<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00220</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105659&amp;W10_KEY=4467150&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00220</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 14.09.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 14.03.2001 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung als Ärztin</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung für Ärzte mit ausländischem Diplom<br/><br/>Das Erfordernis eines eidgenössischen Diploms für die selbständige ärztliche Tätigkeit ist verfassungsmässig (E. 4a).<br/>Das GATS-Übereinkommen verpflichtet die Schweiz nicht zur Anerkennung ausländischer Berufsdiplome (E. 4b).<br/>Art. 4 Abs. 1 BGBM zwingt die Kantone nicht zur Zulassung der Inhaber ausländischer Ausweise, die in bestimmten Kantonen anerkannt werden (E. 4c).<br/>Die Zulassung als Leistungserbringer nach KVG garantiert nicht die Bewilligung der selbständigen ärztlichen Tätigkeit nach kantonalem Recht (E. 4d).<br/>Das Freizügigkeitsabkommen mit der EU ist nicht anwendbar (E. 4e).<br/>Eine Unterversorgung i.S.v. § 8 Abs. 2 GesundheitsG besteht nur, wenn es insgesamt an Angehörigen einer bestimmten Berufsgattung mangelt. Insbesondere ist nicht nach Spezialisierungen oder einzelnen Behandlungsarten zu unterscheiden (E. 5, 6).<br/>Über eine Bewilligung unselbständiger ärztlicher Tätigkeit ist im vorliegenden Verfahren nicht zu befinden (E. 7).<br/>Nicht zu prüfen ist auch, ob die Bf'in als nicht-ärztliche Homöopathin zugelassen werden könnte (E. 8).<br/><br/>--&gt; BGE 2P.243/2000, 14. März 2001 (Abweisung)</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARZT">ARZT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Gesundheit ST: BERUFSAUSÃBUNG">BERUFSAUSÃBUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERUFSAUSÃBUNGSBEWILLIGUNG">BERUFSAUSÃBUNGSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BGE">BGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BINNENMARKT">BINNENMARKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GATS-ÃBEREINKOMMEN">GATS-ÃBEREINKOMMEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTÃNDIGE BERUFSAUSÃBUNG">SELBSTÃNDIGE BERUFSAUSÃBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERVERSORGUNG">UNTERVERSORGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 8 Abs. II aGesundheitsG</span><br/><span class="gerade">§ 16 aGesundheitsG</span><br/><span class="ungerade">Art. 4 lit. I BGBM</span><br/><span class="gerade">lit. I GATS</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Am 2. MÃ¤rz 2000 ersuchte A die Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich um eine Bewilligung zur selbstÃ¤ndigen Ã¤rztlichen TÃ¤tigkeit aufgrund ihres Arztdiploms der Akademie Danzig, eines PrÃ¼fungsnachweises des Schweizerischen Vereins homÃ¶opathi­scher Ãrztinnen und Ãrzte und verschiedener bisheriger Ã¤rztlicher TÃ¤tigkeiten. Die Ge­sundheitsdirektion lehnte das Gesuch vorerst formlos und auf Verlangen der Gesuchstelle­rin am 15. Mai 2000 mittels fÃ¶rmlicher VerfÃ¼gung ab. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Hiergegen gelangte A am 15. Juni 2000 an das Verwaltungsgericht und bean­tragte, die angefochtene VerfÃ¼gung sei aufzuheben, und es sei ihr die Bewilligung zur selb­stÃ¤ndigen AusÃ¼bung Ã¤rztlicher HomÃ¶opathie zu erteilen, eventuell sei sie von der Bewilli­gungspflicht zu befreien und ihr die AusÃ¼bung Ã¤rztlicher HomÃ¶opathie unter der fachlichen Verantwortung eines zur selbstÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung zugelassenen Arztes zu erlauben. In formeller Hinsicht verlangte die BeschwerdefÃ¼hrerin die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels und die fÃ¶rmliche Partei- bzw. Beweisaussage, alles unter Ko­sten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Gesundheitsdirektion beantragte am 17. Juli 2000 die Abweisung der Be­schwerde. Die Vernehmlassung wurde der BeschwerdefÃ¼hrerin zur Kenntnisnahme zuge­stellt mit dem Hinweis, dass ein zweiter Schriftenwechsel nicht angeordnet worden sei und allfÃ¤llige weitere Eingaben aus dem Recht gewiesen wÃ¼rden. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Gegen die Verweigerung eines zweiten Schriftenwechsel wandte sich die Be­schwerdefÃ¼hrerin mit Eingabe vom 2. August 2000 und ersuchte um WiedererwÃ¤gung die­ser verfahrensleitenden Anordnung. Am 22. August 2000 reichte sie dem Gericht schliess­lich unaufgefordert eine weitere Eingabe mit der Kopie eines Presseartikels ins Recht.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Streitgegenstand bildet vorliegend die Bewilligung zur AusÃ¼bung eines Berufs der Gesundheitspflege. DiesbezÃ¼gliche erstinstanzliche Anordnungen der Direktionen und Ãmter kÃ¶nnen gemÃ¤ss § 19a Abs. 2 Ziff. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) direkt mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht ange­fochten werden. Die sachliche und funktionelle ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts ist damit gegeben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Das Verwaltungsgericht entscheidet in der Regel aufgrund eines einmaligen Schriftenwechsels (vgl. § 58 VRG). Da die Gesundheitsdirektion die vorliegend strittige VerfÃ¼gung in ihrer Vernehmlassung verteidigt, ohne diesbezÃ¼glich neue Verweigerungs­grÃ¼nde anzufÃ¼hren, und da mit der Eingabe der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 22. August 2000 auch keine fÃ¼r das vorliegende Verfahren relevanten neuen Tatsachen vorgebracht werden, ist die Eingabe androhungsgemÃ¤ss aus dem Recht zu weisen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der fÃ¼r die vorliegende Streitigkeit massgebende Sachverhalt ergibt sich aus den Akten und ist im Wesentlichen nicht umstritten. Auf eine Befragung der BeschwerdefÃ¼hre­rin kann daher verzichtet werden. Die DurchfÃ¼hrung einer Ã¶ffentlichen Schlussverhandlung im Sinn von Art. 6 EMRK hat sie nicht verlangt. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Mit der Direktbeschwerde im Sinn von § 19a Abs. 2 VRG kann neben der Rechtsverletzung auch die Unangemessenheit der angefochtenen VerfÃ¼gung geltend ge­macht werden (§ 50 Abs. 2 und 3 VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin anerkennt, dass ihrer Berufszulassung im Kanton ZÃ¼­rich § 16 des Gesundheitsgesetzes vom 4. November 1962 (GesundheitsG) entgegensteht, wonach die selbstÃ¤ndige Ã¤rztliche TÃ¤tigkeit den Inhabern des eidgenÃ¶ssischen Arztdiploms vorbehalten ist. Sie macht jedoch geltend, diese Regelung widerspreche in verschiedener Hinsicht Ã¼bergeordnetem Recht.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Das Verwaltungsgericht hatte sich in den vergangenen Jahren wiederholt mit der VerfassungsmÃ¤ssigkeit des ZÃ¼rcher Gesundheitsgesetzes zu befassen, soweit dieses in § 18 Abs. 1 fÃ¼r die AusÃ¼bung der selbstÃ¤ndigen <i>zahnÃ¤rztlichen</i> TÃ¤tigkeit ein eidgenÃ¶ssisches Diplom verlangt. Dabei kam es zum Schluss, die Regelung halte vor der Handels- und Ge­werbefreiheit stand, sie diene dem Schutz der BevÃ¶lkerung vor unfachgemÃ¤sser zahnÃ¤rzt­licher Behandlung und sei verhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Das Erfordernis eines Diploms im Allgemei­nen und eines eidgenÃ¶ssischen Diploms im Besonderen ermÃ¶gliche es, die fachliche Eig­nung eines Bewerbers anhand eines klar messbaren formalen Kriteriums zu prÃ¼fen. Die bloss einzelfallweise PrÃ¼fung der fachlichen Kenntnisse bringe praktische Schwierigkeiten mit sich, setze sie doch eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit den Einzelheiten der Ausbildungssysteme voraus und kÃ¶nne auch die tatsÃ¤chliche Berufspraxis nur schwer in die Beurteilung miteinbezogen werden. Eine hierfÃ¼r notwendige Begutachtung durch Fachleute kÃ¤me praktisch einer eigentlichen FachprÃ¼fung gleich, wie sie der Bund bereits als besondere FachprÃ¼fung im kombiniert-praktisch-mÃ¼ndlichen Verfahren fÃ¼r Inhaber auslÃ¤ndischer Diplome in Art. 8 lit. b der Verordnung Ã¼ber besondere FachprÃ¼fungen fÃ¼r Auslandschweizer und eingebÃ¼rgerte Schweizer vorgesehen habe (VGr, 16. November 1996, VB.1996.00123 = RB 1996 Nr. 97). Das Bundesgericht wies eine dagegen gerichtete staatsrechtliche Beschwerde ab. Es erwog im Wesentlichen, das eidgenÃ¶ssische Diplom garantiere eine fundierte Ausbildung, was zwar bei auslÃ¤ndischen Diplomen ebenfalls zu­treffen kÃ¶nne, diese seien aber fÃ¼r die schweizerischen GesundheitsbehÃ¶rden schwieriger zu beurteilen. Die erleichterte FachprÃ¼fung ermÃ¶gliche es, die erforderliche BefÃ¤higung zu beurteilen. Die Kantone seien nicht gehalten, eine andere Form des Nachweises vorzusehen oder etwa auf eine langjÃ¤hrige praktische TÃ¤tigkeit als Assistenzzahnarzt abzustellen (Pra 87/1998 Nr. 3; vgl. auch BGE 125 I 267 E. 2c und 125 I 335 E. 5b). Zum gleichen Schluss kam das Verwaltungsgericht auch in einem Entscheid vom 23. MÃ¤rz 2000, obwohl im konkreten Fall kein Zweifel daran bestand, dass das im Ausland erworbene Diplom dem schweizerischen gleichwertig war und aufgrund der UmstÃ¤nde nicht einmal garantiert war, dass der Ansprecher zur erleichterten eidgenÃ¶ssischen MedizinalprÃ¼fung Ã¼berhaupt zuge­lassen wÃ¼rde (VB.2000.00047; vgl. aber Verwaltungsgericht Luzern in ZBl 100/1999, S. 619, E. 4a; Ivo Hangartner in AJP 2000, S. 100). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die gleichen Ãberlegungen haben auch fÃ¼r die Zulassung zur selbstÃ¤ndigen Aus­Ã¼bung der Ã¤rztlichen TÃ¤tigkeit zu gelten. Sowohl die Kriterien des Ã¶ffentlichen Interesses als auch diejenigen der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit spielen bei beiden Ã¤rztlichen TÃ¤tigkeiten glei­chermassen. § 16 Abs. 1 GesundheitsG hÃ¤lt daher aus den gleichen GrÃ¼nden wie § 18 Abs. 1 GesundheitsG vor der Wirtschaftsfreiheit stand.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Mit Bezug auf das Bundesgesetz betreffend die FreizÃ¼gigkeit des Medizinalper­sonals in der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 19. Dezember 1877 verweist der angefochtene Entscheid auf Art. 1 des Gesetzes, wonach fÃ¼r die Zulassung von Ãrzten ebenfalls ein eidgenÃ¶ssisches Diplom erforderlich sei, und ein auslÃ¤ndisches Diplom nur genÃ¼ge, falls in einem Staatsvertrag die gegenseitige Anerkennung vereinbart sei. Mit Po­len existiere kein solcher Staatsvertrag. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht dagegen geltend, die Schweiz sei mit Polen durch das GATS-Ãbereinkommen internationalvertraglich verbunden; danach mÃ¼sse das polni­sche Diplom anerkannt werden. Eine konkrete Bestimmung dieses Ãbereinkommens, die verletzt sein soll, benennt sie nicht.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Nach Art. XVII Ziff. 1 des im Anhang 1.B zum Abkommen zur Errichtung der Welthandelsorganisation enthaltenen Allgemeinen Abkommens Ã¼ber den Handel mit Dienstleistungen (GATS, SR 0.632.20; S. 312 ff.) hat jedes Mitglied - innerhalb der Sekto­ren und unter den Bedingungen und Vorbehalten gemÃ¤ss seiner Liste - den Dienstleistungs­erbringern eines anderen Mitgliedes eine Behandlung zu gewÃ¤hren, die nicht weniger gÃ¼n­stig ist als die, die es seinen eigenen Dienstleistungserbringern gewÃ¤hrt. Dieser Bestim­mung widerspricht die ZÃ¼rcher Zulassungsordnung fÃ¼r Ãrzte nicht, da sie von in- und aus­lÃ¤ndischen Ãrzten gleichermassen ein eidgenÃ¶ssisches Diplom verlangt. Entgegen der Auf­fassung der BeschwerdefÃ¼hrerin verpflichtet das GATS einen fÃ¶deralistisch organisierten Mitgliedstaat wie die Schweiz keineswegs dazu, die den einzelnen Gliedstaaten Ã¼berlasse­nen Regelungskompetenzen aufzuheben und die Marktzulassungsvoraussetzungen fÃ¼r das ganze Gebiet zu nivellieren. Die Kantone sind daher nicht verpflichtet, auslÃ¤ndische Dienstleistungserbringer aufgrund der minimalsten, in irgend einem anderen Kanton der Schweiz massgebenden Voraussetzungen zu ihrem kantonalen Markt zuzulassen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Ebensowenig liegt ein Widerspruch zu anderen Bestimmungen des GATS vor, ins­besondere ist das in Art. VII statuierte Prinzip der bedingten MeistbegÃ¼nstigung eingehal­ten. Diese Bestimmung verpflichtet die Mitglieder nÃ¤mlich nicht etwa zur Anerkennung auslÃ¤ndischer AusbildungsabschlÃ¼sse, sondern berechtigt sie nur dazu, wobei im Fall einer staatsvertraglichen Anerkennungsvereinbarung den anderen Mitgliedern lediglich die MÃ¶glichkeit zur Aufnahme von Verhandlungen zum Zwecke des Abschlusses eines Ã¤hnli­chen Abkommens einzurÃ¤umen ist. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Nach Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes Ã¼ber den Binnenmarkt vom 6. Oktober 1995 (BGBM) gelten kantonale oder kantonal anerkannte FÃ¤higkeitsausweise zur Aus­Ã¼bung einer ErwerbstÃ¤tigkeit auf dem ganzen Gebiet der Schweiz, sofern sie nicht Be­schrÃ¤nkungen nach Art. 3 unterliegen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht ohne nÃ¤here BegrÃ¼ndung geltend, mit der faktischen Bewilligung der BerufsausÃ¼bung verfÃ¼ge sie Ã¼ber einen kantonalen FÃ¤higkeitsausweis im Sinne dieser Bestimmung. Sie meint damit mÃ¶glicherweise ihre Zulassung im Kanton X, wo sie seit Januar 1999 eine eigene homÃ¶opathische Praxis aufgebaut hat. Eine entspre­chende fÃ¶rmliche Bewilligung von Seiten der zustÃ¤ndigen kantonalen BehÃ¶rde hat sie al­lerdings nicht ins Recht gelegt. Eine diesbezÃ¼gliche AktenergÃ¤nzung erÃ¼brigt sich jedoch, da selbst eine fÃ¶rmliche Zulassung in X, welche aufgrund einer umfassenden PrÃ¼fung und Anerkennung des auslÃ¤ndischen Diploms gewÃ¤hrt worden wÃ¤re, keinen An­spruch auf Zulassung im Kanton ZÃ¼rich verleihen kÃ¶nnte. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Nach der sich auf die Gesetzesmaterialien berufenden Rechtsprechung des Bundes­gerichts haben als kantonale und kantonal anerkannte FÃ¤higkeitsausweise im Sinn von Art. 4 Abs. 1 BGBM nur inlÃ¤ndische zu gelten (BGE 125 I 267 E. 3e). Das Verwaltungs­gericht hat in frÃ¼heren Entscheiden (RB 1998 Nr. 76; RB 1997 Nr. 120) zwar auch auslÃ¤n­dische Diplome, welche von einem anderen Kanton als dem eidgenÃ¶ssischen gleichwertig anerkannt worden waren, als kantonal anerkannte FÃ¤higkeitsausweise im Sinne des BGBM angesehen, musste diese Praxis aber infolge der hÃ¶chstrichterlichen Rechtsprechung aufge­ben (VGr, 23. MÃ¤rz 2000, VB.2000.00047). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Mit Bezug auf das von der BeschwerdefÃ¼hrerin angerufene Bundesgesetz Ã¼ber die Krankenversicherung vom 18. MÃ¤rz 1994 (KVG) erwog die Gesundheitsdirektion zu­treffend, die Zulassung als Leistungserbringer nach diesem Gesetz garantiere nicht die Zu­lassung zur selbstÃ¤ndigen Ã¤rztlichen TÃ¤tigkeit nach dem kantonalen Gesundheitsgesetz, da beide Erlasse unterschiedliche RechtsgÃ¼ter schÃ¼tzten. Die BeschwerdefÃ¼hrer erachtet diese klassische und im Grundsatz als begrÃ¼ndet anerkannte Zweiteilung jedenfalls im Bereich der Behandlungssicherheit fÃ¼r Ã¼berholt und hÃ¤lt dafÃ¼r, dass diesbezÃ¼glich das kantonale Recht nicht zur Anwendung gelange. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dieser Einwand ist offensichtlich unbegrÃ¼ndet. Kantonalem Gesetzesrecht kann grundsÃ¤tzlich nur dann die Anwendung versagt werden, wenn es Ã¼bergeordnetem Recht widerspricht. Nach dem bisher AusgefÃ¼hrten ist ein solcher Widerspruch weder im Ver­hÃ¤ltnis zur Verfassung noch zum Ã¼brigen Bundesrecht auszumachen. Auch das KVG ent­hÃ¤lt keine Vorschrift, welche die Kantone zur polizeilichen Zulassung der vom Gesetz an­erkannten Leistungserbringer verpflichten wÃ¼rde. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">e) Soweit sich die BeschwerdefÃ¼hrerin schliesslich auf das FreizÃ¼gigkeitsabkom­men mit der EuropÃ¤ischen Union beruft, sind ihre EinwÃ¤nde von vornherein unbehelflich, da Polen nicht Mitglied der EU ist. Einen Grund, weshalb dieses Argument allzu formali­stisch sein soll, vermag die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht zu nennen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Ebensowenig kann es vorliegend auf die Bestimmungen anderer Kantone oder die­jenigen im Revisionsentwurf zum Gesundheitsgesetzes ankommen. Eine nÃ¤here Auseinan­dersetzung damit erÃ¼brigt sich.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. Sofern in einer Berufsart, fÃ¼r deren AusÃ¼bung das GesundheitsG ein eidgenÃ¶ssi­sches Diplom verlangt, nicht genÃ¼gend BerufsangehÃ¶rige vorhanden sind, um die Betreu­ung der BevÃ¶lkerung sicherzustellen, kann die Gesundheitsdirektion auch Personen mit einem gleichwertigen anderen Diplom zur BerufsausÃ¼bung zulassen (§ 8 Abs. 2 Satz 1 GesundheitsG). Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, es liege eine Unterversorgung der BevÃ¶lkerung mit homÃ¶opathischen FachÃ¤rzten vor. DemgegenÃ¼ber bringt die Gesundheits­direktion vor, die ambulante Ã¤rztliche Versorgung der BevÃ¶lkerung sei sichergestellt, auf einen allfÃ¤lligen Mangel an Ãrzten fÃ¼r eine bestimmte Behandlungsmethode wie die klas­sische HomÃ¶opathie komme es nach dem Gesetz nicht an.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Nach dem Wortlaut von § 8 Abs. 2 GesundheitsG ist fÃ¼r deren Anwendbarkeit auf die Anzahl der BerufsangehÃ¶rigen einer bestimmten Berufsart abzustellen. Als solche Be­rufsarten nennt das Gesetz im Einzelnen die Ãrzte, die ZahnÃ¤rzte, die Chiropraktoren, die Zahnprothetiker, die Apotheker und die Drogisten (§§ 16 bis 31 GesundheitsG). Innerhalb dieser Berufsarten kennt das Gesetz keine Unterarten und unterscheidet gerade auch bei den Ãrzten nicht etwa zwischen den verschiedenen Facharztrichtungen. Aufgrund dieses Konzeptes liegt es auf der Hand, dass die Zulassung von Ãrzten mit auslÃ¤ndischen Diplo­men nur bei einer generellen Ã¤rztlich-ambulanten Unterversorgung der BevÃ¶lkerung Platz greifen kann. Dies entspricht einer langjÃ¤hrigen Praxis, von der abzuweichen kein Anlass besteht.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">6. Die BeschwerdefÃ¼hrerin beansprucht sodann im Beschwerdeverfahren keine um­fassende Bewilligung zur AusÃ¼bung der Ã¤rztlichen TÃ¤tigkeit mehr, sondern nurmehr eine auf die Ã¤rztliche HomÃ¶opathie beschrÃ¤nkte. Sie beklagt sich darÃ¼ber, dass das kantonale Gesetz die Zulassung zur AusÃ¼bung des Arztberufes innerhalb eines speziell eingegrenzten Fachbereichs nicht kenne.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Wie oben ausgefÃ¼hrt unterscheidet das Gesundheitsgesetz in der Tat fÃ¼r die Arztzulassung nicht nach verschiedenen Fachrichtungen. Damit wird von allen Ãrzten ein FÃ¤higkeitsausweis in Form eines eidgenÃ¶ssischen Diploms verlangt, unabhÃ¤ngig von einer darÃ¼ber hinausgehenden Spezialisierung. Diese Konzeption liegt durchaus im Ã¶ffentlichen Interesse des Patientenschutzes. Auch Facharzttitel, wie sie von der FMH verliehen wer­den, basieren auf einer Erweiterung der umfassenden Grundausbildung eines Arztes in der spezifischen Fachausrichtung und nicht auf deren BeschrÃ¤nkung. Was die BeschwerdefÃ¼h­rerin hingegen anstrebt, ist eine Anerkennung der Fachausrichtung zu Lasten der Grund­aus­bildung, womit der allgemeine QualitÃ¤tsstandard der Ã¤rztlichen Ausbildung letztlich herabgesetzt wÃ¼rde. Die Gesundheitsdirektion weist in diesem Zusammenhang zu Recht auf die Gefahren hin, welche damit einhergehen, dass ein Arzt nur eine einzige Form der verschiedenen mÃ¶glichen Ã¤rztlichen Therapien selber durchzufÃ¼hren in der Lage ist.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">7. Eventualiter ersucht die BeschwerdefÃ¼hrerin um Befreiung von der Bewilli­gungspflicht und die Erlaubnis zur AusÃ¼bung der Ã¤rztlichen HomÃ¶opathie unter der fachli­chen Verantwortung eines zugelassenen Arztes. Dieser Eventualantrag ist in sich wider­sprÃ¼chlich, wird doch einerseits ein Anspruch auf Bewilligungsfreiheit erhoben und ande­rerseits dennoch eine Erlaubnis verlangt. Wie es sich damit jedoch verhÃ¤lt, kann offen blei­ben, da beide Teile des Begehrens - auch unabhÃ¤ngig von einander - offensichtlich unzu­lÃ¤ssig sind.