B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-6113/2011 U r t e i l v o m 11 . S e p t e m b e r 2 0 1 2 Besetzung Richterin Vera Marantelli (Vorsitz), Richter Beat Weber, Richter Philippe Weissenberger, Gerichtsschreiberin Bianca Spescha. Parteien X._______, Kosovo, Zustelladresse Y._______, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenrente (Rentenrevision). B-6113/2011 Seite 2 Sachverhalt: A. Der 1965 geborene X._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer), Staatsangehöriger von Kosovo, kam im Jahr 1994 in die Schweiz. In der Folge arbeitete er mehrere Jahre als Hilfsarbeiter auf dem Bau und en t- richtete dementsprechend die obligatorisc hen Beiträge an die Schweiz e- rische Alters -, Hinterbliebenen - und Invalidenversicherung (AHV/IV). Nach einem Berufsunfall am 15. März 1996, bei welchem der Kopf des Beschwerdeführers zwischen zwei grösseren Bauelementen eingeklemmt wurde, meldete er sich mi t Formular vom 12. Juni 1997 bei der IV -Stelle Bern (nachfolgend: IV-Stelle BE) zum Leistungsbezug an. Nach entspr e- chenden Abklärungen wurde dem Beschwe rdeführer mit Verfügung vom 15. April 1998 mit Wirkung ab 1. März 1997 aufgrund eines Invalidität s- grades von 59 % eine halbe Invalidenrente zugesprochen. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde vom Versicherungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 18. März 1999 abgewiesen. B. Die im Jahr 1999 durchgeführte Revision bestätigte die Weitergewährung der bisherigen halben Invalidenrente. Da der Beschwerdeführer im Jahr 2000 in den Kosovo ausreiste, wurde das Dossier zuständigkeitshalber an die IV-Stelle für Versicherte im Au s- land (nachfolgend: Vorinstanz) weitergeleitet. Aufgrund dieses Wohnsit z- wechsels teilte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer am 15. September 2000 mit, dass weiterhin eine halbe Invalidenrente ausgerichtet werde. Mit Mitteilung vom 18. März 2005 (vgl. IV act. 20) bestätigte die Vori n- stanz gestützt auf den Fragebogen für die Rentenrevision vom 11. N o- vember 2004 und diverse medizinische Berichte erneut die Weitergewä h- rung der halben Invalidenrente. C. Mit Schreiben vom 15. September 2009 informierte die Vorinstanz de n Beschwerdeführer über die Durchführung einer Rentenrevision (vgl. IV act. 24) und holte den von ihm am 7. Oktober 2009 ausgefüllten Frag e- bogen für die IV -Rentenrevision (vgl. IV act. 31) sowie weitere medizin i- sche Unterlagen (vgl. IV act. 25 ff.) ein. Der Arzt des Regionalärztlichen Dienstes der Vorinstanz (nachfolgend: RAD) Dr. med. A._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, B-6113/2011 Seite 3 beurteilte den Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 29. Januar 2010 aufgrund der eingereichten medizinischen Unterlagen weiterhin in seiner angestammten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig und in einer le i- densadaptierten Tätigkeit zu 50 % arbeitsunfähig. Er hielt fest, mit an S i- cherheit grenzender Wahrscheinlichkeit könne davon ausgegangen we r- den, dass seit der let zten Rentenrevision keine IV -relevante Verbesse- rung des Gesundheitszustandes eingetreten sei (vgl. IV act. 48). Trotz dieser Beurteilung des RAD -Arztes beauftragte die Vorinstanz Dr. med. B._______, Facharzt Psychiatrie und Psych otherapie, und Dr. med. C._______, Facharzt Rheumatologie, mit der bidisziplinären B e- gutachtung des Beschwerdeführers (vgl. IV act. 50 f.). Die Gutachter k a- men zum Schluss, dass aus somatischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit bestehe. Aus psychiatrischer Sicht könne eine Verbesserun g der depres- siven Störung festgestellt werden. Aufgrund der bestehenden Störung der Impulskontrolle sei die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers um 40 % reduziert. Der RAD-Arzt Dr. med. A._______ erachtete in der Folge gestützt auf das bidisziplinäre Gu tachten von Dr. med. B._______ und Dr. med. C._______ die Verbesserung des Gesundheitszustandes und der Arbeits- fähigkeit als ausgewiesen (vgl. IV act. 73 und 90). D. Mit Vorbescheid vom 27. Januar 2011 teilte die Vorinstanz dem B e- schwerdeführer mit, dass kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente be- stehe, da sowohl in der angestammten als auch in der angepassten T ä- tigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 60 % bestehe (vgl. IV act. 93). Der B e- schwerdeführer nahm dazu mit Eingabe vom 14. März 2011 Stellung und reichte diverse medizinische Unterlagen ein (vgl. IV act. 123). In der Fo l- ge holte die Vorinstanz beim RAD erneut eine Beurteilung ein (vgl. IV act. 143). Mit Verfügung vom 14. Oktober 2011 bestätigte sie den Vorbescheid vom 27. Januar 2011 und stellte die Rente ab 1. Dezember 2011 ein (vgl. IV act. 162). E. Gegen diese Verfügung erhob der Besc hwerdeführer mit Eingabe vom 4. November 2011 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er b e- antragte sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die weitere Zusprechung einer Rente nach entsprechenden ergänzenden medizinischen Abklärungen in der Schweiz. B-6113/2011 Seite 4 F. In ihrer Vernehmlassung vom 9. März 2012 beantragte die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde und hielt fest, die erstellten Gutachten seien überzeugend, so dass sich der RAD -Arzt diesen vorbehaltlos habe a n- schliessen können. Hinsichtlich der Depression bestehe seit der Rüc k- kehr in den Kosovo eine klare Verbesserung des Gesundheitszustandes, die gestörte Impulskontrolle bleibe unverändert. G. Mit Replik vom 17 . April 2012 hielt der Beschwerdeführer an seinen A n- trägen fest, machte ergänzende Ausführungen und reichte weitere med i- zinische Unterlagen ein. H. Mit Duplik vom 25. Juni 2012 hielt die Vorinstanz vollumfänglich an ihren Anträgen fest und verwies auf die S tellungnahme des RAD -Arztes vom 12. Juni 2012. I. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterl a- gen wird – soweit erforderlich und rechtserheblich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenvers i- cherung (IVG, SR 831.20) sowie Art. 5 de s Bundesgesetzes vom 20. De- zember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beu r- teilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 1.2 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwa l- tungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt. Indes findet das Verwaltungsverfahrensgesetz aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das B-6113/2011 Seite 5 ATSG anwendbar ist. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a – 26bis und 28 – 70) a n- wendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. 1.3 Anfechtungsgegenstand des vor liegenden Verfahrens ist die Verf ü- gung der IV-Stelle für Versicherte im Ausland vom 14. Oktober 2011. Der Beschwerdeführer hat frist - und formgerecht Beschwerde erhoben (Art. 60 ATSG). Als Adressat der angefochtenen Verfügung ist der Beschwe r- deführer besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an d e- ren Änderung oder Aufhebung (Art. 59 ATSG). Damit ist auf die B e- schwerde einzutreten. 2. 2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit, wenn nicht eine kantonale B e- hörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG). 2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der B e- gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die B e- schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gu t- heissen oder den angefochtenen Entscheid im Erg ebnis mit einer B e- gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. HÄBERLI, in: Waldmann/Weissenberger, Praxiskommentar VwVG, Art. 62 N 40). 2.3 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, s o- fern das Gesetz nicht etwas Abwei chendes vorsieht, nach dem Bewei s- grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Mö g- lichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlich s- te würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). 3. Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren zur Anwendung gelangen. B-6113/2011 Seite 6 3.1 Nach dem Zerfall der Föderativen Volksr epublik Jugoslawien blieben zunächst die Bestimmungen des Abkommens vom 8. Juni 1962 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Föderativen Volksrep u- blik Jugoslawien über Sozialversicherung (SR 0.831.109.818.1) für alle Staatsangehörigen des eh emaligen Jugoslawiens anwendbar (BGE 126 V 198 E. 2B, 122 V 381 E. 1 mit Hinweis). Zwischenzeitlich hat die Schweiz mit Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens (Kroatien, Slowenien, Mazedonien), nicht aber mit Serbien beziehungsweise (nach dessen Unabhängigkeitserklärung) Kosovo, neue Abkommen über Sozia- le Sicherheit abgeschlossen. Für den Beschwerdeführer als Bürger von Kosovo findet weiterhin das schweizerisch -jugoslawische Sozialversiche- rungsabkommen vom 8. Juni 1962 Anwendung (vgl. Urteil des Bunde s- verwaltungsgerichts [BVGer] C-4828/ 2010 vom 7. März 2011 E. 5.4). Nach Art. 2 dieses Abkommens stehen die Staatsangehörigen der Ve r- tragsstaaten in ihren Rechten und Pflichten aus den in Art. 1 genannten Rechtsvorschriften, zu welchen die schweizerische B undesgesetzgebung über die Invalidenversicherung gehört, einander gleich, soweit nichts a n- deres bestimmt ist. Da vorliegend keine abweichenden Bestimmungen zur Anwendung gelangen, bestimmt sich der Anspruch des Beschwerd e- führers auf Leistungen der schweize rischen Invalidenversicherung g e- mäss vorstehender Ausführungen auf Grund des IVG, der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 832.201), des ATSG sowie der Verordnung vom 11. September 2002 über den Al l- gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11). 3.2 Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln sind in verfah- rensrechtlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilun g Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen fü h- renden Tatbestandes Geltung haben (vgl. BGE 130 V 329). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswech sel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl. BGE 130 V 445). Für die Beurteilung des Lei s- tungsanspruchs nach dem 1. Januar 2008 (in casu Rentenaufhebung per 1. Dezember 2011) sind die Änderun gen des IVG und des ATSG der 5. IV-Revision (AS 2007 5129 beziehungsweise AS 2007 5155) massg e- bend. Noch keine Anwendung findet vorliegend das am 1. Januar 2012 in Kraft getretene erste Massnahmenpaket der 6. IV -Revision (IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659]). B-6113/2011 Seite 7 3.3 Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 IVG zu berücksichtigenden ATSG -Normen zur Arbeitsunf ä- higkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur B e- stimmung des Invaliditä tsgrades (Art. 16) hat das Schweizerische Bu n- desgericht (vormals Eidgenössisches Versicherungsgericht [EVG]) e r- kannt, dass es sich bei den in Art. 313 ATSG enthaltenen Legaldefiniti o- nen in aller Regel um eine formellgesetzliche Fassung der höchstrichterli- chen Rechtsprechung zu den entsprechenden Begriffen vor In -Kraft- Treten des ATSG handelt und sich inhaltlich damit keine Änderung ergibt, weshalb die hierzu entwickelte Rechtsprechung übernommen und weite r- geführt werden kann (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1, 3.2 und 3.3). 4. 4.1 Streitig ist vorliegend, ob die Vorinstanz zu Recht die bisher ausg e- richtete halbe Invalidenrente wegen Änderung des Invaliditätsgrades ei n- gestellt hat, wobei die Frage im Zentrum steht, ob sich der Gesundheit s- zustand bzw. die Arbeitsfähigkeit d es Beschwerdeführers in rentenrel e- vanter Weise verbessert hat bzw. ob der Sachverhalt rechtsgenügend abgeklärt und gewürdigt worden ist. Nachfolgend sind die zur Beurteilung der Streitsache massgebenden g e- setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechun g entwickelten Grundsätze darzulegen. 4.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Inval i- dität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der kö r- perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder tei l- weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenb e- reich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 4.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % Anspruch auf ei ne ganze Rente, bei einem Invalidität s-B-6113/2011 Seite 8 grad von mindestens 60 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertel s- rente. Gemäss Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine abwei- chende Regelung vorsehen. 4.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha- ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und b e- züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte ei ne wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 1 25 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). Eine zumutbare Arbeitsmöglichkeit hat sich der Versicherte anrechnen zu lassen (leidensangepasste Verwei- sungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.). 4.5 Die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht haben die mediz i- nischen Unterlagen nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche B e- weisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies b e- deutet für das Gericht, dass es alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander wide r- sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben , warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These a b- stellt. Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Besch werden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der med i-B-6113/2011 Seite 9 zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen S i- tuation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Au s- schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die He r- kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 125 V 351 E. 3a; AHI 2001 S. 113 f. E. 3a ; RKUV 2003 U 487 S. 345 E. 5.1). Auch die Stellungnahmen des RAD müssen den allgemeinen bewei s- rechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen. Die RAD- Ärzte müssen sodann über die im Einzelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen, spielt doch die fachliche Qualifikation des Experten für die richterliche Würdigung einer Expertise eine erhebl i- che Rolle. Bezüglich der medizinischen Stichhaltigkeit eines Gutachtens müssen sich Verwaltung und Gerichte auf die Fachkenntnisse des Exper- ten verlassen können. Nimmt der RAD selber keine Untersuchung vor, hat er zunächst zu überprüfen, ob die medizinischen Akten ein vollständ i- ges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben (vgl. zu den Anforderungen an einen Akt enbericht Urteil des Bundesgerichts [BGer] 8C_653/2009 vom 28. Oktober 2009 E. 5.2, Urteil BGer I 1094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1.1) bzw. ob ein von ihm angefordertes Gutachten den Anforderungen der Rechtsprechung entspricht und die im konkreten Fall erforderlichen Untersuchungen vorgenommen und dok u- mentiert wurden. 4.6 4.6.1 Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird eine Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herab gesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad des Renten bezügers er- heblich verändert hat. 4.6.2 Zu einer Änderung des Invaliditätsgrades Anlass geben kann einer - seits eine wesentliche Verbesserung oder Verschlechterung des Ge - sundheitszustandes mit entsprechender Beeinflussung der Erwerbs - fähigkeit und anderseits ei ne erhebliche Veränderung der erwerblichen Auswirkungen eines an sich gleich gebliebenen Gesundheitsschadens (BGE 125 V 369 E. 2, 113 V 275 E. 1a, 107 V 221 E. 2 mit Hinweisen; SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 E. 2). Ist die Invalidität nach der Einkommens - vergleichsmethode gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG zu bemessen, so kann j e- de Änderung eines der beiden Vergleichseinkommen zu einer für den An-B-6113/2011 Seite 10 spruch erheblichen Erhöhung oder Verringerung des Invaliditäts grades führen. Dagegen ist die un terschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen un- verändert geblie benen Sachverhalts kein Revisionsgrund; unter - schiedliche Beurteilun gen sind revisionsrechtlich nur dann beacht lich, wenn sie Aus druck von Änderungen der tatsächlichen Verhältnis se sind (siehe nur BGE 115 V 313 E. 4a/bb mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a). Identisch gebliebene Diagnosen schliessen eine revision s- rechtlich erhebliche Steigerung des tatsächlichen Leistungsvermögens (Arbeitsfähigkeit) grundsätzlich nicht aus. Dies gilt namentlich dann, wenn der Schweregrad eines Leidens sich verringert hat oder es der versiche r- ten Person gelungen ist, sich besser an das Leiden anzupassen. Ob eine derartige tatsächliche Änderung vorliegt oder aber eine revisionsrechtlich unbeachtliche abweichende ärztliche Einschätzung eines im Wesentl i- chen gleich gebliebenen Gesundheitszustands, be darf auch mit Blick auf die mitunter einschneidenden Folgen für die versicherte Person einer sorgfältigen Prüfung. Dabei gilt der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit einer Verbesserung tatsächl i- cher Art genügt nicht (Urt eil BGer 9C_88/2010 vom 4. Mai 2010 E. 2.2.2 mit Hinweis). 4.6.3 Ob eine unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten erhebliche Ä n- derung eingetreten ist, beurteilt sich durch den Vergleich des Sach ver- haltes, wie er im Zeitpunkt der letzten, der versicherten Person eröffneten rechtskräftigen Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Ren- tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhalts abklärung, Beweis - würdigung und Durchführung eines Einkommensver gleichs (bei Anhalt s- punkten für eine Änderung in den erw erblichen Auswirkungen des G e- sundheitszustands) beruht (Referenzzeitpunkt), mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung respektive des Einspracheentscheides; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und prozes - sualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4). 4.6.4 Eine materielle Abklärung mit durchgeführtem Einkommensve r- gleich findet sich vorliegend anlässli ch der Rentenzusprechung vom 15. April 1998 . Bei den Rentenrevisionen in den Jahren 1999 und 2004/2005 wurde anhand der ausgefüllten Revisionsformulare des B e- schwerdeführers sowie diversen eingereichten ärztlichen Berichten der Rentenzuspracheentscheid bestätigt, ohne dass eine umfassende Pr ü- fung des Sachverhaltes vorgenommen wurde. Es ist somit auf die Abkl ä-B-6113/2011 Seite 11 rungsakten aus den Jahren 1997/1998 sowie – falls sich daraus konkreti- sierende Angaben ergeben – diejenigen Akten aus den Jahren 1999 und 2004/2005 abzustellen. 5. Wie aus den Akten und dem Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. März 1999 hervorgeht, wurde dem Beschw erdeführer u r- sprünglich aufgrund von psychischen Leiden und nicht aufgrund von s o- matischen Leiden eine Rente zugesprochen, da aus somatischer Sicht keine Diagnosen gestellt werden konnten. Dabei ist bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einzig auf die B eurteilung des Psychiaters Dr. med. D._______ und des Allgemeinmediziners Dr. med. E._______ abgestellt worden (vgl. kantonale IV-Akten). 5.1 Dr. med. E._______ schilderte in seinem Bericht vom 21. August 1997 detailliert die Krankengeschichte des Beschwerdefü hrers. Er führte aus, dass dieser seit seinem Unfall vom 15. März 1996 immer über starke Kopfschmerzen klage und unter Schlafstörungen leide. Da der B e- schwerdeführer sich überzeugt zeigte, dass seine Kopfschmerzen rein somatischer Natur seien, seien mehrer e entsprechende Untersuchungen erfolgt, wobei sämtliche Befunde negativ ausgefallen seien . Seine d e- pressive Symptomatik habe immer weiter zugenommen. Er habe den B e- schwerdeführer nun davon überzeugen können, dass eine psychiatrische Beurteilung und Betreuung notwendig sei. Erste Gespräche mit dem Psy- chiater Dr. med. D._______ hätten bereits stattgefunden. Dr. med. E._______ erachtete den Beschwerdeführer in seiner angestammten T ä- tigkeit als nicht mehr arbeitsfähig. 5.2 Dr. med. D._______ beschrieb in seinem Bericht vom 22. September 1997 den Beschwerdeführer als einen angespannten Patienten, welcher unruhig, depressiv und teilweise aggressiv wirke. Seine Gedanken wü r- den sich praktisch ausschliesslich um seine gegenwärtige Lebenssituat i- on und die Angst vor der Z ukunft drehen, wobei er keine Lösung finde. Hinsichtlich der kognitiven Funktionen, der Wahrnehmung oder des B e- wusstseins bestünden keine Beeinträchtigungen. Beim Beschwerdeführer stünden die chronischen Kopfschmerzen und der Schwindel, das nächtl i- che Erschrecken sowie die Angst vor Bewusstlosigkeit im Vordergrund. Er fühle sich ungerecht behandelt und zeige eine tiefe Verzweiflung. Der Beginn der Beschwerden falle mit der reduzierten Arbeitsleistung und der drohenden Kündigung im Jahre 1996 zusammen. Dr. m ed. D._______ diagnostizierte beim Beschwerdeführer eine somatoforme Störung im B-6113/2011 Seite 12 Sinne einer Chronifizierung von Kopfschmerzen als Folge seines Unfalls im März 1996, mit Ausbildung einer eigentlichen Angststörung und einer – eher leichten – depressiven Symptomatik. Aus psychiatrischer Sicht b e- stehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch die Angststörung und die depressive Symptomatik. Diese hätten eine eingeschränkte B e- lastungsfähigkeit und eine Angst vor gewissen Situationen wie z.B. vor einer Arbeit, welche potentiell eine gewisse Unfallgefahr in sich berge, zur Folge. Dr. med. D._______ erachtete den Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als 100 % arbeitsunfähig. In einer angepassten Tätigkeit ohne grösseren Leistungsdruck erachtete er e in 50 % -Pensum für den Beschwerdeführer als zumutbar. Im Bericht vom 2. Februar 1998 bestätigte Dr. med. D._______ seine be- reits gemachten Ausführungen. Er führte ergänzend aus, dass als Folge des Unfalls vor allem die Auswirkungen auf den psychischen Zus tand zu beurteilen seien. Es sei zwar schwierig zu beurteilen, inwieweit der Unfall als Ursache beziehungsweise Auslöser der krankhaften Entwicklung zu betrachten sei. Sicher spiele die Persönlichkeitsstruktur des Beschwerde- führers eine wesentliche Rolle. Doch es bestünden keine Hinweise dafür, dass der Beschwerdeführer schon vor 1996 psychisch auffällig gewesen sei. Nach wie vor sei wegen der eindeutig depressiven Symptomatik eine antidepressive Medikation indiziert, psychotherapeutisch sehe er kaum eine Möglichkeit. 5.3 Im Rahmen der im Jahr 2004/2005 durchgeführten Rentenrevision führte Dr. F._______ in seinem Bericht vom 11. November 2004 zusa m- menfassend aus, dass der Beschwerdeführer schwer depressiv sei . Er habe nutz- und wertlose Vorstellungen und gelegentlich sogar Suizidg e- danken. Es bestehe eine neurotische Persönlichkeitsstruktur. Der B e- schwerdeführer habe eine sehr niedrige Toleranzschwelle und zeige sich bei Frustrationen und inneren seelischen Konflikten sehr verletzt. Er habe keine Halluzinationen, aber es bestünden fixierte Ideen der Vernichtung und Hoffnungslosigkeit. Seine kognitiven Funktionen seien verschlechtert. Trotz der biologischen und psychologischen Behandlung habe sich keine zufriedenstellende Remission eingestellt. Der Beschwerdeführer sei nicht mehr arbeitsfähig (vgl. IV act. 16 und 17). 6. 6.1 Beim Erlass der angefochtenen Verfügung vom 14. Oktober 2011 stützte sich die Vorinstanz insbesondere auf das bisdisziplinäre Gutac h-B-6113/2011 Seite 13 ten von Dr. med. B._______ und Dr. med. C._______ sowie die Stellung- nahmen des RAD-Arztes Dr. med. A._______. 6.1.1 Dr. med. C._______, Facharzt Rheumatologie, erachtete in seinem Gutachten vom 12. Mai 2010 den Beschwerdeführer aus rheumatolog i- scher Sicht als vollständig arbeitsfähig. Er hielt fest, dass sich bis auf die Phase, die unmittelbar auf das Unfallereignis im Jahr 1996 gefolgt sei, aus den Akten keine Reduktion der Arbeitsfähigkeit aus somatischen Gründen erkennen lasse. Als Folge des Unfalls, bei dem der Kopf des Beschwerdeführers von frontal rechts nach occipital l inks eingeklemmt worden sei, seien in engem zeitlichen Zusammenhang hartnäckige Kop f- schmerzen, begleitet von Schwankschwindel, Übelkeit und Konzentrat i- onsstörungen aufgetreten. Einhergehende neurologische, bildgebende und elektrophysiologische Untersuchung en sowie die Untersuchung durch einen Fachotologen hätten keine organische Ursache für die g e- klagten Symptome ergeben. Alle therapeutischen Bemühungen seien e r- folglos gewesen und der Beschwerdeführer habe zunehmende Passivität, Initiativlosigkeit und Interessenverlust gezeigt und habe auch zunehmend sein Äusseres vernachlässigt. Aktuell könnten keine relevanten abnormen Befunde erhoben werden. Auch nach vierzehn Jahren stünden die Kop f- schmerzen mit derselben Lokalisation wie zu Beginn im Vordergrund. Entsprechend den beim Unfall komprimierten Stellen am Kopf finde sich eine oberflächliche Dolenz der Kopfhaut frontal rechts und occipital links. Zusätzlich würden bei Aufregung heftigste Präkordialgien auftreten und nach der Beschreibung des Beschwerdeführers bestehe zudem ein Tinni- tus. Das 1997 erwähnte linksseitige sensible Hemisyndrom bestehe nicht mehr, dafür werde eine leichte Berührungsminderempfindlichkeit des rechten Unterschenkels und des Fusses angegeben. Es müsse von einer extrasomatischen Ursache für die geklagten Beschwerden ausgegangen werden (vgl. IV act. 68). 6.1.2 Dr. med. B._______, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie, führte in seinem Gutachten vom 25. Mai 2010 aus, dass die vom B e- schwerdeführer beklagten Beschwerden, wie Schwin del, Tinnitus, Uns i- cherheitsgefühle usw. sich nicht objektivieren lassen würden. Der B e- schwerdeführer habe anlässlich der Untersuchung nicht über eine D e- pression berichtet und auch keine entsprechenden Symptome gezeigt. Der Beschwerdeführer wirke präsent, sei voll orientiert und zeige weder Kurz- noch Langzeitgedächtnisstörungen. Der Verlauf zeige, dass es zu einer Verbesserung bezüglich der Depression gekommen sei, da vorgä n- gig schwere depressive Episoden festgestellt worden seien. Derzeit sei B-6113/2011 Seite 14 eine Remissi on der Depression festzustellen. Seit der Rückkehr in den Kosovo sei es zu einer Verbesserung des Gesundheitszustand es des Beschwerdeführers gekommen. Es bestehe jedoch eine gestörte Impul s- kontrolle. Sie wirke sich insofern negativ aus, dass der Versichert e über- fordert sei und eine geringe Frustrationstoleranz aufweise. Diese Verha l- tensweisen seien durch all die Jahre eingraviert. So habe er seinem A r- beitgeber nach der Kündigung mit dem Erschiessen gedroht. Es solle auch im Kosovo zu unliebsamen Auseinandersetzungen gekommen sein. Er habe anlässlich der Begutachtungsuntersuchung öfters Kostproben seiner aggressiven, forschen und verbal latent drohenden Grundhaltung gezeigt. Oft habe er versucht, das Gespräch an sich zu reissen. Er streue immer wieder Drohungen ins Gespräch, sei es gegen die Schweizer B e- hörden oder gegen die Invalidenversicherung. Eine emotional instabile Persönlichkeit sei nicht nachweisbar. Der Beschwerdeführer sei insb e- sondere stabil in seinen aggressiven Gefühlen, zeige keine wechselha f- ten Beziehungen und berichte nicht über ein Gefühl der inneren Leere. Eine verhaltenstherapeutische Behandlung sei kaum indiziert, hingegen sei es empfehlenswert, den Versicherten medikamentös zu dämpfen. In Bezug auf die Kopfschmerzsymptomatik dürften aggrav ierende, mögl i- cherweise auch psychosomatische Anteile vorhanden sein. Die Psych o- somatik stehe aber im Vergleich zu den gestörten Verhaltensweisen nicht im Vordergrund. Eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung sei nicht nachweisbar. Die gestörte Impulskon trolle des Beschwerdeführers führe dazu, dass dieser einem Arbeitgeber nicht in vollem Ausmass zumutbar sei. Es bestehe dadurch eine Reduktion der Arbeitsfähigkeit von ca. 40 % für ähnliche Tätigkeiten wie früher. Diese Einschränkung der Arbeitsfähig- keit betreffe vor allem Tätigkeiten, welche im Angestelltenverhältnis au s- geübt werden (vgl. IV act. 69). 