<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2000.00024</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105789&amp;W10_KEY=4467149&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2000.00024</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.11.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Handänderungssteuer</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Instanzenzug bei Einschätzung durch das Grundbuchamt (§ 232 StG)<br/><br/>Erhebt der Steuerpflichtige gegen die vorläufige Einschätzung der Handänderungssteuer durch das Grundbuchamt fristgemäss Einsprache (§ 232), so entscheidet die Gemeinde darüber nicht mit Einschätzungs-, sondern mit Einspracheentscheid und ist gegen diesen Entscheid Rekurs möglich (E. 1). Gutheissung der Beschwerde.<br/>Die unterliegende Beschwedegegnerin wird kostenpflichtig, obwohl sie von einer Beschwerdeantwort Abstand genommen hat (E. 2).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINSPRACHE">EINSPRACHE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRUNDBUCHAMT">GRUNDBUCHAMT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: GrundstÃ¼ckgewinn- und HandÃ¤nderungssteuern ST: HANDÃNDERUNGSSTEUER">HANDÃNDERUNGSSTEUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INSTANZENZUG">INSTANZENZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PROVISORISCHE EINSCHÃTZUNG">PROVISORISCHE EINSCHÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMITTELORDNUNG">RECHTSMITTELORDNUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 232 StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. G verÃ¤usserte am 16. April 1999 seinen hÃ¤lftigen Miteigentumsanteil an dem in der Gemeinde X gelegenen GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 01 zum Preis von Fr. 550'000.- an seine ge­schie­dene Ehefrau Y, welche sich zur Ãbernah­me der HandÃ¤nderungssteuer verpflichte­te.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aus Anlass dieser HandÃ¤nderung auferlegte das Grundbuchamt Z mit Rech­nung vom 16. April 1999 Y provisorisch eine HandÃ¤nderungssteuer von Fr. 8'250.-. Diese stellte hierauf am 1. Juni 1999 ein Gesuch um "Erlass der HandÃ¤nde­rungssteuer" und am 26. Sep­tember 1999 ein Begehren um Befreiung von der HandÃ¤nde­rungssteuer.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Letztere Eingabe betrachtete der Finanzausschuss der Gemeinde X, der sich die Ein­schÃ¤tzung der HandÃ¤nderungssteuer nicht vorbehalten hatte, als Einspra­che, auf welche er mit Beschluss vom 7. Dezember 1999 wegen VerspÃ¤tung nicht eintrat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die Steuerrekurskommission III trat am 22. Februar 2000 auf den hiergegen er­hobenen Rekurs von Y nicht ein. Sie erwog, beim angefochtenen Be­schluss handle es sich nicht um einen Einspracheentscheid, sondern um eine eigentliche EinschÃ¤tzung bzw. um die Feststellung, dass durch FristversÃ¤umnis die provisorische Ver­anlagung der HandÃ¤nde­rungssteuer durch das Grundbuchamt definitiv geworden sei. Die Rekurskommission sei deshalb sachlich unzustÃ¤ndig, doch werde der Rekurs dem Finanz­ausschuss der Gemeinde X zur Behandlung als Einsprache Ã¼berwiesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 6. April 2000 liess die Gemeinde X dem Verwaltungs­ge­richt beantragen, es sei die Sache zur materiellen Beurteilung des Rekurses an die Re­kurs­kommission III zurÃ¼ckzuweisen. Ausserdem verlangte sie die Zusprechung einer Par­tei­ent­schÃ¤digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Rekurskommission III schloss auf Abweisung der Beschwerde, wÃ¤hrend Y auf Beschwerdeantwort verzichtete. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Laut § 232 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) nimmt das Grundbuchamt bei HandÃ¤nderungen, die im Grundbuch zur Eintragung gelangen, eine vorlÃ¤ufige Ein­schÃ¤t­zung vor und bezieht die Steuer (Abs. 1). Gegen den Entscheid des Grundbuchamtes kann der Steuerpflichtige dieser Bestimmung innert 30 Tagen nach Zustellung Einsprache bei der Gemeinde erheben (Abs. 2). Die Gemeinde kann innert 30 Tagen nach Zustellung der vorlÃ¤ufigen EinschÃ¤tzung an die Gemeinde dem Steuerpflichtigen mitteilen, dass die EinschÃ¤tzung durch die zustÃ¤ndige GemeindebehÃ¶rde vorbehalten bleibe (Abs. 3). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gegen den Entscheid der GemeindebehÃ¶rde Ã¼ber die EinschÃ¤tzung der HandÃ¤nde­rungssteuer (§ 210 in Verbindung mit § 205 StG) kann der Steuerpflichtige nach § 211 StG Einspra­che und gemÃ¤ss § 212 StG gegen den Einspracheentscheid Rekurs an die Re­kurs­kom­mission erheben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Aus der gesetzlichen Ordnung ergibt sich ohne weiteres, dass die EinschÃ¤tzung der HandÃ¤nderungssteuer bei HandÃ¤nderungen, die im Grundbuch zur Eintragung gelan­gen, durch das Grundbuchamt vorgenommen wird. Diese EinschÃ¤tzung ist jedoch insofern vorlÃ¤ufig, als innert 30 Tagen nach deren Zustellung die Gemeinde dem Steuerpflichtigen mit­teilen kann, dass die EinschÃ¤tzung durch die zustÃ¤ndige GemeindebehÃ¶rde vorbehalten bleibe. Ergeht keine derartige Mitteilung, so wird die (sachliche) ZustÃ¤ndigkeit des Grund­buchamts zur Vornahme der EinschÃ¤tzung definitiv. Diesfalls erwÃ¤chst die EinschÃ¤tzung des Grundbuchamts in Rechtskraft, wenn der Steuerpflichtige seinerseits innert der Frist von 30 Tagen nach deren Zustellung die Erhebung der Einsprache unterlÃ¤sst. Erhebt der Steuerpflichtige aber rechtzeitig Einsprache, so ist diese von der zustÃ¤ndigen Gemeindebe­hÃ¶rde durch Einspracheentscheid zu beurteilen, welcher durch Rekurs an die Rekurskom­mission weitergezogen werden kann. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der von den Kommentatoren Richner/Frei/Kaufmann (Kommentar zum harmoni­sier­ten ZÃ¼rcher Steuergesetz, ZÃ¼rich 1999, § 232 N. 11) vertretenen Auffassung, wonach auch dann, wenn die Gemeinde keine ErklÃ¤rung abgegeben hat, sie behalte sich die Ein­schÃ¤t­zung vor, die vom Steuerpflichtigen erhobene Einsprache nicht zu einem Einsprache­verfahren, sondern zu einem EinschÃ¤tzungsverfahren fÃ¼hre, das mit einem wiederum der Einsprache unterliegenden EinschÃ¤tzungsentscheid abgeschlossen werde, kann nicht ge­folgt werden. Die Kommentatoren merken denn auch selber an, dass eine doppelte Ein­spra­chemÃ¶glichkeit "wenig Sinn" mache. Sie gehen davon aus, dass die gesetzliche Ord­nung von § 140 bzw. § 211 StG "zwingend nach sich zieht, dass sich dieselbe BehÃ¶rde zweimal mit einem Fall auseinander setzt". Das trifft indessen nach der gegenÃ¼ber § 210 f. StG spe­ziellen Regelung von § 232 StG auf die HandÃ¤nderungssteuer nicht zu. Bei dieser dem Bun­desgesetz Ã¼ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Ge­meinden vom 14. Dezember 1990 (StHG) nicht unterliegenden Steuer (Art. 1 f. StHG) fal­len Ein­schÃ¤tzungs- und EinsprachebehÃ¶rde auseinander, wenn sich die Gemeinde die (de­finitive) EinschÃ¤tzungszustÃ¤ndigkeit nicht fristgerecht vorbehÃ¤lt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Finanzausschuss der Gemeinde X hat sich die EinschÃ¤tzungszustÃ¤ndig­keit hin­sichtlich der HandÃ¤nderungssteuer mit Blick auf die provisorische EinschÃ¤tzung von Y durch das Grundbuchamt Z vom 16. April 1999 nicht vorbe­halten. Er hat daher zu Recht Ã¼ber deren Einsprache gegen diese EinschÃ¤tzung durch einen Einspracheentscheid befun­den. Dieser kann gemÃ¤ss § 212 StG mit Rekurs an die Re­kurs­kommission weitergezogen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Rekurskommission III ist demnach zu Unrecht auf den Rekurs von Y nicht ein­getreten mit der BegrÃ¼ndung, sie sei zur Beurteilung des Einsprache­entscheids des Finanz­ausschusses der Gemeinde X vom 7. Dezember 1999 sachlich unzustÃ¤ndig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das fÃ¼hrt zur Gutheissung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der Beschwerdegegnerin auf­zuerlegen, erscheint doch diese trotz Verzichts auf Beschwerdeantwort als im Sinn von § 151 Abs. 1 StG (in Verbindung mit § 153 Abs. 4 und § 213 Satz 2 StG) unterliegende Partei (vgl. RB 1997 Nr. 6). Indessen sind die Voraussetzungen von § 17 Abs. 2 des Ver­waltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 fÃ¼r die Zusprechung einer ParteientschÃ¤­digung an die beschwerdefÃ¼hrende Gemeinde nicht erfÃ¼llt (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Kom­mentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A. ZÃ¼rich 1999, § 17 N. 19 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die Sache wird zur Behandlung des Rekurses und zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Steuerrekurskommission III zu­rÃ¼ck­gewiesen.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>