<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2013.00604</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=213374&amp;W10_KEY=13013527&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2013.00604</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.10.2013</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 12.08.2014 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung Ehegatten von Personen mit Niederlassungsbewilligung haben gemäss Art. 43 Abs. 1 Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit dem Ehepartner zusammenwohnen. Nach einem ordnungsgemässen Aufenthalt von fünf Jahren haben die Ehegatten Anspruch auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung (Art. 43 Abs. 2 AuG). Der Bf ist Vater eines minderjährigen Sohnes, der unter der Obhut der Mutter steht. Der nicht-sorgeberechtigte Ausländer hat nur ausnahmsweise Anspruch auf Anwesenheit aus EMRK 8. Kumulativ müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein: Zwischen ihm und seinem in der Schweiz lebenden Kind muss in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung bestehen; diese könnte durch die Ausweisung ins Heimatland nicht mehr Aufrecht erhalten werden und das Verhalten des Ausländers darf nicht zu Klagen Anlass gegeben haben. Der Bf unterhält keinen Kontakt zu seinem Sohn und kann sich demnach nicht im Licht dieser Beziehung auf EMRK 8 berufen. Im Hinblick auf die Beziehung mit seiner zweiten Ehefrau, die gelebt und intakt ist und damit in den Schutzbereich von EMRK 8 fällt, kann er dies. Zudem kann er sich grundsätzlich auf Art. 43 AuG berufen. Gemäss Art. 62 lit. b AuG kann die zuständige Behörde die Aufenthaltsbewilligungen widerrufen, wenn ein Ausländer zu einer längerfristigen Haftstrafe verurteilt worden ist. Der Bf ist u.a. zu einer Haftstrafe von 21 Monaten verurteilt worden. Somit besteht ein Widerrufsgrund. Vorliegend überwiegt das öffentliche Interesse an einer Fernhaltung des straffällig gewordenen Bfs seine persönlichen Interessen wie auch diejenigen seiner Ehefrau am Verbleib in der Schweiz. Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESUCHSRECHT">BESUCHSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTERESSENABWÃGUNG">INTERESSENABWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFFÃLLIGKEIT">STRAFFÃLLIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 43 Abs. 2 AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 62 AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=20081" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2013.00604</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">23. Oktober 2013</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Ariane Tinner. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Aufenthaltsbewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A, 1978 geborener StaatsangehÃ¶riger des Kosovo, heiratete am 27. Dezember 2001 in seinem Heimatland C, eine in der Schweiz Ã¼ber eine Aufenthaltsbewilligung verfÃ¼gende Landsfrau. Am 28. August 2002 reiste A in die Schweiz ein und erhielt am 20. September 2002 eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau. Im September 2004 wurde C die Niederlassungsbewilligung erteilt. Am 16. September 2005 wurde den Eheleuten ein Sohn, D, geboren. </p> <p class="Sachverhalt1">Am 8. Juli 2010 nahm das Bezirksgericht ZÃ¼rich davon Vormerk, dass die Eheleute seit November 2008 getrennt lebten, am 11. Mai 2011 wurde deren Ehe geschieden. Am 11. November 2011 heiratete A die in der Schweiz niedergelassene russische StaatangehÃ¶rige E.