<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2023.00587</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=224065&amp;W10_KEY=13045528&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2023.00587</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 29.05.2024</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Straf- und Massnahmenvollzug</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Strafvollzug mit Electronic Monitoring</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Das JuWe wies ein Gesuch des Beschwerdeführers um Verbüssung einer Freiheitsstrafe mittels elektronischer Überwachung mit Verfügung vom 24. April 2023 unter anderem mangels Nachweis einer geregelten Arbeit im Sinn des Art. 79b Abs. 2 lit. c StGB ab. Auf ein Gesuch des Beschwerdeführers um Wiedererwägung dieser Verfügung trat es am 7. Juni 2023 nicht ein. Dagegen beschritt der Beschwerdeführer den Rechtsweg.] Mit einem Wiedererwägungsgesuch wird die erstinstanzlich verfügende Verwaltungsbehörde ersucht, auf ihre Anordnung zurückzukommen und sie abzuändern oder aufzuheben. Es ist kein eigentliches Rechtsmittel, sondern ein blosser Rechtsbehelf. Die Behörde muss sich damit nur unter bestimmten Voraussetzungen befassen und allenfalls auf ihre Verfügung zurückkommen, etwa wenn sich die massgebenden Sachumstände seit dem Entscheid wesentlich geändert haben. Lehnt es die Behörde ab, auf ein Wiedererwägungsgesuch einzutreten, kann dagegen grundsätzlich kein Rechtsmittel ergriffen werden - es sei denn mit der Begründung, die Behörde habe zu Unrecht das Vorliegen der Eintretensvoraussetzungen verneint (zum Ganzen E. 3.1). Mit seinem Wiedererwägungsgesuch machte der Beschwerdeführer weder ergänzende Ausführungen zu seiner angeblichen selbständigen Erwerbstätigkeit, noch brachte er zusätzliche Belege bei. Er tat mithin keine massgebliche Änderung des rechtserheblichen Sachverhalts dar. Nachdem das Gesetz für die Anordnung der besonderen Vollzugsform der elektronischen Überwachung zwingend voraussetzt, dass die verurteilte Person einer Arbeit, Ausbildung oder Beschäftigung von mindestens 20 Stunden pro Woche nachgeht, ist nicht zu beanstanden, dass das JuWe auf das Wiedererwägungsgesuch nicht eintrat (E. 3.2-4). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ELECTRONIC MONITORING">ELECTRONIC MONITORING</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MASSGEBLICHE VERÃNDERUNG DER VERHÃLTNISSE">MASSGEBLICHE VERÃNDERUNG DER VERHÃLTNISSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERWÃGUNG">WIEDERERWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERWÃGUNGSGESUCH">WIEDERERWÃGUNGSGESUCH</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 79b Abs. II lit. c StGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=66599" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2023.00587</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der Einzelrichterin</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">29. Mai 2024</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Eva Heierle.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Justizvollzug und Wiedereingliederung, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Strafvollzug mit Electronic Monitoring,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A wurde mit Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 6. September 2022 unter anderem des mehrfachen Betrugs, der mehrfachen UrkundenfÃ¤lschung und der mehrfachen GeldwÃ¤scherei schuldig gesprochen und mit zwÃ¶lf Monaten Freiheitsstrafe (wovon ein Tag durch Untersuchungshaft erstanden) sowie Fr. 200.