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das Gesuch um Zulassung zur unselbstÃ¤ndigen AusÃ¼bung der Ã¤rztlichen HomÃ¶o­pathie â sei es bewilligungsfrei oder mit ausdrÃ¼cklicher Erlaubnis - ist von der Beschwer­defÃ¼hrerin erstmals im Beschwerdeverfahren eingebracht worden, dies in der Meinung, der Eventualantrag sei bereits im Hauptantrag mit enthalten gewesen. Diese Auffassung trifft nicht zu. Die Zulassung als selbstÃ¤ndige und diejenige als unselbstÃ¤ndig praktizierende Ãrztin sind grundsÃ¤tzlich verschiedene Anordnungen, die sich bezogen auf eine bestimmte TÃ¤tigkeit ausschliessen und auch auf verschiedenen Rechtsgrundlagen beruhen. Die gene­relle Bewilligungspflicht wird zwar fÃ¼r beide TÃ¤tigkeiten wie auch fÃ¼r die weiteren Berufe der Gesundheitspflege in § 7 GesundheitsG begrÃ¼ndet. Alsdann aber nennt § 16 Gesund­heitsG die Voraussetzungen fÃ¼r die Zulassung als selbstÃ¤ndige Ãrztin, wÃ¤hrend die demge­genÃ¼ber etwas offeneren Bewilligungsvoraussetzungen fÃ¼r unselbstÃ¤ndig tÃ¤tige Assistenz­Ã¤rzte in den §§ 7 ff. der Verordnung Ã¼ber die Ãrztinnen und Ãrzte vom 6. Mai 1998 (ArztV) umschrieben sind. Die Bewilligung fÃ¼r eine AssistenzÃ¤rztin in einer Privatpraxis ist sodann auch nicht von dieser, sondern vom Praxisinhaber einzuholen (§ 10 Abs. 4 ArztV). Die Gesundheitsdirektion hatte demnach im vorliegenden Verfahren nicht darÃ¼ber zu befinden, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin als unselbstÃ¤ndig tÃ¤tige homÃ¶opathische Ãrztin in irgend einer noch nicht einmal bekannten Praxis zuzulassen war. Sie hat denn auch richti­gerweise dieses Begehren erst auf entsprechendes Gesuch des Praxisinhabers hin mit einer separaten VerfÃ¼gung vom 28. Juli 2000 beurteilt. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Da zum Gegenstand des Beschwerdeverfahrens nur gemacht werden kann, was be­reits Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens war oder hÃ¤tte sein mÃ¼ssen, kann das Verwaltungsgericht auf das neue Begehren der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht eintreten. Dieses wird aber im Rahmen des ebenfalls hÃ¤ngigen Beschwerdeverfahrens gegen die VerfÃ¼gung vom 28. Juli 2000 (VB.2000.00270) zu behandeln sein.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">8. DemgemÃ¤ss erweist sich die Beschwerde in allen Punkten als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Da die BeschwerdefÃ¼hrerin ausdrÃ¼cklich die Zulassung als Ã¤rztliche HomÃ¶opathin verlangt, ist vorliegend nicht zu prÃ¼fen, ob allenfalls eine Zulassung als nicht-Ã¤rztliche HomÃ¶opathin in Frage kÃ¤me. Die Verordnung Ã¼ber die Berufe der Gesundheitspflege vom 8. Januar 1992 kennt diese Berufsart nicht (vgl. die abschliessende AufzÃ¤hlung in § 8), dennoch scheinen sich im Kanton ZÃ¼rich auch einige NichtÃ¤rzte als HomÃ¶opathen anzu­bieten. Ob die ZÃ¼rcher Gesetzgebung in dieser Hinsicht verfassungsmÃ¤ssig ist, hatte das Verwaltungsgericht bisher nicht zu beurteilen. Immerhin ist darauf hinzuweisen, dass nach der Praxis etwa die Dentalhygienikerinnen und Heilpraktiker keinen Anspruch auf Aner­kennung ihrer TÃ¤tigkeit als selbstÃ¤ndig ausÃ¼bbaren Beruf der Gesundheitspflege haben (RB 1989 Nr. 93; VB.1998.00063 teilweise in RB 1998 Nr. 77 und BGE 125 I 322 E. 3), wÃ¤hrend nicht-Ã¤rztliche Akupunkteure grundsÃ¤tzlich direkt gestÃ¼tzt auf die Verfassung zur selbstÃ¤ndigen AusÃ¼bung ihrer TÃ¤tigkeit zugelassen werden mÃ¼ssen (vgl. BGE 125 I 335 E. 5). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">9. ...</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>