<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2014-09-08-1B_302-2014.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1B_302/2014 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 8. September 2014</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Merkli, präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Bopp. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt</i>, Binningerstrasse 21, Postfach, 4001 Basel. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Strafverfahren (Kostenvorschuss, Fristwiederherstellung bzw. Erlass), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid vom 4. August 2014 des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt, Statthalterin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Gegen ein am 25. März 2013 ergangenes Urteil der Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt gelangte A.________ mit einer Beschwerde ans Appellationsgericht Basel-Stadt. Dieses forderte ihn mit Verfügung vom 16. Januar 2014 gestützt auf <span class="artref">Art. 383 Abs. 1 StPO</span> auf, bis am 21. Februar 2014 einen Kostenvorschuss von Fr. 800.-- zu bezahlen, wobei er gleichzeitig auf die Säumnisfolgen hingewiesen wurde (<span class="artref">Art. 383 Abs. 2 StPO</span>). Diese Verfügung wurde A.________ am 25. Januar 2014 in Prishtina zugestellt. Innert der gesetzten Frist wurde weder der verlangte Kostenvorschuss geleistet noch ein Gesuch um Erlass des Vorschusses gestellt. Erst mit Eingabe vom 19. Juli 2014 ersuchte A.________ sinngemäss um Erlass des Vorschusses, nachdem das Gericht in Bezug auf seine Beschwerde bereits - androhungsgemäss - einen Nichteintretensentscheid gefällt hatte. </div> <div class="para">Mit Entscheid vom 4. August 2014 hat die Statthalterin des Appellationsgerichts das der Sache nach gestellte Fristwiederherstellungsgesuch bzw. Gesuch um Erlass des Vorschusses abgewiesen. Zur Entscheidbegründung hat sie unter Bezugnahme auf <span class="artref">Art. 94 StPO</span> erwogen, der Gesuchsteller habe in keiner Weise begründet, weshalb er nicht in der Lage gewesen sei, innert der gesetzten Frist bis 21. Februar 2014 ein Erlassgesuch zu stellen. Dies, obwohl er durchaus in der Lage gewesen sei, innert derselben Frist die andere ihm gesetzte Auflage zu erfüllen, nämlich ein Zustelldomizil in der Schweiz zu bezeichnen. Ein fehlendes Verschulden am Säumnis, welches zum Nichteintreten auf die Beschwerde führte, sei somit nicht glaubhaft gemacht, so dass dem Gesuch kein Erfolg beschieden sein könne. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Gegen den Entscheid vom 4. August 2014 führt A.________ Beschwerde ans Bundesgericht. Dieses hat davon abgesehen, Stellungnahmen einzuholen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Nach <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von <span class="artref">Art. 95 ff. BGG</span> nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt der in <span class="artref">Art. 106 Abs. 1 BGG</span> verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht; insofern besteht eine qualifizierte Rügepflicht (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=05.09.2014&amp;to_date=24.09.2014&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-I-65%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page65">BGE 136 I 65</a> E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). Das Bundesgericht prüft nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer äussert sich im Wesentlichen zu einem Verkehrsunfall, den er - als Fussgänger - nach seinen Angaben am 31. Juli 2012 in der Schweiz erlitten hatte, überdies zu einem vor etwa 20 Jahren erlittenen Arbeitsunfall und zu seinem ebenfalls nach seinen Angaben inzwischen eingeschränkten Gesundheitszustand. Dabei unterlässt er es indes darzulegen, inwiefern durch die dem angefochtenen Entscheid zugrunde liegende Begründung bzw. durch den Entscheid selbst im Ergebnis Recht im Sinne von <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> verletzt worden sein soll. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde ist daher nicht einzutreten. Der Begründungsmangel ist offensichtlich, weshalb über die vorliegende Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span> entschieden werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Bei den gegebenen Verhältnissen kann davon abgesehen werden, für das vorliegende Verfahren Kosten zu erheben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach wird erkannt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer sowie der Staatsanwaltschaft und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt, Statthalterin, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 8. September 2014 </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Merkli </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Bopp </div> </div></body></html>