<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE - Archiv</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2017</span> <span class="title">Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">221</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft4">[...]</span><br/> <span class="ft4"><b>40</b></span> <span class="ft4"><b>Kündigung aus organisatorischen Gründen (§ 11 Abs. 1 lit. a GAL)</b></span><br/> <span class="ft5">-</span> <span class="ft4"><b>Eine Kündigung unter Berufung auf organisatorische Gründe ist ins-</b></span><br/> <span class="ft4"><b>besondere zulässig, wenn an einer Schule aus Spargründen bzw. we-</b></span><br/> <span class="ft4"><b>gen rückläufiger Schülerzahlen Lehrerpensen abgebaut und Stellen</b></span><br/> <span class="ft4"><b>gestrichen werden müssen. Ein sachliches und diskriminierungs-</b></span><br/> <span class="ft4"><b>freies Trennungskriterium bildet dabei der Umstand, dass die Klasse</b></span><br/> <span class="ft4"><b>der von der Stellenstreichung betroffenen Lehrperson aufgelöst wird,</b></span><br/> <span class="ft4"><b>sofern es sich nicht rechtfertigt, dieser Lehrperson das Pensum einer</b></span><br/> <span class="ft4"><b>anderen Lehrperson zu übergeben.</b></span><br/> <span class="ft5">-</span> <span class="ft4"><b>Die bevorstehende Pensionierung darf grundsätzlich als sachliches</b></span><br/> <span class="ft4"><b>Trennungskriterium gewertet werden, wenn die sozialen und finan-</b></span><br/> <span class="ft4"><b>ziellen Folgen der Entlassung weniger einschneidend sind als bei</b></span><br/> <span class="ft4"><b>jüngeren Lehrpersonen.</b></span><br/> <span class="ft2">Aus dem Entscheid des Verwaltungsgerichts, 1. Kammer, vom 5. Juli 2017,</span><br/> <span class="ft2">i.S. A. gegen Einwohnergemeinde B. (WKL.2016.16)</span><br/> <span class="ft6"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <span class="ft1">II.</span><br/> <span class="ft1">6.4.1.</span><br/> <span class="ft1">(...)</span><br/> <span class="ft1">In Bezug auf Lehrpersonen erweist sich eine Kündigung aus or-</span><br/> <span class="ft1">ganisatorischen Gründen insbesondere dann als gerechtfertigt, wenn</span><br/> <span class="ft1">infolge rückläufiger Schülerzahlen Lehrerpensen reduziert bzw. ge-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2017</span> <span class="title">Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">222</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">strichen werden müssen und sich keine andere Beschäftigungsmög-</span><br/> <span class="ft1">lichkeit für die betroffene Lehrperson finden lässt (AGVE 2008,</span><br/> <span class="ft1">S. 459 f.; PRGE vom 7. Dezember 2010 [2-KL.2010.1],</span><br/> <span class="ft1">Erw. II/5.2.4). Für den Entscheid, welchen oder welchem Mitarbei-</span><br/> <span class="ft1">tenden das Arbeitsverhältnis im Falle eines Stellenabbaus gekündigt</span><br/> <span class="ft1">werden muss, ist primär auf Inhalt und Auswirkungen der zugrunde</span><br/> <span class="ft1">liegenden Massnahmen abzustellen: Werden Stellen aufgehoben, so</span><br/> <span class="ft1">sind die entsprechenden Anstellungen aufzulösen. Allerdings können</span><br/> <span class="ft1">Reorganisationen oder Redimensionierungen in vielen Fällen so ge-</span><br/> <span class="ft1">plant werden, dass zum Vornherein bestimmte Personen sicher, ande-</span><br/> <span class="ft1">re hingegen nicht betroffen sind. Die Anstellungsbehörde hat diese</span><br/> <span class="ft1">Selektion nach sachlichen und diskriminierungsfreien Kriterien vor-</span><br/> <span class="ft1">zunehmen. Bei diesem Entscheid dürfen betrieblich bedeutsame Um-</span><br/> <span class="ft1">stände wie Leistung und Verhalten sowie Eignung der Mitarbeiten-</span><br/> <span class="ft1">den für zukünftige Aufgaben beigezogen werden. Zulässig dürfte es</span><br/> <span class="ft1">auch sein, gewisse soziale Kriterien zu berücksichtigen, z.B. Lebens-</span><br/> <span class="ft1">und Dienstalter bzw. Chancen auf dem Arbeitsmarkt oder Familien-</span><br/> <span class="ft1">pflichten (U</span><span class="ft2">RS</span> <span class="ft1">S</span><span class="ft2">TEIMEN</span><span class="ft1">, Kündigungen aus wirtschaftlichen oder be-</span><br/> <span class="ft1">trieblichen Gründen bzw. wegen Stellenaufhebung durch öffentliche</span><br/> <span class="ft1">Arbeitgeber, in: ZBl 2004, S. 657 f.).</span><br/> <span class="ft1">Das Vorliegen eines sachlichen Kündigungsgrundes ist grund-</span><br/> <span class="ft1">sätzlich von der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber darzutun und zu</span><br/> <span class="ft1">beweisen (PRGE vom 23. November 2012 [2-KL.2012.1],</span><br/> <span class="ft1">Erw. II/3.2.5; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich</span><br/> <span class="ft1">vom 18. März 2009 [PB.2008.00041], Erw. 3.2). Das bedeutet für</span><br/> <span class="ft1">den vorliegenden Fall, dass die Beklagte eine durch Sparzwang be-</span><br/> <span class="ft1">dingte Änderung im Stellenetat der Sonderschule B. nachweisen</span><br/> <span class="ft1">muss, die zur Notwendigkeit einer Entlassung bzw. von Entlassungen</span><br/> <span class="ft1">geführt hat. In einem zweiten Schritt muss die Beklagte aufzeigen</span><br/> <span class="ft1">und belegen, dass sie sachliche, diskriminierungsfreie und situations-</span><br/> <span class="ft1">gerechte Trennungskriterien angewandt hat, aufgrund derer eine Auf-</span><br/> <span class="ft1">lösung des Anstellungsverhältnisses mit der Klägerin gegenüber der</span><br/> <span class="ft1">Auflösung des Anstellungsverhältnisses mit (einer) anderen Lehrper-</span><br/> <span class="ft1">son(en) zu favorisieren ist.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2017</span> <span class="title">Personalrecht</span> <span class="page_no">223</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">6.4.2.</span><br/> <span class="ft1">Beim Gespräch vom 7. April 2016 mit der Klägerin erklärte der</span><br/> <span class="ft1">Schulleiter, der auf der HPS B. lastende Spardruck von Seiten des</span><br/> <span class="ft1">Kantons sei hoch. Das BKS verlange einen Stellenabbau, nicht bloss</span><br/> <span class="ft1">Einsparungen beim Material. Die HPS B. führe mit 59 Kindern neun</span><br/> <span class="ft1">Klassen; im Vergleich dazu die HPS C. mit 61 Kindern deren acht.</span><br/> <span class="ft1">Die HPS B. müsse wegen rückläufiger Schülerzahlen mindestens</span><br/> <span class="ft1">Fr. 250'000.00 pro Jahr sparen. Der Spareffekt bei der Zusammenle-</span><br/> <span class="ft1">gung des Kindergartens mit der Unterstufenklasse zu einer Basisstufe</span><br/> <span class="ft1">sei mit ca. sieben Wochenlektionen weniger hoch als bei der Aufhe-</span><br/> <span class="ft1">bung einer Mittelstufenklasse mit 25 Wochenlektionen. Zudem könn-</span><br/> <span class="ft1">te die Schliessung des Kindergartens bewirken, dass man in drei Jah-</span><br/> <span class="ft1">ren gar keine Schüler mehr habe, weil quasi das Fundament wegbre-</span><br/> <span class="ft1">che. Die Aufhebung einer Mittelstufenklasse sei für die Schule besser</span><br/> <span class="ft1">verkraftbar. Beim Gespräch vom 20. Mai 2016 mit dem Schulleiter</span><br/> <span class="ft1">und der Klägerin doppelte der Schulpflegepräsident nach, es müssten</span><br/> <span class="ft1">zwei volle Pensen abgebaut werden, um den erwünschten Spareffekt</span><br/> <span class="ft1">zu erzielen. Gegenüber der Schlichtungskommission gaben die Ver-</span><br/> <span class="ft1">treter der Beklagten an, dass (auf das Schuljahr 2016/17) 130 Stel-</span><br/> <span class="ft1">lenprozente abgebaut worden seien. Dieser Stellenabbau betraf zum</span><br/> <span class="ft1">einen die ersatzlos gestrichene Stelle der Klägerin. Seit Beginn des</span><br/> <span class="ft1">Schuljahres 2016/17 führt die HPS B. anstelle der bisherigen drei nur</span><br/> <span class="ft1">noch zwei Mittelstufenklassen. Zum anderen wurden in der Unterstu-</span><br/> <span class="ft1">fe 30 Stellenprozente eingespart, indem ein Teil des Unterrichts des</span><br/> <span class="ft1">Kindergartens und der Basisstufe zusammengelegt wurde. Der</span><br/> <span class="ft1">Schulpflegepräsident ergänzte an der Verhandlung vor Verwaltungs-</span><br/> <span class="ft1">gericht, dass der Spardruck, der auf den Heilpädagogischen Schulen</span><br/> <span class="ft1">laste, noch höher sei als bei der Volksschule, was damit zu tun habe,</span><br/> <span class="ft1">dass diese Schulen Eigenwirtschaftsbetriebe seien.