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>WÃ¤hrend seines Aufenthalts erwirkte A zwei strafrechtlichen Verurteilungen, nÃ¤mlich am 20. April 2007 einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ZÃ¼rich wegen mehrfachen Fahrens ohne Haftpflichtversicherung (Bestrafung mit einer Geldstrafe von 10 TagessÃ¤tzen zu Fr. 30.- bedingt und einer Busse von Fr. 600.-) und am 3. Juni 2010 ein Urteil des Bezirksgerichts F wegen gewerbsmÃ¤ssigen Diebstahls, gewerbsmÃ¤ssigen betrÃ¼gerischen Missbrauchs von Datenverarbeitungsanlagen und weiterer Delikte (Bestrafung mit einer Freiheitsstrafe von 21 Monaten, unter GewÃ¤hrung des bedingten Vollzugs bei einer Probezeit von fÃ¼nf Jahren und einer Busse von Fr. 500.-). Mit dem vorgenannten Urteil des Bezirksgerichts F wurde der im Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ZÃ¼rich vom 20. April 2007 gewÃ¤hrte bedingte Vollzug der Geldstrafe widerrufen.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b><span>Am 24. Juli 2012 verweigerte das Migrationsamt die VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung von </span>A<span> und setzte ihm Frist zum Verlassen der Schweiz bis 31. Oktober 2012.</span> </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><span>Einen Rekurs gegen diese Anordnung wies die Sicherheitsdirektion am 4. Juli 2013 ab. Die Sicherheitsdirektion bestÃ¤tigte dabei die Rechtsauffassung des Migrationsamts, dass Verhalten von A in der Schweiz den Widerrufsgrund von Art. 62 des Bundesgesetzes Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder vom 16. Dezember 2005 (AuG) erfÃ¼lle und die Wegweisung verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sei. Gleichzeitig wurde </span>A eine neue Ausreisefrist zum Verlassen der Schweiz bis zum 5. Oktober 2013 angesetzt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1">Mit Beschwerde vom 6. September 2013 liess A dem Verwaltungsgericht sinngemÃ¤ss beantragen, seine Aufenthaltsbewilligung zu verlÃ¤ngern; eventuell sei lediglich eine Verwarnung auszusprechen; subeventuell sei "die Ausreisefrist wegen der Erkrankung der Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers um zwei Jahre zu verlÃ¤ngern". Ausserdem beantragte er eine ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Sachverhalt1"><span>Die Sicherheitsdirektion verzichtete am 20. September 2013 ausdrÃ¼cklich auf Vernehmlassung; das Migrationsamt reichte keine Beschwerdeantwort ein.</span> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r Beschwerden gegen erstinstanzliche Rekursentscheide einer Direktion Ã¼ber Anordnungen etwa betreffend das Aufenthaltsrecht nach § 41 Abs. 1 in Verbindung mit §§ 19 Abs. 1 lit. a und Abs. 3, 19a Abs. 1, 19b Abs. 2 lit. b Ziff. 1 sowie §§ 42â44 e contrario des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Ein</span><span> bilateraler Staatsvertrag im Sinn von Art.</span><span> </span><span>2 Abs.</span><span> </span><span>1 AuG zwischen der Schweiz und dem Kosovo, welcher dem BeschwerdefÃ¼hrer einen Anwesenheitsanspruch vermitteln wÃ¼rde, besteht nicht.</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>AuslÃ¤ndische Ehegatten von Personen mit Niederlassungsbewilligung gemÃ¤ss Art. 43 Abs. 1 AuG haben Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit dem Ehepartner zusammenwohnen. Nach einem ordnungsgemÃ¤ssen und ununterbrochenen Aufenthalt von fÃ¼nf Jahren haben die Ehegatten Anspruch auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung (Art. 43 Abs. 2 AuG).