- Busse bestraft. Die Freiheitsstrafe wurde unter Ansetzung einer dreijÃ¤hrigen Probezeit im Umfang von sechs Monaten aufgeschoben; im Ãbrigen (sechs Monate abzÃ¼glich eines Tags erstandener Haft) wurde die Freiheitsstrafe unbedingt ausgesprochen. FÃ¼r den Fall des schuldhaften Nichtbezahlens der Busse wurde eine Ersatzfreiheitsstrafe von sechs Tagen angeordnet. </p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 24. April 2023 wies das Amt fÃ¼r Justizvollzug und Wiedereingliederung (fortan: JuWe) ein Gesuch von A vom 27. Dezember 2022 um VerbÃ¼ssung der unbedingten Freiheitsstrafe mittels elektronischer Ãberwachung (nachfolgend auch: Electronic Monitoring) ab (Dispositivziffer I) und lud ihn per 31. Juli 2023 in den Normalvollzug vor (Dispositivziffern II und III). Die VerfÃ¼gung wurde mit eingeschriebener Sendung an A versandt; gemÃ¤ss einem Vermerk der Schweizerischen Post indes von diesem nicht abgeholt. Ein zweiter Zustellversuch per A-Post blieb infolge Wegzugs von A ebenfalls erfolglos. </p> <p class="Urteilstext">Am 10. Mai 2023 reichte A dem JuWe verschiedene Unterlagen betreffend sein Gesuch um StrafverbÃ¼ssung in Electronic Monitoring ein. Das JuWe nahm diese Eingabe als Gesuch um WiedererwÃ¤gung der VerfÃ¼gung vom 24. April 2023 entgegen und trat darauf mit VerfÃ¼gung vom 7. Juni 2023 nicht ein.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">A rekurrierte dagegen am 7. Juli 2023 an die Sicherheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich und beantragte, in Aufhebung der VerfÃ¼gung vom 7. Juni 2023 sowie unter EntschÃ¤digungsfolge sei sein Gesuch um StrafverbÃ¼ssung in Electronic Monitoring gutzuheissen. Die Sicherheitsdirektion trat mit VerfÃ¼gung vom 10. Juli 2023 nicht auf den Rekurs ein und Ã¼berwies die Sache an die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons ZÃ¼rich (fortan: Justizdirektion). Die Justizdirektion wies den Rekurs mit VerfÃ¼gung vom 30. August 2023 ab (Dispositivziffer I), auferlegte A die Verfahrenskosten von insgesamt Fr. 470.- (Dispositivziffer II) und verweigerte ihm die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung (Dispositivziffer III).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen fÃ¼hrte A am 2. Oktober 2023 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und verlangte, in Aufhebung der VerfÃ¼gungen vom 7. Juni und 30. August 2023 sowie unter EntschÃ¤digungsfolge sei sein Gesuch um StrafverbÃ¼ssung mittels elektronischer Ãberwachung gutzuheissen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um GewÃ¤hrung unentgeltlicher ProzessfÃ¼hrung. Die Justizdirektion schloss am 17. Oktober 2023 auf Abweisung der Beschwerde. Das JuWe beantragte mit Beschwerdeantwort vom 20. Oktober die Abweisung des Rechtsmittels. A reichte dem Verwaltungsgericht am 6. und 23. Oktober 2023 sowie am 2. November 2023 und am 27. Dezember 2023 weitere Unterlagen ein.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Einzelrichterin</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit §§ 19 Abs. 1 lit. a sowie 19b Abs. 2 lit. b Ziff. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG; LS 175.2) fÃ¼r die Beurteilung von Beschwerden gegen Rekursentscheide der Justizdirektion Ã¼ber Anordnungen des JuWe betreffend den Strafvollzug zustÃ¤ndig. Streitigkeiten betreffend den Justizvollzug nach dem Straf- und Justizvollzugsgesetz vom 19. Juni 2006 (StJVG; LS 331) werden von der Einzelrichterin oder vom Einzelrichter behandelt, sofern sie nicht wegen grundsÃ¤tzlicher Bedeutung der Kammer zur Beurteilung Ã¼berwiesen werden (§ 38b Abs. 1 lit. d Ziff. 2 in Verbindung mit § 38b Abs. 2 VRG). Ein Fall von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung liegt hier nicht vor, weshalb die Einzelrichterin zum Entscheid berufen ist. Bei der Frage des Strafvollzugs mit Electronic Monitoring handelt es sich um eine Materie, welche auch im Licht der bundesgerichtlichen Rechtsprechung weiterhin der einzelrichterlichen Jurisdiktion unterstellt werden darf (vgl. BGE 147 IV 433 E. 2.3).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der Beschwerdegegner wies das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um VerbÃ¼ssung der Freiheitsstrafe in der besonderen Vollzugsform des Electronic Monitoring vom 27. Dezember 2022 mit VerfÃ¼gung vom 24. April 2023 ab. Er begrÃ¼ndete dies damit, dass verschiedene Voraussetzungen fÃ¼r die gewÃ¼nschte besondere Vollzugsform nicht erfÃ¼llt seien. So habe der BeschwerdefÃ¼hrer nicht nachgewiesen, dass er einer Arbeit im Umfang von mindestens 20 Stunden pro Woche nachgehe. Er kÃ¶nne auch keine dauerhafte Unterkunft oder eine Privathaftpflichtversicherung vorweisen. Die VerfÃ¼gung vom 24. April 2023 wurde gleichentags versandt, indes vom BeschwerdefÃ¼hrer nicht abgeholt, weshalb sie am 4. Mai 2023 an den Beschwerdegegner retourniert wurde. Am 10. Mai 2023 reichte der BeschwerdefÃ¼hrer weitere Unterlagen zu seinem Gesuch vom 27. Dezember 2022 ein. Der Beschwerdegegner teilte ihm daraufhin mit Schreiben vom 12. Mai 2023 mit, dass sein Gesuch um StrafverbÃ¼ssung in Electronic Monitoring abgewiesen worden sei und er die entsprechende VerfÃ¼gung (vom 24. April 2023) nicht abgeholt habe. Die VerfÃ¼gung gelte mit Ablauf der Abholfrist als zugestellt. Mit der Zustellung der VerfÃ¼gung beginne die 30-tÃ¤gige Rekursfrist zu laufen. Ein allfÃ¤lliger Rekurs sei an die Justizdirektion zu richten. Die nachtrÃ¤glich bzw. am 10. Mai 2023 eingereichten Unterlagen wÃ¼rden als WiedererwÃ¤gungsgesuch betreffend die VerfÃ¼gung vom 24. April 2023 entgegengenommen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Wie die Vorinstanz zutreffend erwÃ¤gt, hat der Beschwerdegegner seine VerfÃ¼gung vom 24. April 2023 mit einer korrekten Rechtsmittelbelehrung versehen und zudem den BeschwerdefÃ¼hrer mit Schreiben vom 12. Mai 2023 auf die laufende Rekursfrist sowie die RekursmÃ¶glichkeit hingewiesen. Der BeschwerdefÃ¼hrer rekurrierte in der Folge nicht gegen die VerfÃ¼gung vom 24. April 2024, weshalb diese mit Ablauf der Rechtsmittelfrist in Rechtskraft erwuchs. </p> <p class="Urteilstext">Die Eingabe des BeschwerdefÃ¼hrers vom 10. Mai 2023 hat der Beschwerdegegner sodann wie mit Schreiben vom 12. Mai 2023 angekÃ¼ndigt, als Gesuch um WiedererwÃ¤gung der VerfÃ¼gung vom 24. April 2024 behandelt. Zu prÃ¼fen ist, ob er darauf zu Recht nicht eingetreten ist. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Mit dem WiedererwÃ¤gungsgesuch wird die erstinstanzlich verfÃ¼gende VerwaltungsbehÃ¶rde ersucht, auf ihre Anordnung zurÃ¼ckzukommen und sie abzuÃ¤ndern oder aufzuheben. Das WiedererwÃ¤gungsgesuch ist seiner Natur nach kein eigentliches Rechtsmittel, sondern ein blosser Rechtsbehelf. <span>Eine erstinstanzliche kantonale BehÃ¶rde muss sich mit einem WiedererwÃ¤gungsgesuch befassen und allenfalls auf eine rechtskrÃ¤ftige VerfÃ¼gung bzw. einen Einspracheentscheid, der nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung war, zurÃ¼ckkommen, wenn sich eine entsprechende