B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-5078/2012 U r t e i l v o m 1 5 . J a n u a r 2 0 1 4 Besetzung Richter Daniel Riedo (Vorsitz), Richter Pascal Mollard, Richter Michael Beusch, Gerichtsschreiber Beat König. Parteien A._______ B.V., vertreten durch C._______, Beschwerdeführerin, gegen Oberzolldirektion (OZD), Hauptabteilung Recht und Abgaben, Vorinstanz. Gegenstand Zoll; Einfuhrmehrwertsteuer. A-5078/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. Eine gegen die A._______ B.V. eingeleitete Zollstrafuntersuchung ergab, dass mehrere Lastwagen und Anhänger dieser Gesellschaft in den Ja h- ren 2008 und 2009 für Inlandtransporte in der Schweiz (sog. Kabotag e- fahrten) verwendet wurden . Dabei wurden die für die Inlandtransporte benutzten Fahrzeuge weder zur Verzollung angemeldet, noch Bewilligu n- gen für die Nutzung eines unverzollten Fahrzeuges eingeholt. B. Gestützt auf das Ergebnis der Zollstrafuntersuchung erliess die Zollkrei s- direktion Schaffhausen am 23. Februar 2011 eine Nachforderungsverfü- gung. Darin verlangte sie von der A._______ B.V. die Nacherstattung von Einfuhrabgaben in der Höhe von Fr. 219'420.85 (Zoll Fr. 75'922.50, Ein- fuhrmehrwertsteuer [Einfuhrsteuer] Fr. 126'419.95 und Verzugszins Fr. 17'078.40). Die Einfuhrabgaben wurden dabei auf allen für die Inlan d- transporte benutzten 13 Lastwagen und 11 Anhängern erhoben. C. Am 25. März 2011 liess die A._______ B.V. bei der Oberzolldirekt i- on (OZD) Beschwerde erheben und beantragen, die Verfügung vom 23. Februar 2011 sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben; eventualiter seien die Zollabgabe und die Mehrwertsteuer auf einen a n- gemessenen Betrag zu reduzieren. D. Mit Entscheid vom 22. August 2012 hiess die OZD die Beschwerde tei l- weise gut. Sie setzte die Einfuhrsteuer neu auf Fr. 88'106.60 fest, rechne- te die von der Beschwerdeführerin zwischenzeitlich geleistete Hinterlage an die Abgaben an und ordnete an, dass die jeweiligen Differenzbeträge von Fr. 16'975.70 Zoll und Fr. 30'237. - Einfuhrsteuer geschuldet seien (Dispositiv-Ziff. 1 f.) . Ferner setzte die OZD den Verzugszins neu auf Fr. 13'842.20 fest, unter Vorbehalt der "Verzugszinsberechnung auf Fr. 164'029.10 durch die Zollfahndung ab 28. März 2011 bis 30. Nove m- ber 2011 sowie auf Fr. 47' 212.70 ab 1. Dezember 2011" (D ispositiv- Ziff. 3). Im Übrigen wies die Vorinstanz die Beschwerde ab (Dispositiv - Ziff. 4), auferlegte der Beschwerdeführerin die Verfahrenskosten (Disposi- tiv-Ziff. 5) und sprach dem Vertreter der Beschwerdeführerin eine Parte i- entschädigung zu (Dispositiv-Ziff. 6). A-5078/2012 Seite 3 In der Begründung des Entscheids führte die OZD insbesondere aus, aufgrund der Durchführung der Inlandtransporte ohne Bewilligung seien die Voraussetzungen für eine Zoll - und Steuerbefreiung im Verfahren der vorübergehenden Verwendung nicht einge halten worden. Was die Höhe der deshalb nachzuentrichtenden Abgaben betreffe, seien die von der Zollkreisdirektion Schaffhausen zugrunde gelegten Gewichtsangaben nicht zu beanstanden. Nicht zu folgen sei jedoch der von der Zollkreisd i- rektion Schaffhausen v orgenommenen Schätzung des Wertes der Las t- wagen. Diese Wertermittlung sei mit zu vielen Unsicherheiten behaftet, zumal dabei auf Internet-Angaben aus dem Jahre 2010 abgestellt worden sei. Für die Wertbestimmung der Lastwagen sei mangels genauer Kil o- meterstände zum Zeitpunkt der Inlandtransporte und Angaben zum d a- maligen Zustand der Fahrzeuge die Eurotax bzw. eine von der B._______ Schweiz eingeholte Eurotax-Bewertung massgebend. E. Dagegen l ässt die A._______ B.V. (nachfolgend: Beschwerdeführerin) beim Bunde sverwaltungsgericht am 26. September 2012 Beschwerde führen. Sie beantragt, unter Kosten - und Entschädigungsfolge sei der Entscheid der OZD vom 22. August 2012 aufzuheben . Auf die Nacherhe- bung der Einfuhrabgaben sei zu verzichten; eventualiter seien diese Ab- gaben auf den Betrag von Fr. 109'576.55 zuzüglich Verzugszinsen zu r e- duzieren. Zur Begründung macht die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, die OZD (im Folgenden auch: Vorinstanz) habe den verfassungsmäss i- gen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, indem sie die Herleitung der verwendeten Eurotax-Werte nicht offengelegt habe. Die Voraussetzungen für die Zoll- und Steuerbefreiung im Verfahren der vorübergehenden Ver- wendung seien vorliegend entgegen der Auffassung der Vorinstanz erfüllt gewesen, da die fraglichen Fahrzeuge lediglich für eine Wegstrecke von maximal […] Metern, also für eine ausgesprochen kurze Dauer und bloss vorübergehend eingesetzt worden seien. Die im Streit liegende Nachfor- derung sei unverhältnismässig, grenze an eine konfiskatorische Besteue- rung und verstosse gegen das Rechtsgleichheitsgebot. Unter Einreichung neuer Fahrzeugbewertungen und Bestätigungen macht die Beschwerd e- führerin sodann geltend, die der vorinstanzlichen Berechnung der nac h- zuentrichtenden Abgaben zugrunde gelegten Gewichte und Werte der Lastwagen seien unrichtig. In diesem Zusammenhang stellt die B e- schwerdeführerin den Verfahrensantrag, es seien – namentlich im A-5078/2012 Seite 4 Bestreitungsfall – Gutachten zu den Fahrzeuggewichten und -werten so- wie eine Fachauskunft der B._______ GmbH Deutschland einzuholen. F. In ihrer Vernehmlassung vom 17. Dezember 2012 beantragt die OZD die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. G. Mit Zwischenverfügung vom 15. August 2013 forderte das Bundesverwal- tungsgericht die Vorinstanz auf, die vollständige Korrespondenz zwischen ihr und der B._______ Schweiz betreffend die Wertfestsetzung der vorlie- gend streitbetroffenen Fahrzeuge einzureichen. Ferner ersuchte das G e- richt um Zustellung der in diesem Zusammenhang zwischen der v o- rinstanzlichen Abteilun g Strafsachen und der Sektion "Fahrzeuge und Strassenverkehrsabgaben" der Vorinstanz geführten Korrespondenz. H. Auf diese Aufforderung hin reichte die Vorinstanz m it Eingabe vom 20. August 2013 ein Schreiben der Abteilung Strafsachen vom 5. März 2012 mit d er Bezeichnung "Dossierüberweisung zur Stellungnahme" s o- wie eine Stellungnahme der Sektion Fahrzeuge und Strassenverkehrsab- gaben vom 10. Mai 2012 ein. Sie stellt zugleich den Antrag, diese beiden Dokumente als verwaltungsinterne Akten nicht ins Beschwerded ossier aufzunehmen. I. Mit Zwischenverfügungen vom 22. August und 28. August 2013 gab das Bundesverwaltungsgericht der Beschwerdeführerin die beiden neu einge- reichten Schreiben der Abteilung Strafsachen vom 5. März 2012 sowie der Sektion Fahrzeuge und Stras senverkehrsabgaben vom 10. Mai 2012 zur Kenntnis, und zwar je mit geschwärzten, vom Gericht als verwa l- tungsintern qualifizierten Passagen. J. Nachdem der Beschwerdeführerin mit Zwischenverfügung vom 5. Se p- tember 2013 auf ein entsprechendes Gesuch (vom 4. September 2013) hin Einsicht in die mit der vorinstanzlichen Vernehmlassung eingereichten Akten gewährt worden war, hielt d iese mit Eingabe vom 25. September 2013 an ihren Beschwerdeanträgen fest. A-5078/2012 Seite 5 K. Auf weitere Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der folgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt Beschwerden gegen Verf ü- gungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dez ember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021; Art. 31 des Bundesg e- setzes vom 17. Juni 2005 über das Bu ndesverwaltungsgericht [VGG, SR 173.32]). Soweit das VGG nichts anderes bestimmt, richtet sich das Verfahren nach den Vorschriften des VwVG (Art. 37 VGG, Art. 2 Abs. 4 VwVG). Die Beschwerdeführerin ficht einen Beschwerdeentscheid der OZD betreffend Nachforderung von Zoll und Einfuhr mehrwertsteuer an. Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung dieser Beschwerde sachlich und funktionell zu ständig (Art. 32 VGG e contrario sowie Art. 31 i.V.m. Art. 33 Bst. d VGG). Die Beschwerdeführerin ist zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 48 VwVG) und hat die Beschwerde frist - und formgerecht eingereicht (Art. 50 und Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutre- ten. 1.2 Das Bundesverwaltungsgericht überprüft den angefochtenen En t- scheid grundsätzlich in vollem Umfang. D ie Beschwerdeführerin kann mit der Beschwerde neben der Verletzung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a VwVG) auch die unrichtige oder unvollständige Feststellung des recht s- erheblichen Sachverhaltes (Art. 49 Bst. b VwVG) sowie Unangemesse n- heit rügen (Art. 49 Bst. c VwVG; vgl. ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwa l- tungsgericht, 2. Aufl., Basel 2013, Rz. 2.149). 1.3 Im Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht gilt die Untersuchungsmaxime, wonach das Bundesverwaltungsgericht unter Mitwirkung der Verfahrensbeteiligten den entscheidrelevanten Sachve r- halt von Amtes wegen festzustellen hat (vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwalt ungsrecht, 6. Aufl., Z ü- rich/St. Gallen 2010, Rz. 1623 ff. und 1758 f.). Zudem ist das Bundesver- waltungsgericht gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von A m- tes wegen verpflichtet, auf den festgestellten Sachverhalt unabhängig von A-5078/2012 Seite 6 der Begründung der Begehren die richtige Rechtsnorm anzuwenden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Als Folge dieser zwei Verfahrensgrundsätze dür- fen vor Bundesverwaltungsgericht gegenüber dem vorinstanzlichen Ve r- fahren sowohl neue Sachverhaltsumstände geltend gemacht als auch neue Rechtsstandpunkte vertreten werden (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.196 ff. und 2.204 f f.). Die von der Beschwerdeführerin vor Bundesverwaltungsgericht neu vorgebrachten und der vorinstanzlichen Beurteilung noch nicht zugänglichen Argumente und Beweismittel sind daher zulässig, zumal sie weder die Rechtsbegehren ändern noch den Streitgegenstand erweitern ( vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.208). 