B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-5461/2013 U r t e i l v o m 2 9 . S e p t e m b e r 2 0 1 4 Besetzung Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), Richter Michael Peterli, Richter Christoph Rohrer, Gerichtsschreiber Michael Rutz. Parteien A._______, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Vorinstanz. Gegenstand Rentenrevision; Verfügung vom 27. August 2013. C-5461/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Der 1966 geborene, heute in seiner Heimat Kroatien wohnhafte A._______ (nachfolgend: Versicherter oder Beschwerdeführer) war bis 1999 als Bodenleger in der Schweiz erwerbstätig und leistete dabei Be i- träge an die schweizerische Alters -, Hinterlassenen- und Invalidenversi- cherung (AHV/IV). Danach ging er keiner Erwerbstätigkeit mehr nach und kehrte im Jahr 2006 nach Kroatien zurück. B. Am 31. Oktober 1999 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine chronische Lumbalgie infolge Überlastung und eine allgemeine Lei s- tungsminderung be i noch unklarer Blutkrankheit bei der IV -Stelle des Kantons (…) (nachfolgend: IV -Stelle) zum Leistungsbezug an (IVSTA - act. I/3). Nachdem sein Gesuch zunächst wegen Nichterfüllens der ei n- jährigen Wartezeit mit Verfügung vom 22. Februar 2000 abgewiesen wor- den war (IVSTA-act. I/53), meldete er sich am 17. November 2000 erneut bei der IV -Stelle an (IVSTA-act. I/16). Diese holte daraufhin unter ande- rem ein psychiatrisches Gutachten bei Dr. med. B._______ vom 2. Oktober 2002 ein (IVSTA-act. I/42) und sprach dem Versicherten auf- grund rheumatologischer und psychischer Beschwerden mit Verfügung vom 20. Dezember 2002 bei einem Invaliditätsgrad von 70 % eine ganze Invalidenrente mit Wirkung ab 1. Oktober 2000 zu (IVSTA-act. I/45). Nach einer revisionsweisen Überprüfung des Leistungsanspruchs bestätigte die IV-Stelle gestützt auf einen Verlaufsbericht des behandelnden Psychi a- ters Dr. med. C._______ vom 16. März 2005 (IVSTA-act. I/51) mit Mittei- lung vom 1. April 20 05 den Anspruch auf eine ganze Rente (IVSTA- act. I/57). C. Infolge Wegzugs des Versicherten nach Kroatien übermittelte die IV-Stelle das Dossier am 13. Juni 2006 der IV -Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz) zur weiteren Bearb eitung (IVSTA- act. I/69). D. Die IVSTA holte im Rahmen eines i m Februar 2009 eingeleiteten amtli- chen Revisionsverfahrens (IVSTA-act. I/75) ein polydisziplinäres Gutach- ten der D._______ vom 24. September 2009 (IVSTA-act. I/88) sowie Stel- lungnahmen des Regionalen Ärztlichen Dienstes Rhone ( nachfolgend: RAD) vom 5./ 6. November 2009 (IVSTA -act. I/93 und I/94) und vom C-5461/2013 Seite 3 24. Februar 2010 (IVSTA -act. I/106) ein, welche eine Verbesserung des psychischen Zustandes des Versicherten bescheinigten . Gestützt darauf ermittelte die IVSTA einen Invaliditätsgrad von 50 % und setzte die ganze Rente mit Verfügung vom 12. März 2010 per 1. Mai 2010 auf eine halbe Rente herab. Einer gegen diese Verfügung gerichtete n Beschwerde ent- zog sie die aufschiebende Wirkung (IVSTA-act. I/109). Auf Beschwerde des Versicherten hin, hob das Bundesverwaltungsgerich t mit Urteil C - 2677/2010 vom 4. Oktober 2010 die Verfügung auf und wies auf Antrag der IVSTA die Sache zur Vornahme weiterer ärztlicher Abklärungen und zur neuen Verfügung an die IV STA zurück (IVSTA-act. II/3). Auf eine d a- gegen erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil vom 7. Dezember 2010 nicht ein (IVSTA-act. II/12). E. Gemäss der Empfehlung des RAD vom 10 . September 2010 (IVSTA - act. I/112) forderte die IVSTA am 27. Januar 2011 beim kroatischen Versi- cherungsträger eine neue psychiatrische Expertise an (IVSTA-act. II/15). Dieser übermittelte daraufhin am 25. März 2011 (IVSTA-act. II/17) unter anderem ein Gutachten der versicherungsinternen Ärztin Dr. med. E._______ vom 22. März 2011 (IVSTA-act. II/21) sowie ein Gutachten der behandelnden Psychiaterin Dr. med. F._______ vom 15. März 2011 (IVSTA-act. II/22). Dazu nahm der RAD am 16. Juni 2011 Stellung (IVSTA-act. II/29). Am 28. Juli 2011 reichte der Versicherte weitere Arzt- berichte ein (IVS TA-act. II/36), worauf der RAD am 5. Oktober 2011 e r- neut eine Stellungnahme erstellte (IVSTA-act. I/49). Mit Vorbescheid vom 10. Oktober 2011 teilte die IVSTA dem Versicherte mit, dass sich seit der Begutachtung durch die D._______ am 14. und 15. Juli 2009 keine Ände- rung seines Gesundheitszustandes ergeben habe, weshalb weiterhin A n- spruch auf eine halbe Rente