Pflicht aus dem kantonalen Recht ergibt oder direkt aus der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, SR 101) fliessende GrundsÃ¤tze dies gebieten. Ersteres liegt â im Sinn einer Revision gemÃ¤ss §§ 86aâ86d VRG â vor, wenn die gesuchstellende Person erhebliche Tatsachen oder Beweismittel geltend macht, die ihr im frÃ¼heren Verfahren nicht bekannt waren oder die schon damals geltend zu machen fÃ¼r sie rechtlich oder tatsÃ¤chlich unmÃ¶glich war oder keine Veranlassung bestand (BGE 138 I 61 E. 4.3, 136 II 177, E. 2.1, 127 I 133 E. 6 [je mit Hinweisen]; Martin Bertschi in Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], Vorbemerkungen zu §§ 86aâ86d N. 14 f.). Aus Art. 29 Abs. 1 und 2 BV kann sich zudem ein Anspruch auf WiedererwÃ¤gung einer rechtskrÃ¤ftigen DauerverfÃ¼gung oder einer anderen in die Zukunft wirkenden VerfÃ¼gung ergeben; dafÃ¼r ist vorausgesetzt, dass sich die massgebenden SachumstÃ¤nde oder Rechtsgrundlagen seit dem Entscheid wesentlich geÃ¤ndert haben (sogenannte Anpassung). Diese Voraussetzungen sind grundsÃ¤tzlich auch bei negativen, in die Zukunft wirkenden VerfÃ¼gungen zu prÃ¼fen (sog. Quasi-Anpassung, vgl. VGr, 7. Januar 2021, VB.2020.00008, E. 2.2; 3. September 2014, VB.2014.00390, E. 1.2; Bertschi, Vorbemerkungen zu §§ 86aâ86d N. 17 f. und N. 20). </span></p> <p class="Urteilstext">Die WiedererwÃ¤gung von Verwaltungsentscheiden, die in Rechtskraft erwachsen sind, ist nicht beliebig zulÃ¤ssig. Sie darf namentlich nicht bloss dazu dienen, rechtskrÃ¤ftige Verwaltungsentscheide immer wieder infrage zu stellen oder die Fristen fÃ¼r die Ergreifung von Rechtsmitteln zu umgehen (BGE 136 II 177 E. 2.1). Zudem begrÃ¼nden nicht alle echten Noven einen Anpassungsanspruch: Nur wesentliche Sach- oder RechtsÃ¤nderungen, die geeignet erscheinen, das VerfÃ¼gungsdispositiv abzuÃ¤ndern, erlauben eine Wiederaufnahme rechtskrÃ¤ftig erledigter Verfahren (Martin Tanner, WiedererwÃ¤gung, ZÃ¼rich 2021, Rz. 256 ff. mit Hinweisen). Ein verfassungsmÃ¤ssiger Anspruch auf Eintreten auf ein Anpassungsgesuch besteht nicht schon wegen einer VerÃ¤nderung der UmstÃ¤nde, sondern nur, wenn deswegen ein anderes Ergebnis realistischerweise in Betracht kommt (Bertschi, Vorbemerkungen zu §§ 86aâ86d N. 17). Ein WiedererwÃ¤gungsgesuch muss mithin im Einzelnen aufzeigen und substanziiert darlegen, inwiefern sich die massgeblichen UmstÃ¤nde seit Erlass der VerfÃ¼gung entscheidend geÃ¤ndert haben; pauschale oder haltlose ErklÃ¤rungen genÃ¼gen nicht (Tanner, Rz. 349). Dabei fÃ¼hrt die VerÃ¤nderung eines einzelnen Elements, das bei der AbwÃ¤gung im frÃ¼heren Entscheid mitberÃ¼cksichtigt wurde, noch nicht zwingend zu einer materiellen PrÃ¼fung des Gesuchs. Vielmehr geht es unter dem Blickwinkel eines Eintretensanspruchs vor erster Instanz einzig um die Frage, ob sich im rechtserheblichen Sachverhalt die Gewichte seit dem letzten Entscheid derart verschoben haben, dass im konkreten Fall ein anderer Ausgang realistischerweise in Betracht kommt (zum Ganzen VGr, 14. November 2019, VB.2019.00543, E. 3.3 mit Hinweisen).</p> <p class="Urteilstext">Lehnt es die BehÃ¶rde ab, auf ein WiedererwÃ¤gungsgesuch einzutreten, kann dagegen grundsÃ¤tzlich kein Rechtsmittel ergriffen werden â es sei denn mit der BegrÃ¼ndung, die BehÃ¶rde habe zu Unrecht das Vorliegen der Eintretensvoraussetzungen verneint (Bertschi, Vorbemerkungen zu §§ 86aâ86d N. 21). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer reichte dem Beschwerdegegner am 10. Mai 2023 folgende Unterlagen ein: einen unbefristeten Mietvertrag vom 26. April 2023 fÃ¼r eine 4,5-Zimmer-Wohnung an der B-Strasse 01 in C mit Vertragsbeginn ab 1. Mai 2023, einen Auszug aus dem Handelsregister des Kantons ZÃ¼rich betreffend das Einzelunternehmen "D" vom 8. Februar 2023 sowie die Offerte einer Versicherungsgesellschaft fÃ¼r den Abschluss einer Privathaftpflichtversicherung vom 10. Mai 2023.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Der Beschwerdegegner erwog in der AusgangsverfÃ¼gung vom 7. Juni 2023, angesichts der nachtrÃ¤glich beigebrachten Unterlagen kÃ¶nne zwar betreffend die dauerhafte Unterkunft und den Nachweis einer Privathaftpflichtversicherung von hinreichend belegten verÃ¤nderten UmstÃ¤nden ausgegangen werden. Erhebliche Tatsachen oder Beweismittel in Bezug auf die Arbeitssituation habe der BeschwerdefÃ¼hrer hingegen keine vorgebracht. Vielmehr habe er einzig einen Handelsregisterauszug seiner Einzelunternehmung eingereicht. Die bereits bei der Behandlung seines Gesuchs um StrafverbÃ¼ssung im Electronic Monitoring angeforderten weiteren Unterlagen zum Nachweis der tatsÃ¤chlichen AusÃ¼bung der geltend gemachten selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit habe er jedoch immer noch nicht erhÃ¤ltlich gemacht. Mit Bezug auf die Arbeitssituation seien somit weder neue Tatsachen oder Beweismittel zu berÃ¼cksichtigen noch verÃ¤nderte UmstÃ¤nde ersichtlich. Ein anderes Ergebnis als die erneute Abweisung des Gesuchs um StrafverbÃ¼ssung im Electronic Monitoring komme daher nicht in Betracht, weshalb auf das sinngemÃ¤sse Gesuch um WiedererwÃ¤gung der VerfÃ¼gung vom 24. April 2023 nicht einzutreten sei. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht in seiner Beschwerde vom 2. Oktober 2023 gegen den Nichteintretensentscheid im Wesentlichen sinngemÃ¤ss geltend, er habe gegenÃ¼ber dem Beschwerdegegner deklariert, dass er in Vollzeit erwerbstÃ¤tig sei, und nicht gewusst, welchen Nachweis hierfÃ¼r er als SelbstÃ¤ndigerwerbender hÃ¤tte vorweisen sollen. Dabei lÃ¤sst er ausser Acht, dass bereits das ihm vom Beschwerdegegner Ã¼berlassene Gesuchsformular zur Einreichung bestimmter Belege einer allfÃ¤lligen selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit aufforderte und der Beschwerdegegner ihn mit Schreiben vom 9. und 17. Januar 2023 erneut zur Einreichung von Unterlagen betreffend die selbstÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit â "(AnmeldungsbestÃ¤tigung AHV, Handelsregisterauszug und Wochenplan Ã¼ber die anfallenden TÃ¤tigkeiten etc.)" â anhielt. Schon deshalb musste ihm denn auch klar sein, dass die blosse Deklaration einer ArbeitstÃ¤tigkeit nicht genÃ¼gte. Der BeschwerdefÃ¼hrer brachte indes als Beleg fÃ¼r die geltend gemachte selbstÃ¤ndige VollzeiterwerbstÃ¤tigkeit bloss einen Handelsregisterauszug seines Einzelunternehmens bei, dessen GrÃ¼ndung er â noch mit anderem Namen â in seinem Gesuch vom 27. Dezember 2022 fÃ¼r Januar 2023 angekÃ¼ndigt hatte. Seine Eingabe vom 10. Mai 2023 enthielt mit Bezug auf die ArbeitstÃ¤tigkeit keine zusÃ¤tzlichen Belege. ErgÃ¤nzende AusfÃ¼hrungen zu seiner BeschÃ¤ftigung machte der BeschwerdefÃ¼hrer nicht. Er legte somit weder neue Beweismittel vor noch tat er dar, dass sich der rechtserhebliche Sachverhalt massgeblich verÃ¤ndert hÃ¤tte. Nachdem fÃ¼r die Anordnung der besonderen Vollzugsform der elektronischen Ãberwachung gemÃ¤ss Art. 79b Abs. 2 lit. c des Strafgesetzbuchs vom 21. Dezember 1937 (StGB, SR 311.0) zwingend vorausgesetzt ist, dass die verurteilte Person einer geregelten Arbeit, Ausbildung oder