1.4 Im Rechtsmittelverfahren kommt – wenn auch in sehr abgeschwäch - ter Form ( MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 1.55) – das Rüg e- prinzip mit Begründungserfordernis in dem Sinn zum Tragen, da ss die Beschwerdeführerin die ihre Rügen stützenden Tatsachen darzulegen und allfällige Beweismittel einzureichen hat (Art. 52 Abs. 1 VwVG; CHRIS- TOPH AUER, in: Christoph Auer/Markus Müller/Benjamin Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Ver waltungsverfahren [VwVG], Zürich/St. Gallen 2008, Art. 12 N . 9 und 12). Es ist grundsätzlich nicht Sache der Rechtsmittelbehörden, den für den Entscheid erheblichen Sachverhalt von Grund auf zu ermitteln und über die tatsächlichen Vo r- bringen der Parteien h inaus den Sachverhalt vollkommen neu zu erfo r- schen (BVGE 2007/27 E. 3.3; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 1.52). 2. 2.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz habe ihren An- spruch auf rechtliches Gehör verletzt. Zum einen habe die Vorinstanz ihr nämlich die Einsicht in eine schriftliche Erkundigung der vorinstanzlichen Sektion Fahrzeuge und Strassenverkehrsabgaben bei der B._______ Schweiz verweigert. Zum anderen sei ihr keine Einsicht in die Begrü n- dung einer von der B._______ Schweiz erstellten Wertetabelle (bzw. in die entsprechenden Eurotax-Berechnungen) gewährt worden. Auch habe man ihr eine Stellungnahme der Sektion Fahrzeuge und Strassenve r- kehrsabgaben mit dem Hinweis, es handle sich um verwaltungsinterne Akten, vorenthalten. Dies müsse bereits für sich allein zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids führen. 2.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ergibt sich aus Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, SR 101) und verleiht den von A-5078/2012 Seite 7 einem zu fällenden Entscheid Betroffenen verschiedene Mitwirkungsrech- te. Das rechtliche Gehör umfasst diverse Teilgehalte, so namentlich das Recht auf Akteneinsicht sowie den Anspruch auf einen begründeten En t- scheid (RENÉ RHINOW/HEINRICH KOLLER/CHRISTINA KISS/DANIELA THURN- HERR/DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 2. Aufl., Basel 2010, Rz. 323 ff.; JÖRG PAUL MÜLLER/MARKUS SCHEFER, Grundrechte in der Schweiz: im Rahmen der Bundesverfassung, der EMRK und der UNO-Pakte, 4. Aufl., Bern 2008, S. 860 ff.). 2.3 In gesetzlicher Konkretisierung des Anspruchs auf rechtliches Gehör sieht Art. 26 Abs. 1 VwVG vor, dass die Partei oder ihr Vertreter Anspruch darauf hat, die Akten in ihrer Sache einzusehen. Die Akteneinsicht ist auf Gesuch der Partei zu gewähren, sofern nicht wesentl iche öffentliche oder private Interessen eine Geheimhaltung erfordern (vgl. Art. 27 VwVG). Nach ständiger Rechtsprechung erstreckt sich das Akteneinsichtsrecht im Allgemeinen nicht auf interne Akten. Verwaltungsinterne Papiere, die ausschliesslich den int ernen Willensbildungsprozess der entscheidenden Behörde betreffen, wie Entwürfe, Anträge oder Hilfsbelege usw., unterli e- gen der Einsicht grundsätzlich nicht (M ICHELE ALBERTINI, Der verfa s- sungsmässige Anspruch auf rechtliches Gehör im Verwaltungsverfahren des modernen Staates, Bern 2000, S. 228). Dieser Grundsatz wird inde s- sen relativiert. Die Abgrenzung zwischen Verfahrensakten und der Ei n- sicht nicht unterliegenden, internen Akten soll demnach nicht nach äu s- serlichen Merkmalen erfolgen. Abzustellen ist auf die Funktion des Akten- einsichtsrechts als Instrument zur Verwirklichung des rechtlichen Gehörs (ALBERTINI, a.a.O., S. 229). Verwaltungsintern erstellte Berichte und Gu t- achten unterliegen dem Grundsatz des Einsichtsrechts nach Art. 26 Abs. 1 VwVG, wenn die fraglichen Dokumente den Ausgang des Verfa h- rens beeinflussen können, mithin dann, wenn sie zur Feststellung des für die Verfügung wesentlichen Sachverhalts von objektiver Bedeutung sind (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -5754/2008 vom 5. November 2009 E. 2.2.1). Eine Verweigerung der Einsicht in solche Dokumente muss sich deshalb auf die in Art. 27 VwVG genannten Gründe stützen (BGE 115 V 297 E. 2g/bb; S TEPHAN C. B RUNNER, in: A u- er/Müller/Schindler [Hrsg.], a.a.O., Art. 26 N. 33 und 38; B ERNHARD WALDMANN/MAGNUS OESCHGER, in: Bernhard Waldmann/Philippe Weis- senberger [Hrsg.], Praxiskommentar zum Bundesgesetz über das Verwal- tungsverfahren [VwVG], Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 26 N. 64). A-5078/2012 Seite 8 Das Recht auf Akteneinsicht verlangt nicht, dass die Behörde die Parteien von Amtes wegen zur Einsicht einlädt, vielmehr haben die Parteien ein entsprechendes Gesuch zu stellen. Damit sie dieses Recht wahrnehmen können, müssen die Parteien aber über die Aktenlage orientiert sein (WALDMANN/OESCHGER, a.a.O., Art. 26 N. 69). 2.4 Aufgrund des aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör fliessenden Rechts auf einen begründeten Entscheid muss dieser so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn sachgerecht anfechten kann (vgl. Art. 35 Abs. 1 VwVG). Dies ist nur möglich, wenn sowohl er wie a uch die Rechtsmi t- telinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen kö n- nen. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sie ihren Entscheid stützt. Demgegenüb er ist nicht erforderlich, dass sich die B e- hörde ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand des Rechtsuchenden auseinandersetzt. Vielmehr kann sie sich auf die für ihren Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken und in der Begründung bloss diejenigen Argumente auffü h- ren, die tatsächlich ihrem Entscheid zugrunde liegen (BGE 133 III 439 E. 3.3; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A -4854/2012 vom 7. März 2013 E. 3.1, A -5076/2012 vom 11. Februar 2013 E. 4.2.2 und A­2922/2011 vom 29. Mai 2012 E. 5.2 f.; vgl. auch LORENZ KNEUBÜHLER, Die Begründungspflicht, Bern 1998, S. 22 ff.). 2.5 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur, was bedeutet, dass eine Verletzung desselben grundsätzlich zur Aufhebung des En t- scheids führt, ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst. Eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs kann ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die b e- troffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor ein er Rechtsmittelinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei prü- fen kann. Unter dieser Voraussetzung ist darüber hinaus – im Sinne einer Heilung des Mangels – selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf recht liches Gehör von einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betro f- fenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu ve r- einbaren wären (BGE 137 I 195 E. 2.3.2, BGE 133 I 201 E. 2.2, BGE 132 V 387 E. 5.1 und BGE 127 V 437 E. 3d/aa; Urteile des Bundesverwa l- tungsgerichts A -6738/2011 und A -6760/2011 vom 30. O ktober 2013 A-5078/2012 Seite 9 E. 3.4.1, A -6563/2011 vom 25. Juni 2012 E. 3.1, A -2970/2010 vom 22. März 2012 E. 8.2 und A-527/2010 vom 19. Oktober 2010 E. 3.1). 2.6 2.6.1 Die Beschwerdeführerin hatte im vorinstanzlichen Verfahren um Einsicht in die "schriftliche 'Erkundigung' bei B._______ Schweiz und das entsprechende Antwortschreiben" ersucht (Akten Vorinstanz, act. 133). Vorliegend findet sich in den vorinstanzlichen Akten ein E -Mail eines Sachbearbeiters der Sektion Fahrzeuge und Strassenverkehrsabgaben an einen D._______ mit der Mailadresse "[...]". Darin wird um Festlegung des Wertes der in casu streitbetroffenen Fahrzeuge gebeten, und zwar mit dem Hinweis, dass Angaben zu den gefahrenen Kilometern fehlen würden. Der Sachbearbeiter erklärt zudem, bei der Wertfes tlegung könn- ten der normale Zustand und die für den fraglichen Zeitraum üblicherwe i- se gefahrenen Kilometer nach Eurotax berücksichtigt werden (Akten Vo r- instanz, act. 130). D._______ ist auf einer aktenkundigen Adressliste mit schweizerischen Telefonnummern und E -Mailadressen mit der Endung " […]" aufgeführt (vgl. Akten Vorinstanz, act. 130). Vor diesem Hintergrund ist davon au s- zugehen, dass er für die B._______ Schweiz arbeitet und dass das hie r- vor erwähnte, an ihn gerichtete E-Mail die Anfrage der Sektion Fahrzeuge und Strassenverkehrsabgaben an die B._______ Schweiz bildet, welche die Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren einsehen wollte. Letzteres gilt umso mehr, als die Vorinstanz ausführt, zwischen der Sekti- on Fahrzeuge und Strassenverkehrsab gaben und der B._______ Schweiz bestehe keine schriftliche Korrespondenz (Stellungnahme der Vorinstanz vom 20. August 2013, S. 1). Da der Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren soweit ersich t- lich das erwähnte E -Mail nicht zur Kenntnisnahme zugestellt wurde (vgl. Akten Vorinstanz, act. 130, 132 und 134), hat die Vorinstanz durch die verweigerte Gewährung der Einsicht in dieses Mail das rechtliche G e- hör verletzt. 2.6.2 Die Beschwerdeführerin rügt ferner, ihr sei im vorinstanzlichen Ve r- fahren keine Einsicht in die "Begründung der Werttabellen" gewährt wo r- den. Dabei bezieht sie sich auf aktenkundige (Wertsetzungs -)Listen der B._______ Schweiz sowie der Sektion Fahrzeuge und Strassenverkehr s-A-5078/2012 Seite 10 abgaben betreffend die vorliegend streitbetroffenen Fahrzeuge (vgl. Akten Vorinstanz, act. 130 und 132). Diese Rüge geht schon deshalb fehl, weil den Akten nicht zu entnehmen ist und auch nicht substantiiert geltend gemacht w ird, dass die B e- schwerdeführerin bei der Vorinstanz ein entsprechendes Akteneinsicht s- gesuch gestellt hätte (vgl. E. 2.3). 