bestehe (IVSTA-act. II/50). Der Versicherte reichte einwandweise einen neuen Bericht von Dr. med. F._______ vom 10. November 2011 (IVSTA -act. II/54) sowie weitere medizinische Unterlagen aus Kroa tien ein (IVSTA-act. II/56-67). Nach einer weiteren Stellungnahme des RAD vom 12. April 2012 (IVSTA- act. II/69) forderte die IVSTA am 31. Mai 2012 beim kroatischen Versiche- rungsträger einen augenärztlichen und einen nephrologischen Bericht an (IVSTA-act. II/75). Am 10. Juli 2012 (IVSTA -act. II/83-85), am 11. September 2012 (IVSTA-act. II/88-99) und am 20. Oktober 2012 (IVSTA-act. II/101-107) reichte der Versicherte weitere medizinische Un- terlagen ein. Der kroatische Versicherungsträger übermittelte sodann am 5. November 2012 die angeforderten mediz inischen Berichte (IVSTA-C-5461/2013 Seite 4 act. II/109-110), wozu der RAD am 9. Januar 2013 Stellung nahm (IVSTA- act. II/113). Am 14. Januar 2013 forderte die IVSTA den Versicherten auf, für die abschliessende Be urteilung noch Befundberichte des Scanners und der Koronographie einzureichen (IVSTA-act. II/114). Dieser Aufforde- rung kam dieser am 14. Mai 2013 (IVSTA-act. II/127) und am 4. Juli 2013 (IVSTA-act. II/135-137) nach. Gestützt auf die abschliessende Stellun g- nahme des RAD vom 19. August 2013 (IVSTA-act. II/142) bestätigte die IVSTA mit Verfügung vom 27. August 2013 den Anspruch des Versiche r- ten auf eine halbe Rente (IVSTA-act. II/143). F. Gegen diese Verfügung erhob d er Versicherte mit Eingabe vom 23. September 2013 (Poststempel ) Beschwerde beim Bundesverwa l- tungsgericht und beantragte, es sei ihm eine ganze Invalidenrente auszu- richten (BVGer-act. 1). G. Den mit Zwischenverfügung vom 4. Oktober 2013 eingeforderten Kosten- vorschuss in der Höhe von Fr. 400.– (BVGer-act. 2) leistete d er Be- schwerdeführer am 25. Oktober 2013 (BVGer-act. 4). H. Am 27. November 2013 reichte der Beschwerdeführer neue ärztliche U n- terlagen ein (BVGer-act. 8). I. Die Vorinstanz schloss in ihrer Vernehmlassung vom 3. Februar 2014 auf Abweisung der Beschwerde (BVGer-act. 12). J. Der Beschwerdeführer und die Vorinstanz hielten mit Replik vom 5. März 2014 (BVGer -act. 15) beziehungsweise mit Duplik vom 27. März 2014 (BVGer-act. 17) an ihren Anträgen fest , worauf der Schriftenwechsel mit verfahrensleitender Verfügung vom 3. April 2014 abgeschlossen wurde (BVGer-act. 18). K. Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen. C-5461/2013 Seite 5 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden B e- schwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG; Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG [SR 831.20] ) und d er Beschwerdeführer ist als Adressat der ang e- fochtenen Verfügung zur Erhebung der Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG; siehe auch Art. 59 ATSG [SR 830.1]). Nachdem der Ko s- tenvorschuss fristgerecht geleistet wurde, ist auf die frist - und formg e- recht eingereichte Beschwerde vom 23. September 2013 e inzutreten (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG; siehe auch Art. 60 ATSG). 2. Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 13 1 V 164 E. 2.1) bildet die Verfügung vom 27. August 2013, mit der die Vorinstanz im Rahmen eines im Februar 2009 eingeleiteten Revisionsverfahrens nach Art. 17 ATSG d ie dem Beschwerdeführer seit 1. Oktober 2000 ausgerichtete ganze Invalidenrente auf eine halbe Invalidenrente herabgesetzt hat. In- sofern ist das Dispositiv der angefochtenen Verfügung, wonach weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente bestehe , missverständlich und bezieht sich off enbar auf die Verfügung vom 12. März 2010 (IVSTA -act. I/109), die jedoch mit Urteil des Bundesverwalt ungsgerichts C -2677/2010 vom 4. Oktober 2010 aufgehoben wurde. Aufgrund der Parteibegehren streitig und vom Bundesverwaltungsgericht zu prüfen ist im Folgenden , ob die Vorinstanz zu Recht die Reduktion der Invalidenrente verfügt hat, weil sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers verbessert hat. 3. 