6.1.3 Der RAD -Arzt hielt in seinen Stellu ngnahmen vom 29. Juli 2010, 12. Dezember 2010 und 10. Juni 2011 im Wesentlichen fest, dass sich aus somatischer Sicht nichts verbessert habe. Etwas, was immer gut g e- wesen sei, könne sich nicht verbessern. Aus psychiatrischer Sicht sei e i- ne erhebliche Verbesserung des Gesundheitszustandes ausdrücklich und klar. Hinsichtlich der gestörten Impulskontrolle sei es zwar zu keiner Ver- änderung der Situation gekommen, da sie auch schon in den Vorakten dokumentiert sei. Jedoch habe sich die Depression verbessert. Der Gu t- achter Dr. med. B._______ datiere diese Verbesserung auf das Datum der Rückkehr des Beschwerdeführers in seine Heimat und nenne dabei das Jahr 2009. Da hervorgehe, dass der Beschwerdeführer sich bereits im Jahr 2004 im Kosovo befunden habe, wisse er nun nicht, wann der B-6113/2011 Seite 15 Beschwerdeführer in seine Heimat zurückgekehrt sei und sich in der Fo l- ge eine wesentliche Verbesserung eingestellt habe. Ohne genaue Kennt- nis des Zeitpunkts der Rückkehr in den Kosovo attestierte der RAD -Arzt dem Beschwerdeführer trotzdem in seiner bisherigen Tätigkeit als auch in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % ab dem Da- tum der Rückkehr (vgl. IV act. 73, 90 und 143). 6.2 Der Beschwerdeführer geht demgegenüber davon aus, dass sich sein Gesundheitszustand nicht verbessert, sondern eher verschlechter habe. Er stützt sich dabei auf folgende medizinische Berichte ab: 6.2.1 Im Bericht von Dr. F._______, Facharzt Neuropsychologie, vom 2. Oktober 2009 diagnostizierte dieser dem Beschwerdeführer eine rezid i- vierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode (I CD-10: F33.2), ein organisches P sychosyndrom nach Schädelhirntrauma (ICD - 10: F07.2) und chronische posttraumatische Kopfschmerzen (ICD -10: G44.3). Er führte im Wesentlichen aus, dass der Beschwerdeführer über Kopfschmerzen, Schwindel, Energieverlust, Appetitlosigkeit und G e- wichtsverlust klage. Sein Leben sei gescheitert und er habe Suizid gedan- ken. Die Stimmung des Beschwerdeführers sei sehr deprimiert und ängstlich. Er wirke apathisch und habe eine sehr niedrige frustrative Tole- ranzschwelle. Manchmal sei der Beschwerdeführer sehr explosiv und gewalttätig. In Frustrations- oder Anspannungssituationen sei er sehr ver- letzlich. Er sei von der Gesellschaft isoliert und habe keine Initiative. Trotz der langen und komplexen Behandlung gebe es keine Verbesserung sei- nes geistigen Zustandes. Im Gegenteil, sein Zustand habe sich ve r- schlechtert. Der Beschwerdeführer sei nicht fähig zu arbeiten. Es sei no t- wendig, die psychiatrische und medikamentöse Behandlung weiterzufü h- ren (vgl. IV act. 44). 6.2.2 Dr. G._______, Facharzt Psychiatrie, diagnostizierte in seinem B e- richt vom 7. Mai 2010 dieselben Diagnosen wie Dr. F._______. Zusätzlich attestierte er dem Beschwerdeführer eine emotional instabile Persönlic h- keitsstörung (ICD -10: F60.3). Der Beschwerdeführer bestreite, psych i- sche Erkrankungen erheblichen Charakters zu haben. Doch die vorher r- schende Stimmung des Bes chwerdeführers sei ängstlich und depressiv. Er habe eine geringe Toleranzschwelle für Ungerechtigkeiten. In einer angespannten Situation könne er seine Handlungen nicht kontrollieren. Er zeige keine Wahrnehmungsstörungen, doch habe er ständig Angst im Leben zu versagen und hege Selbstmordgedanken (vgl. IV act. 67). B-6113/2011 Seite 16 In seinem Bericht vom 7. März 2011 bestätigte Dr. G._______ seine Aus- führungen des Berichts vom 7. Mai 2010. Ergänzend führte Dr. G._______ aus, dass der Beschwerdeführer eine gute räumliche und zeitliche Orientierung habe. Sein äusseres Erscheinungsbild zeige keine besonderen Anzeichen, doch sein Gesichtsausdruck sei traurig. Der B e- schwerdeführer spreche sehr leise und vermeide Blickkontakt. Der Inhalt seiner Gedanken und die Kontinuität seines Denkens würden keine St ö- rungen zeigen. Es seien jedoch suizidale Tendenzen erkennbar. Der B e- schwerdeführer habe Konzentrationsschwierigkeiten, während sein G e- dächtnis unverändert sei. Es bestünden Anzeichen einer vorherrsche n- den Depression (vgl. IV act. 128). Im Bericht vom 5. April 2012 bestätigte Dr. G._______ im Wesentlichen seine bereits gemachten Ausführungen und betonte erneut, dass der B e- schwerdeführer an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwär- tig schwere Episode (ICD-10: F 33.2) leide. 6.2.3 Im physiotherapeutischen Bericht berichtete der Physiotherapeut H._______, dass beim Beschwerdeführer im Zeitraum vom 14. Oktober 2010 bis zum 3. November 2010 eine physiotherapeutische Behandlung aufgrund von Schmerzen am Hals, Schmerzen am hinteren Abschnitt des Kopfes und Schwindel durchgeführt worden sei (vgl. IV act. 91). 6.2.4 Aus weiteren eingereichten medizinischen Unterlagen geht hervor, dass der Beschwerdeführer an Herzproblemen (vgl. IV act. 151 f. und 118) und Lumbalbeschwerden leidet (vgl. IV act. 145). 7. Zu Recht kommt Dr. med. C._______ in seinem Gutachten zum Schluss, dass sich aufgrund des Unfallereignisses keine Verminderung der A r- beitsfähigkeit aus somatischen Gründen ableiten lasse. Für die Beurte i- lung der Renteneinstellung ist demnach vorliege nd insbesondere die Entwicklung des psychiatrischen Gesundheitszustandes des Beschwe r- deführers massgebend, aber auch, ob in der Zwischenzeit neue, nicht un- fallbedingte Leiden in somatischer Hinsicht mit Einfluss auf die Arbeitsf ä- higkeit vorliegen. 7.1 In Anbetracht dessen, dass dem Beschwerdeführer im Referenzzei t- punkt (15. April 1998) eine halbe Invalidenrente aufgrund seiner psych i- schen Erkrankung zugesprochen wurde, muss eine Rentenrevision auf einer zuverlässigen, ausreichend begründeten, nachvollziehbaren und B-6113/2011 Seite 17 widerspruchsfreien Beurteilung eines Psychiaters beruhen. Wie bereits ausgeführt, stützt sich die Vorinstanz bei der aktuellen Beurteilung in psy- chiatrischer Hinsicht auf das Gutachten von Dr. med. B._______ und die Stellungnahmen des RAD -Arztes Dr. m ed. A._______. Doch bestehen – wie nachfolgend dargelegt wird – hinsichtlich der Vollständigkeit, Schlü s- sigkeit, Nachvollziehbarkeit und Begründetheit dieses Gutachtens bzw. dieser Stellungnahmen aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts erhe b- liche Zweifel. 7.1.1 Dr. med. B._______ führte in seinem Gutachten aus, dass es seit der Rückkehr in den Kosovo im Jahr 2009 zu einer Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes gekommen sei. Diesbezüglich gilt j e- doch festzuhalten, dass der Beschwerdeführer bereits im J ahr 2000 in den Kosovo zurückgekehrt ist. Mit der im Jahr 2004/2005 durchgeführten Rentenrevision wurde die halbe Invalidenrente sogar aufgrund eines u n- veränderten Gesundheitszustandes bestätigt. Des Weiteren er achtete Dr. med. B._______ aufgrund der gegen wärtig remittierten Depression, aber der nach wie vor bestehenden Störung der Impulskontrolle, ähnliche Tätigkeiten wie früher im Umfang von 60 % als zumutbar. Dabei hält er fest, dass die Reduktion von 40 % vor allem Tätigkeiten betreffe, welche im Angest elltenverhältnis ausgeübt würden. Aus seinen Ausführungen geht jedoch nicht hervor, welche Tätigkeiten er damit meint und welche konkreten Einschränkungen bei der Ausübung dieser Tätigkeiten best e- hen. Ebenso spricht sich Dr. med. B._______ hinsichtlich einer Arbeitsfä- higkeit bzw. einer allfälligen Restarbeitsfähigkeit in einer angepassten Tä- tigkeit nicht aus. Unter diesen Blickwinkeln erscheint die Beurteilung von Dr. med. B._______ zu ungenau, teilweise nicht nachvollziehbar und w i- dersprüchlich, weshalb se inem Gutachten keine volle Beweiskraft z u- kommen kann. 7.1.2 Wie bereits dargelegt wurde (vgl. E. 4.5 hiervor), kann auf die Ste l- lungnahmen des RAD nur unter der Bedingung abgestellt werden, dass sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen und zudem die beigezogenen Ärzte im Prinzip über die im Einzelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen verf ü- gen. Obwohl Dr. med. A._______ über einen Facharzttitel in den mediz i- nischen Disziplinen Psychiatrie und Psy chotherapie verfügt, kann seinen Stellungnahmen aus folgenden Gründen keine volle Beweiskraft zuko m- men: B-6113/2011 Seite 18 Der RAD-Arzt Dr. med. A._______ ging in Übereinstimmung mit Dr. med. B._______ davon aus, dass sich der psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers wesentlich verbessert habe. Er setzte sowohl für die angestammte Tätigkeit als auch für angepasste Tätigkeiten seit der Rückkehr in den Kosovo eine Arbeits unfähigkeit von 40 % fest. Dies ob- wohl Dr. med. B._______ keine Unterscheidung zwischen der Arbeitsf ä- higkeit in der angestammten und einer allfälligen angepassten Tätigkeit gemacht hat und er auch mit keinem Wort auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer angepassten Tätigkeit eingegangen ist. Auf welche medizinischen Akten die diesbezüglichen Ausführungen des RAD- Arztes beruhen – zumal keine persönliche Untersuchung des Beschwe r- deführers stattgefunden hat –, erhellt in diesem Zusammenhang nicht. Es geben sich keine konkreten Anhaltspunkte zum Zustan dekommen der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in Verweistätigkeiten durch den RAD - Arzt. Ausserdem ist es keineswegs nachvollziehbar, dass sich seit dem Referenzzeitpunkt (15. April 1998) die Arbeitsfähigkeit des Beschwerd e- führers in der angestammten Tätigkeit von 0 % auf 100 % verbessert h a- ben soll, sich hingegen die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit von 50 % auf 40 % reduziert haben soll. Auch die Festsetzung des Zei t- punkts der Verbesserung wird nicht ausreichend und schlüssig begrü n- det. Im Gegensatz zu Dr. med. B._______ nannte Dr. med. A._______ zwar kein genaues Datum, sondern geht von einem ihm offensichtlich un- bekannten Datum der Rückkehr in den Kosovo aus. Wann sich die Ve r- besserung des psychischen Gesundheitszustandes eingestellt haben soll, bleibt daher offen. Angesichts der Tatsache, dass Dr. med. A._______ sogar vermutet, der Beschwerdeführer sei früher als im Jahr 2009 aus der Schweiz ausgereist, da kosovarische Arztberichte aus dem Jahr 2004 sowie ein Revisionsentscheid aus dem Jah r 2005 vorliegen würden (vgl. IV act. 73), erweist sich die Beurteilung als mangelhaft und lässt auf un- vollständige Aktenkenntnis schliessen. 7.1.3 Um zu beurteilen, wie weit die gesamte Veränderung des Gesun d- heitszustandes des Beschwerdeführers seit dem Refere nzzeitpunkt (15. April 1998) geht und inwiefern damit eine Einschränkung der Arbeits - bzw. Leistungsfähigkeit einhergeht, müsste eine umfassende medizin i- sche Beurteilung vorliegen. Vorliegend kann den Stellungnahmen des Gutachters Dr. med. B._______ und des RAD-Arztes Dr. med. A._______ bezüglich ihren Festlegungen der Arbeitsfähigkeit sowie des Zeitpunkts einer allfälligen Gesundheitsverbesserung nicht gefolgt werden, da sie teilweise widersprüchlich sind und ihnen jegliche Begründung fehlt, we l- che eine zu verlässige und schlüssige Beurteilung zulassen würde. Zu-B-6113/2011 Seite 19 dem sind die dem Beschwerdeführer vor Entscheidzeitpunkt diagnost i- zierten Herz- und Lumbalbeschwerden der ärztlichen Prüfung entgangen (vgl. IV act. 118, 151 f. und 145 ). Diesbezüglich fehlt eine Eins chätzung durch den RAD in kardialer und rheumatologisch/orthopädischer Hinsicht. Aus diesen Gründen ist es nicht möglich, sich aufgrund der vorliegenden Einschätzungen ein vollständiges Bild über die aktuelle gesundheitliche Situation und die Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers zu machen. 