<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2022.00739</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=222994&amp;W10_KEY=13045532&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2022.00739</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 01.02.2023</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung (Wiedererwägung)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers wurde rechtskräftig widerrufen, nachdem die Ehefrau die Ehe wegen wiederholten Vorfällen häuslicher Gewalt beendet hatte. Er macht wiedererwägungsweise geltend, das Eheleben wiederaufgenommen zu haben.] Der Beschwerdeführer macht mehrere Noven geltend, die beim in Rechtskraft erwachsenen Widerruf seiner Aufenthaltsbewilligung noch nicht Thema waren. Die eingereichten Beweismittel legen nahe, dass die Ehegatten die Ehegemeinschaft wiederaufgenommen haben. Die meisten dieser Noven konnten noch gar nicht Gegenstand der vorinstanzlichen Entscheide bilden, da sich die betreffenden Lebenssachverhalte erst danach realisierten (E. 2.5). Das Verfahren ist lediglich aufgrund der hernach eingetretenen Noven zur Neubeurteilung an das Migrationsamt zurückzuweisen (E. 3.1.2). Teilweise Gutheissung und Rückweisung zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=60735" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2022.00739</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">1. Februar 2023</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung (WiedererwÃ¤gung),</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Der 1983 geborene, aus Marokko stammende A reiste am 20. Februar 2021 in die Schweiz ein und heiratete am 1. April 2021 die Schweizerin D (geboren 1987). Im Rahmen des Familiennachzugs erhielt er am 22. April 2021 eine Aufenthaltsbewilligung. Die Aufenthaltsbewilligung wurde am 9. Februar 2022 mit GÃ¼ltigkeit bis 31. MÃ¤rz 2023 verlÃ¤ngert. </p> <p class="Urteilstext">Am 1. Januar 2022 beendete die Ehefrau die eheliche Beziehung mit A nach wiederholten VorfÃ¤llen hÃ¤uslicher Gewalt. A wohnte noch bis am 27. Februar 2022 in der ehelichen Wohnung in E (F-Strasse 01). Nach einer erneuten Auseinandersetzung erstattete die Ehefrau am 27. Februar 2022 bei der Kantonspolizei eine Strafanzeige gegen A, worauf dieser verhaftet wurde. Die Kantonspolizei wies ihn aus der gemeinsamen Wohnung weg und verfÃ¼gte ein Rayon- und Kontaktverbot. Die Staatsanwaltschaft See/Oberland erÃ¶ffnete gegen A eine Strafuntersuchung wegen versuchten strafbaren Schwangerschaftsabbruchs, versuchter KÃ¶rperverletzung, mehrfacher Drohung, mehrfacher TÃ¤tlichkeiten, sexueller NÃ¶tigung sowie sexueller BelÃ¤stigung. Das Zwangsmassnahmengericht E ordnete am 2. MÃ¤rz 2022 gegen A ein Kontaktverbot, ein Betretverbot fÃ¼r die Liegenschaften der ehelichen Wohnung und der ArbeitsstÃ¤tte der Ehefrau sowie ein AnnÃ¤herungsverbot bis am 26. Mai 2022 an. Auf Antrag der Ehefrau verlÃ¤ngerte der Haftrichter des Bezirksgerichts E am 9. MÃ¤rz 2022 die von der Kantonspolizei am 27. Februar 2022 angeordneten Schutzmassnahmen (Betret-/Rayonverbot und Kontaktverbot) bis 14. Juni 2022. </p> <p class="Urteilstext">Mit rechtskrÃ¤ftiger VerfÃ¼gung vom 13. Juni 2022 widerrief das Migrationsamt die Aufenthaltsbewilligung von A, wies ihn aus der Schweiz weg und setzte ihm eine Ausreisefrist bis 12. September 2022. </p> <p class="Urteilstext">Mit Teilurteil betreffend Eheschutz vom 23. Juni 2022 stellte das Bezirksgericht E fest, dass die Ehegatten seit dem 27. Februar 2022 getrennt leben. Das aus der Ehe hervorgehende Kind wurde â unter Vorbehalt der Lebendgeburt â unter die Obhut der Kindsmutter gestellt und die elterliche Sorge beiden Eltern Ã¼bertragen. A verpflichtete sich, die Ehefrau auch nach Ablauf der Gewaltschutzmassen bis zur Geburt des Kindes nicht zu kontaktieren. Ferner wurde eine Beistandschaft fÃ¼r das ungeborene Kind errichtet sowie ein begleitetes Besuchsrecht festgelegt. Sodann wurde mit Urteil des Bezirksgerichts betreffend Eheschutz vom 15. Juli 2022 festgestellt, dass mangels finanzieller LeistungsfÃ¤higkeit von A keine KinderunterhaltsbeitrÃ¤ge festgesetzt werden kÃ¶nnten.</p> <p class="Urteilstext">Im Juli 2022 ging aus der Ehe die Tochter G hervor. </p> <p class="Urteilstext">Im Rahmen der Ausreisekontrolle vom 20. September 2022 stellte die Kantonspolizei fest, dass sich A trotz abgelaufener Ausreisefrist weiterhin in der Schweiz aufhÃ¤lt. </p> <p class="Urteilstext">Am 21. September 2022 liess A Ã¼ber seine Ehefrau beim Migrationsamt ein WiedererwÃ¤gungsgesuch einreichen. Darin wird geltend gemacht, seit der Geburt der Tochter vom 15. Juli 2022 hÃ¤tten die Ehegatten wieder regelmÃ¤ssig Kontakt. Die Ehefrau habe kein Interesse mehr an der Scheidung. Das Ausschaffungsverfahren sei zu stoppen, um ihre Ehe mit rÃ¤umlicher Distanz zu stabilisieren. </p> <p class="Urteilstext">Am 28. September 2022 gab A dem Migrationsamt auf Anfrage hin an, dass das WiedererwÃ¤gungsgesuch aufgrund der Dringlichkeit von der Ehefrau gestellt worden sei. Mit Schreiben vom 1. Oktober 2022 teilte er dem Migrationsamt ergÃ¤nzend mit, dass er das WiedererwÃ¤gungsgesuch vollumfÃ¤nglich unterstÃ¼tze. </p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 3. Oktober 2022 trat das Migrationsamt auf das Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung von A nicht ein, wies ihn erneut aus der Schweiz weg und ordnete an, er habe das Land unverzÃ¼glich zu verlassen. FÃ¼r den Fall der Nichtbeachtung stellte ihm das Migrationsamt Zwangsmassnahmen in Aussicht.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den hiergegen erhobenen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion am 2. November 2022 ab, soweit sie auf diesen eintrat und er nicht gegenstandslos geworden war. Sodann hielt sie fest, dass A die Schweiz unverzÃ¼glich zu verlassen habe. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 3. Dezember 2022 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, es sei der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben und das Migrationsamt anzuweisen, auf das WiedererwÃ¤gungsgesuch einzutreten, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. In prozessrechtlicher Hinsicht beantragte er, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen und im Sinn einer superprovisorischen Massnahme sei der Vollzug der Wegweisung bis zum Entscheid Ã¼ber diese Beschwerde auszusetzen und die vollziehende BehÃ¶rde sei entsprechend in Kenntnis zu setzen. Weiter seien die Akten der Vorinstanz zu edieren, ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewÃ¤hren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten. </p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 6. Dezember 2022 verfÃ¼gte der AbteilungsprÃ¤sident, dass bis zum Entscheid Ã¼ber das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen alle Vollziehungsvorkehrungen zu unterbleiben hÃ¤tten. Zudem wurde der BeschwerdefÃ¼hrer dazu aufgefordert, sÃ¤mtliche bewilligungsrelevanten UmstÃ¤nde, namentlich die QualitÃ¤t seiner ehelichen Beziehung, ein allfÃ¤lliges Zusammenleben mit seiner Ehefrau, zeitnah und mittels Beilage geeigneter Belege (insbesondere unter Beilage von MeldebestÃ¤tigung und Mietvertrag) mitzuteilen, ansonsten aufgrund der Akten entschieden und eine mangelhaft Mitwirkung zu seinen Ungunsten berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nnte. </p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 20. Dezember 2022 reichte der BeschwerdefÃ¼hrer eine BeschwerdeergÃ¤nzung sowie weitere Beweismittel zu den Akten.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend das Migrationsamt sich nicht vernehmen liess, verzichtete die Sicherheitsdirektion auf Vernehmlassung zur Beschwerde und den nachgereichten Eingaben und Unterlagen. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Richtet sich die Beschwerde gegen einen Nichteintretensentscheid der Sicherheitsdirektion oder gegen einen Entscheid, mit dem die Sicherheitsdirektion einen Nichteintretensentscheid des Migrationsamts bestÃ¤tigt hat, prÃ¼ft das Verwaltungsgericht lediglich, ob die vorinstanzliche Beurteilung der Eintretensfrage an beschwerdefÃ¤higen RechtsmÃ¤ngeln leidet; einen weitergehenden, materiell-rechtlichen Entscheid nimmt es dagegen nicht vor (vgl. VGr, 10. Juni 2020, VB.2020.00003, E. 2.2, unter Verweis auf BGr, 26. Juli 2012, 2C_499/2012, E. 1.2; BGr, 26. Mai 2004, 2A.495/2003, E. 1.3; RB 1999 Nr. 152).</p> <p class="Erwgung2">Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet damit allein die vorinstanzliche Beurteilung der (erstinstanzlichen) Eintretensfrage, wÃ¤hrend die materiellen Voraussetzungen fÃ¼r die (Wieder-)Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung weder Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens bildeten noch bilden mussten. Es ist im vorliegenden Verfahren lediglich zu prÃ¼fen, ob der BeschwerdefÃ¼hrer Anspruch auf eine materielle Neubeurteilung der Bewilligungsfrage hat bzw. auf sein entsprechendes Begehren einzutreten gewesen wÃ¤re.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers wurde rechtskrÃ¤ftig widerrufen. Auch wenn Ã¼ber sein Aufenthaltsrecht bereits rechtskrÃ¤ftig entschieden wurde, kann er grundsÃ¤tzlich jederzeit ein neues Bewilligungsgesuch einreichen. Wird dieses bewilligt, so lebt damit indes nicht die frÃ¼here, rechtskrÃ¤ftig aufgehobene Bewilligung wieder auf, sondern es handelt sich um eine neue Bewilligung, die voraussetzt, dass im Zeitpunkt ihrer Erteilung die dannzumal geltenden Bewilligungsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind. <span>Das Stellen eines neuen Gesuchs darf jedoch nicht dazu dienen, rechtskrÃ¤ftige Entscheide immer wieder infrage zu stellen. Die VerwaltungsbehÃ¶rde ist von Verfassungs wegen nur verpflichtet, auf ein neues Gesuch einzutreten, wenn die UmstÃ¤nde sich seit dem ersten Entscheid wesentlich geÃ¤ndert haben oder wenn erhebliche Tatsachen und Beweismittel namhaft gemacht werden, die im frÃ¼heren Verfahren nicht bekannt waren oder die schon damals geltend zu machen rechtlich oder tatsÃ¤chlich unmÃ¶glich war oder keine Veranlassung bestand (vgl.</span><span> </span><span>BGE 136 II 177 E. 2.1; </span>BGr, 1. Dezember 2015, 2C_424/2015, E. 2.2; <span>VGr, 4. Juni 2014, VB.2014.00230, E. 4.1 [diesbezÃ¼glich bestÃ¤tigt in BGr, 9. Februar 2015, 2C_644/2014, E. 1.3]; </span>VGr, 25. Mai 2011, VB.2011.00140, E. 1.2<span>).</span><span> </span>Ein neues Bewilligungsgesuch ist somit nur dann materiell zu behandeln, wenn sich der Sachverhalt oder die Rechtslage (bei Dauersachverhalten) entscheidwesentlich geÃ¤ndert haben <span>und die Beweismittel, mit welchen eine materielle Neubeurteilung begrÃ¼ndet wird, nicht bereits in einem frÃ¼heren Verfahren betreffend Widerruf der Aufenthaltsbewilligung hÃ¤tten eingebracht werden kÃ¶nnen.</span> (BGE 136 II 177 E. 2.2.1). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b><span>Wer einer rechtskrÃ¤ftigen Ausreiseanordnung â wie der BeschwerdefÃ¼hrer â nicht nachkommt, sondern im Land verbleibt und einfach ein neues Gesuch stellt, kann praxisgemÃ¤ss nur ausnahmsweise einen Anspruch auf Neubeurteilung geltend machen. Neue SachumstÃ¤nde, die sich nur dadurch ergeben haben, dass die bzw. der Betroffene einer rechtskrÃ¤ftigen Wegweisung nicht Folge geleistet hat, haben entsprechend reduzierteres Gewicht als neue anspruchsbegrÃ¼ndende Tatsachen. Dies gilt namentlich auch fÃ¼r eine Intensivierung familiÃ¤rer Beziehungen, die sich nur dadurch ergeben hat, dass die betroffene Person der rechtskrÃ¤ftigen Wegweisungsanordnung nicht nachgekommen ist. Denn andernfalls wÃ¼rde derjenige, der sich Ã¼ber rechtskrÃ¤ftige Entscheide hinwegsetzt, bevorzugt gegenÃ¼ber denjenigen, die sich daran halten, was rechtsstaatlich nicht angeht (zum Ganzen BGr, 25. November 2021, 2C_826/2021, E. 4.3 mit Hinweisen; ferner BGr, 27. Juli 2021, 2D_22/2021, E. 3.2.2).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Mit VerfÃ¼gung vom 13. Juni 2022 widerrief das Migrationsamt die Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers und wies ihn aus der Schweiz weg. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte es aus, dass die Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers mitgeteilt habe, dass sie sich von ihm scheiden lassen mÃ¶chte. Dabei habe sie auf das hÃ¤ngige Strafverfahren verwiesen. Aus dem Ermittlungsbericht der Kantonspolizei ZÃ¼rich vom 27. Februar 2022 gehe hervor, dass der BeschwerdefÃ¼hrer am 1. Januar 2022 nach einer verbalen Auseinandersetzung mit seiner Ehefrau mit einem Fusstritt gegen ihren Bauch getreten habe und dabei in Kauf genommen habe, das ungeborene Kind gesundheitlich zu schÃ¤digen. Die Ehefrau habe die Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft mehrmals verneint. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe dem Migrationsamt am 18. April 2022 mitgeteilt, dass er und seine Ehegattin die Ehe fortfÃ¼hren wÃ¼rden. Im Gegensatz dazu habe aber die Ehefrau mit E-Mail vom 19. Mai 2022 mitgeteilt, dass eine erneute Aufnahme der Ehegemeinschaft auch in Zukunft unvorstellbar sei und sie seit dem 27. Februar 2022 keinen persÃ¶nlichen Kontakt zum BeschwerdefÃ¼hrer habe. Mit dem ErlÃ¶schen des Ehewillens der Ehefrau sei der Anspruch des BeschwerdefÃ¼hrers auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung erloschen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer begrÃ¼ndet sein WiedererwÃ¤gungsgesuch im Wesentlichen damit, dass er die Beziehung mit seiner Ehefrau wiederaufgenommen habe. Zum Zeitpunkt des Widerrufs der Aufenthaltsbewilligung hÃ¤tten er und seine Ehefrau keine Beziehung mehr gefÃ¼hrt. Nachdem das gemeinsame Kind zur Welt gekommen sei, hÃ¤tten sie sich wieder angenÃ¤hert. Er habe den Mietvertrag seiner Wohnung gekÃ¼ndigt und per 3. Januar 2023 einen Nachmieter gefunden. Er werde ab dem 15. November 2022 wieder in der ehelichen Wohnung leben.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht hiermit mehrere Noven geltend, die beim in Rechtskraft erwachsenen Widerruf seiner Aufenthaltsbewilligung vom 13. Juni 2022 noch nicht Thema waren, namentlich die erst danach erfolgte Geburt seiner Tochter am 15. Juli 2022, die Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft und des ehelichen Zusammenlebens. Im verwaltungsgerichtlichen Verfahren reichte er hierfÃ¼r zahlreiche Beweismittel ein. Die eingereichten Beweismittel, insbesondere die Fotos der Ehegatten und der gemeinsamen Tochter, die ausgetauschten Textnachrichten, die EinschÃ¤tzung der BeistÃ¤ndin, die ausfÃ¼hrliche Stellungnahme der Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers und die WohnsitzbestÃ¤tigung legen nahe, dass die Ehegatten die Ehegemeinschaft wiederaufgenommen haben und der BeschwerdefÃ¼hrer auch zu seiner Tochter eine Beziehung unterhÃ¤lt. Es ist nicht von vornherein auszuschliessen, dass die vorgebrachten Noven entscheidwesentlich sein kÃ¶nnten. </p> <p class="Urteilstext">Allerdings konnten die meisten dieser Noven noch gar nicht Gegenstand der vorinstanzlichen Entscheide bilden, da sich die betreffenden Lebenssachverhalte erst nach dem Rekursentscheid realisierten bzw. vom BeschwerdefÃ¼hrer erst vor Verwaltungsgericht belegt wurden, teilweise sogar erst nach Ablauf der Beschwerdefrist: So gab der BeschwerdefÃ¼hrer anlÃ¤sslich der polizeilichen Befragung am 21. September 2022 noch an, dass er und seine Ehefrau nach wie vor getrennt seien, sie jedoch Kontakt hÃ¤tten und sich immer wieder treffen wÃ¼rden. Im Rekursverfahren machte der BeschwerdefÃ¼hrer am 11. Oktober 2022 geltend, dass seine Ehefrau den Willen habe, ihr Eheleben mit ihm fortzufÃ¼hren. Sie mÃ¶chten vorlÃ¤ufig jedoch keine gemeinsame Wohnung teilen, um die eheliche Gemeinschaft sorgfÃ¤ltig wiederaufbauen zu kÃ¶nnen. Die Vorinstanzen konnten weder die Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft noch das inzwischen erfolgte Zusammenleben der Ehegatten wÃ¼rdigen. Weder im migrationsamtlichen noch im vorinstanzlichen Verfahren lag damit eine Sachlage vor, welche eine materielle Neubeurteilung der rechtskrÃ¤ftig widerrufenen Aufenthaltsbewilligung geboten hÃ¤tte. Die vorinstanzlichen Entscheide erweisen sich in diesem Sinn als rechtsfehlerfrei und das Migrationsamt ist â aus damaliger Sicht â zu Recht auf das WiedererwÃ¤gungsgesuch nicht eingetreten.</p> <p class="Urteilstext">Im Rahmen der vorliegend allein zu beurteilenden (erstinstanzlichen) Eintretensfrage mÃ¼sste die Beschwerde damit grundsÃ¤tzlich vollumfÃ¤nglich abgewiesen werden. Gleichwohl rechtfertigt es sich vorliegend schon aus prozessÃ¶konomischen GrÃ¼nden, das Verfahren zur materiellen Beurteilung an das Migrationsamt zurÃ¼ckzuweisen, nachdem sich nachtrÃ¤glich zahlreiche entscheidwesentliche Noven ergeben haben, welche zumindest aktuell eine materielle Neubeurteilung aufdrÃ¤ngen. In diesem Sinn ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und das Migrationsamt wird insbesondere zu prÃ¼fen haben, ob der BeschwerdefÃ¼hrer wie im Beschwerdeverfahren behauptet tatsÃ¤chlich die eheliche Beziehung zu seiner Ehefrau wiederaufgenommen hat und die beiden zusammenleben. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.1 </b>Eine RÃ¼ckweisung zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid bei offenem Ausgang ist in Bezug auf die Nebenfolgen grundsÃ¤tzlich als Obsiegen der beschwerdefÃ¼hrenden Partei zu behandeln (BGr, 28. April 2014, 2C_846/2013, E. 3.2 f. mit Hinweisen; Marco Donatsch, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 64 N. 5). Aus BilligkeitsgrÃ¼nden und dem in § 13 Abs. 2 Satz 2 VRG statuierten Verursacherprinzip kann von einer Kostenauflage an die unterliegende Partei und die Auferlegung einer ParteientschÃ¤digung im Sinn von § 17 Abs. 2 VRG jedoch unter anderem abgewichen werden, wenn eine Partei bzw. Amtsstelle im Rechtsmittelverfahren nur aufgrund von Noven unterliegt, welche im vorinstanzlichen Verfahren noch nicht berÃ¼cksichtigt werden konnten (vgl. Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 13 N. 64; VGr, 17. April 2019, VB.2019.00145, E. 3; vgl. zum Verursacherprinzip im Allgemeinen auch PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 13 N. 55 ff. und § 17 N. 25 ff.).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.2 </b>Wie dargelegt wurde, ist den Vorinstanzen vorliegend keine fehlerhafte Beurteilung der Eintretensfrage vorzuwerfen und ist das Verfahren lediglich aufgrund der hernach eingetretenen Noven zur Neubeurteilung an das Migrationsamt zurÃ¼ckzuweisen. Getreu dem Verursacherprinzip rechtfertigt sich deshalb keine Neuregelung der Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen des Rekursverfahrens und ist der vorinstanzliche Entscheid diesbezÃ¼glich zu bestÃ¤tigen. Analoges gilt auch fÃ¼r das vorliegende Beschwerdeverfahren, nachdem die entscheidwesentlichen Noven sich Ã¼berwiegend erst nach dem vorinstanzlichen Entscheid und teilweise sogar erst nach Ablauf der Beschwerdefrist verwirklicht haben. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>Nach § 16 Abs. 1 VRG ist Privaten, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheinen, auf entsprechendes Ersuchen die Bezahlung von Verfahrenskosten und KostenvorschÃ¼ssen zu erlassen. Sie haben nach Abs. 2 derselben Bestimmung Anspruch auf die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren.</p> <p class="Erwgung3">Unentgeltlichen RechtsbeistÃ¤nden wird der notwendige Zeitaufwand nach den StundenansÃ¤tzen des Obergerichts fÃ¼r die amtliche Verteidigung entschÃ¤digt. Dabei werden die Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses berÃ¼cksichtigt. Auslagen werden separat entschÃ¤digt (§ 9 Abs. 1 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 3. Juli 2018 [GebV VGr]). Als erforderlich ist jener Zeitaufwand zu betrachten, den auch eine nicht bedÃ¼rftige Person von ihrer Rechtsvertretung vernÃ¼nftigerweise erwartet hÃ¤tte und zu dessen Zahlung sie bereit gewesen wÃ¤re, um ihre Rechte im Verfahren zu wahren. § 3 der Verordnung Ã¼ber die AnwaltsgebÃ¼hren vom 8. September 2010 (AnwGebV) sieht bei anwaltlicher Vertretung einen Stundensatz von Fr. 220.- vor, wobei bei nicht anwaltlicher Vertretung der Stundenansatz in der Regel halbiert wird (vgl. VGr, 21. August 2019, VB.2019.00322, E. 6.4). Letzteres gilt grundsÃ¤tzlich auch, wenn die Rechtsvertreter zwar Ã¼ber das Anwaltspatent verfÃ¼gen, jedoch nicht im Anwaltsregister eingetragen sind bzw. den Anwaltsberuf nicht ausÃ¼ben.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>Aus AusgefÃ¼hrtem erschliesst sich, dass die Begehren des BeschwerdefÃ¼hrers zumindest im Rekursverfahren noch gemÃ¤ss § 16 Abs. 1 VRG aussichtslos waren, zumal grundsÃ¤tzlich lediglich die (erstinstanzliche) Eintretensfrage zu beurteilen war. Damit wurde sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege von der Vorinstanz zu Recht abgewiesen. Der vorinstanzliche Entscheid ist entsprechend auch diesbezÃ¼glich nicht zu korrigieren. Aufgrund der hernach eingetretenen Noven kann die Beschwerde hingegen im Beschwerdeverfahren nicht mehr als offensichtlich aussichtslos beurteilt werden, wenngleich sich auch hier entscheidwesentliche Noven erst nach Einreichung der Beschwerdeschrift realisiert haben. Entsprechend ist dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen. Der unentgeltliche Rechtsbeistand ist entsprechend der Kostennote fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren zu entschÃ¤digen, woraus sich im Beschwerdeverfahren bei einem Stundenaufwand von 9,75 Stunden Ã Fr. 110.-, Barauslagen von Fr. 28.90 und unter BerÃ¼cksichtigung der Mehrwertsteuer eine EntschÃ¤digung von Fr. 1'101.40 ergibt.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Beim vorliegenden RÃ¼ckweisungsentscheid handelt es sich um einen Zwischenentscheid gemÃ¤ss Art. 93 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG). Die Beschwerde an das Bundesgericht kann deshalb nur erhoben werden, wenn der Zwischenentscheid einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kÃ¶nnte oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeifÃ¼hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit und Kosten fÃ¼r ein weitlÃ¤ufiges Beweisverfahren ersparen wÃ¼rde.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird fÃ¼r das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege gewÃ¤hrt und in der Person von C ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Beschwerde wird im Sinn der ErwÃ¤gungen teilweise gutgeheissen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>Die VerfÃ¼gung des Migrationsamts vom 3. Oktober 2022 und Dispositiv-Ziff. I und II des Entscheids der Sicherheitsdirektion vom 2. November 2022 werden aufgehoben. </span></p> <p class="Einzug2"><span>Die Sache wird zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an das Migrationsamt zurÃ¼ckgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt, jedoch einstweilen zufolge GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege auf die Gerichtskasse genommen. Die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers nach § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. C wird fÃ¼r das Beschwerdeverfahren mit Fr. 1'101.40 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschÃ¤digt. Die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers gemÃ¤ss § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion;<br/> c) das Staatssekretariat fÃ¼r Migration (SEM);</span></p> <p class="Einzug2"><span> d)</span><span> die Kasse des Verwaltungsgerichts (zur Ausrichtung der EntschÃ¤digung).</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>