<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2002.00008</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106715&amp;W10_KEY=4467146&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2002.00008</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.07.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kündigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Dem seit 1990 als Steuerkommissär beschäftigten Beschwerdeführer wurde mit Verfügung vom 29.3.01 per 30.9.01 gekündigt. Missbräuchlichkeit der Kündigung? Entschädigung und Abfindung.<br/>Voraussetzungen einer fristlosen Kündigung gemäss § 22 PG (E. 2). Keine wichtigen Gründe für die fristlose Kündigung (E. 2a).<br/>Formelle Mängel der Kündigung (E. 2b).<br/>Bemessung der Entschädigung gemäss § 18 Abs. 3 PG für die sachlich nicht gerechtfertigte Kündigung (E. 3).<br/>Voraussetzungen und Bemessung einer Abfindung gemäss § 26 PG (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABFINDUNG">ABFINDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTSCHÃDIGUNG">ENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREISTELLUNG">FREISTELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRISTLOSE KÃNDIGUNG">FRISTLOSE KÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃNDIGUNG">KÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MISSBRÃUCHLICHE KÃNDIGUNG">MISSBRÃUCHLICHE KÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHALTEN">VERHALTEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 5 lit. II AHVG</span><br/><span class="gerade">Art. 5 lit. III BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 336 OR</span><br/><span class="gerade">Art. 337 OR</span><br/><span class="ungerade">§ 18 lit. I PG</span><br/><span class="gerade">§ 18 lit. II PG</span><br/><span class="ungerade">§ 18 lit. III PG</span><br/><span class="gerade">§ 22 lit. I PG</span><br/><span class="ungerade">§ 22 lit. IV PG</span><br/><span class="gerade">§ 26 PG</span><br/><span class="ungerade">§ 7 lit. Ib PV</span><br/><span class="gerade">§ 16 lit. Ia VVPG</span><br/><span class="ungerade">§ 18 lit. I VVPG</span><br/><span class="gerade">§ 18 lit. III VVPG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A. B, geboren ... 1952, trat am 5. Februar 1990 als SteuerkommissÃ¤r in die X-abteilung des Kantonalen Steueramtes ZÃ¼rich ein. Im Jahr 1994 wurde er erstmals be­fÃ¶rdert und 1996 erfolgte die weitere BefÃ¶rderung zum SteuerkommissÃ¤r mit besonderen Aufgaben. In der Folge wurde B mit Wirkung auf den 1. August 1997 zum stellvertreten­den Abteilungschef ernannt. Am 21. Oktober 1999 wurde ihm "als Anerkennung fÃ¼r sein ausserordentliches Engagement bei der EinfÃ¼hrung neuer Mitarbeiter eine einmalige Zu­lage im Ausmass von Fr. 5'000.-" ge­stÃ¼tzt auf § 26 der Personalverordnung vom 16. De­zem­ber 1998 (PV; LS 177.11) sowie § 44 der Vollzugsverordnung zum Personalgesetz vom 19. Mai 1999 (VVPG; LS 177.111) ausgerichtet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. Nach Darstellung von B trat nach dem Ausscheiden des bishe­rigen Abteilungs­chefs D im Jahr 1997 und der Ernennung von E zum neuen Vorgesetzten eine stetige Ver­schlechterung des Arbeitsklimas und des fachli­chen Niveaus der X-abteilung ein, weshalb er, B, zuneh­mend zur inoffiziellen Anlaufstelle fÃ¼r viele Mitarbeiter avanciert sei. Den fort­schreitenden AutoritÃ¤tsverlust habe E immer mehr auch dem BeschwerdefÃ¼hrer anzulasten versucht und zusammen mit drei Mitarbeitern eine Ã¤usserst fragwÃ¼rdige Mobbing-Kam­pag­ne gegen ihn gestartet. Am 2. November 1999 sei er dann vom SteuerkommissÃ¤r F der­art provoziert worden, dass es zu einer "kleineren handgreiflichen Auseinander­setzung" ge­kommen sei. Diesem Streit war ein EDV-Absturz voraus­gegangen, worauf B F darum bat, den Computer nicht einfach abzustellen, was Letzterer aber trotzdem tat. In der Folge kam es zu einem verbalen Schlagabtausch und schliesslich zur erwÃ¤hnten Handgreiflichkeit.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz umschrieb den genannten Streit dahingehend, dass "B Letzteren am Kragen packte, schÃ¼ttelte und wÃ¼rgte". In der Folge hÃ¤tten sich zwischen B und seinem Vor­gesetzten Meinungsverschiedenheiten und Spannungen entwickelt. Das Arbeitsklima auf der X-abteilung habe sich zunehmend verschlechtert.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>C. Mit Schreiben vom 10. Dezember 1999 stellte B das Gesuch, von der Funktion als Stellvertreter des Abteilungsleiters zurÃ¼ckzutreten. Nach Darstellung von B war diesem RÃ¼ckversetzungsgesuch ein von E initi­iertes, beispielloses Kesseltreiben vorangegangen. Er, B, habe endlich ein Zeichen dafÃ¼r setzen wollen, dass er die gravierenden ZustÃ¤nde in­nerhalb der X-abteilung nicht mehr lÃ¤nger mitverantworten kÃ¶nne und wolle.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 4. Januar 2000 fand eine Kadersitzung statt, anlÃ¤sslich welcher B gegenÃ¼ber dem Vor­ge­setzten von E, G, auch Kritik am FÃ¼h­rungsstil Eâs Ã¤usserte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 27. MÃ¤rz 2000 wurde B seinem Gesuch ent­sprechend per 1. April 2000 seiner bisherigen Funktion entbunden und zum Steuerkom­missÃ¤r mit be­son­deren Aufgaben zurÃ¼ckgestuft.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 29. und 30. MÃ¤rz 2000 fand eine zweitÃ¤gige Klausurtagung des Kaders statt. Nach Angaben von B wurde diese Klausurtagung jedoch nicht wegen des Vorfalls vom 2. November 1999 angesetzt, sondern auf Antrag des SteuerkommissÃ¤rs H, weil sich an­de­re SteuerkommissÃ¤re dagegen geÃ¤ussert hatten, dass Letzte­rer JungsteuerkommissÃ¤re aus­bilden soll.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 14. April 2000 fand eine Sitzung "betreffend FunktionsrÃ¼cktritt und SalÃ¤rre­duktion" statt, anlÃ¤sslich welcher B erneut E kritisierte und erklÃ¤rte, mit einer Lohnreduk­tion nicht einverstanden zu sein, da er seinen RÃ¼cktritt nicht selber zu verantworten habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 19. April 2000 erhielt B eine von G (Chef der Hauptabteilung X-dienste) und I (Chef der Personal- und Verwal­tungsabteilung) verfasste "Anweisung" folgenden Inhaltes:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>"1. Wir erwarten von Ihnen kÃ¼nftig die vorbehaltlose Bereitschaft zur Zusammen­arbeit mit Ihrem Vorgesetzten E und den weiteren Mitarbeiterinnen und Mit­ar­beitern der X-abteilung .</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Jegliche unsachliche Kritik an den Entscheiden Ihres Vorgesetzten ist zu un­terlassen. Insbesondere geht es nicht an, von Ihrem Abteilungschef gefÃ¤llte Entscheide im Kreis der SteuerkommissÃ¤re lÃ¤cherlich zu machen oder in unfai­rer Weise zu kritisieren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Wir erwarten von Ihnen, dass Sie sachliche Meinungsverschiedenheiten in steuerlichen Belangen mit dem Abteilungschef persÃ¶nlich bereinigen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Hinsichtlich der Einhaltung dieser Anweisung setzen wir Ihnen eine Frist bis 31. Juli 2000. Sollten Sie innerhalb dieser Frist gegen einen der oben ange­fÃ¼hr­ten Punkte verstossen, betrachten wir dies als wichtigen Grund fÃ¼r eine so­for­ti­ge AuflÃ¶sung des AnstellungsverhÃ¤ltnisses im Sinn von § 22 des Personal­ge­set­zes (PG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wir gehen indessen nach dem gefÃ¼hrten GesprÃ¤ch davon aus, dass Ihrerseits kÃ¼nftig die Bereitschaft und der Wille fÃ¼r eine konstruktive Zusammenarbeit vorhanden ist. In diesem Fall sichern wir Ihnen zu, dass Sie mit unserer UnterstÃ¼tzung rechnen dÃ¼rfen."