2.6.3 Was die vorliegend fehlende Stellungnahme der Sektion Fahrzeuge und Strassenverkehrsabgaben betrifft, hat die Beschwerdeführerin bei der Vorinstanz kein einschlägiges Akteneinsichtsgesuch gestellt, so dass i n- sofern nicht von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs im vorinstanzl i- chen Verfahren ausgegangen werden kann (vgl. E. 2.3). Zwar hat die Be- schwerdeführerin in einem Schreiben vom 2. August 2012 ausgeführt, die Vorinstanz habe in einer Sendung vom 26. Juli 2012 von einer "internen Stellungnahme" der genannten Sektion gesprochen, aber lediglich zwei Listen beigelegt (Akten Vorinstanz, act. 133). Gleichwohl lässt sich nicht annehmen, dass die (schon damals rechtsvertretene) Beschwerdeführ e- rin (zumindest sinngemäss ) um Einsicht in die fragliche Stellungnahme ersucht hat. Denn im erwähnten Schreiben verlangte die Beschwerdefü h- rerin lediglich Akteneinsicht "in die schriftliche 'Erkundigung' bei B._______ Schweiz und das entsprechende Antwortschreiben" sowie "Aufschluss darüber, wer die handschriftlichen Wert -Angaben" zu einer aktenkundigen Tabelle eingefügt habe (vgl. Akten Vorinstanz, act. 133). 2.6.4 Sollte die Beschwerdeführerin im Übrigen sinngemäss rügen, die Vorinstanz habe mangels Begründung der herangezogenen Werttabellen ihre Begründungspflicht verletzt, kann ihr nicht gefolgt werden. Denn der angefochtene Entscheid wird den aus dem Anspruch auf rechtliches G e- hör fliessenden Begründungsanforderungen (vgl. E. 2.4) gerecht. Die Vor- instanz setzte sich mit allen e ntscheidrelevanten, bei ihr erhobenen R ü- gen der Beschwerdeführerin auseinander. Insbesondere führte sie aus, weshalb aus ihrer Sicht für die Wertbestimmung bei den streitbetroffenen Lastwagen auf Eurotax abzustellen ist. Auch erklärte sie, dass die B._______ Schweiz bei ihrer Wertermittlung gestützt auf Eurotax Durc h- schnittswerte heranzog und weshalb dies ihrer Auffassung nach richtig war (E. II.7 des angefochtenen Entscheids). Die vorinstanzliche Begrü n- dung war demnach so abgefasst, dass die Beschwerdeführ erin den En t- scheid sachgerecht anfechten konnte (vgl. auch E. 10.4.2.2). A-5078/2012 Seite 11 2.7 Nach dem Ausgeführten wurde das rechtliche Gehör der Beschwe r- deführerin im vorinstanzlichen Verfahren einzig dadurch verletzt, dass ihr keine Einsicht in das E -Mail eines Sachbearbeiters der Sektion Fahrze u- ge und Strassenverkehrsabgaben an D._______ gewährt worden ist (vgl. E. 2.6.1). Diese Gehörsverletzung wiegt nicht schwer. Zudem wu r- den der Beschwerdeführerin die vorinstanzlichen Akten – einschliesslich des genannten E-Mails – im gegenwärtigen Verfahren zur Einsichtnahme zugestellt und hatte sie Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen (vgl. Zw i- schenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 5. September 2013). Dementsprechend äusserte sich die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 25. September 2013 zum fraglichen E -Mail. Soweit dieses E-Mail betreffend kann das Bundesverwaltungsgericht zudem den ang e- fochtenen Entscheid in vollem Umfang überprüfen (vgl. E. 1.2). Die G e- hörsverletzung kann deshalb als im vorliegenden Beschwerdeverf ahren geheilt gelten (vgl. E. 2.5) , zumal eine allein aufgrund dieses formellen Fehlers erfolgende Rückweisung das Verfahren auf unnötige Weise in die Länge ziehen und dem Interesse der Beschwerdeführerin an einer r a- schen Erledigung der Streitsache zuwiderlaufen würde. 3. 3.1 Das Bundesverwaltungsgericht hat in seiner Zwischenverfügung vom 22. August 2013 insbesondere angeordnet, dass eine Kopie des Schre i- bens "Dossierüberweisung zur Stellungnahme" der vorinstanzlichen A b- teilung Strafsachen vom 5. März 201 2 sowie eine Kopie des Schreibens der Sektion Fahrzeuge und Strassenverkehrsabgaben der Vorinstanz vom 10. Mai 2012 je mit geschwärzten, als verwaltungsintern zu qualif i- zierenden Passagen, an die Beschwerdeführerin gehen. Auf ein entspr e- chendes Ersuchen de r Vorinstanz hin schwärzte das Bundesverwa l- tungsgericht auf der für die Beschwerdeführerin bestimmten Kopie des erwähnten Schreibens vom 10. Mai 2012 zudem den in einer Fusszeile aufgeführten Namen des Sachbearbeiters der Vorinstanz und dessen E - Mailadresse (Schreiben der Vorinstanz vom 27. August 2013 und Zw i- schenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 28. August 2013). In ihrer Stellungnahme vom 25. September 2013 macht die Beschwerd e- führerin auch mit Bezug auf das gegenwärtige Beschwerdeverfahren eine Verletzung ihres Akteneinsichtsrechts geltend, und zwar namentlich mit der Begründung, es bestehe kein Grund für die Schwärzung einzelner Textstellen und für die Geheimhaltung der Urheber der erwähnten v o- rinstanzlichen Schreiben vom 5. März sowie 10. Mai 2012. A-5078/2012 Seite 12 3.2 Wie in der Zwischenverfügung vom 22. August 2013 ausgeführt, en t- halten die beiden Schreiben der vorinstanzlichen Abteilung Strafsachen vom 5. März 2012 und der Sektion Fahrzeuge und Strassenverkehrsa b- gaben der Vorinstanz vom 10. Mai 2012 Ausfüh rungen, die ausschlies s- lich auf die Meinungsbildung sowie die Vorgehensweise der Verwaltung Bezug nehmen . Die se Textstellen sind damit als verwaltungsintern zu qualifizieren und unterliegen folglich nicht dem Akteneinsichtsrecht. Daran können auch die Vorb ringen der Beschwerdeführerin in ihrer Stellun g- nahme vom 26. September 2012 nichts ändern. Die Beschwerdeführerin verlangt im Übrigen ohne Erfolg, ihr sei die Ide n- tität der Urheber der beiden fraglichen Schreiben der Vorinstanz offenz u- legen. Zwar muss es den Betroffenen selbst überlassen bleiben, die En t- scheidrelevanz von Akten zu beurteilen (vgl. WALDMANN/OESCHGER, a.a.O., Art. 26 N. 58). Zum einen ist der Beschwerdeführerin aber ja g e- rade (wenngleich beschränkte) Einsicht in die Aktenstücke gewährt wo r- den. Zum anderen ist von vornherein unerfindlich, weshalb die Identität der Verfasser der beiden Schreiben der Vorinstanz vom 5. März und 10. Mai 2012 für den Ausgang des vorliegenden Verfahrens von Belang sein könnte. Dies gilt umso mehr, als die Beschwerde führerin nicht ge l- tend macht, die Namen der Sachbearbeiter der Vorinstanz sei en vorlie- gend erforderlich für eine Bestreitung ihrer Glaubwürdigkeit oder für eine Geltendmachung von Ausstandsgründen (vgl. Art. 10 Abs. 1 VwVG; s. zum Anspruch auf unbefangene Entscheidträger der Verwaltung auch Art. 29 Abs. 1 BV; vgl. ferner [zur Geheimhaltung der Identität von Au s- kunftspersonen, Zeugen, In formanten und Experten] WALD- MANN/OESCHGER, a.a.O., Art. 27 N. 33). 4. 4.1 Am 1. Mai 2007 sind das Zollgesetz vom 18. März 2 005 (ZG, SR 631.0) sowie die Zollverordnung vom 1. November 2006 (ZV, SR 631.01) in Kraft getreten. Mit ihrem Inkrafttreten wurde n das alte Zoll- gesetz vom 1. Oktober 1925 (aZG, AS 42 287 und BS 6 465) und die Verordnung vom 10. Juli 1926 zum alten Zollgese tz (aZV, AS 42 339 und BS 6 514) aufgehoben. Zur Bestimmung des anwendbaren materiellen Rechts sind gemäss einem allgemeinen intertemporalrechtlichen Grun d- satz in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze anzuwenden, die bei der Verwirklichung des zu Rech tsfolgen führenden Sachverhalts in Ge l- tung standen (statt vieler: BGE 119 Ib 103 E. 5; BVGE 2007/25 E. 3.1). A-5078/2012 Seite 13 Der zu beurteilende Sachverhalt betrifft die Jahre 2008 und 2009, we s- halb vorliegend für die Grenzübertritte bzw. Inlandtransporte das am 1. Mai 2007 in Kraft getretene Zollrecht anzuwenden ist (ZG und ZV). 4.2 Am 1. Januar 2010 ist das Bundesgesetz vom 12. Juni 2009 über die Mehrwertsteuer (MWSTG, SR 641.20) in Kraft getreten. Die bisherigen gesetzlichen Bestimmungen sowie die darauf gestützt erlass enen Vo r- schriften bleiben grundsätzlich weiterhin auf alle während ihrer Geltung s- dauer eingetretenen Tatsachen und entstandenen Rechtsverhältnisse anwendbar (Art. 112 Abs. 1 MWSTG). Das bisherige Recht (Bundesg e- setz vom 2. September 1999 über die Mehrwerts teuer [aMWSTG, AS 2000 1300 ]; Verordnung vom 29. März 2000 zum aMWSTG [aMWSTGV, AS 2000 1347]) gilt u.a. für die Einfuhr von Gegenständen, bei denen die Einfuhrsteuerschuld vor Inkrafttreten des MWSTG entsta n- den ist (Art. 112 Abs. 2 MWSTG). Im vorliegenden Fall, der Grenzübertrit- te bzw. Inlandtransporte in den Jahren 2008 sowie 2009 und damit vor dem 1. Januar 2010 entstandene Einfuhrsteuerschulden betrifft (vgl. Art. 78 Abs. 1 aMWSTG i.V.m. Art. 69 ZG) , kommen daher in mat e- rieller Hinsicht die Bestimmungen des aMWSTG sowie der dazugehör i- gen aMWSTGV zur Anwendung. Demgegenüber ist das neue mehrwertsteuerliche Verfahrensrecht im Sinn von Art. 113 Abs. 3 MWSTG auf sämtliche im Zeitpunkt des Inkraft - tretens hängige und damit grundsätzlich auch auf das vorliegende Verfah- ren anwendbar. Allerdings ist Art. 113 Abs. 3 MWSTG insofern restriktiv zu handhaben, als gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung nur e i- gentliche Verfahrensnormen sofort auf hängige Verfahren anzuwenden sind und es dabei nicht zu einer Anwendun g von neuem materiellen Recht auf altrechtliche Sachverhalte kommen darf (ausführlich: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1113/2009 vom 23. Februar 2010 E. 1.3). 5. 5.1 Waren, die ins Zollgebiet verbracht werden, sind zollpflichtig und nach dem Zollge setz sowie dem Zolltarifgesetz vom 9. Oktober 1986 (ZTG, SR 632.10) zu veranlagen (Grundsatz der allgemeinen Zollpflicht; Art. 7 ZG, Art. 1 Abs. 1 ZTG). Die Einfuhr solcher Gegenstände unterliegt zu- dem grundsätzlich der Einfuhrsteuer (Art. 73 Abs. 1 aMWSTG). Vorbehal- ten bleiben Abweichungen wie Zollbefreiungen und -erleichterungen so- wie Steuerbefreiungen und -erleichterungen, die sich aus Staatsverträgen oder besonderen Bestimmungen von Gesetzen und Verordnungen erg e-A-5078/2012 Seite 14 ben (Art. 2 Abs. 1 und Art. 8 ff. ZG, Art. 1 Abs. 2 ZTG, Art. 74 aMWSTG; vgl. zu einer entsprechenden Abweichung E. 6). 5.2 Die Zollzahlungspflicht obliegt der Zollschuldnerin oder dem Zol l- schuldner (Art. 70 Abs. 1 ZG). Der Kreis der Zollschuldnerinnen und Zol l- schuldner ist in Art. 70 Abs. 2 Bst. a–c ZG definiert. Danach sind Zol l- schuldner insbesondere die Personen, welche die Waren über die Zol l- grenze bringen oder bringen lassen (Bst. a). Dies sind die eigentlichen Warenführenden, aber auch diejenigen, welche rechtlich oder tatsächlich den Warentransport veranlassen, so insbesondere d ie Auftraggeber. Im Weiteren sind es die Personen, die zur Zollanmeldung verpflichtet oder damit beauftragt sind (Bst. b) sowie diejenigen, auf deren Rechnung die Waren ein- oder ausgeführt werden (Bst. c). Die Zollzahlungspflicht umfasst auch die Pflicht zur Entrichtung der Abga- ben und Kosten, die gestützt auf andere als zollrechtliche Erlasse (also beispielsweise gestützt auf die Mehrwertsteuergesetzgebung) durch die Zollverwaltung zu erheben sind (Art. 90 ZG; vgl. z um Kreis der Zol l- schuldner und zur Zollzahlungspflicht Urteile des Bundesverwaltungsg e- richts A-2326/2012 vom 5. Februar 2013 E. 2.2.3 und A -5115/2011 vom 5. Juli 2012 E. 2.1.3). 5.3 Das Zollverfahren wird vom Selbstdeklarationsprinzip bestimmt (Art. 21, 25 und 26 ZG). Derjenige, der Waren ins Zollgebiet verbringt, verbringen lässt oder sie danach übernimmt, hat die Waren unverzüglich und unverändert der nächstgelegenen Zollstelle zuzuführen (Art. 21 Abs. 1 ZG). Anmeldepflichtig ist u.a. die zuführungspflich tige Person (Art. 26 Bst. a ZG). Von den Anmeldepflichtigen wird die vollständige und richtige Deklaration der Ware gefordert. Hinsichtlich ihrer Sorgfaltspflic h- ten werden somit hohe Anforderungen gestellt (BGE 112 IV 53 E. 1a; U r- teile des Bundesgerichts 2 A.539/2005 vom 12. April 2006 E. 4.5 und 2A.1/2004 vom 31. März 2004 E. 2.1; Urteile des Bundesverwaltungsg e- richts A -845/2011 vom 7. Februar 2012 E. 2.1.3, A -2925/2010 vom 25. November 2010 E. 2.4 und A -2293/2008 vom 18. Mai 2010 E. 2.1.1; BARBARA SCHMID, in: Martin Kocher/Diego Clavadetscher [Hrsg.], Stämpflis Handkommentar Zollgesetz [nachfolgend: Zollkommentar], Bern 2009, Art. 18 N . 2 ff.). Insbesondere tragen sie die volle Verantwo r- tung für die Vornahme der Zollanmeldung und die vollständige sowie rich- tige Deklaration der Ware (vgl. Urteil d es Bundesverwaltungsgerichts A­2326/2012 vom 5. Februar 2013 E. 2.3.1 , mit Hinweisen) . Die Zol l- pflichtigen haben sich vorweg über die Zollpflicht sowie die jeweiligen A b-A-5078/2012 Seite 15 fertigungsverfahren zu informieren und die Ware n entsprechend zur Ve r- anlagung anzumelden (Art. 47 Abs. 1 ZG). Unterlassen sie dies, haben sie dafür prinzipiell selber die Verantwortung zu tragen (Urteil des Bu n- desverwaltungsgerichts A-2326/2012 vom 5. Februar 2013 E. 2.3.1; zum früheren Recht anstelle vieler: Urteil des Bundesgerichts 2A.566/2003 vom 9. Juni 2004, veröffentlicht in: Archiv für Schweizerisches Abgab e- recht [ASA] 74 S. 246 ff. E. 3.3). Mangels anderweitiger Regelung im aMWSTG gelten die Mitwirkungs - und Sorgfaltspflichten des Zollverfahren s auch für die Erhebung der Mehrwertsteuer auf der Einfuhr von Gegenständen (Art. 72 aMWSTG). 5.4 Waren, die in ein Zollverfahren übergeführt werden sollen, sind zum betreffenden Verfahren anzumelden (Art. 47 Abs. 1 ZG). Wählbar ist ins- besondere das Verfah ren der vorübergehenden Verwendung (Art. 47 Abs. 2 Bst. d ZG; siehe dazu nachfolgend E. 6). Waren, die in ein Zollver- fahren übergeführt worden sind, können zu einem anderen Zollverfahren angemeldet werden (Art. 47 Abs. 3 ZG). 6. 6.1 Im hier interessierend en Bereich kommt dem für die Schweiz am 11. August 1995 in Kraft getretenen Übereinkommen vom 26. Juni 1990 über die vorübergehende Verwendung (nachfolgend "Istanbul Überei n- kommen", SR 0.631.24) Bedeutung zu. Art. 2 Abs. 1 Istanbul Überei n- kommen verpflichtet die an diesem Staatsvertrag beteiligten Staaten, die in den Anlagen aufgeführten Waren (einschliesslich Beförderungsmittel) nach den Bestimmungen des Übereinkommens zur vorübergehenden Verwendung zuzulassen. Als vorübergehende Verwendung gilt zusa m- mengefasst das Zollverfahren, nach welchem bestimmte Waren (inklusive Beförderungsmittel) unter Aussetzung der Eingangsabgaben für einen bestimmten Zweck in ein Zollgebiet verbracht werden dürfen, um inne r- halb einer bestimmten Frist sowie in unverändertem Zusta nd wieder aus- geführt zu werden (Art. 1 Bst . a Istanbul Übereinkommen). Unter die vom Staatsvertrag erfassten Eingangsabgaben fallen gemäss Art. 1 Bst. b I s- tanbul Übereinkommen nebst den Zollabgaben insbesondere auch Steu- ern, welche anlässlich oder im Zusammenhang mit der Einfuhr der Waren erhoben werden. Dazu zählt auch die Einfuhrumsatzsteuer (vgl. zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 2C _1049/2011 vom 18. Juli 2012 E. 3.2, mit Hinweisen). A-5078/2012 Seite 16 Als Beförderungsmittel im Sinn des A bkommens gel ten u.a. " Strassen- kraftfahrzeuge (einschliesslich Anhänger)" (Art. 1 Bst. a der Anlage C des Istanbul Übereinkommens). Für die zoll - und steuerfreie Einfuhr eines Fahrzeugs zur vorübergehenden gewerblichen Verwendung ist nach dem Istanbul Übere inkommen erforderlich, dass (1) das Fahrzeug in einem anderen Gebiet als dem Gebiet der vorübergehenden Verwendung zug e- lassen ist. Sodann hat (2) die Zulassung auf den Namen einer Person zu erfolgen, die ihren Sitz oder Wohnsitz ausserhalb des Gebiets der vorü- bergehenden Verwendung hat. Schliesslich (3) ist das Fahrzeug von Pe r- sonen einzuführen und zu verwenden, die von diesem Gebiet aus ihre Geschäftstätigkeit ausüben (Art. 5 Bst. a der Anlage C des Istanbul Über- einkommens). Beförderungsmittel zur gewerbli chen Verwendung sind wieder auszuführen, sobald die Beförderung beendet ist, für die sie ei n- geführt worden sind (Art. 9 Abs. 1 der Anlage C des Istanbul Überei n- kommens). Die Vertragsparteien sind berechtigt, für Beförderungsmittel zur gewerblichen Verwendung, die im Binnenverkehr benutzt werden, die vorübergehende Verwendung zu versagen oder die Bewilligung zu wide r- rufen (Art. 8 Bst. a der Anlage C des Istanbul Übereinkommens; vgl. zum Ganzen: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-2326/2012 vom 5. Fe b- ruar 2013 E. 3.1.1 . Das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über den Güter - und Personenverkehr auf Schiene und Strasse vom 21. Juni 1999 [SR 0.740.72] enthält keine vom Istanbul Übereinkommen abweichende Regelung, welche sich vorliegend zuguns- ten der Beschwerdeführerin auswirken könnte [vgl. dazu Urteil des Bu n- desverwaltungsgerichts A­2326/2012 vom 5. Februar 2013 E. 3.1.3]). 6.2 Gemäss Art. 9 Abs. 1 ZG kann der Bundesrat vorsehen, "dass aus- ländische Waren zur vorübergehenden Verwendung im Zollgebiet […] un- ter teilweiser oder vollständiger Befreiung von den Einfuhrabgaben einge- führt werden können". Er regelt die Voraussetzungen der Zolla bgabenbe- freiung (Art. 9 Abs. 2 ZG). Der gestützt auf Art. 9 Abs. 2 ZG erlassene Art. 34 Abs. 1 ZV in der vor dem 1. August 2012 geltenden Fassung (AS 2007 1481) hält fest, dass die zollfreie vorübergehende Verwendung von ausländischen Beförd e- rungsmitteln für Binnentransporte zu gewerblichen Zwecken grundsät z- lich untersagt ist. Mit letzterer Vorschrift hat die Schweiz mit anderen Wor- ten entsprechend der im Istanbul Übereinkommen den Vertragsparteien diesbezüglich eingeräumten Befugnis die vorübergehende Ver wendung von gewerblich genutzten ausländischen Beförderungsmitteln für Binnen-A-5078/2012 Seite 17 transporte prinzipiell verboten (vgl. E. 6.1 und Urteil des Bundesverwa l- tungsgerichts A­2326/2012 vom 5. Februar 2013 E. 3.1.2) . Art. 34 Abs. 3 ZV in de r vor dem 1. August 2012 ge ltenden Fassung (AS 2007 1481 ) sieht indessen vor, dass für Binnentransporte die vorübergehende Ve r- wendung von ausländischen Beförderungsmitteln im Zollgebiet bewilligt werden kann, "namentlich wenn die Gesuchstellerin oder der Gesuchstel- ler nachweist", da ss keine entsprechenden inländischen Beförderung s- mittel zur Verfügung stehen und die ausländischen Beförderungsmittel le- diglich für eine kurze Dauer benützt werden sollen (Bst. a) oder die aus- ländischen Beförderungsmittel zu Testzwecken einge führt werden (Bst. b). Die erwähnte Bewilligung ist unbestrittenermassen und nach der Zollver- ordnung vor der ersten Einfuhr zu beantragen (Art. 164 Abs. 1 ZV). Die- ses Erfordernis eines Antrages vor der Einfuhr stimmt mit dem Zollgesetz überein, da nach diesem Gesetz für die Überführung eines Gegensta n- des in das Verfahren der vorübergehenden Verwendung vor dessen Ei n- fuhr, also vorgängig eine entsprechende Anmeldung vorausgesetzt ist. Letzteres ergibt sich zum einen aus Art. 47 Abs. 1 ZG (vgl. zu dieser Vor- schrift E. 5. 4) und zum anderen aus Art. 58 Abs. 1 ZG, wonach Waren, die "zur vorübergehenden Verwendung ins Zollgebiet […] verbracht we r- den sollen", zum Verfahren der vorübergehenden Verwendung anzume l- den sind (vgl. auch REGINALD DERKS, in: Zollkommentar, Art. 47 N. 1 5, wonach kein Zollverfahren zur Anwendung kommen kann, wenn Waren ohne Gestellung und Zollanmeldung in das Zollgebiet verbracht werden) . Sodann lässt sich das zwingende Erfordernis einer vorgängigen Anme l- dung auch im Umkehrschluss aus der im Z ollgesetz festgehaltenen Re- gelung ableiten, wonach die Zollschuld bei Unterlassung der Zollanme l- dung im Zeitpunkt entsteht, in dem die Waren über die Zollgrenze ve r- bracht werden, oder, wenn dieser Zeitpunkt nicht feststellbar ist, im Zei t- punkt, in dem die Unterlassung entdeckt wird (vgl. Art. 69 Bst. c ZG). Zwar dürfte Art. 34 Abs. 3 ZV in der hier einschlägigen Fassung nach sei- nem Wortlaut bzw. aufgrund des Passus "namentlich wenn" keine a b- schliessende Aufzählung der Tatbestände enthalten, bei welchen eine Bewilligung zur vorübergehenden Verwendung erteilt werden kann. Wenn es an einem rechtzeitigen Antrag bzw. einer rechtzeitigen Anmeldung zum Verfahren der vorübergehenden Verwendung fehlt, ist eine solche Bewilligung jedoch auf jeden Fall ausgeschlossen, da für die Überführung eines Gegenstandes in d ieses Verfahren nach dem (der Zollverordnung A-5078/2012 Seite 18 übergeordneten) Zollgesetz – wie soeben aufgezeigt – eine vorgängige Anmeldung unabdingbar ist. 7. 