B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-6582/2012 U r t e i l v om 11 . M ä r z 2 0 1 4 Besetzung Richter Antonio Imoberdorf (Vorsitz), Richterin Marie-Chantal May Canellas, Richter Jean-Daniel Dubey, Gerichtsschreiberin Mirjam Angehrn. Parteien X._______, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Reisedokumente für ausländische Personen. C-6582/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. Der Beschwerdeführer , ein chinesischer Staatsangehöriger tibetischer Ethnie, reiste am 3. August 2002 in die Schweiz ein und stellte gleichen- tags an der Empfangsstelle (heute: Empfangs- und Verfahrenszentrum [EVZ]) Basel ein Asylgesuch, welches das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF, heute: BFM) mit Verfügung vom 11. Februar 2004 abwies. Eine da- gegen erhobene Beschwerde an die damalige Schweizerische Asylr e- kurskommission (ARK, heute: Bundesverwaltungsgericht) wurd e mit U r- teil vom 21. Juni 2004 abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde. Ein Wiedererwägungsgesuch wies die Vorinstanz mit Entscheid vom 13. Oktober 2006 ab. Das Bundesverwaltungsgericht wies e ine dagegen erhobene Beschwerde mit Urteil vom 6. August 2008 ab, soweit es darauf eintrat. Mit Verfügung des BFM vom 30. Mai 2011 wurde u.a. der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers zu Gunsten einer vorläufigen Aufnahme aufgeschoben. B. Am 27. Februar 2012 ersuchte der Beschwerdeführer beim Amt für Migra- tion des Kantons Basel -Landschaft um Ausstellung eines Identitätsau s- weises mit Bewilligung zur Wiedereinreise. Dabei gab er im mit "Schri f- tenlosigkeit" betitelten Formular an, er sei nicht im Besitz eines heimatl i- chen Reisedokuments. Mit Schreiben vom 5. März 2012 teilte die Vorinstanz dem Beschwerde- führer mit, eine Prüfung der Unterlagen habe ergeben, dass die Vorau s- setzungen für die Ausstell ung des entsprechenden Dokument s gemäss der Verordnung vom 20. Januar 2010 über die Ausstellung von Reised o- kumenten für ausländische Personen (RDV von 2010, AS 2010 621 ) of- fensichtlich nicht erfüllt seien. Es sei ihm möglich und zumutbar, sich bei den zuständigen Behörden seines Heimatstaates in der Schweiz um die Ausstellung eines heimatlichen Reisepasses zu bemühen. Er sei damit nicht auf die Ausstellung eines schweizerischen Ersatzreised okuments angewiesen. Technische oder organisatorisch bedingte Verzögerungen bei der Passausstellung würden die Schriftenlosigkeit nicht begründen. Auf den Erlass einer Verfügung wurde vorläufig verzichtet. C. Mit Eingabe vom 1. Juni 2012 ersucht e der Beschwerdeführer bei der Vorinstanz um Erlass ei ner anfechtbaren Verfügung. Gleichzeitig reichte er beim Bundesverwaltungsgericht eine Kopie desselben Schreibens ein. C-6582/2012 Seite 3 D. Das Bundesverwaltungsgeri cht trat auf die Beschwerde mit Urteil vom 27. Juni 2012 nicht ein. E. Mit Verfügung vom 28. November 2012 lehnte das BFM das Gesuch um Ausstellung eines Identitätsausweises mit Bewilligung zur Wiedereinreise ab. Zur Begründung wurde im Wesentlichen aus geführt, der Beschwerdefüh- rer erfülle die Voraussetzungen für einen Identitätsausweis mit Bewill i- gung zur Wiedereinreise nicht. Sein Asylgesuch sei rechtskräftig abg e- lehnt und er sei in der Schweiz vorläufig aufgenommen worden. Es sei ihm deshalb möglich un d zumutbar, sich bei den zustän digen Behörden seines Heimatstaates in der S chweiz um die Ausstellung eines heimatl i- chen Reisedokumentes zu bemühen. Dabei obliege es dem Gesuchste l- ler, die von der heimatlichen Bots chaft verlangten notwendigen Anford e- rungen zur Ausstellung eines Passes zu erfüllen. Technische oder organi- satorische Verzögerungen bei der Beschaffung eines heimatlichen Reise- dokumentes seien nicht geeignet, um die S chriftenlosigkeit nach Art. 6 RDV zu begründen. Der Beschwerdeführer vermöge keine Ve rweige- rungsgründe seitens der heimatlichen Behörde n zu belegen, welche die Ausstellung eines gültigen anerkannten Reisepasses in Zukunft als u n- möglich erscheinen liesse. Die Beschaffung eines chinesischen Reisedo- kuments erweise sich objektiv