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach Angaben von B erging diese Verwarnung zu seinem grossen Erstaunen. Die Ver­warnung sei vÃ¶llig unhaltbar, weil er in keiner Art und Weise die Zusammenarbeit mit E und den weiteren Mitarbeitern der X-ab­teilung beeintrÃ¤chtigt beziehungsweise verwei­gert habe. Ebenso sei es unzutreffend, dass er seine Anliegen innerhalb der Abteilung dis­ku­tiert und Entscheide von E ins LÃ¤cherliche gezogen habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>D. Am 11. Dezember 2000 fand die periodische Qualifikation fÃ¼r die Beurteilungs­periode Januar 1998 bis Dezember 1999 (?) statt. Die Gesamtbeurteilung fiel vorzÃ¼glich aus. Insbesondere wurden die ArbeitsausfÃ¼hrung, das Arbeitsergebnis, die SelbstÃ¤ndigkeit sowie die FÃ¼hrungsfÃ¤higkeit mit "klar Ã¼ber den Anforderungen" qualifiziert, wÃ¤hrend das Verhalten mit "vollumfÃ¤nglich den Anforderungen entsprechend" beurteilt wurde. Als Be­merkung zur Gesamtbeurteilung war Folgendes angebracht worden: "Aufgrund der Ge­scheh­nisse, welche zum freiwilligen RÃ¼cktritt des Mitarbeiters als AC-StV fÃ¼hrte, ist das Ver­hÃ¤ltnis zum Mitarbeiter belastet. Dies auch in gewissen FÃ¤llen innerhalb der Abteilung. Auf die GÃ¼te der Arbeit des Mitarbeiters hat dies allerdings keinen Einfluss".</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>E. Im Februar 2001 machte B E auf Probleme von neu eingetretenen Steuerkom­mis­sÃ¤ren beim praktischen Vorgehen bei der Ermessensein­schÃ¤tzung aufmerksam, worauf B beauftragt wurde, das Thema anlÃ¤ss­lich der nÃ¤chsten Abteilungssitzung zu behandeln. Nach Darstellung der Finanzdirektion des Kantons ZÃ¼rich sowie des Kantonalen Steuer­amtes ZÃ¼rich soll B E anlÃ¤sslich der Mitarbeitersitzung vom 23. MÃ¤rz 2001 auf die ent­sprechende Frage hin, wann er zum Thema referieren werde, geantwortet haben, er werde den Auftrag Ã¼berhaupt nicht ausfÃ¼hren, weshalb B am 28. MÃ¤rz 2001 darÃ¼ber orien­tiert worden sei, dass E einen Antrag auf KÃ¼ndigung eingereicht habe. Am 29. MÃ¤rz 2001 sei sodann das AnstellungsverhÃ¤ltnis per 30. September 2001 aufgelÃ¶st und B mit sofortiger Wirkung freigestellt worden. B ver­weist hingegen im Zusammenhang mit der ihm vor­ge­worfenen NichtdurchfÃ¼hrung des betreffenden Referates auf sein Schreiben vom 28. Fe­bru­ar 2001, mit welchem er sÃ¤mtliche Mitarbeitenden eingeladen hatte, offene Fragen und Prob­leme bezÃ¼glich der Ermessensein­schÃ¤tzung aus ihrer Praxis zu schildern, um diese in der nÃ¤chsten Sitzung besprechen zu kÃ¶nnen. Von diesem Schreiben habe auch E Kenntnis gehabt. Das Schreiben enthielt unter anderem folgende Passage: "An einer der nÃ¤chsten Info-Sitzungen werden wir uns voraussichtlich Ã¼ber das Thema ErmessenseinschÃ¤tzungen und was damit zusam­menhÃ¤ngt unterhalten, sofern ein genÃ¼gendes Interesse besteht. Im Vordergrund unserer Diskussion soll nicht die Theorie, sondern das praktische und effi­zien­te Vorgehen (...) ste­hen (...). Am meisten profitieren wir, wenn wir die am hÃ¤ufigsten auftretenden Probleme ansprechen, weshalb ich auf die Mithilfe sÃ¤mtlicher MitarbeiterIn­nen angewiesen bin. Ich bitte deshalb alle SteuerkommissÃ¤rInnen, mir in den nÃ¤chsten Wochen mÃ¶glichst viele of­fene Fragen/Problemstellungen aus ihrer eigenen Praxis (mÃ¼nd­lich oder schriftlich) zu­kommen zu lassen, damit wir diese als Fallbeispiele an unserer Sit­zung diskutieren kÃ¶nnen. Die Fragen/Probleme werden von mir zusammengefasst und in exemplarischen Beispielen aufgezeigt (...)". Da sich auf dieses Schreiben aber nur ein Mit­arbeiter gemeldet habe, habe er davon ausgehen mÃ¼ssen, dass sich fÃ¼r dieses Thema kein SteuerkommissÃ¤r ernsthaft interessiere, weshalb er keine weiteren Vorbereitungen mehr ge­troffen habe. Dies habe er an der Mitarbeitersitzung vom 23. MÃ¤rz 2001 E entsprechend mitge­teilt, worauf dieser ihm zu Unrecht Befehlsverweigerung vorgeworfen habe. Am 28. MÃ¤rz 2001 sei er ohne Vorwarnung auf die Personalabteilung beordert worden, wo man ihm mitgeteilt habe, dass E einen Antrag auf KÃ¼ndigung eingereicht habe. Er, B, sei von der Situation Ã¼berrascht gewesen und habe seine Sicht der Dinge gar nicht erst vortragen kÃ¶nnen. Es sei ihm sodann ohne vorangegangene BewÃ¤h­rungsfrist, welche unerlÃ¤ssliche Voraussetzung fÃ¼r eine KÃ¼ndigung sei, mit VerfÃ¼gung des darauf folgenden Tages auf den 30. September 2001 gekÃ¼ndigt worden, wobei er mit so­fortiger Wirkung freigestellt wor­den sei. In der vom Chef des Personaldienstes verfassten Aktennotiz vom 29. MÃ¤rz 2001 werde die Besprechung nicht richtig wiedergegeben. Insbe­sondere treffe es nicht zu, dass er, B, mit der KÃ¼ndigung gerechnet habe. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Am 27. April 2001 rekurrierte B bei der Finanzdirektion ge­gen die Entlassung. Mit VerfÃ¼gung vom 23. Januar 2002 wurde der Rekurs abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Am 27. Februar 2002 liess B Beschwerde gegen die VerfÃ¼­gung vom 23. Januar 2002 beim Verwaltungsgericht mit folgenden Begehren einreichen:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>"1. Es sei der Entscheid der Vorinstanz aufzuheben und sei festzustellen, dass die KÃ¼ndigung gemÃ¤ss der VerfÃ¼gung des Kantonalen Steueramtes vom 29. MÃ¤rz 2001 missbrÃ¤uchlich erfolgt und sachlich krass ungerechtfertigt ist und es sei der Staat zu verpflichten, dem BeschwerdefÃ¼hrer gemÃ¤ss § 18 PG eine EntschÃ¤digung in der HÃ¶he von sechs (6) MonatslÃ¶hnen, d.h. von CHF ... sowie gemÃ¤ss § 26 Abs. 1 PG eine Abfindung in der HÃ¶he von zwÃ¶lf (12) MonatslÃ¶hnen, d.h. von CHF ... zu bezahlen;</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zulasten der Vorinstanz."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In rechtlicher Hinsicht liess der BeschwerdefÃ¼hrer unter anderem vorbringen, die KÃ¼ndigung sei missbrÃ¤uchlich im Sinn von § 18 Abs. 2 des Personalgesetzes vom 27. Sep­tember 1998 (PG; LS 177.10), da er keine Befehlsverweigerung begangen habe, sei er doch zur DurchfÃ¼hrung eines unmÃ¶glichen Auftrages aufgefordert worden. Insbesondere habe E von dem im Schreiben vom 28. Februar 2001 angebrachten Vorbehalt bezÃ¼glich der Durch­fÃ¼hrung der Schulung gewusst. Selbst wenn hypothetisch davon aus­gegangen wer­den wollte, dass er sich eine Befehlsverweigerung habe zuschulden kommen lassen, hÃ¤tte er vorerst verwarnt werden mÃ¼ssen. Schon gar nicht kÃ¶nne davon ausgegan­gen werden, dass er einen Grund zur fristlosen Entlassung nach § 22 PG gesetzt habe. Die Aufforderung des Chefs zur DurchfÃ¼hrung der Schulung am 23. MÃ¤rz 2001 sei schikanÃ¶s, willkÃ¼rlich und unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig gewesen, weil sie wegen fehlendem Anschauungsmate­rial un­durch­fÃ¼hrbar und allein darauf ausgerichtet gewesen sei, den BeschwerdefÃ¼hrer vor allen Mitarbeitenden bloss zu stellen. Die Verwarnung vom 19. April 2000 kÃ¶nne den An­for­de­run­gen von § 19 Abs. 2 PG nicht entsprechen, weil die dort angesetzte BewÃ¤hrungs­frist am 31. Juli 2000 abgelaufen sei. In BerÃ¼cksichtigung all dieser UmstÃ¤nde stehe ihm daher ge­mÃ¤ss § 18 Abs. 3 PG in Verbindung mit Art. 336a Abs. 1 des Obligationenrechts (OR, SR 220) eine EntschÃ¤digung in der HÃ¶he von sechs MonatslÃ¶hnen sowie eine Abfin­dung gemÃ¤ss § 26 PG in Verbindung mit § 7 Abs. 1 lit. c PV in der HÃ¶he von zwÃ¶lf Mo­nats­lÃ¶hnen zu. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der Beschwerdeantwort vom 18. MÃ¤rz 2002 wurde unter Hinweis darauf, dass vor­liegend die Voraussetzungen fÃ¼r eine fristlose KÃ¼ndigung gemÃ¤ss § 22 PG erfÃ¼llt gewe­sen wÃ¤ren, die vollumfÃ¤ngliche Abweisung der Beschwerde beantragt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auch die Vorinstanz machte in ihrer Vernehmlassung vom 26. MÃ¤rz 2002 geltend, vorliegend sei die Entlassung unter sofortiger Freistellung geboten gewesen, um die durch das Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers andauernd angespannte Situation in der X-abteilung zu beruhigen. Das VertrauensverhÃ¤ltnis sei im Zeitpunkt der Entlassung endgÃ¼ltig zerstÃ¶rt gewesen, weshalb sich die Ansetzung einer neuen BewÃ¤hrungsfrist erÃ¼b­rigt habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) GemÃ¤ss § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG; LS 175.2) ist das Verwaltungsgericht fÃ¼r Beschwerden gegen erstinstanzliche Re­kursentscheide Ã¼ber personalrechtliche Anordnungen zustÃ¤ndig. Angefochten wird in die­sem Entscheid die KÃ¼ndigungsverfÃ¼gung des Kantonalen Steueramtes ZÃ¼rich beziehungs­weise Beschwerdegegners vom 29. MÃ¤rz 2001, deren RechtmÃ¤ssigkeit der Rekursentscheid der Finanzdirektion vom 23. Januar 2002 bejaht hat. Somit ist das Verwaltungsgericht als Beschwerdeinstanz zustÃ¤ndig. Angesichts des 20'000 Franken klar Ã¼bersteigenden Streit­werts ist der Entscheid gemÃ¤ss § 38 Abs. 1 und 2 VRG von der Kammer zu fÃ¤llen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Entgegen der im Internet unter der Rubrik "Track &amp; Trace" abrufbaren Auskunft der Post (http://www.post.ch), wonach der vorinstanzliche Entscheid dem BeschwerdefÃ¼h­rer am 25. Januar 2002 zugestellt worden sein soll, stellte sich nach entsprechenden AbklÃ¤­rungen heraus, dass der Entscheid erst am 28. Januar 2002 abgeholt wurde, wes­halb mit der am 27. Februar 2002 erhobenen Beschwerde die Beschwerdefrist gewahrt ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt die Feststellung, dass die KÃ¼ndigung miss­brÃ¤uch­­lich erfolgt sei, was einen entsprechenden Schadenersatz- sowie einen Abfindungs­anspruch ausgelÃ¶st habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Vorab ist darauf einzugehen, inwieweit vorliegend die Voraussetzungen fÃ¼r eine fristlose AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses erfÃ¼llt waren, wie dies in der Beschwerdeant­wort geltend gemacht wird und wovon auch die Vorinstanz vor allem wegen der Weige­rung des BeschwerdefÃ¼hrers, zum Thema "ErmessenseinschÃ¤tzung" zu referieren, ausge­gangen ist. Nur dann kÃ¶nnte die Tatsache, dass die Verfahrensbestimmungen im Zusam­menhang mit einer ordentlichen KÃ¼ndigung nach den §§ 18 und 19 PG nicht eingehalten worden sind â insbesondere wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer keine BewÃ¤hrungsfrist im Sinn von § 19 Abs. 1 PG angesetzt â in den Hintergrund treten. So oder so enthielt aber die Ent­lassungsverfÃ¼gung vom 29. MÃ¤rz 2001 keine BegrÃ¼ndung, was aber bei ei­ner fristlosen Auf­lÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses gesetzliches Erfordernis gewesen wÃ¤re (§ 22 Abs. 1 PG). Die Vorinstanz ging davon aus, mit Datum vom 6. April 2001, also in­nerhalb von zehn Tagen nach Zustellung der KÃ¼ndigung, sei dem BeschwerdefÃ¼hrer die BegrÃ¼ndung nachgereicht worden, womit dieser Mangel ohnehin geheilt worden sei. Wie es sich damit verhÃ¤lt, kann indessen offen bleiben, denn die Voraussetzungen fÃ¼r eine fristlose Entlas­sung lagen â wie sich nachfol­gend zeigen wird â ohnehin nicht vor.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) GemÃ¤ss § 22 Abs. 1 PG kann das ArbeitsverhÃ¤ltnis aus wichtigen GrÃ¼nden beid­seitig ohne Einhaltung von Fristen jederzeit aufgelÃ¶st werden. Wie ausgefÃ¼hrt hat die AuflÃ¶sung schriftlich und mit BegrÃ¼ndung zu erfolgen. Als wichtiger Grund gilt jeder Um­stand, bei dessen Vorhandensein nach Treu und Glauben die Fortsetzung des Arbeitsver­hÃ¤lt­nisses nicht zumutbar ist. Diese Regelung entspricht grundsÃ¤tzlich der privatrechtlichen Bestimmung gemÃ¤ss Art. 337 OR (§ 22 Abs. 4 PG). Ein wichtiger Grund fÃ¼r die fristlose Entlassung kann beispielsweise die beharrliche Verweigerung der geschuldeten Arbeits­leis­­tung trotz Abmahnung sein. Ohne vorherige Ermahnung oder Verwarnung ist die frist­lose Entlassung zulÃ¤ssig bei Missachtung klarer Weisungen, zum Beispiel bei der Weige­rung, eine zum Pflichtenheft gehÃ¶rende Arbeit oder eine zumutbare Ersatzarbeit trotz klarer Aufforderung auszufÃ¼hren. Die Missachtung rechts- oder vertragswidriger Weisungen recht­fertigt jedoch eine fristlose Entlassung nicht (JÃ¼rg BrÃ¼hwiler, Kommentar zum Ein­zel­arbeitsvertrag, 2.A., Bern/Stuttgart/Wien 1996, S. 363; Adrian Staehelin/Frank Vischer, ZÃ¼r­cher Kommentar, 1996, Art. 337 OR N. 15 und 20; Manfred Rehbinder, Berner Kom­mentar, 1992, Art. 337 OR N. 6). Im Weiteren kann sich die fristlose Entlassung bei Ver­let­zungen der Treuepflicht rechtfertigen, worunter ungehÃ¶riges und ungebÃ¼hrliches Ver­halten wie Frechheit, Unbeherrschtheit, abschÃ¤tzige Bemerkungen usw. gegenÃ¼ber dem Arbeitgeber, dem Vorgesetzten oder Mitarbeitern fallen kÃ¶nnen, auch wenn diese Verhal­tens­weisen noch nicht strafrechtlich relevant sind. Je nach Schwere und Umgebung kann in solchen schwerwiegenden FÃ¤llen die fristlose Entlassung auch ohne vorherige Verwarnung ausgesprochen werden, was allerdings umstritten ist. Mindere Unkorrektheiten und Diszi­plinarwidrigkeiten rechtfertigen eine fristlose Entlassung nur, wenn sie sich trotz Verwar­nung wiederholen. Auch die Kumulation verschiedenartiger, fÃ¼r sich allein zu wenig schwer­­wiegender Unkorrektheiten trotz Verwarnung berechtigt zur fristlosen Entlassung (BrÃ¼hwiler, S. 362). So oder so ist der Begriff des "wichtigen Grundes", welcher die frist­lose Entlassung rechtfertigen kann, unbestimmter Natur und muss daher von Fall zu Fall konkretisiert werden, wobei hohe Anforderungen an die objektive und subjektive Gewich­tigkeit fÃ¼r ein solches Vorgehen zu stellen sind. Die fristlose KÃ¼ndigung ist "ultima ratio", ein "Notventil", und untersteht dem Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit. Sie ist ausge­schlossen, wenn dem KÃ¼ndigenden mildere Massnahmen zur VerfÃ¼gung stehen, um die ein­getretene StÃ¶rung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses in zumutbarer Weise zu beheben, zum Bei­spiel durch ordentliche KÃ¼ndigung oder Abmahnung (Vischer/Staehelin, Art. 337 N. 4 mit Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Es ist unbestritten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer noch am 11. Dezember 2000, somit rund drei Monate vor der KÃ¼ndigung, bezÃ¼glich ArbeitsausfÃ¼hrung und -ergebnis sowie SelbstÃ¤ndigkeit und FÃ¼hrungsfÃ¤higkeit mit "klar Ã¼ber den Anforderungen" qualifi­ziert worden war. Von einer "beharrlichen" Verweigerung der geschuldeten Ar­beitsleistung kann somit keine Rede sein. Selbst wenn die nachtrÃ¤glich ablehnende Haltung des Be­schwer­defÃ¼hrers, zum Thema "ErmessenseinschÃ¤tzung" zu referieren, als Pflicht­verletzung zu qualifizieren wÃ¤re, stellte diese vorliegend keinesfalls einen derart schweren Verstoss dar, welcher die fristlose Entlassung rechtfertigen wÃ¼rde, erst recht nicht ohne vorherige Ermahnung oder Verwarnung. Insbesondere ist aber zu bemerken, dass der Be­schwer­de­fÃ¼hrer mit Schreiben vom 28. Februar 2001 die Mitarbeitenden eingeladen hatte, offene Fragen und Probleme bezÃ¼glich der ErmessenseinschÃ¤tzung aus ihrer Praxis zu schildern, um diese anlÃ¤sslich der geplanten Sitzung zu besprechen. Der BeschwerdefÃ¼hrer hatte in diesem Schreiben sogar ausdrÃ¼cklich festgehalten, an einer der nÃ¤chsten Sitzungen werde man sich "voraussichtlich" Ã¼ber das Thema ErmessenseinschÃ¤tzungen und was da­mit zu­sammenhÃ¤nge unterhalten, "sofern ein genÃ¼gendes Interesse" bestehe. Somit ist rechts­ge­nÃ¼gend erstellt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer beabsichtigt hatte, bezÃ¼glich konkreter Prob­leme im Zusammenhang mit der ErmessenseinschÃ¤tzung Red und Antwort zu stehen. Un­ter diesen UmstÃ¤nden erscheint es als selbstverstÃ¤ndlich, dass der Beschwer­defÃ¼hrer zwecks Behandlung des Themas Beispiele aus der Praxis sammeln wollte, zumal ja "prak­tische" Probleme erÃ¶rtert werden sollten. Da sich aber auf das Schreiben des Be­schwerde­fÃ¼hrers an die Mitarbeitenden nur eine einzige Person meldete, konnte der Be­schwerde­fÃ¼h­rer in guten Treuen davon ausgehen, dass kein Bedarf an der DurchfÃ¼hrung der Bespre­chung bestand, zumal er in seinem Schreiben einen entsprechenden Vorbehalt platziert hatte. Nachdem sein Schreiben auch dem Vorgesetzten bekannt sein musste und dieser daraufhin nicht interveniert hatte (der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤tte ja sofort darauf auf­merksam gemacht werden kÃ¶nnen, dass er zum fraglichen Thema so oder so zu referieren habe und der entsprechende Vorbehalt nicht akzeptiert werde), durfte der BeschwerdefÃ¼h­rer umso mehr davon ausgehen, dass sich das Ganze erÃ¼brige und er keine Vorbereitungen mehr zu treffen habe. Abgesehen davon ist auch im "Pflichtenheft SteuerkommissÃ¤r mit besondern Aufgaben" von der "EinfÃ¼hrung und Ausbildung neu eintretender Steuerkom­missÃ¤re/Innen aufgrund sich in der Praxis stellender Probleme" und von der "Vorbereitung der neu einge­tretenen SteuerkommissÃ¤re auf die Anforderungen der Praxis in fachlicher Hinsicht (Aus­bil­dung on the job)" die Rede. Weshalb der BeschwerdefÃ¼hrer aus dem auf sein eigenes Be­treiben hin erfolgten Auftrag Eâs hÃ¤tte ableiten mÃ¼s­sen, von sich aus eine Fallsammlung aus seiner eigenen langjÃ¤hrigen Erfahrung zu erstel­len, erscheint weder als selbstver­stÃ¤nd­lich noch als ohne weiteres durchfÃ¼hrbar, hÃ¤tte dies doch dem BeschwerdefÃ¼hrer abver­langt, mÃ¶gliche Probleme zu konstruieren. Sinnvoller- und Ã¶konomischerweise wandte sich der BeschwerdefÃ¼hrer an die Mitarbeitenden mit der Bitte, allfÃ¤llige Probleme zu prÃ¤sentieren. Wenn sein Schreiben ohne Echo geblieben ist, so kann dies nicht dem Be­schwerdefÃ¼hrer angelastet werden. Entweder bestanden keine prak­tischen Probleme, was ein entsprechendes Referat ohnehin erÃ¼brigt hÃ¤tte, oder aber es be­stand kein Interesse am fraglichen Thema. Ein solches Interesse bei den Mitarbeitenden zu aktivieren, indem diese beispielsweise nochmals und deutlicher zur Schilderung von Pro­blemen aus ihrer Praxis auf­gefordert worden wÃ¤ren, gehÃ¶rte aber zweifellos nicht zum Pflichtenheft des Beschwer­de­fÃ¼hrers, zumal er nicht mit der FÃ¼hrung der X-­abteilung betraut war. Der Beschwerde­fÃ¼hrer war denn auch auf sein eigenes Gesuch hin per 1. April 2000 von der bisherigen Funktion als Stellvertreter des Abteilungsleiters zurÃ¼ckgetreten und zum SteuerkommissÃ¤r mit besonderen Aufgaben zurÃ¼ckgestuft worden. Der Grund fÃ¼r das Ausbleiben von Fragen seitens der Mitarbeitenden kann indessen offen bleiben, weshalb von einer RÃ¼ckweisung der Sache zwecks AbklÃ¤rung des Sachverhalts abgesehen werden kann. Aus den bereits dargelegten GrÃ¼nden musste nÃ¤mlich der Be­schwerdefÃ¼hrer nicht davon ausgehen, unter allen UmstÃ¤nden zum Problem "Ermessens­einschÃ¤tzung" referieren zu mÃ¼ssen, was er an­lÃ¤sslich der Sitzung vom 23. MÃ¤rz 2001 ent­sprechend vorbringen durfte, und zwar auch nach­dem er von seinem Vorgesetzten anlÃ¤ss­lich dieser Sitzung nochmals die Anweisung erhalten hatte, dass er trotzdem zu referieren habe. An dieser Stelle ist festzuhalten, dass die LoyalitÃ¤t zum Arbeitgeber keine jede Kritik an der vorgesetzten BehÃ¶rde ausschlies­sen­de Dienstfertigkeit erfordert; je anspruchsvoller die dem Angestellten Ã¼bertragene TÃ¤tigkeit ist und je hÃ¶her die Anforderungen bezÃ¼glich SelbstÃ¤ndigkeit und Initiative sind, umso eher muss (und darf) die vorgesetzte BehÃ¶rde von ihrem Angestellten das nachdrÃ¼ckliche Verfechten abweichender Standpunkte oder das kritische Hinterfragen ihrer Anordnungen erwarten (VGr, 14. MÃ¤rz 2001, PB.2000.00029/30, E. 8b, http://www.vgrzh.ch/recht­spre­chung). Ausserdem geht aus der als BegrÃ¼ndung fÃ¼r die KÃ¼ndigung nachgereichten Akten­notiz des Chefs der X-abteilung hervor, dass der Weigerung des BeschwerdefÃ¼hrers, das Referat durch­zufÃ¼hren, fÃ¼r sich betrachtet kein allzu grosser Stellenwert beigemessen wurde, wird doch in der Notiz umfassend auf weitere Vorkommnisse ab dem 2. November 1999 hingewie­sen, worauf nun einzugehen ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Der Beschwerdegegner und die Vorinstanz gehen davon aus, das neuerliche Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers, nÃ¤mlich die Weigerung, zum Thema "Ermessensein­schÃ¤tzung" zu referieren, habe zusammen mit frÃ¼heren VorfÃ¤llen, insbesondere mit dem Vorfall vom 2. November 1999, als der BeschwerdefÃ¼hrer den SteuerkommissÃ¤r F am Kragen gepackt, gewÃ¼rgt und geschÃ¼ttelt habe, das Fass zum Ãberlaufen gebracht. Im Weiteren habe dem BeschwerdefÃ¼hrer schon am 19. April 2000 eine schriftliche Ver­warnung erteilt werden mÃ¼ssen mit der Auflage, sein Verhalten zu Ã¤ndern, unter der An­drohung der fristlosen Entlassung im Falle weiterer Arbeitspflichtsverletzungen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Selbst wenn diese Begebenheiten im Zusammenhang mit der Frage der RechtmÃ¤s-sigkeit der KÃ¼ndigung nochmals aufgeworfen werden wollten (darauf wird noch zurÃ¼ckzu­kommen sein), trÃ¼gen sie nichts dazu bei, eine fristlose AuflÃ¶sung des VertragsverhÃ¤ltnis­ses zu begrÃ¼nden oder als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheinen zu lassen, denn die dem Beschwer­de­fÃ¼hrer vorgeworfene Weigerung, das Referat durchzufÃ¼hren, erscheint unter den gegebe­nen UmstÃ¤nden â wenn Ã¼berhaupt â ohnehin als nur geringfÃ¼gige Pflichtverletzung, welche keinesfalls den weitreichenden, eine "ultima ratio" darstellenden Schritt einer fristlosen Ent­lassung zu rechtfertigen vermochte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Es ergibt sich somit, dass unter den gegebenen UmstÃ¤nden die ablehnende Hal­tung des BeschwerdefÃ¼hrers, zum Thema "ErmessenseinschÃ¤tzung" zu referieren, kein wich­tiger Grund fÃ¼r eine fristlose Entlassung im Sinn von § 22 PG darstellte, auch nicht unter MitberÃ¼cksichtigung frÃ¼herer Vorkommnisse, welche ihm zum Teil in pauschaler Form vorgehalten wurden, und zwar umso weniger, nachdem die ArbeitsqualitÃ¤t des Be­schwerdefÃ¼hrers wÃ¤hrend seiner Ã¼ber zehnjÃ¤hrigen TÃ¤tigkeit beim Kantonalen Steueramt zu keinerlei Kritik Anlass gegeben hatte, sondern im Gegenteil stets als sehr gut qualifiziert worden war. Im Ãbrigen belegt auch der Umstand, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seinen Vor­gesetzten von sich aus auf angebliche Probleme von JungsteuerkommissÃ¤ren aufmerksam gemacht hatte, dass Ersterer sich nicht vor der Arbeit drÃ¼cken wollte. Wenn in der Folge auf das entsprechende Schreiben vom 28. Februar 2001 hin nur eine einzige Person ein praktisches Problem prÃ¤sentierte, kann es dem wohl enttÃ¤uschten BeschwerdefÃ¼hrer nicht verÃ¼belt werden, wenn er keinen Anlass mehr sah, zum Thema zu referieren. Unter diesen UmstÃ¤nden durfte das ablehnende Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers nicht isoliert fÃ¼r sich betrachtet werden, sondern es hÃ¤tten wie erwÃ¤hnt auch die weiteren UmstÃ¤nde wie die Frage, weshalb keine praktischen Probleme an den BeschwerdefÃ¼hrer herangetragen wor­den waren, weiter hinterfragt werden mÃ¼ssen. Nur am Rand sei angefÃ¼gt, dass sich der Be­schwerdegegner wohl selber nicht im Klaren darÃ¼ber war, ob vorliegend die Voraussetzun­gen fÃ¼r eine fristlose Entlassung gegeben waren, andernfalls er den BeschwerdefÃ¼hrer wohl kaum bis zum Ablauf der ordentlichen KÃ¼ndigungsfrist freigestellt hÃ¤tte (vgl. Alfred Blesi, Die Freistellung des Arbeitnehmers, ZÃ¼rich 2000, S. 10). Dies Ã¤ndert aber nichts daran, dass die fÃ¼r eine ordentliche KÃ¼ndigung erforderlichen Verfahrensvorschriften nicht einge­halten worden sind, worauf noch einzugehen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>ee) Der Beschwerdegegner macht noch geltend, die Gewissheit, dass der Entscheid der AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses aus wichtigen GrÃ¼nden gemÃ¤ss § 22 PG richtig ge­wesen sei, ergebe sich auch aus dem nachtrÃ¤glichen Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers. So habe er kurz nach seinem Austritt ein Rundschreiben an die Mitarbeitenden verfasst und E Mobbingabsichten unterstellt. Sodann habe er am 4. Dezember 2001 im Zusammenhang mit der Ausstellung des Arbeitszeugnisses ein E-mail an den frÃ¼heren Abteilungschef ge­sandt und diesen verbal wiederum sehr heftig atta­ckiert. Im Weiteren habe er persÃ¶nlich Steuerpflichtige, welche der X-abteilung zugeteilt waren und welche ihm von seiner X-tÃ¤­tig­keit her bekannt gewesen seien, bereits am 17. Juli 2001 persÃ¶nlich angeschrieben und seine Diens­te als Steuervertreter angeboten. Dabei habe er sich Ã¼ber die fachlichen FÃ¤hig­keiten von Mitarbeitern des Steueramts Ã¤usserst negativ geÃ¤ussert.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf diese Vorhaltungen braucht indessen im vorliegenden Verfahren nicht einge­gangen zu werden, da sie allesamt Sachverhalte betreffen, welche erst nach Bekanntgabe der KÃ¼ndigung mit sofortiger Freistellung eingetreten sind. Zwar kann sich unter gewissen UmstÃ¤nden das Nachschieben von KÃ¼ndigungsgrÃ¼nden rechtfertigen, aber nur soweit es sich um UmstÃ¤nde handelt, die zwar zeitlich vor der KÃ¼ndigung eingetreten, dem KÃ¼ndi­genden jedoch erst nachtrÃ¤glich bekannt geworden sind (Staehelin/Vischer, Art. 337 N. 39). Dies ist hier nicht der Fall. Ausserdem sind diese dem BeschwerdefÃ¼hrer nach er­folgter KÃ¼ndigung vorgeworfenen Verhaltensweisen unmittelbare Folge der Entlassung und kÃ¶nnen schon deswegen nicht zur BegrÃ¼ndung derselben herangezogen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Wie die fristlose Entlassung muss auch die ordentliche KÃ¼ndigung durch die An­stellungsbehÃ¶rde schriftlich mitgeteilt werden. Innerhalb der KÃ¼ndigungsfrist kann der oder die Angestellte eine BegrÃ¼ndung verlangen, andernfalls wird das Recht auf Anfech­tung verwirkt. In der KÃ¼ndigung ist auf den BegrÃ¼ndungsanspruch und die Verwirkungs­folge hinzuweisen (§ 18 Abs. 1 PG). Die KÃ¼ndigung durch den Staat darf nicht miss­brÃ¤uch­lich nach den Bestimmungen des Obligationenrechts sein und setzt einen sachlich zureichenden Grund voraus (§ 18 Abs. 2 PG). Erweist sich die KÃ¼ndigung als missbrÃ¤uch­lich oder sachlich nicht gerechtfertigt und wird der oder die Angestellte nicht wieder einge­stellt, so bemisst sich die EntschÃ¤digung nach den Bestimmungen des Obligationenrechts Ã¼ber die missbrÃ¤uchliche KÃ¼ndigung. Die Ausrichtung einer Abfindung nach § 26 PG bleibt vorbehalten (§ 18 Abs. 3 PG). Bevor die AnstellungsbehÃ¶rde eine KÃ¼ndigung auf­grund mangelnder Leistung oder unbefriedigenden Verhaltens ausspricht, rÃ¤umt sie dem oder der Angestellten eine angemessene BewÃ¤hrungsfrist von lÃ¤ngstens sechs Monaten ein. VorwÃ¼rfe, die zu einer KÃ¼ndigung Anlass geben, mÃ¼ssen durch eine Mitarbeiterbeurteilung belegt werden (§ 19 Abs. 1 und 2 PG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Folgenden ist auf die formellen MÃ¤ngel der KÃ¼ndigung vom 29. MÃ¤rz 2001 und die damit einhergehenden Konsequenzen einzugehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Die am 29. MÃ¤rz 2001 ausgesprochene KÃ¼ndigung weist hinsichtlich der §§ 18 und 19 PG verschiedene formelle MÃ¤ngel auf. So wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer weder eine BewÃ¤hrungsfrist angesetzt noch wurden die ihm vorgehaltenen VorwÃ¼rfe durch eine Mit­arbei­terbeurteilung belegt (vgl. § 18 Abs. 1 VVPG). Insbesondere taugt die gegenÃ¼ber dem BeschwerdefÃ¼hrer ausgesprochene Anweisung beziehungsweise Verwarnung vom 19. Ap­ril 2000 vorliegend nicht, ist doch die damals angesetzte BewÃ¤hrungsfrist am 31. Juli 2000 erfolgreich abgelaufen. Aus diesem Grund erÃ¼brigt es sich auch, auf die nÃ¤heren UmstÃ¤nde der damaligen Verwarnung sowie die Frage betreffend deren Korrekt­heit nÃ¤her einzu­gehen. Aber auch die Mitarbeiterbeurteilung vom 11. Dezember 2000 be­legt in keiner Weise, dass das VerhÃ¤ltnis zum BeschwerdefÃ¼hrer derart belastet gewesen sein soll, dass eine Entlassung im Raum gestanden hÃ¤tte. So wurde der BeschwerdefÃ¼hrer wie erwÃ¤hnt in der Gesamtbeurteilung mit "vorzÃ¼glich" qualifiziert. Selbst der Vorbehalt zur Gesamtbe­ur­teilung, wonach das VerhÃ¤ltnis zu ihm belastet sei "aufgrund der Gescheh­nisse, welche zum freiwilligem RÃ¼cktritt des Mitarbeiters als AC-StV" gefÃ¼hrt hÃ¤tten, wurde mit der Be­merkung relativiert, wonach dies "auf die GÃ¼te der Arbeit des Mitarbei­ters allerdings kei­nen Einfluss" habe. Unter diesen UmstÃ¤nden kann diese Mit­arbeiterbeurteilung auch nicht als Grundlage im Sinn von § 19 Abs. 2 PG und § 18 Abs. 1 VVPG fÃ¼r die KÃ¼ndigung heran­gezogen werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Sodann wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer entgegen der Meinung der Vorinstanz das rechtliche GehÃ¶r gemÃ¤ss § 18 Abs. 3 VVPG nicht oder nur sehr ungenÃ¼gend gewÃ¤hrt. Nach dieser Bestimmung hat die AnstellungsbehÃ¶rde, bevor die KÃ¼ndigung ausgesprochen wird, der betroffenen Person Gelegenheit zur schriftlichen Stellungnahme einzurÃ¤umen. Er­geben sich auf Grund der AnhÃ¶rung oder