</span><br/> <span class="ft1">Insofern ist von einer echten Reorganisation mit Stellenabbau</span><br/> <span class="ft1">(im Umfang von 130 Stellenprozenten) auszugehen, zumal die Klä-</span><br/> <span class="ft1">gerin der Argumentation der Beklagten in diesem Punkt nichts Sub-</span><br/> <span class="ft1">stanzielles entgegenzusetzen vermag. Obendrein steht fest, dass ein</span><br/> <span class="ft1">Stellenabbau nur über die Kündigung eines unbefristeten Anstel-</span><br/> <span class="ft1">lungsverhältnisses bewerkstelligt werden konnte.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2017</span> <span class="title">Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">224</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">6.4.3.</span><br/> <span class="ft1">An der Verhandlung vor Verwaltungsgericht hat der Schulleiter</span><br/> <span class="ft1">der Heilpädagogischen Schule einlässlich dargelegt, welche Gründe</span><br/> <span class="ft1">gegen eine Weiterbeschäftigung der Klägerin sprachen. Tatsächlich</span><br/> <span class="ft1">war es ihre Klasse, die wegen einer zu geringen Schülerzahl aufge-</span><br/> <span class="ft1">löst werden musste. Es sei nicht in Frage gekommen, einer der Lehr-</span><br/> <span class="ft1">personen der verbleibenden zwei Mittelstufenklassen zu kündigen</span><br/> <span class="ft1">und deren Pensum der Klägerin zu geben. Der Bezug zwischen den</span><br/> <span class="ft1">Lehrpersonen einerseits und den Schülern und deren Eltern anderer-</span><br/> <span class="ft1">seits - so der Schulleiter - sei zu eng, um Lehrpersonen ohne Quali-</span><br/> <span class="ft1">tätseinbusse kurzerhand gegeneinander austauschen zu können. Fer-</span><br/> <span class="ft1">ner hatte die Klägerin zehn Jahre lang nur Klassen mit sog. "prak-</span><br/> <span class="ft1">tisch-bildungsfähigen" Schülern unterrichtet, wogegen die beiden</span><br/> <span class="ft1">verbleibenden Mittelstufenklassen sich mehrheitlich aus sog. "schul-</span><br/> <span class="ft1">bildungsfähigen" Schülern zusammensetzten. Auch wenn die Kläge-</span><br/> <span class="ft1">rin über die notwendigen Qualifikationen und Weiterbildungen für</span><br/> <span class="ft1">die Schulung gemischter Klassen verfüge, sei vor diesem Hinter-</span><br/> <span class="ft1">grund fraglich, ob sie für diese Arbeit mindestens gleich gut geeignet</span><br/> <span class="ft1">gewesen wäre wie die anderen beiden Lehrpersonen.</span><br/> <span class="ft1">Diese Argumentation erscheint überzeugend. Anders als an</span><br/> <span class="ft1">einer normalen Schule erscheint es nachvollziehbar, dass auf das</span><br/> <span class="ft1">enge persönliche Verhältnis zwischen Lehrpersonen einerseits sowie</span><br/> <span class="ft1">Schülerinnen/Schülern und Eltern anderseits besonders Rücksicht</span><br/> <span class="ft1">genommen wird. Dies gilt umso mehr, als für die Klägerin infolge</span><br/> <span class="ft1">Pensionierung ohnehin schon nach maximal 1½ Jahren wieder ein</span><br/> <span class="ft1">Ersatz hätte gesucht werden müssen.</span><br/> <span class="ft1">Aufgrund der Klageantwort ergab sich der Eindruck, dass sich</span><br/> <span class="ft1">die Vertreter der Beklagten vor allem von der Überlegung leiten lies-</span><br/> <span class="ft1">sen, dass die Klägerin ohnehin bald (im Laufe des Schuljahrs</span><br/> <span class="ft1">2016/17) in Rente gehen würde. Anders als die Schlichtungskommis-</span><br/> <span class="ft1">sion annimmt, handelt es sich bei einer kurz bevorstehenden Pensio-</span><br/> <span class="ft1">nierung nicht per se um ein untaugliches oder unstatthaftes Tren-</span><br/> <span class="ft1">nungskriterium. Es spricht nichts dagegen, bei vergleichbaren Quali-</span><br/> <span class="ft1">fikationen und Leistungsausweisen zu berücksichtigen, dass die wirt-</span><br/> <span class="ft1">schaftlichen und sozialen Folgen einer Kündigung für Arbeitnehmen-</span><br/> <span class="ft1">de, deren Pensionierung unmittelbar bevorsteht, allenfalls