als möglich, z umal der Gesuchsteller nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft habe. Die Voraussetzungen der Schri f- tenlosigkeit seien somit nicht erfüllt. F. Mit Rechtsmitteleingabe an das Bundesverwaltungsgericht vom 15. D e- zember 2012 bea ntragt der Beschwerdeführer die Aufhe bung des En t- scheides des BFM und die Ausstellung eines Identitätsausweises mit B e- willigung zur Wiederausreise , wie ihn all seine Landsleute erhalten hä t- ten. Er bringt im Wesentlichen vor , internationale Menschenrechtsorgani- sationen und Medien würden bestätigen, dass die chinesischen Behörden allen Tibetern eine Dalai Lama freundliche Haltung unterstell ten und mit verschärfter Überwachung und repressiven Massnahmen gegen sie vo r- gehen würden. Unter diesen Bedingungen könne er nicht freiwillig bei der chinesischen Botschaft ein en Identitätsausweis beantragen . Er würde nicht nur seine Verwandten in Tibet gefährden, sonder n auch die Besa t- zungsmacht indirekt anerkennen, welche die Exiltibeter seit 1959 veh e-C-6582/2012 Seite 4 ment ablehnen würden. Es sei ein Widerspruch diese z u verlangen und verstosse gegen die Flüchtlingskonvention. G. Zur Vernehmlassung eingeladen, stellte sich die Vorinstanz in einem Schreiben vom 20. Februar 2013 auf den Standpunkt, dass die B e- schwerdeschrift keine neuen erheblichen Tatsachen oder Bewei smittel enthielte und beantragt die Abweisung der Beschwerde. Der Beschwer- deführer machte von seinem Recht auf Replik keinen Gebrauch. H. Auf den weiteren Akteninhalt wird, soweit rechtserheblich, in den Erw ä- gungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht - unter Vorbe- halt der in Art. 32 VGG genannten Ausnahmen - Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltung sverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), welche von einer in Art. 33 VGG aufgeführten Behörde erlassen wurden. Darunter fallen unter and e- rem Verfügungen des BFM betreffend Ausstellung von Reisedokumenten für ausländische Personen (vgl. Art. 59 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20). Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in der Sache letzti n- stanzlich (Art. 83 Bst. c Ziff. 6 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 1.2 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes - verwaltungsgericht nach dem VwVG, soweit das Verwaltungsgerichtsg e- setz nichts anderes bestimmt. 1.3 Der Beschwerdeführer ist gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG zur Erhebung des Rechtsmittels legitimiert. Auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 50 und 52 VwVG). 2. Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung C-6582/2012 Seite 5 von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtse r- heblichen Sachverhaltes und – sofern nicht eine kantonale Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Bes chwerde- verfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgebend ist grundsä tzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE 2012/21 E. 5.1, BVGE 2011/43 E. 6.1 und BVGE 2011/1 E. 2). 3. Am 1. Dezember 2012 trat die neue Verordnung vom 14. November 2012 über die Ausstellung von Reisedokumenten für ausländische Perso nen (RDV, SR 143.5) in Kraft, welche die bisherige RDV von 2010 ersetzt. Gemäss der Übergangsbestimmung der RDV gilt für die im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Verordnung hängigen Verfahren um Ausstellung e i- nes Reisedokuments das neue Recht. Vorliegend findet daher die neue RDV Anwendung, deren hier relevante Bestimmungen inhaltlich alle r- dings gegenüber der alten RDV keine (wesentlichen) Änderungen erfa h- ren haben. 4. Im vorliegenden Verfahren wurde die Ausstellung eines Identitätsauswe i- ses mit Bewilligung zur Wiedereinreise gemäss aArt. 4 Abs. 4 RDV bean- tragt. Gemäss anwendbarem neuem Recht ist Prüfungsgegenstand die Ausstellung eines Passes für eine ausländische Person gemäss Art. 4 Abs. 4 RDV. 4.1 Anspruch auf einen Pass für eine ausländische Person haben nach dem Übereinkommen vom 28. September 1954 über die Rechtsstellung der Staatenlosen (SR 0.142.40) als staatenlos anerkannte Personen s o- wie schriftenlose ausländische Personen mit Niederlassungsbewilligung (Art. 59 Abs. 2 Bst. b und c AuG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 RDV). Einer schriften- losen asylsuchenden, schutzbedürftigen oder vorläufig aufgenommenen Person kann ein Pass für eine ausländische Person abgegeben werden, wenn das BFM eine Rückreise in die Schweiz nach Art. 9 bewilligt (Art. 59 Abs. 1 AuG i.V.m. Art. 4 Abs. 4 RDV). C-6582/2012 Seite 6 4.2 Unabdingbare Voraussetzung für die Ausstellung eines Passes für ei- ne ausländische Person nach Art. 4 Abs. 4 RDV ist – wie auch bei aArt. 4 Abs. 4 RDV – die Schriftenlosigkeit. 4.3 Gemäss der Legaldefinition von Art. 10 Abs. 1 RDV gilt als schriften- los im Sinne der Reisedokumentenverordnung eine ausländische Person, die keine gültigen Reisedokumente ihres Heimat - oder Herkunftsstaates besitzt und von der nicht verlangt werden kann, dass sie sich bei den z u- ständigen Behörden ihres Heimat- oder Herkunftsstaates um die Ausstel- lung oder Verlängerung eines Reisedokuments bemüht (Bst. a), oder für welche die Beschaffung von Reisedokumenten unmöglich ist (Bst. b). Die Schriftenlosigkeit wird nach Art. 10 Abs. 4 RDV im Rahmen der Gesuchs- prüfung durch das BFM festgestellt. 5. 5.1 Die Vorinstanz stellt sich auf den Standpunkt, der Beschwerdeführer vermöge keine Verweigerungsgründe seitens der heimatlichen Behörde n zu belegen, welche die Ausstellung eines gültigen anerkan nten Reis e- passes in Zukunft als unmöglich erscheinen liesse. Die Beschaffung e i- nes chinesischen Reisedokuments erweise sich objektiv als möglich, z u- mal der Gesuchsteller nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft habe. 5.2 Demgegenüber vertritt der Beschwerdef ührer die Ansicht, internatio- nale Menschenrechtsorganisationen und Medien würden bestätigen, dass die chinesischen Behörden allen Tibetern eine Dalai Lama freundliche Haltung unterstellten und mit verschärfter Überwachung und repressiven Massnahmen gegen s ie vorgingen. Unter diesen Bedingungen könne er nicht freiwillig bei der chinesischen Botschaft einen Identitätsausweis be- antragen. Er würde nicht nur seine Verwandten in Tibet gefährden, so n- dern auch die Besatzungsmacht indirekt anerkennen, welche die Exi ltibe- ter seit 1959 vehement ablehnen würden. Es sei ein Widerspruch dies zu verlangen und verstosse gegen die Flüchtlingskonvention. 5.3 Die Frage, ob die Beschaffung von Reisedokumenten bei den He i- matbehörden von den betreffenden Personen verlangt werden kann (bzw. die Zumutbarkeit), ist nicht nach subjektiven Gegebenheiten, sondern nach objektiven Massstäben zu beurteilen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2A.335/2006 vom 18. Oktober 2006 E. 2.1 mit Hinweis). 5.4 Art. 10 Abs. 3 RDV weist darauf hin, dass bei schutzbedürftigen – d.h. Personengruppen, welche vom Bundesrat nach bestimmten Kriterien klar C-6582/2012 Seite 7 definiert werden (vgl. Art. 66 f. des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]) – und asylsuchenden Personen im Hinblick auf eine potentielle Gefährdungslage eine Kontaktaufnahme mit den zuständigen Behörden des Heimat- oder Herkunftsstaates nicht verlangt werden kann. Dasselbe gilt im Übrigen auch für anerkannte Flüchtlinge sowie gemäss den diesbezüglichen Weisungen sowie langjähriger Praxis des BFM auch in Bezug auf Personen, welche infolge Unzulässigkeit des Wegweisung s- vollzugs (nach Massgabe von Art. 83 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 AuG) vorläufig aufgenommen wurden (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-4704/2009 vom 15. August 2011 E. 5.1. mit Hinweis). 5.5 Der Beschwerdeführer, welcher weder von der Schweiz noch von e i- nem Drittstaat als Flüchtling anerkannt worden ist und wegen Unzumu t- barkeit des Wegweisungsvollzugs na ch Art. 83 Abs. 1 i.V.m. Abs. 4 AuG vorläufig aufgenommen wurde, gehört nicht einer dieser Personenkatego- rien an. 5.6 Daraus ist zu schliessen, dass vom Beschwerdeführer eine Kontak t- aufnahme im Hinblick auf die Beschaffung von Reisedokumenten verlangt werden kann. Der Beschwerdeführer weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass er seine Verwandten in Tibet gefähr den würde. Das vor- liegende Verfahren bietet hingegen kei nen Raum, das Vorbringen des Beschwerdeführers zu überprüfen. In dieser Hinsich t gilt der Entscheid des damaligen BFF vom 11. Februar 2004, in welchem ausgeführt wurde, dass ein Lingua -Gutachten erstellt worden sei, wobei zwei Sachverstä n- dige zum Schluss gekommen seien, der Beschwerdeführer stamme sehr wahrscheinlich nicht aus der Volksrepublik China. Abklärungen über die Schweizerische Botschaft in Indien hätten ergeben, dass der Beschwe r- deführer in Y ._______, Indien gelebt habe, wo seine Eltern immer noch wohnen würden. Diese Ausführungen wurden vom Beschwerdeführer später in seiner Beschwerde vom 12. November 2006 an die ehemalige ARK gegen den Entscheid des BFF vom 13. Oktober 2006 denn auch nicht mehr bestritten. Seinem Vorbringen, er würde bei einer Kontaktauf- nahme mit der chinesischen Botschaft die Besatzungsmacht , welche die Exiltibeter seit 1959 vehement ablehnen würden, indirekt anerkennen, ist entgegenzuhalten, dass die Autonome Region Tibet bis zum heutigen Tag Teil der Volksrepublik China ist. Vor diesem Hintergrund können die Ein- wände des Beschwerdeführers nicht berücksichtigt werden. Nach dem Gesagten fehlt es an objektiven Gründen für die Annahme der Unzumutbarkeit nach Art. 10 Abs. 1 Bst. a RDV. Im Weiteren kann auch C-6582/2012 Seite 8 nicht davon ausgegangen werden , dass die Beschaffung eines Reised o- kumentes für den Beschwerdeführer unmöglich im Sinne von Art. 10 Abs. 1 Bst. b RDV ist. Aus den Akten ergeben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass er bereits Schritte zur Beschaffung eines Reisepapiers unter- nommen hat. 5.7 Schliesslich beklagt der Beschwerde führer eine Ungleichbehandlung gegenüber seinen Landsleuten, die alle schon einen Identitätsausweis mit Bewilligung zur Wiedereinreise erhalten hätten. Die rechtsanwendenden Behörden sind gestützt auf Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) gehalten, gleiche Sachverhalte mit gleichen relevanten Tatsachen auch gleich zu behandeln (zum Gleichbehandlungsgebot vgl. R AINER J. SCHWEIZER, in: Bernhard Ehrenzeller/Philippe Mastronardi/Rainer J. Schweizer/Klaus A. Vallender, Die schweizerische Bundesverfassung, Zü- rich 2002, N. 42 zu Art. 8; ferner BGE 129 I 346 E. 6 S. 357, BGE 129 I 113 E. 5.1 S. 125 f., BGE 123 I 1 E. 6a S. 7 oder BGE 117 Ia 257 E. 3b S. 259). Eine vergleichende Beurteilung ist hier allerdings nur schon deshalb nicht möglich, da der Beschwerdeführer die Verhältnisse in den behaup- teten Vergleichsfällen nicht im dazu erforderlichen Mass spezifiziert hat. Die Rüge der Ungleichbehandlung kann daher nicht auf ihre Erheblichkeit geprüft werden. 5.8 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass zum heutigen Zeitpunkt kei- ne Gründe vorliegen, aufgrund derer der Beschwerdeführer als schriften- los im Sinne von Art. 10 Abs. 1 RDV anzusehen wäre. 6. Aus diesen Darlegungen folgt, dass die Vorinstanz zu Recht die Ausste l- lung eines Identitätsausweises mit Bewilligung zur Wiedereinreise ve r- weigert hat. Die angefochtene Verfügung erweist sich somit im Lichte von Art. 49 VwVG als rechtmässig und die Beschwerde ist dementsprechend abzuweisen. 7. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird d er unterliegende Be- schwerdeführer kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Verfahrenskos- ten sind auf Fr. 8 00.-- festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 3 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). C-6582/2012 Seite 9 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 8 00.-- werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt und mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss ve r- rechnet. 3. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Einschreiben) – die Vorinstanz (Akten Ref.-Nr. […] retour) – das Amt für Migration des Kantons Basel-Land (Ref.-Nr. […]) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Antonio Imoberdorf Mirjam Angehrn Versand: