<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00142</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204316&amp;W10_KEY=4467141&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00142</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.06.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baugebühren</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Keine Bezahlung der in Rechnung gestellten Aufwendungen des Bauingenieurs:<br/><br/>Zuständigkeit der Einzelrichterin (E. 1). Umstritten ist, ob der Beschwerdeführer gestützt auf die Formulierung der Verfügung der Beschwerdegegnerin damit rechnen musste, dass ihm die Aufwendungen des Bauingenieurs in Rechnung gestellt würden (E. 2.1). Die Verfügung ist nach Treu und Glauben zu interpretieren (E. 2.2). Der Beschwerdeführer musste die Verfügung so verstehen, dass ihm die Aufwendungen des Bauingenieurs in Rechnung gestellt würden (E. 2.3). Der Beschwerdeführer rügt, dass die Gebühr das Äquivalenzprinzip verletze. Das auf Rechtskontrolle beschränkte Verwaltungsgericht kann die Gebührenfestsetzung durch die Gemeindebehörde nur daraufhin überprüfen, ob die Gemeinde das ihr zustehende Ermessen missbraucht oder überschritten hat (E. 4.1). Die Gebühr erweist sich als angemessen (E. 4.2). Abweisung der Beschwerde und Kostenfolge (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃQUIVALENZPRINZIP">ÃQUIVALENZPRINZIP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃQUIVALENZPRINZIP">ÃQUIVALENZPRINZIP</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUBEWILLIGUNG">BAUBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUINGENIEUR">BAUINGENIEUR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUKONTROLLE">BAUKONTROLLE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TREU UND GLAUBEN">TREU UND GLAUBEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 1 lit. e GemeindegebÃ¼hrenV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>C ist EigentÃ¼merin des Reiheneinfamilienhauses Vers.-Nr. 01 auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 02 an der L-Strasse in Pfungen. Ihr Sohn, A, reichte am 21. Januar 1994 beim Gemeinderat Pfungen ein Baugesuch fÃ¼r den Umbau des Dachgeschosses sowie den Einbau von DachflÃ¤chenfenstern in der vorgenannten Lie­gen­schaft ein. Bei einer Kontrolle am 31. Januar 1994 stellte der Baukontrolleur der Ge­meinde Pfungen, D, fest, dass die DachflÃ¤chenfenster bereits eingebaut wor­den waren und der Dachgeschossumbau sich im Rohstadium befand. Der Gemeinderat Pfungen lehnte am 22. Februar 1994 die nachtrÃ¤gliche baurechtliche Bewilligung der DachflÃ¤chenfenster ab und ersuchte A, fÃ¼r den bereits erstellten Umbau des Dachgeschosses und fÃ¼r die vorgesehenen DachflÃ¤chenfenster ein neues Baugesuch mit den erforderlichen PlÃ¤nen einzureichen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Baukontrolleur der Gemeinde Pfungen, D, teilte A mit Schreiben vom 6. Mai 1994 mit, unter welchen Voraussetzungen die DachflÃ¤chenfenster bewilligt werden kÃ¶nnten, und ersuchte ihn um die Einreichung eines neuen Baugesuches, welches auch den Ausbau des Dachgeschosses beinhalte. Nachdem in der Folge kein Baugesuch einging, verfÃ¼gte der Hochbauvorstand von Pfungen am 16. August 1994, dass C bis zum 31. Oktober 1994 ein Baugesuch einzureichen oder bis zum 31. Dezember 1994 den ursprÃ¼nglichen Zustand wieder herzustellen habe. Daraufhin reichte A am 31. Oktober 1994 ein neues Baugesuch ein, welches vom Gemeinderat Pfungen am 28. November 1994 mit diversen Auflagen bewilligt wurde, unter anderem unter der Auflage, dass die beiden bereits erstellten DachflÃ¤chenfenster auf der Westseite durch kleinere Fenster ersetzt werden mÃ¼ssen. Disp.-Ziff. 5 betraf die Kosten und lautete wie folgt:</span></p> <p class="Urteilstext"><span>"Die BaubewilligungsgebÃ¼hr betrÃ¤gt Fr. 200.-. Sie wird zusammen mit den Aufwendungen des Baukontrolleurs und dem allfÃ¤lligen Nachbezug der Wasser- und KanalisationsanschlussgebÃ¼hren nach Vollendung des Bauvorhabens in Rechnung gestellt."</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen den Beschluss vom 28. November 1994 rekurrierte C, woraufhin der Gemeinderat Pfungen seinen Entscheid am 1. April 1996 teilweise in WiedererwÃ¤gung zog und unter anderem beschloss, dass nur noch eines der DachflÃ¤chenfenster auf der Westseite durch ein kleineres ersetzt werden mÃ¼sse. Disp.-Ziff. 5 betraf die Kosten und lautete wie folgt:</span></p> <p class="Urteilstext"><span>"Die GebÃ¼hr fÃ¼r diese Bewilligung betrÃ¤gt Fr. 200.-. Sie wird zusammen mit den Aufwendungen des Baukontrolleurs in Rechnung gestellt."</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Im Zuge verschiedener Pendenzbereinigungen stiess das Bauamt Pfungen 2001 auf die Bewilligung vom 1. April 1996. Mit Schreiben vom 21. Mai 2001 teilte es C mit, dass ihr Gesuch damals dem Bauingenieur der Gemeinde weitergeleitet worden sei. Dessen PrÃ¼fungsgebÃ¼hr sowie die BewilligungsgebÃ¼hr seien nie verrechnet worden. Das Bauamt stelle deshalb C PrÃ¼fungs- (Fr. 2'396.50) und BewilligungsgebÃ¼hren (Fr. 200.-) in Rechnung. Dies gehe Ã¼brigens auch aus Disp.-Ziff. 5 der Baubewilligung vom 1. April 1996 hervor. Nachdem die Rechnung nicht beglichen wurde, beschloss der Gemeinderat Pfungen am 10. Dezember 2001, dass C den in Rechnung gestellten Betrag von insgesamt Fr. 2'596.50 bis spÃ¤testens Ende Januar 2002 zu bezahlen habe. Einen dagegen von C erhobenen Rekurs hiess die Baurekurskommission IV des Kantons ZÃ¼rich am 18. Juli 2002 gut und hob den angefochtenen Beschluss auf, mit der BegrÃ¼ndung, die GebÃ¼hrenforderung kÃ¶nne nicht von der GrundeigentÃ¼merin bezogen werden, sondern sei von deren Sohn einzufordern, welcher als Bauherr Veranlasser des Baubewilligungsverfahrens gewesen sei.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>C. </span></b><span>GestÃ¼tzt auf diesen Rechtsmittelentscheid beschloss der Gemeinderat Pfungen am 26. August 2002, dass A den Betrag fÃ¼r die Aufwendungen des Bauingenieurs (Fr. 2'396.50) und fÃ¼r die BaubewilligungsgebÃ¼hr (Fr. 200.-) von insgesamt Fr. 2'596.50 bis spÃ¤testens Ende September 2002 zu bezahlen habe (Disp.-Ziff. 1). </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Hiergegen erhob A am 19. September 2002 Rekurs an die Baurekurskommission IV. Diese hiess den Rekurs am 19. Februar 2004 teilweise gut und reduzierte den Betrag fÃ¼r die Aufwendungen des Bauingenieurs auf Fr. 2'257.-, was ein neues Rechnungs­total von Fr. 2'457.