weniger</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2017</span> <span class="title">Personalrecht</span> <span class="page_no">225</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">gravierend sind als für jüngere Arbeitnehmende. Allerdings muss im</span><br/> <span class="ft1">Rahmen einer umfassenden Interessenabwägung, unter Einbezug der</span><br/> <span class="ft1">sozialen Situation der übrigen Lehrpersonen (Lebensalter, Dienstal-</span><br/> <span class="ft1">ter, familiäre Verpflichtungen), u.a. dem Umstand Rechnung getra-</span><br/> <span class="ft1">gen werden, dass jemand, der kurz vor der Pensionierung steht, kaum</span><br/> <span class="ft1">noch eine andere Stelle finden kann (bestenfalls eine befristete).</span><br/> <span class="ft1">Im Weiteren hat sich aus der Parteibefragung durch das Verwal-</span><br/> <span class="ft1">tungsgericht ergeben, dass sich die Beklagte darum bemüht hat, der</span><br/> <span class="ft1">Klägerin eine andere, ihren Fähigkeiten, Erfahrungen und Eignungen</span><br/> <span class="ft1">entsprechende Stelle anzubieten. Tatsächlich waren jedoch nur zwei</span><br/> <span class="ft1">Stellen offen: Einerseits die "Springerinnen-Stelle" an der Primar-</span><br/> <span class="ft1">schule D., die der Klägerin wegen eines zu geringen Beschäftigungs-</span><br/> <span class="ft1">grades nicht zumutbar war, andererseits eine "Springerinnen-Stelle"</span><br/> <span class="ft1">für verschiedene Schulhäuser. Es kann offen bleiben, ob diese zweit-</span><br/> <span class="ft1">genannte Stelle der Klägerin tatsächlich angeboten wurde, da sie für</span><br/> <span class="ft1">die Klägerin ohnehin nicht in Betracht kam. Die 40 %-Stelle an der</span><br/> <span class="ft1">HPS B., welche der Klägerin nach eigenen Angaben zugesagt hätte,</span><br/> <span class="ft1">musste wegen eines krankheitsbedingten Ausfalls einer anderen</span><br/> <span class="ft1">Lehrperson schon im Mai 2016 neu besetzt werden, als die Klägerin</span><br/> <span class="ft1">noch nicht hätte einspringen können. Diese Stellenbesetzung war mit</span><br/> <span class="ft1">der Zusage der Weiterbeschäftigung ab Beginn des Schuljahres</span><br/> <span class="ft1">2016/17 verbunden, falls die erkrankte Lehrperson definitiv ausfällt.</span><br/> <span class="ft1">6.4.4.</span><br/> <span class="ft1">Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beklagten der Be-</span><br/> <span class="ft1">weis gelungen ist, dass in Bezug auf die Klägerin ein sachlich zu-</span><br/> <span class="ft1">reichender Kündigungsgrund vorlag. Die Beklagte sah sich aus Spar-</span><br/> <span class="ft1">gründen gezwungen, an der Sonderschule B. eine Klasse aufzulösen</span><br/> <span class="ft1">und die von dieser Massnahme betroffene Lehrerstelle abzubauen.</span><br/> <span class="ft1">Dass die Wahl, von welcher Lehrperson man sich trennen wollte, auf</span><br/> <span class="ft1">die Klägerin respektive vielmehr auf die Lehrperson fiel, deren Klas-</span><br/> <span class="ft1">se aufgelöst wurde, beruht nach dem oben Gesagten auf sachlichen,</span><br/> <span class="ft1">diskriminierungsfreien und situationsgerechten Kriterien und ist</span><br/> <span class="ft1">insofern nicht zu beanstanden. Die einzigen Ersatzstellen, welche die</span><br/> <span class="ft1">Beklagte der Klägerin neben der Stellvertretung im November 2016</span><br/> <span class="ft1">im Zeitraum ab 1. August 2016 anbieten konnte, stiessen bei der Klä-</span><br/> <span class="ft1">gerin auf Ablehnung. Die Kündigung des Anstellungsverhältnisses</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2017</span> <span class="title">Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">226</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">mit der Klägerin war somit nicht nur in formeller, sondern auch in</span><br/> <span class="ft1">materieller Hinsicht rechtmässig. Damit ist das Feststellungsbegeh-</span><br/> <span class="ft1">ren der Klägerin abzuweisen und sie hat keinen Anspruch auf eine</span><br/> <span class="ft1">Entschädigung wegen widerrechtlicher Kündigung gemäss § 13</span><br/> <span class="ft1">Abs. 1 GAL.</span><br/> <br/></div> </div> </body> </html>