anderer UmstÃ¤nde erhebliche Zweifel an der Berechtigung der VorwÃ¼rfe, trifft die fÃ¼r die KÃ¼ndigung zustÃ¤ndige Instanz von Amtes wegen die erforderlichen AbklÃ¤rungen. Wie aus der vom Beschwerdegegner am 29. MÃ¤rz 2001 verfassten Aktennotiz hervorgeht, wurde der BeschwerdefÃ¼hrer einen Tag vorher vor vollendete Tatsachen gestellt, indem ihm erÃ¶ffnet wurde, dass er ab sofort freigestellt wer­de und er noch am Nachmittag desselben Tages sein BÃ¼ro rÃ¤umen soll. Es kann somit keine Rede davon sein, dass der BeschwerdefÃ¼hrer vorgÃ¤ngig rechtsgenÃ¼gend angehÃ¶rt worden wÃ¤re. Es versteht sich von selbst, dass die an E gerichtete Notiz des Beschwerde­fÃ¼hrers vom 28. MÃ¤rz 2001 keine Stellungnahme im Sinn von § 18 Abs. 3 VVPG dar­stel­len konnte, teilte doch der BeschwerdefÃ¼hrer darin le­diglich mit, dass er das BÃ¼ro gerÃ¤umt habe und keinen Anlass mehr sehe, am nÃ¤chsten Tag bei E vorbeizukommen. Aus der wei­teren Passage mit dem Inhalt "Bitte teile Herrn I mit, er soll mir die ordentliche KÃ¼ndigung zuschicken und sag ihm, ich wÃ¼rde jedes Schweigegeld strikte ablehnen und sei deshalb zu keinen finanziellen Konzessionen bereit." musste umso mehr abgeleitet werden, dass die Sache fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer lÃ¤ngst nicht abgeschlossen war, geschweige denn, dass er davon ausging, mit der erwÃ¤hn­ten Notiz sein AnhÃ¶rungsrecht hinreichend gewahrt zu haben. An dieser Stelle ist festzu­halten, dass sich nach Art. 5 Abs. 3 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, SR 101) staatliche Organe und Private nach Treu und Glauben zu verhalten haben. Als Verfassungsgrundsatz binden Treu und Glauben BehÃ¶rden und Priva­te in ihrem gesamten Handeln (vgl. Etienne Grisel, EgalitÃ©, Les garanties de la Constitution fÃ©dÃ©rale du 18 avril 1999, Bern 2000, N. 355, 357 ff.). Staat wie Private haben sich ver­trau­ens­erweckend und vertrauenshonorierend zu verhalten (Pierre Tschannen/Ulrich Zimmerli/ Regina Kiener, Allgemeines Verwaltungsrecht, Bern 2000, S. 112). Auch das VerhÃ¤ltnis des Staates zu seinen Angestellten wird von Treu und Glauben beherrscht. Die Angestell­ten dÃ¼rfen darauf vertrauen, dass ihre AnsprÃ¼che nicht in illoyaler oder Ã¼berspitzter Weise verkÃ¼rzt werden (VGr, 6. Dezember 2001, PB.2001.00021, E. 3b, http://www.vgrzh.ch/ recht­spre­chung). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Bei der Feststellung von VerfahrensmÃ¤ngeln kann das Verwaltungsgericht die MÃ¤ngel durch eigene prozessuale Vorkehren heilen und das Verfahren fortfÃ¼hren; es kann die Sache zur Verbesserung der MÃ¤ngel zurÃ¼ckweisen oder unmittelbar aufgrund der fest­gestellten VerfahrensmÃ¤ngel eine EntschÃ¤digung zusprechen (VGr, 29. August 2002, PB.2001.00011, E. 6a, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung = ZBl 102/2001, S. 581 ff., 594).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da das BeschÃ¤ftigungsverhÃ¤ltnis unbestrittenermassen bereits geendet hat, obwohl die KÃ¼ndigung mit formellen MÃ¤ngeln behaftet ist, fÃ¤llt eine RÃ¼ckweisung zur DurchfÃ¼h­rung des KÃ¼ndigungsverfahrens auf verbesserter Grundlage ausser Betracht (vgl. auch VGr, 6. Dezember 2001, PB.2001.00021 E. 3e, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung, mit Hinweisen). Von einer RÃ¼ckweisung zwecks genauerer AbklÃ¤rung des Sachverhalts kann aus den bereits dargelegten GrÃ¼nden ebenfalls abgesehen werden (oben a/bb). In der Folge ist daher auf die EntschÃ¤digungs- und Abfindungsfolge gemÃ¤ss § 18 Abs. 3 und § 26 PG einzugehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Bei der Bemessung der EntschÃ¤digung nach § 18 Abs. 3 PG ist auf die Verfah­rensfehler abzustellen, wobei vorliegend schwer wiegt, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer als lang­jÃ¤hrigem Mitarbeiter mit sachlich nicht zu rechtfertigender Eile ohne Einhaltung der er­forderlichen Verfahrensbestimmungen, insbesondere ohne dass eine Auseinandersetzung mit seinen EinwÃ¤nden bezÃ¼glich der ihm gemachten Vorhaltungen stattgefunden hÃ¤tte, ge­kÃ¼ndigt worden ist (vgl. dazu VGr, 6. Dezember 2001, PB 2001.00021 E. 3g, und VGr, 11. April 2001, PB.2000.00024/25 E. 6c, je http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung). Zudem dÃ¼rfte hier zum KÃ¼ndigungszeitpunkt kein sachlich zureichender Grund fÃ¼r die KÃ¼ndigung im Sinn von § 18 Abs. 2 PG vorgelegen haben (worauf sogleich einzugehen ist), was eben­falls zu berÃ¼cksichtigen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Ein sachlich zureichender Grund fÃ¼r die KÃ¼ndigung ist namentlich dann anzu­nehmen, wenn mangelhafte Leistungen oder unbefriedigendes Verhalten zu beklagen sind (§ 16 Abs. 1 lit. a VVPG). Mit dem zusÃ¤tzlichen Erfordernis des sachlich zureichenden KÃ¼ndigungsgrundes geht der Ã¶ffentlichrechtliche KÃ¼ndigungsschutz weiter als die Miss-brauchstatbestÃ¤nde des Obligationenrechts (BGr, 22. Mai 2001, 2A.71/2001, E. 2c, http://www.bger.ch; Matthias Michel, Beamtenstatus im Wandel, ZÃ¼rich 1998, S. 299; vgl. auch die Weisung zu § 18 des Personalgesetzes, ABl 1996 II 1149). Nach dem Grund­satz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit muss die KÃ¼ndigung erstens ein geeignetes Mittel zur Pro­blem­lÃ¶sung sein, muss sie zweitens in dem Sinn erforderlich sein, dass nicht weniger ein­schneidende Massnahmen wie beispielsweise eine Verwarnung ebenfalls zum Ziel fÃ¼hren wÃ¼rden, und muss drittens eine AbwÃ¤gung der gegenseitigen Interessen die KÃ¼ndigung als gerechtfertigt erscheinen lassen. Dennoch verbleibt den VerwaltungsbehÃ¶rden beim Ent­scheid Ã¼ber eine KÃ¼ndigung ein grosser Ermessens- und Beurteilungsspielraum (vgl. VGr, 29. August 2001, PB.2001.00011, E. 7a = ZBl 102/2001, S. 581 ff., 596, und VGr, 6. De­zember 2001, PB.2001.00021 E. 4c, je http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung, mit Hinwei­sen). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Anders als etwa die Effizienz und QualitÃ¤t der Arbeitsleistung lÃ¤sst sich das Ver­hal­ten eines Arbeitnehmers â und vorliegend wird dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht seine Ar­beits­leistung, sondern sein Verhalten zum Vorwurf gemacht â nicht klar objektivieren. Stets spielen subjektive EinschÃ¤tzungen der beurteilenden Person eine nicht unwesentliche Rol­le. Dementsprechend erhÃ¶ht sich in solchen FÃ¤llen die BegrÃ¼ndungslast (vgl. Michele Al­ber­tini, Der verfassungsmÃ¤ssige Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r im Verwaltungsverfah­ren des modernen Staates, Bern 2000, S. 409 ff.; Lorenz KneubÃ¼hler, Die BegrÃ¼ndungs­pflicht â Eine Untersuchung Ã¼ber die Pflicht der BehÃ¶rden zur BegrÃ¼ndung ihrer Entschei­de, Bern/ Stuttgart/Wien 1998, S. 186 f.). Nur wenn sich aufgrund der angefÃ¼hrten KÃ¼ndi­gungsgrÃ¼nde genÃ¼gend erhÃ¤rtet, dass das Verhalten eines Arbeitnehmers den Betriebsab­lauf stÃ¶rt oder das VertrauensverhÃ¤ltnis zwischen Arbeitnehmer und Vorgesetztem dadurch erschÃ¼ttert ist, kann das Vorliegen eines sachlich genÃ¼genden KÃ¼ndigungsgrundes bejaht werden (VGr, 6. De­zem­ber 2001, PB.2001.00021 E. 4d, http://www.vgrzh.ch/recht­spre­chung). Allerdings stellt der KÃ¼ndigungsgrund des "unvertrÃ¤glichen Verhaltens" keinen Auffangtatbestand dar, um sich eines unbequemen Mitarbeiters ohne weiteres entledigen