3.1 Der Beschwerdeführer ist kroatischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Kroatien, das seit dem 1. Juli 2013 Mitglied der EU ist. Mangels Unter- zeichnung beziehungsweise Ratifizierung des Zusatzprotokolls (Protokoll III) ist das Freizügigkei tsabkommen vom 21. Juni 1999 (FZA, SR 0.142.112.681) im Verhältnis zu Kroatien aber nicht verbindlich. Es ist da- her weiterhin das Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgeno s- senschaft und der Republik Kroatien über Soziale Sicherheit vom 9. April 1996 (nachfolgend: Sozialversicherungsabkommen, SR 0.831.109.291.1) anwendbar (zur Anwendbarkeit vgl. Art. 3 desselben). Na ch Art. 4 Abs. 1 dieses Abkommens sind die Staatsangehörigen des einen Vertragssta a- tes in ihren Rechten und Pflichten aus den Rechtsvorschri ften des ande- ren Vertragsstaates, zu denen gemäss Art. 1 Abs. 1 Bst. a in Verbindung C-5461/2013 Seite 6 mit Art. 2 A Bst. ii die Bundesgesetzgebung über die schweizerische Inva- lidenversicherung gehört, den Staatsangehörigen dieses Vertragsstaates gleichgestellt; abweichende Bestimmungen in diesem Abkommen bleiben vorbehalten. Demnach beantwortet sich die Frage, ob die Vorinstanz die Invalidenrente des Beschwerdeführers zu Recht aufgehoben hat, au s- schliesslich nach dem innerstaatlichen Recht. 3.2 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Strei t- sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung (hier: 27. August 2013) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwa l- tungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). 3.3 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mas s- geblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Recht s- folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1), weshalb jene Vorschriften Anwendung finden, die spätestens beim Erlass der Verfügung vom 27. August 2013 in Kraft standen (so auch die No r- men des auf den 1. Januar 2012 in Kraft gesetzten ersten Te ils der 6. IV- Revision [IV-Revision 6a], AS 2011 5659); weiter aber auch Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche von Belang sind. 4. 4.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Inval i- dität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Bee inträchtigung der kö r- perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder tei l- weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerb s- unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht übe r- windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). C-5461/2013 Seite 7 4.2 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Fo l- gen eines psyc hischen Gesundheitsschadens und damit invalidenvers i- cherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbs- fähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Wi l- lens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwend en könn- te; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer E r- werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychis cher Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit, als angenommen we r- den kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2). 4.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Ren- te, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Inval i- ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Beträgt der Invaliditätsgrad weniger als 50 %, so werden die entsprechenden Renten vorbehältlich abweichender staatsvertragl i- cher Regelungen nur an Versicherte ausbezahlt, die ihren Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz haben (Art. 29 Abs. 4 erster Satz IVG) . Das vor liegend an wendbare Sozialversicherungsabkommen sieht diesbezüglich keine Ausnahme vor (vgl. Art. 5 Abs. 2 des Sozialver- sicherungsabkommens). 4.4 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder au f- gehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevisio n gibt jede w e- sentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. In s- besondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheit s- zustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinwe i- sen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile C-5461/2013 Seite 8 des BGer 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beur- teilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert geblieb e- nen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein g e- nommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die B eurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit recht s- konformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsb e- messung beruht (BGE 133 V 108 E. 5.4). 4.5 Die IV-Stelle prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG, Art. 57 Abs. 3 IVG). Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf U n- terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellu ng zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die ve r- sicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Au s- künfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche A r- beitsleistungen der versicherten Person n och zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4, BGE 125 V 256 E. 4). 4.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un- tersuchungen beruht, auch die geklagten Bes chwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darl e- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der m e- dizinischen Situation einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten beg ründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, BGE 125 V 351 E. 3a) und ob der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikati o- nen verfügt (Urteil des BGer 9C_736/2009 vom 26. Januar 2010 E. 2.1). 5. 5.1 Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung, ob sich der Gesundheitszu- stand de s Beschwerdeführers in anspruchsrelevanter Weise verändert hat, bildet die rentenzusprechende Verfügung vom 20. Dezember 2002 (IVSTA-act. I/45), als die letzte umfassende materielle Prüfung des Re n- tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärun g und Bewei s-C-5461/2013 Seite 9 würdigung vorgenommen worden war . Die Mitteilung vom 1. April 2005, mit welcher der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine ganze Rente bestätigt wurde (IVSTA -act. I/57) basiert in medizinischer Hinsicht allein auf dem Verlaufsbericht des damals behandelnden Psychiaters, was nicht einer umfassenden materiellen Prüfung des Rentenanspruchs entspricht (vgl. Urteil des BGer 8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E. 7). Zu prüfen ist daher, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im Zei t- raum vom 20. Dezember 2002 bis zum Erlass der angefochtenen Verf ü- gung am 27. August 2013 (IVSTA -act. II/143) in anspruchsrelevanter Weise verändert hat und ob sich der medizinische Sachverhalt in dieser Hinsicht als genügend abgeklärt erweist. 5.2 Die am 20. Dezember 2002 erfolgte Rentenzusprache mit Wirkung ab 1. Oktober 1999 beruht auf der Annahme einer Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Bodenleger von 100 % und in einer leiden s- angepassten Tätigkeit von 50 %. Diese Einschätzung wurde vom IV-Arzt Dr. med. G._______, Facharzt für allgemeine Innere M edizin, mit Ste l- lungnahme vom 18. Oktober 2002 bestätigt (IVSTA-act. I/61 S. 3) und be- ruht vorwiegend auf folgenden medizinischen Berichten: – Dr. med. H._______, Facharzt für orthopädische Chirurgie , hielt in seinem Bericht vom 28. September 2000 als Diagnose ein Lumbover- tebralsyndrom mit Schmerzausstrahlung ins rechte Bein bei etwas engem Spinalkanal und Chondrose L4/L5 fest (IVSTA -act. I/13). In seinem Bericht vom 6. November 2000 führte er überdies aus, dass gesamthaft eine überwiegend sitzende Tätigkeit mit Wechsel in der Körperhaltung und leichter Arbeit sinnvoll wäre (IVSTA-act. I/15). – Der damalige Hausarzt des Beschwerdeführers, Dr. med. I._______, Facharzt für allgemeine Innere Medizin, führte in seinem Bericht vom 11. Dezember 2000 als Diagnose ein ausgeprägtes lumbovertrebrales Schmerzsyndrom ohne objektivierbare pathologische Befunde auf. Er hielt fest, dass der Beschwerdeführer dadurch in seiner körperlichen Belastbarkeit eingeschränkt sei (Heben schwerer Lasten, langes Ver- harren in gebückter Haltung ). In einer behinderungsangepassten T ä- tigkeit sei ihm eine ganztägige Arbeitstätigkei t zumutbar (IVSTA - act. I/20-21). – Dr. med. B._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie , stellte in seinem Gutachten vom 2. Oktober 2002 die Diagnosen einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (F45.4 ICD -10) sowie C-5461/2013 Seite 10 einer atypische Depression (F32.8 ICD -10) und attestierte eine Ei n- schränkung der Arbeitsfähigkeit von 50 % aus psychiatrischen Grü n- den, sowohl in der angestammten wie in einer angepassten Tätigkeit. Er ging weiter davon aus, dass v om körperlichen Zustand her die a n- gestammte Tätigkeit als ungeeignet betrachtet werden dürfte (IVSTA- act. I/42). 