7.1 Gemäss Art. 118 ZG begeht eine Zollwiderhandlung, wer vorsätzlich oder fahrlässig Zollabgaben durch Nichtanmelden, Verheimlichen oder unrichtige Zollanmeldung der Waren oder in irgendeiner anderen Weise ganz oder teilweise hinterzieht, oder sich oder einer anderen Person sonst wie einen unrechtmässigen Zollvorteil verschafft. Eine Widerhandlung gegen die Mehrwertsteuergesetzgebung begeht, wer sich oder einem anderen einen unrechtmässigen Steuervorteil verschafft, namentlich die Steuer hinterzieht, auch indem er für sich eine unrech t- mässige Befreiung, Vergütung, Rückerstattung oder einen unrechtmäss i- gen Abzug von Steuern erwirkt (Art. 85 aMWSTG ; nach dem neuen Recht begeht g emäss Art. 96 Abs. 4 MWSTG eine Steuerhinterziehung, wer zulasten des Staates die Steuerforderung verkürzt, indem er vorsät z- lich oder fahrlässig bei der Ei nfuhr Waren nicht oder unrichtig anmeldet oder verheimlicht [Bst. a] oder im Rahmen einer behördlichen Kontrolle oder eines Verwaltungsverfahrens, welches auf die Festsetzung der Steuerforderung oder den Steuererlass gerichtet ist, vorsätzlich auf en t- sprechende Nachfrage hin keine, unwahre oder unvollständige Angaben macht [Bst. b]). 7.2 Auf Zollwiderhandlungen und Widerhandlungen gegen die Meh r- wertsteuergesetzgebung des Bundes findet das Bundesgesetz vom 22. März 1974 über das Verwaltungsstrafrecht (VStrR, SR 313.0) Anwen- dung (Art. 128 Abs. 1 ZG, Art. 88 Abs. 1 aMWSTG). Sowohl die Zoll - als auch die Mehrwertsteuergesetzgebung gehören zur Verwaltungsgeset z- gebung des Bundes (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A­5115/2011 vom 5. Juli 2012 E. 2.4.2). 7.2.1 Gemäss Art. 12 Abs. 1 VStrR sind Abgaben, die infolge einer W i- derhandlung gegen die Verwaltungsgesetzgebung des Bundes zu U n- recht nicht erhoben worden sind, ohne Rücksicht auf die Strafbarkeit e i- ner Person nachzuentrichten (vgl. dazu statt vieler: BGE 1 06 Ib 218 E. 2c; Urteil des Bundesgerichts 2A. 242/2006 vom 2. Februar 2007 E. 2.1, mit Hinweisen). 7.2.2 Zur Nachleistung de s Zolls und der Einfuhrsteuer ist verpflichtet, wer in den Genuss eines unrechtmässigen Vorteils gelangt ist, insbeso n-A-5078/2012 Seite 19 dere der zur Zahlung der Abgabe Verpflichtete (Art. 12 Abs. 2 VStrR). Wurde eine geschuldete Abgabe zu Unrecht nicht bezahlt, so gelten in s- besondere jene Personen, welche dem Kreis der Zollschuldnerinnen und Zollschuldner gemäss Art. 70 ZG zuzurechnen sind (E. 5.2) – sowohl be- züglich des Zolls als auch der Einfuhrsteuer (Art. 75 Abs. 1 aMWSTG) – ipso facto als bevorteilt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_132/2009 vom 7. Januar 2010 E. 4.1 und 2A.82/2005 vom 23. August 2005 E. 2.1; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-2326/2012 vom 5. Februar 2013 E. 4.2.2, A-3637/2010 vom 6. Juli 2011 E. 5.1 und A­1726/2006 vom 28. Januar 2008 E. 3.1; MICHAEL BEUSCH, Zollkommentar, Art. 70 N. 12). 8. 8.1 Gelangt das Gericht gestützt auf die freie Beweiswürdigung nicht zum Ergebnis, dass sich ein rechtserheblicher Sachumstand verwirklicht hat, kommen die Beweislastregeln zur Anwendung. Gemäss der allgemeinen Beweislastregel hat, wo das Gesetz es nicht anders bestimmt, derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet (Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 [ZGB, SR 210]). Bei Beweislosigkeit ist folglich zu Ungunsten desjenigen zu entscheiden, der die Beweislast trägt (BGE 121 II 257 E. 4c/aa; Urteil des Bundesgerichts vom 14. Juli 2005, veröffentlicht in: ASA 75 S. 495 ff. E. 5.4; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.149 ff.). Abgesehen von Besonderheiten, welche die Natur des im Zollrecht geltenden Selbstdeklarationsprinzips (vgl. E. 5.3) mit sich bringt, gilt auch in diesem Rechtsgebiet – wie allgemein im Abgaberecht – der Grundsatz, wonach die Behörde die Beweislast für Tatsachen trägt, we l- che die Abgabepflicht begründen oder die Abgabeforderung erhöhen; demgegenüber ist die abgabepflichtige Person für die ab gabeaufheben- den und -mindernden Tatsachen beweisbelastet (statt vieler: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-845/2011 vom 7. Februar 2012 E. 1.3.2, mit Hinweisen). 8.2 Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung kann das Beweisverfahren geschlossen werden, wenn die noch im Raum stehenden Beweisanträge eine nicht erhebliche Tatsache betreffen oder offensichtlich untauglich sind, etwa weil ihnen die Beweiseignung abgeht oder umgekehrt die betreffende Tatsache aus den Akten bereits genügend ersichtlich ist (sog. antizipierte Beweiswürdigung; BGE 131 I 153 E. 3; Urteil des Bu n- desverwaltungsgerichts A -1265/2011 vom 3. Juli 2012 E. 1.3, M O- SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.144, mit Hinweisen). A-5078/2012 Seite 20 9. 9.1 Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass die ausländischen L astwa- gen und Anhänger der Beschwerdeführerin auf ihre Veranlassung hin in die Schweiz gefahren sind und diese Transportmittel dabei nicht zur Ve r- zollung angemeldet wurden. Ebenso steht fest, dass mit diesen Tran s- portmitteln anschliessend Inlandtransporte (nämlich Warentransporte vom E._______ AG in F._______ zur Firma G._______ AG in derselben Or t- schaft) durchgeführt wurden und keine Ausnahmebewilligungen für die Durchführung von Inlandtransporten vorlagen. Zu Recht wird sodann im gegenwärtigen Verfahren nicht Abrede gestellt, dass das Verbringen der Lastwagen und Anhänger der Beschwerdeführe- rin über die schweizerische Zollgrenze die allgemeine Zollpflicht sowie die Einfuhrsteuerpflicht auslöst, sofern keine in Staatsverträgen oder beso n- deren Bestimmungen vo n Gesetzen sowie Verordnungen verankerte Ausnahme gegeben ist (vgl. E. 5.1). Ebenso zu Recht wird im vorliege n- den Beschwerdeverfahren nicht bestritten, dass die Beschwerdeführerin zum Kreis der Zollschul dner zu rechnen ist (vgl. E. 5.2) und sie, soweit keine Ausnahme im erwähnten Sinne greift, als unrechtmässig bevorteilte Person nach Art. 12 Abs. 2 VStrR zur Nachleistung der Zollabgaben und der Einfuhrsteuer verpflichtet ist (vgl. E. 7.2). 9.2 Im Streit liegt hingegen, ob die Pflicht zur Nachleistung der Einfuhr- abgaben vorliegend nicht besteht, weil die im Zeitpunkt der fraglichen Grenzübertritte und Inlandtransporte massgebenden, hiervor (E. 6.2) g e- nannten Voraussetzungen für eine zoll - und steuerfreie vorübergehende Verwendung von ausländischen Beförderungsmitteln für Binnentransporte zu gewerblichen Zwecken als erfüllt zu betrachten sind: 9.2.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, es sei von einer Zoll- und Steuerbefreiung aufgrund einer vorübergehenden Verwendung auszuge- hen, weil ihre ausländischen Be förderungsmittel vorübergehend und für ausgesprochen kurze Dauer für einen Binnentransport verwendet worden seien. Das einzige Fehlverhalten bestehe in der unterlassenen Antra g- stellung vor der ersten Einfuhr. 9.2.2 Die Vorinstanz erachtet dagegen das Zollverfahren der vorüberg e- henden Verwendung bzw. die fragliche Abgabenbefreiung bei den im Streit liegenden Inlandtransporten als nicht anwendbar. Zum einen habe die Beschwerdeführerin vor der jeweiligen ersten Einfuhr keinen Antrag um Bewilligung der vorübergehenden Verwendung der ausländischen Be-A-5078/2012 Seite 21 förderungsmittel zu gewerblichen Zwecken im Zollgebiet gestellt. Zum anderen habe sie den Nachweis nicht erbr acht, dass es im Sinne von Art. 34 Abs. 3 Bst. a ZV in der vor dem 1. August 2012 geltenden Fa s- sung an entsprechenden inländischen Beförderungsmitteln gefehlt habe. 9.2.3 Der Argumentation der Beschwerdeführerin kann nicht ge folgt wer- den. Denn wie sie selbst konzediert, wurde es vorliegend unterlassen, vor der jeweili gen Einfuhr die vorübergehende Verwendung ihrer ausländi- schen Beförderungsmittel zu gewerblichen Zwecken im Zollgebiet zu be- antragen, wie dies von Gesetzes wegen zwingend vorausgesetzt wird (vgl. E. 6.2) . Schon deshalb sind die Voraussetzungen für eine Zoll - und Steuerbefreiung im Rahmen ein es Verfahrens der vorübergehenden Ver- wendung gemäss Art. 58 ZG nicht erfüllt. Aus diesem Grund könnte die Beschwerdeführerin selbst dann nichts zu ihren Gunsten ableiten, wenn ihre Lastwagen und Anhänger i m Sinne von Art. 34 Abs. 3 Bst. a ZV in der vor dem 1. August 2012 geltenden, vorliegend intertemporalrechtlich einschlägigen Fassung (vgl. E. 4.1 und 6.2), nur für eine kurze Dauer b e- nützt worden sein sollten. Es kommt hinzu, dass weder aus den Akten er- sichtlich noch substantiiert geltend gemacht ist, dass die nach dieser Vor- schrift kumulativ von der Gesuchstellerin (bzw. der Beschwerdeführerin) nachzuweisende Voraussetzung der fehlenden Verfügbarkeit en tspre- chender inländischer Beförderungsmittel vorliegend gegeben ist (vgl. zur Beweislast auch E. 8.1). Zu Recht wird im Übrigen nicht behauptet, die in Frage stehenden Binnentransporte würden eine vorübergehende Ve r- wendung zu Testzwecken im Sinne von Art. 34 Abs. 3 Bst. b ZV in der hier massgebenden Fassung bilden . Mangels rechtzeitiger Anmeldung zum Verfahren der vorübergehenden Verwendung stellt sich vorliegend im Übrigen au ch nicht die Frage, ob in anderen als den in Art. 34 Abs. 3 ZV in der hier interessierenden Fassung genannten Fällen Bewilligungen im Sinne dieser Vorschrift erteilt werden können (vgl. E. 6.2). Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin gemäss Art. 12 Abs. 2 VStrR als Zollschuldner in zur Nachleistung de s Zolls und der Einfuhrsteuer verpflichtet ist. 10. Zu überprüfen bleibt die von der Vorinstanz bestimmte Höhe der Nach- forderung. 10.1 Die nach Art. 12 VStrR festzusetzende Nachleistungspflicht von Ein- fuhrabgaben ist zu schätzen, wenn sie sich nicht genau festlegen lässt A-5078/2012 Seite 22 (Urteil des Bundesgerichts 2C_366/2007 vom 3. April 2008 E. 7; vgl. auch Art. 118 Abs. 4 ZG). Dabei ist es – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der diesbezüglichen Rechtsprechung zur auf Inlandleistungen zu erhebenden Mehrwertsteuer (vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 2C_170/2008 vom 30. Juli 2008 E. 5.3; Urteile des Bundesverwaltungsgeri chts A­1578/2006 vom 2. Oktober 2008 E. 5.2 und A-1531/2006 vom 10. J a- nuar 2008 E. 2.1, je mit Hinweisen) – sachgerecht, wenn sich das Bu n- desverwaltungsgericht (auch) bei der Überprüfung einer zulässigerweise erfolgten Schätzung von hinterzogenen oder nach zuentrichtenden Ein- fuhrabgaben eine gewisse Zurückhaltung auferlegt (Urteil des Bunde s- verwaltungsgerichts A -1719/2006, A ­1720/2006 und A -1721/2006 vom 14. Januar 2009 E. 8.1). Dementsprechend überprüft das Bundesverwaltungsgericht zwar das Vorliegen der V oraussetzungen der Schätzung von hinterzogenen oder nachzuentrichtenden Einfuhrabgaben – als Rechtsfrage – uneinge- schränkt. Als ausserhalb der Verwaltungsorganisation und Behördenhi e- rarchie stehendes, von der richterlichen Unabhängigkeit bestimmtes Ve r- waltungsgericht auferlegt es sich aber trotz des möglichen Rügegrundes der Unangemessenheit (vgl. Art. 49 Bst. c VwVG; E. 1.2) bei der Überprü- fung von zulässigerweise erfolgten Schätzungen eine gewisse Zurückhal- tung und reduziert dergestalt seine Prüfungsdichte. Grundsätzlich setzt das Bundesverwaltungsgericht nur dann sein eigenes Ermessen an die Stelle desjenigen der Vorinstanz, wenn dieser bei der Schätzung erhebl i- che Ermessensfehler unterlaufen sind (zur Ermessens einschätzung bei der auf Inlandleistungen zu erhebenden Mehrwertsteuer statt vieler: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -665/2013 vom 10. Oktober 2013 E. 2.8.3, mit Hinweisen). Sind die Voraussetzungen der ermessensweisen Ermittlung erfüllt (erste Stufe) und erscheint die vorinstanz liche Schätzung nicht bereits im Ra h- men der durch das Bundesverwaltungsgericht mit der gebotenen Zurüc k- haltung vorzunehmenden Prüfung als pflichtwidrig (zweite Stufe), obliegt es – in Umkehr der allgemeinen Beweislast – folglich dem Abgabepflichti- gen, den Nachweis für die Unrichtigkeit der Schätzung (dritte Stufe) zu erbringen (vgl. zur Ermessenseinschätzung bei der auf Inlandleistungen zu erhebenden Mehrwertsteuer statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 2C_970/2012 vom 1. April 2013 E. 4.2; Urteile des Bundesverwaltungsge- richts A -665/2013 vom 10. Oktober 2013 E. 2.8.3, A -6181/2012 vom 3. September 2013 E. 2.11.3, A­5836/2012 vom 19. August 2013 E. 2.8.3 und A-6001/2011 vom 21. Mai 2013 E. 2.4.2). A-5078/2012 Seite 23 Weil das Ergebnis der ermessensweisen Ermittlung von hinterz ogenen oder nachzuentrichtenden Einfuhrabgaben selbst auf einer Schätzung be- ruht, kann sich der Abgabepflichtige auf der genannten dritten Stufe g e- gen eine zulässigerweise durchgeführte Schätzung nicht mit allgemeiner Kritik zur Wehr setzen. Vielmehr hat er darzulegen, dass die von der Zoll- behörde vorgenommene Schätzung offensichtlich fehlerhaft ist, und er hat auch den Beweis für ihre vorgebrachten Behauptungen zu erbringen (vgl. zur Ermessenseinschätzung bei der auf Inlandleistungen zu erh e- benden Mehrwert steuer statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 2C_970/2012 vom 1. April 2013 E. 4.3 und 2C_170/2008 vom 30. Juli 2008 E. 5.3; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-6544/2012 vom 12. September 2013 E. 2.6.2, A-5836/2012 vom 19. August 2013 E. 2.8.3 und A­1578/2006 vom 2. Oktober 2008 E. 5.3; vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A­1719/2006, A-1720/2006 und A-1721/2006 vom 14. Januar 2009 E. 8.1). 10.2 Im vorliegenden Fall mit Bezug auf die Höhe der Nachforderung streitig ist zum einen das für den nachzuentrichtenden Zoll massgebende Gewicht der Lastwagen (vgl. dazu nachfolgend E. 10.3) und zum anderen die für die Mehrwertsteuerbemessung seitens der Vorinstanz durchg e- führte Schätzung des Wertes dieser Fahr zeuge (vgl. dazu nachfolgend E. 10.4). 10.3 10.3.1 10.3.1.1 Der Zollbetrag bemisst sich nach Art, Menge und Beschaffenheit der Ware im Zeitpunkt, in dem sie der Zollstelle angemeldet wird (Art. 19 Abs. 1 Bst. a ZG), sowie nach den Zollansätzen und Bemessungsgrun d- lagen, die im Zeitpunkt der Entstehung der Zollschuld gelten (Art. 19 Abs. 1 Bst. b ZG). Alle zollpflichtigen Waren, die über die schweizerische Zollgrenze ein - und ausgeführt werden, müssen nach dem Generaltarif verzollt werden (Art. 1 Abs. 1 i.V.m. den Anhängen 1 und 2 ZTG). Unter dem Begriff Generaltarif (vgl. Art. 3 ZTG) ist ein unter Beachtung der inländischen Gesetzgebung und unter Berücksichtigung der nation a- len Bedürfnisse geschaffener Zolltarif zu verstehen. Die Struktur des G e- neraltarifs basiert auf der Nomenklatur des internationalen Übereinkom- mens vom 14. Juni 1983 über das Harmonisierte System zur Bezeic h- nung und Codierung der Waren (SR 0.632.11). Dem Generaltarif kommt trotz fehlender Veröffentlichung in der Amtlichen Sammlung des Bunde s- rechts (AS) Gesetzesrang zu (v gl. statt vieler: Urteile des Bundesverwa l-A-5078/2012 Seite 24 tungsgerichts A-5127/2011 vom 19. Oktober 2012 E. 2.1.3, A -5368/2011 vom 24. April 2012 E. 2.4, A­3360/2011 vom 9. März 2012 E. 2.2, A­829/2011 vom 30. Dezember 2011 E. 2.4.1, und A­1753/2006 vom 23. Juni 2008 E. 2.2). 10.3.1.2 Für die Bestimmung des zollpflichtigen Gewichtes bzw. die B e- rechnung des zu entrichtenden Zollbetrages ist grundsätzlich auf das ef- fektive Gewicht des Fahrzeuges abzustellen (vgl. Art. 19 Abs. 1 Bst. a ZG und Kapitel 87 der Erläuterungen zum schweizerischen Zolltarif [D.6], S. 3 [Schweizerische Erläuterungen zu den Tarifnummern 8702, 8704 und 8706]). 10.3.2 10.3.2.1 Die Vorinstanz zieht im angefochtenen Entscheid die aus den Fahrzeugausweisen stammenden Angab en in der Ru brik "massa ledig voertuig" (Masse des leeren Fahrzeugs) heran (E. II.7 des angefochtenen Entscheids). 10.3.2.2 Bezüglich des Gewichtes der Lastwagen legt die Beschwerd e- führerin demgegenüber neu eine Bestätigung des Leergewichtes des Fahrgestells des Fahrzeugtyps H._______ und eine Bestäti gung des Gewichtes des Mot orwagenaufbaus des Typs I._______ ins Recht (B e- schwerdebeilagen 11 f.). Sie rügt zudem, die Vorinstanz habe auf die "massa ledig voertuig" ab gestellt und den in dieser Grösse enthaltenen Treibstoff zu Unrecht nicht abzogen. Da nicht davon ausgegangen we r- den könne, dass die Lastwagen mit vollem Tank in die Schweiz gefahren seien, sei pro Lastwagen das Gewicht von 600 Litern Diesel in Abzug zu bringen. 10.3.3 10.3.3.1 Vorliegend lassen sich die effektiven Gewichte der in Frage st e- henden Lastwagen nicht mehr exakt ermitteln, weil diese Fahrzeuge nicht zur Einfuhr angemeldet wurden. Demzufolge hat die Vorinstanz zu Recht eine Schätzung vorgenommen (erste Stufe; vgl. E. 10.1). 10.3.3.2 Auf einer zweiten Stufe gilt es nun – mit der gebotenen Zurüc k- haltung – zu prüfen, ob ein Ermessensfehler der Vorinstanz bei der fragli- chen Schätzung erkennbar ist (vgl. E. 10.1). Die Vorinstanz stützt ihre Ermittlung des massgebenden Gewicht es der Lastwagen soweit möglich auf die vorhandenen objektiven Beweismit tel, nämlich auf die Angaben in den aktenkundigen Fahrzeugausweisen (A k-A-5078/2012 Seite 25 ten Vorinstanz, act. 88). Nicht als offensichtlich pflichtwidrig erscheint auch, dass die Vorinstanz auf die in diesen Aus weisen unter der Rubrik "massa ledig voertuig" (Masse des leeren Fahrzeugs) aufgeführten Ge- wichtsangaben abstellt. Die Schätzung der Vorinstanz erscheint demnach – insbesondere auch mit Blick auf die sachverhaltlichen Grundlagen – nicht als erkennbar pflichtwidrig und ist ausreichend begründet, um eine sachgerechte A n- fechtung zu ermöglichen. 10.3.3.3 Die bisherigen Ausführungen ergeben, dass die Vorinstanz zur ermessensweisen Ermittlung des nachzufordernden Einfuhrzolles berech- tigt war ( vgl. E. 10.3.3.1) und diese – soweit erkennbar – pflichtgemäss vorgenommen hat ( vgl. E. 10.3.3.2). Unter diesen Umständen obliegt es nun auf einer dritten Stufe der Beschwerdeführerin nachzuweisen, dass die Schätzung der Vorinstanz offensichtlich unrichtig ist bzw. dass die ser dabei erhebliche Ermessensfehler unterlaufen sind (vgl. E. 10.1). Die Beschwerdeführerin legt – wie erwähnt (E. 10 .3.2.2) – zwei neue Bestätigungen des Gewichtes des Fahrzeugtyps H._______ und des Mo- torwagenaufbaus des Typs I._______ ins Recht. Damit vermag sie jedoch den ihr obliegenden Nachweis der offensichtlichen Unrichtigkeit der vo- rinstanzlichen Schätzung nicht zu erbringen. Denn zum einen hat die B e- schwerdeführerin nach den aktenkundigen Fahrzeugausweisen der streitbetroffenen Lastwagen kein Fahrzeug des Typs H._______ verwen- det (vgl. Akten Vorinstanz, act. 88; vgl. auch Vernehmlassung, S. 3). Vor diesem Hintergrund vermag auch die neu eingereichte Bestätigung des Gewichtes des Motorwagenaufbaus des Typs I._______ keine offensicht- liche Unrichtigkeit der Schätzung der Vorinstanz zu belegen. Zwar stellt die Beschwerdeführerin im Sinne einer Beweisofferte den A n- trag, es sei ein Gutachten einz uholen, falls die in den neu eingereichten Bestätigungen festgehaltenen Gewichte nicht als massgeben d erachtet würden. Auf die Einholung eines solchen Gutachtens kann freilich in ant i- zipierter Beweiswürdigung (vgl. E. 8.2) verzichtet werden. Denn es ist nicht erkennbar, weshalb sich die von der Vorinstanz den Fahrzeugau s- weisen entnommenen Gewichtsangaben durch ein entsprechendes Gu t- achten als offensichtlich unrichtig herausstellen könnten. Soweit die Beschwerdeführerin im Übrigen geltend macht, von der "ma s- sa ledig voertuig" (Masse des leeren Fahrzeugs) hätte die Vorinstanz j e-A-5078/2012 Seite 26 weils das Gewicht des Treibs toffes (oder zumindest einen Teil des Trei b- stoffgewichts) in Abzug bringen müssen, stösst sie ins Leere. Mit Blick auf den Umstand, dass auf den aktenkundigen Fahrzeugausweisen zwischen der "massa ledig voertuig" (Masse des leeren Fahrzeugs) und der "massa rijklaar" (Masse des fahrbereiten Fahrzeugs) unterschieden wird, ist nä m- lich davon auszugehen, dass bei der ersteren Grösse das Gewicht des Treibstoffes (von vornherein) nicht mit eingerechnet ist. Für die Annahme der Beschwerdeführerin, dass beide Grössen, "massa ledig voertuig" und "massa rijklaar", den Treibstoff beinhalten und sie sich nur hinsichtlich des Gewichtes des Fahrers sowie der Ausrüstung unterscheiden (vgl. Beschwerde, S. 12), bestehen keine rechtsgenügenden Anhalt s- punkte. 