<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2023-10-18-9D_10-2023.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>9D_10/2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 18. Oktober 2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>III. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Parrino, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Kocher. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Steuerverwaltung des Kantons Schwyz, </div> <div class="para">Rechtsdienst, Bahnhofstrasse 15, 6430 Schwyz, Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Staats- und Gemeindesteuern des Kantons Schwyz und direkte Bundessteuer, Steuerperiode 2021, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz vom 22. August 2023 (II 2023 61). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> A.________ (nachfolgend: der Steuerpflichtige) hat Wohnsitz in U.________/SZ. Die Steuerverwaltung des Kantons Schwyz (KSTV/ SZ; nachfolgend: die Veranlagungsbehörde) veranlagte den Steuerpflichtigen für die Staats- und Gemeindesteuern des Kantons Schwyz sowie die direkte Bundessteuer, Steuerperiode 2021, mit Veranlagungsverfügungen vom 18. Juli 2022. Diese erwuchsen in Rechtskraft. Daraus ergaben sich Steuern von Fr. 1'176.60 (Staats-, Bezirks-, Gemeinde- und Kirchensteuern) bzw. Fr. 71.60 (direkte Bundessteuer). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Am 10. August 2022 ersuchte der Steuerpflichtige um Erlass der die Steuerperiode 2021 betreffenden offenen Steuern. Dies blieb erfolglos (Entscheid der Veranlagungsbehörde vom 16. Januar 2023; Beschluss des Regierungsrates des Kantons Schwyz vom 4. April 2023, versandt am 11. April 2023). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.</b> Mit Postaufgabe vom 17. Juli 2023 gelangte der Steuerpflichtige an das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz. Dieses trat auf die Beschwerde nicht ein (Urteil II 2023 61 vom 22. August 2023), was es - hier zusammengefasst - damit begründete, dass der Beschluss vom 4. April 2023 am 12. April 2023 an den Regierungsrat retourniert worden sei. Auch die Zweitzustellung habe fehlgeschlagen und wiederum zur Rücksendung geführt, nachdem der Steuerpflichtige einen Zurückbehalteauftrag bis zum 27. Juni 2023 gestellt gehabt habe. Die praxisgemässe "Aufmerksamkeitsdauer" von einem Jahr sei, so das Verwaltungsgericht weiter, längst nicht verstrichen gewesen, habe das Verfahren vor dem Regierungsrat doch kaum zehn Wochen gedauert. Entsprechend komme die Zustellfiktion zum Tragen und sei die Eingabe vom 17. Juli 2023 damit verspätet erfolgt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.4.</b> Mit Eingabe vom 3. Oktober 2023 (Poststempel) erhebt der Steuerpflichtige beim Bundesgericht Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten und subsidiäre Verfassungsbeschwerde. Er beantragt sinngemäss, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids seien die streitbetroffenen Steuern zu erlassen (Antrag 1), wozu bis auf die Steuerperiode 2015 zurückzugreifen sei (Antrag 2). Es sei festzustellen, dass sämtliche Behörden des Kantons Schwyz "seit Jahren Gesetze missachten" (Antrag 3), weshalb ihm für die jahrelang erlittenen Erniedrigungen eine angemessene Genugtuung zuzusprechen sei (Antrag 4). Die Steuern seien ihm auch in den Folgeperioden zu erlassen, soweit keine Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse eintrete (Antrag 5). Es sei festzustellen, dass niemand über dem Gesetz steht (Anträge 6 und 7). Schliesslich ersuche er um Erlass der Gerichtskosten (Antrag 8). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Rechtsschriften an das Bundesgericht haben einen Antrag, eine Begründung und die Beweismittel zu enthalten (<span class="artref">Art. 42 Abs. 1 BGG</span>). Die Begründung hat sich auf den Streitgegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens zu beziehen, der durch die Anträge umschrieben wird (Urteil 2C_259/2022 vom 7. Dezember 2022 E. 1.2, nicht publ. in: <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=23&amp;from_date=08.10.2023&amp;to_date=27.10.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-II-556%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page556">BGE 148 II 556</a>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=23&amp;from_date=08.10.2023&amp;to_date=27.10.