Kantonsgericht Schwyz Verfügung vom 19. Dezember 2024 BEK 2024 192 Mitwirkend Kantonsgerichtspräsident Reto Heizmann, Gerichtsschreiber Mathis Bösch. In Sachen A.________, Privatkläger und Beschwerdeführer, gegen 1. Staatsanwaltschaft, 2. Abteilung, Postfach 1201, 6431 Schwyz, Strafverfolgungsbehörde und Beschwerdegegnerin, vertreten durch Staatsanwältin B.________, 2. C.________, Beschuldigter und Beschwerdegegner, betreffend Einstellung Strafverfahren (Beschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 28. November 2024, SU 2023 1495);- hat der Kantonsgerichtspräsident,Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben und in Erwägung: 1. Die Staatsanwaltschaft stellte am 26. Januar 2024 das Strafverfahren ge- gen den Beschuldigten (s. angef. Verfügung E. 8 f.) betreffend geringfügigen Diebstahl, eventuell Sachentziehung, eines Kindervelos des Privatklägers ein. Nach Aufhebung dieser Verfügung (BEK 2024 26 vom 12. April 2024) und Be- fragungen der Beteiligten (U-act. 10.1.002 f.) stellte sie das Verfahren am 28. November 2024 wiederum ein. Dagegen beschwerte sich der Privatkläger mit Eingabe vom 4. Dezember 2024 beim Kantonsgericht. Der Beschwerdefüh- rer wurde am 5. Dezember 2024 verfahrensleitend darauf hingewiesen, dass seine Eingabe den Anforderungen an eine Beschwerde nicht zu genügen scheine. Es wurde ihm unter Androhung des Nichteintretens im Säumnisfall in- nert laufender Rechtsmittelfrist Gelegenheit geboten, die Beschwerde zu ver- bessern (KG-act. 2). Ferner wurde ihm Frist zur Sicherheitsleistung angesetzt (KG-act. 3). Die Staatsanwaltschaft übermittelte die Akten (KG-act. 4). Mit Ein- gabe vom 14. Dezember 2024 beantragte der Beschwerdeführer, die Einstel- lungsverfügung sei vollumfänglich aufzuheben und die Sache an die Staatsan- waltschaft zurückzuweisen. Zudem sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren (KG-act. 6). 2. Die angefochtene zweite Einstellungsverfügung wurde dem Beschwerde- führer gemäss Beleg am 3. Dezember 2024 zugestellt. Die gesetzliche und mit- hin nicht erstreckbare zehntägige Beschwerdefrist lief somit am Freitag, den 13. Dezember 2024 ab (Art. 89 Abs. 1, Art. 90 Abs. 1, Art. 91 Abs. 1 und Abs. 2 und Art. 396 Abs. 1 StPO). Mithin ist die am 14. Dezember 2024 der Post über- gebene Eingabe (KG-act. 6) verspätet und daher deren Anträge sowie Begrün- dungen unbeachtlich. 3. Es ist bei nicht komplexen Sachverhalten wie dem vorliegenden Übertre- tungsfall auch in einer Laienbeschwerde innert der Rechtsmittelfrist stets anzu- geben, wie anstelle der angefochtenen vorinstanzlichen Verfügungspunkte Kantonsgericht Schwyz 3 (dazu s. unten lit. a) und aus welchen Gründen (lit. b) nach Auffassung des Be- schwerdeführers zu entscheiden ist (Bähler, BSK, 3. A. 2023, Art. 385 StPO N 2 und 7 m.H.). a) Anträge, wie anstelle der angefochtenen Einstellungsverfügung zu ent- scheiden wäre, stellt der Beschwerdeführer in der Eingabe vom 4. Dezember 2023 keine, sondern verlangt nur, dass der Beschuldigte das Kin- dervelo zurückzugeben und ihm nicht näher dargelegte Gerichts- und Anwalts- kosten zu bezahlen habe. Daher ist schon mangels einschlägiger Anträge in der Sache auf die nicht innert Rechtsmittelfrist verbesserte (vgl. oben E. 2) Ein- gabe nicht einzutreten (Art. 385 Abs. 1 lit. a StPO). b)Die Staatsanwaltschaft erwog, der Beschuldigte habe sofort die Polizei kontaktiert und mitgeteilt, dass der Kaufpreis noch nicht geleistet worden sei. Dieser Umstand spreche für das Vorliegen eines Missverständnisses und ge- gen vorsätzliches Handeln sowie gegen eine Aneignungs- und Bereicherungs- absicht des Beschuldigten (angef. Verfügung E. 10). Mit dieser Begründung setzt sich der Beschwerdeführer in der Eingabe vom 4. Dezember 2024 über- haupt nicht auseinander. Vielmehr äussert er sich ohne ersichtlichen Bezug auf die Erwägungen der zweiten Einstellungsverfügung nur zur Vorgeschichte der ersten, aufgrund seiner erfolgreichen Beschwerde aufgehobenen Einstellungs- verfügung sowie zu den Umständen und einzelnen Antworten des Beschuldig- ten anlässlich der danach erfolgten Befragungen. Dieser Eingabe mangelt es daher offensichtlich an einer hinreichenden Begründung, so dass auf sie nicht nur wegen fehlender Anträge (vgl. oben lit. a) nicht einzutreten ist (Art. 388 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 385 Abs. 1 lit. b und Art. 395 lit. a StPO). 4. Zusammenfassend ist auf die offensichtlich nicht hinreichend begründete und mithin aussichtslose Beschwerde vom 4. Dezember 2024 (oben E. 3) bzw. auf die verspätete (E. 2) Eingabe vom 14. Dezember 2024, mithin auf die Beschwerde nicht einzutreten. Ausgangsgemäss sind die zufolge des Nichtein- tretens reduzierten Kosten des Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer Kantonsgericht Schwyz 4 aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Anordnung zur Leistung der Sicherheit wird damit hinfällig (KG-act. 3);- verfügt: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 300.00 werden dem Be- schwerdeführer auferlegt. 3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsa- chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Be- schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. 4. Zufertigung an den Beschwerdeführer (1/R), den Beschuldigten (1/R), die Staatsanwaltschaft (je 1/A an die 2. Abteilung und die Amtsleitung/zentra- ler Dienst) sowie nach definitiver Erledigung an die 2. Abteilung der Staatsanwaltschaft (1/R mit den Akten) und die Kantonsgerichtskasse (1/ü im Dispositiv). Der Kantonsgerichtspräsident Der Gerichtsschreiber Versand 19. Dezember 2024 amu