BeschÃ¤ftigung von mindestens 20 Stunden pro Woche nachgeht, ist der Schluss des Beschwerdegegners, wonach ein anderer Ausgang des Gesuchsverfahrens trotz â aus dessen Sicht â nunmehr gegebenem Nachweis einer dauerhaften Unterkunft sowie einer Haftpflichtversicherung nicht in Betracht falle, nicht zu beanstanden. Dass der Beschwerdegegner auf das Gesuch um WiedererwÃ¤gung der VerfÃ¼gung vom 24. April 2023 nicht eintrat und die Vorinstanz den dagegen gerichteten Rekurs des BeschwerdefÃ¼hrers abwies, hÃ¤lt mithin einer Rechtskontrolle stand. Damit bleibt fÃ¼r eine materielle ÃberprÃ¼fung der VerfÃ¼gung vom 24. April 2023 kein Raum. </p> <p class="Erwgung2">Daran Ã¤ndert nichts, dass der BeschwerdefÃ¼hrer nunmehr im Beschwerdeverfahren weitere Unterlagen betreffend seine BeschÃ¤ftigung beigebracht hat. Es steht ihm aber unter Vorbehalt rechtsmissbrÃ¤uchlichen Vorgehens frei, beim Beschwerdegegner ein erneutes WiedererwÃ¤gungsgesuch (unter Beilage der entsprechenden Belege) einzureichen. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Zu prÃ¼fen bleibt sein Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung: </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>GemÃ¤ss § 16 Abs. 1 VRG haben Private, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offenkundig aussichtslos erscheinen, auf Ersuchen Anspruch auf unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung. Offenkundig aussichtslos sind Begehren, deren Chancen auf Gutheissung um derart viel kleiner als jene auf Abweisung erscheinen, dass sie kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen (Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 16 N. 46). Mittellos ist, wer nicht in der Lage ist, die Gerichtskosten aus seinem Einkommen â nach Abzug der Lebenshaltungskosten â innert nÃ¼tzlicher Frist zu bezahlen (PlÃ¼ss, § 16 N. 20). </p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer in seinem WiedererwÃ¤gungsgesuch in Bezug auf die fÃ¼r die besondere Vollzugsform des Electronic Monitoring zwingend vorauszusetzende BeschÃ¤ftigung bzw. ErwerbstÃ¤tigkeit weder verÃ¤nderte UmstÃ¤nde geltend machte noch neue Beweismittel beibrachte oder nur schon die bereits im Gesuchverfahren vom Beschwerdegegner angeforderten Unterlagen beibrachte, muss die Beschwerde als offenkundig aussichtslos bezeichnet werden. Hinzu kommt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer sinngemÃ¤ss geltend macht, sich erfolgreich selbstÃ¤ndig gemacht bzw. ein "stabiles GeschÃ¤ft" zu haben und seinen Lebensunterhalt selbst zu finanzieren, weshalb es widersprÃ¼chlich wÃ¤re, anzunehmen, er sei mittellos bzw. nicht in der Lage, die Gerichtskosten innert nÃ¼tzlicher Frist zu bezahlen. Sein Gesuch um GewÃ¤hrung unentgeltlicher ProzessfÃ¼hrung ist mithin abzuweisen. Eine ParteientschÃ¤digung steht ihm nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Einzelrichterin</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 800.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 145.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 945.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Das Gesuch um GewÃ¤hrung unentgeltlicher ProzessfÃ¼hrung wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Strafsachen nach Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) erhoben werden. Die Beschwerde ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Justizdirektion;<br/> c) das EidgenÃ¶ssische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD).</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>