20. März 1992 N 631 Postulat Tschuppert Karl Es liegt auf der Hand, dass bei Aktienbesitz durch die AHV- Fonds Wettbewerbsneutralität und der Verzicht auf Beherr- schung von Unternehmen eingehalten werden müssen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 12. Februar 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 12 février 1992 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 91.3403 Postulat Zisyadis Sonderzuschlag zum Ortszuschlag für das PTT-Personal Personnel des PTT. Allocation complémentaire à l'indemnité de résidence Wortlaut des Postulates vom 10. Dezember 1991 Das Eidgenössische Personalamt richtet den PTT-Angestell- ten je nach Wohnort einen Sonderzuschlag zum Ortszuschlag aus. Während die meisten grossen Städte (Genf, Zürich, Bern) als ganze Agglomerationen berücksichtigt sind, beschränkt sich die Region Lausanne auf fünf Gemeinden. Der Bundesrat wird aufgefordert, die Zone Lausanne auf alle Städte der Agglomeration auszuweiten. Texte du postulat du 10 décembre 1991 L'Office fédéral du personnel verse une allocation complé- mentaire à l'indemnité de résidence aux employés PTT selon leur lieu de résidence. Si la plupart des grandes villes (Genève, Zurich, Berne) sont comprises sous forme d'agglomération, la région lausannoise est réduite à 5 communes. Le Conseil fédéral est invité à élargir la zone lausannoise à l'en- semble des villes de l'agglomération. Mitunterzeichner-Cosignataires: Spielmann (1 ) Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 12. Februar 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 12 février 1992 Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat. Ueberwiesen - Transmis #ST# 91.3422 Postulat Tschuppert Karl Landwirtschaftsprozent ICHA en faveur de l'agriculture Wortlaut des Postulates vom 12. Dezember 1991 Damit die schweizerische Landwirtschaft in einem internatio- nal veränderten Umfeld auch in Zukunft ihre Aufgaben im In- teresse der Bevölkerung wahrnehmen kann, ersuche ich den Bundesrat, folgende Massnahmen zu prüfen: - Ausdehnung der Wust auf die Lebensmittel (Aenderung der Freiliste); - Erhebung eines Landwirtschaftsprozentes auf der beste- henden Wust. Texte du postulat du 12décembre 1991 Afin que l'agriculture suisse puisse - dans l'intérêt de la popu- lation - continuer à assurer ses tâches dans le nouvel environ- nement international, je prie le Conseil fédéral d'examiner les mesures suivantes que sont: - l'assujettissement des produits alimentaires à l'ICHA (modi- fication de la liste franche); - le prélèvement sur l'ICHA existant d'un pour cent en faveur de l'agriculture. Mitunterzeichner - Cosignataires: Bezzola, Binder, Bonny, Bühler Simeon, Bührer Gerald, Bürgi, Cincera, Daepp, Dett- ling, Frey Walter, Früh, Giger, Hari, Heberlein, Hess Otto, Jäggi Paul, Kühne, Leu Josef, Mauch Rolf, Maurer, Mühle- mann, Nabholz, Philipona, Rutishauser, Scheidegger, Schwab, Spoerry, Steinegger, Tschopp, Wanner, Wittenwiler, Wyss (32) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Verhandlungen der Uruguay-Runde stehen kurz vor dem Abschluss. Obwohl das definitive Verhandlungsergebnis noch nicht vorliegt, ist damit zu rechnen, dass die mengen- mässigen Beschränkungen bei den Einfuhren aufgehoben und durch Zölle ersetzt werden, die dann etappenweise elimi- niert werden sollen. Dadurch werden die Agrarpreise in der Schweiz drastisch reduziert. Gemäss Informationen des Gatt ist eine Reduktion der Agrarpreise um 30 bis 50 Prozent inner- halb sechs Jahren zu erwarten. Selbst dann, wenn die Gatt- Verhandlungen scheitern, wird die Entwicklung aus verschie- denen Gründen künftig in die vorgezeichnete Richtung ge- hen. Es zeichnen sich somit schwerwiegende