- ergab. Die Verfahrenskosten auferlegte sie zu 9/10 A und zu 1/10 der Gemeinde Pfungen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dagegen erhob A am 24. MÃ¤rz 2004 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Er beantragt, der angefochtene Entscheid der Baurekurskommission IV sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass er nicht verpflichtet sei, die ihm von der Gemeinde Pfungen in Rechnung gestellten Aufwendungen des Bauingenieurs D im Betrag von Fr. 2'257.- zu bezahlen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Baurekurskommission beantragte am 8 April 2004 ohne weitere Bemerkungen die Abweisung der Beschwerde. Die Gemeinde Pfungen reichte am 17. Mai 2004 ihre Beschwerdeantwort ein mit dem Antrag, dass die Beschwerde abzuweisen und der Entscheid der Baurekurskommission zu bestÃ¤tigen sei, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers.</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Einzelrichterin</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 8. Juni 1997 (VRG) fÃ¼r die vorliegende Beschwerde zustÃ¤ndig. Da der Streitwert Fr. 2'257.- betrÃ¤gt, fÃ¤llt die Behandlung in die einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit (§ 38 Abs. 2 VRG). Nachdem auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Umstritten ist in erster Linie, ob der BeschwerdefÃ¼hrer gestÃ¼tzt auf die Formulierung von Disp.-Ziff. 5 der VerfÃ¼gung der Beschwerdegegnerin vom 1. April 1996 damit rechnen musste, dass ihm nebst der BaubewilligungsgebÃ¼hr von Fr. 200.- auch noch die Aufwendungen des Bauingenieurs D in Rechnung gestellt wÃ¼rden. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Bei Unklarheit einer VerfÃ¼gung besteht die MÃ¶glichkeit der ErlÃ¤uterung. Diese kann auf Begehren oder von Amtes wegen erfolgen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 21; vgl. auch § 162 des Gerichtsverfassungs­gesetzes vom 13. Juni 1976). Die MÃ¶glichkeit der ErlÃ¤uterung zeigt auf, dass bei unklaren VerfÃ¼gungen grundsÃ¤tzlich die authentische Auslegung durch die BehÃ¶rde vorbehal­ten bleiben soll (vgl. auch Robert Hauser/Erhard Schweri, Kommentar zum zÃ¼rcherischen Gerichtsverfassungsgesetz, ZÃ¼rich 2002, § 162 N. 4). Anderseits gehen Praxis und Lehre auch im Ã¶ffentlichen Recht davon aus, dass bei der Auslegung behÃ¶rdlicher ErklÃ¤rungen und VerfÃ¼gungen der Grundsatz von Treu und Glauben zu beachten ist, laut dem einer WillensÃ¤usserung der Sinn zu geben ist, den ihr die empfangende Partei aufgrund der UmstÃ¤nde, die dieser im Zeitpunkt des Empfangs bekannt waren oder hÃ¤tten bekannt sein mÃ¼ssen, in guten Treuen zumessen durfte und musste (BGE 113 Ib 318 E. 3a, 108 V 232 E. 2b; RenÃ© Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungs­band, Basel/Frankfurt a.M. 1990, Nr. 74 B V a; Beatrice Weber-DÃ¼rler, Vertrauensschutz im Ã¶ffentlichen Recht, Basel/Frankfurt a.M. 1983, S. 40 f.). Die Frage der authentischen Auslegung durch eine ErlÃ¤uterungsverfÃ¼gung stellt sich im vorliegenden Fall nicht. Die umstrittene Disp.-Ziff. 5 der VerfÃ¼gung ist demnach anhand des Grundsatzes von Treu und Glauben zu interpretieren (VGr, 26. Februar 2003, PB.2002.00035, E. 4b/bb, www.vgrzh.ch).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>GemÃ¤ss Disp.-Ziff. 5 der VerfÃ¼gung vom 1. April 1996 werden zusammen mit der Be­willigungsgebÃ¼hr von Fr. 200.- die Aufwendungen des Baukontrolleurs in Rechnung gestellt. Der BeschwerdefÃ¼hrer bestÃ¤tigt, dass er mit D anlÃ¤sslich des Augenscheins vom 31. Januar 1994 Kontakt hatte. In der VerfÃ¼gung der Beschwerde­gegnerin vom 22. Februar 1994 heisst es, dass der Baukontrolleur der Gemeinde am 31. Ja­nuar 1994 festgestellt habe, dass die DachflÃ¤chenfenster bereits eingebaut worden seien und der Dachgeschossumbau sich im Rohstadium befÃ¤nde. Am 6. Mai 1994 er­hielt der BeschwerdefÃ¼hrer ein Schreiben, unterzeichnet vom Baukontrolleur der Gemeinde Pfungen D. Damit war dem BeschwerdefÃ¼hrer spÃ¤testens am 22. Februar resp. 6. Mai 1994 bekannt, dass es sich bei D um den Baukontrolleur der Beschwerdegegnerin handelt. Dem BeschwerdefÃ¼hrer musste es deshalb klar ge­wesen sein, dass mit den in Disp.-Ziff. 5 der VerfÃ¼gung vom 1. April 1996 genannten Aufwendungen des Baukontrolleurs die Aufwendungen von D gemeint waren. Demnach kann er nicht geltend machen, dass es fÃ¼r ihn nicht vorhersehbar war, dass ihm die Aufwendungen des Baukontrolleurs D in Rechnung gestellt wÃ¼rden. Daran Ã¤ndert auch der Umstand nichts, dass D in der angefochtenen VerfÃ¼gung vom 26. August 2002 nun als Bauingenieur bezeichnet wird. Ebenfalls kann der BeschwerdefÃ¼hrer nicht behaupten, dass die BaubewilligungsgebÃ¼hr nur auf Fr. 200.- festgesetzt wurde. Vielmehr geht aus der VerfÃ¼gung vom 1. April 1996 klar hervor, dass zur Bau­bewilligungsgebÃ¼hr noch die Aufwendungen des Baukontrolleurs hinzukommen wÃ¼rden.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer wendet unter Hinweis auf einen in der BEZ 1995 Nr. 18 verÃ¶ffentlichen Entscheid der Baurekurskommission weiter ein, dass die Beschwerdegegnerin fÃ¼r die PrÃ¼fung des Baugesuchs gestÃ¼tzt auf § 1 lit. E. Ziff. 1a der Verordnung Ã¼ber die GebÃ¼hren der GemeindebehÃ¶rden vom 8. Dezember 1966 (GemeindegebÃ¼hrenV, LS 681) nur eine pauschale GebÃ¼hr hÃ¤tte erheben dÃ¼rfen. Er erachtet es als unzulÃ¤ssig, dass ihm nebst der BaubewilligungsgebÃ¼hr von Fr. 200.- die Aufwendungen des Baukontrolleurs/-ingenieurs in der HÃ¶he von Fr. 2'396.50 gesondert in Rechnung gestellt wurden. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Es kann im vorliegenden Verfahren offen bleiben, ob es tatsÃ¤chlich unzulÃ¤ssig ist, fÃ¼r die PrÃ¼fung des Baugesuchs nur eine einzige GebÃ¼hrenpauschale anstelle mehrerer Teilpauschalen zu erheben, wobei eine Teilpauschale fÃ¼r die PrÃ¼fungskosten des Gemeindeingenieurs erhoben wird (vgl. VGr, 22. Juli 1998, VB.98.00140; BEZ 1995 Nr. 22, a. E.). Die Vorinstanz hat im vorliegenden Verfahren zu Recht mit Ã¼berzeugender BegrÃ¼ndung darauf verzichtet, die angefochtene GebÃ¼hrenauflage aufzuheben und zur Neufestsetzung einer pauschalen GebÃ¼hr an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen (vorinstanzliche ErwÃ¤gung 4c), weshalb auf deren BegrÃ¼ndung verwiesen werden kann (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt schliesslich, die festgesetzte GebÃ¼hr verletze das Ãquivalenzprinzip.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>GemÃ¤ss § 1 lit. E. Ziff. 1a GemeindegebÃ¼hrenV in der bis Ende Dezember 1997 gÃ¼ltigen und fÃ¼r das vorliegende Verfahren massgebenden Fassung darf fÃ¼r die Erteilung von Baubewilligungen einschliesslich Kosten fÃ¼r die PrÃ¼fung und Ausschreibung des Baugesuches (ohne Insertionskosten) eine GebÃ¼hr von Fr. 30.- bis Fr. 12'000.- erhoben werden. Im Rahmen dieser Mindest- und HÃ¶chstbetrÃ¤ge sind die GebÃ¼hren nach dem Zeitaufwand und der Bedeutung des GeschÃ¤ftes zu berechnen (§ 5 Abs. 1 GemeindegebÃ¼hrenV). Wie die Vor­instanz zu Recht festgestellt hat, ist es unzulÃ¤ssig die Kosten des Baukontrolleurs/<br/> -ingenieurs bei der Festsetzung der BaubewilligungsgebÃ¼hr isoliert und rein nach tatsÃ¤chlichem Aufwand weiterzuverrechnen, ohne zu prÃ¼fen, ob dieser Aufwand in einem vernÃ¼nftigen VerhÃ¤ltnis zum kantonalen Rahmen stehe und ob er im Einzelfall der Bedeutung des GeschÃ¤ftes angemessen sei (vorinstanzliche ErwÃ¤gung 4c; vgl. BEZ 1995 Nr. 18). Diese Pflicht, die Bedeutung eines GeschÃ¤ftes zu beachten, hÃ¤ngt mit dem Ãquivalenzprinzip zusammen, wonach die HÃ¶he der GebÃ¼hr im Einzelfall in einem vernÃ¼nftigen VerhÃ¤ltnis zum Wert steht, den die staatliche Leistung fÃ¼r den Abgabepflichtigen hat. Dies schliesst jedoch nicht aus, dass die Aufwendungen des Baukontrolleurs/-ingenieurs bei der GebÃ¼hrenfestsetzung berÃ¼cksichtigt und gewichtet werden (RB 1995 Nr. 90 = BEZ 1995 Nr. 22). Ebenfalls ist es zulÃ¤ssig, dass die Beschwerdegegnerin den durch die verbotene Eigenmacht des Bauherrn bedingten Mehraufwand innerhalb des GebÃ¼hrenrahmens berÃ¼cksichtigt (BEZ 1995 Nr. 22). Dabei kann das auf Rechtskontrolle beschrÃ¤nkte Verwaltungsgericht die GebÃ¼hrenfestsetzung durch die GemeindebehÃ¶rden nur daraufhin Ã¼berprÃ¼fen, ob die Gemeinde das ihr zustehende Ermessen missbraucht oder Ã¼berschritten hat (§ 50 Abs. 2 lit. c VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Die dem BeschwerdefÃ¼hrer im Zusammenhang mit seinem Baugesuch vom 21. Januar bzw. 31. Oktober 1994 auferlegten GebÃ¼hren belaufen sich nach der durch die Vorinstanz vorgenommene Korrektur auf insgesamt Fr. 2'457.-. Dieser Betrag betrÃ¤gt knapp ein Viertel der hÃ¶chstens zulÃ¤ssigen GebÃ¼hr von Fr. 12'000.-. Bei der Festsetzung der GebÃ¼hr innerhalb des zulÃ¤ssigen gesetzlichen Rahmens ist zunÃ¤chst einmal davon auszugehen, dass es sich bei einem Dachgeschossumbau und beim Einbau von DachflÃ¤chenfenstern um ein kleineres Bauvorhaben handelt. Anderseits fÃ¤llt ins Gewicht, dass der BeschwerdefÃ¼hrer mit dem Umbau des Dachgeschosses schon vor der Baubewilligung begonnen hatte. Ebenfalls hatte er vor der Baubewilligung auch schon die DachflÃ¤chenfenster eingebaut, wobei sich im Nachhinein herausstellte, dass eines der eingebauten DachflÃ¤chenfenster durch ein kleineres zu ersetzen war. Auf den Beschluss der Beschwerdegegnerin vom 22. Februar 1994, ein neues Baugesuch einzureichen, reagierte er nicht. Vielmehr war es die Beschwerdegegnerin, die dem BeschwerdefÃ¼hrer am 6. Mai 1994 durch den Baukontrolleur einen Vorschlag unterbreitete, wie der rechtswidrige Zustand behoben werden kÃ¶nnte, wiederum mit der Aufforderung, gestÃ¼tzt auf diesen Vorschlag ein neues Baugesuch einzureichen. Nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer auch darauf nicht reagierte, setzte der Hochbauvorstand dem BeschwerdefÃ¼hrer Frist zum Einreichen eines Baugesuches an. Erst gestÃ¼tzt auf das vom BeschwerdefÃ¼hrer schliesslich am 31. Oktober 1994 neu eingereichte Baugesuch konnte die Beschwerdegegnerin dieses nun beurteilen. Damit aber steht fest, dass der Zeitaufwand gegenÃ¼ber einem Baubewilligungsverfahren, welches reibungslos ablÃ¤uft, erheblich grÃ¶sser war. Zudem ist auch der Mehraufwand zu berÃ¼cksichtigen, der dadurch entstanden ist, dass der BeschwerdefÃ¼hrer mit der AusfÃ¼hrung des Bauvorhabens schon vor erteilter Baubewilligung begonnen hatte. Die festgesetzte GebÃ¼hr von Fr. 2'457.- erweist sich somit als angemessen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>Die Vorinstanz erwog, dass dem Bauherrn derjenige Aufwand nicht belastet werden dÃ¼rfe, der einzig und allein dadurch entstehe, dass die behÃ¶rdlichen Aufgaben im Zusammenhang mit einem Bauvorhaben einer Hilfsperson Ã¼bertragen worden seien, und der bei ErfÃ¼llung der Aufgabe durch die BaubehÃ¶rde selber gar nicht erst entstanden wÃ¤re. Wenn also beispielsweise der beigezogene Baukontrolleur/-ingenieur den Vertreter der BaubehÃ¶r­de Ã¼ber die von ihm gewonnenen Erkenntnisse informiere, so dÃ¼rfe der Aufwand fÃ¼r die entsprechende Korrespondenz bzw. die entsprechenden Besprechungstermine, das heisst der durch die Kommunikation mit dem Auftraggeber entstandene Aufwand, nicht dem Bauherrn angelastet werden. Die Vorinstanz brachte deshalb von der von der Gemein­de festgesetzten GebÃ¼hr die beiden in der Rechnung des Baukontrolleurs/-ingenieurs enthaltenen Besprechungen mit dem Bauvorstand vom 11. August 1994 und 8. MÃ¤rz 1996 in Abzug (vgl. vorinstanzliche ErwÃ¤gung 6b). GestÃ¼tzt auf die vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen macht der BeschwerdefÃ¼hrer nun geltend, dass ihm aus der Rechnung des Baukontrolleurs/-ingenieurs auch nicht der Kontrollbericht vom 3. Februar 1994 (Fr. 31.-) und diverse Korrespondenzen vom 5. Mai, 9. und 12. August, 18. und 30. November 1994 und 5. MÃ¤rz 1996 (Total Fr. 389.-) hÃ¤tten weiterbelastet werden dÃ¼rfen, da es sich bei den genannten Korrespondenzen um solche zwischen dem Baukontrolleur/-ingenieur und der Beschwerdegegnerin handle. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dazu ist festzustellen, dass die Vorinstanz verkannt hat, dass auch ein interner Mitarbeiter das vorliegende Baugesuch mit dem Bauvorstand hÃ¤tte besprechen mÃ¼ssen, das heisst dieser Aufwand auch ohne Beizug einer Hilfsperson entstanden wÃ¤re. Demnach hÃ¤tte sie diese Besprechungen gar nicht in Abzug bringen mÃ¼ssen. Gleiches gilt auch fÃ¼r den Kontrollbericht und die diversen Korrespondenzen, welche ebenfalls zwischen einem angestellten BausekretÃ¤r und der BaubehÃ¶rde anfallen kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Die Gerichtskosten sind dem unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Bei diesem Verfahrensausgang steht ihm von vornherein keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Aber auch der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht keine ParteientschÃ¤digung zu, da die Beantwortung von Rechtsmitteln zu ihren angestammten amtlichen Aufgaben gehÃ¶rt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 19)</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Einzelrichterin</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 560.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. ParteientschÃ¤digungen werden keine zugesprochen.</p> <p class="Urteilstext"><span>5. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>