10.3.4 Im Ergebnis misslingt der Beschwerdeführerin der Nachweis der offensichtlichen Unrichtigkeit der zu Recht vorgenommenen vorinstanzli- chen Schätzung des zollpflichtigen Gewichtes der in Frage stehenden Lastwagen. 10.4 10.4.1 Bemessungsgrundlage der Einfuhrsteuer ist das Entgelt, wenn der Gegenstand in Erfüllung eines Veräusserungs - oder Ko mmissionsge- schäfts eingeführt wird. In den übrigen Fällen bemisst sich die Steuer nach dem Marktwert (Art. 76 Abs. 1 Bst. a und b aMWSTG; vgl. dazu auch Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A -8136/2010 vom 1. N o- vember 2011 E. 3.1 und A-6977/2009 vom 29. November 2010 E. 5). Als Marktwert gilt, "was ein Importeur auf der Stufe, auf der die Einfuhr bewirkt wird, an einen selbstständigen Lieferan ten im Herkunftsland des Gegenstandes zum Zeitpunkt der Entstehung des Steueranspruchs unter den Bedingungen des freien Wettbewerbs zahlen müsste, um den gle i- chen Gegenstand zu erhalten" (Art. 76 Abs. 1 Bst. b Satz 2 aMWSTG). Es handelt sich somit um den Verkehrswert bzw. Veräusserungswert des eingeführten Gegenstandes, also den Erlös, der am Stichtag bei einem Verkauf an einen unabhängigen Dritten hätte erzielt werden können. Der Verkehrswert im steuerrechtlichen Sinn bildet nicht eine mathematisch exakt b estimmbare Grösse, sondern stellt in der Regel einen Schätz - oder Vergleichswert dar (vgl. zu der auf Inlandleistungen zu erhebenden Mehrwertsteuer Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -6001/2011 vom 21. Mai 2013 E. 2.3.2, mit Hinweisen). A-5078/2012 Seite 27 Gemäss Art. 76 Abs. 4 aMWSTG kann die Eidgenössische Zollverwaltung die Steuerbemessungsgrundlage nach pflicht gemässem Ermessen schätzen, wenn Zweifel an der Richtigkeit der Zollanmeldung bestehen oder Wertangaben fehlen. Bei Autos d arf die Verwaltung in diesem Fall den Marktwert gemäss Eurotax schätzen (Urteile des Bundesverwa l- tungsgerichts A -2890/2011 vom 29. Dezember 2011 E. 2.5.2 und A­1410/2006 vom 17. März 2008 E. 4.4.2). Dies hat auch bei Lastwagen zu gelten. Bei der gerichtlichen Überprüfung einer Ermessenseinschätzung im Si n- ne von Art. 76 Abs. 4 aMWST G gelten die hiervor genannten, im Meh r- wertsteuerrecht für Inlandleistungen entwickelten (und bei der Schätzung von hinterzogenen oder nachzuentrichtenden Zollbeträgen gleicherma s- sen zu beachtenden) Grundsätze (vgl. E. 10.1). 10.4.2 10.4.2.1 Im vorliegenden Fall geht es nicht um eine Einfuhr eines G e- genstandes in Erfüllung eines Veräusserungs - oder Kommissionsg e- schäfts. Bemessungsgrundlage für die in Frage stehende Einfuhrsteuer ist deshalb der Marktwe rt der Fahrzeuge (vgl. Art. 76 Abs. 1 Bst. b aMWSTG sowie vorn E. 10.4.1). Die Vorinstanz stellt mit Bezug auf den Marktwert der in Frage stehenden Lastwagen auf eine bei der B._______ Schweiz eingeholte Eurotax - Bewertung ab, weil ihrer Ansicht nach keine anderen verlässlichen Wert- angaben vorhanden waren. Auf einer ersten Stufe ist dementsprechend zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine ermessensweise Ermittlung des Marktwertes der Lastwagen durch die Vori nstanz erfüllt waren (vgl. E. 10.1 und 10.4.1). Unbestrittenermassen erfolgten vorliegend keine Zollanmeldungen. Es fragt sich deshalb einzig, ob die Vorinstanz Wertangaben im Sinne von Art. 76 Abs. 4 aMWSTG, welche einer Ermittlung des Marktwertes der in Frage stehenden Lastwagen nach pflichtgemässem E rmessen entgegen- standen, unberücksichtigt liess. Wie im angefochtenen Entscheid zutreffend ausgeführt wird, kann nicht auf die von der Zollfahndung J._______ vorgenommene Wertermittlung der Lastwagen abgestellt werden, und zwar namentlich deshalb, weil d a- für nicht aktenkundige Internetangaben aus dem Jahr 2010 verwendet A-5078/2012 Seite 28 wurden (vgl. E. II.7 des angefochtenen Entscheids). Dies wird von der Beschwerdeführerin denn auch zu Recht nicht bestritten. Indessen hat die Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfah ren selbst Wertangaben zu den Lastwagen gemacht. Dabei führte sie bei der Vorinstanz aus, aufgrund umfangreicher Abklärungen sei es ihr gelungen, "für die einzelnen Fahrzeuge Alter, Km-Stand und Euro-Norm zu verifizie- ren" und "ausgehend vom B._______-Angebot der Gebraucht -LKW Mai 2010 realistische Marktwerte" zu errechnen (Akten Vorinstanz, act. 128 S. 2). Mit der Vorinstanz sind die entsprechenden Wertangaben aber ins- besondere mangels Hinweisen zur angewendeten Vorgehensweise als nicht hinreichend beweiskräftig zu beurteilen (vgl. E. II.7 Abs. 4 des ange- fochtenen Entscheids) . Dafür spricht auch der Umstand, dass sich die Beschwerdeführerin in ihren im gegenwärtigen Verfahren eingereichten Rechtsschriften nicht mit der im vorinstanzlichen Entscheid vorgeno m- menen, differenzierten Würdigung ihrer seinerzeit gemachten Wertang a- ben auseinandersetzt. Die Beschwerdeführerin beschränkt sich stattde s- sen im Wesentlichen darauf, ohne nähere Begründung zu rügen, die Vo r- instanz habe ihre Angaben zu Unrecht als mit zu viel en Unsicherheiten behaftet qualifiziert. Da der Vorinstanz keine anderen Wertangaben vorlagen, war sie gemäss Art. 76 Abs. 4 aMWSTG dazu berechtigt, eine Einschätzung nach pflich t- gemässem Ermessen vorzunehmen. 10.4.2.2 Der angefochtene Entscheid hält auch der hier auf einer zweiten Stufe mit der gebotenen Zurückhaltung vorzunehmenden Prüfung, ob ein Ermessensfehler der Vorinstanz bei der fragliche n Schätzung erkennbar ist (vgl. E. 10.1 und 10.4.1), ohne Weiteres stand. Denn wie hiervor e r- wähnt (vgl. E. 10.4.1), ist es in einem Fall wie dem vorliegenden statthaft, eine Schätzung des Marktwertes gemäss Eurotax vorzunehmen. Es b e- stehen zudem keine Anhaltspunkte für die Annahme, dass die entspr e- chende Schätzung durch die Vorinstanz nicht pflichtgemäss vorgeno m- men worden ist. Die Vorinstanz hat in ihrem Entscheid insbesondere begründet, weshalb das Abstellen auf Eurotax und Durchschnittswerte ihrer Ansicht nach vor- liegend zulässig ist. Damit hat sie auch rechtsgenügend dargelegt, auf welcher Grundlage sie die Sch ätzung vorgenommen hat und wie sie bei der Ermittlung des Marktwertes methodisch vorgegangen ist. Ihre Erwä- gungen im angefochtenen Entscheid entsprechen – wie aufgezeigt A-5078/2012 Seite 29 (vgl. E. 2.6.4) – den aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) flies senden Begründungsanforderungen, weshalb nicht auf eine Ermessensüberschreitung mangels hinreichender Begründung g e- schlossen werden kann (vgl. zu einem anders gelagerten Fall Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -852/2012 vom 27. September 2012 E. 3.5.2). Sodann erscheint ihr Vorgehen bzw. das Einholen einer Eur o- tax-Bewertung bei einem spezialisierten Dritten als vernünftig und zweckmässig. Inwiefern gesamthaft betrachtet der Vorinstanz erhebliche Ermessensfehler unterlaufen sein sollen und sich die Schätz ung offe n- sichtlich als falsch erweisen soll, ist nicht ersichtlich. An dieser Beurteilung nichts zu ändern vermag die Behauptung der Be- schwerdeführerin, die Vorinstanz habe die Herleitung der Eurotax -Werte und deren Begründung nicht offen gelegt. Die Vorinstanz zog nämlich die fraglichen Eurotax -Werte nicht im Rahmen der Prüfung der Vorausse t- zungen der ermessensweisen Ermittlung des Marktwertes heran, sondern für die Vornahme der eigentlichen Schätzung. Da sich diese im Rahmen der vom Bundesverwaltungsgeri cht mit der gebotenen Zurückhaltung vorzunehmenden Prüfung nicht als erkennbar pflichtwidrig erweist (zweite Stufe), liegt es auf der nächsten Stufe – auf der eben die Beschwerdefüh- rerin beweisbelastet ist (vgl. E. 10.1) – an ihr, nachzuweisen, dass bzw. weshalb die von der Vorinstanz herangezogenen Eurotax-Werte unzutref- fend sind (vgl. dazu sogleich E. 10.4.2.3). Dies gilt umso mehr, als es sich bei den Euro tax-Werten um objektive Kriterien handelt (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A­1410/2006 vom 17. März 2008 E. 4.4.2). 10.4.2.3 Sind – wie im vorliegenden Fall – die Voraussetzungen einer er- messensweisen Ermittlung des Marktwertes erfüllt und verstösst diese nicht erkennbar gegen Bundesrecht, obliegt es (wie ausgeführt) der steu- erpflichtigen Person, den Beweis für die Unrichtigkeit der Schätzung zu erbringen (vgl. E. 10 .1 und 10.4.1). Dieser Nachweis misslingt der B e- schwerdeführerin: 10.4.2.3.1 Die Beschwerdeführerin stellt zwar der von der Vorinstanz h e- rangezogenen Eurotax -Bewertung eine von ihr selbst bei der B._______ GmbH Deutschland eingeholte, neu eingereichte Fahrzeu g- bewertung entgegen (vgl. Beschwerde, S. 11; Beschwerdebeilage 10). Freilich enthält diese Bewertung Marktpreisschätzungen, welche im Mai 2010 galten. Die insofern beweisbelastete Beschwerdeführerin hat nicht näher dargetan, inwiefern diese Bewertung auch für die hier in Frage st e- henden Jahre 2008 und 2009 massgebend sein sollte. Es bestehen in s-A-5078/2012 Seite 30 besondere keine genügenden Anhaltspunkte für die Annahme, dass die der neuen Schätzung zugrunde gelegten Kilometerstände vom Mai 2010 denjenigen in den beiden Vorjahren entsprachen , was eine Vergleichbar- keit ausschliesst. 10.4.2.3.2 Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, eine Schätzung bei der B._______ Schweiz gemäss Eurotax nach den üblichen Kriterien füh- re vorliegend zu einem offensichtlich unrichtigen Ergebnis, weil die von ihr verwendeten Lastwagen in dieser Form und Ausstattung in der Schweiz nicht existieren würden. Es handle sich um Fahrzeuge, welche normale r- weise im Verteilerverkehr fahren würden, bei der Beschwerdeführerin j e- doch für Transporte von leeren Getränkedosen eingesetzt würden. De m- entsprechend würden die Lastwagen der Beschwerdeführerin grundsät z- lich mit Anhängern betrieben und folglich mehr Kilometer fahren als im üblichen Regionalverkehr, in welchem entsprechende Fahrzeuge ohne Anhänger eingesetzt würden. Dieses Vorbringen erscheint nicht als hinreichend substantiiert . Zwar b e- antragt die Beschwerdeführerin diesbezüglich im Sinne von Beweisoffer- ten die Einholung einer Fachauskunft der B._______ GmbH Deutschland und/oder eines Gutachtens . Auch behauptet sie ergänzend, die bei den vorinstanzlichen Akten befindlichen Internet-Ausdrucke (Akten Vorinstanz, act. 155 ff.) würden "vollständig andere Fahrzeugt ypen" als die von ihr eingesetzten Lastwagen zeigen (Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 25. September 2013, S. 4). Es ist jedoch unerfindlich, weshalb die bei der Eurotax -Bewertung durch die Vorinstanz herangezogenen B e- zeichnungen der Fahrzeugtypen ( vgl. Akten Vorinstanz, act. 130) nicht hätten genügen sollen, um eine den tatsächlichen Verhältnissen mö g- lichst nahe kommende Schätzung zu ermöglichen. Es ist nicht davon auszugehen, dass die in diesem Zusammenhang an gebotenen Beweise eine die offensichtliche Unrichtigkeit der Schätzung begründende Diskr e- panz zwischen de r mit den streitbetroffenen Lastwagen gefahrenen Kil o- meterzahl und den entsprechenden Durchschnittswerten im Rahmen der Eurotax-Bewertung zu m Vorschein bringen . Auf deren Abnahme kann somit in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (vgl. E. 8.2). Im Übrigen kann auch dem von der Beschwerdeführerin gestellten A n- trag, es sei ein Gutachten zur eigentlichen Fahrzeugbewertung einzuho- len (vgl. Beschwerde, S. 11), nicht stattgegeben werden. Denn wie aufge- zeigt darf sich die Beschwerdeführerin auf der hier in Frage stehenden (dritten) Stufe der Überprüfung der Ermessenseinschätzung nicht darauf A-5078/2012 Seite 31 beschränken, die Kalkulationsgrundlagen der ermessensweise ermittelten Abgabebeträge allgemein zu k ritisieren. Vielmehr liegt es an ihr, darzul e- gen, dass die von der Vorinstanz vorgenommene Ermessenseinschä t- zung offensichtlich unrichtig ist (vgl. E. 10.1). Vor diesem Hintergrund und angesichts des Umstandes, dass die Beschwerdeführerin nicht ausführt, inwiefern sich aus dem ihrer Ansicht nach einzuholenden Gutachten die offensichtliche Unrichtigkeit der vorinstanzlichen Ermittlung des Marktwer- tes der streitbetroffenen Fahrzeuge ergeben sollte, erscheint ihr Bewei s- antrag nicht als hinreichend substantiiert bzw. kann nicht von einem e r- heblichen Beweisantrag ausgegangen werden. 10.5 Die von der Vorinstanz bestimmte Höhe der Nachforderung ist nach dem Ausgeführten nicht zu beanstanden. Dies gilt umso mehr, als die bei der Bestimmung der Höhe der Nachforderung von der Vorinstanz mit Be- zug auf die Anhänger zugrunde gelegten Parameter zu Recht nicht bestritten werden und d ie übrigen Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht als stichhaltig erscheinen: 10.5.1 Die Beschwerdeführerin rügt, die Erhebung der im Streit liegenden Nachforderung sei unverhältnismässig und grenze an eine konfiskator i- sche Besteuerung. 10.5.1.1 Das verfassungsmässige Gebot der Verhältnismässigkeit (Art. 5 Abs. 2 BV) verlangt, dass staatliche Hoheitsakte für das Erreichen eines im übergeordneten Interesse liegenden Zieles geeignet, notwendig und dem Betroffenen zumutbar sein müssen. Ein staatliches Handeln ist n a- mentlich dann unverhältnismässig, wenn eine ebenso geeignete mildere Anordnung für den angestrebten Erfolg ausreicht. De r Eingriff darf in sachlicher, zeitlicher und räumlicher Hinsicht nicht einschneidender sein als notwendig (BGE 126 I 122 E. 5b, mit Hinweisen). Für Verhältnismä s- sigkeitsüberlegungen verbleibt jedoch immer dann kein Raum, wenn eine Norm zwar als streng ers cheinen mag, aber vom Bundesgesetzgeber so gewollt ist und innerhalb des diesem eröffneten Regelungsermessens liegt (Urteil des Bundesgerichts 2C_703/2009 und 2C_22/2010 vom 21. September 2010 E. 4.4.2). Denn die rechtsanwendenden Behörden dürfen von einer klar formulierten Vorschrift des Bundesgesetzgebers, de- ren Wortlaut auch dem Sinn und Zweck der Regelung entspricht, nicht abweichen (sog. Anwendungsgebot; Art. 190 BV; BGE 131 II 217 E. 2.3). 10.5.1.2 Das aus der Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) abgeleitet e Verbot der konfiskatorischen Besteuerung verwehrt es dem Gemeinwesen, den A-5078/2012 Seite 32 Abgabepflichtigen ihr privates Vermögen oder einzelne Vermögenskat e- gorien durch übermässige Besteuerung nach und nach zu entziehen (vgl. hierzu im Einze lnen: BGE 106 Ia 349 E. 6a, BGE 105 Ia 139 E. 3a und BGE 103 Ia 418). Eine konfiskatorische Besteuerung liegt vor, wenn die Abgabe das Institut des Eigentums in Frage stellt; ob dies zutreffe, beurteilt sich nach der Gesamtheit aller konkreter Umstände wie Steue r- satz, Bemessungsgrundlage, Dauer des fiskalischen Eingriffs und dessen Kumulation mit anderen Abgaben (BGE 128 II 112 E. 10b/bb und BGE 106 Ia 342 E. 6a; Urteil des Bundesgerichts 2P .139/2004 vom 30. November 2004 E. 4.1). Das Anwendungsgebot von Art. 190 BV (vgl. E. 10.5.1.1) gilt es auch bei der Prüfung der Rüge, die Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) sei verletzt, zu beachten (vgl. anstelle vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_385/2011 vom 8. August 2011 E. 4.2). 10.5.1.3 Es ist nachvollziehbar, dass eine Nachforderung von Einf uhrab- gaben wie die vorliegende ein Unternehmen finanziell schwer treffen kann. Indes beruhen sowohl Bestand als auch Umfang der Abgabener- hebung auf allen involvierten Fahrzeugen auf klarer bundesgesetzlicher Grundlage, weshalb das Vorgehen der Zollverwaltu ng mit Blick auf das Anwendungsgebot von Art. 190 BV gerechtfertigt ist: Wie aufgezeigt unterliegen die für die Inlandtransporte benutzten Lastwa- gen sowie Anhänger qua Bundesgesetzgebung der allgemeinen Zol l- pflicht. Auch das zwingende Erfordernis einer vorgängigen Anmeldung für das Verfahren der vorübergehenden Verwendung bzw. das Erwirken e i- ner entsprechenden Zoll- und Steuerbefreiung ist auf der Ebene der Bun- desgesetze bzw. im ZG verankert. Die Nachleistungspflicht ergibt sich sodann insbesondere aus Art. 12 VStrR (vgl. E. 5.1, 6.2, 7.2 und 9). Die Höhe der Zollforderung bemisst sich – wie ausgeführt – nach Art. 19 Abs. 1 ZG sowie dem Generaltarif, dem Gesetzesrang zukommt (vgl. E. 10.3.1.1). Zudem ist auch die Höhe der geschuldeten E infuhr- steuer aufgrund von Art. 76 Abs. 1 Bst. b aMWSTG in einem Bundesg e- setz geregelt (vgl. E. 10.4.2.1). Von der im hier zu beurteilenden Fall e inschlägigen bundesgesetzlichen Ordnung kann mangels Entschliessungsermessens der rechtsanwenden- den Verwaltung, anders zu entscheiden, und aufgrund des Anwendungs- gebotes von Art. 190 BV weder mit Blick auf das Verhältnismässigkeit s-A-5078/2012 Seite 33 prinzip (Art. 5 Abs. 2 BV) noch unter Berücksichtigung der Eigentumsga- rantie (Art. 26 BV) abgewichen werden (vgl. auch Urteil des Bundes ver- waltungsgerichts A­2326/2012 vom 5. Februar 2013 E. 6.6.2). Die Rüge, die Erhebung der im Streit liegenden Nachforderung sei unverhältni s- mässig und grenze an eine konfiskatorische Besteuerung, verfängt somit nicht. 10.5.2 Die Beschwerdeführerin macht im Übrigen geltend, das Einfordern der Abgaben in der Höhe von rund Fr. 160'000.- verstosse gegen das Rechtsgleichheitsgebot. Das entsprechende Vorbringen wird aber nicht näher begründet und ist auch nicht nachvollziehbar, zumal die vorliege n- de, gesetzeskonforme Nachbesteuerung der von der Verfassung wegen geforderten Gleichbehandlung bei der Re chtsanwendung (vgl. Art. 8 Abs. 1 BV) entspricht. 11. Zusammenfassend hat die Vorinstanz zu Recht bestätigt, dass Zoll und Einfuhrsteuern nachzufordern sind. Auch h at sie die Grundlagen zur B e- rechnung der Höhe der entsprechenden Nachforderung, namentlich das massgebende Gewicht der Lastwagen und deren Wert, auf rechtskonfo r- me Weise ermittelt. Unter dieser Annahme zu Recht nicht bestritten ist vorliegend die rein rechnerische Ermittlung der Höhe der Nachforderung durch die Vorinstanz. Demzufolge ist die Beschwerde abzuweisen und der angefochtene En t- scheid – auch mit Bezug auf die Nebenfolgen (vgl. Art. 63 Abs. 1 und Art. 64 Abs. 1 VwVG sowie Art. 2 Abs. 2 und Art. 8 der Verordnung über Kosten und Entschädigungen im Verwaltungsverfahren vom 10. Septe m- ber 1969 [SR 172.041.0]; E. II.12 und Dispositiv -Ziff. 5 f. des angefocht e- nen Entscheids) – zu bestätigen. 12. Die Beschwerdeführerin hat als unterliegende Partei die Verf ahrenskos- ten in der Höhe von Fr. 6'900.- zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Sie we r- den mit dem von ihr in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss ve r- rechnet. Ein Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). A-5078/2012 Seite 34 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 6'900. - werden der Beschwerdeführerin auferlegt und mit dem von ihr in gleicher Höhe geleisteten Kostenvo r- schuss von Fr. 6'900.- verrechnet. 3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde); – die Vorinstanz (Ref.-Nr. […]; Gerichtsurkunde). Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Daniel Riedo Beat König Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufas sen und hat die Begehren, deren B e- gründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: