<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, wie die Offenlegungspflicht für die Entschädigungen bei den anerkannten Krankenversicherern umgesetzt werden kann. Diese Offenlegungspflicht soll für das oberste Kader (Mitglieder der Geschäftsleitung und Personen mit Entschädigungen in vergleichbarer Höhe) sowie für die Mitglieder des strategischen Leitungsorgans (Verwaltungsrat usw., je nach Rechtsform der Krankenversicherer) gelten und jährlich erfolgen. Insbesondere soll der Bundesrat prüfen, ob diese Transparenz über eine Verordnungsanpassung im Rahmen der Zulassungsbestimmungen (Art. 12 KVV) oder der Anforderungen, welche das BAG im Rahmen seiner Aufsichtspflicht prüfen muss (Art. 28ff. KVV, insbesondere Art. 31), erreicht werden kann.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat befürwortet grundsätzlich eine offene und transparente Information über die Lohnverhältnisse bei den Krankenversicherern, welche die soziale Krankenversicherung in Erfüllung einer öffentlichen Aufgabe im Auftrag des Bundes durchführen. Was für die Unternehmen und Anstalten des Bundes (z. B. die Suva) aufgrund der Bundespersonalgesetzgebung gilt (Art. 6a BPG), sollte sinngemäss auch für die Krankenversicherer gelten, soweit sie die soziale Krankenversicherung nach KVG betreiben.</p><p>Der Bundesrat ist deshalb bereit zu prüfen, ob und wieweit die Krankenversicherer zu einer Offenlegung ihrer Lohnverhältnisse verpflichtet werden sollen. Im Vordergrund steht dabei in erster Linie eine Offenlegung der Gesamtsumme der ausgerichteten Löhne der Geschäftsleitung und des obersten Leitungsorgans sowie der individuellen Löhne der vorsitzenden Personen dieser Gremien.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.