7.2 Zu den eingereichten Berichten der behandelnden Ärzte ist grun d- sätzlich festzuhalten, dass bei deren Einschätzung der Erfahrungstats a- che Rechnung zu tragen ist, dass sie mitunter im Hinblick auf ihre au f- tragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Der ärztliche Bericht von Dr. F._______ vom 2. Oktober 2009 stellt eine eher kurz gehaltende Einschätzung dar. Zudem macht Dr. F._______ kei- ne Unterscheidung zwischen der Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit und einer allfälligen Restarbeitsfähigkeit in einer leidensadaptier- ten Tätigkeit. Die von ihm attestierte volle Arbeitsunfähigkeit wird nur r u- dimentär begründet. Die ärztlichen Berichte von Dr. G._______ vom 7. Mai 2010 und 7. März 2011 enthalten ebenfalls nur eine kurze Einschätzung über den psychia t- rischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers, wobei Aussagen zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers gänzlich fehlen. Der Bericht des Physiotherapeuten H._______ vom Oktober/November 2010 enthält weder eine Beurteilung des psychiatrischen Gesundheitsz u- standes des Beschwerdeführers noch Angaben zu dessen Arbeitsfähi g- keit. Aus den vorstehenden Beurteilungen der behandelnden Ärzte, welche al- lesamt nicht in Kenntnis der Vorakten erfolgt sind, können für die Frage, ob und wann sich der gesundheitliche Zustand sowie die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers seit der Rentenzusprechung vom 15. April 1998 wesentlich verändert hat, keine massgebende rechtsgenügende En t- scheidgrundlage bilden. 8. B-6113/2011 Seite 20 8.1 Zusammenfassend stellt das Bundesverwaltungsgericht fest, dass aufgrund der vorliegenden medizinischen Unterlagen sich die Entwic k- lung des Gesundheitszustandes und der Arb eitsfähigkeit des Beschwe r- deführers nicht beurteilen lässt. Die Vorinstanz hat den rechtserheblichen Sachverhalt demnach nicht vollständig festgestellt und gewürdigt (vgl. Art. 43 ff. ATSG sowie Art. 12 VwVG). Die Beschwerde ist daher gutzuheissen 8.2 Nach de r höchstrichterlichen Rechtsprechung hat das Gericht, das den Sachverhalt als ungenügend abgeklärt erachtet, die Wahl, die Sache zur weiteren Beweiserhebung an die Verwaltung zurückzuweisen oder selber die nötigen Instruktionen vorzunehmen (ZAK 1987 S. 264 E. 2a). Bei festgestellter Abklärungsbedürftigkeit verletzt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung als solche weder den Untersuchungsgrundsatz noch das Gebot eines einfachen und raschen Verfahrens. Anders verhiel- te es sich nur dann, wenn die Rückweis ung an die Verwaltung einer Ver- weigerung des gerichtlichen Rechtsschutzes gleichkäme (beispielsweise dann, wenn aufgrund besonderer Gegebenheiten nur ein Gerichtsgutach- ten bzw. andere gerichtliche Beweismassnahme geeignet wären, zur A b- klärung des Sachverhalts beizutragen, vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4), oder wenn die Rückweisung nach den konkreten Umständen als unverhäl t- nismässig bezeichnet werden müsste (BGE 122 V 163 E. 1d). Vorliegend ist sowohl von Dr. med. B._______ als auch von Dr. med. A._______ die Festlegung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit bzw. in e i- ner angepassten Tätigkeit sowie die Festlegung des genauen Zeitpunkts einer allfälligen Gesundheitsverbesserung nicht bzw. zu ungenau erfolgt. Zudem fehlt eine Prüfung und Beurteilung der geltend gemachten Herz - und Lumbalbeschwerden. Eine Rückweisung an die Vorinstanz erscheint gerechtfertigt – dies auch unter dem Gesichtspunkt, dass dem B e- schwerdeführer einerseits der doppelte Instanzenzug gewahrt bleibt und er andererseits die Möglichkei t erhält, einen unabhängigen Gutachter vorzuschlagen sowie generell auf das Gutachten Einfluss zu nehmen (vgl. BGE 137 V 210 E. 3.4). Überdies führt die Rückweisung vorliegend nicht zu einer Verzögerung des Verfahrens und entspricht im Übrigen dem Rechtsbegehren des Beschwerdeführers. 8.3 Die angefochtene Verfügung ist daher aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese sich mit der Entwicklung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers und dessen Auswirku n- gen auf die Arbeitsfähigkeit auseinandersetzt. Dabei hat sie insbesondere weitere medizinische Abklärungen in psychiatrischer, neuropsycholog i- scher, kardialer und rheumatologisch/orthopädischer Hinsicht vorzuneh-B-6113/2011 Seite 21 men. Sie hat nachvollziehbar darzulegen, in w elchem Umfang der B e- schwerdeführer sowohl in seiner angestammten Tätigkeit als auch in e i- ner angepassten Tätigkeit arbeiten könnte. Aufgrund der erlangten E r- kenntnisse hat die Vorinstanz gegebenenfalls den Invaliditätsgrad zu b e- rechnen und anschliessend neu zu verfügen. 9. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteientschädigung. 9.1 Gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG auferlegt das Bundesverwaltungsg e- richt die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Der un- terliegenden Vorinstanz sind allerdings keine Verfahrenskosten aufzue r- legen (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 9.2 Da dem obsiegenden Beschwerdeführer, welcher nicht anwaltlich ver- treten ist, keine verhältnismässig hohen Kosten entstanden sind, ist ihm keine Parteientschädigung zuzuspr echen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und En t- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung vom 14. Oktober 2011 aufgehoben. Die Sache wird an die Vorinstanz zurüc k- gewiesen, damit diese im Sinne der Erwägungen neu verfüge. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. B-6113/2011 Seite 22 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV (Gerichtsurkunde) Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Vera Marantelli Bianca Spescha Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 600 4 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange- fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwe r- deführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 18. September 2012