<h2>SubmittedText<h2><p>Als sportbegeisterte und sportlich aktive Parlamentarierin beobachte ich gespannt die Veränderungen im Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Nun macht mich eine Aussage im Interview mit Herrn Bundesrat Ogi in der "Weltwoche" vom 25. Juni 1998 stutzig. Herr Ogi sagt darin, es wäre vielleicht gar nicht so schlecht, wenn der Sport etwas militarisiert würde.</p><p>Ich bitte den Bundesrat, zu dieser Aussage Stellung zu nehmen. Stimmt sie insbesondere mit der bundesrätlichen Zielsetzung bei der Sportförderung überein? Sind nicht viel wichtigere Ziele wie die Förderung der Selbst- und der Sozialkompetenz unserer Mitbürger (z. B. Gesundheit, Lebensfreude, sinnvolle Freizeitnutzung, Teamgeist) anzustreben?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Bundesgesetz vom 17. März 172 über die Förderung von Turnen und Sport (SR 415.0) ist festgehalten, dass der Bund den Sport fördert. Im Interesse der Entwicklung der Jugend, zur Erhaltung der Volksgesundheit und zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit.</p><p>In diesem Sinn hat der Bundesrat die Hauptziele für den öffentlich-rechtlichen Sport auf Bundesebene formuliert. Elemente darin sind z. B. die Weiterentwicklung von Jugend+Sport, die Erhaltung eines qualitativ guten Sportunterrichtes in der Schule und die Gesundheitsförderung durch Bewegung und Sport. Dazu zählt aber auch die Unterstützung der Kandidatur für die Olympischen Winterspiele 2006 Sitten-Wallis und des Nationalen Sportanlagenkonzepts sowie die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Spitzensport. Von einer Militarisierung des Sports kann keine Rede sein.</p><p>Leistungswille, Selbstdisziplin und zielgerichtete Arbeit sind wichtige Elemente des Sportunterrichts und des sportlichen Trainings. Diese Attribute werden zum Teil auch in der Soldatenerziehung und im Militärdienst benötigt. In diesem Sinne ist die Äusserung von Bundesrat Adolf Ogi in der "Weltwoche" vom 25. Juni 1998 zu verstehen.</p>  Antwort des Bundesrates.