zu kÃ¶nnen, sondern es ist das Vorliegen des KÃ¼ndigungsgrundes sorgfÃ¤ltig zu Ã¼berprÃ¼fen (vgl. VGr, 29. August 2001, PB.2001.00011 E. 7c/aa = ZBl 102/2001 S. 581, 598, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung, mit Hinweisen). Das Verwaltungsgericht hat zwar in verschiedenen Entscheiden den Wunsch, sich von einem schwierigen Mitarbeitenden zu trennen, als sachlichen Grund fÃ¼r eine KÃ¼ndigung geschÃ¼tzt. Nach der verwaltungsgericht­lichen Rechtsprechung muss jedoch der Vertrauensverlust durch Verhaltensweisen der entlassenen Person begrÃ¼ndet sein, die ihn fÃ¼r Dritte als nachvollziehbar erscheinen lassen, weshalb er zu untersuchen und zu gewich­ten ist. Vorbehalten bleiben stets das Verbot des Rechtsmissbrauchs, der Grundsatz von Treu und Glauben und das VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeits­prinzip. Insofern sind bei einer KÃ¼ndigung auf­grund von Konflikten zwischen Vorgesetz­ten und Untergebenen die Ursachen der Span­nun­gen jedenfalls von Bedeutung und nÃ¤her zu betrachten (vgl. dazu insbesondere VGr, 29. Au­gust 2001, PB.2001.00011 E. 7c/aa mit Hinweisen u.a. auf VGr, 14. MÃ¤rz 2001, PB.2000.00029/30, E. 8b a.A.+bb, VGr, 28. Fe­bruar 2001, PB.2000.00027, E. 7b, je http://www.vgrzh.ch/recht­sprechung). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Aus den Akten ergibt sich unzweifelhaft, dass der BeschwerdefÃ¼hrer im Lauf seiner langjÃ¤hrigen TÃ¤tigkeit in fachlicher Hinsicht hervorragende Arbeit geleistet hat. Sein fachliches Engagement war allerdings gepaart mit der Eigenschaft, sowohl bei sich selber als auch bei anderen Mitarbeitenden im Zusammenhang mit der Arbeit strenge MassstÃ¤be anzulegen. Nur so lÃ¤sst sich der nicht herunterzuspielende Ausfall des BeschwerdefÃ¼hrers vom 2. November 1999 gegenÃ¼ber F erklÃ¤ren. Mit seiner Handgreiflichkeit hat der Be­schwer­defÃ¼hrer unter Beweis gestellt, dass er nicht immer mit der erforderlichen Ge­las­senheit reagieren konnte. Mit diesen Eigenschaften, nÃ¤mlich einerseits sehr guter fachlicher Arbeitsleistung und anderseits der Anwendung eines strengen Massstabes so­wohl sich sel­ber als auch Dritten gegenÃ¼ber, erschien der BeschwerdefÃ¼hrer wohl nicht allen als "sym­pat­hischer", "umgÃ¤nglicher" oder gar "kumpelhafter" Kollege, was auch in der an und fÃ¼r sich vorzÃ¼glichen Qualifikation vom 11. Dezember 2000 zum Ausdruck gekommen ist. In­sofern hat der BeschwerdefÃ¼hrer bis zu einem gewissen Grad das verschlechterte Arbeits­klima mitzuverantworten, wie sich in seinem Verhalten F gegenÃ¼ber gezeigt hat. Auf der anderen Seite ergibt sich aus den Akten ebenfalls eine erhebliche KritikunvertrÃ¤glichkeit seitens der dem BeschwerdefÃ¼hrer vorgesetzten Instanzen, was beispielsweise aus dem Tonfall der "Anweisung" vom 19. April 2000 ab­zuleiten ist. In diesem SchriftstÃ¼ck wurde der BeschwerdefÃ¼hrer in pauschaler Form unter anderem zur "vorbehaltlosen Bereitschaft zur Zusammenarbeit", zum Unterlas­sen "jeglicher unsachlicher Kritik an Entscheiden des Vorgesetzten" sowie zur Bereinigung von "sachlichen Meinungsverschiedenheiten in steu­er­lichen Belangen" mit dem "Abtei­lungschef persÃ¶nlich" aufgefordert. Aber auch aus der Art und Weise, wie dem Beschwer­defÃ¼hrer schliesslich gekÃ¼ndigt worden ist, ergibt sich, dass es an der erforderlichen Bereit­schaft fehlte, sich mit den (zumindest im Zusammen­hang mit der KÃ¼ndigung berechtigten) EinwÃ¤nden des BeschwerdefÃ¼hrers auseinander­zu­setzen. Auch wurde die MÃ¶glichkeit der Ergreifung weniger einschneidender Massnahmen (beispielsweise eine Versetzung) nicht einmal in Betracht gezogen, was dem Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit zuwiderlÃ¤uft. Somit ergibt sich, dass vorliegend, auch wenn dem Be­schwerdefÃ¼hrer eine gewisse Mitver­antwortung fÃ¼r die schliesslich in die KÃ¼ndigung mÃ¼n­dende Eskalation Ã¼berbunden werden muss (was bei der Festlegung des Schadenersatzes und der Abfindung zu berÃ¼cksichtigen sein wird), die GrÃ¼nde dafÃ¼r nicht vornehmlich bei ihm zu suchen sind. Dabei kann offen bleiben, inwieweit auf der anderen Seite objektive (von niemanden direkt zu verantwor­tende, zum Beispiel Ã¼berdurchschnittliches Arbeits­volumen) und subjektive (das heisst von anderen Mitarbeitenden beziehungsweise Vor­ge­setzten ausgehende) Momente untereinan­der zu gewichten sind. Auf alle FÃ¤lle hat der Be­schwerdefÃ¼hrer Anspruch auf Schadener­satz sowie eine Abfindung, erst recht unter Be­rÃ¼ck­sichtigung der gravierenden Verfahrens­fehler, welche im Zusammenhang mit der KÃ¼n­di­gung begangen worden sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) § 18 Abs. 3 PG verweist bezÃ¼glich der bei einer missbrÃ¤uchlichen oder sach­lich nicht gerechtfertigten KÃ¼ndigung festzulegenden EntschÃ¤digung auf die Bestimmun­gen des Obligationenrechts Ã¼ber die missbrÃ¤uchliche KÃ¼ndigung. Danach wird die Ent­schÃ¤­digung vom Richter unter WÃ¼rdigung aller UmstÃ¤nde festgesetzt, darf aber den Betrag nicht Ã¼bersteigen, der dem Lohn des Arbeitnehmers fÃ¼r sechs Monate entspricht (Art. 336a Abs. 2 Satz 1 OR).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht hat einem 59-jÃ¤hrigen Verwaltungsangestellten, welcher etwas mehr als neun Jahre angestellt gewesen war, wegen einer nicht besonders schwer wiegenden GehÃ¶rsverletzung in analoger Anwendung von § 18 Abs. 3 PG eine EntschÃ¤di­gung in der HÃ¶he von zwei MonatslÃ¶hnen zugesprochen, wobei sich die KÃ¼ndigung als solche nicht als ungerechtfertigt erwiesen hatte (VGr, 6. Dezember 2001, PB.2001.00021 E. 3g, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Vorliegend liegen indessen schwerwiegende VerfahrensmÃ¤ngel vor, und auch im Ãbrigen erscheint die KÃ¼ndigung aus den dargelegten GrÃ¼nden als sachlich nicht gerecht­fertigt. Es rechtfertigt sich daher, dem 50-jÃ¤hrigen BeschwerdefÃ¼hrer, welcher Ã¼ber zehn Jahre beim Beschwerdegegner tÃ¤tig gewesen war, eine EntschÃ¤digung gemÃ¤ss § 18 Abs. 3 PG in der HÃ¶he von vier MonatslÃ¶hnen zuzusprechen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Nach der herrschenden Ansicht ist unter einem als EntschÃ¤digung im Sinn von Art. 336a OR zugesprochenen Monatslohn der Bruttolohn zu verstehen, zu dem anteils-</span></p> <p class="Einzug1"><span>mÃ¤s­sig auch die regelmÃ¤ssig ausgerichteten Zulagen hinzuzurechnen sind (Staehelin/ Vischer, Art. 336a N. 6 mit Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ein Monatslohn entspricht damit dem zwÃ¶lften Teil des Jahreslohns, selbst wenn gemÃ¤ss § 12 Abs. 1 PV der Jahreslohn in insgesamt dreizehn MonatslÃ¶hnen zur Auszah­lung gelangt. Der jeweils im Dezember auszurichtende dreizehnte Monatslohn (§ 50 VVPG) wird auf diese Weise anteilsmÃ¤ssig berÃ¼cksichtigt (vgl. dazu VGr, 6. Dezember 2001, PB.2001.00021, E. 3h, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>BezÃ¼glich der EntschÃ¤digung, die fÃ¼r missbrÃ¤uchliche KÃ¼ndigungen (Art. 336 OR) und KÃ¼ndigungen zur Unzeit (Art. 336c OR) zugesprochen werden, hat die Rechtspre­chung erkannt, dass sie aufgrund ihres Ã¼berwiegend pÃ¶nalen und prÃ¤ventiven Charakters keinen "massgebenden Lohn" im Sinn von Art. 5 Abs. 2 des Bundesgesetzes Ã¼ber die Al­ters- und Hinterlassenenversicherung vom 20. Dezember 1946 (SR 831.10) darstellen (BGE 123 V 5 E. 5). Da sich die sozialversicherungsrechtliche Beitragspflicht fÃ¼r unselb­stÃ¤ndige Erwerbseinkommen mit wenigen und vorliegend nicht interessierenden Ausnah­men am Beitragsrecht der AHV orientiert (vgl. Ueli Kieser/Gabriela Riemer-Kafka, Tafeln zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2. A., ZÃ¼rich 1998, Tafeln 32 f.), sind fÃ¼r die genannte EntschÃ¤digung keine SozialversicherungsbeitrÃ¤ge zu entrichten (VGr, 6. De­zember 2001, PB.2001.00021, E. 3h, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) GemÃ¤ss § 26 Abs. 1 PG haben Angestellte mit wenigstens fÃ¼nf Dienstjahren, deren ArbeitsverhÃ¤ltnis auf Veranlassung des Staates und ohne ihr Verschulden aufgelÃ¶st wird, Anspruch auf eine Abfindung, sofern sie mindestens 35-jÃ¤hrig sind. Kein Anspruch besteht gemÃ¤ss § 26 Abs. 3 PG unter anderem bei AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses aus wichtigen GrÃ¼nden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Regierungsrat regelt die Festsetzung der Abfindung und bestimmt einen nach dem Alter abgestuften Rahmen als Richtlinie; die Abfindung betrÃ¤gt hÃ¶chstens fÃ¼nfzehn MonatslÃ¶hne (§ 26 Abs. 4 PG). Die Abfindung wird nach den UmstÃ¤nden des Einzelfalls festgelegt; angemessen berÃ¼cksichtigt werden insbesondere die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse, die Dienstzeit, der KÃ¼ndigungsgrund sowie der neue Lohn, falls der oder die Angestellte weiterbeschÃ¤ftigt wird (§ 26 Abs. 5 PG). GemÃ¤ss § 7 Abs. 1 lit. b PV betrÃ¤gt die Abfin­dung je nach den im Einzelfall massgeblichen UmstÃ¤nden vom 41. bis zum 50. Altersjahr zwei bis zwÃ¶lf MonatslÃ¶hne.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Abfindung im Sinn von § 26 PG will Staatsangestellten, die zwar aus objekti­ven GrÃ¼nden, aber ohne persÃ¶nliches Verschulden entlassen werden, ab einer bestimmten Zahl von Dienstjahren eine gewisse ÃberbrÃ¼ckungshilfe und Anerkennung fÃ¼r ihre Dienst­treue gewÃ¤hren und zugleich die sozialen HÃ¤rten einer KÃ¼ndigung mildern helfen; die Ab­findung soll auch prÃ¤ventiv gegen leichtfertige KÃ¼ndigungen wirken (Fritz Lang, Das ZÃ¼r­cher Personalgesetz vom 27. September 1998, in: Peter Helbling/Tomas Poledna [Hrsg.], Personalrecht des Ã¶ffentlichen Dienstes, Bern 1999, S. 49 ff., 69; vgl. VGr, 14. MÃ¤rz 2001, PB.2000.00029/30, E. 9b, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung). Unverschuldet ist die Auf­lÃ¶sung eines DienstverhÃ¤ltnisses dann, wenn sie vornehmlich auf GrÃ¼nde zurÃ¼ckzufÃ¼h­ren ist, welche nicht von dem oder der Angestellten zu vertreten sind (Lang, S. 70). Die Rechtsprechung hat das Kriterium des Verschuldens dahingehend prÃ¤zisiert, dass es mehr bedeute als blosse Verursachung. Es setzt voraus, dass die betroffene Person die KÃ¼ndi­gung hÃ¤tte vermeiden kÃ¶nnen, beispielsweise durch das Erbringen der erwarteten Leistung oder die geforderte VerhaltensÃ¤nderung, wenn ihr solches zumutbar und aufgrund ihrer per­sÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse objektiv mÃ¶glich war. Dem oder der Angestellten wird auch dann kein Verschulden im Sinn von § 26 Abs. 1 PG vorzuwerfen sein, wenn ein Konflikt, der nur durch eine KÃ¼ndigung bereinigt werden konnte, nicht vornehmlich durch ihn be­ziehungsweise sie verursacht worden ist, sondern zu seiner Entstehung oder VerschÃ¤rfung die vorgesetzte BehÃ¶rde oder andere Mitarbeitende massgeblich beigetragen haben. Die Abfindung hÃ¤ngt also grundsÃ¤tzlich nicht von der UnzulÃ¤ssigkeit der KÃ¼ndigung ab (vgl. VGr, 6. Dezember 2001, PB.2001.00021, E. 5b sowie VGr, 29. August 2001, PB.2001.00011, E. 7d mit weiteren Hinweisen = ZBl 102/2001, S. 581 ff., 600f., je <a id="_Hlt12945776">http://www.vgrzh.ch/rechtsprec</a><a id="_Hlt12945788">h</a>ung). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Das Verwaltungsgericht hat die einem 60-jÃ¤hrigen Lehrer zugesprochene Abfin­dung in der HÃ¶he von zehn MonatslÃ¶hnen geschÃ¼tzt, wenn auch als "eher im oberen Be­reich des Vertretbaren" qualifiziert. Der Betreffende hatte seit 23 Jahren unterrichtet, mitt­lerweile aber in einer anderen Gemeinde eine neue Stelle gefunden (VGr, 14. MÃ¤rz 2001, PB.2000.00029/30, E. 9b, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung). In einem anderen Fall wurde einer nach der Entlassung arbeitslosen 44-jÃ¤hrigen Lehrerin, welche seit zehn Jahren unterrichtet hatte, eine Abfindung in der HÃ¶he von drei MonatslÃ¶hnen zugesprochen, wo­bei davon ausgegangen wurde, dass zur Zeit eine starke Nachfrage nach LehrkrÃ¤ften be­stehe (VGr, 11. April 2001, PB.2000.00024/25, E. 6c, http://www.vgrzh.ch/recht­spre­chung). Schliesslich wurde einem 49-jÃ¤hrigen Lehrer, wel­cher seit 25 Jahren unterrichtet hatte, eine EntschÃ¤digung in der HÃ¶he von zehn Monats­lÃ¶hnen zugesprochen, wobei be­rÃ¼cksichtigt werden musste, dass es fÃ¼r den Betreffenden schwierig sein dÃ¼rfte, sich einem neuen Beruf zuzuwenden (VGr, 14. MÃ¤rz 2001, PB.2000.00018/23, E. 6d, http://www.vgrzh.ch/recht­sprechung). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Vorliegend hat das BeschÃ¤ftigungsverhÃ¤ltnis per Ende September 2001 geendet. Damals war der BeschwerdefÃ¼hrer 49-jÃ¤hrig und mehr als zehn Jahre im Dienst des Be­schwerdegegners tÃ¤tig, was als mittlere Dauer zu qualifizieren ist. Aus den bereits ange­stellten ErwÃ¤gungen ergibt sich ausserdem, dass ihm kein Verschulden im Sinn von § 26 Abs. 1 PG zum Vorwurf gemacht werden kann. Im Weiteren blieb unwidersprochen, dass es dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht gelingen konnte, wieder eine adÃ¤quate Anstellung zu fin­den, sodass ihm nichts anderes Ã¼brig blieb, als sich selbstÃ¤ndig zu machen. Ausserdem konnte der BeschwerdefÃ¼hrer, nachdem die Verfahrensbestimmungen fÃ¼r eine ordentliche KÃ¼ndigung Ã¼berhaupt nicht eingehalten worden waren, weder seine EinwÃ¤nde vorbringen (geschweige denn deren allfÃ¤llige Richtigkeit belegen) noch eine allfÃ¤llige VerÃ¤nderungs­bereitschaft unter Beweis stellen. Der ganze Vorgang hat den fachlich engagierten Be­schwerdefÃ¼hrer sehr getroffen. All dies wiegt schwer, weshalb ihm eine Abfindung in der HÃ¶he von acht MonatslÃ¶hnen ... zuzusprechen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aufgrund der Verwandtschaft der Abfindung gemÃ¤ss § 26 PG mit dem Schadener­satz nach § 18 Abs. 3 PG ergibt sich, dass vorliegend auch fÃ¼r die Abfindung keine Sozial­versicherungsbeitrÃ¤ge zu entrichten sind (vgl. Kieser/Riemer-Kafka, Tafel 32).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten zu einem Sechstel dem Be­schwerdefÃ¼hrer und zu fÃ¼nf Sechsteln dem Beschwerdegegner aufzuerlegen (§ 70 in Ver­bindung mit § 13 Abs. 2 VRG; vgl. auch § 80b VRG). Ausserdem hat der Beschwerdegeg­ner dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren eine Parteient­schÃ¤digung zu entrichten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. DemgemÃ¤ss wird festgestellt, dass die KÃ¼ndigung nicht gerechtfertigt war, und es wird dem BeschwerdefÃ¼hrer eine EntschÃ¤­digung in der HÃ¶he von [vier MonatslÃ¶hnen] sowie eine Abfindung in der HÃ¶he von [acht MonatslÃ¶hnen] zuge­sprochen. Insofern wird Dispositiv-Ziffer I der VerfÃ¼gung der Fi­nanzdirektion vom 23.</span> <span>Januar 2002 aufgehoben. Im Ãbrigen wird die Beschwerde ab­gewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>