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ist Vater eines minderjÃ¤hrigen Sohnes, der unter der Sorge der Mutter steht. Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und der inhaltlich identische Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) garantieren das Recht auf Achtung des Familienlebens. Unter dem Schutz der zitierten Gesetzesbestimmungen steht vor allem die Kernfamilie. Darunter ist das Zusammenleben minderjÃ¤hriger Kinder mit ihren Eltern zu verstehen. Dabei soll nur das intakte und tatsÃ¤chlich gelebte Familienleben geschÃ¼tzt werden (BGE 137 I 284 E. 1.3). Derjenige Elternteil, der sich auf Art. 8 Abs. 1 EMRK berufen will, muss dabei grundsÃ¤tzlich Ã¼ber das Sorge- oder Obhutsrecht verfÃ¼gen. DemgegenÃ¼ber hat der nicht sorge- oder obhutsberechtigte auslÃ¤ndische Elternteil nur ausnahmsweise Anspruch auf Anwesenheit, wenn die folgenden Voraussetzungen kumulativ erfÃ¼llt sind: ZunÃ¤chst muss zwischen ihm und seinem in der Schweiz lebenden Kind in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung bestehen. Weiter dÃ¼rfen diese Beziehungen wegen der Entfernung zum Heimatland praktisch nicht mehr aufrechterhalten werden kÃ¶nnen. Schliesslich darf sein bisheriges Verhalten zu keinen Klagen Anlass gegeben haben (BGr, 22. MÃ¤rz 2012, 2C_1031/2011, E. 4.1.4). Der BeschwerdefÃ¼hrer unterhÃ¤lt keinen Kontakt zu seinem Sohn ‒ <span>weder in der EheschutzverfÃ¼gung vom 8. Juli 2010 noch im Scheidungsurteil vom 11. Mai 2011 ist ein Besuchsrecht vorgesehen. Beschwerdeweise lÃ¤sst der BeschwerdefÃ¼hrer dies nicht bestreiten, sondern Ã¤ussert sich lediglich zu den GrÃ¼nden, weswegen es weder im Umfeld der Trennung von seiner vormaligen Familie noch nach der Scheidung zur AusÃ¼bung bzw. EinrÃ¤umung eines Besuchsrechts gekommen sei. Sodann sei anzunehmen, dass der Kontakt "frÃ¼her oder spÃ¤ter wieder zustande kommen" werde.</span> Massgeblich kÃ¶nnen indessen allein die im Zeitpunkt des Urteils bestehenden tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse sein. Irgendwelche vagen Absichten sind bedeutungslos wie letztlich auch die GrÃ¼nde fÃ¼r das Fehlen einer gelebten Beziehung zwischen Vater und Sohn. Entsprechend kann sich der BeschwerdefÃ¼hrer im Licht der Beziehung zu seinem Sohn nicht mit Erfolg auf Art. 8 Abs. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV berufen. </p> <p class="Urteilstext">Die Beziehung zu seiner hier niedergelassenen Ehefrau E hingegen wird ‒ soweit ersichtlich ‒ gelebt und ist intakt. Diese Beziehung steht damit unter dem Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV und begrÃ¼ndet auch einen Anspruch auf Erteilung der Aufenthaltsbewilligung im Sinn von Art. 43 Abs. 2 AuG.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>GemÃ¤ss Art. 62 lit. b AuG kann die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde Aufenthaltsbewilligungen widerrufen, wenn ein AuslÃ¤nder zu einer lÃ¤ngerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Als "lÃ¤ngerfristig" gilt eine Freiheitsstrafe, deren Dauer ein Jahr Ã¼berschreitet (BGE 135 II 377 E. 4.2 und E. 4.5; BGE 137 II 297 E. 2.1). Wird diese Grenze erreicht, spielt es keine Rolle, ob die Freiheitsstrafe bedingt, teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen wurde (BGr, 27. Januar 2010, 2C_515/2009, E. 