<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2021.00059</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=222190&amp;W10_KEY=13013467&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2021.00059</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 16.03.2022</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Staats- und Gemeindesteuern 2017</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Der BF behauptet, bereits Ende 2017 in den Kanton X gezogen zu sein, obwohl seine dort gelegene neue Eigentumswohnung zu diesem Zeitpunkt noch nicht bezugsbereit war und er damals noch über eine - angeblich im Dezember 2017 leergeräumte - Wohnung im Katon Zürich verfügte. Zudem wird für das bundessteuerliche Verfahren die sachliche und funktionale Zuständigkeit des Kantons Zürich bestritten und stattdessen wird eine Zuständigkeit der EStV behauptet.] Natürliche Personen sind im Kanton Zürich aufgrund persönlicher Zugehörigkeit steuerpflichtig, wenn sie ihren steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt in diesem Kanton haben. Einen steuerrechtlichen Wohnsitz im Kanton hat eine natürliche Person, wenn sie sich hier mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält (E. 2.1). Im Bereich der harmonisierten Steuern von Bund, Kantonen und Gemeinden herrscht das Verfahren der gemischten Veranlagung. Dem klaren Gesetzestext zufolge hat die steuerpflichtige Person alles zu tun, was dazu dient, eine vollständige und richtige Veranlagung zu ermöglichen. Ihr obliegt der Beweis für die von ihr behauptete subjektive Steuerpflicht an einem neuen Ort, wenn die von der Veranlagungsbehörde angenommene bisherige subjektive Steuerpflicht als sehr wahrscheinlich gilt (E.2.2). Dem Beschwerdeführer ist es nicht gelungen, die Vermutung des Fortbestands der subjektiven Steuerpflicht im Kanton Zürich umzustossen und beim Gericht begründete Zweifel am hiesigen Wohnsitz per 31. Dezember 2017 zu wecken, geschweige denn den steuerrechtlichen Wohnsitz am neuen Wohnort per 31. Dezember 2017 nachzuweisen (E. 3). Ist der Veranlagungsort für die direkte Bundessteuer ungewiss oder streitig, so wird er â wenn mehrere Kantone infrage kommen â durch die EStV bestimmt (Art. 108 Abs. 1 Satz 1 DBG). Den Steuerpflichtigen steht es aber auch offen, auf einen Antrag nach Art. 108 Abs. 1 DBG zu verzichten und die Zuständigkeit der Veranlagungsbehörde stattdessen im ordentlichen Rechtsmittelweg zu bestreiten, mit der Begründung, die verfügende Behörde sei nicht zuständig. Der Beschwerdeführer hat ausdrücklich auf einen Antrag auf Überweisung verzichtet und stattdessen den vorliegenen Rechtsweg beschritten. Abweisung der Beschwerden. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABSICHT DAUERNDEN VERBLEIBENS">ABSICHT DAUERNDEN VERBLEIBENS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ESTV">ESTV</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEBENSMITTELPUNKT">LEBENSMITTELPUNKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERHOHEIT">STEUERHOHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERRECHTLICHER WOHNSITZ">STEUERRECHTLICHER WOHNSITZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHNSITZ">WOHNSITZ</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 105 DBG</span><br/><span class="gerade">Art. 108 DBG</span><br/><span class="ungerade">Art. 123 DBG</span><br/><span class="gerade">Art. 126 DBG</span><br/><span class="ungerade">Art. 140 DBG</span><br/><span class="gerade">Art. 146 DBG</span><br/><span class="ungerade">§ 3 StG</span><br/><span class="gerade">§ 153 StG</span><br/><span class="ungerade">Art. 4b StHG</span><br/><span class="gerade">Art. 42 StHG</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 ZGB</span><br/><span class="gerade">Art. 23 ZGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=56474" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">SB.2021.00059<br/> SB.2021.00060</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">16. MÃ¤rz 2022</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Ivana Devcic. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch B AG, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Kanton ZÃ¼rich, vertreten durch das kantonale Steueramt,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Staats- und Gemeindesteuern 2017 sowie<br/> Direkte Bundessteuer 2017,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A wohnte 28 Jahre in einer eigenen Stockwerkeigentumswohnung "am C-Platz 01" in D. Per 17. Dezember 2017 meldete er sich an der E-Strasse 02 in F, Kanton G an, wo eine Bekannte (H) ihm ein Zimmer zur Untermiete vermietete. Der Mietzins betrug Fr. 420.-/Monat und der Mietvertrag wurde befristet fÃ¼r die Dauer vom 1. Dezember 2017 bis 31. MÃ¤rz 2018 abgeschlossen. Per 26. April 2018 meldete sich A in F/KT. G an, wo er am 20. MÃ¤rz 2018 Stockwerkeigentum erworben hatte. FÃ¼r die Steuerperiode 2017 reichte A im Kanton G eine SteuererklÃ¤rung ein und liess dem Kanton ZÃ¼rich aufgrund Liegenschaftsbesitzes eine Kopie zukommen.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend der ganzen Zeit arbeitete er als von der eigenen Aktiengesellschaft angestellter Chiropraktiker an der I-Strasse 03 in D.</p> <p class="Urteilstext">Das Steueramt J, Kanton G, meldete dem Steueramt der Stadt D am 8. Februar 2018, dass es zweifelhaft sei, ob A seinen Wohnsitz im Dezember 2017 nach F verlegt habe. Das Steueramt der Stadt D teilte diese Meinung und liess dem kantonalen Steueramt am 10. Dezember 2018 einen Bericht zukommen.</p> <p class="Urteilstext">Am 4. MÃ¤rz 2020 veranlagte das kantonale Steueramt A fÃ¼r die direkte Bundessteuer 2017 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ (zum Satz von Fr. â¦) und schÃ¤tzte ihn fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern 2017 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ (zum Satz von Fr. â¦) und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ (zum Satz von Fr. â¦) ein. Dabei ging es von einer unbeschrÃ¤nkten Steuerpflicht in D aus.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Die hiergegen von A erhobene Einsprache wies das kantonale Steueramt ab, nachdem A eine Auflage vom 16. Juni 2020 nur teilweise erfÃ¼llt hatte.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Steuerrekursgericht wies den Rekurs und die Beschwerde von A am 12. MÃ¤rz 2021 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 26. April 2021 betreffend Staats- und Gemeindesteuern 2017 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, der Rekursentscheid des Steuerrekursgerichts sei mangels persÃ¶nlicher ZugehÃ¶rigkeit von A im Kanton ZÃ¼rich in der Steuerperiode 2017 aufzuheben. Er sei zufolge wirtschaftlicher ZugehÃ¶rigkeit mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ (zum Satz von Fr. â¦; davon Einkommen aus qualifizierter Beteiligung Fr. â¦) sowie einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ (zum Satz von Fr. â¦) zu veranlagen. Eventualiter sei der Rekursentscheid aufzuheben und die Sache zwecks SachverhaltsergÃ¤nzung und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. Ferner ersuchte A um die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 26. April 2021 betreffend direkte Bundessteuer 2017 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, es sei festzustellen, dass der Beschwerdeentscheid des Steuerrekursgerichts vom 12. MÃ¤rz 2021 mangels sachlicher und funktionaler ZustÃ¤ndigkeit unwirksam sei; eventualiter sei er mangels persÃ¶nlicher ZugehÃ¶rigkeit ersatzlos aufzuheben; subeventualiter sei er aufzuheben und die Sache zwecks SachverhaltsergÃ¤nzung und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. Ferner ersuchte A um die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 29. April 2021 wurden die Verfahren vereinigt.</p> <p class="Urteilstext">Das Steuerrekursgericht verzichtete am 30. April 2021 auf eine Vernehmlassung, wÃ¤hrend das kantonale Steueramt am 25. Mai 2021 auf Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge schloss. Die EidgenÃ¶ssische Steuerverwaltung liess sich nicht vernehmen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die Beschwerde bezÃ¼glich den Staats- und Gemeindesteuern 2017 (SB.2021.00059) und der direkten Bundessteuer 2017 (SB.2021.00060) betreffen denselben BeschwerdefÃ¼hrer und grÃ¶sstenteils dieselbe Sach- und Rechtslage, weshalb sie mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 29. April 2021 vereinigt wurden.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht betreffend Staats- und Gemeindesteuern kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</p> <p class="Urteilstext"><span>In Bundessteuersachen ist die Kognition des Verwaltungsgerichts identisch: Soll die erstinstanzliche Beschwerde die allseitige, hinsichtlich Rechts- und Ermessenskontrolle unbeschrÃ¤nkte gerichtliche ÃberprÃ¼fung der Einspracheentscheide der VeranlagungsbehÃ¶rde auf alle MÃ¤ngel des Entscheids und des vorangegangenen Verfahrens hin ermÃ¶glichen (Art. 140 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 Ã¼ber die direkte Bundessteuer [DBG]), muss sich die Aufgabe der zweitinstanzlichen Beschwerde, die die ÃberprÃ¼fung der Entscheidung eines Gerichts und nicht diejenige einer VerwaltungsbehÃ¶rde zum Gegenstand hat, sinnvollerweise auf die Rechtskontrolle beschrÃ¤nken (BGE 131 II 548 E 2.5; RB 1999 Nr. 147).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>GemÃ¤ss § 3 Abs. 1 StG im Einklang mit Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes Ã¼ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 (StHG) sind natÃ¼rliche Personen im Kanton ZÃ¼rich aufgrund persÃ¶nlicher ZugehÃ¶rigkeit steuerpflichtig, wenn sie ihren steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt in diesem Kanton haben. Hierbei ist im interkantonalen VerhÃ¤ltnis grundsÃ¤tzlich der steuerrechtliche Wohnsitz am Ende der fraglichen Steuerperiode massgeblich (vgl. Art. 4b Abs. 1 StHG). Der Begriff des steuerrechtlichen Wohnsitzes im Sinn von § 3 Abs. 1 und 2 StG bzw. Art. 3 Abs. 1 und 2 StHG lehnt sich im Wesentlichen an den Wohnsitzbegriff des Zivilgesetzbuchs [ZGB] an (Botschaft zum Steuerharmonisierungsgesetz, BBl 1983 III 1, 86). Laut Art. 23 Abs. 1 ZGB befindet sich der zivilrechtliche Wohnsitz an dem Ort, wo sich eine Person mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhÃ¤lt, demnach dort, wo sich der Mittelpunkt ihrer persÃ¶nlichen und wirtschaftlichen Interessen befindet (vgl. z.<span> </span>B. BGE 132 I 29 E. 4 = Pra 96 [2007] Nr. 5 = StR 2006, 207 = RDAF 2006 II, 164; BGE 125 I 458 E. 2b = Pra 89 [2000] Nr. 178 = ASA 70 [2001/02] 779 = StR 2000, 198; BGE 125 I 54 E. 2 = Pra 88 [1999] Nr. 18). Unter dem Gesichtspunkt der Steuerhoheit bestimmt sich der Mittelpunkt der Lebensinteressen nach der Gesamtheit der objektiven, Ã¤usseren UmstÃ¤nde, die diese Interessen erkennen lassen, und nicht nach den bloss erklÃ¤rten WÃ¼nschen der (allenfalls steuerpflichtigen) Person. Auf formelle Kriterien wie die polizeiliche An- und Abmeldung etc. kommt es nicht an. Solche Elemente kÃ¶nnen allerdings bei Ungewissheit Ã¼ber die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse Indizien fÃ¼r die Absicht dauernden Verbleibens sein, wenn auch das Ã¼brige Verhalten der Person dafÃ¼rspricht (vgl. BGE 132 I 29 E. 4; VGr, 14. Dezember 2011, SB.2011.00064, E. 2.1 mit Hinweisen). Ãber den Lebensmittelpunkt und damit den steuerrechtlichen Wohnsitz kann gemeinhin kein strikter Beweis gefÃ¼hrt werden, sondern es ist aufgrund von Indizien eine Gewichtung vorzunehmen, wobei sÃ¤mtliche Berufs-, Familien- und LebensumstÃ¤nde zu berÃ¼cksichtigen sind (vgl. BGr, 1. Juli 2013, 2C_1267/2012, E. 3.2 und BGr, 6. Dezember 2010, 2C_397/2010, E. 2.4.2). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Auch wenn im harmonisierten Steuerrecht an sich das Beweismass der vollen Ãberzeugung ("Regelbeweismass") herrscht, bedarf es keiner absoluten Gewissheit. Es genÃ¼gt, dass die VeranlagungsbehÃ¶rde nach erfolgter BeweiswÃ¼rdigung und aufgrund objektiver Gesichtspunkte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vom Vorliegen eines rechtserheblichen Sachumstands Ã¼berzeugt ist (BGr, 12. Mai 2020, 2C_926/2019, E. 2.3). Gelangt die BehÃ¶rde zu keiner derart gewichtigen Ãberzeugung, kommen die Beweislastregeln von Art. 8 ZGB zur Anwendung. Im Abgaberecht gilt demnach, dass die VeranlagungsbehÃ¶rde die Beweislast fÃ¼r die abgabebegrÃ¼ndenden und -erhÃ¶henden Tatsachen trÃ¤gt, wÃ¤hrend die abgabepflichtige Person fÃ¼r die abgabeaufhebenden und -mindernden Tatsachen beweisbelastet ist (Normentheorie; BGE 144 II 427 E. 8.3.1; BGr, 10. MÃ¤rz 2021, 2C_596/2020, E. 2.3.1).</p> <p class="Urteilstext"><span>Im Bereich der harmonisierten Steuern von Bund, Kantonen und Gemeinden herrscht das Verfahren der gemischten Veranlagung. Dem klaren Gesetzestext zufolge hat die steuerpflichtige Person alles zu tun, was dazu dient, eine vollstÃ¤ndige und richtige Veranlagung zu ermÃ¶glichen (Art. 123 Abs. 1 und Art. 126 Abs. 1 DBG bzw. Art. 42 Abs. 1 StHG; BGE 145 II 130 E. 3.3.2; 143 II 646 E. 2.2.1; 142 II 69 E. 5.1). Im interkantonalen Kontext hat sie namentlich die Tatsachen aufzuzeigen, die, verglichen mit den Vorperioden, zu einer anderen WÃ¼rdigung des steuerrechtlichen Wohnsitzes fÃ¼hren. Ihr obliegt der Beweis fÃ¼r die von ihr behauptete subjektive Steuerpflicht an einem neuen Ort, wenn die von der VeranlagungsbehÃ¶rde angenommene bisherige subjektive Steuerpflicht als sehr wahrscheinlich gilt (BGr, 12. Februar 2020, 2C_480/2019, E. 2.3.3) und daher die natÃ¼rliche Vermutung im Raum steht, der steuerrechtliche Wohnsitz sei nicht verlegt worden. Entsprechend hat die abgabepflichtige Person den Beweis des Gegenteils anzutreten und nachzuweisen, dass entweder die Vermutungsbasis und/oder die Vermutungsfolge nicht zutreffe. Sie kann darlegen, bereits in den Vorperioden sei der Lebensmittelpunkt unzutreffend festgelegt worden oder vorbringen, dass die VerhÃ¤ltnisse sich seither geÃ¤ndert hÃ¤tten (BGr, 10. MÃ¤rz 2021, 2C_596/2020, E. 2.3.2; BGr, 20. Dezember 2019, 2C_415/2019, E. 5.3). Im letzteren Fall sind nicht nur Tatsachen darzulegen, welche die endgÃ¼ltige LÃ¶sung der Verbindungen zum bisherigen Wohnsitz beweisen sollen, sondern auch die tatsÃ¤chlichen UmstÃ¤nde darzustellen, welche zur BegrÃ¼ndung des neuen Wohnsitzes gefÃ¼hrt haben (vgl. BGE 138 II 300 E. 3.4; BGr, 3. Juni 2021, 2C_881/2020, E. 3.2.3; BGr, 19. September 2019, 2C_170/2019, E. 5.1.4; BGr, 3. Juni 2019, 2C_73/2018, E. 3.3; BGr, 10. MÃ¤rz 2019, 2C_473/2018, E. 4.3).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Entgegen der RÃ¼ge des BeschwerdefÃ¼hrers obliegt ihm in der Tat der Beweis fÃ¼r die von ihm behauptete subjektive Steuerpflicht im Kanton G, sofern die von der VeranlagungsbehÃ¶rde angenommene bisherige subjektive Steuerpflicht im Kanton ZÃ¼rich als sehr wahrscheinlich gilt (E. 2.2). Die Vorinstanz bejahte dies mangels verÃ¤nderter tatsÃ¤chlicher VerhÃ¤ltnisse. Denn unbestrittenermassen blieb der BeschwerdefÃ¼hrer bis 2019 EigentÃ¼mer der jahrelang selbst bewohnten Wohnung "am C-Platz 01" in D, war die Wohnung zu keinem Zeitpunkt fremdvermietet und Ã¤nderten weder seine familiÃ¤ren VerhÃ¤ltnisse noch seine ArbeitstÃ¤tigkeit.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, er habe seinen gesamten Haushalt am 15. Dezember 2017 von D nach F verlegt. Die Wohnung in D habe danach leer gestanden und sei unbewohnbar gewesen. Zwecks Nachweises des Leerstands reichte der BeschwerdefÃ¼hrer zahlreiche Dokumente ein und offerierte Zeugen. </p> <p class="Urteilstext">Aus der Umzugsrechnung im Betrag von Fr. 3'379.80 ergibt sich, dass am 15. Dezember 2017 Umzugsgut von D nach F transportiert wurde, wofÃ¼r zwei MÃ¶belwagen (Ã 37 m<sup>2</sup> und Ã 25 m<sup>2</sup>), drei MÃ¶beltrÃ¤ger, zwei MÃ¶belkrÃ¤ne und 60 Packkartons notwendig waren. Daraus kann jedoch â entgegen den AusfÃ¼hrungen des BeschwerdefÃ¼hrers â nicht abgeleitet werden, dass ein Gesamtvolumen von 62 m<sup>2 </sup>transportiert worden wÃ¤re, sondern nur, dass der grÃ¶ssere MÃ¶belwagen (Ã 37 m<sup>2</sup>) alleine nicht gereicht hÃ¤tte. Die Ware wurde sodann nicht in die neue Unterkunft gebracht, sondern eingelagert. Da in der Umzugsrechnung Hinweise auf mehrere Abladeorte fehlen und nicht davon auszugehen ist, dass die persÃ¶nlichen GegenstÃ¤nde des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼r den tÃ¤glichen Gebrauch (wÃ¤hrend immerhin dreier Wintermonate) eingelagert wurden, ist anzunehmen, dass diese nicht mittransportiert wurden. Ob sonst wirklich der gesamte Hausrat am 15. Dezember 2017 verlegt wurde, ergibt sich nicht aus der Umzugsrechnung und auch nicht aus den schriftlichen BestÃ¤tigungen von K, H und M. Dass sich die zur HÃ¤lfte geschwÃ¤rzte Rechnung fÃ¼r die "Auslagerung" auf Fr. 4'570.15 belÃ¤uft, obwohl das Umzugsgut nur innerhalb von F transportiert werden musste, weckt jedenfalls Zweifel daran. DarÃ¼ber, ob der Umzugsofferte diesbezÃ¼glich mehr entnommen werden kÃ¶nnte, kann nur spekuliert werden, weil sich der BeschwerdefÃ¼hrer weigerte, diese einverlangte Umzugsofferte einzureichen. Stattdessen beharrt er auf die Befragung der offerierten Zeugen. Mit der Vorinstanz ist jedoch festzuhalten, dass diesen Aussagen Ã¼ber drei Jahre spÃ¤ter kein massgeblicher Beweiswert zukÃ¤me, sodass sie ungeeignet erscheinen, das Beweisergebnis (E. 3.2â3.5) zu Ã¤ndern und daher in antizipierter BeweiswÃ¼rdigung darauf zu verzichten ist. Denn Fakt ist, dass selbst wenn (fast) der gesamte Hausrat verlegt worden sein sollte, dem BeschwerdefÃ¼hrer â entgegen seiner RÃ¼ge â in D dennoch eine ÃbernachtungsmÃ¶glichkeit zur VerfÃ¼gung stand, da die allenfalls (fast) leere Wohnung durchaus bewohnbar war, waren doch Strom, Wasser und Heizung vorhanden. Wie festgestellt, verblieben seine persÃ¶nlichen GegenstÃ¤nde fÃ¼r den alltÃ¤glichen Gebrauch ohnehin bei ihm. Eine Schlafgelegenheit, etwa ein Luftbett, wÃ¤ren heutzutage komfortabel und binnen Minuten auf- bzw. abgebaut, sollte kein Bett mehr in der Wohnung gestanden sein. Hinzu kommt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer laut Untermietvertrag in F nicht einmal die WaschkÃ¼che mitbenÃ¼tzen durfte. Somit stand ihm in D eine im Vergleich zum gemieteten Zimmer in F, das nicht mehr Komfort bot, ebenbÃ¼rtige Unterkunft zur VerfÃ¼gung. Vor diesem Hintergrund vermÃ¶gen weder Untermietvertrag noch der behauptete Leerstand der Wohnung in D zu einer anderen WÃ¼rdigung des steuerrechtlichen Wohnsitzes als in den vorangehenden Steuerperioden zu fÃ¼hren bzw. eine Wohnsitzverlegung nahezulegen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Um zu eruieren, wo sich der BeschwerdefÃ¼hrer im strittigen Zeitraum tatsÃ¤chlich aufgehalten hat, analysierte die Vorinstanz den Stromverbrauch in der Wohnung in D und kam zum Schluss, dass der RÃ¼ckgang des Stromverbrauchs im Jahr 2017 im Vergleich zu 2016 um ca. 50 % andere GrÃ¼nde haben muss. Der BeschwerdefÃ¼hrer bemÃ¤ngelt, dass die Vorinstanz diese "anderen UmstÃ¤nde" nicht weiter ausfÃ¼hrt. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb die Vorinstanz hierÃ¼ber hÃ¤tte spekulieren sollen. Vielmehr leuchtet es ein, dass der RÃ¼ckgang um 50 % nicht auf die 15 Tage (15. Dezember 2017 bis 31. Dezember 2017), wÃ¤hrend welcher der BeschwerdefÃ¼hrer nicht mehr dort gewohnt haben will, zurÃ¼ckzufÃ¼hren sein kann. Im 2018 hat sich der Stromverbrauch gegenÃ¼ber 2017 gar wieder marginal erhÃ¶ht, obwohl die Wohnung unbewohnt gewesen sein soll. Der BeschwerdefÃ¼hrer begrÃ¼ndet dies damit, dass Handwerker in der Wohnung gearbeitet hÃ¤tten, Wohnungsbesichtigungen durchgefÃ¼hrt worden seien und die Alarmanlage stÃ¤ndig in Betrieb gewesen sei. Dass damit gleich viel Energie verbraucht worden sein soll, wie der BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¤hrend eines Jahrs (2017) verbraucht hat, ist schwer nachvollziehbar. Jedenfalls spricht der Stromverbrauch im Jahr 2017 nicht fÃ¼r eine Wohnsitzverlegung.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Das kantonale Steueramt ersuchte den BeschwerdefÃ¼hrer um Einreichung der Kreditkarten- und Bankkontobelege fÃ¼r Dezember 2017. Der BeschwerdefÃ¼hrer kam dieser Aufforderung nicht nach mit der BegrÃ¼ndung, bei Pendlern sei das TÃ¤tigen von EinkÃ¤ufen am Arbeitsort irrelevant fÃ¼r die Bestimmung des Lebensmittelpunkts. Dabei verkennt der BeschwerdefÃ¼hrer, dass dies nur fÃ¼r Pendler zutrifft, nicht aber zwecks KlÃ¤rung der Frage, ob eine Person Ã¼berhaupt als Pendler zu qualifizieren ist. Das kantonale Steueramt hat den BeschwerdefÃ¼hrer daher zu Recht aufgefordert, die entsprechenden Belege einzureichen, weil â wie die Vorinstanz zutreffend ausgefÃ¼hrt hat â sich daraus mÃ¶glicherweise Hinweise auf den tatsÃ¤chlichen Aufenthaltsort und Lebensmittelpunkt des BeschwerdefÃ¼hrers ergeben. Indem der BeschwerdefÃ¼hrer dieser Aufforderung nicht nachgekommen ist, hat er seine Mitwirkungspflicht abermals verletzt. Entgegen seiner RÃ¼ge kann dieser Umstand sehr wohl zu seinen Ungunsten berÃ¼cksichtigt werden, kann die Verletzung der Mitwirkungspflicht durch die steuerpflichtige Person, durchaus ein Indiz fÃ¼r oder gegen die Verwirklichung einer steuerrelevanten Tatsache bilden (BGer, 8.6.2021, 2C_211/2021, E. 5.1.2; BGer, 18.6.2020, 2C_247/2020, E. 4.3.1 = StE 2020 B 23.47.2 Nr. 26; BGer, 11.11.2016, 2C_483/2016 und 2C_484/2016, E. 6.3).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Nach dem Gesagten kann festgehalten werden, dass es dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht gelungen ist, die Vermutung des Fortbestands der subjektiven Steuerpflicht im Kanton ZÃ¼rich umzustossen und beim Gericht begrÃ¼ndete Zweifel am hiesigen Wohnsitz per 31. Dezember 2017 zu wecken, geschweige denn den steuerrechtlichen Wohnsitz in F per 31. Dezember 2017 nachzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Ist der Veranlagungsort fÃ¼r die direkte Bundessteuer ungewiss oder streitig, so wird er â wenn mehrere Kantone infrage kommen â durch die EStV bestimmt (Art. 108 Abs. 1 Satz 1 DBG). ErfÃ¤hrt eine VeranlagungsbehÃ¶rde oder Rechtsmittelinstanz vom konkurrierenden Anspruch eines anderen Kantons, ist vor weiteren Veranlagungshandlungen die EStV anzugehen, um die ZustÃ¤ndigkeit festlegen zu lassen (Art. 108 Abs. 1 DBG; BGE 146 II 111 E. 2.3.7; 137 I 273 E. 3.3.1). Den Steuerpflichtigen steht es aber auch offen, auf einen Antrag nach Art. 108 Abs. 1 DBG zu verzichten und die ZustÃ¤ndigkeit der VeranlagungsbehÃ¶rde stattdessen im ordentlichen Rechtsmittelweg zu bestreiten, mit der BegrÃ¼ndung, die verfÃ¼gende BehÃ¶rde sei nicht zustÃ¤ndig (Guido Jud, in: Martin Zweifel/Michael Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz Ã¼ber die direkte Bundessteuer, 3. A., Basel 2017, Art. 108 DBG N. 9). Letztinstanzlich entscheidet bei beiden Rechtsmittelwegen das Bundesgericht Ã¼ber das Hauptsteuerdomizil (vgl. Art. 146 DBG; Art. 31 und Art. 33 lit. d des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG] i.<span> </span>V.<span> </span>m. Art. 86 Abs. 1 lit. a des Bundesgerichtsgesetzes [BGG]; zum Ganzen BGr, 8. Juni 2020, 2C_806/2019, E. 5.1). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Gleichzeitig gilt im Recht der direkten Bundessteuer fÃ¼r natÃ¼rliche Personen der Grundsatz der einheitlichen und ungeteilten Veranlagungs- und BezugszustÃ¤ndigkeit (Art. 105 Abs. 1 DBG; BGE 142 II 182 E. 2.7.6; 137 I 273 E. 3.3.1). Sowohl die Staats- und Gemeindesteuern wie auch die direkte Bundessteuer werden also von dem Kanton erhoben, in welchem die steuerpflichtige Person ihren steuerrechtlichen Wohnsitz hat. Zudem ist betreffend die Festlegung des Steuerdomizils zu berÃ¼cksichtigen, dass die massgebenden kantonalrechtlichen Bestimmungen jenen des StHG entsprechen (vgl. Art. 3 Abs. 2 StHG). Mithin ist somit fÃ¼r die Bestimmung des Steuerdomizils der direkten Bundessteuer nach den gleichen GrundsÃ¤tzen zu verfahren, wie bei der Staatssteuer (sog. vertikale Steuerharmonisierung; Art. 128 und 129 BV). Dies hat zur Folge, dass der vorliegende Entscheid betreffend die Festlegung des Hauptsteuerdomizils fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern prÃ¤judizierende Wirkung auf die Festlegung desselben fÃ¼r direkte Bundessteuer hat (vgl. zur vertikalen Steuerharmonisierung BGE 145 II 130 E. 2.2.4; BGr, 29. Januar 2019, 2C_404/2019, E. 2.4). Aus prozessÃ¶konomischen Ãberlegungen erÃ¼brigt sich insbesondere dann eine Ãberweisung an die EStV, wenn das Verfahren betreffend die Staats- und Gemeindesteuern spruchreif ist (vgl. BGr, 23. Dezember 2021, 2C_753/2020, E. 1.2.1 m.<span> </span>w.<span> </span>H.; zum Ganzen BGr, 8. Juni 2020, 2C_806/2019, E. 5.4).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt, bereits das kantonale Steueramt hÃ¤tte wegen der bestrittenen VeranlagungszustÃ¤ndigkeit die Angelegenheit an die EStV Ã¼berweisen mÃ¼ssen, und verlangt die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids zufolge sachlicher und funktionaler ZustÃ¤ndigkeit und damit zufolge Unwirksamkeit. Im Einspracheverfahren hatte der BeschwerdefÃ¼hrer keinen Antrag auf Ãberweisung gestellt; mit Beschwerde an das Steuerrekursgericht hatte er ausdrÃ¼cklich beantragt, die Sache sei aus prozessÃ¶konomischen GrÃ¼nden <i>nicht</i> an die EStV zu Ã¼berweisen. Unter Berufung auf die dargestellte bundesgerichtliche Rechtsprechung hat das Steuerrekursgericht in Auslegung der AntrÃ¤ge des BeschwerdefÃ¼hrers, wonach es dem Bundesgericht Ã¼berlassen werden soll, den Entscheid eventuell aufzuheben, die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer abgewiesen. In seiner Beschwerdeschrift an das Verwaltungsgericht beantragt der BeschwerdefÃ¼hrer wiederum zum einen die Aufhebung der vorinstanzlichen Entscheide zufolge Unwirksamkeit, zum anderen fÃ¼hrt er aus, "auf eine Ãberweisung an die EidgenÃ¶ssische Steuerverwaltung sollte aufgrund des Parallelverfahrens fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern aus prozessÃ¶konomischen GrÃ¼nden aber verzichtet werden".</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Vorab kann mit Blick auf E. 3 festgehalten werden, dass die Sache hinsichtlich der Staats- und Gemeindesteuern spruchreif erscheint und jener Entscheid fÃ¼r die Festlegung des Hauptsteuerdomizils des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼r direkte Bundessteuer prÃ¤judizierend wirkt (E. 4.2). Der BeschwerdefÃ¼hrer hat ausdrÃ¼cklich auf einen Antrag auf Ãberweisung verzichtet und stattdessen diesen Rechtsweg beschritten. Ob das kantonale Steueramt nicht trotzdem i.<span> </span>S.<span> </span>v. Art. 108 DBG zur Ãberweisung an die EStV verpflichtet gewesen wÃ¤re, sei dahingestellt. Ebenfalls offenbleiben kann, ob die Gutheissung des Antrags auf Feststellung der Nichtigkeit auf Stufe Verwaltungsgericht wirklich prozessÃ¶konomischer wÃ¤re als eine Ãberweisung an die EStV. Das Bundesgericht seinerseits verzichtet auf eine Ãberweisung und behaftet den BeschwerdefÃ¼hrer auf seiner Wahl des Rechtsmittelwegs. </p> <p class="Urteilstext">Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet nicht ausschliesslich die Festlegung des steuerrechtlichen Wohnsitzes des BeschwerdefÃ¼hrers (sog. Steuerhoheitsverfahren), sondern umfasst gleichzeitig auch die eigentliche EinschÃ¤tzung bzw. Veranlagung des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼r die Steuerperiode 2017. Die Frage des steuerrechtlichen Wohnsitzes stellt dabei eine Vorfrage dar, wÃ¤hrend die Veranlagung an sich die Hauptfrage bildet. Es trifft zwar zu, dass das kantonale Steueramt, das Steuerrekurs- und das Verwaltungsgericht nicht zustÃ¤ndig sind, Ã¼ber die Vorfrage zu entscheiden, d.<span> </span>h. den Veranlagungsort i.<span> </span>S.<span> </span>v. Art. 108 Abs. 1 DBG festzulegen. In der Hauptfrage, die Veranlagung der direkten Bundessteuer 2017, ist jedoch die EStV nicht zustÃ¤ndig, sondern vielmehr â abhÃ¤ngig vom Entscheid der Vorfrage â potenziell die ZÃ¼rcher SteuerbehÃ¶rden. Die vom kantonalen Steueramt vorgenommene, vorliegend umstrittene Veranlagung als solche ist daher nicht in jedem Fall nichtig, sondern nur "schwebend nichtig". Dem Antrag des BeschwerdefÃ¼hrers auf Feststellung der Unwirksamkeit des Beschwerdeentscheids des Steuerrekursgerichts und damit, da dieser Entscheid nicht nur die Vorfrage, sondern den gesamten Streitgegenstand betrifft, auch der Nichtigkeit der Veranlagung als solcher kann schon aus diesem Grund nicht stattgegeben werden. Denn Nichtigkeit, d.<span> </span>h. absolute Unwirksamkeit, einer VerfÃ¼gung wird nur angenommen, wenn â nebst anderen kumulativen Voraussetzungen â der schwerwiegende Mangel offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Eventualiter beantragt der BeschwerdefÃ¼hrer, den vorinstanzlichen Beschwerdeentscheid mangels persÃ¶nlicher ZugehÃ¶rigkeit ersatzlos aufzuheben. Die fÃ¼r den vorliegenden Fall einschlÃ¤gigen Bestimmungen zur Festlegung des steuerrechtlichen Wohnsitzes im DBG entsprechen den Bestimmungen im StHG (dazu E. 2.1). Mithin ist somit fÃ¼r die Bestimmung des Steuerdomizils der direkten Bundessteuer nach den gleichen GrundsÃ¤tzen zu verfahren, wie bei der Staatssteuer (sog. vertikale Steuerharmonisierung; Art. 128 und 129 BV; E. 4.2). Dies wÃ¼rde zu einem Hauptsteuerdomizil im Kanton ZÃ¼rich fÃ¼hren, wobei anzumerken ist, dass das Verwaltungsgericht fÃ¼r die Festlegung des Veranlagungsorts i.<span> </span>S.<span> </span>v. Art. 108 DBG nicht zustÃ¤ndig wÃ¤re und somit je nach Auslegung dieses Antrags nicht darauf einzutreten wÃ¤re. Da die Sache wie erwÃ¤hnt spruchreif ist, ist auf eine RÃ¼ckweisung â an die nach Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers ohnehin unzustÃ¤ndigen Instanzen â zu verzichten und ist der Subeventualantrag demgemÃ¤ss abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG und Art. 144 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 145 Abs. 2 DBG) und steht ihm keine EntschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG in Verbindung mit § 152 und § 153 Abs. 4 StG sowie Art. 64 des Bundesgesetzes Ã¼ber das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 [VwVG] in Verbindung mit Art. 144 Abs. 4 und Art. 145 Abs. 2 DBG). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde SB.2021.00059 betreffend Staats- und Gemeindesteuern 2017 wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Beschwerde SB.2021.00060 betreffend direkte Bundessteuer 2017 wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr im Verfahren SB.2021.00059 wird festgesetzt auf <br/> Fr. 10'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 87.50</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 10'087.50</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die GerichtsgebÃ¼hr im Verfahren SB.2021.00060 wird festgesetzt auf <br/> Fr. 6'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 52.50</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 6'052.50</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>