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-II-359%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page359">BGE 144 II 359</a> E. 4.3). Erforderlich ist eine sachbezogene Begründung: Ist die Vorinstanz auf das Begehren der beschwerdeführenden Person nicht eingetreten, so muss aus der Beschwerde an das Bundesgericht hervorgehen, dass und weshalb bundesrechtswidrig bzw. verfassungsrechtlich unhaltbar auf die Sache nicht eingetreten worden sei. Wenn die Vorinstanz aus formellen Gründen einen Nichteintretensentscheid gefällt hat, kann eine Auseinandersetzung, die sich lediglich mit der materiellen Seite des Falles befasst, den gesetzlichen Anforderungen nicht genügen. Denn eine solche Begründung ist nicht sachbezogen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=23&amp;from_date=08.10.2023&amp;to_date=27.10.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F139-II-233%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page233">BGE 139 II 233</a> E. 3.2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=23&amp;from_date=08.10.2023&amp;to_date=27.10.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-II-172%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page172">135 II 172</a> E. 2.2.2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=23&amp;from_date=08.10.2023&amp;to_date=27.10.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F118-IB-134%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page134">118 Ib 134</a> E. 2). Der Streitgegenstand kann im Laufe des Rechtsmittelverfahrens nur eingeschränkt (minus), nicht aber ausgeweitet (plus) oder geändert (aliud) werden (<span class="artref">Art. 99 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=23&amp;from_date=08.10.2023&amp;to_date=27.10.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-V-19%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page19">BGE 143 V 19</a> E. 1.1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Der Steuerpflichtige widmet dem Streitgegenstand höchstens beiläufige Beachtung, ohne ersichtliche Kritik zu üben. Gegenteils scheint er den angefochtenen Entscheid hinzunehmen, schreibt er doch: "Die sechsseitige Abhandlung des Verwaltungsgerichts betr. Terminen wird von mir teilweise akzeptiert und ist nicht Gegenstand dieser Einsprache, da sie nicht relevant für die Missachtung der Gesetze ist." Ob überhaupt ein rechtserheblicher Beschwerdewille vorliege (<span class="artref">Art. 89 Abs. 1 BGG</span>), kann mit Blick auf die ohnehin fehlende sachbezogene Begründung der Beschwerde offenbleiben. Festzuhalten bleibt einzig, dass die Anträge 3 bis 7 ausserhalb des Streitgegenstandes liegen und selbst bei Eintreten auf die Sache nicht zu behandeln gewesen wären. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.</b> Auf die Beschwerde ist damit nicht einzutreten, was im vereinfachten Verfahren durch einzelrichterlichen Entscheid des Abteilungspräsidenten als Instruktionsrichter zu geschehen hat (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Nach dem Unterliegerprinzip sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens dem Steuerpflichtigen aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 65 und <artref id="CH/173.110/66/1/1" type="start"></artref>Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG</span><artref id="CH/173.110/65" type="end"></artref>). Dieser ersucht indes um "Erlass der Gerichtskosten" (Antrag 8), was sich auf das bundesgerichtliche Verfahren beziehen dürfte. Abgesehen davon, dass dies vor dem Hintergrund von <span class="artref">Art. 65 und <artref id="CH/173.110/66/1/1" type="start"></artref>Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG</span><artref id="CH/173.110/65" type="end"></artref> nicht zu vertreten wäre, kann dieser Antrag auch nicht als hinreichendes Gesuch um Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Rechtspflege gewürdigt werden. Darauf ist nicht weiter einzugehen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz und der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 18. Oktober 2023 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der III. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Parrino </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Kocher </div> </div></body></html>