<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">7B.220/2004 /rov </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 18. November 2004 </div> <div class="para">Schuldbetreibungs- und Konkurskammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Escher, Präsidentin, </div> <div class="para">Bundesrichter Meyer, Bundesrichterin Hohl, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Schett. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">Z.________ AG, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Obergericht des Kantons Thurgau, Promenadenstrasse 12, 8500 Frauenfeld. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Konkurseröffnung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">SchKG-Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 6. Oktober 2004. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Kammer zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">1.1 Mit Verfügung vom 3./4. August 2004 eröffnete das Vizegerichtspräsidium Frauenfeld über die Z.________ AG mit Wirkung ab dem 3. August 2004, 11.00 Uhr, den Konkurs, nachdem die geltend gemachten Forderungen weder getilgt noch Erklärungen über den Rückzug der Konkursbegehren eingegangen waren. </div> <div class="para">Gegen diese Verfügung erhob die Z.________ AG Rekurs beim Obergericht des Kantons Thurgau mit dem sinngemässen Antrag, die Konkurseröffnung sei aufzuheben. Sie habe mit der Versicherung X.________ und der Versicherung Y.________ vereinbart, dass ihr diese beiden Gläubiger bis September 2004 Stundung gewähren würden. Sowohl die Versicherung X.________ als auch die Versicherung Y.________ hielten in ihren Rekursantworten fest, dass sie der Schuldnerin keine Stundung gewährt hätten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Obergericht führt aus, gemäss <span class="artref">Art. 174 Abs. 1 SchKG</span> könne der Entscheid des Konkursrichters innert 10 Tagen nach seiner Eröffnung an das obere Gericht weitergezogen werden. Die Konkurseröffnung könne aufgehoben werden, wenn der Schuldner mit der Einlegung des Rechtsmittels seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft mache und durch Urkunden beweise, dass inzwischen die Schuld samt Zinsen und Kosten getilgt oder der geschuldete Betrag beim oberen Gericht zuhanden des Gläubigers hinterlegt sei oder der Gläubiger auf die Durchführung des Konkurses verzichte (<span class="artref">Art. 174 Abs. 2 SchKG</span>). Die Rekurrentin selber habe nicht einmal Indizien darlegen können, die auf eine Stundung hinweisen könnten; Beweise seien schon gar nicht offeriert worden. Demnach erweise sich die Geltendmachung von Stundungen als Schutzbehauptung, und der Rekurs sei abzuweisen. </div> <div class="para">1.2 Mit Eingabe vom 8. November 2004 hat die Z.________ AG die Sache an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts weiter gezogen und bringt vor, sie erhebe Rekurs und Beschwerde im Sinne von <span class="artref">Art. 17 ff. SchKG</span>. </div> <div class="para">1.3 Die Beschwerdeführerin übersieht, dass der Entscheid des Konkursrichters betreffend die Eröffnung eines Konkurses im Sinne von <span class="artref">Art. 174 SchKG</span> nur mit staatsrechtlicher Beschwerde nach <span class="artref">Art. 84 ff. OG</span> und nicht mit Beschwerde nach <span class="artref">Art. 19 SchKG</span> beim Bundesgericht angefochten werden kann (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=16.11.2004&amp;to_date=05.12.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-III-49%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page49">BGE 119 III 49</a> E. 2 S. 51 mit Hinweisen). </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin rügt einzig, es sei <span class="artref">§ 112 Abs. 1 ZPO</span>/TG verletzt worden, und es liege ein klarer Verstoss von Bundesrecht im Sinne von <span class="artref">Art. 17 ff. SchKG</span> vor. Diese Einwände genügen den Begründungsanforderungen an eine staatsrechtliche Beschwerde gemäss <span class="artref">Art. 90 Abs. 1 lit. b OG</span> nicht (zu den Begründungsvoraussetzungen: <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=16.11.2004&amp;to_date=05.12.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-I-258%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page258">BGE 130 I 258</a> E. 1.3 S. 261/262 mit Hinweisen), weshalb die Eingabe der Beschwerdeführerin nicht in eine solche umgewandelt werden kann. Auf die Beschwerde kann somit nicht eingetreten werden. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Mit dem Entscheid in der Sache wird das sinngemässe und nicht begründete Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Das Beschwerdeverfahren ist grundsätzlich kostenlos (<span class="artref">Art. 20a SchKG</span> und <span class="artref">Art. 61 Abs. 2 lit. a GebV SchKG</span>), und es darf keine Parteientschädigung zugesprochen werden (<span class="artref">Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG</span>). </div> <div class="para">Die Beschwerde grenzt jedoch an Mutwilligkeit. Die Beschwerdeführerin hat zur Kenntnis zu nehmen, dass bei mut- oder böswilliger Beschwerdeführung einer Partei oder ihrem Vertreter Bussen bis zu Fr. 1'500.-- sowie Gebühren und Auslagen auferlegt werden können </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt die Kammer: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, den Beschwerdegegnerinnen (Versicherung X.________; Versicherung Y.________), und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 18. November 2004 </div> <div class="para">Im Namen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>