5.3 In der nun strittigen Verfügung vom 27. August 2013 geht die Vorin- stanz von einer Verbesserung des psychischen Zustandes des B e- schwerdeführers und einer Arbeitsfähigkeit von 50 % in sämtlichen Tätig- keiten seit Juli 2009 aus. Für die Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit stellte die Vorinstanz im Wesentlichen auf die Ak- tenbeurteilung des RAD ab , der diverse Stellungnahmen unterbreitete . Die Vorinstanz führt aus, dass sich der RAD aufgrund der zahlreich ei n- geholten Facharztberichte psychiatrischer sowie auch somatischer Natur ein schlüssiges Bild über den Gesundheitszustand des Beschwerdefü h- rers habe machen und die medizinischen Erkenntnis se der D._______ aus dem Jahr 2009 habe bestätigen können. Der RAD -Arzt Dr. med. J._______, Facharzt für allgemeine Innere Medizin, hielt in seiner a b- schliessenden Stellungnahme vom 19. August 2013 als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine Lumboischia lgie (M 54.4 ICD -10) und eine Dysthymie (F 34.1 ICD -10) fest. Er führte aus, dass der Ge- sundheitszustand des Beschwerdeführers stabil und seit Jul i 2009 unver- ändert sei. Die Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten betrage immer noch 50 % (IVSTA-act. II/142). Gemäss den Stellungnahmen vom 21. Juli 2011 (IVSTA-act. II/33) und vom 2. Dezember 2010 (IVSTA -act. II/9) geht der RAD davon aus, dass ges tützt auf das D._______ -Gutachten vom 24. September 2009 in somatischer Hinsicht von einem unveränderten Zustand mit einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % für sämtliche Tätigkeiten auszugehen sei. In psychiatrischer Hinsicht sei seit der Rückkehr nach Kroatien eine Verbesserung eingetreten. Die Einschränkung der Arbeit s- fähigkeit betrage nur noch 30 %. 6. 6.1 Bei den vorliegenden Stellungnahmen des RAD handelt es sich um Berichte, die nicht auf eigenen Untersuchungen basieren, sondern die Ergebnisse der medizinischen Untersuchungen zusammenfassen und e i- ne Empfehlung zur weiteren Bearbeitung des Leistungsbegehrens aus medizinischer Sicht enthalten (vgl. Art. 59 Abs. 2bis IVG). Soweit IV-Ärzte wie hier nicht selber medizinische Befunde erheben, sondern die vorha n-C-5461/2013 Seite 11 denen Befunde aus medizinischer Sicht würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorz u- nehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abz u- stellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei, mü s- sen die Akten für die streitigen Belange beweistaugliche Unterlagen en t- halten. Ist das nicht der Fall, kann die Stellungnahme des RAD in der R e- gel keine abschliessende Beurteilungsgrundlage bilden, sondern nur zu weitergehenden Abklärungen Anlass geben (vgl. Urteil des BGer 9C_58/2011 vom 25. März 2011 E. 3.3). Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht nicht verwehrt, gestützt au f im Wesentli- chen oder sogar ausschliesslich vom Versicherungsträger intern eing e- holte medizinische Unterlagen zu entscheiden. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen Zw eifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vo r- zunehmen sind (vgl. Urteil des BGer 9C_196/2014 E. 5.1.2 mit Hinweis auf BGE 135 V 465). Im Folgenden ist zu prüfen, ob sich die Aktenbeu r- teilung des RA D auf beweiskräftige medizinische Berichte stützt und ob die Einschätzungen des RAD hinsichtlich Gesundheitszustand und A r- beitsfähigkeit des Beschwerdeführers überzeugend und schlüssig sind. 6.2 Die Aktenbeurteilung des RAD stützt sich zur Hauptsache auf das Gutachten der D._______ vom 24. September 2009 (IVSTA -act. I/88), in welchem folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit fes t- gehalten wurden: – Chronifiziertes lumbales Schmerzsyndrom ( bei lumbaler Stre ckhaltung und diskreter linkskonvexer Skolio se, Segmentdegenerationen L4/5 un d L5/S1, bei Übergangsanomalie [ sechs Lendenwirbel, 6. als S1 bezeichnet] , musku- lärer Dysbalance und Dekonditionierun g, Status nach thorakolumbalem Mo r- bus Scheuermann und Status nach Verhebetrauma 1990) – Leichte depressive Episode mit somatischem Syndrom – Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (bei genereller Somatisierung s- störung mit Angabe von chronischem, diffuse m Halbseiten-Hyposensibilitäts- /Allodynie-Syndrom rechts ohne organisches Korrelat und unübersehbarer Verdeutlichungstendenz) Als Diagnose ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, aber mit Krankheitswert hielten die Gutachter fest: C-5461/2013 Seite 12 – Thrombozytopenie, seit 1999 ( bei fraglicher leichter Splenomegalie und no r- maler Retikulozytenzahl) Die D._______-Gutachter hielten fest, dass sich rheumatologisch nichts geändert, währendem sich die psychische Situation inzwischen deutlich verbessert habe. Sie attestierten f ür die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Bodenleger wie auch für eine andere Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. 