2.1). </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer wurde mit Urteil des Bezirksgerichts F vom 3. Juni 2010 zu einer Freiheitsstrafe von 21 Monaten verurteilt. Die verhÃ¤ngte Freiheitsstrafe Ã¼bersteigt die Einjahresgrenze damit deutlich, weshalb ein Widerrufsgrund im Sinn von Art. 62 lit. b AuG gegeben ist. Ob das Verhalten zugleich den Widerrufsgrund des schwerwiegenden Verstosses gegen die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinn von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG erfÃ¼llt, kann offengelassen werden. Dieser Widerrufsgrund gelangt nur subsidiÃ¤r zur Anwendung, wenn nicht ohnehin bereits die Voraussetzungen von Art. 62 lit. b AuG erfÃ¼llt sind (BGr, 4. Mai 2012, 2C_768/2011, E. 4.1; BGE 135 II 377 E. 4.2).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Auch wenn WiderrufsgrÃ¼nde im Sinn von Art. 62 AuG gegeben sind, fÃ¼hrt dies nicht automatisch zum Verlust der Bewilligung (Marc Spescha in: derselbe et al., Migrationsrecht, 3. A., ZÃ¼rich 2012, Art. 62 AuG N. 2). Zu prÃ¼fen ist vielmehr, ob der Widerruf oder die NichtgewÃ¤hrung einer Bewilligung verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheint. Dabei sind das Ã¶ffentliche Interesse an der Fernhaltung der auslÃ¤ndischen Person und deren Interesse sowie das ihrer Familie am Verbleib in der Schweiz gegeneinander abzuwÃ¤gen (BGE 135 II 377 E. 4.3 ff.; Silvia Hunziker in: Martina Caroni/Thomas GÃ¤chter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG], Bern 2010, Art. 63 N. 10).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Die zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden haben alle UmstÃ¤nde des Einzelfalls zu berÃ¼cksichtigen. Unter Einbezug der Ã¶ffentlichen Interessen, der persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse sowie des Grads der Integration des AuslÃ¤nders ist eine sorgfÃ¤ltige InteressenabwÃ¤gung vorzunehmen. Dabei gilt es namentlich der Schwere des Verschuldens, der Dauer der Anwesenheit sowie der dem Betroffenen und seiner Familie drohenden Nachteile Rechnung zu tragen (vgl. Art. 96 Abs. 1 AuG; BGr, 23. Juli 2012, 2C_1026/2011, E. 3; Hunziker, Art. 62 N. 8). Ist eine Massnahme begrÃ¼ndet, aber den UmstÃ¤nden nicht angemessen, kann der AuslÃ¤nder nach Art. 96 Abs. 2 AuG verwarnt werden (BGr, 16. September 2010, 2C_318/2010, E. 3.1).</p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Ausgangspunkt fÃ¼r die migrationsrechtliche InteressenabwÃ¤gung ist das Verschulden des AuslÃ¤nders, das im Strafmass seinen Ausdruck findet. Der strafrechtliche Resozialisierungsgedanke und die Prognose Ã¼ber das Wohlverhalten sind dabei von geringerer Relevanz, da aus migrationsrechtlicher Sicht das Interesse an der Ã¶ffentlichen Ordnung und Sicherheit im Vordergrund steht (Hunziker, Art. 63 N. 11 mit zahlreichen Nachweisen). Es gilt dabei nach Art und Ausmass der mÃ¶glichen RechtsgÃ¼terverletzung zu differenzieren: Je schwerer die mÃ¶glichen RechtsgÃ¼terverletzungen sind, desto weniger kÃ¶nnen RÃ¼ckfÃ¤lle in Kauf genommen werden (BGE 136 II 5 E. 4.2).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Der Verurteilung des BeschwerdefÃ¼hrers durch das Bezirksgericht F liegt im wesentlichen folgender Sachverhalt zugrunde: Der BeschwerdefÃ¼hrer hat wÃ¤hrend eines Zeitraums von gut acht Monaten mindestens 22 Fahrzeuge aufgebrochen, diese nach Wertsachen, insbesondere Treibstoffkarten, durchsucht und hat hernach fÃ¼r sich selber und Drittpersonen Treibstoff im Gesamtwert von Ã¼ber Fr. 15'000.- bezogen. Zurecht weist die Vorinstanz darauf hin, dass die Delinquenz des BeschwerdefÃ¼hrers auch nach einer ersten Verhaftung im Oktober 2008 nicht geendet hat. Zu beachten ist weiter, dass <span>das Qualifikationsmerkmal der GewerbsmÃ¤ssigkeit im Sinn von Art. 139 Ziff. 2 StGB gemÃ¤ss der Rechtsprechung nur gegeben ist, wenn sich aus der Zeit und den Mitteln, die der TÃ¤ter fÃ¼r die deliktische TÃ¤tigkeit aufwendet, aus der HÃ¤ufigkeit der Einzelakte innerhalb eines bestimmten Zeitraums sowie aus den angestrebten und erzielten EinkÃ¼nften ergibt, dass er die deliktische TÃ¤tigkeit nach der Art eines Berufs ausÃ¼bt (</span>BGE 123 IV 113 <span>E. 2c). Hiervon war das Bezirksgericht F im Licht der zu beurteilenden strafbaren Handlungen des BeschwerdefÃ¼hrers offensichtlich Ã¼berzeugt. Damit ist </span>das Verschulden des BeschwerdefÃ¼hrers gewiss nicht mehr als leicht einzustufen. An dieser EinschÃ¤tzung vermag auch der Einwand des BeschwerdefÃ¼hrers, er habe von der Deliktstruktur als Kleinkrimineller zu gelten und die Taten seien wegen Drogenkonsums in "dauerbenebeltem Zustand" verÃ¼bt worden, nichts zu Ã¤ndern, da die Strafverurteilung im auslÃ¤nderrechtlichen Verfahren nicht mehr infrage gestellt werden darf (BGr, 15. April 2011, 2C_676/2010, E. 3.3). Dem BeschwerdefÃ¼hrer ist indessen darin zuzustimmen, dass die AusÃ¼bung prozessualer Rechte im Verwaltungsverfahren nicht zu seinen Lasten gewÃ¼rdigt werden kann â allerdings kann daraus eben auch nichts zugunsten des BeschwerdefÃ¼hrers abgeleitet werden. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer lebt seit rund elf Jahren hier in der Schweiz, ohne dass er beruflich als gut integriert gelten kann: Neben verschiedenen und unterschiedlich lange andauernden Arbeitslosigkeiten hat der BeschwerdefÃ¼hrer vor allem eigentliche Hilfsarbeiten erfÃ¼llt (Reiniger, Chauffeur, Hilfsarbeiter einer Bodenlegerfirma). Seine wirtschaftliche Situation ist wenig geordnet und von Schulden vor allem im Zusammenhang mit ausstehenden Alimenten geprÃ¤gt, auch wenn in der letzten Zeit BemÃ¼hungen um die Schuldentilgung erkennbar sind. Die soziale Integration beschreibt die Vorinstanz ebenfalls zutreffend als wenig ausgeprÃ¤gt: Neben dem Kontakt zur Ehefrau ist einzig der Kontakt zu einem hier lebenden Onkel aktenkundig â weitere Integrationsleistungen fÃ¼hrt auch die Eingabe an das Verwaltungsgericht nicht an. An dieser EinschÃ¤tzung Ã¤ndern auch der verkehrsmedizinische Bericht vom April 2012 und die Bejahung der Fahreignung nichts. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Die Feststellung der Vorinstanz, dass der BeschwerdefÃ¼hrer mit den Gegebenheiten seines Heimatlands nach wie vor vertraut sei und im Kosovo mit seiner Mutter und einer Schwester Ã¼ber Verwandte verfÃ¼ge, welche eine gewisse Hilfe bei der Reintegration gewÃ¤hren kÃ¶nnten, stimmt mit den Akten Ã¼berein und wird in der Beschwerde nicht bestritten. Sodann sind die angeblich von der Familie der geschiedenen Frau ausgestossenen Drohungen gegenÃ¼ber dem BeschwerdefÃ¼hrer zu relativieren: Sie finden sich einzig in einer Aussage der Mutter des BeschwerdefÃ¼hrers, sind zeitlich nicht genau eingeordnet und scheinen lediglich in sehr allgemeiner Form erfolgt zu sein. Insgesamt erweisen sich diese Drohungen damit als wenig substanziiert. Ãber alles gesehen stellt die Ausreise in den Kosovo jedenfalls fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer keine unzumutbare HÃ¤rte dar. Einsichtig ist indessen, dass die Ausreise in den Kosovo vor allem fÃ¼r die russischstÃ¤mmige Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers mit grÃ¶sseren Nachteilen verbunden wÃ¤re. Es bestehen jedoch keine Hinweise, dass eine solche fÃ¼r sie geradezu unzumutbar wÃ¤re. Unbestrittenermassen hatte die Ehefrau zudem im Zeitpunkt ihres Eheschlusses Kenntnis von der strafrechtlichen Verurteilung des BeschwerdefÃ¼hrers. Sie durfte daher nicht damit rechnen, ihre Ehe hier in der Schweiz leben zu kÃ¶nnen (BGr, 24. Februar 2011, 2C_778/2011). </p> <p class="Erwgung2"><b>5.5 </b><span>Unter diesen UmstÃ¤nden ist der Vorinstanz, auf deren zutreffende AusfÃ¼hrungen im Ãbrigen verwiesen werden kann, zuzustimmen, dass das Ã¶ffentliche Interesse an der Fernhaltung des straffÃ¤llig gewordenen BeschwerdefÃ¼hrers seine persÃ¶nlichen Interessen wie auch diejenigen seiner Ehefrau am Verbleib in der Schweiz Ã¼berwiegt.</span> Damit bleibt auch kein Raum fÃ¼r eine blosse Verwarnung im Sinn von Art. 96 Abs. 2 AuG.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Die im Rekursentscheid vom 4.</span> <span>Juli 2013 angesetzte Ausreisefrist, wonach der BeschwerdefÃ¼hrer die Schweiz bis zum 5.</span> <span>Oktober 2013 hÃ¤tte verlassen mÃ¼ssen, ist zwischenzeitlich verfallen. VerfÃ¤llt eine angesetzte Ausreisefrist wÃ¤hrend eines Rechtsmittelverfahrens mittels Zeitablaufs, hat das Migrationsamt nach rechtskrÃ¤ftigem Abschluss des Rechtsmittelverfahrens fÃ¶rmlich â unter GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs und mittels einer beschwerdefÃ¤higen VollstreckungsverfÃ¼gung â eine neue Frist anzusetzen (vgl. Andrea Binder Oser, in: Martina Caroni/Thomas GÃ¤chter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], StÃ¤mpflis Handkommentar SHK, Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder, Bern 2010, Art. 66 N. 3 mit Hinweisen). Eine Fristansetzung durch die Rechtsmittelinstanz selbst ist nach GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs zwar grundsÃ¤tzlich mÃ¶glich, jedoch nicht zwingend und erscheint vorliegend deswegen wenig zweckmÃ¤ssig, da offen ist, wann der Entscheid des Verwaltungsgerichts rechtskrÃ¤ftig wird. Im Rahmen der VollstreckungsverfÃ¼gung des Migrationsamts ist dannzumal auch angemessen auf die gesundheitliche Situation der Ehefrau und deren Krebsbehandlung RÃ¼cksicht zu nehmen, sollte sie sich dazu entscheiden, ihrem Ehemann in den Kosovo folgen zu wollen.</span></p> <p class="Erwgung1"><span>Damit ist im vorliegenden Verfahren der entsprechende Subeventualantrag auf Erstreckung der Ausreisefrist um zwei Jahre abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>7. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>AusgangsgemÃ¤ss wird der BeschwerdefÃ¼hrer kostenpflichtig und steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 65a Abs. 1 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 und § 17 Abs. 2 VRG).</span> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>8. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht wird, ist Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 Ã¼ber das Bundesgericht (BGG) zu erheben. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. </span><span>Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:â¦<br/> <br/> </span></p> <p class="Urteilstext"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>