Auswirkungen für die schweizerische Landwirtschaft ab. Zahlreichen Landwirt- schaftsbetrieben würde damit die Existenzgrundlage entzo- gen. Um dieses drohende «Bauernsterben» zu verhindern, schlägt der Bundesrat die Entrichtung von Direktzahlungen vor. Diese sollen produktionsneutral in Form von Flächen- und Betriebs- beiträgen ausbezahlt werden. Angesichts der angespannten Finanzlage des Bundes sind Direktzahlungen an die Landwirte als Kompensation für die Einkommenseinbussen aber keinesfalls sichergestellt, und das verunsichert die Landwirtschaft noch zusätzlich. Es ist zu befürchten, dass unter solchen Umständen die Landwirtschaft die ihr zugewiesenen Aufgaben wie - Versorgung der Bevölkerung in Zeiten gestörter Zufuhr; -Aufrechterhaltung einer dezentralisierten Besiedlung (regio- nalpolitische Aspekte); und - eine notwendige Pflege der Landschaft nicht mehr wahrnehmen kann. Es sind deshalb finanzielle Mit- tel bereitzustellen, die nicht aus dem ordentlichen Budget stammen (Separatfinanzierung für gemeinwirtschaftliche Lei- stungen der Landwirtschaft).Postulat (Leutenegger Oberholzer-)Baumann 632 N 20 mars 1992 Eine Mehrbelastung der Konsumenten würde dadurch nicht resultieren, da es lediglich darum geht, Preissenkungen zu kompensieren. Die Erhebung einer Umsatzsteuer auf den Le- bensmitteln erfolgt in den EG-Staaten schon seit vielen Jah- ren. Das System hat sich bewährt und ist Gatt-konform. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 12. Februar 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 12 février 1992 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 91.3393 Postulat Züger Liberalisierung bei öffentlichen Auftragsvergaben. Studie Libéralisation des marchés publics. Etude des incidences Wortlaut des Postulates vom 4. Dezember 1991 Ich bitte den Bundesrat, mittels einer Studie prüfen zu lassen, welche Folgen bei einer grösseren Liberalisierung der öffentli- chen Auftragsvergaben für Bauten, Güter und Dienstleistun- gen sich einerseits in bezug auf Kosten- und Preisreduktionen zugunsten der Steuerzahler, andererseits in bezug auf be- schäftigungs- und regionalpolitische Faktoren ergeben, ebenso auf das Lohnniveau in den betreffenden Branchen. Texte du postulat du 4 décembre 1991 J'invite le Conseil fédéral à faire une étude afin d'examiner quelles conséquences aurait une libéralisation des marchés publics dans le secteur du bâtiment, des biens et des services, d'une part en relation avec des réductions de coûts et de prix au profit des contribuables, d'autre part en relation avec des facteurs d'emploi et de politique régionale, ainsi qu'avec le ni- veau des salaires dans ces diverses branches. Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Bäumlin, Boden- mann, Brunner Christiane, Bundi, Caspar, Danuser, Dünki, Eggenberger, Fankhauser, Gross Andreas, Haering Binder, Hafner Ursula, Haller, Hämmerle, Herczog, Hubacher, Leder- gerber, Leemann, Leuenberger Ernst, Marti Werner, Matthey, Meyer Theo, Rechsteiner, Ruffy, Steiger, Strahm Rudolf, Tschäppät Alexander, Vollmer (29) Schriftliche Begründung - Développement par écrit In der Strukturberichterstattung der Studienreihe des Bundes- amtes für Konjunkturfragen (BFK) ist von Richard Senti und Jürg Baltensperger eine Studie «Binnenmarkt Schweiz, wett- bewerbsverzerrende Bestimmungen im öffentlichen Bereich» veröffentlicht worden. Auf Seite 136, zweitletzter Absatz, heisst es dort, dass für den Schweizer Binnenmarkt bisher keine Stu- die erstellt worden ist, aus der eine Quantifizierung der mögli- chen Kosten- und Preisreduktionen durch eine grössere Libe- ralisierung der öffentlichen Auftragsvergebung bei Bund, Kan- tonen und Gemeinden für Bauten, Güter und Dienstleistungen ersichtlich wäre. Dies empfinde ich als echten Mangel, und daher bitte ich den Bundesrat, diese Lücke zu schliessen. Wobei ich ausdrücklich darauf hinweise, dass auch die beschäftigungs- und regional- politischen Auswirkungen zu untersuchen seien; nicht zu ver- gessen diejenigen auf das Lohnniveau der betreffenden Bran- chen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 26. Februar 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 26 février 1992 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 90.546 Postulat (Leutenegger Oberholzer-)Baumann Kartellrecht CH-EG. Bericht Droit cartellaire Suisse-CE. Rapport Wortlaut des Postulates vom 12. Juni 1990 Der Bundesrat wird eingeladen, dem Parlament einen Bericht über die Wettbewerbspolitik der Europäischen Gemeinschaf- ten im Vergleich zu der Schweiz vorzulegen. Der Bericht soll insbesondere auch einen Rechtsvergleich bezüglich der massgebenden Kartellgesetzgebungen enthalten. Er soll auch darüber Auskunft geben, inwieweit das schweizerische Kartellrecht, das anders als die EG nicht von einem Kartellver- bot, sondern von der Missbrauchsbekämpfung ausgeht, im Hinblick auf den EWR dem europäischen Recht angepasst werden müsste. Texte du postulat du 12 juin 1990 Le Conseil fédéral est invité à soumettre au Parlement un rap- port comparant la politique des Communautés européennes à celle de la Suisse en matière de concurrence, et plus précisé- ment sur le plan législatif (comparaison des législations en vi- gueur sur les cartels). Alors que le droit européen interdit d'emblée la formation de cartels, le droit suisse cherche à lut- ter contre les abus. A la veille de la réalisation de l'EEE, le Conseil fédéral est prié de préciser dans son rapport dans quelle mesure la législation suisse sur les cartels devrait être alignée sur le droit européen. Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Baerlocher, Diener, Fierz, Gardiol, Hafner Rudolf, Herczog, MeierHans, Rebeaud, Schmid Peter, Stocker, Thür (12) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 12. Februar 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 12 février 1992 Die Verhandlungen über den Vertrag zur Errichtung des Euro- päischen Wirtschaftsraumes (EWR) sind am 22. Oktober 1991 in Luxemburg auf politischer Ebene abgeschlossen worden. Mit dem EWR-Vertrag soll die Freizügigkeit für Waren, Dienst- leistungen, Personen und Kapital verwirklicht werden. Zur Ge- währleistung der Chancengleichheit der Marktteilnehmer sind im Vertrag Wettbewerbsregeln vorgesehen, die weitgehend denen des EG-Wettbewerbsrechts nachgebildet sind. Einer Forderung der EG entsprechend werden die Efta-Staaten im Wettbewerbsbereich ein eigenes, unabhängiges Ueberwa- chungsorgan schaffen, das praktisch über die gleichen Kom- petenzen verfügen wird, wie sie die EG-Kommission besitzt Ueber die Ausgestaltung der EWR-Wettbewerbsregeln sei auf die Ausführungen in der Botschaft über die Genehmigung be- treffend den EWR-Vertrag verwiesen. Im Hinblick auf die EWR-Verhandlungen hat die Kartellkom- mission eine rechtsvergleichende Analyse zum Wettbewerbs- recht EG-CH erstellt, welche im Jahresbericht 1990 der Kartell-Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Tschuppert Karl Landwirtschaftsprozent Postulat Tschuppert ICHA en faveur de l'agriculture In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1992 Année Anno Band II Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 12 Séance Seduta Geschäftsnummer 91.3422 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 20.03.1992 - 08:00 Date Data Seite 631-632 Page Pagina Ref. No 20 021 068 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.