt nach der Operation einzig noch lokale sowie die bereits seit Jahren bekannten Beschwerden bestanden und damit, dass die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin bei ihrem Rehabilitationsaufenthalt unter Schmerzmitteln weitge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hend beschwerdefrei war (Urk. 7/121/4, vgl. auch vorstehende E. 3.3.7). Der von Dr. B.___ attestierten Arbeitsunfähigkeit folgte med. pract. F.___ nicht, wobei sie zur Begründung auf das Fehlen von Befunden bezüglich des Funktionszustands der Wirbelsäule hinwies (Urk. 7/121/7-8). Dies trifft zu. So sprach Dr. B.___ zwar von einem verschlechterten Krankheitsbefund, nahm aber keinen Bezug auf Funktionseinschränkungen. Allein durch die Notwendigkeit weiterer Operationen ist ebenfalls keine Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. Ferner bezieht sich die von Dr. B.___ attestierte Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit auf „ihren Beruf“, mithin auf die angestammte Tätigkeit (Urk. 7/117/3), in welcher unbestrittenermassen keine Arbeitsfähigkeit mehr besteht. Die von Dr. D.___ am 14. Dezember 2014 als neu angegebene Meniskusläsion links (E. 3.3.6 vorstehend) lag bereits vor der Begutachtung vor (E. 3.3.1 vorstehend). Insgesamt ist nach dem Gesagten plausibel, dass med. pract. F.___ von nicht wesentlich veränderten Verhältnissen im Vergleich zum Zeitpunkt der Begutachtung ausging. Folglich hat die IV-Stelle zu Recht auf das A.___-Gutachten abgestellt. Demnach ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung seit mehr als drei Monaten in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig war.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Aufgrund der beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kräftigen medizinischen Aktenlage besteht entgegen der Auffassung de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in kein weiterer Abklärungsbedarf.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">valid geworden wäre (sog. Validen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eiden hypothetischen Erwerbsein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die IV-Stelle bezifferte das Valideneinkommen für das Jahr 2014 mit Fr. 57‘854.45.-- (Urk. 2 S. 2, Urk. 7/99/1). Sie stütze sich dabei auf die Anga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben des letzten Arbeitgebers, der J.___ GmbH, wonach die Beschwerdeführerin im Jahr 2007 Fr. 4‘400.-- pro Monat respek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tive jährlich Fr. 52‘800.-- verdiente (Arbeitgeberbericht vom 4. Oktober 2007, Urk. 7/6/2). Angepasst an die Nominallohnentwicklung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesamt fü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r Sta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tik [BFS],</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Schweize</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rischer Lohnindex nach Branche [2005 = 100; im Inter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">net abrufbar]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nominallohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">index Frauen [T1.2.05],</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Total; 2007: 102.8; 2010: 108.1; [2010 = 100; im Internet abrufbar]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nominallohnindex Frauen [T1.2.10],</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Total; 2010: 100; 2015: 104.1) resultiert für das Jahr 2015 ein Valideneinkommen von gerundet Fr. 57‘799.-- (Fr. 52‘800.-- : 102.8 x 108.1 : 100 x 104.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (Urteile des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, E. 5.2;</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 8C_78/2015 vom 10. Juli 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 4 und 9C_526/2015 vom 11. September 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3.2.2; zur Verwen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.8.1 und BGE 133 V 545 E. 7.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorliegend sind deshalb – entgegen der Beschwerdegegnerin (vgl. Urk. 2) – die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(seit 2012 in revidierter Form durchgeführten) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">LSE 2014 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heranzuziehen. Danach betrug der monatliche Bruttolohn (Zentralwert)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einfache Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keiten körperlicher oder handwerklicher Art</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4‘300</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.-- pro Monat (LSE 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, Tabelle TA1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> [Privater Sek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Total Frauen, Kompetenzniveau 1; im Internet abrufbar). Angepasst </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">an die im Jahr 2015 betriebsübliche wöchent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Arbeitszeit von 41,7 Stunden (vgl. Tabelle T </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">03.02.03.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">01.04.01, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abschnitt A-S, Total) sowie an die Nominallohnentwicklung vom Jahr 2014 aufs Jahr 2015 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">[2010 = 100; im Internet abrufbar]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nominal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lohnindex Frauen [T1.2.10],</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Total; 2014: 103.6; 2015: 104.1) ergibt sich ein jährliches Einkommen von gerundet Fr. 54‘053.-- (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4‘300</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.--</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> x 12 : 40 x 41,7 : 103.6 x 104.1) respektive von Fr. 43‘242.-- bei einer Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit von 80 %. Nach Abzug des nicht zu beanstandenden Leidensabzugs von 10 % resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 38‘917.--. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen ergibt eine Einkommenseinbusse von Fr. 18‘882.-- (Fr. 57‘799.-- minus Fr. 38‘917.--) und somit einen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Invaliditätsgrad von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufgerundet 33 %, womit kein Anspruch auf eine Invalidenrente mehr besteht. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerde erweist sich daher als unbegründet und ist abzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft die Bewilligung oder Verweige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">L</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eistungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Invalidenversicherung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Das Verfahren ist daher kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">69 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG) und ermes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sensweise auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fr. 8</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">00.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">--</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> anzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufzuerlegen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rech</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">AXA-ARAG Rechtsschutz AG</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">richt Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigWidmer</p><p></p></div> </div></body></html>