6.2.1 Im psychiatrischen D._______-Teilgutachten von Dr . med. K._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 25. Januar 2009 (IVSTA-act. I/86) wird ausgeführt, dass aufgrund der Depression, der Somatisierungsstörung und der Schmerzen der Antrieb, die Konzent- rationsfähigkeit und das Selbstvertrauen des Beschwerdeführers leicht beeinträchtigt seien. Sein Arbeitstempo sei leicht verlangsamt. Er schlafe schlecht, was seine Reg eneration erschwere und zu vermehrter Müdi g- keit tagsüber führe. Er könne im Moment aufgrund seiner psychischen Störung zeitlich kaum eingeschränkt arbeiten, das heisst eine Präsenzzeit von 8 ¼ Stunden (100 %) mit vermehrten kurzen Pausen wäre möglich. Aber seine Leistungen wären aktuell im Ausmass von e twa 30 % einge- schränkt. Zusammengefasst könne aus psychiatrischer Sicht von einer Arbeitsunfähigkeit von etwa 30 % ausgegangen werden für eine an die Schmerzen angepasste Tätigkeit. Der Gesundheitszustand habe sich seit der Begutachtung durch Dr. B._______ verbessert. 6.2.2 Im rheumatologischen D._______-Teilgutachten von Dr . med. L._______, Fa charzt für Rheumatologie , vom 7. August 2009 (IVSTA- act. I/86) wird ausgeführt, dass aufgrund der objektivierbaren Befunde von rheumatologischer Seite her für eine körperl iche Schwerarbeit wie auch für eine Tätigkeit in zumeist den Rücken belastender Arbeitsposition eine verminderte Belastbarkeit vorliege. Seit d er Vorbegutachtung durch Dr. N._______ vom 23. Oktober 20 00 habe sich von rheumatologischer Seite her keine wesen tliche Änderung des Gesundheitszustandes mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eingestellt. Bezüglich der ang e- stammten Tätigkeit sei weiterhin von einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % auszugehen. 6.3 Das D._______-Gutachten vom 24. September 2009 wurde rund vier Jahre vor dem für die Beurteilung der tatsächlichen Verhältnisse massge- benden Zeitpunkt des Verfügungserlasses (27. August 2013) erstellt, womit es den Anforderungen an die nötige Aktualität nicht entspricht. Das C-5461/2013 Seite 13 Gutachten liegt zu lange zurück , als dass es als Grundlage für die Beu r- teilung des Gesundheitszustandes im massgebenden Zeitpunkt der ange- fochtenen Verfügung dienen könnte. Aufgrund dieser zeitlichen Distanz hätten weitere Abklärungen gemacht werden müssen, um den Gesun d- heitszustand des Beschwerd eführers im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung sowie dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit in zuve r- lässiger Weise beurteilen zu können (vgl. Urteil des BGer 9C_552/2007 vom 17. Januar 2008 E. 5.2). Wie nachstehend aufgezeigt wird, fand eine vertiefte, den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Abklärung in der Folge jedoch nicht statt. 6.4 Was den psychischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers betrifft, hat der RAD mit Dr. med. M._______ eine Arztperson psychiatri- scher Fachrichtung hinzugezog en. Dieser hat das psychiatrische Teilgut- achten der D._______ bezüglich der nicht den Regeln der ICD -10 en t- sprechenden Diagnosestellung beanstandet. Er kam aber zum Schluss, dass das Gutachten von sehr guter Qualität und eine Verbesserung des psychischen Z ustandes ausgewiesen sei (Stellungnahme vom 5. November 2009; IVSTA-act. I/93). Am 10. September 2010 empfahl der RAD jedoch, den Beschwerdeführer in seiner Heimat nochmals psychiat- risch begutachten zu lassen (IVSTA -act. I/112). Daraus hat das Bundes- verwaltungsgericht mit Urteil C -2677/2010 vom 4. Oktober 2010 g e- schlossen, dass aus ärztlicher Sicht der psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähi g- keit aufgrund der vorliegenden Unterlagen (insbesondere dem D._______-Gutachten) nicht ausreiche nd sicher bestimmt werden kann und hat die Verfügung vom 12. März 2010 entsprechend dem Antrag der Vorinstanz aufgehoben und die Sache zu weiteren Abklärungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an sie zurückgewiesen. 6.5 In der Folge holte die Vorinstanz über den kroatischen Versicherungs- träger ein psychiatrisches Gutachten bei der behandelnden Psychiaterin Dr. med. F._______ vom 15. März 2011 ein (IVSTA -act. II/22), worin als Diagnose eine depressive Episode ohne Angabe des Schweregrades ge- nannt wurde (F 32 ICD-10). Eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nahm Dr. med. F._______ explizit nicht vor, da dies im kroatischen Gesun d- heitssystem nicht vorgesehen sei. Im Gutachten der versicherungsinte r- nen Ärztin, Dr. med. E._______ (Fachärztin für physikalische und rehabili- tative Medizin), vom 22. März 2011, welches gestützt auf eigene Untersu- chungen sowie das psychiatrische Gutachten von Dr. med. F._______ er- stellt wurde, wurde eine schwere depressive Episode ohne psychotische C-5461/2013 Seite 14 Symptome (F32.2 ICD -10) eine arterielle Hypertonie, eine Thrombozyt o- penie, eine Hyperlipidämie sowie ein cervikales und lumbales Syndrom diagnostiziert und eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als 70 % attestiert (IVSTA-act. II/21). 6.6 Die Berichte von Dr. med. F._______ und Dr. med. E._______ erfüllen nicht sämtliche Anforderungen an beweiskräftige Gutachten. Es ist insb e- sondere nicht ersichtlich, gestützt auf welche medizinischen Vorakten sie erstellt wurden, weshalb nicht davon ausgegangen werden kann, dass sie auf einer vollständigen Anamnese beruhen. Zudem fehlt es auch an einer Auseinandersetzung mit der Einschätzung der D._______-Gutachter und an Äusserungen zum revisionsspezifischen Beweisthema ( Gegenüber- stellung eines vergangenen und des aktuellen Zustande s; vgl. Urteil des BGer 9C_418/2010 vom 29. August 2011 E. 4.2). Trotz der fehlenden vol- len Beweiskraft dieser Berichte, wäre der RAD aber gehalten gewesen, sich mit der abweichenden Diagnose und Arbeitsfähigkeitsschätzung auseinanderzusetzen, zumal gemäss der Rechtsprechung bei dem noch nach altem Standard (das heisst noch ohne Gewährung der in BGE 137 V 210 statuierten Beteiligungsrechte) in Auftrag gegebene n D._______- Gutachten vom 24. September 2009 schon relativ geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit u nd Schlüssigkeit der verwaltungsexternen ärztlichen Feststellungen genügen, um eine neue Begutachtung anzuordnen (BGE 139 V 99 E. 2.3.2). 6.7 Der beigezogene RAD -Psychiater Dr. med. M._______ beschränkte sich in seiner Stellungnahme vom 9. Juni 2011 (IVSTA-act. II/29) auf den Hinweis, dass die Berichte von Dr. med. E._______ und Dr. med. F._______ denselben psychischen Zustand beschreiben würden wie das D._______ Gutachten und sich keine neuen Elemente daraus ergeben würden. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den neuen Berichten ist jedoch nicht erkennbar . Das Vorliegen einer schweren Depression ver- neinte Dr. M._______ einzig mit dem Hinweis darauf, dass die angeg e- bene medikamentöse Behandlung für eine schwere Depression nicht ausreichend sei. Er legt aber nicht dar, weshalb die Diagnosestellung und Arbeitsfähigkeitsschätzung der beiden Berichte aus Kroatien nicht nac h- vollziehbar sein sollen und geht auch nicht darauf ein, dass die behan- delnde Psychiaterin Dr. med. F._______ von einer Veränderung des ps y- chischen Zustands auszugehen scheint, da sie zu Beginn der Behan d- lung im Jahr 2009 beim Beschwerdeführer noch eine Dysthymie diagnos- tiziert hatte (F34.1 ICD-10; Berichte vom 15. Mai und 6. Juli 2009; IVSTA- act. II/19 S. 7 und 8). Nachdem der RAD selbst die Aussagekraft der psy-C-5461/2013 Seite 15 chiatrischen Einschätzung der D._______ in Frage gestellt hat, indem es die Einholung einer neuen psychiatrischen Expertise als angezeigt geha l- ten hatte, ist die knapp abgefasste Begründung von Dr. M._______ nicht ausreichend, um die Widersprüche zwischen den ärztlichen Einschätzun- gen nachvollziehbar auszuräumen. Damit lassen sich die Diagnosen und die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht aufgrund der vorhandenen medizinischen Akten nicht verlässlich beurteilen. Die Aktenbeurteilu ng des RAD stützt sich hinsichtlich der streitigen Belange somit nicht auf ak- tuelle und beweiskräftige medizinische Berichte . Sie ist zudem nicht überzeugend und nicht schlüssig. In Anbetracht der langen Zeitspanne seit der D._______-Begutachtung und der nicht übereinstimmenden ärzt- lichen Einschätzungen durfte sich die Vorinstanz nicht mit einer Aktenbe- urteilung des RAD begnü gen. Diese genügt beweisrechtlich nicht als Grundlage für die Herabsetzung der ganzen auf eine halbe Rente. Die Vorinstanz wäre verpflichtet gewesen, weitere externe fachärztliche A b- klärungen zu veranlassen, um den rel evanten Sachverhalt abzuklären (vgl. Urteile des BGer 9C_58/2011 vom 25. März 2011 E. 3.3 und 9C_552/2007 vom 17. Januar 2008 E. 5.2). 6.8 Nach dem Gesagten wurde d er rechtserhebliche Sachverhalt ung e- nügend abgeklärt, womit eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes vorliegt (vgl. BGE 138 V 218 E. 6). Die genannte, sich teilweise wide r- sprechende und nicht mehr aktuelle medizinische Aktenlage lässt eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht zu. Auch auf die vom Beschwerdeführer eingereichten zahlreichen ärztlichen B e- richte kann für die Anspruchsbeurteilung nicht abgestellt werden, da diese offensichtlich keine den beweisrechtlichen Anforderunge n entspreche n- den Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen enthalten. Es sind daher weitere m e- dizinische Abklärungen nötig. Dabei ist zu beachten, dass b eim Zusam- mentreffen verschiedener Gesundheitsbeeinträchtigungen – wie vorli e- gend insbesondere psychiatrischer und rheumatologischer Leiden – es nicht gerechtfertigt ist, die somatischen und psychischen Befunde isoliert abzuklären. Vielmehr ist eine interdisziplinäre U ntersuchung durchzufüh- ren (vgl. Urteil des BGer 8C_168/2008 vom 11. August 2008 E. 6.2.2) und der Grad der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer sämtliche Behinderungen umfassenden fachärztlichen Gesamtbeurteilung zu bestimmen (vgl. Urteil des Eidgenös sischen Versicherungsgerichts I 850/02 vom 3. März 2003 E. 6.4.1). Mithin ist die Sache an die Vorinstanz zurück zuweisen, damit sie ein polydisziplinäres Gutachten in der Schweiz einhole , welches ins- besondere die rheumatischen und die psychischen Leiden des B e- schwerdeführers berücksichtigt. Dabei sind aber auch die seit der Begut-C-5461/2013 Seite 16 achtung durch die D._______ im Jahr 2 009 neu hinzugetretenen Be- schwerden (wie die Herz- und Augenleiden; vgl. Stellungnahme des RAD vom 9. Januar 2013; IVSTA -act. II/113), die bisher noch nie im Rahmen einer polydisziplinären Begutachtung untersucht wurden, einzubeziehen. 7. Im vorinstanzlichen Verfahren sind infolge unvollständiger Feststellung des rechtserheblichen medizinischen Sachverhalts (vgl. A rt. 43 ff. ATSG und Art. 12 VwVG) einzelne entscheidwesentliche Aspekte vollständig ungeklärt geblieben. Von der Einholung eines Gerichtsgutachtens oder Erhebung anderer Beweismassnahmen ist daher abzusehen. Die B e- schwerde ist folglich insoweit gutzuheissen, als die angefochtene Verf ü- gung aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (vgl. zur Rückweisung BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4). Die Vorinstanz ist a n- zuweisen, unter Berücksichtigung sämtlicher aktenkundiger Arztberichte sowie Beizug weiterer verfügbarer medizinischer Unterlagen eine mult i- disziplinäre fachärztliche Begutachtung des Gesundheitsschadens de s Beschwerdeführers (insbesondere in rheumatologischer und psychiatr i- scher Hinsicht) sowie von dessen Auswirkungen auf ihre Arbeitsfähigkeit in der Schweiz vorzunehmen. Es wird Aufgabe des RAD sein, eine u m- fassende Einordnung vorzunehmen, welche weiteren Fachdisziplinen an der Begutachtung zu beteiligen sind (vgl. Urteil des BGer 9C_656/2013 vom 11. Dezember 2013 E. 3.2). Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz das im Jahr 2009 eingeleitete Revisionsverfahren nun korrekt durchzuführen, die notwendigen Abklärungen vorzunehme n und das Verfahren baldmöglichst mittels Erlass einer neuen Verfügung abzuschliessen hat (vgl. Art. 61 Abs. 1 VwVG). 8. 8.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1 bis i.V.m. Art. 69 Abs. 2 IVG), wobei das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Pa r- tei auferlegt. Da eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der B e- schwerde führenden Partei gilt (BGE 132 V 215 E. 6), sind im vorliege n- den Fall dem Beschwerdeführer keine Verfahrens kosten aufzuerlegen. Diesem ist der geleistete Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 400. – nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten. Da der Vorinstanz gestützt auf Art. 63 Abs. 2 VwVG ebenfalls keine Kosten au f- zuerlegen sind, werden keine Verfahrenskosten erhoben. C-5461/2013 Seite 17 8.2 Dem nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer sind keine unve r- hältnismässig hohen Kosten entstanden, weshalb ihm keine Parteien t- schädigung zuzusprechen ist ( vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als dass die angefochtene Verfügung vom 27. August 2013 aufgehoben und die Streitsache im Si n- ne der Erwägungen an die Vorinstanz zum Erlass einer neuen Verfügung zurückgewiesen wird. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 400.– nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: Franziska Schneider Michael Rutz C-5461/2013 Seite 18 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die U n- terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: